# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8bf4abf-674d-5922-b6af-3fb83fd405b4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.01.2015 720 2014 267 (720 14 267)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2014-267_2015-01-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 29. Januar 2015 (720 14 267)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Leistungsanspruch; Würdigung der medizinischen Unterlagen 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber i.V. Michael Ruch 
 
 

Parteien A.____, vertreten durch Dr. Daniel Riner, Advokat, Steinentorstrasse 
13, Postfach 204, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente (756.5337.6500.36) 
 
 
 
A.1 A.____, geboren am 17. September 1956, arbeitete vom 1. Oktober 1986 bis zu seiner 
Kündigung am 31. Juli 2006 als Betriebsarbeiter bei der B.____ AG in Basel. Im Jahr 2000 mel-
dete er sich unter Hinweis auf eine Hornhautverkrümmung sowie Probleme an der Halswirbel-
säule zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Dieses Ge-
such wurde durch die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 12. März 2002 
abgewiesen.  
 

 

 
 
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A.2 Am 20. Februar 2006 unterbreitete der Versicherte der IV-Stelle ein neues Leistungs-
gesuch. Darin verwies er wiederum auf die Seh- und Halswirbelsäulenbeschwerden und bean-
tragte berufliche Massnahmen sowie eine IV-Rente. Nach weiteren beruflichen und gesundheit-
lichen Abklärungen und durchgeführtem Vorbescheidverfahren verfügte die IV-Stelle am 17. 
Juni 2009 zuerst den Abschluss der Arbeitsvermittlung. Am 15. September 2010 lehnte sie - 
gestützt auf einen rentenausschliessenden IV-Grad von 35% - den Anspruch auf eine IV-Rente 
ab. Gegen diese Verfügung erhob A.____ Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), welches mit Urteil vom 3. März 2011 fest-
stellte, dass der medizinische Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden sei, weshalb die An-
gelegenheit zur ergänzenden Abklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wurde.  
 
A.3 Die IV-Stelle holte in der Folge für den Zeitraum von 2005 bis 2010 bei den behan-
delnden Ärzten weitere Stellungnahmen und Einschätzungen zum Gesundheitszustand und 
insbesondere zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten ein. Nach durchgeführtem Vorbescheidver-
fahren teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 10. Juli 2014 mit, dass er vom 1. 
November 2006 bis 30. Juni 2007 Anspruch auf eine ganze IV-Rente und vom 1. Januar 2010 
bis zum 31. Dezember 2010 auf eine Viertelsrente habe. Vom 1. Juli 2007 bis zum 31. Dezem-
ber 2009 bestehe - mangels rentenbegründendem IV-Grad - kein Anspruch auf eine Rente. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Dr. Daniel Riner, Advo-
kat, am 10. September 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte, es seien ihm die 
gesetzlichen Leistungen auszurichten (insbesondere eine ganze Rente von Juli 2006 bis No-
vember 2007). Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen durchzuführen; alles unter 
o/e-Kostenfolge.  
 
C. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 29. Oktober 2014 die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Land zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 10. September 2014 ist demnach einzutreten.  
 

 

 
 
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2. Strittig ist, ob der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ganze Rente statt ab 1. 
November 2006 bereits ab 1. Juli 2006 besteht und ob dieser statt bis Ende Juni 2007 bis 30. 
November 2007 andauert. Nicht mehr strittig ist hingegen zu Recht die Frage des Ablaufs des 
Wartejahres am 25. Juli 2006. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder 
verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnitt-
lich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40% invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Invalidi-
tät wird durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Ge-
sundheit verursacht, wobei sie im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-
fall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG; Art. 3 und 4 ATSG). 
 
3.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, 
auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist.  
 
3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicher-
ten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei-
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts-
grad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). 
 
4.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). 
 
4.2 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 

 

 
 
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4.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der 
versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persönlichen Ver-
hältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden können 
(ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhau-
ser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 
20 f. mit Hinweisen). 
 
4.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.5 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Bundesgerichts mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, 
jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingehol-
ten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Un-
fallversicherung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss 
Anwendung (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht, 
sozialrechtliche Abteilungen] vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). 

 

 
 
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5.1 Für die Beurteilung der strittigen Frage sind vorliegend im Wesentlichen nachfolgende 
Berichte zu berücksichtigen: 
 
5.2 In den Akten finden sich zwei bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. C.____, FMH 
Rheumatologie, und PD Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. No-
vember 2007 und vom 26. August 2010. Dr. C.____ diagnostizierte in beiden Gutachten mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine linksseitige Periarthropathia humeroscapularis 
(PHS) bei Status nach linksseitiger Schulterarthroskopie, arthroskopischer subacromialer De-
kompression und linksseitiger arthroskopischer AC-Gelenksresektion, eine linksseitige offene 
Rotatorenmanschettenintervall-Reinsertion-Plastik mit linksseitiger Bizepssehnentenodese, eine 
rechtsseitige PHS bei rechtsseitiger ausgedehnter Rotatorenmanschettenruptur und Status 
nach Rotatorenmanschettenrekonstruktion im Jahre 2000 sowie eine fortgeschrittene linksseiti-
ge Gonarthrose mit Bewegungseinschränkungen bei Status nach zehnfacher Operation am 
linken Knie. Aus rheumatologischer Sicht könne der Explorand im angestammten Beruf auf-
grund der beidseitigen Schulterproblematik nicht über siebeneinhalb Kilogramm heben, stossen 
oder ziehen. Ferner könne dieser keine dauernden Tätigkeiten über Schulterhöhe durchführen. 
Wegen der linksseitigen Knieprobleme könne er nicht dauernd gehen, sondern müsse nach 
einer Stunde Gehstrecke eine Pause einlegen können. Er sei ihm zudem nicht möglich, Trep-
pen zu besteigen, auf Gerüste zu steigen und wiederholend bückende oder nur kniende Tätig-
keiten auszuüben. Bezüglich der Hände bestehe heute eine erhebliche Limitierung in dem Sin-
ne, als der Explorand mit ihnen keine feinmotorischen Tätigkeiten mehr ausüben könne. Eine 
verminderte Belastung der Hände sei möglich, jedoch könne der Versicherte maximal Gewichte 
von etwa drei Kilogramm, selten fünf Kilogramm wiederholt heben. Zu beachten sei, dass die 
Hände aufgrund einer Schmerzsymptomatik nicht dauernd, sondern höchstens halbtags ein-
setzbar seien. Müsse er – wie im Rahmen seiner letzten Anstellung in der Tamiflu-Produktion – 
vorwiegend eine Kontrolltätigkeit ausüben, bei welcher er die Hände nicht oder nur in geringem 
Ausmass einsetzten müsse, kämen diese Restriktionen nicht mehr zum Tragen. Gesamthaft 
gesehen bestehe somit für eine Tätigkeit, welche die genannten Einschränkungen berücksichti-
ge, eine ganztägige Arbeitsfähigkeit. Zusammenfassend sei festzustellen, dass sich die Situati-
on seit dem Gutachten vom 26. November 2007 durch die Problematik der Hände verschlech-
tert habe. Diese sei neu zu den vorgängig bereits bestehenden Restriktionen hinzugekommen. 
Gemäss den behandelnden Rheumatologen des Spitals E.____, seien die Beschwerden an den 
Händen ab dem 23. März 2009 klinisch relevant geworden. Er gehe also davon aus, dass ab 
dem entsprechenden Datum die zusätzliche Einschränkung bezüglich manueller Belastung hin-
zugekommen sei. 
 
Dr. D.____ stellte in beiden Gutachten keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit fest. Es läge lediglich ein Verdacht auf eine wahnhafte Störung vor, welcher 
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe.  
 
5.3  Nachdem das Kantonsgericht mit Urteil vom 3. März 2011 die Angelegenheit an die 
Vorinstanz zurückgewiesen hat, holte diese zur Ergänzung des medizinischen Sachverhalts 
nachfolgende Berichte ein: 

 

 
 
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5.3.1 Im Bericht vom 9. August 2011 führte Dr. med. F.____, FMH Rheumatologie, Klinik 
G.____, aus, dass der Versicherte ab März 2006 zur periodischen Behandlung in der Schmerz-
klinik gewesen sei. Dr. F.____ verzichtete auf die Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitszeugnis-
sen, da die Hauptbehandlung durch andere, auswärtige Ärzte vorgenommen worden sei. Es sei 
jedoch wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer in der Zeit von Januar 2006 bis Oktober 
2006 wohl zu 100% arbeitsunfähig gewesen sei. 
 
5.3.2 Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie, der den Beschwerdeführer am 21. 
November 2006 an der linken Schulter operiert hatte, führte am 25. August 2011 zur Behand-
lung des Versicherten im Zeitraum vom 21. November 2006 bis zum 7. August 2007 aus, dass 
er keine detaillierte Angaben über dessen Arbeitsfähigkeit machen könne, da eine Mischprob-
lematik an beiden Schultern sowie an der Halswirbelsäule vorliege. In den Akten findet sich 
aber auch der Konsultationsbericht vom 27. März 2007 von Dr. H.____. Diesem ist zu entneh-
men, dass die Entwicklung der operierten linken Schulter positiv sei und aufgrund der Abnahme 
der Beschwerden sowie der fortgeschrittenen Funktionalität die Operation der rechten Schulter 
geplant werden könne. Am 7. August 2007 wies Dr. H.____ darauf hin, dass die Schulterbe-
weglichkeit und die Kraft in beiden Schultergelenken recht seien.  
 
5.3.3 Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. J.____, FMH Innere Medizin, berichtet 
am 24. Juni 2011 über die Arbeitsfähigkeit des Versicherten aufgrund der Behandlungen an 
dessen Händen. Der Versicherte sei am 25. Juli 2005 an der rechten und am 21. November 
2005 an der linken Hand operiert worden. Ab Januar 2006 habe eine stationäre Behandlung in 
der Schmerzklinik Basel stattgefunden und am 21. November 2006 sei der Versicherte an der 
linken Schulter operiert worden. Dr. J.____ attestiert eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 25. 
Juli 2005 bis zum 14. November 2007. 
 
5.3.4 Mit Bericht vom 8. Mai 2012 nahm Dr. med. D. K.____, FMH Allgemeine Medizin und 
Arbeitsmedizin, Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), zu den eingeholten Berichten 
Stellung. Er führt aus, dass auf die Angaben von Dr. F.____ vom 9. August 2011 nicht abge-
stellt werden könne, da dieser bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit lediglich von einer Wahr-
scheinlichkeit ausgehe und diese nicht mit klinischen Daten und Fakten belege. Weiter habe Dr. 
F.____ nicht zwischen angestammter und alternativer/adaptierter Tätigkeit unterschieden. So 
sei lediglich die aktuell ausgeführte bzw. angestammte Tätigkeit beurteilt worden. Die Misch-
problematik, die Dr. H.____ in seinem Bericht vom 25. August 2011 beschreibe, sei an sich 
richtig. Es sei jedoch zu beachten, dass beim Beschwerdeführer immer ein Organ im Vorder-
grund gestanden habe, das die Arbeitsfähigkeit wesentlich beeinflusst habe. In seinem Konsu-
larbericht habe Dr. H.____ die Beweglichkeit der linken Schulter als sehr gut beschrieben und 
erklärt, dass die geltend gemachten Schmerzen nur mit einer Foraminalstenose C6/7 erklärbar 
sei. Diese These sei jedoch durch die Ausführungen von Prof. Dr. med. L.____, FMH Neurochi-
rurgie, vom 15. August 2007 widerlegt worden sei. Aus diesem Grund sei unter Berücksichti-
gung der Angaben von Dr. H.____ vom 27. März 2007 mit Wirkung ab April 2007 von einer 
100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Daran ändere auch die 
Einschätzung von Dr. J.____ nichts, wonach der Beschwerdeführer bis zum 14. November 

 

 
 
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2007 arbeitsunfähig sei, da dieser nur ausweichend zu einer Verweistätigkeit Stellung nehme 
und keine Möglichkeit für einen Arbeitseinsatz sehe. Der RAD-Arzt verweist schliesslich auf die 
Gutachten der Dres. C.____ und D.____, die er als schlüssig und vollständig bezeichnet. 
 
5.3.5 Am 26. Mai 2012 bestätigte Dr. J.____, dass der Beschwerdeführer in der Zeit vom 25. 
Juli 2005 bis 15. November 2007 aufgrund der Beschwerden an den Händen, den Schultern, 
der Halswirbelsäule und wegen psychischen Problemen zu 100% arbeitsunfähig gewesen sei. 
 
6.1 Die IV-Stelle erachtete den Versicherten in ihrer Verfügung vom 10. Juli 2014 in der 
Zeit vom 21. November 2006 bis 1. April 2007 als 100% arbeitsunfähig und richtete ihm vom 1. 
November 2006 bis 30. Juni 2007 eine ganze Rente aus. Sie stützte sich hierbei in erster Linie 
auf die Angaben von Dr. H.____ vom 27. März 2007, wonach beim Versicherten eine positive 
Entwicklung und abnehmende Beschwerden der linken Schulter festzustellen seien. Ebenso sei 
die Funktionalität der Schulter relativ weit fortgeschritten, sodass eine Operation an der rechten 
Schulter geplant werden könne. Der Arzt des RAD Dr. K.____ interpretierte die Ausführungen 
von Dr. H.____ in seinem Bericht vom 8. Mai 2012 dahingehend, dass dieser dem Beschwerde-
führer zwar keine Arbeitsfähigkeit bestätige. Es sei jedoch davon auszugehen, dass dem Be-
schwerdeführer drei bis vier Monate nach der Operation eine Verweistätigkeit zu 100% zumut-
bar sei. Dieser Auffassung kann jedoch aus nachfolgenden Gründen nicht gefolgt werden. Zu-
nächst ist zu betonen, dass Dr. K.____ seine Beurteilung einzig auf die hypothetische Annah-
me, dass die Rehabilitationszeit nach einer Schulteroperation, wie sie beim Beschwerdeführer 
durchgeführt wurde, drei bis vier Monate dauere. Diese Einschätzung ist jedoch nicht belegt. Im 
Eintrag von Dr. H.____ in der Krankengeschichte des Versicherten vom 27. März 2007 wird 
zudem lediglich festgehalten, dass die Heilung auf gutem Wege sei. Aufgrund der Komplexität 
des Schultergelenkes kann daraus jedoch noch keine Belastbarkeit abgeleitet werden, welche 
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit zulassen würde. Die echtzeitliche Beur-
teilung hat in diesem Zusammenhang einen höheren Beweiswert als abstrakte Erfahrungswerte 
bzw. die Genesungsdauer. Dieser Ansicht scheint letztlich auch die IV-Stelle zu sein, führt sie 
doch in ihrer Vernehmlassung vom 29. Oktober 2014 aus, dass aus ihrer Sicht ab der Konsulta-
tion des Beschwerdeführers bei Dr. H.____ am 7. August 2007 von einer 100%igen Arbeitsfä-
higkeit in einer Verweistätigkeit auszugehen sei, was nicht zu beanstanden ist. Dr. H.____ er-
achtete in diesem Zeitpunkt die Beweglichkeit und Kraft beider Schultergelenke als gut, wes-
halb erst – aber immerhin - mit Wirkung ab 7. August 2007 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit 
in einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen werden kann.  
 
6.2 Daran ändern die Ausführungen des Beschwerdeführers nichts. Dieser hält in seiner 
Beschwerde vom 10. September 2014 im Wesentlichen fest, dass vorliegend den Angaben von 
Dr. J.____ vom 26. Mai 2012 zu folgen und davon auszugehen sei, dass er seit Ablauf des 
Wartejahres bis 14. November 2007 100% arbeitsunfähig gewesen sei. Dr. J.____ stütze sich 
auf die vorhandene Krankengeschichte, seine eigenen Erfahrungen und die ihm vorliegenden 
Berichte der verschiedenen Spezialärzte. Hierzu ist zunächst festzustellen, dass nach Ablauf 
des Wartejahres am 25. Juli 2006 bis zur Operation an der linken Schulter am 21. November 
2006 keine invalidisierenden Beschwerden belegt sind. Weiter ist zu beachten, dass Dr. J.____ 
insgesamt nur ausweichend zur Frage der Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit Stellung 

 

 
 
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nimmt, weshalb er keine beweiskräftige Zumutbarkeitsbeurteilung vornimmt. Schliesslich ist 
dennoch und entgegen den Ausführungen in der Beschwerde festzustellen, dass in Bezug auf 
Berichte von Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass Hausärzte mit-
unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Guns-
ten ihrer Patienten und Patientinnen aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Unter diesen Um-
ständen kann der Einschätzung von Dr. J.____ nicht gefolgt werden.  
 
6.3 Somit kann gestützt auf die vorstehenden Erwägungen als Zwischenergebnis festge-
halten werden, dass im vorliegend umstrittenen Zeitraum von 1. Juli 2006 bis 30. November 
2007 davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer in der Zeit vom 21. November 2006 
(Operation der linken Schulter am 21. November 2006) bis 7. August 2007 100% arbeitsunfähig 
war. Da die vorhandenen Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des medizinischen Sach-
verhaltes zulassen, besteht demnach kein Anlass, weitere (fach-)ärztliche Abklärungen vor-
nehmen zu lassen, wie dies der Beschwerdeführer eventualiter beantragt (vgl. zur  antizipierten 
Beweiswürdigung: BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinwei-
sen; vgl. auch 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen). 
 
7.1 Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei er-
werbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 16 
ATSG). Die IV-Stelle hat in der angefochtenen Verfügung vom 14. Juli 2014 die erforderlichen 
Einkommensvergleiche vorgenommen. Dabei kam sie zum Schluss, dass der Beschwerdefüh-
rer in der Zeit vom 1. Juli 2006 bis 1. November 2006 und vom 1. Juli 2007 bis 31. Dezember 
2009 sowie ab 1. Januar 2011 aufgrund rentenausschliessender Invaliditätsgrade keinen An-
spruch auf eine Rente habe. Weiter stellte sie fest, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 
1. November 2006 bis 30. Juni 2007 Anspruch auf eine ganze Rente und vom 1. Januar 2010 
bis 31. Dezember 2010 Anspruch auf eine Viertelsrente habe. Die Einkommensvergleiche bzw. 
die massgebenden Berechnungsgrundlagen werden vom Beschwerdeführer zu Recht grund-
sätzlich nicht bestritten, weshalb diesbezüglich vollumfänglich auf die Ausführungen der Vo-
rinstanz in der angefochtenen Verfügung vom 10. Juli 2014 verwiesen werden kann.  
 
7.2 Zu beachten ist jedoch, dass aufgrund der vorstehenden Feststellungen (vgl. E. 6.3) 
die Periode einer vollen Arbeitsunfähigkeit entgegen der angefochtenen Verfügung nicht bereits 
am 1. April 2007 endet, sondern bis 7. August 2007 (Abschluss der Rehabilitation der Schul-
teroperation) andauert. Dementsprechend hat der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 88a Abs. 
1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1996 bis Ende Novem-
ber 2007 Anspruch auf eine ganze Rente. In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzu-
heissen und die Verfügung der IV-Stelle vom 10. Juli 2014 aufzuheben. Im Übrigen wird die 
Beschwerde abgewiesen. 
 
8.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden.  
 

8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- 

 

 
 
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und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist 
allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des 
hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Auf-
grund dieser Bestimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfah-
renskosten aufzukommen. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten erhoben werden.  
 
8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
hat in seiner Honorarnote vom 18. November 2014 für das vorliegende Verfahren einen Zeit-
aufwand von 24.15 Stunden geltend gemacht. Dieser Aufwand erweist sich umfangmässig in 
Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen und der langen Verfahrensdau-
er als angemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisge-
mäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu 
entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Aus-
lagen von Fr. 86.--. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 6‘613.40 (24.15 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 86.-- + 8 % Mehrwert-
steuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle vom 10. Juli 2014 aufgehoben und es wird festge-
stellt, dass der Beschwerdeführer von November 2006 bis November 
2007 Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 600.-- zurückerstattet.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 6‘613.40 (inkl. Auslagen und 
8% Mehrwertsteuer) auszurichten.