# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b0939b8c-e65e-53a1-9d58-35a6a5a1cb56
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-05-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 10.05.2005 B 2005/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2005-27_2005-05-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2005/27

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 10.05.2005

Entscheiddatum: 10.05.2005

Entscheid Verwaltungsgericht vom 10. Mai 2005
Ausländerrecht, Art. 7 Abs. 2 ANAG (SR 142.20). Rechtsmissbräuchliche 
Berufung auf eine nur noch formal bestehende Ehe mit einer Schweizerin; 
Verhältnismässigkeit der Verweigerung der Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung des ausländischen Ehegatten (Verwaltungsgericht, B 
2005/27).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

_______________

In Sachen

K.J.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.,

gegen

Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen,

Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

betreffend

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St.Galler Gerichte

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ K.J., geboren 1977, ist Staatsangehöriger von Nigeria. Er reiste am 13. November 

1996 illegal in die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch. Mit Verfügung 

vom 21. November 1996 wies das Bundesamt für Flüchtlinge das Asylgesuch ab und 

verfügte die Wegweisung aus der Schweiz. Dagegen erhob K.J. Beschwerde, die von 

der Schweizerischen Asylrekurskommission mit Entscheid vom 26. März 1997 

abgewiesen wurde. Das Bundesamt für Flüchtlinge setzte in der Folge die Ausreisefrist 

neu auf den 30. April 1997 fest. Am 4. Mai 1997 ersuchte der Betroffene um 

Erstreckung der Ausreisefrist mit der Begründung, er beabsichtige, seine Freundin T.H. 

zu heiraten. Am 13. Mai 1997 verfügte das Bundesamt für Flüchtlinge, das 

Fristerstreckungsgesuch werde abgewiesen und K.J. habe die Schweiz unverzüglich zu 

verlassen. Dieser Anordnung kam der Betroffene nicht nach. Am 23. Mai 1997 verfügte 

das Ausländeramt gegen K.J. Ausschaffungshaft. Die Zwangsmassnahme wurde am 

27. Mai 1997 vom Präsidenten des Verwaltungsgerichts bestätigt. Am 8. Juni 1997 

wurde K.J. nach Nigeria ausgeschafft.

Am 11. August 1997 heiratete K.J. in Nigeria die in St. Gallen wohnhafte Schweizer 

Bürgerin T.H. (geboren 1972). In der Folge wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung im 

Kanton St. Gallen zum Verbleib bei der Ehefrau erteilt. Der Ehemann reiste am 24. 

November 1997 in die Schweiz ein. Seine Aufenthaltsbewilligung wurde in der Folge 

regelmässig verlängert, letztmals bis 23. November 2002.

Am 7. November 2002 ersuchte K.J. um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung 

und um Erteilung einer Niederlassungsbewilligung. Mit Verfügung vom 28. November 

2003 wies das Ausländeramt diese Gesuche ab. Zur Begründung hielt es fest, K.J. 

berufe sich in rechtsmissbräuchlicher Weise auf die Ehe mit T.H.. Die Eheleute hätten 

sich getrennt, und die Ehefrau beabsichtige, sich scheiden zu lassen. Der Ehemann 

habe ausserdem zu Klagen Anlass gegeben.

B./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 14. Dezember 2003 erhob der Betroffene 

Rekurs mit dem Antrag, die Verfügung des Ausländeramts vom 28. November 2003 sei 

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aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung sei um ein Jahr zu verlängern, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Entscheid vom 31. Januar 2005 wies das Justiz- und Polizeidepartement den 

Rekurs ab.

C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 15. Februar 2005 erhob K.J. Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 31. Januar 2005 

sei aufzuheben und es sei ihm eine Jahresaufenthaltsbewilligung auszustellen, 

ausserdem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu 

gewähren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im 

wesentlichen vorgebracht, dem Beschwerdeführer werde zu Unrecht vorgeworfen, er 

berufe sich rechtsmissbräuchlich auf den Bestand der Ehe. Nur wenn der ausländische 

Ehepartner die eheliche Gemeinschaft verlasse oder seinen Willen bekunde, die Ehe 

nicht weiterzuführen, ohne dass dies durch unzumutbares Verhalten des Ehepartners 

provoziert worden sei, könne dies als gewichtiges Indiz dafür gelten, dass die eheliche 

Gemeinschaft auch von seiner Seite nicht mehr gewollt sei. Ferner werde der 

ausländische Partner erst nach mehrjähriger faktischer Trennung objektiv nicht mehr 

mit einer Wiederaufnahme der Ehe rechnen können. Nicht der Beschwerdeführer, 

sondern seine Ehefrau habe gegen seinen Willen per 1. Juni 2002 die eheliche 

Wohnung verlassen und die Scheidung gewünscht. Der Beschwerdeführer selber liebe 

seine Ehefrau hingegen immer noch und habe lange die Hoffnung gehegt, dass sie zu 

ihm zurückkehre. Die eheliche Gemeinschaft habe bis zur Trennung immerhin vier 

Jahre und neuneinhalb Monate gedauert. Auf die weiteren Vorbringen in der 

Beschwerde wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingetreten.

Mit Verfügung vom 17. Februar 2005 wies der Präsident des Verwaltungsgerichts das 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung ab.

Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 30. März 2005 unter Hinweis auf 

die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

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1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der 

Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeschrift vom 15. Februar 2005 

entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 

in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten.

2./ a) Nach Art. 7 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der 

Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) hat der ausländische Ehegatte einer 

Schweizer Bürgerin Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung. Nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen 

Aufenthalt von fünf Jahren hat er Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung. Der 

Anspruch erlischt, wenn ein Ausweisungsgrund vorliegt. Kein Anspruch besteht nach 

Absatz 2 dieser Vorschrift, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften 

über Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern und namentlich jene über die 

Begrenzung der Zahl der Ausländer zu umgehen. Erfasst wird davon die sogenannte 

Scheinehe bzw. Ausländerrechtsehe, bei der die Ehegatten von vornherein keine echte 

eheliche Gemeinschaft beabsichtigten (BGE 128 II 151, 127 II 55 mit Hinweisen). Auch 

wenn die Ehe nicht bloss zum Schein eingegangen worden ist, heisst dies jedoch nicht 

zwingend, dass dem ausländischen Ehepartner der Aufenthalt ungeachtet der weiteren 

Entwicklung gestattet werden muss. Zu prüfen ist insbesondere, ob sich die Berufung 

auf die Ehe nicht anderweitig als rechtsmissbräuchlich erweist (BGE 128 II 151 mit 

Hinweis).

b) Rechtsmissbrauch liegt vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung 

von Interessen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will (BGE 128 II 

151, 127 II 56 je mit Hinweisen). Im Zusammenhang mit Art. 7 ANAG ist dies dann der 

Fall, wenn der Ausländer sich in einem fremdenpolizeilichen Verfahren auf eine Ehe 

beruft, welche nur noch formell und ohne Aussicht auf Aufnahme bzw. 

Wiederaufnahme einer ehelichen Gemeinschaft besteht (BGE 128 II 151 mit Hinweis 

auf BGE 127 II 56, 123 II 50 f.). Ein Rechtsmissbrauch darf nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht leichthin angenommen werden, namentlich 

nicht schon deshalb, weil die Ehegatten nicht mehr zusammenleben oder ein 

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Eheschutz- oder Scheidungsverfahren eingeleitet worden ist (BGE 128 II 151). Gerade 

weil der ausländische Ehegatte nicht der Willkür des schweizerischen ausgeliefert sein 

soll, hat der Gesetzgeber darauf verzichtet, die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung 

vom ehelichen Zusammenleben abhängig zu machen. Erforderlich sind klare Hinweise 

darauf, dass die Führung einer Lebensgemeinschaft nicht mehr beabsichtigt und nicht 

mehr zu erwarten ist (BGE 128 II 151, 127 II 57). Wie es sich damit verhält, entzieht sich 

in der Regel dem direkten Beweis und ist oft nur durch Indizien zu ermitteln (BGE 128 II 

152, 127 II 57).

c) Mit Verfügung vom 28. November 2003 hat das Ausländeramt das Gesuch des 

Beschwerdeführers um Erteilung der Niederlassungsbewilligung abgewiesen. Diese 

Verfügung ist in Rechtskraft erwachsen. Im Rekursverfahren wurde die Verweigerung 

der Niederlassungsbewilligung nicht angefochten, sondern lediglich die Verweigerung 

der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. In der Rekurseingabe vom 14. Dezember 

2003 hielt der Beschwerdeführer ausdrücklich fest, er habe im Zuge des rechtlichen 

Gehörs von seinem Gesuch um Erteilung einer Niederlassungsbewilligung Abstand 

genommen. Damit ist rechtskräftig festgestellt, dass der Beschwerdeführer keinen 

Anspruch auf eine Niederlassungsbewilligung erworben hat, was bedeutet, dass er 

auch keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung erworben hat. Er kann sich 

daher nicht auf den Grundsatz berufen, er habe Anspruch auf eine 

Niederlassungsbewilligung, weshalb ihm die - ein weniger gefestigtes 

Anwesenheitsrecht gewährende - Aufenthaltsbewilligung erst recht nicht verweigert 

werden dürfe (BGE 128 II 149 E. 1.1.4; vgl. BGE 2A.280/2003 vom 30. September 2003 

i.S. A.A., E. 1.4).

d) Die Eheleute leben seit Juni 2002 getrennt. Die Ehefrau hielt gegenüber dem 

Ausländeramt am 9. Dezember 2002 bzw. 20. September 2003 fest, sie gedenke, die 

Ehegemeinschaft nicht mehr aufzunehmen und sie beabsichtige, sich scheiden zu 

lassen. Weiter äusserte sie, es sei ihr Anfang/Mitte Januar 2002 klar gewesen, dass sie 

die Trennung gewollt habe, und sie habe dies ihrem Ehemann mitgeteilt. Anfang 

Februar habe sie sich mit ihrem Anwalt in Verbindung gesetzt, um die Scheidung 

vorzubereiten. Die eheliche Gemeinschaft habe nur noch auf dem Papier bestanden. 

Von einer liebenden Beziehung habe nicht mehr die Rede sein können. Sie habe sich 

vernachlässigt, allein gelassen mit jeglicher Verantwortung und auch betrogen, benutzt 

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gefühlt. Ihre Bemühungen, eine Ehe zu führen, und die Hoffnung dafür hätten ein Ende 

gefunden. Ihr Ehemann willige nicht in die Scheidung ein. Im Gegenteil, so wie es 

aussehe, hege er immer noch Hoffnungen, dass sie zurückgehe. Er begreife immer 

noch nicht, dass ihr Entschluss stehe. Der Scheidungsvertrag liege bei ihr und warte 

auf die Unterschrift.

In diesen Schreiben wird klar und unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass die 

Ehefrau die eheliche Gemeinschaft nicht mehr aufnehmen will. Der Einwand des 

Beschwerdeführers, in Liebesangelegenheiten sei wohl kaum etwas unwiderruflich, ist 

nicht stichhaltig. Insbesondere ist in fremdenpolizeilicher Hinsicht nicht primär die Sicht 

des ausländischen Ehegatten massgebend. Der Beschwerdeführer beruft sich in 

diesem Zusammenhang auf eine Erwägung des Bundesgerichts, die dieses im 

Zusammenhang mit dem Nachweis einer Scheinehe machte (BGE 128 II 153 f. E. 3.1). 

Bei der Frage, ob rechtsmissbräuchlich an einer formell bestehenden Ehe festgehalten 

wird, ist vielmehr zu prüfen, ob der ausländische Ehegatte objektiv damit rechnen 

konnte, dass die eheliche Gemeinschaft jemals wieder aufgenommen wird. Dies haben 

Ausländeramt und Vorinstanz im Streitfall zu Recht verneint. Die Ehefrau schliesst in 

ihren Eingaben an das Ausländeramt eine Wiederaufnahme der ehelichen 

Gemeinschaft nachgerade aus. Ihren Ausführungen ist zu entnehmen, dass sie die 

Trennung als endgültig betrachtete. Sie stand offenbar am Ende eines längeren 

Prozesses, in dem sie sich über das Scheitern ihrer Beziehung zum Beschwerdeführer 

bewusst wurde. Sie hält denn auch ausdrücklich fest, dass sich der Beschwerdeführer 

nicht damit abfinden könne. Wie erwähnt, ist die Sicht des ausländischen Ehegatten 

nicht von entscheidender Bedeutung. Massgebend ist vielmehr, ob aufgrund objektiver 

Umstände davon ausgegangen werden kann, dass mit einer Wiederaufnahme der 

ehelichen Gemeinschaft zu rechnen ist. Solche Anhaltspunkte sind im vorliegenden Fall 

nicht gegeben. Insbesondere ergibt sich auch aus dem Schreiben der Ehefrau an den 

Bruder des Beschwerdeführers, dass sie ihren Entscheid aufgrund reiflicher 

Ueberlegung und Abwägung getroffen hat und die Trennung nicht als überstürzte oder 

nur vorübergehende Massnahme betrachtet werden kann. Im besagten Schreiben legt 

die Ehefrau ausführlich die Gründe dar, die zum Scheitern der Beziehung führten. 

Insbesondere hält sie kategorisch fest, dass sie ihrem Ehemann keine letzte 

Möglichkeit geben werde. Bei dieser Sachlage kann kein vernünftiger Zweifel bestehen, 

dass der Auszug der Ehefrau aus der gemeinsamen Wohnung das definitive Ende der 

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Gemeinschaft bedeutete und die Ehefrau unter keinen Umständen mehr gewillt war, die 

eheliche Gemeinschaft wieder aufzunehmen.

Ob der Beschwerdeführer nach wie vor die Hoffnung hegt, die Ehefrau werde zu ihm 

zurückkehren, ist wie erwähnt nicht ausschlaggebend. Nicht entscheidend ist 

namentlich auch der Umstand, dass die Verweigerung der Zustimmung zur Scheidung 

in zivilrechtlicher Hinsicht keinen Rechtsmissbrauch darstellt. Im übrigen hat die Dauer 

der Trennungsfrist gemäss Art. 114 ZGB keinen wesentlichen Einfluss auf die Frage, ob 

die Berufung auf eine nicht mehr gelebte Ehegemeinschaft in fremdenpolizeilicher 

Hinsicht als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren ist.

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, 

dass die Vorinstanz zu Recht die Berufung des Beschwerdeführers auf die formal 

bestehende Ehe als rechtsmissbräuchlich qualifiziert hat. Nachdem das Begehren um 

Erteilung einer Niederlassungsbewilligung rechtskräftig abgewiesen worden ist, kann 

lediglich noch geprüft werden, ob die Verweigerung der Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung auf einem Missbrauch bzw. einer Ueberschreitung des 

Ermessens beruht (Art. 4 ANAG; Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Das Verwaltungsgericht hat 

den Ermessensspielraum der Verwaltung zu respektieren, wenn diese bei ihrem 

Entscheid von sachlichen und vernünftigen Ueberlegungen ausging, die im Einklang 

mit Sinn und Zweck des Gesetzes stehen (vgl. statt vieler GVP 1998 Nr. 71).

e) Nach der Praxis des Ausländeramts wird die Aufenthaltsbewilligung in gewissen 

Fällen zwar auch nach der Auflösung der Ehe bzw. der ehelichen Gemeinschaft 

verlängert. Als massgebend werden dabei nach den Weisungen des Bundesamts für 

Migration (Ziff. 654) unter anderem die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, 

insbesondere wenn Kinder vorhanden sind, die berufliche Situation, die Wirtschafts-

und Arbeitsmarktlage sowie das Verhalten und der Integrationsgrad betrachtet. Zu 

berücksichtigen sind ferner die Umstände, die zur Auflösung der ehelichen 

Gemeinschaft geführt haben. Nach der Praxis des Ausländeramts wird bei einer Dauer 

der ehelichen Gemeinschaft von fünf Jahren und mehr in der Regel eine 

Jahresaufenthaltsbewilligung nicht mehr widerrufen (ABl 2001, S. 32).

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Die eheliche Gemeinschaft zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau in der 

Schweiz dauerte etwas länger als viereinhalb Jahre (vom 24. November 1997 bis Juni 

2002). Zuvor hatte sich der Beschwerdeführer in den Jahren 1996/97 als Asylbewerber 

in der Schweiz aufgehalten. Jedenfalls verbrachte der Beschwerdeführer den grössten 

Teil seines Lebens, insbesondere auch seine Kindheit und seine Jugend, im 

Herkunftsland. Ausserdem blieb die Ehe kinderlos. Hinsichtlich der Gründe, die zur 

Auflösung der ehelichen Gemeinschaft führten, ist auf die vorstehenden Erwägungen 

zu verweisen. Die Auflösung der Gemeinschaft kann jedenfalls nicht eindeutig dem 

Verhalten des einen oder andern Ehegatten angelastet werden.

Der Beschwerdeführer ist als Hilfskraft in einem Metzgereibetrieb tätig. Aufgrund der 

Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage ergeben sich daraus keine Gründe, die eine 

Verlängerung der Bewilligung nahelegen. Nach einer Aufenthaltsdauer von rund sieben 

Jahren ist zwar eine gewisse Integration ohne Zweifel gegeben. Allerdings fällt auf, 

dass der Beschwerdeführer auch verschiedentlich zu Klagen Anlass gegeben hat. Im 

Asylverfahren war er zeitweise untergetaucht. Zudem widersetzte er sich nach der 

rechtskräftigen Abweisung des Asylgesuchs der Rückkehr in den Herkunftsstaat. Er 

hatte zwar von dort verschiedene Papiere beschafft, die er für das 

Eheverkündverfahren benötigte, sich aber trotz behördlicher Aufforderung nicht um die 

Beschaffung von Reisepapieren bemüht. Da er sich zudem nach Ablauf der 

Ausreisefrist weiterhin in der Schweiz aufhielt, wurde er am 4. Juni 1997 wegen 

Verstosses gegen das ANAG mit zwei Wochen Gefängnis bestraft. Der 

Beschwerdeführer wurde aus-serdem am 3. September 1999 wegen Gewalt und 

Drohung gegen Beamte zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen und einer Busse von 

Fr. 500.-- verurteilt. Dieses Delikt beging er während der Probezeit der am 4. Juni 1997 

ausgesprochenen Gefängnisstrafe.

Im übrigen ist nicht ersichtlich, inwiefern eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach 

Nigeria mit überdurchschnittlichen Schwierigkeiten verbunden ist. Da der 

Beschwerdeführer den grössten Teil seines Lebens in Nigeria verbracht hat und 

eigenen Angaben zufolge dort auch Verwandte hat, ist es ihm ohne unüberwindbare 

Probleme möglich, sich nach der Rückkehr in Nigeria wieder zurechtzufinden. In der 

Beschwerde werden denn auch keine Gründe geltend gemacht, welche eine Rückkehr 

als unmöglich oder unzumutbar erscheinen lassen.

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f) Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass in der 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers keine 

Rechtsverletzung erblickt werden kann. Folglich ist die Beschwerde als unbegründet 

abzuweisen.

3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 

941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten von Fr. 2'000.-- bezahlt der Beschwerdeführer unter 

Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

 

 

Zustellung dieses Entscheides an:

 

den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt–

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lic. iur. C.)

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Soweit eine Verletzung von Bundesrecht bzw. eines Rechtsanspruchs auf Erteilung 

einer Bewilligung geltend gemacht wird (Art. 100 lit. b Ziff. 3 und Art. 104 lit. a und b 

OG), kann gegen diesen Entscheid innert dreissig Tagen seit der Eröffnung 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 

14, eingereicht werden.

die Vorinstanz–

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	Ausländerrecht, Art. 7 Abs. 2 ANAG (SR 142.20). Rechtsmissbräuchliche Berufung auf eine nur noch formal bestehende Ehe mit einer Schweizerin; Verhältnismässigkeit der Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des ausländischen Ehegatten (Verwaltungsgericht, B 2005/27).

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		2025-07-19T17:09:47+0200
	"9001 St.Gallen"
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