# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ea4613e-dbd5-56bc-8fd5-e29f0cb05afe
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.07.2009 D-4669/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4669-2009_2009-07-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4669/2009/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiberin Corinne Krüger.

A._______, geboren _______,
Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. Juli 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4669/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein ethnischer Igbo und Angehöriger der 
Pfingstgemeinde (Christ) mit letztem Wohnsitz in (...) (Plateau State), 
eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat  am 14. Mai  2009 ver-
liess und am 15. Juni 2009 in die Schweiz einreiste,

dass er am gleichen Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (...) um 
Asyl nachsuchte, von wo aus er am 19. Juni 2009 ins Transitzentrum 
(...) transferiert wurde,

dass das BFM am 1. Juli 2009 im Transitzentrum (...) die Personalien 
des  Beschwerdeführers  erhob  und  ihn  summarisch  zum  Reiseweg 
sowie zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte 
und ihn am 9. Juli 2009 einlässlich zu seinen Asylgründen anhörte,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, er sei in (...) geboren und habe – abge-
sehen von der Zeit während der Sekundarschule in (...) – immer dort 
gelebt,

dass  er  nach  seiner  Schulzeit  eine  Ausbildung  als  Mechaniker  ge-
macht und bis zu seiner Ausreise in seinem Beruf gearbeitet habe,

dass er eine muslimische Freundin gehabt habe, ihre Familie mit die-
ser Beziehung jedoch nicht einverstanden gewesen sei, 

dass seine Freundin schwanger geworden und dann zu ihm gezogen 
sei,

dass  es  in  der  ersten  Maiwoche 2009 in  (...)  zu  Unruhen zwischen 
Muslimen und Christen gekommen sei,

dass dabei einige Muslime umgebracht worden seien,

dass  die  Muslime  aus  Rache  Kirchen  angezündet  und  Häuser  von 
Christen niedergebrannt hätten,

dass während der Unruhen auch zwei Polizisten ums Leben gekom-
men seien,

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dass der Beschwerdeführer von einem Freund erfahren habe, er werde 
im Zusammenhang mit der Ermordung der Polizisten gesucht, weshalb 
auch ein Foto von ihm ausgehängt worden sei,

dass er vermutet habe, der Vater seiner Freundin habe ihn dieser Tat 
bezichtigt,

dass  seine Mutter  und eine seiner  Schwestern  in  einer  brennenden 
Kirche umgekommen seien,

dass er zusammen mit seiner Freundin zu einem Freund nach (...) ge-
flohen sei,

dass er später noch einmal nach (...) gereist  sei und dort  herausge-
funden habe,  dass  der  Vater  seiner  Freundin  seinen Zwillingsbruder 
aus Versehen an seiner Stelle habe umbringen lassen,

dass er aus diesen Gründen seinen Heimatstaat zusammen mit seiner 
Freundin verlassen habe und via Niger und Algerien nach Marokko ge-
reist sei,

dass seine Freundin dort plötzlich Blutungen bekommen habe und ge-
storben sei,

dass  der  Beschwerdeführer  anschliessend  mit  einem Boot  an einen 
ihm unbekannten Ort gelangt und danach mit verschiedenen Fahrzeu-
gen durch im unbekannte Länder illegal in die Schweiz gereist sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 16. Juli 2009 – eröffnet am gleichen 
Tag –  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
seine Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglicht hätten, innerhalb von 48 Stunden Reise- oder Identitätspa-
piere einzureichen,

dass  der  Beschwerdeführer  angegeben habe,  in  Nigeria  weder  eine 
Identitätskarte noch einen Reisepass beantragt oder erhalten zu ha-
ben,

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dass er abgesehen von seinem Geschäfts- bzw. Berufsausweis, wel-
cher ihm die Werkstatt ausgestellt und den er irgendwo verloren habe, 
nie irgendein Identitätspapier besessen habe,

dass er sich nie Identitätspapiere beschafft habe, weil er Handwerker 
gewesen sei und für eine solche Anschaffung kein Geld gehabt habe,

dass das BFM erwog, diese Aussagen könnten nicht geglaubt werden, 
weil einerseits ein solches Desinteresse, ein amtliches Ausweisdoku-
ment für den jederzeitigen Nachweis der Identität zu besitzen, grund-
sätzlich  wenig  plausibel  sei  und  der  Beschwerdeführer  andererseits 
behauptet habe, für seine Ausreise 50'000 Naira aus seinen Ersparnis-
sen bezahlt zu haben, womit er finanziell sehr wohl in der Lage gewe-
sen wäre, sich amtliche Ausweise ausstellen zu lassen,

dass der Beschwerdeführer weiter erklärt habe, auf seiner ganzen Rei-
se keine Reisedokumente benutzt zu haben und ausser in Niger auch 
nirgendwo kontrolliert worden zu sein,

dass diese Aussagen offensichtlich unglaubhaft  seien und der allge-
meinen Erfahrung widersprächen,

dass entsprechend widersprüchlich und substanzarm auch die Schil-
derungen seiner Reiseumstände seien, 

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Erstbefragung  geltend  gemacht 
habe, er sei mit einem kleinen Bus von (...) nach Niger gefahren, die 
Grenze selbst habe er zu Fuss passiert,

dass er bei der Anhörung jedoch behauptet habe, die Grenze zu Niger 
auf einem Motorrad passiert zu haben und dabei kontrolliert worden zu 
sein; nachdem der Fahrer Geld bezahlt habe, hätten sie jedoch weiter 
fahren dürfen,

dass er zu dem Schiff bzw. Boot, mit welchem er Marokko verlassen 
haben wolle, keine detaillierten Angaben machen könne; er weder den 
Namen des Bootes kenne, noch etwas zur Ladung oder Art des Boo-
tes sagen könne und seine Aussagen über den weiteren Reiseverlauf 
ebenso detailarm seien,

dass das Aussageverhalten des Beschwerdeführers darauf schliessen 
lasse, dass er nicht nur beabsichtige, die wahren Umstände zu seinem 

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Reiseweg zu verheimlichen sondern auch nicht offenlegen wolle,  mit 
welchen Reisepapieren er in Wirklichkeit in die Schweiz gereist sei,

dass aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe von Ausweisen daher 
nicht nur die Identität des Beschwerdeführers nicht feststehe sondern 
sich auch erste Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Asylvorbringen er-
öffneten,

dass das BFM hinsichtlich der Asylvorbringen des Beschwerdeführers 
ausführte, seine Angaben zu (...) seien tatsachenfremd,

dass er erklärt habe, es gäbe keinen Flughafen in (...), der nächstgele-
gene befände sich in (...),

dass er weder den Fluss kenne, an dessen Ufern die Stadt liege, noch 
wisse, was das Akronym des Stadtnamens bedeute,

dass er eine falsche Vorwahl für (...) genannt und auch nicht gewusst 
habe,  wie  (...)  unterteilt  sei  bzw. wieviele  Local  Government  Areas 
(LGA) sich dort befänden,

dass das BFM noch weitere unzutreffende und ausweichende Aussa-
gen des Beschwerdeführers zu (...) aufführte,

dass das BFM festhielt, dem Beschwerdeführer fehlten somit die rudi-
mentärsten Grundkenntnisse über (...),  sich seine Asylgründe jedoch 
ausschliesslich auf (...) bezögen,

dass aufgrund seiner Aussagen zu dieser Stadt zwingend davon aus-
zugehen sei, er habe dort nie gelebt oder sei dort sozialisiert worden,

dass seine Ausreisegründe somit jeglicher Grundlage entbehrten und 
nicht geglaubt werden könnten,

dass  aus  dem vorliegenden  Sachverhalt  somit  keine Hinweise  einer 
asylbeachtlichen Verfolgung entnommen werden könnten,

dass der Beschwerdeführer somit  die Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. Juli 2009 (Poststem-
pel) gegen die Verfügung des BFM vom 16. Juli 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde erhob und dabei sinngemäss beantragte, 
die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  das  Verfahren  sei 
zwecks materieller Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass er weiter beantragte, er sei infolge Unzumutbarkeit sowie Unzu-
lässigkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufzunehmen,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  22.  Juli  2009  per  Telefax  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 

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Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 
Transitzentrum (...) am 1. Juli 2009 protokollierten Aussagen sowie auf 
das  Protokoll  der  direkten  Bundesanhörung  vom  9.  Juli  2009  zu 
verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines  beweistauglichen Identitätsdokuments  (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuches  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass hierzu auf die ausführlichen und zutreffenden Erwägungen in der 
angefochtenen Verfügung der Vorinstanz verwiesen werden kann,

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde den Ausführungen des 
BFM nichts Konkretes entgegenhält, sondern lediglich eine verkürzte 
Form seiner Reisebeschreibung darlegt,

dass  er  in  der  Beschwerde zudem noch einmal  wiederholt,  er  habe 
weder  eine  Geburtsurkunde  noch  einen  Identitätsausweis  besessen 
und sein Geschäftsausweis sei verloren gegangen,

dass er erklärt, er habe keinen Identitätsausweis beantragen können, 
weil er kein Geld gehabt habe,

dass er zudem angibt, falls es hier so wichtig sei, könne er versuchen, 
bei der nigerianischen Botschaft einen Ausweis oder Identitätspapiere 
zu erhalten, dafür brauche er allerdings Zeit, vielleicht etwa eineinhalb 
Jahre,

dass er diesbezüglich jedoch noch nichts unternommen hat, 

dass er sich offensichtlich in keiner Weise ernsthaft um den Erhalt von 
Identitätspapieren bemühte, und auch weiterhin nicht gewillt ist, solche 
zu beschaffen,

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dass es dem Beschwerdeführer  aufgrund der  simplen Wiederholung 
seiner  Vorbringen  in  der  Beschwerde  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichtabgabe von Identitätspapieren geltend zu machen,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 9. Juli 2009 präsentierte, unter Verzicht 
auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im Rah-
men einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden 
konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht (Art. 32 
Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass  der  Beschwerdeführer  den  diesbezüglichen  Erwägungen  des 
BFM nichts Konkretes und Substanziiertes entgegenhält, weshalb an-
stelle von Wiederholungen auf die ausführlichen und zutreffenden Aus-
führungen der Vorinstanz zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde lediglich den zur Be-
gründung des Asylgesuches geltend gemachten Sachverhalt rudimen-
tär wiederholt,

dass er darin insbesondere ausführt, er könne nicht in sein Heimatland 
zurückkehren, weil es dort keinen Ort gebe, wo er sich vor der musli-
mischen Familie seiner Freundin verstecken könne,

dass er zudem geltend macht, er habe nicht vor, sein ganzes Leben in 
der Schweiz zu verbringen; sobald die Unruhen in Nigeria vorbei sei-
en, werde er nach Hause zurückkehren,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  beispiels-
weise mit keinem Wort darauf einging, weshalb ihm seitens der Vorin-
stanz seine geltend gemachte Sozialisierung und der lebenslange Auf-
enthalt in (...) nicht geglaubt wurde,

dass der Beschwerde keinerlei Argumente zu entnehmen sind, die al-
lenfalls geeignet wären, zu einer anderen Beurteilung als die der Vor-
instanz zu gelangen,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass es sich beim Beschwerdeführer – soweit aus den Akten ersicht-
lich  – um einen jungen und gesunden Mann handelt,  der  über  eine 
gute  Schulbildung  sowie  mindestens  vier  Jahre  Berufserfahrung  als 
Mechaniker  verfügt,  weshalb  davon auszugehen ist,  es  gelinge ihm, 
sich in seiner Heimat eine Existenz aufzubauen,

dass deshalb keine Gefahr  besteht,  er  gerate nach seiner Rückkehr 
nach Nigeria in eine existenzbedrohende Lage,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  Transitzentrums 
_______ (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Transitzentrum _______ (per Telefax zu den Akten Ref.-
Nr.  N  _______,  mit  der  Bitte  um  Eröffnung  des  Urteils  an  den 
Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden Empfangs-
bestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- das _______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Corinne Krüger

Versand: 

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