# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 421cfe08-a91e-5f69-829a-abb4c4bb6e2c
**Source:** Schaffhausen (SH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-09
**Language:** de
**Title:** Schaffhausen Obergericht 09.02.2021 (publiziert) 62/2018/24 und 62/2018/25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SH_OG/SH_OG_001_62-2018-24-und-62-20_2021-02-09.pdf

## Full Text

2020 

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Rüge- und Begründungspflicht im Sozialversicherungsprozess – Art. 61 lit. c 

ATSG. 

Die beschwerdeführende Partei im Sozialversicherungsprozess trifft hinsichtlich 

der Abklärung des massgebenden Sachverhalts eine Rüge- und Begründungs-

pflicht (E. 1.3). 

OGE 62/2018/24 und 62/2018/25 vom 14. Februar 2020  

Keine Veröffentlichung im Amtsbericht 

Aus den Erwägungen 

1.3. Trotz grundsätzlicher Geltung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c 

ATSG) trifft die beschwerdeführende Partei im Sozialversicherungsprozess 

hinsichtlich der Abklärung des massgebenden Sachverhalts eine aus ihrer 

Mitwirkungspflicht fliessende Rüge- und Begründungspflicht. Entsprechend ist das 

kantonale Versicherungsgericht nicht gehalten, den angefochtenen Entscheid 

losgelöst von konkreten Anhaltspunkten in der Beschwerdebegründung von sich 

aus in jede Richtung auf mögliche Mängel zu untersuchen, die eine Gutheissung 

des Rechtsmittels ermöglichen könnten. Vielmehr liegt es an der beschwerde-

führenden Partei, alle wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen 

vorzubringen, d.h. die ihrer Ansicht nach fehlerhaften Punkte des angefochtenen 

Entscheids zu rügen und diese Rügen auch zu begründen. Bei rechtskundig 

vertretenen Parteien ist dabei ein strengerer Massstab anzuwenden (vgl. zum 

Ganzen Susanne Bollinger, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler 

Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020, Art. 61 

N. 37, S. 827 f.; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. A., Zürich/Basel/Genf 2015, 

Art. 61 N. 77, S. 811).