# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dceba6f1-4206-59da-a83c-697b23baf2a4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-12-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.12.2008 UV 2007/95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-95_2008-12-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/95

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 03.12.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 03.12.2008
Art. 4, 29 und 43 ATSG, Art. 6 UVG : Ein Jahr nach dem Ereignis gemeldeter 
Unfall konkret nicht genügend glaubhaft gemacht. Selbst wenn Unfall bejaht 
würde, Verneinung der natürlichen Kausalität (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Dezember 2008, UV 
2007/95).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 3. Dezember 2008

in Sachen

C.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. oec. Fritz Dahinden, Blumenbergplatz 1,

9000 St. Gallen,

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, Hohlstrasse 552, Postfach, 8048 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.         

A.a    Die 1958 geborene C.___ war ab 15. Juni 1998 am Lehrerseminar als Lehrerin 

tätig und in dieser Eigenschaft bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft 

(Allianz) gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert. Am 16. September 2002 liess 

sie der Allianz einen Unfall während des Lehrerturnens am 25. September 2001 melden 

(UV-act. 15). Sie gab an, sie sei während des Basketballspiels auf dem 

Turnhallenboden ausgerutscht und auf den Rücken/Becken gefallen. Von da an habe 

sie zunehmend Schmerzen bis zur Geh-/Sitzunfähigkeit verspürt. Der Hausarzt der 

Versicherten, Dr. med. A.___, gab im Arztzeugnis UVG vom 19. September 2002 (UV-

act. 16) als Datum für die Erstbehandlung den 12. April 2002 an. Er diagnostizierte eine 

Dysfunktion des Sacro-Iliacalgelenks links mit myofaszialem Schmerzsyndrom links 

gluteal, dekompensiert nach Sturz.

A.b   Am 25. September 2002 erkundigte sich die Unfallversicherung bei der 

Versicherten telefonisch einerseits nach dem Ereignis und der Behandlung, 

andererseits nach dem Grund für die späte Anmeldung und teilte mit, bis zum 

Vorliegen sämtlicher Unterlagen könnten noch keine Angaben über ihre 

Leistungspflicht gemacht werden (UV-act. 17). Die Versicherte führte daraufhin im 

Schreiben vom 1. Oktober 2002 an die Unfallversicherung (UV-act. 19) aus, welche 

Ärzte sie nach dem Ereignis vom 25. September 2001 in welcher Reihenfolge 

konsultiert habe und wie die jeweiligen Diagnosen gelautet hätten. Auf entsprechende 

Nachfrage der Unfallversicherung berichtete Dr. A.___ mit Schreiben vom 1. Oktober 

(UV-act. 18) und 4. November 2002 (UV-act. 22 bzw. 23) an den Vertrauensarzt der 

Allianz und legte diverse ärztliche Berichte und Überweisungsschreiben bei (UV-act. 1 - 

14). Nachdem sie ein Kostengutsprachegesuch der Klinik Balgrist vom 19. Dezember 

2002 für einen stationären Aufenthalt der Versicherten im Januar 2003 (UV-act. 24) 

erhalten hatte, verlangte die Allianz vom Chefarzt der dortigen Rheumatologie, Prof. 

Dr. med. B.___, einen ausführlichen Bericht (UV-act. 26). Den als Gutachten gestalteten 

Bericht erstattete Prof. B.___ am 25. Juni 2003 (UV-act. 32). Dieses wurde dem 

beratenden Arzt der Allianz, Dr. med. D.___, Spezialarzt FMH für Chirurgie, zur 

Stellungnahme unterbreitet. Er nahm telefonisch mit dem Hausarzt der Versicherten 

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Rücksprache und gab seinen schriftlichen Bericht am 11. August 2003 ab (UV-act. 36). 

Diese Stellungnahme des beratenden Arztes wurde der Versicherten und ihrem 

zwischenzeitlich eingeschalteten Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. oec. F. Dahinden, 

St. Gallen, zunächst nicht zur Kenntnis gebracht. Ein Schreiben des Rechtsvertreters 

der Versicherten vom 13. August 2003 (UV-act. 37), worin er sich für die Zustellung des 

Gutachtens der Universitätsklinik Balgrist bedankte und ausführte, ohne Gegenbericht 

gehe er davon aus, dass die künftigen Heilbehandlungen über die Unfallversicherung 

abzurechnen seien und die allenfalls von der Krankenkasse erbrachten Vorleistungen 

zurückvergütet würden, blieb ohne Antwort.

A.c    Zwischen August 2003 (evtl. 2004 gemäss Eingangsstempel; UV-act. 38) und 

April 2006 (UV-act. 39) wurden im Dossier der Allianz keine neuen Aktenstücke 

abgelegt. In einer Aktennotiz der Unfallversicherung vom 19. April 2006 (UV-act. 39) 

wurde u.a. festgehalten, vier offene Physiotherapie-Rechnungen, die zwischen dem 

21. Dezember 2005 und dem 13. März 2006 gestellt worden seien, seien von der 

Allianz bezahlt worden. Am 4. Juli 2006 eröffnete die Unfallversicherung dem 

Rechtsvertreter der Versicherten im Sinn des rechtlichen Gehörs (UV-act. 40), dass das 

geltend gemachte Unfallereignis vom 25. September 2001 konstruiert erscheine und 

nicht glaubhaft dargetan worden sei, weshalb eine Leistungspflicht abgelehnt werde. 

Auf die Stellungnahme der Versicherten (UV-act. 43) hin nahm die Allianz weitere 

Abklärungen vor. Insbesondere konfrontierte sie Dr. A.___ mit Widersprüchen in den 

Unterlagen und bat ihn um ergänzende Angaben bzw. Klarstellung aufgrund der 

Krankengeschichte (UV-act. 47). Die Stellungnahme des Hausarztes vom 

20. November 2006 (UV-act. 48) legte die Allianz zusammen mit den übrigen 

medizinischen Akten, der Unfallmeldung sowie dem Schreiben vom 4. Juli 2006 

Dr. med. E.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie FMH, für ein Aktengutachten vor. 

Dieses wurde am 16. Dezember 2006 erstattet (UV-act. 51) und zusammen mit dem 

ergänzenden Bericht des Hausarztes vom 20. November 2006 (UV-act. 48) dem 

Rechtsvertreter der Versicherten zur Kenntnis gebracht (UV-act. 52). Nach Einsicht in 

die zusätzliche Stellungnahme der Versicherten vom 19. Januar 2007 (UV-act. 55) 

erliess die Allianz am 24. Januar 2007 die in Aussicht gestellte Verfügung (UV-act. 56). 

Sie hielt darin am Standpunkt fest, dass es einerseits am natürlichen 

Kausalzusammenhang mangle, andererseits das mit rund einem Jahr verzögert 

angemeldete Unfallereignis nicht genügend glaubhaft dargetan sei, weshalb sie eine 

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Leistungspflicht ablehne. Für die erbrachten Heilungskosten werde auf die Swica als 

Krankenversicherung der Versicherten regressiert.

B.        

Gegen die Verfügung vom 24. Januar 2007 erhoben die Versicherte (UV-act. 59) und 

die SWICA Gesundheitsorganisation (Swica) als deren Krankenversicherer (UV-act. 61) 

Einsprache. Mit Entscheid vom 20. Juli 2007 wurde die Einsprache der Versicherten 

abgewiesen; diejenige der Swica wurde insofern teilweise gutgeheissen, als auf 

sämtliche Rückforderungen verzichtet wurde.

C.         

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid lässt die Versicherte durch ihren 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 30. August 2007 Beschwerde erheben. Darin wird 

beantragt, der Einspracheentscheid vom 20. Juli 2007 sei aufzuheben, die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, 

Taggelder, Rente sowie Integritätsentschädigung) zu erbringen, die Streitsache sei zur 

definitiven Festlegung der Leistungsansprüche an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen und der Beschwerdeführerin sei für die Kosten der Rechtsvertretung 

eine angemessene ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen. Zur Begründung wird 

im wesentlichen geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin habe das Unfallereignis 

vom 25. September 2001 anerkannt und Leistungen erbracht. Das Gutachten von Prof. 

B.___ vom 25. Juni 2003 habe den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall 

und Beschwerden der Versicherten bestätigt und sei durch die weiteren Akten der 

Beschwerdegegnerin nicht umgestossen worden. Somit sei die Beschwerdegegnerin 

zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen festzulegen und zu erbringen.

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 5. Oktober 

2007 die Abweisung der Beschwerde und nimmt darin zu deren einzelnen Punkten 

Stellung. Mit Replik vom 19. November 2007 und Duplik vom 17. Januar 2008 halten 

die Parteien an ihren Anträgen fest. Auf die Begründungen in den einzelnen 

Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit 

entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen:

1.         

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin ein Unfallereignis, das nach ihren 

Angaben am 25. September 2001 stattgefunden hatte, genügend glaubhaft gemacht 

hat. Weiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Kausalzusammenhang 

zwischen den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und dem Unfall zu Recht verneint 

und eine Leistungspflicht auch unter diesem Aspekt abgelehnt hat.

2.         

2.1    Die Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung setzt voraus, dass ein 

Unfallereignis oder eine unfallähnliche Körperschädigung glaubhaft gemacht wird und 

dass ein solches die Ursache der geklagten Beschwerden ist.

2.2    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Grundlagen zur Anwendbarkeit des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) auf Unfälle, die sich vor dessen 

Inkrafttreten am 1. Januar 2003 ereignet haben, sowie zum Unfallbegriff zutreffend 

dargelegt (Erwägungen 1 und 4b). Darauf kann verwiesen werden.

2.3    Art. 43 ATSG und bis 31. Dezember 2002 Art. 47 Abs. 1-3 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20; frühere Fassung aUVG; AS 1982 1676) 

halten den Untersuchungsgrundsatz fest. Danach haben die Versicherungsträger von 

sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhaltes zu sorgen. Die Unfallversicherung und im Streitfall das Gericht haben 

den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Indessen ist die 

leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken. 

Praxisgemäss muss sie die einzelnen Umstände des Unfalls glaubhaft machen.

3.         

3.1    Die Beschwerdeführerin liess der Beschwerdegegnerin das Ereignis vom 

25. September 2001 am 16. September 2002, also nach rund einem Jahr, durch ihre 

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Arbeitgeberin melden (UV-act. 15). Anfang Oktober 2001 hatte sie mit ihrem Hausarzt 

telefonisch Kontakt aufgenommen, um sich nach Physiotherapie auf dem Platz Zürich 

zu erkundigen. Diese wurde mit Schreiben vom 16. Oktober 2001 verordnet (UV-act. 4). 

Laut Hausarzt hatte die Beschwerdeführerin am Telefon Anfang Oktober 2001 

angegeben, die Rückenproblematik habe sich verschlechtert (Schreiben vom 

20. November 2006 an die Beschwerdegegnerin, UV-act. 48). Der Beschwerdeführerin 

hatte Dr. A.___ am 23. August 2006 bestätigt, sie habe ihn anfangs Oktober (2001) 

wegen akut aufgetretenen Beschwerden im Hüftbereich kontaktiert und es sei ihr 

damals zeitlich nicht möglich gewesen, in seine Sprechstunde zu kommen (Beilage 5 

zu UV-act. 43 bzw. act. G 1.8).

3.2    Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin seit 1985 von Dr. A.___ 

hausärztlich betreut wurde. In den medizinischen Akten sind an muskuloskelettalen 

Befunden erhebliche Rückenprobleme ab ca. 1983 im früheren Beruf als Weberin und 

eine Beinlängendifferenz, die immer wieder zu Rückenproblemen führte, dokumentiert. 

2001 hatte die Versicherte ihren Hausarzt am 13. Januar konsultiert. Er erklärte und 

instruierte ihr ein Dehnprogramm gegen die wiederkehrenden muskulären 

Verspannungen im Rücken (UV-act. 48).

3.3    Die erste ärztliche Abklärung der Beschwerdeführerin nach dem Sturz am 

25. September 2001 führte im März 2002, also rund fünf Monate danach, 

Dr. med. F.___, Spezialärztin FMH für physikalische Medizin und Rehabilitation, spez. 

Rheumaerkrankungen, durch. Ihr war die Beschwerdeführerin von der Physiotherapie 

im Haus zur Abklärung der therapieresistenten Beschwerden überwiesen worden. Sie 

nahm in der Anamnese seit zwei Jahren bestehende Schmerzen mit Beginn in der 

linken Leiste auf und hielt im Bericht vom 17. April 2002 (UV-act. 7) folgende 

rheumatologische Diagnose fest: Therapieresistente Periarthropathie der linken Hüfte 

(weichteilrheumatisch) bei Bursitis trochanterica.

3.4    Die "Erstbehandlung" beim Hausarzt fand am 12. April 2002 statt. Bei dieser 

Gelegenheit erwähnte die Beschwerdeführerin den Sturz vom 25. September 2001 

nicht (UV-act. 18 und 48). Am Rehazentrum Leukerbad, wo sie sich auf Anordnung des 

Hausarztes vom 5. bis 18. Mai 2002 stationär aufhielt, wurde eine Dysfunktion des 

Sacroiliacalgelenkes links mit myophaszialem Schmerzsyndrom links gluteal 

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diagnostiziert (UV-act. 9). Die Beschwerdeführerin berichtete dort über Beschwerden in 

der linken Gesässregion, die seit zwei Jahren zunehmen würden und vor ca. einem 

Monat massiv zugenommen hätten. Die Ärzte hielten auch fest, es habe keine Trauma-

Anamnese erhoben werden können. Dem widersprach die Beschwerdeführerin in ihrer 

Zusammenstellung vom 1. Oktober 2002 (UV-act. 19), wo sie ausführte, eine der ersten 

Fragen von Dr. med. G.___, Chefarzt Rehazentrum Leukerbad, sei gewesen, ob sie 

irgendwo auf den Rücken gestürzt sei. Erst zu diesem Zeitpunkt habe sie den 

Zusammenhang mit dem Sturz im Lehrerturnen realisiert. Dieser Widerspruch lässt sich 

zum heutigen Zeitpunkt bzw. auf den Zeitpunkt des Einspracheentscheides der 

Beschwerdegegnerin hin nicht mehr auflösen; es ist seither zu viel Zeit verstrichen. Die 

Tatsache, dass die Ärzte des Rehazentrums Leukerbad in der Anamnese ebenfalls von 

über zwei Jahre andauernden Schmerzen der Patientin berichten, spricht indessen 

dagegen, dass ein Unfallereignis als Ursache eingehend diskutiert wurde. 

Entsprechend lassen sich ihrem Bericht vom 23. Mai 2002 (UV-act. 9) keine Hinweise 

auf den geltend gemachten Unfall vom 25. September 2001 entnehmen.

3.5    Auch Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Rheumatologie und Rehabilitation, war 

kein Unfallereignis als mögliche Ursache angegeben worden. Er war ab 31. Juli 2002 

für die weitere ambulante Behandlung, besonders die Mobilisation des linken 

Iliosacralgelenkes, zugezogen worden (UV-act. 20). Am 8. August 2002 liess Dr. H.___ 

ein MRI der Iliosacralgelenke und ein Ganzkörper-Szintigramm erstellen, welche 

unauffällig waren und das Andauern der Beschwerden nicht erklärten (UV-act. 13 und 

14).

3.6    Die Ärzte, die die Beschwerdeführerin bis im Herbst 2002 und damit im ersten 

Jahr nach dem geltend gemachten Unfallereignis behandelten, gingen während dieser 

Zeit zusammenfassend alle von einem krankhaften Geschehen als Ursache der 

Beschwerden aus. Von einem Unfallereignis hatten sie keine Kenntnis; der Hausarzt 

erfuhr davon erst am 10. September 2002 (UV-act. 48), nach rund einem Jahr. Diese 

Ärzte stellten in ihren Berichten dementsprechend keinen Zusammenhang zu einem 

Sturz am 25. September 2001 her. Als organisches Substrat der Beschwerden nannten 

sie den Beckenschiefstand, die Periarthropatie der linken Hüfte bei Bursitis 

trochanterica bzw. eine Dysfunktion des Sacroiliacalgelenks.

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3.7    Mit Dr. med. E.___, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie, ist auf die 

"traumatologische Binsenwahrheit" hinzuweisen (UV-act. 51), wonach ein 

Sturzereignis, das Beschwerden auslöst, bei der nachfolgenden ärztlichen Konsultation 

als Ursache angeführt wird. Dies war bei der Beschwerdeführerin nicht der Fall. Wie 

vorstehend dargelegt, hat sie einen Sturz am 25. September 2001 nachweislich erst am 

10. September 2002, nach rund einem Jahr, ihrem Hausarzt gegenüber erstmals 

erwähnt (UV-act. 48). Dieses Vorgehen löst die erheblichen Zweifel keineswegs auf, 

dass am 25. September 2001 der geschilderte Sturz stattgefunden hat.

3.8    An dieser Beurteilung können auch die Zeugenbestätigungen vom 24. April 2003 

durch Prorektor Prof. I.___ (UV-act. 30) und vom 27. Juli 2006 durch das Ehepaar J.___ 

(Beilage 1 zu UV-act. 43) nichts ändern. Das erste Dokument enthält weder eine 

konkrete Angabe über das Datum des Sturzes noch einen Hinweis, zu welchem 

Zeitpunkt die fragliche Turnstunde stattgefunden hatte, welcher Art der Sturz war und 

welches die unmittelbaren Auswirkungen waren. Es vermag daher nicht, den 

behaupteten Sturz der Beschwerdeführerin am 25. September 2001 zu beweisen. Die 

zweite Bestätigung wurde erst rund fünf Jahre nach dem geltend gemachten Ereignis 

erstellt. Gemäss Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG) vom 

16. Januar 2006 in Sachen T., U 227/05 E. 3.6, kommt einer solchen Bestätigung somit 

keine Beweiskraft zu.

3.9    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass ein Unfallereignis am 25. September 

2001 nicht mit der nötigen Glaubwürdigkeit dargelegt werden konnte, weshalb die 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu verneinen ist.

4.          

4.1    Selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführerin von einem Unfall am 

25. September 2001 auszugehen wäre, bestünde nur dann eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin, wenn die geltend gemachten Beschwerden in einem natürlichen 

(und adäquaten) Kausalzusammenhang zum Sturz am 25. September 2001 stünden. 

Die rechtlichen Grundlagen des natürlichen Kausalzusammenhangs, der 

Beweiswürdigung und des Beweiswerts von Arztberichten hat sie im 

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Einspracheentscheid (Erwägungen 5b und 5d) zutreffend dargelegt. Darauf kann 

verwiesen werden.

4.2    Der Sturz auf das Gesäss stellte ein Bagatellereignis dar. Er war allenfalls 

geeignet, den Vorzustand der Beschwerdeführerin zu verschlimmern. Ein allfälliger 

seinerzeitiger Anspruch auf Heilbehandlung liegt jedoch nicht im Streit. Faktisch ist es 

offensichtlich, dass die Traumatisierung des Vorzustandes keine unmittelbaren, 

massgebenden Folgen gezeitigt hat. Nachdem eine Prellung im Normalfall innert kurzer 

Zeit abheilt und vorliegend keine strukturellen Schäden bestehen, ist nicht 

anzunehmen, dass sturzbedingt ein halbes Jahr später plötzlich eine massgebende 

Verschlimmerung mit längerer Arbeitsunfähigkeit auftritt. Diesbezüglich ist auch auf die 

einschlägige medizinische Literatur hinzuweisen, zuletzt E. Bär, Prellung, Verstauchung 

oder Zerrung der Wirbelsäule. Ein Update. in Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 79 

(2008) S. 100ff. mit zahlreichen Hinweisen auf ältere Publikationen. Danach vermögen 

"banale" Vorfälle - in der Art des von der Beschwerdeführerin beschriebenen - akute 

Episoden von Rückenschmerzen hervorzurufen, die auch bei degenerativen 

Vorzuständen nach längstens sechs Monaten abgeheilt sind, bzw. nach denen der 

Status quo sine wieder erreicht ist.

4.3    Ausdrücklich nimmt das "Gutachten" von Prof. B.___ vom 25. Juni 2003 (UV-

act. 32) zur natürlichen Kausalität Stellung. Der in diesem Zeitpunkt behandelnde Arzt 

der Beschwerdeführerin führte zu Frage 4 der Beschwerdegegnerin aus, das Ereignis 

vom 25. September 2001 habe keinen "Vorzustand" vorübergehend oder 

richtungweisend verschlimmert. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass die Einschränkungen der Patientin heute noch auf den Unfall 

zurückzuführen seien. Das "Gutachten" von Prof. B.___ wurde offensichtlich wegen 

seines Umfangs, des vermuteten Abklärungsaufwands sowie wohl aus 

abrechnungstechnischen Gründen als solches bezeichnet. Für die Beurteilung des 

Beweiswertes ist die Bezeichnung der ärztlichen Stellungnahme indessen nicht 

ausschlaggebend (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Sie ist wohl umfassend, beruht auf 

allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und die 

Schlussfolgerungen des Experten sind begründet. Aufgrund der Aktenlage (Auftrag 

vom 14. März 2003, UV-act. 26; Rückfrage Prof. B.___ vom 18. März 2003, UV-act. 28, 

sowie das Gutachten vom 25. Juni 2003, UV-act. 32, selbst) muss allerdings 

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geschlossen werden, dass Prof. B.___ nur Vorakten über die Untersuchungen an der 

Universitätsklinik Balgrist (18. Dezember 2002, 20. bis 28. Januar 2003 und 12. März 

2003) zur Verfügung standen. Auch bei den Röntgenbefunden listet er als älteste Bilder 

die Beckenübersicht von 2000 auf, während Dr. F.___ auch die Aufnahmen von 1986 

und 1996 zur Verfügung gestanden hatten (UV-act. 7). Das Gutachten setzt sich denn 

auch nicht mit Angaben in den Berichten der vorbehandelnden Ärzte auseinander, 

sondern geht bei der Würdigung des "psychiatrischen Vorzustandes" und der 

"Rückenschmerzanamnese" von den Angaben der Patientin aus, die sich nicht mit den 

Vorakten decken. Das Gutachten von Prof. B.___ vermag daher nicht zu überzeugen 

und den natürlichen Kausalzusammenhang nicht zu beweisen.

4.4    Zusammenfassend ist mithin auch der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 

dem Sturz der Beschwerdeführerin und den behandelten Beschwerden nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Auch unter diesem Aspekt hat die 

Beschwerdegegnerin damit ihre Leistungspflicht zu Recht verneint.

5.         

Da die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid auf die 

Rückforderung der erbrachten Leistungen für Physiotherapie verzichtet, stellt sie die 

Leistungen ex nunc et pro futuro ein. Bei dieser Ausgangssituation erübrigt sich die 

Frage, ob ein Rückkommenstitel vorliegt und somit die Voraussetzungen der 

Wiedererwägung oder prozessualen Revision gegeben sind (BGE 130 V 380 mit 

Hinweisen).

6.          

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

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1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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