# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c80e61aa-be81-501d-bbaf-2dbb7e0c1c1b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.08.2010 A-5014/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5014-2009_2010-08-20.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-5014/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter Daniel Riedo (Vorsitz), 
Richter Daniel de Vries Reilingh, Richter Pascal Mollard, 
Gerichtsschreiberin Jeannine Müller.

X._______ SA, 
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberzolldirektion (OZD),
Sektion LSVA 4, 3003 Bern,
Vorinstanz.

LSVA; Abklassierung EURO-3.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-5014/2009

Sachverhalt:

A.
Die X._______ SA mit Sitz in ... bezweckt laut Handelsregisterauszug 
die Vornahme von Transporten jeglicher Art.

B.
Mit Entscheid vom 12. September 2007 beschloss der Bundesrat eine 
Änderung  der  Schwerverkehrsabgabeverordnung  vom  6. März  2000 
(SVAV, SR 641.811). Die Änderung enthielt  insbesondere eine Erhö-
hung  des  Abgabetarifs  (Art. 14  Abs. 1  SVAV)  sowie  eine  teilweise 
Neueinteilung der abgabepflichtigen Fahrzeuge in die drei Abgabeka-
tegorien. Dabei sind namentlich die ursprünglich der günstigsten Ab-
gabekategorie 3 zugehörigen Fahrzeuge mit Euronorm 3 (EURO 3) in 
die mittlere Abgabekategorie 2 zurückgestuft worden (sog. Abklassie-
rung; vgl. Anhang 1 zu Art. 14 SVAV). Die Änderung trat am 1. Januar 
2008 in Kraft; allerdings wurden die Fahrzeuge der Abgabekategorie 2 
(EURO 3) bis zum 31. Dezember 2008 weiterhin zum (günstigeren) Ta-
rif der Abgabekategorie 3 veranlagt (Art. 62a SVAV; AS 2007 4695).

C.
Anfangs April 2008 erliess die Eidgenössische Oberzolldirektion (OZD) 
betreffend die Nutzfahrzeuge der X._______ SA die Veranlagungsver-
fügungen  für  die  Periode  Januar  2008.  Die  dagegen  erhobene  Ein-
sprache vom 28. April 2008 wies die OZD mit Entscheid vom 26. Juni 
2008 ab. Am 28. August 2008 liess die X._______ SA beim Bundes-
verwaltungsgericht  Beschwerde  einreichen.  Sie  machte  geltend,  die 
am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Tariferhöhung der LSVA sei ver-
fassungs- und gesetzeswidrig. Das Bundesverwaltungsgericht eröffne-
te  das entsprechende  Beschwerdeverfahren  unter  der  Geschäfts-Nr. 
A-5553/2008. 

D.
Am  1.  April  2009  veranlagte  die  OZD  die  Nutzfahrzeuge  der 
X._______ SA für die Periode Januar 2009 und setzte die geschuldete 
Abgabe  mit  Veranlagungsverfügung  LSVA/Rechnung  Nr. ...  auf  total 
Fr. ... fest. Dagegen erhob die X._______ SA am 3. April 2009 bei der 
OZD  Einsprache,  welche  diese  mit  Entscheid  vom  16.  Juli  2009 
abwies. Die  OZD hielt  im  Wesentlichen  dafür,  sie  sei  als  eine  dem 
Bundesrat  unterstellte  Verwaltungsbehörde  an  dessen  Verordnungen 
gebunden.  Zudem  decke  der  Schwerverkehr  seine  externen  Kosten 

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selbst durch den infolge der Umklassierung für das Jahr 2009 resultie-
renden Mehrertrag nicht. 

E.
Mit  Eingabe  vom  6.  August  bzw.  mit  materieller  Begründung  vom 
10. September  2009  liess  die  X._______  SA  (Beschwerdeführerin) 
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen, 
den Einspracheentscheid vom 16. Juli 2009 sowie die darin bestätigte 
Veranlagung/Rechnung Nr. ... vom 1. April  2009 betreffend LSVA für 
Januar 2009 unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben, so-
weit sie auf der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Tariferhöhung 
der LSVA und auf der am 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Abklas-
sierung der EURO 3-Fahrzeuge beruhten, und es sei die Abgabe auf 
den Betrag zu reduzieren,  der  sich  bei  Anwendung des  vor  der  er-
wähnten Tariferhöhung gültig gewesenen Tarifs und der vor dem 1. Ja-
nuar 2009 massgeblichen Klassierung der EURO 3-Fahrzeuge ergebe. 
Die  Beschwerdeführerin  machte im Wesentlichen geltend,  die  zuläs-
sige Obergrenze für den Gesamtertrag der LSVA (Höhe der ungedeck-
ten Kosten des Schwerverkehrs) sei bereits mit der am 1. Januar 2008 
in Kraft getretenen Tariferhöhung überschritten worden. Die per 1.  Ja-
nuar 2009 vollzogene Abklassierung der EURO 3-Fahrzeuge erweise 
sich somit erst  recht  als verfassungs-, gesetzes- und staatsvertrags-
widrig.

F.
Mit  Zwischenverfügung  vom 15.  Oktober  2009  sistierte  der  Instruk-
tionsrichter das Beschwerdeverfahren bis zum Vorliegen eines rechts-
kräftigen Entscheids im Verfahren A-5553/2008, da das Beschwerde-
verfahren materiell direkt vom Ausgang des letztgenannten Verfahrens 
abhängen  könne.  Mit  Urteil  vom  28.  Oktober  2009  hiess  das  Bun-
desverwaltungsgericht die Beschwerde im Verfahren A-5553/2008 gut, 
soweit es darauf eintrat, hob den Einspracheentscheid der OZD vom 
26. Juni 2008 auf und wies die Sache zur Festsetzung der von der Be-
schwerdeführerin  für  die  Periode Januar  2008 geschuldeten Abgabe 
im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurück. Die dagegen von 
der  OZD  erhobene  Beschwerde  hiess  das  Bundesgericht  mit  Urteil 
2C_800/2009 vom 19. April 2010 gut und bestätigte deren Einsprache-
entscheid vom 26. Juni 2008. 

G.
Nach  Eingang  der  materiellen  Begründung  des  bundesgerichtlichen 

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Urteils am 15. Juni 2010 nahm das Bundesverwaltungsgericht das sis-
tierte Beschwerdeverfahren am 21. Juni 2010 wieder auf und forderte 
die Verfahrensbeteiligten auf, bis zum 6. Juli 2010 schriftlich zur Frage 
Stellung zu nehmen, welchen Einfluss das besagte Urteil auf das vor-
liegende  Beschwerdeverfahren  habe. Im  Besonderen  wurde  die  Be-
schwerdeführerin aufgefordert, auszuführen und zu belegen, inwieweit 
und aus welchen Gründen an der Beschwerde festgehalten werde. 

H.
In ihrer Stellungnahme vom 30. Juni 2010 hielt die Verwaltung dafür, 
aufgrund des besagten Bundesgerichtsurteils  ergebe sich ohne wei-
teres, dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Grün-
de  gegen  die  Abklassierung  der  EURO 3-Fahrzeuge  hinfällig  seien. 
Demgegenüber beantragte die Beschwerdeführerin mit  innert  verlän-
gerter Frist eingereichter Eingabe vom 12. Juli 2010, das Beschwerde-
verfahren sei bis zum Urteil weiterzuführen. Beim Betrag von 204 Mio. 
Franken würde es sich nicht um die verursachten, sondern um die vom 
Schwerverkehr erlittenen Stauzeitkosten handeln, weshalb diese irre-
levant seien und bei der Ermittlung der externen Kosten nicht berück-
sichtigt  werden  dürften.  Die  OZD  beantragte  in  ihrer  Eingabe  vom 
3. August 2010 im Falle der Fortführung des Verfahrens die Abweisung 
der Beschwerde.

Auf die weiteren Vorbringen in den Eingaben wird – soweit entscheid-
wesentlich  –  im Rahmen der  nachfolgenden  Erwägungen eingegan-
gen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Einspracheentscheide der  OZD betreffend die LSVA können ge-
mäss Art. 23 Abs. 4 des Schwerverkehrsabgabegesetzes vom 19. De-
zember 1997 (SVAG, SR 641.81) i.V.m. Art. 31 ff. des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beim Bundesver-
waltungsgericht angefochten werden. Soweit das VGG nichts anderes 
bestimmt, richtet sich gemäss dessen Art. 37 das Verfahren nach dem 
Bundesgesetz  vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021). Die Beschwerdeführerin ist durch den ange-
fochtenen Entscheid beschwert und zur Anfechtung berechtigt (Art. 48 
VwVG). 

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1.2 Die Beschwerdeführerin beantragt nebst der Aufhebung des Ein-
spracheentscheids auch die Aufhebung der Veranlagung. Diese wurde 
indes durch den Einspracheentscheid vom 16. Juli 2009 ersetzt (sog. 
Devolutiveffekt)  und  bildet  daher  kein  taugliches  Anfechtungsobjekt 
(BGE  129  II  438  E. 1;  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_16/2008  vom 
16. Mai  2008 E. 1; [anstelle  vieler]  Urteil  des  Bundesverwaltungsge-
richts  A-1626/2006  vom  20. April  2009  E. 1.2;  ANDRÉ MOSER/MICHAEL 
BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-
gericht, Basel 2008, N. 2.7). Mit dieser Einschränkung ist auf die an-
sonsten frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde grundsätzlich 
einzutreten.

2.

2.1 Mit Art. 36quater der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-
genossenschaft  vom 29. Mai  1874  (aBV; heute  Art. 85  der  Bundes-
verfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April 
1999 [BV, SR 101]) schuf der Verfassungsgeber am 20. Februar 1994 
die Grundlage zur  Erhebung einer  leistungs- oder  verbrauchsabhän-
gigen Abgabe auf dem Schwerverkehr. Gestützt auf diese Bestimmung 
sowie auf Art. 24septies aBV (Art. 74 BV; Schutz des Menschen und 
seiner natürlichen Umwelt) und Art. 36sexies aBV (Art. 84 BV; Schutz 
des Alpengebiets vor den negativen Auswirkungen des Transitverkehrs 
[sog. "Alpen-Initiative"]) hat die Bundesversammlung am 19. Dezember 
1997 das SVAG erlassen, welches auf den 1. Januar 2001 in Kraft ge-
setzt wurde (AS 2000 1169). 

2.2 Nach Art. 1  SVAG bezweckt  die LSVA, dass der  Schwerverkehr 
die  ihm zurechenbaren  Wegekosten  und  Kosten  zulasten  der  Allge-
meinheit langfristig decken soll, soweit er für diese nicht bereits durch 
andere Leistungen oder Abgaben aufkommt (Abs. 1); anzulasten sind 
dem Schwerverkehr dabei nicht nur die Infrastrukturkosten (Bau, Be-
trieb und Unterhalt der Strassen), sondern auch dessen externe Kos-
ten wie ungedeckte Gesundheits-, Lärm- und Unfallkosten oder Kosten 
von  Gebäudeschäden  (Urteil  des  Bundesgerichts  2A.71/2003  vom 
6. Februar  2004  E.  8;  Botschaft  SVAG,  BBl  1996  VI  524;  KLAUS A. 
VALLENDER,  in  Schweizerisches Steuer-Lexikon,  Bd. I,  Bundessteuern, 
2. Aufl., Zürich 2006, S. 433 f., ERNST HÖHN/ROBERT WALDBURGER, Steuer-
recht,  Bd. I,  9. Aufl.,  Bern  2001,  § 29 Rz. 21 f.,  MICHAEL BEUSCH,  Len-
kungsabgaben im Strassenverkehr, Diss. Zürich 1999, S. 210 ff.). Aus-
serdem soll die Abgabe einen Beitrag dazu leisten, dass die Rahmen-
bedingungen der Schiene im Transportmarkt verbessert und die Güter 

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vermehrt mit der Bahn befördert werden (Abs. 2; vgl. zur Lenkungswir-
kung: Urteil des Bundesgerichts 2A.71/2003 vom 6. Februar 2004 E. 8; 
BEUSCH, a.a.O., S. 208 ff.,  ISABELLE HÄNER, Strassenrecht, in Georg Mül-
ler [Hrsg.], Verkehrsrecht, Basel, N. 80). 

2.3 Die LSVA wird  für  die Benützung der öffentlichen Strasse durch 
die in- und ausländischen schweren Motorfahrzeuge und Anhänger für 
den Güter- und Personentransport  erhoben (Art. 2 und 3 SVAG). Sie 
bemisst  sich  nach  dem höchstzulässigen  Gesamtgewicht  des  Fahr-
zeugs  und  den  gefahrenen  Kilometern  (Tonnenkilometer),  wobei  sie 
zusätzlich emissions- oder verbrauchsabhängig ausgestaltet sein kann 
(Art. 6 Abs. 1 und 3 SVAG). Zudem halten Art. 7 und 8 SVAG zur Be-
messungsgrundlage der Abgabe Folgendes fest:

Art. 7 Kostendeckung

¹ Der Ertrag der Abgabe darf die ungedeckten Wegekosten und die Kos-

ten zulasten der Allgemeinheit nicht übersteigen.

² Die Kosten zulasten der Allgemeinheit umfassen den Saldo der externen 

Kosten und Nutzen von gemeinwirtschaftlichen Leistungen des Schwer-

verkehrs.

³  Die Berechnung der externen Kosten und Nutzen des Schwerverkehrs 

wird periodisch nachgeführt. Sie muss dem jeweiligen Stand der wissen-

schaftlichen Erkenntnisse entsprechen.

Art. 8 Tarif

¹ Der Bundesrat legt den Tarif der Abgabe wie folgt fest:

a) Der Tarif muss mindestens 0,6 Rappen und darf höchstens 2,5 Rappen 

pro  gefahrenen  Kilometer  und  Tonne höchstzulässigem Gesamtgewicht 

betragen. 

b) Bei einer generellen Erhöhung des höchstzulässigen Gesamtgewichts 

auf 40 Tonnen beträgt der Tarif höchstens 3 Rappen. Der Bundesrat kann 

diesen  Tarif  für  Fahrzeuge  mit  einem höchstzulässigen  Gesamtgewicht 

bis 28 Tonnen um höchstens einen Fünftel reduzieren.

c) Bei emissionsabhängiger Ausgestaltung im Sinne von Art. 6 Abs. 3 gilt 

der jeweilige Tarif als Durchschnitt; er wird bei Fahrzeugen mit überdurch-

schnittlichen Emissionen  höher,  bei  Fahrzeugen mit  unterdurchschnittli-

chen Emissionen tiefer angesetzt.

² Der Bundesrat kann den Tarif gestaffelt einführen und nach Fahrzeugka-

tegorien differenzieren. Er kann den höchstzulässigen Abgabesatz nach 

Abgabesatz 1 ab 1. Januar 2005 an die Teuerung anpassen.

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³ Bei der Einführung der Abgabe und den Erhöhungen des Tarifs berück-

sichtigt der Bundesrat:

a) die Berechnungen über die ungedeckten Wegekosten sowie die exter-

nen Kosten und Nutzen des Schwerverkehrs;

b) die Belastung der Volkswirtschaft;

c) die raumordnungspolitischen Effekte und die Auswirkungen auf die Gü-

terversorgung in von der Bahn nicht oder nur unzureichend erschlosse-

nen Gegenden;

d) die Zielsetzung, die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn zu fördern;

e) die Auswirkungen der Abgabe auf den allfälligen Umwegverkehr über 

benachbarte ausländische Strassen.

2.4 Gestützt auf das SVAG und auf das Bundesgesetz vom 8. Oktober 
1999  zur  Verlagerung  von  alpenquerendem Güterschwerverkehr  auf 
die Schiene (Verkehrsverlagerungsgesetz, SR 740.1) erliess der Bun-
desrat  die  SVAV. Der  Abgabetarif  pro  Tonnenkilometer  ist  in  deren 
Art. 14  Abs.  1  geregelt.  Seit  dem 1.  Januar  2005  betrug  dieser  (a) 
2,88 Rappen für die Abgabekategorie 1, (b) 2,52 Rappen für die Abga-
bekategorie 2 sowie (c) 2,15 Rappen für die Abgabekategorie 3.

Mittels  Änderung vom 12. September 2007 (AS 2007 4695) erhöhte 
der Bundesrat die betreffenden Ansätze, wobei der Tarif  mit Wirkung 
ab dem 1. Januar 2008 wie folgt ausgestaltet ist: 

a) 3,07 Rappen für die Abgabekategorie 1;

b) 2,66 Rappen für die Abgabekategorie 2;

c) 2,26 Rappen für die Abgabekategorie 3.

Gleichzeitig wurden die im Anhang 1 der SVAV festgelegten Abgabe-
kategorien (Art. 14 Abs. 2 SVAV) in der Weise angepasst,  dass die-
jenigen  schweren  Motorwagen,  welche  die  Abgasvorschriften  der 
EURO 2-Norm erfüllen, von der Abgabekategorie 2 in die Abgabekate-
gorie 1 und die der EURO 3-Norm zuzuordnenden Fahrzeuge – nach 
einer Übergangsfrist bis 31. Dezember 2008 (Art. 62a SVAV) – von der 
Abgabekategorie 3 in die Abgabekategorie 2 zurückgestuft wurden.  

3.
Mit Urteil 2C_800/2009 vom 19. April 2010 hat das Bundesgericht im 
Zusammenhang mit den Veranlagungsverfügungen für die Abgabepe-
riode Januar 2008 betreffend die Beschwerdeführerin über die Frage 
entschieden, ob der vom Bundesrat am 12. September 2007 beschlos-

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sene und auf den 1. Januar 2008 in Kraft  gesetzte erhöhte Tarif  der 
LSVA vor höherrangigem Recht standhält. Das Bundesverwaltungsge-
richt war in seinem Urteil  A-5553/2008 vom 28. Oktober 2009 (noch) 
zum Schluss gekommen, die erhöhten Tarife verletzten das Kostende-
ckungsprinzip von Art. 7 SVAG. Dagegen erhob die OZD beim Bundes-
gericht Beschwerde; sie war der Ansicht, die vom Bundesrat beschlos-
sene Tariferhöhung sei nicht zu beanstanden, da auch mit den erhöh-
ten Ansätzen gemäss Schätzungen für  die Jahre 2008 und 2009 im 
Ergebnis eine Unterdeckung resultiere. Die Verwaltung stellte bei ihrer 
Berechnung  den  (mutmasslichen)  Ertrag  aus  der  LSVA den  Kosten 
des Schwerverkehrs gegenüber, welche ihrerseits unterteilt werden in 
die  Wegekosten  (dem  Schwerverkehr  zurechenbarer  Anteil  an  den 
Kosten für die Erstellung,  den Unterhalt  und Betrieb der öffent lichen 
Strassen, abzüglich anrechenbare Einnahmen gemäss Strassenrech-
nung mit Ausnahme des LSVA-Anteils selbst) und die von der Allge-
meinheit  zu  tragenden sog. externen  Kosten; letztere  werden weiter 
aufgeschlüsselt (Unfall, Lärm, etc.). Dabei ist die OZD von den folgen-
den Positionen und Zahlen ausgegangen:

Kostenunterdeckung Schwerverkehr in Millionen Franken:

Jahr 2008 2009

Ertrag LSVA 1409 1460

- Anrechenbare Einnahmen gem. Strassenrechnung 1343 1343

- Abzüglich zurechenbare Wegekosten gem. Strassenrechnung -898 -898

- Abzüglich gutgeschriebener Anteil LSVA -370 -370

Wegekosten (Unter- bzw. Überdeckung) 75 75

- Unfälle 65 65

- Lärm 246 246

- Gesundheitskosten durch Luftverschmutzung 551 551

- Gebäudeschäden durch Luftverschmutzung 91 91

- Klimakosten 153 153

- Natur und Landschaft 59 59

- Staukosten 204 204

- weitere Bereiche (Boden, Ernteausfälle etc.) 185 185

Externe Kosten 1554 1554

Total Kosten Unterdeckung Schwerverkehr -70 -19

Unter den Staukosten werden nur die Kosten des mit  dem Stau ein-
hergehenden Zeitverlusts ausgewiesen (sog. Stauzeit  kosten), während 

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die staubedingten Umwelt- und Unfallkosten bereits in den betreffen-
den spezifischen Kostenkategorien mitberücksichtigt sind. 

3.1 Das  Bundesgericht  hielt  im  erwähnten  Urteil  zunächst  fest,  die 
fragliche Tariferhöhung der LSVA stehe nicht im Widerspruch zu den 
Bestimmungen über die Gebührenregelungen im Strassenverkehr ge-
mäss den Art. 37 ff. des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft über den Güter- und Personenverkehr auf Schiene und Strasse 
(Landverkehrsabkommen,  SR 0.740.72). Der  besagten Tariferhöhung 
sei ein Beschluss des Gemischten Landverkehrsausschusses Gemein-
schaft/Schweiz vorausgegangen (Beschluss Nr. 1/2007 vom 22. Juni 
2007 über  die  ab dem 1. Januar  2008 in  der  Schweiz geltende Ge-
bührenregelung  für  Kraftfahrzeuge,  SR 0.740.723),  mit  welchem die 
Höchstsätze der LSVA für die drei Abgabekategorien und die Zuteilung 
der  EURO-Normen  zu  diesen  Kategorien  im  Rahmen der  Vorgaben 
von  Art.  40  des  Abkommens  entsprechend  einer  aktualisierten  Ge-
wichtung der in der Schweiz verkehrenden Fahrzeuge angepasst wor-
den seien (vgl. Art. 40 Abs. 6 des Abkommens). Der Bundesrat habe 
mit der Novelle vom 12. September 2007 lediglich den genannten Be-
schluss des Gemischten Ausschusses auf Stufe der Schwerverkehrs-
abgabeverordnung nachvollzogen, indem er die betreffenden Höchst-
tarife der drei Abgabekategorien auf Tonnenkilometer umgerechnet ha-
be, was zum streitigen Tarif in Art. 14 Abs. 1 SVAV geführt habe, und 
die Fahrzeuge der EURO-Normen 2 und 3 im Anhang 1 zurückgestuft 
habe. Mit  dem Bundesverwaltungsgericht sei  jedoch davon auszuge-
hen, dass die vom Landverkehrsabkommen vorgesehenen bzw. vom 
Gemischten Ausschuss konkretisierten Tarifansätze lediglich Abgabe-
maxima  darstellten,  und  die  Schweiz  keine  staatsvertragliche  Ver-
pflichtung eingegangen sei, die Abgabe tatsächlich in jener Höhe fest-
zusetzen. Die LSVA sei vielmehr im Landesrecht zu normieren und zu 
konkretisieren. Materielle Schranken für die Festlegung des Tarifs auf 
Verordnungsstufe ergäben sich dabei hauptsächlich aus dem Grunder-
lass,  dem  Schwerverkehrsabgabegesetz,  und  dort  im  Wesentlichen 
aus  den  Bestimmungen  zur  Bemessungsgrundlage  der  Abgabe  in 
Art. 7 und 8 (vgl. E. 4.1 des bundesgerichtlichen Urteils).

3.2 Ferner hielt das Bundesgericht dafür, streitig sei vorliegend, ob es 
sich  bei  der  als  "Staukosten"  bezeichneten  Position  (verstanden  als 
Stauzeitkosten) in der Berechnung der Zollverwaltung tatsächlich um 
Kosten zulasten der Allgemeinheit  bzw. um externe Kosten im Sinne 

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von Art. 7 SVAG handle oder ob damit – wie das Bundesverwaltungs-
gericht dafürhalte – eine Position neu in die Berechnung einbezogen 
worden sei, welche nicht als externe Kosten betrachtet werden könne 
(vgl. E. 3.3 und 5.2 des Urteils). 

Das  Schwerverkehrsabgabegesetz  enthalte  keine  Definition  des  Be-
griffs der externen Kosten. Gemäss Botschaft seien darunter jene Kos-
ten zu verstehen, welche nicht von den Verursachern bezahlt würden, 
sondern  von  der  Allgemeinheit,  insbesondere  von  der  öffentlichen 
Hand und den Betroffenen,  getragen werden müssten. Im Einzelnen 
seien dabei die Gesundheitskosten, die Unfallkosten, die Kosten von 
Gebäudeschäden und die Lärmkosten erfasst worden; mangels vertief-
ter Studien einstweilen (noch) nicht einbezogen worden seien damals 
die Kosten von Ernte-, Wald- und Klimaschäden. Von den Stau(zeit)-
kosten sei in jenem Zusammenhang nicht die Rede gewesen. Indes-
sen könne daraus nicht  der  Schluss  gezogen werden,  ein  Einbezug 
weiterer Kostenpositionen in die periodisch zu aktualisierende Berech-
nung der externen Kosten sei damit ausgeschlossen. Vielmehr betone 
die Botschaft, dass die Bezifferung der externen Kosten umfangreiche 
Untersuchungen erfordern würde, welche im damaligen Zeitpunkt nur 
zum Teil vorgelegen hätten, und die bisher errechneten externen Kos-
ten würden nur einen Teilbereich der gesamten externen Kosten aus-
machen.  Dass  grundsätzlich  auch  weitere  als  die  in  der  Botschaft 
genannten Kostenkategorien als  externe Kosten im Sinne von Art. 7 
SVAG in die Berechnung miteinbezogen werden könnten, ergebe sich 
bereits aus der grundlegenden Zielsetzung der LSVA, durch Anwen-
dung des Verursacherprinzips auf  den Schwerverkehr bzw. eine um-
fassendere Kostenanlastung einen Beitrag zu Verwirklichung des Kos-
tenwahrheit  im  Verkehr  zu  leisten.  Bei  den  durch  die  LSVA  beim 
Schwerverkehr zu internalisierenden ungedeckten Kosten zulasten der 
Allgemeinheit  fielen  jedoch  nicht  die  externen  Kosten  des  Verkehrs 
insgesamt in Betracht, sondern nur die dem Schwerverkehr anzulas-
tenden Kostenanteile davon (vgl. E. 5.3 des besagten Urteils).

Entscheidend könne bei der Beurteilung, ob interne oder externe Kos-
ten  vorlägen,  mithin  nicht  der  Blickwinkel  des  Strassenverkehrs  als 
Ganzes (jene des Verkehrssystems oder  Verkehrsträgers)  sein,  son-
dern allein jener des Schwerverkehrs bzw. des Kollektivs der von der 
Schwerverkehrsabgabe  erfassten  Fahrzeugkategorien. Als  extern  er-
schienen  nach  der  gesetzlichen  Konzeption  der  LSVA  demzufolge 
sämtliche vom Schwerverkehr verursachten und nicht gedeckten Kos-

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ten, die ausserhalb des Schwerverkehrs anfielen. Insofern würden die 
vom Schwerverkehr bei allen übrigen Verkehrsteilnehmern, insbeson-
dere  beim Verkehr  mit  Personenwagen,  verursachten Stauzeitkosten 
externe Kosten darstellen. Einzig im (beschränkten) Umfang der vom 
Transportgewerbe sich selber gegenüber zugefügten (und damit auch 
bereits  von  ihm selber  getragenen)  Zeitkosten  lägen  interne  Kosten 
vor (vgl. E. 5.5 des Urteils). Nach dem Gesagten ergebe sich somit, 
dass  das  Bundesverwaltungsgericht  dem Verordnungsgeber  die  Mit-
berücksichtigung der – auf 204 Mio. Franken veranschlagten und ihrer 
Höhe  nach  nie  substanziiert  bestrittenen  –  Stauzeitkosten  als  Kos-
tenfaktor bei den externen Kosten des Schwerverkehrs zu Unrecht ver-
wehrt  habe.  Dadurch  habe  die  Vorinstanz  die  Tragweite  von  Art.  7 
SVAG verkannt  und in  unzulässiger  Weise in  den vom Gesetzgeber 
dem Bundesrat bei der Tarifierung der LSVA eingeräumten weiten Re-
gelungsspielraum eingegriffen (vgl. E. 5.6 des Urteils).

3.3 Schliesslich hat das Bundesgericht betreffend die weiteren im Ver-
fahren vor dem Bundesverwaltungsgericht erhobenen Rügen der Be-
schwerdeführerin, welche von letzterem in seinem Urteil vom 21. Okto-
ber 2009 nicht mehr geprüft worden sind (vgl. dort E. 10.1), von einer 
Rückweisung abgesehen und in der Sache selber entschieden:

3.3.1 So hat es erwogen, soweit  sich die Vorbringen darin erschöpf-
ten, den Berechnungsgrundlagen der Zollverwaltung eigenes, im Rah-
men  eines  Privatgutachtens  (der  Firma  A._______  AG)  ermitteltes 
Zahlenmaterial  gegenüberzustellen,  sei  darauf  nicht  näher  einzuge-
hen, da in den weitschweifigen Erörterungen des abweichenden Par-
teistandpunkts über weite Strecken nicht im Einzelnen dargelegt werde 
und ebenso wenig ersichtlich sei, inwiefern die von den Behörden der 
Kostenrechnung zugrunde gelegten Werte und Berechnungsmethoden 
bundesrechtswidrig sein sollten. Insofern erübrigten sich auch weitere 
Sachverhaltsabklärungen  und  das  Einholen  zusätzlicher  (Ober-)Gut-
achten (vgl. E. 6.2 des bundesgerichtlichen Urteils).

3.3.2 Betreffend die kritisierte Erhöhung des Kostenansatzes pro Ton-
ne CO2 im Rahmen der Klimakosten von Fr. 57.50 auf  Fr. 90.-- hielt 
das  Bundesgericht  fest,  der  Einbezug  der  Klimakosten  als  externe 
Kosten des Schwerverkehrs sei im Grundsatz nicht zu beanstanden. 
Auch sei die Festsetzung des Kostenansatzes auf Fr. 90.-- auf der Ba-
sis von aktuellen wissenschaftlichen Studien vor einem sich auf in ter-
nationaler wie nationaler (politischer) Ebene dynamisch entwickelnden 

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Umfeld erfolgt. Der gewählte Kostensatz bzw. dessen Erhöhung könne 
unter diesen Umständen – selbst unter Berücksichtigung einer bei der 
LSVA im Allgemeinen zur Anwendung gebrachten konservativen Be-
trachtungsweise – jedenfalls nicht als geradezu sachfremd oder will-
kürlich hoch angesetzt  betrachtet  werden. Liessen sich externe Kos-
tenfaktoren  –  wie  bei  den  Klimakosten  –  naturgemäss  nur  annähe-
rungsweise bestimmen und würden in der Wissenschaft zudem unter-
schiedliche oder gar stark divergierende Ansätze in Bezug auf deren 
Monetarisierung propagiert, könne sich auch aus der Kostendeckungs-
regelung von Art. 7 SVAG keine exakte Obergrenze für die betreffende 
Tarifierung ergeben, sondern höchstens eine gewisse Bandbreite, in-
nerhalb derer sich eine Internalisierung als statthaft erweise, und wel-
che  vorliegend  beim gewählten  Kostensatz  nicht  missachtet  worden 
sei (vgl. E. 6.3 des Urteils).

3.3.3 Das Bundesgericht führte ausserdem an, es treffe zu, dass auf-
grund der Kausalhaftung des Motorfahrzeughalters und dessen Pflicht 
zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung, welche für  die von ihm 
verursachten  Personen-  und  Sachschäden  im  Rahmen  der  vertrag-
lichen Versicherungsdeckung aufkomme, Unfallkosten weitgehend in-
ternalisiert  seien.  Diesem  Umstand  sei  indessen  bereits  dadurch 
Rechnung getragen worden, dass von den gesamten sozialen Unfall-
kosten nur ein geringer Prozentsatz (vorliegend ca. 12%) als externe 
Kosten in die Berechnung aufgenommen worden seien. Von einer In-
ternalisierung von Unfallkosten durch den Schwerverkehr könne dann 
nicht mehr gesprochen werden, wenn die betreffenden, von ihm ver-
ursachten  Schadenspositionen  weder  von  der  vom  Fahrzeughalter 
abgeschlossenen Haftpflichtversicherung gedeckt noch von ihm selber 
getragen würden. Müsse die Allgemeinheit, d.h. der Steuer- oder Prä-
mienzahler im Kranken- oder Unfallversicherungsbereich, für Schäden 
aufkommen oder blieben Schäden von Privaten (des Unfallopfers sel-
ber  oder  der  Angehörigen,  des  Arbeitgebers,  etc.)  ungedeckt,  liege 
keine umfassende Spezialfinanzierung durch den Schwerverkehr vor 
bzw. entstünden ungedeckte externe Kosten. Insofern seien die vorlie-
gend als externe Unfallkosten berücksichtigten Kostenpositionen nicht 
zu beanstanden (vgl. E. 6.4 des Urteils).

3.3.4 Bezüglich  der  Rüge,  im  Rahmen der  Berechnung  der  Zollver-
waltung werde den externen Kosten des Schwerverkehrs kein externer 
Nutzen gegenübergestellt,  erwog das Bundesgericht schliesslich,  die 
Zollverwaltung  halte  dem  unter  Hinweis  auf  entsprechende  Studien 

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entgegen, dass dem Schwerverkehr tatsächlich kein ins Gewicht fal -
lender  externer  Nutzen angerechnet  werden könne. Dies  decke sich 
mit der Einschätzung in der Botschaft zum SVAG. Vom – unbestreitbar 
vorhandenen – volkswirtschaftlichen Nutzen des Schwerverkehrs sei 
der externe Nutzen zu unterscheiden, verstanden als Leistungen des 
Schwerverkehrs  für  die  Allgemeinheit,  die  diesem  nicht  abgegolten 
würden  (Art.  7  Abs. 2  SVAG spreche  vom "Nutzen  von gemeinwirt-
schaftlichen Leistungen"). So betrachtet stelle zwar die rasche Versor-
gung der Landregionen mit Gütern durch den Schwerverkehr durchaus 
einen  volkswirtschaftlichen  Nutzen  dar,  nicht  jedoch einen externen, 
da  der  Nutzen  der  betreffenden  Transportdienstleistung  primär  dem 
Transportgewerbe bzw. dessen Kundschaft selber zugute komme und 
der damit einhergehende Aufwand zudem (bereits) durch das vertrag-
liche Entgelt gedeckt werde. Es erscheine insofern nicht bundesrecht-
swidrig, wenn die Deckungskostenrechnung den externen Kosten des 
Schwerverkehrs keinen externen Nutzen gegenüberstelle  (vgl. E. 6.5 
des erwähnten Bundesgerichtsurteils). 

3.3.5 Abschliessend hob das Bundesgericht hervor, dass die Vorbrin-
gen  der  Beschwerdeführerin  den  (erhöhten)  Tarif  der  LSVA,  wie  er 
vom Bundesrat mit Änderung vom 12. September 2007 in der Schwer-
verkehrsabgabeverordnung  festgelegt  worden  sei,  nicht  als  bundes-
rechtswidrig erscheinen lassen könnten, da der sich daraus ergebende 
Ertrag die ungedeckten Wegekosten und die Kosten zulasten der All -
gemeinheit – wie die Zollverwaltung in ihrer nicht zu beanstandenden 
Berechnung dargelegt  habe – nicht  übersteige,  womit  die Kostende-
ckungsvorgabe eingehalten sei (vgl. E. 6.6).

4.
Im vorliegenden Fall  hat  die  OZD die  Nutzfahrzeuge  der  Beschwer-
deführerin für die Abgabeperiode Januar 2009 nicht nur gestützt  auf 
den per 1. Januar 2008 erhöhten Tarif, sondern auch unter Anwendung 
der seit 1. Januar 2009 geltenden Klassierung für EURO 3-Fahrzeuge 
veranlagt.  Beide Änderungen nahm der  Bundesrat  –  wie  gesehen  – 
am 12. September 2007 vor. Aufgrund des hohen Anteils der EURO 3-
Fahrzeuge an der gesamten Fahrzeugflotte verschob er deren Umklas-
sierung von der Kategorie 3 in die Kategorie 2 indes um ein Jahr auf 
den 1. Januar 2009. 

4.1 Die OZD führt in ihrem Einsprachentscheid vom 19. Juli 2009 aus, 
die laufende Flottenerneuerung führe dazu, dass der durchschnittliche 

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Abgabesatz im Verlauf der Zeit sinke und sich immer mehr dem Satz 
der  günstigsten Abgabekategorie  annähere. Um der  damit  einherge-
henden Erosion des Abgabeertrags entgegenzuwirken und den Anreiz 
zum Erwerb und Gebrauch der jeweils saubersten Fahrzeuge aufrecht-
zuerhalten,  müsse periodisch neu festgelegt  werden,  welche EURO-
Norm(en) welcher Abgabekategorie zugeordnet würde(n). Selbst wenn 
der aufgrund der Umklassierung für das Jahr 2009 resultierende Mehr-
ertrag  in  die  Berechnungen  einbezogen  werde,  entstehe  für  diesen 
Zeitraum keine Überdeckung. Die OZD verweist in diesem Zusammen-
hang auf die bereits dem rechtskräftig entschiedenen Verfahren betref-
fend  die  Tariferhöhung  zu  Grunde  liegenden,  zahlenmässig  iden-
tischen Berechnungsgrundlagen (vgl. E. 3 hievor). 

4.2 Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber in ihrer Beschwer-
de vom 6. August bzw. 10. September 2009 im Wesentlichen geltend, 
die Fremdkostenüberdeckung des Strassenschwerverkehrs, die schon 
durch  die  Tariferhöhung  per  1. Januar  2008  eingetreten  sei,  erhöhe 
sich durch die Abklassierung der genannten Fahrzeuge noch zusätz-
lich. Eliminiere man die in der Berechnung der Verwaltung ausgewie-
senen Stauzeitkosten von jährlich 204 Mio. Franken, welche nicht zu 
den externen  Kosten gezählt  werden dürften,  aus  der  Bemessungs-
grundlage,  ergebe  sich  eine  Fremdkostenüberdeckung  von  134 Mio. 
Franken für das Jahr 2008 bzw. von sogar 185 Mio. Franken für das 
Jahr  2009.  Zudem  würde  sich  selbst  dann  eine  Überdeckung  und 
damit eine Verletzung von Art. 7 SVAG ergeben, wenn man die Stau-
zeitkosten zu den externen Kosten hinzurechnen würde, da die als ex-
terne Kosten des Strassenschwerverkehrs angenommenen Zahlen in 
verschiedener Hinsicht zu hoch angesetzt seien. So sei bei den Unfall-
kosten  nicht  beachtet  worden,  dass  diese durch die  in  der  Schweiz 
geltenden Systeme der Kausalhaftung und des generellen Haftpflicht-
versicherungsobligatoriums  praktisch  vollständig  internalisiert  seien. 
Bei den Klimakosten sei der CO2-Kostensatz unbegründeterweise von 
Fr. 57.50 pro Tonne CO2 auf Fr. 90.-- pro Tonne CO2 erhöht worden. 
Schliesslich sei  in gesetzwidriger  Weise der externe Nutzen mit  kei-
nem Rappen berücksichtigt worden. 

In ihrer Stellungnahme vom 12. Juli 2010 – nach Eingang der schrift li-
chen Begründung des bundesgerichtlichen Urteils vom 19. April 2010 
betreffend  Erhöhung  der  LSVA  per  1.  Januar  2008  –  hält  die  Be-
schwerdeführerin an ihrer Beschwerde fest und beantragt, das Verfah-
ren bis zum Urteil weiterzuführen. Zur Begründung hält sie im Wesent-

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lichen  dafür,  bei  den  angenommenen  Stauzeitkosten  von  204  Mio. 
Franken handle es sich entgegen der Auffassung des Bundesgerichts 
nicht  um die  vom Schwerverkehr  allen  übrigen  Verkehrsteilnehmern 
verursachten Stauzeitkosten; vielmehr  seien damit  eindeutig  die  von 
diesem infolge  Strassenstaus  selber  erlittenen  Zeitverluste  gemeint. 
Dem Bundesgericht sei dies augenscheinlich nicht bewusst gewesen. 
Der Betrag von 204 Mio. Franken sei folglich ersatzlos aus der Berech-
nung der externen Kosten durch die OZD herauszunehmen. Da auch 
ohne die Abklassierung immer noch eine erhebliche Überdeckung der 
Wegekosten und externen Kosten verbleibe, müsse nicht nur die Ab-
klassierung,  sondern  die  gesamte  Tariferhöhung  per  1. Januar  2008 
rückgängig gemacht werden.

4.3 Vorab  ist  anzumerken,  dass  die  Rügen  der  Beschwerdeführerin 
nach dem innerstaatlichen Recht zu beurteilen sind (vgl. E. 3.1 hievor). 
Des Weitern ist betreffend den Antrag auf Rückgängigmachung sowohl 
der Abklassierung als auch der Tariferhöhung Folgendes festzuhalten: 
Gelangte  das  Bundesverwaltungsgericht  in  casu  zum Schluss,  dass 
eine Gesetz- oder Verfassungswidrigkeit vorläge, würde dies nicht zur 
Aufhebung der Schwerverkehrsabgabeverordnung als bundesrätlichen 
Verordnung, sondern bloss zur Nichtanwendung der entsprechenden 
Bestimmung  und  zur  Aufhebung  der  darauf  gestützten  Verfügung 
führen  (BGE  107  Ib  243  E.  4b  in  fine;  Urteil  des  Bundesgerichts 
2C_735/729/2007  vom  25.  Juni  2008  E. 4.2;  Urteil  des  Bundes-
verwaltungsgerichts A-4620/2008 vom 19. Januar 2009 E. 4.4). Wollte 
die  Beschwerdeführerin  mit  ihrer  Rüge  ferner  eine  Änderung  des 
bundesgerichtlichen  Urteils  vom 19. April  2010  bzw. eine  Reduktion 
der LSVA für die Abgabeperiode Januar 2008 erreichen, könnte darauf 
nicht eingetreten werden. Zum einen handelt es sich bei diesem Urteil  
um  einen  letztinstanzlichen  und  somit  materiell  rechtskräftigen 
Entscheid (vgl. Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts  A-1760/2006 + 
A-1770/2006 vom 3. September 2008 E. 2.1.2 mit weiteren Hinweisen) 
und zum anderen kann einzig die Abgabeperiode Januar 2009 Streit-
gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden (s. Sachverhalt Bst. D 
hievor; vgl. dazu BGE 133 II 35 E. 2, BGE 131 II 200 E.  3.2; ferner Ur-
teile  des Bundesverwaltungsgerichts  A-4478/2009 vom 13. Juli  2010 
E. 1.2.1, A-4811/2007 vom 20. Juli 2009 E. 1.3; MOSER/ BEUSCH/KNEUBÜH-
LER, a.a.O., S. 25 Rz. 2.7 f.).

4.4 In der Stellungnahme vom 12. Juli 2010 zur Frage, inwiefern die 
Beschwerde aufrechterhalten werde,  finden sich keine Ausführungen 

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mehr  zu den angesichts  des generellen  Haftpflichtversicherungsobli-
gatoriums angeblich zu hoch angesetzten Unfallkosten, dem CO2-Kos-
tensatz  oder  dem  fälschlicherweise  nicht  berücksichtigten  externen 
Nutzen  des  Schwerverkehrs. Die  Beschwerdeführerin  hat  die  identi -
schen  Rügen  bereits  im  Verfahren  betreffend  die  Tariferhöhung  per 
1. Januar 2008 vorgebracht. Das Bundesgericht hat sich in seinem Ur-
teil vom 19. April 2010 eingehend damit auseinandergesetzt und diese 
verworfen (vgl. E. 3.3.2 - 3.3.4 hievor). Es ist nicht ersichtlich und wird 
– wie gesehen – von der Beschwerdeführerin auch gar nicht geltend 
gemacht, dass sich die Verhältnisse bezüglich dieser Positionen in der 
Zwischenzeit geändert hätten und eine davon abweichende Würdigung 
vorzunehmen wäre. Das Bundesverwaltungsgericht hat sich demnach 
an  die  Erwägungen  des  Bundesgerichts  zu  halten.  Soweit  die  Be-
schwerdeführerin  überhaupt an den genannten Rügen festhält,  kann 
vollumfänglich  auf  die  entsprechenden  Erwägungen  des  bundes-
gerichtlichen Urteils  verwiesen werden. Ebenfalls  auf  das bundesge-
richtliche Urteil vom 19. April 2010 zu verweisen ist im Übrigen im Zu-
sammenhang  mit  den  Berechnungen  im  Privatgutachten  der  Firma 
A._______ AG, auf welche sich die Beschwerdeführerin verschiedent-
lich bezieht (vgl. E. 3.3.1 hievor).

4.5 Des Weitern anerkennt die Beschwerdeführerin explizit, dass sich 
die Abklassierung zusammen mit der Tariferhöhung an die gesetzliche 
Vorgabe von Art. 8 Abs. 1 SVAG (maximal zulässiger Abgabesatz) hält. 
Die  OZD führt  in  diesem Zusammenhang  an,  die  Aufschiebung  der 
Abklassierung der EURO 3-Fahrzeuge habe dazu geführt, dass nach 
Inkrafttreten der Tariferhöhung am 1. Januar 2008 85,4% der Tonnenki-
lometer  in  der  günstigsten  Abgabekategorie  erbracht  worden  seien. 
Der gewichtete Durchschnitt der Abgabe habe dementsprechend nicht 
–  wie  angestrebt  –  2,70 Rp./Tonnenkilometer  (tkm),  sondern  bloss 
2,30 Rp./tkm betragen. Mit der Umsetzung der Abklassierung auf den 
1. Januar 2009 sei dieser Durchschnitt lediglich auf 2,51 Rp./tkm ge-
stiegen. Wie es sich damit genau verhält,  kann nach dem Gesagten 
offenbleiben, zumal für die Annahme einer Überschreitung des zulässi-
gen Abgabeobersatzes für das Bundesverwaltungsgericht keine Veran-
lassung besteht. 

4.6 Zu beurteilen bleibt demnach einzig die Rüge der Beschwerdefüh-
rerin, bei der Ermittlung der Kostendeckung im Sinne von Art. 7 SVAG 
dürfe der Betrag von 204 Mio. Franken – ungeachtet des bundesge-
richtlichen Urteils  vom 19. April  2010 –  nicht  als  Stauzeitkosten  bei 

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den externen Kosten berücksichtigt werden; das Vorliegen einer Über-
deckung sei daher zu bejahen (vgl. E. 5 nachfolgend). 

5.

5.1 Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Stellungnahme vom 12. Juli  
2010 vor,  gemäss Bundesgericht  seien die  Personen-  und Lieferwa-
genfahrer bezüglich der Staukosten die "Allgemeinheit"  im Sinne der 
verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Definitionen der LSVA; des-
halb  müssten dem Schwerverkehr  die  vom Personen-  und Lieferwa-
genverkehr erlittenen Stauzeitverluste insoweit als externe Kosten auf-
gerechnet werden, als er sie (anteilsmässig) verursache. Das Bundes-
gericht  habe  aus  diesen  Erwägungen  heraus  die  von  der  OZD  als 
Stauzeitkosten geltend gemachten 204 Mio. Franken zu den externen 
Kosten  des  Schwerverkehrs  aufgerechnet,  was  zusammen  mit  den 
übrigen  Zahlen  in  der  Kosten-Ertrags-Rechnung  der  OZD  zu  einer 
Unterdeckung  der  Wegekosten  und  externen  Kosten  und  damit  zur 
Gutheissung  der  Beschwerde  der  OZD  geführt  habe. Der  genannte 
Betrag stamme aus der Studie des Bundesamtes für Raumentwicklung 
(ARE)  betreffend  Staukosten  des  Strassenverkehrs  in  der  Schweiz, 
Aktualisierung  2000/2005,  September  2007  (im  Folgenden  auch: 
Studie  Staukosten),  und  sei  dort  einer  Tabelle  auf  Seite  80  ent-
nommen.  Das  Studium  des  begleitenden  Textes  zu  dieser  Tabelle 
zeige indes, dass mit  den 204 Mio. Franken ganz eindeutig die vom 
Schwerverkehr  infolge  Strassenstaus  erlittenen  Zeitverluste  gemeint 
seien,  also genau das Gegenteil  dessen,  was das Bundesgericht  in 
seinem Urteil vom 19. April 2010 angenommen habe.

5.2 Es mag einiges dafür sprechen, dass es sich bei den fraglichen 
204 Mio. Franken um die vom Schwerverkehr erlittenen Stauzeitkosten 
handelt. Wie es sich damit genau verhält, kann im vorliegenden Fall je-
doch offenbleiben: 

5.2.1 Dem Bundesgericht haben im fraglichen Verfahren nicht nur die 
als Grundlage für die Erfassung der Stauzeitkosten dienende Studie 
Staukosten, sondern darüber hinaus auch die Studie des ARE und des 
Bundesamts  für  Umwelt  (BAFU) betreffend Externe Kosten des Ver-
kehrs in der Schweiz, Aktualisierung für das Jahr 2005 mit Bandbrei -
ten,  Schlussbericht,  Mai  2008, sowie die Studie des ARE betreffend 
Externe Kosten des Verkehrs in  der  Schweiz,  Aktualisierung für  das 
Jahr 2005 mit Bandbreiten, Zusammenfassung, Mai 2008, vorgelegen. 
Die  OZD hat  des  Weitern  darauf  hingewiesen,  dass  als  Grundlagen 

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der Berechnung über die Kostendeckung ferner die Strassenrechnung 
des  Bundesamtes  für  Statistik  (BFS),  die  im  Auftrag  des  Eidgenös-
sischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunika-
tion (UVEK) erstellten Berechnungen der Kosten zu Lasten der Allge-
meinheit  sowie der von der Eidgenössischen Finanzverwaltung prog-
nostizierte Ertrag der Schwerverkehrsabgabe herangezogen würden. 

Das Bundesgericht hat im besagten Urteil die Auffassung des Bundes-
verwaltungsgerichts – wie gesehen – als unzutreffend verworfen und 
erkannt,  dass die vom Schwerverkehr  bei  allen übrigen Verkehrsteil-
nehmern verursachten Stauzeitkosten externe Kosten darstellen. Aus-
serdem hat  es  in  bzw. trotz  voller  Kenntnis  der  erwähnten  Studien 
befunden,  dass  die  diesbezüglich  veranschlagten  204  Mio.  Franken 
durch das Bundesverwaltungsgericht zu Unrecht als Kostenfaktor bei 
den externen Kosten gestrichen worden sind. Insbesondere hat es im 
Rahmen der Beweiswürdigung sogar die im Privatgutachten ermittel-
ten Grössen und Zahlen verworfen. Es hat sich insofern sowohl mit der 
Berechnungsmethodik als auch mit den einzelnen Elementen und Po-
sitionen  der  Berechnungsgrundlage  auseinandergesetzt,  namentlich 
mit dem Betrag von 204 Mio. Franken für die mutmasslichen Stauzeit-
kosten.  Das  Bundesverwaltungsgericht  musste  seinerzeit  aufgrund 
seiner Begründung in rechnerischer Hinsicht demgegenüber nicht nä-
her auf diese Grösse eingehen (vgl. E. 3.2 hievor). Das Bundesgericht 
hat  den  entscheidrelevanten  Sachverhalt  damit  von  Amtes  wegen 
selbst ermittelt und gewürdigt. Es hat – gestützt darauf – nicht nur über 
die  Frage  der  Berücksichtigung  der  Stauzeitkosten  des  Schwerver-
kehrs  als  externe  Kosten  entschieden,  sondern  –  in  Kenntnis  aller 
Sachverhaltselemente –  auch darüber,  in  welcher  Höhe jene zu be-
rücksichtigen sind. Höchstrichterlich ist folglich zwar über eine andere 
Abgabeperiode (1/2008),  aber  über  die  identische Rechtsfrage (was 
sind externe Kosten, was sind Stauzeitkosten?) und identische mass-
gebliche Sachverhaltselemente (Stauzeitkosten in Höhe von 204 Mio. 
Franken der Jahre 2008 und 2009) entschieden.

5.2.2 Im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  ist  nun  erneut  –  wie 
schon im Verfahren betreffend die Tariferhöhung per 1. Januar 2008 – 
zu beurteilen, ob die Kostendeckungsvorgabe von Art. 7 SVAG einge-
halten wird. Bei ihren Berechnungen ist die Verwaltung hinsichtlich der 
Höhe  der  ungedeckten  Wegekosten  und  der  Kosten  zulasten  der 
Allgemeinheit (verstanden als Saldo der externen Kosten und Nutzen 
[Art. 7 Abs. 2 SVAG; vgl. E. 2.3 hievor]),  für  das Jahr 2009 von den 

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identischen Positionen und Zahlen wie für das Jahr 2008 ausgegan-
gen. Auch unter diesem Blickwinkel liegen der Beurteilung in casu wie-
derum exakt dieselben Sachverhaltselemente wie im bundesgerichtli-
chen Urteil  vom 19. April  2010 zugrunde; Sachverhaltselemente,  die 
vom höchsten Gericht – wie gesehen – geprüft  und zudem rechtlich 
gewürdigt worden sind. 

Aufgrund dieser Gegebenheiten sowie in Anbetracht der zeitlichen Nä-
he zum besagten Bundesgerichtsurteil  anerkennt das Bundesverwal-
tungsgericht  dessen  Präjudizwirkung.  Es  liegt  angesichts  aller  Um-
stände  nicht  am  Bundesverwaltungsgericht,  das  besagte  Urteil  des 
Bundesgerichts einschliesslich der massgeblichen Erwägungen anzu-
zweifeln und davon abzuweichen. Das Bundesverwaltungsgericht sieht 
sich  bei  der  Würdigung  einer  zwar  anderen  Periode  (1/2009),  aber 
identischer Sachverhaltselemente und Rechtsfragen nicht  veranlasst, 
anders zu urteilen als das Bundesgericht.

Daran vermögen freilich die beschwerdeführerische Rüge, der "offen-
sichtliche Sachverhaltsirrtum" des Bundesgerichts sei durch das Bun-
desverwaltungsgericht  zu  korrigieren,  sowie  die  weiteren  Beanstan-
dungen  der  bundesgerichtlichen  Sachverhaltsfeststellung  durch  die 
Beschwerdeführerin nichts zu ändern.

Als  Zwischenergebnis  ist  festzuhalten,  dass  gemäss  höchstrichter-
licher Rechtsprechung die auf 204 Mio. Franken veranschlagten Stau-
zeitkosten  als  Kostenfaktor  bei  den  externen  Kosten  zu  berücksich-
tigen sind. 

5.3 Die  OZD hat  den prognostizierten  Ertrag aus der  LSVA für  das 
Jahr  2009 (welcher  auch die Mehreinnahmen aus der  Tariferhöhung 
per 1. Januar 2008 und der per 1. Januar 2009 umgesetzten Abklas-
sierung der EURO 3-Fahrzeuge einschliesst)  mit  1'460 Mio. Franken 
bewertet. Dies ist von der Beschwerdeführerin zu keinem Zeitpunkt be-
anstandet  worden.  Für  das  Bundesverwaltungsgericht  ist  überdies 
nicht erkennbar, inwieweit die Verwaltung tatsächlich von höheren Ein-
nahmen hätte  ausgehen  müssen. Das  Bundesgericht  hat  die  veran-
schlagten Erträge, welche sowohl für das Jahr 2008 als auch das Jahr 
2009 vorlagen, ebenfalls nicht angezweifelt. Es erhellt somit, dass die 
mit Änderung vom 12. September 2007 in der Schwerverkehrsabgabe-
verordnung festgelegte Abklassierung der EURO-3-Fahrzeuge ebenso 
wenig wie die Tariferhöhung gemäss Urteil des Bundesgerichts zu be-
anstanden ist: Die aus diesen Massnahmen resultierenden (Mehr-)Er-

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träge übersteigen – auch zusammen – die ungedeckten Wegekosten 
und die Kosten zulasten der Allgemeinheit nach wie vor nicht, womit 
die Kostendeckungsvorgabe von Art. 7 SVAG noch immer eingehalten 
ist (vgl. die Berechnungsgrundlage in E. 3 hievor, wonach eine Unter-
deckung von 19 Mio. Franken verbleibt).  

5.4 Nicht näher ausgeleuchtet zu werden braucht bei diesem Ergebnis 
die in der Stellungnahme vom 3. August 2010 geäusserte Ansicht der 
OZD,  die  veranschlagten  Stauzeit-  und  Unfallkosten  seien  aufgrund 
des bundesgerichtlichen Urteils vom 19. April 2010 im Zusammenhang 
mit der massgebenden Sichtweise sogar zu tief veranschlagt worden. 
Unterbleiben kann in diesem Sinne auch eine Auseinandersetzung mit 
den Ausführungen der OZD in ihrer  Eingabe vom 30. Juni 2010, die 
seinerzeit  für  das  Jahr  2009 prognostizierten  Erträge aus der  LSVA 
von  1'460  Mio.  Franken  hätten  nicht  ganz  erreicht  werden  können, 
weshalb  die  Kostenunterdeckung noch  etwas  höher  ausgefallen  sei. 
Ebenfalls offenbleiben kann schliesslich die umstrittene Frage, in wel-
chem Verhältnis  das  (spezialgesetzliche)  Kostendeckungsprinzip  von 
Art. 7 SVAG und die gemäss Bundesgericht als eigentliche gesetzliche 
Grundlage der LSVA bzw. als Delegationsnorm und Rahmen für den 
zu  erlassenden  Tarif  vorgesehene  Bestimmung von Art.  8  SVAG im 
Einzelnen  stehen  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_800/2009  vom 
19. April 2010 E. 4.2).

5.5 Abschliessend bleibt anzumerken, dass unter den gegebenen Um-
ständen  auf  die  Einholung  einer  umfassenden  Vernehmlassung  der 
Vorinstanz von vornherein verzichtet werden konnte. Im Übrigen wurde 
der  Vorinstanz  im  Zusammenhang  mit  der  beschwerdeführerischen 
Stellungnahme vom 12. Juli  2010 zur Frage,  inwieweit  und aus wel-
chen Gründen trotz des bundesgerichtlichen Urteils vom 19. April 2010 
an der Beschwerde festgehalten werde, das rechtliche Gehör vollum-
fänglich gewährt. Unterbleiben konnte ferner die Einforderung der vor-
instanzlichen Akten. Die Beschwerdeführerin hat keine Rügen vorge-
bracht bzw. Fragen aufgeworfen, welche nicht anhand der Eingaben an 
das Bundesverwaltungsgericht  (einschl. den eingereichten Beilagen), 
der  eingeholten  Stellungnahmen  oder  der  notorischen  Unterlagen 
(Studien,  Berechnungsgrundlagen,  Urteil  des  Bundesgerichts  vom 
19. April 2010) hätten hinreichend beurteilt werden können. 

6.
Ausgangsgemäss ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf ein-

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getreten werden  kann. Die  Kosten für  das  Beschwerdeverfahren vor 
dem  Bundesverwaltungsgericht,  welche  auf  Fr.  4'000.--  festgesetzt 
werden, sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 
VwVG) und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu 
verrechnen. Eine Parteientschädigung an die  Beschwerdeführerin  ist 
nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 4'000.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 4'000.-- verrechnet. 

3.
Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Riedo Jeannine Müller

Seite 21

A-5014/2009

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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