# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4edf3498-2367-5377-b6c1-a8cacca4767a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-07-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.07.2010 IV 2008/430
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-430_2010-07-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/430

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 14.07.2020

Entscheiddatum: 02.07.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2010
Art. 16 ATSG; Art. 14a IVG; Art. 28 Abs. 2 IVG; Art. 49 Abs. 2 IVV. 
Arbeitsunfähigkeit auf Grund einer Agoraphobie mit Panikstörung und 
mittelschwerer depressiver Episode. Selbständige Fähigkeit zur Einstellung 
einer schädlichen Medikamentengebrauchs. Vorliegend sind 
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche 
Wiedereingliederung angezeigt. Beurteilung der zumutbaren 
Willensanstrengung. Rentenzusprache verfrüht (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2010, IV 2008/430).

Abteilungspräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Philia Roth

Entscheid vom 2. Juli 2010

in Sachen

K.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Monika Paminger Müller, Oberer Graben 44, 

9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.   

A.a K.___ (Jahrgang 1969) leidet seit 1991 an Asthma bronchiale. Nach einer 

Exazerbation des Asthma bronchiale am 11. Mai 2005 wurde er von Dr. med. A.___, 

Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie FMH, am 20. Juni 2005 untersucht. In 

seinem Bericht vom 15. Juli 2005 gab Dr. A.___ an, der Versicherte leide an einer 

mittelschweren bronchialen Hyperaktivität vereinbar mit Asthma bronchiale. Eine 

allergische Auslösekomponente sei unwahrscheinlich. Weiter bestehe eine leichte 

Einschränkung der Diffusionskapazität, eine rezidivierende malukopapulöse 

Hautentzündung, ein ängstlich gespanntes Verhalten sowie rezidivierende 

Gelenksschmerzen unklarer Ätiologie (IV-act. 24-112/142). Mit diesem Bericht empfahl 

Dr. A.___ den Fall der Schweizerischen Unfallversicherung (Suva) zur Entscheidung 

hinsichtlich Berufsinduktion der Beschwerden anzumelden (IV-act. 24-111/142). 

Nachdem die Suva mit Verfügung vom 19. August 2005 eine Berufskrankheit verneint 

hatte (IV-act. 24-55/142), veranlasste sie auf Einsprache des Versicherten (IV-act. 

24-68/142) sowie Intervention des Hausarztes, Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine 

Medizin FMH (IV-act. 24-49/142), eine Untersuchung durch den Arbeitsarzt der Suva, 

Dr. med. C.___. Diese fand am 13. Januar 2006 statt (IV-act. 24-26/142). Dr. C.___ teilte 

der Suva am 14. Februar 2006 mit, auf Grund der Abklärung sei eine Verschlimmerung 

des vorbestehenden Asthma bronchiale durch Kühlschmiermittelaerosole und Dämpfe 

von Siedegrenzenbenzinen überwiegend wahrscheinlich (IV-act. 24-11/142). Die Suva 

anerkannte einen Rückfall zum Schadenfall vom 25. Juni 1996 und übernahm daraufhin 

am 27. Februar 2006 die Ausrichtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen (IV-act. 

24-16/142). Damals hatte die Suva im Zusammenhang mit einer richtungsgebenden 

Verschlimmerung des nicht primär beruflichen Asthmas Leistungen erbracht (IV-act. 

24-28/142).

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A.b Die Suva verfügte am 8. März 2006, dass der Versicherte nicht geeignet sei für alle 

Arbeiten mit Exposition zu Glasfasern, mineralölhaltigen oder synthetischen 

Kühlschmieremulsionen und Lösungsmitteln (G act. 4.2.2). Am 5. Mai 2006 teilte die 

Suva dem Versicherten mit, dass auf Grund der vorliegenden Unterlagen wieder eine 

volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Weil er wegen der Krankheit seine Arbeitsstelle verloren 

habe, bestehe ein Anspruch auf Übergangstaggeld (G act. 4.2.85). Damit war der 

Versicherte nicht einverstanden und reichte am 24. Mai 2006 und 3. Juni 2006 

Zeugnisse seines Hausarztes ein, wonach er weiterhin 100% arbeitsunfähig sei (G act. 

4.2.59 und 4.2.61). Der Hausarzt des Versicherten, Dr. B.___, gab im Arztzeugnis vom 

2. Juni 2006 an, der Versicherte sei wegen seiner Berufskrankheit für alle möglichen 

Arbeiten zu 100% arbeitsunfähig. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe weniger auf Grund 

des Asthma bronchiale, sondern aktuell primär wegen den psychischen Problemen. 

Diese seien eine kausale Folgeerkrankung des Asthma bronchiale und vor allem der 

psychischen Belastung durch die fehlerhafte Bearbeitung des Falles durch die Suva (G 

act. 4.2.62).

A.c Der Versicherte wurde deshalb am 20. Juli 2006 erneut von Dr. C.___ untersucht. 

