# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 635b6201-7204-5836-bcef-b2b0d0061fc1
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-30
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 30.03.2016 101 2015 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2015-2_2016-03-30.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2015 2

Urteil vom 30. März 2016

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richterinnen: Dina Beti, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin: Laura Granito

Parteien A.________, Beklagter, Berufungskläger und 
Anschlussberufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt 
Remo Gilomen

gegen

B.________, Klägerin, Berufungsbeklagte und 
Anschlussberufungsklägerin, vertreten durch Fürsprecherin 
Jasmin Brechbühler

Gegenstand Ehescheidung; nachehelicher Unterhalt

Berufung vom 5. Januar 2015 und Anschlussberufung vom 
20. Februar 2015 gegen den Entscheid des Zivilgerichts des 
Seebezirks vom 19. November 2014

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Sachverhalt

A. B.________, geb. im Jahr 1963, und A.________, geb. im Jahr 1963, heirateten im Jahr 
1990. Aus der Ehe gingen die heute bereits volljährigen Kinder, C.________, geb. im Jahr 1992, 
und D.________, geb. im Jahr 1995, hervor. Am 29. November 2013 schlossen die Parteien 
betreffend die Scheidungsfolgen eine Teilvereinbarung ab. Über die Frage des nachehelichen 
Unterhalts konnten sie sich nicht einigen (Dossier 10 2013 590, act. 12.4). Am 21. Februar 2014 
reichte B.________ die Scheidungsklage gemäss Art. 286 Abs. 2 ZPO ein und beantragte, ihr sei 
nachehelicher Unterhalt zuzusprechen im Umfang von CHF 2‘750.- pro Monat ab Rechtskraft des 
Scheidungsurteils bis das erste gemeinsame Kind die Erstausbildung abgeschlossen hat; im 
Umfang von CHF 3‘250.- in der Zeit bis das zweite gemeinsame Kind die Erstausbildung 
abgeschlossen hat; im Umfang von CHF 3‘450.- sobald beide gemeinsamen Kinder die Ausbildung 
abgeschlossen haben und bis zum Erreichen ihres ordentlichen Pensionsalters (act. 17). Mit 
Klageantwort vom 3. April 2014 schloss A.________ auf Abweisung der Klage und beantragte die 
Feststellung, dass sich die Parteien gegenseitig keinen nachehelichen Unterhalt schulden (act. 
24).

Am 19. November 2014 erliess die Vorinstanz nachfolgenden Entscheid (act. 36):

1. Die zwischen B.________ und A.________ im Jahr 1990 vor dem Zivilstandsamt in Bern 
geschlossene Ehe wird durch Scheidung aufgelöst.

2. Die von den Parteien am 29. November 2013 unterzeichnete Vereinbarung wird genehmigt. Sie hat 
folgenden Wortlaut:

1. Die Parteien beantragen, dass ihre im Jahr 1990 vor dem Zivilstandsamt von Bern 
geschlossene Ehe durch Scheidung gemäss Art. 112 ZGB aufgelöst werde.

2. Die Parteien bestätigen, dass sie die güterrechtliche Auseinandersetzung bereits 
vorgenommen haben und sie güterrechtlich per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt 
sind.

3. Die während der Ehe geäufneten Guthaben aus der beruflichen Vorsorge seien hälftig zu 
teilen und auszugleichen gemäss Art. 122 ZGB.

4. Die Frage des nachehelichen Unterhaltes von B.________ sei durch gerichtlichen Entscheid 
zu klären.

3. A.________ wird verpflichtet, B.________ ab Rechtskraft des Scheidungsurteils monatliche, 
vorauszahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 2‘673.- bis zum 28. Februar 2023 und von CHF 1‘773.- 
vom 1. März 2023 bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Alters von B.________ zu bezahlen.

4. Die Gerichtskosten werden zu 1/3 B.________ und zu 2/3 A.________ auferlegt. Die dem Staat 
geschuldeten Gerichtskosten (Entscheidgebühr inkl. Auslagen) werden auf CHF 3‘000.- festgesetzt.

5. B.________ wird eine Parteientschädigung von CHF 2‘000.-, zusätzlich Mehrwertsteuer von 8 %, 
total CHF 2‘160.- zugesprochen.

B. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ mit Eingabe vom 5. Januar 2015 Berufung. Er 
stellte unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von B.________ folgende 
Rechtsbegehren: 

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1. Die Ziff. 3 des Entscheids vom 19.11.2014 des Zivilgerichts des Seebezirks sei aufzuheben und es 
sei festzustellen, dass sich die Parteien gegenseitig keinen nachehelichen Unterhaltsbeitrag 
schulden.

2. Die Ziff. 4 des Entscheids vom 19.11.2014 des Zivilgerichts des Seebezirks sei aufzuheben und die 
erstinstanzlichen Gerichtskosten in der Höhe von CHF 3‘000.- seien vollumfänglich der 
Berufungsgegnerin/Klägerin aufzuerlegen.

3. Die Ziff. 5 des Entscheids vom 19.11.2014 des Zivilgerichts des Seebezirks sei aufzuheben und die 
Berufungsgegnerin/Klägerin sei zu verpflichten, dem Berufungsführer/Beklagten für das 
erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 6‘000.- auszurichten.

C. Mit Berufungsantwort vom 20. Februar 2015 beantragte B.________ die Abweisung der 
Berufung. Mit gleicher Eingabe erhob sie Anschlussberufung und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Ziffer 1 des Entscheides vom 19. November 2014 sei aufzuheben. Die Ehescheidung sei frühestens 
mit dem Entscheid über die Frage des nachehelichen Unterhalts auszusprechen.

2. Ziffer 3 des Entscheides vom 19.11.2014 des Zivilgerichts des Seebezirks sei aufzuheben und es 
seien nacheheliche Unterhaltsbeiträge gemäss Antrag der Anschlussberufungsklägerin/ 
Berufungsgegnerin/Klägerin in der Klage vom 21. Februar 2014 zuzusprechen.

3. Der Anschlussberufungsbeklagte/Berufungsführer/Beklagte sei zu verurteilen, der Anschluss-
berufungsklägerin/Berufungsgegnerin/Klägerin nacheheliche Unterhaltsbeiträge von CHF 2‘750.- pro 
Monat ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis das erste gemeinsame Kind die Erstausbildung 
abgeschlossen hat, von CHF 3‘250.- in der Zeit bis das zweite gemeinsame Kind die Erstausbildung 
abgeschlossen hat und von CHF 3‘450.- sobald beide gemeinsamen Kinder die Ausbildung 
abgeschlossen haben und bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsalters der Ehefrau zu 
bezahlen.

4. Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten seien dem Anschlussberufungsbeklagten/Berufungsführer/ 
Beklagten aufzuerlegen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Anschlussberufungsbeklagten/ 
Berufungsführers/Beklagten.

D. Mit Eingabe vom 9. April 2015 nahm A.________ Stellung zur Anschlussberufung von 
B.________ und beantragte diese sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

Erwägungen

1. a) Mit Berufung anfechtbar sind namentlich erstinstanzliche Endentscheide, sofern der 
Streitwert in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens CHF 10‘000.- beträgt (Art. 308 
Abs. 1 Bst. a und Abs. 2 ZPO). Der Streitwert wird durch die zuletzt aufrechterhaltenen 
Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 i.V.m. Art. 308 Abs. 2 ZPO). Als Wert wiederkehrender 
Leistungen gilt der Kapitalwert (Art. 92 Abs. 1 ZPO). 

Der Streitwert von CHF 10‘000.- ist vorliegend in Anbetracht der in Frage stehenden 
Unterhaltsbeiträge längstens erreicht. Im Übrigen ist auch der Streitwert von CHF 30‘000.-, der die 

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Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht gegen vorliegendes Urteil ermöglicht (Art. 51 
Abs. 1 Bst. a und 74 Abs. 1 Bst. b BGG), gegeben.

b) Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zustellung des 
begründeten Entscheids schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO).

Der angefochtene Entscheid wurde dem Berufungskläger/Anschlussberufungsbeklagten 
(nachfolgend: Berufungskläger) am 3. Dezember 2014 zugestellt. Unter Berücksichtigung des 
Fristenstillstands nach Art. 145 Abs. 1 Bst. c ZPO erfolgte die am 5. Januar 2015 eingereichte 
Berufung fristgerecht. Die Berufungsschrift enthält zudem Rechtsbegehren und ist begründet. 

Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf die 
Berufung einzutreten ist.

c) Für den nachehelichen Unterhalt gilt der Verhandlungsgrundsatz (Art. 277 Abs. 1 ZPO). 
Stellt das Gericht fest, dass für die Beurteilung von vermögensrechtlichen Scheidungsfolgen 
notwendige Urkunden fehlen, so fordert es die Parteien auf, diese nachzureichen (Art. 277 Abs. 2 
ZPO).

d) Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

e) Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur noch 
berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).

f) Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung 
durchführen oder aufgrund der Akten entscheiden. Vorliegend befinden sich die zur Entscheidung 
nötigen Informationen in den Akten, weshalb auf eine Verhandlung verzichtet wird.

2. a) Anders als die Berufung ist die Anschlussberufung an keine Streitwertgrenze gebunden. 
Dies ergibt sich daraus, dass die Anschlussberufung kein selbstständiges Rechtsmittel und von 
der Hauptberufung abhängig ist (Art. 313 Abs. 2 ZPO). Ob das Streitwerterfordernis erfüllt ist, wird 
daher nur hinsichtlich der Berufung geprüft (REETZ/HILBER, in Sutter-Somm/Hasenböhler/ 
Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, Art. 313 N 32). 
Die Anschlussberufung ist nicht auf den Gegenstand der Berufung beschränkt und kann sich auf 
einen beliebigen, mit diesem nicht notwendig in Zusammenhang stehenden Teil des 
angefochtenen Urteils beziehen (BGE 141 III 302 E. 2.2 mit Hinweisen).

b) Die Anschlussberufung ist innert 30 Tagen seit Zustellung der Hauptberufung zur 
schriftlichen Stellungnahme zu erheben (Art. 313 Abs. 1 i.V.m. Art. 312 Abs. 1 und 2 ZPO).

Die Berufung vom 5. Januar 2015 wurde der Berufungsbeklagten/Anschlussberufungsklägerin 
(nachfolgend: Berufungsbeklagte) am 21. Januar 2015 zur schriftlichen Stellungnahme zugestellt. 
Die am 20. Februar 2015 im Rahmen der Berufungsantwort eingereichte Anschlussberufung 
erfolgte mithin fristgerecht.

3. a) Strittig ist vorliegend, ob der Berufungskläger der Berufungsbeklagten 
Unterhaltsbeiträge zu leisten hat und wenn ja, in welcher Höhe.

b) aa) Mit der Scheidung endet die auf Art. 159 Abs. 3 und Art. 163 Abs. 1 ZGB beruhende 
eheliche Beistands- und Unterhaltspflicht. An deren Stelle kann nachehelicher Unterhalt treten. 
Gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB besteht Anspruch auf nachehelichen Unterhalt ("einen 

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angemessenen Beitrag"), soweit einem Ehegatten nicht zuzumuten ist, für den ihm gebührenden 
Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzukommen. Welcher 
Unterhalt "gebührend" ist, bestimmt sich daran, ob die Ehe lebensprägend war oder nicht. 
Letzterenfalls, was regelmässig bei sog. Kurzehen (d.h. Ehen, die weniger als fünf Jahre gedauert 
haben) zutrifft, sind die vorehelichen wirtschaftlichen Verhältnisse massgebend. Von einer 
Lebensprägung ist demgegenüber auszugehen, wenn die Ehe lange (d.h. in der Regel mehr als 
zehn Jahre) gedauert hat, wenn aus ihr Kinder hervorgegangen sind oder wenn der ansprechende 
Ehegatte mit der Heirat aus seinem bisherigen Kulturkreis entwurzelt worden ist; diesfalls wird 
angenommen, dass das Vertrauen auf den Weiterbestand der bisherigen, frei vereinbarten 
Aufgabenteilung objektiv schutzwürdig ist, und der unterhaltsberechtigte Teil hat grundsätzlich 
Anspruch auf Fortsetzung des zuletzt gemeinsam gelebten Standards (Urteil BGer 5A_384/2008 
vom 21. Oktober 2008 E. 4; siehe auch BGE 135 III 59 e. 4.1).

bb) Das Gesetz schreibt keine bestimmten Methoden für die Berechnung von 
Unterhaltsbeiträgen vor (BGE 140 III 337 E. 4.2.2). Bei einer lebensprägenden Ehe, wie sie 
vorliegend unbestrittenermassen gegeben ist, wird bei der Berechnung des nachehelichen 
Unterhalts grundsätzlich in drei Schritten vorgegangen: In einem ersten Schritt ist aufgrund der 
zuletzt erreichten und gepflegten Lebenshaltung zuzüglich der scheidungsbedingten Mehrkosten 
der gebührende Unterhalt eines jeden Ehegatten zu ermitteln. In einem zweiten Schritt ist sodann 
zu prüfen, inwieweit jeder Ehegatte seinen gebührenden Unterhalt selbst finanzieren kann. Wenn 
ein Ehegatte seinen Unterhalt nicht selber finanzieren kann, ist in einem dritten Schritt die 
Leistungsfähigkeit des unterhaltspflichtigen Ehegatten zu ermitteln und ein angemessener 
Unterhaltsbeitrag festzusetzen (Urteil BGer 5A_43/2015 vom 13. Oktober 2015 E. 3.1 mit 
Hinweisen; "zweistufige Methode"). Alternativ wird die "einstufig-konkrete Methode" verwendet, bei 
welcher direkt auf den Bedarf des unterhaltsberechtigten Ehegatten für die Weiterführung seines 
bisherigen Lebensstandards abgestellt wird (vgl. Urteil BGer 5A_198/2012 vom 24. August 2012 
E. 8.3.2).

c) Die Vorinstanz hat für die Ermittlung des Bedarfs der beiden Haushalte der Parteien 
nicht ausschliesslich auf die Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen 
Existenzminimums nach Art. 93 SchKG abgestellt. Vielmehr hat sie das betreibungsrechtliche 
Existenzminimum der Berufungsbeklagten um zusätzliche Bedarfsposten erweitert. Nachdem die 
Vorinstanz die Leistungsfähigkeit des Berufungsklägers festgestellt hat, verpflichtete sie diesen in 
einem zweiten Schritt, den festgestellten Mankobetrag der Berufungsbeklagten mit 
entsprechenden monatlichen Unterhaltszahlungen zu decken. Eine eigentliche 
Überschussverteilung wurde nicht vorgenommen. Keine der Parteien ficht vor Kantonsgericht das 
vorinstanzliche Vorgehen zur Festsetzung des nachehelichen Unterhalts der Berufungsbeklagten 
im Grundsatz an. Demzufolge ist die vorinstanzliche Berechnungsmethode im Grundsatz zu 
übernehmen, wobei die konkreten Beanstandungen der Parteien näher zu prüfen sind. Die 
Vorinstanz ging beim Berufungskläger von einem monatlichen Nettoeinkommen von 
CHF 13‘324.40 (bis Februar 2023) respektive CHF 6‘755.10 (ab März 2023) und einem Bedarf von 
CHF 9‘322.50 (bis Februar 2023) respektive CHF 3‘936.- (ab März 2023) aus, was im Rahmen der 
Berufung unbestritten blieb. Bei der Berufungsbeklagten wird auf ein monatliches Nettoeinkommen 
von CHF 2‘340.- und einen Bedarf von CHF 5‘013.- abgestellt. Sowohl die Höhe des von der 
Vorinstanz festgestellten Bedarfs als auch die Höhe des Einkommens der Berufungsbeklagten 
werden vom Berufungskläger bestritten. Soweit erforderlich, werden bereits in den nachfolgenden 
Erwägungen einzelne Vorbringen der Anschlussberufung vorab behandelt.

4. a) In einem ersten Punkt bringt der Berufungskläger vor, es sei im Rahmen der 
Bedarfsberechnung der Berufungsbeklagten ein Wohnkostenanteil der bei ihr wohnenden 

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erwachsenen Kinder von insgesamt CHF 1‘000.- zu berücksichtigen. Die Berufungsbeklagte bringt 
demgegenüber vor, ein Mietzins von CHF 1‘400.- entspreche nicht dem während der Ehe gelebten 
Standard.

b) Die Vorinstanz stellt in Bezug auf die anrechenbaren Wohnkosten der 
Berufungsbeklagten auf einen Mietzins von CHF 1‘400.- ab und hält dazu fest, dieser Betrag sei 
unabhängig von der Wohnsituation der beiden Kinder als angemessen zu betrachten. Dabei 
verkennt die Vorinstanz die im vorliegenden Verfahren geltenden Dispositionsmaxime, wonach das 
Gericht einer Partei nicht mehr und nichts anderes zusprechen darf, als sie verlangt, und nicht 
weniger als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 Abs. 1 ZPO).

aa) Die Berufungsbeklagte hat im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens bei einem 
Mietzins von CHF 1‘790.- und Nebenkosten von CHF 260.-, insgesamt ausmachend CHF 2‘050.-, 
einen Wohnkostenanteil der Kinder von monatlich je CHF 500.-, d.h. insgesamt CHF 1‘000.-, 
anerkannt (act. 17, S. 7-9; act. 18, Beilage 24 f.). Nach Angaben der Berufungsbeklagten 
überweisen ihr die volljährigen Kinder, welche nebst den Unterhaltsbeiträgen zudem über einen 
Nebenerwerb/Lehrlingslohn und Ausbildungszulagen verfügen, diesen Betrag monatlich (act. 17, 
S. 8 f.; act. 30, S. 4). Damit ist der Wohnkostenanteil von CHF 1‘000.-, gemäss dem Vorbringen 
des Berufungsklägers, in die Bedarfsrechnung der Berufungsbeklagten einzubeziehen. Ziehen 
beide Kinder aus, so macht die Berufungsklagte Wohnkosten von mindestens CHF 1‘400.- (inkl. 
Nebenkosten) geltend (act. 17, S. 7). 

bb) In die Bedarfsrechnung einzusetzen ist grundsätzlich der effektiv bezahlte Mietzins 
zzgl. Nebenkosten, bei einer Liegenschaft oder einem Stockwerkeigentumsanteil der effektiv 
bezahlte Hypothekarzins (ohne Amortisationsquote) zzgl. der Gebühren und Abgaben sowie der 
notwendigen laufenden Nebenkosten (Heizung, kleiner Unterhalt; BÜHLER, in BK ZPO, Band I: Art. 
1-149 ZPO, 2012, Art. 117 N 143 mit Hinweisen). Erscheinen diese Kosten – angesichts der 
konkreten wirtschaftlichen Verhältnissen – als zu hoch, so kann eine Herabsetzung erfolgen, wobei 
hier aber – anders als im Betreibungsrecht – nicht schematisch vorzugehen ist, sondern auf die 
Bedürfnisse der Familie verstärkt Rücksicht genommen werden muss. Bei der Frage, welcher 
Mietzins angemessen ist, ist u.a. auf eine Gleichbehandlung der Parteien zu achten 
(HAUSHEER/SPYCHER, in Handbuch des Unterhaltsrechts, 2010, Rz. 02.33).

cc) Die effektiven Wohnkosten (inkl. Parkplatzmiete) der Berufungsbeklagten belaufen 
sich vorliegend auf einen Betrag CHF 2‘050.- (3-Personen-Haushalt). Der Berufungskläger 
beansprucht für sich Wohnkosten von CHF 2‘580.- (2-Personen-Haushalt; act. 18, Beilage 42; 
act. 24, S. 13). Die Wohnkosten der Berufungsbeklagten wurden im aufgeführten Umfang vom 
Berufungskläger erstinstanzlich anerkannt (act. 24, S. 9). Bis zum Auszug beider Kinder ist mithin 
auf die effektiven Wohnkosten der Berufungsbeklagten von CHF 2‘050.- abzustellen. Diese 
Wohnkosten entsprechen im Übrigen auch den konkreten wirtschaftlichen Verhältnissen der 
Parteien.

Damit betragen die monatlichen Wohnkosten der Berufungsbeklagten, solange beide Kinder der 
Parteien bei ihr wohnen, CHF 1‘050.- (CHF 2‘050.- minus Wohnkostenanteil von CHF 1‘000.-). 
Zieht ein Kind aus, sind die monatlichen Wohnkosten der Berufungsbeklagten um CHF 500.- auf 
CHF 1‘550.- zu erhöhen. Ziehen beide Kinder aus, ist in der Bedarfsrechnung, wie von der 
Berufungsbeklagten selbst geltend gemacht, auf Wohnkosten von monatlich CHF 1‘400.- 
abzustellen. Dies rechtfertigt sich insbesondere auch, weil die Berufungsbeklagte ab diesem 
Zeitpunkt (1-Personen-Haushalt) eine kleinere Wohnung benötigen wird, als zum heutigen 
Zeitpunkt (3-Personen-Haushalt). Dies gilt ebenfalls ab Eintritt des Berufungsklägers in den 

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Vorruhestand; ab diesem Zeitpunkt hat die Vorinstanz selbst beim Berufungskläger einzig 
Wohnkosten von monatlich CHF 1‘400.- berücksichtigt. 

Soweit die Berufungsbeklagte in der Anschlussberufung betreffend ihre Wohnkosten mehr oder 
etwas anderes geltend macht, ist dieses Begehren abzuweisen. 

5. a) In einem nächsten Punkt macht der Berufungskläger geltend, für die Ferienwohnung in 
E.________ sei ein Ertrag von monatlich CHF 600.-, welcher mit Vermietung erzielt werden könne, 
einzurechnen. Andernfalls sei der (potenzielle) Vermögensertrag mittels Einholung eines 
Gutachtens festzustellen. 

b) Der Berufungsbeklagten wurde im Jahre 1998 von ihren Eltern eine 1.5-Zimmer-
Ferienwohnung mit einem (Steuer-)Wert von CHF 91‘370.- (act. 2, Beilage 13) in E.________ 
geschenkt. Unbestritten ist, dass die Eigentumswohnung der Berufungsbeklagten seit der 
Schenkung vor rund 17 Jahren ausschliesslich der privaten Nutzung der Familie des 
Berufungsklägers und der Berufungsbeklagten diente. Dass die Berufungsbeklagte Anspruch auf 
Beibehaltung dieses während der Ehe gelebten Standards auch nach der Scheidung hat, ergibt 
sich aus dem Vertrauensschutz bei lebensprägenden Ehen, der wie dargelegt vorliegend 
grundsätzlich zum tragen kommt (vgl. auch BGE 135 III 59 E. 4.1). Ob die Wohnung 
gewinnbringend vermietet werden könnte, kann dementsprechend offen gelassen werden. Es ist 
nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Berufungsbeklagten keinen Vermögensertrag aus 
der Eigentumswohnung in E.________ angerrechnet hat.

6. a) Weiter bringt der Berufungskläger vor, die Vorinstanz habe der Berufungsbeklagten zu 
Unrecht einen Vorsorgeunterhalt von CHF 300.- zugesprochen.

b) Der gebührende Unterhalt im Sinne von Art. 125 Abs. 1 ZGB schliesst eine 
angemessene Altersvorsorge ein. Der sogenannte Vorsorgeunterhalt bezweckt namentlich den 
Ausgleich allfälliger zukünftiger Vermögenseinbussen in der Altersvorsorge, die dadurch 
entstehen, dass der unterhaltsberechtige Ehegatte aufgrund der Kinderbetreuung, der Gesundheit 
oder des Alters in den Jahren nach der Scheidung keiner oder nur einer reduzierten 
Erwerbstätigkeit nachgehen wird und deshalb auch keine oder nur geringe Beiträge an die eigene 
Altersvorsorge wird leisten können (vgl. GLOOR/SPYCHER, in Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 
2014, Art. 125 N 4 mit Hinweisen; siehe auch BGE 135 III 158 E. 4 f.). Ein Ausgleich in der 
nachehelichen Vorsorge kann überall dort erfolgen, wo die Ehegatten nach der Scheidung nicht 
gleich hohe Beträge in die Vorsorge einzahlen können (FREIVOGEL/GLOOR/STIEGER-GMÜR, 
Nachehelicher Unterhalt bei komfortablen bis sehr guten finanziellen Verhältnissen, in: FamPra.ch 
4/2004 S. 825). Im Vordergrund steht, die Altersvorsorge auf Grund der für die Ehegatten 
massgebenden Lebenshaltung zu bemessen, d.h. die Lebenshaltung, auf deren Fortführung der 
unterhaltsberechtigte Ehegatte grundsätzlich Anspruch hat, in ein fiktives Bruttoeinkommen 
umzurechnen und darauf die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zu berechnen, die 
zusammen, erweitert um eine allfällige Steuerbelastung, den Vorsorgeunterhalt ergeben. Die 
Berechnungsart gestattet es, die angemessene Altersvorsorge entweder direkt zu bestimmen oder 
die dafür erforderlichen und bloss geschätzten Beträge auf ihre Angemessenheit hin zu überprüfen 
(BGE 135 III 158 E. 4.4). 

c) Im Rahmen der Teileinigung, welche im Rahmen des vorinstanzlichen Entscheids vom 
19. November 2014 genehmigt worden ist, vereinbarten die Parteien, die während der Ehe 
geäufneten Guthaben aus der beruflichen Vorsorge seien hälftig zu teilen (act. 36). Per 31. Juli 
2014 weist der Berufungskläger eine zu teilende Austrittsleistung von CHF 836‘570.- auf (act. 34, 
Beilage 12). Mit einem monatlichen Lohn von rund CHF 13‘324.40 bis Februar 2023 wird der 

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Berufungskläger auch nach der Scheidung massgebliche Beiträge an die eigene Altersvorsorge 
leisten können. Daran wird die Berufungsbeklagte nicht mehr partizipieren. Nach Berechnung der 
J.________ wird die Altersrente des Berufungsklägers ab 1. März 2023 CHF 6‘755.10 betragen 
(act. 34, Beilage 13). Aus dem Vorsorgeausweis der Berufungsbeklagten geht hervor, dass sie mit 
ihrer Arbeitstätigkeit beim F.________ im Alter von 64 Jahren, Anspruch auf eine Rente von 
CHF 1‘729.- haben wird (act. 18, Beilage 28). Mit den übrigen Arbeitstätigkeiten (Fahrdienst für 
den G.________, Einkommen rund CHF 200.-/Monat; H.________, Einkommen rund CHF 260.-
/Monat; private Haushaltshilfe, Einkommen rund CHF 326.-/Monat), welche die Berufungsbeklagte 
derzeit ausübt, wird sie diese Rente nicht oder nicht massgeblich steigern können. Es ist damit 
festzustellen, dass die Berufungsbeklagte aufgrund des tieferen Erwerbseikommens – nach 
Teilung der während der Ehe erworbenen Austrittleistungen – massgeblich geringere Beiträge an 
die eigene Altersvorsorge wird leisten können als der Berufungskläger. Die dargelegte Sachlage ist 
namentlich durch die während der Ehe gelebte klassische Rollenteilung zu begründen; der 
Berufungskläger war hauptverantwortlich für die Erzielung des Einkommens der Familie, die 
Berufungsbeklagte, welche vor der Heirat eine Ausbildung als Verkäuferin absolviert hatte, 
kümmerte sich demgegenüber während rund 10 Jahren (1992-2002) um die gemeinsamen Kinder 
und den Haushalt. Einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit ging sie während dieser Zeit nicht 
nach. Auch nach Wiederaufnahme verschiedener Erwerbstätigkeiten erzielt sie heute ein 
signifikant tieferes Nettoeinkommen als der Berufungskläger (vgl. zum Ganzen E. 9 hiernach).

Die Vorinstanz hat somit ein Bedürfnis der Berufungsbeklagten nach zusätzlicher Altersvorsorge 
bis und mit Februar 2023 bejahen dürfen. Die Berufungsbeklagte hat Anspruch auf einen 
Vorsorgeunterhalt, der es ihr erlaubt, auch nach der Scheidung eine angemessene Altersvorsorge 
zu äufnen, um eine Vermögenseinbusse in ihrer Altersvorsorge gemessen an der Lebenshaltung 
der Ehegatten zu reduzieren. Das Vorbringen des Berufungsklägers, eine Zahlung von 
CHF 21‘018.43 (vgl. act. 25, Beilage 9) in die 3. Säule der Berufungsbeklagten geleistet zu haben, 
vermag daran nichts zu ändern. Die vom Berufungskläger gegen den Vorsorgeunterhalt 
erhobenen Einwände sind unbegründet. Gegen die Angemessenheit des tatsächlich eingesetzten 
Betrages (CHF 300.-) wendet er nichts ein, so dass diese nicht zu überprüfen ist. 

7. a) In einem letzten Punkt betreffend die Bedarfsberechnung der Berufungsbeklagten führt 
der Berufungskläger an, in casu könne nicht ein gehobener Lebensstandard berücksichtigt 
werden; eine Erhöhung des Grundbetrags der Berufungsbeklagten um CHF 600.- sei nicht 
zulässig. 

b) Im Jahr 2011 betrug das jährliche Nettoeinkommen des Berufungsklägers 
CHF 159‘800.- (act. 18, Beilage 40), im 2012 CHF 161‘418.- (act. 18, Beilage 41) und im 2013 
CHF 159‘893.- (act. 25, Beilage 4). Hinzu kam ein monatliches Einkommen der 
Berufungsbeklagten von rund CHF 600.- bis 1‘200.- (vgl. act. 18, Beilage 4). Das monatliche 
Einkommen wurde von der vierköpfigen Familie für den Lebensunterhalt verwendet. Ersparnisse 
werden von den Parteien nicht geltend gemacht. So geht denn auch aus der definitiven 
Veranlagung der Kantons- und der direkten Bundessteuer 2012 hervor, dass die Parteien, nebst 
der Privatliegenschaft, über keine namhaften Privatkapitalien verfügten (act. 18, Beilage 30). 
Vielmehr bringt der Berufungskläger vor, die Parteien hätten Schulden gehabt. Er verweist dazu 
auf die Kreditkartenabrechnung per 21. Februar 2013, wonach ein Rechnungssaldo von 
CHF 10‘383.35 besteht (act. 25, Beilage 3). Ausführungen zu der Zusammensetzung des 
Rechnungssaldos unterbleiben; es ist nicht ersichtlich, wofür die CHF 10‘383.35 verwendet worden 
sind. Aus den vom Berufungskläger ins Recht gelegten Unterlagen kann nicht geschlossen 
werden, dass die vierköpfige Familie mit einem monatlichen "Familieneinkommen" von 
durchschnittlich rund CHF 13‘000.-/14‘000.- nicht in eher guten finanziellen Verhältnissen gelebt 

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hätte. Der Nachweis der Verschuldung der Parteien gelingt dem Berufungskläger nicht; 
insbesondere wird von ihm weder behauptet noch bewiesen, es sei in diesem Zusammenhang ein 
Betreibungsverfahren gegen die Parteien eingeleitet worden oder es würden Verlustscheine 
bestehen. Es ist entsprechend nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Berufungsbeklagten 
mit Blick auf den Lebensstandard während der Ehe bis und mit Februar 2023 einen um CHF 600.- 
erhöhten Grundbetrag zuerkannt hat.

8. Ausgehend von den Ausführungen hiervor ist der gebührende Unterhalt der 
Berufungsbeklagten bis und mit Februar 2023 auf einen Betrag von CHF 4‘663.- (Grundbetrag 
CHF 1‘200.-; Erhöhung Grundbetrag CHF 600.-; Wohnkosten CHF 1‘050.-; Krankenkassenprämie 
CHF 625.-; Hausrat- und Haftpflichtversicherung CHF 50.-; Arbeitswegkosten CHF 191.-; 
auswärtige Verpflegung CHF 147.-; Steuern CHF 500.-; Vorsorgeunterhalt CHF 300.-) 
festzusetzen. Zieht ein Kind aus, ist der gebührende Unterhalt auf CHF 5‘163.- (Erhöhung Mietzins 
auf CHF 1‘550.-) zu bestimmen, ziehen beide Kinder aus, auf CHF 5‘013.- (Senkung Mietzins auf 
CHF 1‘400.-). Ab 1. März 2023 hat die Vorinstanz den gebührenden Unterhalt der 
Berufungsbeklagten um CHF 900.- (Erhöhung Grundbetrag CHF 600.-; Vorsorgeunterhalt 
CHF 300.-) gekürzt, namentlich mit dem Verweis auf die Wohnung in E.________, welche als 
Altersvorsorge eingesetzt werden könne. Die Berufungsbeklagte setzt sich mit dieser Kürzung 
nicht auseinander. Sie legt namentlich nicht dar, weshalb die Vorinstanz zu Unrecht davon 
ausgegangen ist, dass sie ab diesem Zeitpunkt die Wohnung als Altersvorsorge einsetzen könne. 
Kommt hinzu, dass die Vorinstanz auch beim Berufungskläger ab 1. März 2023 Kürzungen 
vorgenommen hat (act. 36, S. 13, so namentlich die Erhöhung des Grundbetrags). Somit beläuft 
sich der gebührende Unterhalt der Berufungsbeklagten ab 1. März 2023 auf CHF 4‘113.-.

In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob es der Berufungsbeklagten – wie von der Vorinstanz 
festgestellt – nicht zuzumuten ist, für diesen Unterhalt vollumfänglich selbst aufzukommen und 
damit zu ihren Gunsten Unterhaltsbeiträge zu sprechen sind. 

9. a) Der Berufungskläger bringt betreffend die Eigenversorgungskapazität der 
Berufungsbeklagten vor, bei willkürfreier Beweiswürdigung und richtiger Sachverhaltsfeststellung 
hätte die Vorinstanz zum Schluss kommen müssen, dass sie zu 100 % arbeitsfähig sei. Dabei sei 
ihr ein Erwerbseinkommen in der Höhe von brutto CHF 5‘350.- anzurechnen. Dies entspreche 
ihren Fähigkeiten sowie dem Berufsabschluss und ihrer Eigenschaft als Schweizerin.

b) Die Vorinstanz erwog, der Berufungsbeklagten sei aufgrund der Ehe mit traditioneller 
Rollenverteilung, ihres Gesundheitszustands und ihres Alters im Zeitpunkt der Trennung im Juli 
2011 von knapp 48 Jahren eine Erwerbstätigkeit von 80 % zumutbar. Dabei sei es der 
Berufungsbeklagten gestützt auf ihre Ausbildung, ihr Alter und die Möglichkeiten auf dem 
Arbeitsmarkt nicht möglich, ein höheres als das zurzeit erzielte Einkommen zu erzielen. 

c) Bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit bzw. Eigenversorgungskapazität der 
Ehegatten ist grundsätzlich vom tatsächlich erzielten Einkommen auszugehen. Reicht dieses 
Einkommen nicht aus, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann dem Ehegatten ein 
hypothetisches Einkommen angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und 
möglich ist. Dabei handelt es sich um zwei Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein müssen. Ob 
dem Ehegatten ein hypothetisches Einkommen in der angenommenen Höhe zugemutet werden 
kann, ist Rechtsfrage, ob die Erzielung des Einkommens auch tatsächlich möglich erscheint, ist 
hingegen Tatfrage, die durch die konkreten Umstände des Einzelfalls oder durch die allgemeine 
Lebenserfahrung beantwortet wird (Urteil BGer 5A_697/2014 vom 23. April 2015 E. 3.1.2 mit 
Hinweisen). Zu den Beurteilungskriterien bei der Frage nach der Zumutbarkeit/Unzumutbarkeit und 
nach der Möglichkeit/Unmöglichkeit der Erzielung eines hypothetischen Einkommen gehören 

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insbesondere die berufliche Qualifikation, das Alter und der Gesundheitszustand des betreffenden 
Ehegatten sowie die Lage auf dem Arbeitsmarkt (vgl. Urteil BGer 5A_608/2014 vom 16. Dezember 
2014 E. 5.1.2). Aufgrund der Beweislastverteilung hat der einen Unterhaltsanspruch geltend 
machende Ehegatte alle Sachverhaltselemente darzulegen und zu beweisen, die der 
Wiederaufnahme oder Ausdehnung der Erwerbstätigkeit entgegenstehen (BÜCHLER/CLAUSEN, Die 
Eigenversorgungskapazität im Recht des nachehelichen Unterhalts: Theorie und Rechtsprechung, 
in FamPra 2015 1 ff., 14).

Das Alter des Berechtigten und insbesondere die (gelebte) Ehedauer haben, unabhängig vom 
Vorhandensein von Kindern, oftmals ebenfalls Auswirkungen auf dessen 
Eigenversorgungskapazität, insbesondere wenn die Aufgabenteilung während der Ehe vorsah, 
dass der haushaltführende Ehegatte auf eine berufliche Tätigkeit bzw. entsprechende Aus- und 
Weiterbildungen verzichtete (GLOOR/SPYCHER, a.a.O., Art. 125 N 11). Gemäss der 
Rechtsprechung ist bei Scheidung nach langer Ehedauer dem haushaltführenden Ehegatten, der 
auf eine Erwerbstätigkeit verzichtet hat, die Wiederaufnahme einer solchen dann nicht mehr 
zuzumuten, wenn er im Zeitpunkt der Scheidung das 45. Altersjahr erreicht hat (BGE 115 II 6 
E. 5a; 127 III 136 E. 2c). Diese Altersgrenze kann aber durch andere Umstände wiederlegt 
werden. Auch geht die Tendenz gemäss Bundesgericht dahin, dass sie auf 50 Jahre zu erhöhen 
sei (BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2).

d) Der Lebenslauf der Berufungsbeklagten ist in seinen groben Zügen wie folgt 
festzustellen: Die Berufungsbeklagte absolvierte eine Lehre als Verkäuferin. Seit der Geburt der 
Tochter der Parteien, C.________, geb. im Jahr 1992, bis 2002 war die Berufungsbeklagte 
Hausfrau und Mutter. Ab 2002 war sie Teilzeit erwerbstätig. Ihr Beitrag an das monatliche 
Familieneinkommen belief sich zwischen 2009 und 2012 auf durchschnittlich ca. CHF 600.- bis 
CHF 1‘200.- (vgl. act. 18, Beilage 4). Heute geht die Berufungsbeklagte vier verschiedenen 
Erwerbstätigkeiten nach: Sie arbeitet an der Rezeption des F.________, beim Fahrdienst des 
G.________, bei der H.________ und als Haushaltshilfe in einem Privathaushalt. In Bezug auf die 
Arbeitstätigkeit beim F.________ machte sie vor der Vorinstanz ein Pensum von 50 % und ein 
monatliches Nettoeinkommen von CHF 1‘554.- geltend, wobei die monatlichen Arbeitseinsätze/-
tage variieren würden. Betreffend den Fahrdienst gab sie an, ca. 2 Stunden/Woche zu arbeiten 
und dabei ein monatliches Nettoeinkommen von rund CHF 200.- zu erzielen. Für die 
Arbeitstätigkeit bei H.________ soll ihr Nettoeinkommen bei einem Arbeitspensum von monatlich 
10 bis 11 Stunden CHF 260.- betragen und bei ihrer Anstellung als Haushaltshilfe CHF 326.-, 
wobei sich der Nettostundenlohn auf CHF 30.- belaufen würde (vgl. zum Ganzen act. 17, Art. 5).

Vorgenannte Vorbringen der Berufungsbeklagten erachtete die Vorinstanz als erwiesen und stellte 
auf die von der Berufungsbeklagten geltend gemachten Erwerbseinkommen, insgesamt netto 
CHF 2‘340.-, ab (act. 36, E. 4.7.3). Die monatlichen Einkommen werden vom Berufungskläger in 
ihrer Höhe nicht bestritten. Es ist darauf abzustellen. Bestritten ist hingegen, welchem 
Arbeitspensum die von der Berufungsbeklagten ausgeführten Arbeitstätigkeiten insgesamt 
entsprechen. Dies geht im Übrigen nicht klar aus dem vorinstanzlichen Urteil hervor. Beim 
F.________ arbeitet die Berufungsbeklagte zu 50 % (entspricht gemäss den Akten 
21,5 Arbeitsstunden/Woche), beim Fahrdienst ca. 2 Stunden/Woche, bei H.________ ca. 
2,5 Stunden/Woche und als Haushaltshilfe ca. 3 Stunden/Woche (Nettoeinkommen von CHF 326.- 
geteilt durch Nettostundenlohn von ca. CHF 27.-:4). Zählt man die Arbeitsstunden zusammen, 
ergibt sich eine Arbeitstätigkeit von rund 29 Stunden/Woche. Geht man von einer 42-Stunden-
Woche aus, entsprechen die Arbeitstätigkeiten der Berufungsbeklagten einem effektiven 
Arbeitspensum von knapp 70 %. Die Vorinstanz erwog, dass der Berufungsbeklagten eine 
Arbeitstätigkeit von 80 % zumutbar sei. Dies wird von der Berufungsbeklagten nicht bestritten 

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(vgl. act. 17, S. 5). Ausgehend von dem von ihr mit 70 % erzielten Erwerbseinkommen ist ihr bei 
einem Pensum von 80 % ein hypothetisches Einkommen von monatlich netto rund CHF 2‘675.- 
anzurechnen. Die zusätzlichen 10 % sind als ihr zumutbar und in ihrem Arbeitsfeld möglich zu 
erachten. Die der Berufungsbeklagten gewährten Auslagen entsprechen bereits einem Pensum 
von 80 % (act. 36, Ziff. 4.8). 

aa) Der Berufungskläger macht geltend, der Berufungsbeklagten sei bei einem 
zumutbaren Arbeitspensum von 100% ein hypothetisches Einkommen von monatlich brutto 
CHF 5‘350.- anzurechnen. Gibt man im "Salarium – individueller Lohnrechner des Bundes" 
(www.bfs.admin.ch) folgende Daten ein: Region: Espace Mittelland; Branche: Detailhandel; 
Berufsgruppe: Verkaufskräfte; Stellung im Betrieb: Ohne Kaderfunktion; Wochenstunden: 
42 Stunden; Ausbildung: Abgeschlossene Berufsausbildung; Alter: 53 Jahre; Dienstjahre: 0 Jahre; 
Unternehmensgrösse: 50 und mehr Beschäftigte; 13 Monatslöhne, ergeben sich für eine 
Schweizerin folgende monatliche Bruttolöhne bei einem Arbeitspensum von 100 %: 25 % 
verdienen weniger als CHF 4'076; Zentralwert: CHF 4'497.-; 25 % Prozent verdienen mehr als 
CHF 4'969.-. Bei Berücksichtigung der Sozialabzüge von pauschal 10 % ergeben sich folgende 
monatliche Nettolöhne bei einem Arbeitspensum von 100 %: 25 % verdienen weniger als 
CHF 3‘668.40; Zentralwert: CHF 4‘047.20; 25 % Prozent verdienen mehr als CHF 4‘472.10. 
Bereits basierend auf den hiervor aufgeführten Zahlen ist das vom Berufungskläger geltend 
gemachte hypothetische Bruttoeinkommen von CHF 5‘350.- zu relativieren. Hinzu kommt, dass der 
individuelle Lohnrechner einen Erwerbsunterbruch von mehreren Jahren nicht berücksichtigt. 

Die Berufungsbeklagte hat vor der Heirat eine Lehre als Verkäuferin absolviert. Von 1992 bis 2002 
war sie dann, namentlich aufgrund der gemeinsamen Kinder der Parteien, C.________, geb. im 
Jahr 1992, und D.________, geb. im Jahr 1995, während 10 Jahren nicht und auch in den 
nachfolgenden Jahren im Vergleich zum Berufungskläger nur in sehr untergeordnetem Mass 
Teilzeit arbeitstätig (Verdienst durchschnittlich CHF 600.- bis 1‘200.- pro Monat). Die gelebte 
Rollenteilung, welche dazu geführt hat, dass die Berufungsbeklagte während mehreren Jahren auf 
dem Arbeitsmarkt nicht präsent war, der Berufungskläger hingegen seiner Karriere nachgehen 
konnte, haben die Ehegatten gemeinsam vereinbart. Auf die Werte gemäss individuellem 
Lohnrechner des Bundes wäre nur abzustellen, wenn die Berufungsbeklagte nach Abschluss der 
Berufslehre bis heute mehr oder weniger lückenlos im von ihr erlernten Beruf (Verkäuferin) tätig 
gewesen wäre, was vorliegend nicht der Fall ist. Aus diesen Gründen ist der Berufungsbeklagten 
ein höheres als das hiervor festgestellte (hypothetische) Erwerbseinkommen von monatlich netto 
CHF 2‘675.- bei einem Arbeitspensum von 80 % nicht zumutbar. Ob ein höheres 
Erwerbseinkommen möglich wäre, kann demnach offen bleiben. Im Übrigen ist festzuhalten, dass 
ein monatliches Nettoeinkommen von CHF 2‘675.- bei einem Pensum von 80 % nicht zwingend 
der hiervor aufgeführten Statistik wiederspricht; diese legt gerade dar, dass 25 % der Frauen, in 
der vom Berufungskläger angeführten Berufsgruppe, bei einem Arbeitspensum von 100 %, 
monatlich weniger als netto CHF 3‘668.40 verdienen. Die Berufungsbeklagte geht heute vier 
verschiedenen Arbeitstätigkeiten nach und zeigt mit diesem Einsatz, dass sie versucht, sich 
bestmöglich in einen Arbeitsmarkt zu integrieren, der sich für eine Person ohne einschlägige 
Berufserfahrung und ohne höhere Berufsbildung im Alter von mehr als 50 Jahren gerichtsnotorisch 
nicht einfach gestaltet. Es ist davon auszugehen, dass die Berufungsbeklagte, wenn sie die 
Möglichkeit hätte, mit einer Anstellung das gleich hohe monatliche Einkommen zu erzielen wie mit 
vier verschiedenen Arbeitstätigkeiten, sie diese Option wählen würde. Ein vom Berufungskläger 
bei einem Arbeitspensum von 100% auf brutto CHF 5‘350.- beziffertes hypothetisches Einkommen 
ist in Anbetracht der dargelegten Sachlage abzuweisen. Zu prüfen bleibt, ob der 
Berufungsbeklagten ein höherer Beschäftigungsgrad als der von ihr anerkannte (Arbeitspensum 
von 80 %) zumutbar und möglich ist. 

http://www.bfs.admin.ch

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bb) Nebst der gelebten klassischen Rollenteilung, welche auf Seiten der 
Berufungsbeklagten finanziell zu ehebedingten Nachteilen geführt hat, weist diese nach, dass sie 
gesundheitliche Probleme hat, welche dazu führen, dass ihr nur eine Teilzeit Erwerbstätigkeit 
zumutbar und möglich ist. Der Berufungskläger anerkennt die gesundheitlichen Probleme der 
Berufungsbeklagten grundsätzlich, er bringt allerdings vor, dass daraus keine Reduktion des ihr 
zumutbaren Arbeitspensums folge. Im 1987 erlitt die Berufungsbeklagte einen Unfall; es 
resultierten Knieprobleme. Im 2009 und im 2011 wurde eine Knie-Arthroskopie am rechten 
Kniegelenk durchgeführt. Ebenfalls im 2011 wurde ihr dann eine Knietotalprothese implantiert. 
Zeitweilig war die Berufungsbeklagte arbeitsunfähig. Auch heute leidet sie noch an Schmerzen, 
insbesondere im Bereich der Schultern, der Handgelenke und der Kniegelenke. Dr. med. 
I.________, Facharzt für Rheumatologie, teilte mit ärztlichem Zeugnis vom 18. Februar 2015 
(Beilage 1 der Berufungsantwort) das Folgende mit: „Frau B.________ war am 15.12.14 letztmals 
bei mir in Kontrolle. Die Beschwerden haben sich seit dem Bericht vom 7.2.14 nicht gebessert, ja 
sie haben sich eher verschlechtert (vgl. Bericht 7.2.14). Daher verschrieb ich ihr im Dezember 14 
neu Entzündungshemmer und Physiotherapie, damit die Patientin den Alltag bewältigen kann. 
Trotzdem kann die Patientin mit ihren Rhiz-Arthrosen und Gelenkbeschwerden maximal 80 % 
arbeiten. Mehr ist aus medizinischer Sicht nicht zumutbar.“ Bei diesem Arztbericht handelt es sich 
um ein im Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO mit der Berufungsantwort vom 20. Februar 2015 
rechtzeitig eingereichtes Novum. Darauf ist abzustellen. Aus dem Umstand, dass die 
Berufungsbeklagte keine Invalidenrente oder Suva Taggelder bezieht, kann nicht geschlossen 
werden, dass ihr eine Arbeitstätigkeit von 100 % zumutbar ist. Wie von der Berufungsbeklagten 
richtig vorgebracht wird, besteht bei einem (allfälligen) Invaliditätsgrad von unter 40 % kein 
Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 28 IVG). Insgesamt ist folglich auf ein der 
Berufungsbeklagten zumutbares Arbeitspensum von 80 % und ein monatliches 
Nettoerwerbseinkommen von CHF 2‘675.- abzustellen. Soweit weitergehend wird die Berufung in 
diesem Punkt abgewiesen.

10. Die Zusprechung von Unterhaltsbeiträgen setzt schliesslich eine entsprechende 
Leistungsfähigkeit auf Seiten des Pflichtigen voraus, welche vorliegend nicht bestritten wird. Das 
monatliche Einkommen des Berufungsklägers ist, wie von ihm belegt und von der Vorinstanz 
festgestellt, auf einen Betrag von netto CHF 13‘324.40 respektive ab 2023 auf CHF 6‘755.10 zu 
beziffern. Dem steht ein Bedarf von CHF 9‘322.50 respektive ab 1. März 2023 von CHF 3‘936.- 
gegenüber. In der Zeit vor 1. März 2023 weist der Berufungskläger mithin einen monatlichen 
Überschuss von CHF 4‘001.90 (CHF 13‘324.40 minus CHF 9‘322.50) und in der Zeit ab 1. März 
2023 von CHF 2‘819.10 (CHF 6‘755.10 minus CHF 3‘936.-) auf.

Die berufliche respektive finanzielle Situation der Berufungsbeklagten ist hingegen wie folgt 
festzuhalten: Ihr ist ein Arbeitspensum von 80 % und ein monatliches Nettoeinkommen von 
CHF 2‘675.- zumutbar und möglich. Dem steht ein Bedarf von CHF 4‘663.- gegenüber. Zieht eines 
der beiden Kinder der Parteien aus der Wohnung der Berufungsbeklagten aus, erhöht sich ihr 
Bedarf auf CHF 5‘163.-. Ziehen beide Kinder aus, ist ihr Bedarf auf einen Betrag von CHF 5‘013.- 
zu beziffern. Ab 1. März 2023 beläuft sich der Bedarf noch auf CHF 4‘113. Sie weist demnach in 
der ersten Phase (beide Kinder der Parteien wohnen bei ihr) ein Manko von CHF 1‘988.- 
(CHF 4‘663.- minus CHF 2‘675.-), in der zweiten Phase (ein Kind der Parteien zieht aus) ein 
Manko von CHF 2‘488.- (CHF 5‘163.- minus CHF 2‘675.-) und in der dritten Phase (beide Kinder 
der Parteien ziehen aus) ein Manko von CHF 2‘338.- (CHF 5‘013.- minus CHF 2‘675.-). Ab dem 
1. März 2023 weist die Berufungsbeklagte ein Manko von CHF 1‘438.- (CHF 4‘113.- minus 
CHF 2‘675.-) auf. Entgegen der finanziellen Situation der Berufungsbeklagten weist der 
Berufungskläger – auch unter Berücksichtigung von Unterhaltsbeiträgen zugunsten der 
Berufungsbeklagten – monatlich einen Überschuss (ohne Unterhaltsbeiträge zugunsten der 

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Berufungsbeklagten bis Ende Februar 2023 CHF 4‘001.90 und ab März 2023 CHF 2‘819.10) auf. 
Obwohl die Berufungsbeklagte nicht geltend macht, die Überschussteilung sei fälschlicherweise 
nicht vorgenommen worden, so verlangt sie doch die Zusprechung eines höheren monatlichen 
Unterhaltsbeitrags zu ihren Gunsten (Anschlussberufung). Berücksichtigt man insbesondere, dass 
die Parteien eine lebensprägende Ehe geführt haben sowie die klassische Rollenteilung, 
rechtfertigt es sich, der Berufungsbeklagten einen ihren Mankobetrag übersteigenden 
Unterhaltsbeitrag zuzusprechen. 

Dieser wird bis Ende Februar 2023 global auf monatlich CHF 2‘500.- (Manko: CHF 1‘988.-; 
CHF 2‘488.-; CHF 2‘338.-) und ab dem 1. März 2023 auf monatlich CHF 1‘750.- (Manko: 
CHF 1‘438.-) bestimmt. Der Berufungskläger wird demnach verpflichtet, der Berufungsbeklagten 
ab Rechtskraft des Scheidungsurteils monatliche, vorauszahlbare Unterhaltsbeiträge von 
CHF 2‘500.- bis zum 28. Februar 2023 und von CHF 1‘750.- vom 1. März 2023 bis zum Erreichen 
des ordentlichen AHV-Alters der Berufungsbeklagten zu bezahlen.

a) Sofern die Berufungsbeklagte in der Anschlussberufung sinngemäss geltend macht, ab 
1. März 2023 dürfe das Einkommen des Berufungsklägers – zumindest nicht in dem von der 
Vorinstanz vorgenommenen Umfang – reduziert werden, ist darauf nicht einzutreten. Bis auf den 
Umstand, dass ihr eine Kopie der Berechnung der J.________ Pensionskasse der Altersrente des 
Berufungsklägers ab 1. März 2023 hätte gerichtlich zugestellt werden müssen und dass der 
Berufungsklägers im Alter von 60 Jahren noch Beratungsmandate übernehmen könne, setzt sich 
die Berufungsbeklagte mit dem Einkommen des Berufungsklägers ab dem 1. März 2023 nicht 
weiter auseinander. Sie legt nicht dar, inwiefern anders zu entscheiden wäre, insbesondere fehlt 
es an einer Bezifferung ihrer Begehren. 

b) Soweit die Berufungsbeklagte in ihrer Anschlussberufung höhere Unterhaltsbeiträge 
(CHF 2‘750.-, CHF 3‘250.- und CHF 3‘450.-) beantragt, wird die Anschlussberufung abgewiesen. 
Ein höherer Bedarf als der hiervor festgestellte wurde von ihr nicht rechtsgenüglich nachgewiesen. 
Im Übrigen würden die von der Berufungsbeklagten in der Anschlussberufung beantragten 
Unterhaltszahlungen in der Höhe von CHF 3‘250.- (in der Zeit bis das zweite gemeinsame Kind die 
Erstausbildung abgeschlossen hat) und von CHF 3‘450.- (sobald beide gemeinsamen Kinder die 
Ausbildung abgeschlossen haben und bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsalters der 
Ehefrau) ab dem 1. März 2023 in das Existenzminimum des Berufungsklägers eingreifen. 
Schliesslich kann in Bezug auf die geforderte Erhöhung der Unterhaltsbeiträge nach Wegfall der 
Unterhaltsplicht für die gemeinsamen Kinder nochmals erwähnt werden, dass es den Parteien 
oblag, allenfalls das Vorgehen der Vorinstanz (keine Überschussverteilung) anzufechten, was sie 
jedoch unterlassen haben. 

11. Im Rahmen der Anschlussberufung bringt die Berufungsbeklagte im Übrigen vor, Ziffer 1 des 
Entscheids vom 19. November 2014 sei aufzuheben; die Ehescheidung sei frühestens mit dem 
Entscheid über die Frage des nachehelichen Unterhals auszusprechen.

a) Im Verfahren der Scheidung auf gemeinsames Begehren (Art. 285 ff. ZPO) kann die 
Scheidung nur wegen Willensmängeln mit Berufung angefochten werden (Art. 289 ZPO). Unter 
Willensmängel sind die in den Art. 23 ff. OR geregelten Mängel im Vertragsschluss zu verstehen. 
Fahrlässiger Irrtum sollte nicht genügen. Die Beweislast für das Vorliegen von Willensmängel trägt 
der Anfechtende (FANKHAUSER, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, Art. 289 N 4 mit Hinweisen). Als Grundlage 
der Anfechtung kommen mithin Irrtum, absichtliche Täuschung und Furchterregung in Frage. Die 
Berufung bewirkt die aufschiebende Wirkung im Scheidungspunkt (Art. 315 Abs. 1 ZPO) und damit 
auch der von der Scheidung abhängigen Scheidungsfolgen (FANKHAUSER, a.a.O., Art. 289 N 6).

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b) Anlässlich der Sitzung vom 29. November 2013 beantragten die Parteien, dass ihre am 
8. Juni 1990 vor dem Zivilstandesamt von Bern geschlossene Ehe durch Scheidung gemäss Art. 
122 ZGB aufgelöst werde und bestätigten, dass es sich hierbei um einen wohlüberlegten und 
freien Entscheid handeln würde. Die Frage des nachehelichen Unterhalts wurde auf das 
Klageverfahren verwiesen (act. 12). Mit Klageantwort vom 3. April 2014 teilte der Berufungskläger 
mit, er werde mit 60 Jahren in den Vorruhestand treten. Sein Einkommen werde sich entsprechend 
reduzieren (act. 24, S. 12). Anlässlich der Verhandlung vom 21. Juli 2014 wiederholte er dies; 
erneut teilte er mit, dass er als Berufsmilitär mit 60 Jahren freigestellt und mit 63 Jahren ordentlich 
pensioniert werde (act. 30, S. 5). Die Berechnung der J.________ Pensionskasse seiner 
Altersrente ab 1. März 2023 wurde vom Berufungskläger am 11. August 2014 nachgereicht 
(act. 33).  

Eine Zustellung dieser Berechnung an die Berufungsbeklagte unterblieb in der Tat (act. 35). 
Soweit die Berufungsbeklagte daraus implizit (eine eingehende Begründung ist nicht ersichtlich) 
auf einen Willensmangel in Bezug auf ihren Scheidungswillen schliesst, kann ihr nicht gefolgt 
werden. Die Frage der Höhe des Einkommens des Berufungsklägers betrifft gerade das 
kontradiktorisch geführte Verfahren betreffend den nachehelichen Unterhalt, nicht die gemeinsam 
beantragte Scheidung. Im Übrigen wurde auch ihr rechtliches Gehör nicht verletzt. Die 
wesentlichen Umstände zur frühzeitigen Pensionierung des Berufungsklägers gehen aus dem 
erstinstanzlichen Urteil vom 19. November 2014 hervor. Die Berufungsbeklagte hätte damit die 
Möglichkeit gehabt, sich vor dem I. Zivilappellationshof, welcher über dieselbe Kognition verfügt 
wie die Vorinstanz, vollumfänglich dazu zu äussern. Dennoch hat sie sich damit, wie hiervor 
festgehalten, nicht auseinandergesetzt. Auch hat der angeführte Umstand der vorzeitigen 
Pensionierung des Berufungsklägers als Berufsmilitär keinen Einfluss auf die vereinbarte hälftige 
Teilung der während der Ehe geäufneten Guthaben aus der beruflichen Vorsorge. Die 
Anschlussberufung ist damit auch in diesem Punkt abzuweisen. Die Scheidung der Parteien ist am 
21. Februar 2015 in Rechtskraft erwachsen.

12. Gemäss Art. 280 ZPO genehmigt das Gericht eine Vereinbarung über die Teilung der 
Austrittsleistungen der beruflichen Vorsorge, wenn die Ehegatten: a. sich über die Teilung sowie 
deren Durchführung geeinigt haben; b. eine Bestätigung der beteiligten Einrichtungen der 
beruflichen Vorsorge über die Durchführbarkeit der getroffenen Regelung und die Höhe der 
Guthaben vorlegen; und c. das Gericht sich davon überzeugt hat, dass die Vereinbarung dem 
Gesetz entspricht (Abs. 1). Das Gericht teilt den beteiligten Einrichtungen den rechtskräftigen 
Entscheid bezüglich der sie betreffenden Punkte unter Einschluss der nötigen Angaben für die 
Überweisung des vereinbarten Betrages mit. Der Entscheid ist für die Einrichtungen verbindlich 
(Abs. 2). 

Dispositivziffer 2.3 des Entscheids vom 19. November 2014 lautet wie folgt (act. 36): Die von den 
Parteien am 29. November 2013 unterzeichnete Vereinbarung wird genehmigt. Sie hat folgenden 
Wortlaut: Die während der Ehe geäufneten Guthaben aus der beruflichen Vorsorge seien hälftig zu 
teilen und auszugleichen gemäss Art. 122 ZGB. Anlässlich der Sitzung vom 21. Juli 2014 wurden 
denn auch die entsprechenden Belege eingefordert (act. 30, S. 7). Dem kamen die Parteien mit 
Eingaben vom 11. August 2014 nach (act. 32 und 33, Beilage 12). Dennoch hat die Vorinstanz 
weder den zu teilende Betrag der während der Ehe erworbenen Austrittsleistungen der Parteien 
gerichtlich festgestellt, noch den beteiligten Einrichtungen den rechtskräftigen Entscheid bezüglich 
der sie betreffenden Punkte unter Einschluss der nötigen Angaben für die Überweisung des 
vereinbarten Betrages mitgeteilt. Die Bescheinigung der J.________ bezieht sich zudem auf den 
Stand per 31. Juli 2014 und müsste somit per Rechtskraft des Scheidungsurteils (21. Februar 
2015) aktualisiert werden. Das Gleiche gilt für die Berechnung der Austrittleistung der 

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Berufungsbeklagten. Damit ist die Sache in diesem Punkt an die erste Instanz zurückzuweisen, 
damit sie das Teilungssubstrat bestimmt und die erforderlichen Anordnungen gegenüber den 
beteiligten Einrichtungen trifft (vgl. Art. 318 Abs. 1 Bst. c ZPO).

13. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über die 
Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Die auf CHF 3‘000.- 
bestimmten Gerichtskosten auferlegte die Vorinstanz zu 1/3 der Berufungsbeklagten und zu 2/3 
dem Berufungskläger. Zudem wurde der Berufungsbeklagten eine Parteientschädigung von 
CHF 2‘000.-, zuzüglich MwSt., total CHF 2‘160.-, zugesprochen. Beim vorliegenden Ausgang des 
Verfahrens ist die vorinstanzliche Kostenliquidation nicht zu beanstanden und wird bestätigt. 
Soweit die Parteien eine andere Kostenverteilung beantragen, sind ihre Anträge abzuweisen.

14. Der Berufungskläger ist mit seinen Begehren der Berufung grösstenteils nicht 
durchgedrungen. Lediglich der von ihm geltend gemachte Wohnkostenanteil der Kinder der 
Parteien wurde in der Bedarfsrechnung der Berufungsbeklagten berücksichtigt sowie das 
Einkommen der Berufungsbeklagten auf eine Arbeitstätigkeit mit einem Pensum von 80 % statt 
70% hochgerechnet. Im Übrigen wurde die Berufung, in welcher der Berufungskläger anbegehrte, 
es sei festzustellen, dass sich die Parteien gegenseitig keinen nachehelichen Unterhaltsbeitrag 
schulden würden, aber abgewiesen. Die Berufungsbeklagte ist mit ihren Begehren der 
Anschlussberufung nicht durchgedrungen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens und unter Anbetracht der Tatsache, dass es sich um ein 
familienrechtliches Verfahren handelt, sind die Gerichtskosten des Berufungs- und 
Anschlussberufungsverfahrens hälftig zu teilen und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 95, 104 
Abs. 1, 106 Abs.1 und 2, 107 Abs. 1 Bst. c ZPO). Die Gerichtskosten werden pauschal auf einen 
Betrag von CHF 3‘000.- festgesetzt und von den geleisteten Kostenvorschüssen bezogen (Art. 105 
Abs. 1 i.V.m. 96 ZPO; Art. 19 Abs. 1 JR).

Der Hof erkennt:

I. Es wird festgestellt, dass die Scheidung der Parteien am 21. Februar 2015 in Rechtskraft 
erwachsen ist.

II. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen. 

Ziffer 3 des Entscheids des Zivilgerichts des Seebezirks vom 19. November 2014 wird 
aufgehoben und lautet neu wie folgt:

A.________ wird verpflichtet, B.________ ab Rechtskraft des Scheidungsurteils monatliche, 
vorauszahlbare Unterhaltsbeiträge von 

- CHF 2‘500.- bis zum 28. Februar 2023 und von 

- CHF 1‘750.- vom 1. März 2023 bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Alters von 
B.________ zu bezahlen.

Im Übrigen wird der Entscheid des Zivilgerichts des Seebezirks vom 19. November 2014 
bestätigt und die Berufung abgewiesen.

Kantonsgericht KG
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III. Die Anschlussberufung wird abgewiesen. 

IV. Die Sache wird betreffend die berufliche Vorsorge an die erste Instanz zurückgewiesen. Sie 
hat das Teilungssubstrat der während der Ehe erworbenen Austrittsleistungen der Parteien 
festzustellen und die erforderlichen Anordnungen gegenüber den beteiligten Einrichtungen 
zu treffen.

V. Die Gerichtskosten des Berufungs- und Anschlussberufungsverfahrens, bestimmt auf einen 
Betrag von CHF 3‘000.-, werden A.________ und B.________ hälftig auferlegt und von den 
geleisteten Kostenvorschüssen bezogen. 

VI. Die Parteikosten für das Berufungs- und Anschlussberufungsverfahrens werden 
wettgeschlagen.

VII. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 30. März 2016/lgr

Präsident Gerichtsschreiberin
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