# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 06803fdf-0de1-5e38-87cd-b61796d4cd84
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 18.03.2025 VR1 2024 92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2024-92_2025-03-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 18. März 2025
mitgeteilt am 

Referenz VR1 24 92

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Einzelrichter
Maurer, Aktuarin

Parteien Arbeitsgemeinschaft
A._____ AG
B._____ AG
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jon Andri Moder

gegen

Gemeinde C._____
Beschwerdegegnerin

und

D._____ AG 
Beigeladene
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Schnyder,

Gegenstand Submission

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Sachverhalt

A. Am 15. August 2024 schrieb die Gemeinde C._____ im offenen Verfahren 
die Planungsarbeiten für die Revision der Grundordnung der Gemeinde C._____, 
mit Einbezug der ehemaligen Gemeinde E._____, im Kantonalen Amtsblatt und auf 
simap.ch aus. Innert Frist gingen drei Offerten ein.

B. Mit Beschluss des F._____ C._____ vom 12. November 2024 resp. 
Verfügung vom 15. November 2024 vergab die Gemeinde C._____ den Zuschlag 
für die ausgeschriebenen Arbeiten an die D._____ AG zum Preis von 
CHF 468'316.00 (inkl. MWST) als wirtschaftlich günstigstes Angebot. Die zweit-
platzierte Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus A._____ AG und B._____ AG, 
offerierte die Arbeiten zum Preis von CHF 327'134.00.

C. Gegen diesen Entscheid erhob die Arbeitsgemeinschaft A._____ AG / 
B._____ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 3. Dezember 2024 
Beschwerde beim vormaligen Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Darin 
verlangt sie die Aufhebung der Zuschlagsverfügung, die Erteilung des Zuschlags an 
sich selber, eventualiter die Rückweisung der Angelegenheit zu neuer Beurteilung 
an die Gemeinde C._____ und subeventualiter die Feststellung der Rechtswidrig-
keit der Zuschlagsverfügung, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Weiter 
beantragt die Beschwerdeführerin, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung 
zu erteilen. Ihre Anträge begründet sie im Wesentlichen damit, dass die Gemeinde 
C._____ ihrem Zuschlagsentscheid eine Beurteilungsmatrix zugrunde gelegt habe, 
welche beim Zuschlagskriterium 'Preis' von derjenigen in den Ausschreibungs-
unterlagen abweiche. Dies sei submissionsrechtlich unzulässig, weil es zu einer 
veränderten Gewichtung dieses Zuschlagskriteriums führe. Werde der Preis mit der 
in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegebenen Preisbewertungsregel 
bewertet, erweise sich das Angebot der Beschwerdeführerin als das vorteilhaftere, 
weshalb der erfolgte Zuschlag aufzuheben und derselben zu erteilen sei.

D. Mit prozessleitender Verfügung vom 4. Dezember 2024 ordnete der 
Instruktionsrichter an, dass bis zum Entscheid über die aufschiebende Wirkung 
jegliche Vollzugshandlungen zu unterbleiben hätten, insbesondere der Vertrags-
abschluss. Zudem wurde die D._____ AG (Zuschlagsempfängerin; nachfolgend 
Beigeladene) in Anwendung von Art. 40 VRG dem Verfahren beigeladen.

E. Am 18. Dezember 2024 beantragte die Beigeladene die Durchführung eines 
zweiten Schriftenwechsels. Sie vermutete, dass die Angebote beim Zuschlags-
kriterium 'Preis' nicht miteinander verglichen werden könnten.

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F. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Januar 2025 verzichtete die Gemeinde 
C._____ (Vergabebehörde; nachfolgend Beschwerdegegnerin) auf einen Antrag 
zur Behandlung der Beschwerde. Sie räumte indes ein, dass beim Zuschlags-
kriterium 'Preis' bei den Konkurrentinnen der Beschwerdeführerin die Punkte nicht 
entsprechend der Vorgabe in den Ausschreibungsunterlagen berechnet worden 
seien, weshalb die Beschwerdeführerin im Ergebnis eine höhere Punktezahl hätte 
erhalten sollen als die Zuschlagsempfängerin. Dadurch ändere sich auch die 
Rangierung.

G. Im Januar 2025 wurde den Parteien die Zusammenlegung des Kantons- und 
des Verwaltungsgerichts zum neuen Obergericht des Kantons Graubünden sowie 
die Weiterführung des hängigen Verfahrens U 24 92 durch die Erste verfassungs- 
und verwaltungsrechtliche Kammer unter der neuen Nummer VR1 24 92 mitgeteilt.

H. Die Beschwerdeführerin verzichtete mit Eingabe vom 20. Januar 2025 auf 
das Einreichen einer Replik, zumal weder die Beschwerdegegnerin noch die 
Beigeladene einen Antrag auf Abweisung der Beschwerde stellten. Im Übrigen 
bestreite auch niemand, dass die Beschwerdeführerin bei korrekter Bewertung des 
Zuschlagskriteriums 'Preis' insgesamt die höchste Punktezahl erreiche.

I. Am 5. Februar 2025 ging die Kostennote des Rechtsvertreters der 
Beschwerdeführerin beim Gericht ein.

J. Die Beigeladene verzichtete mit Schreiben vom 19. Februar 2025 auf das 
Stellen von Anträgen und damit auch auf die Teilnahme am Verfahren.

K. Am 21. Februar 2025 nahm die Beschwerdegegnerin Stellung zur Honorar-
note des beschwerdeführerischen Rechtsvertreters.

L. Mit Eingabe vom 24. Februar 2025 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
Aufhebung der angefochtenen Zuschlagsverfügung und eine direkte Neuvergabe 
an die Beschwerdeführerin durch das Gericht, unter Kosten- und Entschädigungs-
folge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Auf die weiteren Vorbringen und Beweismittel der Parteien wird, soweit erforderlich, 
im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen

1.1. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde bildet die Vergabe-
verfügung vom 15. November 2024, worin die Beschwerdegegnerin die 
Arbeitsvergabe 'Planungsleistung Revision Grundordnung Gemeinde C._____' für 
CHF 468'316.00 (inkl. MWST) an die punktemässig am besten bewertete 
Zuschlagsempfängerin (Beigeladene) und nicht an die zweitplatzierte 
Beschwerdeführerin erteilte (vgl. act. B.1 = act. C.10). Dagegen wehrte sich die 
Beschwerdeführerin mit Beschwerde vom 3. Dezember 2024 und beantragte primär 
die Aufhebung der angefochtenen Vergabeverfügung und die Erteilung des 
Zuschlags an sich selber.

1.2. Die fragliche Auftragsvergabe untersteht unbestrittenermassen dem 
öffentlichen Beschaffungsrecht. Konkret kommen die seit dem Beitritt des Kantons 
Graubünden per 1. Oktober 2022 revidierten Normen der IVöB (BR 803.710) zur 
Anwendung. Nach Art. 55 IVöB richtet sich das Verfügungs- und Beschwerde-
verfahren ausdrücklich nach dem VRG (BR 370.100). Gemäss Art. 53 Abs. 1 lit. e 
i.V.m. Art. 56 Abs. 1 IVöB kann gegen den Zuschlag eines Auftrags innert 20 Tagen 
ab dessen Eröffnung Beschwerde erhoben werden. Das heutige Obergericht des 
Kantons Graubünden, auf das die hängigen Verfahren des früheren Verwaltungs-
gerichts des Kantons Graubünden übertragen wurden (Art. 122 Abs. 5 GOG [BR 
173.000]), ist zuständig für die Beurteilung von Submissionsbeschwerden (vgl. 
Art. 52 Abs. 1 IVöB). Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des angerufenen 
Obergerichts ist damit gegeben.

1.3. Zur Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden ist laut Art. 50 
VRG legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Die 
Rechtsmittellegitimation ist gegeben, wenn die Beschwerdeführerin als unterlegene 
Bewerberin eine realistische Chance hat, bei Gutheissung ihres Rechtsmittels mit 
dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der 
Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens führt, in welchem 
sie ein neues Angebot wird einreichen können; ob das zutrifft, ist aufgrund der 
Begehren und Rügen der Beschwerdeführerin zu beurteilen. Die Legitimation ist in 
diesem Sinne zu verneinen, wenn beispielsweise der viertrangierte Anbieter 
lediglich den Ausschluss des Zuschlagsempfängers verlangt, jedoch zu bejahen, 
wenn dieser Anbieter beispielsweise den Ausschluss aller vor ihm stehenden 
Konkurrenten oder die Wiederholung des gesamten Verfahrens fordert (vgl. 
BGE 141 II 14 E. 4.1 m.w.H.). Hier verlangt die Beschwerdeführerin die Vergabe an 
sich selbst, eventualiter die Wiederholung des Vergabeverfahrens. Die zweit-

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platzierte Beschwerdeführerin hat das preisgünstigste Angebot eingereicht. Mit 
diesem Begehren besteht für sie demnach bei Ausschluss der Beigeladenen oder 
Wiederholung des Vergabeverfahrens grundsätzlich eine reelle Chance, den 
Zuschlag zu erhalten. Folglich ist sie zur Beschwerde legitimiert und auf die frist- 
und formgerecht erhobene Beschwerde ist demnach einzutreten (Art. 56 Abs. 1 
IVöB i.V.m. Art. 1 Abs. 2 VRG und Art. 56 Abs. 1 IVöB i.V.m. Art. 38 VRG).

1.4. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG entscheidet das Obergericht des Kantons 
Graubünden in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel offensichtlich 
unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist. Wie nachfolgend 
aufgezeigt, erweist sich die vorliegende Beschwerde vom 3. Dezember 2024 als 
offensichtlich begründet. Für diese Angelegenheit ist zudem keine Fünferbesetzung 
(Art. 43 Abs. 2 VRG) vorgeschrieben, weshalb der zuständige Vorsitzende in 
einzelrichterlicher Kompetenz entscheidet.

1.5. Gemäss Art. 53 Abs. 1 VRG hat die Beschwerde vor Obergericht des 
Kantons Graubünden keine aufschiebende Wirkung. Im Einzelfall kann der 
Beschwerde von Amtes wegen oder auf Antrag aufschiebende Wirkung erteilt 
werden (Art. 53 Abs. 2 VRG). Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch um 
aufschiebende Wirkung hinfällig.

2. In materieller Hinsicht gilt es über die Rechtmässigkeit der angefochtenen 
Zuschlagsverfügung zu befinden. Beim vorteilhaftesten Angebot i.S.v. Art. 41 IVöB 
geht es um die beste Erfüllung der Zuschlagskriterien resp. um die Gesamtqualität 
des Angebots. Das Angebot mit den meisten Bewertungspunkten bei den 
Zuschlagskriterien – namentlich Qualität, Preis und weitere je nach Leistungs-
gegenstand definierte Kriterien – muss zwingend den Zuschlag erhalten. So besteht 
im Beschaffungsrecht ein Rechtsanspruch auf die Erteilung des Zuschlags an 
denjenigen Anbieter, der das vorteilhafteste Angebot eingereicht hat (vgl. Botschaft 
der Regierung an den Grossen Rat, Heft Nr. 6/2021–2022, S. 388 und 396; vgl. 
MÜLLER, in: Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen Beschaffungs-
recht, 2020, Art. 41 N. 18 f.). Der Vergabestelle steht indes beim Urteil darüber, 
welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das vorteilhafteste ist, ein 
erheblicher Ermessensspielraum zu (vgl. BGE 141 II 14 E. 7.1, 125 II 86 E. 6; 
Urteile des Bundesgerichts 2C_576/2022, 2C_623/2022 vom 3. August 2023 E. 4.3, 
2C_549/2011 vom 27. März 2012 E. 2.4).

3.1. Die Beschwerdeführerin macht die Rechtswidrigkeit der angefochtenen 
Zuschlagsverfügung geltend, da der angefochtene Zuschlagsentscheid auf einer 
Beurteilungsmatrix beruhe, bei der eine andere Preisbewertungsregel angewendet 

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worden sei, als in den Ausschreibungsunterlagen angekündigt, wodurch das 
Zuschlagskriterium 'Preis' wesentlich weniger Gewicht erhalte, als dies gemäss 
Ausschreibungsunterlagen der Fall sein müsste.

3.2. Den Formvorschriften kommt im Submissionsrecht insofern ein hoher 
Stellenwert zu, als sie wichtige Vergabeprinzipien – namentlich das Transparenz- 
und das Gleichbehandlungsgebot – sichern (vgl. Art. 1 Abs. 3 lit. c IVöB; vgl. KUNZ-
NOTTER, in: Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum Beschaffungsrecht, Art. 11 N. 7; 
vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, Eine 
systematische Darstellung der Rechtsprechung des Bundes und der Kantone, 
3. Aufl. 2013, Rz. 662). Nach dem Transparenzgebot hat die Vergabestelle 
sämtliche Zuschlagskriterien, die sie bei der Evaluation der Angebote in Betracht zu 
ziehen beabsichtigt, vorgängig in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufzuführen 
resp. das Gewicht, welches sie jedem dieser Kriterien beimisst, zum Voraus deutlich 
zu präzisieren und bekanntzugeben (BGE 130 I 241 E. 5.1, 125 II 86 E. 7). Die 
Vergabebehörde ist grundsätzlich an die Ausschreibung und die Ausschreibungs-
unterlagen gebunden. Diese Bindung ergibt sich insbesondere aus dem 
Transparenzgebot und dem Gleichbehandlungsgrundsatz. Der Vergabebehörde ist 
es untersagt, die den Anbietenden bekannt gegebenen Vergabekriterien 
nachträglich zu ändern. Die Vergabebehörde handelt vergaberechtswidrig, wenn 
sie bekanntgegebene Kriterien ausser Acht lässt, andere Gewichtungen vornimmt 
oder Kriterien heranzieht, die nicht bekannt gegeben wurden (vgl. KUNZ-NOTTER, 
a.a.O., Art. 11 N. 5). Nach dem Grundsatz der Transparenz muss die Prüfung der 
Offerten gestützt auf die Zuschlagskriterien durch die Vergabebehörde 
dokumentiert werden und nachvollziehbar sein (vgl. KUNZ-NOTTER, a.a.O., Art. 11 
N. 5; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-891/2009 vom 5. November 2009 
E. 3.4 und 3.5). Das Transparenzgebot ist nach der herrschenden Lehre und 
Rechtsprechung formeller Natur. Dessen Verletzung führt grundsätzlich zur 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids (vgl. KUNZ-NOTTER, a.a.O., Art. 11 N. 7; 
Urteil des Bundesgerichts 2P.299/2000 vom 24. August 2001 E. 4; Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts B-891/2009 vom 5. November 2009 E. 6.1; vgl. zum 
Ganzen: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-6837/2010 vom 15. März 2011 
E. 3).

3.3. Als Zuschlagskriterien gewichtete die Beschwerdegegnerin die Qualität des 
Anbieters mit 30 %, die Qualität des Angebotes mit 40 % und den Preis mit 30 %. 
Betreffend 'Bewertungsgrundsätze' wird in den Ausschreibungsunterlagen unter 
Ziffer 8 folgendes festgehalten: "Die Bewertung der Zuschlagskriterien erfolgt 
aufgrund einer 5-er Skala. Insgesamt sind 5 Punkte pro Kriterium erzielbar. Die 

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Preisbewertungsregel für die Kostenschätzung wird wie folgt angewendet: Das 
tiefste Angebot entspricht der Note 5. Pro 1 % Mehrpreis erfolgt ein Abzug von 0.1 
Punkten. Angebotsabweichungen grösser als 140 % werden mit der Note 1 
bewertet." (vgl. Ausschreibungsunterlagen Planungsleistungen vom 7. August 2024 
[act. C.2, S. 18 f.]). Aus der vorliegenden Beurteilungsmatrix geht hervor, dass die 
Angebotsabweichung des berücksichtigten Angebots der Beigeladenen im 
Vergleich zum Angebot der Beschwerdeführerin 143.16 % beträgt (vgl. 
Offertbeurteilung Gesamtrevision aufgrund der Zuschlagskriterien gemäss 
Ausschreibungsunterlagen [act. C.9]).

3.4. Gemäss vorgenannter Preisbewertungsregel hätte das Angebot der 
Zuschlagsempfängerin beim Zuschlagskriterium 'Preis' folglich mit der Note 1 
bewertet werden müssen, stattdessen wurde es mit der Note 2.84 bewertet. Den 
Ausführungen der Beschwerdeführerin kann somit gefolgt werden, wonach diese 
geänderte Preisbewertungsregel dazu führe, dass das Zuschlagskriterium 'Preis' 
wesentlich weniger Gewicht erhalte, als dies gemäss den Ausschreibungs-
unterlagen der Fall sein müsste. Damit erweist sich der Fehler in der Bewertung des 
Zuschlagskriteriums 'Preis' (Abweichung von Ausschreibungsunterlagen) als 
offensichtlich. Dies hat zur Folge, dass die vorliegende Beurteilungsmatrix zu 
korrigieren ist. Das Angebot der Zuschlagsempfängerin ist demnach beim 
Zuschlagskriterium 'Preis' mit der Note 1 anstatt mit der Note 2.84 zu bewerten. Bei 
einer Gewichtung des Kriteriums 'Preis' mit 30 % beträgt folglich die gewichtete 
korrigierte Note neu 0.3 und nicht wie in der Beurteilungsmatrix aufgeführt 0.85. 
Dadurch reduziert sich das Total der gewichteten Punkte beim berücksichtigten 
Angebot von 4.35 um 0.55 auf neu 3.80 Punkte. Damit erweist sich das Angebot 
der Beschwerdeführerin mit einem Total von 4.11 Punkten als das vorteilhaftere, 
was die Beschwerdegegnerin auch eingesteht. Nach dem Gesagten erweist sich 
der angefochtene Zuschlagsentscheid vom 15. November 2024 als erwiesener-
massen falsch und sachlich nicht haltbar, weshalb die Beschwerde gutzuheissen 
und der angefochtene Zuschlagsentscheid aufzuheben ist.

4. Die Beschwerdeinstanz kann in der Sache selbst entscheiden oder diese an 
die Vorinstanz oder an die Auftraggeberin zurückweisen. Mit anderen Worten hebt 
das Gericht bei Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Verfügung auf und 
erlässt einen reformatorischen oder einen kassatorischen Entscheid. In der Regel 
führt die Aufhebung der Zuschlagsverfügung zur Rückweisung an die Vergabestelle 
(kassatorisches Urteil). Die direkte Erteilung des Zuschlags durch das Gericht fällt 
dann ausser Betracht, wenn noch Fragen zu entscheiden sind, bezüglich denen die 
Vergabestelle über Ermessen verfügt oder weitere Sachverhaltsabklärungen zu 

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treffen sind. Leidet der Entscheid an unheilbaren formellen Fehlern, kommt nur eine 
Rückweisung an die Vergabestelle zur Wiederholung der Ausschreibung in Frage 
(vgl. BÜHLER, in: Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen 
Beschaffungsrecht, 2020, Art. 58 N. 9 ff.). Die Beschwerdeinstanz kann hingegen 
bei Spruchreife selber einen Entscheid in der Sache treffen (reformatorisches 
Urteil). Eine direkte Zuschlagserteilung an die Beschwerdeführerin kann dann 
erfolgen, wenn die Sache nach Aufhebung des angefochtenen Zuschlags als 
offenkundig spruchreif erscheint und für die Entscheidfindung insbesondere keine 
neue Evaluation und Prüfung der Offerten erforderlich ist und nur mehr die 
Beschwerdeführerin für den Zuschlag in Frage kommt (vgl. BÜHLER, a.a.O., Art. 58 
N. 11 ff.). Dies ist hier der Fall. Angesichts der Dringlichkeit der beschaffungs-
rechtlichen Verfahren erachtet es das Gericht vorliegend auch unter dem Aspekt 
der Verfahrensökonomie als angezeigt, nicht kassatorisch, sondern zeitnah 
reformatorisch über die strittige Auftragsvergabe zu entscheiden. So erweist sich 
das Angebot der Beschwerdeführerin aufgrund der Anpassung der Gewichtung der 
Zuschlagskriterien unstrittig als das vorteilhafteste Angebot. Dies wird von der 
Beschwerdegegnerin denn auch explizit anerkannt. Nach dem Gesagten ist der 
Zuschlag für die Beschaffung von Planungsleistungen zur Revision der 
Grundordnung der Beschwerdegegnerin neu der Beschwerdeführerin zum Preis 
von CHF 327'134.00 (inkl. MWST) zu erteilen.

5.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin. Angesichts der Höhe des Betrags der strittigen Vergabe 
(Auftragswert gemäss Offerte Beschwerdeführerin: CHF 327'134.00) und dem 
gleichzeitig im unteren Bereich verursachten Aufwand bei tiefer Komplexität 
erachtet das Gericht eine Staatsgebühr in der Höhe von CHF 750.00 für 
angemessen und gerechtfertigt.

5.2. Aussergerichtlich hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin die 
durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 78 
Abs. 1 VRG). Es ist dabei grundsätzlich auf die Honorarnote des Rechtsvertreters 
der Beschwerdeführerin vom 4. Februar 2025 in der Gesamthöhe von 
CHF 5'329.35 (bestehend aus: Arbeits-/Zeitaufwand 17 Std. à CHF 290.00 
[CHF 4'930.00] zzgl. MWST von 8.1 % [CHF 399.35]) abzustellen. Diese 
Aufstellung gibt jedoch in zweifacher Hinsicht Anlass zu Bemerkungen bzw. 
Korrekturen: Gestützt auf die HV (BR 310.250) wird bei Einreichen einer 
Honorarvereinbarung der geltend gemachte Stundenansatz übernommen, sofern 
dieser den Ansatz von CHF 270.00 nicht überschreitet. Ist Letzteres der Fall, wird 
er auf CHF 270.00 herabgesetzt. Wird keine Honorarvereinbarung eingereicht, 

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beträgt der Stundenansatz höchstens CHF 240.00 (Praxisänderung vom 
5. September 2017; vgl. dazu Urteile des Verwaltungsgerichts R 18 17 vom 
18. September 2019 E.9.2.1, U 16 92 vom 25. Oktober 2017 E.13b, S 17 15 vom 
27. September 2017 E.7b). Angesichts dieser Praxis ist die Honorarnote von 
Rechtsanwalt Jon Andri Moder mangels vorliegender Honorarvereinbarung (vgl. 
Aufforderung zur Einreichung der Honorarnote vom 22. Januar 2025) anzupassen, 
indem für die angegebenen 17 Stunden nicht ein Stundenansatz von CHF 290.00, 
sondern ein solcher von CHF 240.00 zur Anwendung gelangt und das Honorar 
entsprechend zu kürzen ist. Zudem sind die Mitglieder der Beschwerdeführerin 
gemäss UID-Register mehrwertsteuerpflichtig und damit vorsteuerabzugsberechtigt 
(vgl. UID-Registernummern), weshalb ihnen eine Parteientschädigung ohne 
Mehrwertsteuer zuzusprechen ist (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden VR3 25 9 vom 6. Februar 2025 E. 3.3.2 m.H.a. Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 17 32 vom 11. Mai 2017, R 16 58 
vom 14. Februar 2017 E. 7b und PVG 2015 Nr. 19). Die so korrigierte Honorarnote 
der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin beläuft sich danach auf 
CHF 4'080.00.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Vergabeentscheid der 
Gemeinde C._____ vom 12., mitgeteilt am 15. November 2024, über die 
Beschaffung von Planungsleistungen zur Revision der Grundordnung der 
Gemeinde C._____ aufgehoben.

2. Der Zuschlag für die Beschaffung von Planungsleistungen zur Revision der 
Grundordnung der Gemeinde C._____ wird der Arbeitsgemeinschaft 
A._____ AG / B._____ AG zum Preis von CHF 327'134.00 (inkl. MWST) 
erteilt.

3. Die Gerichtskosten, bestehend aus 

– einer Staatsgebühr von CHF 750.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 279.00

Total CHF 1'029.00

gehen zulasten der Gemeinde C._____.

4. Die Gemeinde C._____ hat die Arbeitsgemeinschaft A._____ AG / B._____ 
AG mit CHF 4'080.00 zu entschädigen.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilungen]