# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50b021d9-d076-5958-a303-611affd67e0c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 09.02.2024 ZK1 2024 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2024-1_2024-02-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 9. Februar 2024

Referenz ZK1 24 1

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Aebli, Vorsitzende
Fleisch, Aktuar 

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Michael Fleischhauer
Carausch 7, 7203 Trimmis 

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Elisabeth Blumer
Quaderstrasse 5, Postfach 123, 7001 Chur 

Gegenstand Eheschutz

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Landquart, Einzelrichter, vom 
10.10.2023, mitgeteilt am 22.12.2023 (Proz. Nr. 135-2023-166)

Mitteilung 14. Februar 2024

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Sachverhalt

A. B._____, geboren am _____ 1989, und A._____, geboren am _____ 1992, 
heirateten am _____ 2022 in C._____. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor.

B. Mit Eingabe vom 4. Mai 2023 reichte B._____ ein Gesuch um Erlass von 
Eheschutzmassnahmen beim Regionalgericht Landquart ein. Darin beantragte sie, 
dass A._____ zur Leistung eines Unterhaltsbeitrages von CHF 1'600.00 pro Monat 
– rückwirkend ab dem 1. Januar 2023 – zu verpflichten sei. A._____ beantragte 
mit Stellungnahme vom 23. Juni 2023 die Ablehnung dieses Begehrens. Eventua-
liter beantragte er die Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen eines Ent-
scheids des Amts für Migration und Zivilrecht Graubünden.

C. Die mündliche Eheschutzverhandlung vor dem Regionalgericht Landquart 
fand in Anwesenheit beider Parteien am 22. August 2023 statt. Am 4. September, 
5. September und 20. September 2023 erfolgten weitere Eingaben, wobei die Par-
teien an ihren Rechtsbegehren festhielten.

D. Am 10. Oktober 2023, mitgeteilt am 13. Oktober 2023, erliess der Einzel-
richter in Zivilsachen am Regionalgericht Landquart den Eheschutzentscheid ohne 
schriftliche Begründung. A._____ verlangte am 17. Oktober 2023 fristgerecht die 
schriftliche Begründung des Entscheids.

E. Mit Schreiben vom 20. Oktober 2023 teilte A._____ dem Regionalgericht 
Landquart mit, dass ihm von seinem Arbeitgeber auf den 31. Januar 2024 gekün-
digt worden sei.

F. Der begründete Entscheid folgte am 22. Dezember 2023. Das Dispositiv 
lautet wie folgt:

1. Es wird festgestellt, dass die Parteien seit dem 5. März 2023 getrennt 
leben.

2. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin beginnend 
ab März 2023 bis Ende Februar 2024 monatlich Ehegattenunterhalts-
beiträge in der Höhe von CHF 1'191.00 zu bezahlen, zahlbar jeweils 
auf den Ersten eines jeden Monats.

3. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin beginnend 
ab März 2024 für die weitere Dauer des Getrenntlebens monatlich 
Ehegattenunterhaltsbeiträge in der Höhe von CHF 448.50 zu bezah-
len, zahlbar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.

4. Die Gerichtskosten für diesen Entscheid in Höhe von CHF 2'000.00 
gehen im Betrag von CHF 1'000.00 zu Lasten der Gesuchstellerin und 
im Umfang von CHF 1'000.00 zu Lasten des Gesuchsgegners.

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Der auf die Gesuchstellerin entfallende Anteil von CHF 1'000.00 geht 
mit Rücksicht auf die bewilligte unentgeltliche Rechtspflege (Proz. Nr. 
135-2023-167) einstweilen - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zu 
Lasten des Kantons Graubünden. Die Gesuchstellerin ist zur Rückzah-
lung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des 
Kantons Graubünden verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfah-
rens.

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Gesuchstellerin, welche keine 
Honorarnote eingereicht hat, ist für das Eheschutzverfahren ermes-
sensweise mit CHF 2'500.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu ent-
schädigen (vgl. Art. 2 ff. HV). Diese Kosten gehen zufolge Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen zu Lasten des Kantons 
Graubünden und werden aus der Gerichtskasse bezahlt. Die Gesuch-
stellerin ist zur Rückzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage 
ist. Der Anspruch des Kantons Graubünden verjährt zehn Jahre nach 
Abschluss des Verfahrens.

6. (Rechtsmittelbelehrung)

7. (Mitteilung)

G. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Berufungskläger) am 
28. Dezember 2023 Berufung, wobei er folgende Rechtsbegehren stellte:

1. Der Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Landquart vom 
10. Oktober 2023, mitgeteilt am 22. Dezember 2023 (Proz. Nr. 135-
2023-166) sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Das Gesuch von B._____ um Unterhaltszahlungen sei vollumfänglich 
abzuweisen.

3. Das Verfahren beim Kantonsgericht von Graubünden sei bis zur 
rechtskräftigen Erledigung des Strafverfahrens (Einstellungsverfügung 
der Staatsanwaltschaft Graubünden) bzw. bis zum rechtskräftigen 
Entscheid des Amts für Migration und Zivilrecht Graubünden (Widerruf 
der Aufenthaltsbewilligung für B._____) zu sistieren.

4. Die Kosten des Verfahrens vor dem Einzelrichter am Regionalgericht 
Landquart und jene des Berufungsverfahrens vor Kantonsgericht von 
Graubünden seien vollumfänglich B._____ zu auferlegen.

H. Am 18. Januar 2024 reichte der Berufungskläger eine weitere Eingabe ein.

I. Auf die Einholung einer Berufungsantwort wurde verzichtet. Die vorinstanz-
lichen Akten (Proz. Nr. 135-2023-166) wurden beigezogen. Das Verfahren erweist 
sich als spruchreif.

Erwägungen

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1.1. Die Berufung richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Entscheid betref-
fend Eheschutzmassnahmen (Art. 308 Abs. 1 ZPO). Der im summarischen Ver-
fahren ergangene Entscheid vom 10. Oktober 2023, begründet mitgeteilt am 
22. Dezember 2023, wurde dem Berufungskläger am 23. Dezember 2023 zuge-
stellt. Seine Berufung datiert vom 28. Dezember 2023 (act. A.1), womit die Beru-
fungsfrist von 10 Tagen (Art. 314 Abs. 1 ZPO) gewahrt ist. Der massgebliche 
Streitwert ist erreicht (Art. 92 ZPO; Art. 308 Abs. 2 ZPO). Der eingeforderte Kos-
tenvorschuss wurde rechtzeitig geleistet (act. D.2). Auf die Berufung ist somit un-
ter dem Vorbehalt einer rechtsgenügenden Begründung einzutreten. Deren Beur-
teilung fällt in die Zuständigkeit der erkennenden Kammer (Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV 
[BR 173.100]).

1.2. Betroffen sind vorliegend ausschliesslich Belange, welche das Verhältnis 
zwischen den Ehegatten betreffen. Im Eheschutzverfahren unterliegt der eheliche 
Unterhalt der Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO) sowie der eingeschränkten 
Untersuchungsmaxime (Art. 271 lit. a i.V.m. Art. 272, Art. 276 Abs. 1 ZPO). Die 
Zulässigkeit von neuen Tatsachen und neuen Beweismitteln im Berufungsverfah-
ren richtet sich nach Art. 317 ZPO. Dies gilt auch dann, wenn das Verfahren dem 
eingeschränkten Untersuchungsgrundsatz untersteht (Art. 271 lit. a i.V.m. Art. 272 
ZPO; BGE 138 III 625 E. 2.1 f. = Pra 2013 Nr. 26; 142 III 413 E. 2.2.2; anders bei 
der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime: BGE 144 III 349 E. 4.2.1 = 
Pra 2019 Nr. 88).

1.3. Praxisgemäss ist zwischen echten und unechten Noven zu unterscheiden. 
Echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der 
Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens – genauer nach dem Zeit-
punkt, in welchem Tatsachen und Beweismittel vor erster Instanz letztmals vorge-
bracht werden konnten, bei Geltung der Untersuchungsmaxime also nach dem 
Beginn der Urteilsberatung (Art. 229 Abs. 3 ZPO) – entstanden sind. Sie sind im 
Berufungsverfahren grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne Verzug nach 
ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind Tatsachen und Be-
weismittel, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung – respek-
tive bei Beginn der Urteilsberatung – vorhanden waren. Ihre Zulassung wird im 
Berufungsverfahren insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, wenn sie 
bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten 
vorgebracht werden können (vgl. BGer 5A_621/2012 v. 20.3.2013 E. 5.1; Martin 
H. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivil-
prozessordnung, Band II, Art. 150–352 ZPO, Art. 400–406 ZPO, Bern 2012, N 4 ff. 
zu Art. 317 ZPO; Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kom-

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mentar, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Basel 2017, N 3 ff. zu 
Art. 317 ZPO).

2. Nach Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung zu begründen. Die Begründung 
muss genügend ausführlich, genau und eindeutig sein, damit die Berufungsinstanz 
sie ohne Weiteres verstehen kann. Aus der Begründung muss hervorgehen, wel-
che Punkte des erstinstanzlichen Entscheids angefochten werden, weshalb der 
Entscheid in den angefochtenen Punkten unrichtig sein soll und wie stattdessen 
zu entscheiden ist, wobei gegebenenfalls die Aktenstücke, auf welche sich die 
Kritik stützt, genau zu bezeichnen sind. Der blosse Verweis auf bereits vor erster 
Instanz erhobene Rügen oder auf die Vorakten ebenso wie allgemeine Kritik am 
erstinstanzlichen Entscheid genügen diesen Anforderungen nicht und führen zu 
Nichteintreten (BGE 138 III 374 E. 4.3.1 = Pra 2013 Nr. 4; Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 36 ff. zu 
Art. 311 ZPO). Die Begründungsobliegenheit ist auch dann zu beachten, wenn wie 
vorliegend die Untersuchungsmaxime zur Anwendung gelangt (BGE 141 III 569 
E. 2.3.3 = Pra 2016 Nr. 99; Reetz/Theiler, a.a.O., N 37 zu Art. 311 ZPO; vgl. 
BGer 5A_800/2019 v. 9.2.2021 E. 5.1). Ob diese Anforderungen im Einzelnen er-
füllt sind, ist im jeweiligen Sachzusammenhang zu prüfen.

3. Der Berufungskläger hält in prozessualer Hinsicht dafür, das Verfahren 
müsse nicht formell sistiert, sondern könne auf die Seite gelegt werden, da die 
Berufung gestützt auf Art. 315 Abs. 1 ZPO aufschiebende Wirkung habe. Diese 
Annahme geht fehl. Gemäss Art. 315 Abs. 4 lit. b ZPO hat die Berufung gegen 
Entscheide über vorsorgliche Massnahmen keine aufschiebende Wirkung. Nach 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung handelt es sich bei Entscheiden über Mass-
nahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft ebenso wie bei in einem Schei-
dungsverfahren erlassenen einstweiligen Verfügungen um vorsorgliche Mass-
nahmen im Sinne dieser Bestimmung (vgl. BGE 137 III 475 E. 4.1; 138 III 565 E. 
4.3.1; Peter Reetz/Sarah Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., 
Zürich 2016, N 53 zu Art. 315 ZPO m.w.H.). Mit dem heutigen Entscheid in der 
Hauptsache wird der Sistierungsantrag jedoch ohnehin gegenstandlos.

4.1. Der Berufungskläger verlangt die vollumfängliche Aufhebung des vor-
instanzlichen Eheschutzentscheides und wendet sich damit formell auch gegen 
die Feststellung, wonach die Parteien seit dem 5. März 2023 getrennt leben (Dis-
positivziffer 1 des angefochtenen Entscheids). Die Berufung enthält weder einen 
reformatorischen Antrag noch eine Begründung hierzu. Überdies hat der Beru-

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fungskläger das Begehren der Berufungsbeklagten, dass das Getrenntleben der 
Parteien per 5. März 2023 festgestellt werden soll, im vorinstanzlichen Verfahren 
ausdrücklich anerkannt (vgl. RG act. I./2. I. Rechtsbegehren Ziff. 1). Ein gegentei-
liges Vorbringen im Berufungsverfahren würde eine Klageänderung darstellen und 
wäre unzulässig (vgl. Art. 317 Abs. 2 ZPO). Auf diesen Punkt kann folglich nicht 
eingetreten werden.

4.2. Des Weiteren kritisiert der Berufungskläger die Mitteilung des vorinstanzli-
chen Entscheids kurz vor Weihnachten und die darin enthaltenen Schreibfehler 
(act. A.1 II. A. Ziff. 4 und 5). Allerdings wird nicht ersichtlich, was der Berufungs-
kläger daraus für sich ableiten will bzw. inwieweit dies eine unrichtige Rechtsan-
wendung oder eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts (Art. 310 ZPO) dar-
stellen soll. Deshalb ist nicht weiter darauf einzugehen.

4.3. Soweit der Berufungskläger behauptet, der Vorderrichter habe für die Beru-
fungsbeklagte Stellung bezogen und anlässlich der Parteibefragung praktisch 
ausschliesslich mit ihr gesprochen (act. A.1 II. B. Ziff. 3), unterlässt er es darzutun, 
was er mit diesen Ausführungen bezweckt. Ein Ausstandsbegehren wird nicht ge-
stellt respektive hätte vor dem erstinstanzlichen Gericht gestellt werden müssen 
(vgl. Art. 49 ZPO).

4.4. Ebenfalls nicht von Belang sind für das vorliegende Eheschutzverfahren die 
Ausführungen des Berufungsklägers in Zusammenhang mit dem Verfahren des 
Amts für Migration und Zivilrecht Graubünden betreffend Widerruf der Aufenthalts-
bewilligung und der eingereichten Strafanzeige der Berufungsbeklagten (act. A.1 
II. B. Ziff. 1-3). Im Rahmen der Trennung sind insbesondere die Unterhaltsbeiträge 
unter den Ehegatten gemäss Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB zu regeln. Da sich die 
Berufungsbeklagte seit der Trennung unbestrittenermassen weiterhin in der 
Schweiz aufhält, kann sie sich auf diese Anspruchsgrundlage berufen (vgl. auch 
angefochtener Entscheid E. 6). Ein allfälliger späterer Widerruf der Aufenthaltsbe-
willigung vermag daran nichts zu ändern.

4.5. Gemäss dem vorinstanzlichen Entscheid wird der Berufungskläger ver-
pflichtet, an den Unterhalt der Berufungsbeklagten für die Zeit von März 2023 bis 
Februar 2024 einen monatlichen Betrag von CHF 1'191.00 und ab März 2024 für 
die weitere Dauer des Getrenntlebens CHF 448.50 pro Monat zu bezahlen (Dis-
positivziffer 2 und 3 des angefochtenen Entscheids). Mit Berufung wird die 
vollständige Aufhebung der Unterhaltspflicht verlangt. Der Berufungskläger setzt 
sich in seiner Berufung allerdings nicht hinreichend mit dem angefochtenen Ent-
scheid auseinander und legt insbesondere nicht dar, an welchen Mängeln dieser 

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leiden und weshalb zu Unrecht Ehegattenunterhalt zugesprochen worden sein 
soll. Zwar hält er fest, dass die Berufungsbeklagte ab dem 1. März 2024 einer 
Vollzeiterwerbstätigkeit nachgehen und damit ein monatliches Nettoeinkommen 
von CHF 3'400.00 erzielen könne und in der Lage sei, ihre Lebenskosten von 
CHF 2'137.00 selbst zu decken. Diese Zahlen stimmen soweit mit den Feststel-
lungen im angefochtenen Entscheid überein (vgl. E. 8.1 und 8.2). Die Vorinstanz 
hat im Weiteren erwogen, dass die Berufungsbeklagte am Überschuss des Beru-
fungsklägers partizipiert, und hat ihr in der zweiten Phase (ab März 2024) zufolge 
hälftiger Überschussteilung einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 448.50 
zugesprochen. Dazu äusserst sich der Berufungskläger mit keinem Wort und legt 
insbesondere nicht dar, weshalb von einer Überschussteilung abzusehen wäre. 
Ebenso unterlässt es der Berufungskläger, sich zum bis Ende Februar 2024 zuge-
sprochenen Unterhaltsbeitrag, welcher auf einer Erwerbstätigkeit der Berufungs-
beklagten von 50% basiert, zu äussern. Damit kommt er seiner Begründungs-
pflicht (vgl. vorstehend E. 2) nicht nach.

4.6. Schliesslich moniert der Berufungskläger, dass die Vorinstanz über den 
Umstand der Kündigung seines Arbeitsverhältnisses per 31. Januar 2024 hinweg-
gegangen sei und ihn auf ein Abänderungsverfahren verwiesen habe. Vorliegend 
hat der Berufungskläger der Vorinstanz die am 17. Oktober 2023 ausgesprochene 
Kündigung mit Schreiben vom 20. Oktober 2023 zur Kenntnis gebracht (RG 
act. III./11.; act. IV./15.). Die Kündigung erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der ange-
fochtene Entscheid bereits getroffen war, und konnte von der Vorinstanz daher 
nicht mehr beachtet werden. Sie stellt ein echtes Novum im Sinne der vorstehen-
den Erwägung (vgl. E. 1.3) dar. Als solches könnte sie im Berufungsverfahren 
grundsätzlich noch berücksichtigt werden (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Allerdings be-
gnügt sich der Berufungskläger mit dem alleinigen Hinweis auf die Kündigung und 
unterlässt es, konkret darzutun, welche Folgen dies für die Unterhaltsbemessung, 
namentlich für seine Leistungsfähigkeit, nach sich zieht. Das sind tatsächliche 
Grundlagen, die für eine genügende Begründung der Berufung unabdingbar 
wären.

4.7. Zusätzlich reichte der Berufungskläger mit Eingabe vom 18. Januar 2024 
(act. A.2) eine nicht unterzeichnete, undatierte Verpflichtungserklärung seiner El-
tern gegenüber dem Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden ein, wonach die 
Kosten der Berufungsbeklagten für den Aufenthalt in der Schweiz übernommen 
würden. Dasselbe Dokument befindet sich bereits bei den vorinstanzlichen Akten 
(RG act. IV./12.). Der Berufungskläger beanstandet, diese Urkunde sei gemäss 
vorinstanzlichem Aktenverzeichnis unter "Korrespondenz" aufgeführt und vom 

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Vorderrichter zu Unrecht nicht als Beweismittel gewürdigt worden. Auch in der Be-
rufung hat er bereits auf die entsprechende Erklärung hingewiesen (act. A.1 II. B. 
Ziff. 3). Vorliegend ist nicht ersichtlich, was aus dieser Verpflichtungserklärung 
abgeleitet werden soll. Der Berufungskläger legt insbesondere nicht dar, inwiefern 
eine solche Zusicherung die den Gegenstand des Eheschutzverfahrens bildende 
Unterhaltspflicht zwischen den Ehegatten tangiert. Ferner fehlt es an einer Unter-
zeichnung der als Garanten aufgeführten Personen, so dass auch nicht von der 
Abgabe einer Verpflichtungserklärung gesprochen werden kann.

5. Da die Begründungsanforderungen an eine Berufung nach dem Gesagten 
nicht eingehalten sind, kann auf die Berufung nicht eingetreten werden. Infolge 
offensichtlicher Unbegründetheit des Rechtsmittels ergeht der vorliegende Ent-
scheid in einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 18 Abs. 3 GOG; Art. 7 Abs. 2 lit. b 
EGzZPO).

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von CHF 1'000.00 werden 
vollumfänglich dem Berufungskläger auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss von CHF 2'000.00 verrechnet. Der restliche Kosten-
vorschuss von CHF 1'000.00 wird dem Berufungskläger erstattet. Eine Parteien-
tschädigung wird nicht zugesprochen, da keine Berufungsantwort eingeholt wurde 
und der Berufungsbeklagten folglich kein Aufwand entstanden ist. 

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Demnach wird erkannt:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'000.00 gehen zulasten von 
A._____. Sie werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von CHF 2'000.00 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 1'000.00 wird 
A._____ durch das Kantonsgericht erstattet.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: