# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fd6b642-67e7-54b8-9536-1c52cf46fa31
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 24.03.2021 UV 2020/50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-50_2021-03-24.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/18

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/50

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.09.2021

Entscheiddatum: 24.03.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 24.03.2021
Art. 6 UVG, Art. 43 ATSG: Rückweisung der Streitsache an den 
Unfallversicherer zu weiteren medizinischen Abklärungen betreffend 
Unfallkausalität einer Läsion der Tibialis posterior Sehne nach einer 
Schnittverletzung unter dem Knöchel des rechten Fusses durch eine 
Glasscherbe (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 24. März 2021, UV 2020/50).

Entscheid vom 24. März 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin 

Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2020/50

Parteien

A.___

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas, MLaw, Advokatur Glavas AG, 

Dorfstrasse 33, 9313 Muolen,

gegen

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Schweizerische Mobiliar Versicherungs-gesellschaft AG, Direktion Bern, 

Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecherin Barbara Künzi-Egli, Thunstrasse 84, Postfach 31, 

3074 Muri b. Bern,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war als […] bei der B.___ GmbH angestellt und 

dadurch bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: 

Mobiliar) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am ___ 2019 durch ihre 

Arbeitgeberin melden liess, sie habe am 8. September 2019 eine […] umgestossen, die 

in der Folge explodiert sei. Ein Glassplitter habe sie unter dem Knöchel des rechten 

Fusses verletzt (act. S1). Die Erstbehandlung hatte am 9. September 2019 bei Dr. med. 

C.___, Facharzt Allgemeine Medizin FMH, stattgefunden, der als Befunde eine veraltete 

(seit mehr als 12 Stunden bestehende) Schnittwunde über dem Malleolus medialis 

rechts mit beginnendem Infekt und eine Druckdolenz über der Tibialis posterior-Sehne 

erhoben hatte, die Wunde desinfiziert sowie mit einem Wundverband versorgt hatte, da 

eine Naht bei einer mehr als 12 Stunden alten Verletzung nicht mehr möglich gewesen 

sei. Dr. C.___ hatte der Versicherten ausserdem vom 9. September bis 9. Oktober 2019 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (act. M6, act. G 7.3, vgl. auch Ärztliches 

Zeugnis von Dr. C.___ vom 4. Oktober 2019 [act. M1]). In den nachfolgenden 

Konsultationen bei Dr. C.___ hatten sich zunächst hohe Entzündungswerte gezeigt. 

Mittels Antibiose hatte sich schliesslich aber eine Besserung der Wundverhältnisse 

eingestellt (act. G 7.3), und die Versicherte hatte ___ 2019 unter Einnahme von 

Schmerzmitteln ihre Arbeit wieder aufgenommen (act. M4 f., act. G 7.3). Wegen 

A.a. 

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Schmerzen im rechten Fuss und distalen Unterschenkel hatte die Versicherte am 23. 

Oktober 2019 während der Ferienabwesenheit von Dr. C.___ Dr. med. D.___, Facharzt 

für Innere Medizin FMH,  konsultiert, der sie für eine MRT-Untersuchung mit 

Kontrastmittel des rechten OSG dem Röntgeninstitut E.___ zugewiesen hatte (act. M3 

f.). Die Untersuchung wurde am 28. Oktober 2019 durch Dr. med. F.___, FMH 

Radiologie, durchgeführt, der laut gleichentags erstelltem Untersuchungsbericht eine 

höhergradige Partialruptur und Peritendinitis der Tibialis posterior-Sehne erhob (act. 

M3). Am 29. Oktober 2019 erfolgte sodann durch Dr. D.___ die Zuweisung der 

Versicherten an Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, FMH, Orthopädie H.___ (act. M5). Dieser 

erhob in einer Untersuchung vom 31. Oktober 2019 folgende Befunde: Knick-/

Senkfuss rechts > links, Lift off-Test positiv, Zehenstand nur knapp durchführbar, 

Inversion gegen Widerstand komplett aufgehoben, Dorsalextension frei, Tibialis 

posterior Sehne ohne Spannung knapp tastbar, leichte Schwellung im Bereich der 

ehemaligen Wunde mit reizloser perifokaler Narbensituation. Im Untersuchungsbericht 

vom 10. November 2019 an Dr. D.___ hielt Dr. G.___ fest, dass sich aus seiner Sicht 

eine höhergradige Ruptur der Tibialis posterior-Sehne oder vermutlich sogar eine 

Komplettdurchtrennung zeige. Darauf lasse die zunehmende Knick-Senkfussdeformität 

schliessen. Er diagnostizierte eine höhergradige Läsion der Tibialis posterior Sehne 

retromalleolar nach Schnittverletzung am 8. September 2019 und hielt fest, dass für 

den 13. Dezember 2019 eine operative Therapie geplant sei (act. M7). Die Versicherte 

war seit dem 28. Oktober 2019 erneut zu 100% arbeitsunfähig gewesen (vgl. Ärztliches 

Zeugnis von Dr. D.___ vom 28. Oktober 2019 [act. M8]).

Am 1. November 2019 hatte die Klinik J.___ AG, der Mobiliar ein 

Kostengutsprachegesuch für einen vom 13. bis 16. Dezember 2019 dauernden 

Spitalaufenthalt zur Behandlung einer Läsion der Tibialis posterior Sehne rechts 

eingereicht (act. K21). Gestützt auf eine nicht aktenkundige Beurteilung ihrer 

beratenden Ärztin Dr. med. I.___, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, vom 14. November 2019 (vgl. act. M10) teilte die Mobiliar der 

Versicherten mit Schreiben vom 15. November 2019 mit, dass die in der Klinik J.___ 

geplante Operation vom 13. Dezember 2019 bzw. die Operationsindikation nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit mit dem Ereignis vom 8. September 2019 in 

A.b. 

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B.  

Zusammenhang stehe und daher eine Leistungspflicht für sämtliche mit der Operation 

zusammenhängenden Kosten abgelehnt werden müsse. Auf die Rückforderung der 

bereits erbrachten unfallfremden Leistungen werde verzichtet. Die Kosten für die 

unmittelbare Behandlung der Schnittverletzung würden im Rahmen der 

Unfallversicherung übernommen (act. K16; vgl. auch act. K18).

Nachdem Dr. G.___ mit Schreiben (bzw. "Wiedererwägungsgesuch") vom 21. 

November 2019 zur Leistungsablehnung der Mobiliar Stellung genommen und um 

deren Überprüfung ersucht hatte (act. M9), liess die Mobiliar den Schadenfall erneut 

durch Dr. I.___ beurteilen (act. M10). Die beratende Ärztin blieb bei ihrer Einschätzung, 

dass eine oberflächliche Schnittverletzung am rechten Innenknöchel durch eine 

Glasscherbe, von einer Grösse, die keine Wundnaht erfordere, nicht geeignet sei, den 

ausgedehnten Längsriss der Tibialis posterior Sehne zu verursachen. Vielmehr handle 

es sich beim fraglichen Riss um einen degenerativen Vorzustand, der im Kontext mit 

einer chronischen Überlastung bei den bei der Versicherten vorhandenen Knick-

Senkfüssen beidseits auch überwiegend wahrscheinlich sei. Die retro- und 

inframalleoläre Längsruptur der Tibialis posterior Sehne sei mithin keine Folge der 

Schnittverletzung (act. M10). Gestützt auf die Beurteilung von Dr. I.___ hielt die Mobiliar 

mit Verfügung vom 9. Dezember 2019 an ihrer Leistungsablehnung bezüglich der 

Kosten für die geplante Operation vom 13. Dezember 2019 fest. Erneut bestätigte sie 

hingegen die Kostenübernahme für die unmittelbare Behandlung der Schnittverletzung 

(act. K25).

A.c. 

Am 12. Dezember 2019 teilte Dr. G.___ der Mobiliar telefonisch mit, dass er von 

der Verfügung enttäuscht sei. Der Fehler liege beim Hausarzt, der die genaue Diagnose 

zu spät erkannt habe. Er wolle den Fall medizinisch mit Dr. I.___ besprechen. 

Vorliegend würden eindeutig Unfallfolgen vorliegen. Er wolle nicht, dass schlussendlich 

der Hausarzt die Konsequenzen tragen und die Versicherte Einsprache gegen die 

Verfügung erheben müsse. Die Mobiliar wies Dr. G.___ darauf hin, dass innert Frist eine 

Einsprache erhoben werden müsste (act. K26). Noch gleichentags fand offenbar ein 

Telefongespräch zwischen Dr. G.___ und Dr. I.___ statt, worin Dr. G.___ angab, dass 

bei der Versicherten keine Knick-Senk-Füsse bekannt seien. Lediglich im Nachgang 

B.a. 

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zum Ereignis vom 8. September 2019 sei es zum Absinken des Längsgewölbes des 

rechten Fusses gekommen. Dr. G.___ und Dr. I.___ vereinbarten, dass die Versicherte 

Fotos zustelle (vgl. act. M14; eine entsprechende Telefonnotiz ist nicht aktenkundig). 

Noch am selben Tag reichte die Versicherte der Mobiliar aus der Zeit der nach der 

Verletzung entstandenen Infektion im Wundbereich Fotos des rechten Fusses ein (act. 

K27; vgl. dazu auch act. M14 und M18 ff.).

Am 13. Dezember 2019 führte Dr. G.___ bei der Versicherten am rechten Fuss eine 

minimalinvasive Calcaneus-Slide-Osteotomie und einen Transfer der FDL (Flexor 

digitorum longus) -Sehne durch (act. M12; vgl. auch act. M13).

B.b. 

Mit einer E-Mail vom 20. Dezember 2019 reichte Dr. G.___ der Mobiliar die 

intraoperativen Bilder ein und erklärte, in diesen zeige sich eindeutig, dass die 

Hautläsion über der Sehne gelegen sei und sich darunterliegend eine komplette Ruptur 

mit Retraktion der proximalen Anteile der Sehne zeige, sodass keine Sehnennaht 

möglich gewesen sei. Dr. G.___ bekräftigte nochmals, dass aus seiner Sicht eine 

eindeutige Unfallursache für die Sehnenschädigung vorliege, und er bat um eine 

Neubeurteilung (act. K28).

B.c. 

Am 21. Dezember 2019 nahm Dr. I.___ zu den von der Versicherten eingereichten 

Fotos Stellung und blieb bei ihrer Einschätzung, dass die Operation des rechten Rück­

fusses die Behandlung des erworbenen Knick-/Senkfusses und seiner Folgen, jedoch 

keine Unfallfolge darstelle (act. M14).

B.d. 

In einer weiteren Beurteilung vom 27. Dezember 2019 nahm Dr. I.___ zu den 

Aussagen von Dr. G.___ in dessen E-Mail vom 13. Dezember 2019 (richtig wohl: 20. 

Dezember 2019) Stellung. Sie kam insbesondere zum Schluss, dass entweder ein 

fehlerhafter MRT-Befund vorliege oder die Angaben von Dr. G.___ nicht korrekt seien 

(act. M15).

B.e. 

Am 23. Januar 2020 erkundigte sich die Mobiliar auf Wunsch von Dr. I.___ 

telefonisch bei der Versicherten, ob sie schon vor dem Unfall vom 8. September 2019 

Probleme mit dem Fuss bzw. den Füssen gehabt habe, was diese verneinte. Sie sei 

vorher ganz gesund gewesen. Die Mobiliar erklärte im Weiteren, dass sie noch das 

Videomaterial und den Operationsbericht einverlangen müsse. Danach könne eine 

B.f. 

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C.  

abschliessende Aktenbeurteilung erfolgen (act. K29). Mit E-Mails vom 10. und 11. 

Februar 2020 ersuchte die Mobiliar die Klinik J.___ um Einreichung des Videomaterials 

betreffend die Operation vom 13. Dezember 2019, des Operations- und 

Austrittsberichts vom 13. Dezember 2019 und eventuell vorliegender Röntgenberichte 

(act. K32, K37). Mit Schreiben vom 29. März 2020 teilte die Versicherte der Mobiliar 

mit, dass sie immer noch auf eine Neubeurteilung ihres Unfalls vom 8. September 2019 

warte. Im Schreiben hatte sie zudem ausführlich den Sachverhalt ab dem Unfalltag aus 

ihrer Sicht geschildert (act. K36). Mit E-Mail vom 2. April 2020 liess Dr. G.___ der 

Mobiliar verschiedene Unterlagen zukommen (act. K40; insbesondere nochmals act. 

M18 ff.). Am 8. und 9. April 2020 bestätigten die Versicherte und die Klinik J.___, dass 

kein Videomaterial von der Operation vorhanden sei (act. K43 f.).

Am 16. April 2020 nahm Dr. I.___ in einer abschliessenden Aktenbeurteilung zur 

Unfallkausalität der am 13. Dezember 2019 operativ versorgten Tibialis posterior-

Dysfunktion rechts Stellung und hielt fest, dass die vorgenannte Dysfunktion mit 

Insuffizienz der Tibialis posterior-Sehne bei einem ausgedehnten retro- und 

inframalleolären Längseinriss der Tibialis posterior Sehne, einer Tenosynovialitis und 

zunehmenden Knick-Plattfüssen beidseits, rechts > links, keine Folgen des Ereignisses 

vom 8. September 2019 darstellten (act. M21).

B.g. 

Mit Schreiben vom 29. April 2020 reichte die Versicherte der Mobiliar 

Rückforderungsbelege für durch Dr. C.___ im Zeitraum vom 9. September bis 30. 

Oktober 2019 erbrachte Heilbehandlungsleistungen ein und führte aus, dass sie seit 

dem Unfall ununterbrochen unter Schmerzen gelitten und in ärztlicher Behandlung 

gestanden habe, sodass sehr wohl ein Zusammenhang zwischen dem Fussleiden und 

dem Unfall bestehe (act. K47, K47.1 ff.).

B.h. 

Mit Einspracheentscheid vom 5. Juni 2020 entschied die Mobiliar, dass die 

Verfügung vom 9. Dezember 2019 bestätigt werde (act. K48).

B.i. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 5. Juni 2020 erhob die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt MLaw M. A. Glavas, 

Muolen, mit Eingabe vom 6. Juli 2020 Beschwerde mit folgenden Anträgen: 1. Es sei 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 5. Juni 2020 (act. K48). Diesem liegt die Verfügung vom 9. Dezember 2019 

zugrunde (act. K25). Gegenstand des Einspracheentscheids und der Verfügung ist der 

materiell-rechtliche Entscheid über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung im 

Zusammenhang mit der am 13. Dezember 2019 durch Dr. G.___ operativ versorgten 

der angefochtene Einspracheentscheid vom 5. Juni 2020 aufzuheben und ihr seien die 

Unfallversicherungsleistungen auch im Zusammenhang mit der Operation vom 13. 

Dezember 2019 auszurichten. 2. Eventualliter sei die vorliegende Streitsache an die 

Mobiliar (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen und sie sei zu 

verpflichten, ein neutrales Gutachten (zur Frage der Unfallkausalität) in Auftrag zu 

geben. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer zu 

Lasten der Beschwerdegegnerin. In formeller Hinsicht rügte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Die 

Beschwerdegegnerin hätte zumindest Dr. G.___ mit den Vorwürfen von Dr. I.___ 

konfrontieren müssen, um eine einigermassen objektive Beurteilung des medizinischen 

Sachverhalts zu erreichen. Es werde um einen zweiten Schriftenwechsel ersucht, damit 

eine Beurteilung von Dr. G.___ eingereicht werden könne (act. G1).

In der Beschwerdeantwort vom 25. August 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G3).

C.b. 

In der Replik vom 12. Oktober 2020 bekräftigte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin seine Beschwerdeanträge (act. G7) und reichte Stellungnahmen 

von Dr. G.___ und Dr. C.___ vom 31. August bzw. 1. September 2020 (act. G7.1 ff.) ein.

C.c. 

In der Duplik vom 10. November 2020 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits am 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G9).

C.d. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren 

Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

C.e. 

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Tibialis-posterior-Sehne (act. M12 f.). Die Beschwerdegegnerin stellt im 

Einspracheentscheid unter Hinweis auf die vorliegenden Akten (vgl. dazu insbesondere 

act. K27, K29, K36 sowie die Erwägungen Ziff. II./1 f. des Einspracheentscheids [act. 

K48]; vgl. auch die entsprechenden Ausführungen in der Beschwerdeantwort vom 25. 

August 2020 [act. G3]) jedoch zunächst formell-rechtlich fest, dass die 

Beschwerdeführerin gegen die Verfügung vom 9. Dezember 2019 eigentlich verspätet 

Einsprache (vgl. act. K36) erhoben gehabt habe (vgl. dazu Art. 52 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]; Art. 10 Abs. 1 und 3 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSV; SR 830.11]), was grundsätzlich ein Nichteintreten zur 

Folge hätte haben müssen (vgl. hierzu beispielsweise die Urteile des Bundesgerichts 

vom 20. Oktober 2008, 8C_639/2008, 3. Juli 2009, 9C_381/2009, und 6. Juli 2010, 

9C_440/2010). Der Auffassung der Beschwerdegegnerin kann indessen nicht gefolgt 

werden. Nach Lage der Akten äusserte sich Dr. G.___ gegenüber einer 

Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin telefonisch am 12. Dezember 2019 

erkennbar im Auftrag und als Vertreter der Beschwerdeführerin. Er drückte seine 

Enttäuschung über die Verfügung vom 9. Dezember 2019 aus und erklärte, dass 

eindeutig Unfallfolgen vorliegen würden. Schliesslich wurde von Dr. G.___ die 

Erhebung einer Einsprache angesprochen und seitens der Sachbearbeiterin erklärt, 

dass eine solche innert Frist erfolgen müsste (act. K26). Mit E-Mail vom gleichen Tag 

gelangte sodann die Beschwerdeführerin selber auch unter Bezugnahme auf ein 

Telefongespräch von Dr. G.___ mit Dr. I.___ an die Beschwerdegegnerin und reichte 

dieser von letzterer gewünschte Fotos ein (act. K 27; vgl. zum Zeitpunkt des 

Telefongesprächs act. M 15). Der Einsprachewille und die sinngemässen 

Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin waren damit insgesamt offenkundig innerhalb 

der Frist zur Einspracheerhebung dargetan. Wenn Formmängel 

(Nichteintretens-)Folgen hätten haben sollen (vgl. dazu Art. 52 ATSG und Art. 10 Abs. 3 

ATSV), hätte die Beschwerdegegnerin eine Nachfrist zur Korrektur setzen müssen (Art. 

10 Abs. 5 ATSV). Die Beschwerdegegnerin hat indessen darauf verzichtet und hat 

insbesondere keine Vollmacht (vgl. Art. 37 Abs. 2 ATSG) und keine Unterschrift (vgl. 

Art. 10 Abs. 4 ATSV) eingeholt. Vielmehr hat sie der Beschwerdeführerin in einem 

Telefonat vom 23. Januar 2020 weitere Abklärungen und eine abschliessende 

Beurteilung in Aussicht gestellt (vgl. act. K 29), sodass diese darauf vertrauen durfte, es 

sei für einen neuen Entscheid kein Zutun ihrerseits mehr erforderlich. Die 

Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin kann der Beschwerdeführerin nun nicht zum 

Nachteil gereichen.

2.

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Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht 

für sämtliche mit der Operation vom 13. Dezember 2019 in Zusammenhang stehenden 

Kosten zu Recht verneint hat.

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Angesichts dieser 

gesetzlichen Bestimmungen bildet die Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für 

Heilkosten- und Taggeldleistungen der Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (BGE 129 V 

181 E. 3.1 f. mit Hinweisen; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli 

Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 112 V 32 f. E. 1; Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. September 2008, 8C_522/2007, E. 4.3.2; KOSS UVG-Nabold, 

N 53, 59 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 66, 74 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 

55, 58). Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinne von 

nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit 

der natürlichen deckt (vgl. BGE 134 V 112 E. 2, 127 V 103 E. 5b/bb; BSK UVG-Hofer, N 

80 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 58 f.). Hat der Unfallversicherer seine 

Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so entfällt seine Leistungspflicht erst 

dann, wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruht. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

2.1. 

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unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, 

E. 2.2; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. 

Aufl. 2014, § 70 N. 58 f.).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Auch Berichte und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, können beweistauglich sein. 

An die Beweiswürdigung der Beurteilungen dieser Ärzte und Ärztinnen sind indes 

strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an deren 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 

135 V 469 f. E. 4.4. mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. 

November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die Rechtsprechung erachtet sodann reine 

Aktengutachten als beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 

2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1 mit Hinweisen).

2.2. 

Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der 

Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in 

Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen 

Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte 

2.3. 

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3.  

einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind (BGE 122 V 

158 E. 1a mit Hinweisen; Kieser, a.a.O., N 13 ff. zu Art. 43; Locher/Gächter, a.a.O., § 70 

N 2 ff.). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast 

insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 

ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. BGE 129 V 177 

E. 3.1, 117 V 360 E. 4a, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 

2008, 8C_101/2008, E. 2.2.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4, 54 f.).

Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht für das Unfallereignis vom 8. 

September 2019 hinsichtlich der Schnittverletzung anerkannt. Sie stellt sich jedoch mit 

Verweis auf die Beurteilungen von Dr. I.___ auf den Standpunkt, dass die anlässlich der 

Operation vom 13. Dezember 2019 behandelte Sehnenruptur in keinem kausalen 

Zusammenhang zum Unfall stehe, weshalb sie diesbezüglich keine Leistungspflicht 

treffe.

3.1. 

Die Beschwerdeführerin erachtet die Beurteilungen von Dr. I.___ demgegenüber 

als nicht beweiskräftig. Sie ist der Ansicht, dass auf die Aktenbeurteilung vom 16. April 

2020 (act. M21) schon allein deshalb nicht abgestellt werden könne, da Dr. I.___ den 

Fall bereits zuvor mehrfach beurteilt habe. Indem die Beschwerdegegnerin auf den 

Beizug eines weiteren unbefangenen Arztes verzichtet habe, habe sie den 

Untersuchungsgrundsatz verletzt (act. G1).

3.2. 

Im Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die abschliessende Aktenbeurteilung 

erneut bei Dr. I.___ und nicht bei einem anderen Mediziner hat vornehmen lassen, ist im 

Rahmen des Verwaltungsverfahrens grundsätzlich noch keine Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes zu sehen. So ist es nichts Aussergewöhnliches, wenn ein 

Versicherungsträger während des Verwaltungsverfahrens, selbst mit zusätzlichem 

Einspracheverfahren, mehrmals mit Fragen an denselben beratenden Arzt oder 

dieselbe beratende Ärztin gelangt. Dies gilt umso mehr, wenn neue Akten eingereicht 

werden und der beratende Arzt oder die beratende Ärztin - wie im konkreten Fall - 

gefragt wird, ob sich daraus neue Erkenntnisse ergeben würden, oder der beratende 

Arzt oder die beratende Ärztin zunächst eine Kurzbeurteilung abgegeben hat und 

abschliessend um eine umfassende, ausführliche Beurteilung des Schadenfalls ersucht 

wird. Gelangt die beratende Ärztin mehrmals zum selben Ergebnis, deutet dies nicht 

ohne Weiteres auf deren Voreingenommenheit hin. Ebenso gut kann in der 

Übereinstimmung der Einschätzungen ein Hinweis auf die Zuverlässigkeit der ärztlichen 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/18

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4.

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geht von einer Unfallkausalität der Tibialis 

posterior-Sehnenläsion aus und stützt sich dabei insbesondere auf die Stellungnahme 

von Dr. G.___ vom 31. August 2020 (act. G7.1 f.). Dieser nimmt an, dass durch die 

Schnittverletzung am Innenknöchel auch eine Schädigung der Tibialis posterior Sehne 

stattgefunden habe. Die Schnittverletzung liege genau über der Sehne. Hier habe sich 

intraoperativ eine komplette Ruptur mit Retraktion der proximalen Anteile der Sehne 

gezeigt, sodass eine Sehnennaht nicht möglich gewesen sei (act. K28; act. G7.1 f.). Die 

Beschwerdegegnerin stützt sich demgegenüber bei ihrer Kausalitätsbeurteilung, wie 

bereits erwähnt, auf die Beurteilungen von Dr. I.___ ab, die in Bezug auf die am 13. 

Dezember 2019 operativ versorgte Tibialis posterior Sehne von einem vorbestehenden 

degenerativen Gesundheitszustand in Form einer Tibialis posterior-Dysfunktion rechts 

mit Insuffizienz der Sehne bei ausgedehntem retro- und inframalleolären Längsriss der 

Sehne, einer Tenosynovialitäts und einem zunehmenden Knick-/Plattfuss beidseits 

rechts > links ausgeht (act. M21). Sehnenläsionen treten häufig als Folge einer 

vorgängigen Degeneration, ohne nennenswertes Trauma, auf. Sie können allerdings 

auch als Folge eines Traumas ein- oder abreissen (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2005, S. 628, 1177; Pschyrembel, 

Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 1646; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. 2003, 

S. 1681). Nachfolgend ist damit zu entscheiden, von welcher Kausalität im 

vorliegenden Fall mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

auszugehen ist.

Beurteilung gesehen werden. Im Übrigen stellt sich die Sachlage bei Dr. G.___ nicht 

anders dar. Auch er hat wiederholt zum vorliegenden Schadenfall Stellung bezogen 

und an seiner Beurteilung festgehalten. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass sich 

Dr. G.___ in seiner Stellungnahme vom 31. August 2020 (act. G 7.1 f.) nochmals zu 

verschiedenen Aussagen in den Beurteilungen von Dr. I.___, auch zu solchen in deren 

abschliessender Beurteilung vom 16. April 2020, geäussert hat. Ob die 

Beschwerdegegnerin im Rahmen ihres Entscheids tatsächlich den 

Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt hat, indem sie auf die 

Beurteilungen von Dr. I.___ abgestellt und auf weitere Abklärungen verzichtet hat, ist im 

Rahmen der nachfolgenden materiell-rechtlichen Beweiswürdigung bzw. 

Kausalitätsbeurteilung zu prüfen.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/18

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5.  

 5.1. 

Dr. I.___ weist zunächst in der Beurteilung vom 27. Dezember 2019 (act. M15) 

und in der Aktenbeurteilung vom 16. April 2020 (act. M21) zutreffend darauf hin, dass 

die Angabe eines ausgedehnten Längseinrisses der retro- und inframalleolären Tibialis 

posterior Sehne ohne Beschreibung einer kompletten Sehnendurchtrennung und 

Retraktion der proximalen Anteile der Sehne im MRT-Untersuchungsbericht vom 28. 

Oktober 2019 (act. M3) diskrepant zu den Angaben von Dr. G.___ sei. Wie bereits 

erwähnt, erklärte Dr. G.___ in einer E-Mail vom 20. Dezember 2019 (act. K28) in 

Übereinstimmung mit seinen Ausführungen im Operationsbericht vom 13. Dezember 

2019 (act. M12), dass sich intraoperativ eine komplette Ruptur mit Retraktion der 

proximalen Anteile der Sehne gezeigt habe, sodass eine Sehnennaht nicht möglich 

gewesen sei. Dr. I.___ schliesst daraus, dass entweder ein fehlerhafter MRT-Befund 

vorliege oder die Angaben von Dr. G.___ nicht korrekt seien. Die Angaben im 

Operationsbericht von Dr. G.___ "Hier zeigt sich dann im Bereich der alten Narbe eine 

komplette Vernarbung und Durchtrennung der Sehne. Ein proximaler Stumpf kann hier 

nicht mehr dargestellt werden. Es zeigt sich lediglich Narbengewebe. Auch die 

Sehnenscheide ist nicht mehr sauber abgrenzbar." seien im Übrigen in sich 

widersprüchlich. Eine Schnittverletzung mit kompletter Durchtrennung der Sehne und 

Retraktion des proximalen Sehnenstumpfes könne nicht komplett vernarben, allenfalls 

könne der distale Sehnenstumpf mit der Sehnenscheide verkleben. Dr. I.___ sieht in 

den intraoperativen Bildern des rechten Fusses lediglich eine sulzig degenerativ 

veränderte Sehne und eine Synovialitis der Sehnenscheide der Tibialis posterior-

Sehne, jedoch keine vollständige Ruptur der Tibialis posterior-Sehne. Dies stimme 

denn auch mit dem MRT-Bericht überein (act. M21, S. 3). In Bezug auf den von Dr. 

I.___ dargelegten Widerspruch hält Dr. G.___ in seiner Stellungnahme vom 31. August 

2020 (act. G7.1 f.) dagegen, dass das MRT ca. sechs bis sieben Wochen nach der 

Verletzung durchgeführt worden sei. Dass sich hier keine scharfkantige 

Schnittverletzung der Tibialis posterior-Sehen zeige, sei offensichtlich. In sechs 

Wochen finde logischerweise eine gewisse Narbenbildung statt, was eine scharfe 

Abgrenzung einer traumatischen Ruptur nicht mehr ermögliche. Ebenso komme es bei 

diesen Sehnenverletzungen häufig zu einer Partialverletzung, die dann über weitere Zeit 

zu einer Komplettruptur durch die Sehnenschwächung führe.

5.1.1. 

Die letzte Aussage von Dr. G.___ bildet - wenn auch nur als Vermutung geäussert 

- eine Erklärung dafür, weshalb er intraoperativ eine Komplettruptur zu erheben 

5.1.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/18

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vermochte, während im MRT-Untersuchungsbericht nur eine Teilruptur bzw. ein 

Längseinriss genannt worden war. Letzteres scheint für ihn damit offensichtlich keinen 

Widerspruch darzustellen. Doch könnte ein vom MRT abweichender intraoperativer 

Befund bzw. - wie von Dr. I.___ ebenfalls als möglich angesehen - ein fehlerhafter 

MRT-Befund auch damit erklärt werden, dass eine Operation gegenüber dem MRT 

durch den direkten Einblick in die Strukturen in manchen Fällen eine bessere 

diagnostische Differenzierung zulässt. Jedenfalls hält Dr. G.___ an seinem intraoperativ 

erhobenen Befund einer Komplettruptur fest. Anzufügen ist, dass die Tibialis posterior-

Sehne laut Untersuchungsbericht vom 10. November 2019 immerhin auch in der 

klinischen Untersuchung vom 31. Oktober 2019 durch Dr. G.___ ohne Spannung knapp 

tastbar war (act. M7), was als Hinweis auf einen Komplettriss interpretiert werden kann 

(https://gelenk-klinik.de/fuss/knick-senkfuss.html, abgerufen am 22. Februar 2021).

Ob ein Komplettriss vernarben kann, kann das medizinisch unkundige Gericht 

nicht beurteilen. Diesbezüglich liegen zwei sich widersprechende Aussagen vor. Die 

weitere Auswertung der intraoperativen Bilder von Dr. I.___, wonach diese eine sulzig 

degenerative Veränderung und eine Synovialitis der Sehnenscheide der Tibialis 

posterior-Sehne gezeigt hätten (act. M21, S. 3), wird von Dr. G.___ ebenfalls nicht 

bestätigt. Intraoperativ habe sich kein Anhaltspunkt für eine Tendinopathie gezeigt. 

Eine Tendinopathie im MRT zu beurteilen, nachdem eine Sehnenverletzung 

stattgefunden habe, sei eine äusserst gewagte Feststellung. Auch hinsichtlich einer 

intraoperativen Tendinopathie liegt demnach eine divergierende Beurteilung vor, 

welche das Gericht mangels fachmedizinischer Kenntnisse nicht zu überprüfen 

vermag. Fest steht, dass Dr. F.___ im MRT-Untersuchungsbericht eine Peritendinitis 

der Tibialis posterior-Sehne als Befund festhielt. Eine Tendinopathie stellt eine 

Entzündung der Sehne in Ansatznähe und damit grundsätzlich ein krankheitsbedingtes 

Leiden bzw. eine degenerative Veränderung dar, kann aber zumindest sekundär auch 

als unfallkausaler Gesundheitsschaden, d.h. als (Spät-)Folge einer primären Verletzung, 

beispielsweise nach einer Fraktur oder Ruptur, auftreten (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 

1107; Pschyrembel, a.a.O., S. 1782; Roche Lexikon, a.a.O., S. 1808). Vor diesem 

Hintergrund erscheint die Aussage von Dr. G.___, die Feststellung von Dr. I.___ sei 

gewagt, jedenfalls in gewisser Weise nachvollziehbar.

5.1.3. 

Dem Gericht ist es mangels fachmedizinischer Kenntnisse nicht möglich zu 

beurteilen, welcher ärztlichen Interpretation der intraoperativen Bilder zu folgen ist. Die 

Auswertung der intraoperativen Bilder betreffend Zustand der Tibialis posterior-Sehne 

ist jedoch für die Beurteilung der Unfallkausalität von zentraler Bedeutung. 

Diesbezügliche Unklarheiten sprechen für die Notwendigkeit weiterer Abklärungen.

5.1.4. 

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Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, kommt im vorliegenden Fall weiteren 

Kriterien eine Bedeutung für die Kausalitätsbeurteilung zu, welche für das Gericht 

ungeklärt sind.

5.2. 

Dr. I.___ stellt in ihrer Aktenbeurteilung vom 16. April 2020 fest, dass 

degenerative längsgerichtete Auffaserungen der Tibialis posterior-Sehne nicht nur 

häufig, sondern vor allem im Kontext mit einer chronischen Überlastung bei 

vorhandenen Knick-/Plattfüssen beidseits auftreten würden (act. M21, S. 2). Dr. G.___ 

räumt in seiner Stellungnahme vom 31. August 2020 (act. G 7.1) ein, dass er in seinem 

Untersuchungsbericht vom 10. November 2019 (act. M7) den Befund eines 

beidseitigen Knick-/Senkfusses beschrieben habe, der jedoch asymmetrisch sei. Es sei 

beschrieben, dass der Knick-/Senkfuss auf der rechten Seite deutlich stärker sei 

("rechts > links"). Mit seiner weiteren Aussage - dies würde eine Verletzung der Tibialis 

posterior-Sehne verursachen - bestätigt er sodann nicht die von Dr. I.___ aufgezeigte 

Kausalkette, sondern betrachtet den rechtsseitig stärkeren Knick-Senkfuss als Folge 

der Ruptur der Tibialis posterior-Sehne. So vermutete er bereits im 

Untersuchungsbericht vom 10. November 2019 eine Komplettdurchtrennung der 

Tibialis posterior Sehne, auf welche die zunehmende Knick-/Senkfussdeformität 

schliessen lasse (act M7). In der medizinischen Literatur werden beide Kausalitäten 

beschrieben (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 1146, 1177; Pschyrembel, a.a.O., S. 1394; 

Roche Lexikon, a.a.O., S. 1010; https://gelenk-klinik.de/fuss/fuss-operation/knick-

senkfuss-operation.html; https://www.schulthess-klinik.ch/sites/default/files/

documents/2019-02/rheuma_der_erworbene_knicksenkfuss.pdf, beide abgerufen am 

22. Februar 2021). Dass Dr. G.___ bei der Beschwerdeführerin anlässlich seiner 

Untersuchung vom 31. Oktober 2019 auch am linken Fuss eine Knick-/Senkfuss-

Deformität feststellte, spricht zwar eher dafür, dass eine solche auch rechtsseitig 

vorbestehend war. Andererseits war diejenige auf der rechten Seite laut Dr. G.___ 

bedeutend stärker ausgeprägt, womit im Umstand, dass bei der Beschwerdeführerin 

nach dem Unfall der Befund eines Knick-/Senkfusses erhoben wurde, zumindest kein 

Indiz gegen eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der Tibialis posterior-

Sehnenläsion gesehen werden kann. Dies gilt umso mehr, weil auch die Feststellung 

von Dr. G.___ - eine Knick-/Senkfuss-Deformation sei die vermutlich häufigste 

Fehlstellung der Füsse und führe in den seltensten Fällen zu einer Problematik der 

Tibialis posterior-Sehne (act. G7.2) - in der medizinischen Literatur bestätigt wird 

(Debrunner, a.a.O., S. 1142, 1144). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die 

Knick-/Senkfuss-Problematik der Beschwerdeführerin je nach Beurteilung der 

5.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/18

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Sehnenverletzung in den intraoperativen Bildern die von Dr. I.___ oder von Dr. G.___ 

dargelegte Kausalkette stützen könnte.

Als Indiz gegen eine traumatische Sehnenläsion sieht Dr. I.___ sodann laut ihrer 

Aktenbeurteilung vom 16. April 2020 (act. M21) das Fehlen einer medizinischen 

Plausibilität, dass eine oberflächliche Schnittverletzung am rechten Innenknöchel durch 

eine Glasscherbe - von einer Grösse, die keine Wundnaht erfordert habe, und daher 

lediglich vom Hausarzt versorgt worden sei - einen ausgedehnten Längsriss bei der 

nahezu rechtwinklig um den Innenknöchel verlaufenden Tibialis posterior-Sehne, also 

auch noch exakt im gebogenen Sehnenverlauf, verursacht haben solle. Diese 

Schnittverletzung müsste demzufolge nahezu exakt dem üblichen operativen 

Zugangsweg zur Sehne entsprechen, was durch eine "fliegende Glasscherbe" einer 

explodierenden […] nicht möglich sei. Eher nachvollziehbar wäre in diesem 

Zusammenhang eine partielle, quer verlaufende Schnittverletzung dieser Sehne (act. 

M21; vgl. auch M10). Die Darlegungen von Dr. I.___ werfen zumindest Fragen auf. So 

hält Dr. G.___ in seiner Stellungnahme vom 31. August 2020 fest, dass die Verletzung 

genau über der Sehne liege. Hier zeige sich intraoperativ eine höhergradige Verletzung 

(act. G7.2). Grundsätzlich kann in der örtlichen Übereinstimmung von Schnittverletzung 

und Sehnenverletzung ein schlüssiger Hinweis auf einen traumatischen Ursprung der 

Sehnenverletzung gesehen werden. Zudem vermutet Dr. G.___ (nur) eine sekundäre 

Komplettruptur mit Vernarbungstendenz und geht initial von einer Partialverletzung aus 

(act. G7.2), welche selbst Dr. I.___ als Unfallfolge als nachvollziehbar bezeichnet (act. 

M15). Ob die Glasscherbe nur eine quer verlaufende Schnittverletzung oder je nach 

Auftreffen auf die Innenseite des Fusses auch eine längsverlaufene Schnittverletzung 

verursacht haben könnte, vermag das Gericht nicht zu beantworten. Tatsache ist 

jedenfalls, dass eine Glasscherbe einer […] bei der Beschwerdeführerin eine 

Schnittverletzung unter dem Knöchel des rechten Fusses verursachte. Weshalb es 

dadurch nicht auch zu einer Verletzung tieferer Strukturen gekommen sein kann, 

leuchtet nicht ohne Weiteres ein. Die Aussage von Dr. I.___, es sei keine Wundnaht 

erforderlich gewesen, woraus sie offenbar auf eine unbedeutende Wunde ohne die 

Wahrscheinlichkeit bedeutsamer Verletzungen schliesst, überzeugt nicht. Eine 

Schnittwunde von ca. 1.5 cm (act. M21) kann nicht mehr als klein bezeichnet werden 

und genäht wurde sie laut Arztzeugnis UVG vom 30. Oktober 2019 (act. M6) und 

Stellungnahme vom 1. September 2020 (act. G7.3) von Dr. C.___ deshalb nicht, weil es 

sich um eine veraltete Schnittwunde (älter als 12 Stunden) gehandelt hat, die nicht 

mehr genäht werden konnte, was offenbar gängiger medizinischer Auffassung 

entspricht (vgl. dazu auch http://www.usz.ch/lehre/Der-chirurgische-

5.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/18

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6.  

Wundverschluss.pdf; https://www.netdoktor.ch/krankheit/schnittwunden-7283, 

abgerufen am 22. Februar 2021).

Neben der örtlichen Übereinstimmung von Schnittverletzung und 

Sehnenverletzung bildet auch die zeitliche Konnexität einen Hinweis auf einen 

traumatischen Ursprung der Sehnenverletzung. Angeblich hatte die 

Beschwerdeführerin vor dem Unfall nie Probleme mit den Füssen (act. K29). Eine 

Knick-/Senkfuss-Deformität ist häufig und muss, wie auch von Dr. G.___ festgehalten 

(act. G 7.2), keine Beschwerden verursachen (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 1144). Den 

zeitlichen Zusammenhang der Sehnenverletzung mit dem Unfall vom 8. September 

2019 allein mit einer Zufälligkeit zu begründen und sie uneingeschränkt als Vorzustand 

zu betrachten, vermag nicht zu überzeugen. Es besteht kein Grund, nicht auch diesen 

Konnex als Indiz für eine natürliche Unfallkausalität zu werten.

5.2.3. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Stellungnahme von Dr. G.___ vom 31. 

August 2020 (act. G7.1 f.) Zweifel an der Aktenbeurteilung von Dr. I.___ vom 16. April 

2020 (act. M21) hervorruft. Die unterschiedliche Beurteilung der intraoperativen Bilder 

sowie der Knick-/Senkfussproblematik durch Dr. G.___ (vgl. dazu act. M7, act. 28) war 

der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids 

bekannt. Angesichts der sich widersprechenden medizinischen Einschätzungen wäre 

sie gehalten gewesen, die Sachlage nochmals vertieft abklären zu lassen. Indem sie 

dies unterlassen hat, hat sie den Einspracheentscheid in Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes erlassen, weshalb dieser als rechtswidrig aufzuheben ist. 

Die Sache ist zur weiteren Abklärung, namentlich zur Einholung eines 

versicherungsexternen orthopädisch-chirurgischen Gutachtens an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Bestimmung allfälliger weiterer 

medizinischer Fachpersonen obliegt der mit der Begutachtung zu beauftragenden 

orthopädischen Fachperson.

5.3. 

Die Beschwerde vom 6. Juli 2020 ist nach dem Gesagten in dem Sinne 

gutzuheissen, dass der Einspracheentscheid vom 5. Juni 2020 aufgehoben und die 

Sache zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

6.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/18

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde vom 6. Juli 2020 wird dahingehend gutgeheissen, dass der 

Einspracheentscheid vom 5. Juni 2020 aufgehoben und die Sache zu weiteren 

Abklärungen im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint der Bedeutung der Streitsache und 

dem Aufwand für die Beschwerdeführung eine pauschale Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.

6.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.03.2021
	Art. 6 UVG, Art. 43 ATSG: Rückweisung der Streitsache an den Unfallversicherer zu weiteren medizinischen Abklärungen betreffend Unfallkausalität einer Läsion der Tibialis posterior Sehne nach einer Schnittverletzung unter dem Knöchel des rechten Fusses durch eine Glasscherbe (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. März 2021, UV 2020/50).

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