# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6cf2fefd-ff1a-53cb-a694-4c0891d2937d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-10
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 10.05.2017 BK 2017 170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2017-170_2017-05-10.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss 
BK 17 170

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 10. Mai 2017

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter Trenkel, 
Oberrichter Stucki
Gerichtsschreiberin Lauber

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Amthaus, Hod-
lerstrasse 7, 3011 Bern
v.d. Staatsanwältin C.________ 

Beschwerdegegnerin

Gegenstand Verlängerung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, 
Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch etc.

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 10. April 2017 (KZM 17 444)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Beschwerdegeg-
nerin) führt ein Strafverfahren gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 
wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung 
sowie mehrfachem Hausfriedensbruch etc. Mit Entscheid vom 7. Oktober 2016 
ordnete das Kantonale Zwangsmassnahmengericht (nachfolgend: Zwangsmass-
nahmengericht) die Untersuchungshaft für eine Dauer von drei Monaten an, d.h. 
bis zum 4. Januar 2017. Mit Entscheid vom 11. Januar 2017 verlängerte das 
Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft um weitere drei Monate, d.h. 
bis zum 4. April 2017. Am 30. März 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin er-
neut eine Haftverlängerung um drei Monate. Diesem Antrag entsprechend verlän-
gerte das Zwangsmassnahmengericht am 10. April 2017 die Untersuchungshaft bis 
zum 4. Juli 2017. Dagegen erhob der Beschwerdeführer, amtlich verteidigt durch 
Rechtsanwalt B.________, am 21. April 2017 Beschwerde. Er beantragte die Auf-
hebung des Entscheids vom 10. April 2017 sowie die umgehende Haftentlassung. 
Die Generalstaatsanwaltschaft betraute am 25. April 2017 Staatsanwältin 
C.________ mit der Wahrnehmung der staatsanwaltschaftlichen Aufgaben im Be-
schwerdeverfahren. Diese beantragte am 1. Mai 2017 die kostenfällige Abweisung 
der Beschwerde. Das Zwangsmassnahmengericht verzichtete am 25. April 2017 
auf eine Stellungnahme. In seiner Replik vom 8. Mai 2017 hielt der Beschwerdefüh-
rer an den gestellten Anträgen fest.

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312) können Entscheide über die Anordnung, Verlängerung 
und Aufhebung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwer-
de angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer in Strafsachen 
(Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsregle-
ments des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch 
die Verlängerung der Untersuchungshaft unmittelbar in seinen rechtlich geschütz-
ten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und 
Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3. Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinne eines allgemeinen Haftgrundes ein dringender Tatverdacht der Begehung 
eines Verbrechens oder Vergehens besteht. 

Der Beschwerdeführer wird in der Hauptsache dringend verdächtigt, dass er im 
Zeitraum vom 1. Mai - 5. Oktober 2016 gemeinsam mit D.________ und 
E.________ 10 Einbruchdiebstähle in verschiedene Verkaufsgeschäfte in den Kan-
tonen Bern und Solothurn begangen hat. Dabei wurden grosse Mengen an Zigaret-
tenstangen im Deliktsbetrag von insgesamt über CHF 106‘000.00 sowie ein Sach-
schaden von mehr als CHF 35’000.00 verursacht. Die Beschwerdegegnerin geht 
aufgrund der Gesamtumstände von gewerbs- und bandenmässigem Diebstahl 
(Art. 139 des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]), mehrfacher 
Sachbeschädigung (Art. 144 StGB) sowie mehrfachem Hausfriedensbruch 
(Art. 186 StGB) aus. Der dringende Tatverdacht gründet insbesondere auf den ein-

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schlägigen DNA-Spuren und dem ausgewerteten Videoüberwachungsmaterial, den 
polizeilichen Erkenntnissen aus der Observation und den Umständen der Fest-
nahme sowie den Aussagen der Mitbeschuldigten und des Beschwerdeführers 
selbst. Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht nicht (vgl. Be-
schwerde S. 2). Er ist gemäss Aktenlage weitgehend geständig. Angesichts dessen 
erübrigen sich weitergehende Ausführungen hierzu. Es kann für Details auf den 
Haftantrag vom 6. Oktober 2016, S. 2 f. (Haftakten KZM 16 1383; inkl. Entscheid 
des Zwangsmassnahmengerichts vom 7. Oktober 2016, S. 2 f.), den Antrag auf 
Verlängerung der Untersuchungshaft vom 29. Dezember 2016, S. 2 (Haftakten 
KZM 16 1794; inkl. Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 11. Januar 
2017, S. 3 f.), den Antrag auf weitere Verlängerung der Untersuchungshaft vom 
30. März 2017, S. 2 sowie den vorliegend angefochtenen Entscheid des Zwangs-
massnahmengerichts vom 10. April 2017, S. 3 f. (Haftakten KZM 17 444) verwie-
sen werden. 

4.

4.1 Neben dem allgemeinen Haftgrund des dringenden Tatverdachts setzt die Unter-
suchungshaft einen besonderen Haftgrund (Flucht-, Kollusions- oder Wiederho-
lungsgefahr) voraus (Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO). Das Zwangsmassnahmenge-
richt stützt sich in seinem Entscheid auf den Haftgrund der Wiederholungsgefahr. 

4.2 Gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO ist der Haftgrund der Wiederholungsgefahr 
gegeben, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass die beschuldigte Person durch 
Verbrechen oder schwere Vergehen die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, 
nachdem sie bereits früher gleichartige Straftaten verübt hat. Gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung genügen drohende Verbrechen und schwere Vergehen 
(entgegen dem deutschen und italienischen Wortlaut) für die Annahme von Wie-
derholungsgefahr (BGE 137 IV 84 E. 3.2). Eine Inhaftierung wegen Wiederho-
lungsgefahr kommt nicht nur bei ernsthaft zu befürchtenden Delikten gegen Leib 
und Leben in Betracht, sondern namentlich auch bei schweren Vermögensdelikten 
z.B. gewerbsmässigem Betrug oder Serien von Einbruch- bzw. Einschleich-
diebstählen (Urteil des Bundesgerichts 1B_249/2014 vom 6. August 2014 E. 3.4 
mit Hinweisen; 1B_379/2011 vom 2. August 2011 E. 2.9). Die in Art. 221 Abs. 1 
Bst. c StPO genannten Delikte müssen ernsthaft drohen, indem sie die Sicherheit 
anderer erheblich gefährden. Notwendig, aber auch ausreichend ist grundsätzlich 
eine ungünstige Rückfallprognose (Urteil des Bundesgerichts 1B_373/2016 vom 
23. November 2016 E. 2.10, zur Publikation vorgesehen). 

4.3 Das Gesetz verlangt als weitere Voraussetzung der Präventivhaft wegen Wieder-
holungsgefahr, dass die beschuldigte Person bereits gleichartige Vortaten verübt 
hat. Auch bei den Vortaten muss es sich um Verbrechen oder schwere Vergehen 
gegen gleiche oder gleichartige Rechtsgüter gehandelt haben. Die früher begange-
nen Straftaten können sich aus rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahren er-
geben. Sie können jedoch auch Gegenstand eines noch hängigen Strafverfahrens 
bilden, in dem sich die Frage der Untersuchungshaft stellt, sofern mit an Sicherheit 
grenzender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die beschuldigte Person solche 
Straftaten begangen hat. Der Nachweis, dass die beschuldigte Person eine Straftat 

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verübt hat, gilt bei einem glaubhaften Geständnis oder einer erdrückenden Beweis-
lage als erbracht (Urteil des Bundesgerichts 1B_373/2016 vom 23. November 2016 
E. 2.3, zur Publikation vorgesehen; BGE 137 IV 84 E. 3.2 mit Hinweisen). 

4.4 Das Zwangsmassnahmengericht verweist betreffend den Haftgrund der Wiederho-
lungsgefahr auf den Haftverlängerungsentscheid vom 11. Januar 2017. In diesem 
sei erwogen worden, dass aufgrund der einschlägigen Vorstrafen (schwere Körper-
verletzung; Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz; gewerbs- und banden-
mässiger Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung und mehrfacher Hausfriedens-
bruch; versuchte eventualvorsätzliche Tötung, Raufhandel und Vergehen gegen 
das Waffengesetz) sowie der inkriminierten Vorfälle Gleichartigkeit der sicherheits-
relevanten Straftaten erstellt sei. Dass unterschiedliche Rechtsgüter verletzt wor-
den seien, ändere daran nichts. Die ungünstige Prognose ergebe sich weiter aus 
dem Umstand, dass sich der Beschwerdeführer unbesehen seiner zahlreichen 
Vorstrafen und eines hängigen Berufungsverfahrens nicht habe davon abhalten 
lassen, erneut straffällig zu werden. Die Einwände des Beschwerdeführers im Zu-
sammenhang mit dem hängigen Berufungsverfahren gingen fehl, da diese Gegen-
stand ebendieses Verfahrens seien. Zudem schade die fehlende Rechtskraft der 
Verurteilung der Annahme der Wiederholungsgefahr nicht. Es sei im Übrigen auch 
aufgrund der Verharmlosung und der wenig überzeugenden Erklärungsversuchen 
des Beschwerdeführers auf dessen ungenügende Unrechtseinsicht und damit auf 
eine ungünstige Prognose zu schliessen. Die jetzigen Vorbringen des Beschwerde-
führers betreffend den Vorfall vom 5. Dezember 2014, mittels derer er die Begrün-
detheit der Vorstrafe vom 14. Januar 2016 in Zweifel zu ziehen versuche, würden 
vor dem Hintergrund seines Aussageverhaltens und der seinerseits vorgenomme-
nen Kollusionshandlungen unglaubwürdig anmuten. 

4.5 Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, für die Annahme der Wiederholungsge-
fahr sei erforderlich, dass eine Wiederholung von Straftaten gegen gleiche oder 
gleichartige Rechtsgüter ernsthaft zu befürchten sei. Der Beschwerdeführer habe 
bei Vermögensdelikten mitgewirkt. Es müsse somit eine hohe Wahrscheinlichkeit 
für die Ausübung erneuter Vermögensdelikte in naher Zukunft nachgewiesen wer-
den. Bei Vermögensdelikten sei eine sehr ungünstige Rückfallprognose erforder-
lich. Eine solche sei nicht gegeben. Es liege einzig eine Verurteilung wegen Ver-
mögensdelikten aus dem Jahr 2011 vor, wobei die strafbaren Handlungen (mehr-
fach begangener Einbruchdiebstahl) bereits im Jahr 2007 und 2008 stattgefunden 
hätten. Im Zeitpunkt der Verurteilung sei der Beschwerdeführer seit einer erhebli-
chen Zeit nicht mehr deliktisch tätig gewesen. Dies habe sich positiv auf das Straf-
mass ausgewirkt. Die Probezeit der bedingt ausgesprochenen Strafe sei zum heu-
tigen Zeitpunkt zudem abgelaufen, ohne dass die Strafe widerrufen worden wäre. 
Der Beschwerdeführer habe sich seit über acht Jahren kein weiteres Vermögens-
delikt zu Schulden kommen lassen. Er sei in dieser Zeit einer geregelten Arbeit als 
Gerüstmonteur nachgegangen und habe eine Zusicherung, dass er nach seiner 
Entlassung wieder als Gerüstmonteur arbeiten könne. In den letzten fünf Jahren 
habe er sich lediglich einmal strafbar gemacht, weil er die Versicherung für sein Au-
to nicht rechtzeitig bezahlt habe und in der Folge ohne gültige Kontrollschilder Auto 
gefahren sei. Bei dieser Ausgangslage könne nicht von einer ernsthaft zu befürch-
tenden Wiederholungsgefahr für ein schweres Delikt gegen das Eigentum gespro-

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chen werden. Die übrigen vom Zwangsmassnahmengericht erwähnten Delikte 
könnten für die Beurteilung der Wiederholungsgefahr nicht herangezogen werden. 
Diese beträfen andere Rechtsgüter und lägen grösstenteils mehrere Jahre zurück. 
Das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 14. Januar 2016 sei zudem 
noch nicht rechtskräftig. Es werde im oberinstanzlichen Verfahren zu prüfen sein, 
ob er sich einer versuchten eventualvorsätzlichen Tötung strafbar gemacht habe. 
Indem das Zwangsmassnahmengericht sich darüber hinwegsetze, dass der Ent-
scheid des Regionalgerichts noch nicht rechtskräftig sei und auch ein Freispruch im 
Bereich des Möglichen liege, verstosse es in grober Weise gegen die Unschulds-
vermutung. 

4.6 Die Beschwerdegegnerin führt zur Wiederholungsgefahr an, dem Beschwerdefüh-
rer werde die Beteiligung an 10 Einbrüchen vorgeworfen. Auf die mehreren Vor-
strafen des Beschwerdeführers, insbesondere auch auf jene wegen gewerbs- und 
bandenmässigen Diebstahls vom 18. Februar 2011, sei zu Recht hingewiesen 
worden. Der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer ausgerechnet während 
dem hängigen Berufungsverfahren betreffend das Urteil des Regionalgerichts 
Bern-Mittelland vom 14. Januar 2016 wegen versuchter eventualvorsätzlicher 
Tötung, Raufhandels, Vergehens gegen das Waffengesetz etc. an den vorliegend 
zu beurteilenden Einbrüchen beteiligt habe, dokumentiere völlige Uneinsichtigkeit 
und lasse erwarten, dass sich der Beschwerdeführer auch inskünftig zu solchen 
Handlungen hinreissen lassen dürfte, um seine finanzielle Situation aufzubessern 
oder sich in seiner Freizeit zu beschäftigen, auch wenn er – wie im Zeitpunkt der 
Einbruchdiebstähle – wieder als Gerüstmonteur arbeiten könnte. Die sehr grosse 
Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung im konkreten Einzelfall genüge als Nachweis 
von schwerer Vordelinquenz. Auch bei Einbrüchen in Geschäftsliegenschaften be-
stehe die Gefahr, dass Dritte plötzlich vor Ort erscheinen könnten und dadurch de-
ren Sicherheit erheblich gefährdet wäre. Das betroffene Rechtsgut bei Diebstählen 
durch Einbruch sei deshalb unter dem Gesichtspunkt der Wiederholungsgefahr 
nicht nur das Vermögen, sondern auch die körperliche Integrität. Es sei von schwe-
ren Taten im Sinne von Art. 221 StPO auszugehen. Im Übrigen sei nicht nur mit 
Blick auf die mit Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 18. Februar 2011 
beurteilten Vermögensdelikten, sondern auch mit Blick auf die vom Regionalgericht 
Bern-Mittelland am 14. Januar 2016 beurteilten Delikte gegen die körperliche Inte-
grität von bereits verübten gleichartigen Strafen auszugehen. 

4.7 In seiner Replik ergänzt der Beschwerdeführer, Art. 221 StPO sei abschliessend 
formuliert und stelle keinen Auffangtatbestand dar, um angeblich uneinsichtige 
Täter auch nach Wegfall der Kollusionsgefahr in Untersuchungshaft belassen zu 
können. Es liege in der Natur der Berufung, dass die obere Instanz zu einem ande-
ren Ergebnis kommen könne, weshalb es eine Verletzung des Rechtsstaates dar-
stelle, wenn auf das nicht rechtskräftige Urteil des Regionalgerichts Bern-Mitteland 
vom 14. Januar 2016 abgestellt werde. Die Beschwerdegegnerin mache keine 
konkreten Ausführungen dazu, inwiefern eine erhebliche Gefahr für gleiche oder 
ähnliche Rechtsgüter bestehe. Das nicht rechtskräftige Urteil des Regionalgerichts 
Bern-Mittelland vom 14. Januar 2016 stelle keine Vortat gegen Leib und Leben dar. 
Andere Anhaltspunkte für eine Gewalttat bestünden nicht. Die Ausführungen der 
Beschwerdegegnerin, wonach es auch bei Einbruchdiebstählen rasch zu physi-

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schen und/oder psychischen Schädigungen kommen könne, seien reine Hypothe-
sen. Der Beschwerdeführer habe bei den Einbruchdiebstählen nie einen Tatort be-
treten und er habe sein eigenes Fahrzeug nie verlassen. Die Einbrüche hätten 
stets ausserhalb der Öffnungszeiten in unbewohnten Ladenlokalen stattgefunden. 
Es sei dabei nie zu einem Zusammentreffen mit anderen Menschen gekommen. 
Zudem würden alle drei Beschuldigten einhellig aussagen, dass sie geflüchtet 
wären, wenn sie ertappt worden wären. Der Beschwerdeführer sei im Rahmen ei-
nes Einbruchdiebstahls im Jahr 2008 tatsächlich einmal auf frischer Tat ertappt 
worden. Obwohl er damals einen Schraubenzieher in der Hand gehabt habe, den 
er potentiell als Waffe hätte benutzen können, habe er sich lediglich losgerissen 
und sei geflüchtet. Es gebe somit keine objektiven Anhaltspunkte, welche auf eine 
sehr schlechte Rückfallprognose schliessen lassen würden.

4.8 Wie aus den Akten ersichtlich ist, werden dem Beschwerdeführer in der Zeit vom 
1. Mai - 5. Oktober 2016 insgesamt 10 Einbruchdiebstähle mit einem Deliktsbetrag 
von über CHF 106‘000.00 sowie einem Sachschaden von insgesamt mehr als 
CHF 35‘000.00 vorgeworfen. Der Beschwerdeführer ist geständig, sich an den Ein-
bruchdiebstählen beteiligt zu haben. Der im vorliegenden Verfahren gemachte 
Vorwurf des banden- und gewerbsmässigen Einbruchsdiebstahls wiegt angesichts 
der Höhe der Deliktsumme, der Häufigkeit der Einzelakte (10 Einbruchdiebstähle 
innert fünf Monaten) sowie das Umstandes, dass der Beschwerdeführer gemein-
sam mit weiteren Tätern gehandelt hat, schwer. Auch Einbruchdiebstähle in Ge-
schäftsliegenschaften sind als erheblich sicherheitsgefährdend im Sinne des Ge-
setzes einzustufen (Urteil des Bundesgerichts 1B_379/2011 vom 2. August 2011 
E. 2.9). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben selber 
nicht eingebrochen sein will, sondern seine Begleiter «lediglich» zu den Tatorten 
geführt, im Auto gewartet, patrouilliert, Ausschau gehalten und seine Kollegen nach 
den Einbrüchen wieder zur Autobahn oder zu seinem Domizil geführt hat, schliesst 
eine erhebliche Gefährdung der Sicherheit Dritter nicht aus. Der Beschwerdeführer 
hat sich das Verhalten seiner Mittäter und das damit geschaffene Risiko anrechnen 
zu lassen. Die Gefährdungssituation kann sich im Übrigen nicht nur bei den eigent-
lichen Einbrüchen ergeben, sondern auch noch während der Flucht, insbesondere, 
wenn diese – wie vorliegend – mit Personenwagen erfolgte. Der Umstand, dass es 
bei den fraglichen Einbruchdiebstählen scheinbar zu keinem Zusammentreffen mit 
Drittpersonen gekommen ist, vermag die diesbezügliche potentielle Gefahr nicht zu 
bannen. Dasselbe gilt betreffend den Einwand des Beschwerdeführers, er habe 
sich bei einem Einbruchdiebstahl im Jahr 2008 «lediglich» losgerissen und sei ge-
flüchtet, als er auf frischer Tat ertappt worden sei. Allein aufgrund dieser angebli-
chen Reaktion des Beschwerdeführers im Einzelfall kann nicht geschlossen wer-
den, dass er und seine Mittäter in einer ähnlichen Situation vergleichbar handeln 
würden. Bei der Bandenmässigkeit liegt die besondere Gefährlichkeit darin, dass 
der Zusammenschluss die Täter stark macht und die fortgesetzte Verübung solcher 
Delikt voraussehen lässt (vgl. NIGGLI/RIEDO, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 
3. Aufl. 2013, N. 118 zu Art. 139 StGB). Die im vorliegenden Fall inkriminierten und 
eingestandenen Einbruchdiebstähle stellen demnach schwere Taten im Sinne von 
Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO dar. Durch die Einbruchdiebstähle wurde die Sicherheit 
anderer erheblich gefährdet. 

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Der Beschwerdeführer weist zudem einschlägige Vorstrafen auf. Gemäss dem 
Strafregisterauszug vom 6. Oktober 2016 wurde er bereits am 18. Februar 2011 
wegen gewerbs- und bandenmässigem Diebstahl, mehrfacher Sachbeschädigung 
und mehrfachem Hausfriedensbruch zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Mo-
naten verurteilt (Tatzeitpunkt: 27. Dezember 2007 - 28. Dezember 2008). Weiter 
wurde er vom Regionalgericht Bern-Mittelland am 14. Januar 2016 wegen versuch-
ter eventualvorsätzlicher Tötung, Raufhandels, Widerhandlung gegen das Waffen-
gesetz etc. schuldig gesprochen (Deliktszeitpunkt: 5. Dezember 2014). Es trifft 
zwar zu, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland noch nicht rechts-
kräftig ist. Hingegen kann die sehr grosse Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung im 
konkreten Einzelfall als Nachweis von schwerer Vordelinquenz genügen. Dadurch, 
dass der Beschwerdeführer mit Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 
14. Januar 2016 wegen versuchter eventualvorsätzlicher Tötung etc. verurteilt wor-
den ist, besteht die im Rahmen der Beurteilung der Wiederholungsgefahr geforder-
te sehr grosse Wahrscheinlichkeit der Verurteilung. Immerhin lagen für die Fünfer-
besetzung des Regionalgerichts Bern-Mittelland genügend Beweise für eine Verur-
teilung vor, auch wenn es sich allenfalls – wie es vom Beschwerdeführer geltend 
gemacht wird – um einen reinen Indizienprozess handelte. Mit der erstinstanzlichen 
Verurteilung hat sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer die ihm 
vorgeworfenen Straftaten begangen hat, deutlich konkretisiert. Eine weitere Aus-
einandersetzung mit der Beweisgrundlage im dortigen Verfahren ist nicht Sache 
des Haft-, sondern des Berufungsverfahrens. Eine Verletzung der Unschuldsver-
mutung oder des Rechtsstaates liegt damit entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers nicht vor. Das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 14. 
Januar 2016 kann folglich ebenfalls berücksichtigt werden. 

Die Verurteilung des Beschwerdeführers durch das Jugendgericht Bern-Mittelland 
vom 18. Januar 2007 wegen schwerer Körperverletzung kann demgegenüber – 
anders als vom Zwangsmassnahmegericht gemacht – nicht mehr als einschlägige 
Vorstrafe berücksichtigt werden. Dieses Urteil dürfte zwischenzeitlich von Amtes 
wegen aus dem Strafregister entfernt worden sein (vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. n des 
Bundesgesetzes über das Jugendstrafrecht [JStG; SR 311.1] i.V.m. Art. 369 Abs. 1 
Bst. d StGB). Auch die weiteren Verurteilungen gemäss dem Strafregisterauszug 
(Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz [SVG; SR 741.01] sowie 
das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe [BetmG; 
SR 812.121]) stellen keine einschlägigen Vorstrafen dar.

Die Vorstrafen, die Taten gemäss dem Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
vom 14. Januar 2016 sowie die im laufenden Verfahren eingestandenen Taten stel-
len Verbrechen bzw. schwere Vergehen dar. Das Vortatenerfordernis ist folglich er-
füllt.

Was die Rückfallgefahr anbelangt, ist festzuhalten, dass auch bei schweren Ver-
mögensdelikten grundsätzlich eine ungünstige Rückfallprognose für die Annahme 
von Wiederholungsgefahr ausreicht. Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt 
werden, wenn er geltend macht, die Praxisänderung des Bundesgerichts gemäss 
Urteil 1B_373/2016 vom 23. November 2016 beziehe sich ausschliesslich auf 
schwere Gewalt- und Sexualdelikte. Das Bundesgericht hat im Urteil 1B_373/2016 

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vielmehr in allgemeiner Weise festgehalten, dass vom zwingenden Erfordernis der 
sehr ungünstigen Rückfallprognose Abstand zu nehmen sei und notwendig, aber 
auch ausreichend grundsätzlich eine ungünstige Rückfallprognose sei (vgl. E. 2.10 
des Urteils; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 1B_475/2016 vom 5. Januar 2017 
E. 4.1). 

Bei der Beurteilung der Rückfallgefahr stellen sich ähnliche Fragen wie im Zusam-
menhang mit der Gewährung oder Verweigerung des bedingten Strafvollzugs. 
Massgebliche Kriterien sind die Häufigkeit und Intensität der untersuchten Delikte, 
die einschlägigen Vorstrafen und diesbezüglichen Aggravationstendenzen, ferner 
die finanzielle Situation, die familiäre Verankerung, die Möglichkeit einer Berufs-
tätigkeit und nicht zuletzt der physische und psychische Gesundheitszustand (Urteil 
des Bundesgerichts 1B_373/2016 vom 23. November 2016 E. 2.8, zur Publikation 
vorgesehen; BGE 137 IV 84 E. 3.2). Besonders prognosebelastend wirkt sich aus, 
wenn eine beschuldigte Person trotz laufender Untersuchung weiter delinquiert 
(vgl. HUG/SCHEIDEGGER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 
2. Aufl. 2014, N. 39 zu Art. 221 StPO mit Hinweisen). 

Die Beschwerdekammer in Strafsachen schliesst sich hinsichtlich der Prognosebe-
urteilung den zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin und des 
Zwangsmassnahmengerichts an. Der Beschwerdeführer hat mit seiner Einbruch-
diebstahlserie eine erhebliche kriminelle Energie an den Tag gelegt. Sowohl die 
Menge der gestohlenen Zigarettenstangen (Deliktsbetrag über CHF 106'000.00) 
als auch der dabei verursachte Sachschaden (über CHF 35‘000.00) sind enorm. 
Die Häufigkeit und Intensität der verübten Einbruchdiebstähle (10 Einbrüche innert 
fünf Monaten) sprechen klar für eine ungünstige Rückfallprognose. Weiter kommt 
hinzu, dass der Beschwerdeführer bereits wegen gewerbs- und bandenmässigem 
Diebstahl vorbestraft ist. Auch dannzumal beging der Beschwerdeführer eine Viel-
zahl von Einbruchdiebstählen (vgl. delegierte Einvernahme des Beschwerdeführers 
vom 5. Oktober 2016 Z. 112 f., wonach er über 20 Einbrüche begangen habe). Die 
Vortaten liegt zwar einige Jahre zurück (Deliktszeitpunkt: Ende 2007 – Ende 2008; 
Verurteilung vom 18. Februar 2011), sie sind aber im Strafregister noch ersichtlich 
und dürfen daher zur Begründung der Wiederholungsgefahr herangezogen wer-
den. Wie der Beschwerdeführer richtig ausgeführt hat, wurde die dannzumal be-
dingt ausgesprochene Freiheitsstrafe von 24 Monaten nicht widerrufen. Allerdings 
ergibt sich aus dem Strafregisterauszug, dass der Beschwerdeführer verwarnt wur-
de, da er innert der dreijährigen Probezeit verschiedene Widerhandlungen gegen 
das SVG begangen hatte. Die bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe hat den Be-
schwerdeführer demnach offenbar nicht zu künftigem straffreiem Wohlverhalten 
veranlasst. Negativ ins Gewicht fällt zudem, dass der Beschwerdeführer erst kürz-
lich vom Regionalgericht Bern-Mittelland vom 14. Januar 2016 wegen versuchter 
eventualvorsätzlicher Tötung, Raufhandel, Widerhandlung gegen das Waffenge-
setz etc. zu einer Freiheitsstrafe von 66 Monaten verurteilt worden ist. 

Der Beschwerdeführer hat sich weder durch seine Vorstrafen, die mehrfache Erfah-
rung von Untersuchungshaft noch durch das hängige Verfahren vor dem Oberge-
richt des Kantons Bern von der Begehung weiterer Delikten abhalten lassen. Er hat 
sich noch nach dem Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 14. Januar 

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2016 an den vorliegend zu beurteilenden Einbruchdiebstählen beteiligt, ungeachtet 
dessen, dass er eine Arbeitsstelle als Gerüstmonteur und ein geregeltes Einkom-
men hatte. Der Beschwerdeführer konnte die genauen Gründe, weshalb er erneut 
einschlägig straffällig wurde, nicht dartun. Er machte vielmehr sehr oberflächliche 
Ausführungen zu den eingestandenen Einbruchdiebstählen. Eine Einsicht des Be-
schwerdeführers ist nicht erkennbar. In Anbetracht dessen und der Tatsache, dass 
der Beschwerdeführer während dem hängigen Berufungsverfahren delinquierte, ist 
davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer durch die bisherigen Verurtei-
lungen nicht belehren liess. Die Gefahr, dass der Beschwerdeführer weitere ban-
den- und gewerbsmässige Einbruchdiebstähle oder Delikte gegen Leib und Leben 
begehen könnte, ist daher als hoch einzuschätzen. Die Uneinsichtigkeit des Be-
schwerdeführers wurde vom Zwangsmassnahmengericht und der Beschwerde-
gegnerin zu Recht bei der Beurteilung der Rückfallgefahr berücksichtigt. Bei den 
drohenden Straftaten handelt es sich um Verbrechen resp. schwere Vergehen. Die 
Voraussetzung der ungünstigen Rückfallprognose sowie der Schwere der zu be-
fürchtenden Delikte sind – auch unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung, wonach der Haftgrund der Wiederholungsgefahr restriktiv zu 
handhaben ist (BGE 137 IV 84 E. 3.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
1B_373/2016 vom 23. November 2016 E. 2.9, zur Publikation vorgesehen) – erfüllt. 

Wenn der Beschwerdeführer eine fehlende Gleichartigkeit rügt, verkennt er, dass 
Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO nicht Gleichartigkeit zwischen den früher verübten De-
likten und der aktuell zu untersuchenden Straftat verlangt, sondern Gleichartigkeit 
zwischen den bereits früher verübten und den zu befürchtenden Delikten 
(vgl. FORSTER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 
2. Aufl. 2014, N. 15 zu Art. 221 StPO; GOLDSCHMID/MAURER/SOLLBERGER, Kom-
mentierte Textausgabe zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2008, S. 207). 
Vorliegend ist – wie dargetan wurde – aufgrund der Vorstrafen, der Uneinsichtigkeit 
sowie der Delinquenz während laufendem Verfahren, ernsthaft zu befürchten, dass 
der Beschwerdeführer weitere schwerwiegende Einbruchdiebstähle oder Delikte 
gegen Leib und Leben in der bereits verübten Art begehen könnte. Die zu befürch-
tenden Delikte betreffen die gleichartigen Rechtsgüter wie die einschlägigen Vor-
strafen (Vermögen resp. körperliche Integrität). Das Zwangsmassnahmengericht 
und die Beschwerdegegnerin haben somit die Wiederholungsgefahr (Art. 221 
Abs. 1 Bst. c StPO) zu Recht bejaht. 

5.

5.1 Nach Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO sind freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen 
aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen nach Art. 237 StPO zum gleichen Ziel 
führen. Darüber hinaus hat eine in Haft gehaltene Person gemäss Art. 5 Ziff. 3 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; 
SR 0.101) Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist abgeurteilt oder 
während des Verfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Dass eine an sich 
rechtmässige Haft nicht übermässig lange dauern darf, ergibt sich aus dem Verfas-
sungsrecht der persönlichen Freiheit. Eine übermässige Haft liegt dann vor, wenn 
die Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden Strafe übersteigt. Bei der Prü-
fung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer ist der Schwere der untersuchten 

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Straftaten Rechnung zu tragen. Die Haft darf nur so lange erstreckt werden, als ih-
re Dauer nicht in grosse Nähe der konkret zu erwartenden Strafe rückt (BGE 133 I 
168 E. 4.1). 

5.2 Vorliegend sind angesichts der ungünstigen Rückfallprognose sowie der Uneinsich-
tigkeit des Beschwerdeführers keine geeigneten Ersatzmassnahmen ersichtlich, 
mit welchen der Wiederholungsgefahr ausreichend begegnet werden könnte. Ent-
sprechendes wird auch vom Beschwerdeführer selbst nicht geltend gemacht. Der 
Beschwerdeführer vertritt aber die Auffassung, dass die Verlängerung der Untersu-
chungshaft um weitere drei Monate unverhältnismässig sei. Alle an der Tat Beteilig-
ten würden einhellig aussagen, dass er den nicht ortskundigen Mitbeschuldigten 
lediglich den Weg zu den Einbruchsobjekten gezeigt habe. An den Einbruchshand-
lungen selbst habe er nicht teilgenommen. Für seine Dienste habe er jeweils ledig-
lich einige Stangen Zigaretten und teilweise einige Hundert Franken erhalten. Sein 
Beitrag werde deshalb vom Gericht auch unter dem Gesichtspunkt der Gehilfen-
schaft zu würdigen sein. Falls Gehilfenschaft bejaht werde, führe dies zu einer er-
heblichen Reduktion der Strafe. Die Dauer der bisher ausgestandenen Untersu-
chungshaft befindet sich deshalb bereits im Bereich der zu erwartenden Strafe.

5.3 Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Stellungnahme zur Verhältnismässigkeit 
Folgendes aus: 
Der Beschwerdeführer war bei der Planung, Durchführung der Tat massgeblich beteiligt, indem er 
seine ortsunkundigen Begleiter zu geeigneten Tatorten geführt, sich während den Einbrüchen mit sei-
nem PW in der Nähe aufgehalten und gemäss den Aussagen von D.________, welcher ein ausführli-
ches Geständnis abgelegt hat, Ausschau gehalten hat. Nach den Einbrüchen hat der Beschwerdefüh-
rer seine Begleiter wieder zur Autobahn sowie zu seinem Domizil geführt. Dort soll gemäss den Aus-
sagen von D.________ (welche jedenfalls soweit die Taten vom 5.10.2016 resp. vor der Anhaltung 
betreffend, mit den Feststellungen der Polizei anlässlich der Observation übereinstimmen) jeweils die 
Beute zwischengelagert worden sein, wobei der Beschwerdeführer seinen Begleitern sein Auto mit 
CH-Kontrollschild zur Verfügung gestellt habe, damit sie die Beute nach Basel zum Verkauf transpor-
tieren konnten, ohne mit ihrem PW mit mazedonischen Kontrollschildern aufzufallen. Der Beschwer-
deführer hat auch an der Beute partizipiert, ob dies in dem von ihm geltenden gemachten Umfang, 
oder entsprechend den Aussagen von D.________ erfolgt ist, wird das urteilende Gericht zu beurtei-
len haben. Jedenfalls besteht angesichts der vorerwähnten Umstände der dringende Tatverdacht auf 
Mittäterschaft und nicht blosse Gehilfenschaft, wie dies der Beschwerdeführer geltend macht.
Insgesamt geht es bei den zehn Einbrüchen um einen Deliktsbetrag von über CHF 106‘664.25 und 
einen Sachschaden von ca. CHF 35'932.00. Unter diesen Umständen, der professionellen Vorge-
hensweise und der Vorstrafen droht dem Beschwerdeführer eine unbedingte Freiheitsstrafe von er-
heblich mehr als 1 Jahr. Die Verlängerung der Untersuchungshaft bis 4. Juli 2017 ist daher verhält-
nismässig.

5.4 Der Auffassung der Beschwerdegegnerin, wonach auch beim Beschwerdeführer 
der dringende Tatverdacht auf mittäterschaftlich begangenem Einbruchdiebstahl 
besteht, ist zuzustimmen. Die Einwände des Beschwerdeführers in der Replik ver-
mögen daran nichts zu ändern. Die von den Beschuldigten gewählte arbeitsteilige 
Vorgehensweise (zwei Einbrecher; ein Aufpasser) stellt die klassische Rollenvertei-
lung bei bandenmässigem Einbruchdiebstahl dar. Der Tatbeitrag des Aufpassens, 
Auskundschaftens sowie der Zurverfügungstellung eines Zwischenlagers für die 

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Deliktsbeute kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht von 
vornherein als unwesentlich bezeichnet werden. Der Beschwerdeführer hatte ins-
besondere – anders als es in der Replik geltend gemacht wird – auch ohne Walkie-
Talkie oder Ähnlichem die Möglichkeit gehabt, seine Kollegen zu warnen (z.B. mit-
tels Hupen). Weiter kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er 
vorbringt, die Aussagen von D.________, wonach beabsichtigt gewesen sei, dass 
nur der Beschwerdeführer im vorabfahrenden Fahrzeug mit Schweizer Nummer 
durch die Polizei kontrolliert werde und sie im hinteren Fahrzeug mit Mazedoni-
scher Nummer mit der Beute hätten weiterfahren können, wenig realistisch seien. 
Es ist durchaus denkbar, dass ein solcher Plan hätte funktionieren können, zumal 
im Falle eines unmittelbar stattgefundenen Einbruchdiebstahls grundsätzlich jedes 
Fahrzeug in Tatortnähe verdächtig ist. Demnach ist möglich, dass lediglich das ers-
te Fahrzeug kontrolliert worden wäre, weil es schwierig ist, jedes Fahrzeug anzu-
halten. Als weiteres Indiz für die Mittäterschaft ist der Umstand zu werten, dass der 
Beschwerdeführer am Erlös der Beute partizipiert hat. Die Aussagen von 
D.________, wonach die Beute gedrittelt worden sei, erscheint – insbesondere an-
gesichts des inkriminierten Tatbeitrags des Beschwerdeführers – recht plausibel. 
Hierauf kann deshalb im Haftverfahren abgestellt werden. Die abschliessende 
Würdigung dieser Aussagen ist – wie es von der Beschwerdegegnerin richtig aus-
geführt wurde – dem urteilenden Gericht vorbehalten. 

Der Beschwerdeführer hat aufgrund der vorgeworfenen Delikte sowie seiner ein-
schlägigen Vorstrafen mit einer empfindlichen unbedingten Freiheitsstrafe zu rech-
nen. Die bis am 4. Juli 2017 ausgestandene Haft von neun Monaten rückt deshalb 
noch nicht in die grosse zeitliche Nähe der zu erwartenden Strafe. Die Verlänge-
rung der Untersuchungshaft um weitere drei Monate ist derzeit noch verhältnis-
mässig. Im Übrigen bestehen auch keine Hinweise darauf, dass das Verfahren von 
der Beschwerdegegnerin nicht beförderlich behandelt würde. 

6. Nach dem Gesagten ist die Verlängerung der Untersuchungshaft um drei Monate 
bis zum 4. Juli 2017 rechtens. Die dagegen erhobene Beschwerde ist als unbe-
gründet abzuweisen. 

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1‘200.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers des Be-
schwerdeführers für seine Aufwendungen im Beschwerdeverfahrens ist am Ende 
des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festzuset-
zen (Art. 135 Abs. 2 StPO). 

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘200.00, werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahrens wird am Ende des Verfah-
rens festgesetzt. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsident F.________

(mit den Akten)
- Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland

(mit den Akten)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft

Bern, 10. Mai 2017 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Die Gerichtsschreiberin:

Lauber 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.