# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 268bbb0a-9288-5d9e-a355-273c64545ad5
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-27
**Language:** de
**Title:** Es kann auf das Aktengutachten abgestellt werden, soweit es sich zu Kausalitätsfragen äussert, zumal dafür auch zu Recht eine radiologische Zweitmeinung eingeholt wurde, welche überzeugt. Die Leistungseinstellung infolge Erreichen des Status quo sine vel ante ist nicht zu beanstanden.
**Docket/Reference:** UV.2017.00163
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2017.00163.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2017.00163
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Gohl Zschokke
Urteil
vom
27. Dezember 2018
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring
KSPartner
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich
gegen
GENERALI Allgemeine Versicherungen AG
Avenue
Perdtemps
23, 1260 Nyon 1
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1956, war
vom
1.
November 2009
bis
zum 31.
März 2014
als Senior Kundenbetreuer bei der
Bank
Y.___
AG
angestellt
(
Urk.
9/1
und 31/3/3)
. Über seine
Arbeit
geberin
war er
bei der
Generali
Allgemeine Versicherungen AG (im Folgenden:
Generali
) obligatorisch gegen die
Folgen von Unfällen versichert.
1.2
A
m 2
8.
November 2012 musste sich der Versicherte einer Arthroskopie an der linken Schulter mit
Tenodese
der langen
Bizepssehne
,
Acromioplastik
und AC-Gelenksresektion unterziehen, da er seit einer ruckartigen Bewegung beim An
ziehen der Skischuhe im Februar 2012 unter anhaltenden Beschwerden
gelitten habe
(Urk. 8/2). Diesbezüglich wurden ein Unfall und das Vorliegen einer unfall
ähnlichen Körperschädigung rechtskräftig verneint (vgl. die Urteile des Sozialver
sicherungsgerichts UV.2013.00090 vom 25. November 2014 und des Bundesge
richts 8C_1/2015 vom 2
7.
März 2015; vgl. auch
Urk.
18 S. 2
).
Der
Versicherte
erlitt am
19. Dezember 2012
einen Unfall
betreffen
d seine rechte Schulter
, dem eine
langjährige vollständige Arbeitsunfähigkeit
folgte
(vgl.
Urk.
1 S. 3 f.
und 2 S. 5
)
. Dafür erbrachte
die
Generali
Versicherungsleistungen, welche
sie
mit Verfügung vom
2.
Mai 2016
per 2
8.
Februar 2015
einstellte
(Urk. 31/8/102
)
.
Die dagegen erhobene Einsprache
(
Urk.
31/8/104)
wies die
Generali
mit Entscheid vom 1
5.
August 2016 ab
(
Urk.
31/2)
. Dagegen erhob der Versicherte Beschwerde
ans Sozialversicherungsgericht
(
Urk.
31/1)
, welche mit
Urteil
UV.2016.00201
vom
7.
Mai 2018
abgewiesen wurde
(
Urk.
31/33
)
.
Dieser Entscheid blieb unange
foch
ten.
1.
3
Betreffend seine rechte Schulter machte der Versicherte geltend, er habe am 11.
Januar 2015 im Keller seines Hauses etwas holen
wollen
, als er au
f einem Stück Karton ausgerutscht
und
gestützt sei. B
eim
Auffangen habe er sich verletzt
(
Urk.
9/1)
. Er suchte am 2
1.
Januar 2015
die
Klinik Z.___
auf,
wo
ihm eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und
ein
Arthro-MRT
empfohlen wurden (
Urk.
9/2)
.
Letzteres
wurde am 2
9.
Januar 2015 durchgeführt
und
ergab gemäss Bericht der
Klinik Z.___
vom 2. Februar 2015 (Urk. 9/3)
eine partielle Läsion
der ansatznahen
Subscapularissehne
mit leichter medialer Subluxation der langen
Bicepsse
hne
und Zeichen eines
subacromi
alen
Impingements
mit leichter
Bur
sitits
, worauf
zuerst
eine konservative Therapie eingeleitet
wurde
.
Am
14. April 2015
musste sich der
Versicherte einer
Arthroskopie
an der rechten Schulter
mit
Rotatoren
manschetten
rekonstruktion
und
Mini-open
subpectoraler
Tenodese
der langen
Bicepssehne
unterziehen
(Urk.
9/6).
Im gleichentags verfassten Operationsbericht hielt
Dr.
med.
A.___
, Facharzt FMH für Orthopädie, fest, es bestätige sich der Befund einer traumatisch verursachten intervallnahen Ruptur der
cranialen
Subscapularis
sehne
mit medialer Subluxation bis Luxation der langen
Bicepssehne
. Es bestehe auch eine Partialruptur gelenkseitig der vorderen
Supraspinatussehne
Ellman
II. Das Cable sei destabilisiert, das mediale
Pulley
sei
rupturiert
, die oberen 1 ½ cm der
Subscapularissehne
seien
subtotal
rupturiert
und die Sehne sei um 1 ½ cm
retrahiert
. Die lange
Bicepssehne
sie deutlich verdickt, aufgefasert durch die Subluxation. Knorpel
glenoideal
humeral
intakt.
Infraspinatus
in Kontinuität. Lim
bus zirkulär erhalten.
Subacromial
keinerlei Zeichen eines chronischen
Impin
gements
, das CA-Ligament sei zart, der
Subacromialraum
sei weit (
Urk.
9/6 S. 2).
Mit Unfallmeldung vom 1
5.
Juni 2015
setzte der Versicherte
die
Generali
darüber in Kenntnis,
er
habe
sich
a
m 1
4.
Juni 2015 beim Aufst
e
hen von einem Stuhl auf eine – wie sich
später
heraus
ge
stellt
hab
e – nicht
arretierte Tischplatte
aus Stein
abstütz
en
wollen
, worauf er nach vorne
gefallen
und mit
einem Teil des rechten Arms
auf der Tischplatte
aufgeschlagen sei
.
Er habe plötzlich einen extrem starken blitzartigen Schmerz
in der rechten Schulter
verspür
t (Urk.
9/An
hang/
D1)
.
Der Versicherte wurde am
1
6.
Juni 2015
in der
Klinik Z.___
untersucht, wo
aufgrund eines deutlich eingeschränkten Bewegungs
umfangs die Verdachts
diagnose einer
beginnende
m
retraktile
n
Kapsulit
i
s
gestellt und eine 100
%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert
wurde
n
. Die
gleichentags durchgeführte
dynamische Ultraschalluntersuchung
habe
eine
kräftige
Subscapularis
- und
Supraspinatus
sehne
in Kon
tinuität, eine im Übrigen
intakte
Rotatorenmanschette
,
eine durch
gängige
LBS-Tenodese
, einen minimen Erguss in der Bursa
subacromialis
und eine AC-Arthrose
ergeben (Urk.
9/Anhang/D4
und 9/Anhang/D7
).
In der Folge attestierte
Dr.
A.___
dem Versicherten
eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit
(
Urk.
9/Anhang/D5
, 9/12 S. 1 f. =
9/Anhang/
D1 S. 1 f. und 9/15
).
1.4
Dr.
med.
B.___
, Fachärztin FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
und
med. prakt.
C.___
, Fach
arzt
FMH
für Psychiatrie und Psychotherapie,
von der
D.___
unter
such
ten den Versicherten
am
9.
September 2015
im Auftrag der
Generali
betreffend die linke Schulter
(Urk. 31/8/87
S. 1
)
.
In der Zeit
vom
8.
bis zum 10.
September 2015 und vom 1
6.
bis zum
18.
November 2015
liess die
Generali
den Versicherten durch die
E.___
observieren (vgl. Urk.
9/35-36).
Am 2
2.
September 2015 führte
Dr.
med.
F.___
, Fachärztin FMH für Radiologie, eine Untersuchung betreffend die rechte Schulter durch (
Urk.
9/12 S.
3
= Urk.
9/Anhang/D9 S. 3).
Das
bidisziplinäre
Gutachten der
D.___
betreffend die linke Schulter wurde am 13. Oktober 2015
erstattet (Urk.
31/8/87).
1.5
Am
2
3.
Februar 2016
gab die
Generali
bei
Dr.
med.
G.___
, Fachärztin
FMH
für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
H.___
, ein versicherungsmedizinisches Aktengutachten in Auftrag (
Urk.
9/37 S. 1).
Mit Schreiben vom
2
6.
Februar 2016 teilte die
Generali
dem Rechtsvertreter des Versicherten mit, sie erachte
auch
betreffend die rechte Schulter
eine Be
gutachtung als notwendig und
schlage als Gutachterstelle
die
D.___
vor (
Urk.
9/26). Gegen
die ins Auge gefasste Gutachterstelle
liess der Versicherte Ein
wände erheben und seinerseits Gutachter vorschlagen (Urk. 9/29). Hie
rzu nahm die
Generali
am 30. März 2016 Stellung (
Urk.
9/30).
Dr.
G.___
erstattete a
m 1
0.
April 2016 ihr versicherungsmedizinisches Akten
gutachten (
Urk.
9/37), für welches sie eine radiologische Stellungnahme von
PD
Dr
.
med.
I.___
, F
acharzt
FMH
für Radiologie und
M
uskuloskelettale
Radiologie, vom
5.
April 2016 eingeholt hatte (vgl. den Anhang von
Urk.
9/37
,
S. 1-6).
Der
Rechtsvertreter des Versicherten
äusserte sich mit Eingabe vom 1
9.
April 2016
zur Stellungnahme
der
Generali
vom 3
0.
März 2016
(Urk. 9/32).
Mit Schrei
ben
vom 1
2.
Mai 2016 wurden ihm
das Aktengutachten von
Dr.
G.___
vom 10.
April 2016
und die
Observationsberic
hte vom 2
0.
Oktober und vom 16.
Dezem
ber 2015 samt Videomaterial zur Stell
ungnahme unterbreitet (Urk.
9/38
).
In der Folge
trafen
neue
ärztliche Unterlagen
vom Mai 2016
bei der
Generali
ein
(Urk.
9/39-43),
zu welchen sich
Dr.
G.___
am
6.
Juni 2016 äusserte
und anschliessend an ihrem Aktengutachten festhielt
(
Urk.
9/44).
Der Versicherte liess sich
mit Eingabe vom
6.
Oktober 2016 zu sämtlichen Unterlagen
vernehmen
(
Urk.
9/52)
und ein Schreiben
Dr.
A.___
s vom gleichen Datum
einreichen
(
Urk.
3/3 = 9/52
S. 16 f.
).
Am 2
5.
Oktober 2016 macht
e
er nochmals geltend, die Ob
s
ervation sei unzulässig
gewesen und deren Ergebnisse
seien
unverwertbar (
Urk.
9/54).
Auf Ersuchen der
Generali
(
Urk.
9/53)
reichte
Dr.
G.___
am 8
.
Dezember 2016
eine Stellungnahme zu
m Bericht
Dr.
A.___
s vom
6.
Oktober 2016 und zu
den Einwänden des Versicherten
ein
(
Urk.
9/55)
.
Mit Verfügung vom
1
6.
Dezember
2016 (Urk.
9
/
56
) stellte die
Generali
die Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung
betreffend die
rechte Schulter rückwirkend per 1
8.
November
2015 ein. Dagegen liess der Versicherte Einsprache erheben (
Urk.
9
/
61
)
, welche mit
Entscheid vom
6.
Juni 2017 abgewiesen
wurde
(
Urk.
2= 9/
63
= 9/64
).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
6.
Juni 2017 liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring, mit Eingabe vom
6.
Juli 2017 (
Urk.
1) Be
schwerde erheben mit dem Antrag, der angefochtene
Entscheid
sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, insbesondere auch nach dem 1
8.
November 2015 weitere Heil
be
handlungskosten und Taggelder, allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt
auch
weitere Leistungen. Überdies sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die K
osten des Abklärungsverfahrens,
insbesondere für die Observation durch die
E.___
und die Beurteilungen
Dr.
G.___s
,
offenzulegen. Eventualiter sei eine gerichtliche Begut
ach
tung durchzuführen oder die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklä
rungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Unter Kosten- und Entschä
di
gungsfolge (inkl. 8
%
MwSt
) zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2). Ferner wurde die Durchführung eines zweiten Schriftenwe
chsels beantragt (
Urk.
1 S. 2
)
und eine Stellungnahme von
Dr.
med.
J.___
, Facharzt
FMH
für Radiologie, vom 2
8.
Juni 2017
(
Urk.
3/4)
sowie
weitere ärztliche Unterlagen (
Urk.
3/5 S. 4 ff. und 3/6) neu
eingereicht.
Die
Generali
schloss am 26.
Juli 2017 auf Abweisung der Beschwerde, sowe
it
darauf einzutreten sei (Urk.
7). Mit Verfügung vom 2
7.
Juli 2017 wurde ein zwe
iter Schriftenwechsel angeordnet und dem Beschwerdeführer eine Frist von 30 Tagen zur Replik angesetzt (
Urk.
10). Diese Frist wurde antragsgemäss erstreckt, letzt
mals bis zum 1
5.
November 2017 (
Urk.
11 und 12). Die R
eplik wurde mit Eingabe
vom 15.
November 2017 erstattet (
Urk.
13).
Mit derselben wurde
n
weitere erwerb
liche
Unterlagen eingereicht (Urk. 14/1-2 und 14/4).
Am 1
3.
Dezember 2017
reichte die Beschwerdegegnerin ihre Duplik
samt Beilagen
ein (
Urk.
18
und 19/1-2
). Davon wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
8.
Dezem
ber 2017 Kenntnis gegeben (Urk.
20), worauf er a
m 2
2.
Januar 2018 eine ergänzende Stellungnahme ein
reichen liess
(
Urk.
21). Dazu äusserte sich die Beschwerdegeg
nerin mit Eingabe
vom 1
2.
Februar 2018 (
Urk.
24), welche
dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2
6.
Februar 2018 zur Kenntnisnahme zugestellt
wurde
(
Urk.
25).
Mit
Zuschrift
vom 21.
März 2018 (
Urk.
26)
liess dieser
ein persönliches Schreiben
zu den Akten gegeben
(
Urk.
27)
. Diese beiden Dokumente wurden der Gegenpartei mit Schreiben vom
2
6.
März 2018 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
28).
Überdies wurden d
ie Akten des Verfahrens
UV.2016.00201
b
eigezogen (
Urk.
30
)
und als Urk. 31/1-33 zu den Akten genommen
.
Auf die Ausführungen der Parteien in den Rechtss
chriften und die im Beschwer
de
verfahren neu eingereichten Unterlagen (
Urk.
3/4
,
3/5 S. 4 ff., 3/6, 8/1, 14/1-2
, 14/4 und
19/1-2
) wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
che
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
D
i
e hier zu beurteilende
n
Unfälle
ha
ben
sich am
1
4.
Januar und am 1
4.
Juni 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG wer
den
soweit das Gesetz nichts anderes be
stimmt
die Versicherungsleistun
gen bei Berufsunfällen, Nichtberufsun
fällen und Berufskrankheiten gewährt.
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
li
dität, Tod) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht.
1.4
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände,
ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als ein
getreten oder n
icht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit einge
treten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schrei
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht er
forderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund
heit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper
liche oder geistige Integrität der versi
cher
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
ge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
ge
tretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Stö
rung ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
gen
den Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs
recht üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
de
n hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Be
grün
dung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald
der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen
beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er un
mittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zu
standes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursäch
licher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hie
r
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f.
E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundes
gerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante
noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1
UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenver
gü
tungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adä
quate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kau
salität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammen
hang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psy
chischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Dar
legung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die
Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
Es ist strittig und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer aufgrund der Ereignisse vom 1
1.
Januar und vom 1
4.
Juni
2015 über den 18. Novem
ber 2015 hinaus Versicherungsleistungen schuldet.
Zwischen den Par
teien wurde insbesondere kontrovers diskutiert, ob auf das
versicherungs
medi
zinische Aktengutachten von
Dr.
G.___
vom 1
0.
April 2016 abgestellt werden kann,
in welchem – unter anderem – festgehalten wurde
,
der Status quo sine
vel
ante
sei
betreffend das Ereignis vom 1
1.
spätestens am 2
9.
Januar und betreffend das Ereignis vom 1
4.
Juni spätestens am 1
9.
Juli 2015 erreicht gewesen
(
Urk.
1, 2, 7, 13,
18, 21
, 24
und 27
; vgl.
Urk.
9/37 S. 96
, 98
und
115
).
3.
3.1
Das versicherungsmedizinische Aktengutachten von
Dr.
G.___
vom 1
0.
April 2016 wurde in Kenntnis
sämtlicher
Vorakten
erstattet
(
Urk.
9/37 S. 2)
. Diese wurden im Gutachten
korrekt
in zusammengefasster Form
wiedergegeben
(vgl.
Urk.
9/37 S. 5-
12
und S. 14-24
).
Darüber hinaus
standen der Gutachterin die MRT
- und Rön
tgenbilder betreffend die rechte
Schulter zur Verfügung (
Urk.
9/37 S. 2; vgl.
Urk.
9/25
)
.
3.2
Der Beschwerdeführer liess geltend machen, es habe keine gutachterliche Unter
suchung stattgefunden
. D
as
der Gutachterin
Dr.
G.___
zur Verfügung gestellte
Observationsmaterial basiere auf einer unzulässigen Überwachung
und habe de
m
entsprechend
unberücksichtigt zu bleiben
.
Es sei der Gutachterin
Dr.
G.___
somit gar nicht
möglich gewesen, sich ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status zu verschaffen.
Ihren Ausführungen komme daher kein Beweiswert zu
(
Urk.
1 S. 10 ff.
,
9/52 S. 4 und 6
sowie 9/61 S. 3
).
Es
ist zwar richtig
, dass
die Gutachterin
Dr.
G.___
den Beschwerdeführer nie persönlich untersuchte
(vgl.
Urk.
9/37
, 9/44
und
9/55
)
.
Die Beschwerdegegnerin erkannte jedoch zutreffend, dass auch einem reinen Aktengutachten ein voller Beweiswert zukommen kann, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (
Urk.
2 S. 3 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2011 vom 2
2.
Dezember 2011 E. 3.2.2). Die entsprech
enden
Voraussetzungen waren zumindest bezüglich der abgehandelten Kausali
täts
fragen erfüllt. Für die
Beantwortung derselben waren die Überwachungsakten von keinerlei Relevanz und blieben denn auch von der Gutachterin
Dr.
G.___
in diesem
Zusammenhang
stets
unberücksichtigt.
Es
ist deshalb nicht erforderlich,
die Verwertbarkeit der Observationsergebnisse zu thematisieren, die Beschwerde
gegnerin
zum Einreichen allfälliger weiterer
Unterlagen betreffend die Observa
tion
anzuhalten (vgl. Urk.
13 S. 2 und
21 S. 3)
und Observierende zu befragen
(Urk.
21 S. 4)
, solange nicht die Würdigung des gesamten Gutachtens zur Dis
kussion steht
.
3.3
Des Weiteren wurde gerügt, dem Beschwerdeführer sei nicht vorgängig Gelegen
heit gegeben wor
den, zur Gutachterin
, zum Fragenkat
a
log etc. Stellung zu nehmen. Seine Mitwirkungsrechte seien somit verletzt worden, was einen unheil
baren Mangel darstell
e (
Urk.
1 S. 10 f. und 9/52 S. 6 f.
).
Bei der
Einholung eines (monodisziplinären) Gutachtens
durch den Unfallver
si
cherer sind
die in BGE 137 V 210 statuierten Grundsätze
sinngemäss zu be
achten
(BGE 138 V 318
; vgl. auch BGE
139 V 349 E. 3-5).
Der Umstand, dass die Be
schwerdegegnerin das postulierte Vorgehen nicht eingehalten hat, stellt zwar
einen
Mangel dar; er
ist aber
nicht derart gravierend, dass er nicht geheilt werden
könnte
(vgl.
auch
das Urteil des Bundesgerichts U 174/01 vom 13. Dezember 2001 E. 3a). Bei einem Aktengutachten
ist ein Versicherter
ni
e
darauf angewiesen, vorgängig Einwände erheben zu können, um
unzumutbare
bzw. unnötige Unter
suchungen
abzuwenden, stehen doch von vornherein keine solchen zur Diskus
sion
.
Mit Einschreiben vom 1
2.
Mai 2016 wurden dem Rechtsvertreter des Beschwer
deführers die Ermittlungsberic
hte vom 2
0.
Oktober und vom 16.
Dezember 2015 samt Videomaterial
sowie
das
Aktengutachten vom 1
0.
April 2016
zur Stellung
nahme
zugestellt
(
Urk.
9/38)
.
Damit
erhielt
er
nicht nur vom Inhalt des
an ihn gesandten
Gutachtens, sondern auch von der Person der Gutachterin und dem Fragenkatalog Kenntnis
(vgl.
Urk.
9/37 S. 1 und 112-117)
.
Der Beschwerdeführer
hatte
folglich noch
vor Erlass der Verfügung
vom
16
.
Dezember 2016 (Urk. 9
/
56
)
die Gelegenheit
,
das Gutachten inhaltlich zu prüfen (
Urk.
13 S. 2),
formelle und materielle
Einwände zu erheben
und Ergänzungsfragen zu stellen
. Davon machte
er
auch weitgehend
Gebrauch
(
U
rk.
9/52)
. Eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs liegt somit nicht vor.
Ebenso wenig war die B
eschwerdegegnerin
– e
nt
gegen der offenbar vertretenen Ansicht (vgl. Ur. 13 S. 2 f.)
–
dazu verpflichtet
,
ihre Gründe für den erteilten Gutachtensauftrag
mit
entsprechenden Unterlagen
z
u dokumentieren und dieselben dem
Beschwerdeführer zur Stellungnahme
u
nter
breiten.
Es genügt, dass sie –
für den
Beschwerdeführer
ohne
Weiteres
er
kennbar
– den Standpunkt vertrat,
das eingeholte
Aktengutachten sei erforderlich und d
ie mit dem Auftrag betraute
Gutachterperson
sei
geeignet
.
3.
4
Die Gutachterin
Dr.
G.___
ist Fachärztin FMH für Physikalische Medizin und
Rehabilitation
. Sie
hat erfolgreich Weiterbildungen betreffend
Manualmedizin
(
Ä
MM
), Sportmediz
i
n
(
GOTS
), Sonographie
des Haltungs- und Bewegungs
appa
rates (
DEGUM
), Akupunktur (
DÄGfAN
) und Vertrauensarzt (
SGV
) absolviert (
Urk.
9/3
7 S. 1).
Ihre fachliche Eignung in diesen Bereichen wurde denn auch nicht in Frage gestellt. Der Beschwerdeführer liess jedoch
den Standpunkt ver
treten,
im vorliegenden Fall seien
orthopädische Fragestellungen
zu beantworten und der
Beizug
eines Schulterspezialisten
wäre
zwingend erforderlich gewesen (
Urk.
1 S. 6, 7 und 12,
9/52 S. 6
, 9/61 S. 5 und 21 S. 5).
Welche Kenntnisse für die Beantwortung der hier
primär
interessierenden Frage
stellungen erforderlich sind, hat
Dr.
G.___
nachvollziehbar dargelegt (
Urk.
9/55
S. 2 f.). Sie hat
offenbar
auch richtig erkannt, dass es ihr als Gutachterin freisteht, die bezeichneten Disziplinen gegenüber der Auftraggeberin zur Diskussion zu stellen (vgl. BGE 139 V 349 E. 3.3)
,
und
eine fachärztliche Beurteilung
von
Dr.
I.___
betreffend die MRT
-Aufnahmen vom 2
9.
Januar und vom 2
2.
Septem
ber 2015
eingeholt
(vgl.
den Anhang von
Urk.
9/37, S. 1-6
)
.
Dies zeigt, dass sie
die Grenzen ihrer fachlichen Eignung zu erkennen vermag
.
Weshalb allein ein
Facharzt
oder eine Fachärztin
für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
die
sich stellenden Kausalitätsfragen beantworten können soll, wurde weder dargelegt noch ist dies ersichtlich. Ebenso fehlen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Einbezug des betreffenden Fachgebiets
zu einem
erheblichen
Erkenntnisgewinn führen könnte (vgl.
Urk.
1
,
9/52
und 9/61
)
. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass nicht weitere Experten beigezogen wurden.
3.
5
Schliesslich wurde in formeller Hinsicht eingewandt,
die Gutachterin
Dr.
G.___
habe den Anschein der Befangenheit erweckt, indem sie die Wortwahl eines Parteivertreters getroffen und sich in unzulässiger Weise zu rechtlichen Aspekten geäussert habe (
Urk.
1 S. 12 und 9/52 S. 7). Entsprechende Passagen im Akten
gutachten vom 1
0.
April 2016 wurden indessen weder angeführt noch sind solche sonst ersichtlich.
Anfänglich wurde auch
die Behauptung, die Gutachterin
Dr.
G.___
habe ärztliche Berichte rechtlich gewürdigt (
Urk.
9/61 S. 5 f.)
,
nicht
mit einem entsprechenden Zitat belegt.
Erst im Besc
hwerdeverfahren wurde
eine
konkrete
Passage aus dem Bericht vom
8.
Dezember 2016 moniert (
Urk.
1 S. 12 mit Hinweis auf
Urk.
9/55 S.
11 ff.; vgl.
auch
Urk.
1 S.
22).
Derselben sind indessen
keine
entsprechenden
rechtliche
n
Erörterungen
zu entnehmen
(vgl. Urk.
9/55 S. 11 ff.).
Vielmehr findet an der erwähnten Stelle, ebenso wie im Rahmen der weiteren Ausführungen (vgl.
Urk.
9/37, 9/44 und 9/55),
eine sorg
fältige und eingehende Auseinandersetzung mit den medizinischen
Vorakten
statt
, was gerade für die Qualität
einer
gutachterlichen Beurteilung spricht.
Auch der vom Beschwerdeführer
angeführte Umstand,
die
H.___
gebe
"
regelmässig fast
ausschliesslich für Versicherungen
"
medizinische Beurteilungen ab
(
Urk.
1 S. 12
, 9/52 S. 7 und 9/61 S. 7), lässt die Gutachterin
Dr.
G.___
nicht als befangen erscheinen.
Ebenso
wenig
wurde sonst etwas vor
gebracht (vgl. insbesondere
Urk.
1 S. 22, 9/52 S. 2 und 21 S. 4), das eine Annahme in diese Richtung rechtfertigen liesse.
3.
6
Im Aktengutachten vom 1
0.
April 2016 wurden die
damals
vorhanden
gewesen
en Unfallschilderungen betreffend
das Ereignis
vom 1
1.
Januar
2015
korrekt wieder
gegeben
(
Urk.
9/37 S. 14)
.
Namentlich wurde richtig erkannt, der Beschwerde
füh
rer persönlich
habe
in seiner Schadenmeldung vom 1
3.
Januar 2015 erklärt,
er habe im Keller seines Hauses etwas holen wollen, als er auf einem Stück Karton ausgerutscht und gestü
r
zt sei. Beim Auffangen habe er sich verletzt
(
Urk.
9/1). Am 2
1.
Januar 2015, mithin zehn Tage später habe er berichtet, er sei nach hinten gestürzt und habe den Sturz mit dem rechten Arm aufgefangen. Dabei habe er einen Knall im Bereich der rechten Schulter gehört. Seitdem leide er an stech
en
den Schmerzen und an einer Bewegungseinschränkung der rechten Schulter (
Urk.
9/2 S.
1). Erst im weiteren Verlauf wurde geltend gemacht,
d
er
Beschwerde
führer
sei auf den ausgestreckten rechten Arm
gestürzt,
wobei
dessen
damalige
konkrete Position
unerwähnt blieb
(
Urk.
9/3 S. 1 und 9/6 S. 1). Auch die aus
führliche Unfallschilderung des Beschwerdeführers betreffend das Ereignis vom 1
4.
Juni 2015 (vgl. Urk. 9/Anhang/D1) wurde im Aktengutachten
vom 10.
April 2016 zutreffend dargestellt (
Urk.
9/37 S. 16 f.).
Die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" sind in der Regel unbe
fangener und zuverlässiger als spätere Darstellungen, die bewusst oder un
bewusst
von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder ande
rer Art beein
flusst sein können. Es kommt ihnen daher entscheidendes Gewicht zu (BGE 121 V 45 E. 2c mit Hinweisen).
Vor diesem Hintergrund wurde zu Unrecht gerügt
, die Gutachterin
Dr.
G.___
habe den
Beschwer
d
eführer
nicht persönlich zu den Unfallereignissen befragt
(
Urk.
1 S. 13
und 21
).
Ebenso wenig bestand Anlass, anderweitige
Nachforschungen über den genauen Unfallhergang anzustellen (
Urk.
1 S. 21).
I
nsbesondere ist
der Gutachterin
Dr.
G.___
nicht vorzuwerfen, dass sie
darauf verzichtete,
ihre Darlegungen aufgrund der
(präziseren bzw. erweiterten)
Unfallschilderung im Bericht
von
Dr.
A.___
vom
6.
Oktober 2016
(
Urk.
3/3
)
zu modifizieren
(
Urk.
9/52 S. 12
f.
).
3.
7
Die Gutachterin
Dr.
G.___
erkannte sodann zutreffend, anlässlich der ersten ärztlichen Konsultation am 2
1.
Januar 2015 seien w
eder a
llf
ällige Prellmarken
(Hämatome, Hautabschürfungen etc.)
noch eine (ödematöse) Schwellung im Bereich des rechten Schultergelenks dokumentiert
worden
(
Urk.
9/37 S. 14
; vgl.
Urk.
9/2
).
Betreffend das Ereignis vom 1
4.
Juni 2016 werde in den ärztlichen Unterlagen lediglich eine Prellung/Kontusion erwähnt
, jedoch keine Prellmarke, keine örtliche Schwellung, keine Hautabschürfung, kein Hämatom, keine Quet
schung oder Ähnliches beschrieben
(
Urk.
9/37 S. 89
und 97
; vgl. Urk. 9/An
hang/D4 und D7)
.
Die dynamische Ultraschalluntersuchung vom 16. Juni 2015 habe eine minime Ergussbildung in der Bursa
subacromialis
, keinen
glenohume
ralen
Erguss und eine AC-Gelenksarthrose ergeben. Die
Subscapularis
- und die
Suprasspinatussehne
seien als kräftig in Kontinuität beschrieben und als intakt beurteilt worden (
Urk.
9/37 S. 17-18; vgl.
Urk.
9/Anhang/D4 S. 2).
Nebst dieser Dokumentation
lagen der Gutachterin
Dr.
G.___
die
Aufnahmen des
Arthro-MRT
vom 2
9.
Januar 2015
und des MRT
vom 2
2.
September 2015
zur Beurteilung vor.
Aufgrund
derselben
habe sie
keine strukturellen Organkorrelate einer unfallbedingten Läsion im Bereich des rechten Schultergelenks objekti
vieren können (
Urk.
9/37 S. 70
und S. 82 ff.
). Diese Beurteilung deckt sich mit derjenigen
Dr.
I.___
s vom
5.
April 2016, gemäss welcher keine posttraumatischen Veränderungen nachweisbar seien
. Die Defektlokalisation sowie die Morphologie der Sehnensubstanz sprächen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für degene
rative Schädigungen
(vgl.
den Anhang von Urk.
9/37 S. 3 f
f
.).
Zum
Arthro-MRT
vom 2
9.
Januar 2015 vermerkte
Dr.
I.___
die folgenden Befunde (vgl. den Anhang
von
Urk.
9/37 S. 3):
Schultergelenksdach:
Mittelschwere AC-Gelenksarthrose mit
Osteophyten
nach
caudal
,
subchondralen
sklerotischen und ödematösen Veränderungen am
Acro
mion
und an der distalen Clavicula. Kein AC-Gelenks-Kapselödem und weder
akute noch chronische Veränderungen an den
coracoclaviculären
Bändern, welche
für ein Trauma sprechen würden. Leichter lateraler
downslope
des
Acromions
anterior
betont.
Acromion
Typ II nach
Bigliani
. Leichte Reizung der Bursa
suba
cromialis
/
subdeltoidea
.
Rotatorenmanschette
:
Keine gelenksseitige Partialläsion der
Supraspinatussehne
anterior
. Subtile Unregelmässigkeiten an der
bursaseitigen
Kontur der
Supra
spinatussehne
.
Infraspinatussehne
normal. Kleine
transmurale
Oberrandläsion der
Subscapularissehne
. Im Bereich der Sehnenrisse finden sich
tendinopathische
Signalalterationen, jedoch keine Weichteilödeme, welche auf eine traumatische Genese hindeuten würden. Allseits kräftige
Rotatoren
manschetten
muskulatur
(je
weils
Goutallier
1).
Rotatorenintervall
&
Bicepssehne
:
Subluxation der langen
Bicepssehne
aus dem
Sulcus
intertubercularis
ganz
cranial
in Tasche in
Subscapularissehne
.
Tendino
pathie
und Partialruptur der langen
Bicepssehne
intraartikulär. Die
Pulleys
der langen
Bicepssehne
sind
signalalteriert und verdickt.
B
icepssehenanker
normal. Normales
Rotatorenintervall
. Es finden sich weder
fibrotische
noch ödematöse Veränderungen im Intervall. Normale Bänder im
Rotatorenintervall
.
Glenohumerales
Gelenk:
Knorpel
glenoidal
und
humeral
normal. Labrum
glenoi
dale
normal. Keine Arthrose. Kein
bone
bruise
.
Die Befunde zum
Arthro-MRT
vom 2
2.
September 2015 lauteten folgendermassen (vgl. den Anhang von
Urk.
9/37 S. 3):
Schultergelenksdach:
Unveränderte AC-Gelenksarthrose. Normale
coracoclavicu
läre
Bänder. Leichte Reizung der Bursa
subacromialis
/
subdeltoidea
. Unverändert lateraler
downslope
des
Acromions
ohne Hinweise auf stattgehabte
Acromio
plastik
und somit persistierende
subacromiale
Impingement
–
konfiguration
.
Rotatorenmanschette
:
Status nach Rekonstruktion der
Supraspinatussehne
ante
rior
und
der
Subscapularissehne
superior
mittels insgesamt drei Ankern (2 an
Supraspinatussehne
, 1 an
Subscapularissehne
). Intakte und unauffällige
Rotato
ren
manschetten-Rekonstruktionen
ohne Lücke oder
Reruptur
. Leichte Verfettung und Atrophie der
Rotatorenmanschettenmuskulatur
(jeweils
Goutallier
2).
Rotatorenintervall
&
Bicepssehne
:
Status nach
Bicepstenodese
. Die
Bicepssehne
ist 2 cm distal der Fixation abgrenzbar. Somit fragliche geringe Retraktion der
Sehne. Reizloses
Rotatorenintervall
. Geringe postoperative narbige Verände
rungen
ohne substantiellen Hinweis auf eine
Kapsulitis
adhäsiva
.
Glenohumerales
Gelenk:
Geringe
Knorpelauffaserung
am
Humeruskopf
superior
medial (
Outerbridge
1). Kein
bone
bruise
Partikuläre Weichteile:
Geri
nge
Suszeptibilitätsartefakte
im Bereich des opera
tiven Zuganges. Kein
bone
bruise
.
Die
Befundung
des
Arthro-MRT
vom 2
9.
Januar 2015 durch
Dr.
I.___
steht im Einklang mit
den Befunden, welche
Dr
.
med.
K.___
, Facharzt
FMH
für Radio
logie, vom Institut
L.___
,
in seinem Bericht vom
29. Januar 2015 (vgl.
Urk.
9/37 S. 13) und
Dr.
J.___
in seiner Stellungnahme
vom 2
8.
Juni 2017 (
Urk.
3/4)
erwähnten
.
Von einer
anderslautenden
Beurteilung
durch
Dr.
I.___
im Vergleich zu derjenigen des erstbeurteilenden Arztes (
Urk.
1 S. 15)
kann
vor diesem Hintergrund
nicht die
Rede sein.
Die Einschätzung
Dr.
J.___
s deckt sich
überdies
insoweit mit den Beurteilungen der Gutachterin
Dr.
G.___
und
des Radiologen
Dr.
I.___
, als auch er
die Ver
änderungen der
Supraspinatussehne
mit begleitender Bursitis bei
Impingement
als deg
e
nerativ bedingt qualifizierte
(
Urk.
3/4)
.
Es trifft daher auch nicht zu, dass seine Beurteilung im Wesentlichen mit derjenigen
Dr.
A.___
s gemäss dem Operationsbericht vom 1
4.
April 2015 übereinstimmt, wie es von Seiten des Beschwerdeführers behauptet wurde (
Urk.
1 S. 16).
Dr.
J.___
näherte sich der Beu
r
teilung
Dr.
A.___
s lediglich insofern an, als er
die
transmurale
ansatz
nahe Ruptur der
Subscapularissehne
mit beginnender
Medialisierung
der langen
Bi
ce
pssehne
aus dem
Sulcus
intertubercularis
(
Pulley
-Läsion) als traumatisch bedingt
bezeichnete
(
Urk.
3/4). Eine Begründung für
seine
Beurteilung lieferte er
– ebenso wie bereits
Dr.
A.___
in seinem Operationsbericht vom
1
4.
April 2015 (
Urk.
9/6)
–
indessen nicht (vgl.
Urk.
3/4).
Im Gegensatz dazu
h
atte
Dr.
I.___
nachvollziehbar und schlüssig erklärt, es liessen
sich keine Weichteilödeme finden, welche auf eine traumatische Genese hin
deuten würden. Zudem sprächen die Defektlokalisation und die Morphologie der Sehnensubstanz mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für eine degenerative Schädigung (vgl.
den Anhang von Urk.
9/37 S. 3 und 5).
W
eshalb die
se stringen
ten
Ausführungen in Zweifel gezogen werden müss
t
en
,
ist nicht ersichtlich
.
Es wurde
einzig
vorgebracht
,
Dr.
I.___
werde mit anderen Adressen im
Medizinal
beruferegister
auf
geführt
als
derjenigen, welche er
in seiner radiologischen Stellungnahme vom
5.
April 2016
genannt habe
(vgl. den Anhang von
Urk.
9/37 S. 1)
, womit unklar sei, ob er über eine Berufsausübungs
bewilligung verfüge (
Urk.
1 S. 14 f. und 13 S. 14 f.
). Dieser Einwand
ist
unbehelflich
. Entscheidend ist allein, dass
Dr.
I.___
über die erforderliche fachliche Eignung verfügt
e
und keinerlei Anhaltspunkte dafür vorhanden sind, er habe den Facharzttitel für Radiologie und
muskuloskelettale
Radiologie unrechtmässig verwendet. Es kann deshalb offenbleiben, ob
Dr.
I.___
wie von der
Beschwerdegegnerin behauptet seine Privatadresse angegeben hat (
Urk.
7 S. 4).
Auf diesbezügliche Abklärungen ist somit zu verzichten.
3.8
Die möglichen Verletzungsmechanismen wurden im Aktengutachten vom 10. April
2016 unter Einbezug der Unfallschilderungen des Beschwerdeführers und der
Befunde
eingehend diskutiert und im konkret zu beurteilenden Fall mit einer ein
leuchtenden Begründung verneint (Urk. 9/37 S. 84-87
und S. 89 ff.
).
Der Vorwurf, es habe keine konkrete
medizi
ni
sche Auseinandersetzung mit dem Fall des
Beschwerdeführers stattgefunden
(
Urk.
1 S. 20
und 9/61 S. 6
)
, trifft somit nicht zu
.
Den Umstand, dass der Beschwerdeführer erst zehn Tage nach dem Ereignis vom 1
1.
Januar 2015
einen Arzt
aufsuchte,
bezog
die Gutachterin
Dr.
G.___
ebenfalls korrekt in ihre Würdigung mit
ein (
Urk.
9/37 S. 87 ff.). Zwar liess der Beschwerdeführer
diesbezüglich
einwenden, er habe sich damals noch in der Rehabilitationsphase früherer Schulteroperationen befunden und starke Medika
mente eingenommen, welche
die Beschwerden
auf ein erträgliches
M
ass reduziert hätten
, so dass aus der späten Arztkonsultation keine Rückschlüsse gezogen werden könnten
(
Urk.
1 S.
19).
Dieser Argumentation ist entgegenzuhalten, dass den Ausführungen der Gutachterin
Dr.
G.___
zufolge bei einer frischen trau
matischen Läsion nicht nur
mit
sofortigen Schmerzen, sondern auch mit einer Kraft- und Funktionseinschränkung der
rechten Schulter zu rechnen gewesen wäre
, welche zeitnah ebenfalls nicht dokumentiert worden sei (
Urk.
9/37 S. 88
und 93; vgl.
Urk.
9/2
).
Insbesondere
setzte
sich die Gutachterin
Dr.
G.___
detailliert
mit der anders
lautenden Kausalitätsbeurteilung
Dr.
A.___
s auseinander
(
Urk.
9/37 S. 92 ff.
und S. 102
).
Dabei legte sie nachvollziehbar dar, eine Aussage bezüglich der Ursache der (Partial-)Ruptur über drei Monate nach dem rubrizierten Ereignis sei rein basierend auf dem intraoperativen Befund nicht möglich, da sowohl dege
ne
rative als auch traumatische
Ätiologien
zum gleichen makroskopischen Schaden führten. Form und Ausdehnung des Risses liessen keinen Rückschluss auf die Ursache zu, sondern allenfalls auf das Alter. Alte koagulierte
Hämatom
reste
als Anhaltspunkte für eine traumatische Ätiologie seien
von
Dr.
A.___
nicht beschrieben worden
(
Urk.
9/37 S. 93; vgl.
Urk.
9/6)
.
Darüber hinaus erkannte die Gutachterin auch korrekt,
Dr.
A.___
habe in seinem Operations
bericht die – auf dem MRT vom 2
9.
Januar 2015
für alle anderen Beurteiler
ersichtliche – deutliche AC-Gelenksarthrose mit
caudalen
Osteophyten
und
subchondralen
sklerotischen und ödematösen Veränderungen am
Acromion
sowie an der distalen Clavicula nicht erwähnt (
Urk.
9/37 S. 94; vgl.
Urk.
9/6). Zumindest die Vollständigkeit der intraoperativen Feststellungen
Dr.
A.___
s erscheint damit als
zweifelhaft. Es besteht daher kein Anlass, denselben eine erhöhte Bedeutung beizumessen, wie es von Seiten des Beschwerdeführers gefordert wurde
(
Urk.
1 S.
15
und 9/61 S. 6
)
, ungeachtet der Erfahrungstatsache, das
s
spezialärztlich behandelnde
Medizinalpersonen
in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_609/2017 E.
4.3.3 mit Hinweisen)
.
Ebenso wenig vermag der Bericht
Dr.
A.___
s vom 6. Oktober 2016 (
Urk.
3/3) die Kausalitätsbeurteilung der Gutachterin
Dr.
G.___
zu erschüttern
(vgl. auch
Urk.
9/55 S. 3 ff.)
.
3.9
Nach dem Ereignis vom 14. Juni 2015, als sich der Beschwerdeführer beim Auf
stehen auf eine lose Tischplatte stützte und den rechten Arm aufschlug (Urk. 9/
An
hang/D1), berichtete der konsultierte Dr.
med.
M.___
von der
Klinik
Z.___
am 16. Juni 2015 von
Druckdolenzen
über dem
Musculus
infraspinatus
, dem
Musculus
pectoralis
major
und dem
Processus
coracoideus
sowie von einer deutlichen Beweglichkeitseinschränkung mit aufgehobener Innen- und Aussen
rotation und stellte die Verdachtsdiagnose einer
retraktilen
Kapsulitis
(Urk. 9/An
hang/D4). Diese Befunde bestätigte er mit Schreiben vom 7. August 2015 und ergänzte, die schmerzhafte Bewegungseinschränkung könne durchaus aufgrund einer
Retraumatisierung
zwei Monate postoperativ zustande gekommen sein (Urk.
9/Anhang/D7 S. 2). Demgegenüber hatte Dr.
A.___
, den der Beschwerde
führer am 20. Juli 2015 aufgesucht hatte, im gleichentags verfassten Bericht das Ereignis vom 14. Juni 2015 mit keinem Wort erwähnt (Urk. 9/Anhang/D5).
Bei dieser Aktenlage ist es nicht zu beanstanden, dass die Gutachterin zum Ereig
nis vom 14. Juni 2015 lediglich auf den Bericht von Dr.
M.___
verwies (Urk.
9/37 S. 18). Aus seinen Ausführungen ergibt sich klar, dass er einen Kausal
zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 14. Juni 2015 und der festgestellten
Beweglichkeitseinschränkung zwar als möglich, nicht aber als überwiegend wahr
scheinlich erachtete.
3
.10
Aus dem Gesagten folgt,
das
s
zur Beurteilung des
strittigen Kausalzu
sammen
hang
s
auf die Ausführungen der Gutachterin
Dr.
G.___
und des Radiologen
Dr.
I.___
abgestellt werden kann. Mit denselben ist belegt, dass zwischen den vom Beschwerdeführer nach dem
1
8.
November
2015
geklagten Beschwerden und den geltend gemachten Unfallereignissen vom 1
1.
Januar und vom
1
4.
Juni
2015 kein überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang mehr bestand. Es hätte auch in der Zeit davor, namentlich spätestens seit dem
29.
Januar bzw. dem 19. Juli 2015 an einem solchen gefehlt. Dementsprechend ist es auch nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf weitere Unfall
ver
sicherungsleistungen ab
dem
1
9.
November 2015
verneinte. Die Beschwerde ist in diesem Punkt folglich abzuweisen.
4.
4.1
In der Einsprache vom 2
5.
Januar 2017 wurde (erstmals) beantragt, es seien die Kosten für die Überwachung des Versicherten und die Beurteilungen
der Gut
ach
t
erin
Dr.
G.___
,
vom
H.___
,
bekanntzugeben (
Urk.
9/61
S. 1).
M
it dem angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
6.
Juni 2017
ist die Beschwerdegegnerin auf diese Anträge
nicht eingetreten (
Urk.
S. S. 15 f.).
4.2
Soweit sich die Beschwerde dagegen richtet (vgl.
Urk.
1 S. 2), ist festzuhalten, dass e
s hinsichtlich dieser strittigen Anträge
bereits
an einer anfechtbaren Ver
fügung mangelte, weshalb der
Nichteintretenscheid
formell korrekt war.
Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt abzuweisen.
Darüber hinaus ist der Beschwerdegegnerin dahingehend beizup
f
lichten,
dass der Beschwerdeführer ein rechtlich schützenswertes I
nteresse darzulegen hätte (Urk.
2 S. 15).
Hierfür würde nicht genügen, dass der Beschwerdeführer bei der Beschwerdegegnerin versichert war und jahrelang hohe Prämien bezahlte (
Urk.
1 S. 27). Ebenso wenig bedarf es einer Offenlegung der getätigten Ausgaben, um die Verhältnismässigkeit der Über
wachung prüfen und den Anspruch auf rechtliches Gehör wahren zu können (
Urk.
1 S. 27), weshalb auch in dieser Hinsicht kein schützenswertes Interesse
auszumachen ist
. Ein solches ergibt sich auch nicht aus der Behauptung, das Ausmass der getätigten Abklärungen habe das übliche Mass bei weitem über
schritten (
Urk.
1 S. 27).
5
.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos. Es besteht kein Anlass, dem unter
lie
gen
den Beschwerdeführer die beantragte Parteientschädigung (
Urk.
1 S. 2
) zusprechen
.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Kaspar Gehring
-
GENERALI Allgemeine Versicherungen AG
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei
zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigGohl Zschokke