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**Case Identifier:** 2bfe383f-b1be-50be-9b75-dc52d8763836
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.06.2014 200 2014 387
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-387_2014-06-16.pdf

## Full Text

200 14 387 IV
MAW/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Juni 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1954 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) meldete sich am 16. September 2012, unter Hinweis auf eine nach 
einer Operation eingetretene Verschlechterung seines Allgemeinzustandes, 
bei der IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Diese gewährte ihm 
mit Schreiben vom 10. Juni 2013 (AB 31) Beratung sowie Unterstützung 
bei der Stellensuche und erteilte am 13. Juni 2013 Kostengutsprache für 
eine Arbeitsmarktliche-Medizinische Abklärung (AMA) in der Abklärungs-
stelle C.________ (AB 38). Nachdem sie die Eingliederungsbemühungen 
mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 8. Oktober 2013 (AB 54) 
beendet hatte, stellte sie ihm mit Vorbescheid vom 8. November 2013 
(AB 55), bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 15 %, die Abweisung 
des Leistungsbegehrens hinsichtlich der Invalidenrente in Aussicht.

Hiermit zeigte sich der Versicherte mit Zuschriften vom 4. und 14. Dezem-
ber 2013 (AB 56, 59) nicht einverstanden, worauf die IVB nach Rückspra-
che mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 61-63) an ihrem Vor-
bescheid festhielt und einen Rentenanspruch mit Verfügung vom 12. März 
2014 (AB 64) verneinte.

B.

Mit Eingabe vom 25. April 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte, die angefochtene 
Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und die Sache zur Vornahme einer 
polydisziplinären Begutachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen. Eventualiter sei ihm das Recht zur unentgeltlichen Rechtspflege, unter 
Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt, zu erteilen. Zur 
Begründung der Beschwerde machte er im Wesentlichen geltend, die Be-
schwerdegegnerin habe den medizinischen Sachverhalt nicht rechtsgenüg-
lich abgeklärt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 3

In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 12. März 2014 (AB 64). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende
Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem aus-
geglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 In medizinischer bzw. neuropsychologischer Hinsicht basiert die 
angefochtene Verfügung vom 12. März 2014 (AB 64) massgeblich auf den 
Einschätzungen der beiden RAD-Spezialisten, Dr. med. D.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, sowie Dr. phil. 
E.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP. Der Erstere beur-
teilte den Beschwerdeführer im Rahmen der AMA (AB 47 f.) und gelangte 
zum Schluss, dass dieser – trotz verschiedener geltend gemachter Ge-
sundheitsbeschwerden (Rückenbeschwerden, Lungenprobleme, Schwer-
hörigkeit etc.) – für körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätig-
keiten vollzeitlich und ohne Leistungseinschränkung arbeitsfähig sei 
(AB 47/3 f., 48/10 Ziff. 7). Daran hielt er in seiner Stellungnahme vom 
10. März 2014 (AB 62) fest. Dr. phil. E.________ vertrat gleichentags die 
Auffassung, dass sich aus neuropsychologischen Gründen weder eine Ar-
beitsunfähigkeit noch eine Leistungseinschränkung begründen lasse und 
die erhobenen Leistungsdefizite nachweislich lediglich Ausdruck einer 
mangelnden Anstrengungsbereitschaft bzw. einer bewussten oder unbe-
wussten Selbstlimitierung seien (AB 63).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-

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nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 
E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 
eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 
S. 469).

3.3 Die RAD-Berichte (AB 47 f., 62 f.) erfüllen die vorerwähnten beweis-
rechtlichen Anforderungen (vgl. E. 3.2 hievor) und die attestierte uneinge-
schränkte Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit für leichte bis mittelschwere 
Tätigkeiten korreliert mit der interdisziplinären Schlussfolgerung der Dres. 
med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und 
G.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, 
Rheumatologie FMH und Allgemeine Innere Medizin FMH, zuhanden der 
Trägerin der Kollektivkrankentaggeldversicherung (AB 19.3, 19.4). Bei der 
fachärztlichen Einschätzung von Dr. med. D.________ handelt es sich 
nicht um eine reine Aktenbeurteilung, konnte er den Beschwerdeführer 
während der AMA doch eingehend beobachten und befragen. Dr. phil. 
E.________ untersuchte den Beschwerdeführer zwar nicht persönlich, er 
konnte sich anhand der Akten jedoch ein gesamthaft lückenloses Bild ma-

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chen und insbesondere die Ergebnisse der testpsychologischen Untersu-
chungen von lic. phil. H.________, Psychologe FSP, Leiter Neuropsycho-
logie des Spitals X.________, interpretieren (AB 56/5). Eine zusätzliche 
Exploration war vor diesem Hintergrund beweisrechtlich nicht erforderlich 
(vgl. RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b), zumal sich 
auch lic. phil. H.________ wegen sprachlicher Hürden in erster Linie auf 
nonverbale Tests beschränkte (AB 56/6). Jedenfalls können die Schluss-
folgerungen von Dr. med. D.________ und Dr. phil. E.________ nicht als 
«Ferndiagnosen» (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. III Art. 4) abgetan werden. Im 
Übrigen lässt sich bezüglich der einzelnen Symptomenkomplexe bzw. den 
dazu erhobenen Rügen das Folgende festhalten:

3.3.1 Was die geklagten Rückenbeschwerden (mit Ausstrahlung in den 
Thorax und die untere Extremität rechts) anbelangt, vermochten die Ärzte 
der orthopädischen Klinik im Spital I.________ trotz umfangreichen Ab-
klärungen zunächst keine relevanten Pathologien festzustellen (AB 5.3/6). 
Es blieb bei der blossen Verdachtsdiagnose eines lumboradikulären 
Schmerzsyndroms (AB 5.3/3, 5.3/5, 16/8, 16/10, 16/12, 16/14). Insbeson-
dere aufgrund einer befundeten Diskusprotrusion auf Höhe L4/5 mit rezes-
saler rechtsbetonten Stenose, wurden am 14. Dezember 2011 (epidurale 
Infiltration L4/5 rechts [AB 5.3/20 f., 16/12 f.]) sowie am 3. April 2012 (Mi-
krodekompression, Rezessotomie L4/5, Neurolyse der Wurzel L5 rechtssei-
tig [AB 5.3/16 f., 16/8-11]) zwei komplikationslose operative Eingriffe 
durchgeführt. PD Dr. med. J.________, Facharzt für Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates, schloss die Behandlung bei gutem post-
operativem Verlauf Ende Juni 2012 ab (AB 16/7) und erklärte in seinem 
Bericht vom 10. Januar 2013 (AB 18/2), nach der letzten Operation sei es 
dem Beschwerdeführer deutlich besser als zuvor gegangen, er habe ei-
gentlich nicht mehr über wesentliche Beschwerden geklagt. Aus seiner 
Sicht sei deshalb unklar, auf welcher Basis der Beschwerdeführer Leistun-
gen der Invalidenversicherung beanspruche. In Anbetracht dieses positiven 
Behandlungsabschlusses ist nicht ersichtlich, weshalb beschwerdeweise 
die bildgebenden Befunde vor den Operationen angeführt werden (vgl. Be-
schwerde S. 3 Ziff. III Art. 3), ist dieser Zustand doch nicht mehr aktuell. 
Hinzu kommt, dass das Arthro-MRI des oberen Sprunggelenks (OSG) vom 
19. Februar 2009 (AB 5.3/18) – entgegen der Argumentation in der Be-

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schwerde (S. 3 Ziff. III Art. 3) – gerade keine Hinweise auf degenerative 
Veränderungen zeigte. Auch erscheint eine diesbezüglich eingetretene 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht überwiegend wahr-
scheinlich. Jedenfalls lässt sich dies nicht allein aus der Inanspruchnahme 
von Physiotherapie, Analgesie und dem Tragen von «Schmerzpflastern» 
(vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. III Art. 3) ableiten, zumal der Beschwerdeführer 
die spezialärztliche (orthopädische) Behandlung nicht wieder aufgenom-
men hat und sich für erneute Rückenbeschwerden dementsprechend auch 
in den Akten keinerlei Anhaltspunkte ergeben. Bei dieser Ausgangslage 
bestand für die Beschwerdegegnerin keine Veranlassung, zusätzliche or-
thopädische oder rheumatologische Sachverhaltsabklärungen zu treffen.

3.3.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, es liege «möglicherweise» 
eine pneumologische Krankheit vor (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. III Art. 3). Er 
verweist dabei auf die Aussage von Dr. med. K.________, Facharzt für 
Pneumologie FMH und Allgemeine Innere Medizin FMH, im Bericht vom 
3. November 2011 (AB 5.3/12) zuhanden der Trägerin der Kollektiv-
krankentaggeldversicherung, wonach zur spezifischen Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit eine Ergospirometrie erfolgen müsste. Vorab ist hierzu zu 
bemerken, dass bei einer Ergospirometrie (vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches 
Wörterbuch, 262. Aufl., 2011, S. 606 bzw. S. 1950) auf dem Fahrraderg-
ometer bzw. Laufband regelmässig Leistungsgrenzen geprüft werden, die 
beim formulierten Zumutbarkeitsprofil (AB 47/3, 48/10 Ziff. 7) bzw. den ex-
emplarisch erwähnten Verweisungstätigkeiten (Bedienen und Überwachen 
einer einfachen seriellen Maschinenarbeit im industriellen Sektor [AB 48/10 
Ziff. 8]) wohl kaum je erreicht würden. Sodann übersieht der Beschwerde-
führer, dass Dr. med. K.________ seine letzte Kontrolle vor der am Januar 
2011 vorgenommenen Thorakotomie und Oberlappenteilresektion rechts 
(AB 16/16, 16/23) durchgeführt hatte (beim erwähnten Datum vom 
«14.12.2011» handelt es sich offensichtlich um einen Verschrieb, wie aus 
den übrigen Ausführungen im Bericht zu entnehmen ist, fand die präopera-
tive Untersuchung am «14.12.2010» statt). Nach der Operation nahm der 
Beschwerdeführer seine Arbeit wieder auf und eine Arbeitsunfähigkeit wur-
de erst ab 31. Mai 2011 wegen eines Unfalls (AB 16/21) bzw. ab 18. Au-
gust 2011 wegen Bein- und Thoraxschmerzen (AB 5.3/10, 16/20) beschei-
nigt. Hinzu kommt, dass Dr. med. K.________ aus pneumologischer Sicht 

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im Bericht vom 3. November 2011 (AB 5.2/12) keine relevante Diagnose 
bezüglich Arbeitsunfähigkeit zu stellen vermochte und von einer «theore-
tisch […] normale[n] Arbeitsfähigkeit» ausging. Der Hausarzt kategorisierte 
im Bericht vom 17. Dezember 2012 (AB 16) die Lungenproblematik dia-
gnostisch denn auch als «St. n.» (Status nach), ging also bis zum damali-
gen Zeitpunkt nicht von einer erneuten bzw. akuten Erkrankung aus. Soll-
ten seither tatsächlich zirka alle sechs Monate «gröbere Lungenprobleme» 
eine medikamentöse Behandlung notwendig machen (vgl. Beschwerde 
S. 4 Ziff. III Art. 3), wäre dies nicht dokumentiert und ohnehin nicht geeig-
net, eine dauernde Einschränkung der Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit zu 
begründen. Jedenfalls wird auch hier weder geltend gemacht noch wäre 
aktenkundig, dass der Beschwerdeführer sich erneut in spezialärztliche 
(pneumologische) Behandlung begeben hätte. 

3.3.3 Dem otologischen Beschwerdebild wurde im medizinischen Zumut-
barkeitsprofil Rechnung getragen (AB 48/10 Ziff. 7). Dr. med. L.________, 
Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 
8. Juni 2011 einen Tinnitus rechts bei hochgradiger Hochton-
innenohrschwerhörigkeit beidseits, rechtsbetont (AB 16/18). Er erklärte 
zudem, der Tinnitus (vgl. zur medizinischen Lehre illustrativ: BGE 138 V 
248 E. 5.7 S. 253 ff.) bestehe seit sechs bis sieben Monaten, womit er be-
reits während der Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers bestand. Nicht 
anders verhält es sich bezüglich der Schwerhörigkeit, welche vom Facharzt 
denn auch als mässig störend bezeichnet wurde, so dass ohne weiteres 
anzunehmen ist, dass aus ihr jedenfalls keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit (als Hilfsarbeiter) entsteht. Dr. med. L.________ leitete aus seiner 
Diagnose keine Arbeitsunfähigkeit ab. 

3.3.4 Hinsichtlich der geltend gemachten neuropsychologischen Ein-
schränkung hielt lic. phil. H.________ im Bericht vom 13. Juni 2013 
(AB 56/3-7) über die Abklärung vom 29. April 2013 fest, dass die Befunde 
insgesamt auf eine leichte bis mittelschwere Funktionseinschränkung hin-
wiesen. Er fand jedoch keinen Anhalt für ein hirnorganisches bzw. demen-
zielles Geschehen und konnte die Leistungseinbusse keiner Ätiologie zu-
ordnen. Er wies auf die auffälligen Resultate der Beschwerdevalidierung 
mittels Malingering-Test (vgl. AB 56/5; WIDDER/GAIDZIK, Begutachtung in 

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der Neurologie, 2. Aufl., 2011, S. 76 Ziff. 6.10; FRITZE/MEHRHOFF, Die ärzt-
liche Begutachtung, 8. Aufl., 2012, S. 207 Ziff. 4.16.3) hin, was auf eine 
mangelhafte Anstrengungsbereitschaft hindeute. Es sei aber eher von einer 
unbewussten Limitierungshaltung als von einem bewussten Simulieren 
auszugehen. Dass der Psychologe trotz dieser festgestellten mangelnden 
Leistungsbereitschaft und den (neuropsychologisch) nicht erklärbaren Re-
sultaten die Leistungsfähigkeit auf «kaum höher als 50 %» festlegte, wurde 
von Dr. phil. E.________ in seiner Stellungnahme vom 10. März 2014 
(AB 63) fundiert und zu Recht kritisiert. Darin ist – entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. III Art. 4) – weder eine 
Arroganz zu erblicken, noch ein Auftrag, Leistungsbegehren negativ zu 
beurteilen. Es bestehen jedenfalls keinerlei Hinweise, dass sich Dr. phil. 
E.________ bei seiner Beurteilung von ausserfachlichen Aspekten hätte 
leiten lassen. Ohnehin räumte lic. phil. H.________ selbst ein, dass die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit schwierig sei und die von ihm postulierte 
Einschränkung bloss auf der beobachteten Leistungseinbusse basiere, 
wobei Hinweise bestünden, dass der Beschwerdeführer nicht sein volles 
Leistungspotential gezeigt habe (AB 56/6). Damit ist festzuhalten, dass die 
Einschätzung von lic. phil. H.________ nicht schlüssig ist und darauf folg-
lich nicht abgestellt werden kann.

3.3.5 Der Beschwerdeführer bringt vor, er leide neu auch unter Schmer-
zen im Knöchel (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. III Art. 3). Diese Parteibehaup-
tung findet in den aktuelleren medizinischen Akten jedoch keinen Rückhalt, 
womit der Beschwerdeführer offenbar eine diesbezügliche ärztliche Be-
handlung selbst nicht für erforderlich hält. Immerhin ist augenfällig, dass er 
bereits im Jahr 2009 über Schmerzen in der Aussenknöchelregion bzw. im 
Sprunggelenksbereich klagte, jedoch keine relevante Pathologie festge-
stellt werden konnte und die Bildgebung des OSG rechts weder Hinweise 
für degenerative noch für ossäre Veränderungen zeigte (AB 5.3/18 f.). Oh-
nehin macht er zu Recht nicht geltend, die aktuellen Schmerzen könnten 
nicht ohne weiteres analgetisch behandelt werden bzw. würden ihn an der 
Ausübung einer im Zumutbarkeitsprofil umschriebenen leidensangepassten 
Tätigkeit (AB 47/3, 48/10 Ziff. 7) hindern. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 11

3.3.6 Beschwerdeweise wird auf eine psychiatrische Beeinträchtigung 
hingewiesen. Es bestehe eine depressive Entwicklung und der Beschwer-
deführer nehme seit längerer Zeit Antidepressiva ein. Eine fachärztliche 
Behandlung sei «aufgegleist», da sich der Gemütszustand verschlechtert 
habe (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. III Art. 3). Obwohl bereits im Einwand vom 
14. Januar 2014 (AB 59) angegeben wurde, dass eine Behandlung «auf-
gegleist» werde, sind bis zur Beschwerdeerhebung am 25. April 2014 – 
soweit ersichtlich – keine entsprechenden Bemühungen unternommen 
bzw. dokumentiert worden, womit offensichtlich – was die Wortwahl 
(«Gemütszustand» [AB 59/2 bzw. Beschwerde S. 4 Ziff. III Art. 3]) nahelegt 
– keine psychiatrische Erkrankung vorliegt, welche geeignet sein könnte, 
die Arbeitsfähigkeit zu beeinträchtigen. Des Weiteren ist auch die behaup-
tete frühere Behandlung durch einen Psychiater bzw. Psychologen (vgl. 
AB 59/2 bzw. Beschwerde S. 4 Ziff. III Art. 3) nicht belegt, vielmehr wurde 
im psychiatrischen Konsilium vom 19. Dezember 2012 von Dr. med. 
F.________ festgehalten, bisher habe keine psychiatrische Behandlung 
stattgefunden, aber der Hausarzt habe den Versicherten bei einem Psych-
iater angemeldet (AB 19.3/4). Diese Aussage wurde in der seitens des Be-
schwerdeführers am 20. Februar 2013 erhobenen Kritik am Konsilium 
(AB 27/1) nicht beanstandet, so dass sie als zutreffend zu gelten hat. Auch 
gegenüber Dr. med. G.________ erklärte der Beschwerdeführer, die 
psychiatrische Behandlung sei im September 2011 «kurz ein Thema beim 
Hausarzt» gewesen, er habe diesbezüglich jedoch kein Interesse bekundet 
(AB 19.4/4). Dass er keine psychiatrische Behandlung beansprucht, stützt 
die Schlussfolgerung von Dr. med. F.________, dass keine psychiatrisch 
bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorgelegen hat (vgl. Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 26. Mai 2014, 9C_738/2013, E. 3.4.2 [zur 
Publikation vorgesehen]). Selbst aus einer Behandlungsbedürftigkeit könn-
te im Übrigen nicht auf ein invalidisierendes psychisches Leiden geschlos-
sen werden (vgl. Entscheid des BGer vom 30. November 2009, 
9C_511/2009, E. 4.3.2). Dass der Psychiater die Tochter des Beschwerde-
führers als Dolmetscherin heranzog, ist insoweit unschädlich, als es sich 
beim durch die Trägerin der Kollektivkrankentaggeldversicherung veran-
lassten Bericht vom 20. Februar 2013 (AB 19.3) ohnehin nicht um eine 
verwaltungsexterne Expertise mit entsprechend erhöhtem Beweiswert han-
delt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 12

E. 4.3) und Familienangehörige ausnahmsweise selbst im Rahmen eines 
Administrativgutachtens im Sinne von Art. 44 ATSG ohne Beweiswert-
schmälerung als Übersetzer eingesetzt werden könnten (vgl. BGer 
9C_738/2013 E. 3.3). Schliesslich spricht auch die geltend gemachte Ein-
nahme von – wohl durch den Hausarzt wegen einer depressiven Entwick-
lung (AB 16/2) verschriebenen – Antidepressiva (Citalopram, Remeron 
[AB 16/3 Ziff. 1.5, 19/4, 52]) nicht für eine relevante psychiatrische Erkran-
kung. Eine Dysthymie oder eine (leicht- bzw. mittelgradige) depressive Epi-
sode (vgl. DILLING/MAMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation 
psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V[F], Klinisch diagnostische Leitlini-
en, 8. Aufl., 2011, S. 169 ff. bzw. S. 183 f.) wäre jedenfalls rechtspre-
chungsgemäss prinzipiell nicht als invalidisierend einzustufen (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 9. August 2011, 8C_369/2011, E. 4.3.2; SVR 2011 IV 
Nr. 17 S. 44 E. 2.2).

3.4 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass die gegen die Beurtei-
lung von Dr. med. D.________ und Dr. phil. E.________ (AB 47 f., 62 f.) 
erhobene Kritik nicht verfängt und auch die übrige Aktenlage nicht auf Ge-
sundheitsschäden schliessen lassen, die geeignet wären, die attestierte 
medizinisch-theoretische Arbeits- und Leistungsfähigkeit bzw. das betref-
fende Zumutbarkeitsprofil in Zweifel zu ziehen. Auch ein Widerspruch im 
Abklärungsbericht AMA vom 16. August 2013 (AB 48) ist nicht auszuma-
chen (vgl. Beschwerde S. 4 f. Ziff. III Art. 4). Die Aussage, dass der Be-
schwerdeführer ein verzögertes Auffassungs- und Umsetzungsvermögen 
«zeigte» bzw. dass dieses stark verzögert «schien» (AB 48/5 Ziff. 5) wider-
spricht der Aussage, dass für eine kognitive oder psychische Beeinträchti-
gung kein Hinweis bestand (AB 48/10 Ziff. 7), nicht. Vielmehr wurde damit 
zum Ausdruck gebracht, dass die gezeigten Einschränkungen nicht erklär-
bar waren. Dazu wiederum finden sich weitere Anhaltspunkte im Ab-
klärungsbericht, so soll der Eindruck entstanden sein, «dass der Versicher-
te die ihm gegebenen Leistungsmöglichkeiten nicht voll» ausgeschöpft ha-
be (AB 48/10 Ziff. 7) bzw. soll «die Arbeitsmotivation kaum ersichtlich» ge-
wesen sein (AB 48/10 Ziff. 9). Schliesslich spricht das Ergebnis der AMA 
auch für die seitens von lic. phil. H.________ geäusserte Annahme, dass 
der Beschwerdeführer in der neuropsychologischen Abklärung nicht seine 
volle Leistungsfähigkeit aufgedeckt habe (vgl. E. 3.3.4 hievor). Nach dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 13

Dargelegten ermittelte die Beschwerdegegnerin den entscheidwesentlichen 
Sachverhalt in Nachachtung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 
ATSG) vollständig und rechtsgenüglich. Entgegen der Ansicht des Be-
schwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. III Art. 4) hat er keinen formel-
len «Anspruch auf eine polydisziplinäre medizinische Begutachtung»; es ist 
zulässig, den Entscheid ausschlaggebend oder gar ausschliesslich auf 
verwaltungsinterne Abklärungen zu stützen (vgl. BGE 123 V 175 E. 3d 
S. 176, 122 V 157 E. 2c S. 165). 

Im Weiteren sind die erwerblichen Auswirkungen der erstellten medizini-
schen bzw. neuropsychologischen Ausgangslage zu prüfen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hy-
pothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- 
und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und 
allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum 
Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 14

passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn 
abzustellen (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 30. Oktober 2002, 
I 517/02, E. 1.2).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsver-
hältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 4.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhe-
bungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 
2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

4.3 Nach der medizinischen Aktenlage ist ab 18. August 2011 eine 
(längere) Arbeitsunfähigkeit dokumentiert (AB 5.3/10 Ziff. 3, 9/4 Ziff. 2.14, 
16/3 Ziff. 1.6, 16/20) und die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte nach 
Ablauf des Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG) verspätet (vgl. Art. 29 
Abs. 1 IVG) im September 2012 (AB 1), womit der für die Ermittlung des 
Invaliditätsgrades frühestmögliche Rentenbeginn (vgl. E. 4.1 hievor) am 
1. März 2013 massgebend ist (vgl. auch AB 12/2 lit. G).

4.3.1 Die Beschwerdegegnerin zog in der angefochtenen Verfügung vom 
12. März 2014 (AB 64) für das Valideneinkommen, ausgehend von den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 15

Lohnangaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 5. Oktober 2012 (AB 9/3 
Ziff. 2.10, 12/1 lit. C Ziff. 6), ein Bruttojahreslohn von Fr. 65‘910.-- 
(Fr. 5‘070.-- x 13 Monate) heran (AB 64/1).

Da der Beschwerdeführer seine letzte Arbeitsstelle gemäss Angaben des 
früheren Arbeitgebers aus wirtschaftlichen Gründen verlor (vgl. AB 9/2 
Ziff. 2.2, 12/1 lit. C Ziff. 1, 29/3, 40/3) und die andauernde ärztlich beschei-
nigte Arbeitsunfähigkeit erst einen Tag nach Entgegennahme der Kündi-
gung bestand (vgl. AB 19.4/2, 19.4/4, 47/2, 48/9 Ziff. 7), ist für das Validen-
einkommen auf den Tabellenlohn gemäss LSE abzustellen (vgl. E. 4.2.1 
hievor). Trotz des Austrittszeugnisses der früheren Arbeitgeberin vom 
31. Mai 2012 (AB 29/2 f., 40/2 f.), welches den Beschwerdeführer als «sehr 
gute[n] … mit angelerntem …fachwissen» bezeichnet, ist aufgrund seiner 
Berufsanamnese (AB 19.4/2, 28/2, 29/4) und der Tatsache, dass er über 
keine Berufsbildung verfügt (AB 1/4 Ziff. 5.3, 12/1 lit. B, 48/3), sowie mit 
Blick auf den ausgerichteten Lohn (AB 9/4 Ziff. 2.12, 10), davon auszuge-
hen, dass er bloss die Funktion eines Hilfsarbeiters ausübte. Folglich ist für 
das Valideneinkommen – wie für das Invalideneinkommen – auf das Anfor-
derungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) der LSE abzustellen.

4.3.2 Da beide Vergleichseinkommen anhand des gleichen Tabellenlohns 
berechnet werden, erübrigt sich deren betragsmässige Ermittlung inkl. Auf-
indexierung auf das Jahr 2013. Der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad 
der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzuges 
vom Tabellenlohn (vgl. Entscheid des BGer vom 9. März 2007, I 697/05, 
E. 5.4). Ein Abzug vom Tabellenlohn für das Invalideneinkommen (vgl. 
BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481) rechtfertigt sich 
vorliegend nicht, da der Beschwerdeführer über eine uneingeschränkte 
Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit verfügt (vgl. SVR 2011 IV 
Nr. 31 S. 90 E. 4.3.2) und die invaliditätsfremden Gesichtspunkte (Alter, 
Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie [BGE 135 V 297 E. 5.2 
S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1]) auch 
bei der Festlegung des – ebenfalls statistisch erhobenen – Validenein-
kommens zu berücksichtigen wären (vgl. Entscheid des BGer vom 19. Ja-
nuar 2009, 8C_42/2008, E. 5). Damit beträgt der Invaliditätsgrad 0 %. 
Selbst mit dem von der Beschwerdegegnerin zugelassenen leidensbeding-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 16

ten Abzug (vgl. AB 64/1) würde lediglich ein rentenausschliessender Invali-
ditätsgrad von 10 % resultieren.

Die angefochtene Verfügung vom 12. März 2014 (AB 64) ist somit nicht zu 
beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde vom 25. April 2014 er-
weist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festzusetzen 
und grundsätzlich dem unterliegenden Beschwerdeführer zur Bezahlung 
aufzuerlegen. Zu prüfen bleibt indes das Gesuch um Gewährung des 
Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege.

5.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis Prozessbegeh-
ren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind 
als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Dagegen hat ein Begehren nicht als aussichtslos zu gelten, wenn 
Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage halten 
oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist dabei, ob eine 
Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 17

zu einem Prozess entschliessen oder aber davon absehen würde (BGE 
129 I 129 E. 2.3.1 S. 135; SVR 2011 UV Nr. 6 S. 23 E. 6.1).

Vorliegend hat der Beschwerdeführer eine Verfügung angefochten, die auf 
einem umfassend abgeklärten medizinischen Sachverhalt basierte und mit 
schlüssigen Berichten begründet wurde. Aus der gesamten Aktenlage lässt 
sich die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit anhand einer antizipierten 
und summarischen Beweiswürdigung nicht herleiten, zumal der Beschwer-
deführer zu keinem seiner neu geltend gemachten bzw. angeblich verstärkt 
aufgetretenen Probleme einen aktuellen Arztbericht vorgelegt hat. Auch 
kann mit dem blossen Behaupten eines polymorbiden Zustands nicht ein 
Anspruch auf eine verwaltungsexterne polydisziplinäre Begutachtung be-
gründet werden. Das Prozessrisiko erscheint vor diesem Hintergrund als 
derart ungünstig, dass auch eine über die notwendigen monetären Mittel 
verfügende Person ein solches Beschwerdeverfahren kaum anstrengen 
würde. Demgemäss ist die getroffene Rechtsvorkehr als von vornherein 
aussichtslos zu qualifizieren. Ob die anwaltliche Verbeiständung geboten 
und die Voraussetzung der Prozessarmut erfüllt gewesen wäre, kann somit 
prinzipiell offen bleiben. Nur am Rande sei deshalb erwähnt, dass hinsicht-
lich der geltend gemachten Prozessarmut gewichtige Zweifel anzubringen 
wären: Vorab müssten die Prämien für die Zusatzversicherung nach dem 
Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag vom 2. April 1908 (Versiche-
rungsvertragsgesetz, VVG; SR 221.229.1) beim zivilprozessualen Zwangs-
bedarf gemäss lit. C Ziff. 2 lit. b des Kreisschreibens Nr. 1 der Zivilabteilung 
des Obergerichts und des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 
25. Januar 2011 (KS Nr. 1) unberücksichtigt bleiben (vgl. Beschwerde S. 6 
Ziff. III Art. 5, Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilagen [BB] 
5 f.). Sodann ist der Beschwerdeführer Alleineigentümer eines Dreifamili-
enhauses, wobei zwei Wohnungen durch den Sohn bzw. eine der Töchter 
und dessen/deren Familien bewohnt werden (vgl. AB 19.4/3, 56/4). Trotz-
dem wurden in der Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben le-
diglich die Kosten für die Liegenschaft, aber keine Mietzinseinnahmen de-
klariert und es wurde auch nicht angegeben, dass die erwerbstätigen Kin-
der wenigstens helfen würden, die Liegenschaftskosten zu tragen. Die An-
gaben im Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sind demnach unvoll-
ständig und es wären erhebliche zusätzliche (effektive bzw. hypothetische) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 18

Einnahmen anzurechnen bzw. es müsste geprüft werden, inwieweit das 
Immobilienvermögen zur Prozessführung (durch eine weitere hypothekari-
sche Belastung bzw. eine Begründung von Stockwerkeigentum und nach-
herige zumutbare Veräusserung) angezehrt werden könnte (vgl. lit. F KS 
Nr. 1). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist demnach abzuwei-
sen.

5.3 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2014, IV/14/387, Seite 19

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.