# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d1c4b88-5e2a-5667-b4a5-e6362cadcdb9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.04.2008 C-7114/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7114-2007_2008-04-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7114/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  A p r i l  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Alfred Dätwyler, 
Bielstrasse 3, Postfach 963, 4502 Solothurn,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung vom 13. September 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7114/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA mit Verfügung vom 
13.  September  2007  X._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin) 
eine halbe Invalidenrente mit Wirkung ab dem 1. Juli 2004 nebst Kin-
derrenten für J._______ und A._______ zugesprochen hat,

dass  die  Beschwerdeführerin,  vertreten  durch  Rechtsanwalt  Alfred 
Dätwyler, gegen diese Verfügung unter Beilage medizinischer Berichte 
mit Schreiben vom 19. Oktober 2007 Beschwerde beim Bundesverwal-
tungsgericht  eingereicht  und  beantragt  hat,  die  Verfügung  vom  13. 
September 2007 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei eine 
ganze  Invalidenrente  mit  Wirkung  ab  1. Juli  2004  inklusive  entspre-
chender Kinderrenten auszurichten, und es seien weitere medizinische 
Begutachtungen vorzunehmen,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 3. März 2008 beantragt 
hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben, und die Sache sei im Sinn der Stellungnahme des ärztli-
chen Dienstes an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass Dr. W._______, ärztlicher Dienst der IVSTA, in seiner Stellung-
nahme vom 28. Februar 2008 (act. 79) ausgeführt hat, unter Berück-
sichtigung der vorliegenden medizinischen Unterlagen (Arztbericht von 
Dr. M._______ vom 23. Dezember 2005 und Attest der Universitätskli-
nik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie vom 21. August 
2007) könne er sich der  Meinung von Dr. R._______, IV-Stellenarzt, 
anschliessen,  dass  mindestens  eine  50%-ige  Arbeitsfähigkeit  als 
Hausfrau gegeben sei,  er  fühle  sich  jedoch ausserstande eine Stel-
lungnahme betreffend ausserhäuslicher Arbeitsfähigkeit vorzunehmen, 
da dazu eine zuverlässige Beschreibung der ganzen Psychopathologie 
fehle;  er  empfehle  daher,  die  Beschwerdeführerin  psychiatrisch  und 
rheumatologisch begutachten zu lassen, 

dass sich die Beschwerdeführerin  mit  Replik vom 11. April  2008 mit 
dem Antrag der Vorinstanz einverstanden erklärt hat,

dass  der  Beschwerdeführerin  mit  Verfügung  vom 22. April  2008  der 
Spruchkörper  bekanntgegeben worden  und  kein  Ausstandsbegehren 
eingegangen ist,

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C-7114/2007

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügun-
gen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und Art. 34 VGG beurteilt, sofern 
keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, was hier nicht der Fall ist,

dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und das 
Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 69 Abs. 1 Bst. b  des Bundes-
gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 
831.20) für die Behandlung der Beschwerde zuständig ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  somit  zur  Beurteilung  der  Be-
schwerde zuständig ist,

dass die Beschwerdeführerin im Sinn von Art. 48 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) und Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, 
SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,

dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht worden ist, so 
dass darauf einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG, 
vgl. auch Art. 60 ATSG),

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, 

dass die angefochtene Verfügung vom 13. September 2007 nach über-
einstimmender Auffassung der Parteien auf einer mangelhaften Ermitt-
lung des Sachverhalts beruht,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der vorliegenden Akten 
zum Schluss kommt, zur Beurteilung des Rentenanspruchs seien wei-
tere fachärztliche (psychiatrische und rheumatologische) Abklärungen 
erforderlich, und es sich insbesondere nicht veranlasst sieht, vom da-
hingehenden Antrag der Vorinstanz und der Beschwerderführerin ab-
zuweichen,

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art.  61  Abs.  1 
VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen 

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fachärztlichen  (psychiatrischen  und  rheumatologischen)  Begutach-
tungen durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario),

dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit  Schreiben vom 
11. April 2008 eine Kostennote von pauschal Fr. 2'500.-- inkl. Spesen 
und Mehrwertsteuer eingereicht hat,

dass die Mehrwertsteuer nur für  Dienstleistungen geschuldet  ist,  die 
im Inland gegen Entgelt erbracht werden, nicht jedoch im vorliegenden 
Fall, in dem die Beschwerdeführerin Wohnsitz im Ausland hat, und die 
Dienstleistung des Rechtsvertreters daher ins Ausland exportiert wird 
(Art. 5 Bst. b des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über die 
Mehrwertsteuer [Mehrwertsteuergesetz,  MWSTG, SR 641.20]  in  Ver-
bindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c des 
Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädi-
gungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2], 
vgl. auch SVR 2003, IV Nr. 32 E. 6.4 in fine), 

dass die Parteientschädigung für Beschwerdeverfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht die Kosten der Vertretung sowie allfällige weite-
re notwendige Auslagen der Partei  umfasst,  die Parteientschädigung 
nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin 
zu bemessen ist und der Stundenansatz für Anwälte und Anwältinnen 
mindestens  200  und  höchstens  400  Franken  (exkl.  Mehrwertsteuer) 
beträgt  (Art.  64  VwVG  in  Verbindung  mit  Art.  7,  Art.  9  und  Art.  10 
VGKE), 

dass sich  der  Rechtsvertreter  vorliegend nicht  mit  einem komplexen 
Sachverhalt zu befassen hatte und es sich bezüglich der zeitlichen In-
anspruchnahme um einen unterdurchschnittlichen Fall handelt, da die 
Vorinstanz  bereits  in  ihrer  Vernehmlassung  vom 3.  März  2008  Gut-
heissung und Rückweisung zur weiteren Abklärung beantragt hat,

dass  im vorliegenden  Verfahren  aufgrund  der  Akten  ein  Anwaltsauf-
wand  von  neun  Stunden  als  angemessen  erscheint,  der  zu  einem 
Stundenansatz von Fr. 220.-- zu entschädigen ist, 

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dass daher die Parteientschädigung auf Fr. 2'100.-- (inkl. Auslagen von 
pauschal Fr. 120.--) festzusetzen ist, die von der Vorinstanz zu leisten 
ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  im  Sinn  von  Ziffer  2  gutgeheissen,  und  die 
angefochtene Verfügung vom 13. September 2007 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die 
erforderlichen zusätzlichen fachärztlichen Begutachtungen im Sinn der 
Erwägungen durchführen zu lassen und neu zu verfügen. 

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 2'100.-- 
(inkl. Auslagen) zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der 
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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