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**Case Identifier:** 867c826c-52a4-545f-93f6-8a11271c8859
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-31
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 31.10.2025 ZK2 2024 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2024-18_2025-10-31.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 31. Oktober 2025
ZK2 2024 18

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Jonas Rüegg,
Kantonsrichterinnen Veronika Bürgler Trutmann und Jeannette Soro,
Gerichtsschreiberin Cornelia Spörri-Kessler.

In Sachen A.________,
Gesuchsgegnerin und Berufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,

gegen

C.________,
Gesuchsteller und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

weitere Verfahrensbeteiligte

E.________,
vertreten durch Rechtsanwältin F.________,

betreffend vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren
(Berufung gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz 
vom 27. Februar 2024, ZES 2023 283);-

hat die 2. Zivilkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben:

A. Die Parteien heirateten am ________ und sind die Eltern der am 
________ geborenen E.________.

B. Im Rahmen des bei der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz seit 
dem 18. Februar 2022 hängigen Scheidungsverfahrens (ZEO 2022 15) stellte 
der Berufungsgegner am 26. Juni 2023 folgendes Gesuch um Erlass vorsorgli-
cher Massnahmen (Vi-act. 1):

1. [Erlass von Schutzmassnahmen] 

2. [Superprovisorischer Erlass von Schutzmassnahmen] 

3. a) Der von der KESB lnnerschwyz gegenüber den Parteien an-
geordnete Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts über 
ihre Tochter E.________ sei bis auf Weiteres aufrechtzuer-
halten.

b) Den Parteien sei wie ihm [recte: im] bisherigen Rahmen ein 
begleitetes Besuchsrecht einzuräumen.

4. Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsteller rück-
wirkend ab dem 1. Juli 2022 einen persönlichen monatlichen, im 
Voraus zahlbaren und ab Verfall zu 5 % verzinslichen Unterhaltsbei-
trag von mindestens Fr. 3’448.00 zu bezahlen.

5. a) [Prozesskostenvorschuss] 
b) [evtl. unentgeltliche Rechtspflege] 

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer.

Mit Verfügung vom 29. Juni 2023 wies die Einzelrichterin das superprovisori-

sche Gesuch ab (Vi-act. 4). Mit Stellungnahme vom 2. August 2023 verlangte 

die Berufungsführerin was folgt (Vi-act. 6):

1. [Abweisung Gesuch um Erlass von Schutzmassnahmen] 

Kantonsgericht Schwyz 3

2. Es sei die Obhut sowie das Sorgerecht über das Kind für die Dauer 
des Scheidungsverfahrens der Kindsmutter zuzusprechen und das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht entsprechend aufzuheben.

Es sei der Antrag des Gesuchstellers, der von der KESB lnner-
schwyz gegenüber den Parteien angeordnete Entzug des Aufent-
haltsbestimmungsrechts über ihre Tochter E.________ bis auf Wei-
teres aufrechtzuerhalten, abzuweisen.

Es sei der Antrag des Gesuchstellers, den Parteien wie im bisheri-
gen Rahmen ein begleitetes Besuchsrecht einzuräumen, abzuwei-
sen.

3. Es sei der Antrag des Gesuchstellers, es sei die Gesuchsgegnerin 
zu verpflichten, dem Gesuchsteller rückwirkend ab dem 1. Juli 2022 
einen persönlichen monatlichen, im Voraus zahlbaren und ab Verfall 
zu 5% verzinslichen Unterhaltsbeitrag von mindestens CHF 3’448 
zu bezahlen, abzuweisen.

4. [Edition Trennungsvereinbarung]

5. [Abweisung Antrag Prozesskostenvorschuss] 

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuch-
stellers.

Nach der Abnahme diverser Beweise (vgl. Vi-act. 8 ff.) fand am 17. Oktober 
2023 die Hauptverhandlung statt. Anlässlich dieser hielt der Berufungsgegner 
an seinen Anträgen fest und ersuchte um Abweisung der von seinen Anträgen 
abweichenden Rechtsbegehren der Berufungsführerin. Mit der von der Beistän-
din beantragten Ausdehnung des begleiteten Besuchsrechts erklärte er sich 
einverstanden (Vi-act. 14, S. 1 f. und 6). Die Berufungsführerin änderte (unter 
anderem) die Ziffern 2 und 3 ihrer Rechtsbegehren wie folgt (Vi-act. 15; Vi-
act. 14, S. 2 f.): 

2. Es sei die Obhut über das Kind für die Dauer des Scheidungsver-
fahrens der Kindsmutter zu erteilen und der Kindsmutter vorläufig 
das alleinige Sorgerecht zuzusprechen.

Es sei der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts entsprechend 
aufzuheben und mildere Kindesschutzmassnahmen zu verfügen 

Kantonsgericht Schwyz 4

(sozialpädagogische Familienbegleitung, Anpassung der Aufgaben 
der Beistandschaft, Weiterführung Elternberatung für die Kindsmut-
ter etc.) sowie das Besuchsrecht des Kindsvaters zu regeln.

Es sei der Antrag des Gesuchstellers, der von der KESB lnner-
schwyz gegenüber den Parteien angeordnete vorläufige Entzug des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts über ihre Tochter E.________ bis 
auf Weiteres aufrechtzuerhalten, abzuweisen.

Es sei der Antrag des Gesuchstellers vom 26.6.23, den Parteien im 
bisherigen Rahmen ein begleitetes Besuchsrecht einzuräumen, ab-
zuweisen, eventualiter sei der geänderte Antrag gutzuheissen.

Eventualiter sei der Kindsmutter ein unbegleitetes Besuchsrecht zu-
zusprechen und die Besuche erheblich auszuweiten (jedes zweite 
Wochenende, uneingeschränkte Teilnahme an Anlässen des Kin-
des wie bspw. Fussballturniere, Elternanlässe etc.) und ihr ein Feri-
enrecht von 4 Wochen pro Jahr zuzusprechen, sowie Feiertagsbe-
suche (Ostern, Pfingsten, Weihnachten, Silvester).

Es sei das Kind anzuhören.

3. Es sei der Antrag des Gesuchstellers, es sei die Gesuchsgegnerin 
zu verpflichten, dem Gesuchsteller rückwirkend ab dem 1. Juli 2022 
einen persönlichen monatlichen, im Voraus zahlbaren und ab Verfall 
zu 5% verzinslichen Unterhaltsbeitrag von mindestens CHF 3’448 
zu bezahlen, abzuweisen.

Edition: lV-Akten C.________ von der lV-Stelle und entsprechenden 
BVG-Institutionen

Wird die Gesuchsgegnerin zu Unterhaltsbeiträgen verpflichtet, so 
seien, soweit eine lV Rente (Seitens der lV und der BVG Vorsorge-
einrichtung des Gesuchstellers) für jene Zeiträume angedacht/zuge-
sprochen wird, diese lV Ansprüche mittels richterlichem Urteil an die
Gesuchsgegnerin im Sinne von Art. 165 OR zu zedieren.

Die Parteien wurden anschliessend befragt und konnten zum Beweisergebnis 
Stellung nehmen (Vi-act. 14, S. 7 ff.). Mit Eingabe vom 10. November 2023 
reichte der Berufungsgegner einen Therapieverlaufsbericht G.________ zu den 
Akten (Vi-act. 26 f.). Am 24. November 2023 fand eine Kinderanhörung statt 
(Vi-act. 29). Zum Protokoll dieser wie auch zum eingeholten Verlaufsbericht der 
Beiständin (Vi-act. 34) und dem Gesprächsprotokoll des J.________ (Vi-

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act. 35) nahmen die Parteien am 8. bzw. 10. Januar 2024 Stellung (Vi-act. 37 
und 39). Weitere Eingaben der Parteien datieren vom 24. und 29. Januar 2024 
(Vi-act. 42 und 49). Am 25. Januar 2024 reichte die Therapeutin von 
E.________, H.________, ein unaufgefordertes Schreiben ein (Vi-act. 44). Auf-
grund des per 27. Januar 2024 angezeigten Umzugs der Berufungsführerin 
nach I.________ (vgl. Vi-act. 42) hielt die Einzelrichterin mit Verfügung vom 
26. Januar 2024 an den bestehenden Kindesschutzmassnahmen fest und ver-
fügte präzisierend, dass die Berufungsführerin dafür besorgt zu sein habe, zu-
fällige Begegnungen (in I.________) zu vermeiden, und sich nicht in das Umfeld 
von E.________ begeben dürfe (Vi-act. 46). Gleichentags reichte die Ge-
schäftsleiterin des J.________, K.________, einen Elternbrief vom 18. Januar 
2024 ein, wonach J.________ das Pflegeverhältnis von E.________ im Falle 
eines Umzugs der Berufungsführerin nach I.________ umgehend kündigen 
werde (Vi-act. 47). Am 31. Januar 2024 legte die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde eine „Kündigung des Pflegevertrages unter Vorbehalt” des 
J.________ und am 6. Februar 2024 eine Gefährdungsmeldung des Beru-
fungsgegners zu den Akten (Vi-act. 51 f. und 55). Mit Stellungnahme vom 7. Fe-
bruar 2024 stellte der Berufungsgegner den Antrag auf superprovisorische An-
ordnung eines Rayonverbots (Vi-act. 54). Weitere Stellungnahmen der Beru-
fungsführerin erfolgten am 8. Februar 2024 (Vi-act. 56 ff.). Mit Verfügung vom 
9. Februar 2024 bestätigte die Einzelrichterin die bereits mit Verfügung vom 
26. Januar 2024 bestätigten und präzisierten Kindesschutzmassnahmen erneut 
(Vi-act. 60). Am 14. Februar 2024 teilte die Berufungsführerin mit, sie werde bis 
zum Entscheid des Gerichts über das weitere Vorgehen bei ihrer Partnerin in 
Zürich wohnen (Vi-act. 61).

C. Am 27. Februar 2024 verfügte die Einzelrichterin was folgt (angef. Verfü-
gung):

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1. Am Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrecht über E.________, 
geb. ________, wird festgehalten und E.________ bleibt einstwei-
len fremdplatziert.

2. Die Ehegatten werden berechtigt, E.________ je einzeln alle zwei 
Wochen für zwei Stunden in Begleitung zu besuchen.

3. Den Ehegatten werden folgende Weisungen erteilt:

3.1 Die Ehefrau wird angewiesen:
- Beeinflussungen von E.________ zu unterlassen und 

zwar sowohl in persönlicher, brieflicher oder telefoni-
scher Form, d.h. ihr u.a. keine unangemessenen Ver-
sprechungen oder Geschenke zu machen oder (aus-
drücklich oder konkludent) eine bestimmte Obhutszu-
teilung in Aussicht zu stellen und sich jeglicher Äusse-
rungen über den andern Ehegatten zu enthalten;

- jegliche Beeinflussung der/des neuen Therapeu-
tin/Therapeuten zu unterlassen und lnformationen, die 
sie dieser Person zukommen lassen will, über die Bei-
ständin ausrichten zu lassen;

- dafür besorgt zu sein, zufällige Begegnungen (in 
I.________) zu vermeiden und sich – unter Vorbehalt 
bewilligter Kontakte – nicht in das Umfeld von 
E.________ zu begeben, mithin sich nicht im Bereich 
des Schulhauses, des Schulwegs, des Wohnhauses 
der Pflegefamilie oder im Freizeitbereich von 
E.________ aufzuhalten.

3.2 Der Ehemann wird angewiesen:
- Beeinflussungen von E.________ zu unterlassen und 

zwar sowohl in persönlicher, brieflicher oder telefoni-
scher Form, d.h. ihr u.a. keine unangemessenen Ver-
sprechungen oder Geschenke zu machen oder (aus-
drücklich oder konkludent) eine bestimmte Obhutszu-
teilung in Aussicht zu stellen und sich jeglicher Äusse-
rungen über den andern Ehegatten zu enthalten.

4. Der Beiständin werden neu zusätzlich folgende Aufgaben übertra-
gen:
- ein anstelle von Dispositiv-Ziff. 2 tretender begleiteter Be-

suchskontakt im Rahmen von Anlässen (Fussballturniere, El-
ternabende, Besuche bei den Eltern zu Hause etc.) im Um-
fang von jeweils maximal zwei Stunden zu bewilligen, sofern 
eine Begleitung hierfür organisiert werden kann und ein Ehe-
gatte einen solchen Besuchskontakt ausnahmsweise anstelle 
seines Besuchskontakts gemäss Dispositiv-Ziff. 2 wünscht;

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- dafür besorgt zu sein, dass bei vorgenannten Besuchskon-
takten die Ehegatten nicht gemeinsam anwesend sind und 
dass E.________ sich nicht mit ihren Eltern alleine gelassen 
fühlt, d.h. stets eine Begleitperson anwesend ist, welche un-
verzüglich handeln bzw. ein Besuchskontakt abbrechen 
könnte, wenn sie eine Gefährdung oder Beeinflussung von 
E.________ wahrnimmt;

- eine für die Begleitung der vorgenannten Besuchskontakte 
geeignete Person zu beauftragen; 

- dem Gericht mitzuteilen, sollten Begleitpersonen feststellen, 
dass ein Ehegatte bei der Ausübung der Besuchskontakte 
E.________ zu beeinflussen versucht oder ihr Wohl ander-
weitig gefährdet;

- für E.________ eine/n neue/n Therapeutin/Therapeuten zu 
organisieren, welche/r entsprechend den Ausführungen von 
L.________ die Unsicherheit in Bezug auf die Beziehung von 
E.________ zu ihren Eltern angeht und mit E.________ eine 
allfällige Ausweitung der Besuchskontakte vorbereitet;

- für den Fall, dass die Kündigung des J.________ Wirkung 
entfaltet, für E.________ eine neue Fremdplatzierungsmög-
lichkeit zu organisieren.

5 Die Ehefrau wird verpflichtet, dem Ehemann folgende Ehegattenun-
terhaltsbeiträge zu bezahlen:

5.1 einen Betrag von insgesamt Fr. 35’543.55 für den Zeitraum 
von Juli 2022 bis und mit Februar 2024, zahlbar innert 60 Ta-
gen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids, vor-
behältlich weiterer bereits geleisteter, nicht aktenkundiger, je-
doch belegbarer Zahlungen der Ehefrau an die Liegenschaft 
in M.________;

5.2 ab 1. März 2024 bis 30. April 2024 einen monatlichen Betrag 
von Fr. 3’448.00, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten 
eines jeden Monats;

5.3 ab dem 1. Mai 2024 einen monatlichen Betrag von 
Fr. 2’505.00, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines 
jeden Monats.

6. Der Antrag des Ehemanns um Prozesskostenbevorschussung, 
eventualiter unentgeltliche Rechtspflege, wird abgewiesen.

7. Die weitergehenden Anträge der Ehegatten werden abgewiesen.

8. Die Gerichtskosten im Betrag von Fr. 3’500.00 werden im Betrag 
von Fr. 350.00 dem Ehemann und im Betrag von Fr. 3’150.00 der 

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Ehefrau auferlegt. Rechnung und lnkasso erfolgen durch die Be-
zirksgerichtskasse Schwyz.

9. Die Ehefrau wird verpflichtet, dem Ehemann eine Parteientschädi-
gung von Fr. 5’760.00 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu be-
zahlen.

10. [Rechtsmittel]

11. [Zufertigung]

D. Dagegen erhob die Berufungsführerin am 14. März 2024 Berufung mit 
den folgenden Anträgen (KG-act. 1):

1. Obhutsregelung und Rückplatzierung

Es seien Dispositiv Ziffer 1-4 des vorinstanzlichen Urteils vom 
27.2.2024 (ZEV 2023 283) aufzuheben und es sei das Kind 
E.________, geb. ________, unter die alleinige Obhut der Beru-
fungsklägerin zu stellen und es sei der Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrecht aufzuheben.

Es seien die nötigen Anpassungen mit Blick auf das Sorgerecht, das
Kontaktrecht des Beschwerdegegners, die Beistandschaft vorzu-
nehmen und gegebenenfalls vorübergehend eine sozialpädagogi-
sche Familienbegleitung im Haushalt der Berufungsklägerin zu eta-
blieren;

Eventualiter unbegleitetes Besuchsrecht

eventualiter sei der Kindsmutter ein unbegleitetes Besuchsrecht zu-
zusprechen und es seien die Besuche erheblich auszuweiten, min-
destens jedes zweite Wochenende sowie uneingeschränkte Teil-
nahme an Anlässen des Kindes wie bspw. Fussballturniere, Eltern-
anlässe etc. und ihr ein Ferienrecht von 4 Wochen pro Jahr zuzu-
sprechen sowie Feiertagsbesuche (Ostern, Pfingsten, Weihnach-
ten, Silvester);

Subeventualiter erhebliche Ausdehnung der begleiteten Kontakte

subeventualiter seien die begleiteten Besuche erheblich auszudeh-
nen.

2. Es seien die drei Weisungen an die Ehefrau in Dispositivziffer 3.1.

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aufzuheben.

3. Es sei H.________ als Therapeutin für das Kind durch das Gericht 
zu beauftragen.

4. Die Aufgaben der Beiständin in Dispositiv 4 seien aufzuheben bzw.
entsprechend anzupassen.

5. Es sei Dispositivziffer 5 (Ehegattenunterhalt) wie folgt abzuändern 
bzw. zu ergänzen:

5.1
Die Ehefrau wird verpflichtet [zur Zahlung] von insgesamt 
CHF 22’237.90 für den Zeitraum von Juli 2022 bis und mit Februar 
2024, zahlbar innert 60 Tagen nach erhaltenem Erlös vom Verkauf 
der Wohnungen, vorbehältlich (bzw. abzüglich) weiterer bereits ge-
leisteter, nicht aktenkundiger, jedoch belegbarer Zahlungen der 
Ehefrau an die eheliche Liegenschaft in M.________;

5.2
Ab 1. März 2024 bis 30. April 2024 einen monatlichen Betrag von 
CHF 2’925, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden 
Monats;

5.3
Ab dem 1. Mai 2024 einen monatlichen Betrag von CHF 1’825.10, 
zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.

Es sei Dispositiv Ziffer 5.1.-5.3 dahingehend zu ergänzen, dass für 
den Fall, dass seitens der lV rückwirkende Rentenzahlungen zuge-
sprochen werden, diese von den Unterhaltszahlungen in Abzug zu 
bringen sind und es seien für den Zeitraum ab Juli 2022 rückwir-
kende und laufende lV-Zahlungen von den von der Ehegattin zu 
zahlenden Unterhaltszahlungen in Abzug zu bringen. Die zuviel be-
zahlten Unterhaltsbeiträge seien innerhalb von 30 Tagen nach Gel-
tendmachung zurückzuzahlen. Sollte der Ehemann diese innert 
Frist nicht zurück erstatten, sei Ehegattin berechtigt zu erklären, 
diese mit zukünftigen Zahlungen zu verrechnen.

6. Es sei die vorinstanzliche Kostenaufteilung (Dispositivziffer 8 und 9) 
neu zu regeln, den Berufungsbeklagten zu verpflichten für die Pro-
zesskosten aufzukommen und der Klägerin eine angemessene Par-
teientschädigung in Höhe von CHF 7’200 für das vorinstanzliche 
Verfahren zu bezahlen.

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer 
zu Lasten des Berufungsbeklagten.

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Gleichzeitig stellte sie die folgenden Anträge: 

8. Aufschiebende Wirkung

Es sei die Vollstreckung der Dispositivziffern 4 Absatz 5 (or-
ganisieren Therapeut/-in) und 6 (organisieren neue Fremdplatzie-
rungsmöglichkeit) sowie Dispositivziffer 5 (Ehegattenunterhalt), 8 
(Gerichtskosten) und 9 (Parteientschädigung) des vorinstanzlichen 
Urteils vom 27.2.2024 (ZEV 2023 283) aufzuschieben.

9. Superprovisorische / provisorische Massnahme

Es sei die Beiständin superprovisorisch oder provisorisch anzuwei-
sen, sich darum zu bemühen, dass die Kündigung des J.________ 
zurückgenommen wird.

Es sei H.________ als Therapeutin für das Kind vom Gericht einzu-
setzen.

Die Verfahrensleitung wies das superprovisorische Gesuch am 15. März 2024 
ab (KG-act. 2). Mit Berufungsantwort vom 2. April 2024 ersuchte der Berufungs-
gegner um vollumfängliche Abweisung der Berufung wie auch um Abweisung 
des Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und Anordnung provi-
sorischer Massnahmen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 
Berufungsführerin (KG-act. 8). Am 2., 5., 18. und 26. April 2024 leitete die Ein-
zelrichterin dem Kantonsgericht zuständigkeitshalber E-Mails und Eingaben 
weiter (KG-act. 9, 11, 15 und 17). Am 17. April 2024 reichte die Berufungsfüh-
rerin eine (freiwillige) Stellungnahme ein (KG-act. 13). Mit Verfügung vom 
14. Mai 2024 wies die Verfahrensleitung das Gesuch um aufschiebende Wir-
kung und das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen vom 14. März 2024 ab 
(KG-act. 19). Eine weitere Eingabe der Berufungsführerin datiert vom 10. Juni 
2024 (KG-act. 26). Nach Einholung entsprechender Stellungnahmen setzte die 
Verfahrensleitung Rechtsanwältin F.________ als Kindesvertreterin für 
E.________ ein (KG-act. 21, 24 f. und 27). Am 9. Oktober 2024 informierte die 

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Beiständin N.________ über ein Treffen der Berufungsführerin mit E.________ 
in der Wohnung in I.________ unter Hinweis auf die schwerwiegenden Folgen 
für Letztere bei einer Auflösung des Pflegeverhältnisses (KG-act. 35) sowie am 
31. Oktober 2024 über die Beendigung des Pflegeverhältnisses per Ende Ja-
nuar 2025, unter Beilage des entsprechenden Schreibens des J.________ vom 
30. Oktober 2024 (vgl. KG-act. 37 f.). Die Berufungsführerin nahm am 7. No-
vember 2024 hierzu Stellung und reichte tags darauf persönlich Belege ein (KG-
act. 40 und 42). Am 8. November 2024 beantragte der Berufungsgegner per-
sönlich und in Absprache mit seinem Anwalt, dass E.________ ab dem 1. Fe-
bruar 2025 bis zum endgültigen Entscheid über ihren Verbleib bei ihm platziert 
werde mit der Begründung, er sei nun genesen und gesundheitlich stabil; er sei 
in der Lage, sich ab dem 1. Februar 2025 um E.________ zu kümmern (KG-
act. 43). Die Berufungsführerin ersuchte am 13. Dezember 2024 um Abweisung 
dieses Antrags und um Aufhebung ihrer Unterhaltspflicht (KG-act. 49). Am 
24. Dezember 2024 gingen die von der Einzelrichterin beigezogenen Schei-
dungsakten (inkl. Editionsakten der KESB) ein (KG-act. 48 und 51). Am 20. Ja-
nuar 2025 reichte die Berufungsführerin weitere Belege ein, unter anderem die 
Kündigung des Platzierungsvertrags durch J.________ vom 23. Dezember 
2024 per 28. Februar 2025 (KG-act. 60). Nach entsprechender Edition (vgl. KG-
act. 54-56) legte G.________ am 22. Januar 2025 (Postaufgabe) einen Thera-
pieverlaufsbericht vom 21. Januar 2025 über den Berufungsgegner (KG-
act. 63) und die Beiständin N.________ am 6. Februar 2025 einen schriftlichen 
Bericht über E.________ inklusive den Verlaufsbericht über die begleiteten Be-
suche von P.________ vor (KG-act. 67). Bezugnehmend auf Ersteren reichte 
die Berufungsführerin am 4. Februar 2025 zwei Eingaben ein und stellte dabei 
ein Gesuch um Auskunft nach Art. 170 ZGB (KG-act. 65 f.). Mit Verfügung vom 
11. Februar 2025 hiess die Verfahrensleitung das superprovisorische Gesuch 
der Beiständin vom 7. Februar 2025 um Umplatzierung von E.________ in die 
Pflegefamilie R.________ und S.________ gut und wies die Berufungsführerin 

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an, dafür besorgt zu sein, zufällige Begegnungen (am Wohnort der Pflegefami-
lie) zu vermeiden und sich – unter Vorbehalt bewilligter Kontakte – nicht in das 
Umfeld von E.________ zu begeben, mithin sich nicht im Bereich des Schul-
hauses, des Schulweges, des Wohnhauses der Pflegefamilie oder im Freizeit-
bereich von E.________ aufzuhalten (KG-act. 68 f. und 73). Mit Präsidialent-
scheid vom 12. Februar 2025 leistete die Fürsorgebehörde M.________ Kos-
tengutsprache für den Aufenthalt von E.________ ab dem 14. Februar 2025 bei 
einer Pflegefamilie der T.________ (KG-act. 74). Am 21. Februar 2025 erklärte 
sich der Berufungsgegner mit der vorübergehenden Umplatzierung von 
E.________ einverstanden (KG-act. 76). Mit Eingaben vom 21. Februar 2025 
nahm die Berufungsführerin zum schriftlichen Verlaufsbericht der Beiständin 
(KG-act. 77) sowie zur superprovisorisch verfügten Umplatzierung Stellung 
(KG-act. 78). Gleichentags erfolgte eine Stellungnahme der Kindesvertreterin 
(KG-act. 79). Am 5. März 2025 äusserte sich die Berufungsführerin erneut (KG-
act. 82) und verlangte die Edition verschiedener Unterlagen (KG-act. 83). Mit 
Verfügung vom 7. März 2025 stellte die Einzelrichterin dem Kantonsgericht eine 
Kopie des Gutachtens (Nachbegutachtung) vom 28. Februar 2025 von 
L.________ zur Kenntnisnahme zu (KG-act. 86). Am 6. März 2025 genehmigte 
die Fürsorgebehörde M.________ den Präsidialentscheid vom 13. Februar 
2025 betreffend Kostengutsprache (KG-act. 88). Mit Teilbeschluss vom 
24. März 2025 hiess das Kantonsgericht das Auskunftsbegehren der Beru-
fungsführerin vom 4. Februar 2025 im Sinne der Erwägungen gut und verpflich-
tete den Berufungsgegner, der Berufungsführerin innert 30 Tagen ab Vollstreck-
barkeit des Entscheids schriftlich Auskunft über seine veränderten Erwerbsein-
kommensverhältnisse sowie das Arbeitspensum zu erteilen und stellte in Aus-
sicht, dass der Berufungsführerin nach Auskunftserteilung des Berufungsgeg-
ners Gelegenheit gegeben werde, ihr Berufungsbegehren betreffend Ehegat-
tenunterhalt hinreichend anzupassen (KG-act. 90, Dispositivziffern 1 und 2). Mit 
Verfügung vom 8. April 2025 bestätigte der Vorsitzende die am 11. Februar 
2025 superprovisorisch getroffenen Anordnungen (KG-act. 91) und am 17. April 

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2025 setzte er der Berufungsführerin auf deren Antrag hin eine nicht erstreck-
bare Frist an, um zur Nachbegutachtung Stellung zu nehmen (KG-act. 92 f.). 
Die entsprechende Eingabe datiert vom 28. April 2025 (KG-act. 94). Mit Verfü-
gung vom 1. Mai 2025 gewährte die Verfahrensleitung der Berufungsführerin 
Gelegenheit zur Anpassung ihres Berufungsbegehrens betreffend Ehegatten-
unterhalt (KG-act. 96). Am 16. Mai 2025 ersuchte die Beiständin N.________ 
um superprovisorische Umplatzierung von E.________ in die Pflegefamilie Herr 
und Frau U.________ sowie um Anweisung an die Berufungsführerin, dafür be-
sorgt zu sein, zufällige Begegnungen zu vermeiden und sich – unter Vorbehalt 
bewilligter Kontakte – nicht in das Umfeld von E.________ zu begeben, mithin 
sich nicht im Bereich des Schulhauses, des Schulweges, des Wohnhauses der 
Pflegefamilie oder im Freizeitbereich von E.________ aufzuhalten (KG-
act. 97/1). Mit Verfügung vom 20. Mai 2025 wies die Verfahrensleitung dieses 
erneute superprovisorische Gesuch der Beiständin mangels Dringlichkeit ab 
(KG-act. 98). Mit Eingabe vom 20. Mai 2025 präzisierte die Beiständin ihren An-
trag dahingehend, als sie um Zustimmung zur Platzierung bei besagter Pflege-
familie ab dem 11. August 2025 sowie zur Ferienplatzierung auf dem Reiterhof 
von W.________ in der Zeit vom 18. Juli 2025 bis zum 11. August 2025 ersuche 
(KG-act. 100). Am 22. Mai 2025 verlangte die Berufungsführerin persönlich vom 
Bezirksgericht Schwyz, unter Hinweis auf die einvernehmliche Einigung mit 
dem Berufungsgegner auf einen baldigen Beginn einer familienzentrierten Me-
diation, die Befürwortung der kinderzentrierten Mediation beim X.________ 
und, sofern erforderlich, um offizielle Übermittlung an das Institut durch das Ge-
richt (KG-act. 102). Die Einzelrichterin verfügte am 27. Mai 2025, dass für eine 
Anordnung aufgrund des beim Kantonsgericht hängigen Massnahmeverfah-
rens aktuell kein Raum bestehe und das Gericht ohnehin keinen Anlass für eine 
gerichtliche Anordnung sehe (KG-act. 104). Mit Schreiben vom 2. Juni 2025 er-
klärte sich der Berufungsgegner mit den von der Beiständin am 16. Mai 2025 
beantragten Massnahmen einverstanden (KG-act. 106). Ebenso beantragte die 
Kindesvertreterin gleichentags, dem Antrag der Beiständin sei vollumfänglich 

Kantonsgericht Schwyz 14

stattzugeben (KG-act. 107). Demgegenüber sprach sich die Berufungsführerin 
an demselben Tag für eine Rückplatzierung von E.________ an sie aus (KG-
act. 108). Am 6. Juni 2025 (Postaufgabe: 9. Juni 2025) liess sich die Berufungs-
führerin (erneut) persönlich zur Sache vernehmen und forderte die sofortige 
Berücksichtigung des Kindeswillens, die Unterlassung einer erneuten Fremd-
platzierung sowie die Einleitung milderer Massnahmen zur kindeswohlorientier-
ten Rückführung in die elterliche Obhut (KG-act. 110). Mit Verfügung vom 
17. Juni 2025 platzierte die Verfahrensleitung E.________ per 11. August 2025 
in die Pflegefamilie Herr und Frau U.________ um und für die Ferien vom 
18. Juli 2025 bis 11. August 2025 auf dem Reiterhof von W.________. Ausser-
dem wies sie die Berufungsführerin an, dafür besorgt zu sein, zufällige Begeg-
nungen zu vermeiden und sich – unter Vorbehalt bewilligter Kontakte – nicht in 
das Umfeld von E.________ zu begeben, mithin sich nicht im Bereich des 
Schulhauses, des Schulweges, des Wohnhauses der Pflegefamilie oder im 
Freizeitbereich von E.________ aufzuhalten (KG-act. 111). Mit Eingabe vom 
16. Juni 2025 ersuchte die Berufungsführerin um Folgendes (KG-act. 112):

1. Es sei Dispositivziffer 5 der Verfügung vom 27. Februar 2024 des Be-
zirksgerichts Schwyz (ZES 2023 293) betreffend Ehegattenunterhalt 
wie folgt neu zu formulieren bzw. abzuändern:

Es sei die Ehefrau zu verpflichten, dem Ehegatten rückwirkend einen 
vorsorglichen Ehegattenunterhalt für Monat Juli 2022 bis und mit Mo-
nat Juni 2025 von insgesamt CHF 8’036 zu bezahlen.

Es sei die Ehefrau über diesen Ehegattenunterhaltsbeitrag hinaus zur 
Leistung keines weiteren vorsorglichen Ehegattenunterhalts an den 
Ehemann, rückwirkend oder laufend, zu verpflichten. 

Es seien die bereits geleisteten Zahlungen in Höhe von 
CHF 29’809.45 sowie neu, die Zahlungen in Höhe von CHF 5’363.05, 
sowie allfällige nicht aktenkundige, jedoch belegbare Zahlungen der 
Ehefrau an die eheliche Liegenschaft in M.________, an die Unter-
haltspflicht anzurechnen. Zu viel geleistete Zahlungen, welche nicht 
mit der Unterhaltspflicht verrechnet werden können, seien ihr vom 
Ehemann innert 30 Tagen nach Rechtskraft des vorliegenden Rechts-
mittelverfahrens zurückzuerstatten.

Kantonsgericht Schwyz 15

2. Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, Auskunft zu seinen all-
fällig veränderten Einkommensverhältnissen ab Mai 2023 mit entspre-
chenden geeigneten Belegen (insbesondere Belege über den Beginn 
und Rückwirkung der IV-Taggelder beispielsweise die IV-Verfügung 
über die Taggelder, Bescheinigung über die IV-Taggelder 2023) zu ge-
ben.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zu 
Lasten des Berufungsbeklagten. 

Mit Stellungnahme vom 9. Juli 2025 stellte der Berufungsgegner die folgenden 
Anträge (KG-act. 114):

1. Dispositiv-Ziff. 5 der angefochtenen Verfügung der Einzelrichterin des 
Bezirksgerichts Schwyz vom 27. Februar 2024 sei wie folgt abzuän-
dern bzw. zu ergänzen:

„…

5.1 einen Betrag von insgesamt Fr. 39’581.50 für den Zeitraum 
von Juli 2022 bis und mit Mai 2024, zahlbar innert 60 Tagen 
nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids;

5.2 ab dem 1. Juni 2024 ist kein Ehegattenunterhaltsbeitrag mehr 
geschuldet. Sollte der Berufungsbeklagte ab dem 1. Septem-
ber 2025 keiner bedarfsdeckenden Erwerbstätigkeit nachge-
hen können, ist ab diesem Zeitpunkt fortdauernd wieder der 
ursprüngliche Unterhaltsbeitrag von Fr. 2’505.00 pro Monat 
geschuldet.“

2. Die vom vorstehenden Antrag abweichenden Rechtsbegehren der Be-
rufungsklägerin seien abzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer. 

Am 9. Juli 2025 leitete die Einzelrichterin den Beschluss der Fürsorgebehörde 
M.________ vom 26. Juni 2025 betreffend „Kostenübernahme Kindesschutz-
massnahme” zuständigkeitshalber weiter (KG-act. 116 inkl. KG-act. 116/1). Am 
14. Juli 2025 reichte die Fürsorgebehörde M.________ den Präsidialentscheid 

Kantonsgericht Schwyz 16

betreffend Kostengutsprache für das begleitete Besuchsrecht ein (KG-
act. 118). Mit Verfügung vom 21. Juli 2025 reichte die Einzelrichterin eine Ein-
gabe von Rechtsanwalt Y.________ vom 18. Juli 2025 zuständigkeitshalber an 
das Kantonsgericht weiter (KG-act. 121 inkl. KG-act. 121/1) und stellte mit Ver-
fügung vom 23. Juli 2025 eine Kopie der Beantwortung der Ergänzungsfragen 
des Gutachters vom 20. Juli 2025 zur Kenntnisnahme zu (KG-act. 122 inkl. KG-
act. 122/1). Am 28. Juli 2025 verzichtete die Kindesvertreterin auf eine Ver-
nehmlassung zur Eingabe des Berufungsgegners vom 9. Juli 2025 (KG-
act. 124). Mit Stellungnahme vom 6. August 2025 stellte die Berufungsführerin 
die folgenden (angepassten) Anträge betreffend Ehegattenunterhalt (KG-
act. 125):

1. Es sei Dispositivziffer 5 der Verfügung vom 27. Februar 2024 des Be-
zirksgerichts Schwyz (ZES 2023 293) betreffend Ehegattenunterhalt 
dahingehend abzuändern bzw. zu ergänzen:

Es sei die Ehefrau zu verpflichten, dem Ehegatten für den vergange-
nen Zeitraum von Juli 2022 bis August 2025, rückwirkend einen vor-
sorglichen Ehegattenunterhalt von insgesamt CHF 41’953 zu bezah-
len.

Es seien die Zahlungen in Höhe von CHF 29’809.45 sowie die neu 
anerkannten getätigten Zahlungen in Höhe von CHF 5’363.05, somit 
aktuell insgesamt CHF 35’172.50, sowie allfällige nicht aktenkundige, 
jedoch belegbare Zahlungen der Ehefrau an die eheliche Liegenschaft 
in M.________, an die zu zahlende Unterhaltspflicht zusätzlich abzu-
ziehen. 

Es sei die Ehefrau über diesen Ehegattenunterhaltsbeitrag hinaus 
nicht zur Leistung eines weiteren vorsorglichen Ehegattenunterhalts 
an den Ehemann, weder rückwirkend noch ab dem 1. September 
2025, zu verpflichten. 

Es sei der Ehefrau eine Zahlungsfrist von 60 Tagen nach erhaltenem 
Erlös vom Verkauf der Eigentumsliegenschaft einzuräumen, um dem 
Berufungsbeklagten die geschuldete Differenz zu bezahlen.

2. Der Antrag der Gegenpartei, wonach die Berufungsklägerin ab dem 
1. Juni 2024 kein Ehegattenunterhalt mehr zahlen müsse, sei gutzu-

Kantonsgericht Schwyz 17

heissen bzw. insofern abzuweisen, als dass die Berufungsklägerin be-
reits ab dem 1. Mai 2024 (und nicht erst ab dem 1. Juni 2024) nicht 
mehr unterhaltspflichtig sei. 

3. Der Antrag der Gegenpartei, wonach ab dem 1. September 2025 bei 
fehlender bedarfsdeckender Erwerbstätigkeit sinngemäss ein Wieder-
aufleben des ursprünglichen Unterhaltsbeitrages von CHF 2’505 pro 
Monat erfolgen soll, sei abzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zu 
Lasten des Berufungsbeklagten. 

Die Kindesvertreterin verzichtete auch hierzu auf eine Vernehmlassung (KG-
act. 127). Mit Stellungnahme vom 18. August 2025 hielt der Berufungsgegner 
an seinen Anträgen vom 9. Juli 2025 fest (KG-act. 128). Am 29. August 2025 
reichte der Rechtsvertreter des Berufungsgegners und am 8. September 2025 
die Kindesvertreterin eine Honorarnote ein (KG-act. 132 und 134). 

Auf die Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen 
eingegangen;-

in Erwägung:

1. a) Für vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren sind die Be-
stimmungen über die Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft 
sinngemäss anwendbar (Art. 276 Abs. 1 Satz 2 ZPO i.V.m. Art. 271 ff. ZPO und 
Art. 172 ff. ZGB). Die vorsorglichen Massnahmen werden ‒ unter Einbezug von 
Art. 272 und 273 ZPO ‒ im summarischen Verfahren getroffen (Art. 271 
i.V.m. 248 ff. ZPO; Dolge, in: Brunner/Schwander/Vischer [Hrsg.], Kommentar 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2025, Art. 276 ZPO N 14). Für die 
Beurteilung des Ehegattenunterhalts kommen der Dispositionsgrundsatz 

Kantonsgericht Schwyz 18

(Art. 58 Abs. 1 ZPO) und die eingeschränkte Untersuchungsmaxime zur An-
wendung (Art. 272 ZPO). In Kinderbelangen entscheidet das Gericht ohne Bin-
dung an die Parteianträge (Offizialmaxime) und es gilt der uneingeschränkte 
Untersuchungsgrundsatz (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). 

b) Im Gegensatz zur eingeschränkten Untersuchungsmaxime durchbricht 
die strenge Untersuchungsmaxime in Kinderbelangen das Novenregime von 
Art. 317 Abs. 1 ZPO mit der Folge, dass neue Tatsachen und Beweismittel im 
Berufungsverfahren selbst dann vorgebracht werden können, wenn die Voraus-
setzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1; 
neu verankert in Art. 317 Abs. 1bis ZPO). Bei Geltung der Offizialmaxime 
(Art. 296 Abs. 3 ZPO) sind neue Rechtsbegehren sodann jederzeit und unein-
geschränkt zulässig, auch wenn die Berufungsinstanz nicht an die neuen An-
träge gebunden ist und diesen nur Vorschlagscharakter zukommt (vgl. Hilber/
Reetz, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band II, 4. A. 2025, Art. 317 ZPO N 76; 
siehe auch Seiler, Die Berufung nach ZPO, 2013, N 1408; Stauber, in: Kunz/
Hoffmann-Nowotny/Stauber [Hrsg.], ZPO-Rechtsmittel, Berufung und Be-
schwerde, 2013, Art. 317 ZPO N 46). In diesem Bereich gilt kein Verbot der 
reformatio in peius (Staehelin/Mosimann, in: Staehelin/Grolimund, Zivilprozess-
recht, 4. A. 2024, § 25 N 19; vgl. auch Reetz, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuen-
berger/Seiler, a.a.O., Vorbemerkungen zu den Art. 308-318 ZPO N 17).

2. Nachdem am 6. September 2021 eine Gefährdungsmeldung eingegan-
gen war (vgl. KESB-Akten, S. 1 ff.), entzog die KESB Innerschwyz den Parteien 
am 23. November 2021 zunächst superprovisorisch (KESB-Akten, S. 149 ff.) 
und am 7. Dezember 2021 vorsorglich und bis zum rechtskräftigen Abschluss 
des ordentlichen Verfahrens das Aufenthaltsbestimmungsrecht über Tochter 
E.________, weil noch einiges abzuklären bleibe sowie offene Fragen bestün-
den und E.________ teilweise ein auffälliges Verhalten zeige, dessen Ursache 

Kantonsgericht Schwyz 19

zu klären sei (KESB-Akten, S. 225 ff.). Die gegen den vorsorglichen Entzug ein-
gereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht mit Entscheid vom 26. April 
2022 ab und lud die KESB ein, die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs 
der Eltern zur in einer Pflegefamilie platzierten Tochter (Besuchsrechte) im 
Sinne der Erwägungen (und nach Rücksprache mit dem involvierten Zivilge-
richt) nach Massgabe der jüngsten Entwicklung und der aktuellsten Aktenlage 
für die kommende Zeit konkret festzulegen (ZEO 2022 15, act. 20). Die Vorder-
richterin hielt mit hier angefochtener Verfügung am Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts und damit an der Fremdplatzierung von E.________ einstwei-
len fest (Dispositivziffer 1). Die Berufungsführerin verlangte mit Berufung, dass 
der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts aufzuheben und E.________ 
unter ihre alleinige Obhut zu stellen sei (KG-act. 1, S. 2). Mit persönlicher Ein-
gabe vom 8. November 2024 beantragte auch der Berufungsgegner die Zutei-
lung der alleinigen Obhut (KG-act. 43). 

a) aa) Die elterliche Sorge schliesst das Recht ein, den Aufenthaltsort des 
Kindes zu bestimmen (Art. 301a Abs. 1 ZGB). Ist das Wohl eines Kindes ge-
fährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe oder sind sie dazu 
ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde die geeigneten Massnahmen 
zum Schutz des Kindes (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Kann der Gefährdung des Kin-
des nicht anders begegnet werden, hat die Kindesschutzbehörde es laut 
Art. 310 Abs. 1 ZGB den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise un-
terzubringen. Eine Gefährdung des Kindes liegt vor, sobald nach den Umstän-
den die ernstliche Möglichkeit einer Beeinträchtigung des körperlichen, sittli-
chen oder geistigen Wohls des Kindes vorauszusehen ist. Weiter ist erforder-
lich, dass der Gefährdung nicht mit anderen, weniger einschneidenden Kindes-
schutzmassnahmen begegnet werden kann. Relevant sind unter anderem De-
fizite an erzieherischer/elterlicher Kompetenz wie Misshandlung, sexuelle Aus-
beutung oder Unfähigkeit der Eltern, sich adäquat um das Kind zu kümmern, 
weil sie durch persönliche oder eheliche Probleme übermässig absorbiert sind 

Kantonsgericht Schwyz 20

(Häfeli, Die Aufhebung der elterlichen Obhut nach Art. 310 ZGB, in: ZVW 2001, 
S. 114 f.).

