# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa9bc30f-a458-548a-b20d-fc4048707c2e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 08.05.2024 KSK 2024 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2024-30_2024-05-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 8. Mai 2024

Referenz KSK 24 30

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer als Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Bergamin und Michael Dürst
Guetg, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

gegen

B._____ SA
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Oliver Gnehm
BGPartner Rechtsanwälte AG, Genferstrasse 21, 8027 Zürich 

Gegenstand Arrest

Anfechtungsobj. Arresturkunde des Betreibungs- und Konkursamtes der Region 
Maloja vom 15.03.2024

Mitteilung 8. Mai 2024

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Sachverhalt

A. Mit Arrestbegehren vom 12. März 2024 beantragte die B._____ SA dem 
Regionalgericht Maloja das Folgende:

1. Es seien sämtliche sich in den von der Gesuchsgegnerin genutzten 
Räumlichkeiten an der C._____, insbesondere ein Motorfahrzeug 
"D._____" in blauer Farbe, ein Motorfahrzeug "E._____" in hellblauer 
Farbe, ein Motorrad "F._____" in beiger Farbe und ein Fahrrad 
"G._____" in beiger Farbe bis zur Deckung der Arrestforderung in der 
Höhe von CHF 289'768.35 nebst Zins 5 % seit 5. März 2024 sowie der 
Kosten zu verarrestieren.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Las-
ten der Gesuchsgegnerin. 

B. Mit Arrestbefehl vom 13. März 2024 hiess das Regionalgericht Maloja das 
Arrestbegehren gut und lastete die Kosten von CHF 1'500.00 der Gläubigerin an.

C. Das Betreibungsamt der Region Maloja (fortan: Betreibungsamt Maloja) 
vollzog den Arrest am 14. März 2024. Gemäss der am 15. März 2024 ausgestell-
ten Arresturkunde wurden die im Arrestbegehren bzw. im Arrestbefehl aufgeführ-
ten Gegenstände mit Arrestbeschlag belegt. Der Schätzwert der Fahrzeuge wird 
mit total CHF 263'600.00 beziffert. In der Arresturkunde ist ferner die folgende 
Bemerkung enthalten:

[…]

Folgende Sicherungsschritte wurden im Zuge des Arrestvollzugs vor-
genommen:
Sicherung des Zuganges und Austausch der Schlüssel am 14.03.2024 ab 
11:15 Uhr. 
Radkrallen mit Hilfe der Kapo Graubünden an den Fahrzeugen montiert am 
14.03.2024 um 12:00 Uhr. 
Räumlichkeiten versiegelt durch Kapo Graubünden, da das Risiko zu gross 
ist, Zugang zu den Räumlichkeiten zu erhalten und die verarrestierten Ge-
genstände zu entwenden am 14.03.2024, 12:15 Uhr.

D. Mit Beschwerde gemäss Art. 17 ff. SchKG vom 21. März 2024 gegen die 
Arresturkunde lässt die A._____ (fortan: Beschwerdeführerin), vertreten durch die 
Rechtsanwälte Raffaele De Vecchi und Matteo Simona, vor dem Kantonsgericht 
von Graubünden das Folgende beantragen:

1. Es seien die Siegel an den Räumlichkeiten, in denen sich die arrestier-
ten Fahrzeuge befinden, d.h. dem Pop-up-Store oder Showroom 
H._____ in der C._____, unverzüglich zu entfernen und die verarres-
tierten Räumlichkeiten der Arrestschuldnerin wieder zur freien Verfü-
gung zu stellen;

2. Es seien nur das Fahrzeug "D._____" in dunkelblauer Farbe und das 
Motorrad "F._____" in beiger Farbe zu verarrestieren;

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3. Es sei das verarrestierte Fahrzeug "E._____" in der hellblauen Farbe 
vom Arrest zu befreien und der Arrestschuldnerin freizugeben;

4. Es sei das verarrestierte Fahrrad "G._____" in der beigen Farbe vom 
Arrest zu befreien und der Arrestschuldnerin freizugeben;

5. Unter Kosten Entschädigungsfolgen (zzgl. Mehrwertsteuern) zulasten 
der Arrestgläubigerin.

E. Das Betreibungsamt Maloja sowie die B._____ SA (fortan: Beschwerde-
gegnerin) beantragen in ihren Stellungnahmen vom 8. April 2024 (Poststempel 
vom 9. April 2024) bzw. 19. April 2024 die Beschwerdeabweisung.

F. Mit Eingabe vom 30. April 2024 zeigten die Rechtsanwälte Raffaele De 
Vecchi und Matteo Simona dem Kantonsgericht von Graubünden die sofortige 
Beendigung ihres Mandates mit der Beschwerdeführerin an. 

Erwägungen

1. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die Schätzungswerte, welche 
nach ihrem Dafürhalten zu tief seien. Daraus folgernd rügt sie eine Überarrestie-
rung, weil der effektive Wert der arrestierten Gegenstände die Arrestforderung um 
ein Vielfaches überschreite. Weiter moniert sie, der Showroom sei unzulässiger-
weise "arrestiert" worden. 

2.1. Mit Ausnahme der Fälle, in denen das SchKG den Weg der gerichtlichen 
Klage vorschreibt, kann gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder Konkur-
samtes bei der Aufsichtsbehörde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemes-
senheit Beschwerde geführt werden (Art. 17 Abs. 1 SchKG). 

2.2. Die Beschwerdeführerin weist auf die ihrer Ansicht nach unsichere Rechts-
lage hin, wonach im Falle einer Überarrestierung keine Beschwerde gemäss 
Art. 17 SchKG eingelegt werden könne, sondern Arresteinsprache nach 
Art. 278 ff. SchKG beim Arrestgericht eingelegt werden müsse. Sie verweist dies-
bezüglich auf die Ausführungen im Entscheid des Obergerichts Zug (OGer ZG BA 
2023 60 v. 23.1.2024 E. 2.1). Die im zitierten Entscheid enthaltenen Ausführungen 
beziehen sich indes auf den Sonderfall eines schweizweiten Arrestes. Für diesen 
Sonderfall wird in der Lehre teilweise die Meinung vertreten, dass die Rüge der 
Überarrestierung mit der Arresteinsprache geltend zu machen ist (vgl. etwa Hans 
Reiser, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz 
über Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. II, 3. Aufl., Basel 2021, N 16 zu Art. 278 
SchKG; Hans Reiser/Ingrid Jent-Sørensen, Der schweizweite Arrest – das Arrest-
gericht als Koordinator, in: BlSchK 2020, S. 147 f.). Begründend wird hierzu aus-
geführt, dass beim schweizweiten Arrest, bei welchem die arrestierten Vermö-

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gensgegenstände in verschiedenen Zuständigkeitsgebieten liegen und entspre-
chend von verschiedenen Betreibungsämtern blockiert werden, bei keinem Betrei-
bungsamt und bei keiner übergeordneten Aufsichtsbehörde zur endgültigen 
Klärung gebracht werden könne. Zur Klärung der Frage eines Überarrests sei nur 
das Arrestgericht als einzige zur Koordination fähige Instanz in der Lage. Daraus 
wird abgeleitet, dass die Rüge eines Überarrestes ausnahmsweise mit der Arre-
steinsprache und nicht mittels betreibungsrechtlicher Beschwerde gemäss Art. 17 
ff. SchKG geltend zu machen sei. Diese Lehrmeinung ist jedoch nicht unbestritten 
und soweit ersichtlich höchstrichterlich nicht geklärt. In der Lehre und Gerichtspra-
xis unbestritten ist jedoch der Umstand, dass die Überarrestierung beim "gewöhn-
lichen" Arrest (ein oder mehrere Gegenstände mit dem gleichen Lageort und Voll-
zug durch das Betreibungsamt am Lageort) ausschliesslich auf dem Weg der Be-
schwerde nach Art. 17 ff. SchKG gerügt werden kann bzw. muss (vgl. etwa BGer 
5A_947/2012 v. 14.5.2013 E. 4). Die SchK-Beschwerde stellt mithin ein zulässiges 
Rechtsmittel gegen den vorliegenden Arrestvollzug dar. 

2.3. Die übrigen formellen Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Beschwer-
de sind erfüllt und geben grundsätzlich zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf das 
Rechtsmittel ist einzutreten.

3. Mit der Beschwerde gemäss Art. 17 ff. SchKG kann Gesetzesverletzung, 
Unangemessenheit, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung gerügt werden. 
Unangemessen ist eine Verfügung dann, wenn sie zwar innerhalb des Ermes-
sensspielraumes liegt, den das Gesetz einräumt, das Ermessen aber nicht richtig, 
sondern unzweckmässig gehandhabt wird, ohne dass die Ermessensausübung 
geradezu willkürlich wäre (vgl. Franco Lorandi, Betreibungsrechtliche Beschwerde 
und Nichtigkeit, Basel 2020, N 120 zu Art. 17 SchKG m.w.H.). Mit der Überprüfung 
der Angemessenheit darf und muss die kantonale Aufsichtsbehörde ihr eigenes 
Ermessen an die Stelle desjenigen des Zwangsvollstreckungsorgans setzen (vgl. 
BGE 100 III 16 E. 2; BGer 5A_239/2012 v. 21.6.2012 E. 3; 5D_13/2012 v. 
21.8.2012 E. 5.2). 

4.1. Die Beschwerdeführerin erachtet die Schätzungswerte als zu tief. Das Be-
treibungsamt habe die Fahrzeuge selbst geschätzt. Es habe sich hierzu auf die 
auf Internetplattformen aufgeführten Verkaufspreise gestützt. Diese realistischen 
Verkaufspreise habe es dann auf 1/5 bzw. 1/3 reduziert. Die Beschwerdeführerin 
beanstandet dieses Vorgehen sowie die endgültigen Schätzungswerte. Die Schät-
zung müsse den mutmasslichen Verkaufswert bestimmen. Das Betreibungsamt 
sei im Besitz realistischer und tatsächlicher Verkaufspreise der einzelnen Fahr-
zeuge gewesen. Die im Recht liegenden Kopien von anderen Verträgen und Zah-

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lungsbestätigungen von erfolgten Verkäufen würden diese Zahlen bestätigen. So 
seien ein Motorfahrzeug "D._____" wie das verarrestierte am 13. Oktober 2023 für 
umgerechnet CHF 297'505.00 und ein Motorrad "F._____", ebenfalls wie das ver-
arrestierte Motorrad, im Jahr 2022 für umgerechnet CHF 57'955.20 verkauft wor-
den. Daraus resultiere, dass schon diese zwei Fahrzeuge einen tatsächlichen Ge-
samtverkaufswert von mindestens ca. CHF 355'460.20 hätten (vgl. act. A.1, Ziff. 
33 ff.). 

4.2. Das Betreibungsamt Maloja weist in seiner Stellungnahme vom 8. April 
2024 darauf hin, die von der Beschwerdeführerin angegebenen Verkaufswerte 
seien im Kontext der Zwangsverwertung unrealistisch. Die von der Beschwerde-
führerin behaupteten Preise lägen noch höher als die vom Betreibungsamt Maloja 
im Internet recherchierten Preise. In einer Zwangsverwertung würden erfahrungs-
gemäss Elemente, wie sie vom Betreibungsamt berücksichtigt und stark gewichtet 
worden seien, einen starken Einfluss auf den Verkaufswert von Gegenständen 
haben. Bereits die Zwangsverwertung an sich habe einen Einfluss auf den Ver-
kaufspreis. Fehle die Zustimmung sämtlicher Beteiligten, müssten Gegenstände 
öffentlich versteigert werden. Dabei würden erfahrungsgemäss Preise erzielt, die 
nur einen Bruchteil der auf dem Markt angebotenen Preise für diese Gegenstände 
betrage. Dieser Effekt verstärke sich bei Luxusgütern. Die Schätzwerte des Be-
treibungsamtes seien vorliegend optimistisch. Kundinnen und Kunden in diesem 
speziellen Segment würden die Luxusgegenstände erfahrungsgemäss aus Presti-
gegründen erwerben und nicht, um ein Schnäppchen zu erzielen. Hinzu kämen 
noch weitere Faktoren. Der Zustand der ausgestellten Fahrzeuge sei nicht absch-
liessend geklärt und habe im Zuge der Sicherung auch nicht näher geprüft werden 
können. Standschäden seien nicht auszuschliessen. Es handle sich um Ausstel-
lungsmodelle und damit nicht um neue Fahrzeuge. Unter dem Fahrzeug 
"D._____" sei eine Öllache und das Fahrrad habe einen Platten. In der Zwangs-
verwertung würden Fahrzeuge ohne Gewähr veräussert. Dies und die fehlende 
Garantie schlage ebenfalls auf den Verkaufspreis durch. Sodann würden nach 
eigenem Wissensstand Fahrzeuge wie der "E._____" in der Schweiz keine Stras-
senzulassung erhalten. Auch dies könne einen negativen Einfluss auf den Zu-
schlagspreis haben (vgl. act. A.2). 

4.3. Die Beschwerdegegnerin führt aus, die vom Betreibungsamt auf öffentlich 
zugänglichen Drittquellen ermittelten Preise würden keinen Marktwert widerspie-
geln. Der "E._____" sei bislang nicht verkauft worden. Die Beschwerdeführerin 
nehme an bestehenden Fahrzeugmodellen Modifikationen vor und versuche, die 
getunten Fahrzeuge anschliessend an zahlungskräftige Abnehmer zu verkaufen. 

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Die schwierige finanzielle Situation der Arrestschuldnerin und die Schliessung der 
Ausstellungsräume in C._____ und in I._____ würden zeigen, dass die getunten 
Fahrzeuge nicht bzw. kaum verkauft würden. Dieser Umstand sei zu Recht vom 
Betreibungsamt berücksichtigt worden. Das Betreibungsamt verfüge über ein 
grosses Ermessen in Bezug auf die Schätzung. Die Schätzungen seien nicht zu 
beanstanden. Das Betreibungsamt müsse sämtliche Elemente berücksichtigen, 
welche sich auf den Zuschlag auswirken würden. Zutreffend habe es den Um-
stand berücksichtigt, dass es für die verarrestierten Fahrzeuge keine Marktpreise 
gebe. Entsprechend stammten die Schätzpreise aus Zeitschriften und nicht von 
gängigen Internetplattformen. Es handle sich nicht um realistische oder tatsächli-
che Verkaufspreise. Die Beweismittel der Beschwerdeführerin änderten daran 
nichts. Mangels Existenz an Informationen über Angebot und Nachfrage habe das 
Betreibungsamt diese Preise nicht als Schätzung übernehmen müssen, sondern 
es habe korrekt den Umstand der fehlenden Marktpreise bei der Schätzung 
berücksichtigt. Es handle sich um Vorführwagen, welche einen massiv geringeren 
Wert als Neuwagen aufweisen würden. Dies gelte im besonderen Masse bei Lu-
xusserienfahrzeugen, die für zahlungskräftige Käufer individuell veredelt würden. 
Auch sei bei Zwangsverwertungen erfahrungsgemäss mit tieferen Preisen zu 
rechnen. Die Schätzungswert sei nicht zu beanstanden (vgl. act. A.3, 13 ff.). 

5.1. Die Schätzung des Wertes der Vermögenswerte und deren Angabe in der 
Arresturkunde (vgl. Art. 276 Abs. 1 SchKG) ist für den Arrestvollzug Gültigkeits-
voraussetzung (vgl. BGE 113 III 104 E. 4; BGer 5A_530/2019 v. 3.12.2019 E. 
3.1.1). 

5.2. Die Schätzung dient dazu, den Umfang der Sicherheit zu bestimmen, wobei 
das Amt verpflichtet ist, nur die Vermögenswerte zu beschlagnahmen, die zur Be-
friedigung des Arrestgläubigers in Bezug auf Kapital, Zinsen und Kosten erforder-
lich sind (Art. 97 Abs. 2 SchKG i.V.m. Art. 275 SchKG). Sie dient auch dazu, zu 
überprüfen, ob es sich nicht um Vermögenswerte ohne Verwertungswert im Sinne 
von Art. 92 Abs. 2 SchКG handelt. Sie dient zudem dazu, die Höhe der Sicherhei-
ten festzulegen, die vom Schuldner zu leisten sind, um die freie Verfügung über 
die beschlagnahmten Vermögensrechte wiederzuerlangen (Art. 277 SchKG; vgl. 
zum Ganzen BGer 5A_530/2019 v. 3.12.2019 E. 3.1.2).

5.3. Die Schätzung der arrestierten Vermögenswerte muss alle Elemente 
berücksichtigen, welche sich auf den Zuschlag auswirken können. Sie muss aller-
dings nicht möglichst hoch ausfallen, sondern nur den mutmasslichen Verkaufs-
wert des Gegenstandes bestimmen (BGE 143 III 532 E. 2.2; 134 III 42 E. 4). Das 
Gesetz schreibt die Methode, um diesen Wert zu bestimmen, nicht vor (BGE 134 

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III 42 E. 4; BGer 5A_421/2018 v. 13.11.2018 E. 6.2.2). Die Schätzung ist Ermes-
senssache (BGE 145 III 487 E. 3.2). Der Betreibungsbeamte muss sie nicht unbe-
dingt alleine erfüllen, sondern kann Sachverständige zuziehen (Art. 97 Abs. 1 2. 
Satzteil SchKG). 

6.1. Die Beschwerdeführerin rügt nicht, dass das Betreibungsamt verpflichtet 
gewesen wäre, einen Sachverständigen beizuziehen. Auch beantragt sie nicht 
eine Neuschätzung unter Beizug eines solchen. Sie moniert einzig, das Betrei-
bungsamt habe die von ihm auf Internetplattformen ermittelten Ausgangswerte 
unangemessen hoch reduziert. Die Ausgangswerte seien korrekt und würden die 
Marktpreise der Fahrzeuge widerspiegeln. Sie seien in der Schätzung auszuwei-
sen. Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass es sich bei den vom Betreibungs-
amt Maloja ermittelten Ausgangswerten überhaupt um realistische Verkaufspreise 
handelt. 

Es kann offenbleiben, ob die vom Betreibungsamt Maloja offensichtlich Online-
Automagazinen entnommenen "Verkaufspreise", welche sie ihren Schätzungen 
jeweils als Ausgangswerte zugrunde legte, realistische und realisierbare "Markt-
preise" darstellen (vgl. dazu nachfolgend E. 6.2). Zwar trifft der Einwand der Be-
schwerdeführerin zu, es handle sich um keine offiziellen Verkaufspreise, sondern 
lediglich um Annahmen von Verkaufspreisen (vgl. etwa betreffend "E._____": 
<https:// J._____ >[zuletzt besucht am 30.4.2024]; betreffend "D._____": <https:// 
K._____ [zuletzt besucht am 30.4.2024]). Die von der Beschwerdeführerin ins 
Recht gelegten "Verträge" betreffend ein Motorfahrzeug "D._____" (vgl. act. B.5) 
sowie zwei Motorräder "F._____" (act. B.7) lassen ebenfalls keine genügenden 
Rückschlüsse auf die Höhe der Verkaufspreise der arrestierten Fahrzeuge zu. Der 
Verkaufspreis des Motorfahrzeugs "D._____" wird im Vertrag zwar auf 
EUR 313'000.00 beziffert (act. B.5). Dieser Betrag lässt sich jedoch nicht unbese-
hen auf das arrestierte Fahrzeug übertragen. Mangels Kenntnis deren Spezifikati-
onen, Ausbaustandards etc. lässt sich nicht eruieren, inwieweit die Fahrzeuge 
vergleichbar sind. Hinsichtlich der beiden Motorräder bleibt offen, ob der Kaufver-
trag überhaupt abgeschlossen wurde, fehlt doch die letzte und von beiden Partei-
en zu unterzeichnende Seite. Die im Recht liegende Seite des "Vertrages" enthält 
eine Paraphierung, deren Urheber indes unbekannt bleibt. Rückschlüsse auf ein 
mögliches Vertragsakzept sind nicht möglich. 

6.2. Aus der Arresturkunde geht hervor, dass das Betreibungsamt Maloja das 
Motorfahrzeug "E._____" mit 1/3 des "Verkaufspreises" von GBP 450'000.00, mit-
hin CHF 170'000.00 schätzt. Das Motorfahrzeug "D._____" schätzt es mit 1/3 des 
"Verkaufspreises" von EUR 235'000.00 auf CHF 75'000.00. Die Verkaufspreise 

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seien auf "J._____" (recte wohl .com) ermittelt worden. Das Motorrad "F._____" 
erziele gemäss "J._____" im Verkauf ca. EUR 49'000.00, es werde mit 1/3 auf 
CHF 15'000.00 geschätzt. Gemäss "L._____" erziele das Fahrrad "G._____" im 
Verkauf ca. EUR 19'000.00, es werde mit 1/5 dieses Preises auf CHF 3'600.00 
geschätzt (vgl. act. B.4). Wie bereits ausgeführt, sind bei der Schätzung arrestier-
ter Vermögenswerte alle Elemente zu berücksichtigen, welche sich auf den Zu-
schlag auswirken können. Dies hat der Betreibungsbeamte vorliegend getan und 
aufgrund der besonderen Umstände erhebliche Reduktionen der von ihm ermittel-
ten Ausgangspreise vorgenommen. Zu Recht weist das Betreibungsamt Maloja 
darauf hin, dass sich eine öffentliche Versteigerung an sich bereits negativ auf den 
zu erzielenden Preis auswirken würde. Dies ist als notorisch zu bezeichnen und 
hat vorliegend umso mehr zu gelten. Es handelt sich bei den Fahrzeugen nämlich 
um exklusive Raritäten. Dies schränkt den Kreis potentieller Interessenten erheb-
lich ein. Sodann entfallen Konfigurationsmöglichkeiten, was die "Attraktivität" der 
Fahrzeuge zumindest in gewisser Hinsicht weiter schmälern dürfte, da das Er-
scheinungsbild bzw. die Ausstattung dieser Individualluxusfahrzeuge nicht mitbe-
stimmt werden kann. Im Falle einer öffentlichen Versteigerung wird es schwierig 
werden, den kleinen Kreis von Interessenten zu erreichen. Zudem handelt es sich 
um Vorführ- bzw. Ausstellmodelle. Inwieweit mit Standschäden zu rechnen ist, ist 
für potentielle Käufer kaum abschätzbar. Gemäss Betreibungsamt war beim 
"D._____" eine Öllache feststellbar und das Fahrrad "G._____" wies einen platten 
Reifen auf. Die übliche von der Beschwerdeführerin gewährte Garantie (vgl. 
act. B.5, S. 2, und act. B.7) bzw. allfällige gesetzliche Gewährleistungen entfallen 
(vgl. nach schweizerischem materiellen Recht etwa Art. 234 OR), was sich weiter 
negativ auf den Preis auswirken dürfte. Die Ausstellungsräume der Beschwerde-
führerin in C._____ und I._____ waren bereits vor Arrestlegung geschlossen (vgl. 
act. C.3 und C.4 sowie den zitierten, in den Beilagen [act. C.5] aber wohl ver-
tauschten Artikel von M._____ "Konkursamt Maloja schlägt bei N._____ zu", ab-
rufbar unter: <https:// O._____ [zuletzt besucht am: 29.4.2024]), woraus Dritte – 
zusätzlich bedingt durch die Zwangsversteigerung – auf eine schlechte finanzielle 
Situation der Beschwerdeführerin schliessen werden. Dementsprechend unklar ist 
aus Sicht von Interessenten die zukünftige Sicherstellung von Wartungs- und Re-
paraturleistungen durch die Beschwerdeführerin. Aus den als "ANNEX 2" zum 
Kaufvertrag betreffend das Fahrzeug "D._____" beiliegenden "GENERAL TERMS 
AND CONDITION OF CONTRACT" (vgl. act. B.5, "Article 3.1.3") ergibt sich so-
dann, dass die Zulassung der Fahrzeuge Sache der Käuferschaft ist. Damit bleibt 
jedenfalls hinsichtlich der Motorfahrzeuge unklar, ob sie für den Strassenverkehr 
zugelassen sind bzw. überhaupt zugelassen werden können. Im Rahmen einer 
öffentlichen Versteigerung wird sich dies negativ auf den Verkaufspreis auswirken, 

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weil die Interessenten nicht die notwendige Zeit erhalten werden, die Zulassungs-
möglichkeit – allenfalls auch im Ausland – abschliessend zu klären. In Überein-
stimmung mit den Ausführungen der Beschwerdegegnerin sowie gestützt auf die 
von ihr eingereichten Akten erscheint naheliegend, dass bis dato bzw. zumindest 
während langer Zeit kein einziges Modell des "E._____" verkauft werden konnte 
(vgl. act. A.1, Ziff. 10 und Ziff. 36; act. E.1, "Arrestbegehren", S. 7 ff.; act. C.2 und 
C.6), wofür auch spricht, dass die Beschwerdegegnerin keine entsprechenden 
Kaufverträge ins Recht reichte. Entsprechend unwahrscheinlich erscheint denn, im 
Rahmen einer Zwangsverwertung innert nützlicher Zeit den von der Beschwerde-
führerin behaupteten Schätzwert zu erzielen. 

6.3. Unter Würdigung all dieser sich auf den Zuschlag auswirkenden Unsicher-
heiten ist die vom Betreibungsbeamten vorgenommene erhebliche Reduktion der 
"Ausgangswerte" gerechtfertigt. Jedenfalls erweisen sich die Schätzungen unter 
Berücksichtigung des dem Betreibungsbeamten zustehenden Ermessens nicht als 
unangemessen. 

7. Aus dem soeben Gesagten folgt ein Gesamtschätzwert von 
CHF 263'600.00. Angesichts der Arrestforderung in Höhe von CHF 289'768.35 
zzgl. Zins von 5 % seit 5. März 2024 ist der Rüge der Überarrestierung die Grund-
lage entzogen (vgl. act. A.1, Ziff. 37). 

8.1. Bleibt noch zu prüfen, ob die Siegelung des Showrooms zulässig war. 

8.2. In der Arresturkunde ist vermerkt, dass die Räumlichkeiten, in denen sich 
die verarrestierten Gegenstände befinden, durch die Kantonspolizei Graubünden 
versiegelt worden seien, da das Risiko eines möglichen Zugangs zu den Räum-
lichkeiten samt Wegschaffung der Fahrzeuge zu gross sei (vgl. act. B. 4, S. 2). 

8.3. Die Beschwerdeführerin sieht keine Notwendigkeit zur Versiegelung des 
Showrooms. Diese sei weder mit Arrestgesuch beantragt noch durch das Arrest-
gericht angeordnet worden. Ein Sicherheitsproblem bestehe nicht. Die Fahrzeuge 
seien bereits durch Radkrallen blockiert. Es hätten weniger einschneidende Mass-
nahmen ergriffen werden können, um das Verbringen der Fahrzeuge zu verhin-
dern (Schloss am Lenkrad, mechanische Blockierung der Lufteinlässe etc.). Die 
Beschlagnahme des Showrooms zusätzlich zu den getroffenen Sicherungsmass-
nahmen sei unverhältnismässig und nicht gerechtfertigt. Die Interessen der Ar-
restschulderin würden erheblich beeinträchtigt (Imageschaden). Da mehr arrestiert 
worden sei als nötig, könne sie auch nicht mehr auf die Gegenstände zurückzu-
greifen, welche den Wert der Pfändung übersteigen würden (act. A.1, Ziff. 42 ff.).

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8.4. Das Betreibungsamt Maloja erläutert in seiner Stellungnahme, die Kantons-
polizei Graubünden habe zwar Sicherungsmittel an den Motorfahrzeugen ange-
bracht. Eine geeignete Sicherung des Motorrades und des Fahrrades habe aber 
nicht erfolgen können. Diese seien durch die Schliessung gesichert worden. Der 
Zugang durch die Vordertüre habe umprogrammiert werden können, sodass nur 
noch das Betreibungsamt Zugang durch die Vordertüre erhalte. Aus feuerpolizeili-
chen Gründen habe der einfach zugängliche Hintereingang nicht verriegelt werden 
können. Durch den Hintereingang könne die Ladentüre per Knopfdruck geöffnet 
werden. Stehe die Ladentüre offen, könnten die Fahrzeuge ohne grossen Auf-
wand auf ein Verladefahrzeug gehoben und abtransportiert werden. Dieses Risiko 
bestehe nach wie vor. Nach Rücksprache mit der Kantonspolizei habe sich einzig 
die Versiegelung des Raumes als zusätzliche geeignete Massnahme gezeigt (act. 
A.2, S.3). 

8.5. Die Beschwerdegegnerin schliesst sich im Wesentlichen den Ausführungen 
des Betreibungsamtes an (vgl. act. A.3, Ziff. 32 f.). 

9.1. Der vorliegend anwendbare Art. 98 SchKG (vgl. Art. 275 SchKG) regelt be-
sondere Vorkehren zur Sicherung beweglicher Pfändungsobjekte. Denn trotz des 
in der Arresturkunde enthaltenen Hinweises, dass über die gepfändeten Vermö-
genswerte bei Straffolge (Art. 169 StGB) nicht mehr verfügt werden darf (Art. 96 
Abs. 1 SchKG), würde das in vielen Fällen nicht ausreichen, um sicherzustellen, 
dass gepfändete Vermögensstücke bis zur Verwertung auch tatsächlich erhalten 
bleiben. So hat das Betreibungsamt Geld, Banknoten, Inhaberpapiere, Wechsel 
und andere indossable Papiere wie auch Edelmetalle und andere Kostbarkeiten, 
die es mit Pfändungsbeschlag belegt, in Verwahrung zu nehmen (Art. 98 Abs. 1 
SchKG). Die gleiche Massnahme trifft es bei anderen Gegenständen, wenn es 
dafürhält, sie erscheine zur Sicherung der durch die Pfändung begründeten Rech-
te als geboten (Art. 98 Abs. 3 SchKG). Einstweilen beim Schuldner belassenes 
Pfändungssubstrat kann zur Sicherung versiegelt werden (Art. 290 StGB). Die 
Siegelung kann sich namentlich aus Gründen der Verhältnismässigkeit und nicht 
zuletzt auch aus Kostengründen empfehlen (Nino Sievi, in: Staehe-
lin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetrei-
bung und Konkurs, Bd. I, 3. Aufl., Basel 2021, N 11 zu Art. 98 SchKG m.w.H.).

9.2. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Siegelung des Showrooms sei 
weder im Arrestbegehren beantragt noch mit Arrestbefehl verfügt worden, weshalb 
das Betreibungsamt dies auch nicht im Rahmen des Arrestvollzuges hätte verfü-
gen dürfen (act. A.1, Ziff. 57), zielt ins Leere. Die Siegelung ist als Sicherungs-
massnahme Teil des Arrestvollzuges (Art. 98 SchKG i.V.m. Art. 275 SchKG). Die 

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Anordnungskompetenz liegt damit beim Betreibungsamt als Vollzugsbehörde. Sie 
braucht nicht im Arrestbefehl angeordnet zu werden. Die Begriffswahl der Be-
schwerdeführerin "Arrestierung des Showrooms" ist entsprechend falsch und irre-
führend (vgl. act. A.1, Ziff. 47, 51 und 55). 

9.3.1. Aufgrund der Depositionen der Beschwerdegegnerin, dem in den Akten 
liegenden E-Mailverkehr zwischen Vertretern der Beschwerdeführerin und der Be-
schwerdegegnerin sowie aufgrund der Beilagen erscheint naheliegend, dass sich 
die Beschwerdeführerin in finanziellen Schwierigkeiten befindet, jedenfalls aber 
einen Liquiditätsengpass aufweist (vgl. act. A.1, Ziff. 10, Ziff. 30 ff.; act. C.2, bis 
C.5). Sie scheint nicht in der Lage zu sein, die liquiden Mittel aufzubringen, um die 
– prima vista – unbestrittene Forderung an die Beschwerdegegnerin zu leisten. 
Bei dieser Ausgangslage bestand bzw. besteht zumindest ein akzentuiertes Risi-
ko, dass die Fahrzeuge an den Hauptsitz der Beschwerdeführerin nach Italien 
verbracht werden könnten, um sie der Zugriffsmöglichkeit durch die Beschwerde-
gegnerin zu entziehen. Das Betreibungsamt Maloja hat nachvollziehbar dargelegt, 
weshalb die an den Fahrzeugen vorgenommenen Sicherungsmassnahmen nicht 
ausreichend seien. So sei ein Zugang zu den Ausstellungsräumen über den 
Notausgang möglich, welcher nicht gesperrt werden dürfe. In den Ausstellungs-
räumen könne das Eingangstor über einen Schalter geöffnet werden. Ein Abtrans-
port der lediglich mittels Radkrallen gesicherten Motorfahrzeuge bzw. dem ungesi-
cherten Motorrad und Fahrrad bleibe ohne weiteres möglich. Diese Einschätzung 
wird offensichtlich von der Kantonspolizei geteilt, erfolgte die Siegelung des 
Showrooms doch in Absprache zwischen dem Betreibungsamt Maloja und der 
Kantonspolizei. Soweit die Beschwerdeführerin die Siegelung als unverhältnis-
mässig moniert, ist darauf hinzuweisen, dass sich im Showroom lediglich die ar-
restierten Vermögenswerte befinden und die Räumlichkeiten bereits vor Arrest-
vollzug geschlossen waren. Inwieweit sie unter den aktuellen Verhältnissen (gut 
sichtbare Radkrallen) überhaupt noch zu Vorführzwecken genutzt werden können, 
erscheint mehr als fraglich. Kommt hinzu, dass ohnehin offen ist, ob und wenn ja, 
wann der Showroom wieder öffnen wird. Mitarbeiter scheinen zu fehlen (vgl. act. 
C.3 und C.4). Würde das Betreibungsamt die Fahrzeuge selber in Verwahrung 
nehmen, müsste es einen geeigneten Raum suchen, der über den notwendigen 
Sicherheitsstandard verfügt. Eine Raummiete wäre mit weiteren erheblichen Kos-
ten verbunden. 

9.3.2. Bei alledem ist zu berücksichtigen, dass der Arrestvollzug in der Regel so-
fort nach Erlass des Arrestbefehls erfolgen muss (vgl. KGer GR KSK 19 50 v. 
17.11.2020 E. 5.5.2 m.w.H.). Der Betreibungsbeamte steht mithin unter erhebli-

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chem Zeitdruck und muss innert kürzester Zeit entscheiden, welche mit Arrestbe-
schlag belegten Gegenstände wie gesichert werden müssen. Dabei hat er auf-
grund der ihm zum Vollzugszeitpunkt zur Verfügung stehenden Kenntnisse und 
Informationen die unterschiedlichen Interessen gegeneinander abzuwägen. Un-
terbleiben objektiv gebotene Sicherungsmassnahmen und erleidet die Gläubigerin 
einen Schaden, droht eine Staatshaftung (Art. 5 SchKG). Es ist ihm mithin im 
Rahmen des Vollzuges ein nicht unerhebliches Ermessen über die zu ergreifen-
den Sicherungsmassnahmen zuzugestehen. Selbstredend bleibt es ihm im weite-
ren Gang möglich, aufgrund neuer Erkenntnisse oder veränderter Umstände die 
bisherigen Anordnungen in "Revision" zu ziehen und adäquatere Massnahmen 
anzuordnen. Konkret könnte vorliegend beispielsweise die Programmierung der 
Torentriegelung geprüft werden, sodass sich das Eingangstor nicht mehr ohne 
Weiteres öffnen liesse. Aufgrund der sich darstellenden Situation ist jedoch fest-
zuhalten, dass die Sicherungsmassnahmen notwendig und verhältnismässig wa-
ren bzw. sind. 

9.3.3. Der Einwand der Beschwerdeführerin, sie erleide aufgrund des angebrach-
ten amtlichen Siegels einen Prestigeverlust, ist nicht stichhaltig. Die an den Motor-
fahrzeugen angebrachten Radkrallen springen ebenfalls deutlich ins Auge, sodass 
sich die Wirkung des amtlichen Siegels auf Passanten und Interessierte – insbe-
sondere aufgrund der langgezogenen Schaufensterfront (vgl. B.12) – stark relati-
vieren dürfte (vgl. etwa act. B.9, B.11 und B.12). Zudem wird bereits die mediale 
Berichterstattung über die Arrestlegung negative Auswirkungen auf das Renom-
mee der Beschwerdeführerin gezeigt haben (vgl. den zitierten, in den Beilagen 
[act. C.5] aber wohl vertauschten Artikel von M._____ "P._____", abrufbar unter: 
<https://O._____ [zuletzt besucht am: 29.4.2024]). Aufgrund des Gesagten ist die 
Siegelung des Showrooms nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist auch in die-
sem Punkt abzuweisen.

10. Zusammenfassend ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. 

11. Das Beschwerdeverfahren gemäss Art. 17 ff. SchKG ist, abgesehen von 
hier nicht einschlägigen Ausnahmen, kostenlos (vgl. Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG 
und Art. 61 Abs. 2 lit. a GebV SchKG).

12. Im Beschwerdeverfahren gemäss Art. 17 ff. SchKG darf keine Parteien-
tschädigung zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 1 GebV SchKG).

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde der A._____ wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: