# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10230b14-d088-5595-b7c2-22a0a78e94c0
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-21
**Language:** de
**Title:** CRPS, mittelgradige depressive Episode und Somatisierungsstörung. Anspruch auf zusätzliche Umschulungsmassnahmen und auf Rente gestützt auf Gutachten des Unfallversicherers zu Recht verneint. Für die Zeit vor dem Gutachten ist gestützt auf die echtzeitlichen Arztberichte eine Rente zuzusprechen.
**Docket/Reference:** IV.2014.00498
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00498.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00498
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiber Möckli
Urteil
vom
21. April 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Markus Bischoff
Schifflände
22, Postfach 126, 8024 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1968, war seit dem
1.
Februar 2002 bei der Stiftung
Y.___
teilzeitlich als Pflegefachfrau angestellt (
Urk.
8/24). Am 1
6.
Juli 2005 stützte sie sich beim Transfer einer Bewohnerin vom Rollstuhl ins Bett aufs Bett, wobei es beim Losla
ssen im rechten Handgelenk knacks
te (
Unfallmel
dung
UVG
der Stiftung
Y.___
zuhanden der Allianz Suisse Versiche
rungsgesellschaft [nachfolgend: Allianz] vom
2.
Oktober 2007, Urk. 8/23/49). Die Allianz erbrachte
vorerst
die gesetzlichen Leistungen. Am 2. September 2008 meldete sie
X.___
unter Hinweis auf eine posttraumatische Instabilität mit
chronischem regionalem Schmerzsyndrom (
CRPS
)
I Handgelenk rechts sowie auf eine seit dem
6.
Dezember 2007 bestehende 100%ige Arbeits
unfähigkeit bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung (
Urk.
8/2). Am
9.
September 2008 nahm die Versicherte die Anmeldung zum Leistungsbezug vor (
Urk.
8/6). Die IV-Stelle zog die Akten der Allianz bei (Urk. 8/23/1-49) und tätigte medizinische (
Urk.
8/19,
Urk.
8/25/1-6,
Urk.
8/26 und
Urk.
8/28) sowie erwerbliche und berufliche A
bklärungen (
Urk.
8/2,
Urk.
8/18,
Urk.
8/24
und
Urk.
8/50). Am 1
6.
März 2009 teilte die
IV-Stelle der Versicherten mit, dass berufliche Eingliederungsmassnahmen
zurzeit
nicht möglich seien (
Urk.
8/34). Am
8.
Juni 2009 gab die Allianz
bei
Dr.
med.
Z.___
, FMH Chirurgie, ei
n Gutachten in Auftrag, wobei sie
ihm auch Zusatzfragen der IV-Stelle unterbreitete (
Urk.
8/37-38). Das Gutachten wurde am 1
5.
August 2009 erstattet (
Urk.
8/39/3-16
und Urk.
8/41). Nach weiteren Abklärungen teilte die IV-Stelle der Versicherten am 10. Februar 2010 mit, dass sie die Kosten für ein Belastbarkeitstraining in der
Firma A.___
vom 8. Februar bis
7.
Mai 2010 übernehme (
Urk.
8/55)
, und sprach ihr für die Dauer dieser Massnahme ein Taggel
d zu (Verfügung vom 9.
März 2010,
Urk.
8/63)
. Am 22. Juni 2010 verfügte die IV-Stelle den Abschluss der Integrations
-
massnahme Belastbarkeitstraining
per
4.
Mai 2010
(
Urk.
8/75). In der Folge holte sie
Ver
laufsberichte
der behandelnden Ärzte und Ärztinnen ein (
Urk.
8/77 und
Urk.
8/78) und zog das von
Dr.
Z.___
im Auftrag der Allianz verfasste Abschlussgutachten vom
9.
August 2010 bei (Urk. 8/79). Gestützt auf dieses Gutachten stellte die Allianz mit Verfügung vom
9.
Dezember 2010 infolge fehlender natürlicher und adäquater Kausalität sämtliche Versicherungsleistun
gen per Ende September 2010 ein (
Urk.
8/82), wogegen die
Versicherte
am 2
1.
Januar 2011 Einsprache erhob (
Urk.
8/128/176-178; vgl. Urk. 8/128/184). Die IV-Stelle wies die Versicherte am 1
6.
Dezember 2010 darauf hin, dass eine medizinische Abklärung notwendig sei (
Urk.
8/84). Mit Schreiben vom
3.
Januar 2011 beantragte diese jedoch, die in Auftrag gegebene Abklärung zu sistieren
(
Urk.
8/85). Die IV-Stelle zog
daraufhin
weitere Arztberichte bei (Urk. 8/87 [
vgl.
bereits
Urk.
8/19
],
Urk.
8/92 und
Urk.
8/94).
Anschliessend gewährte sie der
Versicherten berufliche Massnahmen (Übernahme der Kosten für den Kurs im
5-Fingert
astaturschreiben bei der
Stiftung
B.___
ab 1.
Februar
2012
bis 3
1.
Januar 2013,
Urk.
8/102 und
Urk.
8/
106; Kostengutsprache für Umschulung [Einsteigerkurs zur medizinischen
Kodiererin
an der Schule
C.___
vom 2
8.
Januar bis
5.
Juni 2013],
Urk.
8/110). Am 1
1.
Juni 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass die beruflichen Massnahmen erfolgreich abgeschlos
sen seien (
Urk.
8/120). Am 6. August 2013 nahm der Abklärungsdienst der
IV-Stelle eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haus
halt vor (Abklärungsbericht vom  11. Dezember 2013,
Urk.
8/130). In der Folge zog sie erneut die Unfallakten (Urk. 8/128/1-307) bei, dar
unter ein von der Alli
anz
in Auftrag gegebene
s Gutachten der Gutachterstelle D.___
vom
6.
September 2011 (
Urk.
8/128/195-275
,
Urk. 8/128/186-307). Mit Vorbescheid vom 1
1.
Dezember 2013 kündigte die IV-Stelle die Abweisung weiterer Leistunge
n (insbesondere Rente) an (Urk.
8/133). Dagegen erhob die Versicherte am 1
4.
Januar 2014 Einwand und beantragte, es seien weitere Massnahmen zu prüfen (Zusatzausbildungen, Praktika etc.), wel
che die Chancen einer beruflichen Wiedereingliederung ermöglichten (
Urk.
8/137). Nach Rücksprache
mit ihrer Berufsberatung (Urk.
8/140) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
7.
März 2014 das Leistungsbegehren der Versi
cherten ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
9.
Mai 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihr beruf
liche Massnahmen zuzusprechen, eventualiter sei ab März 2009 bis Dezember 2010 eine ganze und hernach mindestens eine halbe Invalidenrente zuzuspre
chen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin ersuchte in ihrer Beschwerdeantwort vom 1
3.
Juni 2014 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwer
deführerin am 1
7.
Juni 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführer
in
Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat.
1.2
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, analog
der
Verfügung de
r Allianz
vom
9.
Dezember 2010 und gemäss Gutachten von Dr.
Z.___
seien organisch nachweisbare Unfallfolgen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststellbar. Da bei reinen Unfallfolgen mit dem
Unfallversi
cherer
koordiniert werde, weise sie weitere Leistungen, insbesondere Renten
leistungen, ebenfalls ab. Gemäss Rücksprache mit der Gesell
schaft
M.___
sollte es für Fachpersonal aus der Pflege mit dem Grundkurs durchaus möglich sein, den beruflichen Einstieg zu finden. Es sei der Beschwerdeführerin deshalb zuzutrauen, eine Anstellung zu finden. In diesem Sinne seien aktuell keine weiteren beruflichen Qualifikationen nötig (
Urk.
2).
1.3
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen im Wesentlichen vor, als medizinische
Kodiererin
habe sie nur den Einsteigerkurs absolviert. Es sei nicht erstellt, wel
chen Verdienst sie alleine mit diesem Einsteigerkurs erzielen könnte, weshalb der Sachverhalt ungenügend abgeklärt sei (
Urk.
1 S. 7). Was den Rentenan
spruch betreffe, so verkenne die Beschwerdegegnerin, dass die Invalidenversi
cherung eine finale Versicherung sei. In jedem Fall sei eine Invalidität erstellt bis August 2010
, und es lägen auch
ab August 2010 invaliditätsrelevante Beschwerden vor
(
Urk.
1 S. 7-
10).
1.4
In der Beschwerdeantwort vom 1
3.
Juni 2014 (
Urk.
7) hielt die
Beschwerdegegne
rin
dafür, laut dem Gutachten der
Stelle D.___
vom
6.
September 2011 liege bei der Beschwerdeführerin eine Schmerzverarbeitungsstörung am ehesten als
somatoforme
Schmerzstörung vor. Dem Gutachten komme voller Beweiswert zu. Dabei sei darauf hinzuweisen, dass es sich bei einer
Schmerzver
arbeitungsstörung
um keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden handle, womit kein Rentenanspruch bestehe.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Eine fach
ärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankun
gen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krank
heitsgewinn
; „Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes
Behandlungser
gebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3
ff.
).
2.2
2.2.1
Nach
Art.
8
Abs.
1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versi
cherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahm
en, soweit diese notwendig und
geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Mass
nahmen erfüllt sind. Die Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe;
Art.
8
Abs.
3
lit
. b IVG).
2.2.2
Art.
17 IVG räumt Versicherten den Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ein, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert wer
den kann (
Abs.
1). Dabei wird unter anderem ein invaliditätsbedingter
Minder
verdienst
von 20
%
vorausgesetzt (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 9C_905/2014 vom 1
7.
Februar 2015 E. 5 mit Hinweisen). Ob diese Vorausset
zung erfüllt ist, bestimmt sich nach den tatsächlichen und rechtlichen Verhält
nissen zur Zeit des Verfügungserlasses (Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2 mit Hinweisen).
2.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
2.6
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121
V
264 E. 6b/
dd
mit Hinweis).
2.7
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen
kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass bei der Beschwerdeführer
in am 16. Januar 2007 eine
Verletzung
des triangulären
fibrokartilaginären
Komple
xes (TFCC)
rechts nachgewiesen wurde, welche von
Dr.
med.
E.___
, leitender Arzt der Klinik für Wiederherstellungschirurgie des
Spitals F.___
, am 7
. Januar 2008
arthroskopisch
refixiert
wurde
(
Urk.
8/15)
mit danach diagnostiziertem CRPS
I.
Diese Diagnose wurde in der Folge wiederholt bestätigt (
vertrauensärztliches Gutachten von
Dr.
med.
G.___
, FMH Allgemeine Medizin, vom 2
9.
Juli 2008 [
Urk.
8/19];
Berichte der Klinik für
Wiederherstellungschirur
gie
des
Spitals F.___
vom
8.
Oktober 2008 [
Urk.
8/26], des Schme
rzambulatoriums des
Spitals F.___
vom 17.
November 2008 [
Urk.
8/28] und der interdisziplinären
Schmerz
sprechstunde
des
Spitals F.___
vom 1
2.
Februar 2009 [Urk.
8/35/5-10]).
3.2
Im Bericht der interdisziplinären Schmerzsprechstunde betreffend die dort durch
geführten neurologischen, rheumatologischen, psychiatrischen und anäs
thesiologischen Untersuchungen vom 1
2.
Februar 2009 wurde überdies – erst
mals – festgestellt, dass bei der Beschwerdeführerin ein depressives Syndrom mit Anspannung, Sorge und Verzweiflung (ICD-10 F32.8) im Zuge der Schmer
zen vorliege. Es wurde eine ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, am besten kognitiv-verhaltenstherapeutischer Ausrichtung hin
sichtlich
Coping
, empfohlen, wobei auf einen möglichen Einsatz von schmerz
distanzierend wirkenden Antidepressiva hingewiesen wurde (
Urk.
8/35/7-9).
3.3
Dr.
Z.___
berichtete der Allianz am 1
5.
August 2009 (
Urk.
8/39), anlässlich der von ihm
am
7.
Juli 2009
durchgeführten Untersuchung sei rasch klar geworden sei, dass die Schmerzsymptomatik durch eine ausgeprägte depressive Sympto
matik überlagert werde
(
Urk.
8/39/11)
. Die subjektiven Beschwerden liessen sich nur teilweise objektivieren. Die objektivierbaren Befunde seien wenig ausge
prägt. Zum Zeitpunkt des Diktates des Gutachtens seien noch weitere Unterla
gen ausstehend gewesen (
Urk.
8/39/12). Hinsichtlich der von der
Beschwerde
gegnerin
gestellten Ergänzungsfragen
(vgl. Sachverhalt Ziffer 1)
hielt
Dr.
Z.___
fest, dass bei der Beschwerdeführerin keine unfallfremden Faktoren festgestellt
werden könnten. Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen ein CRPS Typ 1 rechts mit/bei persistierenden Schmerzen im rechten Handge
lenk ausstrahlend in die Finger IV und V rechts
sowie eine begleitende atypi
sche Depression im Zuge des chronischen Schmerzsyndroms (ICD-10 F32.8) vor. Die Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit könne zurzeit nicht definitiv beurteilt werden, da möglicherweise ein weiterer Eingriff not
wendig werde. Aufgrund der von ihm am
7.
Juli 2009 erhobenen Befunde wäre die Beschwerdeführerin ab diesem Datum für eine angepasste Tätigkeit (Tätig
keit ohne mechanische Belastung der
rechten Hand [Gewichte bis max. fünf
Kilogramm]) zu 30
%
arbeitsfähig (
Urk.
8/39/15).
3.4
Dr.
H.___
von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des
Spitals F.___
führte im Bericht an die Beschwerdegegnerin vom
6.
Januar 2010 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode
(ICD-10 F32.1), bestehend vermutlich seit Mitte 2008, gesichert seit Februar 2009, sowie eine chronische Schmerzstörung (ICD-10 F54) an (
Urk.
8/53/1).
Die Beschwerdeführerin stehe seit dem
8.
Mai 2009 bei ihm in Behandlung.
Weiter
hin sei
sie
durch die ausgeprägten Schmerzen in der rechten Hand und im Arm erheblich eingeschränkt. Zusätzlich habe sich ein entsprechendes
Schmerzver
halten
etabliert, welches in der weiteren Schmerztherapie verändert werden sollte. Aus psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit seit Januar 2008 zu 50
%
arbeitsunfähig. Eine nach chirurgischen und rheumatologischen Kriterien angepasste Tätigkeit wäre aus psychiatrischer Sicht im Ausmass von vier Stunden am Tag möglich (Urk. 8/53/3).
3.5
Die Hausärztin der Beschwerdeführerin,
Dr.
med.
I.___
, praktische Ärztin,
erhob in ihrem Verlaufsbericht vom 1
2.
Juli 2010 ein CRPS Typ I rechts, beste
hend seit 2005, ein
zervikospondylogenes
Syndrom beidseits, bestehend seit 2006, eine
temporomandibuläre
Dysfunktion, bestehend seit 2009, sowie eine reaktive Depression, bestehend seit ca. 200
8.
In der bisherigen Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig. Eine behinderungsangepasste
Tätigkeit sei
ihr zu maximal zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar (
Urk.
8/77/1-4).
3.6
Dr.
H.___
hielt in seinem Verlaufsbericht vom 2
3.
Juli 2010 – bei gleichen D
iagnosen wie im Vorbericht vom
6.
Januar 2010
- fest, er gehe gegenwärtig aus psychiatri
scher Sicht von einer
Arbeitsfähigkeit von 30
%
bis 50
%
aus (
Urk.
8/78).
3.
7
Auf Veranlassung de
r Allianz
führte
Dr.
Z.___
am 1
0.
Juni 2010 eine
Abschluss
untersuchung
samt Röntgenkontrolle der rechten Hand durch. Im betreffenden Bericht vom
9.
August 2010 (
Urk.
8/79) hielt er zusammenfassend
fest, dass sich die von der Beschwerdeführerin aktuell angegebenen Schmerzen im Bereich der oberen Extremität mit der klinischen Untersuchung und den radiologischen Befunden nicht objektivieren liessen. Das Beschwerdebild sei
zurzeit
durch eine psychische Fehlentwicklung geprägt. Eine behandelbare organische Ursache der Schmerzen könne ausgeschlossen werden. Aufgrund der heute feststellbaren unfallbedingten organischen Befunde sei die Beschwerdeführerin in einer ideal angepassten Tätigkeit (Bedienung Telefonzentrale mit Head-Set,
Überwachungs
aufgaben
, Sozialarbeit, Ernährungsberatung) in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht ein
geschränkt (Urk. 8/79/12-13).
3.
8
Dr.
med.
J.___
, leitender Arzt der Handchirurgie des
Spitals K.___
,
führte in seinem
zuhanden des damaligen Rechtsvertreters der Beschwer
deführerin erstellten
Gutachten vom 4. März 2011 als handchirurgische Diag
nosen ein CRPS I des rechten Vorderarms sowie ein leichtes sensomotorisches CTS rechts und als weitere Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode, eine chronische Schmerzstörung sowie eine mittelschwere bronchiale
Hyperrea
gibilität
an. Die Schmerzen aufgrund einer nach wie vor bestehenden Patholo
gie am distalen
Radioulnargelenk
und die Schmerzen im Rahmen des CRPS I verunmöglichten der Beschwerdeführerin die Rückkehr in ihren angestammten Beruf als Krankenschwester in einer geriatrischen Abteilung, wo sie körperlich schwere Arbeit habe verrichten müssen. Inwieweit die Depression dazu beitrage, müsste durch einen psychiatrischen Gutachter festgelegt werden. Der Wunsch der Beschwerdeführerin, auf einer Dialyse-Station arbeiten zu können, sei sicherlich zu prüfen und zu unterstützen, da dadurch eine Reintegration ins Erwerbsleben in ihrem erlernten Beruf als Krankenschwester möglich wäre (
Urk.
8/92/10).
3.9
Dr.
H.___
führte im Verlaufsbericht vom
2.
Mai 2011 aus, dass sich die psy
chische Situation seit dem Bericht vom 2
3.
Juli 2010 leider nicht sehr wesent
lich verbessert habe. Ein wesentliches Problem sei für die Beschwerdeführerin weiterhin die massive Einschränkung durch die Schmerzen. Gleichwohl gelinge es der Beschwerdeführerin mit entsprechender Unterstützung durch die Familie, den Haushalt einigermassen zu bewältigen. Gesamthaft würde er die Arbeitsfä
higkeit auf 25
%
(bei 50%iger Präsenz) einschätzen (
Urk.
8/94).
3.10
Im Juli und August 2011 wurde die Beschwerdegegnerin auf Veranlassung
der Allianz
in der
Gutachtenstelle D.___
polydisziplinär (neurologisch, neuropsychiatrisch,
hand
chirurgisch
und rheumatologisch) begutachtet (
Urk.
8/128/196). Im betreffenden Gutachten vom
6.
September 2011 (
Urk.
8/128/19
5-275) wurden als Diagnosen (1)
Restbeschwerden im Bereic
h des
rechten Handgelenkes, (2)
eine
Schmerzver
arbeitungsstörung
, am ehesten als
somatoforme
Schmerzstörung zu beurteilen, mitbeeinflusst durch eine über Monate dokumentierte depressive Störung (Fest
stellungen am 2
5.
August 2011) ohne Hinweise auf eine relevante Psychopa
thologie sowie (3) ein diskretes zervikales Schmerzsyndrom rechts ohne sichere Irritationszonen, ohne Bewegungseinschränkung und ohne
Neurokompressions
zeichen
angeführt (Urk. 8/128/263).
Integrativ zusammenfassend wurde festgehalten, dass an der rechten Hand stabile Verhältnisse bestünden. Ein CRPS Typ I sei nicht nachzuweisen. Das akute Stadium sei ohnehin seit langem abgeklungen, aufgrund der Befunde lasse sich weder das Stadium 2 nachweisen (Fehlen von Dystrophien), noch das Stadium 3 belegen (keine Hinweise auf Atrophie der Muskeln, der
Gelenkskap
seln
, keine Veränderungen an der Haut etc.). Es bestünden letztlich unklare Schmerzen, die kaum anders als im Rahmen einer Schmerzverarbeitungsstörung zu erklären seien, und Sensibilitätsstörungen, welche aufgrund der Befunde (klinisch und elektrophysiologisch) am ehesten einer funktionellen Störung entsprächen, die auch der Schmerzverarbeitungsstörung zugeordnet werden könne. Eine depressive Störung habe sich anlässlich der letzten Untersuchung vom 2
5.
August 2011 zudem nicht nachweisen lassen (
Urk.
8/128/263).
Berücksichtige man die aktuellen Befunde, im Besonderen die stabilen Verhält
nisse der rechten Hand, die fehlenden strukturellen Störungen (abgesehen von unbedeutenden narbigen Veränderungen) sowie die Tatsache, dass das CRPS abgeklungen sei, bestünden keine Gründe für eine Arbeitsunfähigkeit über das im Folgenden spezifizierte Ausmass hinaus. Auch wenn eine
residuelle
Störung aufgrund der Verletzung bzw. des operativen Eingriffs postuliert werde, könne auf dieser Grundlage höchstens eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bei besonders schweren
,
repetitiven Belastungen der rechten Hand angenommen werden. Für alle anderen Tätigkeiten, das heisse im Besonderen jene ohne besonders schwere Belastung der rechten Hand, lasse sich aufgrund der aktuel
len Befunde keine funktionelle Beeinträchtigung und somit keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit feststellen. In einer ausgesprochen grosszügigen Betrachtung müsste eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin in ihrer angestammten Tätigkeit postuliert werden, da die Tätigkeit als Krankenpflegerin zweifellos Elemente einer schweren Belastung der rechten Hand beinhalte. Unter Berücksichtigung des Gesagten müsste für alle Tätigkei
ten, welche mit einer starken Belastung der Hand einhergingen, wie das Heben von Patienten beim Transfer aus dem oder ins Bett, eine Einschränkung postu
liert werden. Solche Tätigkeiten sollten nur wenige Male pro Tag und mit maximal 25 Kilogramm Belastung ausgeführt werden. Tätigkeiten, die repetier
tes, längerdauerndes (maximal 15 Minuten) schnelles Drehen im Handgelenk erforderten, seien ebenfalls ungünstig (z
um Beispiel repetiertes Schütteln
von Infusionslösungen). Überall, wo keine kontinuierliche und besonders schwere Belastung der rechten Hand zu postulieren sei, bestünden keine unfallbedingten Beeinträchtigungen mehr. Alle die rechte Hand nicht besonders belastende Tätigkeiten seien
der Beschwerdeführerin zumutbar
. Eine zeitliche Einschrän
kung besteh
e dabei nicht (
Urk.
8/128/269-272).
4.
4.1
Vorwegzu
nehmen ist, dass aus der Koordination der Invaliditätsbemessung in der Unfall- und der Invalidenversicherung – entgegen der von der
Beschwerde
gegnerin
in der angefochtenen Verfügung offenbar vertretenen Auffassung (
Urk.
2) - nicht gefolgert werden kann, dass sich die IV-Stellen ohne weitere eigene Prüfung mit der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des
Unfall
versicherers
begnügen dürfen. Vielmehr haben die IV-Stellen und die Unfall
versicherer die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbständig vor
zunehmen. Die Voraussetzungen für eine Rente in diesen Sozialversicherungs
zweigen sind nämlich trotz des grundsätzlich gleichen Invaliditätsbegriffes (vgl.
Art.
16 ATSG) verschieden. Daraus folgt insbesondere, dass der rechtskräftige Abschluss des Unfallversicherungsverfahrens auch bei Beteiligung der Invali
denversicherung einen Streit um eine Rente der Invalidenversicherung nicht ein für alle Mal ausschliesst. Dies gilt namentlich dann, wenn – wie hier – eine psy
chische Fehlentwicklung festgestellt wurde, für welche der Unfall keine adä
quate kausale Ursache darstellt (vgl. BGE 133 V 549 E. 6.1 und E. 6.2).
Das Bundesgericht schliesst in BGE 133 V 549 E. 6.4 jedoch nicht aus, dass die IV-Stellen oder im Beschwerdefall die kantonalen Gerichte die
Unfallversiche
rungsakten
beiziehen und unter anderem gestützt darauf den Invaliditätsgrad für den Bereich der Invalidenversicherung bestimmen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2007 vom 2
7.
März 2008 E. 3.3).
4.2
Im Weiteren ist vorab zu erwähnen, dass es sich beim CRPS
um
eine neurolo
gisch-orthopä
disch-
traumatologische
Erkrankung und ein
en organischen
bezie
hungs
w
eise kör
perlichen
Gesundheitsscha
den
handelt
. Für die Beurteilung der invalidisierenden Wirkung eines CRPS ist deshalb die Rechtsprechung zu den
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische
Grundlage (vgl. E. 2.1
) nicht anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 8C_1021/2010 vom 19. Februar 2011 E. 7).
4.3
4.3.1
Das Gutachten der
Stelle D.___
vom
6.
September 2011 basiert auf allsei
tigen fachärztli
chen Untersuchungen
und wurde in Kenntnis der und einlässlicher Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(Anamnese) abgegeben. Die Gutachter haben detaillierte Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und deren Verhalten auseinander
gesetzt. Auch haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet.
Das Gutachten
erfüllt demnach die praxisgemässen Anforderungen an beweis
kräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen vollumfänglich (vgl. E. 2.7)
4.3.2
Die Gutachter
der
Stelle D.___
legten nachvollziehbar dar, dass aktuell ein CRPS nicht mehr diagnostiziert werden könne und eine Schmerzverarbeitungsstörung vor
liege, welche von psychischen Faktoren relevant überlagert werde. Zum glei
chen Schluss war bereits
Dr.
Z.___
in seinem Gutachten vom
9.
August 2010 gelangt, worauf die Gutachter ausdrücklich hinwiesen.
4.3.3
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist nicht erkennbar, dass der Fokus der Gutachter der
Stelle D.___
lediglich auf die Unfallkausalität gerichtet war. So hat sich der rheumatologische Gutachter insbesondere auch einlässlich mit den von
der behandelnden Rheumatologin,
Dr.
med.
L.___
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation,
erhobenen Diagnosen (
Urk.
8/128/220-221
; vgl.
Urk.
8/77/7-10
) auseinandergesetzt. Dabei kam er zum Schluss, dass sich für die angegebenen Nacken- und Schulterschmerzen ebenfalls kein funktionelles oder str
ukturelles Korrelat finden lasse
(
Urk.
8/128/258-259). Im Rahmen der
hand
chirurgischen
Beurteilung wurde differentialdiagnostisch ein (nicht
unfallkau
sales
) sensibles Carpaltunnelsyndrom
(CTS)
oder ein sensibles
Ulnarisrinnensyn
drom
in Erwägung gezogen, wobei dazu festgehalten wurde, dass die
elektro
physiologische
Untersuchung solche Pat
hologien nicht erhärtet habe (
Urk.
8/128/255-256
). Auch der neurologische Gutachter legte begründet dar, dass ein CTS ausgeschlossen werden könne
(
Urk.
8/128/256-258)
. Schliesslich fand in der
Gutachtenstelle D.___
auch eine eingehende fachärztliche Abklärung der psychi
schen Beschwerden der Beschwerdeführerin statt.
4.3.4
Soweit sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt stellte, die gutachterli
che Schlussfolgerung, wonach ein CRPS sowie ein CTS auszuschliessen seien, werde durch die von ihr eingereichte Stellungnahme von
Dr.
J.___
vom 2
9.
Februar 2012
(
Urk.
3/4)
zum Gutachten der
Stelle D.___
widerlegt, kann ihr eben
falls nicht gefolgt werden. Wohl hat
Dr.
J.___
darin die gutachterliche Beurteilung hinterfragt. Er machte aber selbst nicht geltend, dass sich die
genannten Pathologien entgegen der von den Gutachtern vertretenen Auffas
sung nachweisen liessen. Vielmehr bemerkte er sogar, dass sich – auch - im nach der Begutachtung in der
Gutachtenstelle D.___
erstellten
Arthro
-MRI vom 29. November 2011
(vgl.
Urk.
8/128/185-194)
keine H
inweise für ein CRPS I oder für
sekun
däre Veränderungen bei CRPS I gefunden hätten. Zudem hat Dr.
J.___
– in Übereinstimmung mit den Gutachtern – auf Widersprüchlichkeiten in den Aus
sagen der Beschwerdeführerin sowie auf erklärungsbedürftige Befunde (seiten
gleicher Umfang vor allem im Unterarmbereich bei langjährigem
Nichtge
brauch
, starke Schwankungen bei den wiederholten Kraftmessungen, normale
Beschwielung
der Hand)
hingewiesen
. Die Stellungnahme von
Dr.
J.___
vermag deshalb die gutachterliche Beurteilung nicht in Frage zu stellen.
4.3.5
Anzumerken bleibt, dass die Beschwerdeführerin keine neueren Berichte betref
fend CTS und/oder allfällige Rückenbeschwerden eingereicht
hat.
Ergänzende Abklärungen sind vorzunehmen, wenn in den Akten hinreichende Anhalts
punkte für das Vorliegen einer Beeinträchtigung bestehen, die geeignet ist, die Arbeitsfähigkeit zusätzlich einzuschränken. Die versicherte Person trifft eine Mitwirkungspflicht (
Art.
61
lit
. c ATSG). Die Beschwer
deführerin hat im Ein
wand vom 1
4.
Januar 2014 (
Urk.
8/137)
nicht auf unfallfremde Beschwerden hingewiesen.
Unter diesen Umständen wäre es an ihr gewesen, im
Beschwerde
verfahren
neuere fachärztliche Berichte zum Beleg von (unfallfremden) Beschwerden im Hand- und Armbereich sowie im Bereich des Rückens einzu
reichen (vgl. Urteil des Bund
esgerichtes 9C_196/2014 vom 18.
Juni 2014 E. 5.2).
4.3.6
Aufgrund des von den
D.___-
Gutachtern der rapportierten Beschwerdebildes sind dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
im Begutachtungszeitpunkt
anhand der vom Bundesgericht für
somatoforme
Schmerzstörung
en entwickel
ten Kriterien (vgl.
E. 2.1) zu prüfen. Dabei kann – entgegen
der Auffassung der Beschw
erdeführerin (
Urk.
1 S. 9) -
offenbleiben, ob bei ihr
auch
im Zeitpunkt der Untersuchung in der
Gutachtenstelle D.___
vom 25. August 2011 neben der diagnostizierten Schmerzverarbeitungsstörung
noch
eine mittelgradige depressive Reaktion bestand.
Se
lbst mittelgradige depressive Episoden
werden nämlich
regelmässig
nicht als von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde
Depre
ssion im Sinne eines verselbst
ändigten Gesundheitsschadens betrachtet, die es der betroffenen Person verunmöglicht, die Folgen der bestehenden S
chmerzproblematik zu überwinden
(Urteil des Bundesgerichts 8C_104/2014 vom 2
6.
Juni 2014 E. 3.3.4 mit Hinweisen
; vgl. auch U
rteil
9C_856/2013 vom 8.
Oktober 2014
E. 5.1.2
).
Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Stö
rungen aus dem depressiven Formenkreis gelten zudem grundsätzlich als thera
peutisch
angehbar
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_759/2013 vom
4.
März 2014
E. 3.6.1 mit Hinweisen).
Bei mittelschweren depressiven Episoden (ICD-10 F32.1) verneint das Bundesgericht
regelmässig
deren invalidisierende Wirkung (
Urteil des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E.
4.2 mit Hinwei
sen).
Auch ausgehend von der von
Dr.
H.___
gestellten Diagnose einer mittelgradi
gen depressive Episoden (ICD-10 F32.1) ist
demnach
eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer klar nicht gege
ben, zumal aus seinen weiteren Feststellungen
(
Urk.
8/53,
Urk.
8/78 und
Urk.
8/94)
hervor
geht, dass es sich dabei zu keiner Zeit um ein von der Schmerzstörung losgelöstes psychisches Leiden gehandelt hat. Unter diesen Umständen müssten die zusätzlichen Kriterien besonders ausgeprägt erfüllt sein, damit die Schmerzverarbeitungsstörung dennoch ausnahmsweise als unüber
windbar zu betrachten wäre (Urteil des Bundesgerichtes 8C_810/2013 vom
9.
April 2014 E. 5.3 mit Hinweis). Dies ist nicht der Fall.
Gemäss
der gutachter
lichen Beurteilung war die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Begutachtung in der
Gutachtenstelle D.___
zumindest i
n einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig, weshalb das Kriterium der chronischen körperlichen Begleiterkrankungen nicht gegeben ist (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichte
s 8C_145/2013 vom 1. Mai 2013 E.
5.5.2). Laut dem psychiatrischen Gutachter der
Stelle D.___
wurde ein gewisser sozialer Rückzug anamnestisch zwar angegeben, eine fehlende Lust nach sozialen Kontakten war aber nicht erkennbar (
Urk.
8/128/243). Im Weite
ren
nahm die Beschwerdeführerin laut
Bericht
von
Dr.
H.___
vom
2.
Mai 2011
die verordneten
Antidepressiva zwar nunmehr
regelmässig ein, was anfäng
li
ch nicht der Fall war (vgl. E. 4.4.5
)
.
Stationäre Aufenthalte sind jedoch nicht aktenkundig. Es kann daher nicht gesagt werden, die
Behandlungsmög
lichkeiten
seien voll ausgeschöpft, was im Übrigen auch hinsichtlich der Schmerzproblematik gilt
(vgl.
Urk.
8/79/3-4)
.
Ob ein primärer Krankheitsgewinn vorliegt, lässt sich den gutachterlichen Ausführungen zwar nicht entnehmen. Die vorzunehmende Gesamtwürdigung der Kriterien ergibt aber jedenfalls, dass für die Annahme einer psychisch bedingten (teilweisen) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der Begutachtung in der
Stelle D.___
(Juli/August 2011) kein Raum bleibt.
4.3.7
Dass sich der somatische und/oder psychische Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin seit der Begutachtung in der
Stelle D.___
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
7.
März 2014 verschlechtert hat, wurde von ihr nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Demnach ist davon auszu
gehen, dass es ihr
bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der
Schadenminde
rungspflicht
seit der Begutachtung in der
Stelle D.___
zuzumuten w
ar resp. ist, zumindest einer angepassten Tätigkeit (ohne besonders schwere Belastung der rechten Hand)
vollzeitlich nachzugehen.
G
lei
ches hat seit
dem 1
0.
Juni 2010 (Abschlussuntersuchung durch
Dr.
Z.___
,
Urk.
8/79) zu ge
lten. In somatischer Hinsicht lag damals die gleiche Befundlage vor wie im Zeitpunkt der Begutachtung in der
Stelle D.___
(vgl. E. 4.4.4)
, und das psy
chische Zustandsbild hat sich gemäss den Angaben von
Dr.
H.___
in den
vor
genannten Berichten zwischenzeitlich nic
ht massgeblich ve
rändert (
Urk.
8/78 und
Urk.
8/
94; vgl. E. 4.4.5
).
4.4
4.4.1
Die Beschwerdeführerin hat sich am
9.
September 2008 bei der
Beschwerdegeg
-
ne
rin
zum Leistungsbezug angemeldet
(
Urk.
8/6)
. Unter den Voraussetzungen v
on
Art.
28
Abs.
1 IVG (vgl. E. 2.2
) hätte
deshalb ein Renten
anspruch
– frühestens
–
am
9.
März 2009 entstehen
können (
Art.
29 Abs.
1 IVG).
4.4.2
Dr.
Z.___
sowie die Gutachter der
Stelle D.___
haben keine konkreten Angaben zur in der Zeit vor ihren Begutachtungen (
Juli 2009/Juni
2010 resp. Juli/August 2011) bestehenden Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin gemacht. Den weiteren Akten ist jedoch zu entnehmen, dass ihr echtzeitlich von den behandelnden Ärzten und Gutachtern für die angestammte Tätigkeit einhellig eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
ab
6.
Dezember 2007
resp. ab Januar 2008
attestiert worden war. Es ist deshalb davon auszugehen, dass di
e Wartezeit am 6. Dezember 2007 zu laufen begann und am
5.
Dezember
2008 ablief.
Zu p
rüfen bleibt, ob seither bis zur Abschlussuntersuchung von
Dr.
Z.___
vom
6.
Juni
2010 auch in einer angepassten Tätigkeit eine relevante Arbeitsunfähig
keit bestand (
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG).
4.4.3
Im Bericht des
Spitals F.___
vom
8.
Oktober 2008
war der Beschwer
deführerin
zwar
eine
100%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
bescheinigt
worden (
Urk.
8/26/3).
Au
fgrund von im November 2008 getätigten bildgeben
den Abklärungen ergab sich indessen
ein Verdacht auf eine subtotale
Reruptur
des TFCC und wurden narbige Veränderungen
ulnacarpal
partiell auch um
den TFCC festgestellt (
Urk.
8/31).
Dr.
E.___
attestierte der Beschwerdeführerin in der
Folge ab dem
6.
Dezember 2008 eine 1
00%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk.
8/48/9).
Dr.
Z.___
kam aufgrund der von ihm am
7.
Juli 200
9 durchge
führten Untersuchung
zum Schluss, dass in einer angepassten Tätigkeit (ohne mechanische Belastung der Hand [Gewichte bis maximal 5 Kilogramm]
)
eine 30%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (
Urk.
8/39/15). Diese
E
inschätzung wurde von
Dr.
E.___
am 20. Oktober 2009 bestätigt
(
Urk.
8/48/8).
Zwar erscheint diese Beurteilung aus somatischer Sicht angesichts der von
Dr.
Z.___
erhobenen, von ihm selbst als wenig ausgeprägt bezeichneten objektivierb
aren Befunde
als
äusserst grosszügig
.
Sie wurde jedoch damals
insbesondere auch
vom
Regiona
len Ärztlichen Dienst
(RAD)
der Beschwerdegegnerin
nicht in Frage gestellt (vgl. Stellungnahme des RAD vom
9.
Dezember 2009 (
Urk.
8/132/7).
Mangels anderslautender echtzeitlicher ärz
tlicher Beurteilungen ist deshalb
vorliegend
darauf abzustellen.
4.4.4
A
nlässlich der von
Dr.
Z.___
am 1
0.
Juni 2010 durchgeführten
Absc
hlussuntersu
chung
fiel ihm gemäss seinen Angaben
eine normale Beweg
lichkeit der r
echten Hand auf. K
linisch
habe er
keine pathologischen Befunde obje
ktivieren
können
. Insbesondere hätten
die Umfangmessungen
der Ober- und Unterarmmuskulatur seitengleiche Werte ergeben. Die radiologische
Kontroll
untersuchung
vom gleichen Tag habe im Bereich des Handskeletts keine Sudeckresiduen, keine
Inaktivitätsosteopenie
und keine
Arthrosezeichen
gezeigt (
Urk.
8/79/8-11). Dementsprechend stellte
Dr.
Z.___
in seinem Gutachten vom 9.
August 2010 fest, dass sich die von der Beschwerdeführerin im Bereich der rechten oberen Extremität angegebenen Schmerzen nicht (mehr) objektivieren liessen und die Beschwerdeführerin in einer optimal angepassten
Arbeitstätig
keit
in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht (mehr) eingeschränkt sei.
Gestützt auf die
se
Beurteilung von
Dr.
Z.___
steht mit überwiegend wahrscheinlich fest
, dass
sich ihr somatischer Gesundheitszustand bis
zur A
bschlussuntersuchung vom 1
0.
Juni 2010
derart verbessert hat, dass
ihr
nunmehr
aus somatischer Sicht eine angepasste Tätigkeit vollzeitlich zuzumuten war.
4.4.5
Wie erwähnt, wurde
anlässlich der Untersuchung in der interdisziplinären Schmerzsprechstunde vom 1
2.
Februar 2009 festgestellt, dass es im Zug
e der Schmerzen
zu einer
depressiven Problematik gekommen sei.
Dr.
H.___
erhob in der Folge
in seinen Berichten vom
6.
J
anuar 2010 und 2
3.
Juli 2010
eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine chronische Schmerzstörung (ICD-10 F54)
und attestierte der Beschwerdeführerin aus psy
chiatr
ischer Sicht eine maximal 50%ige Arbeitsfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit (Urk. 8/53 und
Urk.
8/78).
Bei den Störungen gemäss ICD-10 F54 handelt es sich um
Verhaltensauffälligkei
ten
und nicht um psychische Leiden mit Krankheitswert (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_567/2009 vom 1
7.
September 2009 E. 5). Eine mittelgradige depressive Episode vermag nach dem Gesagten aus
invali
denversicherungsrechtlicher
Sicht regelmässig
auch für sich allein
(vgl. E. 4.2)
k
einen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu bewirken.
Für die Zeit bis Juni 2010 gilt dies umso mehr, als die Beschwerdeführerin
im Juni 2009 sämtliche Medikamente abgesetzt und sich erst im November 2009 wieder zu einer
anti
depressiven
Behandlung bereit erklärt
hat
(
Urk.
8/53/3)
, was im Übrigen nicht auf einen ausgeprägten psychischen Leidensdruck schliessen lässt. Ein ausge
prägtes depressives Beschwerdebild geht sodann auch aus dem Verlaufsbericht von
Dr.
H.___
vom 2
3.
Juli 2010
(
Urk.
8/78
) nicht hervor.
Somit ist auch in der Zeit zwischen Februar 2009 und
Juni 2010
nicht von einem
invalidenversi
cherungsrechtlich
relevanten psychischen Leiden auszugehen.
4.5
Die weiteren in den Akten liegenden Arztberichte enthalten keine Angaben, welche diese Schlussfolgerungen zu widerlegen vermöchten. Dies
gilt insbeson
dere auch für den
vorgenannten Bericht von
Dr.
I.___
vom 1
2.
Juli 2010 (
Urk.
8/77)
, zumal sie als Hausärztin geneigt sein dürfte,
eher zugunsten
der Beschwerdeführerin
aus
zusagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc und BGE 122 V 160 E
. 1c, je mit Hinweisen)
.
Überdies hat sie ihrer Einschätzung
offensichtlich den (somatischen und psychischen) Gesamtbefund zugrunde gelegt, weshalb diese ohnehin nicht prü
fend nachvollzogen werden kann
.
4.6
Demnach ist mit dem Beweisgrad der ü
berwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt, dass in einer angepassten Tätigkeit
ab Dezember 2008 bis
längstens
6.
Juli 2009 eine 100%ige, ab
7.
Juli 2009
(erste Untersuchung durch
Dr.
Z.___
)
eine 70%ige
und ab 1
0.
Juni 2010
(Abschlussuntersuchung durch
Dr.
Z.___
)
keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestand.
4.7
Bei der gegebenen medizinischen Aktenlage besteht – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – kein weiterer Abklärungsbedarf
(antizi
pierte
Beweis
würdigung
; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 8C_708/2012 vom 1
6.
April 2013 E. 3.4 mit Hinweisen
).
5
.
5
.1
Laut den Feststellungen im Abklärungsbericht vom 1
1.
Dezember 2013 (Urk. 8/130) ist die Beschwerdeführerin als teilerwerbstätige Hausfrau (Anteil der Erwerbstätigkeit: 60
%
resp. ab August 2010 80 %; Anteil der
Haushaltstä
tigkeit
: 40
%
resp. ab August 2010 20
%
) zu qualifizieren. Dieser Bericht erfüllt
die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an einen beweistauglichen
Haus
haltabklärungsbericht
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes I 236/06 vom 1
9.
Juni 2006 E. 3.2) und wurde denn von der Beschwerdeführerin auch nicht in Frage gestellt. Es ist deshalb darauf abzustellen. Die Invaliditätsbemessung ist dem
nach nach der gemischten Methode vorzunehmen
(vgl. E. 2.5)
.
5
.2
5
.2.1
Im Folgenden ist zunächst zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähig
keit der Beschwerdeführerin in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5
.2.2
Gemäss den Angaben der Stiftung
Y.___
im Fragebogen für
Arbeitge
bende
vom 3
0.
September 2008 hätte die Beschwerdeführerin im
Gesundheits
fall
im Jahr 2008 als diplomierte Pflegefachfrau mit einem Pensum von 60
%
ein Einkommen von
Fr.
50‘547.60 erzielt (
Urk.
8/24
/3). Unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für im Gesundheitswesen tätige Frauen (Bundes
amt für Statistik, Lohnentwicklung 2010, Nominallohnindex Frauen, Tabellen T.1.2.05 S. 20) resultiert für das Jahr 2009 ein hypothetisches Einkommen von
Fr.
51‘515.90 (=
Fr.
50‘547.60 :
104.4 x 106.4).
Für das Jahr 2010 ergibt sich bei einem mutmasslichen Beschäftigungsumfang von 80
%
ein Einkommen von
Fr.
69‘462.60 (=
Fr.
50‘547.60 :
104.4 x 107.6: 6 x 8).
5
.2.3
Nach der Rechtsprechung ist das Invalideneinkommen so konkret wie möglich zu ermitteln. Deswegen wird primär von der konkreten beruflich-erwerblichen Situation ausgegangen. Die Beschwerdeführerin hat seit Eintritt des
Gesund
heitsschadens
keine neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, mit welcher sie die vorhandene Restarbeitsfähigkeit voll ausschöpft, weshalb
rechtsprechungsge
mäss
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden können (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1). Die Rechtspre
chung wendet für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE TA1 Zeile „Total“ an. Es besteht jedoch kein Grundsatz, wonach stets auf die Tabelle TA1 abzustellen ist. So kann es sich nach den konkreten Umständen rechtfertigen, stattdessen auf die TA7 (oder T7S) abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt und der versicherten Person der entsprechende Sektor offen steht und zumutbar ist (Urteil
des Bundesgerichtes 8C_910/2013
vom 1
5.
Mai 2014 E. 3.1.2.1).
5.2.4
In der Zeit zwischen Dezember 2008 und dem
6.
Juli 2009 ist von einer vollum
fänglichen Arbeitsunfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit und demnach von einer 100%igen Erwerbseinbusse auszugehen.
5.2.5
Ab dem
7.
Juli 2009 waren der Beschwerdeführerin Tätigkeiten ohne mechani
sche Belastung (maximal 5 Kilogramm) zu 30
%
zumutbar. Tätigkeiten, wel
che diesen Anforderungen entsprechen
, dürften im Bereich der Krankenpflege prak
tisch nicht zu finden sein. Da die
- seit 1991 bis zum Eintritt des
Gesundheits
schadens
als diplomierte Pflegefachfrau tätige (Urk. 8/29) -
Beschwerdeführerin lediglich in diesem Bereich über besondere Fachkenntnisse
verfügt, ist das Invalideneinkommen aufgrund der Tabelle TA1 der LSE 2008, Total,
Anforde
rungsniveau
4, zu berechnen, womit unter Berücksichtigung der durchschnittli
chen Wochenarbeitszeit im Jahr 2008
von 41,6 Stunden
(vgl. die Volkswirt
schaft 3/4-2015 Tabelle B9.2 S. 88) sowie der Nominallohnentwicklung für Frauen (vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnentwicklung 2010, Tabelle T.1.2.10
) ein Einkommen 2009 von Fr. 52‘496.1
0 (=
Fr.
4‘116.-- : 40 x 41.6 : 104.7 x 107
x 12
) resp. für das der Beschwerdeführerin in dieser Zeit zumutbare Pensum von 3
0
%
ein solches von
Fr.
15‘748.80 (= 0,3 x
Fr.
52‘496.1
0) resul
tiert. Ein leidensbedingter Abzug ist angesichts des vergleichsweise tiefen Tabellenlohnes und da die Annahme einer bloss 30%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ohnehin schon
äusserst
grosszügig erscheint, nicht zu gewähren. Nicht-medizinische Abzugsgründe (vgl. BGE 126 V 75) sind nicht gegeben. Verglichen mit dem
Valideneinkommen
2009 von
Fr.
51‘515.90 resul
tiert bei einer Erwerbseinbusse von
Fr.
35‘767.--  ein Invaliditätsgrad von
ungewicht
et
69
%
resp. gewichtet 41 % (=
0,6
x 69
%
).
5.2.6
Gestützt auf das
D.___-
Gutachten ist davon auszugehen, dass der Beschwerde
führerin seit
der Untersuchung durch
Dr.
Z.___
vom
1
0.
Juni 2010
alle die
rechte
Hand nicht
besonders schwer belastende
n
Tätigkeiten uneinge
schränkt zumutbar
sind
. Wie die Gutachter zu Recht bemerkten, sind Tätigkei
ten, welche diese Kautelen berücksichtigen, auch im Bereich der Krankenpflege zu finden, so namentlich die von ihnen genannten Tätigkeiten als Dialyse-Schwester, Assistentin in einer
gastroenterologischen
Praxis, Radiologie-Assis
tentin oder
eben
als medizinische
Kodiererin
. Es rechtfertigt sich daher, das Invalidene
inkommen für die Zeit ab Juni
2010 aufgrund von TA7 Ziffer 33 (medizinische, pflegerische und soziale Tätigkeiten) der LSE 2010 zu berechnen, wobei es angesichts der bei der Beschwerdeführerin in diesem Bereich bestehen
den Berufs- und Fachkenntnisse gerechtfertigt erscheint, auf das
Anforderungs
niveau
3 abzustellen. Der Zentralwert für die mit den genannten Tätigkeiten befassten Frauen betrug im Jahr 2010
Fr.
5‘636.
--
pro Monat
. Unter Berück
sichtigung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,5 Stunden im Jahr 2010 (Die Volks
wirtschaft, 3/4-2015, Tabelle B 9.2 S. 88) sowie der
Nominal
lohnentwicklung
für Frauen
im Gesundheitswesen
(vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnentwicklung 2010, Tabelle T.1.2.10) resultiert für das Jahr 2010 ein
Jahresein
kommen von
Fr.
70‘168.20 (= Fr.
5‘636.-- : 40 x 41.5 x 12) resp. für ein Pensum von
80
%
ein solches von Fr.
56‘134.6
0 (x 0,8).
D
a der beigezogene
Tabellenlohn
auch eine Vielzahl von
Tätigkeiten umfasst,
welche nicht
mit einer
besonders schweren Belastung der Hand verbunden sind, ist kein
leidensbe
dingter
Abzug vorzunehmen. Dies gilt umso mehr, als eine qualitative Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
in der bisherigen
pfle
gerischen
Tätigkeit
ohnehin nur bei grosszügiger Betrachtung anzunehmen ist.
Nicht-medizinische Abzugs
gründe (vgl. BGE 126 V 75) sind nicht vorhanden
. Verglichen m
it dem
Valideneinkommen
von Fr.
69‘462.60 resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 13‘328.--. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad von (
ungewichtet
) 19 % resp. (gewichtet) 15
%
(= 0,8 x 19
%
).
6
.
6
.1
Im Folgenden ist zunächst zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf (weitere) berufliche Massnahmen hat.
6
.2
Der Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 2
4.
Januar 2013 betreffend Kosten
gutsprache für den Einsteigerkurs zur medizinischen
Kodiererin
(Urk. 8/110) lag die von den Parteien am 2
1.
Januar 2013 abgeschlossene
Ziel
vereinbarung
zugrunde. Gemäss den darin gemachten Angaben handelt es sich dabei um „eine verbindliche Vereinbarung für den Einsteigerkurs in de
r Zeit vom 2
8.
Januar bis
5.
Jun
i 2013“. Als konkrete Massnahmen wurden der
Ein
steigerkurs
medizinische Kodierung an der
Schule C.___
und ein beglei
ten
des Praktikum
in einem Spital
aufgeführt
(
Urk.
8/115). Aus den Akten geht hervor und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin den Einsteigerkurs erfolgreich abgeschlossen hat
(
Urk.
8/120)
. Das geplante
ausbildungsbeglei
tende
, von
der Beschwerdeführerin selbst
initiierte Praktikum in einem Spital (
Urk.
8/112) kam jedoch nicht zustande, weil seitens des Spitals das Angebot mangels genügender Arbeitserfahrung in letzter Minute zurückgezogen worden war (
Urk.
8/121).
6
.3
I
m
- für berufliche Massnahmen (allein) mas
sgeblichen Erwerbsbereich (vgl.
Urteil des Bundesgerichtes 9C_398/2012 vom 2
7.
September 2012 E. 4.3) – bestand nach dem Gesagten
seit Juni
2010
selbst bei grosszügiger Betrachtung
ein Teilinvaliditätsgrad
von lediglich
19
%
(
ungewichtet
) resp.
15
%
(gewichtet)
. Im Zeitpunkt der Kostengutsprache vom 2
4.
Januar 2013 wäre die zur Begrün
dung des Anspruchs auf eine Umschulung verlangte unterste Schwelle von 20
%
(vgl. E. 2.2.2
)
demnach gar nicht (mehr) erreicht gewesen.
Die
Zielverein
barung
vom 2
4.
Jan
uar 2013
bleibt jedoch für die Beschwerdegegnerin ver
bindlich
,
zumal sie es sich selbst zuzuschreiben hat, dass sie das Gutachten der
Stelle D.___
vom 6. September 2011 nicht früher bei
gezogen hat (vgl.
Urk.
8/132/15
;
vgl. BGE 139 V 399 E. 6.1, publiziert in: Die Praxis 11/2013 Seite 853).
6
.4
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Auffassung, wonach aktuell keine weite
ren beruflichen Massnahmen erforderlich seien, auf die
im Rahmen des
V
orbe
scheidverfahrens
eingeholte
Auskunft der
Gesellschaft M.___
. Danach sollte es
für Fachpersonal aus der Pflege mit dem Einsteigerkurs möglich sein, den beruflichen Einstieg als
Kodie
rerin
zu finden. Sogar ohne Ausbildung bestünden gute Chancen, in die
K
odie
rung zu wechseln
(
Urk.
8/140)
.
Dies erscheint zwar plausibel.
Der genannten Auskunft ist aber auch zu entnehmen, dass in den Stellenausschreibungen Per
sonen mit Berufserfahrung gesucht werden.
Es wäre daher fraglos
von Vorteil, wenn die Beschwerdeführerin ein Praktikum vorweisen könnte. Zwar hat sich die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Zielvereinbarung vom 2
4.
Januar 2013 nicht dazu
verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Praktikumsstelle zu ver
mitteln.
Die Beschwerdegegnerin selbst wies jedoch i
n der
Mitteilung vom 1
1.
Ju
ni 2013
betreffend erfolgreichem Abschluss der beruflichen Massnahme
d
arauf hin, dass sich die Beschwerdeführerin, sobald sie ein Praktikum gefun
den habe, wieder bei ihr melden könne, damit die Unterstützungsmöglichkeiten bei der Einarbeitung überp
rüft werden könnten
(
Urk.
8/120). Darauf ist
die
Beschwe
rdegegnerin nach dem Gesagte
n
zu
behaften.
6
.5
Ein Anspruch auf weitere Umschulungs- oder anderweitige berufliche Massnah
men ist
hingegen
nicht gegeben,
sind solche doch nach dem Gesagten nicht erforderlich, damit die Beschwerdeführerin das ihr
ab dem 1
0.
Juni 2010
ange
rechnete
-
zu einem Teilinvaliditätsgrad von
bloss
19
%
(
ungewichtet
) resp.
15
%
(gewichtet)
führende
-
Invalideneinkommen erzielen kann.
7.
7.1
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente hat.
7.2
Nach Ablauf des Wartejahres (
5.
Dezember 2008) bis längstens
6.
Juli 2009 resul
tiert im Erwerbsbereich (Anteil 60
%
) ein Teilinvaliditätsgrad von 60
%
(= 0,6 x 100
%
; vgl. E. 5.2.4) und ab
7.
Juli 2009 bis
9.
Juni 2010 ein solcher von 41
%
(vgl. E. 5.2.5).
Laut Abklärungsbericht vom 1
1.
Dezember 2013 beträgt die Einschränkung im Haushalt seit Ablauf des Wartejahres gleichbleibend 18,25
%
(
Urk.
8/130), was von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Frage gestellt wurde (vgl. auch Urk. 8/48/8).
Somit ergibt sich ab Ablauf des Wartejahres bis
9.
Juni 2010 für den
Haushaltbe
reich
(Anteil 40
%
) eine Teilinvalidität von 7,3
%
. (0,4 x 18.25 %). Dies führt in der Zeit bis
6.
Juli 2009 zu einem Gesamtinvaliditätsgrad von rund 67
%
(= 60
%
plus 7,3
%
), womit ab
1.
März 2009 (vgl. E. 4.4.1) ein Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
gegeben ist. Ab
7.
Juli 2009 bis
9.
Juni 2010 ist ein Gesamtinvaliditätsgrad von rund 48 % (= 41 % plus 7,3 %) anzunehmen, womit Anspruch auf eine
Viertelsrente
besteht.
Ab Juni
2010 ist
für den Erwerbsbereich (Anteil 80
%
) von einer Teilinvalidität von 15
%
auszugehen. Für den Haushaltsbereich (Anteil 20
%
) wurde im Abklärungsbericht vom 1
1.
Dezember 2013 (
Urk.
8/130)
weiterhin
eine Ein
schränkung von 18,25
%
ermittelt, was
jedenfalls
äusserst grosszügig erschein
t. Demnach resultiert ab Juni
2010 für den Haushaltbereich eine Teilinvalidität von allerhöchstens 3,65
%
(= 0,2 x 18,25 %). Bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 19 % (= 15
%
plus 3,65 %) besteht kein Rentenanspruch
.
7.3
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung einer Leistung
in
jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Di
e Beschwerdeführerin hat d
emnach vom 1.
März 2009
bis 3
0.
September
2009
(
7.
Juli 2009 [erste Untersuchung durch
Dr.
Z.___
] plus drei Monate)
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
. V
om
1.
Oktober
2009 bis 3
1.
August
2010
(1
0.
Juni 2010 [zweite Untersuchung durch
Dr.
Z.___
] plus drei Monate) besteht, unter Vorbehalt von Art. 29 Abs. 2 IVG,
Anspruch auf eine
Viertelsrente
.
Ab dem 1. September
2010
ist ein Ren
tenanspruch zu verneinen
(vgl.
E.
2.6)
.
7.4
Demnach ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde festzustellen
, dass die Beschwerdeführerin vom
1.
März
bis 3
0.
September 2009
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und
vom
1.
Oktober 2
009 bis
3
1.
August 2010
Anspruch auf eine
Viertelsrente
hat.
Im Übrigen (
Rentenanspruch ab
1.
September 2010,
wei
tere beruflic
he Massnahmen) ist die Beschwerde abzuweisen.
7.5
Der Beschwerdeführerin bleibt es unbenommen, die Beschwerdegegnerin um Unterstützung bei der Einarbeitung zu suchen, sobald sie ein Praktikum im Bereich der medizinischen K
odierung gefunden hat (vgl. E. 6.4
).
8.
8.1
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen
Versiche
rungsgericht
in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rah
men von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt.
Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 600.-- als angemesse
n.
Da die Beschwerdeführerin nur zu einem kleineren Teil obsiegt, sind ihr die Kosten zu zwei Drittel
n
und der Beschwerdegegnerin zu einem Drittel aufzu
erlegen.
8.2
Die vertretene Beschwerdeführerin hat sodann gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das
Sozialversiche
rungsgericht
(
GSVGer
) Anspruch auf eine
entsprechend
reduzierte
Prozess
ent
schädigung
. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwier
igkeit des Pro
zesses auf Fr. 600.--
(inklusive Mehrwertsteuer und
Bar
auslagen
) festzusetzen.
Das Gericht erkennt:
1.
In teilweiser Gutheissung
wird
die Verfügung der
Sozial
versiche
rungs
anstalt
des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, vom
27. März 2014
insoweit abgeändert, als festgestellt wird, dass
die
Beschwerdeführerin vom 1. März bis 30. September 2009 Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und vom 1. Oktober 2009 bis 31. August 2010 auf eine
Viertelsrente
hat. Im Übrigen (Rentenanspruch ab 1. September 2010 sowie weitere berufliche Massnahmen) wird die Beschwerde abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
zu zwei Dritteln und der Beschwerdegegnerin zu einem Drittel auferlegt.
Rechnung und Einzahlungs
schein werden
den
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
ei
ne reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 600
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Markus Bischoff
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstMöckli