# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f84cbb44-df4b-5d32-b186-03ccdfa8410f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 07.07.2020 470 2020 91 (470 20 91)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-2020-91_2020-07-07.pdf

## Full Text

Seite 1  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht,  

vom 7. Juli 2020 (470 20 91) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Strafprozessrecht 

 

Verfahrenseinstellung (Diebstahl) 

 

 

 

 

Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Stephan Gass (Ref.),  

Richter Daniel Häring; Gerichtsschreiber Stefan Steinemann 

 

 

Parteien A._____,   

vertreten durch Advokatin Dr. Ursula Schneider-Fuchs,  

Bernoullistrasse 20, 4056 Basel,  

Beschwerdeführer 

  

gegen 

 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Allgemeine Hauptabteilung,  

Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  

Beschwerdegegnerin 

 

B._____,  

vertreten durch Rechtsanwalt Peter Wiederkehr,  

Vorstadtstrasse 37, 8953 Dietikon,  

Beschuldigte 

  

 

Gegenstand Verfahrenseinstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staats- 

anwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabteilung,  

vom 20. April 2020 

 

 

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A. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft eröffnete am 8. August 2018 ein Strafverfahren 

gegen B._____ (fortan: Beschuldigte) wegen Diebstahls, eventualiter unrechtmässiger Aneig-

nung. Mit Einstellungsverfügung vom 20. April 2020 stellte sie dieses Strafverfahren in Anwen-

dung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO ein (Dispositiv-Ziffer 1). Die nicht bezifferte Zivilklage verwies 

sie auf den Zivilweg (Dispositiv-Ziffer 2). Die mit dem eingestellten Verfahrensteil zusammenhän-

genden Kosten von insgesamt Fr. 1'144.− (286 Aktenseiten à Fr. 4.−) und die Kosten dieser Ver-

fügung überband sie dem Staat (Dispositiv-Ziffer 3). Der Beschuldigten sprach sie gemäss 

Art. 430 Abs. 1 lit. c StPO keine Entschädigung und keine Genugtuung zu (Dispositiv-Ziffer 5 

[recte: 4]). 

 

B. Dagegen erhob A._____ (fortan: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 4. Mai 2020 beim 

Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, Beschwerde mit dem Antrag, es sei die 

Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. April 2020 aufzuheben; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen (inkl. MWST) zulasten der Staatsanwaltschaft. 

 

C. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Stellungnahme vom 14. Mai 2020 die Abweisung der 

Beschwerde; unter Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers. 

 

D. Die Beschuldigte beantragte mit Stellungnahme vom 18. Mai 2020 die Abweisung der 

Beschwerde; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MWST) zulasten des Beschwerde-

führers, eventualiter zulasten des Kantons Basel-Landschaft. 

 

 

 

Erwägungen 

 

1. Eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen schriftlich 

und begründet bei der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, mit Beschwerde 

angefochten werden (Art. 322 Abs. 2 StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO und § 15 Abs. 2 EG StPO). Die 

Person oder die Behörde, die das Rechtsmittel ergreift, hat dabei genau anzugeben, welche 

Punkte des Entscheides sie anficht, welche Gründe einen anderen Entscheid nahe legen und 

welche Beweismittel sie anruft (Art. 396 Abs. 1 i.V.m. Art. 385 Abs. 1 StPO). In der schriftlichen 

Beschwerdebegründung hat sie mittels eindeutiger Verweisungen auf die vorinstanzlichen Erwä-

gungen schlüssig darzulegen, weshalb sie den angefochtenen Entscheid als fehlerhaft erachtet 

und die Gründe zu nennen, die einen anderen Entscheid nahe legen (GUIDON, Basler Kommentar 

StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 396 N 9c; CALAME, Commentaire Romand CPP, 2. Aufl. 2019, Art. 385 

N 21; BGer 6B_1273/2019 vom 11. März 2020 E. 2.4.3). Gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede 

Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entschei-

des hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Der Beschwerdeführer hat sich als Privatkläger konstituiert 

und ist unmittelbar in seinen Interessen tangiert, da der angezeigte Diebstahl zu seinem Nachteil 

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begangen worden sein soll. Demnach ist er zur Beschwerde legitimiert. Die weiteren Beschwer-

devoraussetzungen geben keinen Anlass zu Bemerkungen und sind erfüllt. Auf die Beschwerde 

ist somit einzutreten. 

 

 

2. Strittig und vorab zu prüfen ist die Frage, ob der Beschwerdeführer rechtzeitig einen Straf-

antrag gegen seine ehemalige Ehefrau, die Beschuldigte, wegen Diebstahls gestellt hat. 

 

2.1 Wird ein Diebstahl zum Nachteil eines Angehörigen oder Familiengenossen begangen, 

wird die Tat nur auf Antrag verfolgt (Art. 139 Ziff. 4 StGB). Zu den Angehörigen einer Person zählt 

namentlich der Ehegatte (Art. 110 Abs. 1 StGB). Das Erfordernis des Strafantrags beruht auf der 

engen Beziehung zwischen Täter und Geschädigtem. Massgebend ist, ob die enge Beziehung 

im Zeitpunkt der Tat bestand (BGer 6B_525/2012 vom 5. November 2012 E. 3.4; 

TRECHSEL/BERTOSSA, Praxiskommentar StGB, 3. Aufl. 2018, Art. 110 N 9). Eine spätere Schei-

dung bleibt somit unbeachtlich. Das Antragsrecht erlischt nach Ablauf von drei Monaten. Die Frist 

beginnt mit dem Tag, an welchem der antragsberechtigten Person der Täter bekannt wird (Art. 

31 StGB). Der Zeitpunkt des Beginns der Frist ist die Kenntnis des Täters und selbstverständlich 

auch der Straftat. Die Kenntnis durch die antragsberechtigte Person muss sicher und zuverlässig 

sein, so dass sie davon ausgehen kann, dass ein gegen den Täter gerichtetes Verfahren gute 

Erfolgsaussichten haben wird (BGE 126 IV 131 E. 2a). Ein Strafantrag kann auch gegen Unbe-

kannt und somit vor dem Beginn des Fristenlaufs eingereicht werden. In diesem Fall ist eine 

Erneuerung des Strafantrags nach dem Bekanntwerden des Täters nicht erforderlich (BGE 92 IV 

75 = Pra 55 [1966] Nr. 138; TRECHSEL/JEAN-RICHARD-DIT-BRESSEL, Praxiskommentar StGB, 

3. Aufl. 2018, Art. 31 N 4). 

 

2.2 Am 31. Januar 2018 erstattete C._____ im Namen des Beschwerdeführers bei der Polizei 

Basel-Landschaft eine Strafanzeige gegen D._____ wegen Diebstahls eines Geldbetrags von 

Fr. 100'000.− (act. 2249 ff.). Gleichentags stellte sie überdies im Namen des Beschwerdeführers 

einen Strafantrag gegen Unbekannt wegen aller in Frage kommender Delikte (act. 2261). Weil 

der Beschwerdeführer mit dem Strafantrag vom 31. Januar 2018 seinen Willen zur Verfolgung 

des Diebstahls vorbehaltlos zum Ausdruck hat bringen lassen, gilt dieser ohne Weiteres auch in 

Bezug auf die Beschuldigte als rechtswirksam gestellt. Dieser Strafantrag ist daher offenkundig 

rechtzeitig erfolgt.  

 

 

3.1 Die Staatsanwaltschaft erwog in der angefochtenen Einstellungsverfügung im Wesentli-

chen, der Beschwerdeführer werfe der Beschuldigten vor, ihm während seines Spitalaufenthalts 

vom 23. bis zum 28. Januar 2018 Fr. 100'000.−, welche in vier Couverts und einer Plastikbox 

aufbewahrt gewesen seien, gestohlen zu haben. Gegen die Beschuldigte lägen jedoch keine ob-

jektiven Beweise vor. Zwar habe sich am 28. Februar 2018 in ihrem Tresorfach bei der 

E._____bank in vier verschiedenen Couverts Bargeld in Höhe von Fr. 80'350.− befunden. Die 

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Beschuldigte habe aber offenbar bereits vor der Tat selber über eine grössere Menge an Bargeld 

verfügt. So habe sie in ihrer Steuererklärung für das Jahr 2016 unter der Rubrik „Bargeld, Gold 

und andere Edelmetalle“ einen Betrag von Fr. 130'000.− deklariert. Zudem hätten ihre Eltern an-

lässlich ihrer Zeugeneinvernahmen angegeben, ihr im Dezember 2017 Bargeld in unbekannter 

Höhe, welches sie in ihrem Tresor zu Hause gelagert hätten, nach H._____ gebracht zu haben. 

Das im Tresorfach befindliche Bargeld müsse bereits am 21. Dezember 2017 in den Tresor gelegt 

worden sein, denn bis zum 7. Februar 2018 sei durch die Bank kein Zugriff mehr registriert wor-

den. Somit könne es sich beim Bargeld im Tresorfach der Beschuldigten nicht um das dem Be-

schwerdeführer im Januar 2018 entwendete Bargeld handeln. Unter diesen Umständen könne 

die Täterschaft der Beschuldigten nicht hinreichend nachgewiesen werden, weshalb das Straf-

verfahren gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einzustellen sei.  

 

3.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen in seiner Beschwerde zusammengefasst ein, in 

seiner Strafanzeige habe er den möglichen Zeitraum der Tatbegehung nicht auf den 23. bis zum 

28. Januar 2018 begrenzt. Anlässlich ihrer Einvernahme vom 19. April 2018 habe C._____ zu-

dem bekundet, der Diebstahl habe wohl gegen Ende Dezember 2017, anfangs Januar 2018 statt-

gefunden. Überdies habe die Beschuldigte, die seit August 2017 in einer Wohnung in seinem 

Haus gewohnt und die er am 7. November 2017 geheiratet habe, unbeschränkt Zutritt zu seiner 

Wohnung gehabt. Auch wenn sich die Beschuldigte letztmals am 21. Dezember 2017 zu ihrem 

Tresorfach begeben habe, könne es sich beim darin aufgefundenen Bargeld sehr wohl um die 

Beute aus dem Diebstahl zu seinem Nachteil handeln. Der Umstand, dass sich in diesem Tresor-

fach vier Couverts mit Geld befunden hätten, die Beschuldigte jedoch von ihren Eltern das Geld 

lediglich in zwei Couverts erhalten habe, sowie die Tatsache, dass ein Auszahlungsbeleg des 

Kontos von C._____ im Tresorfach sichergestellt worden sei, stellten genügend Indizien dar, um 

die Strafuntersuchung weiterzuführen.  

 

 

4.1 Gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Einstellung des 

Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt. Der Entscheid hat 

sich nach dem Grundsatz „in dubio pro duriore“ zu richten. Danach darf eine Einstellung durch 

die Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit angeordnet werden. Hingegen 

ist, sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu erheben, wenn 

eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist ein Freispruch genauso wahr-

scheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der Regel, insbesondere bei schweren Delikten, 

eine Anklageerhebung auf. Bei zweifelhafter Beweis- oder Rechtslage hat nicht die Staatsanwalt-

schaft über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur ma-

teriellen Beurteilung zuständige Gericht. Der Grundsatz, dass im Zweifel nicht eingestellt werden 

darf, ist auch bei der Überprüfung von Einstellungsverfügungen zu beachten (BGE 143 IV 241 

E. 2.2.1; 138 IV 186 E. 4.1; 138 IV 86 E. 4.1.1). Hingegen ist dann einzustellen, wenn sich wäh-

rend des Vorverfahrens der Tatverdacht nicht derart verdichtete, dass bei erfolgter Anklage mit 

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einer verurteilenden Erkenntnis des Gerichts gerechnet werden könnte, mithin wenn mit Sicher-

heit oder grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch zu rechnen wäre (SCHMID/JOSITSCH, 

Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, N 1251). 

 

4.2 Stehen sich gegensätzliche Aussagen gegenüber und ist es nicht möglich, die einzelnen 

Aussagen als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewerten, ist nach dem Grundsatz „in dubio 

pro duriore“ in der Regel Anklage zu erheben. Auf eine Anklageerhebung kann jedoch verzichtet 

werden, wenn der Strafkläger ein widersprüchliches Aussageverhalten offenbarte und seine Aus-

sagen daher wenig glaubhaft sind oder wenn eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten 

Umstände aus anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich erscheint (BGE 143 IV 241 

E. 2.2.2). Zwar kann auch ein Einzelzeugnis als rechtsgenügender Beweis angesehen werden, 

indessen ist jeweils genau zu prüfen, ob die Aussage in jeder Hinsicht als zuverlässig und unbe-

fangen erscheint oder durch Indizien besonders unterstützt wird (LANDSHUT/BOSSHARD, Zürcher 

Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 319 N 17). 

 

4.3 Gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB macht sich des Diebstahls schuldig, wer jemandem eine 

fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich oder einen andern damit unrecht-

mässig zu bereichern. Eine Sache ist fremd, wenn sie im Eigentum einer anderen Person als des 

Täters steht. Die Tathandlung der Wegnahme liegt im Bruch fremden und der Begründung neuen 

(meist eigenen) Gewahrsams (BGE 132 IV 108 E. 2.1). 

 

 

5. Vorliegend wird im Anzeigerapport der Polizei vom 9. Februar 2018 zwar als Tatzeit der 

Zeitraum vom 23. bis zum 28. Januar 2018 angegeben. Dabei handelt es sich jedoch um eine 

blosse Annahme der Polizei. Als Beginn der Tatzeit nahm die Polizei den 23. Januar 2018 offen-

kundig deswegen an, weil der Beschwerdeführer an diesem Tag in das Spital eingetreten war. 

Die Staatsanwaltschaft lässt jedenfalls ausser Acht, dass C._____ anlässlich der Einvernahme 

vom 1. Februar 2018 durch die Polizei angab, das fragliche Geld sei im Dezember [2017] in der 

Küche des Beschwerdeführers in beschrifteten Couverts auf dem Küchentisch gelegen. Diese 

Couverts habe der Beschwerdeführer vor seinem Eintritt in das Spital in einer Schublade in der 

Schlafzimmerkommode verstaut (act. 2269). Die Beschuldigte habe Zutritt zum Haus und zum 

Schlafzimmer des Beschwerdeführers gehabt (act. 2277). Bei der polizeilichen Befragung vom 

19. April 2018 führte C._____ sodann aus, der Beschwerdeführer habe um Weihnachten [2017] 

in seiner Küche Tausendernoten in diverse Couverts abgepackt (act. 2379 ff.). Die Staatsanwalt-

schaft blendet weiter aus, dass der Beschwerdeführer allein in der Zeit vom 17. Oktober 2017 bis 

zum 2. November 2017 bei der Post am F._____ in G._____ insgesamt Fr. 123'000.− in bar ab-

gehoben (act. 2311 ff.) und C._____ gemäss ihren Angaben eine am 2. Dezember 2017 von 

ihrem Konto abgehobene Geldsumme von Fr. 20'000.− und weitere Fr. 3'000.− dem Beschwer-

deführer überreicht hatte (act. 725, 1895, 2381). Demnach befand sich das fragliche Geld schon 

im Dezember 2017 in der Wohnung des Beschwerdeführers. Somit hätte die Beschuldigte, die 

Zutritt zur Wohnung des Beschwerdeführers hatte, bereits zu dieser Zeit über eine Gelegenheit 

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verfügt, dieses zu entwenden. Infolgedessen erweist sich die Begründung in der angefochtenen 

Einstellungsverfügung als nicht tragfähig, wonach eine Täterschaft der Beschuldigten ausge-

schlossen sei, weil sie sich letztmals am 21. Dezember 2017 zu ihrem Tresor begeben habe und 

damit das dort gelagerte Geld nicht aus dem vom 23. bis zum 28. Januar 2018 verübten Diebstahl 

stammen könne.  

 

 

6. Im Ergebnis erweist sich die angefochtene Verfahrenseinstellung aus den nachstehenden 

Gründen dennoch als gerechtfertigt. Die Beschuldigte bestreitet, das fragliche Geld vom Be-

schwerdeführer entwendet zu haben. Anlässlich ihrer Einvernahme vom 27. Februar 2018 durch 

die Polizei gab die Beschuldigte zu Protokoll, ihre Eltern hätten ihr im Dezember [2017] das in 

ihrem Tresorfach aufbewahrte Bargeld nach H._____ gebracht (act. 2157). Bei der polizeilichen 

Befragung vom 30. August 2018 bestätigte die Beschuldigte, dass ihre Eltern ihr das Geld im 

Dezember 2017 nach H._____ gebracht hätten (act. 2165). Anlässlich ihrer Einvernahme vom 

17. April 2019 durch die Staatsanwaltschaft bekundete die Beschuldigte, das in ihrem Tresorfach 

gelagerte Geld in Höhe von Fr. 80'350.− stamme aus ihren Ersparnissen, die ihre Eltern ihr nach 

H._____ überbracht hätten (act. 2529 ff.). Ihre Eltern, I._____ und J._____, sagten anlässlich 

ihrer Zeugeneinvernahmen vom 9. März 2018 durch die Staatsanwaltschaft übereinstimmend 

aus, sie hätten Mitte Dezember 2017 Bargeld, welches sie in ihrem Tresor zu Hause gelagert 

hätten und aus den Ersparnissen der Beschuldigten stamme, in zwei Couverts nach H._____ 

gebracht (act. 1789 ff.). Zudem steht fest, dass die Beschuldigte in ihrer Steuererklärung 2016 

unter der Rubrik „Bargeld, Gold und andere Edelmetalle“ per 31. Dezember 2016 einen Betrag 

von Fr. 130'000.− deklarierte (act. 247). Im Ergebnis deuten die dargestellten Beweismittel darauf 

hin, dass der Beschuldigten die in ihrem Tresorfach bei der E._____bank aufgefundene Geld-

summe von Fr. 80'350.− gehört. Dass die Beschuldigte den erwähnten Geldbetrag vom Be-

schwerdeführer entwendet haben soll, stellt hingegen eine blosse Vermutung des Beschwerde-

führers dar, die sich durch nichts erhärten lässt. Die Tatsache, dass ihre Eltern ihr das Geld in 

zwei Couverts nach H._____ brachten und im Tresor vier mit Geld gefüllte Couverts aufgefunden 

wurden, gebietet keineswegs den Schluss, dass die Beschuldigte die vom Beschwerdeführer in 

seinem Haus aufbewahrten vier Couverts mit Tausendernoten behändigt hat. Anlässlich ihrer 

polizeilichen Einvernahme vom 30. August 2018 erklärte die Beschuldigte, sie habe das von ihren 

Eltern überbrachte Geld in vier schmale Couverts umgepackt, weil das Tresorfach schmal gewe-

sen sei (act. 2169). Dies erscheint als nachvollziehbar und unverdächtig. Sodann vermag allein 

der Umstand, dass im Tresorfach der Beschuldigten ein Beleg des Kontos von C._____ vom 

2. Dezember 2017 aufgefunden wurde (act. 717 ff.), nichts in Bezug auf den Ursprung des in 

diesem Tresorfach gelagerten Gelds auszusagen. Wie die Beschuldigte anlässlich ihrer Befra-

gung vom 17. April 2019 durch die Staatsanwaltschaft ausführte, lässt sich die Herkunft dieses 

Belegs in ihrem Tresorfach durchaus damit erklären, dass sich dieser für sie unbemerkt in einem 

der Couverts befand, welches sie beim Beschwerdeführer holte und in welches sie einen Teil des 

Gelds hineinlegte (act. 2531). Der besagte Beleg bildet somit kein hinreichendes Indiz für eine 

Entwendung des Gelds des Beschwerdeführers durch die Beschuldigte. Hinzu kommt, dass keine 

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Zeugen vorhanden sind, die eine Wegnahme des Bargelds aus der Wohnung des Beschwerde-

führers beobachtet hätten. Im Weiteren ist zu beachten, dass neben der Beschuldigten nament-

lich auch die drei Kinder des Beschwerdeführers sowie K._____, L._____, M._____ (recte wohl: 

N._____), C._____ und D._____ Zutritt zur Wohnung des Beschwerdeführers hatten (act. 2003, 

2277). Als Täter kommen somit grundsätzlich viele verschiedene Personen in Frage. Im Übrigen 

kann die Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers nicht vorbehaltlos bejaht werden. Es fällt auf, 

dass er bei seinen Einvernahmen durch die Polizei eine ausgeprägte Gleichgültigkeit an den Tag 

legte. So antwortete er meistens auf die ihm gestellten Fragen in stereotyper Weise mit „no com-

ment“. Vom Beschwerdeführer wäre als Geschädigter indes zu erwarten gewesen, dass er sich 

zumindest bemüht, sachdienliche Angaben zu den Umständen der angezeigten Tat zu machen. 

Nach alledem folgt, dass es an relevanten Beweismitteln fehlt, welche den hinreichenden Tatver-

dacht in einem Mass erhärten, dass Anklage zu erheben wäre. Zudem legt der Beschwerdeführer 

weder konkret dar noch ist ersichtlich, dass weitere Untersuchungshandlungen durch die Staats-

anwaltschaft entscheidende Hinweise über den angezeigten Diebstahl zu Tage fördern könnten. 

Unter diesen Umständen lässt sich der angezeigte Sachverhalt nicht rechtsgenügend erstellen. 

Ein Freispruch der Beschuldigten erscheint daher als deutlich wahrscheinlicher als eine Verurtei-

lung. Die Einstellung des Strafverfahrens ist damit zu Recht erfolgt, weshalb sich die Beschwerde 

als unbegründet erweist und deshalb abzuweisen ist. 

 

 

7. Abschliessend bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu entscheiden. 

 

7.1   Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsie-

gens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Verlegung der Kosten richtet sich nach dem 

Grundsatz, wonach Kosten zu tragen hat, wer sie verursacht hat. Wird das ausschliesslich vom 

Privatkläger erhobene Rechtsmittel abgewiesen, hat er die durch die adäquate Wahrnehmung 

der Verfahrensrechte entstandenen Verteidigungskosten der beschuldigten Person zu tragen 

(BGE 139 IV 45 E. 1; 138 IV 248 E. 5.1 und 5.3; BGer 6B_273/2017 vom 17. März 2017 E. 2).  

 

7.2 Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens von total Fr. 1’050.− (be-

stehend aus einer Beschlussgebühr von Fr. 1’000.− und Auslagen von pauschal Fr. 50.−) dem 

unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen und ist dieser zu verpflichten, der Beschuldigten 

für das zweitinstanzlichen Verfahren eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen. Da 

der Verteidiger der Beschuldigten, Rechtsanwalt Peter Wiederkehr, keine Honorarnote einge-

reicht hat, ist dessen Entschädigung von Amtes wegen nach Ermessen festzusetzen (§ 18 Abs. 

1 und 2 TO). Vorliegend erscheint ein Verteidigungsaufwand von Fr. 538.50 (inkl. Auslagen und 

MWST) als angemessen. Der Beschwerdeführer ist somit zu verpflichten, der Beschuldigten für 

das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in dieser Höhe zu bezahlen. 

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Seite 8  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demnach wird erkannt: 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von total Fr. 1’050.− (beste-

hend aus einer Beschlussgebühr von Fr. 1’000.− und Auslagen von 

pauschal Fr. 50.−) werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, der Beschuldigten für das Be-

schwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 538.50 (inkl. Aus-

lagen und MWST) zu bezahlen. 

 

 

Präsident 

 

 

 

 

Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 

 

 

 

 

Stefan Steinemann 

 

 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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