# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96c15d93-bda4-5763-9801-9c75253cb37e
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-16
**Language:** de
**Title:** Keine adäquate Behandlung der psychischen Erkrankung, kein invalidisierender Gesundheitsschaden. Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2016.00350
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2016.00350.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2016.00350
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Sager
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Lienhard
Urteil
vom
16. November 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin Linda Keller
Grand &
Nisple
Rechtsanwälte
Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1955,
war vom 15. Dezember 2000 bis 31. August 2004 bei der Textilreinigung
Y.___
AG,
Z.___
, tätig (Urk.
5/10). Am
23
.
Ju
n
i 2005 meldete sie sich
wegen Nacken- und Rückenschmerzen, Hyperto
nie, Migräne, Kopfschmerzen und Depressionen
erstmals bei der Invalidenversicherung an (
Urk.
5/2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen u
nd veranlasste eine
polydis
zi
plinäre
Begutachtung an der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS)
A.___
, deren Gutachten am 7. Juni 2007 erstattet wurde (Urk.
5
/25). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
5/28;
Urk.
5/32
) verneinte die IV
Stelle mit Verfügung vom 21. Februar 2008 einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk.
5
/52).
1.2
Am 25.
Juni 2010 (Urk.
5
/58)
meldete sich
die Versicherte
neu an und machte
eine Verschlechterung geltend. Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
(Urk.
5
/65-70) liess die IV-Stelle die Versicherte psychiatrisch begutachten (Gutachten vom 12. August 2011; Urk.
5
/76) und verneinte mit Verfügung vom 16. Oktober 2010 (richtig: 2011) erneut einen Leistungsanspruch
(
Urk.
5
/78).
1.3
Am 28. April 2014 meldete sich die Versicherte wieder bei der IV-Stelle an (Urk.
5
/83). Mit Vorbescheid vom 20. Juni 2014 (Urk.
5
/85) und 26. Juni 2014 (Urk.
5
/89) stellte die IV-Stelle ein Nichteintreten auf das Leistungsbegehren in Aus
sicht, wogegen die Versicherte am 26. August 2014 Einwände erhob (Urk.
5
/94).
Mit Verfügung vom
1. September 2014 lehnte die IV-Stelle ein Ein
treten auf die Neu
anmeldung ab (Urk.
5/96
).
Die dagegen am
2.
Oktober 2014 erhobene Beschwerde (
Urk.
5/98/3-15) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
2.
Januar 2015 in dem Sinne gut, als es die IV-Stelle anwies, auf die Neuan
meldung vom 2
8.
April 2014 einzutreten (Prozess Nr. IV.2014.01027;
Urk.
5/100).
1.4
In der Folge holte die IV-Stelle verschiedene Arztberichte (
Urk.
5/107/1-27;
Urk.
5/109) ein und stellte mit Vorbescheid vom 2
9.
September 2015 (
Urk.
5/111) die Verneinung eines Leistungsanspruchs in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte am
7.
Dezember 2015 Einwand (
Urk.
5/116). Die IV-Stelle verneinte mit Verfügung vom 1
6.
Februar 2016 erneut einen Leistungsanspruch der Versicherten (
Urk.
5/125 =
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom 1
6.
Februar 2016 erhob die Versicherte am 1
7.
März 2016 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides
und die Ausrichtung einer Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 70
%, eventuell die Rückweisung zur Einholung eines polydisziplinären Gut
achtens (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit
Beschwerdeant
wort
vom 2
2.
April 2016 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
4). Während die Beschwerdeführerin mit Replik vom 1
8.
August 2016 an ihren Anträgen fest
hielt (
Urk.
8), verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer Duplik (vgl.
Urk.
10). Dies wurde der Beschwerdeführerin am 2
2.
September 2016 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchti
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaub
haft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidi
tät zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.
4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit Hinweisen).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, au
f allseitigen Untersuchungen be
ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar
legung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung wie folgt (Urk.
2 S. 1 f.): Es seien nach erneuter Prüfung des Gesuchs keine neuen Tatsa
chen od
er Befunde ersichtlich
, welche eine Arbeitsunfähigkeit in einer optimal leidensangepassten Tätigkeit mit entsprechendem Belastungsprofil begründen würden. In den medizinischen Akten fänden sich im Vergleich zu früheren Abklärungen keine Veränderungen, und der Medikamentenspiegel zeige, dass die Beschwerdeführerin ihre Medikamente nicht regelmässig einnehme.
In ihrer Beschwerdeantwort
(
Urk.
4)
führte die Beschwerdegegnerin aus, dass im Nachgang zum Urteil des hiesigen Gerichts weitere ärztliche Berichte eingeholt worden seien. Es sei nicht zu einer rentenbegründenden Änderung des Sachver
halts gekommen
.
So beschrieben sämtliche neuen ärztlichen Berichte im Wesentlichen dieselben Beschwerden wie früher. Bereits damals sei eine mittel
gradige depressive Episode, ein chronisches generalisiertes Schmerzsyndrom sowie eine beginnende Finger-Polyarthrose diagnostiziert worden. In neueren Berichten fänden sich dieselben Diagnosen und es werde bereits seit
1.
April 2004 eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die zusätzlich aufgeführten Rücken- und Kniebeschwerden bestünden seit 2004 und 200
5.
Die vorüberge
hend genannte Diagnose einer schweren depressiven Episode sei im jüngsten Bericht des
B.___
nicht bestätigt worden. Zudem sei von einer ungenügenden Behandlung der Depression auszugehen, weshalb keine invalidisierende Wirkung der Erkrankung und keine Verschlechterung anzunehmen sei (S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte geltend, sie sei nach ärztlicher Beurteilung in jeder Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig und die Beschwerden hätten seit zwölf Monaten zugenommen.
Laut dem aktuellsten Bericht des
B.___
sei eine deutliche
Chronifizierung
bei Therapieresistenz eingetreten. Die Beschwerdegegnerin habe trotz ihrer Zweifel an den vorhandenen Arztberichten
kein Gutachten in Auf
trag gegeben und keine verlässlichen Berichte eingeholt und sei deshalb ihrer Untersuchungspflicht nicht nachgekommen. Es lägen nur ungenügende Arztberichte vor. Dennoch sei klar ersichtlich, dass eine Verschlechterung eingetreten sei (
Urk.
1 S. 3 ff.). In ihrer Replik (
Urk.
8) führte die Beschwerdeführerin aus, es müsse entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin von Behandlungsresistenz ausgegangen werden (S. 3).
2.3
Streitig und zu prüfen i
st, ob seit Erlass der renten
verneinenden Verfügung
vom 16. Oktober
2011
(
Urk.
5/78)
, welche auf einer rechtskonformen materiellen Prüfung beruhte (vgl. vorstehend E. 1.3),
anspruchsrelevante Veränderungen eingetreten sind.
3.
Die
rentenverneinende
Verf
ügung vom
16. Oktober 2011 (
Urk.
5/78)
erging gestützt auf das Gutachten von
Dr.
med.
C.___
, Fachärztin für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1
2.
August 2011 (
Urk.
5/76).
Dr.
C.___
stellte nach Prüfung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer neurologischen und einer psychiatrischen Untersuchung keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 21).
Ein Karpaltunnelsyndrom sei nicht feststellbar (S. 20 unten). Der psychopathologische Befund weise keine Zeichen einer depressiven Erkrankung aus, und es ergäben sich auch keine Hinweise auf eine sonstige psychiatrische Erkrankung. Die geklagte Reduktion des Erinnerungsvermögens könne nicht objektiviert werden. Wie auch in früheren Untersuchungen hätten sich Hinweise auf Aggravation ergeben, so wenn zum Beispiel der Arm während des Gesprächs zunächst betont in Schonhaltung gehalten, dann aber unauffällig bewegt worden oder der Finger-Nasen-Versuch in ungewöhnlicher Weise immer fehlgegangen sei. Dies könne auch auf eine Verdeutlichungstendenz hinweisen. Nicht geteilt werden könne die Einschätzung des
B.___
, in dessen Bericht vom 1
4.
Juli 2009 eine mittelgra
dige depressive Episode diagnostiziert worden sei. Es falle bei diesem Bericht auf, dass
im Wesentlichen
subjektive Angaben der Explorandin, die von deren Ehemann als Übersetzer vorgetragen worden seien, referiert worden seien. Ohne qualifizierte Übersetzung sei dies mindestens problematisch. Insgesamt sei diesem Bericht keine nachvollziehbare Beschreibung der tatsächlichen psychi
schen Situation zum damaligen Zeitpunkt zu entnehmen. Eine tagesklinische Behandlung habe die Beschwerdeführerin damals nicht aufnehmen wollen (S.
21).
Auch die in der Vergangenheit für möglich gehaltene Diagnose einer anhalten
den
somatoformen
Schmerzstörung werde der Situation der Beschwerdeführerin nicht gerecht. Es werde zwar ein etwas diffuser, andauernder, schwerer Schmerz
geschildert, der nicht auf eine körperliche Störung in ausreichendem Masse zurückgeführt werden könne. Während der Untersuchung habe die Beschwer
deführerin nicht schmerzgequält gewirkt. Eine hypochondrische Störung liege nicht vor. Auch wenn den bisherigen Akten anderes zu entnehmen sei, lasse sich anhand der Aktenlage, der Eigenanamnese und der aktuellen Untersuchung keine
somatoforme
Schmerzstörung diagnostizieren (S. 21 unten).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der früheren Tätigkeit. Es sei allerdings festzuhalten, dass die diesbezügliche Fähigkeit der Explorandin nur auf Grundlage der somatischen Situation geklärt werden könne. Immerhin sei ihre berufliche Tätigkeit körperlich sehr anstren
gend und stelle bei voller Arbeitstätigkeit auch eine deutliche Beanspruchung des Bewegungsapparates dar. In einer angepassten Tätigkeit bestehe keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
. Auch wenn keine psychiatrische Erkrankung zu diagnostizieren sei, sei aufgrund der Vorgeschichte eine stützende psycho
therapeutische Behandlung doch indiziert, um der Explorandin bei der Bewälti
gung ihrer Alltagsprobleme hilfreich zu sein
(S. 22).
4.
4.1
Die Fach
personen
des
B.___
stellten mit Bericht vom
9.
Februar 2013
über die tagesklinische Behandlung vom 1
0.
Dezember 2012 bis
6.
Februar 2013
(Urk.
5/107/18-24) folgende Diagnosen (S. 1):
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
gemäss Bericht
D.___
vom 2
0.
August 2008: chronisches generalisiertes Schmerzsyndrom mit und bei
-
anhaltender
somatoformer
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
-
degenerativer Veränderung mit kleiner Diskushernie L5/S1 rechts ohne Kompression der
Neuroforamina
-
chronische Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch, phäno
typisch migräneartig
-
beginnende Finger-Polyarthrose
-
Übergewicht (BMI 29)
Aus verhaltenstherapeutisch-psychodynamischer Sicht lasse sich die Problema
tik wie folgt beschreiben: Die Arbeitsunfähigkeit wegen Kopf- und
Nacken
schmerzen
und die anschliessende Kündigung wegen Konkurs hätten die Lebenssituation der Beschwerdeführerin stark verändert und eine massive Selbstwertkrise ausgelöst. Mit dem Verlust der Arbeit habe sie eine wichtige Quelle ihres Selbstwertgefühls und ihrer Autonomie verloren. Selbstvorwürfe, Scham- und Schuldgefühle sowie körperliche Schmerzen führten zu Rückzug,
Verbitterung und Depression. Existenzängste sowie die zunehmende Hoffnungs- und
Perspektivelosigkeit
hielten die Beschwerden aufrecht (S. 3 Mitte). Die Beschwerdeführerin sei mittelgradig gebessert, aber weiterhin vollständig arbeitsunfähig aus der Behandlung entlassen worden. Die Depression habe reduziert werden können. Prognostisch günstig sei die hohe Motivation, ungünstig die
Chronifizierung
. Aufgrund der Schwere der Problematik sei eine Weiterbehandlung
dringend indiziert (S. 5 oben).
4.2
Die Fach
personen
des
E.___
stellten im Bericht
vom
4
. März 2014 (Urk. 5/84) folgen
de Diagnosen (S. 1):
-
chronisches generalisiertes Schmerzsyndrom (
D.___
interdisziplinäre Schmerzsprechstunde vom 2
0.
August 2008)
-
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
-
chronische Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch
-
cervicozephales
Syndrom
-
degenerative Veränderungen (CT HWS 2
1.
März 2005)
-
lumbovertebrales
Syndrom
-
initiale Dehydration des Diskus L5/S1, diskrete Signalstörung der
Eck
platten
L4/5 (CT 21.März 2005)
-
degenerative Veränderungen mit kleiner Diskushernie L5/S1 rechts ohne Kompression der
Neuroforamina
-
thorakovertebrales
Syndrom
-
leichte
Spondylosis
deformans
und
kleinvolumige
Retroosteophyten
, Th10 Wirbelkörperhämangiom (CT 2
1.
März 2005)
-
Schmerzen Knie rechts
-
mediale Meniskusläsion Grad 3 sowie
erstgradige
Chondromalazie
ret
ropatellär
(MRI 9.Oktober 2004)
-
beginnende Finger-Polyarthrose
-
kleinste Kapsel-Verkalkungen linke Hand (
Rx
1
5.
Juni 2005)
-
Übergewicht
-
Verdacht auf Herzkrankheit
-
arterielle Hypertonie
-
Verdacht auf obstruktives Schlafapnoesyndrom
-
Dyslipidämie
-
Refluxösophagitis
(GERD)
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
Es sei eine Verschlechterung eingetreten. Aus psychiatrischer Sicht sei die Be
schwerdeführerin aufgrund der Diagnosen, des positiven und negativen Leistungsbildes, der neuropsychologisch bestäti
gten Depression sowie der Fremdanam
nese auch für angepasste Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig. In
somati
scher Hinsicht bestehe wegen des
chronifizie
rten
Schmerzleidens für die bis
herige Tätigkeit volle Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten leichten Tätig
keit und bei Vermeidung von monoformen Belastungsmustern ohne schweres Heben sei die Beschwerdeführerin etwa zu 30 % arbeitsfähig (S. 6). Aus
wirbel
säulenchi
rurgischer
und psychiatrischer Sicht bestehe volle Arbeitsunfähigkeit auch für angepasste Tätigkeiten (S. 7).
Die Arbeitsunfähigkeit bestehe seit Okto
ber 2004 (S. 3 unten).
4.3
Dr. phil.
F.___
, der auch den Bericht vom 4. März 2014 mitunterzeichnet hatte (vgl. Urk. 5/84 S. 7), und Dr. med.
G.___
, Facharzt für Psychiatrie und
P
sychotherapie FMH,
B.___, wiederholten mit Be
richt
vom 30. September 2014 (Urk. 5/98/19-22) die bereits gestellten Diagnosen, nannten aber
nun als erste Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere
depressive Episode (ICD-10 F33.2; S. 3). Seit der letzten Beurteilung durch Dr.
C.___
im August 2011 hätten die Symptome deutlich zugenommen. In den bisher reali
sierten 42 therapeutischen Einzelsitzungen habe sich die Beschwerdeführerin aufgrund direkter Befragung ohne Beteiligung des Ehemannes
über zunehmende Schmerzen, Lust- und Intere
sselosigkeit, Traurigkeit, Rück
zug,
Müdigkeit und Antriebslosigkeit beklagt
. Sie habe auch über Gedanken
kreisen,
Sinnlosigkeits
gedanken
, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit berichtet. Damit seien die ICD-Kriterien für eine schwere depressive Störung vollständig erfüllt. Suizidideen seien heute ständig vorhanden. Es handle sich nicht um den glei
chen Sachverhalt wie von Dr.
C.___ beschrieben; die Be
schwerdeführerin habe heute ein schweres Leiden mit Krankhe
itswert und die Partizipationsfähig
keit sei nicht mehr erhalten (S. 1-2). Die Befunderhebung habe eine deutlich d
e
pres
siv-resignierte Stimmung, eine deutliche Störung des Vitalgefühls, deutliche kognitive Einschränkungen und Vergesslichkeit ergeben. Auch für angepasste Tätigkeiten sei die Beschwe
rdeführerin vollständig arbeits
unfähig (S. 3).
4.4
H.___
, Praktischer Arzt, verwies in seinem Bericht vom 2
0.
April 2015 (
Urk.
5/107/1-4) hinsichtlich der Diagnosen auf den Bericht des
B.___
vom 4.
März 2014
(
Ziff.
1.1)
und hielt fest, dass die Beschwerdeführerin
in der ange
stammten Tätigkeit
seit
1.
Oktober 2004 zu 100
%
arbeitsunfähig sei (Ziff.
1.6). Die aktuelle Medikation bestehe aus
Dafalgan
und Voltaren (Ziff.
1.5). Der Beschwerdeführerin sei keine Arbeit zumutbar (
Ziff.
1.7).
4.5
Dr.
G.___
und
Dr.
phil.
F.___
,
B.___
, hielten in ihrem Ber
icht vom 1
1.
Mai 2015 (
Urk.
5/122/1-3
) fest, die Beschwerdeführerin sei seit
1.
Oktober 2004 zu 100
%
arbeitsunfähig. Sie leide an Kopf- und Nackenschmerzen, Magenschmerzen, zunehmenden Schmerzen in Fingern, Beinen, Rücken, an Lust- und Inte
resselosigkeit, Traurigkeit, Rückzug, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Interesselo
sigkeit, Gedankenkreisen, Sinnlosigkeitsgedanken, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Schlafstörungen und Appetitzunahme und sei daher auch für angepasste Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig. Es bestehe eine deutliche
Chronifizierung
der Störung bei Therapieresistenz trotz Medikation, die Prog
nose sei schlecht (S. 1
f.
).
Als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde genannt (S. 1):
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
chronisches g
eneralisiertes Schmerzsyndrom (
D.___
interdisziplinäre Schmerzsprechstunde vom 2
0.
August 2008)
-
chronische Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch
-
cervicozephales
Syndrom mit und bei
-
degenerativen Veränderungen (CT 2
1.
März 2005)
-
lumbovertebrales
Syndrom
-
initiale Dehydration des Diskus L5/S1, diskrete Signalstörung der
Eck
platten
L4/5 (CT 21.März 2005)
-
degenerative Veränderungen mit kleiner Diskushernie L5/S1 rechts ohne Kompression der
Neuroforamina
-
thorakovertebrales
Syndrom
-
leichte
Spondylosis
deformans
und
kleinvolumige
Retroosteophyten
, Th10 Wirbelkörperhämangiom (CT 2
1.
März 2005)
-
Schmerzen Knie rechts
-
mediale Meniskusläsion Grad 3 sowie
erstgradige
Chondromalazie
ret
ropatellär
(MRI 9.Oktober 2004)
-
beginnende Finger-Polyarthrose
-
kleinste Kapsel-Verkalkungen linke Hand (
Rx
1
5.
Juni 2005)
Es seien wegen den Hand- und Fingerschmerzen keine Haushalttätigkeiten möglich. Bei einer externen Tätigkeit seien die gleichen Probleme vorhanden, die Beschwerdeführerin könne nicht lange sitzen und gehen, dazu habe sie bei Gebrauch beider Hände Schmerzen. Zusätzlich bestünden Einschränkungen der Konzentration durch die Depression. Sie sei wegen der invalidisierenden Schmerzen in den Händen, wegen der Depression und der
Partizipationsunfä
higkeit
im Alltag auch für angepasste Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig (S.
3).
4.6
Dr.
med.
I.___
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), hielt am
8.
Februar 2016 (
Urk.
5/124/2-3) fest,
dass sich im Bericht des
E.___
vom
4.
März 2014 im psychopathologischen Befund keine Veränderung im Vergleich zu den Berichten des
B.___
vom
9.
Februar 2013 und 1
4.
Juli 2009 fänden. Im Bericht vom 1
1.
Mai 2015 finde sich gar kein psychopathologischer Befund. Im Gutachten von 2011 sei festgehalten, dass der psychopathologische Befund keine Zeichen einer depressiven Erkran
kung ausgewiesen habe, auch sonst hätten sich keine Hinweise auf eine psychi
atrische Erkrankung gezeigt. Der im Arztbericht des
E.___
vom
4.
März 2014 erwähnte Medikamentenspiegel zeige, dass die Beschwerdeführerin die Medika
mente nicht regelmässig einnehme. Auch die Schmerzmedikation sei weit unter dem therapeutischen Wert. Insgesamt würden keine neuen Tatsachen oder Befunde vorgebracht, welche eine Arbeitsunfähigkeit in einer optimal
leidens
angepassten
Tätigkeit mit entsprechendem Belastungsprofil begründen liesse
n
.
5.
5.1
Dr.
C.___
stellte in ihrem Gutachten vom 1
2. August 2011 (vorstehend E. 3
) keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und hielt fest, dass auch kein Karpaltunnelsyndrom erkennbar sei. Der von ihr erhobene Befund zeigte keine Zeichen einer depressiven oder sonstigen psychi
atrischen Erkrankung. Sie erachtete die Kriterien für die Diagnose einer
soma
toformen
Schmerzstörung als nicht erfüllt.
Dr.
C.___
erkannte Hinweise auf Aggravation und wies hinsichtlich der
vor 2011 erstatteten
Berichte des
B.___
darauf hin, dass darin im Wesentlichen subjektive Angaben der Beschwerde
führerin, erst noch übersetzt durch ihren Ehemann, referiert worden seien. Damals habe die Beschwerdeführerin keine tagesklinische Behandlung in Anspruch nehmen wollen. In Würdigung dieser Feststellungen erachtete
Dr.
C.___
die Beschwerdeführerin in der bisherigen wie auch in einer angepass
ten Tätigkeit als voll arbeitsfähig, wobei
die frühere Tätigkeit körperlich anspruchsvoll sei
und der Einfluss der somatischen Beschwerden nicht beurteilt werden könne
. Diesbezüglich
ist
jedoch
festzuhalten, dass die Beschwerde
führerin die angestammte Arbeit nicht aus Krankheitsgründen verlor (vgl.
Urk.
5/6
/6; vgl. auch
Urk.
5/8/2 Mitte)
.
5.2
Seit der Beurteilung durch
Dr.
C.___
erging ein
Bericht der Klinik für Neurologie am
D.___
vom 2
4.
April 2013 (
Urk.
5/107/6
-7), welcher jedoch keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
enthält und deshalb nicht berücksichtigt werden kann.
5.3
Sämtliche seither ergangenen Berichte stammen von den Fach
personen
des
B.___
und des
E.___
. Diese enthalten zwar Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin - sie wird als angestammt und angepasst vollstä
ndig arbeitsunfähig beurteilt -
,
welche aber
nicht nachvollziehbar begründet
sind
: So gehen die Fach
personen
immer noch von einer vollen Arbeitsunfähigkeit seit 2004 aus, ohne diese von der durch
Dr.
C.___
vorgenommenen Beurteilung abweichende Einschätzung zu begründen. Weiter stützten sie ihre Einschätzung auf somati
sche Befunde, welche
seit 2004, 2005 und 2008 bekannt sind und
bereits 2011 als nicht invalidisierend beurteilt wurden, weshalb nicht von einer Verschlechterung ausgegangen werden kann.
Vielmehr liegt diesbezüglich eine revisionsrechtlich unbeachtliche abweichende Beurteilung eines unveränderten Sachverhaltes vor.
Weiter wurde die Einschätzung in nicht unwesentlichem Umfang auf psychosoziale Gründe zurückgeführt (vgl. vorstehend E. 4.1), was invalidenversicherungsrechtlich
ebenfalls
unbeachtlich bleiben muss. Die im Bericht vom 3
0.
September 2014 (vorstehend E. 4.3) erwähnte schwere depres
sive Episode
ist
al
s vorübergehend zu beurteilen
, wurde sie doch
im Bericht vom 1
1.
Mai 2015 (vorstehend E. 4.5) nicht mehr bestätigt.
5.4
Hinsichtlich der diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode gilt das Folgende:
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie
erwiesenermassen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E. 3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3). Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig aus
geschöpft wurden (
BGE 140 V 193
E. 3.3; BGE
137 V 64
E. 5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. 4.1).
Vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Selbsteingliederungs- und
Schaden
min
derungspflicht
ist ebenfalls zu ber
ücksichtigen, dass ein Rentenan
spruch grundsätzlich nicht entstehen kann, solange zumutbare therapeutische und andere schadenmindernde Vorkehren nicht ausgeschöpft werden. Solange durch eine tatsächlich realisierbare Veränderung der für die gesundheitliche Situation bedeutsamen Rahmenbedingungen eine wesentliche Verbesserung des (psychi
schen) Gesundheitszustandes und damit der dadurch eingeschränkten Arbeitsfä
higkeit bewirkt werden kann, liegt kein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes vor (Urteil des Bundesgerichts 9C_947/2012 vom 19. Juni 2013 E. 3.2.2 mit Hinweis).
5.5
Vorliegend
erscheinen die Behandlungsmöglichkeiten
bei
einmalig
stattgehabter tagesklinischer Behandlung (vgl. vorstehend E. 4.1) und
Aufnahme von thera
peutischen Einzelsitzungen (vgl. vorstehende E. 4.3), deren Frequenz allerdings
unklar ist, nicht als ausgeschöpft. So ist bei der seit Jahren anhaltenden psy
chischen Beeinträchtigung eine stationäre Therapie zumutbar, ebenso wie ein Wechsel der Therapeuten, hat doch die seit 2009 stattfindende Behandlung am
B.___
und
E.___
keine wese
ntliche Verbesserung erbracht.
Im Gegenteil lässt sich der Eindruck
nicht erwehren, dass die Beschwerdeführerin an diesen Institutionen in ihrer Krankheitsüberzeugung (vgl. dazu bereits das Gutachten vom
7.
Juni 2007;
Urk.
5/25 S. 21 Mitte) bestärkt und ihr damit eine Behandlung und Heilung wesentlich erschwert wird.
Auch erscheint die medikamentöse Behandlung als optimierbar, denn gegenüber
Dr.
H.___
erwähnte die Beschwerdeführerin lediglich die Einnahme von Schmerzmitteln (vgl. vorstehend E. 4.4). Auch RAD-Ärztin
Dr.
I.___
ging von einer unzureichenden medikamentösen Behandlung aus (vorstehend E. 4.6).
Darüber hinaus sind keine Bemühungen der Beschwerdeführerin dokumentiert, die im Jahr 2011 festgestellte Arbeitsfähigkeit von 100
%
zu verwerten
, womit sie auch unter diesem Gesichtspunkt ihrer Schadenminderungspflicht (vgl. vorstehend E
.
5.4) nicht genügend nachgekommen ist
.
5.6
Zusammenfassend fehlt
es aus rechtlic
her Sicht an eine
m invalidisierenden Gesundheitsschaden.
Die Beschwerdegegnerin war nicht gehalten, weitere Abklärungen vorzunehmen.
Der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Die Kosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
I
VG sind ermessensweise auf Fr. 6
00.-- anzu
setzen und ausgangsgemäss der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzu
erlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Linda Keller
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannLienhard