# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd4f66fd-a132-595f-ba6b-cf8f076f55e7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 21.08.2019 810 18 170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-18-170_2019-08-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 21. August 2019 (810 18 170) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung / Schuldenwirtschaft 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin i.V. 
Nathalie Huber 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Oliver Borer, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 910 vom 12. Juni 2018) 
 
 
 
A. Der serbische Staatsangehörige A.____ (geb. 1975) reiste am 20. Juli 1997 in die 
Schweiz ein und erhielt in der Folge eine Niederlassungsbewilligung. Er lebte zunächst mit seiner 
damaligen Ehefrau, B.____ (geb. 1976) und der gemeinsamen Tochter C.____ (geb. 1998) im 
Kanton Basel-Stadt. 
 

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B. Am 7. März 2007 wurde A.____ wegen vier offenen Betreibungen sowie 43 Verlustschei-
nen in der Höhe von Fr. 71'276.55 vom Migrationsamt des Kantons Basel-Stadt auslän-
derrechtlich verwarnt. 
 
C. Am 19. Januar 2009 liessen sich A.____ und B.____ scheiden. In der Folge zog A.____ 
zu seiner Freundin D.____ (geb. 1987) nach Muttenz, Kanton Basel-Landschaft. Am 
24. September 2009 kam die Tochter E.____ zur Welt. Die Beziehung zu D.____ wurde später 
wieder aufgelöst und D.____ hat die alleinige elterliche Sorge über E.____. 
 
D. Mit Urteil vom 18. Februar 2010 verurteilte das Strafgericht Basel-Stadt A.____ wegen 
Misswirtschaft, betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs sowie Unterlassung der Buch-
führung zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu Fr. 60.--. 
 
E. Im Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis zum 18. Juli 2012 wurden zu Lasten von A.____ im 
Kanton Basel-Stadt (2007-2009) Betreibungen in der Höhe von Fr. 50'447.40 sowie Verlust-
scheine in der Höhe von Fr. 124'588.35 und im Kanton Basel-Landschaft (2009-2012) Betrei-
bungen in der Höhe von Fr. 51'556.20 sowie Verlustscheine in der Höhe von Fr. 24'592.90 
registriert. 
 
F. Aufgrund der Verschuldung sowie der strafrechtlichen Verurteilung von A.____ gewährte 
ihm das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft (AfM; heute: Amt für Migration und 
Bürgerrecht) am 27. Juli 2012 das rechtliche Gehör bezüglich eines allfälligen Widerrufs seiner 
Niederlassungsbewilligung. Dieses nahm A.____, vertreten durch Oliver Borer, Advokat in Basel, 
mit Schreiben vom 20. September 2012 wahr. Mit Verfügung vom 16. November 2012 sah das 
AfM vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung ab und verwarnte A.____ "ein letztes Mal". 
 
G. Zwischen 2013 und 2015 trat A.____ mehrfach mit Verstössen gegen das Strassenver-
kehrsgesetz (SVG) vom 19. Dezember 1958 in Erscheinung. 
 
H. Nachdem sich die Schuldenlast von A.____ seit dem Jahr 2012 weiter erhöht hatte (am 
9. April 2015 waren im Kanton Basel-Landschaft Betreibungen in der Höhe von Fr. 108'666.-- 
sowie offene Verlustscheine in der Höhe von Fr. 78'127.55 registriert), gewährte das AfM A.____ 
am 13. April 2015 erneut das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Widerruf seiner Nie-
derlassungsbewilligung. Dieses nahm A.____, vertreten durch Advokat Oliver Borer, mit Schrei-
ben vom 4. Juni 2015 wahr. Mit Schreiben vom 23. Juni 2015 gewährte das AfM auch C.____ 
und D.____ das rechtliche Gehör zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung von A.____. 
 
I. Mit Verfügung vom 5. Januar 2018 widerrief das AfM die Niederlassungsbewilligung von 
A.____ und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz an. 
 
J. Die von A.____, vertreten durch Advokat Oliver Borer, dagegen erhobene Beschwerde 
wies der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Regierungsratsbe-
schluss (RRB) Nr. 2018-910 vom 12. Juni 2018 ab. 
 

