# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0e07fd6-b889-563e-b32c-5e272c4f015b
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2026-01-13
**Language:** de
**Title:** 7B_1423/2025 13.01.2026
**Docket/Reference:** 7B_1423/2025
**URL:** https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F13-01-2026-7B_1423-2025&print=yes&zoom=

## Full Text

Bundesgericht
Tribunal fdral
Tribunale federale
Tribunal federal
7B_1423/2025
Urteil vom 13. Januar 2026
II. strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,
Gerichtsschreiberin Sauthier.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdefhrer,
gegen
1. Urs Gmnder, Prsident der Anklagekammer
des Kantons St. Gallen, Klosterhof 1, 9000 St. Gallen,
2. Thomas Kellenberger, Mitglied der Anklagekammer
des Kantons St. Gallen, Klosterhof 1, 9000 St. Gallen,
3. Franziska Ammann, Mitglied der Anklagekammer
des Kantons St. Gallen, Klosterhof 1, 9000 St. Gallen,
4. Angela Frehner-Geisselhardt, Gerichtsschreiberin der Anklagekammer des Kantons St. Gallen, Klosterhof 1, 9000 St. Gallen,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Ausstand; Nichteintreten,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 18. November 2025 (ST.2025.112-SK3).
Erwgungen:
1.
A.________ erhob mit Eingabe vom 29. Dezember 2025 Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 18. November 2025 betreffend Ausstand.
2.
2.1. Nach Art. 42 Abs. 1 BGG haben Rechtsschriften die Begehren, deren Begrndung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Gemss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begrndung in gedrngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die vor Bundesgericht zulssigen Beschwerdegrnde ergeben sich aus den Art. 95 ff. BGG. Die Beschwerde muss sich wenigstens kurz mit den Erwgungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen; rein appellatorische Kritik reicht nicht aus. Gengt die Beschwerde den Begrndungsanforderungen nicht, ist auf sie nicht einzutreten (BGE 148 IV 356 E. 2.1, 39 E. 2.3.5; 147 IV 73 E. 4.1.2).
2.2. Die Vorinstanz ist auf das Ausstandsgesuch des Beschwerdefhrers nicht eingetreten. Zur Begrndung fhrte sie aus, es sei kein von ihm angeblich veranlasstes Ermchtigungsverfahren betreffend Erffnung einer Strafuntersuchung gegen ein Behrdenmitglied hngig, weshalb die betroffenen Personen auch nicht befangen sein knnten. Sofern es sich um eine neue Strafklage handle, sei die Strafkammer dafr nicht direkt zustnd ig. Anstatt sich mit diesen Erwgungen sachgerecht und nachvollziehbar auseinanderzusetzen, beschrnkt sich der Beschwerdefhrer in seiner usserst weitschweifigen und teilweise schwer verstndlichen Beschwerde darauf, seine eigene Sichtweise darzulegen und pauschale Vorwrfe zu erheben. Dabei wirft er den kantonalen Behrden eine "systematische Verweigerung von Grundrechtsgarantien gegenber Mitarbeiterfamilien in missiogebundenen Dienstverhltnissen" vor und macht eine Befangenheit gesttzt auf die "Grundrechtsbindung von Ordinaten" geltend. Mit dieser ausschweifenden und rein appellatorischen Kritik vermag der Beschwerdefhrer indessen nicht darzutun, inwiefern die Begrndung der Vorinstanz, welche zum Nichteintreten auf das Ausstandsgesuch gefhrt hat, rechts- oder verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde erfllt die massgeblichen gesetzlichen Formerfordernisse offensichtlich nicht (vgl. E. 2.1 hiervor). Auf sie ist daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten.
Das Gesuch um aufschiebende Wirkung sowie Sistierung wird damit gegenstandslos.
3.
Das Gesuch des Beschwerdefhrers um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen, da sich die Beschwerde als aussichtslos erweist (Art. 64 Abs. 1 BGG). Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden Beschwerdefhrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Lage ist bei der Bemessung der Gerichtsgebhr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Demnach erkennt die Einzelrichterin:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdefhrer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, und dem Staat St. Gallen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 13. Januar 2026
Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Einzelrichterin: Koch
Die Gerichtsschreiberin: Sauthier