# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 22dc3557-9591-5546-b800-be01605e0243
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 12.06.2018 SR180007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SR180007_2018-06-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SR180007-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

lic. iur. Ch. Prinz sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Baumgartner 

Beschluss vom 12. Juni 2018 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Gesuchsteller 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,  

Gesuchsgegnerin 

 

betreffend ungetreue Geschäftsbesorgung etc. 

 
Revision gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 10. Juli 2014 

(DG140012) 

 
 
 

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Erwägungen: 

1. Revisionsgesuch 

Mit Eingabe vom 27. April 2018 stellte der Gesuchsteller beim hiesigen Gericht 

ein Revisionsbegehren (Urk. 1). Dazu reichte er diverse Unterlagen ein  

(Urk. 2/1-29), welche er mit Schreiben vom 4. Juni 2018 ergänzte (Urk. 4, Urk. 6). 

Der Gesuchsteller verlangt mit seinem Revisionsbegehren die Aufhebung des 

gegen ihn im abgekürzten Verfahren ausgefällten Urteils des Bezirksgerichts Diet-

ikon vom 10 Juli 2014 betreffend ungetreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von 

Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB, mehrfacher Urkunden-

fälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. Ziff. 1 Abs. 2 und Ziff. 1 

Abs. 3 StGB, Erschleichens einer falschen Beurkundung im Sinne von Art. 253 

Abs. 1 StGB sowie wegen mehrfacher unwahrer Angaben gegenüber Handelsre-

gisterbehörden im Sinne von Art. 153 StGB (Urk. 2/1). Die Anträge des Gesuch-

stellers lauten wie folgt (Urk. 2/1 S. 2): 

1. Das angefochtene Urteil sei ganz aufzuheben. 

2. Die Revisionsgegnerin 1 (Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich) oder 

die zuständige Behörde sei anzuweisen, die Untersuchung neu einzuleiten 

und sofortige Massnahmen zum Schutze verbleibender Daten, der Versi-

cherten der B._____ Vorsorgestiftung in D._____ vorzunehmen wie auch 

des BVG Sicherheitsfonds. 

3. Gegen den kommissarischen Sachwalter der B._____ Vorsorgestiftung in 

D._____, Rechtsanwalt C._____, sei die zuständige Behörde anzuweisen, 

ein Strafverfahren zu eröffnen und die nachfolgend dokumentierten Sach-

verhalte auf strafrechtliche Relevanz zu prüfen. 

4. Die noch laufende Verwertung der Vermögenswerte des Revisionsführers 

seien bis zur Klärung der Revision mit einer superprovisorischen Mass-

nahme umgehend zu stoppen und die zuständige Staatsanwaltschaft I des 

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Kantons Zürich, Abteilung …, Büro …, … [Adresse] entsprechend anzu-

weisen. 

5. Der Revisionsführer sieht sich ausser Stande, die Kosten des vorliegenden 

Verfahrens aus seinem Einkommen oder seinem Vermögen zu bestreiten, 

da er weder Vermögen noch Einkommen hat. Aus diesem Grund beantragt 

er die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. 

2. Gesetzliche Bestimmungen 

2.1. Gemäss Art. 411 StPO sind Revisionsgesuche schriftlich und begründet beim 
Berufungsgericht einzureichen. Im Gesuch sind die Revisionsgründe zu bezeich-

nen und zu belegen. Die Strafprozessordnung nennt in Art. 410 StPO die 

Revisionsgründe abschliessend. 

2.2. Dem vorliegenden Revisionsbegehren liegt ein Urteil des Bezirksgerichts  

Zürich zugrunde, welches im abgekürzten Verfahren erging. Eine beschuldigte 

Person kann der Staatsanwaltschaft bis zur Anklageerhebung die Durchführung 

des abgekürzten Verfahrens beantragen, wenn sie den Sachverhalt, der für die 

rechtliche Würdigung wesentlich ist, eingesteht und die Zivilansprüche zumindest 

im Grundsatz anerkennt (Art. 358 Abs. 1 StPO). Die beschuldigte Person muss 

bei der Durchführung des abgekürzten Verfahrens notwendig verteidigt sein 

(Art. 130 lit. e. StPO). Die Anklageschrift enthält unter anderem das Strafmass 

und den Hinweis an die Parteien, dass diese mit der Zustimmung zur Anklage-

schrift auf ein ordentliches Verfahren sowie auf Rechtsmittel verzichten (Art. 360 

Abs. 4 lit. b und h StPO). Das Gericht führt eine Hauptverhandlung durch, an-

lässlich welcher es die beschuldigte Person befragt und feststellt, ob sie den 

Sachverhalt anerkennt, welcher der Anklage zugrunde liegt und ob diese Er-

klärung mit der Aktenlage übereinstimmt. Es findet kein Beweisverfahren statt 

(Art. 361 Abs. 1, 2 und 4 StPO). Damit weist das abgekürzte Verfahren einen 

summarischen Charakter auf. Dieser steht mit der beschränkten Rechtsmittel-

möglichkeit in Zusammenhang. Gemäss Art. 362 Abs. 5 StPO kann eine Partei 

mit der Berufung gegen ein Urteil im abgekürzten Verfahren nur geltend machen, 

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sie habe der Anklageschrift nicht zugestimmt oder das Urteil entspreche nicht der 

Anklageschrift. Da die Parteien der Anklageschrift im Wissen um die Folgen zu-

stimmen, ist die Beschränkung der Berufungsgründe rechtsstaatlich akzeptabel. 

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt entgegen dem Wortlaut von 

Art. 360 Abs. 1 lit. h. StPO bei strafbarer Einwirkung auf das abgekürzte Ver-

fahren ein Revisionsgrund vor (Art. 410 Abs. 1 it. c StPO), ebenso bei schwer-

wiegenden Willensmängeln. Anders verhält es sich beim Vorliegen von neuen 

Tatsachen und Beweismitteln (Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO). Ein solches Vorbringen 

ist gestützt auf den Gesetzeswortlaut gegen ein im abgekürzten Verfahren ergan-

genes Urteil als Revisionsgrund unzulässig. Dieser Ausschluss stimmt mit dem 

Wesen des abgekürzten Verfahrens überein, zumal die Zulassung neuer Tatsa-

chen und Beweismittel als Revisionsgründe mit einem fehlenden Beweisverfahren 

unvereinbar ist (vgl. BGE 143 IV 122 E. 3.2.1. bis E. 3.2.6.; Entscheid des Bun-

desgerichts 6B_17/2017 vom 15. März 2018 E. 1.3.). 

2.3. Verfahren 

Das Berufungsgericht nimmt in einem schriftlichen Verfahren eine vorläufige Prü-

fung des Revisionsgesuchs vor (Art. 412 Abs. 1 StPO). Ist das Gesuch offensicht-

lich unzulässig oder unbegründet oder wurde es mit den gleichen Vorbringen 

schon früher gestellt und abgelehnt, so tritt das Gericht nicht darauf ein (Art. 412 

Abs. 2 StPO). Bei dieser vorläufigen und summarischen Prüfung des Revisions-

gesuchs im Sinne von Art. 412 StPO sind grundsätzlich die formellen Voraus-

setzungen zu prüfen. Das Gericht kann jedoch auf ein Revisionsgesuch auch 

nicht eintreten, wenn die geltend gemachten Revisionsgründe offensichtlich un-

wahrscheinlich oder unbegründet sind (BGE 143 IV 122 mit Hinweis auf den Ent-

scheid des Bundesgerichts 6B_864/2014 vom 16. Januar 2015 E. 1.3.2.). Führt 

die Vorprüfung nicht zu einem Nichteintreten, so lädt das Berufungsgericht die 

anderen Parteien und die Vorinstanz zur Stellungnahme ein (Art. 412 Abs. 3 

StPO). 

 

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3. Vorbringen des Gesuchstellers 

3.1. Zur Begründung seines Revisionsgesuch beruft sich der Gesuchsteller auf 

Art. 410 Abs. 1 lit. a. und eventualiter auf Art. 410 Abs. 1 lit. c. StPO. Dazu führt er 

im Rahmen der Einleitung (Urk. 2/1 S. 3 f., A.) aus, die zentrale Rolle bei der 

strafrechtlichen Untersuchung und seiner späteren Verurteilung habe der im Juli 

2012 eingesetzte kommissarische Sachwalter RA C._____ gespielt, der die Auf-

gabe gehabt habe, die Loyalität und Integrität des Revisionsführers als Stiftungs-

rat der B._____ BVG zu prüfen und der BVG Stiftungsaufsicht D._____ darüber 

schriftlich zu berichten. Der Sachwalter C._____ habe hierzu über eine Einzel-

vollmacht und über alle Bankkonti verfügt. Danach habe sich ein korruptes und 

mehrfach widersprüchliches Verhalten des eingesetzten Sachwalters abgespielt, 

um den Gesuchsteller zu belasten und ihn verurteilen zu lassen. Der Sachwalter 

habe mehrmals entlastende Beweise unterschlagen, einen auf falschen Tatsa-

chen beruhenden Zwischenbericht zu Lasten des Revisionsführers verfasst sowie 

gegenüber der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich willentlich falsche Aus-

sagen gemacht und so auf das Verfahren eingewirkt. Hätte die Staatsanwaltschaft 

III des Kantons Zürich über die damals bereits vorhandenen, entlastenden Doku-

mente verfügt, so wäre es nie zu einer Verurteilung seiner Person wegen unge-

treuer Geschäftsbesorgung gekommen. Die B._____ BVG habe nie einen finanzi-

ellen Schaden erlitten. Um die Tragweite des korrumpierenden Verhaltens des 

Sachwalters richtig einzuschätzen, sei von Bedeutung, dass es sich bei ihm um 

einen Rechtsanwalt handle, welcher die Vorsorgebranche bestens kenne und 

welchem die Auswirkungen seines rechtswidrigen Handelns jederzeit bewusst 

gewesen sei. Er habe billigend in Kauf genommen, den Gesuchsteller zu Unrecht 

verurteilen zu lassen. Er habe mit dem Zurückbehalten von entlastenden Doku-

menten die U-Haft des Gesuchstellers verlängert, um diesen zu zermürben, damit 

er schliesslich ein abgekürztes Verfahren nach den Vorgaben des Sachwalters 

akzeptiert habe. Nach langen neun Monaten U-Haft habe er (der Gesuchsteller) 

nachgegeben und das abgekürzte Verfahren akzeptiert, um seine Familie mit 

Kleinkindern wiedersehen zu können. Die nachweislich kerngesunde B._____ 

BVG sei wegen der bewusst falsch dargestellten Sachlage gesamtliquidiert wor-

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den. Dies einzig, um die rechtswidrigen Handlungen und die Bereicherung des 

Sachwalters zu verbergen. Der Sachwalter sei einziger Stiftungsrat und Ge-

schäftsführer sowie Liquidator zugleich gewesen, was gegen das BVG verstosse. 

Die vorgeschriebenen Kontrollstellen seien vom Sachwalter geschickt ausgehe-

belt worden, was den versicherten Kunden der B._____ BVG und dem Sicher-

heitsfonds einen Schaden von CHF 20 Mio. verursacht habe. 

3.2. Unter dem Titel Sachverhalt (Urk. 2/1 S. 4, B.) zeichnet der Gesuchsteller 

weiter die Ereignisse und Gegebenheiten des Falls aus seiner Sicht auf. Dabei 

stellt er in seinen Ausführungen insgesamt fest, dass die Darstellungen des 

Sachwalters vor und im Untersuchungsverfahren nicht der Wahrheit entsprochen 

hätten. Der Sachwalter habe die Tatsachen bewusst falsch dargestellt. Insbeson-

dere weist der Gesuchsteller auf den Zwischenbericht des Sachwalters vom 

30.08.2012 hin, welcher jeglicher Logik entbehre, tendenziös sei und in völligem 

Gegensatz zu den Geschehnissen und Tatsachen stehe. Es sei unzweifelhaft, 

dass der Sachwalter die kerngesunde B._____ BVG zu Unrecht liquidiert und sich 

dadurch massiv bereichert habe. Der Gesuchsteller reicht im Revisionsverfahren 

verschiedene Dokumente ein, welche zeigen sollen, dass die B._____ BVG bis 

zur Verurteilung des Gesuchstellers niemals einen Vermögensschaden durch die 

Stiftungsräte bzw. den Gesuchsteller erlitten und nie eine Unterdeckung vorgele-

gen hatte (Urk. 2/4.1 bis 2/29). Zusammenfassend hält der Gesuchsteller fest, der 

Sachwalter habe aus eigenem Interesse auf das Verfahren eingewirkt, indem er 

entlastende Beweise zurückbehalten, einen inhaltlich unwahren Zwischenbericht 

verfasst sowie Falschaussagen gemacht habe, um einen Vermögensschaden 

vorzugaukeln. Dies sei nur möglich gewesen aufgrund eines Versagens aller BVG 

Kontrollorgane, wie den PK Experten, die Revisionsstelle und vor allem die zu-

ständige BVG Stiftungsaufsichtsbehörde D._____. Sie alle hätten dem Sachwalter 

blind vertraut und seine falschen Anschuldigungen nie überprüft. Der Sachwalter 

habe das mehrschichtige Kontrollprinzip des BVG zu seinen Gunsten ausgehe-

belt. Nur dadurch sei das rechtswidrige Handeln des Sachwalters möglich gewor-

den (Urk. 2/1 S. 16). 

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4. Vorprüfung 

4.1. Der Gesuchsteller macht sinngemäss geltend, das Urteil des Bezirksgerichts 

Dietikon vom 10. Juli 2014 beruhe auf einem falschen Tatsachenfundament. Vor-

ab rügt der Gesuchsteller, der Schuldspruch der ungetreuen Geschäftsbesorgung 

sei ergangen, obwohl der B._____ BVG gar nie ein Vermögensschaden entstan-

den sei und auch nie eine Unterdeckung bestanden habe. Der vom Sachwalter 

erstellte Zwischenbericht sei unwahr. Er stehe in völligem Gegensatz zu den Ge-

schehnissen und Tatsachen. Mit dieser Rüge bringt der Gesuchsteller unter Ver-

weis auf die eingereichten Unterlagen vor, es lägen neue für das Urteil relevante 

Tatsachen und Beweismittel vor, womit er sich auf den Revisionsgrund gemäss 

Art. 410 Abs. 1 lit. a. beruft. Wie oben dargelegt ist indessen ein Urteil, das im 

abgekürzten Verfahren ergangen ist, gestützt auf diesen Grund nicht revisions-

fähig. Soweit der Gesuchsteller überdies geltend macht, der Sachwalter habe sein 

Amt nicht den Vorschriften im Bereich der beruflichen Vorsorge entsprechend 

ausgeführt, so stellt dies keinen Revisionsgrund dar, zumal sich die Revision nur 

gegen die materielle Urteilsgrundlage richtet und nicht gegen Tatsachen, welche 

das Verfahren betreffen. 

4.2. Im Rahmen seiner Einleitung bringt der Gesuchsteller zudem vor, durch das 

Zurückbehalten von entlastenden Dokumenten durch den Sachwalter sei die  

U-Haft verlängert worden. Das Ziel des Sachwalters sei gewesen, ihn (den Ge-

suchsteller) zu zermürben, damit er dem abgekürzten Verfahren zustimme. Nach 

neun Monaten Haft, habe er dann das abgekürzte Verfahren akzeptiert, um end-

lich seine Familie wiedersehen zu können. Möglicherweise trifft es zu, dass die 

Haft noch fortgedauert hätte, wenn der Gesuchsteller damals dem abgekürzten 

Verfahren nicht zugestimmt hätte. Eine solche durch die Haft ausgelöste Druck-

situation war indessen allein auf die strafprozessualen Gegebenheiten zurück-

zuführen. Sie kann deshalb keinen Grund für eine spätere Revision darstellen 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_17/2017 vom 15. März 2018 E. 1.7.). Zudem 

war der Gesuchsteller entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im abgekürzten 

Verfahren anwaltlich vertreten. Überdies war er als vormaliger Stiftungsrat der 

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B._____ BVG über sämtliche Vorgänge im Unternehmen informiert, weshalb ihm 

die Konsequenzen des abgekürzten Verfahrens zweifelsohne bewusst sein muss-

ten. 

4.3. Es kann somit festgehalten werden, dass auf das Revisionsbegehren des 

Gesuchstellers, soweit es sich auf Art. 410 Abs. 1 lit. a. StPO stützt, nicht einzu-

treten ist. 

4.4. Schliesslich ruft der Gesuchsteller (eventualiter) auch Art. 410 Abs. 1 lit. c 

StPO als Revisionsgrund an. Bezüglich dieses Revisionsgrunds nennt der Ge-

suchsteller rechtswidriges Verhalten des Sachwalters (darunter Falschaussagen, 

Unterdrücken von Beweismitteln, wissentlich unwahre Angaben im Zwischen-

bericht, Bereicherungsvorwürfe). Aus der vorstehenden Zusammenfassung der 

Gesuchsbegründung geht hervor (vgl. oben Ziff. 3.1. und 3.2.), dass sich die Rü-

gen des Gesuchstellers inhaltlich teilweise nicht eindeutig vom Revisionsgrund 

gemäss Art. 410 Abs. 1 lit. a. StPO abgrenzen lassen, zumal sich einige der ge-

gen den Sachwalter gerichteten Vorwürfe letztlich ebenfalls auf die vom Gesuch-

steller (neu) vorgenommene, eigene Bewertung der Sachlage reduzieren lassen. 

Sie sind somit aufgrund der eingeschränkten Revisionsfähigkeit des Urteils im 

abgekürzten Verfahren nicht von Belang. Soweit der Gesuchsteller durch das 

Vorgehen des Sachwalters strafrechtlich relevantes Verhalten vermutet, wovon 

aufgrund seines in Ziffer 3 gestellten Antrags auszugehen ist, so ist festzuhalten, 

dass ein Revisionsantrag gestützt auf Art. 410 Abs. 1 lit. c StPO nicht mit blossen 

Tatsachenbehauptungen begründet werden kann. Dieser Revisionsgrund muss 

sich aus einem Strafverfahren ergeben, soweit ein Täter noch strafrechtlich zur 

Rechenschaft gezogen werden kann (vgl. dazu Schmid/Jositsch, StPO Praxis-

kommentar, 3. Auflage, Art. 410 N 18-19). Grundsätzlich wäre die Durchführung 

eines Strafverfahrens gegen den Sachwalter möglich. Zumindest liegen keine ge-

genteilige Hinweise vor. Jedoch macht der Gesuchsteller nicht geltend, dass ge-

gen den Sachwalter der B._____ Vorsorgestiftung in D._____ RA C._____ ein 

Strafverfahren durchgeführt wurde oder ein solches hängig ist. Insoweit steht fest, 

dass nicht erwiesen ist, dass durch eine strafbare Handlung auf das gegen den 

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Gesuchsteller ergangenen Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 10. Juli 2014 

eingewirkt worden ist. Bei dieser Ausgangslage ist auf das Revisionsbegehren 

auch nicht einzutreten, soweit es sich auf Art. 410 Abs. 1 lit. c. StPO stützt.  

5. Weitere Anträge 

Nachdem auf das Revisionsbegehren des Gesuchstellers nicht einzutreten ist, 

erweisen sich die übrigen Anträge des Gesuchstellers, mit Ausnahme des An-

trags betreffend die unentgeltliche Rechtspflege (vgl. nachfolgend), als obsolet. 

Das Berufungsgericht ist keine Strafverfolgungsbehörde. Strafanzeigen sind bei 

den zuständigen Strafverfolgungsbehörden einzureichen (Art. 301 Abs. 1 StPO) 

6. Kostenfolge 

6.1. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechts-

mittelverfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Die Kosten 

für das vorliegende Verfahren sind somit ausgangsgemäss dem Gesuchsteller 

aufzuerlegen. Der Gesuchsteller beantragt im Revisionsverfahren die Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2). Dazu führt er aus, er sehe sich 

ausserstande, die Kosten des vorliegenden Verfahrens aus seinem Einkommen 

oder seinem Vermögen zu bestreiten, da er weder über das eine noch das andere 

verfüge (vgl. Urk. 2/2). 

6.2. Die Strafprozessordnung sieht keine Kostenbefreiung aufgrund mangelnder 

finanzieller Leistungsfähigkeit eines Gesuchstellers vor. Indessen ist es gestützt 

auf Art. 425 StPO grundsätzlich möglich, dass die Strafbehörde Forderungen aus 

Verfahrenskosten stundet, herabsetzt oder erlässt. Jedoch verlangt die genannte 

Bestimmung nicht, dass bereits im Urteil darüber zu befinden ist, ob eine Person 

von der Kostentragungspflicht (teilweise) entbunden wird, zumal dies die definitive 

Abschreibung der entsprechenden Kosten zur Folge hätte. Solche Kosten könn-

ten von der Strafbehörde auch dann nicht mehr geltend gemacht werden, wenn 

der Schuldner später in günstige finanzielle Verhältnisse kommen sollte. Diese Art 

der Abschreibung sollte daher nur in ausgesprochenen Ausnahmefällen gewährt 

werden. Ein solcher Ausnahmefall liegt beim Gesuchsteller nicht vor, zumal er 

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angesichts seines Alters noch lange im Erwerbsleben stehen wird. Dennoch ist 

bei der Kostenfestsetzung auf die vom Gesuchsteller geltend gemachte, ange-

spannte finanzielle Situation Rücksicht zu nehmen. Entsprechend ist für dieses 

Verfahren eine moderate Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- festzusetzen. Im Übrigen 

kann auf die wirtschaftliche Lage des Gesuchstellers im Zeitpunkt des Kostenbe-

zugs Rücksicht genommen werden. 

Das Gericht beschliesst: 

1. Auf das Revisionsgesuch des Gesuchstellers vom 27. April 2018 wird nicht 

eingetreten.  

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 400.-- festgelegt und dem Gesuchsteller 

auferlegt. 

3. Schriftliche Mitteilung an 

− den Gesuchsteller 

− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 

4. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

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Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 12. Juni 2018 
 
 

 Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Baumgartner 
 

 
 
 

	Beschluss vom 12. Juni 2018
	Erwägungen:
	1. Revisionsgesuch
	Mit Eingabe vom 27. April 2018 stellte der Gesuchsteller beim hiesigen Gericht ein Revisionsbegehren (Urk. 1). Dazu reichte er diverse Unterlagen ein  (Urk. 2/1-29), welche er mit Schreiben vom 4. Juni 2018 ergänzte (Urk. 4, Urk. 6). Der Gesuchsteller...

	1. Das angefochtene Urteil sei ganz aufzuheben.
	2. Die Revisionsgegnerin 1 (Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich) oder die zuständige Behörde sei anzuweisen, die Untersuchung neu einzuleiten und sofortige Massnahmen zum Schutze verbleibender Daten, der Versicherten der B._____ Vorsorgestiftung...
	3. Gegen den kommissarischen Sachwalter der B._____ Vorsorgestiftung in D._____, Rechtsanwalt C._____, sei die zuständige Behörde anzuweisen, ein Strafverfahren zu eröffnen und die nachfolgend dokumentierten Sachverhalte auf strafrechtliche Relevanz z...
	4. Die noch laufende Verwertung der Vermögenswerte des Revisionsführers seien bis zur Klärung der Revision mit einer superprovisorischen Massnahme umgehend zu stoppen und die zuständige Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, Abteilung …, Büro …, … [...
	5. Der Revisionsführer sieht sich ausser Stande, die Kosten des vorliegenden Verfahrens aus seinem Einkommen oder seinem Vermögen zu bestreiten, da er weder Vermögen noch Einkommen hat. Aus diesem Grund beantragt er die Gewährung der unentgeltlichen R...
	2. Gesetzliche Bestimmungen
	2.1. Gemäss Art. 411 StPO sind Revisionsgesuche schriftlich und begründet beim Berufungsgericht einzureichen. Im Gesuch sind die Revisionsgründe zu bezeichnen und zu belegen. Die Strafprozessordnung nennt in Art. 410 StPO die Revisionsgründe abschlies...
	2.2. Dem vorliegenden Revisionsbegehren liegt ein Urteil des Bezirksgerichts  Zürich zugrunde, welches im abgekürzten Verfahren erging. Eine beschuldigte Person kann der Staatsanwaltschaft bis zur Anklageerhebung die Durchführung des abgekürzten Verfa...
	2.3. Verfahren
	Das Berufungsgericht nimmt in einem schriftlichen Verfahren eine vorläufige Prüfung des Revisionsgesuchs vor (Art. 412 Abs. 1 StPO). Ist das Gesuch offensichtlich unzulässig oder unbegründet oder wurde es mit den gleichen Vorbringen schon früher geste...
	3. Vorbringen des Gesuchstellers
	3.1. Zur Begründung seines Revisionsgesuch beruft sich der Gesuchsteller auf Art. 410 Abs. 1 lit. a. und eventualiter auf Art. 410 Abs. 1 lit. c. StPO. Dazu führt er im Rahmen der Einleitung (Urk. 2/1 S. 3 f., A.) aus, die zentrale Rolle bei der straf...
	3.2. Unter dem Titel Sachverhalt (Urk. 2/1 S. 4, B.) zeichnet der Gesuchsteller weiter die Ereignisse und Gegebenheiten des Falls aus seiner Sicht auf. Dabei stellt er in seinen Ausführungen insgesamt fest, dass die Darstellungen des Sachwalters vor u...
	4. Vorprüfung
	4.1. Der Gesuchsteller macht sinngemäss geltend, das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 10. Juli 2014 beruhe auf einem falschen Tatsachenfundament. Vorab rügt der Gesuchsteller, der Schuldspruch der ungetreuen Geschäftsbesorgung sei ergangen, obw...
	4.2. Im Rahmen seiner Einleitung bringt der Gesuchsteller zudem vor, durch das Zurückbehalten von entlastenden Dokumenten durch den Sachwalter sei die  U-Haft verlängert worden. Das Ziel des Sachwalters sei gewesen, ihn (den Gesuchsteller) zu zermürbe...
	4.3. Es kann somit festgehalten werden, dass auf das Revisionsbegehren des Gesuchstellers, soweit es sich auf Art. 410 Abs. 1 lit. a. StPO stützt, nicht einzutreten ist.
	4.4. Schliesslich ruft der Gesuchsteller (eventualiter) auch Art. 410 Abs. 1 lit. c StPO als Revisionsgrund an. Bezüglich dieses Revisionsgrunds nennt der Gesuchsteller rechtswidriges Verhalten des Sachwalters (darunter Falschaussagen, Unterdrücken vo...
	5. Weitere Anträge
	Nachdem auf das Revisionsbegehren des Gesuchstellers nicht einzutreten ist, erweisen sich die übrigen Anträge des Gesuchstellers, mit Ausnahme des Antrags betreffend die unentgeltliche Rechtspflege (vgl. nachfolgend), als obsolet. Das Berufungsgericht...
	6. Kostenfolge
	6.1. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Die Kosten für das vorliegende Verfahren sind somit ausgangsgemäss dem Gesuchsteller aufzuerlegen. Der Gesuchs...
	6.2. Die Strafprozessordnung sieht keine Kostenbefreiung aufgrund mangelnder finanzieller Leistungsfähigkeit eines Gesuchstellers vor. Indessen ist es gestützt auf Art. 425 StPO grundsätzlich möglich, dass die Strafbehörde Forderungen aus Verfahrensko...

	Das Gericht beschliesst:
	1. Auf das Revisionsgesuch des Gesuchstellers vom 27. April 2018 wird nicht eingetreten.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 400.-- festgelegt und dem Gesuchsteller auferlegt.
	3. Schriftliche Mitteilung an
	 den Gesuchsteller
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich

	4. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.