# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 649610aa-d122-5ad4-81bd-7c46a1cf5195
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.06.2018 IV 2018/1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-1_2018-06-22.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/1

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.09.2019

Entscheiddatum: 22.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 22.06.2018
Art. 21 Abs. 1 IVG. Art. 14 Abs. 1 IVV. Eine Video-Gegensprechanlage ist kein 
Hilfsmittel der Liste im Anhang zur HVI. Auf den beantragten elektrischen 
Türöffner besteht kein Anspruch, da der Gesundheitsschaden des 
Beschwerdeführers eine solche Versorgung nicht notwendig macht. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 22. Juni 2018, IV 2018/1).

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Katja Meili

Geschäftsnr.  

IV 2018/1

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Hilfsmittel (elektrischer Türöffner/Video-Gegensprechanlage)

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ leidet spätestens seit 1986 (Erstdiagnose 1990) unter den Folgen einer 

Multiplen Sklerose (IV-act. 5). Dr. med. B.___, Innere Medizin, speziell Rheumatologie 

FMH, berichtete am 26. Juli 1998 unter anderem über erstmals ca. ein Jahr zuvor 

aufgetretene wechselnde Arthralgien in den Handgelenken, den Knien beidseits und 

der linken Schulter. Im Vordergrund stünden Störungen der Feinmotorik (IV-act. 5-3 ff.). 

Am 31. Juli 2005 erlitt der Versicherte einen akuten inferoposterioren Myokardinfarkt 

mit Rechtsherzbeteiligung (IV-act. 24-3). Dr. med. C.___, Fachärztin FMH für 

Neurologie, diagnostizierte am 4. September 2006 eine Encephalomyelitis disseminata 

(Multiple Sklerose) mit sekundär chronisch progredienter Verlaufsform, eine 

Polyneuropathie unklarer Ätiologie und eine koronare Herzkrankheit. Der Versicherte 

habe unverändert eine eingeschränkte Gehfähigkeit und Feinmotorikstörungen der 

oberen Extremitäten mit Handicap beim Handeinsatz. Seit einiger Zeit sei er in 

urologischer Behandlung (IV-act. 42-7 f.).

A.b  Am 7. Februar 2007 stellte der Versicherte bei der IV-Stelle ein Gesuch um 

Kostenübernahme der krankheitsbedingt notwendigen baulichen Veränderungen der 

neu bezogenen Eigentumswohnung (IV-act. 34, vgl. auch Schreiben vom 21. November 

2005; IV-act. 26).

A.c  Dr. med. D.___, Allgemeinmedizin FMH, berichtete am 23. Februar 2007 über 

einen chronischen Verlauf der Multiplen Sklerose mit zunehmender Geh- und 

feinmotorischer Störung. Er attestierte dem Versicherten seit 1. Oktober 2005 

durchgehend eine Arbeitsunfähigkeit von 50% (volle Präsenzzeit bei halber Leistung). 

Bei der Arbeit als Regressspezialist führten die Behinderungen insbesondere in der 

Feinmotorik zu einer starken Verlangsamung. Er könne deshalb nur sehr langsam am 

Computer arbeiten und brauche für vergleichbare Arbeiten doppelt so lange wie früher 

(IV-act. 42-3 f.). Dr. C.___ hielt am 28. Februar 2007 unter anderem eine deutlich links 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

betonte eingeschränkte Feinmotorik der Finger und Zehen beidseits fest. Im Finger-

Nase-Versuch bestehe ein leichter, links betonter Intensionstremor (IV-act. 43).

A.d  Mit Verfügung vom 8. November 2007 sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit 

Wirkung ab 1. Juni 2006 eine halbe Invalidenrente zu (IV-act. 59 f.).

A.e  Am 6. August 2008 übermittelte die IV-Stelle dem SAHB Hilfsmittel-Zentrum St. 

Gallen die inzwischen vom Versicherten erhaltenen Rechnungen für die baulichen 

Änderungen der Wohnung, welche unter anderem ein Motorschloss für die 

Wohnungstüre inkl. Telefonanlage beinhalteten (IV-act. 70, vgl. IV-act. 69, 64). In seiner 

fachtechnischen Beurteilung vom 30. Oktober 2008 führte das SAHB bezüglich des 

Motorschlosses aus, die Ehefrau des Versicherten sei der Meinung, dieser habe 

Anspruch auf ein solches Schloss, weil er so zittere. Dies müsste ein ärztliches Zeugnis 

belegen. Das SAHB empfahl der IV-Stelle einen Kostenbeitrag in der Höhe des 

eingeholten Kostenvorschlags für einen einfachen Türautomaten mit Funkauslöser in 

der Höhe von Fr. 6‘000.-- zu leisten (IV-act. 72).

A.f  Gestützt auf die Beurteilung des SAHB übernahm die IV-Stelle mit Verfügung vom 

7. April 2009 einen Kostenbeitrag von Fr. 6‘000.-- an einen elektrischen Türöffner. Sie 

hielt fest, Reparaturkosten würden vergütet, wenn sie trotz sorgfältigem Gebrauch 

entstünden und kein Dritter dafür hafte (IV-act. 83).

A.g  Dr. C.___ befand am 3. September 2009, seit 1. September 2009 betrage die 

gesamte Arbeitsleistung des Versicherten 25 bis 30% (IV-act. 102). Gestützt darauf 

stellte der Versicherte am 8. September 2009 ein Gesuch um Rentenerhöhung (IV-act. 

101). Dr. C.___ führte in ihrem Bericht vom 23. September 2009 aus, unter anderem 

bestehe eine zunehmende Gangataxie und Extremitätenataxie mit Intensionstremor der 

oberen Extremitäten beidseits. In zunehmendem Masse manifestierten sich auch 

kognitive Einschränkungen und eine ausgeprägte Bradyphrenie (IV-act. 104). Bei einer 

neuropsychologischen Abklärung in der Rheinburg-Klinik, St. Gallen, vom 23. und 24. 

September 2009 stellten die untersuchenden medizinischen Fachpersonen eine 

mittelschwer eingeschränkte neuropsychologische Leistungsfähigkeit mit 

eingeschränkter Belastbarkeit fest (IV-act. 108). Mit Verfügung vom 16. Dezember 2009 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Dezember 2009 eine ganze IV-

Rente zu (IV-act. 117).

B. 

B.a  Am 10. September 2017 beantragte der Versicherte unter anderem sinngemäss 

die Übernahme der Kosten einer Video-Gegensprechanlage mit Türöffner; er reichte 

eine Offerte im Gesamtbetrag von Fr. 3‘896.75 ein (IV-act. 138 f.). Die IV-Stelle teilte 

dem Versicherten mit Schreiben vom 25. September 2017 unter Verweis auf Ziffer 

13.05* der Liste im Anhang zur Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die 

Invalidenversicherung (HVI; SR 831.232.51) mit, eine Gegensprechanlage inkl. Türöffner 

käme nur für Personen in Frage, welche letzteren für die Überwindung des 

Arbeitsweges benötigten. Da er nicht arbeitstätig sei, könne sie die Kosten nicht 

übernehmen (IV-act. 141). Der Versicherte brachte am 4. Oktober 2017 dagegen vor, er 

habe gestützt auf Ziffer 4.03 (gemeint wohl: 14.04) einen Anspruch auf das Hilfsmittel, 

da es seine Fähigkeit, den Kontakt zur Umwelt zu ermöglichen, erhalte. Der 2009 

installierte Türöffner sei leider technisch total veraltet und eine Reparatur nicht mehr 

wirtschaftlich (IV-act. 142).

B.b  Mit Vorbescheid vom 31. Oktober 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in 

Aussicht, das Begehren um eine Kostengutsprache für den elektrischen Türöffner und 

die Video-Gegensprechanlage abzuweisen. Zur Begründung führte sie aus, eine Video-

Gegensprechanlage stelle kein Hilfsmittel der IV dar und könne deshalb nicht 

übernommen werden. Da der Versicherte nicht mehr arbeitstätig sei, bestehe kein 

Anspruch auf einen elektrischen Türöffner. Rechtsprechungsgemäss sei der Anspruch 

auf einen solchen ausschliesslich gestützt auf Ziffer 13.05* der HVI zu prüfen (IV-act. 

145).

B.c  Am 27. November 2017 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid (IV-

act. 147).

C.

C.a Gegen die Abweisungsverfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 29. Dezember 2017 Beschwerde. Er beantragte sinngemäss, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die Verfügung sei aufzuheben sowie ihm Kostengutsprache für einen Türöffner mit 

Video-Gegensprechanlage zu erteilen. Er machte geltend, ein Anspruch auf Hilfsmittel 

bestehe ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit. Die beantragten Hilfsmittel 

ermöglichten ihm den Kontakt mit der Umwelt und das selbständige Fortbewegen. Bei 

seinen Blasen- und Darmproblemen eile es immer sehr. Wegen seiner zittrigen Hände 

gelinge es ihm nicht, die Tür schnell genug mit dem Schlüssel zu öffnen, um die 

Toilette rechtzeitig zu erreichen. Ausserdem habe ihm die IV-Stelle 2009 eine 

Kostengutsprache für einen elektrischen Türöffner inklusive Reparaturkosten erteilt und 

er habe im Sinne der Besitzstandswahrung weiterhin Anspruch darauf (act. G1).

C.b Am 21. Februar 2018 beantragte die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin), 

die Beschwerde sei abzuweisen. Sie brachte vor, eine Video-Gegensprechanlage stelle 

kein Hilfsmittel im Sinne der HVI dar und könne daher nicht übernommen werde. Der 

automatische Türöffner falle unter die Hilfsmittel, welche nur abgegeben werden 

könnten, wenn sie für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im 

Aufgabenbereich notwendig seien. Da der Beschwerdeführer nicht erwerbstätig sei und 

keine regelmässige Tätigkeit im Haushalt angenommen werden könne, seien die 

Voraussetzungen nicht erfüllt (act. G4).

C.c Der Beschwerdeführer liess die Frist zur Einreichung einer Replik unbenützt 

ablaufen (act. G6).

Erwägungen

1. 

Nach Art. 8 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 

haben invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen, zu denen unter anderem die Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 

8 Abs. 3 lit. d IVG) gehört. Versicherte haben im Rahmen einer vom Bundesrat 

aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, derer sie für die Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit oder einer Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder 

Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder 

zum Zweck der funktionellen Angewöhnung bedürfen (Art. 21 Abs. 1 Satz 1 IVG). Der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Versicherte, der infolge seiner Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des 

Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedarf, hat im 

Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die 

Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel (Art. 21 Abs. 2 IVG). Der Bundesrat 

hat diese Aufgabe an das zuständige Departement delegiert (Art. 14 der Verordnung 

über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Dieses hat eine Verordnung über die 

Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) erlassen. Gemäss Art. 2 

Abs. 2 HVI besteht ein Anspruch auf die in der Liste im Anhang aufgeführten Hilfsmittel, 

soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des Kontakts mit der Umwelt oder 

für die Selbstsorge notwendig sind. Auf die in dieser Liste mit einem Stern (*) 

bezeichneten Hilfsmittel besteht nur dann ein Anspruch, wenn dieses Hilfsmittel für die 

Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder einer Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die 

Schulung, für die Ausbildung, für die funktionelle Angewöhnung oder für eine 

ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig ist (Art. 2 Abs. 2 HVI). Im Anhang der HVI 

werden fünfzehn Hilfsmittelkategorien aufgezählt. Diese Auflistung ist abschliessend. 

Im Einzelfall ist innerhalb einer Hilfsmittelkategorie zu prüfen, ob die Aufzählung der 

einzelnen Hilfsmittel ebenfalls abschliessend oder bloss beispielhaft ist. Damit die 

Kosten für eine Sache übernommen werden können, muss diese unter eine 

Hilfsmittelkategorie bzw. unter ein bestimmtes Hilfsmittel subsumiert werden können. 

Ist dies nicht der Fall, fällt eine Kostenübernahme ausser Betracht.

2. 

Für die Beantwortung der Frage, ob die Kosten der Video-Gegensprechanlage 

aufgrund der HVI übernommen werden können, muss deren allfällige Einordnung in 

eine Hilfsmittelkategorie überprüft werden. Eine Video-Gegensprechanlage ist in keiner 

Hilfsmittelkategorie aufgeführt. Denkbar wäre einzig eine Subsumption unter dem Titel 

der Herstellung des Kontakts mit der Umwelt, Ziffer 15.05 (Umweltkontrollgeräte). 

Diese Ziffer bedingt jedoch, dass die versicherte Person schwerstgelähmt ist und nur 

durch diese Vorrichtung mit der Umwelt in Kontakt treten kann oder dass nur dadurch 

die selbständige Fortbewegung mit dem Elektrofahrstuhl innerhalb des Wohnbereichs 

ermöglicht wird. Diese Voraussetzungen sind vorliegend offensichtlich nicht erfüllt. Die 

Beschwerdegegnerin hat deshalb den Antrag auf Übernahme der Kosten einer Video-

Gegensprechanlage zu Recht abgewiesen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3. 

Weiter beantragt der Beschwerdeführer die Kostengutsprache für einen elektrischen 

Türöffner. Er macht sinngemäss geltend, da ihm die Beschwerdegegnerin bereits 2009 

eine Kostengutsprache für einen Türöffner inklusive Reparaturkosten erteilt habe, 

bestehe im Sinne einer Besitzstandsgarantie weiterhin ein Anspruch darauf (act. G1). 

Zur Prüfung dieses Vorbringens ist vorerst der Inhalt der Verfügung vom 7. April 2009 

(IV-act. 83) zu interpretieren. Es stellt sich dabei die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 

mittels einer Feststellungsverfügung grundsätzlich über einen unbefristeten Anspruch 

auf das Hilfsmittel “elektrischer Türöffner“ entschieden hat oder ob sie nur 

rechtsgestaltend einen Kostenbeitrag an einen konkret bestimmten Türöffner geleistet 

hat.

3.1  Der Beschwerdeführer hatte an seiner Wohnungstüre ein Motorschloss mit 

Telefonanlage einbauen lassen und der IV-Stelle die Rechnung dafür am 14. Juli 2008 

zugestellt (IV-act. 69). Das SAHB hatte sich in seiner Beurteilung vom 30. Oktober 2008 

auf den Standpunkt gestellt, die verrechnete Lösung könne nicht als einfach und 

zweckmässig bezeichnet werden. Sie stelle für den Beschwerdeführer sicher die 

bestmögliche Lösung dar, ihres Erachtens hätte ein einfacher Türautomat mit 

Funkauslöser aber genügt (IV-act. 72). Das SAHB hatte eine approximative Offerte für 

eine solch einfache Lösung eingeholt, welche sich auf rund Fr. 6‘000.-- belaufen hatte 

(IV-act. 72-6 ff.). Die Beschwerdegegnerin übernahm mit der Verfügung vom 7. April 

2009 einen Kostenbeitrag von Fr. 6‘000.-- “an einen“ elektrischen Türöffner. Sie hielt 

weiter fest, der Kostenbeitrag belaufe sich auf eine einfache und zweckmässige 

Lösung für einen Türautomaten mit Funkauslöser (IV-act. 83). Entgegen dem Wortlaut 

der Verfügung ist jedoch nicht davon auszugehen, dass sich der Beitrag auf 

irgendeinen beliebigen Türöffner bezog. Die Kostengutsprache erfolgte wohl nur 

deshalb nicht für die Anlage, welche der Beschwerdeführer tatsächlich hatte einbauen 

lassen, weil er keinen Anspruch darauf hatte. Gestützt auf die Einschätzungen des 

SAHB erachtete die Beschwerdegegnerin jene Installation als nicht einfach und 

zweckmässig im Sinne von Art. 2 Abs. 4 HVI. In solchen Fällen haben Versicherte im 

Rahmen der Austauschbefugnis i.S.v. Art. 21bis Abs. 2 IVG Anspruch auf Ersatz der 

Kosten bis höchstens zu dem Betrag, den die Versicherung für das Hilfsmittel aus der 

Liste aufgewendet hätte (Art. 8 Abs. 1 HVI). Die IV-Stelle hielt in ihrer Verfügung zudem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

fest, sie vergüte Reparaturkosten, wenn sie trotz sorgfältigem Gebrauch entstünden 

und kein Dritter dafür hafte (IV-act. 83). Damit sicherte sie die Übernahme allfälliger 

Reparaturkosten des konkreten Türöffners und nicht den Ersatz durch ein 

gleichwertiges Gerät bei fehlender Reparaturmöglichkeit zu.

3.2  Zusammenfassend übernahm die Beschwerdegegnerin mit der 

Gestaltungsverfügung vom 7. April 2009 einen Kostenbeitrag von Fr. 6‘000.-- an den 

tatsächlich eingebauten Türöffner. Daraus ergibt sich kein Daueranspruch des 

Beschwerdeführers auf die Kostenübernahme eines beliebigen elektrischen Türöffners, 

welcher den Voraussetzungen der HVI entspricht. Im Weiteren ist daher der Anspruch 

auf Kostenübernahme neu zu prüfen.

4. 

4.1  Bei Hilfsmitteln gilt die Invalidität dann als eingetreten, wenn der 

Gesundheitsschaden objektiv erstmals die Versorgung mit einem solchen Gerät 

notwendig macht. Die Invalidität i.S.v. Art. 21 IVG wird in Anlehnung an die 

Begriffsmerkmale von Art. 4 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 1 IVG konkretisiert: So ist die 

Voraussetzung der längeren Zeit dauernden Beeinträchtigung dann erfüllt, wenn das 

Hilfsmittel voraussichtlich während mindestens eines Jahres benötigt wird (ULRICH 

MEYER/MARCO REICHMUTH, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl., Rz 11 

f. zu Art. 21-21quater). Im Folgenden ist zu beurteilen, ob ein elektrischer Türöffner aus 

medizinischer Sicht für den Beschwerdeführer objektiv notwendig ist.

4.2  Bedingt durch die Erkrankung an einer Multiplen Sklerose leidet der 

Beschwerdeführer unbestritten an Störungen der Feinmotorik, welche den Einsatz 

seiner Hände erschweren (vgl. IV-act. 5-3 ff., 42 f., 104). Das bedeutet jedoch nicht, 

dass der Beschwerdeführer nicht fähig wäre, die Türe ohne elektrischen Türöffner zu 

öffnen. Der Beschwerdeführer macht vorliegend selbst geltend, aufgrund seiner 

Blasen- und Darmprobleme eile es immer sehr. Wegen seiner zittrigen Hände gelinge 

es ihm nicht, die Tür schnell genug mit dem Schlüssel zu öffnen, um die Toilette 

rechtzeitig zu erreichen (act. G1). Daraus ist zu folgern, dass er grundsätzlich in der 

Lage ist, die Wohnungstür selbst mit einem Schlüssel aufzuschliessen und zu öffnen. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Nur in Stresssituationen, wenn er krankheitsbedingt möglichst schnell in die Wohnung 

gelangen sollte, bekundet er Schwierigkeiten, den Schlüssel in das Schlüsselloch 

einzuführen und zu drehen. Dies reicht jedoch nicht aus, um die Notwendigkeit eines 

elektrischen Türöffners zu bejahen. Allenfalls könnte dem Beschwerdeführer auch eine 

einfachere Massnahme, wie etwa eine Vergrösserung des Schlüsselkopfes, eine 

gewisse Erleichterung bei der Türöffnung verschaffen. Aus den aktenkundigen 

medizinischen Einschätzungen ergibt sich ebenfalls keine Notwendigkeit für einen 

elektrischen Türöffner. Dr. C.___ berichtete am 23. September 2009 zwar über eine 

zunehmende Extremitätenataxie mit Intensionstremor der oberen Extremitäten 

beidseits. Sie hielt jedoch keine dadurch bedingten weitergehenden Einschränkungen, 

als die bereits vor der Verfügung vom 7. April 2009 bekannten Schwierigkeiten bei 

Computerarbeiten fest (IV-act. 104, vgl. IV-act. 42-3 f.). Die Rentenerhöhung mit 

Wirkung ab 1. Dezember 2009 erfolgte sodann vorwiegend aufgrund neu aufgetretener 

bzw. stärker gewordener kognitiver bzw. neuropsychologischer Einschränkungen; die 

Probleme der Feinmotorik standen nicht im Vordergrund (vgl. IV-act. 104, 108, 117). 

Insgesamt ist medizinisch keine spezifische Hilflosigkeit und damit auch keine 

Notwendigkeit eines neuen elektrischen Türöffners ausgewiesen.

5. 

Somit ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist 

dem Beschwerdeführer anzurechnen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2. 

Der Beschwerdeführer bezahlt die Gerichtskosten von Fr. 600.--; diese Kosten sind 

durch den vom Beschwerdeführer in gleichem Umfang geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 22.06.2018
	Art. 21 Abs. 1 IVG. Art. 14 Abs. 1 IVV. Eine Video-Gegensprechanlage ist kein Hilfsmittel der Liste im Anhang zur HVI. Auf den beantragten elektrischen Türöffner besteht kein Anspruch, da der Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers eine solche Versorgung nicht notwendig macht. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Juni 2018, IV 2018/1).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T06:07:19+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen