# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8c05545-c1e0-5838-8f58-a5d78e1fe87b
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-27
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 27.09.2023 601 2022 152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2022-152_2023-09-27.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Rue des Augustins 3, case postale 630, 1701 Fribourg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2022 152
601 2022 153

Urteil vom 27. September 2023

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Dominique Gross

Dina Beti 
Gerichtsschreiber: Timothy Schertenleib

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Markus Fischer

gegen

AMT FÜR BERUFSBILDUNG, Vorinstanz

Gegenstand Amtsträger der Gemeinwesen / Personalrecht

Diskriminierung durch sexuelle Belästigung, Erlass von Massnahmen

Beschwerde (601 2022 152) vom 20. Dezember 2022 gegen die Verfügung 
vom 21. November 2022

Gesuch (601 2022 153) um Gewährung der aufschiebenden Wirkung

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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführer) ist seit September 1989 als Mathematiklehrer an der 
B.________ tätig.

B. Mit E-Mail vom 11. Mai 2022 informierte der Direktor der B.________, den Dienstchef des 
Amts für Berufsbildung (Vorinstanz) über unangemessenes Verhalten des Beschwerdeführers 
gegenüber Lehrerinnen. Per E-Mail vom 12. Mai 2022 übermittelte er Protokolle von Gesprächen 
zwischen der Abteilungsvorsteherin der B.________ und den Lehrerinnen C.________ und 
D.________. Gemäss den Protokollen berichteten C.________ und D.________ von verschiedenen 
Verhaltensweisen des Beschwerdeführers, die sie als unangenehm wahrnahmen.

C. Am 18. Mai 2022 befragte das Amt für Berufsbildung (Vorinstanz) den Beschwerdeführer zu 
den Vorwürfen. Mit Zwischenentscheid vom 19. Mai 2022 enthob die Vorinstanz ihn vorläufig aus 
dem Dienst, gewährte ihm jedoch weiterhin den Lohn. Dagegen erhob der Beschwerdeführer beim 
Kantonsgericht Beschwerde (601 2022 71). Die Vorinstanz hob die vorläufige Dienstenthebung mit 
Wiedererwägungsentscheid vom 20. Juli 2022 wieder auf, woraufhin das Kantonsgericht das 
Beschwerdeverfahren am 19. September 2022 als gegenstandslos abschrieb.

D. In der Folge führte die Vorinstanz am 20. und 24. Mai 2022 diverse Befragungen zur Verhal-
tensweise des Beschwerdeführers durch, insbesondere mit C.________ und D.________ sowie 
weiteren an der B.________ tätigen Lehrpersonen (E.________, F.________, G.________ und 
H.________).

E. Die Vorinstanz informierte den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2. Juni 2022 darüber, 
dass gegen ihn ein formelles Verfahren betreffend sexuelle Belästigung im Sinne der Art. 14 f. der 
kantonalen Verordnung vom 14. Dezember 2015 über Mobbing, sexuelle Belästigung und zwischen-
menschliche Probleme am Arbeitsplatz (MobV; SGF 122.70.14) eröffnet worden sei. Dieser äusserte 
sich hierzu am 21. Juni 2022. 

F. Am 15. Juli 2022 hörte die Vorinstanz den Beschwerdeführer persönlich an, wobei er insbe-
sondere um Durchführung eines "runden Tischs" zwischen den involvierten Personen ersuchte. Die 
Vorinstanz beauftragte am 18. August 2022 die Beratungsstelle Espace Gesundheit Soziales mit 
der Durchführung einer Mediation zwischen dem Beschwerdeführer, C.________, D.________, 
F.________, I.________ und J.________. Zunächst sollten Einzelgespräche mit den betroffenen 
Personen geführt und im Anschluss daran mit den Betroffenen entschieden werden, ob eine 
gemeinsame Sitzung notwendig sei.

G. Am 5. September 2022 reichte der Beschwerdeführer bei der Staatsanwaltschaft Strafanzei-
gen gegen C.________ und D.________ wegen Verleumdung ein.

H. Mit Verfügung vom 21. November 2022 stellte die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer 
sich unangemessen verhalten bzw. eine sexuelle Belästigung im Sinne des Bundesgesetzes vom 
24. März 1995 über die Gleichstellung von Frau und Mann (GlG; SR 151.1) begangen habe. Daher 
ordnete sie an, dass er einen Kurs oder ein Coaching zu absolvieren hat, damit in Zukunft sexuelle 
Belästigung am Arbeitsplatz verhindert werden kann. 

I. Gegen diese Verfügung hat der Beschwerdeführer am 23. Dezember 2022 Beschwerde (601 
2022 152) an das Kantonsgericht erhoben. Er beantragt im Wesentlichen die Aufhebung der Verfü-

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gung. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt er, das Verfahren sei bis zum Abschluss der Straf-
verfahren gegen C.________ und D.________ zu sistieren, nach Abschluss des Strafverfahrens sei 
ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen, wobei ihm Gelegenheit zur Stellungnahme sowie 
gegebenenfalls zur Anpassung der gestellten Rechtsbegehren zu geben sei. Zudem sei der 
Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren (601 2022 153). Der Beschwerdeführer rügt 
in formeller Hinsicht, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Weiter 
rügt er hauptsächlich, dass die Verfügung einzig auf den bestrittenen Aussagen der beiden betrof-
fenen Lehrpersonen basiere. Entlastende Zeugen seien nicht berücksichtigt worden. Sein Verhalten 
erfülle zudem gar nicht den Begriff des Mobbings oder der sexuellen Belästigung.

J. Die Vorinstanz beantragt in ihren Bemerkungen vom 30. Januar 2023 die Abweisung der 
Beschwerde. 

K. Der Beschwerdeführer hält mit Eingabe vom 24. März 2023 an seinen Rechtsbegehren und 
prozessualen Anträgen fest.

L. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

1.1. Die B.________ als Berufsfachschule gilt als Berufsbildungszentrum im Sinne von Art. 12 
des kantonalen Gesetzes vom 13. Dezember 2007 über die Berufsbildung (BBiG; SGF 420.1) und 
ist gemäss dessen Abs. 2 dem Amt für Berufsbildung unterstellt. Nach Art. 36 BBiG untersteht das 
Lehrpersonal der Berufsfachschulen dem kantonalen Gesetz vom 17. Oktober 2001 über das 
Staatspersonal (StPG; SGF 122.70.1). Die Lehrpersonen der B.________ werden von der 
Volkswirtschaftsdirektion auf Vorschlag der Leitung der betroffenen Berufsfachschule und auf Antrag 
der Vorinstanz angestellt, womit die Direktion als Anstellungsbehörde fungiert (Art. 37 Abs. 1 BBiG 
i.V.m. Art. 3 Abs. 2 des kantonalen Reglements vom 17. Dezember 2022 über das Staatspersonal 
[StPR; SGF 122.70.11]). Das Arbeitsverhältnis zwischen dem Staat Freiburg bzw. der 
Volkswirtschaftsdirektion und dem Beschwerdeführer ist somit öffentlich-rechtlicher Natur. 

1.2. Nach Art. 114 Abs. 1 Bst. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwal-
tungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1), das gemäss Art. 14 Abs. 1 MobV im formellen Verfahren nach 
MobV anwendbar ist, behandelt das Kantonsgericht insbesondere Beschwerden gegen Entscheide 
der Direktionen des Staatsrats. Vorliegend entschied aber ein Amt. Für eine Beschwerde gegen 
einen Entscheid einer ihr unterstehenden Dienststelle wäre grundsätzlich die Direktion des Staats-
rats zuständig (Art. 116 Abs. 1 VRG). Die Vorsteher der Direktionen können jedoch Aufgaben der 
Personalbewirtschaftung, die in die Zuständigkeit der Direktion fallen, insbesondere an die Dienst-
chefs delegieren (Art. 9 Abs. 3 StPG). Ob eine solche Delegation rechtsgültig stattgefunden hat, ist 
im Rahmen der materiellen Überprüfung zu beurteilen (E. 3). 

1.3. Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG). Die 
Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

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Mit Beschwerde an das Kantonsgericht können nach Art. 77 VRG die Verletzung des Rechts 
einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unange-
messenheit ist vorliegend ausgeschlossen (Art. 78 Abs. 2 VRG).

3.

Der Beschwerdeführer weist in seiner Beschwerde darauf hin, dass aus den amtlichen Akten der 
Vorinstanz keine Delegation hervorgehe. Gegebenenfalls sei seine Beschwerde daher an die 
zuständige Direktion weiterzuleiten.

Nachfolgend ist zu prüfen, ob rechtsgültig eine Delegation erfolgt ist.

3.1. Das Kantonsgericht hat sich im Urteil KG FR 601 2020 162 vom 8. Februar 2021 E. 3 bereits 
mit der Verfügungskompetenz der Vorinstanz befasst. Zusammengefasst hat es in diesem 
Entscheid diesbezüglich festgehalten, dass grundsätzlich die Direktion die Befugnisse ausübt, die 
die Gesetzgebung der Anstellungsbehörde zuspricht (Art. 8 Abs. 2 StPG). Die Direktionsvorsteher 
können Aufgaben der Personalbewirtschaftung jedoch an die Dienstchefs delegieren (Art. 9 Abs. 3 
StPG), wobei diese Delegationen durch den Staatsrat zu genehmigen sind (Art. 8 Abs. 1 Bst. e 
StPG). Weiter hielt es fest, dass die Fehlerhaftigkeit einer Verfügung in der Regel nur zu deren 
Anfechtbarkeit und nicht zur Nichtigkeit führt. Gestützt auf die Evidenztheorie wird Nichtigkeit nur 
ausnahmsweise angenommen, wenn der Mangel der Verfügung besonders schwer und offensicht-
lich oder zumindest leicht erkennbar ist und die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit 
nicht ernsthaft gefährdet wird. Die funktionelle und sachliche Unzuständigkeit einer Behörde stellt 
im Allgemeinen einen Nichtigkeitsgrund dar, es sei denn, der verfügenden Behörde komme auf dem 
betreffenden Gebiet allgemeine Entscheidungsgewalt zu oder der Schluss auf Nichtigkeit vertrüge 
sich nicht mit der Rechtssicherheit.

3.2. Fehlerhafte Verwaltungsakte sind nach dem Gesagten grundsätzlich nicht nichtig, sondern 
nur anfechtbar. Stellt die Beschwerdeinstanz also fest, dass die Zuständigkeit einer unteren Instanz 
nicht gegeben war, hebt sie deren Entscheid in der Regel auf. Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts kann aber aus prozessökonomischen Gründen von der Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung abgesehen werden, wenn die Unzuständigkeit nicht gerügt wird und aufgrund der 
gegebenen Aktenlage in der Sache entschieden werden kann (BGE 142 V 67 E. 2.1; Urteile BGer 
2C_387/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 3.2; 9C_891/2010 vom 31. Dezember 2010 E. 2.2; ferner 
WIEDERKEHR/PLÜSS, Praxis des öffentlichen Verfahrensrechts, 2020, N. 1596, mit Hinweisen).

3.3. Vorliegend liegt die Zuständigkeit zum Erlass einer Verfügung wie der angefochtenen grund-
sätzlich bei der Anstellungsbehörde i.S.v. Art. 8 Abs. 2 zweiter Satz StPG i.V.m. Art. 14 Abs. 1 MobV, 
also der Volkswirtschaftsdirektion (Art. 3 Abs. 1 BBiG, zudem E. 1.1 hiervor). Die Vorinstanz legte 
dem Kantonsgericht die Kompetenzdelegation der Volkswirtschaftsdirektion vom 17. Mai 2021 vor, 
ohne jedoch die erforderliche Genehmigung durch den Staatsrat beizulegen oder sich auf diese zu 
beziehen. Es ist somit nicht ersichtlich, ob die Delegation rechtskonform erfolgt ist. Überdies sind in 
der Delegation vom 17. Mai 2021 Kompetenzen gestützt auf die MobV jedenfalls nicht ausdrücklich 
aufgeführt. Auch allgemeine Kompetenzen in Bezug auf die Weisungsbefugnis fehlen. 

Indes ist nicht offensichtlich, dass die Vorinstanz, die als Ausführungsorgan der Direktion mit Bezug 
auf das Berufsschulwesen fungiert, für die Führung des formellen Verfahrens nach MobV nicht 
zuständig ist. Auch der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer ist offenbar von der formellen Recht-
mässigkeit des Entscheids ausgegangen, hat er doch im Verfahren vor der Vorinstanz die Frage der 

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Zuständigkeit gar nicht aufgeworfen und diese erst in der Beschwerde und nur hinsichtlich des 
Instanzenzugs erwähnt. Überdies spricht die Abwägung zwischen dem Interesse an der Rechtssi-
cherheit und demjenigen an der richtigen Rechtsanwendung gegen die Annahme einer Nichtigkeit: 
Es war dem Beschwerdeführer möglich, Beschwerde zu erheben und seinen Standpunkt umfassend 
darzulegen. Der Rechtsweg stand ihm unverändert zur Verfügung. Umgekehrt würde die Feststel-
lung einer Nichtigkeit der Verfügung dazu führen, dass die in der Verfügung – noch einer materiellen 
Prüfung zu unterziehenden – angeordnete Massnahme ersatzlos dahinfiele und bei der Direktion 
diesbezüglich ein neues Verfahren eröffnet werden müsste. Dadurch würde ein Schwebezustand 
entstehen. Ein solcher Schwebezustand kann weder im Interesse der Rechtssicherheit noch des 
reibungslosen Funktionierens der Verwaltung sein. Er ist vorliegend auch in Anbetracht der speziel-
len Fürsorgepflicht des Staates als Arbeitgeber gegenüber seinen Mitarbeitern (E. 4.2 unten) nicht 
haltbar (vgl. Urteil VGer ZH PB.2001.00011 vom 29. August 2001 E. 3b; zudem Urteil KG FR 601 
2020 162 vom 8. Februar 2021 E. 3.2.2). Nach der Evidenztheorie ist daher nicht auf die Nichtigkeit 
der angefochtenen Verfügung zu schliessen (siehe auch Urteil KG FR 601 2020 162 vom 8. Februar 
2021).

3.4. Gestützt auf die vorerwähnte Praxis (E. 3.2) zur Anfechtbarkeit ist die angefochtene Verfü-
gung auch nicht aufzuheben: Das Kantonsgericht kann aufgrund der Aktenlage in der Sache 
entscheiden (vgl. hierzu unten E. 6), und der Beschwerdeführer hat die Unzuständigkeit der Vorin-
stanz weder im vorinstanzlichen noch im vorliegenden Verfahren gerügt. Vielmehr hat er lediglich 
darauf verwiesen, dass die Beschwerde bei fehlender Delegation weiterzuleiten sei. Der Beschwer-
deführer ging damit bereits selbst davon aus, dass die Verfügung von der zuständigen Rechtsmit-
telinstanz inhaltlich überprüft werden soll und nicht aufgrund einer allfälligen Unzuständigkeit der 
Vorinstanz aufgehoben werden soll. 

Das Kantonsgericht fordert die Vorinstanz jedoch nochmals nachdrücklich auf, in künftigen personal-
rechtlichen Entscheiden die erforderliche Genehmigung der Kompetenzdelegation durch den 
Staatsrat zu den Akten zu legen.

4.

Der Beschwerdeführer beantragt in prozessualer Hinsicht, das Beschwerdeverfahren bis zum 
Abschluss der von ihm anhängig gemachten Strafverfahren gegen C.________ und D.________ zu 
sistieren. 

4.1. Nach Art. 42 Abs. 1 Bst. a VRG kann die Behörde aus wichtigen Gründen ein Verfahren 
aussetzen, insbesondere wenn der zu treffende Entscheid vom Ausgang eines anderen Verfahrens 
abhängt oder davon massgeblich beeinflusst werden könnte. Die Sistierung kann sich insbesondere 
rechtfertigen, wenn der Ausgang eines anderen, konkret in Aussicht stehenden Verfahrens für das 
interessierende Verfahren mutmasslich von präjudizieller Bedeutung ist, so dass im Fall einer 
Weiterführung des Verfahrens widersprüchliche Urteile ergehen könnten (BERTSCHI/PLÜSS, in 
Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, Vorbemerkun-
gen zu § 4-31 N. 40). Die Behörde verfügt bei der Beurteilung eines Sistierungsantrags über ein 
erhebliches Ermessen, wobei sie die Interessen der Parteien abwägt und in Grenzfällen dem 
Beschleunigungsgebot den Vorzug gibt, zumal die Anordnung einer Sistierung die Ausnahme blei-
ben muss (BGE 119 II 386 E. 1b, 135 III 127 E. 3.4; BERTSCHI/PLÜSS, Vorbemerkungen zu § 4-31 
N. 39 und 43).

4.2. Das Kantonsgericht prüft vorliegend die angefochtene Verfügung, und insbesondere den 
Sachverhalt, anhand der einschlägigen Bestimmungen umfassend, unabhängig davon, ob einzelne 

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Äusserungen der beteiligten Personen strafrechtlich relevant sind oder nicht. Es würdigt den Sach-
verhalt frei (Art. 45 Abs. 2 VRG i.V.m. Art. 14 Abs. 1 MobV, mehr hierzu unten E. 6.1). Es erachtet 
das vorliegende Beschwerdeverfahren aufgrund der ihm vorliegenden Akten und der vorliegend 
einschlägigen Verfahrensbestimmungen als spruchreif (E. 6 unten), zumal bereits zahlreiche 
Beweismassnahmen und Abklärungen durchgeführt wurden, insbesondere Befragungen sowie die 
Einholung von Stellungnahmen. Der Beschwerdeführer konnte sich vor der Vorinstanz und dem 
Kantonsgericht mehrfach äussern. Insofern ist nicht ersichtlich, weshalb zwingend der Ausgang des 
Strafverfahrens abgewartet werden muss, zumal in den beiden Verfahren unterschiedliche Betrach-
tungsweisen im Zentrum stehen und die vorliegenden Akten genügende Grundlage für einen 
Entscheid in der Hauptsache bilden. 

Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Vorinstanz resp. die Direktion als Anstellungsbehörde ein 
gewichtiges Interesse daran hat, dass das vorliegende Beschwerdeverfahren beförderlich behandelt 
wird. Als Arbeitgeber hat der Staat Freiburg resp. die Anstellungsbehörde alle erforderlichen Mass-
nahmen zum Schutze der persönlichen Integrität und der physischen und psychischen Gesundheit 
der Arbeitnehmer vorzusehen sowie die erforderlichen Massnahmen zur Verhinderung von sexueller 
Belästigung zu treffen, ansonsten er sich dem Risiko einer Entschädigungspflicht aussetzt (Art. 5 
Abs. 3 GlG; Art. 130 Abs. 1 StPG; Art. 2 Abs. 4 MobV). Insofern trifft die Anstellungsbehörde eine 
besondere Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern, in Situationen sexueller Belästigung zügig 
zu handeln und Massnahmen zu ergreifen, um die Situation zu verbessern. 

Im Übrigen ist das Kantonsgericht bei der Beurteilung des Beschwerdeverfahrens frei und nicht an 
das ausstehende Strafurteil gebunden. Ein Strafurteil vermag die Verwaltungsbehörden bzw. 
Gerichte grundsätzlich nicht zu binden. Vorbehalten bleibt der Grundsatz, widersprüchliche Urteile 
zu vermeiden. Zudem hat der Beschwerdeführer einige Verhaltensweisen anerkannt, die im Ergeb-
nis als sexuelle Belästigung qualifiziert werden (vgl. E. 6.3 unten).

4.3. Insgesamt erachtet das Kantonsgericht eine Sistierung des Beschwerdeverfahrens unter 
Berücksichtigung der Gesamtumstände, insbesondere der Liquidität des Beschwerdeverfahrens, 
des Interesses an einem baldigen Entscheid in der Sache sowie des Ausnahmecharakters der 
Sistierung, nicht als angezeigt. Der entsprechende Prozessualantrag des Beschwerdeführers ist 
damit abzuweisen.

5.

Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine mehrfache Verletzung seines Anspruchs auf 
rechtliches Gehör. 

5.1. Das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 57 Abs. 1 VRG dient einerseits der 
Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass 
eines Entscheids dar, der in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere 
das Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass eines Entscheides zur Sache zu äussern, erheb-
liche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen 
gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich 
zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflus-
sen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die 
einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung 
bringen kann (BGE 144 II 427 E. 3.1; 140 I 99 E. 3.4; 135 II 286 E. 5.1, jeweils mit weiteren Hinwei-
sen). Das Recht auf Äusserung bezieht sich nur auf die entscheidrelevanten Tatsachen und nicht 
auf die beabsichtigte rechtliche Würdigung. Die zuständige Behörde trifft grundsätzlich keine Pflicht, 

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der betroffenen Person im Voraus ihre Argumentation zur Stellungnahme vorzulegen (BGE 145 I 
167 E. 4.1; WIEDERKEHR, Öffentliches Verfahrensrecht, 2. Aufl. 2022, N. 67).

5.2. Der Beschwerdeführer erkennt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs im Umstand, dass 
ihm keine Möglichkeit gegeben worden sei, sich vor Erlass der Verfügung dazu zu äussern (entwe-
der mündlich oder schriftlich unter Ansetzung einer kurzen Vernehmlassungsfrist), Einsicht in die 
allenfalls aktualisierten Akten zu nehmen oder selbst erhebliche neue Beweise beizubringen.

5.2.1. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2. Juni 2022 insbesondere 
angezeigt, dass sie aufgrund der von D.________ und C.________ getätigten Aussagen ein 
formelles Verfahren "sexuelle Belästigung" nach MobV eröffnet habe. Sie hat ihm die Möglichkeit 
zur Stellungnahme zu den Aussagen gewährt und explizit darauf hingewiesen, dass er sich zu jedem 
anderen Element der Akte äussern könne. Weil die Vorinstanz betreffend die Verhaltensweisen des 
Beschwerdeführers mehrere Verfahren führte bzw. führt (ein mittlerweile abgeschlossenes Suspen-
dierungsverfahren, das vorliegend zu beurteilende Verfahren nach MobV sowie ein Mahnverfahren 
nach Art. 39 StPG), hat sie den Beschwerdeführer in ihrem Schreiben vom 2. Juni 2022 auch ange-
halten, zu weiteren, vorliegend nicht relevanten Sachverhaltselementen Stellung zu beziehen. 
Dieser bezog mit Eingabe vom 21. Juni 2022 bei der Vorinstanz auf über 14 Seiten Position zum 
Sachverhalt, den geäusserten Verhaltensweisen und zur Akte. Er äusserte sich insbesondere zu 
den Aussagen von D.________ (Ziff. 3.2 der Eingabe vom 21. Juni 2022 an die Vorinstanz) und 
F.________ (Ziff. 3.3 der Eingabe vom 21. Juni 2022 an die Vorinstanz) und auch umfassend zu im 
vorliegenden Verfahren relevanten Verhaltensweisen (Ziff. 4, Ziff. 8 oder Ziff. 9 der Eingabe vom 
21. Juni 2022 an die Vorinstanz). 

Den Akten ist weiter zu entnehmen, dass zwischen der persönlichen Anhörung des Beschwerdefüh-
rers vom 15. Juli 2022 (vgl. Protokoll der Befragung vom 15. Juli 2022) und dem Erlass der ange-
fochtenen Verfügung vom 21. November 2022 hauptsächlich die Beurteilung der Beratungsstelle 
Espace Gesundheit Soziales betreffend die Gespräche mit den involvierten Personen neu Eingang 
in die Akten fand, die einen Zusammenhang mit dem vorliegenden Verfahren aufweist. Die übrigen 
Instruktionshandlungen der Vorinstanz betrafen die anderen Verfahren. Diese sind folglich für das 
vorliegende Verfahren nicht von Relevanz. Die neu hinzugekommene Beurteilung der Beratungs-
stelle ändert nichts am Umstand, dass dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2. Juni 2022 die 
Möglichkeit gegeben wurde, sich vollumfänglich und umfassend zu den Vorwürfen äussern zu 
können. Er konnte seinen Standpunkt im Verfahren bereits mit seiner entsprechenden Stellungnah-
me vom 21. Juni 2022 wirksam zur Geltung bringen. Er konnte sich darin auch vollumfänglich zu 
den protokollierten Aussagen der involvierten Personen äussern. Der Beschwerdeführer hat wie 
erörtert (E. 5.1 hiervor) keinen Anspruch darauf, dass ihm die Vorinstanz die konkrete Verfügung 
vorab zur Stellungnahme vorlegt. Die zeitliche Distanz zwischen Stellungnahme und Anhörung und 
dem Erlassdatum stellt auch für sich selbst keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Der 
entscheidrelevante Aktensachverhalt hat sich in dieser Zeit nicht wesentlich verändert oder aktuali-
siert, so dass dem Beschwerdeführer erneut eine Möglichkeit zur Stellungnahme hätte gegeben 
werden müssen. Auch musste ihm keine neuerliche Frist zur Einreichung von Beweismitteln ange-
setzt werden. Er konnte Beweisanträge und Beweismittel bereits mit Eingabe vom 21. Juni 2022 
einbringen und anrufen. Es wäre ihm zudem unbenommen gewesen, die von ihm im September 
2022 eingereichten Strafanzeigen sowie übrige Noven unaufgefordert zu den Akten der Vorinstanz 
zu geben. 

5.2.2. Die Vorinstanz war demnach nicht verpflichtet, den Beschwerdeführer vor Erlass der ange-
fochtenen Verfügung über die fraglichen Massnahmen zu informieren, ihm eine neue Frist zur 

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Vernehmlassung einzuräumen bzw. von sich aus erneut Akteneinsicht zu gewähren. Im Übrigen 
konnte sich der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren vor Kantonsgericht umfassend 
äussern, wobei dieses die Angelegenheit in voller Kognition hinsichtlich Tat- und Rechtsfragen prüft. 
Er hat vorliegend auch keine erneute Akteneinsicht beantragt, um bspw. Einsicht in die übermittelten, 
vollständigen Akten der Vorinstanz zu nehmen.

5.3. Der Beschwerdeführer erkennt sodann eine Verletzung des rechtlichen Gehörs im Umstand, 
dass die angefochtene Verfügung C.________ und D.________ zugestellt wurden. Dies sei auch 
als Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte i.S.v. Art. 28 ZGB zu qualifizieren.

Zwar liegt die Frage einer allfälligen Verletzung der Persönlichkeitsrechte nach Art. 28 ff. ZGB durch 
die Zustellung der Verfügung an C.________ und D.________ nicht in der Kompetenz der verwal-
tungsgerichtlichen Höfe des Kantonsgerichtes. Immerhin sei darauf hingewiesen, dass den beiden 
Lehrpersonen gestützt auf das formelle Verfahren nach MobV ein Anspruch zukommt, dass die 
zuständige Anstellungsbehörde in einem Entscheid rechtsgültig feststellt, ob eine Persönlichkeits-
verletzung oder sexuelle Belästigung vorliegt, und darin Massnahmen zu deren Beseitigung 
bestimmt; gibt der Entscheid den Lehrpersonen nicht Recht, können sie dagegen rekurrieren (vgl. 
Kommentar des Amts für Personal und Organisation zum Verordnungsentwurf über Mobbing, sexu-
elle Belästigung und zwischenmenschliche Probleme am Arbeitsplatz [MobV] [Kommentar-MobV] 
vom 14. Dezember 2015, Ziff. 1.3; zudem Art. 5 Abs. 1 Bst. c GlG; ferner ETTER, Diskriminierung 
durch sexuelle Belästigung nach Art. 4 GlG, in SJZ 118/2022, S. 18-32, S. 29 ff.). Eine solche Fest-
stellung bildet die Grundlage, um Ansprüche aus der Gleichstellungsgesetzgebung geltend machen 
zu können.

Wie aufgezeigt umfasst der Anspruch auf rechtliches Gehör alle Befugnisse, die einer Partei einzu-
räumen sind, damit sie ihren Standpunkt im Verfahren wirksam zur Geltung bringen kann (E. 5.1 
hiervor). Es ist entgegen der Behauptungen in der Beschwerde in keiner Weise ersichtlich, dass 
dieser Anspruch des Beschwerdeführers durch die Zustellung der Verfügung an C.________ und 
D.________ verletzt worden wäre.

5.4. Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass die Vorinstanz den Anspruch des Beschwer-
deführers auf rechtliches Gehör nicht verletzt hat. Die dahingehenden Rügen des Beschwerdefüh-
rers sind abzuweisen.

6.

Der Beschwerdeführer bestreitet sodann den Grossteil der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen. 
Er rügt in materieller Hinsicht im Wesentlichen, die Erwägungen zum Sachverhalt würden sich 
ausschliesslich auf Anschuldigungen stützen, die in keiner Weise hätten bewiesen werden können. 
Die Vorinstanz habe es unterlassen, die Aussagen der Lehrpersonen C.________ und D.________ 
einer Glaubhaftigkeitsprüfung zu unterziehen oder sonstige Massnahmen zu treffen, um die 
Aussagen auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Hinzu komme, dass bei der Beweiswürdigung 
entlastende Aussagen anderer Lehrpersonen unter den Tisch gekehrt worden seien. Selbst unter 
Annahme des der Verfügung zugrunde gelegten Sachverhalts sei überdies offensichtlich, dass das 
Verhalten – entgegen der Auffassung der Vorinstanz – nicht unter die Definitionen der MobV von 
"Mobbing" oder "sexueller Belästigung" subsumiert werden könne.

6.1. Das Kantonsgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 10 Abs. 1 VRG). Es nimmt 
die zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts erforderlichen Abklärungen von Amtes 
wegen vor. Dabei ist es nicht an die Vorbringen und Beweisanträge der Parteien gebunden (Art. 45 

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Abs. 1 VRG). Ebenso wenig ist eine vorweggenommene Beweiswürdigung oder ein Indizienbeweis 
ausgeschlossen. Das Kantonsgericht kann einen Beweisantrag gestützt auf eine antizipierte 
Beweiswürdigung ablehnen (hierzu statt vieler BGE 134 I 140 E. 5.1 ff., insbesondere 5.3, mit 
Hinweisen). Es würdigt die Parteivorbringen und Beweise frei (Art. 45 Abs. 2 VRG).

Die Vorinstanz subsumierte das Verhalten des Beschwerdeführers gemäss den Erwägungen des 
angefochtenen Entscheids ausschliesslich als sexuelle Belästigung, und nicht als Mobbing. Die 
Begriffsbestimmung der sexuellen Belästigung findet sich in Art. 2 Abs. 2 MobV, wobei die dortige 
Definition aus Art. 4 GlG übernommen wurde. Bei sexueller Belästigung handelt es sich um verbo-
tene schwere Diskriminierung, die verschiedene Formen annehmen kann. So fallen insbesondere 
sexistische Sprüche sowie anzügliche oder peinliche Bemerkungen unter den Begriff. Für die Beur-
teilung, ob es sich bei einer Verhaltensweise um einen harmlosen Flirt, oder um einen Fall von 
sexueller Belästigung handelt, gilt, dass nicht die Absicht der belästigenden Person ausschlagge-
bend ist, sondern wie ihr Verhalten bei der betroffenen Person ankommt, ob diese das Verhalten als 
erwünscht oder unerwünscht empfindet. Insofern ist im Rahmen der Einzelfallbetrachtung auch dem 
subjektiven Empfinden der betroffenen Person Rechnung zu tragen, dies neben den objektiven 
Standpunkten einer "vernünftigen" Person. Die Linie zwischen alltäglichen Aussagen sowie Fragen 
und Handlungen sexueller Natur ist dünn. Auch die Schaffung einer beeinträchtigenden Arbeitsum-
gebung werden hierunter subsumiert, etwa durch obszöne Witze und Bemerkungen oder uner-
wünschte Annäherungen. Die Beurteilung muss anhand einer Einzelfallbetrachtung unter Gesamt-
würdigung der jeweiligen Umstände erfolgen (Kommentar-MobV, Ziff. 4, S. 10; ferner eingehend 
ETTER, S. 20 f., mit weiteren Hinweisen). Im formellen Verfahren der MobV werden die Bestimmun-
gen des StPG zur Anwendung gebracht, die der Anstellungsbehörde die Befugnis erteilen, alle 
Entscheide in Bezug auf das ihr zugewiesene Personal zu fällen. Die Mitarbeiter können von der 
Anstellungsbehörde einen Entscheid zur Bestimmung von Massnahmen verlangen, mit denen einer 
Persönlichkeitsverletzung ein Ende gesetzt werden kann (Kommentar-MobV, Ziff. 1.3, S. 3; 
Art. 14 MobV). 

6.2. Vorliegend haben gemäss der Verfügungsbegründung verschiedenste Verhaltensweisen 
des Beschwerdeführers zum Erlass der angefochtenen Verfügung geführt. Es handelt sich beim 
vorgeworfenen Verhalten teilweise um konkrete Sprüche oder Aussagen (bspw. "Ah, hättest du nicht 
noch ein kürzeres Röckchen anziehen können"; "Ah, du trägst wieder dein Schaffell"; lautes Ausru-
fen des Vornamens D.________ bei 22 weiteren Anwesenden; [vgl. Protokolle der Befragungen von 
C.________ und D.________ vom 11., 12. und 20. Mai 2022]), um physische Interaktionen (bspw. 
Schenken einer DVD, Seife sowie von Desinfektionsmittel; Berühren der Haare; physisches Nahe-
kommen in sehr geringer Distanz [vgl. Protokolle der Befragungen von G.________ und 
D.________ vom 20. Mai 2022]) oder generell um Verhalten, das bei D.________ und C.________ 
Unwohlsein auslöste (bspw. Auffinden eines Haares, verbunden mit der Aussage, man wolle dieses 
nutzen, um die Person zu klonen, damit der Klon den Haushalt und die Küche machen könne; 
wiederholtes Nachfragen nach dem Grund von Abwesenheiten resp. nach dem jeweiligen Aufent-
halt; unaufgefordertes Erzählen über eine sexuelle Beziehung zu einer ehemaligen Praktikantin oder 
Berühren resp. Streicheln des Arms mit der Frage, ob das Gegenüber, das eine Schaffelljacke trägt, 
ein kleines Schaf sei [vgl. Protokolle der Befragungen von D.________ und C.________ vom 
11. und 20. Mai 2022]).

6.3. Der Beschwerdeführer anerkannt den Vorfall betreffend "Klonen" von D.________ mit einem 
ihrer Haare, den er als humoristisch einstuft (S. 6 der Eingabe vom 21. Juni 2022 an die Vorinstanz), 
sowie die Geschenke an D.________, die in kameradschaftlicher Absicht erfolgt seien (S. 9 der 

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Eingabe vom 21. Juni 2022 an die Vorinstanz). Vorab ist auf diese einzugehen, da sie in 
tatsächlicher Hinsicht nicht bestritten werden.

Bereits mit der Aussage des Beschwerdeführers, er würde das Haar von D.________ gerne 
verwenden, um sie zu klonen, damit er den Klon zum Kochen und für den Haushalt bei ihm verwen-
den könne, geht eine verpönte und diskriminierende Herabsetzung des weiblichen Geschlechts auf 
das Kochen und die Haushaltsführung einher. Die Grenze einer rein humoristischen, kollegialen 
Aussage ist klar überschritten mit dem geäusserten Wunsch, ein exaktes Duplikat einer Person des 
anderen Geschlechts solle bei sich zu Hause Hilfsarbeiten verrichten. Dass eine derartige Äusse-
rung gerade in einem Arbeitsumfeld Unwohlsein bewirkt, ist offensichtlich. Der Beschwerdeführer 
macht durch seine Aussage einen Konnex zwischen D.________ als weibliche Person und der 
Haushaltsführung. Dieser Konnex ist entwürdigend, indem sie und ihre Person auf Haushaltsführung 
und Kochen reduziert werden. Es handelt sich hierbei somit um eine Äusserung mit verpönter, sexis-
tischer Komponente aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit (vgl. LEMPEN, Überblick über die Recht-
sprechung zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz, in AJP 2006, S. 1415; zudem KAUFMANN, in 
Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, 3. Aufl. 2022, Art. 4 N. 60 f.; ETTER, S. 22). Der Umstand, 
dass der Beschwerdeführer gemäss eigenem Bekunden rein humoristisch handelte und keine beläs-
tigenden Hintergedanken hatte, vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern.

Hinsichtlich der Geschenke der Seife, DVD und des Desinfektionsmittels an D.________ ist festzu-
halten, dass zwar im Grundsatz übliche Gelegenheitsgeschenke unter Kollegen keine Probleme 
darstellen. Ohne speziellen, über reine Kollegialität hinausgehende Freundschaft, Beziehung oder 
besonderen Anlass wie bspw. Geburtstage sind aber insbesondere Geschenke deplatziert, die die 
Körperhygiene betreffen. Vorliegend sind dies die Körperseife und im weiteren Sinne auch das 
Desinfektionsmittel. Die Körperhygiene ist ein persönliches, mitunter delikates Thema. Dass also 
gerade das Geschenk einer Körperseife Unwohlsein bei der Adressatin auslöst, ist nachvollziehbar, 
insbesondere aufgrund des Altersunterschieds (vgl. zum Alter und weiteren Kriterien KAUFMANN, Art. 
4 N. 33). Der Beschwerdeführer arbeitet seit 1989 an der B.________ und wird von D.________ als 
"im Alter ihres Vaters" beschrieben (vgl. Protokoll der Befragung von D.________ vom 20. Mai 2022, 
S. 3). Dies gilt umso mehr, wenn der Schenker nur der Adressatin derartige Geschenke macht. Er 
hat keinen weiteren Personen Seifen oder Desinfektionsmittel geschenkt. Dadurch wird jedenfalls 
unterschwellig ein persönliches, über das Berufsverhältnis hinausgehendes Näheverhältnis sugge-
riert, das eine unerwünschte und für die Adressatin mitunter peinliche Grenzüberschreitung darstel-
len kann. Aus den Akten ergibt sich, dass zwischen dem Beschwerdeführer und D.________ kein 
solches besonderes Freundschafts- oder Näheverhältnis bestanden hat. Für den Beschwerdeführer 
musste somit aufgrund der Umstände (fehlendes Freundschafts- resp. Näheverhältnis zu 
D.________, Altersunterschied, Körperhygiene als delikates Thema) erkennbar sein, dass die 
unaufgeforderten, die Körperhygiene betreffenden Geschenke die Grenze des Zulässigen 
überschreiten. Es kann daher offenbleiben, wie das Schenken einer DVD ohne besonderen Anlass 
dazu zu qualifizieren ist.

Nach dem Gesagten gelangt das Kantonsgericht zum Schluss, dass aufgrund der Umstände bereits 
die von ihm anerkannten Vorfälle betreffend Klonen und Gelegenheitsgeschenke unter den Begriff 
der sexuellen Belästigung nach Art. 2 Abs. 2 MobV fallen.

6.4. Der Beschwerdeführer bestreitet demgegenüber die übrigen beschriebenen Vorfälle (vgl. zu 
den Vorfällen E. 6.2), welche die Vorinstanz ihrer Verfügung ebenfalls zu Grunde gelegt hat.

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Die Vorinstanz hat die Aussagen von D.________ und C.________ bei der Beweiswürdigung 
besonders gewichtet. Den Akten ist hinsichtlich der Aussagen der beiden Personen zu entnehmen, 
dass beide unabhängig voneinander und in je zwei Gesprächen sowohl gegenüber der Abteilungs-
vorsteherin als auch gegenüber der Vorinstanz kohärent, umfangreich, mit je nach beschriebener 
Verhaltensweise unterschiedlichem Detailgrad und auch nicht in unangemessen angriffiger Weise 
beschrieben, was ihnen in Anwesenheit des Beschwerdeführers über längere Zeit passiert sein soll 
(vgl. Protokolle der Befragungen vom 11. und 20. Mai 2022 für D.________; Protokolle vom 12. und 
20. Mai 2022 für C.________). So hielt bspw. D.________ fest, dass der Beschwerdeführer auch 
sehr sympathisch sein könne (vgl. S. 2 Protokoll der Befragung vom 20. Mai 2022), und sie erwähn-
te, wenn sie etwas nicht mehr wusste (S. 4 Protokoll der Befragung vom 20. Mai 2022). Gleichzeitig 
konnte sie detailliert schildern, was bspw. an einem Donnerstag und Freitag im Dezember (2021) 
vorgefallen sei (S. 3 Protokoll der Befragung vom 20. Mai 2022, betreffend Nachfragen des 
Beschwerdeführers zu ihrer Abwesenheit). C.________ verneinte bspw. mehrere Fragen der Vorin-
stanz und sagte aus, ein paar Monate vor der Anhörung sei es schlimmer gewesen, und es habe 
sich verbessert (S. 3 Protokoll der Befragung vom 20. Mai 2022). Gleichzeitig beschrieb auch sie 
kohärent bspw. einen Vorfall betreffend ihre Schaffelljacke (Protokoll der Befragung vom 12. Mai 
2022 sowie S. 3 Protokoll der Befragung vom 20. Mai 2022).

Weiter ist festzuhalten, dass die Aussagen von F.________, G.________ und K.________ die von 
D.________ und C.________ getätigten Aussagen zusätzlich untermauern. F.________ bestätigte 
einen Grossteil der Aussagen von D.________ und konnte verschiedenste Beispiele der 
angeblichen Verhaltensweisen des Beschwerdeführers als direkte Zeugin anführen, gab aber 
jeweils an, wenn sie etwas aus zweiter Hand wusste und nicht persönlich dabei war (vgl. S. 2 ff. 
Protokoll der Befragung vom 20. Mai 2022). G.________ bestätigte, dass der Beschwerdeführer 
D.________ im Lehrerzimmer mehrfach sehr nahe gekommen sei (Protokoll der Befragung vom 
16. Mai 2022 sowie S. 2 Protokoll der Befragung vom 20. Mai 2022). Auch die Schilderungen von 
K.________ (Protokoll der Befragung vom 13. Mai 2022) hinsichtlich des allgemeinen Verhaltens 
des Beschwerdeführers decken sich in grundsätzlicher Weise mit dem, was D.________ und 
C.________ berichteten. K.________ hielt überdies fest, dass der Beschwerdeführer 
unterschiedliche Facetten aufweisen könne und er auch viel für sie gemacht habe, weshalb sie ihm 
auch dankbar gewesen sei (S. 2 Protokoll der Befragung vom 13. Mai 2022).

Insgesamt ist festzuhalten, dass die Aussagen von D.________, C.________, F.________, 
G.________ und K.________ kohärent sind, sich gegenseitig ergänzen und abdecken, ohne den 
Beschwerdeführer jedoch unangemessen zu verunglimpfen. Die Personen geben offen an, wenn 
etwas nicht direkt persönlich erlebt worden oder etwas nicht bekannt sei. Aufgrund dessen ist auch 
nicht davon ersichtlich, dass sich die fünf Personen in irgendeiner Weise untereinander 
abgesprochen hätten. Ihr Aussageverhalten zeichnet ein glaubwürdiges Gesamtbild betreffend den 
Beschwerdeführer, aber dennoch sind die einzelnen Aussagen untereinander unterschiedlich 
hinsichtlich der (mit-)erlebten Vorfälle und damit voneinander unabhängig, so dass eine vorgängige 
inhaltliche Absprache ausgeschlossen erscheint. Die Personen berichten in glaubwürdiger Weise 
und stichhaltig von verschiedensten Vorfällen. Hinzu tritt, dass der Beschwerdeführer selbst einige 
Vorfälle anerkannt hat. Auch die zumindest vordergründig entlastenden Aussagen von E.________ 
und H.________ vermögen an dieser Würdigung der überzeugenden, in sich stimmigen übrigen 
Beweismittel und Parteiaussagen nichts zu ändern. Auch wenn bspw. H.________ zwar angibt, nie 
etwas Konkretes mitbekommen zu haben, hält sie immerhin fest, dass es stimme, dass der 
Beschwerdeführer viel mit D.________ gesprochen habe (vgl. S. 2 Protokoll der Befragung vom 
24. Mai 2022).

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Nach dem Gesagten ist für das Kantonsgericht erwiesen, dass der Beschwerdeführer die in E. 6.2 
hiervor festgehaltenen Verhaltensweisen begangen hat. Verschiedene dieser Verhaltensweisen 
stellen sodann bereits isoliert für sich selbst sexuelle Belästigungen i.S. der Gleichstellungsgesetz-
gebung dar. Die Bemerkung, ob nicht noch ein kürzeres Röckchen hätte angezogen werden können, 
beinhaltet eine verpönte Herabsetzung auf die physischen Attribute resp. das Aussehen und die 
Kleidung und ist anzüglich. Die Aussage geht über einen reinen neutralen Kommentar betreffend 
die Kleidung hinaus (vgl. hierzu ETTER, S. 21, mit Hinweis). Das ungewünschte Berühren in den 
Haaren oder das Streicheln am Arm stellen unangebrachte und unbegründete Berührungen dar, die 
ohne persönliches, über das reine Berufsverhältnis hinausgehendes Näheverhältnis nicht adäquat 
sind und die Grenze zu rein kollegialem Verhalten überschreiten, zumal zwischen dem Beschwerde-
führer und den beiden Lehrpersonen wie bereits ausgeführt kein engeres Freundschaftsverhältnis 
bestand. So hat die Rechtsprechung bspw. auch Bemerkungen über die Kleidung oder die Haare 
unter Art. 4 GlG subsumiert, wenn diese durch Knuffen oder Durch-die-Haare-Fahren begleitet 
werden (vgl. Urteil des Arbeitsgerichts Unterrheintal vom 12. März 2001 in JAR 2002, S. 342 ff.; 
zudem LEMPEN, S. 1414). Der vorliegende Vorfall betreffend Streicheln des Armes mit der Frage, ob 
das Gegenüber ein kleines Schaf sei, stellt eine vergleichbare Situation dar. Gleiches gilt sodann in 
Bezug auf das unaufgeforderte Erzählen einer sexuellen Beziehung zu einer ehemaligen Praktikan-
tin. Ohne engeres persönliches Freundschaftsverhältnis ist nicht nachvollziehbar, weshalb einer 
deutlich jüngeren Berufskollegin unaufgefordert eine derartige Geschichte erzählt wird. Dass diese 
Berufskollegin sich daraufhin peinlich berührt fühlt und nicht weiss, wie hierauf zu reagieren, ist 
nachvollziehbar. Bereits diese Verhaltensweisen sind als unerlaubtes, diskriminierendes Verhalten 
i.S. der Gleichstellungsgesetzgebung einzustufen.

Werden die verschiedenen Vorfälle zusammen betrachtet, zeigt sich zusätzlich auch ein Muster von 
Nähe- und Grenzüberschreitungen gegenüber Personen weiblichen Geschlechts aufgrund körperli-
cher Nähe sowie gemachter Äusserungen. Dieses ist ebenfalls als belästigendes und beeinträchti-
gendes Verhalten aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit gemäss Art. 2 Abs. 2 MobV einzustufen. 

Im Übrigen kann auch nicht gesagt werden, bei den Adressatinnen liege eine Überempfindsamkeit 
vor. Zwar stufte der Beschwerdeführer selbst seine Verhaltensweisen grösstenteils als humoristisch 
ein. Dies ändert jedoch nichts daran, dass die Adressatinnen sie offensichtlich als subjektiv uner-
wünscht und einschränkend wahrnahmen und diese Einschätzung objektiv auch vertretbar ist. Mit 
F.________, G.________ und K.________ haben sich auch drei nicht direkt beteiligte Personen 
dahingehend geäussert, dass der Beschwerdeführer bisweilen die Grenzen überschreitet. Die 
eigenen Wertevorstellungen des Beschwerdeführers vermögen an der Beurteilung somit nichts zu 
ändern, ist doch in erster Linie auf das subjektive – vorliegend auch objektiv nachvollziehbare – 
Empfinden der Adressatinnen abzustellen (E. 6.1 hiervor).

6.5. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass weder die Beweiswürdigung noch die 
rechtliche Subsumtion der Vorinstanz zu beanstanden sind. 

Der entscheidrelevante Sachverhalt ergibt sich auch für das Kantonsgericht in genügender Weise 
aus den umfangreichen Akten, insbesondere den (teils mehrfach) durchgeführten Befragungen 
(vgl. E. 6.4 hiervor). Das Gesamtbild der abgenommenen Beweismittel ist kohärent. Eine Absprache 
unter den Personen erscheint insbesondere aufgrund des unterschiedlichen Detailgrads und der 
Formulierungen der Aussagen ausgeschlossen. Es ist für das Kantonsgericht erwiesen, dass der 
Beschwerdeführer die in E. 6.2 hiervor erwähnten Verhaltensweisen begangen hat. Die Vorinstanz 
war somit auch nicht gehalten, betreffend die Glaubwürdigkeit von D.________ und/oder 
C.________ weitere Handlungen wie bspw. Glaubwürdigkeitsgutachten vorzunehmen. Bezüglich 

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letzterer ist zudem darauf hinzuweisen, dass Glaubwürdigkeitsgutachten nur angezeigt sind, wenn 
es darum geht, die Aussagen eines Kleinkindes, die schwer zu interpretieren sind, oder aber 
diejenige von Personen mit psychischen Störungen, auf ihren Wahrheitsgrad zu bewerten (vgl. BGE 
129 IV 179 E. 2.4; Urteil KG FR 501 2021 8 vom 12. April 2022 E. 2.3.2).

Die Verhaltensweisen des Beschwerdeführers erfüllen den Tatbestand der sexuellen Belästigung 
nach Art. 2 Abs. 2 MobV. Diverse einzelne Verhaltensweisen, darunter bspw. der Vorfall betreffend 
"Klonen" (E. 6.3), das Erzählen einer früheren sexuellen Beziehung zu einer ehemaligen Praktikantin 
(E. 6.4) oder Streicheln des Armes mit der Frage, ob das Gegenüber ein kleines Schaf sei (E. 6.4), 
stellen bereits für sich alleine sexuelle Belästigungen dar. Die Grenze zu rein kollegialen Handlungen 
ist jeweils überschritten, da eine geschlechterspezifische Herabsetzung, unerwünschter Körperkon-
takt oder unerwünschte peinliche Aussagen erfolgen. Hinzu tritt, dass die Betrachtung aller Hand-
lungen zusammen zusätzlich ein gleichstellungsgesetzwidriges Gesamtbild zeichnen. Insgesamt ist 
somit klarerweise von einer beeinträchtigenden Arbeitsumgebung auszugehen, die vom Beschwer-
deführer geschaffen wurde (E. 6.1; ETTER, S. 21). 

Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, dass eine sexuelle Belästigung i.S. 
der Gleichstellungsgesetzgebung vorliegt, und war verpflichtet, Massnahmen zu ergreifen. Dies 
bereits aufgrund der Vorfälle, die der Beschwerdeführer anerkannt hat.

6.6. Gestützt auf dieses Ergebnis sind die Beweisanträge des Beschwerdeführers auf die Einho-
lung weiterer Unterlagen betreffend Mediationsverfahren sowie die Einvernahme weiterer Lehrper-
sonen der B.________ in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen. 

7.

Der Beschwerdeführer rügt schliesslich sinngemäss, der angeordnete Kurs sei unverhältnismässig.

7.1. Gemäss Art. 2 Abs. 4 Satz 2 MobV wird in der Kantonsverwaltung keinerlei Belästigung – in 
welcher Form auch immer – geduldet, denn diese verletzt die Persönlichkeitsrechte und die 
Menschenwürde. Das formelle Verfahren nach MobV kann zu Massnahmen gegen die belästigende 
Person führen (Kommentar-MobV, Ziff. 3.1.4.2, S. 6). Die Verletzung von Dienstpflichten kann je 
nachdem, wie schwerwiegend sie ist, zu einer Änderung oder zur Beendigung des Dienstverhältnis-
ses führen (Art. 75 Abs. 1 StPG). Hinsichtlich der Weisungsbefugnis der Anstellungsbehörde ist 
mangels spezifischer öffentlich-rechtlicher Regelungen prinzipiell auf die Grundsätze im Privatrecht 
abzustellen (vgl. BGE 134 I 159 E. 3; Urteil KG FR 601 2018 6 vom 30. Mai 2018 E. 3.1, mit weiteren 
Hinweisen). Entsprechend ist auf die Regelung von Art. 321d OR zurückzugreifen. Mit dem 
Weisungsrecht konkretisiert der Arbeitgeber einseitig den Inhalt des Anstellungsverhältnisses. Es ist 
direkter Ausfluss der Unterordnung des Arbeitnehmers. Zulässig sind alle Arten von Anweisungen 
über die Ausführung der Arbeit oder das Verhalten am Arbeitsplatz, die betrieblich notwendig oder 
aus Rücksicht auf Mitarbeiter erforderlich sind (zum Ganzen STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, 
Arbeitsvertrag, 7. Aufl. 2012, N. 2 ff. zu Art. 321d OR, insbesondere N. 3; Urteil BGer 4A_613/2010 
vom 25. Januar 2011 E. 3, mit weiteren Hinweisen). Gemäss Art. 321d Abs. 2 OR hat der Arbeit-
nehmer die allgemeinen Anordnungen des Arbeitgebers und die ihm erteilten besonderen Weisun-
gen nach Treu und Glauben zu befolgen. 

7.2. Die vorliegende Weisung an den Beschwerdeführer, ein Coaching resp. einen Kurs zu besu-
chen, ist in Anbetracht der Gesamtumstände ohne Weiteres eine geeignete und verhältnismässige 
Personalmassnahme. Es handelt sich sogar um eine milde Massnahme, die den Beschwerdeführer 
bei der Arbeitserbringung nicht stark oder nachhaltig einschränkt. Vorliegend hat sich der Beschwer-

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deführer wie aufgezeigt über eine längere Zeit wiederholt grenzüberschreitend verhalten. Die Anstel-
lungsbehörde war als Arbeitgeberin aufgrund der Gleichstellungsgesetzgebung und ihrer Fürsorge-
pflicht verpflichtet, umgehend zu handeln. Es lag im weiten Ermessen der Vorinstanz, geeignete und 
verhältnismässige Massnahmen zu ergreifen. Sie hat ihr Ermessen nicht überschritten, indem sie 
dem Beschwerdeführer die Weisung erteilt hat, ein Coaching zu besuchen. Die Einschränkungen, 
die sich für den Beschwerdeführer ergeben, sind nämlich auch in zeitlicher Hinsicht gering: Nach 
Abschluss dieses Coachings ist das vorliegende Verfahren nach MobV für ihn abgeschlossen. Somit 
sind auch die Rügen des Beschwerdeführers betreffend die angeordnete Weisung abzuweisen.

8.

Im Ergebnis ist die Beschwerde abzuweisen. Die angefochtene Verfügung vom 21. November 2022 
ist zu bestätigen.

9.

Mit dem sofortigen Entscheid in der Hauptsache ist das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewäh-
rung der aufschiebenden Wirkung (601 2022 153) als gegenstandslos abzuschreiben.

10.

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 134a Abs. 2 VRG). Eine Parteientschädigung ist 
nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde (601 2022 152) wird abgewiesen.

II. Das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung (601 2022 153) wird als gegen-
standslos abgeschrieben.

III. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

IV. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung eine subsidiäre Verfassungsbeschwer-
de an das Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. 

Freiburg, 27. September 2023/tsc

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber