# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** daf6991e-967d-5298-86b7-f23dd418fba5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.10.2025 E-7338/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7338-2025_2025-10-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7338/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Kaspar Gerber 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler,   

Gerichtsschreiberin Tina Zumbühl. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Ukraine,  

(…),   

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Widerruf vorübergehender Schutz (Asyl);  

Verfügung des SEM vom 27. August 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7338/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin stellte am 17. Juli 2023 in der Schweiz ein Gesuch 

um Gewährung des vorübergehenden Schutzes. Mit Verfügung vom 

21. Juli 2023 gewährte das SEM der Beschwerdeführerin vorübergehen-

den Schutz in der Schweiz. 

B.  

Gemäss Vollzugs- und Erledigungsmeldung des Kantons B._______ war 

die Beschwerdeführerin seit 24. Oktober 2023 unbekannten Aufenthaltes. 

Am 11. Januar 2024 meldete sie sich wieder bei den Behörden des Kan-

tons B._______ an und gab an, sie sei mit ihrem Lebenspartner C._______  

(N […]) in Ungarn gewesen. 

C.  

Am (…) 2024 kam ihre Tochter D._______ zur Welt. 

D.  

Gemäss kantonalen Akten waren die Beschwerdeführerin und ihre Tochter 

ab dem 17. Juli 2024 erneut unbekannten Aufenthalts. Am 19. Dezember 

2024 hat sie sich mit ihrem Partner und ihrer Tochter bei den Behörden des 

Kantons B._______ gemeldet und angegeben, ihr Partner habe von Juli 

bis Dezember 2024 in Ungarn gearbeitet. 

E.  

Mit Schreiben vom 23. Dezember 2024 gab das SEM der Beschwerdefüh-

rerin die Möglichkeit, zur Landesabwesenheit Stellung zu nehmen. Die Be-

schwerdeführerin reichte keine Stellungnahme ein. 

F.  

Das SEM ersuchte die ungarischen Behörden am 16. Januar 2025 um 

Rückübernahme der Beschwerdeführerin gestützt auf das Abkommen vom 

4. Februar 1994 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Re-

gierung der Republik Ungarn über die Übernahme und Übergabe von Per-

sonen an der Staatsgrenze (SR 0.142.114.189). Die ungarischen Behör-

den stimmten der Rückübernahme am 17. Januar 2025 zu und führten an, 

dass die Beschwerdeführerin über einen gültigen ungarischen Schutzsta-

tus verfüge. 

  

E-7338/2025 

Seite 3 

G.  

Das SEM gewährte der Beschwerdeführerin am 25. März 2025 zum beab-

sichtigten Widerruf des vorübergehenden Schutzes sowie zur Anordnung 

der Wegweisung aus der Schweiz das rechtliche Gehör. 

H.  

Am 16. April 2025 reichte die Beschwerdeführerin eine entsprechende 

Stellungnahme ein und führte im Wesentlichen aus, sie könne nicht nach 

Ungarn zurückkehren, da sie an (…) leide und regelmässig (…) habe. Sie 

könne nicht alleine sein und in der Schweiz befänden sich ihre Mutter und 

ihre Schwester, die ihr im Notfall helfen könnten. In Ungarn wäre sie alleine, 

selbst wenn sie mit ihrem Partner zurückkehren würde, da dieser arbeiten 

müsste, um die Familie versorgen zu können. In Ungarn gebe es keine 

finanzielle Unterstützung. 

I.  

Am (…) 2025 wurde der Sohn E._______ geboren. 

J.  

Am 7. Mai 2025 und am 9. Juli 2025 stimmten die ungarischen Behörden 

ausdrücklich auch der Übernahme der beiden Kinder D._______ und 

E._______ zu. 

K.  

Mit Verfügung vom 27. August 2025 – eröffnet am 5. September 2025 – wi-

derrief das SEM den vorübergehenden Schutz der Beschwerdeführerin, 

verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug der 

Wegweisung an. 

L.  

Mit Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 23. September 2025 

(Poststempel: 24. September 2025) erhob die Beschwerdeführerin Be-

schwerde gegen die Verfügung des SEM vom 27. August 2025. Sie 

beantragt, der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben und ihr der Schutz-

status S zu gewähren, eventualiter sei festzustellen, dass eine Wegwei-

sung unzulässig und/oder undurchführbar sei und eine vorläufige Auf-

nahme zu gewähren, subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an 

das SEM zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersucht die 

Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

und der Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands sowie um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht. 

E-7338/2025 

Seite 4 

Des weiteren stellt die Beschwerdeführerin folgende Anträge: die Schweiz 

sei gemäss Art. 29 Abs. 2 Dublin-III-VO als zuständiger Staat festzustellen, 

ihren Kindern sei ebenfalls der Schutzstatus S zu gewähren und die Sache 

sei unter Berücksichtigung der Geburten der Kinder und der medizinischen 

und humanitären Umstände unter Art. 17 Dublin-III-VO erneut zu beurtei-

len, ausserdem sei eine mündliche Verhandlung und ein medizinisches 

Gutachten anzuordnen. Ferner wird beantragt, es sei «die aufschiebende 

Wirkung anzuordnen». 

Der Beschwerde lagen eine Kopie des ukrainischen Reisepasses der Be-

schwerdeführerin, Kopien der Geburtsurkunden ihrer Kinder, medizinische 

Unterlagen, eine Wohnsitzbestätigung und eine Fürsorgebestätigung bei. 

M.  

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte den Eingang der Beschwerde 

am 26. September 2025. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 72 i.V.m. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, 

ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 72 

i.V.m. Art. 108 Abs. 6 AsylG [vgl. BVGE 2023 VI/1 E. 3.8 f.], Art. 48 Abs. 1 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

E-7338/2025 

Seite 5 

1.4 Auf den in der Beschwerde gestellten prozessualen Antrag, es sei die 

aufschiebende Wirkung anzuordnen, ist mangels Rechtsschutzinteresses 

nicht einzutreten, da der vorliegenden Beschwerde von Gesetzes wegen 

aufschiebende Wirkung zukommt und die Vorinstanz diese auch nicht ent-

zogen hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 und 2 VwVG). 

1.5 Auch auf die in der Beschwerde gestellten Anträge, den Kindern sei der 

Schutzstatus S zu gewähren und das SEM müsse die Sache unter Berück-

sichtigung der Geburten der Kinder erneut beurteilen, ist nicht einzutreten. 

Ein Gesuch um vorübergehenden Schutz in der Schweiz beziehungsweise 

um Einbezug in den vorübergehenden Schutz der Mutter müsste bei der 

Vorinstanz beantragt werden. Auf den Antrag, «die Schweiz sei gemäss 

Art. 29 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung als zuständiger Staat festzustellen» ist 

ebenfalls nicht einzutreten, zumal es sich vorliegend nicht um ein Dublin-

Verfahren handelt. 

1.6 Im Übrigen ist auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich, soweit den Widerruf vorübergehenden Schutzes betreffend, 

nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (i.V.m. Art. 72 AsylG), im Bereich des Auslän-

derrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 72 i.V.m. Art. 111 Bst. e AsylG). Wie 

nachstehend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 72 i.V.m. 

Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG (i.V.m. Art. 72) wurde auf die Durchfüh-

rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gestützt auf Art. 4 AsylG kann die Schweiz Schutzbedürftigen für die 

Dauer einer schweren allgemeinen Gefährdung, insbesondere während ei-

nes Kriegs oder Bürgerkriegs sowie in Situationen allgemeiner Gewalt, vo-

rübergehenden Schutz gewähren. Der Bundesrat entscheidet, ob und nach 

welchen Kriterien Gruppen von Schutzbedürftigen vorübergehender 

Schutz gewährt wird (Art. 66 Abs. 1 AsylG). 

E-7338/2025 

Seite 6 

4.2 Am 11. März 2022 hat der Bundesrat gestützt auf Art. 66 Abs. 1 AsylG 

eine Allgemeinverfügung zur Gewährung des vorübergehenden Schutzes 

im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine erlassen (BBI 2022 

586). Gemäss Ziff. I dieses Erlasses wird der Schutzstatus für folgende 

Personenkategorien gewährt: 

a. schutzsuchende ukrainische Staatsbürgerinnen und -bürger und ihre 

Familienangehörige (Partnerinnen und Partner, minderjährige Kinder 

und andere enge Verwandte, welche zum Zeitpunkt der Flucht ganz 

oder teilweise unterstützt wurden), welche vor dem 24. Februar 2022 

in der Ukraine wohnhaft waren; 

b. schutzsuchende Personen anderer Nationalität und Staatenlose sowie 

ihre Familienangehörige gemäss Definition in Buchstabe a, welche vor 

dem 24. Februar 2022 einen internationalen oder nationalen Schutz-

status in der Ukraine hatten; 

c. Schutzsuchende anderer Nationalität und Staatenlose sowie ihre Fa-

milienangehörige gemäss Definition in Buchstabe a, welche mit einer 

gültigen Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung belegen können, 

dass sie über eine gültige Aufenthaltsberechtigung in der Ukraine ver-

fügen und nicht in Sicherheit und dauerhaft in ihre Heimatländer zu-

rückkehren können. 

4.3 Gestützt auf Art. 78 Abs. 1 Bst. d AsylG kann das SEM den vorüberge-

henden Schutz widerrufen, wenn die schutzbedürftige Person in einem 

Drittstaat ein ordentliches Aufenthaltsrecht hat, in den sie zurückkehren 

kann. 

5.  

5.1 Das SEM führte zur Begründung der angefochtenen Verfügung im We-

sentlichen aus, dass die ungarischen Behörden gestützt auf das bilaterale 

Rückübernahmeabkommen am 17. Januar 2025 der Übernahme der Be-

schwerdeführerin zugestimmt hätten. Die ungarischen Behörden hätten 

dem SEM mitgeteilt, dass sie in Ungarn vorübergehenden Schutz erhalten 

habe. In den Akten seien keine Hinweise ersichtlich, die gegen eine Rück-

kehr nach Ungarn sprächen. Die ungarischen Behörden hätten am 7. Mai 

2025 und am 9. Juli 2025 auch ausdrücklich der Übernahme ihrer Kinder 

D._______ und E._______ zugestimmt und es liege auch eine Zustim-

mung zur Übernahme ihres Partners C._______ vor. Die Voraussetzungen 

für einen Widerruf des vorübergehenden Schutzes gestützt auf Art. 78 Abs. 

E-7338/2025 

Seite 7 

1 Bst. d AsylG seien somit erfüllt und der ihr in der Schweiz gewährte vo-

rübergehender Schutz sei zu widerrufen. 

5.2 In der Beschwerdeschrift macht die Beschwerdeführerin im Wesentli-

chen geltend, sie sei nach der Geburt ihrer ersten Tochter mit ihrem Partner 

nach Ungarn gereist mit dem Ziel, in die Ukraine zurückzukehren. Sie habe 

jedoch erkannt, dass dies unmöglich sei, und habe sich dann Arbeit in Un-

garn gesucht. Ihr Arbeitgeber habe ihr jedoch den Lohn nicht ausbezahlt, 

weshalb sie in die Schweiz zurückgekehrt sei. Sie leide an (…) und benö-

tige ständige medizinische Behandlung. Zudem stille sie ihren Sohn und 

jeglicher Stress wirke sich negativ auf sie und ihre Kinder aus. Sie führte 

weiter aus, dass Ungarn am 17. Januar 2025 die Zustimmung zur Auf-

nahme gegeben habe, die Überstellung sei jedoch nicht innerhalb der 

sechsmonatigen Frist erfolgt, weshalb gemäss der Dublin-III-Verordnung 

die Zuständigkeit auf die Schweiz übergegangen sei. 

6.  

Nach Durchsicht der Akten schliesst sich das Bundesverwaltungsgericht 

der Argumentation in der angefochtenen Verfügung an, welcher die 

Beschwerdeführerin letztlich nichts Entscheidendes entgegenzuhalten 

vermag. Die Beschwerdeführerin verfügt unbestrittenermassen um vo-

rübergehenden Schutz in Ungarn und die ungarischen Behörden haben 

der Rückübernahme der Beschwerdeführerin, ihres Partners und ihrer bei-

den Kinder zugestimmt. Die Beschwerdeführerin verfügt somit über einen 

Aufenthaltsstatus in einem Drittstaat im Sinne von Art. 78 Abs. 1 Bst. d 

AsylG. Die Voraussetzung für den Widerruf des der Beschwerdeführerin 

gewährten vorübergehenden Schutzes ist somit gegeben. 

Der Verweis auf die in der Dublin-III-Verordnung genannten Überstellungs-

frist ist unbehelflich, da es sich – wie gesehen (E. 1.5) – vorliegend nicht 

um ein Dublin-Verfahren, sondern um einen Widerruf des vorübergehen-

den Schutzes gestützt auf ein Rückübernahmeabkommen handelt, wel-

ches nicht an die Fristen der Dublin-III-VO gebunden ist. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM ein Gesuch um Gewährung des vorübergehenden 

Schutzes ab, verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 

ordnet den Vollzug an (vgl. Art. 69 Abs. 4 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführerin verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

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Seite 8 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach vom SEM eben-

falls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je 

m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (vgl. Art. 69 

Abs. 4 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

8.2.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.2.3 Die Beschwerdeführerin hat in der Schweiz kein Asylgesuch gestellt. 

Das flüchtlingsrechtliche Refoulement-Verbot (Art. 5 Abs. 1 AsylG und 

Art. 33 Abs. 1 FK) kommt daher von Vornherein nicht zum Tragen. 

8.2.4 Sodann ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwer-

deführerin für den Fall einer Rückkehr nach Ungarn dort mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen 

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Seite 9 

Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Ungarn ist Signatarstaat der 

EMRK, der FoK und der FK sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Ja-

nuar 1967 (SR 0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrecht-

lichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Die Beschwerdeführerin hat 

denn auch nichts Gegenteiliges dargetan. Der Vollzug der Wegweisung er-

weist sich daher als zulässig. 

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.2 Hinsichtlich der Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

ist zudem auf Art. 83 Abs. 5 AIG zu verweisen, wonach eine Wegweisung 

in einen EU- oder EFTA-Staat vermutungsweise zumutbar ist (vgl. Art. 18 

sowie Anhang 2 der Verordnung über den Vollzug der Weg- und Auswei-

sung sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen [VVWAL, 

SR 142.281]). Auch aus medizinischer Sicht spricht nichts gegen eine 

Rückkehr, zumal aus den eingereichten medizinischen Unterlagen nicht 

hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin auf eine Behandlung angewie-

sen ist (vgl. Arztbericht der (…) des Kantonsspitals F._______ vom 22. Au-

gust 2025). Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass aus den ein-

gereichten ärztlichen Unterlagen betreffend die Kinder ebenfalls nicht er-

sichtlich ist, dass sie eine Behandlung benötigen, welche sie nicht auch in 

Ungarn beanspruchen können. Schliesslich haben die ungarischen Behör-

den auch der Rückübernahme des Partners der Beschwerdeführerin zuge-

stimmt (vgl. SEM Verfügung E.II), weshalb sie zusammen zurückkehren 

können und sie von ihm unterstützt werden kann. Auch der Hinweis auf ihre 

frühere schlechte Arbeitserfahrung in Ungarn vermag nichts zu bewirken, 

zumal ihr Partner bereits in Ungarn gearbeitet habe und dies – wie vom 

SEM zutreffend ausgeführt – die wirtschaftliche Integration der Familie in 

Ungarn erleichtern dürfte. Insgesamt sind den Akten keine konkreten An-

haltspunkte dafür zu entnehmen, sie würde bei einer Rückkehr nach Un-

garn aufgrund individueller Umstände sozialer, wirtschaftlicher oder ge-

sundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage geraten. Anderenfalls hat 

sie – wie vom SEM aufgezeigt – die Möglichkeit, in Ungarn Unterstützung 

bei den Behörden zu beantragen. 

E-7338/2025 

Seite 10 

8.3.3 Das SEM führte zudem aus, die Verfügung vom 27. August 2025 be-

ziehe sich nur auf die Beschwerdeführerin, da ihren Kindern noch kein vo-

rübergehender Schutz in der Schweiz gewährt worden sei, und sie somit 

mit der Verfügung auch nicht nach Ungarn weggewiesen würden. Dennoch 

verwies das SEM zu Recht darauf, dass die Wegweisung nach Ungarn 

auch unter dem Aspekt des Kindswohls als zumutbar zu erachten ist, zu-

mal es nicht zu einer Trennung der Eltern kommt. Ausserdem sind die Kin-

der noch sehr jung und haben nur kurze Zeit in der Schweiz gewohnt. 

8.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.4 Aus der eingereichten Kopie des ukrainischen Reisepasses der Be-

schwerdeführerin geht hervor, dass sie über einen gültigen Pass verfügt, 

und es liegt eine Rückübernahmezustimmung der ungarischen Behörden 

vor. Der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin erweist sich 

demnach auch als möglich (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die in der Beschwerde gestellten Anträge um eine mündliche 

Verhandlung und um Anordnung eines medizinischen Gutachtens sind ab-

zuweisen. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

10.  

10.1 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 

amtlicher Verbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG und Art. 102m 

Abs. 1 Bst. d AsylG sind aufgrund der Aussichtslosigkeit der Beschwerde 

trotz der prozessualen Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin abzuweisen. 

Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wird 

aufgrund des direkten Entscheids in der Hauptsache gegenstandslos. 

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insge-

samt Fr. 750.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

E-7338/2025 

Seite 11 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-7338/2025 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und amtli-

cher Verbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kaspar Gerber Tina Zumbühl 

 

 

Versand: