# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6873cb47-0141-5299-87b0-7213339d40fb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.06.2010 B-7348/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-7348-2009_2010-06-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-7348/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  J u n i  2 0 1 0

Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Ronald Flury, 
Richter Stephan Breitenmoser, 
Gerichtsschreiberin Marion Spori Fedail.

X._______, 
vertreten durch Advokat lic. iur. Lukas Polivka, 
Neovius Schlager & Partner, Advokaten & Notare, 
Postfach 558, 4010 Basel,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde RAB,
Postfach 6023, 3001 Bern,
Vorinstanz.

Entzug der Zulassung als Revisionsexperte.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-7348/2009

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer schloss im Jahr 1988 die Ausbildung zum eidg. 
dipl.  Bücherexperten  (heute:  eidg.  dipl.  Wirtschaftsprüfer)  ab.  Er  ist 
(aktuell  alleiniger)  Verwaltungsrat  und Aktionär  mit  Stimmenmehrheit 
der A. AG (früherer Name: B. AG), welche am 23. April  1993 in das 
Handelsregister des Kantons Basel-Landschaft eingetragen wurde. Die 
Revisionsstelle  der  B.  AG  war  bis  im  November  2002  die  C.  AG, 
welche ihrerseits seit ihrer Gründung im Jahr 1993 bis im August 1999 
von der B. AG revidiert worden war. 

Am  6.  September  2007  stellte  der  Beschwerdeführer  bei  der  RAB 
(Vorinstanz) ein Gesuch um Zulassung als Revisionsexperte, welches 
am 19. September 2007 gutgeheissen wurde. 

Im Laufe des Jahres 2008 wurde der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht, 
dass gegen den Beschwerdeführer bzw. dessen Firma (A. AG bzw. B. 
AG)  verschiedene  zivil-  und  strafrechtliche  Verfahren  angestrengt 
worden waren. Es handelt sich um folgende Verfahren:

Strafverfahren: 
- "Fall U.": Verfahren wurde eingestellt gemäss Einstellungsbeschluss 
der Staatsanwaltschaft  Basel-Stadt  vom 14. Januar 2002 sowie dem 
diesen bestätigenden Entscheid der Rekurskammer des Strafgerichts 
Basel-Stadt  vom 27.  Februar  2003  i.S. Personalfürsorgestiftung  und 
Wohlfahrtsfonds der U. AG, Bauunternehmung;
- "Fall V.": Verfahren wurde eingestellt  gemäss Einstellungsbeschluss 
der  Staatsanwaltschaft  Basel-Stadt  vom  12. Oktober  2004  i.S. 
Pensionskasse und Wohlfahrtsfonds V. AG;
- "Fall W.": Verfahren wurde eingestellt gemäss Einstellungsbeschluss 
der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt vom 2. November 2005 i.S. W. AG.

Zivilrechtliche Verfahren: 
-  "Fall V.": Am 17. August 2007 verurteilte das Kantonsgericht Basel-
Landschaft  die  A.  AG  im  Zusammenhang  mit  ihrer  Tätigkeit  als 
Revisionsstelle der Pensionskasse und des Wohlfahrtsfonds der V. AG 
zu einer Schadenersatzleistung von rund Fr. 4,16 Mio., exklusive Zins. 
Das Urteil ist rechtskräftig.
- "Fall Y.": Die Klage des Revisionskunden Y. AG in Liquidation wurde 
mit Vergleichsvereinbarung vom 26. Mai 2005 erledigt. 

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-  "Fall  U.":  Am  10.  November  2006  reichten  sowohl  die 
Personalfürsorgestiftung  als  auch  der  Wohlfahrtsfonds  der  U. AG in 
Liquidation  Klage  gegen  die  A.  AG  ein.  Das  Verfahren  vor  dem 
Kantonsgericht  Basel-Landschaft  war  zum  Zeitpunkt  des 
vorinstanzlichen  Verfahrens  noch  hängig  (vgl.  zum  Ergebnis: 
Sachverhalt Bst. F).

Mit  Schreiben  vom  6.  März  2009  stellte  die  Vorinstanz  dem 
Beschwerdeführer den Entzug der Zulassung als Revisionsexperte in 
Aussicht  und  gewährte  ihm das  rechtliche  Gehör. Am 29. Mai  2009 
nahm  der  Beschwerdeführer,  vertreten  durch  Rechtsanwalt  Lukas 
Polivka, ausführlich Stellung zu den erhobenen Vorwürfen.

B.
Mit  Verfügung  vom  21.  Oktober  2009  entzog  die  Vorinstanz  dem 
Beschwerdeführer die mit Verfügung vom 19. September 2007 erteilte 
Zulassung als Revisionsexperte auf unbefristete Zeit und löschte die 
entsprechende  Eintragung  im  Revisorenregister  (Ziff.  1).  Einer 
allfälligen Beschwerde gegen Ziff. 1  dieser Verfügung entzog sie die 
aufschiebende Wirkung (Ziff. 2).

Die  Vorinstanz  hielt  zur  Begründung  fest,  von  den  drei  gegen  den 
Beschwerdeführer  angestrengten  Zivilverfahren  sei  eines 
vergleichsweise erledigt, eines zu Ungunsten des Beschwerdeführers 
bzw. der  A.  AG rechtskräftig  entschieden  worden  und  eines  aktuell  
noch hängig. Insbesondere durch sein Verhalten im "Fall V."  habe sich 
der  Beschwerdeführer  im  Kernbereich  seiner  Aufgaben  als  Revisor 
schwere  und  mehrfache  Pflichtverletzungen  zu  Schulden  kommen 
lassen. Im Rahmen der Erstellung einer Prognose fielen vor allem die 
bewusst in Kauf genommene Verletzung von Anlagevorschriften einer 
der Vorsorge dienenden Stiftung sowie die mehrfache Verletzung von 
Meldepflichten gegenüber  der  zuständigen Stiftungsaufsichtsbehörde 
negativ ins Gewicht. Weiter seien ebenfalls im Zusammenhang mit der 
Erbringung  von  Revisionsdienstleistungen  durch  den 
Beschwerdeführer  drei  Strafverfahren  eingeleitet  worden.  Diese 
müssten,  trotz  rechtskräftiger  Einstellung,  ebenfalls  in  die 
Gesamtbeurteilung  mit  einfliessen  –  zumal  gestützt  auf  dieselben 
Sachverhalte  in  einem  Fall  eine  rechtskräftige  zivilrechtliche 
Verurteilung  ergangen  sei  und  in  einem  anderen  Fall  aktuell  ein 
zivilrechtliches  Verantwortlichkeitsverfahren  hängig  sei.  Schliesslich 
sei  erstellt,  dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  seiner  Tätigkeit 

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mehrfach  und  über  Jahre  hinweg  gegen  die  massgebenden 
gesetzlichen  und  berufsrechtlichen  Unabhängigkeitsvorschriften 
verstossen habe. Diese  Tatsachen wirkten  sich  unweigerlich  negativ 
auf  den  beruflichen  Leumund  und  damit  auf  das  Vertrauen  in  die 
Prüftätigkeit  des  Beschwerdeführers  aus.  Dieser  biete  daher  zum 
heutigen Zeitpunkt keine Gewähr für eine einwandfreie Prüftätigkeit.

Die  Vorinstanz  lehnte  den  Antrag  auf  Einvernahme  des 
Beschwerdeführers selbst sowie des Liquidators im "Fall V.", Dr. H., ab. 
Sie führte aus, bei der Beurteilung der Gewähr für eine einwandfreie 
Prüftätigkeit  stütze  sie  sich  auf  ein  rechtskräftiges  Urteil  des 
Kantonsgerichts  Basel-Landschaft  vom  17. August  2007  und  auf 
rechtskräftige  Einstellungsbeschlüsse  von  Strafverfolgungsbehörden. 
Der  rechtserhebliche  Sachverhalt  könne  damit  in  diesen  Fällen  als 
erstellt  betrachtet  werden.  Eine  persönliche  Befragung  des 
Beschwerdeführers  würde  hieran  nichts  zu  ändern  vermögen  und 
erübrige sich somit. Auch die Aussagen von Herrn Dr. H. hätten keinen 
Einfluss auf den rechtskräftig festgestellten Sachverhalt. 

C.
Mit  Beschwerde  vom  23.  November  2009  an  das 
Bundesverwaltungsgericht beantragte der Beschwerdeführer, vertreten 
durch  Rechtsanwalt  Lukas  Polivka,  die  Verfügung  vom  21.  Oktober 
2009  sei  ersatzlos  aufzuheben,  die  der  Beschwerde  entzogene 
aufschiebende Wirkung sei wiederherzustellen und es seien sämtliche 
ordentlichen  und  ausserordentlichen  Kosten  des  vorinstanzlichen 
Verfahrens  und  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  der 
Vorinstanz aufzuerlegen. 

Der Beschwerdeführer hielt fest, der Entscheid der Vorinstanz sei – da 
nicht  in  pflichtgemässem  Ermessen  gefällt  –  willkürlich  sowie 
ungenügend  begründet.  Durch  die  Abweisung  des  Antrags  auf 
Einvernahme  sei  auch  sein  Recht  auf  Beweisabnahme  verletzt 
worden.  Herr  Dr.  H.  wäre  geeignet  gewesen,  Ergänzungen  bzw. 
Korrekturen  zum  "Fall  V."  und  zur  Rolle  des  Beschwerdeführers  zu 
machen.  Die  beantragte  persönliche  Befragung  des 
Beschwerdeführers sei nicht nur ein geeignetes, sondern geradezu ein 
zwingend  abzunehmendes  Beweismittel,  zumal  es  um  persönliche 
Umstände  und  um  gravierende  Eingriffe  in  den  grundrechtlich 
geschützten Persönlichkeitsbereich gehe. 

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Für  die  Frage  der  Gewähr  sei  nach  dem  Gesetzeswortlaut 
massgebend, ob strafrechtliche Verurteilungen vorlägen, deren Eintrag 
im Zentralstrafregister nicht entfernt worden sei. Aus dem Grundsatz 
der  Unschuldsvermutung  ergebe  sich,  dass  aus  eingestellten 
Strafverfahren nichts zum Nachteil  des Beschwerdeführers abgeleitet 
werden dürfe. Wolle man, was über die ratio legis hinaus gehe, auch 
allfällige zivilrechtliche Verurteilungen in die Beurteilung der  Gewähr 
einbeziehen, so stehe ausser Frage, dass ein Fehlverhalten in einem 
einzigen Fall, der zudem spezielle Gesichtspunkte aufweise und mehr 
als zehn Jahre zurück liege, nicht für den Bewilligungsentzug genüge. 
Die massgebende Person im "Fall V.", Stiftungsratspräsident J., habe 
aufgrund seines Todes nie befragt werden können. Aus diesem Grund 
habe  der  vom Kantonsgericht  ermittelte  Sachverhalt  bestenfalls  auf 
den nachgewiesenen bzw. zum Zeitpunkt des Verfahrens beweisbaren 
Tatsachen,  nicht  aber  unbedingt  auf  den tatsächlichen Verhältnissen 
beruht. 

Die  Vorinstanz  habe  nicht  näher  begründet,  weshalb  das  hängige 
Zivilverfahren  im  "Fall  U."  für  die  Frage  eines  allfälligen 
Bewilligungsentzugs  von  Belang  sein  solle.  Ohnehin  greife  die 
Bezugnahme auf  diesen  Fall  der  Beurteilung  durch die  zuständigen 
Gerichte vor. Nicht nachvollziehbar sei des Weitern, weshalb der "Fall  
Y."  in  die  Beurteilung  miteinbezogen  werde.  Dieser  Fall  sei  ohne 
Schriftenwechsel  mit  einer  geringfügigen  Zahlung  erledigt  worden. 
Auch  liege  keine  zivilrechtliche  Verurteilung  vor,  aus  welcher  eine 
Verfehlung des Beschwerdeführers abgeleitet werden könnte. 

Der Vorwurf bezüglich Verletzung von Unabhängigkeitsvorschriften im 
Verhältnis zwischen der B. AG und der C. AG sei in der angefochtenen 
Verfügung  erstmals  erhoben  worden.  Der  Beschwerdeführer  habe 
keine Gelegenheit zur vorgängigen Stellungnahme erhalten, wodurch 
sein  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  verletzt  worden  sei.  Entgegen 
den  Ausführungen der Vorinstanz  seien  die  damals  massgebenden 
Unabhängigkeitsvorschriften erfüllt worden. 

Mit  der  angefochtenen  Verfügung  werde  der  Grundsatz  der 
Verhältnismässigkeit  verletzt.  Da  der  Beschwerdeführer  Gewähr  für 
eine einwandfreie Prüftätigkeit  biete und somit  sicher keine "Gefahr" 
für die Öffentlichkeit vorliege, fehle es an der Eignung wie auch an der 
Erforderlichkeit  des  Bewilligungsentzugs. Die  Unzumutbarkeit  ergebe 
sich daraus, dass der Beschwerdeführer als Kleinunternehmer durch 

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die  Nicht-Zulassung  schwer  persönlich  und  wirtschaftlich  getroffen 
werde. Im Weitern habe die Vorinstanz den zeitlichen Umständen zu 
wenig Rechnung getragen; ein einziges Fehlverhalten,  das mehr  als 
zehn  Jahre  zurückliege,  vermöge  die  Gewähr  für  eine  korrekte 
Berufsausübung am heutigen Tag nicht in Frage zu stellen. 

D.
Am  14.  Dezember  2009  liess  sich  die  Vorinstanz  zum  Gesuch  um 
Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  vernehmen  und 
beantragte, dieses sei abzuweisen. 

Mit  Zwischenverfügung  vom  23.  Dezember  2009  wies  das 
Bundesverwaltungsgericht  den  Antrag  auf  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden Wirkung ab. 

E.
Mit Vernehmlassung vom 8. Januar 2010 beantragte die Vorinstanz in 
der Hauptsache, die Beschwerde vom 23. November 2009 sei, soweit 
darauf eingetreten werde, vollumfänglich abzuweisen. Sie verwies auf 
Sachverhalt und Begründung der angefochtenen Verfügung und nahm 
zu einzelnen Rügen des Beschwerdeführers vertieft Stellung. 

F.
Am  22.  April  2010  reichte  der  Beschwerdeführer  die  schriftliche 
Begründung  des  Urteils  des  Kantonsgerichts  Basel-Landschaft  vom 
20. November  2009 ein,  in  welchem das  Gericht  auf  die  Klage  des 
Wohlfahrtsfonds  der  U. AG Bauunternehmung  in  Liquidation  wegen 
sachlicher Unzuständigkeit nicht eingetreten war. Das Urteil wurde der 
Vorinstanz zur Kenntnis gebracht.

Mit  Schreiben  vom  6.  Mai  2010  wies  der  Beschwerdeführer  das 
Bundesverwaltungsgericht  darauf  hin,  dass  die  Klage  der 
Personalfürsorgestiftung  der  U. AG Bauunternehmung  in  Liquidation 
vom Kantonsgericht  Basel-Landschaft  am Vortag  vollumfänglich  und 
kostenfällig  abgewiesen  worden  sei.  Eine  schriftliche 
Urteilsbegründung liege noch nicht vor. 

Am  10.  Mai  2010  beantragte  der  Beschwerdeführer, 
die Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom 
23. Dezember  2009  sei  in  Wiedererwägung  zu  ziehen  und  der 
Beschwerde vom 23. November 2009 sei die aufschiebende Wirkung 
zu erteilen.

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Die  Eingaben  des  Beschwerdeführers  wurden  der  Vorinstanz  am 
10. bzw. am 12. Mai 2010 zur Kenntnis gebracht. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
(VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes 
über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968  (VwVG, 
SR 172.021),  sofern  keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden, 
zu denen auch die RAB zählt (Art. 33 Bst. e VGG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 
RAG).

Der  Entscheid  der  Vorinstanz  vom  21.  Oktober  2009  stellt  eine 
Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG dar. Er kann im Rahmen 
der  allgemeinen  Bestimmungen  der  Bundesverwaltungsrechtspflege 
beim  Bundesverwaltungsgericht  angefochten  werden  (Art.  44  VwVG 
i.V.m. Art. 31 ff. VGG).

Der Beschwerdeführer ist im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. a-c VwVG 
beschwerdeberechtigt  und  er  ist  im  vorliegenden  Verfahren 
rechtsgültig vertreten (vgl. Vollmacht vom 27. März 2009; Art. 11 Abs. 1 
und  2  VwVG).  Seine  Beschwerde  wurde  frist-  und  formgerecht 
eingereicht  (Art.  50  Abs.1  und  Art.  52  Abs.  1  VwVG)  und  der 
Kostenvorschuss  wurde  rechtzeitig  bezahlt  (Art.  63  Abs.  4  VwVG). 
Damit ist auf die Beschwerde einzutreten.

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2.
Angefochten ist  der  Entscheid  der  Vorinstanz,  mit  welchem sie  dem 
Beschwerdeführer  die  Zulassung  als  Revisionsexperte  entzieht.  Die 
Vorinstanz macht geltend, der Beschwerdeführer biete keine Gewähr 
für  eine  einwandfreie  Prüftätigkeit,  da  mehrere  Verfahren  gegen  ihn 
angestrengt  worden  seien,  eine  rechtskräftige  zivilrechtliche 
Verurteilung  bestehe  und  er  im  Rahmen  seiner  Tätigkeit  die 
Bestimmungen  zur  Unabhängigkeit  der  Revisionsstelle  missachtet 
habe. 

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz dem Beschwerdeführer 
die Zulassung als Revisionsexperte zu Recht entzogen hat. Dabei ist 
zu  beachten,  dass  sie  bei  ihrem  Entscheid  insofern  über  einen 
Ermessens- und Beurteilungsspielraum verfügt,  als sie in  Bezug auf 
die Zulassungsvoraussetzung des Leumunds bzw. der Gewähr für eine 
einwandfreie Prüftätigkeit unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen hat. 
Dieser  Ermessens-  und  Beurteilungsspielraum  ist  vom 
Bundesverwaltungsgericht  als  Rechtsmittelinstanz  zu  respektieren 
(vgl. BVGE B-2008/49 E. 4.3).

In  formeller  Hinsicht  rügt  der  Beschwerdeführer  eine Verletzung des 
Anspruchs  auf  rechtliches  Gehörs.  Die  diesbezüglichen  Rügen  sind 
vorab zu behandeln (vgl. Rügen der mangelhaften Begründung in E. 3, 
des  Unterlassens  der  vorgängigen  Anhörung  in  E.  4  und  des 
Missachtens des Rechts auf Beweisabnahme in E. 5). In E. 6 werden 
sodann die gesetzlichen Bestimmungen betreffend die Zulassung als 
Revisionsexperte zitiert und der Begriff des unbescholtenen Leumunds 
in Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichts und des 
Bundesverwaltungsgerichts  erläutert.  Nach  einer  Darstellung  der 
gegen den Beschwerdeführer angestrengten Verfahren (E. 7) ist deren 
Relevanz in Bezug auf die Frage des Leumunds in E. 8 zu würdigen. 
Die Frage der Unabhängigkeit wird in E. 9 untersucht. In der Folge sind 
die Rügen des Beschwerdeführers zu überprüfen, die Vorinstanz habe 
den Grundsatz der Rechtsgleichheit  (E. 11) und Verhältnismässigkeit 
(E.  13)  verletzt  und  nicht  berücksichtigt,  dass  die  begangenen 
Verfehlungen lange Zeit zurückliegen würden (E. 12). 

3.
Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  die  Vorinstanz  habe  ihren 
Entscheid in mehreren Punkten zu knapp begründet und sich mit dem 
Ausbreiten  von  "Allgemeinplätzen"  begnügt.  Es  fehle  an  einer 

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hinreichend  konkreten  und  nachvollziehbaren  Begründung  der 
Ermessensausübung,  weshalb  der  Entscheid  als  willkürlich  zu 
bezeichnen sei.

3.1 Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 
Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
vom  18.  April  1999  [BV,  SR  101])  dient  einerseits  der 
Sachverhaltsaufklärung  und  stellt  andererseits  zugleich  ein 
persönlichkeitsbezogenes  Mitwirkungsrecht  der  Parteien  dar.  Er 
beinhaltet eine ganze Reihe von Verfahrensgarantien und ist  für das 
Verwaltungsverfahren in Art. 26 ff. VwVG konkretisiert worden. 

Nach  Art.  35  Abs.  1  VwVG  sind  Verfügungen  zu  begründen.  Die 
Begründung  eines  Entscheids  muss  so  abgefasst  sein,  dass  der 
Betroffene ihn sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, 
wenn sich sowohl der Betroffene als auch die Rechtsmittelinstanz ein 
Bild  über  die Tragweite eines Entscheids machen können. Demnach 
müssen in jedem Fall diejenigen Überlegungen angeführt werden, von 
denen  sich  die  Behörde  hat  leiten  lassen  und  auf  die  sie  ihren 
Entscheid  stützt,  wobei  sie  sich  jedoch  auf  die  wesentlichen 
Gesichtspunkte beschränken darf. Erforderlich ist,  dass sich aus der 
Gesamtheit  der  Begründung  ergibt,  weshalb  die  Behörde  den 
Vorbringen der Partei  nicht  folgen konnte. Die Anforderungen an die 
Begründungsdichte  sind  je  nach  Komplexität  des  Sachverhalts  bzw. 
des der Behörde eingeräumten Ermessensspielraums unterschiedlich. 
So  müssen  insbesondere  die  Auslegung  von  unbestimmten 
Gesetzesbegriffen  und  die  Ermessensbetätigung  so  erklärt  werden, 
dass sie nachvollziehbar sind. An die Begründung sind umso strengere 
Anforderungen  zu  stellen,  je  grösser  der  der  Behörde  eingeräumte 
Ermessensspielraum  ist  und  je  vielfältiger  die  tatsächlichen 
Voraussetzungen  sind,  die  bei  der  Betätigung  des  Ermessens  zu 
berücksichtigen  sind  (vgl.  BGE  129  I  232  E.  3.3,  mit  weiteren 
Hinweisen).

Im  Folgenden  sind  die  einzelnen  Rügen  des  Beschwerdeführers  zu 
untersuchen.

3.2 Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  die  Vorinstanz  habe  es 
unterlassen,  sich  im  Rahmen  der  Beurteilung  und  bei  der 
Berücksichtigung  der  eingestellten  Strafverfahren  auch  mit 
entlastenden Gesichtspunkten auseinander zu setzen. 

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Vorab ist festzuhalten, dass die Strafverfahren in den Fällen "U." und 
"W."  für  die  Leumundsprüfung  nach  Ansicht  des 
Bundesverwaltungsgerichts  nicht  zu  berücksichtigen  sind  (vgl. 
nachstehend  E.  8.3).  In  der  angefochtenen  Verfügung  wurden 
insbesondere  in  Bezug  auf  diese  beiden  Verfahren  entlastende 
Schlussfolgerungen  gezogen.  So  hielt  die  Vorinstanz  fest,  das 
Strafverfahren im "Fall W." sei wegen Fehlens der geltend gemachten 
Tatbestände (diverse Konkursdelikte)  eingestellt  worden. Im "Fall  U." 
habe  das  Strafgericht  festgestellt,  es  lasse  sich  nicht  nachweisen, 
dass der Beschwerdeführer als  Revisor über die desolate finanzielle 
Lage  der  Stifterfirma  informiert  gewesen  sei  und  vom  überhöhten 
Kaufpreis der zwei Liegenschaften gewusst habe. 

Die Vorinstanz führte weiter aus, das Strafverfahren im "Fall V." habe 
auf  Grund  des  Todes  des  Hauptangeklagten  J.  eingestellt  werden 
müssen.  Aufgrund  der  zivilrechtlichen  Verurteilung  des 
Beschwerdeführers in diesem Fall stehe jedoch fest, dass er im "Fall  
V."  gegen  die  Rechtsordnung  verstossen  habe  und  dass  die 
Strafanzeige nicht willkürlich erfolgt sei. 

Aus  den  zitierten  Feststellungen  der  Vorinstanz  kann  nicht 
geschlossen  werden,  sie  habe  eine  unausgeglichene  Sichtweise 
gehabt. Vielmehr finden sich in den Erwägungen des angefochtenen 
Entscheids  auch  Ausführungen  und  Argumente,  die  den 
Beschwerdeführer entlasten. 

3.3 Der  Beschwerdeführer  rügt,  die  Vorinstanz  begründe  nicht, 
weshalb  es  unter  Berücksichtigung  aller  Umstände  erforderlich  sein 
soll,  dem  Beschwerdeführer  die  Bewilligung  zu  entziehen,  und 
weshalb  sie  einen  unbefristeten  Entzug  und  nicht  einen  befristeten 
Entzug ausgesprochen habe. Sie mache auch keine Angaben darüber, 
aufgrund  welcher  Umstände  eine  unbefristet  entzogene  Bewilligung 
auf Gesuch des Beschwerdeführers hin wieder erteilt werden könnte. 

3.3.1 Bezüglich  des  Bewilligungsentzugs  hielt  die  Vorinstanz  in  der 
angefochtenen  Verfügung  unter  anderem  fest,  der  nachträgliche 
Wegfall der Zulassungsvoraussetzung des unbescholtenen Leumunds 
führe  grundsätzlich  zum Entzug  der  Zulassung. Bei  der  Beurteilung 
der Gewähr für eine einwandfreie Prüftätigkeit handle es sich um eine 
Ermessensentscheidung  der  Aufsichtsbehörde  nach  Würdigung  aller 
relevanten  Umstände  zum  gegebenen  Zeitpunkt.  Reiche  ein 
Gesuchsteller  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  erneut  ein  Gesuch  um 

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Zulassung  ein,  so  werde  die  Gewähr  erneut  geprüft  und,  bei 
entsprechendem Wohlverhalten,  gegebenenfalls  positiv  beurteilt.  Der 
Beschwerdeführer biete zum heutigen Zeitpunkt keine Gewähr für eine 
einwandfreie Prüftätigkeit. Die zivilrechtliche Verurteilung stamme aus 
dem Jahr 2007; ein zweites zivilrechtliches Verfahren sei im Jahr 2005 
vergleichsweise erledigt  worden,  ein  drittes aktuell  noch hängig. Die 
Einstellungsbeschlüsse  der  Strafverfahren  wie  auch  die  Verstösse 
gegen  die  Unabhängigkeitsvorschriften  stünden  ebenfalls  in  einem 
nahen  zeitlichen  Zusammenhang  mit  der  Zulassung  des 
Beschwerdeführers. Die erteilte Zulassung als Revisionsexperte werde 
daher mangels Gewähr für eine einwandfreie Prüftätigkeit unbefristet 
entzogen.

Die  Vorinstanz  begründet  im  angefochtenen  Entscheid  einlässlich, 
weshalb es erforderlich sei, dem Beschwerdeführer die Bewilligung zu 
entziehen. So  äussert  sie  sich  über  mehrere  Seiten  hinweg zu den 
gegen den Beschwerdeführer eingeleiteten Verfahren, zu den geltend 
gemachten  Verletzungen  der  Unabhängigkeitsvorschriften  und  zur 
Frage der Verhältnismässigkeit des Bewilligungsentzugs. 

3.3.2 Die  Vorinstanz  legte  in  der  angefochtenen  Verfügung  nicht 
explizit  dar,  warum  sie  einen  unbefristeten  Entzug  und  nicht  einen 
befristeten  Entzug  ausgesprochen  habe  und  welches  die 
Voraussetzungen  für  eine  spätere  Wiedererteilung  der  Bewilligung 
sind. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Januar 2010 macht sie indessen 
geltend, es würde zu weit führen, neben dem Bewilligungsentzug jede 
andere denkbare Massnahme ebenfalls umfassend zu prüfen und den 
Verzicht darauf zu erläutern. Die konkreten Voraussetzungen für eine 
Wiedererteilung  der  Bewilligung  könnten  mit  Blick  auf  die 
Unbestimmtheit  des  Begriffs  des  unbescholtenen  Leumunds  aus 
heutiger Sicht nicht abschliessend umschrieben werden. Es müssten 
verschiedene  Aspekte  sachverhaltlicher  und  rechtlicher  Art 
berücksichtigt  werden.  Wesentliche  Voraussetzung  sei  jedoch,  dass 
sich der Beschwerdeführer kein weiteres Fehlverhalten von der Art des 
vorliegend relevanten zu Schulden kommen lasse. 

Mit diesen Ausführungen vermag die Vorinstanz die Anforderungen an 
die  Begründungsdichte  zu  erfüllen.  Es  ist  auch  für  das 
Bundesverwaltungsgericht  durchaus  nachvollziehbar,  dass  die 
Voraussetzungen für eine Wiederzulassung als Revisionsexperte nicht 
generell  und  abschliessend  aufgezählt  werden  können,  sondern 

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hierfür die gesamten Umstände im Einzelfall  zu würdigen sind. Auch 
die Frage, ob ein befristeter Bewilligungsentzug vertieft hätte geprüft  
werden  müssen,  ist  angesichts  der  Umstände  des  Falles  – 
insbesondere  auch,  weil  damals  ein  Verfahren  gegen  den 
Beschwerdeführer noch hängig war (vgl. hierzu E. 7.4 sowie E. 13.3) – 
zu verneinen. 

3.4 Der Beschwerdeführer führt schliesslich aus, die Vorinstanz setze 
sich in keiner Weise mit seinen Vorbringen zum "Fall V." auseinander 
und  gehe  nicht  auf  die  dargelegten  Gründe  ein,  weshalb  der 
Beschwerdeführer  das  Urteil  des  Kantonsgerichts  nicht  angefochten 
habe. 

Der  "Fall  V."  und  die  Rolle  des  Beschwerdeführers  wurden  von  der 
Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  jedoch  ausführlich 
dargelegt (S. 8 bis 10). Dabei erwähnte die Vorinstanz auch Einwände, 
welche  der  Beschwerdeführer  im  damaligen  Verfahren  vor  dem 
Kantonsgericht  Basel-Landschaft  gemacht  hatte  (vgl.  E.  3.9  der 
angefochtenen Verfügung). Im Übrigen stützte sich die Vorinstanz zu 
Recht  auf  den Sachverhalt  und die Erwägungen des rechtskräftigen 
Urteils des Kantonsgerichts. Die hierzu vorgebrachten Argumente des 
Beschwerdeführers  nochmals  zu  überprüfen,  würde  ein 
Zurückkommen  auf  ein  rechtskräftiges  Urteil  bedeuten,  wofür  kein 
Anlass bestand. Auch diesbezüglich wurde das rechtliche Gehör des 
Beschwerdeführers somit nicht verletzt. 

3.5 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  den 
angefochtenen Entscheid über 17 (eng beschriebene) Seiten hinweg 
ausführlich  begründete.  Es  war  dem  Beschwerdeführer  denn  auch 
ohne  Weiteres  möglich,  diesen  sachgerecht  anzufechten  und  seine 
Gegenanträge  detailliert  zu  begründen.  Die  Vorinstanz  hat 
insbesondere  auch  die  massgebenden  unbestimmten 
Gesetzesbegriffe,  wie  "unbescholtener  Leumund"  und  "Gewähr  für 
eine einwandfreie Prüftätigkeit", in allgemein gültiger wie auch konkret 
auf  den  Fall  bezogener  Sichtweise  nachvollziehbar  erklärt  und 
ausgelegt.  Damit  sind  die  Anforderungen  an  die  Begründungsdichte 
erfüllt. 

4.
Der Beschwerdeführer  sieht  eine Verletzung  des rechtlichen Gehörs 
ferner  darin,  dass  er  keine  Gelegenheit  zur  vorgängigen 
Stellungnahme gehabt habe in Bezug auf den Vorwurf der Vorinstanz, 

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die Unabhängigkeitsvorschriften im Verhältnis zwischen der B. AG und 
der  C.  AG  seien  verletzt  worden  (vgl.  zum  Ganzen  E.  9).  Dieser 
Vorwurf sei in der angefochtenen Verfügung erstmals erhoben worden. 

4.1 Art.  30  VwVG bestimmt,  dass  die  Behörde  die  Parteien  anhört, 
bevor sie eine Verfügung erlässt (Art. 30 Abs. 1 VwVG). 

Vorliegend  wurde  dem  Beschwerdeführer  vor  Erlass  des 
angefochtenen  Entscheids  die  Möglichkeit  gegeben,  zu  den 
erhobenen  Vorwürfen  und  dem  in  Aussicht  gestellten 
Bewilligungsentzug  Stellung  zu  nehmen. Indessen  trifft  es  zu,  dass 
zwar die Unabhängigkeit in anderer Hinsicht bereits im Schreiben der 
Vorinstanz vom 6. März 2009 ein Thema war, jedoch die Verletzung 
von Unabhängigkeitsvorschriften im Verhältnis zwischen der B. AG und 
der C. AG in der angefochtenen Verfügung erstmals gerügt wurde und 
der  Beschwerdeführer  sich  diesbezüglich  vorher  nicht  hatte  äussern 
können.

4.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung 
des  rechtlichen  Gehörs  führt  ungeachtet  der  Erfolgsaussichten  der 
Beschwerde  in  der  Sache  selbst  zur  Aufhebung  der  angefochtenen 
Verfügung.  Es  kommt  mit  anderen  Worten  nicht  darauf  an,  ob  die 
Anhörung  im  konkreten  Fall  für  den  Ausgang  der  materiellen 
Streitentscheidung  von Bedeutung  ist,  d.h. ob die  Behörde zu  einer 
Änderung ihres Entscheids veranlasst wird oder nicht (vgl. BGE 126 V 
130 E. 2b, mit weiteren Hinweisen). 

Gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  kann  eine  Verletzung 
des  rechtlichen  Gehörs  jedoch  dann  geheilt  werden,  wenn  die 
Beschwerdeinstanz  mit  der  gleichen  Überprüfungsbefugnis  wie  die 
vorhergehende  Instanz  ausgestattet  ist.  Die  Heilung  ist  aber 
ausgeschlossen,  wenn  es  sich  um eine  besonders  schwerwiegende 
Verletzung  der  Parteirechte  handelt;  zudem  darf  dem 
Beschwerdeführer  kein  Nachteil  erwachsen und  die  Heilung  soll  die 
Ausnahme bleiben (vgl. BGE 132 V 387 E. 5, BGE 126 I 68 E. 2; BGE 
126 V 130 E. 2b; MICHELE ALBERTINI, Der verfassungsmässige Anspruch 
auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, 
Bern 2000, S. 458 ff.). 

4.3 Vorliegend  konnte  der  Beschwerdeführer  sich  zu  einem 
Begründungselement  nicht  vorgängig  und  spezifisch  äussern.  Das 
Thema  der  Unabhängigkeit  der  Firma  des  Beschwerdeführers 

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gegenüber einer Gesellschaft, die von ihr revidiert worden war, wurde 
von  der  Vorinstanz  indessen  schon  vor  Erlass  der  angefochtenen 
Verfügung,  nämlich  im Schreiben vom 6. März  2009,  angesprochen. 
Des  Weitern  konnte  der  Beschwerdeführer  im  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht sämtliche Tatsachen und Einwendungen in 
diesem  Zusammenhang  vor  einer  über  umfassende  Kognition 
verfügenden richterlichen Behörde vorbringen (Art. 49 VwVG i.V.m. Art. 
37 VGG). Die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Heilung der 
Gehörsverletzung sind deshalb erfüllt.

5.
Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  indem  die  Vorinstanz  den 
Antrag auf Einvernahme seiner selbst sowie eines Zeugen abgewiesen 
habe, habe sie sein Recht auf Beweisabnahme verletzt. Er stellt auch 
vor dem Bundesverwaltungsgericht den Antrag auf Einvernahme von 
Herrn  Dr.  H.  als  Zeuge  oder  Auskunftsperson  sowie  auf 
Parteibefragung.

Der  Beschwerdeführer  hielt  diesbezüglich  fest,  Herr  Dr.  H.  hätte 
Ergänzungen  bzw.  Korrekturen  zum  "Fall  V."  und  zur  Rolle  des 
Beschwerdeführers machen können. Namentlich hätte auf diese Weise 
der durch das Urteil  des Kantonsgerichts Basel-Landschaft  teilweise 
erweckte  Eindruck  der  Schwere  der  Verfehlungen  des 
Beschwerdeführers in massgebender Weise relativiert werden können. 
Die  beantragte  persönliche  Befragung  des  Beschwerdeführers  sei 
nicht  nur  ein  geeignetes,  sondern  geradezu  ein  zwingend 
abzunehmendes  Beweismittel,  zumal  es  um  persönliche  Umstände 
und  um  gravierende  Eingriffe  in  den  grundrechtlich  geschützten 
Persönlichkeitsbereich gehe. 

5.1 Gemäss  Art.  33  Abs.  1  VwVG  nimmt  die  Behörde  die  ihr 
angebotenen Beweise ab, wenn diese für den Entscheid erheblich und 
zur Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheinen. 

Die  urteilende  Behörde  kann  von  einem  beantragten  Beweismittel 
dann absehen, wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, 
nicht  rechtserheblich  ist,  wenn  bereits  Feststehendes  bewiesen 
werden  soll,  wenn  zum  Voraus  gewiss  ist,  dass  der  angebotene 
Beweis  keine wesentlichen Erkenntnisse zu  vermitteln  vermag,  oder 
wenn  die  verfügende  Behörde  den  Sachverhalt  auf  Grund  eigener 
Sachkunde  ausreichend  würdigen  kann  (sog.  antizipierte 
Beweiswürdigung; vgl. BGE 131 I  153 E. 3,  BGE 122 V  157 E. 1d; 

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ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 268 ff. 
und 320;  BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL,  in: Praxiskommentar VwVG, 
Waldmann/Weissenberger (Hrsg.), Zürich 2009, Art. 33 N 21 ff.). 

Der  Verzicht  auf  die  Durchführung  beantragter  Beweisabnahmen  ist 
auch zulässig,  wenn die Behörde auf  Grund bereits  abgenommener 
Beweise  oder  gestützt  auf  die  Aktenlage  ihre  Überzeugung  gebildet 
hat und ohne Willkür annehmen kann, dass diese Überzeugung durch 
weitere Beweiserhebungen nicht mehr geändert würde (vgl. BGE 134 I 
140 E. 5.3, BGE 122 III 219 E. 3c; WALDMANN/BICKEL,  a.a.O., Art. 33 N. 
23).

5.2 Die  Vorinstanz  hielt  im  angefochtenen  Entscheid  fest,  bei  der 
Beurteilung der Gewähr für eine einwandfreie Prüftätigkeit stütze sie 
sich  auf  ein  rechtskräftiges  Urteil  des  Kantonsgerichts  Basel-
Landschaft  vom  17.  August  2007  und  auf  rechtskräftige 
Einstellungsbeschlüsse  von  Strafverfolgungsbehörden.  Der 
rechtserhebliche Sachverhalt könne damit in diesen Fällen als erstellt  
betrachtet  werden.  Eine  persönliche  Befragung  des 
Beschwerdeführers  würde  daran  nichts  zu  ändern  vermögen  und 
erübrige sich somit. Auch die Aussagen von Herrn Dr. H. hätten keinen 
Einfluss auf den rechtskräftig festgestellten Sachverhalt. 

Mit  andern  Worten  verweigerte  die  Vorinstanz  die  Beweisabnahme, 
weil sie der Ansicht war, dass mit der Einvernahme keine wesentlichen 
Erkenntnisse zu gewinnen seien. Auch das Bundesverwaltungsgericht 
kommt zum gleichen Schluss: Wie bereits vorne gesagt (E. 3.4), gibt 
es  keinen  Anlass,  auf  den  Sachverhalt  und  die  Erwägungen  eines 
rechtskräftigen  Urteils  zurückzukommen. Gerade  darauf  scheint  der 
Beschwerdeführer  jedoch  abzuzielen,  wenn  er  auch  eine  Befragung 
einer in das damalige Verfahren involvierten Person, Dr. H., verlangt. 
Hierfür besteht unter den konkreten Umständen kein Raum. Vielmehr 
darf sich die urteilende Instanz auf das rechtskräftige Urteil abstützen 
und muss diesbezüglich keine weiteren Abklärungen vornehmen.

Mündliche Befragungen können insbesondere dort angezeigt sein, wo 
ein  erschöpfendes,  auch  persönliche  oder  intime  Aspekte 
umfassendes Bild einer Person oder von Situationen erhoben werden 
muss  (vgl. CHRISTOPH AUER,  in:  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.], 
Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG],  Zürich/St. Gallen 2008, Art. 12,  Rz. 33). Dies ist  vorliegend 

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nicht der Fall. Für die Beantwortung der hier massgebenden Frage, ob 
der Beschwerdeführer aufgrund von feststehenden Vorkommnissen in 
der Vergangenheit heute über einen unbescholtenen Leumund verfügt, 
ist  eine Einvernahme zum Zweck der Gewinnung eines persönlichen 
Eindrucks nicht notwendig. 

Es  ist  daher  nicht  zu  beanstanden,  dass  die  Vorinstanz  auf  die 
Befragung  von  Herrn  Dr.  H.  wie  auch  des  Beschwerdeführers 
verzichtete.  Aus  den  gleichen  Überlegungen  erübrigt  sich  deren 
Einvernahme auch im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht. 

Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist damit in dieser Hinsicht nicht 
verletzt worden. 

6.
Das  Revisionsaufsichtsgesetz  vom  16. Dezember  2005  (RAG,  SR 
221.302)  ist  am 1. September  2007  in  Kraft  getreten.  Es  regelt  die 
Zulassung  und  die  Beaufsichtigung  von  Personen,  die 
Revisionsdienstleistungen  erbringen,  und  dient  der 
ordnungsgemässen  Erfüllung  und  Sicherstellung  der  Qualität  von 
Revisionsdienstleistungen (Art. 1 Abs. 1 und 2 RAG).

6.1 Natürliche  Personen  und  Revisionsunternehmen,  die  Revisions-
dienstleistungen  erbringen,  bedürfen  einer  Zulassung  durch  die 
Aufsichtsbehörde (Art. 3 Abs. 1 RAG). Nach Art. 28 Abs. 1 RAG obliegt 
die  Aufsicht  der  Eidgenössischen  Revisionsaufsichtsbehörde  (RAB, 
Vorinstanz). Sie entscheidet  gemäss Art. 15 Abs. 1 RAG auf Gesuch 
hin über die Zulassung von Revisionsexpertinnen/Revisionsexperten, 
Revisorinnen/Revisoren  sowie  von  staatlich  beaufsichtigten 
Revisionsunternehmen.

Nach  Art. 4  RAG und  Art. 50  der  Revisionsaufsichtsverordnung  vom 
22. August 2007 (RAV, SR 221.302.3) i.V.m. Art. 43 Abs. 6 RAG kann 
eine  natürliche  Person  als  Revisionsexperte/Revisionsexpertin 
zugelassen werden, sofern sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. 
Als zugelassene Revisionsexpertinnen und Revisionsexperten werden 
Personen  bezeichnet,  die  berechtigt  sind,  wirtschaftlich  bedeutsame 
Unternehmen  im  Rahmen  einer  ordentlichen  Revision  zu  prüfen 
(Art. 727b  Abs. 2  des  Obligationenrechts  vom  30. März  1911  [OR, 
SR 220]).

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Gemäss  Art. 4  Abs. 1  und  2  RAG  wird  eine  natürliche  Person  als 
Revisionsexpertin  zugelassen,  wenn  sie  die  Anforderungen  an  die 
Ausbildung  und  Fachpraxis  erfüllt  und  über  einen  unbescholtenen 
Leumund verfügt.

Eidgenössisch  diplomierte  Wirtschaftsprüferinnen  und  Wirtschafts-
prüfer erfüllen die Anforderungen an Ausbildung und Fachpraxis (Art. 4 
Abs. 2 Bst. a RAG).

Natürliche  Personen  werden  unbefristet  zugelassen  (Art.  3  Abs.  2 
RAG). Erfüllt eine Revisorin, ein Revisor, eine Revisionsexpertin oder 
ein  Revisionsexperte  die  Zulassungsvoraussetzungen  der  Art.  4–6 
nicht mehr, so kann die Aufsichtsbehörde die Zulassung befristet oder 
unbefristet  entziehen.  Sofern  die  Zulassungsvoraussetzungen 
wiederhergestellt  werden können,  ist  der  Entzug  vorher  anzudrohen 
(Art. 17 Abs. 1 RAG).

6.2 Der Beschwerdeführer schloss im Jahr 1988 die Ausbildung zum 
eidg. dipl. Bücherexperten (heute: eidg. dipl. Wirtschaftsprüfer) ab. Die 
Anforderungen an Ausbildung und Fachpraxis sind somit  erfüllt,  was 
unbestritten und nicht Streitgegenstand ist.

6.3 Der  Begriff  des  unbescholtenen  Leumunds  im  Sinne  von  Art. 4 
Abs. 1  RAG  wird  in  der  Botschaft  zum  RAG  (vgl.  Botschaft  zur 
Änderung  des  Obligationenrechts  [Revisionspflicht  im 
Gesellschaftsrecht] sowie zum Bundesgesetz über die Zulassung und 
Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren vom 23. Juni 2004, 
BBl  2004 4092 f.)  nicht  näher  umschrieben. Er  wird  in  Art. 4  Abs. 1 
RAV konkretisiert. Danach wird der Gesuchsteller zugelassen, wenn er 
über einen unbescholtenen Leumund verfügt und es sich aus keinen 
anderen  persönlichen  Umständen  ergibt,  dass  er  keine  Gewähr  für 
eine einwandfreie Prüftätigkeit bietet. 

Mit den hier interessierenden unbestimmten Rechtsbegriffen des guten 
Leumunds  und  der  Gewähr  für  eine  einwandfreie  Prüf-  bzw. 
Geschäftstätigkeit  knüpfen  das  RAG  und  die  RAV  an  die 
entsprechenden  Bewilligungserfordernisse  und  Regelungen  an,  wie 
sie  in  weiteren,  für  die  Finanzmarktaufsicht  relevanten  Erlassen 
enthalten sind,  so etwa an Art. 3 Abs. 2 Bst. c  des Bankengesetzes 
vom 8. November 1934 (BankG, SR 952.0), Art. 10 Abs. 2 Bst. d des 
Börsengesetzes vom 24. März 1995 (BEHG, SR 954.1), Art. 14 Abs. 2 
Bst. c  des  Geldwäschereigesetzes  vom  10.  Oktober  1997  (GwG, 

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SR 955.0) und Art. 14 Abs. 1 des Versicherungsaufsichtsgesetzes vom 
17.  Dezember  2004  (VAG,  SR  961.01). Die  hierzu  entwickelte 
Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  und  des  Bundes-
verwaltungsgerichts  ist  demnach  auch  im  vorliegenden 
Zusammenhang soweit erforderlich ergänzend heranzuziehen.

6.4 Bei  der  Beurteilung  des  unbescholtenen  Leumunds  im  Rahmen 
der  Zulassungsprüfung  sind  gemäss  ausdrücklicher  Anordnung  von 
Art.  4  Abs.  2  Bst.  a  und  b  RAV  insbesondere  strafrechtliche 
Verurteilungen, deren Eintrag im Zentralstrafregister nicht entfernt ist, 
sowie  bestehende  Verlustscheine  zu  berücksichtigen.  Es  ist 
unbestritten  und  ergibt  sich  aus  den  Akten,  dass  der 
Beschwerdeführer  im  Zentralstrafregister  nicht  verzeichnet  ist  und 
gegen  ihn  keine  Verlustscheine  bestehen.  Diese  beiden  Elemente 
entfallen  somit  im  vorliegenden  Fall.  Insofern  liegt  der  Sachverhalt 
demnach  anders  als  in  BVGE  2008/49,  wo  eine  Verzeichnung  im 
Zentralstrafregister zum Bewilligungsentzug geführt hatte.

6.5 Im  genannten  Entscheid  BVGE  2008/49  erwog  das 
Bundesverwaltungsgericht  in  den  Erwägungen  2  und  3  und  mit 
Bezugnahme auf die höchstrichterliche Rechtsprechung (vgl. BGE 129 
II 438 E. 3.3, BGE 108 Ib 196 E. 2, BGE 99 Ib 104 E. 5b), dass bei der 
Gewährs-  und  Leumundsprüfung  verschiedene  Elemente  wie 
Integrität,  Gewissenhaftigkeit  und  einwandfreie  Sorgfalt  als 
berufsspezifische Leumundsmerkmale oder allgemeine Eigenschaften 
wie  Ansehen,  Achtung  und  Vertrauenswürdigkeit  zu  berücksichtigen 
seien.  Unter  Umständen  könnten  auch  Aktivitäten,  die  über  die 
Tätigkeit  als  Revisor  und  Revisionsexperte  hinausgingen,  die 
Beurteilung einer einwandfreien Prüftätigkeit beeinflussen. Der Begriff 
des  guten  Leumunds  bzw. der  Gewähr  sei  jeweils  im  Einzelfall  und 
bezogen  auf  die  gesamten  Umstände  mit  Blick  auf  die  besonderen 
Aufgaben der Revisionsstelle zu prüfen.

Eine einwandfreie Prüftätigkeit erfordere fachliche Kompetenz und ein 
korrektes Verhalten im Geschäftsverkehr. Unter Letzterem sei in erster 
Linie  die  Einhaltung  der  Rechtsordnung,  namentlich  des 
Revisionsrechts,  aber  auch  des  Zivil-  und  Strafrechts,  sowie  die 
Beachtung des Grundsatzes von Treu und Glauben zu verstehen. Mit 
dem Gebot der einwandfreien Prüftätigkeit nicht zu vereinbaren seien 
deshalb Verstösse gegen einschlägige Rechtsnormen bzw. gegen die 
Treue- und Sorgfaltspflichten.

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Ähnlich  – und  ebenfalls  auf  die  höchstrichterliche  Rechtsprechung 
Bezug  nehmend  – hatte  das  Bundesverwaltungsgericht  bereits  in 
einem  die  bankenrechtliche  Gewähr  betreffenden  Fall  entschieden 
(vgl. BVGE 2008/23). 

Es  ist  daher  im  Folgenden  zu  prüfen,  wie  es  sich  vorliegend  damit 
verhält.

7.
Die  Vorinstanz  begründete  den  Bewilligungsentzug  in  erster  Linie 
damit, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2007 zivilrechtlich verurteilt 
worden,  ein  zweites  zivilrechtliches  Verfahren  im  Jahr  2005 
vergleichsweise  erledigt  worden  und  ein  drittes  aktuell  noch  hängig 
sei.  Auch  seien  drei  Strafverfahren  gegen  ihn  eingeleitet  worden, 
welche indessen eingestellt wurden. Im Einzelnen ging es um folgende 
Fälle: 

7.1 Der Beschwerdeführer bzw. dessen Firma, die A. AG, wurde mit 
Urteil  vom 17. August 2007 vom Kantonsgericht  Basel-Landschaft  in 
Anwendung von Art. 52 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über 
die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 
831.40)  wegen  fahrlässiger  Verletzung  seiner  Pflichten  als 
Kontrollstelle  zweier  Vorsorgeeinrichtungen zur Zahlung von rund Fr. 
4,16  Mio.  (exklusive  Zinsen)  verurteilt.  Der  Verlust  der 
Vorsorgeeinrichtungen  setzte  sich  zusammen  aus  der 
Zweckentfremdung  der  Wertschriftendepots  der  Vorsorge-
einrichtungen,  dem  Verlust  eines  ohne  Sicherheiten  gewährten 
Darlehens  der  Pensionskasse  der  V.  AG  an  die  F.  AG  (einer 
Tochtergesellschaft  der  K.  Holding  AG,  mit  welcher  die  Frau  des 
Stiftungsratspräsidenten  J.  Kosmetikprodukte  vertrieb)  sowie  einer 
Forderung  infolge  nicht  überwiesener  Arbeitgeber-  und 
Arbeitnehmerbeiträge.

Dem  Beschwerdeführer  wurde  vorgeworfen,  die  Jahresrechnungen 
1995 und 1996 des Wohlfahrtsfonds und der Pensionskasse der V. AG 
zur Genehmigung empfohlen zu haben und es in pflichtwidriger Weise 
unterlassen  zu  haben,  die  Verpfändung  von  Wertschriften  der 
Vorsorgeeinrichtungen im Wert  von rund Fr. 3,3 Mio. für eine fremde 
Darlehensschuld als  Verletzung einer sicheren Vermögensverwaltung 
und  der  Wahrung  der  Liquidität  zu  rügen  und  der  Aufsichtsbehörde 
Meldung gemäss Art. 36 der Verordnung vom 18. April 1984 über die 
berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 

Seite 19

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831.441.1)  zu  machen.  Das  Gericht  stellte  im  Hinblick  auf  die 
Einhaltung der  Anlagevorschriften einen mehrfachen Verstoss  gegen 
die der Revisionsstelle obliegenden Prüfungs- und Meldepflichten fest. 

Im  Zusammenhang  mit  der  Gewährung  eines  ungesicherten 
Darlehens an die F. AG stellte das Gericht fest, der Beschwerdeführer 
hätte auf Grund des Handelsregisterauszugs wissen müssen, dass es 
sich  dabei  um  die  Firma  der  Ehefrau  des  Stiftungsratspräsidenten 
gehandelt  habe.  Die  Finanzlage  der  Pensionskasse  sei  bereits 
angespannt gewesen und die Vergabe eines ungesicherten Darlehens 
in  der  Höhe  von  Fr.  170'000.– sei  mit  der  sorgfältigen  und  dem 
Vorsorgezweck dienenden Vermögensverwaltung im Sinne von Art. 50 
BVV  2  nicht  zu  vereinbaren  gewesen.  Der  Beschwerdeführer  habe 
auch diesbezüglich gegen die gesetzlichen Prüfungs- und Meldepflicht 
gemäss  Art.  71  BVG  verstossen.  Schliesslich  wurde  dem 
Beschwerdeführer  auch  vorgeworfen,  die  Nichtüberweisung  von 
Arbeitnehmer-  und  Arbeitgeberbeiträgen  von  der  V.  AG  an  die 
Pensionskasse ab dem Jahr 1998 nicht gerügt zu haben, obwohl es 
dadurch im Ergebnis zu einer Einstellung des Zuflusses liquider Mittel 
gekommen sei.

7.2 Am 20. September 2001 erhob der Liquidator im "Fall V.", Dr. H., 
eine Strafanzeige gegenüber dem Beschwerdeführer mit dem Vorwurf 
der Gehilfenschaft zur Veruntreuung, ungetreuer Geschäftsbesorgung, 
der  Widerhandlung  gegen  das  BVG,  etc.  Ebenso  erhob  er  am  6. 
Januar  2003  standesrechtliche  Anzeigen  bei  der  Schweizerischen 
Treuhand-Kammer gegen den Beschwerdeführer und die Firma B. AG, 
auf  welche  indessen  wegen  der  bereits  erfolgten  Kündigung  der 
Mitgliedschaft bei der Treuhand-Kammer durch den  Beschwerdeführer 
und seine Firma nicht eingetreten wurde. 

Mit  Vereinbarung  vom  20.  September  2004  schlossen  die  Parteien 
einen Vergleich ab, in welchem der Beschwerdeführer und seine Firma 
sich  verpflichteten,  ohne  Anerkennung  einer  Schuld-  und/oder 
Haftpflicht, eine Geldleistung in der Höhe von Fr. 400'000.– zugunsten 
der Pensionskasse der V. AG und des Wohlfahrtsfonds der V. AG zu 
erbringen. Im Gegenzug verpflichtete sich der Liquidator,  gegenüber 
der  Staatsanwaltschaft  des  Kantons  Basel-Stadt  eine 
Desinteressenerklärung in der Strafuntersuchung abzugeben und auf 
die  eingereichte  standesrechtliche  Anzeige  nicht  zurückzukommen. 

Seite 20

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Vereinbart  wurde  des  Weiteren,  Stillschweigen  über  den  Abschluss 
und den Inhalt der Vereinbarung zu bewahren. 

Mit  Einstellungsbeschluss  vom  12.  Oktober  2004  wurde  das 
Strafverfahren  gegen  den  Beschwerdeführer  eingestellt.  Die 
Staatsanwaltschaft  Basel-Stadt  führte  im  Beschluss  aus,  für  die 
weitere  Abklärung  des  Sachverhalts  wären  die  Aussagen  von  J. 
denjenigen  des  Beschwerdeführers  gegenüber  zu  stellen  gewesen, 
was indessen aufgrund des Todes von J. nicht mehr möglich sei. Die 
PriceWaterhouseCoopers  als  amtliche  Verwalterin  der 
Vorsorgeeinrichtungen  habe  zudem  ihr  Desinteresse  an  der 
Fortsetzung  der  Strafuntersuchung  erklärt.  Bei  der  Widerhandlung 
gemäss Art. 76 BVG handle es sich im Übrigen um eine Übertretung, 
für deren Verfolgung die Verjährung bereits eingetreten sei. 

7.3 Zwei  weitere  Strafverfahren,  zum  einen  im  "Fall  U." 
(Beschwerdebeilage  3  und  4),  zum  andern  im  "Fall  W." 
(Beschwerdebeilage 6) wurden eingestellt, da ein fehlbares Verhalten 
des Beschwerdeführers nicht hatte nachgewiesen werden können (vgl. 
hierzu Sachverhalt Bst. A sowie E. 3.2).

7.4 Im "Fall U." war im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Verfahrens eine 
zivilrechtliche  Verantwortlichkeitsklage  über  Fr. 6'266'803.81  (exkl. 
Zinsen) der Vertreter der beiden Vorsorgeeinrichtungen gegen die A. 
AG im Zusammenhang mit  der  Tätigkeit  des  Beschwerdeführers  als 
leitender  Revisor hängig.  Es ging dabei  um (mögliche)  Verfehlungen 
und  Unterlassungen  bei  den  Überprüfungen  der  Jahresrechnungen 
1992 bis 1994 (Art. 53 BVG, Art. 35 BVV 2).

Am  20.  November  2009  wurde  eine  erste  Verhandlung  vor  dem 
Kantonsgericht  Basel-Landschaft  durchgeführt,  in  welcher  auf  die 
Klage des Wohlfahrtsfonds der U. AG Bauunternehmung in Liquidation 
nicht  eingetreten wurde. Gemäss der vom Beschwerdeführer am 22. 
April 2010 eingereichten schriftlichen Begründung des Urteils erfolgte 
der Nichteintretensenscheid wegen sachlicher Unzuständigkeit. 

Die  Klage  der  Personalfürsorgestiftung  wurde  am  5.  Mai  2010 
abgewiesen (schriftliche Begründung noch ausstehend).

7.5 Im Jahr 2005 wurde ein weiteres, mit Klage vom 23. Februar 2004 
eingeleitetes Zivilverfahren über rund Fr. 520'000.– im Zusammenhang 
mit  der  Tätigkeit  des  Beschwerdeführers  als  Revisor  der  Y. AG  in 

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Liquidation  vergleichsweise  erledigt.  Dem  Beschwerdeführer  wurde 
vorgeworfen, es unterlassen zu haben, die Abschlüsse der konkursiten 
Y. AG in  Liquidation  sorgfältig  zu  prüfen  und  deren  Überschuldung 
rechtzeitig  anzuzeigen.  In  der  Klageschrift  war  angeführt  worden, 
bereits im Jahr 2000 oder spätestens Ende 2001 hätten die Organe 
der  Y.  AG  aufgrund  ihrer  Überschuldung  den  Konkurs  anmelden 
müssen. Im Vergleich vom 26. Mai 2005 verpflichtete sich die A. AG 
zur Zahlung von Fr. 10'000.– ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. 

8.
Die  gegen  den  Beschwerdeführer  angestrengten  Verfahren  sind  in 
Bezug  auf  die  Frage  des  Leumunds  bzw.  der  Gewähr  für  eine 
einwandfreie Prüftätigkeit wie folgt zu würdigen: 

8.1 Aus  dem  Urteil  im  "Fall  V."  geht  hervor,  dass  der 
Beschwerdeführer  sich  Pflichtverletzungen  im  Kernbereich  der 
Tätigkeit  der  Revisionsstelle  hat  zu  Schulden  kommen  lassen. 
Mehrfach verletzte  er  die Meldepflichten gegenüber  der  zuständigen 
Stiftungsaufsichtsbehörde; des Weiteren nahm er  die Verletzung von 
Anlagevorschriften  der  der  Vorsorge  dienenden  Stiftung  bewusst  in 
Kauf.  Den  betroffenen  Vorsorgeeinrichtungen  erwuchsen  dadurch 
Schäden  in  Millionenhöhe.  Diese  Verfehlungen,  welche  in 
unmittelbarem  Zusammenhang  mit  den  Pflichten  von 
Revisionsexperten stehen, wiegen schwer. 

Mit Blick auf das in E. 3.4 und E. 5.2 Gesagte stossen die Rügen des 
Beschwerdeführers, die darauf abzielen, das rechtskräftige Urteil bzw. 
seine darin  festgestellte  Verantwortlichkeit  zu  relativieren, ins  Leere. 
Die Vorinstanz hat  die genannten Verfehlungen im "Fall  V." daher zu 
Recht in massgebender Weise in die Leumunds-Prüfung  einbezogen.

Der Einwand des Beschwerdeführers, aus Art. 4 Abs. 2 RAV ergebe 
sich,  dass  für  die  Frage  der  Bewilligungserteilung  alleine 
strafrechtliche  Verurteilungen,  deren  Eintrag  im  Zentralstrafregister 
nicht  entfernt  worden  sind,  von  Bedeutung  sein  können,  ist 
offensichtlich nicht zutreffend. Aus dem Wort "insbesondere" in Art. 4 
Abs.  2  RAV  ergibt  sich,  dass  nicht  nur  die  in  dieser  Bestimmung 
explizit  genannten Umstände einen Einfluss auf  die Beurteilung des 
Leumunds  haben  können,  sondern  auch  weitere  Elemente  zu 
berücksichtigen sind. Wie  dargelegt  (E. 6.3 ff.)  sind die Begriffe des 
"guten  Leumunds"  und  der  "Gewähr  für  eine  einwandfreie 
Prüftätigkeit" unbestimmte Rechtsbegriffe, die in jedem Einzelfall unter 

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Berücksichtigung aller  Umstände zu beurteilen sind. Von besonderer 
Bedeutung ist dabei korrektes Verhalten im Geschäftsverkehr und die 
Einhaltung der  gesamten Rechtsordnung (vgl. hierzu etwa auch das 
Urteil des Bundesgerichts 2C_655/2009 vom 23. März 2010 E. 4.4, in 
Bezug auf den Entzug des Wahlfähigkeitszeugnisses als Notar).  Dies 
entspricht im Übrigen auch dem Rundschreiben 1/2007 der Vorinstanz 
über die Angaben im Gesuch um Zulassung und die einzureichenden 
Unterlagen,  wo  in  Ziff.  II.p  festgehalten  wird,  das  Gesuch  einer 
natürlichen  Person  um  Zulassung  als  Revisor  oder  als 
Revisionsexperte müsse Angaben über die innerhalb von zehn Jahren 
vor  der  Gesuchstellung  rechtskräftig  abgeschlossenen  und  im 
Zusammenhang  mit  gesetzlich  vorgeschriebenen  Revisions-
dienstleistungen  stehenden  Verfahren  der  zivil-  oder 
verwaltungsrechtlichen Verantwortlichkeit enthalten.

8.2 In die Beurteilung des Leumunds miteinzubeziehen sind auch das 
Strafverfahren im "Fall V." sowie das Zivilverfahren im "Fall Y.". Obwohl 
die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Verfehlungen aufgrund der 
Einstellung  der  beiden Verfahren nicht  rechtskräftig  beurteilt  werden 
konnten,  kann  nicht  ausgeschlossen  werden,  dass  Fehlleistungen 
vorliegen,  zumal  sich  der  Beschwerdeführer  in  den 
Vergleichsvereinbarungen  je  zur  Zahlung  eines  Geldbetrags 
verpflichtete.  Aus  diesem  Grund  sind  auch  diese  beiden  Verfahren 
objektiv  geeignet,  Zweifel  an  einer  in  jeder  Hinsicht  einwandfreien 
Tätigkeit aufkommen zu lassen und insofern ebenfalls den guten Ruf 
des Beschwerdeführers zu beeinträchtigen, wenn sie auch weniger ins 
Gewicht fallen als die oben genannte rechtskräftige Verurteilung. 

8.3 Die Strafverfahren in den Fällen "U." und "W." sind hingegen bei 
der Beurteilung der Gewähr für eine einwandfreie Prüftätigkeit nicht zu 
berücksichtigen,  da  diesbezüglich  kein  fehlbares  Verhalten  des 
Beschwerdeführers hatte nachgewiesen werden können (vgl. E. 7.3). 
Nicht einzubeziehen ist ebenfalls die Verantwortlichkeitsklage im "Fall 
U."; sie wurde vollumfänglich abgewiesen. 

9.
Die  Vorinstanz  hielt  in  der  angefochtenen  Verfügung  fest,  der 
Beschwerdeführer  habe  im  Rahmen  seiner  Tätigkeit  mehrfach  und 
über  Jahre  hinweg  gegen  die  massgebenden  gesetzlichen  und 
berufsrechtlichen Unabhängigkeitsvorschriften verstossen. Sie machte 
insbesondere  geltend,  die  Tätigkeit  der  früheren  B.  AG  als 

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Revisionsstelle der C. AG wie auch jene der C. AG als Revisionsstelle 
der  A.  AG  seien  wegen  der  engen  Verbindung  der  beiden 
Gesellschaften unzulässig.

Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, eine Verletzung der damals 
massgebenden  Unabhängigkeitsvorschriften  nach  Gesetz  und  den 
Unabhängigkeitsrichtlinien  der  Treuhand-Kammer  (vgl.  nachfolgende 
E. 9.3) sei nicht gegeben. Erst mit der Unabhängigkeitsrichtlinie 2001, 
welche  am  1.  Januar  2002  in  Kraft  getreten  sei,  sei  erstmals  die 
indirekte  –  und  nicht  wie  bisher  nur  die  direkte  –  Beteiligung  als 
unvereinbar mit der zu wahrenden Unabhängigkeit bezeichnet worden. 

9.1 Nach Art. 727c OR (in der Fassung vom 4. Oktober 1991 [AS 1992 
774]; in Kraft seit 1. Juli 1992 bis 31. Dezember 2007 [AS 2007 4791, 
4839])  müssen  die  Revisoren  vom  Verwaltungsrat  und  von  einem 
Aktionär,  der  über  die  Stimmenmehrheit  verfügt,  unabhängig  sein. 
Insbesondere  dürfen  sie  weder  Arbeitnehmer  der  zu  prüfenden 
Gesellschaft  sein  noch  Arbeiten  für  diese  ausführen,  die  mit  dem 
Prüfungsauftrag  unvereinbar  sind.  Sie  dürfen  keine  besonderen 
Vorteile  annehmen.  Sie  müssen  auch  von  Gesellschaften,  die  dem 
gleichen  Konzern  angehören,  unabhängig  sein,  sofern  ein  Aktionär 
oder ein Gläubiger dies verlangt.

Die  Unabhängigkeit  war  nach  früherer  schweizerischer 
Berufsauffassung vor allem eine Frage der inneren Einstellung (sog. 
"independence  in  fact";  vgl.  BGE  99  Ib  104  E.  5);  das  revidierte 
Aktienrecht  wollte  aber  auch  den  offensichtlichen  Anschein  der 
Befangenheit vermeiden (sog. "independence in appearance"). In der 
Botschaft  über die Revision des Aktienrechts vom 23. Februar 1983 
(vgl.  BBl  1983  II  745)  wurde  ausgeführt,  Unabhängigkeit  bedeute 
Weisungsungebundenheit, Freiheit des Urteils und Selbständigkeit im 
Entscheid. Der Revisor dürfe in seinen persönlichen, wirtschaftlichen 
und  finanziellen  Verhältnissen  nicht  in  solchem  Ausmass  von  der 
Verwaltung oder vom Hauptaktionär abhängig sein, dass er in seiner 
Entscheidungsfreiheit  wesentlich  eingeschränkt  sei  (vgl. BBl  1983 II 
929).  Das  revidierte  Aktienrecht  wollte  somit  nicht  nur  jede 
offensichtliche  Weisungsgebundenheit,  sondern  auch  weniger  leicht 
erkennbare  beteiligungsmässige,  hierarchische  oder  wegen  anderer 
Zusammenhänge gegebene Abhängigkeiten vermeiden (vgl. BGE 123 
V 161 E. 3b/cc, mit weiteren Hinweisen; BGE 123 III 31 E. 1a).

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Als Unabhängigkeit des Abschlussprüfers wurde demnach bereits ab 
dem Jahr 1992 dessen Fähigkeit  verstanden, frei,  unkontrolliert  und 
unbeeinflusst  vom  geprüften  Unternehmen  bzw.  dessen 
verantwortlichen  Organen  zu  handeln,  wobei  auch  jede  äussere 
Beziehung, welche den Anschein der Befangenheit begründen könnte, 
zu vermeiden war. Des Weiteren musste und muss die Revisionsstelle 
fähig sein, unbeeinflusst von Eigeninteressen auf Mängel im geprüften 
Unternehmen  hinzuweisen.  Diese  Forderung  verlangt,  dass  der 
Revisor keine direkten oder indirekten finanziellen Interessen an der 
zu  prüfenden  Gesellschaft  hat  und  keine  engen  persönlichen  und 
geschäftlichen Beziehungen bestehen (vgl.  ROLF WATTER,  in: Heinrich 
Honsell/Nedim  Peter  Vogt/Rolf  Watter  [Hrsg.],  Basler  Kommentar, 
Obligationenrecht II, Basel 2002, Rz. 1 und 4 ff. zu Art. 727c OR). 

9.2 In  den  Jahren  1993  bis  August  1999  amtete  die  vom 
Beschwerdeführer  beherrschte B. AG als Revisionsstelle der C. AG. 
Der  Beschwerdeführer  war  in  diesem  Zeitraum  zwar  nicht  im 
Verwaltungsrat  der  C.  AG;  indessen  beherrschte  er  diese  indirekt:  
Sämtliche Aktien der C. AG wurden, wie der Beschwerdeführer selbst 
darlegt,  von der D. GmbH gehalten,  welche vom 8. Dezember  1997 
bis 22. September 2005 vom Beschwerdeführer beherrscht wurde. Der 
Beschwerdeführer hatte einen Stammanteil von Fr. 19'000.– und war 
Geschäftsführer  mit  Einzelunterschrift;  Herr  G.  hatte  einen 
Stammanteil von Fr. 1000.– und keine Zeichnungsberechtigung.

Somit  revidierte  der  Beschwerdeführer  eine  Gesellschaft,  die  er 
faktisch beherrschte. Dass diese Beherrschung nicht direkt, sondern 
indirekt – über eine dritte Gesellschaft  – statt  fand, kann vorliegend 
keine  Rolle  spielen.  Massgebend  ist,  dass  die  notwendige 
Unabhängigkeit  –  im  Sinne  der  Freiheit,  unbeeinflusst  von 
Eigeninteressen oder den Interessen der geprüften Gesellschaft  auf 
mögliche Mängel hinzuweisen  – in dieser Konstellation offensichtlich 
nicht gegeben war.

9.3 Entgegen der Ansicht  des Beschwerdeführers war die genannte 
Konstellation  auch  im  Hinblick  auf  die  damals  geltenden 
standesrechtlichen  Unabhängigkeitsbestimmungen,  zu  deren 
Einhaltung  sich  der  Beschwerdeführer  als  Mitglied  der  Treuhand-
Kammer (Mitgliedschaft bis im Jahr 2002) verpflichtete, nicht zulässig. 

Die Richtlinien zur Unabhängigkeit der Treuhand-Kammer vom 3. Juni 
1992  (RzU  1992,  in  Kraft  bis  31.  Dezember  2001)  definierten  die 

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Unabhängigkeit als effektive Freiheit der Urteilsbildung. Festgehalten 
wird,  dass  keinerlei  Umstände  bestehen  dürfen,  welche  die  freie 
Urteilsbildung beeinträchtigen könnten. Die Unabhängigkeit  verlange 
auch die Einhaltung zusätzlicher Kriterien, die sicherstellten, dass der 
Abschlussprüfer  nicht  nur  unabhängig  sei,  sondern  gegen  aussen 
auch  so  erscheine  (Ziff.  2.2).  Der  Abschlussprüfer  dürfe  keine 
wesentlichen  Beteiligungen  an  oder  Guthaben  gegenüber 
Revisionskunden  halten  oder  halten  lassen  und  keine  wesentlichen 
Geschäftstätigkeiten  mit  Revisionskunden  unterhalten  oder 
unterhalten lassen (Ziff. 3.6). Die Unabhängigkeit dürfe auch nicht in 
Folge  persönlicher  und  familiärer  Bindungen  und  Beziehungen 
beeinträchtigt werden (Ziff. 3.11). 

Wie  bereits  erwähnt,  war  die  freie  Urteilsbildung  der  B.  AG  als 
Revisionsstelle  der  C. AG aufgrund  der  genannten  finanziellen  und 
persönlichen  Verflechtungen  nicht  gegeben. Ferner  hatte  die  C. AG 
ihren Sitz  bis  am 7. November  2002 und ab 23. März  2009 an der 
gleichen  Adresse  wie  die  B.  AG  und  sie  verfügte  über  einen 
gemeinsamen  Internetauftritt  mit  der  E.  AG,  bei  welcher  der 
Beschwerdeführer  einziges  Mitglied  des  Verwaltungsrats  war 
(Anmerkung: am 13. April 2010 übernahm die E. AG die Aktiven und 
Passiven der  C. AG [Fusion]). Auch diese Umstände sind geeignet, 
den Anschein der Befangenheit zu erwecken. 

9.4 Weiteres kommt hinzu: So war die C. AG ihrerseits ab April 1994 
bis März 2009 Revisionsstelle der B. AG. In den Jahren 1994 bis 1999 
revidierten sich somit die B. AG und die C. AG gegenseitig, was eine 
Konstellation darstellt, die den Anforderungen an die Unabhängigkeit 
ebenfalls  nicht  genügt.  Die  gegenseitige  Prüfung  führt  nämlich  zu 
klassischen  Interessenkonflikten  und  ist  geradezu  geeignet, 
Beeinflussungen  der  Revisionstätigkeit  durch  unsachliche, 
gegenseitige Rücksichtnahmen zu veranlassen (vgl. BGE 123 III 31 E. 
2).

9.5 Der Beschwerdeführer und die von ihm beherrschte Gesellschaft 
verstiessen  in  ihrer  Funktion  als  Revisionsstelle  demnach  in  den 
Jahren  1993  bis  1999  in  klarer  Weise  gegen  die 
Unabhängigkeitsvorschriften.  Auch  diesbezüglich  liegt  somit  ein 
Fehlverhalten  vor,  das  den  Kernbereich  der  im  Revisionsrecht 
einzuhaltenden  Pflichten  betrifft  und  daher  in  die  Beurteilung  des 
Leumunds für die Zulassung zum Revisionsexperten einfliessen muss. 

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Nur am Rande sei erwähnt, dass – wie die Vorinstanz darlegt – der 
Beschwerdeführer für die Revision seiner Firma (B. AG) von 1994 bis  
März 2009 eine Gesellschaft wählte, die nicht unabhängig ist. Die C. 
AG  wurde  –  wie  bereits  dargelegt  –  während  Jahren  vom 
Beschwerdeführer  beherrscht.  Im  Januar  2003  erwarb  Herr  G.  die 
Aktien  der  C.  AG  und  leitete  diese.  G.  ist  dem  Beschwerdeführer 
gemäss eigenen Angaben seit  dem 1. Juni  1987 formell  unterstellt.  
Auch  ein  solcher  indirekter  Verstoss  gegen  die 
Unabhängigkeitsvorschriften vermag Zweifel daran zu begründen, ob 
der Beschwerdeführer die Vorschriften des Revisionsrechts genügend 
ernst nimmt, was für eine einwandfreie Tätigkeit als Revisionsexperte 
zwingend vorausgesetzt wird. 

Der  vom  Beschwerdeführer  vorgebrachte  Einwand,  seit  1.  Januar 
2008 habe die  C. AG wie  auch die  B. AG  von der  Möglichkeit  des 
"opting-out" (Verzicht auf eingeschränkte Revision nach Art. 727a Abs. 
2 OR) Gebrauch gemacht, so dass die Frage der Unabhängigkeit in 
der gegebenen Konstellation ohne jede Bedeutung sei, vermag an der 
obigen Beurteilung der  Sachlage nichts  zu  ändern. Massgebend ist 
vielmehr, ob die damals geltenden Vorschriften eingehalten wurden, 
was – wie gesagt – nicht bejaht werden kann. 

10.
Im  Sinne  eines  Zwischenfazits  ist  festzuhalten,  dass  der 
Beschwerdeführer  sich  schwerwiegende  Pflichtverletzungen 
(Verletzung  der  Prüfungs-  und  Meldepflichten  sowie  der 
Unabhängigkeitsvorschriften),  die  in  unmittelbarem  Zusammenhang 
mit  den  Pflichten  von  Revisionsexperten  stehen,  hat  zu  Schulden 
kommen lassen. 

Wie  oben  dargestellt,  bietet  eine  Person,  die  gegen  einschlägige 
Rechtsnormen  des  Revisionsrechts,  des  Zivil-  und  Strafrechts  oder 
gegen Sorgfaltspflichten verstösst, keine Gewähr für eine einwandfreie 
Prüftätigkeit.  Die  genannten  Verfehlungen  des  Beschwerdeführers 
beeinträchtigen im Gegenteil  seinen beruflichen Leumund und guten 
Ruf und lassen erhebliche Zweifel an einer glaubwürdigen Ausübung 
seiner Tätigkeit und der Einhaltung seiner Pflichten aufkommen. 

Der  Schlussfolgerung  der  Vorinstanz,  wonach das  Vertrauen in  eine 
einwandfreie Prüftätigkeit  zum heutigen Zeitpunkt nicht  gegeben sei, 
hält  der  Beschwerdeführer  indessen  verschiedene  Einwände 
entgegen, welche in der Folge zu prüfen sind.

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11.
Der Beschwerdeführer wendet ein, es sei in der Rechtspraxis das Los 
der Revisionsstellen, dass sie in Fällen von Personen, die von ihnen 
revidiert  worden  seien,  in  diesbezügliche  Verantwortlichkeitsklagen 
miteinbezogen  würden.  Hintergrund  sei  weniger  das  tatsächliche 
Vorliegen  einer  Verantwortlichkeit,  sondern  vielmehr  die 
(vermeintliche)  Zahlungsfähigkeit  der  Revisionsstelle  bzw.  ihrer 
Haftpflichtversicherer. Auch die grossen Revisionsunternehmen sähen 
sich  immer  wieder  mit  Verantwortlichkeitsklagen  konfrontiert,  ohne 
dass  nach  seinem Kenntnisstand  insofern  je  ein  Bewilligungsentzug 
erfolgt  wäre.  Darüber  hinaus  würden  im  Vorfeld  solcher 
Verantwortlichkeitsverfahren  praktisch  in  allen  Fällen  Strafanzeigen 
eingereicht,  deren Zweck ganz wesentlich im Versuch liege,  die von 
der  Strafanzeige  betroffenen  Personen  unter  Druck  zu  setzen  und 
durch  das  Strafverfahren  Beweismittel  zu  beschaffen.  Mit  diesen 
Ausführungen macht der Beschwerdeführer  sinngemäss geltend,  der 
Entscheid  der  Vorinstanz  verstosse  gegen  das 
Rechtsgleichheitsgebot.

Die Vorinstanz hält dem entgegen, Verfahren um Zulassungsentzug im 
Zusammenhang  mit  zivilrechtlichen  Verurteilungen  von 
Revisionsunternehmen  richteten  sich  in  der  Regel  gegen  den 
leitenden Revisor auf dem jeweils massgebenden Mandat. Ein Entzug 
würde normalerweise nicht öffentlich gemacht. Es treffe nicht zu, dass 
in  praktisch  allen  Fällen  Strafanzeige  eingereicht  werde,  um 
Beweismittel  zu  beschaffen. Dies  zeige auch ihre  Erfahrung  bei  der 
Behandlung von über 8'000 Gesuchen um Zulassung von natürlichen 
Personen  seit  Aufnahme  ihrer  Tätigkeit  im  Jahr  2007.  In  keinem 
anderen Fall sei  gegen einen Revisor eine vergleichbare Anzahl von 
Verfahren angestrengt worden. 

11.1 Der  Beschwerdeführer  substantiiert  seinen  Vorwurf,  dass  in 
anderen  Fällen  eine  zivilrechtliche  Verurteilung  nie  zum 
Bewilligungsentzug  führe,  nicht,  weshalb  darauf  nicht  weiter 
einzugehen ist.

Auch  die  weiteren  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  vermögen 
nicht  zu  überzeugen.  Im  "Fall  V."  wurde  ein 
Verantwortlichkeitsverfahren  nicht  nur  angestrebt,  sondern  der 
Beschwerdeführer  und  seine  Firma  wurden  wegen  fahrlässiger 
Verletzung  der  Pflichten  als  Kontrollstelle  rechtskräftig  verurteilt.  Es 

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handelt  sich  daher  offensichtlich  nicht  um  eine  bloss  vermeintliche, 
sondern um eine tatsächliche Verantwortlichkeit für den entstandenen 
Schaden. 

11.2 Auch  der  Einwand,  es  würden  fast  immer  Strafverfahren 
angestrebt,  um  Beweismittel  zu  beschaffen,  ist  vorliegend 
unbeachtlich. Denn auch diesbezüglich erbringt der Beschwerdeführer 
keine Beweise oder Indizien für seine Behauptung. 

Im Übrigen  sind,  wie  vorstehend  erwähnt,  die  Strafverfahren  in  den 
Fällen  "U."  und  "W."  für  die  Beurteilung  des  Leumunds  des 
Beschwerdeführers  ohnehin  nicht  zu  berücksichtigen  (vgl.  E.  8.3). 
Indessen ist das Strafverfahren im "Fall V." aus den oben genannten 
Gründen (E. 8.2),  wenn auch nur am Rande, in die Gewährsprüfung 
einzubeziehen. Dies rechtfertigt sich insbesondere deshalb, weil sich 
der  Beschwerdeführer  im  abgeschlossenen  Vergleich  zur  Bezahlung 
einer  sehr  hohen  Geldsumme  verpflichtete  und  zudem  im 
entsprechenden Zivilverfahren rechtskräftig verurteilt wurde. 

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12.
Der  Beschwerdeführer  rügt,  die  Vorinstanz  habe  Vorkommnisse 
berücksichtigt,  die  über  zehn  Jahre  zurücklägen.  Es  sei  nicht 
ersichtlich, weshalb bei strafrechtlichen Verurteilungen gemäss Art. 4 
Abs. 2 RAV der Zeitablauf  eine Rolle spiele, diesem hingegen keine 
Bedeutung zukommen solle, wenn ein zivilrechtliches Urteil  vorliege. 
Ein  einziges  Fehlverhalten,  das  mehr  als  zehn  Jahre  zurückliege, 
vermöge die Gewähr  für  eine korrekte Berufsausübung am heutigen 
Tag nicht in Frage zu stellen. 

12.1 Die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Verfehlungen im "Fall 
V."  beziehen  sich  auf  einen  über  zehn  Jahre  zurückliegenden 
Zeitraum.  Die  Vorinstanz  hielt  indessen  diesbezüglich  fest,  bei  der 
Beurteilung der Gewähr für eine einwandfreie Prüftätigkeit könne nicht 
primär auf den Zeitpunkt einer Handlung oder Unterlassung abgestellt 
werden,  sondern  vielmehr  auf  den  Zeitpunkt  einer  allfälligen 
Verurteilung (im  "Fall V." im Jahr 2007). Würde man auf den Zeitpunkt 
der  vom  Gericht  beurteilten  Vorgänge  abstellen,  könnte  ein 
Gesuchsteller  oder  eine  bereits  zugelassene  Person  durch 
Beschreiten  des  Rechtswegs  und  durch  gezielte  Verzögerung  eines 
Verfahrens negative Konsequenzen mit Blick auf die Zulassung unter 
Umständen abschwächen oder ganz vermeiden. Dadurch würde das 
Kriterium  der  Gewähr  für  eine  einwandfreie  Prüftätigkeit  als 
Zulassungsvoraussetzung  stark,  wenn  nicht  ganz  an  Bedeutung 
verlieren,  was  nicht  der  Absicht  des  Gesetzgebers  entspreche. Der 
Zeitpunkt einer bestimmten, vorwerfbaren Handlung werde im Rahmen 
der Gewährsprüfung jedoch mitberücksichtigt. Die Vorwerfbarkeit einer 
Handlung oder Unterlassung hänge jedoch nicht  davon ab, wie weit 
sie zurückliege, sondern auch von ihrer Schwere. 

Der  Beschwerdeführer  hält  dem  entgegen,  einem  eventuellen 
rechtsmissbräuchlichen  Verhalten  durch  Verfahrensverzögerung 
komme  nur  dann  Bedeutung  zu,  wenn  ein  solches  tatsächlich 
stattgefunden hätte, was hier offensichtlich nicht der Fall sei.

12.2 Nach  Art.  4  Abs.  2  Bst.  a  RAV  sind  bei  der  Leumunds-  und 
Gewährsprüfung  insbesondere  strafrechtliche  Verurteilungen,  deren 
Eintrag  im  Zentralstrafregister  nicht  entfernt  ist,  zu  berücksichtigen. 
Wie oben dargestellt (E. 6.5), sind auch Verstösse gegen das Zivilrecht 
und  die  Sorgfaltspflichten  etc.  in  die  Zulassungsprüfung 

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einzubeziehen. Im Folgenden ist zu prüfen, wie es sich dabei mit dem 
zeitlichen Aspekt verhält. 

Nach  Art.  369  Abs.  3  des  Schweizerischen  Strafgesetzbuchs  vom 
21. Dezember  1937  (StGB,  SR  311.0)  werden  Urteile,  die  eine 
bedingte  Freiheitsstrafe,  eine  Geldstrafe,  gemeinnützige  Arbeit  oder 
eine  Busse als  Hauptstrafe  enthalten,  von Amtes  wegen nach  zehn 
Jahren aus dem Strafregister entfernt. Der Fristenlauf beginnt mit dem 
Tag, an dem das Urteil rechtlich vollstreckbar wird (Art. 369 Abs. 6 Bst.  
a  StGB).  Nach  der  Entfernung  darf  die  Eintragung  nicht  mehr 
rekonstruierbar sein. Das entfernte Urteil  darf  dem Betroffenen nicht 
mehr  entgegengehalten  werden  (Art.  369  Abs.  7  StGB).  In  das 
Strafregister  eingetragen  werden  Urteile  spätestens  zwei  Wochen 
nach Eintritt der vollen Rechtskraft (Art. 11 Abs. 1 der Verordnung über 
das Strafregister vom 29. September 2006 [VOSTRA-Verordnung, SR 
331]). 

Der  Zeitpunkt  der  Löschung  eines  Strafregistereintrags  hängt 
demnach vom Zeitpunkt der Vollstreckbarkeit des Urteils ab, welche in 
der  Regel  mit  der  Rechtskraft  eintritt.  Nicht  zu  berücksichtigen  ist 
somit,  wann die  strafbaren  Taten  begangen wurden,  weshalb  im 
Strafregister  auch  Einträge  über  Straftaten  erscheinen  und  dem 
Betroffenen entgegen gehalten werden können, welche vor mehr als 
10 Jahren begangen wurden. 

Diese Regelung entspricht somit der Ansicht der Vorinstanz, wonach 
es  bei  der  Berücksichtigung  von  zivilrechtlichen  Verstössen  für  den 
Leumund auf den Zeitpunkt des Urteils ankommen soll. Es ist in der 
Tat nicht  einsichtig, weshalb bei  zivilrechtlichen Urteilen eine andere 
Regelung  gelten  soll  als  bei  strafrechtlichen.  Können  Letztere  dem 
Betroffenen auch noch entgegengehalten werden, wenn sie vor mehr 
als  zehn Jahren begangen wurden (da der  Registereintrag jüngeren 
Datums ist), muss dies auch für zivilrechtliche Urteile analog gelten. 

12.3 Dem Beschwerdeführer  ist  hingegen  insofern  Recht  zu  geben, 
als  der  Zeitpunkt  von  Verfehlungen  –  wie  auch  deren  Schwere  und 
Häufung  –  bei  der  Gewährsprüfung  ebenfalls  berücksichtigt  werden 
muss. Eine für  die Zulassung zu Revisionsdienstleistungen relevante 
Verfehlung ist anders zu gewichten, wenn sie beispielsweise vor einem 
Jahr, als wenn sie vor zehn Jahren – bei seither unfehlbarem Verhalten 
– begangen wurde. 

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Hierzu ist festzuhalten, dass die Verfehlungen des Beschwerdeführers 
im  "Fall  V."  sowie  die  Vorkommnisse  im  Fall  "Y."  zwar  einige  Zeit 
zurückliegen,  dass  die  entsprechenden  Vorwürfe  gegen  den 
Beschwerdeführer  indessen  nicht  nur  in  einem  Einzelfall,  sondern 
gehäuft erhoben wurden. Im Übrigen sind die gerichtlich festgestellten 
Fehlleistungen im "Fall V." von erheblicher Schwere. Zu Ungunsten des 
Beschwerdeführers spricht insbesondere auch, dass dieser bis in die 
jüngste  Vergangenheit  hinein  einer  Geschäfts-  bzw.  Prüftätigkeit 
nachging,  mit  welcher  er  die  Anforderungen  an  das 
Unabhängigkeitsprinzip  offensichtlich  nicht  zu  erfüllen  vermochte. 
Diesbezüglich zeigt sich der Beschwerdeführer auch nicht einsichtig, 
was  hinsichtlich  der  Prognose  zukünftigen  Verhaltens  negativ  ins 
Gewicht fällt.

12.4 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz zu Recht Vorkommnisse 
berücksichtigt,  die  mehr  als  zehn  Jahre  zurückliegen. Zudem 
bestehen, entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers, neben 
den  Rechtsverletzungen  im  "Fall  V."  auch  andere  relevante 
Fehlleistungen, zum Teil auch solche aus jüngerer Vergangenheit.

13.
Der  Beschwerdeführer  rügt  eine  Verletzung  des  Grundsatzes  der 
Verhältnismässigkeit.  Er  hält  fest,  es  bestehe  keine  "Gefahr"  für  die 
Öffentlichkeit,  daher  fehle  es  an  der  Eignung  wie  auch  an  der 
Erforderlichkeit  des  Bewilligungsentzugs.  Die  Unzumutbarkeit  des 
Entzugs  ergebe  sich  daraus,  dass  der  Beschwerdeführer  als 
Kleinunternehmer  dadurch  schwer  persönlich  und  wirtschaftlich 
getroffen werde. 

Die  Vorinstanz  führt  demgegenüber  aus,  die  Massnahme,  den 
Personen, welche die Voraussetzung der Gewähr für eine einwandfreie 
Prüftätigkeit nicht erfüllten, die Zulassung zu entziehen, sei geeignet,  
erforderlich und zumutbar. Der  Beschwerdeführer  sei  ausschliesslich 
für  die  E.  AG tätig,  welche  knapp  eine  Woche  nach  Eröffnung  der 
angefochtenen  Verfügung  so  reorganisiert  worden  sei,  dass  sie  die 
Zulassungsvoraussetzungen  für  Revisionsunternehmen  nach  Art.  6 
RAG  weiterhin  und  auch  ohne  persönliche  Zulassung  des 
Beschwerdeführers  erfülle.  Demnach  könne  die  Gesellschaft  ihre 
Tätigkeit uneingeschränkt weiterführen.

13.1 Der  Grundsatz  der  Verhältnismässigkeit  verlangt,  dass  eine 
behördliche Massnahme geeignet, erforderlich und für den Betroffenen 

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zumutbar  ist.  Der  angestrebte  Zweck  muss  in  einem  vernünftigen 
Verhältnis  zu  den  eingesetzten  Mitteln  bzw.  zu  den  zu  seiner 
Verfolgung notwendigen Beschränkungen stehen (vgl. BGE 133 I  77 
E. 4.1, BGE 131 I 91 E. 3.3, BGE 130 II 425 E. 5.2, je mit  weiteren 
Hinweisen;  statt  vieler  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, 
Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006, 
Rz. 581 ff.).

13.2 Die  Verwaltungsmassnahme  muss  geeignet  sein,  das  im 
öffentlichen  Interesse  angestrebte  Ziel  zu  erreichen.  Ungeeignet  ist 
eine Massnahme dann, wenn sie am Ziel vorbeischiesst, d.h. keinerlei 
Wirkungen im Hinblick auf den angestrebten Zweck entfaltet oder die 
Erreichung dieses Zwecks sogar erschwert oder verhindert. Zu prüfen 
ist  dementsprechend  die  Zwecktauglichkeit  einer  Massnahme 
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O, Rz. 587, mit Hinweisen).

Die  Revisionspflicht  bezweckt  den  Schutz  von  Investoren,  von 
Personen  mit  Minderheitsbeteiligungen,  von  Gläubigern  und  von 
öffentlichen  Interessen  (vgl.  BBl  2004,  3989).  Der  Revisionsstelle 
kommt im heutigen Wirtschaftssystem eine zentrale Rolle zu. Sie soll  
die  Zuverlässigkeit  der  Jahres-  und  Konzernrechnung  sicherstellen 
und damit  alle geschützten Personengruppen in die Lage versetzen, 
die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens verlässlich zu beurteilen 
(vgl.  BBl  2004  3975 f.).  Die  gesetzliche  Regelung  von 
Revisionsdienstleistungen  macht  aber  nur  Sinn,  wenn  diese  durch 
fachlich  hinreichend  qualifizierte  Personen  erfolgt  und  so  die 
Erwartungen an die Qualität erfüllt werden (vgl. BBl 2004, 3978 f.). 

Durch  das  Zulassungssystem  wird  geprüft,  ob  die  betreffenden 
Personen diesen Anforderungen genügen. Mit der Nichtzulassung von 
Personen,  welche  keine  Gewähr  für  eine  einwandfreie  Prüftätigkeit 
bieten,  wird  die  genannte  Schutzwirkung  erzielt,  die  Qualität  von 
Revisionsdienstleistungen  insgesamt  erhöht,  das  Vertrauen  in  die 
Institution  der  Revision  gestärkt  und  somit  das  angestrebte  Ziel 
erreicht  (vgl.  BVGE  2008/49  E.  6.3).  Die  Massnahme  ist  daher 
geeignet.

13.3 Des Weiteren ist zu prüfen, ob sich die umstrittene Massnahme 
als zweckproportional  erweist,  oder ob der verfolgte Zweck auch mit 
einer weniger einschneidenden Massnahme erreicht werden könnte.

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Die  einzige  gesetzlich  vorgesehene  und  unter  Umständen  mildere 
Massnahme besteht darin, die Zulassung befristet zu entziehen (Art. 
17  RAG).  Andere  denkbare  Massnahmen,  beispielsweise  eine  auf 
bestimmte  Gebiete  beschränkte  Zulassung,  Kontrollen  durch  die 
Revisionsaufsichtsbehörde  oder  Beaufsichtigungen  durch  andere 
Revisionsexperten, sind vom Gesetz nicht vorgesehen und erscheinen 
nicht  als  geeignet,  um  eine  einwandfreie  Prüftätigkeit  des 
Beschwerdeführers zu gewährleisten (vgl. BVGE 2008/49 E. 6.3).

Ein  Gesuch  um  Zulassung  zum  Revisionsexperten  kann  jederzeit 
gestellt  werden. Der  unbefristete  Entzug  der  Zulassung  hindert  den 
Betroffenen  demnach  nicht  daran,  in  absehbarer  Zeit  ein  neues 
Gesuch  zu  stellen,  das  von  der  Vorinstanz  alsdann  umfassend  zu 
prüfen ist. Hingegen beinhaltet der befristete Entzug der Zulassung die 
relativ starre Regelung, wonach die Zulassung nach einer bestimmten 
Zeit  wieder  in  Kraft  tritt.  Insofern  entzieht  sich  die  Aufsichtsbehörde 
dadurch selbst die Möglichkeit, erneut und unter Berücksichtigung der 
jüngeren  Vergangenheit  über  die  betreffende  Zulassung  zu 
entscheiden.  Anzumerken  ist  auch,  dass  der  befristete  Entzug  der 
Zulassung  den  Betroffenen  sogar  härter  treffen  kann  als  der 
unbefristete,  nämlich  dann,  wenn  die  Frist  für  die  Nicht-Zulassung 
einen längeren, z.B. mehrere Jahre umfassenden Zeitraum betrifft. 

Gerade in jenen Fällen, in welchen nicht alle Sachumstände eindeutig 
erstellt  sind oder – wie vorliegend – im Zeitpunkt des angefochtenen 
Entscheids noch hängige Verfahren bestanden, rechtfertigt es sich, die 
Zulassung unbefristet zu entziehen, damit diese gegebenenfalls unter 
Berücksichtigung  aller Umstände zu einem späteren Zeitpunkt erneut 
geprüft  werden  kann.  Die  Vorinstanz  hat  den  Grundsatz  der 
Verhältnismässigkeit  daher  nicht  verletzt,  indem  sie  nicht  einen 
befristeten Entzug der Zulassung verfügte. 

Die  Massnahme des  befristeten  Zulassungsentzugs  stellt  vorliegend 
aber  auch  nach dem  Abschluss  des  Verfahrens  im  "Fall  U."  kein 
geeigneteres Mittel dar als der unbefristete Entzug. Denn angesichts 
der dem Beschwerdeführer vorzuwerfenden Fehlleistungen (vgl. E. 10) 
sowie  in  Berücksichtigung  des  der  Vorinstanz  zustehenden 
Beurteilungsspielraums  erscheint  es  dem  Bundesverwaltungsgericht 
als sinnvoll und zweckkonform, dass ihr die Möglichkeit einer späteren 
umfassenden Prüfung eines (eventuellen)  neuen Zulassungsgesuchs 
belassen wird.

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13.4 Eine Verwaltungsmassnahme ist nur gerechtfertigt, wenn sie ein 
vernünftiges  Verhältnis  zwischen  dem  angestrebten  Ziel  und  dem 
Eingriff,  den  sie  für  den  betroffenen  Privaten  bewirkt,  wahrt.  Es  ist 
deshalb  eine  wertende  Abwägung  vorzunehmen,  welche  das 
öffentliche  Interesse  an  der  Massnahme und  die  durch  den  Eingriff  
beeinträchtigten privaten Interessen des Beschwerdeführers vergleicht 
(vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 614).

Das private Interesse des Beschwerdeführers liegt vorwiegend darin, 
dass  er  seine  bisherige  Tätigkeit  als  Revisionsexperte 
uneingeschränkt  weiterführen möchte.  Diesbezüglich ist  festzuhalten, 
dass die Nichtzulassung des Beschwerdeführers als Revisionsexperte 
zwar  Auswirkungen  auf  die  Organisation  seiner  Gesellschaften  und 
seine  Tätigkeit  als  leitender  Revisor  hat,  jedoch  nicht  von  einem 
faktischen Berufsverbot gesprochen werden kann. Wie die Vorinstanz 
ausführte, ist der Beschwerdeführer ausschliesslich für die E. AG tätig, 
welche  bereits  so  reorganisiert  worden  ist,  dass  sie  die 
Zulassungsvoraussetzungen  für  Revisionsunternehmen  nach  Art.  6 
RAG  weiterhin  und  auch  ohne  persönliche  Zulassung  des 
Beschwerdeführers  erfüllt.  Demnach  kann  die  Gesellschaft  ihre 
Tätigkeit  uneingeschränkt  weiterführen  und  der  Beschwerdeführer 
kann  sich  an  Revisionen  beteiligen.  Der  Beschwerdeführer  hielt  in 
seiner  Beschwerde  zwar  fest,  die  Tätigkeit  des  anderen 
Revisionsexperten  als  leitender  Revisor  bei  der  E.  AG  führe  dazu, 
dass gewisse Mandate mit  Blick auf die Unabhängigkeitsvorschriften 
nicht  betreut  werden  könnten.  Eine  solche  Einschränkung  ist  zwar 
ohne  Weiteres  möglich,  muss  aber  im  Hinblick  auf  das  zu 
verwirklichende öffentliche Interesse als zumutbar angesehen werden. 

Die privaten Interessen des Beschwerdeführers vermögen vorliegend 
das  öffentliche  Interesse  an  qualitativ  hochstehenden 
Revisionsdienstleistungen, in welchen das Vertrauen der Allgemeinheit 
und der Schutz eines weiten Personenkreises (bestehende wie auch 
zukünftige  Aktionäre  und  Gläubiger  der  zu  revidierenden 
Gesellschaften) gründet, nicht zu überwiegen. 

13.5 Die  Vorinstanz  hat  den  Grundsatz  der  Verhältnismässigkeit  mit 
ihrem Entscheid demnach nicht verletzt. 

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14.
Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  dem  Beschwerdeführer  zu 
Recht die Zulassung als Revisionsexperte unbefristet entzogen, da er 
die Anforderungen an den unbescholtenen Leumund i.S.v. Art. 4 Abs. 1 
RAG nicht erfüllt. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 

15.
In  Anbetracht  dieses  Verfahrensausgangs  ist  auch  das  am 10.  Mai 
2010  vom  Beschwerdeführer  eingereichte  Wiedererwägungsgesuch 
bezüglich der Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 
23. Dezember  2009 (Wiederherstellung der  aufschiebenden Wirkung 
der Beschwerde) abzuweisen. 

16.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  hat  der  Beschwerdeführer  die 
Verfahrenskosten  zu  tragen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG,  Art.  1  ff.  des 
Reglements  über  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  vom  21.  Februar  2008  [VGKE,  SR 
173.320.2]).  Diese  werden  auf  Fr.  4'000.– festgesetzt  und  mit  dem 
geleisteten  Kostenvorschuss  von  Fr.  2'500.– verrechnet.  Der 
Restbetrag  von  Fr.  1'500.– ist  innert  30  Tagen  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zu  überweisen.  Eine 
Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

17.
Nach Art.  83  Bst.  t  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 
(BGG,  SR  173.110)  ist  die  Beschwerde  in  öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht unzulässig gegen Entscheide 
über  das  Ergebnis  von  Prüfungen  und  anderen 
Fähigkeitsbewertungen, namentlich auf den Gebieten der Schule, der 
Weiterbildung und der Berufsausübung. 

Über  die  Zulässigkeit  einer  Beschwerde  in  öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten  gegen  ein  Urteil,  in  dem  es  im  Hinblick  auf  die 
Zulassung  als  Revisionsexperte  um  die  Frage  der  Gewähr  für  eine 
einwandfreie  Prüftätigkeit  geht,  wird  das  Bundesgericht 
gegebenenfalls  selbst  entscheiden.  Aus  diesen  Gründen  ist  dem 
nachfolgenden  Entscheiddispositiv  eine  offen  formulierte 
Rechtsmittelbelehrung beizufügen.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das  Wiedererwägungsgesuch  des  Beschwerdeführers  vom  10.  Mai 
2010 wird abgewiesen.

2.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von  Fr. 4'000.– werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'500.– verrechnet.  Der  Restbetrag  von  Fr. 1'500.– ist  innert  30 
Tagen  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zu 
Gunsten  der  Gerichtskasse  zu  überweisen.  Die  Zustellung  des 
Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde);
- die Vorinstanz (Ref-Nr. Nr. 100'037; Gerichtsurkunde);
- das  Eidgenössische  Justiz  und  Polizeidepartement  EJPD 

(Gerichtsurkunde).

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Frank Seethaler Marion Spori Fedail

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen 
und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 
und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 10. Juni 2010

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