# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3e0f5b1-0fea-5599-b056-26dbd29c9d90
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-08-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 25.08.2011 I/1-2010/167
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2010-167_2011-08-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2010/167

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 25.08.2011

Entscheiddatum: 25.08.2011

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 25.08.2011
Art. 73 Abs. 1 Satz 2 StG (sGS 811.1). Einer AG wurde die Anerkennung als 
gemischte Gesellschaft zu Recht verweigert, da ihre Erträge nicht aus den 
ausländischen Beteiligungen stammten, sondern aus Wertpapiergeschäften, 
die im Inland abgewickelt wurden (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung 
I/1, 25. August 2011, I/1-2010/167).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiber Thomas Scherrer

X International Holding AG, Rekurrentin,

vertreten durch at steuerrechtspraxis ag, Sonnenstrasse 5, 9000 St. Gallen,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Staatssteuern (Gewinn und Kapital aufgrund des Rechnungsabschlusses per 

31. Dezember 2006)

Sachverhalt:

A.- Die X International Holding AG mit Sitz in M wurde am 26. Oktober 2005 im 

Handelsregister eingetragen. Sie bezweckt das Halten von Beteiligungen an in- und 

ausländischen Gesellschaften, welche sich im Wesentlichen mit Immobiliengeschäften 

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befassen, wobei auch das Halten anderer Beteiligungen möglich ist. Gemäss Bericht 

der Revisionsstelle zur Jahresrechnung 2006 hielt die Gesellschaft eine 75%-

Beteiligung an der X – Georgia Ltd. (Georgien), 50%-Beteiligungen an der X, Vilnius 

(Litauen), an der X St. Petersburg (Russland) und an der X Kazakhstan Llc (Kasachstan) 

sowie eine 33%-Beteiligung an der X, Vaduz, mit dem Zweck, in den jeweiligen 

Ländern mit vorab lokalen Partnern Bauprojekte zu realisieren und zu veräussern.

B.- Gestützt auf den (überjährigen) Geschäftsabschluss per 31. Dezember 2006 

deklarierte die X International Holding AG für das Steuerjahr 2006 einen steuerbaren 

Reingewinn von Fr. 1'958'865.-- und ein steuerbares Kapital von Fr. 2'958'865.--. Für 

die Staatssteuern beantragte sie die Besteuerung als Holdinggesellschaft. Die 

Veranlagungsbehörde rechnete geldwerte Leistungen von Fr. 235'678.-- auf und setzte 

den steuerbaren Reingewinn dementsprechend auf Fr. 2'194'500.-- fest. Das 

deklarierte steuerbare Kapital wurde übernommen. Dem Begehren um Besteuerung als 

Holdinggesellschaft wurde nicht entsprochen. Die gegen diese Veranlagung 

insbesondere mit dem Begehren, die X Holding AG sei als gemischte Gesellschaft zu 

besteuern, erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt am 22. Juni 2010 ab.

C.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 22. Juni 2010 erhob die X International 

Holding AG durch ihre Vertreterin mit Eingabe vom 20. August 2010 und Ergänzung 

vom 10. September 2010 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem 

Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Rekurrentin als 

gemischte Gesellschaft zu besteuern; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die 

Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 4. Oktober 2010 die Abweisung des 

Rekurses. Die Rekurrentin äusserte sich mit Eingabe vom 28. Oktober 2010 

zurvorinstanzlichen Vernehmlassung. Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten 

zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 20. August 2010 ist unter 

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Berücksichtigung der vom 15. Juli bis 15. August dauernden Gerichtsferien rechtzeitig 

eingereicht worden. Er erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 10. September 2010 

in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 

des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP; Art. 90 lit. a des 

Gerichtsgesetzes in der bis 31. Dezember 2010 gültigen Fassung, nGS 38-77). Auf den 

Rekurs ist einzutreten.

2.- Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist einzig umstritten, ob es sich bei der 

Rekurrentin um eine "gemischte Gesellschaft" im Sinn von Art. 73 Abs. 1 Satz 2 StG 

handelt und der Umfang ihrer Steuerpflicht deshalb trotz ihres Sitzes im Kanton St. 

Gallen aufgrund ihres Auslandsbezugs beschränkt ist. Dabei wird im Rekurs jedoch 

nicht geltend gemacht, die Besteuerung der Rekurrentin verletze Regeln des 

internationalen Doppelbesteuerungsrechts. Ebensowenig wird vorgebracht, die 

Rekurrentin sei bei der Berechnung der Gewinnsteuer als gemischte 

Beteiligungsgesellschaft im Sinn von Art. 90/91 StG, als Holdinggesellschaft im Sinn 

von Art. 92 StG oder als Domizilgesellschaft im Sinn von Art. 93 StG zu behandeln. 

Vielmehr ist im Rahmen der Festlegung der Steuerpflicht einzig die Auslegung und 

Anwendung von Art. 73 Abs. 1 Satz 2 StG umstritten.

a) Nach Art. 71 StG sind juristische Personen aufgrund persönlicher Zugehörigkeit 

steuerpflichtig, wenn sich ihr Sitz oder ihre tatsächliche Verwaltung im Kanton befindet. 

Die Bestimmung entspricht den Vorgaben von Art. 20 Abs. 1 Satz 1 des 

Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 

Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG). Bei der Rekurrentin handelt es sich um eine 

Aktiengesellschaft nach den Regeln der Art. 620 ff. des Schweizerischen 

Obligationenrechts (SR 220, abgekürzt: OR) mit Sitz im Kanton St. Gallen (2005/2006 in 

S, derzeit in M). Nach dem Grundsatz von Art. 71 StG ist sie dementsprechend im 

Kanton St. Gallen steuerpflichtig.

b) aa) Gemäss Art. 73 Abs. 1 StG ist die Steuerpflicht juristischer Personen bei 

persönlicher Zugehörigkeit unbeschränkt; sie erstreckt sich aber nicht auf 

Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke ausserhalb des Kantons (Satz 1). 

Eine Betriebsstätte ausserhalb der Schweiz liegt auch vor, wenn wenigstens 80% der 

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Erträge aus ausländischer Quelle stammen und gleichzeitig wenigstens 80% des 

eigenen oder durch Dritte geleisteten Beitrags zur Leistungserstellung im Ausland 

erbracht wird (Satz 2). Dieser Regelung stehen die Vorschriften des Bundes zur 

Steuerharmonisierung nicht entgegen (vgl. Athanas/Widmer, in: Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 2. Aufl. 2002, N 46 zu Art. 20 StHG).

Eine "gemischte Gesellschaft" im Sinn von Art. 73 Abs. 1 Satz 2 StG liegt vor, wenn der 

Umfang ihrer schweizerischen Geschäftstätigkeit von untergeordneter Bedeutung ist, 

d.h. höchstens 20% des gesamten Geschäftsvolumens ausmacht. Trifft dies zu, so 

geht das st. gallische Steuergesetz davon aus, die Auslanderträge seien einer 

ausländischen Betriebsstätte zuzuordnen. Dies gilt unabhängig davon, ob in einem 

oder mehreren ausländischen Staaten tatsächlich die Voraussetzungen einer 

Betriebsstätte im Sinn des OECD-Musterabkommens erfüllt sind. Für die Beurteilung, 

ob in der Schweiz lediglich eine untergeordnete Geschäftstätigkeit stattfindet, wird 

sowohl auf die Ertrags- als auch auf die Aufwandseite abgestellt. Die Voraussetzungen 

werden nach den Bruttoumsätzen bestimmt und müssen für jede Steuerperiode erfüllt 

sein, für die eine Steuerausscheidung geltend gemacht wird (vgl. Art. 35 Abs. 1 der 

Steuerverordnung; sGS 811.11, abgekürzt: StV). Ertragsseitig müssen mindestens 80% 

des Umsatzes aus dem Ausland stammen. Gleichzeitig muss der eigene oder durch 

Dritte erbrachte Beitrag zur Leistungserstellung zu mindestens 80% im Ausland 

erbracht werden. Für die Begriffsbestimmung sowie die geographische Zuordnung der 

Geschäftstätigkeit gelten die gleichen Grundsätze wie für die Holding- und 

Domizilgesellschaften (vgl. Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st. 

gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 260).

bb) In der Erfolgsrechnung der Rekurrentin für die Zeit vom 19. Oktober 2005 bis 

31. Dezember 2006 werden betrieblich bedingte Aufwände von Fr. 578'863.50 

ausgewiesen. Im Zusammenhang mit den im Lauf des ersten Geschäftsjahres 

erworbenen Beteiligungen an Tochtergesellschaften in Georgien, Kasachstan, 

Russland, Litauen und im Fürstentum Liechtenstein wurden – unbestrittenermassen – 

keine Erträge erzielt (vgl. Jahresrechnung 2006, act. 4a, S. 3; Spartenrechnung 

bezüglich der Erträge 2006, act. 8a). Der Gewinn der Gesellschaft von Fr. 2'610'124.83 

ist einzig auf das Finanzergebnis von Fr. 3'188'988.33 zurückzuführen. Dieses beruht 

im Wesentlichen auf einem Wertschriftenerfolg von rund 3,5 Mio. Franken 

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(Wertschriftenaufwand rund 1 Mio. Franken, Wertschriftenertrag rund 4,5 Mio. 

Franken), der mit zahlreichen, ausnahmslos über die B, Private Banking, in Zürich 

abgewickelten Käufen und Verkäufen von Call Optionen verschiedener in- und 

ausländischer Gesellschaften erzielt wurde. Die Rekurrentin macht in erster Linie 

geltend, der Handel mit diesen Wertschriften sei nicht als Geschäfts-, sondern als reine 

Verwaltungstätigkeit bzw. untergeordnete Nebentätigkeit zu qualifizieren, zumal der 

Gründer der Rekurrentin lediglich sich zufällig bietende Gelegenheiten ausgenützt 

habe.

cc) Art. 73 Abs. 1 Satz 2 StG stützt darauf ab, ob 80% der Erträge aus ausländischer 

Quelle stammen. Der Wortlaut der Bestimmung trifft keine Unterscheidung hinsichtlich 

der Art der Erträge. Insbesondere bietet er keinen Anlass, zwischen Erträgen aus der 

Geschäftstätigkeit und aus reiner Verwaltungs- oder untergeordneter Nebentätigkeit zu 

differenzieren. Ausschlaggebend ist allein, dass die Erträge zu 80% aus ausländischer 

Quelle stammen. Die Rekurrentin hat im ersten, per 31. Dezember 2006 

abgeschlossenen (überjährigen) Geschäftsjahr weder aus den Beteiligungen an ihren 

ausländischen Tochtergesellschaften in Georgien, Litauen, Russland und Kasachstan 

sowie im Fürstentum Liechtenstein Erträge erzielt noch sind die Gewinne aus dem über 

den Finanzplatz Zürich abgewickelten Optionenhandel dem Ausland zuzurechnen (vgl. 

dazu auch nachfolgend E. 2b/ee). Die Rekurrentin erfüllt damit die Voraussetzungen, 

wie sie entsprechend dem Wortlaut von Art. 73 Abs. 1 Satz 2 StG an eine gemischte 

Gesellschaft gestellt werden, nicht.

dd) Im Rekurs wird geltend gemacht, noch im November 2005 seien Fr. 600'000.-- des 

Aktienkapitals von 1 Mio. Franken in Projekte in Bulgarien investiert und mit weiteren 

Eigenmitteln die mit der umfangreichen und ansteigenden Auslandtätigkeit zum 

raschen Aufbau von Immobilienbeteiligungen verbundenen laufenden Ausgaben 

bestritten worden. Der Gründer der Rekurrentin habe sich im ersten Geschäftsjahr 

nachweislich rund 150 Arbeitstage in den Zielländern aufgehalten. Damit seien Spesen 

von rund Fr. 131'000.-- verbunden gewesen. Die Wertschriftenerträge stellten das 

Ergebnis einer lediglich untergeordneten und ausschliesslich mit Eigenmitteln 

finanzierten Nebentätigkeit der Gesellschaft dar, die mit dem Aufbau der 

internationalen Gruppenstruktur sukzessive abgenommen habe und noch während des 

Jahres 2006 gänzlich eingestellt worden sei. Die damit erzielten Erträge gingen im 

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Wesentlichen auf drei Transaktionen ("E", "Sch" und "S") zurück, bei denen der 

Gründer der Rekurrentin sich zufällig bietende Gelegenheiten ausgenutzt habe. Die 

Tätigkeit in der Schweiz habe sich praktisch durchwegs auf reine Hilfs- respektive 

Vorbereitungsarbeiten beschränkt. Diese Vorbringen vermögen jedoch nichts daran zu 

ändern, dass die Rekurrentin insbesondere aus ihren ausländischen Beteiligungen im 

massgebenden Zeitraum keine einer ausländischen Quelle zuzuordnenden Erträge 

erzielt hat.

Die Rekurrentin macht zwar geltend, nach der Veranlagungspraxis zur 

Domizilgesellschaft im Sinn von Art. 93 StG (StB 93 Nr. 1 Ziff. 9.3.2) seien 

Wertschriftenerträge "von schweizerischen Schuldnern" als übrige Einkünfte aus der 

Schweiz zu qualifizieren; umgekehrt müssten deshalb Erträge von ausländischen 

Schuldnern, insbesondere die Erträge aus den Transaktionen "E" (1,7 Mio. Franken) 

und "Sch" (1,3 Mio. Franken), als übrige Einkünfte aus dem Ausland behandelt werden. 

Sie beruft sich damit auf eine systematische Auslegung von Art. 73 Abs. 1 Satz 2 StG 

im Licht der Regeln über die Domizilgesellschaften.

Es trifft zu, dass nach Auffassung der Lehre bei der Anwendung von Art. 73 Abs. 1 

Satz 2 StG für die Begriffsbestimmung sowie die geographische Zuordnung der 

Geschäftstätigkeit auf die gleichen Grundsätze wie für die Holding- und 

Domizilgesellschaften abgestellt werden kann (vgl. Weidmann/Grossmann/Zigerlig, 

a.a.O., S. 260). Holdinggesellschaften entrichten gemäss Art. 92 Abs. 1 StG keine 

Gewinnsteuern, sofern die Beteiligungen oder die Erträge aus den Beteiligungen 

längerfristig wenigstens zwei Drittel der gesamten Aktiven oder Erträge ausmachen; die 

Bestimmung entspricht Art. 28 Abs. 2 StHG. Diese Voraussetzung kann die Rekurrentin 

jedenfalls in der für die Steuerperiode 2006 massgebenden Geschäftsperiode nicht 

erfüllen, da sie keine Erträge aus Beteiligungen im Sinn von Art. 92 StG erzielt hat. 

Insbesondere stellen die Erträge aus dem Handel mit Optionen keine 

Beteiligungserträge dar, da die Optionen keine Beteiligungsrechte beinhalten. Vielmehr 

sind sie ein Derivat, dessen Wert vom künftigen Kurs das Beteiligungspapiers abhängt 

(vgl. dazu E. 2b/ee).

ee) Die von der Rekurrentin angeführte Anwendungsregel steht im Zusammenhang mit 

den sogenannten Domizilgesellschaften, die in der Schweiz eine Verwaltungstätigkeit, 

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jedoch keine Geschäftstätigkeit ausüben. Domizil- oder Verwaltungsgesellschaften, 

d.h. Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und Stiftungen, die in der Schweiz eine 

Verwaltungstätigkeit, aber keine Geschäftstätigkeit ausüben, entrichten gemäss Art. 93 

