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**Case Identifier:** edadc2c9-98ac-5719-811f-b6ae9fda6f45
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.06.2017 100 2016 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-23_2017-06-06.pdf

## Full Text

100.2016.23/24U
ARB/SBE/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Juni 2017

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichterin Herzog
Gerichtsschreiberin Streun

A.________ und B.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin 

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2005 und 2006 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
vom 15. Dezember 2015; 100 13 495-497, 200 13 405-407)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2017, Nrn. 100.2016.23/24U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ und B.________ hatten ab 1. Januar 2004 ihren deklarierten 
Wohnsitz zuerst in Mexiko, dann im Kanton Zug und schliesslich in den 
USA. Im Kanton Bern blieben sie zufolge Eigentums an Grundstücken be-
schränkt steuerpflichtig. Im Jahr 2008 nahm die Steuerverwaltung des 
Kantons Bern bei der von A.________ und B.________ beherrschten 
C.________ AG eine Buchprüfung vor. Gestützt auf diese Abklärungen 
beurteilte die Steuerverwaltung die von der Gesellschaft in den Jahren 
2004-2006 an A.________ und B.________ gewährten Darlehen als 
simuliert bzw. als verdeckte Gewinnausschüttungen und nahm 
entsprechende Aufrechnungen vor. Diese Veranlagungen der C.________ 
AG wurden rechtskräftig. Aufgrund einer Mitteilung der Steuerverwaltung 
des Kantons Zug eröffnete die bernische Steuerverwaltung ein Verfahren 
zur Feststellung des steuerlichen Wohnsitzes von A.________ und 
B.________ und stellte mit Verfügung vom 23. März 2011 fest, dass sich 
dieser ab dem Jahr 2004 im Kanton Bern befunden habe. Die hiergegen 
erhobene Einsprache blieb erfolglos (Einspracheentscheid vom 29.6.2012). 
In der Folge erliess die Steuerverwaltung am 16. April 2013 unter der 
Bezeichnung «Berichtigung» für die Steuerjahre 2004-2006 neue 
Veranlagungsverfügungen. Darin nahm sie beim Einkommen von 
A.________ und B.________ entsprechend der bei der Veranlagung der 
C.________ AG vorgenommenen Korrekturen Aufrechnungen von 
Fr. 89'800.-- (2004), Fr. 431'300.-- (2005) und Fr. 994'700.-- (2006) vor. Die 
hiergegen erhobenen Einsprachen wies die Steuerverwaltung am 
11. September und 9. Oktober 2013 ab.

B.

Dagegen gelangten A.________ und B.________ am 9. Oktober 2013 mit 
Rekurs und Beschwerde an die Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
(StRK). Diese hiess die Rechtsmittel mit Entscheiden vom 15. Dezember 
2015 betreffend das Steuerjahr 2004 insoweit gut, als sie die Vorausset-

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zungen für die Annahme eines simulierten Darlehens als nicht erfüllt ansah. 
Demgegenüber wies sie die Rechtsmittel soweit die Steuerjahre 2005 und 
2006 betreffend ab und wies die Akten zur Vornahme der Veranlagung im 
Sinn der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurück.

C.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 18. Januar 2016 haben A.________ 
und B.________ sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als 
auch der direkten Bundessteuer 2005 und 2006 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben. Sie beantragen die Aufhebung der angefochtenen Ent-
scheide soweit diese beiden Steuerjahre betreffend und sinngemäss den 
Verzicht auf die Aufrechnung von Einkommen aus verdeckter Gewinnaus-
schüttung.

Am 19. Januar 2016 hat der Abteilungspräsident die Verfahren betreffend 
die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer verei-
nigt.

Die StRK und die Steuerverwaltung schliessen mit Vernehmlassung und 
Beschwerdeantwort vom 9. Februar bzw. 7. April 2016 je auf Abweisung 
der Beschwerden.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 

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sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Voll-
zug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Bei den angefochte-
nen Rückweisungsentscheiden handelt es sich praxisgemäss um Endent-
scheide, verbleibt der Steuerverwaltung doch kein Entscheidungsspielraum 
mehr; die Rückweisung dient nur noch der (rechnerischen) Umsetzung des 
Angeordneten (vgl. statt vieler BGE 140 V 321 E. 3.2, 134 II 124 E. 1.3; für 
das kantonale Verfahren BVR 2017 S. 205 E. 1.4). Die zusätzlichen 
Voraussetzungen von Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 VRPG für die 
Anfechtung von Zwischenentscheiden müssen daher nicht erfüllt sein. Die 
Beschwerdeführenden haben an den vorinstanzlichen Rekurs- und Be-
schwerdeverfahren teilgenommen, sind durch die angefochtenen Ent-
scheide besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 
Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). Auf die form- 
und fristgerecht eingereichten Beschwerden ist einzutreten. 

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Ver-
waltungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern 
handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten 
Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und 
derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 135 II 260 E. 1.3.1, 
130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die einschlägigen Bestimmungen des 
kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, recht-
fertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich kommu-
naler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.

2.1 Der Besteuerung als Einkommen unterliegen insbesondere die Ein-
künfte aus beweglichem Vermögen (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 24 Abs. 1 StG 
bzw. Art. 16 Abs. 1 i.V.m Art. 20 Abs. 1 DBG). Als solche gelten u.a. Divi-

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denden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse sowie geldwerte Vorteile 
aus Beteiligungen aller Art (Art. 24 Abs. 1 Bst. c StG; Art. 20 Abs. 1 Bst. c 
DBG). Zu den geldwerten Vorteilen aus Beteiligungen zählen auch die so-
genannten verdeckten Gewinnausschüttungen. Es handelt sich dabei um 
Leistungen einer Gesellschaft an die Inhaberschaft von Beteiligungsrechten 
oder dieser nahestehende Personen, denen keine oder keine genügende 
Gegenleistung gegenübersteht und die einer an der Gesellschaft nicht be-
teiligten Drittperson nicht oder nur in wesentlich geringerem Umfang er-
bracht worden wären (BGE 140 II 88 E. 4.1, 138 II 57 E. 2.2; 
VGE 2015/131/132 vom 24.9.2015 E. 3.5.1; Peter Locher, Kommentar zum 
DBG, I. Teil, 2001, Art. 20 N. 120 ff., ders., Kommentar zum DBG, II. Teil, 
2004, Art. 58 N. 96 ff.; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar 
zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 20 N. 140 ff.; Reich/Weidmann, in Zwei-
fel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 
2017, Art. 20 DBG N. 46 ff.). Der Grund solcher Vorteilszuwendungen liegt 
nicht in der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, sondern im Beteiligungs-
verhältnis. Mit der Ausrichtung von geldwerten Vorteilen kommt die Gesell-
schaft nicht geschäftlichen Verpflichtungen nach, sondern verwendet Ge-
winn im Interesse der Inhaberschaft von Beteiligungsrechten (vgl. Markus 
Reich, Verdeckte Vorteilszuwendungen zwischen verbundenen Unterneh-
men, in ASA 54 S. 609 ff., 621 f.). Ob eine Leistung der Gesellschaft an die 
Anteilsinhaberschaft gerade aufgrund von deren Stellung erfolgt ist und 
einer Drittperson nicht erbracht worden wäre, sodass es sich um eine steu-
erbare Zuwendung handelt, beurteilt sich anhand eines Drittvergleichs 
(sog. Grundsatz des «dealing at arm's length»). Dabei ist unter Beachtung 
der konkreten Umstände des Einzelfalls zu prüfen, ob das Geschäft in glei-
cher Weise mit einer Drittperson abgeschlossen worden wäre, die mit der 
Gesellschaft nicht verbunden ist (vgl. BGE 138 II 57 E. 2.2; BGer 
2C_252/2014 und 2C_257/2014 vom 12.2.2016 E. 2.1; Peter Locher, 
a.a.O., Art. 58 N. 103; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 20 
N. 142; Reich/Weidmann, a.a.O., Art. 20 DBG N. 47 und 50). 

2.2 Das Darlehen einer Aktiengesellschaft an ihre Anteilsinhaberschaft 
stellt eine geldwerte Leistung dar, wenn die Gesellschaft das Darlehen nur 
deshalb überhaupt gewährt oder es bloss deshalb in einer bestimmten 
Höhe und zu den konkreten Bedingungen zugesteht, weil die Darlehens-

https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/73ebaefe-08e5-4516-9cd7-997a0a1c5049?citationId=7c3caa97-f3b4-4fb1-9085-fbc8aa8993f1&source=document-link&SP=4|lgpkrz

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nehmerin bzw. der Darlehensnehmer an ihr beteiligt ist. Ob und in welchem 
Umfang ein Darlehen an die Inhaberschaft von Beteiligungsrechten als 
geldwerte Leistung zu betrachten ist, bestimmt sich ebenfalls aufgrund 
eines Drittvergleichs: Eine geldwerte Leistung liegt vor, wenn und soweit 
das zu beurteilende Darlehen einer unabhängigen Drittperson nicht ge-
währt worden wäre (BGE 138 II 57 E. 3 f.). Das Bundesgericht hat Kriterien 
entwickelt, bei deren Vorliegen ein Aktionärsdarlehen als geldwerte Leis-
tung zu qualifizieren ist. Das ist u.a. dann der Fall, wenn das gewährte 
Darlehen durch den Gesellschaftszweck nicht abgedeckt oder im Rahmen 
der gesamten Bilanzstruktur ungewöhnlich ist (d.h. wenn das Darlehen 
durch die vorhandenen Mittel der Gesellschaft nicht abgedeckt werden 
kann oder es im Vergleich zu den übrigen Aktiven übermässig hoch er-
scheint und dann ein sog. Klumpenrisiko verursacht), weiter bei fehlender 
Bonität der Schuldnerin bzw. des Schuldners oder dann, wenn keine Si-
cherheiten und keine Rückzahlungsverpflichtungen bestehen, die Darle-
henszinsen nicht bezahlt, sondern dem Darlehenskonto laufend belastet 
werden und schriftliche Vereinbarungen fehlen (BGE 138 II 57 E. 3.2 mit 
Hinweisen; BGer 2C_252/2014 und 2C_257/2014 vom 12.2.2016 E. 2.2; 
Peter Locher, a.a.O., Art. 58 N. 114; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 
a.a.O., Art. 20 N. 145 sowie Art. 58 N. 120; Reich/Weidmann, a.a.O., 
Art. 20 DBG N. 51). 

2.3 Als Sonderfall einer geldwerten Leistung gilt ein simuliertes Darle-
hen. Ein solches liegt vor, wenn die äussere Form des Darlehens nur simu-
liert, d.h. bloss zum Schein gewählt oder gewahrt wird und aufgrund des 
besonderen Verhältnisses unter Nahestehenden mit der Rückzahlung des 
Darlehens nicht (mehr) ernstlich gerechnet werden kann (BGE 138 II 57 
E. 5 f.; BGer 2C_252/2014 und 2C_257/2014 vom 12.2.2016 E. 2.4). Beim 
fehlenden Willen zur Rückzahlung handelt es sich um ein subjektives Ele-
ment, auf das nur aufgrund äusserer Umstände geschlossen werden kann. 
Es stellt eine steuerbegründende Tatsache dar, weshalb die Beweislast 
insofern bei der Steuerbehörde liegt (BGE 138 II 57 E. 7.1). 

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3. 

Die Vorinstanz hat vorab erwogen, dass die Steuerverwaltung gestützt auf 
die nachträglich festgestellte umfassende Steuerpflicht der Beschwerdefüh-
renden im Kanton Bern zu Recht (implizit) ein Nachsteuerverfahren eröffnet 
habe; wobei diesen durch die falsche Bezeichnung der Verfügungen vom 
16. April 2013 (vgl. vorne Bst. A) kein Nachteil entstanden sei. Die Be-
schwerdeführenden stellen dies nicht in Frage. Im vorliegenden Verfahren 
ist einzig die Aufrechnung der Darlehen bei den Beschwerdeführenden als 
geldwerte Leistung in den Steuerjahren 2005 und 2006 strittig. Soweit das 
Steuerjahr 2004 betreffend sind die Entscheide der StRK in Rechtskraft 
erwachsen. 

3.1 Das Darlehenskontokorrent der C.________ AG entwickelte sich in 
den Jahren 2004 bis 2006 gemäss den jeweiligen Kontenblättern wie folgt 
(vgl. Kontenblätter Konto 2050 «Darlehen A.________ und B.________» 
2004-2006, in act. 3D1-3D3):

In den Jahren 2007 und 2008 belief sich der Saldo des Kontokorrents per 
Jahresende auf je rund 1,4 Mio. Franken, reduzierte sich 2009 leicht auf 
1,25 Mio. Franken und erreichte 2010 einen Höchststand von 1,76 Mio. 
Franken (vgl. Aufstellung Verbindlichkeiten 2003-2010, act. 3C pag. 24 f.). 
Das Darlehenskontokorrent bei der D.________ AG, die ebenfalls zu 

2004

Soll Haben Differenz

Saldovortrag 14'481

Total Soll / Haben 134'500 30'200 +104'300

Saldo 89'819
2005

Saldovortrag 89'819

Total Soll 640'191 220'000 +420'191

Saldo 510'010
2006

Saldovortrag 510'010

Total Soll 1'794'641 799'893 +994'748

Saldo 1'504'758

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100 % von den Beschwerdeführenden beherrscht wird, verzeichnete in den 
Jahren 2004 bis 2006 die folgenden Bewegungen und Saldi (vgl. Konten-
blätter Konto 2050 «Darlehen A.________ und B.________» 2004-2006, in 
act. 3D1-3D3):

Im folgenden Jahr erhöhte sich der Saldo des Kontokorrents wieder auf 
Fr. 778'367.--, erreichte dann 2008 Fr. 1'167'864.--, um 2009 auf 
Fr. 714'136.-- und 2010 nochmals leicht auf Fr. 672'869.-- zu fallen. Das 
zwischen der C.________ AG und ihrer Schwestergesellschaft, der 
D.________ AG, bestehende Kontokorrent wies per Ende 2005 einen 
Stand von Fr. 921'897.-- und per Ende 2006 einen solchen von 
Fr. 516'383.-- zugunsten der C.________ AG auf (vgl. Aufstellung 
Verbindlichkeiten 2003-2010, act. 3C pag. 24 f.).

3.2 Die StRK ist zum Schluss gelangt, dass den Beschwerdeführenden 
aufgrund von privaten Bankguthaben die Rückzahlung des gegenüber der 
C.________ AG per Ende 2005 resultierenden Minussaldos von 
Fr. 510'010.-- grundsätzlich (noch) möglich gewesen wäre. Hingegen 
zeuge das Ausmass, in welchem die Verbindlichkeiten im Jahr 2005 zuge-
nommen hätten, sowie der Umfang der Bezüge für private Zwecke davon, 
dass es den Beschwerdeführenden am Rückzahlungswillen gefehlt habe. 
Sie erachtete die Höhe des den Beschwerdeführenden durch die 

2004

Soll Haben Differenz

Saldovortrag 159'320

Total Soll / Haben 1'287'987 881'724 +406'263

Saldo 246'943
2005

Saldovortrag 246'943

Total Soll 2'438'190 1'957'831 +480'359

Saldo 727'302
2006

Saldovortrag 727'302

Total Soll 3'942'962 4'523'497 -580'534

Saldo 146'768

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C.________ AG gewährten Darlehens mit Blick auf deren Bilanzsumme 
von etwas über 2 Mio. Franken als unverhältnismässig und auch die 
Mittelverwendung – Finanzierung eines Filmprojekts des Sohnes der 
Beschwerdeführenden – als nicht in Interesse der in der Baubranche 
tätigen Gesellschaft liegend. Weiter berücksichtigte die Vorinstanz, dass 
das Kontokorrent zwischen den beiden Gesellschaften im Jahr 2005 einen 
Schuldbetrag der D.________ AG von Fr. 921'897.-- aufgewiesen habe 
und die Beschwerdeführenden ihrerseits im Umfang von Fr. 727'302.-- 
Schuldnerin und Schuldner der D.________ AG gewesen seien. Damit 
hätten sie der C.________ AG im Jahr 2005 direkt 0,5 Mio. und indirekt – 
über die D.________ AG – 0,7 Mio. Franken, insgesamt also 1,2 Mio. 
Franken, geschuldet, was als Klumpenrisiko bezeichnet werden müsse. 
Trotz der erheblichen und risikobehafteten Zunahme des Darlehens in der 
hier interessierenden Zeitspanne seien weder Konditionen noch 
Rückzahlungsmodalitäten vereinbart noch Sicherheiten bestellt worden, 
was als Ausdruck des fehlenden Willens zur Rückzahlung bzw. 
Rückforderung zu werten sei. In noch höherem Mass treffe das Gesagte 
auf die im Jahr 2006 vorgenommene weitere Erhöhung des Darlehens auf 
Fr. 1'504'758.-- zu, zumal in diesem Zeitpunkt auch die Rück-
zahlungsfähigkeit nicht mehr gegeben gewesen sei, da die Verbindlichkei-
ten die Guthaben der Beschwerdeführenden um fast 1 Mio. Franken über-
steigen hätten (angefochtene Entscheide E. 14.2.2 und 14.3.2). 

3.3 Diese rechtliche Würdigung überzeugt: Das Kontokorrent der 
C.________ AG wies ab dem Jahr 2005 gegenüber den 
Beschwerdeführenden ein Guthaben von über Fr. 500'000.-- auf, was rund 
einen Viertel der gesamten Aktiven der Gesellschaft ausmachte. Ein 
Interesse der Gesellschaft an der Gewährung des Darlehens ist nicht 
ersichtlich, zumal dieses in keinem Zusammenhang mit ihrem 
statutarischen Zweck stand, praktisch ihre gesamten flüssigen Mittel 
beanspruchte und nur ungenügend verzinst wurde (vgl. 
Taxationsberechnung vom 24.1.2013, act. 3C pag. 106 f.). Auffallend ist 
auch das Fehlen von Rückzahlungsvereinbarungen und Sicherheiten. 
Obwohl das 2005 gewährte Darlehen das vertretbare Mass bereits 
überstieg, wurde der Schuldbetrag in der Folge nochmals massiv erhöht 
und blieb über Jahre hinweg auf hohem Niveau bestehen (vgl. vorne 

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E. 3.1). Zwar sank der Schuldbetrag kurzzeitig leicht, eigentliche (regel-
mässige) Amortisationszahlungen sind jedoch soweit ersichtlich nicht er-
folgt. Ebenso wurden die Zinsen nicht beglichen, sondern zur Darlehens-
schuld geschlagen (vgl. Kontenblätter Konto 2050 Darlehen A.________ 
und B.________ 2005 und 2006, in act. 3D1 und 3D2). All diese Umstände 
sprechen gegen das Vorliegen eines Darlehensverhältnisses, wie es die 
Gesellschaft auch mit einer Drittperson eingegangen wäre. Die 
Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Beschwerdeführenden 
bestätigen dieses Ergebnis: Zwar hätten die im Jahr 2005 verfügbaren 
flüssigen Mittel (gerade noch) ausgereicht, um die Darlehensschulden bei 
der C.________ AG (und ihrer Schwestergesellschaft) zu begleichen. 
Bereits ab 2006 war dies aber nicht mehr der Fall (vgl. Aufstellung 
Verbindlichkeiten 2003-2010, act. 3C pag. 24 f.; angefochtene Entscheide 
E. 14.2.1). Die von der Steuerverwaltung vorgenommene Berechnung der 
Vermögensentwicklung geht von einem Privatverbrauch von rund 
Fr. 571'000.-- für das Jahr 2005 bzw. rund Fr. 657'000.-- für das Jahr 2006 
aus (vgl. Berechnung Vermögensentwicklung 2005 und 2006, act. 3A pag. 
434 f.). In den fraglichen Jahren bezogen die Beschwerdeführenden aber 
weder Lohn noch erhielten sie Dividendenzahlungen aus den Beteiligungen 
an ihren Gesellschaften. Die einzigen Einkünfte, die die 
Beschwerdeführenden deklarierten, waren die in einem die 
D.________ AG betreffenden Nach- und Strafsteuerverfahren festge-
stellten geldwerten Leistungen in der Höhe von rund Fr. 75'570.-- im Jahr 
2005 und von Fr. 54'290.-- im Jahr 2006 (vgl. Steuererklärungen 2005 und 
2006, in act. 3D1 und 3D2). Aus den in den Akten liegenden Bankunterla-
gen wird denn auch ersichtlich, dass die Beschwerdeführenden die über 
das Darlehenskontokorrent bezogenen Mittel dazu verwendeten, ihre lau-
fenden Bedürfnisse, mithin ihren privaten Lebensaufwand zu finanzieren. 
Sie benutzten die Bezüge somit im Sinn eines Konsumkredits. Die Gewäh-
rung eines solch unproduktiven Kredits würde einem Drittvergleich von 
vornherein nur dann standhalten, wenn dessen Amortisation aus dem lau-
fenden Einkommen bestritten werden kann, wozu die Beschwerdeführen-
den jedoch nicht in der Lage waren (vgl. BGer 25.11.1983 in ASA 53 S. 54 
E. 5c). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführenden 
den Rückforderungsanspruch der Gesellschaft weder sicherten noch An-
strengungen unternahmen, die Darlehenssumme zu reduzieren. All dies 

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deutet darauf hin, dass eine Rückzahlung der bezogenen Mittel von Anfang 
an nicht beabsichtigt war, weshalb mit der Vorinstanz auf das Vorliegen 
eines simulierten Darlehens geschlossen werden muss.

3.4 Die Vorbringen der Beschwerdeführenden sind nicht geeignet, die-
ses Ergebnis in Frage zu stellen: Ist gestützt auf die gesamten Umstände 
auf einen fehlenden Rückzahlungswillen zu schliessen, ist die Höhe der 
privaten Mittel der Schuldnerin bzw. des Schuldners letztlich nicht ent-
scheidend. Insofern ist unbehelflich, wenn die Beschwerdeführenden da-
rauf hinweisen, dass sie ihre Liegenschaft mit einer zweiten Hypothek hät-
ten belasten können, womit ihre Zahlungsfähigkeit auch im Jahr 2006 ge-
geben gewesen wäre. Im Übrigen hat bereits die Vorinstanz Zweifel geäus-
sert, ob ihnen angesichts ihrer angespannten finanziellen Lage eine weitere 
Hypothek gewährt worden wäre (angefochtene Entscheide E. 14.3.2); dem 
haben die Beschwerdeführenden in ihrer Beschwerde nichts entgegenge-
setzt. Ebenso wenig stichhaltig ist ihr Argument, dass ihre Zahlungsfähig-
keit losgelöst von den Verbindlichkeiten gegenüber der D.________ AG 
beurteilt werden müsse. Eine solch isolierte Betrachtungsweise würde ihrer 
Vermögenslage bzw. Verschuldenssituation nicht gerecht. Soweit sie gel-
tend machen, dass die ihnen zugeflossenen Mittel nicht für die Bestreitung 
des privaten Lebensaufwands verwendet worden seien, handelt es sich 
dabei um eine unbelegte Behauptung, die zu den aktenkundigen Feststel-
lungen in Widerspruch steht (vgl. vorne E. 3.2). Was sie schliesslich 
aus dem Umstand, dass ihre Schulden gegenüber der D.________ AG 
dank einer 2013 erfolgten Dividendenausschüttung in der Höhe von 
Fr. 600ʹ000.-- getilgt worden seien, für die hier interessierenden Fragen 
ableiten wollen, ist nicht ersichtlich. Insbesondere ist nicht nachvollziehbar, 
inwiefern dieser Vorgang ihre Bereitschaft zur Rückzahlung der Schulden 
bei der C.________ AG belegen soll. Für die Darstellung der Beschwerde-
führenden, dass ein echtes Darlehen bestehe, spricht einzig die Verbu-
chung der Darlehensschuld (und der Zinsen) in den Geschäftsbüchern der 
Gesellschaft. Dieses Indiz vermag jedoch gegen die Gesamtheit der Um-
stände, aus denen auf eine geldwerte Leistung der Gesellschaft an ihre 
Anteilsinhaberschaft bzw. auf ein simuliertes Darlehen zu schliessen ist, 
nicht aufzukommen. Die durch die Vorinstanz bestätigten Aufrechnungen 

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beim Einkommen der Beschwerdeführenden sind somit nicht zu beanstan-
den. 

4.

Die Beschwerdeführenden machen schliesslich eine Verletzung des 
Gleichbehandlungsgebots gemäss Art. 8 der Bundesverfassung (BV; 
SR 101) geltend. Sie werfen der Steuerverwaltung vor, ihre Praxis hinsicht-
lich der Aufrechnung von Aktionärsdarlehen sei uneinheitlich, da anderen 
im Kanton Bern veranlagten juristischen Personen Gelegenheit gegeben 
worden sei, als «kritisch» eingeschätzte Darlehen innert eines bestimmten 
Zeitraums zu reduzieren. Als Beleg haben sie im vorinstanzlichen Verfah-
ren zwei anonymisierte Taxationsberechnungen der Steuerverwaltungen 
der Regionen … und … (vgl. act. 3B pag. 135 ff.) eingereicht. – Vorab ist 
festzuhalten, dass die Veranlagung der C.________ AG die Veranlagung 
der Beschwerdeführenden als Aktionärin bzw. Aktionär grundsätzlich nicht 
präjudiziert (vgl. statt vieler BGer 2C_16/2015 vom 6.8.2015, in StR 
70/2015 S. 811 E. 2.5.6 ff.). Die Beschwerdeführenden zeigen denn auch 
nicht auf, wie sich das Vorgehen der Steuerbehörde bei der Veranlagung 
der von ihnen beherrschten Gesellschaft auf ihre eigene Rechtsstellung 
hätte auswirken können. Insbesondere machen sie nicht geltend, eine 
entsprechende Mitteilung der Steuerverwaltung gegenüber der 
Gesellschaft hätte sie zu bestimmten Handlungen veranlasst. Eine solche 
Argumentation wäre im Übrigen auch nicht glaubwürdig, da die damals im 
Kanton Bern nur beschränkt steuerpflichtigen Beschwerdeführenden auch 
die rechtskräftige Veranlagung der Gesellschaft nicht zum Anlass 
genommen haben, um ihre finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber der 
Gesellschaft zu reduzieren, wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat 
(angefochtene Entscheide E. 14.2.2 S. 15; was ihre Fähigkeit zur Amorti-
sation des Darlehens anbelangt vgl. vorne E. 3.3 f.). Damit kann offenblei-
ben, ob tatsächlich eine entsprechende Praxis der Veranlagungsbehörden 
besteht und ob die beiden Fälle, auf die sich die Beschwerdeführenden 
berufen, in tatsächlicher Hinsicht gleich gelagert sind wie der vorliegende. 
Letzteres liegt nicht auf der Hand, zumal aufgrund der in den Vergleichs-
fällen festgelegten Amortisationsraten (von Fr. 13'000.-- bzw. Fr. 10'000.--) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2017, Nrn. 100.2016.23/24U, 
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und -dauer (5 Jahre) zu schliessen ist, dass es sich um wesentlich kleinere 
Beträge gehandelt haben muss. Eine Verletzung des Gleichbehandlungs-
gebots dadurch, dass die Gesellschaft nicht aufgefordert worden ist, die 
Darlehenshöhe zu reduzieren, ist jedenfalls nicht dargetan. 

5. 

Bei diesem Ausgang der Verfahren werden die Beschwerdeführenden 
kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 
i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 151 
StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2005 
und 2006 wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2005 und 2006 
wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 6ʹ000.--, werden den Beschwerdeführen-
den auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2017, Nrn. 100.2016.23/24U, 
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5. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.