# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8af5c6f5-be2e-503e-a00e-2cd47bdcf827
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.11.2022 I 2022 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2022-34_2022-11-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2022 34

Entscheid vom 10. November 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

C.________,
Vorinstanz,
vertreten durch die Rechtsanwälte D.________

Gegenstand Unfallversicherung (Zwischenverfügung betreffend 
Begutachtung Art. 44 ATSG)

2

Sachverhalt:

A.1 A.________ (geb. ________1968) war als Geschäftsführerin über die 
E.________ GmbH bei der C.________ (nachfolgend:  C.________) obligato-
risch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 
12. Februar 2017 einen Skiunfall erlitt. Die C.________ anerkannte ihre Leis-
tungspflicht als Unfallversicherer und erbrachte insoweit die gesetzlichen Versi-
cherungsleistungen.

A.2 Nach Konsultation ihres medizinischen Dienstes informierte die 
C.________ mit Schreiben vom 31. Mai 2017 A.________, dass sie ab dem 
26. Juni 2017 infolge 100%-iger Arbeitsfähigkeit keine Taggeldleistungen mehr 
ausrichten werde; für die Heilungskosten (Arzt, Physiotherapie und Medikamen-
te) werde sie vorderhand und bis auf weiteres aufkommen.

A.3 Mit Schadenmeldung UVG vom 13. Mai 2019 reichte A.________ im Zu-
sammenhang mit dem Skiunfall vom 12. Februar 2017 bei der C.________ eine 
Rückfallmeldung - mit Datum vom 5. April 2019 - ein, um die Leistungspflicht neu 
beurteilen zu lassen. Am 16. September 2019 reichte sie ein Gesuch um Kos-
tengutsprache für die Operation einer Wurzeltaschenzyste vom 25. September 
2019 in Deutschland ein. Mit Verfügung vom 24. September 2019 verneinte die 
C.________ die Leistungspflicht für den am 13. Mai 2019 gemeldeten Rückfall 
mangels natürlicher Kausalität des Unfalls vom 12. Februar 2017 und lehnte eine 
Kostengutsprache für die Operation einer Wurzeltaschenzyste vom 25. Septem-
ber 2019 in Deutschland ab. Eine dagegen erhobene Einsprache von 
A.________ wies die C.________ mit Einspracheentscheid vom 28. Januar 2020 
ab.

A.4 Die hiergegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 27. Februar 
2020 hiess das Verwaltungsgericht mit Entscheid I 2020 17 vom 30. Juni 2021 
insoweit gut, als der angefochtene Einspracheentscheid vom 28. Januar 2020 
sowie die mitangefochtene Verfügung vom 24. September 2019 aufgehoben 
wurden und die Sache im Sinne der Erwägungen zur Einholung eines versiche-
rungsexternen fachärztlichen Gutachtens gemäss Art. 44 des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 
6. Oktober 2000 und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde 
(vgl. zum Ganzen VGE I 2020 17 vom 30.6.2021).

B. Mit Schreiben vom 2. Dezember 2021 schlug die C.________ A.________ 
zwei Gutachterstellen vor, um das geforderte medizinische Gutachten nach 
Art. 44 ATSG einzuholen. Zum einen die Begutachtungsstelle F.________ GmbH 

3

(Dr.med. G.________, Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psychiatrie, ev. 
unter Beizug des H.________, Dr.med. I.________, Facharzt FMH Radiologie, 
FMH Diagnostische Neuroradiologie) und zum andern die Gutachterstelle 
J.________ (Dr.med. K.________, Neurologie FMH, ev. unter Beizug der Radio-
logie des Spitals L.________ oder des Röntgeninstitutes M.________). Dem 
Vorschlag war ein Entwurf des Fragenkataloges beigefügt. A.________ wurde 
eine Frist bis 17. Januar 2022 gesetzt, um Änderungs- resp. Ergänzungsvor-
schläge zum Fragenkatalog anzubringen sowie ggfs. die vorgeschlagenen Gut-
achterstellen bzw. Gutachter aus triftigen Gründen abzulehnen und Gegenvor-
schläge zu machen (Vi-act. A67).

C. Innert erstreckter Frist nahm A.________ am 20. Februar 2022 Stellung 
zum Gutachtervorschlag und den Gutachterfragen (Vi-act. A70), wobei sie die 
von der C.________ vorgeschlagenen Gutachterstellen ablehnte, Gegenvor-
schläge unterbreitete und Ergänzungsfragen formulierte.

D. Mit Zwischenverfügung vom 18. Mai 2022 entschied die C.________ (Vi-
act. A171):

1. Zur Klärung des Leistungsanspruchs nach UVG in Zusammenhang mit dem 
Unfall vom 12. Februar 2017 veranlasst die C.________ eine monodisziplinäre 
(neurologische bzw. neuroradiologische) Begutachtung.

2. Als Gutachter wird Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie und Facharzt 
für Psychiatrie, Zertifizierter Medizinischer Gutachter SlM, unter Beizug von Dr. 
med. I.________, Facharzt FMH Radiologie und FMH Diagnostische Neurora-
diologie, ernannt.

3. An der Fragestellung der C.________ gemäss Schreiben vom 2. Dezember 
2021 wird festgehalten und die Ergänzungsfragen der Versicherten werden 
dem Gutachter in der Form gemäss dem angehängten Fragenkatalog vorge-
legt.

E. Gegen die Zwischenverfügung lässt A.________ am 20. Juni 2022 beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit 
den Anträgen:

1. Die Ziffern 1 bis 2 der prozessleitenden Zwischenverfügung betreffend Begut-
achtung der Beschwerdegegnerin vom 18. Mai 2022 seien vollumfänglich auf-
zuheben und der Fall sei zurückzuweisen und gemäss den Anweisungen des 
Verwaltungsgerichtes fortzuführen.

2. Es sei zur Klärung des Leistungsanspruches nach UVG im Zusammenhang mit 
dem Unfall vom 12. Februar 2017 die Beschwerdegegnerin zu veranlassen, ei-
ne bidisziplinäre neurochirurgische bzw. neuroradiologische Begutachtung zu 
beauftragen.

3. Es sei richterlich ein oder mehrere Gutachter festzulegen, wobei die Beschwer-
deführerin nachfolgende Experten vorschlägt:

4

- Dr. med. N.________ (________),
- Dr. med. O.________ (________),

- Prof. Dr. med. P.________ [recte: ________] (________),
- PD Dr. med. Q.________ (________),
- Dr. med. R.________ (________),
- Prof. Dr. med. S.________ (________).

4. Es sei das komplette Dossier der Beschwerdegegnerin (Falldossier-Nr. 
________; Vertrags-Nr. ________; Ereignis vom 12.02.2017) zu den amtlichen 
Akten dieses Verfahrens zu schlagen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteu-
er à zurzeit 7,7 %) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

F. Mit Vernehmlassung vom 22. September 2022 beantragt die Vorinstanz die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Mit Stellungnahme vom 5. Oktober 2022 bekräftigt die Beschwerdeführerin ihre 
Beschwerdeanträge. Am 12. Oktober 2022 nimmt die Vorinstanz Stellung zu die-
ser Eingabe der Beschwerdeführerin, wozu sich diese am 25. Oktober 2022 er-
neut äussert.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Mit VGE I 2020 17 vom 30. Juni 2021 hiess das Verwaltungsgericht die 
damalige Verwaltungsgerichtsbeschwerde insoweit gut, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 28. Januar 2020 aufgehoben wurde und die Sache im 
Sinne der Erwägungen zur Einholung eines versicherungsexternen fachärztli-
chen Gutachtens gemäss Art. 44 ATSG und neuem Entscheid an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wurde (vgl. Ingress Bst. A). In der zusammenfassenden Erwä-
gung hielt das Verwaltungsgericht fest: 

5.3 Zusammenfassend ist die Sache damit an die C.________ zurückzuweisen, 
damit sie ein versicherungsexternes fachärztliches Gutachten gemäss Art. 44 
ATSG einholt. Dieses wird sich insbesondere zu den Fragen zu äussern haben, ob 
die Nervenwurzeltaschenzysten bereits am Unfalltag vorhanden und auf den CT-
Bildern vom 12. Februar 2017 ersichtlich waren, ob sich zu diesem Zeitpunkt (und 
ggfs. welche) traumaspezifische und / oder degenerative Veränderungen finden, 
welche Befunde für die geklagten Beschwerden überwiegend wahrscheinlich ur-
sächlich sind und ob diese durch den Unfall vom 12. Februar 2017 verursacht wur-
den, und schliesslich insbesondere, ob die mit der Schadenmeldung vom 13. Mai 
2019 gemeldeten Beschwerden im Sinne eines Rückfalles mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit - zumindest teilweise - Unfallfolge sind. Alsdann hat die Vor-
instanz über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Versicherungsleistungen 
erneut zu verfügen.

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1.2 Am 2. Dezember 2021 unterbreitete die Vorinstanz der Beschwerdeführerin 
den Vorschlag zweier Gutachterstellen sowie den Entwurf der Gutachterfragen. 
Dies unter Ansetzung einer Frist, um Ergänzungsfragen zu formulieren sowie 
den Gutachtervorschlag abzulehnen bzw. einen Gegenvorschlag zu unterbreiten 
(vgl. Vi-act. A67; oben Ingress Bst. B). Mit Stellungnahme vom 20. Februar 2022 
lehnte die Beschwerdeführerin den Gutachtervorschlag ab und nannte gleichzei-
tig einen eigenen Gutachtervorschlag. Zudem formulierte sie Ergänzungsfragen 
(vgl. Vi-act. A70; oben Ingress Bst. C). Mit Zwischenverfügung vom 18. Mai 2022 
lehnte die Vorinstanz den Gutachtervorschlag der Beschwerdeführerin ab. Der 
Auftrag für ein monodisziplinäres Gutachten gehe an Dr.med. G.________, 
Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psychiatrie, Zertifizierter Medizinischer 
Gutachter SlM, unter Beizug von Dr.med. I.________, Facharzt FMH Radiologie 
und FMH Diagnostische Neuroradiologie. Festgehalten werde ebenso am Fra-
genkatalog, wobei die Ergänzungsfragen der Beschwerdeführerin angefügt wür-
den (vgl. Vi-act. A71; oben Ingress Bst. D). 

1.3 Die Beschwerde richtet sich somit gegen die Wahl des Gutachters; zum 
Fragenkatalog äussert sich die Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 
20. Juni 2022 nicht. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist damit, ob die Vor-
instanz mit Zwischenverfügung vom 18. Mai 2022 zu Recht an der Wahl des 
Gutachters festhielt und damit den Vorschlag der Beschwerdeführerin gemäss 
Stellungnahme vom 20. Februar 2022 ablehnte.

2.1 Das Verwaltungsgericht forderte die Vorinstanz im zitierten Entscheid auf, 
ein versicherungsexternes fachärztliches Gutachten gemäss Art. 44 ATSG ein-
zuholen. Im Zeitpunkt der Urteilsfällung (30.6.2021) lautete Art. 44 ATSG wie 
folgt:

Art. 44 Gutachten

Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten ei-
ner oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei de-
ren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen 
ablehnen und kann Gegenvorschläge machen.

Die Bekanntgabe der vorgeschlagenen Gutachterstellen erfolgte am 2. Dezem-
ber 2021 (vgl. oben Erw. 1). Am 1. Januar 2022 trat der revidierte Art. 44 ATSG 
in Kraft, der neu wie folgt lautet:

Art. 44 Gutachten
1 Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von medizinischen Abklärungen ein 
Gutachten als notwendig, so legt er je nach Erfordernis eine der folgenden Arten 
fest:
a. monodisziplinäres Gutachten;

6

b. bidisziplinäres Gutachten;
c. polydisziplinäres Gutachten.
2 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten 
bei einem oder mehreren unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der 
Partei deren Namen bekannt. Diese kann innert zehn Tagen aus den Gründen 
nach Artikel 36 Absatz 1 Sachverständige ablehnen und Gegenvorschläge ma-
chen.
3 Mit der Bekanntgabe der Namen stellt der Versicherungsträger der Partei auch 
die Fragen an den oder die Sachverständigen zu und weist sie auf die Möglichkeit 
hin, innert der gleichen Frist Zusatzfragen in schriftlicher Form einzureichen. Der 
Versicherungsträger entscheidet abschliessend über die Fragen an den oder die 
Sachverständigen.
4 Hält der Versicherungsträger trotz Ablehnungsantrag an den vorgesehenen 
Sachverständigen fest, so teilt er dies der Partei durch Zwischenverfügung mit.
5 Bei Gutachten nach Absatz 1 Buchstaben a und b werden die Fachdisziplinen 
vom Versicherungsträger, bei Gutachten nach Absatz 1 Buchstabe c von der Gut-
achterstelle abschliessend festgelegt.
6 Sofern die versicherte Person es nicht anders bestimmt, werden die Interviews in 
Form von Tonaufnahmen zwischen der versicherten Person und dem Sachver-
ständigen erstellt und in die Akten des Versicherungsträgers aufgenommen.
7 Der Bundesrat:
a. kann für Gutachten nach Absatz 1 die Art der Vergabe des Auftrages an eine 

Gutachterstelle regeln;
b. erlässt Kriterien für die Zulassung von medizinischen und neuropsychologi-

schen Sachverständigen für alle Gutachten nach Absatz 1;
c. schafft eine Kommission mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen 

Sozialversicherungen, der Gutachterstellen, der Ärzteschaft, der Neuropsycho-
loginnen und Neuropsychologen, der Wissenschaft sowie der Patienten- und 
Behindertenorganisationen, welche die Zulassung als Gutachterstelle, das Ver-
fahren zur Gutachtenerstellung und die Ergebnisse der medizinischen Gutach-
ten überwacht. Die Kommission spricht öffentliche Empfehlungen aus.

Der Bundesrat beschloss in der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) vom 11. September 2002 unter ande-
rem:

2a. Abschnitt: Gutachten

Art. 7j Einigungsversuch
1 Lehnt eine Partei eine Sachverständige oder einen Sachverständigen nach Artikel 
44 Absatz 2 ATSG ab, so hat der Versicherungsträger die Ausstandsgründe zu 
prüfen. Liegt kein Ausstandsgrund vor, so ist ein Einigungsversuch durchzuführen.
2 Der Einigungsversuch kann mündlich oder schriftlich durchgeführt werden und ist 
in den Akten zu dokumentieren.
3 Bei der Vergabe eines Auftrags für ein Gutachten nach dem Zufallsprinzip ist kein 
Einigungsversuch durchzuführen.

7

Art. 7m Anforderungen an Sachverständige 
1 Medizinische Sachverständige können Gutachten nach Artikel 44 Absatz 1 ATSG 
erstellen, wenn sie:
a. über einen Weiterbildungstitel nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstaben b und c der 

Medizinalberufeverordnung vom 27. Juni 2007 verfügen;
b. im Register nach Artikel 51 Absatz 1 des Medizinalberufegesetzes vom 23. Juni 

2006 eingetragen sind;
c. eine gültige Berufsausübungsbewilligung besitzen oder ihre Meldepflicht erfüllt 

haben, sofern dies nach Artikel 34 oder 35 des Medizinalberufegesetzes not-
wendig ist; und

d. über mindestens fünf Jahre klinische Erfahrung verfügen.
2 Fachärztinnen und Fachärzte der allgemeinen inneren Medizin, der Psychiatrie 
und Psychotherapie, der Neurologie, der Rheumatologie, der Orthopädie, der or-
thopädischen Chirurgie und der Traumatologie des Bewegungsapparates müssen 
über das Zertifikat des Vereins Versicherungsmedizin Schweiz (Swiss Insurance 
Medicine, SIM) verfügen. Ausgenommen sind Chefärztinnen und Chefärzte sowie 
leitende Ärztinnen und Ärzte in Universitätskliniken.
3 Neuropsychologische Sachverständige müssen die Anforderungen nach Artikel 
50b der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV) erfül-
len.
4 Mit der Einwilligung der versicherten Person kann von einzelnen Anforderungen 
nach den Absätzen 1–3 abgesehen werden, sofern dies sachlich notwendig ist.
5 Im Rahmen der Aus-, Weiter- und Fortbildung können Gutachten von Personen 
erstellt werden, die noch nicht alle Anforderungen nach den Absätzen 1-3 erfüllen. 
Die Erstellung der Gutachten erfolgt unter der direkten und persönlichen Supervi-
sion von Fachärztinnen und Fachärzten oder Neuropsychologinnen und Neuropsy-
chologen, die die entsprechenden Voraussetzungen nach den Absätzen 1-3 erfül-
len.

2.2 Es ist offensichtlich, dass die gesetzliche Grundlage betreffend Gutachten 
nach Art. 44 ATSG während des laufenden Verfahrens wesentlich geändert hat 
(vgl. auch Kieser, Gutachten im Sozialversicherungsrecht, Art. 44 in Revision, 
HAVE 2020 S. 146 ff.; Aliotta, Zur geplanten Revision von Art. 44 ATSG, 
SZS 2018 S. 144 ff.; Gehring, Gutachten und Qualitätssicherung, HAVE 2021 
S. 336 ff.; Dupont, Weiterentwicklung der IV, SZS 2022 S. 3 ff.). Dies erhellt 
ebenso aus den Akten: Die Bekanntgabe vom 2. Dezember 2021 erfolgte noch 
unter Bezugnahme auf die damalige rechtliche Grundlage, worin die Beschwer-
deführerin die Möglichkeit erhielt, mit Frist bis 17. Januar 2022 die vorgeschlage-
nen Gutachterstellen bzw. Gutachter aus triftigen Gründen abzulehnen und Ge-
genvorschläge zu unterbreiten (vgl. Vi-act. A67). In der angefochtenen Zwischen-
verfügung vom 18. Mai 2022 wird dann das neue, per 1. Januar 2022 in Kraft ge-
tretene Recht zitiert (Erwägung 2e ff.) und festgestellt, die Beschwerdeführerin 
mache keine Ausstandsgründe i.S.v. Art. 36 Abs. 1 ATSG geltend. Mangels 
Nennung von Ausstandsgründen bestehe auch kein Anlass, Ausstandsgründe zu 

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prüfen und einen Einigungsversuch i.S.v. Art. 7j ATSV durchzuführen; vielmehr 
sei in analoger Anwendung von Art. 44 Abs. 4 ATSG die mit dem Gutachten zu 
betrauende Person durch die Vorinstanz festzulegen, was sie in der Folge dann 
auch tat (vgl. Ingress Bst. D).

2.3 Damit aber stellt sich zunächst die Frage nach dem in casu anwendbaren 
Recht.

2.3.1  Mit dem revidierten Art. 44 ATSG beschloss der Gesetzgeber keine 
Übergangsbestimmungen (vgl. AS 2021 705 S.23/28). Als Übergangsbestim-
mung zur ATSV-Revision vom 3. November 2021 normierte der Bundesrat ein-
zig, sofern ein Zertifikat der SIM nach Art. 7m Abs. 2 ATSV erforderlich sei, müs-
se dieses innerhalb von fünf Jahren nach dem Inkrafttreten der Änderung vom 3. 
November 2021 erworben werden. Art. 82 ATSG hält in allgemeiner Weise fest, 
materielle Bestimmungen dieses Gesetzes seien auf die bei seinem Inkrafttreten 
laufenden Leistungen und festgesetzten Forderungen nicht anwendbar. 

Damit aber hat der Gesetzgeber weder mit der Gesetzesrevision ausdrücklich 
geregelt, welches Recht auf Sachverhalte wie den vorliegenden anwendbar ist, 
noch findet sich die Antwort in Art. 82 ATSG. Entsprechend sind die allgemeinen 
Grundsätze des intertemporalen Rechts beachtlich.

2.3.2  Vorab gilt es festzustellen, dass es sich bei den Bestimmungen über die 
Gutachten, Art. 44 ATSG, um Verfahrensrecht handelt (4. Kapitel: Allgemeine 
Verfahrensbestimmungen; 2. Abschnitt: Sozialversicherungsverfahren). Es geht 
um das Gutachten als Beweismittel im Rahmen der Abklärungspflicht des Sozial-
versicherers nach Art. 43 ATSG (vgl. Kieser, a.a.O., S. 146), um das Amtsermitt-
lungsverfahren. Vor dem Hintergrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
bezüglich medizinischer Gutachten (BGE 137 V 210; BGE 139 V 349) sollten mit 
der Revision bestimmte Entwicklungen der gerichtlich definierten Anforderungen 
eine Gesetzesgrundlage erhalten, indem die Partizipationsrechte der Versicher-
ten und die Rolle der Durchführungsstellen im ATSG für sämtliche diesem unter-
stellten Sozialversicherungen gesetzlich verankert werden (vgl. BBl 2017 2625 
ff.; Kieser, a.a.O., S. 149). Mithin regelt Art. 44 ATSG das Verfahren zur Einho-
lung eines medizinischen Gutachtens bei einem oder mehreren unabhängigen 
Sachverständigen. 

2.3.3  Für Verfahrensbestimmungen gilt als Grundsatz die allgemeine intertem-
poralrechtliche Regel, wonach neue Verfahrensbestimmungen unter Vorbehalt 
abweichender Übergangsbestimmungen mit dem Tag ihres Inkrafttretens in der 
Regel sofort und in vollem Umfang anwendbar sind (BGE 131 V 314 Erw. 3.3; 

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Urteile BGer 5A_86/2019 vom 11.5.2020 Erw. 3.3; 8C_649/2017 vom 4.1.2018 
Erw. 4.4; 8C_510/2007 vom 3.10.2008 Erw. 3; VGE II 2018 98 vom 17.4.2019 
Erw. 3.3; VGE I 2011 106 vom 13.4.2012 Erw. 2.5). 

2.4 Damit steht fest, dass sich das Verfahren zur Einholung des medizinischen 
Gutachtens im vorliegenden Falle nach dem per 1. Januar 2022 in Kraft getrete-
nen Art. 44 ATSG richtet. Daran ändert nichts, dass die Versicherung zur Begut-
achtung mit VGE I 2020 17 vom 30. Juni 2021 angehalten wurde und sie der Be-
schwerdeführerin eine Auswahl an Gutachterstellen mit Schreiben vom 2. De-
zember 2021 mitgeteilt hat. Mangels anderslautender Übergangsbestimmungen 
sind vorliegend die neuen verfahrensrechtlichen Bestimmungen zur Einholung 
medizinischer Gutachten per 1. Januar 2022 anwendbar. 

3.1 Es ist unbestritten, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer Vorschläge 
für eine Gutachterstelle bzw. Gutachter mitgeteilt hat (vgl. Ingress Bst. B). Soweit 
nach altem Recht ein Gutachter bei Vorliegen triftiger Gründe (vgl. altArt. 44 
ATSG) abgelehnt werden konnte, ist eine Ablehnung nach neuem Recht aus-
drücklich nur noch aus den Gründen nach Art. 36 Abs. 1 ATSG möglich, d.h. bei 
Vorliegen von Ausstandsgründen (vgl. hierzu BBl 2017 2682; Kieser, a.a.O., 
S. 149 f., demgemäss die Änderung keine praxisrelevante darstellt; Kocher: 
Änderungen im Verfahrensrecht im Rahmen der Weiterentwicklung der IV, 
HAVE 2021 S. 323 f.; Gehring: Gutachten und Qualitätssicherung, HAVE 2021 
S. 327 f.; BSK ATSG-Aliotta, Art. 44 N 55). 

3.2.1  Personen, die Entscheidungen über Rechte und Pflichten zu treffen oder 
vorzubereiten haben, treten in Ausstand, wenn sie in der Sache ein persönliches 
Interesse haben oder aus anderen Gründen in der Sache befangen sein könnten 
(Art. 36 Abs. 1 ATSG). Die Ausstandsregelung des Art. 36 ATSG konkretisiert die 
verfassungsrechtlichen Vorgaben (Art. 29 Abs. 1 BV) für das Verwaltungsverfah-
ren im Sozialversicherungsrecht und geht dabei darüber hinaus (Kieser, ATSG-
Kommentar, 4. Auflage, Art. 36 N 6). Sie bezweckt sicherzustellen, dass eine 
Entscheidung von unparteiischen und unvoreingenommenen Entscheidträgern 
getroffen wird (BSK ATSG-Betschart, Art. 36 N 2). Art. 36 ATSG nimmt dabei die 
Grundordnung von Art. 10 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 
(Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) vom 20. Dezember 1968 
auf, so dass es angezeigt ist, die hierzu entwickelten Grundsätze als mass-
geblich zu betrachten (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Art. 36 N 6; vgl. zu 
Art. 10 VwVG Feller/Kunz-Notter, in: Auer/Müller/Schindler, Kommentar VwVG, 
2. Auflage, Art. 10 Rz. 17ff.). 

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3.2.2  Bezüglich der Ausstandsgründe gilt es formelle von den materiellen zu un-
terscheiden (BGE 132 V 93 Erw. 6.5; BSK ATSG-Betschart, Art. 36 N 11; Kieser, 
ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Art. 36 N13). Formelle Ausstandsgründe sind sol-
che, welche Zweifel an der Unparteilichkeit des Gutachters wecken, wogegen 
materielle Einwendungen etwa die fachliche Qualifikation eines Sachverstän-
digen betreffen, nicht aber seine Unparteilichkeit beschlagen (BGE 132 V 93 
Erw. 6.4 f.; Urteil BGer 8C_863/2017 vom 23.4.2018 Erw. 3). Die gesetzlichen 
Ausstandsgründe nach Art. 36 Abs. 1 ATSG (und Art. 10 VwVG) umfassen einzig 
die formellen Einwendungen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit 
zu erwecken (BGE 132 V 93 Erw. 6.5; SVR 2013 IV Nr. 19, Urteil BGer 
9C_505/2012 vom 15.1.2013 Erw. 3.2; Urteile 9C_278/2018 vom 30.4.2018; 
9C_445/2018 vom 5.7.2018). 

Wenn nun Art. 44 ATSG festhält, die versicherte Person könne einen Sachver-
ständigen aus Gründen nach Art. 36 Abs. 1 ATSG ablehnen (Abs. 2) und im Fal-
le der Nichteinigung habe die Versicherung ihr Festhalten am vorgeschlagenen 
Sachverständigen in einer anfechtbaren Zwischenverfügung mitzuteilen (Abs. 4), 
dann folgt hieraus zwingend, dass im Rahmen des Beschwerdeverfahrens gegen 
die Zwischenverfügung einzig die gesetzlichen Ausstandsgründe, das heisst for-
melle Einwendungen nach Art. 36 Abs. 1 ATSG vorgebracht werden können. 
Demgegenüber sind materielle Einwendungen gegebenenfalls zusammen mit 
dem Endentscheid zu prüfen (BGE 132 V 93 Erw. 6.5; Urteil BGer 8C_863/2017 
vom 23.4.2018 Erw. 3 m.w.H.; BSK ATSG-Betschart, Art. 36 N 11). Wenn die 
Rechtsprechung materielle Einwendungen schon unter altArt. 44 ATSG nicht zu-
liess, der eine Ablehnung bei 'triftigen Gründen' vorsah, so muss dies erst Recht 
unter neuem Recht gelten, das explizit auf die gesetzlichen Ausstandsgründe 
nach Art. 36 Abs. 1 ATSG verweist.

3.2.3  Als Ausstandsgründe nennt Art. 36 Abs. 1 ATSG explizit das Vorliegen 
persönlicher Interessen sowie andere Gründe für eine Befangenheit. Nach der 
Rechtsprechung gelten für Sachverständige grundsätzlich die gleichen 
Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach 
ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, 
Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Befangenheit handelt es 
sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden 
kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, dass 
die sachverständige Person tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn 
Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Vor-
eingenommenheit zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins 
der Befangenheit und der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf 

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das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss 
vielmehr in objektiver Weise als begründet erscheinen. Im Hinblick auf die erheb-
liche Bedeutung, die den Arztgutachten im Sozialversicherungsrecht zukommt, 
ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzusetzen (Ur-
teil BGer 8C_62/2019 vom 9.8.2019 m.w.H.; Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufla-
ge, Art. 36 N 14 ff.; BSK ATSG-Betschart, Art. 36 N 12 ff.).

3.3.1  Gemäss angefochtener Verfügung holt die Vorinstanz ein monodiszi-
plinäres (neurologisches bzw. neuroradiologisches) Gutachten ein, wobei sie als 
Gutachter Dr.med. G.________, Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psych-
iatrie, Zertifizierter Medizinischer Gutachter SlM, unter Beizug von Dr.med. 
I.________, Facharzt FMH Radiologie und FMH Diagnostische Neuroradiologie, 
ernannte. Vernehmlassend hielt die Vorinstanz dann fest, es werde ein bidiszi-
plinäres Gutachten eingeholt (Vernehmlassung Ziff. 3.1). Diese Ungenauigkeit ist 
insofern nicht problematisch, als gemäss Art. 44 Abs. 5 ATSG der Versicherer 
sowohl bei den mono- als auch bidisziplinären Gutachten die Fachdisziplinen ab-
schliessend festlegt, sich mithin das Verfahren zur Einholung eines Gutachtens 
nicht unterscheidet.

3.3.2  Gemäss Beschwerdeführerin ist vorliegend nicht ein neurologisches, son-
dern ein neurochirurgisches Gutachten notwendig, wobei neuroradiologische Ex-
pertisen mit zu beachten seien. Die von der Vorinstanz vorgesehenen Experten 
verfügten nicht über die notwendigen Fachkenntnisse und Praxiserfahrung auf 
dem Gebiet Neurochirurgie. Dr.med. G.________ arbeite hauptsächlich auf dem 
Gebiet Neuropsychologie als Psychiater und verfüge als Nicht-Operateur keines-
falls über das notwendige Fachwissen betreffend Nervenwurzeltaschenzysten 
und das dortige Narbengewebe im Wirbelsäulenbereich. Auch der Radiologe 
Dr.med. I.________ verfüge über kein spezifisches Fachwissen betreffend Ner-
venwurzeltaschenzysten und das dortige Narbengewebe im Wirbelsäulenbe-
reich. Die Vorinstanz verweigere die von der Beschwerdeführerin vorgeschlage-
nen Experten der Neurochirurgie und Neuroradiologie aus fadenscheinigen 
Gründen. Es handle sich bei den von ihr Genannten um absolute Spezialisten als 
Neurochirurgen und Radiologen auf dem Gebiet der Nervenwurzeltaschenzysten 
und dem dortigen Narbengewebe im Wirbelsäulenbereich. Die Vorinstanz suche 
absichtlich und willkürlich nicht kompetente Gutachter, was eine Verweigerung 
des rechtlichen Gehörs darstelle. Schliesslich führt die Beschwerdeführerin aus, 
es werde ihrerseits nicht behauptet, es lägen - bei den von der Vorinstanz vorge-
schlagenen - Experten Hinweise auf deren Befangenheit vor. Vielmehr werde 
geltend gemacht, sie seien nicht geeignet und nicht fähig, das Gutachten anzu-

12

fertigen. Nur ein Neurochirurge sei fähig, die sich hier stellenden Gutachterfragen 
zu beantworten.

3.3.3 Damit aber macht die Beschwerdeführerin - wie die Vorinstanz zu Recht 
festgestellt hat - keine gesetzlichen Ausstandsgründe geltend. Vielmehr handelt 
es sich um materielle Einwendungen (fehlende fachliche Expertise der Gutach-
ter), welche keinen Ablehnungsgrund nach Art. 44 Abs. 2 i.V.m. Art. 36 Abs. 1 
ATSG darstellen, sondern gegebenenfalls zusammen mit dem Endentscheid zu 
prüfen sind (Urteil BGer 8C_863/2017 vom 23.4.2018 Erw. 3). Nichts Anderes gilt 
hinsichtlich der Rügen, das Gutachten werde bei den falschen medizinischen 
Fachrichtungen eingeholt. Auch diesbezüglich handelt es sich nicht um 
Ausstandsgründe (BGE 132 V 93 Erw. 6.5). 

3.4 Damit aber erweist sich die Beschwerde insoweit unbegründet, als die Be-
schwerdeführerin materielle Einwendungen und keine gesetzlichen Ausstands-
gründe gegen die Festlegung der Gutachter vorträgt.

4. In Art. 7m ATSV definiert der Verordnungsgeber minimale Anforderungen 
an Sachverständige (vgl. oben Erw. 2.1). Es ist nicht ersichtlich - und wird auch 
von der Beschwerdeführerin nicht vorgebracht - dass Dr.med. G.________ oder 
Dr.med. I.________ die Anforderungen nicht erfüllen würden. Beide verfügen als 
Fachärzte Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie bzw. (Neuro-)Radio-
logie über einen Weiterbildungstitel nach Art. 2 Abs. 1 lit. b der Verordnung über 
Diplome, Ausbildung, Weiterbildung und Berufsausübung in den universitären 
Medizinalberufen (Medizinalberufeverordnung, MedBV; SR 811.112.0) vom 
27. Juni 2007. Beide sind sie auch im Medizinialberuferegister eingetragen und 
beide verfügen über eine mehr als fünfjährige Berufserfahrung (vgl. Medizinal-
beruferegister; healthreg-public.admin.ch; eingesehen am 28.10.2022). Dr.med. 
G.________ erfüllt als Facharzt Neurologie sowie Facharzt Psychiatrie und Psy-
chotherapie ebenso die Anforderung, über ein Zertifikat als zertifizierter medizini-
scher Gutachter SIM des Vereins Versicherungsmedizin Schweiz zu verfügen 
(vgl. Register Zertifizierte Fachpersonen SIM; my.swiss-insurance-medicine.ch; 
eingesehen am 28.10.2022). In der Radiologie ist dies keine Anforderung (vgl. 
Art. 7m Abs. 2 ATSV). Erwähnt sei aber, dass Dr.med. I.________ noch über 
den Schwerpunkt Diagnostische Neuroradiologie verfügt (vgl. Medizinalberufere-
gister; healthreg-public.admin.ch; eingesehen am 28.10.2022)

5.1 Bezüglich Verfahren hält die Vorinstanz in der angefochtenen Zwischenver-
fügung fest, mangels Geltendmachung eines Ausstandgrundes bestehe kein An-
lass, Ausstandsgründe zu prüfen und einen Einigungsversuch im Sinne von 

13

Art. 7j ATSG durchzuführen, vielmehr sei der Sachverständige festzulegen und 
die Beschwerdeführerin darüber zu informieren (vgl. Vi-act. A71 Erw. 3a).

5.2 Was die Frage des Einigungsversuches anbelangt, so kann der Vorinstanz 
nicht gefolgt werden.

5.2.1 Es kann als unbestritten gelten, dass in Einigkeit bestellte Gutachten bei al-
len Beteiligten, namentlich den versicherten Personen, auf bessere Akzeptanz 
stossen und zu tragfähigeren Beweisergebnissen führen (BGE 137 V 2010 
Erw. 3.4.2.6; Hintergrunddokument BSV Medizinische Begutachtung und Verfah-
ren vom 3.11.2021), eine Einigung damit der beförderlichen Fallführung zuträg-
lich ist. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung (vor Erlass des revidierten 
Art. 44 ATSG) stellte es zumindest eine Obliegenheit des Sozialversicherers und 
der versicherten Person dar, eine einvernehmliche Gutachterbestellung anzu-
streben, wo Aufträge für Expertisen mit weniger als drei Fachdisziplinen nicht 
nach dem Zufallsprinzip vergeben werden. Solle eine bi- oder gar bloss mon-
odisziplinäre Expertise eingeholt werden, so sei bei Uneinigkeit zwingend ein Ei-
nigungsversuch einzuleiten (vgl. BGE 139 V 349 Erw. 4.2, 5.2.2.3, 5.4).

5.2.2  Der neue Art. 44 ATSG äussert sich nicht zu einem Einigungsverfahren; 
ausdrücklich vorgeschrieben ist einzig der Verfügungs- und damit Rechtsmittel-
weg im Falle von Uneinigkeit. Indes führte der Bundesrat in der Botschaft mit 
Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung aus, wenn das Zufallsprinzip 
nicht gelte, müssten die Versicherer wie heute eine Einigung mit der versicherten 
Person anstreben, bevor sie eine Verfügung erliessen (BBl 2017 2683).

5.2.3  In der Vernehmlassungsvorlage zur Weiterentwicklung der IV resp. zur 
Änderung der ATSV schlug der Bundesrat die Einführung eines Einigungsver-
suches vor. Sein Entwurf für einen neuen Art. 7j ATSV lautete:

1 Lehnt eine Partei eine Sachverständige oder einen Sachverständigen nach Artikel 
44 Absatz 2 ATSG ab, so hat der Versicherungsträger die Ausstandgründe zu prü-
fen. Liegt ein solcher vor, ist ein Einigungsversuch durchzuführen.
2 Der Einigungsversuch kann mündlich oder schriftlich durchgeführt werden und ist 
in den Akten zu dokumentieren.
3 Bei der Vergabe eines Auftrages für ein Gutachten nach dem Zufallsprinzip ist 
kein Einigungsversuch durchzuführen.

Gemäss erläuterndem Bericht zur Vorlage habe der Versicherungsträger die von 
der versicherten Person vorgetragenen Ausstandgründe zu prüfen. Im Hinblick 
auf eine einvernehmliche Bestimmung der Sachverständigen sei, wenn immer 
möglich eine Einigung anzustreben. Diese habe im Rahmen eines Einigungsver-
suches stattzufinden. Halte der Versicherungsträger trotz Einigungsversuch an 

14

den vorgesehenen Sachverständigen fest, so habe er eine Zwischenverfügung 
zu erlassen (Erläuternder Bericht des BSV zur Eröffnung des Vernehmlassungs-
verfahrens vom 4.12.2020). 

Das Ergebnis der Vernehmlassung fasste das BSV im überarbeiteten erläutern-
den Bericht vom 3. November 2021 zusammen (vgl. auch Bericht über die Er-
gebnisse der Vernehmlassung des BSV von 2021; S. 57 ff., insb. S. 61). Es hielt 
fest, der Entwurf sehe vor, dass bei Ausstandsgründen ein Einigungsverfahren 
durchzuführen sei. Die geäusserte Kritik am Entwurf und verschiedentlich geäus-
serte Forderung, dass bei jeglichen Einwänden auf Verlangen einer Partei ein 
Einigungsversuch durchgeführt werden könne, werde übernommen (Erläuternder 
Bericht S. 7; Bericht zur Vernehmlassung S. 61). Entsprechend regle die Verord-
nungsbestimmung neu die Einzelheiten des Einigungsverfahrens in Fällen, in 
denen kein Ausstandsgrund vorliege. Liege ein Ausstandsgrund vor, habe der 
Versicherungsträger unter Berücksichtigung der Gegenvorschläge der versicher-
ten Person einen neuen Sachverständigen festzulegen. Liege kein Ausstands-
grund vor, sei im Hinblick auf eine einvernehmliche Bestimmung der Sachver-
ständigen, wenn immer möglich, eine Einigung zwischen dem Versicherungsträ-
ger und der versicherten Person anzustreben. Diese habe im Rahmen eines Ei-
nigungsversuches stattzufinden. Der Einigungsversuch könne mündlich im Rah-
men eines Gespräches stattfinden und sei entsprechend zu protokollieren. Der 
Einigungsversuch, mündlich oder schriftlich, sei gemäss Art. 46 ATSG in den Ak-
ten zu dokumentieren (Erläuternder Bericht S. 74 f.). Im Hintergrunddokument 
BSV Medizinische Gutachten und Verfahren vom 3. November 2021 führt das 
BSV gar aus: "Auf Wunsch der versicherten Person müssen sich die Parteien in 
einem mündlichen oder schriftlichen Austausch auf einen gemeinsamen Vor-
schlag einigen", was so allerdings weder im ATSG noch in der ATSV eine Grund-
lage findet. Schliesslich wird aber noch klargestellt, dass die Möglichkeit eines 
Einigungsversuches nicht die Zuständigkeit des Versicherungsträgers aufhebe, 
die sachverständige Person zu bestimmen. Die heutige Rechtsprechung, wonach 
kein Recht der versicherten Person auf eine Sachverständige oder einen Sach-
verständigen ihrer Wahl bestehe, gelte weiterhin. Entsprechend diesem Ver-
nehmlassungsergebnis lauten Art. 7j Abs. 1 und 2 ATSV neu (vgl. auch Kocher: 
Änderungen im Verfahrensrecht im Rahmen der Weiterentwicklung der IV, HAVE 
2021 S. 322 ff.):

1 Lehnt eine Partei eine Sachverständige oder einen Sachverständigen nach Artikel 
44 Absatz 2 ATSG ab, so hat der Versicherungsträger die Ausstandsgründe zu 
prüfen. Liegt kein Ausstandsgrund vor, so ist ein Einigungsversuch durchzuführen.
2 Der Einigungsversuch kann mündlich oder schriftlich durchgeführt werden und ist 
in den Akten zu dokumentieren.

15

5.2.4  Es fällt damit auf, dass die Vorgabe eines Einigungsversuches im Rahmen 
des Vernehmlassungsverfahrens eine grundlegende Wendung erfahren hat. Sah 
die Vernehmlassungsvorlage noch vor, einen Einigungsversuch nur vorzuneh-
men, wenn ein Ausstandsgrund vorliegt, ist ein Einigungsversuch nach dem seit 
1. Januar 2022 geltenden Art. 7j ATSV dann durchzuführen, wenn kein 
Ausstandsgrund vorliegt (falsch dazu die Ausführungen Dupont in SZS 2022 S. 
8). Dies erscheint insoweit konsequent, als im Falle des Vorliegens eines 
Ausstandsgrundes der Sozialversicherer geradezu gehalten ist, den vorgeschla-
genen Sachverständigen auszuwechseln (vgl. Art. 36 Abs. 1 ATSG) und diesbe-
züglich keine Einigung angestrebt werden muss. Bringt die versicherte Person 
indes andere Ablehnungsgründe als Ausstandsgründe vor, dann sollen sich die 
Parteien, wenn immer möglich einvernehmlich einigen. Kommt kein Konsens zu-
stande, bleibt es dabei, dass die Sozialversicherung den resp. die Sachverstän-
digen mittels Zwischenverfügung bestellt (Art. 44 Abs. 4 ATSG; vgl. zum Eini-
gungsverfahren auch Gehring: Gutachten und Qualitätssicherung, HAVE 2021 S. 
326 ff). 

5.3 Vorliegend steht fest, dass die Vorinstanz keinen Einigungsversuch unter-
nommen hat, dessen Notwendigkeit sogar ausdrücklich verneint hat (vgl. oben 
Erw. 6.1). Nach dem Gesagten hat sie damit die Verfahrensvorschrift nach Art. 7j 
Abs. 1 ATSV verletzt, der die Durchführung eines Einigungsversuches gerade 
dann verlangt, wenn kein Ausstandsgrund vorliegt, die versicherte Person die 
vorgeschlagenen Sachverständigen aus anderen Gründen ablehnt. 

5.4 Dieser Verfahrensfehler rechtfertigt vorliegend nicht, die Zwischenverfü-
gung aufzuheben und die Sache zur Durchführung des Einigungsversuches an 
die Vorinstanz zurückzuweisen, wie dies bei Mängeln formeller Natur die Regel 
ist (BGE 144 IV 302 Erw. 3.1). Vielmehr muss festgestellt werden, dass im Rah-
men dieses Beschwerdeverfahrens ein mehrfacher Schriftenwechsel erfolgt ist, 
sich die Parteien mehrfach zum Standpunkt der Gegenseite geäussert haben 
und dabei genau dieselbe Problematik Thema war, welche auch Gegenstand des 
Einigungsversuches hätten bilden sollen. Aber ganz offensichtlich zeigt sich kei-
ne Seite bereit oder in der Lage für eine Einigung. Nichts spricht dafür, dass sich 
die Parteien vor diesem Hintergrund in einer weiteren Aussprache - welche nota-
bene nicht mündlich zu sein braucht (Art. 7j Abs. 2 ATSV) - nun plötzlich einigen 
könnten. Eine Rückweisung würde daher bloss einen verfahrensmässigen Leer-
lauf darstellen, worauf zu Gunsten der Weiterführung der Untersuchungen zu 
verzichten ist. Hingegen ist in Anlehnung an die Rechtsprechung zur Heilung von 
Verfahrensfehlern (Urteil BGer 1B_236/2021 vom 1.6.2021 Erw. 6) der durch die 

16

Vorinstanz verursachte Verfahrensfehler bei der Kosten- und Entschädigungsfol-
ge zu beachten.

5.5 Zusammenfassend bleibt es dabei, dass sich die Beschwerde als unbe-
gründet erweist und abzuweisen ist, nachdem die Beschwerdeführerin gegen die 
vorgeschlagenen Gutachter keine gesetzlichen Ausstandsgründe im Sinne von 
Art. 36 Abs. 1 ATSG vorbringt.

6.1 Die strittige Frage betreffend Festlegung der Gutachter steht als Teil des 
Administrativuntersuchungsverfahrens in engem Zusammenhang mit einer Leis-
tungsstreitigkeit, weshalb keine Kosten zu erheben sind (Art. 61 lit. fbis ATSG).

6.2 Die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei hätte keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts muss der Heilung von Verfahrensfehlern bei der Kosten- und 
Entschädigungsregelung Rechnung getragen werden, was es auch vorliegend zu 
berücksichtigen gilt (vgl. oben Erw. 5.4). Nachdem die Vorinstanz bewusst aber 
zu Unrecht auf die Durchführung eines zwingenden Einigungsversuches (Art. 7j 
ATSG) verzichtet hat, dieser Mangel indes im Rahmen dieses Verfahrens als ge-
heilt zu betrachten ist, rechtfertigt es sich, der anwaltschaftlich vertretenen Be-
schwerdeführerin zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von 
Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zuzusprechen.

17

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 
Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Rechtsvertreter der Vorinstanz (2/R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 10. November 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 21. November 2022