# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8371fd20-fb0d-5f58-83de-07ddec6d0557
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 16.06.2014 470 14 92 (470 2014 92)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-14-92_2014-06-16.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

16. Juni 2014 (470 14 92) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafprozessrecht 

 

 

Verfahrenseinstellung 

 

 

Besetzung Präsident Enrico Rosa; 
Gerichtsschreiber i.V. Adrian Kägi   
 

Parteien A.____,  
vertreten durch Advokat Michael Kunz, Fischmarkt 12, 4410 Liestal,  
Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabtei-
lung, Grenzacherstrasse 8, 4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand Verfahrenseinstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-
schaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Sissach, vom 10. April 
2014 
 

 

 
 
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A. In einem Verfahren gegen A.____ betreffend fahrlässiger Verursachung einer Feuers-
brunst (Art. 222 Abs. 1 StGB) erkannte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabtei-
lung Sissach, mit Verfügung vom 10. April 2014 was folgt: 
 

„ 1. Das Strafverfahren wird in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO eingestellt. 
 2.  Die Verfahrenskosten gehen zu Lasten des Staates. 
 3.  Der beschuldigten Person werden gemäss Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO keine Ent-

 schädigung und keine Genugtuung zugesprochen.“  
 
B.  Gegen diese Einstellungsverfügung liess A.____, vertreten durch Advokat Michael Kunz, 
mit Eingabe vom 14. April 2014 Beschwerde erheben. Er beantragte, es sei Ziffer 3 der Einstel-
lungsverfügung aufzuheben und es sei ihm eine Entschädigung in der Höhe von CHF 2‘142.70 
zuzusprechen. Eventualiter sei Ziffer 3 der Einstellungsverfügung aufzuheben und die Sache zu 
neuem Entscheid an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen. Dies alles unter o/e Kostenfolge, 
wobei dem Beschwerdeführer eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen sei. Als 
Begründung führte A.____ im Wesentlichen aus, dass er Anspruch auf eine Entschädigung ha-
be, da bei Einstellung des Verfahrens die Verfahrenskosten dem Staat auferlegt worden seien. 
Dem Beschwerdeführer könne weder ein strafrechtliches noch ein prozessuales oder zivilrecht-
liches Verschulden vorgeworfen werden. Ausserdem sei die Verweigerung der Entschädigung 
von der Staatsanwaltschaft in der angefochtenen Einstellungsverfügung mit keinem Wort be-
gründet und somit sein rechtliches Gehör verletzt worden.     
 
C.  Mit Stellungnahme vom 25. April 2014 beantragte die Staatsanwaltschaft, es sei die Be-
schwerde vollumfänglich abzuweisen. Die Verweigerung der Entschädigung sei sachlich ge-
rechtfertigt, da der vorliegende Tatbestand der fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst 
weder in rechtlicher noch in tatsächlicher Hinsicht Schwierigkeiten geboten habe. Die auszufäl-
lende Strafe wäre im Falle eines Schuldspruches eine Geldstrafe von wenigen Tagessätzen 
gewesen. Es habe somit kein objektiv begründeter Anlass bestanden, einen Anwalt beizuzie-
hen. Der Beschwerdeführer habe zudem vom Bagatellcharakter des Strafverfahrens Kenntnis 
gehabt. Bei derartigen Bagatellfällen bestehe gemäss Praxis des Bundesgerichts kein Anspruch 
auf Ersatz der Kosten eines privaten Verteidigers. Diese bundesgerichtliche Rechtsprechung 
könne auch auf Vergehensfälle von geringer Tragweite angewendet werden.  
 
D. Nach Abschluss des Schriftenwechsels machte der Beschwerdeführer mit Stellungnahme 
vom 30. April 2014 geltend, dass die nachgeschobene Begründung der Staatsanwaltschaft der 
angeblich geringen Tragweite des Strafvorwurfs nicht zu hören sei. Zu beurteilen sei vielmehr 
die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 10. April 2014, mit welcher die Verweige-
rung der Entschädigung mit dem Hinweis auf Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO begründet sei. Selbst 
wenn die Tragweite des Vorwurfs vorliegend zu beurteilen wäre, verkenne die Staatsanwalt-
schaft, dass der Beschwerdeführer bei Eröffnung des Strafverfahrens nicht imstande gewesen 
sei, das Strafmass richtig abzuschätzen und dass es sich vorliegend auch nicht um einen Baga-
tellfall handle. 
   

 

 
 
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Erwägungen 

 
I. Formelles 

 

1. Gegen Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Dreierkammer des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, Beschwerde erhoben werden (Art. 322 
Abs. 2 StPO sowie 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. § 15 Abs. 2 EG StPO). Werden mit der Be-
schwerde ausschliesslich die wirtschaftlichen Nebenfolgen (z.B. die Kosten und Entschädigun-
gen) eines Entscheids angefochten und ist gleichzeitig nicht mehr als ein Betrag von Fr. 5‘000.-- 
strittig, so ist das Präsidium des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Beschwerdeinstanz 
zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 395 lit. b StPO). Aus der im vorliegenden Fall 
umstrittenen Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘142.70 ergibt sich die sachliche Zu-
ständigkeit des Präsidiums der Abteilung Strafrecht des Kantonsgerichts. 
 
2. Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO ist die Beschwerde zulässig gegen die Verfügungen 
und die Verfahrenshandlungen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Übertretungsstrafbehörden. 
Die vorliegend angefochtene Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 10. April 2014 
stellt somit ein taugliches Anfechtungsobjekt dar. Gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO können 
Rechtsverletzungen, die falsche Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit ge-
rügt werden. Da mit der Beschwerde alle Mängel des angefochtenen Entscheids geltend ge-
macht werden können, verfügt die Rechtsmittelinstanz über volle Kognition (JEREMY 
STEPHENSON/GILBERT THIRIET, Basler Kommentar StPO, 2011, Art. 393 N 15).  
 
3. Die Beschwerdefrist gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide beträgt zehn 
Tage, wobei die Beschwerde schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen 
ist (Art. 322 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 396 Abs. 1 StPO). Die angefochtene Verfügung der Staats-
anwaltschaft vom 10. April 2014 wurde dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 
11. April 2014 ausgehändigt. Die Beschwerdeschrift selbst wurde am 14. April 2014 zu Handen 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, bei der Schweizerischen Post auf-
gegeben und ist damit innert Beschwerdefrist erhoben worden. 
 
4. Zur Beschwerde berechtigt ist sodann gemäss Art. 322 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 382 Abs. 1 
StPO jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Abänderung 
der angefochtenen Verfügung hat. Der Beschwerdeführer als beschuldigter Adressat der Verfü-
gung ist zweifellos durch die Verfügung der Staatsanwaltschaft in seinen Rechten betroffen und 
somit beschwert, woraus sich seine Beschwerdelegitimation ergibt. 
 
Die formellen Voraussetzungen sind allesamt erfüllt. Es kann daher auf die vorliegende Be-
schwerde eingetreten werden.  
 
 

 

 

 

 
 
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II.  Materielles 

 

1. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. Wie er 
zutreffend ausführt, enthält die angefochtene Verfügung der Staatsanwaltschaft im Entschädi-
gungspunkt keinerlei Begründung. Der blosse Hinweis auf Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO vermag 
den Beschwerdeführer nicht in die Lage zu versetzen, nachzuvollziehen, inwiefern er in zivil-
rechtlich vorwerfbarerweise gegen eine sich aus der Gesamtheit der schweizerischen Rechts-
ordnung ergebende Verhaltensnorm klar verstossen und dadurch das Strafverfahren veranlasst 
oder dessen Durchführung erschwert haben soll.    
 
Zudem lässt sich für den Beschwerdeführer erst aus der von der Staatsanwaltschaft eingereich-
ten Stellungnahme vom 25. April 2014 erkennen, dass diese die Verweigerung der Entschädi-
gung auf eine sich von der angefochtenen Einstellungsverfügung abweichende rechtliche 
Grundlage (Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO) stützt und insofern auch eine anderweitige materielle 
Begründung vorbringt.  
 
Indem die vom 30. April 2014 datierende und somit nach Abschluss des Schriftenwechsels ein-
gereichte (erneute) Eingabe des Beschwerdeführers im vorliegenden Beschwerdeverfahren 
vom Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, mitberücksichtigt worden ist, hat 
sich der Beschwerdeführer zu den Vorbringen der Staatsanwaltschaft umfassend äussern kön-
nen. Das rechtliche Gehör ist somit gewahrt.  
 
2.1 Im Weiteren bringt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 14. April 2014 vor, 
dass er grundsätzlich einen Anspruch auf Entschädigung seiner Aufwendungen habe, wenn bei 
Einstellung des Verfahrens die Verfahrenskosten dem Staat auferlegt würden. Die mit der ange-
fochtenen Einstellungsverfügung vom 10. April 2014 einhergehende Verweigerung der Ent-
schädigung verstosse gegen die Unschuldsvermutung. Er habe die Einleitung des Verfahrens 
weder rechtswidrig noch schuldhaft bewirkt noch habe er dessen Durchführung erschwert.  
 

2.2 Es ist grundsätzlich mit der Unschuldsvermutung gemäss Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 
Ziff. 2 EMRK vereinbar, dem Beschuldigten die Verfahrenskosten bei Einstellung des Verfah-
rens oder Freispruch ganz oder teilweise aufzuerlegen, wenn dieser rechtswidrig und schuldhaft 
die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat (BGE 120 la 
147 E. 3b; 119 la 332 E. 1b; 116 la 162 E. 2c-e; je mit Hinweisen). Unter den gleichen Voraus-
setzungen kann auch die Entschädigung für die Ausübung ihrer Verfahrensrechte verweigert 
oder herabgesetzt werden (Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO). Diesbezüglich gilt es den Grundsatz zu 
beachten, dass bei Auferlegung der Kosten keine Entschädigung auszurichten ist, während bei 
Übernahme der Kosten durch die Staatskasse die beschuldigte Person Anspruch auf Entschä-
digung hat. Allerdings gilt dieser Grundsatz nicht in absoluter Weise (vgl. BGE 137 IV 352 
E. 2.4.2). So verschafft insbesondere ein nicht gerechtfertigter Verzicht auf eine Kostenauflage, 
obschon die betroffene Person die Einleitung des Strafverfahrens rechtswidrig und schuldhaft 
bewirkt hat, keinen Anspruch auf eine Entschädigung (vgl. Urteil des BGer 6B_331/2012 vom 
22. Oktober 2012 E. 2.8).  

 

 
 
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2.3 Die Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren SI1 12 961 gegen den Beschwerdeführer in 
Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO eingestellt und die Verfahrenskosten dem Staat auf-
erlegt. Im Sinne der vorherigen Erwägungen besteht somit ein grundsätzlicher Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Entschädigung und Genugtuung (Art. 429 StPO). Besondere Umstän-
de, die ein Abweichen von diesem Grundsatz rechtfertigen würden, sind vorliegend nicht er-
sichtlich. Wie bereits dargelegt, enthält die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 
10. April 2014 im Entschädigungspunkt keine hinreichende Begründung. Der blosse Hinweis 
auf Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO legt für sich alleine zitiert nicht dar, inwiefern genau der Be-
schwerdeführer das gegen ihn geführte Verfahren wegen fahrlässiger Verursachung einer Feu-
ersbrunst rechtswidrig und schuldhaft veranlasst oder dessen Durchführung erschwert haben 
soll. Auch die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft vom 25. April 2014 lässt es an einer nach-
vollziehbaren Begründung missen. Es liegt somit keine ersichtliche Konstellation vor, in der eine 
nach Art. 429 StPO geschuldete Entschädigung (und Genugtuung) gestützt auf Art. 430 StPO 
herabgesetzt oder verweigert werden könnte.  
 
3.1 Wird das Verfahren eingestellt, so hat die beschuldigte Person Anspruch auf eine Ent-
schädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte 
(Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO; Botschaft zur neuen StPO, BBl 2006, 1329). Die Entschädigung für 
die Aufwendungen in Ausübung der Verfahrensrechte ist grundsätzlich nicht umfassend. Sie 
wird nur gewährt für „angemessene“ Aufwendungen. Zu den unter diesem Titel zu entschädi-
genden Aufwendungen der beschuldigten Person gehören primär die Kosten der frei gewählten 
Verteidigung. Angemessen im Sinne der zitierten Norm sind die Verteidigerkosten dann, wenn 
die Verbeiständung angesichts der tatsächlichen oder rechtlichen Komplexität des Falls gebo-
ten und der Arbeitsaufwand und somit das Honorar des Anwalts gerechtfertigt waren. Die Frage 
der Angemessenheit, d.h. ob der Beizug eines frei gewählten Verteidigers gerechtfertigt war, ist 
entsprechend der bisherigen Praxis im Einzelfall aufgrund der konkreten Schwere der Anschul-
digung in persönlicher und sachlicher Hinsicht zu beurteilen. Mithin ist beim Vorwurf eines Ver-
brechens der Beizug eines Rechtsvertreters offenkundig immer geboten und der Aufwand dafür 
bei Freispruch oder Einstellung der Untersuchung – unter dem Vorbehalt von Art. 430 StPO – 
zu entschädigen. Bei Untersuchungen wegen Vergehen dürfte nur bei Bagatelldelikten auf ei-
nen sachlich und persönlich leichten Fall, der den Beizug eines Anwalts nicht rechtfertigt, ge-
schlossen werden können (NIKLAUS SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozess-
rechts, 2. Aufl. 2013, N 1810; YVONA GRIESSER, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung, 2010, Art. 429 StPO N 4). Demgegenüber ist bei Übertretungen im Anschluss an die 
frühere Praxis die Vergütung der Anwaltskosten im Sinne der zitierten Rechtsprechung deutlich 
eingeschränkt (SCHMID, a.a.O.).  
 
Die Beurteilung, ob ein Verteidigerbeizug geboten war, darf nicht ex post, d.h. im Zeitpunkt der 
Verfahrenserledigung erfolgen. Die Angemessenheit der Einschaltung eines rechtskundigen 
Vertreters muss vielmehr im Zeitpunkt der Auftragserteilung an die Wahlverteidigung beurteilt 
werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es immer schwieriger und gleichzeitig immer wichti-
ger wird, nicht nur das Gesetz, sondern auch die Rechtsprechung dazu zu kennen. Dies kann 

 

 
 
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aber von einem Laien nicht uneingeschränkt verlangt werden. Entsprechend ist die Angemes-
senheit des Beizugs eines Verteidigers unter Berücksichtigung des jeweiligen Schwierigkeits-
grads der konkreten Rechtslage und in Nachachtung des Anspruchs auf Waffengleichheit mit 
den Strafverfolgungsbehörden zu beurteilen. Weiter ist zu beachten, dass zu Beginn eines 
Strafverfahrens gegebenenfalls nur schwer abgeschätzt werden kann, ob im weiteren Verfahren 
Komplikationen entstehen werden. So kann der Beizug eines Verteidigers bereits in einem frü-
hen Verfahrensstadium notwendig sein, um möglichst früh im Verfahren mit einer wirksamen 
Verteidigung beginnen zu können. Schliesslich kann der Beizug eines Verteidigers nicht nur 
wegen den im konkreten Fall sich stellenden rechtlichen Schwierigkeiten geboten sein, sondern 
auch wegen der mit dem Strafverfahren unvermeidlich einhergehenden psychischen Belastung 
der beschuldigten Person (STEFAN WEHRENBERG/IRENE BERNHARD, Basler Kommentar StPO, 
2011, Art. 429 StPO N 14; BGE 110 Ia 156 S. 161). 
 
3.2 Zu prüfen ist somit, ob der Beschwerdeführer aufgrund der konkreten Schwere der An-
schuldigung in persönlicher und sachlicher Hinsicht einen objektiv begründeten Anlass hatte, 
einen Rechtsbeistand im Sinne von Art. 127 Abs. 5 StPO mit seiner Verteidigung zu betrauen 
(Wahlverteidigung).  
 
Nachdem der Beschwerdeführer das Flachdach der an das Einfamilienhaus X.____ in Y.____ 
angebauten Garage mit Bitumenbahnen abgedichtet und mit einem Gasbrenner verschweisst 
hatte und infolgedessen an der Hausfassade ein Brand ausgebrochen war, eröffnete die 
Staatsanwaltschaft am 15. November 2012 gegen ihn ein Verfahren wegen fahrlässiger Verur-
sachung einer Feuersbrunst. Der fragliche Straftatbestand (Art. 222 Abs. 1 StGB) stellt definiti-
onsgemäss ein Vergehen gemäss Art. 10 Abs. 3 StGB dar, welches mit einer Freiheitsstrafe bis 
zur drei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird. Ausserdem ist in diesem Straffall festzustellen, 
dass die Staatsanwaltschaft einen durchaus beachtlichen Untersuchungsaufwand betrieben hat 
(Aktenumfang von 168 Seiten). So ergibt sich unter anderem aus den Akten, dass der Be-
schwerdeführer mehrfach wie auch eine weitere Auskunftsperson einvernommen und dass zur 
Klärung der Brandursache ein kriminaltechnischer Bericht (inkl. Fotodokumentation) erstellt 
werden musste. Folglich kann hier kaum ─ wie von der Staatsanwaltschaft vorgebracht ─ von 
einem Strafverfahren mit Bagatellcharakter gesprochen werden. Darüber hinaus ist festzustel-
len, dass es für den Beschwerdeführer zu Beginn der Strafuntersuchung nur schwer abschätz-
bar war, ob und welche Art von Schwierigkeiten sich im Verfahren gegen ihn stellen werden. 
Aus den gemachten Ausführungen erhellt, dass die Staatsanwaltschaft den Beschwerdeführer 
mit einem Tatvorwurf von nicht unerheblicher Schwere konfrontierte. 
 
In persönlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, es könne schon alleine deshalb 
nicht von einer Bagatelle die Rede sein, weil eine allfällige Verurteilung dessen laufendes Ein-
bürgerungsverfahren kompromittiert hätte. Allerdings handelt es sich beim Einbürgerungsver-
fahren um ein separates verwaltungsgerichtliches Verfahren, dessen Auswirkungen vorliegend 
nicht berücksichtigt werden können. Einzubeziehen sind einzig strafrechtliche Folgen, zu wel-
chen auch die zivilrechtlichen Nebenfolgen zu zählen sind (vgl. BGer 6B_258/2013 vom 6. Ja-
nuar 2014 E. 2). Infolgedessen ist hier zu berücksichtigen, dass eine Verurteilung wegen fahr-

 

 
 
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lässiger Verursachung einer Feuersbrunst durchaus geeignet gewesen wäre, sich auf etwaige 
Zivilansprüche des Beschwerdeführers auszuwirken. Somit ist nachvollziehbar, dass es für den 
Beschwerdeführer wichtig war, sich gegen diesen Vorwurf mit einem Rechtsbeistand zu weh-
ren.  
 
3.3 Nach dem Gesagten hatte der Beschwerdeführer aufgrund der konkreten Schwere der 
Anschuldigung in persönlicher und sachlicher Hinsicht einen objektiv begründeten Anlass, einen 
Rechtsbeistand mit seiner Verteidigung zu betrauen. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen. 
Dem Beschwerdeführer ist für die Wahrung seiner Verfahrensrechte im nunmehr eingestellten 
Strafverfahren eine Entschädigung gemäss Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a 
StPO aus der Kasse der Staatsanwaltschaft auszurichten. Der Rechtsvertreter des Beschuldig-
ten hat mit Honorarnote vom 14. April 2014 einen Aufwand von 6.25 Stunden à Fr. 300.-- gel-
tend gemacht. Entsprechend der ständigen Praxis des Kantonsgerichts in ähnlich gelagerten 
Fällen wird der Stundenansatz aufgrund der Schwierigkeit und der Bedeutung der Sache auf 
angemessene Fr. 230.-- reduziert. Demnach ist Advokat Michael Kunz eine Parteientschädi-
gung von Fr. 1‘546.50 (inklusive Auslagen von Fr. 109.--) zuzüglich 8% Mehrwertsteuer von 
Fr. 123.70, insgesamt somit Fr. 1‘670.20, aus der Gerichtskasse zu entrichten.  
 
III. Kosten 

 
1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die ordentlichen Kosten des Beschwerdever-
fahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr, die gemäss § 13 Abs. 1 des Gebührentarifs auf 
Fr. 460.-- festgesetzt wird, sowie Auslagen im Betrag von Fr. 50.--, zu Lasten des Staates. 
 
2. Überdies ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Entschädigung aus der 
Gerichtskasse zuzusprechen. Da der Rechtsvertreter keine Honorarnote eingereicht hat, ist die 
Entschädigung von Amtes wegen nach Ermessen festzusetzen (§ 18 Abs. 1 der Tarifordnung 
für Anwältinnen und Anwälte, TO). Gemäss § 2 Abs. 1 TO ist in Strafsachen die Berechnung 
nach dem Zeitaufwand anwendbar. Unter Berücksichtigung der konkreten Umstände erachtet 
die Beschwerdeinstanz eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 350.-- (inklusive Auslagen) zu-
züglich 8% Mehrwertsteuer von Fr. 28.-- für angemessen.   
  

 

 
 
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Demnach wird erkannt: 

 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und Dispositiv-Ziffer 3 der Einstel-

lungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabtei-
lung Sissach, vom 10. April 2014 wie folgt neu gefasst: 
 
„3. Der beschuldigten Person wird aus der Staatskasse der Staatsan-

waltschaft eine Entschädigung von Fr. 1‘670.20 (inkl. Auslagen und 

MWST) ausgerichtet. Eine Genugtuung wird nicht ausgerichtet.“ 

 
 2. Die ordentlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 

Fr. 510.--, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 460.-- sowie 
Auslagen von Fr. 50.--, gehen zu Lasten des Staates.  

 
 

 
3. 

 
Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wird für seine Bemü-
hungen im Beschwerdeverfahren ein Honorar von Fr. 350.-- (inklusive 
Auslagen) zuzüglich 8% Mehrwertsteuer von Fr. 28.--, insgesamt 
somit Fr. 378.--, aus der Gerichtskasse entrichtet. 
 

 
 
Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber i.V. 
 
 
 
 
Adrian Kägi