# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 414f4336-5045-5a51-9c6e-c2087faf01ce
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-08
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 08.09.2015 602 2012 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_602-2012-79_2015-09-08.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

602 2012 79

Urteil vom 8. September 2015 

II. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Christian Pfammatter
Richter: Johannes Frölicher, Josef Hayoz
Gerichtsschreiber-Praktikant: Pierre Portmann

Parteien A.________, Beschwerdeführer,

B.________, Beschwerdeführer,

beide vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Schneuwly

gegen

RAUMPLANUNGS-, UMWELT- UND BAUDIREKTION, Vorinstanz, 

OBERAMT DES C.________, Vorinstanz,

F.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt 
Jürg Niklaus

Gegenstand Bauwesen / Bauen ausserhalb der Bauzone / Schweinemast

Beschwerde vom 25. Juni 2012 gegen die Entscheide der Raumplanungs-, 
Umwelt und Baudirektion vom 11. Mai 2011 (Sonderbewilligung) und des 
Oberamts des C.________ vom 24. Mai 2012 (Baubewilligung)

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Sachverhalt

A. F.________, Landwirt, ist Eigentümer des 47'871 m2 grossen Grundstücks Nr. D.________ 
des Grundbuchs der Gemeinde E.________. Die Parzelle befindet sich im Weiler G.________ und 
ist, wie der ganze Weiler, der Landwirtschaftszone zugeteilt (vgl. zur Lage und zu den 
Bezeichnungen der Gebäude: Situationsplan act. 93 und die Luftaufnahme im Gutachten vom 31. 
Oktober 2014, act. 67 S. 2). Auf dem Grundstück stehen die Gebäude Nr. 9 mit dem Stall B 
(Milchvieh), Nr. 9a und der Stall A (Mastschweine; dieser Stall ist gebildet aus den Gebäuden Nr. 
9b und 9c). Sodann gibt es ein Festmistlager (FM1).

B. Am 22. November 2008 stellte F.________ ein Gesuch für den Anbau eines Rindvieh-
laufstalls mit Lagerraum (Remise; Baudossier: 09/2/0005). Aufgrund eines negativen Gutachtens 
einer Dienststelle reichte er ein neues, abgeändertes Begehren ein (Baudossier: 09/2/0135). Die 
Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion (nachfolgend: RUBD) erteilte ihm am 5. Mai 2009 die 
erforderliche Sonderbewilligung nach Art. 24 lit. a des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung (RPG; SR 700; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 RPG und Art. 136 des Raumplanungs- und 
Baugesetzes vom 2. Dezember 2008 [RPBG; SGF 710.1]) und am 13. Mai 2009 erhielt er vom 
Oberamt des C.________ die baurechtliche Bewilligung (Art. 139 Abs. 1 RPBG). Beide Entscheide 
erwuchsen unangefochten in Rechtskraft. 

In der Folge stellte sich heraus, dass in der neu erstellten Remise (Gebäude Nr. 9c; Stall A) In-
stallationen für die Haltung von Mastschweinen angebracht wurden. Im 2010 liess die Gemeinde 
E.________ im Amtsblatt Nr. H.________ ein nachträgliches Baugesuch von F.________ um 
"Umnutzung Remise zu Vormaststall für Schweine, Abänderung zu Baubewilligung" vom 13. Mai 
2009 öffentlich auflegen (Baudossier: 10/2/0253). Gegen das Bauvorhaben erhoben B.________ 
und A.________ Einsprache.

B.________ ist Eigentümer des Grundstücks Nr. I.________, das westlich der Nr. D.________ 
liegt. Seine Liegenschaft ist mit mehreren Gebäuden überbaut. Er wohnt im Haus Nr. 5, seine 
Eltern J.________ und B.________ sen. bewohnen das Haus Nr. 7, wo sich der Stall D (Milchvieh) 
befindet. Nebstdem steht auf der Parzelle das Gebäude Nr. 7c, wo Mastschweine gehalten werden 
(Stall C).

A.________ ist Eigentümer der Grundstücke Nr. K.________ und Nr. L.________, die durch eine 
Gemeindestrasse getrennt sind. Die Nr. K.________ befindet sich südöstlich der Nr. D.________. 
A.________ bewohnt das Haus Nr. 10. In diesem Gebäude ist eine Pferdebox (Stall F) und etwas 
weiter davon befindet sich der Stall G (Mutterkühe mit Kälbern). 

In der Umgebung gibt es weitere Gebäude: Nr. 6, Nr. 6a, Nr. 8, Nr. 8a, Nr. 11 mit dem Stall E 
(Jungvieh) und Nr. 13.

Alle erwähnten Gebäude – ausgenommen der Stall G – befinden sich im Umkreis von 100 m vom 
strittigen Stall A. 

C. Mit Verfügung vom 11. Mai 2011 gewährte die RUBD die erforderliche Ausnahmebewilligung 
und am 24. Mai 2012 erteilte das Oberamt des C.________, an welches die Angelegenheit zur 
weiteren Behandlung überwiesen wurde, die baupolizeiliche Bewilligung. Die Einsprachen wurden 
abgewiesen.

D. Am 25. Juni 2012 liessen A.________ und B.________ gemeinsam beim Kantonsgericht 
Beschwerde erheben (act. 1) und beantragen, in Gutheissung ihrer Beschwerde seien die 

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Entscheide vom 11. Mai 2011 und vom 24. Mai 2012 aufzuheben und das Gesuch für die Um-
nutzung einer Remise zu einem Vormaststall für Schweine abzuweisen. Weiter stellten sie die 
Verfahrensanträge, die Gemeinde E.________ und das Oberamt seien aufzufordern, die 
vollständigen Unterlagen des Baugesuchdossiers Nr. 26-09/A/0135 (recte: 09/2/0135 = 
Baubewilligung vom 13. Mai 2009) herauszugeben und es sei die Eidgenössische 
Forschungsanstalt für Betriebswirtschaft und Landtechnik (FAT; neue Bezeichnung 
Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon [ART]; nachfolgend: Agroscope) zu 
beauftragen, eine neue Berechnung der Mindestabstandsvorschriften durchzuführen. Im 
Wesentlichen machen die Beschwerdeführer geltend, dass der Mindestabstand unrichtig 
berechnet worden sei.

Die RUBD schliesst auf Abweisung der Beschwerde (act. 6). Das Oberamt (act. 9) und die Ge-
meinde E.________ (act. 7) verzichteten darauf, eine Stellungnahme einzureichen und Anträge zu 
stellen. Der Beschwerdegegner stellt das Begehren, die Beschwerde abzuweisen (act. 8). Zur Sa-
che liess sich ebenfalls das Amt für Umwelt (nachfolgend: AfU) vernehmen (act. 5).

Am 27. September 2012 stellten die Beschwerdeführer dem Gericht unaufgefordert eine Stellung-
nahme zu den Eingaben der anderen Verfahrensbeteiligten zu (act. 11). Der Beschwerdegegner 
antwortete am 2. November 2012 (act. 15). 

Die Beschwerdeführer reichten am 30. Juli 2013 eine weitere Eingabe ein (act. 19). Der Be-
schwerdegegner beantragte, diese Eingabe aus den Akten zu weisen oder ihm Gelegenheit für 
eine Vernehmlassung einzuräumen (act. 21).

E. Mit Verfügung vom 26. August 2013 gab der Instruktionsrichter dem Beweisantrag der Be-
schwerdeführer statt und beauftragte die Agroscope mit der Durchführung eines Gutachtens (act. 
22). In der Folge wurden der Expertin 10 Fragen zur Beantwortung unterbreitet (act. 60).

F. Am 24. Oktober 2013 stellte der Beschwerdegegner den Antrag, es sei auf die Beschwerde 
nicht einzutreten oder, eventualiter, das Verfahren solange zu sistieren, bis die Legitimation der 
Beschwerdeführer zweifelsfrei belegt sei (act. 30). Zur Begründung brachte er vor, dass die Be-
schwerdeführer an ihren Gebäuden mehrere bauliche Änderungen ohne Baubewilligung vorge-
nommen hätten. Insofern stelle ihre Beschwerde einen klassischen Rechtsmissbrauch dar. Zu 
diesem Einwand holte der Instruktionsrichter Auskünfte bei der Gemeinde E.________ ein (act. 
32c), welche bestätigte, dass die Beschwerdeführer mehrere Bauten ohne Bewilligung erstellt 
hätten (act. 35). Die Beschwerdeführer ersuchten mit Eingabe vom 9. Dezember 2013, das 
Begehren des Beschwerdegegners abzuweisen (act. 42).

G. Nachdem die Agroscope am 3. November 2014 ihren Bericht geliefert hatte (act. 67), setzte 
der Instruktionsrichter den Parteien eine Frist, um allfällige Zusatzfragen zu stellen (act. 69). Wäh-
rend die Beschwerdeführer und die staatlichen Dienststellen auf Zusatzfragen verzichteten, 
machte der Beschwerdegegner innert erstreckter Frist am 2. Februar 2015 von dieser Möglichkeit 
Gebrauch (act. 77). Die Zusatzfragen wurden von der Gutachterin am 5. März 2015 beantwortet 
(act. 81).

Am 6. März 2015 gab der Instruktionsrichter allen Verfahrensbeteiligten die Möglichkeit, bis zum 
20. April 2015 zu den Schlussfolgerungen der Gutachterin Stellung zu nehmen (act. 82). Lediglich 
das AfU (act. 87) und der Beschwerdegegner (act. 89) reichten je eine Stellungnahme ein. Diese 
wurden der Gutachterin zur Vernehmlassung unterbreitet. Die Agroscope reichte ihre Antwort am 
8. Juni 2015 ein (act. 91).

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H. Am 16. Juli 2015 schloss der Instruktionsrichter das Beweisverfahren und setzte den Be-
schwerdeführern und dem Beschwerdegegner eine Frist, um allfällige Schlussbemerkungen einzu-
reichen (act. 95). Davon machte der Beschwerdegegner Gebrauch (act. 97). Die Beschwerde-
führer entgegneten mit Eingabe vom 31. August 2015 (act. 100).

Erwägungen

1. a) Die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der Beschwerde ergibt 
sich aus Art. 141 Abs. 1 RPBG in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. a und c des Gesetzes vom 
23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1). Die Beschwerde wurde 
rechtzeitig eingereicht und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 
Voraussetzungen (Art. 79 Abs. 1, Art. 81 Abs. 1 VRG). 

b) Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (Art. 76 lit. a VRG). Die Legi-
timation zur Beschwerdeführung beziehungsweise Einspracheerhebung ist Sachurteilsvoraus-
setzung und demnach von Amtes wegen zu prüfen, wobei die Beschwerdeführenden aufgrund 
ihrer prozessualen Pflicht, die Beschwerde zu begründen, ihre Beschwerdelegitimation zu sub-
stanziieren haben (vgl. HÄNER, in Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren 
[VwVG], 2008, Art. 48 N. 2). 

aa. In Bausachen sind die Einsprecher beschwerdelegitimiert (Art. 141 Abs. 4 RPBG). Einsprecher 
ist jede interessierte Person (Art. 140 Abs. 3 VRG). Ein Nachbar ist einspracheberechtigt und mit-
hin beschwerdelegitimiert, wenn er mit Sicherheit oder zumindest mit grosser Wahrscheinlichkeit 
durch deutlich wahrnehmbare Immissionen (Lärm, Staub, Erschütterungen, Licht oder andere Ein-
wirkungen) betroffen ist, die der Bau oder der Betrieb der fraglichen Anlage hervorruft. Nach der 
Rechtsprechung ist bei Geruchsimmissionen die Beschwerdelegitimation bei einem über 200 m 
vom Bauernbetrieb des Beschwerdegegners entfernt wohnenden Beschwerdeführers gegeben, 
wenn eine gute Sichtverbindung besteht und nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann, 
dass das Bauprojekt deutlich wahrnehmbare Geruchsimmissionen verursacht (WIEDERKEHR, Die 
materielle Beschwer von Nachbarinnen und Nachbarn sowie von Immissionsbetroffenen, in ZBl 
116/2015 S. 355, 357; FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF, Zürcher Planungs- und Baurecht, Bd. I, 5. Aufl. 
2011 S. 440, je mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall ohne Weiteres 
gegeben, da die Beschwerdeführer Eigentümer von Grundstücken sind, die unmittelbar an die 
Parzelle angrenzen, auf welcher die strittige Baute erstellt wurde. 

bb. Weiter muss der Nachbar ein schutzwürdiges Interesse am Verfahrensausgang nachweisen 
können. Eine solche materielle Beschwer liegt vor, wenn der Nachbar mit seinem Rechtsmittel 
entweder einen praktischen Nutzen erreichen oder einen Nachteil abwenden kann, den die ange-
fochtene Bewilligung für ihn zur Folge hätte (WIEDERKEHR, S. 349 f.; FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF, S. 
441). Die Beschwerdeführer machen geltend, dass der Vormaststall die Mindestabstandvorschrif-
ten der bäuerlichen Tierhaltung und der Intensivtierhaltung nicht einhalte und deshalb zu über-
mässigen und unzulässigen Geruchsemissionen führe. In Anbetracht dieser Ausführungen ist das 
für die Beschwerdelegitimation von Nachbarn erforderliche schutzwürdige Interesse ebenfalls zu 
bejahen.

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cc. Im Entscheid des Oberamts vom 24. Mai 2012 (Beschwerdebeilage 5, S. 6 Abs. 3) ist festge-
halten, dass der Eigentümer und Bewohner des Gebäudes Nr. 7 gegen das Bauvorhaben keine 
Einsprache erhoben habe. 

Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer B.________ vor, er sei Eigentümer des Wohnge-
bäudes Nr. 7. Der Beschwerdegegner stellt diesen Sachverhalt zwar nicht infrage, bezweifelt aber, 
ob dieser Umstand überhaupt noch berücksichtigt werden dürfe. Die Eigentumsverhältnisse be-
treffend das Wohngebäude Nr. 7 stellten eine neue Tatsache dar, die den Beschwerdeführern 
bereits vor Abschluss des Vorverfahrens bekannt gewesen sei. In einer Eingabe vom 29. Septem-
ber 2011 hätte er (der Beschwerdegegner) lediglich darauf hingewiesen, dass die Bewohner der 
Nr. 7 keine Einsprache gegen die Umnutzung erhoben hätten, was auch den Tatsachen entspre-
che. B.________ habe sich in seinen Eingaben nicht als Eigentümer offenbart. Zwar habe er (der 
Beschwerdegegner) nie von den Eigentümern gesprochen, sondern von den Bewohnern des 
Gebäudes Nr. 7. Es wäre zu erwarten gewesen, dass B.________ die Eigentumsverhältnisse 
offenlege. Im Übrigen stelle sich die Frage, welchen Vorteil die Beschwerdeführer aus dieser Situ-
ation ziehen wollten.

Als Eigentümer des Grundstücks Nr. I.________, auf welchem das Gebäude Nr. 7 steht, ist, wie 
schon gesagt, der Beschwerdeführer B.________ ohne Weiteres zur Einsprache und mithin zur 
Beschwerde legitimiert. Er hat sich ohne Einschränkung als Eigentümer dieser Liegenschaft zu er-
kennen gegeben. Bei dieser Sachlage gab es für die Vorinstanzen keinen Anlass, weitere Nach-
forschungen hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse anzustellen. Wenn das Oberamt festhielt, die 
Eigentümer und Bewohner des Gebäudes Nr. 7 hätten keine Einsprache erhoben, beruht dies of-
fenbar auf einem Irrtum, der keinen Einfluss auf das Verfahren hat.

dd. Der Beschwerdegegner spricht den Beschwerdeführern die Legitimation zur Beschwerde-
führung wegen rechtsmissbräuchlichen Verhaltens ab. Sie hätten an ihren Gebäuden mehrere 
bauliche Änderungen ohne Baubewilligung vorgenommen. Zwar sei der gesamte Umfang noch 
nicht klar und habe die Baubehörde der Gemeinde E.________ entsprechende Abklärungen ange-
kündigt. Es scheine jedoch, dass mindestens die Wohnsitznahme von B.________ widerrechtlich 
erfolgt sei. Des Weiteren seien ohne Bewilligung ein Bauernhaus in eine Wohnung sowie eine 
Remise und ein Pferdestall je in ein Zimmer umgebaut worden. Widerrechtliche Arbeiten hätte es 
ebenfalls in einem Milchraum, bei den Sitzplätzen und beim Auslauf der Schweine- und Kuhställe 
gegeben. Auch seien ohne Bewilligungen Wände erhöht sowie Stützmauern, eine Verbindungs-
leitung einer Heizung vom Wohn- zum Bauernhaus, ein Wintergarten, ein Schacht für die Schnit-
zelheizung und eine Minikläranlage erstellt worden. Schliesslich werde ohne Bewilligung ein Kuh-
stall als Remise und eine solche als Kuhstall genutzt. Weitere Verstösse seien nicht ausgeschlos-
sen.

Die Gemeinde E.________ bestätigt, festgestellt zu haben, dass bei den Beschwerdeführern 
zahlreiche Bauten ohne Bewilligung erstellt worden seien. Die betroffenen 
Liegenschaftseigentümer würden vom Gemeinderat aufgefordert werden, für die nichtbewilligten 
Bauten ein ordentliches Baugesuch einzureichen. 

Die Beschwerdeführer verweisen auf den Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Es gehe um 
die Frage, ob die vom Beschwerdegegner ohne Baubewilligung vorgenommene Umnutzung einer 
Remise zu einem Vormaststall für Schweine nachträglich bewilligt werden könne. Seine Einwände 
hinsichtlich der von ihnen durchgeführten Bauten hätten damit nichts zu tun, er wolle von der ei-
gentlichen Problematik ablenken. Im Übrigen würde eine grosse Anzahl der behaupteten 
Verstösse lediglich Nutzungsänderungen betreffen, die nach Massgabe der zum Zeitpunkt ihrer 
Vornahme geltenden gesetzlichen Bestimmungen nicht bewilligungspflichtig gewesen seien, weil 

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sie weder Arbeiten erforderten noch in irgendeiner Form die Umwelt beeinträchtigen würden. An-
dere Arbeiten seien vielleicht baubewilligungspflichtig, was im Näheren aber noch zu prüfen sei. 

Rechtsmissbrauch liegt namentlich vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung 
von Interessen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will (BGE 134 I 65 E. 5.1). 
Der Missbrauch muss offensichtlich sein. Es wurde dargelegt, dass die Beschwerdeführer ein 
schützenswürdiges Interesse an der Beschwerdeerhebung haben. Somit könnte ihnen selbst dann 
kein rechtsmissbräuchliches Verhalten vorgeworfen werden, wenn die Vorwürfe des Beschwerde-
gegners zutreffen würden. Immerhin sind die zuständigen Behörden aufgerufen, die notwendigen 
Schritte einzuleiten, falls tatsächlich ohne Bewilligung Bauten erstellt und/oder solche einer ande-
ren Nutzung zugeführt wurden. Offenbar ist die Gemeinde in dieser Hinsicht bereits tätig gewor-
den.

ee. Somit ist die Beschwerdelegitimation gegeben.

c) Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Dem Gericht liegen sämtliche Akten vor, namentlich auch jene betreffend die Baubewilli-
gung vom 13. Mai 2009. Insofern erweist sich der erste Verfahrensantrag der Beschwerdeführer 
als gegenstandslos.

b) Die Eingabe der Beschwerdeführer vom 30. Juli 2013 bleibt unberücksichtigt, weshalb 
keine Veranlassung besteht, dem Beschwerdegegner die Möglichkeit zur Stellungnahme einzu-
räumen. 

3. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung des Rechts, einschliesslich der 
Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, gerügt sowie eine unrichtige und unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 77 Abs. 1 
lit. a und b VRG). Die Unangemessenheit kann vor dem Kantonsgericht nur gerügt werden, wenn 
die Angelegenheit das Gebiet der öffentlichen Abgaben oder der Sozialversicherungen betrifft oder 
sie der Beschwerde an eine zur Überprüfung dieser Rüge befugte Behörde unterliegt oder ein Ge-
setz diesen Beschwerdegrund ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 lit. a-c VRG). Solange die Vor-
instanz ihr Ermessen pflichtgemäss ausübt, ist es dem Gericht verwehrt, sein eigenes Ermessen 
anstelle der Vorinstanz zu setzen (vgl. BVR 2012 S. 193 E. 1.2). Das Gericht wendet das Recht 
von Amtes wegen an und prüft von Amtes wegen oder auf Antrag die Gültigkeit der auf den Ein-
zelfall anwendbaren Vorschriften (Art. 10 Abs. 1 und 2 VRG).

4. Seit Erlass der angefochtenen Entscheide vom Mai 2012 wurden verschiedene Bestimmun-
gen im Bereich des Baurechts abgeändert. Nach Art. 52 Abs. 2 der Verordnung über die Raum-
planung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) werden hängige Beschwerdeverfahren nach bisheri-
gem Recht zu Ende geführt, sofern das neue Recht für den Gesuchsteller nicht günstiger ist. An-
dernfalls findet die neue, für den Bauwilligen vorteilhaftere Regelung Anwendung, was vorliegend 
offensichtlich nicht der Fall ist. Demnach ist die Angelegenheit nach den Vorschriften zu prüfen, die 
im Mai 2012 galten (vgl. Urteil BGer 1C_144/2013 vom 29. September 2014 E. 2). 

5. a) Nach Art. 22 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet 
oder geändert werden (Abs. 1). Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass Bauten und Anlagen 
dem Zweck der Nutzungszone entsprechen und dass das Land erschlossen ist (Abs. 2). Gemäss 
Art. 24 RPG können abweichend von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG Bewilligungen erteilt werden, Bauten 
und Anlagen zu errichten oder ihren Zweck zu ändern, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen 
einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (lit. a) und keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen (lit. b). Art. 24a Abs. 1 RPG bestimmt, dass, falls die Änderung des Zwecks einer 

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Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzonen keine baulichen Massnahmen im Sinn von Art. 22 
Abs. 1 RPG erfordert, die Bewilligung zu erteilen ist, wenn (lit. a) dadurch keine neuen Auswirkun-
gen auf Raum, Erschliessung und Umwelt entstehen und (lit. b) sie nach keinem anderen Bundes-
erlass unzulässig ist. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung unterstehen grundsätzlich 
auch reine Umnutzungen ohne bauliche Massnahmen der Baubewilligungspflicht. Eine ohne bauli-
che Vorkehren auskommende Zweckänderung unterliegt der Bewilligungspflicht nur dann nicht, 
wenn auch der neue Verwendungszweck der in der fraglichen Zone zuzulassenden Nutzung ent-
spricht und sich die Änderung hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Planung als ausge-
sprochen geringfügig erweist. Sind die mit der neuen Nutzung verbundenen Auswirkungen intensi-
ver als die bisherigen, so ist von einer bewilligungspflichtigen Nutzungsänderung auszugehen 
(Urteil BGer 1C_347/2014 vom 16. Januar 2014 E. 3.2)

b) Der streitbetroffene Vormaststall für Schweine befindet sich in der Landwirtschaftszone. 
Landwirtschaftszonen dienen der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des Landes, der 
Erhaltung der Landschaft und des Erholungsraums oder dem ökologischen Ausgleich und sollen 
entsprechend ihren verschiedenen Funktionen von Überbauungen weitgehend freigehalten wer-
den. Sie umfassen Land, das sich für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung oder den produzie-
renden Gartenbau eignet und zur Erfüllung der verschiedenen Aufgaben der Landwirtschaft benö-
tigt wird oder das im Gesamtinteresse landwirtschaftlich bewirtschaftet wird (Art. 16 Abs. 1 RPG). 
Nach Art. 16a RPG sind Bauten und Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für 
den produzierenden Gartenbau nötig sind, zonenkonform (Abs. 1 erster Satz RPG). Bauten und 
Anlagen, die der inneren Aufstockung eines landwirtschaftlichen oder eines dem produzierenden 
Gartenbaus zugehörigen Betriebs dienen, bleiben in jedem Fall zonenkonform (Abs. 2). Bauten 
und Anlagen, die über eine innere Aufstockung hinausgehen, können als zonenkonform bewilligt 
werden, wenn die in einem Gebiet der Landwirtschaftszone erstellt werden sollen, das vom Kanton 
in einem Planungsverfahren dafür freigegeben wird (Abs. 3). Nach Art. 34 Abs. 4 RPV darf die 
Bewilligung nur erteilt werden, wenn die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirt-
schaftung nötig ist (lit. a), der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden 
Interessen entgegenstehen (lit. b) und der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (lit. 
c).

c) Für die Erteilung der Sonderbewilligung stützte sich die RUBD auf ein Gutachten des 
Amts für Landwirtschaft. Danach sei eine Güllegrube für 500 Schweine berechnet worden, dabei 
würden 250 Schweine zur Vollmast und 250 Schweine zur Ausmast gehalten. Es handle sich um 
eine innere Aufstockung gemäss Art. 36 RPV. Weiter lehnte sich die RUBD an das Gutachten des 
AfU vom 24. März 2011 an, wonach gemäss der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 
1985 (LRV; SR 814.318.142.1) bei der Errichtung von Tierhaltungsanlagen zu bewohnten Zonen 
Mindestabstände einzuhalten seien. Im vorliegenden Fall betrage der Abstand 71 m. Dieser sei in 
etwa eingehalten, beim südlichen Nachbar (A.________) sehr knapp. Gestützt darauf erachtete 
die RUBD das Vorhaben als zonenkonform und stellte sodann fest, dass ihm keine überwiegenden 
Interessen entgegenstehen.

d) Die Remise wurde ursprünglich als zonenkonform befunden und entsprechend bewilligt. 
Das Vorhaben des Beschwerdegegners, die Remise in einen Schweinestall abzuändern, dient 
unbestrittenermassen der inneren Aufstockung des landwirtschaftlichen Betriebs. Darunter wird die 
Ergänzung eines überwiegend bodenabhängig produzierenden Landwirtschaftsbetriebs mit Bauten 
für eine bodenunabhängige Produktion (zum Beispiel: Tiermast mit eigekauftem Futter) verstan-
den. Solche Bauten sind gestützt auf Art. 16a Abs. 2 RPG zonenkonform (ZAUGG/LUDWIG, Bauge-
setz des Kantons Bern vom 9. Juni 1985, Bd. II, 3. Aufl. 2007, Art. 80 N. 12). Die Zonenkonformität 
des Bauvorhabens beziehungsweise die Standortgebundenheit (vgl. dazu WALDMANN/HÄNNI, 

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Raumplanungsgesetz, 2006, Art. 24 N. 9 ff.) ist folglich gegeben, was von den Verfahrensbeteilig-
ten nicht infrage gestellt wird.

e) Mit seinem nachträglichen Baugesuch beabsichtigt der Beschwerdegegner, die bewilligte 
Remise in Abänderung der Entscheide vom 5. und 13. Mai 2009 als Vormaststall für Schweine zu 
nutzen. Die Vorinstanzen qualifizierten dieses Vorhaben als ein Umnutzungsgesuch. Die Be-
schwerdeführer sind indes der Auffassung, dass der Beschwerdegegner von Anfang an den als 
Remise bewilligten Bau als Schweinemaststall geplant und erstellt habe. Eine Remise diene zum 
Einstellen von Fahrzeugen, Wagen oder Geräten. Im Bereich, der nunmehr als Liege- und Fress-
bereich für die Schweine benutzt werde, weise der Boden ein Gefälle von 3,5 % auf. Bei einem 
solchen Gefälle bleibe kein Wagen stehen, wenn er nicht besonders gesichert werde. Das zeige, 
dass der Beschwerdegegner von Anfang an vorgesehen habe, die Remise als Stall für die 
Schweinemast zu nutzen. Demnach könne nicht von einer Umnutzung einer bewilligten Baute 
ausgegangen werden, sondern das Umnutzungsgesuch sei wie ein Neubau zu behandeln. Anders 
zu entscheiden würde bedeuten, dass Art. 34 Abs. 4 lit. a und b RPV seines Sinngehalts entleert 
würde und dass es ein Bauherr in der Hand hätte, die gesetzlichen Bestimmungen zu umgehen, 
indem er zunächst ein Baugesuch für die Erstellung einer Baute, von welcher keine lästigen Im-
missionen ausgehen, einreicht und nach Erhalt der entsprechenden Baubewilligung die Umnut-
zung der zuvor unter anderen Voraussetzungen bewilligten Baute verlangen könnte mit der Folge, 
dass nur mehr die eingeschränkte Prüfung gemäss Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV vorgenommen werden 
könnte. Auf diese Art und Weise könnte sich ein Bauherr ganz einfach den strengeren Anforde-
rungen von Art. 34 Abs. 4 lit. a und b RPV entziehen und die berechtigten Interessen von Nach-
barn könnten von den Baubewilligungsbehörden nicht mehr vollständig berücksichtigt werden, da 
nur mehr eine eingeschränkte Interessensabwägung erfolge. Wäre die Baute von Anfang an als 
Schweinestall bezeichnet worden, hätte sie nicht bewilligt werden können. 

f) Der Beschwerdegegner erachtet diese Vorwürfe als haltlos. Er habe sich aus nachvollzieh-
baren wirtschaftlichen Zwängen dazu entschieden, neben einer reinen Milchwirtschaft auch Ein-
nahmen aus der Schweinehaltung, die schon vorher bestanden habe, in seiner Planung zu be-
rücksichtigen. Es gehe nicht um einen Neubau, sondern um die Umnutzung einer bestehenden 
Baute. Eine Standortevaluation im Sinn von Art. 34 RPV sei nur bedingt notwendig und möglich. 
Die Behauptung, er habe die Behörden täuschen wollen, sei eine haltlose Unterstellung.

g) Der Beschwerdegegner erhielt im Mai 2009 die Bewilligung für den Neubau eines Lager-
raums. Alle Verfahrensbeteiligten sprechen jedoch von einer Remise. Eine Remise ist nach dem 
gewöhnlichen Sprachgebrauch ein Unterstand zum Abstellen von Fahrzeugen, Wagen, Geräten, 
Werkzeugen, usw. und wird somit als Synonym für die Bezeichnung Lagerraum verwendet. Dass 
dieser von vornherein als Schweinemaststall vorgesehen war, ist weder den Plänen noch den üb-
rigen Akten zu entnehmen und wird vom Beschwerdegegner auch gar nicht behauptet. Nunmehr 
benutzt er die Remise, ohne hierfür die notwendige Bewilligung zu verfügen, als Maststall für 
Schweine. An der äusseren Gebäudehülle wurden zwar keine Veränderungen vorgenommen, hin-
gegen offenbar im Innenraum; im Entscheid der RUBD vom 11. Mai 2011 ist nämlich festgehalten, 
dass nachträglich Installationen für die Haltung von Mastschweinen vorgenommen worden seien. 
Nebstdem ist zu beachten, dass der Beschwerdegegner seinen Tierbestand um 250 Schweine 
aufstocken will. Art. 24a RPG ist nur auf Zweckänderungen ohne bauliche Massnahmen anwend-
bar (BGE 127 II 215 E. 4b). Eine Remise ist etwas völlig anderes als ein Schweinestall. Ein solcher 
war nicht Gegenstand der Baubewilligung vom 13. Mai 2009. Ohnehin muss von Bundesrechts 
wegen ein Bewilligungsverfahren durchgeführt werden, wenn, wie im vorliegenden Fall, umwelt-
relevante Änderungen von Bauten und Anlagen zur Diskussion stehen. Sobald die Zweckände-
rung mit einer Mehrbelastung der Erschliessung und Umwelt verbunden ist, fällt eine Bewilligung 

Kantonsgericht KG

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gemäss Art. 24a RPG ausser Betracht. Eine Interessenabwägung findet nicht statt: Ergeben sich 
aus einer Zweckänderung Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Umwelt, ist eine Bewilli-
gung nach Art. 24a RPG ausgeschlossen, selbst wenn ihr keine anderen Interessen entgegenste-
hen oder solche überwiegend für eine Zweckänderung sprechen (Urteil BGer 1A.214/2002 vom 
12. September 2003 E. 5.1.1 und 5.2.2; 1C_127/2008 vom 4. Dezember 2008 E. 2). 

Beim strittigen Stall handelt es um eine neue ortsfeste Anlage gemäss Art. 7 Abs. 7 des Bundes-
gesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (USG; SR 814.01). Nach Art. 2 Abs. 4 LRV 
gelten Anlagen als neu, die umgebaut, erweitert oder in Stand gestellt werden, sofern dadurch 
höhere oder andere Emissionen zu erwarten sind oder wenn hierfür mehr als die Hälfte der Kosten 
aufgewendet wird, die eine neue Anlage verursachen würde. Diese Voraussetzungen sind im vor-
liegenden Fall klarerweise gegeben.

6. a) Das Umweltschutzgesetz (USG) soll unter anderem Menschen gegen schädliche oder 
lästige Einwirkungen schützen (Art. 1 Abs. 1). Im Sinn der Vorsorge sind Einwirkungen, die schäd-
lich oder lästig werden könnten, frühzeitig zu begrenzen (Art. 1 Abs. 2 USG). Zu diesen Einwirkun-
gen gehören Luftverunreinigungen, die durch den Bau und Betrieb von Anlagen oder den Umgang 
mit Stoffen, Organismen oder Abfällen erzeugt werden (Art. 7 Abs. 1 USG). Dabei handelt es sich 
um Veränderungen des natürlichen Zustands der Luft, namentlich durch Geruch (Art. 7 Abs. 3 
USG). Luftverunreinigungen werden beim Austritt aus Anlagen als Emissionen, am Ort ihres Ein-
wirkens als Immissionen bezeichnet (Art. 7 Abs. 2 USG).

b) Übermässig sind Geruchsimmissionen dann, wenn aufgrund einer Erhebung feststeht, 
dass sie einen wesentlichen Teil der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stören (Art. 2 
Abs. 5 lit. b LRV). Sie werden durch Massnahmen bei der Quelle begrenzt (Emissionsbegrenzun-
gen; Art. 11 Abs. 1 USG). Nach Art. 11 Abs. 2 USG sind in einer ersten Stufe Emissionen im Rah-
men der Vorsorge unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung so weit zu begrenzen, als 
dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Wenn feststeht oder zu er-
warten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung 
schädlich oder lästig werden, sind die Emissionsbegrenzungen gemäss Art. 11 Abs. 3 USG in ei-
ner zweiten Stufe zu verschärfen. Der Abgrenzung zwischen nicht übermässigen und übermässi-
gen (das heisst schädlichen beziehungsweise lästigen) Einwirkungen und damit zwischen den 
beiden Stufen des zweistufigen Schutzkonzepts dienen die Immissionsgrenzwerte (Art. 13 Abs. 1 
USG; RAUSCH, in Umweltrecht, 2004, N. 187). Die in Art. 11 Abs. 2 und 3 USG enthaltenen Best-
immungen gelten sowohl für neue als auch für bestehende Anlagen (GRIFFEL/RAUSCH, Kommentar 
USG, Ergänzungsband, 2011, Art. 11 N. 2). Laut Art. 12 Abs. 1 USG werden Emissionen einge-
schränkt durch den Erlass von Emissionsgrenzwerten (lit. a), Bau- und Ausrüstungsvorschriften (lit. 
b), Verkehrs- oder Betriebsvorschriften (lit. c), Vorschriften über die Wärmeisolation von Gebäuden 
(lit. d) und Vorschriften über Brenn- und Treibstoffe (lit. e). Diese Aufzählung hat abschliessenden 
Charakter (BGE 126 II 300 E. 4b). Auf Verordnungsstufe enthält die Luftreinhalte-Verordnung Vor-
schriften zur Emissionsbegrenzung bei neuen stationären Anlagen (Art. 3 ff. LRV) und bei beste-
henden stationären Anlagen (Art. 7 ff. LRV).

c) Der strittige Maststall ist, wie gesagt, eine stationäre Anlage im Sinn von Art. 2 Abs. 1 
LRV, deren Betrieb unter anderem Geruchsstoff-Emissionen erzeugt. Neue stationäre Anlagen 
müssen so ausgerüstet und betrieben werden, dass sie die im Anhang 1 LRV und allenfalls die in 
den Anhängen 2 bis 4 festgelegten Emissionsbegrenzungen einhalten (Art. 3 LRV). Für Tierhal-
tungsanlagen gelten die speziellen Anforderungen nach Art. 3 Abs. 2 lit. a LRV und Anhang 2 Ziff. 
512 LRV. Bei der Errichtung derartiger Anlagen müssen die nach den anerkannten Regeln der 
Tierhaltung erforderlichen Mindestabstände zu bewohnten Zonen eingehalten werden. Als solche 
Distanzen gelten nach Anhang 2 Ziff. 512 Abs. 1 LRV insbesondere die gemäss den Empfehlun-

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gen der Argoscope berechneten Abstände. Einschlägig ist der FAT-Bericht Nr. 476 von 1995 über 
Mindestabstände von Tierhaltungsanlagen. Im vorliegenden Fall hat die Gutachterstelle Agroscope 
ebenfalls den Entwurf vom 7. März 2005 für die Revision des FAT-Berichts Nr. 476 berücksichtigt 
sowie den Entwurf des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) vom 17. September 2014 "Empfehlung 
zur Beurteilung von Gerüchen".

d) Die Mindestabstandsvorschrift stellt eine Massnahme zur vorsorglichen Emissionsbegren-
zung im Sinn von Art. 3 LRV dar (vgl. MAURER, Lufthygienerechtliche Mindestabstände von Tier-
haltungsanlagen, in URP 2003, S. 297 ff., 305). Die FAT-Richtlinien befassen sich mit der vorsorg-
lichen Emissionsbegrenzung, dienen aber auch als Hilfsmittel zur Beurteilung, ob eine Tierhal-
tungsanlage übermässige Emissionen bewirkt (BGE 126 II 43 E. 4a). Dies ist zu erwarten, wenn 
der halbe Mindestabstand unterschritten wird. Von dieser Faustregel ist auszugehen, solange nicht 
aufgrund genauerer Abklärungen etwas anderes zu erwarten ist. Wird der Mindestabstand um 
mehr als 50 % unterschritten, so ist von übermässigen Immissionen auszugehen (BOSONNET, Luft-
reinhaltung in der Landwirtschaft: Mehr als die Bekämpfung der Gerüche, in URP 2002, S. 565 ff., 
581 Fn. 49). 

e) Die Berechnung des Mindestabstands gemäss FAT-Bericht ist zwar schematisch und ver-
mag nicht allen Einzelheiten Rechnung zu tragen. Aus Gründen der Rechtssicherheit und der 
Praktikabilität darf der Gesetz- beziehungsweise Verordnungsgeber jedoch bis zu einem gewissen 
Grad Normen schaffen, welche auf eher grobe, dafür leicht handhabbare Kriterien abstellen und 
damit einen gewissen Schematismus und Verlust an Einzelfallgerechtigkeit mit sich bringen kön-
nen. Ansonsten müsste, da insbesondere in ländlichen Gebieten der Schweiz die Topografie sel-
ten eben ist, im Rahmen zahlreicher Baubewilligungsverfahren Sonderbeurteilungen durchgeführt 
werden. Dies entspricht nicht dem Sinn und Zweck der Mindestabstandsregelung nach FAT-Be-
richt, welcher eine Sonderbeurteilung nur bei Vorliegen besonderer Verhältnisse, mithin in Aus-
nahmefällen verlangt. Zudem liegen bereits die Mindestabstände gemäss FAT-Bericht (vgl. Ziff. 2) 
jeweils rund 30-90 % über der Geruchsschwellenentfernung (= Entfernung, in welcher die Qualität 
des Geruchs in 50 % der Darbietungen erkannt wird) bei zirkulärer, gleichmässiger Geruchsaus-
breitung (vgl. Urteil VerwG BE 22721/22725U vom 30. Mai 2007 in URP 2007, S. 838 E. 4.7).

f) Nach dem FAT-Bericht Nr. 476 (Ziff. 2.1 S. 3) wird der Mindestabstand in einem dreistufi-
gen Verfahren errechnet. Zuerst wird die Geruchsbelastung nach Tierart (fg) ermittelt und daraus 
der Normabstand errechnet, der schliesslich mit mehreren Korrekturfaktoren (fk) multipliziert wird. 
Zu den Korrekturfaktoren zählen die Topographie (f1), die Höhenlage (f2), das Stallsystem (f3), die 
Lüftung (f4), die Hofdüngerproduktion (f5), die Sauberkeit hinsichtlich Tiere, Stall, Futterzubereitung 
und -lagerung (f6), die Fütterung (f7), die Geruchsreduzierung im Bereich der Abluft (f8) und die 
Geruchsreduzierung bei der Güllelagerung (f9). Bei mehreren Ställen wird die gewichtete Geruchs-
belastung addiert. Der Abstand muss zwischen dem Emissionspunkt (Ausgangspunkt) und dem 
nächstgelegenen Wohnhaus (Empfangspunkt) gemessen werden (vgl. MAURER, S. 303, 319).

7. a) Nach Auffassung des Beschwerdegegners seien die Entwürfe vom 7. März 2005 für die 
Revision des FAT-Berichts Nr. 476 und des BAFU vom 17. September 2014 nie in Rechtskraft 
erwachsen beziehungsweise verabschiedet worden. Soweit sich das Gutachten auf diese Entwürfe 
beziehe, sei es rechtlich irrelevant und nicht zu beachten. Wenn allerdings die Ergebnisse für die 
konkrete Situation zu einer überzeugenderen, qualitativ besseren Beurteilung beitragen würden, 
könnten die Erkenntnisse und Empfehlungen des Revisionsentwurfs vom 7. März 2005, welche in 
einem konkret nachgewiesenen, engen Zusammenhang zu den tatsächlichen Verhältnissen vor 
Ort stehen, allenfalls berücksichtigt werden, namentlich bezogen auf Wind und Topographie. Die 
Geruchsempfehlung des BAFU vom 17. September 2014 entspreche zwar dem neuesten Stand 
des Wissens und sei mit Beteiligung der Agroscope erarbeitet worden. In diesem Dokument seien 

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die Einleitung und insbesondere die Ziff. 3 und 4.1 für die angemessene Beurteilung des vorlie-
genden Falls von erheblicher Bedeutung. Allerdings lege sich die Gutachterin vorschnell auf den 
unverbindlichen Revisionsentwurf fest und habe zudem das Verfahren unrichtig angewendet.

b) Die Agroscope entgegnet, dass sich bei der Berechnung der Geruchsbelastungsfaktoren 
keine Unterschiede zwischen dem FAT-Bericht Nr. 476 und der Revision aus dem Jahre 2005 er-
geben würden. Nebstdem sei es offensichtlich, dass eine sachgerechte Beurteilung der Schweine-
haltung in der Situation mit Mehrflächensystem, freier Lüftung und Auslauf gemäss FAT-Bericht Nr. 
476 von 1995 nicht möglich sei. Bereits zum Zeitpunkt der Planung des Stalls seien alle von ihr 
zitierten Dokumente publiziert und öffentlich zugänglich gewesen. Deren Inhalte würden in einem 
konkreten, engen Zusammenhang mit den tatsächlichen Verhältnissen vor Ort stehen. Die grosse 
Bedeutung der meteorologischen und topografischen Belange auf die Geruchsausbreitung sei 
bereits in den Blättern für Landtechnik Nr. 69 der FAT aus dem Jahr 1974 ausgeführt und die Ge-
ruchsempfehlung vom 17. September 2014 greife methodische Aspekte auf. Die Ausführungen im 
Gutachten sowie bei der Beantwortung der Zusatzfragen würden gesicherte Erkenntnisse aus 
Untersuchungen zu Geruchsstoffkonzentrationen an Flächenquellen mit einbeziehen. Neben der 
Grösse der Flächenquellen seien Bodenausführung, Art und Höhe der Verschmutzung von Be-
deutung.

c) Der Einwand des Beschwerdegegners ist nicht zu hören. Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts erlaubt der FAT-Bericht 1995 nicht mehr für alle Stallsysteme eine störungsge-
rechte Beurteilung, was insbesondere bei der Schweinehaltung mit Stallauslauf relevant sein 
könne. Aus diesem Grund sollten insbesondere bei einer Schweinemast die Vorgaben des revi-
dierten Berichts berücksichtigt werden (BGE 133 II 370 E. 6.2). Abgesehen davon benutzen auch 
die kantonalen Behörden als Beurteilungsgrundlage die revidierten Empfehlungen vom 7. März 
2005, welche den aktuellen Stand der Technik berücksichtigen würden. Darüber seien die interes-
sierten Kreise informiert worden (vgl. Gutachten des AfU vom 17. September 2010 S. 2). Demnach 
lässt es sich grundsätzlich nicht beanstanden, wenn sich die Gutachterin ebenfalls auf die er-
wähnten Entwürfe vom 7. März 2005 und 17. September 2014 stützte.

8. Ziff. 512 Abs. 1 Anhang 2 LRV bezieht sich auf Anlagen der Tierhaltung in bewohnten Zo-
nen. Unter bewohnten Zonen sind Bauzonen gemäss Art. 15 RPG wie Wohn-, Kern- oder Misch-
zonen, grundsätzlich aber nicht Gewerbe-, Industrie- oder Landwirtschaftszonen zu verstehen. 
Nach der Rechtsprechung dient die Mindestabstandsregelung der Aufrechterhaltung der Wohn-
qualität von an Landwirtschaftszonen angrenzenden Bauzonen (vgl. Art. 3 Abs. 3 lit. b RPG). 
Gleichzeitig sollte in der Landwirtschaftszone die Errichtung von Anlagen zu landwirtschaftlichen 
Zwecken nicht übermässig erschwert werden. Die Formulierung "bewohnte Zonen" bedeute aber 
nicht, dass die Nachbarn, die sich nicht in der Bauzone befinden, kein Anrecht auf Schutz vor läs-
tigen oder schädlichen Immissionen und insbesondere auf die Einhaltung von Mindestabständen 
hätten (BGE 126 II 43 E. 4a/b). Infolgedessen können die Beschwerdeführer, deren Grundstücke 
sich ebenfalls in der Landwirtschaftszone befinden, beanspruchen, dass die Mindestabstände ein-
gehalten werden. Nach der Empfehlung der FAT (Bericht, S. 7 und S. 8 Fall 3) kann in der Land-
wirtschaftszone die Einhaltung des halben Mindestabstands zwischen der neuen Tierhaltungs-
anlage und dem Wohnhaus des bestehenden Nachbarbetriebs verlangt werden. Das Bundes-
gericht hat dazu ausgeführt, es sei von dieser Faustregel auszugehen, solange nicht aufgrund 
genauerer Abklärungen etwas anderes zu erwarten sei (Urteil BGer 1A.275/2006 vom 23. Juli 
2007 E. 3.2).

9. a) Dem Gutachten der Agroscope ist zu entnehmen, dass im Stall A des Beschwerdegeg-
ners insgesamt 500 Schweine gehalten werden, 250 für die Vormast und Aufzucht (zwischen 25 
und 60 kg) und ebenfalls 250 für die Endmast und Aufzucht (zwischen 60 und 110 kg). Es handle 

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sich um einen Aussenklimastall mit freier Lüftung, ohne Zwangslüftung. Teilflächen der Fassaden 
seien durch Windnetze mit unterschiedlichen Porositäten versehen. Um Hitzestau zu vermeiden 
und Luftwechsel sicherzustellen, würden die Netze der Nord-West- und Süd-West-Fassaden in 
den Übergangs- und Sommerzeiten aufgerollt. Es liege eine freie Lüftung vor, weshalb sich dies-
bezüglich ein Korrekturfaktor f4 von 1.10 ergebe. Der Stall sei als Mehrflächensystem ausgelegt. 
Die Funktionsbereiche würden sich unterteilen in eine eingestreute Liegefläche (311 m2) sowie in 
eine planbefestigte und perforierte Lauffläche im Fress- und Auslaufbereich (566 m2). Somit wür-
den 35 % der Flächen auf eingestreute und 65 % auf übrige Bereiche entfallen. Die planbefestigte 
Fläche weise ein Gefälle von 3 % gegen den perforierten Bereich mit der darunterliegenden Gül-
legrube (etwa 350 m3) auf. Die Schweine sollten ihre Ausscheidungen vorwiegend in den nicht 
eingestreuten Bereichen abgeben und der im Liegebereich anfallende Teil der Exkremente solle 
so gering wie möglich ausfallen. Der eingestreute Liegebereich werde nach jedem Umtrieb und die 
planbefestigten und perforierten Bereiche wöchentlich zwei Mal entmistet. Gülle werde drei- bis 
viermal jährlich aufgerührt und ausgebracht. Demnach sei davon auszugehen, dass die Exkre-
mente vorwiegend als Gülle anfallen, womit der Korrekturfaktor f5 auf 1.00 festzulegen sei. Auf-
grund der Geländesituation seien die Windverhältnisse komplex. Es lägen keine bodennahen 
standortrepräsentativen Winddaten vor und für eine genauere Einschätzung der Abflusspfade 
seien beispielsweise Rauchproben an mehreren Begehungsterminen erforderlich. Demnach be-
trage der Korrekturfaktor f1 1.0. Der Stall verfüge über einen Auslauf, womit der Korrekturfaktor f3 
für das Stallsystem 1.15 betrage.

b) Die Agroscope berechnete - bei isolierter Betrachtung des Stalls A - den 100 %-igen Ab-
stand auf 200 m. Dieser Abstand werde, da sich die betroffenen Liegenschaften in der Landwirt-
schaftszone befinden, um 50 % reduziert und betrage somit 100 m. Um die gegenseitige Beein-
flussung und auch die Vorbelastung der räumlich beieinander liegenden Geruchsquellen zu be-
rücksichtigen, hat die Gutachterin eine weitere Darstellung mit Einbezug der Ställe A bis D vorge-
nommen. Hierbei würden sich folgende Mindestabstände (50 %) ergeben: Stall A 101 m, Stall B 
83 m, Stall C 81 m und Stall D 60 m. Diese Abstände würden die Hüllkurven ergeben, welche um 
die jeweiligen äussersten Emissionspunkte beziehungsweise die Emissionslinien der Ställe 
abzutragen seien. Indem die Ställe B, C und D in die Abstandsberechnung miteinfliessen, würden 
sich die Hüllkurven im Vergleich zur isolierten Betrachtung des Stalls A in die Richtungen 
Nordwest um rund 40 m und Richtung Südwest um rund 10 m vergrössern. Diese Ergebnisse 
zeigten, dass sowohl mit der isolierten Betrachtung des Stalls A als auch unter Berücksichtigung 
der Vorbelastung beziehungsweise der gegenseitigen Beeinflussung der Ställe A bis D die 
Mindestabstände von 50 % zu den Anwohnern der Liegenschaften 5 bis 11 nicht eingehalten 
werden könnten. Somit seien übermässige Geruchsimmissionen nicht ausgeschlossen. 

c) Alle Gebäude der Beschwerdeführer – ausser der Stall G – befinden sich im Umkreis von 
100 m vom strittigen Stall A des Beschwerdegegners. Insofern steht fest, dass der in der Landwirt-
schaftszone geltende halbe Mindestabstand nicht eingehalten ist.

10. Im Folgenden werden die Einwände des Beschwerdegegners zu den Schlussfolgerungen 
der Gutachterin behandelt. Amtliche Gutachten unterliegen wie Privatgutachten der freien Beweis-
würdigung durch das Gericht (Art. 45 Abs. 2 VRG). Während Privatgutachten die Aussagekraft 
einer Parteibehauptung zukommt, gelten amtliche Gutachten als Beweismittel (Art. 46 Abs. 1 lit. e 
VRG). Im Gegensatz zum Privatgutachter wird der amtliche Gutachter von der erkennenden Be-
hörde ausgewählt, instruiert und darauf hingewiesen, dass er unter Strafandrohung steht. Folglich 
besitzt das Privatgutachten wegen der fehlenden Neutralität des Gutachters nicht denselben Rang 
wie ein amtliches Gutachten. Von einem amtlichen Gutachten darf nur ausnahmsweise, aus trifti-
gen Gründen abgewichen werden. Das Gericht kann sich deshalb bei der Beweiswürdigung auf 

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die Prüfung beschränken, ob das amtliche Gutachten vollständig, klar, gehörig begründet, frei von 
Lücken und Widersprüchen ist, auf zutreffenden tatsächlichen Feststellungen beruht sowie ob der 
Gutachter hinreichende Sachkenntnis und die erforderliche Unbefangenheit gehabt hat (PLÜSS, in 
Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 7 N. 146 ff.).

11. a) Nach Auffassung des Beschwerdegegners seien lediglich wenige Personen in einem 
kleinräumigen Gebiet betroffen. Die Geruchsemmissionen der Tierhaltung (Schweine und Rinder) 
gehörten zum Alltag der Bewohner. Es frage sich deshalb, ob überhaupt eine lästige Geruchsein-
wirkung im Sinn von Art. 1 USG vorliegen könne. Es entspreche der allgemeinen Lebenserfah-
rung, dass die menschliche Geruchswahrnehmung zwar Geruchsveränderungen sehr gut, eine 
dauernde Geruchsbelastung jedoch sehr schnell nicht mehr wahrnehme. Die Gutachterin schränke 
deshalb ihre Methodenwahl wegen einer bestehenden Konfliktsituation zusätzlich ein. Da sich mit 
der abstrakten Methode der Mindestabstandsberechnung die sich überlagernden Geruchsquellen 
von sieben nahe beieinander liegenden Ställen und drei Misthaufen kaum adäquat erfassen und 
unterscheiden liessen, könne eine lästige Einwirkung im Sinn des Gesetzes nicht nachgewiesen 
werden.

b) Die Tierhaltungsanlage des Beschwerdegegners befindet sich in einem ausgesprochen 
ländlichen, fast ausschliesslich landwirtschaftlich geprägten Weiler. Diesem Umstand wird insofern 
Rechnung getragen, als lediglich, aber immerhin, der halbe Mindestabstand einzuhalten ist. Im 
Weiler G.________ halten zwar auch andere Landwirte Schweine. Die Frage, ob die entsprechen-
den Ställe übermässige Gerüche verursachen und gegebenenfalls die Mindestabstände nicht ein-
halten, steht nicht zur Diskussion. Es wurde dargelegt, dass in der Landwirtschaftszone der halbe 
Mindestabstand einzuhalten ist. Daran hat sich der Beschwerdegegner zu halten. Er beabsichtigt 
eine Aufstockung um 250 Tiere. Die Gutachterin hat in überzeugender Weise dargelegt, dass 
dadurch eine zusätzlich höhere Geruchsbelastung erfolgen wird. Dass Bewohner einer Landwirt-
schaftszone sich an eine dauernde Geruchsbelastung gewöhnen können, wie der Beschwerde-
gegner suggeriert, dürfte kaum zutreffen. Es ist notorisch, dass es in der Umgebung von Schwei-
nehaltungen penetrant stinken kann, an was sich Anwohner kaum gewöhnen dürften. Die Richtli-
nien der FAT, wonach in der Landwirtschaftszone die Einhaltung des halben Mindestabstands 
zwischen einer Tierhaltungsanlage und einem Wohnhaus eines Nachbarbetriebs verlangt werden 
kann, sind nicht einfach eine Empfehlung; die Mindestabstände sind zu respektieren. Überdies 
wird im FAT-Bericht (S. 7) ausgeführt, dass dann übermässige Immissionen im Sinn von Art. 2 
Abs. 5 LRV erwartet werden können, wenn der halbe Mindestabstand unterschritten wird. Das 
Bundesgericht sagt nichts anderes, sondern dass von dieser Faustregel auszugehen sei, solange 
nicht aufgrund genauerer Abklärungen etwas anderes zu erwarten sei (Urteil BGer 1A.275/2006 
vom 23. Juli 2007 E. 3.2). Das ist vorliegend nicht der Fall.

12. a) Zur Frage 3 des Gerichts (s. Ziff. 4.1 Gutachten) antwortete die Gutachterin, dass auf-
grund der baulichen Ausführung des Stalls (freie Lüftung) der Korrekturfaktor f4 auf 1.10 festzuset-
zen sei. Der Beschwerdegegner kritisiert dieses Ergebnis und meint, dass er 1.0 betrage. Die An-
gabe im Gutachten sei falsch und eine Begründung, weshalb die Korrekturfaktoren des Revisions-
entwurfs zu verwenden seien, fehle. Der allgemeine Verweis stelle keine substanziierte Begrün-
dung dar.

b) Es wurde dargelegt, dass sich das vorliegende Stallsystem nicht alleine mit dem FAT-Be-
richt Nr. 476 beurteilen lässt. Das Argument der Gutachterin, dass deshalb auf den Revisions-
entwurf zurückzugreifen ist, ist nachvollziehbar, weshalb auf den Einwand des Beschwerdegeg-
ners nicht weiter einzutreten ist.

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13. a) Die Gutachterin setzte den Korrekturfaktor f5 auf 1.00 fest (Frage 4 des Gerichts, Ziff. 4.2 
Gutachten; s. Begründung oben E. 9.a). Dazu bringt der Beschwerdegegner vor, dass die Gut-
achterin, entgegen seinen ausdrücklichen Angaben, dass der planbefestigte und perforierte Be-
reich täglich entmistet werde, daran festhalte, dass dies nur zweimal wöchentlich der Fall sei. 

b) Die Gutachterin entgegnet, dass die Betriebsleiter vor dem Begehungstag schriftlich be-
fragt worden seien. Der Beschwerdegegner habe auf eine schriftliche Beantwortung verzichtet und 
anlässlich der Begehung mündlich zu den Fragen Stellung genommen. Die im Gutachten aufge-
führten Angaben würden den Protokollaufzeichnungen der Begehung vom 17. Juli 2014 entspre-
chen. Der Beschwerdegegner bezeichnet diese Aussage als ausweichend und nicht überzeugend. 
Die Gutachterin sei gerichtlich aufzufordern, das Protokoll der Begehung vorzulegen. Die Gutach-
terin gab daraufhin an, dass der Beschwerdegegner nicht zu einer schriftlichen Beantwortung der 
Fragen gedrängt worden sei. Nach telefonischer Rückfrage habe er erklärt, er sei angewiesen 
worden, gegenüber der Gutachterin keine schriftlichen Stellungnahmen abzugeben, was von ihr 
respektiert worden sei. Um eine belastbare Angabe zu den Arbeitsvorgängen zu erhalten, müssten 
über einen längeren Zeitraum Arbeitsprotokolle geführt werden. Dies sei jedoch in der vorliegen-
den Situation unerheblich. Im Gutachten habe sie ausgeführt, mit welchen Massnahmen die Ge-
ruchsemissionen gesenkt werden könnten. Häufigeres Entfernen der Exkremente könne dazu bei-
tragen, wobei in der Schweinehaltung arbeitswirtschaftliche Aspekte einer mehrmaligen Reinigung 
innerhalb eines Tages entgegenstehen würden. Die von ihr vorgeschlagene und gemäss dem Be-
schwerdegegner nun ausgeführte tägliche Reinigung entspreche auf planbefestigten Flächen der 
guten fachlichen Praxis. Auf den perforierten Flächen ergebe sich ein erheblicher Mehraufwand 
und es komme erschwerend hinzu, dass die Emissionen aus dem darunterliegenden Güllelager 
auch bei erhöhter Entmistungsfrequenz weiterhin zum Tragen kämen. In der Gesamtbetrachtung 
würde sie es weiterhin als nicht angezeigt erachten, in der Abstandsberechnung eine Korrektur 
vorzunehmen.

c) Die Erklärungen der Gutachterin vermögen zu überzeugen. Es leuchtet ohne Weiteres ein, 
dass wegen des Güllelagers selbst das tägliche Reinigen des Stalls nicht wesentlich zur Verringe-
rung der Gerüche beitragen kann. Wenn die Gutachterin vor diesem Hintergrund keine Korrektur 
des Faktors f5 vornehmen will, lässt sich dies demnach nicht beanstanden.

14. a) Zur Problematik der Geländeform und der Windeinflüsse (Fragen 5 und 6 des Gerichts, 
Ziff. 4.3 des Gutachtens) führte die Gutachterin aus, dass, ausgehend vom Weiler G.________, 
das Gelände in westlicher Richtung von Punkt M.________ in einer Distanz von rund 120 m auf 
N.________ m.ü.M. abfalle und in nördlicher Richtung in einer Distanz von rund 800 m auf 
O.________ m.ü.M. In östlicher Richtung verlaufe das Gelände bis zu einer Distanz von etwa 700 
m annähernd eben und steige dann Richtung Osten und Südosten in einer Distanz von rund 1500 
m auf Höhen von P.________ bis Q.________ m.ü.M. Innerhalb des Weilers weise das Gelände 
leichtes Gefälle Richtung Westen und Norden auf. Die nächstgelegenen Meteostationen befänden 
sich in Plaffeien, Mühleberg und Payerne. Die mittleren jährlichen Windrosen dieser Stationen 
würden unterschiedliche Hauptwindrichtungen von West bis Süd-West und Nord-Ost bis Süd-Ost 
ergeben. Die Zeitanteile mit niedrigen Windgeschwindigkeiten würden erhebliche Unterschiede 
aufweisen. Aus den verschiedenen Windrosen der umliegenden Messstationen lasse sich keine 
Aussage für den Standort G.________ ableiten. Zudem werde auf den fest installierten 
Meteostationen in 10 m Höhe gemessen. Eine Übertragbarkeit dieser Daten auf den zu 
beurteilenden Standort G.________ mit bodennahen Geruchsquellen und deren 
Geruchsausbreitung sei somit nicht gegeben. Von Bewohnern des Weilers G.________ würden 
lokale Winde, genannt "R.________", aus Richtung Nord/Nord-West genannt. Die lokale, 
kleinräumige Geruchsausbreitung werde durch die Quell- beziehungsweise Gebäudekonstellation 

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massgeblich beeinflusst. Um deren Auswirkungen immissionsseitig abschätzen zu können, wären 
Messungen bodennah während eines Jahres an mehreren Orten erforderlich. Solche Erhebungen 
seien aufwändig und deshalb unverhältnismässig. Für den Standort G.________ lägen derzeit 
keine bodennahen standortrepräsentativen Winddaten vor. Bei der Berechnung von 
Mindestabständen würden in der Regel die Häufigkeiten von Windrichtungen nicht miteinbezogen. 
In der vorliegenden Konstellation sei deshalb von einer zirkulären Ausbreitung auszugehen. Die 
Geländebeschreibung zeige, dass der komplexen Topografie im Gebiet G.________ besondere 
Bedeutung zukomme. In Anwendung des Entwurfs von 2005 für die Revision des FAT-Bericht Nr. 
476 sei im Kapitel 7.3 ein "stufenweises Vorgehen bei Standortwahl mit Verdacht auf 
Kaltluftabfluss" vorgeschlagen. Kaltluftabfluss spiele bei der Ausbreitung von Geruchsstoffen von 
bodennahen, diffusen Geruchsquellen eine entscheidende Rolle und könne auch an Standorten 
mit geringer Hangneigung auftreten. Durch die stabile thermische Schichtung und niedrige 
Windgeschwindigkeiten würden sich bodennah freigesetzte Gerüche nur wenig verdünnen. Im 
vorliegenden Fall sei in Weilernähe Kaltluftabfluss aus Richtung S.________ (Ost/Süd-Ost) sowie 
im Geländeeinschnitt westlich von G.________ zu erwarten. Anwohner der Liegenschaften Nr. 5 
und Nr. 7 würden vom Auftreten von Kaltluftabfluss in den Abendstunden berichten. Für eine 
genauere Einschätzung der Abflusspfade im Weiler G.________ wären zum Beispiel Rauchproben 
an mehreren Begehungsterminen erforderlich. Somit werde den Mindestabstandsberechnungen 
dieses Gutachtens der Korrekturfaktor f1 auf 1.0 belassen, auch wenn Hinweise auf Kaltluftabfluss 
aufgrund der Topographie und der Angaben der Anwohner vorlägen. Die Anwendung eines er-
höhten Korrekturfaktors im Kaltluftabflusspfad sei bei der Anwendung der Mindestabstands-
empfehlung noch nicht generell implementiert. Dies zeige sich auch in einer Umfrage bei den 
kantonalen Fachstellen im Jahre 2013. Bei der Erarbeitung des Revisionsentwurfs 2005 seien die 
Grundlagen zur Festlegung von Korrekturfaktoren ohne weitergehende Abklärungen nicht ausrei-
chend. Immerhin könnten Ergebnisse von Abklärungen zur Reichweite von Geruch in lokalen 
Strömungspfaden zu verlängerten Mindestabständen führen. Der im Gutachten verwendete 
Korrekturfaktor basiere auf einer zirkulären Ausbreitung und dürfe somit nicht unter 1.0 eingesetzt 
werden.

b) Der Beschwerdegegner kritisiert, dass die Gutachterstelle auf Erhebungen zur lokalen 
Geruchsausbreitung verzichte, obwohl sie festhalte, dass diese relevant seien, und die Gutachterin 
eine Aussage mache. 

c) Windeinflüsse sind gemäss FAT-Bericht Nr. 476 (S. 6) nicht als ein Korrekturfaktor zu be-
rücksichtigen. Immerhin vermögen lokale Windverhältnisse, die Geruchsbelastung an einem be-
stimmten Immissionspunkt zu verstärken. Die Mindestabstandsberechnung nach den FAT-Richtli-
nien ist auf den Normalfall zugeschnitten und, wie gesagt, besondere lokale Windverhältnisse ge-
hen nicht in die Berechnung der Mindestabstände ein. Allerdings muss bei besonderen Windver-
hältnissen, die sich auf meteorologische Messungen oder auf eine fachliche Standortbeurteilung 
abstützen, der vorläufig errechnete Mindestabstand entsprechend der Sonderbeurteilung ange-
passt werden. Sobald ein erheblicher Verdacht auf besondere Windverhältnisse besteht, sind be-
sondere Abklärungen vorzunehmen. Besondere Windverhältnisse liegen vor, wenn ein bestimmter 
Immissionspunkt entweder nicht oder nur sporadisch von Geruchsimmissionen betroffen wird, weil 
er in einer nebensächlichen Windrichtung liegt, oder aber häufig betroffen ist, weil er in der 
Hauptwindrichtung liegt (zum Ganzen: MAURER, S. 327 ff. mit Hinweisen).

d) Weder der Beschwerdegegner noch die anderen Verfahrensbeteiligten behaupten, es 
bestünden im Weiler G.________ besondere Windverhältnisse. In dem vom Beschwerdegegner in 
Auftrag gegebenen Privatgutachten der Firma T.________ GmbH (S. 7) ist zu entnehmen, dass 
die Stallanlage praktisch entlang der Hauptwindrichtung verlaufe und dadurch die Nachbarn nicht 

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direkt mit geruchsbeladener Luft aus dem Stall angeströmt würden. Zwar stellten die 
Beschwerdeführer diese Aussage in ihrer Beschwerdeschrift infrage. Vor Ort würden häufig 
Nordwind sowie Nordwestwind vorherrschen, wobei die Abluft aus der strittigen Anlage direkt zum 
Wohngebäude des Beschwerdeführers A.________ und seiner Familie angeströmt würde. In der 
Beschwerdeantwort brachte der Beschwerdegegner demgegenüber vor, dass das AfU die lokalen 
Windverhältnisse bereits in seiner ersten - damals noch negativen - Einschätzung vom 
17. September 2010 mit der Festlegung eines entsprechenden Korrekturfaktors berücksichtigt 
habe. Die Beschwerdeführer hätten es versäumt, die angeblich aussergewöhnlichen 
Windverhältnisse zu belegen. Das AfU hat ausgeführt, dass hinsichtlich der Windsituation keine 
Besonderheiten vorlägen. Demnach besteht keine Veranlassung, von dieser Feststellung 
abzukommen, was immer auch der Beschwerdegegner dagegen vorbringt. Wenn weder das AfU 
noch die Gutachterin hinsichtlich der Windverhältnisse weitere Korrekturen der Mindestabstände 
vorgenommen haben, lässt sich dies nach dem Gesagten nicht beanstanden.

15. a) Hinsichtlich der Berechnung der Mindestabstände (Frage 1 des Gerichts, Ziff. 4.4 Gutach-
ten) behauptet der Beschwerdegegner, dass die Verwendung des Revisionsentwurfs nicht sub-
stanziiert begründet und die Berechnung völlig abstrakt sei. Eine Begründung, weshalb die Be-
rechnungsart nach dem unverbindlichen Revisionsentwurf eine gegenüber dem rechtsverbindli-
chen FAT-Bericht Nr. 476 keine wesentlich verbesserte Aussage zu leisten vermöge, fehle. Die 
Antwort der Gutachterin, dass sie sich auf Beobachtungen der Anwohner abstütze, widerspreche 
der Aussage in Ziff. 2 des Gutachtens, dass aufgrund der Konfliktsituation darauf nicht abgestellt 
werden könne.

b) Die Gutachterin wiederholt, dass der strittige Stall als Mehrflächensystem mit Auslauf aus-
gelegt sei und es sich um einen Aussenklimastall mit freier Lüftung handle. Mit dem FAT-Bericht 
Nr. 476 von 1995 sei es nicht möglich, solche Stall- und Lüftungssysteme in der Bemessung von 
Mindestabständen sachgerecht abzubilden. Im Revisionsentwurf von 2005 seien dazu neue Er-
kenntnisse integriert worden. Bei Ziff. 512 im Anhang 2 der LRV handle es sich um einen dynami-
schen Verweis, der nicht nur den FAT-Bericht Nr. 476 aus dem Jahr 1995 einschliesse. Des Weite-
ren entspreche es den Empfehlungen, bei einer Standortbewertung auch Hinweise aus bestehen-
den Erhebungen (zum Beispiel von lokalen Winddaten) des Betriebs sowie der Anwohnerschaft 
aufzunehmen. Einzelaussagen zweier Anwohner als belastbares "Ergebnis einer Geruchsbefra-
gung" zu interpretieren, wäre in der Tat nicht zulässig. Die zitierten Aussagen der Anwohner wür-
den Hinweise zu den lokalen Winden betreffen, jedoch nicht zu einer Geruchsbewertung.

c) Auf die Einwände des Beschwerdegegners hinsichtlich der Anwendung des FAT-Berichts 
Nr. 476 und des Revisionsentwurfs sowie zu den Windverhältnissen wurde bereits eingegangen. 
Sodann gibt die Gutachterin an, bei den Anwohnern keine Befragungen hinsichtlich der Geruchs-
verhältnisse durchgeführt zu haben. Demnach erübrigen sich weitere Ausführungen.

16. a) Zur Frage 2 des Gerichts (Ziff. 4.5 Gutachten) führte die Gutachterin aus, dass in den drei 
Betrieben der Beschwerdeführer und des Beschwerdegegners diffuse Flächenquellen, wie die 
planbefestigten und perforierten Laufflächen, Liegeflächen, Ausläufe/Laufhöfe sowie Festmistlager 
dominierten. Mit Blick auf die Quellstärke seien zwischen den Einzelquellen erhebliche Unter-
schiede zu erwarten. So würden sich auf permanent verschmutzten Oberflächen wie Fressbereich, 
Auslauf und Festmistlager höhere Geruchsstoffkonzentrationen als auf eingestreuten Liegeflächen 
ergeben. Bei Vorliegen mehrerer Geruchsquellen seien diese als Gesamtanlage zu beurteilen, 
sofern zwischen den Quellen ein enger räumlicher Zusammenhang bestehe. Diesem Grundsatz 
entsprechend sei die Mindestabstandsberechnung mit Einbezug der Ställe A bis D erstellt worden. 
Diffuse Quellen von Ausläufen und von Ställen mit freier Lüftung seien für eine bodennahe Aus-
breitung charakteristisch. Diese Konstellation treffe auf alle sieben Ställe zu. Die räumliche Anord-

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nung der Ställe A bis D führe dazu, dass sich die verschiedenen Geruchsfahnen je nach Wind-
richtung und Anströmsituation überlagern sowie zeitlich verschoben zum Tragen kommen würden. 
In windschwachen Situationen würden sich die Geruchsfahnen wenig verdünnen und zwischen 
beziehungsweise entlang den verschiedenen Gebäuden verlaufen, wodurch im Nahbereich die 
Anwohner in den Liegenschaften Nr. 5 bis 9 betroffen sein könnten. Eine Zuordnung der Einzel-
quellen und der Belästigungsgrad in der vorliegenden Konstellation liessen sich nicht abschlies-
send beantworten. Das Unterschreiten des 50 %-igen Mindestabstandes gegenüber den Wohnge-
bäuden in der Umgebung zeige jedoch, dass übermässige Geruchsimmissionen nicht ausge-
schlossen werden könnten.

Die Abstandsermittlung sei nach Massgabe der Vorsorge bei der Errichtung von Anlagen erstellt 
worden. Mit der räumlichen Darstellung der Quellstärken in zwei Stufen habe aufgezeigt werden 
können, welche Gewichtung die einzelnen Quellen anhand der vorliegenden Grundlagen erhalten. 
Die Abstandsermittlung sei gesondert für den Stall A sowie mit Einbezug der Ställe A bis D ermit-
telt worden.

b) Nach Auffassung des Beschwerdegegners sei die angewendete Berechnungsmethode 
nicht nur rechtlich irrelevant, sondern vermöge auch keine gegenüber dem FAT-Bericht Nr. 476 
offensichtlich wesentlich verbesserte Aussage zu leisten. Übermässige Geruchsimmissionen 
könnten bei der Tierhaltung oder anderen stationären, geruchsemittierenden Anlagen wohl nie 
völlig ausgeschlossen werden, sei es wegen einer ausserordentlichen Wetterlage oder aufgrund 
eines Unfalls oder eines Fehlers im Stallmanagement. 

c) Die Gutachterin entgegnet, dass sie in ihren Berichten auch die Geruchsbelastungen und 
Mindestabstände bei Berücksichtigung von mehreren Gebäuden aufgezeigt habe. Dabei habe sie 
alle relevanten Quellen dargestellt und differenziert in die Berechnungen einfliessen lassen. Unab-
hängig davon, ob nur der Stall A oder auch zusätzlich die weiteren Ställe B bis D in die Betrach-
tung einbezogen würden, gelte, dass bei der Berechnung der Geruchsbelastungsfaktoren sich 
keine Unterschiede zwischen dem FAT-Bericht Nr. 476 (1995) und dem Revisions-Entwurf aus 
dem Jahre 2005 ergeben würden, ebenso wenig bei der Berechnung und Bewertung der Situation 
mit mehreren Gebäuden mit Blick auf die gegenseitige Beeinflussung. 

d) Mit seinem Einwand spricht der Beschwerdegegner erneut die Problematik der Anwen-
dung des Revisions-Entwurfs zum FAT-Bericht Nr. 476 an. Darauf ist nicht zurückzukommen. Im 
Übrigen erscheinen die Ausführungen der Expertin als stichhaltig und nachvollziehbar.

17. a) Die Gutachterin hatte weiter die Frage zu beantworten, wie die von der Anlage ausgehen-
den Geruchsemissionen im Sinn einer vorsorglichen und einer verschärften Emissionsbegrenzung 
beschränkt werden könnten (Frage 7 des Gerichts; Ziff. 4.6 Gutachten). Sie schlug mehrere Mass-
nahmen vor, wies aber darauf hin, dass der Schweinestall des Beschwerdegegners als Aussen-
klimastall konzipiert und das Haltungssystem in Mehrflächenbuchten mit Auslauf ausgeführt sei. 
Eine Änderung des Flächenangebots, der Verzicht auf einen Auslauf oder eine Anpassung zu ei-
nem Stall mit Zwangslüftung hätten erhebliche bauliche Konsequenzen zur Folge und stellten die 
Einhaltung von "RAUS-Bedingungen" infrage. Der Einsatz einer Wasser-Sprinkleranlage im Akti-
vitätsbereich könne im Hinblick auf die Emissionsminderung gegenläufige Effekte ergeben. Ex-
kremente auf der Bodenfläche, die bereits abgetrocknet sind, würden wieder befeuchtet und damit 
emissionsaktiv. Der Verschmutzungsgrad und damit die Entmistungshäufigkeit und -qualität von 
verschmutzten Flächen seien für die Geruchsfreisetzung relevant. Ein Erhöhen der Entmistungs-
häufigkeit der planbefestigten und perforierten Flächen von zweimal wöchentlich auf einmal täglich 
sei anzustreben. Auch sollten Hofdüngerlager, wie offene Festmistlager, in die Gesamtbetrachtung 
einfliessen, da es sich bei diesen um besonders geruchsintensive Flächenquellen handle. Die Ge-

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ruchsausbreitung könne hierbei durch das Abdecken, zum Beispiel mit Kompostvlies vermindert 
werden.

b) Der Beschwerdegegner kritisiert diese Erwägungen als allgemeine Hinweise und fragt 
sich, welchen Einfluss die Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse auf das Gutachten 
habe. Die wichtigste Empfehlung, nämlich höchste Sauberkeit, werde durch das tägliche Entmisten 
bereits umgesetzt. Eine einigermassen zuverlässige Beurteilung durch die Gutachterin habe nicht 
vorgenommen werden können, weil die im Wesentlichen abstrakte Erhebung des Sachverhalts 
durch Mindestabstandberechnungen dafür schlicht nicht ausreiche. 

c) Die Gutachterin wendet dazu ein, dass in der Abstandsberechnung keine Differenzierung 
nach Entmistungshäufigkeit erfolge. Forschungsergebnisse zur Geruchsstoffkonzentration je nach 
Verschmutzungsgrad, und damit einhergehend die Entmistungshäufigkeit, würden eine deutliche 
Differenzierung zwischen schwach, mittel und stark verschmutzten Auslaufflächen zeigen. In 
Mehrflächensystemen mit Auslauf stosse die Entmistungshäufigkeit aus verfahrenstechnischen 
und arbeitswirtschaftlichen Gründen an Grenzen. Eine tägliche Entmistung werde empfohlen. Im 
Stall A würden sich zudem Güllekanäle unter den Spaltenböden befinden, wodurch auch Emissio-
nen aus dem Güllelager freigesetzt würden. Während in der Mindestabstandsberechnung die Tier-
art, Anzahl Tiere und der tierartbezogene Geruchsbelastungsfaktor sowie systembezogene Fakto-
ren für Haltungssystem, Lüftung, usw. einfliessen würden, sei für das Gutachten eine zusätzliche 
Erhebung zu den Flächenquellen mit Grösse, Art und Ausführung sowie den Verschmutzungs-
höhen (bei Liegeflächen Einstreu beziehungsweise Tiefstreue) differenziert nach Liege-, Fressbe-
reich und Auslauf durchgeführt worden. Daraus lässt sich die Betriebssituation ausgehend von den 
effektiv vorhandenen Geruchsquellen beschreiben. Ein häufiges Entmisten der Liegeflächen sei 
mit Blick auf die Haltungsbedingungen weder erwünscht noch durchführbar. 

d) Die Einwände des Beschwerdegegners vermögen nichts daran zu ändern, dass die Min-
destabstände nicht eingehalten sind.

18. a) Das Gericht stellte der Gutachterstelle die Frage, welche Konsequenzen sich durch die 
gesonderte Beurteilung aller Emissionen ergeben würden (Frage 8 des Gerichts, Ziff. 4.7 Gutach-
ten). Dazu führte die Expertin aus, dass im Weiler G.________ Flächenquellen und Ställe mit freier 
Lüftung die Geruchssituation dominieren würden. Die Geruchsfahnen der Einzelquellen würden 
sich bedingt durch die räumliche Lage je nach den meteorologischen Bedingungen unterschiedlich 
überlagern, insbesondere bei den nahe beieinander liegenden Ställe A bis D. Die Berechnungen 
der Mindestabstände und die Darstellung der Hüllkurven gemäss Revisions-Bericht 2005 basierten 
auf einer zirkulären Ausbreitung. Unter Berücksichtigung der Quellstärken aus den beiden Schwei-
neställen A und C, der räumlichen Konstellation und den daraus resultierenden Hüllkurven für Min-
destabstände sei davon auszugehen, dass die Reichweite und Geruchswahrnehmung durch Ge-
lände-, Windeinflüsse und die jeweilige Anströmsituation zu bestimmten Zeitpunkten eher noch 
vergrössert würden. Je nach Witterung und Management (Stallbelegung, Entmistungszeitpunkte, 
usw.) beeinflusse in der kleinräumigen Konstellation jede Tierhaltungsanlage die Geruchsbelas-
tung im Weiler. Neben permanent verschmutzten Stallbereichen und Ausläufen/Laufhöfen befän-
den sich auf allen drei Betrieben offene Mistlager, die auch als besonders geruchsintensiv gelten. 
In diesen Bereichen könnten alle Betriebe durch die unter Ziff. 4.6 beschriebenen Massnahmen 
zur Emissionsminderung beitragen. 

b) Auf den Einwand des Beschwerdegegners, mit diesen Erklärungen werde die gestellte 
Frage nicht beantwortet, entgegnet die Gutachterin, dass das gewählte Vorgehen zur Erfassung 
der Geruchsquellen und die Ergebnisse der Mindestabstandsberechnungen mit gesonderter Be-
trachtung sowie unter Einbezug der räumlich nahe beieinander liegenden Quellen klar dargestellt 

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wurden. Ebenso sei aufgezeigt worden, welche Einzelquellen der verschiedenen Betriebe mit wel-
cher Geruchsbelastung und räumlichen Ausdehnung zur Gesamtsituation beitragen und wo 
Handlungsmöglichkeiten bei besonders geruchsintensiven Quellen bestehen würden.

c) Das Gericht hat keine Veranlassung, von den überzeugenden Darlegungen der Expertin 
abzuweichen.

19. a) Die Gutachterin hatte schliesslich die Berichte des kantonalen AfU zu prüfen (Frage 9 des 
Gerichts, Ziff. 4.8 Gutachten). Das AfU verfasste am 17. September 2010 ein erstes, negatives 
Gutachten. Es errechnete einen Mindestabstand von 76 m, der knapp eingehalten sei. Mit der Auf-
stockung auf 500 Schweine ergebe sich ein Mindestabstand von 87 m, der bezüglich mehrerer 
Wohnungen in der Nachbarschaft eindeutig nicht eingehalten sei. Selbst ein reduziertes Projekt 
(zum Beispiel die Nutzung der Remise nur zur Hälfte für Schweine) würde den Vorschriften nicht 
genügen. In der Folge unterbreitete der Beschwerdegegner dem AfU ein Privatgutachten, das von 
der Firma T.________ GmbH erstellt wurde. Das AfU erstellte daraufhin am 24. März 2011 ein 
neues, positives Gutachten. Aufgrund der Tatsache, dass die Fassaden mit dichten Folien 
verschlossen würden, müssten diese nicht als emittierende Fläche gelten und der Geruchsaustritt 
erfolge nicht bodennah. Es sei deshalb vertretbar, den Korrekturfaktor f4 in der Abstandsbe-
rechnung von 1.1 auf 1.0 zu reduzieren. Als Ausgangspunkt für den Mindestabstand könne die 
Innenseite des Stalls berücksichtigt werden. Weiter habe der Betrieb des Stalls so zu erfolgen, 
dass Festmist anfalle. Damit reduziere sich der Korrekturfaktor f5 von 1.0 auf 0.9. Hingegen könne 
dem Antrag, den Korrekturfaktor f3 von 1.0 auf 0.8 zu reduzieren, nicht stattgegeben werden. Der 
Entwurf von 2005 für die Revision des FAT-Berichts Nr. 476 habe diesen Faktor explizit auf 1.0 
erhöht, da der alte Faktor keine störungsgerechte Beurteilung erlaube. Mangels Grundlage im 
FAT-Bericht Nr. 476 könnten auch die Korrekturfaktoren f8 oder f9 nicht in Betracht gezogen wer-
den. Mit den genannten Anpassungen ergebe die Neuberechnung einen Mindestabstand zu den 
Nachbarn von 71 m. Dieser sei in etwa eingehalten, beim südlichen Nachbarn sehr knapp. Unter 
Berücksichtigung des Umstands, dass die Nachbarn aufgrund ihrer Lage nicht direkt mit geruchs-
beladener Luft aus dem Stall angeströmt würden, und dem Einsatz des nicht geprüften, aber ge-
mäss dem Hersteller für die Geruchsreduktion nützlichen Produkts "Vialtron", könne die Situation 
als akzeptabel eingestuft werden. Allerdings seien die Fassaden mit möglichst wenig luftdurchläs-
sigen Folien abzudichten und müssten bis zur Dachkante reichen. Weiter seien der Betrieb so zu 
führen, dass vorwiegend Festmist anfalle, und der stallinterne Laufhof täglich mindestens einmal 
zu reinigen.

b) Die Gutachterin erklärte, dass gewisse Ausführungen der Firma T.________ GmbH für sie 
nicht nachvollziehbar seien, namentlich nicht die Annahme einer einzigen vorherrschenden 
Hauptwindrichtung sowie des Emissionspunkts beziehungsweise der Emissionslinie. 
Ausgeklammert seien stallklimatische Auswirkungen sowie die Einhaltung der Ethoprogrammver-
ordnung. Ergänzend führt sie in ihrem Bericht vom 4. März 2015 aus, dass mit der Bezeichnung 
Stallbauweise "mit hohem Aufbau" kein erhöhter Abluftaustritt, wie dies bei der Zwangslüftung 
möglich sei, geltend gemacht werde, da es sich im vorliegenden Fall um ein Stallsystem mit freier 
Lüftung und Auslauf handle. An der in dieser Konstellation massgebenden bodennahen Geruchs-
ausbreitung lasse die vorhandene bauliche Ausführung keinen relevanten Einfluss erwarten. Dies 
zeige sich am Umstand, dass zumindest Teile der Fassaden von frei gelüfteten Ställen dieser Art 
in der warmen Jahreszeit zur Sicherstellung des Luftwechsels geöffnet werden müssten. Der Ein-
satz von perforierten Windschutznetzen an einzelnen Fassadenteilen solle nicht mit einer Abdich-
tung des Laufhofs gleichgesetzt werden. Ein "abgedichteter Laufhof" stelle zudem die Einhaltung 
der Bedingungen des "Ethoprogrammes RAUS" infrage. 

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Unter dem perforierten Teil der Ausläufe befinde sich das Güllelager. Bei den Flächenrosten 
handle es sich um eine Ausführung, dessen Perforationsanteil einen Luftaustausch zwischen 
Güllelager und Stallluft zulasse. Damit seien die Bedingungen für ein geschlossenes Güllesystem 
klar nicht erfüllt. 

Der Bericht der Firma T.________ GmbH enthalte keine Begründung, warum ausschliesslich die 
"Windrose der Messstation Payerne" gewählt wurde. Zudem würden Aussagen zur Übertragbarkeit 
der Daten auf den Standort G.________ fehlen, insbesondere mit Blick auf lokale, bodennahe 
Strömungen. 

Die Festlegung des Emissionspunkts im Mittelpunkt einer ausgedehnten Flächenquelle in einem 
frei belüfteten Stallsystem stehe im Widerspruch zu national und international publizierten For-
schungsergebnissen sowie zu den Empfehlungen zur Ermittlung von Geruchsabständen. Nach 
dem Revisions-Entwurf 2005 befinde sich der Emissionspunkt des Stalls bei der nächstliegenden 
Austrittsöffnung der Abluft. Bei zwangsbelüfteten Ställen seien das die Abluftkamine (Emissions-
punkte), bei freibelüfteten Ställen die Fassaden (Emissionslinie). Der Auslauf in der Schweinehal-
tung werde zu 100 % berücksichtigt, das heisse, die Emissionslinie sei die Auslaufbegrenzung. 
Weiter würden für einen Stall auf einem Areal mit weiteren Gebäuden in einem Abstand von weni-
ger als 50 m die nächstgelegenen Austrittsöffnungen der Abluft als Bemessungslinie für den Min-
destabstand festgelegt. 

Die Massnahmen und der Wirkungsnachweis der Betriebsweise und von geruchsmindernden 
Massnahmen seien dem Beschwerdegegner anlässlich des Betriebsbesuchs vorgestellt, erläutert 
und vorgeführt worden. Die Erhebungen zur "Betriebsweise" anlässlich des Betriebsbesuchs stell-
ten eine Momentaufnahme dar, die mit Blick auf die relevanten Flächenquellen im Liege-, Fress- 
und Auslaufbereich auch durch das Management, die Tierbelegung und die Witterung in den 
vorangehenden Tagen beeinflusst werde. Durch die Bonitierung der erwähnten Flächen in den 
einzelnen Tiergruppen habe die Aussagekraft deutlich erhöht werden können. Die Betriebsweise 
werde nicht beanstandet, sie habe in der angetroffenen Situation der "guten fachlichen Praxis" 
entsprochen. 

Zum Einsatz des Mittels "Vitaltron" sei ihr eine Stellungnahme nicht möglich, da ihr kein Wirkungs-
nachweis bekannt sei und dieser mit einem Betriebsbesuch nicht erbracht werden könne. 

c) Der Beschwerdegegner kritisiert erneut die Anwendung der Richtlinien gemäss der Revi-
sion von 2005. Wenn, wie das AfU es getan habe, der Korrekturfaktor f3 1.0 statt 1.15 verwendet 
würde, bliebe es beim Mindestabstand von 87 m statt 100 m. Der erwähnte Korrekturfaktor sei 
eine Spezifizität des Revisionsentwurfs und rechtlich ohne Bedeutung. Das AfU habe deshalb gar 
keinen anderen Faktor einsetzen können, es sei denn, dass eine Sonderbeurteilung im Sinne des 
FAT-Berichts Nr. 476 erforderlich gewesen wäre. Dafür habe auch nach Ansicht der Gutachterin 
kein Anlass bestanden. Auch sei der Emissionspunkt korrekterweise in der Mitte des Stalls festge-
setzt worden, was die abstrakten Hüllkurven auf ein zulässiges Mass vermindere. 

d) Die Gutachterin verweist abschliessend auf die im FAT-Bericht Nr. 476 erwähnten Son-
derfälle. Dort seien drei Aspekte aufgeführt: Geruchsbelastung unter 4 GB, Berücksichtigung von 
Windeinflüssen und Geruchsstau im umbauten Raum. Abklärungen zu Aufstallungs- und Entmis-
tungssystem würden nicht aufgeführt; diese seien in jedem Fall erforderlich, damit eine sachge-
rechte Abstandsberechnung erfolgen könne. Als das AfU sein erstes Gutachten erstellt habe, sei 
der Auslauf aus den damals vorhandenen Unterlagen nicht explizit ausgewiesen gewesen. Zur 
Festlegung des Emissionspunkts beziehungsweise der Emissionslinien sei in Ziff. 2.2 des FAT-
Berichts Nr. 476 (1995) festgehalten, dass für einen Stall auf einem Areal mit weiteren Gebäuden 

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in einem Abstand von weniger als 50 m die nächstgelegenen Austrittsöffnungen der Abluft als 
Emissionspunkt gelte. Diese treffe im vorliegenden Fall bei den in die Bewertung aufgenommenen 
Ställen ausnahmslos zu.

e) In seiner Stellungnahme vom 1. April 2015 (act. 87) erklärte das AfU, es sei beim Faktor f3 
davon ausgegangen, dass ein Auslauf einem Aufenthalt der Tiere unter freiem Himmel entspreche, 
was vorliegend nicht der Fall sei. Es nehme zur Kenntnis, dass ein Auslauf auch innerhalb eines 
frei belüfteten Stalls möglich sei und deshalb der Faktor 1.15 statt 1.0 angewendet werde. Beim 
Faktor f4 habe es sich auf den Bericht der Firma T.________ GmbH gestützt, wonach durch den 
hohen Aufbau mit Abdichtung ein hoher Luftaustritt postuliert werde. Nun müsse es feststellen, 
dass eine zeitweise Öffnung der Fassaden zur Sicherstellung des Luftwechsels nötig sei und damit 
der für eine freie Lüftung anwendbare Faktor 1.1 statt 1.0 anzuwenden sei. Auch müsse es zur 
Kenntnis nehmen, dass die Aussage des Beschwerdegegners, die Hofdüngerproduktion bestehe 
in Form von Festmist, nicht der Realität entspreche. Deshalb betrage der Faktor f5 1.0 und nicht 
0.9.

f) Was auch immer der Beschwerdegegner zu den Feststellungen vorbringt, es bleibt dabei, 
dass der Mindestabstand nicht eingehalten ist. Anlass die Korrekturfaktoren zu ändern, besteht 
nicht. Dass das AfU in seinem zweiten Bericht zu einem positiven Ergebnis gekommen ist, ist da-
rauf zurückzuführen, dass es sich aufgrund des Gutachtens der Firma T.________ GmbH auf 
Vorgaben stützte, die offenbar nicht den tatsächlichen Verhältnissen entsprachen. Es kam daher 
ausdrücklich auf seine frühere Einschätzung zurück und akzeptiert nunmehr dasjenige der 
Expertin. Insofern kann dem AfU kein Vorwurf gemacht werden.

20. Nach dem Gesagten bleibt festzustellen, dass der halbe vorsorgliche Mindestabstand unter-
schritten wird, weshalb von übermässigen Immissionen auszugehen ist. Demnach kann die Bau-
bewilligung nicht erteilt werden, was zur Gutheissung der Beschwerde führt. Die Entscheide der 
RUBD vom 11. Mai 2011 und des Oberamts des C.________ vom 24. Mai 2012 werden aufgeho-
ben.

21. Liegt eine widerrechtliche Baute vor, was nach dem oben Ausgeführten der Fall ist, hat die 
zuständige Behörde gestützt auf Art. 167 RPBG den rechtmässigen Zustand herbeizuführen. Vor-
liegend wurden die Arbeiten ausserhalb der Bauzone erstellt, weshalb es Sache der RUBD ist, die 
notwendigen Massnahmen anzuordnen (Art. 167 Abs. 4 RPBG). 

22. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdegegner kostenpflichtig und er hat 
dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer eine Parteientschädigung auszurichten; als unterlie-
gende Partei steht ihm keine Entschädigung zu (Art. 131 Abs. 1, Art. 137 Abs. 1, Art. 141 Abs. 2 
VRG). Es besteht keine Veranlassung für eine andere Kostenverteilung. Namentlich sind dem 
Staat keine Kosten aufzuerlegen. Die RUBD stellte ihren Entscheid auch auf das vom AfU erstellte 
positive Gutachten ab, das sich allerdings auf Angaben des Beschwerdegegners stützte, die of-
fenbar nicht der Realität entsprachen. Die Höhe der Verfahrenskosten und der Parteientschädi-
gung wird nach dem Tarif vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in 
der Verwaltungsjustiz (TarifVj; SGF 150.12) festgelegt. 

Die Gerichtskosten betragen CHF 23 '420.20 (inkl. der Gutachterkosten, die sich auf CHF 
16'420.20 belaufen) und die Parteientschädigung wird auf CHF 7'665.15 festgesetzt (Honorar: 
CHF 6'842.45; Auslagen: CHF 254.90; Mehrwertsteuer: CHF 567.80).

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen.

Die Entscheide der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion vom 11. Mai 2011 und des 
Oberamts des C.________ vom 24. Mai 2012 werden aufgehoben.

II. Die Sache wird an die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion zurückgewiesen, um das 
Wiederherstellungsverfahren einzuleiten.

III. Die dem Staat Freiburg geschuldeten Gerichtskosten von CHF 23 '420.20 werden dem Be-
schwerdegegner auferlegt.

IV. Die von den Beschwerdeführern geleisteten Kostenvorschüsse werden ihnen zurück-
erstattet. 

V. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, Rechtsanwalt Daniel Schneuwly eine Partei-
entschädigung von CHF 7'665.15 (inkl. MwSt.) zu bezahlen.

VI. Dem Beschwerdegegner wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

VII. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht, 
Lausanne, eingereicht werden. 

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten und der Parteientschädigung ist innert 30 
Tagen die Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des 
Entscheides angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 8. September 2015/jha

Präsident Gerichtsschreiber-Praktikant