# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b523ca4-5520-59dc-a739-3dcfd5702565
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1975-01-13
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 13.01.1975 Verwaltung ARGVP 1988 1093
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_Verwaltung-ARGVP-198_1975-01-13.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1093, 1094

1093

Grundbuch. Verhältnis der Grundbuchberichtigungsklage (Art. 975 ZGB) 
zur Grundbuchbeschwerde (Art. 102ff. der eidg. Grundbuchverordnung; 
SR 211.432.1).

A .K . ist Eigentümer der landwirtschaftlichen Liegenschaft Nr. 425, Grund­
buch W. Er räumte am 2. Juni 1972 der Bürgergemeinde W. ein Kaufsrecht 
ein, das am 19. Oktober1972 geltend gemacht wurde. Am 19. Dezem- 
ber1972 trug der Grundbuchverwalter dieses Rechtsgeschäft im Tage­
buch ein und stellte derTochter des A. K., Frau B. O.-K., die üblichen Formu­
lare betreffend das gesetzliche Vorkaufsrecht zu. B. O.-K. teilte dem Grund­
buchverwalter mit, sie mache ihr Vorkaufsrecht «grundsätzlich» geltend. 
Trotz wiederholter Aufforderung, das Vorkaufsrecht entweder vorbehalt- 
losauszuüben oderdarauf zu verzichten, liess B. O.-K. nichts mehrvon sich 
hören. Nach Ablauf einer letzten Frist wurde die Bürgergemeinde W. als 
Eigentümerin ins Grundbuch eingetragen. Frau B. O.-K. erhob dagegen 
Beschwerde beim Regierungsrat mit dem Begehren, der Eintrag sei «als 
gesetzwidrig aufzuheben», und die Beschwerdeführerin sei als Eigentü­
merin im Grundbuch einzutragen. -  Der Regierungsrat trat auf die Be­
schwerde nichtein:

Dem Inhaber eines bäuerlichen Vorkaufsrechtes steht die Grundbuch­
berichtigungsklage gemäss Art. 975 ZGB, eventuell die Klage auf gericht­
liche Zusprechung des Eigentums, zu; vgl. hiezu SJK Nr. 1280 sowie 
BGE 9 7 II277 ff. und 8 4 11192 ff. Für eine Grundbuchbeschwerde im Sinne 
von Art. 102 ff. der Verordnung betreffend das Grundbuch ist im vorliegen­
den Falle kein Raum.

RRB 13.1.1975

1094

Grundbuch. Umfang der Prüfungspflicht des Grundbuchführers.

Ohne Zweifel ist der Grundbuchführer nicht nur berechtigt, sondern ver­
pflichtet, eine Anmeldung daraufhin zu überprüfen, ob die gewünschte 
Eintragung, Vor- oder Anmerkung zulässig ist; er «hat darauf zu sehen, 
dass das Grundbuch nicht mit Einträgen belastet wird, die einer gesetz-

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