Hat das Gericht, das für die Ehescheidung oder den Schutz der ehelichen Ge-
meinschaft zuständig ist, die Beziehungen der Eltern zu den Kindern zu gestal-
ten, so trifft es auch die nötigen Kindesschutzmassnahmen und betraut die Kin-
desschutzbehörde mit dem Vollzug (Art. 315a Abs. 1 ZGB). Die Kindesschutz-
behörde bleibt jedoch befugt, ein vor dem gerichtlichen Verfahren eingeleitetes 
Kindesschutzverfahren weiterzuführen (Art. 315a Abs. 3 Ziff. 1 ZGB). Bedeu-
tung und Tragweite dieser Regelung sind umstritten (BGE 125 III 401 E. 2b/bb 
m.H.), wobei in der Lehre darauf hingewiesen wird, dass in solchen Fällen die 
Schnittstelle KESB/Gericht in enger Absprache im Interesse des Kindes zu or-
ganisieren und Entscheide abzustimmen seien (Affolter-Fringeli/Vogel, in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetz-
buch, Die elterliche Sorge, Der Kindesschutz, Das Kindesvermögen, Art. 296–
327 ZGB, 2016, Art. 315-315b ZGB N 15). Im vorliegenden Fall teilte die KESB 
Innerschwyz mit Schreiben vom 10. Mai 2022 den damaligen Rechtsvertretern 
der Parteien sowie orientierungshalber dem Bezirksgericht Schwyz mit, dass 
die Zuständigkeit betreffend die Regelung der Kinderbelange mit Einleitung der 
Scheidungsklage grundsätzlich auf das Bezirksgericht übergegangen sei, wes-
halb sie die hängigen Verfahren betreffend Regelung des persönlichen Ver-
kehrs und Kindesschutz abgeschlossen habe (ZEO 2022 15, act. 30 und 31/1). 
Weder die Parteien noch das Bezirksgericht opponierten gegen diese Kompe-
tenzübertragung, weshalb vorliegend von der gerichtlichen Zuständigkeit zum 
Entscheid über die Rückübertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts der 
Eltern auszugehen ist.

bb) Der vollstreckbare Entscheid der Kindesschutzbehörde entfaltet so lange 
Wirkung, bis er abgeändert, aufgehoben oder durch den Entscheid in der 
Hauptsache ersetzt wird (BGer 5A_574/2022 vom 11. Mai 2023 E. 2.5.1). Das 

Kantonsgericht Schwyz 21

Gericht ist an vorbestehende Kindesschutzmassnahmen gebunden, kann diese 
aber auch neuen Verhältnissen anpassen (Art. 315a Abs. 2 ZGB). Mit anderen 
Worten kann es nur erneut über den vorsorglichen Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts befinden, wenn sich die Verhältnisse wesentlich und dauernd 
verändert haben oder sich herausstellt, dass der Entscheid im Ergebnis nicht 
gerechtfertigt war, weil der KESB die massgeblichen Tatsachen nicht zuverläs-
sig bekannt waren (BGer 5A_574/2022 vom 11. Mai 2023 E. 2.6.2). Die Abän-
derung einer Kindesschutzmassnahme setzt – wie andere vorsorgliche Mass-
nahmen – eine wesentliche und dauerhafte Veränderung der Verhältnisse vor-
aus (Art. 313 Abs. 1 ZGB; OG ZH LY180002-O/U vom 13. Februar 2018 
E. III.1). Zu beachten ist aber, dass Kindesschutzmassnahmen auf Besserung 
des gestörten Zustands hinwirken sollen und deshalb laufend zu optimieren 
sind, bis sie schliesslich im Idealfall durch ihre Wirkung hinfällig werden. Die 
Massnahme ist aufzuheben, wenn sie nicht mehr geboten und daher nicht mehr 
verhältnismässig ist (Breitschmid, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Zivilgesetzbuch I, 7. A. 2022, Art. 310 ZGB N 15 und Art. 313 ZGB 
N 1). Die Unterbringung darf nur andauern, sofern dies (noch) notwendig, also 
die Rückkehr zu einem Elternteil aus Gründen des Kindeswohls nicht angezeigt 
ist (Subsidiaritätsprinzip; BGer 5A_550/2016 vom 3. Februar 2017 E. 4.2). 

b) Die Erstrichterin gelangte zusammenfassend zum Schluss, dass die Er-
ziehungsfähigkeit der Ehegatten gemäss L.________ als eingeschränkt ange-
sehen werden müsse und sich dies gemäss fachkundiger Einschätzung von 
Z.________ nicht verbessert habe. Gegenteiliges vermöge die Berufungsführe-
rin bislang nicht nachzuweisen. Eine Rückübertragung des Aufenthaltsbestim-
mungsrechts ohne vorgängige aktenkundige Nachweise, dass der die Obhut 
beantragende Ehegatte erfolgreich an seinen elterlichen Kompetenzen gear-
beitet habe, erscheine aufgrund dessen als zu grosses Risiko für das Wohl von 
E.________. Das Verhältnis zwischen dieser und der Berufungsführerin sei auf-
grund der Situation vor der Fremdplatzierung belastet und müsse wieder mit 

Kantonsgericht Schwyz 22

positiven Erfahrungen, in denen Erstere die Verantwortungsübernahme durch 
Letztere erfahre, gestärkt werden, was allerdings durch den Umzug der Beru-
fungsführerin nach I.________, welcher letztlich eine Umplatzierung von 
E.________ bewirken dürfte, umso schwieriger erscheine. lm vorgenannten 
Prozess, welcher eine Verarbeitung der Vergangenheit mitumfasse, sei 
E.________ therapeutisch zu begleiten und zu unterstützen. Im Sinne des 
Kindswohls und zum Schutz von E.________ sei deshalb vorerst eine Be-
währung der Berufungsführerin nötig bzw. ein glaubhafter Nachweis, dass sie 
die Verantwortung tatsächlich übernehme, auf mittelbare oder unmittelbare Be-
einflussungen von E.________ verzichte und die Bindung von E.________ zum 
Ehemann unterstütze, sich mithin die notwendigen elterlichen Kompetenzen 
angeeignet habe, was sie im Rahmen einer stufenweisen Ausdehnung der Kon-
takte unter Beweis stellen könne und müsse. lm Rahmen der nach dem jetzigen 
Kenntnisstand zu beurteilenden vorsorglichen Massnahmen sah die Erstrichte-
rin deshalb keine Veranlassung, das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf die Be-
rufungsführerin zu übertragen bzw. etwas an der Fremdplatzierung zu ändern 
(angef. Verfügung E. 3.2.13). Mit diesen zusammenfassenden Erwägungen 
setzt sich die Berufungsführerin nicht auseinander, erhebt aber Einwände ge-
gen die vorangehenden, zu diesem Schluss führenden Überlegungen der Er-
strichterin, die im Folgenden zu prüfen sind. 

c) aa) Die Erstrichterin ging zunächst auf das Erziehungsfähigkeitsgutach-
ten von L.________ vom 15. September 2022 ein, wonach Faktoren, die bei 
E.________ ausgeprägte Belastungen bewirkt hätten, einerseits die ausge-
prägten Konflikte zwischen den Ehegatten seien, welche E.________ zum 
Spielball machen würden. Durch den Einbezug von E.________ in ihre Konflikte 
würden die Ehegatten sie in ein Gefühl ausgeprägter Zerrissenheit und einen 
Loyalitätskonflikt drängen. Den Ehegatten sei es bedingt durch ihre Konflikte 
nicht gelungen, E.________ sichere und verlässliche Lebensbedingungen und 
damit ein positives Entwicklungsumfeld zu bieten. Ein weiterer Belastungsfaktor 

Kantonsgericht Schwyz 23

sei andererseits der Umstand, dass E.________ vor der Platzierung wiederhol-
ten Unsicherheiten, einschneidenden Wechseln sowie lnstabilitäten ausgesetzt 
gewesen sei und von ihr wiederholt nicht altersentsprechende Anpassungsleis-
tungen abverlangt worden seien. Der Ehemann sei nur bedingt in der Lage ge-
wesen, die Betreuung und Versorgung von E.________ zu übernehmen. Von 
der Ehefrau hätte man aufgrund ihres Berufs ein erhöhtes Verständnis und eine 
stärkere Verantwortungsübernahme erwarten können müssen. Bei E.________ 
sei überdies der Prozess des Loyalitätskonflikts bereits im Gang. Sie stehe im 
Mittelpunkt der elterlichen Konflikte. Auch wenn E.________ eine gute Resilienz 
aufweise, was auf eine gute Umsorgung in den ersten Lebensjahren hindeute, 
würden ihr die psychischen Kompetenzen und Ressourcen fehlen, um mit den 
elterlichen und familiären Konflikten und Spannungen adäquat umgehen zu 
können. Weiter halte der Gutachter fest, aus den Ergebnissen der Befundauf-
nahme würden nicht altersentsprechende und sexualisierte Aussagen und Ver-
haltensweisen von E.________ hervorgehen, welche als besorgniserregend 
und als Alarmzeichen zu werten seien und klar als zusätzlicher Belastungsfak-
tor ihrerseits angesehen werden müssten (angef. Verfügung E. 3.2.3.1). Die Be-
rufungsführerin stellt die damaligen Erkenntnisse grundsätzlich nicht in Abrede, 
bezeichnet aber die mittlerweile langandauernde Trennung E.________s von 
den Eltern als weit wesentlicheren Belastungsfaktor (KG-act. 1 Rz 12, S. 18). 
Laut Gutachter kann sich indes keine Eltern-Kind-Entfremdung einstellen, wenn 
regelmässige Kontakte sichergestellt werden (ZEO 2022 15, act. 111 Ziff. 14f, 
S. 8), und gemäss seiner Nachbegutachtung vom 28. Februar 2025, bezüglich 
welcher die Berufungsführerin (im Scheidungsverfahren) auf Erläuterungen so-
wie das Stellen von Ergänzungsfragen oder den Beizug einer anderen sachver-
ständigen Person verzichtete (KG-act. 94/4), beeinflusste die Dauer der 
Fremdunterbringung die psychische Stabilität und soziale Entwicklung von 
E.________ massgeblich positiv (KG-act. 86/1 Ziff. 5g, S. 88). 

Kantonsgericht Schwyz 24

Gestützt auf die Aussagen der Berufungsführerin gegenüber dem Gutachter ge-
langte die Erstrichterin zum Schluss, dass die Berufungsführerin die Fehler aus-
schliesslich beim Berufungsgegner sehe und nicht bei sich selbst, was sie auch 
gegenüber E.________ direkt geäussert und diese dadurch in einen unmittel-
baren Loyalitätskonflikt geführt habe. Darauf angesprochen, ob der Gutachter 
für sie unglaubwürdig sei, wenn er die Situation anders sehe, d. h. E.________ 
bei ihr nicht als gut aufgehoben erachte, habe die Berufungsführerin geantwor-
tet, ja, diesfalls sei er für sie unglaubwürdig, er kenne sie nicht wirklich und es 
sei ihm nicht möglich, sie in den zwei Gesprächen richtig kennengelernt zu ha-
ben. Sie erwarte von diesem Gutachten, dass E.________ wieder zurück zu 
ihrer Familie komme. Daraus leitete die Vorinstanz eine gewisse mangelnde 
Selbst-reflektion der Berufungsführerin ab, die sich auch in weiteren, noch auf-
geführten Beispielen zeige. Der Gutachter halte ebenfalls fest, es sei unklar, ob 
sich bei der Berufungsführerin ein wirkliches Verständnis für die Problematik 
entwickelt habe, zumal sie die damals (vor der Fremdplatzierung) bestehenden 
und gut dokumentierten Problembereiche nicht einsehe (angef. Verfügung 
E. 3.2.3.2). Die Erstrichterin verwies im Weiteren darauf, dass es gemäss Gut-
achter zurzeit der innere Wunsch von E.________ sei, in der Pflegefamilie zu 
verbleiben und die Eltern in regelmässigen Abständen (aktuell in Begleitung) zu 
sehen (angef. Verfügung E. 3.2.3.3 mit Verweis auf ZEO 2022 15, act. 67 
Ziff. 6.3d, S. 75 f.). Gemäss fachkundiger Meinung des Gutachters sollte keine 
Rückübertragung der Obhut erfolgen, solange keine nachweisliche Verbesse-
rung der Erziehungsfähigkeit mindestens eines Ehegatten vorliege (angef. Ver-
fügung E. 3.2.3.3). Im Folgenden prüfte die Erstrichterin, ob es Gründe gebe, 
weshalb das Gericht nicht auf die gutachterliche Einschätzung abstellen sollte, 
oder ob sich die Erziehungsfähigkeit seit der Erstellung des Gutachtens nach-
weislich verbessert habe und eine Rückübertragung des Aufenthaltsbestim-
mungsrechts an die Berufungsführerin deshalb mit dem Kindeswohl von 

Kantonsgericht Schwyz 25

E.________ vereinbar sei (vgl. angef. Verfügung E. 3.2.4 ff.). Auf die entspre-
chenden Erwägungen und die dagegen erhobenen Einwände wird nachfolgend 
eingegangen.

bb) Die Berufungsführerin bringt in ihrer Berufung pauschal vor, es sei nicht 
auf den im Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens eruierten „inneren“ Wunsch 
von E.________ abzustellen. Gleichzeitig hält sie fest, dass E.________ 
gemäss ihren Aussagen an der Kinderanhörung, gegenüber der Pflegefamilie, 
H.________ sowie dem Gutachter wieder nach Hause bzw. bei ihren Eltern/ih-
rer Mutter leben möchte, was in der Entscheidfindung zu berücksichtigen sei 
(KG-act. 1 Rz 12, S. 21). Auch in weiteren Eingaben betont sie, dass 
E.________ kein Pflegekind mehr sein möchte (vgl. KG-act. 13 Rz 7; KG-
act. 82 Ziff. 2 und 5, S. 2; KG-act. 107, S. 2; KG-act. 108, S. 2; KG-act. 108/1, 
S. 1; KG-act. 110, S. 1 f.). Ebenso hielt die ehemalige Beiständin AA.________ 
in ihrem Bericht vom 3. April 2024 über das Abschiedstreffen mit E.________ 
fest, diese wolle ihren Äusserungen ihr gegenüber nach kein Pflegekind mehr 
sein und würde sich mehr und längere Besuche bei ihren Eltern wünschen, in-
des immer noch begleitet, zumindest am Anfang bei den Übergaben. Irgendet-
was scheine E.________ zu ängstigen, jedoch vertraue sie der Besuchsbeglei-
tung. E.________ habe erklärt, wenn die Besuchsbegleitung dabei sei, könne 
sie sich sicher sein, dass es sich um ihre Mutter und nicht um eine andere Per-
son handle. Die Beiständin erachtete deshalb wie auch aufgrund einer Selbst-
verletzung nach einem grossen Streit mit der besten Freundin eine psychothe-
rapeutische Begleitung von E.________ als essenziell (KG-act. 11/1; siehe 
hierzu auch E. 4e unten). Gemäss den Ausführungen des Gutachters besitzt 
E.________ noch nicht die nötige Fähigkeit, sich frei und ohne inneren oder 
äusseren Druck eine Meinung hinsichtlich ihrer zukünftigen Lebens- und Kon-
taktrechtssituation zu bilden, und eine Willensäusserung ihrerseits könne aktu-
ell nicht als entscheidrelevantes Kriterium angesehen werden, weil die Urteils-

