# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f395175-4478-5acf-a524-7149ef157412
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 24.08.2021 I 2021 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-8_2021-08-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 8

Entscheid vom 24. August 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (berufliche Massnahmen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ____19__, Vater von zwei erwachsenen Kindern) ist ur-
sprünglich in Bosnien aufgewachsen, wo er eine mechanische Ausbildung absol-
viert hat, welche am 8. März 1994 vom (damaligen) Bundesamt für Industrie, 
Gewerbe und Arbeit (BIGA) anerkannt wurde, nachdem er ab 1993 in der 
Schweiz lebt (vgl. IV-act. 11 und 9-6/7). Von 1994 bis 2007 arbeitete er als 
Schlosser für die Firma C.________ in D.________ und ab 1. Januar 2008 für 
die Firma E.________ in F.________ im Bereich der Oberflächenbearbeitung 
(IV-act. 9).

B. Seit Ende 2013 traten bei A.________ juckende Handekzeme sowie 
Ekzemherde an den unbedeckten Körperstellen an den Unterarmen, im Gesicht 
und Hals rezidivierend auf. Abklärungen ergaben eine Sensibilisierung auf Kühl-
schmiermittel, welche am Arbeitsplatz benötigt wurden. Eine innerbetriebliche 
Umbesetzung blieb erfolglos (weil die Kühlschmiermittel-Aerosolexposition von 
benachbarten Maschinen stammte; ein Arbeitsplatz ohne jeglichen Allergenkon-
takt war nicht realisierbar, vgl. Suva-act. 1-17/144). Am 1. Juni 2015 hat die Suva 
(Bereich Arbeitsmedizinische Vorsorge) eine Nichteignungsverfügung erlassen, 
wonach A.________ für Arbeiten mit Exposition zu Kühlschmiermitteln auf syn-
thetischer und/oder Mineralölbasis nicht geeignet ist (IV-act. 10-7/14). Die Firma 
E.________ kündigte das Arbeitsverhältnis per Ende August 2015 (IV-act. 9-5/7).

Am 20. Oktober 2015 sprach die SUVA gestützt auf die Nichteignungsverfügung 
A.________ eine Übergangsentschädigung zu (während höchstens vier Jahre 
80% der verfügungsbedingten Lohneinbusse, vgl. SUVA-act. 3-1/7). 

C. In der Zwischenzeit hatte A.________ am 20. Mai 2015 eine Anmeldung 
zum Bezug von IV-Leistungen unterzeichnet. Die gesundheitliche Beeinträchti-
gung umschrieb er mit "Berufskrankheit", "Allergie" (vgl. IV-act. 1). Nachdem eine 
Ausbildung als Bus-Chauffeur thematisiert wurde (vgl. u.a. IV-act. 15) und ent-
sprechende Abklärungen getroffen worden waren, teilte die IV-Stelle am 7. Okto-
ber 2016 mit, dass die Kosten für die Ausbildung zum Car-Chauffeur im Betrag 
von Fr. 19'920.-- übernommen werden (IV-act. 17). Am 24. November 2016 er-
hielt die IV-Stelle die Meldung, dass A.________ an der praktischen Prüfung ge-
scheitert sei. Der Leiter der Fahrschule erläuterte, dass A.________ bei der Prü-
fung sehr nervös gewesen sei, und dass nach weiterem Üben es beim zweiten 
Anlauf klappen sollte. Am 27. Februar 2017 wurde der IV-Stelle gemeldet, dass 
A.________ auch die zweite praktische Prüfung nicht bestanden habe. Gemäss 
Mitteilung vom 10. April 2017 war der dritte Versuch erfolgreich, mithin konnte 

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A.________ die Ausbildung zum Carchauffeur Kat. D erfolgreich absolvieren (vgl. 
(IV-act. 19 und 21). 

D. Am 22. Mai 2019 verfügte die Suva (hinsichtlich der Restfolgen der Berufs-
krankheit), dass keine UVG-Invalidenrente, hingegen eine Integritätsentschädi-
gung von Fr. 12'600.-- (auf der Basis einer Integritätseinbusse von 10%) zuge-
sprochen werde (Suva-act. 11).

Am 1. Oktober 2019 ging bei der IV-Stelle eine Meldung zur Früherfassung ein, 
wobei A.________ die gesundheitliche Beeinträchtigung mit "Zustand nach Her-
zinfarkt" [04.2019] umschrieb (IV-act. 22). Am 12. November 2019 folgte die An-
meldung zum Bezug von IV-Leistungen (IV-act. 25). 

E. Ab Dezember 2019 konnte A.________ für die Firma G.________ arbeiten, 
wobei die Reinigungsarbeiten mit Handschuhen vorgenommen wurden, mit der 
Folge, dass erneut Hautausschläge auftreten, weshalb die konsultierte 
H.________-Ärztin dazu riet, diese Stelle aufzugeben (vgl. IV-act. 34 i.V.m. 37). 
Es wurden weitere Arztberichte eingeholt. Mit Vorbescheid vom 10. Dezember 
2020 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 66). 
Dagegen liess A.________ am 21. Januar 2021 Einwände erheben (IV-act. 72). 
Am 27. Januar 2021 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren abge-
wiesen werde (IV-act. 74). 

F. Dagegen reichte A.________ rechtzeitig am 10. Februar 2021 beim Ver-
waltungsgericht Beschwerde ein mit den folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung vom 27.1.2021 sei aufzuheben.
2. Dem Beschwerdeführer seien berufliche Massnahmen zu gewähren.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Vernehmlassung vom 10. März 2021 beantragte die IV-Stelle, die Beschwer-
de sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Arbeitsunfähige Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben 
Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten 
Arbeitsplatzes (Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG). Zur Begründung des Anspruchs auf 
Arbeitsvermittlung genügt der Eintritt einer (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit, welche 
quantitativ, qualitativ und zeitlich so beschaffen sein muss, dass sie den 
Versicherten bei der Arbeitssuche erheblich behindert. Vorausgesetzt ist die 
Eingliederungsfähigkeit des Versicherten, d.h. seine objektive Möglichkeit und 
subjektive Bereitschaft, von einem durchschnittlichen Arbeitgeber angestellt zu 

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werden. Ist die Arbeitsfähigkeit einzig insoweit eingeschränkt, als dem 
Versicherten leichte Tätigkeiten voll zumutbar sind, bedarf es zur Begründung 
des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung zusätzlich einer spezifischen 
Einschränkung gesundheitlicher Art (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_594/2016 
vom 18.11.2016 Erw. 3.2 mit Verweis auf Meyer/ Reichmuth, Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zum IVG, Art. 18 N 3ff.).

2.1 Im vorliegenden Fall ist unbestritten und aktenmässig erstellt, dass der 
Versicherte seine angestammte Erwerbsarbeit in der Metallbranche aufgrund 
einer Suva-Nichteignungsverfügung für Arbeiten mit Kühlschmiermitteln aus 
gesundheitlichen Gründen (Hautprobleme aufgrund von Allergien) nicht mehr 
ausüben kann.

2.2.1  Nach der Aktenlage finanzierte die IV-Stelle dem Versicherten eine 
Umschulung zum Car-Chauffeur, wobei er die letzte Chauffeur-Anstellung im 
Zusammenhang mit einer koronaren 2-Gefässerkrankung (ED 4.4.2019) verloren 
hat (IV-act. 42 i.V.m. 45-2/3 unten). 

2.2.2  Am 4. Mai 2020 wurde der zuständigen RAD-Ärztin I.________ (Allg. 
Innere Medizin FMH) die Fragestellung unterbreitet, ob der Versicherte aus 
gesundheitlichen (behinderungsbedingten) Gründen bei der Wiedereingliederung 
auf die Unterstützung der IV angewiesen sei. Zu diesem Zeitpunkt bejahte die 
RAD-Ärztin diese Fragestellung mit dem Verweis auf folgende Diagnosen (vgl. 
IV-act. 39):

- Chronisches hyperkeratotisches-rhagadiformes teils hydrosiformes Hand- und 
wenig auch Fussekzem mit kontaktallergischer und kumulativ-toxischer Kom-
ponente

- Mineralölunverträglichkeit
- Koronare 2-Gefässerkrankung (ED 04.04.2019)

Zudem erwähnte die Ärztin, dass eine erneute kardiologische Untersuchung im 
Kantonsspital J.________ geplant sei und die aktuellen Befunde noch nicht vor-
liegen würden (IV-act. 39-1/2).

2.2.3  In einer erneuten Beurteilung der medizinischen Aktenlage umschrieb die 
RAD-Ärztin I.________ die Anforderungen an eine behinderungsangepasste 
Tätigkeit für den Versicherten wie folgt (IV-act. 49-1/2):

Haut:
Kein Kontakt mit irritativen, toxischen und sensibilisierenden Arbeitsstoffen (siehe 
auch AB Dermatologie vom 22.05.20)
Einhalten der dermatologisch empfohlenen Hautschutzpläne. Vermeiden häufiger 
Arbeiten im Feuchtmilieu, bzw. Tragen entsprechenden Schutzmassnahmen

Herz:

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Die versicherte Person wurde aufgrund eines pathologischen Befundes nach kar-
diologischem AB vom 18.03.20 für ein KardioMRI angemeldet. Ggf. sollte auch ei-
ne invasive Abklärung erfolgen. Aufgrund einer noch nicht abgeschlossenen Be-
handlung ist eine endgültige versicherungsmedizinische Aussage nicht möglich. 
Bitte um Wiedervorlage mit einem aktuellen kardiologischen Befund (…). 

2.2.4  Nachdem die RAD-Ärztin I.________ den Bericht des Spitals K.________ vom 
25. September 2020 sowie einen Kardio-MRI-Bericht des H.________ vom 29. April 
2020 erhalten hatte, führte sie zur erneuten Frage, ob der Versicherte aus behinde-
rungsbedingten Gründen bei der Wiedereingliederung bzw. bei der Stellensuche auf 
die Unterstützung der IV angewiesen sei, was folgt aus (IV-act. 53):

Herz:
Die Herz-MRI-Untersuchung vom 29.04.20 zeigte keine belastungsinduzierte 
Ischämie und bis auf einen dilatierten linken Vorhof keine regionalen Wandbewe-
gungsstörungen und eine normale LV-Funktion.

Aufgrund der intermittierenden belastungsabhängigen Thoraxschmerzen und der 
dilatierten Vorhöfe ist die Rückkehr in die angestammte Tätigkeit als LKW-
Chauffeur trotz eines fehlenden Ischämienachweises in der Kardio-MRT-
Untersuchung kritisch zu hinterfragen. Insbesondere aufgrund eines i.R. der dila-
tierten Vorhöfe erhöhten Vorhofflimmerpotentials und der bestehenden Beschwer-
desymptomatik ist die Rückkehr in die angestammte Tätigkeit fraglich.

Gemäss des über die Medtraffic empfohlenen Positionspapiers "Fahreignung bei 
kardiovaskulären Erkrankungen" befindet sich die vP etwas im Graubereich, da es 
sich um ein Herzinfarkt-Erstereignis handelt. 

Möglicherweise ist eine Rückfrage ad kardiologischen Behandler zielführend. Eine 
kardiologische Verlaufskontrolle nach 1 Jahr war in 7/2019 empfohlen worden. 

Folgende Fragestellungen sollten beantwortet werden:
- Besteht bei der VP eine erhöhte Gefahr für Herzrhythmusstörungen?
- Liegt weiterhin eine pectanginatypische Symptomatik vor oder kann hin-

sichtlich der koronaren Herzerkrankungen nun von einer stabilisierten ge-
sundheitlichen Situation ausgegangen werden?

- Wie wird aus kardiologischer Sicht die Fahrtüchtigkeit für die Führer-
scheinklasse D bewertet (siehe auch Positionspapier Fahreignung bei kar-
diovaskulären Erkrankungen)?

2.2.5  Diese vorstehenden Fragen wurden von Dr.med. L.________ (Leitende 
Ärztin Kardiologie, Spital K.________) folgendermassen beantwortet (IV-act. 56-
1/2):

- Es besteht bei dem Versicherten allenfalls eine gering erhöhte Gefahr für 
Herzrhythmusstörungen bei Kinetikstörung in der Echokardiographie. Kli-
nisch beklagt Herr … keine Herzrhythmusstörungen. Unter Belastung in 
der Ergometrie sind ebenfalls keine Herzrhythmusstörungen aufgetreten.

- Es liegt weiterhin eine pektanginatypische Symptomatik vor, insbesondere 
bei schweren körperlichen Tätigkeiten (Heben von schweren Lasten). Es 
kann hinsichtlich der koronaren Herzerkrankungen aber von einer stabili-
sierten Situation ausgegangen werden. Herr … arbeitet körperlich sehr 

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schwer und beim Heben von schweren Lasten über 80 kg treten pektan-
ginöse Beschwerden auf. Gleichzeitig wird ihm schwindelig. Bei normaler 
Alltagsbelastung treten keine pektaninösen Beschwerden auf.

- Der oben genannte Patient hat nie eine Synkope erlitten und hat eine sta-
bile KHK. Nach den gültigen Richtlinien ist er für Führerscheinklasse D 
fahrgeeignet.

2.2.6  Daraufhin wurde die Sache nochmals der erwähnten RAD-Ärztin unterbrei-
tet, welche sich zur Sache am 12. November 2020 wie folgt äusserte (vgl. IV-act. 
59):

Ist der Versicherte aus behinderungsbedingten Gründen bei der Wiedereingliede-
rung bzw. bei der Stellensuch auf die Unterstützung der IV angewiesen?

Ja. Die angestammte Tätigkeit beinhaltet das Heben und Tragen schwerer Lasten. 
Des Weiteren beinhaltete die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Kanalreiniger Aller-
genkontakt, was aufgrund der Hauterkrankung zu vermeiden ist.

Wenn ja, Zusprache AV?
Anforderung für eine behinderungsangepasste Tätigkeit?
Haut: Siehe RAD-Stellungnahme vom 22.09.20

Herz: gemäss kardiologischem Bericht besteht eine Fahreignung für die Führer-
scheinklasse D. Dies wird auch bestätigt durch die gemeinsamen Richtlinien der 
schweizerischen Gesellschaft für Kardiologie und Schweizerischen Gesellschaft für 
Rechtsmedizin hinsichtlich Fahreignung und kardiovaskuläre Erkrankungen (Car-
diovasc Med. 2019; 22:202023).

Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten. Keine Nachtarbeit, keine vermehrte Stress-
belastung/ Akkordarbeit.

3. Nach Auffassung der IV-Stelle sind dem Versicherten leichte bis mittel-
schwere Tätigkeiten "voll zumutbar"; zudem verneint die Vorinstanz, dass eine 
spezifische Einschränkung gesundheitlicher Art vorliege. Der Versicherte könne 
eine seiner Restarbeitsfähigkeit entsprechende Arbeitsstelle auf dem massge-
benden ausgeglichenen Arbeitsmarkt ohne Arbeitsvermittlung finden, zumal ihm 
auch eine Tätigkeit als Chauffeur Kat. D offenstehe (dessen Ausbildung die IV-
Stelle finanziert habe). Die Auffassung des Versicherten, wonach er aufgrund der 
kardiologischen Einschränkung im Bewerbungsprozess als Chauffeur benachtei-
ligt sei, vermöge nicht zu überzeugen. Nicht jedes kardiologische Ereignis sei 
fahreignungsrelevant. Da der Versicherte nie eine Synkope erlitten und eine sta-
bile koronare Herzkrankheit aufweise, sei die Fahreignung gegeben, was nicht in 
Abrede gestellt werde. Sollte ein potentieller Arbeitgeber betriebsintern strengere 
Regeln aufstellen, sei dies für die Frage der Arbeitsvermittlung als IV-fremder 
Gesichtspunkt unbeachtlich (vgl. vorinstanzliche Vernehmlassung, S. 2).

4. Dieser restriktiven Haltung der Vorinstanz kann nicht beigepflichtet werden. 
Es liegt hier kein Fall vor, in welchem dem Versicherten "leichte Tätigkeiten voll 

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zumutbar" seien. Vielmehr postulierte die beigezogene RAD-Ärztin nachvollzieh-
bar, dass für den Versicherten "keine Nachtarbeit, keine vermehrte Stressbelas-
tung" und "keine Akkordarbeit" in Frage kommt. Damit werden auch leichte Arbei-
ten zusätzlich (gesundheitsbedingt) eingeschränkt, indem der Versicherte für
 potentielle Arbeitgeber grundsätzlich nur tagsüber und nur ohne besondere 
Stressbelastung einsetzbar ist. Damit scheidet eine allfällige Chauffeurtätigkeit, 
bei welcher enge Zeitpläne/ Terminvorgaben (welche regelmässig Stress auslö-
sen können), weitgehend aus. Mit anderen Worten ist - in Anlehnung an die 
höchstrichterlichen Ausführungen im Urteil 8C_641/2015 vom 12.6.2016 (Erwä-
gung 2) - der Versicherte grundsätzlich darauf angewiesen, dass dem potenziel-
len Arbeitgeber die besonderen Möglichkeiten und Grenzen der versicherten 
Person erläutert werden. Dies bedeutet beispielsweise, dass dem Versicherten 
für die Ausführung eines Transportauftrags ausreichend Zeit zugestanden wird, 
oder dass einem potentiellen Arbeitgeber die von der RAD-Ärztin angesproche-
nen Richtlinien der schweizerischen Gesellschaft für Kardiologie und der Gesell-
schaft für Rechtsmedizin bezogen auf die aktuellen Befunde im Einzelnen erläu-
tert werden. In diesem Zusammenhang leuchten die Ausführungen in der Be-
schwerde (S. 4) ein, dass es einem Chauffeur mit überstandenem Herzinfarkt 
fast nicht mehr möglich ist, wiederum eine Stelle als Chauffeur zu finden, zumal 
der Grund für den Verlust der letzten Chauffeurstelle einem potentiellen neuen 
Arbeitgeber nicht verschwiegen werden kann. Gegebenenfalls könnten die ent-
sprechenden Bedenken eines potentiellen Arbeitsgebers im Rahmen eines von 
der IV-Stelle unterstützten Arbeitsversuches entkräftet werden, was ebenfalls für 
eine Unterstützung bei der Arbeitssuche durch die IV-Stelle spricht. Am dargeleg-
ten Ergebnis vermögen die weiteren Ausführungen der Vorinstanz nichts zu än-
dern. Soweit die Vorinstanz geltend macht, dass dem Versicherten ein weites 
Spektrum an zumutbaren Hilfsarbeitertätigkeiten offenstehe, gilt auch hier, dass 
keine Akkordarbeiten und keine vermehrte Stressbelastung in Frage kommt, mit 
anderen Worten hier eine geringere Belastbarkeit als spezifische Einschränkung 
gesundheitlicher Art zu berücksichtigen ist.

5. Aus diesen Gründen ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene 
Verfügung aufzuheben. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit 
sie unter Einbezug des Versicherten dessen Anspruch auf berufliche Massnah-
men konkretisieren und verfügungsweise neu festlegen kann. Diesem Ergebnis 
entsprechend werden die Verfahrenskosten der Vorinstanz auferlegt. Zudem wird 
dem Beschwerdeführer zu Lasten der IV-Stelle eine Parteientschädigung 
zugesprochen. In Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte 
(GebTRA; SRSZ 280.411), welcher für das Honorar in Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht in § 15 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 

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vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Kriterien 
(Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und der Art der 
Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) und in Ausübung des pflichtgemässen 
Ermessens ist das Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) auf Fr. 1'500.-- 
festzulegen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung wird 
aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie 
im Sinne der Erwägungen unter Einbezug des Beschwerdeführers den An-
spruch auf berufliche Massnahmen verfügungsweise konkretisieren kann.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Vorinstanz auferlegt. Diese 
Kosten werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, dass das Verwal-
tungsgericht den vom Beschwerdeführer bezahlten Kostenvorschuss von 
Fr. 500.-- einbehält und seiner Rechtsvertreterin durch die Vorinstanz 
Fr. 500.-- zu bezahlen sind. 

3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 1'500.-- (inkl. MWSt und Auslagen) zugesprochen (Aus-
zahlung an die Rechtsvertreterin).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 J.________, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des 
Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 
17.6.2005).

5. Zustellung an:
- die Vertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern (A).

Schwyz, 24. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

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Versand: 1. September 2021