# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fec81c18-8a76-50ad-b138-01d749b1df90
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.10.2008 IV 2007/185
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-185_2008-10-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/185

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 26.05.2020

Entscheiddatum: 13.10.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 13.10.2008
Art. 28 Abs. 1 IVG. Art. 6-8 ATSG. Invaliditätsbemessung. Beweiswert 
(Vollständigkeit) eines medizinischen Gutachtens. Rückweisung zur 
Vornahme von ergänzenden Abklärungen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Oktober 2008, IV 
2007/185).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Lisbeth 

Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 13. Oktober 2008

in Sachen

R.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

 betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.   

Der 1966 geborene R.___ erlitt am 29. Januar 2000 einen Autounfall, bei welchem er 

sich insbesondere Rippenfrakturen und Prellungen zuzog. Am 4. September 2001 glitt 

er beim Einsteigen in einen Bus aus und zog sich eine Rippenfraktur sowie thorakale 

Schmerzen zu. Am 30. Juli 2003 ergab sich beim Heben eines Tisches ein 

Verhebetrauma. Vom 18. bis 20. Januar 2005 musste der Versicherte wegen eines 

Verkehrsunfalls als angegurteter Beifahrer hospitalisiert werden (vgl. "Fremdakten", act. 

G 11.2). Am 23. August 2005 meldete sich der Versicherte zum Leistungsbezug bei der 

Invalidenversicherung an. Dr. med. A.___ diagnostizierte im Bericht vom 18. Februar 

2006 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Protrusion L4/5, ein 

Panvertebralschmerzsyndrom, rezidivierende Schwindelattacken sowie eine plötzlich 

auftretende Sehbehinderung rechts. Daneben vermerkte er ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine depressive Stimmung, eine chronische Sinusitis maxillaris und 

eine Schmerzverarbeitungsstörung. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit liege eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % vor. Eine Abklärung der Arbeitsfähigkeit sei erforderlich (IV-

act. 28). Nach Durchführung einer MEDAS-Begutachtung (IV-act. 41) stellte die IV-

Stelle des Kantons St. Gallen dem Rechtsvertreter des Versicherten mit Vorbescheid 

vom 12. Februar 2007 die Rentenablehnung in Aussicht (IV-act. 46). Nach Eingang der 

Stellungnahme des Rechtsvertreters (IV-act. 49) verfügte die IV-Stelle am 20. März 

2007 im Sinn des Vorbescheids (IV-act. 50).

B.  

B.a  Gegen diese Verfügung erhob Rechtsanwalt lic. iur. D. Ehrenzeller, Teufen, für den 

Versicherten mit Eingabe vom 7. Mai 2007 Beschwerde mit den Anträgen, die 

Verfügung sei aufzuheben, und dem Beschwerdeführer sei mindestens eine halbe IV-

Rente mit Wirkung ab Juli 2004 zuzusprechen. Der Entscheid sei aufzuheben infolge 

Nichtbehandlung des Antrags auf unentgeltliche Verbeiständung im 

Anhörungsverfahren. Die unentgeltliche Rechtsverbeiständung sei auch für dieses 

Verfahren zu bewilligen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter anderem aus, 

im rheumatologischen Teilgutachten der MEDAS (IV-act. 41-27/32) werde auf eine 

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abschliessende Würdigung des neurologischen Fachgutachters verwiesen. Ein solches 

Fachgutachten sei von der MEDAS gar nicht erstellt worden. Das MEDAS-Gutachten 

diskutiere weder die Schlussfolgerungen im Austrittsbericht der Klinik Valens noch den 

Bericht über die CT der LWS vom 5. Juli 2004 (CT-Bericht; IV-act. 28-10/14). Ebenso 

fehle das Antwortschreiben des Universitätsspitals Zürich auf die schriftlichen Anfragen 

der B.___ Versicherung vom 3. August und 8. September 2004. Auch das vom 

Beschwerdeführer im Juli 2003 erlittene Überhebetrauma thematisiere die MEDAS 

nicht. Sie gehe auch nicht auf die im CT-Bericht festgestellte Nervenwurzelreizung auf 

der Höhe L5 ein. Weiter mangle es an aktuellen Verlaufsberichten des Hausarztes. Es 

erscheine deshalb unumgänglich, eine neue spezialärztliche Abklärung der HWS- und 

LWS-Problematik vorzunehmen. Die MEDAS habe es zudem unterlassen, 

Röntgenbilder anfertigen zu lassen, obwohl sich die Rückenbeschwerden des 

Beschwerdeführers seit dem CT-Bericht verschlimmert hätten. Die Untersuchungen der 

MEDAS seien zeitlich zu kurz ausgefallen, um eine umfassende Beurteilung zuzulassen.

B.b In der Beschwerdeantwort vom 7. August 2007 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung legte sie unter 

anderem dar, der Beschwerdeführer rüge zu Recht, dass sein Antrag bezüglich der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im Vorbescheidsverfahren nicht behandelt 

worden sei. Sie werde dies noch nachholen. Es sei ausreichend gewesen, den 

neurologischen Status anlässlich der internistischen Untersuchung durch die MEDAS 

zu erheben. Aufgrund der nicht gegebenen erheblichen Befunde im Bereich des 

Rückens habe die MEDAS dem Beschwerdeführer zu Recht in einer körperlich leichten 

bis mittelschweren Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert. Das vom 

Beschwerdeführer erwähnte "Überhebetrauma" werde im MEDAS-Gutachten 

angeführt. Dieses habe beim Beschwerdeführer offensichtlich keine bleibende 

Rückenschädigung verursacht. Aufgrund der nicht pathologischen Ergebnisse der 

klinischen Untersuchung habe die MEDAS auch keine neuen Röntgenbilder anfertigen 

müssen. Weil zudem keine Hinweise vorliegen würden, dass sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der MEDAS-Untersuchung 

verschlechtert habe, könne auf die Einholung weiterer medizinischer Berichte verzichtet 

werden. Weil der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei, 

habe er keinen Anspruch auf eine IV-Rente.

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B.c Am 15. August 2007 bewilligte der Gerichtspräsident die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung für das vorliegende Verfahren.

B.d Mit Replik vom 18. Oktober 2007 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seinen Standpunkt. Den Antrag betreffend unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung im Anhörungsverfahren zog er zurück (act. G 18). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik.

Erwägungen:

1.   

1.1  Streitig ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine IV-Rente hat. Nach der ab 

1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung von Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 

70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Die Invalidität des Beschwerdeführers ist unbestrittenermassen 

nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu bemessen. Grundlage 

der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens ist die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist nach 

der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

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medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweis; RKUV 2000, 214).

1.2  Im Austrittsbericht vom 21. März 2003 diagnostizierten die Ärzte der Klinik Valens 

beim Beschwerdeführer ein linksbetontes Panvertebralsyndrom bei 

Wirbelsäulenfehlform und -haltung, muskulärer Dysbalance, Dekonditionierung und 

degenerativen Veränderungen der HWS. Die Arbeitsfähigkeit schätzten sie auf 50 % für 

körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten. In zwei bis drei Monaten könne die 

Arbeitsfähigkeit gestaffelt auf 100% erhöht werden (IV-act. 28-13/14). Von Seiten des 

Universitätsspitals Zürich wurde im Bericht vom 17. März 2004 zusätzlich zu den 

vorerwähnten Diagnosen der Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung 

geäussert. Aus rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführer für eine leichte bis 

mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit voll arbeitsfähig (IV-act. 28-11/14). Eine 

Abklärung in der MEDAS Basel ergab gemäss Gutachten vom 13. Dezember 2006 

keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit wurden ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom links (äusserst 

geringes organisches Korrelat, Haltungsinsuffizienz und Dekonditionierung, 

ausgeprägte Symptomausweitung bei Schmerzverarbeitungsstörung), eine 

rezidivierende Cephalaea, eine Sehstörung und mögliche zervikovertebrale 

Funktionsstörung sowie Schwankschwindel, ein Schulterschmerz rechts und eine 

Verhaltensauffälligkeit bei andernorts klassifizierten Erkrankungen 

(Lumbovertebralsyndrom) diagnostiziert. Die Gutachter hielten unter anderem fest, 

insgesamt imponiere eine ausgeprägte Diskrepanz zwischen dem Ausmass der 

subjektiv geäusserten Beschwerden und den objektivierbaren Befunden. Eine 

depressive Störung könne durch die psychiatrische Untersuchung nicht objektiviert 

werden. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Service-Angestellter, welche als 

körperlich leichte bis intermittierend mittelschwer belastende Tätigkeit einzuschätzen 

sei, bestehe sowohl aus somatischer wie auch aus psychiatrischer Sicht eine voll 

zumutbare Arbeitsfähigkeit. Für sämtliche körperlich leicht bis mittelschwer belastende 

Tätigkeiten in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen und ohne Dauerbelastung 

oder repetitive Belastung des rechten Armes achsenfern oder im Überkopfbereich 

bestehe eine voll zumutbare Arbeitsfähigkeit. Auf Korrektur der Haltungsdefizite 

zielende Therapien könnten zu einer Linderung der Beschwerden führen. Allerdings 

stehe die Schmerzverarbeitungsstörung beim Exploranden derart im Vordergrund, dass 

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diesbezügliche Bemühungen erst nach einer Verbesserung der Coping-Strategien 

sinnvoll erscheinen würden. Berufliche Massnahmen seien nicht indiziert. Bei 

entsprechender Willensanstrengung könne die gutachterlich objektivierte 

Arbeitsfähigkeit auch verwertet werden (IV-act. 41 S. 12f).

2.   

2.1  Zum Einwand des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, die doch sehr kurzen 

Untersuchungen bei der MEDAS könnten kaum dem Anspruch auf eine umfassende 

Beurteilung gerecht werden (act. G 1 S. 8), ist vorweg festzuhalten, dass es für den 

Aussagegehalt eines Arztberichtes zumindest bei somatischen Gesundheitsstörungen 

nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommen kann. Massgeblich ist vielmehr, ob 

der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 24. Mai 2006 i/S R. [I 954/05], Erw. 3.2.1). Ob 

dies der Fall ist, ist nachfolgend zu prüfen.

2.2  PD Dr. med. C.___, Medizinisch Radiologisches Institut, fand gemäss Beurteilung 

vom 5. Juli 2004 gestützt auf eine Computertomographie (CT) der LWS vom 2. Juli 

2004 eine leichte mediolateral rechtsseitige Protrusion der Zwischenwirbelscheibe L 

4/5 rechts mit minimer Tangierung der Nervenwurzel L5 rechts im Recessus lateralis. 

Als Nebenbefund führte er eine leichte Spondylarthrose auf dieser Segmentshöhe 

sowie eine Bogenschlussanomalie S1 auf (IV-act. 28-10/14). Der rheumatologische 

Fachgutachter der MEDAS hielt in diesem Zusammenhang fest, Anhaltspunkte für eine 

Kompression bestünden klinisch nicht und hätten auch in dem vom Hausarzt 

veranlassten CT nicht in hinreichender Signifikanz nachgewiesen werden können. 

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers verneinten die MEDAS-Gutachter ein 

organisches Korrelat im Bereich der LWS nicht gänzlich, sondern bezeichneten es als 

äusserst gering (IV-act. 41 S. 9 oben).

Das Ereignis vom 30. Juli 2003 beschrieb der Beschwerdeführer dahingehend, dass er 

einen schweren Tisch gehoben habe, was zu starken lumbalen Rückenschmerzen 

geführt habe (IV-act. 41 S. 7). Hinsichtlich dieses "Überhebtraumas" berichteten die 

Ärzte des Universitätsspitals Zürich, Rheumaklinik und Institut für Physikalische 

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Medizin, am 28. April 2004, im Vordergrund stehe die Durchführung einer aktiven, die 

Rumpfmuskulatur stabilisierenden Physiotherapie. Es sei kein bleibender Nachteil zu 

erwarten. Für eine leichte bis mittelschwere Arbeit mit Wechselbelastung bestehe keine 

Arbeitsunfähigkeit. Der Patient sei arbeitslos (Bericht enthalten in act. G 11.2). 

Bezüglich der vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers als fehlend erwähnten 

Antwortschreiben zu den Anfragen der B.___ Versicherungen betreffend 

Arbeitsunfähigkeit vom 3. August und 8. September 2004 (enthalten in act. G 11.2) ist 

festzuhalten, dass die Ärzte des Universitätsspitals sich bereits im vorerwähnten 

Bericht vom 28. April 2004 klar zur Arbeitsfähigkeit geäussert hatten. Von der 

Einholung weiterer Berichte war damit kein anderes Resultat zu erwarten. Ein Anlass für 

die Anfertigung neuer Röntgenbilder war insofern nicht gegeben, als die klinischen 

Untersuchungen durch die MEDAS keine auffälligen pathologischen Befunde ergeben 

hatten. Der MEDAS-Rheumatologe hatte festgehalten, die klinische Untersuchung habe 

einen zunächst adäquat auftretenden Beschwerdeführer gezeigt mit unauffälligen freien 

Bewegungsmustern, der jedoch auf Nachfrage hin sofort eine allgemeine 

Beeinträchtigung seines körperlichen Wohlbefindens beklagt habe. Im Verlauf der 

Untersuchung hätten sich zunehmend symptomverdeutlichende Tendenzen und ein 

Schmerzgebaren ergeben, das bei Nachweis multipler nichtorganischer Zeichen und 

Inkonsistenzen, wie bereits vom Universitätsspital diagnostiziert, den Verdacht auf eine 

namhafte Schmerzverarbeitungsstörung in den Vordergrund habe treten lassen (IV-act. 

41 S. 9). Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass sich sein 

Gesundheitszustand seit der MEDAS-Begutachtung verschlechtert habe; 

diesbezügliche Anhaltspunkte sind auch aus den Akten nicht ersichtlich.

2.3  Die MEDAS-Begutachtung umfasste eine internistische, rheumatologische und 

psychiatrische Untersuchung (IV-act. 41 S. 1). Der rheumatologische Gutachter verwies 

jedoch hinsichtlich der geklagten Kopfschmerzen und Schwindelattacken zudem auf 

ein neurologisches Fachgutachten (IV-act. 41-10/32, 41-27/32), welches aber nicht 

erstellt worden war. Nachdem der RAD-Arzt D.___ das Gutachten vorerst als in sich 

widerspruchsfrei, konsistent und nachvollziehbar erachtet hatte (IV-act. 42), legte er in 

der Stellungnahme vom 23. Mai 2007 dar, es sei, da es sich (bei den Kopfschmerzen 

und Schwindelattacken) um ein Leiden ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit handle, 

davon auszugehen, dass die beteiligten Fachgutachter von einer zusätzlichen 

neurologischen Abklärung medizinisch begründet und damit bewusst abgesehen 

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hätten. Dies sei mit einer Rückfrage bei den Gutachtern noch zu klären (IV-act. 60). PD 

Dr. med. E.___, welcher das MEDAS-Gutachten unterzeichnet hatte, legte im Schreiben 

vom 20. Juli 2007 dar, nachdem der Explorand am 18. Januar 2005 einen 

Verkehrsunfall mit Kopfkontusion und anamnestisch Commotio cerebri erlitten habe, 

sei der begutachtende Rheumatologe davon ausgegangen, dass auch ein 

neurologisches Fachgutachten erstellt werde. Bei den vom Exploranden angegebenen 

Kopfschmerzen handle es sich nicht um primäre Kopfschmerzen, sondern um vom 

Nacken in den Kopf ausstrahlende Spannungskopfschmerzen. Der Explorand sei in der 

rheumatologischen Untersuchung nur eingeschränkt untersuchbar gewesen. Da für 

den Rheumatologen eine segmentale Funktionsstörung der oberen HWS, welche die 

vom Exploranden angegeben Symptome hätte erklären können, möglich erschienen 

sei, sei auf eine neurologische Begutachtung verzichtet worden. Bezüglich des vom 

Exploranden angegebenen Schwindels und der begleitenden Übelkeit sei darauf 

hinzuweisen, dass diese zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit als Service-Angestellter führen würden. Es sei durchaus möglich, 

dass die regelmässige Medikation mit Tramal wesentlich zu Schwindel- und 

Übelkeitsproblematik beitrage (UV-act. 62).

Im Austrittsbericht der Klinik Valens aus dem Jahr 2003 war festgehalten worden, in 

der neurologischen Untersuchung habe der Patient eine nicht dermatombezogene 

Dysästhesie auf Berührung rechtsseitig im Bereich des Halses und des Nackens 

beschrieben; ansonsten hätten unauffällige Befunde bestanden (IV-act. 28-13/14). Auf 

diesen Bericht kann insofern nicht mehr unbesehen verwiesen werden, als sich 

zwischenzeitlich der Auto-Unfall vom 18. Januar 2005 mit Körper- und Kopfanprall 

ereignet hatte. Die Erhebung des neurologischen Status anlässlich der internistischen 

Untersuchung durch den MEDAS-Gutachter ergab zwar keine motorischen Defizite. Es 

wurde ausschliesslich ein Sensibilitätsdefizit im rechten Nacken- und Schulterbereich 

sowie im gesamten rechten Oberarm (nicht dermatomgebunden) festgestellt (IV-act. 41 

S. 8). Hingegen erachtete der am MEDAS-Gutachten beteiligte Rheumatologe wie 

erwähnt eine segmentale Funktionsstörung der oberen HWS und auch ein 

Zusammenhang der rechtsseitigen Kopfschmerzen mit dem stattgehabten Trauma als 

möglich. Die abschliessende Würdigung wollte er deshalb einem Neurologen 

übertragen (IV-act. 41 S. 10). Mit Blick auf diese Umstände hätte anlässlich der 

MEDAS-Begutachtung nicht auf ein neurologisches Konsilium verzichtet werden 

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dürfen. Auch die nachträglichen Ausführungen des MEDAS-Gutachters vom 20. Juli 

2007 vermögen einen Verzicht auf die neurologische Untersuchung nicht ausreichend 

zu erklären. Die neurologische Abklärung wird die Beschwerdegegnerin daher bei 

einem entsprechenden Spezialarzt noch zu veranlassen haben. Wieweit dabei neue 

bildgebende Untersuchungen nötig sind, wird vom Gutachter zu entscheiden sein. In 

der Folge wird der RAD erneut eine medizinische Gesamtwürdigung vorzunehmen 

haben.

3.   

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragte in der Begründung des 

Einwandes gegen den Vorbescheid (IV-act. 49) die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung. In diesem Verfahren stellte er diesen Antrag erneut, zog ihn 

jedoch zurück, nachdem die Beschwerdegegnerin die Behandlung des Antrags 

zugesichert hatte (act. G 18). In diesem Umfang ist das Verfahren als gegenstandslos 

geworden abzuschreiben.

4.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

Verfügung vom 20. März 2007 teilweise gutzuheissen und die Angelegenheit zur 

Vornahme der ergänzenden medizinischen Abklärungen und zu neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig 

(Art. 69 Abs. 1  IVG). Unter Berücksichtigung des Verfahrensaufwandes wird die der 

unterliegenden Beschwerdegegnerin zu auferlegende Gerichtsgebühr auf Fr. 600.-- 

festgesetzt. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten. Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch 

auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese auf pauschal 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzulegen. Die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung wird dadurch gegenstandslos.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

bis

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1.  Die Beschwerde wird, soweit nicht gegenstandslos geworden, unter Aufhebung der 

Verfügung vom 20. März 2007 teilweise gutgeheissen und die Sache zur Durchführung 

von ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 3'500.-- zu 

entschädigen.

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