# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33876faf-10f6-5f21-9068-6e0ce533fb77
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.01.2018 LC170019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC170019_2018-01-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LC170019-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter 

Dr. P. Higi und Ersatzrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. R. Barblan 

Urteil vom 16. Januar 2018 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Kläger, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____,  

Beklagte, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

betreffend Ehescheidung (Art. 114) 
 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im ordentlichen Verfahren 

des Bezirksgerichtes Meilen vom 8. März 2017; Proz. FE130215 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 

Schlussanträge des Klägers (act. 76 i.V.m. act. 145): 
"1.  Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Ziffer 1 Teilvereinbarung 

vom 4. Oktober 2016 zu scheiden. 
2. Es sei die elterliche Sorge über den Sohn C._____, geb. 

tt.mm.2000, sowie die Obhut über ihn und der persönliche Ver-
kehr gemäss Teilvereinbarung der Parteien vom 4. Oktober 2016 
(Ziffer 2a) bis c) zu regeln. 

3.1.  Es sei der Kläger zu verpflichten, alle ordentlichen Kosten für den 
Unterhalt von C._____ (Krankenkasse, Schulkosten (exkl. Nach-
hilfestunden), Freizeitkosten, Kleider/Schuhe, Sportausrüstungen, 
Taschengeld, öV-Kosten) zu bezahlen. 

 Es sei der Kläger zudem zu verpflichten, zusätzlich zu allen or-
dentlichen Unterhaltskosten für C._____ gemäss Ziff. 3.1 der Be-
klagten monatlich CHF 500.00 für die Kosten der Verpflegung und 
teilweise Betreuung (insb. Fahrdienste zu Hobbies) zu bezahlen, 
solange C._____ sich unter der Woche bei der Beklagten aufhält. 

 Es sei vorzumerken, dass die Parteien sich über die Finanzierung 
von ausserordentlichen Kosten für C._____ (wie insb. aber nicht 
ausschliesslich Nachhilfestunden, schulische Auslandaufenthalte 
etc.) vorgängig absprechen und diese Kosten im Verhältnis 2/3 
(Kläger) zu 1/3 (Beklagte) tragen, wenn beide Parteien damit ein-
verstanden sind. 

3.2 Eventualiter, falls der Antrag Ziff. 3.1 nicht gutgeheissen und ein 
an die Beklagte zu zahlender monatlicher Kinderunterhaltsbeitrag 
für C._____ festgelegt wird, sei dieser auf maximal CHF 1'500.00 
zzgl. Ausbildungszulagen zu beschränken, zahlbar ab Rechtskraft 
der Scheidung bis zum Abschluss einer angemessenen Erstaus-
bildung von C._____, auch über dessen Mündigkeit hinaus. 

4.1 Es sei der Vorsorgeausgleich gestützt auf dem seit 1. Januar 
2017 in Kraft stehenden Art. 122 ZGB per Datum der Einreichung 
der Ehescheidung, d.h. per 26. November 2013 (bzw. der Ein-
fachheit halber per 31.12.2013) durchzuführen, und es seien nach 
Eintritt der Scheidung folgende Anweisungen durch das Gericht 
vorzunehmen: 
- Die D._____ Pensionskasse sei anzuweisen, vom Vorsor-

gekonto des Klägers, Mitglied-Nr. ... E._____ AG (Nachfol-
ger F._____ AG, AHV-Nr. ..., die Hälfte der per 
26. November 2013 bzw. 31. Dezember 2013 vorhandenen 
Freizügigkeitsleistung von CHF 134'286.85, d.h. den Betrag 
von CHF 67'143.40, auf ein von der Beklagten zu bezeich-
nendes Freizügigkeitskonto zu übertragen. 

- 3 - 

- Evtl. sei die Nachfolgeeinrichtung der D._____ Pensi-
onskasse (mutmasslich die Raiffeisenbank G._____) 
anzuweisen, vom neu eröffneten Freizügigkeitskonto 
des Klägers die Hälfte des Kontosaldos per Stand 
26. November 2013 bzw. 31. Dezember 2013 von 
CHF 134'286.85, d.h. den Betrag von CHF 67'143.40 
auf ein von der Beklagten zu bezeichnendes Vorsorge-
konto zu übertragen. 

- Die Freizügigkeitsstiftung der UBS AG, Postfach, 4002 Ba-
sel, sei anzuweisen, von dem auf dem Freizügigkeitskonto 
Nr. ..., lautend auf den Kläger, per 26. November 2013 bzw. 
31. Dezember 2013 vorhandenen Totalbetrag den Teilbetrag 
von CHF 460'000.00 (per 31.12.2013 Stand 
CHF 460'500.45) sowie 288 Stück Anlagefonds UBS (CHF) 
Vitainvest – 40 World (im Wert von CHF 64'967.00) auf ein 
von der Beklagten zu bezeichnendes Freizügigkeitskonto / 
Depot zu übertragen. 

- Die Freizügigkeitsstiftung der Zürcher Kantonalbank sei an-
zuweisen, den Betrag von 21'000 (Stand 31.12.2013 
CHF 21'513.35) vom ZKB Freizügigkeitskonto Nr. ..., lautend 
auf den Kläger, auf ein von der Beklagten zu bezeichnendes 
Freizügigkeitskonto zu überweisen. 

4.2 Der Kläger sei zusätzlich zu verpflichten, der Beklagten im Rah-
men des Vorsorgeausgleichs einen Betrag von mindestens 
CHF 200'000.00, maximal aber CHF 371'492.90 bar (Nettobetrag 
abzüglich latenter Steuerbelastung) zu bezahlen. 

4.3 Eventualiter sei gestützt auf Art. 281 ZPO das im Vorsorgeaus-
gleich zur Anwendung gelangende Teilungsverhältnis festzuhal-
ten und die Angelegenheit an das zur Durchführung des Vorsor-
geausgleichs zuständige Sozialversicherungsgericht zu überwei-
sen. 

5. Es sei im Scheidungsurteil festzustellen, dass die im Falle einer 
zukünftigen (Teil-)Rückzahlung der WEF-Bezüge des Klägers in 
der Höhe von insgesamt CHF 1.5 Mio. an seine Pensionskasse 
fällig werdenden Steuerrückerstattungen (Staats- und Gemeinde-
steuern und Direkte Bundessteuer) allein dem Kläger zustehen. 

6. In güterrechtlicher Hinsicht sei Folgendes anzuordnen bzw. fest-
zustellen: 

6.1 Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien die Verein-
barung vom 4. Oktober 2016, Ziff. 3 a und 3 b einvernehmlich ge-
ändert haben wie folgt: 

- 4 - 

 Ziff. 3a): 

 - Der Kläger verpflichtet sich, der Beklagten auf erste Aufforde-
rung das Bild „H._____“ und den Stoff-Rollkoffer I._____ 
schwarz (im derzeitigen Zustand) herauszugeben. 

 - Der Kläger behält das ganze Silberbesteck der Parteien und 
bezahlt der Beklagten für ihren hälftigen Anteil, den sie ihm zu 
Eigentum überlässt, mit Rechtskraft der Scheidung eine Ent-
schädigung von CHF 5'000.00. 

 - Die Beklagte überlässt dem Kläger 1 Messingbett Toskana 
mit 2 dazugehörenden Nachttischen, 1 Lattenrost, 1 Feder-
kernmatratze 90 x 200 cm den sechs- bis achtarmigen Ker-
zenständer gegen Erlass der Forderung des Beklagten ge-
genüber der Klägerin von CHF 2'435.25 im Zusammenhang 
mit der Chinareise des Sohnes J._____ (Ziff. 3 b). 

 - Die Beklagte verpflichtet sich, dem Kläger auf erste Aufforde-
rung das grosse rötliche Bild K._____ („Untitled 2013“ 110 x 
130 cm) herauszugeben. 

 Über die weiteren finanziellen Ansprüche (Schmuckversicherung, 
Entschädigung Gegenstände, Prozesskostenvorschuss) sei im 
Urteil zu entscheiden. 

6.2 Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger als Entschädi-
gung für den von ihr mitgenommenen Hausrat die pauschale 
Summe von CHF 8'400.00 zu bezahlen. 

6.3 Im Übrigen sei festzustellen, dass die Parteien güterrechtlich 
auseinandergesetzt sind. 

7. Es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten persönlich ge-
stützt auf Art. 125 ZGB folgende monatliche nacheheliche Unter-
haltsbeiträge zu bezahlen: 
- CHF 4'500.00 ab Rechtskraft der Scheidung bis 31.12.2017; 
eventualiter CHF 4'500.00 ab Rechtskraft der Scheidung bis 
31.12.2017 und ab 1. Januar 2017 [recte 2018] bis 31.07.2022 
maximal CHF 2'500.00 pro Monat. 

8. Es seien die Gerichtskosten der Beklagten aufzuerlegen und sie 
sei zu verpflichten, den Kläger eine angemessene Parteientschä-
digung zzgl. MWST zu bezahlen sowie den ihr vom Kläger be-
zahlten Prozesskostenvorschuss von insgesamt CHF 30'000.00 
zzgl. MWST zurück zu erstatten. Bei der Bemessung der Summe 
sei dem trölerischem Verhalten der Beklagten (mindestens 2 un-
nötige Eingaben, insb. zu den vorsorglichen Massnahmen) an-
gemessen Rechnung zu tragen) 

Zu den von der Beklagten im ersten Parteivortrag an den in der Duplik 
(act. 83) bestätigten Anträgen beantragt der Kläger was folgt: 

- 5 - 

- Der Antrag der Beklagten Ziff. 5 (act. 83) auf Festlegung eines 
monatlichen Kinderunterhaltsbeitrages für C._____ von 
CHF 1'800.00 zzgl. gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzu-
lagen sei abzuweisen. 

- Der Antrag der Beklagten Ziff. 6 (act. 83), den Kläger zu verpflich-
ten, sich an „aussergewöhnlichen“ Kosten betreffend Sohn 
C._____ zu 2/3 zu beteiligen, sei abzuweisen. 

 Eventualiter sei vorzumerken, dass der Kläger sich verpflichtet, 
an ausserordentliche Kosten von C._____ im schulischen Bereich 
(Nachhilfestunden, Sprachcamps) oder sportlichen Bereich (z.B. 
Sportcamps etc.) 2/3 der Kosten zu übernehmen, sofern er der 
entsprechenden Ausgabe vorgängig schriftlich zugestimmt hat. 

- Der Antrag Ziff. 7 (act. 83) der Beklagten auf Verpflichtung des 
Klägers zur Bezahlung von CHF 1'283.70 nebst 5% Zins seit Fäl-
ligkeit für die kieferorthopädische Behandlung von C._____ sei 
abzuweisen. 

- Der Antrag der Beklagten Ziff. 8 (act. 83), den Kläger zu verpflich-
ten ihr einen nachehelichen Ehegattenunterhaltsbeitrag von 
CHF 16'544.00 pro Monat, zahlbar bis zum Erreichen des or-
dentlichen Pensionsalters der Beklagten zu bezahlen, sei abzu-
weisen. 

- Der Antrag Ziff. 9 (act. 83) auf Zusprechung eines monatlichen 
nachehelichen Vorsorgeunterhalts i.H.v. CHF 3'921.00 ab 
Rechtskraft der Scheidung bis zum Erreichen des ordentlichen 
Pensionierungsalters der Beklagten, sei abzuweisen. 

- Der Antrag Ziff. 12 (act. 83) auf Herausgabe von Gegenständen 
sei infolge Vereinbarung der Parteien als gegenstandslos abzu-
schreiben. 

- Der Antrag Ziff. 13.1 (act. 83) (Herausgabe von Versicherungsun-
terlagen/Bankunterlagen betreffend Schmuckdiebstahl) und sei 
infolge Gegenstandslosigkeit aufgrund der Eingabe vom 
26. Oktober 2015 abzuschreiben. 

- Der Antrag Ziff. 13.2 (act. 83) auf Verpflichtung des Klägers zur 
Zahlung einer Summe von ca. CHF 137'650.00 nebst Zins zu 5% 
seit Gutschrift sei abzuweisen. 

- Die Anträge Ziff. 14 und 15 (act. 83) seien infolge Gegenstands-
losigkeit abzuschreiben. 

- Der Beweisantrag Ziff. 17 (act. 83) auf Einvernahme der Zeugen 
L._____ und M._____ sei abzuweisen 

- Es seien die Anträge Ziff. 18 und 19 als gegenstandslos abzu-
schreiben. 

- 6 - 

- Es seien die Anträge Ziff. 20 und 21 (act. 83) auf Ausgleich des 
„Zinsverlustes“ im Zusammenhang mit WEF-Bezügen des Klä-
gers für die eheliche Liegenschaft abzuweisen." 

 
Schlussanträge der Beklagten (act. 83 i.V.m. act. 147): 
"1. Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden; 

2. es sei die elterliche Sorge über den Sohn C._____, geb. 
tt.mm.2000, bei den Parteien gemeinsam zu belassen; 

3. es sei der Beklagten die alleinige Obhut über C._____ zuzuteilen; 
4. auf eine Betreuungsregelung sei aufgrund des fortgeschrittenen 

Alters von C._____ zu verzichten; 

5. es sei der Kläger zu verpflichten, für den Sohn C._____ ab 
Rechtskraft des Scheidungsurteils monatliche Unterhaltsbeiträge 
von CHF 1'830,--, zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher 
Kinderzulagen, zahlbar zum voraus auf den 1. eines jeden Mo-
nats bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung, zu 
bezahlen; 

6. es sei der Kläger zu verpflichten, sich an den aussergewöhnli-
chen Kosten im Zusammenhang mit Ausbildung, Sport und Ferien 
betreffend den Sohn C._____ zu 2/3 zu beteiligen; 

7. es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten für die kieferor-
thopädische Behandlung von C._____ CHF 1'283.70 nebst 5% 
Zins seit Fälligkeit zu bezahlen;  

8. es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten einen nacheheli-
chen Ehegattenunterhalt ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 
zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters der Beklag-
ten i.H.v. monatlich CHF 16'544,-- zu bezahlen; zahlbar zum vo-
raus auf den 1. eines jeden Monats; 

9. es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten einen monatli-
chen nachehelichen Vorsorgeunterhalt i.H.v. monatlich 
CHF 3'291,-- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Errei-
chen des ordentlichen Pensionierungsalters der Beklagten zu be-
zahlen; zahlbar zum voraus auf den 1. eines jeden Monats; 

10. es seien die Kindes- und nachehelichen Ehegattenunterhaltsbei-
träge gerichtsüblich zu indexieren; 

11. es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung nach Gesetz vor-
zunehmen; 

12. es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Beklagte Ziff. 6.1 des 
klägerischen Rechtsbegehrens vom 7. März 2017 (act. 145 S. 5) 
ausdrücklich als richtig anerkannt hat. 

