# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fa88808-a6c6-580b-a8b6-b231495beaf4
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-20
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 20.12.2017 608 2016 153
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2016-153_2017-12-20.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2016 153
608 2016 154 

Urteil vom 20. Dezember 2017

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richterinnen: Daniela Kiener, Susanne Genner
Gerichtsschreiberin: Angelika Spiess 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Nicole 
Schmutz Larequi

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung

Beschwerde vom 30. Juni 2016 gegen die Verfügung vom 30. Mai 2016 
(608 2016 153)

Gesuch vom 30. Juni 2016 um unentgeltliche Rechtspflege (608 2016 154)

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Sachverhalt

A. A.________, geboren Im 1953, reiste 1979 aus Albanien in die Schweiz ein. Am 
21. September 1986 erlitt er einen Unfall beim Fussballspielen, wobei er eine Distorsion des linken 
Kniegelenks erlitt (Vorakten S. 43). Zwischen 1987 und 2010 wurden mehrere Operationen am 
linken Knie durchgeführt, wobei die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) die 
gesetzlichen Leistungen erbrachte (Vorakten S. 365). 

Nachdem der Versicherte zwischen 1979 und 2005 verschiedene Tätigkeiten ausgeübt hatte, war 
er von April 2005 bis Februar 2010 als Eisenleger angestellt (Vorakten S. 182). Am 1. Juli 2012 trat 
er eine bis am 30. November 2012 befristete Stelle als Eisenleger in einem Pensum von 50% an 
(Vorakten S. 135), brach jedoch die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen am 31. August 2012 ab 
(Vorakten S. 231). Danach war er nicht mehr erwerbstätig. Aufgrund persistierender Schmerzen 
wurde am 24. Januar 2013 die Implantation einer Knie-Totalprothese bei posttraumatischer 
Gonarthrose links vorgenommen. 

B. Am 23. Mai 2013 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg, Givisiez (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen an (Vorakten S. 9).

Vom 16. Januar 2014 bis 20. Februar 2014 hielt sich der Versicherte in der Reha-Klinik 
B.________ auf. Im Austrittsbericht vom 20. Februar 2014 (Vorakten S. 291) bezeichneten 
C.________, dipl. Psychologin FSP, und med. pract. D.________, Facharzt Physikalische Medizin 
und Rehabilitation FMH, die bisherige Tätigkeit als Eisenleger als nicht mehr zumutbar (Vorakten 
S. 290). In anderen beruflichen Tätigkeiten könne der Versicherte eine leichte bis mittelschwere 
Arbeit ganztags ausführen, wobei hinsichtlich des linken Knies eine Einschränkung bestehe: 
Zwangshaltungen wie Knien, Kauern und Hocken seien zu vermeiden, ebenso wiederholtes 
Gehen in unebenem Gelände. Im Rahmen der Rehabilitation wurde zudem ein psychosomatisches 
Konsilium eingeholt. Lic. phil. E.________ und Dr. med. F.________ empfahlen in ihrem Bericht 
vom 20. Februar 2014 (Vorakten S. 338) eine psychiatrische Begleitung des Versicherten. Dieser 
leide an einer depressiven Verstimmung, welche jedoch keinen Krankheitswert erreiche. Aufgrund 
negativer Kindheitserlebnisse und einer chronischen psychosozialen Symptomatik könne eine 
somatoforme Komponente am Beschwerdebild nicht ausgeschlossen werden. 

In der Folge liess sich der Versicherte durch Dr. med. G.________, Facharzt Psychiatrie und 
Psychotherapie FHM, behandeln (vgl. Berichte vom 3. Juni 2014 [Vorakten S. 376] und vom 
6. März 2015 [Vorakten S. 383]). Auf Empfehlung von med. prakt. H.________, Facharzt Allge-
meine Medizin, vom 8. April 2015 zu Handen des Regionalen Ärztlichen Dienstes Bern-Freiburg-
Solothurn (nachfolgend: RAD) (Vorakten S. 385) gab die IV-Stelle ein rheumatologisch-psychiatri-
sches Gutachten in Auftrag. Dr. med. I.________, FMH Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, 
sowie Dr. med. J.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, erstatteten das Gutachten am 
13. August 2015 (Vorakten S. 417, 419 und 437). Med. pract. H.________ würdigte in seinem 
Bericht vom 25. August 2015 zu Handen des RAD (Vorakten S. 441) das interdisziplinäre 
Gutachten vom 13. August 2015 als schlüssig und überzeugend. 

Mit Vorbescheid vom 18. Februar 2016 (Vorakten S. 449) stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 
Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Der Versicherte erhob mit Eingabe vom 11. März 
2016 (Vorakten S. 458) Einwand und reichte einen Bericht von Dr. med. K.________, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 8. März 2016 (Vorakten S. 456) ein. Med. pract. 

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H.________ bestätigte mit Bericht vom 14. März 2016 zu Handen des RAD (Vorakten S. 452) 
seine am 25. August 2015 geäusserte Meinung. Auf Aufforderung der IV-Stelle reichte Dr. med. 
K.________ einen Bericht vom 29. März 2016 (Vorakten S. 467) ein. Darin gab er eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100% in der bisherigen Tätigkeit als Schlosser bzw. Eisenleger an. 
Einschränkungen bestünden auf der physischen und sprachlichen Ebene. Der Patient sei 63 Jahre 
alt, spreche die Sprache nicht und könne keine körperliche Tätigkeit ausüben. Med. pract. 
H.________ kam in seinem Bericht vom 23. Mai 2016 zu Handen des RAD (Vorakten S. 468) zum 
Schluss, der Arztbericht vom 29. März 2016 beschreibe den gleichen Sachverhalt wie der 
vorangehende vom 8. März 2016. Die Schlussfolgerungen des interdisziplinären Gutachtens vom 
13. August 2915 blieben damit weiterhin gültig. 

Am 20. Mai 2016 sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung von 35% zu 
(Vorakten S. 472).

Am 30. Mai 2016 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Vorakten S. 475). Der Invaliditäts-
grad betrage 3.78 %, so dass kein Rentenanspruch resultiere.

C. Gegen die Verfügung vom 30. Mai 2016 erhebt der Versicherte, vertreten durch Rechts-
anwältin Nicole Schmutz Larequi, am 30. Juni 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht mit dem An-
trag, die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihm ab 1. Mai 2016 eine ganze Invalidenrente 
zuzusprechen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Zur 
Begründung macht er im Wesentlichen geltend, sein fortgeschrittenes Alter verunmögliche die 
Verwertung seiner Resterwerbsfähigkeit. Das Alter, die fehlende Berufsausbildung, die anhaltende 
berufliche Arbeitsabstinenz, eine ungünstige Arbeitsmarktprognose, der vorhergehende Beschäfti-
gungsgrad und das Fehlen von Sprachkenntnissen hätten zudem zu einem leidensbedingten Ab-
zug vom Invalideneinkommen führen müssen. Die Vorinstanz habe den Untersuchungsgrundsatz 
verletzt, indem sie auf eine Abklärung der invaliditätsfremden Faktoren verzichtet habe. Die an-
gefochtene Verfügung sei unverhältnismässig, denn ihm, der 63 Jahre und 5 Monate alt sei, könne 
nicht zugemutet werden, kurz vor der Pensionierung eine für ihn neue und unbekannte Tätigkeit 
aufzunehmen. Zudem hätte ihm die Vorinstanz Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die 
berufliche Eingliederung sowie Massnahmen beruflicher Art gewähren müssen.

Der Versicherte beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Seine Rechtsvertre-
terin sei als amtlicher Rechtsbeistand zu ernennen. Er – der Versicherte – sei von der Bezahlung 
der Verfahrenskosten zu befreien. Von der Bezahlung eines monatlichen Betrags an die Leistun-
gen des Gemeinwesens sei abzusehen, und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu 
verzichten. Zum Nachweis der prozessualen Bedürftigkeit legt der Versicherte eine Taggeldab-
rechnung der Suva Fribourg vom 18. April 2016, die Veranlagungsanzeige der kantonalen Steuer-
verwaltung vom 16. Juni 2016, eine Bescheinigung des Vermieters vom 28. Juni 2016 betreffend 
das Mietverhältnis sowie den Versicherungsausweis der L.________ Krankenversicherung vom 
16. Oktober 2015 betreffend Grundversicherung und Zusatzversicherungen vor.

Die IV-Stelle hält mit Bemerkungen vom 9. September 2016 an ihrem Entscheid fest. Der Ver-
sicherte hat nicht repliziert.

Am 11. September 2017 hat die Rechtsvertreterin des Versicherten eine Kostenliste eingereicht.

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Erwägungen

1. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. Mai 2016 ist rechtzeitig im Sinn von Art. 60 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG; SR 830.1) eingereicht worden. Die Rechtsvertreterin des Beschwerde-
führers ist gehörig bevollmächtigt, und die Formerfordernisse gemäss Art. 61 lit. b ATSG sind 
erfüllt. Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch den Entscheid 
direkt betroffen und damit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 59 ATSG). Das Kantonsgericht 
ist zur Behandlung der Beschwerde zuständig (Art. 58 Abs. 1 ATSG, Art. 114 Abs. 1 lit. b des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG/FR; SGF 150.1]). 
Der Sozialversicherungsgerichtshof des Kantonsgerichts entscheidet über Streitigkeiten, 
namentlich auf dem Gebiet der Sozialversicherungen (Art. 89 lit a des Justizgesetzes des Kantons 
Freiburg vom 31. Mai 2010 [JG/FR; SGF 130.1]).

Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2. a) Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit 
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-
rung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie-
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf 
eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

b) Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbin-
dung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in 
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid ge-
worden wäre (sog. Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) 
und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29).

c) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die rechtsanwendenden Behörden 
auf Unterlagen angewiesen, welche die Ärztinnen und Ärzte sowie gegebenenfalls andere Fach-
leute zur Verfügung stellen. Rechtsprechungsgemäss ist es Sache der (begutachtenden) Arztper-
son, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig dessen Entwicklung im Lauf der Zeit 
zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung 
der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. 
Hiermit erfüllt die sachverständige Person ihre genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im 

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Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheit-
lichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschlies-
sende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, 
d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. 
Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können. Nötigenfalls sind, in 
Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungs-
vermögens die Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 
140 V 193 E. 3.2).

d) Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4). Das Sozial-
versicherungsgericht ist in der Beweiswürdigung frei (Art. 61 lit. c ATSG). Es hat alle Beweismittel, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 
eines Arztberichts ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a).

e) Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Einkom-
men ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung 
von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen 
sind. Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Recht-
sprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen 
Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbs-
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und 
dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. 
Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbs-
unfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet. Der Einfluss des 
Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern 
hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des 
Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand 
und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertig-
keiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem 
angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1).

Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei 
vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer 
(Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen (BGE 138 V 457 E. 3.3).

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f) Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten 
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der 
Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und 
Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/aa). 
Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem 
Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/aa in fine). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. 
Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen und darf 25% nicht übersteigen (BGE 126 V 75 E. 5b; 134 V 322 E. 5.2). Die Rechtspre-
chung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versi-
cherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit 
eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/bb S. 78). Sind hingegen leichte bis mittelschwere Arbeiten 
zumutbar, ist allein deswegen auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug ge-
rechtfertigt, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und 
mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.2).

g) Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben Anspruch 
auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu 
verbessern (Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG), und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen 
Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 lit. b IVG). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen unter 
anderem in Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 8 Abs. 
3 lit. abis IVG) und in Massnahmen beruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG). Versicherte, die seit 
mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben 
Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integra-
tionsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen 
beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG).

3. a) Das interdisziplinäre Gutachten vom 13. August 2015 besteht aus einem rheumatologi-
schen Teilgutachten, welches mit „Interdisziplinäres Gutachten“ betitelt ist (Vorakten S. 417), 
einem psychiatrischen Teilgutachten mit dem Titel „Gutachten“ (Vorakten S. 437) und einer relativ 
kurzen (zusammenfassenden) interdisziplinären Beurteilung (Vorakten S. 419). Es werden folgen-
de interdisziplinäre Diagnosen genannt (Vorakten S. 411): 

- mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

1. Gonarthrose links

- Details siehe auch Angaben zu I.B) Persönliche Anamnese

- ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

2. Arbeitsuntätigkeit, finanzielle Probleme und finanzielle Schwierigkeiten, akzentuierte Persönlichkeits-
züge, Dystymie und Status nach Gefängnisstrafe, gemäss psychosomatisch-psychiatrischer Begut-
achtung von Dr. med. J.________

3. Chronisches Schmerzsyndrom im Bereich des linken Kniegelenks, der unteren Rückenregion und des 
rechten Beins

- nicht ausreichend somatisch abstützbar

- diffuse Druckschmerzen im Bereich des linken Kniegelenks

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4. Chronisches lumbospondylogenes Syndrom

5. Übergewicht mit Body-Mass-Index von 29.0 kg/m2

6. Anamnestisch Reizmagen-Syndrom

7. Siehe auch Angaben zu I.B) Persönliche Anamnese

In der interdisziplinären Beurteilung (Vorakten S. 418) wird festgehalten, aus somatisch-rheumato-
logischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit als Eisenleger bzw. für alle körperlich belas-
tenden Arbeiten seit Ende 2012 vollständig eingeschränkt. Für eine angepasste Verweistätigkeit 
bestehe aus somatisch-rheumatologischer Sicht keine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit. Seit dem Ende der postoperativen Rehabilitierungsphase, also spätestens seit Ende 
Mai 2013, sei der Versicherte für angepasste Verweistätigkeiten wieder voll arbeitsfähig (Vorakten 
S. 419). Weiter wird festgehalten, aus psychiatrischer Sicht habe nie eine anhaltende 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden (Vorakten S. 419). Die Gutachter kommen zum 
Schluss, der Versicherte sei seit Ende 2013 (gemeint wohl: Ende Mai 2013, vgl. auch E. 3b 
hiernach) wieder voll arbeitsfähig (Vorakten S. 418).

b) Das rheumatologische Teilgutachten ist umfassend und die Schlussfolgerungen sind 
nachvollziehbar begründet. Dr. med. I.________ beurteilt die Beweglichkeit des linken Kniegelenks 
(unter Berücksichtigung der Totalprothese) als normal. Klinisch und konventionell-radiologisch be-
urteilt, liege ein erfreuliches Resultat nach der Implantation einer Totalprothese ins linke Kniege-
lenk vor (Vorakten S. 408). Die seit Sommer 2012 geschilderten Beschwerden im Bereich des lin-
ken Kniegelenks und die seit der Implantation der Totalprothese im Januar 2013 geschilderten 
Schmerzen im Bereich des unteren Rückens und des rechten Beins liessen sich somatisch nicht 
abstützen (Vorakten S. 410). Dadurch erkläre sich auch, dass die Implantation der Totalprothese 
subjektiv keine Besserung gebracht habe (Vorakten S. 408/407). Die geschilderten unspezifischen 
Rückenschmerzen entsprächen einem chronischen lumbospondylogenen Syndrom. Die im Be-
reich der unteren Rückenregion geschilderten Schmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein würden 
indessen nicht mit einem somatisch-pathologischen Befund korrelieren (Vorakten S. 408). Der Ver-
sicherte sei mit einem Handstock zur Untersuchung erschienen; er habe ein unspezifisches Hinken 
sowie eine schmerzvermittelnde Mimik und Gestik gezeigt (Vorakten S. 409). Der Einsatz eines 
Handstocks lasse sich aus somatischer Sicht nicht begründen; diesbezüglich sei an einen sekun-
dären Krankheitsgewinn zu denken. Abgesehen vom Übergewicht von rund 15 kg könne kein re-
levanter klinisch-pathologischer Befund objektiviert werden. Gewichtsreduzierende Massnahmen 
seien indiziert und in der Umsetzung zumutbar. Insgesamt könnten die vom Versicherten geschil-
derten Beschwerden bezüglich Umfang und Intensität höchstens partiell auf die objektivierbaren 
somatisch-pathologischen Befunde abgestützt werden (Vorakten S. 407). Die Arbeitsfähigkeit sei 
für die langjährig als Eisenleger ausgeübten Tätigkeiten seit Ende 2012 vollständig eingeschränkt. 
Für angepasste Verweistätigkeiten könne aus somatisch-rheumatologischer Sicht zu keinem Zeit-
punkt eine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit festgestellt werden. Lediglich während 
der Knieoperationen links, zuletzt vom 24. Januar 2013 bis zum Ende der postoperativen Rehabili-
tationsphase und damit bei grosszügiger Auslegung bis Mitte Mai 2013, sei die Arbeitsfähigkeit 
auch in angepassten Verweistätigkeiten eingeschränkt gewesen. Seit Ende Mai 2013 bestehe wie-
der volle Arbeitsfähigkeit (Vorakten S. 405/404). Die angepasste Verweistätigkeit für den Ver-
sicherten liege in einem temperierten Raum, beschränke sich auf leicht- bis maximal mittelgradig 
körperlich belastende Arbeiten und lasse die Möglichkeit, zwischen sitzender, stehender und ge-
hender Körperhaltung zu wechseln. Das Einhalten der Rückenergonomie sei wünschenswert. Das 
repetitive Gehen auf unebenem Untergrund und das Besteigen von Leitern seien zu vermeiden 

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(Vorakten S. 404). Zur Linderung der Beschwerden böten sich einfache Analgetika oder nicht-
steroidale Entzündungshemmer, gewichtsreduzierende Massnahmen, aktivierende Bewegungs-
übungen sowie der Einsatz schockabsorbierender und retrokapital abstützender Einlagen an. Die 
Prognose sei aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht gut (Vorakten S. 403). 

Auch das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. J.________ genügt den Anforderungen an die 
Beweiskraft. Der Gutachter hält fest, trotz der Schmerzen zeige der Versicherte keine Hinweise für 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Er sei auf die Schmerzen nicht fixiert, äussere kei-
ne hypochondrischen Befürchtungen und zeige keine Schmerzausdehnung. Es lägen aggravieren-
de Tendenzen vor. Aufgrund negativer Lebensumstände (Verurteilung zu 6 Jahren Gefängnis we-
gen „Drogenhandels“, davon 4 Jahre unbedingt, Scheidung, Schulden von über Fr. 100‘000.- we-
gen nicht bezahlter Alimente, abgebrochene Kontakte zu den Kindern) träten gelegentlich Ver-
stimmungen auf. Die Kriterien einer depressiven Episode seien nicht erfüllt. Die eher milden Ver-
stimmungen mit längeren Phasen von ausgeglichener Stimmung liessen auf eine Dysthymie 
schliessen. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit werde dadurch nicht begründet. Der Versi-
cherte werde ambulant psychiatrisch betreut und erhalte ein antidepressiv wirkendes Medikament 
(Cipralex). Gemäss der Laboruntersuchung vom 27. Juli 2015 sei dieses aber in viel zu tiefem 
Spiegel nachweisbar, so dass kaum ein therapeutischer Effekt erreicht werde. Eine genügende 
Dosierung werde die Rückfallgefahr in die Verstimmungen reduzieren. Der Verdacht auf eine emo-
tional instabile Persönlichkeit bzw. eine Persönlichkeitsstörung lasse sich nicht bestätigen. Der 
Versicherte sei zwar manchmal impulsiv, ohne jedoch der Impulsivität nachzugeben. Er sei nie 
gewalttätig gewesen. Diese milden Verhaltensmuster könnten als akzentuierte Persönlichkeitszüge 
aufgefasst werden. Der Versicherte zeige eine regelmässige Tagesgestaltung, tätige seine Ein-
käufe selbst und benutze oft das Auto. Er lebe in einer stabilen Wohnsituation und unterhalte enge 
Kontakte mit den Mitmenschen. Er sei fähig, sich um sich selbst zu kümmern. Diese wichtigen 
Ressourcen würden bestätigen, dass bei ihm kein psychischer Gesundheitsschaden vorliege, wel-
cher die Arbeitsfähigkeit anhaltend einschränke. Die Prognose sei nicht ungünstig. 

c) Aus dem bidisziplinären Gutachten geht zweifelsfrei hervor, dass der Beschwerdeführer 
seit Ende Mai 2013 (wiederum) zu 100 % arbeitsfähig ist. Med. pract. H.________ weist in seinem 
Bericht vom 25. August 2015 zu Handen des RAD (Vorakten S. 441) auf die Unterschiedlichkeit 
der somatischen Einschränkungen hin: Die tricompartimentale posttraumatische Gonarthrose links 
sei IV-relevant, nicht dagegen das chronische verbreitete Schmerzsyndrom ohne somatischen 
Grund mit zahlreichen non-organischen Zeichen sowie das lumbospondylogene Syndrom. Sodann 
habe Dr. med. J.________ die Abwesenheit einer psychiatrischen Problematik mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit bestätigt. 

In der Tat wird auf diese Weise nachvollziehbar dargelegt, dass der Beschwerdeführer aufgrund 
der Gonarthrose links in seinem früheren Beruf als Eisenleger nicht mehr einsatzfähig ist, dass er 
jedoch eine leichte bis mittelschere, wechselbelastende Tätigkeit vollzeitig ausüben kann, weil eine 
derartige Tätigkeit das Knie nicht belastet und weil die anderen Schmerzen (im unteren Rücken 
und in der Schulter) keine organische Ursache haben. Eine psychische Ursache für die Schmerzen 
konnte ausgeschlossen werden, und auch sonst liegt keine psychische Erkrankung vor. Der psy-
chiatrische Gutachter erwähnt psychosoziale Faktoren, welche dazu geführt hätten, dass der Ver-
sicherte nicht arbeite bzw. während Jahren nur teilzeitlich arbeitstätig gewesen sei (Vorakten 
S. 426). Die Angaben von Dr. med. K.________, wonach der Versicherte invalidisierende 
Schmerzen aufweise und keine körperliche Arbeit ausführen könne (Bericht vom 8. März 2016 
[Vorakten S. 456]), wurden durch die Untersuchungen der beiden Gutachter widerlegt. Es ist von 
einer Arbeitsfähigkeit von 100% in einer leichten bis mittelschweren, der Einschränkung im linken 
Knie angepassten Tätigkeit auszugehen. 

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4. a) Entsprechend dem Zumutbarkeitsprofil erachtete die Vorinstanz eine Tätigkeit im Pro-
duktions- oder Dienstleistungsbereich als ganztags zumutbar. Diese Einschätzung ist nicht zu be-
anstanden und angesichts der vollen Arbeitsfähigkeit steht ausser Zweifel, dass der Beschwerde-
führer seine Arbeitsfähigkeit auch angesichts seines Alters noch verwerten kann bzw. konnte. Im 
massgeblichen Zeitpunkt (vgl. E. 2f hiervor) am 13. August 2015 (Datum des interdisziplinären 
Gutachtens) war der Beschwerdeführer 62 Jahre und 6 Monate alt. Bei einer vollen Arbeitsfähig-
keit in angepassten Verweistätigkeiten, wie sie hier vorliegt, ist dieses Alter kein Hindernis, eine 
Arbeitstätigkeit aufzunehmen. Rechtsprechungsgemäss sind die Hürden für die Nichtverwertbar-
keit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen relativ hoch (Urteil BGer 8C_28/2017 vom 19. Juni 
2017 E. 5.2). Zudem war der Beschwerdeführer bis Ende August 2012 – wenn auch nicht immer 
vollzeitzeitlich – erwerbstätig gewesen. Auch ohne Berufsausbildung ist eine einfache Tätigkeit in 
einem der genannten Sektoren möglich, zumal der Beschwerdeführer nach weitgehend überein-
stimmenden Angaben der Gutachter (Vorakten S. 416 bzw. S. 432) gut bis sehr gut Hochdeutsch 
spricht. Der Hinweis von Dr. med. K.________, wonach der Beschwerdeführer „die Sprache nicht 
spreche“ (Vorakten S. 465), bezieht sich wohl auf die französische Sprache. Zusammenfassend 
gibt es keine Gründe, an der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu 
zweifeln. 

b) Bei dieser Ausgangslage besteht auch kein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen 
gemäss Art. 8 IVG. Die Gewährung von Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die beruf-
liche Eingliederung setzt eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% während mindestens sechs 
Monaten voraus; dies war vorliegend nicht erfüllt. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern ein An-
spruch auf Massnahmen beruflicher Art im Sinn von Art. 15 ff. IVG gegeben wäre. Die entspre-
chenden Rügen werden nicht substanziiert; überdies hat der Beschwerdeführer selbst eine beruf-
liche Eingliederung gegenüber dem psychiatrischen Gutachter als wenig sinnvoll bezeichnet (Vor-
akten S. 433).

c) Der Einkommensvergleich braucht nicht im Einzelnen überprüft zu werden. Selbst wenn 
man davon ausgeht, dass in Anbetracht des fortgeschrittenen Alters und der Einschränkungen 
beim Bewegungsapparat ein leidensbedingter Abzug von 5 % vom Invalideneinkommen gewährt 
werden kann, würde nur ein unwesentlich höherer Invaliditätsgrad als 3.8% resultieren. Da der Be-
schwerdeführer in wenigen Monaten das AHV-Alter erreichen wird, kann eine Neuanmeldung prak-
tisch ausgeschlossen werden, müsste doch der Beschwerdeführer glaubhaft machen, dass sich 
sein Gesundheitszustand seit dem 30. Mai 2016 in anspruchsrelevanter Weise verschlechtert hat 
(Art. 87 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 
823.201] i.V.m. Art. 87 Abs. 2 IVV). Damit erweist sich die Festsetzung des Invaliditätsgrades, der 
sich im einstelligen Prozentbereich bewegten dürfte, als obsolet. Zusammenfassend ist festzu-
halten, dass der Beschwerdeführer keinen Rentenanspruch hat.

5. a) Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. 

b) Zu befinden bleibt über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Wer nicht genü-
gend Mittel besitzt, um ohne Beschränkung des notwendigen Lebensunterhalts für sich oder seine 
Familie die Kosten eines Verfahrens bestreiten zu können, hat Anspruch auf unentgeltliche 
Rechtspflege (Art. 142 Abs. 1 VRG/FR). Die unentgeltliche Rechtspflege wird nicht gewährt, wenn 
das Verfahren von vornherein aussichtslos erscheint (Art. 142 Abs. 2 VRG/FR). Die unentgeltliche 
Rechtspflege umfasst für den Berechtigten die vollständige oder teilweise Befreiung von den Ver-
fahrenskosten und von der Verpflichtung, einen Kostenvorschuss oder Sicherheiten zu leisten (Art. 
143 Abs. 1 VRG/FR). Ist es aufgrund der Schwierigkeit der Angelegenheit nötig, so umfasst die un-
entgeltliche Rechtspflege auch die Zuweisung eines Rechtsbeistands aus den zur Parteivertretung 

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befugten Personen (Art. 143 Abs. 2 VRG/FR). Die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
kann von der Bezahlung eines monatlichen Beitrags an die Leistungen des Gemeinwesens ab-
hängig gemacht werden (Art. 143 Abs. 3 VRG). 

Der Beschwerdeführer hat die prozessuale Bedürftigkeit hinreichend nachgewiesen. Er war zudem 
in dieser Angelegenheit auf anwaltliche Vertretung angewiesen. Mit Blick auf die Tatsache, dass 
eine umfassende Begründung des Entscheids – insbesondere was die Würdigung des fortgeschrit-
tenen Alters betrifft – erst in der Beschwerdevernehmlassung erfolgt ist, kann das Rechtsbegehren 
nicht als geradezu aussichtslos bezeichnet werden. Dem Gesuch ist somit stattzugeben. Auf die 
Verpflichtung zur Bezahlung eines monatlichen Beitrags an die Kosten des Gemeinwesens wird 
verzichtet. Der Beschwerdeführer wird gestützt auf Art. 143 Abs. 1 lit. a VRG/FR von den Verfah-
renskosten befreit. Die Verfahrenskosten sind auf CHF 800.- festzusetzen und aufgrund des Ver-
fahrensausgangs dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Sie werden aufgrund der Gewährung 
unentgeltlichen Rechtspflege jedoch nicht erhoben.

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wird gestützt auf Art. 142 Abs. 2 VRG/FR als unent-
geltlicher Rechtsbeistand bestellt. Der Stundenansatz für die Entschädigung beträgt CHF 180.- 
(Art. 12 Abs. 1bis des Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen 
in der Verwaltungsjustiz [SGF 150.12]). Die Entschädigung wird gemäss dem geltend gemachten 
Aufwand zum Tarif von CHF 180.-/h auf CHF 2‘193.05 festgesetzt (Honorar CHF 1‘995.- plus Spe-
sen von CHF 35.60 zuzüglich Mehrwertsteuer von 8% auf CHF 2‘030.60 von CHF 162.45).

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen (608 2016 153).

Der Entscheid vom 30. Mai 2016 wird bestätigt.

II. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen (608 2016 154).

III. Die Verfahrenskosten werden auf CHF 800.00 festgesetzt. Sie werden jedoch aufgrund der 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erhoben.

IV. Rechtsanwältin Nicole Schmutz Larequi wird mit CHF 2‘193.05 zu Lasten des Staates 
entschädigt. 

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem 
Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 20. Dezember 2017/sge

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin