# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 156257ac-fb94-53aa-8c25-3ddba17a6d3c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 18.03.2021 I/1-2020/138 und 139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2020-138-und-139_2021-03-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2020/138 und 139

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 10.09.2021

Entscheiddatum: 18.03.2021

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 18. März 2021
Art. 168, Art. 170, Art. 176 StG (sGS 811.1), Art. 124, Art. 126, Art. 130 DBG 
(SR 642.11). Die Veranlagungsbehörde erwog, dass die im 
Geschäftsaufwand verbuchten Nettolöhne die mit den Lohnausweisen 
bescheinigten Beträge übersteigen würden, weshalb sie bei den Löhnen 
einen Betrag von Fr. 25'000.– aufrechnete. Differenzen machte sie auch bei 
den Ausgaben für Kost und Logis geltend, was letztlich zu einer 
Aufrechnung von Fr. 11'873.– führte. Mangels nachvollziehbarer Begründung 
für die Aufrechnungen wurden die Einspracheentscheide aufgehoben und zu 
neuen Entscheiden an die Vorinstanz zurückgewiesen 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 18. März 2021, I/1-2020/138, 
139).

Präsident Urs Gmünder, Richter Markus Frei und Richterin Barbara Steinbacher, 

Gerichtsschreiberin Franziska Geser

X und Y, Rekurrenten und Beschwerdeführer,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Eigerstrasse 

65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

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St.Galler Gerichte

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2016) sowie direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2016)

 

Sachverhalt:

A.- X und Y sind verheiratet und leben auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb. In der 

Steuererklärung 2016 deklarierten sie ein steuerbares Einkommen von Fr. 63'100.– und 

ein steuerbares Vermögen von Fr. 1'972'000.–. Am 14. August 2018 wurden sie für die 

Kantons- und Gemeindesteuern 2016 mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 105'700.– und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 2'080'000.– sowie für die 

direkte Bundessteuer 2016 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 106'800.– 

veranlagt.

B.- Gegen die Veranlagungsverfügungen vom 14. August 2018 erhoben die 

Steuerpflichtigen am 5. November 2018 (Postaufgabe) Einsprache und wiesen darauf 

hin, dass sie die Veranlagungsberechnungen erst am 30. Oktober 2018 erhalten hätten. 

Sie fochten die Aufrechnungen für den Stromertrag aus Photovoltaik von Fr. 718.28, 

Naturallohnbezug in der Höhe von Fr. 11'873.– und nicht belegte Lohnauszahlungen 

von Fr. 25'000.–, Reisekosten von Fr. 1'741.–, Eintrittskarten für ein Acapella Festival 

von Fr. 205.– sowie Beiträge an den Rotary Club und einen Fussball-Club von 

insgesamt Fr. 900.– an. Mit Einspracheentscheiden vom 22. August 2019 trat die 

Vorinstanz in dem Verfahren über die Kantons- und Gemeindesteuern 2016 und die 

direkte Bundessteuer 2016 nicht auf die Einsprachen ein. Sie führte aus, diese seien 

verspätet erfolgt und die Voraussetzungen für eine Fristwiederherstellung nicht erfüllt. 

Dagegen erhoben die Steuerpflichtigen am 19. September 2019 Rekurs bei der 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK). Diese erwog, dass es der 

Vorinstanz nicht gelungen sei nachzuweisen, dass die Veranlagungsverfügungen vor 

Ende Oktober 2018 zugestellt worden seien. Dementsprechend seien die Einsprachen 

rechtzeitig erfolgt. Sie hob die Nichteintretensentscheide vom 22. August 2019 am 

23. März 2020 auf, hiess Rekurs und Beschwerde gut und wies die Sache zur 

Behandlung der Einsprachen in materieller Hinsicht an die Vorinstanz zurück (Verfahren 

I/1-2019/197, 198).

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C.- Mit Einspracheentscheiden vom 4. Juni 2020 wurden die Einsprachen teilweise 

gutgeheissen. Die Vorinstanz veranlagte die Steuerpflichtigen für die Kantons- und 

Gemeindesteuern 2016 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 105'500.– und 

einem steuerbaren Vermögen von Fr. 2'080'000.– sowie für die direkte Bundessteuer 

mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 106'600.–. Zur Aufrechnung für die Erträge 

aus der Einspeisung von Photovoltaikstrom führte die Vorinstanz aus, dass bei den 

ausgewiesenen Beträgen gegenüber der Steuermeldung der Energiepool Schweiz AG 

ein Fehlbetrag von Fr. 718.28 bestanden habe, weshalb an der Aufrechnung 

festgehalten werde. In Bezug auf die Aufrechnungen für den Naturallohnbezug in der 

Höhe von Fr. 11'873.– und für nicht belegte Lohnzahlungen von Fr. 25'000.– erklärte 

sie, dass im Jahr 2016 um Fr. 25'000.– höhere Nettolöhne im Geschäftsaufwand 

verbucht als auf den Lohnausweisen bescheinigt worden seien. Auch die im 

Personalaufwand verbuchten Naturallöhne würden nicht mit den in den Lohnausweisen 

bescheinigten geldwerten Bezügen aus den Arbeitsverhältnissen korrespondieren. An 

diesen beiden Aufrechnungen werde somit ebenfalls festgehalten. Bei Treueprämien 

(Dienstaltersgeschenken) handle es sich um steuerbare Leistungen des Arbeitgebers 

an den Arbeitnehmer, die im Lohnausweis aufzuführen seien. Geschehe dies nicht, so 

seien sie als geschäftsmässig nicht begründete Ausgaben zu qualifizieren, weshalb an 

der Aufrechnung von Fr. 1'741.– festgehalten werde. Kosten für Besuche von Konzert-, 

Theater- und Musikaufführungen fielen in der Regel unter die nicht abziehbaren 

Aufwendungen der privaten Lebensführung. Ein konkreter geschäftsmässiger 

Zusammenhang sei durch die Steuerpflichtigen nicht ausreichend belegt worden. Die 

Aufrechnung von Fr. 205.– für das Acapella-Festival sei somit zu Recht erfolgt. Mit der 

Zahlung von Fr. 700.– an den Rotary Club sei der jährliche Mitgliederbeitrag beglichen 

worden. Diese Mitgliedschaft werde aus persönlich motivierten Gründen angestrebt, 

weshalb er ebenfalls aufzurechnen sei. Der Mitgliederbeitrag von Fr. 200.– an den 

Fussball-Club sei für ein Unternehmen in der Region eventuell werbewirksam. Im Sinne 

eines Entgegenkommens werde dieser Beitrag als Geschäftsaufwand anerkannt.

D.- Gegen die Einspracheentscheide vom 4. Juni 2020 erhoben die Steuerpflichtigen 

am 2. Juli 2020 (Postaufgabe) Rekurs und Beschwerde bei der VRK. Sie stellten 

sinngemäss das Rechtsbegehren, die vorinstanzlichen Entscheide über die Kantons- 

und Gemeindesteuern 2016 sowie die direkte Bundessteuer 2016 seien aufzuheben 

und die deklarierten Aufwendungen für Lohnkosten in der Höhe von Fr. 25'000.– 

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vollumfänglich zum Abzug zuzulassen. Die angefochtenen Einspracheentscheide 

reichten sie auf entsprechende Aufforderung des Gerichts mit Eingabe vom 7. Juli 2020 

nach. Die Vorinstanz liess sich am 13. August 2020 vernehmen. Sie beantragte die 

teilweise Gutheissung des Rekurses und der Beschwerde, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Gemäss der aktuellen Aktenlage ergebe sich ein Betrag von Fr. 

22'234.85 für nicht belegte Lohnzahlungen, die dem Geschäftsaufwand belastet 

worden seien. Dementsprechend sei die diesbezügliche Aufrechnung von Fr. 25'000.– 

auf Fr. 22'235.– zu reduzieren. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf 

eine Vernehmlassung zur Beschwerde. Eine weitere Eingabe der Steuerpflichtigen 

datiert vom 7. September 2020. Darin führten sie aus, dass sie mit Rekurs und 

Beschwerde vom 2. Juli 2020 nicht nur die Aufrechnung bei den Lohnkosten, sondern 

sinngemäss die Einspracheentscheide vom 4. Juni 2020 in allen Punkten anfechten 

würden.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide hinsichtlich der Kantons- und 

Gemeindesteuern 2016 und der direkten Bundessteuer 2016. Hierbei handelt es sich 

um verschiedene Steuern, welche verschiedenen Gemeinwesen zufliessen und 

Gegenstand getrennter Veranlagungen und Verfahren sind. Dies bedeutet, dass zwei 

Entscheide zu fällen sind, die in einem einzigen Dokument enthalten sein können – der 

eine für die Kantons- und Gemeindesteuern und der andere für die direkte 

Bundessteuer –, mit getrennten Begründungen, wobei Verweisungen zulässig sind, und 

eigenen Rechtssprüchen (Dispositiven) oder zumindest einem Rechtsspruch, der die 

beiden Steuern ausdrücklich auseinanderhält (BGE 130 II 509 E. 8.3 = Pra 94 [2005] 

Nr. 114). Dementsprechend werden der Rekurs und die Beschwerde in einem einzigen 

Dokument behandelt und die Steuern im gemeinsamen Rechtsspruch 

auseinandergehalten. Spätere höchstrichterliche Differenzierungen bezüglich Form und 

Inhalt von Entscheiden (BGE 135 II 260 E. 1.3.1 und 142 II 293 E. 1.2) haben an der 

Zulässigkeit dieser Vorgehensweise nichts geändert.

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2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum 

Sach-

entscheid zuständig. Die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der Rekurs 

und die Beschwerde vom 2. Juli 2020 sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen 

in formeller und inhaltlicher Hinsicht gemeinsam mit der Ergänzung vom 7. Juli 2020 

die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs.1 des St. Galler Steuergesetzes, sGS 

811.1, abgekürzt: StG, Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG, Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz 

über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1, Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die 

Beschwerde ist einzutreten.

3.- a) Steuerbar sind alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- 

und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen 

selbständigen Erwerbstätigkeit (Art. 31 Abs. 1 StG, Art. 18 DBG). Der steuerbare 

Reingewinn setzt sich zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrechnung und allen vor 

Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des 

Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem 

Aufwand verwendet werden, worunter unter anderem nicht geschäftsmässig 

begründete Zuwendungen an Dritte fallen (Art. 82 in Verbindung mit [i.V.m.] 31 Abs. 3 

StG, Art. 58 i.V.m. Art. 18 Abs. 3 DBG).

Das Gesetz verpflichtet die Steuerpflichtigen, die Steuererklärung wahrheitsgemäss 

und vollständig auszufüllen, persönlich zu unterzeichnen und zusammen mit den 

vorgeschriebenen Beilagen fristgemäss der zuständigen Behörde einzureichen. 

Reichen sie die Steuererklärung nicht oder mangelhaft ausgefüllt ein, werden sie 

aufgefordert, das Versäumte innert angemessener Frist nachzuholen (Art. 168 StG, Art. 

124 DBG). Die Steuerpflichtigen müssen alles tun, um eine vollständige und richtige 

Veranlagung zu ermöglichen. Auf Verlangen der Veranlagungsbehörde müssen sie 

insbesondere mündlich oder schriftlich Auskunft erteilen, Geschäftsbücher, Belege und 

weitere Bescheinigungen sowie Urkunden über den Geschäftsverkehr vorlegen (Art. 

170 StG, Art. 126 DBG). Die Veranlagungsbehörde ihrerseits prüft die Steuererklärung, 

nimmt die erforderlichen Untersuchungen vor (Art. 176 StG, Art. 130 DBG). Sie stellt die 

für eine vollständige und richtige Be-

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steuerung massgebenden tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse fest. Dazu kann 

sie Sachverständige beiziehen, Augenscheine durchführen sowie Geschäftsbücher und 

Belege an Ort und Stelle einsehen (Art. 176 StG).

b) Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren ist insbesondere der in der Jahresrechnung 

2016 der Generationengemeinschaft X und Z verbuchte Personalaufwand umstritten. 

Dabei handelt es sich einerseits um Löhne der Angestellten (Buchungskonto 5000), die 

mit Fr. 125'583.10 ausgewiesen wurden, und andererseits um die Ausgaben für Kost & 

Logis der Angestellten (Buchungskonto 5020), die im Betrag von Fr. 31'320.– 

aufgeführt sind. Die Vorinstanz zweifelte an der Richtigkeit dieser Angaben und forderte 

bei den Steuerpflichtigen Unterlagen nach. Im vor Gericht eingereichten Aktendossier 

der Vorinstanz finden sich unter anderem diverse Lohnausweise der Angestellten (act. 

9/I/4-6 und act. 9/I/20), die Jahresrechnung 2016 der Generationengemeinschaft 

inklusive Kontoblätter (act. 9/I/8 und act. 9/I/18, ohne Belege), die Lohndeklaration 

2016 an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (SVA, ohne effektive 

Abrechnung), Aufenthaltsbewilligungen von Angestellten (act. 9/II/16-19), ein Formular 

über die Quellensteuerabrechnung ausländischer Arbeitnehmer und Grenzgänger (act. 

9/II/22.2 und 9/II/22.3, ohne entsprechende Verfügung) sowie ein Lohnmeldeformular 

für Angestellte für die Globalversicherung (act. 9/II/22.5, ohne Police). Nachdem für die 

Steuerpflichtigen offenbar unklar war, ob sich diese Unterlagen bei den Steuerakten 

befinden oder abhanden gekommen waren, reichten sie mehrere dieser Dokumente vor 

Gericht erneut ein (act. 2/2-6).

c) aa) Bei einer näheren Betrachtung dieser Dokumente fallen gewisse Unstimmigkeiten 

auf. So erscheinen die auf den Lohnausweisen ausgewiesenen Beiträge an die AHV/IV/

EO/ALV/NBUV unter Beizug der im Jahr 2016 geltenden Beitragssätze mindestens 

teilweise nicht als nachvollziehbar. Die Belege zum Konto 5700 liegen nicht bei den 

Akten. Mit den vorliegenden Unterlagen lässt sich somit die Höhe der an die 

Angestellten ausbezahlten Nettolöhne nicht überprüfen. Weder liegt eine SVA-

Abrechnung noch liegen die Belege des Buchungskontos 5000, des Buchungskontos 

5700 oder eine Police der Globalversicherung bei den Akten. Beim Lohnausweis 2016 

für A kann weiter auch das Datum (02.02.2016) nicht korrekt sein. Eine Berechnung der 

Nettolöhne ist bei dieser Ausgangslage nicht möglich. Gestützt auf die von der 

Vorinstanz dem Gericht edierten Unterlagen muss aber davon ausgegangen werden, 

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dass die vorstehend erwähnten Unterlagen bei den Steuerpflichtigen weder 

nachgefordert noch eingesehen wurden. Die Vorinstanz hat es somit unterlassen, den 

Sachverhalt hinreichend festzustellen.

Die Höhe der umstrittenen Ausgaben für Kost & Logis der Angestellten kann ebenfalls 

nicht überprüft werden. Einerseits stellt sich dabei wiederum die Problematik, dass die 

Sozialversicherungsbeiträge auf den Lohnausweisen nicht nachvollziehbar sind und die 

SVA-Abrechnung nicht bei den Akten liegt. Andererseits lässt sich auch die 

Jahresrechnung 2016 diesbezüglich nicht überprüfen, da zur entsprechenden Position 

sowohl Belege als auch weitere Informationen zum Buchungskonto 9239 fehlen. Nicht 

bekannt ist des Weiteren, welche Angestellten wie oft auf dem Betrieb gegessen und 

allenfalls auch geschlafen haben. Auch diesbezüglich sind nötigenfalls weitere 

Abklärungen zu treffen.

bb) Ferner ermangelt es den beiden Einspracheentscheiden über die Kantons- und 

Gemeindesteuern 2016 sowie über die direkte Bundessteuer 2016 vom 4. Juni 2020 

(act. 5/2 und 5/4) an einer nachvollziehbaren Begründung über die Reduktion der 

Nettolöhne. So wurde darin lediglich festgehalten, dass die im Geschäftsaufwand 

verbuchten Nettolöhne die mittels der Lohnausweise bescheinigten Beträge um Fr. 

