# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4bcbdd76-340f-53b5-984a-c52ede867a2c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-08-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.08.2023 A-5001/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5001-2021_2023-08-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Das BGer ist mit Entscheid vom 

09.10.2023 auf die Beschwerde nicht 

eingetreten (2C_546/2023) 

 
    
 

 
 

  

 

 Abteilung I 

A-5001/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  A u g u s t  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,  

Richter Keita Mutombo,    

Gerichtsschreiber Kaspar Gerber. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

(…),   

vertreten durch Alisa Burkhard, Rechtsanwältin,  

(…),  

Beschwerdeführer,   
 

 gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,  

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,    

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Amtshilfe (DBA CH-IN). 

 

 

 

A-5001/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A. .  

A.a Das Ministry of Finance, Foreign Tax & Tax Research Division, (…), 

Indien (nachfolgend: MoF), hat am 18. April 2013 und gestützt auf Art. 26 

des Abkommens vom 2. November 1994 zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft und der Republik Indien zur Vermeidung der Doppel-

besteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen (SR 

0.672.942.31; nachfolgend: DBA-CH-IN) betreffend A._______, (…), 

(nachfolgend auch: betroffene Person), ein Amtshilfeersuchen an die Eid-

genössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) gerichtet. 

A.b Die ESTV schloss das Verfahren gemäss Antwortschreiben an das 

MoF vom 20. Februar 2014 ab, da die dem Amtshilfeersuchen zugrunde-

liegenden Informationen von der B._______ PRIVATE BANK (SUISSE) SA 

(nachfolgend: CH-Bank) gemäss damaliger Einschätzung der ESTV vom 

MoF gemäss Art. 7 Bst c des Bundesgesetzes vom 28. September 2012 

über die internationale Amtshilfe in Steuersachen (Steueramtshilfegesetz, 

StAhiG, SR 651.1) in unzulässiger Weise erhältlich gemacht wurden. 

B.  

Das Bundesgericht hat mit seinem Urteil 2C_648/2017 vom 17. Juli 2018 

im Wesentlichen entschieden, dass die ESTV auf die Amtshilfeersuchen 

des MoF im Zusammenhang mit Daten der CH-Bank eintreten kann. 

C.  

C.a Das MoF hat am 31. Oktober 2018 und gestützt auf Art. 26 DBA CH-

IN betreffend die betroffene Person ein weiteres Amtshilfeersuchen an die 

ESTV gerichtet. 

C.b Das MoF führte bereits im Ersuchen vom 18. April 2013 betreffend 

Sachverhalt sinngemäss das Folgende aus (sinngemäss aus dem Engli-

schen übersetzt): Die Prüfung der Veranlagungsunterlagen der betroffenen 

Person habe eindeutige Hinweise auf die Verheimlichung von Einkommen 

und nicht offengelegte Investitionen in verschiedene Klassen von Vermö-

genswerten ergeben. Es seien die erforderlichen Ermittlungen gemäss 

dem Steuergesetz durchgeführt worden, die auch die Aufnahme der eides-

stattlichen Erklärung der betroffenen Person umfasst habe. Die Untersu-

chung habe die Existenz eines nicht offengelegten Bankkontos bei der CH-

Bank in der Schweiz zu Tage gefördert. Die betroffene Person habe Ge-

schäftsbeziehung mit dem «C._______ Trust» (Kundenprofil-Code […]). 

Der «C._______ Trust» unterhalte ebenfalls ein Bankkonto bei der CH-

A-5001/2021 

Seite 3 

Bank. Die Transaktionen zwischen den Steuerpflichtigen und den besagten 

verbundenen Parteien müssten untersucht werden, um zu ermitteln, wel-

che Einkünfte der Steuerpflichtige nicht offengelegt habe. Das auf das be-

treffende Bankkonto eingezahlte oder überwiesene Geld sei der indischen 

Steuerbehörde nicht mitgeteilt worden. Die Informationen über das Datum 

der Einzahlung, die Höhe der Einlagen und deren Investition in verschie-

denen Anlagekategorien würden zu einer Besteuerung der nicht offenge-

legten Einkünfte der betroffenen Person führen. Darüber hinaus würden 

Informationen über den Modus Operandi der Eröffnung eines nicht offen-

gelegten Auslandskontos dazu beitragen, Geldwäscherei in Indien zu ver-

hindern.  

C.c Das MoF ersuchte am 18. April 2013 die ESTV für den Zeitraum vom 

6. Juni 2005 bis 31. März 2012 um nachstehende Informationen: 

a. Complete updated client profile of the Account Holder and The C._______ 

Trust (Enclose authenticated copy). 

b. Complete details of the beneficiaries of the Account viz. Name, Address, 

Beneficial Interest etc. 

c. Class of services provided to the client (taxpayer). 

d. Date wise deposits made in the taxpayer’s account and investment of the 

same in different class of assets. 

e. Gain or loss from the investments made in each class of asset (Enclose 

authenticated copy of the account statement). 

f. Mode of each deposit specifying the currency and source of deposit, if the 

same is by the way of transfer or wire or remittance etc. 

g. Total deposits made during the periods mentioned below. 

i. from 06.06.2005 to 31.03.2006 

ii. from 01.04.2006 to 31.03.2007 

iii. from 01.04.2007 to 31.03.2008 

iv. from 01.04.2008 to 31.03.2009 

v. from 01.04.2009 to 31.03.2010 

vi. from 01.04.2010 to 31.03.2011 

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Seite 4 

vii. from 01.04.2011 to 31.03.2012 

Please enclose copies of Accounts Statements for the above periods. 

h. Details of banking transactions made between the Tax-payers and The 

C._______ Trust. 

i. Enclose authenticated copy of the document recording information at the 

time of opening of the accounts. 

Mit Ergänzung des Amtshilfeersuchens vom 31. Oktober 2018 stellte das 

MoF insbesondere klar, dass der Begriff «Holding» eines Bankkontos weit 

zu verstehen sei und u.a. auch die wirtschaftliche Berechtigung an einem 

Konto umfasst. 

C.d Auf entsprechende Aufforderung der ESTV gemäss ihrer Editionsver-

fügung vom 19. Dezember 2018 hin edierte die CH-Bank gestützt auf Art. 

8 i.V.m. Art. 10 StAhiG fristgerecht folgende Informationen betreffend die 

betroffene Person und die Zeit von 1. April 2011 bis 31. März 2012: 

a. Bank account number. 

b. Copy of account opening form along with documents relating to KYC details 

applicable during the relevant period. 

c. Statements of bank account and statements of assets (including portfolio), 

for the mentioned period. 

d. Full details of all holders, beneficial owners and/or authorized signatories 

of the account with complete particulars of their name, passport number, 

address and other contact details. 

e. The same information is requested for any other bank account in which 

D._______ is related, as holder, beneficial owner and/or authorized signa-

tory. 

C.e Mit der Editionsverfügung vom 19. Dezember 2018 hat die ESTV die 

CH-Bank ebenfalls aufgefordert, die im Ausland ansässige betroffene Per-

son über das laufende Amtshilfeverfahren zu informieren. Die CH-Bank hat 

dies im Anschluss getan. 

C.f Die CH-Bank informierte im Januar 2019 ebenfalls den Kontoinhaber 

E._______ Investment Ltd., (…) (nachfolgend auch: beschwerdeberech-

tigte Person), über das Amtshilfeverfahren. 

A-5001/2021 

Seite 5 

C.g Nachdem die damalige Rechtsvertretung der betroffenen Person de-

ren Interessenwahrung angezeigt hatte, gewährte die ESTV ihr mit Schrei-

ben vom 21. März 2019 Akteneinsicht. Innert erstreckter Frist liess die be-

troffene Person zum Amtshilfeersuchen in ablehnendem Sinn am 19. April 

2019 Stellung nehmen.  

Nach einem Wechsel der Rechtsvertretung gewährte die ESTV am 23. Mai 

2019 erneut Akteneinsicht. In der Folge fanden mehrere Austausche zwi-

schen der ESTV und der Rechtsvertretung der betroffenen Person statt. In 

diesem Zusammenhang gewährte die ESTV am 13. Juni 2019 weitere Ak-

teneinsicht. Am 24. Juni 2019 nahm die betroffene Person gegenüber der 

ESTV erneut Stellung. Nach Rückfragen der ESTV beim MoF stellte die 

ESTV mit Schreiben vom 10. August 2021 dem Vertreter eine ergänzende 

Akteneinsicht zu. In der Folge liess sich die betroffene Person nicht mehr 

vernehmen.  

C.h Am 1. Oktober 2019 hat die ESTV beim MoF per E-Mail eine Rück-

frage betreffend nach wie vor gegebener voraussichtlicher Erheblichkeit 

der ersuchten Informationen gestellt, welche das MoF nach entsprechen-

den Nachfragen der ESTV am 5. August 2021 in zustimmendem Sinn be-

antwortet hat. 

C.i Mit Schlussverfügung vom 13. Oktober 2021 beschloss die ESTV im 

Wesentlichen Folgendes: Die ESTV leistet dem MoF Amtshilfe betreffend 

die betroffene Person (Ziff. 1 des Dispositivs). Die ESTV übermittelt dem 

MoF folgende von der CH-Bank edierte Informationen, in welchen auch die 

beschwerdeberechtigte Person erscheint (Ziff. 2): 

Based on Article 26 DTA CH-IN we send you the following information 

provided by [CH-Bank]: 

In accordance with the DTA CH-IN, administrative assistance for ques-

tions concerning the application of domestic law can only be provided for 

information starting from the financial years 2011/2012 as the prior years 

are not covered by the temporal scope of that Convention. Therefore we 

can only provide you with information from 1 April 2011 (see decision  

A-4232/2013 of 12 December 2013 of the Swiss Federal Administrative 

Court). 

A._______ is the settlor of the overlaying Trust of the company E._______ 

holding the account under reference Nr. (…). 

Please find in the enclosure the documents related to the account No. (…). 

A-5001/2021 

Seite 6 

Die Anträge auf Nichteintreten auf das Amtshilfegesuch, auf Verweigerung 

der zur Übermittlung vorgesehenen Unterlagen und auf Übermittlung von 

Informationen zu Drittpersonen werden abgewiesen (Ziff. 3). Die ESTV 

wird das MoF darauf hinweisen, dass die unter Ziff. 2 genannten Informa-

tionen im ersuchenden Staat nur in Verfahren gegen [die betroffene Per-

son] und nur für den im Amtshilfeersuchen genannten Sachverhalt verwer-

tet werden dürfen (Ziff. 4, Bst. a) und die erhaltenen Informationen, wie die 

aufgrund des innerstaatlichen Rechts beschafften Informationen, geheim 

zu halten sind und nur Personen oder Behörden (einschliesslich der Ge-

richte und der Verwaltungsbehörden) zugänglich gemacht werden dürfen, 

die mit der Veranlagung oder der Erhebung, mit der Vollstreckung oder der 

Strafverfolgung oder mit der Entscheidung von Rechtsmitteln hinsichtlich 

der in Art. 26 Abs. 1 des DBA CH-IN genannten Steuern befasst sind. Diese 

Personen oder Behörden dürfen die Informationen nur für diese Zwecke 

verwenden (Ziff. 4, Bst. b). 

D.  

D.a Gegen diese Schlussverfügung der ESTV (nachfolgend auch: Vo-

rinstanz) liess die betroffene Person (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

15. November 2021 vor dem Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhe-

ben mit den Anträgen: 

1. Die Schlussverfügung der ESTV vom 13. Oktober 2021 sei aufzuheben 

und auf das Ersuchen des MoF vom 18. April 2013 / 31. Oktober 2018 

sei nicht einzutreten;  

2. Eventualiter sei die Schlussverfügung der ESTV vom 13. Oktober 2021 

aufzuheben und das Ersuchen des MoF vom 18. April 2013 / 31. Ok-

tober 2018 sei abzuweisen;  

3. Subeventualiter seien Informationen zu Drittpersonen sowie Akt. 2 auf 

dem beigelegten USB-Stick zum Informationsschreiben der ESTV vom 

23. Mai bzw. 13. Juni 2019 nicht an das MoF zu übermitteln;  

4. Sub-subeventualiter seien im Falle der Amtshilfe an das MoF die fol-

genden Angaben in den zu übermittelnden Unterlagen auf dem beige-

legten USB-Stick zum Informationsschreiben der ESTV vom 23. Mai 

bzw. 13. Juni 2019 vor deren Übermittlung an das MoF (gemäss an-

schliessender detaillierter Beschreibung in der Beschwerde) zu 

schwärzen. 

5. Dem MoF sei mitzuteilen, dass The C._______ Trust, E._______ In-

vestment Ltd. in der Schweiz nicht steuerpflichtig sind;  

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Seite 7 

6. Die Informationen und Unterlagen betreffend den Beschwerdeführer 

gemäss dem Informationsschreiben der ESTV vom 23. Mai bzw. 

13. Juni 2019 und dem beigelegten USB-Stick seien nach Abschluss 

des vorliegenden Verfahrens zu vernichten oder an den Beschwerde-

führer bzw. die Unterzeichnenden herauszugeben;  

7. Es sei festzustellen, dass die Nennung der Person «D._______» auf 

Seite 4/13, lit. e der Schlussverfügung der ESTV vom 13. Oktober 2021 

gemäss Schreiben der ESTV vom 28. Oktober 2021 ein redaktioneller 

Fehler darstellt und der Name der unbeteiligten Drittperson im Rahmen 

einer Übermittlung an das MoF zu schwärzen sei;  

8. Eventualiter: Die ESTV sei anzuweisen, die Dispositivziffer 2 Absatz 3 

und 4 wie folgt zu korrigieren/ergänzen:  

«A._______ was the settlor of the overlaying Trust of the company 

E._______ Ltd. holding the account under reference  

Nr. (…). The overlaying Trust was liquidated in 2007.  

Further, we would like to draw your attention to the fact that the Form 

A, which is often part of the account opening documents, is set up by 

banks in order to establish the beneficial owner of an account. This is 

done for reasons of the Anti-Money Laundering provisions in Switzer-

land and is not set up for tax purposes».  

9. Eventualiter: Die ESTV sei anzuweisen, die Dispositivziffer 4 lit. b, auf 

Seite 12/13 wie folgt zu ergänzen:  

b. Die erhaltenen Informationen, wie die aufgrund des innerstaatlichen 

Rechts beschafften Informationen, geheim zu halten sind und nur Per-

sonen oder Behörden (einschliesslich der Gerichte und der Verwal-

tungsbehörden) zugänglich gemacht werden dürfen, die mit der Veran-

lagung oder der Erhebung, mit der Vollstreckung oder der Strafverfol-

gung oder mit der Entscheidung von Rechtsmitteln hinsichtlich der in 

Artikel 26 Absatz 1 des DBA CH-IN genannten Steuern befasst sind. 

Diese Personen oder Behörden dürfen die Informationen nur für diese 

Zwecke verwenden. Die genannten Informationen dürfen nicht für an-

derweitige Verfahren verwendet werden, namentlich nicht für Verfah-

ren unter dem Black Money Act 2015.  

10. Dem Beschwerdeführer seien ausgangsgemäss keine Kosten aufzuer-

legen und eine Entschädigung zuzusprechen. 

D.b In ihrer Vernehmlassung vom 30. Dezember 2021 schliesst die Vor-

instanz auf kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde.  

D.c In der Replik vom 17. Januar 2022 stellt der Beschwerdeführer ein 

neues Rechtsbegehren:  

A-5001/2021 

Seite 8 

Eventualiter sei die Schlussverfügung der ESTV vom 13. Oktober 2021 

aufzuheben und das Amtshilfeverfahren sei an die ESTV zurückzuwei-

sen. Die ESTV sei anzuweisen, a) von der CH-Bank zusätzliche Unter-

lagen zu The C._______ Trust zu edieren sowie b) dem MoF (in der 

Replik ausformulierte) Rückfragen zu stellen, um zusätzliche Erklärun-

gen und Beweismittel zur voraussichtlichen Erheblichkeit der ersuch-

ten Informationen betreffend den Beschwerdeführer einzuholen.  

Das bisherige Rechtsbegehren 7 werde wie folgt ergänzt:  

7. Die Schlussverfügung der ESTV vom 13. Oktober 2021 sei aufzuheben 

und die Sache zurück zur ESTV zu weisen zwecks Erlasses einer 

neuen, berichtigten Schlussverfügung ohne Nennung der Person 

«D._______» auf Seite 4/14, lit. e der Schlussverfügung. Eventualiter 

sei festzustellen, dass die Nennung der Person «D._______» auf Seite 

4/14, lit. e der Schlussverfügung der ESTV vom 13. Oktober 2021 ge-

mäss Schreiben der ESTV vom 28. Oktober 2021 ein redaktioneller 

Fehler darstellt und der Name der unbeteiligten Drittperson im Rahmen 

einer Übermittlung an das MoF zu schwärzen sei. 

D.d In der Folge finden weitere unaufgeforderte Schriftenwechsel statt, wo-

rin die Parteien an ihren jeweiligen Standpunkten festhielten und zusätzli-

che Anträge zur Modifikation des Übermittlungstextes in der Schlussverfü-

gung vom 13. Oktober 2021 stellen.  

D.e Auf entsprechenden Antrag des Beschwerdeführers vom 6. April 2022 

hin gewährte der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 8. April 2022 dem 

Beschwerdeführer Einsicht in einzelne Verfahrensakten der Vorinstanz. 

D.f Mit Eingabe vom 30. September 2022 stellt der Beschwerdeführer zu-

dem folgende Anträge: 

Eine Kopie der angeblichen eidesstattlichen Erklärung, die gemäss 

den eigenen Aussagen des MoF im Ersuchen (Beilage 3, S. 3, Nr. 12) 

vom Beschwerdeführer im Rahmen einer Steueruntersuchung in In-

dien abgegeben worden sei, sei von der ESTV zu edieren und im vor-

liegenden Verfahren vorzulegen. Eventualiter und im Falle, dass die 

ESTV nicht in Besitz der angeblichen eidesstattlichen Erklärung ist, sei 

die angebliche eidesstattliche Erklärung vom MoF auf dem Weg der 

Rechtshilfe zu edieren. 

Zudem wird beantragt, dass dem Beschwerdeführer Gelegenheit ge-

geben wird, seine Standpunkte in einer mündlichen Verhandlung vor-

zutragen. 

E.  

In weiteren Eingaben halten die Parteien an ihren Standpunkten fest. 

A-5001/2021 

Seite 9 

F.  

Mit Eingabe vom 30. Januar 2023 beantragt der Beschwerdeführer zudem 

Einsicht in die Akten von D._______, soweit diese Akten ihn oder die an-

gebliche Verbindung zu ihm betreffen. 

G.  

Am 15. Februar 2023 stellt der Beschwerdeführer folgenden Antrag: 

Die ESTV sei anzuweisen, das MoF um eine Erklärung zu ersuchen, 

weshalb die ersuchten Informationen nach wie vor benötigt werden, 

wenn das MoF bereits eine Entscheidung bzw. rechtskräftige Steuer-

veranlagung des Beschwerdeführers betreffend das Steuerjahr 2011 

bis 2012 erlassen hat [dieser Antrag wird mit einer konkreten Rück-

frage in Englisch ergänzt]. 

H.  

Mit Eingabe vom 31. März 2023 reicht der Beschwerdeführer zusätzliche 

Auszüge aus dem online-Portal des MoF ein, die aufzeigen sollen, dass 

gegen ihn kein Steuerverfahren in Indien hängig sei. 

I.  

Am 9. Mai 2023 beantragt der Beschwerdeführer Einsichtnahme in die Ak-

ten der ESTV betreffend eine allfällige neue Korrespondenz zwischen der 

ESTV und dem MoF, jeder anderen Behörde sowie der CH-Bank oder jeder 

anderen Bank oder Drittperson, die im Laufe dieses Verfahrens geführt 

worden und dem Beschwerdeführer noch nicht zur Verfügung gestellt wor-

den sei. 

J.  

Mit Eingabe vom 26. Juni 2023 reicht der Beschwerdeführer eine Vorla-

dung des MoF vom 11. Januar 2021 und seine Antwort vom 23. Februar 

2021 sowie eine Verfügung des MoF vom 8. April 2021 ein. In der Verfü-

gung werde ausgeführt, dass der Entscheid des (indischen) Beschwerde-

gerichts aus dem Jahr 2018 den Fall bezüglich des angeblichen ausländi-

schen Bankkontos des Beschwerdeführers endgültig abgeschlossen habe. 

Das MoF stelle in der Verfügung zudem fest, dass er (der Beschwerdefüh-

rer) bei mehreren Gelegenheiten bestritten habe, über das behauptete 

Bankkonto zu verfügen. Dies zeige die Bösgläubigkeit des MoF auf, wenn 

es behaupte, dass eine eidesstattliche Erklärung vorliege, in der er dies 

zugegeben habe. 

 

A-5001/2021 

Seite 10 

Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist nachfolgend unter den Erwä-

gungen insoweit einzugehen, als sie für den vorliegenden Entscheid we-

sentlich sind. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Dem vorliegenden Verfahren liegen Amtshilfeersuchen des MoF vom 

13. April 2013 bzw. das ergänzende Amtshilfeersuchen vom 31. Oktober 

2018 zugrunde, welche sich auf das DBA CH-IN und auf das Protokoll vom 

30. August 2010 (Protokoll zur Änderung des Abkommens zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Indien zur Vermei-

dung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen 

mit Protokoll, unterzeichnet am 2. November 1994 in Neu Dehli, geändert 

durch das am 16. Februar 2000 in Neu Dehli unterzeichnete Zusatzproto-

koll, in Kraft seit 7. Oktober 2011; ebenfalls publiziert unter 

SR 0.672.942.31; AS 2011 4617, BBl 2010 8827 [nachfolgend: Änderungs-

protokoll]) stützen. 

2.  

Vorab ist auf die Eintretensvoraussetzungen einzugehen. 

2.1  

2.1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem StAhiG (vgl. Art. 24 StAhiG e 

contrario). Vorbehalten bleiben abweichende Bestimmungen des im vorlie-

genden Fall anwendbaren DBA CH-IN (vgl. Art. 1 Abs. 2 StAhiG).  

2.1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 5 StAhiG gelten die Bestimmungen über die 

Bundesrechtspflege, soweit das StAhiG keine abweichenden Bestimmun-

gen enthält. Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über 

das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt dieses die Be-

schwerden gegen die Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 

20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). 

Zu den beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbaren Verfügungen gehö-

ren Schlussverfügungen der ESTV im Bereich der internationalen Amts-

hilfe und folglich der Amtshilfe im Rahmen des DBA CH-IN (vgl. Art. 32 

VGG e contrario; Art. 19 Abs. 1 StAhiG; vgl. zum Ganzen auch: Urteil des 

BVGer A-672/2020 vom 3. März 2021 E. 1.2). 

2.2  

A-5001/2021 

Seite 11 

2.2.1 Der Beschwerdeführer ist als vom Amtshilfeersuchen betroffene Per-

son und Adressat der angefochtenen Schlussverfügung und als Person, 

deren Daten übermittelt werden sollen, zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 

Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 StAhiG).  

Die Beschwerde wurde überdies form- und fristgerecht eingereicht (Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 19 Abs. 5 StAhiG). Auf die Be-

schwerde ist – vorbehältlich E. 2.2.2 ff. – einzutreten. 

2.2.2  

2.2.2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass keine Informationen zu Per-

sonen übermittelt werden dürften, die nicht selber vom Amtshilfeersuchen 

betroffen seien, sofern diese Informationen für die Beurteilung der Steuer-

situation der betroffenen Person nicht voraussichtlich erheblich seien. Ge-

mäss Beschwerdeführer sind diverse Drittbetroffene in den Unterlagen er-

wähnt, welche so nicht an die indischen Behörden übermittelt werden dür-

fen, da sie in den Dokumenten zufällig vorkämen und kein steuerlicher Zu-

sammenhang zur betroffenen Person gegeben sei. Wenn das vorliegende 

Verfahren massgeblich auf dem Bestehen des C._______ Trusts fusse, 

hätte die ESTV zudem dessen Trustees über das Verfahren informieren 

müssen. Der Beschwerdeführer moniert weiter, dass in der Schlussverfü-

gung eine dritte Person namentlich genannt werde (D._______), welche 

mit der formell betroffenen Person in keinem Zusammenhang stehe. Die 

Schlussverfügung sei entsprechend zu korrigieren, damit keine möglichen 

falschen Verbindungen zwischen den beiden Personen hergestellt werden 

könne. 

2.2.2.2 Die Vorinstanz entgegnet, dass Verfahrensrechte nur in eigener 

Sache geltend gemacht werden könnten. Der Antrag des Beschwerdefüh-

rers, wonach Informationen zu Drittpersonen in den zur Übermittlung vor-

gesehenen Akten aus dem Verfahren ausgenommen werden müssten, er-

folge im Interesse Dritter und erweise sich deshalb rechtsprechungsge-

mäss als unzulässig. Es sei somit nicht Sache des Beschwerdeführers, die 

Verletzung allfälliger Verfahrensrechte Dritter zu rügen. Die formelle Rich-

tigkeit des Dispositivs werde nicht bestritten, daher handle es sich bei der 

Nennung der besagten Drittperson in der Schlussverfügung um einen re-

daktionellen Fehler, der keinerlei Auswirkungen auf ihre Amtshilfeleistung 

habe. 

2.2.3 Der Beschwerdeführer ist nicht legitimiert, Anträge für Dritte zu stel-

len (Urteil des BGer 2C_1037/2019 vom 27. August 2020 E. 6.2; Urteil des 

A-5001/2021 

Seite 12 

BVGer A-4426/2019 vom 28. Oktober 2020 E. 2.2.2 m.w.H. [bestätigt mit 

Urteil des BGer 2C_936/2020 vom 28. Dezember 2021]). Dass die Vo-

rinstanz die besagten Trustees (E. 2.2.2) nicht ins Verfahren einbezogen 

hat, ist im Weiteren nicht zu beanstanden, zumal nicht davon auszugehen 

ist, dass der ersuchende Staat das Spezialitätsprinzip verletzen wird 

(E. 4.4.3 und 4.5.1), und weil deren Parteistellung nicht «evident» ist im 

Sinne der jüngsten Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. BGE 146 I 

172 E. 7.2; Urteil des BVGer A-4426/2019 vom 28. Oktober 2020 E. 2.2.2). 

Im Übrigen wurde der Trust nach Angaben des Beschwerdeführers ohne-

hin bereits 2007 aufgelöst. 

2.2.4 Bezüglich Korrektur der Schlussverfügung vom 13. Oktober 2021 im 

Sinne der Löschung der fälschlicherweise erwähnten Drittperson kommt – 

worauf die Vorinstanz zu Recht hinweist – hinzu, dass die formelle Richtig-

keit des Dispositivs nicht bestritten wird und daher der genannte redaktio-

nelle Fehler in den Erwägungen der Verfügung keinerlei Auswirkungen auf 

die Amtshilfeleistung der Vorinstanz hat. Weiter befindet sich die Schluss-

verfügung bei der Vorinstanz und darf Dritten (zumindest ohne Anonymi-

sierung) nicht offengelegt werden. In diesem Zusammenhang sind keine 

Hinweise ersichtlich, wonach die Vorinstanz ihre gesetzliche Geheimhal-

tungspflicht verletzen wird (vgl. dazu auch E. 9.6). Daher ist nicht davon 

auszugehen, dass in Zukunft aufgrund des Fehlers falsche Verbindungen 

zwischen den Parteien hergestellt werden können. Der Antrag auf Aktene-

dition von Unterlagen betreffend D._______ kann in der Folge mangels 

Relevanz abgewiesen werden (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. 

BGE 141 I 60 E. 3.3; Urteil des BVGer A-3346/2020 vom 27. April 2022 E. 

1.8). 

2.2.5 Demnach ist betreffend Einbezug der Trustees ins Verfahren, 

Schwärzungsanträge und Löschung des Namens der Drittperson in der 

Schlussverfügung vom 13. Oktober 2021, sowie des Antrags, dem MoF sei 

mitzuteilen, dass der C._______ Trust und die beschwerdeberechtigte Per-

son in der Schweiz nicht steuerpflichtig seien (Sachverhalt, Bst. D.a), auf 

die Beschwerde mangels Legitimation des Beschwerdeführers nicht einzu-

treten. Soweit die Namen der Drittpersonen oder weitere Angaben über sie 

übermittelt werden sollen, ist jedoch darauf im Rahmen der Prüfung der 

voraussichtlichen Erheblichkeit der zu übermittelnden Informationen zu-

rückzukommen (E. 9.2).  

3.  

A-5001/2021 

Seite 13 

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Die beschwerdeführende Partei darf neben der 

Verletzung von Bundesrecht und der unrichtigen oder unvollständigen 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts auch die Unangemes-

senheit rügen (Art. 49 Bst. a-c VwVG). 

3.2 Das Verfahren vor der Vorinstanz wie auch jenes vor dem Bundesver-

waltungsgericht wird von der Untersuchungsmaxime beherrscht. Danach 

muss die entscheidende Behörde den rechtlich relevanten Sachverhalt von 

sich aus abklären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen (BGE 144 

II 359 E. 4.5.1; zum Ganzen: Urteil des BVGer A-3346/2020 vom 27. April 

2022 E. 1.7 m.w.H.). 

4.  

4.1 Die Amtshilfeklausel von Art. 26 DBA CH-IN in der (aktuellen) Fassung 

gemäss dem Änderungsprotokoll ist bei Amtshilfeersuchen Indiens an-

wendbar auf die Informationen über den Zeitraum ab dem 1. April 2011 

(vgl. Art. 14 Abs. 2 und 3 des Änderungsprotokolls sowie Urteil des BVGer 

A-4232/2013 vom 17. Dezember 2013 E. 6.2 sowie zum Ganzen: Urteil 

des BVGer A-2454/2017 vom 7. Juni 2018 E. 2.1). Sie entspricht in ihrem 

Wortlaut weitgehend demjenigen von Art. 26 des Musterabkommens der 

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 

betreffend die Steuern vom Einkommen und Vermögen (OECD-MA; zum 

Ganzen: Urteil des BVGer A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.1 m.w.H.). 

4.2  

4.2.1 Das Ersuchen eines ausländischen Staates muss schriftlich in einer 

schweizerischen Amtssprache oder in Englisch gestellt werden und die im 

anwendbaren Abkommen vorgesehenen Angaben enthalten (Art. 6 Abs. 1 

StAhiG). 

4.2.2 Um «fishing expeditions» zu verhindern, hat das DBA CH-IN mit Ziffer 

10 Bst. b Protokoll des Änderungsprotokolls eine eigene Ordnung zum er-

forderlichen Inhalt eines Amtshilfeersuchens. Art. 6 Abs. 2 StAhiG, der 

ebenfalls den erforderlichen Inhalt eines Amtshilfeersuchens regelt, ist auf-

grund seiner Subsidiarität (vgl. Art. 1 Abs. 2 StAhiG) auch nicht ergänzend 

heranzuziehen (vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer A-5281/2021 vom 

2. Mai 2022 E. 4.2.2 m.w.H.). 

4.2.3 Der gemäss DBA CH-IN erforderliche Inhalt eines Amtshilfeersu-

chens ist in Ziffer 10 Bst. b des Änderungsprotokolls aufgeführt. Demnach 

A-5001/2021 

Seite 14 

haben die ersuchenden Behörden dem ersuchten Staat folgende Angaben 

zu liefern: den Namen der in eine Überprüfung oder Untersuchung einbe-

zogenen Person(en) und, sofern verfügbar, weitere Angaben welche die 

Identifikation dieser Person erleichtern, wie die Adresse, das Geburtsda-

tum, den Zivilstand oder die Steuernummer (i); die Zeitperiode, für welche 

die Informationen verlangt werden (ii); eine Beschreibung der verlangten 

Informationen sowie Angaben hinsichtlich der Form, in der der ersuchende 

Staat diese Informationen vom ersuchten Staat zu erhalten wünscht (iii); 

den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden (iv); den Na-

men und, sofern verfügbar, die Adresse des mutmasslichen Inhabers der 

verlangten Informationen (v). Dabei ist zu beachten, dass diese im Amts-

hilfeersuchen zu liefernden Angaben gemäss Ziff. 10 Bst. d Satz 2 des Än-

derungsprotokolls nicht so auszulegen sind, dass sie einen wirksamen In-

formationsaustausch behindern.  

4.3  

4.3.1 Gemäss Art. 26 Abs. 1 DBA CH-IN tauschen die zuständigen Behör-

den der beiden Vertragsstaaten – ohne Rücksicht auf Art. 1 DBA CH-IN 

(persönlicher Geltungsbereich) – diejenigen Informationen aus, «die zur 

Durchführung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchset-

zung des innerstaatlichen Rechts betreffend die unter das Abkommen fal-

lenden Steuern voraussichtlich erheblich sind, soweit die diesem Recht 

entsprechende Besteuerung nicht dem Abkommen widerspricht» (vgl. aber 

zu Beschränkungen dieser Amtshilfeverpflichtung, insbesondere Art. 26 

Abs. 3 und 5 DBA CH-IN; zum Ganzen: Urteil des BVGer A-5281/2021 vom 

2. Mai 2022 E. 4.3.1 m.w.H.). 

4.3.2 Der Zweck der in Art. 26 Abs. 1 DBA CH-IN enthaltenen Verweisung 

auf Informationen, die voraussichtlich erheblich sind, besteht gemäss 

Ziff. 10 Bst. d des Protokolls zum DBA CH-IN (vgl. auch Art. 13 Änderungs-

protokoll) darin, einen möglichst weitgehenden Informationsaustausch in 

Steuerbelangen zu gewährleisten, «ohne es den Vertragsstaaten zu erlau-

ben, ‹fishing expeditions› zu betreiben oder Informationen anzufordern, de-

ren Erheblichkeit hinsichtlich der Steuerbelange einer steuerpflichtigen 

Person unwahrscheinlich ist» (Satz 1). Ferner wird mit dieser Klausel fest-

gehalten, dass Paragraf 10 Bst. b des Protokolls zum DBA CH-IN wichtige 

verfahrenstechnische Anforderungen enthält, welche «fishing expeditions» 

vermeiden sollen (Satz 2 erster Teil). Zugleich wird bestimmt, dass die Un-

terabsätze (i) bis (v) von Paragraf 10 Bst. b des Protokolls zum DBA CH-

A-5001/2021 

Seite 15 

IN (E. 4.2.3) so auszulegen sind, dass sie einen wirksamen Informations-

austausch nicht behindern (Urteil des BVGer A-5281/2021 vom 2. Mai 

2022 E. 4.3.2 m.w.H.). 

4.3.3 Das Verbot der Beweisausforschung ist Ausdruck des Verhältnismäs-

sigkeitsgrundsatzes. Es sollen soweit als möglich relevante Informationen 

ausgetauscht werden können, ohne dass ein Vertragsstaat «fishing expe-

ditions» eines anderen Staates unterstützt oder Informationen liefern 

muss, deren Relevanz unwahrscheinlich ist (BGE 144 II 206 E. 4.2 sowie 

statt vieler: Urteil des BVGer A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.3.3 

m.w.H.). 

4.3.4 Als zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts 

voraussichtlich erheblich gelten Informationen, die für den ersuchenden 

Staat notwendig sind, um eine dort steuerpflichtige Person korrekt zu be-

steuern. Ob eine Information in diesem Sinne erheblich ist, kann in der Re-

gel nur der ersuchende Staat abschliessend beurteilen. Die Rolle des er-

suchten Staates beschränkt sich darauf, zu überprüfen, ob die vom ersu-

chenden Staat verlangten Informationen und Dokumente mit dem im Ersu-

chen dargestellten Sachverhalt zusammenhängen und ob sie möglicher-

weise dazu geeignet sind, im ausländischen Verfahren verwendet zu wer-

den (sog. Plausibilitätskontrolle; zum Ganzen statt vieler: BGE 144 II 29 

E. 4.2.2, 142 II 161 E. 2.1.1, je m.w.H., sowie Urteil des BVGer A-704/2019 

vom 9. April 2020 E. 3.2.1). Vor diesem Hintergrund darf der ersuchte Staat 

Auskünfte mit der Begründung, die verlangten Informationen seien nicht 

notwendig, nur verweigern, wenn ein Zusammenhang zwischen den ver-

langten Angaben und der im ersuchenden Staat durchgeführten Untersu-

chung unwahrscheinlich erscheint (vgl. statt vieler: BGE 143 II 185 E. 3.3.2, 

141 II 436 E. 4.4.3 m.w.H. und Urteil des BVGer A-1348/2019 vom 3. März 

2020 E. 3.3 m.w.H.; vgl. zum Kriterium der voraussichtlichen Erheblichkeit 

auch Art. 26 Abs. 1 des Musterabkommens der OECD zur Vermeidung der 

Doppelbesteuerung von Einkommen und Vermögen). In letzterem Sinne ist 

auch Art. 17 Abs. 2 StAhiG zu verstehen, wonach Informationen, welche 

voraussichtlich nicht erheblich sind, nicht übermittelt werden dürfen (statt 

vieler: Urteil des BVGer A-1348/2019 vom 3. März 2020 E. 3.3 m.w.H.; vgl. 

auch Art. 4 Abs. 3 StAhiG). Keine Rolle spielt dagegen, wenn sich nach der 

Beschaffung der Informationen herausstellt, dass diese nicht relevant sind 

(BGE 143 II 185 E. 3.3.2 m.w.H., zitiert im Urteil des BGer 2C_615/2018 

vom 26. März 2019 E. 3.2; vgl. zum Ganzen auch Urteil des BVGer A-

5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.3.4 m.w.H.). 

A-5001/2021 

Seite 16 

4.3.5 Die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, 

wenn im Zeitpunkt der Gesuchstellung eine vernünftige Möglichkeit be-

steht, dass sich die angefragten Angaben als in diesem Sinn erheblich er-

weisen werden. Die voraussichtliche Erheblichkeit von geforderten Unter-

lagen oder Auskünften muss sich bereits aus dem Amtshilfegesuch erge-

ben (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.2 und Urteil des BVGer A-140/2019 vom 

13. Mai 2019 E. 3.1.2, je m.w.H.). Soweit die Behörden des ersuchenden 

Staates verpflichtet sind, den massgeblichen Sachverhalt darzulegen, 

kann von ihnen nicht erwartet werden, dass sie dies bereits lückenlos und 

völlig widerspruchsfrei tun. Dies wäre mit dem Sinn und Zweck der Amts-

hilfe nicht vereinbar, sollen doch aufgrund von Informationen und Unterla-

gen, die sich im ersuchten Staat befinden, bisher im Dunkeln gebliebene 

Punkte erst noch geklärt werden. Gemäss Rechtsprechung ist von der er-

suchenden Behörde nicht der strikte Beweis des Sachverhalts zu verlan-

gen, doch muss sie hinreichende Verdachtsmomente für dessen Vorliegen 

dartun (statt vieler: Urteil des BVGer A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.3.5 

m.w.H.). 

4.3.6 Nach Art. 4 Abs. 3 StAhiG sind Informationen über nicht betroffene 

Personen nicht zu übermitteln, es sei denn, sie sind für die Beurteilung der 

Steuersituation der betroffenen Person voraussichtlich relevant. Ob Infor-

mationen über nicht betroffene Personen für den im Ersuchen geltend ge-

machten Steuerzweck voraussichtlich erheblich sind, ist im Einzelfall zu 

beurteilen (vgl. dazu Urteil des BVGer A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 

E. 4.3.6 m.w.H.). 

4.4  

4.4.1 Ein wichtiges Element der internationalen Behördenzusammenarbeit 

bildet der Grundsatz, wonach – ausser bei offenbarem Rechtsmissbrauch 

oder bei berechtigten Fragen im Zusammenhang mit den in Art. 7 StAhiG 

genannten Konstellationen – prinzipiell kein Anlass besteht, an Sachver-

haltsdarstellungen und Erklärungen anderer Staaten zu zweifeln (sog. völ-

kerrechtliches Vertrauensprinzip; BGE 144 II 206 E. 4.4, 143 II 224 E. 6.3, 

142 II 218 E. 3.3, 142 II 161 E. 2.1.3 f.; Urteil des BGer 2C_646/2017 vom 

9. April 2018 E. 2.5 m.w.H.; Urteil des BVGer A-3095/2018 vom 29. Mai 

2019 E. 2.5). Auf diesem Vertrauen gründet letztlich das ganze Amtshilfe-

verfahren. Dementsprechend ist die ESTV an die Darstellung des Sach-

verhalts im Ersuchen insoweit gebunden, als diese nicht wegen offensicht-

licher Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräftet werden kann 

(BGE 142 II 218 E. 3.1, 139 II 451 E. 2.2.1; Urteile des BVGer A-3773/2018 

vom 8. Februar 2019 E. 2.6 und A-381/2018 vom 21. November 2018 

A-5001/2021 

Seite 17 

E. 4.2). Gleiches gilt für die vom ersuchenden Staat abgegebenen Erklä-

rungen. Werden diese sofort entkräftet, kann der ersuchte Staat ihnen nicht 

mehr vertrauen (vgl. Urteil des BVGer A-4228/2018 vom 26. August 2019 

E. 8). Folglich ist die Wahrung des Grundsatzes erst bei konkreten Anhalts-

punkten auf eine zweckwidrige Verwendung im ersuchenden Staat zu 

überprüfen (vgl. BGE 128 II 407 E. 3.2; Urteil des BGer 2C_653/2018 vom 

26. Juli 2019 E. 7.3; BVGE 2018 III/1 E. 2.9.1; Urteile des BVGer  

A-769/2017 vom 23. April 2019 E. 2.4.1 sowie A-3716/2015 vom 16. Feb-

ruar 2016 E. 3.5). Es liegt dabei an der betroffenen Person, den Sachver-

halt mittels Urkunden klarerweise und entscheidend zu widerlegen 

(vgl. BGE 139 II 451 E. 2.3.3; Urteile des BVGer A-769/2017 vom 23. April 

2019 E. 2.4.2 und A-381/2018 vom 21. November 2018 E. 4.2; zum Gan-

zen: Urteil des BVGer A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.4.1 m.w.H.). 

4.4.2 Die ESTV kann im Rahmen eines Amtshilfeverfahrens, welches ein 

blosses Hilfsverfahren darstellt, keine eigenen Untersuchungen darüber 

anstellen, ob und inwieweit der in einem Amtshilfeersuchen dargestellte 

Sachverhalt der Realität entspricht. Der ersuchte Staat hat sich nicht dar-

über auszusprechen, ob die im Ersuchen angeführten Tatsachen effektiv 

zutreffen oder nicht. Er hat weder Tat-, noch Schuldfragen zu prüfen noch 

seinerseits eine Beweiswürdigung vorzunehmen (vgl. zum Ganzen: Urteil 

des BVGer A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.4.2 m.w.H.).  

4.4.3 Das völkerrechtliche Vertrauensprinzip (E. 4.4.1) spielt auch eine 

Rolle in Bezug auf das Spezialitätsprinzip (siehe auch E. 4.5). Gestützt auf 

das Vertrauensprinzip kann grundsätzlich als selbstverständlich vorausge-

setzt werden, dass der Spezialitätsgrundsatz durch Staaten eingehalten 

wird, die mit der Schweiz durch einen Amts- oder Rechtshilfevertrag ver-

bunden sind (vgl. BGE 128 II 407 E. 3.2 und 4.3.1, 115 Ib 373 E. 8, 107 Ib 

264 E. 4b). Folglich ist die Wahrung des Grundsatzes erst bei konkreten 

Anhaltspunkten auf eine zweckwidrige Verwendung im ersuchenden Staat 

zu überprüfen bzw. eine entsprechende Zusicherung einzuholen (vgl. 

BGE 128 II 407 E. 3.2; Urteil des BGer 2C_653/2018 vom 26. Juli 2019 

E. 7.3; BVGE 2018 III/1 E. 2.9.1; zum Ganzen: Urteil des BVGer  

A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.4.3 m.w.H.). 

4.5  

4.5.1 Im Bereich der Amtshilfe nach dem DBA CH-IN statuiert dessen 

Art. 26 Abs. 2 – im Sinn des Spezialitätsprinzips –, für wen und zu welchem 

Gebrauch die übermittelten Informationen ausschliesslich bestimmt sind: 

Sie dürfen nur den Personen oder Behörden (einschliesslich der Gerichte 

A-5001/2021 

Seite 18 

und der Verwaltungsbehörden) zugänglich gemacht werden, die sich mit 

der Veranlagung oder der Erhebung, der Vollstreckung oder Strafverfol-

gung oder mit der Entscheidung von Rechtsmitteln hinsichtlich der in 

Art. 26 Abs. 1 DBA CH-IN genannten Steuern oder mit der Aufsicht darüber 

befassen. Diese Personen oder Behörden dürfen die Informationen nur für 

diese Zwecke verwenden. Sie dürfen die Informationen in einem öffentli-

chen Gerichtsverfahren oder in einer Gerichtsentscheidung offenlegen. 

Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen kann ein Vertragsstaat die 

erhaltenen Informationen für andere Zwecke verwenden, wenn solche In-

formationen nach dem Recht beider Staaten für solche andere Zwecke ver-

wendet werden dürfen und die zuständige Behörde desjenigen Staates, 

der die Informationen erteilt hat, dieser anderen Verwendung zustimmt. 

4.5.2 Weiter darf der ersuchende Staat aufgrund des Spezialitätsprinzips 

die vom ersuchten Staat erlangten Informationen einzig in Bezug auf Per-

sonen oder Handlungen verwenden, für welche er sie verlangt und der er-

suchte Staat sie gewährt hat (statt vieler und ausführlich hergeleitet: Urteile 

des BVGer A-1348/2019 vom 3. März 2020 E. 4.5.1 [bestätigt mit Urteil des 

BGer 2C_253/2020 vom 13. Juli 2020], A-108/2018 vom 13. Februar 2020 

E. 10.1 und A-5046/2018 vom 22. Mai 2019 E. 2.5 [bestätigt mit Urteil des 

BGer 2C_538/2019 vom 13. Juli 2020]). Die Schweiz kann in dieser Hin-

sicht davon ausgehen, dass der ersuchende Staat, mit dem sie durch ein 

Amtshilfeabkommen verbunden ist, den Grundsatz der Spezialität beach-

tet, ohne dass die Einholung einer ausdrücklichen Zusicherung notwendig 

wäre (zum Ganzen: Urteil des BVGer A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 

E. 4.5.2 m.w.H.). 

4.5.3 Auch das Bundesgericht bestätigte – insbesondere mit Urteil 

2C_537/2019 vom 13. Juli 2020 –, dass das Spezialitätsprinzip nicht nur 

eine sachliche, sondern auch eine persönliche Dimension aufweist 

(vgl. E. 3.1 ff. des genannten Urteils sowie zum Ganzen: Urteil des BVGer 

A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.5.3 m.w.H.). 

4.6  

4.6.1 Gemäss Ziff. 10 Bst. a des Protokolls zum DBA CH-IN besteht «Ein-

vernehmen darüber, dass der ersuchende Vertragsstaat ein Begehren um 

Austausch von Informationen erst dann stellt, wenn er alle in seinem inner-

staatlichen Steuerverfahren vorgesehenen üblichen Mittel zur Beschaffung 

der Informationen ausgeschöpft hat» (sog. Subsidiaritätsprinzip; zum Gan-

zen: Urteil des BVGer A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.6.1 m.w.H.). 

A-5001/2021 

Seite 19 

4.6.2 Aufgrund des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips (E. 4.4.1) besteht 

rechtsprechungsgemäss namentlich kein Anlass, an einer von der ersu-

chenden Behörde abgegebenen Erklärung der Ausschöpfung aller übli-

chen innerstaatlichen Mittel zu zweifeln, es sei denn, es liegt ein gegen die 

Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips sprechendes sowie ein ernsthafter 

Zweifel an der Richtigkeit der Erklärung begründendes konkretes Element 

vor (vgl. BGE 144 II 206 E. 3.3.2; zum Ganzen: Urteil des BVGer  

A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 4.6.2 m.w.H.). 

5.  

Im vorliegenden Fall ist streitig und zu prüfen, ob die Vorinstanz dem MoF 

zu Recht Amtshilfe gemäss der angefochtenen Schlussverfügung vom 

13. Oktober 2021 gewährt hat. Der Beschwerdeführer hält die Amtshilfe 

aus verschiedenen, nachfolgend zu prüfenden Gründen für rechtswidrig.  

6.  

Der Beschwerdeführer erblickt in der verfügten Amtshilfegewährung aus 

verschieden Gründen eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und 

Glauben durch das MoF. Gemäss Art. 7 Bst. c StAhiG ist auf das Amtshil-

feersuchen nicht einzutreten, wenn es den Grundsatz von Treu und Glau-

ben verletzt, insbesondere wenn es auf Informationen beruht, die durch 

nach schweizerischem Recht strafbare Handlungen erlangt worden sind. 

6.1  

6.1.1  

6.1.1.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, das Amtshilfeersuchen vom 

18. April 2013 sei nicht mehr offen aufgrund des das seinerzeitige Amtshil-

feverfahren beendenden Schreibens der ESTV aus dem Jahr 2014. Dieses 

Schreiben der ESTV sei gegenüber ihm (dem Beschwerdeführer) erst nach 

der Anhörung im Oktober 2019 offengelegt worden. Es zeige auf, dass for-

mell und materiell kein Amtshilfeersuchen mehr pendent sei. Das Amtshil-

feersuchen aus dem Jahr 2013 sei abgewiesen worden. Weiter hält der 

Beschwerdeführer dafür, dass die ESTV in unzulässiger Weise an das 

Amtshilfeersuchen aus dem Jahr 2013 angeknüpft habe. Das DBA CH-IN 

sehe nicht vor, dass eine Behörde an ein Amtshilfeersuchen aus früheren 

Jahren anknüpfen könne, und daher hätte die ESTV auf das Schreiben des 

MoF vom 31. Oktober 2018 nicht eintreten dürfen und mangels Vorliegens 

eines offenen und offiziellen Amtshilfeersuchens kein Amtshilfeverfahren 

durchführen dürfen. 

A-5001/2021 

Seite 20 

6.1.1.2 Die Vorinstanz entgegnet, das Amtshilfeersuchen vom 31. Oktober 

2018 sei zusammenhängend mit dem Amtshilfeverfahren aus dem Jahr 

2013 zu verstehen. Gemäss Antwortschreiben der ESTV vom 20. Februar 

2014 an das MoF sei das Verfahren abgeschlossen worden, da die Infor-

mationen gemäss ihrer damaligen Einschätzung vom MoF gemäss Art. 7 

Bst. c StAhiG in unzulässiger Weise erhältlich gemacht wurden. Mit Urteil 

des BGer 2C_648/2017 vom 17. Juli 2018 sei die Auslegung von Art. 7 

Bst. c StAhiG geändert worden. Das MoF habe dies zum Anlass genom-

men, die Ersuchen mit Schreiben vom 31. Oktober 2018 erneut zu stellen. 

Daher könne nicht angenommen werden, dass ihr Schreiben aus dem Jahr 

2014 auch das ergänzende Ersuchen im Jahr 2018 abschliesse. Gemäss 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts verstehe es sich von sel-

ber, dass die ESTV im Wissen um die später erfolgte gegenteilige Rechts-

auffassung durch das Bundesgericht bereits auf die ursprünglichen Amts-

hilfegesuche eingetreten wäre. Somit sei die Wiederaufnahme der Ersu-

chen an sich angezeigt und der Beschwerdeführer könne nichts zu seinen 

Gunsten ableiten, indem er behaupte, dass vorliegend kein offenes Amts-

hilfeverfahren bestehe. 

6.1.2 Die ESTV führte in dem erwähnten Schreiben vom 20. Februar 2014 

gegenüber dem MoF unter Bezug auf Art. 7 Bst. c StAhiG aus, die zustän-

dige Schweizer Behörde wäre nur dann in der Lage gewesen, Amtshilfe zu 

gewähren, wenn durch entsprechende Informationen hinreichend nachge-

wiesen worden wäre, dass die von der zuständigen indischen Behörde 

durchgeführten Ermittlungen unabhängig von den Informationen der CH-

Bank eingeleitet worden seien, die sie von Frankreich im Rahmen des 

spontanen Informationsaustauschs auf der Grundlage ihrer Steuerabkom-

men mit Frankreich erhalten habe, und dass die Informationen betreffend 

die Bank der indischen Behörde bereits vor dem Erhalt der Informationen 

aus Frankreich vorgelegen hätten. In Anbetracht der Schweizerischen 

Rechtsvorschriften und der Tatsache, dass keine Informationen vorgelegt 

worden seien, die belegen würden, dass die von der zuständigen indischen 

Behörde durchgeführten Ermittlungen unabhängig von den rechtswidrig er-

langten Informationen der CH-Bank aus Frankreich eingeleitet worden 

seien, müsse sie (die ESTV) leider mitteilen, dass sie nicht in der Lage sei, 

Amtshilfe für diese Ersuchen zu leisten. Auch die entsprechenden übrigen 

Ersuchen würden nun als abgeschlossen betrachtet. 

6.1.3  

A-5001/2021 

Seite 21 

6.1.3.1 Mit seinem Urteil 2C_648/2017 vom 17. Juli 2018 hat das Bundes-

gericht im Grundsatz entschieden, dass die ESTV Indien Amtshilfe in Steu-

ersachen leisten darf, auch wenn das Ersuchen möglicherweise auf den 

bei der CH-Bank vom ehemaligen Mitarbeiter Hervé Falciani gestohlenen 

Daten basiert (vgl. zur «Falciani-Affäre» eingehend: BGE 143 II 224).  

6.1.3.2 Im (in englischer Sprache verfassten) Schreiben vom 31. Oktober 

2018 verweist das MoF auf den jüngsten Entscheid des Schweizerischen 

Bundesgerichts in einem indischen CH-Bank-Fall (Urteil des BGer 

2C_648/2017 vom 17. Juli 2018), der die Amtshilfe durch die Schweizer 

Steuerbehörden in Fällen von sogenannten gestohlenen Daten erlaubt 

habe. Es gebe ähnliche Fälle, in denen die Antwort auf ein Amtshilfeersu-

chen von der ESTV noch ausstehe. In Anbetracht der Entscheidung des 

Bundesgerichts werde davon ausgegangen, dass die Schweiz nun in der 

Lage sein werde, solche Ersuchen zügig zu bearbeiten und in diesen Fäl-

len Amtshilfe zu leisten. Es (das MoF) füge eine Liste der oben genannten 

Ersuchen bei, bei denen die erbetenen Informationen voraussichtlich rele-

vant und für die Durchführung von Massnahmen nach den indischen Steu-

ergesetzen noch erforderlich seien. Das MoF bestätigte ferner, dass die 

indischen Steuerbehörden über genügend Zeit verfügen würden, um in die-

sen Fällen tätig zu werden, d.h. dass keine Verjährungsfrist abgelaufen sei. 

Um den Prozess der Beschaffung der angeforderten Informationen zu be-

schleunigen, erkläre es sich – so das MoF – im Voraus damit einverstan-

den, die betroffenen Personen in Indien direkt zu benachrichtigen und in all 

diesen Fällen auf Anfrage Akteneinsicht zu gewähren. Darüber hinaus 

werde in Bezug auf die in diesen Anträgen angeforderten Informationen 

klargestellt, dass der Begriff «holding» eines anderen Bankkontos auch 

den wirtschaftlich Berechtigten oder den Vollmachtsinhaber bzw. Zeich-

nungsberechtigten beinhalte. 

6.1.3.3 Art. 7 Bst. c StAhiG betrifft eine der Eintretensvoraussetzungen für 

das Amtshilfeersuchen. Das Schreiben der ESTV vom 20. Februar 2014 

kann deshalb von vornherein nicht auch das Jahre später mit Schreiben 

vom 31. Oktober 2018 ergänzte Ersuchen im Sinne des Nichteintretens 

abschliessen. Kommt hinzu, dass das Amtshilfeersuchen vom 13. April 

2013 sowie dessen Ergänzung vom 31. Oktober 2018 aufgrund des offen-

sichtlich engen Sachzusammenhangs letztlich als ein Amtshilfeersuchen 

zu betrachten ist. Das Amtshilfeersuchen vom 13. April 2013 sowie dessen 

Ergänzung mit Schreiben vom 31. Oktober 2018 sind kohärent und weisen 

insbesondere die gesetzlich vorgeschriebenen Inhalte auf (E. 4.2.3). Im 

Lichte der unter E. 6.1.3.1 dargelegten Rechtsprechung steht somit dem 

A-5001/2021 

Seite 22 

Eintreten auf das Gesuch des MoF vom 18. April 2013 / 31. Oktober 2018 

nicht entgegen, dass es möglicherweise auf den bei der CH-Bank vom ehe-

maligen Mitarbeiter Hervé Falciani gestohlenen Daten basiert (vgl. dazu 

auch Urteil des BVGer A-4426/2019 vom 28. Oktober 2020 E. 1.4). Es ist 

vorliegend an der Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts festzuhal-

ten, dass die Vorinstanz im Wissen um die später erfolgte gegenteilige 

Rechtsauffassung durch das Bundesgericht offenkundig bereits auf das ur-

sprüngliche Amtshilfeersuchen vom 13. April 2013 eingetreten wäre (Urteil 

des BVGer A-4426/2019 vom 28. Oktober 2020 E. 4.3.3). 

6.2  

6.2.1  

6.2.1.1 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, dass konkrete Anhalts-

punkte für ein treuwidriges Verhalten des MoF vorlägen und sich die ESTV 

daher nicht mehr auf das völkerrechtliche Vertrauensprinzip berufen 

könne. So habe das MoF beispielsweise den kriminellen Ursprung der Da-

ten zu verschleiern versucht, weitere treuwidrige Äusserungen getätigt, 

sich auf ein bereits abgeschlossenes Steuerjahr bezogen und unterschied-

liche Nummern zu den in Frage stehenden Kontoverbindungen übermittelt. 

Das MoF habe absichtlich falsche Angaben zum Sachverhalt in Indien vor-

gebracht. Das MoF habe eine angeblich von ihm abgegebene eidesstattli-

che Erklärung erfunden und behaupte, im Rahmen einer Untersuchung 

seien Unterlagen entdeckt worden. Damit sollte gegenüber der ESTV sug-

geriert werden, das Amtshilfeersuchen beruhe nicht auf gestohlenen Da-

ten. Erst nach dem Bundesgerichtsentscheid vom Juli 2018 habe das MoF 

in seinem Schreiben an die ESTV vom 31. Oktober 2018 zugegeben, dass 

das Amtshilfeersuchen auf gestohlenen Daten basiere. Somit könne sich 

die ESTV nicht tel quel auf das völkerrechtliche Vertrauensprinzip berufen 

und eine kritische Hinterfragung aller Angaben des MoF wäre angezeigt 

gewesen. Ferner habe das MoF auf die Rückfrage der ESTV vom 1. Okto-

ber 2019 widersprüchlich und mit falschen Angaben geantwortet. 

6.2.1.2 Die Vorinstanz hält unter einlässlicher Erläuterung des Urteils des 

BGer 2C_648/2017 vom 17. Juli 2018 sowie der Tragweite von Art. 7 Bst. c 

StAhiG dagegen, es finde sich im DBA CH-IN keine Verpflichtung, wonach 

Indien eine Zusicherung abgeben müsse, sein Ersuchen nicht auf Informa-

tionen abzustützen, die durch nach schweizerischem Recht strafbare 

Handlungen erlangt worden seien. Indien habe sich nie verpflichtet, keine 

gestohlenen Daten zu verwenden, um in der Schweiz ein Amtshilfeersu-

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chen zu stellen. Das schweizerische Amtshilfeverfahren stelle ein Hilfsver-

fahren und kein Erkenntnisverfahren für ausländisches Recht dar. Allfällige 

Verstösse gegen das indische Recht wären somit in Indien vor den lokalen 

Behörden und Gerichten geltend zu machen. Ausserdem lägen die ersuch-

ten Informationen in der Schweiz und es sei nicht ersichtlich, wie die zu-

ständigen indischen Steuerbehörden diese anders als auf dem internatio-

nalen Amtshilfeweg erlangen könnten. Demnach durfte sie (die Vorinstanz) 

zu Recht auf das Ersuchen vom 31. Oktober 2018 eintreten und das völ-

kerrechtliche Vertrauensprinzip sei nicht umgestossen worden.  

Gemäss Vorinstanz sei das MoF auf die Bankunterlagen aus der Schweiz 

angewiesen, um den vermuteten Sachverhalt zu beweisen. Diese Doku-

mente könnten nur von der betroffenen Person direkt oder über ein an die 

Schweiz gerichtetes Amtshilfeersuchen eingeholt werden. Die ersuchende 

Behörde habe in ihrem Ersuchen bestätigt, dass sie alle innerstaatlichen 

Mittel ausgeschöpft habe. Gemäss bundesverwaltungsgerichtlicher Recht-

sprechung seien keine weiteren Ausführungen dazu notwendig. Ferner 

seien im Ersuchen selber keine Fehler, Lücken oder Widersprüche offen-

sichtlicher Art erkennbar, welche dazu führen würden, dass entweder nicht 

auf das Ersuchen einzutreten oder die Amtshilfe zu verneinen wäre. Auf-

grund des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips habe für sie – so die ESTV 

abschliessend – grundsätzlich kein Anlass bestanden, an der Erklärung der 

indischen Behörde zu zweifeln und von einer Verletzung des Subsidiari-

tätsprinzips auszugehen. 

6.2.2 Das blosse Verwenden illegal erworbener Daten durch den ersu-

chenden Staat stellt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (u.a. ge-

mäss seinem Urteil 2C_648/2017 vom 17. Juli 2018) für sich alleine be-

trachtet noch kein per se treuwidriges Verhalten dar (vgl. E. 4.4.1). Sodann 

wird nicht vorgebracht (und ist auch nicht ersichtlich), dass der indische 

Staat die den fraglichen Informationen zugrundeliegenden Daten entgelt-

lich erworben hätte. Darüber hinaus hat Indien keine vertragliche Zusiche-

rung abgegeben, nach welcher es keine durch andere Staaten entspre-

chend erworbene Daten verwenden wolle (im Gegensatz etwa zu Frank-

reich, welches eine ausdrückliche Zusicherung abgegeben hatte, die Da-

ten, welche von Falciani entwendet wurden, nicht zu verwenden; siehe 

dazu BGE 143 II 224). Aus dem massgeblichen Abkommen erwächst In-

dien keine derartige Verpflichtung. Insbesondere findet sich auch keine 

entsprechende Zusicherung der indischen Behörden in den gemeinsamen 

Erklärungen («Joint statements») vom 15. Oktober 2014 (abrufbar unter 

<https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/36918.pdf>, 

https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/36918.pdf

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zuletzt besucht am 12. Juli 2023) sowie vom 15. Juni 2016 (abrufbar unter 

<https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/44446.pdf>, 

zuletzt besucht am 12. Juli 2023) des Revenue Secretary von Indien und 

des damaligen schweizerischen Staatssekretärs für internationale Finanz-

fragen (zum Ganzen: Urteil des BVGer A-2981/2019 vom 1. September 

2020 E. 3.3.2 m.w.H. [bestätigt mit Urteil des BGer 2C_750/2020 vom 

25. März 2021]; vgl. auch Urteil des BVGer A-4426/2019 vom 28. Oktober 

2020 E. 4.3.2 [bestätigt mit Urteil des BGer vom 28. Dezember 2021]). 

6.2.3 Wie bereits festgestellt, ist das schweizerische Amtshilfeverfahren 

ein Hilfsverfahren und kein Erkenntnisverfahren für ausländisches Recht 

(E. 4.4.2). Der ersuchte Staat hat insbesondere nicht die Umstände zu 

überprüfen, die zur Eröffnung einer Steueruntersuchung bzw. dazu geführt 

haben, dass der ersuchende Staat ein Amtshilfeersuchen gestellt hat (vgl. 

BGE 143 II 202 E. 6.3.2). Im Ergebnis liefe dies nämlich darauf hinaus, 

dass der ersuchte Staat materiell die Zulässigkeit der im ersuchenden 

Staat eröffneten Steueruntersuchung analysieren würde, was abgesehen 

von der Praktikabilität eines derartigen Vorgehens nicht mit Sinn und 

Zweck von Art. 26 DBA CH-IN vereinbar wäre (vgl. BGE 143 II 202 

E. 6.3.3). Im Allgemeinen bleibt es der steuerpflichtigen Person unbenom-

men, vor den Justizbehörden des ersuchenden Staates geltend zu ma-

chen, dass sich die gegen sie gerichtete Steueruntersuchung als rechts-

widrig erweise (BGE 143 II 202 E. 6.3.6 und 142 II 218 E. 3.7; Urteil des 

BGer 2C_241/2016 vom 7. April 2017 E. 5.4 m.w.H.; zum Ganzen: Urteil 

des BVGer A-5281/2021 vom 2. Mai 2022 E. 8.2.3). 

6.2.4 Gemäss Angaben der ersuchenden Behörde führe diese in Indien 

Untersuchungen betreffend den Beschwerdeführer durch. Die Ermittlun-

gen der Steuerbehörden in Indien hätten ein nicht deklariertes Bankkonto 

bei der CH-Bank in der Schweiz ans Licht gebracht, welches mit dem Be-

schwerdeführer in Verbindung stehe. Dieser habe Geschäftsbeziehungen 

zum C._______ Trust, der über ein Konto bei der CH-Bank verfüge (Sach-

verhalt, Bst. C.b).  

Es ist durchaus möglich, dass die betreffende Ermittlung der Steuerbe-

hörde in Indien zumindest auch auf den gestohlenen Daten bei der CH-

Bank basiert hat. Selbst dieser Umstand vermöchte indessen das Ver-

trauen in die Ausführungen der ersuchenden Behörde nicht zu erschüttern, 

da seitens Indien keine gegenteiligen Zusicherungen gemacht wurden. Im 

Weiteren vermag der Beschwerdeführer keine stichhaltigen Nachweise im 

https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/44446.pdf

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Sinn der Rechtsprechung dafür zu erbringen, dass im innerstaatlichen Ver-

fahren in Indien keine eidesstattliche Erklärung erfolgt ist. Es gelingt ihm 

im Lichte des Vertrauensprinzips somit nicht, die von der ersuchenden Be-

hörde abgegebenen Erläuterungen entscheidend zu widerlegen (E. 4.4.1). 

Zudem ist die materiell-rechtliche Rüge der Rechtswidrigkeit des Steuer-

verfahrens in Indien vorzubringen (E. 6.2.3 und 9.3.3). Auf die Edition der 

eidesstattlichen Erklärung kann deshalb verzichtet werden und der ent-

sprechende Verfahrensantrag ist abzuweisen. 

6.2.5 Da gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die ESTV In-

dien Amtshilfe in Steuersachen leisten darf, auch wenn das Ersuchen mög-

licherweise auf den bei der CH-Bank vom ehemaligen Mitarbeiter Hervé 

Falciani gestohlenen Daten basiert (E. 6.1.3.1) und das Amtshilfeersuchen 

vom 13. April 2013 sowie dessen Ergänzung vom 31. Oktober 2018 wie 

dargelegt als ein Amtshilfeersuchen zu behandeln ist (E. 6.1.3.3), gibt es 

entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers vorliegend (d.h. im Zusam-

menhang mit «Falciani») ohnehin keinen «kriminellen» Ursprung, den die 

ersuchende Behörde zu «verschleiern» hätte. 

6.3 Insgesamt ist kein Verstoss gegen das hier anwendbare Vertrauens-

prinzip ersichtlich. 

7.  

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz den Rahmen des DBA CH-

IN verletzt, indem sie dem MoF nicht ersuchte Informationen und Unterla-

gen zu übermitteln gedenkt.  

7.1  

7.1.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass die ESTV mit ihren Fragen 

Informationen einhole, die vom MoF nicht erfragt worden seien. Im Einzel-

nen habe das MoF keine Informationen betreffend Bankkontonummern, 

Kontoeröffungs- und KYC-Unterlagen betreffend ein allfälliges persönli-

ches, d.h. ihn betreffendes Bankkonto verlangt. Weiter wolle die ESTV In-

formationen betreffend Bankkontoauszügen der beschwerdeberechtigten 

Person übermitteln, welche ebenfalls nicht erfragt worden seien. Das MoF 

habe nur Kontoinformationen betreffend die betroffene Person erfragt. Ab-

schliessend gehe die ESTV auch in der Übermittlung der Informationen 

betreffend des «beneficiaries of the trust» zu weit. Gemäss Amtshilfeersu-

chen des MoF seien hier lediglich Informationen betreffend der «beneficia-

ries of the account» nachgefragt worden. Die ESTV formuliere das Amts-

hilfeersuchen somit von sich aus um und lege es möglichst weit aus. Für 

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ein solches Vorgehen gäbe es keine rechtliche Grundlage. Es sei wichtig 

zu betonen, dass der Beschwerdeführer weder Inhaber noch Begünstigter, 

wirtschaftlich Berechtigter oder Zeichnungsberechtigter eines vom Amts-

hilfeersuchen betroffenen Bankkontos sei. Die ESTV gehe somit über das 

Amtshilfeersuchen hinaus, was jedoch nicht gestattet sei.  

7.1.2 Laut Vorinstanz entspricht das sinnwahrende Umformulieren von 

Fragen und Sätzen ihrer Praxis, um eine möglichst effiziente Informations-

gewinnung gewährleisten zu können. Sie (die ESTV) habe in der Editions-

verfügung die Fragen zwar nicht deckungsgleich wiedergegeben, jedoch 

widersprächen sie in ihrem Sinn und Inhalt nicht den ursprünglichen Fra-

gen im Amtshilfeersuchen. Die ersuchende Behörde bitte zusammenge-

fasst um Dokumente, die Details über mögliche Konten bei der CH-Bank, 

die in irgendeiner Verbindung zum Beschwerdeführer stünden. Verlangt 

worden seien Kontonummern, Kontoeröffnungsunterlagen inklusive KYC-

Unterlagen, Konto- und Portfolioauszüge und weitere Informationen über 

die Inhaber, Begünstigten und Bevollmächtigten dieser Konten. Die von der 

CH-Bank zur Verfügung gestellten Informationen, welche die ESTV zur 

Übermittlung vorsehe, würden genau diese Informationen enthalten und 

weder über das Amtshilfeersuchen der indischen Behörde noch über die 

Editionsverfügung der ESTV selbst hinausgehen und seien voraussichtlich 

erheblich. Weiter habe das MoF explizit nach Informationen betreffend das 

Konto des C._______ Trust gefragt. In diesem Zusammenhang seien auch 

die Details zum C._______ Trust, welcher einen Bezug zum betroffenen 

Konto aufweise, ebenfalls als erbetene Informationen zu betrachten. Selbst 

die Details zu den Konti, an welchen der Beschwerdeführer gemäss den 

edierten Unterlagen (nur) wirtschaftlich berechtigt sei (vgl. «Client profile»), 

die er selber aber nicht direkt halte, seien gemäss Rechtsprechung als er-

fragt zu betrachten. 

7.2  

7.2.1 Das Vorgehen der ESTV entspricht ihrer Praxis. Sie hat bei der Bank 

um Unterlagen betreffend Konten gefragt, die in einer (relevanten) Verbin-

dung zum Beschwerdeführer stehen. Dies entspricht inhaltlich dem (er-

gänzten) Ersuchen des MoF vom 18. April 2013 / 31. Oktober 2018. Das 

Ersuchen wurde betreffend den Beschwerdeführer gestellt. Ersucht wur-

den unter Angabe einer CH-Bank-internen Klientennummer (BUP) (…) 

(des C._______ Trusts) die betreffenden Kontounterlagen und weitere An-

gaben über wirtschaftlich Berechtigte am Konto. Das Amtshilfeersuchen ist 

nach Treu und Glauben auszulegen. Nach der Rechtsprechung ist dabei 

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der «Halter» eines Kotos weit auszulegen. Entsprechend der bundesge-

richtlichen Rechtsprechung muss das Amtshilfeersuchen deshalb so aus-

gelegt werden, dass die ersuchende Behörde nach Informationen zu Bank-

konten fragt, die sowohl direkt als auch indirekt vom Beschwerdeführer ge-

halten wurden. Eine allfällige wirtschaftliche Berechtigung oder Zeich-

nungsberechtigung des Beschwerdeführers an einem Bankkonto wird des-

halb vom Amtshilfeersuchen mitumfasst (vgl. BGE 147 II 116 E. 5.3.2 f.; 

Urteil des BVGer A-1450/2021 vom 3. Mai 2022 E. 7.3.3). 

7.2.2 Das MoF hat auch ausdrücklich nach der Verbindung des Beschwer-

deführers zum erwähnten Konto des C._______ Trust gefragt (Sachver-

halt, Bst. C.c). In diesem Zusammenhang sind – mit der Vorinstanz – auch 

die Details zum Trustkonstrukt als erbetene Informationen zu betrachten 

(Urteil des BVGer A-4426/2019 vom 28. Oktober 2020 E. 4.6.3 m.w.H.). 

Die Sichtweise der Vorinstanz ist demnach nicht zu beanstanden und ent-

spricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung.  

8.  

Im Weiteren ist darauf einzugehen, ob das Amtshilfeersuchen vom 13. April 

2013 / 31. Oktober 2018 eine «fishing expedition» darstellt. 

8.1  

8.1.1 Laut Beschwerdeführer stellt das vorliegende Amtshilfeersuchen 

eine unerlaubte «fishing expedition» dar. Aus diesem Grund dürften die In-

formationen nicht ausgetauscht werden. Das MoF habe in erster Linie um 

Informationen ersucht, die nicht die formell betroffene Person betreffen, 

sondern nicht näher spezifizierte Personen, Konten sowie ein Trust. Insbe-

sondere stelle ein Ersuchen nach Informationen zu «Complete details of 

the beneficiaries of the Account» eine «fishing expedition» dar, da diese 

Informationen keinen Bezug zum Sachverhalt im Amtshilfeersuchen oder 

zu seiner Steuersituation aufweisen würden. Weiter ersuche das MoF um 

Informationen zu einem Bankkonto des Steuerpflichtigen bei der CH-Bank, 

welches dieser aber nicht besitze und somit Ziff. 10 Bst. d des Protokolls 

zum DBA CH-IN verletze.  

8.1.2 Die Vorinstanz entgegnet gestützt auf die Rechtsprechung zur 

«fishing expedition», die ersuchende Behörde habe abschliessend darüber 

zu befinden, welche Informationen voraussichtlich erheblich seien. Die er-

suchende Behörde sei an die ESTV gelangt mit dem Ziel, die Vermutung, 

dass der Beschwerdeführer in Verbindung mit einem oder mehreren Kon-

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Seite 28 

ten bei der CH-Bank stehe, mithilfe der ersuchten Informationen und Un-

terlagen zu stützen beziehungsweise belegen zu können. Wie sich mit den 

eingeforderten Bankunterlagen der CH-Bank gezeigt habe, werde die Ver-

mutung der indischen Behörde bestätigt. Insofern könne das Ersuchen der 

indischen Behörde nicht als «fishing expedition» eingestuft werden. Es hät-

ten für die indische Behörde ausreichende Hinweise bestanden, welche die 

Vermutung nahelegen würden, dass der Beschwerdeführer ebenfalls Ver-

mögen im Ausland haben könnte. Informationen über Bankkonti in einem 

anderen Vertragsstaat seien für die Erhebung der Einkommenssteuer des 

Beschwerdeführers voraussichtlich erheblich. Diese Informationen könn-

ten im ausländischen Besteuerungsverfahren dazu verwendet werden, um 

die konkrete Besteuerung des Beschwerdeführers korrekt vorzunehmen. 

Wie dies geschehe, sei Sache des innerstaatlichen Verfahrens und vom 

ersuchten Staat nicht zu überprüfen. Die ersuchte Behörde könne sich 

nicht anmassen, über die innerstaatlichen Besteuerungsverfahren zu urtei-

len und sei daher an die Aussagen der ersuchenden Behörde gebunden. 

Die ersuchende Behörde habe mit ihrem Amtshilfeersuchen den Zusam-

menhang zwischen dem dargelegten Sachverhalt und dem Nutzen für das 

ausländische Steuerverfahren ausreichend dargelegt. Daher ist nach An-

sicht der ESTV der notwendige Konnex zwischen dem Sachverhalt und 

den verlangten Informationen vorhanden. Zudem würden die Sachver-

haltsdarstellungen der ersuchenden Behörde aufzeigen, dass die vorlie-

genden Tatsachen nur im Rahmen der Amtshilfe zwischen Indien und der 

Schweiz geklärt werden könnten und daher die beantragte Amtshilfeleis-

tung zulässig sei. 

8.2 Das Vorliegen einer «fishing expedition» ist im Grundsatz ausgeschlos-

sen, wenn ein Amtshilfeersuchen alle Angaben enthält, welche nach dem 

anwendbaren Abkommen erforderlich sind (Urteil des BGer 2C_953/2020 

vom 24. November 2021 E. 3.3 m.w.H). Das vorliegende Amtshilfeersu-

chen erfüllt diese Voraussetzungen (E. 4.2.3). 

Zudem ist ein Zusammenhang zwischen den ersuchten Informationen 

(Bankunterlagen betreffend Konten, die mit dem Beschwerdeführer in Ver-

bindung stehen bzw. direkt oder indirekt von ihm gehalten werden) mit dem 

im Ersuchen dargestellten Sachverhalt (Hinweise auf Verheimlichung von 

Einkommen, Existenz eines nicht offengelegten Bankkontos, mit dem der 

Beschwerdeführer in Verbindung steht) gegeben und die Informationen 

sind grundsätzlich dazu geeignet, im indischen Verfahren (korrekte Besteu-

erung des Beschwerdeführers) verwendet zu werden. 

A-5001/2021 

Seite 29 

Im Weiteren ist das MoF für die Klärung der Steuersituation des Beschwer-

deführers in Indien im ersuchten Zeitraum auf Informationen aus der 

Schweiz angewiesen (E. 6.2.4). Eine «fishing expedition» ist zu verneinen. 

9.  

Im Folgenden ist detailliert zu prüfen, ob die ersuchten Informationen für 

die Beurteilung der Steuersituation des Beschwerdeführers in Indien für 

den Zeitraum vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 voraussichtlich erheblich 

sind und auf die entsprechenden Rügen einzugehen. 

9.1  

9.1.1 Der Beschwerdeführer argumentiert, dass die ersuchten Informatio-

nen gemäss Amtshilfeersuchen des MoF ab dem Jahr 2014 infolge Verjäh-

rung nicht mehr erheblich seien und daher zum jetzigen Zeitpunkt jegliche 

Erheblichkeit entfalle. Weiter sei die Steuerperiode 2011-2012 in Indien be-

reits rechtskräftig veranlagt und könne daher nicht Gegenstand eines 

Amtshilfeersuchens sein. Die Angaben des MoF, wonach neu eine Unter-

suchung nach (Art des Verfahrens) hängig sein solle, seien nachweislich 

falsch und widersprächen gemäss dem eingereichten Gutachten vom 10. 

November 2021 (Autor und Funktion), den indischen Gesetzen. 

Gemäss aktuellem Auszug betreffend den Beschwerdeführer aus dem of-

fiziellen «E-Filing-Portal» der indischen Einkommenssteuerbehörde vom 

2. April 2022 sei bis zum heutigen Tag kein Steuerverfahren und keine Un-

tersuchung betreffend ihn (den Beschwerdeführer) und das Steuerjahr 

2011 bis 2012 hängig. 

Weiter seien die zur Übermittlung angedachten Informationen veraltet und 

irrelevant und würden in zeitlicher Hinsicht über den Rahmen des DBA CH-

IN hinausgehen. Dies weil Informationen übermittelt werden sollen, die aus 

Jahren weit vor dem Inkrafttreten des DBA CH-IN stammen würden. So 

zum Beispiel Kontoeröffnungsunterlagen, (weitere Unterlagen), KYC-Do-

kumente. Diese Informationen würden Schwärzungen enthalten, wodurch 

nicht mehr ersichtlich sei, aus weIchem Jahr sie stammen würden. Zudem 

habe die CH-Bank die Vorinstanz nicht darauf hingewiesen, dass der 

C._______ Trust bereits im Jahr 2007 aufgelöst worden sei. Es komme 

hinzu, dass keine der zur Übermittlung angedachten Informationen rele-

vant für die Veranlagung der Einkommenssteuer sein könnten, da gemäss 

Rechtsprechung Informationen zu Trusts lediglich bei deren Ausschüttung 

steuerlich relevant seien. Da der C._______ Trust bereits im Jahr 2007 

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aufgelöst worden sei, sei eine Ausschüttung an ihn (den Beschwerdefüh-

rer) ausgeschlossen. Weiter solle die Vorinstanz angewiesen werden, ei-

nen (bestimmten) ergänzenden Satz in den Übermittlungstext einzufügen.  

Zudem sei ihm (dem Beschwerdeführer) unter anderem ein neues Doku-

ment zugestellt worden – ein «Deed of Appointment, Indemnity and Termi-

nation» – aus dem hervorgehe, dass ein weiterer Trust mit demselben Na-

men («The C._______ Trust») existiert habe, der am 29. Juni 1999 nach 

dem Recht von (Ort) errichtet worden sei. Das neu aufgetauchte Dokument 

unterstreiche die Unvollständigkeit der Dokumente, die die CH-Bank der 

Vorinstanz zur Verfügung gestellt habe, und mache den Austausch von In-

formationen mit dem MoF unzulässig. 

9.1.2 Die Vorinstanz erwidert, sie gedenke, im vorliegenden Amtshilfever-

fahren keine Informationen an das MoF zu übermitteln, welche in zeitlicher 

Hinsicht über den Rahmen des DBA CH-IN hinausgehen würden. Im vor-

liegenden Amtshilfeersuchen würden Informationen für die Periode vom 

1. April 2011 bis 31. März 2012 ersucht, dementsprechend würden Infor-

mationen auf den Unterlagen, welche die ESTV erhalten habe und den 

Zeitraum vor dem 1. April 2011 beträfen, geschwärzt. Gemäss bundesver-

waltungsgerichtlicher Rechtsprechung sei die Übermittlung von Dokumen-

ten, welche vor dem zeitlichen Anwendungsbereich des konkret anwend-

baren Doppelbesteuerungsabkommens datieren würden, nicht per se un-

zulässig. Demnach seien namentlich Kontoeröffnungsunterlagen, welche 

das Verhältnis zwischen einer Bank und dem Kunden während dessen 

Dauer beträfen, bei Erfüllung der weiteren Voraussetzungen und fortbeste-

hendem Verhältnis auch dann zu übermitteln, wenn sie vor dem Datum des 

Beginns des zeitlichen Anwendungsbereichs des konkreten Doppelbesteu-

erungsabkommens erstellt worden seien. Ferner sei die Information über 

die Auflösung des Trusts der ESTV erst mit dem vorliegenden Beschwer-

deverfahren eröffnet worden, obschon sie dem Beschwerdeführer seit dem 

16. Oktober 2019 bekannt sei. Jedoch sei dem Beschwerdeführer zu wi-

dersprechen, dass mit Wegfallen des Trusts der Konnex zum betroffenen 

Bankkonto fehle. Dem Trust fehle es an einer eigenen Rechtspersönlich-

keit, weshalb ihm weder das Trustvermögen noch die daraus erzielten Ein-

künfte gehören würden. Zivilrechtlicher Eigentümer des Trustvermögens 

sei der Trustee, der das Vermögen gesondert zu verwalten habe. Mit ak-

tenkundigem undatiertem Schreiben des Settlors A._______ sei ersicht-

lich, dass er selber, trotz vorgeschobenem Trust, mit der CH-Bank in Kon-

takt gestanden sei und somit den C._______ Trust umgangen habe. Im 

besagten Schreiben habe A._______ die zuständige Abteilung der Bank 

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Seite 31 

angewiesen, dass sie nach seinem Ableben Anweisungen seines Vaters, 

seiner Schwester und seiner Mutter entgegennehmen sollten. Aus diesem 

Grund könne der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, in-

dem er behaupte, die Informationen seien irrelevant, veraltet und der Kon-

nex zum betroffenen Bankkonto bestehe nicht. Betreffend die Anpassung 

des Übermittlungstextes werde die ESTV redaktionelle Präzisierungen vor-

nehmen, damit dem MoF keine irreführenden Informationen übermittelt 

würden.  

Der neu eingebrachte Trust sei nach dem Recht von (Ort) errichtet und von 

einer anderen Bank als der hier interessierenden CH-Bank verwaltet wor-

den. Betreffend die geltend gemachte fehlende Erheblichkeit der Informa-

tionen für die Einkommenssteuer betreffend die Jahre 2011-2012 habe das 

MoF am 5. August 2021 bestätigt, dass die Informationen weiterhin für die 

Besteuerung des Beschwerdeführers benötigt würden und daher weiterhin 

voraussichtlich relevant seien. 

9.2 Eine Information, die einen Dritten betrifft, ist wie erwähnt (E. 4.3.6) vo-

raussichtlich erheblich, wenn sie geeignet ist, die Steuersituation des be-

troffenen Steuerpflichtigen zu klären. Dies ist namentlich bei Informationen 

über eine vom Steuerpflichtigen beherrschte Gesellschaft der Fall (BGE 

142 II 69 E. 3.1). Von einem Amtshilfeersuchen umfasst sind nicht nur di-

rekt gehaltene Bankkonten, d.h. Bankkonten, deren rechtliche Inhaberin 

die betroffene Person für den relevanten ersuchten Zeitraum war oder ist, 

sondern auch indirekt gehaltene Konten, mithin namentlich eine allfällige 

wirtschaftliche Berechtigung oder Zeichnungsberechtigung der betroffenen 

Person an einem Bankkonto (E. 7.2.1). Die voraussichtliche Erheblichkeit 

der zur Übermittlung vorgesehenen Informationen ist damit auch soweit 

gegeben, als sie Angaben über den C._______ Trust und die beschwerde-

berechtigte Person enthalten. Letztere stehen in enger wirtschaftlicher Ver-

bindung mit dem Beschwerdeführer und die betreffenden Angaben sind 

grundsätzlich voraussichtlich relevant für seine Einkommensbesteuerung. 

9.3  

9.3.1 Bezüglich der rechtlichen Qualifikation eines Trusts kann zunächst 

auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts verwiesen werden, wonach 

dies eine materielle Frage ist, welche von den Steuerbehörden des ersu-

chenden Staates zu entscheiden ist und nicht von den Schweizer Behör-

den im Rahmen der Amtshilfe behandelt werden muss (Urteil des BGer 

2C_274/2016 vom 7. April 2016 E. 4.3). Auch aus diesem Grund muss im 

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Amtshilfeverfahren nicht abgeklärt werden, ob der betreffende [ausländi-

sche] Trust eine selbständige Rechtspersönlichkeit aufwies und überhaupt 

formell Eigentümer der Domizilgesellschaft sein konnte (Urteil des BVGer 

A-674/2020 vom 24. August 2021 E. 6.1). Sodann ist darauf hinzuweisen, 

dass es den Rahmen einer Plausibilitätsprüfung klarerweise sprengen 

würde, wenn von der Vorinstanz als ersuchter Behörde verlangt würde, 

dass sie in Konstellationen wie der vorliegenden mit Blick auf die voraus-

sichtliche Erheblichkeit der ersuchten Informationen für das ausländische 

Steuerverfahren prüfen müsste, wie Trusts in der Rechtsordnung des er-

suchenden Staates steuerrechtlich behandelt werden (vgl. Urteil des BGer 

2C_936/2020 vom 28. Dezember 2021 E. 5.5.3 m.w.H.). Somit ist vorlie-

gend nicht zu prüfen, ob der C._______ Trust in Indien lediglich bei deren 

Ausschüttung steuerlich relevant ist. 

9.3.2 Im Weiteren ist auf die diesbezügliche klare Rechtsprechung des 

Bundesverwaltungsgerichts zu verweisen, wonach die Übermittlung von 

Dokumenten, welche vor dem zeitlichen Anwendungsbereich des konkret 

anwendbaren Doppelbesteuerungsabkommens datieren, nicht per se un-

zulässig ist (vgl. Urteile des BVGer A-6928/2019 vom 13. Dezember 2021 

E. 4.4, A-3555/2018 vom 11. Januar 2019 E. 3.2.3 m.w.H. betreffend Kon-

toeröffnungsunterlagen). Die vorliegend zur Übermittlung vorgesehenen 

Kontoeröffnungsunterlagen (genaue Beschreibung) datieren zwar alle vom 

25. Mai 2005 und damit vor dem 1. April 2011. Sie regeln jedoch das Ver-

hältnis zwischen dem Beschwerdeführer und der Bank und sind deshalb 

gemäss der Rechtsprechung bei fortbestehenden Verhältnissen grund-

sätzlich gleichwohl zu übermitteln.  

Mit der Vorinstanz kann nach Aktenlage (E. 9.1.2) und nach dem vorliegend 

relevanten Massstab der Plausibilitätskontrolle (E. 4.3.4) zwar eine Verbin-

dung des neu erwähnten, nach dem Recht von (Ort) errichteten Trust zur 

vorliegend einzig interessierenden Kontoverbindung bei der CH-Bank nicht 

angenommen werden. Es kann jedoch nicht a priori ausgeschlossen wer-

den, dass der Beschwerdeführer auch nach Auflösung des C._______ 

Trust im Jahr 2007 in Bezug auf die vorliegend interessierende Kontobe-

ziehung relevante Einflussmöglichkeiten hatte und der Trust nur vorge-

schoben war. Dies legt gemäss den zutreffenden Ausführungen der Vo-

rinstanz (E. 9.1.2) das Schreiben des Settlors des Trusts an die CH-Bank 

Trust Services (…) SA (vgl. Beschwerdebeilage Nr. 36, letzte Seite) nahe: 

«The Settlement has been established for the benefit of myself during my 

lifetime, thereafter my father, thereafter my sister […] and ultimately my 

mother […]. It is my express wish that you should act upon any request 

A-5001/2021 

Seite 33 

received from myself in respect of any capital or income distributions from 

the Settlement […]. After my lifetime you should consult my father […] on 

the same matters as above and thereafter my sister and mother in that 

order»). Insofern (d.h. bei bloss vorgeschobenem Trust) können demnach 

auch unter Berücksichtigung der Auflösung des Trusts im Jahr 2007 sehr 

wohl fortbestehende Verhältnisse vorliegen. Im Weiteren ist das von dem 

Beschwerdeführer eingereichte Dokument «Deed of Appointment» vom 

Jahr 2007 (ohne näheres Datum), mit welchem die Auflösung des 

C._______ Trust nachgewiesen werden soll, (Beschwerdebeilage Nr. 36, 

Schreiben der CH-Bank Trust Company SA: «as per attached Deed of Ap-

pointment, The C._______ Trust was liquidated in 2007») von den im be-

treffenden Dokument vorgesehenen Personen (vgl. S. 3 der Deed of Ap-

pointment) auf Seiten der Trustees und Protector nicht unterzeichnet. Un-

terzeichnet wurde das Dokument bloss von A._______ und einem Zeugen. 

Dies bestärkt die Indizienlage hinsichtlich der Vermutung, dass der Trust 

nur vorgeschoben war. 

Die betreffenden Kontoeröffnungsunterlagen sind demnach auch mit Be-

zug auf die Unterlagen, welche Angaben zum C._______ Trust enthalten, 

zu übermitteln. 

9.3.3  Der Beschwerdeführer stützt seine Argumentation, wonach die Steu-

erperioden 2011-2012 bereits rechtskräftig veranlagt seien u.a. auf ein 

Rechtsgutachten bezeichnet als «Legal Opinion (Autor und Funktion) vom 

10. November 2021 (nachfolgend: «Legal Opinion»). Nach seiner Begut-

achtung der Rechtslage im konkreten Fall ist es nicht möglich, dass ein 

Steuerverfahren nach (Art des Verfahrens) des indischen Einkommensteu-

ergesetzes pendent ist. Dem vom Beschwerdeführer eingebrachten 

Rechtsgutachten ist zwar eine gewisse Bedeutung zuzuerkennen, doch 

kommt diesem lediglich die Stellung eines Parteigutachtens zu. Solchen 

Gutachten ist nach der Rechtsprechung nicht die Qualität von Beweismit-

teln, sondern von blossen Parteibehauptungen beizumessen (Urteil des 

BGer 2C_750/2020 vom 25. März 2021 E. 9.3.2 m.w.H.). Demnach vermag 

der Beschwerdeführer mit diesem Gutachten – wiederum gemäss Plausi-

bilitätskontrolle (E. 4.3.4) – nicht hinreichend nachzuweisen, dass die An-

gaben des MoF, wonach neu eine Untersuchung nach (Art des Verfahrens) 

hängig sein solle, nachweislich falsch und widersprüchlich sind. Anzufügen 

bleibt ferner, dass sich die Frage der Verjährung nach dem ausländischen 

Recht des ersuchenden Staats richtet und vor den dortigen Behörden gel-

tend zu machen ist (Urteile des BGer 2C_662/2021, 2C_663/2021 vom 18. 

März 2022 E. 5.4 ff., 2C_800/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 4 und E. 6.3 

A-5001/2021 

Seite 34 

i.f.). Entsprechendes gilt für die Frage, ob die Steuerperioden 2011-2012 

bereits in Rechtskraft erwachsen sind. Dabei ist nach der Rechtsprechung 

selbst dann, wenn das ordentliche Veranlagungsverfahren betreffend Steu-

erperioden 2011-2012 tatsächlich abgeschlossen wäre, nicht ausgeschlos-

sen, dass der ersuchende Staat die Informationen weiterhin benötigt, etwa 

für eine allfällige Nachsteuer- bzw. Revisionsmöglichkeit, wobei es nicht 

am ersuchten Staat wäre, zu beurteilen, ob das Verfahrensrecht des ersu-

chenden Staates ein Zurückkommen auf ein abgeschlossenes Veranla-

gungsverfahren erlaubt oder nicht (Urteil des BVGer A-47/2020 vom 12. 

März 2021 E. 4.1.2 m.w.H.).  

Da die Rechtskraft von Steuerperioden nicht zu prüfen ist, gilt dies schliess-

lich erst recht für die Prüfung der Rechtshängigkeit eines Steuerverfahrens 

(vgl. dazu E. 6.2.3). Somit kann der Beschwerdeführer auch aus dem sei-

ner Eingabe vom 6. April 2022 beigelegten Auszug aus dem «E-Filing-Por-

tal» der indischen Einkommenssteuerbehörde vom 2. April 2022, wonach 

in Indien keine Untersuchung betreffend den Beschwerdeführer und das 

Steuerjahr 2011 bis 2012 hängig sein soll, nichts zu seinen Gunsten ablei-

ten. Analoges gilt für die mit weiteren Eingaben dem Bundesverwaltungs-

gericht eingereichten Auszüge aus dem indischen «E-Filing-Portal» oder 

dem «Compliance Portal» bzw. hinsichtlich der eingereichten «Verfügung 

des MoF» vom 8. April 2021 (Beschwerdebeilage 77), wobei diese ohnehin 

geschwärzte Seiten enthält und es fraglich erscheint, ob es sich überhaupt 

um eine Verfügung bzw. einen Entscheid des MoF handelt. 

Die Vorinstanz hat mit ihrer Rückfrage an das MoF (Sachverhalt, Bst. C.h) 

die ihr zumutbaren Abklärungen getätigt, zumal die Vorinstanz ohnehin 

kein eigentliches Beweisverfahren durchzuführen hat (Urteil des BVGer 

A-1450/2021 vom 3. Mai 2022 E. 7.4.1 m.w.H.). Somit sieht das Bundes-

verwaltungsgericht keine Veranlassung, von der CH-Bank zusätzliche Un-

terlagen zu «The C._______ Trust» zu edieren sowie beim MoF ergän-

zende Auskünfte einzuholen (Sachverhalt, Bst. D.c). Die entsprechenden 

Anträge des Beschwerdeführers sind somit abzuweisen.  

9.4 Das MoF hat auf explizite Nachfrage der Vorinstanz hin in seinem 

E-Mail vom 5. August 2021 explizit bestätigt, dass die ersuchten Informa-

tionen weiterhin voraussichtlich relevant seien (Sachverhalt, Bst. C.h). So-

mit und angesichts der obigen Ausführungen gelingt es dem Beschwerde-

führer nicht, die Darstellung des MoF betreffend voraussichtliche Erheb-

lichkeit der ersuchten Informationen für seine Besteuerung in Indien klar-

A-5001/2021 

Seite 35 

erweise (mittels Urkunden) zu widerlegen (E. 4.4.1). Folglich ist davon aus-

zugehen, dass die ersuchten Informationen nach wie vor voraussichtlich 

erheblich sind. Zudem sind auch keine weiteren Schwärzungen angezeigt. 

Bei den vom Beschwerdeführer mit seinem Antrag Nr. 4 verlangten zusätz-

lichen Schwärzungen handelt es sich nicht um Drittpersonen, die rein zu-

fällig in den verlangten Dokumenten auftauchen (vgl. zu «fruit d’un pur ha-

sard»: Urteil des BGer 2C_703/2020 vom 15. März 2021 E. 4.2.3; Urteil 

des BVGer A-3358/2021 vom 16. März 2022 E. 2.4.5). 

9.5  

9.5.1 Die Parteien beantragen in ihren Rechtsschriften verschiedene Mo-

difikationen des Übermittlungstextes im Zusammenhang mit dem 

C._______ Trust. Im Lichte der Erkenntnisse über den fraglichen Trust 

(E. 9.1.2) ist der Übermittlungstext in der Schlussverfügung vom 13. Okto-

ber 2021 anzupassen. Dabei ist das genaue Datum des Erlöschens des 

Trusts (als für das Bundesverwaltungsgericht nicht zu beurteilende materi-

ellrechtliche Frage; E. 9.3.1) vorliegend nicht zu eruieren und hat demnach 

im Übermittlungstext auch nicht zu erscheinen. Somit ist der Übermittlungs-

text gemäss Ziff. 2, 4. Abschnitt des Dispositivs in der Schlussverfügung 

vom 13. Oktober 2021 wie folgt anzupassen bzw. zu ergänzen:  

«Mr A._______ was the settlor of the overlaying Trust of the company 

E._______ holding the account under reference Nr. (…).» 

«The overlaying Trust was liquidated bevor the requested time frame.» 

9.5.2 Trotz genannter Anpassung verändert sich allerdings der Umfang der 

angedachten Amtshilfeleistung nicht relevant, weshalb dies keine Auswir-

kungen auf die Kostenverlegung hat (vgl. Urteil des BVGer A-3576/2020 

vom 1. März 2021 E. 4.1). 

9.6 Zusammenfassend ergibt sich, dass sich die angefragten Informatio-

nen als voraussichtlich erheblich erweisen (werden) für die Beurteilung der 

Einkommenssteuer des Beschwerdeführers in Indien (E. 4.3.5). Nach dem 

Gesagten entsprechen die zu übermittelnden Informationen demnach den 

verlangten Daten gemäss dem Ersuchen des MoF und sind auch voraus-

sichtlich erheblich. 

Schliesslich besteht weder Möglichkeit noch Veranlassung, von den ge-

setzlichen Datenschutzpflichten der Vorinstanz abzuweichen. Demnach ist 

der Antrag, die bezeichneten Informationen und Unterlagen betreffend den 

A-5001/2021 

Seite 36 

Beschwerdeführer nach Abschluss des vorliegenden Verfahrens zu ver-

nichten oder an den Beschwerdeführer bzw. die Unterzeichnenden heraus-

zugeben, abzuweisen (Sachverhalt, Bst. D.a). 

10.  

Zu prüfen ist nachfolgend die Rüge des Beschwerdeführers, wonach die 

Vorinstanz in ihrer Schlussverfügung Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht 

unterscheide. 

10.1  

10.1.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz zitiere in Ziff. 1 der 

Schlussverfügung diverse bundesgerichtliche Entscheide, welche sich da-

rauf bezögen, dass die ersuchende Behörde den Sachverhalt im Amtshil-

febegehren nicht lückenlos belegen müsse, da dies dem Sinn und Zweck 

der Amtshilfe widersprechen würde. Die vorgebrachten beschwerdeführe-

rischen Einwände (etwa betreffend Verjährung der Steuerforderung oder 

Hängigkeit des Steuerverfahrens in Indien) seien keine Sachverhaltsfra-

gen, sondern hätten Rechtsfragen betroffen. Daher sei die vorgebrachte 

Rechtsprechung im vorliegenden Verfahren nicht relevant. 

10.1.2 Die Vorinstanz hält demgegenüber daran fest, dass es gerade an 

der Amtshilfe liege, gewisse Unklarheiten, die im Zeitpunkt des Eröffnens 

eines Amtshilfeersuchens bestanden hätten, zu klären. Soweit die Behör-

den des ersuchenden Staates verpflichtet seien, den massgeblichen Sach-

verhalt darzulegen, könne von ihnen nicht erwartet werden, dass sie dies 

bereits lückenlos und völlig widerspruchsfrei täten. Dies wäre rechtspre-

chungsgemäss mit Sinn und Zweck der Amtshilfe nicht vereinbar, sollen 

doch aufgrund von Informationen und Unterlagen, die sich im ersuchten 

Staat befinden, bisher im Dunkeln gebliebene Punkte erst noch geklärt 

werden. Weiter habe sie (die Vorinstanz) in ihrer Schlussverfügung vom 

13. Oktober 2021 aufgezeigt, dass die Informationen für das indische Ver-

fahren weiterhin von voraussichtlicher Relevanz seien und es an den wei-

teren Argumenten des Beschwerdeführers an Substantiierung fehle, um 

das völkerrechtliche Vertrauensprinzip umzustossen. 

10.2 Die Ausführungen der Vorinstanz stehen im Einklang mit der einschlä-

gigen Rechtsprechung (E. 4.3.5). Dass an den Darstellungen des MoF 

nicht zu zweifeln ist und demnach kein Verstoss gegen das Vertrauensprin-

zip vorliegt, wurde bereits erkannt (E. 6.3). Ebenso wurde bereits festge-

stellt, dass die Vorinstanz ihrer Untersuchungspflicht im Rahmen der Plau-

sibilitätskontrolle (betreffend voraussichtliche Erheblichkeit der ersuchten 

A-5001/2021 

Seite 37 

Informationen) hinreichend nachgekommen ist (E. 9.3.3). Weiterungen 

hierzu erübrigen sich. 

11.  

Nachfolgend ist zu beurteilen, ob eine Verletzung des Spezialitätsprinzips 

nach Art. 26 Abs. 2 DBA CH-IN vorliegt. 

11.1  

11.1.1 Der Beschwerdeführer geht davon aus, dass die Einhaltung des 

Spezialitätsprinzips durch das MoF und den indischen Staat aktuell nicht 

gewährleistet sei. So gebe es im vorliegenden Verfahren zahlreiche, kon-

krete Hinweise, dass das Spezialitätsprinzip trotz Zusicherung der indi-

schen Behörde bzw. trotz Anordnung der Schweizer Behörde, nicht einge-

halten werde. Die Steuerveranlagung des Beschwerdeführers sei bis und 

mit dem Jahr 2011-2012 rechtskräftig und es gebe keinen Anlass, diese 

Informationen zu ersuchen. Die Schlussfolgerung sei somit naheliegend, 

dass Informationen betreffend ihn (den Beschwerdeführer) zur Beweisaus-

forschung oder zum Zwecke der Einleitung eines rückwirkenden Strafver-

fahrens ersucht werden. 

11.1.2 Laut Vorinstanz hat die ersuchende Behörde in ihrem Ersuchen be-

stätigt, dass alle Informationen die sie erhalten, geheim gehalten werden 

und nur für die gemäss dem DBA CH-IN zulässigen Zwecke verwendet 

werden. Aufgrund des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips habe für sie 

(die ESTV) grundsätzlich kein Anlass bestanden, an der Erklärung der in-

dischen Behörde zu zweifeln und die vorgebrachten Nachweise des Be-

schwerdeführers erwiesen sich als unzureichend substantiiert. 

11.2 Wie dargelegt, liegen keine hinreichenden Indizien vor, an den Dar-

stellungen von Indien zu zweifeln (E. 6.3). Ob ein indisches Steuerverfah-

ren bereits rechtskräftig ist oder nicht, bildet – wie gesehen – als materiell-

rechtliche Frage nicht Gegenstand des vorliegenden Amtshilfeverfahrens 

(E. 9.3.3). Da international unterschiedliche Auffassungen darüber beste-

hen, wie weit der Spezialitätsvorbehalt reicht, ist es angezeigt, dass die 

Vorinstanz das MoF anlässlich der Übermittlung der ersuchten Informatio-

nen über den Umfang der Verwendungsbeschränkung informiert. Diese 

Vorgabe ist mit Ziff. 4 der angefochtenen Schlussverfügung erfüllt (Urteil 

des BVGer A-6744/2019 vom 15. Dezember 2020 E. 3.3). Von einer Ver-

letzung des Spezialitätsprinzips ist nicht auszugehen. 

A-5001/2021 

Seite 38 

12.  

Schliesslich ist zu prüfen, ob eine Verletzung des Ordre Public vorliegt, in-

folge rückwirkender Anwendung des «Black Money Act». 

12.1  

12.1.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass die rückwirkende Anwen-

dung des «Black Money Act» eine Verletzung des Ordre Public darstelle 

und aufgrund dessen die Informationen gemäss Art. 26 Abs. 3 Bst. c DBA 

CH-IN nicht ausgetauscht werden dürften. Die indischen Gerichte hätten 

die Frage betreffend die Rückwirkung des «Black Money Act» noch nicht 

entschieden. Im Urteil des Bundesgerichts 2C_750/2020 vom 25. März 

2021 sei erwogen worden, dass eine Amtshilfe unter dem «Black Money 

Act» zu einem Verstoss gegen den Ordre Public führen könne, sähe jener 

eine rückwirkende Anwendung des materiellen Strafrechts vor. Die rück-

wirkende Anwendung von Strafnormen verstosse gegen fundamentale 

rechtsstaatliche Prinzipien und daher sei dem MoF im vorliegenden Ver-

fahren keine Amtshilfe zu gewähren. 

12.1.2 Die Vorinstanz hält dagegen, dass die Informationen nicht alleinig 

zu strafrechtlichen Zwecken bzw. für die Durchsetzung des «Black Money 

Act» eingefordert würden. Aus dem Ersuchen sei ersichtlich, dass der pri-

märe Grund des Amtshilfeersuchens die Ermittlung von Informationen be-

treffend die Einkommensbesteuerung sei. Das MoF lege dar, dass das Er-

suchen zwecks korrekter Erhebung der Einkommenssteuer gestellt werde 

und es lägen keine Indizien vor, die Zweifel an dieser Darstellung aufkom-

men lassen würden. Weiter habe die ersuchende Behörde in ihrem Ersu-

chen bestätigt, dass alle Informationen, die sie erhalten würde, geheim ge-

halten und nur für die gemäss dem DBA CH-IN zulässigen Zwecke ver-

wendet würden. Aufgrund des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips habe 

für sie (die Vorinstanz) grundsätzlich kein Anlass bestanden, an der Erklä-

rung der indischen Behörde zu zweifeln und von einer drohenden Verlet-

zung des Ordre public sei somit nicht auszugehen. Das eingereichte Gut-

achten sei rechtsprechungsgemäss lediglich eine blosse Parteibehaup-

tung. 

12.2 Zunächst ist festzuhalten, dass das Spezialitätsprinzip keinen Schutz 

bietet, wenn das Amtshilfegesuch der Durchsetzung des Steuerstrafrechts 

dient (Urteil des BGer 2C_750/2020 vom 25. März 2021 E. 9.3). Die amts-

hilfeweise zu übermittelnden Informationen gemäss Art. 26 Abs. 2 DBA CH-

IN dürfen unter anderem für die Steuerstrafverfolgung hinsichtlich der in 

A-5001/2021 

Seite 39 

Abs. 26 Abs. 1 DBA CH-IN erwähnten Steuern verwendet werden (Urteil 

des BGer 2C_750/2020 vom 25. März 2021 E. 9.3.1). 

12.3 Der «Black Money Act» trat am 1. Juli 2015 in Kraft (<https://prsin-

dia.org/files/bills_acts/acts_parliament/2015/the-black-money-act,-2015. 

pdf>, zuletzt besucht am 12. Juli 2023). Es handelt sich um ein indisches 

Gesetz mit verschiedenen Strafnormen. Es wurde bereits festgestellt, dass 

die vom Beschwerdeführer zur Untermauerung seiner Argumentation ins 

Recht gelegte «Legal Opinion» lediglich als Parteibehauptung zu werten 

ist (E. 9.3.3). Ein Urteil des höchsten indischen Gerichts zur Frage der 

rückwirkenden Anwendbarkeit des «Black Money Act» erging laut Be-

schwerdeführer bislang nicht (Beschwerde, Rz. 173). 

12.4 Insgesamt liegen keine hinreichenden Indizien vor, dass dem Be-

schwerdeführer im Falle der Leistung von Amtshilfe eine strafrechtliche 

Verurteilung gemäss «Black Money Act» gestützt auf rückwirkend anwend-

bare materielle Strafrechtsnormen droht. Es ist entsprechend nicht davon 

auszugehen, dass die Auskunftserteilung im vorliegenden Fall gegen den 

Ordre public gemäss Art. 26 Abs. 3 Bst. c DBA CH-IN verstösst. Die Be-

schwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet (vgl. 

Urteil des BGer 2C_750/2020 vom 25. März 2021 E. 9.3.4). Demzufolge 

erübrigt es sich auch, die angefochtene Schlussverfügung vom 13. Okto-

ber 2021 mit einem Verbot zu ergänzen, die Daten für eine Verfolgung un-

ter dem «Black Money Act» zu verwenden (Beschwerde, Rz. 179) bzw. 

eine entsprechende Zusicherung von Indien einzuholen (E. 4.4.3). 

13.  

Nach dem Dargelegten sieht das Bundesverwaltungsgericht keine Veran-

lassung für weitere Sachverhaltserhebungen (vgl. E. 3). Anträge des Be-

schwerdeführers auf weitere Abklärungen des Sachverhalts können des-

halb in antizipierter Beweiswürdigung abgewiesen werden (Urteil des BGer 

9C_58/2022 vom 7. Juni 2022 E. 1.2 m.w.H.; Urteil des BVGer  

A-1000/2021 vom 8. Juli 2022 E. 4.1 m.w.H.). Dies gilt insbesondere für 

den in seiner Eingabe vom 30. September 2022 gestellten Antrag (Sach-

verhalt, Bst. D.f), es sei ihm Gelegenheit zu geben, seine Standpunkte dem 

Bundesverwaltungsgericht in einer mündlichen Verhandlung vorzutragen. 

Zudem ist auf Steueramtshilfeverfahren die Garantie von Art. 6 Ziff. 1 der 

Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 

Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) grundsätzlich nicht anwendbar (vgl. 

BGE 139 II 404 E. 6; Urteil des BVGer A-7010/2015 vom 19. Mai 2016 

https://prsindia.org/files/bills_acts/acts_parliament/2015/the-black-money-act,-2015.pdf
https://prsindia.org/files/bills_acts/acts_parliament/2015/the-black-money-act,-2015.pdf
https://prsindia.org/files/bills_acts/acts_parliament/2015/the-black-money-act,-2015.pdf

A-5001/2021 

Seite 40 

E. 2.1.1). Es besteht deshalb auch mit Bezug auf die EMRK kein Anspruch 

auf eine mündliche Verhandlung. 

Im Übrigen ist nicht davon auszugehen, dass die ESTV im Laufe des Be-

schwerdeverfahrens hinsichtlich der vorliegenden Sache mit Behörden 

oder Dritten korrespondiert hat, ohne das Bundesverwaltungsgericht zu in-

formieren. Aufgrund von Art. 54 VwVG ging die Behandlung der Sache 

grundsätzlich auf das Bundesverwaltungsgericht über (Devolutiveffekt). 

Die ESTV hat damit die Herrschaft über den Streitgegenstand verloren, 

d.h. sie hat mithin die Befugnis verloren, den rechtserheblichen Sachver-

halt abzuklären (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz 3.7). Das Gesuch um Ak-

tenedition des Beschwerdeführers betreffend eine «allfällige neue Korres-

pondenz» zwischen der ESTV und dem MoF oder anderen Behörden bzw. 

Dritten kann deshalb ebenfalls in antizipierter Beweiswürdigung abgewie-

sen werden. 

14.  

Zusammenfasend ergibt sich, dass die angefochtene Schlussverfügung 

vom 13. Oktober 2021, abgesehen vom geringfügig zu modifizierenden 

Übermittlungstext (E. 9.5.1), zu Recht erfolgte und die dort vorgesehene 

Amtshilfe an das MoF geleistet werden kann. Nachdem vorliegend erkannt 

wurde, dass die zur Übermittlung vorgesehenen Informationen allesamt 

voraussichtlich erheblich sind, ist schliesslich auch der Subeventualantrag 

des Beschwerdeführers betreffend die Nichtübermittlung von «Akt. 2» ab-

zuweisen (Sachverhalt, Bst. D.a). Im Übrigen sind die letzten Eingaben des 

Beschwerdeführers, welche noch nicht der Vorinstanz weitergeleitet wor-

den sind, mit dem vorliegenden Urteil zuzustellen. 

15.  

Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten auf Fr. 5'000.- festzusetzen 

und vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG, Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 200 über die Kos-

ten und Entschädigungsfolgen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]), da er nur marginal obsiegt (E. 9.5). Der einbezahlte Kos-

tenvorschuss von Fr. 5'000.- ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu 

verwenden. Eine Parteientschädigung ist aus demselben vorerwähnten 

Grund nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario, Art. 7 Abs. 1 

VGKE e contrario). 

A-5001/2021 

Seite 41 

16.  

Dieser Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuer-

sachen kann gemäss Art. 83 Bst. h des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) innerhalb von 10 Tagen nur dann mit 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-

richt weitergezogen werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 84a und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, entscheidet 

das Bundesgericht. 

Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen. 

  

A-5001/2021 

Seite 42 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Verfahrensanträge werden im Sinn der Erwägungen abgewiesen. 

2.  

Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als die Vorinstanz Ziff. 2,  

4. Abschnitt ihres Dispositivs in der Schlussverfügung vom 13. Oktober 

2021 im Sinne von E. 9.5 dieses Urteils zu präzisieren hat. 

3.  

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten 

wird. 

4.  

Dem Beschwerdeführer werden die Verfahrenskosten im Betrag von 

Fr. 5'000.- auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- wird 

zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet.  

5.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

6.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Steiger Kaspar Gerber 

  

A-5001/2021 

Seite 43 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausa