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**Case Identifier:** 03b0037b-b64c-5fe1-99da-6d6a68934157
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.09.2008 B-2568/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2568-2008_2008-09-15.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-2568/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), 
Richter Ronald Flury, Richter David Aschmann; 
Gerichtsschreiberin Anita Kummer.

E._______, 
vertreten durch Advokat Dr. iur. Philipp Gremper,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), 
Vorinstanz,

Schweizerische Fachprüfungskommission der 
Immobilienwirtschaft (SFPKIW), 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Maurer, 
Erstinstanz.

Berufsprüfung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-2568/2008

Sachverhalt:

A.
E._______ (Beschwerdeführer) legte im Herbst 2006 die Basisprüfung 
Immobilienwesen  ab.  Am  7. Dezember  2006  teilte  ihm  die 
Schweizerische  Fachprüfungskommission  der  Immobilienwirtschaft 
(SFPKIW, Erstinstanz) mit, dass er die Prüfung nicht bestanden habe.

Gegen den Entscheid der Erstinstanz erhob der Beschwerdeführer am 
25. Januar 2007 Beschwerde beim Bundesamt für Berufsbildung und 
Technologie  (BBT, Vorinstanz).  Er  stellte  den  Antrag,  seine  Note  im 
Prüfungsfach Recht  sei  um eine halbe Note anzuheben; eventualiter 
sei  ihm die Wiederholung der Prüfung ohne weitere Kostenfolgen zu 
gewähren. Zur Begründung machte er Verfahrensfehler geltend. 

Mit Entscheid vom 6. März 2008 wies die Vorinstanz die Beschwerde 
ab. Bei der Beschwerdeinstanz seien 18 Beschwerden betreffend der 
Prüfung  Basisprüfung  Immobilienwesen  2006  eingereicht  worden, 
wobei in keiner die Prüfungszeit im Verhältnis zum Prüfungsumfang im 
Prüfungsteil  Recht  gerügt  worden  sei.  Daraus  könne  abgeleitet 
werden,  dass  der  Schwierigkeitsgrad  der  Aufgabenstellung  den  An-
forderungen entsprochen habe. Die für die Lösung der Aufgaben vor-
gesehene  Zeit  sei  zwar  knapp,  aber  nicht  willkürlich  berechnet  ge-
wesen. Auch habe die Prüfungskommission ihr Ermessen nicht über-
schritten,  indem  sie  den  Notenschlüssel  im  Nachhinein  angepasst 
habe. Es liege demnach kein Verfahrensfehler vor.

B.
Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 21. April 2008 Beschwerde 
beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt, der Entscheid der Vor-
instanz  vom  6. März  2008  sowie  die  vom  Beschwerdeführer  am 
20. November 2006 absolvierte schriftliche Prüfung seien aufzuheben. 
Die Erstinstanz,  eventualiter  die Vorinstanz,  sei  anzuweisen,  ihm die 
kostenlose Möglichkeit der Absolvierung der Prüfung Recht im Sinne 
eines ersten Versuches zu gewähren, und ihm – bei Erreichen einer 
Note  von  mindestens  3.0  –  einen  Ausweis  über  das  Bestehen  der 
Berufsprüfung  Stufe  Basiskompetenz  auszustellen.  In  verfahrens-
rechtlicher  Hinsicht  ersucht  er  das  Bundesverwaltungsgericht,  einer-
seits  die  schriftliche  Prüfung  Recht  2006  durch  einen  neutralen 
Experten  bezüglich  ihrer  Geeignetheit,  Angemessenheit  der 
Prüfungsaufgaben  und  des  für  die  Bewertung  gewählten  Noten-

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schlüssels  begutachten  zu  lassen  und  andererseits  F._______, 
Rechtskundelehrer, als Zeugen zu befragen, eventualiter bei ihm eine 
amtliche Erkundigung einzuholen. 

Mit  Eingabe vom 27. Juni  2008 stellt  der  Beschwerdeführer  den zu-
sätzlichen  Beweisantrag,  es  sei  G._______,  Rechtskundelehrer,  als 
Zeugen,  eventualiter  mittels  amtlicher  Erkundigung,  über  seine  Ein-
schätzung der  Prüfung und die  von ihm dazu gemachten Aussagen 
gegenüber dem Beschwerdeführer zu befragen.

C.
In ihrer Vernehmlassung vom 23. Mai 2008 beantragt die Vorinstanz, 
die Beschwerde abzuweisen. Die  Erstinstanz  schliesst  mit  Vernehm-
lassung  vom 26. Mai  2008  ebenfalls  auf  vollumfängliche  Abweisung 
der Beschwerde und ersucht um eine Parteientschädigung. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht prüft  von Amtes wegen und mit  freier 
Kognition,  ob  und  gegebenenfalls  in  welchem Umfang  auf  eine  Be-
schwerde einzutreten ist (BVGE 2007/6 E. 1 S. 45).

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über 
das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968  (VwVG, 
SR 172.021),  sofern  keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden, 
zu denen auch das BBT zählt (Art. 33 Bst. d VGG).

Der Beschwerdeentscheid der Vorinstanz vom 6. März 2008 stellt eine 
Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 VwVG dar. Diese Verfügung kann 
im  Rahmen  der  allgemeinen  Bestimmungen  über  die  Bundesver-
waltungsrechtspflege (Art. 61 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 
13. Dezember  2002  [BBG,  SR 412.10] i.V.m. Art. 44 ff.  VwVG  i.V.m. 
Art. 31,  37 ff.  und  Ziff. 35  des  Anhangs  zum  VGG)  mit  Beschwerde 
beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden.

1.2 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde an das Bundes-
verwaltungsgericht  legitimiert,  wer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren 

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teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, 
durch die angefochtene Verfügung berührt ist und an deren Aufhebung 
oder  Änderung  ein  schutzwürdiges  Interesse  hat.  Der  Beschwerde-
führer  war  Partei  des  vorinstanzlichen  Verfahrens. Als  Adressat  der 
Verfügung ist er durch diese berührt und hat an ihrer Aufhebung oder 
Änderung ein schutzwürdiges Interesse. 

1.3 Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der 
Beschwerdeschrift  sind  gewahrt  (Art. 50  und  52  Abs. 1  VwVG),  der 
Kostenvorschuss  wurde  fristgemäss  bezahlt  (Art. 63  Abs. 4  VwVG) 
und  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen  liegen  vor  (Art. 44 ff. 
VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.

2.
Nach Art. 49 VwVG (i.V.m. Art. 37 VGG) kann mit der Beschwerde an 
das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung  von  Bundesrecht, 
einschliesslich  die  Überschreitung  oder  der  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  sowie  die  Unangemessenheit  der 
angefochtenen Verfügung gerügt werden.

Das Bundesverwaltungsgericht kann Entscheide über die Ergebnisse 
von  Berufsprüfungen  grundsätzlich  frei  überprüfen.  Ebenso  wie  das 
Bundesgericht  (BGE  131  I  467  E. 3.1,  BGE  121  I  225  E. 4b,  mit 
weiteren  Verweisen),  der  Bundesrat  (Verwaltungspraxis  der 
Bundesbehörden  [VPB] 62.62  E. 3,  VPB  56.16  E. 2.1)  sowie  die 
ehemaligen  Rekurs-  und  Schiedskommissionen  des  Bundes  (VPB 
66.62 E. 4, VPB 64.122 E. 2) auferlegt es sich dabei aber in ständiger 
Rechtsprechung Zurückhaltung,  indem es in  Fragen,  die seitens der 
Justizbehörden naturgemäss schwer überprüfbar sind, nicht ohne Not 
von  den  Beurteilungen  der  erstinstanzlichen  Prüfungsorgane  und 
Experten  abweicht.  Der  Grund  dafür  liegt  darin,  dass  der 
Rechtsmittelbehörde  zumeist  nicht  alle  massgebenden  Faktoren  der 
Bewertung bekannt sind und es ihr in der Regel nicht möglich ist, sich 
ein  zuverlässiges  Bild  über  die  Gesamtheit  der  Leistungen  des 
Beschwerdeführers sowie der Leistungen der übrigen Kandidaten zu 
machen.  Hinzu  kommt,  dass  Prüfungen  Spezialgebiete  zum 
Gegenstand  haben,  in  denen  die  Rechtsmittelbehörde  in  der  Regel 
über keine eigenen Fachkenntnisse verfügt. Eine freie Überprüfung der 
Examensbewertung  in  materieller  Hinsicht  würde  zudem die  Gefahr 
von  Ungerechtigkeiten  und  Ungleichheiten  gegenüber  anderen 

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Kandidaten  in  sich  bergen.  Die  Bewertung  von  akademischen 
Leistungen  und  Fachprüfungen  wird  aus  diesen  Gründen  von  den 
Rechtsmittelbehörden  nicht  frei,  sondern  nur  mit  Zurückhaltung 
überprüft (BVGE 2007/6 E. 3 S. 48, mit weiteren Hinweisen).

Die dargelegte Zurückhaltung gilt nur für die materielle Bewertung der 
Prüfungsleistungen. Sind hingegen die Auslegung und Anwendung von 
Rechtsvorschriften  streitig  oder  werden  Verfahrensmängel  im 
Prüfungsablauf  gerügt,  hat  die  Rechtsmittelbehörde  die  erhobenen 
Einwände  in  freier  Kognition  zu  prüfen  (BVGE  2007/6  E. 3.  S. 49; 
BVGE 2008/14 E. 3 ff. S. 183 ff.,  je mit  weiteren Hinweisen). Als Ver-
fahrensfehler hat die Rechtsprechung insbesondere auch übertrieben 
strenge  Anforderungen  einer  Prüfungsaufgabe  und  eine  erhebliche 
nachträgliche  Anpassung  des  Bewertungsrasters  erachtet 
(REKO/EVD, Entscheid vom 5.12.1996,  VPB 61.31 E. 3). Im hier  zu 
beurteilenden  Fall  stellen  sich  ausschliesslich  derartige,  mit  freier 
Kognition zu überprüfende Fragen. 

3.
Gemäss  dem  Berufbildungsgesetz  kann  die  höhere  Berufsbildung 
durch  eine  eidgenössische  Berufsprüfung  oder  eine  eidgenössische 
höhere  Fachprüfung  erworben  werden  (Art. 27  Bst. a  BBG). Die  zu-
ständigen  Organisationen  der  Arbeitswelt  regeln  die  Zulassungsbe-
dingungen,  Lerninhalte,  Qualifikationsverfahren,  Ausweise  und  Titel. 
Sie  berücksichtigen  dabei  anschliessende  Bildungsgänge.  Die  Vor-
schriften unterliegen der Genehmigung durch die Vorinstanz (Art. 28 
Abs. 2 BBG).

3.1 Gestützt  darauf  hat  die  Trägerschaft,  gemäss Ziff. 1.2  Prüfungs-
ordnung  bestehend  aus  dem  Schweizerischen  Verband  der  Im-
mobilienwirtschaft  (SVIT),  der  Union  suisse  des  professionnels  de 
l'immobilier  (USPI)  und  der  Schweizerischen  Vereinigung  kantonaler 
Grundstückbewertungsexperten (SVKG) die Prüfungsordnung über die 
Berufsprüfung  Immobilienbewirtschafterin/Immobilienbewirtschafter, 
Immobilienbewerterin/Immobilienbewerter, 
Immobilienvermarkterin/Immobilienvermarkter  vom  20. Dezember 
2005  (nachfolgend:  Prüfungsordnung,  BBl  2005  5234)  erlassen, 
welche  mit  der  Genehmigung  der  Vorinstanz  am  1. Januar  2006  in 
Kraft  trat  und  erstmals  für  die  Prüfung 2006  angewandt  wurde 
(Ziff. 10.21 und 10.3 Prüfungsordnung).

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3.2 Die  Schweizerische  Fachprüfungskommission  der  Immobilien-
wirtschaft  (SFPKIW)  beaufsichtigt  im  Auftrage  der  Trägerschaft  die 
Durchführung  der  Prüfungen.  Zusätzlich  ist  sie  für  die  Koordination 
und  Kommunikation  zwischen  den  ihr  untergeordneten  Prüfungs-
kommissionen  zuständig (Ziff. 2.11  Prüfungsordnung),  welchen die 
Durchführung der Prüfung obliegt (Ziff. 2.21 Prüfungsordnung). In der 
Wegleitung  über  die  Berufsprüfung  für 
Immobilienbewirtschafterin/Immobilienbewirtschafter, 
Immobilienbewerterin/Immobilienbewerter, 
Immobilienvermarkterin/Immobilienvermarkter  vom  19. Dezember 
2005  (nachfolgend:  Wegleitung)  wird  der  Prüfungsstoff  näher  um-
schrieben (Ziff. 5.2 Prüfungsordnung). Die Ausbildung und Prüfung der 
Basiskompetenz zur Berufsprüfung bildet die Grundlage und Voraus-
setzung  für  die  Vertiefungskompetenzen  in  den  drei  Berufsfeldern 
Immobilienbewirtschaftung,  -bewertung  und  -vermarktung  (Ziff. 3.11 
Bst. a und 3.42 Prüfungsordnung). Die Prüfung Basiskompetenz um-
fasst neben dem Grundwissen in den drei Fachgebieten die Bereiche 
Volks-  und  Betriebswirtschaft,  Immobilieninvestitionen  und 
-finanzierung sowie Recht (Ziff. 5.11 Prüfungsordnung, VI. Wegleitung 
S. 10  ff.). Die  Absolventen  und  Absolventinnen weisen sich  mit  Be-
stehen der Berufsprüfung über Kenntnisse und Kompetenzen in diesen 
definierten  Themengebieten  des  Immobilienwesens  aus.  Das  Be-
stehen der Prüfung Basiskompetenz allein berechtigt aber noch nicht 
zum Bezug eines Fachausweises (Ziff. 3.11 Bst. a Prüfungsordnung).

Die  schriftlichen  Prüfungsarbeiten  werden  durch  mindestens  zwei 
Experten  beurteilt.  Diese  legen  gemeinsam  die  Note  fest  (Ziff. 4.43 
Prüfungsordnung). Der endgültige Beschluss über das Bestehen oder 
Nichtbestehen  der  Prüfung  ergeht  durch  die  Prüfungskommission, 
nötigenfalls nach Rücksprache mit den beteiligten Experten (Ziff 4.51 
Prüfungsordnung). Gemäss Ziff. 7.11 Prüfungsordnung gilt die Prüfung 
Basiskompetenz  als  bestanden,  wenn  die  Gesamtnote  den  Wert 4.0 
nicht  unterschreitet  und in nicht mehr als in einem Prüfungsteil  eine 
Note unter 4.0 und in keinem Prüfungsteil eine Note unter 3.0 erreicht 
worden ist. Die Gesamtnote ist das gewichtete Mittel  aus den Noten 
der einzelnen Prüfungsteile. Sie wird auf eine Dezimalstelle gerundet 
(Ziff. 6.13  Prüfungsordnung).  Die  Teilprüfungen  werden  mit  den 
Noten 1  bis  6  bewertet,  wobei  die  Note 4  und  höhere  Noten  ge-
nügende  Leistungen,  Noten  unter  4  ungenügende  Leistungen  be-
zeichnen. Andere als halbe Zwischennoten sind nicht zulässig (Ziff. 6.2 
Prüfungsordnung).

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3.3 Der  Prüfungsteil  Recht  des  Beschwerdeführers  wurde  mit  der 
Note 2.5,  der  Prüfungsteil  Immobilienbewertung  mit  der  Note 5  und 
sämtliche weiteren schriftlichen Prüfungsteile mit der Note 4 bewertet. 
Dies ergab einen Notendurchschnitt von 3.9, was zusammen mit der 
unter 3.0 liegenden Note im Prüfungsteil Recht dazu führte, dass der 
Beschwerdeführer die Prüfung nicht bestand. 

Der Beschwerdeführer  hat gemäss angepasstem Notenblatt 35.5 von 
135 Punkten im Prüfungsteil Recht erreicht, was mit der Note 2.5 be-
wertet  worden ist. Zur Erreichung der Note 3 hätte der Beschwerde-
führer  4.5 Punkte mehr, d.h. 40 von 135 Punkten erreichen müssen; 
für  die Note 3.5 wären 54 Punkte und für  die Note 4 66 Punkte not-
wendig gewesen.

4.
Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe in seiner Beschwerde vom 
25. Januar 2007 mehrere Beweisanträge gestellt, auf welche die Vor-
instanz  ohne  Begründung  nicht  eingegangen  sei,  womit  diese  ihre 
Prüfungs- und Begründungspflicht verletzt und insofern eine formelle 
Rechtsverweigerung begangen habe. 

4.1 Art.  29  Abs. 1  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eid-
genossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101] räumt den Anspruch 
auf Behandlung formgerecht eingereichter Eingaben ein und verbietet 
eine  formelle  Rechtsverweigerung.  Eine  solche  liegt  vor,  wenn  eine 
Behörde auf eine entsprechende Eingabe fälschlicherweise nicht ein-
tritt  oder  eine  solche ausdrücklich  oder  stillschweigend nicht  an  die 
Hand nimmt und behandelt, obwohl sie dazu verpflichtet wäre (Urteil 
des  Bundesgerichts  1P.338/2006  vom 12. Februar  2007  E. 3.2)  Das 
Verbot  formeller  Rechtsverweigerung  richtet  sich  in  erster  Linie  an 
Verwaltungsbehörden und Gerichte (BGE 130 I 174 E. 2.2). Für eine 
formelle  Rechtsverweigerung  in  diesem  Sinne  bestehen  vorliegend 
keine Anzeichen.

4.1.1 Der  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  als  selbständiges  Grund-
recht (Art. 29 Abs. 2 BV) umfasst das Recht des Privaten, in einem vor 
einer Verwaltungs- oder Justizbehörde geführten Verfahren mit seinem 
Begehren angehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten und 
zu den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen 
zu  können  (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht,  5. Auf.,  Zürich/Basel/Genf  2006,  Rz. 1672 ff.). Aus 

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dem Gebot  der  Gewährung des rechtlichen Gehörs  folgt  zudem der 
Anspruch  auf  Abnahme der  von einer  Partei  angebotenen Beweise, 
soweit  diese  erhebliche  Tatsachen  betreffen  und  nicht  offensichtlich 
beweisuntauglich sind (BGE 127 I 54 E. 2b mit  Hinweisen; vgl. auch 
Art. 33 Abs. 1 VwVG). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt 
demnach vor,  wenn eine Behörde auf  die Abnahme beantragter  Be-
weismittel  verzichtet,  weil  sie  auf  Grund der  bereits  abgenommenen 
Beweise ihre  Überzeugung gebildet  hat,  wenn die Tatsachen bereits 
aus den Akten genügend ersichtlich sind und in antizipierter Beweis-
würdigung  angenommen  werden  kann,  dass  die  Durchführung  des 
Beweises im Ergebnis nichts ändern wird (BGE 131 I 153 E. 3, 124 I 
208  E. 4a,  122  V  157  E. 1d, je  mit  Hinweisen).  Das  Bundesver-
waltungsgericht  ist  gemäss Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 37 des Bundes-
gesetzes über den Bundeszivilprozess vom 4. Dezember 1947 (BZP, 
SR 273) nicht an die von den Parteien angebotenen Beweismittel ge-
bunden, sondern er berücksichtigt nur die notwendigen.

Des Weiteren leitet  sich aus dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs 
die  Pflicht  der  Behörden  ab,  die  Parteivorbringen  zu  prüfen,  zu 
würdigen  und  zu  begründen.  Ob  die  Behörde  ihrer  Prüfungspflicht 
nachgekommen ist, ergibt sich aus der Begründung ihres Entscheids. 
Darin muss die Behörde zu den vorgebrachten Argumenten und An-
trägen  Stellung  nehmen,  wobei  sie  sich  nicht  mit  jedem  Argument, 
dem  sie  nicht  zu  folgen  vermag,  ausdrücklich  auseinandersetzen 
muss. Es  genügt,  wenn sich  aus  den Erwägungen  ergibt,  dass  und 
warum die Vorinstanz die Darstellung einer Partei für nicht stichhaltig 
erachtet (BGE 112 Ia 107 E. 2b, BGE 117 Ib 64 E. 4, BGE 129 I 232 
E. 3.2, BGE 126 I 97 E. 2b). 

4.1.2 Der  Gehörsanspruch  ist  nach  feststehender  Rechtsprechung 
formeller Natur, mit der Folge, dass seine Verletzung ungeachtet der 
Erfolgsaussichten  der  Beschwerde  grundsätzlich  zur  Aufhebung  des 
mit  dem Verfahrensmangel  behafteten  Entscheids  führt  (statt  vieler: 
BGE 126 I 19 E. 2d/bb). Eine Verletzung des Gehörsanspruchs kann in 
einem  Rechtsmittelverfahren  geheilt  werden,  wenn  die  Beschwerde-
instanz  in  rechtlicher  und  tatsächlicher  Hinsicht  über  die  gleiche 
Prüfungsbefugnis  verfügt  wie  die  Vorinstanz.  Eine  solche  Heilung 
muss die Ausnahme bleiben und dem Beschwerdeführer darf  daraus 
kein  Nachteil  erwachsen.  Bei  schweren  oder  regelmässigen  Ver-
letzungen  ist  die  Heilung  ausgeschlossen  (BGE 129  I  129  E. 2.2.3, 
BGE 126 V 130 E. 2b, BGE 126 I 68 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 

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1A.234/2006 vom 8. Mai  2007 E. 2.2; Urteil  des Bundesverwaltungs-
gerichts  A-1737/2006  vom  22. August  2007  E. 2.2).  Von  der  Rück-
weisung  der  Sache  zur  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  an  die 
Verwaltung kann  nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann 
abgesehen werden, wenn die Rückweisung zu einem formalistischen 
Leerlauf  und  damit  zu  unnötigen  Verzögerungen  führen  würde 
(BGE 116 V 182 E. 3d).

4.2 Im  angefochtenen  Entscheid  ist  die  Vorinstanz  auf  die  Beweis-
anträge des Beschwerdeführers ohne Begründung nicht eingegangen. 
Ob die  Vorinstanz  damit  ihre  Prüfungspflicht  und den Anspruch des 
Beschwerdeführers  auf  rechtliches  Gehör  verletzt  hat,  kann  hier 
offengelassen werden,  da eine allfällige  Verletzung nicht  als  schwer 
erschiene,  vorliegend  die  Kognition  des  Bundesverwaltungsgerichts 
zur  Beurteilung der  sich  stellenden Rechtsfragen  nicht  enger  ist  als 
diejenige der Vorinstanz (Art. 49 VwVG; vgl. auch oben E. 2), der Be-
schwerdeführer  seine Anträge im vorliegenden Beschwerdeverfahren 
erneuert und erweitert hat und diese in antizipierter Beweiswürdigung 
abzuweisen sind, wie nachfolgend dargelegt wird. Eine allfällige Ver-
letzung des Anspruchs auf  rechtliches Gehör seitens der Vorinstanz 
hat somit im vorliegenden Verfahren als geheilt zu gelten. 

5.
Der Beschwerdeführer rügt  im Wesentlichen, die Prüfungszeit  sei  im 
Verhältnis  zum  Prüfungsumfang  unangemessen  kurz  bemessen  ge-
wesen. Die Erstinstanz habe durch die Ausgestaltung des Prüfungs-
teils Recht und dessen Bewertung gegen das Willkürverbot verstossen 
sowie unangemessen gehandelt. Ferner stelle die erhebliche Korrektur 
des  Notenschlüssels  eine  als  Rechtsverletzung  zu  qualifizierende 
Ermessensüberschreitung  der  Erstinstanz  dar. Schliesslich  habe  die 
Vorinstanz den Sachverhalt unrichtig oder zumindest missverständlich 
festgestellt. Damit rügt er vorwiegend Verfahrensmängel im Prüfungs-
ablauf,  die  vom  Bundesverwaltungsgericht  mit  voller  Kognition  zu 
überprüfen  sind  (vgl.  oben  E. 2;  ferner  REKO/EVD,  Entscheid  vom 
5.12.1996, in VPB 61 Nr. 31 E. 3).

5.1 Verfahrensmängel  im  Prüfungsablauf  und  Reglementsver-
letzungen  sind  nur  dann  rechtserheblich  und  damit  ein  Grund,  eine 
Beschwerde gutzuheissen, wenn sie in kausaler Weise das Prüfungs-
ergebnis  eines  Kandidaten  entscheidend  beeinflussen  können  oder 
beeinflusst  haben.  Es  ist  aber  zu  beachten,  dass  auch  die  An-

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erkennung  eines  Verfahrensfehlers  nicht  dazu  führen  kann,  eine 
Prüfung als bestanden zu erklären, denn ein gültiges Prüfungsresultat 
ist die Voraussetzung für die Erteilung des entsprechenden Ausweises 
oder Diploms. Läge ein Verfahrensfehler vor, der das Prüfungsergebnis 
ungünstig beeinflusst hat, so könnte dies daher nur zur Folge haben, 
dass dem Beschwerdeführer die nochmalige Ablegung der Prüfung - 
oder eines Teils der Prüfung - ermöglicht  werden müsste (Urteil  des 
Bundesgerichts  1P.420/2000  vom  3. Oktober  2000  E. 4b;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts B-7894/2007 vom 19. Juni 2008 E. 4.1, mit 
weiteren Hinweisen). 

5.2 Das Ermessen ist  pflichtgemäss auszuüben,  insbesondere  unter 
Beachtung  des  Willkürverbots  und  des  Grundsatzes  der  Verhältnis-
mässigkeit (BGE 122 I 267 E. 3b).  Eine Ermessensüberschreitung ist 
auch gegeben, wenn das Ermessen in einem Bereich ausgeübt wird, 
in dem der Rechtsatz kein Ermessen eingeräumt hat. Dies ist der Fall, 
wenn  der  Rechtsatz  gar  keine  Ermessensbetätigung  gestattet,  aber 
auch wenn die Behörde eine Massnahme trifft, die der Rechtsatz nicht 
zur Wahl stellt (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 467). 

5.3 Der Beschwerdeführer bringt im Einzelnen vor, dass die Prüfung 
Recht aus insgesamt 60 A4-Seiten Prüfungsaufgaben und insgesamt 
92 Fragen bestanden habe. Darunter seien 70 Multiple-Choice-Fragen 
mit  bis  zu  10  Antwortmöglichkeiten  und  22  weitere  offene  Fragen 
gewesen,  welche  eine  ausführliche  Beantwortung  erfordert  hätten. 
Angesichts  der  Prüfungsdauer  von  135  Minuten  hätten  für  die 
Beantwortung  jeder  Frage  kaum  eineinhalb  Minuten  zur  Verfügung 
gestanden. Die meisten Multiple-Choice-Fragen hätten nicht,  wie  die 
Erstinstanz  vorgebe,  in  durchschnittlich  20  bis  30  Sekunden  gelöst 
werden können. Der Prüfungsinhalt sei für die zur Verfügung stehende 
Zeit zu umfangreich gewesen. Die für die Beantwortung der 22 offenen 
Aufgaben  vorgesehenen  eineinhalb  A4-Seiten  hätten  zudem 
vorgetäuscht,  dass  für  ihre  Beantwortung  eine  längere  Zeit  zur 
Verfügung  gestanden  habe.  Ferner  sei  innerhalb  der  knapp 
bemessenen  Zeit  die  Benutzung  der  erlaubten,  kommentierten 
Ausgaben  von  Gesetzestexten  mit  handschriftlichen  Notizen  von 
vornherein praktisch unmöglich gewesen. Die gelegentliche Benutzung 
der Gesetzestexte wäre jedoch sinnvoll gewesen, da es sich bei den 
Kandidaten  um  Berufsleute  mit  kaufmännischer  oder  ähnlicher 
Ausbildung  und  nicht  um  Juristen  gehandelt  habe.  Wegen  des 
intransparenten  Prüfungsaufbaus,  der  Schwierigkeit  der  zu 

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beantwortenden Fragen und der faktisch verunmöglichten Benutzung 
von  Hilfsmitteln  sei  er  zusehends  nervöser  und  unkonzentrierter 
geworden,  was  sich  negativ  auf  seine  Leistungen  ausgewirkt  habe. 
Zudem  fehle  es  an  einer  Zwecksetzung  im  Prüfungsreglement, 
wonach  durch  einen  überdurchschnittlichen  Zeitdruck  eine 
ausserordentlich strenge Selektion vorgenommen werden könne. 

Der  Beschwerdeführer  macht  weiter  geltend,  dass  die  Prüfungs-
kommission  durch  die  nachträgliche  erhebliche  Anpassung  des 
Notenschlüssels  im  Prüfungsfach  Recht  ihr  Ermessen  überschritten 
habe. Sie habe durch die Anpassung selber zum Ausdruck gebracht, 
dass das Verhältnis zwischen Prüfungszeit und Prüfungsumfang nicht 
angemessen gewesen sei. Des Weiteren seien durch die Anpassung 
des Notenschlüssels  die erheblichen Prüfungsmängel  nicht  behoben 
worden.  Bei  korrekter  Aufgabenstellung  und  einem  angemessenen 
Verhältnis  zwischen Prüfungszeit  und Prüfungsumfang hätte  er  eher 
eine  genügende  Note  erreichen  können  als  durch  die  nachträgliche 
Korrektur  des  Notenschlüssels.  Zudem  habe  die  gesamt-
schweizerische  Durchschnittsnote  nach  Anhebung  des  Noten-
schlüssels im Prüfungsfach Recht  nur 3.5 betragen,  was darauf  hin-
deute,  dass  die  primär  auf  die  Prüfung  Recht  zurückzuführenden 
Prüfungsmisserfolge  beträchtlich  seien.  Ingesamt  hätten  40%  der 
Kandidatinnen  und  Kandidaten  die  Berufsprüfung  Basiskompetenz 
nicht bestanden. Schliesslich sei die Sachverhaltsdarstellung der Vor-
instanz,  wonach  in  keiner  anderen  der  insgesamt  18  eingereichten 
Beschwerden die Prüfungszeit im Verhältnis zum Prüfungsumfang ge-
rügt worden sei, unrichtig oder zumindest missverständlich. Es hätten 
höchstens  zwei  der  18  Beschwerden  den  Prüfungsteil  Recht  als 
Gegenstand gehabt,  weshalb  für  die  anderen Beschwerdeführenden 
kein  Anlass  bestanden habe,  sich  überhaupt  zur  Frage des Verhält-
nisses zwischen Prüfungszeit und Prüfungsumfang zu äussern. Somit 
spreche  nichts  gegen  das  Vorliegen  der  geltend  gemachten 
gravierenden Mängel im Prüfungsablauf.

5.3.1 Die Erstinstanz führt  aus, dass die Prüfungsfragen probegelöst 
worden  seien  und  die  Prüfungskommission  aufgrund  der  Rück-
meldungen davon habe ausgehen dürfen, dass die Prüfungszeit dem 
Prüfungsumfang und Schwierigkeitsgrad angepasst gewesen sei. Von 
insgesamt  70  Multiple-Choice-Fragen  habe  nur  eine  Aufgabe  zehn 
mögliche Antworten enthalten. Die meisten anderen Fragen hätten nur 
eine Antwort verlangt, für welche meistens bloss 3 bis 4 Antworten zur 

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Auswahl  gestanden  hätten.  Für  eine  richtige  Antwort  dieser  Fragen 
seien  im  Durchschnitt  20-30 Sekunden  nötig  gewesen.  Die  Be-
antwortung  der  Multiple  Choice-Fragen  habe  deshalb  maximal  eine 
Stunde Zeit  erfordert. Für  die Beantwortung der  22 anderen Fragen, 
bei  welchen  die  Antworten  selber  hätten  formuliert  werden  müssen, 
hätten demnach noch 75 Minuten zur Verfügung gestanden, was aus-
reichend  gewesen  sei.  Aus  den  vorgesehenen  Leerräumen  für  die 
Antworten  könne  zudem  nicht  abgeleitet  werden,  dass  dies  die 
Kandidaten irregeführt habe. Mit diesen Leerräumen sei dem Umstand 
Rechnung getragen worden, dass es auf den individuellen Schreibstil 
und die Schriftgrösse ankomme, wie viel Platz ein Kandidat für seine 
Antworten benötige. Zudem habe es sich beim Prüfungsfach Recht um 
keine  "Openbook-Prüfung"  gehandelt.  Der  Prüfungsstoff  hätte  un-
abhängig  von  den  Hilfsmitteln  beherrscht  werden  müssen;  die 
Lösungen  hätten  deshalb  nicht  durch  unsystematisches  Blättern  in 
den  Gesetzestexten  herausgefunden  werden  sollen.  Auf  der  Stufe 
Basiskompetenz könne von den Prüfungskandidaten erwartet werden, 
dass sie die im Unterricht behandelten Artikel kennen würden und sie 
gegebenenfalls  gezielt  im  Gesetz  nachschlagen  könnten.  Des 
Weiteren bestätigt die Erstinstanz, dass sie den Notenschlüssel nach-
träglich  um ca. 10 % angehoben  hat,  da  im Prüfungsfach  Recht  im 
Vergleich zu den anderen Fächern die schlechtesten Resultate erzielt 
worden seien. Die Durchschnittsnote im Fach Recht habe sich dadurch 
von 3.2 auf 3.6 erhöht. Die Durchschnittsnote von 3.6 liege zwar unter 
der  Note 4,  sei  aber  keineswegs  derart  tief,  dass  die  Notengebung 
ausserhalb  des  der  Prüfungskommission  zustehenden  Ermessens 
erfolgt  sei.  Grundsätzlich  liege  es  im  Ermessen  der  Prüfungs-
kommission, die Notenskala zu erstellen. Solange sie alle Kandidaten 
und Kandidatinnen nach der gleichen Notenskala beurteile, handle sie 
korrekt.  Die  Prüfungsordnung  enthalte  diesbezüglich  keine  Vor-
schriften. 

5.3.2 Die  Vorinstanz  räumt  ein,  dass  sich  das  Verhältnis  der  vor-
gesehenen Prüfungszeit  und der Anzahl  Prüfungsfragen "am oberen 
Limit"  befunden  habe.  Von  den  insgesamt  576  Kandidaten  und 
Kandidatinnen hätten 222 die Prüfung nicht bestanden. Gegen diese 
Entscheide  seien  18  Beschwerden  eingereicht  worden;  in  keiner 
anderen  Beschwerde  sei  aber  die  Prüfungszeit  im  Verhältnis  zum 
Prüfungsumfang gerügt worden. Hätte es sich um einen gravierenden 
Mangel im Verfahrensablauf gehandelt, wären mit hoher Wahrschein-
lichkeit  andere  Beschwerden  mit  denselben  Rügen  eingegangen. 

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Daraus  könne  abgeleitet  werden,  dass  der  Schwierigkeitsgrad  der 
Aufgabenstellung den Anforderungen entsprochen habe und die dafür 
vorgesehene Zeit zwar knapp aber nicht willkürlich berechnet gewesen 
sei, unter der Voraussetzung, dass die Kandidaten und Kandidatinnen 
die  Gesetzestexte  gekannt  hätten.  Von  den  Kandidaten  und 
Kandidatinnen  könne  erwartet  werden,  dass  sie  die  Materie  gelernt 
hätten,  die  entsprechenden  Normen  kennen  würden  oder  ohne  un-
systematisches Blättern auf die  gesuchten Artikel  zugreifen könnten. 
Die Benutzung der zur Verfügung gestellten Hilfsmittel sei zwar erlaubt 
gewesen, doch könne daraus nicht abgeleitet werden, dass genügend 
Zeit bestanden habe, um die Prüfung mit oder zumindest teilweise mit 
den Gesetzestexten zu lösen.  Zudem sei es zulässig gewesen, dass 
die  Erstinstanz  den  Notenschlüssel  unter  Berücksichtigung  der 
Prüfungsleistungen der Kandidaten angepasst habe, damit die Noten 
im Vergleich zu den anderen Prüfungsfächern nicht zu tief ausfielen. 
Die Prüfungskommission habe somit ihr Ermessen nicht überschritten, 
weshalb kein Verfahrensfehler vorliege.

6.
Bei  dieser  Ausgangslage  ist  zu  prüfen,  ob  einerseits  die  Prüfungs-
kommission  für  die  Prüfung  Recht  übertrieben  strenge,  eine  all-
gemeine  Überforderung  der  Kandidaten  bewirkende  Anforderungen 
gestellt  hat,  und  andererseits,  ob  es  zulässig  war,  unter  Berück-
sichtigung aller Kandidaten und Kandidatinnen den Notenschlüssel im 
Nachhinein so anzupassen, dass der Notendurchschnitt  im Vergleich 
zu  den  anderen Prüfungsteilen  nicht  zu  stark  abfiel. Der  Schwierig-
keitsgrad  der  Aufgabenstellung  ist  an  den  Anforderungen  gemäss 
Reglement zu messen. 

6.1 Solange als  das gewählte Bewertungsschema eine korrekte und 
reglementskonforme  Bewertung  der  Prüfungsleistung  gewährleistet, 
kann der Prüfungskommission nicht vorgeworfen werden, sie habe den 
ihr zustehenden Ermessensspielraum überschritten oder ihr Ermessen 
missbraucht  (vgl.  unveröffentlichter  Beschwerdeentscheid  der 
Rekurskommission  EVD vom 1. April  2005  [HB/2004-10]  E. 5.3.3 ff., 
mit  weiteren Hinweisen). Korrekt und reglementskonform ist  eine Be-
wertung  insbesondere  dann,  wenn  die  Prüfungsleistungen  aller 
Kandidaten  der  gleichen  Prüfung  rechtsgleich  bewertet  und  sach-
gerecht  eingestuft  werden  können.  Eine  nachträgliche  grössere 
Korrektur  der  Notenskala  erscheint  insbesondere  dann  als 
problematisch,  wenn  das  Fach  aus  einer  einzigen  Aufgabe  besteht, 

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welche mit unbestrittenermassen übertrieben strengen Anforderungen 
gestellt worden war, so dass nach der ursprünglichen Notenskala kein 
Kandidat  auch nur  eine  genügende Leistung zu erzielen  vermochte. 
Eine  zu  schwierige  Aufgabe  kann  nicht  einfach  dadurch  korrigiert 
werden, dass die Bewertungsskala im Nachhinein massiv angepasst 
wird,  damit  eine  angemessene  Zahl  von  Prüfungsteilnehmern  "ge-
nügende"  Leistungen  erzielen  (Entscheid  der  REKO/EVD  vom 
5. Dezember  1996,  VPB  61.31  E. 6.2.2).  In  der  nachträglichen  Ab-
änderung der Bewertungsskala um wenige Prozentpunkte kann aber 
keine  Rechtsverletzung  erblickt  werden  (unveröffentlicher  Entscheid 
der  REKO/EVD  vom  25. September  2003  [HB/2002-2] E. 4.3.1,  mit 
weiteren Hinweisen).

6.2 Unbestritten  ist,  dass  die  Erstinstanz  den  Notenschlüssel  im 
Nachhinein  um  rund  10%  angehoben  hat.  Vor  und  nach  der  An-
passung  des Notenschlüssels  lag  die  maximale  Punktezahl  bei  135 
Punkten. Nach  dem  alten  Notenschlüssel  wurde  eine  Gesamtpunkt-
zahl von 128.5 bis 135 Punkten, nach dem aktuellen Notenschlüssel 
eine von 114 bis 135 Punkten mit der Note 6 bewertet. Für die Note 3 
mussten  nach  dem  alten  Notenschlüssel  zwischen  47.5  und  60.5 
Punkte  erreicht  werden,  während  dafür  nach  dem  angepassten 
Notenschlüssel  zwischen  40  und  53.5  Punkten  reichten.  Der  Be-
schwerdeführer  hat  im  Fach  Recht  35.5  Punkte  von  insgesamt  135 
möglichen  Punkten  erreicht,  was  nach  dem  angepassten  Noten-
schlüssel mit einer Note von 2.5 bewertet wurde. Für die Note 3 hätte 
er  4.5 Punkte mehr erreichen müssen. Für die Note 3.5 hätte er 54 
Punkte und für die Note 4 66 Punkte erzielen müssen.

6.3 Die  Prüfungsordnung  enthält  keine  Vorschriften  betreffend  die 
Anpassung  des  Notenschlüssels  und  die  exakten  Prüfungs-
anforderungen, verweist aber in Ziff. 5.2 auf die Wegleitung. Demnach 
soll  mit  der  Prüfung  sichergestellt  werden,  dass  das  für  die  quali-
fizierte Tätigkeit in der Immobilienbranche erforderliche Rüstzeug mit 
einem Leistungsnachweis  belegt  werden kann. Die  Kombination  von 
theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung soll  die Kandidaten 
und Kandidatinnen zu einer ganzheitlichen, lösungsorientierten Denk- 
und  Handlungsweise  befähigen.  Dabei  haben  sich  die  Prüfungs-
anforderungen in einem hohen Mass an der Praxis zu orientieren und 
sollen  für  die  Kandidaten  und  Kandidatinnen  eine  echte  Heraus-
forderung darstellen, um ihnen die Möglichkeit  zu bieten, ihre Hand-
lungskompetenzen in ganz unterschiedlichen Formen unter Beweis zu 

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stellen.  Dies  werde  mit  zeitgemässen,  praxisbezogenen  und 
innovativen  Prüfungsformen  sowie  Prüfungsaufgaben  aus  aktuellen 
Themengebieten  und  praxisgerechten  Anforderungen  erreicht  (II. 
Wegleitung S. 2). Gemäss der Taxonomie Wissen und Verstehen muss 
der Kandidat bei  den sieben verschiedenen Teilprüfungen der Basis-
kompetenz,  Unterrichtsstoff  in  der  ihm  gewohnten  sowie  in  einer 
anderen,  neuen  Form  wiedergeben  können.  Insbesondere  muss  er 
Fakten  nennen,  Fachausdrücke  erklären,  Kriterien  und  Bestandteile 
aufzählen,  Gesetzmässigkeiten kennen,  Analogien erstellen,  Gesetz-
mässigkeiten  darstellen,  Regeln  umsetzen,  Theorien  interpretieren. 
Bei  einigen Teilaufgaben muss er  das  Gelernte  in  einer  neuen,  ihm 
nicht vertrauten Situation anwenden können sowie insbesondere Ver-
fahren  anwenden,  Prinzipien  und  Regeln  interpretieren,  Methoden 
umformen  und  Standpunkte  begründen  (VII.  Wegleitung  S. 26).  Die 
Erstinstanz  hat  bei  der  Ausgestaltung  der  Prüfung  und  deren  Be-
wertung  einen  gewissen  Ermessenspielraum,  da  weder  in  der 
Prüfungsordnung  noch  in  der  Wegleitung  klar  festgelegt,  wie  die 
Prüfung Recht auszugestalten ist.

6.4 Im vorliegenden Fall  bestand die  Teilprüfung Recht  aus  92 von-
einander  unabhängigen  Teilaufgaben.  Wie  viel  Zeit  den  Kandidaten 
dafür  jeweils  mindestens  einzuräumen  war  bzw.  ob  der  Ablauf  der 
Prüfung  derart  war,  dass  sich  daraus  übertrieben  strenge  An-
forderungen  ergaben,  vermag  das  erkennende  Gericht  aufgrund 
seines  Fachwissens  und  gestützt  auf  die  Art  der  Prüfung  und  den 
Kreis der Kandidaten selbst zu beurteilen.

6.4.1 Wie  die  Vorinstanzen  zutreffend  ausführen,  waren  alle 
Prüfungsfragen  Gegenstand  des  Unterrichtsstoffs  gewesen.  Der 
Schwierigkeitsgrad der 70 Multiple-Choice-Aufgaben reichte von sehr 
leicht bis mittelschwer. Während die Kandidaten eine grössere Anzahl 
dieser Aufgaben in wenigen Sekunden hätten lösen können müssen, 
benötigten sie für andere Aufgaben bis zu zwei  Minuten. Die für die 
etwas schwierigeren Aufgabenstellungen benötigte längere Zeit wurde 
durch  die  zur  Lösung der  einfacheren  Aufgaben  genügende kürzere 
Zeit teilweise ausgeglichen. 

Berücksichtigt  man  diese  Verteilung  im  Rahmen  einer  Gesamt-
würdigung,  ergibt  sich,  dass  für  die  Lösung der  70 Multiple-Choice-
Aufgaben den Kandidaten durchschnittlich eine Minute zur Verfügung 
stand bzw. hätte genügen müssen. Das erscheint zwar als anspruchs-

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voll,  jedoch  nicht  als  unhaltbar  harte,  kaum  zu  bewältigende 
Prüfungsanlage.  Wie  sich  aus  der  Wegleitung  ergibt,  bezweckte  die 
Prüfung  insbesondere,  herauszufinden,  ob  die  Kandidaten  ihr  er-
lerntes Fachwissen auch in einer ihnen unvertrauten Situation umzu-
setzen vermochten; ein Zeitdruck und die Anforderungen, welche die 
jeweils etwas anders gestellten und unterschiedlich schwierigen Auf-
gaben ergaben, erscheint dafür ohne weiteres als taugliches und zu-
lässiges  Mittel.  Die  Fähigkeit,  die  Zeit  richtig  einzuteilen,  darf  im 
Rahmen einer derartigen Prüfung zusätzlich zu den Fachkenntnissen 
geprüft werden. 

6.4.2 Demnach verblieb zur  Beantwortung der  restlichen 22 offenen 
Fragen  sowie  für  das  Durchlesen  der  Hinweise  für  die  Prüfungs-
kandidaten  am Anfang  der  Prüfung  über  eine  Stunde  (65  Minuten). 
Damit  standen  für  die  Lösung  dieser  Fragen  und  das  (einmalige) 
Durchlesen  der  erwähnten  allgemeinen  Hinweise  je  rund  170 
Sekunden oder 2,8 Minuten zur Verfügung. Dem Beschwerdeführer ist 
einzuräumen, dass dies sehr knapp bemessen war und sich – auch 
unter  Berücksichtigung  der  70  Multiple-Choice-Aufgaben  –  wohl  in 
einem  unteren  Bereich  bewegte.  Allerdings  gilt  hier  das  zu  den 
Multiple-Choice-Aufgaben  Gesagte  entsprechend.  Zudem  konnte 
bereits mit 114 von maximal 135 Punkten die Bestnote erzielt werden; 
insoweit genügte es für die Note 6, wenn alle 70 Multiple-Choice Auf-
gaben und eine offene Aufgabe richtig beantwortet wurden. Allein dies 
zeigt,  dass  die  Anforderungen  nicht  in  stossender  Weise  übersetzt 
waren.  Ferner  war  auch  bei  den  22  offenen  Fragen  der  Schwierig-
keitsgrad  sehr  unterschiedlich,  wobei  die  leichtesten  in  rund  einer 
Minute  hätten  gelöst  werden  können,  so  dass  für  die  schwierigeren 
Aufgaben teilweise mehr Zeit  als die durchschnittlichen drei  Minuten 
zur Verfügung standen. Wie auch die erwähnten allgemeinen Hinweise 
an die Kandidaten zu Beginn klarmachten,  waren die Gesetze bloss 
als  Hilfsmittel  gedacht  um  punktuell  zur  Beantwortung  einzelner 
Fragen  konsultiert  zu  werden.  Da  sich  die  Prüfungsfragen  auf  den 
vermittelten Lernstoff bezogen, die Kandidaten und Kandidatinnen mit 
den Gesetzen bereits  vertraut  waren und die  Materie  gelernt  haben 
sollten,  musste  ihnen  nicht  genügend  Zeit  zur  Verfügung  gestellt 
werden,  um  einen  grossen  Teil  der  Fragen  mit  ausführlicher 
Konsultation  des  Gesetzes  zu  beantworten.  Die  Zeit  war  zwar  sehr 
knapp, aber nicht geradezu übertrieben knapp bemessen. Sie ermög-
lichte  ein  punktuelles,  gezieltes  und  konzentriertes  Nachschlagen in 
den  Gesetzen. Der  Umfang  der  Prüfungsunterlagen  und  der  für  die 

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Beantwortung  der  22  offenen  Fragen  zur  Verfügung  gestellte  Platz 
vermag an  dieser  Beurteilung  nichts  zu  ändern;  auf  die  diesbezüg-
lichen,  zutreffenden  Erwägungen  der  Vorinstanzen  kann  hier  ver-
wiesen werden. Auch ist  nicht  erkennbar, dass die allgemeinen Hin-
weise zur Prüfung irreführend gewesen wären und für ihr Verständnis 
mehr als ein bis zwei Minuten nötig gewesen wären. 

6.4.3 Am Gesagten vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass 
die  Präsidentin  der  Prüfungskommission  im  Bericht  über  die  erste 
Prüfung nach neuem Konzept festgehalten hat, das Fach Recht habe 
vom Prüfungsumfang her auf die zur Verfügung stehende Prüfungszeit 
"eher  am  oberen  Limit"  gelegen.  Aus  dieser  durchaus  zutreffenden 
Einschätzung  kann  nicht  auf  das  Vorliegen  eines  Verfahrensfehlers 
bzw. auf ein entsprechendes Eingeständnis geschlossen werden. 

6.4.4 Ebenso  wenig  ist  ersichtlich,  inwiefern  der  Einwand  des  Be-
schwerdeführers, der Gutschein über Fr. 200.- der Realis – Swiss Real 
Estate School als Entschädigung "für die entstandenen Unzulänglich-
keiten"  im  Rahmen  des  Basislehrgangs  2006,  sowie  die  Aussagen 
verschiedener  Beteiligter,  insbesondere  der  Herren  F._______  und 
G._______ (Dozenten Rechtskunde) und der behaupteten Bemerkung 
von  Frau  H._______,  es  sei  zu  Ungereimtheiten  in  Ausbildung  und 
Prüfung  gekommen  und  es  seien  Anpassungen  bei  der  nächsten 
Prüfung  geplant,  am  dargelegten  Beweisergebnis  etwas  zu  ändern 
vermöchte.  Die  Schulen  und  Dozierenden,  die  Kandidaten  und 
Kandidatinnen auf die hier in Frage stehende Ausbildung vorbereiten, 
haben mit  der Prüfung selbst nichts zu tun. Deren Durchführung ob-
liegt  der  Erstinstanz.  Selbst  wenn  die  Herren  F._______  und 
G._______ die für die Prüfung zur Verfügung gestandene Zeit im Ver-
hältnis mit dem Schwierigkeitsgrad der Fragen als zu knapp bemessen 
beurteilen  würden  und  die  Sachbearbeiterin  der  Erstinstanz  die  be-
hauptete  Aussage tatsächlich  gemacht  haben sollte,  würde dies  nur 
bestätigen,  dass  die  Prüfung  sehr  anspruchsvoll  war.  Eine  Ver-
fahrensverletzung, die zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids 
führen müsste, liesse sich daraus auf der Grundlage der dargelegten 
objektiven Tatsachenlage aber nicht ableiten. 

6.4.5 Aus  dem  Gesagten  ergibt  sich,  dass  der  Antrag  des  Be-
schwerdeführers,  die  Dozierenden  F._______  und  G._______  als 
Zeugen zu befragen, eventualiter bei ihnen eine amtliche Erkundigung 
einzuholen,  in  antizipierter  Beweiswürdigung  abzuweisen  ist.  Ent-

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sprechendes gilt, angesichts der eigenen Kenntnisse des erkennenden 
Gerichts,  für  den Antrag,  die Prüfung durch einen Sachverständigen 
beurteilen zu lassen. 

7.
Der  Notenschlüssel  wurde  von  der  Prüfungskommission  unter  Be-
rücksichtigung  aller  Kandidatinnen  und  Kandidaten  nachträglich 
korrigiert,  da die Noten  in der Teilprüfung Recht im Vergleich zu den 
anderen Prüfungsfächern tiefer ausgefallen waren. Diese Anpassung 
fiel mit  rund 10% nicht übermässig aus und stellt sowohl für sich ge-
nommen als  auch  in  Verbindung  mit  der  zeitlich  und  inhaltlich  sehr 
anspruchsvollen  Prüfungsanlage  keinen  Verfahrensfehler  dar,  der  zu 
einer zu beanstandenden Verzerrung der Leistungsbeurteilung geführt 
hätte. Zwar  dürften  der  hohe  Schwierigkeitsgrad  der  gestellten  Auf-
gaben  und  die  für  ihre  Lösung  zur  Verfügung  gestellte  knappe  Zeit 
dazu  geführt  haben,  dass  die  Prüfungsleistungen  in  diesem  Fach 
unterdurchschnittlich ausfielen, doch bewegte sich dies in einem noch 
zulässigen,  auch  der  Prüfungsordnung  nicht  widersprechenden 
Rahmen. Unter diesen Umständen ist gegen die nachträgliche, mass-
volle Anpassung des Notenschlüssels nichts einzuwenden. 

8.
Damit ist die Beschwerde abzuweisen. 

Bei diesem Verfahrensausgang sind dem Beschwerdeführer als unter-
liegende  Partei  grundsätzlich  die  Verfahrenskosten  aufzuerlegen 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen 
oder auf Begehren eine Entschädigung zugesprochen werden (Art. 64 
Abs. 1  VwVG;  Art. 7  Abs. 1  des  Reglements  vom  21. Februar  2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor  dem Bundesverwaltungs-
gericht  [VGKE,  SR 173.320.2]).  Keinen  Anspruch  auf  Parteient-
schädigung  haben  Bundesbehörden  und,  in  der  Regel,  andere  Be-
hörden,  die  als  Parteien  auftreten  (Art. 7  Abs. 3  VGKE).  Die Erst-
instanz ist eine Kommission ausserhalb der Bundesverwaltung, welche 
in Erfüllung einer ihr übertragenen öffentlich-rechtlichen Aufgabe des 
Bundes erstinstanzlich verfügt hat und als Behörde im Sinn von Art. 1 
Abs. 2 Bst. e VwVG zu qualifizieren ist. Der Erstinstanz und der Vor-
instanz  ist  somit  keine Parteientschädigung auszurichten (Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  B-2196/2006  vom  4. Mai  2007  E. 8). 
Dementsprechend  ist  der  Antrag  der  Erstinstanz  auf  Zusprechung 
einer Parteientschädigung abzuweisen.

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9.
Dieser Entscheid kann nicht mit  Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden (Art. 83 
Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 
[BGG, SR 173.110]). Er ist demnach endgültig.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 1'500.-  werden  dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet. 

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Akten zurück);
- die Vorinstanz (Einschreiben; Akten zurück);
- die Erstinstanz (Einschreiben; Akten zurück).

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Philippe Weissenberger Anita Kummer

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Versand: 18. September 2008

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