# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 20aa0845-b3c1-57d3-99b0-d38691da1c08
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.06.2013 UV 2011/88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-88_2013-06-20.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/88

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 20.06.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2013
UVG Art. 6 Abs. 1: Teilkausalität und damit natürlicher 
Kausalzusammenhang einer Fussoperation zu einem Unfall rund drei Jahre 
zuvor auch aufgrund des Gerichtsgutachtens nicht ausgewiesen. Verneinung 
der weiteren Leistungspflicht durch Beschwerdegegnerin daher zu Recht 
erfolgt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. 
Juni 2013, UV 2011/88).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Karin Huber Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 20. Juni 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.

A.a  Mit Entscheid vom 23. Mai 2011 hatte das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen im Verfahren UV 2010/63 die Beschwerde von A.___ gegen den 

Einspracheentscheid der Zürich Versicherungs-Gesellschaft vom 1. Juli 2010 

abgewiesen und - wie zuvor die Unfallversicherung - eine weitere Leistungspflicht für 

die Folgen des Unfalls vom 16. März 2006 über Ende Dezember 2008 hinaus verneint.

A.b  Die gegen das kantonale Urteil erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht 

mit Urteil vom 19. Oktober 2011 (Proz. 8C_515/2011) teilweise gut. Es wies die Sache 

an das kantonale Gericht als Vorinstanz zurück, damit es nach erfolgter Abklärung im 

Sinn der Erwägungen über die Beschwerde neu entscheide. Das Bundesgericht 

ordnete dazu ein Gerichtsgutachten an zur Klärung der Frage, ob die Befunde am 

linken Fuss der Beschwerdeführerin im Sinn mindestens einer Teilkausalität auf das 

Unfallereignis vom 16. März 2006 zurückzuführen seien.

B.

B.a  Aufgrund der Vorgaben des Bundesgerichts und nachdem die Parteien Gutachter 

vorgeschlagen, zu den Fragen an die begutachtende Person und zur Form des 

Aktengutachtens Stellung genommen hatten (act. G 1 ff.), wurde am 28. März 2012 

PD Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Chirurgie, Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparats, mit der Begutachtung der 

Beschwerdeführerin beauftragt (act. G 22). Der Experte wurde darauf hingewiesen, 

dass das Gericht davon ausgehe, die Fragen könnten in einem Aktengutachten 

beantwortet werden. Sollte er jedoch zum Schluss kommen, die Patientin persönlich 

untersuchen zu müssen, möchte er diese persönlich aufbieten.

B.b  Das Aktengutachten von Dr. B.___, datiert vom 29. Oktober 2012, ging am 

29. Oktober 2012 beim Gericht ein und wurde den Parteien am 30. Oktober 2012 für

eine allfällige Stellungnahme zugestellt (act. G 25 f.). Auf Begehren der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführerin hin wurde Dr. B.___ am 4. Dezember 2012 eine Zusatzfrage 

gestellt (act. G 33). Diese wurde vom Experten nach mehreren - mündlichen und 

schriftlichen - Mahnungen am 27. Mai 2013 beantwortet (act. G 37). Die Parteien 

erhielten wiederum Gelegenheit zur Stellungnahme, die sie am 31. Mai bzw. 6. Juni 

2013 abgaben (act. G 39 f.).

C.

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen 

Akten, insbesondere das Gutachten von Dr. B.___ vom 29. Oktober 2012 und seine 

Antwort vom 27. Mai 2013 auf die Zusatzfrage, wird in den nachfolgenden Erwägungen 

näher eingegangen, soweit für den Entscheid erforderlich.

Erwägungen:

1. 

1.1 Zu beurteilen bleibt die Unfallkausalität der über Dezember 2008 hinaus anhaltend 

geklagten Gesundheitsbeeinträchtigungen der Beschwerdeführerin an ihrem linken 

Fuss und gestützt darauf das allfällige Andauern der Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin.

1.2 Zur Beurteilung dieser Fragen sind das Gutachten von Dr. B.___ vom 29. Oktober 

2012 (act. G 25) und seine Antwort vom 27. Mai 2013 auf die Zusatzfrage (act. G 37) 

und dadurch im Ergebnis die gesamte medizinische Aktenlage zu würdigen. Die 

rechtlichen Grundlagen (inklusive Rechtsprechung) zum Beweiswert von ärztlichen 

Berichten wurden bereits im Entscheid vom 23. Mai 2011 (Proz. Nr. UV 2010/63), 

E. 1.3, dargelegt und vom Bundesgericht in E. 3 seines Urteils vom 19. Oktober 2011 

(8C_515/2011) bestätigt und ergänzt. Darauf kann verwiesen werden. Für 

Gerichtsgutachten gilt ergänzend, dass von der Einschätzung des medizinischen 

Experten nur abgewichen werden kann, wenn dafür zwingende Gründe vorliegen (vgl. 

BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar [Kommentar zum 

Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; {ATSG; 

SR 830.1}], 2. Aufl. Zürich 2009, N 35 zu Art. 43; Jean-Maurice Frésard / Margit Moser-

Szeless, L'assurance-accidents obligatoire, S. 1026 Rz 689, in: Schweizerisches 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, Hrsg. Ulrich Meyer, 2. Aufl. 

Basel 2007). Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise 

widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in 

überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende 

Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche 

Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, 

die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass sie die 

Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt halten, sei es, dass sie ohne 

Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen 

ziehen (BGE 125 V 353 E. 3b/aa).

2. 

2.1 Dr. B.___ legte in seinem Gutachten dar, Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, habe bei der 

Untersuchung der Beschwerdeführerin am 25. Juli 2005 eine Druckdolenz im Bereich 

des Spring-Ligaments sowie im Bereich der distalen Tibialis posterior Sehne 

festgestellt, sei von einer Insuffizienz des Spring-Ligaments ausgegangen und habe 

eine Läsion der Tibialis posterior Sehne vermutet (UV-act. ZM50-49). Aufgrund des 

Magnetresonanztomogramms (MRI bzw. MRT) vom 23. August 2005, dessen 

unauffälligen Befund Dr. C.___ nicht habe nachvollziehen können, habe vor dem Unfall 

eine interstitielle, das heisse, die inneren Fasern der Tibialis posterior Sehne 

betreffende Sehnenveränderung sowie ein leicht verbreitetes Sehnengewebe des 

sogenannten Spring-Ligaments (Ligamentum calcaneo naviculare) bestanden; dies 

gemäss seiner Auswertung aufgrund des MRT-Referenzwerks von David Stoller. Die 

Veränderungen in diesem anatomischen Areal würden mit grosser Sicherheit auch im 

Zusammenhang stehen mit dem am 26. November 1996 von Dr. med. E.___ 

durchgeführten Eingriff mit Entfernung des Os tibiale externum. Somit habe bei der 

Patientin im Juli 2005 bereits eine relevante Vorschädigung im Bereich der medialen 

Fusswurzel bestanden. Wegen Resistenz auf die konservative Therapie habe Dr. C.___ 

gemeinsam mit ihr im August 2005 (richtig am 5. September 2005 anlässlich der 

Besprechung des MRI; vgl. Bericht Dr. C.___ vom 7. September 2005, UV-act. 

ZM52-51) die Indikation zum Stabilisierungseingriff gestellt. Dieser sei aus beruflichen 

Gründen (gemeint: aus bei der Patientin liegenden beruflichen Gründen) nicht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

durchgeführt worden. Zur Frage nach einer überwiegend wahrscheinlichen Teilruptur 

der Tibialis posterior Sehne anlässlich des Unfallereignisses vom 16. März 2006 führte 

Dr. B.___ im Gutachten vom 29. Oktober 2012 aus, eine neu aufgetretene, 

überwiegend wahrscheinliche Teilruptur der Tibialis posterior Sehne sei in seinen 

Augen unwahrscheinlich. Da im Rahmen des am 16. März 2006 erlittenen Unfalls keine 

Vergleichs-MR-Untersuchung des linken Fusses und Sprunggelenks durchgeführt 

worden sei, sei eine Beurteilung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht 

mehr möglich. Obwohl die Untersuchungssequenzen der MRI vom 23. August 2005 

(Besprechung vom 5. September 2005, UV-act. ZM52-51) und vom 14. April 2008 

(Bericht Dr. D.___, Institut für Radiologie am Kantonsspital St. Gallen, UV-act. ZM34) 

nicht 100%ig übereinstimmten, ergebe der Vergleich der Bilder eine quasi identische 

interstitielle (partielle) Läsion der Tibialis posterior Sehne. In der Antwort vom 27. Mai 

2013 auf die Zusatzfrage (act. G 37) unterstrich Dr. B.___, dass bildmorphologisch kein 

Hinweis für eine neu aufgetretene (makro-)strukturelle Instabilität gesehen werden 

könne. Ob eine weder durch klinische Untersuchung noch durch Bildgebung 

nachweisbare strukturelle Mikroinstabilität eingetreten sei, könne durch den Gutachter 

konklusiv weder bewiesen noch ausgeschlossen werden und bleibe somit spekulativ. 

Der Gutachter hielt zu den Befunden anlässlich der Operation vom 6. Januar 2009 fest, 

die intraoperative Sehnenqualität (der Tibialis posterior Sehne) sowie des Spring-

Ligaments sei nicht näher erläutert worden. Er wies dabei zu Recht darauf hin, dass 

Dr. C.___ zwei verschiedene Berichte über die Operation vom 6. Januar 2009 verfasst 

hatte. In der Fassung, die von der Beschwerdegegnerin als ZM42-41 zu den Akten 

genommen worden war, lautete die Diagnose: "Progredienter Knick-Senkfuss bei 

Tibialis posterior Sehneninsuffizienz". Bei der Indikation hatte der Operateur angeführt, 

die Tibialis posterior Sehne sei schon einmal revidiert worden, jedoch sei der Knickfuss 

progredient. Demgegenüber hatte er in der Fassung, die am 3. März 2009 bei der 

Beschwerdegegnerin eingegangen und als ZM56-55 zu den Akten genommen worden 

war, die Diagnose mit "Progredienter Knick-Senkfuss bei alter Tibialis posterior 

Sehnenruptur links" angegeben und bei der Indikation anstelle des Hinweises auf die 

frühere Revision angeführt: "Nach einem Trauma vor drei Jahren Ruptur mit 

zunehmender Insuffizienz." Dr. B.___ führte zu diesen Diskrepanzen lediglich an, es sei 

für ihn nicht nachvollziehbar, weshalb in diesem Fall zwei unterschiedliche 

Operationsberichte durchgeführt worden seien. Das Erstellen von zwei verschiedenen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Versionen des Berichts über die Operation vom 6. Januar 2009 durch Dr. C.___ ist 

scharf zu verurteilen, insbesondere wenn dadurch die Beschwerdegegnerin veranlasst 

werden sollte, den natürlichen Kausalzusammenhang derselben zum Unfallereignis 

vom 16. März 2006 zu anerkennen. Zu diesem Zweck dürfte jedenfalls das Schreiben 

vom 17. März 2009 (UV-act. ZM57) verfasst worden sein.

2.2 Eine Totalruptur der Tibialis posterior Sehne war, entgegen der 

Indikationsbeschreibung von Dr. C.___ in der zweiten Version des Operationsberichts 

vom 6. Januar 2009, somit zu keiner Zeit ausgewiesen. Vielmehr zeigte sich, wie 

Dr. B.___ begründet darlegte, in den MRI vom 23. August 2005 und vom 14. April 2008 

(UV-act. ZM52-51 und ZM34) ein identisches Bild, waren die zwei Jahre nach dem 

Unfall erhobenen interstitiellen Läsionen der Tibialis posterior Sehne bereits im August 

2005 vorhanden und konnte keine, durch den Unfall neu verursachte makrostrukturelle 

Instabilität nachgewiesen werden. Eine strukturelle Mikroinstabilität liess und lässt sich 

jedoch nicht nachweisen (vgl. Antwort Dr. B.___ vom 27. Mai 2013 auf die Zusatzfrage, 

act. G 37). Damit ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen, dass der 

Unfall vom 16. März 2006 zu einer Schädigung des linken Fusses geführt hatte. Diese 

Beweislosigkeit geht zu Lasten der Beschwerdeführerin, die aus der allfälligen 

(Teil-)Kausalität eine über Dezember 2008 hinaus andauernde Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin auch für die Behandlung ihres linken Fusses ableiten wollte.

3. 

3.1 Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme zur Antwort von Dr. B.___ 

auf die Zusatzfrage geltend machen lässt, es könne nicht akzeptiert werden, dass ein 

reines Aktengutachten durchgeführt worden sei, ist ihr entgegenzuhalten, dass sie sich 

widersprüchlich verhält. In der 2. Stellungnahme vom 2. Januar 2012 zum Auftrag für 

das Gerichtsgutachten (act. G 5) hatte sie ausführen lassen, die Gutachter sollten 

selber entscheiden, ob sie bei der Probandin noch eine körperliche Untersuchung 

durchführen wollten. Entsprechend wurde es in der Formulierung des Auftrags vom 

28. März 2012 Dr. B.___ offengelassen, ob er die Beschwerdeführerin noch zu einer 

persönlichen Untersuchung aufbieten wollte (act. G 22). Abgesehen von ihrer 

Zustimmung zu einem reinen Aktengutachten muss sich die Beschwerdeführerin auch 

entgegenhalten lassen, dass es beim Gutachten um die Beurteilung von Sachverhalten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ging, die in der Vergangenheit lagen, und am linken Fuss der Beschwerdeführerin 

weitere Operationen stattgefunden hatten, weshalb die Akten und insbesondere die 

MRI und Röntgenbilder zu vergleichen waren. Es handelte sich somit um Beurteilungen 

zu denen eine körperliche Untersuchung der Beschwerdeführerin nichts beitragen 

konnte.

3.2 Auch aus dem langen Zeitraum, den es dauerte, bis Dr. B.___ die Zusatzfrage 

beantwortete, lässt sich nichts zu Gunsten oder zu Lasten einer Partei ableiten. Der 

Experte war im Gutachterauftrag vom 28. März 2012 ausdrücklich auf seine Pflichten, 

nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln aufmerksam gemacht worden und 

darauf, dass er zur Verschwiegenheit verpflichtet sei und für seine Tätigkeit der 

Strafandrohung von Art. 307 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB; SR 311.0; 

Falsches Zeugnis. Falsches Gutachten. Falsche Übersetzung) unterstehe (act. G 22). 

Indem die Beschwerdeführerin ausführte, es sei in Frage zu stellen, ob und inwiefern 

die Beantwortung der Zusatzfrage noch in Kenntnis der Akten erfolgt sei, machte sie 

eine reine Unterstellung, ohne aber irgendwelche Anhaltspunkte dafür zu liefern, dass 

dem so sei. Entsprechende Hinweise ergeben sich denn auch keine aus der Antwort 

von Dr. B.___; vielmehr nahm der Experte die geforderte Präzisierung seiner 

Ausführung im Gutachten vom 29. Oktober 2012 vor (act. G 25, G37).

4. 

4.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen besteht keine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin über Ende 2008 hinaus für die Behandlung des linken Fusses. Die 

Beschwerde vom 27. August 2010 ist daher abzuweisen.

4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.3 Die im Gerichtsverfahren angefallenen Kosten des Gutachtens von Dr. B.___ im 

Umfang von Fr. 3'150.-- (Rechnung vom 24. Juni 2013 [act. G 43]) sind durch die 

Beschwerdegegnerin zu tragen. Denn das Gerichtsgutachten und die entsprechenden 

Kosten wurden durch die bis dahin unvollständigen medizinischen Akten verursacht. 

Mit Blick auf die Untersuchungspflicht der Verwaltung ist dieser Mangel dem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Risikobereich der Unfallversicherung zuzuschreiben (vgl. Kieser, a.a.O., N 12 ff. zu 

Art. 45, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  Die im Gerichtsverfahren angefallenen Kosten des Gutachtens von PD Dr. med. 

B.___ von Fr. 3'150.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2013
	UVG Art. 6 Abs. 1: Teilkausalität und damit natürlicher Kausalzusammenhang einer Fussoperation zu einem Unfall rund drei Jahre zuvor auch aufgrund des Gerichtsgutachtens nicht ausgewiesen. Verneinung der weiteren Leistungspflicht durch Beschwerdegegnerin daher zu Recht erfolgt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2013, UV 2011/88).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T10:37:49+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen