# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a9eb5bc-cbbb-5d85-a500-aceb3eba02fa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.07.2010 D-5066/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5066-2010_2010-07-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5066/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Anna Kühler.

A._______, geboren B._______,
Nigeria,
C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-
Verfahren); Verfügung des BFM vom 1. Juli 2010 / 
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5066/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  eigenen  Angaben  zufolge  aus  D._______  stammende 
Beschwerdeführer mit letztem Wohnsitz in E._______ seinen Heimat-
staat  im Dezember  1999 verliess und über  F._______, wo er  bis  im 
Mai  2008 geblieben sei,  G._______,  wo er sich bis  im August  2008 
aufgehalten habe, und Italien, wo er ein Asylgesuch eingereicht habe 
und bis im April 2010 gewesen sei, am 18. April 2010 unter Umgehung 
der  Grenzkontrolle  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er  gleichentags  im 
H._______ um Asyl nachsuchte,

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der 
Eurodac-Datenbank  ergab,  dass  dieser  am  30.  August  2008  in 
I._______  von  den  italienischen  Behörden  daktyloskopisch  erfasst 
worden war und am 3. Dezember 2008 in J._______ ein Asylgesuch 
eingereicht hatte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Kurzbefragung  im 
H._______ vom 28. April 2010 zur Begründung seines Asylgesuchs im 
Wesentlichen geltend machte,  er  habe Nigeria  wegen der  gewaltsa-
men  Auseinandersetzungen  um  Erdölgebiete  zwischen  den  Dörfern 
K._______ und D._______ verlassen,

dass anlässlich dieser Auseinandersetzungen im Jahre 1999 viele Per-
sonen, darunter seine Eltern und seine Brüder, umgekommen seien,

dass er, obwohl er seit 1991 in E._______ gelebt habe, im Jahre 1999 
die Nachfolge seines Vaters als prominente Persönlichkeit seines Hei -
matdorfes hätte antreten sollen, andernfalls er umgebracht worden wä-
re, weshalb er sich entschlossen habe, Nigeria zu verlassen,

dass das Asylgesuch in Italien negativ entschieden worden sei und er 
dort einen bis zum März 2010 gültigen Aufenthaltstitel gehabt habe,

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung im H._______ 
das rechtliche Gehör zum Umstand gewährt wurde, wonach mutmass-
lich Italien für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens 
zuständig sei, weshalb gegebenenfalls auf sein Asylgesuch nicht ein-
getreten werde,

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dass der Beschwerdeführer angab, er wolle nicht nach Italien zurück-
kehren,  da  er,  seit  er  von der  L._______  weggewiesen  worden  sei, 
nicht mehr wisse, wohin er gehen könne und wo er Nahrung erhalte,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass der Beschwerdeführer mit Entscheid des BFM vom 3. Mai 2010 
für den weiteren Aufenthalt während des Verfahrens dem Kanton Zü-
rich zugewiesen wurde,

dass das BFM am 7. Mai 2010 Italien um Übernahme des Beschwer-
deführers ersuchte,

dass Italien das Ersuchen des BFM unbeantwortet liess,

dass das BFM mit  Verfügung vom 1. Juli  2010 – eröffnet  am 9. Juli 
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die  Wegweisung  nach  Italien  sowie  den  Vollzug  spätestens  am Tag 
nach Ablauf der Beschwerdefrist anordnete,

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 
Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-
gung  der  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  an  den 
Beschwerdeführer verfügte,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
habe am 3. Dezember 2008 in Italien ein Asylgesuch eingereicht, was 
aus dem Fingerabdruckvergleich  mit  der  Eurodac-Datenbank hervor-
gehe,

dass Italien gestützt  auf  das  Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder 
in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkom-
men  [DAA,  SR  0.142.392.68]) und  auf  das  Übereinkommen  vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 

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Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwe-
gen gestellten Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, 
SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass,  da die  italienischen Behörden das Gesuch um Aufnahme des 
Beschwerdeführers innerhalb der festgelegten Frist  nicht beantwortet 
hätten, die Zuständigkeit gestützt auf Art. 20 Abs. 1 Bst. c der Verord-
nung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festle-
gung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, 
der für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist, den ein Staatsan-
gehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat [Dublin-
II-Verordnung] auf Italien übergegangen sei,

dass  die  Rückführung  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung 
oder Verlängerung bis spätestens zum 22. November 2010 zu erfolgen 
habe,

dass  dem  Beschwerdeführer  das  rechtliche  Gehör  gewährt  worden 
sei, seine Aussagen jedoch die Rückführung nach Italien nicht zu ver-
hindern vermöchten, da Italien ein Rechtsstaat sei und gemäss Dublin-
Abkommen zur Rückübernahme verpflichtet sei

dass Italien die Minimum-Standards der Europäischen Union (EU) für 
die  Aufnahme der  Asylgesuchsteller  anwende  und  somit  Aufnahme-
strukturen zur Verfügung stelle,

dass auf das Asylgesuch daher nicht einzutreten sei,

dass die Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und Möglichkeit  des Vollzugs zu 
bejahen seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Juli 2010 (Poststem-
pel)  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  einreichte  und  beantragte, 
die Verfügung des BFM sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzu-
weisen, ihr Recht zum Selbsteintritt auszuüben und sich für sein Asyl -
verfahren als zuständig zu erklären, im Sinne vorsorglicher Massnah-
men sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vollzugsbehör-
den seien anzuweisen, von einer Überstellung nach Italien abzusehen, 
bis das Bundesverwaltungsgericht  über die Beschwerde entschieden 
habe, seine Rückführung in die Schweiz sei  zu veranlassen, falls  er  
bereits nach Italien überstellt worden sei, es sei auf die Erhebung ei -

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nes  Kostenvorschusses  zu  verzichten  und  es  sei  die  unentgeltliche 
Prozessführung zu gewähren,

dass auf  die  Begründung,  soweit  entscheidwesentlich,  in  den  Erwä-
gungen eingegangen wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht den Wegweisungsvollzug im Rah-
men  einer  vorsorglichen  Massnahme  (Art.  56  des  Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren  [VwVG, SR 
172.021]) aussetzte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 15. Juli 2010 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art.  105 AsylG 
i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass der vorgängige Aufenthalt des Beschwerdeführers in Italien fest-
steht und er diesen auch nicht bestreitet,

dass  somit  Italien  für  die  Prüfung  seines  am 18.  April  2010  in  der 
Schweiz eingereichten Asylantrags zuständig ist  (vgl. DAA  sowie die 
Dublin-II-Verordnung  und  die  Verordnung  [EG]  Nr. 1560/2003  der 
Kommission vom 2. September 2003 mit Durchführungsbestimmungen 
zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates [DVO Dublin]),

dass die italienischen Behörden das Ersuchen des BFM vom 7. Mai 
2010 um Übernahme des Beschwerdeführers unbeantwortet  liessen, 
womit die Zuständigkeit  Italiens gemäss Dubliner Verfahrensregelung 
aufgrund  der  sogenannten  Verfristung  definitiv  geworden  ist  (vgl. 
Art. 20 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung),

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe insbesonde-
re  geltend  macht,  er  sei  in  Italien  wiederholt  Opfer  von  rassistisch 
motivierten Übergriffen gewesen und habe weder eine Unterkunft noch 
eine sonstige Betreuung erhalten,

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dass ihm bei  einer Rückführung nach Italien eine Auslieferung nach 
Libyen und von dort nach Nigeria drohe, 

dass er aufgrund einer Operation vor einem Jahr in Italien noch immer 
unter Schmerzen leide und in der Schweiz am 9. Juli 2010 einen Arzt-
termin habe,

dass er in Italien die nötige Behandlung nicht bekomme, zumal er sie 
ja vorher auch nicht erhalten habe,

dass Italien aber sowohl  Signatarstaat  des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und 
der  Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist, 

dass  keine  konkreten  Anhaltspunkte  vorliegen,  wonach  sich  Italien 
nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen 
hält,

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, in Italien Opfer rassisti-
scher Übergriffe geworden zu sein, als nachgeschoben und mithin un-
glaubhaft zu erachten ist, machte er doch im vorinstanzlichen Verfah-
ren keinen solchen Sachverhalt geltend,

dass  ferner  Dublin-Rückkehrende  betreffend  Unterbringung  von  den 
italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden und sich – neben 
den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche private Hilfsorganisatio-
nen der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen, 

dass die Organisation „Arci con Fraternità“ seit dem 1. Januar 2009 die 
Betreuung  der  Flüchtlinge im Flughafen Fiumicino  (Rom) organisiert 
und dort den Asylsuchenden kostenlose Rechtsberatung anbietet,

dass der Einwand des Beschwerdeführers, er bekomme in Italien kei-
ne Betreuung, ohnehin durch sein eigenes Vorbringen in der Rechts-
mitteleingabe, er sei in Italien operiert worden, widerlegt wird,

dass der Beschwerdeführer über eineinhalb Jahre in Italien lebte und 
in diesem Zusammenhang nicht geltend macht, er hätte nach Libyen 
zurückgeführt werden sollen, weshalb auf seine detailreichen Ausfüh-
rungen  zu  einer  befürchteten  Rückführung  nach  Libyen  nicht  weiter 
einzugehen ist,

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dass  der  Beschwerdeführer  im  vorinstanzlichen  Verfahren  nicht  vor-
brachte,  er  habe sich  in  Italien  einer  Operation unterziehen müssen 
und leide noch heute unter Schmerzen,

dass sich  vonseiten des Bundesverwaltungsgerichts  keine Abklärun-
gen zum gesundheitlichen  Zustand des  Beschwerdeführers  aufdrän-
gen,  da dieser  die allenfalls  notwendige Behandlung sowie ärztliche 
Kontrollen auch in Italien erhalten respektive vornehmen lassen kann, 
zumal er dort gemäss eigenen Aussagen operiert worden sein will,

dass unter diesen Umständen keine konkreten Anhaltspunkte dafür er -
sichtlich  sind,  er  würde im Falle  einer Rückkehr nach Italien in  eine 
existenzielle Notlage geraten, 

dass somit nicht davon auszugehen ist, das BFM hätte vorliegend Ver-
anlassung  zu  einem Selbsteintritt  gehabt,  weshalb  darauf  verzichtet 
werden kann, auf die entsprechenden Bedingungen näher einzugehen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständi-
gen Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum bleibt  für  Ersatzmass-
nahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20), 

dass eine entsprechende Prüfung soweit  notwendig vielmehr  bereits 
im Rahmen des Dublin-Verfahrens stattfinden muss (vgl. vorgehende 
Erwägungen),

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dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete,

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde 
einzugehen,  da diese  an  der  Würdigung  des  vorliegenden  Sachver-
halts nichts zu ändern vermögen,

dass der Beschwerdeführer demnach nicht darzutun vermag, inwiefern 
die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheb-
lichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  oder  unan-
gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, 

dass mit  dem vorliegenden Entscheid in  der Hauptsache der Antrag 
auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gegen-
standslos wird,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um Gewährung der unent -
geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet 
der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-  
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- das M._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Anna Kühler

Versand: 

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