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**Case Identifier:** 3c9ff287-bd09-50d0-a4b6-b0c0a7101130
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.04.2021 200 2021 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-75_2021-04-13.pdf

## Full Text

200 21 75 IV
SCI/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. April 2021

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________ 
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. Dezember 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2021, IV/21/75, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im August 2013 unter Hinweis auf Brustkrebs bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten 
der IV [act. II] 1/7). In der Folge nahm die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) erwerbliche sowie medizinische Abklärungen vor und 
sprach der Versicherten mit Verfügung vom 22. Oktober 2014 (act. II 24) 
gestützt auf einen Status von 100 % Haushalt (act. II 17/6 Ziff. 4 i.V.m. 
24/9) bei einem Invaliditätsgrad von 42 % (act. II 17/10 Ziff. 7 i.V.m. 24/9) 
ab dem 1. Februar 2014 eine Viertelsrente zu. Mit Mitteilung vom 9. Sep-
tember 2016 (act. II 40) bestätigte sie den unveränderten Rentenanspruch.

Im Zusammenhang mit einer von der Versicherten am 18. März 2018 ge-
meldeten Veränderung in den familiären bzw. finanziellen und in der Folge 
erwerblichen Verhältnissen (act. II 41), veranlasste die IVB abermals medi-
zinische und erwerbliche Erhebungen. Mit Vorbescheid vom 18. Januar 
2019 (act. II 65) sah sie bei einem Status von 40 % Erwerb und 60 % 
Haushalt (ab August 2018; act. II 65/2 i.V.m. 62/6 Ziff. 4) und einem Invali-
ditätsgrad von 13 % die Rentenaufhebung vor. Im Rahmen der Prüfung der 
dagegen erhobenen Einwände (vgl. act. II 66, 68, 71-74) liess die IVB ein 
polydisziplinäres Gutachten bei der MEDAS B.________ GmbH (MEDAS) 
erstellen (vom 14. Januar 2020 [act. II 92.1-92.5]). Ausserdem veranlasste 
sie am 25. September 2020 eine weitere Erhebung im Haushalt der Versi-
cherten (Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 14. Oktober 2020 [act. II 
120]; vgl. zuvor act. II 62 vom 10. Januar 2019). Mit Vorbescheid vom 
14. Oktober 2020 (act. II 119) sah die IVB bei einem Invaliditätsgrad von 
15 % (ab September 2018; Status von 40 % Erwerb und 60 % Haushalt) 
bzw. 27 % (ab Mai 2019; Status von 80 % Erwerb und 20 % Haushalt) die 
Rentenaufhebung vor. Nach Eingang der dagegen erhobenen Einwände 
(act. II 126, 128) verfügte die IVB am 10. Dezember 2020 (act. II 129) ent-
sprechend dem Vorbescheid die Aufhebung der bisherigen Rente auf Ende 
des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats. 

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte am 25. Januar 2021 Beschwerde. Sinn-
gemäss beantragt sie die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie 
die Weiterausrichtung der bisherigen Invalidenrente. Gleichzeitig stellte sie 
ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, welches sie mit Eingabe vom 
8. Februar 2021 aufforderungsgemäss ergänzte.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Februar 2021 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. Dezember 2020 
(act. II 129). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und dabei ins-
besondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige Viertels-
rente zu Recht per Ende Januar 2021 aufgehoben hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
145 V 215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist 

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noch nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob 
dies zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem 
Einfluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 
142 V 106 E. 4.4 S. 110).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob 
eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder 
als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer ande-
ren Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti-
gungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, 
was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine ge-
sundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). Ent-
scheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten 
Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem 
Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; 
SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1). 

Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Besonderen ent-
scheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat erwerbstätig war 
oder nicht. Vielmehr sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerb-
lichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsauf-
gaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die 

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Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berück-
sichtigen. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versi-
cherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu wür-
digen (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 V 194 E. 3b S. 195; SVR 2019 IV 
Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.5.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.5.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.5.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

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2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf das Revisionsgesuch vom März 2018 (act. II 
41) eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell geprüft, womit die 
Eintretensfrage vom Gericht praxisgemäss nicht zu beurteilen ist (BGE 
109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob eine für den Leistungsan-
spruch relevante Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetre-
ten ist (vgl. E. 2.5.1 hiervor), wobei der Sachverhalt im Zeitpunkt der leis-
tungszusprechenden Verfügung vom 22. Oktober 2014 (act. II 24) mit 
demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 10. Dezember 
2020 (act. II 129) zu vergleichen ist (vgl. E. 2.5.3 hiervor). Der Mitteilung 
vom 9. September 2016 (act. II 40) kommt keine revisionsrechtlich relevan-
te Bedeutung zu. Ihr lagen einzig zwei Verlaufsberichte der behandelnden 
Ärzte (act. II 30, 37) zugrunde; eine vertiefte materielle Prüfung und be-
weisrechtliche Würdigung des medizinischen Sachverhaltes mit rechtskon-
former Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 
Einkommensvergleichs fand hingegen nicht statt (vgl. BGE 133 V 108 
E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

3.2 In der rentenzusprechenden Verfügung vom 22. Oktober 2014 
(act. II 24) wurde die Beschwerdeführerin gestützt auf ihre Angaben anläss-
lich der Erhebung im Haushalt vom 14. Mai 2014 als 100 % im Haushalt 
tätig bemessen (act. II 17/4 Ziff. 3.5, 17/6 Ziff. 4, 24/9). Der angefochtenen 
Verfügung vom 10. Dezember 2020 (act. II 129) liegt demgegenüber ge-

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stützt auf den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 14. Oktober 2020 
(act. II 120, vgl. auch act. II 62) ein Status mit einer teilweisen Erwerbs-
tätigkeit zugrunde (act. II 120/7 Ziff. 4 und 5). 

Massgeblich für die Verhältnisse bei Erlass der rentenaufhebenden Verfü-
gung ist der ab Mai 2019 festgelegte Status von 80 % Erwerb und 20 % 
Haushalt (act. II 120/5-7 Ziff. 3.3 und 5). Der vom Abklärungsdienst ab Sep-
tember 2018 auf 40 % Erwerb und 60 % Haushalt festgesetzte Status 
(act. II 120/7 Ziff. 4) hat keine Auswirkung (vgl. hierzu BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1; Art. 88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 
Ein Statuswechsel wurde seitens der Beschwerdeführerin in ihrem Revisi-
onsgesuch vom März 2018 (act. II 41) selbst geltend gemacht. Die Status-
festsetzung (80 % Erwerb und 20 % Haushalt) blieb in der Folge sowohl im 
Vorbescheid- (vgl. act. II 126, 128) wie auch im vorliegenden Beschwerde-
verfahren unbestritten und überzeugt mit Blick auf den teilweisen Wegfall 
der Unterhaltsleistungen des abgeschiedenen Ehegatten und Vaters der 
2000 und 2003 geborenen Söhne ab September 2018 bzw. April 2019 (vgl. 
act. II 3/4, 4, 18, 120/4 Ziff. 2), das Alter der Kinder sowie die gesamten 
Umstände. Daher kann angesichts des Ergebnisses (vgl. E. 5 hiernach) 
offenbleiben, ob gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin im Revi-
sionsgesuch vom März 2018 (act. II 41) sowie anlässlich der Erhebung im 
Haushalt vom September 2020 (act. II 120/5-7 Ziff. 3.3), wonach sie ab Mai 
2019 in einem 100%-Pensum arbeiten würde, gar ein Status als rein Er-
werbstätige vorliegt. Mit dem veränderten Status der Beschwerdeführerin – 
von nicht erwerbstätig hin zu mindestens teilerwerbstätig bzw. allenfalls voll 
erwerbstätig – liegt so oder anders eine revisionsrechtlich relevante Verän-
derung vor (vgl. Entscheid des BGer vom 27. Oktober 2020, 9C_82/2020 
[zur Publikation vorgesehen], E. 6.3 und 7), womit der Rentenanspruch frei 
zu prüfen ist (E. 2.5.2 hiervor). Schliesslich liegen auch in gesundheitlicher 
Hinsicht revisionsrechtlich relevante Veränderungen vor (vgl. auch E. 4.3 
hiernach).

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4.

4.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in 
der angefochtenen Verfügung (act. II 129) massgeblich auf das polydiszi-
plinäre MEDAS-Gutachten vom 14. Januar 2020 (act. II 92.1-92.5). In der 
interdisziplinären Gesamtbeurteilung (act. II 92.5) hielten die Experten nach 
einer allgemein-internistischen (act. II 92.1), einer psychiatrischen (act. II 
92.4), einer neuropsychologischen (act. II 92.2) und einer rheumatologi-
schen Untersuchung (act. II 92.3) die folgenden Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit fest (act. II 92.5/5 Ziff. 4.2):

- Generalisiertes und chronifiziertes Weichteil-Schmerzsyndrom, ICD-10 
M79.00

- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, 
ICD-10 F45.41 

- Mögliche seronegative Polyarthritis, ICD-10 M06.0
- Lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, ICD-10 M54.4
- Subacromiales Impingement-Syndrom beidseitig, ICD-10 M75.4
- Nichtorganische lnsomnie, ICD-10 F51.0 
- Leichte neuropsychologische Störung mit kognitiven Auffälligkeiten in den 

Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen, Sprache, 
Zahlenverarbeitung und Visuokonstruktion multifaktorieller Ätiologie

- Invasives duktales Mamma-Karzinom, cT3, cN1, M0, ED 07/2012, ICD-
10 C50

In der ursprünglich ausgeübten Tätigkeit als ... gelte spätestens seit der 
Erstdiagnose des Mamma-Karzinoms im Juli 2012 eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit im Haushalt sei jedoch spätestens 
seit Anfang 2018 mindestens in einem 75%-Pensum durchführbar (act. II 
92.5/7 Ziff. 4.7). In einer körperlich leichten Tätigkeit mit den Rücken und 
die peripheren Gelenke schonenden Belastungen, mit der Möglichkeit zu 
Wechselpositionen, mit guter Strukturierung, ohne hohe Anforderungen an 
die Konzentrationsfähigkeit, ohne zu hohe Anforderungen an die emotiona-
le und körperliche Belastbarkeit, ohne Gefährdungspotenzial, ohne Schicht- 
und Nachtdienst, mit leichten Anforderungen an sprachliche und rechneri-
sche Fähigkeiten, mit regelmäßigen Pausen und angepasstem Arbeitstem-
po sei ebenfalls spätestens seit Anfang 2018 eine globale Arbeitsfähigkeit 
von insgesamt 70 % möglich (act. II 92.5/7 Ziff. 4.8). Im Vergleich zur me-
dizinischen Aktenlage, die der Verfügung vom 22. Oktober 2014 zugrunde 
gelegen habe, habe sich aus rheumatologischer Sicht eine Chronifizierung 

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des generalisierten Weichteil-Schmerzsyndroms, ein Impingement-
Syndrom beider Schultern und eine mögliche inflammatorische Grunder-
krankung der peripheren Gelenke als Veränderung bzw. Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes etabliert. Der psychische Verlauf könne auf-
grund fehlender Akten nicht beurteilt werden. Im Übrigen scheine die Situa-
tion stabil und unverändert (act. II 92.5/8).

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

4.3 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 14. Januar 2020 
(act. II 92.1-92.5) erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen 
(E. 3.3 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt. Die darin enthal-
tenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kennt-
nis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden 
getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen 
Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerun-

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gen zum aktuellen Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit werden 
nachvollziehbar begründet. Auch stehen die Fachbeurteilungen in Überein-
stimmung untereinander und flossen in die interdisziplinäre Beurteilung ein. 
Überzeugend haben die Experten schliesslich dargelegt, dass und in wel-
cher Weise sich der Gesundheitszustand gegenüber dem Jahr 2014 ver-
ändert hat (vgl. act. II 92.1/22, 92.5/8). Damit ist auf das MEDAS-Gutachten 
abzustellen.

Nachdem bei der Beschwerdeführerin im Sommer 2012 in ihrem Heimat-
land Brustkrebs diagnostiziert und mittels Chemotherapie behandelt wor-
den war, wurde die Behandlung mit diversen Operationen in der Schweiz 
fortgesetzt und abgeschlossen (vgl. act. II 7, 10, 13, 15, 30, 92.1/14 
Ziff. 3.2). Eine onkologische Behandlung war danach nicht mehr erforder-
lich (act. II 37/3 Ziff. 7, 53/2 Ziff. 7). Gegenüber der Gutachterin berichtete 
die Beschwerdeführerin im September 2019 allein noch von jährlichen on-
kologischen Kontrolluntersuchungen (act. II 92.1/14 Ziff. 3.2). Damit liegt 
gegenüber der Rentenzusprache im Jahr 2014 (act. II 24) insofern eine 
gesundheitliche Verbesserung vor, als die Krebserkrankung und deren Be-
handlung damals noch eine vollständige Arbeitsunfähigkeit nach sich zo-
gen (vgl. act. II 10, 13, 15, 17/4 Ziff. 3.3), was denn auch der Grund für die 
Leistungszusprache war. Inzwischen hat sich die entsprechende (onkologi-
sche) Situation jedoch stabilisiert und es sind keine diesbezüglichen Be-
handlungen mehr notwendig. Die Gutachter legten den entsprechenden 
Zeitpunkt auf Anfang 2018 fest; eine weiter zurückreichende Beurteilung 
war ihnen nicht möglich und ist auch nicht erforderlich (act. II 92.5/7 
Ziff. 4.7 und 4.8; vgl. Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV).

Die anlässlich der Begutachtung im Vordergrund stehenden Schmerzen am 
ganzen Körper (act. II 92.3/6 Ziff. 3.2, 92.4/4 Ziff. 3) wurden vom rheumato-
logischen Gutachter sorgfältig erhoben (act. II 92.3/6-11) und in überzeu-
gender Weise einem generalisierten und chronifizierten Weichteil-
Schmerzsyndrom (ICD-10 M79.00), einer möglichen seronegativen Polyar-
thritis (ICD-10 M06.0), einem lumbospondylogenen Schmerzsyndrom (ICD-
10 M54.4) und einem beidseitigen subacromialen Impingement-Syndrom 
(ICD-10 M75.4) zugeordnet (act. II 92.3/11 Ziff. 6.1, 92.5/5 Ziff. 4.2; vgl. 
hierzu auch die Berichte des behandelnden Arztes Dr. med. C.________, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2021, IV/21/75, Seite 12

Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 13. Au-
gust, 4. Oktober und 20. November 2019 [act. II 92.6/1-6]). Unter Berück-
sichtigung der rheumatologischen Feststellungen mit einer erheblichen 
Diskrepanz zwischen den subjektiv invalidisierenden Beschwerden, den 
subjektiv heftigen Beschwerden auf Berührung und den geringfügigen ob-
jektivierbaren und pathologischen Befunden am Bewegungsapparat (act. II 
92.3/10-12 Ziff. 5, 7.1 und 7.3, vgl. zur rheumatologischen Befunderhebung 
act. II 92.3/8-9 Ziff. 4.3) ist ebenso schlüssig und nachvollziehbar, wenn die 
psychiatrische Expertin ausführte, die angegebenen Schmerzen seien nicht 
vollständig organmedizinisch erklärbar (act. II 92.4/17 Ziff. 6). Die von ihr 
gestellte Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41; act. II 92.4/17 Ziff. 6.1) überzeugt. 
Gleiches gilt mit Blick auf die von der Beschwerdeführerin geschilderten 
Schlafstörungen (vgl. u.a. act. II 92.4/5) für die diagnostizierte nichtorgani-
sche lnsomnie (ICD-10 F51.0; act. II 92.4/17 Ziff. 6.1). Ausserdem würdigte 
die neuropsychologische Gutachterin die von der Beschwerdeführerin be-
schriebene Müdigkeit (vgl. act. II 92.2/4-5) und stellte fest, dass trotz der 
gegen Ende der Untersuchung müde wirkendenden Explorandin (kleine 
Augen) kein sichtbarer Leistungsabfall erhoben werden konnte (act. II 
92.2/6 Ziff. 4.1, 92.2/8-9 Ziff. 6, 92.2/11 Ziff. 7.4). Die Einschätzung der 
MEDAS-Gutachter, wonach leichte kognitive Einschränkungen vorliegen, 
welchen mit etwas mehr Zeit, notwendigen Zusatzerklärungen und verlän-
gerter Einarbeitungszeit begegnet werden könne (act. II 92.2/11-12 Ziff. 8, 
92.4/16 Ziff. 4.3, 92.5/7 Ziff. 4.8), ist nachvollziehbar und überzeugt. Die 
Einschränkungen wurden im Rahmen der neuropsychologischen Testun-
gen, soweit sie ein die Arbeits- und Leistungsfähigkeit einschränkendes 
Ausmass erreichen, erhoben. Solche Abklärungen dienen unbesehen der 
Ätiologie dem Erkennen allfällig vorhandener Leistungseinbussen. Insoweit 
werden mit diesen Abklärungen auch einer somatischen Grundlage nicht 
unmittelbar zuordenbare Beschwerden, wie etwa jene einer Cancer-related 
Fatigue, erhoben. Über die erwähnten, gutachterlich erhobenen und in die 
Leistungsbeurteilung einbezogenen Befunde hinaus bestehen keine Hin-
weise zur Annahme von Spätfolgen der Krebserkrankung, insbesondere 
einer Cancer-related Fatigue (vgl. hierzu BGE 139 V 346 E. 3.4 S. 348). 
Soweit die Beschwerdeführerin von ihrer individuellen Situation losgelöste, 
allgemein gehaltene Informationen zu möglichen Folgen und Nebenwirkun-

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gen einer Krebserkrankung vorlegt (vgl. act. II 132/11-22), sind diese nicht 
geeignet, ihren persönlichen Gesundheitszustand darzulegen (vgl. auch 
E. 2.6 hiervor) bzw. das überzeugend abgefasste Gutachten in Frage zu 
stellen. Schliesslich hielt denn auch der Behandler, Dr. med. D.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, am 26. November 2020 fest, er 
erkenne im Gutachten keine gröberen Mängel, und er ging implizit von der 
Richtigkeit der darin getroffenen Feststellungen aus. Zu einer allfällig höhe-
ren Arbeitsunfähigkeit machte er jedenfalls keine konkreten und schlüssig 
begründeten Angaben (vgl. act. II 128/3). Weitere von der gutachterlichen 
Beurteilung abweichende medizinische Einschätzungen bringt die Be-
schwerdeführerin nicht vor. 

4.4 Damit ist nach dem Ausgeführten erstellt, dass die Beschwerdefüh-
rerin in der früheren Tätigkeit als ... seit der Erstdiagnose des Mamma-
Karzinoms im Juli 2012 nicht mehr arbeitsfähig ist (100%ige Arbeitsun-
fähigkeit). In einer angepassten körperlich leichten Tätigkeit (mit den Rü-
cken und die peripheren Gelenke schonenden Belastungen, mit der Mög-
lichkeit zu Wechselpositionen, mit guter Strukturierung, ohne hohe Anforde-
rungen an die Konzentrationsfähigkeit, ohne zu hohe Anforderungen an die 
emotionale und körperliche Belastbarkeit, ohne Gefährdungspotenzial, oh-
ne Schicht- und Nachtdienst, mit leichten Anforderungen an sprachliche 
und rechnerische Fähigkeiten, mit regelmässigen Pausen und angepass-
tem Arbeitstempo) besteht hingegen spätestens seit Anfang 2018 eine Ar-
beitsfähigkeit von gesamthaft 70 %. Es liegen keine Hinweise vor, dass 
sich die gesundheitliche Situation seit der Begutachtung im September 
bzw. Dezember 2019 (act. II 92.5/1) wesentlich verändert hätte, so dass 
auf das formulierte Zumutbarkeitsprofil auch im Zeitpunkt der angefochte-
nen Verfügung vom 10. Dezember 2020 weiterhin abgestellt werden kann. 
Dabei gibt das MEDAS-Gutachten ebenso mit Blick auf die Rechtspre-
chung zu den sogenannten Standardindikatoren bei psychischen Gesund-
heitsschäden (vgl. hierzu BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296) zu keinen Beanstandungen Anlass. Die Experten orientierten sich 
an den Indikatoren und machten diesbezüglich schlüssige Angaben. 

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Auf dieser medizinischen Grundlage ist nachstehend die Invaliditätsbemes-
sung mittels eines Einkommensvergleichs (vgl. E. 5.1 hiernach) vorzuneh-
men. 

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 
ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betäti-
gungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293). Nach Art. 28a Abs. 3 IVG 
wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgelt-
lich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, für diesen 
Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch 
im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt 
auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem 
Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit 
im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im 
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen 
zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 
144 I 21 E. 2.1 S. 23).

5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 

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E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statistische 
Werte wie die Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf je-
doch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung 
der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen 
und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; 
SVR 2019 UV Nr. 40 S. 153 E. 6.2.3).

5.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen LSE herangezogen werden (BGE 143 V 295 
E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). Es gilt zu berücksichti-
gen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 
Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen 
und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt 
sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 
rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn 
Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 
S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzu-
setzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umstän-
den des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, 
Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). 
Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf 
insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 
134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten 
ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähig-
keit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die 
Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer dop-
pelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 
146 V 16 E. 4.1 S. 20).

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5.4 Für den Einkommensvergleich ist grundsätzlich auf den Zeitpunkt 
der Rentenrevision abzustellen (Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 12. Februar 2004, I 607/03, 
E. 7.2.1). Vorliegend ist das Bestehen eines erwerblichen Revisionsgrun-
des – und damit auch der Revisionszeitpunkt – seit 2018 ausgewiesen 
(Pensenerhöhung aufgrund veränderter Betreuungs- und finanzieller Ver-
hältnisse; vgl. E. 3.2 hiervor). Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommens-
vergleich durchzuführen.

5.5 Die Beschwerdeführerin hat gemäss eigenen Angaben in ihrem 
Heimatland ... nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit eine Ausbil-
dung als ... absolviert. Währenddessen bzw. hiernach sei sie unter ande-
rem im ... eines ... sowie als ... erwerbstätig gewesen (vgl. act. II 1/4, 17/3). 
Nach der Einreise in die Schweiz mit Heirat im Jahr 1994 und der Geburt 
der beiden Kinder 2000 und 2003 (vgl. act. II 18/2) war die Beschwerdefüh-
rerin spätestens ab 2000 und damit vor Eintritt der gesundheitlichen Beein-
trächtigungen (2012) nicht mehr ausserhäuslich erwerbstätig (vgl. u.a. 
act. II 8, 120/5 Ziff. 3.2). 

Bei diesen Gegebenheiten sowie mit Blick darauf, dass die Beschwerde-
führerin die ihr in einer angepassten Tätigkeit verbliebene Restarbeitsfähig-
keit (E. 4.4 hiervor) nicht verwertet, ist nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin sowohl das Validen- wie auch das Invalideneinkommen 
anhand der LSE 2018, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen, 
bestimmt hat (act. II 120/8 Ziff. 6.2 und 6.3). Sind Validen- und Invaliden-
einkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen, entspricht 
der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichti-
gung des Abzuges vom Tabellenlohn (SVR 2018 UV Nr. 29 S. 103 E. 5.2). 
Ob der von der Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte Abzug von 
5 % (act. II 120/8 Ziff. 6.2 und 6.3) hier gerechtfertigt ist, kann letztlich of-
fenbleiben. Denn selbst wenn dieser (keinesfalls höher als 5 % ausfallend) 
berücksichtigt würde, resultierte bei Annahme eines Status als 100 % Er-
werbstätige ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 34 % 
(100 % ./. [100 % x 0.7 = 70 % x 0.95 = 66.5 %] = 33.5 %; vgl. E. 2.3 hier-
vor). Auch wenn der von der Beschwerdegegnerin angenommene Status 
von 80 % Erwerb und 20 % Haushalt herangezogen (vgl. E. 3.2 hiervor), 

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mithin die gemischte Methode zur Anwendung gelangen würde (vgl. E. 5.1 
hiervor), änderte dies am Ergebnis nichts. Mit Blick auf den beweiskräftigen 
(vgl. hierzu BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 
2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2) Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 
14. Oktober 2020 (act. II 120) ist die Beschwerdeführerin unter Berücksich-
tigung der Mitwirkungspflicht des Lebenspartners und der beiden Söhne 
(vgl. hierzu BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509; SVR 2011 IV Nr. 11 S. 30 E. 5.5) 
im Aufgabenbereich Haushalt nicht eingeschränkt (act. II 120/9-14 
Ziff. 8.2). Im erwerblichen Bereich resultierte bei einer Einschränkung von 
33.5 % (100 % ./. [100 % x 0.7 = 70 % x 0.95 = 66.5 %]; vgl. Ausführungen 
hiervor) eine solche von gewichtet 26.8 % (33.5 % [Einschränkung Erwerb] 
x 0.8 [Status Erwerb]). Mithin ergäbe sich bei Annahme einer Teilerwerbs-
tätigkeit (80 % Erwerb und 20 % Haushalt) ein rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad von gerundet 27 % (0 % [Invaliditätsgrad im Bereich Haus-
halt] + 26.8 % [Invaliditätsgrad im Bereich Erwerb]; vgl. hierzu auch 
Art. 27bis IVV).

5.6

5.6.1 Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist bei Per-
sonen, deren Rente revisions- oder wiedererwägungsweise herabgesetzt 
oder aufgehoben werden soll und die während mindestens fünfzehn Jahren 
eine Rente bezogen oder das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, trotz me-
dizinisch (wieder) ausgewiesener Leistungsfähigkeit vorderhand weiterhin 
eine Rente auszurichten, bis mit Hilfe medizinisch-rehabilitativer und/oder 
beruflich-erwerblicher Massnahmen das theoretische Leistungspotential 
ausgeschöpft werden kann, weil in jedem Einzelfall feststehen muss, dass 
die (wiedergewonnene) Erwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits-
markt (erneut) verwertbar ist (vgl. hierzu BGE 145 V 209 E. 5.1 S. 211, 
141 V 5 E. 4.1 S. S. 7; SVR 2019 IV Nr. 38 S. 121 E. 5.2, 2016 IV Nr. 27 
S. 81 E. 5.1, 2011 IV Nr. 30 S. 88 E. 4.2.1 und 4.2.2, Nr. 73 S. 222 E. 3.3). 
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen vor Rentenaufhebung setzt 
Eingliederungswillen bzw. eine subjektive Eingliederungsfähigkeit voraus; 
fehlt es daran, so entfällt der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, 
ohne dass zunächst ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt wer-
den müsste (SVR 2019 IV Nr. 3 S. 9 E. 7).

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5.6.2 Nach Erstellung des MEDAS-Gutachtens (act. II 92.1-92.5) gewähr-
te die Beschwerdegegnerin Beratung und Unterstützung bei der Stellensu-
che (Arbeitsvermittlung; act. II 99) und erteilte am 22. Juli 2020 Kostengut-
sprache für eine dreimonatige Grundabklärung (act. II 106). Ab dem Folge-
tag nach Beginn der Grundabklärung am 27. Juli 2020 (act. II 117/3) attes-
tierten die behandelnden Ärzte der Beschwerdeführerin verschiedene kurz-
zeitige vollständige Arbeitsunfähigkeiten (act. II 110/2, 112/2, 113/2, 114/2), 
so dass die Eingliederungsmassnahme am 28. August 2020 vorzeitig ab-
gebrochen werden musste (act. II 115, 117). Mit Blick darauf, dass der An-
spruch auf Eingliederungsmassnahmen vor Rentenaufhebung auch einen 
Eingliederungswillen bzw. eine subjektive Eingliederungsfähigkeit voraus-
setzt, ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in der Folge 
die Arbeitsvermittlung abschloss (act. II 116, 121) und den Rentenanspruch 
prüfte. Die Beschwerdeführerin erachtet sich denn auch entgegen dem 
beweiskräftigen MEDAS-Gutachten nicht als arbeitsfähig (vgl. u.a. act. II 
92.3/7). Die Beschwerdegegnerin war demnach trotz des fortgeschrittenen 
Alters der Beschwerdeführerin (im massgeblichen Zeitpunkt 56-jährig [vgl. 
act. II 3/1, 129/1; BGE 141 V 5 E. 4.2.1 S. 7]) befugt, die Invalidenrente in 
Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV per Ende Januar 2021 aufzuhe-
ben.

6.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 10. Dezember 
2020 (act. II 129) nicht zu beanstanden, so dass die dagegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen ist.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2021, IV/21/75, Seite 19

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin – vorbehält-
lich der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 7.3 hiernach) 
– zur Bezahlung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

7.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den 
Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, wenn die 
Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren 
nicht aussichtslos erscheint (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 
VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Auch wenn das am 8. Februar 2021 eingereichte Gesuchsformular um un-
entgeltliche Rechtspflege teilweise unvollständig ausgefüllt wurde (so fehlt 
etwa der Anteil des seit April 2019 im gleichen Haushalt lebenden Partners 
der Beschwerdeführerin für die Wohnungsmiete [vgl. act. II 120/4 Ziff. 2, 
120/7 Ziff. 3.3]), ist die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin mit Blick auf 
die gemachten weiteren Angaben und die eingereichten Unterlagen (Akten 
der Beschwerdeführerin [act. IA]) offensichtlich erstellt. Die erst seit 2. März 
2020 bestehende Rechtsschutzversicherung kommt im vorliegenden Fall 
bereits aus zeitlichen Gründen nicht zum Tragen. Zudem kann der Prozess 
nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden (vgl. BGE 
140 V 521 E. 9.1 und 9.2 S. 537). Demnach ist das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege hinsichtlich der Verfahrenskosten gutzuheissen. Die Be-
schwerdeführerin ist folglich – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. De-
zember 2008 (ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht der Verfahrenskos-
ten (E. 7.1 hiervor) zu befreien (Art. 113 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege betreffend die Verfah-
renskosten wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.