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**Case Identifier:** a78cb019-1674-5031-b330-08e6463e3d5a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.08.2020 200 2017 967
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-967_2020-08-11.pdf

## Full Text

200 17 967 BV und
200 17 968 BV (2)
FUR/IMD/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. August 2020

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________, Advokatin C.________
Klägerin

gegen

D.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. E.________
Beklagte 1

F.________
Beklagte 2

G.________
Beigeladene 1

H.________ AG
Beigeladene 2

I.________
Beigeladene 3

betreffend Klage vom 2. November 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1962 geborene A.________ (Versicherte bzw. Klägerin) war von Au-
gust 1988 bis Ende Juli 2002 als ... beim J.________ angestellt und in die-
sem Rahmen bei der F.________ (F.________ bzw. Beklagte 2) für die 
berufliche Vorsorge versichert (Akten der Beklagten 2 [act. II] 2 f.). Zwi-
schen August 2003 und Ende Juli 2007 war sie als ... bei der K.________ 
angestellt und dadurch bei der D.________ (D.________ bzw. Beklagte 1) 
berufsvorsorgeversichert (Akten der IV-Stelle des Kantons Nidwalden 
[IVNW; act. III] 8). Nach diversen weiteren Arbeitsverhältnissen und Pha-
sen von Arbeitslosigkeit mit Taggeldbezug bei der Arbeitslosenversiche-
rung (act. III 153) war die Versicherte zuletzt im Rahmen ihrer Erwerbs-
tätigkeit beim L.________ bis zum 31. Dezember 2013 wiederum bei der 
F.________ berufsvorsorgeversichert (act. III 153 S. 2; act. I 15 f.)

Auf die unter Hinweis auf eine seit anfangs Januar 2006 bestehende psy-
chische Erkrankung (Depression/Burnout) im Dezember 2006 erfolgte An-
meldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung (act. III 1) hin, 
sprach die IVNW Berufsberatung zu (act. III 15); einen Rentenanspruch 
verneinte sie mit Verfügung vom 4. Januar 2008 bei einem Invaliditätsgrad 
von 26 % (act. III 26). Eine weitere Anmeldung bei der Invalidenversiche-
rung im Juli 2013 (act. III 37) führte zunächst zur Gewährung beruflicher 
Eingliederungsmassnahmen durch die IVNW (act. III 81, 118 f., 130), wel-
che per 31. März 2013 aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen wur-
den (act. III 139 S. 13). Mit Vorbescheid vom 13. April 2016 (act. III 164) 
stellte die IVNW die Ausrichtung einer ganzen Rente bei einem (gewichte-
ten) Invaliditätsgrad von 70.35 % (Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich: 
93.8 %) per 1. April 2015 in Aussicht. Hiergegen erhob die F.________ am 
22. April 2016 Einwand (act. III 168), in welchem sie den Antrag stellte, den 
Vorbescheid der ihres Erachtens zuständigen D.________ ebenfalls zuzu-
stellen. Zudem hielt sie fest, sie werde ihre Leistungspflicht verneinen, da 
das rentenbegründende Leiden bei einem Vorversicherer aufgetreten sei. 
Nachdem ihr der Vorbescheid mit Schreiben vom 27. April 2016 (act. III 
169) ebenfalls zugestellt worden war, erhob die D.________ mit Eingabe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 3

vom 24. Mai 2016 (act. III 172) ebenfalls Einwand. Darin stellte sie sich auf 
den Standpunkt, aus den Akten gehe hervor, dass bereits seit dem Jahr 
2002 eine gesundheitlich bedingte Einschränkung vorliege, womit die 
F.________ zuständig sei, falls die damalige Anstellung bei der 
J.________ über diese versichert gewesen sei. Mit Schreiben vom 31. Mai 
2016 (act. III 173) teilte die IVNW der D.________ mit, sie trete auf den 
Einwand nicht ein, da es nicht in der Zuständigkeit der Invalidenversiche-
rung liege, die Leistungspflicht bzw. Zuständigkeit der Pensionskasse zu 
beurteilen. Diese Fragen hätten die involvierten Vorsorgeeinrichtungen 
unter Einbezug der versicherten Person zu klären. Am 4. August 2016 ver-
fügte sie wie in Aussicht gestellt (act. III 177).

B.

Nachdem sowohl die F.________ als auch die D.________ gegenüber der 
Versicherten ihre Leistungspflicht verneint hatten (Akten der Klägerin [act. I] 
9, 11, 14, 17), informierte die F.________ die Versicherte mit Schreiben 
vom 7. März 2016 (richtig 2017) über die Ausrichtung einer Invalidenrente 
basierend auf einem Invaliditätsgrad von 70.35 % ab dem 1. März 2017 im 
Sinne einer Vorleistung (act. I 15).

Mit Eingabe vom 2. November 2017 erhob die Versicherte, vertreten durch 
B.________, Advokatin C.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern Klage gegen die D.________ und die F.________ mit den folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die Beklagte 1 (eventualiter die Beklagte 2) sei zu verpflichten, der 
Klägerin aus dem Vorsorgeverhältnis rückwirkend ab 01.10.2011 
eine ganze Invalidenrente gemäss den gesetzlichen und reglemen-
tarischen Bestimmungen auszurichten.

2. Die Beklagte 1 (eventualiter die Beklagte 2) sei zu verpflichten, die 
Klägerin auf den frühest möglichen Zeitpunkt von der Beitrags-
pflicht zu befreien.

3. Die Beklagte 1 (eventualiter die Beklagte 2) sei zu verpflichten, der 
Klägerin auf den Invalidenleistungen einen Verzugszins von 5 % 
spätestens ab dem Zeitpunkt der Klageeinreichung zu bezahlen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzli-
chen Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beklagten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 4

Mit Klageantwort vom 27. November 2017 stellte die Beklagte 2 die folgen-
den Anträge: 

1. Die D.________ sei zu verpflichten, den Anspruch auf IV-
Leistungen von Frau A.________ anzuerkennen. 

2. Die D.________ sei zu verpflichten, unsere Vorschussleistungen 
mit dem IV-Renten-Anspruch von Frau A.________ zu verrechnen 
und die durch uns geleistete Summe an uns auszuzahlen.

Die Beklagte 1, vertreten durch Rechtsanwalt E.________, beantragte mit 
Klageantwort vom 16. Februar 2018 die vollumfängliche Abweisung der 
Klage gegen die Beklagte 1, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulas-
ten der Klägerin.

Mit Schreiben vom 13. März 2018 edierte die Instruktionsrichterin bei der 
IVNW die die Klägerin betreffenden IV-Akten. Diese gingen beim Gericht 
am 15. März 2018 ein (act. III).

Mit Replik vom 7. Juni 2018 hielt die Klägerin an den bisher gestellten 
Rechtsbegehren fest.

Während die Beklagte 2 mit Eingabe vom 4. Juli 2018 (Postaufgabe) auf 
die Einreichung einer Duplik verzichtete, erneuerte die Beklagte 1 mit Du-
plik vom 5. Juli 2018 ihren bisherigen Antrag.

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Oktober 2018 lud die Instruktions-
richterin die G.________ (Beigeladene 1), die H.________ AG (Beigelade-
ne 2) und die I.________ (Beigeladene 3) zum Verfahren bei und gewährte 
ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme.

Die Beigeladene 3 stellte mit Eingabe vom 9. November 2018 den Antrag, 
auf eine Beiladung gegenüber ihr sei zu verzichten, da eine sie betreffende 
Leistungspflicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht gegeben sei.

Mit Eingabe vom 15. November 2018 stellte die Beigeladene 2 die folgen-
den Anträge: 

1. Die Klage sei soweit die Beklagte 1 (eventualiter die Beklagte 2) 
betreffend vollumfänglich gutzuheissen.

2. Eventualiter: Sofern sich die Klage gegen die Beigeladene 2 rich-
tet, sei diese abzuweisen.

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3. Unter Kostenfolge zu Lasten der Klägerin.

Die Beigeladene 1 nahm mit Eingabe vom 28. Dezember 2018 dahinge-
hend Stellung zum Verfahren, als ihr gegenüber mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit kein Leistungsanspruch bestehe.

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. November 2019 stellte die Instrukti-
onsrichterin die Stellungnahmen der Beigeladenen den Parteien wechsel-
seitig zu.

Erwägungen:

1.

1.1 Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funk-
tionell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 2. November 2017 gel-
tend gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvor-
sorge [BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] und 
Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der schweizerische 
Sitz oder Wohnsitz der Beklagten oder der Ort des Betriebes, bei dem die 
versicherte Person angestellt wurde. Dabei kommt es für den Wahlge-
richtsstand nicht darauf an, ob die Vorsorgeeinrichtung, der Arbeitgeber 
oder – wie hier – die versicherte Person klagende Partei ist (SVR 2006 
BVG Nr. 17 S. 62 E. 2.3). Die passive subjektive Klagenhäufung (Art. 15 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; 
SR 272]) im Rahmen der Gerichtsstandsregelung von Art. 73 Abs. 3 BVG 
ist zulässig mit der Folge eines einheitlichen Gerichtsstandes (BGE 133 V 
488). Namentlich bei Streitigkeiten über die Abgrenzung der Leistungs-
pflicht mehrerer Vorsorgeeinrichtungen gestützt auf Art. 23 BVG drängt 

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sich ein einheitlicher Gerichtsstand auf (SVR 2012 BVG Nr. 13 S. 59 
E. 2.4). Die Beklagte 1 hat Sitz im Kanton Bern (vgl. Handelsregisteramt 
des Kantons Bern, https://be.chregister.ch), womit das angerufene Gericht 
zur Behandlung der Klage gegen die Beklagten 1 und 2 örtlich zuständig 
ist. Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen sind erfüllt. Auf die Klage ist 
einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls gegenüber wel-
cher Vorsorgeeinrichtung die Klägerin einen Anspruch auf eine Invaliden-
rente aus beruflicher Vorsorge samt Verzugszins sowie Prämienbefreiung 
hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Nach Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone ein einfaches, ra-
sches und in der Regel kostenloses Verfahren vor, wobei der Richter den 
Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat. Innerhalb des Streitge-
genstandes ist das Berufsvorsorgegericht in Durchbrechung der Dispositi-
onsmaxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 92 Abs. 3 
VRPG; vgl. auch BGE 135 V 23 E. 3.1 S. 26).

2.

2.1 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % 
invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Inva-
lidität geführt hat, versichert waren.

2.2 Das BVG definiert den Begriff der Invalidität nicht, sondern verweist 
auf die Invalidenversicherung (vgl. Art. 23 lit. a BVG und Art. 4 der Verord-
nung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenvorsorge [BVV 2; SR 831.441.1]). Aus der engen Verbindung zwi-
schen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjeni-
gen auf Invalidenleistungen nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbe-
griff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invali-

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denversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 120 V 106 E. 3c 
S. 108).

Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die ausdrücklich 
oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die 
Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung der IV-
Stelle oder – im Beschwerdefall – des kantonalen Sozialversicherungsge-
richts resp. des Bundesgerichts gebunden, sofern sie in das invalidenversi-
cherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurden, die konkrete Fragestel-
lung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der Invalidenver-
sicherung entscheidend war und die invalidenversicherungsrechtliche Be-
trachtungsweise aufgrund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als 
offensichtlich unhaltbar erscheint. Diese Bindungswirkung findet ihre posi-
tivrechtliche Grundlage in den Art. 23, 24 Abs. 1 und 26 Abs. 1 BVG, wel-
che an die Regelung des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die In-
validenversicherung (IVG; SR 831.20) anknüpfen oder diese übernehmen 
(BGE 143 V 434 E. 2.2 S. 437).

2.3 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derje-
nigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 
einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 
Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – 
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-
tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-
sorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 
(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68; SVR 
2018 BVG Nr. 4 S. 10 E. 2.1).

Der Bestimmung von Art. 23 BVG kommt auch die Funktion zu, die Haftung 
mehrerer Vorsorgeeinrichtungen gegeneinander abzugrenzen, wenn eine 
in ihrer Arbeitsfähigkeit bereits beeinträchtigte versicherte Person ihre Ar-

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beitsstelle (und damit auch die Vorsorgeeinrichtung) wechselt. Der An-
spruch auf Invalidenleistungen nach Art. 23 BVG entsteht in diesem Fall 
nicht gegenüber der neuen Vorsorgeeinrichtung, sondern gegenüber derje-
nigen, welcher die Person im Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden 
Arbeitsunfähigkeit angehört hatte (BGE 130 V 270 E. 4.1 S. 275; SVR 2018 
BVG Nr. 37 S. 138 E. 2.1.3).

2.4 Unter Arbeitsunfähigkeit ist eine erhebliche und dauerhafte Ein-
busse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Auf-
gabenbereich zu verstehen (BGE 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23). Sie muss min-
destens 20 % betragen (BGE 144 V 58 E. 4.4 S. 62; SVR 2018 BVG Nr. 37 
S. 138 E. 2.1.1). Ob eine Person trotz Lohnzahlung tatsächlich erheblich 
arbeitsunfähig war, ob sie also im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses – im 
Hinblick auf den angestammten Tätigkeitsbereich – ihre übliche oder aber 
nunmehr eine behinderungsbedingt eingeschränkte Leistung erbrachte, ist 
von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen. Rechtsprechungsgemäss ist 
erforderlich, dass sich die behauptete Arbeitsunfähigkeit im Arbeitsverhält-
nis, das über die Vorsorgepflicht den Versicherungsschutz begründet, kon-
kret nachteilig bemerkbar gemacht hat, so etwa durch einen Abfall der Leis-
tungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitge-
bers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich be-
dingte Arbeitsausfälle. Nur beim Vorliegen besonderer Umstände darf die 
Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage tretenden Situation in 
Wirklichkeit abweichenden Lage – etwa in dem Sinne, dass ein Arbeitneh-
mer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung verpflichtet war und 
auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber eben doch keine volle 
Arbeitsleistung hat erbringen können – in Betracht gezogen werden 
(SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1, 2005 BVG Nr. 5 S. 15 E. 2.2). Die Leis-
tungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufge-
fallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgestellte medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der be-
ruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur 
reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso 
wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des 
Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeu-
genden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 9

Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem 
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch 
nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative 
Überlegungen ersetzt werden (SVR 2014 BVG Nr. 6 S. 19 E. 4.2).

2.5 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) berufli-
chen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammen-
hang zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses (einsch-
liesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestandenen 
Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität 
voraus. Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, 
der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art her im Wesentlichen der-
selbe ist wie derjenige, der der Erwerbsunfähigkeit zu Grunde liegt. Nicht 
erforderlich ist ein adäquater Kausalzusammenhang; eine Wechselwirkung 
im Sinne natürlicher Kausalität genügt (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22; 
SVR 2018 BVG Nr. 37 S. 138 E. 2.1.2, 2001 BVG Nr. 18 S. 70 E. 5b). Die 
Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass die 
versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur 
Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig war. 
Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände des konkreten 
Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des Gesundheitsscha-
dens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt sowie die Beweg-
gründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme oder Nichtwie-
deraufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die Beurteilung des 
zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der Arbeits-
welt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa die Tat-
sache, dass eine voll vermittlungsfähige, Stellen suchende Person über 
längere Zeit hinweg Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. Aller-
dings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen wer-
den wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. So schliesst namentlich die 
Vermittlungsfähigkeit im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne das 
Vorliegen einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit nicht 
per se aus (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2019 BVG Nr. 30 S. 118 
E. 2.2, 2018 BVG Nr. 19 S. 67 E. 3.2.1).

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Eine zuverlässige Einschätzung des zeitlichen Zusammenhangs ist nur 
möglich, wenn die Entwicklung gesamthaft betrachtet wird. Die Frage, ob 
eine nachhaltige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit möglich war, ist 
somit auch im Lichte von erst später gewonnenen Erkenntnissen zu beur-
teilen (SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 136 E. 5.3).

2.6 Der zeitliche Konnex zwischen der während des Vorsorgeverhält-
nisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität wird 
unterbrochen, wenn während mehr als drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit 
von über 80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist; eine 
Arbeitsfähigkeit von 80 % genügt nicht (BGE 144 V 58; SVR 2019 BVG 
Nr. 30 S. 118 E. 2.2, 2018 BVG Nr. 37 S. 138 E. 2.1.2). Anders verhält es 
sich, wenn die fragliche, allenfalls mehr als dreimonatige Tätigkeit (allen-
falls auch erst im Rückblick) als Eingliederungsversuch zu werten ist oder 
massgeblich auf sozialen Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und eine 
dauerhafte Wiedereingliederung unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 
E. 3.2.1 S. 22; SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 135 E. 1.2.2).

Nach der Rechtsprechung ist bei der Beurteilung des zeitlichen Konnexes 
im Falle von Schubkrankheiten kein allzu strenger Massstab anzulegen 
Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass derartige 
Krankheitsbilder unterschiedliche Verläufe aufweisen. Dies stellt ein erhöh-
tes Risiko dar, dass die Krankheit sich erst zu einem Zeitpunkt invalidisie-
rend manifestiert, in welchem eine Versicherungsdeckung fehlt, was unter 
dem Gesichtspunkt des (obligatorischen) Versicherungsschutzes stossend 
sein kann. Daher kommt bei Schubkrankheiten den gesamten Umständen 
des Einzelfalls besondere Bedeutung zu (SVR 2017 BVG Nr. 30 S. 138 
E. 6.4.1).

2.7 Nach Art. 26 Abs. 1 BVG beginnt der Anspruch auf Invalidenleis-
tungen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge seit Inkrafttreten der 
5. IV-Revision (1. Januar 2008) mit der Entstehung des Anspruchs auf eine 
Rente der Invalidenversicherung nach Art. 29 Abs. 1 IVG, d.h. frühestens 
sechs Monate nach der Anmeldung bei der Invalidenversicherung, und 
nicht mit Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 142 V 
419 E. 4.3.2 S. 422).

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3.

3.1 Vorab ist die Frage zu klären, ob bzw. wann die Klägerin arbeits-
unfähig wurde und wie sich ihr Gesundheitszustand im weiteren Verlauf 
entwickelt hat. Gestützt darauf kann entschieden werden, ob und – wenn ja 
– welche der hier eingeklagten Vorsorgeeinrichtungen zur Ausrichtung von 
Invalidenleistungen verpflichtet ist. Den medizinischen Akten ist hierzu im 
Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Im Bericht vom 25. Dezember 2006 (act. III 5) diagnostizierte Dr. 
med. M.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, rezidivierende 
depressive Störungen mit schwerer Episode ohne psychotische Symptome 
im August 2006. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ... bestehe eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem 14. August 2006. 

3.1.2 Dem Bericht des Spitals N.________ vom 3. Januar 2007 (act. III 
10) ist die Diagnose rezidivierende depressive Störung, aktuell noch leicht-
gradige depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.0), 
bestehend seit 1985, zu entnehmen. Differentialdiagnostisch müsse eine 
bipolare affektive Störung mit hypomaner Auslenkung erwogen werden, 
wobei derzeit einer Festlegung eine weitere Verlaufsbeobachtung vorange-
hen sollte. Mit der Jahreswende auf 2006 sei es bei der Patientin erneut 
und rückblickend zum dritten Mal (nach 1985 und 2000) zu einer depressi-
ven Entwicklung gekommen, die trotz ambulanter Behandlung ab Januar 
2006 zur tagesklinischen Behandlung und Arbeitsunfähigkeit geführt habe. 
Zum Zeitpunkt des Eintritts in die Psychiatrische Tagesklinik am 31. August 
2006 habe die Patientin ein schwer depressives Zustandsbild gezeigt. Auf-
grund der langjährigen Krankheitsgeschichte mit wiederholten ausgepräg-
ten depressiven Krisen, einem bisher nicht auszuschliessenden bipolaren 
Krankheitsverlauf und dem weiteren Risikofaktor einer positiven Familien-
anamnese müsse der Patientin derzeit von medizinischer Seite auch im 
präventiven Sinne von einer Rückkehr in ihren letzten Arbeitsplatz abgera-
ten werden. Prinzipiell erscheine eine Rückkehr in eine unterrichtende 
Tätigkeit aber vorstellbar, wenn die erforderlichen Voraussetzungen (re-
gelmässige Arbeitszeiten und klare strukturelle Vorgaben im Leistungsbe-
reich, unproblematische Klientel) gegeben seien. Für Tätigkeiten auf dem 

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allgemeinen Arbeitsmarkt sei die Patientin unter Berücksichtigung der ge-
nannten Leistungseinschränkungen in vollem Umfang leistungsfähig.

3.1.3 Im Bericht vom 5. Januar 2007 (act. III 7) diagnostizierte Dr. med. 
O.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine schlei-
chende, primär zur Chronifizierung neigende depressive Entwicklung mit 
insgesamt ungünstigem Verlauf (Dysthymia; ICD-10: F43.1). Schätzungs-
weise seit Sommer 2002 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 30 %. Im 
Jahr 1985 sei ein erster "Nervenzusammenbruch" erfolgt, wobei die dama-
lige Symptomatik nicht genau habe eruiert werden können. Nach ihren An-
gaben habe sie ihre Stelle an der J.________ in ... im Sommer 2002 aus 
gesundheitlichen Gründen gekündigt und sei im Anschluss daran während 
drei Tagen pro Woche in ... in ähnlicher Funktion berufstätig gewesen. 
Früher schon habe sie ohne Einschränkungen der beruflichen Leistungs-
fähigkeit an Versagensgefühlen, an Unlustgefühlen, an Überforderung gelit-
ten. Immer wieder sei sie in eine Art Weltuntergangsstimmung mit Konzen-
trationsstörung und Leistungseinbrüchen geraten. Die Freizeit sei überwie-
gend zur Erholung gebraucht worden, so dass sie sich bis Ende Schuljahr 
2001/2002 mit einem vollen Pensum habe halten können. In ... seien neue 
Unterrichtsformen eingeführt und das Schulsystem modifiziert worden, was 
dann offenbar zu einer einschneidenden Überforderung geführt habe. 
Gleichzeitig hätten der wechselnde Aufenthaltsort und die dauernde Not-
wendigkeit, zu reisen, eine Belastung dargestellt. Die bisherige Tätigkeit als 
... sei zu 70 % zumutbar, wobei der … sicher einer … vorzuziehen sei. Eine 
weniger fordernde kaufmännische Tätigkeit z.B. als Sachbearbeiterin mit 
100 %-iger Präsenzzeit könne geschätzt mit voller Leistung erbracht wer-
den.

3.1.4 Im Bericht vom 10. Dezember 2010 (act. III 58 S. 13 f.) diagnosti-
zierte Dr. med. P.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 
eine rezidivierende depressive Störung, aktuell schwergradige depressive 
Episode (ICD-10: F33.2). Die Patientin habe sich am 11. November 2010 
notfallmässig und im Rahmen einer depressiven Episode mit drohender 
Dekompensation vorgestellt. Anamnestisch seien mindestens vier depres-
sive Episoden vorausgegangen, zuletzt im Jahr 2006. Die aktuelle Episode 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 13

habe im Frühjahr 2010 begonnen. Seit dem 2. Dezember 2010 befinde sie 
sich in stationärer psychiatrischer Behandlung im Spital N.________.

3.1.5 Dem Bericht des Spitals N.________ vom 18. März 2011 (act. III 
156 S. 15 ff.) betreffend stationärer Behandlung vom 2. Dezember 2010 bis 
10. März 2011 ist zu entnehmen, dass die Patientin durch die behandelnde 
Psychiaterin bei schwerer depressiver Episode mit Suizidgedanken zuge-
wiesen worden sei. Nach einer recht stabilen Phase sei es im Herbst 2010 
zu einer Zuspitzung der Symptomatik gekommen. Vorausgegangen seien 
Konflikte am Arbeitsplatz. Diagnostisch handle es sich um eine rezidivie-
rende affektive Störung mit bisher mindestens vier schwergradigen und 
klinisch behandlungsbedürftigen depressiven Episoden. Bisher sei nach 
Abklingen der depressiven Phasen jeweils eine rasche Stimmungsaufhel-
lung einhergehend mit ausgeprägtem Tatendrang und erniedrigter Kritik-
schwelle beobachtet worden. Aufgrund der Anamnese und eines sorgfältig 
von der Patientin erstellten Lebenspanoramas hätten retrospektiv mindes-
tens zwei hypomanische Phasen eruiert werden können, so dass von ei-
nem biphasischen Krankheitsverlauf ausgegangen werden müsse. Dem-
entsprechend sei eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig schwere 
depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F31.4), zu dia-
gnostizieren.

3.1.6 Im Austrittsbericht vom 30. Mai 2011 (act. III 156 S. 12 ff.) betref-
fend Aufenthalt vom 11. März bis 28. April 2011 in der Tagesklinik des Spi-
tals N.________ wurde die bipolare affektive Störung als gegenwärtig re-
mittiert diagnostiziert (ICD-10: F31.7). Zwischenzeitlich habe sich gezeigt, 
dass die Patientin wieder eine Arbeitsfähigkeit erlangt habe und sich wei-
terhin mit der Stellensuche habe beschäftigen können.

3.1.7 Im Einweisungszeugnis vom 6. März 2013 (act. III 58 S. 2 f.), 
adressiert an das Spital N.________ diagnostizierte Dr. med. P.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, eine rezidivierende depres-
sive Störung, aktuell schwergradige depressive Episode (ICD-10: F33.2). 
Sie hielt fest, die Patientin würde sich am 7. März 2013 in stationäre Be-
handlung begeben und verwies auf frühere stationäre bzw. tagesklinische 
Behandlungen vom 31. August bis 30. November 2006 und vom 1. De-
zember 2010 bis 10. März 2011 in derselben Klinik. Die Einweisung erfolge 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 14

aufgrund einer drohenden depressiv-suizidalen Dekompensation mit aktuell 
noch stabiler Distanz zu suizidalen Handlungsabsichten sowie des Verlusts 
an Tagesstruktur. Nach langer stabiler und symptomfreier Zeit habe sich 
seit Ende 2012 erneut eine depressive Episode entwickelt. Seit drei bis vier 
Wochen liege eine rasche Progredienz vor.

3.1.8 Dem Bericht des Spitals N.________ vom 29. Juli 2013 (act. III 59) 
betreffend stationären Aufenthalts vom 7. März bis 23. Juli 2013 ist die 
Diagnose bipolare affektive Störung, aktuell schwere depressive Episode 
ohne psychotische Symptome seit Anfang 2013, erstmalige Krisenmanifes-
tation im Jahre 1985 (ICD-10: F31.4), zu entnehmen. Es handle sich um 
eine im Spital gut bekannte Patientin, mit aktuell mindestens fünfter schwe-
rer depressiver Episode seit 1985. Retrospektiv seien mindestens zwei 
hypomanische Phasen im Lebenspanorama erkennbar, so dass die Dia-
gnose einer bipolaren affektiven Störung gestellt worden sei. Die Patientin 
habe über die letzten Jahre krankheitsbedingt zunehmend ihr Arbeitspen-
sum reduzieren müssen. In hypomanischen Phasen übernehme sie sich 
jeweils mit Arbeit, was zu einer späteren Überforderung und depressiven 
Krise führe. Längere stabile Phasen hätten in der jüngsten Vergangenheit 
nicht mehr erreicht werden können. Zudem hätten alle depressiven Episo-
den immer ein schweres Ausmass erreicht. Prognostisch sei davon auszu-
gehen, dass es zu weiteren depressiven Episoden kommen werde, das 
Ausmass und die Frequenz seien entscheidend vom Mass an Überforde-
rung abhängig. Während den depressiven Phasen sei die Leistungsfähig-
keit stark eingeschränkt. Während euthymen Phasen könne die Patientin 
unter gewissen Bedingungen (stabiles Arbeitspensum, keine Schichtarbeit) 
relativ gute Leistungen erzielen. Vom 7. März bis mindestens Mitte August 
2013 liege eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vor. Zu jenem Zeitpunkt 
könne mit der Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit im Umfang von 
20 - 30 % gerechnet werden.

3.1.9 Aus einem weiteren Bericht des Spitals N.________ vom 14. Ok-
tober 2013 (act. III 152 S. 5 ff.) geht hervor, dass sich die Klägerin im An-
schluss an die stationäre Behandlung zwischen dem 24. Juli und dem 
11. Oktober 2013 in tagesklinischer Behandlung befand. Bei Austritt sei die 
Patientin nur noch leicht deprimiert und der Antrieb sei höchstens noch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 15

leicht reduziert gewesen. Sie habe sich weitgehend von Suizidalität distan-
ziert. Mitte August habe sie ein Belastbarkeitsprogramm aufgenommen, 
welches initial 4x2h/Woche umfasst habe und nun schrittweise auf 
5x3h/Woche gesteigert worden sei. Grösstenteils habe sich die Stim-
mungslage während dieser Zeit relativ stabil gezeigt. Immer wieder habe 
sie aber mit Identitätskrisen und grosser Trauer über erlittene Kränkungen 
gekämpft, was jeweils zu kürzeren Sinnkrisen mit Antriebslosigkeit geführt 
habe. Für die Aufrechterhaltung einer längerfristigen Stabilität scheine 
nebst einer medikamentösen Phasenprophylaxe eine regelmässige und 
angemessene Arbeitsstelle als essentiell. Die bipolare affektive Störung sei 
gegenwärtig remittiert.

3.1.10 Dr. med. P.________ führte im Bericht vom 16. Januar 2014 (act. 
III 157 S. 12 ff. aus, zum Zeitpunkt der erstmaligen Untersuchung fünf Tage 
nach Austritt aus der Tagesklinik am 11. Oktober 2013 habe sich ein 
schwergradig depressives Zustandsbild gezeigt, welches sich bis heute 
nicht grundlegend verändert habe. Die Patientin leide an einer chronischen 
Erkrankung, die sich durch wiederkehrende Krankheitsepisoden auszeich-
ne. Wie der bisherige Verlauf zeige, könne es – und werde es voraussicht-
lich wieder – zur Komplettremission der Symptome kommen. Nicht auszu-
schliessen sei aber, dass erneut Krankheitsepisoden auftreten könnten. Auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei die Patientin zu 100 % arbeitsunfähig.

Am 26. Mai 2015 (act. III 157 S. 8 ff.) berichtete Dr. med. P.________ über 
eine depressive Grundstimmung. Die chronische Erkrankung habe in den 
vergangenen Jahren zu einer immer deutlicher werdenden beruflichen Des-
integration geführt. Die seitens der IV durchgeführte berufliche Massnahme 
sei nach ausführlichen Besprechungen mit der Patientin und gemeinsa-
mem Standortgespräch beendet worden und es werde nun die Rentenprü-
fung durchgeführt. 

Im Bericht vom 20. Januar 2016 (act. III 157 S. 2 f.) führte Dr. med. 
P.________ aus, die Patientin habe nach Beendigung der IV-gestützten 
beruflichen Massnahmen Anfang 2015 im Sinne einer Tagesstrukturierung 
und des Erhalts ihrer Ressourcen im Mai 2015 bei der Q.________ im ... 
Aufgaben in einem Pensum von ca. 30 % übernommen, die im Wesentli-
chen dem medizinisch erforderlichen Tätigkeitsprofil entsprächen. Die Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 16

schränkungen der Belastbarkeit, die sich typischerweise sehr rasch in der 
gut objektivierbaren Symptomatik zeigten, seien in den letzten Monaten 
zwar nicht arbeitsplatzbezogen aufgetreten, seien aber im Zwischen-
menschlichen im Privaten deutlich. Aktuell bestehe weder eine manifeste 
depressive noch eine hypomanische Episode, dies unter Protektion der 
laufenden psychiatrischen Behandlung einschliesslich der komplexen Me-
dikation und der beschriebenen externen strukturellen Einbindungen. Nach 
ihrer Einschätzung sei die Patientin bezogen auf den ersten Arbeitsmarkt 
zu 100 % arbeitsunfähig.

3.1.11 Der RAD-Arzt Dr. med. R.________, Praktischer Arzt und Fach-
arzt für Arbeitsmedizin, führte in der Stellungnahme vom 14. März 2016 
(act. III 159) aus, bei der Versicherten liege eine bipolare, erhebliche 
Störung vor, die zurzeit einigermassen stabil sei. Eine Erwerbstätigkeit sei 
nur in geringem Pensum und mit geringem Lohn im Sinne einer Tages-
struktur möglich. Im ersten Arbeitsmarkt sei eine Erwerbstätigkeit mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr möglich und zumutbar.

3.2 Die Bindungswirkung einer Verfügung der Invalidenversicherung 
erstreckt sich nur auf jene Feststellungen und Beurteilungen der IV-
Organe, welche im IV-rechtlichen Verfahren für die Ermittlung des An-
spruchs auf eine Invalidenrente entscheidend waren (vgl. E. 2.2 hiervor). 
Die IVNW hat sich in der rentenzusprechenden Verfügung vom 4. August 
2016 (act. III 177) nicht zum Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden 
Arbeitsunfähigkeit geäussert, da die Klägerin zwischen dem 19. August 
2013 und dem 31. März 2015 einen durchgehenden Taggeldanspruch hat-
te und bei dessen Erlöschen das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
bereits abgelaufen war (vgl. act. III 164 S. 2). Damit ist die hier streitige 
Frage des Zeitpunktes des Eintritts der zur Invalidität führenden Arbeitsun-
fähigkeit frei zu prüfen.

3.3 Die IVNW hat mit Verfügung vom 4. August 2016 (act. III 177) auf-
grund einer durch eine bipolare affektive Störung verursachten Invalidität 
eine Rente zugesprochen (vgl. act. III 163 S. 1). Diese Diagnose wurde 
erstmals im Austrittsbericht des Spitals N.________ vom 18. März 2011 
gestellt (act. III 156 S. 17), jedoch wurde bereits im Bericht derselben Klinik 
vom 3. Januar 2007 (act. III 10) betreffend den ersten stationären bzw. ta-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 17

gesklinischen Aufenthalt der Klägerin ab dem 31. August 2006 eine ent-
sprechende Differentialdiagnose erwähnt. Die behandelnden medizinischen 
Fachpersonen erachteten damals vor der definitiven Diagnosestellung eine 
weitere Verlaufsbeobachtung für notwendig. Dieses Vorgehen entspricht 
den Vorgaben gemäss ICD-10: F31 ff., wonach sich zur Diagnose einer 
bipolaren affektiven Störung in der Anamnese wenigstens zwei affektive 
Episoden finden lassen müssen (vgl. DILLING/MOMBOUR/
SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-
10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 164 ff.). 
Nachdem mit Beginn ab Frühjahr 2010 wiederum eine depressive Episode 
mit stationärer Behandlungsbedürftigkeit ab November 2010 aufgetreten 
war (vgl. act. III 58 S. 13), wurde seitens der Psychiatrie des Spitals 
N.________ die Diagnose einer bipolaren affektiven Störung nunmehr defi-
nitiv gestellt. Das Beschwerdebild sei geprägt von bisher mindestens vier 
schwergradigen und klinisch behandlungsbedürftigen depressiven Episo-
den sowie von mindestens zwei hypomanischen Phasen (act. III 156 
S. 17). Dementsprechend ist erstellt, dass es sich beim Gesundheitsscha-
den, welcher zur ersten Anmeldung bei der Invalidenversicherung im De-
zember 2006 führte (act. III 1), mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um 
denselben Gesundheitsschaden handelt, der auch heute besteht, und auf-
grund welchem der Klägerin schliesslich von der Invalidenversicherung 
eine Invalidenrente zugesprochen wurde. Mithin ist der sachliche Konnex 
zu bejahen (vgl. zum Ganzen: Entscheid des Bundesgerichts vom 9. No-
vember 2016, 9C_142/2016, E. 6). Damit ist gleichzeitig der Argumentation 
der Beklagten 1 die Grundlage entzogen, wonach die im Jahr 2006 einge-
tretene Arbeitsunfähigkeit auf invaliditätsfremde Faktoren zurückzuführen 
sei (Klageantwort, S. 9 Ziff. 5). Soweit sie auf die im Bericht des Spitals 
N.________ vom 3. Januar 2007 (act. III 10) festgehaltenen belastenden 
Arbeitsumstände verweist, ist festzuhalten, dass gemäss ICD-10 die de-
pressiven wie auch die manischen Episoden oft einem belastenden Le-
bensereignis folgen (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], a.a.O., S. 164 f.). 
Im entsprechenden Bericht wurde denn auch ausgeführt, die Arbeitsplatz-
problematik (Überforderung und ungenügende Abgrenzungsfähigkeit, Kon-
frontation mit sozialer Not, Verlust der gewohnten, Sicherheit gebenden 
Unterrichtsstruktur) sei vor dem Hintergrund der sich zunehmend zeigen-
den, strukturell defizitären Persönlichkeitsanteile (emotionale Mangelsitua-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 18

tionen in der frühen Kindheit) der Patientin erfassbar geworden. Es handel-
te sich damit nicht – wie von der Beklagten 1 unter Hinweis auf die ent-
sprechende Rechtsprechung ausgeführt – um Befunde, welche in den psy-
chosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung 
fanden, mithin nicht um Ursachen der Leistungseinschränkung, sondern 
Folgen der Erkrankung.

Da nach dem Gesagten der sachliche Konnex zwischen der während der 
Versicherungszeit bei der Beklagten 1 aufgetretenen Arbeitsunfähigkeit und 
der rentenbegründenden Invalidität zu bejahen ist, wird nachfolgend zu 
prüfen sein, ob diesbezüglich auch der zeitliche Konnex gegeben ist.

3.4 Das (befristete) Arbeitsverhältnis zwischen der Klägerin und der 
K.________ endete am 31. Juli 2007, wobei die Klägerin ihre Arbeitsleis-
tung zuletzt am 7. Juli 2006 erbrachte (act. III 8), bevor sie Mitte August 
2006 psychisch dekompensierte und vollständig arbeitsunfähig wurde (act. 
III 5). Ab Februar 2007 war die Klägerin im Rahmen einer bis Ende Juli 
2007 befristeten Anstellung zu 40 % als ... bei der F.________ tätig (act. III 
22 S. 2, 32 S. 2). Nach Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnah-
men durch die IVNW fand die Klägerin per 1. September 2007 eine Anstel-
lung als ... bei der S.________ zu einem Pensum von 60 % bzw. 80 % ab 
1. Januar 2008. Dieses Arbeitsverhältnis endete am 30. November 2008 
(act. III 23 S. 4, 32 S. 1, 47 S. 7 f.; Stellungnahme der Beigeladenen 1, S. 3 
[in den Gerichtsakten]). Im Anschluss daran war sie vom 1. Januar 2009 
bis 30. November 2010 als ... in einem Pensum von 70 % beim 
T.________ angestellt (act. III 32 S. 1, 47 S. 7 f.), wobei die Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses gemäss Arbeitszeugnis in gegenseitigem Einver-
ständnis aufgrund unterschiedlicher strategischer Vorstellungen erfolgte 
und die Klägerin per 31. August 2010 von der Arbeitsleistung freigestellt 
wurde (act. III 47 S. 8). Aufgrund einer sich bereits im Frühjahr 2010 mani-
festierenden depressiven Episode (act. III 58 S. 13) begab sich die Klägerin 
am 2. Dezember 2010 wiederum in stationäre Behandlung im Spital 
N.________ (act. III 156 S. 15). 

Die Beklagte 1 erachtet den zeitlichen Konnex zwischen der während dem 
Versicherungsverhältnis mit ihr eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der 
heute bestehenden Invalidität mit Blick auf die hiervor aufgeführten Arbeits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 19

verhältnisse als unterbrochen, da die Klägerin in dieser Zeit in einer ange-
passten Erwerbstätigkeit zu mindestens 80 % arbeitsfähig gewesen sei und 
ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielt habe (Klageant-
wort, S. 10 f. Ziff. 6.2).

3.4.1 In BGer 9C_142/2016, E. 7.2, hielt das Bundesgericht unter Hin-
weis auf einschlägige medizinische Literatur fest, affektive Störungen – 
unipolarer oder bipolarer Natur – verliefen in der Regel phasisch (mit 
vollständiger Remission im Intervall), könnten aber auch einen schubförmi-
gen Verlauf nehmen (mit Residualzustand nach Schub). Durch den wieder-
holten Wechsel von manischen und depressiven Phasen könnten bipolare 
affektive Störungen somit eine gewisse Ähnlichkeit zu den Schubkrankhei-
ten aufweisen.

Bei Schubkrankheiten ist zu prüfen, ob eine länger als drei Monate dauern-
de, isoliert betrachtet unauffällige Phase von Erwerbstätigkeit tatsächlich 
mit der Perspektive einer dauerhaften Berufsausübung verbunden war. 
Selbst eine längerdauernde Phase der Erwerbstätigkeit zeigt keine ge-
sundheitliche Erholung mit weitgehender Wiederherstellung des Leistungs-
vermögens an, wenn jegliche berufliche Belastung nach einer gewissen 
Zeit regelhaft zu schweren Krankheitssymptomen mit erheblicher Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit führt. Auch im Rahmen des Art. 23 BVG ist 
zu berücksichtigen, dass arbeitsunfähig nicht nur ist, wer gesundheitsbe-
dingt die bisherige Tätigkeit nicht mehr oder nur noch beschränkt ausüben 
kann, sondern auch eine Person, welcher die weitere Verrichtung ihrer Be-
rufsarbeit nur unter der Gefahr, ihren Gesundheitszustand zu verschlim-
mern, möglich ist (BGer 9C_142/2016, E. 7.1).

3.4.2 Im Bericht des Spitals N.________ vom 3. Januar 2007 (act. III 10) 
wurde von einer Rückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz abgeraten. Für 
Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung di-
verser Voraussetzungen (regelmässige Arbeitszeiten, klare strukturelle 
Vorgaben im Leistungsbereich, unproblematisches Klientel) wurde die Klä-
gerin medizinisch-theoretisch als in vollem Umfang leistungsfähig erachtet. 
Gestützt auf die Aktenlage erweist sich diese Einschätzung als zu optimis-
tisch: Anlässlich eines Telefonats mit der IVNW am 13. Februar 2008 (act. 
III 27) – und damit fünf Monate nach Antritt der Anstellung bei der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 20

S.________ – teilte die Klägerin mit, dass der anfänglich angenommene 
Lohn als ... von Fr. 62'400.-- (Invalideneinkommen gemäss Verfügung vom 
4. Januar 2008 [act. III 26]) nicht habe erreicht werden können, was mit den 
Angaben im IK-Auszug übereinstimmt (act. III 54 S. 1). Der Arbeitgeber 
habe ihr gesagt, dass sie nicht die gewünschte Leistung erbringe. Diese 
Einschätzung fand ihren Niederschlag im Arbeitszeugnis vom 24. Novem-
ber 2011 (act. III 47 S. 7 f.), in welchem ihre Leistungen zwar wohlwollend, 
aber nicht überaus positiv beurteilt wurden. Hinzu kommt, dass der Kläge-
rin zunächst nur eine Arbeitsbestätigung vom 23. Januar 2009 und erst auf 
ihren Wunsch hin zweieinhalb Jahre später ergänzend ein Arbeitszeugnis 
ausgehändigt worden ist, was bei einer über ein Jahr dauernden Anstellung 
ein weiteres Indiz dafür darstellt, dass die Leistungen der Klägerin nicht 
den Erwartungen entsprachen. Während des anschliessenden Arbeitsver-
hältnisses beim T.________ begann im Frühjahr 2010 eine weitere depres-
sive Episode mit vermehrter Müdigkeit und Überforderungs- und Insuffizi-
enzgefühlen (zunächst arbeitsplatzbezogen) sowie Schlafstörungen. Die 
depressive Symptomatik sei im Spätsommer / Herbst 2010 mit ausgepräg-
ter Antriebsstörung, Verlust an Freude, überwiegender Gefühlsleere, pha-
senweisen Ängsten und ausgeprägt negativem Selbsterleben exazerbiert 
(act. III 58 S. 13). Im Austrittsbericht des Spitals N.________ vom 18. März 
2011 wurde diesbezüglich festgehalten, der erneuten depressiven Episode 
seien Konflikte am Arbeitsplatz vorausgegangen. Die Patientin habe sich 
bei der Arbeit zum Teil überlastet gefühlt. In letzter Zeit sei es zu häufigen 
Konflikten mit der Chefetage, aber auch einer Mitarbeiterin gekommen. 
Man habe ihre Arbeit zunehmend kritisiert (act. III 156 S. 15). Sie habe auf 
die von ihr verlangten Anforderungen (Selbständigkeit, Selbstsicherheit, 
Abgrenzungsfähigkeit) mit ausgeprägten Angst- und Versagenserleben bis 
hin zur Anzweiflung ihrer Identität reagiert (act. III 156 S. 17).

Im Anschluss an die stationäre bzw. tagesklinische Behandlung zwischen 
dem 2. Dezember 2010 und dem 28. April 2011 (act. III 156 S. 12 ff.) fand 
die Klägerin zunächst nur diverse befristete und tiefprozentige (vgl. dazu 
act. III 54 S. 1) Anstellungen (act. III 32 S. 1). Ab dem 1. Januar 2012 bek-
leidete sie eine Tätigkeit in einem Pensum von 40 % beim L.________ (act. 
III 32 S. 1, 63 S. 9 f.). Nachdem ab Januar 2013 wiederum eine schwere 
depressive Episode auftrat, welche erneut zu einem stationären Klinikauf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 21

enthalt führte (act. III 59), einigte sich die Klägerin mit der Arbeitgeberin 
darauf, den bis Ende 2013 befristeten Arbeitsvertrag nicht zu verlängern 
(act. III 63 S. 11). Im Einweisungszeugnis vom 6. März 2013 (act. III 58 S. 2 
f.), adressiert an das Spital N.________ führte Dr. med. P.________ aus, 
nach langer stabiler und symptomfreier Zeit habe sich seit Ende 2012 eine 
erneute depressive Episode mit rascher Progredienz seit ca. drei bis vier 
Wochen entwickelt. Als Belastungsfaktor bestehe eine Dauerbelastung bei 
der Arbeitsstelle durch komplexe Aufgabenbereiche und nicht ausreichen-
de Gratifikation. Die ab Mitte August 2013 durchgeführten Frühinterventi-
onsmassnahmen bzw. beruflichen Eingliederungsmassnahmen mit dem 
Ziel, die Klägerin im ersten Arbeitsmarkt in einem Pensum von 60 - 80 % 
zu integrieren (act. III 98 S. 4 f.), führten aus gesundheitlichen Gründen 
nicht zum Erfolg (act. III 139 S. 13 f.). Per 1. April 2015 wurde die Klägerin 
schliesslich berentet (act. III 177).

3.4.3 In Würdigung aller Umstände ist eine längere Zeit dauernde, 
annähernd vollständige Arbeitsfähigkeit mit der tatsächlichen Perspektive 
einer dauerhaften Berufsausübung und damit eine Unterbrechung der zeit-
lichen Konnexität nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. Dass die Klä-
gerin teilweise, insbesondere ab Herbst 2007, über eine längere Zeit in 
einem höheren Masse erwerbstätig war und den Anforderungen der jewei-
ligen Arbeitsstellen für einen gewissen Zeitraum gerecht werden konnte, 
ändert daran nichts. Dies ist Teil des Krankheitsbildes. So ist es der Kläge-
rin gemäss fachärztlicher Aussage möglich, während euthymen Phasen 
unter gewissen Bedingungen (stabiles Arbeitspensum, keine Schichtarbeit) 
relativ gute Leistungen erzielen. In hypomanen Phasen kommt es dann 
allerdings dazu, dass sie sich jeweils übernimmt und sich vorbehaltlos Auf-
gaben aufbürdet, welche sie nach Abklingen des "Hochs" nicht mehr be-
wältigen kann. In depressiven Phasen fehlt dann der Antrieb und die Kon-
zentrationsfähigkeit, um die anspruchsvollen Arbeiten ausführen zu können 
(act. III 59 S. 4). Zu beachten ist diesbezüglich zudem, dass es auch im 
Rahmen von Arbeitsverhältnissen mit tiefem Beschäftigungsgrad jeweils – 
in kürzerem Intervall – wieder zu einer Überforderung kam (vgl. act. III 58 
S. 3). Dementsprechend hielten die behandelnden Ärzte fest, dass die Pa-
tientin über die letzten Jahre krankheitsbedingt zunehmend ihr Arbeitspen-
sum habe reduzieren müssen und alle depressiven Episoden immer ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 22

schweres Ausmass erreicht hätten. Prognostisch sei davon auszugehen, 
dass es zu weiteren depressiven Episoden kommen werde, das Ausmass 
und die Frequenz seien entscheidend vom Mass an Überforderung abhän-
gig (act. III 59).

In einer retrospektiven Gesamtbetrachtung ist nach dem Gesagten mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Klägerin es nach der 
depressiven Episode im Jahr 2006 mit stationärer Behandlungsbedürftig-
keit (vgl. act. III 10) aufgrund der diagnostizierten bipolaren affektiven 
Störung nicht mehr geschafft hat, dauerhaft und nachhaltig im Berufsleben 
Fuss zu fassen. Damit ist auch der zeitliche Konnex zwischen der im Zeit-
raum des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten 1 (vgl. act. III 8) einge-
tretenen Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität ab April 2015 (act. III 177) zu 
bejahen, so dass diese aus dem Vorsorgeverhältnis eine Invalidenrente 
gemäss den gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen auszu-
richten hat.

3.4.4 Soweit die Beklagte 1 – im Sinne einer Eventualbegründung – 
dagegen argumentiert, wenn der sachliche und der zeitliche Konnex zwi-
schen der im Jahr 2006 eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren 
Invalidität zu bejahen sei, müsse der Gesundheitsschaden als vorbeste-
hend anzunehmen sein, was ihre Leistungspflicht ausschliesse (Klageant-
wort, S. 12 f. Ziff. 7.3), ist ihr nicht zu folgen: Dr. med. O.________ hielt im 
Bericht vom 5. Januar 2007 (act. III 7) zwar fest, seit Sommer 2002 beste-
he schätzungsweise eine Arbeitsunfähigkeit von 30 %. Zudem habe die 
Patientin angegeben, sie habe ihre Stelle an der J.________ in ... im 
Sommer 2002 aus gesundheitlichen Gründen gekündigt. Demgegenüber 
führte Dr. med. O.________ aus, die Patientin habe sich bis Ende Schul-
jahr 2001/2002 in einem vollen Pensum halten können. Mit anderen Worten 
wirkte sich die behauptete Arbeitsunfähigkeit im damaligen Arbeitsverhält-
nis noch nicht aus, wofür auch die Angabe auf der Austritts-Meldung der 
Beklagten 2 spricht, wonach die austretende Versicherte zur Zeit des Aus-
tritts voll arbeitsfähig gewesen sei (act. II 2). Dasselbe wurde vom damali-
gen Arbeitgeber gegenüber der Arbeitslosenversicherung bestätigt (act. II 3 
S. 1 Ziff. 13). Die erst fünf Jahre später aufgrund anamnestischer Angaben 
rückwirkend festgestellte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit ohne 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 23

entsprechende echtzeitliche Dokumentation vermag bei dieser Ausgangs-
lage nicht als genügender Nachweis des Eintritts einer im sachlichen und 
zeitlichen Zusammenhang mit der Invalidität stehenden Arbeitsunfähigkeit 
während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten 2 zu gel-
ten (vgl. E. 2.4 hiervor). Daran ändert die für den Zeitraum vom 16. Januar 
bis 1. Mai 2001 attestierte und nicht näher begründete Arbeitsunfähigkeit 
von 100 % bzw. 50 % (vgl. act. II 4) nichts, da im Anschluss daran bis zum 
Ende des Arbeitsverhältnisses bei der J.________ in ... Ende Juli 2002 
keine weiteren Arbeitsunfähigkeiten echtzeitlich dokumentiert worden sind. 
Von weiteren diesbezüglichen Abklärungen sind aufgrund des Zeitablaufs 
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist 
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

4.

4.1 Der Versicherte hat Anspruch auf eine volle Invalidenrente, wenn 
er im Sinne der IV zu mindestens 70 % invalid ist, eine Dreiviertelsrente, 
wenn er zu mindestens 60 % invalid ist, eine halbe Rente, wenn er mindes-
tens zur Hälfte und auf eine Viertelsrente, wenn er mindestens zu 40 % 
invalid ist (Art. 24 Abs. 1 BVG). Gemäss Art. 16 Abs. 3 des hier anwendba-
ren (vgl. BGE 121 V 97), ab dem 1. Januar 2015 geltenden Standardvor-
sorgereglements (Reglement [act. IIB 10]) besteht ab einem Invaliditäts-
grad von 70 % Anspruch auf eine Vollrente. 

Da keine Gründe ersichtlich sind, die gegen die Richtigkeit der von der In-
validenversicherung vorgenommenen Festsetzung des Invaliditätsgrades 
im für die Belange der beruflichen Vorsorge massgebenden erwerblichen 
Bereich (vgl. dazu BGE 144 V 63 E. 5.2 S. 68, 72 E. 4.2 S. 75, 141 V 127 
E. 5.1 S. 133) auf 93.8 % (vgl. act. III 164 S. 2) sprechen und dieser im 
Übrigen auch nicht bestritten wird, ist darauf abzustellen (BGE 110 V 48 
E. 4a S. 53). Folglich hat die Klägerin Anspruch auf eine volle Invalidenren-
te der Beklagten 1.

4.2 Für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen gelten 
sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des IVG (Art. 29 IVG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 24

Gemäss reglementarischer Bestimmung wird die Invalidenrente ab Ren-
tenbeginn der IV ausbezahlt (Art. 16 Abs. 4 des Reglements [act. IIB 10]).

Da ein Rentenanspruch gegenüber der Invalidenversicherung aufgrund von 
Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Gel-
tendmachung des Leistungsanspruchs entsteht und sich die Klägerin im 
Juli 2013 bei der IVNW angemeldet hatte (act. III 37), hätte ein Rentenan-
spruch frühestens im Januar 2014 entstehen können. Soweit die Klägerin 
einen Rentenbeginn im Oktober 2011 geltend macht (Klage S. 2, 16), ist ihr 
damit von vornherein nicht zu folgen. Zwischen dem 25. November 2013 
und dem 31. März 2015 hatte die Klägerin im Zusammenhang mit den 
durchgeführten beruflichen Eingliederungsmassnahmen durchgehend ei-
nen Anspruch auf ein Taggeld der Invalidenversicherung (act. III 164 S. 2), 
während welcher Zeit ein Anspruch auf eine Rente aus beruflicher Vorsor-
ge nicht entstehen konnte (BGE 123 V 273 E. 2c). Damit hat die Klägerin 
gegenüber der Beklagten 1 so oder anders (erst) per 1. April 2015 An-
spruch auf eine volle Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 93.8 %. 
Diesen Rentenanspruch wird die Beklagte 1 unter Abzug der ab 1. März 
2017 seitens der Beklagten 2 ausgerichteten Vorleistung (act. I 15) zu 
überweisen haben (vgl. BGE 136 V 131).

5.

5.1 Im Berufsvorsorgerecht werden Verzugszinsen sowohl im Leis-
tungs- als auch im Beitragsbereich im Falle fehlender statutarischer Grund-
lage gestützt auf Art. 104 Abs. 1 OR zugelassen. Denn die Gewährung von 
Verzugszinsen war im Bereich der beruflichen Vorsorge seit jeher aufgrund 
der vorsorgevertraglichen Entstehung des Versicherungsverhältnisses und 
der damit anwendbaren allgemeinen Bestimmungen des Obligationen-
rechts die Regel, und es hat diese Ordnung durch das BVG keine Ände-
rung erfahren (BGE 145 V 18 E. 4.2 S. 21).

Für BVG-Renten gilt die Verzugszinsregelung von Art. 105 Abs. 1 OR, wo-
nach Verzugszinsen für Renten ab Betreibung oder Klageerhebung ge-
schuldet sind (BGE 137 V 373 E. 6.6 S. 382; SVR 2015 BVG Nr. 32 S. 119 
E. 4.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 25

5.2 Mangels anderweitiger Regelung im hier anwendbaren Reglement 
(act. IIB 10) gilt hinsichtlich der eingeklagten Verzugszinsen das hiervor 
Wiedergegebene. Soweit der Klägerin seitens der Beklagten 2 bereits Vor-
leistungen ausgerichtet wurden, kann sich der Verzugszins allein auf den 
darüber hinausgehenden Anteil an der von der Beklagten 1 geschuldeten 
Invalidenrente beziehen (vgl. E. 4.2 hiervor; BGE 145 V 18). Die Beklagte 1 
ist folglich zu verpflichten, der Klägerin ab dem 2. November 2017 (Klage-
einreichung) resp. ab später eingetretenem Verfall einen Verzugszins zu 
5 % auf die Differenz zwischen den geschuldeten Rentenbetreffnissen und 
den durch die Beklagte 2 für den jeweils identischen Zeitraum bereits er-
brachten Vorleistungen auszurichten.

6.

Schliesslich ist bezüglich der von der Klägerin beantragten Befreiung von 
der Beitragspflicht Folgendes festzuhalten:

Nach reglementarischer Bestimmung (Art. 9 Abs. 2 lit. a und d [act. IIB 10]) 
endet die Beitragspflicht u.a. mit dem Austritt aus der Pensionskasse oder 
ab Anspruch auf eine Invalidenrente der Pensionskasse. Eine weiterge-
hende Befreiung von der Beitragspflicht etwa bereits bei Eintritt einer Ar-
beits- bzw. Erwerbsunfähigkeit ist reglementarisch nicht vorgesehen, wes-
halb hierfür vorliegend kein Raum besteht. Die Klage ist diesbezüglich ab-
zuweisen.

7.

Nach dem Dargelegten ist die Klage insoweit gutzuheissen, als die Beklag-
te 1 der Klägerin ab dem 1. April 2015 eine volle Invalidenrente der berufli-
chen Vorsorge gemäss den gesetzlichen und reglementarischen Bestim-
mungen – basierend auf einem Invaliditätsgrad von 93.8 % – auszurichten 
hat. Zudem hat die Beklagte 1 der Klägerin ab dem 2. November 2017 re-
sp. ab später eingetretenem Verfall einen Verzugszins von 5 % auf die Dif-
ferenz zwischen den geschuldeten Rentenbetreffnissen und den durch die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 26

Beklagte 2 im Sinne einer Vorleistung bereits ausgerichteten Invalidenleis-
tungen auszurichten. 

Die frankenmässige Bezifferung des Anspruchs bildet nicht Streitgegen-
stand (vgl. Rechtsschriften) und ist folglich nicht vom Gericht vorzunehmen 
(vgl. BGE 129 V 450 E. 3.4 und 4 S. 453 ff.). Soweit weitergehend, insbe-
sondere auch mit Bezug auf die Beklagte 2, ist die Klage abzuweisen. 

Hinsichtlich der von der Beklagten 2 thematisierten Rückforderung ge-
genüber der Beklagten 1 (vgl. Klageantwort, S. 3) wird es mit Blick auf die 
in Art. 26 Abs. 4 BVG statuierte Vorleistungspflicht an diesen beiden Ver-
fahrensbeteiligten sein, die Klärung dieser Frage im Innenverhältnis vorzu-
nehmen (vgl. auch Art. 34a Abs. 3 BVG i.V.m. Art. 71 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts [ATSG; SR 830.1]).

8.

8.1 In Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG sind keine Verfahrenskos-
ten zu erheben.

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht der obsiegenden, an-
waltlich vertretenen Klägerin eine Parteientschädigung zu (Art. 109 Abs. 1 
VRPG). Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikos-
tenersatz bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen im Sinne von 
BGE 135 I 1 sowie Rechtsschutzversicherungen, Gewerkschaften und Be-
rufsverbänden aufgrund eines allgemeingültigen pauschalisierten Stunden-
ansatzes festgesetzt, welcher im konkreten Fall mit dem gebotenen Auf-
wand multipliziert wird. Der Stundenansatz wird je nach fachlicher Qualifi-
kation der Vertretung festgelegt, wobei als fachlich qualifizierte Vertretung 
diejenige durch Juristinnen und Juristen sowie durch eidgenössisch diplo-
mierte Sozialversicherungsexpertinnen und -experten gilt (vgl. Rundschrei-
ben vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). Im Falle 
der Vertretung durch eine gemeinnützig tätige Rechtsberatungsstelle im 
Sinne von BGE 135 I 1 wird der Stundenansatz bei einer – wie hier – fach-
lich qualifizierten Vertretung auf Fr. 130.-- festgelegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 27

Mit Kostennote vom 23. Juni 2020 macht Advokatin C.________ von 
B.________ ein Honorar von Fr. 2'860.-- (22 Std. à Fr. 130.--) zuzüglich 
Spesenpauschale von 3 % in der Höhe von Fr. 85.80 und Mehrwertsteuer 
von Fr. 233.20 geltend, was einem Betrag von insgesamt Fr. 3'179.-- ent-
spricht und nicht zu beanstanden ist. Damit hat die Beklagte 1 der Klägerin 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'179.-- (inkl. Auslagen und 
MWSt.) zu bezahlen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Klage wird die D.________ verurteilt :

- Der Klägerin ab dem 1. April 2015 eine volle Invalidenrente der be-
ruflichen Vorsorge gemäss den gesetzlichen und reglementarischen 
Bestimmungen auszurichten.

- Der Klägerin ab dem 2. November 2017 resp. ab später eingetrete-
nem Verfall einen Verzugszins zu 5 % auf die Differenz zwischen 
den geschuldeten Rentenbetreffnissen und den durch die 
F.________ für den jeweils identischen Zeitraum bereits erbrachten 
Invalidenleistungen auszurichten.

2. Soweit weitergehend wird die Klage abgewiesen.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Die D.________ hat der Klägerin die Parteikosten, gerichtlich bestimmt 
auf Fr. 3'179.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu ersetzen.

5. Zu eröffnen (R):
- B.________, Advokatin C.________ z.H. der Klägerin
- Rechtsanwalt lic. iur. E.________ z.H. der Beklagten 1
- F.________

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Aug. 2020, BV/17/967, Seite 28

- G.________
- H.________ AG
- I.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.