# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80a54731-4a9a-5c8d-93af-bde90ee00c65
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.05.2022 SB210501
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210501_2022-05-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

Geschäfts-Nr.: SB210501-O/U/bs 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Wenker, Präsident, Ersatzoberrichterin 

lic. iur. Keller und Ersatzoberrichter Dr. iur. Bezgovsek sowie 

Gerichtsschreiber MLaw Dharshing 

 

Urteil vom 11. Mai 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. E. Lüscher,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend versuchte schwere Körperverletzung etc. und Widerruf  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung,  
vom 16. Juni 2021 (DG200202) 
  

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 

29. September 2020 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. D1/25). 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 89 S. 45 f.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbin-

dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

− des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB, 

− des Landfriedensbruchs im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB sowie 

− des Vergehens im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c, 

Art. 5 Abs. 2, Art. 12, Art. 28b des Waffengesetzes (WG) und Art. 7 Abs. 1 der 

Waffenverordnung (WV). 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, als Zusatzstrafe zu der mit 

Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt (SG.2019.151) vom 9. März 2020 ausgefällten Strafe, 

wovon 84 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 22. März 2016 

(GG150294) ausgefällten Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 20.– (wovon 16 Tagessätze 

als durch Untersuchungshaft geleistet gelten) sowie der bedingte Vollzug bezüglich der mit 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 19. Dezember 2017 (2017/19955) aus-

gefällten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen; die Geldstrafen sind 

zu bezahlen. 

5. a) Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB für die Dauer von 

7 Jahren aus dem Gebiet der Schweiz verwiesen. 

b) Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung (Einreise- und Aufenthaltsverwei-

gerung) im Schengener Informationssystem (SIS) angeordnet. 

- 3 - 

6. Das am 14. Oktober 2019 sichergestellte und bei der Stadtpolizei Zürich unter POLIS 

Geschäfts-Nr. 75187609 lagernde Springmesser (A'013'110'300) wird eingezogen und nach 

Eintritt der Rechtskraft des Urteils vernichtet. 

7. Die am 12. September 2019 sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich unter POLIS 

Geschäfts-Nr. 72244850 lagernden Mobiltelefone "iPhone 6, schwarz" (A013'006'445) und 

"iPhone 4, rosa und weiss" (A013'006'467) sowie die Sporthose "Nike, schwarz" 

(A013'006'398) werden nach Eintritt der Rechtskraft dem Beschuldigten auf erstes Verlan-

gen herausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf einer dreimonatigen Frist der Lagerbe-

hörde zur Vernichtung bzw. zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 6'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 3'236.45   Auslagen (Gutachten betr. eingestelltem Dossier 4) 

Fr. 520.–   Auslagen (Gutachten IT-Forensik) 

Fr. 21'440.60   amtliche Verteidigung (inkl. Barauslagen und Mwst) 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine 

Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

10. (Mitteilungen.) 

11. (Rechtsmittel.)" 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 
(Urk. 118 S. 1 f.) 

1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der versuchten schweren Körperver-

letzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB und 

vom Vorwurf des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB frei zu sprechen. 

- 4 - 

2. Der Beschuldigte sei des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 

StGB sowie des Landfriedensbruchs im Sinne von Art. 260 Abs. 1 

StGB und des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von 

Art. 33 Abs. 1 lit. a WG schuldig zu sprechen. 

3. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von höch-

stens 6 Monaten, als Zusatzstrafe zu der mit Urteil des Strafgerichts 

Basel-Stadt vom 9. März 2020 verhängten Strafe. 

4. Für den Fall eines weiterreichenden Schuldspruchs sei der Beschuldig-

te zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von höchstens 12 Monaten, als 

Zusatzstrafe zum vorerwähnten Urteil. 

5. Dies unter Anrechnung der 84 Tage erstandenen Haft an die Zusatz-

strafe. 

6. Vom Widerruf des bedingten Vollzugs der mit Urteil des Bezirksgerichts 

Zürich vom 22. März 2016 und vom 19. Dezember 2017 ausgefällten 

Geldstrafen sei abzusehen. 

7. Von einer Landesverweisung sei abzusehen. 

8. Es sei der Vollzug der gesamten Freiheitsstrafe zugunsten einer Mass-

nahme für junge Erwachsene nach Art. 61 StGB aufzuschieben. 

9. Unter Auferlegung der Kosten auf den Beschuldigten im Verhältnis 

seines Unterliegens und mit Ausnahme der Kosten für die amtliche 

Verteidigung. 

10. Die auferlegten Kosten seien sogleich abzuschreiben. 

11. Festsetzung der Entschädigung der amtlichen Verteidigung im Rahmen 

der heute eingereichten Honorarnote für Aufwand und Auslagen, er-

gänzt um die Zeit für die heutige Verhandlung und eine halbe Stunde 

Wegzeit, zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.7 %. 

- 5 - 

b) Der Staatsanwaltschaft: 
(Urk. 119 S. 5) 

1. Der Beschuldigte A._____ sei der versuchten schweren Körperverlet-

zung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

StGB, des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB, des Landfriedens-

bruchs im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB sowie des Vergehens im 

Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c, 

Art. 5 Abs. 2, Art. 12, Art. 28b des Waffengesetzes und Art. 7 Abs. 1 

der Waffenverordnung schuldig zu sprechen. 

2. Er sei mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, als Zusatzstrafe zu der mit Urteil 

des Strafgerichtes Basel-Stadt vom 9. März 2020 ausgefällten Strafe 

zu bestrafen, wovon 84 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Die Strafe sei zu vollziehen. 

4. Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-

 Sihl vom 19. Dezember 2017 ausgefällte Geldstrafe von 

30 Tagessätzen zu je Fr. 30.00 sei zu widerrufen und die Bezahlung 

der Geldstrafe anzuordnen. 

5. Der Beschuldigte sei in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB für 

die Dauer von sieben Jahren aus dem Gebiete der Schweiz zu 

verweisen und es sei die Ausschreibung der Landesverweisung im 

Schengener Informationssystem anzuordnen. 

6. Das sichergestellte Springmesser sei einzuziehen und zu vernichten. 

7. Die sichergestellten Gegenstände seien dem Beschuldigten herauszu-

geben. 

8. Die Kosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

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Erwägungen: 

I.  Verfahren 

1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 16. Juni 2021 

wurde der Beschuldigte entsprechend dem eingangs wiedergegebenen Dispositiv 

der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. 

Art. 22 Abs. 1 StGB, des Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB, des Landfrie-

densbruches im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB sowie des Vergehens gegen das 

Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG schuldig gesprochen und mit 

einer unbedingten Freiheitsstrafe von 28 Monaten (als Zusatzstrafe) bestraft. Fer-

ner wurde der bedingte Vollzug von zwei Vorstrafen widerrufen, eine Landesver-

weisung von 7 Jahren angeordnet sowie über die Sicherstellungen und die Kos-

ten- bzw. Entschädigungsfolgen befunden (Urk. 85 bzw. 89 S. 45 f.).  

2. Der Beschuldigte liess gegen das erstinstanzliche Urteil noch vor Schran-

ken die Berufung anmelden (Prot. I S. 20). Nach Erstattung der Berufungserklä-

rung vom 30. September 2021 (Urk. 92) und anschliessender Fristansetzung an 

die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (Urk. 94) erhob die Staatsanwaltschaft mit 

Schreiben vom 11. Oktober 2021 die Anschlussberufung (Urk. 96), auf welche mit 

Beschluss vom 13. Oktober 2021 indes nicht eingetreten wurde (Urk. 97). Nach-

dem der bisherige amtliche Verteidiger des Beschuldigten am 11. November 2021 

um Entlassung aus seinem Mandat ersucht hatte (Urk. 99), wurde mit Präsidial-

verfügung vom 16. November 2021 Rechtsanwalt lic. iur. X._____ neu als amtli-

cher Verteidiger des Beschuldigten eingesetzt (Urk. 102).  

3. In der Folge wurden die Parteien auf den 11. Mai 2022 zur Berufungs-

verhandlung vorgeladen (Urk. 107). Zu dieser erschienen der Beschuldigte in 

Begleitung seines amtlichen Verteidigers sowie Assistenzstaatsanwalt mbA 

lic. iur. Lüscher und Staatsanwältin lic. iur. Brunner als Vertreter der Anklägerin 

(Prot. II S. 6).  

- 7 - 

II.  Formelles 

1. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die 

Rechtskraft des angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Der 

Beschuldigte verlangte mit der Berufungserklärung, er sei bis auf die 

Widerhandlung gegen das Waffengesetz von allen Anklagepunkten 

freizusprechen. Gestützt darauf werden auch die Strafe, der Widerruf, die 

Landesverweisung sowie die Kosten- und Entschädigungsfolgen zur Aufhebung 

beantragt, während der vorinstanzliche Entscheid betreffend die sichergestellten 

Gegenstände unangefochten blieb (Urk. 92 S. 2 f.). Anlässlich der 

Berufungsverhandlung akzeptierte er auch die erstinstanzliche Verurteilung 

wegen Landfriedensbruches (vgl. Urk. 118 S. 1 f.). Damit ist das Urteil des 

Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 16. Juni 2021 bezüglich der Dispositiv-

Ziffer 1, Lemma 3 und 4 (Schuldspruch betreffend die Widerhandlung gegen das 

Waffengesetz und den Landfriedensbruch) sowie der Dispositivziffern 6 und 7 

(Einziehung des Springmessers und Herausgabe der Mobiltelefone bzw. der 

Sporthose an den Beschuldigten) in Rechtskraft erwachsen, was vorab mit 

Beschluss festzustellen ist. In den angefochtenen Punkten (Dispositiv-Ziffer 1, 

Lemma 1 und 2 sowie Dispositiv-Ziffern 2 – 5 und 8 – 9) ist der erstinstanzliche 

Entscheid hingegen im Sinne von Art. 398 Abs. 2 StPO umfassend zu überprüfen. 

2.  Der Beschuldigte hat im Hinblick auf die Berufungsverhandlung mit 

Eingabe vom 15. April 2022 den Beweisantrag gestellt, es seien bei der 

Strafanstalt Thorberg ein Führungsbericht einzuholen sowie bei den 

Vollzugsdiensten die Akten mit einem Bericht betreffend den Verlauf der freiwillig 

begonnenen Therapie beizuziehen. Darüber hinaus beantragte er den Ausschluss 

der Öffentlichkeit mit Ausnahme der Medienberichterstatter (Urk. 108). Mit 

Präsidialverfügung vom 20. April 2022 wurde in der Folge der eingeforderte 

Führungsbericht eingeholt, während die übrigen Anträge des Beschuldigten 

abgewiesen wurden (Urk. 109 S. 4). Am 9. Mai 2022 reichte die Verteidigung 

sodann im Hinblick auf die anstehende Berufungsverhandlung diverse Unterlagen 

zur Person des Beschuldigten ein, welche zu den Akten genommen wurden (Urk. 

113 + 114/1-14).  

- 8 - 

3.  Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 11. Mai 2022 erneuerte der 

Verteidiger sodann seinen Beweisantrag betreffend die Einholung eines Therapie-

berichtes bei der Therapeutin Dr. B._____ in der Vollzugseinrichtung Thorberg 

(Prot. II S. 9). Dieser Antrag wurde im Wesentlichen im Hinblick auf die in zweiter 

Instanz erstmals anbegehrte Massnahme für junge Erwachsene im Sinne von 

Art. 61 StGB gestellt, was sich bereits daraus ergibt, dass der in diesem 

Zusammenhang unterbreitete Fragenkatalog an die Therapeutin letztlich die 

gutachterliche Abklärung einer gerichtlichen Massnahme im Sinne von Art. 59 ff. 

StGB anvisiert (vgl. Urk. 117). In der Tat bedürfte die Anordnung der beantragten 

Massnahme denn auch zwingend eines vorgängigen psychiatrischen Gutachtens 

im Sinne von Art. 56 Abs. 3 StGB, für dessen Erstellung die Therapeutin indessen 

nicht qualifiziert ist, während ein formeller Gutachtensauftrag selbst gemäss der 

Verteidigung im heutigen Zeitpunkt nicht mehr sinnvoll erscheint, da diesfalls die 

Massnahme für den Beschuldigten bereits aus zeitlichen Gründen kaum mehr 

adäquat durchgeführt werden könnte.  

  Hinzu kommt, dass von vornherein sehr fraglich ist, inwiefern der heute 

bereits 27-jährige Beschuldigte einer Massnahme für junge Erwachsene 

überhaupt noch zugänglich ist, da die damit verbundenen pädagogischen Aspekte 

der Behandlung in diesem Alter kaum mehr zu greifen vermögen. Ohnehin tragen 

die zu beurteilenden Taten nicht die typischen Züge einer Delinquenz eines 

Adoleszenten. Vielmehr handelt es sich unter anderem um ein schweres 

Gewaltdelikt, dessen Urheber in erster Linie im Rahmen einer stationären 

Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB zu behandeln ist, welche aber für den 

Beschuldigten derzeit nicht in Frage kommt (vgl. dazu HEIMGARTNER, OFK StGB, 

21. Aufl., N 4 zu Art. 61 StGB). Es erübrigt sich aus diesen Gründen mithin die 

Einholung des beantragten Therapieberichtes, zumal der Beschuldigte bereits 

eine freiwillige Therapie zur Analyse seiner Persönlichkeitsstruktur und besseren 

Bewältigung der damit verbundenen Gewaltproblematik absolviert und damit die 

aus seiner Sicht möglichen Anstrengungen unternimmt, um die vorhandene 

Rückfallgefahr zu reduzieren. 

- 9 - 

III.  Sachverhalt 

1.  Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft 

Zürich-Limmat vom 29. September 2020 mit Bezug auf die im Berufungsverfahren 

noch angefochtenen Vorwürfe angelastet, er habe am 28. Februar 2018 

anlässlich des Cup-Halbfinalspiels zwischen dem FC Zürich und dem 

Grasshopper Club Zürich als Teil einer grösseren Gruppe von Fans des 

FC Zürich den Platz vor dem Prime Tower gestürmt. Im Rahmen dieser Aktion sei 

unter aktiver Beteiligung des Beschuldigten wahllos auf GC-Fans eingedroschen 

worden, wobei im Endeffekt mindestens drei Personen zusammengeschlagen 

und verletzt worden seien. In diesem Zusammenhang sei vor dem Eingang des 

Prime Tower der Geschädigte C._____ zu Boden gerungen und hernach mit 

diversen Fusstritten gegen Kopf und Körper traktiert worden. Dabei habe 

insbesondere auch der Beschuldigte mit seinen Füssen mehrmals hart und brutal 

gegen den bewusstlos auf den am Boden liegenden Mann gekickt, wobei sich 

dieser eine Gesichtsfraktur und eine Gehirnerschütterung zugezogen habe und im 

Spital habe behandelt werden müssen. Mit diesem Vorgehen habe der 

Beschuldigte zumindest in Kauf genommen, bei seinem Opfer lebensgefährliche 

Verletzungen und/oder bleibende Schäden zu verursachen, was lediglich 

aufgrund glücklicher Umstände unterblieben sei (Urk. D1/25 S. 2 f.; Dossier 1). 

2.  Was die Rüge des Anklageprinzips im Zusammenhang mit der Identität der 

von der Gruppe hauptsächlich traktierten Person anbelangt, so kann mit der 

Vorinstanz (vgl. Urk. 89 S. 4, 8 + 14) bereits an dieser Stelle festgehalten werden, 

dass die Identität der traktierten Person im vorliegenden Verfahren nicht zweifels-

frei festgestellt werden kann und es sich dementsprechend entgegen der Anklage 

(vgl. Urk. D1/25 S. 3) um ein unbekanntes Opfer handelt, nachdem der in der 

Anklage erwähnte "Geschädigte C._____" keine Aussage zur Sache machen 

wollte und dementsprechend nie formell zur Sache befragt wurde und eine andere 

polizeilich einvernommene Person explizit angab, auf den beigezogenen 

Videoaufnahmen nicht ersichtlich zu sein (vgl. Urk. D1/1 S. 6; Urk. D1/9). 

Demgemäss können aber auch die beim "Geschädigten C._____" festgestellten 

Verletzungen vorliegend nicht als aussagekräftiges Beweismaterial herangezogen 

- 10 - 

werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die konkreten Beeinträchtigungen 

der angegangenen Person nicht verifiziert werden können.  

3. 

3.1.  Den vorstehend wiedergegebenen Tatablauf hat der Beschuldigte in der 

Untersuchung insofern bestätigt, als er einräumte, am inkriminierten Vorfall beim 

Prime Tower beteiligt gewesen und auf den entsprechenden Videobildern mit 

einer … [Farbe] Jacke ersichtlich zu sein. Weiter führte er aus, er habe sich für 

seinen Club verpflichtet gefühlt, das zu machen, und habe dabei stark 

überreagiert. Angesprochen auf die auf den Bildern ersichtliche Einwirkung gegen 

den Kopf des Opfers, erklärte er, dies sei eine dumme Aktion gewesen. Er habe 

einfach nicht gewollt, dass das Opfer wieder aufsteht und sich gegen sie wenden 

kann, wobei er nicht gewusst habe, dass dieses bewusstlos war. Jedenfalls sei 

seine Aktion aber nicht zu entschuldigen, das sehe er ein (Urk. D1/7 S. 2 f.). 

  Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung hat er mit Bezug auf 

diesen Vorfall die Aussage verweigert (vgl. Urk. 77 S. 1 ff.), im Rahmen seines 

Schlusswortes dann aber dennoch ausgeführt, dass ihm das, was geschehen sei, 

leid tue und die Tat nicht zu entschuldigen sei, wobei er auf Nachfrage angab, es 

sei das geschehen, was ihm (in der Anklageschrift) vorgeworfen werde (Prot. I 

S. 15 f.).  

  In der Berufungsverhandlung anerkannte der Beschuldigte, das Opfer, 

welches am Boden gelegen sei, zwei Mal gegen die Kopf- bzw. Halspartie 

getreten zu haben. Der Beschuldigte wies dabei indes darauf hin, dass er sich 

nicht mehr an die Tat selber erinnern könne, sondern die Wahrnehmungen aus 

der Sichtung der Videoaufnahmen wiedergebe. Er erinnerte sich auch nicht mehr 

daran, weshalb er gekickt habe, betonte aber, dass er jedenfalls keine schlimmen 

Verletzungen habe verursachen wollen. Schliesslich brachte der Beschuldigte vor, 

sich während der Tat in einem Kokain- und Alkoholrausch befunden zu haben 

(Urk. 122 S. 13 ff.).  

3.2. Wenn die Vorinstanz im Rahmen ihrer Erwägungen zum Sachverhalt den 

Beschuldigten vor dem Hintergrund der in der Untersuchung und anlässlich der 

- 11 - 

Hauptverhandlung getätigten Aussage als grundsätzlich geständig ansah (Urk. 89 

S. 11 f.), so kann ihr beigepflichtet werden, woran auch die Ausführungen des 

früheren Verteidigers, wonach der Beschuldigte nie explizit zugestanden habe, 

sein Opfer in das Gesicht getreten zu haben (Urk. 79 S. 5 f.), nichts zu ändern 

vermögen. Der weitere Einwand der aktuellen Verteidigung, wonach es sich bei 

der Einwirkung des Beschuldigten höchstens um einen nicht besonders starken 

Tritt gegen die Schulter des Opfers handelte (Urk. 118 S. 5), wurde bereits von 

der Vorinstanz mit überzeugenden Argumenten widerlegt und findet insbesondere 

auch in der einschlägigen Videoaufnahme keine Bestätigung (vgl. Urk. D1/11, ab 

Minute 4:00). Zudem verkennt die Verteidigung mit ihren nuancierten 

Ausführungen zur Sichtbarkeit der Sohle auf den Standbildern (Prot. II S. 10; 

Urk. 115/11), dass dem Beschuldigten eine versuchte schwere Körperverletzung 

vorgeworfen wird und der punktgenaue Kontaktpunkt für die Beurteilung des 

subjektiven Sachverhaltes in diesem Zusammenhang nicht von massgebender 

Bedeutung ist. Entscheidend ist, dass sich der Beschuldigte gemäss der 

relevanten Videoaufnahme in die Richtung des Kopfes seines am Boden 

liegenden Opfers orientiert hat, welches sich nicht mehr bewegte. Es lag mithin 

kein dynamisches Geschehen vor, so dass der Beschuldigte relativ genau 

abschätzen konnte, wohin seine Tritte gingen. Das sinngemässe Vorbringen der 

Verteidigung, der Beschuldigte habe gegen die Schulter des Opfers treten wollen 

(vgl. Urk. 118 S. 5), ist insofern nicht nachvollziehbar. 

 Die von der Vorinstanz in diesem Zusammenhang vorgenommenen 

Präzisierungen des relativ allgemein gehaltenen Tatablaufes der Anklage ver-

stossen im Übrigen nicht gegen das Anklageprinzip, zumal sie sich zu Gunsten 

des Beschuldigten auswirken, da nunmehr nicht einfach von mehreren äusserst 

hart und brutal erfolgten Tritten auszugehen ist, sondern stattdessen ein von oben 

herab geführter heftiger Tritt (im Sinne eines "Stampfens") gegen die Kopf- bzw. 

Halspartie und anschliessend ein weniger kräftiger Kick in den gleichen Bereich 

als erwiesen anzusehen sind.  

3.3. Zu Recht stellte die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung 

nicht mehr zur Debatte, dass die vom Beschuldigten attackierte Person bewusst-

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los war (vgl. Urk. 118 S. 8, 10). Den Videobildern kann entnommen werden, dass 

das kurz zuvor erfolgte Niederstrecken des Opfers durch einen Mitstreiter des Be-

schuldigten einem eigentlichen Knock-Out-Schlag gleichgesetzt werden kann, wo-

rauf das Opfer abrupt zu Boden sinkt und dann regungslos liegen bleibt, wobei 

dessen Kopf ungebremst auf dem Boden aufschlägt, als ihm zuletzt der Schal 

vom Hals gerissen wird (vgl. Urk. D1/11, ab Minute 4:04). Aufgrund dieser Bilder 

kann demnach zwanglos der Schluss gezogen werden, dass das Opfer zumindest 

vorübergehend das Bewusstsein verloren hat, als es von einem Dritten niederge-

streckt wurde, zumal selbst dann noch keine Reaktion wahrnehmbar ist, als sich 

die ersten Helfer um das Opfer bemühten. Es rechtfertigt sich mit der Anklage 

mithin auch ohne Weiteres die Annahme, dass der Beschuldigte gegen ein re-

gungsloses Opfer vorging, welches im besagten Zeitpunkt keinerlei Gegenwehr 

zu leisten vermochte. 

3.4. Die frühere Verteidigung macht in Bezug auf den Beginn der Auseinander-

setzung auf dem Prime-Tower-Platz geltend, der Beschuldigte sei in dieser Phase 

auf den Videobildern nirgends zu sehen und habe demgemäss mit den dort 

ersichtlichen Gewaltakten nichts zu tun (Urk. 79 S. 7). Dem ist allerdings ent-

gegenzuhalten, dass die eingeklagten Ereignisse rund um die Okkupierung des 

Platzes als einheitliches zusammenhängendes Geschehen zu betrachten sind, an 

welchem nachweislich auch der Beschuldigte aktiv mitgewirkt hat, auch wenn er 

in einer ersten Phase auf den Videoaufnahmen nicht zu sehen ist. Es ist insofern 

von einer Beteiligung des Beschuldigten an einer Attacke auf mehrere 

gegnerische Fans auszugehen, selbst wenn er zu Beginn selber noch keine 

Gewalt angewandt haben sollte (vgl. BGE 137 IV 5 f.; vgl. auch MAEDER, BSK 

StGB I, 4. Aufl., N 14 zu Art. 133 StGB). 

3.5. Wenn die Vorinstanz allerdings darüber hinaus feststellt, der Beschuldigte 

habe dann nach seinen gewaltsamen Einwirkungen auf das obgenannte Opfer 

mindestens noch auf eine weitere Person eingeschlagen, so ist diesbezüglich 

festzuhalten, dass ein solches Verhalten des Beschuldigten in der Anklageschrift 

nirgends (auch nicht im Rahmen des zunächst umschriebenen Angriffes bzw. 

Landfriedensbruches) aufgeführt und demgemäss auch nicht eingeklagt ist, 

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weshalb auf allfällige Handlungen des Beschuldigten in diesem Zusammenhang 

nicht weiter einzugehen ist. 

3.6. Nicht gefolgt werden kann der Verteidigung, wenn sie geltend macht, dass 

es sich um eine wechselseitige Auseinandersetzung zwischen zwei 

Gruppierungen gehandelt habe (Urk. 118 S. 6): Aus den aktenkundigen 

Videoaufnahmen geht klar hervor, dass die Gruppierung des Beschuldigten die 

Gegner (einseitig) angriff und diese anschliessend die Flucht ergriffen, ohne sich 

tätlich zur Wehr zu setzen. Die Szenen, in denen einzelne Exponenten aus der 

gegnerischen Gruppe wieder zurückkehrten und vereinzelt Gegenstände warfen, 

erscheinen insofern als Nebenschauplätze des eigentlichen Geschehens. 

4. Der eingeklagte Sachverhalt gemäss Dossier 1 ist nach dem Gesagten mit 

den vorstehend erwähnten Einschränkungen bzw. Präzisierungen als erstellt zu 

erachten, wobei darauf hinzuweisen ist, dass in subjektiver Hinsicht die dem 

Beschuldigten vorgeworfene Inkaufnahme einer schweren Körperverletzung im 

Rahmen der nachfolgenden rechtlichen Würdigung näher zu prüfen sein wird 

(vgl. hinten Ziffer IV./2.), wie dies im Übrigen auch die Vorinstanz schon in 

gleicher Weise praktiziert hat (vgl. Urk. 89 S. 17 ff.).  

IV.  Rechtliche Würdigung 

1.  Einleitung 

  Nachdem die vorinstanzlichen Schuldsprüche betreffend Dossier 3 wegen 

Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit a in 

Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c WG sowie betreffend Dossier 1 wegen Land-

friedensbruches im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB in Rechtskraft erwachsen sind 

(vgl. vorne Ziffer II./1.), ist im Folgenden lediglich noch der Sachverhalt gemäss 

Dossier 1 betreffend versuchte schwere Körperverletzung und Angriff auf seine 

Tatbestandsmässigkeit zu prüfen, wobei die Vorinstanz diesbezüglich den An-

trägen der Anklägerin vollumfänglich gefolgt ist und den Beschuldigten wegen 

versuchter schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 

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Abs. 1 StGB und wegen Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB schuldig 

gesprochen hat (Urk. 89 S. 14 ff.).  

 

2.  Versuchte schwere Körperverletzung 

2.1.  Vorweg kann auf die zutreffenden theoretischen Ausführungen im erst-

instanzlichen Urteil betreffend die versuchte Tatbegehung sowie den objektiven 

und subjektiven Tatbestand der schweren Körperverletzung verwiesen werden 

(Urk. 89 S. 14 ff.), wobei allerdings darauf hinzuweisen ist, dass die Tatbestands-

variante der Schädigung eines wichtigen Organs bzw. Gliedes im Sinne von 

Art. 122 Abs. 2 StGB nicht eingeklagt ist (vgl. Urk. D1/25 S. 2) und dem-

entsprechend auch nicht geprüft werden muss.  

2.2.  Die Vorinstanz hat zutreffend dargelegt, weshalb das Tatvorgehen des 

Beschuldigten geeignet war, beim Opfer eine schwere Körperverletzung im Sinne 

einer lebensgefährlichen Schädigung zu begründen. Zu Recht hat sie in diesem 

Zusammenhang in subjektiver Hinsicht festgehalten, dass das Ausmass der 

Pflichtverletzung des wiederholt gegen den Kopf des Opfers tretenden Be-

schuldigten derart eklatant war, dass sein Verhalten vernünftigerweise nicht 

anders interpretiert werden kann, als dass er zumindest in Kauf genommen hat, 

dem Opfer lebensgefährliche oder anderweitig schwere Verletzungen im Sinne 

von Art. 122 Abs. 1 und 3 StGB zuzufügen (vgl. Urk. 89 S. 18). 

  Die Verteidigung geht bei der Verneinung der versuchten schweren 

Körperverletzung vom Sachverhalt aus, wonach das Opfer vom Beschuldigten 

lediglich einen nicht besonders starken Tritt an die Schulter verpasst bekam 

(Urk. 79 S. 8). Nachdem aber diese Variante im Rahmen der Sachverhalts-

erstellung verworfen wurde und stattdessen von einem zumindest heftigen Tritt 

gegen die Hals- bzw. Kopfpartie eines wehrlosen Opfers auszugehen ist, muss 

insbesondere aufgrund dieser Umstände sowie angesichts der Tatsache, dass 

der Beschuldigte unmittelbar nach dem ersten heftigen Tritt erneut in den 

Kopfbereich nachgetreten hat, obwohl er keine Reaktion des Opfers erkennen 

- 15 - 

konnte, davon ausgegangen werden, dass er ernsthaft mit lebensgefährlichen 

oder anderen schweren gesundheitlichen Folgen seiner doppelten Einwirkung auf 

einen sehr sensiblen Körperbereich rechnen musste, wobei er insbesondere eine 

Gehirnblutung oder Verletzungen der Halswirbelsäule in Betracht zu ziehen hatte, 

deren potentiell tödliche oder zu schwerwiegenden Lähmungen führenden Folgen 

auch einem Laien ohne Weiteres bewusst sein müssen. 

 Der verschiedentlich vorgebrachte Einwand der Verteidigung (Urk. 118 S. 15 

u. 18), der Beschuldigte habe keine bewussten Überlegungen über die Folgen 

seines Handelns getroffen, ist unbehelflich: Für das Wissen als Bestandteil des 

Vorsatzes ist genügend, dass dem Beschuldigten die wesentlichen Umstände im 

Sinne eines Begleitwissens mitbewusst waren. Eine ausdrückliche gedankliche 

Auseinandersetzung mit dem Erfolg ist dagegen nicht erforderlich (BGE 125 IV 

242, E. 3.d). 

2.3.  Es ist demzufolge in dieser Hinsicht auch in zweiter Instanz von einem 

eventualvorsätzlichen Vorgehen des Beschuldigten im Hinblick auf eine schwere 

Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB auszugehen, dessen konkrete 

Folgen für die körperliche Integrität des Opfers indes unklar bleiben (vgl. dazu 

vorne Ziffer III./2.2.), weshalb lediglich eine versuchte Tatbegehung im Sinne von 

Art. 22 Abs. 1 StGB vorliegt. 

3.  Angriff 

3.1.  Auch bezüglich des Tatbestandes des Angriffes kann in theoretischer 

Hinsicht auf die Erwägungen des zuständigen Bezirksgerichtes verwiesen werden 

(Urk. 89 S. 19 f.). Ergänzend ist festzuhalten, dass die in diesem Zusammenhang 

statuierte objektive Strafbarkeitsbedingung auch die Verletzung von Unbeteiligten 

miteinschliesst, jedoch nicht gegeben ist, wenn sich lediglich der Angreifer 

verletzt. Fehlt es an der objektiven Strafbarkeitsbedingung, so kann ein 

Schuldspruch selbst wegen versuchter Tatbegehung nicht ergehen (MAEDER, BSK 

StGB I, N 10a zu Art. 134 StGB).  

- 16 - 

3.2.  Die Vorinstanz hat sich mit zutreffenden Argumenten zu den einseitigen 

körperlichen Einwirkungen der Gruppierung des Beschuldigten geäussert, ohne 

indes in der Folge näher auf die objektive Strafbarkeitsbedingung der Körper-

verletzungsfolge einzugehen (vgl. Urk. 89 S. 20). Zu thematisieren ist in diesem 

Zusammenhang der problematische Umstand, dass aufgrund der nicht eruierten 

Identität der angegriffenen Personen unbekannt geblieben ist, mit welchen kon-

kreten körperlichen Folgen diese nach der Tat konfrontiert waren. Insbesondere 

ist in solchen Konstellationen selbst bei vorhandenen Videobildern in der Regel 

nur schwer nachweisbar, dass zumindest eine der angegriffenen Personen eine 

einfache Körperverletzung erlitten hat. Vorliegend hat die Sachverhaltswürdigung 

indes mit genügender Klarheit ergeben, dass bei der hauptsächlich traktierten 

Person zumindest eine vorübergehende Bewusstlosigkeit vorgelegen hat (vgl. 

vorne Ziffer III./3.3.), was ohne Weiteres eine einfache Körperverletzung im Sinne 

von Art. 123 StGB darstellt (DONATSCH, Strafrecht III, 11. Aufl., S. 62; vgl. BGE 

103 IV 65, E. II.2.c; BGE 141 IV 423, E. 4.3.4.). 

3.3.  Liegt aber bei einem Betroffenen des inkriminierten Angriffes mit rechts-

genügender Sicherheit eine einfache Körperverletzung vor, so ist auch die er-

forderliche objektive Strafbarkeitsbedingung gegeben. Durchaus denkbar ist in 

diesem Zusammenhang zu Gunsten des Beschuldigten zwar, dass er im Tat-

zeitpunkt in der Schnelle gar nicht bemerkt hat, dass das von ihm traktierte Opfer 

bewusstlos war. Nachdem aber die objektive Strafbarkeitsbedingung nicht vom 

Vorsatz der Angreifer gedeckt sein muss (vgl. DONATSCH/TAG, Strafrecht I, 

9. Aufl., S. 111), schliesst dieser Umstand die Tatbestandsmässigkeit in casu 

nicht aus.  

3.4.  Nichts zu Gunsten des Beschuldigten vermag die Verteidigung aus dem 

Umstand herzuleiten, dass der Beschuldigte "zu spät" hinzugestossen sei, um an 

einem "aktiven Kampf" teilzunehmen (Urk. 118 S. 12). Gemäss dem erstellten 

Sachverhalt griff der Beschuldigte jedenfalls ein, als der Angriff noch im Gang 

war, mithin vor Beendigung der Tat. Dass das von ihm getretene Opfer zu diesem 

Zeitpunkt bereits kampfunfähig war, ändert daran nichts. 

- 17 - 

  Der Beschuldigte ist demzufolge auch in zweiter Instanz wegen Angriffes 

im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen.  

V.  Strafe 

1.  Einleitung 

1.1.  Die Grundlagen der Strafzumessung sind im erstinstanzlichen Urteil korrekt 

resümiert worden, wobei insbesondere auch das Vorgehen bei der Festlegung 

einer Zusatzstrafe im Rahmen der retrospektiven Konkurrenz gemäss Art. 49 

Abs. 2 StGB richtig wiedergegeben ist (Urk. 89 S. 25 ff.). Wenn von der 

Vorinstanz in diesem Zusammenhang davon ausgegangen wird, dass die 

mehrfach versuchte schwere Körperverletzung laut dem Urteil des Strafgerichtes 

Basel-Stadt vom 9. März 2020 (für welche eine Freiheitsstrafe von 26 Monaten 

festgelegt wurde) insgesamt die schwerste Straftat darstellt und demgemäss bei 

der Strafzumessung die damals festgelegte Grundstrafe aufgrund der vorliegend 

neu festzusetzenden Einzelstrafen angemessen zu erhöhen ist (Urk. 89 S. 27), so 

kann sich die Berufungsinstanz auch diesem Vorgehen anschliessen. 

1.2.  Demgemäss sind im Folgenden ausgehend von der rechtskräftigen Grund-

strafe von drei Jahren Freiheitsstrafe in Nachachtung der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung jeweils separate Strafen für die heute neu zu beurteilenden 

Delikte festzulegen, wobei diese anschliessend im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB 

asperierend im Rahmen einer hypothetischen Gesamtstrafe zu berücksichtigen 

sind, sofern für die neuen Taten ebenfalls eine gleichartige Freiheitsstrafe in 

Betracht fällt. Von dieser Gesamtstrafe ist die Grundstrafe abzuziehen, was die 

Zusatzstrafe ergibt (vgl. BGE 142 IV 265, E. 2.4.4.).  

2.  Versuchte schwere Körperverletzung 

2.1.  Mit Bezug auf die objektive Tatschwere der schweren Körperverletzung hat 

die Vorinstanz zu Recht auf die hohe Gewaltbereitschaft des Beschuldigten 

hingewiesen, welche sich in einem heftigen, wenn auch kurzen Exzess gegen 

eine wehrlose Person entlud, was besonders verwerflich erscheint, zumal die 

- 18 - 

Sinnlosigkeit einer solchen Aktion für jedermann offensichtlich ist. Dass es sich 

beim Opfer um einen Anhänger einer rivalisierenden Fangruppierung handelte, 

vermag den Beschuldigten dabei nicht massgeblich zu entlasten. Zu 

berücksichtigen ist jedoch, dass sich die Gewaltanwendung des Beschuldigten im 

Wesentlichen auf einen Tritt gegen die Kopf- bzw. Halspartie mit relativ weichem 

Schuhwerk beschränkte, welcher aber immerhin von einem kurzen Nachtreten in 

dieselbe Region begleitet wurde. Zu Gunsten des Beschuldigten ist denn auch 

davon auszugehen, dass das Opfer trotz vorübergehender Bewusstlosigkeit 

letztlich keine gravierenden Beeinträchtigungen davontrug, zumal diese 

angesichts von dessen ungeklärter Identität nicht näher konkretisiert werden 

können. Insgesamt wiegt das objektive Verschulden des Beschuldigten mithin 

innerhalb sämtlicher denkbarer schwerer Körperverletzungen keineswegs leicht. 

2.2.  In subjektiver Hinsicht ist in Rechnung zu stellen, dass dem Beschuldigten 

lediglich ein eventualvorsätzliches Vorgehen nachgewiesen werden kann, was die 

objektive Tatschwere relativiert. Der Vorinstanz ist sodann beizupflichten, wenn 

sie die substanzbedingte Enthemmung lediglich marginal berücksichtigte, da dem 

Beschuldigten die Folgen seines Konsums aus früheren Vorfällen bekannt 

gewesen sein müssen, zumal dieser anlässlich der Berufungsverhandlung selber 

angab, dass man in der Szene gerade mit Blick auf ihre enthemmende Wirkung 

diverse einschlägige Substanzen zu konsumieren pflegte (Urk. 122 S. 19). Vor 

diesem Hintergrund kommt eine massgebliche Strafminderung von vornherein 

nicht in Frage. Eine weitere Minderung aufgrund der Motivlage kann dem Be-

schuldigten nicht zugebilligt werden, da es ihm einzig um das Abreagieren seiner 

angestauten Aggressionen gegenüber den Anhängern der gegnerischen 

Mannschaft ging. In Beachtung sämtlicher subjektiven Komponenten ist das 

Tatverschulden letztlich als nicht mehr leicht zu qualifizieren. 

2.3.  Zu beachten ist schliesslich der Umstand, dass es sich lediglich um eine 

versuchte Tatbegehung handelte, wobei der Beschuldigte bei objektiver Be-

trachtung indes alles unternommen hat, um den Taterfolg eintreten zu lassen. 

Aufgrund des rücksichtslosen Vorgehens des Beschuldigten ist die Vorinstanz 

mithin zu Recht von einem relativ hohen Risiko von potentiell lebensgefährlichen 

- 19 - 

Kopfverletzungen ausgegangen, welches sich vom Beschuldigten nicht näher 

kalkulieren liess. Es rechtfertigt sich unter diesem Aspekt demzufolge lediglich 

eine massvolle Reduktion der Strafe.  

2.4.  Insgesamt erscheint unter den gegebenen Umständen nach Beurteilung 

der Tatkomponente für die versuchte schwere Körperverletzung eine hypotheti-

sche Freiheitsstrafe von 24 Monaten angemessen.  

3.  Angriff 

3.1.  In objektiver Hinsicht kann ohne Weiteres von einem rücksichtslosen An-

griff der Gruppe um den Beschuldigten gesprochen werden, welchem keinerlei 

Provokation der Gegenseite vorausging, weshalb er als besonders sinnlos zu be-

zeichnen ist. Von einer führenden Rolle des Beschuldigten im Verlauf dieses An-

griffes kann indes nicht gesprochen werden. Vielmehr scheint es spontan zum 

kollektiven Gewaltakt gekommen zu sein, als im Rahmen des allgemeinen Ge-

tümmels zufällig ein gegnerischer Fan in die Gruppe des Beschuldigten hineinlief. 

Auch ist in diesem Zusammenhang zu Gunsten des Beschuldigten davon auszu-

gehen, dass der Angriff nur von kurzer Dauer war und keine überproportionale 

Gefährdungslage für die Beteiligten und Dritte schuf. Eine weitere Relativierung 

des Verschuldens aufgrund subjektiver Aspekte ergibt sich in diesem Zusammen-

hang hingegen nicht. 

3.2.  Bei Betrachtung des gesamten Tatverschuldens ist betreffend den Angriff 

von einem noch eher leichten Verschulden, mithin isoliert betrachtet von einer 

hypothetischen Sanktion in der Höhe von 8 Monaten auszugehen, weshalb auch 

betreffend dieses Delikt lediglich eine Freiheitsstrafe in Betracht fällt und dem-

entsprechend eine Gesamtstrafenbildung im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB 

vorzunehmen ist.  

4.  Landfriedensbruch 

4.1.  Die objektive Tatschwere des Landfriedensbruches kann mit der Vo-

rinstanz als zumindest nicht mehr leicht bezeichnet werden, zumal sich der Be-

schuldigte in vermummter Aufmachung an vorderster Front am Fanaufmarsch in 

- 20 - 

einer belebten Unterführung eines Bahnhofes beteiligte und so massgeblich dazu 

beitrug, dass das Sicherheitsgefühl von unbeteiligten Personen nachhaltig beein-

trächtigt wurde. Im Zuge der nachfolgenden Ausschreitungen explodierte sodann 

inmitten einer Menschenmenge ein pyrotechnischer Böller, was ein nicht zu baga-

tellisierendes Gefährdungspotential für die Gesundheit (insbesondere das Gehör) 

der Umstehenden in sich barg. Eine Reduktion der Tatschwere aufgrund subjekti-

ver Aspekte rechtfertigt sich sodann vorliegend nicht. 

4.2.  Insgesamt erscheint für den Landfriedensbruch isoliert betrachtet aufgrund 

der genannten Aspekte eine hypothetische Sanktion in der Höhe von 6 Monaten 

angemessen. Aufgrund der zeitlichen und sachlichen Verknüpfung mit dem 

Körperverletzungsdelikt und eines einschlägigen früheren Vorfalles kommt eine 

Geldstrafe hier ebenfalls nicht mehr in Frage, weshalb auch diesbezüglich die 

Grundsätze der Gesamtstrafenbildung anzuwenden sind.  

5.  Widerhandlung gegen das Waffengesetz 

5.1.  Was die Tatschwere der Widerhandlung gegen das Waffengesetz betrifft, 

so kann vollumfänglich auf die Erwägungen im erstinstanzlichen Urteil verweisen 

werden, in welchem insgesamt von einem leichten Verschulden des 

Beschuldigten ausgegangen wird, was isoliert betrachtet eine hypothetische 

Strafe im Bereich von 1 - 2 Monaten bzw. 30 - 60 Tagen rechtfertigt. 

5.2.  Die Vorinstanz sah mit Verweis auf die präventive Effizienz der Bestrafung 

auch diesbezüglich die Verhängung einer Freiheitsstrafe als gerechtfertigt an 

(Urk. 89 S. 27). Es ist an dieser Stelle jedoch zu berücksichtigen, dass es sich 

beim Besitz des Messers um eine isolierte Tat handelt, welcher keine 

einschlägigen Vorstrafen zu Grunde liegen. Angesichts des Vorranges der 

Geldstrafe im niederen Sanktionsbereich ist unter diesen Umständen für dieses 

Vergehen nochmals die mildere Strafart auszufällen. Zwar ist nicht zu verkennen, 

dass sich der Beschuldigte durch zwei frühere Geldstrafen nicht massgeblich 

beeindrucken liess, doch handelte es sich dabei um bedingte Strafen, welche bis 

zu den vorliegend zu beurteilenden Vorfällen nicht vollziehbar erklärt wurden. Im 

Übrigen erscheint in casu entgegen der Vorinstanz auch nicht von vornherein 

- 21 - 

ausgeschlossen, dass der Beschuldigte in der Lage ist, die Geldstrafe zu 

bezahlen, zumal er bis vor seiner Verhaftung noch gearbeitet und dabei einen 

regelmässigen Praktikumslohn bezogen hat. 

5.3.  Die für die Tat vom 14. Oktober 2019 erwirkte Geldstrafe ist als Zusatzstra-

fe zur Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.– gemäss dem Urteil des Straf-

gerichtes Basel-Stadt vom 9. März 2020 zu verhängen.  

6.  Täterkomponente 

6.1.  Betreffend die Täterkomponente kann hinsichtlich der persönlichen Ver-

hältnisse des Beschuldigten sowie der übrigen diesbezüglich strafzumessungs-

relevanten Faktoren grundsätzlich auf die Erwägungen im vorinstanzlichen 

Entscheid verwiesen werden (vgl. Urk. 89 S. 31 f.). Es ergibt sich daraus ins-

besondere, dass der in der Schweiz aufgewachsene Beschuldigte keine einfache 

Kindheit bzw. Adoleszenz hatte und ohne Kontakt zum gewalttätigen Vater 

teilweise bei Pflegeeltern und in Heimen aufgewachsen ist, wovon auch diverse 

eingereichte Berichte von Institutionen und Angehörigen zeugen (Urk. 115/1-10). 

Diese insgesamt schwierigen Lebensumstände in der Kindheit und Adoleszenz, 

welche seine seelischen Nöte offensichtlich verschärften, sind merklich zu 

Gunsten des Beschuldigten zu berücksichtigen.  

  Da der Beschuldigte bereits im Zeitpunkt der erstinstanzlichen Hauptver-

handlung seine rechtskräftige Freiheitsstrafe gemäss dem Urteil des 

Strafgerichtes Basel-Stadt verbüsste, haben sich seither in persönlicher Hinsicht 

keine massgeblichen Änderungen ergeben, wie der Beschuldigte auch anlässlich 

der Berufungsverhandlung bestätigte (vgl. Urk. 122 S. 7 ff.). Am 6. Mai 2022 ging 

hierorts der Führungsbericht der Justizvollzugsanstalt Thorberg ein, welcher dem 

Beschuldigten im Vollzug einen guten Umgang gegenüber Mitgefangenen und 

Anstaltsmitarbeitenden bescheinigt und keine disziplinarischen Vorkommnisse 

erwähnt (Urk. 112), was sich strafzumessungsneutral auswirkt. 

6.2.  Im Hinblick auf das Vorleben des Beschuldigten ist festzuhalten, dass die 

mit Urteil des Strafgerichtes Basel-Stadt vom 9. März 2020 verhängte Sanktion 

- 22 - 

keine Vorstrafe darstellt, da sie nach den vorliegend zu beurteilenden Taten 

erging. Es verbleiben in diesem Zusammenhang als Vorstrafen die zwei Geldstra-

fen vom 22. März 2016 und 19. Dezember 2017, was insbesondere aufgrund der 

teilweisen Einschlägigkeit im Rahmen der Festsetzung der Freiheitsstrafe nicht 

nur marginal straferhöhend zu berücksichtigen ist, zumal der Beschuldigte im 

Rahmen der vorliegend zu beurteilenden Taten gleich innerhalb von zwei laufen-

den Probezeiten erneut delinquierte.  

6.3.  Was schliesslich das Nachtatverhalten anbelangt, so verhielt sich der 

Beschuldigte im Rahmen der Untersuchung insofern kooperativ, als er am 

5. Dezember 2019 wesentliche Eckpunkte seiner Taten einräumte, doch zeigte er 

bereits damals ein schwankendes Aussageverhalten, indem er in der 

Schlusseinvernahme seine Beteiligung am Vorfall dann wiederum teilweise 

bestritt (vgl. Urk. D1/6-8). Anlässlich der Hauptverhandlung berief er sich 

zunächst auf sein Aussageverweigerungsrecht, um dann im Rahmen des 

Schlusswortes doch wieder gewisse Einlassungen zu Protokoll zu geben. In der 

Berufungsverhandlung war er dann wiederum weitgehend geständig und meinte, 

der Vorfall tue ihm leid, weshalb er sich bei der Fussballszene und beim Opfer 

dafür entschuldigen wolle (Urk. 122 S. 14 + 18 f.). Seine – allenthalben erst spät 

im Verfahren erfolgten – weitgehenden Zugeständnisse bzw. die an den Tag ge-

legten Reuebekundungen wirken sich insgesamt leicht strafmindernd aus. 

  Hinsichtlich der Widerhandlung gegen das Waffengesetz hat der Be-

schuldigte seine Verfehlung hingegen vorbehaltlos zugestanden (vgl. Urk. D1/7 

S. 4), was merklich strafmindernd zu berücksichtigen ist. 

6.4.  Unter Berücksichtigung der Täterkomponente rechtfertigt es sich mithin, die 

für die versuchte schwere Körperverletzung, den Angriff und den Landfriedens-

bruch auszufällende Freiheitsstrafe auf insgesamt 30 Monate festzusetzen, wäh-

rend sich für die Widerhandlung gegen das Waffengesetz eine Geldstrafe von 

30 Tagessätzen ergibt.  

- 23 - 

7.  Asperation und Fazit 

7.1.  Mit Bezug auf die Freiheitstrafe ist in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB 

die rechtskräftige Grundstrafe von 36 Monaten unter Beachtung der neuen Delikte 

angemessen zu erhöhen, wobei sich angesichts des engen sachlichen und zeit-

lichen Zusammenhanges dieser Delikte insgesamt eine Asperation um 

zwei Drittel auf eine Gesamtfreiheitsstrafe von 56 Monaten rechtfertigt, auch wenn 

berücksichtigt wird, dass im Rahmen der Zusatzstrafenbildung die Asperation in 

bestimmten Konstellationen nicht zu stark gewichtet werden soll (vgl. BGE 142 IV 

265, E. 2.4.4.). Nach Abzug der früheren Grundstrafe von 36 Monaten ist der Be-

schuldigte demzufolge mit einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten als Zusatzstrafe 

zur mit Urteil des Strafgerichtes Basel-Stadt vom 9. März 2020 ausgefällten Frei-

heitsstrafe zu sanktionieren.  

7.2.  Hinsichtlich der Geldstrafe ist ebenfalls nach Art. 49 Abs. 2 StGB vorzu-

gehen, wobei hier die Strafe von 30 Tagessätzen für das neue Delikt in Berück-

sichtigung der früheren Geldstrafe von 20 Tagessätzen gemäss dem Urteil des 

Strafgerichtes Basel-Stadt vom 9. März 2020 auf eine Gesamtgeldstrafe von 

45 Tagessätzen zu schärfen ist, was nach Abzug der früheren rechtskräftigen 

Strafe eine Zusatzstrafe von 25 Tagessätzen ergibt.  

  Dabei rechtfertigt es sich, die mit dem Urteil des Strafgerichtes Basel-Stadt 

festgesetzte Tagessatzhöhe von Fr. 30.– zu übernehmen, nachdem sich in den 

finanziellen Verhältnissen des Beschuldigten seither keine massgeblichen 

Änderungen ergeben haben und er derzeit eine Freiheitsstrafe in der Vollzugs-

anstalt Thorberg zu verbüssen hat. 

7.3.  Die im vorliegenden Verfahren ausgestandene Untersuchungshaft von 

85 Tagen ist an die vorliegend als Zusatzstrafe ausgefällte Freiheitsstrafe von 

20 Monaten anzurechnen (Art. 51 StGB).  

8.  Vollzug 

8.1.  Massgebend für den Vollzug der Freiheitsstrafe ist – wie bereits die Vor-

instanz korrekt festgehalten hat (Urk. 89 S. 33) – auch im Fall von retrospektiver 

- 24 - 

Konkurrenz die Dauer der hypothetischen Gesamtstrafe, welche auch in zweiter 

Instanz die für den teilbedingten Vollzug massgebenden Höchstdauer von 

3 Jahren übersteigt (vgl. Art. 43 StGB). Daran ändert nichts, dass die vorliegend 

auszufällende Zusatzstrafe letztlich in den Bereich einer bedingten Sanktion zu 

liegen kommt (vgl. BGE 142 IV 265, E. 2.4.6.). Demzufolge ist die heute als Zu-

satzstrafe ausgefällte Freiheitsstrafe von 20 Monaten zu vollziehen.  

8.2.  Die heutige Geldstrafe ist angesichts des auszusprechenden Widerrufes 

einer gleichartigen Vorstrafe und der damit einhergehenden Gesamtstrafenbil-

dung (vgl. nachfolgend Ziffer VI./3.) ohnehin in unbedingter Form auszufällen (vgl. 

HEIMGARTNER, OFK StGB, 21. Aufl., N 1b zu Art. 46 StGB). 

VI.  Widerruf 

1.  Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen des Widerrufes gemäss Art. 46 

StGB zutreffend resümiert und auch die Fristen der für die beiden Vorstrafen vom 

22. März 2016 und 19. Dezember 2017 laufenden drei- bzw. zweijährigen Probe-

zeiten korrekt berechnet, in welche insbesondere auch das vorliegend beurteilte 

Körperverletzungsdelikt vom Februar 2018 zu stehen kommt (Urk. 89 S. 33 f.). 

Nachdem die (verlängerte) Probezeit der Vorstrafe vom 22. März 2016 am 

22. März 2019 endete (Urk. 111), sind heute bereits mehr als drei Jahre seit 

Ablauf der Probezeit vergangen, weshalb diesbezüglich in Nachachtung von 

Art. 46 Abs. 5 StGB von einem Widerruf abzusehen ist (vgl. Urteil 6B_257/2017 

vom 9. November 2017, E. 2.2.).  

2. Hinsichtlich des Widerrufs der Vorstrafe vom 19. Dezember 2017 ist mit der 

Vorinstanz in materieller Hinsicht von einer belasteten Legalprognose des Be-

schuldigten auszugehen. Diese ergibt sich einerseits durch die teilweise ein-

schlägige Delinquenz im vorliegenden Verfahren während der Probezeit, andrer-

seits aber auch durch die erneute Verurteilung durch das Strafgericht Basel-Stadt 

wegen gleichgelagerter Delikte, welche in die Beurteilung der Bewährungs-

aussichten ohne Weiteres einbezogen werden kann. Zwar sind seit der letzten 

Delinquenz des Beschuldigten mittlerweile rund drei Jahre vergangen, doch 

- 25 - 

haben sich in dieser Zeit die Lebensumstände des Beschuldigten nicht derart 

grundlegend verändert, dass von einem eigentlichen Neubeginn gesprochen 

werden könnte, auch wenn er zwischenzeitlich bei seinem Bruder ein Praktikum 

beginnen konnte. Vielmehr erwirkte er seither erneut zahlreiche Akten bei 

Polizeistellen (vgl. Urk. 70 S. 4) und ist dann auch der ersten Vorladung der 

Vorinstanz zur Hauptverhandlung im Jahr 2021 unentschuldigt nicht 

nachgekommen, so dass er ausgeschrieben werden musste (vgl. Urk. 58 + 60). 

Bemerkenswert scheint dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass der 

Beschuldigte bereits im Sommer 2018 drei Wochen und ab September 2019 drei 

Monate in Untersuchungshaft verbrachte (vgl. Urk. 68 S. 85; Urk. D1/19/2; 

Urk. D1/19/11), was diesbezüglich offenbar keinen nachhaltigen Eindruck 

hinterliess. 

3.   Es ist demzufolge der bedingte Vollzug der Geldstrafe von 30 Tagessätzen 

gemäss dem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 19. Dezember 

2017 zu widerrufen und die heute unbedingt auszufällende Geldstrafe unter Ein-

bezug dieser widerrufenen Strafe abschliessend auf 45 Tagessätze zu Fr. 30.– 

festzusetzen. 

VII.  Landesverweisung 

1.  Einleitung 

1.1.  Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für die Dauer von 7 Jahren des 

Landes verwiesen (Urk. 53 S. 37).  

1.2.  Der Beschuldigte beantragt demgegenüber auch im Berufungsverfahren 

ein gänzliches Absehen von der Landesverweisung (Urk. 92 S. 3; Urk. 118 S. 2).  

- 26 - 

2.  Grundlagen 

2.1.  Hinsichtlich der rechtlichen Grundlagen der Landesverweisung kann vor-

weg auf die ausführlichen Erwägungen im erstinstanzlichen Urteil verwiesen wer-

den, welche sich korrekt zur Katalogtat und zur Härtefallklausel geäussert hat und 

in letzterem Zusammenhang auch die geltende Praxis zum Recht auf Achtung 

des Privat- und Familienlebens im Sinne von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV einbe-

zogen hat (Urk. 89 S. 35 f.).  

2.2.  Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht auch in seiner jüngeren Praxis 

immer wieder in Erinnerung gerufen hat, dass die Härtefallklausel restriktiv anzu-

wenden ist (vgl. dazu statt vieler BGE 144 IV 332, E. 3.3.1. ff.). Von der 

Anordnung einer Landesverweisung kann demgemäss nur ausnahmsweise unter 

den kumulativen Voraussetzungen abgesehen werden, dass von einem schweren 

Härtefall auszugehen ist und das entsprechende private Interesse an einem 

Verbleib in der Schweiz nicht vom öffentlichen Sicherheitsinteresse überwogen 

wird, wobei in letzterem Zusammenhang insbesondere die Schwere der Straftat 

und das Rückfallrisiko massgebend sind (Urteil 6B_423/2019 vom 17. März 2020, 

E. 2.1.2.; Urteil 6B_260/2021 vom 20. Juli 2021, E. 1.1.1.). Dabei kann auch ein 

relativ geringes Rückfallrisiko genügen, sofern dieses Risiko eine schwere 

Verletzung hoher Rechtsgüter wie zum Beispiel die körperliche Integrität 

beschlägt (BGE 145 IV 364, E. 3.5.2.; Urteil 6B_780/2020 vom 2. Juni 2021, 

E. 1.3.4.). Letztlich muss die Landesverweisung dem 

Verhältnismässigkeitsgrundsatz gerecht werden, wobei in diesem 

Zusammenhang auch die Zumutbarkeit einer Rückkehr in das Herkunftsland 

mitzuberücksichtigen ist (Urteil 6B_1024/2019 vom 29. Januar 2020, E. 1.3.5.; 

Urteil 6B_260/2021 vom 20. Juli 2021, E. 1.1.1.). Das Sachgericht prüft dabei die 

rechtliche Durchführbarkeit der Landesverweisung, soweit sie definitiv 

bestimmbar ist. Im Übrigen ist dem Non-Refoulement-Gebot und anderen 

völkerrechtlich zwingenden Bestimmungen auf der Ebene des Vollzugs Rechnung 

zu tragen (Urteil 6B_747/2019 vom 24. Juni 2020, E. 2.1.2.; Urteil 6B_423/2019 

vom 17. März 2020, E. 2.2.2.; Urteil 6B_1270/2020 vom 10. März 2021, E. 9.1.; 

Urteil 6B_260/2021 vom 20. Juli 2021, E. 1.1.1.). 

- 27 - 

3.  Beurteilung 

3.1.  Die Vorinstanz hat mit Bezug auf die schwere Körperverletzung und den 

Angriff zu Recht das Vorliegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. b 

StGB angenommen, woran auch nichts zu ändern vermag, dass es sich vorlie-

gend teilweise um eine versuchte Tatbegehung handelt (vgl. BGE 144 IV 168, E. 

1.4.1.). 

3.2.  Mit Bezug auf die Härtefallklausel im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB ist 

unbestritten, dass vorliegend die besondere Situation eines Ausländers zur 

Disposition steht, welcher in der Schweiz bei seiner Familie aufgewachsen ist. 

Zwar hat die Vorinstanz zu Recht auf die mangelnde berufliche und wirtschaftliche 

Integration des Beschuldigten hingewiesen (Urk. 89 S. 38; Urk. 122 S. 4), woran 

auch nichts zu ändern vermag, dass er im Jahr 2019 bei seinem Bruder vor-

übergehend ein Praktikum absolvieren konnte. Zu berücksichtigen ist aber, dass 

der Beschuldigte seit seinem vierten Lebensjahr in der Schweiz lebt und zum 

Ausland keinen näheren Bezug aufweist (vgl. Urk. 122 S. 1 f.). Er ist in der 

Schweiz verwurzelt und sein gesamtes persönliches Umfeld lebt hier (vgl. 

Urk. 115/4-10), während er in anderen Ländern über keine Bezugspersonen 

verfügt (Urk. 122 S. 18). Mit der Verteidigung ist mithin aufgrund der starken 

Bindungen des Beschuldigten zur Schweiz vom Vorliegen eines schweren 

persönlichen Härtefalls auszugehen, auch wenn gleichzeitig festzuhalten ist, dass 

sich der Beschuldigte bereits früh von seiner Familie emanzipiert hat bzw. 

emanzipieren musste (vgl. Urk. 118 S. 33). 

3.3.  Demgegenüber ist aber auch zu konstatieren, dass bei einer 

Gesamtbetrachtung der Delinquenz des Beschuldigten – entgegen der Ver-

teidigung (Urk. 118 S. 36) – jedenfalls von einer nach wie vor bestehenden 

Gefährdung der öffentlichen Sicherheit auszugehen ist, welche genügend schwer 

ist, um allfällige berechtigte private Interessen des Beschuldigten zu überwiegen. 

Den Beschuldigten belastet in diesem Zusammenhang insbesondere, dass er 

nach dem heute zu beurteilenden Vorfall bis ins Jahr 2019 hinein in noch 

stärkerem Ausmass gewalttätig geworden ist, was die Einschätzung seiner 

Gewaltbereitschaft und die entsprechende Risikoprognose massgeblich 

- 28 - 

verschlechtert. Im Übrigen haben die Erwägungen im Rahmen des Widerrufs 

gezeigt, dass sich sein Lebenswandel seither nicht entscheidend verändert hat, 

ist er doch immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten, auch wenn die 

Verfehlungen deutlich niederschwelliger waren (vgl. vorne Ziffer VI./2.). Positiv 

anzurechnen ist dem Beschuldigten zwar, dass er in jüngster Zeit verschiedene 

Bestrebungen unternommen hat, um sein Leben in stabilere Bahnen zu lenken, 

wobei er sich vor kurzem offenbar auch in eine freiwillige Therapie begeben hat, 

um an seiner Gewaltproblematik zu arbeiten (vgl. Urk. 112 S. 2). Diese 

kurzfristigen Bestrebungen, auf welche die Verteidigung anlässlich der 

Berufungsverhandlung wiederholt hinwies (Urk. 118 S. 34), vermögen jedoch an 

der aktuell schlechten Prognose nichts zu ändern, zumal nicht zu verkennen ist, 

dass sie auch durch die drohende Landesverweisung motiviert sein könnten (vgl. 

Urteil 6B_260/2021 vom 20. Juli 2021, E. 1.2. f.).  

3.4.  Nach dem Gesagten überwiegt mithin das öffentliche Interesse an einer 

Wegweisung des Beschuldigten aus der Schweiz sein privates Interesse, 

weiterhin unmittelbaren Kontakt zu seiner Familie bzw. zu seinen 

Bezugspersonen in der Schweiz halten zu können, zumal auch seine mittlerweile 

zwei Jahre andauernde Beziehung zur Freundin noch nicht sehr gefestigt 

erscheint (vgl. Urk. 115/7). Dem Umstand, dass der Beschuldigte als Angehöriger 

der … Minderheit in seinem Heimatland an Leib und Leben gefährdet sein könnte, 

ist vorliegend nicht bereits im Rahmen des vorliegenden Entscheides Rechnung 

zu tragen, da der Einbezug solcher Aspekte in die Interessenabwägung gemäss 

der bundesgerichtlichen Praxis lediglich in klaren Fällen zum Tragen kommt (vgl. 

Urteil 6B_260/2021 vom 20. Juli 2021, E. 1.2.1.). In casu ist jedoch unklar, wie 

sich die Situation in Syrien in nächster Zeit entwickeln wird, weshalb die 

Beurteilung des Refoulement-Verbotes den Vollzugsbehörden zu überlassen ist, 

welche zweckmässiger darüber zu befinden vermögen, inwiefern dem 

Beschuldigten eine Ausweisung in sein Heimatland nach verbüsster Strafe 

tatsächlich zumutbar ist.  

3.5.  Wenn die Verteidigung in diesem Zusammenhang einwendet, selbst das 

Strafgericht Basel-Stadt habe im dortigen Verfahren im März 2020 auf eine 

- 29 - 

Landesverweisung des Beschuldigten verzichtet (Urk. 118 S. 34), so ist ihr 

entgegenzuhalten, dass dieser Behörde bei der entsprechenden Beurteilung – 

entgegen den hiesigen Gerichten – nicht alle dannzumal begangenen Taten des 

Beschuldigten bekannt waren und durchaus möglich ist, dass bei Kenntnis 

sämtlicher Delinquenz des Beschuldigten die Lage bereits damals anders beurteilt 

worden wäre. Im Übrigen ist die Zürcher Justiz aber ohnehin nicht an diesen 

früheren Entscheid gebunden, sondern hat in Berücksichtigung sämtlicher 

aktueller Umstände eigenständig über den Landesverweis zu befinden. 

3.6.  Ferner ist nicht ersichtlich, was die Verteidigung aus der Tatsache herleiten 

möchte, dass die Landesverweisung allfälligen Resozialisierungsbemühungen im 

Inland entgegenstehe (Urk. 118 S. 35). Zum einen ist darauf hinzuweisen, dass 

es im Interesse und in der Macht des Beschuldigten liegt, diesbezüglich eigene 

Anstrengungen zu unternehmen, zumal es ihm grundsätzlich nicht verwehrt ist, 

nach der vollzogenen Landesverweisung wieder in die Schweiz zu reisen. Zum 

anderen handelt es sich um eine inhärente Eigenschaft der Landesverweisung, 

dass diese dem Betroffenen die Möglichkeit nimmt, sich während ihrer Dauer am 

gesellschaftlichen Leben im Inland zu beteiligen, was deren Aussprechung aber 

selbstredend nicht entgegenstehen kann. 

3.7.  Der Beschuldigte ist somit in Anwendung von Art. 66a StGB obligatorisch 

des Landes zu verweisen, wobei deren Dauer angesichts der ausgesprochenen 

Sanktion und des Gesamtverschuldens des Beschuldigten auf 6 Jahre festzu-

setzen ist. 

4. Ausschreibung im Schengener Informationssystem 

 Was schliesslich die vorinstanzlich angeordnete Ausschreibung der 

Landesverweisung (Einreise- und Aufenthaltsverweigerung) des Beschuldigten im 

Schengener Informationssystem (SIS) anbelangt, so kann in Anwendung von 

Art. 82 Abs. 4 StPO vollumfänglich auf deren diesbezüglich zutreffende Er-

wägungen verwiesen werden (Urk. 89 S. 42). Es liegt insofern ein klarer Fall vor, 

- 30 - 

weshalb der erstinstanzliche Entscheid in diesem Punkt ohne Weiteres zu 

bestätigen ist.  

VIII.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1.  Das Berufungsverfahren brachte lediglich im Strafpunkt eine Änderung des 

Urteils der Vorinstanz, wobei die Reduktion der Sanktion einen Ermessens-

entscheid des Berufungsgerichts darstellt. Das erstinstanzliche Kostendispositiv 

(Ziffern 8 und 9) ist somit vorbehaltlos zu bestätigen (vgl. Art. 426 StPO). 

2. 

2.1.  Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens haben die Parteien nach 

Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Inwiefern eine Partei im Sinne dieser Bestimmung obsiegt oder unterliegt, hängt 

davon ab, in welchem Ausmass ihre im Berufungsverfahren gestellten Anträge 

gutgeheissen werden (Urteil 6B_1025/2014 vom 9. Februar 2015, E. 2.4.1.).  

2.2.  Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 4'000.– zu 

veranschlagen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 

Abs. 1 lit. b GebV OG). 

2.3.  Der Beschuldigte vermag sich in zweiter Instanz mit seinem Antrag auf 

Freispruch nicht durchzusetzen, während er in den Nebenpunkten immerhin eine 

massgebliche Reduktion bzw. Änderung seiner Strafe zu erwirken vermag. Das 

Nichteintreten auf die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft aus formalen 

Gründen erfolgte derweil in einem derart frühen Stadium des Verfahrens, dass 

sich der Entscheid kostenneutral auswirkte (vgl. Urk. 97). In Gewichtung dieser 

Ausgangslage rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsverfahrens, 

ausgenommen jener der amtlichen Verteidigung, zu vier Fünfteln dem 

Beschuldigten aufzuerlegen und zu einem Fünftel auf die Gerichtskasse zu 

nehmen.  

2.4.  Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten macht für ihre Aufwendungen 

und Barauslagen im Berufungsverfahren den Betrag von Fr. 11'603.25 (inkl. 

- 31 - 

MwSt.) geltend (Urk. 116). Der Aufwand ist ausgewiesen und das geltend 

gemachte Honorar steht im Einklang mit den Ansätzen der 

Anwaltsgebührenverordnung. Unter Berücksichtigung der Bemühungen für die 

Berufungsverhandlung (inkl. Weg und Nachbesprechung mit dem Klienten) 

erscheint es somit angemessen, die amtliche Verteidigung mit insgesamt 

Fr. 13'000.– (inkl. MwSt) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.  

2.5.  Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu 

nehmen, wobei entsprechend Art. 135 Abs. 4 StPO die Rückzahlungspflicht des 

Beschuldigten im Umfang von vier Fünfteln vorbehalten bleibt. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 

2. Abteilung, vom 16. Juni 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt:         

 1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− (…) 

− (…) 

− des Landfriedensbruchs im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB sowie 

− des Vergehens im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 

lit. c, Art. 5 Abs. 2, Art. 12, Art. 28b des Waffengesetzes (WG) und Art. 7 Abs. 1 

der Waffenverordnung (WV). 

 2. (…) 

 3. (…) 

 4. (…) 

 5. (…) 

 6. Das am 14. Oktober 2019 sichergestellte und bei der Stadtpolizei Zürich unter POLIS 

Geschäfts-Nr. 75187609 lagernde Springmesser (A'013'110'300) wird eingezogen 

und nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils vernichtet. 

 7. Die am 12. September 2019 sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich unter 

POLIS Geschäfts-Nr. 72244850 lagernden Mobiltelefone "iPhone 6, schwarz" 

- 32 - 

(A013'006'445) und "iPhone 4, rosa und weiss" (A013'006'467) sowie die Sporthose 

"Nike, schwarz" (A013'006'398) werden nach Eintritt der Rechtskraft dem Be-

schuldigten auf erstes Verlangen herausgegeben oder nach unbenutztem Ablauf 

einer dreimonatigen Frist der Lagerbehörde zur Vernichtung bzw. zur gutscheinenden 

Verwendung überlassen. 

 8. (…) 

 9. (…) 

10. (Mitteilungen) 

11. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig 

− der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB 

in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie 

− des Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB. 

2. Vom Widerruf des bedingten Vollzugs der mit Urteil des Bezirksgerichtes 

Zürich, 2. Abteilung, vom 22. März 2016 bedingt ausgefällten Geldstrafe von 

70 Tagessätzen zu Fr. 20.– wird abgesehen. 

3. Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 

vom 19. Dezember 2017 ausgefällten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 30.– wird widerrufen. 

4. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten 

(wovon 85 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind) als Zusatzstrafe 

zur mit Urteil des Strafgerichtes Basel-Stadt vom 9. März 2020 ausgefällten 

Freiheitsstrafe sowie – unter Einbezug der widerrufenen Geldstrafe gemäss 

vorstehend Ziffer 3 – mit einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu Fr. 30.– 

- 33 - 

als Zusatzstrafe zur mit Urteil des Strafgerichtes Basel-Stadt vom 

9. März 2020 ausgefällten Geldstrafe. 

5. Der Vollzug der Freiheits- und der Geldstrafe wird nicht aufgeschoben.  

6. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für die Dauer von 

6 Jahren des Landes verwiesen. 

7. Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung (Einreise- und Aufent-

haltsverweigerung) im Schengener Informationssystem angeordnet. 

8. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziffern 8 und 9) wird bestätigt. 

 

 

9. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 13'000.–   amtliche Verteidigung. 

10. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden zu vier Fünfteln dem Beschuldigten auferlegt 

und zu einem Fünftel auf die Gerichtskasse genommen.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO bleibt im Umfang von vier Fünfteln vorbehalten. 

11. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben) 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 

und in vollständiger Ausfertigung an 

- 34 - 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
− das Bundesamt für Polizei fedpol, Zentralstelle Waffen 
− das Bundesamt für Polizei fedpol, Bundeskriminalpolizei 
− den Nachrichtendienst des Bundes 

sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten 

− das Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung, in die Akten G.Nr. GG150294 
− die Staatsanwaltschaft Zürich - Sihl, in die Untersuchungsakten  

Nr. S-6/2017/19955 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und B. 

12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

- 35 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
Zürich, 11. Mai 2022 

 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Wenker 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw Dharshing 
 

 

	Urteil vom 11. Mai 2022
	Anklage:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,
	 des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB,
	 des Landfriedensbruchs im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB sowie
	 des Vergehens im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c, Art. 5 Abs. 2, Art. 12, Art. 28b des Waffengesetzes (WG) und Art. 7 Abs. 1 der Waffenverordnung (WV).

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, als Zusatzstrafe zu der mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt (SG.2019.151) vom 9. März 2020 ausgefällten Strafe, wovon 84 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 22. März 2016 (GG150294) ausgefällten Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 20.– (wovon 16 Tagessätze als durch Untersuchungshaft geleistet gelten) sowie der bedingte Vollz...
	5.

	6. Das am 14. Oktober 2019 sichergestellte und bei der Stadtpolizei Zürich unter POLIS Geschäfts-Nr. 75187609 lagernde Springmesser (A'013'110'300) wird eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils vernichtet.
	7. Die am 12. September 2019 sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich unter POLIS Geschäfts-Nr. 72244850 lagernden Mobiltelefone "iPhone 6, schwarz" (A013'006'445) und "iPhone 4, rosa und weiss" (A013'006'467) sowie die Sporthose "Nike, schwar...
	8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; vorbeh...
	10. (Mitteilungen.)
	11. (Rechtsmittel.)"
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB und vom Vorwurf des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB frei zu sprechen.
	2. Der Beschuldigte sei des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB sowie des Landfriedensbruchs im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB und des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG schuldig zu sprechen.
	3. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von höchstens 6 Monaten, als Zusatzstrafe zu der mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 9. März 2020 verhängten Strafe.
	4. Für den Fall eines weiterreichenden Schuldspruchs sei der Beschuldigte zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von höchstens 12 Monaten, als Zusatzstrafe zum vorerwähnten Urteil.
	5. Dies unter Anrechnung der 84 Tage erstandenen Haft an die Zusatzstrafe.
	6. Vom Widerruf des bedingten Vollzugs der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 22. März 2016 und vom 19. Dezember 2017 ausgefällten Geldstrafen sei abzusehen.
	7. Von einer Landesverweisung sei abzusehen.
	8. Es sei der Vollzug der gesamten Freiheitsstrafe zugunsten einer Massnahme für junge Erwachsene nach Art. 61 StGB aufzuschieben.
	9. Unter Auferlegung der Kosten auf den Beschuldigten im Verhältnis seines Unterliegens und mit Ausnahme der Kosten für die amtliche Verteidigung.
	10. Die auferlegten Kosten seien sogleich abzuschreiben.
	11. Festsetzung der Entschädigung der amtlichen Verteidigung im Rahmen der heute eingereichten Honorarnote für Aufwand und Auslagen, ergänzt um die Zeit für die heutige Verhandlung und eine halbe Stunde Wegzeit, zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.7 %.
	1. Der Beschuldigte A._____ sei der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB, des Landfriedensbruchs im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB sowie des Verg...
	2. Er sei mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, als Zusatzstrafe zu der mit Urteil des Strafgerichtes Basel-Stadt vom 9. März 2020 ausgefällten Strafe zu bestrafen, wovon 84 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Die Strafe sei zu vollziehen.
	4. Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich- Sihl vom 19. Dezember 2017 ausgefällte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 30.00 sei zu widerrufen und die Bezahlung der Geldstrafe anzuordnen.
	5. Der Beschuldigte sei in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB für die Dauer von sieben Jahren aus dem Gebiete der Schweiz zu verweisen und es sei die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem anzuordnen.
	6. Das sichergestellte Springmesser sei einzuziehen und zu vernichten.
	7. Die sichergestellten Gegenstände seien dem Beschuldigten herauszugeben.
	8. Die Kosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen.
	Erwägungen:
	1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 16. Juni 2021 wurde der Beschuldigte entsprechend dem eingangs wiedergegebenen Dispositiv der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, des ...
	1. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Der Beschuldigte verlangte mit der Berufungserklärung, er sei bis auf die Widerhandlung gegen das Waffengesetz von...

	3.7.  Der Beschuldigte ist somit in Anwendung von Art. 66a StGB obligatorisch des Landes zu verweisen, wobei deren Dauer angesichts der ausgesprochenen Sanktion und des Gesamtverschuldens des Beschuldigten auf 6 Jahre festzusetzen ist.
	4. Ausschreibung im Schengener Informationssystem
	Was schliesslich die vorinstanzlich angeordnete Ausschreibung der Landesverweisung (Einreise- und Aufenthaltsverweigerung) des Beschuldigten im Schengener Informationssystem (SIS) anbelangt, so kann in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO vollumfänglic...
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 16. Juni 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 (…)
	 (…)
	 des Landfriedensbruchs im Sinne von Art. 260 Abs. 1 StGB sowie
	 des Vergehens im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c, Art. 5 Abs. 2, Art. 12, Art. 28b des Waffengesetzes (WG) und Art. 7 Abs. 1 der Waffenverordnung (WV).
	2. (…)
	3. (…)
	4. (…)
	5. (…)
	6. Das am 14. Oktober 2019 sichergestellte und bei der Stadtpolizei Zürich unter POLIS Geschäfts-Nr. 75187609 lagernde Springmesser (A'013'110'300) wird eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils vernichtet.
	7. Die am 12. September 2019 sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich unter POLIS Geschäfts-Nr. 72244850 lagernden Mobiltelefone "iPhone 6, schwarz" (A013'006'445) und "iPhone 4, rosa und weiss" (A013'006'467) sowie die Sporthose "Nike, schwa...
	8. (…)
	9. (…)
	10. (Mitteilungen)
	11. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig
	 der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie
	 des Angriffes im Sinne von Art. 134 StGB.

	2. Vom Widerruf des bedingten Vollzugs der mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 22. März 2016 bedingt ausgefällten Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 20.– wird abgesehen.
	3. Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 19. Dezember 2017 ausgefällten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen.
	4. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten (wovon 85 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind) als Zusatzstrafe zur mit Urteil des Strafgerichtes Basel-Stadt vom 9. März 2020 ausgefällten Freiheitsstrafe sowie – unte...
	5. Der Vollzug der Freiheits- und der Geldstrafe wird nicht aufgeschoben.
	6. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für die Dauer von 6 Jahren des Landes verwiesen.
	7. Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung (Einreise- und Aufenthaltsverweigerung) im Schengener Informationssystem angeordnet.
	8. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziffern 8 und 9) wird bestätigt.
	9. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	10. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden zu vier Fünfteln dem Beschuldigten auferlegt und zu einem Fünftel auf die Gerichtskasse genommen.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt im Umfang von vier Fünfteln vorbehalten.
	11. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben)
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 das Bundesamt für Polizei fedpol, Zentralstelle Waffen
	 das Bundesamt für Polizei fedpol, Bundeskriminalpolizei
	 den Nachrichtendienst des Bundes
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 das Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung, in die Akten G.Nr. GG150294
	 die Staatsanwaltschaft Zürich - Sihl, in die Untersuchungsakten  Nr. S-6/2017/19955
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und B.

	12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.