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**Case Identifier:** 0388e785-be5b-5e88-a8a6-88cb69f16673
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.07.2019 200 2018 467
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-467_2019-07-31.pdf

## Full Text

200 18 467 IV
LOU/TOZ/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Juli 2019

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 29. Mai 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Juli 2019, IV/2018/467, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1985 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 23. Mai 2017 unter Hinweis auf eine Fibromyalgie zur 
Früherfassung und am 12. Juni 2017 zum Leistungsbezug bei der Invali-
denversicherung an (Antwortbeilagen der Invalidenversicherung [AB] 1 und 
4). Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen veranlasste die IV-
Stelle Bern (IVB resp. Beschwerdegegnerin) eine Untersuchung durch Dr. 
med. C.________, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychothe-
rapie (D), Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD). Gestützt auf dessen Bericht 
vom 14. Januar 2018 (AB 41) stellte sie der Versicherten mit Vorbescheid 
vom 14. Februar 2018 (AB 43) mangels eines Gesundheitsschadens mit 
invalidisierender Wirkung im Rechtssinne die Ablehnung des Leistungsbe-
gehrens in Aussicht. Daran hielt sie nach erhobenem Einwand vom 22. 
Februar 2018 resp. 10. April 2018 (AB 45 und 50) fest und verneinte - nach 
Einholung einer Stellungnahme des RAD vom 1. Mai 2018 (AB 52) - mit 
Verfügung vom 29. Mai 2018 (AB 53) einen Anspruch auf Leistungen der 
Invalidenversicherung.

B.

Hiergegen lässt die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 22. Juni 2018 Beschwerde erheben und unter Aufhebung des ergange-
nen Verwaltungsaktes die Rückweisung der Sache an die Beschwerde-
gegnerin zu weiterer Abklärung in Form einer polydisziplinären 
Begutachtung und zu neuer Beurteilung beantragen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 26. Juli 2018 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 29. Mai 2018 (AB 53). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis-
tungen der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad (IV-Grad) von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

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urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 
S. 87 E. 4.2.1). 

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.1.1 Im Bericht des Spitals D.________ vom 19. Dezember 2016 (AB 
18 S. 16 bis 18) wurden als Diagnosen eine Fibromyalgie und eine depres-
sive Episode, am ehesten reaktiv bei psychosozialer Belastungssituation 
sowie bei Status nach Schwangerschaftsdepressionen mit vorübergehen-
der psychiatrischer Behandlung, genannt. Die Beschwerdeführerin sei im 
Jahr 2008 im Spital E.________ wegen Scharlach behandelt worden. Da-
bei seien offenbar multilokuläre Gelenkschmerzen und Fieberschübe über 
mehrere Wochen aufgetreten, weswegen eine Tonsillektomie durchgeführt 
worden sei. Seither leide sie unter einer reduzierten mentalen und körperli-
chen Leistungsfähigkeit, welche sich im Zusammenhang mit zwei Schwan-
gerschaften mit postnatalen Depressionen vor vier und drei Jahren noch-
mals verschlechtert habe. Parallel dazu habe sich ein generalisiertes 
Schmerzsyndrom entwickelt, welches den gesamten Bewegungsapparat 
umfasse, aber je nach psychischer Verfassung unterschiedlich stark aus-
geprägt sei. Im Jahr 2016 habe die Beschwerdeführerin kaum noch Be-
schwerden gehabt. Diese seien jedoch vor einigen Wochen erneut aufge-
treten, aktuell wieder mit depressiven Tendenzen. Im Rahmen der aktuel-
len Untersuchung finde sich eine diffuse Druckdolenz über sämtlichen Ge-
lenk- und Weichteilstrukturen des Bewegungsapparates ohne Hinweise auf 
floride Gelenk- oder Tenosynovitiden (AB 18 S. 16). Das Gesamtbild ent-
spreche einer Fibromyalgie. Diese werde durch eine psychosoziale Belas-
tungssituation begünstigt, da die Beschwerdeführerin die Haushaltarbeit mit 
zwei kleinen Kindern und ihrer Tätigkeit als ... momentan als Überlastung 

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empfinde, dies trotz eines reduzierten Arbeitspensums. Der Beschwerde-
führerin seien eine ambulante Physiotherapie in Form von allgemein kraft- 
und ausdauerverbessernden Übungen und die selbständige Durchführung 
der zuvor erlernten mentalen Entspannungstechniken verordnet worden. 
Die Ärzte attestierten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 21. bis 25. 
November 2016 und eine solche von 50 % vom 19. Dezember 2016 bis 7. 
Januar 2017 (AB 18 S. 17). 

3.1.2 Im Bericht des Spitals E.________ vom 21. März 2017 (AB 22 S. 8 
bis 10) wurden als Diagnosen eine chronische Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Anteilen und eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig leichtgradige Episode, festgehalten (AB 22 S. 8). Im 
Verlauf der Jahre sei es getriggert durch somatische Ereignisse zur Ent-
wicklung einer zentralen Schmerzverarbeitungsstörung mit ausgeprägter 
Hypersensibilisierung gekommen. Neben körperlichen schienen dabei auch 
psychische Faktoren eine Rolle zu spielen. Als einschränkend würden vor 
allem anhaltende Erschöpfungszustände erlebt. Zudem sei es in den letz-
ten Wochen zu einer Verstärkung der depressiven Begleitsymptomatik ge-
kommen. Die Beschwerdeführerin habe sodann mit einer Behandlung mit 
Remeron begonnen, wodurch die Schlafqualität - bei unveränderter Ta-
gesmüdigkeit - habe verbessert werden können. Es bestehe ein enormer 
Leidensdruck, besonders da sich die Beschwerdeführerin aufgrund der 
ausgeprägten Hypersensibilität und der verstärkten Reizbarkeit kaum mehr 
in der Lage fühle, ihre Mutterrolle adäquat zu erfüllen. Dringend indiziert sei 
eine stationäre multimodale Behandlung (AB 22 S. 10).

Vom 22. März bis 14. April 2017 hielt sich die Beschwerdeführerin zur sta-
tionären Abklärung und multimodalen Behandlung im Spital E.________ 
auf. Im Austrittsbericht vom 27. April 2017 (AB 18 S. 9 bis 15) wurde aus-
geführt, in den ersten Wochen habe die Beschwerdeführerin durch die The-
rapien und die allgemeine Entlastung eine Verbesserung der Schmerzen 
bemerkt. Gegen Ende des Aufenthalts sei sie aber zunehmend unruhig und 
angespannt gewesen. Der Grund dafür seien die zunehmende Anspan-
nung und Erschöpfung auf Seiten des Ehemannes sowie der Austausch mit 
ihrer direkten Vorgesetzten gewesen, welche sich nach dem Beginn einer 
Arbeitsaufnahme erkundigt habe. Die Sorgen um die familiäre und berufli-

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che Zukunft hätten die Anspannung und damit den Schmerz wieder ver-
stärkt. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis mindestens Au-
gust 2017. Die vom Spital E.________ vorgeschlagene Anschlussbehand-
lung in der Tagesklinik habe die Beschwerdeführerin vorläufig nicht wahr-
nehmen können, da die Kinderbetreuung nicht habe organisiert werden 
können. In Frage käme eventuell ein Eintritt im August 2017. Bis dahin 
werde eine ambulante Therapie im Hause weitergeführt (AB 18 S. 10). Zu-
dem seien in einem Paargespräch mit dem Ehemann dessen zunehmende 
Erschöpfung und Anspannung thematisiert worden (AB 18 S. 11). 

3.1.3 Die Hausärztin Dr. med. G.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 31. Juli 2017 (AB 18 S. 2 bis 
7) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen An-
teilen, ein Fibromyalgiesyndrom sowie rezidivierende depressive Störungen 
(AB 18 S. 2 Ziff. 1.1). Nach rezidivierenden Streptokokkeninfektionen 
(Beginn im April 2009), wovon sich die Beschwerdeführerin nur mässig - 
mit langer Rekonvaleszenz - erholt habe, seien multiple Gelenks- und Mus-
kelschmerzen am ganzen Körper und unklare rezidivierende Fieberschübe 
aufgetreten (AB 18 S. 2 f. Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin werde im Spi-
tal E.________ behandelt. Sie sei darauf angewiesen, dass die aktuelle 
Therapie (einmal wöchentliche Psychotherapie, einmal wöchentliche Phy-
siotherapie, einmal monatliche psychosomatische Sprechstunde im Spital 
F.________) weitergeführt werde (AB 18 S. 3 Ziff. 1.5). Die bisherige Tätig-
keit als ... (AB 18 S. 4 Ziff. 1.11) sei aus medizinischer Sicht nicht mehr 
zumutbar. Bei kleinster körperlicher Anstrengung träten Ganzkörper-
schmerzen und eine Erhöhung der Körpertemperatur auf. Die Beschwerde-
führerin sei schnell erschöpft und könne nicht mehr arbeiten; sie fühle sich, 
als ob sie eine schwere Grippe hätte (AB 18 S. 3 Ziff. 1.7). Mit einer 
Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden 
(AB 18 S. 4 Ziff. 1.9).

3.1.4 Im Bericht des Spitals F.________ vom 24. August 2017 (AB 22 S. 
2 bis 7) wurden als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Antei-
len sowie eine chronische Schlafstörung mit Tagesmüdigkeit und Differen-
zialdiagnose Chronic Fatigue Syndrom genannt. Ohne Einfluss auf die 

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Arbeitsfähigkeit sei eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
leichtgradige Episode (AB 22 S. 2 Ziff. 1.1). Die Ärzte attestierten eine Ar-
beitsunfähigkeit von 100 % vom 17. Februar 2017 bis aktuell (AB 22 S. 4 
Ziff. 1.6). Die Beschwerdeführerin weise eine stark eingeschränkte Konzen-
trations- und Merkfähigkeit, eine deutlich eingeschränkte körperliche Leis-
tungsfähigkeit, eine schwere Müdigkeit sowie einen anhaltenden Erschöp-
fungszustand auf (AB 22 S. 4 Ziff. 1.7). Die gegenwärtige Behandlung be-
stehe aus ambulanten psychotherapeutischen Gesprächen, einer ambulan-
ten Physiotherapie sowie regelmässigen ärztlichen Kontrollen im Hause; 
diese sollte weitergeführt werden (AB 22 S. 3 Ziff. 1.5). Zum aktuellen 
Zeitpunkt lasse sich keine genaue Prognose stellen, diese hänge vom 
weiteren Verlauf ab (AB 22 S. 3 Ziff. 1.4 und S. 5 Ziff. 1.9). 

3.1.5 Der RAD-Arzt Dr. med. C.________ diagnostizierte im Unter-
suchungsbericht vom 14. Januar 2018 (AB 41) mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine anhaltende chronische Schmerzerkrankung im Sinne 
eines Fibromyalgiesyndroms (ICD-10 F45.4). Ohne Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit seien eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
remittiert (ICD-10 F33.4), eine Migräne ohne Aura, ein Exanthem und ein 
Tinnitus (AB 41 S. 12). Im psychopathologischen Befund fänden sich nur 
leichte Beeinträchtigungen insbesondere der Affektivität. Während des 
gutachterlichen Gesprächs hätten sich - im Widerspruch zu den 
Feststellungen im Bericht des Spitals F.________ vom 24. August 2017 
(AB 22 S. 4 Ziff. 1.7) - keine relevanten Beeinträchtigungen der 
Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses gezeigt. Im Rahmen der 
testpsychologischen Fragebogen hätten sich keine Anhaltspunkte auf das 
Vorliegen einer depressiven Symptomatik im Sinne einer Major Depression 
ergeben. Auch während der Verhaltensbeobachtung hätten sich keine 
Hinweise auf eine klinisch relevante depressive Symptomatik im engeren 
Sinne gezeigt. Die leichte affektive Verstimmung sei daher im Rahmen 
einer somatischen Belastungsstörung zu sehen (AB 41 S. 13). Die vorge-
nannte rezidivierende depressive Störung sei aufgrund der berichteten 
postpartalen Depressionen nach der Geburt der Kinder in den Jahren 2012 
und 2014 nachvollziehbar, allerdings sei sie gestützt auf den aktuell vorlie-
genden psychopathologischen Befund als remittiert zu betrachten. Es lägen 
somatische Symptome insbesondere im Bereich des Bewegungsapparates 

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wie Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule sowie der oberen und unteren 
Extremitäten im Sinne eines Ganzkörperschmerzes vor. Auffallend sei auch 
eine ausgeprägte kognitive Fixierung hinsichtlich der vorliegenden körperli-
chen Schmerzsymptomatik und der damit einhergehenden Erschöpfungs-
symptomatik verbunden mit den Schlafstörungen. Trotz der intensivierten 
therapeutischen Massnahmen (einmal wöchentliche Psychotherapie, ein-
mal wöchentliche Physiotherapie, einmal monatliche schmerztherapeuti-
sche Behandlung und eine multimodale stationäre Schmerztherapie) und 
der ausgeprägten Unterstützung durch die Familie (Ehemann, Tante und 
Mutter) sowie einen Praktikanten der H.________ sei es im Jahr 2017 zu 
keiner Besserung der Schmerzsymptomatik gekommen. Einerseits sei das 
hohe Engagement der Beschwerdeführerin bezüglich der Überwindung der 
vorliegenden somatischen Belastungsstörung zu würdigen, andererseits 
entstehe der Eindruck, dass sich ein ausgeprägtes Helfersystem etabliert 
habe, welches (unbewusste) regressiv-versorgende Strategien auf Seiten 
der Beschwerdeführerin aufrecht erhalte und zu einer Chronifizierung des 
schmerzbedingten Vermeidungsverhaltens wesentlich beitrage. Festzustel-
len seien auch emotionale Belastungen wie verstärkte Reizbarkeit, pha-
senweise vermehrte Ängste sowie Hilflosigkeit und die oben genannte 
leicht ausgeprägte depressive Symptomatik. Auf der Symptomebene ergä-
ben sich keine weiteren psychischen Gesundheitsstörungen. Ebenso träten 
auf der somatischen Ebene keine weiteren körperlichen Komorbiditäten 
auf. Es fänden sich auch keine Hinweise auf das Vorliegen einer rheumato-
logischen Erkrankung (AB 41 S. 14). Hinsichtlich des Komplexes Persön-
lichkeit sei die in den Akten beschriebene erhöhte Anspruchshaltung mit 
konsekutiver Überforderung auch durch Summationserscheinungen (relati-
ve Überforderungen durch Kinder, Haushaltsführung und berufliche Akti-
vität) verstärkt worden (AB 41 S. 14 f.). Die Beschwerdeführerin habe sich 
aber stets in ausgeprägter Weise motiviert und engagiert gezeigt. Auf der 
Fähigkeitsebene bestehe eine erhebliche Einschränkung in der Fähigkeit 
zur Planung und Strukturierung von Alltagsaufgaben. Zudem nähmen die 
bestehenden Schmerzen bei Stress zu (AB 41 S. 15). Der RAD-Arzt stellte 
weiter fest, dass keine Inkonsistenzen im Sinne einer Aggravation oder 
Simulation vorlägen. Zwar hätten umfangreiche medizinisch-therapeutische 
Massnahmen stattgefunden, jedoch habe eine angezeigte Einstellung auf 
das Medikament Duloxetin wegen erhöhter Nebenwirkungen nicht erfolgen 

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können. Perspektivisch sei ein nochmaliger Einstellungsversuch mit einem 
anderen Medikament zu empfehlen. Zu betonen sei aber, dass die Empfeh-
lung aus medizinisch-theoretischer Perspektive erfolgreich sein könne, 
aber nicht müsse. Der RAD-Arzt empfahl berufliche Integrationsmassnah-
men, mit welchen ab sofort in einem Umfang von zwei Stunden pro Tag - 
mit sukzessiver Steigerung je nach Verlauf - begonnen werden könne. 
Nach deren Durchführung sei nochmals eine Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der Beschwerdeführerin vorzunehmen. Bezüglich des aktuellen Zu-
mutbarkeitsprofils sei eine berufliche Reintegration mit zwei Stunden pro 
Tag (mit zu erwartender Pensumssteigerung innerhalb der nächsten drei 
Monate) und mit einer Leistung von aktuell mindestens 50 % (ebenfalls 
steigerbar) ab sofort möglich (AB 41 S. 16). Nach Durchführung eines wei-
ter empfohlenen Rundtisch-Gesprächs und Absolvierung der beruflichen 
Eingliederung werde eine erneute Evaluation der Arbeitsfähigkeit vorge-
schlagen (AB 41 S. 17). 

Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens bekräftigte der RAD-Arzt mit 
Stellungnahme vom 1. Mai 2018 (AB 52 S. 2) seine Beurteilung.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

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Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein 
ärztliches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hin-
sichtlich der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen ver-
gleichbaren Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2018 IV Nr. 4 
S. 12 E. 3.2, 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versiche-
rungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, 
so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Insbe-
sondere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der 
behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüs-
sigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch 
einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel ge-
zogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche 
Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel aus-
zuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten an-
zuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen ha-
ben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung ver-
anlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Ver-
fügung vom 29. Mai 2018 (AB 53) massgeblich auf den Untersuchungsbe-
richt des RAD-Arztes Dr. med. C.________ vom 14. Januar 2018 (AB 41) 
samt dessen Stellungnahme vom 1. Mai 2018 (AB 52 S. 2) gestützt, wo-
nach mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende chronische 
Schmerzerkrankung im Sinne eines Fibromyalgiesyndroms (ICD-10 F45.4; 
AB 41 S. 12) vorliege. Diese Beurteilung findet in den Berichten der übrigen 
involvierten Ärzte ihren Rückhalt, wonach im Wesentlichen eine chronische 
Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Anteilen mit fibromyalgi-
formem Schmerzcharakter bzw. eine Fibromyalgie bestehe (AB 18 S. 2 Ziff. 
1.1 und S. 16, AB 22 S. 2 Ziff. 1.1 und S. 8). Hierbei wiesen die Ärzte 
- übereinstimmend mit dem RAD-Arzt - auf verschiedene Faktoren (familiä-
re Belastung bzw. Überforderung der Beschwerdeführerin resp. ihres Ehe-
mannes, Spannungen am Arbeitsplatz, frühere Erkrankungen [Strepto-

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kokkeninfektionen, Scharlach] bzw. zwei Schwangerschaften mit postnata-
len Depressionen, stressbedingte dauernde Schmerzen) hin, welche die 
Beeinträchtigungen unterhielten (AB 18 S. 2 f. Ziff. 1.4, S. 10 und 16 f., AB 
22 S. 10 und AB 41 S. 14 f.). 

Divergenzen bestehen jedoch bezüglich der von allen Ärzten diagnostizier-
ten rezidivierenden depressiven Störung. Während der RAD-Arzt diese als 
vollständig remittiert bezeichnete (AB 41 S. 12), hielten die übrigen invol-
vierten Ärzte die depressive Störung für weiter bestehend in leichtgradigem 
Ausmass (AB 18 S. 2 Ziff. 1.1 und S. 16, AB 22 S. 2 Ziff. 1.1 und S. 8). 
Abweichende Beurteilungen liegen sodann insbesondere auch hinsichtlich 
der Folgen der diagnostizierten psychischen Leiden in funktioneller Hinsicht 
vor. Während die Ärzte des Spitals E.________ und des Spitals 
F.________ eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestierten (AB 18 S. 10 
und AB 22 S. 4 Ziff. 1.6) und die Hausärztin Dr. med. G.________ 
korrelierend dazu eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit für nicht 
denkbar erachtete (AB 18 S. 4 Ziff. 1.9), hielt der RAD-Arzt demgegenüber 
eine berufliche Reintegration mit zwei Stunden pro Tag (mit zu erwartender 
Pensumssteigerung innerhalb der nächsten drei Monate) und mit einer 
Leistung von aktuell mindestens 50 % (ebenfalls steigerbar) ab sofort für 
möglich (AB 41 S. 16). Allerdings erachtete er eine erneute Evaluation der 
Arbeitsfähigkeit nach Absolvierung der empfohlenen Massnahme für ange-
zeigt (AB 41 S. 17). Angesichts dessen wäre die Beschwerdegegnerin ge-
halten gewesen, nach Durchführung der empfohlenen Integrationsmass-
nahme den psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin re-
sp. dessen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit durch den RAD-Arzt erneut 
abklären zu lassen. Der RAD-ärztliche Untersuchungsbericht vom 14. Ja-
nuar 2018 (AB 41) konnte somit keine schlüssige und zuverlässige Beurtei-
lungsgrundlage für die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens 
nach BGE 141 V 281 (vgl. auch BGE 143 V 409 und 418) bilden, womit 
eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin aus psychiatrischer Sicht nicht möglich war. Die darauf basierende, erst 
in der Beschwerdeantwort (S. 2 f. Ziff. 3) vorgenommene Indikatorenprü-
fung vermag deshalb nicht zu überzeugen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Juli 2019, IV/2018/467, Seite 13

Darüber hinaus kann für die Einschätzung des Leistungsvermögens der 
Beschwerdeführerin nicht alleine auf die RAD-ärztliche Beurteilung 
abgestellt werden. Auch wenn die medizinische Situation auf die 
psychiatrischen Leiden fokussiert erscheinen mag, so ist die 
Beschaffenheit der vorliegenden Gesundheitsproblematik noch nicht 
vollends gesichert. Angesichts der hier erhobenen Befunde bzw. gestellten 
Diagnosen (Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Anteilen; 
AB 18 S. 2 Ziff. 1.1, AB 22 S. 2 Ziff. 1.1 und S. 8) ist die Relevanz weiterer 
Fachgebiete nicht auszuschliessen. Damit lässt sich jedenfalls nicht sagen, 
dass die medizinische Situation offenkundig höchstens das Fachgebiet 
Psychiatrie beschlägt, weshalb die Beschwerdegegnerin eine 
polydisziplinäre Begutachtung hätte anordnen müssen. Mithin genügt der 
RAD-ärztliche Untersuchungsbericht vom 14. Januar 2018 (AB 41) den 
allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen Bericht (vgl. E. 
3.2.1 hiervor) nicht, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. 

Ebenso wenig kann auf die übrigen Arztberichte (des Spitals D.________ 
vom 19. Dezember 2016 [AB 18 S. 16 bis 18], des Spitals E.________ vom 
21. März und 27. April 2017 [AB 22 S. 8 bis 10, AB 18 S. 9 bis 15], der 
Hausärztin Dr. med. G.________ vom 31. Juli 2017 [AB 18 S. 2 bis 7] so-
wie des Spitals F.________ vom 24. August 2017 [AB 22 S. 2 bis 7]) abge-
stellt werden. Diese geben für sich alleine keinen umfassenden Aufschluss 
darüber, ob resp. inwiefern sich die psychischen und gegebenenfalls soma-
tischen Einschränkungen auf das Leistungsvermögen der Beschwerdefüh-
rerin auswirken. 

3.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder der RAD-ärztliche 
Untersuchungsbericht vom 14. Januar 2018 (AB 41) samt Stellungnahme 
vom 1. Mai 2018 (AB 52 S. 2) noch die übrigen Arztberichte eine hin-
reichend zuverlässige Grundlage für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin bieten. Erforderlich ist somit eine externe polydis-
ziplinäre Begutachtung in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, 
Rheumatologie und/oder Orthopädie, Psychiatrie und allenfalls weiteren 
Fachdisziplinen; hierbei wird auf die Frage nach invaliditätsfremden 
psychosozialen Faktoren ein besonderes Augenmerk zu richten sein. Allfäl-
lige psychische Gesundheitsschäden mit Auswirkungen auf die Arbeits-

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fähigkeit wären sodann einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 
141 V 281 zu unterziehen (vgl. auch BGE 143 V 409 und 418). 

4.

Nach dem Dargelegten ist der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt 
ungenügend abgeklärt. Die angefochtene Verfügung vom 29. Mai 2018 (AB 
53) ist daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ein polydiszi-
plinäres Gutachten einhole und anschliessend über den Leistungsanspruch 
der Beschwerdeführerin neu verfüge.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhän-

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gig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 
S. 43 E. 9.1).

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwalt 
B.________ vom 13. August 2018 wird die Parteientschädigung festgesetzt 
auf Fr. 2‘074.10 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 29. Mai 2018 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie - nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen - neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘074.10 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.