# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86f84af7-1a84-5494-a35a-a1edea3b9c89
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-09-11
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 11.09.2019 SK.2019.40
**Docket/Reference:** SK.2019.40
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2019-40_2019-09-11

## Full Text

Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO). Abschreibung des Verfahrens.;;Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO). Abschreibung des Verfahrens.;;Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO). Abschreibung des Verfahrens.;;Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO). Abschreibung des Verfahrens.

Verfügung vom 11. September 2019  
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichterin Sylvia Frei, Einzelrichterin 

Gerichtsschreiber David Heeb  

 

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staats-

anwalt des Bundes Johannes Rinnerthaler,  

 

und 

 

als Privatklägerschaft: 

 

B.,  

 

 
gegen 

 

  
A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Christian Arnold, 

 

 

Gegenstand  
Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO); 

Abschreibung des Verfahrens 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2019.40 

- 2 - 

Die Einzelrichterin erwägt, dass 

- die Bundesanwaltschaft mit Strafbefehl vom 7. Juni 2019 A. wegen sexueller Belästi-

gung (Art. 198 Abs. 2 StGB i.V.m. Art. 98 LFG) zu einer Busse von Fr. 500.-- und zur 

Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 900.-- verurteilte (BA pag. 3.1.1 f.); 

- A. mit Schreiben vom 22. Juni 2019 gegen den Strafbefehl Einsprache erhob (BA 

pag. 3.1.5 f.);  

- die Bundesanwaltschaft am Strafbefehl festhielt (Art. 355 Abs. 3 lit. a StPO) und am 

2. Juli 2019 dem hiesigen Gericht den Strafbefehl als Anklageschrift zwecks Durch-

führung eines Hauptverfahrens überwies (Art. 356 Abs. 1 StPO);  

- das Gericht gemäss Art. 356 Abs. 2 StPO vorfrageweise über die Gültigkeit des Straf-

befehls und der Einsprache entscheidet;  

- der Strafbefehl vom 7. Juni 2019 die in Art. 353 Abs. 1 StPO aufgelisteten Kriterien 

beinhaltet und gemäss Art. 353 Abs. 3 StPO formgerecht eröffnet wurde;  

- die Einsprache vom 22. Juni 2019 form- und fristgerecht erfolgte (Art. 354 Abs. 1 lit. a 

und Abs. 2 StPO);  

- die Hauptverhandlung mit Verfügung der Einzelrichterin vom 16. Juli 2019 auf den 

11. September 2019 angesetzt wurde;  

- die Einsprache bis zum Schluss der Parteivorträge zurückgezogen werden kann 

(Art. 356 Abs. 3 StPO) und diesfalls der Strafbefehl zum Urteil wird und in Rechtskraft 

erwächst (RIKLIN, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 356 StPO N. 4);  

- A. mit Schreiben vom 3. September 2019 die Einsprache innert vorgenanntem Zeit-

raum zurückzog (TPF pag. 2.521.006);  

- der Strafbefehl der Bundesanwaltschaft vom 7. Juni 2019 somit zum Urteil wird und 

in Rechtskraft erwächst; 

- das Verfahren SK.2019.40 infolgedessen als gegenstandslos abzuschreiben ist;  

- sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung grundsätzlich nach 

den Art. 422 – 428 StPO bestimmen;  

- zur Regelung der Kostenfolge bei der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens grund-

sätzlich auf das allgemeine Kriterium abzustellen ist, wonach die entstandenen Ver-

fahrenskosten von jener Partei zu tragen sind, die das gegenstandslos gewordene 

- 3 - 

Verfahren verursacht hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_237/2009 vom 28. Sep-

tember 2009 E. 3.3);  

- A. durch den Rückzug der Einsprache die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens 

SK.2019.40 verursacht hat;  

- wenn der Einspracherückzug nach Überweisung der Akten an das erstinstanzliche 

Gericht erfolgt (Art. 356 Abs. 1 StPO), die Rückzug erklärende Person die Kosten zu 

tragen hat (statt vieler: Verfügung des Bundesstrafgerichts SK.2016.49 vom 20. Ja-

nuar 2017; DAPHINOFF, Das Strafbefehlsverfahren in der Schweizerischen Strafpro-

zessordnung, Diss. 2012, S. 626; GILLIÉRON/KILLIAS, Commentaire Romand, Code de 

procédure pénale suisse, 2011, Art. 356 StPO N. 14); 

- A. demnach die Kosten des Verfahrens zu tragen hat;  

- neben den im (nun rechtskräftigen) Strafbefehl auferlegten Kosten für das Strafbe-

fehlsverfahren zusätzlich die Kosten für die nach der Einspracheerhebung vorgenom-

menen Verfahrensschritte hinzukommen (DAPHINOFF, a.a.O., S. 626);  

- in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Organisa-

tion der Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 (StBOG; SR 173.71) i.V.m. 

Art. 1 Abs. 4, Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 

31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstraf-

verfahren (BStKR; SR 173.713.162) eine minimale Pauschalgebühr von Fr. 200.-- 

festzusetzen ist. 

  

- 4 - 

Die Einzelrichterin erkennt:  

1. Das Verfahren SK.2019.40 wird infolge Rückzugs der Einsprache als gegenstandslos 

abgeschrieben.  

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden A. auferlegt.  

3. Diese Verfügung wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Die Einzelrichterin Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

 

 

Geht an: 

 Bundesanwaltschaft, Herrn Johannes Rinnerthaler, Staatsanwalt des Bundes 

 Rechtsanwalt Christian Arnold 

 B. 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 

 Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 

Rechtsmittelbelehrung 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

 Versand: 11. September 2019