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**Case Identifier:** c2e20f6e-df5a-5f61-b9b3-e20b44f5737f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.12.2018 IV 2016/225
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-225_2018-12-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/225

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 04.12.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 04.12.2018
Art. 28 Abs. 1 IVG: Nichteintreten auf den Antrag um berufliche 
Massnahmen, da die Beschwerdegegnerin darüber bereits rechtskräftig 
entschieden hat. Prüfung des Invalidenrentenanspruchs. Beweiskraft des 
psychiatrischen Gutachtens bejaht. Rentenanspruch verneint (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Dezember 2018, IV 
2016/225).

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und 

Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.  

IV 2016/225

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur

Glavas AG, Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin, 

Gegenstand 

Rente / berufliche Massnahmen

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 29. Januar 2014 bei der IV-

Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an (vgl. IV-

act. 1). Er war vom 6. August bis 6. September 2013 in der Klinik B.___, Fachklinik für 

kardiale und psychosomatische Rehabilitation, hospitalisiert gewesen (IV-act. 62; 

Fremdakten, act. 1 S. 7 f.). Im Austrittsbericht vom 25. September 2013 hatten die 

behandelnden Ärzte die Diagnosen rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode, Angst und depressive Störung gemischt sowie rezidivierende 

Leberwerterhöhung gestellt (IV-act. 62 S. 1). Die Arbeitsunfähigkeit hatten sie bis zum 

15. September 2013 auf 100 %, ab dem 16. September 2013 auf 70 % geschätzt (IV-

act. 62 S. 4; Fremdakten, act. 1 S. 7). Anschliessend an den Klinikaufenthalt war der 

Versicherte ab dem 26. September 2013 im Ambulatorium des psychiatrischen 

Zentrums C.___ in Behandlung gewesen, wobei laut einem Bericht der behandelnden 

Ärzte vom 6. Dezember 2013 eine geringfügige Verbesserung der Symptomatik und 

eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 60 % hatte erreicht werden können 

(Fremdakten, act. 1 S. 4). Als Diagnosen hatten die behandelnden Ärzte des 

psychiatrischen Zentrums C.___ ebenfalls eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode, sowie zudem eine generalisierte Angststörung und 

akzentuierte Persönlichkeitszüge mit selbstunsicher-vermeidenden Anteilen genannt 

(Fremdakten, act. 1 S. 5). Nach der Behandlung im psychiatrischen Zentrum C.___ 

begann der Versicherte eine ambulante therapeutische Behandlung durch Dr. med. 

D.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in dessen Praxis. Dieser wies 

den Versicherten aber aufgrund einer nach Behandlungsbeginn wahrgenommenen 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Klinik E.___ zur ambulanten 

Rehabilitation zu (vgl. Fremdakten, act. 3 S. 8). Als Diagnosen nannte Dr. D.___ in 

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einem Bericht vom 26. Februar 2014 eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, sowie eine generalisierte 

Angststörung. Dr. D.___ ging von einer 60%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem 16. 

Dezember 2013 und von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem 24. Januar 2014 

aus. Die Wiedererreichung einer Teilarbeitsfähigkeit von mindestens 50 % erachtete er 

als realistisches Ziel (Fremdakten, act. 3 S. 8 f.; IV-act. 14 S. 3).

A.b  In einem von der IV bei der Klinik E.___ eingeholten Bericht vom 8. April 2014 

nannte Chefarzt Dr. med. F.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, als Diagnosen 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode, am 

ehesten im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung, und als Diagnosen 

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine generalisierte Angststörung im Rahmen 

der Störung der Stressmodulationsfähigkeit sowie eine psychophysische Erschöpfung. 

Dr. F.___ attestierte dem Versicherten für die Zeit vom 1. Januar bis zum 21. März 2014 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und ab dem 22. März 2014 eine 30%ige 

Arbeitsfähigkeit. Er stellte die Prognose, dass mit einer vorsichtigen, jedoch 

stufenweisen Steigerung der Arbeitsfähigkeit bis zur Wiederherstellung der vollen 

Arbeitsfähigkeit im Herbst 2014 zu rechnen sei (IV-act. 23). In einem Verlaufsbericht an 

die Krankentaggeldversicherung vom 30. Juni 2014 hielten Dr. F.___ und Dr. phil. 

G.___, Psychologin FSP, Psychotherapeutin, leitende Psychologin der Klinik E.___, fest, 

dass sich der Zustand des Versicherten in den letzten Monaten stets gebessert habe, 

was zu einer Erhöhung der Arbeitspräsenz geführt habe. Ab dem 1. Juni 2014 sei er zu 

50 % arbeitsfähig. Als Diagnosen nannten sie eine leichte bis mittelgradige depressive 

Episode, wahrscheinlich im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung 

(Fremdakten, act. 3 S. 4 f.). Diesen Arbeitsfähigkeitsschätzungen entsprechend 

arbeitete der Versicherte bei seiner Arbeitgeberin, der H.___ AG, bei welcher er zu 100 

% angestellt war, zunächst 30 % und ab Juni 2014 50 % an einem adaptierten 

Arbeitsplatz (vgl. IV-act. 28 S. 1 und 47 S. 1).

A.c  Am 17. bzw. 21. Juli 2014 vereinbarten der Versicherte, seine Arbeitgeberin sowie 

die IV-Stelle einen Eingliederungsplan für einen vom 1. August 2014 bis zum 31. Januar 

2015 dauernden Arbeitsversuch, welcher die Steigerung des Arbeitspensums auf 100 

% zum Ziel hatte (IV-act. 31). Mit Mitteilung vom 25. August 2014 sprach die IV-Stelle 

dem Versicherten Beratung und Unterstützung beim Erhalt des bisherigen 

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Arbeitsplatzes zu (IV-act. 34). Am 28. August 2014 erteilte die IV-Stelle dem 

Versicherten die Leistungszusprache für den Arbeitsversuch im Betrieb seiner 

Arbeitgeberin für den Zeitraum vom 1. August 2014 bis zum 31. Januar 2015 bzw. für 

die entsprechenden Taggeldzahlungen (IV-act. 37 und 40). In einer internen 

Stellungnahme vom 11. November 2014 hielt die Eingliederungsberaterin der IV-Stelle 

fest, dass der Versicherte gemäss der Arbeitgeberin weit weg vom gesetzten Ziel sei. 

Die aktuelle Leistungsfähigkeit des Versicherten liege bei 50-60 % bei einem Pensum 

von 60 % (IV-act. 43).

A.d  In einem Verlaufsbericht an die IV-Stelle vom 27. November 2014 bezeichnete Dr. 

F.___ den Gesundheitszustand des Versicherten als stationär und verneinte eine 

Veränderung in der Diagnosestellung. Der Verlauf sei durch eine anhaltende depressive 

Symptomatik im leichten bis mittelgradigen Ausmass, eine reduzierte 

Konzentrationsdauer mit konsequent reduzierter Arbeitseffizienz, eine allgemein rasche 

Ermüdbarkeit sowie intermittierende Akzentuierungen der Ängstlichkeit in den 

Stresssituationen geprägt gewesen. In der bisherigen Tätigkeit sei dem Versicherten 

zwar eine volle Arbeitspräsenz möglich, jedoch mit vermehrten Pausen und einer 

verwertbaren Arbeitsfähigkeit von ca. 60 %. Die aktuell ausgeübte Tätigkeit mit der 

entsprechenden Unterstützung der Arbeitgeberin sei optimal adaptiert (IV-act. 44). In 

einem weiteren Verlaufsbericht an die IV-Stelle vom 14. April 2015 bezeichnete Dr. 

F.___ den Gesundheitszustand erneut als stationär und hielt an den bisher gestellten 

Diagnosen fest. Er attestierte eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen und in 

einer adaptierten Tätigkeit, wobei in diesem zeitlichen Rahmen keine verminderte 

Leistungsfähigkeit bestehe. Er nahm an, dass unter den etablierten therapeutischen 

Massnahmen von der Erhaltung der 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei, eine 

weitere Verbesserung aber nicht mehr zu erwarten sei (IV-act. 51).

A.e  Mit Mitteilung an den Versicherten vom 21. April 2015 verneinte die IV-Stelle einen 

Anspruch auf weitere berufliche Massnahmen, da solche nicht angezeigt seien (IV-act. 

56).

A.f  In einem Bericht an die Krankentaggeldversicherung vom 24. April 2015 gingen Dr. 

F.___ sowie I.___, Psychologin, Klinik E.___, von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus 

und hielten fest, dass eine weitere Verbesserung in näherer Zukunft nicht mehr zu 

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erwarten sei. Als Diagnose nannten sie eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen (Fremdakten, act. 3 S. 

2 f.).

A.g  Im Auftrag der IV-Stelle begutachtete Dr. med. J.___, Facharzt für Neurologie, 

Psychiatrie und Psychotherapie, den Versicherten am 1. und 8. Dezember 2015 (IV-act. 

96). Der Gutachter war einvernehmlich mit dem Versicherten ausgewählt worden, 

nachdem dieser sich gegen einen anderen von der IV-Stelle gewählten Gutachter zur 

Wehr gesetzt hatte (vgl. IV-act. 71, 78 S. 1, 82 und 84). Dr. J.___ hielt in seinem 

Gutachten vom 22. Januar 2016 fest, dass er kaum Auffälligkeiten im psychischen 

Befund habe objektivieren können. Der Befund habe nicht zur Selbstdarstellung des 

Versicherten, als schwer beeinträchtigt, gepasst. Beim neuropsychologischen Testing 

hätten sich schwache Leistungen ergeben, die nicht plausibel seien. Auch auf anderen 

Ebenen hätten sich Inkonsistenzen gezeigt. So habe der Versicherte kein konkretes 

Erleben in konkreten Situationen nennen können, aus dem typische 

Krankheitsmerkmale oder Leistungseinschränkungen hätten abgeleitet werden können. 

Es sei nicht möglich, eine spezifische psychiatrische Diagnose zu stellen, da ihn auch 

vieles an den früheren Expertisen nicht überzeuge. Es sei auch nicht möglich 

herauszuarbeiten, was trotz aller Inkonsistenzen denn nun tatsächlich an 

Einschränkungen möglicherweise vorhanden sein könnte. Möglich sei schon, dass 

früher ein depressives Syndrom vorgelegen habe. Allenfalls sei dieses ausgeheilt und 

andere Gründe hätten für eine Selbstdarstellung als invalid angehalten. Darüber seien 

aber keine sicheren Feststellungen möglich. Zusammenfassend hielt er fest, dass er 

eine psychiatrische Gesundheitsstörung mit Auswirkungen auf die bisherige Tätigkeit 

oder auf eine andere Tätigkeit nicht habe nachweisen können. Insofern seien auch 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, kein Rehabilitationsbedarf und auch keine 

medizinischen Hinderungsgründe, die einer Eingliederung entgegenstünden, 

anzunehmen (IV-act. 96 S. 18 f.).

A.h  Mit Vorbescheid vom 12. Februar 2016 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten an, 

dass der Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 0 % abgelehnt werde, da aus 

medizinischer Sicht keine Gesundheitsstörung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

vorliege (IV-act. 104 S. 4 f.).

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A.i Gegen diesen Vorbescheid erhob der Versicherte am 23. März 2016 Einwand mit 

dem Antrag auf Neubeurteilung des Vorbescheids. Er bemängelte das psychiatrische 

Gutachten von Dr. J.___ als unfundiert (IV-act. 104 S. 1 ff.). Am 29. April 2016 reichte 

auch der Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. K. Glavas, Muolen, 

einen Einwand ein, wobei er die Erläuterungen des Versicherten im Einwand vom 23. 

März 2016 als integrierender Bestandteil seiner Begründung erklärte. Weiter 

bezeichnete er das Gutachten von Dr. J.___ als widersprüchlich. Zum einen beantragte 

er die Wiederholung der Begutachtung, zum anderen die Ausrichtung beruflicher 

Massnahmen (IV-act. 111).

A.j Mit Verfügung vom 30. Mai 2016 wies die IV-Stelle den Anspruch auf eine 

Invalidenrente im Sinne des Vorbescheids ab (IV-act. 113).

B. 

B.a  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

durch seinen Rechtsvertreter am 29. Juni 2016 Beschwerde erheben (act. G 1). Darin 

beantragte er, dass die angefochtene Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) aufzuheben sei; ihm seien zunächst berufliche Massnahmen, 

eventuell eine Umschulung auf eine neue Tätigkeit zu gewähren. Eventualiter sei die 

angefochtene Verfügung aufzuheben und eine neue Begutachtung durchzuführen, 

woraufhin ihm eine halbe Rente auszurichten sei; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1 S. 2). Der 

Beschwerde wurde ein Bericht von Dr. F.___ vom 27. Juni 2016 beigelegt. Darin hatte 

dieser ausgeführt, dass Dr. J.___ im Gutachten aus seiner Sicht vielmehr 

Selbstdarstellungen und Behauptungen als eine objektive Beurteilung dokumentiere. In 

allen im Gutachten aufgeführten medizinischen Akten sei die depressive Symptomatik 

beim Beschwerdeführer objektiv festgestellt sowie entsprechend der psychiatrischen 

Diagnose nach ICD-10 zugeordnet worden. Warum in einem gewöhnlichen Bericht von 

behandelnden Ärzten dargelegt werden müsse, wie die Konzentrationsfähigkeit eines 

Patienten objektiv beurteilt worden sei, sei ihm nicht bekannt. Die von ihm gestellte 

Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode schliesse die während der 

Behandlung bei Dr. D.___ diagnostizierte schwere depressive Symptomatik nicht aus, 

da depressive Störungen einen phasenförmigen Verlauf hätten. Bei objektiver 

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Betrachtung der unterschiedlichen depressiven Phasen liege eine rezidivierende 

depressive Störung vor, welche in der Längsschnittbeurteilung eine 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit ergebe. Der Versicherte habe sich in der Klinik E.___ einer 

tagesklinischen Behandlung mit dem Ziel der beruflichen Wiedereingliederung 

unterzogen, wobei eine 50%ige Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt worden sei. Dabei 

handle es sich nicht um irgendwelche testpsychologischen Abklärungen, sondern um 

eine gezielte berufliche Integration. Es gehe nicht an, solche Integrationsmassnahmen 

zu ignorieren und lediglich auf fragwürdige testpsychologische Abklärungen 

abzustellen, die nicht professionell seien und der Therapierealität nicht entsprächen. 

Dr. J.___ habe die testpsychologischen Untersuchungen auch nicht neutral 

durchgeführt, sondern sei von Anfang an davon ausgegangen, dass das Verhalten des 

Beschwerdeführers nicht plausibel sei (act. G 1.3). Weiter wurde der Beschwerde ein 

Case-Management-Bericht beigelegt (vgl. act. G 1.4).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 19. August 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Sie führte darin aus, 

dass der Anfechtungsgegenstand einzig den allfälligen Rentenanspruch des 

Beschwerdeführers beschlage, weshalb auf den Antrag bezüglich beruflicher 

Massnahmen nicht einzutreten sei. Ein solcher sei bereits mit Mitteilung vom 21. April 

2015 rechtskräftig abgewiesen worden (act. G 4 S. 1). Sie stellte sich auf den 

Standpunkt, dass auf das Gutachten von Dr. J.___ abzustellen sei (vgl. act. G 4).

B.c  In seiner Replik vom 5. Oktober 2016 hielt der Beschwerdeführer an den bereits 

gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich fest (act. G 8).

Erwägungen

1. 

Im vorliegenden Verfahren strittig ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente. Weiter verlangt der Beschwerdeführer die Durchführung beruflicher 

Massnahmen bevor über den Rentenanspruch entschieden werde (vgl. act. G 1 S. 2).

2. 

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2.1  Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands im vorliegenden Verfahren ist zu 

beachten, dass im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich 

lediglich Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die 

zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - 

Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt vorliegend die Verfügung vom 30. Mai 

2016 den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt 

es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, 

wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1). Über 

berufliche Massnahmen kann im Beschwerdeverfahren allerdings grundsätzlich auch 

dann entschieden werden, wenn sich der durch die angefochtene Verfügung definierte 

Streitgegenstand lediglich auf den Rentenanspruch bezieht. Denn im 

Sozialversicherungsrecht gilt der allgemeine Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (vgl. 

etwa UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, 

Vorbemerkungen N 81 ff.). Ergeht eine Rentenverfügung in Verletzung dieses 

Grundsatzes, ist sie rechtswidrig (vgl. dazu auch Art. 28 Abs. 1 lit. a des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Deshalb muss im 

Beschwerdeverfahren eine solche Verfügung aufgehoben und die Verwaltung 

verpflichtet werden können, die Eingliederung abzuschliessen. Anders verhält es sich 

jedoch, wenn die IV-Stelle bereits zu einem früheren Zeitpunkt rechtskräftig über die 

beruflichen Massnahmen entschieden hat. In diesem Fall kann der Anspruch auf 

berufliche Massnahmen im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht erneut überprüft 

werden, es sei denn, es dränge sich eine neue Beurteilung auf. Dies ist insbesondere 

dann der Fall, wenn sich im Rahmen der gerichtlichen Rentenprüfung ein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad ergibt (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 7. August 2018, IV 2017/145, E. 1.1 f.).

2.2  Über die Gewährung beruflicher Massnahmen hat die Beschwerdegegnerin bereits 

in der Mitteilung vom 21. April 2015 befunden (IV-act. 56). Die Mitteilung ist zwar 

formlos und nicht in der Form einer Verfügung erfolgt. Allerdings hat die 

Beschwerdegegnerin in der Mitteilung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der 

Beschwerdeführer, im Falle seines fehlenden Einverständnisses, eine Verfügung 

verlangen könne, weshalb er um dieses Recht hat wissen müssen (vgl. IV-act. 56 S. 2). 

Das Recht, eine solche Verfügung zu erwirken, ergibt sich für Mitteilungen, die zu 

Recht in einem formlosen Verfahren ergangen sind, auch aus Art. 51 Abs. 2 des 

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Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1). Für zu Unrecht formlos ergangene Mitteilungen kann ein solches Recht in 

analoger Anwendung von Art. 51 Abs. 2 ATSG abgeleitet werden. Hinsichtlich der zu 

Unrecht formlos ergangenen Mitteilungen hat das Bundesgericht festgelegt, dass der 

betroffenen Person grundsätzlich eine Frist von einem Jahr zur Verfügung steht, um an 

den Versicherungsträger zu gelangen und den Erlass einer Verfügung zu verlangen 

(BGE 134 V 150 ff. E. 5.2 ff.). Es ist anzunehmen, dass für die zu Recht formlos 

ergangenen Mitteilungen jedenfalls keine längere Frist zur Anwendung kommt. 

Unabhängig davon, ob die Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 21. April 2015 zu 

Recht oder zu Unrecht formlos ergangen ist, hat sie nach dem Gesagten als 

rechtskräftig zu gelten. Denn die einjährige Frist ist - vorausgesetzt die Mitteilung vom 

21. April 2015 war dem Beschwerdeführer zeitnah zugestellt worden - bereits 

verstrichen gewesen, als der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in seinem 

Einwand vom 29. April 2016 gegen den Rentenvorbescheid vom 12. Februar 2016 

berufliche Massnahmen beantragt und damit sinngemäss das fehlende Einverständnis 

mit der Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 21. April 2015 zum Ausdruck gebracht 

hat (vgl. IV-act. 111). Aus den Akten geht nicht hervor, dass der Beschwerdeführer 

bereits vor diesem anwaltlichen Einwandschreiben vom 29. April 2016 die 

Nichtgewährung weiterer beruflicher Massnahmen beanstandet hätte. Vielmehr hatte 

der Beschwerdeführer in seinem Einwand vom 23. März 2016 gegen den 

Rentenvorbescheid vom 12. Februar 2016 insbesondere das psychiatrische Gutachten 

von Dr. J.___ kritisiert und um die Aufhebung bzw. Neubeurteilung des 

Rentenvorbescheids ersucht, ohne berufliche Massnahmen zu beantragen (vgl. IV-act. 

104 S. 1 ff.). Unabhängig von der einjährigen Frist ist daraus zu schliessen, dass das 

Interesse des Beschwerdeführers auf die Zusprache einer Rente ausgerichtet ist, zumal 

er in seiner Beschwerde berufliche Massnahmen nur undifferenziert beantragt (vgl. act. 

G 1). Auch die weiteren Akten geben keinen Aufschluss darüber, welche beruflichen 

Massnahmen vorliegend konkret zur Diskussion stehen bzw. gewünscht sein könnten. 

Nach dem Gesagten ist auf den Antrag des Beschwerdeführers bezüglich beruflicher 

Massnahmen nicht einzutreten. Sollte der Beschwerdeführer Interesse an einer 

Arbeitsvermittlung haben, steht es ihm dennoch frei, sich erneut bei der IV-Stelle zu 

melden.

3. 

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Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente.

3.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im 

Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen 

Aussagen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen einer Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 115 V 134 E. 

2 mit weiteren Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens formgerecht eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 

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und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4). 

Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte dem von der Verwaltung bei externen 

Spezialärzten eingeholten Gutachten, ist die unterschiedliche Natur von 

Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte einerseits und 

Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits zu 

beachten (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 

sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 6. April 2006, I 803/05, E. 5.5, 

und vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2). Es ist deshalb nicht zulässig, ein 

medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum 

Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte später zu 

anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten 

abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben aber Fälle, in denen sich 

eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und 

nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die 

im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des 

Bundegerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2 mit weiterem Hinweis).

3.3  In beweisrechtlicher Hinsicht gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. 

Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen (BGE 125 V 

352 E. 3a). Der im Sozialversicherungsrecht geltende Untersuchungsgrundsatz 

schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur 

insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 

ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. 

Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im 

Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen und 138 V 221 f. E. 6 

mit Hinweisen). Die Verwaltung resp. das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als 

bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

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Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 

etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 126 V 360 E. 5b mit Hinweisen).

4. 

4.1  Die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin stützt sich in medizinischer 

Hinsicht in erster Linie auf das extern bei Dr. J.___ in Auftrag gegebene psychiatrische 

Gutachten (vgl. IV-act. 113 i.V.m.  96). Demgegenüber spricht der Beschwerdeführer 

dem Gutachten die Beweiskraft ab (vgl. act. G 1). Dr. J.___ habe sich im Gutachten 

darauf beschränkt, die medizinischen Berichte der behandelnden Ärzte in Zweifel zu 

ziehen, ohne die von ihm, dem Beschwerdeführer, gemachten Aussagen konkret 

wiederzugeben (vgl. act. G 1 S. 4 f.). Die behandelnden Ärzte seien überdies zu 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen gekommen, die derjenigen des Gutachters 

widersprächen (vgl. act. G 1 S. 3). Auch habe sich Dr. J.___ nicht mit dem Case-

Management-Bericht auseinandergesetzt, welcher die Situation am realen Arbeitsort 

wiedergebe (vgl. act. G 1 S. 6).

4.2  Wie der Beschwerdeführer selber einräumt (vgl. act. G 1 S. 4 f.), hat sich Dr. J.___ 

in seinem Gutachten einlässlich mit den Berichten der behandelnden Ärzte 

auseinandergesetzt (vgl. IV-act. 96 S. 1 ff.). Er hat auf Diskrepanzen in deren 

Beurteilungen aufmerksam gemacht und die Beurteilungen kritisch hinterfragt. 

Beispielsweise hat er darauf hingewiesen, dass sich in den Berichten häufig subjektive 

Angaben des Beschwerdeführers (insbesondere hinsichtlich Konzentrations- und 

Merkfähigkeit) hätten finden lassen, ohne dass diese durch die Behandler objektiviert 

worden seien (vgl. IV-act. 96 S. 14 ff.). Teilweise sei in den Berichten sogar festgehalten 

worden, dass Konzentrationsstörungen in den Gesprächen nicht feststellbar gewesen 

seien. Demnach sei es nicht überzeugend, wenn eine verminderte Arbeitseffizienz 

durch eine verminderte Konzentrationsdauer erklärt werde (IV-act. 96 S. 16). Sodann ist 

Dr. J.___ aufgefallen, dass die im Bericht der Klinik E.___ vom 8. April 2014 sowie in 

demjenigen vom 24. April 2015 genannten Symptome für sich alleine noch nicht auf 

eine mittelschwere depressive Episode nach ICD-10 schliessen liessen (IV-act. 96 S. 

15 ff.). Bei einer leichten depressiven Symptomatik wäre gemäss Dr. J.___ in der Regel 

von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 96 S. 16). Weiter hat Dr. J.___ auf 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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Widersprüche hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsschätzungen der Klinik E.___ 

aufmerksam gemacht. Im Bericht der Klinik E.___ vom 30. Juni 2014 würden keine 

anderen Befunde als in demjenigen vom 8. April 2014 angegeben, jedoch werde von 

einer leichten bis mittelschweren depressiven Episode ausgegangen und dem 

Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert, während im Bericht vom 8. 

April 2014 von einer mittelschweren depressiven Episode und einer Arbeitsfähigkeit 

von lediglich 30 % ausgegangen worden sei (IV-act. 96 S. 15 f.). Im Bericht der Klinik 

E.___ vom 27. November 2014 werde eine Arbeitsfähigkeit von 60 % angenommen, 

wobei wiederum zur Hauptsache Symptome genannt würden, die eine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit nicht zu plausibilisieren vermöchten (IV-act. 96 S. 16 f.). Im Bericht 

vom 14. April 2015 werde angegeben, dass der Gesundheitszustand stationär sei, 

wobei die Arbeitsunfähigkeit aber höher, neu auf 50 % geschätzt worden sei. Etwa 

zeitgleich, am 24. April 2015, sei in einem anderen Bericht ebenfalls eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit, bestehend seit dem 1. August 2014, angegeben worden. Dies passe 

nicht dazu, dass im Bericht vom 27. November 2014 noch eine 60%ige Arbeitsfähigkeit 

angenommen worden sei (vgl. IV-act. 96 S. 17). Sodann hat Dr. J.___ darauf 

hingewiesen, dass häufige Wechsel der Behandler stattgefunden hätten, weshalb sich 

viele Berichte der behandelnden Ärzte nur auf einen kurzen Zeitraum bezögen (vgl. IV-

act. 96 S. 15). Weiter erachtet Dr. J.___ die von der Klinik E.___ gestellte Prognose, 

dass nicht mehr mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu 

rechnen sei, als nicht zum Kenntnisstand über Depressionen passend. Das 

Charakteristische für die Erkrankung sei ein episodischer Verlauf, wobei es keine 

zuverlässigen Prognoseparameter gebe. Schliesslich ist Dr. J.___ auch der Ansicht, 

dass bei einer sich nicht zurückbildenden depressiven Episode mit invalidisierenden 

Symptomen in der Regel mehr therapeutische Anstrengungen unternommen würden 

(vgl. IV-act. 96 S. 17). In nachvollziehbarer Weise zieht Dr. J.___ den Schluss, dass die 

bisherigen Berichte kein überzeugend nachvollziehbares Bild von der Erkrankung des 

Beschwerdeführers gäben. Aus keinem der Berichte gehe eine Argumentation darüber 

hervor, wieso der Beschwerdeführer irgendwelche ganz konkreten Arbeiten nicht mehr 

oder langsamer verrichten könne oder aus welchen Gründen er nur kürzer für eine 

Arbeit einsetzbar sei. Vielmehr werde es in einem Bericht als zumutbar erachtet, dass 

der Beschwerdeführer in einem Pensum von 100 % mit eingeschränkter 

Leistungsfähigkeit arbeiten könne, während in einem anderen Bericht lediglich ein 

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reduziertes Pensum für möglich gehalten werde. Die Berichte können daher laut Dr. 

J.___ nicht als Grundlage einer seriösen Abklärung der Arbeitsfähigkeit herangezogen 

werden (vgl. IV-act. 96 S. 17 f.).

4.3  Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers (vgl. act. G 1 S. 4 f.) hat sich Dr. 

J.___ im Gutachten nicht nur mit den medizinischen Berichten auseinandergesetzt, 

sondern auch die Aussagen des Beschwerdeführers, den er anlässlich seiner 

Untersuchungen eingehend befragt hatte, wiedergegeben (vgl. IV-act. 96 S. 6 ff.). 

Dabei ist Dr. J.___ aufgefallen, dass der Beschwerdeführer kein konkretes Erleben in 

konkreten Situationen habe nennen können, aus dem typische Krankheitsmerkmale 

oder konkrete Leistungseinschränkungen hätten abgeleitet werden können (vgl. IV-act. 

96 S. 18). Beispielsweise habe der Beschwerdeführer angegeben, nicht viele Termine 

zu ertragen. Welcher Termin ihn in der jüngeren Vergangenheit genau gestresst habe, 

habe er jedoch nicht sagen können (vgl. IV-act. 96 S. 7). Weiter habe der 

Beschwerdeführer zum Beispiel mitgeteilt, dass er Probleme oder Sorgen aus dem 

Betrieb der Arbeitgeberin nach Hause bringe. Auf konkretes Nachfragen seien aber 

auch dazu keine Erlebnisse zu erfahren gewesen (vgl. IV-act. 96 S. 6). Dr. J.___ hat in 

seiner Untersuchung auch keine Zeichen von Müdigkeit wahrnehmen oder einen 

deprimierten Affekt objektivieren können, eher einen missmutigen Affekt. Es seien 

seitens des Beschwerdeführers zwar Klagen hinsichtlich der eigenen Unzulänglichkeit 

hörbar gewesen, jedoch bestünden keine schweren Insuffizienzgefühle. Teilweise sei 

auch eine selbstbewusste Selbstdarstellung hervorgekommen (vgl. IV-act. 96 S. 12). 

Neben der gesprächsorientierten Untersuchung hat Dr. J.___ auch noch 

neuropsychologische Tests durchgeführt, wobei ihm gemäss Gutachten ein auffälliges 

Fehlverhalten des Beschwerdeführers aufgefallen ist. Einen verbalen Lern- und 

Merkfähigkeitstest hat Dr. J.___ laut Gutachten wegen erkennbar nicht authentischen 

Leistungsverhaltens des Beschwerdeführers abgebrochen. Ein 

Symptomvalidierungstest, welcher nur scheinbar schwierig sei und auch von 

hirngeschädigten Menschen gut gelöst werden könne, habe ebenfalls eine sehr 

schwache Leistung ergeben (vgl. IV-act. 96 S. 13). Soweit Dr. F.___ in seinem Bericht 

vom 27. Juni 2016 diese testpsychologischen Abklärungen kritisiert (vgl. act. G 1.3), ist 

dazu anzumerken, dass Dr. J.___ für seine Beurteilung nicht alleine auf diese Tests 

abgestellt, sondern den Beschwerdeführer auch anderweitig untersucht bzw. 

eingeschätzt hat (vgl. IV-act. 96).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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4.4  Aufgrund der Untersuchungsergebnisse hat Dr. J.___ in nachvollziehbarer und 

schlüssiger Weise zusammenfassend festgehalten, dass er bei seiner Untersuchung 

kaum Auffälligkeiten im psychischen Befund habe objektivieren können. Der Befund 

passe nicht zur Selbstdarstellung des Beschwerdeführers als schwer beeinträchtigt. 

Zudem habe ihn, wie dargelegt, auch vieles an früheren medizinischen Berichten nicht 

überzeugt, weshalb es nicht möglich sei, eine spezifische psychiatrische Diagnose zu 

stellen. Es sei auch nicht möglich herauszuarbeiten, was trotz aller Inkonsistenzen denn 

nun tatsächlich an Einschränkungen möglicherweise doch vorhanden sein könnte. Es 

sei schon möglich, dass früher ein depressives Syndrom vorgelegen habe. Möglich 

wäre, dass dieses ausgeheilt sei, jedoch andere Gründe für eine Selbstdarstellung als 

invalid angehalten hätten. Sichere Feststellungen seien darüber aber nicht möglich. 

Eine psychiatrische Gesundheitsstörung mit Auswirkungen auf die bisherige Tätigkeit 

oder auf eine andere Tätigkeit habe nicht nachgewiesen werden können, insofern auch 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und kein Rehabilitationsbedarf oder 

medizinische Hintergründe, die einer Eingliederung entgegenstünden (vgl. IV-act. 96 S. 

18 f.). Das Gutachten von Dr. J.___ mit seinen Schlussfolgerungen wirkt plausibel. Es 

spricht für die Glaubwürdigkeit des Experten, dass er mögliche 

Gesundheitseinschränkungen nicht kategorisch verneint, sondern offenlegt, dass 

insbesondere in der Vergangenheit durchaus eine Beeinträchtigung bestanden haben 

könnte, er eine solche aber im Gutachtenszeitpunkt nicht habe objektivieren können. 

Aufgrund des auch im Gutachten erwähnten Umstandes, dass gerade bei 

rezidivierenden depressiven Erkrankungen der Gesundheitsverlauf starken 

Schwankungen unterworfen sein könne und nur schwer absehbar sei (vgl. IV-act. 96 S. 

17), kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass bei einer Untersuchung zu 

einem anderen Zeitpunkt möglicherweise Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers 

zum Vorschein kommen könnten. Die Problematik, dass eine Begutachtung immer eine 

gewisse Momentaufnahme darstellt, kann vorliegend allerdings nicht gelöst werden, da 

die vorhandenen medizinischen Berichte der behandelnden Ärzte keine überzeugende 

Beurteilung der Gesundheitssituation des Beschwerdeführers im Längsverlauf 

erlauben, wie Dr. J.___ schlüssig dargelegt hat. Von einer weiteren Begutachtung, 

welche aufgrund der Aktenlage wiederum nur die echtzeitliche Situation beurteilen 

könnte, sind diesbezüglich ebenfalls keine besseren Erkenntnisse zu erwarten. Dazu 

kommt, dass das vorliegende Gutachten von Dr. J.___ Untersuchungen an zwei 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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verschiedenen Tagen umfasst hat, wodurch allfällige tageweise auftretende 

Schwankungen des Gesundheitszustandes immerhin hätten berücksichtigt werden 

können (vgl. IV-act. 96 S. 1). Weitere medizinische Abklärungen sind somit nicht 

angezeigt (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 136 I 236 ff. E. 5.3 und 5.5 mit 

weiteren Hinweisen). Hinsichtlich der vorhandenen medizinischen Beurteilungen des 

behandelnden Arztes Dr. F.___ hat selbst der Beschwerdeführer gewisse Bedenken 

geäussert, da die Behandlungen mehrheitlich nicht bei Dr. F.___, sondern einer 

Psychologin stattfinden würden (vgl. IV-act. 47 S. 2). Überdies geht aus den Berichten 

der Klinik E.___ auch nicht genügend deutlich hervor, weshalb anfänglich mit einer 

vollständigen Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gerechnet 

worden ist (vgl. IV-act. 23), während später eine Stagnation bei einem Pensum von 50 

% angenommen worden ist (vgl. IV-act. 51; Fremdakten, act 3 S. 2 f.; act. G 1.3). Die 

medizinischen Berichte der behandelnden Ärzte gestatten vorliegend somit keine 

zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und vermögen die 

schlüssigen, plausiblen gutachterlichen Feststellungen von Dr. J.___ nicht in Zweifel zu 

ziehen. Der vom Beschwerdeführer eingereichte und in der Beschwerde 

angesprochene Case-Management-Bericht vermag ebenfalls kein anderes Bild 

aufzuzeigen (vgl. act. G 1.4). Es erscheint zwar durchaus glaubhaft, dass der 

Beschwerdeführer von gewissen Ängsten im Zusammenhang mit seinem Jobverlust 

geplagt ist oder sich Sorgen macht, dass ihm am Arbeitsplatz Fehler unterlaufen 

könnten. Allerdings kommt dem Charakterzug von Ängstlichkeit oder Unsicherheit 

nicht automatisch invalidisierender Krankheitswert zu. Der teilweise diagnostizierten 

generalisierten Angststörung (vgl. Fremdakten, act. 1 S. 5) misst selbst Dr. F.___ 

gerade keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu (vgl. IV-act. 23). Überdies 

befasst sich der Case-Management-Bericht hauptsächlich mit der aktuellen beruflichen 

Tätigkeit des Beschwerdeführers, während für die Frage der Invalidität auch adaptierte 

Arbeitsoptionen auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu 

berücksichtigen sind (vgl. E. 3.1). Ferner kann bei einem solchen Case-Management-

Bericht auch eine gewisse subjektive Interessenbindung nicht ausgeschlossen werden. 

Auch wenn eine mögliche gesundheitliche Einschränkung nicht völlig auszuschliessen 

ist, so ist nach dem Gesagten doch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass beim Beschwerdeführer zumindest im Gutachtenszeitpunkt keine 

die Arbeitsfähigkeit einschränkenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorgelegen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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haben. Dies steht auch in Einklang damit, dass der Beschwerdeführer an einem aus 

seiner Sicht ganz schlechten Tag dennoch zur Arbeit hat gehen können (vgl. IV-act. 96 

S. 9). Darüber hinaus scheint der Beschwerdeführer auch in seiner Freizeit ein intaktes 

Funktionsniveau mit guten sozialen Kontakten und mehrmaligen Ferienaufenthalten 

aufzuweisen (vgl. IV-act. 96 S. 9 f.). Insgesamt bleibt beweislos, dass der 

Beschwerdeführer im für das vorliegende Verfahren relevanten Zeitraum an einer 

psychischen Beeinträchtigung litt, die seine Arbeitsfähigkeit in einem rentenrelevanten 

Ausmass beeinträchtigt hat. Anzumerken bleibt, dass es dem Beschwerdeführer 

freisteht, sich erneut bei der IV-Stelle zu melden, falls sich sein Gesundheitszustand in 

Zukunft verschlechtern sollte.

5. 

Angesichts dessen, dass sich die 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliegend auch auf den 

angestammten Tätigkeitsbereich des Beschwerdeführers bezieht, besteht 

offensichtlich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40 %, weshalb sich die 

Vornahme eines Einkommensvergleichs erübrigt.

6. 

6.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen die Verfügung 

vom 30. Mai 2016 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Das Beschwerdeverfahren 

ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 

vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis 

IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die 

Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen.

6.2  Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von ihm 

geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird daran angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.12.2018
	Art. 28 Abs. 1 IVG: Nichteintreten auf den Antrag um berufliche Massnahmen, da die Beschwerdegegnerin darüber bereits rechtskräftig entschieden hat. Prüfung des Invalidenrentenanspruchs. Beweiskraft des psychiatrischen Gutachtens bejaht. Rentenanspruch verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Dezember 2018, IV 2016/225).

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