# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18c0fa8b-4493-5dc9-811e-f389cfe80e05
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.09.2008 D-5770/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5770-2008_2008-09-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5770/2008
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Blaise Pagan,
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...),
Pakistan,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 4. September 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5770/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer - eigenen Angaben zufolge ein pakistani-
scher  Staatsangehöriger  aus  Z._______  (Provinz  Punjab)  -  in  der 
Schweiz am 16. August 2008 um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 19. August 2008 im Empfangs- und Verfahrenszent-
rum (EVZ) Kreuzlingen die Personalien des Beschwerdeführers erhob 
und ihn summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Ver-
lassen des Heimatlandes befragte,  und ihn am 25. August 2008 ein-
lässlich zu den Asylgründen anhörte,

dass  das  BFM  mit  -  am  gleichen  Tag  eröffneter  -  Verfügung  vom 
4. September 2008 in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz 
verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 9. September 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und beantragte, die Verfügung der Vorinstanz sei  vollumfänglich 
aufzuheben und die Sache sei zur Prüfung des Asylgesuchs (Eintre-
ten) an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei auf die Er-
hebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und ihm die unentgelt-
liche Prozessführung zu bewilligen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021]) des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-

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se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-

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hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass der Beschwerdeführer in seiner  von anonymer dritter Hand ver-
fassten Beschwerde  argumentiert,  die Frist von fünf Arbeitstagen zur 
Anfechtung der  Nichteintretensverfügung sei  extrem kurz  bemessen, 
es sei ihm zudem an der Empfangsstelle keine genügende Infrastruk-
tur zur Verfügung gestanden, weshalb er sich ausser Stande sehe, sei-
ne Fluchtgründe im Detail wiederzugeben,

dass ihm innert Beschwerdefrist kein Zugang zu freiberuflichen Anwäl-
ten möglich gewesen sei,  die er mangels Mittel  auch nicht hätte be-
zahlen können,

dass er  das Bundesverwaltungsgericht  bitte,  sich für  die Beurteilung 
seiner Beschwerde auf die Akten zu stützen, d.h. insbesondere auf die 
Protokolle der Befragungen,

dass er angesichts der rechtsstaatlich bedenklich kurzen Beschwerde-
frist und der geschilderten Lage an der Empfangsstelle das Bundes-
verwaltungsgericht  darum  bitte,  dem  Untersuchungsgrundsatz  mit 
grösstmöglichem  Wohlwollen  nachzukommen  und  sich  ein  von  der 
Wertung der Vorinstanz unabhängiges Bild seiner Akten zu machen,

dass  diesem  Anliegen  mit  der  Behandlung  der  vorliegenden  Be-
schwerde nachgekommen wird,

dass gemäss der Verordnung des EJPD zum Betrieb von Unterkünften 
des Bundes im Asylbereich vom 24. November 2007 (SR 142.311.23) 
den  Asylsuchenden  Telefonautomaten  zur  Verfügung  stehen  (Art. 7 
Abs. 1)  und  ihnen  auch  die  Nutzung  von  Telefaxgeräten  ermöglicht 
wird, sofern dies für die Kontaktaufnahme mit einer Rechtsberatungs-
stelle  oder  Rechtsvertretung  erforderlich  ist  (Art. 7  Abs. 2),  ferner  in 
den Unterkünften des  Bundes Listen mit  Adressen von Rechtsbera-
tungsstellen  und  Rechtsvertretungen  frei  zugänglich  sind  (Art. 7 
Abs. 2)  und  der  persönliche  Kontakt  zwischen  der  Rechtsvertretung 

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oder  Rechtsberatung  und  ihrer  Mandantin  oder  ihrem  Mandanten 
während der Besuchszeiten ermöglicht wird (Art. 9 Abs. 2),

dass der Beschwerdeführer nicht darlegt, inwiefern diese Vorschriften 
im EVZ Kreuzlingen generell oder in Bezug auf seine Person nicht ein-
gehalten würden, 

dass  er  ebenso  wenig  ausführt,  aus  welchen  Gründen  er  trotz  der 
grundsätzlich bestehenden Möglichkeit, einen Rechtsvertreter zu kon-
sultieren, nicht in der Lage gewesen sein soll, dies zu tun,

dass mithin nicht ersichtlich ist, inwiefern dem Beschwerdeführer auf-
grund der Beschwerdefrist von fünf Arbeitstagen (vgl. Art. 108 Abs. 2 
AsylG) konkret ein Rechtsnachteil erwachsen sein soll, zumal er offen-
sichtlich in der Lage war, innerhalb von fünf Arbeitstagen Beschwerde 
zu erheben (vgl. auch EMARK 2004 Nr. 25 E. 3c S. 165 ff.),

dass die  Beschwerde dem Bundesverwaltungsgericht  per Post  in  ei-
nem  Kuvert  zugestellt  wurde,  auf  welchem  der  Adressstempel  der 
Thurgauer Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende angebracht ist, 

dass dies den Schluss nahe legt, dem Beschwerdeführer sei es entge-
gen der standardisierten Einwände in der Beschwerde sehr wohl mög-
lich gewesen, mit einer Rechtsberatungsstelle in Kontakt zu treten,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im EVZ Kreuzlingen bzw. in den 48 Stunden nach 

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der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt  eines Informationsblat-
tes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe von Reise- 
oder Identitätspapieren erklärte, er habe nie einen Reisepass beses-
sen und er sei mit einem pakistanischen, auf einen anderen, ihm teil-
weise unbekannte Personalien lautenden Reisepass nach Europa ge-
reist,  den  er  in  Mailand  zerrissen  und  weggeworfen  habe  (vgl. 
act. 1/12, S. 9), 

dass das BFM diese Erklärungen des Beschwerdeführers mit  zutref-
fender Begründung als  stereotyp, vage und realitätsfremd und damit 
als nicht glaubhaft erachtet hat,

dass  der  Beschwerdeführer  diesbezüglich  einwendet,  der  Umstand, 
dass  er  nicht  genau  gewusst  habe,  was  in  dem  gefälschten  Pass 
stand, sei mit seiner Nervosität zu erklären,

dass er zum ersten Mal mit dem Flugzeug geflogen sei, extrem nervös 
gewesen sei und Angst gehabt habe,

dass damit nicht überzeugend erklärt  wird, weshalb er nicht anzuge-
ben vermochte, auf welche Personalien der angeblich vom Freund sei-
nes Bruders in Karachi gekaufte Pass, lautete (vgl. act. A1/12, S. 8 f.),

dass die angeblich durch einen Schulfreund in Pakistan besorgte und 
am 26. August 2008 beim BFM eingereichte Identitätskarte - wie das 
BFM zu Recht festhält - in der Erscheinungsform einer Kopie nicht als 
Reise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
bzw.  Art. 1 Bst.  b und c  der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) gilt,

dass das BFM - nach Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundes-
verwaltungsgerichts  -  überzeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das 
Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der Frist 
von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs keine entschuldba-
ren Gründe vorliegen,  zumal  in  der  Beschwerde nichts  Stichhaltiges 

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geltend gemacht wird,  was diesbezüglich allenfalls zu einer anderen 
Beurteilung führen könnte,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuches im We-
sentlichen geltend machte, er habe bei einem Professor, der Heraus-
geber  der  Wochenzeitung  "KHATKA"  (vgl.  act.  A1/12,  S.  6)  bzw. 
"Akhbar" (vgl. act. A10/12, S. 4) gewesen sei, Englisch-Nachhilfeunter-
richt genommen, 

dass er auf dessen Aufmunterung hin für diese Zeitung eine Kolumne 
geschrieben habe, in welcher er sich kritisch zum Jihad und zum Ter-
rorismus geäussert habe,

dass nach dem Erscheinen dieser Kolumne am 19. Juni 2008 Extre-
misten ("Heilige Krieger") in seiner Abwesenheit sein Elternhaus ange-
griffen hätten, in der Absicht, ihn zu töten, 

dass er aufgrund dieses Vorfalls zu einem Freund des Vaters nach Ka-
rachi gegangen sei, der für ihn die Ausreise organisiert habe,

dass am 21. August 2008 von einem Schulfreund telefonisch erfahren 
habe, dass sein Elternhaus erneut angegriffen worden sei und sein äl-
terer Bruder schwere Kopfverletzungen erlitten habe und sich in einem 
Spital in Lahore befinde,

dass für die weiteren Einzelheiten betreffend den zur Begründung des 
Asylgesuchs  geltend  gemachten  Sachverhalt  auf  die  Protokolle  der 
Befragung  vom  19. August 2008  und  der  Anhörung  vom  25. Au-
gust 2008 sowie auf die Verfügung vom 4. September 2008 zu verwei-
sen ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung mit überzeugender Be-
gründung dargelegt hat, weshalb die Ausführungen des Beschwerde-
führers zur Begründung seines Asylgesuches der allgemeinen Erfah-
rung und der Logik des Handelns widersprechen,

dass diesbezüglich auf  die Erwägungen in  der angefochtenen Verfü-
gung verwiesen werden kann,

dass der Beschwerdeführer erklärt, in seinem Fall seien weitere Abklä-
rungen notwendig,

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dass er soeben erfahren habe, sein Bruder sei an seinen Verletzungen 
erlegen,

dass er versuche den Todesschein seines Bruders und auch seinen in 
der Zeitung geschriebenen Artikel  und seine Identitätskarte kommen 
zu lassen, er jedoch telefonisch nicht mehr zu seinem Freund durch-
komme und seine Eltern in einem Dorf lebten, in dem es keine Telefon-
verbindungen gebe, 

dass dies nichts an der vom BFM festgestellten Offensichtlichkeit der 
Unglaubhaftigkeit seiner Vorbringen zu ändern vermag, weil aufgrund 
dieser Erklärung nicht nachvollziehbar wird, wie der Beschwerdeführer 
- was entsprechende Kontakte in die Heimat voraussetzt - zwar vom 
angeblichen Tod seines Bruders hat erfahren können, gleichzeitig aber 
gleichwohl nicht in der Lage sein soll, mit seinem Freund bzw. mit den 
Eltern in Kontakt zu treten,

dass die angeblich nicht mehr bestehende Möglichkeit der Kontaktnah-
me zu  Personen  aus  dem persönlichen  Umfeld  in  der  Heimat  auch 
deshalb nicht glaubhaft ist, weil es dem Beschwerdeführer im erstins-
tanzlichen Verfahren sehr wohl noch möglich gewesen ist, aus der Hei-
mat eine Kopie seiner Identitätskarte zu besorgen und einzureichen, 

dass ergänzend zu den Erwägungen des BFM festzuhalten ist,  dass 
die Vorbringen des Beschwerdeführers selbst in zentralen Punkten ei-
nen oberflächlichen  Eindruck  erwecken bzw. seine  Ausführungen  zu 
keinem Zeitpunkt eine durch signifikante Details begleitete Tiefe errei-
chen, welche darauf schliessen liesse, es berichte tatsächlich eine un-
mittelbar  betroffene  Person  über  jene  Ereignisse,  durch  welche  sie 
sich unlängst zum Verlassen ihres Heimatlandes genötigt sah, 

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der  Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers ohne  weiteres  ausgeschlossen  werden  kann  und 
auch  zusätzliche  Abklärungen  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

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dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2  AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember 2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli 1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
insbesondere  im  Sinne  von Art. 3  der  Konvention  vom 4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 

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Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Pakistan noch individuelle Gründe 
wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher  Art  auf  eine  konkrete 
Gefährdung des Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr schliessen 
lassen,

dass der 22-jährige und - soweit ersichtlich - gesunde Beschwerdefüh-
rer,  der über eine überdurchschnittliche Schulbildung (vgl. act. A1/12 
S. 3)  verfügt,  in  Pakistan  auf  ein  familiäres  Beziehungsnetz  (vgl. 
act. A1/12 S. 4; A10/12,  S. 9 f.)  zurückgreifen kann,  weshalb es ihm 
möglich  sein  sollte,  sich  im  Falle  der  Rückkehr  eine  wirtschaftliche 
Existenzgrundlage aufzubauen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  auch  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei  der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass somit keine Wegweisungshindernisse vorliegen, weshalb die An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme nicht in Betracht fällt, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten, aufgrund des direkten Entscheides in der Hauptsache ge-
genstandslos geworden ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwer-
de abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  durch Vermittlung des Empfangs-  und Ver-
fahrenszentrum Kreuzlingen (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (per Tele-
fax zu  den Akten Ref.-Nr. N (...),  mit  der  Bitte  um Eröffnung des 
Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegen-
den Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand:

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