Der Arbeitsarzt führte am 21. Juli 2006 aus, die Wiederholung der 

Lungenfunktionsprüfung habe unter mittelhochdosierter inhalativer Asthmatherapie 

eine angedeutete obstruktive Ventilationsstörung mit mässig eingeschränkten 

Flusswerten, jedoch normalen Atemwegswiderständen und ohne Überblähung 

ergeben. Die ergometrische Belastung im Januar 2006 habe eine überdurchschnittliche 

Arbeitskapazität ergeben. Somit bestehe keine relevante pulmonale 

Funktionseinschränkung. Da der Versicherte seit acht Monaten keine gefährdenden 

Kontakte mehr habe, dürfe angenommen werden, dass der Vorzustand wieder erreicht 

sei und die Asthmaaktivität dem Spontanverlauf entspreche. Dieser werde durch die 

psychische Problematik überlagert, was nicht als adäquate Folge des Asthma 

bronchiale zu betrachten sei. Unter alleiniger Berücksichtigung der berufsbedingten 

Verschlechterung des Asthma bronchiale bestehe zur Zeit im Rahmen der im März 

2006 erlassenen Nichteignungsverfügung eine volle Arbeitsfähigkeit. Einen ungünstigen 

Einfluss auf das Asthmageschehen habe sicher der Nikotinkonsum, der auf Grund des 

hohen CO-Hämoglobins von über 9% deutlich höher liegen dürfte als die angegeben 

zehn Zigaretten pro Tag (G act. 4.2.41).

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A.d Die Suva hielt am 29. August 2006 an ihrem Entscheid, dass seit dem 1. Mai 2006 

eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe, fest (G act. 4.2.30). Mit Verfügung vom 10. Januar 

2007 lehnte die Suva einen Anspruch auf Übergangsentschädigung ab (G act. 4.2.1).

B.   

B.a Bereits am 28. November 2005 hatte sich der Versicherte zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung angemeldet. Dabei gab er an, er habe in der 

Schweiz eine Lehre als Mechaniker abgeschlossen. Seit 1991 leide er an Asthma. Seit 

Mai 2005 habe er eine grosse Atemnot und sei zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 2). Am 

27. Dezember 2005 teilte der Versicherte der IV-Stelle des Kantons St. Gallen mit, er 

habe nach Abschluss der Lehre von 1991 bis 1995 als Betriebs-Mechaniker bei der 

D.___ AG gearbeitet. Danach habe er eine Stelle bei der E.___ als CNC Mechaniker in 

der Kunststoffbearbeitung bis 1998 gehabt. Von 1998 bis 2000 sei er als 

Aussendienstmitarbeiter bei der F.___ AG tätig gewesen und danach ein Jahr als CNC 

Mechaniker bei einer anderen Firma. Von 2001 bis 2004 sei er ohne Arbeitsstelle 

gewesen. Im März 2004 habe er über eine Temporärfirma eine Anstellung bei der G.___ 

AG als CNC Mechaniker erhalten und bis Mai 2005 ausgeübt. Diese Stelle sei ihm 

krankheitshalber auf Ende November 2005 gekündigt worden (IV-act. 14).

B.b Die G.___ AG berichtete der IV-Stelle am 6. Januar 2006, der Versicherte habe Fr. 

5'000.-- pro Monat verdient. Sie gab an, weder der Arbeitsvermittler noch sie selbst 

seien über die Krankheit bei Stellenantritt informiert worden. Dem Versicherten sei aus 

wirtschaftlichen Gründen auf Ende November 2005 gekündigt worden (IV-act. 17).

B.c Dr. B.___ berichtete am 3. März 2006, der Versicherte sei wegen eines Asthma 

bronchiale mit richtungsweisender Verschlechterung am Arbeitsplatz seit 11. Mai 2005 

zu 100% arbeitsunfähig. Die bisherige Tätigkeit sei dem Versicherten nicht mehr 

zumutbar. Jede andere Arbeit ohne inhalative Noxen könne der Versicherte ausüben 

(IV-act. 22). Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gab der 

IV-Stelle am 17. Juli 2006 an, der Versicherte leide an einem Asthma bronchiale und 

einer Agoraphobie mit Panikstörung. Unter Behandlung mit Psychopharmaka und 

Gesprächen habe sich die Verstimmung des Versicherten seit Anfang Mai 2006 

teilweise gebessert. Die Tätigkeit als Mechaniker sei nicht mehr zumutbar wegen des 

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Asthma bronchiale. Im Moment sei er wegen der Agoraphobie mit Panikstörung auch in 

anderen Tätigkeiten noch nicht arbeitsfähig. Der Versicherte sei sehr stolz, dass er 

nicht wie andere Immigranten eine Hilfsarbeit habe ausüben müssen. Es werde daher 

ganz wichtig sein, dass auch eine neue Tätigkeit ein solches Prestige habe wie der 

Beruf als Mechaniker, weshalb es einer Umschulung bedürfe (IV-act. 36).

B.d In seinem Verlaufsbericht vom 9. Dezember 2006 gab Dr. H.___ an, der psychische 

Zustand habe sich zuerst weiter gebessert. Infolge einer Bronchitis-Erkrankung Anfang 

November 2006 habe sich das Asthma verstärkt und sehr lange angehalten und es sei 

zu einem Rückfall der psychopathologischen Symptome gekommen. Mit Abklingen der 

Bronchitis habe sich der Zustand allgemein wieder gebessert. Eine berufliche 

Umschulung sei wichtig. Nach dem Rückfall scheine es noch nicht angezeigt, die 

beruflichen Massnahmen jetzt einzuleiten. Die Situation sollte in einem halben Jahr 

wieder beurteilt werden (IV-act. 42).

B.e Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz erachtete in seiner Stellungnahme 

vom 13. Februar 2007 eine interdisziplinäre Untersuchung durch den RAD als 

angezeigt (IV-act. 47).

B.f  Vom 31. Mai bis 27. Juni 2007 hielt sich der Versicherte in der Klink Gais zur 

stationären Rehabilitation auf. Die Ärzte berichteten am 17. Juli 2007 zu Handen von 

Dr. H.___, der Versicherte leide an einer mittelgradigen depressiven Episode, anhaltend 

(ICD-10: F33.1), einer Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10: F40.01) sowie einem 

Asthma bronchiale, Erstdiagnose 1991. Als hauptsächliche Belastungsfaktoren bestehe 

neben der Angst vor Kontrollverlust, die frustrane berufliche Situation, die der 

Versicherte mit Gefühlen von ungerechter Behandlung, Perspektivenlosigkeit und 

Vorwurfshaltung verbinde. Die Panikstörung habe sich mittlerweile auf eine Vielzahl von 

Alltagssituationen ausgeweitet, sodass differenzialdiagnostisch eine generalisierte 

Angststörung zu erwägen sei. Eine Arbeitsfähigkeit sei bei Klinikaustritt weiterhin nicht 

gegeben (IV-act. 52).

B.g Am 28. Juni und 3. Juli 2007 fand die interdisziplinäre RAD-Untersuchung statt. Mit 

Bericht vom 29. August 2007 gaben die Ärzte an, der Versicherte sei internistisch und 

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psychiatrisch untersucht worden. Als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit führten sie an:

1. Asthma bronchiale (ICD-10: J45.0)

2. Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10: F40.01)

3. Mittelgradige depressive Episode (ICD-10: 32.1)

4. Verdacht auf Spannungskopfschmerz (ICD-10: G44.2) und schmerzmittelinduziertem 

Kopfschmerz (ICD-10: G44.4)

5.  Schädlicher multipler Substanzgebrauch (β -Mimetika, Acetylsalicylsäure, Nikotin- 

und Buprenorphin) (ICD-10: F19.1)

6.  Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeit mit impulsiven Zügen

7.  04/07 MRI der Lendenwirbelsäule: kleinvolumige medio-links-laterale Diskushernie 

L5/S1 ohne Kontakt zu neuronalen Strukturen (ICD-10: M51.2).

Hauptsächlich sei der Versicherte durch seine psychischen Störungen eingeschränkt. 

Der Beginn der 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 11. Mai 2005 sei nachvollziehbar. 

Allerdings müsse darauf hingewiesen werden, dass die Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in jeder adaptierten Tätigkeit zu 

einem hohen Anteil auf dem schädlichen multiplen Substanzgebrauch beruhten, der als 

IV-fremd zu gelten habe. Bei Vernachlässigung der Auswirkungen des schädlichen 

multiplen Substanzgebrauchs sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 

50% für eine körperlich adaptierte Tätigkeit ohne übermässigen Stress und Zeitdruck, 

ohne Publikumsverkehr, ohne erhöhtes Konfliktaufkommen, ohne Schichtarbeit und mit 

der Möglichkeit zu unüblichen Pausen anzunehmen. Aus pneumologischer Sicht sei die 

Ausübung jedweder Mechanikertätigkeit (insbesondere unter Ausschöpfung aller in 

Frage kommenden Arbeitsschutzmassnahmen) nicht ausgeschlossen. Eine körperlich 

leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne regelmässige Exposition gegenüber höheren 

Konzentrationen von atemwegsreizenden Stäuben, Dämpfen und Rauch sowie 

gegenüber Kälte, Nässe und Zugluft sei zu 80% zumutbar. Ungeeignet seien 

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körperliche Schwerarbeiten mit Heben und Tragen von Gewichten über 30 kg sowie 

solche mit monotonen Zwangshaltungen der Lendenwirbelsäule. Insgesamt resultiere 

eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Eine Eingliederungsfähigkeit bestehe aus somatischer 

und psychiatrischer Sicht ab sofort (IV-act. 63).

B.h Mit Bericht vom 20. Dezember 2007 schloss die IV-Stelle ihre 

Eingliederungsberatung ab. Sie gab an, dass der Versicherte sich während eines 

Eingliederungsgesprächs vom 29. November 2007 im Beisein seines Psychiaters nicht 

für eine Eingliederung habe motivieren lassen (IV-act. 70). Der Hausarzt des 

Versicherten insistierte mit Schreiben vom 25. Januar 2008 auf der Einleitung von 

beruflichen Eingliederungsmassnahmen, da sonst eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes drohe. Die RAD-Beurteilung überzeuge ihn nicht. Wenn der 

Versicherte dagegen eine klare berufliche Perspektive erhalte und sich langsam in den 

Arbeitsprozess wieder eingliedern könne, wäre eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zu 

erreichen (IV-act. 73). Am 15. Mai 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass 

die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde (IV-act. 79).

B.i Mit Vorbescheid vom 15. Mai 2008 stellte die IV-Stelle in Aussicht, dem 

Versicherten ab 1. Mai 2006 eine halbe IV-Rente zuzusprechen. Sie führte aus, seit 

11. Mai 2005 sei er erheblich in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Ihre Abklärungen 

hätten ergeben, dass ihm aus medizinischer Sicht eine leidensangepasste Tätigkeit zu 

50% zumutbar sei. Ohne Behinderung betrage das Einkommen Fr. 66'438.-- pro Jahr. 

Mit Behinderung könne er auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein Einkommen 

gemäss der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) von Fr. 29'952.-- erzielen. 

Daraus resultiere eine Einkommenseinbusse von Fr. 36'486.-- beziehungsweise ein 

Invaliditätsgrad von 55% (IV-act. 81). Der Versicherte wendete am 14. Juni 2008 

dagegen ein, er sei mit diesem Vorbescheid nicht einverstanden, weil dieser seine 

zahlreichen Beschwerden nicht ausreichend berücksichtige. Er beantragte eine 

Neuprüfung des Rentenentscheids (IV-act. 84). Mit Verfügung vom 3. September 2008 

sprach die IV-Stelle dem Versicherten ab 1. Mai 2006 eine halbe Rente zu (IV-act. 88).

C.   

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C.a Gegen diese Verfügung lässt der Versicherte am 3. Oktober 2008 Beschwerde 

erheben. Er beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 3. September 2008 und die 

Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente. Eventuell sei die Angelegenheit zur 

Festsetzung der Invalidenrente an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der 

Beschwerdeführer gibt an, er verfüge über keine verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr. In 

seinem angestammten Beruf könne er nicht mehr arbeiten. Berufliche Massnahmen 

seien bisher nicht ergriffen worden. Er stehe nach wie vor in Behandlung bei diversen 

Fachärzten. Gemäss Bericht seines Hausarztes vom 25. Januar 2008 sei er seit 3. März 

2006 zu 100% arbeitsunfähig. Die RAD-Untersuchung sei vom Hausarzt als "wertlos" 

bezeichnet worden. Der RAD gehe von einem leichtgradigen Asthma bronchiale mit 

Verschlechterungstendenz aus. Diese Feststellung widerspreche zahlreichen 

Arztberichten. Sodann sei vom RAD der Einfluss der psychischen Erkrankung nicht 

eingehend untersucht worden. Der behandelnde Psychiater sowie die Klinik Gais 

hätten in ihren Berichten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt. Die RAD-

Untersuchung entspreche einem Bericht im Sinn von Art. 49 Abs. 3 IVV. Damit liege 

weder ein medizinisches Gutachten im Sinn von Art. 44 ATSG noch ein 

Untersuchungsbericht im Sinn von Art. 49 Abs. 1 IVV vor. Der Beschwerdeführer 

beantragt demzufolge eine Begutachtung seines Gesundheitszustandes durch eine 

MEDAS. Die Beschwerdegegnerin habe bei der Invaliditätsbemessung weder einen 

Teilzeit- noch einen Leidensabzug vorgenommen. Angemessen seien vorliegend eine 

Teilzeiteinschränkung von 10% sowie ein Leidensabzug von 15%. Unter 

Berücksichtigung dieser Abzüge resultiere ein Invaliditätsgrad von 66% (G act. 1).

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 21. November 

2008 die Abweisung der Beschwerde. Inwiefern der RAD-Bericht den Diagnosen der 

Fachärzte widerspreche, sei nicht nachvollziehbar. Dass vor allem das psychische 

Leiden die Arbeitsfähigkeit einschränke, gehe aus den Akten hervor. Weitere 

medizinische Abklärungen würden sich nicht aufdrängen. Auf die Ergebnisse der RAD-

Untersuchung könne abgestellt werden. Im Jahr 2006 habe der Beschwerdeführer an 

der bisherigen Arbeitsstelle Fr. 5'000.-- pro Monat beziehungsweise Fr. 65'000.-- pro 

Jahr verdient. Die Tätigkeit als Mechaniker könne er weiterhin ausüben, weshalb er ein 

Einkommen der Kolonne 3 der LSE erzielen könnte. Da er jedoch nicht jeder 

Mechanikertätigkeit nachgehen könne, sei die Kolonne 4 (Hilfstätigkeit) der LSE 

berücksichtigt worden. Bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit betrage das 

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Invalideneinkommen gemäss LSE 2006 Fr. 29'599.--. Die Erwerbseinbusse betrage 

Fr. 35'401.--, was einem IV-Grad von 54% entspreche. Der Beschwerdeführer habe 

daher Anspruch auf eine halbe Rente. Er benötige auf Grund seiner Panikattacken 

unübliche Pausen. Die Arbeitsfähigkeit von 50% könne er daher in einem vollen oder 

beinahe vollen Pensum erreichen, weshalb kein Teilzeitabzug berechtigt sei. 

Schliesslich könne der Beschwerdeführer sowohl einer leichten wie einer 

mittelschweren Tätigkeiten nachgehen, so dass ein Leidensabzug nicht in Frage 

komme. Die angefochtene Verfügung sei im Ergebnis richtig (G act. 4).

C.c Der Beschwerdeführer hält in seiner Replik vom 9. Januar 2009 an seinen Anträgen 

fest. Auf die weiteren Ausführungen wird, soweit entscheidrelevant, in den Erwägungen 

eingegangen (G act. 8).

C.d Am 16. Januar 2009 verzichtet die Beschwerdegegnerin auf eine Duplik (G act. 10).

Erwägungen:

1.  

Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über 

die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In 

materiell-rechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche 

Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei 

Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, 

als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. 

BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung 

ist am 3. September 2008 ergangen. Dennoch ist ein Sachverhalt zu beurteilen, der vor 

dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 

begonnen hat. Für die Invaliditätsbemessung ergibt sich dadurch keine Änderung. Neu 

normiert wurde hingegen der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der, sofern die 

entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (Art. 28 Abs. 1 IVG), 

gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des 

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Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Es fragt sich, ob und unter 

welchen Voraussetzungen bei Verfügungen unter neuem Recht für den 

Anspruchsbeginn dennoch die bisherigen Bestimmungen anzuwenden sind. Der 

Gesetzgeber hat keine diesbezügliche Übergangsbestimmung erlassen. Das 

Bundesamt für Sozialversicherungen hat im Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 

2007 vorgesehen, grundsätzlich auf den Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls 

abzustellen, aber auch auf Sachverhalte mit Eintritt des Rentenfalls im Jahr 2008 altes 

Recht anzuwenden, wenn die Anmeldung ebenfalls noch im Jahr 2008 erfolgt ist. Das 

Bundesgericht hat gestützt auf das Rundschreiben, wenn der Rentenanspruch vor dem 

1. Januar 2008 entstanden wäre, altes Recht angewendet (etwa Urteile des 

Bundesgerichts i/S S. vom 28. August 2008 [8C_373/2008] und i/S P. vom 9. März 

2009 [8C_491/08]). Bezüglich des allfälligen Rentenbeginns rechtfertigt es sich 

vorliegend, angesichts der IV-Anmeldung vom 28. November 2005 und des Eintritts der 

Arbeitsunfähigkeit im Mai 2005, die bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen 

Bestimmungen (im Folgenden angeführt) anzuwenden. Betreffend die mit der 5. IV-

Revision neu geschaffenen Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG rechtfertigt es 

sich hingegen, das neue Recht auch auf Versicherungsfälle anzuwenden, die bereits 

vor Inkrafttreten eingetreten sind, wenn auch unter der Geltung des neuen Rechts noch 

Eingliederungsbedarf besteht.

2.  

2.1  Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität 

von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG Art. 16 ATSG 

anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.

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2.2  Die Höhe der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse hängt vor allem von der 

ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung ab, d.h. davon, in welchem Umfang für die 

versicherte Person noch eine Tätigkeit in Betracht fällt (BGE 125 V 261 E. 4). Die 

Beschwerdegegnerin hat auf den RAD-Bericht der interdisziplinären Untersuchung vom 

29. August 2007 abgestellt, wonach der Beschwerdeführer in einer adaptierten 

Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig sei. Der Beschwerdeführer rügt, die RAD-Untersuchung 

entspreche einem Bericht im Sinn von Art. 49 Abs. 3 IVV und habe keine 

Gutachtensqualität. Daher werde eine MEDAS-Abklärung beantragt.

2.3  Für das gesamte Verwaltungs- und gerichtliche Beschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach 

zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Gutachtens 

ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob es für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Gutachters begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). Vorliegend hat der RAD selbst 

eine interdisziplinäre Untersuchung des Beschwerdeführers vorgenommen und darüber 

einen schriftlichen Bericht erstellt. Dieser stellt einen Bericht gemäss aArt. 49 Abs. 2 

IVV dar. Demgegenüber handelt es sich bei Berichten nach aArt. 49 Abs. 3 IVV um 

Stellungnahmen und Befundwürdigungen auf Grund der Akten. Eine interdisziplinäre 

Untersuchung nach aArt. 49 Abs. 2 IVV geht darüber hinaus. Nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung können RAD-Untersuchungsberichte im Sinn von 

aArt. 49 Abs. 2 IVV materiell Gutachtensqualität haben (vgl. etwa Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. Dezember 2006 [I 694/05] E. 2; vgl. auch SVR 2008 IV Nr. 13, I 

211/06 E. 5.2). Voraussetzung ist insbesondere, dass sie in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden sind und in der Beschreibung der medizinischen 

Situation und Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerungen sind zu begründen 

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(vgl. Urteil vom 20. November 2007 [I 142/07] E. 3.2.1). Die RAD-Ärzte müssen sodann 

über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen 

(Urteil vom 20. November 2007 [I 142/07] E. 3.2.3 mit Hinweis); eine FMH-Ausbildung 

ist für Gutachter nicht zwingend verlangt, sondern nur eine Fachausbildung, welche 

auch im Ausland erworben werden kann (Urteil vom 12. August 2008 [9C_270/2008]). 

Die RAD-Ärzte, die vorliegend untersucht haben, verfügen über die geforderten 

Fachausbildungen. Die somatische Untersuchung wurde von Dr. med. I.___, Facharzt 

für Innere Medizin, Pneumologie, Arbeits- und Sozialmedizin, vorgenommen und die 

psychiatrische Untersuchung von Dr. med. L.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie. Der Umstand allein, dass der RAD selbst eine Untersuchung 

vorgenommen hat, rechtfertigt deshalb keine erneute Begutachtung durch eine 

MEDAS. Der RAD-Untersuchungsbericht ist im Folgenden auf seine Beweisqualität zu 

prüfen.

2.4  Die RAD-Ärzte haben in ihrem Bericht vom 29. August 2007 (IV-act. 63) eine 

umfassende Anamnese vorgenommen und die vorliegenden Akten auszugsweise zitiert 

inklusive der vom Beschwerdeführer am Untersuchungstag mitgebrachten 

Arztberichte. Die RAD-Ärzte haben den Beschwerdeführer sorgfältig untersucht. Ihre 

Diagnosen eines Asthma bronchiale, einer Agoraphobie mit Panikstörung sowie einer 

mittelgradigen depressiven Episode stimmen mit denjenigen der behandelnden Ärzte 

überein. Die Untersuchung der Wirbelsäule hat übereinstimmend mit dem MRI vom 19. 

April 2007 keinen Befund ergeben, der auf Kontakt zu neuralen Strukturen hinweisen 

würde. Neu hinzugekommen sind ein Verdacht auf Spannungskopfschmerz und 

schmerzmittelinduzierten Kopfschmerz, die Diagnose eines schädlichen 

Substanzgebrauchs sowie der Verdacht auf eine akzentuierte Persönlichkeit mit 

impulsiven Zügen. Sodann liegt (ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) ein Verdacht 

auf eine retikulär-erythematöse Muzinose (REM-Syndrom) vor. Sowohl die 

behandelnden Ärzte wie die untersuchenden RAD-Ärzte sind sich darin einig, dass der 

Beschwerdeführer hauptsächlich an psychischen Beschwerden leidet. Wie die 

Spiroergometrie am 28. Juni 2007 im Kantonsspital St. Gallen gezeigt hat, ist die 

körperliche Leistungsfähigkeit aus kardiologischer Sicht mit 173 Watt ausgelastet. Ein 

Hinweis für eine kardiopulmonal bedingte Leistungseinschränkung hat sich nicht 

ergeben, jedoch eine Hyperventilationsneigung (IV-act. 63-11/34). Bereits die 

ergometrischen Suva-Untersuchungen vom Januar 2006 hatten eine 

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überdurchschnittliche Arbeitskapazität ergeben, was gegen eine relevante pulmonale 

Funktionseinschränkung gesprochen hat (IV-act. 24-30/142 und G act. 4.2.41). Das 

Asthma bronchiale schränkt den Beschwerdeführer dadurch ein, dass er gemäss der 

Nichteignungsverfügung der Suva bestimmten Stoffen nicht mehr ausgesetzt werden 

darf, beziehungsweise, dass sich das Asthma bei Kontakt mit diesen Stoffen 

verschlechtern könnte. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihm diese Krankheit die 

gelernte Tätigkeit als Mechaniker oder gar jegliche Tätigkeit vollumfänglich 

verunmöglichen würde, insbesondere unter Ausschöpfung aller in Frage kommenden 

Arbeitsschutzmassnahmen. Im Gegensatz zur Arbeitsfähigkeitsschätzung der Suva hat 

der RAD-Arzt Dr. I.___ dem Beschwerdeführer aus pulmonaler Sicht eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit attestiert. Hinsichtlich der subjektiv geklagten LWS-Beschwerden und 

bei Nachweis einer kleinen Diskushernie auf Höhe L5/S1 sei dem Beschwerdeführer 

unter anderem keine körperlich schwere Arbeit mehr zumutbar (IV-act. 63-24/34). Diese 

Einschätzung überzeugt. Aus somatischer Sicht ist eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, 

wie sie vom Hausarzt des Versicherten seit 11. Mai 2005 bis auf Weiteres attestiert 

wird, auf Grund der Akten nach Erreichen des Vorzustandes des Asthma bronchiale 

spätestens im Juni 2006 (vgl. G act 4.2.41) nicht mehr nachvollziehbar. Die 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist, wie die RAD-Ärzte darlegen, hauptsächlich 

psychisch bedingt. Deshalb ist nun zu prüfen, in welchem Ausmass der 

Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.

2.5  Der Beschwerdeführer leidet an einer Agoraphobie mit Panikstörung sowie einer 

mittelgradigen depressiven Episode. Die Depression ist seit der stationären 

Behandlung in der Klinik Gais vom 31. Mai bis 27. Juni 2007 diagnostiziert. Im 

Gegensatz zur untersuchenden RAD-Ärztin Dr. L.___ haben die Ärzte der Klinik Gais 

aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit vollständig verneint (IV-act. 52). Die 

RAD-Untersuchung hat kurz nach Austritt aus der Klinik am 3. Juli 2007 stattgefunden. 

Dr. L.___ hat angegeben, der Beschwerdeführer sei sowohl in der angestammten als 

auch in jeder anderen adaptierten Tätigkeit gleichermassen durch die Panikattacken 

eingeschränkt, die zusätzliche und unübliche Pausen erforderlich machten. 

Körperlicherseits bestehe aus rein psychiatrischer Sicht eine Einschränkung durch eine 

erhöhte Tagesmüdigkeit. In psychischer Hinsicht bestehe eine Einschränkung durch 

die geklagten Konzentrationsstörungen, Angst vor der Angst und durch wechselnde 

Panikattacken. In sozialer Hinsicht sei der Beschwerdeführer eingeschränkt durch die 

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Rückzugstendenz und verminderte Konfliktfähigkeit bei anzunehmender verminderter 

Impulskontrolle sowie narzisstischer Kränkbarkeit. Die vom Hausarzt bestätigte 

Arbeitsunfähigkeit von 100% seit 11. Mai 2005 sei psychiatrischerseits nachvollziehbar, 

weil bereits am 15. Juli 2005 von Dr. A.___ auf psychische Auffälligkeiten hingedeutet 

worden sei. Allerdings müsse darauf hingewiesen werden, dass die Einschränkungen 

der Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in jeder adaptierten Tätigkeit 

zu einem hohen Anteil auf dem schädlichen multiplen Substanzgebrauch beruhten, der 

als IV-fremd zu gelten habe. Die Arbeitsfähigkeit betrage ohne Berücksichtigung der 

Auswirkungen dieses schädlichen Substanzgebrauchs 50%. Die RAD-Ärztin hat dazu 

ausgeführt, die anfänglichen Ängste im Zusammenhang mit der Atemnot und den 

begleitenden Druckgefühlen hätten sich mehr und mehr verselbständigt. Im weiteren 

Verlauf fänden sich Hinweise auf vorbeugenden Einsatz von Asthma-Sprays mit β -

Mimetika. Die anzunehmende wiederholte Überdosierung könne zu Tremor, 

Kopfschmerzen, Hyperaktivität, Übelkeit, Erbrechen, Zittern und Gespanntheit führen 

und sich somit ungünstig auf die zugrunde liegende Angsterkrankung auswirken, die ja 

ebenfalls mit einer Erhöhung der Stresssymptome einhergehe. Wie von Dr. I.___ 

ausgeführt worden sei, bestehe beim Beschwerdeführer eine Hyperventilationsneigung, 

bei welcher offensichtlich mit ziemlicher Regelmässigkeit medizinisch nicht indiziert die 

β -Mimetika eingesetzt würden, wodurch sich im Sinn eines Teufelskreises das 

allgemeine Erregungsniveau steigere und neue Angstattacken gebahnt würden. Im 

Hinblick auf die chronischen Kopfschmerzen, die anfangs migränoiden Charakter 

gehabt hätten, konsumiere der Beschwerdeführer mittlerweise 10 bis 15 Beutel Migpriv 

im Monat. Damit könnten sowohl die geklagten Magenbeschwerden als auch ein 

schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz unterhalten werden. Zudem konsumiere der 

Beschwerdeführer noch zwei Nikotinkaugummis und ein Nikotinpflaster unbekannter 

Stärke am Tag. Dazu werde alle drei Tage ein Transtec-Pflaster (Buprenorphin) 

angewandt. Eine Indikation dafür werde nicht deutlich. Dem Beschwerdeführer könne 

zugemutet werden, auf den schädlichen Substanzgebrauch zu verzichten. Er habe 

offensichtlich eine gute Intelligenz und sollte in der Lage sein, eine Hyperventilation von 

einem Asthma-Anfall zu unterscheiden und adäquat darauf zu reagieren. Sollte der 

Beschwerdeführer den schädlichen Substanzgebrauch ambulant nicht abstellen 

können, so könne er selbst eine stationäre Behandlung in die Wege leiten (IV-act. 

63-21/34).

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2.6  Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer aus Angst vor einem 

weiteren Asthma-Anfall den Inhalationsspray übermässig benützt. Bereits im Suva-

Bericht vom 10. Januar 2006 ist von einem hohen Ventolinbedarf (bis zu acht Hübe 

täglich) die Rede. Während der Untersuchung sei zu beobachten gewesen, dass der 

Beschwerdeführer fast automatisch während der Besprechung Ventolin inhaliert habe, 

ohne dass Anzeichen einer Atemnot bestanden hätten (IV-act. 24-28/142). Auch Dr. 

H.___ hat in seinem Bericht vom 17. Juli 2006 ausgeführt, der Beschwerdeführer 

schildere sein Asthma, das mit grosser Angst verbunden sei, auch mit einem Gefühl, 

total von den Asthma-Medikamenten abhängig zu sein (IV-act. 36). Im Austrittsbericht 

der Klinik Gais vom 17. Juli 2007 ist festgehalten worden, dass der Beschwerdeführer 

seinen Asthma-Spray inzwischen beinahe zwanghaft in potenziell anstrengenden 

Situationen benütze, zum Teil auch prophylaktisch und überdosiert (IV-act. 52-2/5). Die 

Ärzte der Klinik Gais haben sich in ihrer Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht zu den 

Auswirkungen des schädlichen Substanzgebrauchs geäussert. Ebenso wenig hat der 

behandelnde Psychiater zu dieser Problematik Stellung genommen. Die RAD-Ärztin 

bezeichnet die Auswirkungen des schädlichen multiplen Substanzgebrauchs als IV-

fremd, weshalb sie in der Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht zu berücksichtigen seien. 

Der Beschwerdeführer sei intelligent, weshalb es ihm zugemutet werden könne, auf 

eine überdosierte Benützung der Medikamente zu verzichten. Damit setzt die RAD-

Ärztin voraus, dass auch die psychopathologischen Befunde es dem 

Beschwerdeführer bei zumutbarer Willensanstrengung nicht verunmöglichen, den 

übermässigen Medikamentengebrauch einzustellen und namentlich den Inhalier-Spray 

nur bei einem tatsächlichen Asthma-Anfall zu benutzen. Ob der Beschwerdeführer 

dazu in der Lage ist, erscheint allerdings fraglich. Die beim Beschwerdeführer 

diagnostizierte Agoraphobie und Panikstörung steht in einem unmittelbaren 

Zusammenhang mit der Asthma-Erkrankung. Gemäss RAD-Bericht finden sich 

phobische Ängste vor Sonnenschein und Staub, wobei der Beschwerdeführer 

offensichtlich auch auf Filme, in denen Staub zu sehen sei, mit Beschwerden reagiert; 

er ängstige sich vor engen Räumen, Dunkelheit und Menschenansammlungen. 

Mittlerweile würde damit eine Angst vor der Angst einhergehen (IV-act. 63-20/34). Er 

reagiere mit Dyspnoe, habe Mühe zu atmen und huste. Während einer Wanderung im 

Rahmen des Aufenthalts in der Klinik Gais habe er Dyspnoe verspürt und 

Angstempfindungen gehabt, er habe damals fünf bis sechs Hübe Ventolin benutzt (IV-

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act. 63-2/34). Die Ärzte der Klinik Gais haben am 17. Juli 2007 angegeben, die 

Asthmaanfälle selbst seien von grosser Angst und vegetativer Symptomatik begleitet. 

Die auslösenden Faktoren würden sich ausweiten, so dass inzwischen ein Mischbild 

aus phobischen Beschwerden mit Zwangs- und Vermeidungsverhalten und dem 

eigentlichen Asthma bronchiale entstanden sei. Aktuell leide der Beschwerdeführer an 

Ängsten und Panikstörungen, die vor allem beim Gefühl von Dyspnoe verstärkt 

beziehungsweise ausgelöst würden, aber auch teilweise in engen Räumen und 

Dunkelheit oder in potentiellen Situationen, die einen Asthmaanfall auslösen könnten 

(IV-act. 52-1/5).

2.7  Diese Schilderungen, welche durch die Feststellungen der RAD-Ärztin bestätigt 

werden, machen deutlich, dass die Angsterkrankung, die zur vollständigen 

Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers geführt hat, selbst wesentliche Ursache des 

schädlichen Medikamentengebrauchs ist, sowohl des vorbeugenden Einsatzes und 

wiederholter Überdosierung des Asthma-Sprays, als auch der medikamentösen 

Bekämpfung der unerwünschten Wirkungen dieser regelmässigen Überdosierung. Vor 

diesem Hintergrund vermag die Auffassung der RAD-Ärztin, der Beschwerdeführer 

könnte mit zumutbarer Willensanstrengung den schädlichen Medikamentenmissbrauch 

ohne fremde Hilfe einstellen und damit die Arbeitsfähigkeit um 50 % zu steigern, nicht 

zu überzeugen. Selbst wenn aber dies vom Beschwerdeführer erwartet werden könnte, 

wäre er dafür im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht gehörig abzumahnen. 

Ebenso wenig kann nun aber auf Grund der medizinischen 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen des Hausarztes und des behandelnden Psychiaters 

angenommen werden, der Beschwerdeführer sei vollständig arbeitsunfähig. Es besteht 

daher weiterer Abklärungsbedarf. Es empfiehlt sich allerdings, mit medizinischen 

(psychiatrischen) Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit zu Gunsten von 

Integrationsmassnahmen vorerst zuzuwarten.

3.  

Zu Recht hat die Beschwerdegegnerin nach Vorliegen des RAD-Berichts die Prüfung 

von Eingliederungsmassnahmen an die Hand genommen. Allerdings wurden diese 

Bemühungen bereits nach wenigen Gesprächen wieder eingestellt, weil – wie die 

Eingliederungsberaterin ausgeführt hat (IV-act. 69, 70) – der Beschwerdeführer sich 

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aktuell nicht fähig gefühlt habe sich auf Eingliederungsmassnahmen einzulassen; er 

habe nur negative Aspekte gesehen und Ängste geäussert, so dass jeglicher Versuch – 

vorgeschlagen wurde ein Praktikum oder ein Arbeitstraining – zum Scheitern verurteilt 

sei. Der Abbruch der Eingliederungsbemühungen ist eindeutig zu früh erfolgt. Der 

Beschwerdeführer ist hauptsächlich durch seine psychischen Probleme gehemmt, eine 

berufliche Eingliederungsmassnahme in Angriff zu nehmen, da er Angst vor einem 

erneuten Scheitern hat (vgl. IV-act. 69). Sowohl der behandelnde Psychiater als auch 

der Hausarzt haben jedoch mehrfach darauf hingewiesen, dass nach ihrer 

Einschätzung wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden könnte, wenn der 

Beschwerdeführer bei der Wiedereingliederung tatsächlich in geeigneter Weise 

unterstützt und begleitet werde. Werde jedoch darauf verzichtet, drohe eine weitere 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes (IV-act. 36, 42 und 73). Unter den 

gegebenen Umständen erscheinen im vorliegenden Fall primär wohl 

Integrationsmassnahmen im Sinn von Art. 14a IVG angezeigt (vgl. zum Ganzen Erwin 

Murer, Invalidenversicherung: Prävention, Früherfassung und Integration, 2009, Rz 3 ff. 

zu Art. 14a IVG). Mittels Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation wäre 

namentlich das Vertrauen des Beschwerdeführers in seine physischen und 

psychischen Fähigkeiten aufzubauen und zu stärken. Dies könnte durch 

Belastbarkeits- und/oder Aufbautrainings erfolgen. Im Rahmen der sozialberuflichen 

Rehabilitation könnte aber auch der dringende Abbau des schädlichen 

Medikamentenkonsums begleitet werden. Es würde sich zeigen, ob der 

Beschwerdeführer hiefür medizinische oder sozialpsychiatrische Unterstützung 

benötigt. In einem weiteren Schritt kämen Beschäftigungsmassnahmen in Frage, wobei 

nach Möglichkeit auf den beruflichen Ressourcen aus der früheren Tätigkeit 

aufzubauen wäre. Sollten diese Massnahmen erfolgreich sein, hätten weitere 

Massnahmen beruflicher Art zu folgen. Sofern allerdings die Integrationsmassnahmen 

scheitern oder trotz erfolgreicher Durchführung eine berufliche Eingliederung nicht 

möglich sein sollte, wäre die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit erneut zu klären.

4.  

4.1  Zusammenfassend ist die Beschwerde im Sinn der Erwägungen teilweise 

gutzuheissen. Die Verfügung vom 3. September 2008 ist aufzuheben. Die 

Beschwerdegegnerin hat die Eingliederungsbemühungen – wie oben dargelegt – 

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wieder aufzunehmen und gegebenenfalls auch eine weitere medizinische Abklärung zu 

veranlassen. Sollte die Eingliederung aus Gründen der Arbeitsunfähigkeit nicht möglich 

sein, hat die Beschwerdegegnerin über den definitiven Rentenanspruch zu befinden.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt. Da sie gemäss Art. 3 

Abs. 1 lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der 

Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen 

Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme 

amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb 

die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

4.3  Bei diesem Verfahrensausgang ist praxisgemäss von einem vollen Obsiegen 

auszugehen (vgl. etwa ZAK 1987 S. 266 E. 5a), weshalb der Beschwerdeführer einen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung hat. Die Parteientschädigung bemisst sich 

gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit 

des Prozesses. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist sich eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 3. September 

2008 aufgehoben und die Sache wird zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im 

Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

bis

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2. Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2010
	Art. 16 ATSG; Art. 14a IVG; Art. 28 Abs. 2 IVG; Art. 49 Abs. 2 IVV. Arbeitsunfähigkeit auf Grund einer Agoraphobie mit Panikstörung und mittelschwerer depressiver Episode. Selbständige Fähigkeit zur Einstellung einer schädlichen Medikamentengebrauchs. Vorliegend sind Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Wiedereingliederung angezeigt. Beurteilung der zumutbaren Willensanstrengung. Rentenzusprache verfrüht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2010, IV 2008/430).

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