# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aba0fd6b-b5be-52c1-af29-e5359035a8f2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.06.2016 200 2014 1178
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1178_2016-06-13.pdf

## Full Text

200 14 1178 IV
SCP/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Juni 2016

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________ 
vertreten durch Advokat B.________ 
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. November 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Juni 2016, IV/14/1178, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im Juli 2013 unter Hinweis auf eine komplexe, 
intraartikuläre Radiusluxationsfraktur, ein CRPS und eine Wundheilungs-
störung nach Autounfall vom 10. November 2012 bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der Invaliden-
versicherung [act. IIA] 62). Die IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) nahm Abklärungen in erwerblicher und medizinischer 
Hinsicht vor; namentlich holte sie die Akten der C.________ ein (act. IIA 
80.1; act. IIB 87). Mit Vorbescheid vom 6. Mai 2014 (act. IIB 93) stellte sie 
der Versicherten die Ausrichtung einer ganzen Rente ab 1. Januar 2014 bei 
einem Invaliditätsgrad von 100 % in Aussicht. Ab 27. Februar 2014 betrage 
der Invaliditätsgrad weniger als 40 %, weshalb die Rente per 31. Mai 2014 
befristet werde. Nach dagegen vorgebrachten Einwänden (act. IIB 94, 97) 
verfügte die IVB am 7. November 2014 wie angekündigt (act. IIB 103).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Advokat B.________, mit 
Eingabe vom 8. Dezember 2014 Beschwerde mit den folgenden Rechtsbe-
gehren:

1. Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. November 2014 aufzu-
heben und diese zu verpflichten, der Beschwerdeführerin auch für die Zeit 
nach dem 31. Mai 2014 eine Invalidenrente nach den gesetzlichen Bestim-
mungen zu leisten.

2. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen zur Frage der zumutba-
ren Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu tätigen, und es sei im An-
schluss daran ein neuer Rentenentscheid zu fällen.

3. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine 
ganze Invalidenrente in einer betraglichen Höhe von mehr als CHF 636.00 pro 
Monat zu leisten.

4. Unter o/e-Kostenfolge.

Sie rügt einerseits eine ungenügende medizinische Abklärung seitens der 
Beschwerdegegnerin. Insbesondere könne der Entscheid nicht einzig auf-

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grund des C.________-Kreisarztberichtes vom 24. Februar 2014 getroffen 
werden, handle es sich hierbei doch nicht um einen abschliessenden Be-
richt. Andererseits bringt sie vor, die Beschwerdegegnerin habe die Ab-
klärung unterlassen, inwiefern absolvierte ausländische Beitragszeiten bei 
der Berechnung des Rentenbetrags hätten berücksichtigt werden müssen.

Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 9. Januar 
2015 die Abweisung der Beschwerde. Sie hält fest, auf den C.________-
Kreisarztbericht vom 24. Februar 2014 könne abgestellt werden, da er sich 
hinsichtlich des Zumutbarkeitsprofils abschliessend äussere. Offen gelas-
sen worden sei hingegen die Frage nach der Unfallkausalität gewisser Be-
einträchtigungen. Hinsichtlich der gerügten Nichtberücksichtigung im Aus-
land absolvierter Beitragszeiten verweist die Beschwerdegegnerin auf eine 
Stellungnahme der D.________ vom 7. Januar 2015, wonach die ange-
fochtene Rentenberechnung der Sach- und Rechtslage entspreche.

Mit Replik vom 13. Februar 2015 bzw. Duplik vom 24. Februar 2015 halten 
die Parteien an den bisherigen Rechtsbegehren fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 11. April 2016 edierte der zuständige 
Instruktionsrichter bei der C.________ die die Beschwerdeführerin betref-
fenden Akten der Unfallversicherung. Diese gingen am 26. April 2016 beim 
Verwaltungsgericht ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 

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11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. November 2014 
(act. IIB 103).

In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente 
zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leis-
tungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht 
in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbe-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist der generelle Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf eine IV-Rente – unter Einschluss der grundsätzlich 
unbestritten gebliebenen Zusprechung einer ganzen IV-Rente vom 1. Ja-
nuar 2014 bis 31. Mai 2014 – zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

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2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

2.7 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

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2.7.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

2.7.2 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 [IVV; SR 831.201]).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Gemäss Operationsbericht des Spitals E.________ vom 14. No-
vember 2012 (act. IIA 68 S. 23) wurde bei diagnostizierter komplexer, in-
traartikulärer Radiusluxationsfraktur links eine offene Reposition, eine pal-
mare und dorsale Plattenosteosynthese und eine Transfixation des distalen 

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Radioulnargelenks links vorgenommen. Aus weiteren Berichten des ge-
nannten Spitals geht hervor, dass sich der peri- und der postoperative Ver-
lauf zunächst komplikationslos gestaltete (act. IIA 68 S. 22; 68 S. 19 f.), 
sich in der Folge jedoch ein beginnendes komplexes regionales Schmerz-
syndrom (CRPS) mit intermittierenden Schwellungen, vermehrtem Schwit-
zen und zum Teil livider Verfärbung und vermehrter Behaarung zeigte (act. 
IIA 68 S. 17 f.). Im Bericht vom 26. März 2013 (act. IIA 68 S. 15 f.) wurde 
festgehalten, der Patientin gehe es bezüglich der Schmerzen etwas 
schlechter. Die Schmerzen seien vor allem nachts zunehmend, die Beweg-
lichkeit der Fingergelenke eher abnehmend. Im Röntgenbild zeige sich eine 
weiter fortschreitende Konsolidierung der Fraktur, es bestehe keine sekun-
däre Dislokation oder Sinterung sowie kein Schraubenbruch und das Os-
teosynthesematerial liege in situ. Anlässlich weiterer radiologischer und 
computertomographischer Untersuchungen ist sodann eine Subluxation der 
Ulna festgestellt worden. Zudem wurde nunmehr auch eine Wundheilungs-
störung diagnostiziert (act. IIA 68 S. 13 f.; 68 S. 11 f.). Aus dem Bericht 
vom 2. Juli 2013 (act. IIA 68 S. 7 f.) geht hervor, dass die Patientin über 
eine tendenzielle leichte Besserung der Beschwerden und eine leichte Ver-
besserung der Beweglichkeit berichte. Die behandelnden Ärzte attestierten 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 10. November 2012 bzw. eine sol-
che von 70 % ab 14. Juli 2013 (act. IIA 68 S. 8; 68 S. 4).

3.1.2 Im Bericht des Spitals F.________ vom 13. September 2013 (act. 
IIA 80.1 S. 4 f.) wurde festgehalten, die Patientin klage nach durchgeführter 
Metall-Entfernung am 26. August 2013 (act. IIA 80.1 S. 6) nach wie vor 
über Schmerzen bei Beugung und Streckung des Handgelenks sowie bei 
Drehbewegungen. Zudem verspüre sie eine Sensibilitätsstörung auf der 
Rückseite der Hand im Bereich des ersten und zweiten Strahls. Für die 
aktuelle Symptomatik könnten drei unterschiedliche Faktoren in Betracht 
gezogen werden: Arthrose im Radioulnargelenk, Arthrose radiocarpal und 
das abgesprengte distale volare Radiusfragment. 

3.1.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, führte im Bericht vom 15. Januar 2014 (act. IIB 85) aus, am 18. No-
vember 2013 sei eine Operation nach Kapandji durchgeführt worden. Der 
Gesundheitszustand habe sich verbessert. Seit dem 26. August 2013 habe 

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wiederum eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Mitte Februar 
werde ein Arbeitsversuch im Rahmen von 30 % unternommen. In naher 
Zukunft dürfe mit einer vollständigen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden.

3.1.4 Der C.________-Kreisarzt Dr. med. H.________, Facharzt für 
Chirurgie FMH, diagnostizierte im Untersuchungsbericht vom 27. Februar 
2014 (act. IIB 87) insbesondere das Folgende:

Komplexe intraartikuläre Radiusluxationsfraktur links
- Offene Reposition, palmare und dorsale Plattenosteosynthese und 

Transfixation distales Ulnargelenk links am 10.11.2012
- Wundheilungsstörung
- Passageres CRPS
- DRUG-Instabilität
- Osteosynthesematerialentfernung Radius dorsal und palmar am 

26.08.2013
- Korrektur des Radius palmar und Operation nach Kapandji am 

18.11.2013 wegen mit Palmardislokation eines Fragments verheilter 
Radiusfraktur links und Gelenksdestruktion im DRUG

- Aktuell: Reizlose Narben, normale Trophik, Dys- und Hypästhesie im 
Innervationsgebiet des Ramus superficialis, Schmerzen über erstem 
Strecksehnenfach, eingeschränkte Palmarflexion und Supination.

Die unfallbedingte Zumutbarkeit könne wie folgt definiert werden. Zumutbar 
seien vorerst leichte Tätigkeiten mit Manipulieren von Gewichten bis 2 kg 
mit der linken Hand. Nicht zumutbar seien Tätigkeiten mit Einwirkungen 
von Vibrationen und Schlägen auf das linke Handgelenk. Ebenso nicht zu-
mutbar seien Tätigkeiten, welche eine forcierte volle Supination erforderten. 
Im Rahmen dieser Zumutbarkeitskriterien sei prinzipiell eine ganztätige 
Arbeitsplatzpräsenz zumutbar. Aufgrund der klinischen Befunde sei eine 
leichte Tätigkeit wie Büroarbeit durchaus zumutbar. Aufgrund der langen 
Abwesenheit vom Arbeitsplatz könne eine Teilarbeitsfähigkeit zu Beginn 
akzeptiert werden. Es empfehle sich eine rasche kontinuierliche Steigerung 
der Arbeitsplatzpräsenz.

3.1.5 Der C.________-Kreisarzt Dr. med. I.________, Facharzt für All-
gemeine Medizin FMH, erachtete gemäss Untersuchungsbericht vom 
25. September 2014 (Akten der C.________ [act. III] 156) eine neurologi-
sche Beurteilung der seit Monaten gleich bleibenden Befunde der Mis-
sempfindung als angezeigt. Im Rahmen der Besprechung sei erwähnt wor-
den, dass Einschränkungen in der Handgelenksbeweglichkeit aufgrund der 
erfolgten Operationen teilweise gegeben seien und eine freie Funktion nicht 

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mehr zu erwarten sei. Die aktuell realisierbare Arbeitsfähigkeit von 70 % 
könne bis zum Vorliegen der neurologischen Beurteilung akzeptiert wer-
den.

3.1.6 Im Bericht vom 23. Oktober 2014 (act. III 163) führte Dr. med. 
J.________, Facharzt für Neurologie FMH, aus, es liege eine inkomplette 
Läsion des sensiblen Endastes des Nervus radialis links vor, welche zu 
neuropathischen Schmerzen führen könne. Zusätzlich bestünden ana-
mnestisch gewisse Hinweise für trophische Störungen an der linken Hand, 
auch aktenmässig sei die Diagnose eines CRPS mehrfach erwähnt wor-
den. Somit müsste in dieser Situation von einem CRPS II gesprochen wer-
den. Rein funktionell sei diese Nervenläsion nicht von grosser Relevanz, 
weil es sich um einen rein sensiblen Nerv handle. Diese Nervenläsion kön-
ne aber naturgemäss einen Beitrag zum Schmerzsyndrom leisten.

3.1.7 Dem ärztlichen Abschlussbericht des Dr. med. H.________ vom 
23. Juli 2015 (act. III 208) lässt sich entnehmen, dass die Patientin weiter-
hin über unveränderte Beschwerden im linken Handgelenk klagte. Die im 
März 2015 durchgeführte Metallentfernung habe keinerlei Besserung ge-
bracht. Aktuell arbeite sie in einem Pensum von 30 %. Die unfallbedingte 
Zumutbarkeit werde wie folgt definiert: Zumutbar seien leichte Tätigkeiten 
mit Manipulieren von Gewichten bis maximal 2 kg mit der linken Hand. 
Nicht zumutbar seien Tätigkeiten mit Einwirkungen von starken Vibrationen 
oder Schlägen auf das linke Handgelenk. Ebenso nicht zumutbar seien 
Tätigkeiten, welche eine kraftvolle Supination mit der linken Hand erforder-
ten. Im Rahmen dieser Zumutbarkeitskriterien sei eine ganztägige Arbeits-
platzpräsenz zumutbar.

3.2 Zwischen den Parteien unbestritten und anhand der Akten erstellt 
ist, dass die Beschwerdeführerin in Folge der beim Unfall vom 10. Novem-
ber 2012 erlittenen Verletzung der linken Hand zunächst in einem solchen 
Ausmass erwerbsunfähig war, das einen Anspruch auf eine ganze IV-
Rente begründete. Strittig ist hingegen, ob spätestens im Februar 2014 
eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist, wovon die 
Beschwerdegegnerin gestützt auf den Untersuchungsbericht des 
C.________-Kreisarztes Dr. med. H.________ vom 27. Februar 2014 (act. 
IIB 87) ausgeht.

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3.2.1 Entsprechend dem in diesem Bericht definierten Zumutbar-
keitsprofil (act. IIB 87 S. 9) ist die Beschwerdegegnerin davon ausgegan-
gen, dass der Beschwerdeführerin ab Februar 2014 eine reine Bürotätig-
keit, wie sie diese im hier massgebenden Zeitpunkt innehatte, zu 100 % 
möglich und zumutbar ist (act. IIB 103 S. 5). Soweit die Beschwerdeführe-
rin dagegen einwendet, die Einschätzung des C.________-Kreisarztes sei 
im Zeitpunkt des Verfügungserlasses im November 2014 nicht mehr aktuell 
gewesen, erweist sich dies – nach Edition und Konsultation der Akten der 
Unfallversicherung – als unbegründet: Im Bericht über die Untersuchung 
vom 25. September 2014 (act. III 156) wird von der Steigerung des Be-
schäftigungsgrades auf 70 % berichtet, dies für zumutbar gehalten (S. 5 
und 7) und überdies festgehalten, der Handchirurg Prof. Dr. med. 
K.________ berichte von einem – durch die radiologischen Untersuchun-
gen dokumentierten – perfekten Ergebnis der durchgeführten Operation 
nach Kapandji (act. III 130). Die hierauf vom C.________-Kreisarzt hin-
sichtlich der immer noch geklagten und die volle Umsetzung des Zumut-
barkeitsprofils hindernden Gefühlsbeeinträchtigungen und Missempfindun-
gen in Auftrag gegebene neurologische Abklärung ergab, dass die Nerven-
läsion rein funktionell nicht von grosser Relevanz ist, weil es sich um einen 
sensiblen Nerv handelt. Empfohlen wurde durch Dr. med. J.________ denn 
auch nur eine Behandlung mit Neurodol-Pflaster und allenfalls schmerzdi-
stanzierenden Antidepressiva (act. III 163). Aufgrund dieser Befunde wurde 
anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 24. Juli 2015 
das bereits am 27. Februar 2014 formulierte Zumutbarkeitsprofil bestätigt 
(act. III 208 S. 7 f.).

3.2.2 Somit ergibt sich in beweismässiger Hinsicht, dass die von der 
Beschwerdeführerin bereits anlässlich der Untersuchung vom 27. Februar 
2014 geklagte Beschwerdesymptomatik an der linken Hand sich auch nach 
der Metallentfernung vom 25. März 2015 (act. III 187) nicht verändert hat 
(act. III 208 S. 7), woraus für die Zeit nach Februar 2014 mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit von unverändert gebliebenen Verhältnissen auszuge-
hen ist und damit das von der Beschwerdegegnerin der umstrittenen Invali-
ditätsbemessung zugrunde gelegte Zumutbarkeitsprofil weiterhin Gültigkeit 
hatte. Denn die neurologische Abklärung der von der Beschwerdeführerin 
geklagten Missempfindungen und Gefühlsbeeinträchtigungen ergab, dass 

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die unfallbedingte Nervenläsion zu keinen funktionellen Einschränkungen 
führt, mithin der Beschwerdeführerin ab Februar 2014 auch eine volle Ar-
beitsplatzpräsenz zumutbar war.

3.2.3 Selbst wenn davon auszugehen wäre, bis zur neurologischen 
Klärung der geklagten Beschwerden im Oktober 2014 hätte nur noch die 
vom C.________-Kreisarzt Dr. med. I.________ (act. III 156) – in Abwei-
chung zu der früheren Einschätzung von C.________-Kreisarzt Dr. med. 
H.________ (act. IIB 87) – bestätigte Arbeitsfähigkeit von 70 % bestanden, 
änderte sich am Ergebnis nichts (vgl. dazu E. 4.1 hiernach).

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin ermittelte anhand eines – implizit auf 
einem Prozentvergleich (BGE 114 V 310 E. 3a S. 313, 107 V 17 E. 2d 
S. 22, 104 V 135 E. 2b S. 137) beruhenden – Einkommensvergleichs (vgl. 
E. 2.3 hiervor) zunächst einen Invaliditätsgrad von 100 % ab dem 10. No-
vember 2013 (Ablauf des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Ob 
dies angesichts der seitens des Spitals E.________ attestierten Arbeits- 
bzw. Erwerbsunfähigkeit von 70 % ab 14. Juli 2013 (act. IIA 68 S. 4) korrekt 
ist, kann offen bleiben, da sich dadurch am (befristeten) Anspruch auf eine 
ganze IV-Rente nichts ändert.

Gestützt auf das kreisärztlich festgelegte, schlüssige und nachvollziehbare 
Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.1.4 hiervor) errechnete sie sodann in nicht zu 
beanstandender Weise für den Zeitraum ab dem 27. Februar 2014 einen 
Invaliditätsgrad von 10 % unter Berücksichtigung eines leidensbedingten 
Abzuges in ebendieser Höhe (act. IIB 103 S. 6). Damit besteht kein Ren-
tenanspruch mehr. An diesem Ergebnis änderte sich auch nichts, wenn 
anstatt auf das Zumutbarkeitsprofil des Dr. med. H.________ auf dasjenige 
von Dr. med. I.________ (act. III 156) und damit auf eine Erwerbsfähigkeit 
von 70 % abgestellt würde. Diesfalls ergäbe sich – unter Berücksichtigung 
eines leidensbedingten Abzuges von 10 % – ein maximaler und ebenfalls 
rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 36 %.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Juni 2016, IV/14/1178, Seite 13

4.2 Der Beginn des Rentenanspruchs im Januar 2014 ist mit Blick auf 
die im Juli 2013 erfolgte Anmeldung (act. IIA 62) nicht zu beanstanden 
(Art. 29 Abs. 1 IVG); dasselbe gilt für den Zeitpunkt der Befristung des An-
spruchs per 31. Mai 2014 nach spätestens im Februar 2014 eingetretener 
Verbesserung des Gesundheitszustandes (Art. 88a Abs. 1 IVV).

4.3 Die Ausführungen der D.________ zur Nichtberücksichtigung der 
von der Beschwerdeführerin in Deutschland zurückgelegten Versiche-
rungszeiten in der Stellungnahme vom 7. Januar 2015 (in den Gerichtsak-
ten) sind korrekt und geben zu keinen Weiterungen Anlass (vgl. BGE 130 V 
51 S. 55 f. E. 5.3 f.). Darauf wird verwiesen. Die Beschwerdeführerin hat 
die Darlegungen der D.________ in der Replik vom 13. Februar 2015 denn 
auch nicht bestritten und in der Folge unbestritten gelassen (vgl. dazu pro-
zessleitende Verfügung vom 11. April 2016, Ziff. 1c).

4.4 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 7. No-
vember 2014 (act. IIB 103) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobenen 
Rügen erweisen sich als unbegründet, womit die Beschwerde abzuweisen 
ist.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
von Fr. 1‘000.-- entnommen. Die Restanz von Fr. 200.-- ist ihr nach Eintritt 
der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Juni 2016, IV/14/1178, Seite 14

Parteientschädigung; auch die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen 
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 3 VR-
PG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und mit dem Kostenvorschuss von Fr. 1’000.-- 
verrechnet. Die Restanz von Fr. 200.-- wird ihr nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Advokat B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe der Beschwerdeführerin vom 15. April 

2016 und der UV-Akten)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.