# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c3389a1-4cec-542e-add6-0a0ffdcc4054
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-07-12
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 12.07.2022 CA.2021.19
**Docket/Reference:** CA.2021.19
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_CA-2021-19_2022-07-12

## Full Text

Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO); Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses (Art.162 al. 1 StGB und Art. 6 in Verbindung mit Art. 23 UWG), wirtschaftlicher Nachrichtendienst, schwerer Fall (Art. 273 StGB), Bestechung Privater (sich bestechen lassen; Art. 322novies StGB und Art. 4a Abs. 1 Bst. b. in Verbindung mit Art. 23 UWG) und Ausnützen der Kenntnis vertraulicher Tatsachen / Ausnützen von Insiderinformationen (Art. 40 aBEHG /154 FinfraG); Verletzung des Fabrikations- ...;;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO); Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses (Art.162 al. 1 StGB und Art. 6 in Verbindung mit Art. 23 UWG), wirtschaftlicher Nachrichtendienst, schwerer Fall (Art. 273 StGB), Bestechung Privater (sich bestechen lassen; Art. 322novies StGB und Art. 4a Abs. 1 Bst. b. in Verbindung mit Art. 23 UWG) und Ausnützen der Kenntnis vertraulicher Tatsachen / Ausnützen von Insiderinformationen (Art. 40 aBEHG /154 FinfraG); Verletzung des Fabrikations- ...;;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO); Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses (Art.162 al. 1 StGB und Art. 6 in Verbindung mit Art. 23 UWG), wirtschaftlicher Nachrichtendienst, schwerer Fall (Art. 273 StGB), Bestechung Privater (sich bestechen lassen; Art. 322novies StGB und Art. 4a Abs. 1 Bst. b. in Verbindung mit Art. 23 UWG) und Ausnützen der Kenntnis vertraulicher Tatsachen / Ausnützen von Insiderinformationen (Art. 40 aBEHG /154 FinfraG); Verletzung des Fabrikations- ...;;

Urteil vom 12. Juli 2022 
Berufungskammer 

Besetzung  Richter Andrea Blum, Vorsitzende 
Barbara Loppacher und Marcia Stucki  
Gerichtsschreiber Sandro Clausen  

Parteien  A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Patrick 
O'Neill 
 

 Berufungsführer / Berufungs- und  
Anschlussberufungsgegner / Beschuldigter 

 
und  

  
B., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Lorenz Erni 
 

Berufungsführer / Berufungs- und  
Anschlussberufungsgegner / Beschuldigter 

 
   

gegen 
 
BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwalt 
des Bundes Werner Pfister,  
  

Berufungs- und Anschlussberufungsführerin  
Berufungsgegnerin / Anklagebehörde  

 
 
und 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: CA.2021.19 

- 2 - 

 
C. AG, vertreten durch Rechtsanwalt Claudio Bazzani 
und Rechtsanwalt Stephan Groth, 
 

Berufungsgegnerin / Anschlussberufungsführerin  
Privatklägerin  

  

 
 

   

Gegenstand 
 

Berufungen (vollumfänglich/teilweise) vom 9./10. No-
vember 2021 und Anschlussberufungen (teilweise) vom 
26./29. November 2021 gegen das Urteil der Strafkam-
mer des Bundesstrafgerichts SK.2020.36 vom 22. Juni 
2021 
 
Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnis-
ses, wirtschaftlicher Nachrichtendienst (schwerer Fall), 
Bestechung Privater und Ausnützen der Kenntnis ver-
traulicher Tatsachen / Ausnützen von Insiderinformatio-
nen 

 
Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnis-
ses, wirtschaftlicher Nachrichtendienst und Bestechung 
Privater  

  

- 3 - 

Sachverhalt: 

A. Prozessgeschichte und erstinstanzliches Urteil  

A.1 Mit Eingabe vom 28. Juli 2014 meldete die SIX Exchange Regulation der Eidge-
nössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) einen Verdacht auf das Ausnützen von 
Insiderinformationen im Handel mit Namenaktien der G. (nachfolgend: G. bzw. 
G.a.). Im Vorfeld der Übernahme durch die N. waren erhöhte Handelsvolumen 
festgestellt worden (zum Ganzen vgl. BA pag. 05.100.0002). Im Rahmen der 
Vorabklärungen stellte die FINMA auffällige Transaktionen durch einen Kunden 
der Bank 3, A. (nachfolgend: Beschuldigter A.), in Call-Warrants mit Basiswert 
G.a. fest. Die Analyse dieser Unterlagen ergab, dass die vom Beschuldigten A. 
in Call-Warrants mit Basiswert G.a. getätigten Transaktionen im Rahmen seines 
üblichen Handelsverhaltens lagen und auch das investierte Kapital nicht ausser-
gewöhnlich hoch war. Zudem lieferten die Abklärungen keine Hinweise auf eine 
Verbindung des Beschuldigten A. zu Primärinsidern der beiden involvierten Ver-
sicherungsgesellschaften. Demgegenüber fiel auf, dass der Beschuldigte A. in 
der Untersuchungsperiode verschiedentlich mit Aktien und Derivaten der Firmen 
D. AG (nachfolgend: D.), der C. AG (nachfolgend: C.), E. AG (nachfolgend: E.) 
und F. AG (nachfolgend: F.) gehandelt hatte. Bei all diesen Gesellschaften sass 
der Beschuldigte A. im Verwaltungsrat (VR). Ferner wurde festgestellt, dass die 
vom Beschuldigten A. ausgeführten Transaktionen teilweise während der von 
den jeweiligen Gesellschaften verhängten Handelssperren (Blackout-Perioden) 
ausgeführt worden waren (BA pag. 05.100.0002). 

A.2 Mit Eingabe vom 18. April 2016 erstattete die FINMA bei der Bundesanwaltschaft 
(nachfolgend: BA) Strafanzeige gegen den Beschuldigten A. wegen Verdachts 
auf das Ausnützen von Insiderinformationen gemäss Art. 40 des Börsen- und 
Effektenhandelsgesetz in der bis zum 31. Dezember 2015 geltenden Fassung 
(aBEHG; SR 954.1) bzw. Art. 154 Finanzinfrastrukturgesetz (FinfraG; SR 958.1) 
(BA pag. 05.100.0001 ff.). 

A.3 Mit Verfügung vom 22. April 2016 eröffnete die BA eine Strafuntersuchung gegen 
den Beschuldigten A. wegen Verdachts auf das Ausnützen von Insiderinformati-
onen gemäss Art. 40 aBEHG bzw. Art. 154 FinfraG. 

A.4 Mit Eingaben vom 9. Mai 2016 respektive 24. August 2016 ergänzte die FINMA 
ihre Strafanzeige gegen den Beschuldigten A. wegen mutmasslichen Insider-
transaktionen mit Titeln mit der I. GmbH (nachfolgend: I.) und K. AG (nachfol-
gend: K) respektive der O. AG (nachfolgend: O) und C. (BA pag. 05.100-0011 
ff.). 

- 4 - 

A.5 Mit Entscheid vom 17. November 2016 des Zwangsmassnahmengerichts des 
Kantons Bern (ZMG) wurde für den Beschuldigten A. Untersuchungshaft ange-
ordnet. Diese dauerte bis 5. Dezember 2016 (BA pag. 06.001-0141 ff.). 

A.6 Am 26. April 2017 erstattete die C. AG Strafanzeige gegen den Beschuldigten A. 
wegen mutmasslicher Bestechung Privater sowie Verletzung von Geschäftsge-
heimnissen und beantragte die Konstituierung als Privatklägerin (BA pag. 
05.200-0001 ff.).  

A.7 Mit Verfügungen vom 10. Juli 2017 dehnte die BA die Untersuchung gegen den 
Beschuldigten A. sowie unbekannte Täterschaft auf den Vorwurf der Verletzung 
des Geschäftsgeheimnisses (Art. 162 al. 1 StGB und Art. 6 i.V.m. Art. 23 des 
Bundesgesetzes über den unlauteren Wettbewerb [UWG; SR 241] sowie des 
Verdachts der Bestechung Privater [sich bestechen lassen; Art. 322novies StGB 
und Art. 4a Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 23 UWG] aus. Ebenso dehnte sie die Untersu-
chung auf B. (nachfolgend: Beschuldigter B.) wegen des Verdachts auf Verlet-
zung des Geschäftsgeheimnisses, eventuell Anstiftung dazu (Art. 162 Abs. 2 
StGB und Art. 6 i.V.m. Art. 23 UWG, eventuell Art. 24 StGB), mutmasslich be-
gangen zum Nachteil der C. und der E., und Bestechung Privater (Art. 322octies 
StGB und Art. 4a Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 23 UWG) aus (BA pag. 01.100-0006 ff.). 

A.8 Mit Eingaben vom 10. Juli 2017 respektive 13. Juli 2017 erstatteten die Bank 4 
AG sowie die Bank 3 je eine Verdachtsmeldung an die Meldestelle für Geldwä-
schereibekämpfung (MROS) (BA pag. 05.301-0001 ff.). 

A.9 Die BA vereinigte am 14. August 2017 die Strafuntersuchungen gegen die Be-
schuldigten A. und B. in ihrer Hand (BA pag. 02.101-0002). Mit Verfügung vom 
29. Januar 2018 dehnte die BA die Untersuchung gegen die Beschuldigten A., 
B. sowie unbekannte Täterschaft wegen des Verdachts auf Verletzung des Ge-
schäftsgeheimnisses, eventuell Anstiftung dazu (Art. 162 Abs. 2 StGB und Art. 6 
i.V.m. Art. 23 UWG, eventuell i.V.m. Art. 24 StGB), mutmasslich begangen zum 
Nachteil der C., sowie E. und Bestechung Privater aus (Art. 322octies StGB und 
Art. 4a Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 23 UWG) (BA pag. 01.100-0013). 

A.10 Am 16. April 2018 respektive 8. August 2018 ermächtigte das Eidgenössische 
Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) die BA in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über die Organisation der Strafbehörden des Bundes 
(StBOG; SR.173.71) zur Führung einer Untersuchung wegen wirtschaftlichen 
Nachrichtendienstes (Art. 273 StGB) gegen die Beschuldigten A. und B. (BA pag. 
01.300-0012 ff.). 

- 5 - 

A.11 Mit Verfügung vom 17. Mai 2018 dehnte die BA die Untersuchung gegen den 
Beschuldigten A. wegen des Verdachts auf die Verletzung des Geschäftsge-
heimnisses (Art. 162 Abs. 1 StGB und Art. 6 i.V.m. Art. 23 UWG), mutmasslich 
mehrfach begangen zum Nachteil der C. in der Zeit von Dezember 2013 bis No-
vember 2016, mutmasslich mehrfach begangen zum Nachteil der E. in der Zeit 
von März 2014 bis Februar 2016, Bestechung Privater (sich bestechen lassen; 
Art. 322novies StGB und Art. 4a Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 23 UWG), mutmasslich 
begangen in der Zeit von März/April 2014 bis Oktober 2016, wirtschaftlichen 
Nachrichtendienst (Art. 273 StGB), mutmasslich mehrfach begangen in der Zeit 
von Dezember 2013 bis November 2016 sowie Ausnützen der Kenntnis vertrau-
licher Tatsachen/Ausnützen von Insiderinformationen (Art. 161 aStGB/Art. 40 
aBEHG/154 FinfraG), mutmasslich mehrfach begangen in der Zeit von Januar 
2010 bis April 2016, aus (BA pag. 01.100-0015).  

A.12 Ebenfalls mit Verfügung vom 17. Mai 2018 dehnte die BA die Strafverfolgung 
gegen den Beschuldigten B. wegen des Verdachts auf die Verletzung des Ge-
schäftsgeheimnisses, eventuell Anstiftung dazu (Art. 162 Abs. 2 StGB und Art. 6 
i.V.m. Art. 23 UWG, eventuell Art. 24 StGB), mutmasslich mehrfach begangen 
zum Nachteil der C. in der Zeit von Dezember 2013 bis November 2016 mut-
masslich mehrfach begangen zum Nachteil der E. in der Zeit von März 2014 bis 
Februar 2016, Bestechung Privater (bestechen; Art. 322octies StGB und Art. 4a 
Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 23 UWG), begangen in der Zeit von März/April 2014 bis 
Oktober 2016 sowie wirtschaftlichen Nachrichtendienstes (Art. 273 StGB), mut-
masslich mehrfach begangen in der Zeit von Dezember 2013 bis November 2016 
aus (BA pag. 01.100-0015). 

A.13 Mit Verfügung vom 16. August 2018 dehnte die BA die Untersuchung gegen den 
Beschuldigten A. wegen des Verdachts auf wirtschaftlichen Nachrichtendienst 
aus (BA pag. 01.100-0021). 

A.14 Mit Verfügung vom 3. September 2019 stellte die BA das Strafverfahren gegen 
die Beschuldigten A. und B. in Bezug auf den Vorwurf der Verletzung des Ge-
schäftsgeheimnisses zum Nachteil der E. infolge Rückzugs des Strafantrags und 
Desinteresseerklärung der mutmasslich Geschädigten vom 20. November 2018 
ein (BA pag. 03.001-0024 ff.). 

A.15 Mit Verfügung vom 16. August 2018 dehnte die BA die Untersuchung gegen den 
Beschuldigten A. wegen des Verdachts auf wirtschaftlichen Nachrichtendienst 
aus (BA pag. 01.100-0021). 

- 6 - 

A.16 Mit Verfügung vom 3. September 2019 stellte die BA das Strafverfahren gegen 
die Beschuldigten A. und B. in Bezug auf den Vorwurf der Verletzung des Ge-
schäftsgeheimnisses zum Nachteil der E. infolge Rückzugs des Strafantrags und 
Desinteresseerklärung der mutmasslich Geschädigten vom 20. November 2018 
ein (BA pag. 03.001-0024 ff.). 

A.17 Mit Verfügung vom 19. August 2020 stellte die BA das Strafverfahren gegen un-
bekannte Täterschaft wegen des mutmasslichen Ausnützens vertraulicher Infor-
mationen i.S.v. Art. 40 aBEGH ein. 

A.18 Am 24. August 2020 erhob die BA vor der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
Anklage gegen die Beschuldigten A. und B.  

A.19 Mit Verfügung vom 14. Januar 2021 wies die Verfahrensleitung der Strafkammer 
den Antrag des Beschuldigten A. auf Berechnung der Kurserheblichkeitsgrenzen 
und der erzielten Vermögensvorteile durch einen Sachverständigen ab (TPF pag. 
51.250.001 ff.) und holte im Hinblick auf die erstinstanzliche Hauptverhandlung ak-
tuelle Straf-/Betreibungsregisterauszüge sowie Steuerunterlagen betreffend die 
Beschuldigten A. und B. ein (TPF pag. 51.231.1.001 ff.). 

A.20 Die Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Bundesstrafgerichts (nachfol-
gend: Strafkammer) fand vom 7. bis 10. Juni 2021 in Anwesenheit des Beschul-
digten A. statt, nachdem der Beschuldigte B. mit Entscheid vom 7. Juni 2021 auf 
Grund eines ärztlichen Zeugnisses dispensiert worden war. Das Urteil der Straf-
kammer SK.2020.36 vom 10. Juni 2021 wurde gleichentags mündlich eröffnet 
und lautete im Dispositiv wie folgt: 
 
I. Beschuldigter A. 

 
1. Das Verfahren wird eingestellt: 

  - betreffend den Vorwurf der Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses 
i.S.v. Art. 162 StGB in Bezug auf Anklageziffer I.2.1; 

  - betreffend den Vorwurf des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 StGB 
in Bezug auf Anklageziffer I.3.1.1; 

  - betreffend den Vorwurf des Ausnützens von Insiderinformationen i.S.v. Art. 40 aBEHG 
in Bezug auf Anklageziffer I.5.2.1. 

 
2. A. wird freigesprochen: 

  - vom Vorwurf des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 StGB betreffend 
Anklageziffern I.3.1.2; I.3.1.5; I.3.1.6; I.3.1.12; I.3.1.13; I.3.1.14 und I.3.2; 

  - vom Vorwurf des Sich-Bestechen-Lassens i.S.v. Art. 322novies StGB bzw. Art. 23 i.V.m. 
Art. 4a UWG; 

  - vom Vorwurf des Ausnützens von Insiderinformationen i.S.v. Art. 40 aBEHG in Bezug 
auf Anklageziffer I.5.6. 

 
3. A. wird schuldig gesprochen: 

  - der mehrfachen Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses i.S.v. Art. 
162 Abs. 1 StGB; 

- des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 Abs. 1 StGB; 

- 7 - 

  - des mehrfachen Ausnützens von Insiderinformationen als Primärinsider i.S.v. Art. 40 
Abs. 1 aBEHG bzw. Art. 154 Abs. 1 FinfraG sowie des Versuchs dazu; 

  - des mehrfachen Ausnützens von Insiderinformationen als Sekundärinsider i.S.v. Art. 
40 Abs. 3 aBEHG bzw. Art. 154 Abs. 3 FinfraG sowie des Versuchs dazu. 

 
4. A. wird bestraft: 

  4.1  mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten bei einer Probezeit von 2  
    Jahren;  
  4.2 mit einer Verbindungsbusse von Fr. 10’000.--. Bei schuldhafter Nichtbezahlung 

tritt an Stelle der Busse eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 
 4.3 Die Untersuchungshaft von 14 Tagen wird an die Strafe angerechnet. 

 
5. Für den Vollzug wird der Kanton Schwyz für zuständig erklärt. 

 
II. Beschuldigter B. 

 
1. Das Verfahren wird eingestellt: 

   - betreffend den Vorwurf der Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheim-
nisses i.S.v. Art. 162 StGB in Bezug auf Anklageziffer II.2.1; 

   - betreffend den Vorwurf des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 
StGB in Bezug auf Anklageziffer II.3.1.1. 

 
2. B. wird freigesprochen: 

   - vom Vorwurf des Bestechens i.S.v. Art. 322octies StGB bzw. Art. 23 i.V.m. Art. 4a 
UWG. 

 
3. B. wird schuldig gesprochen:  

    - der mehrfachen Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses 
i.S.v. Art. 162 Abs. 2 StGB; 

    - des mehrfachen wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 Abs. 2 
StGB. 

 
4. B. wird bestraft: 

  4.1 mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten bei einer Probezeit von 2 
Jahren; 

  4.2 mit einer Verbindungsbusse von Fr. 8’000.--. Bei schuldhafter Nichtbezahlung 
tritt an Stelle der Busse eine Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen. 
 

5. Für den Vollzug wird der Kanton Zürich für zuständig erklärt. 
 

III. Verfahrenskosten 
 

  1. Die Verfahrenskosten betragen Fr. 146’837.70 (Vorverfahren: Gebühr Fr. 80’000.-- 
Auslagen Fr. 18'837.70; Gerichtsgebühr Fr. 48’000.--). 

 
2. Die Verfahrenskosten werden wie folgt anteilsmässig auferlegt:  
 - A.  Fr. 110'128.25 
 - B.  Fr.   36'709.45 
 
IV. Entschädigungen 

 
Das Begehren auf Herausgabe, eventualiter Einziehung von EUR 138‘000.-- 
 Zulasten von A. und zugunsten der Eidgenossenschaft wird eine Ersatzforderung von 
Fr. 771‘325.11 begründet. 
 
 
 
V. Beschlagnahme 

 

- 8 - 

1. Von den bei A. beschlagnahmten Vermögenswerten in der Höhe von Fr. 1‘194‘783.84 
werden Fr. 110‘128.25 zur Tilgung der Verfahrenskosten, Fr. 43‘611.75 zur Beglei-
chung der Parteientschädigung sowie Fr. 10‘000.-- zur Tilgung der Verbindungsbusse 
verwendet. 

 
2. Die Beschlagnahme wird im Umfang von Fr. 771‘325.11 im Hinblick auf die Tilgung 

der Ersatzforderung aufrechterhalten. 
 
3. Im Umfang des Restbetrags wird die Beschlagnahme aufgehoben. 
 
4. Die beschlagnahmten Gegenstände werden den Berechtigten ausgehändigt. 
5. er C. AG wird abgewiesen (Ziff. 4 des Antrags der C. AG). 
 
6. Im Übrigen wird das Schadenersatzbegehren der C. AG auf den Zivilweg verwiesen.  
 
7. A. wird verpflichtet, der C. AG eine Parteientschädigung von Fr. 43‘611.75 auszurich-

ten. Im weiteren Umfang wird das Begehren um Ausrichtung einer Parteientschädi-
gung abgewiesen. 

 
8. B. wird verpflichtet, der C. AG eine Parteientschädigung von Fr. 6‘230.25 auszurich-

ten. Im weiteren Umfang wird das Begehren um Ausrichtung einer Parteientschädi-
gung abgewiesen. 

 
9. Das Entschädigungs- und Genugtuungsbegehren von A. wird abgewiesen. 
 
10. Das Entschädigungsbegehren von B. wird abgewiesen. 

 
VI. Ersatzforderung 

A.21 Mit Eingaben vom 28. respektive 29. Juni bzw. 2. Juli 2021 meldeten die BA 
sowie die beiden Beschuldigten A. und B. Berufung gegen das vorinstanzliche 
Urteil an (TPF pag. 51.940.001 ff.). 
 

B. Verfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

B.1 Mit Berufungserklärung vom 9. November 2021 stellte der Beschuldigte A. fol-
gende Anträge (CAR pag. 1.100.166 ff.):  

1. Es seien die Dispositiv-Ziffer I (Beschuldigter A.) Nrn. 3, 4.1 bis 4.3 und 5, die Dis-
positiv-Ziffer III (Verfahrenskosten) Nr. 2, die Dispositiv-Ziffer IV (Entschädigungen) 
Nrn. 3 und 5, die Dispositiv-Ziffer V (Ersatzforderung) und die Dispositiv-Ziffer VI 
(Beschlagnahme) Nrn. 1 und 2 des angefochtenen Urteils aufzuheben; 

2. Es sei der Beschuldigte A. freizusprechen vom Vorwurf der mehrfachen Verletzung 
des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses i.S.v. At. 162 Abs. 1 StGB, vom Vor-
wurf des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S. von Art. 273 Abs. 1 StGB, vom 
Vorwurf des mehrfachen Ausnützens von Insiderinformationen als Primärinsider i.S. 
von Art. 40 Abs. 1 aBHG bzw. Art. 154 Abs. 1 FinfraG sowie des Versuchses dazu, 
vom Vorwurf des mehrfachen Ausnützens von Insiderinformationen als Sekundä-
rinsider i.S. von Art. 40 Abs. 3 aBEHG bzw. Art. 154 Abs. 3 FinfraG sowie des Ver-
suchs dazu; 

3. Die Verfahrenskosten seien auf die Bundeskasse zu nehmen; 

- 9 - 

4. Der Beschuldigte sei für seine Verteidigung angemessen zu entschädigen; 
5. Dem Beschuldigten sei in Anwendung von Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO für die erlittene 

Haft eine angemessene Genugtuung zuzusprechen; 
6. Sämtliche Beschlagnahmungen seien aufzuheben und die beschlagnahmten Ver-

mögenswerte dem Beschuldigten A. auszuhändigen. 

B.2 Mit Berufungserklärung vom 10. November 2021 stellte der Beschuldigte B. fol-
gende Anträge (CAR pag. 1.100.171 ff.):  
1. Das Urteil des Bundesstrafgerichts, Strafkammer vom 22. Juni 2021, wird hinsicht-

lich Dispositivziffern II.3 und 4., III.2 (soweit B. betreffend), IV.4 und 6 angefochten; 
2. Der Berufungskläger beantragt im Berufungsverfahren einen vollumfänglichen Frei-

spruch, die Übernahme der Untersuchungs- und Gerichtskosten durch den Staat 
sowie die Zusprechung einer angemessenen Entschädigung und Genugtuung. 

B.3 Mit Berufungserklärung vom 10. November 2021 stellte die BA folgende Anträge 
(CAR pag. 1.100.173 ff.): 
 
I.  A. 
1.  Das Verfahren sei zusätzlich einzustellen betreffend den Vorwurf des wirtschaftlichen 

Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 StGB in Bezug auf die Anklageziffern I.3.2.1 und 
I.3.2.2 

2. A. sei zusätzlich schuldig zu sprechen: 
 a)  des mehrfachen wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 StGB (An-

klageziffern I.3.1.2; I.3.1.5; I.3.1.6; I.3.1.12; I.3.1.13; I.3.1.14 und I.3.2.3; I.3.2.4; 
I.3.2.5) 

b) des Sich-Bestechen-Lassens i.S.v. Art. 322novies StGB bzw. Art. 23 i.V.m. Art. 
4a UWG (Anklageziffer 4). 

3. A. sei zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten zu verurteilen, unter An-
rechnung der Untersuchungshaft von 14 Tagen sowie unter Gewährung des beding-
ten Strafvollzugs für 24 Monate bei einer Probezeit von 2 Jahren. 

4. A. (recte: sei) zu einer Verbindungsbusse von CHF 10'000.00 zu verurteilen, bei 
schuldhafter Nichtbezahlung vollziehbar als Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.  

 
II. B. 
2. B. sei zusätzlich schuldig zu sprechen des Bestechens i.S.v. Art. 322octies StGB bzw. 

Art. 23 i.V.m. Art. 4a UWG (Anklageziffer II.4). 
3. B. sei zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten zu verurteilen, unter Gewährung des 

bedingten Strafvollzugs bei einer Probezeit von zwei Monaten. 
4. B. sei zu einer Verbindungsbusse von CHF 10'000.00 zu verurteilen, bei schuldhafter 

Nichtbezahlung vollziehbar als Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 
 
III. Ersatzforderung 

- 10 - 

Zulasten von A. und zugunsten der Eidgenossenschaft sei eine Ersatzforderung von CHF 
932'202.31 zu begründen. 
 
IV. Beschlagnahme 
1. Von den bei A. beschlagnahmten Vermögenswerten in der Höhe von CHF 

1'194'783.84 seien CHF 110'128.25 zur Tilgung der Verfahrenskosten in erster In-
stanz, CHF 43'611.75 zur Begleichung der Parteientschädigung sowie CHF 10'000.00 
der Verbindungsbusse zu verwenden. 

2. Die Beschlagnahme sei aufrechtzuerhalten 
 - im Umfang von CHF 932'202.31 im Hinblick auf die Tilgung der Ersatzforderung; 
 - für die anteilsmässigen Kosten des Berufungsverfahrens. 
3. Im Umfang des Restbetrags sei die Beschlagnahme aufzuheben. 
 
V. Verfahrenskosten 
Die Kosten des Berufungsverfahrens seien A. zu drei Vierteln und B. zu einem Viertel zur 
Bezahlung aufzuerlegen. 

B.4 Mit Verfügung vom 11. November 2021 wurden die Berufungserklärungen in An-
wendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO und Art. 401 StPO den jeweils anderen 
Verfahrensbeteiligten zugestellt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erhe-
ben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (CAR pag. 2.100.001). 
Die BA erhob mit zwei Eingaben vom 29. November 2021 jeweils Anschlussbe-
rufung zu den von den Beschuldigten eingereichten Berufungen (CAR 
pag. 2.100.008 und 010). Auch die Privatklägerschaft erklärte mit Eingabe vom 
26. November 2021 Anschlussberufung (CAR pag. 2.100.003). Die Anschluss-
berufungserklärungen wurden den übrigen Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis 
gebracht, jeweils mit dem Hinweis auf die Möglichkeit, ein Nichteintreten zu be-
antragen (CAR pag. 2.100.006). 

B.5 Mit Eingabe vom 26. November 2021 erklärte die Privatklägerschaft C. An-
schlussberufung und stellte folgende Anträge (CAR pag. 2.100.003 ff.):  
 
1. A. sei zusätzlich des Sich-Bestechen-Lassens i.S.v. Art. 322octies StGB bzw. Art. 23 

i.V.m. Art. 4a UWG schuldig zu sprechen (Anklageziffer I. 4). 
2. B. sei zusätzlich des Bestechens i.S.v. Art. 322octies StGB bzw. Art. 23 i.V.m. Art. 4a 

UWG schuldig zu sprechen (Anklageziffer II. 4). 
3. A. sei zu verpflichten, der C. die von ihm eingenommene Bestechungszahlung von 

EUR 138'000.00 (zzgl. Verzugszins von 5 % seitdem 26. Oktober 2016) herauszu-
geben. Eventualiter sei diese Zahlung einzuziehen. 

4. A. sei zu verpflichten, der C. Schadenersatz von insgesamt CHF 167'643.10 (inkl. 
Mehrwertsteuer für Anwaltskosten) zu entrichten. 

- 11 - 

 4.1 Eventualiter sei über die Haftung des Beschuldigten A. gegenüber der C. dem 
Grundsatz nach zu entscheiden. 

 4.2 Subeventualiter sei der C. eine Entschädigung für die durch die Kooperation mit 
der Bundesanwaltschaft entstandenen Anwaltskosten sowie internen Kosten 
von insgesamt CHF 94'587.80 (inkl. Mehrwertsteuer für Anwaltskosten) zuzu-
sprechen.  

5. A. sei zu verpflichten, der C. zusätzlich zu der von der Vorinstanz festgelegten Ent-
schädigung von CHF 43'611.75 eine Entschädigung von CHF 10'902.00 (entspre-
chend 7/8 der 20%-Reduktion, die die Vorinstanz aufgrund des Freispruchs von A. 
vom Vorwurf der Privatbestechung vornahm, sowie eine angemessene Entschädi-
gung für die Aufwendungen im Berufungsverfahren zu leisten.  

6. B. sei zu verpflichten, der C. zusätzlich zu der von der Vorinstanz festgelegten Ent-
schädigung von CHF 6'230.25 eine Entschädigung von CHF 1'557.60 (entsprechend 
1/8 der 20%-Reduktion, die die Vorinstanz aufgrund des Freispruchs von B. vom 
Vorwurf der Privatbestechung vornahm) sowie eine angemessene Entschädigung 
für die Aufwendungen im Berufungsverfahren zu leisten. 

7. Zur Deckung der Entschädigungs- und Schadenersatzforderungen der C. sowie der 
Ablieferung der Bestechungszahlung von EUR 138'000 sei der nach Deckung der 
Verfahrenskosten verbleibende Überschuss der beschlagnahmten Vermögenswerte 
von A. zu verwenden. Die Beschlagnahme der bei A. beschlagnahmten Vermögens-
werte in der Höhe von CHF 1'194'783.84 sei in entsprechendem Umfang aufrecht-
zuerhalten.  

8. Alles unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. Mehrwert-
steuer) zulasten von A. und B. 

B.6 Mit Anschlussberufungserklärungen vom 29. November 2021 stellte die BA zu-
sätzlich folgende Anträge (CAR pag. 2.100.008 ff.): 
 
In Bezug auf A.: 
1. A. sei zusätzlich schuldig zu sprechen wegen 
 - mehrfacher Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses i.S.v. Art. 

162 Abs. 1 StGB (Anklageziffern I 2.2. bis 2.14); 
 - mehrfachen wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 Abs. 2 StGB (An-

klageziffern I 3.1.2 bis 3.1.14 und 3.2.3 bis 3.2.5) 
 - der Bestechung Privater i.S.v. Art. 322novies StGB (Anklageziffer I 4.); 
 - mehrfachen Ausnützens von Insiderinformationen als Primärinsider i.S. von Art. 

40 aBEHG bzw. Art. 154 FinfraG (Anklageziffern I 5.5, 5.7, 5.8, 5.9, 5.10 und 
5.11.1 bis 5.11.3). 

2. A. sei zu bestrafen 
2.1 mit Freiheitsstrafe von 30 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 

14 Tagen sowie unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs für 24 Monate bei 
einer Probezeit von 2 Jahren; 

- 12 - 

2.2 mit Verbindungsbusse von CHF 10'000.00, bei schuldhafter Nichtbezahlung voll-
ziehbar als Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 

3. A. seien die Verfahrenskosten zu drei Vierteln aufzuerlegen (Vorverfahren: Gebühr 
Fr. 10'000.--, Auslagen Fr. 18'837.70, Gerichtsgebühr der Strafkammer Fr. 48'000.-
-, zuzüglich Kosten des Berufungsverfahrens). 

4. Das Entschädigungs- und Genugtuungsbegehren von A. sei abzuweisen.  
5. Zulasten von A. und zugunsten der Eidgenossenschaft sei eine Ersatzforderung von 

CHF 932'202.31 zu begründen. 
6. Die beschlagnahmten Vermögenswerte in der Höhe von 1'194'783.84 seien wie folgt 

zu verwenden: 
6.1 zur Tilgung der Kosten des Untersuchungs-, des Haupt- sowie des Berufungsver-

fahrens; 
6.2 zur Tilgung der Verbindungsbusse von CHF 10'000.00; 
6.3 zur Tilgung der Ersatzforderung von CHF 932'202.31; 
6.4 im restlichen Umfang zur Tilgung der Parteientschädigung an die Privatklägerin. 
 
In Bezug auf B.: 
1. B. sei zusätzlich schuldig zu sprechen der Bestechung Privater i.S.v. Art. 322octies 

StGB (Anklageziffer II 4). 
2. B. sei zu bestrafen 
2.1 mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten bei einer Probezeit von 2 Jahren; 
2.2 mit einer Verbindungsbusse von CHF 10'000.00, bei schuldhafter Nichtbezahlung 

vollziehbar als Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 
3. B. seien die Verfahrenskosten zu einem Viertel aufzuerlegen (Vorverfahren: Gebühr 

Fr. 100'000.--, Auslagen Fr. 18'837.70, Gerichtsgebühr der Strafkammer Fr. 48'000.-
-, zuzüglich Kosten des Berufungsverfahrens). 

4. Das Entschädigungsbegehren von B. sei abzuweisen. 

B.7 Im Hinblick auf die Berufungsverhandlung wurden betreffend die beiden Beschul-
digten aktuelle Straf-/Betreibungsregisterauszüge sowie Steuerunterlagen einge-
holt (vgl. Beweisverfügung vom 27. Januar 2022 [CAR pag. 6.200.001]; CAR 
pag. 6.401.009 ff. und 079; 6.402.009 ff. und 015). Beide Beschuldigten reichten 
das von ihnen ausgefüllte Formular zu ihrer persönlichen und finanziellen Situation 
ein (CAR pag. 6.401.001 ff.; CAR pag. 6.402.001 ff.). 

B.8 Die Berufungsverhandlung fand am 24. Mai 2022 in Anwesenheit der BA, der 
Vertreter der Privatklägerschaft sowie der beiden Beschuldigten mit ihrer jeweili-
gen erbetenen Verteidigung am Sitz des Bundesstrafgerichts in Bellinzona statt 
(CAR pag. 7.200.002). Nachdem über Vorfragen nicht zu befinden war (CAR 
pag. 7.200.003), wurden im Rahmen des Beweisverfahrens die beiden Beschul-
digten einvernommen (CAR pag. 7.200.004; 7.401.001 ff. und 7.402.001 ff.). Auf 
Nachfrage der Vorsitzenden beantworteten die Vertreter der BA Fragen zu dem 

- 13 - 

von ihnen eingereichten Bericht «Finanzmarktanalyse» (CAR pag. 7.200.005). 
Der Beschuldigte A. legte diverse Akten ins Recht und beantragte bezüglich des 
Anklagevorwurfs des Insiderhandels die Erstellung eines Gutachtens zu den 
massgeblichen Kurserheblichkeitsgrenzen und den erzielten Vermögensgewin-
nen (CAR pag. 7.200.006 f.). Nach erfolgter Zwischenberatung wurden die vor-
gelegten Urkunden zu den Akten erkannt und der Antrag auf Einholung eines 
Gutachtens unter Hinweis auf die Wiederöffnung des Beweisverfahrens gemäss 
Art. 349 StPO einstweilen abgewiesen (CAR pag. 7.200. 007 f.). Bereits zuvor 
war der Beschuldigte B. auf entsprechendes Gesuch hin von der weiteren Anwe-
senheit an der Berufungsverhandlung dispensiert worden, nachdem er auf ein 
Schlusswort verzichtet hatte (CAR pag. 7.200.007). 

B.9 Im Rahmen der Parteivorträge (CAR pag. 7.200.008 ff.) stellte der Beschuldigte 
A. die nachfolgenden Anträge (CAR pag. 7.300.121): 
 
1. Das Verfahren in Bezug auf die Insidervorwürfe (Anklageziffern I.5.1.1 bis 

I.5.11.3) sei einzustellen. 
 2. Eventualiter sei A. von den Insidervorwürfen (Anklageziffem I.5.1.1 bis I.5.11.3) 

freizusprechen. 
 3. Im Übrigen sei A. auch von allen übrigen Vorwürfen frei zu sprechen. 
 4. Die Zivilforderung der C. AG sei abzuweisen, eventualiter sei die Zivilforderung 

der C. AG auf den Zivilweg zu verweisen. 
 5. Es seien die beschlagnahmten Gegenstände freizugeben. 
 6. Es seien die bei der Eidgenössischen Finanzverwaltung beschlagnahmten Ver-

mögenswerte von A. freizugeben. 
 7. Es seien die auf den Bankkonti von A. verfügten Kontosperren aufzuheben. 
 8. A. sei angemessen für die Kosten seiner Verteidigung zu entschädigen und es 

sei ihm für die Untersuchungshaft eine Genugtuung zuzusprechen. 
 
Der Beschuldigte B. stellte nachfolgende Anträge (CAR pag. 7.300.144): 

1. Herr B. sei vollumfänglich freizusprechen, soweit auf die Anklage eingetreten 
werden kann. 

2. Die auf Herrn B. fallenden Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Ver-
fahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen und es sei Herr B. für seine Um-
triebe, d.h. für die Kosten seiner Verteidigung, angemessen zu entschädigen. 

 3. Zudem sei er für entgangenen Lohn angemessen zu entschädigen. 
 4. Das Entschädigungsbegehren von C. sei abzuweisen. 

 
Die BA erneuerte ihre mit Berufungserklärung und Anschlussberufungserklärung 
gestellten Anträge (CAR pag. 7.300.016 ff.) und korrigierte dabei ein offensichtli-
ches Versehen betreffend die Probezeit zu der für den Beschuldigten B. auszu-
fällende Strafe (CAR pag. 7.300.019). Die Privatklägerschaft hielt an den in der 

- 14 - 

Anschlussberufungserklärung vom 26. November 2021 gestellten Anträgen voll-
umfänglich fest (CAR pag. 7.300.181 und 7.200.020). Die Parteien erstatteten je 
einen zweiten Parteivortrag (CAR pag. 7.200.013), gefolgt vom letzten Wort des 
Beschuldigten A. (CAR pag. 7.200.024 f.). 

B.10 Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung und 
wurde den Parteien zunächst im Dispositiv schriftlich eröffnet, nachdem sämtli-
che Parteien ihren Verzicht auf die mündliche Eröffnung des Urteils erklärt hatten 
(CAR pag. 7.200.025 und 11.100.001 ff.). 
 

 

Die Berufungskammer erwägt: 

I. Formelle Erwägungen 

1. Eintreten / Fristen 

 Die Berufungsanmeldungen und Berufungserklärungen der BA und der beiden 
Beschuldigten sowie die Anschlussberufungen der BA und der Privatklägerschaft 
erfolgten jeweils unter Fristwahrung (vgl. Art. 399 Abs. 1 StPO). Die Berufungen 
und Anschlussberufungen richten sich gegen das Urteil der Strafkammer des 
Bundesstrafgerichts SK.2020.36 vom 22. Juni 2021, mit dem das Verfahren ganz 
abgeschlossen wurde (Art. 398 Abs. 1 StPO). Die BA und die beiden Beschul-
digten sind im Rahmen ihrer Berufungsanträge und die Privatklägerschaft im 
Rahmen ihrer Anschlussberufungsanträge beschwert und haben in diesem Um-
fang ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen 
Urteils. Dies gilt jedoch nicht uneingeschränkt für die von der BA erklärten An-
schlussberufungen, weil damit teilweise mit den Berufungsanträgen identische 
Rechtsbegehren gestellt werden. Das Gericht kann nicht zweimal über den glei-
chen Antrag befinden, das heisst sowohl im Rahmen der Hauptberufung als auch 
einer Anschlussberufung, da der Antrag mit der Behandlung der Hauptberufung 
als erledigt zu gelten hat. Ist ein gültiger Berufungsantrag hängig, bleibt kein 
Raum (und kein schutzwürdiges Interesse) für eine Anschlussberufung im glei-
chen Punkt (BGE 147 IV 42 E. 2.4.2). Auf die Anschlussberufungsanträge der 
BA ist daher nicht weiter einzugehen, soweit die damit gestellten Rechtsbegeh-
ren bereits Gegenstand der gültigen Berufungen sind. Die Berufungskammer des 
Bundesstrafgerichts ist in der Besetzung mit drei Richterpersonen für die Beur-
teilung der vorliegenden Berufungen und Anschlussberufungen örtlich und sach-
lich zuständig (Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO; Art. 33 Iit. c, Art. 38a und 38b des Bun-
desgesetzes über die Organisation der Strafbehörden des Bundes [Strafbehör-
denorganisationsgesetz, StBOG; SR. 173.71]). Die weiteren Sachurteilsvoraus-
setzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Berufungen und die 

- 15 - 

Anschlussberufungen der Parteien ist mit dem erwähnten Vorbehalt bezüglich 
den Anschlussberufungen der BA einzutreten. 

2. Verfahrensgegenstand und Kognition (reformatio in peius möglich) 

2.1 Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung aufschie-
bende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils entsprechend 
gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche Urteil nur in 
den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Dabei ist es naheliegend, 
dass weitere nicht angefochtene Punkte in die Überprüfung des Urteils einzube-
ziehen sind, wenn eine enge Konnexität mit den angefochtenen Punkten besteht. 
Bei Anfechtung des Schuldspruchs mit Antrag auf Freispruch gelten für den Fall 
der Gutheissung automatisch auch damit zusammenhängende Folgepunkte des 
Urteils, wie zum Beispiel Nebenfolgen von Entscheiden über Einziehungen, Zi-
vilpunkte sowie Kosten- und Entschädigungsregelungen, als angefochten. Be-
stätigt das Berufungsgericht den Schuldspruch, sind die weiteren nicht angefoch-
tenen Urteilspunkte bei einer Beschränkung der Berufung nicht zu überprüfen 
(ZIMMERLIN, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2020, Art. 399 StPO N. 19; SCHMID, 
Praxiskommentar StPO, 3. Aufl. 2017, Art. 399 StPO N. 18). Auch wenn das Be-
rufungsgericht nur die angefochtenen Punkte neu beurteilt, fällt es am Ende ein 
insgesamt neues Urteil (Art. 408 StPO), wobei es jedoch anzugeben hat, welche 
Punkte bereits früher in Rechtskraft erwachsen sind (BGE 141 IV 244 E. 1.3.3). 

2.2 Die Vorinstanz stellte das Verfahren gegen die beiden Beschuldigten in Bezug 
auf mehrere Anklagevorwürfe ein (Dispositiv-Ziffer I.1 [Beschuldigter A.] und Dis-
positiv-Ziffer II.1 [Beschuldigter B.]) und sprach sie von anderen Anklagepunkten 
frei (Dispositiv-Ziffer I.2 [Beschuldigter A.] und Dispositiv-Ziffer II.2 [Beschuldigter 
B.]). Im Übrigen wurden beide Beschuldigten anklagegemäss schuldig gespro-
chen. Bezüglich der ergangenen Schuldsprüche beantragen die beiden Beschul-
digten im Berufungsverfahren die Einstellung des Verfahrens bzw. einen Frei-
spruch hinsichtlich der zugrundeliegenden Anklagevorwürfe. Damit haben alle 
vorinstanzlichen Schuldsprüche (Dispositiv-Ziffer I.3 [Beschuldigter A.]; Disposi-
tiv-Ziffer II.3 [Beschuldigter B.] als angefochten zu gelten. Ausdrücklich ange-
fochten wurden auch die unmittelbar mit dem Strafpunkt zusammenhängenden 
Teile des vorinstanzlichen Urteilsspruchs (Strafmass und Strafvollzug / Begrün-
dung einer Ersatzforderung / Beschlagnahme und Verwendung von Vermögens-
werten / Kosten- und Entschädigungsfolgen). Die Berufung der BA richtet sich 
gegen die Freisprüche des Beschuldigten A. von den Vorwürfen des wirtschaftli-
chen Nachrichtendienstes betreffend die Anklageziffern (nachfolgend: AKZ) 
I.3.1.2, I.3.1.5, I.3.1.6, I.3.1.12, I.3.1.13, I.3.1.14, I.3.2.3, I.3.2.4 und I.3.2.5 und 
vom Vorwurf des Sich-Bestechen-Lassens (Dispositiv-Ziffer II.2 erster und zwei-
ter Spiegelstrich), gegen den Freispruch des Beschuldigten B. vom Vorwurf des 

- 16 - 

Bestechens (Dispositiv-Ziffer II.2) und gegen die Bemessung der Strafen und de-
ren Vollzug sowie gegen die Höhe der Ersatzforderung und die vorinstanzlichen 
Anordnungen zu den Beschlagnahmungen. Bezüglich des gegen den Beschul-
digten B. erhobenen Vorwurfs des Ausnützens des Fabrikations- und Geschäfts-
geheimnisses gemäss AKZ II.2.4 ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz 
diesbezüglich den Tatbestand als nicht erfüllt erachtete (Urteil SK.2020.36 
E. 3.1.5.4), im Urteilsdispositiv indessen keinen entsprechenden Freispruch aus-
wies. In Anbetracht der Berufungsanträge der BA («Schuldspruch wegen mehr-
fachen Ausnützens des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses in den AKZ 
II.2 bis II.2.7») ist der Freispruch von diesem Tatvorwurf ebenfalls angefochten. 
Die Privatklägerschaft schliesslich wendet sich mit ihrer Anschlussberufung ge-
gen den Freispruch der beiden Beschuldigten vom Vorwurf des Sich-Bestechen-
Lassens sowie gegen die vorinstanzliche Beurteilung ihrer Zivilansprüche und 
die damit im Konnex stehenden Entschädigungsansprüche (CAR 
pag. 2.100.003 ff.). Nicht angefochten und in Rechtskraft erwachsen ist das vo-
rinstanzliche Urteil hinsichtlich der Verfahrenseinstellungen (Dispositiv-Ziffer I.1 
[Beschuldigter A.] und Dispositiv-Ziffer II.1 [Beschuldigter B.]), der Freisprüche 
des Beschuldigten A. von den Anklagevorwürfen gemäss AKZ I.3.2.1 und I.3.2.2 
(wirtschaftlicher Nachrichtendienst) und gemäss AKZ I.5.6 (Ausnützen von Insi-
derinformationen). Alle übrigen Dispositiv-Ziffern des erstinstanzlichen Urteils 
gelten demgegenüber als angefochten und sind im Berufungsverfahren zu be-
handeln. Weil die BA Rechtsmittel gegen das vorinstanzliche Urteil eingelegt hat, 
greift dabei im Berufungsverfahren das Verschlechterungsverbot (Art. 391 Abs. 
2 StPO) weder bezüglich Schuldsprüche noch bezüglich des Strafmasses. 

2.3 Nach den vorstehenden Erwägungen ist vorab festzustellen, dass das Urteil der 
Strafkammer des Bundesgerichts SK.2020.36 vom 22. Juni 2021 wie folgt in 
Rechtskraft erwachsen ist:  

I. Beschuldigter A. 

1. Das Verfahren wird eingestellt: 

– betreffend den Vorwurf der Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses 

i.S.v. Art. 162 StGB in Bezug auf Anklageziffer I.2.1; 

 – betreffend den Vorwurf des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 StGB in 

Bezug auf Anklageziffer I.3.1.1; 

 – betreffend den Vorwurf des Ausnützens von Insiderinformationen i.S.v. Art. 40 aBEHG 

in Bezug auf Anklageziffer I.5.2.1. 

2. A. wird freigesprochen: 

  – vom Vorwurf des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 StGB betreffend 

Anklageziffern […], I.3.2.1 und I.3.2.2; 

  – […] 

 – vom Vorwurf des Ausnützens von Insiderinformationen i.S.v. Art. 40 aBEHG in Bezug 

auf Anklageziffer I.5.6. 

- 17 - 

3.-5. […] 

II. Beschuldigter B. 

1. Das Verfahren wird eingestellt:  

 – betreffend den Vorwurf der Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses 

i.S.v. Art. 162 StGB in Bezug auf Anklageziffer II.2.1; 

– betreffend den Vorwurf des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes i.S.v. Art. 273 StGB in 

Bezug auf Anklageziffer II.3.1.1. 

2.-5. […] 

III. Verfahrenskosten 

1.-2. […] 

IV. Entschädigungen 

1.-6. […]  

V. Ersatzforderung 

[…] 

VI. Beschlagnahme 

1.-3. […]  

3. Weitere Beweiserhebungen 

3.1 Im Strafverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach klären die Straf-
behörden von Amtes wegen alle für die Beurteilung der Tat und der beschul-
digten Person bedeutsamen Tatsachen ab (Art. 6 Abs. 1 StPO). Sie untersu-
chen die belastenden und entlastenden Umstände mit gleicher Sorgfalt (Art. 6 
Abs. 2 StPO). Die Ermittlung des wahren Sachverhalts ist von zentraler Be-
deutung. Insofern ist es mit Blick auf das Ziel der Erforschung der materiellen 
Wahrheit erforderlich, dass das Gericht eine aktive Rolle bei der Beweisfüh-
rung einnimmt. Der Untersuchungsgrundsatz gilt deshalb sowohl für die Straf-
verfolgungsbehörden als auch für die Gerichte (vgl. Art. 12 StPO). Das 
Rechtsmittelverfahren richtet sich nach den allgemeinen Bestimmungen der 
Strafprozessordnung, soweit der Titel über die Rechtsmittel keine besonde-
ren Bestimmungen enthält (Art. 379 StPO). Es setzt das Strafverfahren fort 
und knüpft an die bereits erfolgten Verfahrenshandlungen, namentlich die 
durchgeführten Beweiserhebungen an. Gemäss Art. 389 Abs. 1 StPO beruht 
es auf den Beweisen, die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptver-
fahren erhoben worden sind (vgl. Art. 343 Abs. 3 i.V.m. 405 Abs. 1 StPO). 
Soweit das erstinstanzliche Gericht indes Beweisvorschriften verletzt hat, die 
Beweiserhebungen unvollständig waren oder die Akten über die Beweiserhe-
bungen unzuverlässig erscheinen, werden die Beweisabnahmen im Rechts-
mittelverfahren wiederholt (Art. 389 Abs. 2 lit. a-c StPO). Zudem erhebt die 
Rechtsmittelinstanz von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforder-
lichen zusätzlichen Beweise (Art. 389 Abs. 3 StPO; BGE 143 IV 408 E. 6.2.1). 
Das Berufungsgericht ist mithin verpflichtet, auch von Amtes wegen für eine 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-IV-408%3Ade&number_of_ranks=0#page408

- 18 - 

rechtskonforme Beweiserhebung und damit aus eigener Initiative für die nötigen 
Ergänzungen besorgt zu sein (BGE 147 IV 419 E. 5.3.2; Urteil des Bundesge-
richts 6B_1087/2019 vom 17. Februar 2021 E. 1.2.1). 

3.2 Der Beschuldigte A. liess bezüglich der ihm vorgeworfenen Insidertransaktionen 
die Einholung eines Gutachtens zu den massgeblichen Kurserheblichkeitsgren-
zen und der erzielten Vermögensgewinne beantragen (CAR pag. 7.200. 006). 
Der Beweisantrag bezieht sich auf einen von der BA im Vorverfahren eingeholten 
Untersuchungsbericht des Bereichs «Forensische Finanzanalyse (FFA)» vom 
30. November 2019, welcher samt eines methodischen Begleitberichts Bestand-
teil der Akten ist (BA pag. 11.301.0001 ff.; BA pag. 11.302. 0001 ff.). Seitens des 
Beschuldigten A. werden – wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren (vgl. TPF 
pag. 51.521.004 ff.) – gewichtige Bedenken daran geäussert, ob die von der BA 
berechneten Kurserheblichkeitsgrenzen korrekt ermittelt wurden. Im Wesentli-
chen wird vorgebracht, der finanzmarkanalytische Bericht gehe anstatt von der 
statistisch üblichen Standardabweichung von je «5 %-Ausreissern» nach oben 
und nach unten aus und rechne diese heraus. Dies führe automatisch zu mehr 
Transaktionen, die diese Schwellenwerte überstiegen und demzufolge als kurs-
relevant gelten müssten. Ausserdem beruhe der Bericht auf Daten über einen 
viel zu langen Zeitraum. Obwohl üblicherweise ein Handelszeitraum von 250 Ta-
gen betrachtet werde, beruhten die Berechnungen auf einem Zeithorizont von 
dreizehn Jahren. Die Volatilität von Aktienkursen vor 13 Jahren könne aber nicht 
mit der heutigen Volatilität verglichen werden. Damit sei das angewendete Be-
rechnungsmodell nach eigenem Gutdünken der BA abgeändert worden. Kursre-
aktionen würden auf diese Weise «erheblicher», als sie es in Tat und Wahrheit 
gewesen seien. Ein solches Vorgehen gehe nicht an, wenn man sich an statisti-
sche Normen zu halten habe. Die Berechnungen der Abteilung Finanzmarktana-
lyse der BA seien insgesamt willkürlich, intransparent und nicht nachvollziehbar 
(CAR pag. 7.200.006; vgl. auch CAR pag. 7.300.109 ff.). Die BA schloss auf Ab-
weisung des Antrages auf Einholung eines Gutachtens zur Kurserheblichkeits-
frage und verwies auf das vorinstanzliche Urteil, in welchem der Bericht des Fi-
nanzanalysten als vollständig, nachvollziehbar und schlüssig bewertet worden 
sei (CAR pag. 7.200.007). 

3.3 Im zur Diskussion gestellten Bericht des Finanzanalysten der BA wurden bezüg-
lich der dem Beschuldigten A. gemachten Vorwürfe des Ausnützens von Inside-
rinformationen anhand von statistischen Modellierungen Schwellenwerte für die 
Annahme von Kurserheblichkeit ermittelt (BA pag. 11.302.0001 ff.). Die Berech-
nungen definieren die Kurserheblichkeit anhand einer Abgrenzung der «5 Pro-
zent grössten positiven» sowie der «5 Prozent ausgeprägtesten negativen» Kurs-
schwankungen (BA pag. 11-301-0021; vgl. auch BA pag. 11-301-0029). Daran 
anschliessend geht die Analyse davon aus, dass in einem Handelsjahr von 250 

- 19 - 

Handelstagen ca. 25 erhebliche Kursereignisse anfielen (BA pag. 11-301-0021; 
vgl. auch BA pag. 11-301-0029). Nach den insoweit zutreffenden Ausführungen 
des Beschuldigten A. ergibt sich aus dem Bericht nicht schlüssig, aufgrund wel-
cher statistischer Grundlage der für die Klassifizierung als kursrelevantes Ereig-
nis herangezogene Prozentbereich (5 %) gewählt wurde. Überdies wird nicht er-
läutert, weshalb eine solche Berechnungsweise gegenüber der vom Beschuldig-
ten A. propagierten Ermittlung der Kursvolatilität anhand der statistischen Kenn-
zahl der Standardabweichung bevorzugt wurde. Der Beschuldigte A. weist zu 
Recht darauf hin, dass die unterschiedlichen Methodenansätze zu mitunter er-
heblich variierenden Wertebereichen für signifikante Kursschwankungen führen 
können. Ähnliche Vorbehalte ergeben sich auch bezüglich der Kalibrierung des 
im Bericht der Finanzmarktanalyse der BA zur zeitabhängigen Modellierung der 
Volatilität verwendeten «GARCHt-Modells» (vgl. BA pag. 11-301-0026 ff.; aus-
führlich zur Anwendung dieser Berechnungsmodelle bei der Finanzmarktanalyse 
REMUND, L’exploitation d’informations d’initiés selon les articles 154 et 142 LIMF, 
S. 399 ff.). Entgegen den im Bericht selber zitierten Empfehlungen zur Bestim-
mung der Ereignis- und Schätzperiode (Beobachtungsperiode von einem Han-
delsjahr [BA pag. 11-301-0036]) stützt sich der Bericht der Finanzmarktanalyse 
auf einen Beobachtungszeitraum von teilweise mehr als 13 Jahren und mehr als 
3'250 Kursveränderungen (BA pag. 11-301-0036). Mit der auch insofern nicht 
von Vornherein unberechtigten Kritik des Beschuldigten A. ist nicht auszuschlies-
sen, dass ein solcher Ansatz letztlich zu einer Verzerrung des statistischen Er-
gebnisses geführt hat. Inwiefern es im Vorfeld der vorliegenden relevanten Bör-
sentransaktionen zu den im Bericht der Finanzmarktanalyse zur Erklärung der 
geänderten Schätzperiode angeführten Kursverwerfungen gekommen wäre (vgl. 
BA pag. 13-301-0035), steht nicht fest. Auch hierauf wurde vom Beschuldigten 
A. berechtigterweise hingewiesen (vgl. CAR pag. 7.300.111). 

3.4 Insgesamt erscheint die Methodik der vorgelegten Expertise zur Berechnung von 
Kurserheblichkeitswerten in verschiedener Hinsicht in der Tat nicht restlos über-
zeugend, weshalb ihre Aussagekraft vom Beschuldigten A. nicht zu Unrecht in 
Zweifel gezogen wird. Dennoch sind vorliegend keine weitergehenden Beweis-
erhebungen vorzunehmen und es kann namentlich davon abgesehen werden, 
das beantragte Gutachten zur hier interessierenden Frage zu veranlassen. Wie 
im Sachzusammenhang zu erläutern sein wird (vgl. nachfolgende Erwägung 
II.A.1.4.4.4), erfordert die Ermittlung der Kurserheblichkeit kein Abstellen auf die 
von der BA berechneten Kurserheblichkeitsschwellenwerte. Den zu den inkrimi-
nierten Insidergeschäften erhobenen Tatsachengrundlagen lassen sich Indizien 
in hinreichender Anzahl und Sinnfälligkeit entnehmen, die eine akkurate Beurtei-
lung der Strafbarkeit auch unter dem Aspekt der Kurserheblichkeit erlauben. 

4. Begründungspflicht 

- 20 - 

Auf die Ausführungen und Argumente der Parteien ist im Rahmen der nachste-
henden Erwägungen einzugehen. Konkret auf bestimmte Anklagesachverhalte 
bezogene prozessuale Einzelfragen werden ebenfalls im Sachzusammenhang 
zu erörtern sein. Vorauszuschicken ist, dass sich die Berufungsinstanz dabei 
nicht ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Ein-
wand befassen muss. Vielmehr kann sie sich auf die seiner Auffassung nach 
wesentlichen und massgeblichen Vorbringen der Parteien beschränken. Es müs-
sen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Ge-
richt hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 141 IV 249; 
BGE 138 IV 81 E. 2.2; BGE 136 I 229 E. 5.2). 

 

II. Materielle Erwägungen 

A) Schuldpunkt 

1. Beurteilung der Anklagevorwürfe gegen den Beschuldigten A. 

1.1 Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses im Sinne von 
Art. 162 Abs. 1 StGB (AKZ I.2.2. bis I.2.14) 

1.1.1  Ausgangslage 

1.1.1.1 Anklagevorwürfe 

  Dem Beschuldigten A. wird im Wesentlichen vorgeworfen, in der Zeit vom Sep-
tember 2014 bis November 2016 als Verwaltungsrat der C. AG dem Beschuldig-
ten B., Managing Director der Bank 2 GmbH pflichtwidrig Geschäftsgeheimnisse 
des C.-Konzerns mitgeteilt zu haben, zu deren Weitergabe er nicht befugt gewe-
sen sei (TPF pag. 51.100.008). Die eingeklagten Sachverhalte ergeben sich im 
Detail aus der Anklageschrift vom 24. August 2020 (TPF pag. 51.100.019 ff.) und 
wurden zudem im vorinstanzlichen Urteil umfassend dargestellt (Urteil 
SK.2020.36 E. 2.1.1.2 bis E. 2.1.1.14). Darauf sei – um unnötige Wiederholun-
gen zu vermeiden – vorab verwiesen (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

1.1.1.2 Vorinstanzliches Urteil und Parteistandpunkte im Berufungsverfahren 

  Soweit im vorliegenden Berufungsverfahren noch von Interesse, erachtete die 
Vorinstanz den zur Anklage gebrachten Sachverhalt nach Würdigung der zur 
Verfügung stehenden Beweismittel als erstellt. Mit Bezug auf die rechtliche Wür-
digung kam die Vorinstanz zum Schluss, der Beschuldigte A. habe in allen An-
klagepunkten den Tatbestand der Geschäftsgeheimnisverletzung im Sinne von 
Art. 162 StGB in objektiver und subjektiver Hinsicht erfüllt. Insbesondere hielt die 

- 21 - 

Vorinstanz dafür, dass alle vom Beschuldigten A. dem Beschuldigten B. weiter-
geleiteten Informationen um vertrauliche oder mindestens nicht für die Öffentlich-
keit bestimmte Tatsachen gehandelt habe, die geeignet gewesen seien, den Ge-
schäftsverlauf der C. AG zu beeinflussen. Der Beschuldigte A. habe sich daher 
der vorsätzlichen Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses im 
Sinne von Art. 162 Abs. 1 StGB schuldig gemacht (Urteil SK.2020.36 E. 2.1.4 – 
E. 2.1.4.14). Der Beschuldigte A. beantragt dem Berufungsgericht einen vollum-
fänglichen Freispruch. Zur Begründung wird in prozessualer Hinsicht geltend ge-
macht, er sei zufolge Fehlens rechtsgenüglicher Strafanträge freizusprechen 
(CAR pag. 7.300.084 f.). Ausserdem sei er in Verletzung des Anklagegrundsat-
zes verurteilt worden, weil die Anklageschrift nicht aufführe, wessen Fabrikations- 
und Geschäftsgeheimnisse er konkret offenbart haben soll (CAR 
pag. 7.300.089 f.). In rechtlicher Sache wendet der Beschuldigte A. schliesslich 
zusammengefasst ein, die von ihm übermittelten Informationen hätten keine Ge-
schäftsgeheimnisse im Gesetzessinne dargestellt und seien dem Beschuldigten 
B. auch nicht in allen Fällen zugänglich gemacht worden (CAR 
pag. 7.300.085 ff.). 

1.1.2  Prozessuale Fragen 

1.1.2.1 Gültigkeit der Strafanträge 

  a) Die Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses gemäss 
Art. 162 StGB ist nur auf Antrag strafbar. Gemäss Art. 30 Abs. 1 StGB kann jede 
Person, die durch die Tat verletzt worden ist, die Bestrafung des Täters beantra-
gen (Art. 30 Abs. 1 StGB). Der Beschuldigte A. hält daran fest, dass es in Bezug 
auf die Verletzung von Fabrikations- und Geschäftsgeheimnissen von Konzern-
gesellschaften der C.-Gruppe an den erforderlichen Strafanträgen der betroffe-
nen Konzerngesellschaften fehle. Zur Begründung wird unter Verweis auf bereits 
vor Vorinstanz Vorgetragenes ausgeführt, dass die C.q. AG eine reine Manage-
ment-Gesellschaft sei und zwar ein faktisches, nicht aber ein rechtliches Inte-
resse an einem Strafantrag habe. In Ermangelung eines Konzernrechts in der 
Schweiz gelte dies auch für die C. AG. Sollten die von ihm an den Beschuldigten 
B. weitergeleiteten Informationen Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisse dar-
stellen, wären es – so die Schlussfolgerung des Beschuldigten A. – der betroffe-
nen ausländischen Konzerngesellschaften und nicht solche der Privatklägerin-
nen (CAR pag. 7.300.084 f.). Die Vorinstanz erwägt zur Strafantragsproblematik 
und den entsprechenden Einwänden des Beschuldigten, es sei nicht ein Strafan-
trag jeder von einer allfälligen Geheimnisverletzung betroffenen Konzerngesell-
schaft notwendig, da die mutmasslich offenbarten Geheimnisse jeweils die Grup-
penstrategie betroffen hätten, deren Festlegung insbesondere der C.q. AG oble-

- 22 - 

gen habe. Die C.q. AG habe als mutmassliche Geschädigte fristgerecht Strafan-
trag gestellt. Werde ein Strafantrag gegen einen an der Tat Beteiligten gestellt, 
so seien gemäss Art. 32 StGB alle Beteiligten zu verfolgen. Im Ergebnis lägen 
sowohl gegenüber dem Beschuldigten A. als auch gegenüber dem Beschuldig-
ten B. gültige Strafanträge vor (Urteil SK. 2020.36 E. 1.3). 

  b) Die Vorinstanz hat das Vorliegen von gültigen Strafanträgen nach Ansicht 
des Berufungsgerichts zu Recht bejaht. Was im Berufungsverfahren vom Be-
schuldigten diesbezüglich eingewendet wurde, erweist sich als nicht stichhaltig. 
Relevant ist zunächst, dass die C.-Gruppe im Sinne eines Konzerns existierte. 
Dieser Konzern verfügte mit der C. AG über eine Holdinggesellschaft und mit der 
C.q. AG über ein operationelles Unternehmen. Der C. AG oblag die strategische 
Führung des Konzerns, während die C.q. AG für die Führung der operativen Ge-
schäftstätigkeit zuständig war. Insofern trifft entgegen den Ausführungen der Vo-
rinstanz (Urteil SK.2020.36 E. 1.3) nicht zu, dass die Festlegung der Gruppen-
strategie in der Kompetenz der C.q. AG gelegen hätte. Das operative Geschäft 
wiederum betrieb die C.-Gruppe im relevanten Zeitraum in verschiedenen Divisi-
onen («Segment DDDD.» / «Segment CCCC.» / «Segment C.g.» / «Segment 
PPPP.» / Segment DDDDDD.»). Entscheidend wirkt sich aus, dass alle Konzern-
gesellschaften strategisch unter einheitlicher Leitung der C. AG als Konzernmut-
tergesellschaft standen und in operativen Belangen von der C. AG geführt wur-
den. Wie von der Privatklägerschaft zutreffend ausgeführt (CAR pag. 7.200.020), 
erarbeitete die C.q. AG die Beschluss- und Diskussionsgrundlagen für Strategie-
fragen und hatte die Entscheidungen des Verwaltungsrates der C. AG umsetzen. 
Dies ergibt sich aus dem durch die Konzernstruktur vorgegebenen Rahmen der 
Aufgabenzuweisung an die beiden Gesellschaften. Deshalb sind bezüglich der 
anklagegegenständlichen Verletzungen von Fabrikations- oder Geschäftsge-
heimnissen beide Gesellschaften als Geheimnisherrin zu betrachten und beiden 
Unternehmungen ist ein rechtlich geschütztes Geheimhaltungsinteresse zu at-
testieren. Unter Berücksichtigung dessen war die C.q. AG zur Stellung eines 
Strafantrages wegen Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses 
legitimiert. Einen entsprechenden Strafantrag hat die C.q. AG am 26. April 2017 
über die sie vertretenden Rechtsanwälte gestellt (BA pag. 05-200-0005). Eines 
Strafantrages jeder einzelnen der betroffenen Konzerngesellschaften bedurfte es 
nicht. Entsprechend liegt ein gültiger Strafantrag vor.  

1.1.2.2 Anklageprinzip 

Der Beschuldigte A. erneuerte im Berufungsverfahren bezüglich des Tatkomple-
xes der mehrfachen Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses 
die Rüge des nicht gewahrten Anklageprinzips. Dies mit der Begründung, dass 
in der Anklageschrift die geschädigte Person nicht genannt werde, weshalb nicht 

- 23 - 

ersichtlich sei, wessen Geheimnisse der Beschuldigte offenbart haben soll (CAR 
pag. 7.300.090; vgl. ausführlich schon TPF pag. 51.721.008 ff.). Gemäss Ankla-
geschrift soll der Beschuldigte A. unbefugt und pflichtwidrig zahlreiche Ge-
schäftsgeheimnisse zum Nachteil des C.-Konzerns weitergegeben haben (TPF 
pag. 51.100.008 und 016). In einzelnen Anklagevorwürfen ist auch von Ge-
schäftsgeheimnissen der C. Gruppe die Rede (z.B. TPF pag. 51.100.025 
[AKZ I.2.5], TPF pag. 51.100.034 [AKZ I.2.9] oder TPF pag. 51.100.038 
[AKZ 2.11]).  

Gemäss Art. 325 Abs. 1 lit. f. StPO bezeichnet die Anklageschrift möglichst kurz, 
aber genau: die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschrei-
bung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung. Der Strafbefehl 
enthält den Sachverhalt, welcher der beschuldigten Person zur Last gelegt wird 
(Art. 353 Abs. 1 lit. c StPO). Der überwiegend formalistische Einwand des Be-
schuldigten A. erweist sich als unbegründet. Der Vorwurf der Geschäftsgeheim-
nisverletzung wird in der Anklageschrift ausreichend substantiiert, indem je ein-
zeln angegeben wird, welche als Geschäftsgeheimnisse zu erachtenden Infor-
mationen und Dokumente unberechtigterweise weitergegeben worden sein sol-
len. Aus der Anklageschrift geht insofern genügend klar hervor, von welchem 
Sachverhalt die Anklagebehörde ausgeht. Der Beschuldigte A. konnte aus der 
Anklageschrift also ohne Weiteres ersehen, wessen er angeklagt war. Er war 
denn auch in der Lage, sich gegen die in der Anklage erhobenen Vorwürfe zu 
verteidigen und beispielsweise darzulegen, dass und weshalb seines Erachtens 
keine Geschäftsgeheimnisse im Gesetzessinne vorgelegen hätten. Aus der Um-
schreibung der allgemeinen Tatumstände (vgl. TPF pag. 51.100.010 f.) ergibt 
sich sodann, dass die Anklage die C. AG als Holding-Gesellschaft des C.-Kon-
zerns als Geheimnisherrin betrachtet. Die massgeblichen Konzernstrukturen wa-
ren dem Beschuldigten als Verwaltungsrat der C. AG im Übrigen bekannt. Dass 
bei den einzelnen Anklagesachverhalten jeweils auch von der C. Gruppe gespro-
chen wird, führt nicht zur Unbeachtlichkeit der Anklage. Die beanstandete Verlet-
zung des Anklageprinzips liegt nicht vor. 

1.1.3 Allgemeine Darstellung des Straftatbestandes 

 Was die Vorinstanz zu den massgeblichen objektiven und subjektiven Tatbe-
standsvoraussetzungen der Verletzung von Fabrikations- und Geschäftsgeheim-
nissen im Sinne von Art. 162 StGB ausführt (Urteil SK.2020.36 E. 2.1.2 – 
E. 2.1.2.10), erweist sich als zutreffend und vollständig, weshalb auf die entspre-
chenden Ausführungen verwiesen wird. Zur Verdeutlichung sei vorliegend erneut 
angeführt, dass als Geschäftsgeheimnisse Tatsachen gelten, die den Bereich 
des Vertriebs und die Vermögenslage des Unternehmens betreffen (NIGGLI/HA-
GENSTEIN, Basler Kommentar, 4. Aufl. 2018, Art. 162 StGB N. 19). Es geht um 

- 24 - 

wirtschaftlich relevante Informationen wie zum Beispiel Betriebsorganisation, 
Einkaufs- und Bezugsquellen, Preiskalkulationen, Absatzmöglichkeiten, Kunden-
listen, Abmachungen mit Lieferanten und Kunden etc., die einen betriebswirt-
schaftlichen oder kaufmännischen Charakter aufweisen. Entscheidend ist, ob die 
geheimen Informationen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis haben kön-
nen oder mit anderen Worten, ob sie Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit 
der Unternehmung haben (BGE 142 II 268 E. 5.2.3 mit zahlreichen Hinweisen). 
Die aus der Geschäftssphäre des Unternehmens verratene Tatsache muss dem-
nach für den Geheimnisherrn (das Unternehmen) von wirtschaftlichem Wert und 
ihr Bekanntwerden geeignet sein, im Wettbewerb die Konkurrenz zu stärken oder 
den eigenen Betrieb zu schädigen. Entsprechend muss das Geschäftsgeheimnis 
einen wirtschaftlichen Wert darstellen und dessen Verletzung einen Einfluss auf 
den kaufmännischen Erfolg haben können (NIGGLI/HAGENSTEIN, a.a.O., Art. 162 
StGB N. 9 und N. 19; DONATSCH, in: Donatsch [Hrsg.], Kommentar, StGB, 
20. Aufl. 2018, Art. 162 StGB N 3; TRECHSEL/JEAN-RICHARD, Praxiskommentar, 
2. Aufl. 2013, Art. 162 StGB N. 5 f.). Die Tat ist vollendet, sobald ein Aussenste-
hender dank dem Verhalten des Täters Kenntnis vom betreffenden Geheimnis 
erhält (Urteil des Bundesgerichts 6B_1403/2017 vom 8. August 2018 E. 1.2.2; 
NIGGLI/HAGENSTEIN, a.a.O., Art. 162 StGB N. 36). Bei der Verletzung eines Fab-
rikations- oder Geschäftsgeheimnisses handelt es sich um ein Vorsatzdelikt. Der 
Täter muss wissen, dass es sich um ein Geheimnis handelt und er einer Geheim-
haltungspflicht unterliegt. Bezüglich des Verrats (Art. 162 Abs. 1 StGB) wird folg-
lich vorausgesetzt, dass der Täter um den geheimen Charakter der Tatsache ge-
wusst und den Verrat im Bewusstsein um seine Verpflichtung, das Geheimnis zu 
bewahren, begangen hat (NIGGLI/HAGENSTEIN, a.a.O., Art. 162 StGB N. 32). 

1.1.4 Erstellung der massgeblichen Anklagesachverhalte 

1.1.4.1 Die Vorinstanz erachtet den Sachverhalt in allen noch zu beurteilenden Anklage-
sachverhalten als erstellt (Urteil SK.2020.36 E. 2.1.4.1 – E. 2.1.4.13). Wie bereits 
im Vorverfahren und im erstinstanzlichen Verfahren (TPF pag. 51.731.004) hat 
der Beschuldigte A. auch anlässlich seiner Befragung in der Berufungsverhand-
lung ausdrücklich anerkannt, dass er dem Beschuldigten B. die in der Anklage-
schrift im Einzelnen genannten Dokumente als E-Mail-Anhänge elektronisch zu-
gestellt hat (CAR pag. 7.401.003 ff.). Ferner ist unbestritten, dass diese E-Mail-
Nachrichten vom Beschuldigten B. zur Kenntnis genommen wurden. Das Ge-
ständnis des Beschuldigten A. deckt sich mit dem übrigen Untersuchungsergeb-
nis, insbesondere mit den zahlreichen elektronischen Daten, die im Vorverfahren 
erhoben wurden. Insofern ist der Sachverhalt gemäss Anklageschrift erstellt. Im 
Berufungsverfahren werden die vorinstanzlichen Feststellungen zum Sachver-
halt einzig dahingehend beanstandet, als hinsichtlich AKZ I.2.6 («Link AA., Pass-
wort [Zugang zu 13 BoD und SC Dokumenten] und Dokumentationsübersicht») 

- 25 - 

unzutreffend davon ausgegangen werde, der Beschuldigte A. habe dem Beschul-
digten B. auch eine E-Mail mit dem Passwort für den Zugriff auf die auf dem 
Internetserver «AA.» abgelegten Dokumente weitergeleitet (CAR 
pag. 7.300.087 f.). 

1.1.4.2 Laut dem aus sachverhaltlicher Perspektive näher zu betrachtenden Anklagevor-
wurf soll der Beschuldigte A. dem Beschuldigten B. am 4. Mai 2015 kommentar-
los eine E-Mail von T. (CEO der C.q. AG) weitergeleitet haben, die einen Link auf 
einen Server bei «AA.» und im Anhang eine Präsentation mit Hinweisen auf die 
dort abrufbaren 13 Präsentationen zur Konzernstrategie enthalten habe. Dadurch 
habe der Beschuldigte A. dem Beschuldigten B. die Möglichkeit verschafft, auf 
dem Server von «AA.» auf die 13 Präsentationen zuzugreifen (TPF 
pag. 51.100.026 f.). Mit der Vorinstanz hat als erwiesen zu gelten, dass der Be-
schuldigte A. dem Beschuldigten B. die E-Mail von T. tatsächlich weitergeleitet 
hat (BA pag. B11-101-002-001). Entgegen der Annahme im vorinstanzlichen Ur-
teil ist damit aber nicht gesagt, dass dem Beschuldigten B. gleichzeitig die Gele-
genheit eingeräumt worden wäre, die auf dem Server «AA.» abgelegten Präsen-
tationen einzusehen. In der weitergeleiteten E-Mail wies T. selber darauf hin, 
dass die Dokumentation passwortgeschützt sei und die Adressaten in Kürze eine 
separate E-Mail mit dem entsprechenden Passwort erhalten würden (BA pag. 11-
101-002-0001 f.). Die Anklage geht denn auch davon aus, dass das erforderliche 
Passwort mit separater E-Mail übermittelt worden sei (TPF pag. 51.100.026). Ak-
tenmässig dokumentiert ist eine solche E-Mail indessen nicht (vgl. BA pag. 11-
101-0066). Erst recht lässt sich nicht belegen, dass der Beschuldigte A. dem Be-
schuldigten B. auch das Passwort für den Zugang zu den Unterlagen mitgeteilt 
hat. Wie seitens der Verteidigung berechtigterweise bemerkt wurde (CAR 
pag. 7.300.088; vgl. auch Prot. S. 12), wirft die Anklage dem Beschuldigten A. 
solches auch nicht vor. Der Beschuldigte A. vermochte sich an die Zustellung des 
Passwortes nicht mehr zu erinnern (BA pag. 13-100-0439). Der Beschuldigte B. 
gab unwiderlegbar an, keine Dokumente vom Server «AA.» heruntergeladen zu 
haben (BA pag. 13-200-0374). Es ist daher entgegen der vorinstanzlichen 
Schlussfolgerung (Urteil SK.2020.36 E. 2.1.4.5) beweismässig nicht erstellt, dass 
der Beschuldigte A. dem Beschuldigten B. die Möglichkeit verschafft hat, auf die 
mutmassliche Geschäftsgeheimnisse beinhaltenden Präsentationen auf dem 
Server «AA.» zuzugreifen. 

1.1.4.3 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass sich der Tatvorwurf gemäss AKZ I.2.6 be-
züglich der Weiterleitung des Passwortes für den Link auf den Server «AA.» und 
der Verschaffung der Zugriffsmöglichkeit auf die sich dort befindende Dokumen-
tation aufgrund der vorhandenen Beweismittel nicht rechtsgenügend erstellen 
lässt. Diesbezüglich hat folglich ein Freispruch zu ergehen. Im Übrigen ist der 

- 26 - 

nachfolgenden rechtlichen Würdigung – wie bereits erwähnt – der Sachverhalt 
zugrunde zu legen, wie er sich aus der Anklageschrift ergibt. 

1.1.5 Rechtliche Würdigung der erstellten Anklagesachverhalte 

1.1.5.1 Betreffend die rechtliche Qualifikation steht die Frage im Vordergrund, ob die vom 
Beschuldigten A. dem Beschuldigten B. zugestellten Unterlagen und Dokumente 
von ihrem Inhalt her gesetzlich geschützte Geschäftsgeheimnisse darstellten. Im 
Hinblick darauf unterzieht die Vorinstanz die vom Beschuldigten A. weitergebe-
nen Informationen je einzeln einer einlässlichen Überprüfung. Dabei kommt die 
Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschuldigte A. mit jeder der erstellten elekt-
ronischen Weitergabe auch Geschäftsgeheimnisse verraten habe. Die Vo-
rinstanz macht diese Erkenntnis einmal daran fest, dass sich die Unterlagen und 
Präsentationen mit der künftigen Entwicklung der Unternehmensstrategie ein-
schliesslich Konsolidierungsmassnahmen und Identifizierung möglicher Über-
nahmeziele befasst hätten. Es seien auch Wachstumsstrategien und die Positio-
nierung einzelner Unternehmenssegmente thematisiert sowie Analysen zu ge-
planten Akquisitionen samt Umsetzungsstrategien präsentiert worden. Im laufen-
den Projekt «C.d.» schliesslich seien die nächsten Schritte ebenso behandelt 
worden wie konkrete Zeitpläne und Kommunikationsstrategien oder die Evaluie-
rung des möglichen Käuferkreises. Abschliessend bringt die Vorinstanz die Infor-
mationen, die sie als im Sinne von Art. 162 StGB geheimzuhaltende Tatsachen 
einstuft, auf folgenden gemeinsamen Nenner: Alle vom Beschuldigten A. weiter-
geleiteten Unterlagen hätten unternehmensinterne Einschätzungen beinhaltet, 
die geeignet gewesen seien, den Geschäftsverlauf zu beeinflussen (Urteil 
SK.2020.36 E. 2.1.4.1 – E. 2.1.4.4 und E. 2.1.4.6 – E. 2.1.4.13). 

1.1.5.2 Der Beschuldigte A. wirft der Vorinstanz in mehrfacher Hinsicht eine unrichtige 
Rechtsanwendung vor. Den vorinstanzlichen Erwägungen hält er einerseits ent-
gegen, dass er dem Beschuldigten B. nicht die Konzernstrategie der C.-Gruppe 
verraten habe. Die Konzernstrategie sei zwar an den Sitzungen des Verwaltungs-
rates und des Strategieausschusses besprochen worden. Sie sei aber ein Ergeb-
nis dieser Diskussionen und als solches möglicherweise ein Fabrikations- und 
Geschäftsgeheimnis gewesen. Dieses Ergebnis der Diskussionen, also die Kon-
zernstrategie, habe er aber nicht verraten. Was er dem Beschuldigten B. weiter-
geleitet habe, seien Präsentationen gewesen, welche der Vorbereitung von Sit-
zungen gedient, selber aber noch keine Fabrikations- oder Geschäftsgeheim-
nisse enthalten hätten. Andererseits habe die Vorinstanz verkannt, dass nicht 
jede nicht allgemein zugängliche Information auch ein Geschäftsgeheimnis dar-
stelle. Ein Geschäftsgeheimnis könne nur eine geheime Tatsache sein, die einen 
wirtschaftlichen Wert habe und damit Einfluss auf das Betriebsergebnis haben 

- 27 - 

könne. Solche Tatsachen seien zu unterscheiden von Meinungen und Empfeh-
lungen. Letztere stellten keine Tatsachen dar. Reine Werturteile, Äusserungen 
oder Prognosen über künftige Vorgänge seien nicht als Tatsachen zu betrachten. 
Schliesslich gebe es einen Unterschied zwischen vertraulichen Informationen 
und Fabrikations- und Geschäftsgeheimnissen. Die von ihm weitergeleiteten 
Empfehlungen, Meinungen oder Einschätzungen mögen zwar vertraulich gewe-
sen sein, hätten aber keine Geschäftsgeheimnisse dargestellt. Es sei deshalb 
falsch, wenn die Vorinstanz «Einschätzungen» als Geschäftsgeheimnisse be-
zeichne (CAR pag. 7.300.085 ff.; CAR pag. 7.200. 011; vgl. auch TPF 
pag. 51.721.007 ff.). 

1.1.5.3 Es kann vorweggenommen werden, dass der überzeugenden Auffassung der 
Vorinstanz betreffend die Geheimnisqualität der vom Beschuldigten A. zugäng-
lich gemachten Informationen vorbehaltlos gefolgt werden kann. Die nachfolgen-
den Erwägungen sollen dies nur noch verdeutlichen und ergänzen: 

 a) Die fraglichen Unterlagen und Präsentationen enthielten allesamt Informa-
tionen, die nur einem beschränkten Personenkreis bekannt waren, an deren Ge-
heimhaltung die C. AG ein sachlich begründetes Interesse hatte und die tatsäch-
lich auch geheim gehalten werden sollten. Der Geheimhaltungswille ergibt sich 
bereits daraus, dass die Informationen für den Verwaltungsrat oder den Strate-
gieausschuss bestimmt waren, deren Sitzungen ausschliesslich den Mitgliedern 
der beiden Gremien oder ausserwählten Teilnehmern vorbehalten waren. Das 
Interesse an der Nichtverbreitung der Informationen wurde zudem vielfach durch 
Geheimhaltungs- und Klassifizierungsvermerke («strictly confidential» 
[AKZ I.2.2]; «Confidential – for internal use only» [AKZ I.2.3; AKZ I.2.10]; «Con-
fidential» [AKZ I.2.7; AKZ I.2.8; AKZ I.2.13]) oder durch passwortgeschützte 
Übermittlung der Unterlagen («Unterlagen für Meeting of the Strategy Committee 
vom 20./21. Mai 2015» [AKZ I.2.7]; «Unterlagen für Meeting of the BoD of C. vom 
24. Juli 2015» [AKZ I.2.10]; «Unterlagen für Board of Directors Meeting vom 2.-
4. September 2015» [AKZ I.2.11]; «Unterlagen für Conference Call BoD vom 
3. November 2016» [AKZ I.2.14]) oder durch ausdrückliche Hinweise auf die 
Pflicht zur vertraulichen Behandlung anlässlich der Sitzungen selber (BA 
pag. B07-201-001-0212; BA pag. B07-201-001-0221) verstärkt. Die allgemeinen 
Elemente des Geheimnisbegriffs liegen deshalb vor. 

 b) Darüber hinaus bezogen sich alle Präsentationen und Unterlagen mindes-
tens auch auf ökonomisch bedeutsame Tatsachen, die für die C.-Gruppe von 
wirtschaftlichem Wert waren. Im vorinstanzlichen Urteil werden die diesbezüglich 
einschlägigen Inhalte akribisch aufgelistet. In allen der dem Beschuldigten B. 
übermittelten Unterlagen waren Informationen zur Geschäftstätigkeit der C.-
Gruppe oder zu Strategie- oder Entwicklungsprojekten enthalten, durch welche 

- 28 - 

der Geschäftsverlauf und die wirtschaftlichen Verhältnisse der C.-Gruppe mass-
geblich hätten bestimmt werden können. In diesem Sinne von offenkundiger wirt-
schaftlicher Relevanz waren etwa Informationen zur Ausrichtung der aktuellen 
Gruppenstrategie samt Handlungs- und Planungsvarianten (AKZ I.2.2: «Defini-
tion von Stossrichtungen für einzelne Unternehmenssegmente» und «Darstel-
lung potenzieller Übernahmekandidaten» [BA pag. B11-101-001-0080 ff.] / 
«Identifizierung von Technologien mit möglichen geschäftsgefährdenden Auswir-
kungen» [BA pag. B11.101.001-0119 ff.]; AKZ I.2.4: «Wachstumsmöglichkeiten 
und strategischer Fokus» [BA pag. B11-101-001-0190 ff.] und «Schlüsselzahlen 
für die Jahre 2013 – 2015» [BA pag. B11-101-001-0180 ff.]; AKZ I.2.12: «Schlüs-
selinitiativen und zu erstellende Massnahmenpläne bis 2018» [BA pag. B11-101-
003-0252 ff.]; AKZ I.2.13: «Optionen für das Segment C.c. und M&A and restruc-
turing opinions» [BA pag. B11-101-002-0102 ff.]; AKZ I.2.14: «Project CC.» [BA 
pag. B11-101-003-0280 ff.]), zu möglichen und zu priorisierenden Wachstums-
wegen (AKZ I.2.9: «Strategie für organisches Wachstum Segment C.g.» [BA 
pag. B11-101-003-0004 ff.] und «Strategie für anorganisches Wachstum» [BA 
pag. B11-101-003-0020 ff.]) oder zu Portfolioentwicklungen (AKZ I.2.5: «Finanzi-
eller Überblick über das Segment C.c.» und «Portfolio-Strategien» [BA pag. B11-
101-001-0267 ff.]). Alle der exemplarisch angeführten Umstände oder Vorgänge 
standen in unmittelbarem Bezug zu geschäftlichen Belangen der C.-Gruppe und 
betrafen deren Funktion als strategisches Leitungsunternehmen des Konzerns. 

 c) Ausser Frage steht sodann, dass sämtliche das Übernahmeprojekt «C.d.» 
thematisierenden Informationen einen strafrechtlich relevanten Unternehmens-
bezug aufwiesen. Fusionsprojekte fallen grundsätzlich unter den Begriff des von 
Art. 162 StGB geschützten Geschäftsgeheimnisses (NIGGLI/HAGENSTEIN, a.a.O., 
Art. 162 StGB N. 19 mit weiteren Hinweisen). Wie den weitergeleiteten Unterla-
gen und Präsentationen zu entnehmen ist, behandelten diese in grosser Detail-
liertheit konkrete Fragestellungen rund um das damals aktuelle Vorhaben zum 
Verkauf des Unternehmensteils «C.b. C.g.», indem der Rahmen und die notwen-
digen Bedingungen für den Verkauf abgesteckt sowie jeweils anstehende Pro-
jektschritte evaluiert und festgelegt oder aber transaktionsspezifische Bewer-
tungsfragen geklärt werden sollten (AKZ I.2.3: «Einschätzungen für den richtigen 
Marktzeitpunkt für die Transaktion» und «Prozessübersicht und indikativer Zeit-
plan» [BA pag. B11-101-001-0124 ff.]; AKZ I.2.7: «Stand des Projekts und Mas-
terplan», «Interne Berechnungen des Unternehmenswertes C.b.» und «Darle-
gung von Vorgehensweisen mit Empfehlung» [BA pag. B11-101-002-0016 ff.]; 
AKZ I.2.9 «Roadmap C.b. der verschiedenen internen und externen Aktivitäten 
für die Jahre 2014 und 2015» [BA pag. B11-101-003-0090 ff.]; AKZ I.2.10: «Ak-
tueller Projektstand – buyers approach», «Bewertung des ersten Angebots von 
P. vom 30. Juni 2015» und «indikativer Zeitplan» [BA pag. B11-101-003-
0118 ff.]; AKZ I.2.11: «Übersicht zum Stand des Verkaufsprozesses», «Vergleich 

- 29 - 

der verschiedenen eingelangten Angebote» und «verschiedene Berechnungen 
des Unternehmenswertes» [BA pag. B11-101-003-0192 ff.]). Alle diese Informa-
tionen hatten für die C.-Gruppe einen wirtschaftlichen Wert und entsprechend als 
in hohem Masse geheimhaltungsbedürftig gegenüber Wettbewerbern und der 
Öffentlichkeit zu gelten. Vorbereitungen für die verkaufsweise Abspaltung eines 
Unternehmensteils sowie die einzelnen noch nicht öffentlich gemachte Transak-
tionsschritte sind typische Geschäftsgeheimnisse von Unternehmungen. 

1.1.5.4 Nach dem Gesagten hatten alle vom Beschuldigten A. an den Beschuldigten B. 
weitergeleiteten Unterlagen und Präsentationen mindestens ein im Sinne von 
Art. 162 StGB schützenswertes Geschäftsgeheimnis zum Gegenstand. Was von 
A. bezüglich der rechtlichen Einordnung als Geschäftsgeheimnis im Berufungs-
verfahren vorgetragen wurde, gibt keinen berechtigten Anlass zu einer abwei-
chenden Beurteilung. So wurde bereits aufgezeigt, dass und inwiefern die wei-
tergeleiteten Unterlagen und Präsentationen selber Geschäftsgeheimnisse ent-
hielten. Der Einwand, wonach diese bloss zur Vorbereitung von Sitzungen ge-
dient hätten (CAR pag. 7.300.086), wird damit gegenstandslos. Damit ist auch 
der Argumentation die Grundlage entzogen, wonach der Beschuldigte A. dem 
Beschuldigten B. nicht die eigentliche Strategie des C.-Konzerns verraten habe. 
Ob die Informationen – wie der Beschuldigte A. sodann zu bedenken gibt (CAR 
pag. 7.300.086) – für einen Aussenstehenden unverständlich waren, erscheint 
unter dem Eindruck der durchaus äusserst konkreten und klaren Informationen 
in den Unterlagen fraglich, ist indessen für die rechtliche Würdigung bedeutungs-
los. Entgegen dem Dafürhalten des Beschuldigten A. (CAR pag. 7.300.086 f.) 
handelt es sich bei den im Kontext des Geschäftsgeheimnisses hervorgehobe-
nen Aspekt weder um reine Werturteile noch um blosse Äusserungen oder Prog-
nosen über künftige Vorgänge. Zwar ist dem Beschuldigten A. darin beizupflich-
ten, dass die Abgrenzung zwischen Meinungen und Prognosen einerseits sowie 
Tatsachen andererseits fliessend verläuft und mitunter heikel sein kann. Aus-
schlaggebend ist vorliegend jedoch, dass die vom Beschuldigten A. unter dem 
Titel «Einschätzungen» zusammengefassten Empfehlungen und Meinungen al-
lesamt im Wesentlichen auf Tatsachen wie etwa Geschäftszahlen oder Marktin-
dikatoren beruhten. Die Informationen sind dadurch derart konkret und konzis, 
dass sie für Konkurrenten oder andere Drittpersonen wissenswert erscheinen 
und insofern ein objektivierbares Schutzinteresse zu begründen vermögen. In 
diesem Sinne ist der BA beizupflichten (CAR pag. 7. 200.016), dass beispiels-
weise unternehmensinterne Kalkulationen über den Wert eines zu verkaufenden 
Segments Bestandteil der eigenen Verkaufsstrategie und als solche nicht allge-
mein zugänglich sind. Die gemäss den vorangegangenen Erörterungen straf-
rechtlich relevanten Informationen hatten nicht bloss den Charakter von auf Er-
wartungen oder Hoffnungen basierenden Prognosen oder Einschätzungen, son-

- 30 - 

dern müssen als Tatsachen bewertet werden, die unter den Begriff des Ge-
schäftsgeheimnisses nach Art. 162 Abs. 1 StGB zu subsumieren sind. Ob dar-
über hinaus auch nicht vom Geschäftsgeheimnisbegriff erfasste Informationen 
weitergegeben wurden, ist nicht von Belang.  

1.1.5.5 Dass der Beschuldigte A. bei C. einer vertraglichen und reglementarischen Ge-
heimhaltungsverpflichtung unterstand, steht unangefochten fest und bedarf kei-
ner näheren Erläuterung (vgl. die zahlreichen zur Geheimhaltung verpflichtenden 
Regelwerke der C.-Gruppe [«Code of conduct» (BA pag. B07-001-0003 ff.); «Or-
ganizational and Governance Rules of C. AG (BA pag. B07-201-001-0137 ff., 
0162 ff. und 0175 ff.); «Confidentiality» (BA pag. B07-201-001-0160, 0174 und 
0188)]). An dem vorinstanzlich erhobenen und im angefochtenen Urteil schlüssig 
widerlegten Einwand, wonach er aufgrund eines «Non disclosure agreement» 
zwischen der C.-Gruppe und der Bank 2 GmbH zur Weitergabe berechtigt gewe-
sen wäre (BA pag. 13-100-1571; TPF pag. 51.731.005; BA pag. 12-106-0074; 
15-101-0162; Urteil SK.2020.36 E. 2.1.4) hielt der Beschuldigte A. im Berufungs-
verfahren zu Recht nicht mehr fest. Die von ihm zu wahrenden Geschäftsgeheim-
nisse hat der Beschuldigte A. demnach pflichtwidrig dem Beschuldigten B. offen-
bart, indem er ihm diese in schriftlicher Form über elektronische Kommunikati-
onsmittel zugestellt hat. Der Beschuldigte B. gehörte unstreitig nicht zum Kreis 
der Geheimnisträger und sollte nach dem Willen der Geheimnisherrin von einer 
Kenntnisnahme ausgeschlossen sein. Gemäss dem erstellten Sachverhalt wur-
den die verratenen Geschäftsgeheimnisse vom Beschuldigten B. tatsächlich zur 
Kenntnis genommen oder es wurde diesem zumindest die Möglichkeit der Kennt-
nisnahme verschafft. Damit hat der Beschuldigte A. objektiv tatbestandsmässig 
gehandelt. 

1.1.5.6 Bezüglich den subjektiven Tatbestand steht fest, dass der Beschuldigte A. dem 
Beschuldigten B. die Geschäftsgeheimnisse enthaltenden Unterlagen und Prä-
sentationen wissentlich und willentlich zugänglich gemacht hat. Der Beschuldigte 
A. wusste, welches deren Inhalt war und in welchem geschäftlichen Kontext sie 
erstellt wurden. Dem Beschuldigten A. war auch bekannt, dass eine grössere 
Anzahl der weitergegebenen Unterlagen als «geheim» bzw. als «vertraulich» 
klassifiziert war. Der Beschuldigte A. war sich anerkanntermassen stets bewusst, 
dass er einer Geheimhaltungspflicht unterstand (TPF pag. 51.731.005; CAR 
pag. 7.401.011). Dass er davon ausgegangen wäre, die Geheimnisherrin sei mit 
einer Mitteilung der Geschäftsgeheimnisse einverstanden gewesen, wurde nicht 
behauptet. Vielmehr gab der Beschuldigte im Vorverfahren und anlässlich der 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung an, sich an eine Ermächtigung zur Weiter-
gabe nicht mehr erinnern zu können (vgl. BA pag. 13-100-1575; TPF 
pag. 51.731.006; vgl. auch CAR pag. 7.401.006). Es kann angesichts des beruf-

- 31 - 

lichen Werdegangs des Beschuldigten A. keinen vernünftigen Zweifeln unterlie-
gen, dass er die geschäftsgeheimnisrelevante Bedeutung der weitergereichten 
Dokumente erfasst und die im Falle einer Offenbarung für die C.-Gruppe resul-
tierenden Nachteile erkannt hatte. Des Weiteren räumte der Beschuldigte A. ein, 
gewusst zu haben, dass der Beschuldigte B. nicht zum Kreis der Geheimnisträ-
ger gehörte (TPF pag. 51.731.006). Die Weiterleitung der Präsentationen und 
Unterlagen bezeichnete er im Rahmen des Berufungsverfahrens als «Riesenfeh-
ler» (CAR pag. 7.401.006). Nicht ersichtlich sind zureichende Gründe für die An-
nahme, der Beschuldigte A. habe davon ausgehen dürfen, die weitergegebenen 
Informationen hätte keinen schutzwürdigen Inhalt aufgewiesen. Zum Ausschluss 
eines massgeblichen Tatvorsatzes genügt das vom Beschuldigten A. zuweilen 
erwähnte unbestimmte subjektive Empfinden (vgl. etwa CAR pag. 7.401.006) 
nicht. Die Aktenlage lässt insgesamt keinen anderen Schluss zu, als dass er min-
destens für möglich hielt, dass die dem Beschuldigten B. zugänglich gemachten 
Tatsachen einen geheimen Charakter aufweisen würden. Diese Annahme wird 
dadurch bekräftigt, dass der Beschuldigte A. die Nachrichten an den Beschuldig-
ten B. wiederholt mit der Bemerkung «For your eyes only» versehen hat (vgl. BA 
pag. B11-101-001-0262; BA pag. 11-102-001-0332). Den Verrat der Geschäfts-
geheimnisse hat der Beschuldigte A. schliesslich im Bewusstsein um seine Ver-
pflichtung zur Geheimhaltung begangen. Vor diesem Hintergrund ist der Tatbe-
stand der Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses nach 
Art. 162 Abs. 1 StGB auch in subjektiver Hinsicht erfüllt. 

1.1.6 Ergebnis 

  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Verhalten des Beschuldigten A. 
gemäss den AKZ I.2.2 – I.2.5 sowie den AKZ I.2.7 – I.2.14 mehrfach den Tatbe-
stand der Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses gemäss 
Art. 162 Abs. 1 StGB erfüllte. Schuldausschluss- oder Rechtfertigungsgründe im 
Sinne des Gesetzes liegen nicht vor. Der dahingehende Schuldspruch der Vo-
rinstanz ist somit zweitinstanzlich zu bestätigen. In Bezug auf AKZ I.2.6 ist der 
Beschuldigte A. demgegenüber vom Vorwurf der Verletzung des Fabrikations- 
und Geschäftsgeheimnisses im Sinne von Art. 162 Abs. 1 StGB freizusprechen. 

1.2 Wirtschaftlicher Nachrichtendienst im Sinne von Art. 273 StGB (AKZ I.3.1.2 
– I.3.1.14 und I.3.2.3 – I.3.2.5) 

1.2.1 Ausgangslage 

1.2.1.1 Anklagevorwurf 

- 32 - 

 Der Anklagevorwurf gegen den Beschuldigten A. lautet dahingehend, dass er 
zwischen Dezember 2013 bis November 2016 als Verwaltungsrat der C. AG und 
der E. AG pflichtwidrig zahlreiche Geschäftsgeheimnisse der beiden Konzerne 
zugänglich gemacht habe. Dabei habe der Beschuldigte A. gewusst oder zumin-
dest in Kauf genommen, dass der Beschuldigte B. als Managing Director der 
Bank 2 GmbH und Agent des international tätigen Beratungsunternehmens Bank 
2 Group diese mit anderen Geschäftseinheiten und Personen ausserhalb der 
Schweiz teilen würde (TPF pag. 51.100.008 und 043 ff.). Die Einzelheiten der 
Anklagevorwürfe können der Anklageschrift sowie der einlässlichen Wiedergabe 
im vorinstanzlichen Urteil entnommen werden (Urteil SK.2020.36 E. 2.2.1.1 – 
E. 2.2.1.1). Zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen kann vollumfänglich auf 
diese Erwägungen verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Ergänzend ist der 
Vollständigkeit halber anzuführen, dass die Vorinstanz betreffend den wirtschaft-
lichen Nachrichtendienst nicht von einem schweren Fall im Sinne von Art. 273 
Abs. 3 StGB ausging (Urteil SK.2020.36 E. 2.2.3.19). Dies steht im Berufungs-
verfahren mangels Anfechtung nicht mehr zur Diskussion und ist folglich auch 
nicht mehr Gegenstand der zu prüfenden Anklage gegen den Beschuldigten A. 
(vgl. ausdrücklich CAR pag. 7.300.153). 

1.2.1.2 Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil 

 a) Die Vorinstanz gelangt zum Ergebnis, dass sich der Beschuldigte A. mit der 
Übermittlung der im Zusammenhang mit dem Projekt «C.d.» stehenden Unterla-
gen des in Tateinheit begangenen wirtschaftlichen Nachrichtendienstes im Sinne 
von Art. 273 Abs. 1 StGB schuldig gemacht habe. Von den übrigen im Berufungs-
verfahren zu überprüfenden Anklagevorwürfen sei der Beschuldigte A. hingegen 
freizusprechen (Urteil SK.2020.36 E. 2.2.3.20). Zur Begründung heisst es im vo-
rinstanzlichen Urteil zunächst, der Beschuldigte B. sei während des Tatzeitrau-
mes «Managing Director» der Bank 2 Schweiz GmbH gewesen und habe als 
solcher als Schnittstelle zwischen dem schweizerischen und den ausländischen 
Bank 2-Ablegern fungiert. Hinsichtlich der gesetzeswidrigen Übermittlung von 
Geheimnissen komme der Beschuldigte B. folglich als Agent im Sinne von 
Art. 273 StGB grundsätzlich in Frage (Urteil SK.2020.36 E. 2.2.3 mit Verweis auf 
E. 3.1.5.1). In einem weiteren Schritt hält die Vorinstanz unter Hinweis auf vor-
hergehende Erwägungen zum Geheimnischarakter der fraglichen Unterlagen 
fest, die schweizerische C. AG mit Sitz in U. SZ fungiere als Muttergesellschaft 
verschiedener operativer Töchter und als solcher gebühre ihr namentlich die 
Festlegung der globalen Gruppenstrategie. Entstanden sei die C.-Gruppe aus 
der ursprünglich im gleichnamigen schweizerischen Ort gegründeten C.a. Das 
operative Herz des Konzerns befinde sich nach wie vor in der Schweiz. Geheim-
nisse, die C. als Gruppe beträfen, wiesen folglich ohne Weiteres einen genügen-

- 33 - 

den Bezug zur Schweiz auf. Aufgrund der Relevanz für die schweizerische Volks-
wirtschaft seien die Geschäftsgeheimnisse der Gruppe zudem vom Schutzzweck 
des Art. 273 StGB erfasst (Urteil SK.2020.36 E. 2.2.3.1 mit Verweis auf 
E. 2.1.4.1). 

 b) Betreffend das subjektive Tatgeschehen befasst sich die Vorinstanz mit 
den Unterlagen und Informationen, die einen Bezug zum Projekt «C.d.» aufwie-
sen. Dazu heisst es im angefochtenen Urteil, der Beschuldigte A. habe gewollt 
oder zumindest in Kauf genommen, dass der Beschuldigte B. die ihm zugestell-
ten Unterlagen oder wichtige Ausschnitte davon ins Ausland, insbesondere nach 
Schweden weiterleiten würde. Dem Beschuldigten sei bewusst gewesen, dass 
der Beschuldigte B. im Rahmen dieses Projekts eng mit dem schwedischen Ab-
leger von Bank 2 GmbH sowie mit P. in Verbindung gestanden habe, deren Inte-
ressen die Bank 2 GmbH im Rahmen der Übernahmeverhandlungen mit C. ver-
treten habe (Urteil SK.2020.36 E. 2.2.3.2). Demgegenüber hält die Vorinstanz 
nicht für erstellt, dass der Beschuldigte A. konkret habe damit rechnen müssen, 
dass der Beschuldigte B. die Unterlagen über C. auch ausserhalb des Projektes 
«C.d.» zugunsten des Auslandes verwenden würde (Urteil SK.2020.36 
E. 2.2.3.1). In der Folge bejaht die Vorinstanz die objektiven und subjektiven Tat-
bestandselemente bei allen Anklagevorwürfen, die Unterlagen zum «Projekt 
C.d.» zum Gegenstand haben (Urteil SK.2020.36 E. 2.2.3.2 [AKZ I.3.1.3], 
E. 2.2.3.3 [AKZ I.3.1.4], E. 2.2.3.6 [AKZ I.3.1.7], E. 2.2.3.7 [AKZ I.3.1.8], 
E. 2.2.3.8 [AKZ I.3.1.9], E. 2.2.3.9 [AKZ I.3.1.10] und E. 2.2.3.10 [AKZ I.3.1.11]), 
wobei zur Begründung jeweils auf die zuvor zusammengefassten Erwägungen 
verwiesen wird. Betreffend die übrigen zur Anklage erhobenen Sachverhalte er-
kennt die Vorinstanz zufolge Fehlens des subjektiven Tatbestandes auf Frei-
spruch (Urteil SK.2020.36 E. 2.2.3.4 [AKZ I.3.1.5], E. 2.2.3.5 [AKZ I.3.1.6], 
E. 2.2.3.11 [AKZ I.3.1.12], E. 2.2.3.12 – E. 2.2.3.18 [AKZ I.3.1.13 – I.3.1.2.5]). 

 

1.2.1.3 Parteistandpunkte im Berufungsverfahren 

 Sowohl der Beschuldigte A. als auch die BA wollen den vorinstanzlichen Urteils-
spruch im vorliegend interessierenden Anklagekomplex nicht hinnehmen. Der 
Beschuldigte A. schliesst auf einen vollumfänglichen Freispruch, weil seiner An-
sicht nach bereits die objektiven Tatbestandsmerkmale nicht erfüllt seien. Im Ein-
zelnen wird den vorinstanzlichen Erwägungen entgegengehalten, dass es vorlie-
gend am für die objektive Tatbestandsverwirklichung erforderlichen Binnenbezug 
fehle, der Beschuldigte B. nicht als ausländischer Agent betrachtet werden könne 
und die weitergeleiteten Informationen auch keiner ausländischen Organisation 
oder ausländischen Unternehmung zugänglich gemacht worden seien. Was den 

- 34 - 

subjektiven Tatbestand anbelangt, sei in allgemeiner Weise davon auszugehen, 
dass er mit der Weiterleitung von Unterlagen oder Informationen ins Ausland 
nicht gerechnet habe und damit auch nicht habe rechnen müssen (CAR 
pag. 7.300.091 ff.). Demgegenüber nimmt die BA daran Anstoss, dass die Vo-
rinstanz in Bezug auf die Informationen und Unterlagen, die nichts mit dem Pro-
jekt «C.d.» zu tun gehabt hatten (AKZ I.3.1.5, I.3.1.6, I.3.1.12, I.3.1.13, I.3.1.14 
und AKZ I.3.1.2.3 – I.3.2.5), kein vorsätzliches Handeln festgestellt habe. Eine 
solche Betrachtungsweise widerspreche der Beweislage und sei überdies akten-
widrig (CAR pag. 7.300.025 f., 031 ff., 035 ff. und 153). Der Beschuldigte A. sei 
zusätzlich zu den vorinstanzlich ausgefällten Schuldsprüchen auch in diesen An-
klagepunkten für schuldig zu befinden (CAR pag. 7.300.016). 

1.2.2 Massgeblicher Sachverhalt 

 Zur Beweislage ist vorab anzumerken, dass die Tatvorwürfe bezüglich allfälliger 
Geschäftsgeheimnisse der C.-Gruppe in tatsächlicher Hinsicht mit den bereits 
unter dem Gesichtspunkt der Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsge-
heimnisses behandelten Anklagesachverhalten übereinstimmen. Diesbezüglich 
ist unter Verweis auf die entsprechenden Erwägungen von der identischen Sach-
verhaltsbasis und folglich wiederum davon auszugehen, dass die nunmehr unter 
AKZ I.3.1.6 angeklagte Übermittlung des Passwortes für den Zugang zu den auf 
dem Internetserver «AA.» gespeicherten Unterlagen nicht beweisbar ist. Dies hat 
bereits mangels erstellten Sachverhaltes zu einem Freispruch vom Vorwurf des 
wirtschaftlichen Nachrichtendienstes im Sinne von Art. 273 Abs. 2 StGB zur 
Folge. Soweit weitergehend, darf der Anklagesachverhalt bezüglich Weitergabe 
von Unterlagen und Präsentationen der C.-Gruppe als rechtsgenüglich erstellt 
angesehen werden. Der Auswertung der elektronischen Unterlagen lässt sich im 
Übrigen sachdienlich entnehmen, dass die in der Anklage umschriebenen Zu-
sendungen von Unterlagen der E. AG tatsächlich vom Beschuldigten A. getätigt 
worden sind (BA pag. 11-102-0012 ff.). Dies bestreitet der Beschuldigte A. denn 
auch nicht (vgl. CAR pag. 7.401.006). Schliesslich ist erstellt und unbestritten, 
dass der Beschuldigte B. in den fraglichen Tatzeitpunkten als «Managing Direc-
tor» der von der Bank 2 Ltd. (nachfolgend: Bank 2 Group) in der Schweiz betrie-
benen Bank 2 GmbH tätig war (vgl. BA pag. 11-101-0010 f.). Auf der Grundlage 
dieses Beweisergebnisses erfolgt die nachfolgende rechtliche Würdigung. 

1.2.3 Rechtliche Würdigung 

1.2.3.1 Rechtsgrundlagen 

- 35 - 

 Bezüglich der objektiven und subjektiven Tatbestandsvoraussetzungen des wirt-
schaftlichen Nachrichtendienstes im Sinne von Art. 273 Abs. 2 StGB kann grund-
sätzlich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz (Urteil SK.2020.36 
E. 2.2.2.1 – E. 2.2.2.3 und E. 2.2.2.5) verwiesen werden. Mit Blick auf die kon-
kreten Beanstandungen der Parteien werden die Tatbestandselemente im Rah-
men der nachfolgenden Erörterungen aufzugreifen und punktuell näher zu be-
trachten sein. 

1.2.3.2 Objektive Tatbestandsmässigkeit 

  a) Die Erfüllung des Tatbestandes des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes 
im Sinne von Art. 273 StGB verlangt, dass das zugänglich gemachte Geheimnis 
eine Binnenbeziehung aufweist (BGE 141 IV 155 E. 4.2.3; HUSMANN, Basler 
Kommentar, 4. Aufl. 2018, Art. 273 StGB N. 51 mit weiteren Verweisen). Die 
Frage der genügenden Intensität des Bezuges zur Schweiz ist im Zusammen-
hang mit privaten Geheimhaltungsinteressen klärungsbedürftig (vgl. HUSMANN, 
a.a.O., Art. 273 StGB N. 51; BAZZI, Internationale Wirtschafsspionage, Diss. 
2015, N. 142). Der Beschuldigte A. macht wie schon vor Vorinstanz (vgl. TPF 
pag. 51.721.025 f.) auch im Berufungsverfahren geltend, dass es den Geheim-
nissen bereits an einem genügenden Binnenbezug zur Schweiz fehle. Zu den 
Gründen für diese Rechtsauffassung wird ausgeführt, dass der Straftatbestand 
von Art. 273 StGB nicht die Interessen von Personen und Unternehmungen im 
Ausland schütze. In Bezug auf die ausländischen Tochtergesellschaften von C. 
sei eine Verwirklichung von Art. 273 StGB nicht möglich, was auch für die Ge-
schäftsbeziehungen zwischen den ausländischen Tochtergesellschaften unter 
sich gelte. Die C. verfüge heute in der Schweiz über keine nennenswerten Ge-
schäftsaktivitäten mehr, befinde sich doch nur noch die Konzernleitung in der 
Schweiz, während sich alle operativen Divisionen im Ausland befänden und dort 
auch ihr Geschäft betrieben. Im Parteivortrag wird konkret auf das Projekt «C.d.» 
Bezug genommen und geltend gemacht, dass die C. beim Verkauf der in Köln 
(Deutschland) domizilierten C.b. GmbH gar nicht direkt tangiert gewesen sei. 
Auch der Sitz der C.r. GmbH als damaliger Muttergesellschaft der C.b. GmbH 
habe sich in VV. befunden. Es sei auch die C.r. GmbH gewesen, welche die C.b. 
GmbH verkauft habe. Dieser Verkaufsvorgang habe sich somit ausschliesslich in 
Deutschland abgespielt und von der C. AG auch nicht genehmigt werden müs-
sen. Die C. AG sei deshalb nicht allfällige Geschäftsgeheimnisherrin gewesen. 
Auch bezüglich der von ihm preisgegebenen Informationen fehle es an einem 
Binnenbezug zur Schweiz. Der Verwaltungsrat der C. AG sei in die Vertragsver-
handlungen mit P. nicht eingebunden gewesen, sondern vom Management nur 
informiert worden. Damit die Weitergabe solcher ausländischen Informationen 
unter die Schutznorm von Art. 273 StGB falle, müssten diese bewusst einen 

- 36 - 

schweizerischen Schutzregime unterstellt werden, welchem institutionelle Be-
deutung für die schweizerische Volkswirtschaft zukommen müsse. Daran fehle 
es jedoch vorliegend (CAR pag. 7.300.091 ff.). 

  b) Der Geheimnischarakter der vom Beschuldigten A. laut Anklage zugänglich 
gemachten Tatsachen wurde bereits in anderem Zusammenhang erörtert und 
als erstellt erachtet. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, kann vorab auf 
die entsprechenden Erwägungen (vgl. Erwägungen II.1.1.5.3 und II.1.1.5.4 hier-
vor) verwiesen werden. Aus den dortselbst als massgeblich bezeichneten Über-
legungen ergibt sich, dass auch die vom Beschuldigten A. als Verwaltungsrat der 
E. AG an den Beschuldigten B. weitergegebenen Informationen (vgl. im Einzel-
nen die Aufzählung in den AKZ I.3.2.3 – I.3.2.5) Geschäftsgeheimnisse darstell-
ten. Bei der Prüfung der Tatbestandsmässigkeit des wirtschaftlichen Nachrich-
tendienstes gemäss Art. 273 StGB kann nichts anderes gelten, zumal der für 
diese Strafnorm relevante Geheimnisbegriff rechtsprechungsgemäss weiter zu 
fassen ist als derselbe Begriff im Tatbestand der Verletzung des Fabrikations- 
und Geschäftsgeheimnisses und sämtliche Tatsachen des wirtschaftlichen Le-
bens umfassen kann (BGE 141 IV 163 E. 4.2.1; HUSMANN, a.a.O. Art. 273 StGB 
N. 10; TRECHSEL/VEST, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2021, Art. 273 StGB N. 3). 
Umstritten ist denn auch in erster Linie, ob die anklagegegenständlichen Geheim-
nisse der C.-Gruppe und der E. AG einen genügenden Bezug zur Schweiz ste-
hen. Zur notwendigen Binnenbeziehung der Geheimnisse von der E. AG hatte 
sich der Beschuldigte A. im Berufungsverfahren zufolge der vorinstanzlich ergan-
genen Freisprüche nicht zu äussern. Im erstinstanzlichen Verfahren machte der 
Beschuldigte A. einen fehlenden Binnenbezug geltend, weil die Geschäftsaktivi-
täten der E. AG schwergewichtig im Ausland lägen und auch die weitergeleiteten 
Unterlagen ausschliesslich Akquisitionen im Ausland betrafen (TPF 
pag. 51.721.027). Mit ähnlicher Argumentation wendet sich der Beschuldigte A. 
auch gegen das Vorliegen eines hinreichenden Binnenbezuges der Geheimnisse 
der C.-Gruppe. Diesbezüglich wird im Kern wiederum geltend gemacht, die ope-
rativen Divisionen hätten sich alle im Ausland befunden und dort auch ihr Ge-
schäft betrieben. Die von ihm weitergeleiteten Informationen hätten diese einzel-
nen Divisionen oder wie im «Projekt C.d.» den Verkauf einer solchen Division 
betroffen, von welchem die C. Gruppe nicht direkt tangiert gewesen sei. Deshalb 
fehle es sowohl dem Geheimnis als auch der Geheimnisherrin an einem Binnen-
bezug zur Schweiz (CAR pag. 7.300.092 ff.; vgl. auch TPF pag. 51.721.026 f.). 

  c) Die gegen die Annahme einer genügenden Binnenbeziehung der Ge-
schäftsgeheimnisse der C.-Gruppe und der E. AG vorgebrachten Einwände er-
weisen sich – wie nachfolgend aufgezeigt wird – als nicht stichhaltig. Die Vo-
rinstanz ist zunächst zutreffend zum Schluss gelangt, dass diese Geheimnisse 

- 37 - 

die C. als Gruppe beträfen und damit einen genügenden Bezug zur Schweiz auf-
wiesen. Die anklagerelevanten Unterlagen und Informationen waren allesamt als 
Diskussions- und Entscheidungsgrundlagen für den Verwaltungsrat vorgesehen, 
dessen Mitglied der Beschuldigte A. war. Im Fall der C.-Gruppe betrafen die Un-
terlagen zentrale Fragen der Konzernleitung und der Konzernstruktur. Stets ging 
es um unternehmungsspezifische Weichenstellungen wie Unternehmensziele, 
Marktpositionierung oder Betriebskonzentration und Konzernierung. Das trifft 
zum einen auf sämtliche Unterlagen zu, die nicht konkret das Projekt «C.d.» zum 
Gegenstand hatten («Gruppenstrategie» [AKZ I.3.1.2, I.3.1.5 und I.3.1.6]; Mass-
nahmen für bestimmten Betriebsbereich und Überlegungen zu potentiellen Ak-
quisitionszielen [AKZ I.3.1.12]; Ausrichtung und Restrukturierung eines Unter-
nehmenssegments [AKZ I.3.1.13]; Einschätzungen und mögliche Verhandlungs-
positionen zur möglichen Übernahme eines Unternehmens [AKZ I.3.1.14). Die 
Strategiebildung auf Konzernebene der C.-Gruppe betrafen insbesondere auch 
die Unterlagen zum im vorliegenden Verfahren im Mittelpunkt stehenden Projekt 
«C.d.». Die fragliche Transaktion betraf den Verkauf eines betrieblich dem Kon-
zern unterstehenden Unternehmenssegments. Mit der Abstossung dieser Ge-
schäftseinheit waren offenkundig zahlreiche konzernstrategische Fragen wie die 
Neuausrichtung des Kerngeschäfts oder die Dekonzentration der Konzernstruk-
tur angesprochen. Geschäftsgeheimnisse aus solchen strategischen Planungs-, 
Analyse- und Entscheidungsprozessen betreffen offensichtlich nicht nur die Inte-
ressen der involvierten Konzernunternehmen, sondern auch und vor allem die 
Interessen des in der Schweiz ansässigen Konzerns der C.-Gruppe und deren 
Holdinggesellschaft C. AG. Dass es sich bei den Vertragsparteien des konkreten 
Verkaufsvorgangs um im Ausland domizilierte Unternehmungen gehandelt hat, 
ist insofern unerheblich. Die geheim zu haltenden Informationen betrafen die sich 
in der Schweiz befindende Konzernunternehmung als Muttergesellschaft. Entge-
gen der Ansicht des Beschuldigten A. (CAR pag. 7.300.094) lässt sich auch nicht 
sagen, der Verwaltungsrat der C. AG sei vom Management bloss informiert wor-
den. Vielmehr hat der Verwaltungsrat mehrfach für den Projektverlauf wesentli-
che Entscheidungen getroffen. Dies reicht von den Beratungen über das auch 
den Verkauf des C.g. Segments prüfenden Strategiekonzepts (BA 
pag. B07.201.001-0204 ff.; B11.101.003.0020 ff. und 0090 ff.) über die Gewäh-
rung von Exklusivitätsperioden (BA pag. B07-201-001-0274) oder die Analyse 
von Kaufangeboten (BA pag. B11.101.003.0118 ff. und 0192 ff.) bis hin zum Ent-
scheid über die Eröffnung eines Bieterverfahrens (BA pag. B07-201-001-0282). 
Die strategische Ausrichtung beschlugen auch die zahlreichen Unterlagen be-
treffend verschiedene Akquisitionsprojekte der E. AG im Ausland (AKZ 3.2.3: Un-
terlagen zum Projekt «DD.c..» [Projekt zum Wachstumsstrategie mit möglichen 
Übernahmen von «DD.b.» oder «DD.a. AB»]; AKZ 3.2.4: Unterlagen zum Projekt 

- 38 - 

«DD.d.» [mögliche Transaktion mit DD.a. AB]; AKZ 3.2.5: Unterlagen zum Pro-
jekt «FFFFF.» [mögliche Übernahme von Teilen der brasilianischen «EEEEEE. 
Group»]). 

  d) Nach dem vorstehend Ausgeführten, geht es vorliegend allesamt um Tat-
sachen des wirtschaftlichen Lebens der C.-Gruppe und der E. AG. Wie die BA 
zutreffend ausgeführt hat (TPF pag. 51.721.161), beeinflussten die geheim zu 
haltenden Tatsachen die operative Tätigkeit und die finanzielle Verfassung der 
C.-Gruppe und der E. AG. Beide Unternehmungen waren in der Schweiz domi-
ziliert und folglich als Geheimnisherrinnen Teil der schweizerischen Volkswirt-
schaft. In diesem Sinne haben sich die streitbetroffenen Geheimnisse auf wirt-
schaftliche Gegebenheiten in der Schweiz bezogen. standen alle Geschäftsge-
heimnisse in einem hinreichenden Bezug zur Schweiz. Die Geheimhaltung der 
wirtschaftlichen Tatsachen tangierte demnach ohne Weiteres auch die Interes-
sen der schweizerischen Volkswirtschaft. Wenn es um den Schutz von Unter-
nehmungen in der Schweiz selber geht, ist der Anwendungsbereich von Art. 273 
StGB bereits eröffnet. Eines besonderen Schutzregimes für diese Tatsachen be-
darf es nicht. Aus dem vom Beschuldigten A. genannten Urteil des Bundesge-
richts (BGE 141 IV 155 ff.) lässt sich nichts zu seinen Gunste