# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bec2f186-6ded-5e3c-b41c-3d28ed35b4aa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.08.2009 E-4852/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4852-2009_2009-08-06.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4852/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richter Walter Stöckli (Vorsitz), Richter Gérald Bovier, 
Richterin Gabriela Freihofer, 
Gerichtsschreiber Thomas Hardegger.

A._______,
Sri Lanka,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren); 
Verfügung des BFM vom 24. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4852/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer nach seinen eigenen Angaben Sri Lanka 
am  9.  Juli  2009  unter  Benutzung  seines  Reisepasses  verliess  und 
ohne Kenntnis beziehungsweise Wahrnehmung des effektiven Reise-
wegs mit  zahlreichen Zwischenlandungen zum Flughafen Zürich  ge-
langte, wo er am 11. Juli 2009 ein Asylgesuch stellte,

dass  das  BFM mit  Verfügung  vom 11. Juli  2009  die  Einreise  in  die 
Schweiz vorläufig verweigerte und dem Beschwerdeführer für maximal 
60 Tage den Transitbereich  des Flughafens Zürich als  Aufenthaltsort 
zuwies,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 12. Juli  2009 summarisch 
zur Person und den Ausreisemotiven und am 20. Juli 2009 einlässlich 
zu den Asylgründen anhörte, 

dass  der  Beschwerdeführer  geltend machte,  Tamile zu  sein  und mit 
den  Familienangehörigen  in  B._______  (1988  bis  2000)  respektive 
C._______ (2001 bis 1. September 2007), beides Ortschaften auf der 
Jaffna-Halbinsel im Norden Sri Lankas, gelebt zu haben, wo er seine 
Gymnasialzeit abgeschlossen habe,

dass er  die  übrige Zeit   mit  finanzieller  Unterstützung des Vaters in 
D._______,  Grossraum  Colombo,  in  einer  Mietwohnung  selbständig 
gelebt  und  Sprachen  und  Informatik  studiert  habe,  wobei  er  in 
F._______ behördlich registriert gewesen sei,

dass er sich als Mitglied des Schülerverbands im Norden Sri Lankas 
während der Friedenszeit  für die LTTE eingesetzt,  Flugblätter verteilt 
und demonstriert habe, 

dass er beispielsweise gegen die srilankische Armee (SLA) protestiert 
habe,  die  in  einem  Schulgebäude  ein  Armeecamp  errichtet  gehabt 
habe, und beim Schmücken der Strassen für den Heldentag der Black-
Tigers mitgeholfen habe, 

dass ihn  deswegen die SLA im September  2006 festgenommen,  er-
mahnt und am selben Tag wieder freigelassen habe,

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dass ihn die SLA im November 2006 anlässlich einer Dorfkontrolle an-
gehalten,  einem "Kopfnicker"  zugeführt  und anschliessend  im Camp 
zwei Tage lang schwer misshandelt habe, bevor sie ihn auf freien Fuss 
gesetzt hätten,

dass ihm vorgeworfen worden sei, die LTTE zu unterstützen,

dass Unbekannte (mutmasslich Paramilitärs oder Angehörige der SLA) 
am  13.  August  2007  (...)  erschossen  hätten,  weil  dieser  Essen  an 
Angehörige der LTTE abgegeben habe,

dass Sicherheitsüberlegungen seinen Vater bewogen hätten, ihn nach 
Colombo zu schicken,

dass  sein  Vater  (...)  eine  Reiseerlaubnis  nach  Colombo  (Certificate 
Clearence) (...),

dass  er  am  29.  August  beziehungsweise  am  1.  oder  2.  September 
2007 mit einem Flugzeug von Jaffna nach Colombo gelangt sei, sich 
anschliessend  in  D._______  erstmals  behördlich  registrieren  lassen 
und dort als Mieter gewohnt habe,

dass er  in der Folge noch zweimal,  etwa April/Mai  2006 und Januar 
2008,  sich  in  der  (...)  Schule  in  F._______,  wo  er  sich  ausgebildet 
habe, behördlich registrieren lassen habe,

dass ihn die Polizei am (...) Oktober 2007 in der Unterkunft festgenom-
men, massiv bedroht, auf den Polizeiposten D._______ mitgenommen, 
unter  Protokollierung seiner  Aussagen verhört  und nach zwei  Tagen 
aus der Haft entlassen habe,

dass er wiederholt  verhört  worden sei,  dreimal durch die Polizei  und 
zweimal durch die SLA, aber dabei keine körperliche Gewalt habe er-
fahren müssen,

dass er mit Hilfe einer Bestechung freigekommen sei,

dass er noch zweimal im Grossraum Colombo für zirka vier Stunden 
lang festgehalten worden sei, weil dort Tamilen unter Generalverdacht 
stünden, zu den Tigers zu gehören, 

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dass er darüber hinaus mehrmals in der Unterkunft oder auf der Stras-
se Personenkontrollen unterworfen gewesen sei,

dass die  Behörden bei  Selbstmord-  oder Bombenanschlägen jeweils 
Tamilen kontrollieren und verhaften würden,

dass er am 9. Juli 2009 mit Hilfe eines Schleppers das Land verlassen 
habe,

dass der Beschwerdeführer eine Visa Debit Card (...), eine Admission 
Card der (...) Academy, eine Admission Card der (...) sowie die Kopie 
eines  Registrationsabschnitts  (sog.  Clearence-Certificate)  mit  sich 
geführt hat, 

dass die vom BFM vorgenommene Durchsicht des persönlichen Mail-
accounts des Beschwerdeführers die Ansicht einer eingescannten Ko-
pie  der  Personalienseite  eines  auf  den  Beschwerdeführer  lautenden 
Reisepasses, ausgestellt am (...), Nr. (...), ergeben hat,

dass das BFM mit Verfügung vom 24. Juli 2009 - eröffnet am 25. Juli 
2009  -  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  abwies  und  seine 
Wegweisung aus dem Transitbereich des Flughafens Zürich und den 
Vollzug anordnete, 

dass  es  gleichzeitig  die  editionspflichtigen  Aktenstücke  an  den  Be-
schwerdeführer übermittelte,

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung durch Vermittlung 
der Flughafenpolizei  mit  einer deutschsprachigen Formularbeschwer-
de,  welche vom Beschwerdeführer  in  seiner  Sprache handschriftlich 
ergänzt wurde, am 30. Juli 2009 (Telefaxeingang) beim Bundesverwal-
tungsgericht  Beschwerde  erhob  und  beantragte,  die  BFM-Verfügung 
sei  aufzuheben,  er  sei  als  Flüchtling  anzuerkennen,  und es  sei  ihm 
Asyl zu gewähren, es sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegwei-
sung nicht durchführbar und die vorläufige Aufnahme anzuordnen sei, 

dass im Übrigen die unentgeltliche Rechtspflege (unentgeltliche Pro-
zessführung und amtliche Verbeiständung)  zu gewähren und auf  die 
Erhebung  eines  Kostenvorschusses  zu  verzichten  sei,  eventuell  die 
aufschiebende  Wirkung  der  Beschwerde  wiederherzustellen  und  die 
zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Kontaktnahme mit 
den heimatlichen Behörden sowie jegliche Datenweitergabe an diesel-

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ben zu unterlassen, wobei der Beschwerdeführer - bei allfällig bereits 
erfolgter Datenweitergabe -  in einer separaten Verfügung darüber zu 
orientieren sei,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  einen  Dolmetscher  beauftragte, 
den  handschriftlichen  Teil  der  Beschwerde  in  eine  Schweizer  Amts-
sprache zu übersetzen,

dass die  vorinstanzlichen Akten am 30. Juli  2009 in  Kopie (Art. 109 
Abs. 2  AsylG) und  mit Telefax vom 31. Juli 2009 die eingeholte Über-
setzung beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen,

dass der Beschwerdeführer im handschriftlichen Teil seiner Beschwer-
deschrift keine zusätzlichen Anträge stellte und bezüglich der Begrün-
dung der Beschwerde auf die unten stehenden Erwägungen verwiesen 
wird,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden gegen 
Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. 
Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer am Verfahren durch die Vorinstanz teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat  und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
nicht entzogen hat,  weshalb auf den entsprechenden Eventualantrag 
nicht einzutreten ist,

dass auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwer-
de hingegen einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und 6 AsylG i.V.m. 
Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt wird, 
wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohn-
te,  wegen ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauun-
gen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass der Beschwerdeführer seine im Sachverhalt aufgeführten Anga-
ben in der Beschwerdeschrift insofern ergänzte, als er geltend machte, 
ihm sei im Rahmen der Zugehörigkeit zum Studentenflügel der LTTE 
die Aufgabe oblegen, beim (...) und anderen Veranstaltungen der LTTE 
(etwa  Märtyrertag,  Thilipan  etc.)  mitzumachen,  Bewohner 
verschiedener Dörfer über Veranstaltungen zu informieren und sie zum 
Mitmachen zu bewegen,

dass er bis zum Waffenstillstandsbruch Ehrenarbeit  (...)  für die LTTE 
geleistet habe, 

dass  sein  Vater  wiederholt  aufgefordert  worden  sei,  wegen  seines 
Sohnes in Colombo im Camp der SLA vorzusprechen, 

dass die SLA den Vater mit dem Tod bedroht habe, wenn er den Sohn 
nicht nach Hause holen werde,

dass sein Vater nun nur noch selten nach Hause gehe,

dass er - so der Beschwerdeführer weiter - in Colombo mit den Studi-
engängen nur angefangen habe, um nicht durch grundloses Verweilen 
im Grossraum Colombo aufzufallen, weil  er sich ansonsten vermehrt 

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der Gefahr ausgesetzt hätte, von den Behörden als Risiko (potenzieller 
Terrorist der LTTE) wahrgenommen zu werden, 

dass er sich deshalb die letzten sechs Wochen vor der Ausreise we-
gen der Fahndung durch die Polizei und die SLA versteckt habe,

dass zur Zeit keine Lebenssicherheit für Tamilen existiere sowie Hun-
dertausende in den Camps unter unmenschlichen Lebensbedingungen 
leben müssten,

dass die Eltern ihr ganzes Vermögen für seine Reise in die Schweiz 
aufgebraucht  hätten  und  diese  im  Falle  einer  Rückkehr  psychische 
Probleme erleiden  würden  oder  sich  sein  Vater  das  Leben  nehmen 
könnte,

dass  ihn  keine  Bewegungsfreiheit  und  keine  Lebenssicherheit  im 
Grossraum Colombo erwarten und er von den Sicherheitskräften ver-
haftet und erschossen würde,

dass  eine  allfällige  Unterstützung  durch  den  in  Dänemark  lebenden 
(...) ausgeschlossen sei,

dass damit der Eindruck falsch sei, wonach er in Sri Lanka unbehelligt 
leben könne, wobei er offeriere, in zwei Jahren - im Falle einer Besse-
rung der  generellen  Menschenrechtslage in  seinem Heimatland -  zu 
prüfen, ob er nach Hause zurückkehren könne,

dass  bezüglich  weiterer  Einzelheiten  auf  die  Beschwerde  verwiesen 
wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen einer  Gesamtwürdi-
gung der Anhörungsprotokolle, der eingereichten Beweismittel und der 
Beschwerde  zum  Ergebnis  gelangt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft 
des Beschwerdeführers nicht besteht, 

dass der Entscheidzeitpunkt als massgebender Zeitpunkt für die Beur-
teilung der Flüchtlingseigenschaft gilt,

dass somit für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft einerseits die 
Frage nach der im Zeitpunkt der Ausreise aktuell vorhandenen Furcht 
zu stellen und andererseits zu prüfen ist, ob die Furcht vor einer ab-
sehbaren Verfolgung (noch) begründet ist,

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dass Veränderungen der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen 
Ausreise und Asylentscheid zu Gunsten und zu Lasten des Gesuch-
stellers beziehungsweise Beschwerdeführers zu berücksichtigen sind,

dass eine erlittene Verfolgung beziehungsweise die begründete Furcht 
vor künftiger Verfolgung anlässlich der letzten Ausreise aus dem Hei-
mat-  oder  Herkunftsstaat,  grundsätzlich auch im Zeitpunkt  des Asyl-
entscheids aktuell sein muss, und es dem Asylsuchenden nicht mög-
lich sein darf,  in einem anderen Teil  seines Heimat-  oder Herkunfts-
staates Schutz vor Verfolgung zu finden,

dass das Bundesverwaltungsgericht die Beurteilung des BFM in Bezug 
auf die mangelnde Kausalität  zwischen den allfälligen Inhaftierungen 
in den Jahren 2006 (in C._______) und 2007 (in D._______) und der 
effektiven Ausreise teilt, zumal sich der Beschwerdeführer in der Folge 
während zweier Jahre im Grossraum Colombo studienhalber in einer 
Mietwohnung aufgehalten hat und sein Aufenthalt wiederholt  behörd-
lich registriert worden ist,

dass die angebliche mehrstündige Verhaftung im September 2006 und 
die  zweitägige,  mit  Misshandlungen verbundene Inhaftierung im No-
vember 2006 ihn offenbar nicht davon abgehalten hat, noch bis Ende 
August/Anfang September 2007 zu Hause zu bleiben,

dass  sich  die  geschilderten  Behelligungen  und  Schikanen  während 
des  zweijährigen  Studienaufenthaltes  im  Raum  Colombo/D._______ 
weder in einer Weise ereignet haben, die vermuten liesse, dass er dort 
Opfer gezielter und nachhaltiger Verfolgung geworden wäre, noch hin-
sichtlich  der  Intensität  der  Eingriffe  einer  Verfolgung  gleichzusetzen 
wären,

dass die behaupteten Nachforschungen der Polizei und der SLA sowie 
die Drohungen gegen den Vater  lediglich auf blossen Behauptungen 
des Beschwerdeführers gründen und nicht mit der zunächst eher un-
bekümmerten Lebensweise im Süden Sri Lankas in Einklang zu brin-
gen sind,

dass  der  Beschwerdeführer  Ende  August/Anfang  September  2007 
landesintern nach Colombo fliegen, im November 2007 problemlos ei-
nen  Reisepass  in  (...)  -  offenbar  im  Rahmen  einer  zeitweiligen 
Rückkehr auf die Jaffna-Halbinsel - beschaffen und mit diesem unbe-
helligt das Land über den Luftweg verlassen konnte,

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dass damit keine erheblichen Anhaltspunkte in den Akten oder in den 
eingereichten  Beweismitteln  ersichtlich  sind,  wonach  er  landesweit 
verfolgt worden wäre, 

dass es in flüchtlingsrechtlicher Hinsicht keine Rolle spielt, ob die an-
gestrebte Sicherheit  in jedem Ort  in  Sri  Lanka gewährleistet  werden 
kann,  zumal  er  sich im Grossraum Colombo, wo er  während zweier 
Jahre vor der Ausreise legal gelebt hat, wieder niederlassen kann,

dass ungeachtet der Frage der Glaubhaftigkeit der vom Beschwerde-
führer geltend gemachten Vorkommnisse auch das unbedeutende poli-
tische  Engagement  des  Beschwerdeführers  in  Bezug  auf  die  LTTE 
darauf schliessen lässt, dass er bei einer Rückkehr in sein Heimatland 
mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  in  absehbarer  Zukunft  in  flücht-
lingsrechtlicher Hinsicht keine relevanten Nachteile zu erleiden hätte, 
zumal die LTTE im heutigen Zeitpunkt zerschlagen ist und die srilanki-
schen Behörden an vor Jahren getätigten untergeordneten Dienstleis-
tungen für die LTTE kein Interesse mehr haben dürften,

dass somit die Furcht des Beschwerdeführers vor Verfolgung als unbe-
gründet bezeichnet werden muss und  die eingereichten Beweismittel 
keine andere Einschätzung dieser Sachlage nach sich ziehen, 

dass  bei  dieser  Sachlage  die  Glaubhaftigkeit  der  Angaben  des  Be-
schwerdeführers nicht zu prüfen ist,

dass die global  gehaltene Befürchtung, wonach er oder seine Eltern 
(namentlich der Vater) bei der Rückkehr mit schweren Nachteilen rech-
nen müssten, nicht überzeugt, 

dass das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend kein 
Kanton  eine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), und namentlich keine Person in 
irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden darf, in 
dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 
Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in 
ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG,  Art. 33 
Abs. 1 des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtling vom 28. 
Juli 1951 [FK, SR 0.142.30]), oder in dem sie eine nach Art. 3 der Kon-
vention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. 
November 1950 (EMRK, SR 01.101) verbotene Behandlung zu gewär-
tigen hat,

dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung dieser massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da es dem 
Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-
fährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refou-
lements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine 
Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich 
sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat des Beschwerdeführers - der Kriegszustand zwischen der 
LTTE  und  der  srilankischen  Armee  ist  beendet  -  noch  individuelle 
Gründe auf  eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr nach 
Sri Lanka hindeuten, 

dass gemäss der Praxis in BVGE 2008/2 die Anerkennung einer inner-
staatlichen Aufenthaltsalternative im Süden des Landes und damit die 
Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  den  Grossraum Colombo 
für  srilankische  Asylsuchende  tamilischer  Ethnie,  welche  aus  der 
Nord-  oder  Ostprovinz  stammen,  das  Vorliegen  besonders  begünsti-
gender Faktoren wie die Existenz eines tragfähigen familiären oder so-
zialen Beziehungsnetzes sowie die Aussicht auf eine gesicherte Ein-
kommens- und Wohnsituation voraussetzt (a.a.O. E. 7.6.2),

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dass  für  srilankische  Asylsuchende  tamilischer  Ethnie,  welche  aus 
dem Grossraum Colombo oder dessen Umgebung stammen, dort über 
ein tragfähiges Familien- oder Beziehungsnetz verfügen und mit einer 
konkreten Unterkunftsmöglichkeit  rechnen können,  grundsätzlich  von 
der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in diese Gebiete auszuge-
hen ist, wobei die Dauer der Landesabwesenheit mitzuberücksichtigen 
ist und die Anforderungen an das Vorliegen eines tatsächlichen famili-
ären oder sozialen Beziehungsnetzes im Grossraum Colombo geringer 
sind bei einem längeren und zeitlich nicht weit zurückliegenden Aufent-
halt in Colombo (a.a.O. E.7.6.1),

dass es dem erst kürzlich aus Sri Lanka ausgereisten Beschwerdefüh-
rer frei steht, sich wieder im Grossraum Colombo niederzulassen, um 
allfälligen, lokal bedingten Problemen im Norden Sri Lankas aus dem 
Weg zu gehen,

dass  die  nächsten  Angehörigen  des  Beschwerdeführers  im  Heimat-
land leben und er auch in Colombo Bekannte und Freunde hat, wes-
halb von einem intakten sozialen Beziehungsnetz des Beschwerdefüh-
rers im Heimatland auszugehen ist,

dass die Behauptung, in relativ bescheidene wirtschaftliche Verhältnis-
se zurückkehren zu müssen (die Eltern hätten ihr  ganzes Vermögen 
aufgebraucht), den Wegweisungsvollzug nicht unzumutbar macht, zu-
mal sein Vater (...) und Inhaber eines (...) sei und zwei Cousins in der 
Schweiz und ein Cousin in Dänemark leben sollen,  die ihn allenfalls 
unterstützen könnten, 

dass er sich vor der Ausreise zwecks Studien im Grossraum Colombo 
zwei Jahre lang legal in einer Mietwohnung aufgehalten hat, weshalb 
er damit rechnen kann, dort wieder eine Wohnmöglichkeit zu finden,

dass der (...)-jährige Beschwerdeführer mangels anderslautender Hin-
weise  gesund ist,  über  einen Gymnasialabschluss  verfügt  und  unter 
anderem in Colombo Singhalesisch als Studienfach belegt hat, 

dass ihm daher zuzumuten ist, Anstrengungen zur Aufnahme einer ge-
regelten Erwerbstätigkeit in seinem Heimatland zu unternehmen,

dass  die  Befürchtung,  die  Eltern  (namentlich  der  Vater)  könnten die 
Rückkehr  des Sohnes psychisch nicht  verkraften  respektive sich  ein 
Leid antun, den Wegweisungsvollzug nicht verhindern kann,

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dass mithin der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  auch  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  dem  Beschwerdeführer  obliegt,  seinen 
Pass dem BFM herauszugeben oder bei der Beschaffung authentischer 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegwei-
sung zu bestätigen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe weiter  bean-
tragte,  die zuständige Behörde sei  vorsorglich  anzuweisen,  die Kon-
taktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaats so-
wie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen,  eventuell 
sei er bei bereits erfolgter Datenweitergabe darüber in einer separaten 
Verfügung zu informieren,

dass angesichts  des offensichtlichen Fehlens  einer  Gefährdung kein 
Anlass für eine vorsorgliche Anweisung an das BFM bestand und im 
heutigen Zeit der Antrag hinfällig geworden ist,

dass es dem Beschwerdeführer insgesamt nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder un-
angemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei-
sen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  und  amtlichen  Verbeiständung  gemäss  Art.  65  Abs.  1 
und  2  VwVG beantragt,  ohne  diese  (im  Beschwerdeformular  vorge-
druckten) Anträge zu begründen,

dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von Verfahrens-
kosten  abgesehen  werden  kann,  wenn  der  Beschwerdeführer  nicht 
über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt  und  sein  Begehren  nicht  aus-
sichtslos erscheint,

dass gemäss Absatz 2 der vorgenannten Bestimmung die Beschwer-
deinstanz, wenn es zur Wahrung der Rechte des Beschwerdeführers 
notwendig ist, dem Beschwerdeführer einen amtlichen Rechtsvertreter 
in der Person eines Rechtsanwaltes bestellt,

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dass das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu bezeichnen ist und zudem die Bedürftigkeit des Beschwer-
deführers nicht einwandfrei ausgewiesen ist,

dass  die  Gesuche  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG somit abzuweisen sind,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  angesichts  des  vorliegenden  Entscheids  in  der  Hauptsache  ge-
genstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1  -  3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige Flughafenbehörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Stöckli Thomas Hardegger

Versand:

(....)

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