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**Case Identifier:** b8482927-38ef-5e01-a82c-d7cb445e90ab
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 12.07.2023 B 2022/173
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2022-173_2023-07-12.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2022/173

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 30.08.2023

Entscheiddatum: 12.07.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 12.07.2023
Bau- und Umweltrecht, Verfahren, Praxisänderung, Art. 46 Abs. 3 VRP. In 
Abänderung der bisherigen, vom Verwaltungsgericht bestätigten Praxis sind 
neue Tat-sachenbehauptungen und Beweismittel im Rahmen des 
Streitgegenstands neu bis zum Abschluss des verwaltungsinternen 
Rekursverfahrens zulässig (E. 3.1), (Verwaltungsge-richt, B 2022/173). Gegen 
dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 
1C_496/2023 und 5A_694/2023)

Entscheid vom 12. Juli 2023

Besetzung

Präsidentin Lendfers; Vizepräsident Brunner; Verwaltungsrichterinnen Zindel, 

Bietenharder, Verwaltungsrichter Steiner; Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

Vorsorge Genossenschaft A.__,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Pfister, Advokaturbüro Pfister, 

Bischofszellerstrasse 53, 9200 Gossau,

gegen

Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen,

Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,

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Vorinstanz,

und

B.__ SA,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Julia Haas und Rechtsanwalt Dr. iur. Mischa 

Morgenbesser, Mühlebachstrasse 32, Postfach 769, 8024 Zürich,

sowie

Politische Gemeinde C.__,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Baubewilligung (Mobilfunkanlage)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

D.__ ist Eigentümerin der mit dem Mehrfamilienhaus Assek.-Nr. 0000_ und der Garage 

Assek.-Nr. 0001_ überbauten Parzelle Nr. 0002_, Grundbuch C.__, welche süd(öst)lich 

an die E.__- bzw. F.__strasse (Parzelle Nr. 0003_, Kantonsstrasse zweiter Klasse) 

angrenzt. Nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde C.__ ist die Parzelle 

Nr. 0002_ der Wohn-Gewerbe-Zone WG 3 zugewiesen. Am 3. April 2018 erliess der 

Gemeinderat C.__ eine Planungszone für Mobilfunkanlagen in der Einfamilienhaus-

Zone und den übrigen Wohnzonen (im Amtsblatt publiziert am 9. April 2018). Am 

21./28. Dezember 2018 reichte die B.__ AG, G.__, eine Zweigniederlassung der 

B.__ SA ein Baugesuch für den Neubau einer Mobilfunkanlage auf Parzelle Nr. 0002_ 

ein. Während der öffentlichen Auflage vom 31. Januar 2019 bis 12. Februar 2019 ging 

eine Einsprache ein, welche unter anderem von der Vorsorge Genossenschaft A.__ 

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(Eigentümerin der ebenfalls der Wohn-Gewerbe-Zone WG3 zugewiesenen Parzelle 

Nr. 0004_, nachfolgend: P-G) erhoben wurde. Am 9. April 2019 stellte das Amt für 

Umwelt (AFU) fest, dass die Einhaltung der Verordnung über den Schutz vor 

nichtionisierender Strahlung (SR 814.710, NISV) im Standortdatenblatt vom 

10. Dezember 2018 (nachfolgend: StDB) nachgewiesen sei. Mit Beschluss vom 

19. August 2019 widerrief der Gemeinderat C.__ einen ersten Baubewilligungs- und 

Einspracheentscheid vom 13. Mai 2019, gegen welchen offenbar beim 

Baudepartement (nachfolgend: BD) Rekurs (Verfahrensnummer 19-4340) erhoben 

worden war. Gleichentags wies er die Einsprache sowohl in öffentlich-rechtlicher 

Hinsicht als auch in privatrechtlicher Hinsicht gemäss Art. 684 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) ab und bewilligte das Bauvorhaben. Gleichzeitig wies 

er ein unter anderem von der P-G gestelltes Gesuch vom 30. März 2019 auf Erlass 

einer Planungszone über die Wohn-Gewerbe-Zone in C.__ ab (act. 9.1/5/A/3 f., 

9.1/7/2-14, 9.1/32 f., ABl 2018, 1259 f., https://www.geoportal.ch, https://

www.zefix.ch, beide besucht am 8. Mai 2023).

B.

Einen von der P-G am 9. September 2019 gegen die Ablehnung des Gesuchs auf 

Erlass einer Planungszone über die Wohn-Gewerbe-Zone erhobenen Rekurs wies das 

BD mit Entscheid Nr. 44/2020 vom 12. Mai 2020 (Verfahrensnummer 19-7064) ab. 

Gegen den Baubewilligungs- und Einspracheentscheid vom 19. August 2019 

rekurrierte die P-G am 9. September 2019 an das BD (Verfahrensnummer 19-7063). Am 

9. April 2020, ergänzt am 19. Oktober 2020, reichte das AFU und am 16./15. Juni 2020 

das Tiefbauamt (TBA) einen Amtsbericht ein. Am 25. August 2020 führte das BD einen 

Augenschein durch. Mit Entscheid Nr. 130/2020 vom 17. Dezember 2020 hiess es den 

Rekurs im Sinne der Erwägungen gut und hob den Baubewilligungs- und 

Einspracheentscheid vom 19. August 2019 auf (act. 2, 9.1/1, 23, 32 f., 40, Beilage zu 

act. 9.1/25, https://publikationen.sg.ch, besucht am 8. Mai 2023). Eine gegen den 

letzteren Rekursentscheid von der B.__ SA am 15. Januar 2021 erhobene Beschwerde 

hiess das Verwaltungsgericht mit Entscheid B 2021/12 vom 19. August 2021 gut, 

soweit es darauf eintrat, hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Sache zu 

neuer Entscheidung an das BD zurück. Auf die dagegen von der P-G am 

24. September 2021 erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 

BGer 1C_572/2021 vom 6. Januar 2022 nicht ein (act. 9.2/1 f.).

C.

Mit Entscheid Nr. 83/2022 vom 15. September 2022 (Verfahrensnummer 22-756, 

ehemals: 19-7063) wies das Bau- und Umweltdepartement (bis 30. September 2021: 

BD) den Rekurs der P-G ab, soweit es darauf eintrat. Gegen diesen Entscheid des Bau- 

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und Umweltdepartements (Vorinstanz) erhob die P-G (Beschwerdeführerin) durch ihren 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 28. September 2022 und Ergänzung vom 

2. November 2022 Beschwerde beim Verwaltungsgericht, dem Sinn nach mit den 

Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid, soweit ihr öffentlich-rechtlicher 

Rekurs und ihr Rekurs nach Art. 684 ZGB abgewiesen worden sei, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen aufzuheben. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid wegen 

Verletzung von Art. 684 ZGB aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zur 

nochmaligen Beurteilung zurückzuweisen. Mit Vernehmlassung vom 

25. November 2022 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde. Am 

26. Januar 2023 beantragte die B.__ SA (Beschwerdegegnerin) durch ihre 

Rechtsvertretung, es sei die Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, 

zuzüglich Mehrwertsteuer, abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Politische 

Gemeinde C.__ (Beschwerdebeteiligte) verzichtete stillschweigend auf eine 

Vernehmlassung. Mit Eingabe vom 2. Juni 2023 behielt die Beschwerdeführerin das 

letzte Wort (act. 1 f., 5, 8, 13, 21).

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Rechtsprechung 

ergeht in Fünferbesetzung, da eine ständige Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts 

geändert wird (vgl. Art. 18 Abs. 3 Ingress und lit. b Ziff. 3 des Gerichtsgesetzes; 

sGS 941.1. GerG, und E. 3 hiernach). Die Beschwerdeeingabe vom 

28. September 2022 erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 

2. November 2022 formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Trotz gegenteiliger 

Auffassung der Beschwerdegegnerin (act. 13, S. 7 Ziff. II/C/20) kann nicht gesagt 

werden, die von der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer 

Beschwerde vorgebrachte Kritik sei nicht hinreichend substantiiert (vgl. dazu VerwGE 

B 2019/77 und 78 vom 11. Februar 2020 E. 2 mit Hinweisen, bestätigt mit BGer 

1C_174/2020 vom 5. Mai 2021). Ungeachtet ihrer Legitimation in der Sache ist die 

Beschwerdeführerin befugt, den angefochtenen Entscheid anzufechten, soweit auf 

bis

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ihren Rekurs nicht eingetreten wurde (vgl. VerwGE B 2020/10 vom 17. Juni 2022 E. 1 

mit Hinweis). Soweit die Vorinstanz den Rekurs abgewiesen hat, besitzt die 

Beschwerdeführerin innerhalb des praxisgemäss berechneten Einspracheradius – ihr 

Grundstück Nr. 0004_ grenzt an den Baugrund an – Grundeigentum; sie ist daher als 

Adressatin des angefochtenen Entscheids zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl. 

dazu Art. 89 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, 

Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG, in Verbindung mit Art. 111 Abs. 1 BGG und 

Art. 33 Abs. 3 Ingress und lit. a des Bundesgesetzes über die Raumplanung, 

Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG; Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP; 

BGer 1C_115/2021 vom 4. März 2022 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 128 II 168 E. 2). Auf 

die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.

Mangels Anfechtungsgegenstand nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die 

Beschwerdeführerin in Abweichung von Dispositiv-Ziff. 2 f. des Bundesgerichtsurteils 

1C_572/2021 vom 6. Januar 2022 verlangt (act. 5, S. 34 f. Ziff. V/2-4), die amtlichen 

Kosten für dieses bundesgerichtliche Verfahren seien der Beschwerdegegnerin 

aufzuerlegen und ihr sei dafür eine Entschädigung zulasten der Beschwerdegegnerin 

zuzusprechen, welche ihr dementsprechend auch die eingeforderte ausseramtliche 

Entschädigung, zuzüglich Zins von 5%, zurückzuzahlen habe (vgl. zur Revision eines 

Entscheids des Bundesgerichts Art. 121 ff. BGG).

D.__ als Eigentümerin des Baugrundstücks Nr. 0002_ hat im vorinstanzlichen 

Rekursverfahren keine eigenen Anträge gestellt und deshalb stillschweigend von einer 

weiteren Verfahrensbeteiligung abgesehen. Sie ist daher im verwaltungsgerichtlichen 

Beschwerdeverfahren nicht mehr zu beteiligen (vgl. dazu VerwGE B 2013/49 vom 

8. Juli 2014 E. 2 mit Hinweisen, bestätigt mit BGer 1C_444/2014 vom 27. Januar 2015, 

allerdings in Bezug auf ehemalige Einsprecher).

2.

Die Beschwerdeführerin rügt (act. 5, S. 15 f., 29 f. Ziff. III/C/3, IV/3, act. 21 Ziff. 1), 

Dipl. Ing. ETH H.__, Fachspezialist NIS des AFU, hätte im vorinstanzlichen 

Rekursverfahren in den Ausstand treten müssen, da er bereits im erstinstanzlichen 

Baubewilligungsverfahren mitgewirkt habe. Im Rekursverfahren hat sie allerdings keine 

solche Befangenheitsrüge erhoben (vgl. dazu Stellungnahme vom 24. September 2020 

zu dem von H.__ verfassten Amtsbericht des AFU vom 9. April 2020, act. 9.1/23, 38, 

S. 3 ff., sowie Eingaben vom 28. Oktober 2019, 4. Februar 2020 und 29. März 2022, 

act. 9.1/5, 16, 9.2/11). Zudem ist nicht ersichtlich und wird von ihr auch nicht 

behauptet, dass die behauptete Befangenheit im Rahmen des Rekursverfahrens nicht 

hätte festgestellt und gerügt werden können. Die erstmals im Beschwerdeverfahren vor 

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Verwaltungsgericht erhobene Ausstandsrüge hat die Beschwerdeführerin deswegen 

verspätet vorgebracht und somit ihr Recht auf Geltendmachung der Ausstandspflicht 

verwirkt (vgl. dazu Art. 5 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft; SR 101, BV; BGer 2C_883/2021 vom 14. Dezember 2022 E. 4.3 

sowie das von der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 25. November 2022 [act. 8, 

S. 4] zitierte Urteil BGer 9C_344/2020 vom 22. Februar 2021 E. 4.3.2, je mit Hinweisen). 

Dessen ungeachtet bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass H.__ in Verfolgung 

persönlicher Interessen gehandelt hätte (vgl. dazu VerwGE B 2021/118 vom 

17. März 2022 E. 4; B 2020/59 vom 19. Januar 2021 E. 2.2, bestätigt mit 

BGer 5A_156/2021 vom 9. Juni 2022, je mit Hinweisen; act. 8, S. 4 Ziff. II/4, act. 13, 

S. 8 Ziff. II/C/24).

3.

Die Beschwerdeführerin wehrt sich gegen das teilweise Nichteintreten der Vorinstanz 

(act. 5, S. 9-11 Ziff. III/A/2).

Die Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) ist nur im Rahmen der jeweiligen Prozessordnung 

gewährleistet. Die Garantie verbietet es nicht, das Eintreten auf ein Rechtsmittel oder 

eine Klage von den üblichen Prozessvoraussetzungen abhängig zu machen (vgl. dazu 

BGE 143 I 344 E. 8.2, in: Pra 2018 Nr. 81; BGer 2C_329/2021 vom 21. September 2021 

E. 4.5.3 je mit Hinweisen; B. Waldmann, Anspruch auf Erlass einer Verfügung, in: 

Häner/derselbe [Hrsg.], 8. Forum für Verwaltungsrecht – Brennpunkt "Verfügung", 

Bern 2022, S. 55 ff., S. 62). Der Anspruch auf effektiven Zugang zum Gericht wird 

jedoch verletzt, wenn das anwendbare Verfahrensrecht den Zugang durch 

ungerechtfertigte Sachurteilsvoraussetzungen versperrt (vgl. BGer 2C_603/2018 vom 

3. Dezember 2018 E. 3.1 mit Hinweisen, in Bezug auf das Erfordernis eines aktuellen 

Rechtsschutzinteresses). In zeitlicher Hinsicht hängt die Pflicht zur Berücksichtigung 

neuer tatsächlicher Vorbringen vom anwendbaren kantonalen Verfahrensrecht ab (vgl. 

dazu BGer 8C_216/2018 vom 3. Oktober 2018 E. 4.2.1 mit Hinweisen).

Die Vorinstanz stützte ihr teilweises Nichteintreten in Erwägung 1.4.1-1.4.3 des 

angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 8 f., siehe auch act. 8, S. 3 Ziff. II/2.2) auf ihre 

bisherige, vom Verwaltungsgericht mit Entscheid B 2014/55 vom 27. Oktober 2015 

E. 4.3.3 ff. und vom Bundesgericht mit Urteil BGer 1C_643/2015 vom 3. August 2016 

E. 2.2 bestätigte Praxis, wonach im verwaltungsinternen Rekursverfahren zwar neue 

Begehren zulässig seien, d.h. die Rechtsbegehren gegenüber dem erstinstanzlichen 

Verfahren grundsätzlich erweitert bzw. geändert werden könnten, eine ausdehnende 

3.1. 

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Änderung eines Antrags jedoch nur innerhalb der Rekursfrist bzw. der zur 

Antragsstellung angesetzten Nachfrist zulässig sei. Gleiches gelte für die rekursweise 

vorgetragene Sachverhaltsdarstellung und Begründung. Auch diese hätten im Rahmen 

der Rekurseingabe bzw. innert der nach Art. 48 Abs. 2 VRP gesetzten Nachfrist, 

allerspätestens aber an dem die Sachverhaltsermittlung grundsätzlich abschliessenden 

Augenschein zu erfolgen. Der von der Beschwerdeführerin in deren Eingabe vom 

29. März 2022 (act. 9.2/11, S. 3 Ziff. II/4 f.) – d.h. nach Durchführung des 

Rekursaugenscheins vom 25. August 2020 und gar nach der Rückweisung durch das 

Verwaltungsgericht am 19. August 2021 resp. dem bundesgerichtlichen Nichteintreten 

vom 6. Januar 2022 – erhobene Einwand, die geplante Mobilfunkanlage 

verunmögliche, die geltenden Vorschriften über Kinderspiel- und 

Motorfahrzeugabstellplätze auf dem Baugrundstück Nr. 0002_ einzuhalten, sei deshalb 

verspätet erfolgt. Dies umso mehr, als für die Beurteilung dieses Einwands weitere 

Abklärungen tatsächlicher Art nötig gewesen wären. Dazu ist Folgendes festzuhalten:

Zunächst ist die geltende, von der Vorinstanz angerufene Praxis im 

verwaltungsinternen Rekursverfahren insoweit zu bestätigen, als nach Ablauf der 

Rekursfrist oder allenfalls der Nachfrist eine novenrechtlich an sich zulässige (Art. 46 

Abs. 3 VRP), ausdehnende Änderung der Rechtsbegehren zur Gewährleistung eines 

geordneten Ablaufs des Rechtsmittelverfahrens nicht mehr statthaft ist (vgl. dazu M. E. 

Looser/M. Looser-Herzog, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die 

Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 5 zu 

Art. 19 VRP, N 22 zu Art. 46 VRP, siehe demgegenüber aber Art. 56 Abs. 1 VRP). Trotz 

gegenteiliger Meinung der Beschwerdeführerin (act. 5, S. 11 Ziff. III/A/2b, 2c) bleibt 

Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 19 VRP in dieser Hinsicht auf das 

verwaltungsinterne Rekursverfahren nicht anwendbar. Zudem wird zu Recht von keiner 

Seite in Abrede gestellt, dass die rechtliche Begründung bis zum Zeitpunkt des 

Rekursentscheides geändert werden kann (vgl. dazu VerwGE B 2017/29 vom 

20. Juli 2018, berichtigt am 13. August 2018, E. 4.3 mit Hinweisen, insbesondere auf 

VerwGE B 2013/97 vom 23. Januar 2015 E. 3, siehe zum Rügeprinzip auch 

BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 3.2 mit Hinweisen, allerdings in Bezug auf 

das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren). Hingegen kann an der vom 

Verwaltungsgericht bestätigten, geltenden Praxis der verwaltungsinternen 

Rekursinstanzen zur Frage, bis zu welchem Zeitpunkt innerhalb des Verfahrens neue 

Tatsachenbehauptungen bzw. Sachverhaltsvorbringen sowie neue Beweismittel im 

Rahmen des Streitgegenstands vorgebracht werden dürfen, aus prozessökonomischen 

Gründen (Art. 29 Abs. 1 zweiter Satzteil BV) nicht mehr festgehalten werden. Laut dem 

Entscheid VerwGE B 2022/101 vom 23. März 2023 E. 10.1 muss das 

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4.  

Verwaltungsgericht, soweit es als einzige kantonale gerichtliche Instanz entscheidet, 

d.h. soweit es eine verwaltungsinterne Rekursinstanz als Vorinstanz hat, von 

Bundesrechts wegen auch neue Tatsachen und Beweismittel berücksichtigen, sofern 

sich daraus keine unzulässige Änderung des Streitgegenstands ergibt. Würden neue 

Tatsachenbehauptungen oder Beweismittel im Rahmen des zu beurteilenden 

Rechtsverhältnisses nicht bis zum Abschluss des verwaltungsinternen 

Rekursverfahrens als zulässig erachtet, obgleich diese im anschliessenden 

Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht zulässig sind, führte dies allein aus 

diesem Grund regelmässig zu Rückweisungen vom Verwaltungsgericht an die 

verwaltungsinterne Rekursinstanz, was einem prozessualen Leerlauf gleichkäme. Aus 

diesem Grund müssen die Parteien im verwaltungsinternen Rekursverfahren – nach 

Durchführung des Augenscheins oder selbst nach einer Rückweisung durch das 

Verwaltungsgericht – berechtigt sein, neue Tatsachenbehauptungen oder Beweismittel 

im Rahmen des Streitgegenstands vorzubringen (vgl. dazu auch M. E. Looser/M. 

Looser-Herzog, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 25 zu Art. 46 VRP). Zu 

beachten bleibt allerdings die Bindungswirkung, welche Rückweisungsentscheiden 

zukommen kann, soweit darin partiell die Rechtmässigkeit der im ersten Rechtsgang 

angefochtenen kantonalen Entscheide teilweise bestätigt wird (vgl. dazu 

BGer 2C_890/2018 vom 18. September 2019 E. 3.2 f.; 5A_125/2020 vom 

31. August 2020 E. 3.2, je mit Hinweisen).

Nach dem Gesagten hätte die Vorinstanz auch auf die in der Stellungnahme der 

Beschwerdeführerin vom 29. März 2022 (act. 9.2/11, S. 3 Ziff. II/4 f.) neu vorgebrachten 

rechtlichen Begründungen eingehen müssen, selbst wenn die Beurteilung dieser Rügen 

gemäss der Vorinstanz (vgl. act. 2, S. 9 E. 1.4.2 f.) weiterer Sachverhaltsermittlungen 

bedurft hätte (vgl. dazu auch Art. 12 VRP) und diese Rügen – entgegen der Darstellung 

der Beschwerdeführerin (act. 5, S. 10, 20 Ziff. III/A/2a, D/1) – in keinem direkten 

Zusammenhang zur bereits thematisierten strassenrechtlichen Erschliessung stehen. In 

Gutheissung des Eventualbegehrens der Beschwerdeführerin wäre demnach der 

angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Da die Streitsache bei gegebener Aktenlage 

entscheidungsreif ist und die Vorinstanz die fraglichen Einwände auch inhaltlich als 

unbegründet abgewiesen hat (vgl. dazu E. 1.4.4 in Verbindung mit E. 15 des 

angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 9, 26 f.), rechtfertigt es sich indessen aus 

prozessökonomischen Gründen, von einer Rückweisung abzusehen und nachfolgend 

auf die weiteren von der Beschwerdeführerin aufgeworfenen Rechtsfragen einzugehen.

3.2. 

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Die Beschwerdeführerin stellt die Beweisanträge (act. 5, S. 4-6, 9, 16 f., 20, 27, 29, 

31 f. Ziff. II/6, III/A/1b, C/4c, 5h, E/3, IV/1, 4c, 6 f., act. 6 lit. C-F, act. 21, S. 2, 4 Ziff. 2a, 

2c), es sei ein Augenschein durchzuführen; es seien die Bauakten für die bestehende 

Mobilfunkanlage der Swisscom auf Parzelle Nr. 0005_ und die Akten zur Planungszone 

für die Erstellung von Mobilfunkantennenanlagen sowohl in der Wohn-Gewerbe- als 

auch in der Wohnzone beizuziehen; es seien D.__ und I.__ als Zeugen zu befragen; es 

seien Amtsberichte des TBA und der Kantonspolizei, Verkehrstechnik, einzuholen; es 

seien Expertisen betreffend die Einhaltung der NISV einzuholen, insbesondere über die 

minimal erforderliche Leistung zum Betrieb einer 5G-Antenne sowie über die bewilligte, 

bestehende und geplante Belastung durch die Swisscom-Antenne (bestehend) und die 

Antenne der Beschwerdegegnerin (geplant). Letztere habe die Durchführung einer 

Messung der aktuellen Leistung der Swisscom-Antenne, den Vergleich der Daten mit 

dem bewilligten Standortdatenblatt sowie die Ermittlung der Gesamtbelastung für das 

Grundstück Nr. 3931 durch die Swisscom-Antenne und durch die 

beschwerdegegnerische Antenne zu beinhalten.

Die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid erweisen sich als 

ausreichend zur Beurteilung der erhobenen Rügen. Insbesondere ist nicht ersichtlich, 

inwiefern ein weiterer Augenschein zu anderen oder neuen, rechtserheblichen 

Erkenntnissen führen würde. Namentlich trifft die Feststellung in Erwägung 16.3 des 

angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 28), welche sich auf lit. A/1 des 

Augenscheinprotokolls vom 27. August 2020 (act. 9.1/33) stützt, – entgegen der 

Darstellung der Beschwerdeführerin – nach wie vor zu, wonach die nähere Umgebung 

des Baugrundstücks von Gebäuden unterschiedlichen Alters mit unterschiedlicher, 

auch gewerblicher, Nutzung geprägt sei (vgl. dazu auch E. 14.2 hiernach). Dies ergibt 

sich sowohl aus der Fotodokumentation zum Augenschein vom 25. August 2020 

(act. 9.1/32) als auch den zitierten Internetquellen, namentlich dem Geoportal, welchen 

ein offizieller Anstrich anhaftet und deren Beizug im vorliegenden Zusammenhang 

nahelag, weshalb die daraus stammenden Tatsachenangaben als notorisch betrachtet 

werden können (vgl. zu den nicht beweisbedürftigen notorischen Tatsachen etwa 

BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf 

BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: Pra 2018 Nr. 61). Daran ändert nichts, dass die im Zeitpunkt 

des Rekursaugenscheins noch in Bau befindlichen Mehrfamilienhäuser auf dem 

beschwerdeführerischen Grundstück Nr. 0004_ zwischenzeitlich erstellt wurden und 

auch auf den Grundstücken Nrn. 0006_ und 0007_ Neubauten erstellt werden (https://

geoportal.ch > Luft-, Satellitenbilder > Orthofoto, https://silvapark.ch, beide besucht 

am 8. Mai 2023), zumal auch die bestehenden, auch gewerblich genutzten Bauten auf 

4.1. 

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5.

Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten datiert vom 19. August 2019 

und erging damit nach Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) 

am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049). Auf das strittige Bauvorhaben sind somit 

grundsätzlich die Bestimmungen des PBG anwendbar (vgl. Art. 173 Abs. 1 PBG). Die 

Anwendung "neuen Rechts" im Sinne von Art. 173 Abs. 2 PBG setzt allerdings voraus, 

dass die ans PBG angepassten kommunalen Rahmennutzungspläne in Kraft sind. Das 

Baureglement der Beschwerdebeteiligten (vom BD genehmigt am 16. Oktober 2009, 

Änderungen genehmigt am 9. Dezember 2013 und 27. November 2015; BauR) mit 

dazugehörendem Zonenplan (vom BD genehmigt am 4. Dezember 1998) wurde noch 

nicht an das neue Recht angepasst. Von den neuen PBG-Regelungen kann daher 

vorerst nur Gebrauch gemacht werden, sofern sie direkt anwendbar sind. Ist dies nicht 

der Fall, ist das bis 30. September 2017 gültig gewesene Gesetz über die 

Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der 

Fassung vom 1. Januar 2015) heranzuziehen (vgl. dazu VerwGE B 2022/120 vom 

den Grundstücken Nrn. 0008_, 0009_, 0010_ und 0011_ in der Wohn-Gewerbe-Zone 

WG 3 auf der dem Baugrund gegenüberliegenden Seite der E.__-strasse zur fraglichen 

näheren Umgebung zählen. Es besteht kein Anlass, den Beweisanträgen des 

Beschwerdeführers zu entsprechen (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung 

BGE 144 V 361 E. 6.5; 144 II 427 E. 3.1.3 je mit Hinweis[en] und act. 13, S. 3 f. Ziff. II/B/

6-9, siehe auch davon teilweise abweichende Meinung von M. Bickel, Antizipierte 

Beweiswürdigung, Bern 2021, Rz. 530 ff.).

Aus denselben Gründen kann der Vorinstanz – entgegen der Ansicht der 

Beschwerdeführerin (vgl. act. 5, S. 14, 16 Ziff. III/B/5c, C/4b) – auch keine Verletzung 

des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) vorgeworfen werden, soweit 

sie im Rekursverfahren in antizipierter Beweiswürdigung auf die von der 

Beschwerdeführerin beantragte Edition von Unterlagen, aus welchen sich die 

Funkabdeckung der strittigen Anlage wie auch aller angrenzenden, bereits 

bestehenden Mobilfunkanlagen der Beschwerdegegnerin ergäbe (act. 9.1/38, S. 3 

lit. C/1a), sowie auf die von dieser beantragten Abklärung, ob der Anlagegrenzwert auf 

Parzelle Nr. 0004_ unter Berücksichtigung der Strahlenbelastung durch die K.__-

Antenne eingehalten sei, verzichtet hat (vgl. dazu auch E. 9 hiernach). Sodann kann 

keine Rede davon sein, dass sich die Vorinstanz deswegen rechtsverweigernd 

verhalten hätte (vgl. dazu Art. 29 Abs. 1 BV und BGE 144 II 184 E. 3.1 mit Hinweisen, 

in: Pra 2018 Nr. 142).

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/24

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12. Mai 2023 E. 3.1 mit Hinweisen; BGer 1C_597/2021 vom 18. April 2023 E. 3.2.1; 

1C_614/2021 vom 23. Februar 2023 E. 3.1 und 4.3).

6.

Überdies stellt die Beschwerdeführerin den Verfahrensantrag (act. 5, S. 4 f., 6-8 Ziff. II/

6, 7), es sei eine öffentliche und mündliche Gerichtsverhandlung durchzuführen.

Vorweg ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nach der kantonalrechtlichen 

Verfahrensordnung die Wahl hat, ihre zivilrechtlichen Ansprüche gemäss Art. 684 ZGB 

direkt vor den Zivilgerichten einzuklagen oder mittels privatrechtlicher Einsprache vor 

den Baubewilligungsbehörden geltend zu machen. Die Beschwerdeführerin hat den 

Verwaltungsweg gewählt und ihre Ansprüche gemäss Art. 684 ZGB mit der 

privatrechtlichen Einsprache (Art. 154 PBG) vor der Beschwerdebeteiligten erhoben. 

Darauf ist sie zu behaften. Folglich gelten die Verfahrensvorschriften des PBG und des 

VRP unter Beachtung der Minimalgarantien, wie sie sich aus der BV und der 

Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 

(SR 0.101, EMRK) ergeben (vgl. dazu BGer 5A_156/2021 vom 9. Juni 2022 E. 2 mit 

Hinweisen). Demzufolge ist die Schweizerischen Zivilprozessordnung 

(Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO) in Bezug auf die Frage, ob eine öffentliche und 

mündliche Verhandlung anzuordnen ist, im vorliegenden Verfahren nicht anwendbar. 

Die Beschwerdeführerin begründet ihre gegenteilige Auffassung nicht weiter und setzt 

sich in ihrer Beschwerdebegründung mit dem zitierten Bundesgerichtsurteil, welcher 

ihrem Rechtsvertreter bekannt ist, nicht weiter auseinander. Überdies steht fest, dass 

die Beschwerdeführerin einen klaren und unmissverständlichen Antrag auf 

Durchführung einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK 

und nicht bloss einen Beweisantrag gestellt hat (vgl. dazu BGer 2C_845/2021 vom 

18. Oktober 2022 in BGE 148 II 465 nicht publizierte E. 5.2.1 mit Hinweisen). Zudem 

betrifft der Bau einer Mobilfunkanlage auf dem Nachbargrundstück einen 

zivilrechtlichen Anspruch der Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK (vgl. 

dazu VerwGE B 2021/188 vom 17. März 2022 E. 3 mit Hinweisen).

6.1. 

Die in Art. 6 Ziff. 1 EMRK garantierte öffentliche und mündliche Gerichtsverhandlung 

stellt ein fundamentales Prinzip dar, das nicht nur für den Einzelnen wichtig ist, sondern 

ebenso sehr als Voraussetzung für das Vertrauen in das Funktionieren der Justiz 

erscheint. In zivilrechtlichen Streitigkeiten müssen die Parteien zumindest einmal im 

ganzen Verfahren Gelegenheit haben, ihre Argumente mündlich in einer öffentlichen 

Sitzung einem unabhängigen Gericht vorzutragen, soweit sie nicht ausdrücklich oder 

6.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/24

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stillschweigend auf die Durchführung eines öffentlichen Verfahrens verzichtet haben. 

Entscheidet in erster Instanz kein Gericht, hat das Rechtsmittelverfahren den 

Anforderungen von Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu genügen. Die Pflicht zur Durchführung einer 

öffentlichen und mündlichen Verhandlung gilt indes nicht absolut. Ein Absehen von 

einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung ist zulässig, wenn die Angelegenheit 

ohne Weiteres aufgrund der Akten sowie der schriftlichen Parteivorbringen beurteilt 

werden kann, wenn sich keine Tatfragen – insbesondere keine Fragen der 

Beweiswürdigung –, sondern reine Rechts- oder Zulässigkeitsfragen mit geringer 

Tragweite stellen oder wenn der Streitgegenstand komplexe technische Fragen betrifft. 

Hingegen ist eine öffentliche und mündliche Verhandlung notwendig, wenn die 

Überprüfung der vorinstanzlichen Sachverhaltsermittlung erforderlich ist, wenn die 

Beurteilung der Angelegenheit vom persönlichen Eindruck abhängt oder wenn das 

Gericht weitergehende Abklärungen zu gewissen Punkten treffen muss. Ob eine 

öffentliche und mündliche Verhandlung durchzuführen ist, beurteilt sich anhand der 

konkreten Umstände des Einzelfalls (vgl. dazu BGE 147 I 153 E. 3.5.1; 

BGer 2C_42/2022 vom 7. Februar 2023 E. 2.3.1 f.; 1C_539/2021 vom 

15. November 2022 E. 3.3.2; 1C_502/2020 vom 23. September 2021 E. 2.2, je mit 

Hinweisen, insbesondere auf BGE 147 I 219 E. 2.3.1). Entscheidend ist, ob eine 

Angelegenheit ohne Verhandlung sachgerecht und angemessen beurteilt werden kann 

(vgl. M. Zollinger, Der Anspruch auf mündliche Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK im 

schweizerischen Verwaltungsgerichtsverfahren – Vorschläge zur Umsetzung und 

Ausgestaltung des konventionsrechtlichen Anspruchs, in: ZSR 142 [2023], S. 161 ff., 

S. 175).

Vorliegend ist neben den bereits abgehandelten Verfahrensfragen (E. 2 f., 4.2 hiervor) 

streitig, ob die Baugesuchsunterlagen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen (E. 7 

hiernach); das Bauvorhaben zonenkonform und hinreichend erschlossen ist (E. 8 und 

10); es die Vorschriften über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung einhält (E. 9); 

es das Verunstaltungsverbot verletzt (E. 11); dafür ein Abstellplatz für Motorfahrzeuge 

erstellt werden muss (E. 12); es übermässige Immissionen im Sinne von Art. 684 ZGB 

bewirkt (E. 14) und die Kostenverlegung im vorinstanzlichen Rekursverfahren sowie im 

verwaltungsgerichtlichen Verfahren B 2021/12 rechtsfehlerhaft war (E. 15). 

Sachverhaltsfragen bzw. Fragen der Beweiswürdigung stehen bei der Beantwortung 

dieser Rechtsfragen nicht im Vordergrund. Auch sind im Beschwerdeverfahren selbst 

keine weitergehenden Abklärungen vorgesehen (vgl. dazu E. 4 hiervor). Überdies ist 

nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht dargetan, weshalb 

der Fall nicht adäquat aufgrund der Akten und der Rechtsschriften entschieden werden 

könnte bzw. inwiefern die zu beurteilenden Rechtsfragen eine öffentliche Verhandlung 

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7.

Soweit die Beschwerdeführerin die Baugesuchsunterlagen bemängelt (act. 5, S. 11-13, 

18, 31 Ziff. III/A/3, C/4d, IV/5), kann ihr nicht gefolgt werden: Erstens kann keine Rede 

davon sein, dass es keinen genehmigten Plansatz zur Baubewilligung vom 

19. August 2019 gibt. Die vorliegenden Baupläne je vom 21. Dezember 2018 

(act. 9.1/7/9-12) wurden vom Rat der Beschwerdebeteiligten erstmals am 13. Mai 2019 

bewilligt. Mit Beschluss Nr. 265 vom 19. August 2019 (act. 9.1/7/14) widerrief der Rat 

diese Bewilligung (GRB Nr. 150 vom 13. Mai 2019) sowie den zugehörigen 

Einspracheentscheid (GRB Nr. 149 vom 13. Mai 2019) und ersetzte sie durch die 

Ratsbeschlüsse Nr. 266 und 267 vom 19. August 2019 (act. 9.1/7/15). Darin erteilte er 

die Baubewilligung erneut unter Bedingungen und Auflagen und hielt fest, dass die mit 

Genehmigungsvermerk des Rates vom 13. Mai 2019 versehenen Planunterlagen 

integrierenden Bestandteil der Bewilligung bildeten (vgl. dazu auch zutreffende E. 5 des 

angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 12 f.). Zweitens hat das Verwaltungsgericht 

bereits im Entscheid B 2021/12 vom 19. August 2021 festgehalten (E. 5, vgl. dazu auch 

zutreffende E. 6.1 f. des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 13 f.), dass die 

Beschwerdegegnerin mit der am 25. Januar 2021 nachgereichten unterschriftlichen 

Zustimmung von D.__ als Grundeigentümerin des Baugrundstücks Nr. 0002_ 

(B 2021/12 act. 6.1 f.) der Ordnungsvorschrift von Art. 137 PBG in Verbindung mit 

Art. 21 Abs. 1 Satz 3 der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.11, PBV) 

nachgekommen ist (vgl. dazu auch Art. 16 Abs. 3 Satz 2 BauR und VerwGE B 2021/59 

und 66 vom 20. Januar 2022 E. 4.1 mit Hinweisen). Die neuen Vorbringen der 

Beschwerdeführerin geben zu keiner anderen Betrachtungsweise Anlass. Drittens hat 

die Vorinstanz in Erwägung 7.4-7.6 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 16 f.) 

erforderten. Für die Beantwortung dieser Rechtsfragen vermögen der persönliche 

Eindruck einer Vertretung der beschwerdeführerischen Genossenschaft und sonstige 

individuelle Komponenten sowie die Möglichkeit zu einem mündlichen Vortrag keine 

wesentliche Rolle zu spielen. Die Beschwerdeführerin hatte hinreichend Gelegenheit, 

sich schriftlich zur Sache zu äussern. Für die dabei aufgeworfenen technischen Sach- 

und Fachfragen eignete sich das schriftliche Verfahren besser als eine mündliche 

Anhörung. Unter diesen Umständen erscheint die Durchführung einer öffentlichen und 

mündlichen Verhandlung konventionsrechtlich nicht als geboten (vgl. dazu auch 

Entscheid EGMR Nr. 42756/02 vom 17. Januar 2006, Katharina Luginbühl v. Schweiz, 

in Bezug auf die Abhaltung einer öffentlichen Verhandlung im Zusammenhang mit einer 

behaupteten Gesundheitsbeeinträchtigung durch Mobilfunk in J.__). Darüber hinaus 

erscheint eine solche Verhandlung auch mit Blick auf Art. 29 Abs. 2 BV sowie Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 VRP weder als notwendig noch als zweckmässig (vgl. 

dazu VerwGE B 2022/57 vom 11. August 2022 E. 2.1 mit Hinweisen).

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dargelegt, dass das strittige Baugesuch im Sinne von Art. 137 PBG in Verbindung mit 

Art. 21 Abs. 1 Satz 1 und 2 PBG sowie Art. 16 BauR vollständig ist resp. eine 

Überprüfung der vorliegend massgebenden baupolizeilichen Regeln zulässt (vgl. dazu 

auch BGer 1C_413/2020 vom 3. November 2021 E. 5.3 mit Hinweisen; act. 13, S. 5-7 

Ziff. II/C/14-20). Soweit die Beschwerdeführerin an ihren diesbezüglichen im 

Rekursverfahren erhobenen Einwänden im Beschwerdeverfahren festgehalten hat 

(Bauvorhaben auf dem Situationsplan [act. 9.1/7/9] nicht eingetragen; fehlende 

Vermassungen [Abstände zu den Grundstücksgrenzen und zum Mehrfamilienhaus; 

Vermassung bestehender Bauten vertikal und horizontal] und Eintragungen [z.B. 

Grundstücksgrenzen, Erschliessungsstrasse] auf dem Grundrissplan [act. 9.1/7/10] und 

auf dem Plan "Ansicht"/"Seitenansicht"/"Grundriss" [act. 9.1/7/11]; fehlende Angaben 

zum Fundament; Fehlen eines Umgebungs- und eines Bauinstallationsplanes), kann 

vollumfänglich auf die detaillierten Ausführungen der Vorinstanz in Erwägung 7.4-7.6 

des angefochtenen Entscheids verwiesen werden und es erübrigen sich weitere 

Ausführungen hierzu, zumal sich die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren mit 

diesen Erwägungen der Vorinstanz nicht weiter auseinandergesetzt hat.

8.

Die Beschwerdeführerin zieht unter Berufung auf den Verwaltungsgerichtsentscheid 

B 2004/161 und 162 vom 31. Mai 2005 die (abstrakte) Zonenkonformität der 

umstrittenen Mobilfunkanlage in Zweifel (act. 5, S. 13 f. Ziff. III/B).

Voraussetzung einer Baubewilligung ist insbesondere, dass die Bauten und Anlagen 

dem Zweck der Nutzungszone entsprechen (Art. 22 Abs. 2 Ingress und lit. a RPG). 

Art. 22 Abs. 2 Ingress und lit. a RPG gewährleistet einen abstrakt wirkenden öffentlich-

rechtlichen Immissionsschutz. Deshalb ist zunächst festzustellen, ob die Nutzung einer 

Baute oder Anlage zu einer bestimmten Kategorie gehört, die in der betreffenden Zone 

zulässig ist. Erst anschliessend ist, soweit noch erforderlich, zu beurteilen, ob der 

Betrieb konkret Immissionen zur Folge hat, die das zulässige Mass überschreiten (vgl. 

dazu VerwGE B 2020/241 vom 1. Oktober 2021 E. 4.2 mit Hinweisen). Grundsätzlich ist 

es Sache des kantonalen (bzw. kommunalen) Rechts und der Nutzungsplanung 

festzulegen, in welchen Zonen Infrastrukturbauten – zu denen auch Mobilfunkanlagen 

gehören – generell zulässig sind bzw. ausnahmsweise zugelassen werden können. Mit 

dem Bundesumweltrecht ist vereinbar, dass ein kommunales Baureglement in der 

Wohnzone nur Mobilfunkanlagen zulässt, die der lokalen Versorgung dienen, d.h. einen 

funktionellen Bezug zu dieser Zone aufweisen und von ihren Dimensionen und ihrer 

Leistungsfähigkeit her der in reinen Wohnzonen üblichen Ausstattung entsprechen. 

8.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/24

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Daraus kann indes nicht abgeleitet werden, dass Mobilfunkanlagen generell nur der 

lokalen Versorgung ihrer Zone dienen dürfen. Vielmehr setzt eine solche Beschränkung 

eine entsprechende kantonale bzw. kommunale Regelung bezüglich Wohnzonen 

voraus. Fehlt eine solche Regelung, verstösst eine Mobilfunkanlage innerhalb der 

Bauzone nicht einmal dann gegen den Grundsatz der Trennung von Bau- und 

Nichtbaugebiet, wenn sie erheblich grössere Gebiete in der Nichtbauzone als in der 

Bauzone mit Mobilfunkleistungen versorgt (vgl. BGE 141 II 245 Regeste sowie E. 2.1 

und 2.4 mit Hinweisen). Wenn die Zonenkonformität eines Bauvorhabens zu beurteilen 

ist, sind nicht allein die baulichen Massnahmen, sondern ebenfalls die Wirkungen auf 

die Umgebung zu berücksichtigen, die das Vorhaben nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge mit sich bringt. Es ist mithin nicht nur auf die Dimensionen der rein baulichen 

Vorkehrungen abzustellen, sondern auch von einer wirkungsbezogenen 

Betrachtungsweise auszugehen, die den Bestand sowie Betrieb der fertiggestellten 

Baute oder Anlage und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umgebung 

einbezieht. Bei Bauten und Anlagen, die direkt oder ganz nahe an die Grenze zu einer 

anderen Zone gestellt werden sollen als jener, in der sie liegen, erfordert die Prüfung 

der Zonenkonformität stets auch den Einbezug ihrer Auswirkungen auf die Umgebung. 

Sind nach der allgemeinen Lebenserfahrung keine, oder nur unbedeutende 

Auswirkungen auf die benachbarte Zone zu erwarten, genügt es, wenn das Vorhaben 

dem Zweck der Zone entspricht, in die es zu liegen kommt. Sind dagegen von einer 

Baute oder Anlage auf oder ganz nahe an der Grenze Auswirkungen auf eine 

Nachbarzone wahrscheinlich, hat die Baubehörde die Konformität auch mit der 

benachbarten Zone zu prüfen. Denn in diesem Fall beschränkt sich das Bauvorhaben 

nach der gebotenen auswirkungsbezogenen Betrachtung nicht auf die Zone, in der das 

Gebäude selber steht, sondern es liegt ein grenzüberschreitendes Vorhaben vor, das 

sich ebenfalls auf die Nachbarzone erstreckt (vgl. dazu BGE 145 I 156 Regeste sowie 

E. 6.2 f. mit Hinweisen).

Vorweg erweist sich der von der Beschwerdeführerin angerufene 

Verwaltungsgerichtsentscheid B 2004/161 und 162 vom 31. Mai 2005 im Rahmen der 

hier vorzunehmenden Beurteilung der abstrakten Zonenkonformität (vgl. zu den 

konkreten Immissionen E. 9 hiernach) nicht als einschlägig. Darin bestätigte das 

Verwaltungsgericht die abstrakte Zonenkonformität eines Erotikclubs in der Wohn-

Gewerbe-Zone (E. 3b und 3c) und es äusserte sich erst im Rahmen der Beurteilung der 

konkreten Lärmimmissionen zum Begriff "Umgebung" im Sinne von Art. 25 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz; SR 814.01, USG) und 

damit zu einer wirkungsbezogenen Betrachtungsweise (E. 3d). Weiter trifft es zwar zu, 

8.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/24

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9.

Im Weiteren stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (act. 5, S. 15-20 

Ziff. III/C/1 f., 4 f., act. 21, S. 2-4 Ziff. 2), die strittige Antenne sei nur zulässig, wenn sie 

den massgebenden Anlagegrenzwert von 5,0 V/m unter Berücksichtigung der 

Strahlenbelastung durch die bestehende Swisscom-Antenne auf Parzelle Nr. 0005_ 

einhalte, was nicht nachgewiesen sei. Beide Antennen müssten im Verhältnis 

zueinander den jeweiligen Abstand einhalten. Unbesehen davon überschreite die 

strittige Anlage auch für sich den mass-gebenden Anlagegrenzwert, falls sie 

bestimmungsgemäss genutzt werde. Im Übrigen würden sich die im StDB 

angegebenen maximalen Werte für die Parzelle Nr. 0004_ auf das unbebaute 

Grundstück beziehen. Die in der Zwischenzeit erstellten und bezogenen Wohnbauten 

seien darin nicht berücksichtigt worden. Ferner sei völlig unglaubwürdig, dass die für 

dass sich die strittige Mobilfunkanlage nahe der Grenze zwischen der Wohn-Gewerbe-

Zone WG3 (Baugrundstück Nr. 0002_) und der Wohnzone W3 (Parzelle Nr. 0012_) 

befindet. Weder Art. 11 f. BauG noch das BauR enthalten indessen spezielle 

Zonenbestimmungen für die Erstellung von Mobilfunkanlagen in der Wohn-Gewerbe-

Zone oder den Wohnzonen (Negativ- oder Positivplanung bzw. Kaskadenmodell). 

Zudem sind die Wirkungen der am 3. April 2018 erlassenen und seit 9. April 2018 

wirksamen (Art. 44 Abs. 3 PBG) Planungszone für Mobilfunkanlagen in der Wohnzone 

zwischenzeitlich erloschen (vgl. zur maximalen Fünfjahresfrist Art. 42 Abs. 3 PBG und 

B. Deillon, in: Bereuter/Frei/Ritter [Hrsg.], Kommentar zum Planungs- und Baugesetz 

des Kantons St. Gallen, Basel 2020, N 28-31 zu Art. 42 PBG). Demzufolge erweisen 

sich Mobilfunkantennenanlagen auf dem Hoheitsgebiet der beschwerdebeteiligten 

Gemeinde in den Wohn- sowie den Wohn-Gewerbe-Zonen generell als zulässig. 

Inwiefern sich die umstrittene Mobilfunkantennenanlage vor diesem Hintergrund, 

abstrakt betrachtet, als nicht zonenkonform erweisen sollte, ist nicht erkennbar. Auch 

kann der Vorinstanz bei dieser Ausgangslage – entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin (act. 5, S. 14 Ziff. III/B/5c) – hinsichtlich der Funkabdeckung der 

strittigen Antenne wie auch aller angrenzenden, bereits bestehenden Mobilfunkanlagen 

der Beschwerdegegnerin von vornherein keine unvollständige Sachverhaltsabklärung 

vorgeworfen werden (vgl. dazu auch E. 4 Abs. 2 hiervor). Dessen ungeachtet hat die 

Vorinstanz in Erwägung 11.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 21) gestützt auf 

das Votum des Vertreters des AFU am Augenschein vom 25. August 2020 (act. 9.1/33, 

S. 4) nachvollziehbar dargetan, dass die strittige Anlage, welche gemäss der 

Beschwerdeführerin an einer im Vergleich zum Umland erhöhten Lage erstellt werden 

soll, in erster Linie der Versorgung der entlang der Neudorfstrasse angeordneten 

Bauzonen bzw. der Versorgung der näheren Umgebung diene (vgl. dazu auch act. 8, 

S. 3 f.).

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die Antennen für das Frequenzband 3400-3600 (5G) im StDB beantragte Sendeleistung 

(ERP ) maximal nur 50 Watt betrage. Mit einer solchen Sendeleistung könne das 5G-

Netz gar nicht bestimmungsgemäss betrieben werden.

Trotz gegenteiliger Meinung der Beschwerdeführerin kann vorliegend aus folgenden 

Gründen nicht auf eine Überschreitung des massgebenden, gemäss StDB an allen 

massgeblichen Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) im Sinne von Art. 3 

Abs. 3 NISV eingehaltenen Anlagegrenzwerts von 5,0 V/m (vgl. Art. 4 Abs. 1 in 

Verbindung mit Anhang 1 Ziff. 64 Ingress und lit. c sowie Ziff. 65 NISV) geschlossen 

werden: Erstens beträgt der Abstand zwischen der vorliegend strittigen 

Antennenanlage und der K.__-Mobilfunkantennenanlage SENE auf Parzelle Nr. 0005_ 

gemäss den gestützt auf die jeweiligen Koordinaten erfolgten Berechnungen des AFU 

110 m (vgl. dazu Amtsberichte des AFU vom 9. April 2019, 9. April 2020 und 

19. Oktober 2020, act. 9.1/7/2, 9.1/23 und 40). Von der Beschwerdeführerin werden die 

vom AFU verwendeten Koordinaten nicht in Zweifel gezogen (vgl. dazu Grundbuchplan 

vom 21. Dezember 2018, act. 9.1/7/9; https://map.geo.admin.ch > Antennenstandorte 

4G [LTE], besucht am 8. Mai 2023). Die strittige Antennenanlage sendet in einem 

Perimeter (Radius r) von 109 m (vgl. StDB, S. 7), die Swisscom-

Mobilfunkantennenanlage SENE auf Parzelle Nr. 0005_ gemäss AFU in einem solchen 

von 135 m. Wie die Vorinstanz in Erwägung 14 des angefochtenen Entscheids (act. 2, 

S. 24 f.) gestützt auf die Amtsberichte des AFU zutreffend ausgeführt hat, befindet sich 

die strittige Anlage demnach zwar im Anlageperimeter der fraglichen K.__-Antenne. 

Hingegen liegt diese ausserhalb des Perimeters der strittigen Anlage, zumal der im 

StDB deklarierte Perimeter der strittigen Anlage – entgegen anderslautender Vorhalte 

der Beschwerdeführerin – verbindlich ist. Da die vorliegend strittige Antennenanlage 

somit nicht aus einem engen räumlichen Zusammenhang mit der K.__-

Mobilfunkantennenanlage SENE auf Parzelle Nr. 0005_ sendet, sind diese Anlagen – 

unabhängig der Reihenfolge ihrer Erstellung – nicht als eine Anlage zu behandeln (vgl. 

dazu Art. 3 Abs. 6 und Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 2 bis 4 NISV; das von der Vorinstanz 

zitierte Urteil BGer 1C_627/2019 vom 6. Oktober 2020 E. 3.1 und 3.4 mit Hinweisen, 

siehe auch act. 13, S. 8 Ziff. II/C/25). Zweitens mag die im StDB beantragte 

Sendeleistung (ERP ) der Antennen Nrn. 1STX, 2STX und 3STX von 50 W im Vergleich 

zu den übrigen Antennen (400 resp. 900 W Sendeleistung) klein erscheinen (vgl. dazu 

StDB, S. 9-23). Dessen ungeachtet bleibt diese beantragte Sendeleistung und nicht 

eine theoretisch mögliche Sendeleistung für die Beurteilung des vorliegend strittigen 

Baugesuchs massgebend (vgl. dazu Art. 11 Abs. 2 NISV und VerwGE B 2021/188 vom 

17. März 2022 E. 7.4). Drittens kann der Vorinstanz resp. dem AFU in dieser Hinsicht 

keine unvollständige oder unrichtige Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden: Es 

n

n

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ist davon auszugehen, dass im StDB berücksichtigt worden ist, dass das 

beschwerdeführerische Grundstück Nr. 0004_ überbaut wird. Jedenfalls wird von der 

Beschwerdeführerin nicht bestritten, dass das StDB gemäss den Vorgaben der 

Vollzugsempfehlung zur NISV des BAFU (ehemals: Bundesamt für Umwelt, Wald und 

Landschaft BUWAL), Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, aus dem Jahr 2002 (Stand: 

20. November 2006, ergänzt am 28. März 2013, https://www.bafu.admin.ch, besucht 

am 8. Mai 2023) erstellt worden ist. Selbst wenn das zwischenzeitlich realisierte 

Bauprojekt auf Parzelle Nr. 0004_ für den Neubau von Mehrfamilienhäusern zum 

Zeitpunkt der Einreichung des strittigen Baugesuchs noch nicht öffentlich aufgelegen 

war, wurde die Parzelle Nr. 0004_ nach der Vollzugsempfehlung (S. 15) damit im StDB 

so behandelt, als wären die Gebäude bereits errichtet worden. Demnach gilt im StDB 

als OMEN Nr. 13 das gesamte baurechtlich zulässige Volumen auf der Parzelle 

Nr. 3931.

10.

Soweit die Beschwerdeführerin ferner vorbringt (act. 5, S. 20-23, 26 f. Ziff. III/D/1-3, 6), 

das Bauvorhaben sei in tatsächlicher Hinsicht nicht hinreichend erschlossen und es 

fehle eine Bewilligung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 Ingress und lit. a des 

Strassengesetzes (sGS 732.1, StrG), ist vollumfänglich auf Erwägung 4.1 f. des 

Verwaltungsgerichtsentscheids B 2021/12 vom 19. August 2021 zu verweisen. Anlass 

zu einer anderen Betrachtungsweise besteht nicht. Soweit die Beschwerdeführerin die 

Ansicht vertritt, eine rechtlich hinreichende Erschliessung hätte die öffentlicherklärung 

der privaten Hauszufahrt auf Parzelle Nr. 0002_ vorausgesetzt, kann ihr nicht 

beigepflichtet werden. Falls der Verkehr, wie hier, innerhalb eines einzigen 

Privatgrundstücks stattfindet, besteht in der Regel im Rahmen der jeweiligen 

Einzelfallbeurteilung keine Notwendigkeit an einer Öffentlicherklärung der internen 

Hauszufahrt (vgl. dazu BGer 1C_248/2019 vom 3. Februar 2020 E. 5.2 f. mit Hinweisen 

sowie zutreffende E. 9.1 f. des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 18, mit Hinweis auf 

VerwGE B 2021/45 vom 13. Februar 2022 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Ein 

Ausnahmetatbestand, wie etwa das Vorliegen eines sehr grossen, mehrere Bautiefen 

umfassenden Grundstücks, liegt nicht vor.

11.

Sodann rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Verunstaltungsverbots (act. 5, 

S. 27 f. Ziff. III/E). Soweit kantonale oder kommunale Bau- und Zonenvorschriften 

Mobilfunkanlagen betreffen, müssen sie die sich aus dem Bundesumwelt- und -

fernmelderecht ergebenden Schranken beachten. In diesem Rahmen sind kommunale 

ortsplanerische Bestimmungen, die zur Wahrung des Charakters oder der 

Wohnqualität eines Quartiers die Errichtung von Mobilfunkanlagen einschränken, 

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grundsätzlich möglich. Auch ist es nicht ausgeschlossen, allgemeine Ästhetikklauseln 

auf solche Anlagen anzuwenden. Laut Art. 99 Abs. 1 PBG ist die Erstellung von Bauten 

und Anlagen, die das Orts- oder Landschaftsbild verunstalten oder – hier von 

vornherein mangels Schutzobjekts (Art. 115 lit. g PBG) nicht einschlägig – 

Baudenkmäler beeinträchtigen, untersagt (vgl. dazu VerwGE B 2021/59 und 66 vom 

20. Januar 2022 E. 7 mit Hinweisen). Unter Berücksichtigung der gegenseitigen 

Bedingtheit von Funktionalität und Erscheinungsbild der Mobilfunkanlage hat die 

Vorinstanz gestützt auf die Erkenntnisse anlässlich des Augenscheins vom 

25. August 2020 (act. 9.1/32 f.) in Erwägung 13.3 des angefochtenen Entscheids 

(act. 2, S. 24) nachvollziehbar dargetan, die Beschwerdebeteiligte habe im Rahmen des 

ihr zustehenden Beurteilungsspielraums bei objektiver Betrachtungsweise davon 

ausgehen dürfen, dass der Neubau der strittigen Antennenanlage für sich alleine 

betrachtet und/oder mit Blick auf das Erscheinungsbild des umliegenden Quartiers 

ohne besondere Qualität nicht zu etwas qualifiziert Unschönem führe (vgl. dazu auch 

Einspracheentscheid vom 19. August 2019, act. 9.1/7/14, S. 3 E. 2). Von einer 

Verunstaltung kann demnach nicht gesprochen werden.

12.

Soweit die Beschwerdeführerin behauptet (act. 5, S. 9 f., 23 f. Ziff. III/A/2, D/4), für die 

strittige Mobilfunkanlage müsse ein Parkplatz erstellt werden, übersieht sie, dass sich 

aus Art. 72 Abs. 1 BauG in Verbindung mit Art. 13 Abs. 2 BauR und der Norm 40 281 

Parkieren, Angebot an Parkfeldern für Personenwagen des Schweizerischen Verbandes 

der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) vom 31. März 2019 keine solche Pflicht 

ergibt, auch nicht "sachgemäss".

13.

Des Weiteren stellt die Beschwerdeführerin nicht in Abrede (act. 5, S. 9 f., 23-26 Ziff. III/

A/2, D/4 f.), dass die geplante Mobilfunkanlage – im Gegensatz zu den bestehenden 

Gebäuden auf Parzelle Nr. 0002_ – nicht unter die Bestandesgarantie (Art. 109 f. PBG, 

vgl. dazu VerwGE B 2021/170 vom 14. Februar 2022 E. 6.1; BGer 1C_591/2021 vom 

18. Oktober 2022 E. 4.4 ff.; 1C_550/2017 vom 6. Februar 2018 E. 3.4.1 ff., je mit 

Hinweisen) fällt (vgl. dazu auch Rekursentscheid der Vorinstanz vom 

17. Dezember 2020 E. 3.3.2, B 2021/12 act. 2, S. 14). Abgesehen von der von ihr, wie 

dargelegt (vgl. dazu E. 10 hiervor), zu Unrecht bemängelten Erschliessung behauptet 

sie auch nicht, dass das bestehende Mehrfamilienhaus Assek.-Nr. 265 auf dem 

Baugrundstück Nr. 0002_ hinsichtlich der von ihr ins Feld geführten übrigen 

Baurechtswidrigkeit (Unterschreitung des Grenz-, Gebäude- und Strassenabstands, 

fehlender Kinderspielplatz, fehlende Autoabstellplätze) sanierungspflichtig wäre. 

Darüber hinaus bringt sie nicht vor und es ist auch nicht ersichtlich, dass die strittige 

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Anlage eine bauliche Einheit mit den vorbestandenen Gebäuden bildete, selbst wenn 

sie auf demselben Grundstück errichtet werden soll und sie auch die bestehenden 

Gebäude auf Parzelle Nr. 0002_ mit Mobilfunkdienstleistungen versorgen kann. Vor 

diesem Hintergrund tut nichts zur Sache, ob die strittige Anlage allenfalls der Erstellung 

eines Kinderspielplatzes und/oder zusätzlicher Autoabstellplätze für das 

Mehrfamilienhaus Assek.-Nr. 265 entgegenstehen würde.

14.

Schliesslich befürchtet die Beschwerdeführerin (act. 5, S. 28-34 Ziff. IV), das strittige 

Bauvorhaben bewirke in verschiedener Hinsicht (Strahlung, psychologische 

Auswirkungen, schwerere Verkäuflichkeit und Vermietung) übermässige Einwirkungen 

auf ihrem Grundstück Nr. 0004_. Mangels Höhenbeschränkungen sowie Grenz- und 

Gebäudeabstandsvorschriften für Anlagen bestände keine detaillierte Bau- und 

Zonenordnung, deren Einhaltung eine Verletzung von Art. 684 ZGB ausschliesse. Die 

Beschreibung des Quartiers in Erwägung 16.3 des angefochtenen Entscheids 

entspreche nicht den tatsächlichen Verhältnissen. Die streitige, 30 m hohe 

Mobilfunkanlage inmitten eines Wohnquartiers mit etwa zehn, maximal 10 m hohen 

Mehrfamilienhäusern, namentlich auf den Grundstücken Nrn. 0002_, 0012_ und 0004_, 

stelle eine "Aufstockung" der vorbestehenden, unzulässigen übernutzung der Parzelle 

Nr. 0002_ zu Lasten der benachbarten Grundeigentümer dar. Wenn die insgesamt etwa 

30 m hohe Mobilfunkantennenanlage unmittelbar an der Grundstücksgrenze bewilligt 

und erstellt würde, hätte dies massivste finanzielle Auswirkungen zu ihren Lasten. Das 

rein wirtschaftliche Interesse der Eigentümerin des Baugrundstücks Nr. 0002_ stehe in 

keinem Verhältnis zu den wirtschaftlichen Nachteilen der umliegenden 

Grundeigentümer.

Gemäss Art. 684 Abs. 1 ZGB ist jedermann verpflichtet, bei der Ausübung seines 

Eigentums, wie namentlich bei dem Betrieb eines Gewerbes auf seinem Grundstück, 

sich aller übermässigen Einwirkung auf das Eigentum der Nachbarn zu enthalten. 

Neben den in Art. 684 Abs. 2 ZGB beispielhaft als verboten aufgezählten materiellen 

Immissionen (Lärm, Strahlung usw.) und den negativen Immissionen (Lichtentzug usw.) 

untersagt die Rechtsprechung auch ideelle oder immaterielle Immissionen. Darunter 

sind Zustände oder Handlungen auf dem Ausgangsgrundstück zu verstehen, die das 

seelische Empfinden der Nachbarn verletzen, etwa unangenehme psychische 

Eindrücke (wie zum Beispiel Ekel, Abscheu oder Angst) erwecken. Übermässig und 

folglich verboten sind ideelle Immissionen, wenn bei Personen mit normaler 

durchschnittlicher Empfindlichkeit ein erhebliches, ständig fühlbares Unbehagen 

14.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/24

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verursacht wird. Die Immission soll für jeden übermässig sein, der sich in der Lage des 

Klägers befindet. Bei der Beurteilung immaterieller Immissionen haben die 

rechtsanwendenden Behörden mit besonderer Sorgfalt vorzugehen, da die Gefahr, 

einen objektiven Standpunkt zu verlassen und persönliche Gesichtspunkte zu 

überschätzen, bei der Einschätzung seelischer und moralischer Beeinträchtigungen 

besonders gross ist. Privatrechtlicher Immissionsschutz und öffentlich-rechtlicher 

Immissionsschutz bestehen grundsätzlich selbstständig nebeneinander, doch ist nicht 

zu verkennen, dass die Ausweitung insbesondere des öffentlichen Bau- und 

Planungsrechts tendenziell auf Kosten des privatrechtlichen Immissionsschutzes gehen 

kann. Dies ist insoweit sachlich gerechtfertigt und hinzunehmen, als man es mit 

detaillierten Zonenordnungen und Baureglementen zu tun hat. Eine durch 

rechtskräftigen Entscheid einer Verwaltungsbehörde bewilligte Baute verursacht in der 

Regel keine übermässigen Immissionen im Sinne von Art. 684 ZGB (vgl. 

BGer 5A_47/2016 vom 26. September 2016 E. 2.1 f. mit Hinweisen). Bei dem nach 

Recht und Billigkeit zu treffenden Entscheid sind nicht bloss Lage und Beschaffenheit 

der Grundstücke sowie der Ortsgebrauch zu berücksichtigen. Es ist die individuell 

konkrete Interessenlage umfassend zu würdigen: Alle in der einzelnen Streitsache ins 

Gewicht fallenden Umstände sind auf ihre Erheblichkeit hin zu prüfen, wobei stets zu 

beachten bleibt, dass Art. 684 ZGB als nachbarrechtliche Norm in erster Linie der 

Herstellung eines nachbarlichen Interessenausgleichs dienen soll (vgl. dazu VerwGE 

B 2020/59 vom 19. Januar 2021 E. 5.3 mit Hinweisen).

Soweit die Beschwerdeführerin der Vorinstanz vorweg eine unrichtige 

Sachverhaltsfeststellung zur Last legt (act. 5, S. 4, 9, 14, 16, 18, 27, 32 Ziff. II/4, III/A/1, 

B/5, C/4b, 5d, E/2-4, IV/6), stossen ihre Vorbringen ins Leere. Wie sich aus der 

Fotodokumentation zum Augenschein vom 25. August 2020 (act. 9.1/32) ergibt, trifft 

die Feststellung in Erwägung 16.3 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 28) resp. 

unter lit. A/1 des Augenscheinprotokolls vom 27. August 2020 (act. 9.1/33) – auch unter 

Berücksichtigung sowohl der neu erstellten, zum Zeitpunkt des Augenscheins noch in 

Bau befindlichen Mehrfamilienhäuser auf dem beschwerdeführerischen Grundstück 

Nr. 0004_ bzw. der Neubauten auf den Grundstücken Nrn. 0006_ und 0007_ (https://

geoportal.ch, https://silvapark.ch, beide besucht am 8. Mai 2023) als auch der 

bestehenden Bauten auf den Grundstücken Nrn. 0008_, 0009_, 0010_ und 0011_ auf 

der gegenüberliegenden Seite der E.__-strasse – (nach wie vor) zu, wonach die nähere 

Umgebung des Baugrundstücks von Gebäuden unterschiedlichen Alters mit 

unterschiedlicher, auch gewerblicher, Nutzung geprägt sei (vgl. dazu auch act. 8, S. 2 

Ziff. 1-1.2 und VerwGE B 2021/49 vom 14. Februar 2022 E. 2.3 mit Hinweisen). Weiter 

14.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/24

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hält die strittige Mobilfunkanlage gemäss den vorstehenden Erwägungen die bau- und 

umweltrechtlichen Vorschriften ein. Entgegen anderslautender Darstellung der 

Beschwerdeführerin liegt insbesondere keine unzulässige übernutzung des 

Baugrundstücks Nr. 0002_ vor (vgl. dazu E. 13 hiervor). Überdies erfolgte die streitige 

Bewilligung der Antenne in Anwendung einer detaillierten Bau- und Zonenordnung. 

Allein aus dem Umstand, dass für die Antenne keine Höhenbeschränkungen (vgl. dazu 

E. 12 des angefochtenen Entscheids mit Hinweisen, act. 2, S. 22 f.) sowie keine Grenz- 

und Gebäudeabstände gelten (vgl. demgegenüber in Bezug auf den Technikschrank: 

E. 10 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 19 f.), lässt sich entgegen der 

Auffassung der Beschwerdeführerin nicht ableiten, dass keine detaillierte öffentlich-

rechtliche Regelung vorliegt. Dessen ungeachtet ist die Platzierung von 

Mobilfunkanlagen in Wohn- bzw. Wohn-Gewerbegebieten in der Schweiz verbreitet 

und in der Wohn-Gewerbe-Zone in C.__ auch durchaus ortsüblich (vgl. dazu die 

bestehenden Antennen auf den Grundstücken Nrn. 0005_ und 0013_; https://

map.geo.admin.ch > Antennenstandorte 4G [LTE] und 5G [NR]; https://

www.geoportal.ch > Mobilfunkantennen CH, beide besucht am 8. Mai 2023). Soweit 

die Beschwerdeführerin Gesundheitsschäden ("Strahlung"), hervorgerufen durch die 

geplante Mobilfunkantennenanlage, und somit übermässige materielle Immissionen 

befürchtet, fehlt es an einem objektivierbaren Grund für die gesundheitlichen Bedenken 

der Beschwerdeführerin, da die geplante Anlage zonenkonform ist und die gesetzlichen 

Strahlengrenzwerte einhält (vgl. dazu E. 8 f. hiervor). Folglich kann auch kein dadurch 

bewirkter Wertverlust vorliegen. Soweit sie direkt ("psychologische Auswirkungen") 

oder indirekt ("schwerere Verkäuflichkeit und Vermietung") übermässige ideelle 

Immissionen geltend macht, kann – ausgehend vom Empfinden eines 

Durchschnittsmenschen in derselben Situation – nicht als dargetan gelten, dass diese 

Person einer Liegenschaft aufgrund der Nachbarschaft einer Mobilfunkanlage effektiv 

eine Wertminderung zumisst. Der Umstand, dass der Anblick von Mobilfunkanlagen – 

zu Recht oder zu Unrecht – bei Anwohnern gerichtsnotorisch mitunter als Bedrohung 

bzw. als Beeinträchtigung der Wohnqualität empfunden wird, erlaubt für sich allein 

keine generalisierte Aussage zum Empfinden eines Durchschnittsmenschen in 

derselben Situation. Ein kausaler Zusammenhang zwischen Ursache 

(Mobilfunkantenne in der Nachbarschaft) und behaupteter Wirkung (Preisminderung) 

kann angesichts der Vielschichtigkeit der Faktoren für das Zustandekommen von 

Liegenschaftspreisen nicht als bewiesen gelten (vgl. dazu VerwGE B 2020/59 vom 

19. Januar 2021 E. 5.4 mit Hinweisen, insbesondere auf VerwGE B 2014/130 vom 

27. November 2015 E. 4.2.5, bestätigt mit BGer 5A_47/2016 vom 26. September 2016). 

Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz in Erwägung 16.3 und 17 des 

angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 28 f.) schliessen, dass keine übermässigen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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15.

Soweit die Beschwerdeführerin bemängelt (act. 5, S. 13 Ziff. III/A/3), die Vorinstanz 

hätte die festgestellten Mängel bzw. "Ordnungswidrigkeiten" des Baugesuchs 

zumindest bei der Verlegung der amtlichen und ausseramtlichen Kosten 

berücksichtigen müssen, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz hat in 

Erwägung 6 f. des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 13-17) keine solchen Mängel 

oder Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Soweit die Beschwerdeführerin ein 

Rückkommen auf den Kostenspruch des Verwaltungsgerichtsentscheids B 2021/10 

(Dispositiv-Ziff. 2 f.) beantragt (act. 5, S. 34-36 Ziff. V/2-4), ist festzuhalten, dass dieser 

Entscheid in formelle Rechtskraft erwachsen ist. Gründe für eine Wiederaufnahme 

dieses Verfahrens (vgl. dazu Art. 81 Abs. 1 VRP; VerwGE B 2019/30 vom 6. Juni 2019 

E. 2.1; B 2014/80 vom 27. November 2015 E. 2 je mit Hinweisen), liegen nicht vor.

16.

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen, 

soweit darauf einzutreten ist. Der angefochtene Entscheid ist insoweit aufzuheben, als 

die Vorinstanz auf den Rekurs nicht eingetreten ist. Im Übrigen ist die Beschwerde 

abzuweisen.

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP), 

zumal ein nur geringfügiges Obsiegen bzw. Unterliegen bei der Kostenverlegung nicht 

zu berücksichtigen ist (vgl. dazu VerwGE B 2022/10 vom 17. Juni 2022 E. 5 mit 

Hinweis). Eine Entscheidgebühr von CHF 4'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Der in gleicher Höhe geleistete 

Kostenvorschuss wird angerechnet. Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten 

hat die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin für das Beschwerdeverfahren 

antragsgemäss ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit 

Art. 98  VRP). Die Entschädigung ist ermessensweise pauschal auf insgesamt 

CHF 4'000 zuzüglich CHF 160 Barauslagen (vier Prozent von CHF 4'000) festzulegen 

(Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 AnwG; Art. 6, Art. 19, Art. 22 

Abs. 1 Ingress und lit. b, Art. 28  der Honorarordnung, sGS 963.5, HonO). Da die 

Beschwerdegegnerin selbst mehrwertsteuerpflichtig ist und die ihr von ihrer 

Rechtsvertretung in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer als Vorsteuer von ihrer eigenen 

Immissionen im Sinne von Art. 684 ZGB vorlägen, da das allgemein hinzunehmende 

Mass an Unbehagen nicht überschritten werde, ohne Recht zu verletzen. Daran ändert 

nichts, dass der geplante Mast die umliegenden Gebäude überragen wird (vgl. dazu 

auch act. 13, S. 11 f. Ziff. II/C/38-43).

bis

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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Steuerschuld abziehen kann, kann die Mehrwertsteuer unberücksichtigt bleiben (vgl. 

dazu Art. 29 HonO; VerwGE B 2020/94 vom 17. Februar 2021 E. 8 mit Hinweis; https://

www.uid.admin.ch, besucht am 8. Mai 2023).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Der 

angefochtene Entscheid wird insoweit aufgehoben, als die Vorinstanz auf den Rekurs 

nicht eingetreten ist. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 4'000. Der von ihr im Beschwerdeverfahren geleistete Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe wird angerechnet.

3.

Die Beschwerdeführerin entschädigt die Beschwerdegegnerin für das 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit insgesamt CHF 4'160 (inklusive Barauslagen), 

ohne Mehrwertsteuer.

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 12.07.2023
	Bau- und Umweltrecht, Verfahren, Praxisänderung, Art. 46 Abs. 3 VRP. In Abänderung der bisherigen, vom Verwaltungsgericht bestätigten Praxis sind neue Tat-sachenbehauptungen und Beweismittel im Rahmen des Streitgegenstands neu bis zum Abschluss des verwaltungsinternen Rekursverfahrens zulässig (E. 3.1), (Verwaltungsge-richt, B 2022/173). Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 1C_496/2023 und 5A_694/2023)

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