Abs. 1 StG keine Gewinnsteuer auf Erträgen aus und Kapital- und 

Aufwertungsgewinnen auf Beteiligungen von wenigstens 20% oder wenigstens zwei 

Millionen Franken am Grund- oder Stammkapital anderer Gesellschaften (lit. a); übrige 

Einkünfte aus der Schweiz werden ordentlich (lit. b), übrige Einkünfte aus dem Ausland 

nach der Bedeutung der Verwaltungstätigkeit in der Schweiz ordentlich besteuert 

(lit. c). Diese Bestimmung entspricht Art. 28 Abs. 3 StHG. Sie schreibt eine 

objektmässige Steuerbefreiung von Beteiligungserträgen und Beteiligungsgewinnen in 

Verbindung mit der ordentlichen Besteuerung schweizerischer Einkünfte und eines 

Teils der ausländischen Einkünfte vor für Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und 

Stiftungen, die in der Schweiz eine Verwaltungstätigkeit, aber keine Geschäftstätigkeit 

ausüben. Diese Berechnungsmodalitäten gelten gemäss Abs. 4 auch für 

Gesellschaften, deren Geschäftstätigkeit überwiegend auslandsbezogen ist und die in 

der Schweiz nur eine untergeordnete Geschäftstätigkeit ausüben 

(Verwaltungsgesellschaften; vgl. Duss/von Ah/Rutishauser, in: Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 2. Aufl. 2002, N 3 der Vorbemerkungen zu 

Art. 27/28 StHG). In diesem Zusammenhang wird der Begriff der "gemischten 

Gesellschaft" vermieden, weil er für Gesellschaften Verwendung findet, deren 

Auslandstätigkeit – wie in Art. 73 StG – im Rahmen der subjektiven Steuerpflicht 

geordnet ist. Diese gemischten Gesellschaften sind harmonisierungsrechtlich nicht 

unter Art. 28 StHG zu würdigen (vgl. Duss/von Ah/Rutishauser, a.a.O., N 127 zu Art. 28 

StHG und N 8a der Vorbemerkungen zu Art. 27/28 StHG).

Abgesehen davon ist entsprechend dem klaren Wortlaut von Art. 93 Abs. 1 StG davon 

auszugehen, dass auch die Domizil- oder Verwaltungsgesellschaft grundsätzlich nur für 

jene Erträge nicht an ihrem schweizerischen Sitz gewinnsteuerpflichtig ist, die sie aus 

Beteiligungen erzielt hat. Solche Erträge weist die Rekurrentin im Rechnungsabschluss 

per 31. Dezember 2006 unbestrittenermassen nicht aus. Gleichzeitig vertritt sie die 

Auffassung, sie habe in der Schweiz keine eigentliche Geschäftstätigkeit ausgeübt. 

Systematisch erscheint es als unmöglich, einer Gesellschaft die Quote 

Geschäftstätigkeit Schweiz null zuzuweisen und die übrigen Einkünfte aus dem 

Ausland dennoch nach dem Umfang dieser Geschäftstätigkeit – d.h. gar nicht – zu 

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besteuern (vgl. Duss/von Ah/Rutishauser, a.a.O., N 137 zu Art. 28 StHG). Unter die 

übrigen Einkünfte aus der Schweiz fallen Einkünfte aus schweizerischen Quellen, d.h. 

das Domizil des Schuldners der entsprechenden Leistung muss in der Schweiz sein. 

Diese Anknüpfung ist bei Erträgen aus Grundeigentum oder aus immateriellen Rechten 

wie Lizenz- oder Markenrechten problemlos, erscheint aber in verschiedenen anderen 

Konstellationen als sachwidrig (vgl. Duss/von Ah/Rutishauser, a.a.O., N 143 zu Art. 28 

StHG).

Die von der Rekurrentin erzielten Einkünfte gehen auf den Handel mit Call-Optionen 

zurück. Der Käufer einer Call-Option erwirbt gegen Bezahlung einer Prämie (Preis der 

Option) das Recht (nicht aber die Pflicht), in einem bestimmten Zeitpunkt (Verfalltag) 

oder Zeitraum (Laufzeit) eine bestimmte Menge (Kontraktgrösse) eines bestimmten 

Guts (Basiswert) zu einem bestimmten Preis (Ausübungspreis) vom Optionsverkäufer 

zu erwerben. Der Verkäufer der Call-Option geht gegen Erhalt der Prämie die 

Verpflichtung (und nicht nur eine Berechtigung) ein, in einem bestimmten Zeitpunkt 

oder Zeitraum dem Käufer der Option den Basiswert zum Ausübungspreis zu liefern 

(vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 60 zu 

Art. 20 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: 

DBG). Bei Wertschriftengeschäften dieser Art kann daraus, ob der Option als Basiswert 

das Anteilsrecht an einer schweizerischen oder einer ausländischen Gesellschaft 

zugrunde liegt, nicht auf das Domizil des Schuldners, d.h. des Käufers des Basiswerts 

oder der Option geschlossen werden. Ebensowenig stellen die Erträge aus dem 

Optionenhandel Beteiligungserträge dar (vgl. oben E. 2b/dd). Es ist deshalb ohne 

Weiteres gerechtfertigt, für die Besteuerung der aus diesen Transaktionen erzielten 

Einkünfte auf den Sitz der Gesellschaft oder aber den Finanzplatz, über welchen die 

Transaktionen abgewickelt wurden, abzustellen. Deshalb ist es nicht möglich, das 

Finanzergebnis ganz oder bloss teilweise dem Ausland zuzuordnen.

ff) Schliesslich verlangen weder die Entstehungsgeschichte noch deren Sinn und 

Zweck eine Auslegung von Art. 73 Abs. 1 Satz 2 StG entgegen dem Wortlaut. Die 

Bestimmung wurde neu ins Steuergesetz vom 9. April 1998 aufgenommen. Den 

"gemischten Gesellschaften" ist eigen, dass ihre Geschäftstätigkeit sowohl bezüglich 

Leistungserbringung als auch bezüglich Absatzes überwiegend, aber nicht 

ausschliesslich auslandbezogen ist. Gleich wie die Domizilgesellschaften, welche in der 

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Schweiz keine Geschäftstätigkeit ausüben und daher die privilegierte Besteuerung 

nach Art. 93 StG beanspruchen können, belasten sie die schweizerische Infrastruktur 

nur in sehr geringem Ausmass. Daher rechtfertigt es sich, die reinen Ausland-Ausland-

Umsätze nur soweit zu besteuern, als die in der Schweiz ausgeübte 

Verwaltungstätigkeit zu diesem Erfolg beiträgt. Dies wird dadurch erreicht, dass bei 

überwiegender Auslandbezogenheit der Geschäftstätigkeit einseitig und in Abweichung 

vom OECD-Musterabkommen eine ausländische Betriebsstätte angenommen wird. 

Neben einem Vorausanteil von 10-20% des erzielten Reingewinns (je nach Bedeutung 

der schweizerischen Verwaltungstätigkeit) unterliegt vom restlichen Reingewinn der auf 

die schweizerische Geschäftstätigkeit entfallende Anteil der kantonalen Besteuerung. 

Der auf die ausländische Geschäftstätigkeit entfallende Anteil am verbleibenden 

Ergebnis wird dem Ausland zur Besteuerung zugewiesen (vgl. Botschaft, in: ABl 1997 

S. 1026 f.).

3.- Die Besteuerung des Unternehmensgewinns im Kanton St. Gallen verletzt 

schliesslich auch nicht die bundesrechtlichen Vorgaben zur Steuerharmonisierung bei 

juristischen Personen (vgl. E. 2 b/aa).

4.- Der Rekurs erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. Dem 

Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 4'000.-- ist 

angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen.

2.    Die Rekurrentin bezahlt die amtlichen Kosten von Fr. 4'000.-- unter

       Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 1'500.--.

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