# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b491011f-6c13-55f2-be02-ea409e559707
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.08.2025 D-5982/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5982-2025_2025-08-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5982/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;  

Gerichtsschreiberin Michèle Fierz. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kosovo,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
Gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (verfolgungssicherer Staat / beschleu-

nigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 5. August 2025 / N (…). 

 

 

 

D-5982/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte in der Schweiz am 12. Oktober 1994, am 28. 

Februar 2005 sowie am 29. März 2011 jeweils erfolglos in der Schweiz um 

Asyl nach.  

B.  

Am 7. Juli 2025 suchte der Beschwerdeführer erneut in der Schweiz um 

Asyl nach.  

C.  

In der Anhörung zu seinen Asylgründen vom 24. Juli 2025 macht er im We-

sentlichen geltend, er sei kosovarischer Staatsangehöriger und ethnischer 

Ashkali. Seit dem Jahr 2013 sei er im Kosovo in der Stadt B._______ wohn-

haft gewesen.  

Ende März 2025 habe er ein Auto gemietet. Zwei bis drei Tage nach Erhalt 

dieses Autos hätten zwei Personen aus der Nachbarschaft namens 

C._______ und D._______ es ausleihen wollen. Dies habe er abgelehnt, 

sei jedoch eingenickt, woraufhin die beiden das Auto entwendet hätten. In 

derselben Nacht sei C._______ wieder bei ihm erschienen und habe ihm 

berichtet, er sei mit dem Auto in einen Unfall verwickelt worden. Gemein-

sam seien sie zur Unfallstelle gegangen, wo bereits die Polizei gewesen 

sei. Der Beschwerdeführer habe den Diebstahl gemeldet und sei zusam-

men mit C._______ zur Polizeistation gegangen. Im Kosovo herrsche aber 

Korruption, so sei C._______ nach nur zehn Minuten wieder gehen lassen 

worden. Der Vermieter des Autos habe den Beschwerdeführer haftbar ge-

macht und Schadenersatz in der Höhe von Fr. 12'500.– zuzüglich des ent-

gangenen Gewinns gefordert. Da er nicht habe zahlen können, seien eines 

Nachts drei maskierte Personen in sein Haus eingedrungen. Er habe das 

Haus rechtzeitig verlassen und sich bis zum Morgen verstecken können. 

Dann habe er einige Sachen aus dem Haus geholt und anschliessend das 

Land verlassen.  

Zudem machte er geltend, in schwierigen Verhältnissen gelebt zu haben. 

Er verfüge über keine Ausbildung, habe zuletzt wiederverwertbaren Abfall 

gesammelt und verkauft sowie an zwei Markttagen auf dem Markt mit Wa-

ren gehandelt. Er sei vom Staat gar nicht und von seinen Verwandten – 

von welchen ein Grossteil in der Schweiz lebe – nur unregelmässig unter-

stützt worden. Zudem würden in der Stadt B._______ Minderheiten sehr 

schlecht behandelt und es sei sehr gefährlich dort.  

D-5982/2025 

Seite 3 

D.  

Am 4. August 2025 nahm die zugewiesene Rechtsvertreterin Stellung zum 

Entscheidentwurf des SEM.  

E.  

Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 5. August 2025 lehnte das SEM 

unter Verneinung der Flüchtlingseigenschaft das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers ab und ordnete seine Wegweisung aus der Schweiz so-

wie den Vollzug an. 

F.  

Mit Eingabe vom 8. August 2025 erhob der Beschwerdeführer gegen diese 

Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte, 

die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, seine Flüchtlingseigenschaft 

anzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren. Zudem sei festzustellen, dass 

der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei, 

und die vorläufige Aufnahme anzuordnen.  

In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses sowie um Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistands. Eventu-

ell sei die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen.  

G.  

Mit Schreiben vom 11. August 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsge-

richt den Eingang der Beschwerde.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

D-5982/2025 

Seite 4 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Einreichung der Be-

schwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 so-

wie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet. 

4.  

Auf den Prozessantrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Be-

schwerde ist, da dieser eine solche bereits von Gesetzes wegen zukommt 

und sie von der Vorinstanz nicht entzogen wurde (Art. 55 VwVG), mangels 

Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG). 

D-5982/2025 

Seite 5 

6.  

6.1 Die Vorinstanz gelangt in der angefochtenen Verfügung im Wesentli-

chen zum Schluss, die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den An-

forderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht stand.  

Mit dem Vorbringen, dass drei Personen beim Beschwerdeführer zu Hause 

aufgrund einer nicht bezahlten Geldschuld eingedrungen seien, werde 

keine Verfolgung im Sinne von Art. 18 AsylG zum Ausdruck gebracht. Es 

handle sich viel eher um die Aufarbeitung eines gemeinrechtlichen Delikts 

mit zivilrechtlichen Konsequenzen, wobei die juristischen Vorgänge mit 

Hilfe der Heimatbehörden zu veranlassen seien. Auch sei dieses Vorbrin-

gen nicht geeignet, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, zumal die 

geltend gemachte drohende Verfolgung nicht an die Zugehörigkeit zu einer 

in Art. 3 AsylG genannten Gruppe anknüpfe.  

Zudem sei die Republik Kosovo durch den Bundesrat zum verfolgungssi-

cheren Staat erklärt worden, womit die Regelvermutung bestehe, dass 

keine asylrelevante staatliche Verfolgung stattfinde und Schutz vor nicht-

staatlicher Verfolgung gewährleistet sei. Es handle sich um eine relative 

Verfolgungssicherheit, welche im Einzelfall aufgrund konkreter und sub-

stantiierter Hinweise umgestossen werden könne. Weiter verfüge der Ko-

sovo über ein funktionierendes Polizei- und Justizsystem, welches auch 

ethnischen Minderheiten zur Verfügung stehe. Der Beschwerdeführer habe 

weder eine formelle Anzeige gegen C._______ eingereicht noch habe er 

den nächtlichen Überfall den Behörden zur Kenntnis gebracht. Es könne 

den Behörden nicht vorgeworfen werden, diese seien nicht schutzwillig 

oder -fähig. Auch gestehe die neue kosovarische Verfassung den Minder-

heiten umfassende Rechte zu, wonach dem Beschwerdeführer auch nicht 

darin gefolgt werden könne, Ashkali würden über keinerlei Rechte verfü-

gen. Schliesslich würden auch die geltend gemachten schwierigen Le-

bensumstände im Kosovo kein Asylgrund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG darstel-

len. 

6.2 In der Beschwerdeschrift hielt der Beschwerdeführer an seinen bishe-

rigen Vorbringen fest. Er macht geltend, eine Rückkehr in den Kosovo ma-

che ihm Angst, einerseits aufgrund der Situation mit dem Autovermieter 

und andererseits wegen des Ereignisses, bei welchem die Männer in sein 

Haus eingedrungen seien. Zudem bringe ihn der im Kosovo herrschende 

Rassismus an seine Grenzen.  

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Seite 6 

7.  

7.1 Der Bundesrat hat, wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, Ko-

sovo als verfolgungssicheren Staat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a 

AsylG bezeichnet. Bei einem solchen Staat gilt grundsätzlich die Regelver-

mutung, dass asylrelevante staatliche Verfolgung nicht stattfindet und 

Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung gewährleistet ist. Im Einzelfall kann 

die Regelvermutung aufgrund konkreter und substanziierter Hinweise um-

gestossen werden, wobei die Beweislast des Gegenteils der asylsuchen-

den Person obliegt (vgl. BVGE 2013/10 E. 7.4.3).  

7.2 Der Beschwerdeführer vermag den überzeugenden Argumenten der 

Vorinstanz mit seinen weitgehend unsubstantiierten Ausführungen auf Be-

schwerdeebene nichts Entscheidendes entgegenzuhalten. Bei der geltend 

gemachten Bedrohung durch den Autovermieter und dem nächtlichen Ein-

dringen der Männer handelt es sich – wie die Vorinstanz richtig festgestellt 

hat – nicht um eine asylrechtlich relevante Verfolgung im Sinne von Art. 3 

AsylG und den geltend gemachten Fluchtgründen sind keine Hinweise auf 

eine staatliche Verfolgung zu entnehmen. Der Beschwerdeführer hat sich 

nicht um staatlichen Schutz bemüht und es gibt keine konkreten Hinweise 

in den Akten, dass ihm ein solcher verweigert worden wäre oder künftig 

verweigert werden würde. Dem Beschwerdeführer wäre es also möglich 

und zumutbar gewesen, sich wegen der vorgetragenen Ereignisse an die 

lokalen Behörden zu wenden. Es ist ihm damit nicht gelungen, die Regel-

vermutung umzustossen.  

7.3 Nach dem Gesagten hat das SEM die Flüchtlingseigenschaft des Be-

schwerdeführers zu Recht verneint und sein Asylgesuch folgerichtig abge-

lehnt.  

8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt in der Schweiz insbesondere weder 

über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen An-

spruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach 

ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, 

je m.w.H.). 

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Seite 7 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

9.2.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

9.2.3 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

9.2.4 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

9.2.5 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde-

führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

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Seite 8 

Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes 

für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Nach den vorstehenden Ausführungen gelingt ihm 

das nicht. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat 

lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig 

erscheinen.  

9.2.6 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der landes- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.3  

9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

9.3.2 Die allgemeine Lage im Kosovo, die weder von Bürgerkrieg noch von 

allgemeiner Gewalt gekennzeichnet ist, steht einem Wegweisungsvollzug 

nicht entgegen. Der Bundesrat hat Kosovo als Staat bezeichnet, in den die 

Rückkehr in aller Regel zumutbar ist (Art. 83 Abs. 5 AIG i.V.m. Art. 18 der 

Verordnung über den Vollzug der Weg- und Ausweisung sowie der Lan-

desverweisung von ausländischen Personen [VVWAL, SR 142.281] und 

Anhang 2 der Verordnung). 

9.3.3 Der Beschwerdeführer gehört der Volksgruppe der Ashkali an. Die 

allgemeine Lage in Kosovo ist weder von Krieg, Bürgerkrieg noch von all-

gemeiner Gewalt gekennzeichnet und der Vollzug der Wegweisung dorthin 

grundsätzlich zumutbar (vgl. zuletzt etwa die Urteile des BVGer E-

3759/2025 vom 2. Juni 2025 E. 8.3.2, E-2036/2021 vom 30. April 2025 

E. 10.2.1 und D-5633/2024 vom 10. Januar 2025 E. 11.3.2). Der Bundesrat 

hat Kosovo als Heimat- oder Herkunftsstaat bezeichnet, in welchen eine 

Rückkehr in der Regel zumutbar ist (vgl. Art. 83 Abs. 5 AIG und Anhang 2 

der Verordnung über den Vollzug der Weg- und Ausweisung sowie der 

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Seite 9 

Landesverweisung von ausländischen Personen [VVWAL, SR 142.281]). 

Es obliegt der betroffenen Person, diese Legalvermutung gegebenenfalls 

mit substanziierten Gegenargumenten umzustossen. Gemäss geltender 

Rechtsprechung ist der Vollzug der Wegweisung von albanisch-sprachigen 

Roma, Ashkali und «Ägyptern» in den Kosovo in der Regel zumutbar, so-

fern aufgrund einer Einzelfallabklärung feststeht, dass bestimmte Reinteg-

rationskriterien erfüllt sind (vgl. BVGE 2007/10 E. 5.3). 

Das SEM hat im vorliegenden Verfahren hinreichend begründet, warum es 

den Vollzug der Wegweisung in den Kosovo als zumutbar erachtet. Das 

Gericht teilt seine Einschätzung. Der Beschwerdeführer ist abgesehen von 

unbelegten und nicht substantiierten psychischen Beschwerden gesund. 

Er hat einen überwiegenden Teil seines Lebens in B._______ verbracht, 

womit von einem sozialen Beziehungsnetz auszugehen ist. Zudem hat er 

dort bis zu seiner Ausreise in einem im Besitz der Familie stehenden Haus 

gelebt, womit er über eine gesicherte Unterkunft verfügt. Er finanzierte sei-

nen Lebensunterhalt als Verkäufer auf dem Markt, durch Sammeln und 

Verkauf wiederverwertbaren Abfalls sowie durch gelegentliche Unterstüt-

zung von Verwandten im Ausland. Ohne die wirtschaftlich schwierige Lage 

des Beschwerdeführers zu verkennen, ist davon auszugehen, dass er 

seine bisherigen Tätigkeiten aufnehmen und seinen Lebensunterhalt finan-

zieren können wird oder er die im Kosovo grundsätzlich erhältliche Sozial-

hilfe beantragen kann. Zudem hielt die Vorinstanz richtig fest, dass der Be-

schwerdeführer in weniger als zwei Jahren im Kosovo einen Anspruch auf 

eine Grundaltersrente haben wird. Es ist nicht davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in eine finanzielle, gesundheitli-

che oder soziale existenzielle Notlage geraten wird.  

9.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

D-5982/2025 

Seite 10 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.   

11.1 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

um Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistands sind ungeachtet der be-

haupteten Mittellosigkeit abzuweisen, da die Begehren – wie sich aus den 

vorstehenden Erwägungen ergibt – als vornherein aussichtslos zu bezeich-

nen sind (Art. 65 Abs. 1 VwVG).  

Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wird 

mit dem vorliegenden Direktentscheid gegenstandslos.  

11.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistands werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Michèle Fierz