# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14eac0b7-aeaa-55f8-9d7a-967b7b883fd5
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-07-29
**Language:** de
**Title:** Neuanmeldung, abstellen auf die im Gutachten unter Gesamtbeurteilung festgehaltene 70%ige Arbeitsunfähigkeit, teilweise Gutheissung
**Docket/Reference:** IV.2015.00505
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.00505.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.00505
I. Kammer
Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Eymann
Urteil
vom
29. Juli 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin Monika Meier
MMA Monika Meier Anwaltsbüro
Gossauerstrasse
14,
Postf
ach 244, 8340 Hinwil
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17,
Post
fach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
weitere Verfahrensbeteiligte:
Stiftung Auffangeinrichtung BVG
Rechtsdienst
Weststrasse 50,
Post
fach, 8036 Zürich
Beigeladene
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1970 geborene
X.___
absolvierte
eine zweijährige
Anlehre
als
Holz
arbeiter
(Urk. 5/40/4)
.
Zuletzt war er als Produktionsmitarbeiter in der Industrieabteilung bei
Y.___
vom 1. August 2000 bis zum 30. Juni 2003 tätig (Urk. 5/12).
Am 2. September 2003 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf
eine
Osteochondrose
,
eine
Bandscheiben
protrusion
und einen
dysplastischen
Wirbelbogen L5 beidseitig
bei der Invali
denversicherung
für die Berufsberatung, die Umschulung auf eine neue Tätig
keit
und
die Arbeitsvermittlung an (Urk. 5/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm medizinische (Urk. 5/8, Urk. 5/13
, Urk. 5/27
) und erwerbliche
(Urk. 5/9, Urk. 5/11, Urk. 5/12, Urk. 5/16)
Abklärungen vor
.
Mit Verfügung vom
3. Dezember
2004 teilte
sie
mit, dass
sie Beratung und Unter
stützung bei der Stellensuche durch die Stellenvermittlung gewähre
(Urk. 5/
30
).
Mit Verfügung vom 8. April 2005 wies die IV-Stelle das Begehren um eine Invalidenrente ab, da sie einen Invaliditätsgrad von 15 % berechnete (Urk. 5/34).
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Mit Verfü
gung vom 13. September 2005 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab
(Urk. 5/36)
.
1.2
Von 2005 bis 2012 war der Versicherte für verschiedene Arbeitgeber tätig (Urk. 5/91). Zuletzt arbeitete er von Oktober bis Dezember 2012 bei der
Y
.___
(Urk. 5/91/4).
Am 6. Juni 2012
meldete
er sich
erneut zur beruflichen Integration
oder zum Bezug einer
Invalidenrente
bei der Invaliden
versicherung an (Urk. 5/40).
Dabei gab er an, er leide an einem
Geburtsge
brechen
. Seine Schilddrüse funktioniere nicht. Seit der Schulzeit sei seine Kon
zentration sehr stark eingeschränkt (Urk. 5/40/4). Dazu
reichte
er
Arztberichte ein (Urk. 5/43, Urk. 5/44
, Urk. 5/45).
Die IV-Stelle holte einen weiteren
Arztbe
richt
(Urk. 5/47), einen IK-Auszug (Urk. 5/52), und die
Akten
de
r
Krankentag
geldvers
icherung
AXA
Versicherungen AG
(Urk. 5/56) ein
.
Zudem liess sie
den Versicherten polydisziplinär in den Bereichen Allgemeine Innere Medizin, Neu
rologie, Psychiatrie, Neuropsychologie, Rheumatologie und Endokrinologi
e
begutachten
und eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchführen
(
Polydisziplinäres Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) des
A.___
(
A.___
),
vom 5. Mai 2014
; Urk. 5/72).
Mit Vorbescheid vom 15. Januar 2015 teilte die IV-Stelle mit
,
dass sie gedenke, aufgrund eines Invaliditätsgrades von 53 % ab Dezember 2012 eine halbe Rente zuzusprechen (Urk. 5/88).
Am 1. April 2015 verfügte
sie
im angekündigten Sinne (Urk. 5/
98-99 = Urk. 2).
2.
2.1
Gegen die Verfügung vom 1. April 2015 (Urk. 2) liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Meier, Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventualiter sei eine weitere Begut
achtung in Auftrag zu geben (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 5. Juni 2015 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 4). Mit Verfügung vom 8. Juni 2015 stellte das Gericht dem Beschwerde
führer die Beschwerdeantwort zu (Urk. 6).
2.2
Mit Verfügung vom
26.
April 2016
wurde die
Pensionskasse
Stiftung
Auffangein
richtung
BVG
zum Prozess
beigeladen
(Urk.
7
).
Innert Frist teilte sie mit Schreiben vom
25. Mai 2016
mit, dass sie auf eine Stellungnahme
verzichte (Urk.
8
).
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG
in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung
).
1.3
Wurde eine Rente
, eine Hilflosenentschädigung oder ein Assistenzbeitrag
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
,
verweigert, so wird nach Art. 87
Abs.
3
(der Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2
dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Inv
alidität
der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so
hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades
oder der Hilflosigkeit
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad
oder die Hilflosigkeit oder der Hilfebedarf
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität
oder Hilflosigkeit oder einen anspruchsbegründenden Hilfebedarf
zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117
V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Gemäss Art. 88a
Abs.
2 IVV ist bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes
oder Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesent
liche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Art. 29
bis
IVV ist sinngemäss anwendbar.
1.
5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet
und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen
Entscheid fest,
der Beschwerde
führer sei im Zeitpunkt des
A.___
-Gutachtens bereits seit mindestens einem Jahr zu 50 % in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Das Wartejahr sei somit bei der Neuanmeldung bereits erfüllt gewesen.
Der im polydisziplinären Gutachten festgehaltenen Arbeitsfähigkeit von 30 % könne nicht gefolgt wer
den, da sie deutlich tiefer sei als
jene
in den jeweiligen Teilgutachten.
Dazu
ent
halte
das Gutachten
keine Begründung
.
Z
udem
sei
nicht ersichtlich,
inwiefern sich die in den Teilgutachten attestierten Arbeitsunfähigkeiten kumulieren soll
ten
.
Deshalb sei
von
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer liess in der Beschwerdeschrift vom 8. Mai 2015 ausfüh
ren,
die Gutachter
des
Z.___
seien unter Berücksichtigung aller klinischen Erhebungen aus polydisziplinärer Sicht zur
Einschätzung gelangt, dass lediglich eine Rest
arbeits
- und Leistungsfähigkeit von 30 % in einer kognitiv einfachen Hilfsarbeitertätigkeit
bestehe
. Dies habe das
Z.___
mit Schreiben vom 6. Juni
und vom 4.
Dezember 2014 bestätigt.
Diese Einschätzung decke sich weitgehend auch mit derjenigen des behandelnden Arztes und der Stellung
nahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes
(RAD)
. Auch übersehe die
Beschwer
degegnerin
, dass der Beschwerdeführer nicht nur in seiner Belastbarkeit einge
schränkt sei, sondern auch unter zeitlichen Einschränkungen leide. Da
gemäss allen
relevanten medizinischen Berichten von einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 70 % auszugehen sei, sei dem Beschwerdeführer eine ganze Invali
denrente zuzusprechen (Urk. 1).
3.
Hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts bis zur in Rechtskraft erwachsenen Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 8. April 2005
(Urk. 5/34)
,
ist
auf
die
Feststellungs
blätter
der IV-Stelle vom
3. Februar und vom
1.
Dezember 2004
zu verweisen
(
Urk. 5/22,
Urk. 5/29)
.
Demnach wurde
insbesondere
auf
den Arzt
-
bericht von Dr. med.
B.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH,
vom 22. September 2003 (Urk. 5/13/1-4) und jenen
der
C.___
,
Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie,
PWZ
,
vom
21
. Oktober 2004
(Urk. 5/
27)
ab
gestellt
(vgl.
Urk. 5/33/2)
.
Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit wurden eine nicht näher bezeichnete Intelligenzminderung mit sonsti
gen Verhaltensstörungen (ICD-10: F79.8) bei kongenitaler
Athyreose
seit dem dritten Lebensmonat mit
Eltroxin
substituiert (Urk. 5/27/3) sowie eine
Osteo
chondrose
L3/L4 mit einer Höhenminderung des
Diskus und leichter
Protrusion
mit rezidivierenden Lumbalgien, Asthma bronchiale mit deutlich
hyperrea
giblem
Bronchialsystem, ein Status nach einer Meniskusläsion rechts lateral sowie rezidivierende psychiatrische Beschwerden
, aufgeführt
(
Urk. 5/13/1).
Der
RAD
hielt in seiner versicherungsinternen Stellungnahme
vom 4. November 2004 unter Hinweis auf die damals vorhandenen Arztberichte
fest
, es sei nicht klar, weshalb dauerhaft lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit bestehe
.
Aufgrund aktueller Konflikte sei eine vorübergehende Reduktion des Pensums aus therapeutischen Gründen sicherlich gerechtfertigt. Ein erschwerter Zugang zum freien Arbeitsmarkt sei anzunehmen
(Urk. 5/29/2)
.
Gestützt darauf verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 8. April 2005 einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 15 % (Urk. 5/34).
4.
4
.1
Im Zeitpunkt der
Verfügung vom 1. April 2015,
als
dem Beschwerdeführer eine halbe Rente zugesprochen wurde (Urk. 2)
,
lagen der Beschwerdegegnerin im Wesentlichen die folgenden ärztlichen Berichte und Stellungnahmen vor:
4
.
2
Dr. med.
D.___
, Facharzt für Neurologie FMH und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führte im
neuropsychologischen Untersuchungs
bericht vom 1. Juni 2012
aus
, dass insgesamt in einzelnen Bereichen
Leistungs
defizite
deutlich geworden seien, die die subjektiv genannten Beeinträchti
gungen durch testpsychologische Ergebnisse bestätig
t
en
(Urk. 5/43/6)
.
In einem weiteren
Arztbericht
vom
9. Juli 2012
berichtete
Dr.
D.___
, beim Beschwerdeführer bestehe eine kognitive Leistungsminderung auf der Grund
lage einer vermutlich prä-/perinatal oder frühkindlich aufgetretenen
Hirnschä
digung
, möglicherweise in Zusammenhang mit einer nach der Geburt zunächst unbehandelten Hypothyreose. Neben leichten klinisch
-
neurologischen Auffäl
ligkeiten werde bei den im Verlauf wiederholt durchgeführten kranialen MRI
-
Untersuchungen (zuletzt im Juni 2011) eine diffuse und disseminierte Schädi
gung des Hirnpare
n
chyms
,
insbesondere im Marklagerbereich beider
Grosshirn
hemisphären
deutlich. Für eine aktuell noch aktive,
zum Beispiel entzündliche Gehirnerkrankung ergäben sich keine Anhaltspunkte (Urk. 5/43/2).
Im Zusammenhang mit der organisch bedingten kognitiven Leistungsminderung sei der Beschwerdeführer
nachvollziehbar
beruflich auch in einfachen Tätig
keiten nur eingeschränkt belastbar. Trotz sehr hoher Eigenmotivation und zahlreichen Versuchen, sich beruflich weiterzuentwickeln und auch weiterzubil
den, sei es ihm in den vergangenen 20 Jahren nicht gelungen, beruflich Fuss zu fassen. Im Verlauf dieser Zeit
habe sich im
Zusammenhang mit den beruflichen Misserfolgserlebnissen (Arbeitsplatzverluste) und der dadurch zunehmend schwierigen Lebenssituation ein zusätzliches psychiatrisches Störungsbild ent
wickelt, unter anderem mit einer Angststörung und zeitweise auch grenzwertig psychotischen Symptomen.
Insgesamt
sei
der Beschwerdeführer damit aus neurologischer und psychiatrischer Sicht krankheitsbedingt auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr arbeitsfähig (Urk. 5/43/
2-
3
).
Im
Arztbericht vom 28. August 2012
nannte
Dr
.
D.___
als Diagnosen
eine kognitive Leistungsminderung (Entwicklungsstörung mit kombinierter Störung schulischer Fertigkeiten; ICD-10:
F81.3) bei einem Verdacht auf eine frühkind
liche Hirnschädigung (ICD-10: I03)
,
eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1), ein wechselnd ausgeprägtes paranoides Syndrom,
Differentialdiagnose: Paranoide Persönlichkeitsentwicklung (ICD-10: F60.0) /
Organische
Persönlich
keitsstörung
(
ICD-10: F07.0
)
, auf
(Urk. 5/47/1).
In Bezug auf die Beurteilung einer möglichen Progredienz der multiplen
z
erebra
len Signalveränderungen seien die vorliegenden MRI-Untersuchungen von 2006 und 20
11 technisch bedingt nur eingeschränkt vergleichbar. Die aktu
elle Untersuchung zeige allerdings deutlicher als die Voruntersuchung von 2006 eine manifeste
Hirnparenchymschädigung
vorwiegend im Bereich der
Marklager beider Grosshirnhemisphären. Zum Ausschluss eines aktuell noch aktiven ent
zündlichen
Zentrale
n
-
Nervensystem
-
(ZNS)
-
P
rozesses sei daher auch am 6. März 2012 eine
Liquoruntersuchung
durchgeführt worden, welche einen unauffäl
ligen Befund ergeben habe. Insgesamt sei in Anbetracht der Anamnese und der klinischen Untersuchungsbefunde eher von einer zeitlich zurückliegenden Gehirnschädigung auszugehen, zum Beispiel im Sinne einer prä- oder perinatal aufgetretenen Gehirnschädigung oder in Zusammenhang mit der anamnestisch berichteten kongenitalen Hypothyreose. Für eine aktuell noch aktive und pro
grediente ZNS-Erkrankung ergäben sich keine klaren Hinweise. Mit letzter Sicherheit liessen sich
die kernspintomographisch dargestellten Veränderungen des Gehirnparenchyms jedoch ätiologisc
h nicht zuordnen (Urk. 5/47/1).
Zudem wurde wiederum von der generalisierten Angststörung und der paranoiden Persönlichkeitsstörung berichtet (Urk. 5/47/2).
In einem weiteren Arztbericht vom
26. August 2013
führte Dr.
D.___
diesel
ben Diagnosen,
welche er
bereits im Arztbericht vom 28. August 2012
erwähnt
e
, auf (Urk. 5/72/39, vgl.
Urk. 5/47/1).
Zusätzlich
berichtete
er
wiederum von einer
langfristigen Leistungsminderung
,
welche vermutlich im Zusammen
hang mit einer frühkindlichen Hirnschädigung stehe.
Im Zusammenhang damit seien bereits in der Kindheit und Jugend schulische Lernschwierigkeiten aufge
treten. Zwischenzeitlich
habe
jedoch durch hohen persönlichen Einsatz des Beschwerdeführers und mit therapeutischer Unterstützung eine Arbeitsfähigkeit für einfache Berufstätigkeiten erreicht - und mit Unterbrechungen -aufrecht
erhalten werden können (Urk. 5/72/39).
Der Beschwerdeführer sei aktuell seit dem 15. Dezember 2012 zu 100 % arbeits
unfähig. Dies gelte für die zuletzt
ausgeübte
Tätigkeit, jedoch auch für andere Erwerbstätigkeiten (Urk. 5/72/40).
4
.
3
Im
polydisziplinären Gutachten des
Z.___
vom 27. Mai 2014, welches
Fach
gutachten
der Inneren Medizin, der Rheumatologie, der Psychiatrie, der Neuro
logie, der Neuropsychologie, der Endokrinologie und eine Evaluation der funk
tionellen Leistungsfähigkeit (EFL) umfasst (Urk. 5/72)
,
sind als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
aufgeführt
(Urk. 5/72/34):
1.
Kongenitale Hypothyreose (ICD-10: E03.1)
-
kognitive
Leistungsminderung bei verzögerter Hypothyreose-
Diagnose und frühkindlicher Schilddrüsenunterfunktion
-
aktuell
: subklinische Hypothyreose und T
4
-Substitution
2.
Generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1)
3.
Infantile Persönlichkeit mit Verdacht auf IQ-Minderung (ICD-10: F60.4)
4.
Organisches Psychosyndrom unklarer Ursache (ICD-10: F
07
.
9
)
-
kongenitale
Athyreose
;
Eltroxin
-Substitution ab dem 3. Lebensjahr
mit zum Teil schlechter Compliance laut Angabe
-
L
eukenzephalopathie
unklarer Signifikanz (MRI 06/11)
-
leichte bis mittelschwere neuropsychologische Störung; IQ im
unteren Normbereich
-
leichte neurologische Auffälligkeiten (Blickrichtungsnystagmus,
Feinmotorikstörung
links)
5.
Intelligenzminderung mit sonstigen Verhaltensstörungen (ICD-10: F79.8).
-
leichte bis mittelschwere neuropsychologische Störung
.
Wegweisend für die Beurteilung der gesamten Arbeits- und Leistungsfähigkeit habe d
ie
endokrinologische
Evaluation eine kongenitale Hypothyreose mit einer kognitiven Leistungsverminderung bei verzögerter Hypothyreose-Diagnose und frühkindlicher Schilddrüsenunterfunktion
ergeben
. Trotz aktueller
Schilddrü
sensubstitution
bestehe eine subklinische Hypothyreose. Die kognitive
Leis
tungsminderung
könne wahrscheinlich auf die frühkindlich verzögerte Diagnose der kongenitalen Hypothyreose zurückgeführt werden.
Eine Verzögerung
der
Behandlung
des
Leidens
könne zu eingeschränkter neurokognitiver Leistung führen, wie es sich
beim
Beschwerdeführer klar präsentiere. Eine
Unterfunkti
onsversorgung
an Schilddrüsenhormonen in den ersten Lebensmonaten und –
jahren
könne zur kognitiven Leistungsminderung und
Aufmerksamkeitsdefi
ziten
führen. In diesem Sinne sei es aus
endokrinologischer
Sicht wahrschein
lich, dass das Beschwerdebild des Beschwerdeführers auf eine hirnorganische Störung zurückgeführt werden könne. Aufgrund der
endokrinologischen
Befunde bestehe eine
höhergradige
Arbeitsunfähigkeit für jegliche berufliche Tätigkeit in der freien Wirtschaft (Urk. 5/72/35).
Laut der
klinisch-neurologische
n
Untersuchung
bestehe
ein ätiologisch unklares organisches Psychosyndrom mit leichten neurologischen Auffälligkeiten, so dass aus neurologischer Sicht eine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfä
higkeit für eine körperlich leichte, angepasste Tätigkeit von 50 % vorliege (Urk. 5/72/35).
Gemäss der
neuropsychologische
n
Evaluation
bestehe
eine
Intelligenzminde
rung
mit sonstiger Verhaltensstörung mit einer leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Störung. Die Arbeitsfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht, auch für Hilfsarbeiten, sei zu 30 % beeinträchtigt (Urk. 5/72/35).
Die psychiatrische Evaluation ergab einerseits eine generalisierte Angststörung, andererseits eine infantile Persönlichkeit mit Verdacht auf eine IQ-Minderung
und
als Nebendiagnose ein
en
Status nach drei paranoid-
halluzinatorischen
Episoden bei Verdacht auf eine frühkindliche Hirnschädigung durch die konge
nitale
Athyreose
.
A
us psychiatrischer Sicht
wurde
eine 50%ige Arbeitsunfähig
keit attestiert (Urk. 5/72/35).
Die klinisch-rheumatologischen Erhebungen, unter Berücksichtigung der Durch
führung einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit, ergab
en
ein intermittierendes
lumbo
-
spondylogenes
Schmerzsyndrom bei einer diskreten Wirbelsäulenfehlhaltung und –
fehlform
ohne klinische Hinweise für sensible oder motorische
lumboradikuläre
Ausfälle.
Im Rahmen der EFL habe eine klare Selbstlimitierung bestanden, so dass diese physischen Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nur teilweise verwertbar gewesen seien. In Bezug auf die Befunde am Bewegungsapparat bestehe daher im Rah
men einer körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden berufli
chen Tätigkeit theoretisch eine normale Arbeits- und Leistungsfähigkeit (Urk. 5/72/36).
Zusammenfassend
präsentiere sich ein Beschwerdeführer, bei welchem die konge
nitale Schilddrüsenunterfunktion offensichtlich primär nicht festgestellt worden sei. Der Mangel an Schilddrüsenhormonen in dieser frühen Lebensphase sei jedoch entscheidend für die Hirnentwicklung. Es sei aufgrund der gesamten Aktenlage daher anzunehmen, dass diese kongenitale Hypothyreose zu einer kognitiven Leistungsminderung geführt habe, so dass in der Gesamtheit die psychiatrischen, neurologischen, aber auch neuropsychologischen Defizite mit hoher Wahrscheinlichkeit der kongenitalen Hypothyreose ätiologisch zugeord
net werden könnten. Unter Berücksichtigung aller klinischen Erhebungen seien die Gutachter aus polydisziplinärer Sicht zur Einschätzung gelangt, dass beim Beschwerdeführer lediglich eine Rest-Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 30 % in einer kognitiv einfachen Hilfsarbeitertätigkeit
bestehe
. Das Pensum könnte halbtägig umgesetzt werden mit einer Leistungseinbusse bei erhöhtem
Pausen
bedarf
und vermindertem Rendement (Urk. 5/72/36).
5
.
5
.1
Unbestritten und aufgrund der Akten ausgewiesen ist, dass sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der letztmaligen Beurt
eilung verschlechtert hat
:
Dr.
D.___
, bei welchem sich
der Beschwerdeführer
seit 2006 in Behandlung
befindet
(vgl. Urk. 5/72/16),
hielt sowohl im Arztbericht vom 9. Juli 2012
(vgl. Urk. 5/43
/2-3
)
als auch im Bericht vom 28. August 2012 fest, dass die psychischen
Störungen im Sinne einer generalisierten Angst
störung und im Sinne einer paranoiden
Persönlichkeitsentwicklung
neu
aufge
treten
seien oder
zumindest im Verlauf der letzten Jahre zunehmend beein
trächtigend auch in Bezug auf die
Arbeitsfähigkeit
wirkten
. Diese seien aller
dings nicht als Symptom einer progredienten neurologischen/hirnorganischen Erkrankung anzusehen, sondern eher als Folge einer chronischen psychophy
sischen
Be
- und Überlastung des Besc
hwerdeführers im
Zusammenhang mit der langfristig bestehenden kognitiven Leistungsminderung (Urk. 5/47/2).
Somit liegt eine glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades vor und die IV-Stelle ist zu Recht auf die Neuanmeldung eingetreten.
Hinsichtlich der einzelnen Teilgutachten des
Z.___
vom
27. Mai 2014
ist unbestritten
, dass
auf sie abgestellt
werden kann (Urk. 5/92/9).
Die Berichter
stattungen sind denn auch umfassend und beruhen auf fachärztlichen Untersu
chungen. Sie berücksichtigen die geklagten Beschwerden, beziehen die
bildge
benden
Befunde mit ein und ergingen in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
.
Die darin genannten Arbeitsunfähigkeiten sind nachvollzieh
bar, weshalb darauf abzustellen ist.
5
.
2
Strittig ist
einzig
, ob auf die in der Gesamtbeurteilung des
Z.___
festgehal
tene
Resta
rbeits- und Leistungsfähigkeit von 30 % (vgl.
Urk. 5/72/36) abge
stellt werden kann.
Bei der Beantwortung der Frage, ob die gestellten Diagnosen eine Invalidität begründen, gilt es
grundsätzlich
zu berücksichtigen, dass der Arztperson bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit keine abschliessende Beurteilungskompetenz zukommt. Die Beurteilung, ob ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt, ist eine Rechtsfrage und obliegt damit nicht den Ärztinnen und Ärzten, sondern den rechtsanwendenden Behörden. Es ist folglich mit der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung vereinbar, einem Gutachten vollen Beweiswert zuzuerkennen, jedoch von der medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unter Berück
sichtigung sozialversicherungsrechtlicher Aspekte abzuweichen (
BGE
140 V 193 E. 3.1 f., 132 V 393 E. 3.1 f., 130 V 352 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 9C_636/2007 vom 28. Juli 2008 E. 3.3.1).
Auch
führt die Kombination mehrerer Funktionsstörungen nicht notwendigerweise zu einer Addition der in verschie
denen Fachdisziplinen attestierten Arbeitsunfähigkeiten. Bei ihrem Zusammen
treffen überschneiden sich die erwerblichen Auswirkungen in der Regel. Des
halb ist der Grad der Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich in einer
Gesamtbeurtei
lung
zu bestimmen (Urteil
e
des Bundesgerichts 9C_204/2015 vom 29.04.2015 E. 6 und 9C_948/2012 vom 2
2.
Juli 2013 E. 4.3).
Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin ist auf die im Gutachten des
Z.___
genannte Rest
a
rbeits- und Leistungsfähigkeit von 30 % in einer kognitiv einfachen Hilfsarbeitertätigkeit abzustellen (Urk. 5/72/36):
Zwar führ
ten die Gutachter in der Gesamtbeurteilung nicht differenziert aus, wie si
ch
die 30%ige Restarbeits- und Leistungsfähigkeit zusammensetzt und sie holte
n
dies auch nicht
aufgrund
der von der IV-Stelle gestellten Rückfragen (
vgl.
Urk. 5/74, Urk. 5/80) nach (Urk. 5/75, Urk. 5/82).
Obwohl
die kongenitale Hypothyreose zu einer kognitiven Leistungsminderung führte, so dass in der Gesamtheit die psy
chiatrischen, neurologischen, aber auch neuropsychologischen Defizite mit hoher Wahrscheinlichkeit der kongenitalen Hypothyreose ätiologisch zugeord
net werden können (Urk. 5/72/36) und die Teilgutachten der Psychiatrie, der Neurologie, der Neuropsychologie und der Endokrinologie Diagnosen im Zusammenhang mit der kognitiven Einschränkung nennen (Urk. 5/72/16, Urk. 5/72/25, Urk. 5/72/30, Urk. 5/72/31)
,
ist
festzuhalten, dass beispielsweise die aus psychiatrischer Sicht attestierte infantile Persönlichkeit mit Verdacht auf IQ-Minderung (ICD-10: F60.4) und die generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1) über eine kognitive Leistungsminderung hinausgehen. Demnach führen diese Diagnosen beim Beschwerdeführer zu rasch eintretenden
Überforderungs
situationen
, auf die er mit Angstzuständen, Psychosen und inadäquatem Ver
halten beim Arbeitsplatz reagiert (Urk. 5/72/16).
Zwar wird auf
eine
fehlende Dauermedikation sowohl für die Angsterkrankung als auch für die psychoti
schen Durchbrüche hingewiesen und bei Zunahme einer psychiatrischen Symptomatik eine psychopharmakologische Dauermedikation empfohlen
, aber andererseits wird deutlich und nachvollziehbar ein
Krankheitsbild
sowie dessen erwerbliche Auswirkungen
beschrieben, weshalb insgesamt von einem invalidi
sierenden Gesundheitsschaden aus psychiatrischer Sicht auszugehen ist
(Urk. 5/72/17
)
.
Ebenfalls
geht das anlässlich
der neurologischen Untersuchung diagnostizierte organische Psychosyndrom unklarer Ursache (ICD-10: F07.9)
über eine kognitive Einschränkung hinaus
(Urk. 5/72/26
).
Überdies wurde anlässlich der
endokrinologischen
Untersuchung vom 25. Februar 2014 eine hochgradige Arbeitsunfähigkeit angeführt,
ohne einen genauen Grad zu nen
nen.
Diese wurde
aufgrund der konsekutiven kognitiven
Leistungseinschrän
kung
, eines persistenten Aufmerksamkeitsdefizits und
eines
sekundären psychi
atrischen Störungsbild
es
attestiert
(Urk. 5/72/32).
Somit ist
der in der
Gesamt
beurteilung
genannten Arbeitsfähigkeit
von 30 %
zu folgen.
Diese genannte Restarbeits- und Leistungsfähigkeit basiert denn auch auf Überlappungen und nur
einer teilweisen
Kumulation der Arbeitsunfähigkeiten.
Unter Berücksichti
gung des gesamten Gutachtens
ist sie nachvollziehbar und es ist darauf abzu
stellen.
Diese Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 30 % ist gemäss den Gutachtern in kognitiv einfachen Hilfsarbeitertätigkeiten realisierbar. Das Pensum könnte halbtägig umgesetzt werden mit einer Leistungseinbusse bei erhöhtem
Pausen
bedarf
und vermindertem Rendement (Urk. 7/72/36-37).
Dieses Belastungsprofil ist aufgrund der genannten Diagnosen und Einschränkungen nachvollziehbar und es darauf abzustellen.
6
.
6.1
Es bleibt zu prüfen, wie sich
die
70%ige Arbeitsunfähigkeit in erwerblicher Hin
sicht auswirkt.
6.2
6.
2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validenein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitss
chaden fortge
setzt worden wäre
(BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Wenn es nicht mög
lich ist, zur Bestimmung des
Valideneinkommens
vom zuletzt vor
Invaliditäts
eintritt
erzielten Lohn auszugehen, oder wenn sonst konkrete Anhaltspunkte für dessen Bestimmung fehlen, dann ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte abzustellen (Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Art. 28a
Rz
55 mit Hinweisen).
6.2.2
Im Jahr 2005 ermittelte die Beschwerdegegnerin das
Valideneinkommen
basie
rend auf dem Einkommen des Beschwerdeführers als
Produktionsmitarbeiter bei der Firma
Y.___
(vgl. Urk. 5/12/2, Urk. 5/33/1, Urk. 5/34/1-2). Da der Beschwerdeführer seither für zahlreiche Arbeitgeber tätig war
,
und dies teilweise auch nur für wenige Monate oder gar Tage,
errechnete die Beschwerdegegnerin das
Valideneinkommen
vorliegend gestützt auf die sta
tistischen Angaben
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesam
tes für Statistik (LSE) 20
10
(vgl. Urk. 2 S. 2
,
Urk. 5/92/10).
Es ist aber anzufügen, dass
auf die LSE 2012 abzustellen ist, da
dieser
gemäss
dem zur Publikation bestimmten
U
rteil des Bundesgerichts 9C_632/2015 vom 4. April 2016 E.
2.5.8.1
für alle Fälle erstmaliger Invaliditätsbemessung und auf Neuanmeldung hin nach vorausgegangener rechtskräftiger Ablehnung oder nach Aufhebung der Invalidenrente sowie im Revisionsverfahren
Beweiseig
nung
zukommt.
6.
2
.3
Der standardisierte Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) für den Privaten Sektor
(
Total
der
Männer,
Kompetenz
niveau
1, einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art
)
entspricht im Durchschnitt Fr. 5‘2
10
.-- (LSE 20
12
, TA
1
, S.
34-
35
). D
ieser Betrag ist auf die im Jahr 2013
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden hoch
zurechnen (Die Volkswirtschaft, 3/4-2015, Tabelle B 9.2) sowie an die
Nomi
nallohnentwicklung
anzupassen
(Bundesamt für Statistik [BFS], Schweizerischer Lohnindex nach Branche [Basis 2010 = 100; im Internet abrufbar unter http:/www.bfs.admin.ch], Nominallohnindex 2011-2014, [T1.1.10], Männer, Total
,
2012:
101.7; 2013: 10
2
.
5
]). Daraus
resultiert ein Bruttoeinkommen für das Jahr 201
3
von
Fr. 6
5
‘
690
.--
(Fr. 5‘210.-- x
12 :
40 x 41.7 : 101.7 x 10
2
.5)
.
6.
3
6.3
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so
ist
nach der Rechtsprechung
auf die
LSE
abzustellen
(BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
6.
3
.
2
Zur Festsetzung des Invalideneinkommens ist
ebenfalls
auf die Tabelle T
A1
, S. 3
4
-3
5
der Lohnstrukturerhebung 2012 abzustellen. Der standardisierte Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstun
den) für einfache Tätigkeiten körperlicher und handwerklicher Art (
Kompetenz
niveau
1) für Männer betrug
wie bereits ausgeführt
Fr.
5‘210
.-- (
Total
Ziff. 5-96)
. Dieser Betrag ist auf die im Jahr 2013 betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41
,
7 Stunden hochzurechnen (Die Volkswirtschaft, 3/4-2015, Tabelle 9.2) sowie an die Nominallohnentwicklung anzupassen (Bundesamt für Statistik [BFS], Schweizerischer Lohnindex nach Branche [Basis 2010 = 100; im Internet
abrufbar], Nominallohnindex Männer [T1.1.10],
Total
, Ziff. 5-96; 2012: 101.
7
; 201
3
: 10
2
.
5
]). Daraus resultiert
bei einem 30%igen Pensum
ein jährliches Bruttoeinkommen von Fr.
19‘707
.-- (Fr. 5‘
210
.-- x
12 :
40 x 41.7 : 101.
7
x 10
2
.
5: 10 x 3
).
6.
3
.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen
Durch
-
schnitts
werten
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen
(vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Die Beschwerdegegnerin gewährte
aufgrund der Teilarbeitsfähigkeit einen
leidens
bedingten
Abzug von 5 %.
Damit trug sie dem Umstand Rechnung, dass bei Männern statistisch gesehen Teilzeitarbeit vergleichsweise weniger gut
ent
l
ö
hnt
wird als eine Vollzeittätigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014, E. 3.1.2). Dies ist nicht zu beanstanden.
Weitere Faktoren, die zu einem Abzug führen könnten, sind nicht ersichtlich.
Unter Berücksichtigung des leidensbedingten Abzugs von 5 % resultiert ein
Invali
deneinkommen
von Fr. 18‘722.-- (Fr. 19‘707.
-- :
100 x 95).
6.
4
Eine Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt einen
Inva
-
liditätsgrad
von gerundet
7
2
% (
Fr.
46‘968.--
[
Fr. 65‘690.--
–
Fr. 18‘722.--
] :
Fr. 65‘690.--
x 100), welcher
Anspruch auf
eine ganze Rente
begründet
.
7.
7.1
Die IV-Stelle sprach dem Beschwerdeführer
eine
halbe
Rente ab Dezember 2012 zu. Dies begründete sie damit, dass die Gutachter des
Z.___
davon
ausge
gangen seien
, dass der Beschwerdeführer retrospektiv seit jeher zu 50
%
in sei
ner Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt gewesen sei und erachtete das Wartejahr bei der Neuanmeldung als bereits erfüllt (vgl. Urk. 5/92/9,
vgl.
Urk. 5/72/36)
, was nicht zu beanstanden ist.
Der Beschwerdeführer meldete sich am 6. Juni 2012 zum Leistungsbezug an (Urk. 5/40).
Da das Wartejahr zu diesem Zeitpunkt bereits bestanden war, entstand der Rentenanspruch im Grundsatz ab Dezember 2012, das heisst
nach Ablauf von sechs Monaten
seit der
Geltendmachung des Leistungsanspruchs
(
Art.
29
Abs.
1 IVG)
.
7.2
Die Gutachter des
Z.___
gingen von
der 30%igen
Rest
a
rbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeit ab der Sistierung der letzten vorübergehenden beruflichen Tätigkeit bei der
Z.___
im Dezember 2012 aus (Urk. 5/72/36, Urk. 5/75). Dies ist nachvollziehbar und daher ist ab Dezember 2012 von der 70%igen Arbeitsunfä
higkeit auszugehen. Für die Zeit zuvor bestand jedoch nur eine 50%ige Arbeits
unfähigkeit (vgl. Urk. 5/72/36).
Da die
Rentenhöhe sowohl vom
Ausmass
der nach Ablauf der Wartezeit weiter
hin bestehenden Erwerbsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig ist, kommt eine ganze Rente erst in Betracht, wenn der
Beschwerdeführer
während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 70 % arbeitsunfähig gewesen und weiterhin wenigstens im gleichen Umfang invalid im Sinne von Art.
28
Abs.
2 IVG ist. Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit beste
hende Erwerbsunfähigkeit müssen somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenab
s
tufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (Urteile des Bundesge
richts 9C_996/
2
010 und 9C_1005/
2
010 vom 5. Mai
2
011, E. 7.1 mit Hinweisen).
Die vorgenannte
Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit ist im Sinne von
Art.
88a
Abs.
2 IVV bei der
Ermittlung des Rentenanspruchs erst zu berück
-
sichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat,
also
ab dem 1.
März 2013.
7.3
Der Rentenanspruch
für die Zeitspanne vom 1. Dezember 2012 bis
Ende Februar 2013 errechnet sich wie folgt: Es
ist auf das
Valideneinkommen
von Fr. 65‘690.-- (vgl. E. 6.2.3)
abzustellen
und von einem Invalideneinkommen von Fr. 32‘845.-- (Fr. 5‘210.-- x
12 :
40 x 41.7 : 101.7 x 102.5: 10 x 5) auszugehen (vgl. E. 6.3.3). Unter Berücksichtigung des leidensbedingten Abzugs von 5 %
(vgl. E. 6.3.4)
resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 31‘203.-- (Fr. 32‘845.
-- :
100 x 95).
Eine Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt einen
Inva
-
liditätsgrad
von gerundet 52 % ([Fr. 65‘690.-- – Fr. 31‘203.--
] :
Fr. 65‘690.-- x 100), welcher eine
halbe
Rente begründet.
Für die Zeit danach, das heisst ab März 2013, besteht gestützt auf den in vorstehender Erwägung 6.4 errechneten Invaliditätsgrad von 72 % Anspruch auf eine ganze Rente.
7.
4
Unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist nach
Art.
88
a
Abs.
2 IVV
und
der ab Dezember 2012 festgehaltenen 70%igen Arbeitsunfähigkeit,
entsteht
zusam
mengefasst
ab dem 1. Dezember 2012 ein Anspruch auf eine halbe und
ab dem 1. März 2013
auf eine
ganze Rente
.
Die Beschwerde ist folglich teilweise
gutzu
heissen
.
V
on zusätzlichen medizinischen Abklärungen sind keine neuen
ent
scheidwesentlichen
Aufschlüsse zu erwarten, so dass darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3).
8
.
8
.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG)
und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
mehrheitlich
unterliegenden
Beschwerdegeg
nerin
aufzuerlegen.
8
.2
Ausgangsgemäss steht dem
mehrheitlich
obsiegenden Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung zu, die gemäss
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit §
34 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht (
GSVGer
)
nach der Schwierigkeit des Prozesses und dem
M
ass des Obsiegens zu bemessen ist.
Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien
hat
der
durch einen Rechtsanwalt vertretene
Beschwerdeführer
Anspruch auf eine
Parteient
schädigung
,
die ermessensweise auf Fr.
1‘700
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
In
teilweiser
Gutheissung
der Beschwerde wird die Verfügung
der
Sozialver
-
sicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
vom 1. April 2015
insoweit abgeändert, als f
estgestellt
wird
, dass der Beschwerdeführer
ab
1.
Dezember 2012 Anspruch auf eine halbe und ab
1. März 2013
Anspruch auf eine ganze Rente hat.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800.--
werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt. Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine
Prozessent
-
schä
digung
von Fr.
1‘
700
.--
(inkl. Barauslagen und
MwSt.
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Monika Meier
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
-
Stiftung Auffangeinrichtung BVG
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der
angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
SpitzEymann