# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2155429-7332-5964-8f80-1cf1d4db292f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.12.2018 200 2018 342
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-342_2018-12-21.pdf

## Full Text

200 18 342 IV
FUE/LUB/SMA/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Dezember 2018

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
substituiert durch C.________, 
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. März 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1959 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
gelernte ..., zuletzt von 1. Dezember 2008 bis 31. August 2016 mit einem 
Pensum von 100% bei der D.________ AG angestellt gewesen, meldete 
sich am 11. April 2016 unter Hinweis auf eine depressive Erschöpfung mit 
psychotischen Symptomen und ein Erschöpfungssyndrom bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten 
der IV [act. II]/2, 12, 64 S. 4). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin) gewährte ein von 1. September bis 30. November 2016 dauern-
des Aufbautraining bei der Abklärungsstelle E.________ (act. II/24, Bericht 
vom 1. Dezember 2016 act. II/39), und im Anschluss daran Beratung und 
Unterstützung bei der Stellensuche (act. II/35, 37). Alsdann liess sie die 
Versicherte durch Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, untersuchen (Gutachten vom 24. November 2017; act. II/58). 
Gestützt auf dieses Gutachten stellte die IVB mit Vorbescheid vom 5. Ja-
nuar 2018 die Verneinung des Anspruchs auf IV-Leistungen in Aussicht, da 
kein invalidisierender Gesundheitsschaden bestehe (act. II/59). Dagegen 
erhob die Versicherte Einwand und reichte einen Bericht der dipl. med. 
H.________, praktische Ärztin, vom 6. März 2018 und weitere Unterlagen 
ein (act. II/69). Am 28. März 2018 verfügte die IVB wie angekündigt 
(act. II/72).

B.

Mit Eingabe vom 4. Mai 2018 hat die Versicherte, vertreten durch Rechts-
anwalt B.________, substituiert durch Rechtsanwältin C.________

Mit Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2018 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der IVB vom 28. März 2018 
(act. II/72). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Inva-
lidenversicherung, namentlich auf eine IV-Rente (Beschwerde S. 2, 9).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 4

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG).

2.2.1 Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, 
dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt 
sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Ge-
sundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend 
ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr 
zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110). 
Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit inva-
lidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-
te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 
S. 5 E. 3.1).

2.2.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 142 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 
141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung 
erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine renten-
begründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines 
strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 5

141 V 281 E. 4.1 S. 296). Die Anerkennung eines rentenbegründenden 
Invaliditätsgrades ist deshalb nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir-
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundla-
ge im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider-
spruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewie-
sen sind (BGE 141 V 281 E. 6 S. 308). Dies gilt für sämtliche psychische 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.2.3 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt sodann nur vor, wenn die Diagnose auch unter dem Ge-
sichtspunkt der Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49 standhält. Danach 
liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, soweit die 
Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung 
beruht. (BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6).

2.2.4 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine 
versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten 
Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von 
Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
neu im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Stan-
dardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategori-
en „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3 S. 298) und „Konsistenz“ einteilen 
lassen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 
S. 304). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die 
Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete ver-
sicherte Person zu tragen (E. 6). 

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 6

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Was den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin betrifft, ist den Akten im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

3.1.1 Der ab November 2015 behandelnde Dr. med. F.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte gemäss Zwischen-
bericht vom 19. Februar 2016 zuhanden des Taggeldversicherers 
(act. II/7.2, 10) eine depressive Erschöpfung mit psychotischen Symptomen 
(ICD-10 F32.3) sowie ein Erschöpfungssyndrom (ICD-10 F48.0) und attes-
tierte ab dem 1. Dezember 2015 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Zum 
weiteren Verlauf führte er aus, Mitte Februar 2016 habe die Beschwerde-
führerin den Abschluss der Therapie gewünscht, da sich ihr Zustand deut-
lich gebessert habe und sie sich psychisch stabil und in der Lage gefühlt 

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habe, ab dem 1. März 2016 einen Arbeitsversuch zu 50% aufzunehmen 
(act. II/7.2 S. 1).

3.1.2 Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. G.________, prak-
tischer Arzt, vermerkte im Arztbericht für berufliche Integration vom 17. Mai 
2016 (act. II/17) die Diagnosen eines psychophysischen Erschöpfungssyn-
droms mit psychotischen Symptomen sowie eine Depression. Er schrieb 
die Beschwerdeführerin namentlich ab 17. März 2016 bis auf weiteres zu 
100% arbeitsunfähig (act. II/17 S. 3). Am 4. November 2016 (act. II/38) gab 
der Hausarzt an, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe 
sich verbessert. Es sei eine Erwerbstätigkeit im Rahmen von 80% zumut-
bar (act. II/38 S. 3).

3.1.3 Die behandelnde, (gemäss eigenen Angaben im Besitzstand; 
act. II/69 S. 4) psychiatrisch tätige med. pract. H.________ diagnostizierte 
im Bericht vom 12. April 2017 (act. II/48) rezidivierende depressive Episo-
den, zurzeit mittelgradig (ICD-10 F33.1), den Verdacht auf eine Persönlich-
keitsstörung, diverse gesundheitliche Störungen sowie differentialdiagnos-
tisch Elemente einer posttraumatischen Belastungsstörung. Die Beschwer-
deführerin habe eine langwierige traumatische Ehe und eine schwierige 
Trennung erlebt. Im Bereich der Arbeit habe sie eine psychostrukturell be-
dingte Tendenz, sich selber zu überfordern. Aufgrund der vorliegenden 
psychischen Instabilität und der reduzierten Belastbarkeit sei sie zu 50% 
arbeitsunfähig. 

3.1.4 Med. pract. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) gab in der Stellungnahme 
vom 18. August 2017 (act. II/50) an, die Diagnosen einer mittelgradigen 
depressiven Episode (med. pract. H.________) resp. einer schweren de-
pressiven Episode (Dr. med. F.________) seien hinsichtlich der Schwere 
anhand der beschriebenen Symptome und des Verlaufes nicht nachvoll-
ziehbar (act. II/50 S. 4). 

3.1.5 Dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. J.________ vom 
24. November 2017 (act. II/58) sind folgende Diagnosen zu entnehmen 
(act. II/58 S.8):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 8

- Depressive Episode mittelgradigen Ausmasses (ICD-10 F32.1)
- Differentialdiagnose: Rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.1)

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
- V.a. akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)

Der Experte führte aus, da bei der Beschwerdeführerin kein ausgesproche-
ner Interessenverlust vorliege und sie gut in der Lage sei, ihren Alltag zu 
ordnen resp. sogar ihrer Mutter helfen zu können, könne nicht von einer 
schweren affektiven Störung ausgegangen werden, vielmehr könne eine 
eher mittelschwere depressive Störung bestätigt werden (act. II/58 S. 6). 
Bezüglich der akzentuierten Persönlichkeitszüge gab Dr. med. J.________ 
an, die Beschwerdeführerin sei eher pflichtbewusst und überangepasst. Es 
sei denkbar, dass dies dazu führe, dass sie ein unauffälliges Bild vermitteln 
möchte und dabei hintergründige Warnsignale nicht wahrnehme (act. II/58 
S. 5). Hinweise auf eine posttraumatische Belastungsstörung sowie Anga-
ben zur Bestätigung der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung lägen aber 
keine vor (act. II/58 S. 10 Ziff. VI). Zur Arbeitsfähigkeit hielt der Gutachter 
fest, aufgrund einer verminderten Belastbarkeit und einer erhöhten Ermüd-
barkeit benötige die Beschwerdeführerin Erholungsphasen. Zudem sei bei 
ihr im Verlaufe des Tages auch mit kognitiven Beeinträchtigungen und teil-
weise mit inadäquaten Verhaltensweisen (sie weine wegen Geringfügigkei-
ten) zu rechnen. Aus diesem Grund sei sowohl in der angestammten Tätig-
keit wie auch in einer angepassten Tätigkeit mit einer Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit von 50% zu rechnen (act. II/58 S. 10 Ziff. VI). In therapeuti-
scher Hinsicht empfahl der Gutachter eine Überprüfung der medikamentö-
sen Therapie (Laborkontrolle, gegebenenfalls Dosisanpassung und Verän-
derung der Medikation). Auch sei eine stationäre Behandlung in Betracht 
zu ziehen, weil die Beschwerdeführerin eher wenig auf ambulante Mass-
nahmen anspreche (act. II/58 S. 6). 

3.1.6 Mit Bericht vom 6. März 2018 (act. II/69 S. 4 ff.) nahm med. pract. 
H.________ zum Vorbescheid der IVB Stellung. Sie hielt fest, die Be-
schwerdeführerin leide an rezidivierenden depressiven Episoden, mit Angst 
gemischt (ICD-10 F33.2 [recte wohl F33.0/33.1]), gegenwärtig eine leichte 
bis mittelgradige Phase. Darüber hinaus liege bei der Beschwerdeführerin 
eine abhängige, depressive Persönlichkeitsstruktur mit Überanpassung vor 
und sie habe eine Tendenz zum Dissimulieren (act. II/69 S. 5, 8). Zudem 

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wirkten sich auch die problematische Kindheit sowie die unverarbeitete 
traumatische Ehe resp. Scheidungszeit weiterhin negativ aus (act. II/69 
S. 5 ff.). Eine Anpassung der Medikation sei im November (2017) erfolgt. 
Mittels des Antidepressivums Trittico habe sich die Schlafqualität verbes-
sert, auch sei Cipralex von 10 auf 20 mg erhöht worden. Weil die Versi-
cherte ihr Pensum am …, wo sie eingearbeitet sei, auf ca. 50% steigern 
könne, sei eine Hospitalisation zur Zeit nicht sinnvoll (act. II/69 S. 7). 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stellte, was Befunderhebung und Dia-
gnostik betrifft, grundsätzlich auf das Gutachten von Dr. med. J.________ 
vom 24. November 2017 (act. II/58) ab, welcher als Diagnosen mit Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Episode mittelgradigen 
Ausmasses (ICD-10 F32.1), differentialdiagnostisch eine rezidivierende 
depressive Störung (ICD-10 F33.1), und als Diagnose ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit den Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeitszüge 
(ICD-10 Z73.1) stellte (act. II/58 S. 8 Ziff. III). Daraus leitete er eine Arbeits-
unfähigkeit in der bisherigen sowie in einer angepassten Tätigkeit von 50% 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 10

ab (act. II/58 S. 10 Ziff. VI). Diese Diagnosestellung wurde nachvollziehbar 
begründet. Überdies steht sie weitgehend im Einklang mit der Beurteilung 
der behandelnden, psychiatrisch tätigen med. pract. H.________, welche 
am 6. März 2018 rezidivierende depressive Episoden, mit Angst gemischt, 
gegenwärtig leichte bis mittelgradige Phase (ICD-10 F33.2 [recte wohl: 
F33.0/F33.1]), diagnostizierte (act. II/69 S. 8). Ob bei der Beschwerdeführe-
rin eine depressive Episode oder – wovon die behandelnde Ärztin ausgeht 
– eine depressive Störung vorliegt, ist jedoch nicht entscheidwesentlich, da 
die Unterscheidung nichts über die Schwere der Erkrankung aussagt (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 14. April 2016, 9C_13/2016, 
E. 4.3). Zum gutachterlich attestierten Schweregrad des depressiven Ge-
schehens ist allerdings festzuhalten, dass nur bedingt nachvollziehbar ist, 
ob der Experte bei der Einschätzung die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten hat. Dies insbesondere deshalb, weil er nicht im 
Einzelnen darlegte, welche diagnostischen Symptome er als erfüllt bzw. als 
nicht erfüllt erachtete und er die Schweregradeinschätzung auch nicht hin-
reichend erläuterte (vgl. dazu den Entscheid des BGer, 9C_634/2015, 
E. 6.1): Gemäss den klinisch diagnostischen Leitlinien müssen für eine 
mittelgradige depressive Episode mindestens zwei der drei für die leichte 
depressive Episode angegebenen typischen Symptome und mindestens 
drei (besser vier) der anderen Symptome vorhanden sein, so dass die Ge-
samtzahl der beiden Gruppen sechs oder auch sieben beträgt (DIL-
LING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer 
Störungen, ICD.10 Kapitel V [F], klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 
2015, S. 173). Aus der Beurteilung des Dr. med. J.________ kann ent-
nommen werden, dass er – von den typischen Symptomen – eine gedrück-
te Stimmung sowie eine erhöhte Ermüdbarkeit bejahte, wogegen ein aus-
gesprochener Interessenverlust nicht gegeben sei (die Explorandin sei in 
der Lage, Romane zu lesen und pflege auch gerne Kontakte). Von den 
anderen Symptomen erachtete er ein vermindertes Selbstwertgefühl, nega-
tive Zukunftsperspektiven und Schlafstörungen als erfüllt (act. II/58 S. 6); 
eine verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit (diesbezüglich fiel der 
psychopathologische Befund unauffällig aus; act. II/58 S. 4, 6), Schuldge-
fühle, ein verminderter Appetit (der Appetit sei gut; act. II/58 S. 2) oder Sui-
zidgedanken (act. II/58 S. 4) stellte er jedoch nicht fest. Damit beträgt die 
Gesamtzahl der beiden Symptomgruppen – soweit erkennbar – indes nur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 11

fünf, womit nach den Leitlinien lediglich eine leichte und keine mittelgradige 
depressive Episode/Störung vorläge. Überdies erörterte der Gutachter nicht 
schlüssig, wie sich die Schweregradeinschätzung mit dem festgestellten 
Funktionsniveau im Lichte der diagnostischen Leitlinien vereinbaren lässt 
(E. 4.2.1.1 und E. 4.3.1 hiernach). Mangels Auswirkung auf den Rentenan-
spruch kann aber letztlich offen bleiben, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben für eine mittelgradige depressive Episode tatsächlich eingehalten sind. 
Denn das psychiatrische Gutachten bildet zusammen mit den übrigen Ak-
ten so oder anders eine hinreichende Grundlage, um die Ausschlussgründe 
und Standardindikationen einer Prüfung zu unterziehen (vgl. E. 4 hiernach). 
Folglich ist der rechtserhebliche Sachverhalt hinreichend erstellt; weiterer 
Abklärungen bedarf es nicht (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 
157 E. 1d S. 162).

4.

4.1 Der Sachverständige zeigte keine Diskrepanzen im Sinne eines 
Ausschlussgrundes auf, insbesondere stellte Dr. med. J.________ keinen 
Hinweis für eine bewusste Aggravation oder gar Simulation fest (act. II/58 
S. 6 oben und S. 10 Ziff. VI). Die Prüfung der ersten Ebene schliesst damit 
einen invalidisierenden Gesundheitsschaden nicht aus (vgl. E. 2.2.3 hier-
vor), womit auf der zweiten Ebene anhand der Standardindikatoren die 
ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des tatsächlich erreichbaren 
Leistungsvermögens zu erfolgen hat.

4.2 Zu prüfen sind zunächst die einzelnen Komplexe der Kategorie 
«funktioneller Schweregrad» (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298 ff.).

4.2.1 Mit Bezug auf den Komplex Gesundheitsschädigung (BGE 
141 V 281 E. 4.3.1 S. 298 ff.) ergibt sich Folgendes:

4.2.1.1 Beim Indikator der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 
und Symptome gilt es unter anderem, die Schwere des Krankheitsgesche-
hens anhand aller verfügbaren Elemente aus der diagnoserelevanten Ätio-
logie und Pathogenese zu plausibilisieren (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 
S. 298 f.). Wenngleich der Gutachter eine mittelgradige Ausprägung der 

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depressiven Episode postulierte, waren die diagnoserelevanten Befunde im 
Rahmen der psychiatrischen Exploration insgesamt nicht stark ausgeprägt. 
So konstatierte Dr. med. J.________ zwar, die Beschwerdeführerin sei 
nicht belastbar, doch stellte er auch fest, die Explorandin sei gut in der La-
ge, ihren Alltag zu ordnen, sei auf keine fremde Hilfe angewiesen und kön-
ne sich sogar um ihre Mutter kümmern. Auch sei sie in der Lage, Romane 
zu lesen und pflege gerne Kontakte. Somit könne nicht von einer schweren 
affektiven Störung ausgegangen werden (act. II/58 S. 6). 

4.2.1.2 Sodann ist auf den Behandlungs- und Eingliederungserfolg resp. 
auf die Behandlungs- und Eingliederungsresistenz als wichtige Indikatoren 
für den funktionellen Schweregrad einzugehen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 
S. 299 f.). Bezüglich der Behandlung legte der Experte dar, die psychothe-
rapeutische Behandlung mit Einsatz von antidepressiver Medikation erfolge 
lege artis und die Beschwerdeführerin kooperiere bei den Therapien. Da 
sie indes ungenügend auf die ambulanten Massnahmen anspreche, sei 
allenfalls eine Hospitalisation in Erwägung zu ziehen. Zudem sei die Medi-
kation zu überprüfen und abzuklären, inwiefern die Beschwerdeführerin 
genügend hohe Serumwerte durch die Medikation aufweise (act. II/58 S. 8 
Ziff. IV). Unter Bezugnahme auf die Expertise gab med. pract. H.________ 
im Bericht vom 6. März 2018 denn auch an, die Medikation sei angepasst 
worden (Schlafmedikation durch Trittico 25mg), wodurch sich die Schlaf-
qualität gebessert habe. Das zweite Antidepressivum (Cipralex) sei auf 
20mg erhöht worden. Hingegen sprach sie sich gegen eine Hospitalisation 
aus, weil es sinnvoll sei, eine sich bietende Pensensteigerung am bisheri-
gen Arbeitsplatz wahrzunehmen (act. II/69 S. 7).

Die offenbar zu Verbesserungen führende Anpassung der Medikation lässt 
darauf schliessen, dass die Behandlungsoptionen noch nicht ausgeschöpft 
bzw. eine Behandlungsresistenz noch nicht ausgewiesen waren. Dies auch 
mit Blick darauf, dass noch keine stationäre Therapie stattgefunden hat. In 
Bezug auf die Eingliederungsbemühungen rapportierte der Gutachter, die-
se seien positiv verlaufen. So habe die Beschwerdeführerin – bei zufrie-
denstellender Leistung – zu 80% arbeiten können und arbeite auch aktuell 
wieder (act. II/58 S. 5 und 8, vgl. auch act. II/39). Schliesslich hat die be-
handelnde Dr. med. pract. H.________ am 6. März 2018 eine Pensenstei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 13

gerung am bisherigen Arbeitsplatz auf ca. 50% als sinnvoll erachtet (act. 
II/69 S. 7), womit von positiv verlaufenden Eingliederungsbemühungen 
auszugehen ist. 

4.2.1.3 Was den Indikator Komorbiditäten anbelangt, stellte der psychiatri-
sche Experte zwar den Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeitszüge auf, 
doch schloss er Wechselwirkungen zwischen den Diagnosen explizit aus 
(act. II/58 S. 8 Ziff. III). Zudem handelt es sich lediglich um eine Verdachts-
diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Unter diesen Um-
ständen kommt ihr daher, wenn überhaupt, einzig eine untergeordnete Be-
deutung zu. Der Gutachter legte weiter nachvollziehbar begründet dar, 
dass die für möglich gehaltene Persönlichkeitsproblematik in ihrer Ausprä-
gung die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nicht rechtfertigt und sich 
darüber hinaus auch keine Anhaltspunkte zur Diagnostizierung einer Post-
traumatischen Belastungsstörung ergaben (act. II/58 S. 5 f.).

4.2.2 Betreffend den Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) ging der Experte davon aus, die Beschwerdeführerin sei pflichtbe-
wusst und eher überangepasst, indem sie versuche, ein unauffälliges Bild 
zu vermitteln (act. II/58 S. 5, 7). Die im Rahmen des Aufbautrainings bei 
der Abklärungsstelle E.________ festgestellte rasche Auffassungsgabe, 
die Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit, die Motivation sowie das hohe Mass 
an Eigenverantwortung deuten darauf hin, dass die Beschwerdeführerin 
über Ressourcen verfügt, welche sich positiv auf das Leistungsvermögen 
auswirken können (act. II/39 S. 2). 

4.2.3 Zum Komplex Sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) 
hielt der Gutachter fest, die Beschwerdeführerin pflege gerne einige Kon-
takte bzw. es scheine ein Netzwerk vorzuliegen (act. II/58 S. 8). Gemäss 
eigenen Angaben pflege sie jedenfalls Kontakt zur Schwester (Beschwerde 
S. 7) und habe zur jüngsten Tochter einen relativ guten Kontakt (act. II/58 
S. 3; in den Akten findet sich zudem ein Hinweis auf eine gute Freundin, 
[Erstgespräch IVB vom 29. April 2016] act. II/13 S. 2). Damit hält das sozia-
le Umfeld doch zumindest gewisse Ressourcen bereit.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 14

4.3 Beweisrechtlich entscheidend ist die Kategorie «Konsistenz». Dar-
unter fallen verhaltensbezogene Kategorien (BGE 141 V 281 E. 4.4 
S. 303). 

4.3.1 Betreffend den Indikator der gleichmässigen Einschränkung des 
Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 141 V 281 
E. 4.4 S. 303) hielt Dr. med. J.________ fest, es passe nicht so richtig zu-
sammen, dass die Beschwerdeführerin doch so gerne lese, auch gerne 
soziale Kontakte pflege und der Appetit eher gesteigert sei und dass sie 
eine Beeinträchtigung vorwiegend im beruflichen Bereich angebe. In der 
Freizeit könne sie die Tätigkeiten einteilen und entsprechend (eine Ein-
schränkung) vermindern, auch sozial schienen keine wesentlichen Beein-
trächtigungen vorzuliegen (act. II/58 S. 9). Mithin erscheint die Einschrän-
kung im Erwerb – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Be-
schwerde S. 8) – nicht gleich ausgeprägt wie in sonstigen Lebensberei-
chen, was die klassifikatorischen Vorgaben bei einer mittelschweren 
Störung aber gerade verlangen würden (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, 
a.a.O., S. 173).

4.3.2 Im Hinblick auf die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen 
(BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304) ist die Beschwerdeführerin wöchentlich in 
psychotherapeutischer Behandlung (act. II/58 S. 2, 69 S. 6). Allerdings 
sprechen die Tatsachen, dass die Beschwerdeführerin bisher nur ambulant 
behandelt wurde und auch nicht durchgehend in psychotherapeutischer 
Behandlung war (gemäss Angabe von pract. med. H.________ fand zwi-
schen Februar 2016 und Januar 2017 lediglich eine Therapie durch den 
Hausarzt [welcher über keine psychiatrische Ausbildung verfügt] statt; 
act. II/69 S. 6, act. II/48 S. 1), gegen einen ausgeprägten Leidensdruck.

4.4 In der Gesamtbetrachtung sind die geltend gemachten funktionellen 
Auswirkungen der medizinisch festgestellten psychischen Beeinträchtigung 
anhand der Standardindikatoren nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, 
weshalb das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens zu 
verneinen ist. Vor diesem Hintergrund ist auf die ärztlicherseits attestierte 
Arbeitsunfähigkeit aus rechtlicher Optik nicht abzustellen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 15

4.5 Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass die Beschwerde-
führerin weder in der angestammten noch in einer angepassten Tätigkeit 
eingeschränkt ist. Somit erübrigt sich die Durchführung einer Invaliditäts-
bemessung. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Die Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Dez. 2018, IV/18/342, Seite 16

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________, substituiert durch Rechtsanwältin 

C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.