# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cb9bdf3-83a7-5125-83a1-f6e3cf2ae5e7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-06-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.06.2009 IV 2007/454
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-454_2009-06-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/454

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.07.2020

Entscheiddatum: 17.06.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 17.06.2009
Art. 28 IVG. Dem RAD lag entgegen seiner Auffassung keine in zweierlei 
Hinsicht interpretierbare, sondern eine Arbeitsfähigkeitsschätzung der 
behandelnden Ärztin vor, die nur in dem einen bestimmten Sinne verstanden 
werden konnte. Die allein auf eine Würdigung der Akten gestützte, davon 
abweichende Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des RAD gemäss Art. 49 Abs. 3 
IVV vermag in der Beweiswürdigung dagegen nicht anzukommen. Der 
Sachverhalt ist abklärungsbedürftig. Rückweisung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Juni 2009, IV 
2007/454).

Vizepräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug 

und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Entscheid vom 17. Juni 2009

in Sachen

K.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun, Oberdorfstrasse 6, Postfach, 

8887 Mels,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.   

A.a Der 1949 geborene K.___ beantragte am 29./30. Mai 2007 bei der 

Invalidenversicherung eine Rente. Er gab an, er habe in seiner Heimat die 

Grundschulen besucht und den Beruf des Maurers gelernt; im April 1977 sei er in die 

Schweiz gekommen. Seit 1991 stehe er in einem Arbeitsverhältnis mit der A.___ AG. 

Vom 30. Mai bis 13. August 2006 sei er vollständig arbeitsunfähig gewesen, seit 14. 

August 2006 sei er es noch zu 50 % (IV-act. 1).

A.b Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Urologie, hielt in seinem Arztbericht vom 13. Juni 

2007 fest, aus urologischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-

act. 13).

A.c Die Arbeitgeberin bestätigte am 21. Juni 2007 das seit August 1991 bestehende 

Arbeitsverhältnis (Betriebsmitarbeiter in allen Bereichen). Seit ca. zwei Jahren arbeite 

der Versicherte nur noch reduziert, seit dem 30. April 2007 noch 25 Wochenstunden. 

Das Durchhalten an dem Arbeitsplatz im Stehen über den ganzen Tag hinweg sei für 

den Versicherten zu anstrengend. Er beschwere sich jedoch nicht (IV-act. 15).

A.d Dr. med. C.___, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, berichtete am 22. Juni 

2007, der Versicherte stehe seit 23. Februar 2002 in ihrer Behandlung. Als Diagnosen 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab sie an: 1. M. Crohn und seronegative

Spondarthropathie mit wandernden Polyarthralgien, Arthritis Schub (Wurstzehe) 3/2006 

und Konjunktivitis, Urethritis, 2. chronisches TSS bei rechtsseitiger Diskushernie Höhe 

Th7/Th8, keine Myelopathie, und Status nach M. Scheuermann und 3. ein chronisches 

CSS bei erosiver Osteochondrose C5/C6 whs. postentzündlich im Rahmen der unter 

erstens erwähnten Diagnose, und Retrolisthesis HWK5 und breitbasiger 

Diskusprotrusion. Ohne Auswirkung bleibe die rez. Gastritis (1997 ulcus duodeni). Vom 

30. Mai bis 13. August 2006 sei der Versicherte vollständig arbeitsunfähig gewesen und 

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seit 14. August 2006 sei er zu 50 % arbeitsunfähig. Der Gesundheitszustand sei 

stationär. Trotz der seit ca. 1995 bestehenden chronischen Schmerzen wechselnder 

Intensität wegen ausgeprägter degenerativer Veränderungen im LWS- und schwerer 

erosiver Veränderungen im HWS-Bereich, der Ileitis-Schübe und der 

Spondarthropathie und ihrer Folgen habe der Versicherte bis 2006 immer zu 100 % 

arbeiten können. Im Mai 2006 seien dann invalidisierende Schmerzen im BWS-Bereich 

dazu gekommen (Diskushernie). Unter medikamentöser Behandlung und 

Physiotherapie habe er dann die Arbeit wieder zu 50 % aufnehmen können. Dank 

seinen speziellen Kenntnissen über Arbeitsablauf und Maschinen habe für ihn im 

Betrieb eine leichtere Arbeit, teilweise auch in vorwiegend beratender Funktion, 

gefunden werden können. Deswegen sei ihm ermöglicht gewesen, weiterhin zu 50 % 

arbeitsfähig zu bleiben. Die bisherige Tätigkeit sei noch an vier Stunden pro Tag 

zumutbar; teilweise bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit für schwere Arbeit. 

Alle leichten wechselbelastenden Tätigkeiten seien ohne verminderte 

Leistungsfähigkeit zumutbar. In wechselbelastender Tätigkeit bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 %. Der aktuelle Arbeitsplatz sei diesbezüglich ideal, da der 

Versicherte relativ frei disponieren könne, wie und wann er welche Arbeitsprozesse 

durchführe (IV-act. 16-1 bis 6/10). In der Beilage fanden sich ein Bericht der Klinik für 

Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen (Dr. med. D.___) vom 22. Juni 2006 über 

eine ambulante Untersuchung, wonach eine operative Sanierung nicht angebracht sei 

(IV-act. 16-9 f./10), und ein Bericht der Klinik für Innere Medizin am Spital Walenstadt 

(Dr. med. E.___) vom 21. Dezember 2006, wo hauptsächlich 1. ein Status nach Ileitis 

terminalis 03/03, 2. rezidivierende Arthralgien, 3. rezidivierende rechtsseitige 

Bauchschmerzen, 4. ein Status nach Ulkuskrankheit vor mehreren Jahren und 5. ein 

kleiner Rektumpolyp diagnostiziert worden waren (IV-act. 16-7 f./10). 

A.e Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung (Dres. med. F.___ 

und G.___) hielt am 30. Juli 2007 (act. 17) dafür, beim Versicherten liege ein 

Gesundheitsschaden vor und er sei in seiner angestammten Tätigkeit seit dem 30. Mai 

2006 voll arbeitsunfähig. Die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit liege gemäss 

Dr. C.___ und der eigenen Würdigung bei 100 %. Es sei nachvollziehbar, dass der 

Versicherte bei dem ideal angepassten Arbeitsplatz und dem vorliegenden 

Beschwerdebild vollständig arbeitsfähig sei. Medizintheoretische Anforderungen an 

eine angepasste Tätigkeit seien: eine wechselbelastende Tätigkeit mit frei planbaren 

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Arbeitsprozessen, nur fallweise leichte Hebe-/Trageleistung, keine oder nur fallweise 

Zwangshaltungen, leichte körperliche Belastung und ergänzend teilweise beratende 

Funktion.

A.f  Gestützt auf die Ausführungen des RAD stellte die Sozialversicherungsanstalt/

IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten am 20. September 2007 eine 

Rentenabweisung bei einem Invaliditätsgrad von 6 % (Valideneinkommen 62'784.--, 

Invalideneinkommen Fr. 59'028.--) in Aussicht (IV-act. 20 f.). Der Versicherte erhob am 

15. Oktober 2007 gegen den Vorbescheid Einwand und erklärte, die 

Abklärungsergebnisse deckten sich nicht mit seinem Gesundheitszustand. Seine 

Krankheitssituation ermögliche ihm keine vollzeitliche Leistungsfähigkeit mehr, und 

zwar unabhängig von der auszuführenden Arbeit (IV-act. 22). Die IV-Stelle verfügte am 

23. Oktober 2007 unverändert die Abweisung des Leistungsanspruchs (IV-act. 23).

B.   

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun für den 

Betroffenen am 19. November 2007 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer ab Mai 2007 mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. 

Der RAD sei ohne weiteres von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 

100 % in adaptierter Tätigkeit ausgegangen, ohne die angeblichen Widersprüche in der 

Beurteilung durch Dr. C.___ zu klären. Eine einfache Anfrage an Dr. C.___ hätte genügt, 

den medizinischen Sachverhalt zu klären. Bei der Frage nach der Arbeitsfähigkeit in 

anderen Tätigkeiten sei die Ärztin davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer an 

vier Stunden pro Tag arbeiten könne und in diesem zeitlichen Rahmen nicht vermindert 

leistungsfähig sei, wie aus ihrem beigelegten Schreiben vom 14. November 2007 

hervorgehe. Der Beschwerdeführer geniesse aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit bei 

seiner Arbeitgeberin eine Sonderstellung. Der angefochtenen Verfügung liege die 

Annahme zugrunde, die Arbeitgeberin könne ihm eine vollzeitliche geeignete Arbeit 

zuweisen. Auch das sei nicht abgeklärt worden; es treffe nicht zu. Die spezielle 

Funktion, welche der Beschwerdeführer zu 50 % ausübe, könne nicht weiter ausgebaut 

werden. Dass die Arbeitgeberin dem Beschwerdeführer den halben Lohn bezahle, 

dürfte zumindest teilweise ein Entgegenkommen sein. Jedenfalls aber resultiere eine 

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Erwerbseinbusse von 50 % und bestehe Anspruch auf eine halbe Rente. Dr. C.___ 

hatte am 14. November 2007 erläutert, die Arbeitsfähigkeit von 50 % gelte nur für eine 

adaptierte, also leichte, wechselbelastende Tätigkeit.

C.   

Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 4. Februar 2008 

die Abweisung der Beschwerde. Der RAD habe nicht gestützt auf die aus seiner Sicht 

widersprüchlichen Angaben im Bericht von Dr. C.___ eine eigene 

Arbeitsfähigkeitsschätzung vorgenommen. Vielmehr habe er schlüssig und 

nachvollziehbar ausgeführt, dass beim Beschwerdeführer aufgrund der nicht 

vorhandenen neurologischen Ausfälle von einer vollen Arbeitsfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit auszugehen sei. Aufgrund der vollständigen medizinischen Aktenlage sei der 

RAD in der Lage gewesen, eine eigenständige Beurteilung vorzunehmen. In einer 

neuen Stellungnahme vom 17. Dezember 2007 habe der RAD nachvollziehbar 

dargelegt, dass beim Beschwerdeführer ausschliesslich von einer Schmerzproblematik 

im gesamten Rückenbereich auszugehen sei. Die durchgeführten Untersuchungen und 

das MRI hätten jedoch keine neurologischen Auffälligkeiten ergeben. Reine 

Schmerzangaben genügten aber nicht, einen Rentenanspruch zu begründen. Vielmehr 

müssten die geltend gemachten Schmerzen mit entsprechenden Befunden korrelieren, 

was hier nicht der Fall sei. Aufgrund der vorhandenen neurochirurgischen und 

rheumatologischen Befunde seien dem Beschwerdeführer keine Zwangshaltungen der 

Wirbelsäule mehr zumutbar. Er sei auf eine körperlich leichte, wechselbelastende 

Tätigkeit angewiesen. Eine solche könne er ganztags ausüben. Aufgrund dieser 

schlüssigen Ausführungen des RAD überzeuge die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. 

C.___ nicht. Sie begründe nicht, weshalb es dem Beschwerdeführer unzumutbar sein 

sollte, eine adaptierte Tätigkeit vollzeitlich auszuführen. Unerheblich sei auch, dass 

dieser an seinem Arbeitsplatz offenbar das bisherige Arbeitspensum in einer ihm 

angepassten Tätigkeit aus betrieblichen Gründen nicht steigern könne. Es sei auf den 

hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen. In der erwähnten 

Stellungnahme vom 17. Dezember 2007 hatte der RAD nach Würdigung der Vorbringen 

im Beschwerdeverfahren daran festgehalten, dass dem Beschwerdeführer leichte, 

wechselbelastende Tätigkeiten ganztags zumutbar seien.

D.   

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Replicando erwidert der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 25. Februar 2008, 

der RAD habe den Beschwerdeführer nie untersucht. Es handle sich bei beiden 

Stellungnahmen um eine reine Aktenbeurteilung. Entgegen der Auffassung des RAD 

lägen medizinische Befunde vor und gehe es nicht lediglich um Schmerzangaben des 

Beschwerdeführers. Das Fehlen neurologischer Ausfälle oder der vorläufige Verzicht 

auf eine Rückenoperation könnten keine Arbeitsfähigkeit begründen. RAD-Berichte 

hätten nicht den Stellenwert medizinischer Gutachten oder Untersuchungsberichte. An 

sogenannt "intern eingeholte Gutachten" seien hohe Anforderungen zu stellen. Bei 

auch nur geringen Zweifeln an der Schlüssigkeit ärztlicher Feststellungen seien 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen.

 

E.  

Die Beschwerdegegnerin hat am 29. Februar 2008 auf die Einreichung einer Duplik 

verzichtet.

Erwägungen:

1.  

1.1  Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der 

angefochtenen Verfügung am 23. Oktober 2007 entwickelt hat, sind die auf den 

1. Januar 2008 in Kraft getretenen Rechtsänderungen nicht anwendbar.

1.2  Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem Invaliditätsgrad von 6 % abgelehnt. 

Der Beschwerdeführer hatte im Verwaltungsverfahren einzig Rentenleistungen 

beantragt und lässt in diesem Gerichtsverfahren ebenfalls allein die Zusprechung einer 

Rente beantragen. Streitgegenstand bildet daher zunächst der allfällige 

Rentenanspruch. Ergäbe sich allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein 

solcher in Frage stünde, so gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die 

Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine 

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allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu Massnahmen korrekt in Anspruch 

genommen habe.

2.  

2.1  Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.2  Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen 

von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in 

der Folge eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch 

tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 

des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die 

Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH).

2.3  Die Invaliditätsbemessung in der angefochtenen Verfügung basiert auf der 

Feststellung, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zu 100 % 

zumutbar ist. Das entspricht der Einschätzung des RAD. Dieser war am 30. August 

2007 davon ausgegangen, im Bericht von Dr. C.___ befänden sich widersprüchliche 

Angaben. Einerseits werde nämlich eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit attestiert, anderseits eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in der 

aufgenommenen, adaptierten Arbeit. Der RAD hielt dafür, in Anbetracht der mitgeteilten 

objektiven Befunde bei insbesondere fehlenden neurologischen Ausfällen sei eine auf 

50 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in dem ideal angepassten Arbeitsplatz nicht 

nachvollziehbar. Nachvollziehbar sei vielmehr eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Davon 

sei gemäss Dr. C.___ und der RAD-Würdigung auszugehen. Am 17. Dezember 2007 

ergänzte der RAD, die vorliegenden Befunde liessen den Schluss zu, dass das 

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Hauptproblem des Beschwerdeführers (zum Teil ausstrahlende) Schmerzen im 

gesamten Rückenbereich seien. Da aber keine Beeinträchtigung der neuralen 

Strukturen festzustellen seien, verbleibe nur die Schmerzproblematik. Blosse 

Schmerzangaben genügten aber nicht, einen Leistungsanspruch auszulösen. 

Unzumutbar seien Zwangshaltungen der Wirbelsäule; im Übrigen sei der 

Beschwerdeführer ganztags arbeitsfähig.

2.4  Dr. C.___ hatte in dem angesprochenen Bericht vom 22. Juni 2007 auf dem 

Beiblatt angegeben, die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer noch an vier 

Stunden pro Tag zumutbar. Auf die Frage, ob dabei eine verminderte 

Leistungsfähigkeit bestehe, antwortete sie "teilweise für schwere Arbeit". Was die 

Arbeitsfähigkeit in anderen Tätigkeiten (Ziff. 2.2) betrifft, hatte sie erklärt, zumutbar 

seien dem Beschwerdeführer alle leichten wechselbelastenden Arbeiten. Weitere 

Angaben dazu (insbesondere zum zeitlich zumutbaren Rahmen) machte sie nicht. Die 

Frage, ob in dem zeitlichen Rahmen eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe, 

verneinte sie. Diese Angaben für sich allein könnten tatsächlich darauf hinweisen, dass 

die Ärztin eine Arbeitsfähigkeit von 100 % für adaptierte Tätigkeiten attestiert habe. 

Indessen kann nicht übersehen werden, dass sie dargelegt hatte, seit dem 14. August 

2006 sei der Beschwerdeführer zu 50 % arbeitsunfähig. Weiterhin zu 50 % arbeitsfähig 

zu bleiben, sei ihm ermöglicht worden, weil für ihn im Betrieb eine leichtere Arbeit, 

teilweise auch in vorwiegend beratender Funktion, habe gefunden werden können. Die 

Arbeitsfähigkeit von 50 % bezog Dr. C.___ demnach auf eine adaptierte Tätigkeit. Auch 

bei der Prognose (Ziff. 7) bestätigte sie, dass für eine wechselbelastende Tätigkeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe. Es lässt sich bei diesen Gegebenheiten festhalten, 

dass Dr. C.___ dem Beschwerdeführer für eine leichte wechselbelastende Arbeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % attestierte. In ihrer Erläuterung vom 14. November 2007 

erklärte sie denn auch, dass sie bei der Frage nach der verminderten Leistungsfähigkeit 

in anderen Tätigkeiten von einem zeitlichen Rahmen von nur vier Stunden pro Tag (wie 

bei den vorangegangenen Antworten) ausgegangen sei.

2.5  Während der RAD annahm, er habe zu bestimmen, auf welche von zwei 

widersprüchlichen medizinischen Aussagen dank besserer Nachvollziehbarkeit 

abzustellen sei, wie es die Funktion eines RAD-Berichts gemäss Art. 49 Abs. 3 IVV ist 

(Bundesgerichtsentscheid i/S R. vom 14. September 2007, I 143/07), und er könne sich 

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mit der Beurteilung von 100 % Arbeitsfähigkeit auf Dr. C.___ stützen (ct.17-4/4), kann 

ihr Arbeitsfähigkeitsattest wie erwähnt nur dahingehend verstanden werden, dass eine 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 50 % besteht. Ein ärztliches 

Arbeitsfähigkeitsattest von 100 % lag dem RAD nicht vor, und zwar auch nicht von 

einem anderen Arzt. In den Berichten des Kantonsspitals St. Gallen und des Spitals 

Walenstadt wird zur Arbeitsfähigkeit keine Stellung genommen. Der RAD seinerseits 

hat den Beschwerdeführer nicht selber untersucht oder Befunde erhoben. Seiner 

Beurteilung kommt daher nicht der Stellenwert eines Untersuchungsberichts im Sinne 

von Art. 49 Abs. 2 IVV zu. Die Beurteilung, eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit sei nicht nachvollziehbar, ist gewiss beweismässig zu würdigen, 

allerdings als lediglich auf die Akten gestützte Einschätzung. Wenn der RAD dafürhält, 

die aktenmässig ausgewiesenen Befunde vermöchten ein Attest einer eingeschränkten 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit nicht zu rechtfertigen, kann er sich damit auf 

keine dokumentierte ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzung stützen. Eine allein auf einer 

Würdigung der Akten basierende Beurteilung des RAD vermag aber in der 

Beweiswürdigung nicht gegen eine abweichende Einschätzung der behandelnden 

Ärztin anzukommen. Wenn in der nachträglichen RAD-Stellungnahme der relevante 

medizinische Sachverhalt von den somatischen Befunden gelöst und von einer reinen 

Schmerzproblematik ausgegangen wird, vermag das im Übrigen aus dem gleichen 

Grund nicht zu überzeugen. Hatte der RAD Zweifel an der einzigen vorhandenen 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von 50 % in adaptierter Tätigkeit, so wäre erforderlich 

gewesen, ergänzend eine eigene medizinische Abklärung (Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit nach eigener Untersuchung) durchzuführen oder zusätzliche 

anderweitige medizinische Erhebungen zu veranlassen.  

2.6  Da solche Abklärungen unterblieben sind, lässt sich nicht beurteilen, ob die Zweifel 

des RAD an der von Dr. C.___ attestierten Arbeitsfähigkeit berechtigt seien oder nicht, 

und die Sache ist zur erforderlichen Ergänzung der Sachverhaltsuntersuchung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3.  

3.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 23. Oktober 2007 teilweise zu schützen und die Sache 

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ist zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen und zu entsprechender neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3.2  Eine Rückweisung zur weiteren Abklärung der Streitsache und anschliessender 

neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin stellt praxisgemäss aus prozessualer 

Sicht in Bezug auf die Kosten ein vollständiges Obsiegen dar (vgl. SVR 1995 IV Nr. 51 

S. 143; ZAK 1987 S. 266 E. 5a). Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin 

rechtfertigt es sich, ihr die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1  IVG), gesamthaft 

aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint angemessen. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 600.-- zurückzuerstatten.

3.3  Der Beschwerdeführer hat bei vollem Obsiegen Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung 

der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 

lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Die Entschädigung ist auf pauschal Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

23. Oktober 2007 aufgehoben und die Sache wird zur ergänzenden Abklärung im Sinne 

der Erwägungen und zu entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--.

3. Dem Beschwerdeführer wird der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückerstattet.

4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

bis

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