# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4da1ca47-a052-516d-8531-dba54772650f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-07-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.07.2017 F-4045/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-4045-2017_2017-07-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-4045/2017, F-4042/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  J u l i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichter Antonio Imoberdorf, 

mit Zustimmung von Richter Yannick Antoniazza-Hafner;   

Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______,  

2. B._______, 

3. C._______, 

alle vertreten durch lic. iur. Semsettin Bastimar, Rechtsbera-

tung & - Vertretung, Zähringerstrasse 51, 8001 Zürich,  

Beschwerdeführerinnen,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Zuweisung der Asylsuchenden an die Kantone. 

 

F-4045/2017, F-4042/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin 1, eine russische Staatsangehörige, geb. 1977, 

reiste zusammen mit ihrer minderjährigen Tochter, geb. 2003, (Beschwer-

deführerin 2) und ihrer erwachsenen Tochter, geb. 1998, (Beschwerdefüh-

rerin 3) Anfang Juni 2017 in die Schweiz ein. Nach einem Aufenthalt bei 

ihren Verwandten im Kanton Zürich, reichten sie am 21. Juni 2017 im Emp-

fangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen Asylgesuche ein (Akten 

der Vorinstanz [SEM-act.] N 695 549 A13/13 S. 7 f. Ziff. 5.03 und 5.05; N 

695 704 A7/11 S. 6 Ziff. 5.03 und 5.05).  

B.  

Mit Zuweisungsverfügungen vom 12. Juli 2017 wies das SEM die Be-

schwerdeführerinnen in Anwendung von Art. 27 Abs. 3 AsylG (SR 142.31) 

und Art. 21 sowie Art. 22 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 

1, SR 142.311) für die Dauer des Asylverfahrens dem Kanton Luzern zu 

und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung. Fer-

ner hielt es in den Zuweisungsentscheiden fest, diese könnten nur mit der 

Begründung angefochten werden, sie würden den Grundsatz der Einheit 

der Familie verletzen (SEM-act. N 695 549 A19/8; N 695 704 A9/6).  

C.  

Mit Rechtsmitteleingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 19. Juli 

2017 liessen die Beschwerdeführerinnen die Vereinigung ihrer Beschwer-

den beantragen. Des Weiteren liessen sie die Aufhebung der Zwischenver-

fügungen vom 12. Juli 2017 und die Rückweisung zur neuen Abklärung 

und Feststellung des asylrelevanten Sachverhalts sowie insbesondere zur 

Erstellung eines ärztlichen Gutachtens über die psychischen Störungen 

der Beschwerdeführerinnen 1 und 2 sowie zur Neubeurteilung an die Vor-

instanz beantragen. Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, die Be-

schwerdeführerinnen dem Kanton Zürich zuzuweisen. In formeller Hinsicht 

wurde um unentgeltliche Rechtspflege nachgesucht. Des Weiteren wurde 

die Übersetzung der eingereichten ärztlichen Berichte aus Russland bean-

tragt. Zur Begründung ihrer Beschwerde liessen sie im Wesentlichen vor-

bringen, sie stünden zu ihrer Mutter bzw. Grossmutter und ihren zwei 

Schwestern bzw. Tanten, die im Kanton Zürich lebten, in einem Abhängig-

keitsverhältnis (BVGer-act. 1). 

D.  

Auf den weiteren Akteninhalt wird – soweit nötig – in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.  

F-4045/2017, F-4042/2017 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet über die vorliegenden Be-

schwerden gegen eine Verfügung nach Art. 5 VwVG des SEM endgültig 

(vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Als 

Verfügungsadressaten sind die Beschwerdeführerinnen beschwerdelegiti-

miert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 

frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden ist einzutreten (Art. 108 

Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG).  

2.  

Die Beschwerdeverfahren F-4042/2017 und F-4045/2017 werden verei-

nigt. 

3.  

Im vorliegenden Verfahren kann gemäss Art. 27 Abs. 3 AsylG ausschliess-

lich die Verletzung der Einheit der Familie gerügt werden (vgl. BVGE 

2009/54 E. 1.3.1). 

4.  

Die Beschwerden erweisen sich – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird 

– als offensichtlich unbegründet und sind im Verfahren einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e 

AsylG) und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

5.  

In casu wurde gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwech-

sel verzichtet. 

6.  

6.1 Bezüglich der Anträge, ärztliche Gutachten über die psychischen Stö-

rungen der Beschwerdeführerinnen 1 und 2 zu erstellen sowie die einge-

reichten ärztlichen Berichte aus Russland übersetzen zu lassen, kann Fol-

gendes festgehalten werden: 

Von den Parteien angebotene Beweise sind abzunehmen, sofern diese ge-

eignet sind, den rechtserheblichen Sachverhalt zu erhellen (Art. 33 VwVG). 

Kommt die Behörde indes zur Überzeugung, die Akten erlaubten die rich-

tige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder 

die behauptete Tatsache sei für die Entscheidung der Streitsache nicht von 

F-4045/2017, F-4042/2017 

Seite 4 

Bedeutung, kann sie auf die Erhebung weiterer Beweise verzichten, ohne 

durch diese antizipierte Beweiswürdigung den Anspruch auf rechtliches 

Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV zu verletzen (vgl. zum Ganzen BGE 141 

I 60 E. 3.3 m.H. oder Urteil des BGer 1C_179/2014 vom 2. September 2014 

E. 3.2) 

6.2 In casu erschliesst sich der entscheiderhebliche Sachverhalt, wie nach-

folgend zu zeigen sein wird, in hinreichender Weise aus den Akten. Von 

der Einholung ärztlicher Gutachten und der Übersetzung der eingereichten 

ärztlichen Berichte kann daher in antizipierter Beweiswürdigung ohne Ver-

letzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör abgesehen werden (vgl. E. 

10). 

7.  

7.1 Die Beschwerdeführerinnen liessen in formeller Hinsicht rügen, die     

Vorinstanz habe die Begründungspflicht verletzt, da aus den angefochte-

nen formularartigen Verfügungen keineswegs ersichtlich sei, ob und inwie-

weit sich die Vorinstanz mit den individuellen Vorbringen und Anträgen der 

Beschwerdeführerinnen auf Zuteilung in den Kanton Zürich auseinander 

gesetzt und eine Prüfung vorgenommen habe, womit eine Verletzung des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör gerügt wird (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV und 

Art. 29 ff. VwVG).  

7.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst eine Anzahl verschiede-

ner verfassungsrechtlicher Garantien (vgl. etwa MICHELE ALBERTINI, Der 

verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsver-

fahren des modernen Staates, 2000, S. 202 ff., MÜLLER/SCHEFER, Grund-

rechte in der Schweiz, 4. Aufl., 2008, 846 ff.). Eine davon ist die Begrün-

dungspflicht (Art. 35 VwVG), welche der rationalen und transparenten Ent-

scheidfindung der Behörden dient und die Betroffenen in die Lage verset-

zen soll, den Entscheid sachgerecht anzufechten. Die Behörde hat daher 

kurz die wesentlichen Überlegungen zu nennen, von denen sie sich leiten 

liess und auf die sie ihren Entscheid stützt. Je weiter der Entscheidungs-

spielraum, je komplexer die Sach- und Rechtslage und je schwerwiegen-

der der Eingriff in die Rechtsstellung der betroffenen Person, desto höhere 

Anforderungen sind an die Begründung zu stellen (vgl. zum Ganzen BGE 

137 II 266 E. 3.2; BVGE 2012/24 E. 3.2; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwal-

tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., 2013, N 

629 ff.).  

F-4045/2017, F-4042/2017 

Seite 5 

7.3 Die Begründungen der Verfügungen der Vorinstanz vom 12. Juli 2017 

sind zwar kurz gehalten, jedoch war es den Beschwerdeführerinnen mög-

lich, sachgerecht und vollständig gegen die vorinstanzlichen Verfügungen 

zu argumentieren. Die Vorinstanz hat rechtsgenüglich festgehalten, dass 

aus den Abklärungen im Empfangs- und Verfahrenszentrum und nach er-

folgter Rechtsbelehrung keine spezifischen schützenswerten Interessen 

ersichtlich seien, die für eine Zuweisung in einen bestimmten Kanton spre-

chen würden. 

7.4 Die erhobene Rüge der Gehörsverletzung erweist sich demnach als 

unbegründet.  

8.  

Gemäss Art. 27 Abs. 3 AsylG weist das SEM die Asylsuchenden den Kan-

tonen zu und trägt dabei den schützenswerten Interessen der Kantone und 

der Asylsuchenden Rechnung, wobei es gemäss Art. 22 Abs. 1 AsylV 1 be-

reits in der Schweiz lebende Familienangehörige, die Staatsangehörigkeit 

der Asylsuchenden und besonders betreuungsintensive Fälle berücksich-

tigt.  

9.  

Der von  Art. 27 Abs. 3 AsylG erfasste Begriff der Familieneinheit entspricht 

demjenigen von Art. 8 EMRK. Den Schutz des Familienlebens können 

grundsätzlich nur die Mitglieder einer Kernfamilie, Ehegatten und ihre min-

derjährigen Kinder, anrufen. Über diesen engen Kern hinausgehende ver-

wandtschaftliche Bande fallen nur dann unter den Schutz der Einheit der 

Familie, sofern eine nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung zwi-

schen den Angehörigen besteht. Gemäss Rechtsprechung setzt eine sol-

che verwandtschaftliche Beziehung zudem voraus, dass zwischen diesen 

Personen ein eigentliches Abhängigkeitsverhältnis besteht. Ein solches 

wird beispielsweise angenommen, wenn Angehörige behindert sind oder 

aus einem anderen Grund auf die Hilfe einer Person, welche in der 

Schweiz lebt, angewiesen sind (BVGE 2008/47, E. 4.1). 

10.  

10.1 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerinnen und ihre im Kan-

ton Zürich wohnhaften Verwandten (Mutter bzw. Grossmutter und Schwes-

tern bzw. Tanten) keine Kernfamilie bilden, weshalb zu prüfen ist, ob die 

geschilderten Voraussetzungen, die für eine schützenswerte verwandt-

schaftliche Beziehung ausserhalb der Kernfamilie sprechen würden, erfüllt 

sind. 

F-4045/2017, F-4042/2017 

Seite 6 

10.2 Dem ärztlichen Bericht des Kinder- und Jugendpsychiatrischen 

Dienstes des Ambulatoriums X._______ der Spital Y._______ vom 30. Juni 

2017 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin 2 an einer mittelgra-

dig depressiven Episode mit suizidalen Gedanken (momentan absprache-

fähig), an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), an sozialen 

Phobien, ev. im Zusammenhang mit dem PTBS an Agoraphobie sowie an 

Zwangsstörungen leidet. Gemäss der ärztlichen Beurteilung habe sie sich 

von momentanen Suizidplänen distanzieren können. Zudem wurde ihr ein 

Antidepressivum (Sertralin) verschrieben (BVGer-act. 1 Beilage 6 S. 2 und 

3).  

Des Weiteren wurde vorgebracht, die Beschwerdeführerinnen 1 und 3 wür-

den beide an akuten Depressionen mit Panikattacken leiden und könnten 

die Beschwerdeführerin 2 nicht unterstützen. Dazu reichten sie ärztliche 

Berichte in russischer Sprache betreffend die Beschwerdeführerin 1 zu den 

Akten. Die Beschwerdeführerin 3 gab dagegen bei ihrer Befragung zur Per-

son auf die Frage, ob sie physisch und psychisch gesund sei, an, sie selber 

habe, ausser einem Ausschlag an der linken Wade, keine ernsthaften Be-

schwerden. Sie könne sich vorstellen, dass dies vom Stress komme (vgl. 

SEM-act. N 695 704 A7/11 S. 7 f. Ziff. 8.02). Die Beschwerdeführerin 1 gab 

bei ihrer Befragung zur Person an, sie leide an einem posttraumatischen 

Syndrom mit Depressionen. Im Moment sei sie dank Tabletten stabil (vgl. 

SEM-act. N 695 549 A13/13 S. 9 Ziff. 8.02). Demzufolge ist davon auszu-

gehen, dass die Beschwerdeführerinnen 1 und 3 in der Lage sind, ihre 

kranke Tochter bzw. Schwester zu unterstützen. 

Der Wunsch der Beschwerdeführerinnen, in der Nähe ihrer Verwandten zu 

leben, ist zwar nachvollziehbar und im ärztlichen Bericht wird für die min-

derjährige Tochter ein Leben bei ihrer Grossmutter empfohlen. Es soll auch 

nicht verkannt werden, dass hilfreiche Unterstützung auf diese Weise leich-

ter organisierbar wäre. Diese Umstände vermögen jedoch kein Abhängig-

keitsverhältnis im vorliegend entscheidenden Sinne zu begründen. Dafür 

spricht schon die mehrjährige Trennung. Die Verwandten der Beschwerde-

führerinnen reisten gemäss dem Zentralen Migrationssystem (ZEMIS) be-

reits im März bzw. April 2009 in die Schweiz ein. Es ist davon auszugehen, 

dass die Beschwerdeführerinnen während der achtjährigen Trennung – ab-

gesehen von dem zweiwöchigen Besuchsaufenthalt vor der Einreichung 

der Asylgesuche – keinen über einen allfälligen schriftlichen oder fern-

mündlichen Verkehr hinaus gehenden persönlichen Kontakt zu ihren Ver-

F-4045/2017, F-4042/2017 

Seite 7 

wandten in der Schweiz pflegten, weshalb von einer nahen, tatsächlich ge-

lebten Beziehung nicht die Rede sein kann (vgl. dazu auch Urteil des 

BVGer F-3269/2017 vom 12. Juli 2017 E. 7.2).  

10.3 Die Zuweisung der Beschwerdeführerinnen in den Kanton Luzern hat 

somit den Grundsatz der Einheit der Familie im Sinne von Art. 27 Abs. 3 

AsylG nicht verletzt. 

11.  

Demzufolge ist die angefochtene Zwischenverfügung bundesrechtskon-

form und auch sonst nicht zu beanstanden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die 

Beschwerde ist abzuweisen.  

12. 

12.1 Bei diesem Verfahrensausgang würden die Beschwerdeführerinnen 

grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1, Art. 2 und 

Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320]). Für den Fall des Unterliegens liessen sie jedoch um Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung ersuchen.  

12.2 Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG kann eine Partei, die nicht über die er-

forderlichen Mittel verfügt und deren Begehren nicht als aussichtslos er-

scheinen, auf Gesuch hin von der Bezahlung von Verfahrenskosten befreit 

werden. Ist es zur Wahrung der Rechte der Partei notwendig, wird ihr ein 

Anwalt bestellt (Art. 65 Abs. 2 VwVG). Eine Person gilt als bedürftig, wenn 

sie nicht in der Lage ist, für die Prozesskosten aufzukommen, ohne dass 

sie Mittel beanspruchen müsste, die zur Deckung des Grundbedarfs für sie 

und ihre Familien notwendig sind (BGE 128 I 225 E. 2.5.1 S. 232 m.H.). 

Als aussichtslos sind Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinn-

aussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die des-

halb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können (BGE 138 III 217 

E. 2.2.4 S. 218). 

12.3 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

samt Verbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ist abzuwei-

sen, da den Beschwerden bereits im Zeitpunkt ihrer Einreichung keine Aus-

sicht auf Erfolg zugesprochen werden konnte (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG). 

Dementsprechend sind die Verfahrenskosten, welche auf Fr. 750.- festzu-

setzen sind, den Beschwerdeführerinnen aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG).  

F-4045/2017, F-4042/2017 

Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerden werden abgewiesen. 

2.  

Dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung samt Verbeiständung wird 

nicht stattgegeben. 

3. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.- werden den Beschwerdeführerinnen 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichtskasse 

zu überweisen.  

4. 

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerinnen  (Einschreiben; Beilage: Einzahlungs-

schein) 

– die Vorinstanz (Ref.-Nr. N […] und N […]) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Antonio Imoberdorf Mirjam Angehrn 

 

 

 

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