# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97cfd25b-d138-526b-8b96-4616f581dc71
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2016 D-7320/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7320-2016_2016-12-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7320/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  D e z e m b e r  2 0 1 6   

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;   

Gerichtsschreiberin Karin Fischli. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 15. November 2016 / N (…). 

 

 

 

D-7320/2016 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 17. Oktober 2016 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der «Eu-

rodac»-Datenbank ergab, dass er am (…) 2016 in der Slowakei ein Asyl-

gesuch eingereicht hatte,  

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- 

und Verfahrenszentrum B._______ (Befragung zur Person [BzP]) am 

25. Oktober 2016 in Bezug auf seine Reiseroute im Wesentlichen geltend 

machte, er habe Sri Lanka am (…) 2016 verlassen und sei von Colombo 

via C._______ nach D._______ geflogen, von wo aus er teils in einem 

Kleinbus und teils zu Fuss weitergereist sei, 

dass er sich bei einem langen Fussmarsch über eine Bergkette am Bein 

verletzt habe und deswegen einen Monat in der Slowakei habe bleiben 

müssen, 

dass er schliesslich von einem Schlepper mit einem Auto am 17. Oktober 

2016 in die Schweiz gebracht worden sei, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer im Rahmen der BzP das rechtliche 

Gehör zur mutmasslichen Zuständigkeit der Slowakei zur Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens und zu einer allfälligen Wegwei-

sung in die Slowakei gewährte, 

dass der Beschwerdeführer angab, er wisse nicht genau, was ihm passiert 

sei, aber als er gefragt worden sei, was seine Probleme seien, habe er 

diese geschildert und auch erzählt, dass er dort Verwandte habe und dort-

hin wolle, 

dass dem Beschwerdeführer ferner im Rahmen der BzP das rechtliche Ge-

hör zum medizinischen Sachverhalt gewährt wurde, wobei er ausführte, 

Schmerzen zu haben, (…), nur Probleme mit (…) zu haben und (…), 

dass das SEM gestützt auf das Resultat des Abgleichs der Fingerabdrücke 

des Beschwerdeführers mit der «Eurodac»-Datenbank und Art. 18 Abs. 1 

Bst. b Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren 

zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem 

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Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten 

Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-

VO) die slowakischen Behörden am 4. November 2016 um Übernahme 

des Beschwerdeführers ersuchte,  

dass die slowakischen Behörden diesem Ersuchen mit Schreiben vom 

14. November 2016 explizit zustimmten, 

dass das SEM mit Verfügung vom 15. November 2016 in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, 

die Wegweisung aus der Schweiz in die Slowakei anordnete und den 

Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf 

der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-

deführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. November 2016 (Post-

stempel: 27. November 2016) gegen diesen Entscheid beim Bundesver-

waltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung 

des SEM vom 15. November 2016 sei aufzuheben und sinngemäss um 

Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs, um Anwei-

sung der Vorinstanz, auf das Asylgesuch einzutreten, sowie um die Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 

VwVG ersuchte, 

dass er zusammen mit seiner Beschwerde einen Sprechstundenbericht 

vom (…) 2016 bezüglich (…) einreichte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 30. November 2016 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

  

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

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dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-

geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt 

wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien anzuwenden 

sind, wogegen im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take 

back) grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III 

stattfindet (vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2.1 m.w.H.), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der während der Prüfung seines Antrags in einem an-

deren Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder der sich im Hoheitsgebiet 

eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach Massgabe 

der Artikel 23, 24, 25 und 29 wieder aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

Dublin-III-VO),   

  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestell-

ten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in 

dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist 

(Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der «Eu-

rodac»-Datenbank ergab, dass dieser am (…) 2016 in der Slowakei ein 

Asylgesuch eingereicht hatte, 

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dass der auf Beschwerdeebene erhobene Einwand, er habe nirgendwo ein 

Asylgesuch gestellt, dieses Ergebnis nicht zu entkräften vermag, 

dass das SEM die slowakischen Behörden am 4. November 2016 um Wie-

deraufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

Dublin-III-VO ersuchte, 

dass die slowakischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 14. No-

vember 2016 zustimmten, 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit der Slowakei somit gegeben ist, 

dass der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene im Wesentlichen ein-

wendet, er gehöre einer tamilischen Minderheit (…) an und habe sich in Sri 

Lanka für die Rechte von Minderheiten eingesetzt, weshalb er wegen sin-

galesischen Sicherheitskräften in eine lebensbedrohliche Lage geraten sei, 

dass er mit Hilfe seines Vaters einen Schlepper für seine Flucht habe be-

zahlen können, 

dass er in die Schweiz wolle, weil hier seine Tante E._______ wohne, wel-

che seine einzige Bekannte im Ausland sei, 

dass er allerdings über keine weiteren Informationen zu seiner Tante ver-

füge und ihre Adresse verloren habe, 

dass er auch in die Schweiz geflüchtet sei, weil er physische und psychi-

sche Beschwerden habe, da er erstens wegen dem Krieg (…) sei und an 

(…) leide und zweitens (…) habe, bezüglich welcher er hier in ärztlicher 

Behandlung sei, 

dass er im Übrigen keine Aufenthaltserlaubnis für die Slowakei habe, nie-

manden dort kenne und auch nie ein Asylgesuch dort eingereicht habe, 

weshalb ihn die slowakischen Behörden nicht übernehmen würden, 

dass – wie nachfolgend aufgeführt wird – weder die bei der Gewährung 

des rechtlichen Gehörs geäusserten Einwände noch die auf Beschwerde-

ebene geltend gemachten Vorbringen an der Zuständigkeit der Slowakei 

für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens etwas ändern 

und auch kein Anlass zur Ausübung des Selbsteintritts der Schweiz (Art. 17 

Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO, Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 

11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) begründen, 

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dass zunächst festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer den zuständi-

gen Mitgliedstaat, in welchem er das Asylverfahren durchlaufen möchte, 

nicht selber wählen kann (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren in der Slowakei würde systemische Schwachstellen aufweisen, die eine 

Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne 

des Art. 4 EU–Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass die Slowakei Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen implizit die Anwendung 

der Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO, respektive der – 

das Selbsteintrittsrecht im Landesrecht konkretisierenden – Bestimmung 

von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert, gemäss welcher das SEM das Asylge-

such «aus humanitären Gründen» auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen Mann ohne familiäre 

Verpflichtungen handelt, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die slowakischen Behörden würden sich weigern ihn wieder aufzu-

nehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der 

Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, wobei anzumerken ist, dass die 

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slowakischen Behörden am 14. November 2016 dem Übernahmeersuchen 

der Schweiz sogar explizit zustimmten, 

dass der Beschwerdeführer auch nicht dargetan hat, die ihn erwartenden 

Bedingungen in der Slowakei seien derart schlecht, dass sie zu einer Ver-

letzung von Art. 4 EU-Grundrechtecharta, Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK füh-

ren könnten, 

dass der Beschwerdeführer sodann mit dem Hinweis auf eine angeblich in 

der Schweiz wohnhafte Tante keine Rechtsansprüche abzuleiten vermag, 

da diese nicht als «Familienmitglied» gemäss Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO zu 

betrachten ist und in Übereinstimmung mit der Beurteilung der Vorinstanz 

keine Anzeichen für ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis im Sinne von 

Art. 16 Dublin-III-VO ersichtlich sind, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

die Slowakei werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden,  

dass der Beschwerdeführer keine konkreten Hinweise für die Annahme 

dargetan hat, die Slowakei würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnah-

merichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, 

und er sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigen-

falls an die slowakischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Auf-

nahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 

Aufnahmerichtlinie), 

dass der Beschwerdeführer mit seinem Hinweis auf (…) sinngemäss gel-

tend macht, sein Gesundheitszustand stehe einer Überstellung in die Slo-

wakei entgegen, 

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen kann, 

wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschrittenen oder terminalen 

Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe befindet (vgl. BVGE 2011/9 

E. 7 mit Hinweisen auf die Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Men-

schenrechte [EGMR]),  

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Seite 9 

dass dies im vorliegenden Fall für die Situation des Beschwerdeführers 

nicht zutrifft, zumal die vorgebrachten psychischen und physischen Be-

schwerden nicht die vorstehend erwähnte Schwere aufweisen, 

dass dies insbesondere auch für die durch den Sprechstundenbericht vom 

4. November 2016 belegte (...) gilt, wobei darauf hinzuweisen ist, dass (…), 

dass es im Übrigen allgemein bekannt ist, dass die Slowakei über eine 

ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt, 

dass die Mitgliedstaaten den Antragstellern die erforderliche medizinische 

Versorgung, die zumindest die Notversorgung und die unbedingt erforder-

liche Behandlung von Krankheiten und schweren psychischen Störungen 

umfasst, zugänglich machen müssen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie), 

und den Antragstellern mit besonderen Bedürfnissen die erforderliche me-

dizinische oder sonstige Hilfe (einschliesslich erforderlichenfalls einer ge-

eigneten psychologischen Betreuung) zu gewähren haben (Art. 19 Abs. 2 

Aufnahmerichtlinie),  

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten 

Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Bestim-

mung der konkreten Modalitäten der Überstellung der Beschwerdeführen-

den Rechnung tragen und die slowakischen Behörden vorgängig in geeig-

neter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände informieren 

werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO),  

dass schliesslich die Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO 

nicht direkt, sondern nur in Verbindung mit einer nationalen Norm (nament-

lich Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, Selbsteintritt aus humanitären Gründen) oder 

internationalem Recht anwendbar ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 5), dem Bun-

desverwaltungsgericht in diesem Zusammenhang hinsichtlich des Ermes-

sensentscheides des SEM jedoch keine Beurteilungskompetenz mehr zu-

kommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.), 

dass das Bundesverwaltungsgericht demnach nur eingreift, wenn das 

Staatssekretariat das ihm eingeräumte Ermessen über- beziehungsweise 

unterschreitet oder missbraucht und damit Bundesrecht verletzt, was vor-

liegend, wo das SEM die massgeblichen Parameter des Einzelfalles in 

seine Prüfung einbezogen hat, nicht der Fall ist, 

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-

sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt, 

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dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-      

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung in die Slowakei angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

des SEM zu bestätigen ist,  

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–   

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Karin Fischli 

 

 

Versand: