# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08ffc868-d790-5eb3-ac6d-61fc72deb5cd
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 09.09.2021 725 21 51/244
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-51-244_2021-09-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 9. September 2021 (725 21 51 / 244) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Voraussetzungen der Wiedererwägung 

 

Kürzung des Integritätsschadens um die Hälfte auf 25 % wegen des langjährigen Alko-

holkonsums als Teilursache der mittelschweren Hirnfunktionsstörung (Suva-Tabelle 8) 

 

 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Christina Markie-
wicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 

 

 
 
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A. Der 1958 geborene A.____ stürzte am 29. September 2013 und zog sich dabei ein Schä-
del-Hirn-Trauma mit einer bilateralen frontalen Kontusionsblutung und einer Felsenbeinlängsfrak-
tur rechts zu. Zu diesem Zeitpunkt war A.____ arbeitslos gemeldet und folglich bei der Suva 
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Verfügung vom 12. Dezember 2017 
sprach sie A.____ für die Auswirkungen des Unfalls eine Integritätsentschädigung basierend auf 
einem Integritätsschaden von 45 % zu (15 % für eine komplette posttraumatische Anosmie [Ver-
lust des Geruchssinns], 5 % für eine unfallbedingte Schädigung des Gehörs und 25 % für die 
kognitiven Beeinträchtigungen). Der Integritätsschaden für die kognitiven Beeinträchtigungen 
bzw. die neuropsychologischen Einschränkungen wurde vom versicherungsmedizinischen 
Dienst der Suva mit 50 % gewichtet. Da sich die Unfallfolgen und die Folgen des langjährigen 
Alkoholkonsums überlappen würden, wurde der Wert halbiert. Die Verfügung vom 12. Dezember 
2017 wuchs unangefochten in Rechtskraft. Mit Verfügung vom 6. Februar 2018 sprach die Suva 
A.____ ab 1. Dezember 2016 eine IV-Rente aufgrund eines IV-Grades von 100 % zu. Die Rente 
wurde als Komplementärrente berechnet und um 50 % wegen unfallfremder Ursachen gekürzt. 
Dieses Ergebnis wurde mit Einspracheentscheid vom 12. Juli 2018 bestätigt. Das Kantonsgericht, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), hiess die dagegen erhobene Beschwerde 
mit Urteil vom 4. April 2019 gut. In Aufhebung des Einspracheentscheids stellte das Kantonsge-
richt fest, dass dem Versicherten eine ungekürzte IV-Rente in der Höhe von Fr. 7'089.50 monat-
lich auszurichten sei. 
 
Mit E-Mail vom 28. September 2019 beantragte die Tochter von A.____ mit Verweis auf das Urteil 
des Kantonsgerichts vom 4. April 2019, dass auf die formell rechtskräftige Verfügung vom 12. 
Dezember 2017 zurückzukommen und analog der Rente von einer Kürzung der Integritätsent-
schädigung abzusehen bzw. der gekürzte Betrag nachträglich noch auszuzahlen sei. Die Suva 
hielt mit Antwort vom 7. Oktober 2019 an ihrer Verfügung vom 12. Dezember 2017 fest. Mit Ein-
gabe vom 28. August 2020 stellte Rechtsanwalt Daniel Altermatt im Namen von A.____ ein Wie-
dererwägungsgesuch, welches die Suva mit Verfügung vom 30. Oktober 2020 und Einsprache-
entscheid vom 7. Januar 2021 ablehnte. 
 
B. Dagegen erhob Rechtsanawalt Daniel Altermatt mit Eingabe vom 8. Februar 2021 für 
seinen Mandanten Beschwerde ans Kantonsgericht. Er beantragte, der Einspracheentscheid sei 
aufzuheben und die Suva zu verpflichten, die Integritätsentschädigung neu zu verfügen. Gegen-
stand des vorliegenden Verfahrens sei einzig die Frage, ob die Voraussetzungen für eine Wie-
dererwägung gegeben seien. Entgegen der Auffassung der Suva fehle es der Beurteilung von 
Dr. med. B.____, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, vom 21. Juni 2016 an Beweiswert. 
Einerseits handle es sich um eine reine Aktenbeurteilung und andererseits könne den dieser Be-
urteilung zugrundeliegenden Berichten, namentlich dem Austrittsbericht der D.____ vom 14. Au-
gust 2013 sowie der psychiatrischen Beurteilung von Dr. med. C.____ vom 26. Mai 2014 nicht 
entnommen werden, dass die neuropsychologischen Einschränkungen durch den Alkoholabusus 
verursacht worden seien. Ferner halte der Bericht der D.____ vom 16. Dezember 2014 fest, dass 
der grösste Teil der Beeinträchtigungen mit dem Sturz und der damit verbundenen Hirnverletzung 
erklärbar sei. Der Alkoholkrankheit käme demnach in jedem Fall ein Ursachenanteil von weniger 

 

 
 
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als 50 % zu. Die Schlussfolgerung von Dr. B.____, dass der Integritätsschaden infolge der Alko-
holkrankheit zu halbieren sei, sei somit zweifellos unrichtig, womit die Voraussetzungen für eine 
Wiedererwägung der Verfügung vom 12. Dezember 2017 gegeben seien. 
 
C. Die Suva beantragte mit Vernehmlassung vom 23. Februar 2021 die Abweisung der Be-
schwerde. Vorliegend handle es sich um eine ärztliche Beurteilung eines Integritätsschadens, 
welche erhebliche Ermessenszüge aufweise und eine zweifellose Unrichtigkeit ausschliesse. 
 
D. Mit Replik vom 30. April 2021 und Duplik vom 18. Mai 2021 hielten die Parteien an ihren 
Anträgen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und 
formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 8. Februar 2021 ist demnach einzu-
treten. 
 
2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann die Verwaltung auf formell rechtskräftige Verfügungen 
oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre 
Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Das Zurückkommen auf formell rechtskräftige Ver-
fügungen oder Einspracheentscheide beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe wird damit in 
das Ermessen des Versicherungsträgers gelegt. Die Wiedererwägung wird auf Gesuch oder von 
Amtes wegen vorgenommen. Im Wiederwägungsverfahren sind zwei getrennte Verfahrens-
schritte auseinanderzuhalten. In einem ersten Schritt ist – falls auf das Begehren eingetreten wird 
– zu klären, ob die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt sind. Wird dies bejaht (und ist des-
halb auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen), ist in einem zweiten Schritt unter 
Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein erneuter Entscheid zu fällen. Tritt der Versi-
cherungsträger auf ein Wiedererwägungsbegehren ein, lehnt er hingegen in der Folge die Wie-
dererwägung ab, wird in einem gegen die Verfügung bzw. den Einspracheentscheid gerichteten 
Beschwerdeverfahren lediglich überprüft, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung ge-
geben sind. Thema eines solchen Beschwerdeverfahrens bildet also einzig die Frage, ob der 

 

 
 
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Versicherungsträger zu Recht die ursprüngliche Verfügung (nicht) als zweifellos unrichtig und/o-
der deren Korrektur als von erheblicher Bedeutung qualifiziert hat. Während das blosse Entge-
gennehmen und Aktuieren des Wiedererwägungsgesuchs noch kein Eintreten auf das Gesuch 
bedeuten kann, verhält es sich anders, wenn der Versicherungsträger mit der materiellen Prüfung 
der Wiedererwägungsvoraussetzungen einsetzt (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, 
Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 ATSG Rz. 80 ff. mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend ist un-
bestritten, dass die Suva auf das Wiedererwägungsgesuch eingetreten ist, einen Wiedererwä-
gungsgrund aber als nicht gegeben erachtet hat. Zu prüfen ist folglich, ob sie die Voraussetzun-
gen für eine Wiedererwägung zu Recht verneint hat. 
 
3. Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung 
einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Darunter fällt 
demnach eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Un-
tersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 und 61 lit. c ATSG). So ist beispielsweise eine auf keiner 
nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruhende Inva-
liditätsbemessung nicht rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig im 
wiedererwägungsrechtlichen Sinne (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. August 2020, 
8C_277/2020, E. 4.1). 
 
4. Wann die Unrichtigkeit zweifellos ist, beurteilt sich nicht nach der Grobheit des Fehlers. 
Massgebend muss vielmehr das Ausmass der Überzeugung sein, wonach die bisherige Entschei-
dung unrichtig war. Mit der Zweifellosigkeit wird dabei ein hoher Grad umschrieben. Es darf kein 
vernünftiger Zweifel daran möglich sein, dass eine Unrichtigkeit vorliegt; es ist also nur ein einzi-
ger Schluss – eben derjenige auf eine Unrichtigkeit – möglich. Dies schliesst es etwa aus, bei 
einer hinreichenden Ermessensbetätigung eine zweifellose Unrichtigkeit anzunehmen. Die Frage 
der Unrichtigkeit beurteilt sich dabei nach dem im Zeitpunkt des Erlasses der fraglichen Verfü-
gung herrschenden Rechtszustand; dieser Zustand schliesst auch die damalige Rechtspraxis ein. 
Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und 
Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszuspre-
chung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtig-
keit also aus (vgl. KIESER, a.a.O, Art. 53 ATSG Rz. 59 ff. mit weiteren Hinweisen; BGE 141 V 405 
E. 5.2). Bei der Annahme zweifelloser Unrichtigkeit der Beurteilung von Leistungsvoraussetzun-
gen ist daher Zurückhaltung geboten. Ansonsten würde die Wiedererwägung zum Instrument 
einer voraussetzungslosen Neuprüfung des Anspruchs, was sich nicht mit dem Wesen der 
Rechtsbeständigkeit formell zugesprochener Leistungen verträgt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 17. August 2020, 8C_277/2020, E. 4.1). 
 
5. In ihrer Verfügung vom 12. Dezember 2017 sprach die Suva dem Beschwerdeführer für 
die verbleibende Beeinträchtigung eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse 
von 45 % zu. Sie stützte sich dabei auf die neurologische Beurteilung von Dr. B.____ vom 21. Juni 
2016 sowie auf die ärztliche Beurteilung von Dr. med. E.____, Facharzt für Hals-, Nasen- und 
Ohrenkrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie, Allergologie sowie klinische Immunologie und 
Arbeitsmedizin, vom 27. November 2017. Dr. E.____ stellte fest, dass die komplette posttrauma-
tische Anosmie einen unfallbedingten, entschädigungspflichtigen Integritätsschaden von 15 % 

 

 
 
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ergebe und die Schädigung des Gehörs einen unfallbedingten, entschädigungspflichtigen Integ-
ritätsschaden von 5 %, so dass aus Sicht der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ein Integritäts-
schaden von insgesamt 20 % vorliege. Dies ist unbestritten. Unbestritten ist weiter, dass der Be-
schwerdeführer – neben den Beeinträchtigungen des Geruchssinns und des Gehörs – unter einer 
mittelschweren Hirnfunktionsstörung leidet, welche nach Suva-Tabelle 8 einem Integritätsscha-
den von 50 % entspricht. Strittig ist hingegen, ob die von Dr. B.____ vorgenommene Kürzung 
dieses Integritätsschadens um die Hälfte auf 25 % wegen des langjährigen Alkoholkonsums als 
Teilursache der Hirnfunktionsstörung zweifellos unrichtig war. 
 
6. Der Integritätsentschädigung liegt das Konzept zugrunde, dass sie sich abstrakt-egalitär, 
d.h. allein nach der Schwere des medizinischen Befundes bemisst. Die Bemessung des Integri-
tätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; auch geht 
es bei ihr nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Er-
mittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Fakto-
ren ausser Acht zu lassen sind. Die Bemessung der Integritätsentschädigung obliegt deshalb 
vorwiegend den Medizinern, welche zum einen objektiv festhalten müssen, welche funktionellen 
Defizite der Versicherte erleidet und zum anderen, auf wie viel sich die daraus ergebende Beein-
trächtigung der Integrität beläuft (vgl. Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich vom 24. Feb-
ruar 2020, UV.2019.00100, E. 1.3 mit weiteren Hinweisen). 
 
7. In Anwendung von Art. 36 Abs. 2 UVG kann die Integritätsentschädigung gekürzt wer-
den, wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise die Folge eines Unfalles ist. Art. 36 Abs. 2 
Satz 2 UVG – wonach Gesundheitsschädigungen vor dem Unfall, die zu keiner Verminderung 
der Erwerbsfähigkeit geführt haben, nicht berücksichtigt werden – wird im Zusammenhang mit 
Integritätsentschädigungen nicht angewendet, weil das dabei verwendete Kriterium der Erwerbs-
tätigkeit für die Integritätsentschädigung sachfremd ist und der französische und italienische 
Wortlaut nur die Renten beschlägt (vgl. THOMAS FREI, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 
Art. 25, in: KOSS – Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht [Kommentar], 
Bern 2018, S. 389; BGE 113 V 54 E. 2). Überschneiden sich das auf einer versicherten Ursache 
beruhende und das unfallfremde Krankheitsbild, liegt mithin ein Beschwerdebild vor, «dass me-
dizinisch-diagnostisch nicht in einzelne, voneinander unterscheidbare Beeinträchtigungen aufge-
teilt werden kann», ist zunächst die Höhe des gesamten Schadens zu schätzen. Danach erfolgt 
in Anwendung von Art. 36 Abs. 2 UVG die Kürzung entsprechend dem Kausalanteil der nichtver-
sicherten Ereignisse am gesamten Integritätsschaden. Es ist (durch die Fachperson) abzuklären, 
welchen Anteil der Unfall einerseits und die unfallfremden Faktoren andererseits an der Gesamt-
heit der Ursachen ausmachen. Die Kürzung hat im Sinne von Art. 36 Abs. 2 UVG angemessen 
zu sein (vgl. FREI, Kommentar, S. 389, THOMAS FREI, Die Integritätsentschädigung nach Art. 24 
und 25 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, Freiburg 1998, S. 126 ff.; Urteil des 
Bundesgerichts vom 2. Dezember 2020, 8C_300/2020, E. 4.3). 
 
8. Grundlage der Kürzung des Integritätsschadens um 50 % bildete, wie schon erwähnt, 
der neuropsychologische Bericht von Dr. B.____ vom 21. Juni 2016. Sie fasste nach Würdigung 
der Aktenlage zusammen, dass ausgedehnte, auf den Unfall zurückzuführende Läsionen im 

 

 
 
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Stirnhirn und Schläfenhirn beidseits bildgebend dargestellt seien. Die Lokalisation dieser Läsio-
nen sei gut mit den im Befund des Abklärungsberichts vom 16. Dezember 2014 beschriebenen 
neuropsychologischen Beeinträchtigungen in Einklang zu bringen. Auch die von der Tochter ge-
schilderte Wesensänderung sei anhand dieser bildgebenden Veränderungen nachvollziehbar. 
Eine quantitative Einschätzung der Beeinträchtigungen sei durch die Neuropsychologen der 
D.____ nicht erfolgt. Es werde aber davon gesprochen, dass der Versicherte aus neuropsycho-
logischer Sicht selbständig und arbeitsfähig sein müsste. Weitere neuropsychologische Untersu-
chungen hätten nicht stattgefunden und eine zusätzliche Abklärung würde nur Sinn machen, 
wenn sie unter der Bedingung einer längerfristigen Alkoholabstinenz durchgeführt werden könnte. 
Allerdings sei die Alkoholkrankheit zwischenzeitlich mehrfach dekompensiert; ein Verlauf der ge-
radezu typisch sei für eine schwere Alkoholsucht. Die Folgen dieser Krankheit überlappten sich 
mit denjenigen der Hirnverletzung, so dass heute, knapp drei Jahre nach dem Ereignis, das Aus-
mass der Unfallfolgen letztlich nur indirekt ermittelt bzw. geschätzt werden könne. 
 
Unter Berücksichtigung des Akut- und Rehaverlaufs, aller Befunde und der fremdanamnestischen 
Angaben der Tochter schätzte Dr. B.____ das aktuelle Ausmass der Hirnfunktionsstörung als 
mittelschwer ein im Sinne von Suva-Tabelle 8. Es beständen deutliche Minderleistungen mehre-
rer kognitiver Funktionen sowie eine deutliche Persönlichkeitsänderung mit Störung von Affekt 
und Kritikfähigkeit. Eine Rückkehr an den angestammten Arbeitsplatz erscheine aufgrund der 
kognitiven Beeinträchtigungen nicht möglich. In Berücksichtigung der Unfallfolgen sei eine Tätig-
keit, die keine grossen Anforderungen an Aufmerksamkeit und Arbeitsgeschwindigkeit stelle, mit 
eingeschränktem Rendement, d.h. mit einer Reduktion der Arbeitszeit auf 2 x 2 bis 3 Stunden mit 
jeweils halbstündigen Pausen, medizinisch-theoretisch vorstellbar. Allerdings sei bei dieser Ein-
schätzung die Alkoholproblematik nicht miteingeschlossen. Bei der Schätzung des Integritäts-
schadens seien die Folgen des langjährigen Alkoholabusus zu berücksichtigen und der Wert von 
50 % entsprechend zu vermindern, d.h. zu halbieren. 
 
9.1 Der Beschwerdeführer zweifelt die Beweistauglichkeit der Beurteilung von Dr. B.____ 
an. Soweit kritisiert wird, dass es sich lediglich um eine Aktenbeurteilung handle, ist festzuhalten, 
dass auf Aktenberichte abgestellt werden kann, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im 
Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht und die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hinter-
grund rückt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2020, 9C_11/2020, E. 5.1.2). Dies ist 
vorliegend der Fall. Im Grunde wird denn auch nicht eine mangelnde persönliche Untersuchung 
von Dr. B.____ geltend gemacht, sondern, dass sie die vorhandenen medizinischen Untersu-
chungsberichte unrichtig oder gar nicht gewürdigt habe. So sei keinem Bericht zu entnehmen, 
dass die neuropsychologischen Einschränkungen durch den Alkoholabusus verursacht worden 
seien. Namentlich habe sich Dr. B.____ nicht mit der Tatsache auseinandergesetzt, dass es vor 
dem Unfall keine Hinweise für Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen gegeben habe, was 
explizit aus dem Bericht der D.____ vom 14. August 2013 – mithin 6 Wochen vor dem Unfall – 
hervorgehe. Ferner hätten gemäss Schilderungen der Tochter im Gespräch mit Dr. C.____ am 4. 
April 2014 vor dem Unfall keine Anzeichen für eine neuropsychologische Störung beim Be-
schwerdeführer bestanden. Und letztlich sei im Bericht der D.____ vom 16. Dezember 2014 aus-
drücklich festgehalten worden, dass der Sturz und die damit verbundene Hirnverletzung den 

 

 
 
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grössten Teil der Beeinträchtigungen erklären könnten. Folglich sei erstellt, dass die neuropsy-
chologischen Einschränkungen überwiegend Unfallfolgen seien.  
 
9.2 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer schon seit Jahren an einem Alkoholabhän-
gigkeitssyndrom leidet. Es gelang ihm jedoch, über Jahre im Alltag zu funktionieren, bis er an-
lässlich einer Reise mit seinem Sohn im Jahr 2011 unter der Alkoholabhängigkeit zu leiden be-
gann und die Kontrolle zusehends verlor. Es folgte ein stationärer Entzug vom 13. Dezember 
2011 bis 2. Januar 2012 in der D.____ (vgl. Bericht der D.____ vom 17. September 2012). Im 
Februar 2012 verlor er seine Stelle, der Alkoholkonsum nahm zu und es kam zu einem weiteren 
Entzug in der Klinik vom 28. Juni 2013 bis 12. Juli 2013. Wie der Rechtsvertreter richtig wieder-
gegeben hat, ist dem psychopathologischen Befund im Austrittsbericht der D.____ vom 14. Au-
gust 2013 zu entnehmen, dass es keine Hinweise für eine Aufmerksamkeits- oder Gedächtnis-
störung gegeben habe. Als Schlussdiagnosen wurden aber doch psychische Störungen und Ver-
haltensstörungen durch Alkohol sowie ein Abhängigkeitssyndrom festgehalten, was auf eine ge-
wisse Beeinträchtigung durch den Alkoholkonsum schliessen lässt. Die Ausführungen der Toch-
ter im Gespräch mit Dr. C.____ am 4. April 2014 zum Verhalten ihres Vaters vor dem Unfall 
werden nicht angezweifelt. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer 
seinen Alkoholkonsum soweit unter Kontrolle hatte, dass er im Alltag gut funktionierte, solange 
er berufstätig war und dass er nach dem Stellenverlust zwar die Trinkmenge erhöhte, seinen 
Alltag aber grösstenteils noch bewältigen konnte. Soweit kann der beschwerdeführenden Partei 
gefolgt werden. Aus den medizinischen Akten, selbst den vom Rechtsvertreter angeführten Be-
richten von Dr. C.____ vom 26. Mai 2014 und der D.____ vom 16. Dezember 2014, geht hingegen 
unmissverständlich hervor, dass die Alkoholkrankheit eine Regeneration der neuropsychologi-
schen Unfallfolgen erheblich erschwerte, wenn nicht sogar verunmöglichte. 
 
9.3 Bereits Dr. med. F.____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in einer 
ersten Beurteilung vom 18. Februar 2014 an, dass die Alkoholabhängigkeit die Rehabilitation 
behindern könne. Das Schädel-Hirn-Trauma birge jedoch auch die Chance zur Neubesinnung 
und Etablierung neuer Gewohnheiten, so dass vor allem jetzt die Gelegenheit genutzt werden 
sollte, mit dem Versicherten am Problem des Umgangs mit Alkohol zu arbeiten. Sie schlug in der 
Folge eine psychiatrische Abklärung durch Dr. C.____, Konsiliarpsychiater der Suva, vor. Dr. 
C.____ kam in seiner ausführlichen Beurteilung vom 26. Mai 2014 zum Schluss, dass aktuell ein 
unfallbedingtes organisches Psychosyndrom nach Schädel-Hirn-Trauma (ICD-10: F07.2) mit ei-
ner mittelschweren neuropsychologischen Störung sowie einer posttraumatischen Epilepsie mit 
medikamentöser Anfallsprophylaxe vorliege. Unfallfremd sei ein Alkoholabhängigkeitssyndrom 
mit aktuell andauerndem Konsum (ICD-10: F10.24). Die Verdachtsdiagnose eines alkoholbeding-
ten mnestischen Syndroms (ICD-10: F10.6) sei nicht sicher von der unfallbedingten neuropsy-
chologischen Störung abzugrenzen. Es sei stark zu vermuten, dass die aktuellen Orientierungs-
schwierigkeiten, die sich im Alltag, bei der Anreise zur versicherungspsychiatrischen Untersu-
chung oder im Kontakt mit der Suva Care Managerin zeigten, bedingt durch die alkoholtoxische 
Überlagerung der neuropsychologischen Störung seien und damit das Gesamtbild deutlich ver-
schlechterten. Damit sei auch eine neuropsychologisch orientierte Trainingstherapie nicht beson-
ders wirkungsvoll. In dieser Hinsicht sei eine sinnvolle rehabilitative Behandlung der Folgen des 
Schädel-Hirn-Traumas nur möglich unter Alkoholabstinenz, was besonders schwierig werden 

 

 
 
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dürfte bei weiterhin fehlender Krankheitseinsicht des Versicherten, nicht nur in die schädigenden 
Folgen des Alkoholkonsums, sondern mindestens ebenso wegen des fehlenden Bewusstseins 
für die posttraumatischen neuropsychologischen Störungen. Der aktuelle und andauernde er-
höhte Alkoholkonsum, wie viel auch immer das sein möge, beeinträchtige die Rehabilitation in 
Bezug auf das Schädel-Hirn-Trauma; die Symptome überlagerten sich und es entstehe eine ge-
wisse Dringlichkeit, da die mögliche weitere Erholung der neuropsychologischen Funktionen 
durch den Alkohol beeinträchtigt oder verunmöglicht werde. Entsprechend sei eine intensivierte 
sozialpsychiatrische und tagesstrukturierende Behandlung unumgänglich.  
 
9.4 Der Beschwerdeführer wurde folgend vom 19. September 2014 bis 20. Januar 2015 in 
der D.____ stationär behandelt. Gemäss psychiatrischem Zwischenbericht vom 18. Dezember 
2014 an die Suva wurde eine psychische Störung und eine Verhaltensstörung durch Alkohol bzw. 
ein Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F10.2) sowie ein Status nach mittelschwerem Schädel-Hirn-
Trauma nach Sturz diagnostiziert. Bei Abstinenz sei von einem weiteren, sukzessiven Abklingen 
der psychischen Defizite auszugehen. Ob sich die Defizite teilweise oder vollständig zurückbilde-
ten, könne nur im Verlauf beantwortet werden. Die Befunde der neuropsychologischen Abklärung 
ständen noch aus. Die neuropsychologische Untersuchung ergab gemäss Bericht vom 16. De-
zember 2014, dass gestützt auf die anamnestischen Angaben davon auszugehen sei, dass das 
kognitive Potential des Versicherten, seine Aufmerksamkeitsleistung und seine exekutiven Funk-
tionen prämorbid höher ausgefallen wären. Seine Beeinträchtigungen in der Aufmerksamkeit 
ständen dabei wahrscheinlich im Vordergrund und beeinflussten seine Leistungen in anderen 
Bereichen. Die beschriebenen Befunde seien vereinbar mit den durch den Sturz 2013 verursach-
ten frontalen und temporalen Hirnläsionen. Gemäss Angaben der Angehörigen seien die kogniti-
ven Defizite zudem erst nach der Hirnschädigung augenscheinlich geworden. Es sei daher davon 
auszugehen, dass der Sturz und die damit verbundene Hirnverletzung den grössten Teil der Be-
einträchtigungen erklären könnten. Ein erhöhter Alkoholkonsum führe aber aus neuropsycholo-
gischer Sicht sowohl zu einer sekundären Verstärkung der kognitiven Einschränkungen als auch 
zu einer Aufrechterhaltung derselben. Mit Blick auf die ansonsten gute Leistungsfähigkeit sollte 
die Arbeitsfähigkeit des Versicherten und seine Selbständigkeit im Alltag gewährleistet sein. Emp-
fehlenswert sei infolge der hirnorganischen Veränderungen dennoch eine Anmeldung bei der IV-
Stelle für berufliche Massnahmen, damit der Versicherte beim Prozess der Wiedereingliederung 
ins Berufsleben zusätzliche Unterstützung erhalte. Infolge der langjährigen Alkoholabhängigkeit 
und der Rückfallgefahr werde eine ambulante therapeutische Begleitung empfohlen. 
 
9.5 Dem Rechtsvertreter ist darin Recht zu geben, dass der Bericht der D.____ vom 16. 
Dezember 2014, für sich allein betrachtet, so verstanden werden kann, dass die neuropsycholo-
gischen Beeinträchtigungen zu einem Grossteil Folge des Schädel-Hirn-Traumas sind. Im Zeit-
punkt der Untersuchung wurde allerdings von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes 
und einer Eingliederung in die Arbeitswelt ausgegangen, dies unter der Bedingung der Abstinenz 
(vgl. auch Bericht von Dr. B.____ vom 21. Juni 2016). Gleichzeitig wurde aber auch auf die ne-
gativen Auswirkungen eines weiteren Alkoholkonsums auf die neuropsychologischen Defizite hin-
gewiesen (vgl. auch Zwischenbericht der D.____ vom 18. Dezember 2014 an die Suva). 
 

 

 
 
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9.6 Im Zeitpunkt der neurologischen Beurteilung von Dr. B.____ im Sommer 2016 zeigte 
sich deutlich, dass die Annahmen im Bericht vom 16. Dezember 2014 zu optimistisch waren und 
ein langfristiger Entzug nicht realistisch war. Die Gesamtwürdigung der medizinischen Akten zeigt 
denn auch eindrücklich den langjährigen Krankheitsverlauf des Versicherten, welcher trotz Alko-
holabhängigkeit über Jahre im Alltag und im Berufsleben gut funktioniert hat, bis die Aussetzung 
des regelmässigen Konsums anlässlich einer Ferienreise im Jahr 2011 zu sichtbaren Nebenwir-
kungen führte. Die in den Akten beschriebenen Alkoholentzüge 2011 und 2013 waren letztlich 
nicht erfolgreich, kam es doch erneut zu Rückfällen und vermehrtem Alkoholkonsum. Durchgän-
gig zeigt sich auch das Bild des Bagatellisierens der Alkoholsucht, sowohl vor als auch nach dem 
Unfall (vgl. Bericht der D.____ vom 14. August 2013 und vom 24. November 2015). Diese Prob-
lematik wird auch im Bericht der D.____ vom 17. Februar 2016 hervorgehoben, worin ausgeführt 
wird, dass der Versicherte bereits während der vergangenen Hospitalisationen durch die ausge-
prägte Tendenz zum Bagatellisieren und Externisieren seiner Alkoholabhängigkeit aufgefallen 
sei. Dies führte dazu, dass sämtliche Versuche, eine Alkoholabstinenz aufzubauen und einen 
konstruktiven Umgang mit der eigenen Sucht zu fördern, bereits innerhalb weniger Tage nach 
Austritt scheiterten und es zu einer Wiederaufnahme des Alkoholkonsums kam. Die Chance einer 
Teilgenesung in Bezug auf die unfallbedingten neuropsychologischen Einschränkungen konnte 
nicht genutzt werden und es war nunmehr augenscheinlich, dass die Alkoholkrankheit und die 
Unfallfolgen in einer Wechselwirkung standen. Die Schlussfolgerung von Dr. B.____, dass die 
neuropsychologischen Störungen im Ausmass einer mittelschweren Hirnfunktionsstörung sowohl 
bedingt durch das Schädel-Hirn-Trauma als auch bedingt durch den jahrelangen Alkoholkonsum 
sind, erweist sich in der Gesamtwürdigung des Krankheitsverlaufs als nachvollziehbar und 
schlüssig. Die Bemessung des Anteils des Alkoholabusus am Integrationsschaden obliegt der 
medizinischen Sachverständigen und ist eine Ermessensfrage. Die Einschätzung von Dr. B.____, 
dass der Alkoholkrankheit ein Anteil von 50 % zukommt, ist in Berücksichtigung ihrer sorgfältigen 
Berichterstattung über die Verflechtung der verschiedenen Ursachen der Beeinträchtigungen in 
Würdigung der ganzen Aktenlage nicht zu beanstanden. 
 
10. In diesem Sinne kann nicht von einer zweifellosen Unrichtigkeit der Verfügung vom 
12. Dezember 2017 gesprochen werden. Die Suva hat folglich die mit Gesuch vom 28. August 
2020 beantragte Wiedererwägung zu Recht abgelehnt. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 
 
11. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. Gemäss Ausgang des Verfahrens wird keine Parteientschädigung zu-
gesprochen. 
 
 
 
 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht