# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0433a11e-c121-5474-b513-8fef21d960dc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.05.2016 100 2015 238
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-238_2016-05-17.pdf

## Full Text

100.2015.238U
STE/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Mai 2016

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Bernasconi Zenger

A.________
Beschwerdeführer

gegen

B.________
Beschwerdegegner 1

C.________ AG 
handelnd durch die statutarischen Organe
Beschwerdegegnerin 2

Einwohnergemeinde Bern 
handelnd durch die Baupolizeibehörde, Bundesgasse 38, Postfach 2731, 
3001 Bern
Beschwerdegegnerin 3

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend baupolizeiliche Anzeige (Entscheid der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion des Kantons Bern vom 23. Juni 2015; 
RA Nr. 120/2015/21)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.05.2016, Nr. 100.2015.238U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

B.________ ist Eigentümer der in der Wohnzone gelegenen Parzelle Bern 
… (…) Gbbl. Nr. 1___. Auf dem Grundstück befinden sich zwei Gebäude 
(D.________weg 2___a und 2___b), welche die C.________ AG seit 1971 
als Lagerhäuser nutzt. Gegenüber am E.________weg 3___ betrieb sie 
einen Laden, den sie vor kurzem an den E.________weg 4___/F.________ 
5___ verlegt hat. Am 23. Juni 2014 reichte A.________ bei der 
Einwohnergemeinde (EG) Bern eine baupolizeiliche Anzeige ein und 
machte geltend, der Umzug des Ladens habe eine 
baubewilligungspflichtige Nutzungsänderung der Lagerhäuser zur Folge. 
Mit Verfügung vom 27. Januar 2015 gab die EG Bern dieser Anzeige keine 
Folge.

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 5. März 2015 Beschwerde 
bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Mit 
Entscheid vom 23. Juni 2015 wies diese die Beschwerde ab.

C.

Dagegen hat A.________ am 31. Juli 2015 Verwaltungsgerichtsbeschwer-
de erhoben mit folgendem Rechtsbegehren:

«Ich beantrage, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Sa-
che an die Vorinstanz zurückzuweisen, zwecks Prüfung und Beantwor-
tung der mit der baupolizeilichen Anzeige vom 23.6.2014 gestellten, 
speziellen Frage, ob die Lagergebäude D.________weg 2___a und 
2___b durch das nun am E.________weg 4___ und F.________ 5___ 
bestehende Ladengeschäft der C.________ AG weiterhin als 
Möbellager genutzt werden dürfen.»

Mit Beschwerdeantwort vom 10. April (richtig wohl: 19. August) 2015 bean-
tragt die EG Bern, die Beschwerde sei abzuweisen. Die BVE schliesst mit 
Vernehmlassung vom 13. August 2015 ebenfalls auf Abweisung der Be-

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schwerde. B.________ und die C.________ AG haben sich nicht 
vernehmen lassen.

A.________ hat in der Folge mehrere unverlangte Eingaben eingereicht. In 
jener vom 3. August 2015 hat er «hilfsweise» beantragt, sowohl der an-
gefochtene Entscheid als auch die Verfügung vom 27. Januar 2015 der EG 
Bern seien aufzuheben und es sei der C.________ AG zu verbieten, die 
umstrittenen Schuppen als Möbellager zu nutzen. Die Eingabe vom 
20. August 2015 enthält sodann die folgende «Anregung»:

«[...] ich rege daher an, im vorliegenden Verfahren den Ausgang des 
Baubewilligungsverfahrens G.________weg 6___ (Baukontroll-Nr. 
2015-0111) abzuwarten, sofern der sich bei der Erteilung dieser 
Baubewilligung abzeichnende Neuanfang am D.________weg 7___ 
auf die Rechtslage betreffend die Situation am D.________weg 2___a 
und 2___b einen Einfluss haben sollte.»

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 
9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Der Beschwerdeführer hat am vor-
instanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Ent-
scheid besonders berührt und hat grundsätzlich ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Unter 
Vorbehalt der hiernach folgenden Erwägungen ist auf die form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde einzutreten.

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt auch die Aufhebung der Verfü-
gung der EG Bern vom 27. Januar 2015 (vorne Bst. C). Dabei übersieht er, 
dass seiner Beschwerde an die BVE voller Devolutiveffekt zugekommen 
ist. Anfechtungsobjekt kann im verwaltungsgerichtlichen Verfahren aus-
schliesslich der vorinstanzliche Entscheid sein. Soweit der Beschwerdefüh-

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rer die Aufhebung der ursprünglichen Verfügung beantragt, ist auf die Be-
schwerde deshalb nicht einzutreten (BVR 2010 S. 411 E. 1.4 mit Hinwei-
sen), unabhängig von einem allfälligen Fristversäumnis (vgl. E. 1.4).

1.3 Der Beschwerdeführer beantragt, die Sache sei an die Vorinstanz 
zurückzuweisen, damit diese eine Antwort auf die Frage gebe, ob die Be-
schwerdegegnerin 2 die beiden Schuppen nach dem Umzug des Ladens 
weiterhin als Möbellager nutzen dürfe (vorne Bst. C). Insoweit ist fraglich, 
ob der Beschwerdeführer über ein schutzwürdiges Interesse im Sinn von 
Art. 79 Abs. 1 Bst. c VRPG verfügt, denn die Vorinstanz hat diese Frage 
beantwortet. Wie aus der Begründung der Beschwerde hervorgeht, die zum 
Verständnis der Anträge beizuziehen ist (BVR 2014 S. 5 E. 2.3, 2011 
S. 391 E. 3.3), macht der Beschwerdeführer weiterhin geltend, der Umzug 
des Geschäftslokals habe dazu geführt, dass die zonenwidrige Nutzung der 
Lagergebäude beendet werden müsse. Insofern beantragt er (sinngemäss) 
einen Entscheid in der Sache und nicht eine blosse Rückweisung. So ver-
standen, kann auf die (Laien-)Eingabe in diesem Punkt eingetreten werden.

1.4 Am 3. August 2015 hat der Beschwerdeführer zudem «hilfsweise» 
die Anordnung eines Nutzungsverbots für die Lagerhäuser verlangt. Nach-
dem die Rechtsmittelfrist am 31. Juli 2015 abgelaufen ist, erfolgte dieser 
Antrag verspätet (vgl. Art. 33 Abs. 3 VRPG). Nach Fristablauf erfolgte 
Rechtshandlungen sind grundsätzlich unwirksam 
(Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 42 N. 1). Der Beschwerdeführer bringt indes vor, am 21. Juli 2015 sei 
seine Mutter gestorben und er habe sich aufgrund der ferienbedingten Ab-
wesenheit seines Bruders um einiges kümmern müssen. Sofern der Be-
schwerdeführer damit sinngemäss ein Fristwiederherstellungsgesuch stellt, 
ist Folgendes festzuhalten: Ein Fristversäumnis wird gemäss Art. 43 Abs. 2 
VRPG entschuldigt, wenn die säumige Person aus hinreichenden, objekti-
ven oder subjektiven Gründen davon abgehalten worden ist, fristgerecht zu 
handeln und ihr auch keine Nachlässigkeit vorzuwerfen ist, wobei es sich 
um Gründe von einigem Gewicht handeln muss. Objektive Ursachen sind 
beispielsweise Naturkatastrophen; als subjektive Ursachen gelten demge-
genüber Fälle, in denen die Vornahme der Handlung objektiv betrachtet 
zwar möglich gewesen wäre, die betroffene Person aber durch besondere 

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Umstände, die sie nicht zu vertreten hat, am Handeln gehindert worden ist 
(BVR 2014 S. 130 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat am 
31. Juli 2015 seine Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht und damit 
gezeigt, dass er durchaus in der Lage war, fristgerecht zu handeln. Ob auf 
die Beschwerde in diesem Punkt einzutreten wäre, kann mit Blick auf den 
Ausgang des Verfahrens jedoch offenbleiben. Sofern der Beschwerdefüh-
rer ein vorsorgliches Nutzungsverbot gemeint haben sollte, wovon gestützt 
auf die Begründung nicht auszugehen ist, erübrigt sich der Entscheid dar-
über mit dem Urteil in der Sache. 

1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Der Beschwerdeführer regt an, den Ausgang des Baubewilligungs-
verfahrens G.________weg 6___ (Baukontroll-Nr. 2015-0111) abzuwarten 
(act. 8 S. 3; vorne Bst. C). Soweit diese Anregung ein Sistierungsgesuch 
darstellen sollte, ist Folgendes festzuhalten: Die instruierende Behörde 
kann von Amtes wegen oder auf Antrag das Verfahren einstellen, wenn 
dessen Ausgang vom Entscheid eines andern Verfahrens abhängt oder 
wesentlich beeinflusst wird oder wenn im andern Verfahren über die 
gleiche Rechtsfrage zu befinden ist (Art. 38 VRPG). Entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers liegt hier keine solche Konstellation 
vor. Das Baugesuch betrifft den neuen Standort für die Brockenstube der 
I.________ […], die sich derzeit noch am D.________weg 7___ befindet. 
Der Beschwerdeführer befürchtet, dass das Vorhaben der I.________ am 
G.________weg 6___/H.________weg 8___ nicht bewilligt werden könne 
und sich «die Auseinandersetzung um die Baurechtmässigkeit der Bärner 
Brocki am D.________weg 7___ noch länger hinziehen» werde. 
Abgesehen davon, dass die Baubewilligung für das Vorhaben der 
I.________ unterdessen offenbar vorliegt (vgl. Berner Zeitung vom 
8.4.2016), ist nicht ersichtlich ist, inwiefern der Ausgang des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens von jenem Baubewilligungsverfahren abhängen 
könnte. Vor Verwaltungsgericht ist umstritten, ob sich mit Blick auf die nach 

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dem Umzug des Ladens fortbestehende Nutzung der Lagerhäuser 
baupolizeiliche Massnahmen aufdrängen. Ein allfälliger Verbleib des 
Brockenhauses am D.________weg 7___ vermöchte diese Beurteilung in 
keiner Weise zu beeinflussen. Der Sistierungsantrag ist folglich 
abzuweisen.

3.

3.1 Unbestritten ist folgende Ausgangslage: 1927 wurde am 
D.________weg 2___a (damals noch D.________weg 8___) der Bau eines 
Lagerschuppens mit Werkstatt und Autogarage bewilligt (Vorakten EG 
Bern, pag. 39 und 49 f.). Die Baute diente zunächst als Holzlager einer 
Zimmerei/Schreinerei (vgl. Verfügung der EG Bern vom 27.1.2015, 
Vorakten BVE, pag. 9 ff., auch zum Folgenden). Zwischen 1946 und 1958 
wurde am D.________weg 2___b ein weiterer Schuppen erstellt; eine 
Baubewilligung ist dafür nicht (mehr) auffindbar. Ab 1960 wurden beide 
Gebäude als Möbellager genutzt, zunächst von der Firma «J.________» 
und seit 1971 von der Beschwerdegegnerin 2. Ebenfalls unbestritten ist, 
dass diese Nutzung nach geltendem Recht zonenwidrig ist, weil in der 
Wohnzone höchstens 10 % der Bruttogeschossflächen für nicht störende 
Arbeitsnutzung zur Verfügung stehen (Art. 19 Abs. 1 und 2 der Bauordnung 
der Stadt Bern vom 24. September 2006 [BO; SSSB 721.1]).

3.2 Der Beschwerdeführer erblickt in der Verlegung des Ladens der 
Beschwerdegegnerin 2 an den rund 70 m entfernt gelegenen neuen Stand-
ort einen (auch) die Lagergebäude betreffenden baubewilligungspflichtigen 
Vorgang im Sinn einer Zweckänderung bzw. einer Art «Neubau», für den 
die erforderliche Baubewilligung mangels Zonenkonformität nicht erteilt 
werden könne. Diese Auffassung begründet er damit, dass die Lagerge-
bäude und das früher gegenüber liegende Geschäftslokal eine funktionelle 
Einheit gebildet hätten. Durch den Wegzug des Ladens sei die sinnstif-
tende Wirkung dieses Verbunds verloren gegangen und die Lagergebäude 
hätten daher keine Existenzberechtigung mehr (Beschwerde, S. 2 f.). 
Dadurch sei die Zonenwidrigkeit der Lagergebäude sowohl in zeitlicher als 
auch in inhaltlicher Hinsicht verschärft worden. Zeitlich deshalb, weil das 

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alte Ladenlokal am E.________weg 3___ stets ein «Abbruchobjekt» 
gewesen sei und nur eine Übergangslösung dargestellt habe. Man habe 
damit rechnen dürfen, dass der Laden einmal einem Neubau weichen und 
wegziehen werde, was auch die Lagernutzung der Schuppen am 
D.________weg 2___a und 2___b beenden würde. Inhaltlich bestehe die 
Verschärfung der Zonenwidrigkeit darin, dass durch den Umzug des 
Ladens ein neuer, langlebiger Verbund von Haupt- (Laden) und 
Nebengebäude (Lager) geschaffen worden sei. Dies komme einem 
«Neubau» der Lagergebäude gleich, für den die Zonenkonformität 
hergestellt werden müsse (Beschwerde, S. 5; Eingabe vom 24.8.2015, 
act. 10, S. 1 f.; vgl. auch baupolizeiliche Anzeige vom 23.6.2014, Vorakten 
EG Bern, pag. 67).

3.4 Die Vorinstanz hat hingegen erwogen, die Lagergebäude würden 
auch nach dem Umzug des Ladens weiterhin als Lager für Möbel genutzt; 
es handle sich somit nach wie vor um die gleiche Nutzungsart. Auch sei 
eine Intensivierung der Nutzung, namentlich bezüglich Verkehrsaufkom-
men, nicht ersichtlich. Der Umzug des Ladens habe deshalb entgegen der 
Ansicht des Beschwerdeführers nicht zu einer baubewilligungspflichtigen 
Zweckänderung der Lagergebäude geführt. Das 1927 bewilligte Lagerhaus 
(D.________weg 2___a) geniesse Besitzstandsschutz gemäss Art. 3 BauG 
und dürfe daher weiterhin als Lagerschuppen genutzt werden. Betreffend 
das Gebäude am D.________weg 2___b könne die Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands nach über 40 Jahren mangels zwingender 
öffentlicher Interessen nicht mehr verlangt werden (angefochtener 
Entscheid, E. 2c und 3c).

4.

4.1 Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) bestimmt, dass Bau-
ten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert 
werden dürfen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Bauten 
und Anlagen jedenfalls dann bewilligungspflichtig, wenn sie geeignet sind, 
die Vorstellungen über die Nutzungsordnung zu beeinflussen, sei es, dass 

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sie den Raum äusserlich erheblich verändern, die Erschliessung belasten 
oder die Umwelt beeinträchtigen (grundlegend BGE 113 Ib 314 E. 2b). Das 
bernische Baugesetz hat diese bundesrechtlichen Vorgaben in Art. 1a 
BauG konkretisiert. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung sind grundsätzlich 
auch reine Zweckänderungen (Nutzungsänderungen) von Bauten, Anlagen 
und Einrichtungen baubewilligungspflichtig. Ausgenommen von der Bau-
bewilligungspflicht ist das Umnutzen von Bauten und Anlagen nur, wenn 
keine bau- oder umweltrechtlich relevanten Tatbestände betroffen sind 
(Art. 1b Abs. 1 BauG i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Bst. c des Dekrets vom 22. März 
1994 über das Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; 
BSG 725.1]). Dies ist nicht der Fall, wenn eine Zweckänderung z.B. Zonen-
vorschriften oder den Umweltschutz berührt oder wenn sie zu einer we-
sentlichen Mehrbelastung der Erschliessungsanlagen führt (BVR 2015 
S. 541 E. 3; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 
4. Aufl. 2013, Art. 1a N. 24).

4.2 Anders als der Beschwerdeführer meint, ist der Umzug des Ladens 
vom E.________weg 3___ an den E.________weg 4___/F.________ 5___ 
für die Lagergebäude baurechtlich nur von Bedeutung, wenn dies 
Auswirkungen auf deren Nutzung hat. Indessen anerkennt auch der 
Beschwerdeführer ausdrücklich, dass die Lagergebäude genau gleich wie 
bisher genutzt werden, und zwar sowohl von der Art («Möbellager […] wie 
bisher», «die genau gleichen betrieblichen Abläufe»; Beschwerde, S. 3) als 
auch von der Intensität her (Verkehrsaufkommen, Art der Fahrzeuge usw.; 
Beschwerde, S. 3 f.). Selbst wenn man den Laden und die Lagerschuppen 
als räumlich-funktionelle Einheit verstehen wollte, stellt der Umzug des 
Ladens somit keine Zweckänderung der Lagergebäude dar und schon gar 
nicht eine Art «Neubau». 

4.3 Auch sind die Erwägungen der Vorinstanz nicht zu beanstanden, 
wonach der Schuppen am D.________weg 2___a besitzstandsgeschützt 
ist und als Lagergebäude weiterhin genutzt werden darf. Denn gemäss 
Art. 3 Abs. 1 BauG dürfen rechtmässig erstellte Bauten und Anlagen, auch 
wenn sie neuen Vorschriften und Plänen nicht entsprechen, als sogenannt 
«altrechtliche Bauten» so wie sie sind weiterbestehen, unterhalten sowie 
weiterhin in der bisherigen Art genutzt werden (BVR 2009 S. 514 E. 3.3). 

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Die Besitzstandsgarantie des bernischen Rechts geht zwar noch weiter als 
jene gestützt auf Art. 9 und 26 der Bundesverfassung (BV; SR 101), indem 
gemäss Art. 3 Abs. 2 BauG bestehende Bauten und Anlagen auch zeitge-
mäss erneuert und, soweit dadurch ihre Rechtswidrigkeit nicht verstärkt 
wird, umgebaut oder erweitert werden dürfen (sog. erweiterte Besitz-
standsgarantie). Was die Nutzung angeht, ist allerdings nur die tatsächlich 
ausgeübte, rechtswidrig gewordene Nutzung geschützt (BGer 13.8.1993, in 
BVR 1994 S. 105 E. 3c; VGE 2012/101 vom 2.4.2013, E. 3.2; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 3 N. 2). Folglich darf das (bewilligte) Gebäude 
am D.________weg 2___a wie bisher als Lagerhaus genutzt werden – und 
zwar unbefristet, denn die Baubewilligung ist nicht nur vorübergehend für 
ein Provisorium erteilt worden (Vorakten EG Bern, pag. 39 ff., insbesondere 
pag. 50). Soweit sich der Beschwerdeführer wegen des Neubauprojekts am 
ehemaligen Standort des Ladens anderweitige Hoffnungen gemacht hat, 
sind diese rechtlich unbeachtlich.

4.4 Betreffend das Gebäude am D.________weg 2___b ist unklar, ob 
dieses bewilligt wurde und damit ebenfalls besitzstandsgeschützt ist. Auch 
wenn für diese Baute nicht das Gleiche gelten sollte wie für jene am 
D.________weg 2___a, muss die seit Jahrzehnten ausgeübte Nutzung 
nicht aufgegeben werden. Denn laut Art. 46 Abs. 3 BauG kann die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands nach Ablauf von fünf 
Jahren, seitdem die Rechtswidrigkeit erkennbar war, nur noch verlangt 
werden, wenn zwingende öffentliche Interessen es erfordern. Nach Ablauf 
von 30 Jahren verwirkt der Anspruch gemäss Rechtsprechung endgültig, 
es sei denn, es seien Polizeigüter im engeren Sinn betroffen 
(Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 11 Bst. c und d). Dass dies hier der Fall 
wäre, ist weder dargetan noch ersichtlich. Die (Wieder-)Herstellung des 
rechtmässigen Zustands könnte aus dem gleichen Grund auch dann nicht 
mehr verlangt werden, wenn die Behauptung des Beschwerdeführers 
zuträfe, wonach die Nutzung der Lagerhäuser als Möbel- statt als Holzlager 
bereits 1971 rechtswidrig war, als die Beschwerdegegnerin 2 Mieterin 
wurde. Seit damals sind mehr als 30 Jahre vergangen. Ausserdem dienten 
die Schuppen schon zuvor nicht mehr der Zimmerei/Schreinerei, sondern 
einem Möbelgeschäft als Lager (vgl. vorne E. 3.1).

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5.

5.1 Der angefochtene Entscheid hält somit der Rechtskontrolle stand; 
die Beschwerde erweist sich in allen Teilen als unbegründet und ist abzu-
weisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Offensichtlich unbegrün-
dete Beschwerden beurteilt das Verwaltungsgericht in Zweierbesetzung 
(Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer 
kostenpflichtig. Er hat die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 
VRPG). Mangels anwaltlicher Vertretung des Beschwerdegegners 1 und 
der Beschwerdegegnerin 2 sind keine ersatzfähigen Parteikosten angefal-
len (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG); die Beschwerdegegne-
rin 3 hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 104 Abs. 4 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Das Gesuch um Sistierung des Verfahrens wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1‘500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

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5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- dem Beschwerdegegner 1
- der Beschwerdegegnerin 2
- der Beschwerdegegnerin 3
- der Bau-, Verkehrs und Energiedirektion des Kantons Bern 

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.