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**Case Identifier:** ba66bc69-916b-5679-9f78-b6ab4121a9a5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 06.05.2025 SV2 2024 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-39_2025-05-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 6. Mai 2025

Referenz SV2 24 39

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Bäder Federspiel und Pedretti
Maurer, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Bertschinger

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Schadenersatz nach AHVG

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Sachverhalt

A. A._____, wohnhaft in B._____, war seit dem 3. Oktober 2018 als einziges 
Verwaltungsratsmitglied der C._____ AG, E._____, mit Einzelunterschrift tätig. Die 
C._____ AG wurde am 15. November 2022 in F._____ AG umbenannt und der Sitz 
in den Kanton G._____ verlegt. Die C._____ AG resp. die F._____ AG waren bis 
30. November 2022 der AHV-Ausgleichskasse des Kantons Graubünden 
(nachfolgend: AHV-Ausgleichskasse) angeschlossen.

B. Weil die offenen Forderungen der AHV-Ausgleichskasse gegenüber der 
C._____ AG resp. F._____ AG auf dem D._____weg infolge Zahlungsunfähigkeit 
nicht gedeckt werden konnten, erliess die AHV-Ausgleichskasse am 11. August 
2023 eine Schadenersatzverfügung über CHF 101'845.85 für entgangene Sozial-
versicherungsbeiträge der Jahre 2019 bis 2022 samt Verzugszinsen, 
Mahngebühren und Betreibungskosten.

C. Die dagegen erhobene Einsprache vom 14. September 2023 resp. 
19. Oktober 2023 wies die AHV-Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 
9. April 2024 mit der Begründung ab, dass der AHV-Ausgleichskasse aufgrund 
grobfahrlässiger Missachtung von Vorschriften durch die Nichtbezahlung von 
paritätischen Sozialversicherungsbeiträgen ein Schaden von CHF 101'845.85 
entstanden sei, den der Einsprecher als verantwortliches Organ der F._____ AG zu 
ersetzen habe.

D. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 
4. Mai 2024 (Datum Poststempel) beim früheren Verwaltungsgericht und heutigen 
Obergericht des Kantons Graubünden Beschwerde und beantragte, der 
angefochtene Entscheid vom 9. April 2024 sei aufzuheben und es sei festzustellen, 
dass er der Beschwerdegegnerin keinen Schadenersatz schulde. In formeller 
Hinsicht beantragte er die Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Der Beschwerde-
führer machte sinngemäss geltend, es fehle bereits an der Grundvoraussetzung des 
eingetretenen Schadens bei der Ausgleichskasse. Die Ausgleichskasse habe die 
Schadenersatzforderung nicht bewiesen; die Veranlagungsverfügungen genügten 
für den Beweis nicht. Ausserdem werde der geltend gemachte Betrag angezweifelt, 
da im Jahr 2022 keine Gehälter bezahlt worden seien. Da die Gesellschaft existiere, 
sei die Forderung zudem primär an diese zu richten, die Schuld könne folglich nicht 
gegenüber seiner Person geltend gemacht werden. Der Beschwerdeführer bestritt 
weiter ein Verschulden; ihm könne kein vorsätzliches oder grobfahrlässiges 
Verschulden zur Last gelegt werden. Ob der F._____ AG als Arbeitgeberin absicht-
liches oder grobfahrlässiges Missachten von Vorschriften angelastet werden könne, 

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sei nicht geprüft worden. Der finanzielle Bereich sei nicht in seiner Kompetenz 
gelegen. Die Gesellschaft habe sich in einer schwierigen Lage befunden. Die Covid-
19-Pandemie habe ihren Teil zu dieser schwierigen Finanzlage beigetragen, weil 
sie weniger Aufträge gehabt hätten. Es sei alles darangesetzt worden, dass die 
Gesellschaft überlebe. Er selbst habe alles Zumutbare in die Wege geleitet, um die 
Gesellschaft zu retten, was durch das Nichtbezahlen der Beiträge gelungen sei. Es 
sei dem Gesellschaftsorgan trotz entsprechender Bemühungen nicht möglich 
gewesen, für die Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge besorgt zu sein. Heute 
sehe es wieder besser aus, die Gesellschaft werde einen Konkurs verhindern 
können. Weiter machte der Beschwerdeführer geltend, dass es auch am adäquaten 
Kausalzusammenhang fehle. Selbst wenn ihm ein Verschulden angelastet werden 
könnte, so hätte ein pflichtgemässes Verhalten seinerseits den geltend gemachten 
Schaden nicht verhindern können.

E. Mit Vernehmlassung vom 13. Mai 2024 beantragte die AHV-Ausgleichskasse 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Beschwerdeabweisung, wobei sie zur 
Begründung auf die Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
9. April 2024 verwies. Die Beschwerdegegnerin betonte zudem, dass die unter der 
Verantwortung des Beschwerdeführers stehende F._____ AG dem Beschwerde-
führer und seiner Ehefrau in den Jahren 2019 bis 2021 unangemessen hohe Löhne 
von insgesamt CHF 728'000.00 ausbezahlt habe; CHF 320'000.00 davon im Jahr 
2021. Dass die Gesellschaft die der AHV-Ausgleichskasse für die Jahre 2019 bis 
2021 geschuldeten Beiträge nur teilweise habe bezahlen können, könne deshalb 
nicht mit den in der Beschwerde genannten Gründen (wenige Auftragseingänge, 
Covid-19-Pandemie, schlechte finanzielle Situation, Existenzrettung der F._____ 
AG durch das Nichtbezahlen der Beiträge etc.) erklärt, gerechtfertigt oder 
entschuldigt werden.

F. Mit Schreiben vom 14. Mai 2024 zeigte die Vorsitzende den provisorischen 
Abschluss des Schriftenwechsels an und räumte dem Beschwerdeführer Frist bis 
zum 27. Mai 2024 zur Einreichung einer freigestellten Replik ein. Sie verwies zudem 
auf die der Beschwerde bereits von Gesetzes wegen zukommende aufschiebende 
Wirkung.

G. Mit Schreiben vom 31. Mai 2024 (Datum Posteingang 3. Juni 2024) ersuchte 
der Beschwerdeführer um Wiederherstellung der (versäumten) Frist. Begründend 
führte er den Auslandsaufenthalt im Mai 2024 und damit verbunden den Nichterhalt 
des Schreibens vom 14. Mai 2024 bis zum 31. Mai 2024 an.

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H. Mit Eingabe vom 5. Juni 2024 (Datum Poststempel) nahm der Beschwerde-
führer unaufgefordert Stellung zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin. 
Begründend führte er aus, die Frist zur Stellungnahme sei mit der Fristverlängerung 
durch das Gericht bis zum 14. Juni 2024 gewahrt. Die Behauptung, die F._____ AG 
habe ihm und seiner Ehefrau während 36 Monaten ein zu hohes Gehalt ausbezahlt, 
sei haltlos. Ein monatliches Durchschnittseinkommen von brutto CHF 10'111.00 im 
Alter zwischen 55 und 60 Jahren liege bei internationalen Verkaufsmanagern im 
unteren Einkommensbereich und entspreche dem schweizerischen Normdurch-
schnittseinkommen. Im Übrigen wiederholte der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen den bisherigen Standpunkt.

I. Mit Schreiben vom 6. Juni 2024 bestätigte die Vorsitzende den Erhalt der 
Stellungnahme vom 5. Juni 2024 und hielt fest, dass die am 3. Juni 2024 angesetzte 
Frist bis zum 14. Juni 2024 nicht dem Beschwerdeführer, sondern der Beschwerde-
gegnerin eingeräumt worden sei, um zum Fristwiederherstellungsgesuch Stellung 
zu nehmen.

J. Mit prozessleitender Verfügung vom 20. Juni 2024 wies die Vorsitzende das 
Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der Frist zur Einreichung 
einer Replik ab; damit galt der Schriftenwechsel als abgeschlossen.

K. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 24. Juni 2024 
Prozessbeschwerde (Verfahren S 24 54).

L. Mit Schreiben vom 22. August 2024 zeigte Rechtsanwalt Urs Bertschinger 
dem vormaligen Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die Mandatierung 
durch den Beschwerdeführer an.

M. Mit Urteil vom 11. September 2024 trat der Einzelrichter des vormaligen 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden auf die Prozessbeschwerde vom 
24. Juni 2024 (Verfahren S 24 54) nicht ein. Dieses Urteil erwuchs unangefochten 
in Rechtskraft.

N. Mit Verfügung vom 4. November 2024 hielt die Vorsitzende fest, dass der 
Schriftenwechsel abgeschlossen sei, womit sich eine Fristansetzung zur 
Einreichung einer allfälligen Stellungnahme, worum der Rechtsvertreter am 
30. September 2024 ersucht hatte, erübrige.

O. Mit unaufgeforderter Eingabe vom 5. November 2024 ersuchte der 
beschwerdeführerische Rechtsvertreter um Durchführung einer mündlichen 

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Gerichtsverhandlung gemäss Art. 45 VRG und reichte seine Kostennote samt 
Honorarvereinbarung ein.

Erwägungen

1.1. Die zu beurteilende Beschwerde richtet sich gegen den in Anwendung von 
Art. 52 AHVG ergangenen Einspracheentscheid vom 9. April 2024, mit welchem die 
Beschwerdegegnerin die Einsprache des Beschwerdeführers vom 14. September 
2023 abgewiesen hat (vgl. Akten des Beschwerdeführers [act. B.1]; Akten der 
Beschwerdegegnerin betreffend den Beschwerdeführer [SVA-act. I.20]). Gegen 
solche sozialversicherungsrechtlichen Einspracheentscheide kann Beschwerde 
beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden (Art. 56 Abs. 1 ATSG [SR 
830.1] i.V.m. Art. 57 ATSG). Für die Beurteilung dieser Beschwerde ist in 
Abweichung zu Art. 58 Abs. 1 ATSG das kantonale Versicherungsgericht örtlich 
zuständig, in welchem die Arbeitgeberin ihren Wohnsitz hat bzw. bis zum Konkurs 
hatte (Art. 52 Abs. 5 AHVG; KIESER, in: Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Aufl. 2020, Art. 52 Rz. 143). Da die vormalige 
C._____ AG resp. heutige F._____ AG bis zum 15. November 2022 ihren Sitz in 
E._____ hatte und damit im Kanton Graubünden domiziliert war (vgl. Auszüge aus 
dem Handelsregister des Kantons Graubünden Stand 7. Mai 2021 [Akten der 
Beschwerdegegnerin betreffend die F._____ AG; SVA-act. II.82], Stand 23. Juni 
2021 [SVA-act. II.96], Stand 19. resp. 22. November 2022 [SVA-act. II.250 und 
II.251] und Stand 19. Juli 2023 [SVA-act. I.2]), ist für die Beurteilung der 
vorliegenden Streitigkeit demnach das Versicherungsgericht des Kantons 
Graubünden, d.h. das Obergericht des Kantons Graubünden, auf welches die am 
1. Januar 2025 beim früheren Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 
hängigen Verfahren übertragen wurden (Art. 122 Abs. 5 GOG [BR 173.00]; Art. 49 
Abs. 2 lit. a VRG [BR 370.100]), örtlich und sachlich zuständig. Als formeller und 
materieller Adressat ist der Beschwerdeführer vom angefochtenen 
Einspracheentscheid überdies unmittelbar berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung (vgl. Art. 59 ATSG). Auf die zudem 
frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten (Art. 60 f. 
ATSG).

1.2. Der Beschwerdeführer beantragte mit seiner Beschwerde, es sei ihr die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Beschwerdegegnerin verwies daraufhin auf 
den gesetzten Mahnstopp und wendete nichts ein gegen die Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung. Mit Schreiben vom 14. Mai 2024 führte die Vorsitzende 
unter Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen und die gefestigte Praxis darauf 
hin, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukomme, 

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weshalb es keiner gerichtlichen Anordnung bedürfe. Damit erübrigen sich 
diesbezügliche Weiterungen.

1.3. Durchführung einer mündlichen Gerichtsverhandlung 

1.3.1. Vorab ist zu prüfen, ob dem Antrag von Rechtsanwalt Bertschinger vom 
5. November 2024 auf "Durchführung einer mündlichen Gerichtsverhandlung (vgl. 
Art. 45 VRG)" stattzugeben ist (act. A.4).

1.3.2. Die allgemeinen Verfahrensgarantien von Art. 29 BV gelten für alle Verfahren 
vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen. So hat jede Person Anspruch auf gleiche 
und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist 
(Abs. 1); und die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Abs. 2). Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung ergibt sich aus dem verfassungsmässigen 
Anspruch auf rechtliches Gehör in allen Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungs-
behörden das Recht, sich zu Eingaben der Vorinstanz oder der Gegenpartei 
("Vernehmlassung", "Stellungnahme" und dergleichen) zu äussern, soweit die darin 
vorgebrachten Noven prozessual zulässig und materiell geeignet sind, den 
Entscheid zu beeinflussen (sog. "Replikrecht i.e.S."; BGE 138 I 154 E. 2.3.2; Urteil 
des Bundesgerichts 9C_545/2023 vom 19. Dezember 2023 E. 1.6.1; 
KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 
Bundes, 3. Aufl. 2013, N. 526). Die Einreichung einer Replik kann aber nur dazu 
dienen, sich zu den von der Gegenpartei eingereichten Stellungnahmen zu äussern 
bzw. sich zum Nichteinreichen einer Vernehmlassung auszusprechen. 
Ausgeschlossen sind mit anderen Worten Anträge und Rügen, die die beschwerde-
führende Person bereits vor Ablauf der Beschwerdefrist hätte erheben können. Eine 
eigentliche Ergänzung der Beschwerdeschrift, die im Rahmen der Replik 
vorgenommen werden soll, ist von vornherein unzulässig (BGE 144 III 411 E. 6.4.1, 
144 III 552 E. 4.2, 143 II 283 E. 1.2.3). Denn die Beschwerdebegründung ist 
zwingend innerhalb der gesetzlichen Beschwerdefrist vorzubringen (vgl. BGE 147 I 
478 E. 2.4.2). Demgegenüber besteht nur in Verfahren vor gerichtlichen Behörden 
ein auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK abgestütztes unbedingtes Replikrecht ("Replikrecht 
i.w.S."). Dieses vom Bundesgericht als Recht auf Kenntnisnahme von und 
Stellungnahme zu Eingaben der übrigen Verfahrensbeteiligten bezeichnete 
unbedingte Replikrecht umfasst die Möglichkeit, zu sämtlichen Eingaben der 
Vorinstanz oder der Gegenpartei Stellung zu nehmen, unabhängig davon, ob diese 
neue und/oder erhebliche Gesichtspunkte enthalten und ob sie konkret geeignet 
sind, das zu fällende Urteil zu beeinflussen (BGE 139 I 189 E. 3.2, 138 I 484 E. 2.1, 
138 I 154 E. 2.3.3; Urteile des Bundesgerichts 9C_545/2023 vom 19. Dezember 
2023 E. 1.6.2, 2C_591/2013 vom 28. Oktober 2013 E. 4.3; GRIFFEL, in: Griffel 

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[Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich 
[VRG], 3. Aufl. 2014, § 26b N. 36 ff.). Demnach müssen eingegangene 
Stellungnahmen den Beteiligten vor Erlass eines Entscheides zugestellt werden, 
damit sich diese darüber schlüssig werden können, ob sie sich dazu äussern wollen 
oder nicht (BGE 139 I 189 E. 3.2). Es ist Sache der Parteien zu beurteilen, ob eine 
Entgegnung erforderlich ist oder nicht (BGE 138 I 484 E. 2.1). Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung besteht dieses Replikrecht unabhängig 
davon, ob ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet, eine Frist zur Stellungnahme 
angesetzt oder die Eingabe lediglich zur Kenntnisnahme oder zur Orientierung 
zugestellt worden ist (BGE 138 I 484 E. 2.2). Dabei wird aber erwartet, dass eine 
Partei, die eine Eingabe ohne Fristansetzung erhält und dazu Stellung nehmen will, 
dies umgehend tut oder beantragt, ansonsten wird angenommen, sie habe auf eine 
weitere Eingabe verzichtet (BGE 133 I 100 E. 4.8). Dieses Recht gewährt aber 
keinen Anspruch darauf, ausserhalb der Beschwerdefrist Aspekte vorzutragen, die 
bereits mit der Beschwerde hätten vorgebracht werden können. Soweit die nach 
Ablauf der Beschwerdefrist eingereichten Eingaben der beschwerdeführenden 
Partei über eine Stellungnahme zur Beschwerdevernehmlassung hinausgehen, 
sind sie unbeachtlich (Urteil des Bundesgerichts 8C_308/2019 vom 11. September 
2019 E. 1.2).

1.3.3. Nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jedermann Anspruch darauf, dass seine Sache 
in billiger Weise öffentlich und innerhalb einer angemessenen Frist von einem 
unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht gehört wird, das 
über zivilrechtliche Ansprüche und Verpflichtungen oder über die Stichhaltigkeit der 
gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Anklage zu entscheiden hat. Die Öffentlichkeit 
des Verfahrens soll dazu beitragen, dass die Garantie auf ein "faires Verfahren" 
tatsächlich umgesetzt wird (BGE 142 I 188 E. 3.1.1 und 3.3). Entsprechend dem 
vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) weit gefassten Begriff 
der "zivilrechtlichen" Ansprüche und Verpflichtungen hat das Eidgenössische 
Versicherungsgericht die prinzipielle Anwendbarkeit von Art. 6 Ziff. 1 EMRK für 
sämtliche Bereiche des Bundessozialversicherungsrechts – für Leistungs- ebenso 
wie für Beitragsstreitigkeiten – bejaht (vgl. BGE 134 V 401 E. 5.3, 131 V 66 E. 3.3). 
Der Sozialversicherungsprozess hat demnach sowohl bei Leistungsstreitigkeiten 
wie auch bei Abgabestreitigkeiten grundsätzlich den sich aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK 
ergebenden Rechtsschutzanforderungen zu genügen. Im Sozialversicherungs-
prozess wird für eine öffentliche Verhandlung gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK 
vorausgesetzt, dass im erstinstanzlichen Verfahren ein Parteiantrag gestellt wird, 
aus dem klar und unmissverständlich hervorgehen muss, dass eine konventions-
konforme Verhandlung mit Publikums- und Presseanwesenheit durchgeführt 

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werden soll (BGE 136 I 279 E. 1; SVR 2014 UV Nr. 11 S. 37). Ein während des 
ordentlichen Schriftenwechsels gestellter Antrag gilt dabei als rechtzeitig (BGE 134 
I 331 E. 2.3; SVR 2020 IV Nr. 55 S. 188; vgl. zum Ganzen: SVR 2023 UV Nr. 18 
S. 57; Urteil des Bundesgerichts 8C_569/2024 vom 27. März 2025 E. 8.1 m.H.). 
Wird lediglich eine persönliche Anhörung oder Befragung, ein Parteiverhör, eine 
Zeugeneinvernahme oder die Durchführung eines Augenscheins verlangt, darf das 
Gericht daraus schliessen, dass es der antragsstellenden Person um die Abnahme 
bestimmter Beweismittel und nicht um die Durchführung einer öffentlichen 
Verhandlung geht (BGE 134 I 331 E. 2.3.2, 122 V 47 E. 3a; Urteile des 
Bundesgerichts 9C_551/2024 vom 20. Dezember 2024 E. 3, 9C_551/2023 vom 
28. März 2024 E. 4.2.1). Von einer ausdrücklich beantragten öffentlichen 
Verhandlung kann abgesehen werden, wenn der Antrag der Partei als schikanös 
erscheint oder auf eine Verzögerungstaktik schliessen lässt und damit dem 
Grundsatz der Einfachheit und Raschheit des Verfahrens zuwiderläuft oder sogar 
rechtsmissbräuchlich ist. Gleiches gilt, wenn sich ohne öffentliche Verhandlung mit 
hinreichender Zuverlässigkeit erkennen lässt, dass eine Beschwerde offensichtlich 
unbegründet oder unzulässig ist. Als weiteres Motiv für die Verweigerung einer 
beantragten öffentlichen Verhandlung fällt die hohe Technizität der zur Diskussion 
stehenden Materie in Betracht, was etwa auf rein rechnerische, versicherungs-
mathematische oder buchhalterische Probleme zutrifft, wogegen andere dem 
Sozialversicherungsrecht inhärente Fragestellungen materiell- oder verfahrens-
rechtlicher Natur wie die Würdigung medizinischer Gutachten in der Regel nicht 
darunterfallen. Schliesslich kann das kantonale Gericht von einer öffentlichen 
Verhandlung absehen, wenn es auch ohne eine solche aufgrund der Akten zum 
Schluss gelangt, dass dem materiellen Rechtsbegehren der die Verhandlung 
beantragenden Partei zu entsprechen ist (BGE 136 I 279 E. 1 m.H.a. BGE 122 V 
47 E. 3b/ee und 3b/ff.; vgl. zum Ganzen: SVR 2023 UV Nr. 18 S. 57; Urteile des 
Bundesgerichts 8C_569/2024 vom 27. März 2025 E. 8.1, 8C_538/2024 vom 
18. Dezember 2024 E. 2.2, 8C_352/2022 vom 7. November 2022 E. 2.2 m.H.).

1.3.4. Vorliegendenfalls enthielt die Beschwerde keinen Antrag auf eine 
Verhandlung in irgendeiner Form. Am 14. Mai 2024 stellte die Vorsitzende dem 
Beschwerdeführer die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 13. Mai 
2024 zur Kenntnisnahme zu; dem Beschwerdeführer wurde bis zum 27. Mai 2024 
Frist zur Einreichung einer freigestellten Replik eingeräumt. Ein weiterer 
Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet (act. F.2). Innert Frist erfolgte keine 
Stellungnahme. Am 31. Mai 2024 ersuchte der Beschwerdeführer um Wiederher-
stellung dieser Frist (act. A.3). Mit Eingabe vom 5. Juni 2024 (Datum Poststempel) 
nahm der Beschwerdeführer unaufgefordert Stellung zur Vernehmlassung der 

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Beschwerdegegnerin und stellte auch darin keinen Antrag auf Durchführung einer 
Gerichtsverhandlung; dabei stützte er sich im Übrigen fälschlicherweise auf die der 
Beschwerdegegnerin eingeräumte Frist zur Stellungnahme zum Fristwiederher-
stellungsgesuch (vgl. Schreiben der Vorsitzenden vom 6. Juni 2024 [act. F.5]). Mit 
prozessleitenden Verfügungen vom 20. Juni 2024 wies die Vorsitzende das Gesuch 
des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der Frist für die Einreichung einer 
Replik ab und erklärte den Schriftenwechsel als abgeschlossen (act. F.6). Mit 
unangefochten gebliebenem, rechtskräftigem Nichteintreten am 11. September 
2024 auf die dagegen erhobene Prozessbeschwerde durch den zuständigen 
Einzelrichter des damaligen Verwaltungsgerichts (Verfahrens S 24 54) traten diese 
Verfügungen in Rechtskraft. Infolgedessen hielt die Vorsitzende am 4. November 
2024 den Abschluss des Schriftenwechsels fest, womit sich eine Fristansetzung zur 
Einreichung der beantragten Stellungnahme erübrigte (act. F.13). Mit 
unaufgeforderter Eingabe vom 5. November 2024 liess der Beschwerdeführer 
durch Rechtsanwalt Bertschinger, der den Beschwerdeführer mit Vollmacht seit 
dem 19. August 2024 vertritt, was Rechtsanwalt Bertschinger am 22. August 2024 
gegenüber dem streitberufenen Gericht kund tat (act. F.7), die Durchführung einer 
mündlichen Gerichtsverhandlung i.S.v. Art. 45 VRG beantragen und die Kostennote 
samt Honorarnote einreichen (act. A.4).

1.3.5. Auf das kantonale Beschwerdeverfahren sind die Bestimmungen des ATSG, 
der EMRK und der Bundesverfassung, andere abweichende bundesgesetzliche 
Einzelbestimmungen sowie das kantonale Recht anwendbar (vgl. LENDFERS, in: 
Kieser/Kradolfer/Lendfers [Hrsg.], Kommentar ATSG, 5. Aufl. 2024, Art. 61 N. 21 
und 23). Nach Art. 1 Abs. 1 AHVG ist das ATSG auch im Bereich von Art. 52 AHVG 
anwendbar. Diesbezüglich sind Art. 61 lit. a und Art. 61 lit. e ATSG, die der 
kantonalen Bestimmung (z.B. Gerichtsverhandlung gemäss Art. 45 VRG) vorgehen 
(vgl. LENDFERS, a.a.O., Art. 61 N. 31), zu beachten, wonach die Parteien zur 
öffentlichen Verhandlung vorgeladen werden können, wenn die Umstände es 
rechtfertigen. Nach Art. 61 lit. a ATSG muss das Verfahren einfach, rasch und in 
der Regel öffentlich sein. Elemente des raschen Verfahrens sind kurze Fristen, 
Verzicht auf einen zweiten Schriftenwechsel, mündliches Verfahren und 
Verfahrensabschluss innert nützlicher Frist (LENDFERS, a.a.O., Art. 61 N. 50). Der 
Grundsatz der Öffentlichkeit des Verfahrens trägt den Anforderungen von Art. 6 
Abs. 1 EMRK Rechnung (LENDFERS, a.a.O., Art. 61 N. 58 m.H.). Nach ständiger 
Rechtsprechung kann eine Partei auf die Garantie der Öffentlichkeit verzichten. 
Deshalb ist es nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig, eine öffentliche 
Verhandlung i.S.v. Art. 6 EMRK nur durchzuführen, wenn ein entsprechender 
ausdrücklicher oder konkludenter Antrag vorliegt (BGE 120 V 1 E. 3c, 119 V 375 

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E. 4b). Gemäss Praxis muss ein klarer auf Art. 6 EMRK bezogener Antrag gestellt 
werden (BGE 125 V 37 E. 2, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_584/2019 vom 
7. November 2019 E. 5.2). Ein als Beweisantrag gestelltes Begehren um Anhörung 
einer Partei gilt nicht als ausreichender Antrag auf Durchführung einer öffentlichen 
Verhandlung (BGE 147 I 478 E. 2.4.2, 125 V 37 E. 2).

1.3.6. Es ist weder ersichtlich noch geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer 
um eine konventionskonforme Verhandlung gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK oder Art. 61 
lit. a ATSG mit Publikums- und Presseanwesenheit ersucht hätte. Die besagte 
Eingabe vom 5. November 2024 äussert sich nicht zur Vernehmlassung der 
Beschwerdegegnerin und enthält überdies keinen Antrag, der nicht bereits mit der 
Beschwerde hätte vorgebracht werden können. Der Antrag wurde unbestrittener-
massen nach Abschluss des Schriftenwechsels und damit nicht mehr während des 
ordentlichen Schriftenwechsels gestellt, womit er – gemäss angeführter Recht-
sprechung – verspätet erfolgte. Dem Antrag kann überdies auch aus anderen 
Gründen nicht stattgegeben werden: Eine zeitliche oder inhaltliche Begründung für 
den (verspäteten) Antrag fehlt, der Beschwerdeführer weist einzig auf den Umstand 
hin, dass der Schriftenwechsel abgeschlossen sei und sich eine weitere Stellung-
nahme erübrige. Die Durchführung einer Gerichtsverhandlung ist ausserdem 
verzichtbar, da ein Schriftenwechsel erfolgt ist und die vorhandenen Akten eine 
hinreichende Grundlage für die Sachverhaltsfeststellung und die Urteilsfindung 
durch das angerufene Gericht bilden. Von einer Verhandlung sind denn auch von 
Vornherein keine Auswirkungen auf den zu fällenden Entscheid zu erwarten, 
weshalb eine entsprechende Anordnung auch im Hinblick auf die Verfahrens-
ökonomie unterbleiben kann. Auch ohne Verhandlung lässt sich hier schliesslich mit 
hinreichender Zuverlässigkeit erkennen, dass die Beschwerde – wie nachfolgend 
dargelegt wird – unbegründet ist. Überdies würde die Durchführung einer 
öffentlichen Verhandlung auch der angestrebten Raschheit des Verfahrens 
zuwiderlaufen (BGE 119 V 375 E. 4b).

2. Haftungsvoraussetzungen des Schadenersatzanspruchs

2.1. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob der Beschwerdeführer für den aus den 
Beitragsausständen der C._____ AG resp. F._____ AG entstandenen Schaden von 
insgesamt CHF 101'845.85 haftbar gemacht werden kann. Es geht also um die 
Arbeitgeberhaftung gemäss Art. 52 AHVG. Arbeitgeber ist nach Art. 11 ATSG, wer 
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. Laut Art. 12 AHVG ist 
Arbeitgeber, wer obligatorisch versicherten Personen Arbeitsentgelte nach Art. 5 
Abs. 2 AHVG (Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit) ausrichtet. Dass 

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die C._____ AG resp. F._____ AG vorliegend als Arbeitgeberin tätig waren, blieb 
unbestritten.

2.2. Die massgebende Vorschrift von Art. 52 AHVG, in der seit dem 1. Januar 
2020 geltenden Fassung, lautet wie folgt:

1 Fügt ein Arbeitgeber durch absichtliche oder grobfahrlässige Missach-
tung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu, so hat er 
diesen zu ersetzen.

2 Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften 
subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsfüh-
rung oder Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Personen für 
den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den ganzen 
Schaden solidarisch.

3 Der Schadenersatzanspruch verjährt nach den Bestimmungen des 
Obligationenrechts über die unerlaubten Handlungen.

4 Die zuständige Ausgleichskasse macht den Schadenersatz durch 
Erlass einer Verfügung geltend.

5 In Abweichung von Artikel 58 Absatz 1 ATSG ist für die Beschwerde 
das Versicherungsgericht des Kantons zuständig, in welchem der 
Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat.

6 Die Haftung nach Artikel 78 ATSG ist ausgeschlossen.

Unbestritten sind die Organstellung des Beschwerdeführers als einziges 
Verwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift der C._____ AG (bis 15. November 
2022) im fraglichen Zeitraum der Jahre 2019 bis 2021 (vgl. Auszüge aus dem 
Handelsregister des Kantons Graubünden Stand 7. Mai 2021 [SVA-act. II.82], 
Stand 23. Juni 2021 [SVA-act. II.96], Stand 19. resp. 22. November 2022 [SVA-act. 
250 f.], Stand 19. Juli 2023 [SVA-act. I.2]) und die (teilweise) ausgebliebenen 
Zahlungen der erhobenen Sozialversicherungsbeiträge; ebenso die Höhe der 
Lohnbeiträge. Bestritten werden hingegen das Vorliegen eines Schadens an sich 
als auch dessen Höhe und die Haftbarkeit bzw. das Verschulden des Beschwerde-
führers für den geltend gemachten Schaden von CHF 101'845.85 (vgl. Einsprache 
vom 14. September 2023 bzw. begründete Einsprache vom 19. Oktober 2023 
[SVA-act. I.11 und I.18]).

3.1. Vorab ist eine allfällige Verjährung der Schadenersatzforderung zu prüfen. 
Seit dem 1. Januar 2020 gilt eine drei- statt der zuvor zweijährigen relativen Ver-
jährungsfrist gemäss Art. 52 Abs. 3 AHVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 OR (vgl. Botschaft 
vom 29. November 2013 zur Änderung des Obligationenrechts [Verjährungsrecht] 
BBl 2014 275). Demnach verjährt die Schadenersatzforderung, wenn sie nicht 
innert drei Jahren seit Kenntnis des Schadens und der Person des Ersatzpflichtigen 
durch Erlass einer Schadenersatzverfügung geltend gemacht wird; auf jeden Fall 

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aber mit Ablauf von zehn Jahren seit dem Tag, an dem das schädigende Verhalten 
erfolgte oder aufhörte (vgl. Art. 60 Abs. 1 OR; vgl. BBl 2014 275). Massgebend für 
den Beginn dieser Frist ist der Zeitpunkt, ab welchem die Ausgleichskasse unter 
Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit erkennen muss, dass die 
tatsächlichen Gegebenheiten nicht mehr erlauben, die Beiträge einzufordern, wohl 
aber eine Schadenersatzpflicht begründen können (vgl. BGE 128 V 10 E. 5a 
m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 9C_88/2023 vom 13. März 2024 E. 3.2.2). 
Grundlage für die Höhe des Schadens bildet die ausstehende Beitragsforderung, 
womit die Schadenskenntnis erst angenommen werden kann, sobald die 
Ausgleichskasse in der Lage ist, die voraussichtliche Höhe des infolge der 
unbezahlt gebliebenen Beiträge zu erwartenden Verlusts abzuschätzen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 9C_275/2021 vom 23. Februar 2022 E. 3.2.2 m.w.H.). 
Praxisgemäss kann die Schadenskenntnis üblicherweise angenommen werden mit 
der Zustellung des definitiven Pfändungsverlustscheins, der Auflage des 
Kollokationsplans sowie der Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_88/2023 vom 13. März 2024 E. 3.2.2, 
9C_275/2021 vom 23. Februar 2022 E. 3.2.2, 9C_260/2021 vom 6. Dezember 2021 
E. 4.1.2 m.w.H.). Für den Beginn der absoluten Verjährungsfrist ist nicht mehr der 
Eintritt des Schadens massgeblich, sondern der Tag, an dem das schädigende 
Verhalten erfolgte oder aufhörte (vgl. Art. 60 Abs. 1 OR; BBl 2014 251).

3.2. In der Betreibung auf Pfändung (Art. 15 Abs. 2 AHVG) wird ein definitiver 
Verlustschein i.S.v. Art. 149 SchKG ausgestellt, wenn die Ausgleichskasse nach 
durchgeführtem Pfändungs- und Verwertungsverfahren für ihre Beitragsforderung 
nicht vollständig befriedigt werden kann. Damit manifestiert sich, dass der 
Arbeitgeber seine Beitragspflicht nicht erfüllt hat und realistischerweise auch der 
Schadenersatzpflicht nicht nachkommen kann (BGE 113 V 256 E. 3c). Stellt sich 
bereits anlässlich der Pfändung heraus, dass überhaupt kein pfändbares Vermögen 
vorhanden ist, bildet die Pfändungsurkunde den definitiven Verlustschein (Art. 115 
Abs. 1 i.V.m. Art. 149 SchKG). Die Ausgleichskasse hat somit in der Regel im 
Zeitpunkt Kenntnis des Schadens, in welchem sie den definitiven Pfändungs-
verlustschein zugestellt erhält (BGE 113 V 256 E. 3c; KIESER, a.a.O., Art. 52 
Rz. 127). Vorliegend stellte das Betreibungs- und Konkursamt der Region Maloja 
am 12. Mai 2022 zu Gunsten der Beschwerdegegnerin zwei definitive Verlust-
scheine (Art. 115 Abs. 1 i.V.m. Art. 149 SchKG) in der Höhe von CHF 28'511.40 
(SVA-act. II.199) und CHF 21'533.10 (SVA-act. II.200) für ausstehende 
Lohnbeiträge zuzüglich Zinsen und Kosten der Jahre 2019 und 2020 aus. Die 
Beschwerdegegnerin erhielt damit frühestens mit dem Erhalt der Verlustscheine 
vom 12. Mai 2022 Kenntnis des Schadens (vgl. BGE 113 V 256 E. 3c, 108 V 50 

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E. 5). Die Schadenersatzverfügung vom 11. August 2023 betreffend ausstehende 
Beitragsforderungen der AHV/IV/EO/ALV/FAK sowie Verwaltungskosten über 
CHF 101'845.85 (vgl. SVA-act. I.3) erfolgte somit innerhalb der dreijährigen 
Verjährungsfrist, mithin ist auch die absolute Verjährungsfrist von zehn Jahren 
eingehalten.

4. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, von dem von ihnen ausgerichteten 
Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit die Arbeitnehmerbeiträge in 
Abzug zu bringen, mit der Ausgleichskasse abzurechnen sowie die erforderlichen 
Angaben zu machen, und die Beiträge zusammen mit dem Arbeitgeberbeitrag 
periodisch der Ausgleichskasse zu entrichten (Art. 14 Abs. 1 und Art. 51 AHVG; 
Art. 34, 35 und 36 AHVV [SR 831.101]). Die Missachtung dieser Pflichten verletzt 
Vorschriften der Versicherung im Sinne von Art. 52 AHVG. Art. 52 Abs. 1 AHVG 
sieht eine Verschuldenshaftung nach öffentlichem Recht vor. Damit eine 
Schadenersatzpflicht entstehen kann, müssen alle Haftungsvoraussetzungen 
gegeben sein, d.h. es muss ein Schaden eingetreten sein, der auf ein 
widerrechtliches und schuldhaftes Verhalten des verantwortlichen Organs 
zurückzuführen ist. Zudem muss zwischen dem Verhalten der belangten Person 
und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang gegeben 
sein (FREY, in: Frey/Mosimann/Bollinger [Hrsg.], AHVG/IVG Kommentar, 2018, 
Art. 52 AHVG Rz. 2). Nachstehend sind somit die spezifischen Haftungs-
voraussetzungen gemäss Art. 52 AHVG zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin trägt 
grundsätzlich die Beweislast (Art. 8 ZGB).

5.1. Die Beschwerdegegnerin macht einen Schaden von CHF 101'845.85 für 
entgangene Sozialversicherungsbeiträge der Jahre 2019 bis 2021 geltend. Die 
Schadenersatzverfügung vom 11. August 2023 wie auch die Beitragsübersicht über 
die Lohnbeiträge vom 19. Juli 2023 (SVA-act. I.3) beziehen sich fälschlicherweise 
auch auf die Beitragsperiode 2022. Die Beschwerdegegnerin anerkannte u.a. in 
ihrer Vernehmlassung, dass im Jahr 2022 keine Löhne ausbezahlt worden waren 
und es sich dabei um einen Verschrieb handelte (act. A.2; vgl. Schreiben vom 
11. April 2022 betr. Abrechnungsperiode 2022 [SVA-act. II.190], vgl. auch SVA-act. 
I.1, II.178, II.180 und II.218). Der Schaden nach Art. 52 AHVG besteht darin, dass 
der Beschwerdegegnerin ein ihr gesetzlich geschuldeter Beitrag entgeht. Die Höhe 
des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse verlustig geht (vgl. 
NUSSBAUMER, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatzprozess nach 
Art. 52 AHVG, in: ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Der Schaden gemäss Art. 52 
AHVG umfasst in erster Linie die geschuldeten paritätischen AHV/IV/EO/ALV- und 
FAK-Beiträge sowie Verwaltungskosten. Hinzu kommen unbezahlt gebliebene 

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Mahngebühren, Verzugszinsen und Betreibungskosten (vgl. REICHMUTH, Die 
Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, 2008, Rz. 329 ff.; 
vgl. FORSTER, in: Steiger-Sackmann/Mosimann [Hrsg.], Recht der Sozialen 
Sicherheit, 2014, Rz. 11.6). Der Schaden entsteht nicht bereits mit der Fälligkeit der 
Beiträge, sondern erst in dem Zeitpunkt, in dem anzunehmen ist, dass die 
geschuldeten Beiträge aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht mehr 
erhoben werden können, sei es durch Beitragsverwirkung, sei es durch 
Zahlungsunfähigkeit der Arbeitgeberin. Zahlungsunfähigkeit wird bejaht, wenn der 
Konkurs eröffnet oder ein definitiver Verlustschein ausgestellt wurde (vgl. BGE 141 
V 487 E. 2.2, 136 V 268 E. 2.2 und 2.6, 134 V 257 E. 3.2; KIESER, a.a.O., Art. 52 
Rz. 18). Wie bereits ausgeführt, erhielt die Beschwerdegegnerin am 12. Mai 2022 
zwei definitive Verlustscheine ausgestellt, womit ihr ein Schaden entstanden ist.

5.2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat die Ausgleichskasse die 
Schadenersatzforderung soweit zu substanziieren, dass sie überprüft werden kann. 
Dabei hat die Ausgleichskasse den eingeklagten Forderungsbetrag zeitlich und 
masslich zu spezifizieren, d.h. gestützt auf eine Beitragsübersicht darzulegen, wie 
sich der eingeklagte Betrag zusammensetzt. Andererseits hat sie den eingeklagten 
Forderungsbetrag oder Teile davon zu belegen, also durch Einreichung von 
Lohnabrechnungen, Nachzahlungs- oder Veranlagungsverfügungen die in der 
Beitragsübersicht enthaltenen Zahlungsvorgänge zu beweisen. Nach 
bundesgerichtlicher Praxis bestehen höhere Anforderungen an die Substanziierung 
des Schadens, wenn dessen Umfang masslich mit konkreten, nicht ohne weiteres 
widerlegbaren Einwendungen bestritten wird oder sich auf Grund der Akten 
greifbare Anhaltspunkte für Unrichtigkeiten ergeben (vgl. Urteile des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 301/00 vom 13. Februar 2002 E. 2c zur 
Pflicht der Ausgleichskassen, die Schadenersatzforderung zu substanziieren, und 
H 438/00 vom 13. Februar 2002 E. 3c; vgl. Urteile des Bundesgerichts 
9C_325/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 7.1.1, 9C_901/2008 vom 8. Juli 2009 
E. 4.1, 9C_314/2008 vom 25. August 2008 E. 3.2; GRONER, Art. 52 – Praxis und 
Zweck der Arbeitgeberhaftung, in: SZW 2006, S. 85 m.H.a. die Urteile des 
Bundesgerichts H 34/04 vom 15. September 2004 E. 5.2.1 und H 173/03 vom 
4. Dezember 2003).

5.3. Die vorliegende Schadenersatzforderung (vgl. Schadenersatzverfügung vom 
11. August 2023 [SVA-act. I.3]) geht u.a. zurück auf die Veranlagungsverfügungen 
vom 19. Oktober 2021 bezüglich die Lohnbeiträge 2019 und 2020 (Betreibungen 
Nr. 2212997 und 2212996) gemäss Art. 38 Abs. 1 AHVV, wonach die Ausgleichs-
kasse die geschuldeten Beiträge durch eine Veranlagungsverfügung festzusetzen 

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hat, wenn innert Frist die Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerbeiträge nicht bezahlt 
werden (vgl. SVA-act. II.136 und II.137). Mit Einspracheentscheiden vom 
4. November 2021 wies die Beschwerdegegnerin die dagegen erhobenen 
Einsprachen (vgl. E-Mails vom 24. Oktober 2021 [SVA-act. II.139 und II.140]) ab 
(SVA-act. II.141 und II.142). Diese Entscheide erwuchsen unangefochten in 
Rechtskraft (vgl. Einspracheentscheid vom 9. April 2024 [SVA-act. I.20]). Den 
Formularen "Nachtrag/Korrektur zur Lohndeklaration" können weiter die 
massgeblichen beitragspflichtigen Lohnsummen der Jahre 2019 (CHF 192'000.00 
[SVA-act. II.24]), 2020 (CHF 216'000.00 [SVA-act. II.182]) und 2021 
(CHF 320'000.00 [SVA-act. II.183]) entnommen werden. Gegen die am 13. Oktober 
2021 ergangenen Zahlungsbefehle für die ausstehenden Lohnbeiträge der Jahre 
2019 und 2020 wurde gemäss vorliegenden Akten Rechtsvorschlag erhoben (vgl. 
SVA-act. II.130 und II.131), was letztlich in die Pfändungsverlustscheine vom 
12. Mai 2022 (vgl. SVA-act. II.199 und II.200) mündete. Diese wiederum bilden u.a. 
die Grundlage für den Schaden, wie er laut Lohnbeiträge/Beitragsübersicht der 
F._____ AG vom 19. Juli 2023 in der Höhe von CHF 101'845.85 mitgeteilt, am 
11. August 2023 mit Schadenersatzverfügung eingefordert und mit angefochtenem 
Einspracheentscheid vom 9. April 2024 bestätigt wurde (SVA-act. I.2 S. 5, I.3 S. 4, 
I.20).

5.4. In masslicher Hinsicht bestreitet der Beschwerdeführer die Schadenersatz-
forderung nicht substanziiert, er zweifelt – unter Geltendmachung, dass im Jahr 
2022 keine Gehälter bezahlt worden seien – einzig den eingeforderten Betrag als 
Ganzes an. Dass die Beschwerdegegnerin in der Schadenersatzverfügung vom 
11. August 2023 fälschlicherweise den Zeitraum 2019 bis 2022 nennt, wurde bereits 
festgehalten. Aus den vorliegenden Akten ergibt sich denn auch nicht, dass die 
Schadenersatzverfügung das Beitragsjahr 2022 betreffende AHV-Beiträge 
beinhaltet; Gegenteiliges wurde durch den Beschwerdeführer auch nicht belegt (vgl. 
Einspracheentscheid vom 9. April 2024 [SVA-act. I.20 S. 6]; Schlussrechnung 
Lohnbeiträge 01.01.2022 - 30.11.2022 vom 9. Januar 2023 [SVA-act. II.257]).

Angesichts der vorliegenden definitiven Pfändungsverlustscheine vom 12. Mai 2022 
ist erstellt, dass die diesbezüglichen ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge 
und Mahngebühren, Verzugszinsen und Betreibungs-/Verfahrensspesen der Jahre 
2019 und 2020 nicht mehr im ordentlichen Verfahren eingebracht werden können. 
Aufgrund dessen, dass der Beschwerdeführer auch den weiteren Umfang der 
Schadenersatzforderung (vgl. Lohnbeiträge/Beitragsübersicht vom 19. Juli 2023 
[SVA-act. I.2 S. 5]), bestehend aus dem Nachtrag für das Jahr 2020 (SVA-act. II.186 
S. 1) und den Beiträgen für das Jahr 2021 (vgl. SVA-act. II.185) nicht substanziiert 

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bestreitet, keine Beweise für deren Unrichtigkeit vorgelegt hat und sich gestützt auf 
die vorliegenden Akten keine greifbaren Anhaltspunkte für deren Unrichtigkeit 
ergeben, überdies gemäss Betreibungsbehörde kein pfändbares Vermögen 
vorhanden war und auch kein künftiges Einkommen gepfändet werden konnte (vgl. 
Verlustscheine vom 12. Mai 2022 [SVA-act. II.199 und II.200]), erscheint auch 
dieser geltend gemachte Schaden ausgewiesen, womit die Haftungsvoraussetzung 
des Schadens i.S.v. Art. 52 AHVG erfüllt ist.

6.1. Eine weitere Haftungsvoraussetzung für die Schadenersatzforderung ist die 
Widerrechtlichkeit bzw. Pflichtverletzung. Es bedarf einer doppelten Prüfung: Zum 
einen stellt sich die Frage, ob Vorschriften der AHV verletzt wurden; zum anderen 
ist zu beantworten, ob die entsprechende Verletzung dem Arbeitgeber bzw. dem 
Organ entgegenzuhalten ist (Verletzung der Organpflicht; vgl. dazu KIESER, a.a.O., 
Art. 52 Rz. 39 f.). Unter die "Missachtung von Vorschriften" fallen im Sinne von 
Art. 52 Abs. 1 AHVG zunächst alle Bestimmungen des AHVG und seiner 
Vollzugserlasse, so insbesondere jene über die Beitragspflicht, die Bemessung der 
Beiträge vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, den Bezug der 
Arbeitnehmerbeiträge, die Abrechnungs- und die Zahlungspflicht sowie die 
Rentenauszahlung durch den Arbeitgeber (Vorschriften im engeren Sinne). 
Anwendbar sind Art. 14 Abs. 1 AHVG und Art. 51 AHVG, wonach die Beiträge vom 
Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit bei jeder Lohnzahlung in Abzug 
zu bringen und vom Arbeitgeber zusammen mit dem Arbeitgeberbeitrag periodisch 
zu entrichten sind. Weiter zu beachten sind Art. 34 ff. AHVV über den 
Beitragsbezug. Der Arbeitgeber haftet grundsätzlich nur für jenen Schaden, der 
durch die Nichtbezahlung von paritätischen Beiträgen entstanden ist, die zu einem 
Zeitpunkt zur Bezahlung fällig waren, als er über allenfalls vorhandenes Vermögen 
disponieren und eine Zahlung an die Ausgleichskasse veranlassen konnte. Die 
Haftung des Organs setzt mit dem Eintritt in den Verwaltungsrat ein; dabei wird auf 
den Tag des effektiven Eintritts und nicht auf den Zeitpunkt des Handelsregister-
eintrags abgestellt (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 86 ff.). Erhält die 
Ausgleichskasse Kenntnis davon, dass ein Beitragspflichtiger keine Beiträge oder 
zu niedrige Beiträge bezahlt hat, verlangt sie die Nachzahlung der geschuldeten 
Beiträge und setzt diese nötigenfalls durch Verfügung fest (Art. 39 AHVV). Bei 
Nichtbezahlung innert Frist sind Verzugszinsen geschuldet (vgl. Art. 41bis Abs. 1 
AHVV). Weiter kann nach der Rechtsprechung auch Widerrechtlichkeit vorliegen, 
wenn keine AHV-Vorschrift verletzt wurde. Nämlich dann, wenn die nach den 
objektiven Umständen und den persönlichen Verhältnissen gebotene Pflicht 
(Sorgfaltsgebot), dafür zu sorgen, dass keine Zahlungsunfähigkeit eintritt, 
vorsätzlich oder grobfahrlässig missachtet wird (Vorschriften im weiteren Sinne; vgl. 

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ZAK 1985 S. 581 f.). Letzteres kann etwa dann der Fall sein, wenn es um die 
Beiträge aus einer noch nicht abgeschlossenen Zahlungsperiode oder um die 
Entrichtung von zwar bereits fälligen, aber noch nicht verfallenen Beiträgen geht 
(vgl. ZAK 1985 S. 582).

6.2. Vorliegend wurden unbestrittenermassen die fälligen und verfallenen 
Lohnbeiträge für die Jahre 2019 bis 2021 nur teilweise bezahlt, was die in Art. 14 
AHVG und Art. 34 AHVV vorgeschriebene Zahlungspflicht für die Beiträge verletzt. 
Die C._____ AG als Arbeitgeberin hat sich somit widerrechtlich verhalten.

6.3.1. Es ist weiter zu prüfen, ob die Verletzung durch die Arbeitgeberin auch eine 
Pflichtverletzung ihres Organs in der Person des Beschwerdeführers darstellt. Der 
Beschwerdeführer macht geltend, dass die Forderung nicht gegenüber ihm als 
Organ der Gesellschaft, sondern vielmehr gegenüber der weiterhin existierenden 
F._____ AG hätte geltend gemacht werden müssen. Da die F._____ AG nicht in 
Konkurs gefallen bzw. nicht liquidiert worden und weiterhin wirtschaftlich tätig sei, 
könne sie entsprechend für die mit Verlustschein gedeckte Forderung selber 
aufkommen. Die Schuld könne folglich nicht gegenüber seiner Person geltend 
gemacht werden.

6.3.2. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften 
subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder 
Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden 
verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 
AHVG). Subsidiär verantwortlich sind in erster Linie die formellen Organe der 
juristischen Person, bei der Aktiengesellschaft die Mitglieder des Verwaltungsrats 
(REICHMUTH, a.a.O., N. 205). Die Subsidiarität der Haftung der Organe bedeutet, 
dass sich die Ausgleichskasse zuerst an den Arbeitgeber zu halten hat, bevor seine 
Organe belangt werden dürfen. Für die Geltendmachung einer Schadenersatz-
forderung ist – entgegen der Betrachtungsweise des Beschwerdeführers – nicht 
vorausgesetzt, dass über den Arbeitgeber der Konkurs eröffnet worden ist (vgl. 
REICHMUTH, a.a.O., Rz. 352 ff.). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird 
nicht vorausgesetzt, dass die juristische Person rechtlich aufgehört hat zu 
existieren. Der Schadenersatzpflicht nach Art. 52 AHVG würde ein illusorischer 
Charakter zukommen, wenn die Belangung der Organe durch die Weiterexistenz 
eines zahlungsunfähig gewordenen Arbeitgebers verhindert würde (BGE 113 V 213 
E. 3). Im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers können die Organe auch 
dann direkt belangt werden, wenn die juristische Person weiterbesteht (BGE 113 V 
256 E. 3c). Der Pfändungsverlustschein manifestiert, dass der Arbeitgeber seine 
Beitragspflicht nicht erfüllt hat und damit auch der Schadenersatzpflicht nach Art. 52 

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AHVG nicht nachkommen kann. Angesichts der definitiven Verlustscheine, die am 
12. Mai 2022 ausgestellt werden mussten, und der Tatsache, dass auf den 
Pfändungsurkunden jeweils vermerkt wurde, es sei beim Schuldner (C._____ AG) 
kein pfändbares Vermögen vorhanden und es könne auch kein künftiges 
Einkommen gepfändet werden, ist vom Eintritt des Schadens auszugehen. Vom 
Zeitpunkt der Ausstellung der Pfändungsverlustscheine an steht dem Belangen der 
subsidiär haftbaren Organe somit nichts im Weg (BGE 113 V 256 E. 3c).

6.3.3. Die formellen Organe haften – bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen – 
auf Grund der gesetzlichen Definition ihrer Pflichten, unabhängig von ihrer 
tatsächlichen Funktion und Einflussnahme auf die Willensbildung der Gesellschaft, 
von ihrer Zeichnungsberechtigung und vom Grund der Mandatsübernahme. Bei 
formellen Organen muss demnach nicht geprüft werden, ob sie den materiellen 
Organbegriff erfüllen. Nach Art. 716 Abs. 2 OR führt der Verwaltungsrat die 
Geschäfte der Gesellschaft, soweit er die Geschäftsführung nicht übertragen hat.

6.3.4. Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin zunächst 
(erfolglos) gegen die Arbeitgeberin vorging, die Beiträge aber aufgrund der 
Pfändungsverlustscheine nicht mehr bei der C._____ AG resp. F._____ AG 
einfordern konnte und diesen deshalb gegenüber der subsidiär haftenden 
Organperson geltend machte. Der Beschwerdeführer war seit dem 3. Oktober 2018 
bis über das Datum des angefochtenen Einspracheentscheids vom 9. April 2024 
hinaus im Handelsregister als alleiniges Mitglied des Verwaltungsrats mit 
Einzelunterschrift der C._____ AG resp. der späteren F._____ AG eingetragen (vgl. 
SVA-act. I.2 S. 1). Der geltend gemachte Schaden betrifft die Beitragsausstände für 
die Jahre 2019 bis 2021 und demnach den Zeitraum, während welchem der 
Beschwerdeführer in dieser Funktion bei der C._____ AG tätig war. Als solches traf 
ihn die Pflicht, seine Aufgaben mit aller Sorgfalt zu erfüllen und die Interessen der 
Gesellschaft in guten Treuen zu wahren (Art. 717 Abs. 1 OR). Der Beschwerde-
führer konnte sich in seiner Funktion als alleiniges Verwaltungsratsmitglied mit der 
damit verbundenen unübertragbaren und unentziehbaren Aufgabe der Oberleitung 
der Gesellschaft und der Erteilung der nötigen Weisungen (Art. 716a Abs. 1 Ziff. 1 
OR), der Ausgestaltung des Rechnungswesens, der Finanzkontrolle sowie der 
Finanzplanung, sofern dies für die Führung der Gesellschaft notwendig ist 
(Art. 716a Abs. 1 Ziff. 3 OR), und der Oberaufsicht über die mit der Geschäfts-
führung und der Vertretung betrauten Personen, namentlich im Hinblick auf die 
Befolgung der Gesetze, Statuten, Reglemente und Weisungen (Art. 716a Abs. 1 
Ziff. 5 OR), seiner Verantwortung nicht entziehen. Angesichts dieser unübertrag-
baren und unentziehbaren Aufgaben ist die Verletzung der Abrechnungs- und 

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Zahlungspflicht (Art. 14 und Art. 51 AHVG i.V.m. Art. 34 ff. AHVV) der C._____ AG 
bezüglich die Sozialversicherungsbeiträge auf den in den Jahren 2019 bis 2021 
ausbezahlten Löhnen als Arbeitgeberin wie auch dem Beschwerdeführer als 
einzigem formellem Organ anzulasten, womit die Haftungsvoraussetzungen der 
Widerrechtlichkeit bzw. Pflichtverletzung zu bejahen sind.

7.1. Was die Haftungsvoraussetzung des Verschuldens anbelangt, statuiert 
Art. 52 Abs. 1 AHVG eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Sowohl 
den Arbeitgeber wie auch das allfällige Arbeitgeberorgan muss ein Verschulden 
treffen; verlangt wird somit ein doppeltes oder zweistufiges Verschulden (vgl. 
REICHMUTH, a.a.O., Rz. 535; vgl. KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 40; BGE 136 V 268 E. 3 
zum qualifizierten Verschulden). Art. 52 Abs. 1 AHVG setzt für die Haftbarkeit des 
Arbeitgebers voraus, dass die Missachtung von Vorschriften in absichtlicher oder 
grobfahrlässiger Weise erfolgt ist. Die Abrechnungs- und Beitragspflichten treffen 
subsidiär zur juristischen Person die natürlichen Personen, die eine Organstellung 
innehaben (BGE 114 V 219 E. 3c). Es ist abzuwägen, ob und inwieweit eine 
Handlung der Unternehmung einem Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und 
faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist.

7.2. Bei Organen einer Aktiengesellschaft ist aufgrund der obligationen-
rechtlichen Sorgfalts- und Überwachungspflichten zu entscheiden, ob ein Verhalten 
eines Organs als widerrechtlich und schuldhaft i.S. von Art. 52 AHVG anzusehen 
ist. Ist dies zu bejahen, so haften formelle Organe der Ausgleichskasse für den 
durch dieses Verhalten verursachten Schaden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_95/2023 vom 9. November 2023 E. 4.1.2). Ein Organ hat dafür zu sorgen, dass 
es bei der Mandatsübernahme über die für dessen Ausübung notwendigen 
Kenntnisse und Erfahrungen verfügt. Fehlen ihm diese, so ist ihm das als 
Übernahmeverschulden anzulasten (Urteil des Bundesgerichts 9C_88/2023 vom 
13. März 2024 E. 4.3.1 m.w.H.; vgl. REICHMUTH, a.a.O., Rz. 212). Wenn auch die 
Sorgfaltspflicht der Organe einer Aktiengesellschaft grundsätzlich streng ist, ist 
doch das Ausmass der Sorgfaltspflicht nach den Verhältnissen im Einzelfall zu 
beurteilen (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 43 ff.). Das Mass der zu verlangenden 
Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den 
kaufmännischen Belangen jener Arbeitskategorie, welcher der Betroffene angehört, 
üblicherweise erwartet werden kann und muss. Die Differenzierung des Sorgfalts-
massstabs richtet sich nach der Organisation und Rechtsform des Arbeitgebers, sie 
ist nicht abhängig von der Branche der Gesellschaft oder der Berufsgattung des 
Organs (vgl. dazu BGE 108 V 199 E. 3a; FREY, a.a.O., Art. 52 AHVG Rz. 4 und 14 f.; 
FORSTER, a.a.O., Rz. 11.22 f.). Vom Verwaltungsratspräsidenten einer Aktiengesell-

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schaft oder vom Geschäftsführer einer GmbH, der einziges ausführendes Organ 
einer Gesellschaft ist, ist ein höheres Mass an Sorgfalt zu verlangen als vom Organ 
eines Grossunternehmens, dessen Kontrollmöglichkeiten eingeschränkt sind 
(BGE 108 V 199 E. 3b). Es ist nicht jede Verletzung der öffentlich-rechtlichen 
Aufgaben einer Arbeitgeberin ohne Weiteres als qualifiziertes Verschulden ihrer 
Organe zu werten; vielmehr wird ein Normverstoss von einer gewissen Schwere 
verlangt. Der Verwaltungsrat bzw. Geschäftsführer kann sich seiner 
Überwachungspflicht im Sinne von Art. 716a OR durch eine Delegation seiner 
Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnisse an Dritte nicht entledigen. Auch 
wenn sich der Verwaltungsrat auf die Überprüfung der Tätigkeit der Geschäfts-
leitung und des Geschäftsganges beschränken darf, wird diesbezüglich verlangt, 
dass er sich laufend über den Geschäftsgang informiert, Rapporte verlangt und sie 
sorgfältig studiert, nötigenfalls ergänzende Auskünfte beizieht und Irrtümer 
abzuklären versucht. Massgebend sind dabei die gesetzlich nicht übertragbaren 
Pflichten des Verwaltungsrates (vgl. dazu FREY, a.a.O., Art. 52 AHVG Rz. 15; 
KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 41 ff. m.H.).

7.3. Als Kriterien der Beurteilung des Verschuldens werden u.a. die Organisation 
und Aufgabendelegierung innerhalb des Arbeitgebers, die Passivität des 
Arbeitgebers und seiner Organe, die Dauer der Beitragsausstände sowie die 
Unternehmensgrösse berücksichtigt. Strengere Anforderungen an die 
Überwachungs- und Kontrollpflichten gelten bei Kleinunternehmen. Es wird vom 
zuständigen Organ erwartet, über sämtliche Belange der Gesellschaft inklusive des 
Beitragswesens im Bilde zu sein, selbst wenn die Befugnisse delegiert wurden (vgl. 
NEDI, Die Haftung der GmbH als Arbeitgeberin nach Art. 52 AHVG und Art. 52 BVG, 
S. 148 f.). Wenn eine Gesellschaft bei objektiver Betrachtung durch einfache und 
leicht überschaubare Betriebsverhältnisse (wenige Angestellte, einfache 
Verwaltungsstruktur) gekennzeichnet ist, so ist ein strenger Sorgfaltsmassstab 
anzulegen (Urteil des Bundesgerichts 9C_763/2018 vom 16. Juli 2019 E. 4.1.1). Die 
Ausgleichskasse, welche feststellt, dass sie einen durch Missachtung von 
Vorschriften entstandenen Schaden erlitten hat, darf rechtsprechungsgemäss 
davon ausgehen, dass die Vorschriften absichtlich oder mindestens grobfahrlässig 
verletzt wurden, sofern keine Rechtfertigungs- oder Exkulpationsgründe gegeben 
sind (vgl. BGE 121 V 243 E. 4b, 108 V 183 E. 1b; Urteile des Bundesgerichts 
9C_779/2023 vom 20. März 2024 E. 5.4, 9C_599/2017 vom 26. Juni 2018 
E. 4.2.1 ff.; FREY, a.a.O., Art. 52 AHVG Rz. 12; NUSSBAUMER, a.a.O., S. 1077 f. 
m.H.a. BGE 108 V 186 E. 1b). Der Begriff der Grobfahrlässigkeit im Sinne von 
Art. 52 AHVG ist gleich zu verstehen wie im übrigen Haftpflicht- und Versicherungs-
recht. Grobfahrlässig handelt, wer eine elementare Vorsichtsmassnahme 

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missachtet bzw. ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher 
Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Somit 
handelt grundsätzlich grobfahrlässig im Sinne von Art. 52 AHVG, wer etwa als 
Mitglied des Verwaltungsrats seinen Pflichten gemäss Art. 716a Abs. 1 OR nicht 
nachkommt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_112/2023 vom 13. März 2024 
E. 5.4.1). Auch Passivität trotz Kenntnis der ausstehenden Beitragszahlungen ist 
als grobfahrlässig zu bewerten (FREY, a.a.O., Art. 52 AHVG Rz. 15). Die 
Verschuldensfrage wird primär nach den Umständen beurteilt, die zum Zahlungs-
rückstand geführt haben (BGE 124 V 255 E. 3b); dabei stellt der Normverstoss von 
einer gewissen Schwere eine grobe Fahrlässigkeit im Sinne von Art. 52 AHVG dar 
(vgl. zum Ganzen: KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 41 ff. m.w.H.). Solches Verhalten ist 
den verantwortlichen Organen grundsätzlich als qualifiziertes Verschulden 
zuzurechnen, was die volle Schadenersatzpflicht nach sich zieht, sofern ein 
adäquater Kausalzusammenhang zwischen der schuldhaften Verletzung von 
Vorschriften und dem Schadenseintritt besteht und die Ausgleichskasse kein 
Mitverschulden trifft. Der Grund für diese Praxis liegt in der besonderen Natur der 
AHV-Beiträge, hinsichtlich welcher der Arbeitgeber die Funktion eines 
Vollzugsorgans ausübt (Art. 51 AHVG; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_88/2023 
vom 13. März 2024 E. 4.3.1). Daraus resultiert eine besondere Pflicht, für die 
ordnungsgemässe Bezahlung der Beiträge zu sorgen (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 52 
Rz. 48 ff.).

7.4. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei der C._____ AG resp. F._____ AG 
um eine Gesellschaft mit einfacher, überschaubarer Verwaltungsstruktur. Sie 
verfügt über ein Gesellschaftskapital von CHF 100'000.00 und beschäftigte im 
betreffenden Zeitraum von 2019 bis 2021 zwei versicherte Mitarbeitende (inklusive 
Beschwerdeführer) bei einer Lohnsumme von insgesamt CHF 728'000.00 (2019 
CHF 192'000.00 [SVA-act. II.24], 2020 CHF 216'000.00 [SVA-act. II.182] und 2021 
CHF 320'000.00 [SVA-act. II.183]). Als formelles Organ war der Beschwerdeführer 
als alleiniges Mitglied des Verwaltungsrats mit Einzelunterschrift tätig. Damit traf 
den Beschwerdeführer eine sehr hohe Sorgfaltspflicht. In seiner Funktion war er 
dafür verantwortlich, dass die Gesellschaft als Arbeitgeberin ihrer Beitragspflicht 
gegenüber der Beschwerdegegnerin nachkam. Es musste dem Beschwerdeführer 
bewusst sein, dass er sich im Rahmen seiner Sorgfalts- und Aufsichtspflichten für 
das Beitragswesen interessieren und engagieren musste, so dass nicht Löhne 
ausbezahlt worden wären, deren Sozialversicherungsbeiträge nicht gedeckt waren. 
Umso mehr, als die C._____ AG praktisch seit deren Anschluss an die 
Beschwerdegegnerin Zahlungsschwierigkeiten hatte, gemahnt werden musste und 
zudem für sämtliche Beiträge Zahlungsaufschübe resp. Ratenzahlung gewährt 

22 / 28

werden mussten (vgl. Zahlungsaufschub Lohnbeiträge 2019 vom 14. Januar 2021 
[SVA-act. II.28]), Zahlungsaufschübe Lohnbeiträge 2020 vom 15. März 2021 und 
12. Juli 2021 [SVA-act. II.62, II.107]). Ausserdem mussten für die Lohnbeiträge 
2019 und 2020 jeweils am 13. Oktober 2021 Betreibungen eingeleitet werden, was 
in die beiden Verlustscheine vom 12. Mai 2022 mündete (SVA-act. II.130, II.131, 
II.199 und II.200). Der Beschwerdeführer hatte spätestens im Dezember 2020 mit 
Erhalt der Nachtragsrechnung für die Lohnbeiträge 2019 (SVA-act. II.22) und 
aufgrund der Tatsache, dass die C._____ AG diese Rechnung nicht bezahlen 
konnte, Kenntnis von den finanziellen Schwierigkeiten der Gesellschaft.

7.5. Trotz Zahlungsschwierigkeiten u.a. auch aufgrund der Covid-19-Pandemie, 
die zu einem Umsatzrückgang führten, haben sich der Beschwerdeführer und seine 
in der Gesellschaft tätige Ehefrau H._____ in den Jahren 2020 und 2021 
Lohnerhöhungen zugestanden. So erzielten sie im Jahr 2019 noch einen Bruttolohn 
von insgesamt CHF 192'000.00; 2020 bereits einen solchen von CHF 216'000.00 
und 2021 einen solchen von CHF 320'000.00. Dabei stieg das Einkommen von 
H._____ von zunächst CHF 72'000.00 auf CHF 92'000.00 und zuletzt auf ein 
Jahreseinkommen von CHF 200'000.00 an. Dies obwohl die beiden 
Arbeitnehmenden in den Jahren 2020 und 2021 Corona-Erwerbsersatz-
entschädigung bezogen (vgl. Abrechnungen [SVA-act. II.31 - 34, II.42 f., II.58 f., 
II.66 f., II.72 f., II.87 f., II.105 f., II.109 f., II.121 f., II.175] resp. 
Rückforderungsverfügungen [SVA-act. II.229 - 233, II.236 - 240, II.244 f.]; Bericht 
über Stichprobenkontrolle bei Bezügern von Corona Erwerbsersatz [SVA-act. 
II.202, II.227]; Notizen zur Arbeitgeberkontrolle [SVA-act. II.222]).

Bei pflichtgemässer Ausübung seiner Sorgfalts- und Überwachungspflichten als 
alleiniger Verwaltungsrat der C._____ AG hätte der Beschwerdeführer, der die 
finanziellen Schwierigkeiten kannte resp. hätte kennen müssen, in denen sich die 
Gesellschaft offensichtlich seit Längerem befand, mit erhöhter Aufmerksamkeit für 
die Begleichung der ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge der Mitarbeitenden 
sorgen bzw. die diesbezüglichen erforderlichen Massnahmen ergreifen müssen. 
Durch die Passivität des Beschwerdeführers und die Weiterführung der C._____ 
AG ohne erforderliche finanzielle Basis entstanden laufend Schulden gegenüber 
der Ausgleichskasse, die voraussehbarerweise nicht mehr gedeckt werden 
konnten. Indem der Beschwerdeführer seine Sorgfaltspflicht missachtete, hat er 
ausser Acht gelassen, "was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und 
unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen" (vgl. KIESER, 
a.a.O., Art. 52 Rz. 42 m.w.H.). Dieses Fehlverhalten wiegt umso schwerer, als dass 
trotz finanziellen Schwierigkeiten der Gesellschaft dem Beschwerdeführer und 

23 / 28

seiner Ehefrau jedes Jahr höhere Jahreslöhne ausbezahlt wurden. Nach dem 
Gesagten hat der Beschwerdeführer seine Beitragspflicht betreffend die Beiträge 
für die Jahre 2019 bis 2021 gemäss Art. 14 AHVG und Art. 34 AHVV wie auch seine 
Pflicht, für die Zahlungsfähigkeit der C._____ AG zu sorgen, zumindest grobfahr-
lässig verletzt.

7.6.1. Es gilt schliesslich noch zu prüfen, ob allenfalls Rechtfertigungs- oder 
Exkulpationsgründe gegeben sind. Grundsätzlich obliegt es dem Arbeitgeber oder 
seinen Organen, Gründe, die ein Verschulden im Sinne von Absicht oder 
Grobfahrlässigkeit ausschliessen, zu behaupten, Beweise dafür zu liefern oder zu 
beantragen. Werden entlastende Umstände nicht geltend gemacht oder nicht 
hinreichend substanziiert, sind derartige Umstände nicht ohne Weiteres ersichtlich 
oder führen die Abklärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat die ins Recht 
gefasste Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Dies gilt auch bezüglich 
allfälliger Rechtfertigungs- oder Exkulpationsgründe (KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz. 110 
m.H.). Grundsätzlich ist unerheblich, dass die Beiträge in Ermangelung finanzieller 
Mittel nicht bezahlt worden sind, denn für die Beurteilung der Haftbarkeit des 
Beschwerdeführers kommt es nicht darauf an, dass die Gesellschaft nicht über 
ausreichende materielle Mittel verfügte. Entscheidend ist vielmehr, ob sie infolge 
Verschuldens des Beschwerdeführers nicht in der Lage war, ihrer Zahlungspflicht 
gegenüber der Ausgleichskasse nachzukommen (vgl. BGE 109 V 86 E. 5 f.). Nach 
der Rechtsprechung ist es allerdings denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in 
vorsätzlicher Missachtung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen 
Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig wird, wenn besondere 
Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht 
schuldhaft erscheinen lassen. So kann es sein, dass es einem Arbeitgeber, der sich 
in schwieriger finanzieller Lage befindet, durch das Nichtbezahlen der Beiträge 
gelingt, die Existenz seines Unternehmens zu retten. Ein solches Vorgehen führt 
allerdings nur dann nicht zu einer Haftung gemäss Art. 52 AHVG, wenn der 
Arbeitgeber zunächst für das Überleben des Unternehmens wesentliche andere 
Forderungen (insbesondere der Arbeitnehmer und Lieferanten) befriedigt, 
gleichzeitig aber auf Grund der objektiven Umstände und einer seriösen Beurteilung 
der Lage annehmen darf, die geschuldeten Beiträge innert nützlicher Frist 
nachzahlen zu können (BGE 108 V 183 E. 2, bestätigt in BGE 121 V 243, 132 III 
523 E. 4.6; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_779/2023 vom 20. März 2024 
E. 5.3.1, 9C_32/2024 vom 5. März 2024 E. 4.4.3, 9C_321/2022 vom 29. März 2023 
E. 5.3.1). Rechtfertigungs- oder Exkulpationsgründe sind dann nicht gegeben, wenn 
angesichts der Höhe der bestehenden Verbindlichkeiten und der eingegangenen 
Risiken von der vorübergehenden Nichtbezahlung der Forderungen objektiv keine 

24 / 28

für die Rettung der Firma ausschlaggebende Wirkung erwartet werden kann, was 
zu verneinen ist, wenn im Vergleich zum sonstigen finanziellen Rahmen oder 
Engagement der Firma nicht sehr hohe Beitragsausstände zu verzeichnen sind. Der 
finanzielle Engpass darf dabei nur vorübergehender Natur sein, gemeint sind 
Monate und nicht Jahre (Urteil des Bundesgerichts 9C_321/2022 vom 29. März 
2023 E. 5.3.1 m.w.H.).

7.6.2. Der Beschwerdeführer beschränkt seinen Einwand im Grundsatz darauf, 
dass er alles für den Erhalt der Gesellschaft getan habe. Es sei dem Gesellschafts-
organ – trotz entsprechender Bemühungen – nicht möglich gewesen, für die 
Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge besorgt zu sein. Durch das 
Nichtbezahlen der Beiträge sei es gelungen, die Existenz der Gesellschaft zu retten. 
Sie sei weder in Konkurs geraten noch liquidiert worden. Aktenkundig sind 
finanzielle Ausstände, die bereits auf das Jahr 2019 – und damit vor die 
Massnahmen gegen die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie ab Mitte März 2020 
– zurückgehen (vgl. Nachtragsrechnung betr. Lohnbeiträge 2019 vom 
14. Dezember 2020 [SVA-act. II.22], Verfügung betr. Verzugszinsen für 
auszugleichende Lohnbeiträge 2019 [SVA-act. II.23], Bewilligung 
Zahlungsaufschub Lohnbeiträge 2020 [SVA-act. II.62], Nachtrag/Korrektur zur 
Lohndeklaration 2019 [SVA-act. II.24], Zahlungsaufschub vom 14. Januar 2021 
bezüglich Lohnbeiträge 2019 [SVA-act. II.28]). Aktenkundig sind auch die weiteren 
finanziellen Ausstände betreffend die Lohnbeiträge der Jahre 2020 und 2021. So 
wurden auch diese Lohnbeiträge verspätet deklariert und damit nicht fristgerecht 
beglichen (vgl. Schlussrechnung Lohnbeiträge 2020 und Verfügung Verzugszinsen 
für auszugleichende Lohnbeiträge 2020 [SVA-act. II.55 und II.56], 
Zahlungsaufschub Lohnbeiträge 2020 [SVA-act. II.107], Schlussrechnung 
Lohnbeiträge 2021 und Verfügung Verzugszinsen für auszugleichende 
Lohnbeiträge 2021 [SVA-act. II.164 und II.165], Nachtrag/Korrektur zur 
Lohndeklaration 2020 und 2021 vom 18. März 2022 [SVA-act. II.182 und II.183]; 
Nachtragsrechnungen Lohnbeiträge 2020 und 2021 vom 5. April 2022 [SVA-act. 
II.185 und II.186] samt Verfügungen betr. Verzugszinsen [SVA-act. II.187 und 
II.188]). Da die Lohnbeiträge trotz Zahlungsaufschub nicht beglichen wurden, 
musste die C._____ AG gebührenpflichtig gemahnt (vgl. SVA-act. II.104, II.197 und 
II.198) und danach die Betreibung eingeleitet werden (vgl. Betreibungsbegehren 
vom 12.  Oktober 2021 [SVA-act. II.125 und II.126], 22. Juni 2022 [SVA-act. II.226], 
2. Oktober 2023 und 9. Oktober 2023 [SVA-act. II.275 und II.277]; Zahlungsbefehle 
vom 13. Oktober 2021 [SVA-act. II.130 und II.131], 23. Juni 2022 [SVA-act. II.247], 
2. Oktober 2023 und 9. Oktober 2023 [SVA-act. II.281]). Die Beschwerdegegnerin 
erliess aufgrund der erhobenen Rechtsvorschläge am 19. Oktober 2021 die 

25 / 28

entsprechenden Veranlagungsverfügungen (SVA-act. II.136 und II.137) und 
gestützt auf die dagegen erhobenen Einsprachen wiederum die (rechtskräftigen) 
Einspracheentscheide vom 4. November 2021 (SVA-act. II.141 und II.142). Die 
Beschwerdegegnerin liess die Betreibungen am 13. Dezember 2021 fortsetzen 
(SVA-act. II.145 und II.146), woraus die Verlustscheine vom 12. Mai 2022 
resultierten (SVA-act. II.199 und II.200). Mit Schreiben vom 25. Mai 2022 wies die 
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer auf die Arbeitgeberhaftung hin (SVA-
act. II.215). Am 27. September 2023 ersuchte sie schliesslich um Fortsetzung des 
Inkassoverfahrens betreffend die Verlustscheine vom 12. Mai 2022 (SVA-act. II.268 
und II.270).

7.6.3. Die Beitragsausstände der C._____ AG resp. F._____ AG für die Jahre 2019 
bis 2021 belaufen sich auf einen Betrag von insgesamt CHF 101'845.85 (vgl. 
Beitragsübersicht Lohnbeiträge vom 19. Juli 2023 [SVA-act. I.2]) und fallen in die 
Amtszeit des Beschwerdeführers als Organ der C._____ AG. Bereits für die ersten 
Lohnbeiträge von Januar 2019 und fortan mussten – wie oben dargelegt – 
Betreibungen eingeleitet werden (vgl. vorstehende Erwägung 7.6.2). Die 
Beitragsausstände waren demnach nicht von relativ kurzer Dauer (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 9C_330/2010 vom 18. Januar 2011 E. 3.4 m.H.). Damit ist 
offenkundig, dass es sich hierbei nicht um einen zeitlich befristeten Engpass von 
wenigen Monaten, sondern um einen langfristigen Engpass handelte. Die 
ausstehenden Beiträge wurden ausserdem nicht innert nützlicher Frist nachbezahlt. 
Folglich können weder die schwierige finanzielle Lage, der Auftragsrückgang 
aufgrund der Covid-19-Pandemie noch die vorgebrachte Existenzrettung der 
Gesellschaft durch das Nichtbezahlen der Beiträge als Rechtfertigungsgrund 
herangezogen werden. Durch die Passivität resp. das Zuwarten des Beschwerde-
führers entstanden fortlaufend weitere Schulden bei der Beschwerdegegnerin, die 
voraussehbarerweise nicht mehr gedeckt werden konnten. Der Beschwerdeführer 
durfte, da bei der C._____ AG bereits seit 2019 finanzielle Engpässe bestanden 
hatten, die zu mehreren Betreibungen und Verlustscheinen geführt hatten, nicht aus 
ernsthaften und objektiven Gründen annehmen, die Beitragsschulden innert 
nützlicher Frist bezahlen zu können. Indem trotzdem Löhne ausbezahlt wurden bzw. 
sogar Lohnsteigerungen stattfanden, obwohl die darauf geschuldeten Beiträge nicht 
bezahlt werden konnten, hat der Beschwerdeführer seine Pflicht in Bezug auf das 
Beitragswesen zumindest grobfahrlässig missachtet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_88/2023 vom 13. März 2024 E. 4.3.1). Es sind weder Umstände dargetan 
worden, welche sein Verhalten als berechtigt oder entschuldbar erscheinen liessen, 
noch ergeben sich hierfür irgendwelche Anhaltspunkte aus den Akten (vgl. BGE 108 
V 199 E. 3b). Inwiefern Massnahmen vorgenommen wurden, um die Bezahlung der 

26 / 28

Sozialversicherungsbeiträge zu sichern – wie der Beschwerdeführer vorbringt – ist 
nicht ersichtlich. Solche Bemühungen ergeben sich weder aus seinen Eingaben 
noch aus den vorliegenden Akten. Vielmehr geht aus den Akten hervor, dass der 
Beschwerdeführer und seine Ehefrau in den Jahren 2020 und 2021 – also während 
der Covid-19-Pandemie, als die Aufträge "minder" waren – jährlich einen höheren 
Bruttolohn einnahmen (2020 CHF 216'000.00 [SVA-act. II.182] und 2021 
CHF 320'000.00 [SVA-act. II.183]). Die gemäss Rechtsprechung erforderliche 
seriöse Lagebeurteilung, d.h. objektive Umstände, die auf entsprechende 
Bemühungen zur geschuldeten Beitragszahlung hinweisen, hat nicht stattgefunden. 
Zumal der Beschwerdeführer auch keine Reduktion der ausbezahlten Löhne als 
Massnahme in Betracht zog. Pandemiebedingte Auftragsrückgänge oder das 
frustrane Vertrauen, dass sich die Covid-19-bedingte Situation im Jahr 2021 wieder 
verbessern würde, sind keine Rechtfertigungsgründe. Weitere sind auch nicht 
erstellt. Vielmehr hätte der Beschwerdeführer bei jeder Lohnzahlung die darauf 
geschuldeten Beiträge leisten müssen. Ein Rechtfertigungs- bzw. Exkulpations-
grund liegt nach dem Gesagten nicht vor.

8. Zwischen dem bei der Beschwerdegegnerin eingetretenen Schaden und 
dem pflichtwidrigen Verhalten der Arbeitgeberin muss sodann ein adäquater 
Kausalzusammenhang bestehen (vgl. BGE 119 V 401 E. 4a; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_88/2023 vom 13. März 2024 E. 4.3.1, 9C_321/2022 vom 
29. März 2023 E. 6.2, 9C_599/2017 vom 26. Juni 2018 E. 4.3.1.1). Ein Ergebnis hat 
dann als adäquate Ursache eines Schadens zu gelten, wenn es nach dem 
gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach allgemeiner Lebenserfahrung an sich 
geeignet ist, einen Erfolg in der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt 
des Erfolgs durch das Ereignis also allgemein als begünstigt erscheint (vgl. 
BGE 125 V 456 E. 5a). Die Verletzung der Beitragspflicht bzw. Zahlungspflicht 
durch den Beschwerdeführer ist nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 
der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet, der Ausgleichskasse den entstandenen 
Schaden herbeizuführen. Hätte der Beschwerdeführer die Löhne nur insoweit 
ausbezahlt, als die darauf geschuldeten Abgaben bei Fälligkeit hätten beglichen 
werden können, wäre der Schaden nicht eingetreten bzw. geringer ausgefallen. Der 
adäquate Kausalzusammenhang ist folglich gegeben. Es würde daran fehlen, wenn 
auch ein pflichtgemässes Verhalten den Schaden nicht hätte verhindern können 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_673/2024 vom 11. März 2025 E. 4.5.1, 
9C_599/2017 vom 26. Juni 2018 E. 4.3.1.1, 9C_27/2017 vom 8. August 2017 E. 4.6 
m.w.H.) oder wenn der Ausgleichskasse eine grobe Pflichtverletzung wie die 
Missachtung elementarer Vorschriften der Beitragsveranlagung und des 
Beitragsbezugs vorzuwerfen wäre, was für die Entstehung oder Verschlimmerung 

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des Schadens adäquat kausal wäre. In diesem Fall kann der Schadenersatz 
ermessensweise herabgesetzt werden (vgl. NEDI, a.a.O., S. 151). Letzteres kann 
indes vorliegend ohne Weiterungen verneint werden, da den Akten keine 
entsprechenden Anhaltspunkte zu entnehmen sind.

9. Fazit

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sämtliche Haftungs-
voraussetzungen gemäss Art. 52 AHVG gegenüber dem Beschwerdeführer als 
verantwortliches Organ der C._____ AG resp. F._____ AG erfüllt sind. Die 
Beschwerdegegnerin hat demnach den Beschwerdeführer zu Recht verpflichtet, 
Ersatz für den entstandenen Schaden in der Höhe von CHF 101'845.85 zu leisten. 
Folglich ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 9. April 2024 zu bestätigen, 
was zur Abweisung der Beschwerde führt. Damit erübrigen sich Weiterungen zur 
beantragten Feststellung, dass der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 
keinen Schadenersatz zu bezahlen habe.

10. Kosten- und Entschädigungsfolgen

10.1. In Anwendung der geänderten Praxis des früheren Verwaltungsgerichts und 
heutigen Obergerichts des Kantons Graubünden (vgl. Urteil des Verwaltungs-
gerichts des Kantons Graubünden S 21 48 vom 8. Februar 2022 E. 4.1. ff. und 
S 21 49 vom 8. Februar 2022 E. 3.1. ff.) richtet sich die Kostenpflicht und der 
Kostenrahmen von versicherungsgerichtlichen Verfahren gemäss Art. 61 ATSG, die 
nicht als Leistungsstreitigkeiten im Sinne von Art. 61 lit. fbis ATSG gelten, wie 
insbesondere Beitragsstreitigkeiten, grundsätzlich nach dem kantonalen Recht und 
somit nach den allgemeinen Kostenverlegungsgrundsätzen für Rechtsmittel- und 
Klageverfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubündens (Art. 72 ff. VRG). 
Die Staatsgebühr beträgt in der Regel höchstens CHF 20'000.00 und richtet sich 
nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse und 
der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen. Vorliegend ist die 
Staatsgebühr in Anwendung von Art. 75 Abs. 2 VRG praxisgemäss auf 
CHF 1'000.00 festzusetzen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die 
Gerichtskosten durch den unterliegenden Beschwerdeführer zu tragen (Art. 73 
Abs. 1 VGR).

10.2. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

28 / 28

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 1'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 616.00

Total CHF 1'616.00

gehen zu Lasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]