# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2320099c-8f4f-5d92-a6ab-214d09da4234
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240211-O1
**Docket/Reference:** SB240211-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240211-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240211-O/U

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. C. Maira und lic. iur. 

B. Amacker sowie die Gerichtsschreiberin MLaw A. Blaser

Urteil vom 13. Januar 2025

in Sachen

A._____,

Beschuldigter und Berufungskläger

verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Bülach, II. Abteilung, 

vom 5. Dezember 2023 (DG230026)

-   2   -

Anklage:

Die  Anklage  der  Staatsanwaltschaft  Winterthur  /  Unterland  vom  27. Juni  2023 

(Urk. 28) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 44 S. 24 ff.)

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte hat sich wie folgt schuldig gemacht:







qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 
Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG

Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 116 Abs. 1 lit. a 
AIG

Förderung der Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung im Sinne von Art. 116 Abs. 1 
lit. b AIG

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit 84 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 1 Tag durch 

Haft erstanden ist) sowie mit einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu Fr. 30.–.

3.

4.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird nicht aufgeschoben.

Auf den Einzug der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

2. Juni 2023 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich unter den 

Lagernummern B00702-2022 und B00704-2002 aufbewahrten Betäubungsmit-

tel wird verzichtet in Hinblick auf das gegen B._____ weitergeführte Verfahren. Die 

Beschlagnahme wird aufrechterhalten.

5.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr. 

Fr.

6'000.– ; die weiteren Auslagen betragen:

7'500.–   Gebühr für die Strafuntersuchung

10'018.60   Auslagen (Gutachten)

3'863.46   Auslagen Vorverfahren 

3'400.–   Telefonkontrolle

1'120.–   Auslagen Polizei

15'000.–   amtl. Verteidigung (inkl. MWST)

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

-   3   -

6.

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Be-

schuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen 

Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 

StPO von der Gerichtskasse übernommen werden.

7.

8.

(Mitteilungen)

(Rechtsmittel)"

Berufungsanträge:

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 68 S. 1 f.)

1.

Es sei Dispositiv-Ziffer 1, Strich 1, aufzuheben und A._____ sei bezüglich der quali-

fizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz freizusprechen. 

2.

Es seien Dispositiv-Ziffern 2 und 3, aufzuheben und A._____ sei nicht mit einer un-

bedingten Freiheitsstrafe von 84 Monaten zu bestrafen. 

3.

A._____ sei des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (und der Wider-

handlung AIG) schuldig zu sprechen und mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen 

à CHF 30.– zu bestrafen. Bedingt ausgesprochen mit einer Probezeit von 3 Jahren. 

4.

b)

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten des Staates.

Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 53 S. 1)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

-   4   -

Erwägungen:

I. Prozessgeschichte / Prozessuales

1.

Verfahrensgang

1.1. Am 11. Dezember 2023 meldete der Beschuldigte fristgerecht Berufung ge-

gen das eingangs wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichts Bülach (nachfolgend 

Vorinstanz)  vom  5. Dezember  2023  an  (Urk. 42),  welches  ihm  am  selben  Tag 

mündlich  sowie  schriftlich  im  Dispositiv  eröffnet  worden  war  (vgl.  Prot.  I  S. 18 ff. 

i.V.m.  Urk. 40).  Nach  Zustellung  des  begründeten  Urteils  (Urk. 44  =  Urk. 47)  am 

21. März 2024 (Urk. 45) reichte der Beschuldigte am 8. April 2024 fristgerecht seine 

Berufungserklärung ein (Urk. 48). 

1.2. Mit Präsidialverfügung vom 7. Mai 2024 wurde der Staatsanwaltschaft eine 

Kopie der Berufungserklärung des Beschuldigten zugestellt und Frist angesetzt, um 

Anschlussberufung zu erheben oder ein Nichteintreten auf die Berufung zu bean-

tragen. Der Beschuldigte wurde  zudem  ersucht, das Datenerfassungsblatt sowie 

Unterlagen  zu  seinen  finanziellen  Verhältnissen  einzureichen  (Urk. 51).  Mit  Ein-

gabe  vom  13. Mai  2024  (Datum  Poststempel)  beantragte  die  Staatsanwaltschaft 

fristgerecht die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils, verzichtete auf das Stellen 

von Beweisanträgen und ersuchte um Dispensation von der Teilnahme an der Be-

rufungsverhandlung (Urk. 53). 

1.3. Mit  vom  Bezirksgericht  Bülach  weitergeleiteter  Eingabe  vom  19. August 

2024 erklärte Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ den Beschuldigten zu vertreten und 

reichte  eine  entsprechende  Vollmacht  zu  den  Akten  (Urk. 54  i.V.m.  Urk. 55  und 

Urk. 56),  weshalb  dieser  als  Verteidiger  aufgenommen  und  dem  Beschuldigten 

bzw. der amtlichen Verteidigung mit Präsidialverfügung vom 23. August 2024 Frist 

angesetzt wurde, um zur Frage des Widerrufs der amtlichen Verteidigung Stellung 

zu nehmen (Urk. 57). Mit Schreiben vom 5. September 2024 erklärte die amtliche 

Verteidigerin,  Rechtsanwältin  Dr.  iur.  X2._____,  mit  dem  Widerruf  der  amtlichen 

Verteidigung  einverstanden  zu  sein  (Urk. 58  i.V.m.  Urk. 59).  Sodann  reichte  Sie 

eine  Honorarnote  ins  Recht  (Urk. 60).  Mit  Präsidialverfügung  vom  6. September 

2024 wurde unter dem Hinweis, dass die erbetene Verteidigung nicht in eine amtli-

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che Verteidigung umgewandelt werden könne,  davon Vormerk genommen, dass 

Rechtsanwalt  Dr.  iur.  X1._____  den  Beschuldigten  erbeten  verteidigt.  Sodann 

wurde Rechtsanwältin Dr. iur. X2._____ aus ihrem Mandat als amtliche Verteidige-

rin entlassen und sie für ihre Bemühungen mit Fr. 1'159.15 (inkl. MwSt.) aus der 

Gerichtskasse entschädigt (Urk. 61). 

1.4. Die Parteien wurden sodann am 4. Oktober 2024 zur Berufungsverhandlung 

auf den 13. Januar 2025, 08.00 Uhr, vorgeladen, wobei der Staatsanwaltschaft das 

Erscheinen freigestellt wurde (Urk. 63). Dem Beschuldigten konnte die Vorladung 

postalisch nicht zugestellt werden, der Verteidiger erklärte jedoch auf telefonische 

Nachfrage,  dass  dieser  über  den  Termin  informiert  sei  und  die  Adresse  seines 

Wissens unverändert sei (Urk. 65). 

1.5.

Zur heutigen Berufungsverhandlung erschienen der Beschuldigte in Beglei-

tung seiner erbetenen Verteidigung, Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ (Prot. II S. 6). 

Es  war  weder  über  Vorfragen  noch  über  Beweisanträge  zu  entscheiden  (Prot. II 

S. 7 ff.). In der Sache selbst stellten die Parteien die eingangs wiedergegebenen 

Anträge (Urk. 53 i.V.m. Urk. 68 S. 1 f.). Das Verfahren ist spruchreif. 

2.

Umfang der Berufung

2.1. Die Berufung des Beschuldigten richtet sich gegen den Schuldspruch wegen 

qualifizierter  Widerhandlung  gegen  das  Betäubungsmittelgesetz  i.S.v.  Art. 19 

Abs. 1 lit. d BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG (Dispositivziffer 1, Lemma 1), 

die Strafe (Dispositivziffer 2), den Vollzug (Dispositivziffer 3) und die Kostenauflage 

(Dispositivziffer 6). 

2.2. Nicht angefochten und in Rechtskraft erwachsen sind somit die Dispositiv-

ziffern  1,  Lemma  2  und  3  (Schuldsprüche  wegen  Förderung  des  rechtswidrigen 

Aufenthalts  und  Förderung  der  Erwerbstätigkeit  ohne  Bewilligung),  4  (Entscheid 

über Beschlagnahmungen) und 5 (Kostenfestsetzung), was vorab festzustellen ist. 

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3.

Formelles

3.1. Die urteilende Instanz muss sich nicht mit allen Parteistandpunkten einläss-

lich  auseinandersetzen  und  jedes  einzelne  Vorbringen  ausdrücklich  widerlegen 

(vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2; BGer 6B_1130/2014 vom 8. Juni 2015 E. 4). Die Beru-

fungsinstanz kann sich somit auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte be-

schränken.

3.2. Soweit  nachfolgend  auf  Erwägungen  der  Vorinstanz  im  angefochtenen 

Entscheid  verwiesen  wird,  erfolgt  dies  in  Anwendung  von  Art. 82  Abs. 4  StPO 

(vgl. dazu etwa BGer 6B_570/2019 vom 23. September 2019 E. 4.2, m.w.H., sowie 

NYDEGGER,  Der  Verweis  auf  die  Entscheidbegründung  der  Vorinstanz  gemäss 

Art. 82  Abs. 4  StPO,  recht  2021,  S. 15 ff.),  auch  ohne  dass  dies  jeweils  explizit 

Erwähnung findet.

3.3. Nachdem einzig der Beschuldigte Berufung führt, steht die Überprüfung des 

vorinstanzlichen  Urteils  unter  dem  Vorbehalt  des  Verschlechterungsverbots 

(Art. 391 Abs. 2 StPO).

4.

Verwertbarkeit Kurzbericht des FOR vom 12. April 2022

4.1. Die Verteidigung wendete anlässlich der Berufungsverhandlung ein, die vom 

Beschuldigten aufgefundenen Fingerabdrücke auf der Innenseite des Klebebands 

seien  nicht  gutachterlich  festgestellt  worden,  weshalb  diese  nicht  zu  Lasten  des 

Beschuldigten  verwertbar  seien.  Dem  Kurzbericht  des  FOR  vom  12. April  2022 

komme kein Beweiswert zu (Urk. 68 S. 5). 

4.2. Die Verteidigung brachte damit lediglich einen formellen Einwand gegen die 

Verwertbarkeit  des  im  Kurzbericht  des  FOR  festgehaltenen  Analyseergebnisses 

vor. Die Richtigkeit der Feststellungen wurde nicht in Frage gestellt. Es wurde auch 

kein dahingehender Beweisantrag gestellt, es sei zusätzlich ein förmliches Gutach-

ten zu erstellen. 

4.3. Wie noch aufzuzeigen sein wird, ist das Einholen eines Gutachtens vorlie-

gend nicht notwendig. Bei den aufgefundenen Fingerabdrücken handelt es sich um 

ein  Beweismittel  bzw.  Indiz  unter  mehreren.  Es  bestehen  keine  Gründe,  an  der 

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Richtigkeit der Feststellungen im Amtsbericht des FOR zu zweifeln, welches über 

die notwendige Sachkunde für die Erstellung eines solchen verfügt. Der Kurzbericht 

des FOR ist damit im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu werten. Ihm kommt 

hierbei nicht der gleiche Beweiswert wie einem Gutachten zu. Dieser ist jedoch als 

ein weiteres Indiz bzw. Beweismittel unter weiteren zu berücksichtigen. 

II. Schuldpunkt

A.

Sachverhalt

1.

Besitz/Aufbewahrung von 2.9 Gramm reinem Heroin

Der Beschuldigte gestand zunächst ein, 10.4 Gramm Heroingemisch (2.9 Gramm 

reines Heroin) besessen zu haben, wobei er dieses in der Küche aufbewahrt habe. 

Er habe dies zusammen mit dem unterzeichneten Mietvertrag von B._____ erhal-

ten und gewusst, dass es sich um Heroin handle (Urk. D1/4 F/A 10 i.V.m. F/A 11, 

Urk. D1/5 F/A 13 und F/A 21 f.). Dies deckt sich mit dem weiteren Beweisergebnis. 

So wurde das Heroingemisch am 1. April 2022 in einem Küchenschrank des Be-

schuldigten sichergestellt (Urk. D1/20/7 S. 1) – was fotografisch festgehalten wurde 

(Urk. D1/20/10 S. 5 Foto 8-9) – und schliesslich mit Verfügung vom 2. Juni 2023 

beschlagnahmt  (Urk. D1/20/21).  Ausserdem  ergab  das  Gutachten  des  FOR  zur 

Identifikation  /  Gehaltsbestimmung  von  Betäubungsmitteln  vom  19. April  2022, 

dass es sich hierbei um ein Heroingemisch von 10.4 Gramm mit einem Reinheits-

gehalt von mindestens 28%, d.h. 2.9 Gramm reinem Heroin, handelt (Urk. D1/3/5). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung bestritt der Beschuldigte nunmehr, gewusst 

zu haben, dass es sich beim Inhalt des Säckchens um Heroin gehandelt habe. Er 

habe dieses in der Küche bei sich in der Wohnung gelassen aber nie angeschaut, 

was es genau gewesen sei (Urk. 67 S. 6). Damit setzte er sich in Widerspruch zu 

seinen  bisherigen  Ausführungen,  wonach  er  mit  Erhalt  des  Säckchens  gewusst 

habe, um was es sich handle (Urk. D1/5 F/A 13) und dem weiteren Beweisergebnis. 

Seine Bestreitung ist daher unglaubhaft. Der Sachverhalt ist diesbezüglich ankla-

gegemäss erstellt. 

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2.

Besitz/Aufbewahrung von 5'991.36 Gramm reinem Heroin

2.1. Kellerraummiete

2.1.1. Aus einem bei den Akten liegenden Foto des Vertrags zur Mietvertragsüber-

nahme  des  Kellerraumes  geht  hervor,  dass  C._____  –  die  Mutter  des 

Beschuldigten  –  diese  Vereinbarung  am  25. März  2022  unterzeichnete  und  per 

1. April 2022 zusammen mit ihrem Ehemann als neue Mieter den Raum übernahm 

(Urk. D1/20/11 S. 2 Foto 1). Sie führte hierzu aus, den Raum für ihren Sohn ge-

mietet zu haben, da er Platz für Kleider gebraucht habe (Urk. D1/7 F/A 10 i.V.m. 

F/A 22 und Urk. D1/8 F/A 52). Da dieser Probleme mit dem Betreibungsamt habe, 

habe  er  den  Mietvertrag  nicht  selber  abschliessen  können.  Er  habe  jedoch  die 

Miete  bezahlt  (Urk. D1/7  F/A 22  i.V.m.  F/A 23)  und  den  Schlüssel  zum  Raum 

mitgenommen  (Urk. D1/7  F/A 31).  In  Übereinstimmung  hiermit  erklärte  auch  der 

Beschuldigte, dass die Miete auf den Namen seiner Mutter gelaufen sei und er ihr 

gesagt habe, dass das für die Kleider sei, was er auch der Eigentümerin gesagt 

habe (Urk. D1/5 F/A 39). Er habe auch die Kaution sowie die erste Miete beglichen 

(Urk. D1/4  F/A 8)  und  den  Schlüssel  erhalten  (Urk. D1/4  F/A 8  i.V.m.  Urk. D1/5 

F/A 21).

2.1.2. Daher ist anklagegemäss erstellt, dass C._____ zusammen mit ihrem Ehe-

mann den Kellerraum für den Beschuldigten mietete. Der Beschuldigte nutzte die-

sen sodann für seine Bedürfnisse, wobei er selbst angab, diesen weitervermietet 

zu haben (Urk. D1/5 F/A 13 i.V.m. F/A 31 f., F/A 34 und Urk. 67 S. 4), was ebenfalls 

eine Nutzung nach den eigenen Bedürfnissen darstellen würde, weshalb an dieser 

Stelle nicht näher darauf einzugehen ist. 

2.2. Sicherstellungen

2.2.1. Der Beschuldigte bestreitet nicht, dass sich die in der Anklage umschriebe-

nen Mengen Heroin mit dem darin umschriebenen Reinheitsgehalt im Kellerabteil 

am  D._____-weg  1  in  E._____  befanden  und  dort  durch  die  Kantonspolizei 

sichergestellt  wurden,  was  auch  die  Verteidigung  anlässlich  der  Berufungsver-

handlung  bestätigte  (Urk. 68  S. 4).  Das  deckt  sich  denn  auch  mit  dem  weiteren 

Beweisergebnis (Urk. D1/3/5 i.V.m. Urk. D1/3/14 Urk. D1/20/7, Urk. D1/20/21 und 

-   9   -

Urk. 28). Damit ist ohne Weiteres erstellt, dass sich im ebengenannten Kellerabteil 

insgesamt  5'991.36  Gramm  reinen  Heroins  befanden  und  dort  am  2. April  2022 

durch die Kantonspolizei sichergestellt wurden. 

2.2.2. Aus  der  Sicherstellungsliste  vom  2. April  2022  ergibt  sich  weiter,  dass  im 

Kellerabteil  am  D._____-weg  1,  E._____  u.a.  auch  Betäubungsmittelutensilien 

wie  Verpackungsmaterial,  Latex-Handschuhe,  Waage,  Sieb  und  Messlöffel  und 

Streckmittel aufbewahrt wurden (Urk. D1/20/8). Dies wird vom Beschuldigten nicht 

bestritten.  Es  gibt  sodann  keinen  Grund  hieran  zu  zweifeln,  zumal  die  Sicher-

stellungen fotografisch festgehalten (Urk. D1/20/12 insb. S. 4 Foto 6, S. 5 Foto 8 

und  S. 6  Foto  10)  und  schliesslich  mit  Verfügung  der  Staatsanwaltschaft  vom 

2. Juni  2023  beschlagnahmt  wurden  (Urk. D1/20/21).  Damit  ist  dieser  Sachver-

haltsteil anklagegemäss erstellt. 

2.3. Verbringen der Betäubungsmittel(-utensilien) samt Streckmittel an Lagerort

Die Anklage wirft dem Beschuldigten u.a. vor, die in der Anklage genannten Betäu-

bungsmittel  samt  Streckmittel  und  Betäubungsmittelutensilien  gemeinsam  mit 

B._____ nach dem 25. März 2022 in den Kellerraum verbracht zu haben. Feststeht 

unbestrittenermassen, dass der Mietvertrag für den Kellerraum am 25. März 2022 

durch  die  Mutter  des  Beschuldigten  unterzeichnet  wurde,  worauf  dieser  den 

Schlüssel hierfür erhielt. Gemäss Aussage des Beschuldigten war der Kellerraum 

zum  Zeitpunkt  der  Übernahme  leer  (Urk. D1/5  F/A 59).  Sodann  konnten  die  ge-

nannten Dinge am 1. April 2022 im Kellerraum sichergestellt werden. Damit steht 

fest, dass diese in der Zwischenzeit dorthin verbracht worden sein müssen. Wer 

dies tat – ob es der Beschuldigten und/oder B._____ waren oder diese allenfalls 

eine Drittperson damit beauftragten – ist hingegen völlig unklar. Schliesslich konn-

ten mehrere Fingerabdrücke sowie DNA-Spuren auf den Gegenständen festgestellt 

werden (Urk. D1/3/2 i.V.m. Urk. D1/3/6 und Urk. D1/3/13) und hatten offenbar meh-

rere Personen Zugang zum Raum, da neben B._____ auch der Beschuldigte, sowie 

mindestens noch seine Frau sowie deren Schwester und wohl auch seine Mutter 

sich  zwischenzeitlich  darin  aufhielten  (siehe  hierzu  E. II.A.2.6.).  Aus  dem  Nach-

tragsrapport der Kantonspolizei Zürich vom 26. Januar 2023 erhellt zwar, dass – 

im  Zuge  einer  polizeilichen  Überwachung  –  der  Beschuldigte  am  31. März  2022 

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zusammen mit F._____ und B._____ am D._____-weg 1 gesehen wurde, wobei 

sie sich gemeinsam ins UG der Liegenschaft begeben haben und nach ca. 5 Minu-

ten wieder herausgekommen sind (Urk. D1/2 S. 24 f.). Ein Transport von irgend-

welchen Gegenständen, Taschen oder ähnlichen Dingen wurde jedoch nicht fest-

gestellt.  Damit  ist  nicht  erstellt,  wer  die  Betäubungsmittel(-utensilien)  sowie  das 

Streckmittel an den Lagerort verbrachte.

2.4. Daktyloskopische Spuren

2.4.1. Aus  einem  Kurzbericht  des  FOR  vom  12. April  2022  ergibt  sich  sodann, 

dass Fingerabdrücke des Beschuldigten – ab der klebenden Seite vom innersten 

Anfangsstück  der  braunen  Klebebandumwicklung  von  Paket  A  (Asservat 

Nr. A016'037'825) sowie ab der klebenden Seite vom innersten Anfangsstück der 

braunen Klebebandumwicklung von Paket B (Asservat Nr. A016'034'825) – sicher-

gestellt  werden  konnten  (Urk. D1/3/6  S. 19  f.).  Hierbei  handelt  es  sich  um  die 

Pakete mit einem Inhalt von insgesamt 1'495 Gramm Heroin (Urk. D1/3/5 S. 7).

2.4.2. Damit konfrontiert erklärte der Beschuldigte zunächst, dies eher weniger er-

klären  zu  können.  Das  könne  nicht  sein.  Er  meinte  dann  jedoch,  es  könne  sein, 

dass er dort eine Rolle Klebeband gehabt habe, die er genutzt habe, um die Fenster 

abzudecken. Er habe diese dann B._____ gegeben. Dieser habe damit die Fenster 

abdecken wollen (Urk. D1/4 F/A 134 i.V.m. F/A 135). Damit machte der Beschul-

digte einerseits geltend, die Rolle benutzt zu haben, um für B._____ die Fenster 

abzukleben und andererseits erklärte er, ihm die Rolle übergeben zu haben, damit 

dieser die Fenster selber abkleben könne. Dies widerspricht sich und macht schlicht 

keinen Sinn. Wäre Letzteres der Fall gewesen, würden sich die Fingerabdrücke auf 

der Innenseite des Klebebandes sodann ohnehin nicht erklären lassen. Später gab 

er hierzu sodann zu Protokoll, es  könne nicht sein, dass das Klebeband auf der 

Innenseite  einen  Fingerabdruck  von  ihm  aufweise,  da  er  damit  nie  etwas  einge-

packt oder ausgepackt habe (Urk. D1/5 F/A 67). Anlässlich der Berufungsverhand-

lung meinte er erneut, er habe B._____ das Klebeband gegeben, könne aber nicht 

erklären, wie seine Fingerabdrücke dort hingekommen seien (Urk. 67 S. 7). 

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2.4.3. Die Fingerabdrücke des Beschuldigten wurden auf dem innersten Anfangs-

stück der Klebebandumwicklung zweier grosser Pakete mit Heroin gefunden. Sie 

stammen also nicht etwa von einer Fensterabdeckung. Der Fundort lässt sich auch 

nicht damit erklären, dass er die Rolle zuvor einmal benutzt hatte und daher sein 

Fingerabdruck auf der Innenseite des Rollenbeginns vorhanden war. Wäre dies der 

Fall gewesen, hätte der Fingerabdruck auf maximal einem Paket gefunden werden 

können. 

2.4.4. Es gibt auch keinerlei Gründe am Auswertungsergebnis des FOR zu zwei-

feln,  weshalb  davon  ausgegangen  werden  muss,  dass  der  Beschuldigte  min-

destens die beiden insgesamt 1'495 Gramm Heroin enthaltenden Pakete A und B 

(Asservat  Nr.  A016'034'825)  mit  dem  braunen  Klebeband  umwickelt  hat.  Eine 

andere Erklärung hierfür wäre schlicht lebensfremd und seine Ausführungen hierzu 

sind, wie bereits ausgeführt, unglaubhaft. 

2.5. DNA-Spuren

2.5.1. Die  Verteidigung  machte  diesbezüglich  geltend,  der  Beschuldigte  habe  im 

Gutachten des FOR vom 28. Februar 2023 als Spurengeber auf den aufgefunde-

nen Latexhandschuhen ausgeschlossen werden können. Gemäss Gutachten des 

IRM  vom  28. Juli  2022  hätten  sodann  auf  den  Spurenasservaten  keine  verwert-

baren Spuren extrahiert werden können. Die Ergebnisse seien als nicht verwertbar 

beurteilt worden. Damit gebe es keine verwertbaren DNA-Spuren des Beschuldig-

ten (Urk. 68 S. 5). 

2.5.2. Dem Gutachten des IRM vom 28. Februar 2023 ist zu entnehmen, dass ab 

den untersuchten Spurenasservaten ab den Latexhandschuhen keine Hinweise auf 

DNA-Spuren des Beschuldigten erhoben werden konnten (Urk. D1/3/13 S. 3), wo-

bei ab gewissen Spurenasservaten einige Merkmale der Mischprofile nur schwach 

ausgeprägt,  nicht  konstant  nachweisbar  und  damit  nicht  interpretierbar  waren 

(Urk. D1/3/13  S. 2).  Aus  dem  Gutachten  des  Instituts  für  Rechtsmedizin  der 

Universität Zürich vom 28. Juli 2022 geht hingegen – entgegen der Verteidigung – 

hervor,  dass  sich  aus  dem  Spurenasservat  ab  Henkel  und  Öffnungsbereich  von 

drei Plastiksäcken ein DNA-Mischprofil erstellen liess, wobei der Beschuldigte als 

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anteiliger  Spurengeber  nicht  ausgeschlossen  werden  konnte,  da  die  Merkmale 

seines DNA-Profils lückenlos im Mischprofil enthalten waren. Gleiches gilt sodann 

für das Spurenasservat ab Aussenseite von brauner Klebbandumwicklung von drei 

Blöcken  –  beinhaltend  zum  Teil  gepresstes  braunes  Pulver  in  je  einem  weissen 

Plastiksack  (Urk. D1/3/15  S. 7  oben).  Diese  aufgefundenen  DNA-Spuren  des 

Beschuldigen sind verwertbar. Lediglich die Ergebnisse ab weiteren Spurenasser-

vaten wurden als nicht verwertbar beurteilt, da sich ab diesen zu wenig DNA extra-

hieren liess (Urk. D1/3/15 S. 7 unten). 

2.5.3. Im Verlauf seiner Befragungen gab der Beschuldigte zunächst zu Protokoll, 

es könne sein, dass er einige Pakete angefasst habe (Urk. D1/4 F/A 133). Dann 

führte er jedoch aus, ausser der schwarzen Werkzeugkiste nichts angefasst zu ha-

ben. Er habe die Kiste geöffnet und gesehen, dass in einem Säcklein etwas wie 

Erde gewesen sei. Es habe gestunken und komisch geschmeckt. Er habe gewusst, 

dass  es  sich  hierbei  um  Heroin  handeln  könnte.  Er  habe  die  Kiste  dann  wieder 

verschlossen (Urk. D1/5 F/A 67 i.V.m. F/A 68). Er habe kein einziges Päckchen an-

gefasst. Er habe nur alle Säcke aufgemacht und in die Werkzeugkiste geschaut. In 

den Säckchen seien Päckchen gewesen, die zu gewesen seien (Urk. D1/5 F/A 70). 

In die Säcke reingefasst habe er jedoch nicht (Urk. D1/5 F/A 72). Er habe kein ein-

ziges Päckchen angefasst (Urk. D1/5 F/A 75). Damit widersprach sich der Beschul-

digte mehrfach, wobei er zuletzt beteuerte, nie auch nur ein einziges Paket ange-

fasst zu haben, was der DNA-Auswertung widerspricht. Anlässlich der Berufungs-

verhandlung widersprach er sich bezüglich der Werkzeugkiste sodann erneut. Neu 

gab er an, er wisse nichts von einem Säcklein mit Drogen, das in der Werkzeugkiste 

verstaut gewesen sei (Urk. 67 S. 7). Seine Aussagen hierzu sind damit unglaub-

haft, wobei erstellt ist, dass er, wie er letztendlich auch ausführte, mit den Säcken 

in Berührung gekommen ist. Sodann scheint er in irgendeiner Form auch mit min-

destens drei Blöcken in Berührung gekommen zu sein. Schliesslich gibt es keinerlei 

Gründe am Gutachten des IRM zu zweifeln. 

2.6. Aufräumaktion

2.6.1. Aus  dem  Polizeirapport  der  Kantonspolizei  Zürich  vom  2. April  2022  geht 

hervor,  dass  C._____  am  1. April  2022  immer  Mal  wieder  vor  dem  Haus  telefo-

-   13   -

nierte,  die  Liegenschaft  mehrmals  betrat  und  wieder  verliess,  wobei  sie  nervös 

wirkte. Um 13.22 Uhr trafen G._____ und H._____ – die Frau des Beschuldigten 

und deren Schwester – ein und begrüssten C._____ vor der Türe. Durch die offene 

Hauseingangstüre konnte sodann beobachtet werden, dass die drei in das Unter-

geschoss gingen. Um 13.41 Uhr verliess C._____ die Liegenschaft. An ihrer rech-

ten Hand trug sie einen Handschuh oder einen Plastiküberzug. Sie trug eine dunkle 

Werkzeugkiste aus dem Haus und entsorgte diese auf der Wiese vor der Liegen-

schaft. Sie ging darauf erneut ins Untergeschoss und kam um 13.42 Uhr mit einem 

blauen Sack, den sie im Müllcontainer am Haus entsorgte, wieder raus. Darin konn-

ten anschliessend mutmassliches Verpackungsmaterial von grossen Heroinpake-

ten  sowie  Pulverrückstände  festgestellt  werden.  Um  14.32  Uhr  betrat  sodann 

I._____ (Schwester des Beschuldigten) mit drei Kindern die Liegenschaft. Alle Per-

sonen wurden gegen 15.00 Uhr von der Polizei in der Wohnung A._____C._____ 

angetroffen. Bei der anschliessenden Durchsuchung des Kellerraums wurden so-

dann Drogen sichergestellt (Urk. D1/1 S. 3). 

2.6.2. Aus der Sicherstellungliste Betäubungsmittelhandel vom 2. April 2022 geht 

sodann  hervor,  dass  die  im  Polizeirapport  erwähnte  Werkzeugkiste  mit  braunen 

Pulverrückständen  im  Vorgarten  bzw.  auf  der  Wiese  vis  à  vis  vom  Hauseingang 

aufgefunden wurde (Urk. D1/20/7 S. 4). 

2.6.3. C._____ bestätigte den Besuch der drei Frauen bei ihr, führte jedoch hierzu 

zunächst  aus,  diese  seien  in  die  Wohnung  gegangen  und  sie  nochmals  in  die 

Waschküche,  um  Wäsche  zu  waschen.  Hierbei  habe  sie  einen  blauen  Sack  vor 

dem  Kellerraum  stehen  sehen.  Sie  habe  Abfall  darin  gesehen  und  diesen  dann 

entsorgt und sei zurück in die Wohnung gegangen (Urk. D1/7 F/A 29). Wem der 

Sack gehöre, wisse sie nicht (Urk. D1/7 F/A 39). Eine Kiste habe sie hingegen nicht 

aus dem Haus getragen (Urk. D1/7 F/A 41). Im Kellerraum sei sie nicht gewesen 

(Urk. D1/7  F/A 43).  Zunächst  erklärte  sie  auch  von  der  Verhaftung  ihres  Sohnes 

habe sie nichts gewusst (Urk. D1/7 F/A 56), gab jedoch später zu, vor dem Treffen 

mit  den  beiden  Frauen  via  Telefon  davon  erfahren  zu  haben  (Urk. D1/8  F/A 14 

i.V.m. Urk. D1/16 S. 6). Sodann führte sie später auch aus, die drei seien doch zu-

sammen zum Keller gegangen, wobei sie vor der Kellertüre den Sack entdeckt und 

-   14   -

draussen im Abfalleimer entsorgt habe. Sie sei davon ausgegangen, dass es sich 

um Abfall handle. H._____ habe sodann die Türe aufgemacht. G._____ habe ge-

wusst,  wem  die  Sachen  gehören,  weshalb  sie  alle  drei  vorgehabt  hätten,  in  den 

Keller zu gehen (Urk. D1/16 S. 11-13). 

2.6.4. G._____ – die Ehefrau des Beschuldigten – bestätigte hingegen von Anfang 

an die Feststellungen seitens der Polizei, indem sie angab, es sei richtig, dass sie 

gegen 13.22 Uhr mit ihrer Schwester zu C._____ gefahren sei, wobei diese sehr 

nervös gewesen sei (Urk. D1/9 F/A 25 i.V.m. F/A 27). Sie seien sodann zu Dritt zum 

Kellerraum gegangen. C._____ habe die Tür mit einem Schlüssel geöffnet und ihr 

gesagt, sie solle die Säcke wegbringen, was sie aber nicht getan habe, worauf sie 

in  deren  Wohnung  gegangen  seien  (Urk. D1/9  F/A 36  i.V.m.  F/A 37  f.).  Der  von 

C._____  entsorgte  Sack  habe  sich  im  Kellerraum  befunden  (Urk. D1/9  F/A 43 

i.V.m.  F/A 44  und  F/A 48).  Diese  habe  ihr  vorab  gesagt,  dass  sie  ihn  entsorgen 

werde (Urk. D1/9 F/A 49). Sie führte sodann aus, von der Schwester des Beschul-

digten angerufen worden zu sein. Diese habe gesagt, sie solle zu C._____ fahren, 

da der Beschuldigte verhaftet worden sei (Urk. D1/9 F/A 27 f.). Sie schilderte aus-

serdem, dass sie nach dem Gang in den Keller in der Wohnung mit diversen Per-

sonen  telefoniert  habe,  um  zu  erfahren,  was  mit  ihrem  Ehemann  sei,  wobei  sie 

schliesslich von einem "Papi" die Information erhalten habe, dass jemand vorbei-

kommen werde, um die Säcke abzuholen (Urk. D1/16 S. 24 f.). 

2.6.5. Auch die Schwester von G._____ – H._____ – bestätigte den Ablauf grund-

sätzlich. So führte sie aus, ihre Schwester habe an jenem Morgen erfahren, dass 

der Beschuldigte verhaftet worden sei, worauf sie zu zweit zu C._____ gefahren 

seien. Diese habe vor dem Haus auf sie gewartet und sie schliesslich gebeten, die 

Dinge im Keller zu entsorgen. Dort seien sie direkt hingegangen. Sie habe dann 

aber  schlussendlich  gesagt,  sie  würde  es  selber  machen  und  alles  in  den  Abfall 

werfen, worauf sie mit ihrer Schwester nach oben in die Wohnung gegangen sei 

(Urk. D1/13 F/A 9 i.V.m. F/A 10, F/A 13 f. und F/A 18). Im Keller habe es zwei Sä-

cke und einen "Werkzeugträger" gehabt (Urk. D1/13 F/A 20). 

-   15   -

2.6.6.  

2.6.6.1. Damit ist erstellt, dass sowohl die Mutter, die Schwester und die Frau des 

Beschuldigten sowie deren Schwester am Tag seiner Verhaftung von dieser erfah-

ren haben. Hierauf trafen sie sich allesamt bei der Mutter des Beschuldigten, wobei 

dessen Ehefrau mit ihrer Schwester zuerst eintrafen und mit dieser als erstes in 

den  Keller  gingen,  worauf  sie  einen  Sack  draussen  im  Abfallcontainer  entsorgte 

und eine Werkzeugkiste auf der Wiese abstellte, was sodann von der Polizei beob-

achtet werden konnte. Beide Gegenstände befanden sich gemäss H._____ vorab 

im Kellerraum. Dies ist glaubhaft. Erscheint es doch sehr abwegig, dass sich mit 

Heroinresten  versehene  Gegenstände  im  allgemein  zugänglichen  Teil  des 

Untergeschosses  des  Gebäudes  befunden  haben  sollen.  Dies  würde  ein  hohes 

Entdeckungsrisiko darstellen, welches niemand eingehen würde. 

2.6.6.2. Während es lebensnah erscheint, dass sich die Familie des Beschuldigten 

traf als sie von dessen Verhaftung erfuhr, so erscheint es doch äusserst abwegig, 

dass diese bei dieser Gelegenheit zunächst in den Keller ging, um dort aufzuräu-

men, wessen Idee dies auch letztlich gewesen sein mag. Es ist aber aus den zu-

mindest diesbezüglich übereinstimmenden Aussagen der Beteiligten – sowie den 

Feststellungen der Polizei vor Ort – erstellt, dass dem so war. Dies ergibt jedoch 

nur Sinn, wenn mindestens ein Teil der Anwesenden vom Kellerinhalt wusste und 

die Drogen verschwinden lassen wollte, ehe die Polizei im Zuge der Verhaftung des 

Beschuldigten  allenfalls  eine  Hausdurchsuchung  anordnen  würde.  Dies  stellt  ein 

weiteres, klares Indiz dafür dar, dass der Beschuldigte vom Inhalt des Kellers nicht 

nur  wusste,  sondern  auch  aktiv  in  die  Aufbewahrung  der  Drogen  involviert  war. 

Ansonsten hätte es für die Familie des Beschuldigten keinen Grund gegeben, sich 

um den Kellerinhalt zu kümmern bzw. hätte diese andernfalls wohl gar nicht erst 

davon gewusst. 

2.6.6.3. Ebenso hierfür spricht die Tatsache, dass die Frau des Beschuldigten – bei 

deren Versuch sich telefonisch über den Stand der Dinge zu erkundigen – die Aus-

kunft erhielt, jemand würde die Säcke abholen kommen. Damit wussten offensicht-

lich  weitere  Personen  aus  dem  Umfeld  des  Beschuldigten  über  die  Drogen  im 

Kellerraum Bescheid. 

-   16   -

2.7. Standpunkt des Beschuldigten

2.7.1. Der  Beschuldigte  machte  zusammengefasst  geltend,  mit  der  Sache  nichts 

zu tun zu haben (Urk. D1/5 F/A 13). Er habe das Kellerabteil gemietet und B._____ 

für  Fr. 2'000.–  im  Monat  weitervermietet,  wobei  dieser  das  Abteil  nur  für  drei 

Wochen benötigt habe (Urk. D1/5 F/A 13 i.V.m. F/A 31 f. und F/A 34). Er habe sich 

schon  gedacht,  dass  dort  etwas  Illegales  gemacht  werde  (Urk. D1/5  F/A 40-42). 

Erst als er das Säcklein mit dem Heroin geschenkt erhalten habe, habe er jedoch 

gewusst, was dort gelagert worden sei (Urk. D1/5 F/A 13). 

2.7.2. Zunächst fällt auf, dass der Beschuldigte widersprüchlich aussagte, teilweise 

gar innerhalb derselben Einvernahme. So erklärte er etwa, er hätte für den Raum 

monatlich EUR 2'000.– erhalten (Urk. D1/5 F/A 32), nur um eine Frage später zu 

erklären, er habe Fr. 2'000.– erhalten (Urk. D1/5 F/A 33) und auf entsprechende 

Nachfrage schliesslich zu erklären, abgemacht seien Euro gewesen. Er habe dann 

aber Fr. 2'000.– erhalten (Urk. D1/5/ F/A 34). Anlässlich der Berufungsverhandlung 

widersprach er sich diesbezüglich gleich mehrfach erneut, indem er einerseits an-

gab, den Raum für Fr. 1'800.– weitervermietet zu haben (Urk. 67 S. 4) und ande-

rerseits ausführte, er habe die Untermiete für den Kellerraum nie erhalten (Urk. 67 

S. 6 und S. 8). Auch zu seiner Aussage, als er das Säcklein mit Heroin erhalten 

habe, habe er gewusst, was dort gelagert werde (Urk. D1/5 F/A 13), setzte er sich 

anlässlich  der  Berufungsverhandlung  in  Widerspruch,  indem  er  angab,  er  habe 

nicht gewusst, was das sei, worauf er es in der Küche gelassen und nie angeschaut 

habe, was das genau sei (Urk. 67 S. 6). Wie bereits ausgeführt machte er sodann 

auch  zu  den  aufgefundenen  Fingerabdrücken  und  dem  Anfassen  von  Gegen-

ständen  im  Kellerraum  widersprüchliche  Ausführungen  (siehe  E. II.A.2.4.2.  und 

E. II.A.2.5.3.). 

2.8.

Zum  Kontakt  mit  dem  angeblichen  (Unter-)Mieter  des  Kellerabteils  – 

B._____ – äusserte er sich ebenfalls widersprüchlich. Er führte hierzu aus, ihn nicht 

gut zu kennen (Urk. D1/5 F/A 24). Er habe diesen vielleicht drei oder vier Mal ge-

troffen, eher weniger (Urk. D1/4 F/A 94), bzw. maximal fünf Mal (Urk. D1/5 F/A 26). 

Zum  Kennenlernen  schilderte  er,  ihn  ca.  zwei,  drei  Wochen  bevor  er  das  Lager 

gemietet habe bei der Tankstelle in E._____ kennengelernt zu haben. Dieser habe 

-   17   -

ihn gefragt, ob er für ihn eine Unterkunft hätte. Er habe nichts für ihn gehabt. Dieser 

habe jedoch ein Zimmer in J._____ gefunden. Er sei dann mit ihm dorthin gegan-

gen, um zu übersetzen. Nach ca. einer Woche sei er nach J._____ gegangen, um 

mit  ihm  Kaffee  zu  trinken.  Hierbei  habe  er  ihn  gefragt,  ob  er  einen  Salon  für  ihn 

mieten könne. Er habe dann einen Raum organisiert und B._____ Bescheid gesagt. 

Am Tag, als er den Raum erhalten habe, habe dieser ihm das Geld übergeben und 

er  ihm  den  Schlüssel  (Urk. D1/4  F/A 8).  Nach  der  Schlüsselübergabe  sei  er  für 

einige  Tage  in  Mazedonien  gewesen.  Nachdem  er  zurückgekehrt  sei,  habe  ihm 

B._____ den unterzeichneten Mietvertrag ausgehändigt und ihm ein Säcklein mit 

Heroin übergeben. Deshalb habe er am Abend überprüft, was im Kellerabteil gela-

gert  wird.  Daher  habe  er  diesen  am  nächsten  Tag  in  J._____  getroffen  und  ihm 

erklärt,  dass  diese  Dinge  weg  müssten  (Urk. D1/4  F/A 10).  Als  die  Polizei  am 

1. April 2022 interveniert habe, sei er abgehauen, wobei B._____ ihn nach J._____ 

gebracht habe (Urk. D1/4 F/A 23) bzw. er mit ihm dort einen Kaffee getrunken habe 

(Urk. D1/4 F/A 56). Allein aus diesen Schilderungen des Beschuldigten gehen also 

bereits 8 Treffen zwischen den beiden hervor. Der Beschuldigte führte jedoch auch 

aus, er habe B._____ – nachdem er von den Drogen erfahren habe – immer wieder 

kontaktiert, damit dieser das Zeug aus dem Raum nimmt (Urk. D1/4 F/A 63), wes-

halb es seinen Schilderungen nach zu diversen weiteren Treffen gekommen sein 

muss, zumal er ausführte, er habe keine Telefonnummer von ihm gehabt (Urk. D1/4 

F/A 87 und F/A 96). Er habe jedoch gewusst, dass er am Morgen immer in einem 

Restaurant gewesen sei, wo er auch wohne (Urk. D1/4 F/A 97). Der Kontakt der 

beiden war damit – gemäss seinen eigenen Angaben – reger als der Beschuldigte 

dies geltend machte. Auch zu den Abläufen der Treffen machte er divergierende 

Aussagen, so führte er zum Tag der Verhaftung einerseits aus, B._____ habe ihn 

nach J._____ gefahren (Urk. D1/4 F/A 23), wobei er bereits einige Fragen später 

erklärte,  er  sei  an  diesem  Tag  selbst  nach  J._____  gefahren  und  habe  dort  mit 

diesem einen Kaffee getrunken (Urk. D1/4 F/A 56). 

2.9.

Fazit

2.9.1. Es ist erstellt, dass C._____ sowie ihr Ehemann – die Eltern des Beschuldig-

ten  –  den  in  der  Anklage  erwähnten  Lagerraum  für  den  Beschuldigten  mieteten, 

-   18   -

damit er diesen für seine Zwecke bzw. Bedürfnisse nutzen konnte, wobei der Miet-

vertrag am 25. März 2022 abgeschlossen wurde. 

2.9.2. Ebenso  unbestrittenermassen  erstellt  ist,  dass  am  1. April  2022  durch  die 

Kantonspolizei insgesamt 5'991.36 Gramm reinen Heroins sowie die in der Anklage 

umschriebenen  Betäubungsmittelutensilien  und  Streckmittel  im  ebengenannten 

Lagerraum sichergestellt wurden. Da der Lagerraum leer übernommen wurde, ist 

damit  auch  erstellt,  dass  die  Drogen  und  weiteren  Utensilien  zwischen  dem 

25. März 2022 und 1. April 2022 dorthin verbracht wurden, wobei offenbleibt von 

wem. 

2.9.3. Die  Ausführungen  des  Beschuldigten  zur  Sache  sind  voller  Widersprüche, 

teilweise nicht nachvollziehbar und nicht mit dem weiteren Beweisergebnis in Ein-

klang zu bringen. Diese sind unglaubhaft. Aufgrund der DNA-Spuren und den vor-

gefundenen  Fingerabdrücken  ist  weiter  erstellt,  dass  der  Beschuldigte  entgegen 

seinen Behauptungen mit den Utensilien im Lagerraum hantiert haben muss. So 

hat  er  mindestens  2  Päckchen  Heroin  mit  Klebeband  umwickelt.  Hieraus  erhellt, 

dass  der  Beschuldigte  wusste,  dass  im  Kellerraum  Heroin  im  erstellten  Umfang 

aufbewahrt  wurde,  schliesslich  hantierte  er  persönlich  damit.  Sodann  muss  er 

hierzu  Zugang  zu  ebendiesem  gehabt  haben.  Der  vorhandene  Untermietvertrag 

erscheint  lediglich  zum  Schein  erstellt  worden  zu  sein.  Hierauf  lassen  auch  die 

Handlungen seiner Familie schliessen, welche offenbar versuchte, den Lagerraum 

vor einer allfälligen Durchsuchung seitens der Polizei noch zu räumen. Gleiches gilt 

für die telefonischen Kontakte ins Umfeld des Beschuldigten, woraus sich ergab, 

dass geplant war, die im Keller lagernden Säcke vor Ort abzuholen. Sodann be-

wahrte er auch bei sich zu Hause 2.9 Gramm reines Heroin auf. Hierzu hatte er 

ebenfalls freien Zugang. Damit bleiben keine Zweifel daran, dass es der Beschul-

digte war, welcher die Drogen zumindest mitbesass bzw. mitaufbewahrte. Damit ist 

der  Sachverhalt  –  mit  Ausnahme  des  Verbringens  der  Betäubungsmittel(-utensi-

lien) und Streckmittel an den Lagerort – anklagegemäss erstellt. 

-   19   -

B. Rechtliche Würdigung

1.

Tatbestand

1.1. Die Vorinstanz hat das Verhalten des Beschuldigten als qualifizierte Wider-

handlung  gegen  das  Betäubungsmittelgesetz  im  Sinne  von  Art. 19  Abs. 1  lit. d 

BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG eingestuft. Auf Ihre theoretischen Ausfüh-

rungen zum Tatbestand kann zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen verwie-

sen werden (Urk. 47 E. II.2.1.-2.3. S. 12-14). 

1.2. Hinsichtlich der Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 BetmG gilt es zu ergänzen, 

dass  nebst  dem  überschrittenen  Grenzwert  von  12 Gramm  reinem  Heroin 

(BGE 119 IV 180 E. 2d), vorausgesetzt ist, dass der Täter weiss oder annehmen 

muss,  dass  die  Widerhandlung  mittelbar  oder  unmittelbar  die  Gesundheit  vieler 

Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). Bei Vorliegen einer 

qualifizierten Menge fällt der schwere Fall nur dann ausser Betracht, wo jemand 

nur eine kleine Zahl von Abnehmern hat und keine konkrete Gefahr der Weiterver-

breitung an eine (unbestimmte) Vielzahl von Personen besteht (BGE 120 IV 334 

E. 2b.aa). Der Täter muss sodann um diese objektiven Umstände wissen oder dar-

auf schliessen. Das zu beurteilende Delikt ist als abstraktes Gefährdungsdelikt aus-

gestaltet, bei welchem kein Nachweis erforderlich ist, dass die Gefahr eingetreten 

oder vom Täter gewollt war (BGE 111 IV 31 E. 2; BGE 118 IV 200 E. 3 f.; OGer ZH 

SB200116 vom 3. Juli 2020 E. III.).

2.

Subsumtion

2.1. Wie  bereits  festgehalten,  besass  der  Beschuldigte  insgesamt  5'994.26 

Gramm reinen Heroins bzw. bewahrte diese in seinem Kellerabteil bzw. bei ihm zu 

Hause  auf.  Schliesslich  hatte  er  diesbezüglich  stets  Herrschaftsmöglichkeit  und 

Herrschaftswillen. Er wusste, wo sich die Drogen befinden und verfügte über einen 

Schlüssel zu seiner Wohnung bzw. hatte freien Zugang zu dieser. Sodann ist er-

stellt, dass sowohl die Mutter, die Schwester als auch die Ehefrau des Beschuldig-

ten Zugang zum Kellerraum hatten. Damit erscheint ausgeschlossen, dass dieser 

ausgerechnet  dem  Beschuldigten  nicht  möglich  gewesen  sein  soll,  zumal  er  zu-

-   20   -

mindest teilweise, die Drogen im Kellerraum selbst eingepackt hat. Er muss also 

Zugang zu diesem gehabt haben. Er hatte damit die tatsächliche Möglichkeit des 

Zugangs  zu  den  Drogen.  Wie  die  Vorinstanz  richtigerweise  festhielt,  ist  es  nicht 

notwendig, dass der Beschuldigte als Einziger über eine Zugangsmöglichkeit ver-

fügte. Sein Herrschaftswille manifestierte sich sodann auch darin, dass er einige 

der Heroinpakete selbst mit Klebeband umwickelte mithin mit diesen hantierte. 

2.2. Der objektive Grenzwert zur Annahme einer Qualifikation von Art. 19 Abs. 2 

lit. a  BetmG  ist  sodann  bei  weitem  überschritten.  Es  liegt  vorliegend  denn  auch 

keine Konstellation vor, bei der nicht von einer abstrakten mittelbaren oder unmit-

telbaren Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen auszugehen wäre. 

2.3. Die Verteidigung machte geltend, es sei nicht erstellt, dass der Beschuldigte 

um die grosse Menge und Art der Drogen, deren Reinheitsgrad etc. gewusst habe, 

womit der subjektive Tatbestand nicht erfüllt sei (Urk. 68 S. 10). 

2.4. Gemäss  erstelltem  Sachverhalt  hantierte  der  Beschuldigte  u.a.  persönlich 

mit insgesamt 1'495 Gramm Heroin enthaltenden Paketen. Damit wusste der Be-

schuldigte sowohl um die Art als auch die zumindest ungefähre Grössenordnung 

der Drogenmenge. Einen anderen Schluss lassen die äusseren Umstände nicht zu. 

2.5.

Zugunsten  des  Beschuldigten  ist  vorliegend  davon  auszugehen,  dass  die 

2.9 Gramm reinen Heroins, die der Beschuldigten bei sich zu Hause aufbewahrte, 

dem Kellerbestand entstammen, weshalb er hierfür nicht zusätzlich wegen des Ver-

gehens gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG zu ver-

urteilen ist. Deren Aufbewahrung ist im Sinne einer Tateinheit, welche sich in An-

betracht der Gesamtmenge nicht in der Strafzumessung auswirken wird, unter die 

qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu subsumieren. 

3.

Fazit

Der Beschuldigte hat sich der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG straf-

bar gemacht. 

-   21   -

III. Strafe

A.

Strafzumessung

1.

Allgemeines

1.1. Auf  die  theoretischen  Ausführungen  zur  Strafzumessung  der  Vorinstanz 

kann  vorab  verwiesen  werden  (Urk. 47  E. IV. 1.1.-1.2.  S. 17).  Diese  bedürfen 

weder einer Korrektur noch Ergänzungen. 

1.2. Sodann  liegen  keine  ausserordentlichen  Umstände  vor,  die  es  vorliegend 

rechtfertigen würden den Strafrahmen zu verlassen. 

2.

Strafart

Auf die Ausführungen der Vorinstanz zur Wahl der Strafart kann vollumfänglich ver-

wiesen  werden  (Urk. 47  E. IV. 5.1.-5.2.  S. 22).  Damit  sind  sowohl  die  Förderung 

des rechtswidrigen Aufenthalts als auch die Förderung der Erwerbstätigkeit ohne 

Bewilligung mit einer Geldstrafe und die qualifizierte Widerhandlung gegen das Be-

täubungsmittelgesetz mit einer Freiheitsstrafe zu bestrafen.

3. Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz

3.1. Auf die theoretischen Ausführungen der Vorinstanz zu den Beurteilungskri-

terien  der  Tatschwere  kann  grundsätzlich  verwiesen  werden  (Urk. 47  E. IV.1.3. 

S. 17 f.). Zusammenfassend und teilweise ergänzend gilt es ausserdem festzuhal-

ten,  dass  sich  die  objektive  Tatschwere  bei  Drogendelikten  neben  der  Drogen-

menge und der daraus folgenden Gesundheitsgefährdung insbesondere nach der 

Art und Weise der Tatbegehung, der Willensrichtung, mit welcher der Täter gehan-

delt hat, und den Beweggründen bestimmt. Massgebend sind dabei unter anderem 

die Häufigkeit und Dauer der deliktischen Handlungen, die aufgewendete persönli-

che Energie, das gezeigte kriminelle Engagement und die hierarchische Stellung. 

Daneben kommt es darauf an, wie der Täter mit der Droge in Kontakt gekommen 

ist und was er mit dieser gemacht hat. Auswirkungen auf die Strafzumessung hat 

unter Umständen auch eine allfällige Drogenabhängigkeit des Täters (vgl. BGE 121 

-   22   -

IV 202 E. 2d/cc; BGE 121 IV 193 E. 2.b/aa; BGer 6B_558/2011 vom 21. November 

2011 E. 3.3.2; OGer ZH SB200328 vom 25. Mai 2021 E. V.4.1).

3.2. Der Beschuldigte besass bzw. bewahrte insgesamt 5'994.26 Gramm reinen 

Heroins auf. 5'991.36 Gramm hiervon bewahrte er im angemieteten Kellerraum und 

2.9 Gramm bei sich zu Hause auf. Die gemäss Bundesgericht für einen schweren 

Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG massgebende Menge überschritt er 

damit um ein Vielfaches (um mehr als das 490-fache). Heroin zählt gerichtsnoto-

risch zu den harten Drogen und weist ein grosses Abhängigkeitspotenzial auf. In 

Anbetracht der Tatsache, dass der Beschuldigte eine derart grosse Menge mitauf-

bewahrte bzw. mitbesass, legt den Schluss nahe, dass er sich nicht zuunterst in 

der Hierarchiestufe, wie etwa ein Kleindealer auf der Strasse, befand. Die genaue 

Hierarchiestufe  ist  jedoch  nicht  bekannt.  Dies  spricht  für  eine  erhöhte  kriminelle 

Energie.  Derartige  Mengen  sind  klarerweise  zum  Weiterverkauf  gedacht,  wenn-

gleich ihm der Handel damit nicht angelastet werden kann. Das Aufbewahren einer 

solch  grossen  Menge  stellt  einen  wesentlichen  Tatbeitrag  im  Drogenhandel  dar, 

wenngleich das Entdeckungsrisiko in anderen Bereichen – etwa bei der Einfuhr – 

höher ist. Die Vorgehensweise des – im Übrigen nicht süchtigen – Beschuldigten 

war sodann nicht besonders raffiniert. 

3.3. Aufgrund der Vielzahl und Ähnlichkeit der Fälle kann bei Betäubungsmittel-

delikten zur Bestimmung der Einsatzstrafe auf eine von der Lehre entwickelte Ta-

belle abgestützt werden, welche für eine Menge von 5.2 Kilogramm reinen Heroins 

eine  Einsatzstrafe  von  rund  7  Jahren  vorsieht  (SCHLEGEL/JUCKER  [Hrsg.],  BetmG 

Kommentar,  Kommentar  zum  Betäubungsmittelgesetz  sowie  zu  Bestimmungen 

des StGB und OBG mit weiteren Erlassen, 4. Auflage, Art. 47 StGB N 45). Da die 

Menge vorliegend um rund 790 Gramm überschritten wurde, ist die Strafe entspre-

chend höher anzusetzen. Es gilt jedoch zu beachten, dass der Prototyp des Täters, 

welcher in der Tabelle berücksichtigt wurde, auf welchen das entsprechende Straf-

mass angewendet werden kann, ein ungeständiger, nicht süchtiger Täter ist, wel-

cher die entsprechende Menge mit ca. fünf Geschäften umgesetzt hat (SCHLEGEL/ 

JUCKER, a.a.O., Art. 47 N. 44). Dem Beschuldigten wird vorliegend hingegen ledig-

lich der Besitz bzw. das Aufbewahren des Heroins während einiger Tage vorge-

-   23   -

worfen.  Ausgeführte  Geschäfte  wurden  ihm  nicht  nachgewiesen  bzw.  sind  nicht 

Gegenstand  der  Anklage.  Dies  ist  bei  der  Strafhöhe  zu  berücksichtigen.  Damit 

rechtfertigt sich vorliegend eine Einsatzstrafe von 69 Monaten Freiheitsstrafe.  

3.4.

In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte sodann mit Vorsatz. Aus 

der Tatsache, dass er den Lagerraum zur Aufbewahrung der Drogen mietete, diese 

teilweise  selbst  verpackte,  wobei  auch  Streckmittel  aufgefunden  wurde,  erhellt, 

dass er sowohl von Menge als auch Reinheitsgehalt gewusst haben muss. Damit 

handelte er auch im Wissen um die Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen. 

Zu seinen Motiven äusserte der Beschuldigte sich nicht, wobei diesbezüglich fest-

zuhalten ist, dass aus den Akten keine gröbere finanzielle Notlage oder Drogenab-

hängigkeit des Beschuldigten erhellt. Die subjektive Tatschwere vermag die objek-

tive damit nicht zu relativieren. 

3.5. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die persönlichen Verhältnisse des 

Beschuldigten  strafzumessungsneutral  zu  werten  sind,  wobei  auf  deren  Begrün-

dung vollumfänglich verwiesen werden kann (Urk. 47 E. IV.3.2.1. S. 20).

3.6. Auch  auf  die  Ausführungen  zu  den  Vorstrafen  des  Beschuldigten  kann 

vollumfänglich verwiesen werden (Urk. 47 E. IV.3.2.1. S. 20 f.). Diese wirken sich 

straferhöhend aus. Die Strafe ist um 3 Monate zu erhöhen.

3.7. Mit der Vorinstanz ist sodann auch das Nachtatverhalten des Beschuldigten 

in Anbetracht der Tatsache, dass er sich nach seiner Flucht schliesslich freiwillig 

der Polizei stellte, strafzumessungsneutral zu werten (Urk. 47 E. IV.3.2.3. S. 21). 

3.8. Damit rechtfertigt sich eine Bestrafung des Beschuldigten mit 72 Monaten 

Freiheitsstrafe. 

4.

Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts

4.1.

In objektiver Hinsicht ist das enge familiäre Verhältnis der Beteiligten sowie 

die relativ kurze Dauer zu berücksichtigen. Der Beschuldigte gewährte nämlich den 

beiden Schwestern seiner Ehefrau vom 27. März 2022 bis 1. April 2022 Kost und 

Logis. Die objektive Tatschwere ist daher als sehr leicht einzustufen.

-   24   -

4.2.

In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte vorsätzlich. Er wusste, um 

den  Aufenthaltsstatus  der  Schwestern  seiner  Frau.  Dies  vermag  die  objektive 

Tatschwere nicht zu relativieren. 

4.3.

In Anbetracht des Strafrahmens von Geldstrafe bis zu einem Jahr Freiheits-

strafe rechtfertigt sich eine Einzelstrafe von 5 Tagessätzen Geldstrafe. 

5.

Förderung der Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung

5.1.

In objektiver Hinsicht ist das enge familiäre Verhältnis der Beteiligten sowie 

die relativ kurze Dauer zu berücksichtigen. Schliesslich vermittelte der Beschuldigte 

den  beiden  Schwestern  seiner  Ehefrau  vom  27. März  2022  bis  1. April  2022 

Arbeitseinsätze  bei  einer  Reinigungsfirma,  wobei  die  beiden  insgesamt  lediglich 

drei Wohnungen gegen Entgelt putzten. Die objektive Tatschwere ist damit als sehr 

leicht einzustufen. 

5.2.

In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte vorsätzlich. Er wusste um 

die fehlende Arbeitsbewilligung der Schwestern seiner Frau, wobei er zumindest in 

Kauf nahm, dass sie einer nicht bewilligten Erwerbstätigkeit nachgingen, weil er es 

unterliess sich über die geltende Rechtslage zu erkundigen. Dies vermag die ob-

jektive Tatschwere nicht zu relativieren.

5.3.

In Anbetracht des Strafrahmens von Geldstrafe bis zu einem Jahr Freiheits-

strafe rechtfertigt sich eine Einzelstrafe von 28 Tagessätzen Geldstrafe. 

6. Gesamtstrafe

6.1. Hat  der  Täter  durch  eine  oder  mehrere  Handlungen  die  Voraussetzungen 

für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe 

der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchst-

mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an 

das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB).

6.2. Da vorliegend sowohl die Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts als auch 

die Förderung der Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung mit einer Geldstrafe zu bestra-

fen  sind,  ist  diesbezüglich  eine  Gesamtstrafe  zu  bilden.  Die  Einsatzstrafe  von 

-   25   -

28 Tagessätzen Geldstrafe für die Förderung der Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung 

– als schwerste Tat – ist daher und in Anbetracht des engen sachlichen Zusam-

menhangs  der  beiden  Taten  um  2  Tagessätze  zu  asperieren,  woraus  sich  eine 

Strafe von 30 Tagessätzen Geldstrafe ergibt. 

6.3. Auf  die  vorangehenden  Ausführungen  zur  Täterkomponente  und  den 

weiteren Strafzumessungskriterien kann sodann grundsätzlich verwiesen werden 

(E. II.A.3.5.-3.7.). Nebst den sich  straferhöhend  auswirkenden Vorstrafen  ist vor-

liegend das – wenn auch spät – erfolgte Geständnis des Beschuldigten zu seinen 

Gunsten zu berücksichtigen, angesichts der erdrückenden Beweislage jedoch nur 

leicht.

6.4. Unter  Berücksichtigung  sämtlicher  Strafzumessungskriterien  rechtfertigt 

sich eine Gesamtstrafe von 30 Tagessätzen Geldstrafe, wobei sich das Geständnis 

und die Vorstrafen je im Umfang von 3 Tagesätzen ausgewirkt haben. 

7.

Tagessatzhöhe

7.1. Ein  Tagessatz  beträgt  in  der  Regel  mindestens  Fr. 30.–  und  höchstens 

Fr. 3'000.–.  Das  Gericht  kann  den  Tagessatz  ausnahmsweise  bis  auf  Fr. 10.– 

senken, wenn die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters dies 

gebieten. Es kann die maximale Höhe des Tagessatzes überschreiten, wenn das 

Gesetz dies vorsieht. Es bestimmt die Höhe des Tagessatzes nach den persönli-

chen  und  wirtschaftlichen  Verhältnissen  des  Täters  im  Zeitpunkt  des  Urteils, 

namentlich nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- 

und  Unterstützungspflichten  sowie  nach  dem  Existenzminimum  (Art. 34  Abs. 2 

StPO). Grundsätzlich ist auch bei schwachen finanziellen Verhältnissen ein Tages-

satz von mindestens Fr. 30.– angebracht (BSK StGB-DOLGE, Art. 34 N. 44b). Eine 

Tagessatzhöhe  von  Fr. 10.–  stellt  eine  absolute  Ausnahme  dar  und  gelangt  bei-

spielsweise bei nicht sozialhilfeberechtigten Personen, insbesondere bei abgewie-

senen Asylbewerbern, bei welchen auf die kantonale Nothilfe als Einkommen ab-

zustellen  ist,  zur  Anwendung.  Dies  wird  damit  begründet,  dass  kaum  von  einer 

ernsthaften  Strafe  gesprochen  werden  kann,  wenn  eine  Geldstrafe  für  ein  Ver-

gehen deutlich unter den Ordnungsbussen für geringfügige Übertretungen liegen 

-   26   -

würde (BSK StGB-DOLGE, Art. 34 N. 80 m.w.H.).

7.2. Auf die Ausführungen der Vorinstanz zu den finanziellen Verhältnissen des 

Beschuldigten kann grundsätzlich verwiesen werden (Urk. 47 E. IV.5.3.2. S. 22 f.) 

Gemäss  Ausführungen  des  Beschuldigten  anlässlich  der  Berufungsverhandlung 

hat  sich  hieran  nichts  wesentliches  verändert  (Urk. 67  S. 1  f.).  Damit  rechtfertigt 

sich mit der Vorinstanz eine Tagessatzhöhe von Fr. 30.–. 

8.

Zwischenfazit

Der Beschuldigte ist mit einer Freiheitsstrafe von 72 Monaten sowie einer Gelds-

trafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 30.– zu bestrafen. 

9.

Haftanrechnung

Da sich der Beschuldigte am 30. August 2022 von 08.30 Uhr bis 16.20 Uhr in Haft 

befand (Urk. D1/21/2 S. 1 i.V.m. Urk. D1/21/6 S. 2), ist ihm ein Tag an die Strafe 

anzurechnen (Art. 51 StGB). 

B.

Vollzug

Auf die Ausführungen der Vorinstanz zum Vollzug kann zur Vermeidung unnötiger 

Wiederholungen ebenfalls vollumfänglich verwiesen werden (Urk. 47 E. V. S. 23). 

Demnach sind sowohl die Freiheits- als auch die Geldstrafe zu vollziehen. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen

Die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsauflage (Dispositivziffer 6) ist aus-

gangsgemäss und unter Hinweis auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägun-

gen hierzu zu bestätigen (Urk. 47 E. VII.1.-2. S. 23 f.). 

2.

Zweitinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen

2.1. Die  Kosten  des  Berufungsverfahrens  werden  nach  Obsiegen  und  Unter-

liegen verteilt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Nachdem der Beschuldigte mit seiner Beru-

-   27   -

fung  praktisch  vollumfängilch  unterliegt,  sind  ihm  die  Kosten  des  Berufungs-

verfahrens,  mit  Ausnahme  der  Kosten  der  vormaligen  amtlichen  Verteidigung, 

welche  einstweilen  auf  die  Gerichtskasse  zu  nehmen  sind,  vollständig  aufzuer-

legen. Bei der Reduktion der Strafe handelt es sich um einen reinen Ermessensen-

tscheid. Dieser hat keinen Einfluss auf die Kostenverlegung. Damit hat er auch die 

Kosten  der  erbetenen  Verteidigung  selbst  zu  tragen.  Die  zweitinstanzliche 

Gerichtsgebühr ist praxisgemäss auf Fr. 3'600.– festzusetzen (§ 16 Abs. 1 i.V.m. 

§ 14 Abs. 1 lit. b GebV OG).

2.2. Die  vormalige  amtliche  Verteidigerin,  Rechtsanwältin  Dr. iur.  X2._____, 

wurde  sodann  bereits  ihrer  Honorarnote  entsprechend  mit  Fr. 1'159.15  aus  der 

Gerichtskasse entschädigt (Urk. 60 i.V.m. Urk. 60A). Der darin geltend gemachte 

Aufwand erweist sich als angemessen. Die Kosten der vormaligen amtlichen Ver-

teidigung  sind  einstweilen  auf  die  Gerichtskasse  zu  nehmen.  Die  Rückzahlungs-

pflicht des Beschuldigten bleibt jedoch gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 

5. Dezember 2023 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

-   28   -

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte hat sich wie folgt schuldig gemacht:







2.

3.

4.

[…]

Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 116 Abs. 1 lit. a 
AIG

Förderung der Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung im Sinne von Art. 116 Abs. 1 
lit. b AIG

[…]

[…]

Auf den Einzug der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/ 

Unterland vom 2. Juni 2023 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei 

Zürich unter den Lagernummern B00702-2022 und B00704-2002 aufbewahr-

ten Betäubungsmittel wird verzichtet in Hinblick auf das gegen B._____ wei-

tergeführte Verfahren. Die Beschlagnahme wird aufrechterhalten.

5.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr. 

Fr.

6'000.– ; die weiteren Auslagen betragen:

7'500.–   Gebühr für die Strafuntersuchung

10'018.60   Auslagen (Gutachten)

3'863.46   Auslagen Vorverfahren 

3'400.–   Telefonkontrolle

1'120.–   Auslagen Polizei

15'000.–   amtl. Verteidigung (inkl. MWST)

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

6.

7.

8.

[…]

[Mitteilungen]

[Rechtsmittel]"

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

-   29   -

Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig der qualifizierten 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 

Abs. 1 lit. d BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG.

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit 72 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag 

durch Haft erstanden ist sowie mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 30.–. 

3.

4.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird nicht aufgeschoben.

Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 6) wird be-

stätigt.

5.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

6.

7.

Fr.

Fr.

3'600.– ; die weiteren Kosten betragen:

1'159.15

  vormalige amtliche Verteidigung (inkl. 8,1% MWSt; 

bereits entschädigt)

Der erbetenen Verteidigung wird keine Entschädigung zugesprochen.

Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

vormaligen amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

Die Kosten der vormaligen amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf 

die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten 

bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an





die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben)

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an





die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

-   30   -





das Staatssekretariat für Migration SEM

das Bundesamt für Polizei, fedpol, Bundeskriminalpolizei

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an









die Vorinstanz

den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 
des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten.

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 13. Januar 2025

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. B. Gut

MLaw A. Blaser