# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b502deea-c9e5-52ba-a918-2d7bf62e61ea
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 14.02.2023 SK1 2021 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2021-82_2023-02-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 14. Februar 2023

Referenz SK1 21 81, SK1 21 82

Instanz I. Strafkammer

Besetzung Moses, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Schuler, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Berufungskläger und Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Vincent Augustin
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

gegen

B._____
Berufungsbeklagte und Berufungsklägerin

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur
Anklagebehörde

Gegenstand Widerhandlung gegen das Spielbankengesetz / Einsprache bzw. 
gerichtliche Beurteilung gemäss Art. 72 VStrR

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Plessur vom 12.10.2021, mitgeteilt am 
01.11.2021 (Proz. Nr. 515-2021-5)

Mitteilung 23. Februar 2023

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Sachverhalt

A. Mittels Strafverfügung Nr. 62-2017-172/03/Zir (nachfolgend: Strafverfügung) 
vom 14. Oktober 2020 erklärte die B._____ (nachfolgend: B._____) A._____ der 
mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz vom 29. September 2017 
über Geldspiele (BGS, SR 935.51) gemäss Art. 130 Abs. 1 lit. a BGS schuldig und 
verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 101 Tagessätzen zu je CHF 30.00, ausma-
chend CHF 3'030.00, sowie zu einer Busse in der Höhe von CHF 750.00. Den 
Vollzug der Geldstrafe schob die B._____ auf, setzte die Probezeit auf drei Jahre 
fest und ordnete an, dass die Busse zu bezahlen sei. Ferner verfügte sie die Ein-
tragung der Verurteilung im Strafregister. Die anteilsmässigen Kosten des Verfah-
rens in der Höhe von CHF 10'276.00 auferlegte sie A._____ und die Entschädi-
gung des amtlichen Verteidigers von A._____, Rechtsanwalt Vincent Augustin 
(nachfolgend: amtlicher Verteidiger), in der Höhe von CHF 7'606.15 der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft. Mit Eingabe vom 20. Oktober 2020 beantragte der 
amtliche Verteidiger die Beurteilung der Strafverfügung durch das Strafgericht.

B. Am 28. Januar 2021 überwies die B._____ das Verfahren zur gerichtlichen 
Beurteilung an die Staatsanwaltschaft Graubünden zuhanden des zuständigen 
Strafgerichts, unter Hinweis darauf, dass die Überweisung gemäss Art. 73 Abs. 2 
des Bundesgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR, SR 313.0) als An-
klage gelte.

C. Mit Urteil vom 12. Oktober 2021, mündlich eröffnet am 14. Oktober 2021, im 
Dispositiv mitgeteilt am 15. Oktober 2021, schriftlich begründet mitgeteilt am 
1. November 2021, sprach das Regionalgericht Plessur (nachfolgend: Regionalge-
richt) A._____ der mehrfachen Übertretung des früheren Spielbankengesetzes 
(aSBG, SR 935.52) gemäss Art. 56 lit. a und c aSBG schuldig (Ziff. 1) und verur-
teilte ihn zu einer Busse von CHF 10'000.00 (Ziff. 2a). Die Ersatzfreiheitsstrafe für 
die Busse legte es auf 100 Tage fest (Ziff. 2b). Die Verfahrenskosten von CHF 
13'876.00 (ohne amtliche Verteidigung), bestehend aus den Gerichtskosten von 
CHF 3'600.00 sowie den Verfahrenskosten der Verwaltung von CHF 10'276.00, 
auferlegte das Regionalgericht A._____ (Ziff. 3a). Die Kosten der gerichtlich be-
stellten übersetzenden Person von CHF 75.00 auferlegte es dem Kanton 
Graubünden (Ziff. 3b). Das Regionalgericht erkannte, dass A._____ dem Kanton 
Graubünden folglich CHF 13'876.00 und der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
CHF 10'000.00 schulde (Ziff. 3c). Schliesslich auferlegte es die Entschädigung der 
amtlichen Verteidigung von CHF 11'377.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) dem 
Kanton Graubünden, unter Vorbehalt der Rückerstattungspflicht von A._____ 
gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO (Ziff. 4).

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D. Mit Schreiben vom 18. Oktober 2021 meldete A._____ (nachfolgend: Beru-
fungskläger [im Verfahren SK1 21 81] oder Berufungsbeklagter [im Verfahren SK1 
21 82]) Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts vom 
12. Oktober 2021 an. Der Berufungskläger beantragte in seiner Berufungser-
klärung vom 16. November 2021 in der Hauptsache, die Dispositiv-Ziffern 1-3 des 
Urteils des Regionalgerichts seien aufzuheben und er sei von Schuld und Strafe 
betreffend Widerhandlung gegen Art. 56 Abs. 1 lit. a und c aSBG freizusprechen, 
unter vollen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. Eventuali-
ter seien die Dispositiv-Ziffern 1-3 des benannten Urteils aufzuheben und die 
Rechtssache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurück-
zuweisen, unter vollen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 
In beweisrechtlicher Hinsicht seien die Beweisabnahmen durch die Erstinstanz zu 
wiederholen und im Rahmen einer mündlichen Berufungsverhandlung durch die 
richterliche Befragung respektive Einvernahme von mehreren Zeugen resp. Aus-
kunftspersonen und die erneute Anhörung von sich selbst zu komplettieren. Zu-
dem seien die vorinstanzlichen Verfahrensakten durch ein Zeugenschreiben vom 
19. Oktober 2021 zu ergänzen.

E. Mit Schreiben vom 28. Oktober 2021 meldete die B._____ (nachfolgend: 
Berufungsklägerin [im Verfahren SK1 21 82] oder Berufungsbeklagte [im Verfah-
ren SK1 21 81]) Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts vom 12. Oktober 
2021 an. In der Berufungserklärung vom 22. November 2021 stellte die B._____ 
die Anträge, die Dispositiv-Ziffern 3c) (erster Satzteil) sowie 4 des Urteils des Re-
gionalgerichts seien aufzuheben und der Berufungskläger sei zu verpflichten, der 
B._____ die Verfahrenskosten der Verwaltung von CHF 10'276.00 und die Busse 
von CHF 10'000.00 zu bezahlen. Ferner sei er zu verpflichten, dem Kanton 
Graubünden die Gerichtskosten von CHF 3'600.00 zu bezahlen. Der amtliche Ver-
teidiger sei für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 3'771.65 (inkl. Barauslagen 
und MwSt.) zu entschädigen. Diese Entschädigung sei dem Kanton Graubünden 
aufzuerlegen und aus der Gerichtskasse zu bezahlen. Für das Verwaltungsverfah-
ren sei der amtliche Verteidiger mit CHF 7'606.15 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 
zu entschädigen. Diese Entschädigung sei dem Bund aufzuerlegen, unter Vorbe-
halt der Rückerstattungspflicht von A._____ gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

F. Am 4. Januar 2022 ordnete der Vorsitzende der I. Strafkammer des Kan-
tonsgerichts gestützt auf Art. 406 Abs. 1 lit. c StPO das schriftliche Verfahren an.

G. In der Berufungsbegründung des Berufungsklägers vom 20. November 
2019 hielt dieser an seinen in der Berufungserklärung gestellten Anträgen vollum-
fänglich fest und beantragte ausserdem, dass Rechtsanwalt Vincent Augustin, wie 

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schon für die Vorverfahren, als amtlicher Verteidiger des Berufungsklägers für das 
kantonsgerichtliche Verfahren zu bestellen sei.

H. In der Berufungsbegründung vom 26. Januar 2022 wiederholte die B._____ 
ihre zuvor gestellten Anträge.

I. Die Staatsanwaltschaft und das Regionalgericht verzichteten am 28. re-
spektive am 31. Januar 2022 auf eine Stellungnahme zu den Berufungsbegrün-
dungen des Berufungsklägers und der B._____ gemäss Art. 406 Abs. 4 i.V.m. Art. 
390 Abs. 2 StPO.

J. In ihrer Stellungnahme zur Berufungsbegründung des Berufungsklägers 
vom 18. Februar 2022 beantragte die B._____ die Abweisung seiner Anträge (un-
ter Kostenfolge).

K. In seiner Stellungnahme zur Berufungsbegründung der B._____ vom 21. 
März 2022 verwies der Berufungskläger auf seine im Verfahren SK1 21 81 gestell-
ten Anträge (cf. supra lit. D).

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Erwägungen

1. Prozessuales und Vorfragen

1.1. Es liegen zwei Berufungen gegen das Urteil des Regionalgerichts vom 12. 
Oktober 2021 vor. Gründe der Zweckmässigkeit sprechen hier dafür, dass das 
Kantonsgericht über die zwei Berufungen in einem einzigen Urteil befindet. Recht-
lich steht dem nichts entgegen. Die Verfahren SK1 21 81 und SK1 21 82 sind da-
her zu vereinigen und durch ein einziges Urteil zu erledigen.

Sofern nichts Weiteres vermerkt ist, handelt es sich bei «act. KG» um Akten aus 
dem Verfahren SK1 21 81.

1.2. Da die B._____ für die Verfolgung und Beurteilung von Widerhandlungen 
gegen das aSBG oder das BGS zuständig ist (Art. 48 Abs. 1 aSBG respektive Art. 
104 Abs. 5 BGS), richtet sich das Verfahren vor dem Kantonsgericht nach dem 
Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht (Art. 1 und 73 ff. VStrR); subsidiär 
sind die Bestimmungen der StPO heranzuziehen (Art. 82 VStrR). Demnach sind 
die Berufungen zulässig gegen das Urteil des Regionalgerichts, mit dem das Ver-
fahren ganz abgeschlossen worden ist (Art. 80 Abs. 1 VStrR sowie Art. 398 Abs. 1 
StPO). Die Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen weiteren Bemerkungen 
Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichten Berufungen ist daher einzutre-
ten (Art. 79 Abs. 2 VStrR; Art. 398 ff. StPO) und es ist ein neues, den erstinstanz-
lichen Entscheid ersetzendes Urteil zu fällen (Art. 408 StPO).

1.3. In seiner Berufungserklärung stellt sich der Berufungskläger zunächst auf 
den Standpunkt, dass das Kantonsgericht volle Kognition habe, da vorliegend Art. 
398 Abs. 4 StPO keine Anwendung finde.

Als Berufungsgericht kann das Kantonsgericht grundsätzlich ein erstinstanzliches 
Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen (Art. 398 Abs. 2 
StPO). Mit der Berufung können (a.) Rechtsverletzungen, einschliesslich Über-
schreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsver-
zögerung, (b.) die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts 
sowie (c.) die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 398 Abs. 3 StPO). Bildeten 
ausschliesslich Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen Hauptverfah-
rens, so kann mit der Berufung nur geltend gemacht werden, das Urteil sei rechts-
fehlerhaft oder die Feststellung des Sachverhalts sei offensichtlich unrichtig oder 
beruhe auf einer Rechtsverletzung. Neue Behauptungen und Beweise können 
nicht vorgebracht werden (Art. 398 Abs. 4 StPO). Die Qualifikation als Übertretung 
hängt nicht vom Dispositiv des erstinstanzlichen Urteils, sondern vom Gegenstand 

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des erstinstanzlichen Verfahrens ab. Lautete die Anklage der Staatsanwaltschaft 
auf ein Vergehen, sprach das Gericht den Beschuldigten jedoch nur einer Übertre-
tung schuldig, ist die Einschränkung von Absatz 4 demnach nicht anwendbar 
(Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts vom 21. Dezember 2005, 
BBl 2006 1085 ff., S. 1314; BGer 1B_580/2021 v. 10.3.2022 E. 2.2).

Vorliegend warf die B._____ A._____ in der Anklageschrift respektive Strafverfü-
gung vom 14. Oktober 2020 (act. B._____ 07 118) vor, ein Vergehen gemäss Art. 
10 Abs. 2 StGB, nämlich einen mehrmaligen Verstoss gegen Art. 130 Abs. 1 lit. a 
BGS begangen zu haben, sodass Art. 398 Abs. 4 StPO keine Anwendung findet. 
Somit können mit den Berufungen – wie vom Berufungskläger zu Recht vorge-
bracht – neue Behauptungen und Beweise, in casu insbesondere das von diesem 
eingereichte Zeugenschreiben vom 19. Oktober 2021 (act. KG B.1), vorgebracht 
werden, und das Kantonsgericht kann das angefochtene Urteil des Regionalge-
richts in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen.

Aufgrund des Umstandes, wonach der Berufungskläger die Aufhebung der Dispo-
sitiv-Ziffern 1, 2 und 3 des Urteils des Regionalgerichts und einen Freispruch von 
Schuld und Strafe, unter vollen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des 
Staats, und die B._____ die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 3c) (erster Satzteil) 
sowie 4 des besagten Urteils beantragte, ist das Urteil des Regionalgerichts in 
seiner Gesamtheit Verfahrensgegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens.

1.4. Das Berufungsgericht ist nicht an die Anträge oder Begründungen der Par-
teien gebunden (Art. 391 Abs. 1 lit. a und b StPO). Die Berufung ist nach der ge-
setzgeberischen Konzeption eine zweite Tatsacheninstanz (Botschaft zur Verein-
heitlichung des Strafprozessrechts vom 21. Dezember 2005, BBl 2006 1085 ff., S. 
1318) und das Berufungsgericht verfügt – soweit keine Berufungsbeschränkungen 
vorliegen (vgl. Art. 398 Abs. 4 und 404 Abs. 1 StPO) – über umfassende Kognition 
in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht (BGer 6B_658/2018 v. 19.12.2019 E. 3.3). 
Dementsprechend besteht auch die Befugnis des Berufungsgerichts zu einem 
neuen, anderen Entscheid als das Erstgericht völlig unabhängig davon, ob ein 
Rügegrund (Art. 398 Abs. 3 StPO) erfüllt ist oder nicht. Ob die tatsächlichen Fest-
stellungen der Erstinstanz die Verurteilung getragen haben, ob die Subsumtion 
rechtlich einwandfrei war, dies alles spielt für das Berufungsgericht, wenn es 
selbst aufs Neue in der Sache entscheidet, keine massgebliche Rolle. Von daher 
muss es sich im Rahmen der eigenen Begründung seines Sachurteils mit den 
erstinstanzlichen Erwägungen, etwa einer abweichenden Beweiswürdigung der 
Vorinstanz, auch nicht einmal zwingend befassen, wenngleich dies zur Stärkung 
des eigenen Standpunktes im Einzelfall wünschenswert sein kann. Das Beru-

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fungsgericht hat somit alle Freiheiten, die Sache gänzlich unabhängig von den 
Erwägungen im angefochtenen Urteil zu entscheiden. Grenzen sind einem Beru-
fungsgericht allein durch die Anklage und das Verbot der Schlechterstellung ge-
setzt (Gunhild Godenzi, «Second opinion»?, in ZStrR 136/2018, S. 16 f.; BGer 
6B_760/2016 v. 29.6.2017 E. 4.4; 6B_1302/2015 v. 28.12.2016 E. 4.2.1). 

Vorliegend liegen keine Berufungsbeschränkungen im Sinne von Art. 398 Abs. 4 
und 404 Abs. 1 StPO vor. Somit hat das Kantonsgericht den ihm zur Beurteilung 
unterbreiteten Anklagesachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht selbst 
umfassend neu zu verhandeln, d.h. festzustellen und zu würdigen und nicht (ledig-
lich) das erstinstanzliche Urteil in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht einer Kon-
trolle zu unterziehen.

1.5. Die urteilende Instanz muss sich ferner nicht mit allen Parteistandpunkten 
einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider-
legen. Vielmehr kann sich das Gericht auf die seiner Auffassung nach wesentli-
chen und massgeblichen Vorbringen der Parteien beschränken (BGE 141 IV 249 
E. 1.3.1; 139 IV 179 E. 2.2; 138 IV 81 E. 2.2 je m.w.H.).

1.6. Der Berufungskläger beantragt die Wiederholung und Ergänzung der Be-
weisabnahmen im Rahmen einer mündlichen Berufungsverhandlung durch die 
richterliche Befragung respektive Einvernahme von mehreren Zeugen resp. Aus-
kunftspersonen sowie die erneute persönliche Anhörung (act. KG A.2, A.3).

Das Berufungsverfahren ist grundsätzlich mündlich (BGE 147 IV 127 E. 2.1). 
Schriftliche Berufungsverfahren bilden nach der Intention des Gesetzgebers die 
Ausnahme (BGE 139 IV 290 E. 1.1). Art. 406 StPO zählt abschliessend auf, in 
welchen Fällen das Berufungsgericht die Berufung im schriftlichen Verfahren be-
handeln kann. Gemäss Art. 406 Abs. 1 StPO kann das schriftliche Verfahren an-
geordnet werden, (a.) wenn ausschliesslich Rechtsfragen zu entscheiden sind, (b.) 
wenn der Zivilpunkt angefochten ist, (c.) wenn Übertretungen Gegenstand des 
erstinstanzlichen Urteils bilden und mit der Berufung nicht ein Schuldspruch we-
gen eines Verbrechens oder Vergehens beantragt wird, (d.) wenn Kosten-, Ent-
schädigungs- und Genugtuungsfolgen oder (e.) Massnahmen im Sinne von Art. 
66-73 StGB angefochten sind. Die Voraussetzung zur Durchführung eines schrift-
lichen Verfahrens nach Art. 406 Abs. 1 lit. c StPO (Dispositiv des erstinstanzlichen 
Urteils lautend auf eine Übertretung) ist nicht dieselbe wie diejenige zur Beschrän-
kung der Prüfungsbefugnis des Berufungsgerichts gemäss Art. 398 Abs. 4 StPO 
(Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens lautend auf eine Übertretung). So-
fern das erstinstanzliche Urteilsdispositiv auf eine Übertretung lautet, kann das 

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schriftliche Verfahren nach Art. 406 Abs. 1 lit. c StPO grundsätzlich unabhängig 
vom Streitgegenstand vor dem erstinstanzlichen Gericht angewendet werden, der 
lediglich die Prüfungsbefugnis des Berufungsgerichts festlegt (BGer 1B_580/2021 
v. 10.3.2022 E. 2.3; Sven Zimmerlin, in Donatsch et al., Kommentar zur Schweize-
rischen Strafprozessordnung, 3. Aufl., AD._____ 2020, N 6 zu Art. 406 StPO).

Vorliegend erkannte das Regionalgericht den Berufungskläger der mehrfachen 
Übertretung des Spielbankengesetzes im Sinne von Art. 56 Abs. 1 lit. a und c 
aSBG schuldig und die Parteien beantragen mit der Berufung keinen Schuld-
spruch wegen eines Verbrechens oder Vergehens, was die Anwendung von Art. 
406 Abs. 1 lit. c StPO zur Folge hat. Das Berufungsverfahren kann somit schriftlich 
durchgeführt werden.

Auch in beweisrechtlicher Hinsicht ist die Durchführung einer mündlichen Beru-
fungsverhandlung vorliegend nicht angezeigt und den Beweisanträgen des Beru-
fungsklägers ist nicht stattzugeben, da das Kantonsgericht über genügend Be-
weismittel verfügt und gestützt darauf der Berufungskläger – wie sich noch zeigen 
wird – von Schuld und Strafe freizusprechen ist. 

1.7. Des Weiteren macht der Berufungskläger geltend, Anklage bilde vorliegend 
ausschliesslich das Übermittlungsschreiben der B._____ an die Staatsanwalt-
schaft Graubünden vom 28. Januar 2021 (act. RG 3) und nicht die Strafverfügung 
der B._____ vom 14. Oktober 2020 (act. B._____ 07 083 ff.). Da das besagte 
Überweisungsschreiben lediglich auf den in der Strafverfügung dargelegten Sach-
verhalt und nicht zusätzlich auf die der beschuldigten Person vorgeworfenen Tat-
bestände verweise, sei der Anklagegrundsatz im Sinne von Art. 73 Abs. 2 VStrR 
verletzt worden. Das angefochtene Urteil sei schon daher in Gutheissung der Be-
rufung aufzuheben (act. KG A.2, A.3, A.6). 

Gemäss Art. 73 Abs. 2 VStrR gilt im Verwaltungsstrafverfahren die Aktenüberwei-
sung durch die beteiligte Verwaltung an die kantonale Staatsanwaltschaft als An-
klage. Dabei hat die Überweisung den Sachverhalt und die anwendbaren Strafbe-
stimmungen zu enthalten oder auf die Strafverfügung zu verweisen. Die für eine 
gültige Anklage notwendigen Informationen müssen somit im Überweisungs-
schreiben selbst enthalten sein oder sich aus der Strafverfügung ergeben, auf die 
das vorgenannte Schriftstück zu verweisen hat. Indes können sich Überweisung 
und Strafverfügung auch komplementieren (Stefan Heimgartner/Tornike Keshela-
va in: Frank et al., Basler Kommentar Verwaltungsstrafrecht, Basel 2020 N 18 zu 
Art, Art. 73 VStrR). Mit anderen Worten erfordert Art. 73 Abs. 2 VStrR nicht, dass 
im Verwaltungsstrafverfahren entweder integral auf die Strafverfügung zu verwei-

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sen ist oder der Sachverhalt und die vorgeworfenen Tatbestände integral im 
Überweisungsschreiben neu dargestellt werden müssen. Im Unterschied zum 
Strafverfahren nach der StPO verlangt das VStrR nämlich nicht, dass als formelles 
Schriftstück entweder ein Strafbefehl oder eine Anklage fungiert (BStGer 
SK.2019.41 v. 5.12.2019 E. 1.5.2). 

Vorliegend ergeben sich der dem Berufungskläger vorgeworfene Sachverhalt und 
die ihm vorgeworfenen Strafbestimmungen aus der Strafverfügung und dem 
Überweisungsschreiben, womit dem Anklageprinzip im Sinne von Art. 73 Abs. 2 
VStrR Genüge getan ist. Somit liegt eine gültige Anklage wegen mehrfacher vor-
sätzlicher Widerhandlung gegen Art. 130 Abs. 1 lit. a BGS vor.

2. Sachverhalt

2.1. Anklagevorwürfe

Dem Berufungskläger wird zusammengefasst vorgeworfen, sich der mehrfachen 
vorsätzlichen Organisation und Durchführung von Spielbankenspielen, ohne die 
dafür notwendige Konzession zu besitzen (Art. 130 Abs. 1 lit. a BGS), im Klublokal 
C._____ an der D._____ in E._____, schuldig gemacht zu haben, durch

- Mieten der Räumlichkeiten des Lokals C._____ zum Zweck des Anbietens von 
Spielbankenspielen und Herrichten der besagten Räumlichkeiten als Spiellokal, 
während unbestimmter Zeit, festgestellt am 27. Mai 2015, sowie vom 1. Juli 2015 
bis am 6. April 2016 (Organisieren);

- Anbieten der Geräte _____ und _____ je mit den 14 Spielbankenspielen Magic 
Fruits 4, Black Hawk, Casino AO._____, Fenix Play 27, Fire Bird, Football Mania, 
Golden Lion, Magic Fruits 27, Magic Fruits 81, Magic Hot 4, Magic of the Ring, 
Miami Beach, Mystery Jack und Tetrimania (nachfolgend: Gerät _____ und Gerät 
_____) an Dritte zum Spiel, während unbestimmter Zeit, festgestellt am 27. Mai 
2015, Leeren der Kassen und Abrechnung über die Einnahmen (Durchführen);

- Anbieten des Gerätes _____ mit den 24 Spielbankenspielen Super Fruits 1000, 
Winning Dollars, Galaxy, Smart Roulette, Joker Deuces, Frozen 7’s, Luxury Delu-
xe 777, Luxury 777, hot Reels 777, Wild West 27, Mystery Rings, Lady’s Kiss, 
Royal Crown, Loony Fruits, Thor’s Victory, Gold of Pelican, Gold of Pelican II, Dol-
phin’s Treasure, Poseidon’s Paradise, Devil’s Fire, Burning Reels, Diamonds on 
Fire, Cold Fire und Heroes of Egypt (nachfolgend: Gerät _____) an Dritte zum 
Spiel, während unbestimmter Zeit, festgestellt am 27. Mai 2015, Leeren der Kas-
sen und Abrechnung über die Einnahmen (Durchführen);

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- Anbieten des Gerätes _____ mit den 2 Spielbankenspielen Book of Ra deluxe 
und Sizzling Hot (nachfolgend: Gerät _____) an Dritte zum Spiel, während unbe-
stimmter Zeit, festgestellt am 27. Mai 2015, Leeren der Kassen und Abrechnung 
über die Einnahmen (Durchführen);

- Anbieten des Gerätes _____ mit den 42 Spielbankenspielen Magic Fruits 4, 
Black Hawk, Casino AO._____, Fenix Play 27, Fire Bird, Football Mania, Golden 
Lion, Magic Fruits 27, Magic Fruits 81, Magic Hot 4, Magic of the Ring, Miami 
Beach, Mystery Jack, Tetrimania, Mega Bols, American Superball, Extra Bingo, 
Bingo/Keno, Magic Colors, Lost Treasures, Babylon Treasures, Beach Party, Fruit 
Mania, Magic Target, Hot Party, Black Jack (21), AO._____ Poker, Sic Bo, Ameri-
can Roulette, Turbo Play, Arcade, AO._____ Reels II, Magic Fruits, Fenix Play, 
Magic Hot, AO._____ Hot, Black Horse, Joker Poker, Turbo Poker, American Po-
ker V, Three Cards und Magic Poker (nachfolgend: Gerät _____) an Dritte zum 
Spiel, in der Zeit vom 1. Juli 2015 bis am 6. April 2016, Leeren der Kassen und 
Abrechnung über die Einnahmen (Durchführen);

- Anbieten des Gerätes _____ mit den 24 Spielbankenspielen Magic Fruits 4, 
Black Hawk, Casino AO._____, Fenix Play 27, Fire Bird, Golden Lion, Magic Fruits 
27, Magic Fruits 81, Magic Hot 4, Magic of the Ring, Miami Beach, Mystery Jack, 
Tetrimania, Fruit Mania, Magic Target, Hot Party, Black Jack (21), American Rou-
lette, Turbo Play, AO._____ Reels II, Magic Fruits, Fenix Play, AO._____ Hot und 
Black Horse (nachfolgend: Gerät _____) an Dritte zum Spiel, in der Zeit vom 1. 
Juli 2015 bis am 6. April 2016, Leeren der Kassen und Abrechnung über die Ein-
nahmen (Durchführen; Strafverfügung der B._____ vom 14. Oktober 2020, act. 
B._____ 07 118 f.).

In Bezug auf den erstmaligen Tatzeitpunkt schliesst sich das Kantonsgericht der 
Auffassung des Regionalgerichts, dass die Anklage der B._____ in dieser Hinsicht 
unpräzise ist («während unbestimmter Zeit, festgestellt am 27. März [recte: Mai] 
2015»), an (act. KG E. 1 S. 10). Auf die Anklage ist somit einzig hinsichtlich der 
Zeit ab dem 27. Mai 2015 einzugehen.

Der Berufungskläger macht in sachverhaltlicher Hinsicht zusammengefasst gel-
tend, er sei ab dem 1. Januar 2015 nicht der verantwortliche Geschäftsführer des 
Klublokals C._____ gewesen und wisse nichts von den Geräten, da er das besag-
te Klublokal per diesem Datum an F._____ untervermietet habe.

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2.2. Allgemeines zur Beweiswürdigung

Zu den theoretischen Grundlagen der Beweiswürdigung wird auf die Ausführun-
gen der Vorinstanz verwiesen (act. KG E.1 S. 6 f.). Ihnen braucht nichts beigefügt 
zu werden.

2.3. Beweismittel

2.3.1. Beweismittel zur Hausdurchsuchung vom 27. Mai 2015

2.3.1.1. Ergebnis der Hausdurchsuchung vom 27. Mai 2015

Am 27. Mai 2015 fand eine Hausdurchsuchung im Klublokal C._____ an der 
D._____ in E._____ statt. Dabei wurden im Lokal insbesondere die Geräte ____, 
____, ____ sowie ____ beschlagnahmt, auf welchen die vorstehend in E. 2.1. auf-
geführten Spiele aufgeschaltet waren (act. B._____ 02 001 ff.; 05 001 ff.; 4 DVDs 
Kantonspolizei GR betr. Hausdurchsuchung vom 27. Mai 2015).

Anlässlich der Durchsuchung konnten im Lokal die zwölf Personen F._____, 
G._____, H._____, I._____, J._____, K._____, L._____, M._____, N._____, 
O._____, P._____ sowie Q._____ angetroffen werden. G._____ sass aktiv spie-
lend hinter einer Holzwand vor dem Gerät _____ im hinteren Teil des Lokals. 
F._____, der sich als Angestellter im Lokal C._____ zu erkennen gab, sass neben 
G._____ vor dem Gerät _____. Aufgrund der sichtbaren Bildschirmoberfläche hat 
F._____ zu diesem Zeitpunkt nicht am besagten Gerät gespielt. Die restlichen 
Personen spielten entweder Karten, standen an der Bar oder sassen im hinteren 
Bereich des Lokals auf einer Sitzbank (act. B._____ 02 033 ff., 050, 062 ff.).

Ausserdem befand sich am Boden in einer Ecke des Lokals ein Stapel Gratiszei-
tungen, Werbung und ungeöffneter Post. Darunter befand sich ein ungeöffneter 
Briefumschlag von R._____ ohne Sendedatum, der an S._____ (Ehefrau des Be-
rufungsklägers), T._____lokal, D._____ in E._____, adressiert war (act. B._____ 
DVD 1, Fotos 41 – 45).

Die Geräte _____, _____, _____ und _____ wurden gleichentags inklusive Kas-
seninhalt von der B._____ bei F._____ beschlagnahmt. Ebenso beschlagnahmte 
die B._____ bei F._____ CHF 222.00 Bargeld im Serviceportemonnaie, welches 
sich in der Barschublade befand, CHF 200.90 Bargeld in einem Plastikbecher in 
der Bar, einen Bund mit sieben Schlüsseln, den sie in F._____ rechten vorderen 
Hosentasche gefunden hatte, CHF 840.00 Bargeld in der Brusttasche von 
F._____ Jacke, dessen Handy sowie CHF 2'770.00 Bargeld im Serviceportemon-

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naie, welches sich in F._____ Hosentasche hinten rechts befand (act. B._____ 02 
005 – 017). 

2.3.1.2. Einvernahmen zur Hausdurchsuchung vom 27. Mai 2015

2.3.1.2.1. F._____ (act. B._____ 02 136 ff.)

Anlässlich der polizeilichen Befragung vom 27. Mai 2015 führte F._____ zusam-
mengefasst aus, dass er im Lokal C._____ nur sporadisch aushelfe, er sei dort 
nicht angestellt. Er habe zuletzt am 26. und 27. Mai 2015 dort gearbeitet. Zum ers-
ten Mal habe er vor 3-4 Monaten im Lokal C._____ ausgeholfen, im Durchschnitt 
ca. 3 Tage pro Woche. Er habe nicht gesehen, welche Personen dort arbeiten 
würden. Ungefähr eine Woche vor der Hausdurchsuchung habe im C._____ noch 
eine Frau, eine ca. 25 Jahre alte Jugoslawin, gearbeitet. Er kenne diese nicht. Auf 
die Frage, wer für die Führung des Betriebs verantwortlich sei bzw. wer die An-
weisungen erteile, sagte F._____ aus, er denke, das sei ein Iraker namens 
A._____. Den Familiennamen kenne er nicht. Seine Natelnummer laute _______. 
Er habe ihn unter dem Namen «A._____» gespeichert. Er habe am 26. Mai 2015 
zum letzten Mal mit ihm telefoniert. Er kenne A._____ seit ca. 3 Jahren. Dieser 
bezahle ihm zwischen CHF 30.00 und CHF 35.00 pro Tag, je nachdem wie viele 
Leute im Lokal seien und wie viel Umsatz gemacht werde. A._____ rufe ihn je-
weils an, wenn er ihn brauche. Auf die Frage, wer der Patentinha-
ber/Bewilligungsinhaber des Klublokals C._____ sei, antwortete F._____, er kenne 
nur A._____, er denke, er sei der Chef. Es gebe eventuell noch einen Chef aus 
AD._____. Dieser sei auch schon im Lokal gewesen, er habe ihn aber selbst nie 
gesehen. Die Automaten im Lokal würden von diesem Mann aus AD._____ 
stammen. Wie der Mann heisse, wisse er nicht. Er habe gehört, dass er Türke sei. 
Sodann sagte er aus, dass A._____ der Mieter des Lokals sei und dass dieser 
einen Schlüssel fürs Lokal habe. A._____ gebe ihm den Schlüssel, wenn er arbei-
te. Die erwähnte Frau habe ebenfalls einen Schlüssel, wenn sie am Arbeiten sei. 
Des Weiteren sagte F._____ aus, dass er das erste Mal im Jahr 2006 im Lokal 
gewesen sei. Dazumal seien noch keine Spielautomaten im Lokal gewesen, es sei 
lediglich mit Karten gespielt worden. Er denke, die Spielautomaten seien vor ca. 3-
4 Jahren vor der Hausdurchsuchung im Lokal aufgestellt worden. Der Aufsteller, 
Lieferant und Eigentümer der Glücksspielgeräte sei dieser Mann aus AD._____. 
Er selbst habe mit diesem Mann keine Abmachungen getroffen. Dies müsse man 
A._____ fragen, dieser kenne diesen Mann. Zudem erklärte F._____, dass er nicht 
wisse, wer das Einverständnis zum Aufstellen der Geräte erteilt habe, und sagte 
aus, dass er die Spiele nicht kenne. Wenn ein Gast etwas gewinne, dann käme er 
zu ihm und er bezahle dann den Betrag aus. Meistens sei aber A._____ im Lokal 

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und sage ihm, wann er das Geld ausbezahlen müsse. Auf Anfrage sagte F._____ 
aus, dass er auch den Schlüssel für die Automaten auf sich trage, um die Geld-
fächer zu leeren. Er habe aber die Automaten noch nie geleert. Er denke, dies 
mache A._____ oder der Mann aus AD._____. Auf die Frage, was ein Gast tun 
müsse, um an den Glücksspielautomaten spielen zu können, antwortete er, dass 
diese offen seien, er denke, es sei kein Passwort nötig. Nochmals mit der Frage 
konfrontiert, wie und durch wen die Gewinne an die Spieler ausbezahlt würden, 
antwortete F._____, er denke, dass A._____ diese ausbezahle. Er selbst habe 
auch schon 2-3 Gewinne ausbezahlt. Dies seien Wetten gewesen. Die Spieler 
seien dann mit den Belegen zu ihm gekommen. Die Woche vor der Hausdurchsu-
chung habe er zweimal CHF 120.00 ausbezahlt. Nochmals mit der Frage konfron-
tiert, wer die Schlüssel zu den Geräten besitze, antwortete F._____, dass dies der 
Chef von AD._____ und auch A._____ seien. Er wisse aber nicht, wann und durch 
wen die Kassen der Glücksspielgeräte zum letzten Mal geleert worden seien. 
Ebenfalls die Frage, wie und wie häufig mit dem Aufsteller abgerechnet werde, 
könne er nicht beantworten, dies mache A._____. Er könne nicht sagen, welche 
Einnahmen (Platzmiete, Umsatzbeteiligung etc.) bis am 27. Mai 2015 durch die 
Glücksspielgeräte erzielt worden seien, mit der Begründung, dass er die Automa-
ten nie geöffnet habe, er helfe nur aus. Er wisse nicht, ob hierzu Abrechnungen 
existierten, dies wisse nur A._____. Der Gewinn werde dann immer durch den 
Chef aus AD._____ abgeholt. Ausserdem würde er kein Geld von den Einnahmen 
erhalten. Ebenso wenig habe selbst gespielt, dazu habe er kein Geld. Auf die Fra-
ge, wem das bei der Hausdurchsuchung sichergestellte Bargeld in der Höhe von 
CHF 4'280.00 gehöre, antwortete F._____, dass dies dem Chef von AD._____ 
gehöre. Das Geld stamme von Personen, die im Lokal C._____ gespielt und Wet-
ten abgeschlossen hätten.

2.3.1.2.2. G._____ (act. B._____ 02 128 ff.)

Anlässlich der polizeilichen Befragung vom 27. Mai 2015 führte G._____ aus, dass 
er insgesamt ca. drei bis vier Mal im erwähnten Lokal gewesen sei, um dort an 
den Glücksspielautomaten zu spielen. Er habe dabei ca. CHF 150.00 gewonnen, 
die von F._____ direkt am Sitzplatz ausbezahlt worden seien. Auf die Frage, wer 
im Lokal die verantwortliche Person (Chef, Wirt, Mieter etc.) sei, sagte er aus, er 
habe einfach beim Servicepersonal F._____ das Getränk bezahlt. Bezüglich der 
Frage, welche Personen dort arbeiten würden und welche ihre Aufgaben seien, 
antwortete er, dass er nur F._____ kenne. Sodann sagte er aus, dass im Lokal 
C._____ seit Anfang des Jahres, also seit Januar 2015, Glücksspiele gespielt 
würden. F._____ sei für den Betrieb, den Unterhalt und die Wartung der Geräte 

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zuständig, dieser komme, wenn man Hilfe benötige. Zur Person des Aufstellers 
und Herkunft der Spielautomaten könne er hingegen keine Angaben machen.

2.3.1.2.3. Weitere im Lokal anwesende Personen (act. B._____ 02 050, 02 071 ff.)

K._____ sagte aus, dass er sich zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung das erste 
Mal im Klublokal C._____ befunden habe und dass er deswegen keine Angaben 
zur Aufstelldauer, zur Person des Aufstellers und zur Herkunft der Spielautomaten 
machen könne. Er habe nicht an diesen gespielt. Auf die Frage, wer im Lokal die 
verantwortliche Person (Chef, Wirt, Mieter etc.) sei, sagte er aus, dass er den 
Mann nicht persönlich kenne. Er sitze jedoch im hinteren Teil auf der Bank, er tra-
ge blaue Jeans und eine schwarze Jacke (Person Nummer 109, F._____). Er ha-
be nur diesen gesehen. Dieser habe ihnen die Spielutensilien gegeben. Er habe 
keine Ahnung, wer für den Betrieb, den Unterhalt und die Wartung der Geräte zu-
ständig sei, er denke der Chef, F._____, gesehen habe er jedoch niemanden (act. 
B._____ 02 071 ff.).

L._____ gab zu Protokoll, dass er seit ca. einem Jahr etwa alle 14 Tage einmal ins 
Lokal C._____ komme. Seit er in diesem Lokal verkehre, würden dort Glücksspie-
le gespielt. Er selbst habe aber noch nie Glücksspiele gespielt. Er wisse nicht ge-
nau, wie lange die Computer und Wettautomaten im besagten Lokal stünden. Am 
Wettautomaten habe er vor ca. 4 Monaten das erste Mal gespielt, gewonnen habe 
er jedoch nichts. Den Namen der für dieses Lokal verantwortlichen Person (Chef, 
Wirt, Mieter etc.) kenne er nicht. Es sei ein Mann, möglicherweise ein Türke oder 
Araber. Sie würden ihn einfach Chef nennen. Dieser sei mehr als 30 Jahre alt, 
habe kurze schwarze Haare, trage einen Bart und sei etwas fester. Am Tag der 
Durchsuchung habe er ihn nicht gesehen, er glaube, er komme selten ins Lokal. 
Am Tag der Durchsuchung sei aber eine Serviceangestellte, eine jüngere Frau, 
die nicht gut Deutsch spreche, im Lokal gewesen. Auf die Frage, wer im C._____ 
arbeite, sagte L._____ aus, dies sei der Chef, den er dort erst einmal gesehen 
habe und die Serviceangestellte. Er wisse nicht, ob noch andere Personen im Lo-
kal arbeiten würden. Ebenso wenig könne er Angaben zur Person des Aufstellers, 
zur Herkunft der Spielautomaten oder zu der für den Unterhalt und die Wartung 
zuständigen Person machen (act. B._____ 02 079 ff.).

M._____ sagte aus, dass er seit ca. einem Monat ein bis zweimal pro Woche ins 
Lokal C._____ komme. Auf die Frage, wer im Lokal die verantwortliche Person 
(Chef, Wirt, Mieter etc.) sei, erklärte er, dass er diese nicht kenne. Heute arbeite 
nur der Herr mit dem Bart, F._____, von dem sie die Karten erhalten hätten, hinter 
dem Tresen. Zudem habe dort gelegentlich eine hellhäutige Frau, die zwischen 30 

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und 35 Jahre alt sei und gebrochen Deutsch spreche, gearbeitet. Die Computer im 
Lokal stünden im Lokal, seitdem er dort verkehre. Hingegen könne er keine Anga-
ben zur Person des Aufstellers, zur Herkunft der Spielautomaten oder zu der für 
den Unterhalt und die Wartung zuständigen Person machen. Ebenso wenig habe 
er beobachten können, wer etwaige an den Glücksspielautomaten gemachte Ge-
winne ausbezahlt (act. B._____ 02 087 ff.).

N._____ gab zu Protokoll, er sei vor zwei Monaten zum ersten Mal ins Lokal ge-
kommen und habe sich dort seitdem zweimal aufgehalten. Vor zwei Monaten sei-
en die Computer und Wettgeräte bereits im Lokal gewesen. Jedoch könne er kei-
ne Angaben zur Person des Aufstellers, zur Herkunft der Spielautomaten oder zu 
der für den Unterhalt und die Wartung zuständigen Person machen. Ebenso wenig 
wisse er, wer die für dieses Lokal verantwortliche Person (Chef, Wirt, Mieter, etc.) 
sei. Auf die Frage, welche Personen dort arbeiten würden und was ihre Aufgaben 
seien, zeigte er auf F._____, dieser sei der Chef. Dieser serviere Getränke und 
kassiere das Geld ein (act. B._____ 02 095 ff.).

O._____ sagte aus, er sei vor einem Monat zum ersten Mal ins Lokal gekommen 
und habe sich dort seitdem dreimal aufgehalten. Auf die Frage, wer im Lokal die 
verantwortliche Person (Chef, Wirt, Mieter etc.) sei, erklärte er, dass er das nicht 
genau wisse. Am 27. Mai 2015 habe ein Türke, F._____, die Getränke serviert. Ob 
er der Chef sei, wisse er nicht. Er wisse auch nicht, welche Personen im Lokal 
C._____ arbeiteten und was ihre Aufgaben seien. Er denke der Türke F._____, 
dieser sei auch am Tag zuvor, am 26. Mai 2015, dort gewesen und habe Getränke 
serviert. Andere Personen habe er im Lokal C._____ nicht arbeiten sehen. 
Schliesslich könne er keine Angaben zur Aufstelldauer, zur Person des Aufstel-
lers, zur Herkunft der Spielautomaten oder zu der für den Unterhalt und die War-
tung zuständigen Person machen (act. B._____ 02 104 ff.).

P._____ gab zu Protokoll, er habe noch nie an Glücksspielautomaten gespielt. Da 
er sich zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung zum ersten Mal im Klublokal 
C._____ befunden habe, könne er keine Angaben zur Aufstelldauer, zur Person 
des Aufstellers und zur Herkunft der Spielautomaten oder zu der für den Unterhalt 
und die Wartung zuständigen Person machen könne. Auf die Frage, wer im Lokal 
die verantwortliche Person (Chef, Wirt, Mieter etc.) sei, sagte er aus, dass – so-
weit er wisse – dies F._____ sei. Bei ihm könne man auch Getränke bezahlen. 
Soweit er wisse, arbeite nur F._____ im Lokal C._____ (act. B._____ 02 112 ff.).

Q._____ sagte aus, dass sie die Spielutensilien von F._____ erhalten hätten. Er 
habe noch nie an Glücksspielautomaten gespielt. Er sei vor ca. drei Monaten zum 

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ersten Mal ins Lokal gekommen und habe sich dort seitdem zweimal aufgehalten. 
Auf die Frage, wer im Lokal die verantwortliche Person (Chef, Wirt, Mieter etc.) 
sei, sagte er aus, dass dies der Mann mit der schwarzen Jacke (F._____) sei, der 
hinten auf der Bank sitze. Er habe nur diesen gesehen. Des Weiteren glaube er, 
dass die Computer bereits vor drei Monaten im Lokal gestanden seien. Hingegen 
könne er keine Angaben zur Person des Aufstellers und zur Herkunft der Spielau-
tomaten oder zu der für den Unterhalt und die Wartung zuständigen Person ma-
chen (act. B._____ 02 120 ff.).

2.3.1.2.4. Berufungskläger (act. B._____ 02 147 ff.)

Namentlich aufgrund der von F._____ gemachten Aussagen, dass es sich beim 
Geschäftsführer des Lokals um A._____ handle, wurde dieser über zehn Monate 
nach der besagten Haudurchsuchung von der Kantonspolizei Graubünden einver-
nommen.

Anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 30. März 2016 gab der Berufungs-
kläger zu Protokoll, er habe mit dem Klublokal C._____ nichts zu tun. Er sei ledig-
lich der Mieter dieses Lokals. Vor ca. drei bis fünf Jahren hätte sein Kollege, 
V._____ (recte: V._____), das Lokal eingemietet und das Klublokal aufgezogen. 
Er habe diesen dabei unterstützt und als dieser kurz darauf in die Türkei ver-
schwunden sei, habe er das Lokal übernommen. Zwischenzeitlich sei V._____ 
wieder in der Schweiz. Seit zwei Jahren, Ende 2014/Anfang 2015, habe der Beru-
fungskläger das besagte Klublokal an F._____ untervermietet. Er könne einen 
entsprechenden Vertrag vorweisen. In den letzten zwei Jahren 2015 und 2016 
habe er sich sehr selten im C._____ aufgehalten. Er sei nur ab und zu dort gewe-
sen, um etwas zu trinken. Ansonsten habe er wie gesagt mit dem Klublokal nichts 
zu tun. Er erhalte lediglich eine Miete von CHF 1'100.00 und bezahle CHF 950.00. 
Somit habe er monatlich einen Gewinn von CHF 150.00. Da er mit dem Klublokal 
nichts mehr zu tun habe, könne er weder Angaben über die Personen, die dort 
arbeiteten, und deren Aufgaben, noch über die für die Führung des Betriebs ver-
antwortliche Person machen. Er sei sich nicht ganz sicher, wer der Patentinha-
ber/Bewilligungsinhaber sei, glaube jedoch, dass die Bewilligung über den italieni-
schen Verein des Klublokals C._____ laufe. Bezüglich der Aussagen von F._____ 
vom 27. Mai 2015, wonach es sich beim Chef des Lokals um einen gewissen 
A._____ handle und dass die dazu gemachte Personenbeschreibung auf ihn zu-
treffe, antwortete der Berufungskläger, dass F._____ sagen könne, was er wolle. 
Er sei nicht für das Lokal C._____ zuständig. Er habe lediglich einen Untermietver-
trag mit F._____. Auf die Frage, weshalb ein Schreiben von R._____ zum Zeit-
punkt der Hausdurchsuchung vom 27. Mai 2015 an seine Frau, S._____, adres-

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siert an die Adresse des Klublokals C._____, versandt worden war, antwortete der 
Berufungskläger, dass einige Dinge wie auch die Kundenkarte der R._____ noch 
immer auf die Adresse des Klublokals C._____ laufen würden. Die Rechnungen 
erhalte er dann von F._____ und würde sie begleichen. Der Berufungskläger sag-
te aus, dass er zum Lokal keinen Schlüssel mehr habe. Er gehe davon aus, dass 
sicherlich F._____ einen Schlüssel habe. Ansonsten könne er dazu keine Anga-
ben machen. Konfrontiert mit der Aussage von F._____, dass dieser einen 
Schlüssel vom Berufungskläger erhalten habe und lediglich aushilfsweise im Klub-
lokal C._____ arbeite, sagte letzterer aus, dass F._____ natürlich von ihm einen 
Schlüssel erhalten habe, er habe ja mit ihm einen Untermietvertrag. Wie oft 
F._____ dort arbeiten würde, könne er nicht sagen. Zur Frage, seit wann sich die 
sichergestellten Geräte im Lokal befänden, könne er nichts sagen. Zu seiner Zeit 
hätten sich keine Geräte im Klublokal befunden. Die Aussage von F._____, dass 
die Geräte bereits drei bis vier Jahre im Klublokal stünden, sei eine Lüge. Er habe 
keine solche Geräte im Lokal gehabt. Zum Aufsteller/Lieferant der Geräte und zur 
Frage, welche Abmachungen mit diesem getroffen worden seien, könne er keine 
Angaben machen. Hierzu müsse die Polizei F._____ fragen. Des Weiteren wisse 
er nicht, wem die Geräte gehörten, wer das Einverständnis zum Aufstellen der 
Geräte erteilt habe, welche Spiele damit gespielt werden könnten, wie der konkre-
te Spielablauf funktioniere und wer die Gewinne an die Spieler ausbezahle. Die 
Aussage von F._____, wonach die Gewinne mehrheitlich vom Berufungskläger 
ausbezahlt worden seien, bestritt er vehement und erklärte, dass er im besagten 
Lokal nie irgendwelche Gewinne ausbezahlt habe. Ebenso wisse er nicht, wer die 
Geräteschlüssel besitze, wann und durch wen die Gerätekassen zum letzten Mal 
geleert worden seien, wie häufig mit dem Aufsteller abgerechnet werde, welche 
Einnahmen bis am 30. März 2016 durch die Geräte erzielt worden seien, ob hierzu 
Abrechnungen bestünden, wer an den Spieleinnahmen beteiligt sei und mit wel-
chem Anteil. F._____ Aussage, wonach sämtliche Abrechnungen der Automaten 
durch den Berufungskläger getätigt worden seien, bestritt er ebenfalls.

2.3.1.3. Weitere sachliche Beweismittel

Anlässlich der polizeilichen Befragung des Berufungsklägers vom 30. März 2016 
beschlagnahmte die Kantonspolizei Graubünden sein Mobiltelefon (act. B._____ 
02 060 f.; DVD mit Extraktionsberichten B._____ iPhone A._____ [U7426]).

2.3.2. Beweismittel zur Hausdurchsuchung vom 6. April 2016

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2.3.2.1. Ergebnis der Hausdurchsuchung

Aufgrund der anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 30. März 2016 ge-
machten Aussagen des Berufungsklägers begab sich die Kantonspolizei 
Graubünden am 6. April 2016 nochmals ins Klublokal C._____. Hierbei konnte 
festgestellt werden, dass bereits wieder neue Glücksspielautomaten respektive 
Geräte mit Spielbankenspielen, betrieben wurden (act. B._____ 02 156 ff.; 05 050 
ff.; CD Kriminaltechnische Dienste, Kantonspolizei Graubünden mit Videos / Fotos 
betr. Hausdurchsuchung vom 6. April 2016).

Anlässlich der Durchsuchung konnten im Lokal die sechs Personen F._____, 
W._____, X._____, Y._____, Z._____ sowie AA._____ angetroffen werden. 
Y._____ sass aktiv spielend vor einem Glücksspielgerät. X._____ sass neben 
Y._____ und schaute diesem zu. AA._____ und Z._____ sassen mit F._____ und 
W._____ an einem Tisch (act. B._____ 02 172).

Die Geräte _____ und _____, auf welchen die vorstehend in E. 2.1. aufgeführten 
Spiele aufgeschaltet waren, wurden gleichentags inklusive Zubehör und Kassen-
inhalt bei F._____ beschlagnahmt. Ebenso beschlagnahmte die Kantonspolizei 
Graubünden bei F._____ namentlich CHF 135.50 Bargeld im Serviceportemon-
naie, das sich in der Barschublade befand, sowie eine Plastiktüte, die sich in ei-
nem Schrank befand, CHF 97.90 Bargeld sowie einem silbrigen Ring beinhaltete 
und die Aufschrift «_____» trug (act. B._____ 02 176 ff.).

2.3.2.2. Einvernahmen zur Hausdurchsuchung vom 6. April 2016

2.3.2.2.1. Y._____ (act. B._____ 02 185 ff.)

Anlässlich der polizeilichen Befragung vom 6. April 2016 gab Y._____ zusammen-
gefasst zu Protokoll, dass die für das Lokal verantwortliche Person (Chef, Wirt, 
Mieter etc.) ein Mann mit Bart sei. Dieser sei während der Kontrolle allein an ei-
nem Tisch mit dem Laptop gesessen. Seinen Namen kenne er nicht, aber er habe 
ihm und seinem Kollegen X._____ Tee gebracht. Er habe keine Ahnung, welche 
Personen ausser diesem Mann im Klublokal arbeitete. Zudem sagte er aus, dass 
er sich zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung zum ersten Mal im Klublokal 
C._____ befunden habe und dass er deswegen insbesondere keine Angaben zur 
Aufstelldauer, zur Person des Aufstellers und zur Herkunft der Spielautomaten 
oder zu der für den Unterhalt und die Wartung zuständigen Person machen kön-
ne. Er habe CHF 20.00 in den Notenleser des Glücksspielautomaten gelassen. 
Jedoch habe er das Spiel verloren. Deshalb könne er ebenfalls nicht aussagen, 

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wer etwaige Gewinne ausbezahle. Schliesslich habe er nicht gesehen, dass je-
mand eine Buchhaltung über Gewinne und Verluste führe.

2.3.2.2.2. AA._____ (act. B._____ 02 193 ff.)

Anlässlich der polizeilichen Befragung, die am Tag nach der Hausdurchsuchung 
stattfand, gab AA._____ zusammengefasst zu Protokoll, dass er das Lokal von 
Anfang an, d.h. seit 2010 oder 2011, regelmässig besucht habe. Er könne nicht 
sagen, in welchem Jahr die Automaten aufgestellt worden seien. Die für das Lokal 
verantwortliche Person (Chef, Wirt, Mieter etc.) sei nicht AB._____ (der Mann mit 
dem Dreitagebart und der schwarzen Jacke, F._____). Dieser Mann bediene im 
Lokal und sei dort immer anzutreffen. Mit den Glücksspiel- und Wettspielautoma-
ten habe F._____ nichts zu tun. Dafür verantwortlich sei A._____. Die Automaten 
entleere F._____ und gebe das Geld anschliessend A._____. Er glaube nicht, 
dass F._____ etwas von den Automaten habe. A._____ sei der Geschäftsführer 
des Lokals C._____ und der Chef. Er wisse, dass A._____ als Inhaber des Lokals 
für das OK für das Aufstellen der Geräte verantwortlich gewesen sei. Wenn je-
mand einen kleineren Betrag bis CHF 500.00 gewinne, bezahle F._____ diesen 
aus. Geld dazu nehme er aus der Hosentasche oder aus den Automaten. Müsse 
er einen höheren Gewinn ab CHF 500.00 auszahlen, rufe er A._____ an, welcher 
dann vorbeikomme und den Betrag auszahle. A._____ stelle auch das Personal 
ein, damit habe F._____ nichts zu tun. Was die Frau im Lokal für eine Funktion 
habe, könne er nicht sagen, da er sie am Tag der Hausdurchsuchung vom 6. April 
2016 zum ersten Mal im Lokal gesehen habe. Des Weiteren sagte AA._____ aus, 
dass die neuen Geräte unmittelbar nach der Hausdurchsuchung vom 27. Mai 
2015 wieder aufgestellt worden seien. Es habe eigentlich keinen Unterbruch ge-
geben. A._____ sei für den Betrieb der Geräte zuständig. Hingegen könne er kei-
ne Angaben zur Person des Aufstellers oder zu der für den Unterhalt und die War-
tung zuständigen Person machen. Ebenfalls könne er nicht sagen, woher diese 
Geräte bzw. das Spielprogramm stammten. Er habe gehört, dass die Automaten 
von AD._____ kommen würden. Jedoch könne er keine Namen nennen. Ebenfalls 
sagte AA._____ aus, dass er auch schon an den Glücksspielautomaten gespielt 
habe. Letztmals habe er vor ca. 3-4 Tagen für CHF 40.00 gespielt. Vor einem Jahr 
habe er öfters und mit höheren Beträgen gespielt. Er habe früher an einem Abend 
bis zu CHF 600.00 verspielt. Er habe noch nie gewonnen. Auf die Frage, wer für 
die Kassenleerung zuständig sei, sagte AA._____ aus, dass F._____ und A._____ 
dies tun würden. Dies habe er schon selbst gesehen. Wenn jemand bei der Be-
dienung der Automaten Hilfe benötige, dann komme F._____, bei grösseren Pro-
blemen werde der Automat ausser Betrieb genommen und irgendwann ersetzt. 

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Wer die grösseren Wartungen an den Geräten vornehme, wisse er nicht. Schliess-
lich gehe er davon aus, dass A._____ eine Buchhaltung führe, genau wisse er das 
jedoch nicht.

Am 8. August 2018 wurde AA._____ in Anwesenheit von A._____ durch die 
B._____ als Zeuge befragt (act. B._____ 04 014 ff.). Zusammengefasst sagte die-
ser aus, dass der Berufungskläger sein Freund sei, den er schon länger kenne, 
aber weniger als zehn Jahre. AA._____ bestätigte seine am 7. April 2016 gemach-
ten Aussagen, wonach er im Klublokal C._____ seit dessen Eröffnung im Jahr 
2010 oder 2011 regelmässig verkehrte. Die Frage der B._____, ob er seine am 7. 
April 2016 gemachten Aussage, dass nicht AB._____ (F._____) die im Lokal ver-
antwortliche Person sei, dass dieser zwar im Lokal bediene und dort immer anzu-
treffen sei, jedoch mit dem Glücksspiel- und Wettautomaten nichts zu tun gehabt 
habe, bestätigen könne, verneinte er und führte aus, er sage nochmals dasselbe 
wie damals. Die Polizei habe ihm einen Zettel vorgelegt, woraus hervorging, dass 
der Lokalverantwortliche A._____ sei. Er habe der Polizei gesagt, dass AB._____ 
bediene. Er habe jedoch nicht gewusst, wer verantwortlich sei. Wenn die Polizei 
mit einem amtlichen Zettel komme, wo draufsteht, wer verantwortlich sei, was hät-
te er dazu sagen sollen? Deshalb habe er auch gesagt, es sei AB._____, der dort 
bediene. Es stimme aber nicht, dass F._____ nichts mit den Automaten zu tun 
gehabt habe, da er einen Schlüssel und Geld in der Tasche gehabt habe. Sodann 
bestätigte AA._____ seine am 7. April 2016 gemachte Aussage, dass F._____ das 
Geld sammle und die Leute ausbezahle, wenn jemand bei den Automaten gewin-
ne. Auf die Frage der B._____, ob er seine am 7. April 2016 gemachten Aussage, 
dass A._____ für die Glücksspiel- und Wettautomaten verantwortlich sei und dass 
F._____ die Automaten entleeren würde und das Geld anschliessend an A._____ 
gebe, bestätigen könne, führte er aus, dass er nicht wisse, ob er es so gesagt ha-
be. F._____ habe die Automaten geleert, wenn das Lokal zu gewesen oder wenn 
er allein gewesen sei. Bei der Kantonspolizei habe er genug von dem Theater ge-
habt und hätte dann einfach gesagt, es sei so. Er habe F._____ nur gesehen, wie 
er Geld in der Tasche gehabt habe, aber er habe persönlich nicht gesehen, wie er 
es A._____ geben habe. Die Frage der B._____, ob er seine am 7. April 2016 ge-
machten Aussage, dass kleinere Beträge von bis CHF 500.00 von F._____ und 
grössere Beträge ab CHF 500.00 von A._____ ausbezahlt worden seien, bestäti-
gen könne, verneinte er und führte aus, dass dies die Aussage der Polizei gewe-
sen sei. Die Polizei habe ihm die Aussage in den Mund gelegt. Sodann berichtete 
dieser über persönliche Probleme mit der Polizei, beschwerte sich, dass diese 
anlässlich der Hausdurchsuchung vom 6. April 2016 auf ihn eingeredet habe, als 
ob er ein kleines Kind sei, und beschuldigte die anlässlich der Hausdurchsuchung 

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vom 6. April 2016 anwesenden Beamten, sie seien anlässlich der besagten Haus-
durchsuchung mit F._____ mit einem Geldbündel à CHF 1'000.00 zur Toilette ge-
gangen. Am nächsten Tag habe er sie gefragt, wo das Geld sei. Sie hätten ihm 
nichts gesagt. Er denke, dass das Geld zwischen F._____ und der Polizei gewe-
sen sei. Auf die Frage der B._____, ob er seine am 7. April 2016 gemachte Aus-
sage, dass A._____ der Geschäftsführer und Chef des Klublokals C._____ sei, 
dass dieser die grösseren Gewinne ausbezahle und das Lokal einstelle, bestäti-
gen könne, führte er aus, dass er nicht gesagt habe, dass A._____ Personal ein-
stelle. Dieser sei Geschäftsführer. Der Polizist habe ihm einen Zettel gegeben, 
darauf sei der Name A._____ gestanden. Jeder wisse, dass er der Chef sei. Zur 
Frage der B._____, weshalb seiner Meinung nach A._____ «Geschäftsführer» 
bzw. «Chef» sei, antwortete AA._____, dass sie seit Jahren immer «beim 
A._____» abmachen würden, wenn sie sich zu einem Kaffee treffen würden. Auf 
die Frage der B._____, woher er wisse, dass A._____ Personal eingestellt habe, 
konnte AA._____ keine Angaben machen. Er bestätigte, dass die am 6. April 2016 
beschlagnahmten Automaten kurz nach der Hausdurchsuchung vom 27. Mai 2015 
aufgestellt worden seien. Dazu befragt, wie die Verantwortlichkeiten im Lokal im 
Mai 2015 gewesen seien, wer dort gearbeitet habe und wer der Chef gewesen sei, 
antwortete er, dass er das nicht mehr wisse, das sei lange her. Er wisse es nicht 
mehr genau, wer dort gearbeitet habe. Das Lokal habe bereits A._____ gehört. Er 
wüsste nicht, dass in den Jahren, in denen er im C._____ verkehrt habe, jemals 
jemand anderer als A._____ der Verantwortliche gewesen sei. Zudem kenne er 
V._____. Dieser sei eine Zeit lang im C._____ gewesen, man habe dieses auch 
an seinem Verhalten gemerkt. Er wisse nicht, wie lange oder wann dieser im Lokal 
gewesen sei. Auf die Frage der B._____, ob er seine am 7. April 2016 gemachten 
Aussagen, dass er nicht sagen könne, wer die Automaten aufgestellt habe, dass 
er aber wisse, dass sicher A._____ als Inhaber des Lokals C._____ für das OK für 
das Aufstellen verantwortlich gewesen und dass dieser für den Betrieb der Geräte 
zuständig gewesen sei, jedoch nicht wisse, wer den Unterhalt und die Wartung 
vornehme, bestätigen könne, antwortete AA._____, dass er eben gewusst habe, 
dass das Lokal A._____ gehörte. Er wisse nicht, wer die Maschinen gebracht ha-
be. Er sei davon ausgegangen, dass A._____ als Lokalinhaber das OK gegeben 
habe. Sodann bestätigte AA._____ seine Aussage vom 7. April 2016, wonach 
kleinere Beträge von F._____ und die grossen Gewinne von A._____ ausbezahlt 
worden seien. Entweder sei A._____ angerufen oder der Gewinner sei zu A._____ 
geschickt worden. Hingegen kenne er die Beträge nicht, da F._____ normalerwei-
se genug Geld in der Tasche gehabt habe. Er habe jedoch F._____ nie verstan-
den, wenn er telefoniert habe. Er habe nie gesehen, dass A._____ jemanden be-
zahlt hätte. A._____ habe ihm einmal CHF 600.00 gegeben, nicht als Gewinnaus-

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zahlung. Es sei kein Geld gewesen, dass er gewonnen habe oder so. Die Formu-
lierung sei von der Kantonspolizei, dass A._____ ab CHF 500.00 ausbezahlt habe. 
F._____ habe sehr viel Geld in der Tasche gehabt. Auf die Frage der B._____, 
was er mit «zu ihm geschickt» meine und wohin die Gewinner geschickt worden 
seien, um ihr Geld zu bekommen, antwortete AA._____, dass er das nicht gese-
hen habe, er wisse es nicht. Sodann bestätigte er seine am 7. April 2016 gemach-
te Aussage, dass er gesehen habe, dass nicht nur F._____, sondern auch 
A._____ die Kassen der Geldspielautomaten geleert habe. 

Zur Ergänzungsfrage des Berufungsklägers, ob er zu 100% wisse, ob er der Chef 
sei oder ob er dies von Leuten gehört habe, sagte AA._____ aus, dass er dies 
gehört habe. Er habe gewusst, dass A._____ der Chef sei. Er habe dort getrun-
ken. An Tagen, an denen er nicht gearbeitet habe, habe er ihn das Lokal öffnen 
sehen. Er könne nicht 100% sagen, dass es sein Lokal sei. Er würde nicht beim 
Amt arbeiten, um dies zu überprüfen. Auf die Frage, ob er A._____ gesehen habe, 
wie er Leute ausbezahlt habe oder wie er Maschinen hin und her bewegt habe, 
sagte AA._____ aus, dass er nie behauptet habe, dass A._____ die Maschinen 
bewegt habe. F._____ habe am Tag der Razzia die Maschinen versteckt. 
AA._____ verneinte A._____ Ergänzungsfrage, ob er wisse, dass er mit F._____ 
einen Untermietvertrag habe und dieser für das Lokal verantwortlich sei, mit der 
Begründung, dass er keinen Vertrag gesehen und nie davon gehört habe. Auf die 
Ergänzungsfrage des Rechtsvertreters von A._____, auf wieviel sich sein grösster 
Gewinn beliefe, antwortete AA._____, CHF 600.00 oder so, CHF 580.00 oder 
CHF 680.00. Dieser sei ihm von F._____ ausbezahlt worden.

2.3.2.2.3. Z._____ (act. B._____ 02 199 ff.) 

Anlässlich der polizeilichen Einvernahme, die am Tag nach der Hausdurchsu-
chung stattfand, sagte Z._____ aus, dass er das Lokal seit sieben Jahren zwei bis 
drei Mal in der Woche besuche. In seinen Augen handle es sich beim Chef des 
Klublokals um A._____. Dieser erscheine praktisch jeden zweiten Tag im Klublo-
kal und rechne die Automaten ab, indem er das Geld aus den Glücksspielautoma-
ten nehme. F._____, der seit Januar 2015 im Lokal arbeite, habe die Aufgabe, die 
Getränke zu servieren und kleinere Gewinne bis zu CHF 500.00 auszubezahlen. 
Ab CHF 500.00 kontaktiere er A._____, welcher dann dem Spieler den entspre-
chenden Gewinn ausbezahle. Die Serviceangestellte, W._____, habe er am 7. 
April 2016 (recte: 6. April 2016) zum ersten Mal gesehen. Diese habe ihm den Tee 
serviert und einkassiert. Er sei sich 100% sicher, dass diese durch A._____ einge-
stellt worden sei. So wie er informiert sei, erhalte W._____ im Monat CHF 1'000.00 
zusammen mit Kost und Logis. Der Grund für die Einstellung von W._____ dürfte 

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darin liegen, dass F._____ ebenfalls mit dem Spielen begonnen habe und folglich 
des Öfteren die Abrechnung nicht stimmte. F._____ habe ihm schon mehrere Ma-
le erzählt, dass er für seine Arbeit von A._____ CHF 1'000.00 pro Monat erhalte. 
Im Jahr 2012 habe es einen Brand im Klublokal C._____ gegeben. Damals sei 
V._____ zusammen mit A._____ für das Klublokal C._____ verantwortlich gewe-
sen. Soviel er wisse, habe damals V._____ Geld von den Automaten genommen 
und sei in die Türkei verschwunden. Darauf sei er von den türkischen Aufstellern 
der Computer, Laptops, Glücksspiel- sowie Wettautomaten im Lokal U._____ und 
AC._____ aus AD._____ gesucht worden. Von dieser Zeit an werde die Miete des 
Klublokals C._____ seines Wissens durch U._____ beglichen. V._____ habe sich 
bei den zwei Türken entschuldigt und habe das Geld zurückgeben müssen. 
V._____ sei somit früher mit dem Klublokal C._____ in Verbindung gestanden, 
jedoch bereits vor der letzten Hausdurchsuchung vom 27. Mai 2015 habe dieser 
mit dem Klublokal nichts mehr zu tun gehabt. Auf die Frage, welche Personen im 
Klublokal C._____ arbeiteten, antwortete Z._____, dies seien A._____ als Chef, 
F._____ im Service und als Betreuer der Automaten sowie neu W._____ neu 
ebenfalls im Service. Auf die Frage, seit wann im Lokal C._____ Glücksspiele ge-
spielt würden, sagte er aus, dass ca. 40 Tage nach der letzten Hausdurchsuchung 
vom 27. Mai 2015 wieder Glücksspiel- sowie auch Wettspielautomaten installiert 
worden seien. Da er seit der Eröffnung in diesem Lokal verkehren würde, habe er 
die Glücksspielautomaten dann gesehen und sich zum Spielen verleiten lassen. 
Wenn es ein Problem mit den Notebooks (Wetten) gebe, dann würden die dafür 
verantwortlichen Personen direkt über das Internet auf die Geräte zugreifen und 
die Probleme beheben. Bei Problemen von nicht ans Internet angeschlossenen 
Geräten fahre A._____ manchmal mit diesen nach AD._____ oder U._____ und 
AC._____ würden diese mitnehmen und entsprechenden Ersatz bringen. Die 
Geräte würden aus AD._____ stammen und durch einen gewissen U._____ und 
AC._____ betreut werden. Die Internetseite Siskowin.com stamme auch von den 
beiden. Über den Firmensitz könne er aber keine Angaben machen. Bei den Ver-
mittlern handle es sich um die zwei türkischen Staatsangehörigen U._____ und 
AC._____. Diese beiden habe er schon des Öfteren gesehen. Bei U._____ handle 
es sich um einen ca. 35-jährigen Mann, der zwischen 160 cm bis 170 cm gross 
sei, mit normaler Statur. Sein schwarzes Haar trage er etwas länger nach hinten 
gekämmt/gegelt. Bei AC._____ handle es sich um einen ca. 40 bis 45-jährigen 
Mann, der etwa 170 cm bis 180 cm gross sei, mit einer kräftigen Statur, sein 
schwarz grau meliertes Haar trage er ganz kurz (Millimeterschnitt). Dieser habe 
ihm auch gesagt, dass er ca. 4 bis 5 Jahre wegen eines Mordes im Gefängnis ge-
wesen sei. Die Frage, ob er bereits an den Glücksspielautomaten gespielt habe, 
bejahte er. Immer wenn er Geld habe, spiele er. Er habe im Klublokal C._____ an 

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den Glücksspielautomaten und Wettautomaten seit dem 27. Mai 2015 ca. CHF 
23'000.00 verspielt. Gewonnen habe er in dieser Zeit nichts. Auf die Frage, ob er 
bereits früher in diesem Lokal an Geräten gespielt habe, sagte er aus, dass er von 
2010 bis 2016 insgesamt sicherlich CHF 200'000.00 verspielt habe. Die Kassen 
würden durch A._____ und F._____ geleert. Das Geld nehme A._____ dann jeden 
Abend zu sich. Wo er dieses horten würde, könne er nicht sagen. Das Geld werde 
dann sporadisch nach Mitternacht durch diesen U._____ und AC._____ aus 
AD._____ abgeholt. Kleinere Beträge würden manchmal auch durch A._____ 
selbst nach AD._____ gebracht. Bei Problemen an Geräten, die ans Internet an-
geschlossen sind, werde von einem anderen Gerät auf diese zugegriffen. Bei klei-
neren Problemen mit den Geräten erscheine A._____ und versuche das Problem 
zu lösen. Er glaube, dass dieser auch im Besitze der Codes ist, um die Geräte 
entsprechend zurücksetzen zu können.

Am 8. August 2018 wurde Z._____ in Anwesenheit von A._____ durch die 
B._____ befragt (act. B._____ 04 023 ff.). Zusammengefasst sagte dieser aus, 
dass er den Berufungskläger aus E._____ kenne, aus dem Lokal C._____. Dies 
seit das Lokal vor 7-8 Jahren geöffnet habe. Z._____ bestätigte seine am 7. April 
2016 gemachten Aussagen, wonach es sich beim Chef des Klublokals C._____ in 
seinen Augen um A._____ handle, dass dieser praktisch jeden zweiten Tag im 
Klublokal erscheine, die Automaten abrechne und das Geld aus den Glücksspie-
lautomaten nehme. Ebenso bestätigte er seine Aussage, dass F._____ die Aufga-
be hatte, die Getränke zu servieren, die Automaten zu betreuen sowie kleinere 
Gewinne bis ca. CHF 500.00 auszubezahlen und dass er bei Gewinnen ab ca. 
CHF 500.00 A._____ angerufen habe, welcher dann den entsprechenden Gewinn 
ausbezahlen würde. Dazu führte er aus, dass F._____ immer dort war und auch 
die Automaten geleert habe. Wenn A._____ etwas bestellt habe, dann sei er fast 
jeden Tag dort gewesen. Auf die Frage, ob er seine am 7. April 2016 gemachte 
Aussage, dass er W._____ am Tag der Hausdurchsuchung vom 6. April 2016 zum 
ersten Mal gesehen habe, dass diese Tee serviert und einkassiert habe und dass 
er sich 100% sicher sei, dass diese durch A._____ für CHF 1'000.00 im Monat mit 
Kost und Logis eingestellt worden sei, bestätigen könne, sagte er aus, dass er am 
7. April 2016 gesagt habe, dass der 6. April 2016 ihr erster Tag im Klublokal 
C._____ gewesen sei. Er wisse nichts vom Service, denn am 6. April 2016 habe 
es keinen Service gegeben. Er wisse nicht, ob W._____ dort gearbeitet habe. So-
dann bestätigte Z._____, dass F._____ ihm erzählt habe, dass er für seine Arbeit 
im Klublokal C._____ monatlich CHF 1'000.00 von A._____ erhalte und dass die-
ser seit ungefähr Januar 2015 im Klublokal C._____ gearbeitet habe. Sodann 
bestätigte er, dass die am 6. April 2016 beschlagnahmten Automaten ca. 40 Tage 

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nach der Hausdurchsuchung vom 27. Mai 2015 aufgestellt worden seien. Dazu 
befragt, wie die Verantwortlichkeiten im Lokal im Mai 2015 gewesen seien, wer 
dort gearbeitet habe und wer der Chef gewesen sei, sagte er aus, dass er offiziell 
nichts wisse, er es aber schon gesehen habe. Er habe dort auch gespielt und so-
gar Spielverbote von A._____ bekommen. Er habe seinen Lohn oder den Lohn 
seiner Freundin verloren, das sei normal. Wenn man spiele, habe man Probleme. 
Auf die Frage der B._____, wie die Verhältnisse vor Mai 2015, insbesondere ab 
Beginn des Jahres 2015 gewesen seien, sagte er aus, dass A._____ für die Be-
stellungen und Rechnungen verantwortlich gewesen sei. Auf die Frage, ob in den 
Jahren, in denen er im C._____ verkehrt habe, jemals jemand anderer als 
A._____ der Verantwortliche gewesen sei, sagte Z._____ aus, dass zu Beginn 
A._____ und V._____ für das Klublokal verantwortlich gewesen seien. V._____ 
habe selbst gespielt, sei dann fast zwei Monate zurück in die Türkei und dann 
wieder in die Schweiz gekommen. Er wisse nicht, was zwischen den beiden pas-
siert sei. Sodann bestätigte Z._____ seine am 7. April 2016 gemachte Aussage, 
dass es im Jahr 2012 einen Brand im Klublokal C._____ gegeben habe und dass 
damals V._____ zusammen mit A._____ für dieses verantwortlich gewesen sei. 
Seines Wissens habe damals V._____ Geld von den Automaten genommen, sei 
in die Türkei verschwunden und sei darauf von U._____ und AC._____ aus 
AD._____ gesucht worden. Von dieser Zeit an sei die Miete des Klublokals 
C._____ seines Wissens durch U._____, dem türkischen Aufsteller aus AD._____, 
beglichen worden. Später habe sich V._____ bei den zwei Türken entschuldigt 
und das Geld zurückgegeben. Er habe das so gehört. Zudem bestätigte er, dass 
V._____ bereits vor der Razzia im Mai 2015 nichts mehr mit dem Lokal C._____ 
zu tun gehabt habe, weil er dort nicht mehr reingehen durfte. Sodann bestätigte 
Z._____ seine am 7. April 2016 gemachte Aussage, wonach er an den Automaten 
im C._____ gespielt habe, seit sie das erste Mal im Lokal aufgestellt worden seien 
und dass er von 2010 bis 2016 insgesamt sicherlich CHF 200'000.00 verspielt ha-
be. Die Automaten seien seit der Eröffnung im Lokal C._____ gestanden. Z._____ 
bestätigte abermals, dass U._____ und AC._____ aus AD._____ – beide Türken – 
die Glücksspiel- und Wettautomaten programmiert und mit dem OK von A._____ 
im Klublokal C._____ aufgestellt hätten. Er kenne U._____ und AC._____, da er 
schon Probleme gehabt habe, als er über CHF 4'000.00 in Automaten verloren 
habe. Er habe ihnen gesagt, dass er sein Geld brauche und der Automat nicht 
bezahle. Er habe V._____ geschlagen. Darauf habe A._____ mit AD._____ tele-
foniert, U._____ und AC._____ seien gekommen und seien mit ihm hingesessen. 
Er habe diesen gesagt, dass der Automat nicht richtig funktioniere. Dann habe 
A._____ ihm dieses bezahlt, als Schulden, er müsse es ihm zurückzahlen. 
Manchmal habe er A._____ um Geld zum Spielen gefragt. Dieser habe ihm 

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manchmal gesagt, dass er das Geld am nächsten Tag nach AD._____ bringen 
müsse. Manchmal habe A._____ auch gesagt, dass er am nächsten Tag dort ab-
rechnen müsse. Ebenfalls bestätigte er die am 7. April 2016 gemachte Aussage, 
dass A._____ bei Problemen mit den Offline-Geräten manchmal nach AD._____ 
fahre, oder U._____ und AC._____ nähmen diese mit und brächten entsprechen-
den Ersatz. Er wisse dies, weil A._____ manchmal mit einem defekten Automaten 
gekommen sei und diesen mitgenommen und einen neuen zurückgebracht habe. 
Auf die Frage der B._____, ob er die beiden Türken aus AD._____ im C._____ 
gesehen habe, gegebenenfalls, was sie dort gemacht hätten, sagte Z._____ aus, 
dass er diese bei der Abrechnung gesehen habe. Des Weiteren bejahte er die 
Frage der B._____, ob er die am 7. April 2016 gemachte Aussage, wonach es sich 
beim beschlagnahmten Automaten Nr. _ (B._____ _____) um ein Gerät namens 
Vision handle, welcher zwar am Internet angeschlossen sei, jedoch die ganze Zeit 
über von AD._____ aus bewacht werde. Er erklärte, dass dieses Gerät wie ein 
Computer sei. Beispielweise könne man es mit dem Internet so machen, dass es 
auf einem anderen Gerät nicht laufe. Und so könnte man aus AD._____ alles in-
nerhalb weniger Sekunden löschen. Bei Problemen habe A._____ einfach mit 
AD._____ telefonieren können und dann seien die Probleme von dort behoben 
worden. A._____ habe nicht ins Programm reingekonnt. Auf die Frage der 
B._____, wann er das letzte Mal im Lokal C._____ gewesen sei, antwortete er, 
dass er dort das letzte Mal im Herbst 2016 gewesen sei, als er das Lokal während 
zwei Wochen übernommen habe. Dann habe er selbst gespielt, für fast CHF 
50'000.00. Dann habe er die Schlüssel übergeben. Er bekomme jetzt mit den vie-
len Schulden keinen Job. Ganz E._____ wisse Bescheid, dass er spiele. Er habe 
Betreibungen über CHF 80'000.00. A._____ habe den Anwalt gefragt, was er ma-
chen solle. Wenn er gefragt werden würde, solle er einfach sagen, er wisse nichts. 
Er habe der Polizei gesagt, «dass wenn sie nicht finden, dass (er) dann den Block 
niederbrennen würde». Er sei aus drei Wohnungen rausgeschmissen worden, da 
er die Miete nicht bezahlt habe. Er habe A._____ um das Lokal gebeten, da es zu 
war. Dieser habe zu ihm gesagt, dass er spiele, aber er habe dies verneint. Sie 
hätten mit den beiden aus AD._____ eine Abmachung gemacht bezüglich der Tei-
lung der Gewinne, 50% oder 60% bei den Glücksspielen und 40% bei den Wetten 
und «Vision». Von seinem Teil der Gewinne hätte A._____ 10% erhalten plus Mie-
te. Am Ende des Monats habe er einen Vertrag machen wollen. Ein Kollege sei 
reingekommen und habe spielen wollen, der Laptop sei vorher immer zu gewesen. 
A._____ habe ihm nicht vertraut, da er spiele. Er habe gehört, dass er mit einem 
anderen abgemacht habe, dass dieser das Lokal übernehme. Ein Kollege sei bei 
ihm gewesen und habe gesehen, dass er spielte. A._____ habe ihn zwanzig Mal 
angerufen, aber er habe nicht abgenommen. A._____ habe die Automaten geöff-

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net und in zwei Tagen seien CHF 50'000.00 in der Buchhaltung aufgeführt gewe-
sen. A._____ sei von ihm sehr enttäuscht gewesen.

Die Ergänzungsfrage von A._____, ob er selbst gesehen habe, wie er Auszahlun-
gen vorgenommen habe, bejahte er. Des Weiteren hat der Zeuge bestätigt, dass 
er A._____ drei Tage vor der Einvernahme in AE._____ angerufen habe und ihn 
um Geld gebeten habe. Auf Nachfrage sagte er ausserdem aus, dass er A._____ 
um Geld gebeten habe, da dies sein Geld sei. Es sei das Geld, das er während 
den Jahren verloren habe. Bis heute habe A._____ Automaten. Er habe alle Loka-
le, die auf seinen Namen lauteten, abgegeben. Auch sein Auto sei nun weg. Er 
sage nun, er sei auf dem Sozialamt. Im Fussballverein, dort gebe bis zu diesem 
Zeitpunkt Automaten. Oberhalb der Türe gebe es eine Kamera, dort werde eine 
Zutrittskontrolle gemacht. A._____ habe ihm verboten, dorthin zu gehen. Im 
AF._____ sei er auch verantwortlich, dort habe er sich mit ihm und V._____ ge-
prügelt. Er habe ihm die Zähne kaputt gemacht. Er sei dort bis heute Chef.

Auf die Frage des Rechtsvertreters von A._____, woher er das Geld gehabt habe, 
um mit solchen Beträgen zu spielen, sagte Z._____ aus, dass er an verschiede-
nen Orten gearbeitet habe. Er habe überall Geld genommen, er schulde allen in 
E._____ Geld. Niemand würde ihm mehr vertrauen. Auf die Frage des Rechtsver-
treters, wie die Aussage, dass A._____ ihm Geld ausbezahlt habe, mit der Aussa-
ge im Zusammenhang stehe, dass er nie etwas gewonnen habe, antwortete 
Z._____, dass er gesagt habe, dass wenn er verliere, er U._____ gesagt habe, 
dass er Geld brauche. Dann habe entweder U._____ A._____ angerufen oder er 
sei in den Fussballverein und habe das Geld eingefordert. Er habe ihn auch gese-
hen, wie er anderen Leuten Geld ausbezahlte. Auf Nachfrage fügte Z._____ an, 
dass er immer verloren habe und dann bei A._____ Schulden gemacht habe. Er 
habe insgesamt ungefähr über CHF 6'000.00 – 7'000.00 Schulden beim Beru-
fungskläger.

2.3.2.2.4. F._____ (act. B._____ 02 205 ff.)

Anlässlich der polizeilichen Befragung vom 6. April 2016 gab F._____ zur Frage, 
was er zu dem mit A._____ am 5. Januar 2015 abgeschlossenen Untermietver-
trag, aus dem hervorgeht, dass F._____ für das Klublokal C._____ verantwortlich 
ist, sage, zu Protokoll, dass so wie es aussehe, handle es sich hierbei um seine 
Unterschrift, jedoch habe er diesen Vertrag nie gesehen. Ausserdem sei er ledig-
lich im Besitz eines Ausländerausweises __ und könne somit kein Lokal anmieten. 
Zudem sei er nicht in der Lage, eine Miete in der Höhe von CHF 980.00 zu bezah-
len. Er habe praktisch nicht einmal genügend Geld zum Leben. Er arbeite im Klub-

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lokal C._____ seit Januar 2015. Dabei verkaufe er die Getränke und gebe den 
Gästen die Spielkarten (Remi etc.). Auch kassiere er Beiträge ein, welche die 
Spieler an den aufgestellten Notebooks auf Wetten platzierten. Er habe für 
V._____ und A._____ gearbeitet. Für die Glücksspielautomaten und Notebooks 
für die Wetten sei eine Person von AD._____ verantwortlich, deren Name er nicht 
kenne. Er selbst bekomme keinen Lohn und nehme sich jeweils Zigaretten und 
Getränke. Wenn er Hunger habe, nehme er sich etwas Geld aus dem Servicepor-
temonnaie und hole sich etwas zu Essen. Dies belaufe sich auf ca. CHF 30.00 pro 
Tag. Er arbeite drei bis vier Tage in der Woche. Neben ihm würde seit dem 1. April 
2016 W._____ aus AG._____ im Klublokal C._____ arbeiten. Die Anweisungen 
erhalte er von A._____ und V._____. Sämtliche Gewinne von den Glücksspiel-
geräten wie auch von den Wettautomaten würden durch A._____ und V._____ 
ausbezahlt. Das heisst, er rufe jeweils einen der beiden an, dann komme der eine 
oder der andere vorbei und bezahle den Gewinn aus. Er selbst bezahle keine Ge-
winne aus. Er wisse nicht, wer die Miete für das Lokal bezahle, gehe davon aus, 
dass diese durch A._____ und V._____ beglichen werde. Er könne und mache 
dies nicht. Die Rechnungen des Klublokals würde er jeweils im Briefkasten belas-
sen. Der Briefkasten werde durch U._____ aus AD._____, oder A._____ sowie 
V._____ geleert. Durch wen genau die Rechnungen beglichen würden, könne er 
nicht sagen. Sodann bestätigte F._____, dass er einen Schlüssel zum Lokal habe. 
Des Weiteren seien U._____ aus AD._____, A._____ sowie V._____ und, er gehe 
davon aus, auch W._____, im Besitz eines Schlüssels. Die am 6. April 2016 si-
chergestellten Glücksspielgeräte befänden sich seit Juni 2015 im Lokal. Diese 
seien von einem gewissen U._____ aus AD._____ geliefert worden, der auch der 
Eigentümer der Geräte sei. Sodann sagte F._____ aus, weder habe er das Ein-
verständnis zum Aufstellen der Geräte erteilt, noch habe er mit U._____ aus 
AD._____ Abmachungen getroffen. Die Abmachungen dürften V._____ und 
A._____ mit diesem U._____ aus AD._____ getroffen haben. Die Geräteschlüssel 
befänden sich in einer Schublade hinter dem Tresen. Er wisse nicht, wann und 
durch wen die Kassen der Geräte zum letzten Mal geleert worden seien. Er dürfe 
die Gerätekassen nicht öffnen. Da U._____ aus AD._____ ein bis zwei Mal pro 
Monate im Lokal erscheine, gehe er davon aus, dass dieser dann auch die Ab-
rechnung mache. Jedoch erhalte er selbst kein Geld von den Einnahmen der 
Geräte und könne folglich keine Angaben dazu machen, welche Einnahmen am 
Tag der Hausdurchsuchung erzielt worden seien. Ebenso wisse er nicht, ob hierzu 
Abrechnungen existierten. Er gehe davon aus, dass A._____ und V._____ an den 
Spieleinnahmen beteiligt seien. Auf die Frage, ob er der Kantonspolizei Graubün-
den die Telefonnummern von A._____ und V._____ geben könne, antwortete 
F._____, dass er die Telefonnummern auf ein Blatt Papier aufgeschrieben habe. 

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Er wisse sie nicht auswendig und habe sie nicht in seinem Telefon gespeichert. 
Wo sich der Notizzettel befinde, könne er nicht sagen. Aufgrund der Anrufliste sei-
nes Telefons dürfte es sich um die Nummer ___ ___ __ __ handeln. Unter dieser 
Nummer erreiche er dann den einen oder anderen. Des Weiteren bestritt F._____ 
W._____ Aussage, wonach sie durch ihn im Klublokal C._____ angestellt worden 
sei mit der Begründung, dass er sie nicht bezahlen könne.

Da F._____ am 28. April 2016 freiwillig in den AH._____ zurückgekehrt ist und 
diesem vor seiner Ausreise ein bis am 28. April 2021 gültiges Einreiseverbot in die 
Schweiz eröffnet worden war, wurde dieser am 8. August 2018 weder durch die 
B._____ einvernommen noch mit dem Berufungskläger konfrontiert (act. B._____ 
06 005, 06 009 ff.).

2.3.2.2.5. W._____ (act. B._____ 02 218 ff.; 223 ff.)

Anlässlich der polizeilichen Befragung vom 6. April 2016 gab W._____ zu Proto-
koll, dass sie im Klublokal C._____ ca. drei Tage gearbeitet habe. Auf die Frage, 
wie sie zu dieser Arbeit im besagten Klublokal gekommen sei, antwortete sie zu-
sammengefasst, dass sie am 3. April 2016 ins C._____ gegangen sei und mit 
F._____, den sie zwei Wochen zuvor kennengelernt hätte, gesprochen habe. So 
sei es gekommen, dass sie dort die Leute bedient habe. Niemand habe ihr diese 
Arbeit vermittelt. Es sei einfach so gekommen, dass sie dort Leute bedient habe. 
F._____ habe sie gebeten, ihm zu helfen. Die Dauer ihres Einsatzes sei nicht 
festgelegt worden und sie habe lediglich CHF 20.00 pro Tag erhalten. Es sei 
nichts abgemacht gewesen. Es habe keinen Arbeitsvertrag gegeben.

Aufgrund der unterschiedlichen Aussagen von F._____ und W._____ wurde diese 
am darauffolgenden Tag, 7. April 2016, nochmals von der Kantonspolizei 
Graubünden einvernommen. Zusammengefasst revidierte W._____ ihre am 6. 
April 2016 gemachten Aussagen dahingehend ab, dass ihr A._____ die Arbeit im 
Klublokal C._____ vermittelt habe. Bezüglich der Bezahlung sei nichts abgemacht 
worden, es sei aber die Rede von CHF 1'000.00 für zwei Wochen gewesen. Es sei 
nicht abgemacht worden, wer ihr den Job bezahlt hätte. Sie denke, einer hätte sie 
dann bezahlt, A._____ oder F._____.

2.3.2.2.6. A._____ (act. B._____ 02 181 f.; 02 227 ff.)

Anlässlich der polizeilichen Befragung vom 1. Juni 2017 informierte die Kantons-
polizei Graubünden den Berufungskläger darüber, dass sie aufgrund der durch ihn 
am 30. März 2016 getätigten Aussagen am 6. April 2016 nochmals ins Klublokal 
C._____ gegangen sei und dabei festgestellt habe, dass wiederum Glücksspiel- 

30 / 45

wie auch Wettautomaten aufgestellt und betrieben worden seien. Gebeten, sich 
dazu zu äussern, gab A._____ zu Protokoll, dass er – weil er mit dem Betrieb des 
Lokals C._____ nichts zu tun habe – darüber auch keine Aussagen machen kön-
ne. Wie er bereits anlässlich der Einvernahme vom 30. März 2016 ausgesagt ha-
be, habe er das Lokal an F._____ untervermietet. Somit sei auch dieser dafür ver-
antwortlich. Mit der Aussage von F._____ konfrontiert, dass es sich bei der Unter-
schrift auf dem Untermietvertrag um die seinige handle, er dieses Dokument je-
doch noch nie gesehen habe und somit er dem Berufungskläger noch nie einen 
Betrag über CHF 980.00 entrichtet habe, sagte letzterer aus, dass dies nicht kor-
rekt sei. Er habe sich immer Ende Monat in das Klublokal C._____ begeben und 
von F._____ CHF 980.00 erhalten. Auf die Aussage einiger der am 6. April 2016 
im Klublokal C._____ angetroffenen Gäste, wonach F._____ lediglich für den Ge-
tränkeservice sowie das Einkassieren der getippten Sportwetten wie auch die Ge-
winnauszahlungen bis CHF 500.00 zuständig sei, antwortete der Berufungskläger, 
dass er darüber keine Kenntnis habe und somit keine Aussage dazu machen kön-
ne. Er habe keine Funktion im Lokal. Er erhalte lediglich für die Untervermietung 
des Lokals CHF 980.00 von F._____. Mit der Aussage einiger der am 6. April 
2016 im Klublokal angetroffenen und befragten Personen konfrontiert, wonach er 
für das Klublokal C._____ verantwortlich sei und sich regelmässig im Klublokal 
C._____ aufgehalten und die bei den Glücksspiel- wie auch Wettautomaten ge-
machten Gewinne über CHF 500.00 ausbezahlt habe, sagte A._____ aus, dass er 
darüber nichts wisse. Er wolle mit den Personen, die dies ausgesagt hätten, gerne 
gegenüberstehen und dann sollten diese ihre Aussage nochmals wiederholen. Auf 
die Frage, wie seine Arbeitszeiten im Lokal seien respektive wie oft er sich dort 
aufhalten würde, antwortete er, dass er mit dem Klublokal nichts zu tun und somit 
auch keine Arbeitszeiten habe. Wie bereits erwähnt habe er sich lediglich für das 
Einkassieren der Miete ins Klublokal C._____ begeben. Er wisse lediglich, dass 
F._____ im Klublokal gearbeitet habe. Jedoch könne er nicht sagen, wer für die 
Führung des Betriebs verantwortlich sei respektive wer die Anweisungen erteile 
oder wer dort arbeite. Mit der Aussage der befragten Spieler konfrontiert, wonach 
er der eigentliche Chef sowie Geschäftsführer des Klublokals C._____ sei, sagte 
der Berufungskläger aus, dass er das Klublokal C._____ von ca. 2011 bis Ende 
2014 zusammen mit V._____ geführt habe. Dies bis er das besagte Klublokal am 
1. Januar 2015 an F._____ untervermietet habe. Seitdem habe er keine Funktion 
mehr in diesem Lokal. Auf die Frage, wer der Patentinhaber/Bewilligungsinhaber 
sei, antwortete er, dass er den Namen dieser Person nicht kenne. Es handle sich 
jedoch um diejenige Person, die das Klublokal C._____ führe. Zudem bestritt er 
F._____ Aussage, wonach dieser Anweisungen von V._____ und ihm erhalten 
habe und dass er die Spieler, welche bei den Glücksspielautomaten wie auch den 

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Wettautomaten einen Gewinn erzielt hätten, an ihn oder V._____ verweisen haben 
müsse. Sowohl er als auch V._____ hätten mit dem Klublokal in dieser Hinsicht 
nichts zu tun. Seiner Meinung nach handle es sich um eine Schutzbehauptung 
von F._____. Auf die Frage, wer einen Schlüssel zum Lokal habe, antwortete er, 
dass er F._____ zwei Schlüssel abgegeben habe. Zurückerhalten habe er ledig-
lich einen. Sodann verneinte er die Frage, ob er die Angestellte W._____ kenne, 
und bestritt deren Aussage, wonach sie durch den Berufungskläger eingestellt 
worden sei. Er könne sich nicht erklären, weshalb diese eine solche Aussage ge-
macht habe. Auf die Frage der Kantonspolizei, ob er AC._____ und/oder U._____ 
kenne und wenn ja, ob er sich zum Verdacht äussern könne, dass diese für das 
Aufstellen und Abrechnen der im Klublokal C._____ aufgestellten Glücksspiel- und 
Wettautomaten verantwortlich seien, antwortete der Berufungskläger, dass er der-
art viele AC._____ und U._____ kennen würde, dass er nicht sagen könne, ob er 
diese auch kenne, und auch definitiv keine Kenntnis über deren Verantwortlichkei-
ten im Lokal habe. Er habe mit niemandem Abmachungen getroffen und wisse 
nicht, wem die Geräte gehören respektive wer die Geräte geliefert oder aufgestellt 
habe. Sodann wisse er nicht, wann die Glücksspielautomaten im Lokal aufgestellt 
worden seien, wem sie gehörten, wer das Einverständnis zum Aufstellen der 
Geräte erteilt habe und welche Spiele damit gespielt werden könnten. Ebenso 
konnte er insbesondere keine Aussagen zu den Spielmodalitäten, zur Gewinnaus-
zahlung sowie -abrechnung, zu den Einnahmen, zur Kassenleerung oder zum 
Schlüsselbesitzer der Geldspielautomaten machen.

Am 8. August 2018 wurde A._____ im Anschluss an die Zeugeneinvernahme von 
AA._____ und Z._____ durch die B._____ als beschuldigte Person befragt (act. 
B._____ 04 032 ff.). Zusammengefasst sagte der Berufungskläger aus, dass er 
W._____ nicht kenne, auch nach Vorhalt ihres Fotos. Er verneinte die Frage der 
B._____, ob er etwas über den Namen oder das System «Vision», welches sich 
gemäss dem Zeugen Z._____ auf einem bei der Hausdurchsuchung im April 2016 
festgestellten Automaten im Klublokal C._____ befunden habe, wisse. Der Beru-
fungskläger erklärte, dass er im Jahr 2014 eine Razzia gehabt habe. Dabei habe 
er alles zugegeben. Er habe damit die Miete bezahlen wollen. Seitdem habe er 
nichts mehr mit den Automaten zu tun gehabt. Sodann bestritt er die Aussage von 
Z._____, wonach er den in AD._____ wohnhaften, türkischen Aufstellern der 
Geräte, U._____ und AC._____, regelmässig Geld aus den Automaten übergeben 
haben soll. Er kenne weder diese noch deren Arbeitgeber. Er wisse nicht, wieso 
Z._____ diese Geschichte erfunden habe. Sodann wisse er nicht, welcher Anteil 
im Jahr 2016 von den Glücksspielautomaten aus dem C._____ an die Aufsteller 
gegangen sei. Auf den Vorhalt der B._____, dass in den Kontakten seines Mobil-

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telefons eine Telefonnummer unter der Bezeichnung «AN._____» gespeichert sei, 
sagte er aus, dass es sich um einen albanischen Kollegen handle, der nichts mit 
den Glücksspielen von «Vision» zu tun habe. Auf den weiteren Vorhalt der 
B._____, dass in seinem Mobiltelefon zwei verschiedene Telefonnummern, eine 
ältere und eine neuere, die beide zu einer Person gehörten, unter «AO._____» 
abgespeichert seien und dass die B._____ die beiden Offline-Geräte, die im April 
2016 im C._____ sichergestellt worden seien, «AO._____» nenne, da die Soft-
ware der Spielplattform von der Firma «AO._____» aus ____ stamme, sagte der 
Berufungskläger aus, dass er mit der Person namens «AO._____» Poker spiele. 
Er kenne diese Person, die aus Österreich stamme, nur unter diesem Namen. 
Ausserdem habe er bereits gesagt, dass er früher AO._____ gehabt habe. Viel-
leicht sei diese Nummer noch aus dieser Zeit. Auf den Hinweis der B._____, dass 
ihr eine dieser Telefonnummern sowie deren Inhaber bekannt sei und dass diese 
Person im Zusammenhang mit dem illegalen Aufstellen von Glücksspielautoma-
ten, darunter AO._____ oder z.B. «AP._____» aus der Vision-Familie, unter ande-
rem in einem Lokal in E._____ aufgefallen und auch bereits verurteilt worden sei, 
sagte der Berufungskläger aus, dass er, wie gesagt, früher auch mit Vision gear-
beitet habe. Er wisse nicht mehr, was, wie, wo. Aus Österreich habe er einen auf-
gestellt. Dafür sei er verurteilt worden, er bezahle die Busse immer noch jeden 
Monat an die B._____. Auf Nachfrage bestätigte er, dass er vier Mal das Telefon 
gewechselt habe. Er kenne sich nicht so gut aus, aber man könne nun alle Num-
mern auf dem PC speichern und diese dann auf das neue Telefon laden. Er würde 
die Nummern nie löschen. Auf weitere Nachfrage der B._____ erklärte er, dass er 
mit diesem Lokal zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung nichts mehr zu tun gehabt 
habe. Er spielte auch manchmal AQ._____, er sage das ehrlich. Auf die Frage der 
B._____, ob er, nach allem, was Z._____ und AA._____ gesagt hätten und was 
dem Berufungskläger vorgelegt worden sei, noch immer behaupten wolle, dass er 
mit dem Betrieb des Lokals C._____ bzw. den Glücksspielautomaten nichts zu tun 
habe, berief sich A._____ abermals auf den mit F._____ abgeschlossenen Unter-
mietvertrag und fügte hinzu, dass F._____ Bruder bezeugen könne, dass F._____ 
dafür zuständig gewesen sei und dass der Berufungskläger das Lokal unterver-
mietet habe.

2.3.2.2.7. V._____ (act. B._____ 02 237 ff.)

Anlässlich der polizeilichen Befragung vom 6. Juni 2017 informierte die Kantons-
polizei Graubünden V._____ darüber, dass sie anlässlich der Hausdurchsuchun-
gen vom 27. Mai 2015 sowie vom 6. April 2016 im Klublokal C._____ Glücksspiel- 
wie auch Wettautomaten festgestellt habe. Gebeten, sich dazu zu äussern, gab 

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V._____ zu Protokoll, dass er das Klublokal C._____ ca. im Jahr 2011 zusammen 
mit dem Berufungskläger eröffnet habe. Zu dieser Zeit sei auch der Mietvertrag 
der Lokalität über ihn gelaufen. Aufgrund von Differenzen zwischen ihm und dem 
Berufungskläger hätten sie sich ca. im Jahr 2014 getrennt. In der Folge sei der 
Mietvertrag des besagten Klublokals durch letzteren übernommen worden. Er ha-
be ab diesem Zeitpunkt damit nichts mehr zu tun gehabt. Aufgrund dessen könne 
er auch über die Glücksspiel- und Wettautomaten keine Angaben machen. Er hät-
te jedoch Kenntnis darüber, dass solche Geräte im Klublokal C._____ aufgestellt 
gewesen seien. Wie und wann diese dort aufgestellt worden seien, könne er nicht 
sagen. Zu seiner Zeit als Geschäftsführer hätten sich keine Glücksspiel- und 
Wettautomaten im Klublokal C._____ befunden. Auf die Frage, ob er F._____ 
kenne, sagte V._____ aus, dass er diesen lediglich vom Sehen her kenne und 
wisse, dass F._____ für die Führung des Klublokals C._____ zuständig gewesen 
sei. Auf die Aussage einiger der am 6. April 2016 im Klublokal C._____ angetrof-
fenen Gäste, wonach F._____ lediglich für den Getränkeservice sowie das Ein-
kassieren der getippten Sportwetten wie auch die Gewinnauszahlungen bis CHF 
500.00 zuständig gewesen sei, antwortete V._____, dass er sich nie in dem be-
nannten Klublokal aufgehalten habe und deswegen darüber keine Angaben ma-
chen könne. Er selbst habe im Klublokal C._____ keine Aufgabe. Dazu befragt, 
welche Personen im Klublokal C._____ arbeiteten und welche ihre Aufgaben sei-
en, sagte V._____ aus, dass er nur wisse, dass F._____ dort gearbeitet habe. Er 
gehe davon aus, dass dieser für die Führung des Betriebs verantwortlich gewesen 
sei. Auf die Frage, wer der Patentinhaber/Bewilligungsinhaber sei, antwortete er, 
dass die Bewilligung früher zusammen mit dem Klublokal C._____ gelaufen sei. 
Auf wen diese zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchungen gelautet habe, entziehe 
sich seiner Kenntnis. Ebenso wenig wisse er, wer der Mieter des Lokals C._____ 
sei. Auf die Frage, ob er den Berufungskläger sowie F._____ kenne und wenn ja, 
welche Funktionen diese beiden im Klublokal C._____ hätten, antwortete er, dass 
der Berufungskläger das Klublokal C._____ an F._____ untervermietet habe. Wer 
welche Funktion im besagten Lokal einnehme, entziehe sich seiner Kenntnis. Zu-
dem bestritt er F._____ Aussage, wonach dieser Anweisungen von ihm und vom 
Berufungskläger erhalten habe und dass er die Spieler, welche bei den Glückss-
piel- oder Wettautomaten einen Gewinn erzielt hätten, an ihn oder den Berufungs-
kläger verweisen haben müsse. Ob A._____ F._____ irgendwelche Anweisungen 
gegeben und/oder Gewinne ausbezahlt habe, könne er nicht sagen. Ausserdem 
wisse er nicht, welche Personen zum Lokal einen Schlüssel besässen, wann die 
Glücksspielautomaten im Lokal aufgestellt worden seien, wem die Geräte gehör-
ten, wer das Einverständnis zum Aufstellen der Geräte erteilt habe und welche 
Spiele damit gespielt werden könnten. AC._____ und U._____ kenne er nicht. 

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Ebenso könne er keine Angaben zu den Spielmodalitäten, zur Gewinnauszahlung 
sowie -abrechnung, zu den Einnahmen, zur Kassenleerung oder zum Schlüssel-
besitzer der Geldspielautomaten machen, da er sich seit dem Weggang im Jahr 
2014 nie mehr im Klublokal aufgehalten habe. Mit F._____ habe er sich nicht gut 
verstanden, sie würden sich weder grüssen noch miteinander sprechen. Von der 
Kantonspolizei befragt, wo er zu diesem Zeitpunkt arbeite und wer sein aktueller 
Arbeitgeber sei, gab V._____ zu Protokoll, dass er im Klublokal AF._____, das 
von A._____ geführt werde, im Service arbeite.

2.3.2.3. Weitere sachliche Beweismittel

Anlässlich der polizeilichen Befragung vom 1. Juni 2017 beschlagnahmte die Kan-
tonspolizei Graubünden ein weiteres Mal das Mobiltelefon des Berufungsklägers 
(act. B._____ 02 181 f.).

Ebenfalls beschlagnahmte sie am 6. Juni 2017 V._____ Mobiltelefon (act. B._____ 
02 183 f.; 05 039 ff.; 05 049).

2.3.3. Sonstige Beweismittel

2.3.3.1. Bewilligung für einen Gastwirtschaftsbetrieb der Stadt E._____ (act. 
B._____ 02 062) und Vereinbarung vom 1. Februar 2013 (act. B._____ 02 063 f.)

Ab dem 15. Februar 2013 war AI._____ von der Stadt E._____ eine unbefristete 
Gastwirtschaftsbewilligung für das Klublokal C._____ an der D._____ in E._____ 
erteilt worden. Aus einer zwischen den Vereinslokalen C._____ c/o AI._____, dem 
T._____lokal c/o A._____ sowie den Hauseigentümern und Vermietern unter-
zeichneten und unbefristeten Vereinbarung vom 1. Februar 2013 geht hervor, 
dass die Gastwirtschaftsbewilligung der Stadt E._____ für das Klublokal C._____ 
und das T._____lokal c/o A._____ zusammen an AI._____ erteilt worden war.

2.3.3.2. Mietvertrag zwischen den Hauseigentümern und Vermietern und dem 
T._____verein E._____ c/o A._____ (act. B._____ 02 065)

Aus diesem schriftlichen, unbefristeten Mietvertrag für Geschäftsräume geht her-
vor, dass der T._____verein E._____ c/o A._____ das ____lokal im Erdgeschoss 

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mit Kellerraum in der Liegenschaft D._____ in E._____ ab dem 1. September 
2012 gemietet hatte. Gemäss dem besagten Vertrag beträgt der monatliche Net-
tomietzins CHF 890.00 zuzüglich CHF 90.00 akonto für die Nebenkosten.

2.3.3.3. Untermietvertrag zwischen A._____ und F._____ vom 5. Januar 2015 
(act. B._____ 02 066 ff.; 02 247 – 256)

Am 21. November 2017 übermittelte der Berufungskläger der B._____ einen 
schriftlichen, unbefristeten Untermietvertrag für Geschäftsräume. Aus diesem geht 
hervor, dass der Berufungskläger das Lokal an der D._____ in E._____ per 1. Ja-
nuar 2015 an F._____ untervermietet hat und letzterer hauptverantwortlich für die-
ses Lokal ist (act. B._____ 02 066 ff.). Der benannte Untermietvertrag trägt die 
Unterschrift mit Datum 5. Januar 2015 des Berufungsklägers, geboren am _____ 
1978, als Untervermieter und von F._____, geboren am _____ 1978, als Unter-
mieter. Gemäss Untermietvertrag beträgt der monatliche, in bar zu entrichtende 
Mietzins CHF 980.00 netto. Zusätzlich wird der Untermieter verpflichtet, für die 
Hauswartung CHF 90.00 akonto zu bezahlen.

2.3.3.4. Einvernahmen durch die B._____ vom 11. Juni 2020 

Am 11. Juni 2020 wurden U._____ und AC._____ durch die B._____ als Aus-
kunftspersonen im Verwaltungsstrafverfahren gegen A._____ wegen Verdachts 
auf Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Geldspiele betreffend Durch-
führung, Organisation oder Zurverfügungstellen von Spielbankenspielen ohne die 
dafür notwendige Konzession gemäss Art. 130 Abs. 1 lit. a BGS im Lokal 
C._____, D._____ in E._____, festgestellt am 27. Mai 2015 sowie begangen in der 
Zeit vom 1. Juli 2015 bis am 6. April 2016, befragt. Beide Auskunftspersonen 
machten von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch (act. B._____ 04 075 
ff.; 04 080 ff.).

2.3.3.5. Einvernahmen durch das Regionalgericht anlässlich der Hauptverhand-
lung vom 12. Oktober 2021

2.3.3.5.1. A._____ (act. RG 37)

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 12. Oktober 2021 wurde A._____ durch das 
Regionalgericht als beschuldigte Person einvernommen. Zusammengefasst wies 
dieser die ihm vorgeworfenen Taten abermals zurück und machte erneut geltend, 
dass er das Lokal untervermietet und somit nichts damit zu tun gehabt habe. Im 
Anschluss an die Parteiverhandlungen erklärte der Berufungskläger, dass er be-
reits fünf Mal zur Sache befragt worden sei. Er habe jedes Mal ausgesagt, dass er 

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das fragliche Lokal untervermietet habe. Er habe viele Sachen in das Lokal ge-
steckt. Deshalb habe er das Lokal nicht gänzlich aufgegeben, sondern nur unter-
vermietet. Dann seien die Dinge vorgefallen, welche am Tag der Hauptverhand-
lung thematisiert worden seien. In der Folge sei der Mietvertrag gekündigt worden.

2.3.3.5.2. AJ._____ (act. RG 38)

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 12. Oktober 2021 wurde AJ._____ durch 
das Regionalgericht als Zeuge einvernommen. Zusammengefasst sagte er aus, 
dass A._____ wie auch AK._____ Kollegen von ihm seien. Er kenne den Beru-
fungskläger seit ein paar Jahren, sie hätten sich über den Fussball kennengelernt. 
Auf die Frage, ob er das ehemalige Klublokal C._____ kenne, sagte der Zeuge 
aus, dass dies der Club sei, der von U._____ Bruder geführt worden sei. Er wisse, 
dass der Klub von U._____ Bruder geführt worden sei, weil sich dieser immer dort 
aufgehalten habe. Er könne sich nicht mehr an seinen Namen erinnern und sei mit 
diesem auch nicht befreundet gewesen. Sie hätten ihn «AB._____» genannt. Der 
Zeuge sagte aus, dass er selbst auch schon dort gewesen sei, um etwas zu trin-
ken, weil andere Kollegen von ihm auch dorthin gegangen seien. Er habe U._____ 
Bruder gesehen, dieser sei immer dort gewesen. U._____ Bruder habe dort gear-
beitet. Es sei sein Klub gewesen. Es habe dort Automaten gehabt und man habe 
auch Karten gespielt. Auf die Frage des Regionalgerichts, was U._____ Bruder 
genau gemacht habe, antwortete der Zeuge, dass er den Klub geführt habe. Die-
ser habe einkassiert, wenn jemand etwas bestellt habe. Wenn jemand etwas bei 
den Automaten gewonnen habe, habe er Gelder ausbezahlt. Es sei wie ein Casino 
gewesen. Er habe selbst gesehen, wie dieser etwas ausbezahlt habe. Einmal ha-
be er auch eine Frau gesehen, vermutlich eine AG._____, die auch serviert hatte. 
Der Zeuge erklärte, dass er zum ersten Mal ca. 2014/2015 im Lokal gewesen sei 
und seitdem sicher 5-6 Mal, wenn nicht mehr, dorthin gegangen sei. Das letzte 
Mal sei er ungefähr im Jahr 2016 dort gewesen. Der Zeuge bestätigte auf Nach-
frage des Regionalgerichts, dass U._____ der Einzige gewesen sei, der ausbe-
zahlt habe und fügte an, dass er ein- zweimal die Frau gesehen habe, die dort 
arbeitete. E._____ sei nicht riesig gross. Man höre viel. Er habe mitbekommen, 
dass sie aus der Schweiz ausgewiesen worden sei. Er würde nicht behaupten, 
dass es wie ein Casino gewesen sei. Es sei ein Club gewesen, wo sich seine 
Landsleute, AR._____ etc. getroffen hätten. Es habe immer wieder verschiedene 
Leute dort gehabt, die Karten spielten. Man sei hauptsächlich dorthin gegangen, 
um Leute zu treffen, nicht unbedingt zum Spielen. Er wisse, dass es dort einen 
Automaten gehabt habe. Er wisse jedoch nicht, ob es sonst noch Gerätschaften 
gegeben habe. Sodann bejahte der Zeuge die Frage, ob er bereits selbst am Au-

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tomaten gespielt habe. Er sei jedoch kein Glücksspieler. Er habe kein Geld verlo-
ren resp. vielleicht nur CHF 10.00 oder CHF 20.00. Er habe keine Schulden ge-
macht und habe auch sonst keine Schulden. Niemand schulde ihm Geld. Sodann 
bestätigte der Zeuge, dass er wisse, dass der Berufungskläger das besagte Klub-
lokal an F._____ untervermietet habe, weil er mit jenem befreundet sei. Er wisse 
jedoch nicht, über wie viele Jahre. Der Zeuge sagte aus, dass er persönlich dabei 
gewesen sei und selbst gesehen habe, als U._____ dem Berufungskläger den 
Mietzins vorbeigebracht habe. Er könne zu 100% bestätigen, dass ihm der Beru-
fungskläger das Lokal untervermietet habe, da ihm AB._____ gesagt habe, dass 
er das Lokal übernommen habe und nun den Klub führe. Er wisse nicht mehr, 
wann das gewesen sei, und könne auch nicht sagen, wie hoch der Mietzins gewe-
sen sei. Auf die Frage, woher er wisse, dass es sich um den Mietzins gehandelt 
habe, sagte der Zeuge aus, dass AB._____ ihm persönlich gesagt habe, dass er 
das Lokal vom Berufungskläger in Untermiete genommen habe. Er habe selbst 
gesehen, dass F._____ die Miete bezahlt habe.

2.3.3.5.3. AK._____ (act. RG 36)

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 12. Oktober 2021 wurde F._____ Bruder, 
AK._____, durch das Regionalgericht als Zeuge einvernommen. Zusammenge-
fasst sagte er aus, dass er den Berufungskläger nur von der Strasse kenne. Er 
würde ihn grüssen, wenn er ihn sehe. Sonst habe er keinen Kontakt zu ihm. Zur 
Frage, ob er wisse, wo sein Bruder im 2015/2016 war, sagte der Zeuge aus, dass 
er seinen Bruder im Jahr 2015/2016 einmal angerufen habe und dieser ihm gesagt 
habe, dass er nach einem Lokal suche, wo die Leute sich treffen könnten, um et-
was zu trinken. Nach ca. einer Woche habe er dann erfahren, dass sein Bruder 
ein Lokal mieten konnte. Er sei dann bei ihm im Lokal vorbeigegangen und habe 
dort etwas getrunken. Er habe seinem Bruder einen Blumenstrauss vorbeige-
bracht. Nachher sei er nie mehr im Lokal gewesen. Auf die Frage des Regionalge-
richts, worum es sich genau beim Lokal gehandelt habe und wo das war, antwor-
tete er, dass sich das Lokal in der Nähe der AL._____strasse befunden habe, 
früher habe es einen AM._____ Markt in der gleichen Strasse gehabt. Als er in 
das Lokal gegangen sei, habe er nichts anderes als einen Tisch mit Getränken 
darauf gesehen. Zur Frage der Häufigkeit der Kontakte zu seinem Bruder zur da-
maligen Zeit sagte der Zeuge aus, dass er damals nur bei seinem Bruder gewe-
sen sei, als dieser das Lokal eröffnet habe. Danach habe er ihn vielleicht noch ein- 
bis viermal gesehen. Ab und zu hätten sie miteinander telefoniert, aber nicht häu-
fig. Vor ca. sieben Monaten habe er mit seiner Mutter telefoniert. F._____ sei bei 

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ihr gewesen. Er habe ca. zwei Minuten mit seinem Bruder reden können. Dieser 
sei jetzt im AH._____.

2.3.3.6. Beim Berufungsgericht eingereichtes Zeugenschreiben von Z._____ vom 
19. Oktober 2021 (act. KG B.1)

Der Berufungskläger reichte beim Kantonsgericht ein an seinen Anwalt adressier-
tes Zeugenschreiben von Z._____ vom 19. Oktober 2021 ein. In dem besagten 
Schreiben erklärte Z._____, dass die Aussagen bei der B._____ am 8. August 
2018 nicht alle korrekt gewesen seien. Alles, was er dort gesagt habe, hätte er von 
F._____ gehört. Insbesondere habe dieser ihm gesagt, dass A._____ der Chef 
sei. Er habe gedacht, dass A._____ der Chef sei, weil F._____ das ihm gesagt 
habe. Er selbst sei sich aber nicht sicher, ob dies stimme. Er wolle nicht, dass sei-
netwegen jemand Probleme bekomme.

2.3.4. Vorbestrafung des Berufungsklägers

Der Berufungskläger war bereits in den Jahren 2016, 2017 und 2019 wegen glei-
chen und ähnlichen Delikten (Förderung der rechtswidrigen Ein-, Ausreise oder 
des rechtswidrigen Aufenthalts gemäss Art. 116 Abs. 1 lit. a AuG, Beschäftigung 
von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung gemäss Art. 117 Abs. 1 
AuG, Übertretung des Bundesgesetzes betreffend die Lotterien und gewerbsmäs-
sige Wetten gemäss Art. 42 LG sowie Übertretung des früheren Spielbankenge-
setzes gemäss Art. 56 Abs. 1 aSBG [act. B.___