# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 344a0165-ea4f-514e-adc0-6be555f0b21e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 26.10.2023 IV 2023/30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2023-30_2023-10-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/30

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 09.01.2024

Entscheiddatum: 26.10.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 26.10.2023
Art. 28 IVG: Beweiskraft Gutachten bejaht. Einkommensvergleich, 
namentlich Überprüfung des festgesetzten Valideneinkommens. 
Rentenanspruch verneint. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Oktober 2023, IV 
2023/30).

Entscheid vom 26. Oktober 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Tanja Petrik-Haltiner 

und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

IV 2023/30

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Bettina Surber, Oberer Graben 44, 9000 St. 

Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 23. Dezember 2020 bei der IV-

Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) für berufliche Massnahmen und 

Rentenleistungen an (IV-act. 1). In einem Bericht vom 16. November 2020 hatte Dr. 

med. B.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, Fachärztin für 

Rheumatologie FMH, Rehazentrum Z.___, über eine Sprechstunde vom 13. November 

2020 berichtet. Sie hatte festgehalten, dass der Versicherte anamnestisch bereits seit 

Jahren unter einer Psoriasisarthropathie leide. Im Alter von __ Jahren sei eine Psoriasis 

vulgaris festgestellt worden. Nach Daktylitis an der Grosszehe und am vierten Zeh links 

sowie MCP-Arthritis am Daumen rechts sei im Jahr 2009 eine Basistherapie mit 

Methotrexat und Salazopyrin begonnen worden. Diese Behandlung habe der 

Versicherte nach eigenen Angaben aber aufgrund einer Angst vor Nebenwirkungen 

selbständig wieder sistiert. Jahrelang habe er sich daraufhin einer ärztlichen 

Behandlung entzogen. Im September 2020 habe er einen Unfall mit Sturz auf den 

Rücken erlitten, was zu einer Zunahme der bereits vorbestehenden starken 

Rückenschmerzen geführt habe. Daraufhin seien die Rückenschmerzen mittels CT-

Untersuchung der Brustwirbelsäule (BWS) und Lendenwirbelsäule (LWS) am 24. 

September 2020 abgeklärt worden. Dabei habe sich neben einer geringen und stabilen 

traumatischen Deckplattenimpressionsfraktur auf der Höhe BWK 11 eine deutliche 

Veränderung an der Wirbelsäule gezeigt, die auf die Psoriasisgrunderkrankung 

zurückzuführen sei, neu mit zusätzlicher Beteiligung des Achsenskeletts. Auf Nachfrage 

habe der Versicherte erklärt, dass er bereits seit Jahren an zunehmenden 

Rückenschmerzen thorakal und lumbal sowie auch im Bereich der Kniegelenke und 

Handgelenke leide. Er habe daher selbständig täglich zwei bis drei Tabletten Ibuprofen 

600 mg eingenommen. Insgesamt bemerke er eine zunehmende Einschränkung seiner 

A.a. 

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Leistungsfähigkeit aufgrund der Schmerzen trotz Einnahme von Ibuprofen. In ihrer 

Beurteilung war Dr. B.___ zum Schluss gekommen, die vom Versicherten angegebenen 

Arthralgien, insbesondere an den Kniegelenken und Handgelenken sowie die 

Schmerzen im Bereich der BWS und LWS, könnten auf eine vermehrte 

Entzündungsaktivität zurückgeführt werden. In der klinischen Untersuchung zeige sich 

nicht nur eine vermehrte Entzündungsaktivität im Bereich der peripheren Gelenke 

(insbesondere Handgelenke und Kniegelenke), sondern auch ein Achsenbefall mit 

typischen entsprechenden Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule thorakal und 

lumbal mit Parasyndesmophyten, hypertrophen teils beginnend überbrückenden 

Spondylosen. Um einer zunehmenden Einsteifung der Wirbelsäule entgegenwirken zu 

können, sei eine erneute Basistherapie indiziert. Eine Basisbehandlung mit Methotrexat 

reiche aber nicht mehr aus, weil auf diese nur die peripheren Gelenke und 

Hautveränderungen ansprächen. Bei nun feststellbarem Achsenskelettbefall sei eine 

Behandlung mit einem TNF-Alpha-Blocker indiziert, z.B. eine Humira-Fertigspritze alle 

zwei Wochen subcutan (IV-act. 9).

In einer E-Mail vom 19. Februar 2021 an die IV-Stelle erklärte Dr. med. C.___, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, dass er den Versicherten praktisch nicht 

kenne. In den Jahren 2012 bis 2014 habe er für Dr. B.___ gelegentlich 

Laboruntersuchungen durchgeführt, damit der Versicherte nicht nach Z.___ habe 

hochfahren müssen. Offenbar habe er die Therapie danach nicht strikt durchgeführt. 

Nach einem Unfall im September 2020 habe Dr. B.___ geschrieben, dass sich die 

Situation massiv verschlimmert habe und der Versicherte nun Humira benötige. Sie 

habe bei der Krankenversicherung eine Kostengutsprache erwirkt und er habe das 

Medikament stellvertretend das erste Mal gespritzt. Weitere Informationen seien bei Dr. 

B.___ einzuholen (IV-act. 23).

A.b. 

In einem Telefonat vom 26. Februar 2021 erklärte Dr. B.___ gegenüber der IV-

Stelle, dass sie den angeforderten Arztbericht nicht ausfüllen könne. Der Versicherte 

sei bei ihr lediglich zur Kontrolle gewesen, damit sie eine Kostengutsprache für ein 

teures Medikament habe anfordern können. Sonst sei er nicht mehr bei ihr in 

Behandlung. Seit der letzten Aktenzustellung habe sie keine neuen Berichte (IV-act. 

25).

A.c. 

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In einer Aktenbeurteilung vom 8. März 2021 hielt der regionale ärztliche Dienst 

(RAD) fest, dass gemäss der letzten E-Mail von Dr. C.___ nun doch eine 

antientzündliche Therapie (Humira) durchgeführt werde. Der Versicherte habe bereits 

die erste Spritze erhalten. Falls der Versicherte die Therapie durchführe, wäre von 

einem instabilen Gesundheitszustand auszugehen, da eine Wirkung der 

antirheumatischen Medikation frühestens nach drei Monaten zu erwarten sei. Zur 

Prüfung allfälliger beruflicher Massnahmen werde die Arbeitsfähigkeit in einer 

körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen 

auf 50 % geschätzt (IV-act. 26).

A.d. 

In einer E-Mail vom 11. Mai 2021 erklärte Dr. C.___ gegenüber der IV-Stelle, dass 

der Versicherte bei Dr. B.___ in Behandlung sei. Den Überblick über dessen Verlauf 

habe sie (IV-act. 27).

A.e. 

Am 18. Juni 2021 berichtete Dr. B.___ gegenüber der IV-Stelle, dass die erste 

Konsultation auf Zuweisung von Dr. C.___ am 13. November 2020 und die letzte 

Konsultation vorerst am 11. Juni 2021 erfolgt sei (IV-act. 31-2). Als Diagnose mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie eine Psoriasisarthropathie mit 

zusätzlicher Spondylarthropathie. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit erwähnte sie einen Alkoholüberkonsum anamnestisch sowie eine 

Transaminasenerhöhung progredient Mai 2021. Als Nebendiagnosen führte sie einen 

Status nach Deckplattenimpressionsfraktur BWK 11 traumatisch aufgetreten im 

September 2020, einen Status nach einem zervikoradikulären Syndrom rechts sowie 

eine Allergie auf das Lösungsmittel Heptan mit Hautausschlag auf (IV-act. 31-4). Weiter 

hielt sie fest, dass unter der begonnenen immunsuppressiven Behandlung mit Humira 

im Mai 2021 die Beweglichkeit der Halswirbelsäule (HWS) verbessert worden sei, 

während die BWS und LWS noch druckdolent und bewegungseingeschränkt seien. 

Auch bestünden weiterhin eine Epicondylitis humeroscapularis rechts, 

Nagelveränderungen an den Finger- und Zehennägeln sowie eine Hautrötung an den 

sonnenexponierten Stellen, insbesondere am Gesicht und an den Ohren. Die 

Behandlung mit Humira habe wegen ansteigender Leberparameter gestoppt werden 

müssen. Noch sei unklar, ob der Anstieg der Leberparameter einzig durch Humira oder 

durch den fortgeführten Alkoholkonsum, welcher der Versicherte nach eigenen 

Angaben auf 2 1/2 Liter Bier täglich reduziert habe, zurückzuführen sei. Den 

A.f. 

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Alkoholkonsum ganz zu stoppen, sei dem Versicherten nicht gelungen. Die Behandlung 

mit Ibuprofen habe der Versicherte vor drei Tagen selber gestoppt, da diese 

Medikation die Transaminasen ebenfalls erhöhen könne. Als Nebenwirkung von Humira 

sei auch eine Hautrötung im Bereich der Injektionsstelle rezidivierend aufgetreten, was 

ein Hinweis auf eine Unverträglichkeit von Humira sein könne. Vorgesehen sei nun die 

Verlaufskontrolle der Leberparameter. Anschliessend sei darüber zu entscheiden, 

welche immunsuppressive Therapie fortgeführt werden solle. Wahrscheinlich sei ein 

Wechsel auf die immunsuppressive Behandlung mit Taltz notwendig (IV-act. 31-3 und 

31-5, oben). Die aktuelle Tätigkeit übersteige die Leistungsfähigkeit des Versicherten. 

Auch wenn die aktuelle Tätigkeit bei der entzündlichen Grunderkrankung bei noch 

fortbestehender Entzündungsaktivität nicht geeignet sei, sei bisher kein 

Arbeitsunfähigkeitszeugnis ausgestellt worden, da der Versicherte ein solches vorerst 

ablehne (IV-act. 31-4 f.). Er bemerke aber selber, dass er seiner Tätigkeit als Y.___ nur 

noch viel langsamer nachgehen und keine schweren Gewichte mehr heben könne. 

Stark störe ihn auch, dass er sich nicht mehr so schnell bewegen könne und bei 

Bewegung sofort Schmerzen aufträten (IV-act. 31-5). Medizinisch-theoretisch bestehe 

aktuell nur eine Arbeitsfähigkeit für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit mit einem 

Arbeitspensum von 50 %, nachdem die Entzündungsaktivität vorerst noch zu hoch sei. 

Der Versicherte sollte von einem Mitarbeiter der IV-Stelle direkt an seinem Arbeitsplatz 

aufgesucht werden. Eine zunehmende Invalidisierung sollte vermieden werden (IV-act. 

31-6).

Anlässlich eines am 12. Juli 2021 durchgeführten Assessmentgesprächs erklärte 

der Versicherte gegenüber einem IV-Eingliederungsverantwortlichen, dass er seit dem 

___ 20__ als selbständig erwerbender Y.___ arbeite. Von Montag bis Samstag arbeite 

er vormittags für zwei bis drei Stunden im D.___ und habe dabei zwei (…) zu betreuen, 

wofür er einen monatlichen Fixlohn von Fr. 1'200.-- erhalte. Als Nebenerwerb wasche 

er nachmittags zu Hause (…), wobei das dabei erzielte Einkommen sehr unregelmässig 

sei. Da er seine aktuelle Tätigkeit gesundheitsbedingt nur noch eingeschränkt ausüben 

könne, bewerbe er sich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt um eine Festanstellung. 

Trotz seiner körperlichen Beschwerden würde er gerne die LKW-Prüfung machen und 

als LKW-Chauffeur arbeiten. Eine körperlich anstrengende Stelle als LKW-Fahrer sei 

ihm nicht möglich, jedoch würde er gerne internationale Transporte machen (IV-act. 

A.g. 

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35). Nachdem der RAD in einer Aktenbeurteilung vom 2. August 2021 die Tätigkeit als 

LKW-Chauffeur als nicht ideal adaptiert eingestuft hatte, zumal beim anamnestisch 

erhöhten Alkoholkonsum keine berufliche Tätigkeit im Strassenverkehr gewählt werden 

sollte (IV-act. 34), nahm der IV-Eingliederungsverantwortliche am 9. August 2021 

telefonischen Kontakt mit dem Versicherten auf. Dieser erklärte, dass er weiterhin auf 

Stellensuche und dabei nicht auf Unterstützung angewiesen sei. Ihm sei lieber, dass 

geprüft werde, ob er Anspruch auf eine Berentung habe. Er werde sich jetzt auch beim 

Sozialamt anmelden, weil er sich nicht mehr anders zu helfen wisse (IV-act. 35-5). Mit 

Mitteilung vom 10. August 2021 lehnte die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche 

Massnahmen ab, da der Versicherte keine beruflichen Massnahmen, sondern die 

Rentenprüfung wünsche (IV-act. 37).

Am 6. Dezember 2021 berichtete Dr. B.___, dass die immunsuppressive 

Behandlung mit Humira wegen Unverträglichkeit habe beendet werden müssen. Im 

September 2021 sei ein Wechsel auf die immunsuppresssive Behandlung mit Taltz 

erfolgt. Vorerst habe noch keine positive Wirkung festgestellt werden können. Es seien 

erst drei Fertigspritzen verabreicht worden. Die Wirkung von Taltz könne bei dieser 

kurzen Behandlungszeit noch nicht abgeschätzt werden. Aktuell seien dem 

Versicherten aufgrund der hohen Entzündungsaktivität von Seiten der Psoriasis mit 

Psoriasisarthropathie, Arthritiden, peripherem Gelenksbefall und axialem Befall 

entsprechend einer Spondyloarthropathie auch leichte, wechselbelastende Tätigkeiten 

vorerst nicht zumutbar (IV-act. 41). In einem Telefonat vom 11. Februar 2022 erklärte 

Dr. C.___ gegenüber der IV-Stelle, dass er dem Versicherten immer wieder Spritzen 

verabreicht habe, mehr jedoch nicht. Dr. B.___ sollte über den Gesundheitszustand des 

Versicherten am besten Bescheid wissen. Er selber könne keinen IV-Arztbericht 

ausfüllen (IV-act. 43). Am 21. März 2022 berichtete Dr. B.___, dass auch unter Taltz 

keine genügende antientzündliche Wirkung habe erzielt werden können, weshalb ein 

Wechsel auf ein anderes Immunsuppressivum notwendig sei. Ein 

Kostengutsprachegesuch für den Wechsel auf Rinvoq sei gestellt worden. Überdies 

bestehe beim Versicherten ein sehr schlechter Zahnstatus mit Parodontose und 

mehreren abgebrochenen Zähnen, nachdem er sich seit Jahren finanziell keinen 

Zahnarzt mehr leisten könne. Es sei bekannt, dass bei schlechtem Zahnstatus auch die 

antientzündliche Wirkung von Immunsuppressiva weniger gut und das Risiko für 

A.h. 

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vermehrte bakterielle Infekte im Bereich der Zähne erhöht sei. Zudem sei die finanzielle 

Not des Versicherten mittlerweile so gross, dass er auch die 

Krankenversicherungsprämien bald nicht mehr zahlen könne. Beim Sozialamt wolle er 

sich nicht mehr melden, da er dort schlechte Erfahrungen gemacht habe. Insgesamt sei 

die Prognose ungewiss und nach dem langen Verlauf mit bisher ungenügendem 

Ansprechen auf diverse medikamentöse Behandlungen als schlecht einzuschätzen (IV-

act. 45).

In einer Aktenbeurteilung vom 30. März 2022 ging der RAD von einem instabilen 

Gesundheitszustand aus, da eine neue Medikation geplant sei, weshalb im Juli 2022 

ein neuer Verlaufsbericht bei der Klinik Z.___ einzuholen sei (IV-act. 46). Nachdem die 

Klinik Z.___ der IV-Stelle am 4. April 2022 telefonisch mitgeteilt hatte, dass die Therapie 

mit Rinvoq nicht zustande komme, da sich der Versicherte den Selbstbehalt nicht 

leisten könne (IV-act. 52-1, unten), empfahl der RAD am 6. April 2022 eine 

Begutachtung in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie und 

Rheumatologie (IV-act. 52-2).

A.i. 

Am 17. Oktober 2022 erstattete die SMAB AG im Auftrag der IV-Stelle ein 

polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 67). In ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung 

nannten die Sachverständigen als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in 

der zuletzt ausgeübten Tätigkeit eine Psoriasisarthropathie mit aktenanamnestisch 

axialem und peripherem Gelenksbefall bei Psoriasis vulgaris seit dem __ Lebensjahr, 

ein degenerativ bedingtes Wirbelsäulensyndrom mit grosser rechts lateraler 

Diskushernie auf Höhe C6/C7 mit Kompression der C7-Wurzel rechts sowie leichte 

Deckplattenimpressionsfraktur auf Höhe Th11 ohne Hinterkantenbeteiligung 

posttraumatisch nach Sturz im September 2020 und Illiosakralgelenksarthrose rechts, 

eine Acromioclaviculargelenksarthrose rechts sowie mässige periartikuläre 

Verkalkungen im rechten oberen Sprunggelenksbereich bei Zustand nach Fraktur 

distale Fibula mit Zustand nach Osteosynthese und Osteosynthesematerialentfernung 

aktenanamnestisch (keine Jahreszahl bekannt; IV-act. 67-6). Weiter kamen die 

Sachverständigen zum Schluss, dass aufgrund der strukturell-morphologischen 

Veränderungen am Bewegungsapparat und beim Vorhandensein einer entzündlich-

rheumatologischen Grunderkrankung ein Gewichtslimit sowie qualitative 

Einschränkungen in Bezug auf bestimmte Bewegungsabläufe bestünden (IV-act. 67-7, 

A.j. 

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oben). Dies führe zu einer anhaltenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 50 % in 

der angestammten Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht. Diese Arbeitsunfähigkeit 

gelte seit dem Unfall im September 2020, wobei für maximal sechs Wochen nach dem 

Unfall die Arbeitsfähigkeit komplett aufgehoben gewesen sei (IV-act. 67-7, oben, und 

67-8). Leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne 

Wirbelsäulenzwangshaltungen, ohne Kopfreklinations- oder Inklinationsfehlhaltung, 

ohne repetitive Überkopfarbeiten, ohne Notwendigkeit, repetitiv in die Hocke zu gehen, 

hinzuknien, zu kauern oder Treppen und Leitern zu besteigen, sowie ohne ausgeprägte 

Nässe-, Kälte- oder Hitzeexposition unter Vermeidung von unebenem Terrain, seien 

dem Versicherten uneingeschränkt zu 100 % zumutbar. Nach dem Unfall im 

September 2020 sei die Arbeitsfähigkeit auch in leidensangepasster Tätigkeit für 

maximal sechs Wochen reduziert gewesen. Eine längerfristige Einschränkung für eine 

optimal angepasste Tätigkeit habe es jedoch nicht gegeben (IV-act. 67-8 f.). Der RAD 

beurteilte das SMAB-Gutachten am 10. November 2022 als ausführlich, schlüssig und 

nachvollziehbar, sodass darauf abgestellt werden könne (IV-act. 69).

Mit Vorbescheid vom 18. November 2022 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentengesuchs bei einem Invaliditätsgrad von 0 % in Aussicht (IV-

act. 72).

A.k. 

Gegen diesen Vorbescheid erhob der Versicherte am 5. Januar 2023 Einwand und 

ersuchte um Rückerstattung der ihm aufgrund der Begutachtung bei der SMAB AG 

entstandenen Tankkosten sowie um Vergütung seines Arbeitsausfalls an drei Tagen 

(IV-act. 78).

A.l. 

Mit Verfügung vom 16. Januar 2023 lehnte die IV-Stelle einen Rentenanspruch im 

Sinne des Vorbescheids ab. Betreffend die Kosten, welche dem Versicherten im 

Rahmen der Begutachtung entstanden seien, verwies sie auf ein Schreiben vom 11. 

August 2022, in dem auf das Merkblatt "Vergütung der Reisekosten in der IV" 

aufmerksam gemacht worden sei. Die im Einwand geltend gemachten Kosten 

(Arbeitsausfall und Tankkosten) könne die IV-Stelle nicht übernehmen. Die Vergütung 

der Kosten gemäss Merkblatt könne jedoch über das Portal für IV-Rechnungen erfasst 

werden (IV-act. 79).

A.m. 

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B.  

Erwägungen

1.  

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. B. Surber, St. Gallen, am 16. Februar 2023 

Beschwerde (act. G 1). Er beantragte, die Verfügung der IV-Stelle vom 16. Januar 2023 

sei aufzuheben und die IV-Stelle anzuweisen, seinen Gesundheitszustand und dessen 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nochmals umfassend abzuklären, um dann über 

den Rentenanspruch neu zu entscheiden; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

(act. G 1 S. 2). Am 6. März 2023 ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege inklusive Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor 

Versicherungsgericht (act. G 3 und 3.1; vgl. auch act. G 5 und 5.1 ff.).

B.a. 

Mit Schreiben vom 24. März 2023 reichte der Beschwerdeführer das ausgefüllte 

Gesuchsformular betreffend unentgeltliche Rechtspflege sowie weitere medizinische 

Berichte aus den Jahren 2005, 2009 und 2010 ein (act. G 5 und 5.1 ff.).

B.b. 

Am 28. März 2023 entsprach das Versicherungsgericht dem Gesuch um 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) für das Verfahren vor 

Versicherungsgericht (act. G 6).

B.c. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. Mai 2023 beantragte die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 8).

B.d. 

Mit Schreiben vom 31. August 2023 verzichtete der Beschwerdeführer auf die 

Erstattung einer Replik (act. G 14).

B.e. 

Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente. Da im vorliegenden Fall der frühestmögliche Beginn des 

Rentenanspruchs auf den 1. September 2021 fällt (vgl. unten E. 4.2), kommen zur 

Beurteilung des Rentenanspruchs die bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen 

Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 

und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) zur Anwendung 

1.1. 

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2.  

(siehe das Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen über Invalidität 

und Rente in der Invalidenversicherung, gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100 ff.).

Der Anspruch auf berufliche Massnahmen bildet nicht Gegenstand der 

angefochtenen Verfügung und somit auch nicht Gegenstand dieses 

Beschwerdeverfahrens (vgl. dazu BGE 125 V 414 E. 1a). Da die Beschwerdegegnerin in 

der angefochtenen Verfügung das Rentengesuch abgewiesen hat (IV-act. 79) und die 

Abweisung in diesem Beschwerdeverfahren bestätigt wird (vgl. nachfolgende E. 3 ff.), 

ist der Anspruch auf berufliche Massnahmen auch mit Blick auf den Grundsatz 

"Eingliederung vor Rente" nicht notwendigerweise Gegenstand des Entscheids über 

das Rentengesuch (vgl. dazu Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen vom 24. November 2021, IV 2020/23, E. 1).

1.2. 

Der in der angefochtenen Verfügung vom 16. Januar 2023 (IV-act. 79) enthaltene 

ablehnende Entscheid betreffend die vom Beschwerdeführer am 5. Januar 2023 mit 

Blick auf die SMAB-Begutachtung geltend gemachten Tankkosten und den geltend 

gemachten Arbeitsausfall (IV-act. 78) hat der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde 

vom 16. Februar 2023 nicht angefochten (act. G 1; vgl. ferner act. G 5). Folglich bilden 

die mit Schreiben vom 5. Januar 2023 geltend gemachten Kosten nicht 

Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 125 V 414 f. E. 

1b).

1.3. 

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art. 

8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der 

durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

2.1. 

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3.  

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Art. 16 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung – und im 

Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

2.2. 

Zunächst ist zu prüfen, ob der Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht (zum Beweismass siehe BGE 138 V 221 E. 

6 und Urteil des Bundesgerichts vom 2. August 2017, 8C_128/2017, E. 2).

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin stützt sich in medizinischer Hinsicht für die Ablehnung 

des Rentenanspruchs in erster Linie auf das von ihr eingeholte polydisziplinäre 

Gutachten der SMAB AG, in welchem dem Beschwerdeführer in einer 

leidensangepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wird (IV-act. 67).

3.2. 

Der Beschwerdeführer hat in seiner Beschwerde bemängelt, dass im SMAB-

Gutachten erst Akten ab November 2020 berücksichtigt worden seien und das 

Gutachten demnach auf einer unvollständigen Aktenlage beruhe (act. G 1 S. 4). Er habe 

vom 21. Mai bis 20. Juni 2005 wegen (…) in der Psychiatrischen Klinik E.___ stationär 

behandelt werden müssen (act. G 1 S. 4 und 5 S. 1). Den entsprechenden 

Austrittsbericht vom 28. Juni 2005 hat der Beschwerdeführer mit 

Beschwerdeergänzung vom 24. März 2023 (act. G 5) eingereicht (act. G 5.2). Weiter hat 

der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde geltend gemacht, aus den Arztberichten 

von Dr. B.___ ergebe sich, dass er schon seit dem __ Lebensjahr an einer 

gesundheitlichen Beeinträchtigung leide. Im Bericht vom 18. Juni 2021 werde 

ausgeführt, dass die MCP-Arthritis bereits im Juli 2009 gestellt und im September 2012 

3.3. 

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eine MRT-Untersuchung durchgeführt worden sei. Es müssten somit weitere 

medizinische Akten existieren, deren Beibringung bis zur Einreichung der Beschwerde 

jedoch noch nicht möglich gewesen sei (act. G 1 S. 4). Mit Beschwerdeergänzung vom 

24. März 2023 (act. G 5) hat der Beschwerdeführer sodann Sprechstundenberichte der 

Rheumapoliklinik des Spitals X.___ vom 9. September 2009 und 7. Januar 2010 

nachgereicht (act. G 5.3 f.).

Zwar ist es richtig, dass den SMAB-Gutachtern die vom Beschwerdeführer im 

Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte der Rheumapoliklinik des Spitals X.___ 

vom 9. September 2009 und 7. Januar 2010 nicht vorgelegen haben. Es ist allerdings 

nicht ersichtlich, welche wesentlichen Aspekte diese Berichte für die Beurteilung der 

Leistungsfähigkeit im vorliegend relevanten Zeitraum enthalten sollten, die den 

Sachverständigen gestützt auf die übrige Aktenlage nicht bereits bekannt gewesen 

wären. Namentlich der Umstand, dass der Beschwerdeführer schon seit der (…) an 

einer Psoriasis vulgaris leidet, ist den Gutachtern hinlänglich bekannt gewesen (vgl. 

dazu z.B. IV-act. 67-27). Auch die im Bericht der Rheumapoliklinik vom 9. September 

2009 erwähnte Daktylitis der 4. Zehe links und der Grosszehe links sowie die Arthritis 

des MCP-I-Gelenkes und die daraufhin mit Methotrexat begonnene Therapie sind im 

Bericht von Dr. B.___ vom 16. November 2020 beschrieben (IV-act. 9)  und damit den 

Sachverständigen bekannt gewesen (vgl. z.B. IV-act. 67-27 und 67-29). Das SMAB-

Gutachten beruht auf einer aktuellen Anamnese- und Befunderhebung und 

berücksichtigt die aktuelle medizinische Aktenlage (vgl. IV-act. 67). Demgegenüber 

befassen sich die im Beschwerdeverfahren eingereichten rheumatologischen Berichte 

mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in den Jahren 2009 und 2010 

(act. G 5.3 f.). Mit der Beschwerdegegnerin ist somit davon auszugehen, dass von einer 

Vorlage der neu eingereichten rheumatologischen Berichte an die SMAB-

Sachverständigen keine anderslautende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten 

wäre (act. G 8), weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden 

kann. Gleiches gilt für den im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht der 

Psychiatrischen Klinik E.___ (act. G 5.2), der sich mit einer langen Zeit zurückliegenden 

abgeschlossenen stationären Behandlung (21. Mai bis 20. Juni 2005) befasst. Die 

Behandlung scheint im Wesentlichen in einer damaligen psychosozialen 

Konfliktsituation mit auftretenden suizidalen Gedanken begründet gewesen zu sein. Die 

im Bericht der Psychiatrischen Klinik E.___ angesprochene damals bestandene 

Alkoholproblematik ist den Sachverständigen aufgrund des Berichts von Dr. B.___ vom 

18. Juni 2021 (IV-act. 31) und der RAD-Beurteilung vom 2. August 2021 (IV-act. 34-2) 

überdies bereits bekannt gewesen. Eine Auseinandersetzung mit der noch 

andauernden Problematik ist im Gutachten erfolgt (IV-act. 67-39, oben, und 67-40, 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/17

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oben). Dass der Beschwerdeführer an länger andauernden psychischen Problemen 

gelitten oder sich diesbezüglich längere Zeit in Therapie begeben hätte, hat er nicht 

vorgebracht. Die neu eingereichten Berichte lassen nach dem Gesagten am SMAB-

Gutachten nicht zweifeln. Der Beschwerdeführer hat denn auch nicht dargelegt, 

inwiefern sich seiner Ansicht nach aus den neu eingereichten Berichten eine andere 

Beurteilung seiner Arbeitsfähigkeit ergeben könnte.

Weitere Einwände gegen das SMAB-Gutachten sind vom Beschwerdeführer im 

Beschwerdeverfahren, soweit ersichtlich, nicht erhoben worden. Das Gutachten beruht 

auf eigenständigen Abklärungen und erscheint für die streitigen Belange umfassend. 

Die der Gutachterstelle vorgelegten medizinischen Vorakten und die vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sind im Gutachten berücksichtigt worden. 

Bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers haben sich die 

Sachverständigen an den vom Bundesgericht definierten Standardindikatoren 

orientiert. Die bescheinigte 50%ige Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 

als selbständiger Y.___ und die 100%ige Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster 

Tätigkeit leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation ein. Insbesondere ist in diesem 

Zusammenhang auf die Ausführungen im rheumatologischen Teilgutachten zu 

verweisen, wonach die Angabe des Beschwerdeführers, dass angeblich kein 

Medikament den Schmerz gelindert haben soll, von rheumatologischer Seite nicht 

nachvollziehbar sei, da beim Beschwerdeführer neben den entzündlich bedingten 

Affektionen auch klassische degenerative Strukturveränderungen nicht höhergradigen 

Ausmasses vorlägen. Der Bandscheibenvorfall auf Höhe C7 sei mit den gemäss 

Aktenlage eingesetzten Medikamenten üblicherweise gut behandelbar. Überdies 

relativere der nur bedarfsweise Einsatz von Novalgin bzw. Ibuprofen den tatsächlichen 

Leidensdruck des Beschwerdeführers (IV-act. 67-29). Auch scheine der 

Beschwerdeführer in seiner privaten Lebensgestaltung nicht wesentlich beeinträchtigt 

zu sein, sodass es insofern an einer gleichmässigen Einschränkung in allen 

Aktivitätenniveaus fehle. Zudem fänden sich bezüglich des Ausmasses der vom 

Beschwerdeführer angegebenen Beschwerden nicht ausreichend korrelierende 

strukturell morphologische Veränderungen am gesamten Bewegungsapparat (IV-act. 

67-26 f.). Auf die seitens der SMAB-Gutachter nachvollziehbar begründete 

Einschätzung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

selbständiger Y.___ und einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster 

Tätigkeit kann nach dem Gesagten abgestellt werden (IV-act. 67-8 f.).

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/17

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4.  

Ausgehend von der gutachterlich attestierten medizinisch-theoretischen 

Arbeitsfähigkeit bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung 

zu prüfen. Bei der von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen, nicht zu 

beanstandenden, Einstufung des Beschwerdeführers als im Gesundheitsfall 

Vollzeiterwerbstätigen (vgl. dazu IV-act. 71-3) ist der Invaliditätsgrad anhand eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. oben E. 2.1).

4.1. 

Entscheidend für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im 

Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222). Aufgrund der hier 

zu beurteilenden IV-Anmeldung des Beschwerdeführers vom 23. Dezember 2020 (IV-

act. 1-1), fällt der frühestmögliche Rentenbeginn im Sinne von Art. 29 Abs. 1 i.V.m. 3 

IVG auf den 1. Juni 2021. Allerdings ist das Wartejahr i.S.v. Art. 28 Abs. 1 IVG in 

diesem Zeitpunkt noch nicht erfüllt gewesen, da gemäss IV-Anmeldung und SMAB-

Gutachten der Beginn der langandauernden Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit auf den Zeitpunkt des Unfalls vom 19. September 2020 zu legen ist (IV-act. 

1-6 und 67-8). Unter Berücksichtigung des Wartejahres fällt der frühestmögliche 

Rentenbeginn somit auf den 1. September 2021. Für den Einkommensvergleich mass­

gebend ist demnach das Jahr 2021.

4.2. 

Was das Invalideneinkommen betrifft, ist im vorliegenden Fall mit der 

Beschwerdegegnerin davon auszugehen (IV-act. 71-3), dass dem Beschwerdeführer 

eine Aufgabe seiner zuletzt ausgeübten selbständigen Erwerbstätigkeit als Y.___ 

zumutbar ist, da er in dieser seit Beginn keinen existenzsichernden Umsatz bzw. 

Gewinn erzielt hat (vgl. dazu IV-act. 7, 10 und 14 ff.). Für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens können somit die statistischen Werte der Lohnstrukturerhebung 

(LSE) 2020 des Bundesamtes für Statistik herangezogen werden. Angepasst an die 

durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden bei einem Pensum von 

100 % ergibt sich für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten männlichen 

Arbeitnehmenden ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 68'906.-- (vgl. Anhang 2 

der Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2022). 

Nominallohnindexiert bis zum potentiellen Rentenbeginn im Jahr 2021 (vgl. oben E. 4.2) 

resultiert ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 68'396.25 (Fr. 68'906.-- / 2298 x 

2281; vgl. Tabelle T 39 des Bundesamtes für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, 

der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2022). Gründe für einen 

Tabellenlohnabzug sind vorliegend nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend 

gemacht.

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/17

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 4.4. 

Für das Valideneinkommen ist grundsätzlich auf dasjenige Einkommen 

abzustellen, das die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer 

persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; BGE 135 V 59 E. 3.1 und 139 V 30 E. 3.3.2, 

je mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat für das Valideneinkommen auf das vom 

Beschwerdeführer gemäss Auszug aus dem individuellen Konto der 

Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons St. Gallen (IK-Auszug) in seiner zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit als Selbständiger im Jahr 2018 erzielte Einkommen von Fr. 

9'333.-- abgestellt (IV-act. 7-1 und 79-1). Demgegenüber stellt sich der 

Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass das von der Beschwerdegegnerin 

berücksichtigte Valideneinkommen nicht korrekt, respektive zu tief sei. Gemäss IK-

Auszug habe er über viele Jahre hinweg ein sehr gutes Einkommen erzielt. 2005 habe 

er mit grossen psychischen Problemen zu kämpfen gehabt. Es sei davon auszugehen, 

dass er sein Einkommen nicht freiwillig reduziert habe, sondern die gesundheitliche 

Beeinträchtigung zur Reduktion geführt habe. Anschliessend habe er im Arbeitsleben 

nicht mehr Tritt fassen können. Ab 20__ sei eine Phase der Arbeitslosigkeit erfolgt. 

Weiter sei zu beachten, dass sich seine Lebensumstände geändert hätten. Er habe mit 

dem bescheidenen Einkommen, das er mit seiner selbständigen Erwerbstätigkeit erzielt 

habe, nur deshalb über die Runden kommen können, weil er keine Miete habe 

bezahlen müssen. Diese habe die Lebenspartnerin übernommen. Zwischenzeitlich 

seien sie getrennt und er sei im Haus nur noch geduldet. Daher müsse er sich früher 

oder später eine eigene Wohnung suchen. Deshalb sei anzunehmen, dass er sich als 

Gesunder wieder eine Anstellung suchen würde, die ein Einkommen im Bereich des 

von der Beschwerdegegnerin anerkannten Invalideneinkommens erlauben würde (act. 

G 1 S. 5 und 5 S. 1).

4.4.1. 

Der Beschwerdeführer hat in seiner (…) ausgeübten Tätigkeit bei der F.___ AG im 

Jahr 2005 gemäss IK-Auszug ein Einkommen von Fr. 87'436.-- erzielt (IV-act. 7-2). 

Angepasst an die Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2010 entspricht dies einem 

Valideneinkommen von Fr. 94'415.10 (Fr. 87'436.-- / 1992 x 2151; vgl. Tabelle T 39 des 

Bundesamtes für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und 

der Reallöhne, 1976-2016). Bei weiterer Indexierung bis zum Jahr 2021 (potentieller 

Rentenbeginn; vgl. oben E. 4.2) ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 100'121.25 

(Fr. 94'415.10 / 2151 x 2281; vgl. Tabelle T 39 des Bundesamtes für Statistik, 

4.4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/17

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5.  

Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 

2010-2022).

Stellt man für das Valideneinkommen nicht auf das vom Beschwerdeführer in 

seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit erzielte Einkommen, sondern – wie vom 

Beschwerdeführer beantragt – auf das von ihm im Jahr 2005 bei der F.___ AG 

erwirtschaftete Einkommen (nominallohnindexiert bis zum Jahr 2021) von Fr. 

100'121.25 ab (vgl. oben E. 4.4.2), ergibt sich bei der Gegenüberstellung mit dem 

Invalideneinkommen von Fr. 68'396.25 (vgl. oben E. 4.3) eine Einkommenseinbusse 

von Fr. 31'725.-- und ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 31.7 % 

(Fr. 31'725.-- x 100 / Fr. 100'121.25). Weitere Ausführungen zum Valideneinkommen 

erübrigen sich damit. Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch nach dem 

Gesagten zu Recht verneint.

4.5. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen die 

angefochtene Verfügung abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die 

Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die 

Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher 

Rechtspflege ist er von der Bezahlung jedoch zu befreien.

5.1. 

bis

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint mit Blick auf den bescheidenen Aktenumfang und den bloss 

einfachen Schriftenwechsel eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3‘500.-- als 

angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes 

[AnwG; sGS 963.70]). Somit hat der Staat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

pauschal mit Fr. 2‘800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

5.2. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden ist, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/17

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von 

Fr. 600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3.

Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2‘800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 26.10.2023
	Art. 28 IVG: Beweiskraft Gutachten bejaht. Einkommensvergleich, namentlich Überprüfung des festgesetzten Valideneinkommens. Rentenanspruch verneint. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Oktober 2023, IV 2023/30).

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		2024-05-27T02:12:45+0200
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