# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 876f8e68-e47d-503d-93cb-cd51fbb7f996
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.12.2018 UV 2016/72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-72_2018-12-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/72

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.12.2018

Entscheiddatum: 04.12.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 04.12.2018
Art. 6 UVG. Dahinfallen der natürlichen Kausalität von Schleudertrauma bzw. 
Schleudertrauma ähnlichen Verletzungen nach ursprünglicher 
Leistungsanerkennung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 4. Dezember 2018, UV 2016/72).

Entscheid vom 4. Dezember 2018

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Daniel Furrer             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/72            

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, Amparo Anwälte und Notare, 

Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

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Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG, Place de Milan, Case postale 

120, 1001 Lausanne,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 1. Mai 2004 bei der Bank B.__ AG 

angestellt und dadurch bei der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG 

(nachfolgend: Vaudoise) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert. Am 9. März 2016 meldete die Arbeitgeberin, der Versicherte sei am 24. 

Februar 2016 während des Skifahrens beim Abbremsen gestürzt und auf den 

Hinterkopf gefallen. Dabei habe er eine Gehirnerschütterung und ein Trauma erlitten 

(act. G 3.1a). Mit Arztzeugnissen vom 4. März 2016 wurde der Versicherte von Ärzten 

des Ärztehauses C.___ vom 24. Februar bis 16. März 2016 infolge des Unfalls zu 100% 

arbeitsunfähig geschrieben (act. G 3.1b f.). Die Vaudoise anerkannte ihre 

Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen 

(Heilbehandlungen und Taggelder; act. G 3.3 und 3.10).

A.b  Am 11. März 2016 war der Versicherte als Beifahrer in einen Verkehrsunfall mit 

einer Heckkollision involviert. Am 12. März 2016 war er zur Erstkonsultation bei Dr. 

med. D.___, Facharzt FMH für Innere Medizin. Dieser attestierte dem Versicherten ab 

11. März bis 30. April 2016 eine volle Arbeitsunfähigkeit (act. G 3.6, 3.14a f. und 3.17). 

Am 22. März 2016 reichte die Arbeitgeberin die entsprechende Schadenmeldung für 

den Unfall am 11. März 2016 ein. Dem Versicherten sei bei einer Verkehrsampel ein 

Fahrzeug ins Heck gefahren, wobei er ein Schleudertrauma und eine 

Gehirnerschütterung erlitten habe (act. G 3.5a). Die Vaudoise anerkannte ihre 

Leistungspflicht auch für diesen Unfall und erbrachte die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggelder; act. G 3.7).

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A.c  Im Überweisungsschreiben vom 4. April 2016 an die Ärztliche Leitung Neurologie 

des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) gab Dr. D.___ an, dass der Versicherte am 24. 

Februar 2016 beim Skifahren auf den Hinterkopf gefallen sei. Initial hätten keine 

Bewusstlosigkeit, keine Übelkeit und keine Kopfschmerzen vorgelegen. Der Versicherte 

habe dann im Verlauf über Kopfschmerzen geklagt, sei bei der Erstbeurteilung am 27. 

Februar 2016 aber neurologisch unauffällig und die HWS frei gewesen. In der 

Nachkontrolle vom 4. März 2016 sei der Versicherte beschwerdearm gewesen, habe 

jedoch nicht zu 100% arbeiten können. Er habe vor allem Beschwerden im Sinne von 

Wortfindungsstörungen beklagt. Im Anschluss an den Auffahrunfall vom 11. März 2016 

habe er unter starken Kopfschmerzen ohne neurologische Ausfälle gelitten. Eine 

Steigerung des Arbeitspensums nach dem Abklingen der Kopfschmerzen sei nicht 

gelungen. Der Versicherte habe insbesondere über Konzentrationsstörungen sowie 

erneutes Auftreten starker Kopfschmerzen bei der Arbeit geklagt (act. G 3.8).

A.d  Anlässlich der Ultraschalluntersuchung vom 6. April 2016 in der Klinik für 

Neurologie des KSSG wurde ein unauffälliger doppler-/duplexsonographischer Befund 

in den untersuchten extrakraniellen, hirnzuführenden Gefässen und im Carotissiphon 

beidseits festgehalten (Bericht vom 12. April 2016; act. G 3.11). Im 

Sprechstundenbericht vom 12. April 2016 der Klinik für Neurologie des KSSG wurde 

ein akuter posttraumatischer Kopfschmerz nach leichtem Schädel-Hirn-Trauma am 24. 

Februar 2016 und Auffahrunfall am 11. März 2016 diagnostiziert. Klinisch-neurologisch 

zeige sich ein unauffälliger Status. Zusammenfassend liege ein akuter 

posttraumatischer Kopfschmerz nach leichtem Schädel-Hirn-Trauma vor (act. G 3.12). 

Am 20. April 2016 wurde in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des KSSG ein 

MRI des Neurokraniums, welches altersentsprechend unauffällig war, sowie eine MR-

Angiographie der hirnversorgenden Gefässe, welche keinen Anhaltspunkt für eine 

Dissektion lieferte, durchgeführt (act. G 3.13).

A.e  Mit Schreiben vom 29. April 2016 wurde der Versicherte von Dr. D.___ mit Hinweis 

auf Kopfschmerzen bei körperlicher und geistiger Anstrengung an die 

Kopfschmerzsprechstunde der Klinik für Neurologie des KSSG überwiesen (act. G 

3.15). Im ärztlichen Zeugnis vom 14. Mai 2016 hielt Dr. D.___ fest, dass der Versicherte 

nun wieder stundenweise Arbeitsversuche durchführen könne, wobei die effektive 

Arbeitsunfähigkeit noch nicht beurteilt werden könne (act. G 3.18). Am 17. Mai 2016 

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fand eine eingehende Befragung des Versicherten durch einen Schadenexperten der 

Vaudoise statt (act. G 3.19).

A.f  Mit Schreiben vom 2. Juni 2016 beantwortete Dr. D.___ mehrere Fragen des 

versicherungsinternen Vertrauensarztes der Vaudoise, Dr. med. E.___. Er führte aus, 

dass die Neurologen einen akuten posttraumatischen Kopfschmerz nach leichtem 

Schädel-Hirn-Trauma am 24. Februar 2016 und Auffahrunfall am 11. März 2016 

diagnostiziert hätten. Weiter seien als Diagnosen auch eine verminderte kognitive 

Belastbarkeit sowie Konzentrationsstörungen zu nennen. Er habe verschiedene 

Therapien inklusive Osteopathie durchgeführt, wodurch eine Verbesserung habe erzielt 

werden können. Objektiv würden keine Gründe für eine Arbeitsunfähigkeit vorliegen, 

diese stütze sich vor allem auf die Angaben des Versicherten bei Zunahme der 

Kopfschmerz-Symptomatik nach kognitiver Anstrengung sowie beschleunigter 

Ermüdbarkeit. In den letzten Konsultationen habe eine deutliche Verbesserung erzielt 

werden können, weshalb der Versicherte auch wieder versuche sein Arbeitspensum 

auszubauen (act. G 3.23).

A.g  Mit Schreiben vom 14. Juni 2016 empfahl Dr. E.___ nach Beizug eines ärztlichen 

Zwischenberichts von Dr. D.___ (vgl. act. G 3.22 f.) der Vaudoise aufgrund der leichten 

Traumata sowie in Abwesenheit eines organischen Substrats jegliche Unfallkausalität 

ab dem 1. April 2016 abzulehnen (act. G 3.24).

A.h  Mit Verfügung vom 23. Juni 2016 teilte die Vaudoise dem Versicherten mit, dass 

nach der Beurteilung des medizinischen Dienstes die aktuellen Beschwerden nicht 

mehr mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf 

die beiden Unfälle zurückgeführt werden könnten, weshalb für die Behandlungen nach 

dem 20. April 2016 (Datum des MRI) keine Leistungen mehr erbracht würden (act. G 

3.25).

A.i   Mit Einsprache vom 22. August 2016 beantragte der Versicherte die Aufhebung 

der Verfügung und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. Die Verfügung 

enthalte keine rechtsgenügende Begründung, es werde nicht ausgeführt, weshalb im 

vorliegenden Fall der adäquate Kausalzusammenhang nicht mehr gegeben sein solle. 

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Zudem machte er einen Anspruch auf Kostenersatz aufgrund der Verletzung des 

rechtlichen Gehörs geltend (act. G 3.28).

A.j   Mit Schreiben vom 30. August 2016 teilte der Rechtsvertreter des Versicherten der 

Vaudoise folgende Arbeitsunfähigkeiten mit: 100% vom 24. Februar bis 23. Mai 2016, 

75% vom 24. Mai bis 19. Juni 2016, 50% vom 20. Juni bis 1. August 2016, 30% vom 

2. bis 14. August 2016 und 25% ab 15. August 2016 (act. G 3.29).

A.k  Mit Einspracheentscheid vom 28. September 2016 wies die Vaudoise die 

Einsprache ab. Sie hielt fest, dass von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht 

die Rede sein könne, weshalb der Antrag auf Kostenersatz abgelehnt werde. Aufgrund 

der heute praktizierten Versicherungsmedizin sei eine länger als höchstens drei 

Wochen dauernde Arbeitsunfähigkeit in keiner Weise nachvollziehbar. Zudem könnten 

beide Unfälle als leichte Unfälle klassifiziert werden, weshalb der adäquate 

Kausalzusammenhang grundsätzlich ohne weiteres verneint werden könne (act. G 

3.31).

B.   

B.a  Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 31. Oktober 

2016. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragt dessen Aufhebung und 

dass ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen seien; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Im Fall einer Leistungsanerkennung werde die Adäquanz bei 

HWS-Fällen für die Dauer von sechs Monaten bejaht. Weshalb die Adäquanz 

vorliegend bereits 14 Tage nach dem zweiten Ereignis nicht mehr gegeben sein solle, 

begründe die Beschwerdegegnerin nicht. Der Verweis auf den Bericht von Dr. E.___, 

der wohl ein Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin sei, genüge nicht, da dieser keine 

stichhaltigen Gründe für die verfügte Leistungseinstellung vortrage (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 30. November 2016 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Entgegen den Ausführungen 

des Beschwerdeführers seien die Leistungen bis zwei Monate bzw. anderthalb Monate 

nach den Unfällen übernommen worden. Medizinische Argumente, welche die 

Beurteilung von Dr. E.___ – welcher zu Recht ausschliesslich die natürliche 

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(medizinische) Kausalität beurteilt habe – widerlegen würden, seien vom 

Beschwerdeführer nicht geltend gemacht worden (act. G 3).

B.c  Mit Replik vom 16. Dezember 2016 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

fest. Die Leistungseinstellung widerspreche der Beurteilung der Klinik für Neurologie 

des KSSG und auch der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in gleich gelagerten 

Fällen (act. G 6). Mit Duplik vom 26. Januar 2017 hielt auch die Beschwerdegegnerin 

vollumfänglich an ihren bisherigen Stellungnahmen fest (act. G 8).

Erwägungen

1.   

1.1  Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die 

Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin per 21. April 2016.

1.2  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten ereignet haben, und 

für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem 

Recht gewährt. Vorliegend finden, nachdem Ereignisse vom 24. Februar und 11. März 

2016 strittig sind, die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

1.3  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt nach Art. 4 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die 

versicherte Person nach einem Unfall Anspruch auf die zweckmässige Behandlung 

ihrer Unfallfolgen. Ist sie zufolge Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), 

so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu.

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1.4  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3). Ursache im Sinn des 

natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 

erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache der 

gesundheitlichen Störung ist. Es genügt, wenn das schädigende Ereignis zusammen 

mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten 

Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden 

kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 119 V 

337 E. 1; BGE 127 V 177 E. 3). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 

gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine 

Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der 

ihnen obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 335 E. 1; BGE 129 V 177 E. 3.1 je mit 

Hinweisen). Für die Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist die Verwaltung bzw. das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher 

Experten angewiesen (BGE 112 V 30 E. 1a; Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung [Hrsg. von 

MARC HÜRZELER/UELI KIESER], N 53 zu Art. 6).

1.5  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges somit durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 125 V 461 E. 5a; BGE 127 V 181 E. 

3.2; BGE 129 V 177 E. 3.2 je mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen 

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gesundheitlichen Schädigung auch der kumulativ erforderliche adäquate oder 

rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, deren 

Beantwortung der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht und nicht dem Arzt 

obliegt (BGE 125 V 461 E. 5a). Bei physischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz als 

rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenen 

Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweisen; 

SVR 2000 Nr. 14 S. 45).

1.6  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt, sobald der Unfall nicht mehr die 

natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt. Der 

Unfallversicherer hat somit in jenem Zeitpunkt seine Leistungen einzustellen, in 

welchem der Unfall keine ursächliche Rolle mehr spielt. Dabei hat der Unfallversicherer 

nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen. Welche Gründe (etwa 

Krankheit, degenerative Veränderungen, Geburtsgebrechen) für ein nach wie vor 

geklagtes Leiden verantwortlich zu machen sind, ist an sich unerheblich und ohne 

weitere Relevanz. Allein entscheidend ist die Frage, ob die unfallbedingten Ursachen 

eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, d.h. dahingefallen 

sind. Ebenso wenig muss der Unfallversicherer den negativen Beweis erbringen, dass 

kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit ist (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2008, 8C_17/2007, E. 2.2 mit 

Hinweisen). Besteht im Bereich eines vom Unfall betroffenen Körperteils ein krankhafter 

oder degenerativer Vorzustand, entfällt die Kausalität erst, wenn entweder der 

krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften oder degenerativen Vorzustands auch 

ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 

1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegründende 

natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit 

Hinweisen).

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1.7  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Den 

Berichten versicherungsinterner Ärzte oder Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss 

gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.).

2.   

2.1  Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin die beiden Ereignisse vom 24. 

Februar und 11. März 2016 als Unfälle und erbrachte entsprechend 

Versicherungsleistungen (vgl. act. G 3.3 und 3.10). Streitig ist, ob die 

Beschwerdegegnerin auch für die nach dem 20. April 2016 (Leistungseinstellung) 

geltend gemachten gesundheitlichen Probleme – Kopfschmerzen, 

Konzentrationsschwierigkeiten, Problematik in der Artikulation (Verlangsamung / 

Wortfindung; act. G 3.19, S. 4) – aufzukommen hat. Nachfolgend ist deshalb zunächst 

zu prüfen, ob zwischen den vom Beschwerdeführer über den 20. April 2016 hinaus 

geklagten Beschwerden und den beiden Unfällen ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht.

2.2  Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleudertraumaverletzungen der HWS sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne 

nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall 

funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für 

ein Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen 

Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (wie Röntgen, 

Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein 

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Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert 

und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch 

BGE 117 V 369 E. 3e). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. u.a. Urteil 

vom 15. März 2007, U 258/06, E. 4.3) muss bei einem Schleudertrauma bzw. einer 

äquivalenten Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 

72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem 

Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS – bei einem Schädel-

Hirntrauma in Form von Kopfschmerzen – manifestieren. Die andern im Rahmen eines 

Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung typischerweise auftretenden 

Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es 

erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen.

2.3  Nach dem Skiunfall vom 24. Februar 2016 wurde beim Beschwerdeführer eine 

Commotio cerebri (Gehirnerschütterung), also ein Schädelhirntrauma und damit eine 

dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert. Zudem klagte der 

Beschwerdeführer sofort über Kopfschmerzen (vgl. act. G 3.4 und 3.12). Anlässlich der 

Erstkonsultation vom 12. März 2016 nach dem Auffahrunfall vom 11. März 2016 

wurden Nackenschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Hör-, Seh- und 

Schlafstörungen verneint. Einzig das Auftreten von Kopfschmerzen 15 Minuten nach 

dem Auffahrunfall wurde berichtet (act. G 3.17). Gemäss Angaben des 

Beschwerdeführers anlässlich der Befragung vom 17. Mai 2016 sei er am Morgen nach 

dem Auffahrunfall im Nackenbereich nur noch eingeschränkt beweglich gewesen. Es 

habe sich alles verkrampft und seitliche Bewegungen sowie Bewegungen nach vorne 

seien nicht mehr möglich gewesen. Im Verlauf von ca. ein bis zwei Wochen nach dem 

Auffahrunfall hätten sich die Nackenbeschwerden wieder eingestellt. Neben den 

Kopfschmerzen und Defiziten bei der Konzentration habe er unter einer Problematik bei 

der Artikulation (Verlangsamung/Wortfindung) gelitten (act. G 3.19). Dr. D.___ berichtete 

zudem neben der Kopfschmerz-Symptomatik nach kognitiver Anstrengung von einer 

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beschleunigten Ermüdbarkeit (act. G 3.23). Auch im Überweisungsschreiben vom 4. 

April 2016 berichtete Dr. D.___ von starken Kopfschmerzen ohne neurologische 

Ausfälle und Konzentrationsstörungen (act. G 3.8). Somit wurden bei beiden Unfällen 

ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung 

diagnostiziert und innerhalb von 24 bis 72 Stunden haben sich mit Kopfschmerzen 

respektive Nackenschmerzen typische Beschwerden manifestiert. Im weiteren Verlauf 

sind zusätzliche, typischerweise mit einem Schleudertrauma oder einer äquivalenten 

Verletzung auftretende Beschwerden (Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, 

beschleunigte Ermüdbarkeit, Probleme bei der Artikulation) aufgetreten. Auch diese 

haben sich in einem Zeitraum manifestiert, der es erlaubt, von einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zu den beiden Unfällen auszugehen. Das Auftreten dieser 

Beschwerden wurde nachvollziehbar dargelegt und es liegen keine Unterbrüche vor, 

die Zweifel am Fortbestand der Beschwerden begründen würden (vgl. act. G 3.4, 3.8, 

3.11 ff., 3.15 ff., 3.23).

2.4  Die Beschwerdegegnerin verneinte in der Verfügung vom 23. Juni 2016 das 

Vorliegen der natürlichen Kausalität gestützt auf die Beurteilung ihres medizinischen 

Dienstes. Die damaligen Beschwerden könnten nicht mehr mit dem erforderlichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf die beiden Unfälle 

zurückgeführt werden. Der Kausalzusammenhang sei höchstens als möglich zu 

betrachten (act. G 3.25). Bei der Beurteilung des medizinischen Dienstes der 

Beschwerdegegnerin handelt es sich um das Schreiben von Dr. E.___ vom 14. Juni 

2016. Darin führte er aus, dass er aufgrund der leichten Traumata sowie in 

Abwesenheit eines organischen Substrats die Ablehnung jeglicher Unfallkausalität 

empfehle (act. G 3.24). Bei diesem aus einem Satz bestehenden Schreiben handelt es 

sich jedoch mangels entsprechender Ausführungen nicht um einen für die streitigen 

Belange umfassenden, nachvollziehbar begründeten und schlüssigen Arztbericht. Dem 

Schreiben von Dr. E.___ vom 14. Juni 2016 kann somit kein Beweiswert zukommen, 

weshalb die Beschwerdegegnerin das Dahinfallen der natürlichen Kausalität gestützt 

auf dieses Schreiben nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachweisen kann.

2.5  Die Beschwerdegegnerin selbst führte in der Verfügung vom 23. Juni 2016 aus, 

dass zwar die aktuellen Beschwerden nicht mehr mit überwiegender 

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Wahrscheinlichkeit auf die beiden Unfälle zurückgeführt werden könnten und dass der 

Kausalzusammenhang höchstens als möglich zu betrachten sei (act. G 3.25). Das mag 

zutreffen, damit ist aber gerade nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Wegfall 

der Kausalität nachgewiesen.

3.   

3.1  Bis zu welchem Zeitpunkt Heilbehandlung und Taggeld durch den 

Unfallversicherer zu gewähren sind, ergibt sich aus Art. 19 UVG. Danach entsteht der 

Rentenanspruch, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann 

und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind (Abs. 1 erster Satz). Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 

Taggeldleistungen dahin (Abs. 1 zweiter Satz; vgl. auch Art. 16 Abs. 2 zweiter Satz 

UVG, wo dies für den Taggeldanspruch nochmals statuiert wird). Das heisst, der 

Versicherer hat – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind – die Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu gewähren, 

als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs 

auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 

V 109 E. 4.1, mit Hinweisen).

3.2  Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands zu verstehen ist, 

umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale 

Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet 

ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist, 

bestimmen. Die Verwendung des Begriffs "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, 

dass die durch (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG 

erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss und eine unbedeutende Besserung ebenso 

wenig genügt wie die blosse Möglichkeit einer Besserung (Urteil des Bundesgerichts 

vom 19. Februar 2009, U 394/06, E. 4.3 mit Hinweisen und Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

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Bundesgerichts] vom 12. Juni 2009, 8C_25/09, E. 4.1.1 mit Hinweisen; BGE 134 V 109 

E. 4.3). Nach der Rechtsprechung ist die Frage der namhaften Besserung des 

Gesundheitszustands prospektiv bezogen auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung 

zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juni 2010, 8C_58/2010, E. 2.2). 

Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen 

Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in 

der Regel unter dem Begriff "Prognose" erfasst werden.

3.3  Im ärztlichen Zwischenbericht vom 31. Mai 2016 hielt Dr. D.___ fest, dass aktuell 

versucht werde, das Arbeitspensum stetig zu steigern. Als gegenwärtige Behandlungen 

würde eine Analgesie durchgeführt, weiter sei der Beschwerdeführer für eine 

neurologische Begleitung in der Kopfschmerzsprechstunde (vgl. Arztbericht vom 29. 

April 2016; act. G 3.15) angemeldet. Der Verlauf sei durch eine langsame Besserung 

gekennzeichnet und es sei nicht absehbar, wie lange die Behandlung dauere (act. G 

3.22). Im Schreiben von 2. Juni 2016 an Dr. E.___ hielt Dr. D.___ fest, dass der 

Beschwerdeführer diverse Therapien inklusive Osteopathie versucht habe und dadurch 

eine Verbesserung habe erzielt werden können. Parallel dazu sei auch die 

medikamentöse analgetische Behandlung durchgeführt worden. In den letzten 

Konsultationen habe eine deutliche Verbesserung erzielt werden können, sodass auch 

eine Steigerung des Arbeitspensums habe versucht werden können (act. G 3.23).

3.4  Vor dem Datum der Leistungseinstellung per 21. April 2016 waren die 

Behandlungen noch nicht abgeschlossen und insbesondere von der 

Kopfschmerzsprechstunde erwartete Dr. D.___ noch eine namhafte Besserung. Eine 

entsprechende positive Entwicklung wurde dann schliesslich im weiteren Verlauf auch 

erzielt. Somit konnte per 21. April 2016 von der Fortsetzung der Heilbehandlung noch 

eine namhafte Besserung erwartet werden, weshalb die erst für die Beurteilung des 

Rentenanspruchs vorzunehmende Adäquanzprüfung nach BGE 134 V 109 zu diesem 

Zeitpunkt noch verfrüht war.

4.   

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einstellung der Versicherungsleistungen 

per 20. April 2016 zu früh erfolgt ist, da von den weiteren Behandlungen noch eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden konnte und das 

Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen des 

Gesundheitsschadens nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 

wurde.

5.  

5.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der 

Einspracheentscheid vom 28. September 2016 aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin 

ist zu verpflichten, dem Beschwerdeführer auch über den 20. April 2016 hinaus die 

gesetzlichen Leistungen für die Folgen der beiden Unfälle vom 24. Februar und 11. 

März 2016 zu erbringen.

5.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

5.3  Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der obsiegende Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und 

Prozessführung (Art. 61 lit. g ATSG). Die Parteientschädigung ist vom Gericht 

ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und 

dem Aufwand Rechnung zu tragen ist. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 

12'000.--. Mit Blick auf vergleichbare Fälle erscheint vorliegend eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 2'500.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 28. September 

2016 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, dem Beschwerdeführer 

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auch über den 20. April 2016 hinaus die gesetzlichen Leistungen für die Folgen der 

beiden Unfälle vom 24. Februar und 11. März 2016 zu erbringen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

2'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.12.2018
	Art. 6 UVG. Dahinfallen der natürlichen Kausalität von Schleudertrauma bzw. Schleudertrauma ähnlichen Verletzungen nach ursprünglicher Leistungsanerkennung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Dezember 2018, UV 2016/72).

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