# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efec9d19-8491-5d5f-a257-26e53c5065e8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.04.2025 E-2676/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2676-2025_2025-04-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2676/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  A p r i l  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richter Yanick Felley;   

Gerichtsschreiberin Irina Schulthess. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Vanessa Aneas, Rechtsschutz für Asylsu-

chende, (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (Nichteintreten sicherer Drittstaat); 

Verfügung des SEM vom 8. April 2025 / N (…). 

 

 

 

E-2676/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 3. März 2025 (zusammen mit G.A. 

[N {…}]) in der Schweiz um Asyl nach und wurde dem Bundesasylzentrum 

(BAZ) B._______ zugewiesen. 

Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Fingerabdruck-

datenbank (Eurodac) ergab, dass er am 9. September 2020 und am 2. De-

zember 2021 in Griechenland um Asyl nachgesucht hatte und ihm am 

17. Mai 2022 Schutz gewährt wurde. Im Übrigen suchte er am (…) Novem-

ber 2024 in C._______ und am (…) Januar 2025 in D._______ um Asyl 

nach.  

B.  

Am 12. März 2025 wurde mit dem Beschwerdeführer ein Gespräch zur 

Rückführung in einen sicheren Drittstaat durchgeführt und ihm das rechtli-

che Gehör zum beabsichtigten Nichteintretensentscheid gemäss Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) und der damit verbundenen Wegweisung 

nach Griechenland gewährt.  

Im Wesentlichen machte er geltend, zusammen mit seiner (…)-jährigen 

Frau (G.A.) das Asylgesuch eingereicht zu haben. Ihre Häuser hätten in 

Afghanistan nicht weit auseinander gelegen und sie würden sich schon aus 

der Kindheit kennen; seit 2018 seien sie in einer Beziehung. Er sei 2017 

aus Afghanistan in die Türkei gereist. G.A. sei damals im E._______ ge-

wesen und im Jahr 2018 mit ihrer Familie in die Türkei gereist. An der 

Grenze sei G.A. von ihrer Familie getrennt worden. Sie habe ihn von der 

Stadt F._______ (mit dem Mobiltelefon des Schleppers) angerufen und ihm 

den Standort mitgeteilt und erzählt, dass ihre Familie in den E._______ 

zurückgeschickt worden sei. Ihr Schlepper habe ihm mitgeteilt, dass er sie 

abholen und für sie bezahlen könnte. Er sei mit dem Taxi nach F._______ 

gefahren und habe sie zu sich nach G._______ geholt. Etwa vier Monate 

später habe er sie ihren Eltern übergeben, als diese nach G._______ ge-

kommen seien. Während dieser vier Monate hätten sie zusammenge-

wohnt. Danach habe G.A. bei ihren Eltern gewohnt; er habe mit ihr aber 

weiterhin Kontakt gehabt. Im Übrigen habe er in der Türkei mit (…) gear-

beitet. 

Im Jahr 2020 sei er nach Griechenland gegangen, wo er eineinhalb Jahre 

im Gefängnis gewesen sei. Im Jahr 2021 sei er freigekommen und wieder 

in die Türkei gegangen. Die Eltern von G.A. hätten ihm «das Mädchen aber 

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Seite 3 

nicht geben» wollen, weil er Paschtune sei. Er habe dann in einem Hotel 

in der Türkei (…) gewaschen und beschlossen, wieder nach Europa zu 

kommen. G.A. habe ihm gesagt, sie werde ihm folgen. Er sei wieder nach 

Griechenland gegangen, wo er in H._______ erneut von der Polizei fest-

genommen worden sei, die ihm vorgeworfen habe, nichts unterschrieben 

zu haben. Man habe ihm einen Zettel gezeigt gehabt und gesagt, dass er 

diesen jeden Monat unterschreiben müsse, was er nicht verstanden habe, 

da er weder lesen noch schreiben könne. Er sei etwa ein Jahr im Gefängnis 

gewesen und im Jahr 2023 entlassen worden (wiederum habe er «diesen 

Zettel» erhalten, den er bis zum Jahr 2026 hätte unterschreiben müssen). 

Anschliessend habe er ein Jahr (bis 2024) auf der Strasse gelebt. G.A. 

habe ihn angerufen und gefragt, wo er sei, woraufhin er ihr gesagt habe, 

dass er im Gefängnis gesessen habe. «[S]eine Frau» sei dann auch nach 

Griechenland gekommen (im vierten oder fünften Monat 2024).  

Zusammen mit G.A. sei er in die Schweiz gekommen respektive seien sie 

20 Tage nach ihrer Ankunft in Griechenland gemeinsam aus Griechenland 

über I._______, J._______, K._______, C._______ nach D._______ aus-

gereist. Nach einem zweimonatigen Aufenthalt in D._______ habe er G.A. 

nach L._______ zu ihrer Schwester geschickt. Nachdem er telefonisch er-

fahren habe, dass sie schwanger sei, habe er sie in L._______ abgeholt 

und in die Schweiz gebracht.  

Offiziell geheiratet hätten sie nicht, sondern heimlich, ohne Erlaubnis der 

Eltern «nur die religiöse Zeremonie abgehalten», als er das zweite Mal in 

der Türkei gewesen sei. Dies sei Ende 2021 gewesen. Die Zeremonie habe 

in Anwesenheit von vier Zeugen in einem Stadtteil von G._______ stattge-

funden. Das Dokument, welches vom Geistlichen ausgestellt worden sei, 

sei ihnen von der kroatischen Polizei – zusammen mit ihren gesamten Sa-

chen (Telefone, Dokumente und Geld) – abgenommen worden.  

In Griechenland habe er für eine kurze Zeit auf Feldern (…) und (…) ge-

erntet. Weder habe er die Schule besucht noch verfüge er über eine Be-

rufsausbildung. Griechisch spreche er nicht. Er habe in H._______ (im 

M._______) auf der Strasse gelebt, da es für Menschen wie ihn dort nichts 

gebe. Der griechische Staat unterstütze nicht. Er habe im Camp nachge-

fragt, sei bei der Polizei gewesen und habe um Hilfe gebeten. Der griechi-

sche Staat helfe nicht, sobald man Dokumente bekomme und es gebe 

keine Arbeit. Er habe versucht, sich selber durchzuschlagen, seine Ange-

hörigen hätten ihn aber bis heute die ganze Zeit unterstützt, soweit es 

ihnen möglich gewesen sei (wiederholt seien ihm einige Hundert Euro 

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Seite 4 

geschickt worden). Bei einer Rückkehr nach Griechenland würde er wieder 

ins Gefängnis gesteckt. Schliesslich wolle er nicht, dass die griechischen 

Behörden das Asylgesuch von G.A. prüften, da er nicht wolle, dass sie und 

ihr (ungeborenes) Kind das gleiche durchmachen müssten, wie er.  

Im Übrigen habe er viel durchgemacht. Er habe manchmal Ohnmachtsan-

fälle (ihm werde schwindlig und er falle um). Ausserdem habe er Zahn-

schmerzen. Ansonsten gehe es ihm gut. Ferner habe er Medikamente er-

halten.  

C.  

Mit Schreiben vom 13. März 2025 wurde dem Beschwerdeführer das recht-

liche Gehör zur beabsichtigten Änderung seines Zivilstands von «verheira-

tet» auf «ledig» im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) ge-

währt. Mit Eingabe vom 18. März 2025 nahm der Beschwerdeführer Stel-

lung, woraufhin das SEM dem Beschwerdeführer am 19. März 2025 mit-

teilte, der Zivilstand im ZEMIS werde auf «ledig» angepasst (mit Bestrei-

tungsvermerk).  

D.  

Mit Eingabe vom 13. März 2025 reichte der Beschwerdeführer dem SEM 

eine Kopie seines afghanischen Reisepasses, seiner griechischen Aufent-

haltsbewilligung sowie Dokumente betreffend seine Inhaftierung in Grie-

chenland ein.  

E.  

Am 19. März 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden um Rück-

übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf die Richtlinie 

2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. De-

zember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitglied-

staaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (EU-

Rückführungsrichtlinie) sowie auf das bilaterale Abkommen vom 28. Au-

gust 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung 

der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen mit ir-

regulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729). Diese stimmten dem Ersuchen 

am 2. April 2025 zu und teilten mit, der Beschwerdeführer sei am 11. Mai 

2022 als Flüchtling anerkannt worden und verfüge über eine vom (…) Mai 

2022 bis (…) Mai 2025 gültige Aufenthaltsbewilligung. 

F.  

Abklärungen des SEM mit dem Gesundheitsdienst des BAZ B._______ am 

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Seite 5 

3. April 2025 ergaben, dass der Beschwerdeführer eine Zahnbehandlung 

für Zahnschmerzen erhalten habe. Die Behandlung sei abgeschlossen. Im 

Übrigen seien keinerlei Arzttermine geplant oder ausstehend und es lägen 

keine Arztberichte vor.  

G.  

Zum Entscheidentwurf des SEM vom 4. April 2025 nahm der Beschwerde-

führer gleichentags Stellung. 

H.  

Mit Verfügung vom 8. April 2025 (gleichentags eröffnet) trat das SEM in 

Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers nicht ein (Dispositivziffer 1), ordnete die Wegweisung 

aus der Schweiz (Dispositivziffer 2) sowie den Vollzug (Dispositivziffer 3–

4) an und händigte die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis 

aus (Dispositivziffer 6). Darüber hinaus stellte es fest, der Zivilstand laute 

im ZEMIS auf «ledig (mit Bestreitungsvermerk)» (Dispositivziffer 5).  

I.  

Mit Eingabe vom 15. April 2025 erhob der Beschwerdeführer beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, die Dispositivziffern 3–5 

der angefochtenen Verfügung seien aufzuheben. Die Vorinstanz sei anzu-

weisen, ihn vorläufig aufzunehmen und seinen Zivilstand im ZEMIS von 

«ledig» auf «verheiratet» anzupassen. Eventualiter sei die angefochtene 

Verfügung aufzuheben und die Sache zur vollständigen Feststellung des 

Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 

zu gewähren und insbesondere von der Erhebung eines Kostenvorschus-

ses abzusehen.  

Er reichte zudem die folgenden Beschwerdebeilagen ein: 

- «Fotos der in der Schweiz abgehaltenen religiösen Trauung» (Beilage 4) 

- Ein unterzeichnetes Dokument, aus dem die Eheschliessung hervorgehe (Bei-

lage 5) 

- Ambulanter Bericht des Stadtspitals B._______ vom 19. März 2025 von G.A. 

(Beilage 6) 

- Operations- und Austrittsbericht des Stadtspitals B._______ vom 1. April 2025 

von G.A. betreffend Schwangerschaftsabbruch (Beilage 7) 

- E-Mailverkehr mit dem Stadtspital B._______ vom 8. April 2025 betreffend 

Operationsbericht (Beilage 8) 

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Seite 6 

- Protokoll des Dublin-Gesprächs von G.A. vom 12. März 2025 (Beilage 9) 

J.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

16. April 2025 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht für Beschwer-

den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und entscheidet auf 

dem Gebiet des Asyls in der Regel – und auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist als 

Verfügungsadressat zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 48 

VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten (Art. 105 und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 

VwVG).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

2.  

Die vorliegende Beschwerde richtet sich sowohl gegen den Vollzug der 

Wegweisung (Dispositivziffern 3–4) als auch gegen die ZEMIS-Eintragung 

betreffend den Zivilstand des Beschwerdeführers (Dispositivziffer 5). Das 

Verfahren betreffend Änderung des im ZEMIS vermerkten Zivilstandes wird 

vom vorliegend zu behandelnden Verfahren getrennt und separat unter der 

Verfahrensnummer E-2742/2025 geführt; bildet mithin nicht Gegenstand 

dieses Verfahrens. Das Beschwerdeverfahren betreffend Überstellung in 

einen sicheren Drittstaat ist angesichts dessen Dringlichkeit (vgl. Art. 109 

Abs. 3 AsylG) vorzuziehen; das ZEMIS-Beschwerdeverfahren wird zu ei-

nem späteren Zeitpunkt weiterzuführen sein. Eine Koordination erfolgt in-

sofern, als in beiden Verfahren derselbe Spruchkörper eingesetzt ist.  

Mangels Anfechtung des Nichteintretensentscheids gemäss Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG und der Wegweisung (Dispositivziffern 1 und 2; 

vgl. Rechtsbegehren [Bst. I] und deren Begründung), beschränkt sich der 

Prozessgegenstand vorliegend auf den Vollzug der Wegweisung (Disposi-

tivziffern 3–4). 

E-2676/2025 

Seite 7 

3.  

Die Asylakten des Verfahrens von G.A. wurden beigezogen.  

4.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

5.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

6.  

6.1 Die Vorinstanz hält in der angefochtenen Verfügung fest, der Begriff der 

Familie umfasse im Schweizerischen Asylrecht in personeller Hinsicht den 

Ehegatten und deren minderjährige Kinder, die eingetragene Partnerschaft 

oder den Konkubinatspartner. Gemäss dem Bundesverwaltungsgericht fie-

len auch über die Kernfamilie hinausgehende verwandtschaftliche Bande 

unter Art. 8 EMRK, sofern eine nahe, echte und tatsächlich gelebte Bezie-

hung bestehe und ein darüberhinausgehendes besonderes Abhängigkeits-

verhältnis gegeben sei. Die wesentlichen Faktoren zur Bestimmung einer 

dauerhaften oder tatsächlich gelebten Beziehung im Sinne von Art. 8 

EMRK seien das gemeinsame Wohnen respektive der gemeinsame Haus-

halt, die finanzielle Verflochtenheit, die Länge und Stabilität der Beziehung 

sowie das Interesse und die Bindung der Partner aneinander. Die Voraus-

setzungen für die Anwendbarkeit von Art. 8 EMRK ergäben sich gemäss 

der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) 

nicht etwa aufgrund einer nach Brauch geschlossenen Ehe, sondern eines 

tatsächlich bestehenden Familienlebens (mit Verweis auf das Urteil des 

EGMR vom 12. Juli 2011, Nr. 25702/94 K. und T. gegen Finnland).  

Gemäss den Angaben des Beschwerdeführers sei er mit G.A. nach religi-

öser Tradition verheiratet. Er habe keine Dokumente zum Beleg der gel-

tend gemachten Beziehung und Eheschliessung vorgelegt. Aufgrund des-

sen, dass nie eine offizielle Eheschliessung vollzogen worden sei, könne 

E-2676/2025 

Seite 8 

von vornherein keine rechtsgültige Ehe vorliegen. Selbst wenn die Ehe in 

der Türkei im Februar 2022 (respektive zum Zeitpunkt der geltend gemach-

ten Eheschliessung) rechtsgültig geschlossen worden sei, wäre G.A min-

derjährig (geboren am […]) und der Beschwerdeführer (…) oder (…) Jahre 

alt gewesen. Die Minderjährigkeit von G.A. stelle einen Ungültigkeitsgrund 

im Sinne von Art. 105 ZGB dar, zumal sie gegen den schweizerischen 

Ordre Public und somit gegen fundamentale Grundsätze der schweizeri-

schen Rechts- und Werteordnung verstosse.  

Der Beschwerdeführer habe zudem nachweislich divergierende Angaben 

gemacht. So habe er im persönlichen Gespräch vom 12. März 2025 erklärt, 

dass er Ende 2021 religiös geheiratet habe. G.A. habe im Dublin-Gespräch 

einerseits angegeben, dass sie vor vier Jahren, als sie noch minderjährig 

gewesen sei, geheiratet habe. Andererseits habe G.A ausgeführt, dass sie 

erst Ende 2022 zurück in die Türkei zurückgekehrt sei. Der Beschwerde-

führer sei im Rahmen der Gespräche durchaus in der Lage gewesen, Ge-

schehnisse zeitlich einzuordnen und auch Monatsangaben zu machen. So 

habe er beispielsweise angegeben, im Februar 2020 nach Griechenland 

zurückgekehrt zu sein. G.A. wiederum habe im Dublin-Gespräch angege-

ben, sich im Mai 2022 in der Türkei aufgehalten zu haben. Diese Monats-

angaben sprächen für Kenntnisse über den europäischen Kalender.  

Darüber hinaus habe G.A. im Rahmen ihres persönlichen Gesprächs in 

L._______ keine Angaben betreffend einen allfälligen Ehemann gemacht, 

was jedoch zu erwarten gewesen wäre, zumal sie bereits seit drei Jahren 

religiös verheiratet gewesen seien.  

Abgesehen von einer kurzen Zeitspanne in der Türkei, als G.A. (im Alter 

von ungefähr […] Jahren) von ihren Eltern getrennt worden sei, hätten sie 

zudem nie einen gemeinsamen Haushalt geführt. Im Übrigen hätten sie 

gemäss Aussagen von G.A. zu diesem Zeitpunkt keine Beziehung geführt 

respektive habe der Beschwerdeführer zu G.A. geschaut, wie eine erwach-

sene Person auf ein Kind.  

Die Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und G.A. könne nicht als 

dauerhaft und tatsächlich gelebt bezeichnet werden, womit sie von vorn-

herein nicht unter den Schutz von Art. 8 EMRK falle. Im Übrigen könne der 

Beschwerdeführer – aufgrund des fehlenden gefestigten Aufenthaltsrechts 

von G.A. – aus der aktuellen Anwesenheit von G.A. in der Schweiz ohnehin 

kein Aufenthaltsrecht ableiten. Ein Ausnahmefall eines de facto Anwesen-

heitsrechts aufgrund dessen, dass mindestens ein Familienmitglied bereits 

E-2676/2025 

Seite 9 

einen mehrjährigen Aufenthalt in der Schweiz habe nachweisen können, 

sei vorliegend nicht gegeben; über das Asylgesuch von G.A. sei noch nicht 

entschieden worden.  

Es stehe dem Beschwerdeführer offen, von Griechenland aus auf dem aus-

länderrechtlichen Weg eine Zusammenführung mit G.A. zu beantragen. 

Zudem sei es ihm aufgrund der Schutzgewährung möglich, mit den ent-

sprechenden Dokumenten von Griechenland in die Schweiz zu reisen und 

sich hier für eine Dauer von 90 Tagen innert 180 Tagen legal aufzuhalten. 

Dies ermögliche die Fortführung der Partnerschaft beziehungsweise eine 

Beziehungspflege auch von Griechenland respektive von der Schweiz aus. 

Bei vorübergehender räumlicher Trennung bleibe überdies die Kontakt-

pflege mittels moderner Kommunikationsmittel möglich.  

Die Vorinstanz erklärte im Weiteren den Vollzug sowohl als zulässig als 

auch zumutbar und führte im Wesentlichen aus, Griechenland habe die 

Richtlinie 2011/95/EU (sog. Qualifikationsrichtlinie) umgesetzt. Dadurch 

habe der Beschwerdeführer notfalls einklagbare Ansprüche. Er sei gehal-

ten, die ihm zustehenden Leistungen bei den griechischen Behörden gel-

tend zu machen. Sollte Griechenland seine Verpflichtungen nicht nach-

kommen, stehe es ihm offen, die ihm zustehenden Leistungen auf dem 

Rechtsweg einzufordern. Zudem bestünden neben staatlichen Strukturen, 

private und internationale Organisationen, an die er sich wenden könne. 

Die in Griechenland im Allgemeinen schwierigen ökonomischen Lebens-

bedingungen sowie die herrschende Wohnungsnot träfen die ganze Bevöl-

kerung und vermöchten die Zulässigkeit und die Zumutbarkeit des Vollzugs 

der Wegweisung nach Griechenland nicht zu widerlegen. Es liege zudem 

nicht an den Schweizer Behörden sicherzustellen, dass Personen mit 

Schutzstatus in Griechenland, sobald sie dorthin überstellt würden, über 

ausreichende Lebensgrundlagen verfügten.  

Auch nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes Nr. 4636/2019 «On internati-

onal Protection and other Provisions» am 1. März 2020 halte das Bundes-

verwaltungsgericht an seiner bisherigen Rechtsprechung fest, wonach der 

Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, die dort einen 

Schutzstatus erhalten hätten, grundsätzlich zulässig sei. Trotz Schwächen 

könne nicht von einem dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen wer-

den. Es sei nicht von einer Situation auszugehen, in der jeder Person eine 

völkerrechtswidrige Behandlung drohe.  

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Seite 10 

Der Beschwerdeführer sei, was seinen Gesundheitszustand betreffe, ein-

zig wegen Zahnschmerzen beim Gesundheitsdienst vorstellig geworden 

und habe keine weiteren gesundheitlichen Beschwerden geltend gemacht. 

Sodann lägen keine Beschwerden vor, die unter die vom EGMR in seinem 

Urteil vom 13. Dezember 2016 (Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 

2016, Grosse Kammer Nr. 41738/10, § 183) genannten «other very excep-

tional cases» fielen. 

Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG bestehe die Vermutung, dass ein Vollzug 

der Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar sei. 

Es obliege der betroffenen Person, diese Vermutung umzustossen. Im Re-

ferenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3427/2021 respektive E-

3431/2021 vom 28. März 2022 sei der Schluss gezogen worden, der Voll-

zug der Wegweisung nach Griechenland sei grundsätzlich zumutbar. Diese 

Regelvermutung könne im Einzelfall umgestossen werden, wobei es der 

betroffenen Person obliege, ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, 

dass sie durch den Wegweisungsvollzug – aufgrund individueller Um-

stände sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Natur – in Griechen-

land in eine existenzielle Notlage geraten würde. Grundsätzlich gelte ge-

mäss dem Bundesverwaltungsgericht die Legalvermutung auch für vul-

nerable Personen (z.B. Schwangere oder Personen, die an gesundheitli-

chen Problemen leiden würden, die nicht als schwerwiegende Erkrankun-

gen einzustufen seien). Nicht aufrechterhalten werden könne die Legalver-

mutung bei Personen, welche aufgrund ihrer besonders hohen Verletzlich-

keit im Falle einer Rückkehr nach Griechenland Gefahr liefen, dauerhaft in 

eine schwere Notlage zu geraten, weil sie nicht in der Lage seien, aus ei-

gener Kraft die ihnen zustehenden Rechte vor Ort einzufordern. Das Ge-

richt erachte daher den Vollzug der Wegweisung von äusserst vulnerablen 

schutzberechtigten Personen (z.B. unbegleitete Minderjährige oder Perso-

nen, deren psychische oder physische Gesundheit in besonders schwer-

wiegender Weise beeinträchtigt sei) grundsätzlich als unzumutbar, ausser 

es würden besonders begünstigende Umstände vorliegen.  

Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers lasse nicht darauf 

schliessen, dass es sich bei ihm um eine äusserst vulnerable Person im 

Sinne der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts handle. Somit 

gelte für ihn die Regelvermutung, wonach der Vollzug der Wegweisung 

nach Griechenland zumutbar sei.  

Aus den Akten gehe nicht hervor, dass er nach Erhalt des Flüchtlingsstatus 

in Griechenland alles ihm Zumutbare unternommen habe, um in 

E-2676/2025 

Seite 11 

Griechenland die ihm zustehenden Leistungen zu bekommen. So fehlten 

Angaben zu konkreten Bemühungen um Unterstützung durch den griechi-

schen Staat. Er habe lediglich pauschale Angaben gemacht. Es er-

schliesse sich nicht, inwiefern es für ihn nach einer Rückkehr in Griechen-

land ausgeschlossen sein solle, erneut eine Arbeitsstelle zu finden, zumal 

anerkannte Flüchtlinge automatisch den vollen Zugang zum Arbeitsmarkt 

hätten. Schliesslich habe er angegeben, während seines Aufenthalts in 

Griechenland (wie auch in der Türkei) Arbeitserfahrung gesammelt zu ha-

ben. Es sei ihm somit gelungen, sich in einem fremden Land in den Arbeits-

markt zu integrieren. Im Übrigen habe er das Recht auf Sozialleistungen 

und Unterstützung bezüglich des Wohnraums. Es dürfe vom Beschwerde-

führer erwartet werden, sich an die griechischen Behörden zu wenden und 

die erforderliche Hilfe nötigenfalls auf dem Rechtsweg einzufordern.  

Ebenfalls sei davon auszugehen, dass seine medizinische Versorgung im 

Bedarfsfall sichergestellt sei, zumal Flüchtlinge gemäss Art. 30 Qualifikati-

onsrichtlinie Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung hätten 

und keine Hinweise vorlägen, wonach Griechenland dem Beschwerdefüh-

rer eine notwendige medizinische Behandlung verweigert habe oder zu-

künftig verweigern würde.  

Was die Festnahme, den Gefängnisaufenthalt sowie die anschliessenden 

Freilassungen angehe, stehe es Griechenland frei, Personen im Einklang 

mit der nationalen Gesetzgebung und dem anwendbaren Völkerrecht zu 

inhaftieren. Griechenland sei ein Rechtsstaat mit funktionierendem Jus-

tizsystem und verfüge über eine funktionierende Polizeibehörde, welche 

als schutzwillig wie auch als schutzfähig gelte. Sollte er sich in Griechen-

land rechtswidrig behandelt fühlen, könne er sich an die zuständigen staat-

lichen Stellen wenden.  

Das geltend gemachte Fehlen eines sozialen Netzes in Griechenland spre-

che bei einem gesunden und erwachsenen Mann nicht gegen die Zumut-

barkeit der Wegweisung nach Griechenland. Gemäss eigenen Angaben 

habe er sich während längerer Zeit dort aufgehalten, weshalb davon aus-

zugehen sei, dass er in Griechenland zumindest über einige soziale Kon-

takte verfüge.  

Es sei ihm somit nicht gelungen, die Regelvermutung umzustossen. Dem-

nach sprächen weder die in Griechenland herrschende Situation noch an-

dere Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs dorthin.  

E-2676/2025 

Seite 12 

6.2 Der Beschwerdeführer bringt in der Beschwerde vor, die angeordnete 

Wegweisung nach Griechenland führe zur unzulässigen Trennung von 

zwei Eheleuten. Die Dauer, die enge Verflochtenheit, der gemeinsam 

durchlaufene Prozess des Schwangerschaftsabbruchs, die erneute religiös 

durchgeführte Trauung in der Schweiz am 27. März 2025 und der sehr lie-

bevolle Umgang miteinander seien insgesamt alles Indizien für eine auf 

Dauer ausgelegte Beziehung. Dem aktenkundigen Bericht des Stadtspitals 

B._______ zum Schwangerschaftsabbruch seien ebenfalls Indizien zur 

Beziehung zu entnehmen. Die Beziehung sei somit bereits als eheähnlich 

im Sinne einer auf Dauer angelegten Beziehung zu bezeichnen.  

Für die Anerkennungsfähigkeit einer Eheschliessung reiche es aus, wenn 

sie zumindest gemäss den gesetzlichen Regelungen des Wohnsitz-, Auf-

enthalts-, oder Heimatstaats mindestens eines der Ehegatten gültig erfolgt 

sei. Die Eheschliessung sei deshalb bereits dann für die Schweiz rechts-

gültig erfolgt, und die Ehe im vorliegenden Verfahren vorfrageweise als be-

stehend zu beurteilen, wenn sie gemäss den gesetzlichen Regelungen des 

gemeinsamen Heimatstaats des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau 

und damit den in Afghanistan geltenden gesetzlichen Regelungen gültig 

geschlossen worden sei und dort staatlich anerkannt würde. Die Ehe-

schliessung sei somit nach Afghanischem Recht zu beurteilen, wobei die 

Mitwirkung des Staates für die Wirksamkeit demnach nicht erforderlich sei. 

Vorliegend seien die gesetzlichen Formvorschriften mit der Anwesenheit 

von zwei Zeugen unter der Leitung eines islamischen Geistlichen einge-

halten worden, weshalb gemäss Art. 45 IPRG die Ehe in der Schweiz an-

zuerkennen sei. Es handle sich um eine zivilrechtlich geschlossene Ehe. 

Die Beziehung falle – aufgrund der gültig geschlossenen Ehe und der auf 

Dauer ausgelegten Partnerschaft – in den Bereich von Art. 8 EMRK, wes-

wegen er vorläufig in der Schweiz aufzunehmen sei. 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

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Seite 13 

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

7.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers erweist sich der Voll-

zug der Wegweisung nach Griechenland in Beachtung der vorstehend (vgl. 

E. 7.2) genannten völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zuläs-

sig. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die zutreffenden Aus-

führungen der Vorinstanz verwiesen, an denen das Gericht vollumfänglich 

festhält (vgl. SEM-Akte […]-36/16 S. 7–11 f.; s. auch die Zusammenfas-

sung in E. 6.1 oben).  

Zuzustimmen ist der Vorinstanz insbesondere bezüglich der Ausführungen 

zu Art. 8 EMRK (vgl. SEM-Akte […]-36/16 S. 7–10; s. E. 6.1 oben). Entge-

gen der Ansicht des Beschwerdeführers liegt keine auf Dauer gelebte Be-

ziehung im Sinne von Art. 8 EMRK vor. Die Beschwerdevorbringen (unter 

Berücksichtigung des gemeinsam durchlaufenen Schwangerschaftsab-

bruchs, der erneuten religiösen Trauung und des behaupteten liebevollen 

Umgangs) vermögen daran nichts zu ändern, zumal sich die «enge Ver-

flochtenheit» weder aus den Beschwerdebeilagen noch aus den Akten ent-

nehmen lässt. Wie die Vorinstanz korrekt festhielt, führten die Beschwer-

deführenden nur über kurze Zeit einen gemeinsamen Haushalt und waren 

immer wieder (über längere Zeitspannen) getrennt (vgl. SEM-Akte […]-

11/10 F12–F15; F17; F26 f.; F41 f.; […]-32/1; Beschwerdebeilage 9). Zu-

dem schickte der Beschwerdeführer G.A. nach L._______, obwohl er in 

D._______ blieb und holte sie erst ab, nachdem er erfahren hatte, dass sie 

schwanger war (vgl. SEM-Akte […]-11/10 F41 f.). Wie der Beschwerdefüh-

rer im Übrigen anlässlich des Gesprächs zur Rückführung selbst ausführte, 

handelte es sich in der Türkei lediglich um eine religiöse Trauung. Auch in 

der Schweiz wurde lediglich eine religiöse Trauung durchgeführt und die 

Beschwerdebeilagen vier und fünf sind denn auch nicht geeignet, eine 

rechtsgültige Eheschliessung zu belegen, zumal das unterzeichnete Doku-

ment, aus der die Eheschliessung hervorgehen soll (Beilage 5), leicht 

fälschbar ist. Der Beschwerdeführer kann sich nach dem Gesagten nicht 

auf Art. 8 EMRK berufen. 

E-2676/2025 

Seite 14 

Schliesslich ergeben sich aus den Akten denn auch keine anderweitigen 

Hinweise auf eine Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs, zumal der 

Beschwerdeführer diesbezüglich in seiner Beschwerde nichts Gegenteili-

ges geltend macht. Es wird an den zutreffenden Ausführungen der Vo-

rinstanz festgehalten und auf diese verwiesen (vgl. SEM-Akte […]-36/16 

S. 10 f.; s. E. 6.1 oben). 

Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ist zulässig. 

7.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, handelt es sich beim Beschwerde-

führer nicht um eine äusserst vulnerable Person im Sinne des Referenzu-

rteils des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 und es 

gelingt ihm nicht, die geltende Legalvermutung umzustossen, zumal er 

diesbezüglich auf Beschwerdeebene auch nichts vorbringt. Es ist dem Be-

schwerdeführer mithin zuzumuten, sich bei Unterstützungsbedarf an die 

griechischen Behörden zu wenden und die erforderliche Hilfe auf dem 

Rechtsweg einzufordern sowie allenfalls zukünftig benötigte medizinische 

und psychologische Behandlungen in Griechenland in Anspruch zu neh-

men. Das Bundesverwaltungsgericht schliesst sich vollumfänglich den 

Ausführungen der Vorinstanz an, auf welche verwiesen wird (vgl. SEM-

Akte […]-36/16 S. 12 ff.; s. E. 6.1 oben).  

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 

zumutbar. 

7.5 Die Rüge, die Vorinstanz habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt, 

indem sie das Bestehen einer rechtsgültigen Eheschliessung und einer 

eheähnlichen Beziehung unzureichend abgeklärt respektive nicht alle rele-

vanten Faktoren, wie beispielsweise der gemeinsame Prozess des 

Schwangerschaftsabbruchs berücksichtigt habe, erweist sich – wie aus 

den vorstehenden Erwägungen hervorgeht – als unbegründet. Das Even-

tualbegehren um Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur vollständi-

gen Feststellung des Sachverhalts ist abzuweisen. 

E-2676/2025 

Seite 15 

7.6 Ein Verfahrensmangel im Hinblick auf die Zustimmung Griechenlands 

zur Rückübernahme liegt ebenfalls nicht vor, da sich der Beschwerdeführer 

nach dem Gesagten (E. 7.3) nicht auf Art. 8 EMRK berufen kann.  

7.7 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Griechen-

land ist schliesslich möglich, zumal die griechischen Behörden am 2. April 

2025 der Rückübernahme explizit zugestimmt haben und er über eine gül-

tige Aufenthaltsbewilligung verfügt. 

7.8 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und angemessen ist. Die 

Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

Mit Entscheid in der Hauptsache ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden.  

10.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 

Abs. 1 VwVG) ist abzuweisen, da das Begehren – wie sich aus den vorste-

henden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen ist. Die Ver-

fahrenskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Irina Schulthess 

 

 

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