# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e968b816-bb01-5968-9682-821c17901d12
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-27
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 27.04.2010 RR.2010.38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2010-38_2010-04-27.pdf

## Full Text

Entscheid vom 27. April 2010  
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Patrick Robert-Nicoud und Joséphine Contu,  
Gerichtsschreiberin Andrea Bütler  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwältin Vera Zurkova, 
Zustelladresse: A., c/o Botschaft der Tschechischen 
Republik 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS ZÜ-
RICH,  

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die 
Tschechische Republik 
 
Eintretens- und Zwischenverfügung; Anwesenheit 
ausländischer Prozessbeteiligter (Art. 80e Abs. 2 lit. b 
IRSG) 
 
Nichtbezahlung des Kostenvorschusses 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2010.38 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 

- die Kreisstaatsanwaltschaft Brünn / Tschechische Republik gegen A. ein 
Strafverfahren führt wegen Veruntreuung; 

 
- die Kreisstaatsanwaltschaft Brünn in diesem Zusammenhang mit einem 

Rechtshilfeersuchen vom 8. Dezember 2009 an die Schweiz gelangt ist 
und um untersuchungsrichterliche Zeugenbefragung eines B. sowie Anwe-
senheit von Rechtsanwältin Vera Zurkova – Rechtsvertreterin von A. – bei 
der Einvernahme ersucht hat; 

 
- die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich die Zeugenbefragung mit Ein-

tretens- und Zwischenverfügung vom 27. Januar 2010 angeordnet und die 
Anwesenheit von Rechtsanwältin Vera Zurkova bei der Einvernahme mit 
Eintretens- und Zwischenverfügung vom 2. Februar 2010 bewilligt hat 
(act. 1.1); 

 
- A. gegen die Eintretens- und Zwischenverfügung vom 2. Februar 2010 mit 

Beschwerde vom 11. Februar 2010 an die II. Beschwerdekammer des 
Bundesstrafgerichts gelangt ist (act. 1); 

 
- A. am 19. Februar 2010 eingeladen wurde, bis zum 8. März 2010 einen 

Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- zu leisten und darauf aufmerksam ge-
macht wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird; 
er zudem aufgefordert wurde, bis zum gleichen Datum in der Schweiz ein 
Zustelldomizil (eine Adresse, an die alle gerichtlichen Schriftstücke rechts-
gültig übermittelt werden können) zu bezeichnen, ansonsten weitere Zu-
stellungen durch das Bundesstrafgericht grundsätzlich unterbleiben und 
insbesondere der Schlussentscheid nicht zugestellt wird (act. 3); 

 
- die Frist für die Bezahlung des Kostenvorschusses auf Ersuchen von A. bis 

letztmals am 24. März 2010 erstreckt wurde, dabei dieselbe Fristerstre-
ckung auch für die Benennung des Zustelldomizils gewährt wurde (act. 4, 
5); 

 
- A. mit Faxschreiben vom 23. März 2010 erklärte, er habe versucht, den 

Kostenvorschuss einzubezahlen, seine Bank habe ihm jedoch mitgeteilt, für 
diese Überweisung eine BIC– oder SWIFT–Nummer zu benötigen, er da-
her um Angabe einer dieser Informationen ersuche; A. sodann im gleichen 
Schreiben die tschechische Botschaft in Bern als Zustelldomizil angab 
(act. 7); 

 

- 3 - 

 

 

- das Bundesstrafgericht A. die BIC–Nummer mit Schreiben vom 
23. März 2010 mitteilte und gleichzeitig auf den Fristenlauf aufmerksam 
machte; es angesichts des drohenden Fristenablaufs auch – allerdings er-
folglos – versuchte, das Schreiben vorab an die angegebene Faxnummer 
der Rechtsvertreterin von A. zu senden und sie in dieser Sache telefonisch 
zu kontaktieren (act. 8, 9); 

 
- der Beschwerdeführer den verlangten Kostenvorschuss in der Folge bis da-

to nicht bezahlt hat;  
 

- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 63 
Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG); 

 
- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens als unterlie-

gende Partei zu gelten und grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen 
hat (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG); es sich vorliegend je-
doch rechtfertigt, auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr zu verzichten 
(Art. 63 Abs. 1 Satz 3 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG).  

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben.  

 
 

Bellinzona, 27. April 2010 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:      Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. resp. Rechtsanwältin Vera Zurkova, c/o Botschaft der Tschechischen 

Republik 
- Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (vgl. Art. 93 Abs. 2 BGG).