# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00acf4ff-7476-5000-b521-0cbe7017ba30
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.02.2013 UV 2012/42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-42_2013-02-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/42

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.09.2019

Entscheiddatum: 26.02.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 26.02.2013
Art. 4 ATSG. Das Abknicken der Hand unter der Last eines Patienten im 
Rahmen eines für eine Krankenschwester vertrauten Umlagerungsvorgangs 
stellt einen Unfall im Rechtssinn dar (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 26. Februar 2013, UV 2012/42).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; a.o. Gerichtsschreiberin Nataša Stanković

Entscheid vom 26. Februar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Petrik, Anwaltskanzlei schmuckipartner, 

Marktgasse 3, 9004 St. Gallen,

gegen

AXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ war seit dem 15. April 2007 als Krankenschwester in B.___ tätig und dadurch 

obligatorisch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA) gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie sich am 30. Mai 2010 beim 

Umlagern eines Bewohners eine Verrenkung des linken Handgelenks zuzog (vgl. 

Unfallmeldung vom 10. Juni 2010, act. G 5.1/A1). In der Folge wurde die Versicherte 

von der AXA zum genauen Vorgangsablauf schriftlich befragt (act. G 5.1/A2).

A.b  Dr. med. C.___, Allgemeinmedizin FMH, bestätigte mit Bericht vom 21. November 

2011 eine Erstbehandlung am 8. Juni 2010, anlässlich welcher als Befund eine 

Schwellung im Bereich des Handgelenks bei normaler Beweglichkeit erhoben wurde. 

Die Röntgenuntersuchung zeigte keine weiteren auffälligen Befunde. Dr. C.___ 

diagnostizierte eine Distorsion am linken Handgelenk sowie unklare persistierende 

Schmerzen, welche ihre Ursache im Unfall hätten. Als Therapie wurden lokal 

analgetische Massnahmen sowie das Tragen einer Handgelenksschiene für einige Tage 

veranlasst (act. G 5.2 / M3).

A.c  Aufgrund von wiederkehrenden Schmerzen unterzog sich die Versicherte am 2. 

November 2011 einer weiteren Untersuchung bei Dr. C.___ (act. G 1.5; vgl. auch 

Rückfallmeldung vom 2. November 2011, act. G 5.1/A3). Infolge der persistierenden 

Handgelenkschmerzen links ulnar veranlasste der behandelnde Arzt am 4. November 

2011 eine Überweisung der Versicherten an die Abteilung Handchirurgie des Spitals 

D.___ (act. G 1.6).

A.d  Mit Schreiben vom 25. November 2011 setzte die AXA die Versicherte darüber in 

Kenntnis, dass kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen 

Unfallversicherung bestehe, da die Voraussetzungen des Unfallbegriffs nicht 

vollumfänglich erfüllt seien (act. G 1.10).

A.e  Infolge der Untersuchung vom 29. November 2011 stellte Dr. E.___, Oberarzt 

Chirurgie Spital D.___, die Verdachtsdiagnose einer Läsion des triangulären 

fibrokartilaginären Komplexes (TFCC). Inspektorisch zeige sich im Seitenvergleich ein 

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unauffälliger linksseitiger Vorderarm nebst Hand. Daneben würden sich weder 

Schwellungen noch Fehlstellungen darstellen lassen. Palpatorisch zeige sich eine 

leichtgradige Druckdolenz über dem Prozessus styloideus ulnae. Eine eigentliche 

Instabilität im distalen Radioulnargelenk sei nicht nachweisbar. Im Seitenvergleich 

bestehe ein vollumfängliches Bewegungsausmass des linken Handgelenks mit 

endständigem Schmerz bei Ulnarduktion und forcierter Dorsalflexion. Inkonstant 

berichte die Versicherte auch über ein leicht schmerzhaftes Klicken bei Ulnarduktion 

verbunden mit axialem Stress und Rotation. Dies habe von ihm allerdings nicht 

ausgelöst werden können. Bei seitengleicher Griffstärke bestehe eine unauffällige 

Trophik, Sensibilität und Durchblutung der linken Hand (Arztbericht vom 6. Dezember 

2011, act. G 1.7). Am 12. Dezember 2011 wurde im Röntgeninstitut durch 

Dr. med. F.___, Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin, eine 

Magnetresonanztomographie (MRT-Arthrographie) des linken Handgelenks 

durchgeführt. Laut dem gleichentags erstellten Untersuchungsbericht zeigte diese eine 

Ruptur der ulnaren Gelenkkapsel im ventro-medialen Bereich einschliesslich der 

ventralen ulnaren Anheftung des TFCC, degenerative Veränderungen der radiären 

TFCC-Anteile, eine regelrechte Artikulation, eine Ruptur der volaren extrinsischen 

Bänder mit ganglionartiger Erweiterung der ventralen Gelenkkapsel, ein intaktes 

Scapholunatum- und Lunotriquetrum-Band sowie ein 5mm grosses intraossäres 

Ganglion des Os capitatum. Es seien kein Kontrastmittel-Übertritt in das distale 

Radioulnargelenk und keine Fraktur der abgebildeten Skelettanteile erkennbar (act. G 

1.8). Anlässlich der am 21. Dezember 2011 erfolgten Untersuchung stellte Dr. med. 

G.___, Facharzt Plastische und Handchirurgie Spital D.___, fest, dass eine ulnare 

TFCC-Läsion am Handgelenk links nach einer Distorsion vorliege. Äusserlich bestehe 

ein reizloses linkes Handgelenk mit regelrechter Durchblutung, Motorik und Sensibilität 

der Langfinger. Im Seitenvergleich liege eine regelrechte Handgelenkartikulation vor. 

Ferner zeige sich ein ulno-carpaler Druckschmerz. Eine ergänzend durchgeführte MRT-

Arthrographie des linken Handgelenks zeige einen ulnaren Abriss der Anheftung des 

TFCC (act. G 1.9).

A.f Gegen die am 27. Dezember 2011 ergangene Verfügung (act. G 5.1/A6), in welcher 

die AXA an ihrem Entscheid gemäss Schreiben vom 25. November 2011 festhielt, 

erhob der Rechtsvertreter der Versicherten am 1. Februar 2012 Einsprache mit den 

Rechtsbegehren um Aufhebung der Verfügung und Ausrichtung der gesetzlichen 

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Leistungen. Es wurde beanstandet, dass die Verfügung den Anspruch auf rechtliches 

Gehör verletze, da die Begründung nicht erkennen lasse, von welchen Überlegungen 

sich die AXA habe leiten lassen. In der Sache wurde argumentiert, dass eine 

unfallähnliche Körperschädigung vorliege und die Leistungsvoraussetzung der 

Aussergewöhnlichkeit des äusseren Faktors damit entfalle. Im Sinn einer 

Eventualbegründung wurde ausgeführt, dass im Übrigen ein aussergewöhnlicher 

äusserer Faktor vorliege und demzufolge der Unfallbegriff erfüllt sei (act. G 1.11).

A.g  Mit Entscheid vom 26. März 2012 wies die AXA die Einsprache ab, da gemäss 

beweisrechtlich relevanter Aussage der geschilderte Ablauf unter die gewöhnliche 

Bandbreite der beruflichen Tätigkeit als Krankenschwester falle, weshalb er weder un­

gewöhnlich noch als unfallversicherungsrechtlich relevante Programmwidrigkeit 

angesehen werden könne. Ferner sei dem Geschehen kein gesteigertes 

Gefährdungspotential zuzuordnen, weshalb auch im Fall einer unfallähnlichen 

Körperschädigung keine Leistungspflicht bestehe. Schliesslich lasse sich die 

Leistungspflicht auch nicht aufgrund der medizinischen Feststellungen begründen 

(act. G 1.1).

B.

B.a  Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Beschwerdeführerin am 10. Mai 2012 

Beschwerde erheben und beantragen, in Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 26. März 2012 seien ihr die gesetzlichen Leistungen aus der 

obligatorischen Unfallversicherung für die Folgen des Ereignisses vom 30. Mai 2010 

auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wurde im 

Wesentlichen ausgeführt, die Beschwerdegegnerin verkenne vorliegend die Tragweite 

des Untersuchungsgrundsatzes sowie der Begründungspflicht. Der 

Gesundheitsschaden lasse sich erwiesenermassen sowohl unter Art. 9 Abs. 2 lit. b der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) als auch unter lit. g der 

Norm subsumieren. Eventualiter sei die Leistungspflicht des Unfallversicherers dadurch 

begründet, dass es sich beim Ereignis vom 30. Mai 2010 um einen Unfall im Sinn des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) handle, da es 

insbesondere nicht an der Voraussetzung der Aussergewöhnlichkeit des einwirkenden 

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äusseren Faktors mangle. Das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

ergebe sich zudem eindeutig aus den diagnostizierten Gesundheitsschäden (act. G 1).

B.b  In der Beschwerdeantwort vom 25. Juli 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 

26. März 2012, da weder die Voraussetzungen für das Vorliegen einer unfallähnlichen 

Körperverletzung noch des Unfallbegriffs erfüllt seien beziehungsweise die 

Leistungspflicht ohnehin an der fehlenden natürlichen Kausalität zwischen den 

geklagten Beschwerden und dem Ereignis vom 30. Mai 2010 scheitere (act. G 7).

B.c  Mit Replik vom 26. Juni 2012 wurde der seitens der Beschwerdeführerin bis anhin 

vertretene Standpunkt unterstrichen (act. G 9). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf 

die Einreichung einer Duplik.

B.d  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen näher eingegangen.

Erwägungen:

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Vorfall vom 30. Mai 2010 zu 

Recht weder als Unfall noch als unfallähnliche Körperschädigung qualifiziert und ihre 

Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung für den am 2. November 

2011 gemeldeten Rückfall verneint hat.

2. 

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt.

2.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

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schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

2.3 Dem Unfall gleichgestellt sind nach Art. 9 Abs. 2 UVV, sofern sie nicht eindeutig auf 

eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhn­

liche äussere Einwirkung die folgenden Körperschädigungen: Knochenbrüche, 

Verrenkungen von Gelenken, Meniskusrisse, Muskelrisse, Muskelzerrungen, 

Sehnenrisse, Bandläsionen und Trommelfellverletzungen.

2.4 Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht, 

der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben 

den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln bzw. die notwendigen Beweise zu 

erheben. Indessen ist die leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei 

mitzuwirken. Sie muss die Umstände des Unfalls glaubhaft machen. Kommt sie dieser 

Aufforderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche 

Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig 

erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Die 

Beschwerdegegnerin hat die Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde", die bei 

sich widersprechenden Angaben der versicherten Person über den Unfallhergang eine 

im Rahmen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) zu berücksichtigende 

Entscheidungshilfe darstellt (BGE 121 V 47 E. 2a; RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546), richtig 

wiedergegeben (vgl. E. 1c). Darauf ist ebenfalls zu verweisen. Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt zur 

Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher 

Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 114 V 305 E. 5b). Wird also auf dem Weg der 

Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit 

Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht (Thomas Locher, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.) –, so hat dieses 

als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person 

auswirkt (BGE 116 V 140 E. 4b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).

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3. 

3.1 Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin liegen widersprüchliche Angaben der 

Beschwerdeführerin bezüglich des Unfallhergangs vor. Insbesondere entspreche ihre 

Hergangsschilderung nach der Mitteilung des Unfallversicherers vom 25. November 

2011 über die Ablehnung des Leistungsanspruchs nicht ihrer Erstbeschreibung vom 

1. August 2010, worin sie von normal verlaufenden Bedingungen berichtet habe. In 

diesem Zusammenhang sei auf die Beweismaxime der sogenannten "Aussage der 

ersten Stunde" zu verweisen.

3.2 Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist der Unfallhergang nach der Mitteilung des 

Unfallversicherers vom 25. November 2011 nicht anders, sondern detaillierter 

beschrieben worden. Im Übrigen sei festzuhalten, dass es sich bei der schriftlichen 

Angabe vom 1. August 2010 nicht um die Aussage der ersten Stunde handle. Bereits 

aus der Unfallmeldung vom 10. Juni 2010 gehe hervor, dass sich die Beschwer­

deführerin bei der Umlagerung eines Bewohners eine Verrenkung des linken 

Handgelenks zugezogen habe.

4. 

4.1 Damit beurteilt werden kann, ob das Ereignis vom 30. Mai 2010 einen Unfall im 

Rechtssinn darstellt, ist der Sachverhalt festzulegen, wie er sich mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ereignet hat.

4.2 Wie in Erwägung 2.4 festgehalten hat die leistungsansprechende bzw. versicherte 

Person bei der Sachverhaltserhebung mitzuwirken bzw. die Umstände des Unfalls 

glaubhaft zu machen. Weil sie den Unfall erlitten hat und damit im Regelfall dessen 

konkrete Umstände am besten kennt, kommen ihren eigenen Angaben bzw. ihrer 

Ereignisschilderung bei der Beweiserhebung zentrale Bedeutung zu. Dabei ist aber zu 

erwarten bzw. hängt die Glaubwürdigkeit des geltend gemachten Sachverhalts davon 

ab, dass die wesentlichen Sachverhaltselemente – insbesondere auf konkrete 

Nachfrage hin – erwähnt, und die bei verschiedenen Gelegenheiten abgegebenen 

Sachverhaltsschilderungen in den wesentlichen Punkten übereinstimmen. – Den 

anlässlich der Erstbehandlung vom 8. Juni 2010 von Dr. C.___ notierten "Angaben des 

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Patienten" ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin bei der Pflege einen 

schweren Patienten gehoben habe und dabei ihr linkes Handgelenk abgeknickt sei. 

Weiter geht aus der Unfallmeldung vom 10. Juni 2010 hervor, dass sich die Be­

schwerdeführerin beim Umlagern eines Heimbewohners eine Verrenkung am linken 

Handgelenk zugezogen habe. Sodann gab die Beschwerdeführerin am 1. August 2010 

eine schriftliche Ereignisschilderung in einem von der Beschwerdegegnerin zugestellten 

Fragebogen ab. Dieser dient der Unfallversicherung zur detaillierten Erhebung der 

tatsächlichen Verhältnisse bei der leistungsansprechenden Person. Im Vordergrund 

stehen entsprechend die Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Die 

Beschwerdeführerin führte aus, sie habe einen Bewohner im Bett nach Kinästhetik um 

180 Grad drehen wollen. Als sie ihre Hände unter ihm hervorziehen wollte, sei ihr 

Handgelenk abgeknickt, da seine Antidekubitus-Matratze, welche nicht auf hart habe 

eingestellt werden können, nachgelassen habe. Bei der geschilderten Verrichtung 

handle es sich um eine gewohnte Tätigkeit, welche unter normalen Bedingungen 

erfolgt sei. Nach der Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 25. November 2011 über 

die Ablehnung des Leistungsanspruchs führte der Schweizer Berufsverband der 

Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner im Schreiben vom 6. Dezember 2011 an die 

Beschwerdegegnerin aus, die Beschwerdeführerin habe sich beim Umlagern eines 

Patienten das Handgelenk verletzt, wobei ihr der Patient auf das Handgelenk gefallen 

und dieses dabei umgeknickt sei. In der Einsprache vom 1. Februar 2012 machte der 

Rechtsvertreter geltend, die Beschwerdeführerin sei während des 

Umlagerungsvorgangs mit der rechten Hand abgerutscht, worauf das ganze Gewicht 

des Patienten auf ihrer linken Hand gelastet habe. Aufgrund der plötzlichen Belastung 

habe sie sein Gewicht jedoch nicht mit einer Hand halten können, weshalb sich sein 

Körper in einer schnellen Bewegung nach unten bewegt habe. Dabei sei es ihr nicht 

mehr möglich gewesen, die linke Hand unter ihm hervorzuziehen, so dass der 

herabfallende Patient auf dieser gelandet sei. Aufgrund der Stellung der linken Hand im 

Moment, als er auf diese beziehungsweise die weitgehend nachgebende Matratze 

gefallen sei, sei die Hand abgeknickt, was zur Handgelenksdistorsion geführt habe.

4.3 Die von der Beschwerdeführerin im Fragebogen dargelegte ausführliche 

Schilderung des Vorfalls stimmt sowohl mit der vorangehenden als auch mit der nach 

der Mitteilung des Unfallversicherers vom 25. November 2011 über die Ablehnung des 

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Leistungsanspruchs erfolgten Darstellung der Ereignisse in wesentlichen Elementen 

überein. In allen Schilderungen wird dargelegt, dass der Beschwerdeführerin beim 

Umlagern ein Bewohner auf die linke Hand gefallen sei bzw. mit seinem Gewicht auf 

die Hand gedrückt habe, wodurch das Handgelenk umgeknickt sei. Die Angabe, dass 

es sich dabei um eine gewohnte Tätigkeit, welche unter normalen Bedingungen 

verlaufen sei, gehandelt habe, bezieht sich dabei offensichtlich ganz allgemein auf das 

Umlagern eines Patienten im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit. Nicht unter die 

"normalen Bedingungen" fällt dagegen ebenso offensichtlich, dass ihr dabei durch das 

auf die linke Hand drückende Gewicht des Patienten das Handgelenk abgedrückt 

wurde und umknickte.

5. 

5.1 Zu prüfen ist im Folgenden, ob das Unfallbegriffsmerkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors erfüllt ist. Nach der Definition des Unfalls bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, 

sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist 

somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende Folgen nach sich gezogen 

hat. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 

im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (SVR 

2001 KV Nr. 50 S. 145 E. 3a; BGE 122 V 233 E. 1 = Pra 1997 Nr. 823 S. 415 f.).

5.2 Im vorliegenden Fall ist zu berücksichtigen, dass eine berufsübliche Anstrengung, 

wie sie in einem Betrieb immer wieder vorkommt, nicht als Unfall gilt (Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 178; BGE 116 V 139 

E. 3b, mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38). Der Beschwerdegegnerin ist daher 

insoweit beizupflichten, wenn sie ausführt, dass es sich für die Beschwerdeführerin 

beim beschriebenen Umlagerungsvorgang um eine vertraute Tätigkeit im Rahmen ihrer 

Arbeit als Krankenschwester handelte, weshalb in der Art der vorgenommenen 

Handlung keine Ungewöhnlichkeit erblickt werden könne. Nicht unter die gewöhnliche 

Bandbreite eines solchen Umlagerungsvorgangs als Tätigkeit einer Krankenschwester 

fällt dagegen das beschriebene Umknicken der linken Hand unter der Last des Körpers 

des Bewohners, den die Beschwerdeführerin mobilisieren wollte. Darin liegt vielmehr 

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eine Abweichung, welche den Rahmen des Üblichen sprengt, selbst wenn die vom 

Pflegealltag gestellten Anforderungen berücksichtigt werden. Der natürliche Ablauf 

wurde hier durch einen in der Aussenwelt begründeten Faktor, nämlich die Last des 

Patienten in Kombination mit der nachgebenden Matratze, gestört, wodurch es zu 

Verletzungsfolgen gekommen ist. Entsprechend ist das Vorliegen eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors und damit eines Unfallereignisses zu bejahen.

5.3 Anlässlich der Erstbehandlung am 8. Juni 2010 diagnostizierte Dr. C.___ eine 

Distorsion am linken Handgelenk, welche er auf den Vorfall vom 30. Mai 2010 

zurückführte. Aufgrund von wiederkehrenden Schmerzen unterzog sich die Beschwer­

deführerin am 2. November 2011 einer weiteren Untersuchung bei Dr. C.___. Infolge 

der Untersuchung vom 29. November 2011 stellte Dr. E.___ die Verdachtsdiagnose 

einer Läsion des triangulären fibrokartilaginären Komplexes (TFCC). Die 

Magnetresonanztomographie am 12. Dezember 2011 zeigte eine Ruptur der ulnaren 

Gelenkkapsel im ventro-medialen Bereich einschliesslich der ventralen ulnaren 

Anheftung des TFCC, degenerative Veränderungen der radiären TFCC-Anteile, eine 

regelrechte Artikulation, eine Ruptur der volaren extrinsischen Bänder mit 

ganglionartiger Erweiterung der ventralen Gelenkkapsel, ein intaktes Scapholunatum- 

und Lunotriquetrum-Band sowie ein 5mm grosses intraossäres Ganglion des Os 

capitatum. Anlässlich der am 21. Dezember 2011 erfolgten Untersuchung stellte 

Dr. G.___ fest, dass eine ulnare TFCC-Läsion am Handgelenk links nach einer 

Distorsion vorliege. Die Auffassung der Beschwerdegegnerin, wonach sich die 

Leistungspflicht infolge der medizinischen Feststellungen nicht begründen lasse, da 

Läsionen der Bänder des TFCC auch durch anatomische Strukturen im Handgelenk 

oder degenerative Ursachen bedingt sein könnten, findet in den medizinischen 

Unterlagen keine Stütze. Vielmehr kann anhand der medizinischen Aktenlage nicht 

davon ausgegangen werden, dass der diagnostizierte Gesundheitsschaden der 

Beschwerdeführerin (ausschliesslich) auf unfallfremden Ursachen beruht, weshalb 

überwiegend wahrscheinlich eine unfallkausale TFCC-Läsion am linken Handgelenk 

nach einer Distorsion vorliegt.

6. 

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Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in Bezug auf den hier zu beurteilenden 

Sachverhalt in Berücksichtigung aller Umstände mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass ein unfallmässiges 

Geschehen im Sinn von Art. 4 ATSG vorliegt und die Unfallkausalität der 

Handverletzung der Beschwerdeführerin zu bejahen ist. Entsprechend ist die 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 30. Mai 

2010 gegeben.

7. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 26. März 2012 gutzuheissen und die Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 30. Mai 2010 zu bejahen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Gemäss Art. 61 lit. g ATSG 

hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. 

Die Parteientschädigung ist - wie in vergleichbaren Verfahren üblich - pauschal auf Fr. 

3'500.--, einschliesslich Barlauslagen und Mehrwertsteuer, festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 26. März 2012 

aufgehoben, und die Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 30. Mai 

2010 als leistungspflichtig erklärt.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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