# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 947cb470-d508-5458-a2ae-36ef9891e0b9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 28.04.2014 715 13 260 (715 2013 260)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_715-13-260_2014-04-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
Vom 28. April 2014 (715 13 260) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit; 
das dem Arbeitnehmer zur Last gelegte Verhalten muss mindestens eventualvorsätzlich 
erfolgt sein und in beweismässiger Hinsicht klar feststehen; Vorwurf der Minderleistung 
in casu infolge Überforderung verneint. 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
A. Der 1964 geborene A.____war vom 1. Juli 2011 bis 31. Dezember 2012 als Chauffeur 
und Servicefachmitarbeiter bei der Firma B.____ AG angestellt. Dieses Arbeitsverhältnis wurde 
am 30. Oktober 2012 innert der gesamtarbeitsvertraglichen Kündigungsfrist von zwei Monaten 
per Ende Dezember 2012 durch die Arbeitgeberin aufgelöst. Am 20. Dezember 2012 meldete 
sich der Versicherte zur Arbeitsvermittlung an und erhob am 16. Januar 2013 Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung ab 1. Januar 2013.  

 
 
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B. Die Öffentliche Arbeitslosenkasse des Kantons Basel-Landschaft (Kasse) klärte in der 
Folge die Umstände ab, die zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses geführt hatten. Mit Verfü-
gung vom 7. Februar 2013 stellte sie die Anspruchsberechtigung mit Wirkung ab 1. Januar 
2013 für die Dauer von 28 Tagen wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ein. Eine gegen 
diese Verfügung gerichtete Einsprache wies sie mit Entscheid vom 15. August 2013 ab. 
 
C. Gegen diesen Einspracheentscheid vom 15. August 2013 erhob der Versicherte am 
16. September 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Sinngemäss beantragte er dessen Aufhebung mit der Begründung, dass er 
seine Arbeitslosigkeit nicht selbst verschuldet habe. 
 
D. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 29. November 2013 auf Abweisung der 
Beschwerde. Zusammenfassend machte sie geltend, dass der Beschwerdeführer Anlass zur 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben habe. 
 
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien ist, soweit notwendig, in den Erwägungen einzuge-
hen.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 i.V.m. Art. 57 des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist ein 
Gericht als letzte kantonale Instanz für die Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der 
Sozialversicherung sachlich zuständig. Örtlich zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. 
Art. 128 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 und Art. 119 Abs. 1  lit. a und Abs. 2 AVIV das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit des Verfü-
gungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Nach § 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versi-
cherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Der Beschwerdeführer erfüllt die Kontrollpflicht im Kan-
ton Basel-Landschaft. Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall ist eine Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung im Umfang von 28 Einstelltagen zu einem Taggeld von Fr. 150.40 und somit ein Streitwert 
unter Fr. 10'000.-- zu beurteilen. Über die Beschwerde ist demnach präsidial zu entscheiden. 
 

 
 
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2. Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer zu Recht wegen selbstverschuldeter 
Arbeitslosigkeit im Umfang von 28 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person, die Versicherungsleistungen 
beanspruchen will, alles Zumutbare unternehmen, um die Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu 
verkürzen (Schadenminderungspflicht; vgl. BGE 114 V 285 E. 3, 111 V 239 E. 2a, 108 V 165 
E. 2a). Zur Durchsetzung dieses Prinzips sieht das Gesetz bei Verhaltensweisen, die sich nega-
tiv auf den Eintritt oder die Dauer der Leistungspflicht der Arbeitslosenversicherung auswirken, 
Sanktionen vor (vgl. dazu THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Kol-
ler/Müller/Rhinow/Zimmerli, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 
2. Aufl., Basel/Genf/München 2007, Rz. 822). So kann bei Verwirklichung der in Art. 30 Abs. 1 
AVIG aufgezählten Tatbestände die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung für eine be-
stimmte Anzahl von Tagen ausgesetzt werden.  
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberech-
tigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Eine selbstverschuldete 
Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht objektiven 
Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und den per-
sönlichen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (vgl. Arbeitsrecht 
und Arbeitslosenversicherung [ARV] 1982 Nr. 4 S. 39).  
 
2.3 Im Falle einer Arbeitgeberkündigung gilt die Arbeitslosigkeit gemäss Art. 44 Abs. 1 lit. a 
AVIV dann als selbstverschuldet, wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesonde-
re wegen Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, der Arbeitgeberin Anlass zur Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses gegeben hat. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Sinne von 
Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt keine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigen 
Gründen nach Art. 337 bzw. Art. 346 Abs. 2 Schweizerisches Obligationenrecht (OR) vom 
30. März 1911 voraus. Das unkorrekte Verhalten muss auch nicht unbedingt eine eigentliche 
Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten darstellen, sondern es genügt, dass die versicherte 
Person durch ihr sonstiges Verhalten innerhalb und ausserhalb des Betriebs berechtigten An-
lass zur Kündigung gab (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 
1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] C 392/00 vom 8. Oktober 2002 
E. 3.1; ARV 1987 Nr. 7; 1982 Nr. 18). Dabei müssen nicht zwingend Beanstandungen in beruf-
licher Hinsicht vorgelegen haben. Es genügt beispielsweise, dass charakterliche Eigenschaften 
im weiteren Sinne, die den Arbeitnehmer für den Betrieb als untragbar erscheinen lassen, zur 
Entlassung geführt haben (vgl. BGE 112 V 244 f. E. 1).  
 
2.4 Gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation 
über Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (Über-
einkommen Nr. 168 der IAO), das für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in Kraft getreten ist, 
kann eine Leistung, auf die eine geschützte Person bei Voll- oder Teilzeitarbeitslosigkeit oder 
Verdienstausfall infolge einer vorübergehenden Arbeitseinstellung ohne Unterbrechung des 
Beschäftigungsverhältnisses Anspruch gehabt hätte, nur gekürzt werden, wenn die zuständige 
Stelle festgestellt hat, dass die betreffende Person vorsätzlich zu ihrer Entlassung beigetragen 

 
 
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hat. Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO ist hinreichend bestimmt und klar, um 
als Grundlage eines Entscheids im Einzelfall dienen zu können, und ist daher direkt anwendbar 
(vgl. BGE 122 V 54 ff.; Urteil des EVG C 53/00 vom 17. Oktober 2000). Aufgrund des grund-
sätzlichen Primats des Völkerrechts geht Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO 
somit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV vor. Demzufolge führt nicht jedes schuldhafte Verhalten der ver-
sicherten Person, das dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben 
hat, zu einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG. Das 
vorwerfbare Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO viel-
mehr vorsätzlich erfolgt sein, wobei auch Eventualvorsatz genügt (vgl. Urteil des EVG C 371/01 
vom 4. Juni 2002 E. 2b). Eventualvorsatz ist im Zusammenhang mit Art. 44 lit. a AVIV dann 
anzunehmen, wenn die versicherte Person vorhersehen kann oder damit rechnen muss, dass 
ihr Verhalten zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber führt (vgl. THOMAS NUSSBAUMER, 
a.a.O., Rz. 831). Im Rahmen von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIG darf somit bei blosser Fahrlässigkeit 
keine Einstellung in der Anspruchsberechtigung erfolgen (vgl. JACQUELINE CHOPARD, Die Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 76 f.). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. Bundes-
gerichtsentscheid [BGE] 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist 
jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast be-
griffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozial-
versicherungsgerichts ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im 
Sozialversicherungsprozess tragen die Parteien in der Regel eine Beweislast mithin nur inso-
fern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift al-
lerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrund-
satzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 E. 3b mit 
Hinweisen). 
 
3.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht darf eine 
Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
ist (vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1978, S. 135). Im So-
zialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. HANS-ULRICH STAUFFER/BARBARA KUPFER BUCHER, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung, 3. Auflage, Zürich 2008, 
S. 146). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderun-
gen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen 
möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, 

 
 
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125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, 121 V 208 E. 6b). Eine Ausnahme hierzu bildet die Anwendung 
von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV (vgl. dazu Urteil des EVG C 53/00 vom 17. Oktober 2000 E. 3a). 
Praxisgemäss muss das der versicherten Person im Rahmen dieser Bestimmung zur Last ge-
legte Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar feststehen, ansonsten eine Einstellung ausser 
Betracht fällt (vgl. Urteile des EVG C 365/01 vom 7. November 2002 E. 2 und C 392/00 vom 
8. Oktober 2002 E. 3.1; siehe im Weiteren auch BGE 112 V 245 E. 1; SVR 1996 ALV Nr. 72 
S. 220 E. 3b/bb; NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 829). 
 
4.1 Strittig ist, ob der Beschwerdeführer Anlass zur Kündigung gegeben und deshalb die 
Folgen einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG i. V. m. 
Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV zu tragen hat. Insbesondere ist dabei zu prüfen, ob er das ihm vorge-
worfene Fehlverhalten mindestens eventualvorsätzlich begangen hat. 
 
4.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Kasse die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung damit begründet, dass der Versicherte eingeräumt habe, die ihm übertra-
genen Arbeiten nicht immer fachgerecht erledigt bzw. die von der Arbeitgeberin monierten 
Schäden an den von ihm verwendeten Fahrzeugen verursacht zu haben. Da er ausserdem 
nicht bestritten habe, dass die Arbeitgeberin in diesem Zusammenhang vorgängig ein ausführli-
ches Gespräch mit ihm geführt habe, hätte er darum bedacht sein müssen, keinen Anlass für 
eine Kündigung zu geben. Dies aber habe er offensichtlich unterlassen. Stattdessen habe er zu  
erkennen gegeben, dass er nicht willens sei, seine Arbeitseinstellung zu überdenken und sich 
zu verbessern. Selbst unter der Berücksichtigung, dass der Versicherte in fachlicher Hinsicht 
unabsichtlich eine ungenügende Leistung erbracht habe, sei klar, dass er seine Arbeitslosigkeit 
zumindest mitverschuldet habe. 
 
4.3 Aus den Akten geht hervor, dass die ehemalige Arbeitgeberin des Versicherten das 
Arbeitsverhältnis deshalb gekündigt hatte, weil der Versicherte trotz eineinhalb Jahren  
Berufspraxis über nur ungenügende Fachkompetenz verfügt und überdurchschnittlich viele 
Schäden an den Fahrzeugen der Arbeitgeberin verursacht habe. Die Schwächen des Versi-
cherten seien ihm in einem Einzelgespräch ausführlich erläutert worden; eine Verbesserung 
habe jedoch leider nicht festgestellt werden können (vgl. Kündigung vom 30. Oktober 2012, 
Akten der Kasse Nr. 68). Dem Arbeitszeugnis der ehemaligen Arbeitgeberin zufolge habe man 
den Versicherten als zuverlässigen und gewissenhaften Mitarbeiter kennengelernt, der die ihm 
übertragenen Arbeiten stets fachgerecht und zur Zufriedenheit ausgeführt habe. Zu den ihm 
anvertrauten Fahrzeugen habe er Sorge getragen. Bis zu seinem Austritt aus der Firma sei er 
unfallfrei gefahren. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzen, Arbeitskollegen und Auftraggebern 
sei stets freundlich und korrekt gewesen (vgl. Zeugnis der B.____ AG vom 18. Januar 2013, 
Akten der Kasse Nr. 22). Dem Schreiben des Versicherten vom 28. Januar 2013 an seine ehe-
malige Arbeitgeberin ist zu entnehmen, dass er die Kündigungsgründe für nicht gerechtfertigt 
halte. Er sei der Meinung, die meisten Aufgaben fachgerecht erledigt zu haben, auch wenn es 
Pannen gegeben habe. Er sei fest der Meinung, dass die verursachten Schäden durchaus im 
Durchschnitt gelegen hätten und niemals von beträchtlichem Ausmass gewesen seien (vgl. Ak-
ten der Kasse Nr. 125 f.). Entsprechend ist dem Beiblatt zum rechtlichen Gehör des Versicher-
ten vom 29. Januar 2013 zu entnehmen, dass er die im Kündigungsschreiben aufgeführten 

 
 
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Kündigungsgründe für nicht angemessen halte. Er sei sehr wohl in der Lage gewesen, die 
meisten Aufträge fachgerecht zu erledigen. Die Schäden an den Fahrzeugen hätten sich im 
Durchschnitt gehalten (vgl. Akten der Kasse Nr. 123 f.). Im Rahmen des Einspracheverfahrens 
holte die Kasse schliesslich ergänzende Erkundigungen zu den Widersprüchen zwischen den 
Ausführungen im Arbeitszeugnis und zu den in der Kündigung aufgeführten Gründen ein. Der 
telefonischen Auskunft von Herrn C.____ der B.____ AG vom 6. August 2013 zufolge liege der 
Grund für die Differenz darin, dass die Arbeitgeberin im Arbeitszeugnis nichts Negatives schrei-
ben dürfe. Der Versicherte sei zwar unfallfrei gefahren; indessen habe er immer wieder Schä-
den am Fahrzeug verursacht, wie beispielsweise ein fehlender Spiegel oder ein defekter Rück-
spiegel. Dies sei bei den übrigen Arbeitnehmern nicht vorgekommen. Der Versicherte habe ge-
nerell unsorgfältig und zu langsam gearbeitet. Er habe bei der Kundschaft Schäden z. B. an den 
E.____ angerichtet. Die Arbeitgeberin sei zum Schluss gekommen, dass sich die Situation nicht 
mehr bessern würde und habe das Arbeitsverhältnis daher beendet. Man unterstelle dem Ver-
sicherten nicht, dass er absichtlich schlecht gearbeitet habe. Er habe es wohl nicht besser ge-
konnt. 
 
4.4 Unbestritten ist der Umstand, dass es im Verlaufe des Arbeitsverhältnisses zwischen 
den Vertragsparteien offenbar zu Differenzen in Bezug auf die Verrichtung der vertraglichen 
Arbeitsleistung des Versicherten gekommen ist und die Arbeitgeberin mit der  
Qualität der Arbeit des Beschwerdeführers unzufrieden war. So hat der Beschwerdeführer – wie 
die Kasse zu Recht vorbringt – grundsätzlich zugestanden, dass es einerseits zu gewissen 
Schäden an den von ihm benutzten Fahrzeugen gekommen ist. Andererseits hat er  
anerkannt, dass es bei der Verrichtung der ihm übertragenen Arbeiten zu Pannen gekommen 
ist (vgl. Schreiben des Versicherten vom 28. Januar 2013, Akten der Kasse Nr. 125; Beiblatt 
zum rechtlichen Gehör des Versicherten vom 29. Januar 2013, Akten der Kasse Nr. 124; eben-
so Einsprache des Versicherten vom 18. Februar 2013, Akten der Kasse Nr. 19). Unbestritten 
ist im Weiteren, dass die beanstandeten Punkte noch während des Arbeitsverhältnisses zwi-
schen dem Versicherten und seiner ehemaligen Arbeitgeberin offensichtlich anlässlich eines 
Einzelgesprächs besprochen worden sind (vgl. Kündigungsschreiben vom 30. Oktober 2012, 
Akten der Kasse 68; rechtliches Gehör vom 29. Januar 2013, Akten der Kasse Nr. 123 sowie 
Beschwerdebegründung des Versicherten vom 13. September 2013), eine eigentliche Verwar-
nung hingegen nicht ausgesprochen worden ist (vgl. Akten der Kasse, a.a.O.). Eine solche ist 
weder behauptet noch geht sie aus den erwähnten Unterlagen oder aus den nachträglich ein-
geholten Informationen der ehemaligen Arbeitgeberin hervor (vgl. Aktennotiz vom 6. August 
2013, Akten der Kasse Nr. 18). Der Beschwerdeführer wendet ausserdem ein, dass sich die 
Schäden und Pannen im Rahmen des Durchschnittlichen bewegt hätten. Damit kann zwar fest-
gestellt werden, dass der Versicherte bei der Verrichtung seiner Tätigkeit immerhin gewisse 
Schäden verursacht hat. Inwieweit damit aber den gegenteiligen Aussagen seiner ehemaligen 
Arbeitgeberin zufolge von einer ungenügenden Leistung auszugehen ist, weil die durch die üb-
rigen Mitarbeitenden verursachten Schäden in weniger hohem Ausmass angefallen seien 
(vgl. Aktennotiz vom 6. August 2013, Akten der Kasse Nr. 18), kann aus nachfolgenden Überle-
gungen letztlich offen bleiben.  
 

 
 
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4.5 Selbst wenn eine Minderleistung objektiviert wäre, kann alleine deshalb noch nicht von 
einer dem Versicherten auch subjektiv vorwerfbaren Verfehlung ausgegangen werden. Der 
nachträglich eingeholten Auskunft der ehemaligen Arbeitgeberin zufolge ist vielmehr das Ge-
genteil der Fall: Demnach werde dem Versicherten nicht unterstellt, absichtlich schlecht gear-
beitet zu haben; dieser habe es wohl nicht besser gekonnt (vgl. Aktennotiz vom 6. August 2013, 
Akten der Kasse Nr. 18). Diese Auskunft lässt keinen anderen Schluss zu, als dass die Ursache 
der als ungenügend monierten Arbeitsleistung nicht etwa in einem mangelhaften Einsatz des 
Versicherten, sondern vielmehr in dessen Überforderung bei der Verrichtung seiner Arbeit be-
gründet lag. Damit aber erhellt, dass die fraglichen Verfehlungen und Minderleistungen gerade 
nicht auf ein nach den persönlichen Umständen oder Verhältnissen vermeidbares Verhalten 
des Beschwerdeführers zurückzuführen sind. Verfügte der Versicherte der massgebenden Ein-
schätzung seiner ehemaligen Arbeitgeberin zufolge weder über die notwendigen Kapazitäten 
noch über die erforderliche Qualifikation, kann nicht davon gesprochen werden, er hätte das 
ihm zur Last gelegte Verhalten aus eigenen Stücke vermeiden können. Dies wäre nur der Fall, 
wenn von einem in subjektiver Hinsicht mangelhaften Einsatz des Versicherten auszugehen 
wäre. Dies aber ist bei einer versicherten Person, welche wegen geringer Qualifikation, mithin 
körperlicher oder geistiger Überforderung, nicht dazu in der Lage ist, überhaupt eine bessere 
Leistung erbringen zu können, klarerweise zu verneinen. Damit kann indessen auch nicht da-
rauf geschlossen werden, der Versicherte habe die Auflösung seines Arbeitsverhältnisses in 
Kauf genommen. 
 
4.6 Dass der Versicherte gemäss Auskunft seiner ehemaligen Arbeitgeberin bei der Ver-
richtung der ihm übertragenen Arbeiten überfordert war, geht auch aus der Tatsache hervor, 
dass er im Arbeitszeugnis vom 18. Januar 2013 – entgegen noch der Bezeichnung im Arbeits-
vertrag vom 28. / 29. Juni 2011 (vgl. Akten der Kasse Nr. 77 f.) – lediglich als Beihilfe im Be-
reich E.____ bezeichnet worden ist (vgl. Akten der Kasse Nr. 22). An der soweit nachvollzieh-
baren Überforderung des Versicherten vermag deshalb auch nichts zu ändern, dass die bean-
standeten Punkte in einem ausführlichen Gespräch zuvor bereits erläutert worden waren. Ge-
gen ein in subjektiver Hinsicht vorwerfbares Verhalten spricht ausserdem der Umstand, dass es 
die ehemalige Arbeitgeberin ist, welche den Versicherten und sein Verhalten am besten zu be-
urteilen in der Lage ist. An deren Aussagen zu zweifeln, besteht kein Anlass. Dem Beschwerde-
führer kann unter diesen Umständen kein (eventual-) vorsätzliches Verhalten zur Last gelegt 
werden, wie es für die Einstellung gemäss Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in beweismässiger Hinsicht 
klar erstellt sein müsste. Zu seinen Gunsten zu berücksichtigen ist schliesslich der Umstand, 
dass ihm seine ehemalige Arbeitgeberin im Arbeitszeugnis vom 18. Januar 2013 eine durch-
wegs ordentliche Arbeitsleistung attestiert hat (vgl. Akten der Kasse Nr. 22). Entgegen deren 
Ansicht, dass im Arbeitszeugnis nichts Schlechtes stehen dürfe, ist von den Grundsätzen der 
Wahrheit und Vollständigkeit des Arbeitszeugnisses auszugehen. Danach ist der Arbeitgeber 
gehalten, ein möglichst getreues Abbild von Tätigkeit, (Fehl-) Leistung und Verhalten des Ar-
beitnehmers abzugeben, andernfalls die Möglichkeit besteht, auf Verlangen des Arbeitnehmers 
ein auf Angaben über die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses beschränktes Zeugnis auszu-
stellen (vgl. ULLIN STREIFF, ADRIAN VON KAENEL, Arbeitsvertrag, 6. Aufl., Zürich / Basel/ Genf 
2006, Praxiskommentar zu Art. 331a N 3 f.). Von einer eigentlichen Beschönigung der fragli-
chen Arbeitsleistung des Versicherten ist deshalb nicht auszugehen. Dies gilt umso mehr, als 

 
 
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dem Versicherten in Bezug auf den nunmehr im Zentrum stehenden Vorwurf, zu den anvertrau-
ten Fahrzeugen nicht genügend Sorge getragen zu haben, explizit ein gutes Zeugnis ausge-
stellt worden ist. 
 
5. Zusammenfassend ist nicht belegt, dass der Beschwerdeführer durch sein Verhalten 
zumindest eventualvorsätzlich Anlass zur Kündigung gegeben hätte. Die Vertragsauflösung 
erfolgte den massgebenden Aussagen der Arbeitgeberin zufolge vielmehr aus Gründen, welche 
letztlich in einer unzureichenden Qualifikation des Beschwerdeführers und dessen Überforde-
rung begründet liegen. Die im Kündigungsschreiben vom 30. Oktober 2012 zur Last gelegten 
Verfehlungen können ihm in arbeitslosenversicherungsrechtlicher Hinsicht daher nicht zum 
Vorwurf gemacht werden. Kann die Arbeitslosigkeit folglich gerade nicht auf ein nach den per-
sönlichen Verhältnissen vermeidbares Verhalten zurückgeführt werden, kann dem Beschwerde-
führer die Auflösung seines Arbeitsverhältnisses aber nicht vorgeworfen werden und eine Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit fällt ausser 
Betracht. Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis in Aufhebung des angefochtenen Ein-
spracheentscheids vom 15. August 2013 und der Verfügung vom 7. Februar 2012 der Kasse 
gutzuheissen. 
 
6. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das Verfahren vor dem kantonalen Sozialversiche-
rungsgericht für die Parteien kostenlos. Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erheben. 
Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Einspracheentscheid der 
Öffentlichen Arbeitslosenkasse Basel-Landschaft vom 15. August 2013 
und deren Verfügung Nr. 294/2013 vom 7. Februar 2012 aufgehoben. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.