# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9719454-9073-5a30-afcf-cdccaccba455
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 07.10.2025 SR2 2024 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR2-2024-59_2025-10-07.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Beschluss vom 7. Oktober 2025
mitgeteilt am 14. Oktober 2025

Referenz SR2 24 59

Instanz Zweite strafrechtliche Kammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz
Audétat und Richter-Baldassarre
Guetg, Aktuar

Parteien A._____
bestehend aus:

B._____
Beschwerdeführerin 1
C._____
Beschwerdeführerin 2
D._____
Beschwerdeführerin 3

und

E._____
Beschwerdeführer

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. LL.M. Mauro Lardi

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gegen

F._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. LL.M. Flavio Romerio, 

Gegenstand Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug

Anfechtungsobj. Einstellungsverfügung Staatsanwaltschaft Graubünden vom 
11. Oktober 2024, mitgeteilt am 11. Oktober 2024 (Proz. Nr. 
VV.2021.3443)

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Sachverhalt

A. Am 10. September 2019 liess G._____ eine Strafanzeige gegen unbekannt 
bei der Staatsanwaltschaft Graubünden einreichen. Am 23. August 2021 liess auch 
E._____ Strafanzeige gegen unbekannt, mutmasslich Mitarbeitende der F._____ 
(fortan: F._____) sowie die F._____, bei der Staatsanwaltschaft Graubünden 
einreichen. 

Beiden Anzeigen lagen behauptete Vermögensdelikte aus den Jahren 2011 und 
2013 zugrunde und sie erfolgten vor dem Hintergrund der Geschäftsbeziehung 
zwischen der von H._____ geführten I._____ (fortan: I._____) und der F._____. Im 
gegen H._____ geführten Strafverfahren wurde seitens der Staatsanwaltschaft 
Anklage beim Regionalgericht Plessur erhoben (Strafuntersuchung Proz. Nr. 
VV.2015.373; Gerichtsverfahren Proz. Nr. 515-2022-40). Das Verfahren ist noch 
hängig. Gemäss den Anzeigen, die ursprünglich unter der Verfahrensnummer 
VV.2015.373 geführt wurden, infolge Verfahrenstrennung nunmehr unter der 
Nummer VV.2021.334 geführt werden, sollen Mitarbeitende der F._____ bzw. die 
F._____ es der I._____ respektive H._____ ermöglicht haben, durch die I._____ 
verwaltete Kundengelder entgegen bestehenden Vermögensverwaltungsverträgen 
dem Zweck zu entfremden und für eigene Rechnung einzusetzen. Dies, indem die 
Mitarbeitenden der F._____ bzw. die F._____ unter anderem im Auftrag von 
H._____ Überweisungen von Vermögenswerten ab Konten der I._____ vornahmen, 
an denen E._____ und G._____ sel. wirtschaftlich berechtigt waren. H._____ soll 
die betroffenen Vermögenswerte vorgängig aufgrund von strafbaren Handlungen 
gegen das Vermögen erlangt haben. Durch die Kontoüberträge sollen Mitarbeitende 
der F._____ bzw. die F._____ wissentlich und willentlich Handlungen 
vorgenommen haben, die geeignet waren, die Einziehung der von H._____ 
deliktisch erlangten Vermögenswerte zu vereiteln. Zumindest sollen die 
Mitarbeitenden der F._____ bzw. die F._____ dies mit ihren Handlungen in Kauf 
genommen haben. 

B. G._____ wie auch E._____ konstituierten sich als Zivil- und Strafkläger. 

G._____ verstarb am 5. November 2021. Seine Ehefrau B._____ sowie seine 
beiden Töchter, C._____ und D._____, hielten an der Mandatierung von 
Rechtsanwalt Mauro Lardi in der Strafuntersuchung fest.

C. In der Folge wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft J._____ und K._____ 
als Auskunftspersonen polizeilich befragt.

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D. Im Nachgang erliess die Staatsanwaltschaft zur weiteren 
Sachverhaltsermittlung eine Editionsverfügung an die F._____ für die Herausgabe 
von allgemeinen Unterlagen, Unterlagen der Abteilungen Kontoeröffnungen und 
externe Vermögensverwalter und Unterlagen zur Kreditbesicherung im 
Zusammenhang mit der I._____. 

E. Die angeforderten Unterlagen wurden seitens der F._____ auf einem 
verschlüsselten USB-Stick übermittelt. Gleichzeitig beantragte die F._____ die 
Siegelung der Unterlagen. Das am 1. Dezember 2022 gestellte Entsiegelungs- und 
Durchsuchungsgesuch hiess das Zwangsmassnahmengericht des Kantons 
Graubünden mit Entscheid vom 23. Februar 2023 gut. Eine gegen den Entscheid 
erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht mit Urteil vom 13. Dezember 2023 
gut, es hob den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts auf und lehnte den 
Antrag der Staatsanwaltschaft um Entsiegelung und Herausgabe ab. 

F. Mit Verfügung vom 20. März 2024 eröffnete die Staatsanwaltschaft formell 
eine Strafuntersuchung wegen Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug zum 
Nachteil von G._____ sel. und E._____. 

G. Mit Parteimitteilung vom 22. März 2024 informierte die Staatsanwaltschaft die 
Rechtsnachfolger des zwischenzeitlich verstorbenen G._____ sel. sowie E._____ 
über den Abschluss der Strafuntersuchung und stellte ihnen den Erlass einer 
Einstellungsverfügung in Aussicht. Gleichzeitig forderte sie zur Einreichung 
allfälliger Beweisanträge innert zehn Tagen auf. 

H. Am 11. Oktober 2024 erliess die Staatsanwaltschaft eine 
Einstellungsverfügung und erkannte was folgt:

1. Das Strafverfahren O.1._____: Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem 
Betrug zum Nachteil von +G._____ und E._____ wird eingestellt. 

2. Die Verfahrenskosten trägt der Kanton.

3. Eine Entschädigung wird nicht zugesprochen.

I. Dagegen liessen die Erben von G._____ sel., B._____, C._____ und 
D._____ (fortan: Beschwerdeführerinnen 1, 2 und 3), und E._____ (fortan: 
Beschwerdeführer; gemeinsam: die Beschwerdeführer [Plural]), vertreten durch 
Rechtsanwalt Mauro Lardi, mit Eingabe vom 24. Oktober 2024 Beschwerde an das 
damalige Kantonsgericht von Graubünden erheben mit folgenden Anträgen:

1. Die von der Staatsanwaltschaft Graubünden genehmigte 
Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Abteilung III vom 11. 
Oktober 2024, mitgeteilt am 11. Oktober 2024 im Verfahren 
VV.2021.3443/L.1._____, sei aufzuheben und die Sache sei zur 
Durchführung des Strafuntersuchungsverfahrens einschliesslich 

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Ergänzung der Beweiserhebung und zur Anklageerhebung an die 
Staatsanwaltschaft zurückzuweisen.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

In prozessualer Hinsicht wird was folgt beantragt:

1. Edition aus Händen der Staatsanwaltschaft: Sämtliche Akten aus dem 
Verfahren VV.2021.3443/L.1._____

2. Edition aus Händen des Regionalgerichts Plessur respektive des 
Kantonsgerichts Graubünden: Protokoll Hauptverhandlung im 
Verfahren Proz. Nr. 515-2022-40 einschliesslich Ton-Aufnahme der 
Hauptverhandlung

3. Staatsanwalt lic. iur. L._____ habe in den Ausstand zu treten.

J. Die von den Beschwerdeführern eingeforderte Sicherheit von CHF 4'000.00 
wurde fristgerecht geleistet.

K. Per 1. Januar 2025 erfolgte die Zusammenführung des Kantonsgerichts von 
Graubünden und des Verwaltungsgerichts Graubünden zum Obergericht des 
Kantons Graubünden. Das Verfahren SK2 24 59 wurde fortan vom Obergericht 
unter der Referenz SR2 24 59 weitergeführt, wie den Verfahrensbeteiligten mit 
separatem Schreiben mitgeteilt wurde.

L. Die Staatsanwaltschaft liess sich mit Eingabe vom 3. April 2025 zum 
Ausstandsgesuch und mit Eingabe vom 9. April 2025 zur Beschwerde vernehmen, 
deren Abweisung sie beantragt.

M. Mit Schreiben vom 13. Mai 2025 ersuchte die F._____, vertreten durch 
Rechtsanwalt Flavio Romerio, um Einsicht in die Beschwerde sowie um Ansetzung 
einer Frist für die Einreichung einer Vernehmlassung. 

N. Die Akten wurden der F._____ mit Schreiben vom 20. Juni 2025 übermittelt 
und es wurde ihr Frist bis zum 3. Juli 2025 zur Einreichung einer Vernehmlassung 
gewährt. 

O. Mit Eingabe vom 16. Juli 2025 erhoben die Beschwerdeführer gegen die 
Akteneinsicht sowie die Möglichkeit zur Vernehmlassung Einwände. Sie forderten 
die umgehende Rückgabe der Akten und den Verzicht auf die Einholung einer 
Vernehmlassung, bzw. beantragten, eine solche gegebenenfalls aus dem Recht zu 
weisen. 

P. Die Vernehmlassung der F._____ datiert vom 29. Juli 2025. Diese sowie die 
Eingabe der Beschwerdeführer vom 16. Juli 2025 wurden den Parteien im 
gegenseitigen Austausch zur Kenntnisnahme übermittelt. Ihnen wurde gleichzeitig 

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der Verzicht auf einen weiteren Schriftenwechsel bekannt gegeben und der 
Entscheid über die mögliche Berücksichtigung der Vernehmlassung der F._____ 
mit dem Beschwerdeentscheid in Aussicht gestellt.

Q. Die Verfahrensakten VV.2021.3443 wurden beigezogen. Von einem Beizug 
bzw. der Edition des Protokolls der Hauptverhandlung im Verfahren Proz. Nr. 515-
2022-40 wurde abgesehen (vgl. E. 6). Die Angelegenheit ist spruchreif. 

R. Die Verfahrensleitung ging infolge längerer Abwesenheit des 
kammervorsitzenden Richters Nydegger auf dessen Stellvertreter, Richter 
Bergamin, über.

Erwägungen

1. Beschwerdegegenstand

Die Beschwerdeführer wehren sich gegen die Verfahrenseinstellung vom 11. 
Oktober 2024 und beantragen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
Sache zur Wiederaufnahme des Strafuntersuchungsverfahrens einschliesslich 
Ergänzung der Beweiserhebung und zur Anklageerhebung an die 
Staatsanwaltschaft Graubünden zurückzuweisen (act. A.1, Begehren Ziffer 1). 

2. Prozessuales

2.1. Zum Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung konnte gemäss Art. 322 Abs. 2 
StPO in Verbindung mit Art. 393 ff. StPO und Art. 22 EGzStPO (BR 350.100) in 
seiner zum Beschwerdezeitpunkt geltenden Fassung gegen 
Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft beim Kantonsgericht von 
Graubünden Beschwerde geführt werden. Infolge der im Rahmen der Justizreform 
3 per 1. Januar 2025 erfolgten Zusammenführung der beiden oberen kantonalen 
Gerichte zum Obergericht des Kantons Graubünden ging die Zuständigkeit zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerde auf dieses über (Art. 22 EGzStPO). Die 
Beschwerde ist innert zehn Tagen nach Mitteilung der Verfügung schriftlich und 
begründet einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Vorliegend ging die angefochtene 
Einstellungsverfügung dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 14. 
Oktober 2024 zu (vgl. act. A.1). Die Beschwerde erfolgte am 24. Oktober 2024 und 
damit fristgerecht. 

2.2. Die Eintretensvoraussetzungen geben im Übrigen zu keinen Bemerkungen 
Anlass. Auf die Beschwerde ist einzutreten (Art. 322 Abs. 2 i.V.m. Art. 393 ff. StPO). 

3. Rechtsstellung der F._____ im Beschwerdeverfahren

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3.1. Die F._____ verlangte im vorliegenden Beschwerdeverfahren Akteneinsicht 
und eine Fristansetzung zur Einreichung einer Vernehmlassung. Dem Gesuch 
wurde stattgegeben. Mit Eingabe vom 16. Juli 2025 erhoben die Beschwerdeführer 
dagegen Einwände und forderten die umgehende Rückgabe der Akten und den 
Verzicht auf die Einholung einer Vernehmlassung, bzw. beantragten, eine solche 
gegebenenfalls aus dem Recht zu weisen und die F._____ aus dem 
Beschwerdeverfahren auszuschliessen. Sie führten aus, die F._____ sei in der 
vorliegenden Strafsache (VV.2021.3443) nicht beschuldigte Person und folglich 
nicht Partei. Das Verfahren sei gegen unbekannt geführt worden. Davon abgesehen 
wäre eine beschuldigte Person betreffend die Einstellungsfrage nicht beschwert. 
Eine Stellung als weitere Verfahrensbeteiligte i.S.v. Art. 105 StPO komme ihr 
ebenso nicht zu, fehle es ihr doch an einer direkten, unmittelbaren und persönlichen 
Betroffenheit. Die blosse Möglichkeit, im Falle einer Aufhebung der 
Einstellungsverfügung von weiteren Ermittlungshandlungen betroffen zu sein, sei 
nicht ausreichend, um ihr Akteneinsicht zu gewähren oder eine Vernehmlassung 
einreichen zu lassen. Es gehe der F._____ einzig darum, eine positive Feststellung 
der Schuldlosigkeit zu erwirken. Einen solchen Anspruch habe die F._____ nicht 
(act. A.5). Die Vernehmlassung der F._____ vom 29. Juli 2025 wurde vorerst zu 
den Akten genommen und ein Entscheid über deren Berücksichtigung sowie einen 
möglichen Ausschluss der F._____ aus dem Beschwerdeverfahren im Rahmen des 
Beschwerdeentscheids in Aussicht gestellt (act. D.13). 

3.2.1. Gemäss Art. 390 Abs. 2 StPO stellt die Verfahrensleitung den anderen 
Parteien und der Vorinstanz die Rechtsmittelschrift zur Stellungnahme zu, sofern 
sie nicht offensichtlich unzulässig oder unbegründet ist. Die beschuldigte Person ist 
Partei (Art. 104 Abs. 1 lit. a StPO). Als beschuldigte Person gilt die Person, die in 
einer Strafanzeige, einem Strafantrag oder von einer Strafbehörde in einer 
Verfahrenshandlung einer Straftat verdächtigt, beschuldigt oder angeklagt wird (Art. 
111 Abs. 1 StPO). Art. 111 StPO geht – entgegen dessen klaren Wortlautes – von 
einem materiellen Beschuldigtenbegriff aus. Entscheidend ist, ob aus objektiver 
Sicht konkrete Verdachtsgründe, die auf die Begehung (oder Teilnahme an) einer 
Straftat hindeuten, vorliegen (vgl. ENGLER, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, Art. 112 N. 
2a m.w.H.). An den zu verlangenden Verdachtsgrad sind dabei keine strengen 
Anforderungen zu stellen. Es genügt der für die Eröffnung einer Untersuchung 
hinreichende Tatverdacht nach Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO (vgl. BOLL, "Verteidigung 
der ersten Stunde" gemäss schweizerischer StPO, ZStV 2020, S. 10 m.w.H.; vgl. 
auch BGE 144 IV 97 E. 2.1.1). Eine blosse Verdächtigung oder eine vage 
Vermutung kann noch nicht genügen, um eine Person in den Status einer 

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beschuldigten Person zu versetzen (Urteil des Bundesgerichts 6B_295/2016 vom 
24. Oktober 2016 E. 3.3). 

3.2.2. Die Staatsanwaltschaft eröffnet eine Untersuchung, wenn sich aus den 
Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren 
eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 lit. a 
StPO), sie Zwangsmassnahmen anordnet (lit. b) oder sie im Sinne von Art. 307 Abs. 
1 durch die Polizei informiert worden ist (lit. c). Ob ein Verfahren eröffnet wurde, 
hängt von den materiellen Begebenheiten ab, eine eigentliche Eröffnungsverfügung 
hat lediglich deklaratorische Wirkung. Bereits die Befassung der Staatsanwaltschaft 
mit dem Straffall gilt als Eröffnung der Strafuntersuchung. 
Untersuchungshandlungen der Staatsanwaltschaft lösen damit ohne Weiteres die 
Eröffnung des Strafverfahrens aus (BGE 141 IV 20 E 1.1.4). 

3.3. Im Recht liegen zwei von der Staatsanwaltschaft gestützt auf Art. 312 StPO 
erlassene Ermittlungsaufträge an die Kantonspolizei vom 2. November 2020 sowie 
vom 15. Juni 2022 (StA-act. 1.2 und 1.3). Die formelle Eröffnungsverfügung datiert 
jedoch erst vom 20. März 2024 (StA-act. 1.15). Dieses Vorgehen wirft Fragen auf, 
setzt doch ein Ermittlungsauftrag gemäss Art. 312 Abs. 1 StPO grundsätzlich die 
förmliche Eröffnung der Strafuntersuchung voraus – im Gegensatz zu einem 
solchen nach Art. 309 Abs. 2 StPO. Immerhin lässt sich aus dem polizeilichen 
Ermittlungsauftrag ableiten, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren materiell 
bereits eröffnet hatte. Dementsprechend führte sie bereits im Antrag auf 
Entsiegelung und Durchsuchung vom 1. Dezember 2022 aus, dass sie eine 
Strafuntersuchung gegen unbekannt wegen Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem 
Betrug etc. zum Nachteil der Beschwerdeführer führe (StA-act. 5.7, E. 2). Auch das 
Bundesgericht ging in seinem das Entsiegelungsverfahren betreffenden Urteil vom 
14. Dezember 2023 ohne nähere Begründung von einer Untersuchungseröffnung 
aus (vgl. Urteil des Bundesgerichts 7B_128/2023 vom 14. Dezember 2023 
Sachverhalt A). Eine solche Eröffnung setzt aber in den vorliegend denkbaren 
Varianten stets einen hinreichenden Tatverdacht voraus – sei es gestützt auf Art. 
309 Abs. 1 lit. a StPO (hinreichender Tatverdacht) oder lit. b (Anordnung von 
Zwangsmassnahmen). Letztere setzen ihrerseits gemäss Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO 
einen hinreichenden Tatverdacht voraus. Folglich lässt sich zumindest auf einen 
tatbezogenen Verdacht schliessen, wogegen ein Verdacht gegen eine bestimmte 
Person (noch) nicht bestand. Folgerichtig ist denn die Untersuchung gegen 
unbekannt, allenfalls Mitarbeitende der F._____, geführt worden (u.a. wegen 
qualifizierter Geldwäscherei). Unklar war indes die Rechtsstellung der F._____. 
Wenn – zumindest noch anfangs – ein Tatverdacht gegen unbekannte 

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Mitarbeitende der F._____ vorlag (u.a. wegen qualifizierter Geldwäscherei), so 
liesse sich daraus ableiten, es bestünde auch ein hinreichender Tatverdacht für den 
aus diesem Deliktsvorwurf abgeleiteten Vorwurf der Geldwäscherei gemäss 
Art. 305bis Ziff. 1 StGB gegenüber der F._____ als Unternehmung. Der 
anzeigeerstattende Beschwerdeführer hatte diesen Vorwurf denn auch explizit 
gegenüber der F._____ erhoben. Gerade im Kontext der originären 
Unternehmensstrafbarkeit (Art. 102 Abs. 2 StGB) ist die Strafuntersuchung 
gleichzeitig gegen die – hier unbekannten – Individualtäter sowie gegen das 
Unternehmen selbst zu führen (LANDSHUT/BOSSHARD, in: 
Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 
309 N. 36; HÜRLIMANN, Die Eröffnung einer Strafuntersuchung im ordentlichen 
Verfahren gegen Erwachsene im Kanton Zürich, 2006, S. 225).

3.4. Bereits im Ermittlungsauftrag vom 15. Juni 2022 beauftragte die 
Staatsanwaltschaft die Polizei – vor dem Hintergrund der in der Strafanzeige des 
Beschwerdeführers gegenüber der F._____ erhobenen Vorwürfe – damit, die 
notwendigen Abklärungen vorzunehmen, die verantwortlichen Compliance-
Personen bei der F._____ zu eruieren und sachdienlich zu befragen (StA-act. 1.3). 
In einem Antwortschreiben an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hielt 
die Staatsanwaltschaft zudem fest, sie arbeite bezüglich des 
Geldwäschereivorwurfs mit dem Spezialdienst 3 der Kantonspolizei Graubünden 
zusammen, "um die MROS-Meldungen und das Verhalten der F._____ unter 
Bezugnahme der Compliance Richtlinien zu durchleuchten" (StA-act. 4.11). In der 
Aktennotiz der Kantonspolizei Graubünden zu einer telefonischen Besprechung mit 
dem fallführenden Staatsanwalt vom 7. Mai 2020 findet sich der Hinweis, wonach 
"das Verhalten der F._____, bzw. des Kundeberaters J._____ und evtl. weiterer 
F._____ Mitarbeiter nicht unbestritten [recte wohl: unumstritten]" sein dürfte, "aber 
ob strafrechtlich relevant…" (StA-act. 5.4). Damit im Widerspruch steht wiederum 
die Aussage der Staatsanwaltschaft im Entsiegelungsverfahren, wonach der 
F._____ keine Stellung als beschuldigte Person zukomme (vgl. StA-act. 5.7, E. 2).

3.5. Schliesslich wird die F._____ in der Einstellungsverfügung ausdrücklich 
erwähnt. Darin wird festgehalten, dass die getätigten Ermittlungen keine Hinweise 
auf ein strafbares Verhalten von Mitarbeitern der F._____ "oder der F._____ selber" 
ergeben hätten und nicht rechtsgenüglich erstellt werden könne, dass Mitarbeitende 
der F._____ "oder die F._____ selber" vorsätzlich zu einem Verbrechen Hilfe 
geleistet hätten. Deswegen sei das Strafverfahren gegen unbekannt, mutmasslich 
Mitarbeitende der F._____ "bzw. die F._____", einzustellen (vgl. StA-act. 1.17, E. 
9). Abgesehen davon, dass es irritierend ist, ein Verfahren gegen unbekannt mit 

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Bezug auf ein bestimmtes Unternehmen einzustellen, ist es nicht nachvollziehbar, 
die Einstellungsverfügung ausgerechnet diesem Unternehmen zuzustellen. 
Konsequenterweise hätte die F._____ als beschuldigte Person neben den 
unbekannten Individualtätern aufgeführt werden müssen. Daran ändern auch die 
Ausführungen im Urteil des Bundesgerichts 7B_128/2023 vom 14. Dezember 2023 
zum Entsiegelungsverfahren nichts (vgl. StA-act. 6.30). Im diesem 
zugrundeliegenden Entsiegelungsgesuch der Staatsanwaltschaft an das kantonale 
Zwangsmassnahmengericht wurde einerseits ausdrücklich auf die fehlende 
Parteistellung der F._____ hingewiesen (StA-act. 6.1, S. 3). Andererseits wurde ein 
Tatverdacht ausschliesslich gegenüber unbekannten Mitarbeitenden der F._____ 
begründet. Die strafprozessuale Stellung der F._____ war somit auch im 
bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren nicht Streitgegenstand. Das Urteil 
erlaubt folglich keine Rückschlüsse darauf, dass kein Verdacht gegenüber der 
F._____ als Unternehmen besteht.

3.6. Die F._____ ist somit als Partei i.S.v. Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO am 
vorliegenden Beschwerdeverfahren beteiligt. Die von ihr eingereichte 
Stellungnahme ist im Recht zu belassen und zu berücksichtigen. 

4. Einstellungsverfügung

Die Staatsanwaltschaft erwog zusammengefasst, sie habe eine Strafuntersuchung 
am 20. März 2024 wegen Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug zum Nachteil 
von G._____ sel. und den Beschwerdeführer eröffnet (StA-act. 1.17, E. 7). Die in 
ihrem Auftrag getätigten polizeilichen Ermittlungen hätten keine Hinweise auf ein 
strafbares Verhalten von Mitarbeitenden der F._____ oder der F._____ selber 
ergeben. Weder J._____ noch K._____ hätten sachdienliche Aussagen machen 
können. Aufgrund der vorliegenden Akten könne nicht rechtsgenüglich erstellt 
werden, dass Mitarbeitende der F._____ oder die F._____ selber vorsätzlich zu 
einem Verbrechen Hilfe geleistet hätten. Weitere Ermittlungshandlungen, die an 
diesem Beweisergebnis etwas ändern und einen Tatverdacht begründen, seien 
nicht ersichtlich, nachdem das Bundesgericht den Beschlagnahmebefehl der 
Staatsanwaltschaft am 14. Dezember 2023 aufgehoben und sogar selber erwogen 
hatte, dass die blosse Möglichkeit, dass Mitarbeitende der F._____ das allenfalls 
strafbare Verhalten von H._____ in irgendeiner Form begünstigt hätten, für die 
Begründung eines hinreichenden Tatverdachts auf eine allfällige Förderung der 
Haupttat nicht genügen würde. Somit sei das vorliegende Strafverfahren wegen 
Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug etc. gegen unbekannt, mutmasslich 
Mitarbeitende der F._____ bzw. die F._____, gestützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO 
einzustellen (StA-act. 1.17, E. 9). 

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5. Rechtliches zum Untersuchungsabschluss und zur Verfahrenseinstellung

5.1. Nach Eröffnung des Untersuchungsverfahrens klärt die Staatsanwaltschaft 
durch entsprechende Prozesshandlungen, insbesondere durch die Erhebung von 
Beweisen, einen Deliktsvorwurf in sachverhaltsmässiger und rechtlicher Hinsicht 
ab, sodass danach das Vorverfahren abgeschlossen werden kann (vgl. 
LANDSHUT/BOSSHARD, a.a.O., Art. 308 N. 1). Ziel des Untersuchungsverfahrens ist 
es, die Entscheidungsgrundlage dafür zu liefern, ob Anklage (Art. 324 ff. StPO) 
erhoben, ein Strafbefehl (Art. 352 ff. StPO) ergehen oder aber der Fall eingestellt 
(Art. 319 ff. StPO) werden soll. Erachtet die Staatsanwaltschaft die Untersuchung 
als vollständig, so erlässt sie einen Strafbefehl oder kündigt den Parteien mit 
bekanntem Wohnsitz schriftlich den bevorstehenden Abschluss an und teilt ihnen 
mit, ob sie Anklage erheben oder das Verfahren einstellen will (Art. 318 Abs. 1 
StPO). Mithin setzt die Erledigung des Verfahrens voraus, dass ein 
entscheidungsreifes bzw. spruchreifes Beweisergebnis vorliegt und das 
Vorverfahren überhaupt abgeschlossen werden kann (BGE 144 IV 81 E. 2.3.3.3). 
Weist die Untersuchung wesentliche Lücken auf und bleiben daher Fragen offen, 
deren Beantwortung für Freispruch oder Schuldspruch der beschuldigten Person 
wesentlich sein können, ist beispielsweise eine Einstellungsverfügung aufzuheben 
und die Strafsache zur Untersuchung zurückzuweisen (LANDSHUT/BOSSHARD, 
a.a.O., Art. 319 N. 2 m.w.H.). 

5.2. Gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a bis e StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die 
Einstellung des Strafverfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine 
Anklage rechtfertigt, kein Straftatbestand erfüllt ist, Rechtfertigungsgründe einen 
Straftatbestand unanwendbar machen, Prozessvoraussetzungen definitiv nicht 
erfüllt werden können, Prozesshindernisse aufgetreten sind oder nach gesetzlicher 
Vorschrift auf Strafverfolgung oder Bestrafung verzichtet werden kann. Der 
Entscheid über die Einstellung des Verfahrens hat sich nach dem Grundsatz in 
dubio pro duriore zu richten. Danach darf eine Einstellung durch die 
Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit oder offensichtlich 
fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1). 

6. Konkrete Einordnung

6.1. Zunächst ist festzuhalten, dass aus der Einstellungsverfügung nur schwer 
ersichtlich ist, in Bezug auf welchen konkreten Lebenssachverhalt das Verfahren 
eingestellt wurde. Die darin enthaltenen rechtlichen Ausführungen zu aArt. 146 Abs. 
2 StGB sowie der Hinweis auf die (formelle) Verfahrenseröffnung vom 20. März 
2024 wegen "Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug" (StA-act. 1.15) lassen 

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zwar auf eine tatbestandsmässige Eingrenzung des untersuchten Sachverhalts 
schliessen – eine solche Verengung kann jedoch nicht zutreffen. Denn bereits die 
Verfügung selbst widerspricht dieser Annahme, indem sie festhält, dass das 
Strafverfahren wegen Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug "etc." 
einzustellen sei (StA-act. 1.17, E. 9). Dies legt nahe, dass auch andere strafrechtlich 
relevante Aspekte geprüft wurden. Tatsächlich hatte die Staatsanwaltschaft im 
Rahmen ihrer gestützt auf Art. 312 StPO erteilten Ermittlungsaufträge weitere 
mögliche Deliktsvorwürfe aufgeführt – zunächst etwa den Vorwurf der "Teilnahme 
an einer Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB" (StA-act. 1.2) und später der 
"Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug etc. zulasten von […]" (StA-act. 1.3). 
Auch die Editionsverfügung vom 6. Oktober 2022 weist "Betrug und Geldwäscherei" 
als mögliche Straftatbestände aus (StA-act. 1.8). Vor diesem Hintergrund ist 
offensichtlich, dass die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens – 
nachdem sie in der Verfügung ausdrücklich auf die in den Strafanzeigen 
geschilderten Lebenssachverhalte Bezug genommen hatte (StA-act. 1.17, E. 1) – 
als umfassend gemeint verstanden wissen wollte. Eine andere Interpretation ist 
nicht ersichtlich. Massgeblich für den Gegenstand des eingestellten Verfahrens ist 
ohnehin ausschliesslich der zugrunde liegende Lebenssachverhalt, nicht hingegen 
dessen rechtliche Qualifikation (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_518/2018 vom 
19. September 2019 E. 3.1).

6.2. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch nicht von einem entscheidungs- bzw. 
spruchreifen Beweisergebnis ausgegangen werden, das den Abschluss des 
Vorverfahrens überhaupt gerechtfertigt hätte (vgl. dazu E. 6). Im gegen H._____ 
geführten Strafverfahren (Strafuntersuchung Proz. Nr. VV.215.373; 
Gerichtsverfahren Proz. Nr. 515-2022-40), aus welchem das vorliegende 
Untersuchungsverfahren entsprang (vgl. Sachverhalt A.), fand am 16. September 
2024 die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Plessur statt (Proz. Nr. 515-
2022-40). Da das entsprechende Protokoll nach Auffassung der Beschwerdeführer 
unvollständig ist, nahmen sie in der Beschwerdeschrift selbst eine Transkription der 
Audioaufnahme vor. Deren Aussagekraft blieb unbestritten, sodass auf eine Edition 
der Audioaufnahme verzichtet werden kann (vgl. act. A.1, Verfahrensantrag 1). Der 
Strafverteidiger von H._____ beantragte, verschiedene Unterlagen einreichen zu 
dürfen, ohne diese den übrigen Parteien zugänglich zu machen. Dabei handelte es 
sich offenbar um diverse Korrespondenzen zwischen H._____ und der F._____ 
selbst. Zur Begründung führte der Verteidiger aus, es bestehe eine 
Geheimhaltungsvereinbarung zwischen H._____ und der F._____, und H._____ 
würde seine vertraglichen Pflichten verletzen, wenn er diese Unterlagen offenlegen 
würde. Letztlich erfolgte keine Einreichung der Unterlagen, da das Gericht keine 

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Vertraulichkeitserklärung abgab (vgl. act. A.1, S. 14 f.). Ferner verwies der 
Beschuldigte, H._____, auf Sachverhalte aus dem Jahre 2013. Gemäss der 
Transkription führte er Folgendes aus: "Im Jahre 2013 befanden sich diese ganzen 
Gelder auf den Konten, wo diese Leute wirtschaftlich Berechtigte waren. Weil das 
aber im Zusammenhang mit der F._____ und gewissen Verwaltungsratsmandaten 
war, die ich hatte, hat die F._____ für gewisse Firmen schon vor meiner Zeit, als ich 
tätig war, Darlehen ausgelegt und Wirtschaftsförderung vom M._____ bekommen. 
In der Grössenordnung von EUR 600'000, ich korrigiere mich, CHF 600'000. Als die 
Gelder dann 2013 auf diesen Konten waren, wurde durch einen Mitarbeiter der 
F._____, den wir auch genannt hatten, klar gesagt, er hat mir dann das Du 
angeboten, 'Du musst mir einfach helfen, wir müssen diese Kredite zurückführen für 
die N._____ AG und die O._____ und auch für die Wirtschaftsförderung'. Insgesamt 
waren das 573'000 und dann hat er gesagt, 'Du brauchst Dir keine Gedanken 
machen. Wir nehmen jetzt einfach dieses Geld und zahlen diese Alt-Darlehen 
zurück, damit ich bei der Bank keine Probleme kriege. Ich versichere Dir, dass Du 
diese Gelder über eine andere Firma wieder als Kredit erhalten bekommst.' Darum 
geht es letztlich bei der F._____. […]. Das ist teilweise mündlich gewesen. Aber hier 
deswegen auch der Herr J._____. Er hat mich betreut von 2008 bis 2013, bis es zur 
Saldierung der Konten gekommen ist. Das sind über 5 Jahre. Ich hatte ein enges 
Verhältnis, praktisch täglich muss man dazu sagen. Darum geht es jetzt auch im 
Wesentlichen bei der Befragung der Zeugen. Das ist eine wesentliche 
Schlüsselposition was die Gelwäsche betrifft. […]" (act. A.1, S. 16). Die 
Ausführungen beziehen sich insbesondere auf die Abdisposition von Bankguthaben 
zugunsten der F._____ zur Tilgung von Darlehensforderungen der I._____ und 
betreffen damit zentrale Aspekte des untersuchten Lebenssachverhalts. Sowohl 
aus der Geheimhaltungsvereinbarung selbst als auch aus weiteren potenziellen 
Unterlagen könnten wesentliche Erkenntnisse zu den Hintergründen, dem Ablauf 
sowie zum Wissen involvierter Personen hinsichtlich der Herkunft und der 
wirtschaftlichen Berechtigung an den betreffenden Konten bzw. Vermögenswerten 
gewonnen werden. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass H._____ bis zur 
Hauptverhandlung vom 16. September 2024 in staatsanwaltschaftlichen 
Einvernahmen jegliche Aussage verweigert hatte (vgl. StA-act. 6.8, Register Nr. 9 
ff.) und nun von sich aus ausführliche Angaben zum Sachverhalt machte. Von den 
übrigen einvernommenen Mitarbeitenden der F._____ selbst konnten keine 
relevanten sachdienlichen Erkenntnisse gewonnen werden, konnten sie sich 
grösstenteils an die relevanten Umstände nicht mehr erinnern. Dies allein hätte 
Anlass zu weiteren Einvernahmen geboten. Gleichwohl unterliess es der 
fallführende Staatsanwalt – der die Anklage gegen H._____ vor dem 
Regionalgericht Plessur persönlich vertreten und somit Kenntnis von dessen 

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Aussagen erlangt hatte –, die dargelegten Anhaltspunkte im vorliegenden Verfahren 
weiterzuverfolgen. Es wäre ohne Weiteres möglich gewesen, mittels 
Editionsverfügung die Geheimhaltungsvereinbarung sowie die weiteren erwähnten 
Unterlagen von H._____ beizuziehen und ihn hierzu eingehend zu befragen. 
Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 6 StPO sind die 
Strafverfolgungsbehörden verpflichtet, den Sachverhalt von Amtes wegen 
abzuklären. Die Behörden haben demnach eigenständig, d. h. unabhängig von 
Parteianträgen oder -verhalten, alle sachdienlichen Beweise zu erheben (vgl. 
BGE 143 IV 288 E. 1.4.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1189/2018 vom 12. 
September 2019 E. 2.1.1). Dies gilt umso mehr, als die Aussagen sowie die 
fraglichen Unterlagen potenziell beweiserheblich sein könnten, um einen 
Tatverdacht zu begründen, der – wie das Bundesgericht festhielt – bislang nicht in 
hinreichender Weise vorlag und der eine Zwangsmassnahme gegenüber der 
F._____ (Edition von Bankunterlagen) rechtfertigen könnte, aus welchen 
gegebenenfalls weitere Erkenntnisse gewonnen werden können. Vor diesem 
Hintergrund ist der Schluss der Staatsanwaltschaft, wonach keine weiteren 
Ermittlungshandlungen ersichtlich seien, die den Tatverdacht beeinflussen könnten, 
nicht haltbar. Das Vorverfahren kann mithin nicht als abgeschlossen gelten. Die 
Einstellungsverfügung ist aufzuheben und an die Staatsanwaltschaft zur 
Weiterführung des Verfahrens zurückzuweisen.

6.3. An dieser Beurteilung ändert sich durch das Vorbringen der F._____ nichts. 
Der Umstand, dass über Jahre hinweg ein Verfahren ausschliesslich gegen 
H._____ geführt wurde und lediglich gegen ihn Anklage erhoben worden sei (act. 
A.6, Ziff. 9 ff.), ist unbeachtlich. Die fehlende Spruchreife beruht gerade auf den 
neuen Aussagen von H._____ und den sich daraus mutmasslich ergebenden neuen 
Ermittlungsansätzen bzw. Erkenntnisgewinnen. Die F._____ zieht sodann die 
Aussagekraft der Angaben von H._____ grundsätzlich in Zweifel, insbesondere im 
Hinblick auf mutmassliche Abreden mit Mitarbeitenden der F._____ sowie in Bezug 
auf weitere relevante Aspekte. Ebenso bestreitet sie die Existenz einer 
Geheimhaltungsvereinbarung (vgl. act. A.6, Ziff. 17 ff.). Auch dieses Vorbringen 
erweist sich als unbehelflich. Es wird Aufgabe der Staatsanwaltschaft sein, 
insbesondere den zentralen Aspekt – das mögliche Vorliegen einer 
Geheimhaltungsvereinbarung – weiter abzuklären, ebenso wie die neuen Aussagen 
von H._____. Entscheidend ist allein, dass aus diesen Umständen potenziell neue 
Erkenntnisse gewonnen werden können. Ob und in welchem Umfang sich solche 
Erkenntnisse letztlich tatsächlich ergeben, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht 
ausschlaggebend.  

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7. Ausstandsgesuch

7.1. Die Beschwerdeführer beantragen, Staatsanwalt lic. iur. L._____ habe in den 
Ausstand zu treten (act. A.1, Verfahrensantrag 3). Sie berufen sich hierfür auf Art. 
56 lit. f StPO. Die Zweite strafrechtliche Kammer des Obergerichts ist für dessen 
Beurteilung zuständig (Art. 59 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m. Art. 13 Abs. 1 OGV 
[BR 173.010]).

7.2. Gemäss Art. 56 lit. f StPO tritt eine in einer Strafbehörde tätige Person in den 
Ausstand, wenn sie aus anderen Gründen, insbesondere wegen Freundschaft oder 
Feindschaft mit einer Partei oder deren Rechtsbeistand, befangen sein könnte. Bei 
dieser Bestimmung handelt es sich um eine Generalklausel, welche alle 
Ausstandsgründe erfasst, die in Art. 56 lit. a-e StPO nicht ausdrücklich vorgesehen 
sind. Sie entspricht Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Danach hat jede 
Person Anspruch darauf, dass ihre Sache von einem unparteiischen, 
unvoreingenommenen und unbefangenen Gericht ohne Einwirken sachfremder 
Umstände entschieden wird. Die Rechtsprechung nimmt Voreingenommenheit und 
Befangenheit an, wenn Umstände vorliegen, die bei objektiver Betrachtung 
geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Gerichts zu erwecken. Solche 
Umstände können namentlich in einem bestimmten Verhalten des Gerichts 
begründet sein. Dabei ist nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei 
abzustellen. Das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss vielmehr in 
objektiver Weise begründet erscheinen. Es genügt, wenn Umstände vorliegen, die 
bei objektiver Betrachtung den Anschein der Befangenheit und 
Voreingenommenheit erwecken. Für die Ablehnung ist nicht erforderlich, dass das 
Gericht tatsächlich befangen ist (BGE 140 I 326 E. 5.1).

Verfahrensfehler können nur ausnahmsweise die Unbefangenheit in Frage stellen. 
Dabei müssen objektiv gerechtfertigte Gründe zur Annahme bestehen, dass sich in 
Rechtsfehlern gleichzeitig eine Haltung manifestiert, die auf fehlender Distanz und 
Neutralität beruht. Wird der Ausstandsgrund aus materiellen oder prozessualen 
Rechtsfehlern abgeleitet, so sind diese nur wesentlich, wenn sie besonders krass 
sind oder wiederholt auftreten, sodass sie einer schweren Amtspflichtverletzung 
gleichkommen und sich einseitig zulasten einer der Prozessparteien auswirken 
(zum Ganzen: BGE 143 IV 69 E. 3.2; 141 IV 178 E. 3.2.3; 138 IV 142 E. 2.3). Im 
Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens konnten keine entsprechenden 
qualifizierten Verfahrensfehler erkannt werden.

Hinsichtlich der Unparteilichkeit des Staatsanwalts im Sinne von Unabhängigkeit 
und Unbefangenheit kommt jedenfalls im Vorverfahren Art. 29 Abs. 1 BV ein mit 

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Art. 30 Abs. 1 BV weitgehend übereinstimmender Gehalt zu. Auch ein Staatsanwalt 
kann abgelehnt werden, wenn Umstände vorliegen, die objektiv geeignet sind, den 
Anschein der Befangenheit zu erwecken (BGE 127 I 196 E. 2b). 

7.3. Die Beschwerdeführer werfen dem fallführenden Staatsanwalt L._____ im 
Wesentlichen vor, er sei gegenüber der F._____ befangen und nicht in der Lage, 
das Verfahren mit der gebotenen Unabhängigkeit zu führen. So habe er das 
Verfahren voreilig eingestellt, ohne abzuwarten, dass die Beschwerdeführer ihre 
Beweisanträge einreichen konnten. Die Einstellungsverfügung sei übereilt erfolgt. 
Zudem habe er es unterlassen, von sich aus bei H._____ die Herausgabe relevanter 
Aktenstücke zu veranlassen, obwohl er hierzu verpflichtet gewesen wäre. 
Insgesamt habe er das Verfahren nur zögerlich betrieben und sei über längere Zeit 
untätig geblieben. Verschärfend komme hinzu, dass der Staatsanwalt früher im 
Rechtsdienst der F._____ tätig gewesen sei (act. A.1, S. 6 f.). 

7.4. Die Beschwerdeführer machen mit ihrem Vorbringen keine Befangenheit von 
Staatsanwalt L._____ glaubhaft. Der Vorwurf der übereiligen Verfahrenseinstellung 
zielt ins Leere. Mit Parteimitteilung vom 22. März 2024 wurde den Parteien die 
Einstellung des Verfahrens in Aussicht gestellt und sie wurden zur Einreichung von 
Beweisanträgen aufgefordert. Mit weiterem Schreiben vom 6. Mai 2024 nahm 
Staatsanwalt L._____ Bezug auf die daraufhin erfolgten Eingaben der 
Beschwerdeführer vom 2. Mai 2024, in welchen diese Beweisergänzungsanträge 
gestellt hatten (vgl. StA-act. 4.23-4.24). Er führte aus, dass die Staatsanwaltschaft 
vor Erlass einer allfälligen Einstellungsverfügung die Hauptverhandlung im 
Strafverfahren gegen H._____ (Proz. Nr. 515-2022-40) von Ende Juni 2024 und die 
Urteilseröffnung abwarten werde. Über die Abnahme weiterer Beweise im 
vorliegenden Strafverfahren werde, Änderungen vorbehalten, ebenfalls nach der 
Hauptverhandlung Ende Juni 2024 entschieden. Sodann teilte Staatsanwalt 
L._____ mit Schreiben vom 7. Oktober 2024 den Beschwerdeführern mit, dass, 
nachdem die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Plessur im Strafverfahren 
VV.2015.373 am 16. September 2024 bereits zum zweiten Mal sistiert worden und 
ein neuer Termin nicht ersichtlich sei, das vorliegende Verfahren fortgesetzt werde. 
Gleichzeitig lehnte er die Beweisanträge vom 2. Mai 2024 ab (StA-act. 4.26). 
Infolgedessen hätten die Beschwerdeführer mit einer bevorstehenden Einstellung 
zumindest rechnen können (zumal die Parteimitteilung vom 22. März 2024 nach wie 
vor Gültigkeit besass [vgl. StA-act. 1.16]) und um Abnahme weiterer Beweise mit 
Hinweis auf die Erkenntnisse aus der über einen Monat zurückliegenden 
Hauptverhandlung ersuchen können. Jedenfalls ist im erwähnten Vorgehen kein 
qualifizierter Verfahrensfehler erkennbar. Gleiches ist hinsichtlich der 

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unterbliebenen Beweiserhebung von Amtes wegen im Nachgang der 
Hauptverhandlung vom 16. September 2024 (vgl. dazu E. 6) festzustellen. Soweit 
die Beschwerdeführer sodann eine Verfahrensverzögerung geltend machen, 
welche die Unbefangenheit von Staatsanwalt L._____ begründen soll, ist eine 
solche – jedenfalls bewusste Verzögerung – nicht ersichtlich. Zudem stünde den 
Beschwerdeführern diesfalls die Möglichkeit einer Rechtsverzögerungsbeschwerde 
frei, was bis dato unterblieben ist. Eine qualifizierte Nachlässigkeit von Staatsanwalt 
L._____ im Entsiegelungsverfahren ist nicht auszumachen, zumal erst das 
Bundesgericht das Gesuch, nachdem es vom kantonalen 
Zwangsmassnahmengericht gutgeheissen worden war, abwies (vgl. dazu StA-act. 
6). Insgesamt liegen keine genügenden Anhaltspunkte vor, die Zweifel an der 
Unbefangenheit von Staatsanwalt L._____ begründen würden. Das Gesuch ist 
abzuweisen. 

8. Kosten Beschwerdeverfahren und Ausstandsverfahren

8.1. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Kosten des 
Beschwerdeverfahrens zulasten des Kantons Graubünden (Art. 428 Abs. 4 StPO). 
Sie werden in Anwendung von Art. 7 Abs. 1 VGS (BR 350.210) auf CHF 2'000.00 
festgesetzt. 

8.2. Die obsiegenden Beschwerdeführer (Privatkläger) wären aufgrund des 
Verfahrensausganges vom Kanton Graubünden grundsätzlich für die 
Aufwendungen ihrer Vertretung zu entschädigen (Art. 436 Abs. 3 StPO; vgl. zum 
Ganzen: WEHRENBERG/FRANK, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, Art. 436 N. 14 ff. 
m.w.H.). Sie machen zwar eine Entschädigung geltend (act. A.1, Antrag Ziff. 2), 
unterliessen es aber, diese zu beziffern und zu belegen, sodass nach Art. 426 Abs. 
1 i.V.m. Art. 433 Abs. 2 StPO darauf nicht einzutreten ist. Folglich ist ihr keine 
Entschädigung zuzusprechen (vgl. Beschluss des Kantonsgerichts von 
Graubünden SK2 22 13 vom 7. Dezember 2022 E. 8.2 m.w.H.). 

8.3. Die F._____ hat die Abweisung der Beschwerde beantragt (vgl. act. A.4, 
Antrag Ziff. 1) und sich daher mit der angefochtenen Einstellungsverfügung 
identifiziert. Sie gilt somit als unterliegend, sodass sie keinen Anspruch auf eine 
Entschädigung hat (PKG 2021 Nr. 1 E. 4). 

8.4. Demgegenüber sind die Gesuchskosten gemäss Art. 59 Abs. 4 StPO den 
Beschwerdeführern aufzuerlegen. Sie werden in Anwendung von Art. 10 Abs. 1 
VGS (BR 350.210) auf CHF 1'000.00 festgesetzt. Die F._____ liess sich zum 

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Ausstandsgesuch nicht vernehmen, sodass ihr keine Entschädigung zuzusprechen 
ist. 

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Es wird erkannt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Einstellungsverfügung vom 11. 
Oktober 2024 aufgehoben und die Sache an die Staatsanwaltschaft 
Graubünden zur Fortführung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen 
zurückgewiesen. 

2. Das Ausstandsgesuch wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'000.00 gehen zu Lasten 
des Kantons Graubünden (Obergericht).  

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen 
gesprochen.

5. Die Kosten des Ausstandsverfahrens von CHF 1'000.00 gehen zu Lasten 
von B._____, C._____, D._____ sowie E._____ und werden mit der von 
diesen geleisteten Sicherheit von CHF 4'000.00 verrechnet. Der Restbetrag 
von CHF 3'000.00 wird B._____, C._____, D._____ sowie E._____ vom 
Obergericht erstattet.

6. Für das Ausstandsverfahren werden keine Parteientschädigungen 
zugesprochen.

7. [Rechtsmittelbelehrung] 

8. [Mitteilung an:]