# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6121cc79-1a8b-5836-9b36-46de9db4844a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-03-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.03.2007 UV 2006/48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-48_2007-03-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/48

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 12.03.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 12.03.2007
Art. 4 ATSG, Art. 6 UVG. Kausalität von Rückenbeschwerden, die 2 Jahre 
nach Behandlungsabschluss aufgetreten sind (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. März 2007, UV 
2006/48).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 12. März 2007

In Sachen

A.___

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jürg Wissmann, Mythenstrasse 10, 8733 

Eschenbach SG,

gegen

SWICA Versicherungen, Römerstrasse 37, Postfach, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Die 1973 geborene A.__ war bei B.___ als Betriebsmitarbeiterin der Lagerzentrale 

tätig und in dieser Eigenschaft bei der Swica Gesundheitsorganisation (nachfolgend 

Swica) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am Montag, 16. September 

2006 gemäss Bagatellunfallmeldung vom 19. September 2002 einen Rollwagen 

aufstellen wollte und sich dabei am Rücken verletzte (Prellung). Mit Schreiben vom 26. 

September 2002 (act. 2) anerkannte die B.___ Versicherungsagentur der Swica die 

Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses vom 16. September 2002 und bestätigte 

diese mit Schreiben vom 7. Oktober 2002 auch bezüglich der Taggeldleistungen, 

nachdem mit Unfallmeldung vom 15. Oktober 2002 nachträglich noch eine 

Arbeitsunfähigkeit ab 17. September 2002 zu 100 bzw. 50% bis 14. Oktober 2002 

gemeldet worden war (act. 3, 5). Mit ärztlichen Zwischenberichten vom 26. November 

2002 (act. 6) bzw. 4. Dezember 2002 meldeten Dr. med. C.___, und Dr. D.___, 

Chiropraktor SCG/ECU einen Behandlungsabschluss per 25. Oktober bzw. 6. 

November 2002. In einem nachträglich eingereichten Arztzeugnis vom 9. April 2003 

gab Dr. med. E.___, Allgemeine Medizin FMH, der die Versicherte ab 27. September 

2002 behandelt hatte, die Diagnose einer Muskelzerrung (Differentialdiagnose 

Thorakalgie durch Reizung tiefe Strukturen) bekannt. Die Versicherte habe am 16. 

September 2002 bei der Arbeit etwas aufgehoben. Dabei habe es ihr plötzlich einen 

starken Zwick in den Rücken und Thoraxbereich mit Schmerzangabe danach gegeben. 

Er habe klinisch diese Dolenz im mittleren Thoraxbereich auf Druck und bei Bewegung 

gefunden.

b) Mit Arztzeugnis vom 3. November 2004 (act. 22) meldete Dr. med. F.___, Allgemeine 

Medizin FMH, Manuelle Medizin (SAMM), der die Versicherte am 17. September 2002 

als erstbehandelnder Arzt nach dem Ereignis vom 16. September 2002 behandelt 

hatte, eine Zunahme der anfallsweise immer wieder auftretenden Blockierungen der 

BWS. Da solche Blockierungen vor dem Verhebetrauma nie aufgetreten seien, scheine 

ein zeitlicher und ursächlicher Zusammenhang mit dem Ereignis vom 16. September 

2002 gegeben. Als Diagnose für das Ereignis vom 16. September 2002 gab Dr. F.___ 

ein Verhebetrauma mit blockierter BWS bekannt. Aufgrund obiger Meldung von Dr. 

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F.___ stellte die Swica der Versicherten am 22. November 2004 einen Unfallfragebogen 

zu, den diese am 1. Dezember 2004 ausgefüllt wieder zurück sandte, wobei sie den 

Unfall wie folgt schilderte: "Ich bin am Arbeiten gewesen. Ich hatte gerade den Wagen 

abgefüllt und wollte wegfahren, als der gefüllte Wagen abstürzte. Es war sehr schwer, 

darum habe ich einen Kollegen um Hilfe gerufen. Beim Lupfen des Wagens ist der 

Unfall passiert" (sprachliche Anpassungen ohne Sinnänderung durch Verf.). Mit 

Schreiben vom 27. Januar 2005 teilte das Swica Dienstleistungszentrum der B.___ der 

Versicherten mit, aus den ihr mittlerweile zur Verfügung stehenden Unterlagen gehe 

hervor, dass sie am 16. September 2002 keine Prellung, sondern ein Verhebetrauma 

erlitten habe. Aufgrund dieses Tatbestands müsse der Entscheid vom 7. Oktober 2002 

widerrufen werden. Da weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung 

vorliege, bestehe für den Grundfall grundsätzlich kein Anspruch auf Leistungen aus der 

obligatorischen Unfallversicherung der Swica. Entsprechend müsse auch ein 

Leistungsanspruch für die behandlungsbedürftigen Beschwerden ab 24. September 

2004 abgelehnt werden.

c) Auf Zuweisung von Dr. F.___ wurde die Versicherte am 12. Juli und 9. August 2005 in 

der ambulanten Sprechstunde des Departements Innere Medizin, Rheumatologie und 

Rehabilitation, am Kantonsspital untersucht. Im Bericht vom 22. August 2005 (act. 40) 

wird als Diagnose ein chronisches Schmerzsyndrom mit betont thorakaler und lumbaler 

Komponente mit Ausstrahlung in das rechte Bein bei rechtskonvexer skoliotischer 

Fehlhaltung lumbal, rechtsbetonter ISG-Arthrose bei Beckenschiefstand sowie 

diskreter Bandscheiben-Verschmälerung L5/S1 ohne Kompression neuraler Strukturen 

aufgeführt. Die Skoliose und der Beckenschiefstand seien angeblich seit Jahren 

bekannt. Früher habe die Versicherte einmal Einlagen getragen, derzeit verwende sie 

keine orthopädischen Hilfen. Eine Erkrankung aus dem entzündlichen rheumatischen 

Formenkreis könne ausgeschlossen werden.

d) Mit Verfügung vom 13. Januar 2006 lehnte das Swica Dienstleistungszentrum der 

B.___ eine Leistungspflicht für das Ereignis vom 16. September 2002 ab, da es sich 

dabei nicht um einen Unfall im Sinn der Rechtsprechung handle (act. 42).

B.- Die von Rechtsanwalt Dr. iur. J. Wissmann, Eschenbach, für die Versicherte 

dagegen erhobene Einsprache wies die Swica mit Einsprachentscheid vom 13. März 

2006 ab.

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C.- a) Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte durch ihren 

Rechtsvertreter am 30. Mai 2006 Beschwerde erheben und beantragen, der 

angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und es sei die Leistungspflicht der 

Unfallversicherung für das Ereignis vom 16. September 2002 zu bejahen, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, es 

liege durchaus ein Unfallereignis im Sinn von Art. 9 Abs. 1 UVV vor, habe die 

Versicherte doch eine aus dem Gleichgewicht geratene, sich zur Schräglage senkende 

Palett-Kiste halten und wieder in die Gleichgewichtslage bringen wollen. Die 

Sachverhaltsannahme der Beschwerdegegnerin beruhe auf einer sprachlich bedingten 

Fehlinterpretation der Sachverhaltsschilderung der Beschwerdeführerin im 

Unfallfragebogen.

b) In der Beschwerdeantwort vom 27. Juli 2006 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Aus den Angaben der Beschwerdeführerin im 

Unfallfragebogen vom 22. November 2004 gehe klar hervor, dass der Schmerz erst 

beim gemeinsamen Hochheben der abgestützten Wagenladung und nicht bereits beim 

Versuch, die aus dem Gleichgewicht geratene Palett-Kiste aufzufangen, aufgetreten 

sei.

c) Mit Replik vom 30. August 2006 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

unverändert am ursprünglichen Rechtsbegehren fest. Dabei bestreitet er insbesondere 

auch das Vorliegen einer "Rückfallkausalität", da die Beeinträchtigungen in der Folge 

des Ereignisses vom September 2002 nie ganz aufgehört hätten.

d) Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet. Ebenso 

haben beide Parteien auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung verzichtet 

(Art. 69 VRP).

II.

1.- Am 1. Januar 2003 sind das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und die zugehörige Verordnung (ATSV; SR 

830.11) in Kraft getreten. Die Beschwerdeführerin erlitt am 16. September 2002 den zur 

Diskussion stehenden Vorfall. Der Einspracheentscheid erging am 13. März 2006. 

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Mangels einschlägigen Übergangsrechts fällt damit sowohl die Anwendung des bis 31. 

Dezember 2002 gültig gewesenen Rechts als auch das ab 1. Januar 2003 geltende 

neue Recht in Betracht. Letzteres hat in Bezug auf den Unfallbegriff keine materielle 

Änderung erfahren (Art. 4 ATSG; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

[EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 30. September 2004 i/S R. [U 25204]; vgl. auch BGE 130 V 445). 

Auch bezüglich des unfallversicherungsrechtlichen Begriffs des natürlichen und 

adäquaten Kausalzusammenhangs und dessen Bedeutung als eine Voraussetzung für 

die Leistungspflicht nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) hat das ATSG zu keinen Änderungen geführt (Urteil des EVG vom 5. November 

2004 i/S C., E. 2 mit Hinweisen [U 106/04]). In den vorgenannten Bereichen besteht 

somit gar kein Bedarf nach einer intertemporären Regelung, weshalb es sich aufdrängt, 

die gegenwärtig geltenden Bestimmungen des ATSG zur Anwendung zu bringen (vgl. 

zum Grundsatz der Widerspruchslosigkeit der Rechtsordnung: RALPH JÖHL, 

Übergangsrechtliche Probleme im Leistungsrecht der Sozialversicherung, Diss. St. 

Gallen 1996, S. 1 ff., welcher die generelle Anwendbarkeit neuen Rechts auf Grund 

eines sog. "Geltungsprinzips" befürwortet). Die formellrechtlichen Bestimmungen - d.h. 

Art. 27 bis 62 ATSG - sind sodann uneingeschränkt sofort in Kraft getreten (UELI 

KIESER, ATSG-Kommentar, Art. 82 Rz. 8).

2.- Der Unfallversicherer ist nur für Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die 

natürlich- und adäquatkausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen

(ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Rechtsprechung zum Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 42 ff.). Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 

erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat (BGE 119 V 335 E. 1 mit Hinweisen). Die Frage nach dem Vorliegen 

des natürlichen Kausalzusammenhangs ist eine Tatfrage, worüber im Beschwerdefall 

das Gericht im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

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Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu entscheiden hat (BGE 117 V 360 E. 4a). Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 

V 338 E. 1, 118 V 289 E. 1b). Als adäquate Ursache eines Erfolgs hat ein Ereignis nach 

der Rechtsprechung zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 

nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, den eingetretenen Erfolg zu 

bewirken, so dass an eine andere Ursache vernünftigerweise nicht zu denken ist (vgl. 

BGE 123 III 112 E. 3a, 123 V 103 E. 3d, 122 V 416 E. 2). Aufgabe des Arztes ist es 

dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht 

obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 

1984 Nr. 82, 174).

3.- a) Am 19. September 2002 liess die Beschwerdeführerin durch ihre Arbeitgeberin 

ein Ereignis vom 16. September 2002 als Unfall melden (act. 1), in dessen Folge sie bis 

6. November 2002 bei verschiedenen Ärzten, Dres.E.___, F.___, C.___ und D.___, in 

Behandlung stand. Ausserdem wurden ihr vom 17. September bis 14. Oktober 2002 

Arbeitsunfähigkeiten von 100 bzw. 50% attestiert (act. 5, 7, 18, 22). Mit formloser, 

schriftlicher Mitteilung vom 7. Oktober 2002 anerkannte die Beschwerdegegnerin das 

Vorliegen eines Unfalls und erbrachte die entsprechenden Heilkosten- und 

Taggeldleistungen (act. 4, 14, 15). Am 25. Oktober 2002 folgte der 

Behandlungsabschluss bei Dr. C.___ und am 6. November 2002 derjenige bei Dr. D.___ 

(act. 6, 7). Am 3. November 2004 teilte Dr. F.___ der Beschwerdegegnerin mit, die 

Beschwerdeführerin leide erneut unter behandlungsbedürftigen Beschwerden 

(Blockierungen im Bereich der BWS) und ersuchte für die Beschwerdeführerin gestützt 

auf die formlose Mitteilung vom 7. Oktober 2002 um Vergütung von 

Heilbehandlungskosten ab 24. September 2004 (act. 26). Mit Schreiben vom 27. 

Januar 2005 lehnte die Beschwerdegegnerin einen Leistungsanspruch für die ab 24. 

September 2004 behandlungsbedürftigen Beschwerden ab. Begründet wurde die 

Leistungsablehnung damit, die Beschwerdeführerin habe am 16. September 2002 

keine Prellung, sondern ein Verhebetrauma erlitten, womit sich kein Unfall im Sinne des 

Gesetzes sowie der Rechtsprechung des EVG ereignet habe. Aufgrund dieses neuen 

Tatbestandes müsse sie (die Beschwerdegegnerin) ihren Entscheid vom 7. Oktober 

2002 widerrufen. An die Stelle dieses Schreibens trat zunächst die Verfügung vom 13. 

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Januar 2006 und schliesslich der im vorliegenden Verfahren angefochtene 

Einspracheentscheid vom 13. März 2006.

b) Die von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 26. September 2002 

ursprünglich anerkannte Leistungspflicht (act. 2) ist allein gestützt auf die 

Bagatellunfallmeldung vom 19. September 2002 (act. 1) erfolgt. Darin wurde als 

Unfallbeschrieb das Aufstellen eines Rollwagens durch die Beschwerdeführerin 

genannt, wobei diese eine Rückenprellung erlitten habe. Die weiteren, 

Sachverhaltsschilderungen betreffend das Ereignis vom 16. September enthaltenden 

Akten (act. 18, 22, 24) lagen der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Beurteilung des 

ersten Leistungsgesuchs noch nicht vor. Nachdem es sich bei einer Prellung im 

Regelfall um eine Unfallfolge handelt und der erstbehandelnde Arzt Dr. F.___ in seinen 

ärztlichen Zeugnissen vom 23. September und 11. Oktober 2002 auch eine solche 

bestätigte, war es regelgerecht, dass die Beschwerdegegnerin ohne weitere 

Sachverhaltsabklärungen Versicherungsleistungen anerkannte. Mit dem angefochtenen 

Einspracheentscheid lehnt nun die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht 

hinsichtlich der neu, d.h. ab 24. September 2004 durchgeführten Heilbehandlungen ab. 

Die Leistungsablehnung begründet sie damit, dass aufgrund des von der 

Beschwerdeführerin neu geschilderten Geschehens eines Verhebetraumas (act. 18, 22, 

24) kein Unfall im Sinn von Art. 4 ATSG vorliege. Gemäss BGE 130 V 380 hat der 

Unfallversicherer bei Leistungseinstellungen die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von 

Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro 

futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der 

prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall abzuschliessen, dies mit der 

Begründung, ein versichertes Ereignis liege - bei richtiger Betrachtungsweise - gar 

nicht vor. Die Frage, inwieweit dieser Rechtsprechung des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts generell zu folgen ist, kann hier offen gelassen werden. 

Mindestens bei vorliegendem Sachverhalt (angesichts des ursprünglichen 

Leistungsgesuchs für eine Prellung durfte die Beschwerdegegnerin ohne weitere 

Sachverhaltsabklärungen Versicherungsleistungen anerkennen; vom Geschehen eines 

Verhebetraumas war erst später die Rede) durfte jedoch die Beschwerdegegnerin 

unabhängig davon, ob in Bezug auf den vorliegenden Fall von einem Rückfall oder - 

wie vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geltend gemacht - von einem 

Fortdauern des Grundfalls ausgegangen wird, auf ihren Entscheid der 

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Unfallanerkennung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf einen Rückkommenstitel 

zurückkommen. Nachdem die Beschwerdegegnerin keinerlei 

Rückforderungsansprüche geltend macht, gilt es sodann im vorliegenden Verfahren 

einzig die Frage zu prüfen, ob sie für die ab 24. September 2004 ärztlich behandelten 

Beschwerden leistungspflichtig ist. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, gilt es 

diese Frage unter zu Grundlegung aller möglichen Sachverhalte - Rückenprellung und 

Verhebetrauma - zu verneinen. Es kann damit offen gelassen werden, ob am 16. 

September 2002 ein Verhebetrauma stattgefunden hat bzw. dieses als Unfall im Sinn 

von Art. 4 ATSG zu qualifizieren wäre.

4.- a) Die Beschwerdeführerin begab sich bei Dr. F.___ ab 24. September 2004 wegen 

immer wieder auftretender Blockierungen im Bereich der BWS sowie eines chronischen 

thorako-lumbo-vertebralen Schmerzsyndroms in ärztliche Behandlung. Im 

Zusammenhang mit der Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen 

dem als Unfall gemeldeten Ereignis vom 16. September 2002 und den heute geklagten 

gesundheitlichen Beschwerden im Bereich der LWS ist zunächst ein Blick auf die 

unmittelbaren Verletzungsfolgen zu werfen. Laut Berichten der behandelnden Ärzte Dr. 

E.___ und Dr. F.___ hat die Beschwerdeführerin damals offensichtlich keine 

Beschwerden im Bereich der LWS geltend gemacht und auch von ärztlicher Seite her 

sind keinerlei entsprechende Befunde oder Diagnosen erhoben bzw. gestellt worden. 

Die Beschwerdeführerin klagte einzig über Beschwerden im Bereich der BWS und des 

Thorax (act. 18, 22). Von LWS-Beschwerden ist erstmals im Bericht des Departements 

Innere Medizin, Rheumatologie und Rehabilitation des KSSG vom 22. August 2005 und 

damit rund drei Jahre nach dem Ereignis vom 16. September 2002 die Rede. Selbst 

gegenüber Dr. F.___, bei welchem sich die Beschwerdeführerin ab 24. September 

2004, d.h. zwei Jahre später, erneut in Behandlung begab, wurden offensichtlich keine 

derartigen Beschwerden angegeben. In Anbetracht dieser Aktenlage, insbesondere der 

dargelegten zeitlichen Komponente, erscheint die natürliche Kausalität zwischen den 

LWS-Beschwerden und dem Ereignis vom 16. September 2002 unwahrscheinlich. 

Wenn die Beschwerdegegnerin gegenüber dem Departement Innere Medizin, 

Rheumatologie und Rehabilitation des Kantonsspitals nun angab, seit damals auch 

unter LWS-Schmerzen zu leiden, erscheint dies wenig glaubwürdig. Im Wissen um ein 

Unfallereignis liegt es nahe, dass eine Person bei Beschwerden das Vorliegen von 

Unfallfolgen genau abklären lässt, um nicht das Risiko einzugehen, Leistungen der 

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Unfallversicherung verlustig zu gehen. Im vorliegenden Fall liess sich die 

Beschwerdeführerin gemäss Akten jedoch während rund zwei Jahren nicht mehr 

ärztlich behandeln. Was schliesslich die ab 24. September 2004 erneut 

behandlungsbedürftigen Blockierungen im Bereich der BWS betrifft, muss auch deren 

natürliche Kausalität verneint werden. Zum einen ist auch hier wieder auf die zeitliche 

Komponente zu verweisen. Zwar klagte die Beschwerdeführerin bereits nach dem 

fraglichen Ereignis über solche Beschwerden. Doch vergingen nach 

Behandlungsabschluss bis zur nächsten Konsultation eines Arztes die bereits 

erwähnten zwei Jahre. Hinweise dafür, dass die Beschwerdeführerin infolge des 

fraglichen Ereignisses strukturelle, nicht reversible Verletzungen im Bereich der BWS 

oder des Thorax erlitten hätte, finden sich in den Akten keine. Dr. F.___ bemerkte zwar 

im Arztzeugnis vom 3. November 2004, es sei auffällig, dass die nun seit zwei Jahren 

immer wieder auftretenden Blockierungen im BWS-Bereich vor dem Verhebetrauma nie 

aufgetreten seien. Ein zeitlicher und ein ursächlicher Zusammenhang scheine demnach 

gegeben. Der Arzt argumentiert hiermit jedoch nur mit der Formel "post hoc, ergo 

propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als 

durch einen Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Diese Formel 

kann indessen nicht als Beweis betrachtet werden und erlaubt insbesondere nicht, 

einen natürlichen Kausalzusammenhang mit der im Unfallversicherungsrecht 

geforderten überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (BGE 119 V 340 E. 2b/

bb). Eine medizinische Erklärung für die Schlussfolgerung enthält das Arztzeugnis 

hingegen nicht. Die vom Departement Innere Medizin, Rheumatologie und 

Rehabilitation gestellte Diagnose eines chronischen Schmerzsyndroms mit betont 

thorakaler und lumbaler Komponente mit Ausstrahlung in das rechte Bein bei 

rechtskonvexer skoliotischer Fehlhaltung lumbal, rechtsbetonter ISG-Arthrose bei 

Beckenschiefstand und diskreter Bandscheibenverschmälerung L5/S1 ohne 

Kompression neuraler Strukturen vermag schliesslich für die LWS-, Thorax- sowie 

BWS-Beschwerden ebenfalls keine Kausalität zu dem als Unfall gemeldeten Ereignis 

vom 16. September 2002 zu begründen. Das Vorliegen eines Schmerzsyndroms 

bedeutet keinesfalls automatisch auch das Vorliegen kausaler struktureller 

Gesundheitsschädigungen. Laut ROCHE LEXIKON MEDIZIN (S. 1540) handelt es sich 

bei einem Syndrom um ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. 

einer Symptomatik mit weitgehend identischem "Symptommuster" manifestierendes 

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Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen bedingter oder 

nur teilweise bekannter Ätiogenese. Gerade ein Lumbovertebralsyndrom ist im übrigen 

typisch für die bei der Beschwerdeführerin festgestellten degenerativen 

Gesundheitsschäden.

b) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder die mit Bagatellunfall-Meldung vom 

19. September 2002 gemeldete Rückenprellung bzw. das am 7. Oktober 2002 von der 

Beschwerdegegnerin de-facto anerkannte Unfallereignis vom 16. September 2002 

noch ein damals allfällig erlittenes Verhebetrauma mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit für die behandlungsbedürftigen Beschwerden ab 

24. September 2004 verantwortlich gemacht werden können. Demgemäss ist ein 

Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Beschwerdegegnerin 

abzuweisen. Dabei kann offen gelassen werden, ob die Beschwerdeführerin am 16. 

September 2002 tatsächlich einen Unfall erlitten hat. Die Frage der Adäquanz des 

Kausalzusammenhangs braucht in dieser Situation ebenfalls nicht geprüft zu werden.

5.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 13. März 2006 abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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