# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67ab0956-086a-5583-935d-d95c1d680b75
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.07.2014 200 2014 304
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-304_2014-07-22.pdf

## Full Text

200 14 304 IV und
200 14 305 IV (2)
KOJ/PRN/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. Juli 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend zwei Verfügungen vom 21. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, IV/14/304, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
erlitt am 3. April 2010 bei einem Motorradunfall unter anderem ein Schädel-
Hirn-Trauma (vgl. Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin], Antwortbeilage [AB] 8 f.). Am 24. März 2011 meldete sich der Versi-
cherte bei der IVB zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an 
(AB 1). In der Folge holte die IVB diverse medizinische und erwerbliche 
Unterlagen ein. Am 15. Juni 2011 teilte sie dem Versicherten mit, dass aus 
gesundheitlichen Gründen keine Eingliederungsmassnahmen möglich sei-
en. Es werde der Anspruch auf eine Rente geprüft (AB 19). Weiter veran-
lasste die IVB unter anderem - zusammen mit der P.________ - ein Gut-
achten der C.________ vom 17. April 2012 (AB 40.4) sowie einen Ab-
klärungsbericht für Selbstständigerwerbende vom 8. Mai 2013 (AB 54). Mit 
Vorbescheid vom 27. Juni 2013 stellte die IVB rückwirkend die Ausrichtung 
einer vom 1. September 2011 bis zum 30. Juni 2012 befristeten halben 
Rente in Aussicht (AB 57). Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwältin B.________, Einwand (AB 64). Nach Einholung von 
zwei Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 
9. Dezember 2013 (AB 68) sowie des Abklärungsdienstes vom 13. bzw. 
16. Dezember 2013 (AB 69) hielt die IVB mit Verfügung vom 21. Februar 
2014 an ihrem Vorbescheid fest. In derselben Verfügung gewährte die IVB 
den beiden Kindern des Versicherten, D.________ und E.________, eine 
befristete Invalidenkinderrente (zur Rente des Vaters) für die Zeit vom 
1. September bzw. 1. Oktober 2011 bis zum 30. Juni 2012 (AB 73, S. 2 ff.). 
Gleichentags verfügte die IVB die Zusprache einer weiteren befristeten 
Invalidenkinderrente für die (aus einer früheren Beziehung stammende) 
Tochter des Versicherten, F.________, für die Zeit vom 1. September 2011 
bis zum 30. Juni 2012 (AB 73, S. 9 ff.).

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B.

Gegen die beiden Verfügungen vom 21. Februar 2014 erhob der Versicher-
te, weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin B.________, mit Eingabe vom 
24. März 2014 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde 
und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Die undatierte Verfügung „Zusprache einer Invalidenrente“ sei in Bezug 
auf die verfügte Befristung der IV-Rente von A.________ bis zum 
30. Juni 2012 aufzuheben und es sei zu verfügen, dass A.________ 
auch nach dem 30. Juni 2012 Anspruch auf eine halbe IV-Rente hat.

2. Die Verfügung vom 21. Februar 2014 betreffend den Zuspruch einer 
halben IV-Rente für A.________ sowie je einer halben IV-Kinderrente 
für D.________ und E.________ sei dahingehend zu ergänzen, dass 
auch ab dem 30. Juni 2012 bis auf weiteres eine halbe IV-Rente bzw. je 
eine halbe IV-Kinderrente auszurichten sei.

3. Die Verfügung vom 21. Februar 2014 betreffend den Zuspruch einer IV-
Kinderrente für F.________ sei dahingehend zu ergänzen, dass auch 
ab dem 30. Juni 2012 bis auf weiteres eine IV-Kinderrente auszurichten 
sei.

Eventualiter anstelle Ziffer 1-3

Die undatierte Verfügung „Zusprache einer Invalidenrente“ sowie die beiden 
Verfügungen vom 21. Februar 2014 seien aufzuheben und die Sache sei zur 
weiteren Abklärung des Sachverhalts und zum Erlass von neuen Verfügungen 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4. Es sei im Grundsatz festzulegen, dass der Beschwerdeführer Anspruch 
auf Eingliederungsmassnahmen gemäss Art. 8 ff. IVG hat. Die Sache 
sei zur weiteren Abklärung betreffend den Umfang und die Dauer der 
Eingliederungsmassnahmen an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, das Gutachten der 
C.________ vom 17. April 2012, in welchem von einer (erhöhten) Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit von 70% ausgegangen werde, sei nicht geeignet, 
um seinen Gesundheitszustand richtig darzustellen. Die behandelnden 
Ärzte attestierten auch weiterhin eine Restarbeitsfähigkeit von 50%. Glei-
chentags stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege. Auf Aufforderung des Instruktionsrichters reichte der Be-
schwerdeführer am 16. April 2014 weitere Unterlagen zu den Akten.

In der Beschwerdeantwort vom 12. Mai 2014 beantragte die IVB die Ab-
weisung der Beschwerde.

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Mit prozessleitender Verfügung vom 15. Mai 2014 wies der Instruktionsrich-
ter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin wegen Aussichtslosigkeit 
des Verfahrens ab.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich (siehe aber E. 1.2 hiernach) einzutreten.

1.2 Angefochten sind die beiden Verfügungen der IVB vom 21. Februar 
2014 (AB 73, BB 3). Dazu gehört auch die im Rechtsbegehren Ziffer 1 er-
wähnte „undatierte Verfügung“ (AB 73, S. 5 ff.), welche die Begründung der 
(befristeten) Leistungszusprache enthält. Streitig und zu prüfen ist der An-
spruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung. 
Zwar beanstandet der Beschwerdeführer allein die Befristung der Rente. In 

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anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt indessen ein 
Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete 
IV-Rente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung 
der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbe-
fugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen 
Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben 
(BGE 125 V 413 E. 2d S. 418). Folglich ist vorliegend ebenfalls der 
grundsätzliche Anspruch auf eine IV-Rente, unter Einschluss der unbestrit-
ten gebliebenen Zusprechung einer halben Invalidenrente von September 
2009 bis Juni 2012, zu prüfen. Nicht Teil des Anfechtungsobjekts und da-
her in diesem Verfahren nicht Streitgegenstand sind berufliche Eingliede-
rungsmassnahmen (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164). Insoweit solche 
verlangt werden (vgl. Rechtsbegehren Ziffer 4), ist auf die Beschwerde 
nicht einzutreten.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-

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kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom 
medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äus-
seren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des 
Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber 
klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) 
Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit 
unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch 
soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder 
verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fach-
gerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Cha-
rakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale 
Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale 
und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und 
das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine 
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden 
sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur 
wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart 
verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – 
unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen 
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken 
(SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem Sinn werden Wechselwirkun-
gen zwischen sich körperlich und psychisch manifestierenden Störungen 
und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn auch bedeutend weniger 
stark als nach dem in der Medizin verbreiteten bio-psycho-sozialen Krank-
heitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-

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lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.6 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 

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gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein 
Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 
S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-
sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 der Verord-
nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 
831.201]). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähig-
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussen-
de Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbre-
chung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

3.

3.1 Die rückwirkend ergangene Verfügung vom 21. Februar 2014 
(AB 73, S. 2) über eine befristete Invalidenrente umfasst einerseits die Zu-
sprechung einer halben Rente von September 2011 bis Juni 2012 und an-
dererseits deren Aufhebung ab Juli 2012. Zu prüfen ist demnach vorab das 
Vorliegen einer rentenbegründenden Invalidität des Beschwerdeführers. 
Die Änderung eines allfälligen Rentenanspruchs setzt sodann voraus, dass 
ein Revisionsgrund gegeben ist. Dabei ist durch einen Vergleich des Sach-
verhalts, wie er sich anlässlich der Leistungszusprache per 1. September 
2011 präsentierte, mit demjenigen im Zeitpunkt der erfolgten Rentenaufhe-
bung per 30. Juni 2012 zu prüfen, ob eine anspruchsrelevante bzw. 
-aufhebende Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist 
(vgl. E. 2.6 hiervor).

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3.2 Zum Gesundheitszustand sowie zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentlichen folgendes 
entnehmen:

3.2.1 Aufgrund der Folgen des Motorradsturzes vom 3. April 2010 wurde 
dem Beschwerdeführer von der Klinik G.________ initial bis am 18. April 
2010 eine vollständige, ab 19. April 2010 eine 80%ige und ab 7. Juni 2010 
eine hälftige Arbeitsunfähigkeit attestiert (AB 9, S. 3; AB 17.4). 

Im Bericht vom 18. August 2010 diagnostizierten die Ärzte des Spitals 
H.________ sodann mittelschwere verbale Gedächtnisstörungen, eine er-
höhte Ermüdbarkeit, eine chronische Kopfschmerzproblematik und 
asthenopische Beschwerden. Entsprechend der Einbussen und der einge-
schränkten Belastbarkeit sollte die Arbeitsfähigkeit 50% nicht übersteigen 
(AB 8, S. 14).

3.2.2 Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, diagnostizierte im Assessmentbericht vom 1. Februar 2011 eine An-
passungsstörung (ICD-10: F43.2) nach Motorradunfall vom 4. April (richtig: 
3. April) 2010, Kopfschmerzen nach Unfall vom 3. April 2010 mit Schädel-
Hirn-Trauma und Status nach Unfall vor ca. 25 Jahren und Gedächtniss-
törungen im verbalen Bereich, erhöhte Ermüdbarkeit, nach Schädelhirn-
trauma am 3. April 2010 (AB 8, S. 5). Der Beschwerdeführer arbeite derzeit 
mit einer Leistungsfähigkeit von etwa 50% (AB 8, S. 11).

3.2.3 Dr. med. J.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, Klinik G.________, diagnostizierte im Bericht vom 7. April 2011 mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpassungsstörung nach Motor-
radunfall vom 3. April 2010 (ICD-10: F43.2) und ein Schädel-Hirn-Trauma 
nach Motorradunfall vom 3. April 2010 mit Gedächtnisstörungen und erhöh-
ter Ermüdbarkeit (AB 8, S. 1). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer 
Sicht noch zu 50% zumutbar (AB 8, S. 3).

3.2.4 Im Bericht vom 17. April 2011 diagnostizierte Dr. med. K.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit einen Motorradsturz sowie ein Schädel-Hirn-Trauma (ca. 
1982; AB 9, S. 2). Die bisherige Tätigkeit sei im Rahmen von maximal acht 
Stunden (ein selbstständig Erwerbender arbeite normalerweise mehr als 

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acht Stunden pro Tag) zumutbar. Dabei bestehe eine verminderte Leis-
tungsfähigkeit von ca. 50% (AB 9, S. 4).

3.2.5 Die Gutachter des C.________ diagnostizierten in ihrem Gutachten 
vom 17. April 2012 einen Status nach Kollision als Motorradfahrer mit ei-
nem Motorrad und Sturz am 3. April 2010 mit/bei Schädel-Hirn-
Trauma/Contusio cerebri mit kleinen Kontusionsherden präzentral, im Be-
reich der Mantelkante sowie temporal und frontobasal rechts (ICD-10: 
S06.9), undislozierte untere Schambeinfraktur rechts, folgenlos abgeheilt 
(ICD-10: S32.5), Thoraxprellung rechts, folgenlos abgeheilt (ICD-10: S20.2) 
sowie Entwicklung einer Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträch-
tigung anderer Gefühle und übermässigem Alkoholkonsum bei grosser 
beruflicher Belastung und drohendem Konkurs der eigenen Firma, aktuell 
im Abklingen, mit leichtgradiger Restsymptomatik (ICD-10: F43.23). Weiter 
wurden als unfallfremd chronische Spannungskopfschmerzen, vorbeste-
hend, getriggert und exazerbiert im Rahmen der Anpassungsstörung (ICD-
10: G44.2), ein Status nach Commotio cerebri bei Hockey-Unfall ca. 1982, 
anamnestisch mit Persistenz von chronischen Kopfschmerzen vom Span-
nungstyp und erhöhtem Schlafbedarf (ICD-10: S06.9), ein Status nach Pa-
nikstörung mit Agoraphobie ca. 1984 bis 1989, weitgehend remittiert (ver-
einzelt Panikattacken), gegenwärtig ohne Relevanz (ICD-10: F41.01) und 
ein Meulengracht-Gilbert-Syndrom (erhöhtes Bilirubin) sowie ein Moirand-
Syndrom (nicht-alkoholische Steatohepatitis (ICD-10: E80.4) diagnostiziert 
(AB 40.4, S. 35). 

Aktuell lasse sich ausschliesslich auf psychiatrischem Gebiet aufgrund der 
noch bestehenden psychischen Restsymptome einer Anpassungsstörung 
mit Beeinträchtigung verschiedener affektiver Qualitäten mit ängstlichen 
und leichten depressiven Elementen, Anspannung und Nervosität noch 
eine teilweise Leistungsminderung im Umfang von maximal 30% rechtferti-
gen, dies bei einem zumutbaren zeitlichen Pensum von acht Stunden täg-
lich an fünf Tagen der Woche (AB 40.4, S. 38). 

3.2.6 Im Bericht vom 15. Oktober 2012 diagnostizierte Dr. med. 
J.________ (welche seit Juni 2012 eine eigene Arztpraxis führt) mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpassungsstörung mit Beeinträchti-
gung unterschiedlicher Gefühle (ICD-10: F43.23; AB 50, S. 2). Die bisheri-

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ge Tätigkeit sei noch zu 30% zumutbar. Mit einer Wiederaufnahme der be-
ruflichen Tätigkeit bzw. Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne ab Januar 
2013 im Umfang von 50%-100% gerechnet werden (AB 50, S. 4).

Im Bericht vom 5. Februar 2013 führte Dr. med. J.________ aus, der Ge-
sundheitszustand sei stationär (AB 53, S. 1). Der Beschwerdeführer sei bis 
auf weiteres zu 50% arbeitsunfähig (AB 53, S. 2 f.; vgl. auch AB 64, S. 13).

3.2.7 Dr. med. L.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnostizierte 
im Bericht vom 26. Februar 2013 einen Status nach Unfall vom 3. April 
2010 mit Contusio cerebri mit hämorrhagischen Kontusionen, vor allem an 
der Mantelkante rechts mit Fussparese, welche neurologisch ohne senso-
motorische Defizite abgeheilt sei und neurovegetative Störungen, gewisse 
neuropsychologische Defizite, anamnestisch, mit Leistungsminderung 
(AB 64, S. 9; vgl. auch AB 64, S. 10 f.).

3.2.8 Die RAD-Ärztin Dr. med. M.________, Fachärztin für Neurologie 
FMH, führte in der Stellungnahme vom 9. Dezember 2013 aus, eine Leis-
tungsminderung bei erhöhter Ermüdbarkeit und verminderter Belastbarkeit 
von ca. 30% (bei einem acht-Stunden-Tag) sei aufgrund des Gutachtens 
der C.________ nachvollziehbar. Das Gutachten sei umfassend, sorgfältig 
und auch schlüssig formuliert (AB 68, S. 4). Der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers habe sich verbessert (AB 68, S. 5).

3.2.9 PD Dr. med. N.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, von der Klinik O.________, legte im Bericht vom 10. März 2014 dar, 
dass keine Schlafstörung bestehe und die Tagesschläfrigkeit erhöht sei. 
Eine Verbesserung des Zustandes habe nicht erreicht werden können. Die 
Arbeitsfähigkeit betrage an guten Tagen ca. vier Stunden, könne aber nie 
über längere Zeit konstant aufrechterhalten werden. Gegenwärtig sei der 
Beschwerdeführer zu 30% arbeitsfähig (Beschwerdebeilage [BB] 11, S. 1).

3.2.10 Im Bericht vom 20. März 2014 führte Dr. med. L.________ aus, 
dass die Arbeitsunfähigkeit mangels effizienter Behandlung und Verbesse-
rung der Situation nach wie vor 50%, wahrscheinlich längerfristig, betrage 
(BB 10, S. 2).

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3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Gestützt auf die Akten ist erwiesen und von den Parteien denn auch 
nicht bestritten, dass der Beschwerdeführer beim Motorradunfall vom 
3. April 2010 ein Schädel-Hirn-Trauma mit Gedächtnisstörungen und er-
höhter Ermüdbarkeit erlitten hat. Weiter diagnostizierten die behandelnde 
Psychiaterin Dr. med. J.________ im April 2011 eine Anpassungsstörung 
(ICD-10: F43.2; AB 8, S. 1). Vom 3. bis 18. April 2010 war der Beschwerde-
führer zu 100% arbeitsunfähig. Vom 19. April bis 6. Juni 2010 attestierten 
die behandelnden Ärzte eine 80%-ige und seit dem 7. Juni 2010 eine 50%-
ige Arbeitsunfähigkeit (AB 9, S. 3; 17.4; 31.2).

3.5

3.5.1 Das interdisziplinäre Gutachten der C.________ vom 17. April 2012 
(AB 40.4), basierend auf einer neuropsychologischen, chirurgisch-
traumatologischen, neurologischen und psychiatrischen Untersuchung, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, IV/14/304, Seite 13

erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (E. 3.3 hiervor), 
weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Ab-
klärungen des jeweiligen Facharztes und sind in Kenntnis der Vorakten 
sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen wor-
den. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-
hänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum ak-
tuellen Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit werden nachvollzieh-
bar begründet. Auch stehen die Fachbeurteilungen in Übereinstimmung 
untereinander und sind in die interdisziplinäre Beurteilung eingeflossen 
(vgl. auch AB 68, S. 4 f.).

Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen am Beweiswert des 
Gutachtens nichts zu ändern. Obwohl das Gutachten der C.________ vom 
17. April 2012 von der IVB und der P.________ zusammen - unter hälftiger 
Kostenteilung (vgl. AB 40.6) - in Auftrag gegeben worden ist, sind darin 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde, S. 6 f.) 
nicht nur unfallbedingte Einschränkungen berücksichtigt worden. So hat 
auch die IVB Zusatzfragen gestellt (vgl. AB 40.4, S. 42 f.). Soweit der Be-
schwerdeführer vorbringt, dass er keine Zusatzfragen stellen oder sich zu 
solchen äussern konnte (Beschwerde, S. 5, 21), vermag dies den Beweis-
wert nicht zu schmälern. So wird vom Beschwerdeführer nicht geltend ge-
macht, dass bzw. weshalb er mit den gutachterlichen Fragen nicht einver-
standen gewesen sei oder Zusatzfragen habe stellen wollen. Damit, sowie 
angesichts der Tatsache, dass das angerufene Gericht über volle Kognition 
verfügt, hat eine allfällige Gehörsverletzung als geheilt zu gelten (BVR 
2013 S. 103 E. 3.3.1 in fine). Weiter wurden auch die unfallfremden Fakto-
ren im Gutachten abgehandelt (insbesondere auf S. 27 ff. und S. 36 ff.). 
Dabei wurde schlüssig festgehalten, dass die unfallfremden Vorzustände 
zu keiner Arbeitsunfähigkeit geführt haben und die verbleibenden unfall-
fremden Faktoren invaliditätsfremder Natur sind (psychosoziale Belastung, 
sozioökonomische Determinanten; vgl. E. 2.2 hiervor), dies namentlich 
auch mit Bezug auf die psychische Situation. Soweit der Beschwerdeführer 
geltend macht, das Gutachten sei geprägt von den Aussagen des Be-
schwerdeführers bzw. es sei zu Unrecht auf dessen (in diesem Zeitpunkt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, IV/14/304, Seite 14

eher positive) subjektive Selbsteinschätzung abgestellt worden (Beschwer-
de, S. 7), ist dem entgegenzuhalten, dass das Gutachten einlässlich und 
überzeugend begründet ist. Neben den Angaben des Beschwerdeführers, 
welche standardmässig zu erheben sind, wurden auch die Ergebnisse von 
Untersuchungen sowie anamnestische Angaben berücksichtigt. Dem Vor-
wurf, das Gutachten stelle bezüglich der Diagnosen lediglich auf zukünftige 
Erwartungen ab (Beschwerde, S. 7), kann ebenfalls nicht gefolgt werden. 
Die in Aussicht gestellte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in zwei bis drei 
Monaten (vgl. AB 40.4, S. 37 f.) wurde für die Beurteilung im vorliegenden 
Fall nicht berücksichtigt. Vielmehr wurde auf die Einschränkung der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit von 30% im Zeitpunkt des Gutachtens abge-
stellt. Ferner ist festzustellen, dass das Gutachten vollständig ist bzw. die 
relevanten Daten vollständig erhoben worden sind (Beschwerde, S. 8). Die 
Angaben des Beschwerdeführers und die Ergebnisse der durchgeführten 
Untersuchungen wurden von den Fachärzten berücksichtigt. Auch die 
Dauer der (psychiatrischen) Untersuchung ist praxisgemäss nicht entschei-
dend (Beschwerde, S. 11, 17). So kommt es für den Aussagegehalt eines 
medizinischen Gutachtens grundsätzlich nicht auf die Dauer der Untersu-
chung an; massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich 
vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Entscheid des BGer vom 
29. März 2010, 8C_942/2009, E. 5.2). Dies ist vorliegend zu bejahen. Fer-
ner sind dem Gutachten keine Anhaltspunkte für eine Voreingenommenheit 
des neuropsychologischen Fachgutachters zu entnehmen (Beschwerde, 
S. 11 f.). Schliesslich ist auch das Argument, der geschützte Rahmen der 
Begutachtung sei nicht vergleichbar mit der effektiven Arbeitssituation (Be-
schwerde, S. 12, 17), nicht haltbar. Mit diesem Vorbringen könnte ansons-
ten jeder Begutachtung der Beweiswert abgesprochen werden. Es ist Sa-
che des Gutachters, die anlässlich der Begutachtungssituation erhobenen 
Befunde unter Berücksichtigung der weiteren Unterlagen gestützt auf seine 
medizinischen Fachkenntnisse zu würdigen. Diesbezüglich gibt das Gut-
achten der C.________ vorliegend zu keiner Beanstandung Anlass.

3.5.2 Die Gutachter des C.________ führen in ihrer Beurteilung schlüssig 
und überzeugend aus, dass sich die Leistungsminderung von 30% durch 
die über viele Monate anhaltende psychische Belastungs- und Anspan-
nungssituation mit Symptomen der Hypervigilanz und „Erschöpfungssym-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, IV/14/304, Seite 15

ptomen“ (insbesondere infolge der beruflichen Schwierigkeiten) begründen 
lasse, welche zu einer „Schwächung“ der allgemeinen psychischen Belast-
barkeit und Leistungsfähigkeit geführt haben (AB 40.4, S. 38). Die berufli-
che Situation hat sich im vergangenen Jahr durch den Einsatz und die ei-
genen Ressourcen des Beschwerdeführers entscheidend zum Besseren 
verändert. Die Zukunft der Firma des Beschwerdeführers ist nach dessen 
Angaben im Zeitpunkt der Untersuchung Ende März 2012 (vorderhand) 
gesichert. Entsprechend wurden auch das Selbstwertgefühl und die 
Selbstwirksamkeit des Beschwerdeführers wieder gestärkt und die psychi-
sche Gesamtbefindlichkeit hat sich gegenüber der Situation vor noch einem 
Jahr klar gebessert, so dass lediglich noch Restsymptome einer abklingen-
den Anpassungsstörung mit Beeinträchtigung verschiedener affektiver 
Qualitäten (mit ängstlichen und leichten depressiven Elementen, Anspan-
nung und Nervosität) festgestellt werden konnten (AB 40.4, S. 31). Mit Blick 
auf die psychosomatische Situation des Beschwerdeführers wurde im Gut-
achten zu Recht dargelegt, dass die erwähnten psychiatrischen Symptome 
zumindest zukünftig keine längerdauernde Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
mehr zu begründen vermögen (vgl. AB 40.4, S. 32, 34 sowie E. 2.2 hier-
vor). Aus somatischer und neuropsychologischer Sicht konnte keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit festgestellt werden. Insbesondere die 
(Spannungs-)Kopfschmerzen wie auch das erhöhte Schlafbedürfnis des 
Beschwerdeführers vermögen keine nennenswerte Leistungsminderung zu 
begründen. Mit Blick auf das erhöhte Schlafbedürfnis wurde im Gutachten 
vielmehr der Einfluss psychoreaktiver Phänomene im Zusammenhang mit 
der vordiagnostizierten Anpassungsstörung erwähnt, welche sich im Ver-
lauf des ersten Jahres nach dem Unfall aufgrund der erheblichen psycho-
sozialen Belastungen, vor allem im beruflichen Bereich, entwickelt hat 
(AB 40.4, S. 29 f.).

Diese Einschätzung der C.________ wird denn auch vom RAD bestätigt. 
Dr. med. M.________ führte in ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2013 
überzeugend aus, dass im Verlauf zusätzlich psychosoziale Belastungsfak-
toren zum erlittenen mittelschweren Schädel-Hirn-Trauma auftraten und 
eine Anpassungsstörung diagnostiziert worden ist. Aufgrund der vorliegen-
den Akten bestehen keine testpsychologisch objektivierbaren Leistungsde-
fizite. Die sensomotorische Restsymptomatik an der linken unteren Extre-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, IV/14/304, Seite 16

mität ist zu gering, als dass sich eine Leistungsminderung begründen lies-
se. Auch die Spannungskopfschmerzen vermögen keine langandauernde 
Arbeitsfähigkeit zu begründen (AB 68, S. 4). Eine Widersprüchlichkeit zwi-
schen dem Gutachten der C.________ und den Angaben des Beschwerde-
führers wird einzig mit Bezug auf die Einschätzung der eigenen Leistungs-
fähigkeit des Beschwerdeführers erwähnt (AB 68, S. 5; Beschwerde, S. 7). 
Die subjektive Einschätzung ist für die Beurteilung jedoch nicht entschei-
dend.

Soweit Dr. med. J.________ für die Zeit nach der Begutachtung durch die 
C.________ nach wie vor eine 50%-ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
attestiert (vgl. AB 53; 64, S. 12 ff.), ist festzustellen, dass den Berichten der 
behandelnden Psychiaterin keine hinreichenden Anhaltspunkte für eine 
zusätzlich eingetretene Einschränkung der Leistungsfähigkeit seit Ende 
März 2012 zu entnehmen sind. Zudem werden darin - wie auch im Gutach-
ten der C.________ - insbesondere die Leistung limitierende psychosoziale 
Faktoren aufgeführt (AB 53, S. 2; 64, S. 13 f.). Solche äusseren Umstände 
können jedoch nicht als gesundheitliche Beeinträchtigung im Sinne des 
Gesetzes verstanden werden (vgl. E. 2.2 hiervor). Kommt hinzu, dass es 
die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch täti-
gen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten anderseits nicht zulässt, ein medizinisches 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum 
Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 
anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in 
denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandeln-
den Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation ent-
springende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung uner-
kannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 
E. 2.2.1). Dies ist vorliegend jedoch nicht der Fall. Ferner kann auch nicht 
auf die Einschätzungen von Dr. med. L.________ (AB 64, S. 7 ff.; BB 10) 
und von PD Dr. med. N.________ von der Klinik O.________ (BB 11), wo-
nach der Beschwerdeführer zu 50% bzw. zu 70% arbeitsunfähig sei, abge-
stellt werden. Beide Ärzte verfügen nicht über den Facharzttitel in Psychia-
trie und Psychotherapie bzw. Neuropsychologie (vgl. www.fmh.ch sowie 
Entscheid des BGer vom 22. März 2010, 8C_83/2010, E. 3.2.3), weshalb 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, IV/14/304, Seite 17

den entsprechenden Berichten keine fachgerechte Diagnose eines invalidi-
sierenden Gesundheitsschadens zu entnehmen ist.

3.5.3 Nach dem Gesagten ist erstellt, dass spätestens ab dem Zeitpunkt 
der Begutachtung am 27. und 28. März 2012 eine Arbeitsfähigkeit von 70% 
besteht. Weiterer Abklärungen bedarf es - entgegen der in der Beschwerde 
(S. 22) vertretenen Auffassung - nicht, auf solche kann in antizipierter Be-
weiswürdigung verzichtet werden.

3.6 Zusammenfassend ist somit erstellt, dass der Beschwerdeführer 
vom 3. bis 18. April 2010 zu 100%, vom 19. April bis 6. Juni 2010 zu 80% 
und vom 7. Juni 2010 bis Ende März 2012 zu 50% arbeitsunfähig war. Seit 
der Begutachtung in der C.________ am 27. und 28. März 2012 besteht 
eine Arbeits- und Leistungsunfähigkeit von 30%. Insgesamt ist somit zu 
Recht von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes ab dem Zeit-
punkt der Begutachtung Ende März 2012 ausgegangen worden, womit ein 
Revisionsgrund gegeben ist (vgl. E. 2.6 hiervor). Auf dieser - medizinischen 
- Grundlage ist nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzunehmen (vgl. 
E. 2.4 hiervor).

4.

4.1 Der frühest mögliche Rentenbeginn ist hier unter Berücksichtigung 
der Anmeldung bei der IVB am 24. März 2011 (AB 1) und Art. 29 Abs. 1 
IVG September 2011. Auf diesen Zeitpunkt hin ist ein erster Einkommens-
vergleich vorzunehmen. Da die 50%-ige Arbeitsunfähigkeit bis zum Zeit-
punkt der Begutachtung am 27. bzw. 28. März 2012 dauerte und seither 
eine 30%-ige Arbeitsunfähigkeit gegeben ist, ist für das Jahr 2012 ein wei-
terer Einkommensvergleich vorzunehmen.

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, IV/14/304, Seite 18

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsver-
hältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 4.1).

4.3 Beim Valideneinkommen ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf 
den überzeugenden Abklärungsbericht vom 8. Mai 2013 (BGE 130 V 61 
E. 6.2 S. 63; SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2; AB 54) zu Recht vom 
durchschnittlichen Einkommen aus, das der Beschwerdeführer als Gesun-
der in den Jahren 2005 bis 2009 verdiente. Mit Blick auf den IK-Auszug 
erzielte der Beschwerdeführer als selbstständigerwerbender Geschäftsfüh-
rer eines …-Studios ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 124‘000.-- 
(AB 7). Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist vom gleichen Ein-
kommen auszugehen, da der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit in 
den hier massgebenden Zeitpunkten (September 2011, März 2012) weiter-
hin - wenn auch in reduziertem zeitlichen Umfang - ausübte und die ver-
bleibende Restarbeitsfähigkeit in einer anderen Tätigkeit nicht besser ver-
werten kann (AB 40.4, S. 39). Sind Validen- und Invalideneinkommen aus-
gehend vom selben Lohn zu berechnen, entspricht der Invaliditätsgrad dem 
Grad der Arbeitsunfähigkeit.

Im vorliegenden Fall ergibt sich somit für die Zeit vom 1. September 2011 
(Ablauf der Wartezeit) bis Ende März 2012 ein Invaliditätsgrad von 50%, 
was zu einer halben Rente berechtigt. Ab der Begutachtung vom 27. bzw. 
28. März 2012 resultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 
30% (vgl. E. 2.3 hiervor). Mit Blick auf die dreimonatige Frist gemäss 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, IV/14/304, Seite 19

Art. 88a IVV (vgl. E. 2.6 hiervor) ist die Rente per 30. Juni 2012 aufzuhe-
ben.

Nach dem Gesagten sind die angefochtenen Verfügungen vom 21. Februar 
2014 nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf 
einzutreten ist.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, IV/14/304, Seite 20

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.