25'000.– übersteigen würden. Wie die Vorinstanz auf diesen Betrag kommt, legt sie in 

der Entscheidbegründung nicht dar. Im vorinstanzlichen Aktendossier ist eine 

Berechnung zur Lohnsumme gestützt auf die Lohnausweise zu finden, wobei auf dem 

Dokument weder ein Datum noch ein Urheber zu finden ist. Das Papier ist im 

Aktendossier irgendwo zwischen den Belegen der Steuerpflichtigen und nicht etwa als 

Beilage zum Entscheid eingeordnet (act. 9/I/9). Offenbar handelt es sich dabei um eine 

Berechnung der Vorinstanz. Darin wurden die in den Lohnausweisen ausgewiesenen 

Sozialversicherungsbeiträge – die gemäss den voranstehenden Ausführungen in 

fraglicher Höhe ausgewiesen wurden – einseitig bei den Nettolöhnen, nicht aber beim 

Naturallohn in Abzug gebracht, weshalb die Berechnung von vornherein nicht stimmen 

kann. Auch für die Lohnzahlungen gemäss Jahresrechnung wurde ein falscher Betrag 

eingesetzt (Fr. 127'531.60 anstatt Fr. 125'583.10). Eine nachvollziehbare Begründung 

für die Lohndifferenz von Fr. 25'000.– liefert somit auch dieses Papier nicht. In der 

Vernehmlassung vom 13. August 2020 verwies die Vorinstanz auf diese Berechnung, 

stellte jedoch den Antrag, den aufgerechneten Betrag von Fr. 25'000.– auf 

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Fr. 22'234.85 zu reduzieren. Auch daraus geht jedoch nicht hervor, wie sich der Betrag 

von Fr. 22'234.85 ergeben soll. Den Steuerpflichtigen steht im Rahmen ihres 

Anspruchs auf rechtliches Gehör unter anderem eine nachvollziehbare 

Entscheidbegründung zu (PK VRP/SG-Rizvi/Risi, Art. 15-17 N 19 ff.). Angepasste 

Berechnungsgrundlagen müssen aus dem Entscheid selbst oder mindestens einer 

Beilage, auf die konkret verwiesen wird, hervorgehen. Die Begründung eines 

Einspracheentscheids ist ferner so abzufassen, dass die Aufrechnungen aufgrund der 

Akten zweifelsfrei nachvollzogen werden können. Da eine solche Begründung fehlt, 

wurde der Anspruch der Steuerpflichtigen auf rechtliches Gehör verletzt; dies ist von 

Amtes wegen zu berücksichtigen.

Gleichermassen geben die beiden Einspracheentscheide vom 4. Juni 2020 (act. 5/2 

und 5/4) keinen Aufschluss darüber, wie sich die Aufrechnung von Fr. 11'873.– für zu 

viel ausgewiesene Naturallöhne ergeben soll. Es heisst nur, dass sie nicht mit den im 

Personalaufwand verbuchten Naturallöhnen korrespondieren würden. In der 

Vernehmlassung wird nichts dazu geschrieben. Die handschriftlichen Notizen auf act. 

9/I/12, deren Herkunft unklar ist, lassen sich nicht nachvollziehen. Es ist nicht 

ersichtlich, worauf sich die darin verwendeten Beträge und insbesondere deren Anzahl 

stützen; auch nicht anhand des Merkblatts der Eidgenössischen Steuerverwaltung 

ESTV NL1/2007 für Verpflegung und Unterkunft von landwirtschaftlichen 

Arbeitnehmern. Wie sich der aufgerechnete Betrag ergeben soll, ist somit ebenfalls 

nicht nachvollziehbar dargelegt. Auch diesbezüglich wurde der Anspruch der 

Steuerpflichtigen auf rechtliches Gehör verletzt.

Im Übrigen stellt sich auch die Frage, ob die Vorinstanz ihrer Aktenführungspflicht im 

Sinne einer chronologischen, vollständigen, übersichtlichen und im Zeitpunkt des 

Entscheids in sich geschlossenen Dossierführung nachgekommen ist (BGE 142 I 86 E. 

2.2, 130 II 473 E. 4.1 und 4.2, 115 Ia 97 E. 4, VRKE I/1-2018/192 vom 28. Oktober 2019 

E. 2b). Da eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bereits im Rahmen der 

Begründungspflicht festgestellt wurde und ein weiterer Verfahrensmangel kaum mehr 

wesentlich ins Gewicht fallen würde, erübrigt sich diese Prüfung.

d) Zusammenfassend hat die Vorinstanz in mehrfacher Hinsicht Verfahrensfehler 

begangen. So hat sie es unterlassen, den Sachverhalt hinlänglich abzuklären, und den 

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Anspruch der Steuerpflichtigen auf rechtliches Gehör, insbesondere auf eine 

Entscheidbegründung, verletzt. Dass die Buchhaltungsunterlagen der Steuerpflichtigen 

gewisse Fragen aufwerfen, ändert nichts an den Anforderungen an ein formell 

korrektes Verfahren. Vorliegend handelt es sich nicht um einen geringfügigen Mangel, 

der sich vom Gericht mit einem verhältnismässigen Aufwand beheben liesse. Zudem 

entginge den Steuerpflichtigen eine Instanz, wenn das Gericht direkt einen 

reformatorischen Entscheid fällen würde. Dies betrifft beide Verfahren gleichermassen. 

Dementsprechend sind die Einspracheentscheide über die Kantons- und 

Gemeindesteuern 2016 und die direkte Bundessteuer 2016 vom 4. Juni 2020 aus 

formellen Gründen aufzuheben und die Angelegenheiten sind gestützt auf Art. 56 Abs. 

2 VRP zu weiteren Abklärungen und neuen Einspracheentscheiden an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. Die neuen Einspracheentscheide müssen eine nachvollziehbare 

Begründung enthalten.

Im Übrigen ist bei der neuen Entscheidfindung zu berücksichtigen, dass aus der 

steueramtlichen Meldung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) hervorgeht, 

dass die

Steuerpflichtigen für die Einspeisung des Stroms aus Photovoltaik im Jahr 2016 mit 

Fr. 6'745.– entschädigt wurden (act. 9/I/10). Die Vorinstanz hat die Aufrechnung im 

Differenzbetrag von Fr. 718.25 zum deklarierten Betrag von Fr. 6'026.75 somit zu Recht 

vorgenommen. Dass Dienstaltersgeschenke der Einkommenssteuer unterliegen, geht 

sodann direkt aus dem Gesetz hervor (Art. 30 Abs. 1 StG, Art. 17 Abs. 1 DBG, vgl. 

auch Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 17 

N 35). Ein Dienstaltersgeschenk wurde auf dem Lohnausweis des betreffenden 

Arbeitnehmers nicht ausgewiesen, weshalb die Vorinstanz zu Recht davon ausging, 

dass die entsprechende Reise nicht geschäftsmässig begründet war (act. 9/I/20). Über 

die Umstände des Besuchs des Acapella-Festivals ist wenig bekannt. Ist das Festival 

mit oder von einem Geschäftspartner besucht worden, wäre der Aufwand als 

geschäftsmässig begründet anzusehen. Dazu müssten die Steuerpflichtigen jedoch 

Belege und Erklärungen einreichen. Dass die Mitgliedschaft im Rotary Club 

geschäftsmässig begründet ist, erscheint naheliegend. Jedenfalls dürfte der 

Hauptgrund für die Mitgliedschaft in der Anbahnung von Geschäftsbeziehungen 

bestehen. Die entsprechenden Aufwendungen von Fr. 700.– wurden somit zu Unrecht 

aufgerechnet. Der Mitgliederbeitrag des Fussball-Clubs von Fr. 200.– wurde von der 

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Vorinstanz als werbewirksam und somit geschäftsmässig begründet anerkannt, was 

nicht zu beanstanden ist. Aufrechnungen im Zusammenhang mit dem Mietwert der 

Betriebsleiterwohnung, den Studiengebühren des Sohnes sowie der 

Handänderungssteuer blieben bereits im Einspracheverfahren unangefochten.

4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die Verfahrenskosten zulasten des 

Staates (Art. 95 Abs. 1 VRP). Namentlich entspricht die Rückweisung der 

Angelegenheit an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung einem Obsiegen. Eine Gebühr 

von je Fr. 600.– erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, 

sGS 941.12). Die beiden Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 1'200.– sind den 

Steuerpflichtigen zurückzuerstatten.

Entscheid:

1.   

Der Einspracheentscheid vom 4. Juni 2020 über die Kantons- und Gemeindesteuern 

2016 wird aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zu weiteren 

Sachverhaltsabklärungen und neuem Einspracheentscheid an die Vorinstanz 

zurückgewiesen.

2.   

Der Einspracheentscheid vom 4. Juni 2020 über die direkte Bundessteuer 2016 wird 

aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zu weiteren 

Sachverhaltsabklärungen und neuem Einspracheentscheid an die Vorinstanz 

zurückgewiesen.

3.   

Die Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'200.– trägt der Staat. Die 

beiden Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 1'200.– werden den Steuerpflichtigen 

zurückerstattet.

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