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**Case Identifier:** d2179de8-b1d8-59c2-b8c1-00c4e6e6224f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-05-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.05.2021 C-3664/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3664-2020_2021-05-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3664/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  M a i  2 0 2 1   

Besetzung 
 Richter Michael Peterli (Vorsitz), 

Richterin Viktoria Helfenstein,  

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiber Lukas Schobinger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, Spanien,  

vertreten durch Abelardo Vazquez Conde, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch,  

Verfügung vom 10. Juni 2020. 

 

 

 

C-3664/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der spanische Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Beschwer-

deführer oder Versicherter) wurde (…) 1958 geboren und ist in seiner Hei-

mat wohnhaft. Er legte in der Schweiz von 1979 bis 2007 eine Gesamtver-

sicherungszeit von 337 Monaten zurück. Zuletzt war er von 2010 bis 2016 

in Spanien als Landwirt erwerbstätig, wobei er in dieser Funktion auch  

mitarbeitende suchtkranke Menschen beaufsichtigte (Akten [nachfolgend: 

act.] der Invalidenversicherungsstelle für Versicherte im Ausland IVSTA 

[nachfolgend: Vorinstanz] 6, 37, 50; BVGer act. 1). Er ist verheiratet und 

beantragte am 10. Juli 2019 eine schweizerische Invalidenrente (act. 28).  

A.b Dr. B._______, Allgemeinmedizinerin beim Regionalen Ärztlichen 

Dienst (RAD) der Vorinstanz, stellte im Aktenbericht vom 12. November 

2019 folgende invalidisierende Diagnosen: 1. Riss der Rotatorenman-

schette der linken Schulter; Tenotomie des Bizepses und Reparatur der 

Manschette am 12. Juli 2016; Rückfall und erneute Intervention 2017; an-

stehende Versorgung mit einer Prothese; 2. Adenokarzinom der Prostata 

(Gleasonscore 6); radikale laparoskopische Prostatektomie am 22. Mai 

2018; radikale Nephrektomie am 31. Januar 2019. Zudem stellte sie fol-

gende nicht invalidisierende Diagnosen: 3. Fettstoffwechselstörung; 4. an-

haltende Entzündung der Bauchspeicheldrüse; 5. Fettleber; 6. gastroöso-

phageale Refluxkrankheit; 7. Zwerchfellbruch; 8. Magenschleimhautent-

zündung; frühere Infektion mit Helicobacter pylori; 9. Grauer Star; Opera-

tion am 20. März 2019. Die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 

gab sie mit 100 % an. Die Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

gab sie ab 6. Oktober 2017 mit 0 % an, unterbrochen nur von zwei dreimo-

natigen Erholungsphasen im Anschluss an die durchgeführten Operatio-

nen. Eine adaptierte Tätigkeit umschrieb sie so: keine Arbeiten mit Kraft-

anstrengungen; keine Anhebung der Extremitäten (Arme) über die Hori-

zontale; keine repetitiven Armbewegungen (vor allem nicht mit dem linken 

Arm). Konkrete Verweistätigkeiten benannte sie nicht (act. 38). 

Dr. B._______ führte mit Stellungnahme vom 9. Januar 2020 weiter aus, 

das Schulterleiden und die weiteren Gesundheitsschäden beeinträchtigten 

die (angestammte) Tätigkeit als «Moniteur socioculturel» nur geringfügig / 

partiell. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (act. 41).  

A.c Die Vorinstanz ermittelte eine Erwerbseinbusse von 1 % bzw. 6 % und 

stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 11. Februar 2020 die Abwei-

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sung des Leistungsbegehrens in Aussicht (act. 43, 44). Der Beschwerde-

führer erhob daraufhin Einwand und reichte medizinische Unterlagen ein. 

Er führte unter anderem aus, die spanische Rentenversicherung habe 

seine Erwerbsunfähigkeit mit 55 % beziffert und ihm eine Teilrente bewilligt 

(act. 45, 50 ff.). Die Vorinstanz wies das Leistungsbegehren mit Verfügung 

vom 10. Juni 2020 ab und verneinte einen Rentenanspruch (act. 60). 

B.  

B.a Der Versicherte, weiterhin vertreten durch den spanischen Rechtsan-

walt Abelardo Vazquez Conde, beantragte mit Beschwerde vom 13. Juli 

2020, es sei ihm ab dem 10. Juli 2019 unter Rücknahme der angefochte-

nen Verfügung eine Invalidenrente in der angemessenen und gerechten 

Höhe zuzusprechen. Er führte im Wesentlichen aus, zur Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit sei eine medizinische Begutachtung durchzuführen. Bis-

lang habe weder eine ärztliche Untersuchung noch ein persönliches Ge-

spräch mit der Vorinstanz stattgefunden. Die medizinische Abklärung sei 

nur mangelhaft erfolgt. Das Ergebnis widerspreche der Einschätzung der 

spanischen Ärzte. Die Vorinstanz habe zudem den beruflichen Hintergrund 

falsch aufgefasst. Die Bezeichnung der letzten Tätigkeit als «Moniteur so-

cioculturel» sei euphemistisch. Er sei von 2010 bis 2016 hauptsächlich als 

Landarbeiter und Viehhüter beschäftigt gewesen. Zudem habe er in dieser 

Funktion nebenbei auch mitarbeitende suchtkranke Menschen beaufsich-

tigt. Abgesehen von der Volksschule habe er keine Ausbildung absolviert. 

In der Schweiz habe er als Gleisarbeiter, in einer Plastikfabrik, in einem 

Restaurant sowie (…) in der Küche und in der Gepäckabfertigung gearbei-

tet (BVGer act. 1). Er reichte diverse medizinische Unterlagen ein und ver-

wies insbesondere auf das spanische Gutachten vom 2. Juli 2020, das 

Dr. C._______ als Spezialist für Körperverletzungen erstellte (BVGer act. 

1, Beilage).  

B.b Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 9. Dezember 

2020 unter Beilage einer allgemeininternistischen RAD-Stellungnahme, die 

Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung sei zu be-

stätigen (BVGer act. 10). Die Vorinstanz führte im Wesentlichen aus, beim 

Versicherte würde ab dem 21. April 2019 keine Einschränkung mehr be-

stehen. Daher bestehe auch kein Rentenanspruch.  

B.c Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Gelegenheit, eine Replik 

einzureichen, worauf der Instruktionsrichter den Schriftenwechsel mit Ver-

fügung vom 10. März 2021 abschloss (BVGer act. 11, 13). Auf die weiteren 

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Seite 4 

Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird – so-

weit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgenden Erwä-

gungen näher eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochte-

nen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung 

der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]; Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, 

ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 

60 ATSG; Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; BVGer act. 5).  

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2). 

2.3 Nach ständiger Rechtsprechung beschränkt sich die Prüfung des So-

zialversicherungsgerichts auf die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass 

der angefochtenen Verwaltungsverfügung entwickelt haben (vgl. Urteil des 

BGer 8C_489/2016 vom 29. November 2016 E. 5.2 m.H. auf BGE 132 V 

215 E. 3.1.1; 130 V 138 E. 2.1; 121 V 362 E. 1b). Tatsachen, die jenen 

Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand ei-

ner neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

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2.4 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz 

in Spanien. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 

1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur 

Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des 

FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen 

Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 

(SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 2015 sind 

auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und 

Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen zwischen der 

Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vorliegen einer an-

spruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im Anwendungsbe-

reich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach schweizerischem 

Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 

16. Januar 2013 E. 4). 

2.5 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1). 

Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 10. Juni 2020 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind.  

3.  

Zum Anspruch auf eine schweizerische Invalidenrente und den Abklärun-

gen, die in diesem Zusammenhang vorzunehmen sind, ist Folgendes vor-

auszuschicken: 

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

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ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

3.2 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-

bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während ei-

nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b) und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine 

Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 

60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze 

Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).  

3.3 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwaltung 

und – im Beschwerdefall – das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen 

und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen 

sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä-

tigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweis-

wertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-

lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-

klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-

hänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-

folgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind (BGE 134 V 231 

E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson 

muss über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des 

BGer 9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). 

3.4 Zwar gilt für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsver-

fahren der Grundsatz der freien Beweiswürdigung, doch hat die Rechtspre-

chung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-

achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufgestellt (vgl. BGE 125 V 351 

E. 3b). So kommt den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 

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Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Be-

obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. 

BGE 137 V 210 E. 2.2.2, BGE 135 V 465 E. 4.4, BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 

Berichte behandelnder Ärzte sind aufgrund deren auftragsrechtlichen Ver-

trauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den 

allgemein praktizierenden Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt 

(Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 655/05 vom 20. März 

2006 E. 5.4 m.H. auf BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Allerdings dürfen auch die 

potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen wer-

den, namentlich wenn sie wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 

Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-

gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des BGer 

9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2 m.H.). Den Berichten und Gutach-

ten versicherungsinterner Ärzte kommt ebenfalls Beweiswert zu, sofern sie 

als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider-

spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. 

Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 

zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivi-

tät und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Um-

stände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung ob-

jektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 V 465 E. 4.4 m.H. auf 125 

V 351 E. 3b/ee). 

3.5 Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der 

IVSTA, welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie 

Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 

und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztli-

che Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. 

Urteile des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 

vom 8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1; je mit 

Hinweisen). Die Aufgabe der versicherungsinternen Fachpersonen besteht 

insbesondere darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfe-

stellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche 

in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den  

medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und versicherungsmedizi-

nisch zu würdigen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit 

Hinweis; Urteil des BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Sie 

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haben die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen, 

wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten 

eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die an-

dere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu-

nehmen ist (BGE 142 V 58 E. 5.1).  

4.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 10. Juni 2020 (act. 60). Streitig und vom Bundesverwal-

tungsgericht zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

schweizerische Invalidenrente.  

4.1 Die RAD-Allgemeinmedizinerin Dr. B._______ kam in ihrer Stellung-

nahme vom 12. November 2019 zum Schluss, dass dem Beschwerdefüh-

rer eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Konkrete Verweistä-

tigkeiten benannte sie nicht (act. 38). Die letzte Tätigkeit als «Moniteur 

socioculturel» erachtete sie zu 80 % als zumutbar (act. 41). Dr. B._______ 

stützte sich bei ihrer Einschätzung ausschliesslich auf die Akten. Eine ei-

gene Untersuchung des Versicherten fand nicht statt. Ihre Begründung fiel 

knapp aus: Der Riss der Rotatorenmanschette der linken Schulter habe 

zwei Interventionen erforderlich gemacht. Aktuell stehe eine Versorgung 

mit einer Prothese an. Arbeiten mit Kraftanstrengungen und mit Anhebung 

der Extremitäten (Arme) über die Horizontale seien nicht mehr durchführ-

bar. Nach der radikalen Prostatektomie am 22. Mai 2018 bestehe nur eine 

Inkontinenz fort, wobei keine entsprechende Schutzvorrichtung erforderlich 

sei. Nach der radikalen Nephrektomie rechts am 31. Januar 2019 liege kein 

zytopathologischer Befund vor. Dass diesbezüglich keine onkologische Be-

handlung stattfinde, lasse an ein gutartiges Geschehen denken (act. 38, 

Seite 4 f.). Einlässlicher würdigte Dr. B._______ am 24. November 2020 

die Arztberichte, die im Beschwerdeverfahren vorgelegt wurden. Im Ergeb-

nis hielt sie an ihrer Einschätzung fest (BVGer act. 10, Beilage).  

4.2 Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht 

verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf Berichte versicherungs-

interner medizinischer Fachpersonen zu entscheiden. In solchen Fällen 

sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne 

zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vor-

zunehmen sind (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465; 122 V 157 E. 1d).  

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4.3 In Anbetracht der neun Diagnosen, die im RAD-Aktenbericht vom 12. 

November 2019 aufgeführt werden, liegt ein komplexes Krankheitsbild vor 

(act. 38; vgl. die Sachverhaltserwägung A.b). Die Diagnosen betreffen ne-

ben der Allgemeinen Inneren Medizin namentlich auch die Orthopädie und 

Urologie. Die fachliche Qualifikation eines Arztes spielt für die Würdigung 

medizinischer Berichte eine erhebliche Rolle. Verwaltung und Sozialversi-

cherungsgericht müssen sich auf die Fachkenntnisse des Verfassers eines 

medizinischen Berichts, auf welchen sie abstellen wollen, verlassen kön-

nen. Der berichtende oder zumindest der den Bericht visierende Arzt muss 

sich über eine allgemein anerkannte Facharztausbildung in der gefragten 

medizinischen Disziplin ausweisen können (Urteil des BGer 9C_736/2009 

vom 26. Januar 2010 E. 2.1 mit diversen Hinweisen). Ob die RAD-Allge-

meinmedizinerin Dr. B._______ (FMH Allgemeine Innere Medizin) zur Be-

urteilung der orthopädischen und urologischen Komponenten qualifiziert 

ist, ist nicht ausgemacht. Mit ihrer orthopädischen und urologischen Ein-

schätzung wagte sie sich auf fachfremdes Gebiet vor, was die Beweiskraft 

der Aktenberichte in Zweifel zieht. Zumindest für die orthopädischen und 

urologischen Komponenten können sie keine abschliessende Beweiskraft 

für sich beanspruchen. Im Ergebnis erweisen sich die medizinischen Ab-

klärungen der Vorinstanz als unvollständig.  

4.4 Hinzu kommt, dass sich die medizinische Aktenlage insgesamt dürftig 

darstellt. Neben den diversen Berichten der behandelnden Ärzte, die keine 

Angaben zur Arbeitsfähigkeit enthalten, liegt der Bericht einer spanischen 

Versicherungsärztin vom 22. Juli 2019 vor, deren fachärztliche Ausrichtung 

unleserlich / nicht angegeben ist. Auch sie attestierte dem Beschwerdefüh-

rer eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit, 

wobei sie diese zentrale Schlussfolgerung nicht weiter und somit auch nicht 

nachvollziehbar begründete (act. 30, Seite 10). Entgegen seinen Ausfüh-

rungen in der Beschwerde scheint aber immerhin am 17. Juli 2019 eine 

medizinische Untersuchung des Versicherten stattgefunden zu haben (act. 

30, Seite 2; BVGer act. 1). Gleichwohl hat der Bericht vom 22. Juli 2019 

nur rudimentären Charakter und ist für die streitigen Belange weder um-

fassend noch ausreichend. Enthalten die Akten – wie im vorliegenden Fall 

– keine beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme einer versi-

cherungsinternen Fachperson in der Regel keine abschliessende Beurtei-

lungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärungen An-

lass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 E. 3.3).  

4.5 Der Beschwerdeführer führte seinerseits aus, er sei gemäss dem spa-

nischen Gutachten vom 2. Juli 2020, das Dr. C._______ als Spezialist für 

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Seite 10 

Körperverletzungen erstellte, zu 75 % für jedwede Tätigkeit arbeitsunfähig 

(BVGer act. 1, Beilage). Er führte mit Verweis auf Dr. C._______ folgende 

Leiden an: 1. Bruch der Rotatorenmanschette links mit Atrophie des linken 

Arms; 2. Inkontinenz mit Windelbedarf nach Operation wegen Prostata-

krebs; 3. Ängstlich-depressives Syndrom nach Operation wegen Krebs an 

der rechte Niere (BVGer act. 1). Auch wenn auf das Parteigutachten von 

Dr. C._______ nicht abzustellen ist, scheint für den medizinischen Laien 

doch möglich / wahrscheinlich, dass das Schulterleiden und die damit ver-

bundenen Schmerzen sowie die Inkontinenz ein Vollpensum auch in einer 

adaptierten Tätigkeit unzumutbar machen bzw. die Leistungsfähigkeit er-

heblich herabsetzen.  

4.6 Zudem ist anzumerken, dass mit dem Riss der Rotatorenmanschette 

der linken Schulter, der anstehenden Versorgung mit einer Prothese, der 

radikalen Prostatektomie am 22. Mai 2018 und der radikalen Nephrektomie 

am 31. Januar 2019 schwerwiegende Diagnosen im Raum stehen, die er-

fahrungsgemäss eine psychische Beeinträchtigung nach sich ziehen kön-

nen. Dem im (nicht psychiatrischen) Parteigutachten vom 2. Juli 2020 at-

testierten ängstlich-depressiven Syndrom kann vor diesem Hintergrund die 

Relevanz nicht leichthin abgesprochen werden. Dass derzeit keine psychi-

atrische Behandlung durchgeführt wird, ändert daran nichts (vgl. BVGer 

act. 10, Beilage). Eine psychiatrische Stellungnahme fehlt bislang. Auch in 

diesem Zusammenhang ist die Beurteilung der RAD-Allgemeinmedizinerin 

Dr. B._______ fachfremd.  

4.7 Eine Berentung allein aufgrund der aktenkundigen Arztberichte schei-

det im vorliegenden Fall aus. Der entsprechende Antrag des Beschwerde-

führers ist zum jetzigen Zeitpunkt abzuweisen. Die aktenkundigen Arzt- 

berichte haben mehrheitlich nur rudimentären Charakter und sind für die 

streitigen Belange weder umfassend noch ausreichend. Eine zuverlässige, 

rechtsgenügliche Beurteilung der medizinischen Situation fehlt bislang. 

Ebenso fehlen begründete Schlussfolgerungen der Expertinnen und Ex-

perten zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; 

BGE 125 V 351 E. 3a). Den vorliegenden Arztberichten ist daher die Be-

weistauglichkeit abzusprechen. Dies gilt namentlich auch für das Partei-

gutachten vom 2. Juli 2020, das Dr. C._______ als Spezialist für Körper-

verletzungen erstellte. Zu ergänzen ist, dass die Berichte von behandeln-

den Ärzten ebenso wie Parteigutachten von vornherein nur mit Vorbehalt 

zu würdigen sind.  

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Seite 11 

5.  

Nach dem Gesagten lassen sich Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit 

aufgrund der Aktenlage nicht zuverlässig beurteilen. Die angefochtene Ver-

fügung ist aufzuheben. Nachdem die vorhandenen Akten für die streitigen 

Belange keine beweistauglichen Unterlagen enthalten, besteht Anlass zu 

weitergehenden Abklärungen. Zum weiteren Vorgehen ist Folgendes zu er-

wägen:  

5.1 Der Beweis über sozialversicherungsrechtliche Ansprüche ist schwer-

gewichtig auf Stufe des Administrativverfahrens zu führen (BGE 137 V 210 

E. 2.2.2), auch wenn das Gericht reformatorisch entscheiden kann (Art. 61 

VwVG). Nach bundesgerichtlicher Praxis ist ein Verfahren jedenfalls zu-

rückzuweisen, wenn die Ergänzung eines Gutachtens oder aber die not-

wendige Erhebung einer bisher völlig ungeklärten Frage ansteht (BGE 137 

V 210 E. 4.4.1.4). Da Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers als zweifelhaft und somit ungeklärt gelten müssen, ist die 

vorliegende Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. Würde eine gravie-

rend mangelhafte Sachverhaltsabklärung im Verwaltungsverfahren stets 

durch die Einholung eines Gerichtsgutachtens im Beschwerdeverfahren 

korrigiert, bestünde die konkrete Gefahr der unerwünschten Verlagerung 

der den Durchführungsorganen vom Gesetz übertragenen Pflicht zur Ab-

klärung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts auf das Gericht 

mit entsprechender zeitlicher und personeller Inanspruchnahme der Res-

sourcen (BGE 137 V 210 E. 4.2; Urteil des BVGer C-1358/2014 vom 11. 

Dezember 2015 E. 5). Die Verwaltung soll zudem nicht dazu verleitet wer-

den, das Gericht die eigentliche Abklärungsarbeit machen zu lassen (vgl. 

dazu MIRIAM LENDFERS, Sachverständige im Verwaltungsverfahren, in: Ueli 

Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.], Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 

2016, S. 187; Urteil des BVGer C-2907/2018). 

5.2 In Anbetracht der neun Diagnosen, die im RAD-Aktenbericht vom 12. 

November 2019 aufgeführt werden, liegt ein komplexes Krankheitsbild vor. 

Um eine vollständige und umfassende Beurteilung des Gesundheitszu-

stands und der Arbeitsfähigkeit zu ermöglichen, erscheint die Durchfüh-

rung einer polydisziplinären medizinischen Begutachtung unumgänglich. 

Die medizinische Aktenlage ist hierfür vorgängig zu aktualisieren, sodass 

der Verlauf bis zum Zeitpunkt der Begutachtung möglichst lückenlos beur-

teilt werden kann. Soweit der Beschwerdeführer über medizinische Unter-

lagen verfügt, die der Vorinstanz noch nicht zugänglich gemacht wurden, 

sind ihr diese umgehend zur Verfügung zu stellen. Die Vorinstanz hat den 

Gutachtern sämtliche medizinischen Unterlagen zugänglich zu machen, 

C-3664/2020 

Seite 12 

wobei diese gegebenenfalls ins Deutsche (oder Französische) zu überset-

zen sind. Angezeigt erscheint eine Begutachtung in den Fachdisziplinen 

Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Urologie und – der Vollständigkeit 

halber – auch Psychiatrie. Ob neben den genannten Fachdisziplinen noch 

weitere Spezialisten beigezogen werden, ist dem pflichtgemessen Ermes-

sen der Gutachter zu überlassen, zumal es primär ihre Aufgabe ist, auf-

grund der konkreten Fragestellung über die erforderlichen Untersuchungen 

zu befinden (vgl. dazu Urteil des BGer 8C_124/2008 vom 17. Oktober 2008 

E. 6.3.1). Im Falle einer psychiatrischen Erkrankung wäre ein strukturiertes 

Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 durchzuführen (BGE 143 V 409; 

BGE 143 V 418).  

5.3 Mit der interdisziplinären Begutachtung kann sichergestellt werden, 

dass alle relevanten Gesundheitsschädigungen erfasst und die daraus je-

weils abgeleiteten Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit würdigend in einem 

Gesamtergebnis ausgedrückt werden (vgl. dazu SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44, 

E. 2.1; Urteil des BVGer C-2713/2015 vom 13. Oktober 2016 E. 5.1). Die 

anstehende Begutachtung hat in der Schweiz zu erfolgen, zumal die Ab-

klärungsstelle mit den Grundsätzen der schweizerischen Versicherungs-

medizin vertraut sein muss. Vertieft zu prüfen sind namentlich Zumutbar-

keit und Zuschnitt einer allfälligen Verweistätigkeit. Dem Beschwerdeführer 

ist das rechtliche Gehör zu gewähren und es ist ihm Gelegenheit zu geben, 

Zusatzfragen zu stellen (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Die Gutachterauswahl 

erfolgt bei polydisziplinären Begutachtungen in der Schweiz nach dem Zu-

fallsprinzip (vgl. dazu BGE 139 V 349 E. 5.2.1), was im Interesse der Ver-

fahrensbeteiligten liegt.  

5.4 Auf der Grundlage des interdisziplinären Gutachtens hat die Vorinstanz 

erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu befinden. 

Sein Invaliditätsgrad ist im Rahmen eines Einkommensvergleichs zu be-

messen. Der Beschwerdeführer monierte in diesem Zusammenhang, die 

Vorinstanz habe seinen beruflichen Hintergrund falsch aufgefasst. Daher 

ist Folgendes festzuhalten: Die Vorinstanz hat das Valideneinkommen im 

Einkommensvergleich zur angefochtenen Verfügung ausgehend von einer 

unqualifizierten Tätigkeit aufgrund der schweizerischen Lohnstrukturerhe-

bung 2016 bestimmt (act. 43). Dies ist nicht zu beanstanden, da der Versi-

cherte über keine berufliche Ausbildung verfügt, auch nicht in der Landwirt-

schaft. Allerdings war er von 2010 bis 2016 in Spanien hauptsächlich als 

Landarbeiter und Viehhüter beschäftigt (act. 6, 37; BVGer act. 1). Landwirt-

schaft und Viehzucht sind zum Sektor Produktion und nicht zum Sektor 

Dienstleistungen zu rechnen. Zudem soll der Beschwerdeführer unter der 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2019&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-V-281%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page281
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_690%2F2014&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-210%3Ade&number_of_ranks=0#page210

C-3664/2020 

Seite 13 

Bezeichnung «Moniteur socioculturel» auch mitarbeitende suchtkranke 

Menschen beaufsichtigt haben. Diese Zusatzfunktion kann lohnerhöhend 

berücksichtigt werden, weshalb es angemessen erscheint, wenn das Vali-

deneinkommen ausgehend vom Totalwert für den Sektor Produktion be-

messen würde (Kompetenzniveau 1, Männer). Das Invalideneinkommen 

wurde ebenso ausgehend von einer unqualifizierten Tätigkeit aufgrund der 

schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2016 bestimmt (act. 43). Auch dies 

ist im Grundsatz nicht zu beanstanden, wobei es derzeit wahrscheinlich 

scheint, dass für den Versicherten nur noch Tätigkeiten aus dem schlechter 

bezahlten Sektor Dienstleistungen in Frage kommen (Kompetenzniveau 1, 

Männer). Von weitergehenden Ausführungen zum Einkommensvergleich 

ist zum jetzigen Zeitpunkt abzusehen.  

6.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Rentenanspruch des Be-

schwerdeführers aufgrund der bestehenden Aktenlage nicht mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit beurteilen lässt. Die Beschwerde wird daher in-

soweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung aufgehoben und die 

Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung im Sinne der Erwägung 

5 an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

7.  

7.1 Die Verfahrenskosten sind in der Regel der unterliegenden Partei auf-

zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Rückweisung der Sache an die Vor- 

instanz zu ergänzenden Abklärungen gilt praxisgemäss als Obsiegen; dem 

Beschwerdeführer sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen, weshalb ihm 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils zurückzuerstatten ist (BVGer act. 5). Der Vorinstanz als un-

terliegende Partei werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 

VwVG). 

7.2 Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gemäss 

Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. 

Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-

waltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschä-

digung zu Lasten der Verwaltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, 

ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (vgl. Art. 14 Abs. 2 

VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen 

und aktenkundigen Aufwands mit nur einem Schriftenwechsel, der Bedeu-

tung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden 

C-3664/2020 

Seite 14 

Verfahrens erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 1’200.– 

(inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer, vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a MWSTG [SR 

641.20] i.V.m. Art. 8 Abs. 1 MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) ange-

messen. Die Parteientschädigung ist von der Vorinstanz nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu leisten. 

 

  

C-3664/2020 

Seite 15 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurtei-

lung im Sinne der Erwägung 5 an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.  

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Kostenvorschuss von 

Fr. 800.- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vor-

liegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 1’200.- zu-

gesprochen. Die Parteientschädigung ist von der Vorinstanz nach Eintritt 

der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu leisten. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Michael Peterli Lukas Schobinger 

 

C-3664/2020 

Seite 16 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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