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**Case Identifier:** ada3de24-8a98-5ecd-bfe4-88cada050aec
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.04.2025 200 2025 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-34_2025-04-15.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 34 
FRC/FRN/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 15. April 2025

Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, ALV 200 2025 34

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Sachverhalt:

A.

Die 1973 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 1. Juni 2022 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 
(RAV) an und stellte am 16. Juni 2022 einen Antrag auf Arbeitslosenent-
schädigung ab dem 1. Juni 2022 (Akten Dossier Arbeitslosenkasse Gümli-
gen II [act. IIA] 397 f., 380 ff., 367). 

Mit Verfügung vom 22. März 2024 forderte die Arbeitslosenkasse (ALK) zu 
Unrecht bezogene Arbeitslosenentschädigung für die Zeit vom 1. Juni 2022 
bis 15. März 2023 in der Höhe von Fr. 2'913.85 von der Versicherten 
zurück (Akten Dossier Arbeitslosenkasse … I [act. II] 158 ff.). Die dagegen 
erhobene Einsprache (act. II 47 ff.) wies das Amt für Arbeitslosenversiche-
rung (AVA bzw. Beschwerdegegner) mit unangefochten gebliebenem Ent-
scheid vom 9. Juli 2024 (act. II 31 ff.) ab. 

Am 26. Juli 2024 stellte die Versicherte ein Gesuch um Erlass der Rückfor-
derung (act. II 18), welches das AVA mit Entscheid vom 15. Oktober 2024 
(act. II 13 ff.) abwies. Die dagegen erhobene Einsprache (Akten Dossier 
Rechtsdienst [act. IID] 7 ff.) wies das AVA mit Entscheid vom 16. Dezem-
ber 2024 (act. IID 1 ff.) ab. 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 15. Januar 2025 Be-
schwerde. Sie beantragte sinngemäss, der Einspracheentscheid vom 
16. Dezember 2024 sei aufzuheben und die Rückforderung sei zu erlassen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 11. März 2025 schloss der Beschwerdegegner 
auf Abweisung der Beschwerde. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung vom 31. August 
1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 16. Dezem-
ber 2024 (act. IID 1 ff.). Streitig und zu prüfen ist der Erlass der Rückforde-
rung von zu viel ausbezahlter Arbeitslosenentschädigung für die Zeit vom 
1. Juni 2022 bis 15. März 2023 in der Höhe von Fr. 2'913.85. Nicht Streit-
gegenstand und damit nicht zu prüfen ist dagegen die Rückerstattungsfor-
derung als solche sowie deren Höhe; der entsprechende Entscheid vom 
9. Juli 2024 (act. II 31 ff.) ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

1.3 Der Streitwert liegt unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der 
Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 
GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer 
Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstat-
ten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Massgebend 
ist der gute Glaube während des Bezugs der unrechtmässigen Leistung 
(SVR 2018 EL Nr. 7 S. 17, 9C_728/2016 E. 1.1).

2.2 Wer einen Rechtsmangel kennt, gilt diesbezüglich nicht als gutgläu-
big. Sodann darf sich derjenige nicht auf seinen guten Glauben berufen, 
dem der Mangel bei Anwendung zumutbarer Aufmerksamkeit erkennbar 
gewesen wäre. Dabei ist diejenige Aufmerksamkeit geboten, die nach den 
Umständen verlangt werden kann. Diese zivilrechtlichen Grundsätze gelten 
gleichermassen für den Bereich des Sozialversicherungsrechts (BGE 120 
V 319 E. 10a S. 335). 

Nach ständiger Rechtsprechung ist der gute Glaube als Erlassvorausset-
zung nicht schon mit der Unkenntnis des Rechtsmangels gegeben. Viel-
mehr darf sich die Leistungsempfängerin oder der Leistungsempfänger 
nicht nur keiner böswilligen Absicht, sondern auch keiner groben Nachläs-
sigkeit schuldig gemacht haben. Daraus erhellt einerseits, dass der gute 
Glaube von vornherein entfällt, wenn die zu Unrecht erfolgte Leistungsaus-
richtung auf eine arglistige oder grobfahrlässige Melde- oder Auskunfts-
pflichtverletzung zurückzuführen ist. Andererseits kann sich die rückerstat-
tungspflichtige Person auf den guten Glauben berufen, wenn ihr fehlerhaf-
tes Verhalten nur eine leichte Fahrlässigkeit darstellt. Wie in anderen Be-
reichen beurteilt sich das Mass der erforderlichen Sorgfalt nach einem ob-
jektiven Massstab, wobei aber das den Betroffenen subjektiv Mögliche und 
Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsgrad usw.) nicht 
ausgeblendet werden darf (BGE 138 V 218 E. 4 S. 220; SVR 2022 EL Nr. 7 
S. 21, 9C_318/2021 E. 3.1).

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Das Verhalten, welches den guten Glauben ausschliesst, braucht nicht in 
einer Verletzung der Melde- oder Auskunftspflicht zu bestehen. Dies ist nur 
eine zwar häufige, aber nicht die einzige Form eines schuldhaften Verhal-
tens. Vielmehr fällt auch ein anderes Verhalten in Betracht, z.B. die Unter-
lassung, sich bei der Verwaltung zu erkundigen (ARV 2002 S. 195 E. 2a).

Liegt ein leicht erkennbarer Rechtsmangel vor, so kann die anfänglich feh-
lende Gutgläubigkeit nicht durch das Andauern der von der Verwaltung 
fälschlicherweise ausgerichteten Leistung wiederhergestellt werden 
(BGE 118 V 214 E. 2b S. 219; ARV 2002 S. 196 E. 3). 

2.3 Eine grosse Härte im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ATSG liegt vor, wenn 
die vom Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 über Ergänzungsleistungen 
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) 
anerkannten Ausgaben und die zusätzlichen Ausgaben nach Abs. 4 die 
nach ELG anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 5 Abs. 1 der Ver-
ordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts [ATSV; SR 830.11]). Massgebend für die Beurteilung, 
ob eine grosse Härte vorliegt, ist der Zeitpunkt, in welchem über die Rück-
forderung rechtskräftig entschieden ist (Art. 4 Abs. 2 ATSV). 

2.4 Guter Glaube und grosse Härte sind kumulativ geforderte Voraus-
setzungen für den Erlass einer Rückzahlung unrechtmässig bezogener 
Leistungen (BGE 126 V 48 E. 3c S. 53; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] 8C_213/2019 vom 13. Juni 2019 E. 4.4).

3.

3.1 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin die in der Zeit vom 1. Juni 
2022 bis 15. März 2023 zu Unrecht bezogenen Arbeitslosentaggelder im 
Betrag von insgesamt Fr. 2'913.85 in gutem Glauben empfangen hat. 

Aufgrund des Auszugs aus dem Individuellen Konto (IK) und den Abrech-
nungen der B.________ GmbH (act. IIA 302, 275 ff.) ist erstellt, dass die 
Beschwerdeführerin von Juni 2022 bis März 2023 ein Einkommen bei der 
B.________ GmbH erzielt hat, ohne dies den Organen der Arbeitslosen-

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versicherung zu melden. Gemäss eigenen Angaben der B.________ 
GmbH werden deren Geschäftspartner in sozialversicherungsrechtlicher 
Hinsicht – mangels unternehmerischem Risiko – als unselbständig Erwer-
bende qualifiziert, weshalb auch Sozialversicherungsbeiträge abgerechnet 
werden (act. IIA 275).  

3.2 Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, beim Bezug 
der Produkte über die B.________ GmbH handle es sich um ein Hobby. 
Das RAV habe ihr nie erklärt, dass sie ihre umweltfreundlichen Einkäufe 
bei der B.________ GmbH angeben müsste. Die Vergütungen durch die 
B.________ GmbH seien mit einem Rabatt zu vergleichen wie beispiels-
weise den Migros Cumulus-Punkten. Sie habe im guten Glauben gehandelt 
und führe ein separates Konto bei der C.________, welches die Vergütun-
gen transparent ausweise. Sie fühle sich durch die Behörde ungerechtfer-
tigterweise angefeindet, obschon sie doch ethisch und fair gehandelt habe. 
Es sei (höchstens) von einer leichten Fahrlässigkeit auszugehen (act. II 18, 
IID 7 ff., Beschwerde S. 1 f.).

3.3 Der Einwand, die Vergütungen durch die B.________ GmbH seien 
den Migros Cumulus-Punkten gleichgestellt (Beschwerde S. 1), zielt ins 
Leere. Die Beträge, die die B.________ GmbH der Beschwerdeführerin auf 
ihr Konto überwiesen hat (act. II 133 ff.) müssen nicht wieder bei der 
B.________ GmbH ausgegeben werden, ungleich den Migros Cumulus-
Punkten. Zudem scheint die Beschwerdeführerin zu verkennen, dass die 
Vergütungen nicht Folge ihrer Einkäufe bei der B.________ GmbH sind, 
sondern Einkommen darstellen, weil andere Personen über bzw. durch die 
Beschwerdeführerin Einkäufe bei der B.________ GmbH getätigt haben. 
Überdies hat die Beschwerdeführerin von der B.________ GmbH Abrech-
nungen erhalten (act. IIA 277 ff.), aus welchen klar hervorgeht, dass das 
Unternehmen diese Gutschriften als Lohn erfasst und abgerechnet hat in-
klusive Sozialversicherungsabzügen und dem Hinweis, dass die Abrech-
nung für die Steuererklärung verwendet werden könne (act. IIA 289, 277). 
Die B.________ GmbH bewirbt ihre Verkaufsstrategie mit Vertriebspart-
nern, die für das Vermitteln neuer Kunden finanziell entschädigt werden, 
auf ihrer Homepage explizit als Business-Modell (<htt-
ps://www.B.________.com/.../.../...>). Zwischen dem 1. Juni 2022 und 

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15. März 2023 hat die Beschwerdeführerin so monatlich zwischen Fr. 168.-
- und Fr. 816.-- verdient (act. IIA 277 ff.). Die Beschwerdeführerin ergänzte 
in ihrer Stellungnahme vom 26. März 2024 (act. II 47) von Hand, dass ab 
einer Vergütung von jährlich Fr. 2'300.-- Beiträge einzuzahlen seien. Die 
Sozialversicherungsabzüge waren in den Monatsabrechnungen denn auch 
aufgeführt (act. IIA 277 ff.). 

3.4 Soweit die Beschwerdeführerin weiter vorbringt, sie fühle sich durch 
die Behörde ungerechtfertigterweise angefeindet, obschon sie doch ethisch 
und fair gehandelt habe (Beschwerde S. 2), kann sie nichts daraus zu ihren 
Gunsten ableiten. Das Konsumverhalten der Beschwerdeführerin ist durch 
den Beschwerdegegner bzw. das Gericht weder zu bewerten noch zu kriti-
sieren. Vorliegend ist einzig zu beurteilen, ob die auf fehlenden Angaben 
bzgl. erzieltem Einkommen berechneten, zu hohen Arbeitslosentaggelder 
von der Beschwerdeführerin in gutem Glauben empfangen wurden, worauf 
der Beschwerdegegner zutreffend verwies (Beschwerdeantwort S. 4 Art. 3).

3.5 Guter Glaube kann unter diesen Umständen nur vorliegen, wenn 
das Fehlverhalten im Sinne der dargelegten Meldepflichtverletzung ledig-
lich als leichte Fahrlässigkeit zu betrachten wäre. Demgegenüber muss die 
Gutgläubigkeit verneint werden, wenn das Verhalten als grobfahrlässig 
oder arglistig eingestuft werden muss (vgl. E. 2.2 hiervor). Von einer grob-
fahrlässigen Verletzung der Meldepflicht ist auszugehen, wenn die Be-
schwerdeführerin nicht das Mindestmass an Aufmerksamkeit aufgewendet 
hat, welches von einem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter 
den gleichen Umständen verlangt werden muss (Entscheid des BGer 
8C_759/2008 vom 26. November 2008 E. 3.5). Bei der gebotenen Auf-
merksamkeit hätte die Beschwerdeführerin ohne Weiteres erkennen müs-
sen, dass es sich bei den Überweisungen der B.________ GmbH, die auf 
den Vergütungsabrechnungen aufgeführt waren, nicht um einen Kunden-
bonus, sondern um eine gegenüber den Organen der Arbeitslosenversiche-
rung deklarierungspflichtige Einnahmequelle handelt. Bei allfälligen Zwei-
feln hätte sie sich bei der Verwaltung erkundigen können, ob die Einnah-
men zu melden sind (vgl. E. 2.2 hiervor). Diese Verletzung der Meldepflicht, 
die kein leichtes Verschulden darstellt, sondern mindestens als grobfahr-
lässig einzustufen ist, schliesst den guten Glauben aus. 

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3.6 Nach dem Dargelegten hat der Beschwerdegegner die Gutgläubig-
keit der Beschwerdeführerin zu Recht verneint. Da die Erlassvorausset-
zungen des guten Glaubens und der grossen Härte kumulativ erfüllt sein 
müssen (vgl. E. 2.3 hiervor), kann die Frage, ob die Rückerstattung für die 
Beschwerdeführerin eine grosse Härte bedeutet, offen gelassen werden. 
Damit ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2024 
(act. IID 1 ff.) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen. 

4.

4.1 Da es sich beim Erlass einer Rückforderung nicht um eine Leis-
tungsstreitigkeit handelt (vgl. Beschluss der erweiterten Abteilungskonfe-
renz des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. November 2006; 
BGE 122 V 221 E. 2 S. 222), ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig 
(Art. 61 Ingress ATSG i.V.m. Art. 102 ff. VRPG und Art. 1 des Dekrets vom 
24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsge-
bühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrenskost-
endekret; VKD; BSG 161.12]; vgl. auch BBl 2018 1639). Die Verfahrens-
kosten bestehen aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 Satz 1 VRPG). 
Die Behörde setzt die Gebühr gestützt auf die gesetzliche Gebührenord-
nung nach pflichtgemässem Ermessen fest (Art. 103 Abs. 2 VRPG). Die 
Gebühren für die Beurteilung von Streitigkeiten durch das Verwaltungsge-
richt betragen auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts Fr. 200.-- bis 
Fr. 2'500.-- (Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 51 lit. e VKD).

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat weder die unterliegende Be-
schwerdeführerin noch der obsiegende Beschwerdegegner Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

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Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.