# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10321147-c981-5224-ac3e-3402a19728ab
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 26.08.2019 ZK2 2019 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2019-28_2019-08-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Urteil vom 26. August 2019

Referenz ZK2 19 28

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Pritzi und Brunner
Landolt, Aktuar ad hoc

Parteien X._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty
Alexanderstrasse 8, Postfach 428, 7001 Chur 

gegen

Y._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Ana Marija Veselic
Kunz Schmid, Gäuggelistrasse 1, Postfach 341, 7001 Chur 

Gegenstand Forderung aus Arbeitsvertrag

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Imboden vom 11.12.2018, mitgeteilt am 
27.03.2019 (Proz. Nr. 115-2017-5)

Mitteilung 09. September 2019

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I. Sachverhalt

A. X._____ wurde mit Arbeitsvertrag vom _____ 2014 bei der Y._____ als Be-
triebsleiter eingestellt. Vereinbart wurden unter anderem ein monatlicher Brutto-
lohn von CHF 4'900.00 bei einer wöchentlichen Mindestarbeitszeit von 43 Stun-
den, ein Ferienanspruch von vier Wochen, eine Kündigungsfrist von drei Monaten 
auf das Ende eines Monats nach Ablauf der Probezeit sowie die Wegbedingung 
der Überstundenentschädigung.

B. Am 23. Juli 2015 kündigte die Arbeitgeberin das Anstellungsverhältnis per 
31. Oktober 2015. In den Monaten September und Oktober 2015 leistete X._____ 
auf eigenen Wunsch hin noch diverse Arbeitseinsätze, jedoch nicht mehr im Rah-
men eines Vollzeitpensums. Der Lohn wurde in vollem Umfang entrichtet.

C. Am 19. September 2016 meldete X._____ die vorliegende Streitsache beim 
Vermittleramt des Bezirks Imboden an. Da der am 19. Oktober 2016 durchgeführ-
te Schlichtungsversuch erfolglos verlief, bezog X._____ am 20. Oktober 2016 die 
Klagebewilligung. Daraufhin gelangte X._____ ans Regionalgericht Imboden und 
stellte das folgende Rechtsbegehren:

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, an den Kläger CHF 13'497.80 zuzüg-
lich 5 % Zins seit dem 31. Oktober 2015 zu bezahlen.

2. Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss Gesetz.

D. Mit Klageantwort vom 15. März 2017 begehrte die Y._____ die kostenfällige 
Abweisung der Klage.

E. Mit Entscheid vom 11. Dezember 2018, mitgeteilt am 27. März 2018, er-
kannte das Regionalgericht Imboden (vgl. KG act. B.1):

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3'800.00 gehen zu Lasten der 
Gerichtskasse.

b) Der Kläger wird verpflichtet, die Beklagte ausseramtlich mit 
CHF 9'000.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

c) Rechtsanwalt lic. iur. Dieter R. Marty ist nach Massgabe von 
Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO und auf Grundlage der eingereichten Hono-
rarnote mit CHF 6'538.05 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen. Die 
Entschädigung geht, unter Vorbehalt des Rückforderungsrechts des 
Gemeinwesens, zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der 
Gerichtskasse bezahlt.

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3. a) (Rechtsmittelbelehrung Hauptentscheid).

b) (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid).

4. (Mitteilung).

F. Dagegen erhob X._____ (nachfolgend: Berufungskläger) mit Eingabe vom 
29. April 2019, eingegangen am 30. April 2019, Berufung beim Kantonsgericht von 
Graubünden (vgl. KG act. A.1) und beantragte was folgt:

1. Der Entscheid des Regionalgerichtes Imboden vom 11. Dezember 
2018 mitgeteilt am 27. März 2019, sei bis auf 2.c in allen anderen 
Punkten auf zu heben.

2. Die Klage sei im Umfang von CHF 5'492.40 gut zu heissen.

3. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurück zu weisen.

4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

Begründend wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Vorinstanz sei im Zusam-
menhang mit den Überstunden, aber auch dem Ferienguthaben von der sozialen 
Untersuchungsmaxime abgerückt. Sodann habe sie über die bewiesene Tatsache, 
dass der Kläger Überstunden geleistet habe, hinweggesehen. Weiter wurde vor-
gebracht, dass eine Summe in der Höhe von CHF 5'492.40 infolge von 23 Tagen 
Ferienguthaben dem Kläger auszubezahlen sei.

G. Mit Berufungsantwort vom 29. Mai 2019 liess die Y._____ (nachfolgend: 
Berufungsbeklagte) die vollumfängliche Abweisung der Berufung unter voller Kos-
ten- und Entschädigungsfolge zzgl. Mehrwertsteuern zu Lasten des Berufungsklä-
gers beantragen. Die Berufungsbeklagte führte aus, die von klägerischer Seite im 
erstinstanzlichen Verfahren geltend gemachte Überstundenentschädigung werde 
in der Berufung vollständig fallengelassen, zumal mit dem Berufungsbegehren 
lediglich noch eine Ferienentschädigung geltend gemacht werde. Die Vorinstanz 
habe überdies zutreffend festgestellt, dass kein Anspruch auf Entschädigung von 
Überstunden bestehe, weil es sich bei den entsprechenden Ausführungen um 
blosse Parteibehauptungen des Klägers handle und dieser im Übrigen seiner 
Substantiierungs- und Beweislast für geleistete Überstunden nicht nachgekommen 
sei. Der von Seiten des Klägers geltend gemachte Anspruch auf eine Ferienent-
schädigung sei von der Vorinstanz zu Recht abgewiesen worden.

H. Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie 
in den Eingaben der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-
wägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind mit Berufung erstinstanzliche End- und 
Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Mass-
nahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung 
nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren 
mindestens CHF 10‘000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Wird dieser Streitwert 
nicht erreicht, steht das ausserordentliche Rechtsmittel der Beschwerde gemäss 
Art. 319 ff. ZPO offen. Der vorliegend angefochtene Entscheid des Regionalge-
richts Imboden vom 11. Dezember 2018 stellt einen erstinstanzlichen Endent-
scheid im Sinne von Art. 236 Abs. 1 ZPO dar, da es sich dabei um einen Sachent-
scheid handelt, welcher das Verfahren ganz oder teilweise beendet (vgl. Peter 
Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, 
N 14 zu Art. 308 ZPO). Für die Festlegung des Streitwerts wird auf den Betrag 
abgestellt, welcher nach den zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren und Par-
teierklärungen bis zur Eröffnung des erstinstanzlichen Urteils noch streitig war 
(vgl. Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 9 zu Art. 308; Peter 
Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 39 f. zu Art. 308 ZPO; Kurt Blickenstorfer, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kom-
mentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, N 30 zu Art. 308 ZPO). Der für die Beru-
fung in vermögensrechtlichen Angelegenheiten erforderliche Streitwert von 
CHF 10'000.00 (Art. 308 Abs. 2 ZPO) ist vorliegend erreicht, machte der Beru-
fungskläger gegenüber der Berufungsbeklagten im erstinstanzlichen Verfahren 
doch eine Forderung in Höhe von CHF 13'497.80 geltend. Dass nunmehr unter 
den Parteien lediglich noch ein Betrag von CHF 5'492.40 strittig ist, ändert nach 
dem Gesagten an der Berufungsfähigkeit des angefochtenen Entscheids nichts.

1.2. Gemäss Art. 311 ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen 
Entscheids innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids bezie-
hungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung beim 
Kantonsgericht von Graubünden schriftlich und begründet einzureichen (vgl. 
Art. 311 Abs. 1 ZPO und Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). Der Berufungskläger reichte 
die Berufung gegen den Entscheid des Regionalgerichts Imboden vom 11. De-
zember 2018, mitgeteilt am 27. März 2019, mit Eingabe vom 29. April 2019 fristge-
recht ein. Überdies entspricht die Berufung den Formerfordernissen, so dass 
grundsätzlich darauf eingetreten werden kann. 

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2. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 
ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit gel-
tend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vor-
instanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, a.a.O., N 5 ff. zu Art. 310 ZPO). Der Berufungskläger hat sich mit der Be-
gründung des angefochtenen Entscheids im Einzelnen auseinanderzusetzen. Ein 
Verweis auf die Vorakten genügt ebenso wenig wie eine pauschale Kritik am an-
gefochtenen Entscheid. Es ist konkret aufzuzeigen, inwiefern dieser als fehlerhaft 
erachtet wird (Peter Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 36 zu Art. 311 ZPO m.w.H.).

3. Die Berufung hat Rechtsmittelanträge zu enthalten. Dabei darf sich der Be-
rufungskläger nicht darauf beschränken, lediglich die Aufhebung des angefochte-
nen Entscheids zu beantragen. Da die kantonale Berufungsinstanz volle Kognition 
in Tat- und Rechtsfragen besitzt, reicht es auch nicht aus, die Aufhebung des erst-
instanzlichen Entscheides und die Rückweisung der Angelegenheit an die erste 
Instanz zu verlangen. Der Berufungskläger hat vielmehr einen Antrag in der Sache 
zu stellen und zwar in den Berufungsanträgen selbst und nicht bloss in deren Be-
gründung. Handelt es sich um eine auf Geldleistung gerichtete Forderung, so ist 
eine Bezifferung erforderlich. Durch die Berufungsanträge werden Inhalt und Um-
fang der Überprüfung durch die kantonale Berufungsinstanz festgelegt. Werden 
die Anforderungen an die Rechtsmittelanträge nicht eingehalten, so fehlt es an 
einer Zulässigkeitsvoraussetzung der Berufung und diese ist durch Nichteintreten 
zu erledigen (vgl. zum Ganzen Peter Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 34 f. zu 
Art. 311 ZPO m.w.H.; Martin H. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kom-
mentar, Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Schweizerische Zivilpro-
zessordnung, Band II, Art. 150-352 ZPO, Art. 400-406 ZPO, Bern 2012, N 15 zu 
Art. 311 ZPO). Vorliegend verlangt der Berufungskläger mit seinen Anträgen die 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids (mit Ausnahme von dessen Dispositiv-
ziffer 2.c) und die Gutheissung der Klage im Umfang von CHF 5'492.40. Eventuali-
ter begehrt er die Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz. 
Aus der weiteren Begründung der Berufung ergibt sich, dass es sich bei dem Be-
trag von CHF 5'492.40 um die Entschädigung für das vom Berufungskläger gel-
tend gemachte Ferien-/Feiertagsguthaben für 23 Tage handelt (KG act. A.1, S. 4, 
Ziff. 8 i.f.). Da sich der Berufungsantrag auf diese Forderung beschränkt, ist der 
angefochtene Entscheid auch nur in diesem Umfang zu überprüfen. Daran vermag 
nichts zu ändern, dass in der weiteren Berufungsbegründung der vorinstanzliche 
Entscheid auch und insbesondere hinsichtlich der Verneinung eines Überstunden-
guthabens kritisiert wird. In diesem Punkt fehlt es an einem bezifferten Rechtsbe-

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gehren, so dass insoweit auf die Berufung nicht einzutreten ist. Eine Bezifferung 
der entsprechenden Forderung ist übrigens auch der weiteren Begründung des 
Rechtsmittels nicht zu entnehmen, wobei dies – jedenfalls bei einer anwaltlich ver-
tretenen Partei – ohnehin nicht genügen dürfte.

4. Der Berufungskläger bringt vor, die Vorinstanz habe in Erwägung 3.2 des 
angefochtenen Entscheids für den Beklagten (recte: für den Kläger) ein Feriengut-
haben von 23 Tagen errechnet. Zur Grundlage werde eine Auflistung der Ferien- 
und Freitageguthaben (vorinstanzliches [zit. VI] act. II/11) herangezogen. Davon 
(gemeint wohl von dem aufgeführten Ferien-/Feiertagsguthaben von 43 Tagen) 
seien die vom Kläger selbst zugegebenen Bezüge von zwei Mal 10 Tagen für Ju-
li/August und Oktober 2015 in Abzug zu bringen. Die Vorinstanz ziehe gestützt auf 
den Arbeitsrapport/Stundenkontrolle (VI act. III/18) zusätzliche 5 Tage im Oktober 
2015 in Betracht. Auf besagtem Aktenstück seien jedoch bloss zehn Tage Ferien 
vermerkt, welche dem vom Kläger angegebenen Ferienbezug entspreche. Wo die 
restlichen 23 Tage (43 Tage abzüglich 2x 10 Tage) des Ferienguthabens geblie-
ben seien, könne die Beklagte nicht sagen. Damit seien noch 23 Tage, somit CHF 
5'492.40 auszubezahlen. Die Berufungssumme reduziere sich dementsprechend.

4.1. Zunächst trifft die Behauptung, wonach die Vorinstanz für den Kläger ein Fe-
rienguthaben von 23 Tagen errechnet haben soll, nicht zu. Die Vorinstanz hat in 
Erwägung 3.2 des angefochtenen Entscheids lediglich die Ausführungen des Klä-
gers zusammengefasst, wonach sich dessen Ferienguthaben per 30. Juni 2016 
(recte: 2015) auf insgesamt 43 Tage belaufen habe und er im Juli/August 2015 
insgesamt 10 Tage und im Oktober 2015 weitere 10 Tage Ferien bezogen habe. 
Demzufolge könne – so die Vorinstanz – die vom Kläger in der Prozesseingabe 
aufgestellte Behauptung, es seien ihm noch 33 Tage zu entschädigen, schon rein 
rechnerisch nicht zutreffen. Das Guthaben würde sich – für den Fall, dass den 
klägerischen Darlegungen gefolgt würde – auf 23 Tage belaufen.

4.2. Die Vorinstanz hielt sodann weiter fest, der Kläger habe sich im Zusammen-
hang mit dem Ferienanspruch mit der von der Beklagten in ihrer Klageantwort 
vorgebrachten Berechnung und dem Argument, der Kläger habe bis zum Ende 
des Arbeitsverhältnisses sein Restguthaben beziehen können, nicht substantiiert 
auseinandergesetzt. So sei namentlich die Aussage, wonach der Kläger im Okto-
ber 2015 nicht bloss 10, sondern 15 Ferientage bezogen habe, nicht in Abrede 
gestellt worden. Die Beklagte habe sich diesbezüglich konkret auf VI act. III/18 
und VI act. II/11 berufen und geltend gemacht, dass der Kläger ab dem 12. August 
2015 bis Ende Oktober 2015 nur noch an wenigen Tagen gearbeitet und ihm le-
diglich noch 4 Ferientage verblieben seien, welche er in der Zeit vom 12. August 

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2015 bis 9. Oktober 2015 bei weitem verbraucht habe. Auf derart substantiierte 
Darlegungen hätte der Kläger in seiner Replik reagieren und seine abweichende 
Sichtweise detailliert darlegen müssen, was er nicht getan habe. Der geltend ge-
machte Ferienanspruch sei daher abzuweisen.

4.2.1. Mit diesen Erwägungen der Vorinstanz setzt sich der Berufungskläger im 
Rechtsmittelverfahren nicht auseinander. Er begnügt sich – nebst dem bereits wi-
derlegten Hinweis, die Vorinstanz habe ein Ferienguthaben von 23 Tagen berech-
net – mit rein appellatorischer Kritik an der vorinstanzlichen Erwägung und mit ei-
ner Wiederholung seiner eigenen Sachdarstellung vor der Vorinstanz. Damit 
kommt er seinen Begründungsobliegenheiten gemäss Art. 311 ZPO nicht nach, 
weshalb an sich auch auf diesen Punkt der Berufung nicht einzutreten ist (Peter 
Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 36 ff. zu Art. 311 ZPO). Die Erwägungen der Vor-
instanz erweisen sich überdies – wie in den nachfolgenden Ausführungen aufzu-
zeigen ist – als durchwegs zutreffend, womit die Berufung ohnehin abzuweisen 
wäre.

4.2.2. Nicht bestrittene Tatsachen können ohne Beweisverfahren dem Entscheid 
zugrunde gelegt werden, sofern sie nicht offensichtlich unrichtig sind. Gegenstand 
des Beweises sind nämlich lediglich rechtserhebliche, streitige Tatsachen 
(Art. 150 ZPO). Demzufolge trifft die beklagte Partei eine Bestreitungslast (Art. 222 
Abs. 2 ZPO). Die Bestreitung hat substantiiert zu erfolgen, d.h. es ist detailliert 
vorzutragen, was bestritten wird. Bei gänzlichem Fehlen einer Bestreitung oder 
auch nur bei Fehlen einer nach Massgabe von Art. 222 Abs. 2 ZPO hinreichend 
substantiierten Bestreitung gilt die betreffende Tatsache jedenfalls im Anwen-
dungsbereich der Verhandlungsmaxime (und grundsätzlich auch für den Bereich 
der sozialen Untersuchungsmaxime vgl. nachfolgend E. 4.2.3.) als zugestanden. 
Das Gericht hat auf die betreffende Tatsachenbehauptung abzustellen. Still-
schweigen ist im Zweifel als Zugeständnis anzusehen (Christoph Leuenberger, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 19 f. zu Art. 222 ZPO; Laurent 
Killias, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Kommentar zum schwei-
zerischen Privatrecht, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Art. 150-352 
ZPO, Art. 400-406 ZPO, Bern 2012, N 21 zu Art. 222 ZPO; Jürgen Brönnimann, 
in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Kommentar zum schweizerischen 
Privatrecht, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Art. 150-352 ZPO, Art. 
400-406 ZPO, Bern 2012, N 11 ff. zu Art. 150 ZPO). Die Regeln betreffend das 
substantiierte Behaupten und Bestreiten (vgl. Art. 221 Abs. 1 lit. d ZPO und Art. 
222 Abs. 2 ZPO) sind von den Parteirollen unabhängig, richtet sich doch die Ver-

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teilung der Behauptungs- und Bestreitungslast nach dem materiellen Recht. Die 
Regel von Art. 222 Abs. 2 Satz 2 ZPO gilt somit auch für die klagende Partei, so-
weit sie sich hinsichtlich einzelner konkreter Sachvorbringen in der Rolle der be-
streitenden Partei befindet (im Einzelnen Jürgen Brönnimann, a.a.O., N 16 zu Art. 
150 ZPO; Laurent Killias, a.a.O., N 24 zu Art. 222 ZPO; s. auch Annette Dolge, 
Anforderungen an die Substanzierung, in: Dolge [Hrsg.], Substantiieren und Be-
weisen, Praktische Probleme, Zürich 2013, S. 20). Wie die Vorinstanz zu Recht 
festhielt, hat der Arbeitnehmer die vertragliche Verpflichtung des Arbeitgebers zur 
Gewährung von Ferien sowie ihr Entstehen durch die Dauer des Arbeitsverhält-
nisses zu beweisen. Demgegenüber trägt der Arbeitgeber die Behauptungs- und 
Beweislast dafür, dass und wie viele Ferientage während der massgebenden Zeit 
vom Arbeitnehmer bezogen worden sind (angefochtener Entscheid E. 3.1 mit 
Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). Vorliegend hat die Beklagte in der 
Klageantwort detailliert dargelegt, dass der Kläger sämtliche ihm zustehenden Fe-
rien- und Feiertage bezogen habe. Nachdem der Kläger in der Replik die Aus-
führungen in der Klageantwort mit keinem Wort bestritten hatte, durfte die Vorin-
stanz ohne weiteres auf diese Sachvorbringen abstellen. Dies umso mehr als die-
se Ausführungen durch die bei den Akten liegenden Urkunden VI act. II/11 und VI 
act. III/18 belegt werden. Aus der vom Berufungskläger eingelegten VI act. II/11 
ergibt sich, dass er Ende Juni 2015 noch über ein Ferien-/Feiertagsguthaben von 
43 Tagen verfügte. Weiter ist dieser Urkunde zu entnehmen, dass der Kläger in 
den Kalenderwochen 27 bis 41 weitere 39 Freitage bezog, so dass per 11. Okto-
ber 2015 (Ende Kalenderwoche 41) ein Restguthaben von 4 Ferien-/Feiertagen 
bestand. Aus VI act. III/18 wiederum ergibt sich, dass der Kläger ab dem 12. Ok-
tober 2015 nochmals 15 Tage Ferien bezog. Auch wenn auf dieser Urkunde nur 
zehn Tage (vom 12. bis 16. Oktober sowie vom 19. bis 23. Oktober 2015) aus-
drücklich als Ferien eingetragen wurden, ergeht aus dieser Beilage doch klar, 
dass der Kläger auch vom 26. bis 30. Oktober 2015 nicht arbeitete und somit Frei-
tage bezog. Selbst wenn die vorhandenen – vom Kläger aber in Verletzung seiner 
Bestreitungspflicht nicht geltend gemachten – Abweichungen zwischen VI act. 
II/11 und VI act. III/18 zugunsten des Klägers berücksichtigt werden, würde ihm 
kein Ferien-/Feiertagsguthaben mehr zustehen.

4.2.3. Der Berufungskläger moniert in diesem Zusammenhang auf Seite 4 Ziff. 4 
seiner Berufung, die Vorinstanz rücke im Zusammenhang mit den Überstunden 
aber auch mit dem Ferienguthaben von der sozialen Untersuchungsmaxime ab. 
Da auch diese Rüge nicht weiter substantiiert wird, ist an sich nicht weiter darauf 
einzugehen. Lediglich der Vollständigkeit halber, und weil die Berufungsinstanz 
nicht an die Ausführungen der Parteien gebunden ist, sei diesbezüglich auf Fol-

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gendes hingewiesen: Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, ist es auch im Gel-
tungsbereich der sozialen Untersuchungsmaxime nicht Aufgabe des Gerichts, den 
Sachverhalt von sich aus zu vervollständigen. Vielmehr müssen die Parteien die 
wesentlichen Behauptungen selbst vorbringen und die entsprechenden Beweis-
mittel nennen. Das Gericht beteiligt sich nur ergänzend an der Sammlung des 
Prozessstoffes (Stephan Mazan, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 13 zu 
Art. 247 ZPO). Auch eine Fragepflicht des Gerichts bei unklaren und unbestimm-
ten Bestreitungen greift nur, sofern zumindest in allgemeiner Form eine Bestrei-
tung erfolgt ist (Laurent Killias, a.a.O., N 22 zu Art. 222 ZPO). Das Ausmass rich-
terlicher Hilfe hängt sodann im Einzelfall stark von der Erfahrung und den Kennt-
nissen der Parteien ab und davon, ob sie anwaltlich vertreten sind. Der soziale 
Untersuchungsgrundsatz greift nur, soweit dies zum Ausgleich eines Machtgefäl-
les zwischen den Parteien geboten erscheint. Wenn sich zwei anwaltlich vertrete-
ne Parteien gegenüberstehen, darf und soll sich das Gericht wie im ordentlichen 
Prozess zurückhalten (Laurent Killias, a.a.O., N 33 zu Art. 247). Vorliegend hat der 
Kläger die beklagtischen Ausführungen zum Ferien-/Feiertagsbezug mit keinem 
Wort bestritten. Bereits aus diesem Grund hatte die Vorinstanz keine Veranlas-
sung nachzufragen oder nach Beweismitteln zu forschen. Dies gilt umso mehr als 
die beklagtischen Ausführungen durch die bei den Akten liegenden Urkunden VI 
act. II/11 und VI act. III/18 belegt wurden. Sodann war der Kläger anwaltlich vertre-
ten, womit umso weniger Anlass bestand, nachzufragen. Auch diese Rüge erweist 
sich somit als unbehelflich.

5.1. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Berufungsverfahren wird auf 
CHF 4'000.00 festgelegt (vgl. Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in 
Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]). Gemäss Art. 114 lit. c ZPO werden im Ent-
scheidungsverfahren bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis bis zu einem 
Streitwert von CHF 30'000 keine Gerichtskosten auferlegt, wobei sich diese Norm 
auch auf das Rechtsmittelverfahren bezieht (vgl. David Jenny, in: Sutter-
Somm/Hasen-böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 2 zu Art. 114 ZPO). Die vorliegen-
den Gerichtskosten sind deshalb vom Kanton Graubünden zu tragen.

5.2. Die Kostenfreiheit gemäss Art. 114 ZPO bezieht sich ausschliesslich auf die 
Gerichtskosten, wogegen Parteientschädigungen auch in diesen Fällen in Anwen-
dung der üblichen Regeln (Art. 105-108 ZPO) zuzusprechen sind (vgl. Martin H. 
Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zur Schweizerischen Zi-
vilprozessordnung, Band I, Art. 1-149 ZPO, Bern 2012, N 5 zu Art. 113 und 114 

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ZPO). Gemäss Art. 105 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO wird die unterlie-
gende Partei in der Regel verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den 
Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen. Die Parteientschädi-
gung zugunsten der Berufungsbeklagten ist anhand der eingereichten Kostennote 
auf CHF 2'307.35 festzusetzen, zumal der geltend gemachte Honoraransatz der 
vor Vorinstanz eingereichten Honorarvereinbarung entspricht (vgl. VI act. V./2).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von CHF 4'000.00 ver-
bleiben beim Kanton Graubünden.

3. X._____ hat die Y._____ für das Berufungsverfahren mit CHF 2'307.35 (in-
kl. Spesen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 15'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: