# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fcfcabc-53d4-5c19-9f4c-80f56c920b6b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.08.2025 F-5758/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-5758-2025_2025-08-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-5758/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Genner, 

mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch;   

Gerichtsschreiberin Selina Schmid. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), Kamerun,    

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-

Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG); Verfügung des 

SEM vom 30. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

F-5758/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 16. Juli 2025 in der Schweiz um Asyl. 

Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Fingerabdruck-

Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am 9. Juni 2025 in Österreich, am 

10. April 2025 in Dänemark, am 9. September 2024 in Deutschland und 

am 6. März 2024 in Italien um Asyl ersucht hatte. Am 7. Juni 2025 wurde 

der Beschwerdeführer von Dänemark zwecks Wiederaufnahme nach 

Deutschland überstellt.  

B.  

Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs im Rahmen des persönlichen 

Dublin-Gesprächs am 24. Juli 2025 ersuchte die Vorinstanz gleichentags 

die deutschen Behörden um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers 

gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rats vom 26. Juni 2013 zur Festlegung 

der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 

Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in 

einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz 

zuständig ist (Dublin-III-VO). Die deutschen Behörden hiessen das 

Ersuchen am 28. Juli 2025 gut.  

C.  

Mit Verfügung vom 30. Juli 2025 (gleichentags eröffnet) trat die Vorinstanz 

auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete seine 

Überstellung nach Deutschland an und forderte ihn auf, die Schweiz am 

Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen.  

D.  

Mit undatierter Rechtsmitteleingabe (Eingang beim Gericht am 4. August 

2025 [Poststempel unleserlich]) gelangte der Beschwerdeführer an das 

Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben 

und sein Asylgesuch sei von der Vorinstanz zu prüfen. Es sei der 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Es sei ihm die 

unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses zu verzichten.  

E.  

Am 4. August 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovi-

sorischen Vollzugsstopp an. 

  

F-5758/2025 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG 

[SR 142.31]; Art. 31 ff. VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind 

erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, 

Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Das Gericht entscheidet 

über die Beschwerde endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summa-

rischer Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

Dublin-III-VO grundsätzlich Deutschland für die Behandlung des Asyl-

gesuchs des Beschwerdeführers zuständig ist, dass das deutsche 

Asylsystem rechtsprechungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, 

aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die 

Schweiz überginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugs-

hindernisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt 

nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei hat sie die 

Vorbringen des Beschwerdeführers im Hinblick auf seine Probleme in 

Deutschland mit einem Marokkaner, welcher ihn töten wolle sowie seine 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen (gemäss eigener Aussage Augen-

schmerzen und ausgerenktes Kniegelenk) berücksichtigt und rechtspre-

chungskonform gewürdigt. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechts-

fehlerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

zukommenden Ermessens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz 

abgesehen. Sie ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 

und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG seine Wegweisung nach 

Deutschland angeordnet. Zur näheren Begründung wird auf die Erwä-

gungen der Vorinstanz verwiesen.  

2.2. Was der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag 

an der Richtigkeit der angefochtenen Verfügung nichts zu ändern. Die 

Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er grosse Probleme mit 

Personen in Deutschland habe und diese ihn mit dem Tod bedroht hätten, 

F-5758/2025 

Seite 4 

blieben gänzlich unsubstantiiert und werden nicht belegt. Diesbezüglich ist 

festzuhalten, dass Deutschland ein funktionierender Rechtsstaat ist und 

die Behörden gewillt und fähig sind, staatlichen Schutz zu gewähren. Es 

bestehen keine konkreten Hinweise, wonach die deutsche Polizei dem 

Beschwerdeführer – bei Bedarf – den erforderlichen Schutz verweigern 

würde. 

3.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 30. Juli 2025 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.  

4.  

Mit vorliegendem Urteil fällt der am 4. August 2025 angeordnete Voll-

zugsstopp dahin und der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

wird gegenstandslos. 

5.  

Die Begehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Gesuch um 

unentgeltliche Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist. 

6.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-5758/2025 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die 

kantonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Genner Selina Schmid 

 

 

Versand: