# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d8d8e8b-7bea-57b7-ba62-f2f3c1ca7240
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-21
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 21.09.2015 605 2013 198
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2013-198_2015-09-21.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2013 198

Urteil vom 21. September 2015

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud
Richter: Josef Hayoz, Christian Pfammatter
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführer     

gegen

SOLIDA VERSICHERUNGEN AG, Vorinstanz, vertreten durch 
Fürsprecher Martin Bürkle, Stiffler & Partner, Rechtsanwälte    

Gegenstand Unfallversicherung – Unfall, Rückfall

Beschwerde vom 30. September 2013 gegen den Einspracheentscheid 
vom 29. August 2013

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1985, ledig, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 
6. Dezember 2010 als kaufmännischer Angestellter bei der C.________. Er war im Rahmen dieser 
Anstellung bei der Solida Versicherungen AG (nachfolgend: Solida), Zürich, gegen Berufs- und 
Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert.

Am 27. April 2011 war er Opfer eines Verkehrsunfalles als ihm auf der Hauptstrasse zwischen 
Aarberg und Kerzers in Kallnach von einem abbiegenden entgegenkommenden Fahrzeug der Vor-
tritt genommen wurde. Anlässlich der Erstbehandlung am Unfalltag wurde die Diagnose einer Dis-
torsion der Halswirbelsäule (HWS) gestellt und zudem Prellmarken frontal links, eine Rissquetsch-
wunde am linken Oberlid und eine Prellmarke an der linken Schulter festgehalten. Eine Arbeitsun-
fähigkeit wurde verneint und der Behandlungsabschluss vorgenommen.

Ab dem 24. April 2012 war A.________ aufgrund cervikodorsaler und costosternaler Schmerzen 
sowie costosternalem Druck in chiropraktischer Behandlung, wovon die Solida am 26. Juni 2012 
durch den behandelnden Chiropraktor unterrichtet wurde. Es bestand keine Arbeitsunfähigkeit.

Mit Verfügung vom 17. Oktober 2012, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 29. August 2013, 
verneinte die Solida ihre Leistungspflichten für diesen im Juni 2012 gemeldeten Rückfall.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________ am 30. September 2013 Be-
schwerde am Kantonsgericht und stellt implizit den Antrag, die Solida habe für den Rückfall aufzu-
kommen. Er bringt namentlich vor, er sei vor dem Unfall vom April 2011 beschwerdefrei gewesen.

In ihren Bemerkungen vom 10. Februar 2014 bestätigt die Solida, vertreten durch Fürsprecher 
Martin Bürkle, ihren Einspracheentscheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Der Beschwerdeführer verzichtet auf die Einreichung von Gegenbemerkungen.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel zwischen den Parteien statt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 30. September 2013 gegen den Einspracheentscheid der Solida vom 
29. August 2013 ist fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz ein-
gereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsge-
richt, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Solida für den gemeldeten Rückfall leistungs-
pflichtig ist.

2. a) Nach Art. 6 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

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Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwendung 
kommt, gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhn-
lichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Mit dieser Umschreibung des 
Unfalls wurde vom Gesetzgeber keine neue Definition des Unfalls vorgenommen, weshalb die bis-
herige Rechtsprechung weiterhin ihre Gültigkeit hat (KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Rz. 10 zu 
Art. 4).

b) Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher Kausal-
zusammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend 
dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforder-
lich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es ge-
nügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausal-
zusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Der Richter 
hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die er von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b).

Gemäss der Rechtsprechung kommt die Formel "post hoc, ergo propter hoc", wonach eine ge-
sundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem 
aufgetreten ist, nicht zur Anwendung (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

Weiter muss zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal-
zusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge-
meinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbei-
zuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2). Lehre und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer für 
Schäden nur dann einstehen, wenn diese sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adä-
quaten Kausalzusammenhang mit dem schädigenden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 
125 V 456 E. 5c, 123 V 98 E. 3b mit Hinweisen).

c) Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers, wenn entweder der (krankhafte) Zu-
stand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zu-
stand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne den Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Dabei hat der 
Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen. Welche Ursachen 
(Krankheit, Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen) ein nach wie vor geklagtes 
Leiden hat, ist an sich unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteile 

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EVG U 406/2005 vom 3. April 2006 E. 1.1, U 354/2004 vom 11. April 2005 E. 1.2; RKUV 1994 
Nr. U 206 S. 328 E. 3b).

Die Beweislast für das Erreichen des Status quo sine liegt beim Unfallversicherer, da es sich um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt und muss mit dem im Sozialversicherungsrecht allge-
mein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden (Urteil 
EVG U 129/03 vom 25. Mai 2004 E. 2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, 1994 Nr. U 206 S. 328). Weil 
es dabei um einen hypothetischen Sachverhalt geht, welcher Mutmassungen darüber voraussetzt, 
wie sich der Gesundheitszustand ohne den Unfall entwickelt hätte, dürfen jedoch nicht allzu 
strenge Beweisanforderungen gestellt werden. Von wesentlicher Bedeutung ist, dass die Unfallbe-
handlung abgeschlossen ist und die Beeinträchtigung der Arbeits- bzw. Erwerbstätigkeit, soweit 
unfallbedingt, behoben ist (Urteil EVG U 414/2004 vom 12. Dezember 2005, E. 5).

d) Die Versicherungsleistungen werden nach Art. 11 der Verordnung vom 20. Dezember 
1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. 
Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank-
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit 
kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit 
organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild 
führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfall-
ereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur 
auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim 
versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).

Mit Bezug auf Rückfälle oder Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall und bei früheren Rückfällen behaftet werden, 
weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Vielmehr obliegt es dem Leis-
tungsansprecher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als 
Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die 
Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungs-
pflicht des Unfallversicherers. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auf-
treten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den 
Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Im Falle der Be-
weislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten des Versicherten aus, der aus dem unbewiesen ge-
bliebenen natürlichen Kausalzusammenhang als anspruchsbegründender Tatsache Rechte ab-
leiten wollte. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversiche-
rung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen dagegen 
nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil BGer 8C_506/2008 vom 5. März 
2009 E. 3.1 mit Hinweisen).

e) Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a). In 
Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung 
tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei-
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc). Auch Gutachten, 
welche der Unfallversicherer während des Administrativverfahrens von seinen eigenen Ärzten ein-

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holt, sind beweistauglich, solange ihre Richtigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird. 
Ebenso sind ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten nicht an sich unzuverlässig, wenn ge-
nügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorhanden sind (BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
mit Hinweisen). Ferner besteht auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des 
Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte kein förmlicher Anspruch auf versicherungsex-
terne Begutachtung. Eine solche ist indessen aber anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen be-
stehen (BGE 135 V 465 E. 4).

Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der 
Richter im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die Ver-
sicherten die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen Zu-
mutbaren zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 126 
V 319 E. 5a; ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

3. Streitig ist, ob die Solida für den im Juni 2012 gemeldeten Rückfall aufzukommen hat.

a) In der Unfallmeldung vom 30. Mai 2011 werden als Verletzungen einzig Verstauchun-
gen/Prellungen an diversen Körperteilen angegeben. Im von der Assistenzärztin Dr. med. 
D.________ des E.________ ausgefüllten Arztschein UVG vom 1. Juni 2011 wurde zudem eine 
HWS-Distorsion erwähnt. Die Assistenzärztin bestätigte in ihrem Arztzeugnis UVG vom 28. Juni 
2011 diese Diagnose und hielt als Befund Prellmarken frontal links, eine Rissquetschwunde am 
linken Oberlid und eine Prellmarke an der linken Schulter fest. Die durchgeführten 
Röntgenaufnahmen hätten keine frischen ossären Läsionen ergeben und der Fall habe am 
27. April 2011 (Unfalltag) abgeschlossen werden können. Beigelegt war ein vom Unfalltag datierter 
Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach kranio-zervikalen Beschleunigungstrauma. 
Diesem ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer sich beim Unfall nicht den Kopf 
angeschlagen hat, er auf die Kollision gefasst gewesen war und er den Kopf gerade gehalten hat. 
Auch verneinte er eine Bewusstlosigkeit und eine Gedächtnislücke. Es lagen weder Kopf- noch 
Nackenschmerzen vor und der Beschwerdeführer negierte ebenso Schwindel, Übelkeit und 
Erbrechen. Er habe vorher nie einen Unfall mit HWS- oder Kopfbeteiligung gehabt. Bei der Prüfung 
der Beweglichkeit der HWS machte er keinerlei Schmerzangaben. Die neurologische 
Untersuchung verlief ebenfalls normal. Die HWS-Distorsion wurde mit Grad 0 gemäss Quebec 
Task Force (QTF) Qualifikation (keine Nackenbeschwerden, keine somatischen Befunde) 
angegeben.

Am 26. Juni 2012 erwähnte der behandelnde Chiropraktor F.________ in seinem Bericht an die 
Solida, beim Beschwerdeführer würden zervikodorsale und costosternale Schmerzen, z. T. Kopf-
schmerzen okzipital frontal beidseits vorliegen. Nach dem Unfall sei es nicht sofort zu Schmerzen 
gekommen. Diese hätten progressiv zugenommen bis sie im Dezember 2011 stark spürbar ge-
worden seien. Er attestierte ebenfalls keine Arbeitsunfähigkeiten.

Am 19. Juli 2012 äusserte sich Dr. med. G.________, praktischer Arzt, Vertrauensarzt der Solida 
zum Dossier. Gemäss ihm stehen die im Bericht des Chiropraktors erwähnten Beschwerden nur 
möglicherweise in einem Kausalzusammenhang mit dem Unfall. Am 17. September 2012 erklärte 
derselbe, eine HWS-Distorsion Grad 0 QTF sei aus medizinischer Sicht als banale Verletzung zu 
qualifizieren. Zudem hätten weder direkt nach dem Unfall noch später Hinweise für eine Struktur-
verletzung der HWS vorgelegen. Eine Distorsion der HWS ohne Strukturverletzung könne nach 
aktueller medizinischer Auffassung nicht zu Dauerschmerzen in der HWS führen. Eine vorüber-
gehende Leistungspflicht direkt nach dem Unfall sei aber klar gegeben. HWS-Distorsionen der 

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Grade 1 und 2 QTF würden in aller Regel einen degressiven Verlauf haben und innert Wochen 
bzw. wenigen Monaten ausheilen. Die vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwerden seien 
auch in der nichtverunfallten Bevölkerung relativ häufig anzutreffen.

In seiner Einsprache vom 12. November 2012 erwähnt der Beschwerdeführer, er sei beim Unfall 
mit einigen Kratzern, einem verstauchten Fuss und einer schmerzenden Schulter davon ge-
kommen. Nach einem Monat sei alles verheilt gewesen. Während den warmen Sommermonaten 
habe er keine Beschwerden gehabt. Erst mit Beginn der kühleren Jahreshälfte hätten Rücken-
schmerzen begonnen. Im November 2011 habe er zum ersten Mal Anzeichen von Schmerzen im 
Nacken mit – wie später herausgefunden wurde – Spannungen bis in die Brust gehabt, weshalb er 
zu seinem Hausarzt ging, der ihn zu einem Kardiologen geschickt habe. Gemäss diesem ständen 
die Brustschmerzen im Zusammenhang mit den Rückenschmerzen. Weil die Schmerzmittel-
behandlung durch den Hausarzt nicht erfolgreich war, ging er zum Chiropraktor, welcher erfolg-
reich gegen die Beschwerden vorgehen konnte.

Daraufhin wurde das Dossier nochmals dem Vertrauensarzt vorgelegt. Dieser wiederholte am 
8. August 2013, der natürliche Kausalzusammenhang sei einzig direkt nach dem Unfall für kurze 
Zeit zu bejahen. Wegen der Tatsache, dass es sich nur um eine HWS-Distorsion Grad 0 QTF 
handle, sei mit einem Verschwinden der unfallbedingten Schmerzen nach maximal zwei bis drei 
Monaten auszugehen. Dagegen bestehe zwischen den vom Chiropraktor angegebenen Beschwer-
den und dem Unfall vom April 2011 nur ein möglicher Kausalzusammenhang, da der Unfall nicht 
eine Strukturverletzung der HWS zur Folge gehabt habe.

b) Gemäss den vorliegenden Unterlagen hat die Solida zu Recht ihre Leistungspflicht für den 
gemeldeten Rückfall verneint. Der Vertrauensarzt erklärt auf Grundlage der unfallnahen Unter-
lagen des E.________ nachvollziehbar und überzeugend, weshalb einzig von einem möglichen 
und nicht von einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwischen den Ende 
2011 auftretenden Beschwerden und dem Unfall ausgegangen werden kann, was für die Bejahung 
der Leistungspflicht der Solida nicht genügt. Zu Recht weist der Vertrauensarzt darauf hin, dass 
mit der Klassifizierung der HWS-Distorsion mit Grad 0 QTF feststeht, dass die HWS eben gerade 
nicht traumatisiert worden sei. So wurden durch die am Unfalltag vorgenommenen bildgebenden 
Abklärungen keine frischen ossären Läsionen festgestellt und auf dem Dokumentationsbogen für 
HWS-Verletzungen überhaupt keine Beschwerden aufgeführt. Der Beschwerdeführer selber be-
stätigte zudem in seiner Einsprache vom 12. November 2012, er habe beim Unfall nur einige 
Kratzer und Verstauchungen erlitten, die nach einem Monat ausgeheilt gewesen seien. Erst im 
Herbst/Winter 2011 seien Rücken- sowie Nacken- und Brustschmerzen aufgetreten. Dies wieder-
holt er in seiner Beschwerde vom 30. September 2013, wonach er beim Unfall mit Schrammen und 
Beulen davongekommen sei. Jedoch habe sich sein Rücken 6–9 Monaten später gemeldet, 
anfangs Winter als die Kälte Einzug hielt und habe zu starken Schmerzen in Form von 
Verkrampfungen geführt, die auch heute noch bestehen würden. Damit ist davon auszugehen, 
dass der Beschwerdeführer zwischen Juni 2011 und dem Winter 2011 während einigen Monaten 
beschwerdefrei war und es gelingt ihm nicht, das Vorliegen von eindeutigen Brückensymptomen 
nachzuweisen, welche notwendig wären, um eine Leistungspflicht der Solida bejahen zu können, 
weshalb der Entscheid zu seinen Lasten ausfällt und sich weitere Abklärungen erübrigen.

Zu keiner anderen Einschätzung führt der Hinweis des Beschwerdeführers, er sei vor dem Unfall 
beschwerdefrei gewesen. Gemäss der oben dargelegten Rechtsprechung genügt die Formel "post 
hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall 
verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, eben gerade nicht zur Bejahung eines 
Kausalzusammenhangs.

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Es gibt ebenfalls nichts daran auszusetzen, dass sich der Vertrauensarzt zum vorliegenden Fall 
einzig aufgrund der vorhandenen Unterlagen äusserte und den Beschwerdeführer nicht persönlich 
untersucht hat. So ist, wie oben dargestellt, auch ein reines Aktengutachten beweistauglich, soweit 
genügende Unterlagen von persönlichen Unterlagen im Dossier vorhanden sind. Dies ist hier der 
Fall. Die Akten sind zwar nicht sehr umfangreich. Dennoch sind die unfallnahen Berichte des 
E.________ detailliert und aus ihnen ergibt sich eindeutig, dass beim Beschwerdeführer direkt 
nach dem Unfall keine Nacken-, Brust- und Rückenbeschwerden vorlagen.

4. Zusammenfassend ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den ab Winter 2011 
aufgetretenen Beschwerden und dem Unfall vom 27. April 2011 nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit gegeben, weshalb die Solida zu Recht ihre Leistungspflicht verneint hat. Der 
Einspracheentscheid vom 29. August 2013 ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 21. September 2015/bsc

Präsidentin Gerichtsschreiber-Berichterstatter