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**Case Identifier:** 595a7783-529a-5832-86f9-cd741dbfe8cb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-04-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.04.2008 IV 2006/300
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-300_2008-04-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/300

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.06.2020

Entscheiddatum: 25.04.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2008
Art. 28 IVG; Art. 8, 16 ATSG; Verwertbarkeit Restarbeitsfähigkeit; 
Einkommensvergleich bei tatsächlich erzieltem Verdienst, der 
unterdurchschnittlich ist; Leidensabzug; Zusprache Dreiviertelsrente; kein 
Anspruch auf berufliche Massnahmen (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 25. April 2008, IV 2006/300).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 25. April 2008

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Felix Schmid, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente / berufliche Massnahmen

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Sachverhalt:

A.   

A.a  S.___ meldete sich am 19. Juli 2005 wegen Schmerzen im rechten Knie zum 

Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (act. G 6.1/1). Mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte der behandelnde Arzt mit Bericht vom 10. August 

2005 ein chronifiziertes Schmerzsyndrom des rechten Knies und eine depressive 

Verstimmung. Er attestierte ab dem 25. Juni 2004 eine generelle 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (act. G 6.1/14.1 ff.).

A.b Am 5. April 2006 wurde die Versicherte rheumatologisch von Dr.med. A.___, FMH 

für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, und psychiatrisch von Dr.med. 

B.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, untersucht. Sie 

diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Pangonarthrose rechts 

(ICD-10: M17.1) bzw. ein chronifiziertes Schmerzsyndrom / Arthrose des rechten Knies 

sowie eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F 32.1; act. G 6.1/28 f.). Die 

untersuchenden Ärzte kamen in der Konsensbeurteilung zum Schluss, dass die 

Versicherte für eine berufliche Tätigkeit mit rein sitzend ausübbarer Arbeit, ohne 

Gewichte heben oder verschieben von mehr als 3 kg auf Tischhöhe, mit Einschaltung 

von 10 Minuten stündlicher Arbeitspause und der Möglichkeit, das schmerzhafte rechte 

Knie gestreckt bis leicht abgebeugt zu halten, zu 50% arbeitsfähig sei (act. 

G 6.1/28.10). Vermutlich sei sie auf einen geschützten Arbeitsplatz angewiesen (act. 

G 6.1/28.9). Der zuständige Fachmitarbeiter der IV-Stelle kam bei der Abklärung 

beruflicher Massnahmen zum Schluss, dass weder aus subjektiver noch aus objektiver 

Sicht eine Eingliederungsfähigkeit in die freie Wirtschaft bestehe (act. G 6.1/35).

A.c  Mit Vorbescheid vom 3. Oktober 2006 stellte die IV-Stelle gestützt auf den 

ermittelten Invaliditätsgrad von 56 % die Gewährung einer halben Rente in Aussicht 

(act. G 6.1/42).

B.  

Da kein Einwand gegen den Vorbescheid erhoben wurde, verfügte die IV-Stelle am 

12. Dezember 2006 die Ausrichtung einer halben Rente ab 1. Juni 2005 (act. G 6.1/44).

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C.  

C.a Gegen diese Verfügung erhob S.___ am 21. Dezember 2006 Beschwerde. Sie rügte 

sinngemäss, dass der ermittelte Invaliditätsgrad von 56% unzutreffend sei (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 7. März 2007 macht die Beschwerdegegnerin 

geltend, dass dem ärztlichen bidisziplinären Gutachten voller Beweiswert zukomme. 

Die darauf gestützte Ermittlung des Invaliditätsgrades sei grundsätzlich korrekt erfolgt. 

Im Unterschied zur angefochtenen Verfügung sei aber nicht bloss ein 10%iger, 

sondern ein 15%iger Leidensabzug gerechtfertigt. Diese Änderung habe aber keinen 

Einfluss auf die Rentenhöhe. Zu berücksichtigen sei auch, dass die 

Beschwerdeführerin an einer überwindbaren überlagerten somatoformen 

Schmerzstörung leide. Die Beschwerde sei daher abzuweisen (act. G 6).

C.c Replicando beantragt die Beschwerdeführerin durch ihren Rechtsvertreter die 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprechung einer ganzen 

Invalidenrente ab 1. Juni 2005 unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Eventualiter 

seien eine angemessene Rente sowie berufliche Massnahmen zuzusprechen. Gestützt 

auf die medizinische Aktenlage müsse davon ausgegangen werden, dass die der 

Beschwerdeführerin verbliebene Restarbeitsfähigkeit nicht verwertbar sei. Daher sei 

von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen. Überdies sei die von der IV-

Stelle ermittelte Arbeitsfähigkeit von 50% unzutreffend. Der Beschwerdeführerin sei 

gemäss Gutachten ein Arbeitspensum von 50% zumutbar. Aufgrund der stündlichen, 

zehnminütigen Pausen könne sie von diesem Pensum jedoch lediglich 87,5% 

verwerten. Daraus resultiere eine Arbeitsfähigkeit von 43,75%. Zusätzlich sei der 

maximal zulässige Leidensabzug von 25% vorzunehmen. Die somatoforme 

Schmerzstörung sei für die Beschwerdeführerin nicht überwindbar (act. G 12).

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 15).

Erwägungen:

1.   

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1.1  In materieller Hinsicht sind die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20, in der Fassung der 4. IVG-Revision [in Kraft 

vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007]) sowie des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) massgebend. Unter 

Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist 

dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Bemessung der Invalidität 

bei einer erwerbstätigen versicherten Person wird gemäss Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

1.2  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen 

Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4 mit Hinweisen).

1.3  Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.   

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2.1  Das Vorliegen eines fachärztlich ausgewiesenen psychischen Leidens mit 

Krankheitswert – worunter anhaltende somatoforme Schmerzstörungen grundsätzlich 

fallen – ist aus rechtlicher Sicht wohl Voraussetzung, nicht aber hinreichende Basis für 

die Annahme einer invalidisierenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Namentlich 

vermag nach der Rechtsprechung eine diagnostizierte anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung als solche in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität 

führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG zu 

bewirken. Ein Abweichen von diesem Grundsatz fällt nur in jenen Fällen in Betracht, in 

denen die festgestellte somatoforme Schmerzstörung nach Einschätzung des Arztes 

oder der Ärztin eine derartige Schwere aufweist, dass der versicherten Person die 

Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt bei objektiver 

Betrachtung – und unter Ausschluss von Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, die 

auf aggravatorisches Verhalten zurückzuführen sind – sozial praktisch nicht mehr 

zumutbar oder dies für die Gesellschaft gar untragbar ist (BGE 130 V 353 f. E. 2.2.3 mit 

Hinweisen).

2.2  Die – nur in Ausnahmefällen anzunehmende – Unzumutbarkeit einer willentlichen 

Schmerzüberwindung und eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess setzt jedenfalls 

das Vorliegen einer mitwirkenden psychisch ausgewiesenen Komorbidität von 

erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein 

anderer qualifizierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien voraus. So 

sprechen unter Umständen (1) chronische körperliche Begleiterkrankungen und 

mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter Symptomatik 

ohne längerfristige Remission, (2) ein ausgewiesener sozialer Rückzug in allen 

Belangen des Lebens, (3) ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer 

innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden 

Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn ["Flucht in die Krankheit"]) oder 

schliesslich (4) unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz konsequent 

durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlungsbemühungen (auch mit 

unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte 

Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung der 

versicherten Person für die ausnahmsweise Unüberwindlichkeit der somatoformen 

Schmerzstörung (BGE 130 V 354 f. E. 2.2.3).

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2.3  Genügt – bei weitgehendem Fehlen eines somatischen Befundes – die (rein) 

psychiatrische Erklärbarkeit der Schmerzsymptomatik allein für eine 

sozialversicherungsrechtliche Leistungsbegründung nicht, obliegt der begutachtenden 

Fachperson der Psychiatrie im Rahmen der – naturgemäss mit Ermessenszügen 

behafteten – ärztlichen Stellungnahme zur Arbeits(un)fähigkeit und der Darlegungen zu 

den einer versicherten Person aus medizinischer Sicht noch zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit die Aufgabe, durch die zur Verfügung stehenden diagnostischen 

Möglichkeiten fachkundiger Exploration der Verwaltung (und im Streitfall dem Gericht) 

aufzuzeigen, ob und inwiefern eine versicherte Person über psychische Ressourcen 

verfügt, die es ihr – auch mit Blick auf die vorstehend unter E. 2.2 genannten Kriterien – 

erlauben, mit ihren Schmerzen umzugehen. Entscheidend ist, ob die betroffene Person, 

von ihrer psychischen Verfassung her besehen, objektiv an sich die Möglichkeit hat, 

trotz ihrer subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen (BGE 130 V 355 E. 

2.2.4 mit Hinweisen).

2.4  Die ärztlichen Stellungnahmen zum psychischen Gesundheitszustand und zu dem 

aus medizinischer Sicht (objektiv) vorhandenen Leistungspotential bilden unabdingbare 

Grundlage für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob und gegebenenfalls inwieweit einer 

versicherten Person unter Aufbringung allen guten Willens die Überwindung ihrer 

Schmerzen und die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft zumutbar ist. Im 

Rahmen der freien Beweiswürdigung darf sich dabei die Verwaltung – und im Streitfall 

das Gericht – weder über die medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen 

noch sich die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur 

(Rest-)Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten sozialversicherungsrechtlichen 

Relevanz und Tragweite zu eigen machen (BGE 130 V 355 f. E. 2.2.5 mit Hinweisen).

2.5  Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf 

nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere 

kann von einer Arbeitsgelegenheit dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare 

Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht 

realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre 

und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum Vornherein als 

ausgeschlossen erscheint. Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen 

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Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der 

Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner 

Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl 

bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie 

auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt 

sich im Einzelfall, ob eine invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche 

Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu 

erzielen vermag (BGE 110 V 276 E. 4b mit Hinweisen). Im Rahmen ihrer 

Schadenminderungspflicht ist eine versicherte Person gehalten, ihre 

Resterwerbsfähigkeit bestmöglich auszunutzen (vgl. Urteil EVG vom 8. Januar 2004 i.S. 

W., I 336/04, E. 6.3). Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch im 

Rahmen der der versicherten Person auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen 

stehenden Möglichkeiten zur Verwertung ihrer Resterwerbsfähigkeit dürfen von ihr 

Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und 

subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles nicht zumutbar sind (vgl. BGE 113 V 28 E. 

4a mit Hinweisen). Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine 

invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, 

sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen 

könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften 

entsprechen würden (vgl. zum Ganzen Urteil der I. sozialrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichts vom 5. März 2007 i.S. B., I 45/2006, E. 4.2.3 mit Hinweisen).

3.   

3.1  Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Entscheid auf die Beurteilungen 

der Dres. B.___ und A.___ (act. G 6.1/28.1 ff. und 29.1 ff.). Im Hinblick auf die 

Würdigung der medizinischen Situation fällt ins Gewicht, dass die interdisziplinäre 

Begutachtung auf eigenständigen interdisziplinären Abklärungen, mithin auf allseitigen 

Untersuchungen beruht und damit für die streitigen Belange umfassend ist. Es wurden 

die Vorakten verwertet und die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden 

berücksichtigt. Sie leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge – 

insbesondere dem Zusammenspiel der psychischen und der somatischen Elemente – 

und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Vor diesem Hintergrund 

vermögen auch die darin enthaltenen Schlussfolgerungen, namentlich die 

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Umschreibung der leidensadaptierten Tätigkeiten und deren Umfang zu überzeugen. 

Die Beurteilungen der interdisziplinären Begutachtung erfüllen mithin alle 

praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a), so 

dass grundsätzlich darauf abzustellen ist. Die Beschwerdeführerin stellt daher deren 

Beweistauglichkeit auch zu Recht nicht in Frage.

3.2  Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der psychiatrischen Begutachtung durch 

Dr. B.___ an, sie könne "nur" – aber immerhin – "im Sitzen etwas tun" (act. G 6.1/29.3). 

"Ausser dem Nicht-arbeiten-Können habe sie keine Probleme, weder aus der 

Vergangenheit noch im Jetzt, nicht in Familie, Nachbarschaft oder Finanziellem" (act. G 

6.1/29.4). Dr. B.___ stellte fest, dass die Beschwerdeführerin fixiert auf ihr Knie bzw. auf 

ihre Knieschmerzen sei (act. G 6.1/29.4 f.) und dass "ihr Denken und Fühlen völlig auf 

das rechte Knie eingeengt zu sein" scheine (act. G 6.1/29.4). Eine knieschonende 

Tätigkeit erachtete Dr. B.___ – wie Dr. A.___ – im Rahmen eines 50%igen Pensums für 

wahrscheinlich zumutbar. Allerdings erachtet Dr. B.___ die Beschwerdeführerin für 

nicht vermittelbar. Der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit könnten nach 

seiner Auffassung verbessert werden. Aufgrund der Kniefixierung schätzt er die 

Beschwerdeführerin als eher nicht therapiefähig ein (act. G 6.1/29.5). In der 

Gesamtbeurteilung vertreten die Gutachter die Auffassung, dass die psychischen 

Beschwerden die Beschwerdeführerin für eine sitzende Tätigkeit ohne Kniebelastung in 

ihrer Arbeitsfähigkeit nicht einschränke. Die depressive Störung habe wenig 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, vermutlich aber auf die Vermittelbarkeit (act. G 

6.1/28.7 f.). Vermutlich reduziere sie die Leistungseffizienz (act. G 6.1/28.8). Die 

Gutachter kommen zum Schluss, dass aufgrund der schmerzhaften fortgeschrittenen 

Kniearthrose rechts in einer sitzenden Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, 

bei zeitlich 100% Arbeitspräsenz. Wegen des erhöhten Pausenbedarfes sei eine 

Arbeitszeit von 87.5% effektiv auswertbar (act. 6.1/28.8, 28.10). Die bisherige Tätigkeit 

als Lagerbewirtschafterin sei der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar (act. G 

6.1/28.9). Bezüglich der Frage der Eingliederungsfähigkeit stellten die Gutachter fest, 

dass die Beschwerdeführerin im Hinblick auf eine psychiatrische Behandlung "völlig 

uneinsichtig und schmerzfixiert sei". Die Vermittelbarkeit sei eingeschränkt aufgrund 

der mittelschweren reaktiven Depression. Die Beschwerdeführerin sei in der 

Stellensuche auf Unterstützung sowie auf einen einfühlsamen Arbeitgeber angewiesen. 

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Vermutlich komme für die Beschwerdeführerin nur ein geschützter Arbeitsplatz in Frage 

(act. G 6.1/28.9).

3.3  Gemäss dem interdisziplinären Gutachten vom 18. April 2006 (act. G 6.1/28.1 ff.) 

ist die Beschwerdeführerin wegen der diagnostizierten Pangonarthrose rechts (act. G 

6.1 28.6, 29.4) grundsätzlich in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig 

unter Berücksichtigung eines zusätzlichen Pausenbedarfes (stündliche Arbeitspause im 

Umfang von 10 Minuten; act. G 6.1/28.10). Bezüglich der zusätzlich gestellten 

Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode (F32.1) ist in Würdigung der 

Aktenlage – einschliesslich der Anamnese und der subjektiven Angaben der 

Beschwerdeführerin (sie könne "nur" – aber immerhin – "im Sitzen etwas tun" [act. G 

6.1/29.3)]. "Ausser dem Nicht-arbeiten-Können habe sie keine Probleme, weder aus 

der Vergangenheit noch im Jetzt, nicht in Familie, Nachbarschaft oder 

Finanziellem" [act. G 6.1/29.4]) sowie der ärztlicherseits festgestellten 

Schmerzfixiertheit (act. G 6.1/29.4) mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich bei der depressiven Episode um 

Begleiterscheinungen der schmerzhaften Pangonarthrose rechts und nicht um ein 

selbständiges depressives Leiden im Sinne einer psychischen Komorbidität handelt.

3.4  Als Grund für die eingeschränkte Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit fällt bei 

der Beschwerdeführerin hauptsächlich das nicht selbständige, psychische 

Beschwerdebild (Depression, Schmerzfixiertheit) in Betracht (vgl. act. G 6.1/28.8 ff., 

29.4 f.). Dieses psychische Leiden vermag aber aus objektiver Sicht keine 

invalidisierende Wirkung zu begründen und die Verwertbarkeit der 50%-igen 

Restarbeitsfähigkeit nicht einzuschränken. So bestehen vorab keine Anhaltspunkte 

dafür, dass die Depression/Schmerz-fixiertheit eine ausgeprägte, die zumutbare 

Willensanstrengung negativ beeinflussende psychische Belastungssituation verursacht. 

Sodann geben die Angaben der Beschwerdeführerin keine Indizien für einen 

schwerwiegenden sozialen Rückzug. Ferner besteht im Lichte der genannten 

Aktenlage kein Grund zur Annahme eines ausgeprägten, therapeutisch objektiv nicht 

mehr angehbaren, primären Krankheitsgewinnes. Dies gilt im vorliegend zu 

beurteilenden Fall umso mehr, als die Gutachter ausdrücklich medizinische 

Verbesserungsmassnahmen empfehlen, die die Beschwerdeführerin "uneinsichtig 

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bisher und in der Besprechung wiederum ablehnt" (act. G 6.1/28.9; vgl. auch act. G 

6.1/29.5).

3.5  Nach dem Gesagten sprechen aus rechtlicher Sicht – insbesondere auch in 

Nachachtung der Schadenminderungspflicht – keine hinreichenden Gründe dafür, dass 

die psychischen Ressourcen es der Beschwerdeführerin nicht erlaubten, trotz ihrer 

Schmerzen eine leidensadaptierte Tätigkeit im Rahmen eines 50%igen Pensums 

auszuüben bzw. die Restarbeitsfähigkeit zu verwerten.

4.   

Damit bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser Restarbeitsfähigkeit zu prüfen.

4.1  Für die Bemessung der Invalidität bei einer erwerbstätigen versicherten Person 

wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

4.2  Ein Vergleich des bei der ehemaligen Arbeitgeberin im Jahr 2003 (letztes Jahr mit 

100%iger Erwerbstätigkeit) erzielten Einkommens – unter Berücksichtigung einer 

0.9%igen Nominallohnentwicklung – von Fr. 45'898.30 (Fr. 45'488.90 + 0.9%; act. G 

6.1/15.2) mit den Löhnen der LSE 2004 von Fr. 48'584.64 (Fr. 3'893.00 x 12; 

umgerechnet von 40 auf 41.6 betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit) 

zeigt, dass der bisherige Verdienst unter den statistischen Werten lag. Diesem 

Umstand ist beim Einkommensvergleich Rechnung zu tragen. Das Valideneinkommen 

ist daher wie das Invalideneinkommen anhand der statistischen Werte zu ermitteln. 

Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu 

berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der 

Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges 

vom Tabellenlohn (SVR 1/2008 IV Nr. 2 S. 3 E. 5.4).

4.3  Zu beurteilen bleibt daher noch die Frage, in welchem Umfang ein Leidensabzug 

auf dem Invalideneinkommen vorzunehmen ist. Nach der Rechtsprechung können die 

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statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu 

tragen, dass versicherte Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der 

Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 

4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei 

handelt es sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 

E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab 

(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig 

(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen).

4.3.1 Die Beschwerdegegnerin anerkannte in der Beschwerdeantwort vom 7. März 

2007 einen Leidensabzug von 15% (act. G 6, S. 6). Diese Bemessung des 

Leidensabzuges hält einer Ermessensüberprüfung nicht stand.

4.3.2 Allein schon aufgrund der Konzentrationsverminderung (act. G 6.1/29.5), des 

erhöhten Pausenbedarfes, des Erfordernisses der einfühlsamen Arbeitsumgebung (act. 

G 6.1/28.7) und der geringen psychischen Belastbarkeit (vgl. act. G 6.1/28.9) ist die 

Vornahme des höchstzulässigen Leidensabzuges von 25% gerechtfertigt. Dies gilt 

umso mehr als auch die schwierige Umstellung von einer schweren, grobmotorisch 

ausgerichteten körperlichen Tätigkeit als Lagerbewirtschafterin/Speditionsmitarbeiterin 

(vgl. act. G 6.1/15.1) zu einer leichten Arbeitstätigkeit, wo die Beschwerdeführerin nur 

unter einschränkenden Bedingungen ein Gewicht von 3 kg heben kann (vgl. act. 

G 6.1/28.10), zusätzlich zu berücksichtigen ist. Des Weiteren schmälern das 

fortgeschrittene Alter der Beschwerdeführerin (Jahrgang 1951; vgl. act. G 6.1/1.1; vgl. 

zur Benachteiligung von Personen ab 50 Jahren auch Bundesamt für Statistik, 

Erwerbstätigkeit der Personen ab 50 Jahren, 2008, S. 12) sowie die lange 

Betriebszugehörigkeit (Arbeitsbeginn beim ehemaligen Arbeitgeber war der 3. Juni 

1991; act. G 6.1/15.1) den zu erwartenden Lohn.

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4.3.3 Insgesamt wirken sich mehrere persönliche und berufliche Merkmale zum Teil 

einschneidend auf die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin und dadurch auf den 

auf dem Arbeitsmarkt zu erwartenden Lohn aus, weshalb ein Leidensabzug von 25% 

von den Tabellenlöhnen gerechtfertigt ist.

4.4  Unter Berücksichtigung eines 25%igen Leidensabzuges resultiert in Anwendung 

eines Einkommensvergleichs gemäss vorstehender E. 4.2 ein Invaliditätsgrad von mehr 

als 60% und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Die Frage kann offen 

bleiben, ob von einer effektiven Restarbeitsfähigkeit von 43.75% – wie sie die 

Beschwerdeführerin geltend macht – oder von der einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit 

auszugehen ist. Denn in beiden Fällen resultiert ein Invaliditätsgrad von weniger als 

69.5% und somit kein Anspruch auf eine ganze Rente (bei 43.75% 

Restarbeitsfähigkeit: IV-Grad von 67%; bei 50% Restarbeitsfähigkeit: IV-Grad von 

62.5%).

5.   

Die Beschwerdeführerin beantragt im Eventualantrag der Replik die Zusprechung von 

beruflichen Massnahmen (act. G 12).

5.1  In diesem Verfahren sind von der Beschwerdeführerin allein Rentenleistungen 

beantragt worden (act. G 6.1/1.6). Streitgegenstand bildet daher zunächst der allfällige 

Rentenanspruch. Ergibt sich allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein 

Rentenanspruch in Frage steht, so gehört zum Streitgegenstand notwendigerweise 

auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet 

und eine allfällige Pflicht der Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch 

genommen habe. Denn wie sich aus Art. 16 ATSG ergibt, ist der Einkommensvergleich 

zur Bemessung des Invaliditätsgrades erst nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen. Die versicherte 

Person hat, wenn ohne berufliche Massnahmen ein Rentenanspruch droht, die Pflicht, 

sich geeigneten und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen. Die 

Verwaltung ihrerseits hat die Pflicht, vor dem Entscheid über die Rentenfrage von 

Amtes wegen alle Eingliederungsmöglichkeiten zu prüfen und hierüber zu entscheiden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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(vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. September 2007, 

IV 2006/119, E. 1).

5.2  Die angefochtene Verfügung äussert sich nicht explizit zu dieser Frage. Da es sich 

bei der Verneinung jeder (weiteren) Eingliederungsmöglichkeit aber um eine zwingend 

zu erfüllende Bedingung der Rentenzusprache handelt, ist davon auszugehen, dass die 

Beschwerdegegnerin mit der Zusprache einer halben Invalidenrente gleichzeitig implizit 

eine Eingliederungspflicht der Beschwerdeführerin verneint hat. Dieser Entscheid bildet 

notwendigerweise auch Teil des Streitgegenstandes des Beschwerdeverfahrens 

betreffend den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin (vgl. Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. September 2006, IV2006/10, E. 

1). Die Beschwerdeführerin beantragte in der Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen 

ausschliesslich die Zusprache einer Rente (act. G 6.1/1.6). In der Beschwerde vom 21. 

Dezember 2006 rügt sie lediglich die Rentenhöhe (act. G 1). Der behandelnde Arzt hielt 

im Bericht vom 10. August 2005 berufliche Massnahmen für nicht angezeigt (act. G 

6.1/14.2). In der interdisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter den Nutzen von 

beruflichen Massnahmen für "fraglich", da die "Versicherte diesbezüglich völlig 

uneinsichtig und schmerzfixiert" sei (act. G 6.1/28.9). Die Beschwerdegegnerin hat vor 

diesem Hintergrund zu Recht – wenn auch nur implizit – jede subjektive 

Eingliederungsfähigkeit verneint. Demzufolge besteht kein Anspruch auf berufliche 

Massnahmen.

6.   

6.1  Nach dem Gesagten ist in Gutheissung des Eventualantrages der 

Beschwerdeführerin die Verfügung vom 12. Dezember 2006 aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin ab 1. Juni 2005 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen.

6.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Die angefochtene Verfügung wird in Gutheissung des 

Eventualantrages der Beschwerdeführerin aufgehoben. Somit unterliegt die 

Beschwerdegegnerin vollumfänglich. Da die Beschwerdegegnerin gemäss Art. 3 Abs. 1 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der 

Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen 

Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme 

amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti / Thomas Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb 

die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

6.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- 

bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verzichtete auf das 

Einreichen einer Kostennote. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine 

Parteientschädigung von Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin erst im Rahmen des zweiten 

Schriftenwechsels anwaltlich vertreten wurde, als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.  In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 12. 

Dezember 2006 aufgehoben und der Beschwerdeführerin ab 1. Juni 2005 eine 

Dreiviertelsrente zugesprochen.

2.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2008
	Art. 28 IVG; Art. 8, 16 ATSG; Verwertbarkeit Restarbeitsfähigkeit; Einkommensvergleich bei tatsächlich erzieltem Verdienst, der unterdurchschnittlich ist; Leidensabzug; Zusprache Dreiviertelsrente; kein Anspruch auf berufliche Massnahmen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. April 2008, IV 2006/300).

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