# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b512cb1a-3bec-5255-9317-063717981e25
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.03.2022 IV 2020/147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2020-147_2022-03-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/147

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 22.07.2022

Entscheiddatum: 25.03.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 25.03.2022
Art. 28 und 28a IVG; Art. 16, 43, 44 und 61 ATSG. Entspricht das bidisziplinäre 
Administrativgutachten den Beweisanforderungen gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung und attestiert es der versicherten 
Person eine volle Arbeitsfähigkeit, ist ohne zusätzliche arbeitsmedizinische 
Abklärung darauf abzustellen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 25. März 2022, IV 2020/147).

Entscheid vom 25. März 2022

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer und Michaela 

Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Felicia Sterren

Geschäftsnr.

IV 2020/147

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas, MLaw, Advokatur Glavas AG, 

Dorfstrasse 33, 9313 Muolen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 2. Juni 2018 wegen einer S-

förmigen Rotationsskoliose der Wirbelsäule bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an 

(IV-act. 5). Sie arbeitete seit 1. Mai 1991 in vollem Pensum als B.___ bei der C.___. 

Nach zwei Stürzen am 23. Januar und 22. Februar 2018 war sie vom 22. Februar 2018 

bis 27. Februar 2018 zu 100 %, ab dem 28. Februar 2018 zu 50 % krankgeschrieben 

(vgl. IV-act. 12-2, 31 und 47-2 sowie act. G4.2/1-2 f.).

A.a. 

Im Rahmen des Assessment- und Verlaufsprotokolls vom 24. Januar 2019 hielt 

der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle fest, die Versicherte sei aktuell zu 50 % 

krankgeschrieben. Der Arbeitsplatz bei der C.___ sei optimal eingerichtet. Die 

Versicherte fühle sich nicht mehr als 50 % arbeitsfähig, was von ihrem Hausarzt 

bestätigt werde. Demnach sei keine Begleitung durch die berufliche Integration 

angezeigt (IV-act. 31). Mit Mitteilung vom 24. Januar 2019 wies die IV-Stelle das 

Gesuch um berufliche Massnahmen ab (IV-act. 34).

A.b. 

Mit Stellungnahme vom 5. Juni 2019 hielt der RAD fest, eine fachorthopädische 

Betreuung sei seit 2016 nicht mehr erforderlich. Die Versicherte absolviere einmal 

monatlich Physiotherapie und dazwischen ein konsequentes Heimtraining. Die 

Belastbarkeit der Wirbelsäule und der rechten Schulter seien dauerhaft vermindert. Seit 

Februar 2018 habe wegen Schulterschmerzen nach Trauma und exazerbierter 

Rückenschmerzen eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestanden. In der angestammten 

Tätigkeit, welche adaptiert sei, bestehe medizinisch-theoretisch ab sofort eine 

Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % (Pensum 100 %, maximal 20 % zusätzliche 

A.c. 

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Pausen; IV-act. 46). Gestützt hierauf stellte die IV-Stelle der Versicherten mit 

Vorbescheid vom 6. Juni 2019 die Abweisung ihres Rentenbegehrens in Aussicht (IV-

act. 49). Dagegen erhob die Versicherte am 24. und 28. Juni 2019 Einwand (IV-act. 52 

und 54).

Mit Bericht vom 19. September 2019 attestierte Dr. med. D.___, Fachärztin für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, der Versicherten bei Torsionsskoliose 

thorakolumbal eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bei verminderter körperlicher 

Belastbarkeit und einem hohen Pausenbedarf (IV-act. 66).

A.d. 

Am 12. November 2019 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, zur Klärung der 

Leistungsansprüche sei eine bidisziplinäre Begutachtung (Orthopädie/Neurologie) 

notwendig. Die Begutachtung erfolge durch die SMAB AG Swiss Medical (nachfolgend: 

SMAB; IV-act. 72).

A.e. 

Mit Gutachten vom 5. Februar 2020 stellten die SMAB-Gutachter keine Diagnose 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

diagnostizierten sie eine thorakolumbale Skoliose, kompensiert mit leichtgradiger 

Funktionseinschränkung bei balancierter Rumpfmuskulatur, eine Supraspinatussehnen-

Ruptur ohne Funktionseinschränkung, ein chronisches Zervikalsyndrom, aktuell mit 

freier Funktion, Verdacht auf beginnendes sensibles Sulcus-ulnaris-Syndrom rechts, 

eine Irritation des Interkostalnervs Th10 rechts, Adipositas (BMI 35.6) und einen 

Hypertonus. Die Versicherte sei in der Lage, körperlich leichte Tätigkeiten 

durchzuführen. Zwangshaltungen der Wirbelsäule seien zu vermeiden. Die Tätigkeit als 

Telefonistin sei leidensadaptiert. Als Ressourcen würden die stabile Familien- sowie 

Arbeitsplatzsituation gelten. Die Versicherte erledige ihren Alltag nahezu selbständig. 

Sie scheine zum Untersuchungszeitpunkt weder schmerzgeplagt noch nennenswert 

funktionseingeschränkt. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf 50 % lasse sich 

orthopädisch nicht begründen. Neurologisch lasse sich das Ausmass der beklagten 

Schmerzen thorakal nicht nachvollziehen. Diskrepant zu den Angaben seien das hohe 

Aktivitätsniveau und die geringe Einnahme von Schmerzmitteln. In der angestammten 

wie in jeder anderen adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (IV-

act. 74-6 f.).

A.f. 

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B.  

Gestützt auf das SMAB-Gutachten stellte die IV-Stelle der Versicherten mit 

Vorbescheid vom 12. Februar 2020 erneut die Abweisung ihres Rentenbegehrens in 

Aussicht (IV-act. 79). Gegen diesen Vorbescheid erhob die Versicherte mit Eingabe 

vom 3. März 2020 sowie, nun vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas, mit 

Eingaben vom 12. März und 18. Mai 2020 Einwand (vgl. IV-act. 82, 84 und 94) und 

reichte ein Attest von Dr. D.___ vom 23. März 2020 ein. Sie führte im Wesentlichen aus, 

sie gelange bereits nach vier Stunden Arbeit an ihre Belastbarkeitsgrenze. Die 

"Gesundschreibung" gemäss dem von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen Gutachten 

könne deshalb nicht nachvollzogen werden. Dr. D.___ habe das Gutachten geprüft und 

erklärt, die Versicherte sei in jeglicher Tätigkeit zu 50 % eingeschränkt. Die 

bidisziplinäre Begutachtung sei eine Momentaufnahme gewesen und wenig geeignet, 

ihre Leistungsfähigkeit zu bemessen. Eine arbeitsmedizinische Abklärung sei 

erforderlich, um die Leistungsfähigkeit korrekt zu beurteilen. Im beigelegten Attest 

führte Dr. D.___ aus, bei der Versicherten bestehe eine Abschwächung der 

tiefenstabilisierenden Muskulatur und Haltungsinsuffizienz, zudem eine Valgusstellung 

der Knie und Druckschmerzen thorakolumbal. Weiter bestehe eine muskuläre 

Dysbalance mit diversen Triggerpunkten in der gesamten Rücken- und Beinmuskulatur 

und eine eingeschränkte Atemfunktion mit erhöhter Anfälligkeit für 

Atemwegserkrankungen. Eine Arbeitsreduktion um 50 % sei notwendig, damit Zeit für 

Erholung, Therapien und Heimübungen sowie die Möglichkeit zum Abliegen vorhanden 

sei (IV-act. 94-3).

A.g. 

Mit Verfügung vom 5. Juni 2020 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. Zur 

Begründung führte sie zusammengefasst aus, das bidisziplinäre SMAB-Gutachten sei 

auch mit Blick auf die Einschätzung von Dr. D.___ beweiskräftig, sodass darauf 

abzustellen sei (IV-act. 98).

A.h. 

Gegen diese Verfügung erhebt die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), 

weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas, am 6. Juli 2020 Beschwerde. 

Sie beantragt, die angefochtene Verfügung vom 5. Juni 2020 sei aufzuheben und ihr sei 

eine halbe Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Streitsache zu weiteren 

Abklärungen, insbesondere einer arbeitsmedizinischen Untersuchung, zurückzuweisen. 

B.a. 

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Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führt sie aus, die Beschwerdegegnerin habe 

den Untersuchungsgrundsatz verletzt, denn ihre medizinischen Abklärungen seien 

ungenügend gewesen. Eine arbeitsmedizinische Abklärung wäre unerlässlich gewesen. 

Ihr Hausarzt habe erklärt, dass auch die durch ihn attestierte Restarbeitsfähigkeit von 

50 % bloss dank der regelmässigen Fortführung der Physiotherapie und täglicher 

Eigenübungen möglich sei. Auch Dr. D.___ attestiere ihr nur eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit und erachte ihre aktuelle Tätigkeit als optimal angepasst. Das SMAB-

Gutachten sei nicht schlüssig und nicht umfassend. Die Kurzatmigkeit der 

Beschwerdeführerin sei überhaupt nicht abgeklärt worden. Aufgrund der Berichte der 

behandelnden Fachärzte sei davon auszugehen, dass sie die 50%ige Arbeitsfähigkeit 

auch an einer anderen Stelle nicht erhöhen könnte (act. G1).

Mit Beschwerdeantwort vom 19. August 2020 beantragt die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Die Rüge der 

Beschwerdeführerin, dass keine pneumologische Abklärung durchgeführt worden sei, 

sei unbehelflich. Aus dem Gutachten gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin ihren 

Alltag nahezu selbständig und ohne wesentliche Unterstützung bewältige. Die 

Beschwerdeführerin habe zum Untersuchungszeitpunkt weder schmerzgeplagt noch 

nennenswert funktionseingeschränkt gewirkt. Sie habe angegeben, wenn sie sich 

körperlich anstrenge, komme sie rasch in Luftnot. Ihr Hobby sei das Velofahren. Es sei 

demnach ausgeschlossen, dass die angegebene Kurzatmigkeit die Beschwerdeführerin 

in ihrer angestammten leichten Bürotätigkeit relevant einschränken würde. Eine 

pneumologische Abklärung sei somit nicht angezeigt gewesen. Die SMAB-Gutachter 

hätten sich auch nicht mit der angegebenen Kurzatmigkeit auseinandersetzen müssen. 

Die von Dr. D.___ angegebene erhöhte Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen würde 

nicht zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen, da keine 

Atemwegserkrankung vorgelegen habe (act. G4).

B.b. 

Mit Replik vom 8. Oktober 2020 bringt die Beschwerdeführerin vor, eine pneumo­

logische Abklärung wäre notwendig gewesen, zumal Dr. D.___ erklärt habe, dass die 

Torsionsskoliose zu einer eingeschränkten Atemfunktion und einer erhöhten Anfälligkeit 

für Atemwegserkrankungen führe. Selbst bei der doch leichten Bürotätigkeit komme 

diese gesundheitliche Störung zum Tragen, sodass die Beschwerdeführerin nicht über 

B.c. 

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Erwägungen

1.  

das aktuell ausgeübte 50%-Pensum reüssieren könne. Die SMAB-Gutachter hätten 

sich zumindest mit dieser Gesundheitsproblematik auseinandersetzen müssen. Das 

Gutachten sei daher nicht umfassend und schlüssig (act. G8).

Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G10).B.d. 

Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen und vorliegend 

anwendbaren Fassung; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 

8C_455/2021, E. 2) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

1.3. 

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Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

351 E. 3a mit Hinweisen).

Auf ein im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten ist 

rechtsprechungsgemäss abzustellen, wenn nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, BGE 135 V 466 E. 4.4; 

Urteile des Bundesgerichts vom 15. Juli 2020, 8C_335/2020, E. 4.1, und vom 

13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3). Gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung entspricht es einer Erfahrungstatsache, dass behandelnde 

Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im 

Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 22. Februar 2021, 9C_683/2020, E. 5.1.2, mit Hinweisen). Dabei handelt es sich 

um eine Richtlinie, die als solche mit dem Grundsatz der auch im 

Sozialversicherungsrecht geltenden freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) 

vereinbar ist. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und 

umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der 

Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine 

Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von 

vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und 

umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse 

hervor. Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 

(Fach-) Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 

fachmedizinischen Experten anderseits lässt es jedoch nicht zu, ein Administrativ- oder 

Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 

nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. 

Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 

die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation 

entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 

ungewürdigt geblieben sind (statt vieler: Urteile des Bundesgerichts vom 27. Mai 2008, 

9C_24/2008, E. 2.3.2, vom 17. Februar 2021, 8C_783/2020, E. 5.2, und vom 3. Mai 

2021, 8C_164/2021, E. 3.2.1, je mit Hinweisen). Zudem ist auch dem Umstand, dass 

1.4. 

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2.  

die ärztliche Beurteilung von der Natur der Sache her unausweichlich Ermessenszüge 

trägt, Rechnung zu tragen (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Januar 2019, 

9C_804/2018, E. 2.2 mit Hinweisen).

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG). 

Das Gericht hat seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. 

BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).

1.5. 

Zwischen den Parteien streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob auf das 

bidisziplinäre Gutachten abgestellt werden kann. Die Beschwerdeführerin macht 

diesbezüglich insbesondere geltend, nebst der durchgeführten orthopädischen und 

neurologischen Begutachtung hätte auch eine pneumologische Abklärung stattfinden 

müssen (vgl. act. G1 und G8).

2.1. 

Die Beschwerdeführerin klagte schon im Jahr 2018 über eine behinderte Atmung 

bzw. Schmerzen auf der Brust (vgl. Bericht des Hausarztes vom 24. Oktober 2018, IV-

act. 27-3, und Protokoll des Assessmentgesprächs vom 19. Dezember 2018, IV-

act. 31-1). Dennoch erachteten offensichtlich weder ihr Hausarzt noch Dr. D.___ es 

bisher für erforderlich, einen Facharzt für Pneumologie hinzuzuziehen. Beide Behandler 

scheinen die von der Beschwerdeführerin beschriebene Einschränkung der 

Atemfunktion mit dem subjektiven Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen, als Folge der 

Rückenschmerzen bzw. der verspannten Muskulatur mit Ausstrahlung in den Brustkorb 

anzusehen.

2.2. 

Dr. D.___ erklärte nicht, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, dass 

die Torsionsskoliose zu einer eingeschränkten Atemfunktion und einer erhöhten 

Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen führe. Sie stellte im Gegenteil keine 

pneumologische (Verdachts-)Diagnose, sondern diagnostizierte einzig eine 

Torsionsskoliose. Auf die Frage, welche Einschränkungen bei der Beschwerdeführerin 

bestünden, antwortete sie unter anderem: "Eingeschränkte Atemfunktion, erhöhte 

Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen." Sie legte nicht nachvollziehbar dar, inwiefern 

die Atemfunktion der Beschwerdeführerin eingeschränkt sei und weshalb ein erhöhtes 

Risiko für Atemwegserkrankungen bestehe. Dass die Torsionsskoliose als solche diese 

Anfälligkeit auslöse oder weshalb das der Fall sein soll, oder dass eine eigenständige, 

pneumologische Erkrankung diese Einschränkung und Anfälligkeit auslöse, hat 

Dr. D.___ nicht ausgeführt (vgl. zum Ganzen IV-act. 27-3 und 94-3).

2.3. 

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3.  

Anlässlich einer orthopädischen Untersuchung in der Klinik E.___ wurde eine 

uneingeschränkte Atmung festgestellt (vgl. Bericht Klinik E.___ vom 24. August 2018, 

IV-act. 22-3). Die geltend gemachte Kurzatmigkeit/Luftnot verunmöglicht der 

Beschwerdeführerin sodann weder ihre Erwerbstätigkeit noch die Haushaltführung. Sie 

machte zwar in der Vergangenheit geltend, sie müsse alles gemütlich nehmen, und 

bringt im vorliegenden Verfahren vor, sie müsse nach vier Stunden Arbeit ihre 

Atemübungen machen. Sie musste deswegen aber keine Tätigkeit vernachlässigen und 

konnte auch Fahrradfahren. Beispielsweise fuhr sie bewusst mit dem Velo zum 

Bahnhof, um ihre Lunge zu trainieren, und bezeichnete anlässlich der SMAB-

Begutachtung das Velofahren als ihr Hobby (vgl. IV-act. 31-1, 74-17 und 74-33).

2.4. 

Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die SMAB-Gutachter hätten sich 

zumindest mit der geltend gemachten Atemnot auseinandersetzen müssen (act. G8), 

ist festzuhalten, dass den SMAB-Gutachter die subjektiven Atembeschwerden der 

Beschwerdeführerin bekannt waren. So hielten sie etwa in der Zusammenfassung der 

Krankheitsentwicklung fest, die Beschwerdeführerin habe bis 2016 keine Schmerzen 

gehabt, sodann hätten sich atemabhängige Beschwerden entwickelt (IV-act. 74-5), und 

zu den spontanen Angaben der Beschwerdeführerin vermerkten die SMAB-Gutachter 

deren Aussage, wenn sie sich körperlich anstrenge, wie etwa beim Laufen nach einer 

Bahnfahrt, komme sie rasch in Luftnot (IV-act. 74-15 f.). Auch die SMAB-Gutachter 

gingen offenkundig davon aus, dass der von der Beschwerdeführerin beschriebenen 

Luftnot keine pneumologische Erkrankung zugrunde liegt, sondern dass diese 

Empfindung der Beschwerdeführerin mit ihrem Schmerzerleben der von ihnen 

gestellten Diagnosen zusammenhängt. Andernfalls hätten sie eine entsprechende 

Diagnose gestellt oder weitere Abklärungen empfohlen (vgl. IV-act. 74-5 f.; die 

Gutachter nannten nebst den Diagnosen aus ihren jeweiligen Fachgebieten auch 

sonstige Erkrankungen, nämlich Adipositas und Hypertonus).

2.5. 

Unter diesen Umständen war eine pneumologische Begutachtung nicht angezeigt, 

zumal aus einer solchen Untersuchung kein zusätzlicher Erkenntnisgewinn erwartet 

werden durfte. Die Beschwerdeführerin scheint denn auch nach wie vor keinen 

pneumologischen Facharzt konsultiert zu haben und hat, soweit aus den Akten 

ersichtlich, keine spezifischen, von der Rückenproblematik unabhängigen 

Therapiemassnahmen gegen die geltend gemachte Kurzatmigkeit ergriffen.

2.6. 

Die Beschwerdeführerin beruft sich auf die von der gutachterlichen Einschätzung 

abweichende Meinung ihres Hausarztes und der behandelnden Fachärztin, wonach 

lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe.

3.1. 

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4.  

Der Hausarzt hat sich nach der SMAB-Begutachtung nicht mehr zur Angelegenheit 

geäussert. Als Behandler und Allgemeinmediziner ohne Facharzttitel in Orthopädie oder 

Neurologie kommt seiner vor der SMAB-Begutachtung vertretenen medizinischen 

Einschätzung des orthopädisch-neurologischen Sachverhalts bzw. der sich daraus 

ergebenden Arbeitsfähigkeit gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. 

E. 1.4 vorstehend) nurmehr ein geringer Stellenwert zu. Den SMAB-Gutachtern waren 

die Berichte des Hausarztes bekannt (vgl. IV-act. 74-10 ff.). Dennoch gelangten sie zu 

einer abweichenden Einschätzung bezüglich der Arbeitsfähigkeit und begründeten 

diese auch (vgl. IV-act. 74-5 ff., 74-21 ff. und 74-35 ff.). Die früheren Berichte und 

Atteste des Hausarztes vermögen den Beweiswert des SMAB-Gutachtens somit nicht 

zu erschüttern.

3.2. 

Dr. D.___ verfasste zwar nach der Erstellung des SMAB-Gutachtens am 23. März 

2020 einen Bericht, den die Beschwerdeführerin sowohl im Einwand- und 

Beschwerdeverfahren vorlegte (IV-act. 94-3 und act. G1.3). Darin hielt die Fachärztin 

jedoch ohne tiefergehende Begründung an ihrer bisherigen medizinischen Meinung fest 

und setzte sich nicht mit dem SMAB-Gutachten auseinander. Sie legte namentlich 

nicht dar, inwiefern die Feststellungen und Folgerungen der Gutachtenspersonen 

unzutreffend sein sollten. Insbesondere hatte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin Dr. D.___ die Frage gestellt, ob anhand von objektiv überprüfbaren 

Kriterien widerlegt werden könne, dass die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig 

sei (IV-act. 94-2). Dr. D.___ antwortete daraufhin: "Arbeitsreduktion notwendig, damit 

ausreichend Erholungszeit, Möglichkeit zum Abliegen und Zeit für die Therapien/

Heimübungen vorhanden ist" (IV-act. 94-3). Sie hat damit keine wichtigen Aspekte 

benannt, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben 

wären, sodass das SMAB-Gutachten wegen ihrer abweichenden Beurteilung nicht in 

Frage zu stellen ist (vgl. E. 1.4 vorstehend).

3.3. 

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, ihre aktuelle Tätigkeit bei der C.___ 

sei optimal adaptiert (vgl. act. G1), ist zu erwähnen, dass auch die SMAB-Gutachter 

diese angestammte Tätigkeit gleichzeitig als eine adaptierte Tätigkeit ansahen (vgl. IV-

act. 74-6). Insofern besteht zwischen der Darstellung der Beschwerdeführerin und der 

Einschätzung der Gutachtenspersonen Einigkeit.

4.1. 

Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, zur umfassenden 

medizinischen Erstellung des Sachverhalts wäre eine arbeitsmedizinische Abklärung 

unerlässlich gewesen. Indem die Beschwerdegegnerin keine solche Abklärung 

4.2. 

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veranlasst habe, habe sie den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 ATSG) verletzt 

(act. G1). Die Gutachtenspersonen haben bei der Wahl ihrer Untersuchungsmethode 

wie auch bei der ärztlichen Beurteilung naturgemäss einen gewissen 

Ermessensspielraum (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 23. Januar 2019, 

9C_804/2018, E. 2.2, und vom 27. September 2017, 8C_820/2016, E. 5.5). Die SMAB-

Gutachter haben die Beschwerdeführerin persönlich befragt, eingehend klinisch 

untersucht und den nach ihrem Erachten nötigen Tests unterzogen sowie die Vorakten 

für ihre Beurteilung beigezogen. Sie erachteten diese Ausgangslage offenkundig als 

ausreichend, um eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzugeben. Darüber hinaus 

wäre fraglich, ob eine arbeitsmedizinische Abklärung verwertbare Resultate hätte 

liefern können, da die Problematik bzw. unterschiedliche Anschauung der 

Arbeitsfähigkeit wohl darin besteht, dass sich die Beschwerdeführerin nicht 

höhergradig arbeitsfähig sieht. Wesentliche zusätzliche Erkenntnisse wären von einer 

arbeitsmedizinischen Abklärung demnach nicht zu erwarten gewesen. Unter diesen 

Gegebenheiten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin keine solche 

Abklärung veranlasste. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes liegt nicht vor.

Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, bloss dank der regelmässigen 

Fortführung der Physiotherapie und täglicher Eigenübungen könne sie die 

Restarbeitsfähigkeit von 50 % aufrechterhalten. Gegenüber der neurologischen 

Gutachterin erwähnte sie dazu, die dafür erforderliche Zeit betrage 1 ½ Stunden pro 

Tag, wobei sie ihre Therapien und das Training immer mit der Arbeit kombiniere (IV-

act. 74-17). Auch im SMAB-Gutachten wird zum Erhalt der motorischen Kraft und 

wegen der Irritation des Intercostalnervs Th10 eine Fortführung der Therapie und der 

Eigenübungen empfohlen, zudem eine Medikation mit Pregabalin und eine jährliche 

ambulante neurologische Untersuchung (IV-act. 74-24 und 74-36 f.). Allein der geltend 

gemachte Zeitbedarf für Physiotherapie und Eigenübungen lassen eine reduzierte 

Arbeitsfähigkeit nicht rechtfertigen, umso mehr als auch gesetzlich vorgeschriebene 

Arbeitspausen für Eigenübungen genutzt werden können. Die erforderliche 

Physiotherapie und Eigenübungen rechtfertigen somit keine Einschränkung des 

zumutbaren Arbeitspensums. Die Beschwerdeführerin kommt mit den von ihr bereits 

durchgeführten Massnahmen auch ihrer Selbsteingliederungspflicht gemäss Art. 7 und 

7b IVG vorbildlich nach, wobei die medizinischen Massnahmen insbesondere 

hinsichtlich der empfohlenen Medikamenteneinnahme sogar noch optimiert werden 

könnten.

4.3. 

Das SMAB-Gutachten ist nach dem Gesagten entgegen der Ansicht der 

Beschwerdeführerin für die streitigen Belange umfassend und beruht auf allseitigen 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

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St.Galler Gerichte

5.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführerin bezahlt die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 600.-- unter 

Anrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 600.--.

Untersuchungen. Die Gutachtenspersonen kannten die Vorakten und berücksichtigten 

die von der Beschwerdeführerin geschilderten Beschwerden, wobei sie – anders als die 

behandelnde Fachärztin – jedoch zum Ergebnis gelangten, dass keine wesentliche 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliegt. Sie begründeten ihre Schlussfolgerung 

nachvollziehbar. Das bidisziplinäre SMAB-Gutachten ist somit beweiskräftig (vgl. E. 1.3 

vorstehend). Die Vorbringen der Beschwerdeführerin bzw. der behandelnden 

Fachärztin vermögen daran keine Zweifel zu wecken. Die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin beträgt damit in ihrer angestammten wie in jeder anderen 

adaptierten Tätigkeit 100 %.

Da die Beschwerdeführerin gestützt auf das SMAB-Gutachten in ihrer 

angestammten Tätigkeit nie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich 40 % arbeitsunfähig gewesen ist, ist das Wartejahr gemäss Art. 28 

Abs. 1 IVG nicht erfüllt, sodass die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Invalidenrente hat. Der Invaliditätsgrad beträgt 0 % (vgl. Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a 

Abs. 1 IVG). Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.

5.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegenden Angelegenheit angemessen. Da die Beschwerdeführerin 

vollumfänglich unterliegt, ist die Gerichtsgebühr ihr aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Der von ihr geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr daran angerechnet. Ausgangsgemäss hat die 

Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

5.2. 

bis 

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 25.03.2022
	Art. 28 und 28a IVG; Art. 16, 43, 44 und 61 ATSG. Entspricht das bidisziplinäre Administrativgutachten den Beweisanforderungen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung und attestiert es der versicherten Person eine volle Arbeitsfähigkeit, ist ohne zusätzliche arbeitsmedizinische Abklärung darauf abzustellen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. März 2022, IV 2020/147).

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