# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0e2d60c-4f4d-52bc-82f6-1da1b1aa7c15
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 13.08.2015 HG140205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG140205_2015-08-13.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 

 

Geschäfts-Nr.: HG140205-O U 
(vorher: HG080025) 

 
Mitwirkend: die Oberrichter Dr. George Daetwyler, Vizepräsident, und 

Prof. Dr. Alexander Brunner, die Handelsrichter Christian Zuber, 

Fabio Oetterli und Ursula Suter sowie die Gerichtsschreiberin 

Dr. Eva Borla-Geier 
 

Urteil vom 13. August 2015 

 

in Sachen 

 
1. A._____,  

2. … 

3. B._____,  

Kläger 

 

1, 3 vertreten durch Fürsprecher X._____, 

 

gegen 

 

C._____ Bank AG,  

Beklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____,  

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y2._____,  

 

sowie 

 

D._____,  

Nebenintervenientin 

- 2 - 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Z._____,  

 
betreffend Forderung 

 

- 3 - 

 

Inhaltsverzeichnis 
 
1. Parteien und unbestrittener Sachverhalt ........................................................10 
2. Prozessuales ...........................................................................................................11 

2.1.   Prozessverlauf ....................................................................................................11 
2.2.   Anwendbares Prozessrecht .............................................................................16 
2.3.   Keine Anfechtung und Aufhebung des Beschlusses vom  
         21. Februar 2014................................................................................................16 
2.4.   Massgeblichkeit und Thema des Rückweisungsentscheids .......................16 
2.5.   Zuständigkeit.......................................................................................................17 
2.6.   Klagerückzug ......................................................................................................17 
2.7.   Klageänderungen ...............................................................................................19 
2.8.   Rechtsschutzinteresse ......................................................................................26 
2.9.   Noven ...................................................................................................................29 
2.10. Sistierung der Schadenersatzbegehren .........................................................30 
2.11. Einreichung des Originals des IMA (act. 34) durch die Kläger ...................31 
2.12. Bedeutung des Strafurteils gegen die Nebenintervenientin ........................34 

3. Materielles................................................................................................................37 
3.1.   Anwendbares Recht ...........................................................................................37 
3.2.   Vertragliche Ansprüche aus dem IMA ............................................................37 

3.2.1. Zustandekommen........................................................................................37 
3.2.2. Gültigkeit des IMA vom 7. März 2007 bzw. Irrtumsanfechtung ...........63 
3.2.3. Weitere Beanstandungen der Beklagten .................................................68 
3.2.4. Rechte und Pflichten des Klägers 1 und der Klägerin 3 gegenüber 
          der Beklagten aus dem IMA vom 7. März 2007 .....................................74 
3.2.5. Frage der Erstreckung der Wirkungen des IMA vom 7. März 2007  
          auf die "F._____ Limited" und Abtretung der Forderungen  
          an den Kläger 1 ...........................................................................................88 

3.3.   An den Kläger 1 abgetretener Anspruch der "F._____ Limited"  
         auf Schadenersatz gegen die Beklagte aus culpa in contrahendo ............90 
3.4.   An den Kläger 1 abgetretener Anspruch der "F._____ Limited" 
         auf Schadenersatz gegen die Beklagte aus dem 
         Vermögensverwaltungsvertrag betreffend die Kontobeziehung  
         Nr. 2......................................................................................................................91 

4. Gerichtskosten und Prozessentschädigung ..................................................95 
5. Erkenntnis............................................................................................................. 101 
 
 
 

- 4 - 

Rechtsbegehren Klage: 
(act. 1 S. 2) 

" 1. Es sei gerichtlich festzustellen, dass die zwischen den Parteien 
am 7. März 2007 abgeschlossenen "Investment Management Ag-
reements" für sämtliche Bankkontobeziehungen, welche die Klä-
ger bei der Beklagten unterhalten, rechtsgültig sind; 

2. Die Beklagte sei unter Androhung der gesetzlichen Folgen von 
Art. 292 StGB an ihre Organe im Widerhandlungsfall zu verpflich-
ten, den Klägern mit Bezug auf ihre Bankkontobeziehungen, wel-
che die Beklagte für die Kläger führt, vollständig Rechenschaft 
gemäss Art. 400 OR abzulegen; 

 - Konto Nr. 1 des Klägers 1 mit dem Namen "E._____", für die 
Zeit ab dem 20. Juli 2004 bis zum heutigen Datum, 

 - Konto Nr. 2 des Klägers 1 mit dem Namen "F._____", für die 
Zeit ab dem 20. Juli 2004 bis zum heutigen Datum, 

 - Konto Nr. 3 des Klägers 2 mit dem Namen "G._____", für die 
Zeit ab dem 18. September 2004 bis zum heutigen Datum, 

 - Konto Nr. 4 des Klägers 1 mit dem Namen "A._____", für die 
Zeit ab dem 4. November 2004 bis zum heutigen Datum, 

 - Konto Nr. 5 der Klägerin 3 mit dem Namen "B._____ Foundati-
on", für die Zeit ab dem 7. März 2007 bis zum heutigen Datum, 

 - sämtliche weiteren Konti und/oder Unterkonti, welche die Be-
klagte für die Kläger führt; 

 alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten." 

 
Rechtsbegehren Replik: 

(act. 16 S. 2 ff.) 

"1. Hauptforderungsbegehren 
 1.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 

als Solidargläubiger auf dem Konto Nr. 5 mit dem Namen 
"B._____ Foundation" als Kontosaldo den Betrag von 
EUR 29'956'804.05 zuzüglich der vertraglich festgelegten Min-
destrendite von 7.57% für die Zeit vom 1. März 2007 bis zum 1. 
März 2008, ausmachend EUR 2'267'730.07, total EUR 
32'224'534.12, Valuta 1. September 2008 gutzuschreiben, zuzüg-
lich Verzugszins von 5% ab 2. September 2008; 

 1.2. Es sei festzustellen, dass die Beklagte dem Kläger 1 und der Klä-
gerin 3 als Solidargläubiger aus dem Investment Management 
Vertrag vom 7. März 2007 die vertraglich festgelegte Mindestren-

- 5 - 

dite von 8.02% für die Zeit vom 1. März 2008 bis zum 1. März 
2009 auf dem Betrag von EUR 32'224'534.12 schuldet; 

 1.3. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 auf dem Konto Nr. 
2 mit dem Namen "F._____ Limited" als Kontosaldo den Betrag 
von EUR 2'973'132.63 zuzüglich der vertraglich festgelegten Min-
destrendite von 7.57% für die Zeit vom 1. März 2007 bis zum 1. 
März 2008, ausmachend EUR 225'066.14, total EUR 
3'198'198.77, Valuta 1. September 2008 gutzuschreiben, zuzüg-
lich Verzugszins von 5% ab 2. September 2008; 

 1.4. Es sei festzustellen, dass die Beklagte dem Kläger 1 aus dem In-
vestment Management Vertrag vom 7. März 2007 die vertraglich 
festgelegte Mindestrendite von 8.02% für die Zeit vom 1. März 
2008 bis zum 1. März 2009 auf dem Betrag von 
EUR 3'198'198.77 schuldet; 

 1.5. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 2 mit Bezug auf die 
Kontobeziehung "G._____" mit der Konto-Nr. 3 einen Schadener-
satzbetrag in gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Ver-
zugszins von 5% ab 29. Juni 2007 an eine noch zu bezeichnende 
Zahlstelle zu bezahlen, zuzüglich der Beträge von EUR 
10'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 6. Dezember 2006, 
EUR 11'432.80, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 15. Januar 
2007, und EUR 300'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 29. 
Juni 2007; 

 2. Eventualforderungsbegehren 

 2.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
als Solidargläubiger mit Bezug auf das Konto Nr. 5 mit dem Na-
men "B._____ Foundation" den Saldo von EUR 29'956'804.05 
Valuta 1. März 2007 zuzüglich Verzugszins von 5% seit 2. März 
2007 an eine noch zu bezeichnende Zahl- oder DepotsteIle zu 
leisten, unter vorgängiger Gutschrift auf das genannte Konto der 
Beträge von 

 - CHF 50'000.00 Valuta 9. August 2005, zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 10. August 2005 bis 1. März 2007, ausmachend to-
tal CHF 53'902.80, 

 - CHF 49'000.00 Valuta 10. August 2005, zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 11. August 2005 bis 1. März 2007, ausmachend to-
tal CHF 52'817.90, und 

 - CHF 50'000.00 Valuta 23. Dezember 2005, zuzüglich Verzugs-
zins von 5% vom 24. Dezember 2005 bis 1. März 2007, aus-
machend total CHF 52'972.20; 

 2.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 auf dem Konto 
Nr. 2 mit Bezug auf das Konto Nr. 2 mit dem Namen "F._____ 
Limited" den Saldo von EUR 2'973'132.63 Valuta 1. März 2007 
zuzüglich Verzugszins von 5% seit 2. März 2007 an eine noch zu 

- 6 - 

bezeichnende Zahl- oder DepotsteIle zu leisten, unter vorgängi-
ger Gutschrift auf das genannte Konto der Beträge von  

 - EUR 10'000.00 Valuta 27. Oktober 2006, zuzüglich Verzugs-
zins von 5% vom 28. Oktober 2006 bis 1. März 2007, ausma-
chend total EUR 10'172.20, 

 - CHF 100'000.00 Valuta 13. Dezember 2006, zuzüglich Ver-
zugszins von 5% vom 14. Dezember 2006 bis 1. März 2007, 
ausmachend total CHF 101'083.30,  

 - CHF 275'000.00 Valuta 29. Dezember 2006, zuzüglich Ver-
zugszins von 5% vom 30. Dezember 2006 bis 1. März 2007; 
ausmachend total CHF 277'368.05,  

 - EUR 120'000.00 Valuta 9. Juli 2007; 
 3. Sub-Eventualforderungsbegehren 

 3.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
als Solidargläubiger mit Bezug auf die Kontobeziehung "B._____ 
Foundation" einen Schadenersatzbetrag in gerichtlich zu bestim-
mender Höhe zuzüglich Verzugszins von 5% ab 2. März 2007 an 
eine noch zu bezeichnende Zahlstelle zu bezahlen, zuzüglich der 
Beträge von 

 - CHF 50'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 9. August 
2005, 

 - CHF 49'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 10. August 
2005, und 

 - CHF 50'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 23. Dezem-
ber 2005; 

 3.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 mit Bezug auf die 
Kontobeziehung "F._____ Limited" einen Schadenersatzbetrag in 
gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Verzugszins von 5% 
ab 2. März 2007 an eine noch zu bezeichnende Zahlstelle zu be-
zahlen, zuzüglich der Beträge von 

 - EUR 10'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 27. Oktober 
2006, 

 - CHF 100'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 13. De-
zember 2006,  

 - CHF 275'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 29. De-
zember 2006, und 

 - EUR 120'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 9. Juli 
2007; 

 

 
 4. Klageänderungsvorbehalt / Nachklagevorbehalt 

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 4.1. (falls das vorliegende Verfahren bis zum 1. September 2009 nicht 
rechtskräftig abgeschlossen sein sollte) 

 Es sei vom Vorbehalt der Klageänderung des Klägers 1 und der 
Klägerin 3 von Feststellung auf Leistung der Hauptforderungsbe-
gehren 1.2. und 1.4. Vormerk zu nehmen; 

 4.2. (falls das vorliegende Verfahren bis zum 31. Dezember 2009 
nicht rechtskräftig abgeschlossen sein sollte) 

 Es sei vom Vorbehalt der Klageänderung des Klägers 1 und der 
Klägerin 3 von Gutschrift resp. von Feststellung auf Leistung der 
Hauptforderungsbegehren 1.1. bis 1.4. an eine noch zu bezeich-
nende Zahl- oder DepotsteIle Vormerk zu nehmen; 

 4.3. Es sei vom generellen Nachklagevorbehalt des Klägers 1, des 
Klägers 2 und der Klägerin 3 Vormerk zu nehmen; 

 alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten." 
 

Geänderte Rechtsbegehren Stellungnahme Duplik: 
(act. 51 S. 2 ff.) 

"1.  Hauptforderungsbegehren 

 1.5. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 2 mit Bezug auf die 
Kontobeziehung "G._____" mit der Konto-Nr. 3 einen Schadener-
satzbetrag in gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Ver-
zugszins von 5% ab 29. Juni 2007 an eine noch zu bezeichnende 
Zahlstelle zu bezahlen, zuzüglich der Beträge von 

 - EUR 10'000.00, eventualiter CHF 15'905.50 (Umrechnungs-
kurs vom 6. Dezember 2006), zuzüglich Verzugszins von 5% 
ab 6. Dezember 2006, 

 - EUR 11'432.80, eventualiter CHF 18'434.20 (Umrechungskurs 
vom 15. Januar 2007), zuzüglich Verzugszins von 5% ab 
15. Januar 2007, und  

 - EUR 300'000.00, eventualiter CHF 496'212.00 (Umrechnungs-
kurs vom 29. Juni 2007), zuzüglich Verzugszins von 5% ab 29. 
Juni 2007; 

 2. Eventualforderungsbegehren 
 2.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 

mit Bezug auf das Konto Nr. 5 mit dem Namen "B._____ Founda-
tion" den Saldo von EUR 29'956'804.05 Valuta 1. März 2007, 
eventualiter CHF 48'304'148.00 (Umrechnungskurs vom 1. März 
2007), zuzüglich Verzugszins von 5% seit 2. März 2007 an eine 
noch zu bezeichnende Zahl- oder DepotsteIle zu leisten, unter 
vorgängiger Gutschrift auf das genannte Konto der Beträge von 

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 - CHF 50'000.00 Valuta 9. August 2005, zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 10. August 2005 bis 1. März 2007, ausmachend to-
tal CHF 53'902.80, 

 - CHF 49'000.00 Valuta 10. August 2005, zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 11. August 2005 bis 1. März 2007, ausmachend to-
tal CHF 52'817.90, und 

 - CHF 50'000.00 Valuta 23. Dezember 2005, zuzüglich Verzugs-
zins von 5% vom 24. Dezember 2005 bis 1. März 2007, aus-
machend total CHF 52'972.20; 

 2.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 auf dem Konto 
Nr. 2 mit Bezug auf das Konto Nr. 2 mit dem Namen "F._____ 
Limited" den Saldo von EUR 2'973'132.63 Valuta 1. März 2007, 
eventualiter CHF 4'794'057.00 (Umrechnungskurs vom 1. März 
2007), zuzüglich Verzugszins von 5% seit 2. März 2007 an eine 
noch zu bezeichnende Zahl- oder DepotsteIle zu leisten, unter 
vorgängiger Gutschrift auf das genannte Konto der Beträge von 

 - EUR 10'000.00 Valuta 27. Oktober 2006, eventualiter 
CHF 15'929.20 (Umrechnungskurs vom 27. Oktober 2006), zu-
züglich Verzugszins von 5% vom 28. Oktober 2006 bis 1. März 
2007, ausmachend total EUR 10'172.20, eventualiter 
CHF 16'199.85), 

 - CHF 100'000.00 Valuta 13. Dezember 2006, zuzüglich Ver-
zugszins von 5% vom 14. Dezember 2006 bis 1. März 2007, 
ausmachend total CHF 101'083.30,  

 - CHF 275'000.00 Valuta 29. Dezember 2006, zuzüglich Ver-
zugszins von 5% vom 30. Dezember 2006 bis 1. März 2007; 
ausmachend total CHF 277'368.05, 

 - EUR 120'000.00 Valuta 9. Juli 2007, eventualiter 
CHF 199'225.00 (Umrechnungskurs vom 9. Juli 2007); 

 3. Sub-Eventualforderungsbegehren 
 3.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 

mit Bezug auf die Kontobeziehung "B._____ Foundation" einen 
Schadenersatzbetrag in gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüg-
lich Verzugszins von 5% ab 2. März 2007 an eine noch zu be-
zeichnende Zahlstelle zu bezahlen, zuzüglich der Beträge von 

 - CHF 50'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 9. August 
2005,  

 - CHF 49'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 10. August 
2005, und 

 - CHF 50'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 23. Dezem-
ber 2005; 

 3.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 mit Bezug auf die 
Kontobeziehung "F._____ Limited" einen Schadenersatzbetrag in 

- 9 - 

gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Verzugszins von 5% 
ab 2. März 2007 an eine noch zu bezeichnende Zahlstelle zu be-
zahlen, zuzüglich der Beträge von 

 - EUR 10'000.00, eventualiter CHF 15'929.20 (Umrechnungs-
kurs vom 27. Oktober 2006), zuzüglich Verzugszins von 5% ab 
27. Oktober 2006, 

 - CHF 100'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 13. De-
zember 2006, 

 - CHF 275'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 29. De-
zember 2006, und 

 - EUR 120'000.00, eventualiter CHF 199'225.00 (Umrechnungs-
kurs vom 9. Juli 2007), zuzüglich Verzugszins von 5% ab 9. Ju-
li 2007;" 

 
Rechtsbegehren gemäss Klageänderung vom 10. November 2009: 

(act. 56 S. 1 f.) 

"1.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
als Solidargläubiger auf dem Konto Nr. 5 mit dem Namen 
"B._____ Foundation" als Kontosaldo den Betrag von 
EUR 32'224'534.12 zuzüglich der vertraglich festgelegten Min-
destrendite von 8.02% für die Zeit vom 1. März 2008 bis zum 
1. März 2009, ausmachend EUR 2'584'407.64, total EUR 
34'808'941.76, Valuta 1. September 2009 gutzuschreiben, zuzüg-
lich Verzugszins von 5% ab 2. September 2009; 

 1.4. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 auf dem Konto 
Nr. 2 mit dem Namen "F._____ Limited" als Kontosaldo den Be-
trag von EUR 3'198'198.77 zuzüglich der vertraglich festgelegten 
Mindestrendite von 8.02% für die Zeit vom 1. März 2008 bis zum 
1. März 2009, ausmachend EUR 256'495.54, total EUR 
3'454'694.31, Valuta 1. September 2009 gutzuschreiben, zuzüg-
lich Verzugszins von 5% ab 2. September 2009." 

 
Rechtsbegehren gemäss Klageänderung vom 16. Juni 2011: 

(act. 108 S. 1 ff.) 

"1. Hauptforderungsbegehren 
 1.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 

als Solidargläubiger den Betrag von EUR 7'325'483.60, eventuali-
ter CHF 11'767'656.86, auf das Konto Nr. ... lautend auf 
"B._____" bei der Bank H._____ N.V., ..., NL-... BV Amsterdam, 
zu bezahlen; 

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1.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
als Solidargläubiger den Betrag von EUR 3'879'000.52, eventuali-
ter CHF 5'877'849.48, auf das Konto Nr. ... lautend auf "B._____" 
bei der Bank H._____ N.V., ..., NL-... BV Amsterdam, zu bezah-
len, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 2. September 2009; 

 2. Eventualforderungsbegehren 

 2.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
den Betrag von EUR 6'350'157.00, eventualiter 
CHF 9'421'092.93, auf das Konto Nr. ... lautend auf "B._____" bei 
der Bank H._____ N.V., ..., NL-... BV Amsterdam, zu bezahlen, 
zuzüglich Verzugszins von 5% ab 2. März 2007." 

Wichtiger Hinweis: 

Der Text der Erwägungen in grüner Schrift und Zeilenabstand 1 ist dem 
Beschluss und Urteil des Handelsgerichtes des Kantons Zürich vom 
21. Februar 2014 (HG080025) entnommen. 

Das Gericht zieht in Erwägung: 

1. Parteien und unbestrittener Sachverhalt 

Die Kläger 1 und I._____ (vormals Kläger 2) sind Brüder und niederländische 
Staatsbürger mit Wohnsitz in den Niederlanden. Die Klägerin 3 ist eine Stiftung 
mit Sitz in den Niederlanden. Der Kläger 1 ist Vorsitzender der Klägerin 3 und er-
mächtigt, für sie einzeln resp. unabhängig zu handeln. Der Kläger 1 ist sodann Al-
leinaktionär und "Beneficial Owner" der "F._____ Limited" und verfügt über Ein-
zelzeichnungsberechtigung für diese (act. 7 Rz. 1 f.). Die Klägerin 3 und die 
"F._____ Limited" sind somit Vermögensgefässe des Klägers 1 (act. 11 Rz. 1; 
act. 42 Rz. 1). Die Beklagte ist eine Privatbank mit Sitz in Zürich (act. 1 Rz. 2 f.; 
act. 11 Rz. 1).  

Der Kläger 1 unterhielt seit dem Jahr 2004 Kontobeziehungen mit der Beklagten. 
Am 20. Juli 2004 wurde für ihn das Konto mit der Nr. 1 und der Bezeichnung 
"E._____" eröffnet, wobei dieses Konto per 6. Juli 2005 wieder geschlossen wur-
de. Am 4. November 2004 eröffnete der Kläger 1 die Kontobeziehung mit der 
Nr. 4 und der Bezeichnung "A._____".  

I._____ führte bei der Beklagten seit dem 18. September 2004 die Kontobezie-
hung mit der Nr. 3 und der Bezeichnung "G._____", die "F._____ Limited" seit 
dem 15. Dezember 2004 die Kontobeziehung mit der Nr. 2 und der Bezeichnung 
"F._____ Limited" und die Klägerin 3 seit dem 7. März 2007 die Kontobeziehung 
mit der Nr. 5 und der Bezeichnung "B._____".  

Die Korrespondenz für alle Konti war banklagernd aufzubewahren (act. 1 Rz. 14; 
act. 7 Rz. 1; act. 11 Rz. 15 ff. u Rz. 92), bis die Kläger und I._____ die entspre-

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chenden Vereinbarungen gegenüber der Beklagten am 23. Oktober 2008 wider-
riefen (act. 16 Rz. 19; act. 42 Rz. 269). Insgesamt haben die Kläger und I._____ 
etwa EUR 33 Mio. bei der Beklagten deponiert (act. 11 Rz. 1; act. 42 Rz. 1).  

Im April 2007 wurden die bisher im eigenem Namen unter der Kontobeziehung 
mit der Nr. 4 und der Bezeichnung "A._____" gehaltenen Vermögenswerte des 
Klägers 1 auf die Klägerin 3 bzw. die Kontobeziehung mit der Nr. 5 und der Be-
zeichnung "B._____ Foundation" überführt (act. 11 Rz. 22 u. 25; act. 16 Rz. 45; 
act. 42 Rz. 57 u. 68). Dieses Konto wurde nach Abschluss des Abzugs der Ver-
mögenswerte bei der Beklagten per 11. März 2011 geschlossen (act. 108 Rz. 7; 
act. 117 Rz. 31). Das Konto mit der Nr. 3 und der Bezeichnung "G._____" von 
I._____ wurde per 15. März 2011 saldiert und per 17. März 2011 ebenfalls ge-
schlossen (act. 119 Rz. 5). Schliesslich wurde auch das Konto mit der Nr. 2 und 
der Bezeichnung "F._____ Limited" per 15. Dezember 2011 saldiert und von der 
Beklagten per 23. Dezember 2011 geschlossen (act. 143 Rz. 4; act. 151 Rz. 5). 

Bei der Beklagten war die Nebenintervenientin für die Betreuung der Kläger und 
I._____ zuständig (act. 11 Rz. 2; act. 42 Rz. 2). Nachdem die Nebenintervenientin 
am 18. September 2007 gegenüber der Geschäftsleitung der Beklagten ein teil-
weises Geständnis abgelegt hatte, wonach sie in Einzelfällen Unterschriften ge-
fälscht habe, wurde sie gleichentags von der Beklagten wegen schwerer Verfeh-
lungen fristlos entlassen. Am 3. Dezember 2007 wurde sie als Folge einer Straf-
anzeige der Beklagten verhaftet und war bis am 9. Dezember 2008 in Untersu-
chungshaft (act. 11 Rz. 3 f.; act. 42 Rz. 2 f.). 

J._____ war ebenfalls ein Mitarbeiter der Beklagten mit Kollektivzeichnungsbe-
rechtigung. Zwischen den Parteien ist die Frage strittig, ob neben der Nebeninter-
venientin auch er das "Investment Management Agreement" (fortan IMA) vom 
7. März 2007 unterzeichnet hat. Am 26. März 2012 kündigte er das Arbeitsver-
hältnis (Prot. S. 50). 

2. Prozessuales 

2.1. Prozessverlauf 

Am 4. Februar 2008 (Eingangsdatum) wurde die Klageschrift eingereicht (act. 1). 
Mit Verfügung vom 4. Februar 2008 wurde der Beklagten Frist zur Einreichung ih-
rer Klageantwortschrift angesetzt (Prot. S. 2). Mit Eingabe vom 18. März 2008 
präzisierten die Kläger und I._____ eine Aussage in der Klageschrift (act. 7; Prot. 
S. 3). Am 28. April 2008 wurde die Klageantwort erstattet (act. 11; Prot. S. 4). Am 
19. Juni 2008 fand eine Referentenaudienz und Vergleichsverhandlung statt, an 
welcher keine Einigung erzielt werden konnte (Prot. S. 5). Mit Verfügung vom 2. 
Juli 2008 wurde den Klägern und I._____ Frist zur Einreichung ihrer Replik ange-
setzt und ergingen Substantiierungshinweise (Prot. S. 6 f.). Am 8. Dezember 2008 
wurde die Replik mit geänderten Rechtsbegehren überbracht (act. 16). Nach ei-
nem entsprechenden Antrag der Kläger und I._____ (act. 18 f.) wurde mit Verfü-
gung vom 9. Dezember 2008 eine Beweissicherung angeordnet und den Klägern 
und I._____ Frist angesetzt, um die Adresse der angerufenen Zeugin, der Neben-
intervenientin, zu nennen, die Beweisthemen genau zu bezeichnen und die Kos-

- 12 - 

ten der vorsorglichen Beweisabnahme mit einem Barvorschuss sicherzustellen 
(Prot. S. 8). Mit Verfügung vom 10. Dezember 2008 wurde der Beklagten Frist zur 
Einreichung ihrer Duplik angesetzt (Prot. S. 9). Mit Eingabe vom 15. Dezember 
2008 stellte die Beklagte gegen die Verfügung vom 9. Dezember 2008 ein Wie-
dererwägungsgesuch bzw. erhob eventualiter Einsprache (act. 22), wozu den 
Klägern und I._____ am Tag darauf Frist zur Stellungnahme angesetzt wurde 
(Prot. S. 10). Nach Eingang des Barvorschusses (act. 25) bezeichneten die Klä-
ger und I._____ am 22. Dezember 2008 die Beweisthemen (act. 26) und nahmen 
am 5. Januar 2009 zum Wiedererwägungsgesuch bzw. zur Einsprache Stellung 
(act. 28). Mit Beschluss vom 16. Januar 2009 wurde die Einsprache abgewiesen 
und wurden die Kläger und I._____ aufgefordert, das Original von act. 3/4 zu den 
Akten zu reichen (Prot. S. 11 f.; act. 30). Mit Eingabe vom 22. Januar 2009 reich-
ten die Kläger und I._____ ein Original des IMA vom 7. März 2007 ein (act. 33 f.). 
Am 9. April 2009 (Eingangsdatum) erklärte die Nebenintervenientin ihren Beitritt 
zum Rechtsstreit als Litisdenunziatin (act. 38), worauf ihr mit Verfügung vom 9. 
April 2009 Frist angesetzt wurde, um zu erklären, ob sie dem Prozess als Neben-
intervenientin beitreten wolle, und wenn ja, auf welcher Seite (Prot. S. 14). Am 14. 
April 2009 wurde die Duplik eingereicht (act. 42). Mit Verfügung vom 17. April 
2009 wurde den Klägern und I._____ Frist angesetzt, um sich zu neuen Behaup-
tungen bzw. Beilagen der Duplik zu äussern (Prot. S. 15). Nach einer entspre-
chenden Eingabe der Nebenintervenientin (act. 45) wurde mit Verfügung vom 8. 
Mai 2009 von deren Beitritt als Nebenintervenientin der Beklagten Vormerk ge-
nommen (Prot. S. 16). Am 24. Juni 2009 fand die vorsorgliche Beweisabnahme 
mit Befragung der Nebenintervenientin statt (Prot. S. 17 ff.). Mit Schreiben vom 3. 
Juli 2009 befürworteten die Kläger und I._____ die Durchführung einer zweiten 
Vergleichsverhandlung (act. 49). Mit Eingaben vom 24. August 2009 nahmen die 
Kläger und I._____ Stellung zu den neuen Behauptungen und Beilagen der Dup-
lik, wobei sie ihre Rechtsbegehren teilweise ergänzten (act. 51), sowie zu den 
prozessualen Anträgen der Beklagten (act. 53). Mit Verfügung vom 26. August 
2009 wurde der Beklagten Frist angesetzt, um sich zu neuen Behauptungen bzw. 
Beilagen von act. 51 sowie zu act. 53 zu äussern (Prot. S. 24). Am 10. November 
2009 reichten der Kläger 1 und die Klägerin 3 eine Klageänderung ein (act. 56) 
und am 7. Dezember 2009 Beilagen nach und korrigierten Fehler (act. 61). Mit 
Eingabe vom 13. Januar 2010 nahm die Beklagte zu den neuen Behauptungen 
bzw. Beilagen von act. 51, act. 53, act. 56 und act. 61 Stellung (act. 64), welche 
den Klägern und I._____ sowie der Nebenintervenientin zugestellt wurde (Prot. S. 
26). Dazu nahmen die Kläger und I._____ mit Eingabe vom 28. Januar 2010 Stel-
lung (act. 68). Dies veranlasste die Beklagte zur Eingabe vom 4. Februar 2010 
(act. 70). Am 1. März 2010 teilte Rechtsanwalt X._____ mit, dass er I._____ mit 
sofortiger Wirkung nicht mehr vertrete (act. 72). Mit Schreiben vom 30. März 2010 
erklärte sodann die Beklagte, dass das Untersuchungsrichteramt Genf am 9. Feb-
ruar 2010 sämtliche Vermögenswerte von I._____ bei ihr beschlagnahmt habe 
(act. 74). Mit Verfügung vom 1. April 2010 wurde davon Vormerk genommen, 
dass Rechtsanwalt X._____ I._____ nicht mehr vertritt und wurde Letzterer aufge-
fordert, einen (definitiven) Zustellungsempfänger in der Schweiz zu bezeichnen 
(Prot. S. 29). Am 20. April 2010 zeigte Rechtsanwältin X1._____ an, dass sie neu 
mit der rechtlichen Interessenwahrung von I._____ beauftragt worden sei (act. 77) 
und nahm mit Schreiben vom 27. April 2010 zu act. 74 Stellung (act. 79). 

- 13 - 

Am 15. September 2010 erging der Beweisauflagebeschluss (Prot. S. 32; act. 80), 
worauf die Parteien mit Eingabe vom 3. November 2010 ihre Beweisantretungs-
schriften einreichten. Die Beklagte stellte gleichzeitig ein Wiedererwägungsge-
such des Beweisauflagebeschlusses (act. 86; act. 87/376-381; act. 88; act. 89). 
Mit Beschluss vom 16. Dezember 2010 erfolgte die Beweisabnahme, wobei – in 
Wiedererwägung des Beweisauflagebeschlusses – die durch die Kläger angebo-
tenen Beweise lediglich für den Kläger 1 und die Klägerin 3 abgenommen wur-
den. Gleichzeitig wurde den Parteien K._____, Gruppenchef, Forensisches Insti-
tut Zürich, Urkundenlabor, als Sachverständiger vorgeschlagen, dem Kläger 1 
und der Klägerin 3 sowie der Beklagten eine Frist zur Leistung eines Vorschusses 
für die Kosten der von ihnen verlangten Beweiserhebungen auferlegt sowie das 
Wiedererwägungsgesuch der Beklagten abgewiesen. Zudem wurde den Parteien 
mitgeteilt, dass die Beweisabnahme durch eine Delegation des Gerichts erfolgt, 
sofern nicht eine Partei die Durchführung vor dem Kollegialgericht verlangt 
(Prot. S. 34 f.; act. 90). Mit Schreiben vom 25. Januar 2011 erklärten der Kläger 1 
und die Klägerin 3, dass sie mit dem vorgeschlagenen Sachverständigen sowie 
der Beweisabnahme durch eine Gerichtsdelegation einverstanden sind (act. 92). 
Den ihnen auferlegten Vorschuss leisteten sie fristgemäss (act. 94). Auch die Be-
klagte leistete den ihr auferlegten Vorschuss fristgemäss (act. 96) und teilte mit 
Schreiben vom 11. Februar 2011 mit, gegen den vorgeschlagenen Experten und 
die Delegation der Beweiserhebungen keine Einwendungen zu haben. Zudem er-
suchte sie um Zustellung des Entwurfs der Experteninstruktion an die Parteien zur 
freigestellten Stellungnahme (act. 97). Mit Verfügung vom 3. März 2011 wurde 
J._____ aufgefordert, dem Gericht 20 Dokumente aus den Jahren 2005 und 2006 
einzureichen, welche seine eigenhändige Unterschrift tragen bzw. mit seinen ei-
genhändigen Initialen versehen sind (Prot. S. 36 ff.). Mit Schreiben vom 18. April 
2011 teilte J._____ dem Gericht mit, dass er weder über 20 Dokumente im Origi-
nal mit eigenhändigen Unterschriften noch über 20 Dokumente im Original mit ei-
genhändigen Initialen aus den Jahren 2005 und 2006 verfüge, und ersuchte das 
Gericht, entsprechende Originaldokumente direkt bei der Beklagten erhältlich zu 
machen (act. 102). Den Parteien wurde mit Verfügung vom 21. April 2011 Frist 
angesetzt, um zu dieser Eingabe Stellung zu nehmen (Prot. S. 39). Mit Eingaben 
vom 12. Mai 2011 nannten die Kläger und I._____ u.a. Gründe, weshalb ihrer An-
sicht nach dem seitens von J._____ vorgebrachten Ansinnen, entsprechende Ge-
schäftsunterlagen bei der Beklagten zu erheben, nicht zu folgen sei (act. 104; 
act. 105). Die Beklagte beantragte mit Eingabe vom 12. Mai 2011, das kantonale 
Steueramt Zürich sei zu ersuchen, die von J._____ in den Jahren 2005 und 2006 
eingereichten Steuererklärungen zu edieren, und sie, die Beklagte, sei aufzufor-
dern, die Dokumente gemäss Beilagen – die Beklagte hatte Kopien von Bankbe-
legen mit Originalunterschriften und -initialen von J._____ eingereicht 
(act. 107/A+B) – im Original einzureichen, wobei ihr zu erlauben sei, die ge-
schwärzten Passagen vorgängig auszuschneiden (act. 106). Der Kläger 1 und die 
Klägerin 3 reichten mit Eingabe vom 16. Juni 2011 Juni eine weitere Klageände-
rung ein (act. 108). Mit Beschluss vom 21. Juni 2011 wurden die Kläger und 
I._____ verpflichtet, dem Gericht das Original von act. 3/12 sowie das Original 
von act. 3/18 Seite 1 (Begleitschreiben) des Prozesses Nr. HG080027 einzu-
reichen. Die Beklagte wurde gleichzeitig verpflichtet, dem Gericht die Originale 
der act. 107/A S. 1, 2, 4, 5, 6, 7, 11, 12, 14, 16, 17, 18, 19 und 20 sowie der 

- 14 - 

act. 107/B/1-3 einzureichen, wobei sie berechtigt war, die in den Kopien ge-
schwärzten Stellen in den Originaldokumenten auszuschneiden (Prot. S. 40; 
act. 110). Diesen Aufforderungen kamen der Kläger 1 und die Klägerin 3 sowie 
die Beklagte innert Frist nach (act. 112; act. 113/393-396; act. 114; 
act. 115/107DIV.). Am 7. Oktober 2011 reichte die Beklagte ihre Stellungnahme 
zur weiteren Klageänderung (act. 108) sowie eine Noveneingabe ein (act. 117; 
act. 118/1-79). Gleichentags reichte sie eine Noveneingabe betreffend Hauptbe-
gehren 1.5 von I._____ ein (act. 119; act. 120/1-12). Mit Verfügung vom 
17. November 2011 wurden diese Stellungnahmen (act. 117; act. 119) den Klä-
gern und I._____ sowie der Nebenintervenientin zugestellt mit dem Hinweis, dass 
über die Frage der Klageänderungen der Kläger und der Noveneingaben der Be-
klagten zu einem späteren Zeitpunkt des Verfahrens entschieden werde. Gleich-
zeitig wurde K._____ als Gutachter ernannt und wurden die Parteien sowie der 
Zeuge J._____ mit separater Vorladung zu einer Beweisverhandlung vorgeladen 
(Prot. S. 42 f.). Der Kläger 1 und die Klägerin 3 nahmen zur Eingabe der Beklag-
ten vom 7. Oktober 2011 (act. 117) mit Eingabe vom 1. Dezember 2011 Stellung 
(act. 122). Am 28. März 2012 wurde eine Beweisverhandlung und mündliche Ex-
perteninstruktion durchgeführt (Prot. S. 47 ff.), wobei in Ergänzung der an der 
Verhandlung mündlich erfolgten Experteninstruktion am 2. April 2012 noch eine 
schriftliche Experteninstruktion erging (act. 127). Ebenfalls am 2. April 2012 wurde 
das Protokoll der Beweisverhandlung und der mündlichen Experteninstruktion 
vom 28. März 2012 sowie der entsprechende schriftliche Gutachtensauftrag an 
den Gutachter K._____ den Parteien sowie der Nebenintervenientin zugestellt. 
Den Parteien wurde dabei Frist angesetzt, um Ergänzungsfragen zu stellen 
(Prot. S. 65). Der Kläger 1 und die Klägerin 3 verzichteten mit Schreiben vom 
11. April 2012 auf das Stellen von Ergänzungsfragen und machten ferner darauf 
aufmerksam, dass dem Experten versehentlich act. 38/210 aus dem Geschäft 
Nr. HG080027 nicht zugestellt worden sei (act. 129). Mit Eingabe vom 13. April 
2012 teilte auch die Beklagte mit, dass sie derzeit auf das Stellen von Ergän-
zungsfragen an den Gutachter K._____ verzichte (act. 130). Ebenfalls mit Einga-
be vom 13. April reichte J._____ Originaldokumente ein (act. 131; act. 132/1-5), 
welche dem Gutachter K._____ in Ergänzung der bereits erhaltenen Unterlagen 
zusammen mit act. 38/210 aus dem Geschäft Nr. HG080027 zugestellt wurden 
(Prot. S. 66). Am 7. Mai 2012 erstattete der Gutachter K._____ sein Gutachten 
(act. 135), welches den Parteien mit Verfügung vom 31. Mai 2012 zugestellt wur-
de. Gleichzeitig wurde den Parteien Frist angesetzt, um zum Ergebnis des ge-
samten Beweisverfahrens Stellung zu nehmen (Prot. S. 67). Die entsprechenden 
Stellungnahmen der Parteien vom 19. November 2012 (act. 141; act. 142; 
act. 143) wurden je der Gegenpartei und der Nebenintervenientin zugestellt 
(Prot. S. 68). Am 4. Dezember 2012 reichte die Beklagte eine Noveneingabe ein 
(act. 145), welche den Klägern sowie der Nebenintervenientin am 6. Dezember 
2012 zugestellt wurden (Prot. S. 69). Zu dieser Noveneingabe sowie zu act. 143 
und act. 144/1-4 reichten der Kläger 1 und die Klägerin 3 die ihnen antragsge-
mäss (act. 147) gewährte (act. Prot. S. 70; act. 148) Stellungnahme vom 
30. Januar 2013 ein (act. 151), welche der Beklagten und der Nebenintervenientin 
am 4. März 2013 zugestellt wurde (Prot. S. 71). 

- 15 - 

Mit Beschluss vom 21. Februar 2014 schrieb das Handelsgericht das Rechtsbe-

gehren 1 bezüglich des Kontos mit der Nr. 1 und der Bezeichnung "E._____" so-

wie das Rechtsbegehren 2 gemäss act. 1 als durch Rückzug erledigt ab. Ferner 

liess es die Klageänderungen der Rechtsbegehren 1.5 gemäss act. 16 sowie die 

Klageänderungen der Rechtsbegehren 1.5, 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 gemäss act. 51 

nicht zu. Ebenfalls nicht zugelassen wurden die Klageänderungen der Rechtsbe-

gehren 1.1 - 2.1 gemäss act. 108, soweit die Verpflichtung der Beklagten zur Leis-

tung in Schweizerfranken beantragt wurde. Im Übrigen wurden die Klageände-

rungen bzw. -ergänzungen zugelassen. Zudem wurden die Rechtsbegehren 4.1 

und 4.2 (letzteres in Bezug auf die Hauptforderungsbegehren 1.1 und 1.2) ge-

mäss act. 16 und act. 51als gegenstandslos geworden erledigt abgeschrieben. 

Schliesslich wurden die Rechtsbegehren 4.2 (hinsichtlich der Hauptforderungsbe-

gehren 1.3 und 1.4) und 4.3 gemäss act. 16 bzw. act. 51 sowie die klägerischen 

prozessualen Anträge 1-3 gemäss act. 51 abgewiesen (act. 152 S. 129). 

Mit gleichentags gefälltem Urteil verpflichtete das Handelsgericht die Beklagte in 

teilweiser Gutheissung der Rechtsbegehren 1.1 und 1.2 gemäss act. 108, dem 

Kläger 1 und der Klägerin 3 EUR 10'983'826.44 zuzüglich Verzugszins von 5 % 

ab 2. September 2009 auf dem Betrag von EUR 3'879'000.52 auf das Konto 

Nr. ..., lautend auf "B._____", bei der Bank H._____ N.V., ..., NL-... BV Amster-

dam, zu bezahlen. Im Restumfang wurden die Rechtsbegehren 1.1 und 1.2 ab-

gewiesen. Die Rechtsbegehren 1.3, 1.4, 2.2 und 3.2 wurden abgewiesen 

(act. 152 S. 130.). 

Mit Eingabe vom 31. März 2014 erhob die Beklagte Beschwerde gegen den oben 

genannten Entscheid (vgl. act. 154) und beantragte sinngemäss, die Klage des 

Klägers 1 und der Klägerin 3 insgesamt kostenfällig abzuweisen (vgl. act. 158 

S. 3). Das Gesuch um aufschiebende Wirkung wies das Bundesgericht am 1. Juli 

2014 ab. Mit Urteil vom 9. Oktober 2014 hob das Bundesgericht – in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde – das Urteil des Handelsgerichts vom 21. Februar 

2014 auf und wies die Sache zur Neubeurteilung der Klage an das Handelsgericht 

zurück (act. 158). Das Verfahren des Handelsgerichts wurde unter der Ge-

schäftsnummer HG140205 fortgesetzt.  

- 16 - 

2.2. Anwendbares Prozessrecht 

Am 1. Januar 2011 ist die eidgenössische Zivilprozessordnung (ZPO) in Kraft ge-
treten. Nach deren Art. 404 Abs. 1 gilt für Verfahren, die bei Inkrafttreten dieses 
Gesetzes rechtshängig sind, das bisherige Verfahrensrecht bis zum Abschluss 
vor der betroffenen Instanz. Die örtliche Zuständigkeit bestimmt sich nach dem 
neuen Recht, wobei eine bestehende Zuständigkeit nach dem alten Recht erhal-
ten bleibt (Art. 404 Abs. 2 ZPO). Für das vorliegende Verfahren ist demnach das 
frühere kantonale Prozessrecht (ZPO/ZH und GVG/ZH) massgebend.  

Der ZPO ist nicht ausdrücklich zu entnehmen, welches Recht zur Anwendung ge-

langt, wenn die Rechtsmittelinstanz den angefochtenen Entscheid aufhebt und 

zur Fortsetzung des Hauptverfahrens oder Durchführung eines Beweisverfahrens 

an die untere Instanz zurückweist. Die Rückweisung bewirkt, dass der Prozess in 

die Lage zurückversetzt wird, in der er sich vor Ausfällung des angefochtenen 

Entscheids befunden hat. Das Verfahren vor der unteren Instanz ist somit nicht 

zum Abschluss gekommen, so dass für die Fortsetzung des Verfahrens bisheri-

ges Recht weitergilt (Art. 404 Abs. 1 ZPO; Frei/Willisegger, in: BSK ZPO, Art. 404 

N 13; Urteil des Bundesgerichts 4A_471/2011 vom 17. Januar 2012, E. 3.3). Für 

das vorliegende Verfahren hat dies zur Folge, dass es nach der zürcherischen Zi-

vilprozessordnung (ZPO/ZH) und dem Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) fortzu-

führen ist. 

Das Rechtsmittel richtet sich hingegen nach dem Recht, das bei der Eröffnung 
des Entscheides in Kraft ist, mithin nach dem neuen Prozessrecht (Art. 405 Abs. 1 
ZPO). 

2.3. Keine Anfechtung und Aufhebung des Beschlusses vom 21. Februar 2014 

Der Beschluss vom 21. Februar 2014 (act. 152) war nicht Gegenstand des Be-

schwerdeverfahrens und wurde mit Urteil des Bundesgerichts vom 9. Oktober 

2014 auch nicht aufgehoben (act. 158, S. 3 und Dispositiv). Vor diesem Hinter-

grund erübrigen sich Ausführungen zu den Klagerückzügen, den teilweise zuge-

lassenen Klageänderungen, den gegenstandslos gewordenen oder abgewiese-

nen Rechtsbegehren im Zusammenhang mit Nachklagevorbehalten sowie den 

abgewiesenen prozessualen Anträgen der Kläger. 

2.4. Massgeblichkeit und Thema des Rückweisungsentscheids 

- 17 - 

Die kantonale Behörde hat ihre neue Entscheidung auf die rechtlichen Erwägun-

gen des bundesgerichtlichen Entscheids zu stützen. Wie weit die Gerichte und 

Parteien an die erste Entscheidung gebunden sind, ergibt sich aus der Begrün-

dung der Rückweisung, die sowohl den Rahmen für die neuen Tatsachenfeststel-

lungen als auch jenen für die neue rechtliche Begründung vorgibt. Soweit das 

Bundesgericht sich nicht ausgesprochen hat, fällt die kantonale Instanz ihre neue 

Entscheidung frei, ohne an ihren ersten Entscheid gebunden zu sein (Hau-

ser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, Zürich 

2002, § 104a N 35; von Werdt, in: BSK BGG, Art. 107 N 9; BGE 135 III 334 E. 2 

und 2.1). 

Gemäss dem Entscheid des Bundesgerichts vom 9. Oktober 2014 rügte die Be-

klagte in ihrem Eventualstandpunkt zur Forderungshöhe zu Recht die Nichtbe-

rücksichtigung der "management fees" (act. 158 E. 6). Weitere Rügen der Beklag-

ten wies das Bundesgericht als unbegründet ab, soweit es auf sie eintrat (act. 149 

E. 3-5). Im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen ist vorliegend somit nicht 

mehr über den Bestand, sondern lediglich noch über die Höhe der Forderung des 

Klägers 1 gegenüber der Beklagten und – nach Massgabe des definitiven Verfah-

rensausgangs – über die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu entscheiden. Da-

bei werden die neuen Erwägungen in die entsprechenden Stellen des Urteils des 

Handelsgerichts vom 21. Februar 2014 (act. 152) eingefügt. Die unverändert 

übernommenen Stellen des Urteils vom 21. Februar 2014 werden, wie im ein-

gangs aufgeführten "Wichtigen Hinweis" erwähnt (S. 10), in grüner Schrift und 

Zeilenabstand 1 dargestellt. 

2.5. Zuständigkeit 

Die örtliche sowie sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons Zü-
rich ist unbestritten (act. 1 Rz. 6; act. 11 Rz. 90) und ergibt sich aus Art. 2 Abs. 1 
LugÜ i.V.m. Art. 112 Abs. 1 IPRG sowie § 63 Ziff. 1 i.V.m. § 62 GVG/ZH. Ob sich 
die örtliche Zuständigkeit auch auf eine Gerichtsstandsvereinbarung stützen lässt, 
kann offen gelassen werden. 

2.6. Klagerückzug 

2.6.1. Parteistandpunkte 

- 18 - 

Die Kläger bringen mit der Replik vor, soweit sie mit der mittlerweile möglichen 
Leistungsklage nun weniger verlangten, d.h. Ansprüche mit Bezug auf geschlos-
sene Konti ("E._____", Konto Nr. 1) und das Rechenschaftsablegungsbegehren 
(vormals Rechtsbegehren 2) wegliessen, handle es sich um ein zulässiges Vor-
gehen gemäss § 107 Abs. 1 Ziff. 1 ZPO/ZH (act. 16 Rz. 4).  

Die Beklagte stellt mit der Duplik den prozessualen Antrag, vor Fortsetzung des 
Verfahrens sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Kläger die Klagen zurückge-
zogen hätten hinsichtlich des Feststellungsbegehrens (Rechtsbegehren 1) bezüg-
lich der Kundenbeziehung "E._____" und betreffend das Auskunftsbegehren 
(Rechtsbegehren 2), und das Verfahren sei diesbezüglich als durch Klagerückzug 
erledigt abzuschreiben, unter Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen 
(act. 42 S. 2; Antrag erneuert in act. 64 S. 2 und act. 117 S. 2).  

Die Kläger führen dazu aus, sie hätten ein Begehren auf Feststellung der Gültig-
keit des IMA für sämtliche Bankkontobeziehungen gestellt, welche sie bei der Be-
klagten unterhielten. Aufgrund des Wortlauts wie auch des Sinns dieses Begeh-
rens sei klar, dass sie nur für solche Konti eine Feststellungsklage erhoben hät-
ten, welche im Zeitpunkt der Klageerhebung am 1. Februar 2008 noch nicht ge-
schlossen gewesen seien. Da das Konto "E._____" bereits am 22. Juni 2005 ge-
schlossen und das Geld auf die Kontobeziehung "F._____ Limited" transferiert 
worden sei, sei jenes Konto von der Feststellungsklage nicht erfasst gewesen 
(act. 53 Rz. 54).  

Die Beklagte erklärt hierzu, mit Bezug auf die Beziehung 1 "E._____" hätten die 
Kläger noch in der Replik anerkannt, dass sie gemäss den Rechtsbegehren in der 
Replik weniger verlangten, als sie dies in der Klageschrift getan hätten (act. 64 
Rz. 12).  

2.6.2. Rechtliches  

Eine Beschränkung des Rechtsbegehrens wie die quantitative Reduktion des 
Leistungsanspruchs oder das Fallenlassen einzelner oder mehrerer Rechtsbe-
gehren ist zwar jederzeit zulässig, kommt indessen einem teilweisen Klagerück-
zug gleich (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen ZPO, 3. Aufl., 
Zürich 1997, § 107 N 7). 

2.6.3. Würdigung 

Die Kläger verlangen mit der Leistungsklage in der Replik weniger als mit der 
Feststellungsklage, indem sie Ansprüche mit Bezug auf das Konto "E._____" 
(Konto Nr. 1) und das Rechenschaftsablegungsbegehren (vormals Rechtsbegeh-
ren 2) weglassen. Damit haben sie diese Begehren zurückgezogen, so dass die-
se als durch Klagerückzug erledigt abzuschreiben sind.  

Ist I._____ – wie untenstehend zu zeigen sein wird – mit der Klageänderung ge-
mäss Rechtsbegehren 1.5 der Replik nicht zuzulassen, ist Rechtsbegehren 1 der 
Klage auch in Bezug auf I._____ als durch Rückzug erledigt abzuschreiben, da er 
erklärt, aus dem IMA keinen Anspruch zu erheben. 

- 19 - 

2.7. Klageänderungen 

2.7.1. Rechtliches bezüglich Klageänderungen 

Der Kläger kann in einem rechtshängigen Prozess im Rahmen der Zuständigkeit 
des angerufenen Gerichts einen anderen oder weiteren Anspruch erheben, sofern 
der neue Anspruch mit dem bisher geltend gemachten in engem Zusammenhang 
steht. Das Gericht kann die Zulassung der Klageänderung ablehnen, wenn durch 
sie die Rechtsstellung des Beklagten wesentlich beeinträchtigt oder das Verfah-
ren ungebührlich verzögert wird (§ 61 Abs. 1 ZPO/ZH).  

Ein neuer Anspruch steht mit dem bisher geltend gemachten dann i.S.v. § 61 
Abs. 1 ZPO/ZH in engem Zusammenhang, wenn die Ansprüche dem gleichen 
Rechtsverhältnis, d. h. dem gleichen Lebensvorgang, entstammen oder das glei-
che Objekt betreffen. Die mangelnde Aktiv- bzw. Passivlegitimation einer Partei 
kann nicht durch Klageänderung behoben werden. Zwischen Ansprüchen aus 
verschiedenen Lebensvorgängen besteht im Allgemeinen kein enger Zusammen-
hang. Der Kläger kann nicht anstelle des Vertrags 1 einen Vertrag 2 vorbringen 
oder anstelle einer unerlaubten Handlung A eine Handlung B, weder zur Begrün-
dung des bisherigen noch zur Begründung eines neuen Begehrens. Ein enger 
Zusammenhang i. S. von § 61 ZPO/ZH kann aber bestehen, wenn ein anderer 
oder ein weiterer Anspruch aus einem benachbarten Lebensvorgang erhoben 
wird. Erfolgt die Klageänderung erst nach Abschluss des Hauptverfahrens, so ist 
sie gemäss § 115 Ziff. 1 ZPO/ZH nur dann zuzulassen, wenn sie erst im Laufe 
des weiteren Verfahrens veranlasst wurde. Letzteres ist der Fall, wenn sie sich 
auf einen Sachverhalt stützt, der sich erst durch die Duplik ergeben hat. Wird 
während der Rechtshängigkeit der Feststellungsklage die entsprechende Leis-
tungsklage möglich, kann eine entsprechende Umwandlung nach § 61 ZPO/ZH 
erfolgen. Eine Klageänderung ist in der Regel abzulehnen, wenn sie erst nach 
Schluss des erstinstanzlichen Beweisverfahrens vorgenommen wird. Eine gewis-
se Ermessensfreiheit wird dem Gericht in Abs. 1 Satz 2 eingeräumt, wenn zwar 
die oben erwähnten Voraussetzungen erfüllt sind, durch die Zulassung der Klage-
änderung aber die Rechtsstellung des Beklagten wesentlich beeinträchtigt oder 
das Verfahren ungebührlich verzögert wird. Eine solche Situation kann sich erge-
ben, wenn die Klageänderung erst während oder nach Abschluss des Beweisver-
fahrens beantragt wird, ferner, wenn über Klage oder Widerklage ohne Beweis-
verfahren sofort entschieden werden kann, das abgeänderte Klagebegehren aber 
die Durchführung eines Beweisverfahrens erheischt (Frank/Sträuli/Messmer, 
a.a.O., § 59 N 11, § 61 N 3 f., 7, 11, 16 f. u. 19, § 114 N 1 und § 115 N 7; ZR 79 
Nr. 87). Von keiner Klageänderung im Sinne von § 61 ZPO/ZH ist bei einer ledig-
lich anderen Formulierung oder rechtlichen Qualifikation der Klage auszugehen 
(Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 61 N 2); das Rechtsbegehren kann ohne inhalt-
liche Änderung zwecks Verdeutlichung anders formuliert (Frank/Sträuli/Messmer, 
a.a.O., § 107 N 6) und es kann ohne Klageänderung ein anderer Rechtsgrund für 
den eingeklagten Anspruch geltend gemacht werden (Frank/Sträuli/Messmer, 
a.a.O., § 61 N 13). 

2.7.2. Klageänderungen mit der Replik vom 15. Dezember 2008 (act. 16) 

- 20 - 

2.7.2.1. Parteistandpunkte 

Die Kläger bringen mit ihrer Replik vom 15. Dezember 2008 vor, der Kläger 1 und 
die Klägerin 3 hätten das IMA vom 7. März 2007 für alle ihre Kontobeziehungen 
mit Schreiben vom 24. November 2008 auf den 31. Dezember 2009 gekündigt. 
Zudem sei die sechsmonatige Frist des ersten Investitionsjahres gemäss Ziff. 5.3 
des IMA am 1. September 2008 abgelaufen. Somit seien die vom Kläger 1 und 
der Klägerin 3 gegenüber der Beklagten aus dem IMA erhobenen Ansprüche für 
das erste Investitionsjahr jetzt zur Gutschrift auf den genannten Kontobeziehun-
gen einklagbar (jedoch wegen der noch nicht abgelaufenen Kündigungsfrist noch 
nicht zur Auszahlung). Damit könne die vom Kläger 1 und der Klägerin 3 ur-
sprünglich als Feststellungsklage (vormals Rechtsbegehren 1) anhängig gemach-
te Klage nun wie angekündigt in eine Leistungsklage (Rechtsbegehren 1.1, 1.3, 
2.1, 2.2, 3.1, 3.2) umgewandelt werden. I._____ mache keine Ansprüche aus ei-
nem IMA geltend. Die Kündigung mit Bezug auf seine Konti sei einzig aus Grün-
den der prozessualen Vorsicht erfolgt. Die für I._____ seit der Klageeinreichung 
namentlich im Strafverfahren gewonnenen Erkenntnisse ermöglichten es jedoch 
ebenfalls, seine ursprünglich als Feststellungsklage anhängig gemachte Klage 
nun in eine Leistungsklage umzuwandeln und die sofortige Leistung seiner An-
sprüche zu verlangen (Rechtsbegehren 1.5). Das bislang geführte Verfahren kön-
ne für die Urteilsfällung ausgewertet werden. Der jetzt für alle Kläger mögliche 
Leistungsanspruch hänge eng zusammen mit dem ursprünglich aus derselben 
Vertragsbeziehung geltend gemachten Feststellungsanspruch und beruhe auf 
demselben Lebensvorgang (act. 16 Rz. 3). Die Feststellungsbegehren (Rechts-
begehren 1.2 und 1.4) würden aus folgendem Grund angebracht: Der Kläger 1 
und die Klägerin 3 hätten das IMA auf den 31. Dezember 2009 gekündigt. Sollte 
das Verfahren am 1. September 2009 nicht rechtskräftig abgeschlossen sein, 
würden ab diesem Datum auch ihre Ansprüche für das zweite Investitionsjahr auf 
Leistung einklagbar (Rechtsbegehren 4.1). Der weitere Klageänderungsvorbehalt 
(Rechtsbegehren 4.2) werde aus folgendem Grund angebracht: Die Kündigungs-
frist des IMA laufe am 31. Dezember 2009 ab. Sollte das vorliegende Verfahren 
am 31. Dezember 2009 noch nicht rechtskräftig erledigt sein, sei per 1. Januar 
2010 die Leistung der dem Kläger 1 und der Klägerin 3 zustehenden Ansprüche 
auf Leistung an eine noch zu bezeichnende Zahl- oder DepotsteIle möglich. Der 
generelle Nachklagevorbehalt (Rechtsbegehren 4.3) werde umfassend für den 
Fall geltend gemacht, dass sich aus dem durch die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 
gegen die Nebenintervenientin geführten Strafverfahren ergebe, dass diese von 
den Konti der Kläger noch weitere Beträge widerrechtlich entnommen habe als 
bis heute bekannt sei (act. 16 Rz. 5 ff.).  

Die Beklagte stellt in der Duplik den prozessualen Antrag, vor Fortsetzung des 
Verfahrens sei über die Zulässigkeit der Klageänderung zu entscheiden (act. 42 
S. 2; Antrag erneuert in act. 64 S. 2 und act. 117 S. 3). Sie macht zum Rechtsbe-
gehren 1 der Klage geltend, die Zulassung der Umwandlung einer Feststellungs-
klage in eine Leistungsklage setze voraus, dass die Feststellungsklage zulässig 
gewesen sei; vorliegend sei die Feststellungsklage nicht zulässig gewesen. Die 
Kläger hätten spätestens seit dem 2. Oktober 2007 Gewissheit gehabt, dass die 
Beklagte die Gültigkeit des IMA nicht anerkannt habe und die von den Klägern 
gestützt darauf geltend gemachten Ansprüche nicht anerkennen würde. Die Klä-

- 21 - 

ger hätten zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angebli-
cher Verletzung des IMA nicht die Fälligkeit abwarten müssen, sondern sie hätten 
umgehend vom Vertrag zurücktreten und Schadenersatz einklagen können 
(act. 42 Rz. 27). Die Rechtsbegehren 1.1 bis 1.4 der Replik stellten insoweit unzu-
lässige Klageänderungen dar, als schon bei Klageeinleitung die Leistungsklagen 
möglich gewesen wären und, unterstellt die Leistungsklagen wären nicht möglich 
gewesen, die Feststellungsklagen gemäss Replik möglich gewesen wären. Da 
das Institut der Klageänderung nicht zur Verfügung stehe, um Mängel der Klage-
schrift zu korrigieren, sei die Klageänderung insgesamt unzulässig. Für diese und 
alle weiteren Rechtsbegehren gelte sodann, dass bei der Zulassung der neuen 
Rechtsbegehren die Rechtsstellung der Beklagten wesentlich beeinträchtigt wür-
de, indem sie zu den umfangreichen Ausführungen der Kläger nur einmal Stellung 
nehmen könne (act. 42 Rz. 30 f.). 

Zu Rechtsbegehren 1.5 der Replik macht die Beklagte geltend, anstatt die Klage 
zurückzuziehen, suche I._____ nun sein "Heil" in einer Klageänderung, indem er 
statt einer Feststellung der Vertragsgültigkeit die Leistung von Schadenersatz ver-
lange. Eine solche Klageänderung sei in mehrfacher Hinsicht unzulässig. I._____ 
sei für Rechtsbegehren 1 der Klage nicht aktivlegitimiert; entsprechend könne 
dieses von ihm nicht abgeändert werden. Eine Klageänderung sei dazu da, erst 
im Rahmen des Verfahrens gewonnene tatsächliche Erkenntnisse zu berücksich-
tigen, nicht aber dazu, Fehler der Klageschrift zu korrigieren; dass I._____ aus 
dem lMA nicht aktivlegitimiert habe sein können, hätte schon eine sorgfältige Lek-
türe des IMA vor Prozesseinleitung nahegelegt. Eine Klageänderung sei nur zu-
lässig, wenn aus dem gleichen Lebensvorgang geklagt werde. Der Kläger könne 
nicht anstelle des Vertrages 1 einen Vertrag 2 vorbringen oder anstelle einer un-
erlaubten Handlung A eine Handlung B; genau dies tue aber I._____ in der Replik 
mit dem Rechtsbegehren 1.5, wenn er sich nun statt auf das IMA vom 7. März 
2007 auf einen Vermögensverwaltungsvertrag vom 18. September 2004 stütze 
bzw. auf einen Anspruch aus unerlaubter Handlung, und aus diesen beiden 
Gründen eine Forderungsklage erhebe. Die Klageänderung sei schliesslich nicht 
zulässig, weil durch sie die Rechtsstellung der Beklagten wesentlich beeinträchtigt 
und das Verfahren ungebührlich verzögert werde; dass die Zulassung der Klage-
änderung vorliegend zu einer ungebührlichen Verzögerung des Verfahrens führen 
würde, ergebe sich bereits aus dem Umstand, dass die Kläger für ihr neues 
Rechtsbegehren 1.5 die Einholung eines Sachverständigen-Gutachtens beantrag-
ten (act. 42 Rz. 32 ff.).  

Das Eventualrechtsbegehren 2 der Replik auf Schadenersatz aus culpa in contra-
hendo hätte schon bei Klageeinleitung gestellt werden können. Die Klageände-
rung sei deshalb nicht zuzulassen (act. 42 Rz. 37). 

Die Subeventualrechtsbegehren 3.1 und 3.2 der Replik stellten eine unzulässige 
Klageänderung dar, weil schon bei Klageeinleitung die Forderungsklage möglich 
gewesen wäre. Soweit Schadenersatz in richterlich zu bestimmender Höhe ver-
langt werde, liege überdies eine unzulässige Klageänderung vor, weil sich das 
Begehren nicht mehr auf das lMA vom 7. März 2007, sondern die Vermögens-
verwaltungsverträge 1 "E._____", 4 "A._____" und 5-1 "B._____" und unerlaubte 
Handlung stützten, und weil das Verfahren durch die Einholung des neu beantrag-
ten Gutachtens ungebührlich verzögert würde (act. 42 Rz. 38 f.). 

- 22 - 

Die Kläger führen zum prozessualen Antrag Ziff. 2 der Beklagten in der Duplik im 
Wesentlichen aus, die Beklagte habe sich geweigert, das IMA anzuerkennen und 
dessen Rechtsgültigkeit sei somit strittig gewesen. Die Kläger hätten – mit Ver-
weis auf das Schreiben der Beklagten vom 16. November 2007 (act. 3/49) – bei 
Klageerhebung keine Gewissheit gehabt, dass diese die Gültigkeit des IMA nicht 
anerkannt habe (act. 53 Rz. 9 f.). Die Vermögenswerte des Klägers 1 und der 
Klägerin 3 von rund EUR 33 Mio. seien seit Ende Februar 2007 "blockiert" gewe-
sen. Hätten sie ihre Gelder vor Ablauf der Laufzeit des IMA für das erste Investiti-
onsjahr abgezogen, wären sie ihrer vertraglichen Ansprüche gegenüber der Be-
klagten verlustig gegangen. Diese massive Einschränkung ihrer wirtschaftlichen 
Bewegungsfreiheit sei für sie bei Klageerhebung unzumutbar gewesen (act. 53 
Rz. 14 f.). Der Kläger 1 und die Klägerin 3 hätten am 1. Februar 2008 keine Leis-
tungsklage erheben können. Ihre Ansprüche für das erste Investitionsjahr seien 
erst im März 2008 resp. gegebenenfalls sechs Monate später fällig geworden 
(act. 53 Rz. 16).  
Weil die Feststellungsklage zulässig gewesen sei, sei die Klageänderung nicht 
dazu verwendet worden, um Mängel der Klageschrift zu korrigieren. Die Eventual- 
und Subeventualansprüche des Klägers 1 und der Klägerin 3 stünden mit den 
bisher geltend gemachten Ansprüchen in engem (Sach-)Zusammenhang und 
würden demselben Lebenssachverhalt entspringen. Es stehe den Klägern zu, in 
der Replik neue Behauptungen aufzustellen und dazu Beweisofferten zu machen 
(act. 55 Rz. 25, 31 und 34).  
I._____ sei der Ansicht gewesen, das IMA gelte auch für ihn. Aus der damaligen 
Sicht bzw. mit damaligem Wissensstand habe er bei Einreichung der Klage ein In-
teresse besessen, denn er habe auf das Bestehen des IMA vertraut. I._____ habe 
mit der Replik keine Ansprüche aus dem IMA geltend gemacht, sondern er sei 
aufgrund der aus dem Strafverfahren einstweilen gewonnenen Erkenntnisse in 
der Lage gewesen, eine zumindest teilweise bezifferte Schadenersatzklage zu 
erheben. Mit Rechtsbegehren 1.5 mache er Schadenersatzansprüche gegenüber 
der Beklagten aus ihrer Geschäftsbeziehung geltend. Damit sei er aktiv- und die 
Beklagte passivlegitimiert (act. 53 Rz. 37, 43 u. 48).  

Dazu bringt die Beklagte wiederum vor, die Kläger hätten die tatsächlich beste-
henden vertraglichen Vereinbarungen mit der Beklagten jederzeit auflösen kön-
nen. Die Kläger hätten zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen nicht 
die Fälligkeit der Rendite des angeblichen IMA abwarten müssen, sondern sie 
hätten umgehend Schadenersatz einklagen können (act. 64 Rz. 11). Die Kläger 
machten neu geltend, der Kläger 1 und die Klägerin 3 würden ihre Ansprüche ge-
gen die Beklagte als einfache Gesellschaft geltend machen; damit machten sie 
nicht nur neue Tatsachen geltend, sondern stützten ihre angeblichen Forderun-
gen auf einen neuen Lebensvorgang, nämlich den Abschluss eines Gesell-
schaftsvertrages vom 23. August 2009 (act. 64 Rz. 25 f.). 

2.7.2.2. Würdigung 

Die Rechtsbegehren 1.1 bis 1.4 der Replik stehen mit dem Rechtsbegehren 1 der 
Klage in einem engen Zusammenhang, da sie sich alle auf das IMA vom 7. März 
2007 beziehen. Auch das rechtliche Interesse an der Feststellung gemäss 

- 23 - 

Rechtsbegehren 1 der Klage im Sinne von § 59 ZPO/ZH ist zu bejahen, soweit 
dieses überhaupt eine Voraussetzung für die Klageänderung darstellt; darauf ist 
untenstehend zurückzukommen. Die Klageänderungen sind zuzulassen. 

Zu Rechtsbegehren 1.5 erklärt I._____, er mache keinen Anspruch aus dem IMA 
vom 7. März 2007 geltend. Er gesteht ein, aus diesem Vertrag nicht aktivlegiti-
miert zu sein. Da mit einer Klageänderung die fehlende Legitimation nicht beho-
ben werden kann, ist diese für Rechtsbegehren 1.5 nicht zuzulassen. Damit bleibt 
es für I._____ beim Rechtsbegehren 1 gemäss der Klage. Da er erklärt, aus dem 
IMA keinen Anspruch zu erheben, ist Rechtsbegehren 1 der Klage in Bezug auf 
I._____ – wie obenstehend bereits ausgeführt – als durch Rückzug erledigt abzu-
schreiben. 

Die Eventualbegehren 2.1 und 2.2 sind zuzulassen, da sie in engem Zusam-
menhang zum IMA vom 7. März 2007 stehen und es für eine Klageänderung nicht 
entscheidend ist, ob die Begehren bereits bei Klageeinleitung hätten gestellt wer-
den können.  

Die Subeventualbegehren 3.1 und 3.2 stützen sich auf Vermögensverwaltungs-
verträge, die bereits in der Klagebegründung thematisiert wurden. Diese stellen 
zum IMA vom 7. März 2007 einen benachbarten Sachverhalt dar, da sie ebenfalls 
den Anlagen bei der Beklagten zugrunde lagen. Die Subeventualbegehren sind 
somit zuzulassen.  

Die Rechtsbegehren 4.1 bis 4.3 hängen sodann eng mit dem IMA vom 7. März 
2007 zusammen, so dass auch die diesbezügliche Klageänderung zuzulassen ist. 
Eine andere Frage ist, ob die Vorbehalte der Klageänderung bzw. der Nachklage 
zulässig sind. Bereits hier kann darauf hingewiesen werden, dass es bei einer 
Teilklage möglich ist, den Vorbehalt einer Nachklage anzubringen (Frank/Sträu-
li/Messmer, a.a.O., § 54 N 17). Eine Klageänderung kann jedoch nach Abschluss 
des Hauptverfahrens ohne Vorliegen eines Falls von § 115 Ziff. 1 oder § 61 
Abs. 2 ZPO/ZH nicht vorbehalten werden.  

Zu verneinen ist eine wesentliche Beeinträchtigung der Rechtsstellung der Be-
klagten oder eine ungebührliche Verzögerung des Verfahrens. Insbesondere wur-
de die Klageänderung vor dem Beweisverfahren beantragt und hätte über die 
Klage ohne Klageänderung nicht ohne Beweisverfahren sofort entschieden wer-
den können. 

2.7.3. Klageänderungen gemäss Stellungnahme zur Duplik und gemäss act. 56 

2.7.3.1. Parteistandpunkte 

Die Kläger machen geltend, aus Gründen der prozessualen Vorsicht und um 
nichts zu versäumen, würden der Kläger 1 und die Klägerin 3 den Begriff "Soli-
dargläubiger" aus dem Eventualforderungsbegehren 2.1 sowie aus dem Sub-
Eventualforderungsbegehren 3.1 streichen. Das sei zulässig, weil die Kläger mit 
dem Rechtsbegehren lediglich den Umfang des Streits umschreiben müssten, 
das Anfügen einer Begründung sowie die Nennung von Rechtsgründen sei unnö-
tig (act. 51 Rz. 86). Weiter führen die Kläger aus, aus Gründen der prozessualen 

- 24 - 

Vorsicht und um nichts zu versäumen, ergänzten der Kläger 1 und die Klägerin 3 
ihre Rechtsbegehren 2.1 und 2.2 mit den entsprechenden Eventualforderungsbe-
gehren in Schweizer Franken; sodann ergänzten I._____ sein Hauptforderungs-
begehren 1.5 sowie der Kläger 1 und die Klägerin 3 ihre Subeventualforderungs-
begehren 3.1 und 3.2 eventualiter mit Forderungsbeträgen in Schweizer Franken. 
Dieses Vorgehen sei gemäss § 61 ZPO zulässig (act. 51 Rz. 205 f.). Zu act. 56 
bringen die Kläger vor, sie unterbreiteten die mit dem Klageänderungsvorbehalt 
4.1. angekündigte Klageänderung mit Bezug auf die Hauptbegehren 1.2 und 1.4 
(act. 56).  

Die Beklagte erklärt dazu, die erneute Abänderung der Rechtsbegehren sei be-
reits aufgrund der Eventualmaxime unzulässig (act. 64 Rz. 8). Dass die Zulas-
sung der Klageänderung zu einer ungebührlichen Verzögerung des Verfahrens 
führten, ergebe sich auch daraus, dass die Kläger neu den prozessualen Antrag 
betreffend Sistierung des Schadenersatzbegehrens 1.5 stellten (act. 64 Rz. 22 f.). 
Die Subeventualrechtsbegehren 3.1 und 3.2 stellten unzulässige Klageänderun-
gen dar, weil schon bei Klageeinleitung die Forderungsklage möglich gewesen 
wäre. Soweit Schadenersatz in richterlich zu bestimmender Höhe verlangt werde, 
liege überdies eine unzulässige Klageänderung vor, weil sich das Begehren nicht 
mehr auf das IMA vom 7. März 2007, sondern die Vermögensverwaltungsverträge 
und unerlaubte Handlung stütze (act. 64 Rz. 27 f.). 

2.7.3.2. Würdigung 

Die Klageänderungen in der Stellungnahme zur Duplik erfolgten nach Abschluss 
des Hauptverfahrens, so dass sie nur zuzulassen sind, wenn sie sich auf einen 
Sachverhalt stützen, der sich erst durch die Duplik ergeben hat. Dies ist für die 
Begehren 1.5, 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 zu verneinen, da die Klägerin die Klage nicht 
aufgrund neuer tatsächlicher Behauptungen der Beklagten, sondern aufgrund de-
ren rechtlichen Vorbringen geändert hat. Sodann hätte auch der Grundsatz der 
Eventualmaxime verlangt, dass die Klägerin ihre Eventualbegehren in den 
Rechtsbegehren 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 spätestens mit der Replik hätte stellen müs-
sen. Die Klageänderung der Begehren 1.5, 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 ist damit nicht 
zuzulassen. 

Zuzulassen ist die Klageänderung bezüglich der Begehren 1.2 und 1.4 gemäss 
act. 56 aufgrund der erst zwischenzeitlich eingetretenen Fälligkeit. Zu verneinen 
ist diesbezüglich eine wesentliche Beeinträchtigung der Rechtsstellung der Be-
klagten oder eine ungebührliche Verzögerung des Verfahrens. Insbesondere wur-
de die Klageänderung vor dem Beweisverfahren beantragt und hätte über die 
Klage ohne Klageänderung nicht ohne Beweisverfahren sofort entschieden wer-
den können. 

2.7.4. Klageänderungen mit der Eingabe vom 16. Juni 2011 (act. 108) 

2.7.4.1. Parteistandpunkte 

Der Kläger 1 und die Klägerin 3 weisen darauf hin, dass sie in ihrer Stellungnah-
me zur Duplik vom 24. August 2009 (act. 51) und mit ihrer Klageänderung vom 

- 25 - 

11. November 2009 (act. 56) je die Gutschrift auf das Konto/Depot Nr. 5 mit der 
Bezeichnung "B._____ Foundation" bei der Beklagten verlangt hätten. Dieses 
Konto (inkl. Subaccounts) würde heute nicht mehr bestehen, da es nach Ab-
schluss des Abzugs der Vermögenswerte bei der Beklagten per 11. März 2011 
saldiert und von der Beklagten anschliessend per 15. März 2011 geschlossen 
worden sei (act. 108 Rz. 6 f.). Zufolge der Saldierung und Schliessung dieses 
Kontos sei die vorliegende Klageänderung unumgänglich (act. 108 Rz. 9). Der 
neue Anspruch stehe mit dem bisher geltend gemachten in engem Zusammen-
hang, weil sich beide auf die gleichen Tatsachen und Rechtsgründe stützen wür-
den und lediglich die Gutschrift eines bestimmten Betrags auf ein anderes Konto 
verlangt werde. Praktisch gehe es um die "technische Erfüllung" eines den Klä-
gern durch das Urteil zuzusprechenden Betrags, weshalb die Stellung der Beklag-
ten im vorliegenden Verfahren durch diese Klageänderung nicht tangiert werde, 
weil ihr dadurch keine Nachteile erwachsen würden. Weiter werde das Verfahren 
durch diese Klageänderung auch nicht verzögert (act. 108 Rz. 10).  

Die Ausformulierung resp. Bezifferung der Hauptbegehren 1.1 und 1.2 stelle keine 
inhaltliche Änderung, sondern bloss eine Verdeutlichung der Rechtsbegehren dar. 
Diese Verdeutlichung sei zulässig. Im Ergebnis habe die Beklagte den Klägern 
nach dieser Verdeutlichung der Rechtsbegehren dieselbe Summe zu leisten resp. 
zu überweisen, die sie gemäss den Rechtsbegehren vor der Verdeutlichung zu 
leisten bzw. gutzuschreiben gehabt hätte. Daraus folge, dass die Verdeutlichung 
keine Klageänderung darstelle. Dasselbe gelte, soweit die Beträge der Verzugs-
zinsen ausgerechnet würden (act. 108 Rz. 14). Aus den gleichen Gründen sei 
auch durch die zulässige Klageänderung mit Bezug auf das Eventualbegehren 
2.1 das Konto Nr. ... lautend auf "B._____" bei der Bank H._____ als neue Zahl-
stelle zu bezeichnen. Der Kläger 1 und die Klägerin 3 würden mit Bezug auf das 
Eventualbegehren 2.1 ebenfalls eine Ausformulierung resp. Bezifferung vorneh-
men, wobei diese Verdeutlichungen ebenfalls zulässig seien (act. 108 Rz. 16). 

Die Beklagte führt aus, die Kläger würden mit ihrer Eingabe vom 16. Juni 2011 
nach den Klageänderungen in act. 16 und act. 56 nunmehr ihre dritte Klageände-
rung präsentieren und würden bereits ihre vierte Klageänderung androhen. Eine 
derartige Häufung von Klageänderungen sei zunächst mit dem Grundsatz der 
Eventualmaxime nicht vereinbar (act. 117 Rz. 18). Die andauernden Klageände-
rungen der Kläger seien aber auch mit dem Zweck der Klageänderung kaum ver-
einbar. Dieser liege darin, eine möglichst kostengünstige, rasche und endgültige 
Erledigung zu erreichen. Dieser Zweck werde nur erreicht, wenn durch die Klage-
änderung die Rechtsstellung des Beklagten nicht über Gebühr beeinträchtigt und 
das Verfahren nicht ungebührlich verzögert werde (act. 117 Rz. 19). Die erneut 
abgeänderten Rechtsbegehren seien nur schon deshalb nicht zuzulassen, weil 
damit eine ursprünglich bereits unzulässige Klageänderung erneut abgeändert 
werde (act. 117 Rz. 20). Die erneuten Klageänderungen seien aber auch darum 
nicht zuzulassen, weil bei deren Zulassung die Rechtsstellung der Beklagten we-
sentlich beeinträchtigt bzw. das Verfahren ungebührlich verzögert werde. Diese 
zeige sich bereits daran, dass die Kläger in act. 108 Rz. 18 weitere Klageände-
rungen ankündigen würden, was – bei deren Zulassung – unweigerlich eine wei-
tere Verzögerung des Verfahrens durch einen weiteren Schriftenwechsel mit sich 

- 26 - 

bringen würde. Denn der Beklagten wäre zur Wahrung des rechtlichen Gehörs 
zumindest Gelegenheit zu geben, zur neuerlichen Klageänderung und deren Be-
gründung Stellung zu nehmen. Es sei deshalb anerkannt, dass eine Klageände-
rung, die – wie vorliegend – nach dem Beweisabnahmebeschluss vorgenommen 
werde, in der Regel zu einer Verzögerung über Gebühr i.S.v. § 61 Abs. 1 ZPO/ZH 
führe. Die Beklagte würde sich sodann nach Abschluss des Hauptverfahrens 
(nochmals) mit einer neuen Klage konfrontiert, d.h. ihre Stellung würde dadurch 
wesentlich beeinträchtigt (act. 117 Rz. 21).  

2.7.4.2. Würdigung 

Mit dem Kläger 1 und der Klägerin 3 ist davon auszugehen, dass eine Modifikati-
on der Rechtsbegehren angesichts des mittlerweile nicht mehr existierenden Kon-
tos Nr. 5 mit der Bezeichnung "B._____ Foundation" unumgänglich geworden ist. 
Zu verneinen ist diesbezüglich eine wesentliche Beeinträchtigung der Rechtsstel-
lung der Beklagten oder eine ungebührliche Verzögerung des Verfahrens, auch 
wenn die Modifikation der Rechtsbegehren nach dem Beweisverfahren beantragt 
worden ist. Die Klageänderungen bzw. -ergänzungen sind somit zuzulassen. So-
weit die Kläger indessen die Verpflichtung der Beklagten zur Leistung in Schwei-
zerfranken beantragen – neu auch für Rechtsbegehren 1.1 und 1.2 – sind die 
Klageänderungen jedoch nicht zuzulassen, da sie sich nicht auf einen neuen 
Sachverhalt stützen (vgl. Ziff. 2.5.3.2. hiervor). 

2.7.5. Änderung des Betreffnisses der Klage 

Als Folge der Klageänderungen war das Betreffnis der Klage im Rubrum von 
"Feststellung und Rechenschaftsablegung" in "Forderung" zu ändern. 

2.8. Rechtsschutzinteresse 

2.8.1. Feststellungsklage 

2.8.1.1. Parteistandpunkte 

Die Kläger bringen vor, ihr Rechtsschutzbedürfnis an der Feststellungsklage er-
gebe sich aus der Weigerung der Beklagten, das IMA für ihre bei der Beklagten 
geführten Kontobeziehungen anzuerkennen. Dadurch sei für sie ungewiss, ob die 
IMA Bestand hätten. Weil deren Laufzeit andauere und ihre Ansprüche erst im 
März 2008 resp. gegebenenfalls sechs Monate später fällig würden, besässen sie 
keine Möglichkeit, eine Leistungs- oder eine andere Klage zu erheben. Der Fort-
bestand dieser Ungewissheit sei für sie angesichts ihrer bei der Beklagten im 
Rahmen der IMA deponierten Vermögenswerte von über EUR 30 Mio. unzumut-
bar, und sie seien dadurch in ihrer wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit behindert. 
Sie hätten weiter ein manifestes Interesse daran, dass ihre Vermögenswerte von 
der Beklagten gemäss den in den IMA vertraglich vereinbaren Bedingungen wei-
terbewirtschaftet würden. Auch dieser Fortbestand der Ungewissheit, ob sich die 
Beklagte weiterhin weigern werde, sämtliche Vertragsbestimmungen der IMA mit 
Bezug auf ihre bei der Beklagten geführten Kontobeziehungen korrekt zu erfüllen, 
sei für die Kläger unzumutbar (act. 1 Rz. 57 f.).  

- 27 - 

Die Beklagte erklärt, es sei nicht auszumachen, inwiefern die Kläger in ihrer wirt-
schaftlichen Bewegungsfreiheit beschränkt sein sollten. Diese wüssten, dass die 
Beklagte die Gültigkeit des IMA bestreite. Die Kläger könnten die bestehenden 
vertraglichen Vereinbarungen mit der Beklagten ohne Einhaltung einer Kündi-
gungsfrist auflösen. Die Beklagte habe im Übrigen seit Bekanntwerden der Ma-
chenschaften der Nebenintervenientin nie einen Zweifel darüber gelassen, dass 
sie das IMA nicht anerkenne. Es könne daher nicht gesagt werden, für die Kläger 
würde eine Ungewissheit darüber bestehen, ob sich die Beklagte weiterhin wei-
gern werde, sämtliche Vertragsbestimmungen der IMA zu erfüllen (act. 11 
Rz. 130).  

2.8.1.2. Rechtliches 

Auf Klagen betreffend Feststellung des Bestehens eines Rechtsverhältnisses wird 
nur eingetreten, wenn ein rechtliches Interesse an der Feststellung besteht (§ 59 
ZPO/ZH). Als Rechtsschutzinteresse ist ein rechtliches, d. h. rechtserhebliches In-
teresse an der gerichtlichen Feststellung eines Rechts oder Rechtsverhältnisses 
vorausgesetzt. Es ist unter folgenden Voraussetzungen gegeben: 1. Ungewiss-
heit, Unsicherheit oder Gefährdung der Rechtsstellung des Klägers, 2. Unzumut-
barkeit der Fortdauer dieser Rechtsungewissheit und 3. Unmöglichkeit der Behe-
bung der Ungewissheit auf andere Weise, insbesondere nicht durch Leistungs- 
oder Gestaltungsklage. Wenn eine Leistungsklage möglich ist, ist die Feststel-
lungsklage aber ausnahmsweise zulässig zur Feststellung des Rechtsverhältnis-
ses für die Zukunft, wenn nur Teilleistungen fällig sind. Ein rechtliches Interesse 
liegt vor, wenn die gerichtliche Feststellung erforderlich ist, um eine Ungewissheit 
zu beseitigen, durch welche der Kläger in seiner wirtschaftlichen Bewegungsfrei-
heit behindert ist. Die Erhebung einer Feststellungsklage neben einer Leistungs-
klage ist zulässig, wenn nicht nur die fällige Leistung verlangt, sondern die Gültig-
keit des ihr zugrundeliegenden Rechtsverhältnisses auch für dessen künftige Ab-
wicklung festgestellt werden soll. Fehlen die Voraussetzungen, so ist auf die 
Feststellungsklage nicht einzutreten (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 59 N 13, 
19 u. 28).  

2.8.1.3. Würdigung 

Im Zeitpunkt der Klageerhebung war die Rechtsstellung der Kläger ungewiss, da 
sie nicht wussten, ob sie ihren Standpunkt rechtlich durchsetzen können, wonach 
die Beklagte das IMA gegen sich gelten lassen muss. Nicht entscheidend ist die 
Bestreitung des Anspruchs durch die Beklagte, könnte doch ansonsten nie eine 
Feststellungsklage erhoben werden, da es nur zu einer solchen kommt, wenn die 
Gegenseite nicht bereit ist, den Anspruch zu anerkennen. Die Kläger waren so-
dann in ihrer wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit behindert, da es ihnen ange-
sichts des bei der Beklagten angelegten Millionenvermögens nicht zumutbar war, 
die gerichtliche Klärung der Frage, ob die Beklagte das IMA gegen sich gelten zu 
lassen hat, weiter aufzuschieben bzw. dieses vorzeitig zu kündigen und damit der 
ihrer Ansicht nach geschuldeten Rendite verlustig zu gehen. Das Fortdauern die-
ser Rechtsungewissheit war für die Kläger somit unzumutbar. Schliesslich konn-
ten sie zum Zeitpunkt der Klageeinleitung mangels Fälligkeit ihres behaupteten 

- 28 - 

Anspruchs aus dem IMA auch keine Leistungsklage erheben. Damit ist die Zuläs-
sigkeit der Feststellungsklage zu bejahen. 

Ebenso sind die Feststellungsbegehren 1.2 und 1.4 gemäss Replik zulässig, da in 
jenem Zeitpunkt erst die Zahlung für das erste Investitionsjahr fällig war und es 
um die Feststellung des Rechtsverhältnisses für die Zukunft ging. 

2.8.2. Vorbehalte 

2.8.2.1. Parteistandpunkte 
Betreffend die Klageänderungs- und Nachklagevorbehalte gemäss Rechtsbegeh-
ren 4 der Replik führen die Kläger aus, falls das Verfahren am 1. September 2009 
noch nicht rechtskräftig abgeschlossen sein sollte, dürften der Kläger 1 und die 
Klägerin 3 die Feststellungsbegehren (1.2 und 1.4) in Leistungsbegehren umwan-
deln. Falls das Verfahren bis zum 31. Dezember 2009 nicht rechtskräftig abge-
schlossen sei, hätten der Kläger 1 und die Klägerin 3 das Recht, sich ihre Gutha-
ben gemäss den Haupt- und Eventualforderungsbegehren an eine noch zu be-
zeichnende Zahl- oder Depotstelle leisten zu lassen. Diese Klageänderungsvor-
behalte würden bereits jetzt angebracht. Der generelle Nachklagevorbehalt decke 
den Fall ab, dass noch mehr Vermögensdelikte der Nebenintervenientin (oder von 
anderen Mitarbeitern der Beklagten) zum Vorschein kommen sollten (act. 16 
Rz. 180 f.). 
Die Beklagte macht geltend, für Rechtsbegehren 4 der Replik gebe es kein 
Rechtschutzinteresse. Das Gericht habe von keinen Klageänderungs- oder Nach-
klagevorbehalten der Kläger Vormerk zu nehmen. Klageänderungen seien ent-
weder zulässig oder unzulässig, sie würden nicht von irgendwelchen Vorbehalten 
abhängen (act. 42 Rz. 40; act. 64 Rz. 29). 

2.8.2.2. Rechtliches 

Nach der Dispositionsmaxime kann sich der Kläger damit begnügen, einen nicht 
individualisierten Teilbetrag einer grösseren Gesamtforderung als sog. Teilklage 
geltend zu machen. Alsdann kann im Dispositiv nicht der ganze Anspruch zuge-
sprochen oder abgewiesen werden. Die materielle Rechtskraft des Urteils er-
streckt sich nur auf den eingeklagten Teil. Der Vorbehalt einer Nachklage ist des-
halb grundsätzlich nicht erforderlich, im einzelnen Fall aber zwecks Vermeidung 
von Unklarheit, ob auf den Rechtsanspruch verzichtet wird, empfehlenswert 
(Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 54 N 17). 

2.8.2.3. Würdigung 

Die Rechtsbegehren 4.1 und 4.2 (letzteres lediglich in Bezug auf die Hauptforde-
rungsbegehren 1.1 und 1.2) erweisen sich nach den entsprechenden Klageände-
rungen als gegenstandslos und brauchen nicht geprüft zu werden. Sie sind als 
gegenstandslos geworden abzuschreiben.  

- 29 - 

Das Rechtsbegehren 4.2 hinsichtlich der Hauptforderungsbegehren 1.3 und 1.4 
ist abzuweisen, da bei gegebenen Voraussetzungen eine Nachklage vorbehalten 
werden kann, nicht aber eine Klageänderung.  

Das Rechtsbegehren 4.3 umfasst sodann einen generellen Nachklagevorbehalt, 
ohne dass die Kläger ausführen würden, von welcher Gesamtforderung sie nur 
einen Teilbetrag eingeklagt hätten. Damit ist Rechtsbegehren 4.3 abzuweisen.  

2.9. Noven 

2.9.1. Parteistandpunkte 

Die Beklagte macht geltend, die act. 51, 53, 56 und 61 enthielten wiederholt und 
in unzulässiger Weise völlig neue Tatsachenbehauptungen und Bestreitungen. 
Auf diese weist sie im Einzelnen hin (act. 64 Rz. 31 ff.). Die Kläger bestreiten dies 
(act. 68 Rz. 4 ff.). 

2.9.2. Rechtliches 

Gemäss § 114 ZPO/ZH sind die Parteien mit Anträgen zur Sache, Tatsachenbe-
hauptungen, Einreden und Bestreitungen ausgeschlossen, die sie in ihrer letzten 
Rechtsschrift nicht vorgebracht haben. Die letzte Rechtsschrift der Kläger war die 
Replik, diejenige der Beklagten die Duplik (Beschluss des Kassationsgerichts des 
Kantons Zürich vom 8. Oktober 2008, Kass.-Nr. AA070172, E. II.13.a). Die Aus-
nahmen von § 115 ZPO/ZH sind eng auszulegen; im Zweifel darf auf ein Novum 
nicht mehr eingetreten werden (Frank/Sträuli/ Messmer, a.a.O., § 115 N 1). 
Ausgenommen von § 114 ZPO/ZH sind gemäss § 115 Ziff. 2 ZPO/ZH u.a. Be-
hauptungen, die durch neu eingereichte Urkunden sofort bewiesen werden kön-
nen. Gemäss dieser Bestimmung bleibt das Verschulden einer Partei an der 
Säumnis unberücksichtigt, wenn der Prozess keine Verzögerung erfährt. Eine neu 
eingereichte Urkunde ist zu berücksichtigen, wenn dadurch eine klare Rechtslage 
geschaffen wird oder erhebliche Gegenbehauptungen des Gegners ohne weiteres 
Beweisverfahren widerlegt werden können (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 115 
N 8). Unstatthaft sind Verzögerungen des Prozesses wegen neuer Beweiserhe-
bungen bzw. Sachverhaltsermittlungen (Zirkulationsbeschluss des Kassationsge-
richts des Kantons Zürich vom 16. November 2004, Kass.-Nr. AA040128, E. 
II.2.3.2). Die Vorschrift stellt für die Zulässigkeit von Noven einzig auf die Liquidi-
tät, d.h. sofortige Beweisbarkeit, der neuen Vorbringen und damit auf den Um-
stand ab, dass deren nachträgliche Berücksichtigung wegen der Entbehrlichkeit 
beweismässiger Weiterungen zu keiner Verfahrensverzögerung führt (Zirkulati-
onsbeschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 15. Januar 2010, 
Kass.-Nr. AA090146, E. II.3.3.3.c). 

2.9.3. Würdigung 

Mit Verfügung vom 17. April 2009 wurde den Klägern Frist angesetzt, um zu den 
neuen Behauptungen und Beilagen der Duplik Stellung zu nehmen (Prot. S. 15), 
worauf die Kläger mit Eingabe vom 24. August 2009 ihre entsprechende Stellung-

- 30 - 

nahme einreichten (act. 51). Auf die Frage von unzulässigen Noven ist – soweit 
erforderlich und relevant – bei den jeweiligen Behauptungen zurückzukommen. 

2.10. Sistierung der Schadenersatzbegehren 

2.10.1. Parteistandpunkte 
Die Kläger stellen mit ihrer Stellungnahme zu den neuen Behauptungen und Bei-
lagen der Duplik folgende Anträge (act. 51 S. 6 f.): 

"1. Es sei die Behandlung der Schadenersatzbegehren gemäss den Rechtsbegeh-
ren 1.5., 3.1. und 3.2. im vorliegenden Verfahren zu einem späteren, gerichtlich 
zu bestimmenden Zeitpunkt vorzunehmen und bis dann zu sistieren; 

 2. Es sei den Klägern nach Wiederaufnahme des gemäss dem prozessualen An-
trag Ziff. 1 sistierten Verfahrens eine Frist von zwei Monaten anzusetzen, um 
das Quantum mit Bezug auf die Schadenersatzbegehren gemäss den Rechts-
begehren 1.5., 3.1. und 3.2. definitiv zu bestimmen und zu begründen; 

 3. Eventualiter: Es sei den Klägern nach Herausgabe der von den Klägern bei der 
Beklagten deponierten Vermögenswerte per 31. Dezember 2009 eine Frist von 
zwei Monaten anzusetzen, um das Quantum mit Bezug auf die Schadener-
satzbegehren gemäss Rechtsbegehren 1.5., 3.1. und 3.2. definitiv zu bestim-
men und zu begründen." 

Die Kläger führen dazu aus, die prozessualen Anträge würden aus prozessöko-
nomischen Gründen gestellt: Es sei sinnvoll und angezeigt, dass zuerst über die 
Forderungsklagen aus Vertrag (Rechtsbegehren 1.1, 1.2, 1.3, 1.4) und dann – 
falls noch notwendig – über die Forderungsklagen auf Rückerstattung (Rechtsbe-
gehren 2.1, 2.2) geurteilt werde. Erst danach – im Falle einer Abweisung dieser 
zwei Forderungsklagen – wären die Rechtsbegehren 1.5, 3.1 und 3.2 auf Scha-
denersatz zu behandeln. Da das Quantum der beiden Forderungsklagen im Ge-
gensatz zum mit den Rechtsbegehren 1.5, 3.1 und 3.2 eingeklagten Schadener-
satz einfach zu berechnen sei, rechtfertige es sich, gestützt auf § 116 ZPO/ZH 
das Prozessthema zu beschränken und die Behandlung dieser Rechtsbegehren 
zeitlich hintan zu stellen. Die Beschränkung des Prozessthemas rechtfertige sich 
auch aus einem zweiten Grund: Erst nach Herausgabe der von ihnen bei der Be-
klagten deponierten Vermögenswerte per 31. Dezember 2009 zufolge Kündigung 
würden sie in der Lage sein, das Quantum der Schadenersatzbegehren gemäss 
Rechtsbegehren 1.5, 3.1 und 3.2 definitiv zu bestimmen und zu begründen. Sollte 
das Gericht der beantragten Beschränkung des Prozessthemas nicht zustimmen 
wollen, sei den Klägern die gemäss dem prozessualen Antrag Ziff. 3 genannte 
Frist zu gewähren, um das Quantum der Schadenersatzbegehren gemäss den 
Rechtsbegehren 1.5, 3.1 und 3.2 definitiv zu bestimmen und zu begründen 
(act. 51 Rz. 7).  

Die Beklagte erklärt, sie widersetze sich diesen Anträgen, mit welchen die Kläger 
zu kaschieren versuchen würden, dass sie überstürzt und verfrüht diesen Prozess 
anhängig gemacht hätten (act. 64 Rz. 30). 

2.10.2. Rechtliches 

- 31 - 

Gemäss § 53a Abs. 1 ZPO/ZH kann das Verfahren aus zureichenden Gründen 
eingestellt werden. § 116 ZPO/ZH ermöglicht dem Gericht, das Hauptverfahren 
zunächst auf einzelne Fragen zu beschränken, wenn anzunehmen ist, der Pro-
zess lasse sich dadurch vereinfachen. 

2.10.3. Würdigung 

Eine Sistierung von einzelnen Rechtsbegehren ist nicht vorgesehen. Auch eine 
Beschränkung des Hauptverfahrens gemäss § 116 ZPO/ZH kommt hier nicht in 
Frage, da dieses mit der Duplik grundsätzlich abgeschlossen war. Sodann ist 
nicht ersichtlich, weshalb den Klägern die Möglichkeit zur definitiven Bestimmung 
des Quantums der Schadenersatzbegehren 1.5, 3.1 und 3.2 einzuräumen wäre, 
nachdem sie einen Schadenersatzbetrag in gerichtlich zu bestimmender Höhe 
zuzüglich genau bezifferter Beträge fordern und sie in ihren Rechtsschriften be-
reits die Möglichkeit hatten, ihre Begehren zu begründen. Der Antrag der Kläger 
ist damit abzuweisen.  

2.11. Einreichung des Originals des IMA (act. 34) durch die Kläger 

2.11.1. Parteistandpunkte 

Die Kläger reichten mit der Klage eine Kopie des IMA vom 7. März 2007 ein 
(act. 3/4). 

Mit Eingabe vom 15. Dezember 2008 verlangt die Beklagte, die Kläger seien in 
Anwendung von § 134 ZPO/ZH vor Ablauf der Frist zur Einreichung der Duplik 
aufzufordern, das Original des IMA vom 7. März 2007 einzureichen. Dies erschei-
ne auch im Lichte der Prozessökonomie als zulässig und geboten, damit die Be-
klagte im Rahmen der Duplik dazu Stellung nehmen könne. Auch dürfe ange-
nommen werden, dass sich durch die Vorlage des Originals des IMA vom 7. März 
2007 ein weitläufiges Beweisverfahren erübrigen werde (act. 22 Rz. 4). 
Die Kläger erklären mit Eingabe vom 5. Januar 2009, sie hätten gesetzeskonform 
im Hauptverfahren eine Kopie des IMA eingereicht und würden für das Beweis-
verfahren auf gerichtliche Anordnung hin die Einreichung des Originals offerieren. 
Dieses Vorgehen sei gewählt worden, um das Original nicht einfach aus der Hand 
zu geben bzw. zu riskieren, dass solche Unterlagen abhanden kommen könnten. 
Einer Aufforderung der Beklagten auf Vorlage von Beweismitteln hätten die Klä-
ger nicht nachzukommen, schon gar nicht von Originalen. Die Kläger müssten 
solches erst auf gerichtliche Aufforderung hin tun, und das hätten sie offeriert. Die 
Beklagte habe nicht substantiiert, weshalb sie das Original der IMA für die Erar-
beitung der Duplik benötige, und sie substantiiere auch mit keinem Wort, weshalb 
sich durch die Vorlage des Originals ein weitläufiges Beweisverfahren erübrigen 
sollte (act. 28 Rz. 7 ff.). Auf die entsprechende gerichtliche Aufforderung vom 
16. Januar 2009 hin (Prot. S. 11 f.; act. 30) reichten die Kläger mit Eingabe vom 
22. Januar 2009 die Urkunde gemäss act. 34 als Original des IMA vom 7. März 
2007 ein (act. 33). 
Mit der Duplik vom 14. April 2009 macht die Beklagte geltend, die Kläger würden 
dem Gericht zwar weismachen wollen, sie hätten mit Klagebeilage 224 (act. 34) 
fristgemäss das Original von Klagebeilage 4 (act. 3/4) eingereicht. Ein Vergleich 

- 32 - 

der beiden Dokumente ergebe indessen eindeutig, dass dem nicht so sei. Die ge-
samte Darstellung der Kläger zum angeblichen Abschluss des IMA erscheine un-
glaubwürdig. Die Echtheit dieser Urkunde werde bestritten. Ferner sei act. 34 un-
vollständig eingereicht worden, indem es anders als act. 3/4 die AGB nicht enthal-
te, und daher als unvollständig im Sinne von § 186 ZPO/ZH aus dem Recht zu 
weisen. Man könne auch nicht annehmen, bei act. 3/4 handle es sich um eine von 
der Nebenintervenientin dem Kläger 1 per PDF übermittelte Kopie: Zwar habe der 
Kläger 1 ein solches PDF verlangt, doch habe der Kläger 1 die Zusendung ver-
langt, bevor er selber den Vertrag unterschreiben würde. Die Kopie gemäss 
act. 3/4 trage aber seine Unterschrift. Aus der eingereichten Korrespondenz sei 
auch nicht ersichtlich, dass zu einem späteren Zeitpunkt die Nebenintervenientin 
einen beidseitig unterzeichneten Vertrag an den Kläger 1 als PDF gesandt habe 
(act. 42 Rz. 8 u. 272 ff.).  

Die Kläger entgegnen dazu, act. 34 sei das Original des IMA vom 7. März 2007 
und liege als Beweismittel bei den Prozessakten. Aus der Originalurkunde ge-
mäss act. 34 sei ersichtlich, dass sie rechtsgültig unterzeichnet sei und auch die 
Originalunterschrift von J._____ trage. Dass act. 3/4 nicht die Kopie von act. 34 
sei, sei irrelevant und rühre daher, dass die Kläger act. 3/4 als PDF-Dokument 
von der Nebenintervenientin erhalten und bei Klageeinreichung übersehen hätten, 
dass sie act. 3/4 und nicht eine Kopie von act. 34 eingereicht hätten. Act. 34 hät-
ten die Kläger als "ihr" Original in ihrem Besitz stets im Tresor aufbewahrt und auf 
gerichtliche Aufforderung hin mit act. 33 zu den Prozessakten gegeben. Es sei er-
stellt, dass die fragliche Unterschrift auf dem Original des IMA gemäss act. 34 von 
J._____ stammen würde (act. 51 Rz. 10). 

Die Beklagte weist in der Eingabe vom 13. Januar 2010 erneut darauf hin, dass 
act. 34 nicht identisch mit act. 3/4 sei. Aus dem Folienvergleich der beiden Doku-
mente (act. 43/32 S. 5) gehe deutlich hervor, dass die Unterschriften von J._____ 
nicht identisch seien. Die Begründung der Kläger, es sei zu einer Verwechslung 
mit einer PDF-Datei gekommen, könne darüber nicht hinwegtäuschen und werde 
zurückgewiesen. Die Kläger würden nicht darlegen, weshalb die beiden Doku-
mente voneinander abweichen würden. Im Weiteren sei bereits dargelegt worden, 
dass act. 34 unvollständig eingereicht worden sei, weshalb eine Ausweisung aus 
dem Recht zu erfolgen habe (act. 64 Rz. 154). In ihrer Stellungnahme zum Er-
gebnis des Beweisverfahrens vom 19. November 2012 stellt die Beklagte u.a. den 
Antrag, vor Fortsetzung des Verfahrens seien die Urkunden gemäss act. 3/4 und 
act. 34 aus dem Recht zu weisen (act. 143 S. 3). Zur Begründung erklärt sie, es 
sei erstellt, dass es die Kläger trotz der Aufforderung des Gerichts gemäss Be-
schluss vom 16. Januar 2009 versäumt hätten, das Original von act. 3/4 zu den 
Akten zu reichen. Die Kläger hätten denn auch eingestehen müssen, dass 
act. 3/4 nicht die Kopie von act. 34 sei. Es sei daher androhungsgemäss zu ver-
fahren und act. 3/4 sowie act. 34 aus dem Recht zu weisen. Act. 34 sei ferner aus 
den Akten zu weisen, weil das Agreement unvollständig sei (act. 143 Rz. 51). 
Man könne sich nicht während des gesamten Behauptungsverfahrens eines Pro-
zesses auf die Kopie eines gefälschten Dokuments stützen und auf entsprechen-
de gerichtliche Aufforderung hin ein völlig anderes Dokument als Original einrei-
chen, das nun plötzlich mit der echten Unterschrift von J._____ versehen sein sol-
le (act. 143 Rz. 52). 

- 33 - 

2.11.2. Rechtliches 

Gemäss § 113 ZPO/ZH sollen Beweismittel schon im Hauptverfahren vorgelegt 
oder bezeichnet werden. Dabei handelt es sich indessen um eine blosse Ord-
nungsvorschrift (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., Rz. 18 zu § 113). Auf gerichtliche 
Anordnung hin hat eine Partei die sich in ihrem Gewahrsam befindlichen Urkun-
den einzureichen. Weigert sich die Partei, eine Urkunde vorzulegen, gibt sie über 
deren Verbleib keine Auskunft oder hat sie die Urkunde beseitigt, so würdigt das 
Gericht ihr Verhalten nach § 148 ZPO/ZH (§ 183 ZPO/ZH). Das Gericht kann die 
Edition aus Zweckmässigkeitsgründen (§ 134 Abs. 1 ZPO/ZH) oder zur Beweissi-
cherung (§ 135 ZPO/ZH) auch schon im Hauptverfahren speziell anordnen. 
Grundsätzlich können Urkunden in Kopie eingereicht werden, wobei das Gericht 
die Vorlage des Originals oder einer amtlich beglaubigten Kopie verlangen kann 
(§ 185 Abs. 1 ZPO/ZH). Im Streitfall ist es Sache der richterlichen Beweiswürdi-
gung, ob auf die Kopie abgestellt werden kann oder die Vorlage des Originals 
bzw. einer beglaubigten Abschrift verlangt werden muss, weil eine Verfälschung 
nicht ausgeschlossen ist oder es auf Einzelheiten besonders ankommt 
(Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 185 Rz. 1). Schliesslich besagt § 186 Abs. 1 
ZPO/ZH, dass jede Urkunde vollständig vorgelegt werden muss. Bezieht sich eine 
Urkunde auf andere Urkunden, wie Nebenverträge oder Rechnungsbeilagen, sind 
auch diese einzureichen. Dieser Vorschrift kommt allerdings ebenfalls lediglich 
Ordnungscharakter zu (ErgBd. Frank zu Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur 
zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 2000, § 186 Rz. 1). 

Wo das Gesetz die Folgen der Versäumnis einer Frist nicht festsetzt, bestimmt sie 
das Gericht (§ 196 GVG/ZH). Die Androhung der Versäumnisfolgen im einzelnen 
Fall stellt einen Akt der Prozessleitung dar, der als solcher von der Rechtskraft 
nicht erfasst wird. Deshalb ist der Richter an die einmal ausgesprochene Andro-
hung nicht gebunden. Er kann von sich aus oder auf Antrag einer Partei die erlas-
sene Androhung jederzeit in Wiedererwägung ziehen und sie aufgrund veränder-
ter Anschauung widerrufen oder durch eine andere ersetzen. Für alle Fälle, in de-
nen der Richter die Versäumnisfolgen festlegen darf, stellt § 196 GVG/ZH den 
Grundsatz auf, dass die Androhung nicht weitergehen darf, als der ordentliche 
Fortgang des Prozesses es erfordert. Die Folgen der Fristversäumnis dürfen des-
halb nicht strenger angesetzt werden, als der Zweck der Fristansetzung es erfor-
dert (Hauser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsge-
setz, Zürich 2002, § 196 N 7 und 13). 

2.11.3. Würdigung 

Die Einreichung des Originals des IMA vom 7. März 2007 war mit der Begründung 
angeordnet worden, dass ein allfälliger Vorhalt des Originaldokuments im Rah-
men der Befragung der Nebenintervenientin, welche die Aussage verweigert hatte 
(Prot. S. 17 ff.), authentischer durchgeführt werden könne. Weiter wurde festge-
halten, dass kein Grund bestehe, der Beklagten bis zur Einreichung dieser Origi-
nale die Frist zur Erstattung der Duplik abzunehmen (act. 30 S. 5). Mit den Klä-
gern ist denn auch davon auszugehen, dass die Beklagte nicht darlegt, weshalb 
sie das Original der IMA für die Erarbeitung der Duplik benötigt hätte und sich 
durch die Vorlage der Originale ein weitläufiges Beweisverfahren hätte erübrigen 

- 34 - 

sollen. Abgesehen davon wurde das Original gemäss act. 34 aber sowieso über 
zweieinhalb Monate vor Einreichung der Duplik zu den Akten erhoben (act. 33; 
act. 34; act. 42). Die Beklagte konnte sich deshalb in der Duplik ausführlich zu 
dieser Urkunde äussern. 

Betreffend die Urkunde gemäss act. 34 ist eine Ausweisung aus dem Recht be-
reits aufgrund der fehlenden entsprechenden Androhung nicht angezeigt. Ferner 
ist act. 34 entgegen der Ansicht der Beklagten auch nicht aufgrund einer allfälli-
gen Unvollständigkeit aus dem Recht zu weisen, da es sich bei § 186 ZPO/ZH 
wie erwähnt um eine Ordnungsvorschrift handelt. 

Nachdem die Kläger mit der Urkunde gemäss act. 34 ein Original des IMA vom 
7. März 2007 eingereicht haben, ist es für den Prozessfortgang nicht erforderlich, 
die Urkunde gemäss act. 3/4 androhungsgemäss aus dem Recht zu weisen, 
weshalb die Säumnisfolge (Satz 2) in Dispositiv Ziff. 2 des Beschlusses vom 
16. Januar 2009 in Wiedererwägung zu ziehen und mangels Relevanz aufzuhe-
ben ist. Keine Rolle spielt dabei, dass die Urkunde gemäss act. 3/4 keine Kopie 
der Urkunde gemäss act. 34 ist; es stellt im Geschäftsleben den Normalfall dar, 
dass mehrere Vertragsexemplare angefertigt werden, weshalb die Beklagte aus 
dem Umstand, dass mehrere Exemplare des IMA vom 7. März 2007 bestehen, 
nichts für sich ableiten kann. Der Darstellung der Beklagten im Hinblick auf die 
Urkunde gemäss act. 3/4, wonach der Kläger 1 die Zusendung des unterzeichne-
ten IMA im PDF-Format per E-Mail verlangt habe, bevor er selber den Vertrag un-
terschreiben würde, widersprechen die Kläger zumindest insofern, als sie sich auf 
den Standpunkt stellen, der Kläger 1 habe der Beklagten das durch ihn bereits 
unterzeichnete IMA am 7. März 2007 per E-Mail im PDF-Format zur Gegenzeich-
nung zugesandt (act. 16 Rz. 81). Ohnehin ist im Zusammenhang mit der Einrei-
chung der Urkunde gemäss act. 34 als Original des IMA vom 7. März 2007 irrele-
vant, wie die Kläger in den Besitz der Urkunde gemäss act. 3/4 gekommen sind. 
Auf die Möglichkeit, dass es sich bei der Urkunde gemäss act. 3/4 eventuell um 
eine Fälschung handelt und den Umstand, dass sowohl die Urkunde gemäss 
act. 34 als auch jene gemäss act. 3/4 eine leere Seite als Anhang ("Schedule 1") 
enthalten, ist im Rahmen der Beweiswürdigung einzugehen.  

Zum Einwand der Beklagten, man könne sich nicht während des gesamten Be-
hauptungsverfahrens eines Prozesses auf die Kopie eines gefälschten Doku-
ments stützen und auf entsprechende gerichtliche Aufforderung hin ein völlig an-
deres Dokument als Original einreichen, das nun plötzlich mit der echten Unter-
schrift von J._____ versehen sein solle, ist schliesslich festzuhalten, dass es 
(nach zürcherischem Prozessrecht) grundsätzlich nicht zwingend ist, sich in der 
Behauptungsphase eines Prozesses überhaupt auf irgendwelche Dokumente zu 
stützen, da es sich bei der entsprechenden Bestimmung (§ 113 ZPO/ZH letzter 
Satz) – wie erwähnt – um eine Ordnungsvorschrift handelt. Erst auf gerichtliche 
Anordnung hin hat eine Partei die sich in ihrem Gewahrsam befindlichen Urkun-
den einzureichen und erst im Beweisverfahren hat sie die durch die Gegenpartei 
bestrittenen Behauptungen zu beweisen. 

2.12. Bedeutung des Strafurteils gegen die Nebenintervenientin 

- 35 - 

2.12.1. Parteistandpunkte 

Mit Eingabe vom 4. Dezember 2012 reichte die Beklagte das Strafurteil des Be-
zirksgerichts Zürich gegen die Nebenintervenientin vom 1. November 2012 als 
Novum ein, mit welchem die Nebenintervenientin u.a. der mehrfachen Urkunden-
fälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig gesprochen wurde 
(act. 145; act. 146). Sie macht geltend, nachdem der dem Strafurteil zugrunde lie-
gende Sachverhalt derselbe wie im vorliegende Verfahren sei, solle der Zivilrich-
ter nicht ohne Not von der Auffassung des Strafrichters abweichen. Es könne na-
turgemäss nur eine Richtlinie für die Entscheidung der Richter geben, wenn es 
um die Beurteilung ein und desselben Sachverhalts gehe: die Erforschung der 
materiellen Wahrheit (act. 145 Rz. 6 ff.). Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich be-
stätige den Standpunkt der Beklagten (act. 145 Rz. 9 ff.). 

Der Kläger 1 und die Klägerin 3 erklären dazu, die Beklagte versuche, die Ausfüh-
rungen des Bezirksgerichts Zürich als Feststellungen zu act. 34 umzudeuten, ob-
wohl act. 34 nicht bei den Akten des Strafverfahrens gelegen habe, sondern eine 
andere Version des IMA (act. 151 Rz. 8). Es gelte im Übrigen die Unabhängigkeit 
des Zivilrichters (act. 151 Rz. 9 ff.). 

2.12.2. Rechtliches 

Gemäss Art. 53 Abs. 1 OR ist das Zivilgericht bei der Beurteilung der Schuld oder 
Nichtschuld, Urteilsfähigkeit oder Urteilsunfähigkeit an die Bestimmungen über 
strafrechtliche Zurechnungsfähigkeit oder an eine Freisprechung durch das Straf-
gericht nicht gebunden. Ebenso ist das strafgerichtliche Erkenntnis mit Bezug auf 
die Beurteilung der Schuld und die Bestimmung des Schadens für den Zivilrichter 
nicht verbindlich (Art. 53 Abs. 2 OR). Diese etwas unklare Vorschrift regelt ihrem 
Wortlaut nach, an was der Zivilrichter nicht gebunden ist, ohne zu präzisieren, ob 
die Aufzählung in Abs. 1 und 2 abschliessend oder analog auch auf andere, nicht 
aufgeführte Fragen anwendbar ist. Heute gilt die Auslegung, dass für sämtliche 
kantonalen Zivilprozessordnungen zwingend ist, was Art. 53 OR ausdrücklich er-
wähnt bzw. dass insoweit der Zivilrichter nicht gebunden sein darf. Was 
Art. 53 OR nicht regelt, bleibt der Zuständigkeit des kantonalen Prozessrechts 
vorbehalten (Brehm, in: BK OR, Bd. VI/1/3/1, Allgemeine Bestimmungen, Die Ent-
stehung durch unerlaubte Handlung, Art. 41-61 OR, 3. Aufl., Bern 2006, Art. 53 
N 3 ff.). Das Stillschweigen von Art. 53 OR bezüglich Tatbestands- bzw. Sachver-
haltsfragen lässt somit auch die kantonalen Gesetze (bzw. Rechtsprechungen) 
darüber entscheiden, ob der Zivilrichter an die tatsächlichen Feststellungen des 
Strafrichters gebunden ist (Brehm, a.a.O., Art. 54 N 24a).  

Auch mangels einer solchen kantonalrechtlichen Bindung stützt sich die zivilrecht-
liche Gerichtspraxis oft auf den Strafrichter ab, weil dessen Feststellungen und 
Erwägungen mit jenen des Zivilrichters in der Regel übereinstimmen und er meis-
tens zeitlich näher zum Tatbestand steht, so dass seine Abklärungen oft zuver-
lässiger sind als das spätere Beweisverfahren vor dem Zivilrichter. In diesem Sin-
ne kann sich der Zivilrichter bei seiner eigenen Würdigung an die Auffassung des 
Strafrichters anlehnen, wenn sich dies als zweckmässig erweist. Die Auffassung, 
dass der Zivilrichter nicht ohne Not oder zureichende bzw. sehr gewichtige Grün-

- 36 - 

de vom Strafurteil abweichen darf, ist indessen abzulehnen (vgl. Brehm, a.a.O., 
Art. 54 OR N 30 ff.). Dem Gut der (dadurch in Einzelfällen tangierten) Rechtssi-
cherheit sind die Unabhängigkeit des Zivilrichters sowie die Parteirechte im Zivil-
prozess gegenüber zu stellen, welche sogleich im Zusammenhang mit der Ausei-
nandersetzung einer älteren Praxis des Obergerichts des Kantons Zürich (ZR 38 
Nr. 1) zu erläutern sind. 

Nach dieser Praxis, die in ZR 65 Nr. 113 ohne genauere Prüfung der Frage über-
nommen wurde, wird aus allgemeinen Grundsätzen des zürcherischen Prozess-
rechts hergeleitet, eine Bindung des Zivilrichters an ein strafrechtliches Erkenntnis 
bestehe im Kanton Zürich insoweit, als die Rechtskraft des Strafurteils reiche. Der 
Zivilrichter sei an die tatsächlichen Feststellungen des Strafrichters gebunden, 
soweit sie notwendige Voraussetzungen der im Dispositiv ausgesprochenen Ver-
urteilung bilden würden. Dazu gehöre, dass der Verurteilte die ihm im Dispositiv 
zur Last gelegte Handlung oder Unterlassung begangen habe, und dass dies wi-
derrechtlich sei. Diese Praxis wurde 1979 von der I. Zivilkammer des Oberge-
richts des Kantons Zürich mit überzeugenden Argumenten in Frage gestellt: Die 
bisher vom Obergericht vertretene Auffassung könne sich nicht auf ausdrückliche 
Gesetzesbestimmungen abstützen, was hier, wo es um die Einschränkung der 
Entscheidungsfreiheit des Zivilrichters gehe, wohl verlangt werden müsste. Die 
Nichtbindung des Zivilrichters durch Strafurteile sei schon deshalb zu befürwor-
ten, weil an einem Strafverfahren in der Regel nur eine der beiden am Zivilpro-
zess beteiligten Parteien teilnehme und die gesetzlich vorgesehenen Einfluss-
möglichkeiten des Geschädigten auf den Gang des Strafverfahrens, insbesondere 
der Beweisabnahme, gering seien und keinen Vergleich mit dem Zivilprozess 
aushalten würden, wie denn der Strafprozess überhaupt von völlig anderen 
Grundsätzen beherrscht sei. Jedenfalls würde es gegen fundamentale Rechts-
pr