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**Case Identifier:** 875b5742-5c90-574d-b87e-d02708145a25
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.06.2018 200 2018 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-116_2018-06-25.pdf

## Full Text

200 18 116 UV
KOJ/LUB/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Juni 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

C.________ AG
vertreten durch Rechtsanwalt D.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. Januar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2018, UV/18/116, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1976 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) ist 
über seinen Arbeitgeber bei der C.________ AG (C.________ bzw. Be-
schwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert. Mit Schadenmeldung 
vom 23. März 2017 liess er der C.________ mitteilen, am 11. März 2017 
habe bei einer Wanderung plötzlich das rechte Knie blockiert (Akten der 
C.________, Antwortbeilage [AB] 48). Nachdem die C.________ diverse 
Abklärungen vorgenommen hatte – namentlich hatte sie eine Schadenher-
gangsschilderung des Versicherten (AB 45), Berichte der behandelnden 
Ärzte (AB 25, 44) und Beurteilungen des beratenden Arztes (AB 19, 38) 
eingeholt – lehnte sie mit Verfügung vom 16. November 2017 ihre Leis-
tungspflicht mit der Begründung ab, dass ein Zusammenhang zwischen 
den Kniebeschwerden rechts und dem gemeldeten Unfallereignis allenfalls 
möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich sei (AB 17). Daran hielt die 
C.________ auf Einsprache hin (AB 11) mit Entscheid vom 15. Januar 
2018 fest (AB 6).

B.

Mit Eingabe vom 7. Februar 2018 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, Beschwerde. Er beantragt, der Einspra-
cheentscheid vom 15. Januar 2018 und damit die Verfügung vom 16. No-
vember 2017 seien aufzuheben und ihm seien die gesetzlichen Leistungen 
zu erbringen; eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen zum 
Leistungsanspruch, unter Wahrung der Mitwirkungsrechte der Parteien, 
vorzunehmen und über die gesetzlichen Leistungen zu befinden.

In der Beschwerdeantwort vom 9. März 2018 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 15. Januar 
2018 (AB 6). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang 
mit dem Ereignis vom 11. März 2017.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 

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Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.1.1 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objek-
tiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweili-
gen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des Ungewöhnli-
chen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkun-
gen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht 
als Ursache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund somit allein im 
Innern des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die blosse Auslö-
sung des Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor nichts; Unfall 
setzt vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element so ungewöhn-
lich ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht fällt (BGE 134 
V 72 E. 4.1 S. 76 und E. 4.1.1 S. 77). Das Begriffsmerkmal der Ungewöhn-
lichkeit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern 
nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit 
ist insoweit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwarte-
te Folgen nach sich zog. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere 
Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen 
Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Un-
gewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 S. 79).

2.1.2 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann auch in 
einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt 
dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung ledig-
lich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 
natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig“ 
beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der unge-
wöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Verände-
rung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Pro-
grammwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 
E. 2.1 S. 118; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 40 E. 5.2). Dies trifft beispielsweise 

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dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem 
Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 
reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 
2004 U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b).

2.1.3 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind vom Leis-
tungsansprecher oder der Leistungsansprecherin glaubhaft zu machen. 
Wird dieser Forderung nicht nachgekommen, indem unvollständige, unge-
naue oder widersprüchliche Angaben gemacht werden, die das Bestehen 
eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, be-
steht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es 
dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfall-
begriffs erfüllt sind (BGE 116 V 136 E. 4b S. 140, 114 V 298 E. 5b S. 305; 
SVR 2016 UV Nr. 44 S. 146 E. 3.4).

2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. 
a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse 
(lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3, 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 

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kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(„conditio sine qua non“; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Ob zwischen einem schädi-
genden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausa-
lzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im 
Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdi-
gung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358).

2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221; SVR 2017 
UV Nr. 20 S. 67 E. 3.2).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist zwar bei dem vom Beschwerdeführer 
geltend gemachten Ereignis vom 11. März 2017 von einem Unfall im 
Rechtsinn ausgegangen, sie verneinte jedoch ihre Leistungspflicht mangels 
Kausalität zum Ereignis. Zwischen den Parteien ist damit primär umstritten, 
ob das Ereignis vom 11. März 2017 kausal ist für die geklagten rechtsseiti-
gen Kniebeschwerden. Bevor sich die Frage der natürlichen Kausalität 
stellt (vgl. E. 2.3 hiervor), ist indes von Amtes wegen zu prüfen, ob der Be-
schwerdeführer ein Unfallgeschehen im Rechtssinn glaubhaft dargetan hat 

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(vgl. E. 2.1.3 hiervor). Die Parteien haben hierzu in ihren Rechtsschriften 
ebenfalls Stellung genommen. Während der Beschwerdeführer geltend 
machen lässt, der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin gehe betreffend 
Traumaereignis von einem falschen Sachverhalt aus (vgl. Beschwerde 
S. 5 f.), hält die Beschwerdegegnerin dafür, die Schilderungen des Be-
schwerdeführers zum geltend gemachten Unfallereignis seien mehr als 
zweifelhaft (vgl. Beschwerdeantwort S. 5 f.).

3.2 Aus den Akten ergibt sich zum Geschehensablauf und zu den Ver-
letzungen des Beschwerdeführers das Folgende:

3.2.1 Im Auszug der Krankengeschichte hielt Dr. med. E.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, am 27. Februar 2017 als Pro-
blem eine mediale Meniskusläsion Knie rechts fest. Der Patient verspüre 
immer wieder leichte Kniebeschwerden rechts, ein Trauma sei nicht erin-
nerlich. Differenzialdiagnostisch (DD) seien die Knieschmerzen auf eine 
Überlastung oder eine Meniskusläsion zurückzuführen. Anlässlich der Kon-
sultation vom 13. März 2017 vermerkte Dr. med. E.________, der Patient 
habe am Samstag beim Wandern akut vermehrt Schmerzen im rechten 
Knie verspürt. Das Knie sei seither blockiert und könne nicht ganz gestreckt 
werden. Es bestehe der Verdacht auf eine Meniskusläsion (AB 44 S. 1).

3.2.2 Im Bericht über die MRI-Untersuchung des Kniegelenks rechts vom 
14. März 2017 wurden als Indikation chronische Knieschmerzen rechts, 
eine akute Blockade, der Verdacht auf eine Meniskusläsion und eine Knie-
binnenläsion angegeben. Die Untersuchung zeigte einen minimalen Reiz-
erguss und intakte Bänder. Weiter offenbarte sie eine mukoide Degenerati-
on des medialen Meniskus mit kleinem intrameniskalen Riss im Bereich 
des Vorderhorns, eine leichtgradige Chondropathie femorotibial medial am 
Femurcondylus mit kleinen freien Gelenkskörpern im Gelenkspalt und eine 
leichtgradige Chondropathie patellae mit kleineren Knorpelusuren am fe-
moralen Gleitlager (AB 44 S. 2).

3.2.3 Am 15. März 2017 vermerkte Dr. med. E.________ in der Kranken-
geschichte als Diagnose eine mediale Meniskusläsion Knie rechts (mukoi-
de Degeneration des medialen Meniskus rechts mit kleinem intrameniska-
lem Riss des Vorderhorns). Der Patient leide an chronischen Kniebe-

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schwerden rechts, welche aktuell nach vermehrter Belastung (... und Wan-
dern) exazerbierten (AB 25 S. 5).

3.2.4 In der (undatierten) Unfallmeldung, welche am 23. März 2017 bei 
der Beschwerdegegnerin eingegangen ist, gab der Arbeitgeber des Be-
schwerdeführers zum Ereignis vom 11. März 2017 an: „Bei Wanderung 
blockierte plötzlich das rechte Knie (AB 48).“

3.2.5 Der Beschwerdeführer beschrieb im am 29. März 2017 unterzeich-
neten Formular „Unfallhergang“, nach dem Loslaufen ... habe er nach ca. 
10 min. Wegzeit einen Ausfallschritt auf dem Fussweg gemacht. Durch den 
Kieselbelag sei er mit dem rechten Fuss ein wenig nach vorne gerutscht 
und habe dabei den rechten Fuss nach aussen gedreht. Dank den Wan-
derstöcken habe er einen Sturz verhindern können. Er habe im rechten 
Knie einen stechenden Schmerz verspürt, eine Belastung sei nicht mehr 
möglich gewesen (AB 45).

3.2.6 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am 30. März 2017, 
der Patient sei beim Aufstieg zum Gleitschirmfliegen auf Kieselsteinen aus-
gerutscht und habe sich das rechte Knie verdreht (Anamnese). Es lägen 
kleinere freie Knorpelstücke im Gelenk vor, zudem zeige sich ein Knorpel-
riss mit Lappenbildung im medialen Femurcondylus. Die Veränderungen 
seien vermutlich auf das Unfallereignis zurückzuführen und bedürften einer 
kurzen operativen Intervention mit Entfernung der freien Knorpelstücke und 
Glättung des Risses (AB 25 S. 4). Im Operationsbericht vom 10. April 2017 
über die diagnostische Kniearthroskopie und Knorpelglättung des Kniege-
lenks rechts erwähnte Dr. med. F.________ als Diagnosen einen viertgra-
digen Knorpelschaden der Trochlea und zweitgradige instabile Knorpelrisse 
des medialen Femurcondylus (AB 25 S. 2).

3.2.7 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. med. G.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hielt am 24. Mai 2017 fest, der 
erhobene Befund (Innenmeniskusläsion rechts) entspreche morphologisch 
einer Diagnose gemäss Art. 9 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 
über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in der bis 31. Dezember 
2016 gültigen Fassung; ab 1. Januar 2017 Art. 6 Abs. 2 UVG). Die Körper-

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schädigung sei vorwiegend auf Abnützung (Degeneration) zurückzuführen. 
Der Ereignismechanismus sei nicht geeignet, diese Körperschädigung her-
beizuführen. Der Versicherte habe bereits vor dem von ihm gemeldeten 
Ereignis chronische Knieschmerzen gehabt. Die Hausärztin habe bereits 
am 27. Februar 2017 notiert, dass eine mediale Meniskusläsion rechts be-
kannt sei und immer wieder Kniebeschwerden aufgetreten seien ohne erin-
nerliches Trauma (AB 38).

3.2.8 In der versicherungsmedizinischen Stellungnahme (Aktenbeurtei-
lung) vom 13. November 2017 führte Dr. med. G.________ aus, in der 
MRI-Untersuchung vom 14. März 2017 bzw. im Operationsbericht vom 
10. April 2017 seien ausschliesslich degenerative Veränderungen, darunter 
der tiefe Knorpeleinriss mit Defektgrösse 2,5 cm x 1 cm, der vom Operateur 
als viertgradiger Knorpelschaden an der Trochlea bezeichnet worden sei, 
zu sehen gewesen. Zudem zeigten sich instabile Knorpeleinrisse des me-
dialen Femurkondylus am rechten Kniegelenk. Somit liege eine hochgradi-
ge, an zwei verschiedenen Stellen im Kniegelenk deutlich sichtbare Abnüt-
zung vor. Dies passe auch sehr gut zur Anamnese des Versicherten, der 
bereits am 27. Februar 2017 gegenüber seiner Hausärztin über chronisch 
rezidivierende rechtsseitige Knieschmerzen geklagt habe. Ausserdem habe 
die erste MRI-Untersuchung vom 14. März 2017 keinerlei Traumaanzei-
chen offenbart. Es spiele deshalb keine Rolle, ob die Knieschmerzen beim 
... oder beim Wandern schlimmer geworden seien. Damit ein Knorpelstück 
aus einem Knochen im Kniebinnengelenk herausgebrochen werden könne, 
sei ein erhebliches gewaltsames Rotationstrauma bei blockiertem Unter-
schenkel bzw. Fuss erforderlich. Dies sei beim Versicherten nicht vorgele-
gen. Was der Versicherte selbst im Ereignisfragebogen beschrieben habe, 
stelle allenfalls eine Zufalls- oder Gelegenheitsursache dar. Zudem müsse 
erwähnt werden, dass sich die in der MRI-Untersuchung gesehene mediale 
Meniskusläsion intraoperativ nicht bestätigt habe, weshalb keine Listendia-
gnose gemäss Art. 6 UVG vorliege (AB 19).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

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Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.4 Hinsichtlich des Geschehensablaufs vom 11. März 2017 sind die 
Angaben des Beschwerdeführers im Auszug der Krankengeschichte der 
erstbehandelnden Ärztin Dr. med. E.________ vom 13. März 2017 – 
gemäss welchen der Beschwerdeführer am Samstag (d.h. am 11. März 

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2017) bei einer Wanderung akut vermehrt Schmerzen im rechten Knie ver-
spürt habe, seither sei es blockiert und könne nicht ganz gestreckt werden 
(AB 44 S. 1) – die Aussagen der ersten Stunde. Sie decken sich inhaltlich 
mit den Angaben im Bericht der MRI-Untersuchung vom 14. März 2017 
(AB 44 S. 2) und in der Unfallmeldung, die am 23. März 2017 bei der Be-
schwerdegegnerin eingegangen ist (AB 48). Dass sich bei der Wanderung 
etwas Ungewöhnliches oder „Programmwidriges“, wie eine unkoordinierte 
Bewegung, ereignete (vgl. E. 2.1.1 f. hiervor), geht aus diesen echtzeitli-
chen Darstellungen nicht hervor.

Die Ausführungen in der Beschwerde ändern daran nichts. Dabei wird 
sachverhaltsmässig auf die Schilderung des Ereignishergangs durch den 
Beschwerdeführer vom 29. März 2017 (AB 45) abgestellt (vgl. Beschwerde 
S. 5), wonach er auf einem Fussweg einen Ausfallschritt gemacht habe; 
durch den Kieselbelag sei er mit dem rechten Fuss ein wenig nach vorne 
gerutscht und habe dabei den rechten Fuss nach aussen gedreht (AB 45 
S. 1). Es ist indessen nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer 
diese – eindrücklichere – Version nicht bereits gegenüber der erstbehan-
delnden Ärztin Dr. med. E.________ anlässlich der Untersuchung vom 
13. März 2017 erwähnte. Ein Ereignis in dieser Version wäre zweifellos 
schon bei einer Erstkonsultation thematisiert und von der Ärztin ohne weite-
res in der Krankengeschichte und folglich im Überweisungsschreiben an 
den orthopädischen Chirurgen vom 15. März 2017 (AB 25) entsprechend 
festgehalten worden. Gerade dies ist jedoch nicht geschehen. Die fragli-
chen Berichte enthalten keinerlei Hinweise auf ein Unfallgeschehen. Viel-
mehr heisst es im Eintrag der erstbehandelnden Ärztin vom 13. März 2017 
einzig, der Beschwerdeführer habe am Samstag beim Wandern akut ver-
mehrt Schmerzen im rechten Knie verspürt, seither sei es blockiert (AB 44 
S. 1) bzw. im Überweisungsschrieben vom 15. März 2017 führte Dr. med. 
E.________ aus, der Beschwerdeführer leide an chronischen Kniebe-
schwerden rechts, welche aktuell nach vermehrter Belastung (Skifahren 
und Wandern) exazerbierten (AB 25 S. 5). Ein Ausfallschritt wie auch ein 
Fussverdrehen werden ebenso wenig im zwischenzeitlich erstellten MRI-
Untersuchungsbericht vom 14. März 2017 erwähnt, sondern chronische 
Knieschmerzen rechts und eine akute Blockade angegeben (AB 44 S. 2). 
Damit übereinstimmend wird in der undatierten Unfallmeldung als Sachver-

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halt festgehalten, bei der Wanderung vom 11. März 2017 habe plötzlich 
das rechte Knie blockiert (AB 48).

Die „Aussagen der ersten Stunde“ sind in der Regel unbefangener und 
zuverlässiger als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von 
nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 
beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c 
S. 143; SVR 2016 UV Nr. 44 S. 147 E. 3.5). Entgegen den Ausführungen in 
der Beschwerde (S. 5 Mitte) ist es durchaus Aufgabe der Ärzte, beweisre-
levante Angaben der Versicherten festzuhalten. So ist es gerichtsnotorisch, 
dass gerade bei Beschwerdebildern wie dem vorliegenden von Ärzten re-
gelmässig nach allfälligen Unfallereignissen gefragt und entsprechende 
Angaben – gerade im Hinblick auf versicherungsrechtliche Fragen, aber 
auch im Hinblick auf die Ätiologie eines Gesundheitsschadens – aktenmäs-
sig festgehalten werden, was Verwaltung und Gerichte im Rahmen der 
Beweiswürdigung dann auch berücksichtigen.

Unter diesen Umständen ist die später am 29. März 2017 gegenüber der 
Beschwerdegegnerin geschilderte neue Sachverhaltsvariante des Be-
schwerdeführers (AB 45 S. 1) nicht glaubwürdig, zumal aktenmässig eben-
falls erstellt ist, dass der Beschwerdeführer entgegen seinen Angaben im 
Formular „Unfallhergang“ schon früher unter rechtsseitigen Kniebeschwer-
den litt und deswegen bei Dr. med. E.________ in Behandlung stand 
(AB 45 S. 2; vgl. Eintrag in der Krankengeschichte vom 27. Februar 2017 
[AB 44 S. 1]). Schliesslich ist mit Dr. med. G.________ festzuhalten, dass 
anlässlich der MRI-Untersuchung vom 14. März 2017 ausschliesslich de-
generative Veränderungen zu sehen waren. Der beratende Arzt führte 
diesbezüglich in seiner Beurteilung nachvollziehbar aus, dass an zwei ver-
schiedenen Stellen im Kniegelenk deutlich sichtbare Abnützungen vorlä-
gen, was auch sehr gut zur Anamnese des Beschwerdeführers passe, der 
bereits am 27. Februar 2017 gegenüber seiner Hausärztin über chronisch 
rezidivierende rechtsseitige Knieschmerzen geklagt habe. Ausserdem hät-
ten sich in der MRI-Untersuchung vom 14. März 2017 keinerlei Traumazei-
chen gezeigt (Fehlen eines wesentlichen Ergusses; keine Zerstörung von 
Begleitstrukturen wie den Kreuz- oder Seitenbändern; keine Bone Bruise). 
Vor diesem Hintergrund überzeugt denn auch seine Feststellung, dass kein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2018, UV/18/116, Seite 13

für das Herausbrechen eines Knorpelstücks im Kniebinnengelenk benötig-
tes erhebliches gewaltsames Rotationstrauma vorgelegen habe. An der 
schlüssigen Einschätzung des beratenden Arztes vermag auch die 
beschwerdeweise eingereichte Stellungnahme von Dr. med. F.________ 
vom 17. Januar 2018 (Beschwerdebeilage [BB] 6) nichts zu ändern. 
Einerseits geht der behandelnde Arzt von einem Knieverdrehen aus, was 
weder in den zeitnächsten Berichten zum reklamierten Ereignis 
dokumentiert wurde (AB 25 S. 5, AB 44 S. 1 f., AB 48) noch der 
Beschwerdeführer selbst im Formular „Unfallhergang“ erwähnte (AB 45). 
Andererseits enthält die Stellungnahme keine Befunde, welche in der versi-
cherungsmedizinischen Aktenbeurteilung unerkannt oder ungewürdigt ge-
blieben wären. Dementsprechend bieten auch die erhobenen medizini-
schen Befunde keinen Beweis, dass die Schädigung am rechten Knie auf 
eine ungewöhnliche äussere Einwirkung, also auf ein Unfallereignis, 
zurückzuführen ist (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
15. März 2011, 8C_999/2010, E. 3.3.2). 

3.5 In Würdigung der gesamten Umstände kann ein ungewöhnlicher 
äusserer Faktor nicht nach dem erforderlichen Beweisgrad der Glaubhaft-
machung nachgewiesen werden. Folglich hat die Beschwerdegegnerin ihre 
Leistungspflicht zu Recht verneint (vgl. E. 2.1.3 hiervor). Auch unter dem 
Titel der unfallähnlichen Körperschädigungen besteht keine Leistungspflicht 
der Beschwerdegegnerin, mangelt es hierfür doch an einer Listendiagnose 
im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG (vgl. E. 2.2 hiervor). Die ursprünglich bei 
der MRI-Untersuchung vom 14. März 2017 festgestellte Meniskusläsion 
(AB 44. S. 2) bestätigte sich intraoperativ nicht (AB 25 S. 2), was vom Be-
schwerdeführer auch nicht bestritten wird.

3.6 Der Sachverhalt ist rechtsgenüglich abgeklärt. Auf weitere Beweis-
massnahmen kann in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162) verzichtet werden. 

3.7 Da weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung 
vorliegt, sind die Anspruchsvoraussetzungen von vornherein nicht gege-
ben. Damit ist der angefochtene Entscheid vom 15. Januar 2018 (AB 6) 
nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2018, UV/18/116, Seite 14

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt D.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2018, UV/18/116, Seite 15

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.