# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c3f7921-f34d-55de-af44-e562b75376a8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.07.2023 UV 2022/51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2022-51_2023-07-06.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/11

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/51

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 16.08.2023

Entscheiddatum: 06.07.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 06.07.2023
Art. 18 UVG. Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente. 
Rentenanspruch bei Annahme einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in 
angepasster Tätigkeit abgelehnt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Juli 2023, UV 2022/51).

Entscheid vom 6. Juli 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Tanja Petrik-Haltiner 

und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2022/51

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Z.___,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. September 2019 zu 100 % als 

Sanitär bei der B.___ GmbH angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 4. März 2020 meldete die 

Arbeitgeberin, dass der Versicherte am 28. Februar 2020 während der Arbeit 

ausgerutscht und von einer Leiter gefallen sei (Suva-act. 1; vgl. zum Unfallhergang 

ergänzend Suva-act. 33). Bei diesem Sturz erlitt der Versicherte eine laterale 

Malleolarfraktur Typ Weber C mit Syndesmoseninstabilität und medialer 

Seitenbandläsion links. Diese Verletzungen wurden am 29. Februar 2020 im 

Kantonsspital C.___ operativ versorgt (1. Naht Ligamentum deltoideum, 2. Offene 

Reposition mit Plattenosteosynthese Fibula, Syndesmosenstabilisierung und Naht des 

AITFL; Suva-act. 3, 9). Mit Schreiben vom 6. März 2020 sprach die Suva dem 

Versicherten die Versicherungsleistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) zu 

(Suva-act. 4).

A.a. 

Die Suva holte in der Folge laufend die medizinischen Akten des Kantonsspitals 

C.___ ein (Suva-act. 16 f., 19, 23, 25, 28, 32, 36 f.). Bei anhaltenden Beschwerden/

Schmerzen im linken Fuss wurden mit Bericht vom 21. August 2020 ein CRPS I sowie 

persistierende Beschwerden am lateralen Malleolus links diagnostiziert (Suva-act. 37) 

und in der Folge bestätigt (Suva-act. 70, 77, 83). Im Januar 2021 begab sich der 

Versicherte für eine Zweitmeinung/Standortbestimmung in die 

Rheumatologiesprechstunde der Klinik D.___. Der behandelnde Arzt stellte die 

Verdachtsdiagnose eines nozizeptiv-neuropathischen Schmerzsyndroms am linken 

Fuss sowie die Differentialdiagnose eines CRPS I in partieller Remission (Suva-act. 84). 

A.b. 

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B.  

Der behandelnde Arzt im ambulanten Kompetenzzentrum Neurologie des 

Kantonsspitals E.___ diagnostizierte mit Bericht vom 23. März 2021 chronische 

neuropathische Schmerzen am linken Fuss bei Verdacht auf traumatische/perioperative 

Neuropathie des Nervus peroneus superficialis im proximalen Narbenbereich. 

Differentialdiagnostisch hielt er ein CRPS I in partieller Remission fest und empfahl die 

Zuweisung in die Schmerztherapie mit diagnostisch-therapeutischer Infiltration des 

Nervus peroneus superficialis links im Bereich der proximalen Narbe (Suva-act. 100). 

Die Infiltration wurde ohne klares diagnostisches Ergebnis im Kantonsspital F.___ 

durchgeführt (Suva-act. 119) und der Versicherte anschliessend an das Institut G.___ 

zur Frage nach schmerztherapeutischen Möglichkeiten überwiesen. Auch die 

Behandlungen im G.___ führten zu keiner nachhaltigen Verbesserung der Beschwerden 

(Suva-act. 134, 142, 144, 146, 153, 163 ff.).

Mit Bericht vom 17. Dezember 2021 führte Dr. med. H.___, Facharzt 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Versicherungsmedizin der Suva, aus, 

dass die weiterhin andauernden Schmerzen durch die Fortführung der ärztlichen 

Behandlung nicht mehr namhaft gebessert werden könnten. Der Endzustand sei 

erreicht. Er empfehle Physiotherapie und weiter schmerzmedizinische Betreuung. Dem 

Versicherten seien auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt leichte bis mittelschwere 

Arbeiten ganztags zumutbar. Eine Integritätsentschädigung stehe dem Versicherten 

mangels Erheblichkeit der Einbusse nicht zu (Suva-act. 167).

A.c. 

Am 21. Januar 2022 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass der medizinische 

Endzustand erreicht sei, weshalb die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 30. 

April 2022 eingestellt würden. Es würden weiterhin drei Serien Physiotherapie und bis 

zu vier Arztkonsultationen pro Jahr sowie notwendige Analgetika übernommen (Suva-

act. 173).

A.d. 

Mit Verfügung vom 4. Februar 2022 verneinte die Suva einen Rentenanspruch 

sowie einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (Suva-act. 183).

A.e. 

Am 2. März 2022 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtskonsulent 

lic. iur. Orhan Spahiu, Bassersdorf, Einsprache gegen die Verfügung vom 4. Februar 

2022 (Suva-act. 187).

B.a. 

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C.  

Mit Bericht vom 10. Mai 2022 führte Dr. med. I.___, Neurologie J.___, aus, dass in 

der Zusammenschau sämtlicher Befunde davon ausgegangen werden müsse, dass es 

beim Trauma zu einer Schädigung des Nervus peroneus superficialis gekommen sei 

und sich in der Folge ein chronisches Schmerzsyndrom entwickelt habe. Ob zusätzlich 

auch ein CRPS bestanden habe, könne er heute nicht beurteilen. Die therapeutischen 

Möglichkeiten seien begrenzt, zumal sämtliche schmerztherapeutischen Interventionen 

keine Besserung gebracht hätten (Suva-act 192).

B.b. 

Mit Entscheid vom 9. August 2022 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-

act. 207).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 9. August 2022 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), neu vertreten durch Toni Giacchetta, IG Treuhand & 

Beratungen GmbH, Volketswil, am 12. September 2022 Beschwerde erheben. Er 

beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids, die Neufestsetzung der 

Erwerbseinbusse gestützt auf eine realistische Berechnung sowie eine Rente von 

mindestens 30 % mit Wirkung ab dem 1. Februar 2022 (gemeint wohl 2020; act. G 1).

C.a. 

Mit Eingabe vom 23. September 2022 bestätigte Toni Giacchetta auf Nachfrage 

des Versicherungsgerichts, dass seine Vertretung nicht berufsmässig erfolge. Demnach 

beantrage er auch keine Parteientschädigung (act. G 3).

C.b. 

Mit Eingabe vom 26. Oktober 2022 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, verzichtete auf die Einreichung 

einer ausführlichen, förmlichen Beschwerdeantwort und wies lediglich auf ein paar 

wesentliche Punkte hin (act. G 6).

C.c. 

Mit Eingabe vom 28. November 2022 liess der Beschwerdeführer durch seinen 

Vertreter an seinen Anträgen gemäss Beschwerde vom 12. September 2022 festhalten. 

Im Weiteren beantragte er eine spezialärztliche Untersuchung, damit die effektive 

körperliche unfallbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gründlich und definitiv 

begutachtet und beurteilt werden könne (act. G 8).

C.d. 

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Erwägungen

1.

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 9. August 2022 (Suva-act. 207). Mit diesem hat die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch und einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung verneint. Mit 

Beschwerde ans Versicherungsgericht beantragte der Beschwerdeführer nur eine 

Rente. Ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung wurde nicht thematisiert, weder 

explizit in den Anträgen noch im Rahmen der Beschwerdebegründung (vgl. act. G 1 S. 

2 und 3). Damit ist der Einspracheentscheid vom 9. August 2022, soweit er einen 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung verneinte, unangefochten in Rechtskraft 

erwachsen und bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. 

Streitig und zu prüfen ist damit einzig ein Rentenanspruch.

2.  

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.e. 

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Rentenanspruch 

entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden 

kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 

ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

2.1. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

2.2. 

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gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, das heisst ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die beklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend 

für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch Berichte und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen resp. beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, können beweistauglich sein. 

An die Beweiswürdigung der Beurteilungen dieser Ärzte und Ärztinnen sind indes 

strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an deren 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 

135 V 469 f. E. 4.4. mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. 

November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die Rechtsprechung erachtet sodann reine 

Aktengutachten als beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 

24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen 

(vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2, mit Hinweisen). Diesfalls besteht kein Anspruch auf 

Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten (BGE 122 V 157).

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3.  

Vorab ist festzuhalten, dass der Zeitpunkt des Fallabschlusses (vgl. zum 

Fallabschluss Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 143) bezüglich des 

Unfalls vom 28. Februar 2020 per Ende April 2022 unbestritten und medizinisch 

ausgewiesen ist. Der unfallkausale medizinische Endzustand war erreicht (vgl. Suva-

act. 158, 165, 167-2, 192-2) resp. von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung war 

spätestens ab dann keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des 

Beschwerdeführers mehr zu erwarten. Entsprechend erfolgte zu Recht die Prüfung 

eines Rentenanspruchs per 1. Mai 2022, zumal Eingliederungsmassnahmen der IV zu 

diesem Zeitpunkt nicht zur Diskussion standen (Suva-act. 184-1; Art. 19 Abs. 1 UVG).

3.1. 

Unbestritten ist weiter, dass über den Fallabschluss hinaus Restfolgen, herrührend 

vom Unfall vom 28. Februar 2020, verbleiben. Der Beschwerdeführer leidet gemäss 

den medizinischen Unterlagen an neuropathischen Schmerzen nach der 

Malleolarfraktur links vom 28. Februar 2020 und dem operativen Eingriff vom 29. 

Februar 2020 (vgl. Suva-act. 119, 158, 165, 167-2, 192-2). Neurographisch 

ausgewiesen ist entsprechend eine unfallkausale Schädigung/Neuropathie des Nervus 

peroneus superficialis links (Suva-act. 100-3, 192-2). Umstritten sind die Auswirkungen 

dieser Nervenschädigung in Bezug auf die verbleibende Arbeitsfähigkeit resp. die Höhe 

des Invaliditätsgrads.

3.2. 

Dr. H.___ war von der Beschwerdegegnerin unter anderem beauftragt worden, 

anhand der vorliegenden medizinischen Akten seine Einschätzung zur unfallkausalen 

funktionellen Leistungsfähigkeit abzugeben (Suva-act. 166-1). Dieser führte mit 

Aktenbeurteilung vom 17. Dezember 2021 aus, dass dem Beschwerdeführer trotz der 

anhaltenden objektivierbaren Unfallfolgen, namentlich der sensiblen Läsion des Nervus 

peroneus superficialis (UV-act. 167-2), auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt leichte bis 

mittelschwere Arbeiten ganztags zumutbar seien. Aus dem Tätigkeitsprofil 

auszuschliessen seien überwiegend stehende sowie gehende Arbeiten sowie 

Tätigkeiten, die in überwiegend unebenem Gelände erfolgten, wie auch Arbeiten auf 

Leitern und Gerüsten sowie mit häufigem Kauern, Hocken und in Zwangshaltungen 

sowie mit Treppensteigen. Es sollte eine wechselbelastende Tätigkeit mit überwiegend 

sitzendem Anteil ausgeübt werden. Unter den genannten Kriterien sei die Hantierung 

mit Werkzeugen nicht eingeschränkt (Suva-act. 167-1). Die Einschätzung von Dr. H.___ 

leuchtet ein, trägt doch das von ihm definierte Zumutbarkeitsprofil (Suva-act. 167-1) 

den erhobenen Befunden, namentlich der neuropathischen Schmerzsymptomatik am 

3.3. 

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linken Fuss in dem Sinne umfassend Rechnung, als die Einwirkung auf die linke untere 

Extremität durch Belastung und Bewegung weitgehend reduziert wird. Es ist 

schliesslich medizinisch nachvollziehbar, dass bei Einhaltung der Adaptationskriterien 

resp. unter den erwähnten limitierenden Bedingungen eine volle Arbeitsfähigkeit 

zumutbar ist. Insgesamt sind keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der kreisärztlichen Einschätzung ersichtlich, so dass darauf 

abgestellt werden kann. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer in der 

Beschwerde geltend machen lässt, dass sich die Erwerbsunfähigkeit eindeutig auf 

30 % bemessen lasse (act. G 1 S. 2). Sollte er sich dabei auf den neurographischen 

Befund mit 70%-iger Reduktion des sensiblen Antwortpotentials des Nervus peroneus 

links (Suva-act. 100-3 [Nervensonographie vom 23. März 2021], 192-2 [act. G 1.3]) 

beziehen, führt dieser unbestrittene Befund, welcher in die Beurteilung von Dr. H.___ 

eingeflossen ist, nicht per se zu einer quantitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 

Es wäre zwar wünschenswert gewesen, wenn sich Dr. H.___ in seiner Beurteilung 

eingehender mit den objektivierbaren unfallkausalen Befunden resp. den damit 

einhergehenden Beschwerden auseinandergesetzt hätte. Aus seiner Beurteilung geht 

aber dennoch hinlänglich hervor, dass diese nicht von derartiger Schwere sind, dass 

sich in medizinisch-theoretischer Hinsicht eine quantitative Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit rechtfertigen liesse. Die über Mass subjektiv vom Beschwerdeführer 

geklagten Beschwerden liessen sich jedenfalls trotz umfassenden Untersuchungen und 

Behandlungen nicht objektivieren (Suva-act. 158-1, 165-1) und sind nicht in die 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung miteinzubeziehen. Auch dem vom Beschwerdeführer 

angesprochenen Bericht von Dr. I.___ vom 10. Mai 2022 ist nichts Gegenteiliges in 

Bezug auf die Schwere der Gesundheitsschädigung und die unfallkausale 

Leistungsfähigkeit zu entnehmen. Die mittels EMG erhobenen Befunde zeigten keine 

auffälligen Werte und auch die übrigen Untersuchungsbefunde blieben grösstenteils 

unauffällig. Insbesondere bestehen keine motorischen Ausfälle und die grobe Kraft an 

den unteren Extremitäten wird als seitengleich kräftig beschrieben (Suva-act. 192, act. 

G 3.1). Auf eine auch quantitativ eingeschränkte Arbeitsfähigkeit lässt sich aus diesem 

Bericht nicht schliessen. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die vorhandenen 

Unterlagen ein zuverlässiges Bild in Bezug auf die Unfallfolgen und die unfallkausale 

Arbeitsfähigkeit ergeben, womit der Sachverhalt hinreichend abgeklärt ist. Bei klarer 

Befundlage sind von weiteren Abklärungen (beantragt wird eine spezialärztliche 

Untersuchung; act. G 8) keine anderslautenden Beurteilungen zu erwarten, weshalb 

darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden kann (BGE 122 V 162 E. 1d).

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4.  

Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist 

im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln (vgl. 

vorstehende E. 2.1).

4.1. 

Für die Bemessung des hypothetischen Verdienstes ohne Gesundheitsschaden 

(Valideneinkommen) ist grundsätzlich entscheidend, was die versicherte Person im 

massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen könnte bzw. 

verdient hätte (vgl. Art. 16 Abs. 1 ATSG). Bei der Bestimmung des Valideneinkommens 

wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Bei seiner letzten Tätigkeit als Sanitär 

bei der B.___ GmbH hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2021 einen Bruttolohn von Fr. 

71'500.-- erzielt (Suva-act. 79-1). Nominallohnindexiert resultiert für das Jahr 2022 

(allfälliger Rentenbeginn) ein Valideneinkommen von Fr. 72'144.-- (Fr. 71'500.-- x 1.009; 

Schweizerischer Lohnindex | Bundesamt für Statistik (admin.ch); eingesehen am 6. Juli 

2023).

4.2. 

 4.3. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die Tabellenlöhne der schweizerischen Lohnstrukturerhebung des 

Bundesamtes für Statistik (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 301 E. 5.2 mit 

Hinweisen). Da der Beschwerdeführer – soweit ersichtlich – keiner (neuen) 

Erwerbstätigkeit nachgeht, ist, entgegen dessen Einwand (act. G 1 S. 2), nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des Invalidenlohns die 

LSE-Tabellenlöhne beigezogen hat. Abzustellen ist dabei auf die aktuellsten 

publizierten Tabellen der LSE 2020, wie es die Beschwerdegegnerin in ihrer 

Stellungnahme vom 26. Oktober 2022 zu Recht festhält (act. G 6). Der LSE-

Hilfsarbeiterlohn, auf welchen vorliegend abzustellen ist, hat im Jahr 2020 aufgerechnet 

auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden Fr. 65'815.-- 

betragen (Fr. 5'261.-- x 12 / 40 x 41.7; vgl. LSE-Tabellenlöhne 2020, Tabelle 

4.3.1. 

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5.  

TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 1, Männer). Nominallohnindexiert auf 

das Jahr 2022 (frühestmöglicher Rentenbeginn) resultiert ein erzielbarer Lohn von 

Fr. 66'275.-- (Fr. 65'815.-- / 1.002 [- 0.2 % für das Jahr 2021] x 1.009 [+ 0.9 % für das 

Jahr 2022]). Der Beschwerdeführer erachtet ein solch errechnetes (hypothetisch 

erzielbares) Einkommen sinngemäss als zu hoch (act. G 1 S. 2). Eine Korrektur des 

Invalideneinkommens nach unten resp. ein Abweichen vom Zentral- resp. Medianwert 

der LSE wurde mit BGE 148 V 174 indes abgelehnt. Damit bleibt es beim vorstehend 

errechneten Wert.

Zur Beurteilung steht weiter ein Abzug von diesem Tabellenlohn. Wird das 

Invalideneinkommen auf Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist 

der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Mit dem 

Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere 

persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 E. 

4.2.3). Der Abzug darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 301 E. 5.2). Das 

eingeschränkte Belastbarkeitsprofil rechtfertigt keinen Abzug vom Tabellenlohn, zumal 

der Tabellenlohn im hier zugrunde gelegten Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl 

von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. dazu das Urteil des 

Bundesgerichts vom 8. Oktober 2019, 9C_447/2019, E. 4.3.2, mit Hinweisen). 

Hinzuweisen ist im Weiteren darauf, dass auch mangelnde Sprachkenntnisse bei 

niedrigem Anforderungsprofil in Beachtung der Rechtsprechung keinen Abzug als 

zwingend erscheinen lassen. Ebenfalls ist nicht erkennbar, dass der Beschwerdeführer 

aufgrund seiner Nationalität auf dem Arbeitsmarkt eine Lohneinbusse hinnehmen 

müsste (vgl. dazu die Urteile des Bundesgerichts vom 12. Mai 2016, 9C_777/2015, E. 

5.3, und vom 18. August 2014, 9C_426/2014, E. 4.2, je mit Hinweisen). Insgesamt sind 

keine Abzugsgründe ersichtlich, weshalb von einem Invalideneinkommen von Fr. 

66'275.-- auszugehen ist.

4.3.2. 

Gestützt auf das Gesagte resultiert ein Invaliditätsgrad von (abgerundet) 8 % 

([Fr. 72'144.-- - Fr. 66'275.--] / Fr. 72'144.--). Dieser begründet keinen Anspruch auf 

eine Rente (vgl. vorstehende E. 2.1), womit die Beschwerde abzuweisen ist.

4.4. 

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Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 9. August 2022 

nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. 

dazu Art. 61 lit. f  ATSG). Eine Parteientschädigung wurde vom Beschwerdeführer 

nicht beantragt (act. G 3) und wäre ausgangsgemäss auch nicht geschuldet (Art. 61 lit. 

g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

bis

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