# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae55860c-35be-5226-aa5b-711fdcb6fdfe
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.07.2009 D-4455/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4455-2009_2009-07-15.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4455/2009
sch/bah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, Geburtsdatum unbekannt,
Georgien,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4455/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer Georgien eigenen  Angaben  zufolge 
18. November  2008  verliess  und  am  24. November 2008  in  der 
Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass er bei der Erstbefragung, die am 10. Dezember 2008 im Transit-
zentrum Altstätten durchgeführt wurde, und der Anhörung zu den Asyl-
gründen vom 25. Juni 2009 im Wesentlichen geltend machte, er sei im 
Dorf B._______ in der Region C._______ aufgewachsen,

dass er am (...) geboren worden sei,

dass sein Vater, nachdem am 7. August 2008 der Krieg ausgebrochen 
sei, rekrutiert worden sei, die Armee jedoch am folgenden Tag verlas-
sen  und  sich  zu  seiner  in  D._______  lebenden  Freundin  begeben 
habe,

dass er seinen Vater in D._______ besucht habe, als dieser von einer 
Spezialeinheit der Armee abgeholt worden sei,

dass sein Vater Gegenwehr geleistet habe und es zu einer Schiesserei 
gekommen sei,

dass ihm (dem Beschwerdeführer) die Flucht gelungen und sein Vater 
festgenommen worden sei,

dass  der  Vorgesetzte  seines  Vaters  behauptet  habe,  er  sei  an  der 
Schiesserei beteiligt gewesen, weshalb er nun gesucht werde,

dass er sich anschliessend an verschiedenen Orten aufgehalten habe 
und im November 2008 mit Hilfe des Geldes, das ihm sein Vater am 
Tag dessen Verhaftung gegeben habe, ausgereist sei,

dass ein vom BFM beauftragter Arzt am 10. Dezember 2008 anhand 
eines  Röntgenbildes  der  linken  Hand  des  Beschwerdeführers  eine 
Knochenaltersschätzung  durchführte  und  in  seinem  Bericht  vom 
11. Dezember 2008 zum Schluss gelangte, das wahrscheinliche Alter 
desselben liege bei 19 Jahren oder höher,

dass die dem Beschwerdeführer von der kantonalen Behörde beige-
ordnete  Vertrauensperson  dem BFM am 23. Juni  2009  mitteilte,  sie 

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werde  an  dessen  Anhörung  vom 25.  Juni  2009  aus  Termingründen 
nicht teilnehmen,

dass aufgrund des Aussehens und des Verhaltens des Beschwerde-
führers davon ausgegangen werde, dieser sei älter als von ihm ange-
geben,

dass das BFM mit  Verfügung vom 2. Juli  2009 – eröffnet  am 7. Juli 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  dem Be-
schwerdeführer sei  es nicht gelungen, die geltend gemachte Minder-
jährigkeit zu belegen oder glaubhaft zu machen,

dass keine entschuldbaren Gründe für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren vorlägen,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage 
nicht erforderlich seien,

dass für den genauen Inhalt der Verfügung auf die Akten zu verweisen 
ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Juli 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich auf-
zuheben, sein Asylgesuch sei materiell  zu prüfen, indem die Angele-
genheit an das BFM zurückgewiesen werde, eventualiter sei das Be-
schwerdeverfahren bis zu seiner Volljährigkeit zu sistieren, und es sei 
ihm die unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) zu gewähren,

dass für die Begründung der Beschwerde auf die Akten zu verweisen 
und,  soweit  entscheidwesentlich,  nachfolgend  auf  diese  einzugehen 
ist,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 14. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 

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der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe sinngemäss rügt, er sei 
von der Vorinstanz zu Unrecht als volljährig betrachtet worden,

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Asylverfahrens keinerlei 
Identitätspapiere zu den Akten gab, mit denen er das von ihm angege-
bene Geburtsdatum belegen konnte,

dass er lediglich geltend machte, seine Eltern hätten ihm gesagt,  er 
sei am 1. September 1991 geboren worden (vgl. act. A23/21 S. 4),

dass eine vom BFM in Auftrag gegebene Knochenaltersschätzung er-
gab,  das  chronologische  Alter  des  Beschwerdeführers  liege  bei  19 
Jahren oder höher,

dass das BFM aufgrund des Aussehens des Beschwerdeführers und 
diverser Ungereimtheiten in seinen Aussagen zum Lebenslauf zur Auf-
fassung gelangte, bei ihm handle es sich um eine volljährige Person,

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dass auch die dem Beschwerdeführer beigeordnete Vertrauensperson 
zum Schluss gelangte, der Beschwerdeführer sei älter als er angege-
ben habe,

dass durch das Ergebnis der Knochenaltersschätzung zwar nicht zwin-
gend auf  die  Volljährigkeit  des  Beschwerdeführers  geschlossen wer-
den kann, diese aber zumindest ein Indiz für die Annahme derselben 
darstellt  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30 E. 6.2 S. 210 f.),

dass  das  BFM  im  Rahmen  einer  Gesamtbeurteilung  aufgrund  des 
Aussehens, der Erscheinung und der Aussagen anlässlich der Befra-
gung zum Alter, zu den Ursachen der Papierlosigkeit und zum Reise-
weg von der  Unglaubhaftigkeit  der  behaupteten Minderjährigkeit  des 
Beschwerdeführers ausgehen durfte, zumal gemäss gefestigter Recht-
sprechung die asylsuchende Person in materieller Hinsicht die Beweis-
last dafür trägt, dass die geltend gemachte Minderjährigkeit zumindest 
glaubhaft  gemacht wird, da sie aus dieser Tatsache Rechte zu ihren 
Gunsten ableiten will (vgl. EMARK 2000 Nr. 19 E. 8b; EMARK 2001 Nr. 
22 und 23; EMARK 2004 Nr. 30 E. 4.1; alle unter Verweis auf Art. 8 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 
210]), ansonsten die asylsuchende Person die Folgen der Beweislosig-
keit trägt,

dass  dem  Beschwerdeführer  während  der  Anhörung  vom  25.  Juni 
2009 sowohl das Ergebnis der Knochenaltersschätzung vom 11. De-
zember 2008 als auch die Auffassung der ihm beigeordenten Vertrau-
ensperson, sie halte ihn für älter, mitteilte und ihm dazu das rechtliche 
Gehör gewährte (vgl. act. A23/21 S. 9 f.),

dass das BFM aufgrund dieser Konstellation die Anhörung in  Abwe-
senheit  der  Vertrauensperson weiterführen durfte,  zumal  es  –  selbst 
bei Annahme, beim Beschwerdeführer hätte es sich um eine minder-
jährige Person gehandelt  – in deren Ermessen liegt, ob sie an einer 
Anhörung teilnehmen will oder nicht,

dass  der  Eventualantrag,  das  Beschwerdeverfahren sei  zu  sistieren, 
bis der Beschwerdeführer die Volljährigkeit erreicht habe, aufgrund der 
vorstehenden Erwägungen gegenstandslos geworden ist,

dass das BFM dem Beschwerdeführer bei der Anhörung die Einschät-
zung der Vertrauensperson, er sei älter, als er angegeben habe, mit-

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teilte und ihm dazu das rechtliche Gehör gewährte, die entsprechende 
Akte  A22/1  jedoch  nach  Abschluss  des  vorinstanzlichen  Verfahrens 
nicht zustellte,

dass  an  diesem  Aktenstück  keinerlei  Geheimhaltungsgründe  beste-
hen,  weshalb  dem  Beschwerdeführer  aus  Transparenzgründen  eine 
Kopie derselben zuzustellen ist (gestützt auf Art. 27 Abs. 1 Bstn. a und 
b VwVG sind lediglich Informationen über die Identität der beteiligten 
Personen abzudecken),

dass in der Beschwerde zudem gerügt wird, die Vorinstanz habe mit 
der angefochtenen Verfügung die in Art. 37 Abs. 1 AsylG vorgesehene 
Frist überschritten, 

dass  gemäss  Art.  37  Abs.  1  AsylG  im  erstinstanzlichen  Verfahren 
Nichteintretensentscheide in der Regel innerhalb von zehn Arbeitsta-
gen nach der Gesuchstellung zu treffen und summarisch zu begrün-
den sind, 

dass das BFM bei  Verwirklichung der im Gesetz festgelegten Tatbe-
standsmerkmale  auch  dann  einen  Nichteintretensentscheid  fällen 
muss, wenn die massgebliche Entscheidungsfrist von zehn Arbeitsta-
gen (weit) überschritten wurde, 

dass es sich dabei nämlich um eine so genannte Ordnungs- und nicht 
um eine Verwirkungsfrist handelt, was sich aus der Formulierung, wo-
nach die entsprechende Verfügung "in der Regel" innerhalb der Frist 
zu treffen ist, ergibt, 

dass demnach Nichteintretensentscheide durchaus auch nach Ablauf 
der gesetzlichen Entscheidungsfrist gefällt  werden können bzw. müs-
sen (vgl. dazu EMARK 2002 Nr. 15 zur damals noch geltenden Ent-
scheidungsfrist von 20 Tagen), 

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 

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Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und 7  AsylG  die 
Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG) 
oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG),

dass der Feststellung des BFM, welcher der Beschwerdeführer nichts 
Stichhaltiges entgegenzusetzen vermag, aufgrund seiner widersprüch-
lichen und unsubstanziierten Schilderungen zum angeblichen Verlust 
der  Geburtsurkunde,  den  Gegebenheiten  zu  seiner  Herkunftsregion 
und den Angaben zu seiner Reise sei davon auszugehen, dass er mit 
eigenen Reisepapieren in die Schweiz gereist sei und diese in der Fol-
ge pflichtwidrig  den Asylbehörden nicht  abgegeben habe (vgl. Art. 8 
Abs. 1 Bst. b AsylG), beizupflichten ist,

dass diesbezüglich auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfü-
gung zu verweisen ist,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der  Direktanhörung vom 25. Juni  2009 präsentierte,  unter  Ver-
zicht  auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im 
Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen wer-
den konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, und 
ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hin-
dernisse  entgegen  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  und c  AsylG;  vgl.  BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass sich die Vorbringen des Beschwerdeführers angesichts der in der 
vorinstanzlichen Verfügung dargelegten zahlreichen Widersprüche und 
Ungereimtheiten in seinen Aussagen als haltlos erweisen,

dass aufgrund der Unstimmigkeiten in seinen Aussagen insbesondere 
nicht  überzeugend  erscheint,  dass  sein  Vater  festgenommen und  er 
selbst von den heimatlichen Behörden gesucht worden sei,

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dass anstelle von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen in 
der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, zumal der Beschwer-
deführer diesen nichts Substanzielles entgegenhält,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 

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und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Georgien droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Georgien noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 
Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vor-
liegend zumutbar ist,

dass der Beschwerdeführer jung und - soweit aktenkundig - gesund ist 
und über eine durchschnittliche Schulbildung sowie über ein verwandt-
schaftliches Netz (Vater und Mutter) verfügt, weshalb nicht davon aus-
zugehen ist, er würde bei einer Rückkehr in eine Situation geraten, die 
als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Bestimmungen 
zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die eingereichte Be-
schwerde als aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 

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SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 
1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen:  Kopie  der  Akte 
A22/1, Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Telefax und Kurier; in Kopie)

- die kantonale Behörde (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand: 

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