# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f26fe1bd-01e4-588a-b613-d91ceb8988f0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.10.2017 200 2017 585
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-585_2017-10-25.pdf

## Full Text

200 17 585 UV
FUR/GUA/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Oktober 2017

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Gurtner

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 26. Mai 2017 (Ref. E 1428/17)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2017, UV/17/585, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1958 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen Unfallfolgen 
versichert, als ihm am 24. Juli 2012 bei der Montage auf einer Leiter ste-
hend eine 35kg schwere Kabeltrasse entglitt und auf die rechte Schulter 
prallte, woraufhin er mit der linken Kopfseite an die 1.5m entfernte Beton-
wand aufschlug und so zu Boden rutschte (Akten der Suva [act. II] 1 und 5 
S. 2 und 83 S. 1). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen und hol-
te medizinische Unterlagen und eine Stellungnahme des Kreisarztes 
Dr. med. B.________, Facharzt für Chirurgie, vom 23. Oktober 2012 
(act. II 26) ein. Mit Verfügung vom 12. November 2012 (act. II 35) stellte die 
Suva die bisher erbrachten Leistungen (Taggeld und Heilbehandlungskos-
ten) auf den 18. November 2012 hin ein und verneinte einen Anspruch auf 
weitere Leistungen, da die aktuell noch bestehenden Beschwerden nicht 
mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien. Nach 
erhobener Einsprache (act. II 39, 44 und 49) wurde der Versicherte am 
23. Januar 2013 kreisärztlich untersucht. Der Kreisarzt Dr. med. 
C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, kam daraufhin zum 
Schluss, dass die geklagten Beschwerden auf den Unfall, der sich 2009 
ereignet hatte, zurückzuführen seien (act. II 63 S. 6).

B.

Am 6. August 2015 meldete der Versicherte der Suva eine schleichende 
Schwerhörigkeit, die bis zur Taubheit des linken Ohrs sowie zu einer 
30%igen Minderung der Hörfähigkeit des rechten Ohrs führe (act. II 79 
S. 1 f.). Mit Schreiben vom 6. April 2016 anerkannte die Suva die vom Be-
schwerdeführer geltend gemachte Schwerhörigkeit als Berufskrankheit an 
und erteilte Kostengutsprache für eine monaurale Hörgeräteversorgung 
komplex und die damit verbundenen ärztlichen Abklärungen (Akten der 
Suva [act. IIA] 19). Mit Verfügung vom 8. April 2016 (act. IIA 23) sprach die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2017, UV/17/585, Seite 3

Suva dem Versicherten eine auf einer Integritätseinbusse von 15% basie-
rende Integritätsentschädigung zu. Die dagegen erhobene Einsprache 
(act. IIA 25) wurde mit Einspracheentscheid 14. Juli 2016 (act. IIA 42) ab-
gewiesen. Dieser Einspracheentscheid blieb unangefochten.

C.

Am 17. Mai 2016 meldete der Versicherte der Suva, dass neu zu dem 
Gehörverlust Gleichgewichtsprobleme hinzugekommen seien (act. IIA 35). 
Die Suva zog das im Auftrag der Krankentaggeldversicherung erstellte 
Gutachten von Prof. Dr. med. D.________, Facharzt für Neurologie, vom 
25. Mai 2016 (act. IIA 46) bei und holte mehrere kreisärztliche Beurteilun-
gen des medizinischen Sachverhalts ein (act. IIA 51, 56 und 60). Mit Verfü-
gung vom 4. April 2017 (act. IIA 67) verneinte die Suva ihre Leistungspflicht 
mangels adäquaten Kausalzusammenhangs zum Unfallereignis vom 
24. Juli 2012 und wies die dagegen erhobene Einsprache (act. IIA 68) mit 
Einspracheentscheid vom 26. Mai 2017 (act. IIA 71) ab.

D.

Hiergegen erhob der Versicherte am 20. Juni 2017 Beschwerde und bean-
tragte sinngemäss die Ausrichtung von Versicherungsleistungen.

Mit Beschwerdeantwort vom 20. September 2017 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 
26. Mai 2017 (act. IIA 71). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leis-
tungen der Unfallversicherung für den als Folgen des Ereignisses vom 
24. Juli 2012 geltend gemachten Drehschwindel (act. IIA 35).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2017, UV/17/585, Seite 5

SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 

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Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 
UV Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

2.4 Um den Leistungsanspruch beurteilen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Be-
schwerdeführer am 24. Juli 2012 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat 
(act. II 5 S. 2 und 83 S. 1; vgl. E. 2.2 hiervor) und danach unfallkausale 
Beschwerden aufgetreten sind. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch 
entsprechende Versicherungsleistungen erbracht. Umstritten ist hingegen, 
ob der vom Beschwerdeführer geklagte und erstmals im Gutachten von 
Prof. Dr. med. D.________ vom 25. Mai 2016 (act. IIA 46) festgestellte 
Drehschwindel in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäqua-
ten Kausalzusammenhang mit dem besagten Unfall steht. 

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3.2 Den massgeblichen medizinischen Unterlagen ist dazu im Wesentli-
chen Folgendes zu entnehmen:

3.2.1 Im Gutachten vom 25. Mai 2016 (act. IIA 46) diagnostizierte 
Prof. Dr. med. D.________ unter anderem eine unfallbedingte Vestibular-
organ- und cochleäre Schädigung (Arbeitsunfall 2012) mit Hörminderung 
links und Lagerungsschwindel. Der Beschwerdeführer habe unter anderem 
von einem lageabhängigen Drehschwindel berichtet. Aus dem erhobenen 
klinischen Befund ergäben sich ein Lagerungsschwindel mit typischem Be-
fund in den Lagerungsproben und eine Hörminderung links. Angesichts des 
2012 stattgehabten Unfalls mit einem Anprall im Bereich des Kopfes sei 
eine seinerzeit stattgehabte vestibulocochleäre Läsion wahrscheinlich, 
weshalb hier von einer unfallkausalen Genese auszugehen sei (act. IIA 46 
S. 9 f.).

3.2.2 Die Kreisärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Oto-Rhino-
Laryngologie, führte im Bericht vom 28. Juli 2016 (act. IIA 51) aus, der 
erstmals in dem Gutachten von Prof. Dr. med. D.________ vom 25. Mai 
2016 (act. IIA 46) dokumentierte vertikale Nystagmus des Beschwerdefüh-
rers in Kopfhängelage und bei rechts gedrehter Kopfhängelage, begleitet 
von subjektiven Drehschindelbeschwerden, spreche für eine heute zentrale 
vestibuläre Störung. Der Drehschwindel sei vom Beschwerdeführer erst-
mals gegenüber dem Gutachter erwähnt und sodann als Folge des Unfal-
lereignisses von 2012 beurteilt worden. In allen übrigen Dokumenten seien 
keine Hinweise für Schwindelbeschwerden im unfallnahen Zeitfenster zu 
finden, sodass differentialdiagnostisch die Schwindelattacken auch einem 
benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel (krankheitsursächlich) ohne 
unfallursächliche Genese zugeordnet werden könnten. Ein einseitiger post-
traumatischer peripherer Gleichgewichtsausfall (total oder partiell) sei initial 
unmittelbar und immer von heftigem subjektivem Drehschwindel begleitet 
und hätte vom Beschwerdeführer auch entsprechend über einige Tage 
unfallnahe wahrgenommen werden müssen. Diesbezügliche Angaben von 
Schwindelbeschwerden zeitnah zum Unfallereignis seien im Dossier nicht 
zu finden. Es könne sich daher mit einer gewissen Möglichkeit um einen 
benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel nicht traumatischer Genese 
handeln, welcher berechtigterweise vom Neurologen mittels einem Oto-

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lithen-Repositionsmanöver und Bewegungstraining zur krankheitsursächli-
chen Behandlung empfohlen wurde, oder es könne eine zentrale krank-
heitsursächliche Gleichgewichtsstörung vorliegen. Es werde eine Nachkon-
trolle und Untersuchung durch Dr. med. F.________, Facharzt für Oto-
Rhino-Laryngologie, empfohlen und es müsse ein richtiges Otolithen-
Repositionsmanöver durchgeführt werden. Ein vertikaler Nystagmus spre-
che meistens zwar gegen eine periphere Gleichgewichtsstörung. Die klini-
sche Symptomatik (unauffälliger Romberg und Unterberg’scher Tretver-
such sowie unauffälliger Gang) würden allgemein gegen eine unfallkausale 
und erst heute klinisch dekompensierte periphere Gleichgewichtsfunktion 
sprechen. Der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel sei der häufigste 
Schwindel überhaupt und trete nie posttraumatisch erst Monate bis Jahre 
nach dem Unfallereignis auf.

3.2.3 Dem Bericht von Dr. med. F.________ vom 1. November 2016 
(act. IIA 54) ist zu entnehmen, dass aufgrund der Anamnese ein benigner 
paroxysmaler Lagerungsschwindel möglich sei. Entsprechende Untersu-
chungen hätten jedoch nicht durchgeführt werden können, da der Be-
schwerdeführer bei einem Status nach einer Rückenoperation noch sehr 
schlecht mobil sei. Ursächlich könne ein derartiger paroxysmaler Lage-
rungsschwindel durchaus posttraumatisch bedingt sein, auch wenn kein 
klarer zeitlicher Zusammenhang mit dem Unfallereignis bestehe. In der 
gutachterlichen Literatur werde wiederholt darauf hingewiesen, dass ein 
traumatisch bedingter paroxysmaler Lagerungsschwindel auch mit einiger 
Verzögerung manifest werden könne. Sonstige Hinweise für eine periphere 
Vestibulopathie würden sich keine finden lassen, insbesondere keine peri-
phere vestibuläre Unterfunktion.

3.2.4 Hierzu führte Kreisärztin Dr. med. E.________ im Bericht vom 
17. November 2016 (act. IIA 56) aus, dass der weitere Verlaufs- und Unter-
suchungsbericht von Dr. med. F.________ abzuwarten sei. Bezüglich Un-
fallkausalität des Lagerungsschwindels stünden die anamnestischen Anga-
ben im starken Kontrast zu den diagnostischen und therapeutischen Ver-
laufsuntersuchungen. Es sei fragwürdig und aussergewöhnlich, dass der 
Beschwerdeführer über so lange Zeit seine Schwindelbeschwerden ge-
genüber den behandelnden Ärzten unerwähnt gelassen habe und jetzt oft 

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morgens beim Aufstehen über diese Schwindelbeschwerden klage und sie 
als unfallkausal taxiere. Eine unfallbedingte Otolithen-Funktionsstörung 
trete unfallnahe auf, da sich die Otolithen durch das Sturzereignis ablösen 
und im Bogengang unkontrolliert bewegen würden und so zu regelmässi-
gen Schwindelbeschwerden führen könnten.

3.2.5 Im Bericht vom 19. Dezember 2016 (act. IIA 58) stellte Dr. med. 
F.________ fest, bei den Lagerungsprüfungen habe kein paroxysmaler 
Lagerungsschwindel mehr festgestellt werden können, was sich mit den 
anamnestischen Angaben decke, wonach die Beschwerden in letzter Zeit 
nicht mehr aufgetreten seien. 

3.2.6 Der Kreisarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Oto-Rhino-
Laryngologie, Allergologie und klinische Immunologie sowie Arbeitsmedi-
zin, erachtete im Bericht vom 29. Dezember 2016 (act. IIA 60), gestützt auf 
die Untersuchungsergebnisse von Dr. med. F.________ und aufgrund der 
ausserordentlichen langen Latenz zwischen den subjektiven Schwindelbe-
schwerden und dem Unfallereignis von 2012, dass die subjektiven Schwin-
delbeschwerden weder zum Unfallereignis von 2012 noch zu der früheren 
Tätigkeit als … mit der notwendigen erforderlichen Wahrscheinlichkeit in 
einem kausalen Zusammenhang stünden.

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

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tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im hier angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 26. Mai 2017 (act. IIA 71) massgeblich auf die Berichte 
der Suva-Kreisärzte Dres. med. E.________ und G.________ vom 28. Ju-
li 2016 (act. IIA 51), 17. November 2016 (act. IIA 56) und 29. Dezem-
ber 2016 (act. IIA 60) gestützt. Diese erfüllen die von der höchstrichterli-
chen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts 
gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugen, sodass dar-
auf abzustellen ist. Die Suva-Kreisärzte haben in Berücksichtigung und 
Würdigung sämtlicher medizinischer Vorakten einleuchtend sowie nach-
vollziehbar begründet, dass der vom Beschwerdeführer geklagte Dreh-
schwindel nicht überwiegend wahrscheinlich in kausalem Zusammenhang 
zum Unfallereignis vom 24. Juli 2012 steht. Sie setzen sich dabei sowohl 
mit den Untersuchungsergebnissen des Dr. med. F.________ (act. IIA 58) 
als auch mit dem Gutachten des Prof. Dr. med. D.________ vom 
25. Mai 2016 (act. IIA 46) auseinander (act. IIA 51 S. 1; act. IIA 56 S. 1; 
act IIA 60). 

Die Schlussfolgerungen des Gutachters Prof. Dr. med. D.________ (act. 
IIA 46 S. 10) sprechen nicht gegen die Zuverlässigkeit der Einschätzung 
der Suva-Kreisärzte. Prof. Dr. med. D.________ stützt seine Einschätzung 
allein auf die Angaben des Beschwerdeführers (act. IIA 46 S. 9), diese 
konnten durch die diagnostischen und therapeutischen Verlaufsuntersu-
chungen durch Dr. med. F.________ indessen nicht bestätigt werden (act. 
IIA 58). Zudem gründet seine Schlussfolgerung, ohne dabei die ärztlichen 
Befunde zu berücksichtigen, welche unfallnah erhoben wurden (act. IIA 46 
S. 4 f. Ziff. 2 ), allein auf der Tatsache, dass der Drehschwindel nach dem 
Unfallereignis vom 24. Juli 2012 aufgetreten ist. Die Formel "post hoc, ergo 
propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung 
schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem 

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aufgetreten ist, ist jedoch rechtsprechungsgemäss nicht massgebend (vgl. 
BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). 

In der Folge kommen die Suva-Kreisärzte Dres. med. E.________ und 
G.________ gestützt auf die Untersuchungsergebnisse von Dr. med. 
F.________ zu Recht zum Schluss, dass ein natürlicher Kausalzusam-
menhang nicht überwiegend wahrscheinlich ist. Der Einwand des Be-
schwerdeführers, er habe die schleichende Erkrankung des Gehörs und die 
Drehschwindelbeschwerden auf Wettereinflüsse geschoben und deshalb 
nicht schon früher erwähnt, überzeugt vor diesem Hintergrund nicht. Weite-
re diesbezügliche Sachverhaltserhebungen erübrigen sich bei dieser Aus-
gangslage (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). 

3.5 Nach dem Dargelegten ist der Kausalzusammenhang zwischen 
dem Drehschwindel und dem Unfallereignis vom 24. Juli 2012 nicht mit 
dem hier erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
ausgewiesen. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb die Leistungspflicht zu 
Recht verneint. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 26. Mai 2017 
(act IIA 71) ist somit nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuwei-
sen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Okt. 2017, UV/17/585, Seite 12

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.