Kantonsgericht Schwyz 26

fähigkeit nicht gegeben sei. Aus dem Gutachten vom 15. September 2022 er-
gibt sich der innere Wunsch von E.________, ihre Eltern in regelmässigen Ab-
ständen in Begleitung zu sehen (ZEO 2022 15 act. 67, S. 75). In seiner Nach-
begutachtung vom 28. Februar 2025 gab der Gutachter die Aussagen von 
E.________ wieder, wonach es ihr Wunsch sei, endlich wieder bei ihrer eigenen 
Familie wohnen zu können, sie bei ihrer Mami wohnen möchte, es grundsätzlich 
keine Rolle spiele, bei welchem Elternteil sie wohne, und eine Entscheidung für 
sie schwierig sei, weil dann der andere Elternteil traurig sei. E.________ gab 
gegenüber dem Gutachter auf dessen Hinweis, dass das Gericht auch entschei-
den könnte, sie solle zuerst mehr Zeit mit ihren Eltern verbringen, bevor sie eine 
Entscheidung treffe, wo sie wohnen möchte, indes auch an, dass dies gut sei 
(KG-act. 86/1 Ziff. 4.7, S. 66 ff.). Die Fähigkeit zu autonomer Willensbildung er-
langt ein Kind gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ungefähr ab dem 
zwölften Altersjahr (BGer 5A_400/2023 vom 11. Januar 2024 E. 3.3.3; 
Maier/Vetterli, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm, Scheidung, Band I, 4. A. 
2022, Art. 176 ZGB N 4 mit Verweisen). Die anhaltenden Konflikte belasten 
E.________ aus aktueller Sicht des Gutachters aber emotional stark. Sie leide 
unter einer dauerhaft angespannten familiären Atmosphäre (KG-act. 86/1 
Ziff. 5b, S. 85). Sie stecke nach wie vor im Mittelpunkt des elterlichen Konflikts 
und somit in einem Loyalitätskonflikt und habe zusätzlich nicht die alters- und 
reifebedingten Fähigkeiten, um sich frei und ohne innere oder äussere Beein-
flussung eine Meinung zu bilden (KG-act. 86/1 Ziff. 5f, S. 88). Auch wenn dem 
Wunsch des Kindes ungeachtet seiner Urteilsfähigkeit Beachtung zu schenken 
ist (BGer 5A_400/2023 vom 11. Januar 2024 E. 3.3.3), ist sodann einerseits 
auch zu berücksichtigen, dass laut der Kindesvertreterin die Äusserung der da-
mals 10-jährigen E.________, sie wolle zurück zu ihrer Mutter, platt wirkte. Es 
sei nicht der Eindruck entstanden, dass es sich dabei um einen gefestigten Wil-
len handle und dass sie klare Vorstellungen darüber habe, wie es sei, mit der 
Mutter zu leben. Nach dem Dafürhalten der Kindesvertreterin besteht aktuell 
keine Basis, auf der eine Rückpla-tzierung an den einen oder anderen Elternteil 

Kantonsgericht Schwyz 27

aufgebaut werden könne (KG-act. 79). Weil die alleinige Aussage 
E.________s, sie wolle kein Pflegekind mehr sein und bei ihrer Mutter wohnen, 
noch nicht zwingend deren tatsächlichen Willen wiedergeben muss, ist die Ein-
schätzung der Kindesvertreterin hierüber nicht zu beanstanden, weil sie gerade 
auch diesen zu dokumentieren hat (vgl. BGE 142 III 153 E. 5.2.3.1). Anderer-
seits steht es nicht im Belieben des Kindes, über das Kontaktrecht etc. zu ent-
scheiden, andernfalls der Kindeswille mit dem Kindeswohl gleichgesetzt würde 
(BGer 5A_400/2023 vom 11. Januar 2024 E. 3.3.3). Selbst wenn also die Rück-
kehr zu einem Elternteil dem aktuellen tatsächlichen Willen des Kindes entspre-
chen sollte, bildet dieser nur ein Kriterium bei der Beurteilung des Kindeswohls 
(Büchler/Clausen, in: Fankhauser [Hrsg.], a.a.O., Art. 133 ZGB N 13). In Anbe-
tracht all dessen vermögen die Äusserungen von E.________ wie auch ihr am 
20. Januar 2025 in Kopie eingereichter und laut Berufungsführerin „im letzten 
Jahr” verfasster Brief oder ihrerseits gestartete Videokontakte via Facetime 
(vgl. KG-act. 60 inkl. 60/1) keine Aufhebung der Fremdplatzierung zu rechtferti-
gen.

cc) Die Berufungsführerin macht weiter geltend, es sei vor allem der neuere 
Zeitraum ab September 2022 bis heute zu betrachten und nicht der vom Gut-
achter analysierte Zeitraum, der zur Fremdplatzierung geführt habe (KG-act. 1 
Rz 11, S. 17). Sie übernehme die ihr im Rahmen des zeitlich begrenzten Be-
suchsrechts mögliche Versorgung von E.________, wie die basale körperliche 
Versorgung in Form von Besorgungen, gesundheitliche Belange, emotionale 
Fürsorge, die Entwicklungsförderung (Sicherstellung einer Kindertherapie), und 
sie spreche schon längere Zeit nicht mehr portugiesisch mit dem Kind. Sodann 
besuche sie seit längerem freiwillig eine Elternberatung, um insbesondere an 
ihrer Bindungstoleranz zu arbeiten. Sie sei in der Lage, die Bedürfnisse und 
Wünsche von E.________ zu erkennen und darauf einzugehen, weshalb sie 
nach I.________ gezogen sei (KG-act. 1 Rz 12, S. 18 ff.). Der Umzug nach 
I.________ zeigt aber gerade das Gegenteil auf, weil der Berufungsführerin 

Kantonsgericht Schwyz 28

auch damals nur ein begleitetes Besuchsrecht zustand, was auch der Gutachter 
empfohlen hatte. Der (geplante) Umzug machte denn auch den Erlass entspre-
chender Weisungen nötig (vgl. Vi-act. 46) und veranlasste die Pflegefamilie zu 
einer erstmaligen Kündigung des Pflegeverhältnisses unter Vorbehalt (Vi-
act. 51 f.; vgl. hierzu auch E. 2c/ii unten), womit die Berufungsführerin aufgrund 
des Schreibens von K.________, Geschäftsleitung J.________, vom 18. Ja-
nuar 2024 hätte rechnen müssen (vgl. Vi-act. 47). Darüber hinwegsehend und 
trotz des (damaligen) inneren Wunsches von E.________, ihre Eltern in Beglei-
tung zu sehen, nahm die Berufungsführerin mit ihrem Umzug zumindest zufäl-
lige Treffen in Kauf (siehe auch KG-act. 86/1 Ziff. 5a, S. 82). 

Gemäss den eingereichten Bestätigungen besuchte die Berufungsführerin von 
August bis November 2024 den Elternkurs „Kinder im Blick” (KG-act. 1/8 
und 60/4) und vom 2. bis 30. November 2024 den Aufbaukurs „Starke Eltern – 
Starke Kinder” (KG-act. 13/2, 26/1 und 60/3). Ausserdem meldete sie sich für 
drei weitere Kurse oder Veranstaltungen im April und Juni 2024 an („Der eigene 
Anteil bei hochstrittigen Trennungen und Selbstfürsorge 24012”, „Infoabend El-
terncoaching und Marte Meo”, „Starke Gefühle bei Kindern – So unterstützen 
Sie Ihr Kind [2466] online” [KG-act. 13/2]) und vereinbarte einen Termin für eine 
Elternberatung im Februar 2024 sowie gemäss ihren erstinstanzlichen Vorbrin-
gen zusätzlich für eine Erziehungsberatung (Vi-act. 56 Rz 2; KG-act. 1/7). Wei-
ter macht sie geltend, am 27. Mai 2024 bei der Praxis AB.________ mit einem 
Coaching zur Stärkung ihrer Erziehungskompetenzen begonnen zu haben (KG-
act. 26). Ungeachtet teilweise fehlender Beweise für die tatsächliche Teilnahme 
ist das Engagement der Berufungsführerin zwar anzuerkennen, lässt sich die 
Erziehungsfähigkeit der Berufungsführerin jedoch nicht alleine aufgrund be-
suchter Kurse oder Beratungen positiv beurteilen. Ebenso wenig führt die Wie-
dergabe von in den Kursen erlernten theoretischen Verhaltensweisen (vgl. KG-
act. 94/1) zu einem entsprechenden Schluss. Gerade die angeordnete Eltern-

Kantonsgericht Schwyz 29

beratung, zu welcher der Gutachter den Eltern dringend riet, um positiv auf De-
fizite in den elterlichen Kompetenzen einwirken zu können (ZEO 2022 15, 
act. 67 S. 86 und 88), führte bekanntlich nicht zum gewünschten Erfolg. Laut 
Bericht der Elternberaterin Z.________ zeige insbesondere die Berufungsfüh-
rerin keine Bereitschaft, sich auf die Auseinandersetzung mit eigenen Anteilen 
einzulassen, weshalb fraglich bleibe, inwiefern eine Erziehungsberatung hilf-
reich wäre (ZEO 2022 15, act. 142; vgl. auch E. 2c/ee unten). Der Gutachter 
hielt in seiner Nachbegutachtung unter Bezugnahme auf diesen Bericht fest, 
dass die geringen Anstrengungen der Eltern zur Reduzierung der belastenden 
Faktoren auf eingeschränkte Reflexionsfähigkeit und geringe Veränderungsmo-
tivation hinweisen würden. Anhaltende hochkonflikthafte Elternbeziehungen 
würden nicht nur kurzfristige Belastungen bedeuten, sondern hätten langfristige 
Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und soziale Entwicklung des Kin-
des. Er empfiehlt unter Aufführen von Zielen, eine Fachkraft mit einer Elternbe-
ratung oder einer familientherapeutischen Intervention (konsequent gemein-
sam) zu beauftragen. Der Verlauf der Intervention sollte Grundlage zur Beurtei-
lung der weiteren Schritte im Sinne der Ausweitung der Besuchskontakte, der 
allfälligen Rückführung und der weiteren kindeswohldienlichen Empfehlungen 
sein (KG-act. 86/1 Ziff. 5, S. 81, und Ziff. 5c, S. 86). Im Scheidungsverfahren 
stellte die Berufungsführerin am 16. April 2025 den Antrag um Anordnung einer 
solchen Elternberatung oder familientherapeutischen Intervention (KG-
act. 92/1; vgl. hierzu auch E. 6c/bb unten).

Dass die Berufungsführerin ihren Angaben nach Besorgungen für E.________ 
machte, die Pflegeeltern in medizinischen Belangen unterstützte und sie die 
letzten Besuche gemäss dem Verlaufsbericht der Stiftung Q.________ vom 
4. Februar 2025 wohlwollend und abwechslungsreich gestaltete, E.________ 
aufgestellt und lebendig gewirkt habe, beide Elternteile sich Mühe geben wür-
den und E.________ zu beiden eine Beziehung habe, ist zwar positiv zu werten. 
Dem Verlaufsbericht der Stiftung Q.________ lässt sich aber auch entnehmen, 

Kantonsgericht Schwyz 30

dass die Berufungsführerin meistens einen Plan habe, was während eines Be-
suches alles durchgeführt werden müsse, was nicht immer nach E.________s 
Wunsch sei, diese jedoch meistens überredet werden könne. Das grosse Pro-
gramm führe immer noch zu Verspätungen. Die Berufungsführerin wechsle so-
dann ab und zu auf einen kollegialen Umgang und beide würden auf der glei-
chen Ebene miteinander diskutieren. Zudem solle E.________ nach einem un-
begleiteten Besuch mit der Berufungsführerin am 8. August 2024 gemäss den 
Rückmeldungen der Pflegeeltern am Abend über Kopf- und Bauchweh geklagt 
und nichts gegessen haben. Nach diesem „Testversuch” sei gemeinsam mit 
den Fachpersonen (Begleitpersonen und Beiständin) entschieden worden, 
dass die Besuche immer begleitet würden (KG-act. 67/1). Dass dies mit ihrer 
Tagesform oder dem Konsum von Bubble Tea in Zusammenhang stand, wie 
die Berufungsführerin erklärt (vgl. KG-act. 77, S. 2), erscheint nicht glaubhaft, 
zumal laut Gutachter Bauchschmerzen ein typisches Symptom von Kindern ist, 
deren Eltern eine konfliktbehaftete Trennung durchmachen, aufgrund der 
daraus resultierenden inneren Spannungen und Spaltungen (ZEO 2022 15, 
act. 67 Ziff. 6.2a, S. 69). Ebenso wenig lassen die von der Berufungsführerin 
eingereichten Bilder einer lächelnden E.________, von ihrem Handstand oder 
dem Wangenkuss an ihre Mutter (vgl. KG-act. 77/1) Rückschlüsse auf die 
tatsächlichen Empfindungen von E.________ zu. Es bestehen damit nach wie 
vor Zweifel, dass die Berufungsführerin in der Lage ist, die Bedürfnisse und 
Wünsche von E.________ zu erkennen und darauf einzugehen oder altersent-
sprechend darauf zu reagieren. Dies bestätigte der Gutachter in seiner Nach-
begutachtung, wonach die Kindesmutter nach wie vor nicht in der Lage sei, eine 
Aussenperspektive betreffend die Aufgaben, Verantwortung und Hilfe, die 
E.________ übernehmen und erhalten müsse, einzunehmen. Ausserdem 
scheine sie weiterhin Mühe zu haben, die Bedürfnisse von E.________ zu er-
kennen und darauf einzugehen. Auch die Kooperationsfähigkeit der Kindsmut-
ter habe sich nicht massgeblich verbessert und den Kindeseltern sei es trotz 
verpflichtender Elternberatung nicht möglich gewesen, ihre elterlichen Konflikte 

Kantonsgericht Schwyz 31

positiv zu beeinflussen. In der Gesamtbetrachtung werde deutlich, dass keine 
deutlich erkennbaren Fortschritte hinsichtlich ihrer Erziehungs- und Betreu-
ungsfähigkeit gelungen seien. Um den Entzug des Aufenthaltsbestimmungs-
rechts der Parteien wieder aufzuheben, müssten positive Erkenntnisgewinne 
der Elternberatung oder einer familientherapeutischen Intervention nachhaltig 
erkennbar werden, insbesondere mit Blick auf die Frage, was die Eltern zu einer 
gelingenden Rückführung beitragen könnten. Darüber hinaus sei eine positive 
Gestaltung und Ausweitung der unbegleiteten Besuche erforderlich. Weiter be-
dinge die Aufhebung (recte: Rückübertragung) des Aufenthaltsbestimmungs-
rechts eine konsequente Umsetzung und Einhaltung der Vereinbarungen, die 
im Sinne von E.________ getroffen würden (KG-act. 86/1 Ziff. 5a, S. 82 f., und 
Ziff. 5f, S. 87). Entsprechend gehen auch die Vorbringen der Berufungsführerin 
hinsichtlich der auf sich genommenen „Anstrengungen und Einschränkungen” 
(vgl. KG-act. 94 Rz 3, S. 5 f. und Ziff. 4, S. 9; siehe auch KG-act. 110, S. 3) an 
der Sache vorbei, weil alleinige Bemühungen und Vorkehrungen nicht ohne 
Weiteres auf vorhandene Kompetenzen schliessen lassen. Der Gutachter hielt 
zudem nachvollziehbar fest, dass die fortgesetzte konflikthafte Beziehung der 
Eltern einen erheblichen Risikofaktor für die psychische Entwicklung von Kin-
dern darstelle, besonders für Bindungssicherheit, emotionale Stabilität und 
langfristige Resilienz. Die geringen Anstrengungen der Eltern zur Reduzierung 
der belastenden Faktoren, trotz der klaren Hinweise auf diese Dringlichkeit, 
weise auf eingeschränkte Reflexionsfähigkeit und geringe Veränderungsmoti-
vation hin. Dies sei in weiterer Folge relevant für die Beurteilung der Erzie-
hungskompetenzen, da Selbstreflexion und Anpassungsbereitschaft wesentlich 
für eine förderliche Eltern-Kind-Beziehung seien. Anhaltende hochkonflikthafte 
Elternbeziehungen würden nicht nur kurzfristige Belastungen bedeuten, son-
dern hätten langfristige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und sozi-
ale Entwicklung des Kindes (KG-act. 86/1 Ziff. 5, S. 81). Bereits aus diesen 
Ausführungen kann geschlossen werden, dass der Gutachter die Fremdplatzie-
rung nicht alleine oder pauschal mit elterlicher Hochstrittigkeit begründete. Und 

Kantonsgericht Schwyz 32

dass sich die Konflikte im Falle der Aufhebung der Fremdplatzierung verstärken 
würden, liegt aufgrund der Vorgeschichte der Parteien und entgegen den Vor-
bringen der Berufungsführerin (vgl. KG-act. 94 Rz 7, S. 19) auf der Hand. Da-
von abgesehen vertrat auch die ehemalige Beiständin AA.________ in ihrem 
Verlaufsbericht vom 14. Dezember 2023 die Auffassung, dass E.________ vor 
der Hochkonfliktsituation vorläufig nur mittels Aufrechterhaltung der Fremdun-
terbringung geschützt werden könne (Vi-act. 34, S. 5). Hinzu kommt, dass 
E.________ seit Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. Februar 2024 
(vgl. Dispositivziffer 4 Absatz 5) offenbar mangels verfügbarer Plätze sowie zu-
letzt aufgrund der unklaren Wohnsituation keine Therapie beginnen konnte 
(vgl. KG-act. 67). Der Gutachter L.________ setzte in seinem Gutachten vom 
15. September 2022 für eine Ausweitung der Besuchskontakte nebst der akti-
ven Teilnahme der Eltern bei der Elternberatung voraus, dass E.________ im 
Rahmen eines psychotherapeutischen Prozesses darauf vorbereitet werde und 
die Kontakte danach im Sinne des Kindeswohls verlaufen würden (ZEO 2022 
15, act. 67 Ziff. 7l und o, S. 90 f.). Auch der Verlauf der mit der Nachbegutach-
tung empfohlenen Elternberatung oder familientherapeutischen Intervention 
soll laut Gutachter wie erwähnt Grundlage zur Beurteilung der weiteren Schritte 
im Sinne der Ausweitung der Besuchskontakte, der allfälligen Rückführung und 
der weiteren kindeswohldienlichen Empfehlungen sein (KG-act. 86/1 Ziff. 5c, 
S. 86). Eine solche (erneute) Elternberatung oder familientherapeutische Inter-
vention wurde von den Parteien gemäss Aktenlage bislang nicht aufgenommen 
(vgl. hierzu auch E. 6c/bb unten).

dd) Würde das Gericht klare und erkennbare Betreuungsregelungen für die 
Kindseltern und damit auch für E.________ schaffen, könnten nach dem Dafür-
halten der Berufungsführerin die vom Gutachter beschriebenen seinerzeitigen 
Auswirkungen auf E.________ (Drängen in Loyalitätskonflikt, Bauchschmer-
zen, Schlafstörungen und damit wohl einhergehend Müdigkeit in der Schule 
etc.), die mit der unklaren und nicht geregelten Situation sowie der Unfähigkeit 

Kantonsgericht Schwyz 33

der Eltern, sich diesbezüglich zu einigen, im Zusammenhang stünden, vermie-
den werden (KG-act. 1 Rz 13, S. 22). Der Berufungsgegner weist hierbei zu 
Recht darauf hin, dass durch die Fremdplatzierung mit begleitetem Besuchs-
recht eine klare und erkennbare Betreuungsregelung vorliegt (KG-act. 8 Rz 13, 
S. 10). Daran vermag nichts zu ändern, dass die Fremdbetreuung nicht den 
„Normalzustand” darstellt (vgl. KG-act. 13 Rz 14, S. 8). Gemäss Nachbegut-
achtung konnte E.________ das Vertrauensverhältnis zur Mutter zwar stärken, 
ergeben sich jedoch weiterhin Belastungen aufgrund der massiven elterlichen 
Konflikte und liegen wie erwähnt keine ausreichenden Fortschritte hinsichtlich 
ihrer Erziehungs- und Betreuungsfähigkeit vor (vgl. E. 2c/cc oben; KG-act. 86/1 
Ziff. 5a, S. 82 f.). Im ursprünglichen Gutachten vom 15. September 2022 hielt 
der Gutachter zusammenfassend fest, unter Berücksichtigung aller Faktoren, 
der persönlichen Situation und der psychischen Ressourcen sowie in Abwä-
gung der relevanten rechtspsychologischen Faktoren sei bei der Berufungsfüh-
rerin von einer eingeschränkten Erziehungsfähigkeit auszugehen. Dazu müsse 
berücksichtigt werden, dass die Beziehung zwischen E.________ und ihrer 
Mutter als belastet anzusehen sei. Die Förderkompetenz sei als eingeschränkt 
zu betrachten und die Kindesmutter sie in der Vergangenheit für E.________ 
nicht als stabile und kontinuierliche Bezugsperson zur Verfügung gestanden. 
Ferner sei zu beachten, dass die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit 
zwar vorhanden sei und die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit nicht 
abschliessend und vollumfänglich beurteilt werden könne, dass jedoch die el-
terliche Bindungstoleranz sowie die Erziehungskompetenz als eingeschränkt 
erachtet werden müssten (ZEO 2022 15, act. 67 Ziff. 7a, S. 81). Eine Obhuts- 
und Betreuungsregelung kann nicht unbesehen der Frage der Erziehungsfähig-
keit erfolgen, weshalb auch das Argument der Berufungsführerin, wonach sie 
unter den aktuellen Umständen ihre Erziehungskompetenz nicht verbessern 
könne (vgl. KG-act. 13 Rz 16, S. 9), nicht greift.

Kantonsgericht Schwyz 34

ee) Die Elternberaterin Z.________ kam in ihrem Bericht vom 31. Mai 2023 
zum Schluss, dass weitere gemeinsame Gespräche zum jetzigen Zeitpunkt 
nicht zielführend seien. Seit der Erstellung des Gutachtens und während der 
Elternberatung hätten keine Veränderungen erkannt werden können, die zeigen 
würden, dass sich die Erziehungsfähigkeit der Eltern habe verbessern können. 
Die Berufungsführerin zeige sich zwar kooperativ, weise aber konkret jegliche 
Verantwortung von sich. Bei ihr als Mutter sei E.________ immer glücklich und 
lache. Negative Gefühle schienen nicht zu existieren. Z.________ sprach sich 
daher gegen eine Obhutszuteilung aus (ZEO 2022 15, act. 142; siehe auch an-
gef. Verfügung E. 3.2.5). Die Berufungsführerin bringt vor, im Bericht falle auf, 
dass sexuelle Übergriffe grossmehrheitlich das Thema der Gespräche gewesen 
seien, welche Vorwürfe reine Erfindungen des Berufungsgegners seien. Die El-
ternberaterin spreche zu Unrecht von Verwahrlosungstendenzen; solche wür-
den auch nicht aus dem Gutachten hervorgehen. Dass E.________ auf sich 
selbst gestellt gewesen sein solle, müsse relativiert werden, weil sie zuletzt 
tagsüber zu 100 % in der schulergänzenden Betreuung und der Berufungsgeg-
ner aufgrund seiner Arbeitslosigkeit seit November 2020 nicht ausser Haus ar-
beitstätig gewesen sei (KG-act. 1 Rz 14, S. 24 ff.). In diesen von der Berufungs-
führerin beanstandeten Zeilen gab Z.________ jedoch lediglich die Gründe wie-
der, die damals zur Notfallplatzierung von E.________ führten (ZEO 2022 15, 
act. 142, S. 8), die nach dem Gesagten durch das Verwaltungsgericht mit Ent-
scheid vom 26. April 2022 geschützt wurde (ZEO 2022 15, act. 20). Mit ihren 
Ausführungen zeigt die Berufungsführerin nicht auf, weshalb die Vorderrichterin 
auf die Einschätzung von Z.________, wonach die Elternberatung gescheitert 
sei, nicht hätte abstellen dürfen und eine Rückführung von E.________ in die 
Obhut eines Elternteils hätte aussprechen müssen. Der Gutachter konnte die 
Frage, unter welchen Voraussetzungen der (verfügte) Entzug des Aufenthalts-
bestimmungsrechts durch die Eltern wieder aufgehoben werden könne, in sei-
nem Gutachten vom 15. September 2022 nicht beantworten mit der primären 
Begründung, dass im ersten Schritt die Elternberatung starten müsse 

Kantonsgericht Schwyz 35

(ZEO 2022 15, act. 67 S. 88). Der Gutachter empfiehlt auch in seiner Nachbe-
gutachtung vom 28. Februar 2025, eine Fachkraft mit einer Elternberatung oder 
einer familientherapeutischen Intervention (konsequent gemeinsam) zu beauf-
tragen (KG-act. 86/1 Ziff. 5c, S. 86). Die Berufungsführerin ersucht aufgrund 
des Gesundheitszustands des Berufungsgegners, welcher erhebliche Auswir-
kungen auf die Wahrnehmung von ihr in ihrer Rolle als Mutter und die mit ihr 
verbundene Kommunikation habe, um Prüfung, ob der Elternkonflikt nicht auf 
andere Weise als durch eine Elternberatung minimiert werden könne, in casu 
mittels Sorge- und Obhutszuteilung. Hierauf gehe die Vorinstanz nicht ein und 
sie äussere auch ihre Sichtweise nicht zur behaupteten Aussichtslosigkeit der 
Wiederherstellung der elterlichen Kommunikation (KG-act. 1 Rz 15, S. 28). Die 
Berufungsführerin bezeichnet indes selbst als Tatsache, dass die gemeinsame 
elterliche Kommunikation schwer gestört und der Elternkonflikt massiv sei und 
dies sich im Falle einer Obhutszuteilung an sie nicht ohne weiteres verbessere, 
sie aber Besuchskontakte zulassen werde (KG-act. 1 Rz 14, S. 26, und Rz 16, 
S. 30). Zudem hielt die Erstrichterin fest, dass die fehlende elterliche Kommu-
nikation und der Elternkonflikt nicht die einzigen Kriterien seien, gestützt auf 
welche der Gutachter auf eine eingeschränkte Erziehungsfähigkeit der Eltern 
geschlossen habe (angef. Verfügung E. 3.2.6), worauf auch beide Parteien hin-
weisen (KG-act. 1 Rz 15, S. 27; KG-act. 8 Rz 15, S. 11; siehe insb. auch E. 2c/ff 
unten zur Nachbegutachtung). Dass sexuelle Übergriffe einen grossen Teil der 
Gespräche einnahmen, lässt sich dem Bericht der Elternberaterin ausserdem 
nicht entnehmen, sondern vielmehr, dass die Berufungsführerin ohne Bereit-
schaft zur Selbstreflexion oder Selbstkritik eine alleinige Zuteilung der Obhut 
erwartete. In Anbetracht des nach wie vor vorhandenen Elternkonflikts und ge-
rade weil die gerichtlich angeordnete Elternberatung bereits nach kurzer Zeit 
abgebrochen wurde, ist schliesslich äusserst fraglich, wie es sich mit der Bin-
dungstoleranz der Berufungsführerin verhalten und ob sie dem Berufungsgeg-
ner im Falle der Obhutszuteilung uneingeschränkt das angeordnete Besuchs-

Kantonsgericht Schwyz 36

recht gewähren würde oder gar für eine spätere Ausweitung auf eine alternie-
rende Obhut offen wäre, „sofern die entsprechenden Voraussetzungen (….) 
hierzu vorhanden sind” (vgl. KG-act. 94 Rz 2, S. 2). Nicht ersichtlich ist, welchen 
Einfluss ein Austausch der Elternberaterin mit der „psychotherapeutischen 
Fachperson des Kindsvaters” bei dieser Ausgangslage hätte haben können, zu-
mal dies von der Berufungsführerin auch nicht näher erläutert wird (siehe KG-
act. 1 Rz 14, S. 27). 

ff) Gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen sollte Ziel der vom Gutachter 
empfohlenen Beratung sein, die eigenen elterlichen Kompetenzen (insbeson-
dere die Verantwortungsübernahme, Förderkompetenz und die erzieherischen 
Basiskompetenzen) zu stärken, was eine kritische Reflexion der eigenen (bis-
herigen) Rolle voraussetze, und nicht primär die Klärung der Frage, inwiefern 
man sich Besuche des anderen Ehegatten vorstellen bzw. wie man diese för-
dern könne. Demnach sei mit den Ausführungen der Berufungsführerin, sie 
nehme an Beratungssitzungen bei AD.________ teil, nicht dargetan, inwiefern 
sie effektiv an den Problemstellungen, die der Gutachter L.________ aufgezeigt 
habe, arbeite (angef. Verfügung E. 3.2.7). Die Berufungsführerin setzt sich mit 
diesen Erwägungen nicht ausreichend auseinander, sondern wiederholt das für 
sie offenbar Wesentliche, dass sie im Falle der Obhutszuteilung an sie Be-
suchskontakte zum Berufungsgegner zulassen würde und dass die Erstrichterin 
zu hohe Anforderungen an die Bindungstoleranz stelle. Dass eine Fremdplat-
zierung gerechtfertigt ist, liegt nicht alleine an der eingeschränkten Bindungsto-
leranz, die nur einen Teilaspekt der Erziehungsfähigkeit bildet. Laut Gutachter 
sei ebenso eine nachhaltige Besserung der Verantwortungsübernahme bei der 
Berufungsführerin kaum erkennbar und müsse berücksichtigt werden, dass we-
der bei ihr noch beim Berufungsgegner genügend Förderkompetenz oder genü-
gend erzieherische Basiskompetenzen zur Verfügung stünden (ZEO 2022 15 
act. 67, S. 85). Entgegen den Vorbringen der Berufungsführerin (vgl. KG-

Kantonsgericht Schwyz 37

act. 94 Rz 4, S. 9 ff.) gehört zur Förderkompetenz mehr dazu als die Organisa-
tion einer psychotherapeutischen Begleitung, das Kümmern um notwendige 
Anschaffungen und Fragen der medizinischen Versorgung sowie die Teilnahme 
an Elterngesprächen etc. Ebenso wenig lässt der Umstand, dass E.________ 
ihre Mutter in Bezug auf die Besuchskontakte laut Gutachter als stabile und 
verlässliche Bezugsperson wahrnehmen konnte, per se einen ausreichenden 
Fortschritt hinsichtlich ihrer Erziehungs- und Betreuungsfähigkeit bejahen 
(vgl. KG-act. 86/1 Ziff. 5a, S. 82 f.). Die Berufungsführerin erachtet als absurd, 
dass die Vorinstanz Äusserungen von Fachpersonen (Herr AD.________, Frau 
H.________) grundsätzlich nicht anerkenne, weil sie sich mit diesen verstehe. 
Das Gericht könne bei AD.________, einer von der Gemeinde Thalwil ange-
stellten Fachperson, die seit Jahren im Bereich Elternberatung tätig sei, nach-
fragen, was sie mit ihm genau bespreche. Es sei ausserdem nicht ersichtlich, 
inwiefern erzieherische Basiskompetenzen lediglich mittels Elternberatung im 
alltäglichen Leben und „ohne Versuch” am Kind gestärkt werden könnten. Als 
erstes müssten klar und erkennbare Regelungen für die Betreuungsverantwor-
tung und–übernahme geschaffen werden und die Betreuungsübernahme sollte 
mittels Massnahmen zur Stärkung elterlicher Kompetenzen begleitet werden 
(KG-act. 1 Rz 16, S. 36 ff.). Dass die Berufungsführerin ihre erzieherischen Ba-
siskompetenzen mit „Versuchen” am Kind stärken will und nicht einsieht, dass 
Eltern erst dann Erziehungsfunktionen wahrnehmen können und sollten, wenn 
sie über die erforderlichen Voraussetzungen verfügen, und nicht umgekehrt, 
zeigt gerade auf, dass die Erziehungsfähigkeit nach wie vor eingeschränkt ist. 
Daran vermag nichts zu ändern, dass AD.________ seit Jahren im Bereich der 
Elternberatung tätig ist. Mit der Erstrichterin ist festzuhalten, dass die parallel 
besuchte Elternberatung bei AD.________ nicht dazu führte, dass Z.________ 
eine Verbesserung der Erziehungsfähigkeit wahrnehmen konnte. Entsprechend 
ist auch der vorinstanzliche Schluss nicht zu beanstanden, wonach ein Nach-
weis fehle, dass die Berufungsführerin die von L.________ festgestellten Defi-

Kantonsgericht Schwyz 38

zite zwischenzeitlich erfolgreich behandelt bzw. sich die notwendigen Kompe-
tenzen angeeignet hätte. Woraus sich sodann ergeben soll, dass das Coaching 
bei AB.________ ihre klare kindeswohlorientierte Haltung, hohe emotionale 
Feinfühligkeit und Bereitschaft, Verantwortung für die gesunde psychische, 
emotionale und soziale Entwicklung von E.________ zu übernehmen, bestätige 
(vgl. KG-act. 94 Rz 4, S. 15), lässt sich den Ausführungen der Berufungsführe-
rin ebenso wenig entnehmen. Ihre Aussage, nun eine paritätische Elternschaft 
zu befürworten (vgl. KG-act. 108/1, S. 1; KG-act. 110, S. 2), vermag nicht aus-
zublenden, dass die Eltern ihre Konflikte auch nach aktueller Einschätzung des 
Gutachters nicht nachhaltig reduzieren konnten (KG-act. 86/1 Ziff. 5d, S. 87). 
Im Weiteren ist auch an dieser Stelle auf den Bericht der Elternberaterin zu 
verweisen, wonach sie seit der Erstellung des Gutachtens und während der El-
ternberatung keine Verbesserung hinsichtlich der Erziehungsfähigkeit der El-
tern erkennen konnte (ZEO 2022 15 act. 142). Gemäss Gutachten geht es 
zunächst darum, auf die Defizite in den elterlichen Kompetenzen einzuwirken, 
bevor eine Obhutszuteilung in Frage kommt (ZEO 2022 15 act. 67, S. 86). In 
seiner Ergänzung zum Gutachten betonte der Gutachter nochmals die Notwen-
digkeit der Elternberatung zur positiven Einflussnahme auf die elterlichen Kom-
petenzen und verneinte mildere Massnahmen. Sollte die Elternberatung nicht 
erfolgreich sein, müsse bezüglich des Besuchsrechts, der weiteren Fremdplat-
zierung und aller mit dieser Situation verbundenen Konsequenzen ein neues 
Sachverständigengutachten eingeholt werden (ZEO 2022 15, act. 111 Ziff. 6, 
S. 4, und Ziff. 17a, S. 10). Ebenso soll gemäss Nachbegutachtung der Verlauf 
der erneut empfohlenen Elternberatung oder familientherapeutischen Interven-
tion Grundlage zur Beurteilung der weiteren Schritte im Sinne der Ausweitung 
der Besuchskontakte, der allfälligen Rückführung und der weiteren kindeswohl-
dienlichen Empfehlungen sein (KG-act. 86/1 Ziff. 5c, S. 86). Weshalb eine all-
fällige Wiederholung der Elternberatung dennoch parallel zur Rückführung er-
folgen soll und mit Letzterer nicht zuzuwarten ist, vermag die Berufungsführerin 
nicht zu begründen (vgl. KG-act. 94 Rz 5, S. 16 f.; KG-act. 110, S. 3). Es ist 

Kantonsgericht Schwyz 39

denn auch nicht ersichtlich, weshalb die Voraussetzung eines positiven Verlaufs 
der vom Gutachter vorgeschlagenen Interventionen in der vorliegenden Situa-
tion unverhältnismässig sein soll (vgl. KG-act. 94 Rz 6, S. 17), zumal dem elter-
lichen Konflikt eine grosse Bedeutung zukommt. Der Gutachter sieht eine ein-
seitige Obhutszuteilung in Anbetracht der Konflikte nicht als im Sinne des Kin-
deswohls an (KG-act. 86/1 Ziff. 5d, S. 87). Daneben machte die Berufungsfüh-
rerin laut seinen aktuellen Angaben seit der Beurteilung im Gutachten vom 
15. September 2022 auch in ihrer Erziehungs- und Betreuungsfähigkeit keine 
deutlich erkennbaren Fortschritte (vgl. KG-act. 86/1 Ziff. 5a, S. 82 f.), weshalb 
er entgegen den Vorbringen der Berufungsführerin (vgl. KG-act. 94 Rz 3, S. 3, 
und Rz 7, S. 18) nicht (nur) die elterlichen Konflikte als Grund gegen eine Ob-
hutszuteilung erwähnt. Im Übrigen kann auch auf die zutreffenden Erwägungen 
der Erstrichterin verwiesen werden (angef. Verfügung E. 3.2.7; § 45 Abs. 5 JG). 
An diesen Erkenntnissen vermag nichts zu ändern, dass die private und beruf-
liche Situation der Berufungsführerin grundsätzlich als stabil anzusehen ist. 
Sind die Voraussetzungen an die Obhutszuteilung nicht erfüllt, stellte die Vor-
instanz auch keine zu hohen Anforderungen an die Berufungsführerin (vgl. KG-
act. 1 Rz 19, S. 41). Entsprechendes gilt für die Rüge der Berufungsführerin, 
wonach kein Grund vorliege, E.________ nach einer Dauer von mittlerweile 
zwei Jahren bzw. über drei Jahren weiterhin zu „stabilisieren” bzw. die Lebens-
situation sozusagen alternativlos in der Pflegefamilie zu „stabilisieren (KG-act. 1 
Rz 20, S. 42 ff.; KG-act. 94 Rz 18, S. 26). Besteht für den Fall der Rückplatzie-
rung die Gefahr einer Kindeswohlgefährdung, kann der Entzug des Aufenthalts-
bestimmungsrechts nicht aufgehoben werden, auch wenn dies wünschenswert 
wäre. Die Berufungsführerin beanstandet die erstinstanzliche Argumentation, 
wonach die behauptete Aussichtslosigkeit der Wiederherstellung der elterlichen 
Kommunikation und Minimierung des Elternkonflikts nicht per se zu seiner Auf-
hebung der Fremdplatzierung führe, sodann damit, dass die belastete psychi-
sche Gesundheit des Berufungsgegners zu einer dauernden, unverhältnismäs-
sigen Fremdplatzierung der Tochter führe (KG-act. 1 Rz 15, S. 27 f.). Wie sie 

Kantonsgericht Schwyz 40

indes selbst festhält, sah die Erstrichterin die fehlende Kommunikation und den 
Elternkonflikt gestützt auf das Gutachten nicht als einzige Kriterien für die 
Schlussfolgerung einer eingeschränkten Erziehungsfähigkeit der Ehegatten an 
(vgl. angef. Verfügung E. 3.2.6). 

gg) Die Erstrichterin führte diverse aktuelle Beispiele auf, die zeigen würden, 
dass die Berufungsführerin E.________ – allenfalls unbewusst – nach wie vor 
beeinflusse und von ihr eine nicht altersentsprechende Anpassungsleistung for-
dere (vgl. angef. Verfügung E. 3.2.8). Indem die Vorinstanz davon ausgehe, die 
Willensbildung des Kindes solle völlig losgelöst von äusserer Beeinflussung 
sein, setzt sie nach Ansicht der Berufungsführerin zu hohe Massstäbe. Diese 
bestreitet, dass sie E.________ in einer derart aussergewöhnlich starken Art 
beeinflusse. Die Vorinstanz schliesse aus dem Beilegen eines frankierten 
Rückantwortcouverts die Forderung, das Kind hätte zu antworten, und leite dar-
aus sinngemäss einen inneren Konflikt des Kindes ab, obwohl sie selber aus-
geführt habe, nicht jedes Mal ein frankiertes Couvert beizufügen, und sie dem 
Kind nicht zumuten möchte, ein Couvert und eine Briefmarke organisieren zu 
müssen. Es sei für sie völlig in Ordnung, wenn das Kind keine Lust habe, jeden 
Brief zu beantworten. Aus den Briefen von E.________ gehe hervor, dass sie 
eine Antwort von ihrer Mutter erwarte, indem sie Antwortkreuze setze. Damit 
seien die Feststellungen, dem Kind würde kein Raum zur Eigeninitiative gege-
ben oder E.________ würde ihre Wünsche zurückhalten, falsch und es könne 
geschlossen werden, dass E.________ Gefallen daran finde. Die Vorinstanz 
verkenne ihre Bemühungen abermals und behaupte noch dazu, es bestünden 
Defizite, weil sie mehr mit sich selber beschäftigt sei. Ihre Geschenke an 
E.________ seien sodann nicht übertrieben und das Verhalten, dem Kind viele 
Spielsachen zu kaufen, sei bereits vorher Usus gewesen. Eine kindeswohlge-
fährdende Beeinflussung oder ein manipulierter Wille von E.________ sei wei-
ter weder erkennbar noch werde ein solcher behauptet und es wäre auch Auf-

Kantonsgericht Schwyz 41

gabe der Behörde, einen allfällig manipulierten Willen von dem lediglich im nor-
malen Masse beeinflussten Willen zu unterscheiden und dies entsprechend zu 
begründen (KG-act. 1 Rz 17, S. 32 ff.). 

Selbst wenn die Berufungsführerin den Briefen – gemäss den Aussagen von 
E.________ an der Kinderanhörung vom 24. November 2023 deren vier pro 
Woche (Vi-act. 29, S. 3), gemäss Verlaufsbericht der ehemaligen Beiständin 
vom 14. Dezember 2023 ein bis vier pro Woche (Vi-act. 34, S. 3) und gemäss 
den Ausführungen der Berufungsführerin in ihrer Eingabe vom 10. Januar 2024 
in der Regel zwei pro Woche (Vi-act. 39 Rz 8, S. 6) – teilweise allein aus orga-
nisatorischen Gründen ein frankiertes Rückantwortcouvert beigelegt haben 
sollte, ändert dies nichts an der Tatsache, dass gegenüber dem empfangenden 
Kind hiermit die Erwartung nach einer Antwort ausgedrückt wird. An einer ent-
sprechenden Beeinflussung durch die Berufungsführerin ändert nichts, wenn 
E.________ in einem ihrer Briefe Antwortkreuze setzte oder mit schriftlichen 
Worten ihre Liebe bekundete. Nach Erlass der hier angefochtenen Verfügung, 
am 27. März 2024, teilte die ehemalige Beiständin per E-Mail mit, sie und 
AE.________ würden sich fragen, ob der Inhalt des angehängten Briefes der 
Berufungsführerin an E.________ bereits als Beeinflussung gelte. Ausserdem 
gab sie den Inhalt ihrer Aktennotiz über ein kurz davor erfolgtes Gespräch mit 
der Berufungsführerin wieder, wonach Letztere über 80 % der Redezeit einge-
nommen, sich rausgeredet, die Schuld bei den Behörden, dem Berufungsgeg-
ner etc. gesucht und versucht habe zu beweisen, dass sie bereits alles richtig 
gemacht habe und mache. In besagtem Brief teilte die Berufungsführerin 
E.________ unter anderem mit, dass sie ihre schönen Briefe vermisse und 
hoffe, dass ihr nicht jemand gesagt habe, dass sie keine Briefe mehr versenden 
dürfe, dass sie bitte immer ihre Meinung sagen solle und sie ihren Eltern jeder-
zeit schreiben dürfe (KG-act. 9/2). Auch hiermit drückt sie ihre Erwartungshal-
tung aus und setzt E.________ unter Druck. Der Gutachter (ZEO 2022 15, 

Kantonsgericht Schwyz 42

act. 67 S. 69 f. und 75; KG-act. 86/1 Ziff. 5f, S. 88) wie auch die ehemalige Bei-
ständin (KG-act. 11/1) sprechen von einem Loyalitätskonflikt E.________s. Ers-
terer erwähnte ausserdem sowohl in seinem Gutachten vom 15. September 
2022 als auch in seiner Nachbegutachtung vom 28. Februar 2025 eine (nega-
tive) Beeinflussung aufgrund der elterlichen Konflikte (ZEO 2022 15 act. 67 
Ziff. 7h, S. 87; KG-act. 86/1 Ziff. 5d, S. 87). Bei den Besuchen gibt die Beru-
fungsführerin ausserdem wie bereits erwähnt das Programm vor. Bezeichnend 
ist dabei auch, dass E.________ nach einem unbegleiteten Besuch mit ihrer 
Mutter ins Dorf am Abend über Kopf- und Bauchweh klagte und nichts ass (KG-
act. 67/1). Zudem liegt es gerade an der die Obhutszuteilung beantragenden 
Berufungsführerin und nicht an den Pflegeeltern, mögliche Unsicherheiten 
E.________s hinsichtlich Reaktionen der Mutter zu vermeiden oder minimieren. 
Wenn die fraglichen Zeilen auch nicht konkret genannt werden, so hatten die 
Briefe sowohl nach der Einschätzung der Pflegemutter, der Familienbegleiterin 
wie der ehemaligen Beiständin für E.________ möglicherweise belastende In-
halte. Letztere beiden baten die Berufungsführerin denn auch, negative Emoti-
onen über die Situation wegzulassen (Vi-act. 34, S. 4). Gemäss Verlaufsbericht 
der damaligen Beiständin vom 14. Dezember 2023 würden unterschiedliche 
Personen (Besuchsbegleitung, Familienbegleitung, Pflegeeltern) sodann davon 
berichten, dass die Berufungsführerin Geschenke in übertriebenem Ausmass 
mache. Ihr Verhalten wirke teilweise übergriffig und so, als versuche sie, ihr 
Kind zu beeinflussen (mit Geschenken, Versprechen, Briefen etc.; Vi-act. 34, 
S. 3 und 5). Auch wenn E.________ bereits vor der Trennung ihrer Eltern reich-
lich beschenkt worden sein soll, kommt diesem Umstand aufgrund der neuen 
Situation, in der die Berufungsführerin die Zuteilung der elterlichen Obhut über 
E.________ wiederzugewinnen bestrebt ist, eine andere Bedeutung zu, weil 
sich hierdurch die Loyalität ihr gegenüber verstärken kann und die Gefahr einer 
Verknüpfung von Zuneigung oder Wertschätzung mit materiellen Dingen in ei-
ner Konstellation wie der vorliegenden grösser ist. Im Weiteren kann, insbeson-
dere auch hinsichtlich einer Beeinflussung von E.________ im Zusammenhang 

Kantonsgericht Schwyz 43

mit dem Umzug der Berufungsführerin nach I.________, auf die zutreffenden 
erstinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden (angef. Verfügung E. 3.2.8; 
§ 45 Abs. 5 JG; vgl. hierzu auch E. 2c/ii unten). Die Aufhebung des Aufenthalts-
bestimmungsrechts knüpft allein an den Umstand, dass die gedeihliche Ent-
wicklung des Kindes in seiner gegenwärtigen Betreuungssituation gefährdet ist 
und keine anderen Möglichkeiten als ein Wechsel der Betreuungssituation Ab-
hilfe schaffen können oder aber eine bestehende Betreuungssituation zu schüt-
zen ist, weil ein beabsichtigter Wechsel die gedeihliche Entwicklung des Kindes 
gefährden würde (Affolter-Fringeli/Vogel, a.a.O., Art. 310/314b ZGB N 38). So-
weit die Berufungsführerin von der „Behörde” erwartet, einen allfällig manipu-
lierten Willen von dem lediglich im normalen Masse beeinflussten Willen zu un-
terscheiden, kann auf die obigen Ausführungen unter E. 2c/bb verwiesen wer-
den. 

hh) Aus den Ergebnissen der Begutachtung habe im Weiteren geschlossen 
werden können, so die Berufungsführerin, dass E.________ altersentspre-
chend entwickelt sei und keine nennenswerten Störungen oder Erkrankungen 
aufweise. Trotzdem und obwohl die Verfahren wegen sexuellen Handlungen 
mit Kindern und Pornographie eingestellt worden seien, habe das Gericht er-
hebliche Zweifel daran, dass E.________ kein Nähe-Distanz-Problem habe 
bzw. keine sexualisierten Verhaltensweisen zeige/gezeigt habe. Die Vorinstanz 
gehe fehl, wenn sie einen Gegenbeweis verlange. H.________ habe die Zweifel 
trotz ihres Berichts nicht ausräumen können, weil das Gericht eine gewisse Be-
einflussung ihrerseits nicht ausschliesse, ohne aber festzustellen, dass diese 
derart gewesen sei, dass sie zu Falschaussagen oder einer manipulativen Be-
einflussung der Therapeutin geführt hätte (KG-act. 1 Rz 18, S. 38 ff.). Hierbei 
setzt sich die Berufungsführerin nicht ausreichend mit den vorinstanzlichen Er-
wägungen auseinander, wonach eine gewisse Beeinflussung von H.________ 
nicht ausgeschlossen oder ebenso möglich sei, dass sich das Verhalten von 

Kantonsgericht Schwyz 44

E.________ mittlerweile verändert habe oder das Setting bei H.________ kei-
nen Anlass für sexualisierte Äusserungen oder das Aufzeigen von Nähe-Distanz-
Schwierigkeiten gegeben habe. Die Berufungsführerin blendet ebenfalls aus 
und sie setzt sich nicht damit auseinander, dass die Vorinstanz in diesem Zu-
sammenhang auch Schilderungen von vier voneinander unabhängigen Drittper-
sonen in die Würdigung miteinbezog, die sich nicht ohne Bedenken ignorieren 
lassen würden (vgl. angef. Verfügung E. 3.2.9.2). Auch laut Gutachter gehen 
aus den Ergebnissen der Befundaufnahme nicht altersentsprechende und se-
xualisierte Verhaltensweisen von E.________ hervor, welche als besorgniser-
regend und als Alarmzeichen zu werten seien und klar als zusätzlicher Belas-
tungsfaktor angesehen würden (ZEO 2022 15 act. 67, S. 68). Dass die Vorin-
stanz hinsichtlich der Filmaufnahme, in der die Berufungsführerin und 
E.________ beide nackt und eng umschlungen eine Sanddüne herunterrollen, 
die Fragen aufwarf, weshalb derartige Szenen filmisch festgehalten werden und 
was mit solchen Filmen geschehe, und festhielt, dass ein Versand derartiger 
Filme zumindest insofern ein Risiko darstelle, als diese unbeabsichtigt im Inter-
net landen und weiterverwendet bzw. -verarbeitet werden könnten, ist nachvoll-
ziehbar. Zudem erklärte die Vorinstanz die Aussagen des Berufungsgegners, 
wonach die Berufungsführerin Nacktaufnahmen von E.________ gemacht und 
versandt habe, gestützt auf diese Filmaufnahme zu Recht nicht als wahnhaft, 
woran nichts zu ändern vermag, dass die Berufungsführerin von einem harmlo-
sen Ferienvideo von einer FKK-Düne in Cran Canaria ausgeht (angef. Verfü-
gung E. 3.2.9.3). Schliesslich ist mit der Vorinstanz auf die Ausführungen des 
Gutachters zu verweisen, wonach es nichts an der Beurteilung der Erziehungs-
fähigkeit der Berufungsführerin (wie auch der Kommunikationsfähigkeit, des 
Kooperationswillens, der Kooperationsfähigkeit und der Bindungstoleranz) än-
dern würde, wenn an den Vorwürfen der sexuellen Handlungen mit Kindern und 
der Pornographie „nichts dran wäre” (vgl. angef. Verfügung E. 3.2.9.5; 
ZEO 2022 15 act. 111 Ziff. 1, S. 1 f.).

Kantonsgericht Schwyz 45

ii) Gemäss den Ausführungen der Berufungsführerin habe sie mit ihrem Um-
zug nach I.________ E.________ den Wechsel zu ihr möglichst einfach gestal-
ten, einen Orts- und Schulwechsel vermeiden wollen, was auch deren Wunsch 
sei. Entgegen den vorderrichterlichen Erwägungen sei sie nicht mehr mit sich 
selbst beschäftigt gewesen als mit der Umsorge von E.________, sondern habe 
seit der Fremdplatzierung sehr wohl und tatkräftig gezeigt, dass sie Betreuungs-
verantwortung nicht nur übernehmen wolle, sondern die Voraussetzungen dazu 
tatsächlich schaffen könne. Die Vorinstanz interpretiere den Verlaufsbericht der 
Beiständin falsch, indem sie die Zusammenarbeit aufgrund von Ermahnungen 
in Frage stelle (KG-act. 1 Rz 21, S. 45 ff.). Letzterem kann insoweit nicht gefolgt 
werden, als sich dem Bericht zwar entnehmen lässt, dass sich die Berufungs-
führerin mehrheitlich an Abmachungen halte und Anweisungen der Beiständin 
durchsetze, indes in Klammern auch „nach jeweils anfänglichem Widerstand” 
angefügt ist (Vi-act. 34, S. 2). Die Berufungsführerin versucht unter anderem 
mit ihrem Umzug nach I.________ darzulegen, dass sie sich intensiv mit 
E.________ beschäftige und Betreuungsverantwortung übernehmen könne. 
Dabei blendet sie die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen aus, wonach 
sie mit ihrem Umzug ein Zusammentreffen mit E.________ in Kauf nehme, ob-
wohl ihr zurzeit lediglich ein begleitetes Besuchsrecht im geschützten Rahmen 
zustehe und E.________ anlässlich der Kinderanhörung nochmals geäussert 
habe, die Begleitung der Besuchskontakte sei für sie ganz okay. Die Berufungs-
führerin habe die Erfüllung des Auftrags der Pflegefamilie massiv erschwert, 
wenn nicht sogar verunmöglicht, und für grosse Verunsicherung betreffend die 
nähere Zukunft von E.________ bei den beteiligten Institutionen und der Pfle-
gefamilie gesorgt. J.________ habe die Berufungsführerin mit Brief vom 18. Ja-
nuar 2024 darum ersucht, ihre Umzugspläne nochmals zu überdenken, mit der 
Androhung, dass ansonsten das Pflegeverhältnis umgehend gekündigt werde. 
Laut J.________ entstünde für E.________ eine Herausforderung, die der Qua-
dratur des Kreises gleichkäme, wenn ihre eigene Mutter fast nebenan wohnen 
würde und sie diese nur 14-tägig für 1.5 Stunden begleitet sehen dürfe. Der 

Kantonsgericht Schwyz 46

bestehende Loyalitätskonflikt, dem E.________ aufgrund der Trennung der El-
tern ausgesetzt sei, würde sich unweigerlich ausweiten (mit Verweis auf Vi-
act. 47). Die Berufungsführerin habe eine Wohnung in I.________ gemietet und 
bezogen im Wissen, dass das Pflegeverhältnis mit der Familie AF.________ 
beendet werde und E.________, zumindest bis zum Vorliegen eines rechtskräf-
tigen Gerichtsentscheids über das Aufenthaltsbestimmungsrecht, an einem an-
deren Ort fremdplatziert werden müsse, sie mithin erneut aus ihrem gewohnten 
und zwischenzeitlich liebgewonnenen Umfeld herausgerissen werde und sich 
wieder an einem neuen Ort eingewöhnen müsse. Trotz der klaren Androhung 
des J.________ und der nachvollziehbaren Erläuterungen sei die Berufungs-
führerin per 27. Januar 2024 nach I.________ gezogen und gedenke gemäss 
eigenen Ausführungen nicht, eine andere Wohnmöglichkeit anzunehmen (mit 
Verweis auf Vi-act. 58). Zwar sei sie Mitte Februar 2024 bei ihrer Partnerin un-
tergekommen, dies jedoch nur vorübergehend bis zum Vorliegen eines Ge-
richtsentscheids (mit Verweis auf Vi-act. 61). Das Handeln der Berufungsführe-
rin zeige eindeutig, dass sie nicht in der Lage sei, die Verantwortung für 
E.________ zu übernehmen und das Kindeswohl in den Vordergrund zu stellen. 
Ebenso spiegle das Verhalten wider, dass sie keinerlei Einsicht in ihre eigenen 
Erziehungsdefizite habe, und könne ihr unter diesen Umständen auch keine 
gute Zusammenarbeit mit der Beiständin angerechnet werden (angef. Verfü-
gung E. 3.2.12). Mit diesen Erwägungen setzt sich die Berufungsführerin weder 
in ihrer Berufung noch in ihrer Eingabe vom 17. April 2024 (KG-act. 13) ausrei-
chend auseinander. Dass mit einer diskreten Lebensführung jeglicher unbeab-
sichtigte Kontakt hätte vermieden werden können (vgl. KG-act. 77/2, S. 3), er-
scheint jedenfalls illusorisch, weshalb der Umzug auch nicht als vorbereitende 
Massnahme im Hinblick auf den Zeitpunkt der Rückübertragung der Obhut zu 
Gunsten der Berufungsführerin gewertet werden kann (vgl. KG-act. 1 Rz 6, 
S. 9; KG-act. 13 Rz 5, S. 4 f.). Zwischenzeitlich teilte die Berufungsführerin un-
ter anderem ihrer damaligen Beiständin sowie weiteren beteiligten Personen 
mit E-Mail vom 7. März 2024 mit, sie habe sich in Zürich bei ihrer Partnerin 

Kantonsgericht Schwyz 47

angemeldet und verlege ihren Aufenthalt bis auf Weiteres nach Zürich. Zu den 
Akten reichte sie ausserdem eine Wochenaufenthalts-Bewilligung der Stadt 
Zürich (KG-act. 1/2). In der Folge hielt die damalige Beiständin mit E-Mail vom 
12. März 2024 an AE.________ vom J.________ fest, dass E.________ wei-
terhin bei der Familie AF.________ bleiben könne. Es gelte dabei die Regel, 
dass die Berufungsführerin sich bis zum Erhalt des Gerichtsurteils über die Ob-
hut von E.________ zu keiner Zeit in ihrer Wohnung oder andernorts in 
I.________ aufhalte. Ausnahmen gebe es nur für Termine wie Wohnungsbe-
sichtigungen. Bei Nichteinhalten dieser Regel werde das Pflegeverhältnis bei 
Familie AF.________ sofort beendet und E.________ in ein Wohnheim platziert 
(KG-act. 1/3). Mit Schreiben vom 9. Oktober 2024 gelangte die neu eingesetzte 
Beiständin N.________ hinsichtlich eines Vorfalls ans Kantonsgericht, der ihres 
Erachtens die Einhaltung der Anordnungen von Dispositivziffern 2 und 3.1 Ab-
satz 3 der Verfügung vom 27. Februar 2024 betreffe. Der Pflegevater, Herr 
AF.________, habe beobachtet, dass sich E.________ am 6. Oktober 2024 vor 
der von der Berufungsführerin angemieteten Wohnung in I.________ aufgehal-
ten habe. Kurz darauf habe er gesehen, wie die Berufungsführerin in ihrem Auto 
ebenfalls Richtung Wohnung gefahren sei. Er habe sein Fahrrad gewendet und 
sei zur Adresse der Berufungsführerin gefahren und habe gemäss seinen Schil-
derungen noch beobachten können, wie sich das Garagentor geschlossen 
habe. Allerdings habe er das Auto und die Beine von E.________ sowie einer 
erwachsenen Person noch sehen können. Er habe keinen Zweifel daran, dass 
es sich um die Berufungsführerin gehandelt habe. Er habe betont, dass er das 
Auto wie auch die Mutter gut kenne. Letztere habe auf ihre Anfrage hin verneint, 
am 6. Oktober 2024 am Nachmittag in I.________ gewesen zu sein (KG-
act. 35). J.________ teilte der Beiständin und den Eltern am 30. Oktober 2024 
mit, dass sie wie auch die Pflegefamilie AF.________ nicht mehr bereit seien, 
das Pflegeverhältnis aufrechtzuerhalten, und E.________ bis Ende Januar 
2025 in der Pflegefamilie bleiben könne, nachdem der Pflegevater am 29. Ok-
tober 2024 erneut beobachtet habe, wie die Berufungsführerin am Vormittag mit 

Kantonsgericht Schwyz 48

dem Auto durchs Dorf gefahren sei (vgl. KG-act. 37 und 38 inkl. 38/1). Die Be-
rufungsführerin bestritt in ihrer Eingabe vom 7. November 2024, dass es am 
6. und 29. Oktober 2024 oder sonst zu heimlichen Treffen gekommen sei. Sie 
habe sich stets an die festgelegte Besuchsregelung gehalten. In der Wohnlie-
genschaft würden viele Kinder im Alter von E.________ wohnen und die Ga-
rage werde von den Bewohnern der Liegenschaft und vermutungsweise auch 
von Besuchern benutzt. Aus den Schilderungen der Familienbegleiterin vom 
7. Oktober 2024 an die Beiständin gehe hervor, dass sie gegen 15:47 Uhr an-
geblich in I.________ mit E.________ gesehen worden sei. Die Pflegeltern hät-
ten mit E.________