# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41d49ed8-2032-5ace-85a8-757806bc8c0f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.06.2009 D-3895/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3895-2009_2009-06-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3895/2009
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...),
Gambia,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 5. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3895/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, eigenen Angaben zufolge ein gambischer 
Staatsangehöriger mit  Wohnsitz in Z._______, am  9. Januar 2009 in 
der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 14. Januar 2009 im Empfangs- und Verfahrenszent-
rum (EVZ) Vallorbe die Personalien des Beschwerdeführers erhob, ihn 
summarisch zum Reiseweg sowie zu den Gründen für das Verlassen 
des Heimatlandes befragte und ihn am 18. Mai 2009 einlässlich zu den 
Asylgründen anhörte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  5. Juni  2009  in  Anwendung  von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 
142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die 
Wegweisung aus der  Schweiz  verfügte  und den Beschwerdeführer  - 
unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall - aufforderte, 
die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Juni 2009 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und sinngemäss beantragte, die angefochtene Verfü-
gung sei aufzuheben,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die frist- unf formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2007/8  insbes. 
E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im EVZ Vallorbe bzw. in den 48 Stunden nach der 
diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein 
Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe von Reise- 
oder Identitätspapieren im EVZ erklärte, er habe nie einen Pass oder 
eine Identitätskarte gehabt oder beantragt (vgl. act. A1/8 S. 3),

dass er auf seiner Reise nie kontrolliert worden sei und ihm Gott dabei 
geholfen habe (vgl. act. A1/8 S. 3),

dass er am 2. September 2006 ohne Kontrolle mit dem Auto nach Da-
kar  (Senegal)  zu  seinem  Onkel  gereist  sei  (vgl.  act. A12/17  S. 5 
F. 34-37), 

dass er zwei Jahre später mit Hilfe seines Onkels via Algerien und Li-
byen nach Italien gereist sei, sich dort ungefähr drei Monate aufgehal-

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ten habe, ohne von den dortigen Behörden kontrolliert worden zu sein 
(vgl. act. A1/8 S. 6),

dass er sich seinen Mitgliederausweis seiner Partei habe schicken las-
sen (vgl. act A1/8 S. 4),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung feststellte, in Gambia 
sei es gesetzlich vorgeschrieben, dass jeder Bürger ab 18 Jahren im-
mer eine Identitätskarte auf sich tragen müsse und wer nach Aufforde-
rung keine Identitätspapiere vorweisen könne, dem drohe Busse oder 
Gefängnis,

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers,  er  habe  nie  einen  Pass 
oder eine Identitätskarte besessen, und sei mit Hilfe Gottes nie kont-
rolliert worden, tatsachenwidrig und deshalb nicht glaubhaft seien,

dass  er  zudem danach an der  Anhörung  geltend  gemacht  habe,  er 
habe zwar eine Identitätskarte gehabt, diese sei jedoch schon abge-
laufen (vgl. act. A12/17 S. 4 F. 21 u. 22),

dass diese ungereimten Aussagen ein Indiz dafür seien, dass der Be-
schwerdeführer den Behörden seine Identität nicht offenlegen wolle,

dass  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers,  ohne  Pass  und  ohne 
Grenzkontrolle von Gambia in die Schweiz gelangt zu sein, der allge-
meinen  Erfahrung  entsprechend  als  beinahe  unmöglich  bezeichnet 
werden müsse,

dass  aufgrund  der  tatsachenwidrigen  und  unglaubhaften  Ausführun-
gen davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer verfüge zwar über 
relevante Identitätspapiere, welche er dem Bundesamt indessen vor-
enthalte, weshalb keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die 
es  dem  Beschwerdeführer  verunmöglichen,  Reise-  Identitätspapiere 
einzureichen,

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde wie bereits bei der An-
hörung geltend macht,  er  könne seinen Mitgliederausweis der  politi-
schen Jugend-Partei  United Democratic Party  (UDP),  welcher einem 
Freund von ihm in der Schweiz geschickt worden sei, bei der Polizei in 
Lausanne abholen,

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dass ein  Mitgliederausweis  einer  politischen Partei  kein Reise-  oder 
Identitätspapiere  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  ist  (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 6),

dass die Beschwerde ansonsten keinerlei  Einwendungen enthält,  die 
geeignet wären, die diesbezüglichen Erwägungen des BFM zu entkräf-
ten,  weshalb  übereinstimmend  mit  diesem  festzuhalten  ist,  dass  es 
dem Beschwerdeführer  nicht  gelingt,  entschuldbaren Gründe für das 
Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der Frist 
von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs glaubhaft  zu  ma-
chen,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuchs im We-
sentlichen geltend machte, er habe sich als Chef der Jungen der Op-
positionspartei UDP engagiert (vgl. act. A12/17 S. 4 F. 19) und sei vor 
den  Wahlen  im  Jahre  2001  für  eine  Woche  im  (...)  von  Y._______ 
inhaftiert  worden,  bis  die  Wahlen  vorbei  gewesen  seien  (vgl. 
act. A12/17 S. 8 F. 88),

dass er im Jahre 2006 erneut vor den Wahlen vom Militär festgenom-
men, für drei Tage inhaftiert und gefoltert, aber mit Hilfe des Vorsitzen-
den der UDP freigelassen worden sei (vgl. act. A12/17 S. 9 F. 94), wor-
auf er Gambia verlassen habe und noch vor der Wahl zu seinem Onkel 
nach Senegal gezogen sei, aber nicht immer bei jemandem habe blei-
ben wollen, weshalb er nach Europa gekommen sei (vgl. act. A12/17 
S. 7 F. 71 u. 72),

dass für die weiteren Einzelheiten betreffend den zur Begründung des 
Asylgesuchs  geltend  gemachten  Sachverhalt  auf  die  Protokolle  der 
Befragung vom 14. Januar 2009 und der Anhörung vom 18. Mai 2009 
sowie auf die Verfügung vom 5. Juni 2009 zu verweisen ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung anführte, die Angaben 
zu  seiner  Tätigkeit  für  die  Partei  seien  äusserst  unsubstantiiert,  so 
konkretisiere er nicht, was er genau als Chef der Jungen getan habe, 
ausser  dass  er  ein  "Mobiliser"  gewesen sei  und den Leuten gesagt 
habe, die Regierung befände sich auf dem falschen Weg und die UDP 
könne das Land aus dem Leid führen,

dass er zudem die Ziele und Anliegen der UDP nicht so formulieren 
könne, wie es von einem Lokalpolitiker erwartet werden dürfte, so wür-
den sich seine Ausführungen darüber in sehr oberflächliche und allge-

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meine Aussagen, wie beispielsweise dass die UDP die Demokratisie-
rung bringen würde, verlieren,

dass er im Weitern zu Protokoll gegeben habe, die letzten Wahlen hät-
ten im Oktober 2006 stattgefunden, was nicht den Tatsachen entspre-
che,  da die  letzten  Präsidentenwahlen am 22. September  2006  und 
die letzte National Assembly Election am 25. Januar 2007 statt gefun-
den hätten,

dass es schliesslich auch nicht plausibel sei, dass es dem Vorsitzen-
den der UDP innerhalb des kurzen Zeitraums von drei Tagen gelungen 
sein soll, den Beschwerdeführer freizubekommen,

dass  es  aus  all  diesen Gründen dem Beschwerdeführer  somit  nicht 
gelinge, eine Führungsposition innerhalb der UDP und eine deswegen 
erfolgte Gefangennahme glaubhaft zu machen, weshalb es sich erübri-
ge auf die weiteren Unglaubhaftigkeitselemente, vor allem betreffend 
Haft und Misshandlung, einzugehen,

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde rudimentär den zur Be-
gründung des Asylgesuchs geltend gemachten Sachverhalt wiederholt 
und anfügt, er habe Angst vor der Regierung und Armee, da er bereits 
ihre Torturen erfahren habe und er überzeugt sei, dass sie ihn töten 
würden, 

dass er  darüber hinaus aber nicht  darlegt,  inwiefern das BFM seine 
Asylvorbringen zu Unrecht als unglaubhaft beurteilt haben soll,

dass der Beschwerdeführer zudem bei den Anhörung geltend machte, 
er habe im Jahre 2001 Probleme mit der neuen Regierung gehabt, da-
mals aber gar keine neue Regierung eingesetzt worden war, da Yahya 
Jammeh  nach  der  ersten  Amtszeit  von  fünf  Jahren  am 18. Oktober 
2001 als Präsident wiedergewählt worden ist und sonst keine andere 
Wahl stattfand, 

dass der Beschwerdeführer bei der Anhörung vorbrachte, das Militär 
habe zwischen 2001 und 2006 mehrmals versucht, ihn festzunehmen, 
es sei ihnen aber nicht gelungen, was schon deshalb nicht plausibel 
ist,  weil  der  Beschwerdeführer  während  dieser  fünf  Jahre  immer  in 
Z._______ gewohnt hat (vgl. act. A12/17 S. 7 F. 75),

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dass er im Übrigen auch seinen Mitgliederausweis der UDP bis anhin 
nicht  in  Lausanne  abholte,  obwohl  er  sich  am  6. April  2009  in  der 
Westschweiz (Genf) aufhielt,

dass  vor  diesem Hintergrund  ohne  weitere  Erörterungen  festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der  Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers ohne  weiteres  ausgeschlossen  werden  kann  und 
auch  zusätzliche  Abklärungen  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  er-
sichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Gambia noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,

dass  der  Beschwerdeführer  jung und den Akten zufolge  gesund ist, 
gemäss seinen Aussagen die Primar- und Sekundarschule besuchte, 
eine dreijährige technische Ausbildung abschloss (vgl. act. A12/17 S. 8 
F. 85), sein Geld als Schweisser verdiente (vgl. act. A1/8 S. 2) und in 
Z._______ über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt  (vgl. act. A1/8 
S. 2  und  3),  weshalb  es  ihm  möglich  sein  sollte,  sich  im  Falle  der 
Rückkehr eine wirtschaftliche Existenzgrundlage aufzubauen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  auch  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei  der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass somit keine Wegweisungshindernisse vorliegen, weshalb die An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme nicht in Betracht fällt und der Voll-
zug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 

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rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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