# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73ff0bdb-e2af-50e9-8e1c-8472d0fb5874
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.11.2014 200 2014 254
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-254_2014-11-21.pdf

## Full Text

200 14 254 UV
LOU/ABE/WOL/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. November 2014

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 28. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Nov. 2014, UV/14/254, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1953 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) 
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie gegen Berufs-
krankheiten versichert, als er sich am 18. Januar 2013 beim Aussteigen 
aus dem Auto das rechte Bein verdrehte und anschliessend arbeitsunfähig 
war (Antwortbeilage [AB] 1). Die SUVA holte in der Folge medizinische 
Unterlagen ein (AB 4 ff.). Nachdem ihr der Hausarzt mitgeteilt hatte, dass 
ein erheblicher Vorzustand im rechten Knie bestehe (AB 7), tätigte sie zu-
dem verschiedene Abklärungen hierzu (AB 8 ff.). Gestützt auf eine 
kreisärztliche Stellungnahme (AB 36) verfügte die SUVA am 28. Juni 2013 
(AB 37) den Fallabschluss per 17. März 2013, da der Zustand, wie er sich 
auch ohne den Unfall vom 18. Januar 2013 eingestellt hätte (Status quo 
sine), spätestens in diesem Zeitpunkt erreicht sei.

B.

Hiergegen erhob der Krankenversicherer Einsprache (AB 38, 45). Auch der 
Versicherte zeigte sich nicht einverstanden und liess, vertreten durch die 
B.________ Einsprache erheben (AB 40).

Mit Einspracheentscheid vom 28. Februar 2014 (AB 56) wies die SUVA die 
Einsprachen ab.

C.

In der dagegen erhobenen Beschwerde vom 13. März 2014 beantragt der 
Versicherte, nach wie vor vertreten durch die B.________, die kostenfällige 
Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 28. Februar 
2014. Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Nov. 2014, UV/14/254, Seite 3

Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 18. Januar 
2013 zu erbringen. Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend ge-
macht, die Terminierung des Falles sei in der noch laufenden medizini-
schen Phase nicht begründbar; die Leistungseinstellung per 17. März 2013 
sei daher als willkürlich zu qualifizieren.

Mit Beschwerdeantwort vom 30. Juni 2014 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 29. Juli 2014 hielt der Beschwerdeführer an den Ausführun-
gen in der Beschwerde vollumfänglich fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 28. Februar 2014 
(AB 56), mit welchem die Beschwerdegegnerin die Leistungseinstellung per 

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17. März 2013 bestätigt hat. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf 
Leistungen der Unfallversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; SR 
832.20]).

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2.1 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objek-
tiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweili-
gen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des Ungewöhnli-
chen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkun-
gen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht 
als Ursache einer Gesundheitsschädigung (BGE 134 V 72 E. 4.1 S. 76 und 
E. 4.1.1 S. 77). Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann 
auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen 
gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung 
lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand 
den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig“ 
beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der unge-
wöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Verände-

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rung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der Programmwidrigkeit 
zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1 S. 118; SVR 
2011 UV Nr. 11 S. 40 E. 5.2). Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn die 
versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst 
oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehr-
haltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 2004 U 502 S. 183 E. 
4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b).

2.2.2 Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in 
der Verordnung abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädi-
gungen zu übernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder 
Degeneration zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 lit. a - h 
der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 
[UVV; SR 832.202]). Dabei müssen sämtliche Begriffsmerkmale eines Un-
falles mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit erfüllt sein. Besondere Bedeu-
tung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d.h. 
eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälli-
gen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467). Für die 
Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend einwir-
kenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gestei-
gertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum 
einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein 
gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele 
sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erhebli-
chem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage 
stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und 
psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere 
seiner Gliedmassen, gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470; SVR 
2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2). Ein degenerativer oder pathologischer Vorzu-
stand schliesst eine unfallähnliche Körperschädigung nicht aus, sofern ein 
unfallähnliches Ereignis den vorbestehenden Gesundheitsschaden ver-
schlimmert oder manifest werden lässt; es genügt somit, wenn eine schä-
digende, äussere Einwirkung wenigstens im Sinne eines Auslösungsfaktors 
zu den vor- oder überwiegend krankhaften oder degenerativen Ursachen 
hinzutritt (BGE 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2008 UV Nr. 15 S. 49 E. 3).

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2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

3.1.1 Im Bericht vom 2. Mai 2012 (AB 71) des Spitals C.________ wurde 
u.a. eine schwere posttraumatische Gonarthrose rechts nach Motorradun-
fall diagnostiziert und dargelegt, im Bereich der Kniegelenke beständen 
Deformitäten im Sinne von Extensionsdefiziten, vor allem rechtsseitig. Auf-

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grund des chronischen Ergusses bestehe eine muskuläre Hypotrophie, 
insbesondere am Oberschenkel rechts. Längerfristig stelle sich die Frage, 
ob das Kniegelenk rechts einem operativen Eingriff unterzogen werden 
müsse. 

3.1.2 Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 25. April 2013 (AB 23) eine schwere trikompartimentäre posttraumati-
sche Gonarthrose mit ausgeprägter Patella baja. Vor rund 40 Jahren habe 
der Patient einen Verkehrsunfall erlitten. In der Folge sei eine Tibiaplateau-
Fraktur operiert worden. Zwischenzeitlich seien zunehmende Bewegungs-
einschränkungen mit Schmerzen im rechten Kniegelenk sowie eine 
Schwellung aufgetreten mit beinahe täglicher Schmerzmedikation. Ange-
sichts des Beschwerdebildes des Patienten sowie den Röntgenaufnahmen 
komme lediglich die Implantation einer Knietotalendoprothese in Frage.

3.1.3 Der Kreisarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie sowie 
Allgemeine Innere Medizin FMH, nannte in der Beurteilung vom 24. Juni 
2013 (AB 36) eine Schmerzzunahme bei vorbestehender bekannter 
schwerster trikompartimentärer Gonarthrose rechts nach wahrscheinlich 
mit Marknagel versorgter offener Unterschenkelfraktur rechts mit bekannter 
Bewegungseinschränkung des rechten Kniegelenkes und Gangbehinde-
rung nach einem Verkehrsunfall im Jahr 1971. Er diagnostizierte zudem 
eine Patella baja, eine Versorgung mit Kniegelenksorthese und eine Ar-
throse (im oberen und unteren Sprunggelenk sowie im Chopart-Gelenk mit 
Funktionseinschränkung im rechten Sprunggelenk). Als weitere Diagnosen 
nannte er eine Chondrokalzinose des rechten Kniegelenkes sowie eine 
Psoriasis vulgaris. Die geklagten Beschwerden seien mit der ausgeprägten 
trikompartimentären Gonarthrose hinreichend erklärt. Bereits vor dem Er-
eignis vom 18. Januar 2013 habe eine Bewegungseinschränkung des rech-
ten Kniegelenkes mit Gangbehinderung bestanden. Aufgrund der Schilde-
rung mute das geltend gemachte Ereignis banal an. Es sei sicher nicht ge-
eignet gewesen, die schwere Gonarthrose zu bewirken; diese sei bereits im 
Röntgenbild vom 25. Januar 2013 dokumentiert. Das Auftreten von Kniege-
lenkbeschwerden bei falschem Auftreten wäre bereits aufgrund des schwe-
ren Vorzustandes hinreichend erklärt. Die Beschwerden könnten demnach 

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auch aufgetreten sein, wenn das geschilderte Ereignis weggedacht würde. 
Einzig das zeitliche Zusammentreffen des banal anmutenden Ereignisses 
und das Auftreten der Beschwerden begründe keine überwiegend wahr-
scheinliche Kausalität. Die Diagnose „schwere trikompartimentäre post-
traumatische Gonarthrose rechts mit ausgeprägter Patella baja“ sei klar 
Folge des nicht SUVA-versicherten Ereignisses vom 11. Juni 1971 und 
nicht von jenem vom 18. Januar 2013. Es sei möglich, dass das Ereignis 
vom 18. Januar 2013 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des 
Vorzustandes geführt habe. Eine solche wäre aber spätestens 6 bis 8 Wo-
chen nach dem Ereignis als Status quo sine erreicht.

3.1.4 Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie, legte in der Beurtei-
lung vom 11. Juni (recte wohl: Juli) 2013 (AB 39) dar, dass der Versicherte 
trotz der trikompartimentären medial betonten Gonarthrose bis zum Ereig-
nis vom 18. Januar 2013 arbeitsfähig gewesen sei. Unbestrittenermassen 
sei das rechte Kniegelenk aufgrund der erheblichen Knorpelschäden und 
auch der chondrokalzinotischen Veränderungen der Menisken erhöht ver-
letzungsanfällig. Mit dem Ereignis vom 18. Januar 2013 sei die vorbeste-
hende Gonarthrose traumatisiert worden. Noch bei der Untersuchung vom 
24. April 2013, d.h. über einen Monat nach der Leistungseinstellung, habe 
ein Erguss bestanden und die Kniegelenkbeweglichkeit sei hochgradig ein-
geschränkt gewesen, so dass weiterhin nur eine partielle Arbeitsfähigkeit 
bestanden habe. Vor dem Hintergrund dieser erst mit dem Ereignis aufge-
tretenen Symptome, dem Kniegelenkserguss, den damit verbundenen 
Schmerzen und der erheblichen Beweglichkeitseinschränkung könne nicht 
davon ausgegangen werden, dass sich unfallunabhängig drei Monate nach 
dem Ereignis spontan eine derartige Verschlimmerung entwickelt hätte. Die 
Annahme, dass für die reparativen Prozesse bei einem derartig schwer 
vorgeschädigten Kniegelenk bereits nach 6 bis 8 Wochen eine vollständige 
Heilung bzw. eine „restitutio ad integrum“ vorliege, entspreche weder der 
vorliegenden Klinik noch dem realen Heilungsverlauf. Es könne deshalb 
nicht davon ausgegangen werden, dass es ohne das Ereignis vom 18. Ja-
nuar 2013 zur Dekompensation der trikompartimentären Gonarthrose mit 
dauerhafter partieller Arbeitsunfähigkeit resp. zur Indikation des totalprothe-
tischen Gelenkersatzes gekommen wäre. Die morphologischen Schäden 
seien zwar bereits unfallvorbestehend gravierend gewesen und zweifellos 

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wäre es auch im Laufe der Zeit selbst ohne Unfall zu einer weiteren Ver-
schlimmerung der Gonarthrose mit der Indikation eines totalprothetischen 
Gelenkersatzes gekommen; der Zeitraum bleibe aber spekulativ. Vorzeitig 
sei es aber mit dem Ereignis eindeutig zu einer Verschlimmerung der Go-
narthrose gekommen, die länger andaure, als von der SUVA postuliert. Erst 
nach der Implantation des totalprothetischen Gelenkersatzes, der damit zu 
erwartenden Schmerzfreiheit und der Wiederaufnahme der vollen Arbeits-
fähigkeit könne von einem Status quo sine ausgegangen werden.

3.1.5 In der Beurteilung vom 7. März 2014 (Beschwerdebeilage [BB] 4) 
legte Dr. med. F.________ dar, es sei erst mit dem falschen Auftreten und 
Abknicken des rechten Kniegelenkes vom 18. Januar 2013 zur Dekompen-
sation des hoch vulnerablen Knies und zu einem Valgisations-
/Rotationstrauma gekommen. Es habe sich sofort ein Kniegelenkserguss 
ergeben, welcher sogar noch bei der orthopädischen Untersuchung am 
24. April 2013 bestanden habe. Schon dieser Kniegelenkserguss alleine 
bestätige, dass es unfallbedingt zu einer Traumatisierung der erheblich 
vorgeschädigten Knorpeldecke gekommen sei. Überwiegend wahrschein-
lich sei, dass es mit dem Abknicken bzw. der Distorsion zu einer „Abschilfe-
rung“ von Knorpelteilen gekommen sei. Zusätzlich könne es zu einer Me-
niskusschädigung gekommen sein. Mit dem ereignisbedingten Kniegelenk-
serguss sei es nicht mehr möglich gewesen, die vom Versicherten angege-
benen Arbeiten auszuüben; ein Kniegelenkserguss führe automatisch zu 
Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Aufgrund des eindeutigen 
Sachverhalts könne man nicht ausreichend dokumentieren, dass der Unfall 
„weggedacht werden könnte“ und wenn er nicht weggedacht würde, ab 
dem 17. März 2013 ein Status quo sine vorliegen würde. Die von Beginn an 
durchgehenden Beschwerden in der noch laufenden medizinischen Phase 
zu terminieren, sei medizinisch nicht begründbar. Zweifellos verliere der 
Unfall im Verlaufe der Zeit seine Bedeutung. Solange aber eindeutig unfall-
bedingte, objektivierbare, d.h. reproduzierbare Befunde vorlägen, könne 
nicht „mitten drin“ davon ausgegangen werden, dass dem vorbestehenden, 
aber jahrzehntelang stummen Vorzustand eine überholende Kausalität zu-
komme. Bis zum 14. April 2013 sei der Versicherte zu 100% arbeitsunfähig 
gewesen. Danach habe er bis zum 30. Juni 2013 zu 50% gearbeitet, wobei 
er jedoch nicht vollständig beschwerdefrei gewesen sei. Mit der vollen Wie-

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deraufnahme der Arbeit am 1. Juli 2013 sei es erneut zu Kniegelenkser-
güssen und erheblichen Schmerzen gekommen, so dass der Hausarzt 
nochmals vom 9. September bis zum 30. November 2013 eine 50%-ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert habe. Diese Entwicklung beweise eindeutig, 
dass es mit dem Ereignis zur temporären Verschlimmerung gekommen und 
ein Status quo sine erst mit der vollen Wiederaufnahme der Arbeit ab dem 
1. Dezember 2013 gegeben sei. 

3.1.6 Am 12. Juni 2014 (AB 67) legte der Hausarzt Dr. med. G.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, dar, den Versicherten am 
25. Januar 2013 wegen Knieschmerzen rechts in seiner Sprechstunde ge-
sehen zu haben. Das Kniegelenk sei in der Beweglichkeit deutlich einge-
schränkt gewesen und er habe einen Gelenkserguss palpabel sowie eine 
vorbestehende Varusachse erkennen können. Bezüglich des Kniegelenkes 
bleibe festzuhalten, dass mit Sicherheit ein relevanter Vorbefund vor dem 
Trauma vorhanden gewesen sei.

3.1.7 Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie sowie Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Bericht 
vom 25. Juni 2014 (AB 72) fest, die massive Gonarthrose sei zwischen 
allen beteiligten Ärzten unstrittig. Vor dem inkriminierten Ereignis sei die 
Arthrose mit einer chronischen Ergussbildung des rechten Kniegelenks 
sowie einer Überwärmung als Zeichen eines Reizzustandes einhergegan-
gen. Zirka achteinhalb Monate vor dem inkriminierten Ereignis sei die 
Schwere der Arthrose dahingehend beurteilt worden, dass der Versicherte 
in gewissen Phasen der Arbeit an die Grenzen der Belastbarkeit komme 
(S. 10). Radiologisch und klinisch sei die massive Gonarthrose ausgewie-
sen. Strukturelle Läsionen, welche auf das inkriminierte Ereignis zurückzu-
führen wären, würden nicht beschrieben (S. 11). Der Vergleich der Informa-
tionen, die über den Gesundheitsschaden vor und nach dem inkriminierten 
Ereignis zur Verfügung ständen, lasse eine wesentliche Verschlimmerung 
des Vorschadens nach dem Misstritt nicht erkennen; allenfalls sei im Zeit-
raum nach dem Ereignis die Arthrose aktiviert worden. Es sei vorstellbar, 
dass das inkriminierte Ereignis den Tropfen dargestellt habe, welcher „das 
volle Fass zum Überlaufen“ gebracht habe. Aufgrund des Ausmasses des 
Gesundheitsschadens, der vor dem Ereignis dokumentiert worden sei, sei 

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es jedoch wahrscheinlicher, dass die Aktivierung der Arthrose auch ohne 
das falsche Auftreten erfolgt wäre, das Ereignis somit wegdenkbar sei. Der 
Versicherte habe zum Zeitpunkt, als er „falsch aufgetreten“ sei und ein „Ab-
knicken“ erlebt habe, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Grenze 
seiner Belastbarkeit schon überschritten gehabt (S. 12). Im Bericht vom 
2. Mai 2012 des Spitals C.________ (AB 71) sei – ungefähr achteinhalb 
Monate vor dem inkriminierten Ereignis – eine muskuläre Hypotrophie am 
rechten Oberschenkel erwähnt worden. Eine muskuläre Insuffizienz als 
eine der (in der Literatur genannten) Ursachen des Giving-way (Wegkni-
cken bzw. Einknicken im Kniegelenk) sei beim Versicherten ausgewiesen. 
Ferner seien eine Retropatellarthrose und eine Femorotibialarthrose nach-
gewiesen; diese seien weitere in der Literatur genannte Ursachen des Gi-
ving-way (S. 13). Es sprächen mehr Argumente für ein Giving-way, wel-
ches durch den vorbestehenden schweren Gesundheitsschaden verursacht 
worden sei. Eine von aussen einwirkende Gewalt, welche zum Einknicken 
hätte führen können, sei unwahrscheinlich. Somit sei die vorbestehende 
Gonarthrose nicht durch das Ereignis dekompensiert, sondern das Ereig-
nis, bei dem es sich überwiegend wahrscheinlich um ein Giving-way hand-
le, sei Folge des massiven Vorzustandes. Jenes habe den Vorzustand so-
mit weder vorübergehend noch richtunggebend verschlimmert. Die nach 
dem Ereignis dokumentierten Reizzustände seien Ausdruck des eigenge-
setzlich fortschreitenden arthrotischen Verschleissleidens. Der Zustand, 
wie er sich auch ohne das Ereignis vom 18. Januar 2013 eingestellt hätte, 
sei am 17. März 2013 erreicht gewesen (S. 14).

3.2 Die Beschwerdegegnerin hat das Ereignis vom 18. Januar 2013 
zumindest implizit als Unfall im Rechtsinn anerkannt, hat sie doch entspre-
chende Versicherungsleistungen erbracht (vgl. AB 56/2). Diese stellte sie 
alsdann per 17. März 2013 ein mit der Begründung, der Status quo sine sei 
erreicht. Zwischen den Parteien ist umstritten, ob das Ereignis vom 18. Ja-
nuar 2013 noch kausal ist für die über den 17. März 2013 hinaus geklagten 
Beschwerden. Bevor sich die Frage des Wegfalls der natürlichen Kausalität 
stellt, ist indes von Amtes wegen zu prüfen, ob das Ereignis vom 18. Janu-
ar 2013 einen Unfall im Rechtssinne oder ein anderes versichertes Ereignis 
(vgl. E. 2.2 hiervor) darstellt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Nov. 2014, UV/14/254, Seite 12

3.2.1 Der Hergang des Vorfalls am 18. Januar 2013 hat sich nach den 
Akten wie folgt zugetragen: Gemäss der von der Arbeitgeberin erstatteten 
Unfallmeldung (AB 1) hat sich der Beschwerdeführer beim Aussteigen aus 
dem Auto das rechte Bein verdreht. Als Verletzung wurde eine Verstau-
chung/Verdrehung am rechten Knie angegeben. Im Fragebogen zum Un-
fallhergang (AB 11) führte der Beschwerdeführer aus, er sei falsch aufge-
treten. Etwas Besonderes (Ausgleiten, Sturz usw.) habe sich nicht ereignet. 
Anlässlich der persönlichen Befragung vom 24. Mai 2013 präzisierte er, 
dass er bei sich zu Hause auf dem unebenen Vorplatz aus dem Auto ge-
stiegen sei. Es sei schon dunkel gewesen und er habe nicht darauf geach-
tet, wo er seine Füsse abgesetzt habe. Er habe noch im Auto (auf dem 
Fahrersitz) gesessen, beide Füsse jedoch bereits auf dem Vorplatz abge-
setzt. Mit der rechten Hand habe er sich an der geöffneten Fahrertür gehal-
ten. Beim Aufstehen habe er mit dem rechten Fuss einen Misstritt gemacht 
und sei mit dem rechten Knie eingeknickt. Er habe sofort einen einschies-
senden Schmerz im rechten Knie verspürt, welches in der Folge sehr 
schnell angeschwollen sei. Gestürzt sei er nicht (AB 27, 54).

3.2.2 Gemäss den Geschehensbeschreibungen verlief die ausgeführte 
Tätigkeit – das Aussteigen aus dem Fahrzeug – an sich programmgemäss. 
Es hat kein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf 
der Körperbewegung programmwidrig beeinflusst, zumal sich nichts Be-
sonderes wie z.B. ein Sturz oder ein Anschlagen ereignete (AB 11, 27, 54). 
Die Angabe des Hausarztes im Bericht vom 18. März 2013 (AB 10), wo-
nach der Patient gemäss eigenen Aussagen „ausgerutscht“ sei, wurde in 
der Folge vom Beschwerdeführer nicht bestätigt (AB 27, 54). Auch in keiner 
anderen aktenkundigen Ereignisschilderung war von einem Ausrutschen 
die Rede. Auch Dr. med. H.________ legte dar, dass beim fraglichen Vor-
fall vom 18. Januar 2013 keine wesentliche Kraft auf das Kniegelenk ein-
gewirkt habe (AB 72/13 unten) resp. dass eine von aussen einwirkende 
Gewalt, welche zum Einknicken hätte führen können, unwahrscheinlich sei 
(AB 72/14). Damit ist das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Fak-
tors und folglich die Erfüllung des Unfallbegriffs im Rechtssinne (E. 2.2 
hiervor) zu verneinen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Nov. 2014, UV/14/254, Seite 13

3.2.3 Zu prüfen bleibt eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin unter 
dem Titel einer unfallähnlichen Körperschädigung. Hierfür bedarf es 
zunächst eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, 
sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalls (vgl. E. 2.2.2 hiervor)

Einschiessende Schmerzen fallen als Symptome einer Schädigung nach 
Art. 9 Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer 
alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hiezu ein davon unter-
scheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also lediglich beim Aufste-
hen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen usw. 
einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer 
Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf das 
Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Die physiologi-
sche Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und 
Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht ungewöhnli-
ches, jedoch gegenüber dem normalen Gebrauch der Körperteile gestei-
gertes Gefährdungspotenzial innewohnen muss (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 
und 4.2.3 S. 470). Vorliegend sind die Kniebeschwerden bei der Vornahme 
einer alltäglichen Lebensverrichtung – beim Aussteigen aus dem Fahrzeug 
– aufgetreten. Dem Geschehen wohnte kein gesteigertes Gefährdungspo-
tential inne. Daran ändert nichts, dass es im Zeitpunkt des Vorfalls (16.00 
Uhr [AB 1]) bereits dämmerte und der Vorplatz „sehr uneben“ (AB 27) ist. 
Dass die Bodenunebenheiten unüblichen Ausmasses gewesen seien (vgl. 
z.B. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 20. November 2012, 
8C_628/2012), wird nicht geltend gemacht. Folglich ist auch eine unfallähn-
liche Körperschädigung zu verneinen.

Damit braucht nicht geprüft zu werden, ob eine Listendiagnose gegeben 
war bzw. gegebenenfalls, ob eine solche „eindeutig auf eine Erkrankung 
oder eine Degeneration zurückzuführen“ (Art. 9 Abs. 2 UVV) war; Aus-
führungen zur Kausalität sind obsolet. In medizinischer Hinsicht ist –
unabhängig davon, wie das Ereignis vom 18. Januar 2013 aus rechtlicher 
Sicht beurteilt wird – immerhin das Folgende festzuhalten: Dr. med. 
H.________ erachtete es als wahrscheinlicher, dass der Beschwerdeführer 
zuerst Schmerzen verspürt habe und dann (schmerzbedingt) eingeknickt 
sei (AB 72/14), als dass die Schmerzen Folge des Einknickens gewesen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Nov. 2014, UV/14/254, Seite 14

seien. Diese Beurteilung, welche die von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten An-
forderungen (E. 2.4 hiervor) erfüllt, basiert auf einer einlässlichen Ausein-
andersetzung mit der einschlägigen medizinischen Literatur und stützt sich 
im Übrigen auf Angaben der behandelnden Ärzte. Sie ist nachvollziehbar 
begründet und überzeugt: Da die massive vorbestehende Gonarthrose seit 
Längerem symptomatisch war, im Bereich des rechten Kniegelenks bereits 
vor dem 18. Januar 2013 sowohl ein chronischer Erguss (AB 71/3) als auch 
zunehmende Bewegungseinschränkungen und Schmerzen bestanden (AB 
20/3, 27, 54) und zudem eine Hypotrophie der Oberschenkelmuskulatur 
rechts vorlag (AB 71/3), ist überwiegend wahrscheinlich, dass das Ab-
/Einknicken am 18. Januar 2013 Folge des Vorzustands war. Auch Dr. 
med. E.________ erachtete die Beschwerden mit der ausgeprägten tri-
kompartimentären Gonarthrose als hinreichend erklärt (AB 36/5). Dagegen 
ist die Formel „post hoc, ergo propter hoc“, wonach eine gesundheitliche 
Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie 
nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341) und die zu-
mindest teilweise Eingang in die Beurteilung von Dr. med. F.________ ge-
funden zu haben scheint, nicht massgebend. Sodann lässt sich die An-
nahme von Dr. med. F.________, hinsichtlich der „Abschilferung von Knor-
pelteilen“ (BB 4/4) soweit ersichtlich nicht durch bildgebende Befunde un-
termauern, weshalb davon nicht auszugehen ist.

3.3 Nach dem Dargelegten ist der Vorfall vom 18. Januar 2013 weder 
als Unfall im Rechtssinne noch als unfallähnliche Körperschädigung zu 
qualifizieren. Damit lag kein versichertes Ereignis vor und eine Leistungs-
pflicht der Beschwerdegegnerin bestand an sich gar nicht.

Die Leistungseinstellung wurde am 28. Juni 2013 (rückwirkend) per 
17. März 2013 verfügt (AB 37) und erfolgte damit zwar nicht ex tunc et pro 
futuro. Die Rechtsprechung, wonach der Unfallversicherer die Möglichkeit 
hat, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte 
Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den 
Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision 
einzustellen, d.h. den Fall abzuschliessen, mit der Begründung, ein versi-
chertes Ereignis liege bei richtiger Betrachtungsweise gar nicht vor (BGE 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Nov. 2014, UV/14/254, Seite 15

130 V 380 E. 2.3.1 S. 384), ist hier allerdings analog anzuwenden, da eine 
Rückforderung von erbrachten Leistungen nicht zur Diskussion steht.

Das Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen verpflichtet das Ge-
richt, auf den festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwenden, 
den es als den zutreffenden ansieht, und ihm auch die Auslegung zu ge-
ben, von der es überzeugt ist (BGE 122 V 34 E. 2b S. 36; vgl. auch E. 1.4 
hiervor). Der Einspracheentscheid vom 28. Februar 2014 (AB 56) ist mit 
der substituierten Begründung zu schützen, dass kein versichertes Ereignis 
vorliegt. Den Parteien hierzu das rechtliche Gehör zu gewähren, erübrigt 
sich: Dem Umstand dass die streitige Leistungspflicht der Beschwerdegeg-
nerin mit einer im bisherigen Verfahren nicht thematisierten Begründung 
verneint wird, kommt – mangels Auswirkung im Ergebnis – keine Erheb-
lichkeit im Sinne der Rechtsprechung (BGE 131 V 9 E. 5.4.1 S. 26) zu.

Nach dem Dargelegten erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid 
im Ergebnis als rechtens. Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuwei-
sen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Nov. 2014, UV/14/254, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.