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**Case Identifier:** 0f48d901-1e48-54c8-a4c3-73a4c2f2795c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.04.2024 200 2023 419
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-419_2024-04-19.pdf

## Full Text

200 23 419 EL
WIS/BRO/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 19. April 2024

Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. Mai 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. April 2024, EL/23/419, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1981 geborene A.________ (Beschwerdeführer) bezieht seit Jahren 
Ergänzungsleistungen (EL) zu seiner Invalidenrente in variierender Höhe 
(Akten der Ausgleichskasse des Kantons Bern [AKB bzw. Beschwerdegeg-
nerin], Antwortbeilage [AB] 1, 3 ff., 8 ff., 13 ff., 17, 30 ff., 34 ff., 40, 43 ff., 
48 f., 51 f., 67 ff., 71 f., 74 f., 77). Mit Verfügung vom 17. April 2023 (AB 81) 
setzte die AKB den Anspruch auf EL ab Oktober 2023 unter Anrechnung 
eines hypothetischen Erwerbseinkommens der Ehegattin im Umfang von 
brutto Fr. 25'750.-- pro Jahr neu fest. Eine dagegen erhobene Einsprache 
(AB 82 S. 1) wies die AKB mit Entscheid vom 15. Mai 2023 (AB 84) ab. 

B.

Mit Eingabe vom 26. Mai 2023 erhob A.________ Beschwerde mit dem 
sinngemässen Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Einspra-
cheentscheides seien die EL ab 1. Oktober 2023 ohne Berücksichtigung 
eines hypothetischen Erwerbseinkommens seiner Ehegattin zu gewähren. 

Mit Beschwerdeantwort vom 21. August 2023 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

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(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 15. Mai 
2023 (AB 84). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf EL für die Zeit ab 
1. Oktober 2023 und in diesem Zusammenhang einzig die Aufrechnung 
eines hypothetischen Einkommens der Ehegattin des Beschwerdeführers. 
Die richterliche Beurteilung hat sich praxisgemäss auf diesen Punkt zu be-
schränken, wogegen aufgrund der Akten kein Anlass besteht, die übrigen 
unbestritten gebliebenen Punkte in die Prüfung miteinzubeziehen (BGE 
131 V 329 E. 4 S. 330).

1.3 Umstritten ist die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens 
der Ehegattin des Beschwerdeführers im Umfang von jährlich brutto 
Fr. 25'750.-- bzw. netto Fr. 16'068.-- (Fr. 25'750.-- [hypothetisches Brutto-
einkommen] ./. Fr. 1'648.-- [Sozialversicherungsbeiträge]; davon 2/3 anre-
chenbar) plus Kinderzulagen in der Höhe von jährlich Fr. 8’280.-- ab 1. Ok-
tober 2023 (AB 81 S. 3 f.). Einspracheentscheide über EL entfalten in zeitli-
cher Hinsicht nur für das betreffende Kalenderjahr Rechtsbeständigkeit 
(BGE 141 V 255 E. 1.3 S. 258, 128 V 39 E. 3b S. 41; SVR 2020 EL Nr. 1 
S. 2 E. 4.1), sodass vorliegend einzig die Monate Oktober bis Dezember 
2023 zu prüfen sind. Somit liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.-- und fällt 
die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit 
(Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2021 sind die Änderung vom 22. März 2019 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2006 über Ergänzungsleistungen zur Al-
ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) und die 
Änderung vom 29. Januar 2020 der Verordnung vom 15. Januar 1971 über 
die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (ELV; SR 831.301) in Kraft getreten. Für Bezügerinnen und Bezü-
ger von Ergänzungsleistungen, für die die EL-Reform insgesamt einen tie-
feren Betrag der jährlichen Ergänzungsleistungen oder einen Verlust des 
Anspruchs auf eine jährliche Ergänzungsleistung zur Folge hat, gilt 
während dreier Jahre ab Inkrafttreten dieser Änderung das bisherige Recht 
(Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 22. März 2019 
[EL-Reform]). Gemäss der Vergleichsrechnung der Beschwerdegegnerin 
(AB 83 S. 7 ff.) erweist sich das bisherige Recht als vorteilhafter als das 
neue Recht. Damit sind die Bestimmungen des ELG und der ELV in der bis 
31. Dezember 2020 geltenden Fassung (aArt.) anwendbar (vgl. auch 
Rz. 2222 des Kreisschreibens zum Übergangsrecht der EL-Reform [KS-R 
EL]).

2.2 Gemäss Art. 4 Abs. 1 ELG haben Personen mit Wohnsitz und ge-
wöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz Anspruch auf Ergänzungsleistungen, 
wenn sie eine Rente der AHV oder IV beziehen oder nach lit. b oder d der 
genannten Bestimmung Anspruch auf eine solche Rente hätten. Die Er-
gänzungsleistungen bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung sowie 
der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1 
ELG). Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die 
anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (aArt. 9 
Abs. 1 ELG).

2.3 Als Einnahmen anzurechnen sind die Erwerbseinkünfte, die Ein-
künfte aus Vermögen sowie unter dem Titel Vermögensverzehr ein Fünf-
zehntel, bei Altersrentnerinnen und -rentnern ein Zehntel des Reinvermö-
gens, soweit es bei Alleinstehenden Fr. 37'500.-- und bei Ehepaaren 
Fr. 60'000.-- übersteigt (aArt. 11 Abs. 1 lit. a - c ELG). Als Einkommen an-
zurechnen sind auch Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet 
worden ist (aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG). Mit dieser Regelung, welche die 

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Verhinderung von Missbräuchen bezweckt, soll eine einheitliche und ge-
rechte Lösung ermöglicht werden, indem sich die schwierige Prüfung der 
Frage erübrigt, ob beim Verzicht auf Einkommen oder Vermögen der Ge-
danke an eine EL tatsächlich eine Rolle gespielt hat oder nicht (BGE 
131 V 329 E. 4.4 S. 335, 122 V 394 E. 2 S. 397).

2.4 Unter dem Titel des Verzichtseinkommens (aArt. 11 Abs. 1 lit. g 
ELG) ist auch ein hypothetisches Einkommen des Ehegatten eines EL-
Ansprechers anzurechnen (vgl. Art. 9 Abs. 2 ELG), sofern auf eine zumut-
bare Erwerbstätigkeit oder deren zumutbare Ausdehnung verzichtet wird. 
Daran ändert eine (Teil-)Invalidität des betroffenen Ehepartners nichts. Ist 
dieser im rechtlichen Sinne nicht invalid, ist Art. 14a wie Art. 14b ELV 
weder direkt noch analog anwendbar. Bei der Ermittlung einer allfälligen 
zumutbaren Erwerbstätigkeit der Ehefrau oder des Ehemannes ist der kon-
krete Einzelfall unter Anwendung familienrechtlicher Grundsätze (vgl. 
Art. 163 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]) zu 
berücksichtigen. Dementsprechend ist auf das Alter, den Gesundheitszu-
stand, die Sprachkenntnisse, die Ausbildung, die bisherige Tätigkeit, die 
konkrete Arbeitsmarktlage sowie gegebenenfalls auf die Dauer der Abwe-
senheit vom Berufsleben abzustellen. Dabei ist dem Ehegatten rechtspre-
chungsgemäss sowohl im Falle laufender als auch erstmals beantragter EL 
eine realistische Übergangsfrist für die zumutbare Aufnahme einer Er-
werbstätigkeit oder die Ausdehnung eines Arbeitspensums einzuräumen. 
Dies gilt dort nicht, wo mit Blick auf einen absehbaren künftigen EL-Bezug 
des einen Ehepartners, beispielsweise infolge Eintritts in das AHV-
Rentenalter und Aufgabe der Erwerbstätigkeit, dem anderen Ehepartner im 
Vorfeld genügend Zeit zur Verfügung stand, um sich erwerblich einzuglie-
dern (BGE 142 V 12 E. 3.2 S. 14 und E. 5.4 S. 17; SVR 2021 EL Nr. 2 S. 6 
E. 2.3).

Bemüht sich der Ehegatte trotz (teilweiser) Arbeitsfähigkeit nicht oder nur 
ungenügend um eine Stelle, verletzt er dadurch die ihm obliegende Scha-
denminderungspflicht (SVR 2016 EL Nr. 1 S. 2 E. 3.2.1).

2.5 Die objektive Beweislast dafür, dass kein Einkommensverzicht im 
Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG vorliegt, weil die Arbeitskraft auf dem 
konkreten Arbeitsmarkt nicht verwertbar ist, liegt beim Leistungsansprecher 

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(Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 13. Juli 2017, 9C_549/2016, 
E. 2 mit Hinweisen).

3.

3.1 Der Beschwerdeführer ist mit der 1988 geborenen B.________ in 
zweiter Ehe verheiratet (AB 17 S. 1 Ziff. 2, 58). Diese ist seit Oktober 2012 
in der Schweiz wohnhaft und verfügt über eine Niederlassungsbewilligung 
(Ausweis C; AB 57). Das Ehepaar hat drei gemeinsame Kinder mit Jahr-
gang 2013, 2014 und 2017 (AB 17 S. 2, 42 S. 1), die im selben Haushalt 
leben (vgl. AB 81 S. 3). Die Ehegattin geht keiner ausserhäuslichen Er-
werbstätigkeit nach. Am 21. Februar 2023 gab sie im Fragebogen „Zumut-
bares Erwerbseinkommen für nichtinvalide Ehegatten“ (AB 80) an, sie sei 
derzeit nicht bereit, eine Stelle anzutreten, da die Kinder noch zu klein sei-
en und ihr Ehemann am Nachmittag arbeite. Sie sei für die Kinderbetreu-
ung und den Haushalt zuständig (S. 2 Ziff. 9). Ausserdem spreche und ver-
stehe sie kaum Deutsch (S. 3 Ziff. 11). 

3.2 Bei der Schadenminderungspflicht der versicherten Person han-
delt es sich um einen allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungs-
rechts (BGE 129 V 460 E. 4.2 S. 463; SVR 2020 EL Nr. 6 S. 23 E. 7.3.1). 
Einer versicherten Person sind im Rahmen der Schadenminderungspflicht 
Massnahmen zuzumuten, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage 
ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte (BGE 
140 V 267 E. 5.2.1 S. 274). In Anbetracht der familienrechtlichen Grundsät-
ze zum Unterhalt der Familie (vgl. Art. 163 ZGB) ist dieses Prinzip auch auf 
die Ehegattin der versicherten Person anwendbar (JÖHL/USINGER-EGGER, 
Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: ULRICH MEYER [Hrsg.], Schweizeri-
sches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 
3. Aufl. 2016, S. 1809 f. N. 129). Dabei besteht grundsätzlich eine Vermu-
tung dafür, dass die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zum Zwecke der 
Schadenminderung möglich und zumutbar ist (vgl. zum Ganzen auch 
E. 2.4 hiervor). Demnach ist zu prüfen, ob Gründe vorliegen, welche eine 
ausserhäusliche Beschäftigung verunmöglichen oder als unzumutbar er-
scheinen lassen. 

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3.2.1 Vorab ist zwischen den Parteien zu Recht unbestritten, dass bei der 
Ehegattin des Beschwerdeführers keine Invalidität im Sinne von Art. 8 
ATSG ausgewiesen ist, bezieht sie doch keine IV-Rente und ist keine IV-
Anmeldung aktenkundig. Entsprechend bestätigte die Ehefrau denn auch, 
dass sie in keiner ärztlichen Behandlung sei und sie sich von ihrem Ge-
sundheitszustand her in der Lage fühle, eine Erwerbstätigkeit auszuüben 
(AB 80 S. 2 Ziff. 7 f.). 

Sodann sprechen keine anderen Gründe gegen die Verwertbarkeit der Ar-
beitsfähigkeit der Ehefrau. Insbesondere stellt in Anbetracht der Schaden-
minderungspflicht die Haushaltsführung (vgl. hierzu AB 80 S. 2 Ziff. 9) kein 
Grund dar, um von der Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkom-
mens abzusehen. Gleich verhält es sich mit der Betreuung der 2013, 2014 
und 2017 geborenen gemeinsamen Kinder (AB 17 S. 2, 42 S. 1; vgl. hierzu 
Beschwerde). Dabei ist vorab zu berücksichtigen, dass das jüngste Kind im 
Zeitpunkt der Anrechnung des hypothetischen Einkommens (Oktober 2023; 
AB 81 S. 2) bereits 6 Jahre alt war (Geburtsdatum TT. MM 2017; AB 42 S. 
1) und mithin wohl den Kindergarten besucht. Ausserdem ist der Be-
schwerdeführer zufolge der Schadenminderungspflicht – soweit aus ge-
sundheitlichen Gründen möglich – gehalten, die notwendige Betreuung der 
Kinder während der Abwesenheit der Ehefrau und Mutter zu erbringen. 
Soweit die Betreuung der Kinder nicht durch den Beschwerdeführer und die 
Schule gewährleistet werden kann, stehen subventionierte Tagesschulen 
bzw. Krippenplätze zur Verfügung (vgl. dazu <www.gsi.be.ch>, Rubrik: In-
formationen für Familien > Kinderbetreuung). Selbst in Anrechnung der 
dafür anfallenden Gebühren resultierten in der EL-Berechnung noch immer 
Mehreinnahmen. Des Weiteren rechnete die Beschwerdegegnerin lediglich 
ein hypothetisches Bruttoerwerbseinkommen von jährlich Fr. 25'750.-- an 
(AB 81 S. 3). Dies entspricht unter Berücksichtigung des statistischen Zen-
tralwerts für – hier zur Diskussion stehende – Hilfsarbeiten von jährlich 
Fr. 54'267.25 (Fr. 4'276.-- [LSE 2020, Kompetenzniveau 1, Total, Frauen] x 
12 [Monate] / 40 x 41.7 [Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Wochen-
arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total] / 103.6 x 105.1 [Tabelle 
T1.2.15, Nominallohnindex, Frauen, 2016-2022, Total, Zahlen 2020 bzw. 
2022; Indexierung auf das Jahr 2023 nicht möglich, weil die entsprechen-
den Zahlen noch nicht bekannt sind]) einem Erwerbspensum von knapp 

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50 % (100 / Fr. 54'267.25 x Fr. 25'750.--). Dies ermöglicht der Ehefrau wei-
terhin – nebst der ausserhäuslichen Tätigkeit – Betreuungs- und Haus-
haltsaufgaben wahrzunehmen. Im Übrigen ist eine Pflege bzw. Betreu-
ungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers nicht ausgewiesen und wird auch 
nicht vorgebracht. Ferner stehen weder die geltend gemachte (mangelnde) 
Sprachkompetenz (AB 80 S. 3 Ziff. 11) noch das Alter der Ehefrau (Jahr-
gang 1988 [AB 57 S. 1]) der Anrechnung eines hypothetischen Einkom-
mens entgegen. Auf dem konkreten Arbeitsmarkt wird durchaus eine er-
hebliche Zahl von Arbeitsstellen angeboten, die einfache und repetitive 
Verrichtungen umfassen. Solche Tätigkeiten werden altersunabhängig 
nachgefragt und erfordern weder Sprachkenntnisse noch ein besonderes 
Bildungsniveau (vgl. statt vieler Entscheid des BGer vom 10. August 2023, 
8C_68/2023, E. 5.2.2).

3.2.2 Schliesslich kann auch aus arbeitsmarktlicher Sicht nicht von einer 
Unverwertbarkeit der Erwerbsfähigkeit gesprochen werden. Denn der Be-
schwerdeführer kann den ihm obliegenden Nachweis, dass kein Einkom-
mensverzicht vorliegt (vgl. E. 2.5 hiervor) bzw. dass seine Ehefrau trotz 
(ausreichenden) Arbeitsbemühungen keine Stelle fand, nicht erbringen. 
Obwohl im Fragebogen „Zumutbares Erwerbseinkommen für nichtinvalide 
Ehegatten“, von der Ehefrau am 21. Februar 2023 ausgefüllt (AB 80), dar-
auf hingewiesen wurde, dass bei der Bemessung der EL ein 
(Verzichts-)Einkommen berücksichtigt wird, wenn der nicht invalide Ehegat-
te auf die Ausübung einer Erwerbstätigkeit verzichtet, sowie in der Verfü-
gung vom 17. April 2023 (AB 81) explizit auf die Bewerbungspflicht verwie-
sen wurde, und dem Beschwerdeführer sowie seiner Ehefrau damit die 
Bewerbungspflicht hinlänglich bekannt sein musste, sind für den hier 
massgebenden Zeitraum bis zum Erlass des angefochtenen Einspra-
cheentscheides vom 15. Mai 2023 (AB 84) keine Bewerbungen aktenkun-
dig. Der Beschwerdeführer bestätigt denn auch, dass er und seine Ehefrau 
sich bewusst gegen das Bewerben entschlossen hätten (AB 82 S. 1; Be-
schwerde). Der Vollständigkeit halber sei sodann angemerkt, dass sich die 
Ehefrau – wie auf dem Fragebogen „Zumutbares Erwerbseinkommen für 
nichtinvalide Ehegatten“ (AB 80 S. 3) vermerkt – beispielsweise beim Regi-
onalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) hätte anmelden und dessen 
Vermittlungsdienste in Anspruch nehmen können. Auf solche Unterstüt-

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zung kann sie unbesehen eines Anspruchs auf Taggeldzahlungen greifen 
(vgl. Art. 24 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1989 über die Arbeits-
vermittlung und den Personalverleih [Arbeitsvermittlungsgesetz; AVG; 
SR 823.11] sowie THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: 
MEYER, a.a.O., S. 2272 N. 22).

3.2.3 Nach dem Gesagten ist eine fehlende Verwertbarkeit der Arbeits-
fähigkeit der Ehefrau des Beschwerdeführers auf dem konkreten Arbeits-
markt nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erstellt, womit die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens 
grundsätzlich zu Recht erfolgt ist.

3.3 Die Anrechnung des hypothetischen Erwerbseinkommens gibt so-
dann auch in zeitlicher Hinsicht (gut fünf Monate nach Erlass der Verfügung 
vom 17. April 2023; AB 81) zu keinen Beanstandungen Anlass. Mit dieser 
Übergangsfrist wurde der Ehefrau ausreichend Zeit gewährt, sich auf die 
neue Situation einzustellen und eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. 

3.4 Zudem ist auch die Höhe des hypothetischen Erwerbseinkommens 
von brutto Fr. 25'750.-- (AB 81 S. 3) nicht zu beanstanden. Dabei berück-
sichtigte die Beschwerdegegnerin insbesondere, dass der Ehegattin auf-
grund der ungenügenden Sprachkompetenz (AB 80 S. 3 Ziff. 11) sowie der 
mangelnden Berufsausbildung (AB 80 S. 2 Ziff. 6) lediglich Hilfstätigkeiten 
zumutbar sind. Das angerechnete Einkommen liegt zudem – wie bereits 
dargelegt (vgl. E. 3.2.1 hiervor) – deutlich unter dem statistischen Zentral-
wert für Hilfsarbeiten in der Höhe von Fr. 54'267.25, womit der Ehefrau 
– nebst der ausserhäuslichen Tätigkeit – weiterhin ermöglicht wird, Betreu-
ungs- und Haushaltsaufgaben wahrzunehmen. 

Nur der Vollständigkeit halber sei letztlich erwähnt, dass dem Beschwerde-
führer seit Januar 2023 keine Kinderzulagen mehr ausgerichtet werden 
(AB 76 S. 1). Jedoch hätte die Ehegattin bei Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit im Sinne der Verfügung vom 17. April 2023 (AB 81) Anspruch auf 
ebensolche, sodass die Beschwerdegegnerin neben dem hypothetischen 
Einkommen der Ehefrau zu Recht auch die (hypothetischen) Kinderzulagen 
in der Höhe von jährlich Fr. 8’280.-- (3 x Fr. 2'760.--; AB 81 S. 4) berück-
sichtigte. 

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3.5 Demnach ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Mai 
2023 (AB 84) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwer-
de ist abzuweisen. 

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.