# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c49945ce-e852-59e2-8f0c-ddfde91da5fb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 27.06.2024 ZK1 2024 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2024-68_2024-06-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 27. Juni 2024

Referenz ZK1 24 68

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Michael Dürst und Nydegger
Schuler, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung und Behandlung ohne Zustimmung

Anfechtungsobj. Ärztliche Einweisung vom 13.06.2024 / Anordnung Behandlung 
ohne Zustimmung vom 14.06.2024

Mitteilung 02. Juli 2024

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Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____ 1998, wurde mit Verfügung vom 13. Juni 2024 
von Dr. med. C._____ für die Dauer von maximal sechs Wochen in der Klinik 
D._____, fürsorgerisch untergebracht. Begründet wurde die Einweisung mit einer 
akuten Psychose und einer nicht auszuschliessenden Selbst- und Fremdgefähr-
dung. Gemäss handschriftlichem Vermerk auf der Einweisungsverfügung erfolgte 
die Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung auf Alarmierung durch die Mut-
ter hin.

B. Nach Erstellung eines Behandlungsplans ordnete die Chefärztin der Klinik 
D._____ am 14. Juni 2024 eine Behandlung ohne Zustimmung an.

C. Sowohl gegen die fürsorgerische Unterbringung als auch gegen die Be-
handlung ohne Zustimmung erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) mit 
Eingabe vom 16. Juni 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden. 

D. Mit Schreiben vom 19. Juni 2024 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivilkam-
mer des Kantonsgerichts die Klinik D._____ unter Fristansetzung bis zum 20. Juni 
2024 um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, 
zur Art der Behandlung und darüber, inwiefern die Voraussetzungen für die weite-
re fürsorgerische Unterbringung aus ärztlicher Sicht gegeben seien. Weiter forder-
te er die wesentlichen Klinikakten über den Beschwerdeführer an. Am 19. Juni 
2024 reichte die psychiatrische Klinik D._____ den angeforderten Bericht sowie 
die anderen Unterlagen ein.

E. Mit prozessleitenden Verfügungen vom 20. Juni 2024 und 21. Juni 2024 
beauftragte der Vorsitzende der I. Zivilkammer Dr. med. B._____, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Gutachtens über 
den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie über die Notwendigkeit 
der fürsorgerischen Unterbringung und der Behandlung ohne Zustimmung. Das 
Gutachten erfolgte innert Frist am 24. Juni 2024.

F. Am 26. Juni 2024 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit Verfü-
gung vom 21. Juni 2024 vorgeladen worden war. Der Beschwerdeführer nahm an 
der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach durchgeführter Ur-
teilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv dem Beschwerdeführer 
sowie der Klinik D._____ am darauffolgenden Tag zugestellt.

Erwägungen

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1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich zum einen gegen die fürsorgeri-
sche Unterbringung vom 13. Juni 2024 (Art. 426 ff. ZGB; act. 01.1) und zum ande-
ren gegen die Anordnung der Behandlung ohne Zustimmung vom 14. Juni 2024, 
was der Beschwerdeführer anlässlich der Hauptverhandlung vom 26. Juni 2024 
ausdrücklich erklärte (act. 04.3 und act. 11, S. 3 f.). Das Kantonsgericht ist für bei-
de Beschwerden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 439 Abs. 1 
Ziff. 1 und 4 ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB und Art. 60 Abs. 1 EGzZGB 
[BR 210.100]) und dementsprechend zur Beurteilung der vorliegenden Beschwer-
den zuständig. Die Beschwerde wurde vom Beschwerdeführer innerhalb der in 
Art. 439 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen 10-tägigen Frist eingereicht. Die Be-
schwerde muss schriftlich, nicht aber begründet eingereicht werden (Art. 450 
Abs. 3 ZGB und Art. 450e Abs. 1 ZGB). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuier-
ten allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch 
im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (Lorenz 
Droese, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl., Basel 2022, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 
ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 
und 3) und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung 
von Amtes wegen (Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfah-
ren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa 
die Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (BGer 
5A_532/2020 v. 22.7.2020 E. 2; Luca Maranta, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 1 f. sowie N 40 ff. zu 
Art. 446 ZGB). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das Gericht Tat- 
und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 
148 III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: 

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Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 
2022, N 48 ff. zu Art. 439 ZGB; Thomas Geiser, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 19 zu Art. 450e 
ZGB). Vorliegend erstattete Dr. med. B._____, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, ein Kurzgutachten über den Beschwerdeführer. Dieses basiert 
auf einer persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers am 21. Juni 2024 
(siehe act. 08). Damit ist dem Erfordernis eines Sachverständigengutachtens 
Genüge getan. 

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (Christoph 
Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Das Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (Geiser, 
a.a.O., N 22 zu Art. 450e ZGB). Mit Durchführung der mündlichen Hauptverhand-
lung am 26. Juni 2024 wurde diese Vorgabe umgesetzt (act. 11).

3.1. Neben der gemäss Art. 428 Abs. 1 ZGB für die Anordnung der Unterbrin-
gung grundsätzlich zuständigen Erwachsenenschutzbehörde können die Kantone 
gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB Ärztinnen und Ärzte bezeichnen, welche eine fürsor-
gerische Unterbringung anordnen dürfen. Die Höchstdauer von sechs Wochen 
darf dabei nicht überschritten werden. Der einweisende Arzt hat die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen, anzuhören und ihr anschliessend den Unter-
bringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben auszuhändigen 
(Art. 430 ZGB). Dies bedeutet, dass die Untersuchung dem Ein-
weisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N 20 ff. zu Art. 429/430 ZGB). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf 
eine klinische Untersuchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der 
betroffenen Person eine Meinung bilden (vgl. Olivier Guillod, in: Büchler et al. 
[Hrsg.], FamKomm Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 4 zu Art. 430 ZGB).

3.2. Dr. med. C._____ ist ein im Kanton zur selbstständigen Berufsausübung 
zugelassener Arzt mit einem Facharzttitel für Allgemeine Innere Medizin. Damit 
war er gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 EGzZGB zur Anordnung einer fürsorgeri-
schen Unterbringung legitimiert. Die ärztliche Untersuchung fand am 13. Juni 2024 
statt. Zudem enthält die Verfügung vom 13. Juni 2024 (act. 01.1) die gemäss Art. 
430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. In formeller Hinsicht ist die 
fürsorgerische Unterbringung des Beschwerdeführers folglich nicht zu beanstan-
den. 

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4.1. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung in 
materieller Hinsicht. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an 
einer psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer 
verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und 
der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die be-
troffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung 
nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn 
eine Person der persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 6 zu Art. 426 – 439 ZGB). Die fürsorgerische Unter-
bringung dient dem Schutz der betroffenen Person und nicht der Umgebung (BGE 
140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu auch Botschaft zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. 
Juni 2006, BBl 2006 7001 [zit.: Botschaft], S. 7062). Für die Anordnung einer für-
sorgerischen Unterbringung allein wegen Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB 
keine genügende gesetzliche Grundlage. Mit anderen Worten darf eine Fremdge-
fährdung für sich alleine nie ausschlaggebend für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung sein (BGE 145 III 441 E. 8.3 f. m.w.H.).

Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine der 
drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige 
Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus 
dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder Betreu-
ung. Ferner wird vorausgesetzt, dass der Person die nötige Behandlung oder Be-
treuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise 
Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. BGer 5A_288/2016 v. 11.7.2016 E. 
3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in 
ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine 
fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen 
mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen ei-
ner solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskon-
form, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme er-
reicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den 
angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu 
Art. 426 ZGB).

4.2.1. Zunächst ist also die Frage zu klären, ob der Beschwerdeführer an einem 
der in Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies 

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eine Betreuung und Behandlung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin ent-
nommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD, International Classifica-
tion of Disturbances; vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 15 f. zu Art. 426 ZGB).

4.2.2. Dr. med. B._____ kam in seinem Kurzgutachten vom 23. Juni 2024 aufgrund 
der Vorakten sowie seinen eigenen Beobachtungen anlässlich der psychiatrischen 
Untersuchung des Beschwerdeführers vom 21. Juni 2024 zum Schluss, dass bei 
diesem eine bipolare affektive Störung vorliege, wobei sich der Beschwerdeführer 
gegenwärtig in einer manischen Episode mit synthymen psychotischen Symptomen 
befinde (ICD-10: F31.20; act. 08, Fragenkatalog fürsorgerische Unterbringung, Fra-
ge 1). Dieselbe Diagnose stellte auch die Klinik D._____ (act. 04.2). Bei der vorlie-
genden Diagnose handelt es sich um eine psychische Störung im juristischen Sin-
ne. Sie ist für das Kantonsgericht nachvollziehbar, weshalb von einem Schwäche-
zustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB in Form einer psychischen Störung aus-
gegangen werden muss.

4.3.1. Der soeben dargelegte Schwächezustand des Beschwerdeführers vermag 
eine fürsorgerische Unterbringung nur zu rechtfertigen, wenn er eine Behandlung 
oder Betreuung in einer Einrichtung notwendig macht. Die Unterbringung in einer 
Einrichtung muss geeignet sein, den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu 
erfüllen, ohne dass eine weniger einschneidende Massnahme genügen würde 
(vgl. dazu Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB). Eine Unterbrin-
gung fällt gemäss der Botschaft zum neuen Erwachsenenschutzrecht deshalb nur 
als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., S. 7062). Als mildere Massnahmen 
kommt den ambulanten Massnahmen und der Nachbetreuung nach kantonalem 
Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe entscheidende Bedeutung zu (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 24 zu Art. 426 ZGB). Der Grundsatz der Verhältnis-
mässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische Unterbringung nur verfügt bezie-
hungsweise nur solange aufrechterhalten werden darf, als mit einer konkreten 
Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So 
hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die Beurteilung des Behandlungs- 
beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, mit welcher konkreten Gefahr 
für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu 
rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krankheit be-

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ziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 101 E. 6.2.2; 140 III 105 
E. 2.4).

4.3.2. In der Stellungnahme der Klinik D._____ wird festgehalten, dass die ma-
nisch-psychotische Symptomatik beim Beschwerdeführer derzeit, trotz täglicher 
Medikation, weiterhin so ausgeprägt sei, dass eine weitere Behandlung auf der 
geschlossenen Akutstation mit regelmässiger Einnahme der Medikamente weiter-
hin notwendig sei. So sei er nach wie vor selbst- und fremdgefährdend und zudem 
nicht krankheits- und behandlungseinsichtig, wobei er in seinem derzeitigen Ge-
sundheitszustand auch nicht in der Lage sei, die Konsequenzen und Tragweite 
seiner Handlungen sowie Entscheidungen einzusehen (act. 04). Der Beschwerde-
entscheid hat sich nach Vorgabe von Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 
ZGB bei psychischen Störungen auf ein Sachverständigengutachten abzustützen. 
Auch Dr. med. B._____ bestätigt in seinem Kurzgutachten die Notwendigkeit einer 
sowohl medikamentösen als auch psychologischen Therapie des Beschwerdefüh-
rers im stationären Rahmen, da dieser eine kontinuierliche Beobachtung, Betreu-
ung, Unterstützung und medizinische und psychotherapeutische Überwachung 
benötige (act. 08, Fragenkatalog Fürsorgerische Unterbringung, Frage 2). Würde 
diese Behandlung des Beschwerdeführers nicht gewährleistet werden, so würde 
er die konkrete Gefahr laufen, die Medikation wieder abzusetzen und seiner ein-
geschränkten Realitäts- und Kritikfähigkeit ausgeliefert zu sein und in diesem Zu-
stand seine Gesundheit und sein Leben zu gefährden und gegenüber Dritten 
ebenfalls akut fremdgefährlich zu sein. Dabei betont der Gutachter, dass diese 
Gefahr als hoch einzuschätzen sei, wobei er auf die Androhung einer Selbstverlet-
zung des Beschwerdeführers, sein Risikoverhalten sowie sein aggressives Verhal-
ten während des aktuellen Klinikaufenthaltes verweist (act. 08, Fragenkatalog Für-
sorgerische Unterbringung, Frage 3). Angesichts der Stellungnahme der Klinik 
D._____, des Gutachtens und der Akten scheint eine Behandlung der Erkrankung 
des Beschwerdeführers bis zum Abklingen der psychotischen Phase aus medizi-
nischer Sicht eindeutig notwendig zu sein. 

4.3.3. Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Vor-
aussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschrei-
bung beabsichtigte der Gesetzgeber eine im Vergleich zum alten Recht restrikti-
vere Regelung der Entlassungsvoraussetzungen (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 7063). 
Der Entscheid über die Entlassung ist stets anhand des Zustandes der betroffenen 
Person im aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
N 44 zu Art. 426 ZGB). Dabei ist eine Interessenabwägung im Hinblick auf den 
Zweck der fürsorgerischen Unterbringung, nämlich die Wiedererlangung der 

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Selbständigkeit und der Eigenverantwortung im Entlassungszeitpunkt, vorzuneh-
men. Aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit ergibt sich des Weiteren, dass 
die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann als mit der Ein-
weisung in eine Einrichtung.

4.3.4. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand des 
Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. Anlässlich 
der Hauptverhandlung vom 26. Juni 2024 konnte sich das Kantonsgericht ein ei-
genes Bild vom Beschwerdeführer machen. Der Beschwerdeführer machte einen 
gepflegten Eindruck und wirkte, zumindest zu Beginn der Verhandlung, kontrol-
liert. Seine Antworten waren jedoch sehr ausschweifend, gingen oft an der Frage-
stellung des Vorsitzenden vorbei und wirkten zusammenhanglos. Zwar gab sich 
der Beschwerdeführer während der Verhandlung insoweit krankheitseinsichtig, als 
er die Diagnose des Gutachters einer bipolaren affektiven Störung mit einer ge-
genwärtig manischen Episode bestätigte. Als der Vorsitzende ihn jedoch darauf 
ansprach, dass der Gutachter zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die psychi-
sche Störung des Beschwerdeführers behandelt werden müsse, warf der Be-
schwerdeführer dem Gutachter vor, an einer kognitiven Dissonanz zu leiden. Auch 
als ihn der Vorsitzende auf die vom Gutachter erwähnte Selbst- und Fremdgefähr-
dung seinerseits ansprach, zeigte sich der Beschwerdeführer verständnislos. Er 
schlug seinen Kopf in die Hände, lachte laut, bis er schliesslich, nachdem der Vor-
sitzende vergebens versucht hatte, die Befragung fortzusetzen, laut zu beten be-
gann (zum Ganzen act. 11, S. 4). Auch als der Vorsitzende ihn auf die Situation 
mit dem Basketballkorb, von welchem er nur unter Polizeiaufgebot runtergeholt 
werden konnte, ansprach, vermochte er die dadurch geschaffene Gefahr nicht zu 
erkennen. So betonte er, dass er als ehemaliger Dachdecker ohne Probleme aus 
dem dritten Stock des Gebäudes in die Freiheit hätte "rutschen" können oder vom 
Basketballkorb mit einem "Backflip" hätte runterspringen können (act. 11, S. 4). 

Gemäss dem Gutachten von Dr. med. B._____ sei sodann eine stationäre Be-
handlung mit medikamentöser und psychologischer Therapie für den Beschwerde-
führer unerlässlich und seien weniger einschneidende Massnahmen zur Zeit nicht 
möglich (act. 08, Fragenkatalog fürsorgerische Unterbringung, Frage 6). Aus der 
Stellungnahme der Klinik D._____ geht sodann hervor, dass sich der selbst- und 
fremdgefährdende Zustand des Beschwerdeführers trotz medikamentöser Be-
handlung bis anhin noch nicht ausreichend verbessert habe, so dass eine Locke-
rung des Settings noch nicht möglich gewesen sei und der Beschwerdeführer sich 
nach wie vor auf der geschlossenen Aktustation der Klinik befinde, wo er aufgrund 

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seines auffälligen Verhaltens zeitweise auch in einem Sicherheitszimmer habe 
isoliert werden müssen (act. 04). 

4.3.5. Vor dem Hintergrund der Stellungnahme der Klinik D._____, dem Kurzgut-
achten von Dr. med. B._____ sowie dem gewonnenen Eindruck des Beschwerde-
führers anlässlich der Hauptverhandlung vom 26. Juni 2024 kommt die Beschwer-
deinstanz zum Schluss, dass die psychotische Phase des Beschwerdeführers ei-
ne stationäre Behandlung weiterhin unumgänglich macht. Der Beschwerdeführer 
zeigte anlässlich der Verhandlung keine Behandlungseinsicht und er legte ein 
Verhalten an den Tag, das die Ausführungen in den Akten grösstenteils zu stützen 
vermag. Würde die notwendige Behandlung ausbleiben, bestünde ein hohes Risi-
ko der Verschlechterung des beschwerdeführerischen Gesundheitszustandes. 
Angesichts dieses Umstands und der in den Unterlagen der Klinik sowie im Gut-
achten beschriebenen Gefahr der Selbst- und Fremdgefährdung erachtet das 
Kantonsgericht eine unmittelbare Selbst- und Fremdgefährdung auch zum Zeit-
punkt der Hauptverhandlung als erstellt (siehe für weitere Ausführungen zur 
Selbstgefährdung auch E. 6.2.3). Eine weniger einschneidende Massnahme als 
die stationäre Unterbringung ist im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht angezeigt.

4.4. Die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung bedingt schliesslich 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die notwendige Be-
handlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Die Klinik D._____ der PDGR 
stellt für die aktuelle Behandlungs- und Betreuungsbedürftigkeit des Beschwerde-
führers ein geeignetes Setting dar (act. 08, Fragenkatalog Fürsorgerische Unter-
bringung, Frage 7).

4.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen für eine für-
sorgerische Unterbringung vorliegend erfüllt sind. Der Beschwerdeführer leidet an 
einer psychischen Störung, die eine Behandlung bzw. Betreuung erfordert. Eine 
mildere Massnahme ist nicht ersichtlich und die Klinik D._____ ist zur Behandlung 
der psychischen Störung geeignet. Die Beschwerde gegen die fürsorgerische Un-
terbringung ist daher abzuweisen.

5.1. Im Weiteren ist die Beschwerde gegen die Anordnung einer Behandlung 
ohne Zustimmung zu beurteilen. Wird eine Person zur Behandlung einer psychi-
schen Störung in einer Einrichtung untergebracht, so erstellt die behandelnde Ärz-
tin oder der behandelnde Arzt unter Beizug der betroffenen Person und gegebe-
nenfalls ihrer Vertrauensperson einen schriftlichen Behandlungsplan (Art. 433 
Abs. 1 ZGB). Der Behandlungsplan wird der betroffenen Person zur Zustimmung 
unterbreitet (Art. 433 Abs. 3 ZGB). Fehlt die Zustimmung der betroffenen Person 

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zur Behandlung, kann die Chefärztin oder der Chefarzt der Abteilung die im Be-
handlungsplan vorgesehenen medizinischen Massnahmen unter bestimmten, im 
Gesetz wiedergegebenen Voraussetzungen (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1-3 ZGB) schrift-
lich anordnen. Die Anordnung wird der betroffenen Person und ihrer Vertrauens-
person verbunden mit einer Rechtsmittelbelehrung schriftlich mitgeteilt (Art. 434 
Abs. 2 ZGB).

5.2. Damit die Anordnung zur Behandlung einer psychischen Störung ohne Zu-
stimmung der betroffenen Person gemäss Art. 434 ZGB rechtmässig ist, müssen 
folgende allgemeinen Voraussetzungen erfüllt sein: (1.) Die betroffene Person 
muss fürsorgerisch in einer Einrichtung untergebracht worden sein (Art. 426 ZGB); 
(2.) die Unterbringung muss zur Behandlung einer psychischen Störung erfolgt 
sein; (3.) die betroffene Person hat der Behandlung nicht zugestimmt und (4.) die 
angeordnete Behandlung muss im Behandlungsplan vorgesehen sein (vgl. Geiser/ 
Etzensberger, a.a.O., N 13 ff. zu Art. 434 ZGB). 

5.3. Wie aus den vorangehenden Erwägungen ergeht, war der Beschwerdefüh-
rer im Zeitpunkt der Anordnung der Behandlung ohne Zustimmung am 14. Juni 
2024 zur Behandlung seiner psychischen Störung in der Klinik D._____ fürsorge-
risch untergebracht (E. 3.1 ff. hiervor). Die Anordnung wurde vom Oberarzt sowie 
von der Chefärztin Dr. med. E._____ unterschrieben (act. 04.3). Der Behand-
lungsplan vom 13. Juni 2024 sieht eine psychopharmakologische Therapie in ers-
ter Linie mit Olanzapin bis maximal 40 mg/Tag oder Quetiapin bis zu 1200 mg/Tag 
oder Lithium mit individueller Dosierung gemäss Medikamentenspiegel (Ziel the-
rapeutischer Blutspiegel 0.6-1.2 mmol/l) oder Risperidon bis zu 12 mg/Tag oder 
Paliperidon bis zu 12 mg/Tag und/oder Haldol bis zu 30 mg/d sowie Vali-
um/Psychopax bis zu 30 mg/d oral, alternativ die letzteren beiden genannten Sub-
stanzen intermuskulär jeweils bis zu 2x10 mg/d oder Clopixol acutard bis zu 150 
mg intermuskulär alle drei Tage (act. 04.2) vor. Da der Beschwerdeführer die Me-
dikation verweigerte und dem Behandlungsplan nicht zugestimmt hatte, ordnete 
die Klinik am 14. Juni 2024 schriftlich diejenige Behandlung an, welche im Be-
handlungsplan vom 13. Juni 2024 vorgesehen wurde (act. 04.3). Damit sind die 
allgemeinen Voraussetzungen für eine Behandlung ohne Zustimmung vorliegend 
gegeben.

6.1.1. Damit die medikamentöse Behandlung ohne Zustimmung zulässig ist, müs-
sen zusätzlich zu den vorstehend genannten (E. 5.2) allgemeinen Bedingungen 
die in Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1–3 ZGB aufgeführten Voraussetzungen erfüllt sein, und 
zwar kumulativ (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 17 zu Art. 434 ZGB). Dem-
nach muss der betroffenen Person ohne Behandlung ein ernsthafter gesundheitli-

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cher Schaden drohen oder das Leben oder die körperliche Integrität Dritter ernst-
haft gefährdet sein (Ziffer 1), die betroffene Person muss bezüglich ihrer Behand-
lungsbedürftigkeit urteilsunfähig sein (Ziffer 2) und es darf keine angemessene, 
weniger einschneidende Massnahme zur Verfügung stehen (Ziffer 3).

6.1.2. Laut der angefochtenen Verfügung erachtete die Chefärztin der Klinik 
D._____ im Zeitpunkt der Anordnung sämtliche Voraussetzungen gemäss Art. 434 
Abs. 1 ZGB als erfüllt. In ihrer Verfügung vom 14. Juni 2024 führte sie ergänzend 
aus, der Beschwerdeführer weise ein manisch-psychotisches Zustandsbild auf, im 
Rahmen dessen er sich unter anderem logorrhoisch, in der Stimmung euphorisch-
gereizt, mit gesteigertem Antrieb und im Distanzverhalten enthemmt zeige. Im 
formalen Gedankenductus imponiere er beschleunigt und sprunghaft, teilweise mit 
Grössenideen. Letztere könnten unter einem Grössenwahn subsumiert werden. In 
der gegenwärtigen psychischen Verfassung sei der Beschwerdeführer nicht 
krankheitseinsichtig und nicht behandlungseinsichtig, ebenso bestehe kein Krank-
heitsgefühl und er sei nicht in der Lage, die Konsequenzen und die Tragweite sei-
ner Handlungen und Entscheidungen einzusehen (zum Ganzen act. 04.3). 

6.1.3. Sowohl in seiner Beschwerde als auch während der Hauptverhandlung be-
tont der Beschwerdeführer ausdrücklich, dass er sich vor Medikamenten fürchte. 
Diese auf Medikamente bezogene Phobie, wie er sie selbst bezeichnet, gehe auf 
seine Kindheit zurück. Er leide seit seiner Kindheit an Asthma, weshalb er bereits 
früh viele Medikamente habe einnehmen müssen (act. 11, S. 3). In seiner Be-
schwerdeschrift betont der Beschwerdeführer zudem, dass er seit der Einnahme 
der Medikamente Angstzustände und "Selbstbewusstseins Probleme" habe und 
die Medikamente seine Persönlichkeit negativ beeinflussen würden (act. 01). 

6.2.1. Die Anordnung einer Behandlung ohne Zustimmung setzt zunächst eine 
ernsthafte Selbst- oder Fremdgefährdung im Sinne von Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB 
voraus. Die Selbstgefährdung ist dann ausreichend, wenn ohne die Behandlung 
ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden droht. Ernstlich ist ein gesundheitlicher 
Schaden dann, wenn er zu einer langen Beeinträchtigung wichtiger körperlicher 
oder psychischer Funktionen führt. Genügende Fremdgefährdung liegt vor, wenn 
das Leben oder die körperliche Integrität Dritter ernstlich gefährdet ist. Die Drittge-
fährdung ist regelmässig bereits durch die blosse Unterbringung der betroffenen 
Person in einer Anstalt abgewendet. Die Behandlung ohne Zustimmung soll hier 
jedoch eine reine Verwahrung des Patienten verhindern und ermöglichen, dass 
die betroffene Person aufgrund der Behandlung wieder in der Lage ist, ausserhalb 
der Anstalt ein (wenigstens teil-)autonomes Leben zu führen. Die Anordnung einer 
Behandlung rechtfertigt sich dann, wenn diese die Möglichkeit einer Entlassung 

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aus der Klinik erheblich erhöht und beschleunigt, oder wenn es darum geht, ande-
re Personen innerhalb der Klinik zu schützen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 19 
ff. zu Art. 434/435 ZGB; Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetz-
buches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, 
BBl 2006 7001 [zitiert Botschaft], S. 7069 f.).

6.2.2. Aus der angefochtenen Anordnung der Klinik D._____ ergeht, dass bei Un-
terbleiben der Behandlung mit einer Verschlechterung der bestehenden Manie 
und Psychose mit der Gefahr von selbst- und fremdgefährdenden Handlungen 
und einer Verschlechterung der Prognose zu rechnen sei (act. 04.3). Dr. med. 
B._____ bestätigt in seinem Kurzgutachten ebenfalls, dass der Beschwerdeführer 
ohne die Therapie die konkrete Gefahr laufen würde, die Medikation wieder abzu-
setzen, womit er seiner eingeschränkten Realitäts- und Kritikfähigkeit ausgeliefert 
und in diesem Zustand seine Gesundheit und sein Leben gefährdet wären, wobei 
er auch gegenüber Dritten akut femdgefährlich wäre (act. 08, Fragenkatalog Be-
handlung ohne Zustimmung, Frage 3 und 4).

6.2.3. Wie bereits ausgeführt, hat das Kantonsgericht den Beschwerdeführer an-
lässlich der Hauptverhandlung vom 26. Juni 2024 persönlich befragt. Für den da-
bei entstandenen Eindruck des Beschwerdeführers wird auf die Ausführungen 
oben verwiesen (E. 4.3.4). 

Die Ausführungen der Klinik D._____ und des Gutachters zeigen klar auf, dass bei 
ausbleibender Medikation mit einer Verschlechterung des psychischen Zustands 
des Beschwerdeführers gerechnet werden müsse. Diese trete sowohl durch 
selbst- als auch durch fremdgefährdendes Verhalten in Erscheinung. Aus der Stel-
lungnahme der Klinik D._____ geht sodann hervor, dass der Beschwerdeführer 
während seines Aufenthalts in der Klinik aufgrund seiner Neigung zur Selbstüber-
schätzung zeitweise in einem Sicherheitszimmer isoliert werden musste und der 
Beschwerdeführer auch im direkten Kontakt mit den Mitpatienten sowie dem Per-
sonal, krankheitsbedingt, als verbal beleidigend, bedrohlich und aggressiv anmu-
tend imponiere. Auch fremdanamnestisch zeige sich eine deutliche Belastung des 
direkten Umfelds des Patienten, wobei diese über stark vermehrte Geldausgaben 
und umtriebiges distanzloses Verhalten seitens des Patienten berichten würden 
(act. 04). Für das Kantonsgericht ist die Einschätzung der Klinik D._____ und auch 
des Gutachters, insbesondere in Bezug auf eine allfällige Selbstgefährdung des 
Beschwerdeführers bei unterbleibender Behandlung, nachvollziehbar, zumal sich 
der Beschwerdeführer auch anlässlich der Hauptverhandlung keineswegs behand-
lungseinsichtig gab und den Eindruck vermittelte, die mit seiner psychischen Er-
krankung einhergehenden Gefahren für die eigene Gesundheit und die Folgen 

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seines eigenen Handelns nicht ausreichend abschätzen zu können, was unter an-
derem durch die bereits geschilderte Situation auf dem Basketballkorb deutlich 
wird (siehe hierzu die Ausführungen in E. 4.3.4). 

6.3.1. Als weitere Voraussetzung für die Anordnung einer Behandlung ohne Zu-
stimmung verlangt das Gesetz die Urteilsunfähigkeit der betroffenen Person 
(Art. 434 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB). In diesem Zusammenhang gilt es hervorzuheben, 
dass das Vorliegen einer psychischen Störung an sich nicht Urteilsunfähigkeit der 
betroffenen Person bedeutet, sondern mit der konkret zu beurteilenden Handlung 
in Beziehung zu setzen ist. Wie die höchstrichterliche Rechtsprechung festgehal-
ten hat, ist eine Person nicht allein deswegen urteilsunfähig, weil sie ihre Meinung 
ändert oder eine medizinisch angezeigte Behandlung verweigert (BGE 127 I 6 E. 
7b). Erfüllt daher die betroffene Person die Voraussetzungen der Urteilsfähigkeit 
und verweigert sie die beabsichtigte Behandlung, ist ihr Wille zu respektieren, 
selbst wenn er objektiv schwer nachvollziehbar ist (siehe Olivier Guillod, in: Büch-
ler et al. [Hrsg.], FamKomm Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 21 zu Art. 434 
ZGB m.w.H.). Da die Urteilsfähigkeit immer bezüglich des konkreten Rechtsge-
schäftes zu beurteilen ist, kann die Urteilsfähigkeit nicht für jede Behandlung 
gleich beurteilt werden. Es kann der betroffenen Person als Folge ihrer Krankheit 
an den notwendigen kognitiven Fähigkeiten fehlen, um in eine Behandlung einwil-
ligen oder sie ablehnen zu können. Denkbar ist aber auch, dass die Krankheit die 
Wahrnehmungsfähigkeit beeinträchtigt oder die Entschlussfähigkeit lähmt, so dass 
die betroffene Person zwar merkt, worum es geht, einer angepassten Behandlung 
aber nicht zustimmen kann, weil sie in ihrer die ganze Persönlichkeit erfassenden 
Schwäche ihre Situation nicht vernunftgemäss einschätzen kann. Erfasst werden 
von daher auch Personen, die einen Willen ausdrücken können, dieser aber nicht, 
wie in Art. 16 ZGB gefordert, auf einem Mindestmass an Rationalität beruht (Bot-
schaft, a.a.O., S. 7069; Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 18 zu Art. 434/435 ZGB).

6.3.2. Die Klinik D._____ hielt in der Anordnung zur Behandlung ohne Zustim-
mung fest, der Beschwerdeführer sei in Bezug auf dieselbe derzeit urteilsunfähig, 
da er die Behandlung trotz intensiver Aufklärung über die Notwendigkeit aus 
krankheitsbedingten Gründen ablehne (act. 04.3). Auch gemäss dem Gutachter ist 
die Urteilsfähigkeit des Beschwerdeführers im Hinblick auf seine Behandlungsbe-
dürftigkeit nicht gegeben. Beim Beschwerdeführer bestehe keine Krankheitsein-
sicht, und er sei nicht fähig, die Lage, die Konsequenzen und die Tragweite seiner 
Entscheidung einzusehen und sich um seine persönlichen Belange zu kümmern 
(act. 08, Fragenkatalog Behandlung ohne Zustimmung, Frage 5). Der Beschwer-
deführer gab sich anlässlich der Hauptverhandlung in Bezug auf die vom Gutach-

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ter gestellte Diagnose insoweit einsichtig, als diese der Schulmedizin entspreche 
(act. 11, S. 4 f.). Die Anhörung des Beschwerdeführers zeigte jedoch, dass dieser 
nicht in der Lage ist, die Tragweite seiner psychischen Erkrankung zu verstehen 
und entsprechende Massnahmen zu ergreifen. So stritt er sowohl seine Behand-
lungsbedürftigkeit als auch die von ihm krankheitsbedingt ausgehende Selbst- und 
Fremdgefährdung vehement ab. Darüber hinaus scheint sich der Beschwerdefüh-
rer bezüglich seiner tatsächlichen Einstellung zu den verordneten Medikamenten 
selbst nicht im Klaren zu sein. So betonte er während der Hauptverhandlung aus-
drücklich, grosse Angst vor Medikamenten zu haben, wies aber nur wenig später 
darauf hin, dass er die bis anhin verabreichten Medikamente freiwillig eingenom-
men habe, zumal sie ihm dabei helfen würden, seine Gedanken zu ordnen. Auch 
versicherte er, die Medikamente auch ausserhalb des stationären Rahmens frei-
willig einzunehmen, solange er in der Entscheidung frei sei (act. 11, S. 3 und S. 5). 
Insoweit sind für das Kantonsgericht keine Gründe ersichtlich, um von der Ein-
schätzung der behandelnden Ärzte der Klinik D._____ und dem Gutachter betref-
fend die Urteilsunfähigkeit abzuweichen.

6.4.1. Das Gesetz verlangt schliesslich, dass die vorgesehene Massnahme ver-
hältnismässig ist. Für die Zulässigkeit der Anordnung einer Behandlung ohne Zu-
stimmung darf somit keine andere, weniger einschneidende, angemessene Mass-
nahme zur Verfügung stehen (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB; vgl. auch Art. 389 Abs. 
2 ZGB). Weniger einschneidend sind Massnahmen, die dem tatsächlichen oder 
mutmasslichen Willen des Patienten mehr entsprechen als die vorgeschlagene. 
Die Beurteilung, welche Massnahme angemessen ist, muss nach dem neuesten 
Stand der Wissenschaft erfolgen. Damit eine alternative Behandlung in Frage 
kommt, muss diese selbstverständlich wirksam und zweckmässig sein (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 22 und N 24 zu Art. 434/435 ZGB; Botschaft, a.a.O., 
S. 7069 f.).

6.4.2. Die Klinik D._____ kam in ihrer Anordnung zum Schluss, dass ein reiner 
Aufenthalt in der Klinik ohne entsprechende Behandlung zu einer deutlichen ge-
sundheitlichen Verschlechterung des Beschwerdeführers führen würde und ande-
re weniger einschneidende Massnahmen nicht ersichtlich seien. Insbesondere 
werde auch die Dauer des akuten Schubs und der Klinikbehandlung durch die 
medikamentöse Behandlung wahrscheinlich verkürzt (act. 04.3). Auch der Gutach-
ter bestätigte, dass eine stationäre Behandlung des Beschwerdeführers mit medi-
kamentöser und psychologischer Therapie unerlässlich sei und derzeit keine we-
niger einschneidende Massnahme möglich sei (act. 08, Fragenkatalog Behand-
lung ohne Zustimmung, Frage 6). Aufgrund der Angaben in der Verfügung der Kli-

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nik D._____ und auch im Kurzgutachten ist es offensichtlich, dass nur eine regel-
mässige Einnahme der verschriebenen Medikamente in der von der behandeln-
den Ärztin verschriebenen Dosis eine Wirkung hervorzubringen vermag, die eine 
ernsthafte gesundheitliche Schädigung des Beschwerdeführers abwendet. Der 
Beschwerdeführer beteuerte anlässlich der Hauptverhandlung zwar, er würde die 
Medikamente auch freiwillig einnehmen, solange er in seiner Entscheidung frei 
sei. Nur kurz zuvor betonte er jedoch, grosse Angst vor der Einnahme der Medi-
kamente zu haben und diese nicht einnehmen zu wollen (act. 11, S. 3 f.). Zudem 
zeigte sich der Beschwerdeführer während der Hauptverhandlung keineswegs 
behandlungseinsichtig. Würde die Medikation dem Beschwerdeführer selbst über-
lassen, besteht nach Ansicht des Kantonsgerichts damit ein hohes Risiko, dass er 
die Einnahme der dringend nötigen Medikamente unterlassen und sein jetziger 
psychotischer Zustand über einen längeren Zeitraum unbehandelt bleiben würde. 
Für das Kantonsgericht ist mithin keine mildere Massnahme ersichtlich als die 
zwangsweise Anordnung der medikamentösen Behandlung gemäss Behand-
lungsplan.

7. Im Ergebnis sind sämtliche Voraussetzungen für die Anordnung einer Be-
handlung ohne Zustimmung erfüllt. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 

8. Da der Beschwerdeführer vollumfänglich unterlegen ist, wären ihm die Kos-
ten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). Angesichts der Mittellosigkeit des Beschwerdeführers, die 
aufgrund der beigezogenen Steuerfaktoren des Beschwerdeführers ausgewiesen 
ist, rechtfertigt es sich vorliegendenfalls, auf die Erhebung von Verfahrenskosten 
zu verzichten (Art. 63 Abs. 3 EGzZGB). Daher verbleiben die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 3'500.00 (Gerichtsgebühr von 
CHF 1'500.00 und Gutachterkosten von CHF 2'000.00, vgl. zu letzteren act. 08.1) 
beim Kanton Graubünden.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'500.00 (CHF 
1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 2'000.00 Gutachterkosten) gehen zu 
Lasten des Kantons Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: