# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d520fa0-b301-5a8f-8ce4-d6408fbb1184
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.08.2016 200 2015 281
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-281_2016-08-29.pdf

## Full Text

200 15 281 UV
LOU/BRM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. August 2016

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG 
Generaldirektion, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 18. Februar 2015 (UVGON 
1.493.835/366)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Aug. 2016, UV/15/281, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene A.________ hatte sich 1989 als ... eine Ruptur des 
linken vorderen Kreuzbandes (VKB) zugezogen; ein halbes Jahr nach de-
ren operativer Sanierung sei er beschwerdefrei gewesen, habe den ... dann 
aber 1990 aufgegeben. 1992/1993 habe eine sich wegen starker sportli-
cher Belastung gebildete Bakerzyste operiert werden müssen, mit ansch-
liessender Beschwerdefreiheit (Allgemeine Akten der AXA Winterthur [act. 
II A] 2). Am 26. Dezember 2013 ist A.________ bei einer Wanderung auf 
einem schneebedeckten Weg ausgerutscht und klagte danach über Be-
schwerde im linken Knie. Dieses Ereignis wurde der AXA Winterthur Versi-
cherungen AG (nachfolgend AXA Winterthur), bei der er über seine Arbeit-
geberin, die C.________, obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert war, am 9. Januar 
2014 gemeldet (act. II A 1). Dr. med. D.________, FMH Orthopädische 
Chirurgie/Trauma-tologie, den A.________ am 9. und 15. Januar 2014 
konsultiert hatte, gab als Diagnose einen Riss des medialen Meniskus 
Kniegelenk links sowie eine aktivierte Kristallarthropathie Kniegelenk links 
an und schlug eine mediale Teilmeniskektomie vor, welche am 20. Januar 
2014 durchgeführt wurde (Medizinische Akten der AXA [act. II M] 2 und 3). 

Am 26. Februar 2014 berichtete Dr. med. D.________ über eine entstan-
dene Bakerzyste (act. II M 4) und am 23. Mai 2014 über ein Reizknie mit 
intraartikulärem Erguss und dorsaler Bakerzyste (act. II M 8). 

B.

Die AXA legte die Unterlagen ihrem beratenden Arzt, Dr. med. 
E.________, FMH Orthopädische Chirurgie, vor (act. II M 9). Gestützt auf 
dessen Stellungnahme vom 14. Mai 2014 verfügte sie am 27. Juni 2014 die 
Einstellung der Leistungen per 27. März 2014 (act. II A 12). Die hiergegen 
vom Versicherten, vertreten durch die F.________, am 24. Juli 2014 erho-
bene (act. II A 17) und am 9. September 2014 ergänzend begründete Ein-

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sprache (act. II A 28) hiess die AXA aufgrund der zwischenzeitlich weiter 
eingegangenen medizinischen Unterlagen (act. II M 11, 12, 14, 18 S. 1 f., 
19) sowie der dazu beim beratenden Arzt Dr. med. G.________, FMH Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie, eingeholten Einschätzung vom 
2. Februar 2015 (act. II M 21) mit Entscheid vom 18. Februar 2015 insofern 
teilweise gut,  als die Einstellung der Leistungen auf den 2. Juli 2014 fest-
gelegt wurde (act. IIA 40). Ihre gegen die genannte Verfügung am 2. Juli 
2014 vorsorglich erhobene Einsprache (act. II A 13) hatte die H.________ 
(Krankenversicherer) mit Schreiben vom 10. Juli 2014 zurückgezogen (act. 
II A 16).   

C.

Mit Beschwerde vom 23. März 2015 lässt der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, beantragen, der Einspracheentscheid vom 18. 
Februar 2015 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetz-
lichen Leistungen auch nach dem 2. Juli 2014 auszurichten. Gerügt werden 
eine unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes sowie eine Rechtsverletzung, indem die Beschwerdegegne-
rin die gesetzlichen Leistungen zu Unrecht per 2. Juli 2014 eingestellt ha-
be. So beruhe die Stellungnahme des beratenden Arztes Dr. med. 
G.________ vom 2. Februar 2015, auf die sich die Beschwerdegegnerin 
ausschliesslich stütze, weder auf der Kenntnis von sämtlichen relevanten 
Akten noch auf eigenen Untersuchungen. Zudem habe der beratende Arzt 
selbst ausgeführt, dass die Dokumentation – speziell in der Initialphase – 
unbefriedigend sei, die Beschwerdegegnerin indessen die pflichtgemässe 
weitere Abklärung von Amtes wegen unterlassen habe, sodass sie die Fol-
gen der Beweislosigkeit zu tragen habe. Dr. med. G.________ habe über-
dies nicht nachvollziehbar begründen können, warum der Status quo sine 
gerade am 2. Juli 2014 eingetreten sein solle. Seinem Bericht komme folg-
lich kein genügender Beweiswert zu, sodass der Wegfall der Kausalität 
zwischen dem Ereignis vom 26. Dezember 2013 sowie den weiterhin ge-
klagten Beschwerden per 3. Juli 2014 nicht überwiegend wahrscheinlich 
dargelegt sei.

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In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. Juli 2015 beantragt die AXA die Ab-
weisung der Beschwerde. In einem zweiten Schriftenwechsel nach Zustel-
lung der der Beschwerdeantwort beigelegten neuen Unterlagen hielten die 
Parteien an den bisher vertretenen Standpunkten sowie den gestellten An-
trägen fest, wobei die AXA auf weitere Ausführungen verzichtete. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der AXA vom 18. Februar 
2015 (act. II A 40). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwer-
deführers auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung für das 
Ereignis vom 26. Dezember 2013 über den 2. Juli 2014 hinaus.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 
alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingun-
gen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele ("conditio 
sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 
2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 

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der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

2.4 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völ-
lig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c S. 
296; RKUV 2003 U 487 S. 341 E. 2).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend ge-
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlitte-
nen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerken-
nung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren 
Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 
S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b). Vielmehr obliegt es dem Leistungsanspre-
cher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Un-
fall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahr-

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scheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfall-
versicherers (Entscheid des BGer vom 26. September 2008, 8C_102/2008, 
E. 2.2). Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem 
Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anfor-
derungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausal-
zusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 U 275 S. 191 E. 1c).

Für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung ist die 
Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesund-
heitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, 
wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht massgebend (BGE 119 V 335 
E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

2.5 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221). Das Sozia-
lversicherungsrecht kennt keinen allgemeinen Rechtsgrundsatz, wonach im 
Zweifelsfalle zugunsten der versicherten Person zu entscheiden sei. Ein 
Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn die Voraussetzungen dafür mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 260 E. 2b).

3.

3.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 26. Dezember 2013 
einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.1 hiervor) und danach 
unfallkausale Beschwerden aufgetreten sind. Die Beschwerdegegnerin hat 
denn auch bis 2. Juli 2014 Leistungen im Zusammenhang mit der operativ 
sanierten Meniskusläsion erbracht. Bestritten ist hingegen die Leistungs-
pflicht im Zusammenhang mit der im Verlauf festgestellten und nachmalig 
operierten Schädigung des VKB im linken Knie.

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3.2 Anlässlich der Meniskektomie vom 20. Januar 2014 wurden bei ei-
nem Status nach Refixation des vorderen Kreuzbandes vor Jahren stabile 
Verhältnisse beschrieben, ebenso wie für das hintere Kreuzband; festge-
stellt wurde eine diskrete Chondrocalcinose im lateralen Kompartiment (act. 
II M 3). In der radiologischen Beurteilung vom 14. Januar 2014 hatte Dr. 
med. I.________ auf ein wahrscheinlich nicht mehr suffizientes (femoralsei-
tig fixiertes) vorderes Kreuzband und eine geringe Traumatisierung des 
medialen Kollateralbandes mit Ödem hingewiesen (act. II M 3). Der bera-
tende Arzt Dr. med. E.________ ging in seiner Stellungnahme vom 14. Mai 
2014 davon aus, dass es beim Ereignis vom 26. Dezember 2013 – nebst 
der Meniskusverletzung – lediglich zu einer leichten Zerrung des medialen 
Seitenbandes gekommen sei, das wahrscheinlich folgenlos abheilen wer-
de, und nach drei Monaten der medizinische Endzustand erreicht sei (act. II 
M 9). Diese Beurteilung führte zur Leistungseinstellung per 26. März 2014. 

Am 5. August 2014 unterzog sich der Beschwerdeführer dann allerdings 
einer Operation durch Dr. med. J.________, ... (...), welcher zuvor die Dia-
gnose einer Reruptur des linken VKB gestellt und eine Ersatzplastik vorge-
schlagen hatte (vgl. act. II M 12 und A 28). In einem Schreiben vom 25. 
August 2014 an die Rechtsschutzversicherung des Versicherten führte der 
operierende Arzt den Abriss des VKB auf ein mindestens drei Monate vor 
der letzten Operation stattgefundenes Trauma zurück und wies auf die 
Komplexität der Diagnostik eines solchen Zustandes hin; definitiv habe der 
abgelaufene traumatische Abriss des VKB-Transplantats vorliegend auch 
erst intraoperativ gestellt werden können. Der Endzustand könne frühes-
tens neun Monate postoperativ beurteilt werden und der definitive Endzu-
stand sei üblicherweise nach drei Jahren erreicht (act. II M 14). Beim glei-
chen Arzt liess sich der Beschwerdeführer am 14. Februar 2015 einen 
Knorpelschaden am Knie links operieren (Beschwerdebeilage [act. I] 3).

Mit Bezug auf den Kausalzusammenhang zwischen der Schädigung des 
VKB sowie des Meniskus und dem Ereignis vom 26. Dezember 2013 hielt 
der beratende Arzt Dr. med. G.________, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie, die Wahrscheinlichkeit, dass der fragliche Unfall die 
Bandbeschwerden ausgelöst habe, bei gesunden Verhältnissen für sehr 
gering, hingegen bei vorbestehender Beeinträchtigung wie vorliegend 

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(...unfall) die Kausalität für gegeben, zumal dadurch eine latente 
Schwächung des Gewebes naheliegend sei und überdies die punktierte 
Flüssigkeit nicht kausal für eine frische Läsion, sondern im Sinne einer Kor-
relation auf die Chondrocalcinose zurückzuführen sei (act. II M 21 S. 4 f.). 
Aufgrund der initialen Symptomatik müsse angenommen werden, dass es 
sich mit den Zeichen einer Schwellung und Schmerzen nach dem Ereignis 
um eine Manifestation der Meniskusschädigung gehandelt habe. Das Er-
eignis könne diese Symptomatik ausgelöst haben, auch wenn nur ein klei-
ner Anteil der vorbestehenden Schädigung am Meniskus hinzugekommen 
sei. Das eingetretene Beschwerdebild habe die Option einer arthroskopi-
schen Gelenkssäuberung mit bedarfsgerechter Teilmeniskusentfernung 
geöffnet und eine erfolgreiche Therapie mit Behandlungsabschluss 3 – 4 
Monate nach dem Eingriff ermöglicht. Da die im MRI vom 16. Juni 2014 
dokumentierte Restmeniskusschädigung klinisch wieder relevant werden 
oder noch relevant bleiben könnte, könne der Fall bezüglich der Meniskus-
schädigung noch nicht definitiv angeschlossen werden. Die Verschlimme-
rung des Vorzustandes habe infolge der „zu sparsamen Meniskektomie“ bis 
zum 30. Juni 2014 angehalten. Der Schädigung der Schwachstelle am vor-
deren Kreuzbandstumpf komme keine klinische Relevanz zu; bei der Beur-
teilung der Kausalität insbesondere zwischen der VKB-Problematik mit dem 
Ereignis von 26. Dezember 2013 weist Dr. med. G.________ wiederholt 
auf die dürftige Aktenlage sowie die dadurch erschwerte Beurteilung der 
Sachlage hin (act. II M 21 Ziff. 2, 5, 9) und listet Dokumente auf, welche zur 
Ergänzung der Aktenlage eingeholt werden müssten; in einer Würdigung 
nach bestmöglicher Ergänzung der Dokumentation bezeichnet der bera-
tende Arzt die Abläufe und ärztlichen Überlegungen bis Ende Juni 2014 als 
nachvollziehbar, die Anamneseerhebung und klinische Untersuchung in 
Schruns dagegen als nicht überzeugend und die Folgerungen als nicht 
nachvollziehbar, um das operative Vorgehen vom August 2014 zu rechtfer-
tigen. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wäre auch ohne diese Massnah-
men eine Besserung des Zustandes erreicht worden (act. II M 21 Ziff. 10).

Demgegenüber begründet Dr. med. J.________ den operativen Eingriff 
vom 25. August 2014 am VKB mit einem Zustand nach Abriss des VKB-
Transplantats genau an der Umbiegestelle bzw. beim Eintritt in den oberen 
Knochenkanal, was sicherlich ein mindestens drei Monate zurückliegendes 

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Trauma vor der letzten Operation bedinge; die Diagnostik sei dabei äus-
serst komplex (act. II A 28).

3.3 Aus obigen Darlegungen geht hervor, dass die Beurteilungen der 
Dres. med. J.________ und G.________ sowohl hinsichtlich der Kausalität 
als auch der Erforderlichkeit des VKB-Ersatzes widersprüchlich sind. 
Während Dr. med. G.________ den von Dr. med. J.________ durchgeführ-
ten Eingriff am VKB als verfrüht und nicht notwendig beurteilt, da damals 
die Entwicklung der früheren Eingriffe noch nicht vollständig absehbar ge-
wesen sei, begründet dieser die fragliche Operation am VKB – wie erwähnt 
– mit dem Abriss des vor längerer Zeit durchgeführten VKB-Transplantats. 
In den Berichten von Dr. med. J.________ wird die Operation – soweit in 
diesem Zeitpunkt absehbar – als erfolgreich beschrieben, jedoch wurden in 
der Nachbehandlung weiterhin bestehende Schmerzen erwähnt. Unter die-
sen Umständen stellt sich die Frage, ob die VKB-Operation überhaupt in 
einen Zusammenhang mit den beim Unfall vom Dezember 2013 unbestrit-
tenermassen erlittenen Meniskusläsionen gestellt werden kann. Schlüssi-
ges hierüber lässt sich den medizinischen Unterlagen nicht entnehmen. 
Nachdem Dr. med. G.________ bereits in seiner Einschätzung vom 21. 
November 2014 (act. II M 24) wiederholt erhebliche Bedenken zur 
Vollständigkeit der Aktenlage geäussert und den Beizug von explizit aufge-
führten zusätzlichen Unterlagen gefordert hatte, wurden solche eingeholt, 
führten indessen zu keinem anderen Beurteilungsergebnis; vielmehr kriti-
sierte Dr. med. G.________ das Vorgehen und die Dokumentation von Dr. 
med. J.________, indem er dessen Vorgehen als Überdiagnose und Über-
therapie wertete. Zusätzliche Akten zu den Eingriffen von Dr. med. 
J.________ hätten auch auf entsprechende Anfrage der AXA nicht beige-
bracht werden können, mit Ausnahme des „MRI-Bildes nach Operation“; 
auch eine nochmalige Nachfrage habe keine Ergebnisse gezeitigt (act. II M 
21 S. 9). 

Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersuchungsgrund-
satz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffs-
notwendig aus, da es Sache des Gerichts – und der verfügenden Behörde 
– ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Die 
Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in der Regel eine Be-

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weislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst 
Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 S. 222).

Für eine anspruchsbegründende Tatsache liegt die objektive Beweislast bei 
der leistungsansprechenden Person (BGE 121 V 204 E. 6a S. 208).

Nach den obigen Ausführungen konnte der Beweis nicht erbracht werden, 
dass die Behandlung des VKB am linken Knie auf das Ereignis vom De-
zember 2013 im Sinne der natürlichen Kausalität zurückzuführen ist. Nach-
dem es trotz entsprechenden Bemühungen seitens des Unfallversicherers 
nicht gelungen ist, weitere Unterlagen im Hinblick auf die Beurteilung des 
Kausalzusammenhanges erhältlich zu machen, erscheint ein nochmaliges 
Anfordern solcher Unterlagen durch das angerufene Gericht als aussichts-
los, sodass darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 
122 V 157 E. 1d S. 162). Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer es 
selbst für „vermessen“ hält, dass entsprechende Versicherungsunterlagen 
beim damals zuständigen Unfallversicherer vorhanden seien (act. II A 2) 
und auch die Klinik K.________, ..., wo er sich offenbar 1992/93 hatte be-
handeln lassen, über keinerlei Unterlagen mehr verfügte (act. II A 3). Somit 
bleibt die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Kausalität zwischen 
dem Ereignis vom Dezember 2013 und den – medizinisch nachvollziehbar 
von den Meniskusbeschwerden abgegrenzten – VKB-Beschwerden unbe-
wiesen, weshalb sich insoweit keine Leistungspflicht der Beschwerdegeg-
nerin ergibt.

3.4 Die Beschwerde erweist sich nach dem oben Gesagten als unbe-
gründet und ist dementsprechend abzuweisen. 

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4.

4.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Ver-
bindung mit Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- AXA Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Aug. 2016, UV/15/281, Seite 13

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.