# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2349617d-4bc8-5754-a2e9-2d102828c41c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.11.2010 D-4900/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4900-2010_2010-11-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4900/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 
Richter Jean-Pierre Monnet, Richter Bendicht Tellenbach, 
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______, Algerien,
vertreten durch lic. iur. Donato Del Duca, Rechtsanwalt, 
Rechtsberatungsstelle für Asyl Suchende Aargau, 
C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-
Verfahren); Verfügung des BFM vom 1. Juli 2010 / 
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4900/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Algerien am 25. Januar 2009 legal mit seinem Pass auf dem Luftweg 
Richtung D._______ verliess und nach einem ungefähr zweimonatigen 
Aufenthalt  mit  dem Schiff  auf eine ihm unbekannte griechische Insel 
gelangte, von wo aus er via E._______ nach F._______ weiterreiste,

dass  er  seine  Reise  nach  sechs  beziehungsweise  sieben  Monaten 
fortgesetzt  habe und auf  dem Luftweg nach G._______ gelangt  und 
am 27. September  2009 mit  dem Bus nach H._______ weitergereist 
sei, wo er erfolglos ein Asylverfahren durchlaufen habe, 

dass er sich während fünf Monaten in H._______ aufgehalten habe, 
worauf er am 24. Februar 2010 illegal in die Schweiz gelangte, wo er  
am 26. Februar 2010 im I._______ ein Asylgesuch stellte,

dass er am 23. März 2010 im I._______ summarisch zu seinen Asyl -
gründen befragt  wurde, wobei er  darlegte, im Jahr 1993 seien seine 
Mutter  sowie  seine  zwei  Brüder  von  den  J._______  getötet  worden 
und  später  habe  er  auch  seinen  Vater  verloren,  der  an  Diabetes 
gestorben sei,

dass er deshalb bis zu seinem 16. Lebensjahr bei seiner Grossmutter  
gelebt habe,

dass  er  den  Militärdienst  in  {.......}  geleistet  und  danach  für  eine 
Privatperson als K._______ gearbeitet habe, 

dass  er  von seinem Arbeitgeber  schlecht  behandelt  worden sei  und 
dieser ihm keine Rechte gewährt habe, weshalb er sich zur Ausreise 
entschlossen habe,

dass er nie Probleme mit den heimatlichen Behörden gehabt habe,

dass  er  nicht  in  sein  Heimatland  zurückkehren  könne,  weil  er  dort 
keine Unterkunft mehr habe, 

dass dem Beschwerdeführer am 23. März 2010 das rechtliche Gehör 
zu  einer  allfälligen  Wegweisung  nach  Griechenland  und  zu  einem 
möglichen Nichteintretensentscheid gewährt wurde,

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dass er dabei erklärte, eine Wegweisung nach Griechenland komme 
für ihn nicht in Frage, weil es dort kein Asylverfahren gebe, man dort  
keine Möglichkeit habe zu arbeiten und er nicht einen "krummen Weg" 
einschlagen wolle, wobei er "Drogen oder Diebstahl" anführte,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird, 

dass  das  BFM  die  griechischen  Behörden  am  19.  April  2010  um 
Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte,

dass von den griechischen Behörden innert  Frist  keine Antwort  ein-
ging,

dass das BFM mit  Verfügung vom 1. Juli  2010 – eröffnet  am 5. Juli 
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers nicht eintrat,  die Wegweisung aus der Schweiz nach Grie-
chenland spätestens am Tag nach Ablauf  der Beschwerdefrist  sowie 
den Vollzug anordnete und festhielt, eine allfällige Beschwerde gegen 
diese Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung,

dass das BFM zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer habe 
anlässlich der Befragung zur Person angegeben, er habe sich sechs 
Monate lang in Griechenland aufgehalten,

dass Griechenland gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 2004 
zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäi-
schen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 
des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat 
oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags (Dublin-Assoziierungsab-
kommen [DAA, SR 0.142.392.68])  und auf  das Übereinkommen vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwe-
gen gestellten Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, 
SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass die griechischen Behörden innerhalb der festgelegten Frist nicht  
geantwortet hätten, weshalb die Zuständigkeit gemäss Art. 20 Abs. 1 

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Bst. c der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 
2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des 
Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist,  
den  ein  Staatsangehöriger  eines  Drittlandes  in  einem  Mitgliedstaat 
gestellt  hat  (Dublin-II-Verordnung),  auf  Griechenland  übergegangen 
sei,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder Verlängerung – bis spätestens am 20. November 2010 zu erfol-
gen habe, 

dass dem Beschwerdeführer am 23. März 2010 das rechtliche Gehör 
gewährt worden sei, wobei er erklärt habe, er wolle unter keinen Um-
ständen nach Griechenland zurückkehren,  weil  es dort  kein Asylver-
fahren und keine Arbeit  gebe und dort  ausserdem die  Drogenszene 
und der Diebstahl sehr gross geschrieben seien,

dass,  nachdem  verschiedene  Menschenrechtsorganisationen  und 
UNHCR den Zugang zum griechischen Asylverfahren bemängelt hät-
ten, Griechenland im August 2008 verschiedene Gesetzesänderungen 
vorgenommen habe,

dass, auch wenn die praktische Umsetzung dieser Gesetzesänderun-
gen noch eine gewisse Zeit  in Anspruch nehme, doch spürbare Ver-
besserungen festgestellt werden könnten,

dass, indem Griechenland die bestehende Berufungskommission ab-
geschafft habe, eine allfällige Verletzung des in Art. 13 der Konvention 
vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  festgelegten  effektiven Rechtsschutzes 
durch die griechischen Behörden nicht der Schweiz angelastet werden 
könne, weil diese Bestimmung nicht indirekt verletzt werden könne,

dass der Wegweisungsvollzug nach Griechenland durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Juli 2010 (Poststem-
pel: 7. Juli  2010) Beschwerde gegen diese Verfügung einreichte und 
beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und das Amt sei 
anzuweisen, sein Recht zum Selbsteintritt auszuüben und sich für das 
vorliegende Asylgesuch für zuständig zu erklären,

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dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  im  Rahmen  vorsorglicher 
Massnahmen um Gewährung der aufschiebenden Wirkung, um Anwei-
sung der Vollzugsbehörden, von einer Überstellung nach Griechenland 
abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über den Suspensivef-
fekt der eingereichten Beschwerde entschieden habe, um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021)  und um Verzicht auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses ersuchte, 

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass mit Telefax vom 8. Juli 2010 der Vollzug der Wegweisung im Rah-
men einer vorsorglichen Massnahme (Art. 56  VwVG) ausgesetzt wur-
de,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
13. Juli 2010 das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung 
der Beschwerde guthiess, den Entscheid über das Gesuch um Gewäh-
rung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1 
VwVG auf einen späteren Zeitpunkt verschob, das Gesuch um Beiga-
be eines Anwaltes im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG abwies und auf  
die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtete,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass die Abteilungen des Bundesverwaltungsgerichts in der Regel in 
der  Besetzung  mit  drei  Richtern  oder  Richterinnen  entscheiden 
(Spruchkörper; vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), 

dass sich der  Beschwerdeführer  gemäss eigenen Angaben während 
sechs bis sieben Monaten in Griechenland aufhielt, bevor er via ande-
re Dublin-Mitgliedstaaten in die Schweiz weiterreiste,

dass der vorgängige Aufenthalt  des Beschwerdeführers in Griechen-
land feststeht und er diesen auch nicht bestreitet,

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dass  angesichts  des  zuvor  festgestellten  Sachverhalts  und  der  ein-
schlägigen  Staatsverträge  (vgl.  DAA,  Dublin-II-Verordnung  und  Ver-
ordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 
mit  Durchführungsbestimmungen  zur  Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003 
des Rates  [Dublin-DVO]) Griechenland als  für  die  Durchführung des 
Asylverfahrens zuständig zu erachten ist, 

dass die griechischen Behörden das Ersuchen des BFM vom 19. April 
2010 um Übernahme des Beschwerdeführers bis dato unbeantwortet 
liessen,  wodurch die Fiktion der  Zustimmung zur Aufnahme entsteht 
(vgl. Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung), 

dass das BFM aufgrund dieser Sachlage zu Recht folgerte, Griechen-
land habe den Beschwerdeführer zurückzuübernehmen,

dass in der Rechtsmittelschrift indessen unter Hinweis auf diverse Be-
richte und europäische Gerichtsentscheide geltend gemacht wird, der 
Beschwerdeführer  laufe  bei  einer  Rückweisung  nach  Griechenland 
grosse Gefahr, direkt in sein Heimatland zurückgeschafft  zu werden, 
und das Asylverfahren in Griechenland verletze fundamentale Garanti -
en,

dass daher das BFM verpflichtet sei, gestützt auf Art. 3 Abs. 2 Dublin-
II-Verordnung vom Selbsteintrittsrecht Gebrauch zu machen,

dass das Bundesverwaltungsgericht diese Sichtweise im Falle des Be-
schwerdeführers  nicht  teilt,  da  sich dieser  eigenen Angaben zufolge 
vor seiner Einreise in die Schweiz etwa sechs bis  sieben Monate in 
Griechenland  aufhielt  (vgl.  A1,  S.  7)  und  dort  gar  kein  Asylgesuch 
stellte (vgl. A1, S. 7 f.),

dass er seine Heimat Algerien verlassen habe, weil ihn sein Arbeitge-
ber schlecht behandelt und ihm keine Rechte gewährt habe,

dass er in seinem Heimatland keine Probleme mit den Behörden oder 
Organisationen gehabt habe und nie verhaftet worden oder jemals vor 
Gericht gewesen sei,

dass gegen eine Rückkehr nach Algerien lediglich der Umstand spre-
che, dass er dort keine Unterkunft habe (vgl. A1, S. 6),

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dass in Anbetracht der dargestellten Sachlage nicht ersichtlich ist, in-
wiefern dem Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Algerien eine 
menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK drohen 
sollte, weshalb im Falle des Vollzugs der Wegweisung nach Griechen-
land  auch  die  Gefahr  einer  unzulässigen  Kettenabschiebung  offen-
sichtlich nicht besteht,

dass sodann keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, die darauf hin-
deuten,  der  Beschwerdeführer  würde  im  Falle  einer  Rückkehr  nach 
Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten, zumal es ihm je-
derzeit offensteht, nach Algerien zurückzukehren, wo er seit April 2006 
bis November 2008 arbeitete (vgl. A1, S. 6) und wo seine Familienan-
gehörigen (fünf Onkel) leben (vgl. A1, S. 3 f.), die ihm erforderli chen-
falls bei der Suche nach einer Unterkunft behilflich sein könnten,

dass  daher  keine  Veranlassung  besteht,  die  Bestimmung  über  das 
Selbsteintrittsrecht im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung an-
zuwenden,

dass das BFM somit gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu Recht auf  
das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass es sich bei dieser Sachlage erübrigt, auf die weiteren Ausführun-
gen in der Beschwerdeschrift einzugehen, zumal diese einzig Ausfüh-
rungen zur allgemeinen Situation in Griechenland und zur Diskussion 
des refoulement-Verbotes im Rahmen des Dublin-Verfahrens enthält, 
nicht aber zu den konkreten, den Beschwerdeführer persönlich betref-
fenden Umständen Stellung nimmt,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständi -
gen Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum bleibt  für  Ersatzmass-
nahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des 

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Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20),

dass mithin eine entsprechende Prüfung, soweit notwendig, vielmehr 
bereits im Rahmen des Dublin-Verfahrens stattfinden muss (vgl. vorge-
hende Erwägungen),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Griechenland zu Recht als zulässig,  zumutbar und möglich er-
achtete,

dass der Beschwerdeführer demnach nicht darzutun vermag, inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den rechtserhebli-
chen Sachverhalt  unrichtig oder unvollständig feststellt  oder unange-
messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

dass mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache das Gesuch 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstands-
los geworden ist,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist und die in Aussicht gestellte Fürsorgebestätigung 
nicht  nachgereicht  wurde,  weshalb  das  Gesuch  um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65  Abs. 1 VwVG abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.− 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.− werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(per Kurier; in Kopie)

- das L._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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