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**Case Identifier:** 8f1072d8-83c8-5b02-97db-0e326b7f262c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 29.05.2020 IV 2018/79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2018-79_2020-05-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/79

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.08.2020

Entscheiddatum: 29.05.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 29.05.2020
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens 
bejaht. Kein rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad (Entscheid 
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2020, IV 2018/79).

Entscheid vom 29. Mai 2020

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

IV 2018/79

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, GN Rechtsanwälte, 

St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 22. Januar 2014 wegen eines im Januar 2013 erlittenen 

Bandscheibenvorfalls zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Der behandelnde 

Dr. med. A.___, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 11. Februar 2014, 

die Versicherte leide an einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1), einer 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), einer erheblichen 

rechtsforaminalen Diskushernie S1/S2 mit Kompression S1 rechts mit seit Monaten 

anhaltender Lumboischialgie rechts und benignem paroxysmalem Lagerungsschwindel 

akut seit 6. Februar 2014. Die Versicherte könne aktuell aus Schmerzgründen kaum 

mehr als eine Viertelstunde verharren und sei körperlich kaum belastbar (IV-

act. 12-1 f.). Die in der Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) 

behandelnden Ärzte diagnostizierten eine rechtsseitige Lumboischialgie mit unklarer, 

verschieden radikulärer Ausstrahlung bei mehrfachen Infiltrationsversuchen inklusive 

Wurzelinfiltrationen S1 rechts, Sakralblock, und bei neurologischer Beurteilung 

inklusive EMG vom 25. März 2014, die keine konklusiven Ergebnisse bezüglich der 

Schmerzgenese gezeigt habe (IV-act. 18).

A.a. 

Im Auftrag des Krankentaggeldversicherers und unter Beteiligung der IV-Stelle (IV-

act. 21) wurde die Versicherte am 1. Juli 2014 orthopädisch durch Dr. med. B.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

und neurologisch durch Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie, sowie am 8. Juli 2014 

psychiatrisch durch Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

begutachtet. Die Gutachter erhoben folgende Diagnosen, welche die Arbeitsfähigkeit 

beeinflussen würden: 1. eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion; 

2. eine chronische ISG-Blockierung rechts und links und 3. ein chronisches 

Lumbalsyndrom mit muskulärer Insuffizienz. Nach gezielter medikamentöser und 

manueller Therapie werde die Versicherte auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für ein 

A.b. 

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bisheriges Pensum von 100% wieder voll arbeitsfähig sein (orthopädisches Gutachten 

vom 17. August 2014, worin auch die Erkenntnisse des neurologischen Gutachtens 

vom 7. Juli 2014 und des psychiatrischen Gutachtens vom 31. Juli 2014 einflossen; 

siehe zum Ganzen fremd-act. 4).

Nach einer rheumatologischen Behandlung und einer Nervenwurzelinfiltration L5 

rechts berichtete die Versicherte über eine aktuell sehr zufriedenstellende 

Schmerzsituation. Die Versicherte wünschte, möglichst bald wieder zu 50% zu arbeiten 

(Bericht der Klinik für Neurochirurgie am KSSG vom 17. Oktober 2014, IV-act. 27).

A.c. 

Im Auftrag des Krankentaggeldversicherers erstattete Dr. med. E.___, Facharzt für 

Neurologie, am 29. Januar 2015 ein Aktengutachten. Er vertrat darin die Auffassung, 

dass die Versicherte für leidensangepasste Tätigkeiten über eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit verfüge. Bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung könnten eine 

zwischenzeitlich teilweise eingetretene psychophysische Dekonditionierung, die 

dysfunktionellen psychologischen Verhaltensfaktoren (Krankenrollenverhalten) und 

psychosoziale Faktoren versicherungsmedizinisch nicht berücksichtigt werden, was die 

Diskrepanz zwischen der subjektiven Selbsteinschätzung der Versicherten und der 

Einschätzung aus gutachterlicher Sicht erkläre (fremd-act. 9, insbesondere S. 30).

A.d. 

Die Versicherte unterzog sich am 10. März 2015 in der Klinik für Neurochirurgie am 

KSSG einer Isthmotomie L5 rechts (IV-act. 46; siehe auch den Bericht vom 16. März 

2015, IV-act. 55-80 ff.; zum anschliessenden Rehabilitationsaufenthalt vom 18. bis 

28. März 2015 in der Rehaklinik Valens siehe den Austrittsbericht vom 16. April 2015, 

IV-act. 55-83 ff.). Am 3. August 2015 berichtete Dr. A.___, aufgrund der subjektiv als 

intensiv empfundenen Schmerzen verfüge die Versicherte über keine arbeitsmässig 

realisierbare Leistungsfähigkeit (IV-act. 55-1 ff.; vgl. auch den Bericht vom 8. Juli 2016, 

IV-act. 101-1 ff.). Die RAD-Ärztin Dr. med. F.___, Fachärztin für Allgemeinmedizin, 

vertrat in der Stellungnahme vom 17. August 2015 die Auffassung, die Versicherte 

müsste für leidensangepasste Tätigkeiten über eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit 

verfügen (IV-act. 58).

A.e. 

Aufgrund einer neu aufgetretenen Osteochondrose LWK4/5 wurde die Versicherte 

zur Schmerzeinstellung stationär in der Klinik für Neurochirurgie am KSSG 

A.f. 

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aufgenommen (siehe zur Hospitalisation vom 8. bis 16. August 2016 den 

Austrittsbericht vom 18. August 2016, IV-act. 109-3 ff.). Der im Schmerzzentrum des 

KSSG behandelnde Assistenzarzt Dr. med. G.___ teilte der IV-Stelle am 10. Oktober 

2016 mit, der Gesundheitszustand der Versicherten habe sich in Form der inzwischen 

aufgetretenen Osteochondrose im Segment L4/5 verschlechtert (IV-act. 109-1 f.).

Die SMAB AG, St. Gallen, erstattete der IV-Stelle am 27. März 2017 ein 

polydisziplinäres (internistisches, neurologisches, orthopädisches, 

neuropsychologisches und psychiatrisches) Gutachten, das sich auf persönliche 

Untersuchungen der Versicherten am 17., 24. und 27. Januar sowie am 13. und 

17. Februar 2017 stützt. Die Gutachter stellten folgende Diagnosen, denen sie eine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zumassen: 1. ein Lumbalsyndrom bei 

Hemisakralisation LWK 5 rechts und 2. eine leichte bis mittelgradige depressive 

Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.1). Seit August 2013 bestehe für die 

bisherige Tätigkeit als Gruppenleiterin der Qualitätskontrolle eine Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit um 35% und für leidensangepasste Tätigkeiten eine 20%ige bzw. 

15 bis 20%ige Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Für die Dauer der stationären 

Aufenthalte habe jeweils eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Nach der 

Isthmotomie LWK5 rechts am 10. März 2015 werde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

der Versicherten für sechs Wochen postoperativ als angemessen betrachtet. Danach 

sei wieder für die bisherige Tätigkeit von einer 65%igen und für leidensangepasste 

Tätigkeiten von einer 80%igen bzw. 80 bis 85%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-

act. 120, insbesondere S. 22, S. 25 und S. 32). Die RAD-Ärztin Dr. F.___ hielt die 

gutachterliche Beurteilung für plausibel und nachvollziehbar (Stellungnahme vom 

18. April 2017, IV-act. 121).

A.g. 

Im Bericht vom 30. Juni 2017 zur ambulanten Untersuchung in der Klinik für 

Neurochirurgie des KSSG vom 16. Mai 2017 führten die dort behandelnden Ärzte aus, 

die Versicherte leide weiterhin an einer starken exazerbierten L5-Ischialgie. Es 

empfehle sich eine erneute Operation mit foraminaler Dekompression (IV-act. 128).

A.h. 

Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 20. Oktober 2017 mit, dass das Gesuch um 

berufliche Massnahmen abgewiesen werde, weil sie sich aus gesundheitlichen 

A.i. 

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B.  

Gründen nicht in der Lage sehe an Eingliederungsmassnahmen mitzuwirken (IV-

act. 133).

Mit Vorbescheid vom 24. November 2017 stellte die IV-Stelle der Versicherten in 

Aussicht, das Rentengesuch abzuweisen. Als Begründung gab sie an, dass das 

psychische Leiden aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht keine Arbeitsunfähigkeit 

begründe, womit aus orthopädischer Sicht für eine leidensangepasste Tätigkeit von 

einer 100%igen und für die bisherige Tätigkeit von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen sei bzw. ein 20%iger Invaliditätsgrad resultiere (IV-act. 138). Dagegen 

erhob die Versicherte am 11. Januar 2018 Einwand und brachte vor, die Ermittlung der 

Arbeitsfähigkeit und des Invalideneinkommens habe die IV-Stelle nicht richtig 

vorgenommen (IV-act. 146). Am 26. Januar 2018 verfügte die IV-Stelle die Abweisung 

des Rentengesuchs (IV-act. 147).

A.j. 

Gegen die Verfügung vom 26. Januar 2018 erhob die Beschwerdeführerin am 

20. Februar 2018 Beschwerde. Sie beantragte darin sinngemäss deren Aufhebung und 

die Zusprache einer Invalidenrente. Sie bestritt, für leidensangepasste Tätigkeiten über 

eine 80%ige Arbeitsfähigkeit zu verfügen. Das von der Beschwerdegegnerin 

angerechnete Invalideneinkommen sei zu hoch (act. G 1). Mit der Beschwerde reichte 

sie ein Schreiben des behandelnden Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, vom 19. Februar 2018 (act. G 1.3) und einen Bericht von Dr. med. 

I.___, Fachärztin für Neurochirurgie, vom 31. Januar 2018 ein, worin «aktuell 

Schmerzausweitung über den ganzen Körper (Weichteilrheuma, DD Fibromyalgie)», ein 

nozizeptiv neuropathisches Schmerzsyndrom, Gerbershagen-Stadium III, und eine 

mittelgradige depressive Episode diagnostiziert wurden (act. G 1.2).

B.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 28. März 

2018 die Abweisung der Beschwerde. Im Wesentlichen brachte sie vor, die Beurteilung 

durch die SMAB-Gutachter sei beweiskräftig. Insgesamt zeige sich, «dass die 

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde nicht für eine schwere 

Gesundheitsschädigung spricht, die eine Invalidenrente begründen liesse» (act. G 6).

B.b. 

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Erwägungen

1.

Zunächst gilt es betreffend den erst in der Replik gestellten Antrag um Gewährung 

beruflicher Massnahmen (act. G 12, Antrag Ziff. 1) zu beachten, dass der Anspruch 

darauf nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 26. Januar 2018 bildet 

(hierüber entschied die Beschwerdegegnerin in der Mitteilung vom 20. Oktober 2017, 

IV-act. 133). Darin befand die Beschwerdegegnerin ausschliesslich über den 

Rentenanspruch (IV-act. 147). Im Hinblick darauf, dass in der angefochtenen 

Rentenverfügung ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad ermittelt wurde, ist die 

Frage betreffend berufliche Massnahmen auch nicht notwendigerweise deren 

Gegenstand. Unter diesen Umständen ist der Anspruch auf berufliche Massnahmen 

nicht Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens (siehe etwa den Entscheid 

Dem Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten) wurde am 3. April 2018 (act. G 7) und 

demjenigen um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung am 12. April 

2018 entsprochen (act. G 10).

B.c. 

In der Replik vom 28. Mai 2018 beantragte die Beschwerdeführerin die Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung vom 26. Januar 2018 und es sei ihr ab Juli 2014 eine 

ganze Invalidenrente und ab April 2015 mindestens eine Dreiviertelsrente auszurichten. 

Zudem seien ihr berufliche Massnahmen zu gewähren. Eventualiter sei die Sache zu 

weiteren medizinischen Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur 

Begründung brachte sie vor, das polydisziplinäre Gutachten der SMAB AG sei nicht 

voll beweiskräftig. Sie verfüge maximal über eine Resterwerbsfähigkeit von 65%. Des 

Weiteren bemängelte sie die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Bemessung 

der Vergleichseinkommen (act. G 12; zu den miteingereichten medizinischen Berichten 

siehe act. G 12.1 ff.). Am 18. Juni 2018 reichte die Beschwerdeführerin den Bericht der 

Klinik Z.___ vom 12. Juni 2018 betreffend die dort vom 22. Mai bis zum 15. Juni 2018 

erfolgte integrative halbtagesklinische Behandlung ein (act. G 14 und G 14.1).

B.d. 

Die Beschwerdegegnerin hielt in der Duplik vom 25. Juni 2018 unverändert an der 

beantragten Beschwerdeabweisung fest (act. G 16).

B.e. 

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des Versicherungsgerichts vom 1. Februar 2016, IV 2013/411, E. 1), weshalb auf den 

entsprechenden Antrag nicht einzutreten ist.

2.

Nachfolgend zu prüfen und zwischen den Parteien umstritten ist der Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

2.1. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.3. 

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3.

In einem ersten Schritt ist zu beurteilen, ob das polydisziplinäre SMAB-Gutachten vom 

27. März 2017 eine beweiskräftige Arbeitsfähigkeitsschätzung beinhaltet. Die 

Beschwerdeführerin hält die gutachterliche Beurteilung für mangelhaft.

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a).

2.4. 

Am orthopädischen Gutachtensteil rügt die Beschwerdeführerin, die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung sei nicht nachvollziehbar. Für die leichte angestammte 

Tätigkeit, die mehrheitlich im Sitzen ausgeführt werden könne, sei eine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit um 20% bescheinigt worden. Diese solle aber für eine 

Verweistätigkeit nicht gelten. Da keine körperlich leichtere Verweistätigkeit denkbar sei 

als die angestammte, sei es nicht überzeugend, dass für eine Verweistätigkeit eine 

volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne (act. G 12, Rz 22). Die Kritik der 

Beschwerdeführerin erweist sich als unbegründet. Die orthopädische SMAB-

Gutachterin setzte für eine optimal den Leiden angepasste Tätigkeit u.a. 

wechselbelastendes Arbeiten voraus (IV-act. 120-60 Mitte). Nach den Angaben der 

Beschwerdeführerin handelte es sich bei der angestammten nicht um eine 

wechselbelastende Tätigkeit, sondern um eine, die vorwiegend im Sitzen erfolgt sei 

(act. G 12, Rz 22, IV-act. 120-60 Mitte). Somit ist nachvollziehbar, dass die 

angestammte Tätigkeit in einem bezüglich des Rückenleidens wesentlichen Punkt das 

von der orthopädischen SMAB-Gutachterin beschriebene optimal den Leiden 

angepasste Belastungsprofil nicht erfüllt. Unter diesen Umständen erscheinen die 

unterschiedlich hohen Arbeitsfähigkeitsschätzungen plausibel.

3.1. 

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 3.2. 

Des Weiteren vertritt die Beschwerdeführerin den Standpunkt, im 

orthopädischen Gutachtensteil fehle eine Berücksichtigung der explizit genannten, 

weiterhin zu befürchtenden kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeitszeiten aufgrund von 

lumbalen Schmerzexazerbationen. Dies werde auch dadurch klar ersichtlich, dass im 

gesamten Krankheitsverlauf bereits sehr viele stationäre Klinikaufenthalte, darunter 

auch notfallmässige Spitaleinlieferungen, dokumentiert seien (act. G 12, Rz 22). 

Ausserdem fehle in der zusammenfassenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die 

Einschätzung der orthopädischen Gutachterin, wonach nach der Operation vom 

10. März 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sechs Wochen postoperativ 

bescheinigt worden sei (act. G 12, Rz 22).

3.2.1. 

Die orthopädische SMAB-Gutachterin gab bei an sich guter Prognose an, 

gelegentliche lumbale Schmerzexazerbationen mit kurzfristigen 

Arbeitsunfähigkeitszeiten seien aufgrund des angeborenen lumbosacralen 

Übergangswirbels und der ungünstigen Biomechanik der Wirbelsäule möglich (IV-

act. 120-61). Daraus ergibt sich einerseits, dass kurzfristige Arbeitsunfähigkeiten 

lediglich möglicherweise und nicht überwiegend wahrscheinlich auftreten können. 

Andererseits bezog sich diese Aussage ausdrücklich bloss auf mögliche kurzfristige 

Absenzen ohne Dauercharakter. Hinzu kommt, dass das mögliche Auftreten solcher 

Exazerbationen mit Wirbelsäulengymnastik und Schwimmen wohl vermieden werden 

könnte (siehe zum Ganzen IV-act. 120-61). Anzufügen bleibt, dass bei den meisten der 

von der Beschwerdeführerin notfallmässig in Anspruch genommenen Behandlungen 

kein somatisches Korrelat für die geklagten Leiden gefunden werden konnte 

(eingehend hierzu nachstehende E. 3.6.1). Jedenfalls ist die genannte prognostische 

Aussage nicht geeignet, eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit bzw. Zweifel an der 

gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung zu begründen. Im Übrigen erweist sich die 

Kritik der Beschwerdeführerin als aktenwidrig, wurde sowohl die am 10. März 2015 

durchgeführte Isthmotomie LWK5 rechts als auch die für sechs Wochen postoperativ 

bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit bei der Beurteilung des retrospektiven 

Verlaufs «im polydisziplinären Konsens» ausdrücklich erwähnt (IV-act. 120-25 und IV-

act. 120-32).

3.2.2. 

Ausserdem bringt die Beschwerdeführerin vor, die psychiatrische SMAB-

Gutachterin übersehe, dass für die angestammte Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin 

in der Qualitätskontrolle und überdies in der Funktion als Gruppenleiterin gerade jene 

Fähigkeiten zentral seien, die in psychiatrischer Hinsicht als nicht geeignet beschrieben 

worden seien, wie insbesondere eine hohe Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit, 

3.3. 

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Genauigkeit und Flexibilität. Aus diesem Grund sei die Bescheinigung einer 

Restarbeitsfähigkeit von 80 bis 85% für die angestammte Tätigkeit nicht 

nachvollziehbar (act. G 12, Rz 23).

Diese Kritik vermag den Beweiswert der gutachterlichen Aussagen nicht zu 

erschüttern. Wesentlich ist zunächst, dass die psychiatrische SMAB-Gutachterin die 

von ihr festgestellten Defizite in die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung einfliessen liess und 

gerade keine 100%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigte. Insbesondere ist im Rahmen des 

der psychiatrischen SMAB-Gutachterin zuzugestehenden Ermessens nicht zu 

beanstanden, dass sie - gestützt auf eine umfassende objektive Konsistenz- und 

Ressourcenprüfung - die Folgen der von ihr festgestellten Defizite mit einer 

Arbeitsunfähigkeit von 15 bis 20% bewertete (IV-act. 120-75 und 77). Die 

psychiatrische SMAB-Gutachterin legte darüber hinaus plausibel dar, dass der 

Beschwerdeführerin immerhin Tätigkeiten einfacher bis durchschnittlicher geistiger Art 

mit einfachen Verantwortungsgraden zumutbar seien (IV-act. 120-24 unten). Aus den 

Angaben der Beschwerdeführerin gehen sodann noch erhebliche kognitive Ressourcen 

hervor. So unterstützt sie die Nachbarin bei Schreiben und Telefonieren mit 

Krankenkassen und Ärzten. Sie interessiert sich besonders für Reportagen und liest 

auch Bücher (IV-act. 120-68). Entscheidend ist schliesslich, dass unter 

Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen den psychischen und somatischen 

Leiden (IV-act. 120-29) bezogen auf die angestammte Tätigkeit letztlich lediglich eine 

65%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt wurde (IV-act. 120-25). Gegen eine höhere 

Arbeitsunfähigkeit bezogen auf die angestammte Tätigkeit spricht auch die vom 

Krankentaggeldversicherer eingeholte polydisziplinäre Beurteilung, worin von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bezogen auf die bisherige Tätigkeit 

ausgegangen wurde (fremd-act. 4-8 f.).

3.3.1. 

Die neuropsychologische Gutachterin sprach im Übrigen von «nicht-

authentischen» kognitiven Funktionsstörungen bzw. Antwortverzerrungen und sie 

vermochte objektiv keine kognitiven Defizite festzustellen (IV-act. 120-72 und -86 

unten).

3.3.2. 

Aus der Sicht der Beschwerdeführerin hat die psychiatrische SMAB-Gutachterin 

zudem zu Unrecht eine Auseinandersetzung mit der Tatsache unterlassen, dass 

Dr. D.___ in seinem Gutachten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer 

Sicht bis Ende August 2014 bescheinigt habe (act. G 12, Rz 23). Aus den Ausführungen 

von Dr. D.___ vermag die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. 

Seine anlässlich der persönlichen Begutachtung vom 8. Juli 2014 gewonnenen 

Erkenntnisse führten zur Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit. Es gebe 

3.4. 

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gegenwärtig keinen plausiblen Grund mehr dafür, abgesehen von einer kurzen 

Übergangszeit, weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen - im Gegenteil. Es sei 

offensichtlich, dass weitaus überwiegend psychosoziale Widrigkeiten am 

Zustandekommen bzw. Aufrechterhalten des Beschwerdebilds beteiligt seien, mithin 

krankheitsfremde Einflüsse oder Umgebungsfaktoren. Die Beschwerdeführerin sei 

«höchstens noch vorübergehend bis maximal Ende August 2014 

arbeitsunfähig» (fremd-act. 4-39). Diese mit Blick sowohl auf die Arbeitsfähigkeit als 

auch die krankheitsbedingten Anteile sehr kritischen Ausführungen von Dr. D.___ 

stehen der auf einer umfassenden Konsistenz- und Ressourcenbeurteilung beruhenden 

sowie unter Ausblendung krankheitsfremder Faktoren erfolgten 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der psychiatrischen SMAB-Gutachterin nicht entgegen, die 

sich dabei mit den wesentlichen Vorakten auseinandersetzte (IV-act. 120-78 oben). 

Insbesondere trifft deren Einschätzung zu, dass die fachbezogene Dokumentation in 

den Jahren 2014 bis 2016 - abgesehen von der gutachterlichen Beurteilung durch 

Dr. Bahro - dürftig ist bzw. eine solche nicht vorliegt (IV-act. 120-78). Im 

Entlassungsbericht der Klinik für Neurochirurgie am KSSG vom 13. August 2014 wurde 

lediglich konsiliarisch aus psychosomatischer Sicht ein «schwer depressives Syndrom» 

aufgrund der Schmerzstörung diagnostiziert. Als Nebendiagnose wurde dann aber 

lediglich eine «depressive Verstimmung» aufgeführt (IV-act. 55-58 ff.; zur 

Nebendiagnose einer depressiven Verstimmung siehe auch den Bericht vom 

17. Oktober 2014, IV-act. 27). Vor diesem Hintergrund erweist sich die von der 

psychiatrischen SMAB-Gutachterin vorgenommene retrospektive Beurteilung ebenfalls 

als schlüssig.

Die in der interdisziplinären Beantwortung des Fragenkatalogs enthaltene 

Behauptung, wonach die psychiatrische Therapie bisher nicht lege artis erfolgt sein 

soll, hält die Beschwerdeführerin für völlig haltlos (act. G 12, Rz 24).

3.5. 

Die Beschwerdeführerin legt allerdings weder dar noch ist erkennbar, dass die 

unterschiedlichen Beurteilungen der bisherigen Behandlungsbemühungen für die Frage 

der Arbeitsfähigkeit von Bedeutung sind, wirft doch die psychiatrische SMAB-

Gutachterin der Beschwerdeführerin weder eine mangelhafte Compliance noch eine 

mangelhafte, fehlenden Leidensdruck widerspiegelnde Therapiemotivation vor (IV-

act. 120-75; zur ausdrücklich bescheinigten Compliance siehe IV-act. 120-29 unten).

3.5.1. 

Die psychiatrische SMAB-Gutachterin führte bezüglich der Behandlung aus, die 

leicht- bis mittelgradige depressive Störung sei therapeutisch (vor allem auch 

medikamentös) angehbar. Es bestünden für die Behandlung zahlreiche therapeutische 

3.5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/17

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Optionen. Im Hinblick auf die Tatsache, dass die bisherige ambulante psychiatrische 

Behandlung weiterhin erfolge, bestehe der Bedarf einer antidepressiven 

Pharmakotherapie (die aktuelle Medikation sei nicht als genügende antidepressive 

Dosierung zu werten). Bei der seit Jahren bestehenden Benzodiazepinen-Abhängigkeit 

sei eine Entzugstherapie vorrangig um eine Chronifizierung der Depression zu 

verhindern (IV-act. 120-75). Die regelmässige Applikation von zentralwirksamen 

Substanzen (Morphinen, Lorazepam, Pregabalin, Amitriptylin) sei mit einem erhöhten 

Risiko für Symptome wie vermehrte Nervosität, Unruhe, Rastlosigkeit, verminderte 

Vigilanz, Müdigkeit, Benommenheit, Schläfrigkeit sowie Verstärkung der 

Angstsymptomatik und Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten und einer 

Einschränkung der Reaktionsbereitschaft assoziiert und deshalb sehr kritisch zu 

betrachten (IV-act. 170-78). Die depressive Erkrankung sei als weitgehend nicht 

konsequent und suffizient behandelt einzustufen. Eine Entzugsbehandlung von den 

Benzodiazepinen wäre vorrangig. Die bisherige Therapie sei auch insofern nicht lege 

artis, als die aktuelle Gabe von 2 bis 4 g Paracetamol pro Tag auf Dauer lebertoxisch 

sei. Die Gabe von Morphin sei von orthopädisch-traumatologischer Seite nicht indiziert 

(IV-act. 120-29; siehe auch die Angaben in IV-act. 120-30 oben). Die 

Beschwerdeführerin legt nicht konkret dar, inwieweit die ausführlich begründeten 

gutachterlichen Angaben unrichtig sind (act. G 12, Rz 24). Zu ergänzen bleibt, dass 

auch anlässlich der Hospitalisation vom 21. bis 25. August 2017 in der Klinik für 

Neurochirurgie am KSSG «Möglichkeiten der erweiterten psychiatrischen Behandlung» 

besprochen wurden, was ebenfalls auf ein zusätzliches therapeutisches Potenzial 

schliessen lässt (act. G 12.2, S. 2).

Aus den von der Beschwerdeführerin im Rahmen des Beschwerdeverfahrens 

eingereichten medizinischen Unterlagen gehen keine objektiven Hinweise hervor, 

welche die Beweiskraft der Beurteilung der SMAB-Experten erschüttern oder bezogen 

auf den für die gerichtliche Beurteilung massgebenden Zeitraum bis zum Erlass der 

angefochtenen Verfügung am 26. Januar 2018 eine relevante gesundheitliche 

Verschlechterung nahelegen würden.

3.6. 

Zudem enthalten sie keine erkennbare Konsistenz- und Ressourcenbeurteilung. 

Vielmehr stellten auch die im Spital Y.___ vom 9. bis 16. Februar 2016 behandelnden 

medizinischen Fachpersonen fest, dass die Ursache der Schmerzexazerbation im 

Bereich der Lendenwirbelsäule mit Ausstrahlung in das rechte Bein am Ende unklar 

blieb (act. G 12.1). Nichts anderes gilt für den Austrittsbericht der Klinik für 

Neurochirurgie am KSSG vom 28. August 2017 betreffend die vom 21. bis 25. August 

2017 durchgeführte Behandlung, die eine Auflistung von «Yellow Flags» enthält (z.B. 

3.6.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/17

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kein Ansprechen auf bisherige Therapien, «nichts hilft», «dysfunktionale Kognitionen» 

und psychosoziale Belastung; act. G 12.2, S. 1). Zudem äusserten die dort 

behandelnden medizinischen Fachpersonen den Verdacht auf ein somatisch fixiertes 

Krankheitsverständnis (act. G 12.2, S. 2). Den Berichten von Dr. I.___ vom 13.  sowie 

19. September 2017 und vom 31. Januar 2018 lassen sich keine objektiven 

Gesichtspunkte entnehmen, welche die gutachterliche Beurteilung der von der 

Beschwerdeführerin geklagten Leiden zu erschüttern oder eine seither eingetretene 

gesundheitliche Verschlechterung nahelegen würden. Vielmehr wurde darin eine 

Kompression neuraler Strukturen oder eine Instabilität ausgeschlossen (act. G 1.2, 

G 12.3 und G 12.4). Auch aus dem «Widerspruch» von Dr. H.___ vom 19. Februar 2018, 

der sich auf die nicht begründete Würdigung beschränkt, dass der Rentenentscheid 

der Beschwerdegegnerin «der Krankheitsentwicklung auch von psychiatrischer Seite 

her nicht gerecht» werde, ergibt sich kein weiterer Abklärungsbedarf (act. G 1.3). Die 

am 26. Oktober 2017 erfolgte Notfallkonsultation in der Klinik für Allgemeine Innere 

Medizin/Hausarztmedizin am KSSG vom 28. Oktober 2017 erfolgte aufgrund 

rezidivierender Oberbauchschmerzen unklarer Aetiologie (act. G 12.5). Es ist weder von 

der Beschwerdeführerin substanziiert dargelegt worden noch ersichtlich, dass dieses 

Leiden zu einer längerdauernden relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führt. 

Gleiches gilt bezüglich der wegen einer Influenza B Infektion erfolgten Hospitalisation in 

der Klinik für Rheumatologie am KSSG vom 21. bis 27. Februar 2018 (act. G 12.7).

Die vom 22. Mai 2018 bis zum 15. Juni 2018 in der Klinik Z.___ erfolgte 

integrative halbtagesklinische Behandlung beschlägt entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin (act. G 14) nicht den für die gerichtliche Beurteilung 

massgebenden, bis zum Verfügungserlass vom 26. Januar 2018 eingetretenen 

Sachverhalt. Allein schon deshalb ist der Bericht vom 12. Juni 2018 (act. G 14.1) nicht 

geeignet, im vorliegenden Beschwerdeverfahren einen Abklärungsbedarf zu 

begründen. Im Übrigen enthält er ebenfalls weder eine objektive Konsistenz- und 

Ressourcenprüfung noch objektive Gesichtspunkte, die im Widerspruch zur 

Beurteilung der psychiatrischen SMAB-Gutachterin stehen. Gerade im vorliegenden 

Fall, in dem in den Akten mehrmals krankheitsfremde Faktoren, Diskrepanzen und 

Inkonsistenzen beschrieben wurden, ist eine objektiv kritische Würdigung der 

Leidensangaben - wie sie von den SMAB-Gutachtern vorgenommen wurde - für eine 

aussagekräftige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit unverzichtbar (zu den von Dr. C.___ 

wahrgenommenen Verhaltensdiskrepanzen siehe fremd-act. 4-21 f. und der von ihm 

dargestellten fehlenden Korrelation zwischen Schmerzsymptomatik bzw. 

Schwindelsymptomatik und objektiven Befunden siehe fremd-act. 4-28 f.; zu den von 

3.6.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/17

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Dr. E.___ beschriebenen Befundinkonsistenzen und Verhaltensauffälligkeiten sowie 

zum erheblichen Aggravationsverhalten siehe fremd-act. 9-28 unten und fremd-

act. 9-29 Mitte; zu den von Dr. D.___ festgestellten psychosozialen «Widrigkeiten» und 

der damit verbundenen «narzisstischen Krise» siehe fremd-act. 4-38 und fremd-act. 

4-39 Mitte; zu den anlässlich der SMAB-Begutachtung festgestellten positiven 

Waddell-Zeichen und Verdeutlichungstendenzen siehe IV-act. 120-27 Mitte und -31 

oben; die anlässlich der neuropsychologischen Begutachtung vom 13. Februar 2017 

durchgeführte Symptomvalidierung war auffällig und es zeigte sich eine 

Antwortverzerrung, IV-act. 120-72 unten und -85 unten; der neuropsychologischen 

Gutachterin fiel eine im Vordergrund stehende allgemeine Dysfunktionalität mit Angabe 

von hohem Leidensdruck und fehlender psychophysischer Belastbarkeit, bei Antriebs-, 

Affekt- und Verhaltensdysregulation auf, IV-act. 120-85 unten; zur von der 

psychiatrischen SMAB-Gutachterin festgestellten Selbstlimitierung siehe IV-act. 120-74 

und zu den von der orthopädischen SMAB-Gutachterin geschilderten Diskrepanzen 

siehe IV-act. 120-60).

Bei der Würdigung der gutachterlichen Beurteilung vom 27. März 2017 (IV-

act. 120) fällt ins Gewicht, dass sie auf eigenständigen Abklärungen beruht und für die 

streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und 

diskutiert. Abweichungen von den Vorakten wurden eingehend und nachvollziehbar 

begründet. Die von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden wurden umfassend 

sowie interdisziplinär berücksichtigt und namentlich im Rahmen einer objektiven 

Konsistenzprüfung gewürdigt. Krankheitsfremde Faktoren wurden ausgeblendet. Die 

sowohl für die angestammte als auch für eine leidensangepasste Tätigkeit 

bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten leuchten in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Weiter 

bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht 

berücksichtigt worden wären. Ergänzend kann auf die Stellungnahme der RAD-Ärztin 

Dr. F.___ vom 18. April 2017 verwiesen werden (IV-act. 121). Es ist folglich mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 

seit August 2013 - abgesehen von allein durch stationäre medizinische Behandlungen 

oder einer postoperativen Genesungsphase begründeten vorübergehenden 

vollständigen Arbeitsunfähigkeiten - für die angestammte Arbeit bzw. damit 

vergleichbare Tätigkeiten über eine 65%ige und für optimal den Leiden angepasste 

Tätigkeiten über eine 80 bis 85%ige Arbeitsfähigkeit verfügt (IV-act. 120-25). Bezüglich 

dieser Bandbreite ist rechtsprechungsgemäss auf den Mittelwert, also auf eine 

82,5%ige Arbeitsfähigkeit abzustellen (Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2009, 

9C_193/2009, E. 1.3.1). Vorliegend kann offenbleiben, ob die beweiskräftig von der 

3.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/17

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4.

Gestützt auf die gutachterliche Beurteilung ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin für den angestammten 

Tätigkeitsbereich über eine 65%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. Dabei kann offenbleiben, 

ob im angestammten Tätigkeitsbereich - mit oder ohne Hilfsmittel - auch Arbeitsplätze 

mit regelmässiger Wechselbelastung vorhanden sind, womit bejahendenfalls von einer 

höheren Arbeitsfähigkeit auszugehen wäre. Denn selbst bei einer 65%igen 

Arbeitsfähigkeit resultiert im Rahmen eines Prozentvergleichs ein nicht 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von 35%. Gründe, die einen Tabellenlohnabzug 

bzw. einen zusätzlichen Abzug von der Resterwerbsfähigkeit gerechtfertigt erscheinen 

lassen, bestehen nicht. Einerseits steht der Beschwerdeführerin der angestammte 

Tätigkeitsbereich und damit entsprechende Erwerbsmöglichkeiten weiterhin offen. 

Andererseits wurden sämtliche leidensbedingten Wechselwirkungen und ein erhöhter 

Pausenbedarf bereits bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt (IV-act. 120-25 

und -29). Unter diesen Umständen kann sowohl die konkrete betragliche Ermittlung 

des Valideneinkommens als auch des Invalideneinkommens gestützt auf eine optimal 

den Leiden angepassten Tätigkeit ausserhalb des angestammten Tätigkeitsbereichs 

offenbleiben.

5.  

psychiatrischen SMAB-Gutachterin bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten eine 

Erwerbsunfähigkeit im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG zu begründen vermögen, 

was die Beschwerdegegnerin bestreitet (act. G 6, III. Rz 3 ff.). Denn selbst wenn dies 

bejaht würde, resultierte kein rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad (siehe 

nachfolgende E. 4).

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.5.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der 

unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu 

befreien.

5.2. 

bis

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/17

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Entscheid

die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung 

wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 

der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

reichte am 30. Juli 2018 eine Honorarnote ein (act. G 18.1). Darin machte er eine 

Parteientschädigung von insgesamt Fr. 4'889.15 (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) für einen zeitlichen Aufwand von 17.46 Stunden geltend (act. G 18.1). 

Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass nicht der geltend gemachte, sondern nur der 

notwendige Aufwand zu entschädigen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Februar 

2009, 8C_140/2008, E. 11.4 mit Hinweisen). Entgegen der Auffassung des 

Rechtsvertreters entspricht das IV-Aktendossier von 151 Akten und der zusätzlichen 

Fremdakten einem durchschnittlichen IV-Rentenfall. Auch die sich stellenden 

Rechtsfragen nach der Beweiskraft der administrativgutachterlichen Beurteilung sowie 

der Höhe der Vergleichseinkommen sind nicht geeignet, die Notwendigkeit eines im 

Vergleich zum durchschnittlichen IV-Rentenfall erhöhten Aufwands zu begründen. 

Vorliegend kommt hinzu, dass die Bemühungen des Rechtsvertreters erst nach der 

Durchführung des ersten Schriftenwechsels entstanden und im Übrigen teilweise nicht 

notwendig waren (siehe etwa bezüglich des nicht Anfechtungsgenstand bildenden 

Antrags um Gewährung beruflicher Massnahmen bzw. der entsprechenden 

Begründung act. G 12, Rz 18 und Rz 26). Zudem erscheint die mit 90 Minuten 

veranschlagte Reserve für die Urteilsprüfung eher grosszügig bemessen (siehe zum 

Ganzen den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 30. Juli 2019, IV 2017/216, 

E. 4.3). In vergleichbaren Fällen spricht das Versicherungsgericht regelmässig eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- zu (siehe etwa den Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 23. Januar 2017, IV 2014/513, E. 4.3). Obschon die 

Bemühungen des Rechtsvertreters erst im Verlauf des Beschwerdeverfahrens anfielen, 

erscheint eine ungekürzte pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- für den 

vorliegenden Fall angemessen, da die Beschwerdegegnerin eine ausführlich 

begründete Beschwerdeantwort (act. G 6) und Duplik (act. G 16) einreichte. Die 

Parteientschädigung ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/17

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.

Die Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von 

Fr. 600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.05.2020
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens bejaht. Kein rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad (Entscheid Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2020, IV 2018/79).

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		2024-05-27T01:15:07+0200
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