# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** baf5e796-9c15-54d4-9b45-0420295b9244
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 01.04.2014 S 2013 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2013-120_2014-04-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 120

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin ad hoc Caluori

URTEIL
vom 1. April 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. B._____ war bei der C._____ AG in X._____ angestellt und gestützt auf 

dieses Arbeitsverhältnis obligatorisch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfall versichert, als er dieser mit der Bagatellunfall-Meldung 

vom 19. Oktober 2012 meldete, dass er am 13. September 2012 bei 

Schweissarbeiten, vermutlich durch die Rückstrahlung von hellen 

Wänden, geblendet worden sei. Rund acht Stunden nach den Arbeiten 

traten Augenbeschwerden auf, weshalb er notfallmässig das 

Regionalspital D._____ in Y._____ aufsuchte, wo eine Keratitis 

photoelectrica (Schweissblende) beidseits diagnostiziert und 

medikamentös behandelt wurde. B._____ wurde für zwei Tage 

arbeitsunfähig geschrieben. Zum Unfallzeitpunkt war er bei der A._____ 

krankenversichert. 

2. Am 22. Oktober 2012 verneinte die SUVA einen Leistungsanspruch. Die 

Beschwerden seien als Folge einer Freizeitbeschäftigung aufgetreten, 

weshalb keine Berufskrankheit vorliege. Die Krankenversicherung 

A._____ teilte in ihrem Schreiben vom 23. November 2012 zwar die 

Auffassung, dass es sich nicht um eine Berufskrankheit handle, vertrat 

aber die Ansicht, dass die SUVA aus Nichtberufsunfall leistungspflichtig 

sei.

3. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2012 bestätigte die SUVA die 

Ablehnung der Leistungspflicht für die gemeldeten Augenbeschwerden. 

Es läge weder ein Unfall, noch eine unfallähnliche Körperschädigung, 

noch eine Berufskrankheit vor. Gegen diese Verfügung erhob die A._____ 

am 10. Januar 2013 Einsprache und beantragte die Aufhebung der 

Verfügung. Sie machte geltend, dass das Kriterium der Ungewöhnlichkeit 

erfüllt und ein Unfallereignis damit zu bejahen sei. Im Rahmen des 

Einspracheverfahrens holte die SUVA einen Bericht des Spitals Y._____ 

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über die Behandlung vom 14. September 2012 ein und führte eine 

ausserdienstliche Besprechung mit B._____ durch. Die A._____ hielt am 

26. August 2013 ausdrücklich an ihrer Einsprache fest.

4. Mit Entscheid vom 2. September 2013 wies die SUVA die Einsprache ab 

und bestätigte ihre ablehnende Verfügung betreffend ihre Leistungspflicht. 

Die Einwirkung der Strahlung auf die Augen sei nicht auf einen kurzen 

Augenblick beschränkt und einmalig gewesen. Vielmehr habe der 

Versicherte während eines ganzen Nachmittags Arbeiten am Ausleger 

eines Schreitbaggers verrichtet, wobei die reine Schweisszeit etwa eine 

Stunde betragen habe. Die Strahlung habe nicht plötzlich, sondern 

wiederholt auf die Augen eingewirkt. Zudem sei auch die für die Bejahung 

eines Unfalls erforderliche Voraussetzung eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors nicht erfüllt. Gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung handle es sich bei starker Sonnenbestrahlung, die einen 

Sonnenstich, Sonnenbrand   oder Hitzeschlag bewirke, nicht um einen 

ungewöhnlichen äusseren Faktor, weshalb der Unfallbegriff in der Regel 

nicht erfüllt sei. Das Gleiche gelte bei der vorliegenden 

Strahleneinwirkung beim Schweissen. Demnach liege kein Unfallereignis 

vor.

5. Gegen diesen Entscheid erhob die A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) am 2. Oktober 2013 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Die Beschwerdeführerin 

beantragte, dass der Entscheid aufzuheben und die SUVA zur 

Übernahme der Heilungskosten im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 

13. September 2012 zu verpflichten sei. Zur Begründung führte sie an, 

das Kriterium der Ungewöhnlichkeit sei erfüllt und bestehe darin, dass es 

trotz korrekter Verwendung der Schweisserbrille bzw. des Schutzschilds 

infolge Rückstrahlung der hellen Wände zu einer plötzlichen Schädigung 

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der Augen gekommen sei, die keine degenerative Ursache haben könne 

und der sich der Geschädigte nicht habe entziehen können. Auch die 

Plötzlichkeit der schädigenden Einwirkung sei gegeben. Damit liege ein 

Unfallereignis vor, weshalb die SUVA leistungspflichtig sei. Die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach ein Sonnenstich, 

Sonnenbrand oder Hitzeschlag mangels ungewöhnlichem äusseren 

Faktor nicht als Unfall gelte, sei zur Beurteilung des vorliegenden Falles 

ohne Relevanz. 

6. Die SUVA (nachfolgend Beschwerdegegnerin) verlangte in ihrer 

Beschwerdeantwort unter Verweisung auf ihren Einspracheentscheid vom 

2. September 2013 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. 

Anders als im Bundesgerichtsentscheid K 136/06, welchen die 

Beschwerdeführerin zur Begründung aufführe, stelle die hier erfolgte 

indirekte Blendung über eine helle Mauer ein offenbar bekanntes 

Phänomen dar. Mit anderen Worten sei bei Schweissarbeiten mit 

indirekter Blendungswirkung zu rechnen, weshalb der Faktor der 

Ungewöhnlichkeit nicht bejaht werden könne. Zudem sei die Einwirkung 

über mehrere Stunden erfolgt, weshalb auch die Plötzlichkeit zu 

verneinen sei. Es liege damit kein Unfall vor, weshalb sie ihre 

Leistungspflicht zu Recht abgelehnt habe.

7. Die Instruktionsrichterin stellte B._____ (nachfolgend Versicherter) am 

19. November 2013 die Rechtsschriften sowie sämtliche eingereichte 

Akten zu und räumte diesem die Möglichkeit ein, dazu Stellung zu 

nehmen. Eine solche Stellungnahme des Versicherten ging beim Gericht 

nicht ein.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 2. September 2013. 

Die Beschwerdeführerin ist der Krankenversicherer des Versicherten und 

hat ihren Sitz in Y._____. Das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden ist gestützt auf Art. 57 i.V.m. Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) 

vorliegend zur Beurteilung der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. 

Sodann erfüllt die Beschwerdeführerin als Krankenversicherer der bei der 

Beschwerdegegnerin versicherten Person die 

Legitimationsvoraussetzungen gemäss Art. 59 ATSG, da der 

Leistungsansprüche verneinende Einspracheentscheid der 

Beschwerdegegnerin unmittelbar ihre prinzipielle Leistungspflicht 

begründet (vgl. BGE 134 V 153 E.5.3.1). Auf die im Übrigen form- und 

fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

2. a) Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die 

Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses vom 13. September 2012 

zu Recht verneint hat. Dabei ist strittig, ob das Ereignis als Unfall im 

Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. Unbestritten und deshalb 

nachfolgend nicht zu prüfen ist indessen, dass weder eine 

Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20), noch eine unfallähnliche 

Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vorliegt.

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b) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt, Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss 

Art. 4 ATSG eine plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, 

die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit 

oder den Tod zur Folge hat.

c) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des 

äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die 

Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zieht, womit 

ungewöhnliche Auswirkungen allein noch keine Ungewöhnlichkeit im 

Sinne von Art. 4 ATSG begründen (BGE 134 V 72 E.4.3.1 m.H.; KIESER 

UELI, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 4 N. 27; RUMO-JUNGO 

ALEXANDRA/HOLZER ANDRÉ PIERRE, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht – Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich/ Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 31). 

Vorausgesetzt wird also, dass ein ungewöhnlicher äusserer Faktor 

schädigend auf den menschlichen Körper eingewirkt hat (BGE 98 V 165). 

Der äussere Faktor ist nur dann ungewöhnlich, wenn er − nach einem 

objektiven Massstab − den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich 

Alltäglichen oder Üblichen überschreitet (statt vieler: BGE 134 V 72 

E.4.1). Ausschlaggebend ist demnach, dass sich der äussere Faktor vom 

Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper 

abhebt. Die Ungewöhnlichkeit eines äusseren Faktors wird dabei etwa 

verneint, wenn eine starke Sonnenbestrahlung einen Sonnenstich, 

Sonnenbrand oder Hitzeschlag bewirken, es sei denn diese Einwirkung 

trete infolge eines ausserordentlichen Vorgangs ein (BGE 98 V 165; vgl. 

auch RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 49).

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d) Sodann muss der ungewöhnliche äussere Faktor plötzlich auf den 

menschlichen Körper einwirken. Mit dem Kriterium der „Plötzlichkeit“ wird 

ein zeitlicher Rahmen gesteckt. Verlangt ist eine Einwirkung während 

eines kurzen, abgrenzbaren Zeitraums. Dabei wird es sich in aller Regel 

um die Zeitspanne eines Sekundenbruchteils handeln. Allerdings hat die 

Rechtsprechung bisher keine zeitliche Maximaldauer festgelegt und die 

Einwirkungen während längerer Zeit noch immer als „plötzlich“ betrachtet; 

es ist davon auszugehen, dass es sich jedenfalls um eine relativ kurze 

Zeit handeln muss. Mit dem Erfordernis der Plötzlichkeit ist zwar nicht 

notwendig verbunden, dass die schädigende Einwirkung auf einen 

blossen Augenblick beschränkt ist, wohl aber muss sie plötzlich 

eingesetzt haben und eine einmalige gewesen sein (KIESER, a.a.O., Art. 4 

N. 13; MAURER ALFRED, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 

1985, S. 170 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 51 f. m.H.; Urteil 

des Bundesgerichts U 32/07 vom 14. Juni 2007 E.2.2; Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 

E.1.1).

3. a) Aus den Akten (namentlich aus der Bagatellunfall-Meldung vom 

19. Oktober 2012 [UV-act. 1], dem Bericht des Regionalspitals D._____ 

vom 14. September 2012 [UV-act. 10] und dem Protokoll über die 

Besprechung mit dem Versicherten vom 23. Juli 2013 [UV-act. 12]) ergibt 

sich, dass der Versicherte den ganzen Nachmittag über zusammen mit 

seinem Bruder Arbeiten am Ausleger eines Schreitbaggers (Muck) 

ausgeführt hatte, wobei sie auch Schweissarbeiten durchführten. Der 

Versicherte gab anlässlich der Besprechung an, über den ganzen 

Nachmittag verteilt insgesamt etwa eine Stunde geschweisst zu haben, 

wobei er immer das Schutzschild, jedoch keinen Schweisshelm getragen 

habe. Daraus hat die Beschwerdegegnerin zu Recht gefolgert, dass sich 

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die Einwirkung, d.h. die Blendwirkung der Schweissarbeiten auf die 

Augen des Versicherten, nicht auf einen kurzen Augenblick beschränkte 

und auch nicht einmalig war, sondern über einen gewissen Zeitraum 

verteilt immer wieder stattfand, weshalb die Strahlung nicht plötzlich auf 

die Augen eingewirkt hatte. Damit ist die Voraussetzung der Plötzlichkeit 

der schädigenden Einwirkung zu verneinen. Unbehelflich ist der Einwand 

der Beschwerdeführerin, dass die schädigende Rückstrahlung auf die 

Augen während der Nacht plötzlich eingesetzt hätte und einmalig 

gewesen sei, weshalb die Plötzlichkeit zu bejahen sei. Gemäss dem 

Bericht des Regionalspitals D._____ vom 14. September 2012 (UV-

act. 10) und den Aussagen des Versicherten anlässlich der Besprechung 

vom 23. Juli 2013 (UV-act. 12) setzte der Schmerz als Auswirkung der 

Schweissblendung etwa acht Stunden später im Verlaufe der Nacht ein. 

Gemäss der Definition des Unfallbegriffs ist es jedoch die Einwirkung auf 

den menschlichen Körper, die plötzlich erfolgen muss. Dabei ist es 

unerheblich, ob auch die Schmerzen plötzlich oder erst später auftreten, 

denn diese gehören bereits zur gesundheitlichen Schädigung (KIESER, 

a.a.O., Art. 4 N. 15; MAURER, a.a.O., S. 171). Die Einwirkung selbst 

erfolgte – wie bereits ausgeführt – nicht plötzlich. Es ist damit 

festzustellen, dass das Merkmal der Plötzlichkeit vorliegend zu Recht 

verneint wurde. Bereits deshalb handelt es sich in casu nicht um einen 

Unfall.

b) Aber auch das Merkmal der Ungewöhnlichkeit wurde von der 

Beschwerdegegnerin zu Recht verneint. Der Versicherte hat anlässlich 

der Befragung durch die Beschwerdegegnerin angegeben, dass er als 

Netzelektriker in der Werkstatt des Betriebs schweissen gelernt habe und 

privat mit seiner eigenen Schweissanlage etwa ein- bis zweimal pro 

Monat, im Sommer auch etwas häufiger, schweisse. Er führte auch aus, 

dass er vermute, dass die Schweissblende vom 13. September 2012 vom 

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Widerschein bzw. der Rückstrahlung der hellen Kalksandsteinmauern in 

der Garage erfolgt sei. Sein Cousin sei Carrosseriespengler und kenne 

dieses Phänomen von seiner Arbeit her (vgl. UV-act. 12). Sodann ergibt 

sich aus dem Bericht des Spitals Y._____, dass dem Versicherten 

geraten wurde, zukünftig den Schutz der Augen auch vor indirekter UV-

Strahlung zu beachten (vgl. UV-act. 10). Vor diesem Hintergrund hat die 

Beschwerdegegnerin damit zu Recht festgehalten, dass eine indirekte 

Blendwirkung bei Schweissarbeiten nicht ungewöhnlich im Sinne des 

Unfallbegriffs sei. Damit ist vorliegend auch das für die Bejahung eines 

Unfalls erforderliche Kriterium der Ungewöhnlichkeit nicht erfüllt.

c) Das von der Beschwerdeführerin zitierte Urteil K 136/06 (publiziert als 

BGE 134 V 72) vermag an dieser Feststellung nichts zu ändern. In dem 

darin zu beurteilenden Fall trat zu einer Einwirkung ohne offensichtliche 

Schadensneigung ein sinnfälliges und nicht regelmässig bei Auto-

Scooter-Fahrten vorkommendes Zusatzereignis hinzu, welches für sich 

allein die Ungewöhnlichkeit des Geschehens begründete. Ein solches 

hinzutretendes Zusatzereignis ist vorliegend nicht auszumachen. Die 

Ausführung von Schweissarbeiten kann als normale Lebensverrichtung 

bezeichnet werden. Selbst die hellen Wände der Garage, welche die 

schädigende Rückstrahlung verursachten, stellen wie dargelegt keinen 

ungewöhnlichen, nicht zu erwartenden äusseren Faktor dar. Deshalb 

kann die Beschwerdeführerin auch aus der zitierten Rechtsprechung 

nichts zu ihren Gunsten ableiten.

4. Zusammenfassend ist damit festzustellen, dass das Ereignis vom 

13. September 2012 keinen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG darstellt. Da 

unbestrittenermassen auch keine Berufskrankheit oder eine unfallähnliche 

Körperschädigung vorliegt, hat die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht zu Recht verneint. Der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 2. September 2013 ist damit zu bestätigen und 

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die Beschwerde abzuweisen. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das 

kantonale Beschwerdeverfahren im Sozialversicherungsrecht – ausser 

bei leichtsinniger oder mutwilliger Prozessführung – kostenlos, weshalb 

vorliegend keine Kosten erhoben werden. Der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin steht sodann nach Art. 61 lit. g ATSG e contrario 

keine aussergerichtliche Entschädigung zu.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

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