# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6710e64-54b9-50d8-99e4-14624f4a6ead
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.12.2008 D-7660/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7660-2008_2008-12-09.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7660/2008/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Sara Steiner.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
vertreten durch Annelise Gerber,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asyl und Wegweisung; Verfügung des 
BFM vom 24. November 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7660/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  Nigeria  eigenen  Angaben  zufolge  am 
29. Februar 2008  verliess  und  über  Italien  am  26. März 2008  in  die 
Schweiz gelangte, wo er gleichentags um Asyl ersuchte,

dass  am  1. April 2008  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
Z._______ die summarische Erstbefragung und am 7. April 2008 die 
einlässliche  Anhörung  stattfanden,  infolgedessen  der 
Beschwerdeführer am 11. April 2008 für die Dauer des Verfahrens dem 
Kanton Y._______ zugewiesen wurde,

dass der Beschwerdeführer zur Hauptsache geltend machte, er sei am 
20. Januar 2007 beziehungsweise am 4. Februar 2007 nach dem Tod 
seiner  Eltern  einer  von B._______  beziehungsweise  von C._______ 
geführten okkulten Gesellschaft beigetreten, in welcher sie die Homo-
sexualität praktiziert und sich täglich in der Nacht in einer Blechhütte 
im Dorf getroffen hätten,

dass  er  am  28. Februar 2008  beziehungsweise  am  1. Februar 2008 
am  Nachmittag  beziehungsweise  in  der  Nacht  D._______ 
beziehungsweise  E._______,  welcher  der  Sohn  des  Königs  seines 
Dorfes sei, unter Verwendung von Magie in den Wald gelockt und mit 
ihm homosexuelle Kontakte gehabt beziehungsweise ihn vergewaltigt 
habe,

dass der König mit  ein paar Männern am gleichen Tag zu ihm nach 
Hause gekommen sei, um ihn zu töten,

dass  er  durchs  Fenster  nach  X._______  habe  fliehen  können  und 
dann  mit  Hilfe  von  B._______,  der  dort  in  einem  Parking 
beziehungsweise am Busbahnhof arbeite, nach Lagos gelangt sei, wo 
er  weiterhin durch Freunde vom König mit  dem Tod bedroht  worden 
sei,

dass  er  sich  ohne  Bezahlung  mit  Hilfe  eines  Freundes in  Lagos im 
Container eines Schiffes habe verstecken können, in Padua ausgestie-
gen sei und ihm dort eine fremde Frau die Reise mit einem Lastwagen 
nach Zürich organisiert und bezahlt habe, wo ihm wiederum eine frem-
de Person das Zugbillett nach Z._______ bezahlt habe,

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dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere zu den Akten gab 
und auf diesbezügliche Fragen des BFM angab, er habe nie solche be-
sessen und könne auch keine beschaffen, da er seit dem Tod seiner 
Eltern in seinem Dorf niemanden mehr kenne,

dass das BFM mit  Verfügung vom 24. November 2008 – eröffnet  am 
25. November 2008  –  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asyl-
gesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und dessen Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  es  dabei  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe innerhalb der eingeräumten Frist von 48 Stunden 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass er sich seit über einem halben Jahr in der Schweiz aufhalte und 
trotz mehrmaliger Aufforderung keine Dokumente eingereicht habe,

dass davon auszugehen sei, er verfüge in seinem Dorf, wo er immer 
gelebt  haben wolle,  über ein Beziehungsnetz, durch welches er sich 
Ausweispapiere beschaffen könne,

dass er zudem zu seiner Schiffsreise nichts Substanzielles habe be-
richten können und unter anderem angegeben habe, er sei in Padua 
angekommen, wo es jedoch keinen Hafen gebe, da es nicht am Meer 
liege,

dass somit  keine entschuldbaren Gründe für  die  Papierlosigkeit  vor-
lägen,

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  und  7  AsylG  nicht,  wobei  zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht 
nötig seien,

dass  es  bezüglich  der  Flüchtlingseigenschaft  erwog,  die  Vorbringen 
des  Beschwerdeführers  seien  widersprüchlich  und  deshalb  nicht 
glaubhaft,

dass er  einmal  sein Dorf  am 4. Februar 2008 verlassen haben wolle 
und ein andermal am 28./29. Februar 2008,

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dass er die sexuellen Beziehungen zum Sohn des Königs einmal am 
Nachmittag und einmal in der Nacht gehabt haben wolle, und zudem 
dessen Namen sowie auch den Namen des Vorstehers des „Geheim-
bundes“ im Verlaufe des Verfahrens unterschiedlich angegeben habe,

dass im Weiteren der Wegweisungsvollzug aufgrund der Aktenlage als 
zulässig, zumutbar und möglich erscheine,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 1. Dezember 2008  mit 
per  Telefax  übermittelter  Eingabe  –  handelnd  durch  seine  Rechts-
vertreterin – gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erhob und das Eintreten auf sein Asylgesuch, die Fest-
stellung der  Flüchtlingseigenschaft  und die  Asylgewährung,  gegebe-
nenfalls  die  vorläufige  Aufnahme  wegen  Unzulässigkeit  beziehungs-
weise Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges sowie gegebenen-
falls die Rückweisung des Dossiers zur Neubeurteilung ans BFM be-
antragte,

dass er  in  formeller  Hinsicht  um die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) ersuchte,

dass  er  dabei  zur  Begründung  ausführte,  die  Vorinstanz  habe  den 
Nichteintretensentscheide erst acht Monate nach seinem Gesuch und 
somit  nicht  innerhalb  der  in  Art.  37  Abs. 1  AsylG  geforderten  zehn 
Tage  gefällt,  ohne  dass  aus  den  Akten  zusätzliche  Abklärungen  im 
Sinne von Art. 37 Abs. 3 AsylG ersichtlich seien,

dass er in einer ihm unbekannten Stadt in Italien angekommen sei und 
ihn die Frau, welche ihm geholfen habe, zu sich nach Hause in Padua 
gebracht habe,

dass die Vorinstanz keine Beweise für das behauptete Beziehungsnetz 
in Nigeria habe erbringen können,

dass  sie  zudem  auf  die  eigentlichen  Fluchtgründe  der  Bedrohung 
durch  den  lokalen  König,  weil  er  dessen  Sohn  mittels  einer  eigens 
dazu angewandten Magie dazu gebracht habe, ihn in einem Wald zu 
treffen, wo er ihn dann zu sexuellen Handlungen gezwungen habe, mit 
keinem Wort eingegangen sei,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 3. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass die Beschwerdeeingabe am 3. Dezember 2008 (Poststempel) im 
Original nachgereicht wurde,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM auf  dem Gebiet des Asyls 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 

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überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG – auf welchen sich die angefochtene 
Verfügung stützt – das offenkundige Nichtbestehen der Flüchtlingsei-
genschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von 
Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen sind,  soweit  dies im 
Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist  (vgl. BVGE 2007/8 
insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass  gemäss  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG auf  ein  Asylgesuch  nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder 
wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) 
oder  wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätz-
licher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt  (Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG),

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dass unter den Begriff  "Reise- und Identitätspapiere" gemäss Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG nur solche Dokumente und Ausweise fallen, wel-
che die Identität zweifelsfrei und fälschungssicher belegen, namentlich 
Reisepässe und Identitätskarten (vgl. dazu im Einzelnen BVGE 2007/7 
E. 4-6 S. 58ff.),

dass  vorab  festzuhalten  ist,  dass  es  sich  bei  der  in  Art.  37  Abs.  1 
AsylG festgesetzten Frist von zehn Tagen lediglich um eine Ordnungs-
frist  handelt,  und die Vorinstanz mit  dem Verzicht  auf den sofortigen 
Vollzug  der  Wegweisung  und  der  Ansetzung  einer  Ausreisefrist  bis 
zum  5. Januar 2009  der  langen  Dauer  des  Verfahrens  gebührend 
Rechnung getragen hat,

dass zudem – wie sich auch aus den nachfolgenden Erwägungen er-
gibt  –  keine zusätzlichen Abklärungen gemäss Art. 37 Abs. 3 AsylG 
nötig waren,

dass  der  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen  keine  Identitäts-
dokumente einreichte,

dass das BFM zu Recht und mit überzeugender und ausführlicher Be-
gründung zum Schluss gekommen ist, es lägen dafür keine entschuld-
baren Gründe vor, sodass zur Vermeidung von Wiederholungen darauf 
verwiesen werden kann,

dass an dieser Beurteilung die diesbezüglichen Vorbringen in der Be-
schwerde nichts zu ändern vermögen, zumal die Behauptung, er sei in 
einer  ihm  unbekannten  Stadt  in  Italien  angekommen  und  dann  von 
einer fremden Frau nach Padua gebracht  worden,  seinen bisherigen 
Ausführungen  widerspricht,  wonach  er  diese  Frau  beim  Aussteigen 
aus dem Schiff in Padua getroffen habe (A1 S. 7),

dass er auch mit seinem Hinweis,  die Vorinstanz habe keine Beweise 
für  das  behauptete  Beziehungsnetz  in  Nigeria  erbringen  können, 
offensichtlich  nichts  Entscheidendes  entgegenzuhalten  vermag,  und 
der  Vorinstanz  vielmehr  auch in  diesem Punkt  beizupflichten  ist,  da 
auch ohne entsprechende Beweismittel tatsächlich nicht vorstellbar ist, 
der Beschwerdeführer kenne im Dorf keine einzige Person, die ihm bei 
der Beschaffung von Ausweispapieren behilflich sein könnte, nachdem 
er  dort  sein  ganzes  Leben  verbracht  haben  und  seit  einem  Jahr 
Mitglied einer  dort  ansässigen geheimen Gesellschaft  gewesen sein 
will und sich zudem offenbar auch am Gesellschaftsleben im Dorf be-

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teiligte,  indem er  mit  andern  Gemeindemitgliedern  Fussball  gespielt 
(A7 S. 6) und an Festivitäten teilgenommen habe (A7 S. 8),

dass er zudem gemäss eigenen Angaben zumindest einen Onkel im 
Dorf hat (A1 S. 3),

dass insgesamt der Eindruck entsteht, der Beschwerdeführer enthalte 
den Behörden seine für die Reise benutzten Dokumente vor,

dass  diese  Einschätzung  durch  seine  unrealistischen  Angaben  zur 
Finanzierung  der  Reise,  wonach  diese  vollumfänglich  von  Freunden 
und fremden Personen bezahlt worden sei, und zur Reiseroute – ohne 
Kontrolle von Nigeria bis nach Italien und von da ohne Kontrolle bis in 
die Schweiz – bestätigt wird, da diese den Verdacht aufkommen las-
sen, er versuche seine Reiseroute zu verheimlichen, um seine wahre 
Identität nicht preisgeben zu müssen,

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert  worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass das BFM im Weiteren zu Recht von der offenkundigen Unglaub-
haftigkeit der Gesuchsvorbringen ausging,

dass an dieser Einschätzung auch die Vorbringen in der Beschwerde, 
welche sich im Einwand erschöpfen, die Vorinstanz sei  nicht  auf  die 
eigentlichen Fluchtgründe eingegangen, nichts zu ändern vermögen,

dass dem Beschwerdeführer zwar zunächst zuzustimmen ist, dass die 
Begründung des BFM etwas ausführlicher hätte ausfallen dürfen,

dass das BFM aber in seiner Verfügung die wesentlichen Widersprü-
che, welche die Vorbringen des Beschwerdeführers als unglaubhaft er-
scheinen lassen, berücksichtigt hat, indem es festhielt, der Beschwer-
deführer habe die Namen des Vorstehers der Gruppe und des Sohns 
des Königs nicht übereinstimmend wiederzugeben vermocht und habe 
nicht angeben können, ob er die sexuellen Kontakte zu letzterem am 
Nachmittag oder in der Nacht gepflegt habe und wann er genau aus 
dem Dorf abgereist sei,

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dass es aufgrund dieser erheblichen Widersprüche insbesondere von 
der Unglaubhaftigkeit der sexuellen Kontakte des Beschwerdeführers 
zum Sohn des Königs ausgehen durfte, zumal er sich auch im Datum, 
an dem diese stattgefunden haben sollen, in relevanter Weise wider-
spricht, indem er einmal den 28. Februar 2008 und ein andermal den 
1. Februar 2008 angibt,

dass es somit auch ohne Weiteres auf die Unglaubhaftigkeit der vorge-
brachten Verfolgung des Königs als  Folge dieser sexuellen Kontakte 
schliessen durfte, ohne darauf näher eingehen zu müssen,

dass diese Einschätzung zudem durch weitere, wenn auch weniger er-
hebliche Widersprüche – wie zum Beispiel im Zusammenhang mit dem 
Eintrittsdatum in die geheime Gesellschaft  oder mit  der Identität  des 
Freundes, der ihm bei der Reise nach Lagos geholfen habe – und un-
plausible Aussagen – wie etwa, er habe den Sohn des Königs mit Ma-
gie dazu gebracht, ihm in den Wald zu folgen – bestätigt wird,

dass er  sodann an der  einlässlichen Anhörung zur Erklärung dieser 
Widersprüche lediglich zu Protokoll gab, seine Aussagen in der ersten 
Befragung  seien  anders  ausgefallen  als  vom BFM vorgebracht  oder 
der Dolmetscher habe ihn falsch verstanden,

dass ihm aber das Protokoll nach der ersten Befragung rückübersetzt 
worden ist  und er  die  Richtigkeit  seiner  Aussagen mit  seiner  Unter-
schrift  bestätigt  hat,  weshalb  er  sich  bei  seinen  Aussagen  behaften 
lassen muss,

dass zufolge offenkundiger Unglaubhaftigkeit  der  Gesuchsvorbringen 
auf  Erwägungen über deren allfällige Asylrelevanz verzichtet  werden 
kann,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Resultat  keinerlei  Gefährdungslage 
nachvollziehbar  machen  konnte,  weshalb  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft  einerseits und – wie sich auch aus den nach-
folgenden Erwägungen zum Vollzug der Wegweisung ergibt – das Feh-
len  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  andererseits  gleicher-
massen offensichtlich und aufgrund der Akten keine weiteren Abklä-
rungen nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zu-
mutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die allgemeine Lage in Nigeria nicht  auf  eine konkrete Gefähr-
dung im Falle einer Rückkehr schliessen lässt,

dass der Beschwerdeführer sodann – wie oben dargelegt – zumindest 
einen  Onkel  in  seinem Heimatdorf  hat,  der  ihn  bei  seiner  Rückkehr 
unterstützen könnte, und seine Familie offenbar auch ein Haus besitzt, 
das seit seiner Abreise leer stehe (A7 S. 3),

dass es dem Gericht im Übrigen nicht möglich ist, sich in voller Kennt-
nis der tatsächlichen persönlichen und familiären Verhältnisse des Be-
schwerdeführers  zur  Zumutbarkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  zu 
äussern, da er – wie oben dargelegt – gegenüber den Asylbehörden 
bezüglich  des  Vorhandenseins  eines  Beziehungsnetzes  im  Dorf  un-
glaubhafte Angaben gemacht hat,

dass es zudem unglaubhaft erscheint, wenn er angibt, er habe keinen 
Beruf ausgeübt und von der finanziellen Unterstützung seines Vaters 
gelebt, welcher Zimmermann gewesen sei, da davon auszugehen ist, 
dieser hätte seinen einzigen Sohn in seinen Beruf eingeführt, anstatt 
ihn untätig herumsitzen zu lassen,

dass Wegweisungshindernisse zwar grundsätzlich von Amtes wegen 
zu prüfen sind, diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerdeführenden 
Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-
rungslast  trägt  (Art. 7 AsylG),  und es nicht  Sache der Asylbehörden 
sein kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen,

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung seiner wahren persönlichen Ver-
hältnisse  zu  tragen  hat,  indem vermutungsweise  davon  auszugehen 
ist,  es  würden  vorliegend  auch  keine  individuellen  Gründe  auf  eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr nach Nigeria schliessen 
lassen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwer-
de als aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (Einschreiben;  Bei-
lage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- F._______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner

Versand: 

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