# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5437e80c-a1cd-50af-9d06-5e6160ef81c8
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-26
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 26.01.2021 S 2019 128
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-128_2021-01-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter 
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 26. Januar 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2019 128

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Urteil S 2019 128

A. Die 1973 geborene und als Montagemitarbeiterin erwerbstätig gewesene 
A.________ meldete sich am 7. Oktober 2016 unter Hinweis auf seit Ende Mai 2016 
bestehende psychische Erkrankungen bei der IV-Stelle Zug zum Bezug von Leistungen 
der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Nach ersten Abklärungen in erwerblicher und 
medizinischer Hinsicht und dem Scheitern von Frühinterventionsmassnahmen infolge 
Verlustes des Arbeitsplatzes (IV-act. 17) liess die IV-Stelle Zug die Versicherte 
psychiatrisch begutachten. Gestützt auf das psychiatrische Gutachten vom 1. Oktober 
2018 (IV-act. 41) stellte sie der Versicherten mit Vorbescheid vom 23. November 2018 die 
Zusprache einer halben Invalidenrente ab 1. Juni 2017 und deren Erhöhung auf eine 
ganze Rente vom 1. Januar bis 28. Februar 2018 in Aussicht (IV-act. 43). Am 29. August 
2019 verfügte die IV-Stelle Zug im angekündigten Sinne (IV-act. 58 f.).

B. Dagegen erhob A.________ am 30. September 2019 Beschwerde mit dem 
sinngemässen Rechtsbegehren um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und 
Rückweisung der Sache an die IV-Stelle Zug zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung 
(act. 1 S. 2). Eventualiter beantragte die Beschwerdeführerin die Zusprache einer 
unbefristeten ganzen Rente. Im Wesentlichen verneint sie die Beweiskraft des 
Administrativgutachtens (act. 1 S. 4–6).

C. Am 11. Oktober 2019 bezahlte die Beschwerdeführerin den ihr auferlegten 
Kostenvorschuss von Fr. 800.– innert Frist (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 8. November 2019 schloss die Verwaltung auf 
Abweisung der Beschwerde (act. 5 S. 2). Unter Hinweis auf die Aufgabenteilung zwischen 
Administrativgutachter und behandelnden Ärzten hält sie an der Beweiskraft des 
Administrativgutachtens fest (act. 5 S. 3). 

Darüber wurde die Beschwerdeführerin am 12. November 2019 orientiert (act. 6). In der 
Folge gingen keine weiteren Eingaben ein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

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Urteil S 2019 128

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu: 29. August 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 30. September 2019 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [EG AHVIVG; BGS 841.1]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 
– Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – gegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung 
von der IV-Stelle Zug. Die Verfügung datiert vom 29. August 2019 (BF-act. 2) und ist 
frühestens am Folgetag im Herrschaftsbereich der Beschwerdeführerin eingetroffen (vgl. 
auch act. 1 S. 2). In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 
Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
trägt das Datum des 30. September 2019 wurde gleichentags der Post übergeben und 
ging am darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit ist die 30-tägige Frist 
gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen 
Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält 
einen verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen 
Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

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Urteil S 2019 128

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie 
körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in 
Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen 
Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert 
besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran 
hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. BGE 139 V 547 
E. 5; 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. BGer 9C_125/2015 vom 18. November 
2015 E. 5.4).

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben 
eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 
409 E. 4.5.2; 141 V 281 E. 2.1; 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei 
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem 
Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der 
Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach 
einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten 
Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1; 141 V 
281 E. 3.7; 139 V 547 E. 5.2; 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

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a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 
nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten 
oder verbessern können;

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.4 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer 
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und 
andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass 
Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der 
Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a der 
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) festzusetzen ist (vgl. BGE 
121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung 
des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung 
erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts 
im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der 
Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d in fine; 125 
V 369 E. 2; 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 113 V 273 E. 1a; 130 V 343 
E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird 
beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine 
Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, 
dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert 
bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den 
Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit 
sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (EVG I 526/06 
vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).

3.5 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in 
Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

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und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 
erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 
Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des 
Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen; 128 V 30 E. 1).

3.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 115 V 133 E. 2 mit Hinweisen).

3.7 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im 
Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418; 143 V 409; 141 V 281) hat 
das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):

- Kategorie "funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
- Komplex "Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)

- Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
- Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
- Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

- Komplex "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen, 
E. 4.3.2)

- Komplex "Sozialer Kontext" (E. 4.3.3) 

- Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
- gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren 

Lebensbereichen (E. 4.4.1)
- behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck 

(E. 4.4.2)

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz 
(BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. BGer 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 

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3.8 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es 
für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen 
allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit 
diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinandersetzt – was vor allem 
bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in 
Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der 
medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der 
medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende 
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht 
auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen 
erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1 
mit Hinweisen; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der 
Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche 
Gutachten, 4. Aufl. 2003, S. 24 f.).

4. Im Administrativgutachten vom 1. Oktober 2018 stellte med. pract. C.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, folgende Diagnosen (IV-act. 41/41):

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)

- Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit histrionischen Anteilen (ICD-10 Z73.1)

Weiter führte sie aus, unter Berücksichtigung der Aktenlage, der Angaben der 
Beschwerdeführerin zu ihrer sozialen, beruflichen und privaten Anamnese sowie zu ihren 
aktuellen Beschwerden und anhand der Erkenntnisse aus der gutachterlich-
psychiatrischen Untersuchung liege bei der Beschwerdeführerin keine psychische Störung 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr vor. Es liege eine gegenwärtig remittierte 
rezidivierende depressive Störung vor, die auf dem Boden von akzentuierten 
Persönlichkeitszügen mit histrionischen Anteilen entstanden sei. Anamnestisch und unter 
Berücksichtigung der Aktenlage sei eine rezidivierende depressive Störung seit mehreren 
Jahren bekannt. 2008/2009 und 2015 hätten leichte depressive Episoden vorgelegen. Ab 
Mai oder Juni 2016 sei es zur Entwicklung einer weiteren depressiven Episode 
gekommen, die gewissen Schwankungen unterlegen habe. Im Rahmen der stationären 
psychiatrischen Behandlung in der Klinik D.________ habe gemäss Austrittsbericht vom 
5. Januar 2018 (IV-act. 27) eine Remission oder zumindest eine Teilremission der 
depressiven Beschwerden und Symptome erzielt werden können. Bei der gutachterlichen 
Untersuchung am 4. September 2018 hätten keine depressiven Symptome festgestellt 

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werden können, welche sich unter eine depressive Episode hätten subsumieren lassen. 
Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit liege bereits seit Beendigung der stationären 
Behandlung in der Klinik D.________ im Dezember 2017 keine depressive Episode mehr 
vor (IV-act. 41/39).

Für das Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstörung gemäss den Kriterien der 
ICD-10 hätten keine objektiven Hinweise festgestellt werden können, insbesondere keine 
Hypervigilanz, kein Hyperarousal, keine Schreckhaftigkeit, keine beobachtbaren 
Flashbacks, keine dissoziative Amnesie und keine Vermeidung von Reizen, die an 
traumatische Erlebnisse erinnern könnten. Auch retrospektiv lasse sich die Diagnose einer 
posttraumatischen Belastungsstörung nicht bestätigen. Für das Vorliegen einer komplexen 
posttraumatischen Belastungsstörung nach den DESNOS-Kriterien gebe es keine 
hinreichenden Anhaltspunkte. Bei der Beschwerdeführerin liege keine relevante 
Veränderung in der Regulation von Affekten und Impulsen vor. Es liessen sich auch keine 
relevanten Veränderungen in Aufmerksamkeit und Bewusstsein feststellen. Abgesehen 
von den zeitlich begrenzten depressiven Episoden lägen auch keine relevanten 
Veränderungen der Selbstwahrnehmung vor. Die im DESNOS beschriebene Veränderung 
in den Beziehungen zu anderen liege nicht vor. Die festgestellten 
Somatisierungstendenzen alleine reichten bei weitem nicht aus, um eine komplexe 
posttraumatische Belastungsstörung diagnostizieren zu können (IV-act. 41/39).

Für das Vorliegen einer andauernden Persönlichkeitsänderung gemäss der ICD-10 gebe 
es keine Anhaltspunkte. Dasselbe gelte für das Vorliegen einer dissoziativen Amnesie. 
Vielmehr habe die Beschwerdeführerin im Rahmen der gutachterlichen Exploration bei 
den von ihr geltend gemachten "dissoziativen Amnesien" bzw. "Kontrollverlusten" am 
Arbeitsplatz – auf Nachfrage hin – Einzelheiten beschreiben können, welche klar gegen 
das Vorliegen einer dissoziativen Amnesie sprächen. Auch für das Vorliegen von weiteren 
dissoziativen Störungen, wie z.B. dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen, 
sowie für das Vorliegen einer Panikstörung gebe es keine hinreichenden Anhaltpunkte (IV-
act. 41/40).

Gemäss den Leitlinien und den Kriterien der ICD-10 gebe es schliesslich keine 
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung. Anhand der Aktenlage 
liessen sich bei der Beschwerdeführerin lediglich akzentuierte Persönlichkeitszüge mit 
histrionischen und zwanghaften Anteilen eruieren, wobei aktuell vor allem histrionische 

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Anteile, insbesondere eine Dramatisierung bezüglich der eigenen Person und 
Suggestibilität, zu beobachten gewesen seien (IV-act. 41/40).

Zur Arbeitsfähigkeit führte die Gutachterin aus, die depressive Symptomatik sei aktuell voll 
remittiert. Im Begutachtungszeitpunkt liege keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
bedingt durch depressive Symptome vor. Akzentuierte Persönlichkeitszüge stellten eine 
Normvariante ohne Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dar. Andere psychische Störungen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit liessen sich bei der Beschwerdeführerin nicht 
feststellen. In Anlehnung an die ICF bzw. den Mini-ICF-APP (Aktivitäts- und 
Partizipationsbeeinträchtigungen bei psychischen Störungen) liessen sich keine 
Beeinträchtigungen feststellen, die Auswirkungen auf die Arbeitsleistung haben könnten 
(IV-act. 41/40).

Die von den behandelnden Ärzten der Klinik D.________ in ihrem Austrittsbericht vom 
5. Januar 2018 (IV-act. 27) angenommenen Beeinträchtigungen der psychischen 
Funktionen bzw. die beschriebenen Einschränkungen beim Mini-ICF-APP liessen sich 
anhand der gutachterlichen Untersuchungsergebnisse nicht bestätigen. Aus diesem 
Bericht sei ersichtlich, dass die beschriebenen Einschränkungen vor allem aufgrund der 
depressiven Symptomatik zu Beginn der Hospitalisation vorgelegen und sich im Verlauf 
der Behandlung im Zusammenhang mit der allmählichen Remission der depressiven 
Symptome entsprechend verringert hätten (IV-act. 41/41).

Bei der Beschwerdeführerin liessen sich im Begutachtungszeitpunkt gute Ressourcen 
feststellen. Dazu nannte die Gutachterin gute kognitive Fähigkeiten einschliesslich einer 
guten Konzentration, Aufmerksamkeit und Auffassung, gute Gedächtnisleistungen, eine 
gute Lernfähigkeit und Ideenvielfalt, eine gute Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit mit 
einer scheinbar hohen Überzeugungskraft, ein gutes Durchsetzungsvermögen sowie eine 
gute Ausdauer und ein gutes Durchhaltevermögen bei der Verfolgung der eigenen Ziele 
und Wünsche (IV-act. 41/41).

Abschliessend stellte die Gutachterin fest, in der angestammten Tätigkeit als angelernte 
Fabrikarbeiterin liege eine Arbeitsfähigkeit von 100 % vor. Gemäss der Aktenlage sei der 
Beschwerdeführerin ab 20. Juni 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren. Bei 
der vorliegenden Aktenlage mit den unterschiedlichen diagnostischen Einschätzungen, die 
aus gutachterlich-psychiatrischer Sicht teilweise nicht nachvollzogen werden könnten, sei 
es schwierig, eine Arbeitsfähigkeitseinschätzung vor Juni 2016 retrospektiv vorzunehmen. 

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Während der stationären Behandlungen habe definitionsgemäss eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden. Bei einer mittelgradigen depressiven Episode seit dem 
Austritt aus der Klinik E.________ am 23. Dezember 2016 (vgl. Austrittsbericht vom 
3. Januar 2017 [IV-act. 16]) habe retrospektiv eine Arbeitsunfähigkeit von höchstens 50 % 
vorgelegen. Spätestens seit dem Austritt aus der Klinik D.________ im Dezember 2017 
lasse sich keine Arbeitsunfähigkeit mehr nachvollziehen (IV-act. 41/41 f.).

5.
5.1 Gegen die Beweiskraft des Administrativgutachtens von med. pract. C.________ 
bringt die Beschwerdeführerin vor, dieses sei belastend geführt und subjektiv, vom 
äusseren Erscheinungsbild und ihrem Migrationshintergrund geprägt, begründet worden. 
Insbesondere bestreitet sie die Bedeutung von Aussagen über das Fahrzeug, mit dem sie 
zur Untersuchung gefahren worden sei, ihr Erscheinungsbild und ihr Gesprächsverhalten 
bei der Feststellung des psychiatrischen Befundes (act. 1 S. 4). 

Dem ist zu entgegnen, dass die Gutachterin entsprechend den von der Schweizerischen 
Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie SGPP am 16. Juni 2016 
herausgegebenen Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten unter dem 
psychischen Befund ihre Verhaltensbeobachtungen und die äussere Erscheinung der 
Beschwerdeführerin ausführlich beschrieb (vgl. IV-act. 41/27). In der Gesamtwürdigung 
ging sie indessen nur auf die aus psychiatrischer Sicht wesentlichen Punkte ein (IV-
act. 41/31), was nicht zu beanstanden ist und keinesfalls auf eine Voreingenommenheit 
der Gutachterin hinweist.

5.2 Zu den Aufgaben der psychiatrischen Gutachterin gehört unter anderem, sich mit 
den Angaben der Explorandin und deren Verhalten auseinanderzusetzen (vgl. E. 3.8), was 
bedingt, dass entsprechende Feststellungen ins Gutachten aufgenommen werden. Dies 
tat med. pract. C.________ bei der Wiedergabe des psychischen Befunds (IV-act. 41/27 
ff.). Durch die vorsichtig ausgewählte Terminologie für diese Beschreibung behielt die 
Gutachterin einen – entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin (act. 1 S. 5) – nicht zu 
beanstandenden objektiven und neutralen Standpunkt. 

5.3 Schliesslich kann auch der Rüge der Beschwerdeführerin betreffend die 
oberflächliche Diskussion der zu stellenden Diagnosen (act. 1 S. 5) nicht gefolgt werden. 
Ausführlich und in Anlehnung an die anerkannten Klassifikationskriterien diskutierte die 
Gutachterin die wichtigsten bisher gestellten Diagnosen (IV-act. 41/33–40). Zur 

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Untermauerung ihrer Argumente wies sie immer wieder auf die verschiedenen, bei der 
Untersuchung festgestellten Unstimmigkeiten hin. Nachvollziehbar ist insbesondere die 
aus versicherungsmedizinischer Sicht anhand der Vorakten und der gutachterlichen 
Untersuchungsbefunde zu verneinende posttraumatische Belastungsstörung. Zunächst 
erscheint fraglich, ob die in F.________ verbrachte Kindheit und der 2016 beobachtete 
Verkehrsunfall (vgl. dazu IV-act. 41/18–22) als geeignete Stressoren betrachtet werden 
können, d.h. als kurz- oder langanhaltende Ereignisse oder Geschehen von 
aussergewöhnlicher Bedrohung oder mit katastrophalem Ausmass im Sinne der 
einschlägigen klassifikatorischen Vorgaben gemäss ICD-10 F43.1. Darüber hinaus stellte 
die Gutachterin deutliche Diskrepanzen und Inkonsistenzen zwischen den aktuellen 
Angaben der Beschwerdeführerin über ihre traumatisch bedingten Beschwerden (schwere 
Angstzustände, Hyperventilationen sowie dissoziative Phänomene) und den von ihr früher 
geltend gemachten Beschwerden fest (IV-act. 41/36). Dies vermag wohl zu erklären, 
weshalb die aktuell geklagten Symptome während der erfolgten, z.T. längeren 
Hospitalisationen nicht beobachtet werden konnten (vgl. dazu die Austrittsberichte der 
Klinik G.________ vom 11. Oktober 2016 [IV-act. 23], der Klinik E.________ vom 
3. Januar 2017 [IV-act. 16] und der Klinik D.________ vom 5. Januar 2018 [IV-act. 27]) 
und auch in den verschiedenen echtzeitlichen Stellungnahmen des behandelnden 
Psychiaters Dr. H.________ keinen Einzug gefunden hatten (vgl. Berichte vom 
28. November 2016 [IV-act. 11], 10. Mai 2017 [IV-act. 19], 8. Februar 2018 [IV-act. 29]). 
Dass eine posttraumatische Belastungsstörung von den behandelnden Ärzten als 
therapeutische Diagnose gestellt wird, vermag daran nichts zu ändern.

5.4 Weiter vermögen die Angaben des behandelnden Dr. H.________ die Beweiskraft 
des psychiatrischen Gutachtens nicht zu erschüttern. Zunächst liegt es in der Natur der 
Sache, dass einer psychiatrischen Einschätzung notwendigerweise ein erheblicher 
Beurteilungs- und Ermessensspielraum inhärent ist. An den zahlreichen Stellungnahmen 
von Dr. H.________ ist sodann zu bemängeln, dass der knapp gehaltene Psychostatus im 
ersten und einzigen ausführlichen Bericht vom 28. November 2016 (IV-act. 11) bei 
entsprechender Diagnosestellung auf eine depressive Symptomatik hinweist, während die 
nachfolgenden Verlaufsberichte in Anlehnung an den in der Klinik E.________ 
(Austrittsbericht vom 3. Januar 2017 [IV-act. 16]) gestellten Diagnosen von einer 
posttraumatischen Belastungsstörung ausgehen, ohne allerdings einen entsprechenden 
Befund wiederzugeben (Berichte vom 10. Mai 2017 [IV-act. 19] und 8. Februar 2018 [IV-
act. 29]). Weiter erörtert der behandelnde Psychiater nicht, aufgrund welcher 

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(objektivierbaren) Befunde er der Beschwerdeführerin seit mehreren Jahren keinerlei 
Erwerbstätigkeit mehr zumutet. 

Nicht zuletzt ist vor diesem Hintergrund auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass 
behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 
351 E. 3b/cc). Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende 
Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur 
von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und 
Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits 
(BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. 
Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 
anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation 
entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben sind (BGer 8C_677/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.2 mit 
Hinweisen). Solche Aspekte lassen sich der Berichterstattung von Dr. H.________ nicht 
entnehmen. Vielmehr zeugen seine Stellungnahmen zuhanden des Rechtsvertreters der 
Beschwerdeführerin zwecks Begründung von Einsprache und Beschwerde (BF-act. 3 und 
4) von einer über die ärztliche Behandlung hinausgehenden Wahrnehmung der Interessen 
seiner Patientin, was er als Bestandteil seines Behandlungsauftrages erachtet (vgl. BF-
act. 4). Schliesslich berücksichtigte med. pract. C.________ sämtliche von der 
Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung geklagten Beschwerden sowie die von 
den behandelnden Ärzten erhobenen Befunde und abgegebenen Beurteilungen.

5.5 Insgesamt entspricht das Administrativgutachten von med. pract. C.________ den 
praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (E. 3.8). So ist es für 
die streitigen Belange umfassend, beantwortet es doch in schlüssiger Weise die Frage 
nach den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin und beruht auf einer eingehenden psychiatrischen Untersuchung. Die 
Gutachterin schilderte ausführlich die von der Beschwerdeführerin erwähnten Leiden und 
Einschränkungen und setzte sich detailliert damit sowie mit dem auffälligen Verhalten der 
Explorandin auseinander. Unter Berücksichtigung der Standardindikatoren nahm 
med. pract. C.________ eine rechtsprechungsgemässe Beurteilung der funktionellen 
Leistungsfähigkeit (vgl. E. 3.2 und 3.7) der Beschwerdeführerin vor. Eine 

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Zusammenstellung dazu mit Verweisen auf die entsprechenden Passagen in der 
gutachterlichen Beurteilung findet sich am Ende des Gutachtens (IV-act. 41/45–47). 

Auf das Administrativgutachten von med. pract. C.________ darf somit abgestellt werden, 
womit kein Raum für die von der Beschwerdeführerin beantragte erneute Begutachtung 
bleibt (vgl. dazu act. 1 S. 2 und 6).

5.6 Zusammenfassend ist aus medizinischer Sicht von folgendem Verlauf der 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten sowie in einer anderen angepassten Tätigkeit 
auszugehen (IV-act. 41/41 f.; vgl. ferner Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 
5. Januar 2018 [IV-act. 27]):

- 0 % ab 20. Juni 2016

- 50 % ab 24. Dezember 2016 (Austritt aus der Klinik E.________)

- 0 % ab 19. Oktober 2017

- 100 % ab 14. Dezember 2017 (Austritt aus der Klinik D.________)

6. Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu 
berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad 
dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom 
Tabellenlohn. Dies stellt eine rein rechnerische Vereinfachung dar (BGer 8C_148/2017 
vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf BGer 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1). 
Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Invaliditätsbemessung wurde von der 
Beschwerdeführerin nicht bemängelt und erweist sich für diese auch nicht als 
unvorteilhaft.

7. Angesichts des kurzzeitigen Rentenbezugs und des noch keineswegs 
fortgeschrittenen Alters der 1973 geborenen Beschwerdeführerin ist deren Bedarf an 
Eingliederungsmassnahmen trotz rückwirkender Zusprache einer zeitlich befristeten Rente 
nicht zu prüfen (vgl. dazu BGE 145 V 209), was zur Abweisung der Beschwerde führt.

8. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.– festzulegen und ausgangsgemäss 
von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Parteientschädigung 
nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht auszurichten.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 26. Januar 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am