# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** daf38297-ac62-5ea1-812f-394ecbcbfb4b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.07.2008 E-8586/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8586-2007_2008-07-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-8586/2007/

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  J u l i  2 0 0 8

Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), Richter Bendicht 
Tellenbach, Richterin Emilia Antonioni, 
Gerichtsschreiberin Muriel Beck Kadima.

A_______, geboren (...),
Sri Lanka,
vertreten durch Rechtsanwalt Gabriel Püntener, (...),
Gesuchsteller,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern.

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. Okto-
ber 2007 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-8586/2007

Sachverhalt:

A.
Das  Bundesamt  für  Migration  (BFM)  wies  das  Asylgesuch  des  Ge-
suchstellers  –  ein  ethnischer  Tamile  mit  Geburtsort  in 
B_______/Batticaloa  und  letztem  Wohnsitz  in  Colombo  –  mit 
Verfügung vom 12. März 2007 ab, verbunden mit  der Anordnung der 
Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs. Eine am 11. April  2007 
beim  dafür  zuständigen  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diese 
Verfügung erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht 
mit Urteil vom 10. Oktober 2007 ab.

B.
Am 14. Dezember 2007 reichte der Gesuchsteller über seinen Rechts-
vertreter beim BFM eine mit „Neues Asylgesuch“ betitelte Eingabe mit 
diversen Beweismitteln ein, welche am 18. Dezember 2007 vom BFM 
ans  Bundesverwaltungsgericht  zur  Behandlung  als  Revisionsgesuch 
weitergeleitet wurde.

C.
Mit Telefax vom 19. Dezember 2007 ersuchte das Bundesverwaltungs-
gericht die zuständigen kantonalen Behörden darum, einstweilen von 
Vollzugshandlungen abzusehen.

D.
Mit  Eingabe vom 24. Dezember 2007 reichte  der  Gesuchsteller  das 
Original eines der bereits eingereichten Beweismittel beim Bundesver-
waltungsgericht nach.

E.
Mit Zwischenverfügung vom 14. Januar 2008 setzte das Gericht den 
Vollzug der Wegweisung aus, verzichtete auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses  und  forderte  den  Gesuchsteller  auf,  seine  Eingabe 
vom 14. Dezember 2007 im Lichte des Revisionsverfahrens zu ergän-
zen.

F.
Der Gesuchsteller ergänzte mit Eingabe vom 29. Januar 2008 fristge-
recht sein Gesuch vom 14. Dezember 2007 und ersuchte das Bundes-
verwaltungsgericht, gestützt auf Art. 123 Abs. 2 Bst. a des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) sein Urteil  vom 

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10.  Oktober  2007  in Revision  zu  ziehen.  Dabei  beantragte  er  zur 
Hauptsache, es sei die Flüchtlingseigenschaft des Gesuchstellers fest-
zustellen und es sei ihm Asyl zu gewähren. Eventuell sei die Unzumut-
barkeit des Vollzugs seiner Wegweisung festzustellen. 

G.
Mit Eingabe vom 30. Januar 2008 reichte der Gesuchsteller ein in sei-
ner Eingabe vom 29. Januar 2008 in Aussicht gestelltes Beweismittel 
nach.

H.
Am 20. Juni  2008  beantragte  der  Gesuchsteller,  das  BFM sei  unter 
Hinweis auf den zur Publikation vorgesehenen Entscheid des Bundes-
verwaltungsgerichts zu Sri Lanka (E-2775/2007) zu einer Vernehmlas-
sung zur Frage des Wegweisungsvollzugs aufzufordern. 

I.
Am 30. Juni 2007 reichte der Rechtsvertreter des Gesuchstellers ge-
mäss Aufforderung des Bundesverwaltungsgerichts seine Kostennote 
für das Revisionsverfahren ein. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  gemäss Art. 105  des 
Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  endgültig  über 
Beschwerden gegen Verfügungen des BFM. Es ist ausserdem zustän-
dig  für  die  Revision  von Urteilen,  die  es  in  seiner  Funktion  als  Be-
schwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 S. 242 f.). 

1.2 Gemäss  Art. 45  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) gelten für  die Revision von Urteilen 
des  Bundesverwaltungsgerichts  die  Art. 121-128  BGG  sinngemäss. 
Nach Art. 47 VGG findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisi-
onsgesuches Art. 67 Abs. 3  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  Anwen-
dung.

1.3 Mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision wird die Un-
abänderlichkeit  und Massgeblichkeit  eines rechtskräftigen Beschwer-

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deentscheides angefochten,  im Hinblick darauf,  dass die Rechtskraft 
beseitigt wird und über die Sache neu entschieden werden kann (vgl. 
PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 
2. Aufl., Bern 2005, S. 269). 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile 
aus  den  in  Art. 121-123  BGG  aufgeführten  Gründen  in  Revision 
(Art. 45  VGG).  Nicht  als  Revisionsgründe gelten  Gründe,  welche die 
Partei, die um Revision nachsucht, bereits im ordentlichen Beschwer-
deverfahren hätte geltend machen können (sinngemäss Art. 46 VGG). 

2.  
2.1 Im Revisionsgesuch ist  insbesondere  der  angerufene Revisions-
grund anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im 
Sinne von Art. 124 BGG darzutun. 

2.2 Der Gesuchsteller macht den Revisionsgrund der nachträglich er-
fahrenen  Tatsachen  beziehungsweise  nachträglich  aufgefundenen, 
entscheidenden Beweismittel (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG) geltend (vgl. 
Eingabe vom 29. Januar 2008, Ziff. 1) und zeigt ausserdem die Recht-
zeitigkeit  des  Revisionsbegehrens auf  (vgl. Eingabe vom 29. Januar 
2008, Ziff. 3). Auf das im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte 
Revisionsgesuch ist deshalb einzutreten.

3.  
3.1 Gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG kann die Revision verlangt 
werden,  wenn  die  ersuchende  Partei  nachträglich  erhebliche  Tatsa-
chen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im frü-
heren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsa-
chen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid (im ordentlichen 
Verfahren) entstanden sind. Es handelt  sich also um unechte Noven 
(vgl.  NICOLAS VON WERDT,  in: HANSJÖRG SEILER/NICOLAS VON WERDT/ANDREAS 
GÜNGERICH, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 526, RN 7).

3.2 Erheblich im Sinne von 123 Abs. 2 Bst. a BGG sind neue Tatsa-
chen und Beweismittel dann, wenn sie geeignet sind, die tatbeständli-
che Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutref-
fender  rechtlicher  Würdigung  zu einer  anderen Entscheidung führen 
(vgl. VON WERDT, A.A.O., S. 526 f., RN 10 ff.; KARL SPÜHLER/ANNETTE DOLGE/
DOMINIK VOCK, Kurzkommentar  zum Bundesgerichtsgesetz  [BGG],  Zü-
rich/St. Gallen 2006, S. 229, RN 5).

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3.3 Nachträglich  erfahrene  oder  aufgefundene  erhebliche  Tatsachen 
und Beweismittel  bilden im Übrigen nur dann einen Revisionsgrund, 
wenn  sie  der  gesuchstellenden  Person  damals  trotz  hinreichender 
Sorgfalt nicht bekannt sein konnten oder ihr die Geltendmachung oder 
Beibringung  aus  entschuldbaren  Gründen  nicht  möglich  war  (vgl. 
EMARK 1994 Nr. 27 E. 5a und b S. 198 f.; SPÜHLER/DOLGE/VOCK, a.a.O., 
S. 229, RN 4, mit weiteren Hinweisen).

4.
4.1 Mit seinen Eingaben vom 14. Dezember 2007 an das BFM, sowie 
vom 24. Dezember 2007 und 30. Januar 2008 an das Bundesverwal-
tungsgericht  reichte  der  Gesuchsteller folgende Beweismittel  zu den 
Akten:

- Schreiben des srilankischen Rechtsanwalts P. B. vom 10. Dezem-
ber  (recte: September)  2007 in Kopie (am 14. Dezember 2007) 
und im Original (am 24. Dezember 2007);

- Vorladung der Karuna-Gruppe vom 18. Juni 2007 zu Handen des 
Vaters des Gesuchstellers in Kopie;

- fremdsprachige  Akten  des  Magistrate's  Court  Batticaloa  vom 
21. September 2007, in beglaubigter Kopie, mit Übersetzung;

- Auskunft von T. T. – ein in der Schweiz anerkannter Flüchtling –, 
welche am 6. Dezember 2007 vor dem Rechtsvertreter schriftlich 
festgehalten wurde, im Original;

- fremdsprachiger Zeitungsartikel vom 3. April 2004, in Kopie, mit 
Übersetzung;

- fünf Internet-Artikel aus tamilnet.com, ausgedruckt am 2., 3. und 
12. Dezember 2007, sowie am 27. Januar 2008.

4.2 Hinsichtlich  des  angerufenen  Revisionsgrundes  bringt  der  Ge-
suchsteller im Wesentlichen Folgendes vor: Er habe die Vorladung der 
Karuna-Gruppe vom 18. Juni 2007 an seinen Vater und die beglaubig-
te Kopie der Akten des Magistrate's Court Batticaloa vom 21. Septem-
ber  2007  Mitte  Oktober  von seinem Vater  zugestellt  erhalten,  somit 
seien  ihm  diese  neuen  Beweismittel  und  Tatsachen  erst  nach  dem 
Bundesverwaltungsgerichtsurteil  vom 10.  Oktober  2007  bekannt  ge-
worden. Mit der erwähnten Vorladung der Karuna-Gruppe an den Vater 

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würde  diese  indirekt  auf  den  Gesuchsteller Druck  ausüben,  damit 
dieser seine Strafanzeige wegen der Vorfälle um seine Entführung im 
April  2004  zurückziehe.  Diese  Bedrohung  durch  eine  politische 
Gruppierung, welche als para-staatliche Organisation faktisch Macht in 
Sri Lanka ausübe, sei dem Gesuchsteller bisher nicht bekannt gewe-
sen und stelle eine neuartige Gefährdungslage dar. Da der entspre-
chende Sachverhalt  nie  Gegenstand des mit  Urteil  vom 10. Oktober 
2007 vor dem Bundesverwaltungsgericht  abgeschlossenen Verfahrens 
gewesen  sei,  habe  der  Gesuchsteller  ihn  zuerst  als  zweites 
Asylgesuch  vor  das  BFM  gebracht.  In  den  Akten  des  Magistrate's 
Court  Batticaloa  vom 21. September  2007 werde  der  ganze  Verlauf 
des vom Gesuchsteller durch seine Strafanzeige ausgelösten Strafver-
fahrens gegen namentlich bekannte Mitglieder der Karuna-Gruppe bis 
zum 31. August 2007 dokumentiert. Daraus – und aus dem Schreiben 
des srilankischen Rechtsvertreters des  Gesuchstellers vom 10. Sep-
tember 2007 – ergebe sich nicht nur, dass das durch den Gesuchstel-
ler eingeleitete Strafverfahren noch hängig sei  und dass es sich bei 
den Tätern gemäss Erkenntnissen der Polizei und des Gerichts um na-
mentlich  bekannte  Anhänger  der  Karuna-Gruppe  handle,  sondern 
auch,  dass  Familienangehörige  des  Gesuchstellers unter  Druck  ge-
setzt würden. Unabhängig davon, ob das vom Gesuchsteller angezeig-
te  Delikt  (insbesondere  Entführung,  mehrtägige  Festhaltung  und 
Raub) einen politischen oder vermögensrechtlichen Hintergrund habe, 
würden  diese  neuen  Beweismittel  dokumentieren,  dass  die  Karuna-
Gruppe, welche in Batticaloa über so grosse Macht verfüge, dass sie 
unterdessen  offizielle  Vorladungen  verschicke,  alles  zur  Beseitigung 
des gegen ihre Mitglieder eingeleiteten Strafverfahrens unternehmen 
und dabei auch nicht vor erneuter Verschleppung, Folterungen und so-
gar Tötung zurückschrecken würde. 

4.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 10. Okto-
ber 2007 die angebliche Verfolgung des Gesuchstellers durch Angehö-
rige  der  Karuna-Fraktion  in  Zweifel  gezogen  und  die  Schilderungen 
des  Gesuchstellers als widersprüchlich,  unsubstantiiert  und teilweise 
lebensfremd erachtet. Überdies stellte es sich auf den Standpunkt, es 
sei eher davon auszugehen, der Gesuchsteller sei Opfer einer lokalen 
kriminellen  Gruppe  gewesen. Selbst  wenn  es  sich  dabei  tatsächlich 
um Angehörige der Karuna-Fraktion gehandelt habe, seien weder ein 
flüchtlingsrelevantes Verfolgungsmotiv noch eine konkrete Gefahr zu-
künftiger landesweiter Verfolgung festzustellen (vgl. Urteil vom 10. Ok-
tober 2007, E. 4.2).

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5.
Die Anwendung der oben genannten Massstäbe führt im vorliegenden 
Fall zum Schluss, dass die ins Recht gelegten Beweismittel (vgl. oben 
E.  4.1)  rechtzeitig  geltend  gemacht  und  als  erheblich  zu  bewerten 
sind.

5.1 Es ist durchaus nachvollziehbar, dass der Gesuchsteller die einge-
reichten Beweismittel nicht früher einreichen konnte. Das srilankische 
Gericht, welches für das vom Gesuchsteller eingeleitete Strafverfahren 
in Batticaloa zuständig ist, und der Vater des Gesuchstellers, welcher 
ihm bei der Beibringung von Beweismitteln behilflich sein konnte, be-
finden sich in einer Gegend Sri  Lankas, welche ständigen Konflikten 
zwischen  der  Regierung  und  der  LTTE  (Liberation  Tigers  of  Tamil 
Eelam),  beziehungsweise  deren  Splittergruppe  unter  Karuna  ausge-
setzt ist. Es erscheint somit glaubhaft, dass es dem Gesuchsteller an-
gesichts  der  erschwerten  Kommunikation  aus  entschuldbaren  Grün-
den nicht möglich war, die eingereichten Dokumente früher beizubrin-
gen. 

5.2 Hätten die Beweismittel bereits im ordentlichen Asylverfahren vor-
gelegen,  hätten  sie  zudem  grundsätzlich  geeignet  sein  können,  die 
Vorbringen des Gesuchstellers in einem anderen Licht erscheinen zu 
lassen,  mithin  zu  einem  anderen  Beschwerdeentscheid,  namentlich 
hinsichtlich  der  Einschätzung  der  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen,  zu 
führen; es kommt ihnen damit auch die revisionsrechtlich erforderliche 
Erheblichkeit zu. 

6.
Bei dieser Sachlage ist der Revisionsgrund des Vorliegens neuer er-
heblicher  Tatsachen  und  Beweismittel  gegeben,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom 10. Oktober 
2007 aufzuheben und das Beschwerdeverfahren wieder aufzunehmen 
ist.

7.
7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind für das Revisionsverfah-
ren  keine  Kosten  zu  erheben  (Art.  63  Abs.  1  i.V.m. Art.  68  Abs.  2 
VwVG). 

7.2 Dem Gesuchsteller ist  sodann gestützt auf Art. 64 Abs. 1 VwVG 
(i.V.m. Art. 68 Abs. 2 VwVG) sowie Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V. m. Art. 
7 Abs.1  des Reglements vom  21. Februar 2008  über die Kosten und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2) eine Entschädigung für die ihm erwachsenen notwendigen 
Kosten  im  Revisionsverfahren  zuzusprechen.  Der  in  der  Kostennote 
des Rechtsvertreters vom 30. Juni 2008 ausgewiesene zeitliche Auf-
wand von 24,38 Stunden scheint dem vorliegenden, nicht übermassig 
komplexen oder  umfangreichen Verfahren nicht  vollumfänglich  ange-
messen und ist auf 16 Stunden zu kürzen. Beim ausgewiesenen Stun-
denansatz  von  Fr.  230.-  und  den  ausgewiesenen  Auslagen  von  Fr. 
46.10 ist die Parteientschädigung demnach auf Fr. 4'010.- (inkl. Ausla-
gen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Revisionsgesuch wird  gutgeheissen. Das Urteil  des  Bundesver-
waltungsgericht vom 10. Oktober 2007 wird aufgehoben und das Be-
schwerdeverfahren wird wieder aufgenommen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3.
Dem Beschwerdeführer wird für das Revisionsverfahren vom Bundes-
verwaltungsgericht  eine Parteientschädigung von Fr. 4'010.--  entrich-
tet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  des  Gesuchstellers  (Einschreiben;  Beilage: 
Formular Zahladresse zum Ausfüllen und Retournieren)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  Ref.-Nr. 
N_______ (per Kurier; in Kopie)

- (...)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Muriel Beck Kadima

Versand: 

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