# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c53b651-a6fd-5ad3-a88e-f635ee81ad2c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.01.2023 725 22 231 / 02 (725 2022 231 / 02)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-22-231---02_2023-01-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Januar 2023 (725 22 231 / 02) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Keine Leistungspflicht des Unfallversicherers für einen Zahnunfall, bei welchem die ver-

sicherte Person geltend macht, sie habe beim Verzehr eines Blattsalates auf einen harten 

Gegenstand gebissen und ihn verschluckt. 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Gisela Warten-

weiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 B.____ AG, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 

1. Der 1961 geborene A.____ ist seit 1. Juli 2014 bei der C.____ als Jurist angestellt und 
über seine Arbeitgeberin bei der B.____ AG gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankhei-
ten versichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 22. März 2022 teilte die Arbeitgeberin der B.____ 
mit, dass A.____ am 22. März 2022 beim Verzehr eines Kopfsalates auf einen harten Gegenstand 
gebissen und dabei ein Stück des rechten oberen Backenzahns verloren habe. Mit Verfügung 

 
 
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vom 3. Juni 2022 verneinte die B.____ eine Leistungspflicht. Die von A.____ dagegen erhobene 
Einsprache wies sie mit Entscheid vom 22. Juli 2022 ab. Zur Begründung führte sie an, es be-
stehe lediglich die Vermutung, dass ein Stein oder ein anderer harter Gegenstand Ursache des 
Zahnschadens gewesen sei. Damit fehle es am Nachweis eines ungewöhnlich äusseren Faktors, 
weshalb sie nicht leistungspflichtig sei.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ mit Eingabe vom 31. August 2022 Be-
schwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er bean-
tragte, die B.____ sei zu verpflichten, die Kosten für die unfallbedingten Zahnbehandlungen zu 
übernehmen; unter o/e-Kostenfolge. Entgegen der Ansicht der B.____ müsse die versicherte Per-
son bei einem Zahnunfall den ungewöhnlichen äusseren Faktor lediglich glaubhaft machen. Er 
sei überzeugt, dass es sich um einen kleinen Stein gehandelt habe. Ein Zahnschaden wie der 
vorliegende könne gar nicht durch Essen eines Blattsalates verursacht werden, zumal der be-
troffene Zahn 17 vor dem Unfall unbehandelt gewesen sei. Das Verschlucken des Steins und des 
abgebrochenen Zahnstücks sei nicht absichtlich erfolgt und könne ihm nicht zum Vorwurf ge-
macht werden. Die B.____ habe sich nicht darum bemüht, seine Angaben auf ihren Wahrheits-
gehalt und deren Glaubwürdigkeit zu prüfen. Dazu komme, dass im Nachhinein festgestellt wor-
den sei, dass der Gegenbackenzahn durch den Zahnunfall vollständig gespalten und aufgrund 
abgestorbener Nerven eine Wurzelbehandlung notwendig geworden sei. Somit sei von einem 
ungewöhnlichen äusseren Faktor auszugehen.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 7. Oktober 2022 beantragte die B.____ die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in X.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 31. August 2022 ist demnach einzutreten. 
 

 
 
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2. Laut § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht des Kantonsgerichts durch Präsidialentscheid Streitigkeiten bis zu einem Streit-
wert von Fr. 20'000.--. Im zur Beurteilung stehenden Fall liegt die Kostenübernahme für eine 
Zahnbehandlung im Streit. Der Versicherte schätzt die Behandlungskosten insgesamt auf 
Fr. 7'000.-- bis Fr. 8'000.--. Bei den Akten befinden sich zum einen Honorarrechnungen der be-
handelnden Zahnärzte der D.____ vom 5. April 2022 im Betrag von Fr. 488.20, der E.____ vom 
26. August 2022 im Betrag von Fr. 1'135.10 und von Dr. med. dent. F.____ vom 1. August 2022 
im Betrag von Fr. 162.40. Zum anderen liegt eine Kostenschätzung des behandelnden Zahnarz-
tes der D.____ vom 5. April 2022 vor, in welchem von weiteren Behandlungskosten in Höhe von 
Fr. 1'673.25 ausgegangen wird. Die Gesamtkosten der Behandlung belaufen sich somit auf Fr. 
3'458.95. Weitere Unterlagen hierzu sind den Akten nicht zu entnehmen. Damit fällt die Beurtei-
lung der Beschwerde des Versicherten in jedem Fall in die Kompetenz der präsidierenden Person 
der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts. 
 
3.1 Strittig ist vorliegend, ob die B.____ die Kosten der Behandlung des vom Versicherten 
geltend gemachten Zahnschadens zu übernehmen hat. Zu prüfen ist dabei insbesondere, ob der 
Zahnschaden auf die Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors zurückzuführen ist. 
 
3.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. 
 
3.3 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat 
(BGE 134 V 72 E. 2.2). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jewei-
ligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im 
Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (BGE 134 V 72 
E. 4.1, 129 V 402 E. 2.1, 122 V 230 E. 1, 121 V 35 E. 1a, je mit Hinweisen). Nach der Rechtspre-
chung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusse-
ren Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit 
ist, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen 
hat. Ausschlaggebend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkun-
gen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine 
Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1). 
 
3.4 Im Zusammenhang mit Zahnschädigungen, die sich beim Essen ereignen, ist das Be-
griffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors zu bejahen, wenn sie durch einen Ge-
genstand verursacht werden, welcher üblicherweise nicht in dem betreffenden Nahrungsmittel 
vorhanden ist (vgl. Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 1999, UV Nr. 9 S. 28 
E. 3c/cc). In der Rechtsprechung wurden als ungewöhnliche Faktoren beispielsweise eine Nuss-
schale in einem Nussbrot (BGE 114 V 169; Kranken- und Unfallversicherung – Rechtsprechung 
und Verwaltungspraxis [RKUV] 1988 K 787 S. 419 ff.), ein Knochensplitter in einer Wurst 
(BGE 112 V 201 E. 3b; RKUV 1992 U 144 S. 82 ff.) oder ein Olivenstein in einer Olive, wenn die 

 
 
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versicherte Person bewusst eine Packung entsteinter Oliven gekauft hat (Urteil des Bundesge-
richts vom 20. April 2011, 9C_985/2010, E. 5.4), anerkannt. Demgegenüber wurde die Unge-
wöhnlichkeit verneint bei der Figur im Dreikönigskuchen (BGE 112 V 201 E. 3b), bei  
einem Kirschenstein in einem bewusst mit nichtentsteinten Früchten zubereiteten Kirschenku-
chen (BGE 112 V 201 E. 3b), bei einem harten Biskuit wie z.B. einem “Totenbeinli“ und bei  
einem Stück Nuss-Schokolade (BGE 103 V 177 E. 4b) oder bei harten Knorpelresten in der Ber-
ner Zungenwurst (unveröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 1991; Entscheid des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Obwalden vom 5. Juli 2011 [VVGE 2011/2013 Nr. 54]). 
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Ent-
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrschein-
lichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen).  
 
4.2 Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast 
begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Ver-
waltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialver-
sicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im 
Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbe-
wiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst 
Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund 
einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für 
sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 
 
4.3 Was speziell den Unfallbeweis anbelangt, sind die einzelnen Umstände des Unfallge-
schehens vom Leistungsansprecher bzw. der Leistungsansprecherin glaubhaft zu machen. 
Kommt er bzw. sie dieser Forderung nicht nach, indem unvollständige, ungenaue oder wider-
sprüchliche Angaben gemacht werden, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als 
unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Versicherers (SVR 2001, 
KV Nr. 50 S. 146 E. 4c). Das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; heute: Bun-
desgericht, sozialrechtliche Abteilungen) hat in ständiger Rechtsprechung erkannt, dass die 
blosse Vermutung, der Zahnschaden sei durch einen Fremdkörper verursacht worden, nicht für 
die Annahme eines ungewöhnlichen äusseren Faktors genügt (vgl. TURTÈ BAER, Die Zahnschä-
digung als Unfall in der Sozialversicherung, in: Schweizerische Juristen-Zeitung [SJZ] 88 [1992], 
S. 324 mit Hinweisen). In diesen Fällen liegt Beweislosigkeit vor, deren Folgen die versicherte 
Person zu tragen hat, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten 
wollte, und es besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers (BGE 138 V 218 E. 6). In 

 
 
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diesem Sinne entschied das damalige EVG, wenn die versicherte Person lediglich geltend 
machte, auf "etwas Hartes" oder "einen Fremdkörper" gebissen zu haben, den Gegenstand je-
doch nicht genauer beschreiben konnte (vgl. etwa Urteil vom 21. Februar 2003, U 229/01, vom 
26. April 2000, U 33/00, und vom 17. Januar 2000, U 268/99). Eine blosse Vermutung, dass der 
Schaden durch einen ungewöhnlichen äusseren Faktor eingetreten sei, lag nach der Rechtspre-
chung aber auch dann vor, wenn der fragliche Gegenstand zwar benannt wurde, der entspre-
chende Nachweis aber nicht erbracht werden konnte (Urteile des Bundesgerichts vom 20. Juni 
2018, 8C_251/2018, E. 4.1 und vom 4. Juni 2013, 8C_215/2013, E. 3 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Auf der Vorderseite der Schadenmeldung UVG vom 22. März 2022 erklärte der Versi-
cherte, dass er beim Essen eines Salates vermutlich auf einen kleinen Stein gebissen und dabei 
den Backenzahn auf der rechten Seite beschädigt habe. Auf der Rückseite des Formulars er-
gänzte er den Unfallhergang dahingehend, dass er am 22. März 2022 beim Mittagessen einen 
Kopfsalat gegessen habe, den er am Samstagsmarkt in X.____ gekauft habe. Dabei habe es am 
oberen rechten Backenzahn "gekracht". Anschliessend habe sich am Zahn ein komisches Gefühl 
bemerkbar gemacht. Im Spiegel habe er sehen können, dass ein Stück des Backenzahns gefehlt 
habe. Der harte Gegenstand und das Zahnstück seien nicht auffindbar gewesen, weshalb er an-
nehme, er habe sie zusammen mit dem Salat verschluckt. In der Folge stellte die B.____ dem 
Versicherten zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung einen Fragebogen zu, den er am 30. März 
2022 ausgefüllt retournierte. Darin gab er zum Unfallhergang an, er habe beim Essen eines Sa-
lates auf einen harten Gegenstand gebissen, wobei ein Seitenstück des rechten oberen Backen-
zahns abgebrochen sei. Das Zahnstück und den harten Gegenstand habe er mit dem Salat ver-
schluckt.  
 
5.2 Wie oben ausgeführt, besteht nach der ständigen klaren Rechtsprechung zum Unfallbe-
weis von Zahnschäden (vgl. E. 4.3 hiervor) keine Leistungspflicht des Unfallversicherers, wenn 
die versicherte Person – wie hier der Versicherte –- lediglich geltend macht, auf einen "harten 
Gegenstand"" oder "einen kleinen Stein" gebissen zu haben, den Gegenstand jedoch nicht ge-
nauer beschreiben kann, weil er den fraglichen Fremdkörper verschluckt hat. Es kann deshalb 
lediglich die Vermutung aufgestellt werden, es habe sich um einen harten Gegenstand bzw. einen 
kleinen Stein gehandelt, auf den der Versicherte beim Verzehr des Salates gebissen hat. Eine 
zuverlässige Prüfung der Leistungsvoraussetzung des ungewöhnlichen äusseren Faktors ist aber 
nicht möglich, wenn die betroffene Person den fraglichen Gegenstand nicht gesehen hat. Auch 
wenn die Angaben des Versicherten äusserst glaubhaft und widerspruchsfrei sind und er seiner 
Mitwirkungspflicht im Rahmen der Sachverhaltsermittlung tadellos nachgekommen ist, begnügt 
sich die Gerichtspraxis nicht mit einem Plausibilitätsbeweis. Ansonsten wäre die blosse Behaup-
tung, man habe beim Verzehr eines Nahrungsmittels auf einen "harten Gegenstand" oder einen 
"kleinen Stein" gebissen, in den meisten Fällen ausreichend, um eine Leistungspflicht des Unfall-
versicherers zu begründen. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die B.____ auf die Prüfung 
der Frage verzichtet hat, ob der äussere Faktor ungewöhnlich ist, kann sie doch eine solche 
Prüfung mangels eines eindeutig identifizierbaren Gegenstandes nicht vornehmen. In einer sol-
chen Konstellation liegt eine Beweislosigkeit vor, deren Folgen der Versicherte, der aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten möchte, tragen muss. Demzufolge hat die 
B.____ eine Leistungspflicht für den vorliegenden Zahnschaden zu Recht abgelehnt.  

 
 
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5.3 Daran ändert auch das Vorbringen des Versicherten nichts, wonach der zugezogene 
Zahnschaden, bei welchem gemäss den zahnärztlichen Untersuchungen nicht nur ein Stück des 
Zahns 17 abgebrochen, sondern auch der Gegenbackenzahn beschädigt (vollständige Spaltung 
des Zahns mit Abtötung zweier Zahnnerven) worden sei, nur durch das Beissen auf einen harten 
Gegenstand bzw. auf einen kleinen Stein zu erklären sei. Denn mit medizinischen Feststellungen 
kann der mangelnde Nachweis des ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht ersetzt werden (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2018, 8C_251/2018, E. 3).  
 
5.4 Bei dieser Sachlage sind von einer Befragung der behandelnden Zahnärzte keine  
neuen entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten. Da der Versicherte von Anfang an einge-
räumt hat, er habe den harten Gegenstand verschluckt, ohne ihn gesehen zu haben, können die 
angerufenen Zeugen keine detaillierteren Angaben darüber machen, wie der Zahnschaden im 
Einzelnen konkret entstanden ist. Es ist deshalb auf die von ihm beantragten Zeugenbefragungen 
zu verzichten (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 132 V 393 E. 3.3, 126 V 130 E. 
2a, 124 V 90 E. 4b und 159 E. 1d, 119 V 335 E. 3c in fine mit Hinweisen). 
 
6. Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Einspracheentscheid der B.____ 
vom 22. Juli 2022 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als 
unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 
 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 
 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.