# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f991421-a353-543d-8eff-d2ac140e82bd
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-05
**Language:** de
**Title:** Höhe der Rentenleistungen strittig. Auf kreisärztlichen Untersuchungsbericht kann abgestellt werden. Einkommensvergleich nach LSE und Invalideneinkommen unter Berücksichtigung des Kompetenzniveaus 2 bestätigt.  (hängig)
**Docket/Reference:** UV.2023.00118
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2023.00118.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2023.00118
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Slavik
Ersatzrichterin Gasser Küffer
Gerichtsschreiber Nef
Urteil
vom
5. Juni 2024
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin Yolanda
Schweri
Kasernenstrasse 15, Postfach, 8021 Zürich
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwältin Nadine Berchtold-Suter
Lischer
Zemp & Partner, Rechtsanwälte und Notare
Schwanenplatz 4, 6004 Luzern
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 198
6
,
schloss eine
Berufsausbildung
mit
Fähig
keitszeugnis als Fachangestellte Gesundheit
(FaGe)
ab
(
Urk.
11/62/21) und
war
in
verschiedenen
Bereichen,
als Pflegeassistentin, Springerin in einer Kinderkrippe
und als
Tagesmutter
tätig (
Urk.
11/62/5). Z
uletzt
war sie
von September 2015 bis Mai 2016
in einem 80
%
Pensum als FaGe in der
Residenz
Y.___
angestellt
, wobei das Arbeitsverhältnis krankheitsbedingt durch den Betrieb gekündigt
wurde
(
Urk.
11/30/1
und
Urk.
10/213/10
).
Ab
15.
August 2015 erfüllte sie die Anspruchs
v
oraussetzungen zum Bezug von
Arbeitslosentaggelder
n
und war
damit
bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Schadenmeldung vom
1.
Februar
2017 (
Urk.
1
1
/1) wurde der Suva
mitgeteilt
, dass sich d
ie
Versicherte am
1
5.
J
anuar
201
7
an der rechten Schulter verletzt habe, als
sie beim Schlitteln
gestürzt und
nach vorne
mit der Schulter
auf den Schlitten geprallt sei (
Urk.
11
/1).
Die Suva gewährte
die gesetzlichen
Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld).
Ein Gesuch um Leistungen der
Eidgenössischen
Invalidenversicherung, welches die Versicherte
bereits
am 24.
Mai 2016 bei der SVA
Graubünden
, IV-Stelle,
gestellt hatte, wies die
se
mit Verfügung vom 2
4.
März 2017 ab (
Urk.
10/213/27-28).
1.2
Am
3.
Januar 2018
zog sich
die Versicherte
eine Kontusion am rechten Fersen
bein (Calcaneus) zu
,
als sie vor dem
Laden Z.___
in
A.___
stehend bei starkem Wind vor einem umstürzenden Mammutbaum zur Seite
springen musste
(
Urk.
10/1
,
10/5 und
Urk.
10/12
).
Für das Zweitereignis gewährte d
ie
Suva
ebenfalls
Leistungen
(
Heilbehandlung
). Dazu unterbreitete sie
die medizinischen Unterlagen
mehrfach
ihrer Abteilung für Versicherungsmedizin
(
Urk.
10/35 und
Urk.
10/38/2)
und
liess
eine kreisärztliche Untersuchung
durchführen (Bericht vom
1
9.
September 2019
[
Urk.
10/107
]).
D
ie
IV-Stelle
erteilte in der Folge
Kostengutsprache für eine Potentialabklärung
für die Zeit
vom 1
5.
Oktober bis 3
1.
Dezember 2019
(
Urk.
10/113)
.
A
m 1
9.
Februar 2020
teilte
die IV-Stelle
den
Abbruch
der
Integrationsmassnahme
mit
(
Urk.
10/124).
Am
5.
August 2021
erfolgte die
k
reisärztliche Abschlussuntersuchung
(
Urk.
10/
201
)
.
Am 19. August 2021
stellte
die Suva
der Versicherten die Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung) per 3
1.
August 2021
in Aussicht
(
Urk.
10/210).
Mit Verfügung vom 2
5.
August 2021 sprach sie der Versicherten
entsprechend
einer Integritätseinbusse von 26.5
%
ein
e
Integritätsentschädigung von
Fr.
39’273
.-- zu (
Urk.
10/208).
M
it
Mitteilungen v
om
4.
Oktober 2021 und
vom
1
0.
Februar 2022
erteilte die
IV-Stelle
Kostengutsprache
n
für
berufliche Vorbereitungs
- und Weiterbildungs
-
massnahmen
zu
r
Ausbildung als
Schulassistentin
für die Zeit vom
1.
September 2021 bis 3
1.
Juli 2022
(
Urk.
10/214
und
Urk.
10/218
).
Mit Verfügung vom
2
1.
September
202
2
sprach
die Suva de
r Versicherten
bei einem
ermittelten Invaliditätsgrad von 12
%
eine Invalidenrente
mit Wirkung ab
1.
August 2022
zu (
Urk.
10/227).
Daran hielt sie auf Einsprache de
r
Versicherten hin (
Urk.
10/
228 und
Urk.
10/232
) mit Entscheid vom 1
5.
J
uni
202
3
(
Urk.
2) fest.
2
.
Dagegen erhob d
ie
Versicherte am 1
8.
August
202
3
(
Urk.
1) Beschwerde mit
den
folgenden Anträgen:
«
1.
Der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 1
5.
Juni 2023 resp.
die Verfügung vom 2
1.
September 2022 seien aufzuheben.
2.
Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, den Invaliditätsgrad der
Beschwerdeführerin neu festzulegen und hernach die entsprechenden
Leistungen zu erbringen.
3.
Für die Bemessung des Invalideneinkommens sei die Beschwerdegegnerin
auch zu verpflichten, ergänzende medizinische Abklärungen zur
qualitativen und quantitativen Arbeits- und Leistungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin vorzunehmen.
4.
Unter allfälligen
Kosten- und Entschädigungsfolgen
zu Lasten der
Beschwerdegegnerin.»
Die Suva schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
3
1.
Oktober
202
3
(
Urk.
9) auf Abweisung der Beschwerde, was de
r
Beschwerdeführer
in
am
2.
November
202
3
(
Urk.
1
3
) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
– soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die
Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente
.
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG;
BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen;
Urteil
des Bundes
gerichts
8C_
527/2020
vom 2.
November 2020 E. 4.1 mit Hinweisen
). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Mass
gabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die
durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_
64/2021
vom
14. April 2021 E. 3.2
mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3).
Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose erfasst werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E. 4.1.2 und 8C_299/2022 vom 5. September 2022 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.
3
Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalles ist. Dagegen werden nach Art. 36 Abs. 2 UVG die Invalidenrenten, die Integritätsentschädigungen und die
Hinterlassenenrenten
angemessen gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung oder der Tod nur teilweise die Folge eines Unfalles
ist
. Gesundheitsschädigungen vor dem Unfall, die zu keiner Verminderung der Erwerbsfähigkeit geführt haben, werden dabei nicht berücksichtigt.
Diese Bestimmung setzt voraus, dass der Unfall und das nicht versicherte Ereignis eine bestimmte Gesundheitsschädigung gemeinsam verursacht haben. Dagegen
ist die Bestimmung nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so etwa, wenn der Unfall und das nicht versicherte Ereignis verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krankheitsbilder nicht überschneiden. Diesfalls sind die Folgen des versicher
ten Unfalles für sich allein zu bewerten (Urteil des Bundesgerichts 8C_172/2018 vom 4. Juni 2018 E. 4.4.2 mit Hinweis auf BGE 126 V 116 E. 3a und 121 V 326 E. 3c).
1.4
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2023 vom 30. November 2023 E. 4.2.1).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
).
Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden,
so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun
gen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
ihren
Entscheid
damit (
Urk.
2 S.
1
f.), dass
sich
die Beschwerdeführerin beim Unfallereignis vom 1
5.
Januar 2017 eine Schulterkontusion rechts
zugezogen
habe
.
Bei einem weiteren Unfallereignis am
3.
Januar 2018 habe sie
sich
eine Partialruptur des medialen Stranges der
Plantarfaszie
sowie eine laterale Bandläsion im Be
reich des oberen Sprung
gelenkes
rechts
zugezogen
. Für
die
beide
n
Unfälle
seien der Beschwerdeführerin die
Heilkosten- und Taggeldleistungen bis 3
1.
August 2021
aus der Unfallver
sicherung
ausgerichtet
worden
.
Vom
1.
September 2021 bis 31.
Juli 2022 seien die Taggelder durch die Invalidenversicherung übernommen worden.
Aufgrund der
versicherungsmedizinische
n
Beurteilung seien
der Beschwerde
führerin
u
nter Berücksichtigung der Zumutbarkeit für die rechte
Schulter und der rechten Ferse leichte, überwiegend sitzende Tätigkeiten mit zeitweisem Stehen und Gehen ganztägig zumutbar
(S. 7)
.
Gestützt
darauf sei das Invalidenein
kommen
aufgrund der
Tabellenlöhne (LSE)
und
unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10
%
er
rechnet
worden
(S. 8 f.).
In ihrer Beschwerdeantwort führte sie aus (
Urk.
9), die Beschwerdeführerin
beanstande
bei der Berechnung des Invalideneinkommens
erstmals die Einordung
ins
Kompetenzniveau
2.
Die Beschwerdeführerin
verfüge
über eine abgeschlos
sene Berufsausbildung als Fachfrau Gesundheit. Nebst den Kernkompetenzen wie Pflegen und Betreuen verfüge sie damit auch über weitere Kompetenzen im Bereich Administration, Umgang mit Patienten/Klienten und Angehörigen sowie Arbeiten im Team
,
auch
mit Leitungsaufgaben. Diese Kompetenzen seien bei
ihr
nicht eingeschränkt und
würden
in allen Bereichen, insbesondere auch im Dienst
leis
tungsbereich
,
nachgefragt
. Es sei deshalb
zu Rech
t
vom Kompetenzniveau 2 ausgegangen worden (S. 7 f.).
2.2
D
ie
Beschwerdeführer
in
stellte sich auf den Standpunkt (
Urk.
1
S. 5
),
die Beschwerdegegnerin habe die Bemessung des Invaliditätsgrades gestützt auf ein Zumutbarkeitsprofil des Kreisarztes vom
5.
August 2021 vorgenommen, welches hinsichtlich der noch zumutbaren Leistungsfähigkeit unklar sei
. I
m Zeitpunkt der Rentenfestsetzung seien
auch
keine ergänzenden Abklärungen zu Art und Umfang einer noch zumutbaren Tätigkeit vorgenommen worden. Ebenso sei das Invalideneinkommen zu Unrecht anhand des Kompetenzniveaus 2 der LSE festgelegt und ein leidensbedingter Abzug von lediglich 10
%
vorgenommen worden.
Die Beschwerdegegnerin verstehe die Ausführungen des Kreisarzte
s
so, dass die Einschränkungen im Zumutbarkeitsprofil zur Hälfte wegen der Schulterbeschwer
den und zur Hälfte wegen der Fussbeschwerden bestünden. Dem könne nicht gefolgt werden, denn eine ganztägige Tätigkeit sei nicht gleichbedeutend mit einer ganztägigen Leistungsfähigkeit. Die Formulierung
«
gesamthaft prozentual eingeschränkte Zumutbarkeit von jeweils 50
%
für die rechte Schulter und den rechten Fuss
»
spreche dafür, dass ein entsprechend eingeschränktes Rendement bei ganztägiger Tätigkeit sowohl durch die Schulter als auch den Fuss verursacht werde.
Hinsichtlich des rechten Fusses sei die
(Integritäts-)
Schadensbeurteilung des Kreisarztes mit 10
%
auch zu optimistisch ausgefallen, da aus dem Bericht des Orthopäden
Dr.
B.___
hervorgehe, dass sie unter massivsten Schmerzen bei Druck auf die Ferse leide, welche ein normales Gehen verhindere. Sie laufe seit Jahren nur noch auf dem
Vorfuss
, weshalb sich eine Verkürzung der Wadenmuskulatur und mittlerweile auch eine Flexionskontraktur des rechten Knies entwickelt habe. Diese seit Jahren bestehende massive Schmerzproblematik sowohl an der Schulter als auch am Fuss führt
en
zu einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit, selbst bei ganztägiger Präsenzzeit. Nebst der Schmerzproblematik
sei
weiter zu berücksich
tigen, dass die rechte Schulter resp
ektive
der rechte dominante Arm funktionell stark eingeschränkt
se
i
. Auch einfache manuelle Tätigkeiten
würden
dadurch stark eingeschränkt
, was
bei der Festlegung des hypothetischen Invaliden
-
einkommens mit
einem leidensbedingten Abzug von mehr als 10
%
zu
berücksich
tigen
sei.
Schliesslich
sei auch
nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerde
gegnerin das Invalideneinkommen gestützt auf das Kompetenz
-
niveau
2 festgelegt ha
be
.
Sie sei
gelernte Fachfrau Gesundheit
und könne
diese Tätigkeit
nicht
mehr ausüben
(S. 6)
. Die Tätigkeit bei der Gemeinde
D.___
(Mittagstisch und Springerin Klassenassistenz) ha
be
sie sich selber gesucht
und
dazu habe sie
mit Hilfe der Invalidenversicherung auch noch einen entsprechenden
Kurs absolvieren
können. E
ine Schulassistenz
sei
jedoch ebenfalls eine reine Hilfs
tätigkeit
, weshalb
das Invalideneinkommen nach dem Kompetenz
-
niveau 1 zu bemessen
sei. Selbst bei
Annahme einer vollen
Arbeitsfähigkeit und eines leidensbedingten Abzugs von lediglich 10
%
würde
ein Invaliditätsgrad von 25
%
resultieren
(S. 7)
.
3.
3.1
Anlässlich der
k
reisärztlichen Untersuchung vom 1
9.
September 2019 (
Urk.
10/107) hielt
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für
O
rthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
fest, die Beschwerdeführerin
habe
am 15.
Januar
2017 bei einem Sturz vom Schlitten eine Kontusions-Distorsions
verletzun
g
an
der rechten Schulter
erlitten
und am
3.
Januar 2018
habe sie
sich
bei der Flucht vor einem umstürzenden Baum eine
Kontusion
Kalkaneus
rechts
zugezogen
. In Bezug auf die Schulter
habe sie an
gebe
n
, dass die Beschwerden laufend leicht zurückg
egangen seien
. Nach wie vor bestünden ein bewegungs- und belastungsabhängiger Schulterschmerz und ein Nachtschmerz. Sie habe sich aber bereits wieder daran gewöhnt, die rechte Hand bei Alltagstätigkeiten miteinzusetzen, zum Teil sogar für Tätigkeiten auf Schulterhöhe. Auch das Bewegungsausmass habe sich ordentlich verbessert, es sei jedoch noch nicht möglich
,
die rechte Hand für die Haarwäsche oder für Tätigkeiten am Rücken einzusetzen.
In Bezug auf die Ferse rechts gebe sie nach wie vor eine erhebliche Beeinträchtigung an. Die volle Fersenbelastung werde nach wie vor nicht toleriert
und da
s maximal tolerier
bare
Gewicht im Bereich der Ferse lieg
e bei
rund
zehn
Kilogramm. Bei längerem Gehen
habe sie
vermehrt Vorfussbeschwerden, sodass die Gehstrecke auf 500 bis 700 Meter
reduziert
sei.
Zum Befund führte der Kreisarzt aus,
es bestehe ein
gute
r
Allgemeinzustand bei einer Körpergrösse von 170 Zentimeter und einem Gewicht von 130 Kilogramm. In näherer Zukunft
sei
eine
Magenoperation mittels Banding vorgesehen.
Bei der Inspektion seien keine Seitendifferenzen erkennbar (Obesitas). Es bestehe eine
l
eichte
Druckdolenz
vor allem ventral und im Bereich des AC-Gelenkes rechts, weniger ausgeprägt dorsal
,
und eine
normotone
Schultergürtelmuskulatur. Der Nackengriff sei rechts unvollständig möglich und der Gegenschultergriff und der Schürzengriff nicht durchführbar. Bei der kursorischen Prüfung der
Rotatoren
manschette
könne
in allen Richtungen
Kraft
,
wenn auch
reduziert
,
aufgebaut
werden
. Das Gehen im Untersuchungszimmer sei flüssig möglich, aber unter Entlastung der rechten Ferse.
Sowohl in Bezug auf die Schulter wie auch in Bezug auf die Ferse rechts sei mit einer deutlichen Verbesserung im Bereich des nächsten halben Jahres zu rechnen und sicher werde die Beschwerdeführerin von der im Januar vorgesehen
en
Magenoperation durch die zu erwartende Gewichtsreduk
tion profitieren. Die Einschränkungen im Bereich
der
Schulter rechts und Ferse rechts
würden
die Rückkehr
in
die angestammte Tätigkeit nicht zulassen. Es sei aber davon auszugehen, dass eine leichte Tätigkeit, die überwiegend im Sitzen erbracht werden könne und bei der keine Belastung der rechten Hand über Schulterhöhe anfalle
n würden
, möglich sei
. Nach einer Angewöhnungsphase sei für eine derartige Tätigkeit ein ganztägiger Einsatz wahrscheinlich möglich. Bei der erheblich reduzierten Gehfähigkeit sei darauf zu achten, dass der Arbeitsweg, de
r
zu Fuss zurückleg
t werden
müsse, kurz
sein müsse
und
dazu
allenfalls eine Gehhilfe
(Vorderarmstöcke, Rollator)
sinnvoll sei (S. 6)
.
3.2
Nach
erneuter
Vorlage
zur kreisärztlichen Beurteilung
empfahl
Kreisarzt
Dr.
med.
F.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates,
in der Stellungnahme vom
2
2.
Februar 2021 (
Urk.
10/179
und
Urk.
11/262/7
)
neue
bildgebende
U
ntersuchunge
n
zu veranlassen
und weitere Erkundigungen
zum Verlauf
bei den Behandlern
einzuholen
.
3.2.1
Im Bericht über das MRI der rechten Schulter vom 2
9.
März 2021
(
Urk.
11/262
/
4-5
)
hielt die zuständige Radiologin fest,
die
Frage
stellung
betreffe
Veränderungen oder neue pathologische Befunde
und
insbesondere radiologische Hinweise auf eine
Capsulitis
adhäsiva
unter Berücksichtigung der MRT-Diagnostik vom 6.
Februar
201
7.
F
ür eine
Capsulitis
adhäsiva
bestünden
bei fehlendem Nachweis von
synovialen
Proliferationen und nicht obliteriertem
subcoracoidem
Dreieck
keine Hinweise
.
Es zeige sich ein v
orbestehender Riss im
posterioren
Labrum,
differentialdiagnostisch bei Status nach
hinterer Schulterluxation.
Die
Rotatoren
manschette
sei intakt.
3.2.2
Zum
MRI des rechten Fusses vom 3
0.
März 2021 (
Urk.
10/185)
führte
der zustän
dige Radiologe aus, z
um Vergleich dien
e
die
auswärtige Voruntersuchung vom 1
8.
Februar
201
9.
Gegenüber
der Voruntersuchung
zeigten sich
dabei
eine partielle
Regredienz
der spindelförmigen Verdickung und eine weitgehende
Regredienz
der Signalalteration dorsal im medialen Zügel der plantaren Faszie im Sinne einer Vernarbung/
Regredienz
der entzündlichen Veränderungen. Es bestehe kein Kontinuitätsunterbruch und im klinischen Kontext handle es sich wahrscheinlich um eine zunehmende Vernarbung einer traumatischen
Faszien
läsion
. Rein bildgebend käme auch eine plantare
Fibromatose
mit
Regredienz
der entzündlichen Aktivität in Frage.
3.
2.
3
Im Bericht
der Universitätsklinik
G.___
vom 2
0.
Mai 2021 (
Urk.
11/266) führte der zuständige Chefarzt für Rheumatologie,
Dr.
med.
H.___
,
zu Händen der Beschwerdegegnerin
aus
, die
Beschwerdeführerin
sei in gutem Allgemein- und Ernährungszustand. Das Gangbild sei flüssig, jedoch mit fehlender Mitbewegung des rechten Armes. Es bestünden eine langbogige, leichte
,
linkskonvexe Krümmung, eine leichte Beckeninklination und eine beidseitige
Schulterprotrak
tion
. Die Beweglichkeit der ganzen Halswirbelsäule sei gut, indolent und es bestünden vereinzelte Gelenkdysfunktionen. Die Beschwerdeführerin leide an chronischen rechtsseitigen Schulterschmerzen mit dem klinischen Bild einer adhäsiven
Capsulitis
. Auf funktioneller Ebene könne sich trotz des vierjährigen Verlaufs noch eine weitere Verbesserung einstellen, wobei dazu jedoch kein Zeit
raum angeben werden könne. Inwieweit sich die Schme
r
zsituation in Zukunft verbessern werde, sei schwierig zu sagen. Aufgrund der bereits länger bestehen
den Problematik und von der aktuellen Präsentation her sei neb
st
einer persistierenden nozizeptiven Ursache zudem von einer stattgehabten peripheren und zentralen Sensibilisierung auszugehen. Dies habe wiederum einen Einfluss auf die Schulterfunktion. Da die Beschwerdeführerin seit gut eineinhalb Jahren keine Therapie mehr besuche, sei eine solche erneut aufzunehmen und nach Möglichkeit einmalig auch eine multimodale Schmerztherapie durchzuführen. Eine solche sei aktuell aber wegen der täglichen Diarrhoe nicht durchführbar. Falls von kardialer Seite keine Kontraindikationen
mehr
für
ein
e
Ketamin-Infusion
bestünden
, sei
eine solche
durchzuführen. Unabhängig vom weiteren Verlauf sei es aber nicht realistisch, dass die Beschwerdeführerin wieder in den angestammten Beruf als Fachangestellte Gesundheit zurückkehren werde. Diesbezüglich sei eine baldmöglichste Evaluation einer Umschulung zu empfeh
len. Betreffend die Belastbarkeit seien mit dem rechten Arm lediglich leichte, unterstützende Funktionen ohne repetitives Greifen oder Halten von Gegenstän
den mit der Hand möglich. Repetitive Bewegungen im Schultergelenk sollten aufgrund der Schmerzsituation vermieden werden.
3.
2.
4
Zu Händen des Kreisarztes führte
Dr.
med.
I.___
, leitender Arzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie der
Klinik J.___
nach
seiner Untersuchung
vom
2.
Juni 2021 (
Urk.
10/194) aus, klinisch und MR-diagnostisch handle es sich um eine bisher therapierefraktäre
Plantarfasziitis
. Die Physiotherapie habe keinen bahnbrechenden Erfolg gebracht und die Stosswellentherapie sei aufgrund vermehrter Schmerzen abgebrochen worden. Therapeutisch
stünde
n weiterhin
Infiltrationen z.B. lokal mit Lokalanästhetikum und einem
Cortisongemisch
zur Verfügung, wobei die
Beschwerdeführerin
dies aufgrund mehrerer Allergien nicht durchführen lassen möchte.
Alternativ gäbe es eine Infiltration der Waden
muskulatur mit Botulinumtoxin,
die
gemäss klinische
r
Studien
zu guten Erfolgen
führe
.
Alternativ könnte eine therapeutische
Bestrahlung der
Plantarfaszie
durch die Radioonkologie erfolgen.
E
ine chirurgische Intervention
sehe
er
zurück
haltend
und
dies
komme auch
für die
Beschwerdeführerin
nicht in Frage
.
3
.
3
Im Bericht über die ärztliche Abschlussuntersuchung vom
5.
August 2021 (
Urk.
10/201) führte Kreisarzt
Dr.
F.___
aus
(S. 4
f.
)
,
die Beschwerdeführerin gebe an,
d
er Zustand der rechten Schulter habe sich nie wirklich gebessert und die Beweglichkeit sei eingeschränkt. Es bestünden Probleme beim Gewichte tragen und bei Tätigkeiten über
Kopf- und
Schulterhöhe. Dadurch bestünden Schwierigkeiten beim
Ent
-
und
Bekleiden und bei der Körperpflege. Eine Wetter
empfindlichkeit besteh
e
nicht, eher regelmässig
e
schmerzbedingte Durchschlaf
störungen
,
wobei
das Liegen auf der rechten Körperseite
nicht möglich
sei
. Aufgrund fehlender nachhaltiger Therapieerfolge sei die therapeutische Behand
lung für die rechte Schulter vor
eineinhalb
Jahren eingestellt worden. Abwechselnd nehme sie Voltaren Rapid und
Mephadolor
500 mg zwei- bis dreimal täglich, zusätzlich viermal zwei Tabletten
Novalgin
500 mg und zudem bei Beschwerdezunahme
Oxynorm
5 mg ein. Betreffend den rechten Fuss
gebe
sie Beschwerden bei jedem Schritt
an
und das Gehen sei nur auf dem
Vorfuss
möglich. Durch regelmässiges Tragen von weichbettenden Einlagen habe sich zwar
eine
gewisse Entlastung für den
Vorfuss
ergeben, das
beschwerdefreie Gehen
sei
aber
trotzdem nicht
möglich
und
die
Gehstrecke auf ebener Erde
mit
normale
m
Gehtempo
sei
auf
400
bis
500 Meter
limitiert
.
Die gesamthaft limitierte Gehstrecke während des Tages betrage zirka 800 Meter. Treppensteigen sei grund
sätzlich möglich, aber limitiert durch schmerzhaftes Ziehen im mittleren Bereich der Fusssohle und Bergaufgehen
sei
schwieriger als Bergabgehen. Die Mobilität im Alltag mit
den
öffentlichen Verkehrsmitteln und kurze Strecken selbständig mit
einem
Automatik-PKW sei
en
möglich
(S. 5)
.
Zum Befund führte der
Kreisarzt
aus
(S. 5 f.)
,
die Beschwerdeführerin sei Rechtshänderin mit Körpergrösse 170 cm und
einem
Körpergewicht
von
80
Kilogramm
. Es zeige sich im Vorraum des Untersuchungszimmers ein promptes Aufstehen und ein zügiges Gangbild mit
Steppergang
. A
n der rechten Schulter bestehe seitenvergleichend eine geringe Atrophie am dorsalen Schulterkomparti
ment. Der Deltoideus lateralseitig sei normal ausgeprägt.
Es
bestehe
ein
Muskel
hartspann
am
Trapezius beidseits
,
links ausgeprägter als rechts mit tastbare
n
Myogelosen. Seitenvergleichend
sei die
Hauttemperatur unauffällig,
ohne eine
Allodynie
, Hyperhidros
e
oder Hypotrichose.
Bei horizontaler Abduktion könn
t
e
n
die linke Gegenseite mit der Hand und beim Nackengriff das rechte Ohr nicht erreicht werden. Der
Jobe
-Test sei negativ und der Lift off-Test sei bei deutlich eingeschränkter Innenrotationsfähigkeit nicht konklusiv beurteilbar. Es
zeigten sich
eine unauffällige Beweglichkeit der Langfinger bei aktiv vollständigem Faustschluss und Extension und eine uneingeschränkte, seitengleiche Beweglich
keit in beiden Handgelenken. Die
Beschwielung
sei an beiden Handinnenflächen unauffällig und seitenvergleichend bestehe keine
Thenar
-/
Hypothenaratrophie
rechts.
Hinsichtlich
des
Befund
s
an den Füssen
bestehe
im Barfussstand
ein
Abheben der Ferse
von
zwei Zentimeter
n
bei horizontalem Beckenstand und reflektorisch leichter Knieflexion.
Der
Barfussgang
sei
nur auf dem
Vorfuss
möglich. Der
Zehenstand
sei
beidseits
,
links problemlos
und
rechts unsicher auf dem
Vorfuss
stehend
,
möglich
.
Auch d
as
Einnehmen der
Kniehocke
sei
bei unveränderter Fersenentlastung
möglich
.
Der
Übergang auf die Untersuchungs
liege in Rückenlage
gelinge
problemlos
.
Es bestehe s
eitenvergle
i
chend keine auffallende Rotationsveränderung der Füsse
, aber es zeige sich e
ine v
erkürzte Wadenmuskulatur
rechts bei seitenvergleichend vermehrter reflektorischer
Plantarflexion
von
10 Grad.
Es best
ünden
Berührungsempfindlichkeit
en
an der rechten Ferse
dorsal, plantar,
tibial
- und
fibularseitig
sowie
plantar
eine
Druckdolenz
bis
zirka
Anfang
des
vordere
n
Z
wei
d
rittel
s
der Fusssohle. Der gesamte Vor-/Mittelfuss
sei
indolent.
A
uffallende Änderungen der Haut
-
temperatur im Seiten
vergleich,
eine
auffällige Hautfarbe, Hyperhidrose
oder ein
auffälliges Nagel-/Haarwachstum
zeigten sich
nicht
(S. 6)
.
Zusammenfassend sei an der
rechten Schulter
nach
Distorsions-/Traktionstrauma vom 1
5.
Januar
2017 bei MR-morphologisch intakter
Rotatorenmanschette
ohne Hinweise für eine Kapsulitis
adhäsiva
eine
Bewegungseinschränkung
verblieben.
Am rechten Fuss
bestehe
nach Fersenkontusion rechts am
3.
Januar 2018 bei therapierefraktärer
Fasciitis
plantaris und bei MR-morphologisch
beurteilter, möglicher zunehmender Vernarbung
eine
Belastungsintoleranz
am
rechte
n
Rückfuss
mit geringer Bewegungseinschränkung
des
Sprunggelenk
s.
E
ine
zunehmende Vernarbung
d
er traumatischen
Faszienläsion
sei
möglich
bei partieller
Regredienz
der spindelf
örmigen Verdickung / Signalalteration dorsal im medialen Zügel der plantaren
Faszie ohne Kontinuitätsunterbruch
. D
ifferentialdiagnostisch
sei
auch
eine
plantare
Fibromatose
mit
Regredienz
der entzündlichen Aktivität
möglich. F
ür die rechte Schulter und den rechten Fuss
seien insgesamt
keine weiteren medizi
nischen Massnahmen
zu empfehlen und
die
e
igene
n
Übungen zum Erhalt des Zustandes
sowie
die Einnahme von
Analgetika
,
wie bis anhin
,
weiter zu führen
.
Unter Berücksichtigung der Zumutbarkeit für die rechte Schulter und der rechten Ferse
seien
leichte,
überwiegend sitzende Tätigkeiten mit zeitweisem Stehen und Gehen ganztägig zumutbar
,
ohne rechtsseitig r
epetitive Armvorhaltetätigkeiten
und
ohne
Tätigkeiten über Schulterhöhe.
Weitere Einschränkungen seien k
ein häufiges
Gehen und/oder Stehen, keine Arbeiten im Gelände,
nur
zeitweises Treppensteigen
,
keine Arbeiten auf
Leitern und Gerüsten
und k
ein häufiges Arbeiten in der Kniehocke
.
Gesamthaft
bestehe ein
e
prozentual eingeschränkte Zumutbarkeit von jeweils 50
%
für die rechte Schulter und den rechten Fuss
(S. 8
f.
).
3.
4
Dr.
med.
B.___
, Leiter technische Orthopädie an der Universitätsklinik
G.___
, wies im Bericht vom
8.
September 2022 (
Urk.
10/233) auf die letzte Untersuchung vom 1
6.
August 2022 hin. Als Diagnose führte
er
ein
en
chronisch invalidisieren
de
n
Rückfussschmerz rechts
auf
mit Belastungsintoleranz der rechten Ferse
,
bei Status nach
Fasziitis
plantaris mit Partialruptur der
Plantaraponeurose
,
ansatznahe rechtsseitig mit konsekutiver Vorfussüberlastung und Knieflexions
-
kontrak
tur.
Dazu hielt er fest, d
ie Beschwerdeführerin habe am 3.
Januar 2018 eine Kontusion erlitten und seither Schmerzen im Bereich des Calcaneus. In den späteren Abklärungen habe sich eine Läsion der
Plantaraponeurose
sowie eine
Fasziitis
plantaris ergeben. Trotz intensiven konservativen Behandlungs
versuchen sei die Ferse nicht belastbar geworden. Die Beschwerdeführerin habe damals starkes Übergewicht gehabt, welches mit einer
Magenbypassoperation
zwischenzeitlich habe behandelt werden können.
Sie
zeige sich mit Schonhinken ausschliesslich unter Belastung des Vorfusses rechts. Es
bestehe
ein Knieexten
sionsdefizit rechts von 15
bis
20° und eine mässige Druckschmerzhaftigkeit über de
n
Metatarsale
n
II-IV. Bei der Restflexion von knapp 20° im Knie könne der Fuss zum Unterschenkel in die Neutralstellung gebracht werden. Die Ferse sei lateral und dorsal und an der Achillessehne ohne
Druckdolenz
. Plantar besteh
e
eine extreme Empfindlichkeit bereits bei leichtem Druck und stärkere
r
Druck verursache erhebliche Schmerzen plantar unter dem Tuber
calcanei
und im Ansatzbereich der
Plantaraponeurose
. Im mittleren Fussgewölbe und im
Vorfuss
sei eine Belastung möglich, die Beschwerdeführerin könne kräftigen Gegendruck ohne Schmerzen ausüben. Um die Gehfähigkeit und Belastbarkeit des rechten Beines zu
erhöhen,
sei
eine fersenentlastende Unterschenkelorthese indiziert.
4.
4.1
Dass der Endzustand
zufolge der Ereignisse vom 1
5.
Januar 2017 und
vom
3.
Januar 2018
spätestens im Zeitpunkt der Einstellung der Taggeldleistungen (vgl.
Urk.
10/
210
) durch die Beschwerdegegnerin per 3
1.
August
20
21
und damit mehr als dreieinhalb Jahre nach dem zweiten Unfallereignis
erreicht war, wird im vorliegenden Verfahren nicht
respektive
nicht substantiiert
in Frage gestellt
und entspricht der Aktenlage.
Unbestritten
und in Rechtskraft erwachsen
ist
auch
die
zugesprochene
Integritätsentschädigung von 26.5
%
,
welche den
Fallabschluss
mit Einstellung der vorübergehenden Leistungen
voraussetzte
(
Urk.
10/208
, dazu auch E. 1.2 hiervor)
.
Im Hinblick auf den strittigen Rentenanspruch
wurde die Arbeitsfähigkeit de
r
Beschwerdeführer
in
durch Kreisarzt
Dr.
F.___
am
5.
August 2021 umfassend beurteilt (
Urk.
10/201).
Daran ändert nicht
s
, d
ass
die Beschwerdegegnerin
nach
dem
Fallabschluss per 3
1.
August 2021
die
Rentenleistungen erst
seit
August
20
22 au
s
richtet
. Denn dieser Umstand
ist
darin be
gründe
t
,
dass vom
1.
September 2021 bis 3
1.
Juli 2022
noch
Eingliederungsmassnahmen
der Invalidenversiche
rung
durch
ge
führt
wurden
.
Anhaltspunkte
,
die auf eine Veränderung im Sinne einer Verschlechterung der unfallbedingten Restarbeitsfähigkeit
bis zum
Zeit
punkt des
Einspracheentscheid
s
vom
2
5.
Juni 2023
schliessen lassen könnte, liegen
sodann
nicht vor
. Solche
ergeben sich
insbesondere auch aufgrund der Berichterstattung
en der behandelnden Ärzte
nicht
, welche hinsichtlich weiterer Prognose
n
bezüglich
der
rein
unfallbedingten Beschwerden
auf
eine mögliche
Verbesserung
,
nicht aber auf eine Verschlechterung
s
chlossen
.
I
m vorliegenden Verfahren
hat dabei
unberücksichtigt zu bleiben, dass
zahlreiche unfallfremde Leiden
die Gesamtsituation nega
tiv beeinflussten,
wie
die Einschränkungen aufgrund von
Asthma bronchiale (
Urk.
10/123/1-2),
morbide
r
Adipositas
mit
Komplikationen nach
Magenbypassoperation
mit
Herz
-
und Kreislauf
beschwer
den
(
Urk.
10/136/1, 10/144/1
, 10/180
)
und
Komplikationen nach Gallenstein
entfernungen (
Urk.
10/172)
.
Hinsichtlich der unfallbedingten Fussproblematik ging
auch
Dr.
B.___
davon aus, dass
sich
die Gehfähigkeit und Belastbarkeit des rechten Beines
mittels
O
rthese
noch
verbesser
n lässt
(E. 3.
4
).
Die
kreisärztliche
Einschätzung vermag
damit
sowohl hinsichtlich der beurteilten Arbeitsfähigkeit wie auch des festgelegten Zumutbarkeitsprofils zu überzeugen.
Denn dabei
stützte
sich
der Kreisarzt
auf die relevanten Berichte der involvierten Ärzte und deren bildgebenden Befunde zu den beiden Unfällen im Januar 201
7
und im J
anuar
201
8
sowie
auf die
Bildgebung im weiteren Verlauf
ab
(
E. 3.3
).
Seine
Einschätzung, wonach de
r
Beschwerdeführer
in
leichte, überwiegend sitzende Tätigkeiten mit zeitweisem Stehen und Gehen ganztägig zumutbar
sind, ist angesichts der erlittenen Verletzungen
an der rechte
n
Schulter und
an
der rechten Ferse
sowie unter Berücksichtigung der klinischen Untersuchungen durchwegs plausibel. Nachvollziehbar sind diesbezüglich auch die weiteren aufgeführten Einschränkungen, wonach keine
rechtsseitig
en
repetitive
n
Arm
vorhaltetätigkeiten
,
keine
Tätigkeiten über Schulterhöhe
,
kein häufiges Gehen und/oder Stehen, keine Arbeiten im Gelände, nur zeitweises Treppensteigen, keine Arbeiten auf Leitern und Gerüsten und kein häufiges Arbeiten in der Kniehocke
a
usgeübt werden sollten.
Im Weiteren
zeigte
n
auch die
Bewegungsprüfung
en
lediglich leichte Einschränkungen und bezüglich Umfangmasse der Extremitäten im Seitenvergleich
ergaben sich
keine
grösseren
Auffälligkeiten.
E
ntgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin
ergibt sich
aus
den
kreisärztliche
n
Ausführungen
,
wonach
eine prozentual eingeschränkte
Leistungs
fähigkeit
von jeweils 50
%
für die rechte Schulter und den rechten Fuss
bestehe
,
auch
nicht
, dass im Rahmen der ganztägig verwertbaren Restarbeitsfähigkeit
ein
e
zusätzlich
unfallbedingte
Leistungseinbusse besteh
t
.
Für eine solche Leseart ergeben sich
weder aus dem kreisärztlichen Bericht noch aus den übrigen Akten
Anhaltspunkte
.
Eine Interpretation des Gesagten im Sinne der Beschwerde
führerin würde nämlich dazu führen, dass gar keine Arbeit
s
fähigkeit mehr besteht (je 50%ige Einschränkung wegen der Schulter und dem rechten Fuss). Solches macht sie indessen nicht geltend.
Die diesbezüglichen
kreisärztlichen
Ausführungen
erfolgten
offensichtlich
im Zusammenhang mit
dem Integritäts
s
chaden,
wonach die Einschränkungen
der
Restarbeitsfähigkeit
jeweils zu
50
%
dem Erst- und zu 50
% dem Zweitereignis
geschuldet sind
. Eine zusätzlich reduzierte Leistungsfähigkeit der vollzeitig verwertbaren Restarbeitsfähigkeit ist daraus nicht herzuleiten.
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die
Schadensbeurteilung des Kreisarztes
von
10
%
sei
zu optimistisch ausgefallen
,
betrifft
auch
dies die
kreisärztliche Einschätzung im Hinblick auf die Integritätsentschädigung, die
un
angefochten
blieb
und im vorliegenden Verfahren nicht mehr zu beurteilen ist.
Zweifel an
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel
lungen
begründen sich damit keine
,
sodass sich
auch
keine
ergänzende
n
medizinischen
Abklärungen
aufdrängen
(BGE 145 V 97 E. 8.5
und
antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d).
4.2
4.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Valideneinkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
-
lichkeit
erstellt sein (vgl. BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58
E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2).
4.2.2
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur
erhebung (LSE) 20
20
ab. Sie zog die Tabelle TA1_triage_skill-level, Privater Sektor, Sektor
3
Dienstleistungen
,
Ziff.
86
-
88
Gesundheits- und Sozialwesen
,
Frauen
, Kompetenzniveau
2
mit einem Betrag von
Fr.
5'
177
.-- bei und errechnete angepasst an die im Sektor
Dienstleistungen
betriebsübliche Arbeitszeit von 4
1
.
6
Stunden (vgl. Tabelle T03.02.03.01.04.01) ein
E
inkommen von
Fr.
6
4
'
608
.
96
(
Fr.
5'
177
.-- x 12 : 40 x 41
.6 [
Urk.
11/294 und
Urk.
11/300]
).
Nominallohnbereinigt
,
bei
105.1 Prozentpunkte
n
im Jahr 2020
und
106.1 Prozentpunkte
n
im
Zeitpunkt des Rentenanspruchs im
Jahr 2022 (
Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex Frauen 2011-2023, Sektor 3 Dienstleistungen
Ziff.
86 – 88, Gesundheitswese
n
, Heime und Sozialwesen
) war demnach von einem
(Validen-)
Einkommen von
Fr.
65'223.70 auszugehen.
Nachdem
die Beschwerdeführerin vor
dem ersten Unfallereignis arbeitslos
war
und d
avor gemäss Anstellungsvertrag vom 1
0.
September 2015 als Fachfrau Gesundheit bei einem 100
%
Pensum ein monatliches
Bruttoe
inkommen von
Fr.
4'672.
--
erziel
en konnte
(vgl.
Urk.
11/287 S. 38)
,
was
n
ominallohnbereinigt im
Jahr 2022 einem Jahreseinkommen von Fr.
58'432.30 (
Fr.
4'672 x 12 : 101.8 [2015] x 106.1 [2022]
)
entspr
echen würde
,
erscheint das in dieser Weise ermittelte
Valideneinkommen
jedenfalls
nicht
als
unangemessen
.
4.3
4.3.1
Das Invalideneinkommen bestimmte
die Beschwerdegegnerin ebenfalls
anhand von Tabellenlöhnen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung
(
LSE
)
2020
(
Tabelle TA1_tirage_skill_level,
Zentralwert
, Total,
Frauen
)
.
Aufgrund der absolvierten Ausbildung als Fachangestellte Gesundheit (FaGe) stellte sie auf das
Total des
Kompetenzniveau
s
2 und ein Einkommen von
Fr.
5'046.--
ab und ermittelte unter Berücksichtigung
d
er
betriebsübliche
n
wöchentliche
n
Arbeitszeit von 41.7 Stunden
für das Jahr 2020 ein Einkommen
von
Fr.
63'125.45
(vgl.
Urk.
1
1
/
300
S.
4
).
Nominallohnbereinigt auf das Jahr 2022 hochgerechnet ergibt sich somit bei
107.9 Prozentpunkten (2020) und 109.4 Prozentpunkten (2022) ein Einkommen von
Fr.
64'003.--.
4.3.2
Unbestritten und nicht zu beanstanden ist
dabei
die Ermittlung des Invalidenein
kommens anhand der
Tabelle TA1_tirage_skill_level
der LSE 202
0.
Hinsichtlich
des Abstellens auf das
Kompetenzniveau
2 führte
die
Beschwerdeführerin
zu Recht
aus
, dass
w
enn die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität nicht auf einen angestammten Beruf zurückgreifen kann, sich die Anwendung von Kompetenzniveau 2
rechtsprechungsgemäss
nur dann
rechtfertig
t
, wenn sie über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt (
vgl.
Urteil 8C_131/2021 vom
2.
August 2021 E. 7.4.1 mit Hinweisen).
Das Kompetenzniveau 1 der LSE umfasst einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher
Art.
Im Kompetenzniveau 2 werden praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst sowie Fahrdienst genannt
(
vgl.
SVR 2022 UV Nr. 47 S. 188, 8C_156/2022 E. 7.2; Urteil
des Bundesgerichts
8C_645/2022 vom 1
6.
Februar 2023 E. 5; je mit Hinweisen)
,
die fraglos in allen möglichen Varianten verschiedener Wirtschaftszweige und -branchen nachge
fragt werden.
Es ist unbestritten, dass
der
Beschwerdeführerin aufgrund der unfallbedingten Einschränkungen am rechten Fuss und an der rechten Schulter
die
Verwertung der Tätigkeit als FaGe nicht mehr zumutbar ist.
Wie die Beschwerdegegnerin dazu
aber
zu Recht
festhält
,
verfüg
t
die B
e
schwerdeführer
i
n aufgrund der
abgeschlos
sene
n
Berufsausbildung
nebst
den Kernkompetenzen wie Pflegen und Betreuen auch über weitere Kompetenzen im Bereich Administration, Umgang mit Patienten/Klienten und Angehörigen sowie Arbeiten
und Verantwortlichkeiten
im Team
,
allenfalls
auch mit Leitungsaufgaben.
Es trifft auch zu, dass d
iese Kompetenzen nicht eingeschränkt
sind
und in allen Bereichen, insbesondere auch im Dienstleistungsbereich
,
nachgefragt
werden
. Ausserdem
konnte
die Beschwer
deführerin
erfolgreich
eine Umschulung der
Invalidenversicherung
zur Schulassistentin absolvier
en
(
Urk.
10/218
und
Urk.
11/308 S. 2
).
Eine solche Tätigkeit im Schuldienst ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin
auch
nicht
im Bereich
einfache
r
Hilfsarbeitertätigkeiten
körperlicher oder hand
werklicher Art
gemäss Kompetenzniveau 1 zu fassen.
Die Beschwerdegegnerin
schloss damit zu Recht
, dass
die
erworbenen Ausbildungs- und Berufs
-
erfahrungen
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
im Kompetenzniveau 2
nachgefragt und
dort
gewinnbringend eingebracht werden
können
und
keine Beschränkung
auf Beschäftigungen im Kompetenzniveau 1
besteht.
Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf das Kompetenzniveau 2 abgestellt hat.
4.3.
3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Lohndaten wie namentlich der LSE ermittelt, ist der so erhobene Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können, und die versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausge
glichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2; 126 V 75 E. 5b/
aa
i.f
.). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf
25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2; 126 V 75
E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug vom Invaliden
einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidens
bedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (BGE 148 V 174 E. 6.3; 146 V 16 E. 4.1).
Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte einen
zusätzlichen
(Leidens-) Abzug von 10
%
(
Urk.
11/300 S. 4 und
Urk.
2 S. 9)
, was von Seiten der Beschwerdeführerin nicht respektive nicht substantiiert in Frage gestellt wurde (vgl.
Urk.
1
Ziff.
25). In Anbetracht des vorerwähnten medizinischen Belastungsprofils aufgrund der unfallbedingten Einschränkungen rechtfertigt sich jedenfalls kein höhere
r
Abzug.
Entsprechend reduziert sich das vorerwähnte Einkommen um 10
%
auf
Fr.
57'602.70.
4.4
Dem
Valideneinkommen
von
Fr.
65'223.70
steht damit ein zumutbares Invalideneinkommen von
Fr.
57'602.70
gegenüber,
woraus ein aufgerundeter
Invaliditätsgrad
von 12
%
und ein entsprechender Rentenanspruch
resultiert.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Yolanda
Schweri
-
Rechtsanwältin Nadine Berchtold-Suter
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GräubNef