13.1 es sei der Kläger eventualiter die Kantonspolizei Zürich und/oder 
die Zürich Versicherungen, die Allianz Suisse und die Genfer 

- 7 - 

Versicherung zu verpflichten, sämtliche Versicherungsunterlagen 
betreffend die Schmuckdiebstähle vom 20.01.2001 resp. vom 
07.11.2002, sowie die Bankunterlagen betreffend Gutschriften der 
Versicherung, sowie den Polizeirapport vom 20.01.2001 zu edie-
ren; 

13.2 es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten die von den Ver-
sicherungen betreffend die Schmuckdiebstähle vom 20.01.2001 
resp. vom 07.11.2002 erhältlich gemachten und erhaltenen Zah-
lungen in (noch) genau zu quantifizierbarer Höhe, wohl ca. 
137'650,--, nebst 5 % Zins seit Gutschrift zu bezahlen; 

14. es sei der Kläger zu verpflichten, sämtliche Unterlagen inkl. Akti-
onärsverträge betreffend alle seine Beteiligungen und seine Ein-
kommen, Entschädigungen, Honorare bei der N._____ AG, …/SZ 
sowie allen weiteren Gesellschaften, an denen er wirtschaftlich 
beteiligt ist und/oder Organfunktion innehat, zu edieren; 

15. es sei der Kläger i.S.v. Art. 170 ZGB zu verpflichten, über sein 
Einkommen und sein Vermögen sowie sein effektives Pensions-
kassenguthaben vollständig Auskunft zu erteilen; 

16. es seien die während der Ehe der Parteien geäufneten Pensions-
kassenguthaben gerichtsüblich je hälftig zu teilen; 

17. es sei M._____ (O._____, vormals P._____ Versicherungen) als 
Zeuge einzuvernehmen; 

18. es sei der Kläger zu verpflichten, sämtliche massgeblichen Bele-
ge betreffend Freizügigkeitsleistung der Mythen Sammelstiftung 
zu edieren; 

19.  es sei der Kläger zu verpflichten, sämtliche detaillierten Konto-
auszüge der Freizügigkeitskonti der ZKB, Nrn. ...2 und ..., der 
UBS AG, Nr. ... sowie eventuell weitere zu edieren und zwar ab 
Einrichtung bis heute; 

20. es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten den entstandenen 
Zinsverlust betreffend die von ihm aus seinen Freizügigkeitskonti 
bezogenen Beträge zur Amortisation der laufenden Hypotheken 
(WEF) der ehelichen Liegenschaft hälftig zu ersetzen, namentlich 
im Betrag von mindestens 1.75 % p.a. seit 01.01.2007 auf 
CHF 750'000,--; 

21. es sei der Kläger weiter zu verpflichten, der Beklagten die auf die 
fehlenden Vorsorgeguthaben angefallenen Zinsen hälftig zu er-
setzen, namentlich im Betrag von mindestens CHF 1.75 % p.a. 
seit Fehlen der jeweiligen entsprechenden Vorsorgegelder; 

22. alle anderslautenden Anträge des Klägers seien abzuweisen; 
23. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8 % MwSt. zu Las-

ten des Klägers." 

- 8 - 

Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 8. März 2017: 

1. Die Ehe der Parteien wird geschieden. 

2. Das gemeinsame Kind C._____, geboren am tt.mm.2000, wird unter der 

gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien belassen.  

3. Die Obhut für C._____ wird der Beklagten zugeteilt. 

4. Die Teilvereinbarung der Parteien über die Scheidungsfolgen vom 

4. Oktober 2016 wird mit Ergänzung vom 7. März 2017 genehmigt. Sie lautet 

wie folgt: 

" 1. Scheidung 

 […]  

 2. Elterliche Sorge, Obhut und persönlicher Verkehr 

a) Elterliche Sorge 

[…] 

Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen 
der Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den Par-
teien ist bekannt, dass ein Aufenthaltswechsel des Sohnes der Zustimmung 
beider Eltern bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der 
Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der 
elterlichen Sorge und die persönlichen Kontakte zwischen einem Elternteil 
und dem Kind hat. 

b) Obhut  

[…] 

c) persönlicher Verkehr 

Auf die ausdrückliche Regelung der Betreuungsanteile wird mit Rücksicht auf 
das Alter des Sohnes verzichtet.  

 3. Güterrecht 
Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien die Vereinbarung vom 
4. Oktober 2016, Ziff. 3 a und 3 b einvernehmlich geändert haben wie folgt: 

- 9 - 

- Der Kläger verpflichtet sich, der Beklagten auf erste Aufforderung das Bild 
„H._____“ und den Stoff-Rollkoffer I._____ schwarz (im derzeitigen Zu-
stand) herauszugeben. 

- Der Kläger behält das ganze Silberbesteck der Parteien und bezahlt der 
Beklagten für ihren hälftigen Anteil, den sie ihm zu Eigentum überlässt, mit 
Rechtskraft der Scheidung eine Entschädigung von CHF 5'000.00. 

- Die Beklagte überlässt dem Kläger 1 Messingbett Toscana mit 2 dazuge-
hörenden Nachttischen, 1 Lattenrost, 1 Federkernmatratze 90 x 200 cm 
den sechs- bis achtarmigen Kerzenständer gegen Erlass der Forderung 
des Beklagten gegenüber der Klägerin von CHF 2'435.25 im Zusammen-
hang mit der Chinareise des Sohnes J._____ (Ziff. 3 b). 

- Die Beklagte verpflichtet sich, dem Kläger auf erste Aufforderung das 
grosse rötliche Bild K._____ („Untitled 2013“ 110 x 130 cm) herauszuge-
ben. 

Über die weiteren finanziellen Ansprüche (Schmuckversicherung, Entschädi-
gung Gegenstände, Prozesskostenvorschuss) sei im Urteil zu entscheiden." 

5. Der Kläger wird verpflichtet, für den Sohn C._____, geboren am tt.mm.2000, 

die folgenden Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich Familienzulagen, zu be-

zahlen: 

 CHF 2'950.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum ordentli-

chen Abschluss einer angemessenen Ausbildung von C._____ (davon 

CHF 0.– als Betreuungsunterhalt). 

Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Ab-

schluss einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit 

hinaus, solange das Kind im Haushalt der Beklagten lebt und keine eigenen 

Ansprüche gegenüber dem Kläger stellt bzw. keinen anderen Zahlungsemp-

fänger bezeichnet. 

6. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten wie folgt nachehelichen Unterhalt 

zu bezahlen: 

a) Phase 1 

 CHF 6'500.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Eintritt des 

Klägers in das ordentliche Pensionsalter am 31. Juli 2022. 

- 10 - 

Erzielt der Kläger in vorgenanntem Zeitraum ein im Durchschnitt eines Ka-

lenderjahres CHF 12'000.– übersteigendes monatliches Nettoerwerbsein-

kommen (inkl. Gratifikation und/oder 13. Monatsgehalt), so erhöht sich der 

monatliche Unterhaltsbeitrag um 40 % des CHF 12'000.– übersteigenden 

Einkommens bis zu einem Betrag von CHF 15'260.–. 

b) Phase 2 

 CHF 6'500.– ab dem 1. August 2022 bis zum Eintritt der Beklagten in 

das ordentliche Pensionsalter am 31. Oktober 2024. 

Erzielt der Kläger in vorgenanntem Zeitraum ein monatliches Nettoerwerbs-

einkommen, so ist er verpflichtet, 40 % des erzielten Erwerbseinkommens 

(inkl. Gratifikation und/oder 13. Monatsgehalt) bis zu einem Betrag von 

CHF 14'460.– zu leisten. 

c) Gemeinsame Bestimmungen für die Phasen 1 und 2 

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zahlbar, und zwar monatlich im 

Voraus auf den Ersten eines jeden Monats. 

Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten jeweils bis Ende März eines je-

den Jahres unaufgefordert einen Lohnausweis bzw. entsprechende Belege 

über das im Vorjahr erzielte Erwerbseinkommen zukommen zu lassen. 

7. Der Beklagten fehlen zur Deckung des gebührenden Unterhalts die folgen-

den Beträge:  

 Für die Zeit ab Rechtskraft des Scheidungsurteil bis zum 31. Juli 2022 

fehlt monatlich ein Betrag von CHF 8'760.–. 

 Für die Zeit ab dem 1. August 2022 bis und mit 31. Oktober 2024 fehlt 

monatlich ein Betrag von CHF 7'960.–. 

Erzielt der Kläger einen Mehrverdienst und leistet er zusätzliche Unterhalts-

beiträge, so reduziert sich der fehlende Betrag um diese Summe. 

- 11 - 

8. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 und 6 vorstehend 

basiert auf folgenden Grundlagen:  

(Hypothetisches) Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, 
Familienzulagen separat: 
 Kläger: 
 CHF 12'000.– bis und mit 31. Juli 2022 (100 % Pensum) 
 Beklagte: 
 CHF 0.– bis und mit 31. Oktober 2024 
 C._____:  
 CHF 250.– Familienzulagen 
 
Vermögen: 
 Kläger:  

CHF 3.5 Millionen 
 Beklagte:  

CHF 0.– 
 

(gebührender) Bedarf 
 Kläger 
 CHF 12'000.– 
 Beklagte 
 CHF 15'260.– 
 C._____:  
 CHF 3'200.– 
 
(familienrechtlicher) Notbedarf 
 Kläger 
 CHF 6'300.– 
 Beklagte 
 CHF 6'500.– 

9. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 und 6 basieren auf dem Landesindex 

der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Dezem-

ber 2016 von 100 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind 

jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 

2018, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupas-

sen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel: 

Neuer Unterhaltsbeitrag  = 
alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index 

alter Index 

- 12 - 

Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr 

Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unter-

haltsbeiträge gemäss Ziffer 5 und 6 nur proportional zur tatsächlichen Ein-

kommenssteigerung angepasst. 

Fällt der Index unter den Stand von Ende Dezember 2015 (= Ausgangsbasis 

für UHB), berechtigt dies nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträ-

ge. 

10. Das beklagtische Begehren betreffend die kieferorthopädische Behandlung 

von C._____ wird abgewiesen. 

11. Es wird vorgemerkt, dass die Parteien mit öffentlich beurkundetem Ehever-

trag vom 31. Januar 1992 die Gütertrennung vereinbart haben. 

12. Die Beklagte wird verpflichtet, für die Hausratsgegenstände, dem Kläger ge-

samthaft eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in der Höhe von 

CHF 1'515.– zu bezahlen; zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des 

Scheidungsurteils. 

13. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten für die anlässlich des Einbruch-

diebstahls abhanden gekommenen Schmuckstücke und den gestohlenen 

Ring der Beklagten eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in der Höhe von 

CHF 78'935.– zu bezahlen; zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des 

Scheidungsurteils. 

14. Die Beklagte wird verpflichtet, die vom Kläger geleisteten Prozesskostenvor-

schüsse von gesamthaft CHF 30'000.– dem Kläger zurückzuzahlen; zahlbar 

innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Scheidungsurteils. 

15. Es wird vorgemerkt, dass der Kläger der Beklagten im Rahmen des Vorsor-

geausgleichs einen Betrag von CHF 1'141'270.50 schuldet. Dieser Betrag ist 

wie folgt zu begleichen: 

a) Die Freizügigkeitsstiftung der UBS AG, Postfach, 4002 Basel, wird ange-

wiesen, mit Rechtskraft des Scheidungsurteils vom Freizügigkeitskonto des 

- 13 - 

Klägers (Konto-Nr. ..., AHV-Nr. ...) CHF 615'663.80, zuzüglich Zins ab 

1. Januar 2017, auf ein noch von der Beklagten zu bezeichnendes Freizü-

gigkeitskonto zu überweisen. 

b) Die Freizügigkeitsstiftung der Zürcher Kantonalbank, Postfach, 8010 Zü-

rich, wird angewiesen, mit Rechtskraft des Scheidungsurteils vom 

Freizügigkeitskonto des Klägers (Konto-Nr. ..., AHV-Nr. ...) CHF 21'602.20, 

zuzüglich Zins ab 1. Januar 2017, auf ein noch von der Beklagten zu be-

zeichnendes Freizügigkeitskonto zu überweisen. 

c) Der Kläger wird weiter verpflichtet, der Beklagten einen Betrag von 

CHF 504'004.50 auf ein noch von der Beklagten zu bezeichnendes Freizü-

gigkeitskonto zu überweisen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des 

Scheidungsurteils. 

16. Die übrigen Rechtsbegehren der Parteien werden abgewiesen, sofern da-

rauf eingetreten werden kann. 

17. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 15'000.–. 

Wird keine Begründung verlangt, so ermässigt sich die Entscheidgebühr auf 

zwei Drittel. 

18. Die Kosten des unbegründeten Entscheids werden dem Kläger zu 2/5 und 

der Beklagten zu 3/5 auferlegt. 

Der Kostenanteil des Klägers wird mit dem von ihm geleisteten Vorschuss in 

der Höhe von CHF 6'000.– verrechnet. 

19. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Parteientschädigung von 

CHF 4'500.– zuzüglich Mehrwertsteuer von 8% (CHF 360.–), insgesamt 

CHF 4'860.–, zu bezahlen. 

20. / 21. (Schriftliche Mitteilung / Rechtsmittel) 

- 14 - 

Berufungs- und Anschlussberufungsanträge: 

des Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten (act. 155): 
 
"1. Es sei Dispositiv-Ziffer 5 des angefochtenen Urteils (Kinderunterhalt) auf-

zuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen: 

"5. Der Kläger wird verpflichtet, für den Sohn C._____, geboren am 

tt.mm.2000, die folgende Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich Familien-

zulagen, zu bezahlen: 

 

- CHF 2'370.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zur Mündig-

keit von C._____ (davon CHF 0.00 als Betreuungsunterhalt); 

- CHF 2'000.00 ab Volljährigkeit von C._____ bis zum Abschluss ei-

ner angemessenen Erstausbildung von C._____. 

 

Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Ab-

schluss einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährig-

keit hinaus, solange das Kind im Haushalt der Beklagten lebt und keine 

eigenen Ansprüche gegenüber dem Kläger stellt bzw. keinen anderen 

Zahlungsempfänger bezeichnet." 

 2. Es sei Dispositiv Ziffer 6 (Ehegattenunterhalt), 2. Absatz a) Phase 1 des 

angefochtenen Urteils aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen: 

 "a) Phase 1 

 - 5'800.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Eintritt des Klä-

gers in das ordentliche Pensionsalter am 31. Juli 2022. 

 3. Es sei der Unterabsatz 2 von Dispositiv-Ziffer 6 a: Phase 1 (welcher lau-

tet "Erzielt der Kläger in vorgenanntem Zeitraum ein im Durchschnitt eines 

Kalenderjahres CHF 12'000.00 übersteigendes monatliches Nettoerwerbs-

einkommen [inkl. Gratifikation und/oder 13. Monatsgehalt], so erhöht sich 

der monatliche Unterhaltsbeitrag um 40 % des CHF 12'000.000 überstei-

- 15 - 

genden Einkommens bis zu einem Betrag von CHF 15'260.00") ersatzlos 

zu streichen. 

 3.1 Eventualiter, falls der Unterabsatz 2 von Dispositiv-Ziffer 6 a) Phase 1 

nicht ersatzlos aufgehoben wird, sei der maximale Unterhaltsbeitrag an die 

Berufungsbeklagte auf CHF 8'460.00 pro Monat festzulegen. 

 4. Es sei die Dispositiv-Ziffer 6 b) "Phase 2" vollumfänglich und ersatzlos 

zu streichen. 

 4.1 Eventualiter, falls Antrag 4 nicht gutgeheissen wird, sei der Unterhaltsbei-

trag an die Beklagte in der "Phase 2" auf CHF 1'200.00 pro Monat zu redu-

zieren und der Unterabsatz 2 von lit. b) Phase 2 (der lautet: ""Erzielt der Klä-

ger in vorgenanntem Zeitraum ein monatliches Nettoerwerbseinkommen, so 

ist er verpflichtet, 40 % des erzielten Erwerbseinkommens [inkl. Gratifikation 

und/oder 13. Monatsgehalt] bis zu einem Betrag von CHF 14'460.00 zu leis-

ten") ersatzlos zu streichen. 

 5. Es sei die Dispositiv-Ziffer 6 c) "Gemeinsame Bestimmungen für die Pha-
sen 1 und 2" vollumfänglich und ersatzlos zu streichen. 

 6. Es sei Dispositiv-Ziffer 7 vollumfänglich aufzuheben und durch folgen-
de Fassung zu ersetzen: 

"7. Der Beklagten fehlt zur Deckung des gebührenden Unterhalts im Zeit-

punkt der Rechtskraft der Scheidung ein monatlicher Betrag von 

CHF 2'606.00" 

6.1 Eventualiter sei Dispositiv-Ziffer 7 vollumfänglich aufzuheben und durch 
folgende Fassung zu ersetzen: 

"7. Der Beklagten fehlt zur Deckung des gebührenden Unterhalts im Zeit-

punkt der Rechtskraft der Scheidung ein monatlicher Betrag von 

CHF 4'146.00" 

 7 Es sei Dispositiv-Ziffer 8 (finanzielle Grundlagen) wie folgt abzuändern: 

- 16 - 

"(Hypothetisches) Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, 

Familienzulagen separat: 

- Kläger: CHF 12'000.00 bis und mit 31. Juli 2022 (100 % Pensum) 

- Beklagte: CHF 0.00 bis 31. Juli 2022, CHF 4'671 ab 1. August 2022 

- C._____: CHF 250.00 Familienzulagen 

 

Vermögen 

- Kläger: CHF 3.5 Mio. 

- Beklagte: 3. Säule CHF 40'000.00 und Erbanwartschaften" 

 8. Es sei Dispositiv-Ziffer 13 des angefochtenen Urteils, mit welchem, der 

Kläger verpflichtet wurde, der Beklagten eine Zahlung von 78'935.00 innert 

30 Tagen ab Rechtskraft des Scheidungsurteils zu leisten, vollumfänglich 

aufzuheben. 

 9. Es sei Dispositiv-Ziffer 14 des angefochtenen Scheidungsurteils wie folgt 

zu ändern: 

"14. Die Beklagte wird verpflichtet, die vom Kläger geleisteten Prozesskos-

tenvorschüsse von gesamthaft CHF 30'000.00 zuzüglich MWST von 
CHF 1'200.00, damit total CHF 31'200.00 dem Kläger zurück zu zah-

len; zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Scheidungsurteils". 

 10. Es sei Dispositiv Ziffer 15 Absatz 1 wie folgt zu ändern: 

 10.1.1 "Es wird festgestellt, dass der für den Vorsorgeausgleich massgebende 

Stichtag gemäss Art. 122 ZGB der 26. November 2013 ist. 

 10.2 "Es wird vorgemerkt, dass der Kläger der Beklagten im Rahmen des 

Vorsorgeausgleiches einen Betrag von CHF 1'027'968.05 schuldet, 
dieser Betrag ist wie folgt zu begleichen: 

a) (unverändert) 

b) (unverändert) 

b bis) Die Raiffeisen Freizügigkeitsstiftung, Raiffeisenplatz, 9000 

St. Gallen, sei anzuweisen, vom Freizügigkeitskonto des Berufungs-

klägers Konto Nr. CH... nach Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsur-

- 17 - 

teils, den Betrag von CHF 317'605.90 auf ein von der Berufungskläge-

rin zu bezeichnendes Vorsorgekonto zu übertragen. 

c) Der Kläger wird weiter verpflichtet, der Beklagten einen Betrag von 

CHF 73'114.15 auf ein von der Beklagten noch zu bezeichnendes Frei-

zügigkeitskonto zu überweisen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft 

des Scheidungsurteils. 

 11. Es sei Dispositiv-Ziffer 18 des angefochtenen Urteils zu ändern, indem der 

Beklagten 4/5 der Gerichtskosten des begründeten Urteils der Vorinstanz 

und dem Kläger 1/5 der Kosten des begründeten Urteils der Vorinstanz auf-

zuerlegen seien.  

 12. Es sei Dispositiv-Ziffer 19 zu ändern, indem die Beklagte verpflichtet wird, 

dem Kläger eine Parteientschädigung von 6'000 zzgl. MWST von 480.00, to-

tal CHF 6'480.00 zu bezahlen. 

 13. Die Kosten des Berufungsverfahren seien der Berufungsbeklagten aufzuer-

legen und diese sei zu verpflichten, dem Berufungskläger eine angemesse-

ne Parteientschädigung zzgl. MWST für das Berufungsverfahren zu bezah-

len." 

 
der Berufungsbeklagten und Anschlussberufungsklägerin (act. 165): 

"1. Es sei die Berufung des Klägers und Berufungsklägers abzuweisen; 

 2. Es sei Dispositiv-Ziff. 6 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 

08.03.2017, Prozess-Nr. FE130215, aufzuheben und durch folgende Fas-

sung zu ersetzen (ansonsten unverändert): 

 "Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten wie folgt nachehelichen Unter-

halt zu bezahlen: 

 a) Phase 1 

- CHF 15'260.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Eintritt 

des Klägers in das ordentliche Pensionsalter am 31. Juli 2022. 

- 18 - 

 b) Phase 2 

- CHF 14'460.– ab dem 1. August 2022 bis zum Eintritt der Beklagten 

in das ordentliche Pensionsalter am 31. Oktober 2024" 

 3. Es sei Dispositiv-Ziff. 7 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 

08.03.2017, Prozess-Nr. FE130215, ersatzlos zu streichen; 

 4. es sei Dispositiv-Ziff. 8 des Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 

08.03.2017, Prozess-Nr. FE130215, aufzuheben und des sei zur Bemes-

sung des massgebenden Vermögens des Klägers ein Beweisverfahren ge-

mäss unserer Ziffer I. 7., und II. (Anschlussberufung) durchzuführen; 

 5. es sei Dispositiv-Ziff. 14 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 

08.03.2017, Prozess-Nr. FE130215 (Prozesskostenvorschüsse)gemäss Zif-

fer 7 des klägerischen Berufungsantrags abzuändern; 

 6. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8 % MwSt. zu Las-

ten des Klägers und Berufungsklägers." 

Erwägungen: 

1. Streitgegenstand 

A._____ (fortan "Ehemann" genannt) und B._____ (fortan "Ehefrau" genannt) hei-

rateten am tt. April 1992 in .... Sie legten der Ehe den Güterstand der Gütertren-

nung zugrunde. Der Ehe sind die beiden Söhne J._____, geb. tt.mm.1992, und 

C._____, geb. tt.mm.2000, entsprossen. Mit Eheschutzentscheid vom 27. Juni 

2011 wurde den Parteien das Getrenntleben bewilligt und wurden dessen Folgen 

geregelt. Am 26. November 2013 reichte der Ehemann die Scheidungsklage ein, 

die am 8. März 2017 vom Bezirksgericht Meilen, Einzelgericht im ordentlichen 

Verfahren (fortan "Vorinstanz" genannt) beurteilt wurde. Im Rechtsmittelverfahren 

stehen im Wesentlichen noch der Kinder- sowie der nacheheliche Unterhalt, Teile 

des Güterrechts und des Vorsorgeausgleichs im Streit.  

- 19 - 

2. Prozessgeschichte 

2.1. Die Ehefrau hatte am 16. Dezember 2010 das Eheschutzverfahren anhän-

gig gemacht (act. 3/1), woraufhin am 27. Juni 2011 eine Verfügung erging 

(act. 3/21 S. 35 ff.), mit der C._____ unter die Obhut der Ehefrau gestellt, das Be-

suchsrecht des Ehemanns, dessen Unterhaltspflicht (Fr. 1'500.– Kinderunterhalt / 

Fr. 10'581.– Ehegattenunterhalt in der dritten Phase ab 1. September 2012) und 

die Benutzung der ehelichen Liegenschaft geregelt wurde. 

2.2. Am 26. November 2013 leitete der Ehemann bei der Vorinstanz die Schei-

dungsklage ein (act. 1). Am 1. Oktober 2014 fanden die Einigungsverhandlung 

und eine Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen statt. Im Gegensatz 

zur Hauptsache einigten sich die Parteien betreffend die vorsorgliche Massnah-

men und vereinbarten in Ergänzung zur eheschutzrichterlichen Verfügung im We-

sentlichen, dass der Ehemann ab 1. August 2014 zwei Drittel der im Zusammen-

hang mit der Schulbildung des Sohnes C._____ anfallenden Kosten bezahle 

(act. 36; Prot. I S. 41).  

2.3. Die Vorinstanz ordnete einen doppelten Schriftenwechsel an und führte die 

Hauptverhandlung durch. Zur Vermeidung von Wiederholungen sei auf die aus-

führliche vorinstanzliche Darstellung des Prozessverlaufs im erstinstanzlichen Ur-

teil verwiesen (vgl. act. 158 S. 10 ff.). Am 8. März 2016 erliess die Vorinstanz of-

fenbar ihr unbegründetes Urteil; den Akten sind indes weder das Dispositiv noch 

ein Zustellnachweis an die Parteien, sondern einzig die beiden Gesuche um Be-

gründung zu entnehmen (act. 150 f.). Mit Eingabe vom 13. März 2017 ersuchte 

der Ehemann um Begründung des Urteils (act. 150). Am 28. April 2017 

(act. 153/1) wurde ihm in der Folge das nunmehr begründete Urteil zugestellt 

(act. 152 = act. 156/1 = act. 158). 

2.4. Fristgerecht erhob der Ehemann mit Schreiben vom 30. Mai 2017 Berufung 

gegen das begründete vorinstanzliche Urteil mit den eingangs angeführten Beru-

fungsanträgen (act. 155). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-

153). Der Ehemann leistete den mit Verfügung vom 6. Juni 2017 angeordneten 

Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 12'000.– rechtzeitig (act. 159-161). Die Ehefrau 

- 20 - 

erhob mit der Berufungsantwort vom 24. August 2017 zugleich eine Anschlussbe-

rufung (act. 165); ihre eigenständige Berufung in der Sache wurde mit Urteil vom 

8. August 2017 in einem separaten Verfahren entschieden (LC170018-U). Sie 

leistete den ihr auferlegten Kostenvorschuss über Fr. 12'000.– innert erstreckter 

Frist (act. 168-172). Die Anschlussberufungsantwort datiert vom 1. November 

2017 (act. 175). Mit Beschluss vom 8. November 2017 wurde sodann vorgemerkt, 

dass das erstinstanzliche Urteil in folgenden Punkten rechtskräftig ist (act. 177): 

"1. Die Ehe der Parteien wird geschieden. 

(...) 

4. Die Teilvereinbarung der Parteien über die Scheidungsfolgen vom 4. Oktober 2016 
wird mit Ergänzung vom 7. März 2017 genehmigt. Sie lautet wie folgt: 

   
  (...) 

 
3. Güterrecht 

Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien die Vereinbarung vom 
4. Oktober 2016, Ziff. 3 a und 3 b einvernehmlich geändert haben wie folgt: 

- Der Kläger verpflichtet sich, der Beklagten auf erste Aufforderung das Bild 
„H._____“ und den Stoff-Rollkoffer I._____ schwarz (im derzeitigen Zustand) her-
auszugeben. 

- Der Kläger behält das ganze Silberbesteck der Parteien und bezahlt der Beklag-
ten für ihren hälftigen Anteil, den sie ihm zu Eigentum überlässt, mit Rechtskraft 
der Scheidung eine Entschädigung von CHF 5'000.00. 

- Die Beklagte überlässt dem Kläger 1 Messingbett Toscana mit 2 dazugehörenden 
Nachttischen, 1 Lattenrost, 1 Federkernmatratze 90 x 200 cm den sechs- bis 
achtarmigen Kerzenständer gegen Erlass der Forderung des Beklagten gegen-
über der Klägerin von CHF 2'435.25 im Zusammenhang mit der Chinareise des 
Sohnes J._____ (Ziff. 3 b). 

- Die Beklagte verpflichtet sich, dem Kläger auf erste Aufforderung das grosse rötli-
che Bild K._____ („Untitled 2013“ 110 x 130 cm) herauszugeben. 

 Über die weiteren finanziellen Ansprüche (Schmuckversicherung, Entschädigung Ge-

genstände, Prozesskostenvorschuss) sei im Urteil zu entscheiden." 

(...) 

10. Das beklagtische Begehren betreffend die kieferorthopädische Behandlung von 

C._____ wird abgewiesen. 

(...) 

- 21 - 

12. Die Beklagte wird verpflichtet, für die Hausratsgegenstände, dem Kläger gesamthaft 

eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in der Höhe von CHF 1'515.– zu bezahlen; 

zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Scheidungsurteils. 

(...) 

16. Die übrigen Rechtsbegehren der Parteien werden abgewiesen, sofern darauf einge-

treten werden kann. 

17. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 15'000.–. 

(...)" 

Zugleich wurde den Parteien angezeigt, dass die Berufungssache in die Phase 

der Beratung übergehe. Die Ehefrau liess sich am 22. November 2017 unaufge-

fordert im Rahmen des allgemeinen Replikrechtes zur Anschlussberufungsanwort 

vernehmen (act. 181). Das Doppel der Eingabe wurde dem Ehemann zugestellt 

(act. 182 f.). Die Sache ist spruchreif. 

3. Berufungsvoraussetzungen 

3.1. Nach Eingang der Berufung prüft die Rechtsmittelinstanz von Amtes we-

gen das Vorliegen der Rechtsmittelvoraussetzungen. Diese sind vorliegend gege-

ben. Sowohl die Berufung als auch die Anschlussberufung gingen rechtzeitig, 

schriftlich begründet und mit konkreten Anträgen versehen bei der Rechtsmitte-

linstanz ein. Die Parteien sind durch das vorinstanzliche Urteil beschwert und zur 

Rechtsmittelerhebung legitimiert; für Rechtsmittel gegen den vorinstanzlichen 

Entscheid ist das angerufene Obergericht zuständig. Die Kostenvorschüsse wur-

den geleistet. Schliesslich ist es auch zulässig, eine nur teilweise erhobene ei-

genständige Berufung mit Anschlussberufung auf die Hauptberufung des Gegners 

auszuweiten (vgl. BGE 141 III 302 E. 2). Auf die Berufung und die Anschlussberu-

fung ist mit zwei Ausnahmen (vgl. sogleich E. 5.2 und 5.5) einzutreten. 

3.2. Im Bereich der Kinderbelange gelten der uneingeschränkte Untersu-

chungsgrundsatz und die Offizialmaxime (Art. 296 ZPO). Dies bedeutet, dass das 

Gericht alle Tatsachen, die für die Anordnungen über die Kinder von Bedeutung 

sind, von Amtes wegen zu ermitteln hat, wobei es die ihm bedeutsam erschei-

nenden Gegebenheiten frei würdigt (BGE 128 III 411 ff.; BGer 5A_416/2008). Das 

- 22 - 

Gericht ist sodann nicht an die Parteianträge gebunden. Es kann Entscheide auch 

ohne entsprechende Anträge treffen (BGE 130 III 102 E. 6.2). 

4. Übereinstimmender Antrag 

Die Parteien beantragen vor Obergericht übereinstimmend, dass Dispositiv-Ziffer 

14 des angefochtenen Urteils neu zu fassen und die Ehefrau zu verpflichten sei, 

dem Ehemann Fr. 30'000.– zuzüglich 8 % MwSt. auf Fr. 15'000.– (Fr. 1'200.–), al-

so insgesamt Fr. 31'200.– unter dem Titel Prozesskostenvorschüsse zurück zu 

zahlen (act. 155 S. 5 und 39 f.; act. 165 S. 4). Dieser Punkt untersteht der Dispo-

sition der Parteien. Es ist ohne weiteres antragsgemäss zu verfahren.  

5. Einkommen und Vermögen der Parteien 

5.1. Werden durch Vereinbarung oder Entscheid Unterhaltsbeiträge festgelegt, 

so ist anzugeben, von welchem Einkommen und Vermögen jedes Ehegatten aus-

gegangen wird (Art. 282 Abs. 1 lit. a ZPO). 

5.2. Sowohl der Kinder- als auch der nacheheliche Unterhalt werden mitunter 

durch die Leistungsfähigkeit des Pflichtigen definiert (Art. Art. 125 Abs. 2 Ziff. 5 

und Art. 285 Abs. 1 ZGB). Dieser Aspekt steht im Zentrum des vorliegenden An-

schlussberufungsverfahrens. Die Vorinstanz schloss auf ein anrechenbares Ein-

kommen des Ehemanns von monatlich Fr. 12'000.– bis Ende Juli 2022 (act. 158 

S. 62 ff.). Er selber ist damit einverstanden (act. 155 S. 4); die Ehefrau führt aus, 

er könne an die Einkommenszahlen als Angestellter anknüpfen; er erreiche jeden-

falls eine Einkommenshöhe, die es ihm ohne weiteres ermögliche, die von der 

Vorinstanz grundsätzlich festgesetzten Unterhaltsbeiträge auch tatsächlich zu be-

zahlen (act. 165 S. 26). Mit ihren Anträgen will sie die vorinstanzliche Dispositiv-

ziffer 8 aufgehoben wissen und zur Bemessung des massgebenden Vermögens 

des Ehemanns ein Beweisverfahren durchführen (act. 165 S. 3). 

5.2.1. Die (Anschluss-)Berufung hat ein materielles Rechtsbegehren zu enthalten, 

zumal sie in erster Linie ein reformatorisches Rechtsmittel darstellt (Art. 318 

Abs. 1 ZPO). Rechtsbegehren, die auf blosse Aufhebung des angefochtenen Ur-

teils und/oder Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung 

- 23 - 

lauten, genügen in der Regel nicht und machen das Rechtsmittel unzulässig. Es 

genügt allerdings, wenn aus der Begründung hervorgeht, in welchem Sinn der 

angefochtene Entscheid abgeändert werden soll (vgl. BGE 134 III 235 E. 2; BGer 

4A_24/2016 vom 7. März 2016 E. 3). 

5.2.2. Mit ihrer Anschlussberufung verlangt die Ehefrau zu den finanziellen Grund-

lagen wie gesehen einzig die Aufhebung der fraglichen Dispositiv-Ziffer. Von wel-

chem Einkommen (und auch Bedarf) des Ehemanns effektiv auszugehen ist, lässt 

sie offen. Auch in der Begründung bleibt sie derart unbestimmt (vgl. E. 5.2.), dass 

ihre Darlegungen nicht zum Dispositiv erhoben werden können (vgl. auch act. 175 

S. 15). Auf die Anschlussberufung ist insoweit nicht einzutreten und es hat beim 

Einkommen des Ehemanns über monatlich Fr. 12'000.– bis zu dessen Eintritt ins 

Pensionsalter sein Bewenden. 

5.2.3. Überdies sind die Einwände der Ehefrau zum Einkommen des Ehemanns 

aus folgenden Gründen auch in materieller Hinsicht nicht stichhaltig: So führt sie 

aus, er sei immer noch Lohnempfänger seiner Arbeitgeberin E._____, obwohl sie 

die per Ende September 2016 ausgesprochene Kündigung (vgl. act. 158 S. 11) 

nicht bestreitet (act. 165 S. 25). Sie tut insbesondere nicht dar, die Kündigung sei 

während einer Sperrfrist erfolgt; auch ist nicht ersichtlich, wieso die maximal 180 

Tage dauernde Sperrfrist, zumal die Krankheit nach der Kündigung eintrat, nach 

wie vor andauert (vgl. dazu Ar. 336c OR). Wenn die Ehefrau unter Hinweis auf ih-

re erstinstanzlichen Ausführungen sodann behauptet, der Aufwand der A._____ 

Management & Consulting GmbH sei um Fr. 100'000.– zu hoch angesetzt worden 

und das Einkommen des Ehemanns damit entsprechend zu tief, so setzt sie sich 

in keiner Weise mit den ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz zu diesem 

Thema auseinander (vgl. act. 158 S. 67 ff.). Gleiches gilt für die Einwände, die 

Mietzinseinnahmen aus der Einliegerwohnung seien zu tief veranschlagt worden 

(act. 165 S. 25), und es sei ein Mehrumsatz der GmbH bzw. als Selbständiger zu 

erwarten, so dem Ehemann neu 100 % seiner Arbeitskraft hierfür zur Verfügung 

stehe (act. 165 S. 26). Die Ehefrau äussert sich nicht zu den diesbezüglichen Er-

wägungen des Vorderrichters (act. 158 S. 66 f. und 71 f.), sondern wiederholt 

schlicht ihren vorinstanzlichen Standpunkt (vgl. dazu auch act. 175 S. 16 ff.). 

- 24 - 

5.3. Die Vorinstanz geht ferner davon aus, dass der Ehemann nach seiner 

Pensionierung ab dem 1. August 2022 über ein Renteneinkommen von 

Fr. 8'000.– verfügen wird (act. 158 S. 70 f.). Der Ehemann beanstandet insofern 

zwar, dass die Rechnung beim angesparten Pensionskassenkapital und dessen 

Verzinsung angesichts des Vorbezugs nicht stimme, hält dazu aber nichts Kon-

kretes fest und stellt in der Folge selbst auf die Fr. 8'000.– ab (act. 155 S. 29). 

Davon ist auch im Berufungsverfahren auszugehen. 

5.4. Die Vorinstanz erwog, der 56-jährigen Ehefrau sei angesichts der grössten-

teils klassischen Rollenverteilung die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit 

nicht zumutbar und es könne ihr daher auch kein hypothetisches Einkommen an-

gerechnet werden (act. 158 S. 62). Der Ehemann beantragt hingegen, es sei der 

Ehefrau ab dem 1. August 2022 ein Einkommen von monatlich Fr. 4'671.– anzu-

rechnen (act. 155 S. 4), mit der Begründung, es sei ihr eher zuzumuten, aus dem 

Freizügigkeitskapital und der 3. Säule vor Erreichen des Pensionsalters eine Ren-

te zu beziehen, als ihm, sein Vermögen für Unterhalt anzuzehren (vgl. act. 155 

S. 30 ff.). Im Kern geht es ihm also darum, dass es ihm nach seiner Pensionie-

rung angesichts der konkreten Verhältnisse unzumutbar sei, nachehelichen Un-

terhalt durch Vermögensverzehr zu leisten. Diese Frage ist unter dem Titel nach-

ehelicher Unterhalt zu erörtern; beim Einkommen der Ehefrau bleibt es beim vor-

instanzlichen Entscheid. 

5.5. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat der Ehemann gestützt auf sei-

ne Steuererklärung aus dem Jahr 2012 ein Reinvermögen von mindestens Fr. 3.5 

Mio. (act. 158 S. 77). Unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, 

es sei Ehegatten in vorgerücktem Alter zuzumuten, zu Unterhaltszwecken in 

Mangelsituationen das Vermögen nach Abzug einer Freigrenze im Umfang von 

jährlich 10 % anzuzehren, wenn das Einkommen nicht ausreiche und sich dieses 

auch nicht ohne weiteres steigern lasse, erwog der Vorderrichter, zur Deckung 

des Mankos der Ehefrau sei das Vermögen des Ehemanns während der Dauer 

der Unterhaltsverpflichtung von rund sieben Jahren im Umfang von Fr. 400'000.– 

durch Vermögensverzehr zu decken, was insgesamt ca. 12.5 % des deklarierten 

Vermögens entspreche (vgl. act. 158 S. 76 ff.). Die Anschlussberufung der Ehe-

- 25 - 

frau zielt nun darauf ab, dass das Vermögen des Ehemanns viel höher sei, als die 

deklarierten Fr. 3.5 Mio.; mithin lasse sich mit 10 % - 12.5 % davon der ganze ihr 

zustehende monatliche Unterhaltsbeitrag von rund Fr. 15'000.– finanzieren. Es 

sei ein Beweisverfahren zum Vermögen des Ehemanns durchzuführen (act. 165 

S. 26 f.). Die Ehefrau verkennt die vorinstanzlichen Erwägungen zum Vermögen 

des Ehemanns (vgl. dazu auch act. 175 S. 11 ff., insb. S. 14). Limitierender Faktor 

des Vermögensverzehrs ist nach den insoweit nicht bestrittenen Erwägungen 

nicht die Höhe des Vermögens des Ehemanns, sondern die Behebung der Man-

gelsituation der Ehefrau und damit die Deckung deren familienrechtlichen Notbe-

darfs (act. 158 S. 71 ff.). Den vorinstanzlichen Berechnungen liegt bereits jetzt 

"lediglich" eine jährliche Belastung des Vermögens des Ehemanns von weniger 

als 2 % zu Grunde (12.5 % während rund 7 Jahren). Die Deckung der Differenz 

zwischen Notbedarf und gebührendem Bedarf durch Vermögensverzehr erschien 

der Vorinstanz als unzumutbar. Aufgrund dessen sah sie davon ab, weitere Erhe-

bungen zum Vermögen des Ehemanns zu machen. Eine Beschwer der Ehefrau in 

diesem Punkt ist damit weder dargetan noch ersichtlich; bereits deshalb ist auf die 

Anschlussberufung in diesem Punkt nicht einzutreten. 

5.6. Die Vorinstanz ging weiter davon aus, dass die Ehefrau kein Vermögen 

habe (act. 158 S. 95). Der Ehemann stellt sich mit der Berufung auf den Stand-

punkt, es seien die 3. Säule in der Grössenordnung von Fr. 40'000.– sowie die 

vorhandenen Erbanwartschaften im Entscheid anzuführen (act. 155 S. 33 f.; mit 

Hinweis auf act. 83A/44). Es geht einerseits um die gebundene Vorsorge der Ehe-

frau. Über die entsprechenden Guthaben der Säule 3a kann nur sehr einge-

schränkt verfügt werden. Insbesondere können sie oder die Erträgnisse zum jet-

zigen Zeitpunkt nicht für den laufenden Unterhalt eingesetzt werden. Angesichts 

des Zweckes von Art. 282 Abs. 1 ZPO rechtfertigt es sich daher ohne weiteres, 

die gebundene Vorsorge nicht als Vermögen anzuführen; im Übrigen sind durch 

die Übernahme der Vermögenswerte des Ehemanns aus der Steuererklärung 

2012 auch dessen gebundene Guthaben unberücksichtigt geblieben. Anderer-

seits stellt eine Anwartschaft auf ein Erbe schlicht kein Vermögen dar (vgl. zum 

Ganzen auch act. 165 S. 19). Es bleibt beim vorinstanzlichen Entscheid. 

- 26 - 

5.7. Die Vorinstanz vermerkte in ihrem Dispositiv schliesslich den gebührenden 

Bedarf und den Notbedarf der Parteien sowie den Bedarf von C._____ (act. 158 

S. 95 f.). Auf die Anträge des Ehemanns dazu ist im Rahmen der nachfolgenden 

Unterhaltsberechnungen zurückzukommen (vgl. E. 7.8). 

6. Kinderunterhalt 

6.1. Die Eltern sorgen gemeinsam, ein jeder Elternteil nach seinen Kräften, für 

den gebührenden Unterhalt des Kindes und tragen insbesondere die Kosten von 

Betreuung, Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen (Art. 276 

Abs. 2 ZGB). 

6.2. Die Vorinstanz quantifizierte den Barbedarf von C._____ auf rund 

Fr. 3'200.– pro Monat und verpflichtete den Ehemann unter Anrechnung der Kin-

derzulage in Höhe von Fr. 250.– zu monatlichen Unterhaltszahlungen von 

Fr. 2'950.– (act. 158 S. 34 ff.). Auf den Betreuungsunterhalt sei angesichts des Al-

ters von C._____ nicht näher einzugehen (act. 158 S. 33). 

6.3. Der Ehemann stellt sich auf den Standpunkt, dieser Bedarf sei zu hoch und 

zudem in zwei Phasen aufzuteilen, eine vor und eine nach Erreichen der Volljäh-

rigkeit bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung (act. 155 S. 8). Die 

Ehefrau ist der Ansicht, die Vorinstanz habe den Kinderunterhalt richtig festgelegt 

(act. 165 S. 5 ff.). 

6.4. Die Vorinstanz veranschlagte beim Bedarf für C._____ folgende Positionen 

(act. 158 S. 38), wobei die grau hinterlegten vom Ehemann beanstandet werden 

(vgl. act. 155 S. 13). 

Grundbetrag CHF 600.– 

Mietanteil CHF 1'500.– 

Bekleidung und Coiffeur CHF 170.– 

Krankenkasse CHF 181.– 

- 27 - 

Zusätzliche Gesundheitskosten CHF 70.– 

Mobiltelefon CHF 60.– 

ÖV-Abonnement CHF 54.– 

Verpflegung CHF 200.– 

Taschengeld CHF 65.– 

Schulmaterial CHF 100.– 

Freizeit/Hobbies CHF 180.– 

Total CHF 3'180.– 

6.4.1. Miete 

6.4.1.1. Die Vorinstanz stellte darauf ab, dass der Mietzins der Ehefrau über mo-

natlich Fr. 4'500.– belegt sei. Angesichts des Umstands dass im Eheschutzver-

fahren von Kosten für die Villa des Ehemanns von rund Fr. 10'000.– pro Monat 

ausgegangen worden sei, erscheine es als angemessen, C._____ einen Drittel 

der effektiven Kosten , namentlich Fr. 1'500.– pro Monat als Wohnkostenanteil 

anzurechnen (act. 158 S. 34). 

6.4.1.2. Nach Ansicht des Ehemanns steht diese Würdigung im Widerspruch zum 

Entscheid des Eheschutzgerichts, welches der Ehefrau einen angemessenen 

Mietzins von insgesamt Fr. 3'500.– ab deren Auszug aus der ehelichen Liegen-

schaft zuerkannt habe. Ferner werde ausgeblendet, dass sich die Einkommens-

verhältnisse komplett geändert hätten, sei doch im Trennungszeitpunkt noch von 

einem Einkommen des Ehemanns in Höhe von Fr. 22'963.– pro Monat ausge-

gangen worden. Die Ehefrau habe sich nicht an die Vorgabe der Eheschutzrichte-

rin gehalten, sondern den angemessenen Betrag für eine Miete gemäss eheli-

chem Standard um 30 % überschritten. Diese eigenmächtige Erhöhung nach der 

Trennung könne in der heutigen Situation, in der er selber nur noch die Hälfte sei-

nes Einkommens vom Trennungszeitpunkt verdiene, nicht einfach übergangen 

- 28 - 

werden. Es sei auch erstellt, dass er im heutigen Zeitpunkt nicht in der Lage sei, 

mit dem Einkommen den reduzierten Bedarf zweier Haushalte zu bezahlen; wenn 

ihm also zugemutet werde, einen erheblichen Teil aus Vermögensverzehr zu de-

cken, könne der Ehefrau kein übermässig teure Miete zugestanden werden. Un-

erheblich sei schliesslich, wie viel er tatsächlich für seine eigenen Wohnkosten 

ausgebe. Sollte er sich entscheiden, im Haus zu bleiben, sei er für die Bezahlung 

der hohen Kosten auf den Verzehr von Vermögen angewiesen. Er sei aber frei, 

mit seinem Vermögen zu machen, was er wolle. Der Ehefrau zusammen mit 

C._____ sei aus den vorgenannten Gründen maximal Fr. 3'500.– als Miete zuzu-

gestehen; entsprechend reduziere sich der Mietanteil für C._____ bei einem Drit-

tel auf rund Fr. 1'000.– (act. 155 S. 8 ff.).  

6.4.1.3. Die Ehefrau entgegnet in der Berufungsantwort, dass die Vorinstanz ihre 

Wohnkosten korrekt berechnet habe. Die Wohnkosten hingen nicht vom Einkom-

men des Ehemanns, sondern vom Standard während der Ehe ab. Der Ehe-

schutzentscheid spiele keine Rolle, wohne sie doch nicht mehr mit einem Kind 

zusammen, sondern mit einem bald volljährigen Sohn und dem grossen Famili-

enhund; damit verbunden sei ein erhöhter Platzbedarf. Neben dem Aspekt der 

Beibehaltung des ehelichen Standards sei auch der Gleichberechtigung der Par-

teien wesentliche Bedeutung zuzumessen. Es wäre stossend, würde der Ansatz 

für ihre Mietkosten gekürzt. Es sei im Übrigen während der Ehe ein luxuriöser Le-

bensstil geführt worden. Angesichts der konkreten Umstände sei es nicht zumut-

bar, eine Ersatzwohnung zu suchen. Es sei zudem nicht unerheblich, wie viel der 

Ehemann selber für seine Wohnung ausgebe (act. 165 S. 5 ff.). 

6.4.1.4. Der Standpunkt des Ehemanns überzeugt. Der vorinstanzliche Entscheid 

steht in deutlichem Kontrast zum Eheschutzentscheid (Wohnkosten von insge-

samt Fr. 3'500.– und Kinderunterhalt in Höhe von Fr. 1'500.–; vgl. act. 3/21). Dem 

Ehemann wurde vorinstanzlich für Wohnkosten ein Bedarf von Fr. 3'000.– zuge-

standen (vgl. act. 158 S. 74). Dem von der Ehefrau ins Feld geführten Argument 

der Gleichbehandlung ist mit den vom Ehemann anerkannten Mietkosten über 

Fr. 3'500.– Genüge getan. Es ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz beim Kin-

derunterhalt die eingeschränkten derzeitigen Einkommensverhältnisse hätte ein-

- 29 - 

fliessen lassen. Entsprechend ist C._____ ein Mietanteil von Fr. 1'165.– pro Mo-

nat anzurechnen. 

6.4.2. Gesundheitskosten 

6.4.2.1. Die Vorinstanz erwog, die Ehefrau habe dargetan, dass die Kieferbehand-

lung von C._____ noch nicht abgeschlossen sei. Bei einem Selbstbehalt von 

25 % resultierten Kosten für die kieferorthopädische Behandlung von monatlich 

Fr. 42.50 (act. 158 S. 35). 

6.4.2.2. Nach Ansicht des Ehemanns sei die Zahnbehandlung von C._____ im 

Herbst 2016 definitiv abgeschlossen worden; die Vorinstanz habe die entspre-

chenden Behauptungen im erstinstanzlichen Verfahren unbeachtet gelassen und 

im Entscheid auf reine Parteibehauptungen bzw. alte Zahlen aus dem Jahr 2015 

abgestellt; damit sei der Sachverhalt unrichtig festgestellt worden und der Kinder-

bedarf um Fr. 42.50 zu kürzen (act. 155 S. 11 f.; act. 76 Rz 241 f.). 

6.4.2.3. Die Ehefrau führt in der Berufungsantwort dahingegen aus, die kieferor-

thopädische Behandlung von C._____ halte in der Tat nach wie vor an. Sie habe 

zwar in der Hauptsache im Januar 2017 beendet werden können, es komme aber 

in unregelmässigen Abständen nach wie vor zu Kontrollen, und es könne nicht 

ausgeschlossen werden, dass weitere kostspielige Schritte notwendig würden 

(act. 165 S. 7 f.). 

6.4.2.4. Nach der nunmehr gleichlautenden Darstellung der Parteien ist die Zahn-

behandlung abgeschlossen und die entsprechende Position im Bedarf von 

C._____ rechtfertigt sich nicht länger. Inwiefern es noch zu weiteren Kontrollen 

und Behandlungen kommen soll, blieb unsubstantiiert bzw. unbelegt (vgl. act. 181 

S. 7). Der Bedarf ist um rund Fr. 40.– zu kürzen. 

6.4.3. Taschengeld 

6.4.3.1. Der Vorderrichter erachtete ein monatliches Taschengeld für den Sohn 

der Parteien in Höhe von Fr. 65.– monatlich als angemessen, unter Berücksichti-

gung von dessen Alter und der persönlichen Verhältnisse (act. 158 S. 36). 

- 30 - 

6.4.3.2. Der Ehemann gibt zu bedenken, dass sich der Kinderunterhaltsbetrag 

nicht nur nach den Bedürfnissen eines Kindes richte, sondern auch nach den 

Möglichkeiten des pflichtigen Elternteils. Angesichts des reduzierten Einkommens 

seien Posten zusätzlich zum Notbedarf nur mit Zurückhaltung einzurechnen. An-

gesichts der bereits veranschlagten Hobbys mit monatlichen Kosten von Fr. 180.–, 

werde schon grosszügig gerechnet. Es sei von einem Taschengeld von Fr. 40.– 

pro Monat auszugehen (act. 155 S. 12 f.). 

6.4.3.3. Nach Meinung der Ehefrau verfängt die vorinstanzliche Begründung zum 

Taschengeld. Sie weise im Übrigen darauf hin, dass sie selber und aus der eige-

nen Tasche das effektive Taschengeld um Fr. 10.– erhöhe, damit C._____ nicht 

völlig aus dem Rahmen falle und sich im Vergleich zu den Klassenkameraden 

nicht über Gebühr einschränken müsse (act. 165 S. 8). 

6.4.3.4. Die Vorinstanz hat ihr Ermessen unter Berücksichtigung der Gesamtum-

stände der finanziellen Verhältnisse der Parteien und der Geringfügigkeit des hier 

in Frage stehenden Betrages korrekt ausgeübt. Angesichts des Umstands, dass 

die Vorinstanz zur Berechnung des Kinderunterhalts den monatlichen Betrag um 

Fr. 20.– aufrundete (Fr. 3'180.– auf Fr. 3'200.–), die Kammer aber leicht auf 

Fr. 2'800.– abrundet (Reduktion [Miete/Gesundheit] von Fr. 377.50; Abrundung 

um Fr. 2.50) ist dem Anliegen des Ehemanns faktisch gleichwohl Rechnung ge-

tragen. 

6.5. Der Ehemann beantragt im Berufungsverfahren neu, dass der Kinderun-

terhalt in zwei Phasen aufzuteilen und mit der Volljährigkeit von C._____ mit Blick 

auf die Voraussetzung der Zumutbarkeit zu reduzieren sei. Es sei nicht zumutbar, 

für einen Volljährigen Unterhalt aus Vermögen zu zahlen. Der Unterhaltsbeitrag 

sei um Fr. 400.– zu reduzieren, wobei Fr. 100.– monatlich als minimale Kostenbe-

teiligung von C._____ aus Ferienjobs anzurechnen seien (act. 155 S. 13 ff.). Die 

Ehefrau entgegnet, dass C._____ im mm.2018 in der Tat volljährig werde. Sein 

Bedarf werde sich aber nicht ändern und er werde weiterhin die Kantonsschule 

besuchen. Als einziges Zusatzkriterium trete die Zumutbarkeit hinzu, welche nach 

den gesamten Umständen fraglos gegeben sei; weder dem Sohn noch ihr sei ei-

ne hypothetische Kostenbeteiligung abzuverlangen (act. 165 S. 9 f.).  

- 31 - 

Angesichts der wirtschaftlichen Leistungskraft des Ehemanns (aus Vermögen), 

der fortdauernden Ausbildung C._____s ohne eigenes Erwerbseinkommen und 

der fehlenden Mittel der Ehefrau, ist der Volljährigenunterhalt weder der Ehefrau 

noch C._____ zuzumuten. Der Antrag des Ehemanns auf Unterteilung des Kin-

derunterhalts in zwei Phasen ist somit abzuweisen. 

6.6. Nach Abzug der Kinder-/Ausbildungszulage resultiert eine monatliche Un-

terhaltsverpflichtung von Fr. 2'550.–. Entsprechend ist die vorinstanzliche Disposi-

tiv-Ziffer 5. in teilweiser Gutheissung der Berufung anzupassen. 

7. Nachehelicher Unterhalt 

7.1. Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, dass er für den ihm gebührenden 

Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufkommt, 

so hat ihm der andere einen angemessenen Beitrag zu leisten (Art. 125 Abs. 1 

ZGB). 

7.2. Notbedarf der Ehefrau 

7.2.1. Aufgrund der beschränkten finanziellen Mittel legte die Vorinstanz den Not-

bedarf der Ehefrau wie folgt fest (act. 158 S. 75): 

Grundbetrag CHF 1'350.– 

Wohnkosten CHF 3'000.– 

Kommunikation CHF 120.– 

Billag CHF 39.– 

Krankenkasse/Gesundheitskosten CHF 837.– 

Versicherungen CHF 70.– 

Mobilität CHF 300.– 

Steuern CHF 800.– 

- 32 - 

Total (gerundet) CHF 6'516.– 

7.2.2. Unter Hinweis auf die Ausführungen zum Kinderunterhalt anerkennt der 

Ehemann Wohnkosten der Ehefrau in Höhe von monatlich Fr. 2'500.–; er erachtet 

aufgrund der bald eintretenden Volljährigkeit von C._____ zudem den Grundbe-

trag und die Steuern als zu hoch veranschlagt. Der Notbedarf sei um Fr. 700.– zu 

hoch angesetzt (act. 155 S. 15 f.). 

7.2.3. Die Ehefrau stellt sich auf den Standpunkt, dass der Mietanteil korrekt be-

rechnet sei und C._____ derzeit noch ein Kind sei und die Vorinstanz daher den 

korrekten Grundbetrag berücksichtigt habe. Gleiches gelte für die Steuerbelas-

tung. Es dürfe keine Rolle spielen, was nach dem Urteilszeitpunkt geschehen 

werde (Act. 165 S. 10 f.).  

7.2.4. Die Vorinstanz hat den Grundbetrag richtig berechnet. Die Sichtweise des 

Ehemanns bedeutete konsequenterweise, dass der Grundbetrag von C._____ auf 

Fr. 1'100.– angehoben werden müsste. Eingeschlossen in das System von 

Grundbeträgen für Alleinerziehende mit den Zuschlägen für Kinder werden im 

Rahmen von Art. 277 Abs. 2 ZGB aber auch volljährige Kinder, welche noch in 

Ausbildung stehen und keinen Verdienst haben (vgl.: VONDER MÜHLL, in BSK-

SchKG I, 2. Aufl. 2010, Art. 93 N. 21 ff.). Hingegen sind unter Hinweis auf Erwä-

gung 6.4.1.4. die anrechenbaren Wohnkosten der Ehefrau um Fr. 500.– auf 

Fr. 2'500.– zu senken. Die Mietkosten im gebührenden Bedarf und Notbedarf der 

Ehefrau wären ansonsten gleich bemessen. Die Beanstandung an der von der 

Vorinstanz nicht näher erläuterten Position Steuern überzeugt, da mit Erreichen 

der Volljährigkeit der Unterhalt für C._____ nicht mehr von der Ehefrau zu ver-

steuern ist. Mithin ist der Notbedarf der Ehefrau auf gerundet Fr. 5'900.– pro Mo-

nat zu bemessen. 

7.3. Notbedarf des Ehemanns 

Die Parteien äussern sich nicht konkret zum von der Vorinstanz berücksichtigten 

Notbedarf des Ehemanns (vgl. act. 155 S. 25). Der Ehemann hält dazu einzig 

pauschal fest, die Angaben könnten so nicht stehen gelassen werden, habe doch 

https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/c903d5eb-4033-4861-972d-48bf2b13c0eb/f64e94be-18d8-4eb7-843f-b6bab4a6749e?source=document-link&SP=3|tzloel

- 33 - 

keine Partei zum Notbedarf plädiert; die Angaben seien zu streichen, da zudem 

bestritten (act. 155 S. 34). Dem vertretenen Ehemann wäre es frei gestanden, 

seine Ausführungen zum Bedarf im vorinstanzlichen Verfahren nach Bekanntwer-

den der Kündigung der Arbeitsstelle näher auszuführen. Auch hätte er im Beru-

fungsverfahren die Zusammenstellung der Vorinstanz – so wie bei den Zahlen 

Ehefrau geschehen – unter Grundangabe beanstanden können. Unter diesen 

Umständen erscheint sein rechtliches Gehör nicht als verletzt und es genügt auch 

nicht, im Berufungsverfahren dem begründeten erstinstanzlichen Urteil eine 

schlichte Bestreitung entgegenzuhalten. Es bleibt daher beim Notbedarf des 

Ehemanns über Fr. 6'300.–, wie von der Vorinstanz berechnet (act. 158 S. 71-74). 

7.4. UHB / Zulässigkeit von Vermögensverzehr beim Ehemann 

7.4.1. Bei einem anrechenbaren Einkommen von Fr. 12'000.– in der ersten Phase 

und Notbedarfen von Fr. 6'300.– bzw. Fr. 5'900.– sowie einem Kinderbedarf von 

Fr. 2'550.– besteht eine Unterdeckung von Fr. 2'750.–. In der zweiten Phase feh-

len zur Deckung der gekürzten Bedarfe Fr. 6'750.–. Raum für die von der Ehefrau 

mit der Anschlussberufung beantragte Erteilung des nachehelichen Unterhaltes 

besteht damit nicht (act. 165 S. 3). Ihr entsprechender Antrag ist abzuweisen. Die 

Tragung der Unterhaltspflicht durch Vermögensverzehr in der ersten Phase ist 

unbestritten (vgl. act. 155 S. 3 und 30); in teilweiser Gutheissung der Berufung ist 

Dispositiv-Ziffer 6.a) aufzuheben und der Ehemann zu verpflichten, der Ehefrau 

monatlich Fr. 5'900.– nachehelichen Unterhalt ab Rechtskraft des Scheidungsur-

teils bis am 31. Juli 2022 zu bezahlen. Umstritten bleibt die Zumutbarkeit der Un-

terhaltsverpflichtung in der Phase vom 1. August 2022 bis am 31. Oktober 2024. 

7.4.2. Die Vorinstanz erachtete es unter Hinweis auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung für den Ehemann als zumutbar, die Unterdeckung aus Vermö-

gensverzehr zu leisten und verpflichtete ihn zur Bezahlung von nachehelichem 

Unterhalt in Höhe von Fr. 6'500.– ab der Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 

zum Eintritt der Ehefrau in das ordentliche Pensionsalter Ende Oktober 2024 

(act. 158 S. 76 ff.). Sie führte aus, dass die Parteien einen sehr gehobenen Le-

bensstandard gepflegt hätten, der wegen fehlender finanzieller Mittel bereits mehr 

als um die Hälfte reduziert worden sei. Die Ehefrau habe kaum die Möglichkeit, ihr 

- 34 - 

Einkommen aus eigenen Kräften zu steigern und es sei fraglich, ob ihr eine weite-

re Einschränkung des ehelichen Standards zugemutet werden könne. Sie könne 

sodann nicht auf eigenes Vermögen zurückgreifen. Der Ehemann verfüge hinge-

gen über ein Vermögen von mindestens Fr. 3.5 Mio., das zur Hälfte liquide sei. 

Über einen beschränkten Zeitraum von insgesamt 7 Jahren wären Unterhaltsbei-

träge von über Fr. 400'000.– aus Vermögensverzehr zu decken, was den vom 

Bundesgericht vorgegebenen Rahmen nicht sprenge. 

7.4.3. Nach Ansicht des Ehemanns kann die zitierte Rechtsprechung nicht auf 

den vorliegenden Fall übertragen werden, sei es dort doch um ehelichen Unter-

halt im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme gegangen. Nach der Scheidung 

entfalle diese Pflicht; ohnehin sprenge ein Vermögensverzehr über Jahre den 

Rahmen der Zumutbarkeit, zumal das Vermögen nicht als Altersvorsorge ange-

spart worden sei. Die Ehefrau sei spätestens im Juli 2022 – bei seiner Pensionie-

rung – in der Lage, ihre 3. Säule und das Freizügigkeitskapital zu beziehen. Lies-

se man dieses Vermögen unberücksichtigt, so werde er schlechter gestellt. Ins-

gesamt sei bei ihr von einem Vorsorgekapital von Fr. 1.12 Mio. auszugehen, wo-

raus bei einem Umwandlungssatz von 5 % eine monatliche Rente von Fr. 4'671.– 

resultiere. Ferner könne sie bis zum Bezug der AHV-Rente auch das Kapital an-

zehren, und darauf hinzuweisen sei schliesslich, dass Erbanwartschaften bestün-

den. Aus diesen Gründen sei ihm nicht zuzumuten, nach Erreichen des 65. Alters-

jahrs weitere Unterhaltsbeiträge an die Ehefrau zu zahlen (act. 155 S. 29 ff.). 

7.4.4. Die Ehefrau weist darauf hin, dass die zweite Phase gerade einmal 27 Mo-

nate dauere. Es sei eine klar definierte Zeitspanne, die sich weder verlängern 

werde, noch sei sie übermässig lang. Das Vermögen des Ehemanns werde nur 

geringfügig im Umfang von Fr. 200'000.– belastet, was als zumutbar erscheine. 

Vermögensverzehr sei auch für nachehelichen Unterhalt zulässig. Ihre Altersvor-

sorge werde im Moment ihres Pensionsalters fällig. Sie könne nicht dazu ver-

pflichtet werden, ihre Altersvorsorge zu schmälern. Ansonsten müsste sie zukünf-

tige einen reduzierten Lebensstandard gewärtigen. Die Erbanwartschaften seien 

verspätet behauptet und eigneten sich im Übrigen nur schon aufgrund der fehlen-

den Höhe nicht zur Festlegung eines Vermögens (act. 165 S. 16 ff.). 

- 35 - 

7.4.5. Bei der Festsetzung der Höhe des nachehelichen Unterhalts berücksichtigt 

das Gericht die in Art. 125 Abs. 2 ZGB nicht abschliessend aufgezählten Kriterien, 

darunter das Einkommen und das Vermögen der Ehegatten (Ziff. 5). Von der un-

terhaltsverpflichteten wie der unterhaltsberechtigten Person kann abhängig von 

Funktion und Zusammensetzung des Vermögens erwartet werden, dass sie die-

ses angreift. Insbesondere wenn das Vermögen für das Alter geäufnet wurde, 

spricht nichts dagegen, es für die Sicherstellung des Unterhalts der Eheleute nach 

der Pensionierung einzusetzen. Rechtsprechungsgemäss ist Vermögen indessen 

grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, wenn es durch Erbanfall erworben oder in 

die Familienwohnung investiert worden ist. Mit Blick auf den Grundsatz der 

Gleichbehandlung der Ehegatten kann von einem Ehegatten sodann nicht ver-

langt werden, sein Vermögen anzugreifen, wenn dies nicht auch vom anderen 

verlangt wird, es sei denn, der andere habe kein Vermögen (BGE 129 III 7 

E. 3.1.2; Urteil 5A_279/2013 vom 10. Juli 2013 E. 2.1, in: FamPra.ch 2013 

S. 1022). Nach der Rechtsprechung wird die Substanz des Vermögens normaler-

weise auch dann nicht angegriffen, wenn die Erträge aus Arbeit und Vermögen 

zur Deckung des Unterhalts der Ehegatten ausreichen (Urteil des BGer 

5A_981/2016 vom 16. Oktober 2017; E. 3.4 m.w.H.; BGE 138 III 289 E. 11.1.2). 

Entgegen der Ansicht des Ehemanns kann damit – bei gegebenen Voraussetzun-

gen – auch für den nachehelichen Unterhalt der Verzehr von Vermögen angeord-

net werden. Entscheidend ist in der vorliegenden Konstellation auch nicht, ob das 

Vermögen für die Altersvorsorge angespart wurde, sondern, dass es in Teilen li-

quide und mangels gegenteiliger Behauptungen nicht durch Erbanfall erworben 

ist, zumal der Unterhalt der Ehefrau vor deren Pensionierung sichergestellt wer-

den soll. Ausgehend von einer monatlichen Unterdeckung von Fr. 6750.– bei ei-

ner Dauer von 27 Monaten steht ein Vermögensverzehr von rund Fr. 180'000.– im 

Raum. Würde die Ehefrau zum Vorbezug ihrer Altersvorsorge angehalten, schmä-

lerte dies ihre späteren finanziellen Möglichkeiten erheblich, wie die Ehefrau zu 

Recht anmerkt; zu veranschlagen ist auch, dass der Vorsorgeunterhalt vom Not-

bedarf nicht umfasst ist. Darauf hinzuweisen ist ferner, dass der Ehemann einen 

möglichen Vorbezug der privaten Vorsorge der Ehefrau ins Feld führt, in diesem 

Zusammenhang aber seine eigene gebundene Vorsorge im Dunkeln lässt. Mit der 

- 36 - 

Darstellung des Ehemanns auf ihn selber angewandt, liesse sich schliesslich 

auch argumentieren, er könne zwei Jahre vor seiner Pensionierung sein Einkom-

men markant erhöhen, um damit den gebührenden Bedarf der Ehefrau weitge-

hend zu decken. Der Ehemann setzt sich schliesslich mit den übrigen Elementen 

der vorinstanzlichen Erwägungen nicht auseinander. Der angeordnete Vermö-

gensverzehr ist daher unter den gegebenen Umständen zulässig und angezeigt; 

die Berufung ist in diesem Umfang abzuweisen. In teilweiser Gutheissung der Be-

rufung (Einschränkung Notbedarf der Ehefrau) ist Dispositiv-Ziffer 6.b) aufzuhe-

ben und der Ehemann zu verpflichten, der Ehefrau monatlich Fr. 5'900.– nach-

ehelichen Unterhalt ab 1. August 2022 bis 31. Oktober 2024 zu bezahlen. 

7.5. Mehrverdienstklausel 

7.5.1. Das Gericht kann den Unterhaltsbeitrag von Bedingungen abhängig ma-

chen (Art. 126 Abs. 3 ZGB). Für den nachehelichen Unterhalt gilt der Dispositi-

ons- und Verhandlungsgrundsatz (Art. 58 Abs. 1 ZPO; Art. 277 Abs. 1 ZPO). Die 

Unterhaltspflicht kann aufgrund dessen nur dann an Bedingungen geknüpft wer-

den, wenn eine Partei dies beantragt (vgl. SUTTER/FREIBURGHAUS, Kommentar 

zum neuen Scheidungsrecht, Zürich 1999, Art. 126 N 34). 

7.5.2. Die Beklagte stellte vor Vorinstanz den Antrag, es sei der Kläger zu ver-

pflichten, ihr einen nachehelichen Ehegattenunterhalt ab Rechtskraft des Schei-

dungsurteils bis zum Erreichen ihres ordentlichen Pensionierungsalters in Höhe 

von monatlich Fr. 16'544.– zuzüglich Vorsorgeunterhalt über Fr. 3'291.– zu be-

zahlen (act. 83 S. 3 i.V.m. act. 147 S. 2). Der Kläger stellte sich zuletzt auf den 

Standpunkt, er sei zu verpflichten, der Beklagten bis Ende Dezember 2017 mo-

natliche nacheheliche Unterhaltsbeiträge in Höhe von Fr. 4'500.– zu bezahlen; 

eventualiter sei ab 1. Januar 2018 bis 31. Juli 2022 zudem maximal Fr. 2'500.– 

pro Monat geschuldet (act. 145 S. 6). Die Vorinstanz erkannte auf eine monatliche 

persönliche Unterhaltsleistung von Fr. 6'500.– bis Ende Oktober 2024 unter Ver-

anschlagung einer zweiphasigen Mehrverdienstklausel, die den Unterhaltsbeitrag 

auf maximal Fr. 15'260.– bzw. ab 1. August 2022 auf Fr. 14'460.– erhöht, abhän-

gig vom erzielten Nettoerwerbseinkommen des Klägers und unter Festlegung fol-

gender Dokumentationspflicht: der Beklagten jeweils bis Ende eines jeden Jahres 

- 37 - 

unaufgefordert einen Lohnausweis bzw. entsprechende Belege über das im Vor-

jahr erzielte Erwerbseinkommen zukommen zu lassen (act. 158 S. 79 f. und 94 f.). 

7.5.3. Der Ehemann hält mit der Berufung dafür, die Vorinstanz habe im Urteil völ-

lig losgelöst von den anwendbaren Bestimmungen zu Gunsten der Ehefrau einen 

automatischen Anpassungsmechanismus kreiert und damit Art. 129 Abs. 3 ZGB 

und Art. 125 ZGB falsch angewandt. Zur Durchsetzung sei eine Dokumentations-

pflicht ins Urteil aufgenommen worden, die wiederum keine Stütze im Gesetz fin-

de. Die Auskunftspflicht nach Art. 170 ZGB ende mit der Scheidung (act. 155 

S. 27 f.). 

7.5.4. Die Ehefrau hält dagegen, dass Art. 126 Abs. 3 ZGB ausdrücklich die Mög-

lichkeit vorsehe, den Unterhaltsbeitrag von Bedingungen abhängig zu machen. 

Die Möglichkeit, dass allenfalls eine Anpassung nach Art. 129 Abs. 3 ZGB ver-

langt werden könne, schliesse eine Bedingung der entsprechenden Art nicht aus. 

Wo sich eine Änderung der Verhältnisse abzeichne, sei der Unterhaltsberechtigte 

nicht auf den aufwändigen Weg von Art. 129 Abs. 3 ZGB zu verweisen. Damit 

werde auch dem Grundsatz der Einheit des Scheidungsurteils Rechnung getra-

gen. Das Vorgehen der Vorinstanz sei nicht zu beanstanden, was auch für die 

statuierte Auskunftspflicht gelte. Art. 170 ZGB gelte über die Scheidung hinaus, 

so noch offene Ansprüche bestünden (act. 165 S. 14 ff.) 

7.5.5. Wie es die Ehefrau ausführt, ist es zulässig, den Unterhaltsbeitrag von Be-

dingungen abhängig zu machen. Voraussetzung dafür ist, dass überhaupt ein 

entsprechender Antrag gestellt wurde. Ein expliziter Antrag auf die zum Urteil er-

hobene Mehrverdienstklausel wurde nie gestellt. Es ist also zu prüfen, ob der An-

trag auf Unterhaltsbeiträge in einer bestimmten Höhe a maiore minus auch einen 

Antrag auf geringere – den gebührenden Bedarf nicht deckende – Unterhaltsbei-

träge, verbunden mit einer Mehrverdienstklausel zu Lasten des Pflichtigen, um-

fasst. In der ersten Konstellation geht es darum, beruhend auf den tatsächlichen 

oder hypothetischen Gegebenheiten einen Unterhaltsbeitrag zuzusprechen, bei 

der zweiten Ausgangslage wird die in der Zukunft liegende, ungewisse Einkom-

menssteigerung des Pflichtigen einer Regelung unterworfen. Es kommt hinzu, 

dass von Gesetzes wegen im Rahmen einer Abänderung eine Erhöhung der Un-

- 38 - 

terhaltsbeiträge verlangt werden kann, wenn wie vorliegend keine zur Deckung 

des gebührenden Unterhalts ausreichende Rente festgesetzt werden konnte (vgl. 

Art. 129 Abs. 3 ZGB). Die Mehrverdienstklausel des erstinstanzlichen Erkenntnis-

ses beschlägt demnach einen anderen Lebenssachverhalt und war von den An-

trägen der Ehefrau vor Vorinstanz nicht erfasst. Mit dem Ehemann ist daher von 

der Unzulässigkeit des vorinstanzlichen Anpassungsmechanismus' auszugehen. 

7.5.6. In teilweiser Gutheissung der Berufung ist die Mehrverdienstklausel aufzu-

heben. 

7.6. Gebührender Unterhalt 

7.6.1. Die berechtigte Person kann innerhalb von fünf Jahren seit der Scheidung 

die Erhöhung einer Rente verlangen, wenn im Urteil festgehalten ist, dass keine 

zur Deckung des gebührenden Unterhalts ausreichende Rente festgesetzt wer-

den konnte, die wirtschaftlichen Verhältnisse der verpflichteten Person sich aber 

entsprechend verbessert haben (Art. 129 Abs. 3 ZGB). 

7.6.2. Die Parteien halten übereinstimmend fest, dass ein Fall von Art. 129 Abs. 3 

ZGB gegeben ist und bei der Ehefrau ein Fehlbetrag zur Deckung des gebühren-

den Bedarfes besteht (vgl. act. 155 S. 25; act. 165 S. 10 ff.). Sie gehen allerdings 

mit der Höhe des Fehlbetrages nicht einig. 

7.6.3. Die Vorinstanz legte ihrem Urteil folgenden gebührenden Bedarf der Ehe-

frau zu Grunde, wobei die grau hinterlegten wiederum die vom Ehemann bean-

standeten Positionen bezeichnen (act. 158 S. 60): 

Grundbetrag CHF 2'200.– 

Mietzinsanteil CHF 3'000.– 

Strom CHF 36.– 

Kommunikation CHF 200.– 

Billag CHF 39.– 

Krankenkasse CHF 837.– 

zusätzliche Gesundheitskosten CHF 183.– 

- 39 - 

div. Versicherungen CHF 70.– 

Mobilität CHF 600.– 

Hund CHF 350.– 

Freizeit/Sport CHF 250.– 

Putzfrau CHF 480.– 

Ferien CHF 500.– 

Safemiete CHF 16.– 

Vorsorgeunterhalt CHF 3'400.– 

Steuern bis zur Pensionierung des Klägers CHF 3'100.– 

Steuern nach der Pensionierung des Klägers CHF 2'300.– 

Total bis zur Pensionierung des Klägers CHF 15'261.– 

Total nach der Pensionierung des Klägers CHF 14'461.– 

7.6.4. Kommunikation 

7.6.4.1. Die Vorinstanz erwog, dass aufgrund des sehr hohen Lebensstandards 

der Parteien sowie der eingereichten Belege Fr. 200.– für Festnetz, Mobiltelefonie 

sowie Internet angemessen erschienen (act. 158 S. 46 f.). 

7.6.4.2. Der Ehemann beanstandet, dass wenn etwas in den letzten zwanzig Jah-

ren billiger geworden sei, so das Telefonieren. Ferner sei der Lebensstandard 

nicht luxuriös gewesen. Es seien maximal Fr. 150.– für Kommunikation einzuset-

zen (act. 155 S. 18 f.). 

7.6.4.3. Die Ehefrau entgegnet, dass die Fr. 200.– angesichts des Lebensstan-

dards absolut korrekt seien. Es könne zwar sein, dass das Telefonieren günstiger 

geworden sei, es seien aber zusätzliche Kosten hinzugekommen. Neben dem 

Festnetzanschluss mit Internet für monatlich Fr. 100.– und dem Mobiltelefona-

bonnement à Fr. 75.– im Monat fielen Gesprächskosten von mindestens Fr. 25.– 

an (act. 165 S. 12). 

- 40 - 

7.6.4.4. Der Ehemann setzt sich weder eingehend noch umfassend mit der Be-

gründung des vorinstanzlichen Entscheids auseinander, sondern fokussiert auf 

die effektiven Kommunikationskosten unter Ausklammerung der Kosten für die 

Abonnemente für Internet und Mobiltelefonie. Unter Berücksichtigung des geho-

benen Lebensstandards ist die Vorinstanz zu Recht von Gesamtkosten in Höhe 

von monatlich Fr. 200.– ausgegangen. 

7.6.5. Gesundheitskosten 

7.6.5.1. Nach den Erwägungen der Vorinstanz sind aufgrund der eingereichten 

Belege im Jahr 2014 Fr. 1'500.– und im Jahr 2015 Fr. 1'600.– für Auslagen der 

Ehefrau aus dem Selbstbehalt belegt. Der Ehemann sei zwar davon ausgegan-

gen, es handle sich um Kosten für eine durch die Trennung bedingte psychothe-

rapeutische Behandlung, welche sie zukünftig nicht mehr benötigen werde; auf-

grund der Belege rechtfertige es sich aber, unter diesem Titel Fr. 125.– im monat-

lichen Bedarf anzurechnen; hinzu kämen Fr. 58.– für Kontaktlinsen (act. 158 

S. 47 f.).  

7.6.5.2. Der Ehemann wendet ein, er habe die Therapiekosten erstinstanzlich 

substantiiert bestritten. Die entgegenstehende, reine Parteibehauptung der Ehe-

frau, sie sei nach wie vor therapiebedürftig, sei nicht einmal glaubhaft gemacht. 

Aktuelle Belege zu den Therapiekosten würden fehlen, was nur bedeuten könne, 

dass keine derartigen Kosten mehr anfallen würden. Da das Scheidungsverfahren 

inzwischen abgeschlossen sei, falle auch die angebliche Belastung weg. Da der 

Vorderrichter im März 2017 lapidar festgehalten habe, die Kosten für die medizi-

nische Behandlung seien aufgrund von Belegen aus dem Jahr 2014 ausgewie-

sen, habe er den massgebenden Sachverhalt falsch festgestellt. Die Fr. 125.– 

seien aus dem gebührenden Bedarf der Ehefrau zu streichen (act. 155 S. 17 f.).  

7.6.5.3. Die Ehefrau erwidert, ihre Ausführungen seien nicht unsubstantiiert, son-

dern im Detail behauptet und belegt gewesen. Aufgrund angeblich fehlender Be-

lege in der Duplik auf ein Ausbleiben von Kosten zu schliessen, sei im Übrigen 

völlig lebensfremd. Die belastenden psychischen Auswirkungen würden nach wie 

vor andauern. Weder sei das Scheidungsverfahren vorbei, noch würden die Fol-

gen für die Gesundheit mit dem Aussprechen der Scheidung per se beendet. Es 

- 41 - 

sei damit zu rechnen, dass sie noch einige Jahre brauche, um mit den Ereignis-

sen abzuschliessen (act. 165 S. 11 f.). 

7.6.5.4. Die Erwägungen der Vorinstanz zu den Gesundheitskosten und zur Fra-

ge, ob die therapeutische Behandlung nach wie vor andauere, bzw. zum Bedarf 

der Ehefrau gehöre, sind kurz gehalten. Es gilt den Ablauf der vorinstanzlichen 

Behauptungen aufgrund der Behauptungen im Rechtsmittelverfahren kurz darzu-

stellen: In der Klageantwort vom 20. August 2015 führte die Ehefrau aus, dass ihr 

im Jahr 2014 aufgrund des Selbstbehaltes Kosten von rund Fr. 1'500.– erwach-

sen seien (act. 54 S. 66). Mit der Replik vom 28. Dezember 2015 bestritt der 

Ehemann, dass die Therapiekosten heute noch und in Zukunft auch weiterhin an-

fallen würden (act. 76 S. 86). Dem hielt die Ehefrau in der Duplik vom 16. Februar 

2016 neu entgegen, dass das sehr belastende Scheidungsverfahren noch andau-

ere und die Nachbehandlung der aus der Trennung resultierender Probleme noch 

lange Zeit in Anspruch nehmen werde, weshalb sie an ihren Zahlen festhalte. 

Weiter reichte sie die Kostenaufstellung für das Jahr 2015 über rund Fr. 1'600.– 

ins Recht (act. 83A/26) und erläuterte das Zustandekommen dieses Betrages 

(vgl. act. 83 S. 47 ff.). Zu diesen Dupliknoven liess sich der Ehemann nicht ver-

nehmen (act. 89 S. 20). 

Damit trifft es zwar zu, dass der Ehemann die Therapiekosten bestritt, die Ehefrau 

hat aber nachfolgend für das Jahr 2015 ihre Therapiekosten belegt und unwider-

sprochen behauptet, Therapiekosten würden noch für eine geraume Zeit anfallen. 

Die Berücksichtigung von Gesundheitskosten über Fr. 125.– pro Monat durch die 

Vorinstanz ist damit im Ergebnis nicht zu beanstanden. 

7.6.5.5. Hund 

7.6.5.6. Die Vorinstanz stellte im Wesentlichen auf die im Eheschutzverfahren er-

rechneten durchschnittlichen Hundekosten von Fr. 350.– pro Monat ab, zumal 

höhere Kosten in der Fremdbetreuung nicht nachgewiesen worden seien 

(act. 158 S. 50). 

7.6.5.7. Der Ehemann führt in der Berufung aus, der Hund Q._____ sei als The-

rapiehund für C._____ auf Anraten der Primarschullehrerin angeschafft worden, 

was auch die Ehefrau anerkannt habe. Mithin habe er nicht zu den Bedürfnissen 

- 42 - 

der Ehefrau während der Ehe gehört. Sie werde sich auch in Zukunft keinen wei-

teren Hund mehr anschaffen. Die Hundekosten seien daher aus dem hypotheti-

schen gebührenden Bedarf der Ehefrau zu streichen (act. 155 S. 19). 

7.6.5.8. Die Ehefrau entgegnet, dass Q._____ heute acht Jahre alt sei, wobei sei-

ne rassenspezifische Lebenserwartung bei 16 Jahren liege; er werde voraussicht-

lich noch sechs Jahre zu betreuen sein. Der ursprüngliche Grund der Anschaffung 

sei irrelevant. Der Ehemann führe künftige Ereignisse ein, die keinen Bezug zum 

Urteilssachverhalt aufweisen würden. Es sei Fakt, dass der Hund seit vielen Jah-

ren zur Familie gehöre; die Vorinstanz habe dessen Kosten korrekt in den Bedarf 

eingerechnet (act. 165 S. 12). 

7.6.5.9. Die Zulässigkeit der sinngemässen Behauptung des Ehemanns, der 

Hund Q._____ gehöre zu C._____, weshalb Kosten in diesem Zusammenhang 

nicht der Ehefrau angerechnet werden dürften, ist nicht ersichtlich. Weder aus 

dem vor-instanzlichen Urteil noch aus der Berufung erhellt, dass der Ehemann 

solcherlei vorinstanzlich schon behauptet hätte. Ferner ist auch die Zulässigkeit 

eines Novums im Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht dargetan. Schliesslich 

bleiben auch die Ausführungen zu einem allfälligen Ableben Q._____s angesichts 

der eingeschränkten Dauer der Unterhaltspflicht zu vage, als aus Ihnen etwas zu 

Gunsten des Ehemannes abzuleiten wäre. Damit bleibt es beim Einbezug von 

monatlich Fr. 350.– in den gebührenden Bedarf der Ehefrau. 

7.6.6. Freizeit/Sport 

7.6.6.1. Die Vorinstanz erwog, es sei belegt, dass die Ehefrau schon seit 2010 

Tennis spiele und Mitglied im … Tennisclub sei. Hierfür sei ihr ein Betrag von mo-

natlich Fr. 200.– pro Monat anzurechnen. Ferner sei belegt, dass sie seit 2008 

Yogastunden nehme, wobei hierfür ein Betrag von monatlich Fr. 50.– als ange-

messen erscheine (act. 158 S. 50 f.).  

7.6.6.2. Nach Ansicht des Ehemanns sind die Fr. 250.– aus dem Bedarf der Ehe-

frau zu streichen, da die Sportkosten während der Ehe aus den ihr von ihm be-

zahlten Fr. 1'500.– pro Monat beglichen worden seien. Dieser Betrag habe der 

Vorderrichter aber schon beim Grundbetrag von Fr. 2'200.– bei seiner Berech-

- 43 - 

nung eingesetzt. Zudem sei auf veraltete Belege abgestellt worden (act. 155 

S. 20).  

7.6.6.3. Die Ehefrau geht davon aus, es sei egal, wie der Ehemann die Kosten für 

Sport konkret bezahlt habe. Kosten für Freizeit und jene für Sport seien zu unter-

scheiden. Erstere seien effektiv im erweiterten Grundbetrag inbegriffen. Die Kos-

ten für Sport seien aufgrund der aktuellsten Belege zu Recht separat verbucht 

worden (act. 165 S. 12 f.). 

7.6.6.4. Die Vorinstanz fasste unter dem erweiterten Bedarf einen Grundbetrag 

von Fr. 2'200.– zusammen, umfassend Fr. 1'200.– für Lebensmittel, Fr. 400.– für 

Bekleidung, Fr. 300.– für Kosmetik und Friseur sowie Fr. 300.– für Freizeit und 

Kulturelles (vgl. act. 158 S. 45). Es geht aus dem angefochtenen Entscheid ent-

gegen der Ansicht des Ehemanns nicht hervor, dass letztere Position im Umfang 

von Fr. 250.– durch Sportauslagen belegt wäre. Die Begründung seiner Berufung 

stösst insofern ins Leere. Gleichermassen verhält es sich mit seinem wiederholt 

vorgetragenen Argument, die Vorinstanz stütze sich auf veraltete Belege. Nach 

deren unbestrittenen Erwägungen ist doch grundsätzlich eine dreijährige Periode 

bis 2010 zur Berechnung des ehelichen Lebensstandards der Parteien heranzu-

ziehen (act. 158 S. 30). Insoweit bleibt es also auch beim vorinstanzlichen Ent-

scheid. 

7.6.7. Reinigungskraft 

7.6.7.1. Die Vorinstanz rechnete der Ehefrau analog dem Eheschutzentscheid 

monatlich Fr. 480.– für eine Reinigungskraft in den Bedarf ein (act. 158 S. 51). Mit 

der Berufung hält der Ehemann dafür, damals habe die Ehefrau im ehelichen Ein-

familienhaus mit elf Zimmern gewohnt, nunmehr in einer Wohnung. Im Übrigen 

habe sie heute keine Putzfrau mehr. Die angerechneten Kosten würden die Dis-

positionsmaxime verletzen. Es seien maximal Fr. 200.– für eine Reinigungsfach-

kraft pro Monat einzusetzen (act. 155 S. 20). Die Ehefrau hält dagegen, sie habe 

auch heute eine Reinigungskraft angestellt, die vier Stunden die Woche komme, 

was sich in den zugesprochenen Kosten niederschlage. Der Eheschutzentscheid 

habe die im Einfamilienhaus effektiv angefallenen Kosten halbiert und zwar mit 

Blick auf ihren Umzug in die wesentlich kleinere 4½-Zimmer-Wohnung. Die Vor-

- 44 - 

instanz habe damit absolut richtig die entsprechenden, usanzgemässen Kosten 

zugesprochen (act. 165 S. 13). 

7.6.7.2. Es ergibt sich aus der Begründung des Eheschutzentscheides vom 

27. Juni 2011 ohne weiteres, dass der Bedarf der Ehefrau für die Zeit nach deren 

Auszug aus dem Einfamilienhaus berechnet wurde (act. 3/21 S. 23 und 25). Es 

wurde erwogen, eine Reinigungstätigkeit von vier Stunden die Woche erscheine 

als angemessen (act. 3/21 S. 29). Der Ehemann, der mit seiner Berufung an die 

Reinigung des Einfamilienhauses anknüpft, geht damit fehl. Im Übrigen ist es irre-

levant, ob die Ehefrau derzeit tatsächlich noch eine Reinigungskraft angestellt hat, 

zumal unbestritten blieb, dass eine solche zum ehelichen Standard gehörte. Die 

Berufung des Ehemanns ist auch diesbezüglich unbegründet. 

7.6.8. Steuern 

7.6.8.1. Die Vorinstanz schätzte die Steuerlast der Ehefrau auf monatlich 

Fr. 2'300.– pro Monat. Hinzu komme der Vorsorgeunterhalt und der Umstand, 

dass auch die Kinderunterhaltsbeiträge einstweilen noch zu versteuern seien, 

weshalb sich die Steuerlast mutmasslich auf Fr. 3'100.– erhöhe. Nach der Pensi-

onierung werde C._____ bereits volljährig sein, weshalb sich die Steuerlast der 

Ehefrau nach diesem Zeitpunkt entsprechend reduziere (act. 158 S. 57 f.). 

7.6.8.2. Der Ehemann rügt, es gehe nicht an, hypothetisch hohe Steuern auf ei-

nem ebenso hypothetischen Bedarf zu berechnen, der jetzt nicht bezahlt werden 

könne und wohl auch in den nächsten fünf Jahren nicht zum Tragen kommen 

werde, zumal er sein Einkommen kaum werde steigern können. Ferner sei der 

Einbezug der Kinderunterhaltsbeiträge in die Steuerlast der Ehefrau unpräzis. 

Das sei nur noch wenige Monate der Fall. Durch die Annahme zu hoher Steuern 

werde auch der berechnete Vorsorgeunterhalt verfälscht. Im Moment seien nicht 

mehr als Fr. 700.– im gebührenden Bedarf der Ehefrau einzurechnen (act. 155 

S. 20 f.).  

7.6.8.3. Die Ehefrau erachtet die Berechnung der Versteuerung der Kinderunter-

haltsbeiträge über sie persönlich als korrekt. Das entspreche dem Sachverhalt, 

wie er sich momentan präsentiere. Ob in Zukunft eine Versteuerung durch 

- 45 - 

C._____ stattfinden werde, wer diese Steuerlast faktisch begleichen werde, spiele 

in diesem Zusammenhang keine Rolle. Es seien schliesslich auch nicht hypothe-

tisch hohe Steuern auf einem hypothetischen Bedarf berechnet worden. Der Vor-

derrichter sei richtig vorgegangen (act. 165 S. 13 f.). 

7.6.8.4. Entgegen den Ausführungen des Ehemanns ist es richtig, die hypotheti-

sche Steuerlast beim gebührenden Bedarf zu berechnen, ansonsten die Unter-

haltsberechtigte ihres an sich bestehenden Anspruchs definitiv verlustig ginge. 

Zutreffend ist hingegen, dass C._____ in wenigen Monaten volljährig wird. Der 

Einbezug der Kinderunterhaltsbeiträge in die Steuerlast der Ehefrau mit einer ent-

sprechenden Steuerprogression ist dabei nicht länger korrekt. Es rechtfertigt sich 

daher, durchgehend von den vorinstanzlich berechneten Fr. 2'300.– an Steuern 

auszugehen. Dieser Berechnung liegen höhere Unterhaltsbeiträge zu Grunde, 

womit den bei C._____ zukünftig direkt anfallenden Steuern (tiefere Steuerpro-

gression) gebührend Rechnung getragen ist. 

7.6.9. Vorsorgeunterhalt 

7.6.9.1. Die Vorinstanz erwog, dass der Vorsorgeausgleich den Ausgleich eines 

Mankos in der Altersvorsorge bezwecke, welches dadurch entstehe, dass der Un-

terhaltsberechtigte nach der Scheidung familienbedingt einer schlechter bezahl-

ten, bzw. keiner Arbeitstätigkeit nachgehe, als er es ohne Familienarbeit täte, und 

daher geringere bzw. keine Beiträge an die zweite Säule leisten könne. Der Vor-

sorgeunterhalt müsse angemessen sein, sowohl absolut gesehen, als auch relativ 

im Verhältnis zur Vorsorgesituation des Unterhaltsverpflichteten. Nach Massgabe 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung errechnete die Vorinstanz bei einem 

Bedarf der Ehefrau von Fr. 11'061.– einen Vorsorgeunterhalt von rund Fr. 3'400.– 

nach folgender Rechnung (act. 158 S. 58 f.): 

 
Bedarf  CHF 11'061.00 
fiktives Bruttoeinkommen (11'061.00 : 84.75 x 100)  CHF 13'051.35 
Erzielbares Bruttoeinkommen (0 : 84.75 x 100)  CHF 00.00 
 
Differenz  CHF 13'051.35 
AHV ("Arbeitnehmer"- und "Arbeitgeber"-Beit räge: 8.4%)  CHF 1'044.00 
BVG ("Arbeitnehmer"- und "Arbeitgeber"-Beiträge: 18% [Art. 16 BVG])  CHF 2'349.25 
Vorsorgeunterhalt  CHF 3'393.25 

- 46 - 

 

7.6.9.2. Der Ehemann bestreitet unter Verweis auf seine vorinstanzlichen Ausfüh-

rungen, dass ein Vorsorgeunterhalt überhaupt geschuldet ist. Die Ehefrau erhalte 

aus dem Vorsorgeausgleich genügend Kapital, um damit ihren Bedarf im Alter zu 

decken. In der momentanen Situation, in der ihm zugemutet werde, sein Vermö-

gen zur Deckung des nachehelichen Unterhalts zu verbrauchen, sei es umso we-

niger gerechtfertigt, einen Vorsorgeunterhalt einzurechnen; der ganze Betrag sei 

zu streichen. Für den Eventualfall sei darauf hinzuweisen, dass der Vorinstanz bei 

der Berechnung der hypothetischen BVG-Beiträge ein eklatanter Fehler unterlau-

fen sei. Sie habe die 9 % auf dem ganzen fiktiven Jahreslohn gerechnet, ohne 

den Koordinationsabzug zu berücksichtigen (act. 155 S. 21 ff.). 

7.6.9.3. Die Ehefrau erachtet die Einrechnung des Vorsorgeunterhalts als ge-

rechtfertigt. Der Anspruch nach einer angemessenen Altersvorsorge sei unab-

hängig von der Leistungsfähigkeit des Pflichtigen. Der Umstand, dass sie aus 

dem Vorsorgeausgleich Geld beziehe, schmälere den Anspruch auf Vorsorgeun-

terhalt nicht. Auch die Berechnung sei korrekt erfolgt (act. 165 S. 14). 

7.6.9.4. Das Argument des Ehemanns, dass ihm derzeit zugemutet werde, sein 

Vermögen anzuzehren, zielt ins Leere, wird der gebührende Bedarf der Ehefrau 

doch unter dem Vorbehalt festgehalten, dass der Ehemann in bessere Verhältnis-

se gelangt. Sodann ist mit der Ehefrau darauf hinzuweisen, dass Vorsorgeaus-

gleich und Vorsorgeunterhalt zu unterscheiden sind. Der Vorsorgeausgleich deckt 

die Vergangenheit ab, der Vorsorgeunterhalt stellt sicher, dass eine zukünftig ent-

stehende Vorsorgelücke gefüllt wird. Die Behauptung des Ehemanns, die Ehefrau 

erhalte aus dem Vorsorgeausgleich genügend Mittel für ihre Altersvorsorge, ist 

bei einem derzeitigen gebührenden Bedarf von Fr. 11'000.– völlig aus der Luft 

gegriffen. Der Vorsorgeunterhalt ist daher in den gebührenden Bedarf aufzuneh-

men. Was die Berechnung anbelangt, hat der Ehemann richtigerweise darauf hin-

gewiesen, dass es die Vorinstanz versäumt hat, die Gelder aus der zweiten Säule 

vom koordinierten BVG-Lohn aus zu rechnen (sie rechnete direkt 18 % von 

Fr. 13'051.35). Zu rechnen ist also wie folgt: Jahresbruttolohn entspricht 

Fr. 13'051.35 x 12 = Fr. 156'616.20 – 24'675.– (Koordinationsabzug) = 131'941.–; 

- 47 - 

/ 12 und davon 18 % = Fr. 1'979.10. Entsprechend ist der Vorsorgeunterhalt unter 

Einschluss der fiktiven AHV-Beträge von Fr. 1'044.– auf monatlich rund 

Fr. 3'025.– festzusetzen.  

7.6.10. Zusammenfassend präsentiert sich der gebührende Bedarf der Ehefrau 

wie folgt: 

Grundbetrag CHF 2'200.– 

Mietzinsanteil CHF 3'000.– 

Strom CHF 36.– 

Kommunikation CHF 200.– 

Billag CHF 39.– 

Krankenkasse CHF 837.– 

zusätzliche Gesundheitskosten CHF 183.– 

div. Versicherungen CHF 70.– 

Mobilität CHF 600.– 

Hund CHF 350.– 

Freizeit/Sport CHF 250.– 

Putzfrau CHF 480.– 

Ferien CHF 500.– 

Safemiete CHF 16.– 

Vorsorgeunterhalt CHF 3'025.– 

Steuern CHF 2'300.– 

Total CHF 14'086.– 

7.7. Der Ehefrau fehlen monatlich Fr. 8'186.–, was in Anpassung von Disposi-

tivziffer 7 des vorinstanzlichen Urteils festzuhalten ist. Die Ehefrau verlangt zwar 

mit ihrer Anschlussberufung ohne jede Begründung die ersatzlose Streichung 

dieser Ziffer (act. 165 S. 3), aus dem Gesamtzusammenhang ist jedoch davon 

- 48 - 

auszugehen, dass die Streichung unter dem Vorbehalt steht, ihr werde ein Unter-

halt in Höhe des gebührenden Bedarfs zugesprochen; auf diesen Antrag ist also 

nicht weiter einzugehen (vgl. dazu auch act. 181 S. 6). 

7.8. Der Ehemann beanstandet zu Recht, dass sein eigener gebührender Be-

darf im Dispositiv festgehalten, im vorinstanzlichen Verfahren aber weder zum 

Thema gemacht noch geprüft wurde (act. 155 S. 34). Diese Angabe ist folglich 

aus dem Urteil zu streichen. Ansonsten sind die Bedarfsangaben aber der Klar-

heit halber im Dispositiv zu belassen, unter Aufnahme der erfolgten Anpassun-

gen. Dispositivziffer 8 ist entsprechend neu zu fassen. 

8. Güterrecht 

8.1. Ersatzanschaffungen für Eigengut sind von Gesetzes wegen Eigengut 

(Art. 198 Ziff. 4 ZGB). 

8.2. Im Januar 2001 wurden der Ehefrau bei einem Einbruch Schmuckstücke 

entwendet; zudem kam ihr im November 2002 ein Ring abhanden. Dabei handel-

te es sich um Geschenke des Ehemanns. Letzterer erhielt im Zusammenhang mit 

diesen Vorfällen als Versicherungsnehmer Leistungen im Umfang von 

Fr. 70'700.–, Fr. 15'885.– sowie Fr. 10'000.– (act. 158 S. 24 f.). 

8.3. Die Vorinstanz erwog, es sei anhand der vorhandenen Unterlagen erstellt, 

dass der Ehemann diese Versicherungsleistungen für den Ersatz der Schmuck-

stücke erhalten habe. Dabei handle sich es um Ersatzanschaffungen im Sinne 

von Art. 198 Ziff. 4 ZGB, die der Ehefrau zustünden. Die vom Ehemann geleiste-

ten Versicherungsprämien änderten daran nichts, gehöre das doch zum normalen 

Unterhalt, unabhängig von der güterrechtlichen Zuordnung einer Sache. Irrelevant 

sei, ob das ausbezahlte Geld noch vorhanden sei. Da der im November 2002 ab-

handen gekommene Ring im Wert von Fr. 17'650.– als Ersatz für den zuvor ge-

stohlenen Schmuck geschenkt worden sei, sei dieser Betrag von der Gesamt-

summe abzuziehen. Es verbleibe ein Restbetrag von Fr. 78'935.–. In diesem Um-

fang sei ein Anspruch der Ehefrau gegen den Ehemann ausgewiesen und zuzu-

sprechen (act. 158 S. 26 ff.). 

- 49 - 

8.4. Der Ehemann hält mit seiner Berufung dafür, mit dieser Anordnung sei das 

massgebende Recht verletzt worden. Es treffe zu, dass er aus der auf ihn lauten-

den Schmuckversicherung aus dem Schadenereignis vom Januar 2001 eine Ver-

sicherungsleistung von Fr. 70'000.– erhalten habe. Weiter treffe zu, dass er davon 

einen Ring im Wert von Fr. 17'650.– gekauft und seiner Ehefrau geschenkt habe, 

wobei dieser Ring abhanden gekommen sei, woraufhin er eine Entschädigung 

von Fr. 15'885.– erhalten habe. Ferner habe ihm auch die Hausratversicherung 

im Zusammenhang mit dem Einbruchdiebstahl eine Zahlung von Fr. 10'000.– 

ausgerichtet. Die Vorinstanz sei dem unsubstantiierten Argument der Ehefrau ge-

folgt, dass die Versicherungsleistungen deren Eigengut zuzuordnen seien. Die 

Parteien unterstünden dem Güterstand der Gütertrennung; Art. 198 ZGB sei ent-

gegen der Ansicht der Vorinstanz nicht anzuwenden. Es sei im Übrigen auch kei-

ne Ersatzanschaffung, habe doch er die Versicherung abgeschlossen und die 

Prämien bezahlt. Er habe die Versicherungsleistung aus seinen Mitteln finanziert. 

Auch unter dem Güterstand der Errungenschaft würde keine Ersatzanschaffung 

vorliegen. Der lapidare Hinweis des Vorderrichters, Prämien seien normale Un-

terhaltskosten, sei falsch. Die Entschädigungen seien aus einer relativ teuren 

Schmuckversicherungspolice entrichtet worden, ausgenommen die Fr. 10'000.–. 

Auch Zahlungen für spezielle Haushaltskosten würden aber zu gegenseitigen 

Forderungen der Ehegatten führen. Es wäre zu begründen gewesen, gestützt auf 

welche gesetzliche Grundlage ausserhalb des Güterrechts der Anspruch der Ehe-

frau ihm gegenüber basiere. Art. 198 Ziff. 4 ZGB sei falsch angewendet worden 

und die vorinstanzliche Dispositiv-Ziffer 13 vollumfänglich aufzuheben (act. 155 

S. 37 f.). 

8.5. Die Ehefrau hält in der Berufungsantwort dagegen, zur Frage wem die 

Versicherungsleistungen zustünden, sei auf deren Stellung und Bedeutung in der 

Ehe der Parteien abzustellen. Zwar hätten die Versicherungen auf den Ehemann 

gelautet und seien auch von ihm alimentiert worden, was aber in der Realität des 

Ehelebens nicht bedeutet habe, er sei der einzige Berechtigte aus diesen Versi-

cherungen. Im Innenverhältnis der Parteien habe eine einfache Gesellschaft be-

standen; man habe sich zur adäquaten Versicherung der Habe zusammengetan 

und im gegenseitigen Einvernehmen dem Ehemann den Abschluss der Versiche-

- 50 - 

rung übertragen. Zwar sei nur er gegen aussen aufgetreten, es sei aber für beide 

jederzeit klar gewesen, dass die Versicherung zugunsten der Person abgeschlos-

sen war, welcher der konkret versicherte Gegenstand gehört habe. Die Versiche-

rung sei als untechnische Art des Unterhalts zu verstehen. Jegliche andere Lö-

sung sei stossend. Der Rückgriff auf die Regeln des Güterrechts sei im Übrigen 

im Rahmen eines Analogieschlusses zulässig. Der Entscheid der Vorinstanz sei 

nicht zu beanstanden (act. 165 S. 20 f.). 

8.6. Die Parteien unterstanden der Gütertrennung (Art. 247 ff. ZGB; vgl. 

act. 158 S. 9 und act. 37). Wie der Ehemann zu Recht dartut, lässt sich daher ein 

Anspruch der Ehefrau nicht über die Bestimmungen der Errungenschaftsbeteili-

gung begründen, auch nicht per analogiam, zumal sich die Güterstände ja gerade 

nicht analog verhalten. Unzulässig sind sodann die Sachverhaltsbehauptungen 

der Ehefrau im Berufungsverfahren zur einfachen Gesellschaft. Sie tut weder dar, 

sie habe die entsprechenden Grundlagen schon im erstinstanzlichen Verfahren 

behauptet, noch begründet sie, inwiefern eine Zulässigkeit im Sinne von Art. 317 

Abs. 1 ZPO gegeben wäre. Die entsprechenden Behauptungen sind daher ver-

spätet und nicht zu berücksichtigen (vgl. auch act. 175 S. 28). 

8.7. Aus den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz ergibt sich, dass sich 

die vom Ehemann abgeschlossenen Versicherungsverträge auf Schmuckstücke 

bezogen, welche im Eigentum der Ehefrau standen. Insoweit liegt nach dem 

Wortlaut des Versicherungsvertragsgesetzes eine Versicherung auf fremde 

Rechnung vor (vgl. Art. 16 Abs. 1 VVG). Die Ehefrau war (mit-)versicherte Dritt-

person. In Bezug auf die Anspruchsberechtigung bei einer Fremdversicherung 

lässt sich aus Art. 17 Abs. 2 VVG e contrario ableiten, dass die versicherte Dritt-

person, nicht aber der Versicherungsnehmer grundsätzlich befugt ist, den Ersatz-

anspruch geg