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K. Dagegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Oliver Borer, am 25. Juni 
2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kan-
tonsgericht). Der Beschwerdeführer beantragt die Aufhebung des RRB Nr. 2018-910 vom 
12. Juni 2018 sowie die Belassung der Niederlassungsbewilligung. 
 
L. Mit Vernehmlassung vom 27. September 2018 beantragt der Regierungsrat die Abwei-
sung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 
 
M. Mit Verfügung vom 19. Oktober 2018 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im 
Rahmen einer Parteiverhandlung überwiesen. Anlässlich der Parteiverhandlung am 6. Februar 
2019 wurde das Verfahren zur Vornahme weiterer Beweisabklärungen ausgestellt. 
 
N. Am 13. März 2019 reichte das Betreibungs- und Konkursamt aufforderungsgemäss 
einem Amtsbericht ein. 
 
O. Der Beschwerdeführer reichte am 18. März 2019 aufforderungsgemäss zusätzliche 
Beweismittel nach. 
 
P. Mit Verfügung vom 25. April 2019 wurde der Fall erneut der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, womit er zur Beschwerde legitimiert ist (§ 47 
Abs. 1 lit. a VPO). Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die 
Beschwerde eingetreten werden kann.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von hier 
nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz 
zu Recht erfolgten. 
 

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4.1 Nach Art. 63 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer 
und über die Integration (AIG) vom 16. Dezember 2005 (bis 31. Dezember 2018 und soweit im 
Folgenden die altrechtliche Fassung massgeblich ist: AuG) kann die Niederlassungsbewilligung 
widerrufen werden, wenn die ausländische Person in schwerwiegender Weise gegen die öffent-
liche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen oder diese gefährdet 
hat. Dieser Widerrufsgrund gilt auch, falls die ausländische Person sich seit mehr als 15 Jahren 
ununterbrochen und ordnungsgemäss im Land aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 AuG). Gemäss 
Art. 80 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 
2007 liegt ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung unter anderem bei 
mutwilliger Nichterfüllung der öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen vor 
(Abs. 1 lit. b). Rechtsprechungsgemäss genügt Schuldenwirtschaft für sich allein nicht für den 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung. Vorausgesetzt ist Mutwilligkeit der Verschuldung, d.h. 
diese muss selbst verschuldet und qualifiziert vorwerfbar sein (BGE 137 II 297 E. 3.3). Davon ist 
nicht leichthin auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_997/2013 vom 21. Juli 2014 E. 2.2 
mit Hinweis).   
 
4.2 Wurde bereits eine ausländerrechtliche Verwarnung (Art. 96 Abs. 2 AuG) ausgespro-
chen, ist entscheidend, ob die ausländische Person danach weiterhin mutwillig Schulden ge-
macht hat. Dabei ist zu berücksichtigen, dass, wer einem betreibungsrechtlichen Verwertungs-
verfahren, insbesondere der Lohnpfändung, unterliegt, zum Vornherein keine Möglichkeit hat, 
ausserhalb des Betreibungsverfahrens Schulden zu tilgen. Das führt in solchen Fällen dazu, dass 
im Vergleich zu früher weitere Betreibungen hinzukommen können oder der betriebene Betrag 
angewachsen sein kann, ohne dass allein deswegen Mutwilligkeit vorliegt. Von entscheidender 
Bedeutung ist, welche Anstrengungen zur Sanierung unternommen worden sind. Positiv ist etwa 
zu würdigen, wenn vorbestandene Schulden abgebaut worden sind. Ein Widerruf ist dagegen 
zulässig, wenn in vorwerfbarer Weise weitere Schulden angehäuft worden sind (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 2C_164/2017 vom 12. September 2017 E. 3.1 und 2C_997/2013 vom 21. Juli 
2014 E. 2.2 mit Hinweisen).  
 
5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Verschuldung sei nicht mutwillig erfolgt. Er 
bringt diesbezüglich vor, dass er sich nach dem Konkurs seiner Firma im Jahr 2004 nicht mehr 
von den finanziellen Lasten habe erholen können. Es könne ihm nicht angelastet werden, dass 
er danach kein genügend hohes Einkommen habe erzielen können, um seine Schulden nach-
haltig zu sanieren. Er habe sich stets um Arbeit bemüht und gehe nun auch wieder einer Arbeit 
nach, weshalb mit einer weiteren Lohnpfändung gerechnet werden könne, welche eine raten-
weise (Teil-)Sanierung seiner Schulden erlauben würde. Er sei dennoch immer für seine Familie 
aufgekommen. 
 
5.2 Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Entscheid, dass das Nichtbezahlen der 
Schulden im vorliegenden Fall zu einem Verstoss gegen die öffentliche Ordnung geführt habe. 
Der Beschwerdeführer sei seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen, sondern es 
hätten sich immer mehr Schulden angehäuft. So habe der Beschwerdeführer keinerlei Versuche 
unternommen, um seine finanzielle Situation in den Griff zu bekommen, geschweige denn um 
seine Schulden (nachhaltig) abzubauen. Das Verhalten des Beschwerdeführers seit der letzten 

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Verwarnung sei als ursächlich für den erneuten Anstieg seiner Schulden zu betrachten. Folglich 
könne von einer mutwilligen Vernachlässigung der finanziellen Pflichten ausgegangen werden, 
womit der Widerrufsgrund der mutwilligen Nichterfüllung öffentlich-rechtlicher und pri-
vatrechtlicher Verpflichtungen vorliege.  
 
5.3 Aus den in den Akten befindlichen Betreibungsregisterauszügen geht hervor, dass die 
Schulden des Beschwerdeführers kontinuierlich angestiegen sind, obwohl dieser bereits zweimal 
(im Jahr 2007 und im Jahr 2012) ausländerrechtlich verwarnt wurde. Die Schulden des Be-
schwerdeführers beliefen sich bei der ersten ausländerrechtlichen Verwarnung im Jahre 2007 im 
Kanton Basel-Stadt auf Fr. 71‘276.55. Im Jahr 2012 waren im Kanton Basel-Stadt Betreibungen 
in der Höhe von Fr. 50‘447.40 sowie Verlustscheine in der Höhe von Fr. 124‘588.35 auf den 
Beschwerdeführer registriert. Im Kanton Basel-Landschaft waren im Juli 2012 Betreibungen in 
der Höhe von Fr. 51‘556.20 und Verlustscheine in der Höhe von Fr. 24‘592.90 registriert. Dem 
Betreibungsregisterauszug vom Februar 2019 ist sodann zu entnehmen, dass sich die finanzielle 
Situation des Beschwerdeführers nicht verbessert hat. So weist der Auszug Verlustscheine in der 
Höhe von Fr. 190‘879.10 und Betreibungen in der Höhe von Fr. 126‘563.59 auf. Daraus ist 
deutlich ersichtlich, dass sich die Schuldensituation des Beschwerdeführers nicht verbesserte, 
sondern verschlechterte. Wie der Regierungsrat zu Recht festhält, geht aus den 
Betreibungsregisterauszügen weiter hervor, dass es sich bei den Schulden des Beschwerde-
führers hauptsächlich um Schulden bezüglich Steuern sowie Krankenkassen und Versicherun-
gen handelt. Dass der Beschwerdeführer auch nach der zweiten Verwarnung im Jahr 2012 keine 
Schuldenberatung in Anspruch genommen hat, spricht für die Mutwilligkeit. Es ist aufgrund der 
Akten sodann nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer versucht hat, seine Schul-
densituation nachhaltig zu verbessern. Dem Beschwerdeführer kann zwar zugutegehalten wer-
den, dass er sich stets um eine Anstellung bemühte. Nichtsdestotrotz hat sich der Beschwerde-
führer keine Hilfe geholt und sich nur ungenügend darum bemüht, seine Schuldensituation zu 
verbessern. Angesichts der langen Dauer seiner Schuldenwirtschaft, der hohen Zahl offener 
Verlustscheine, der fehlenden Mitwirkung in den betreibungsrechtlichen Verwertungsverfahren 
und der fehlenden aktenkundigen Bemühungen zum Schuldenabbau liegt eine mutwillige Nicht-
bezahlung finanzieller Verpflichtungen vor. Damit erfüllt der Beschwerdeführer den Widerrufs-
grund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG. 
 
6.1 Liegt ein Widerrufsgrund vor, muss die aufenthaltsbeendende Massnahme im konkreten 
Fall auch verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999 und Art. 96 Abs. 1 AuG; vgl. auch Art. 13 Abs. 1 
i.V.m. Art. 36 Abs. 3 BV und Art. 8 Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten [EMRK] vom 4. November 1950, wenn durch die Entfernungsmassnahme die 
weitere Pflege familiärer Beziehungen im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. des inhaltlich 
deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt wird; BGE 135 II 377 E. 4.3). Verlangt ist in-
sofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung der 
Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne 
überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit 
Hinweisen). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. 
die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden 

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Nachteile zu berücksichtigen (BGE 139 I 31 E. 2.3.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_263/2016 
vom 11. November 2016 E. 3.2). Die konventionsrechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung nach 
Art. 8 Ziff. 2 EMRK entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG und kann in einem einzigen Schritt 
vorgenommen werden (Urteile des Bundesgerichts 2C_551/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2.4 
und 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
6.2 Im Zusammenhang mit dem Widerrufsgrund der mutwilligen Nichterfüllung öffentlich-
rechtlicher und privatrechtlicher Verpflichtungen ist zu berücksichtigen, dass die öffentlichen In-
teressen am Widerruf bzw. an der Nichtverlängerung der Bewilligung umso gewichtiger sind, je 
mehr sich eine ausländische Person verschuldet und sich trotz Verwarnung nicht um Schulden-
tilgung bemüht hat. Indessen ist das öffentliche Interesse an der Fernhaltung ausländischer Per-
sonen, welches einzig zum Schutz potentieller Gläubiger dient, grundsätzlich von geringerem 
Gewicht als dasjenige, straffällige oder dauernd sozialhilfeabhängige Ausländerinnen und Aus-
länder aus der Schweiz fernzuhalten (vgl. SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, N 36 zu Art. 62 AuG). 
Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer, die Massnahme sei unverhältnismässig und verstosse 
gegen Art. 96 Abs. 1 AuG sowie Art. 8 Ziff. 2 EMRK bzw. Art. 13 BV. Seine privaten Interessen 
seien höher zu gewichten als die öffentlichen Interessen an seiner Wegweisung. 
 
7.1 Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer konstant, in erheblichem 
Umfang und in qualifiziert vorwerfbarer Weise über Jahre hinweg Schulden angehäuft hat. Die 
finanzielle Situation des Beschwerdeführers hat sich trotz der ausländerrechtlichen Verwarnun-
gen verschlimmert. Auch hat es der Beschwerdeführer jahrelang unterlassen, einen Schulden-
sanierungsplan zu erstellen. Zu beachten ist dabei, dass er über mehrere Jahre hinweg keine 
Alimente für seine Kinder bezahlt hat sowie Schulden bei der Steuerverwaltung generiert hat. Der 
Beschwerdeführer hat somit wiederkehrend öffentlich-rechtliche Verpflichtungen vernachlässigt. 
Unter Berücksichtigung dieser Umstände ist von einem gewichtigen öffentlichen Interesse am 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung auszugehen.  
  
7.2 Dem öffentlichen Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers sind dessen 
private Interessen an einem Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. 
 
7.3 Der Beschwerdeführer reiste im Jahr 1997 im Alter von 22 Jahren in die Schweiz ein und 
ist nunmehr seit 22 Jahren in der Schweiz. Zudem leben seine beiden Kinder in der Schweiz. 
Demzufolge ist grundsätzlich von einem gewichtigen privaten Interesse des Beschwerdeführers 
an einem Verbleib in der Schweiz auszugehen. Wirtschaftlich und beruflich kann angesichts 
seiner Schuldensituation nicht von einer erfolgreichen Integration gesprochen werden. Allerdings 
ist positiv zu bewerten, dass er während seines bisherigen Aufenthalts in der Schweiz mit kurzen 
Unterbrechungen immer erwerbstätig gewesen ist und sich nach Beendigung der 
Arbeitsverhältnisse jeweils um eine neue Arbeitsstelle bemüht hat. In strafrechtlicher Hinsicht ist 
der Beschwerdeführer nur geringfügig negativ aufgefallen. Zudem hat er keine Sozialhilfe 
bezogen. Im Rahmen des rechtlichen Gehörs gab die Ex-Freundin und Mutter der jüngsten 
Tochter an, dass zwischen dem Beschwerdeführer und der Tochter ein sehr gutes Verhältnis 
bestehe. So habe er seine jüngste Tochter zwei Mal im Monat übers Wochenende zu Besuch. 

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Weiter verbringe er auch unter der Woche Zeit mit ihr. Da die Tochter erst 10 Jahre alt sei, seien 
diese Besuche eher kurz. Weiter gab die Ex-Freundin an, dass es die Tochter sehr schwer treffen 
würde, wenn ihr Vater die Schweiz verlassen müsste. Die volljährige Tochter des 
Beschwerdeführers führte in einem Schreiben aus, dass ihr Vater auch mit ihr sehr viel unter-
nehme und sie gemeinsam die Handballspiele der jüngsten Tochter besuchen würden. Ihr Vater 
habe sie immer unterstützt, so auch beim Lernen. Schliesslich ist in Betracht zu ziehen, dass sich 
die Einkommenssituation des Beschwerdeführers in den letzten Monaten erheblich verbessert 
hat, da der Beschwerdeführer seit dem 1. Juni 2018 unbefristet angestellt ist und zurzeit einer 
Lohnpfändung unterliegt. 
 
7.4 Aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, dass der Beschwerdeführer nun ernsthafte 
Bemühungen unternimmt, um in der Schweiz ein geregeltes Leben zu führen. Zwar ist das öf-
fentliche Interesse an seiner Wegweisung aufgrund der hohen Schulden sowie der vereinzelten 
Delikte als hoch einzustufen. Unter Berücksichtigung der unternommenen Anstrengungen ver-
mag es die privaten Interessen des Beschwerdeführers und insbesondere seiner minderjährigen 
Tochter an einem weiteren Verbleib in der Schweiz jedoch nicht zu überwiegen. Nach dem 
Gesagten überwiegt das private Interesse an einem Verbleib in der Schweiz das öffentliche 
Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers. Der angefochtene Entscheid erweist sich 
damit als unverhältnismässig und die Beschwerde ist gutzuheissen. 
 
7.5 Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die Interessenabwägung in 
Zukunft anders ausfallen dürfte, wenn der Beschwerdeführer trotz der soeben beschriebenen 
verbesserten Einkommenssituation nun nicht mit Hilfe einer Schuldenberatung einen nachhalti-
gen Schuldenabbauplan erstellt und keine Abnahme der bestehenden Schulden erreichen oder 
gar mutwillig neue Schulden verursachen würde. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). 
Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- vorliegend dem Regierungsrat 
des Kantons Basel-Landschaft aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 1'400.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. 
 
8.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug 
einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens 
ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten des Beschwerdegegners zuzu-
sprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht für seine Bemühungen im Be-
schwerdeverfahren einen Aufwand von insgesamt 10.75 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen in 
der Höhe von Fr. 66.20 geltend, was nicht zu beanstanden ist. Ausgehend von einem Aufwand 
von insgesamt 10.75 Stunden hat der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2‘965.75 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu be-
zahlen. 

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8.3 Was die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens anbelangt, ist die Angelegenheit zu 
deren Neuverlegung an den Beschwerdegegner zurückzuweisen. 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Regierungsrats 

des Kantons Basel-Landschaft Nr. 910 vom 12. Juni 2018 betreffend 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung aufgehoben. 

   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘400.-- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet.  

   
 4. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwerde-

führer eine Parteientschädigung in der Höhe von 2‘965.75 (inkl. Auslagen 
und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.