# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 151c3975-8e26-52c4-aab6-8644d67140af
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.03.2021 725 20 245/76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-245-76_2021-03-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. März 2021 (725 20 245 / 76) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Prüfung des Anspruchs auf Leistungen der Unfallversicherung. Rückweisung zur erneu-

ten Abklärung der somatischen Unfallfolgen des Versicherten und ob diesbezüglich der 

medizinische Endzustand erreicht wurde. Kreisärztliche Beurteilung ohne klares Anfor-

derungsprofil sowie ohne persönliche Untersuchung und ohne aktuelle ärztliche Berichte 

bildet keine zuverlässige Entscheidgrundlage. 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin i.V. Jeannine Gass 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1964 geborene A.____ war im Zeitraum vom 1. April 2016 bis zum 30. Septem-
ber 2017 über die Firma B.____ AG angestellt. In dieser Eigenschaft war er bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsgesellschaft (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

 

 
 
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Nichtberufsunfällen versichert. Am 29. März 2017 liess er über seine Arbeitgeberin ein Unfaller-
eignis melden, wonach er am 25. März 2017 um Mitternacht auf seinem Fahrrad mit einem ent-
gegenkommenden Motorrad kollidiert sei und sich dabei multiple Verletzungen, unter anderem 
einen Bruch des linken Ellbogens, einen Muskelriss im Quadriceps des Oberschenkels und einen 
Riss im linken Knie zugezogen habe. Die Suva richtete in der Folge die entsprechenden Versi-
cherungsleistungen in Form von Heilbehandlungen und Taggeldern aus.  
 
Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse schloss die Suva den Unfall vom 25. 
März 2017 mit Verfügung vom 21. Mai 2019 in Kürzung der Taggelder auf 50 % per 1. Mai 2019 
und Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. Juni 2019 folgenlos ab, mit der Begründung, 
dass keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vorlägen und die anhaltend geklagten Be-
schwerden, soweit nicht unfallfremd, psychisch seien und ein rechtserheblicher Zusammenhang 
zwischen diesen und dem vorgenannten Unfallereignis verneint werden müsste. 
 
B. Eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 27. Mai 2019 bzw. vom 29. Ok-
tober 2019 und nachgereichten Begründungen vom 20. Juni 2019 und 30. Oktober 2019 wies die 
Suva unter Hinweis auf die kreisärztliche Beurteilung vom 11. April 2019 mit Einspracheentscheid 
vom 18. Mai 2020 ab. 
 
C. Hiergegen hat der Versicherte mit Schreiben vom 15. Juni 2020 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) 
erhoben, mit dem sinngemässen Begehren, es sei die Suva in Aufhebung des Einspracheent-
scheids vom 18. Mai 2020 zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen über den 30. Juni 
2019 hinaus zu erbringen. Des Weiteren macht der Beschwerdeführer sinngemäss geltend, dass 
die psychischen Unfallfolgen eine adäquat kausale Folge des Unfallereignisses seien. Eventua-
liter sei die Sache zur Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei unter anderem ein orthopädisches und ein 
psychiatrisches Gutachten einzuholen. Alternativ stehe er einer Einigung auf eine einmalige Zah-
lung zur Abgeltung aller möglichen Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfall zur Verfügung. 
Zusätzlich sei ihm bis zur rechtskräftigen Beurteilung seines Falles über den 1. Juli 2019 hinaus 
wenigstens weiterhin ein Taggeld von 50 % auszurichten. 
 
D. Die Suva schloss mit Vernehmlassung vom 27. August 2020 auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 

 

 
 
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in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Befindet 
sich der Wohnsitz der versicherten Person – wie vorliegend - im Ausland, so ist gemäss Art. 58 
Abs. 2 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter 
schweizerischer Wohnsitz befand. Der Versicherte hatte gemäss der Schadenmeldung vom 29. 
März 2017 seinen letzten Wohnsitz in der Schweiz in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist damit 
auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  
 
1.2 Gemäss § 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 hat das Kantonsgericht von Amtes wegen, d.h. unabhängig 
von allfälligen Parteianträgen, zu prüfen, ob auf das Rechtsmittel eingetreten werden kann. Zu 
den Prozessvoraussetzungen, die allesamt erfüllt sein müssen, damit das Gericht zur Begründet-
heit oder Unbegründetheit der Rechtsbegehren Stellung nehmen kann, gehört unter anderem 
eine form- und fristgerechte Einreichung des Rechtsmittels (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 
4. Aufl., Zürich 2020, Art. 61 N 82 ff.).  
 
2.1 Nach Art. 61 Satz 1 ATSG, bestimmt sich das Verfahren vor dem kantonalen Versiche-
rungsgericht unter Vorbehalt von Art. 1 Abs. 3 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG) vom 20. Dezember 1968 nach kantonalem Recht. 
 
2.2 § 5 Abs. 1 VPO nennt die Anforderungen, denen eine Beschwerde in formeller Hinsicht 
zu genügen hat. So ist unter anderem vorgeschrieben, dass eine Beschwerde die Unterschrift 
der Parteien oder der sie vertretenden Person zu enthalten hat. Fehlt die Unterschrift, so hat die 
präsidierende Person die unvollständige Rechtsschrift zur Verbesserung zurückzuweisen, eine 
kurze Nachfrist anzusetzen und diese mit der Androhung zu verbinden, nach unbenütztem Frist-
ablauf werde auf die Eingabe nicht eingetreten (§ 5 Abs. 3 VPO). Eine Rückweisung zur Be-
schwerdeverbesserung ist im vorliegenden Fall nicht erfolgt. Die Nachfristsetzung ist Vorausset-
zung, um bei nicht behobenem Mangel auf die Beschwerde nicht einzutreten zu dürfen (KIESER, 
a.a.O, Art. 61 N 94). Wurde entgegen den gesetzlichen Bestimmungen keine Nachfrist gesetzt, 
so kann dem Beschwerdeführer daraus kein Nachteil erwachsen. Die Beschwerde ist somit einer 
formgerechten Beschwerde gleichzusetzen. Auf die im Übrigen fristgerecht eingereichte Be-
schwerde vom 15. Juni 2020 ist, soweit aus den nachgehenden Ausführungen nichts anderes 
hervorgeht, einzutreten.  
 
3.1 Der Beschwerdeführer beantragt zunächst in verfahrensrechtlicher Hinsicht, es sei ihm 
über den 1. Juli 2019 hinaus bis zur rechtskräftigen Beurteilung seines Falles ein Taggeld von 50 
% auszurichten. Der Beschwerdeführer stellt damit sinngemäss ein Begehren um Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde.  
 
3.2 Die aufschiebende Wirkung bzw. der Suspensiveffekt bedeutet, dass die Rechtswirkung 
des angefochtenen Entscheids mit Einreichen des Rechtsmittels vorderhand aufgeschoben wird 

 

 
 
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(vgl. REGINA KIENER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 
Verwaltungsverfahren, Zürich 2019, Art. 55 Rz. 2) Der Beschwerde an das kantonale 
Versicherungsgericht kommt von Gesetzes wegen grundsätzlich die aufschiebende Wirkung zu 
(§ 8 Abs. 1 VPO in Verbindung mit Art. 61 ATSG). Der Versicherungsträger kann jedoch einer 
allfälligen Beschwerde gegen seine Verfügung bzw. seinen Einspracheentscheid den 
Suspensiveffekt entziehen. Nach Einreichen der Beschwerde gegen den vorinstanzlichen 
Entscheid steht dieselbe Befugnis zum Entzug der aufschiebenden Wirkung dem kantonalen 
Versicherungsgericht zu (Art. 54 Abs. 1 lit. c ATSG; vgl. auch Art. 55 Abs. 2 des Bundesgesetzes 
über das Verwaltungsverfahren [VwVG] vom 20. Dezember 1968 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 3 
VwVG und Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 109 V 232 E. 2a). Legt das Gesetz nichts Gegenteiliges 
fest, so darf das angerufene Versicherungsgericht ausserdem die aufschiebende Wirkung der 
Beschwerde wiederherstellen, wenn diese zuvor vom Versicherungsträger in seinem Entscheid 
abgesprochen worden ist (§ 7 Abs. 2 lit. f VPO; vgl. zur Anwendung von Art. 55 Abs. 3 VwVG im 
Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht: KIESER, a.a.O., Art. 56 Rz. 43 ff.). Beim 
Entscheid, ob einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen oder zu entziehen ist, ist 
nach der bundesgerichtlichen Praxis eine Interessenabwägung vorzunehmen. Es ist zu prüfen, 
ob die Gründe, welche für die sofortige Vollstreckbarkeit der Verfügung sprechen, gewichtiger 
sind als jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt werden können. Dabei steht der 
urteilenden Instanz ein gewisser Beurteilungsspielraum zu. Im Allgemeinen wird sie ihren 
Entscheid auf den Sachverhalt stützen, der sich aus den vorhandenen Akten ergibt, ohne 
zeitraubende weitere Erhebungen anzustellen. Bei der Abwägung der Gründe für und gegen die 
sofortige Vollstreckbarkeit können auch die Aussichten auf den Ausgang des Verfahrens in der 
Hauptsache ins Gewicht fallen; diese müssen allerdings eindeutig sein (Urteil des damaligen 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG]; heute: sozialrechtliche Abteilungen des 
Bundesgerichts) vom 11. Dezember 2002, U 21/02, E. 7.2; vgl. auch BGE 124 V 88 E. 6a, 117 V 
191 E. 2b). 
 
3.3 Im Zusammenhang mit der Einstellung von Versicherungsleistungen stehen sich bei der 
Abwägung der Gründe für und gegen eine sofortige Vollstreckung der Verfügung regelmässig 
das Interesse des Versicherers, eine Rückforderung wegen der damit verbundenen administrati-
ven Erschwernisse und der Gefahr der Uneinbringlichkeit nach Möglichkeit zu vermeiden, und 
das Interesse der versicherten Person an der Sicherstellung des Lebensunterhaltes  und unter 
Umständen sogar das Interesse, nicht Sozialhilfeleistungen in Anspruch nehmen zu müssen  ge-
genüber.  
 
3.4 Wie eingangs erwähnt, beantragt der Versicherte in seiner Beschwerde in verfahrens-
rechtlicher Hinsicht, es sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder herzustellen. In 
der Beschwerdebegründung moniert er, dass er durch den Entzug der aufschiebenden Wirkung 
in eine finanziell bedrohliche Lage versetzt wurde. Die Suva hingegen hält in ihrer Vernehmlas-
sung vom 27. August 2020 am Einspracheentscheid vom 18. Mai 2020 und somit am Entzug der 
aufschiebenden Wirkung fest. Dies bedeutet, dass mittels einer Interessensabwägung zu prüfen 
ist, ob die Gründe, welche für die sofortige Vollstreckbarkeit des angefochtenen Einspracheent-
scheides sprechen, gewichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt werden.  
 

 

 
 
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3.5 Die Gewährung des Suspensiveffektes hätte zur Folge, dass dem Beschwerdeführer wäh-
rend der Dauer des Verfahrens die strittigen Versicherungsleistungen weiterhin ausgerichtet wür-
den. Im Falle der Abweisung seiner Beschwerde hätte er jedoch die bis zum Abschluss des Be-
schwerdeverfahrens materiell zu Unrecht bezogenen Versicherungsleistungen wieder zurückzu-
erstatten (vgl. Art. 25 ATSG). Es ist offensichtlich, dass die Beschwerdegegnerin ein erhebliches 
Interesse hat, eine solche Rückerstattungsforderung zu vermeiden. Es genügt in diesem Zusam-
menhang, auf die damit verbundenen administrativen Erschwernisse und auf die Gefahr der 
Nichteinbringlichkeit solcher Forderungen hinzuweisen. Ein Interesse der Beschwerdegegnerin 
an einem sofortigen Vollzug des angefochtenen Einspracheentscheids ist daher prinzipiell zu be-
jahen. Der Argumentation, dass der Beschwerdeführer in eine finanziell bedrohliche Lage ver-
setzt wurde, ist entgegenzuhalten, dass die Rechtsprechung das Interesse des Versicherers an 
der Vermeidung möglicherweise nicht mehr einbringlicher Rückforderungen regelmässig höher 
gewichtet wird als das Interesse der versicherten Person, für die Dauer des Verfahrens nicht in 
vorübergehende finanzielle Schwierigkeiten zu geraten (vgl. Kranken- und Unfallversicherung - 
Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 2004 Nr. U 521 S. 450 E. 4.1). 
 
3.6 Vorliegend wurde der Beschwerdeführer vorübergehend in eine finanziell bedrohliche 
Lage versetzt. Soweit ersichtlich, resultieren für ihn daraus aber keine zusätzlichen, besonders 
einschneidenden Nachteile, welche durch eine spätere Nachzahlung nicht wieder gutgemacht 
werden könnten. Anderseits wird  und darin ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten  aus den 
Ausführungen in der Beschwerde deutlich, dass eine Rückforderung in Anbetracht der schwieri-
gen finanziellen Lage des Versicherten tatsächlich gefährdet wäre. Unter diesen Umständen ist 
aber das erhebliche Interesse der Beschwerdegegnerin, eine Rückforderung wegen der Gefahr 
der Uneinbringlichkeit nach Möglichkeit zu vermeiden, höher zu gewichten als das Interesse des 
Beschwerdeführers an der Weiterausrichtung der Leistungen.  
 
3.7 Eine Abwägung der vorliegend einander gegenüber stehenden Interessen ergibt somit im 
Ergebnis, dass die Gründe, welche für die sofortige Vollstreckbarkeit des angefochtenen Ein-
spracheentscheides sprechen, gewichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung 
 – die Erteilung des Suspensiveffektes – angeführt werden können. Das Begehren um Wieder-
herstellung der aufschiebenden Wirkung ist demnach abzuweisen. 
 
4. In materieller Hinsicht streitig und im Folgenden zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer 
über den 30. Juni 2019 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
hat. 
 
5. Vorab ist festzuhalten, dass der Vorschlag des Beschwerdeführers, die strittige Angele-
genheit mit einer einmaligen Zahlung per Saldo aller Ansprüche – im Sinne eines Vergleichsvor-
schlags – zu erledigen, nicht berücksichtigt werden kann. Ein Vergleich beinhaltet eine vertragli-
che Einigung der Parteien, in der sich diese nach Einleitung des Rechtsmittelverfahrens mittels 
gegenseitiger Zugeständnisse über den Streitgegenstand verständigen (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts vom 18. März 2015, 4A_596/2014, E. 3.1). Ein Vergleich kann nur zwischen den Parteien 
abgeschlossen werden. Da das Gericht keine Partei ist, kann es die strittige Angelegenheit nicht 
mittels eines Vergleichs abschliessen. Auf das Begehren kann somit nicht eingetreten werden. 

 

 
 
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6.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 
Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen 
Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 
Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge 
des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fort-
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der 
versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung 
und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den 
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integ-
rität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädi-
gung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei 
der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
6.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem –   vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Ar-
beitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Es genügt, wenn das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die kör-
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall also nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 142 
V 438 E. 1, 129 V 181 E. 3.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 2018, 
8C_813/2017, E. 3.2, in: SVR 2018 UV Nr. 42 S. 151). Das Vorliegen eines natürlichen Kausal-
zusammenhangs ist eine Tatfrage und muss daher mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden (BGE 119 V 338 E. 1; 
vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 21. Januar 2020, 8C_623/2019, E. 2.1.2). Hierfür reicht 
es jedoch nicht aus, wenn – im Sinne der Formel “post hoc ergo propter hoc“ – die Schädigung 
schon dann als durch einen Unfall verursacht angesehen würde, weil sie nach diesem aufgetreten 
ist (BGE 119 V 341 E. 2b/bb; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 29. Mai 2020, 
8C_241/2020, E. 3, vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.3.1, in: SVR 2016 UV Nr. 18 
S. 57, und vom 9. November 2009, 8C_626/2009, E. 3.2, in: SVR 2010 UV Nr. 10 S. 41). 
 
6.3 Um die Leistungspflicht des Unfallversicherers bejahen zu können, muss zwischen dem 
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, sondern auch ein adä-
quater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 

 

 
 
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und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 
(BGE 129 V 177 E. 3.3 mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammen-
hangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung 
auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine 
Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen 
ist (Urteil des Bundesgerichts vom 24. August 2007, U 56/06, E. 6.2.2 am Ende; BGE 112 V 30 
E. 1b).  
 
6.4 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Stehen hingegen psychische Un-
fallfolgeschäden zur Beurteilung, so hat eine besondere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Danach 
ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu verlangen, dass dem 
Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit 
zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 E. 7). 
 
6.5 Als adäquate Ursache eines Erfolgs gilt ein Ereignis dann, wenn es nach dem gewöhn-
lichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg 
von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis 
allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 V 461 E. 5a; vgl. auch Urteil des 
Bundesgerichts vom 21. Januar 2020, 8C_623/2019, E. 2.2). Die Adäquanz als rechtliche Ein-
grenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfall-
versicherers spielt im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine 
Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 138 V 250 
E. 4, 134 V 111 E. 2, 127 V 103 E. 5b/bb; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 
2020, 8C_518/2019, E. 3, in: SVR 2020 UV Nr. 27 S. 111). Objektivierbar sind Untersuchungser-
gebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des 
Patienten unabhängig sind (vgl. URS PILGRIM, Nicht oder schwer objektivierbare Gesundheitsbe-
einträchtigungen: Erfahrungen des Hausarztes und Rheumatologen, in: Murer [Hrsg.], Nicht ob-
jektivierbare Gesundheitsbeeinträchtigungen: Ein Grundproblem des öffentlichen und privaten 
Versicherungsrechts sowie des Haftpflichtrechts, Freiburger Sozialrechtstage 2006, Bern 2006, 
S. 3 f.). Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit regelmässig erst dann 
gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen 
bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich aner-
kannt sind (BGE 138 V 251 E. 5.1; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 17. März 2020, 
8C_106/2020, E. 3, vom 10. März 2020, 8C_627/2019, E. 3.2, vom 21. Januar 2020, 
8C_623/2019, E. 2.2, und vom 9. Mai 2019, 8C_53/2019, E. 2.2, in: SVR 2019 UV Nr. 40 S. 150). 
 

 

 
 
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6.6 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und 
adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzter nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund-
heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derje-
nige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. Selbiges gilt dann, wenn durch 
einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest wird. Die 
versicherte Person hat bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante deshalb Anspruch auf eine 
zweckgemässe Behandlung und allenfalls Taggelder (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 
20. Juni 2020, 8C_956/2011, E. 4.2, vom 29. Januar 2020, 8C_614/2019, E. 5.2, in: SVR 2020 
UV Nr. 24 S. 97, und vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.1.1, in: SVR 2016 Nr. 18 S. 57). 
Die Beweislast für den – ebenfalls dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit un-
terliegenden – Wegfall der Kausalität liegt beim Unfallversicherer (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
vom 29. Mai 2020, 8C_241/2020, E. 3, vom 19. März 2019, 8C_834/2018, E. 3, und vom 28. Au-
gust 2018, 8C_421/2018, E. 3.2, in: SVR 2019 IV Nr. 9 S. 27). Der Beweis des Wegfalls des 
Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht wer-
den. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, 
dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesund-
heit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kau-
sale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 
14. Februar 2020, 8C_840/2019, E. 3.2, vom 10. Januar 2020, 8C_548/2019, E. 3.2, und vom 
5. Dezember 2018, 8C_276/2018, E. 2.3, je mit Hinweisen). 
 
6.7 Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, 
die versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten Wegfall der 
Kausalität die Unfallversicherung (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 11. März 2020, 
8C_68/2020, E. 3.2, und 21. Januar 2020, 8C_623/2019, E. 2.1.2) Im Sozialversicherungspro-
zess tragen die Parteien allerdings in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 115 V 142 E. 8a, 107 V 163 E. 3a). Diese 
Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Un-
tersuchungsgrundsatzes einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 
für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 221 E. 6, 117 V 264 E. 3b, je mit Hin-
weisen). 
 
7.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG)  wie alle anderen Beweismittel  frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-

 

 
 
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lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arzt-
berichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 
122 V 157 E. 1c).  
 
7.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
8.1 Mit Verfügung vom 21. Mai 2019 hatte die Suva dem Versicherten mitgeteilt, dass die 
vorübergehenden Leistungen (Taggelder, Heilbehandlung) per Ende Juni 2019 eingestellt wür-
den und ein Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen mangels adäquater Unfallfolgen ab-
gelehnt würde. Dies wurde auch mit Einspracheentscheid vom 18. Mai 2020 bestätigt. In seiner 
Beschwerde macht der Versicherte vorab sinngemäss geltend, der medizinische Endzustand sei 
noch nicht erreicht, so dass die Voraussetzungen für eine Einstellung der vorübergehenden Leis-
tungen im genannten Zeitpunkt nicht erfüllt gewesen seien. Auch sei der Unfall als schwerwie-
gend einzustufen, sodass die adäquate Kausalität für die psychischen Unfallfolgen zu bejahen 
sei. 
 
8.2 Im Entscheid 134 V 109 ff. hat sich das Bundesgericht einlässlich mit der Thematik be-
fasst, in welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer einen Fall abzuschliessen und – gegebenenfalls 
– den Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu prüfen habe (BGE 
134 V 113 E. 3.2). Dies habe, so das Bundesgericht, gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in dem 
Zeitpunkt zu geschehen, in welchem von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine nam-
hafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden könne 
und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen seien (BGE 
134 V 113 ff. E. 4). Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands zu verste-
hen sei, umschreibe das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung 
ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei (vgl. etwa Art. 1a und 

 

 
 
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Art. 4 UVG), werde sich dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Die Ver-
wendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber verdeutliche dabei, dass die durch wei-
tere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbes-
serungen genügten nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen). 
 
8.3 Zur Beurteilung des Gesundheitszustands sind folgende Akten zu berücksichtigen: 
 
8.3.1 Wie dem Bericht der Klinik C.____ vom 5. April 2017 entnommen werden kann, wurde 
beim Versicherten nach dem Unfall eine grosse parietale Kopfplatzwunde mit Hämoglobinkon-
zentration-relevanter Blutung, eine Ellbogenluxation links mit multidirektionaler Instabilität, eine 
Ruptur des radialen Kollateralbands, eine Risswunde im Knie links, eine Prellung der linken Hand 
sowie ein Innenbandriss im rechten Knie diagnostiziert. Als Nebendiagnosen wurden Bluthoch-
druck sowie eine Acetylsalicylsäure (ASS)-Dauertherapie infolge Schlaganfall festgehalten. 
 
8.3.2 Mit Bericht vom 30. Oktober 2017 konkretisierte die Klinik C.____ ihre Diagnose dahinge-
hend, dass ein Zustand nach Ellbogenluxation links mit multidirektionaler Instabilität und Ruptur 
des radialen Kollateralbands, ein Zustand nach operativer Revision mit Refixation des radialen 
Kollateralbands am Ellbogen links mit 3-Fastak-Ankern bei flächiger Abscherung mit knöchernem 
Ausriss am 4. April 2017, aktuell persistierende Beschwerden mit Bewegungseinschränkung, ein 
Verdacht auf das Sulcus ulnaris Syndrom und ein Zustand nach Karpaltunnelspaltung links im 
Oktober 2017 festgestellt worden sei. 
 
8.3.3 Im vorläufigen Entlassungsbericht der Klinik C.____ vom 18. Februar 2018 wurde noch 
ein Ellbogengelenksstreckdefizit links mit Spangenbildung humeroradial und proximal radioulnar 
mit vernarbtem Gelenkraum bei Ellbogenluxation links mit multidirektionaler Instabilität ohne Refi-
xation des radialen Kollateralbands mit 3-Fastak-Ankern vom 4. April 2017 diagnostiziert. Ein 
Zustand nach Karpaltunnelspaltung links im Oktober 2017, ein Schnappen des Fingers D5 links, 
eine traumatische Patellaluxation im Kniegelenk links und eine mediale Kollateralligamentläsion 
im Kniegelenk rechts mit persistierendem Belastungsdefizit beider Kniegelenke sowie eine Ner-
vus ulnaris Affektion links wurden als Nebendiagnosen gestellt. Eine Instabilitätssymptomatik 
habe nicht bestanden. Zudem habe ein persistierendes Pelzigkeitsgefühl und eine Sensibilitäts-
störung vor allem im Bereich des ulnaren Unterarmes links sowie im Bereich der palmaren Hand-
fläche bestanden. Eine lokale Symptomatik am linken Ellbogen habe der Beschwerdeführer ver-
neint. 
 
8.3.4 Dr. med. D.____, FMH Neurologie, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in ihrem 
Bericht zur Untersuchung vom 9. Januar 2018 die Diagnosen eines Karpaltunnelsyndroms bei 
Zustand nach Karpaldachspaltung im November 2017 links sowie ein Sulcus ulnaris-Syndrom 
links bei Zustand nach Ellbogenfraktur links im März 2017. Bei der Untersuchung habe der Patient 
über ein seit einer Fraktur des Ellbogens links im März 2017 bestehendes Taubheitsgefühl in den 
Fingern I bis III der linken Hand berichtet. Zusätzlich würden bei der Armstreckung Kribbelparäs-
thesien ulnarseitig im Unterarm auftreten. Im klinisch-neurologischen Untersuchungsbefund 

 

 
 
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seien keine Paresen festgestellt, zudem seien die Hoffmann-Tinel-Zeichen über Sulcus ulnaris 
und Karpaltunnel links negativ gewesen. 
 
8.3.5 Mit Bericht vom 26. März 2018 diagnostizierte Dr. D.____ eine mittelgradige depressive 
Episode. Im Bericht vom 30. April 2018 und 1. Oktober 2018 wurde zusätzlich der Verdacht auf 
eine posttraumatische Belastungsstörung festgehalten. 
 
8.3.6 Bei der kreisärtzlichen Abklärung durch Dr. med. E.____, FMH Orthopädie und Trauma-
tologie, vom 4. April 2018 wurde dokumentiert, dass noch ein 30-gradiges Extensionsdefizit des 
Ellbogens bestehe. Eine Besserung sei innerhalb von sechs Monaten durch intensive Physiothe-
rapie zu erwarten, danach könne von einem Endzustand ausgegangen werden. 
 
8.3.7 Physiotherapeut und sektorialer Heilpraktiker F.____ hielt in seinem von der Suva in Auf-
trag gegebenen Bericht vom 22. Mai 2018 fest, dass bei der ersten Therapiesitzung starke Ein-
schränkungen im linken Ellbogen mit 30%igem Streckungsdefizit vorgelegen hätten, welche mitt-
lerweile um 15 % hätten verbessert werden können. Der weitere Therapieverlauf müsse abge-
wartet werden, die ursprünglich ausgeführte Tätigkeit als OP-Pfleger sei im Beurteilungszeitpunkt 
aber noch nicht möglich. 
 
8.3.8 Bei der MRT vom 4. September 2018 sei ein horizontaler Riss des Innenmeniskushinter-
horns mit Kontakt zur unteren Grenzfläche und geringem parameniskalem Reizzustand, hierbei 
auch geringe Irritation des Innenbandes sowie eine am ehesten posttraumatisch-narbige femur-
nahe Auftreibung des Innenbands festgestellt worden. Eine mässig bis höhergradige retropatel-
lare Chondropathie mit kleiner Geröllzsyste in der Patellahinterfläche zentral, ein geringer supra-
patellarer Erguss und eine Baker-Zyste an typischer Stelle wurden ebenfalls diagnostiziert. 
 
8.3.9 Im Schreiben vom 22. November 2018 hielt Dr. D.____ fest, dass der Beschwerdeführer 
im Rahmen eines Fahrradunfalles eine posttraumatische Belastungsstörung erlitten habe, die mit 
Grübelneigungen, Gedankenabreissen, schneller Gereiztheit, erhöhter Schreckhaftigkeit, Alp-
träumen und Flashbacks einhergehe. Zusätzlich bestehe eine depressive Episode, welche sich 
unter anderem in gedrücktem Affekt, reduzierter affektiver Modulationsfähigkeit, starken Ängsten, 
starker innerer Unruhe, Ein- und Durchschlafstörungen sowie einer Antriebsminderung äussere. 
 
8.3.10 Bei der versicherungsinternen Abklärung durch Dr. med. G.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, wurde mit Bericht vom 25. Januar 2019 
unter Berücksichtigung einer vierseitigen Zusammenfassung der Beschwerden des Beschwerde-
führers sowie des Austrittsberichts der Klinik C.____ vom 4. April 2017, der Berichterstattung von 
Dr. D.____ aus dem Jahr 2018 und der MRT des rechten Knies vom 4. September 2018 festge-
stellt, dass keine volle Arbeitsunfähigkeit vorläge, welche auf den Unfall vom XX.XX.2017 zurück-
zuführen sei. In Anbetracht der Unfallfolgen sei eine 50%ige Arbeitsfähigkeit als technischer Ope-
rationsassistent ab Februar 2019 zumutbar. Unfallbedingt sei ein Jahr postoperativ der stabile 
Gesundheitszustand in Bezug auf das Ellbogengelenk zu erwarten. Eine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustandes des linken Ellbogengelenks könne von keiner weiteren Behandlung 

 

 
 
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erwartet werden, da eine 15-gradige Bewegungseinschränkung und ein ca. 10-gradiges Flexi-
onsdefizit pathognomonisch für eine stattgehabte Ellbogengelenksluxation seien, und sich im 
Verlaufe nicht namhaft bessern würden. 
 
8.3.11 Ab 26. Februar 2019 gab der Versicherte der Suva sodann Auskunft zu seinem Jobprofil. 
Als OP-Assistent müsse er die Patienten in den OP bringen, sie umbetten, die benötigten Instru-
mente an den operierenden Chirurgen geben und nach der OP die Reinigung des OP Saals sowie 
die Vorbereitung der nächsten OP vornehmen.  
 
8.3.12 In der Ergänzung des versicherungsinternen Berichts von Dr. G.____ vom 25. Ja-
nuar 2019 wurde mit Schreiben vom 11. April 2019 ebenfalls von Dr. G.____ festgehalten, dass 
die bildgebend dargestellten Pathologien des rechten Kniegelenks (MRT vom 4. September 
2018) überwiegend wahrscheinlich gänzlich unfallfremd seien. Die Bildgebung würde gesamthaft 
ein degeneratives Verschleissleiden des Kniegelenks darstellen. Die Bildgebung des rechten 
Kniegelenks sei anderthalb Jahre nach dem Unfallereignis erfolgt. Bezüglich des Zumutbarkeits-
profil sei unfallkausal eine leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit möglich. Nicht 
zumutbar sei das Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie das Arbeiten an rüttelnden, schlagen-
den und vibrierenden Maschinen, welche mit dem linken Arm gehalten oder geführt werden müss-
ten. Für das Jobprofil eines Operationsassistenten bestehe, wie im Bericht vom 25. Januar 2019 
erwähnt, eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ab Februar 2019, eine Steigerung auf 100 % sei unfallkau-
sal nach zwei Monaten Anpassung und Adaptierung zumutbar.  
 
8.4 Wie oben ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, 
wenn ein Versicherungsfall wie hier ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden wer-
den soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versi-
cherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. 
E. 6.2 hiervor und die dortigen Rechtsprechungshinweise). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak-
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 
122 V 157 E. 1c). Solche Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilung des Kreisarztes Dr. 
G.____, auf welche die Suva in ihrem Entscheid abgestellt hat, liegen hier vor.  
 
Die Suva argumentiert gestützt auf den Bericht von Dr. G.____, dass der Versicherte in seinem 
angestammten Beruf wieder als arbeitsfähig einzuschätzen und ein Integritätsschaden zu vernei-
nen sei. Zunächst fällt auf, dass Dr. G.____, anders als üblich, seinem Bericht keinen Abriss der 
Krankengeschichte durch eine Auflistung der Vorakten voranstellt. Damit ist bereits unklar, ob der 
Kreisarzt seine Beurteilung in Kenntnis der vollständigen Akten abgegeben hat. Zwar erwähnt er 
bei seinen Einschätzungen, auf welche ärztlichen Berichte und auf welche bildgebenden Befunde 
er sich abstützt. Die Daten der einzelnen Berichte und Bildgebungen lassen aber Zweifel an der 
aktuellen Verbindlichkeit der kreisärztlichen Einschätzung aufkommen. So datiert der jüngste von 

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ihm angeführte ärztliche Bericht zur somatischen Situation des Beschwerdeführers vom 4. Sep-
tember 2018, die späteren Berichte betreffen ausschliesslich den psychischen Zustand des Be-
schwerdeführers. Da aus den dem Gericht vorliegenden Akten allerdings Hinweise auf eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes in Form der vom Beschwerdeführer beklagten anhal-
tenden Beschwerden sowohl im linken Ellbogen als auch im linken Knie zu entnehmen sind, hät-
ten wohl entweder ein aktueller ärztlicher Bericht eingeholt oder aber selbst eine persönliche Un-
tersuchung des Beschwerdeführers vorgenommen werden müssen. Im Weiteren erscheint auch 
das Anforderungsprofil für angepasste Tätigkeiten als nicht klar definiert. So werden lediglich alle 
leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeiten als zumutbar erachtet, mit Aus-
nahme von Arbeiten auf Gerüsten und Leitern sowie von Arbeiten an rüttelnden, schlagenden 
und vibrierenden Maschinen, die linkshändig geführt werden. An der Definition von Gewichtslimi-
ten für Tragen, Stossen und Ziehen von Lasten fehlt es ebenso wie an einem näheren Eingehen 
auf die mit den vorliegend geäusserten Beschwerden zu erwartenden Limitierungen für Laufen 
und Stehen. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wurde ohne Ar-
beitsprofil vorgenommen und von Dr. G.____ nicht begründet. Die Annahme einer 50%igen Ar-
beitsfähigkeit ab Februar 2019 und 100%igen Arbeitsfähigkeit nach zwei Monaten Anpassung 
und Adaption in der angestammten Tätigkeit ist aufgrund der fehlenden Begründung nicht nach-
vollziehbar. Obwohl anhand der vorliegenden Akten ersichtlich wird, dass die Abklärung des me-
dizinischen Sachverhalts durch die Suva und schliesslich die Beurteilung des Gesundheitszu-
stands und der Arbeitsfähigkeit durch Dr. G.____ aufgrund des Verhaltens des Beschwerdefüh-
rers durchaus eine Herausforderung darstellte, hätte zumindest eine weitere orthopädische Un-
tersuchung zur Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers und der Abklärung 
der zumutbaren angepassten Tätigkeit im Zeitpunkt der Beurteilung durch Dr. G.____ durch die 
Suva in Auftrag gegeben oder gleich selbst durchgeführt werden müssen. Es ist festzuhalten, 
dass die Beurteilung der medizinischen Situation durch Dr. G.____ nicht den bundesgerichtlichen 
Anforderungen an die Beweiswürdigung entspricht, weswegen darauf nicht abgestellt werden 
kann. 
 
8.5 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass vorliegend Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin als massgeblich erachteten versicherungs-
internen Beurteilung des Kreisarztes Dr. G.____ bestehen. Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 6.2 
hiervor) kann bei diesem Beweisergebnis nicht auf die betreffende versicherungsinterne Beurtei-
lung abgestellt werden. Der angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb aufzuheben. Im Hin-
blick auf das weitere Vorgehen gilt es zu berücksichtigen, dass die Suva den medizinischen Sach-
verhalt bisher lediglich versicherungsintern durch einen Allgemeinmediziner hat beurteilen las-
sen. Hält man sich zum einen die Komplexität des Beschwerdebildes des Versicherten und zum 
andern die sich aus dem Untersuchungsgrundsatz ergebende Pflicht des Versicherungsträgers, 
den rechtserheblichen (medizinischen) Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 1 
ATSG), vor Augen, so müssen die von der Suva im Verwaltungsverfahren getroffenen Abklärun-
gen letztlich als nicht ausreichend bezeichnet werden. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es 
sich, die Angelegenheit an die Suva zurückzuweisen. Diese wird nunmehr ein versicherungsex-
ternes Gutachten mit fachärztlichen Untersuchungen im Bereich Orthopädie einzuholen haben. 
Darin wird abzuklären sein, an welchen somatischen Unfallfolgen der Versicherte leidet und ob 
hinsichtlich dieser somatischen Unfallfolgen der medizinische Endzustand erreicht ist. Zudem 

 

 
 
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werden die Gutachter, falls sie den medizinischen Endzustand als erreicht erachten, das Aus-
mass der unfallbedingten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu beurteilen haben. Anschlies-
send wird die Suva gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung über den Leistungsanspruch 
des Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gut-
zuheissen. 
 
9.1 Bei diesem Ergebnis kann die Frage, ob ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen 
dem Unfall und den gesundheitlichen Unfallfolgen besteht, offengelassen werden. Sollte sich 
nach den versicherungsexternen Abklärungen ergeben, dass der medizinische Endzustand er-
reicht wurde, so wäre zu prüfen, ob zwischen dem Unfallereignis und den psychischen Beschwer-
den ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass 
bei der Adäquanzprüfung von einem schwerwiegenden Unfallereignis auszugehen sei, ist Fol-
gendes zu bemerken: Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) nach-
weisbaren Unfallfolgeschäden, ohne dass die versicherte Person ein Schleudertrauma der HWS 
oder einen äquivalenten Verletzungsmechanismus erlitten hat, erfolgt die Adäquanzbeurteilung 
psychischer Unfallfolgen nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien (vgl. zu den Anfor-
derungen an die Objektivierbarkeit von organischen leiden: nicht publizierte E. 2 des Urteils BGE 
135 V 465, in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25 [8C_216/2009]). Nach dieser Rechtsprechung setzt die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfallereignis bzw. einer un-
fallähnlichen Körperschädigung und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwick-
lung im Einzelfall voraus, dass dem fraglichen Ereignis für die Entstehung der psychisch beding-
ten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, 
wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt (BGE 115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). 
 
9.2 Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei  ausgehend 
vom augenfälligen Geschehensablauf  folgende Einteilung der Unfälle in drei Gruppen zweck-
mässig erscheint: banale bzw. leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und 
schliesslich der dazwischenliegende mittlere Bereich (vgl. BGE 115 V 138 E. 6). Während bei 
leichten bzw. banalen Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres 
verneint werden kann, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbe-
zug unfallmedizinsicher Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall 
nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen, ist der adäquate Kau-
salzusammenhang zwischen Unfall und Folgen bei schweren Unfällen in der Regel zu bejahen. 
Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind 
solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken. Bei Un-
fällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäqua-
ter Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Es 
sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusam-
menhang stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdi-
gung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind nach der Rechtsprechung (vgl. BGE 115 V 140 
E. 6c/aa) zu nennen: 
 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

 

 
 
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- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfah-
rungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 
- körperliche Dauerschmerzen; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6c/aa). 

 

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erfor-
derlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzu-
sammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Das trifft einerseits dann zu, wenn es sich um 
einen Unfall handelt, der zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich oder sogar als Grenzfall 
zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein 
einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem 
Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbe-
zogene Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mitt-
leren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten der Unfällen zuzuordnen ist, müssen 
die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, 
damit die Adäquanz bejaht wird. Diese Würdigung des Unfalls zusammen mit den objektiven 
Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs. Damit ent-
fällt die Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychische 
Fehlreaktion mitbegünstigt haben könnten (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c/bb). 
 
9.3 Aus der Unfallmeldung vom 29. März 2017 ergibt sich folgender Unfallhergang: „Von ei-
nem Motorrad überfahren worden“. Aus der Unfallbeschreibung vom XX.XX.2016 (recte 2017) 
ergibt sich: „Ich wurde von einem Motorrad erfasst, das mir in der Ortschaft mit überhöhter Ge-
schwindigkeit auf meiner Seite entgegen kam“. Im Einsatzbericht des Polizeipräsidiums Y.____ 
zum Ereignis vom XX.XX.2017 konnte der Beschwerdeführer auf Nachfrage keine Angaben zum 
Unfallhergang machen. Er habe lediglich angegeben, dass er mit dem Fahrrad unterwegs gewe-
sen sei, könne sich aber nicht mehr daran erinnern, ob er gefahren sei oder sein Fahrrad gescho-
ben habe. Der Fahrer des Motorrads, mit dem der Beschwerdeführer kollidiert ist, gab zum Un-
fallhergang an, dass ihm in Höhe des Ortsausgangs Z.____ plötzlich der Beschwerdeführer mit 
seinem Fahrrad entgegengekommen sei. Da dieser unbeleuchtet in der Mitte der Fahrbahn ge-
fahren sei, sei es zum Frontalzusammenstoss gekommen. 
 
9.4 Zu Recht hält die Suva in ihrer Vernehmlassung fest, dass das Unfallereignis vom 
XX.XX.2017, in Anbetracht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, als mittelschwer im enge-
ren Sinne einzustufen ist. Bei einem Fahrradunfall ohne weitere Beteiligte geht das Bundesgericht 
in der Regel von einem Unfall im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Ereignissen 
aus (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2018, 8C_414/2017 E. 3.4 mit Verweis auf 
die Urteile vom 18. August 2011, 8C_451/2011, E. 2.4 und vom 9. November 2010, 8C_605/2010, 
E. 6.1). Die Kasuistik bezüglich Unfällen zwischen Autos und Motorrädern zeigt, dass Kollisionen 
in der Regel als mittelschwere Unfälle im engeren Sinne beurteilt werden (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts vom 10. März 2020, 8C_627/2019, E. 5.3.3, vom 11. November 2019, 8C_473/2019, 

 

 
 
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E. 5.1; vom 8. Oktober 2019, 8C_99/2019 E. 4.4.1; vom 31. Oktober 201,6 8C_430/2016, E. 7.4). 
Der Unfall eines Velofahrers mit einem Motorradfahrer ist vom Schweregrad her wohl zwischen 
einem Unfall eines Velofahrers ohne Beteiligte und einem Motorradfahrer mit einem Autofahrer 
anzusiedeln. Demnach ist an der Einschätzung der Beschwerdegegnerin, das Unfallereignis vom 
XX.XX.2017 zu Gunsten des Beschwerdeführers als mittelschwer im engeren Sinne einzustufen, 
nichts auszusetzen.  
 
10.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Januar 2021) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind demnach für das vorliegende 
Verfahren keine Kosten zu erheben. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Parteient-
schädigung zugesprochen.  
 
10.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Eine Parteientschädigung kann der ganz oder teilweise obsiegenden 
Partei gemäss § 21 VPO nur für den Beizug eines Anwalts beziehungsweise einer Anwältin zu-
gesprochen werden. Da der Beschwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht an-
waltlich vertreten war, wird ihm keine Parteientschädigung ausgerichtet.  
 
11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
 mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG)  nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten 
Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachste-
hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
11.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung  wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst  einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 

 

 
 
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nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil K. des Bundesge-
richts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 
19. Februar 2008, 9C_748/2007). 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Soweit auf die Beschwerde eingetreten werden kann, wird diese in dem 
Sinne gutgeheissen, als der angefochtene Einspracheentscheid der 
Suva vom 18. Mai 2020 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren 
Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 

 

 
Vermerk eines allfälligen Weiterzugs 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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