# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2bc2b73a-1bcd-5b38-9cb4-95d51f5a9194
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.10.2025 200 2024 267
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-267_2025-10-17.pdf

## Full Text

UV 200 2024 267 
WIS/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 17. Oktober 2025

Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva  
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 22. Februar 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Oktober 2025, UV 200 2024 267

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Sachverhalt:

A.

Die 1973 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nach-
folgend Suva oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als 
sie gemäss Schadenmeldung UVG vom 22. Februar 2023 am 15. Februar 
2023 anlässlich eines Verkehrsunfalls eine Prellung des linken Knies erlitt 
(Akten der Suva [act. II] 1). Mit Verfügung vom 3. Juli 2023 (act. II 43) stell-
te die Suva die Versicherungsleistungen für das Ereignis vom 22. Februar 
2023 per 3. Juli 2023 ein. Die dagegen erhobene Einsprache (act. II 52, 68) 
wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 22. Februar 2024 (act. II 82) 
ab. 

B.

Mit Eingabe vom 10. April 2024 (Postaufgabe) erhob die Versicherte, ver-
treten durch die C.________ AG, dagegen Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 22. Fe-
bruar 2024 aufzuheben.

2. Nach Vornahme der notwendigen Abklärungen seien der Beschwerde-
führerin die gesetzlichen Leistungen auszurichten.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerde-
gegnerin. 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 8. Mai 2024 
auf Abweisung der Beschwerde. 

Am 15. Mai 2024 liess die Beschwerdeführerin dem Verwaltungsgericht 
eine weitere Eingabe zukommen. 

Auf Anfrage des Verwaltungsgerichts reichte die Beschwerdegegnerin am 
1. Juli 2025 den Sendungsverlauf der Schweizerischen Post betreffend den 
angefochtenen Einspracheentscheid ein (in den Gerichtsakten). 

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Mit prozessleitender Verfügung vom 2. Juli 2025 bot die Instruktionsrichte-
rin der Beschwerdeführerin Gelegenheit, sich bis am 30. Juli 2025 zur 
Rechtzeitigkeit der Beschwerde zu äussern. 

Mit Eingabe vom 25. Juli 2025 stellte die Beschwerdeführerin – neuerdings 
durch Rechtsanwältin Dr. iur B.________ vertreten – auf den Standpunkt, 
dass fristgerecht gegen den Einspracheentscheid vom 22. Februar 2024 
Beschwerde erhoben worden sei. Eventualiter werde um Wiederherstellung 
der Beschwerdefrist ersucht.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Eingabe vom 3. September 2025 auf 
Nichteintreten auf die Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 58 ATSG) und auch die Bestimmungen über die Form (Art. 61 
lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) sind 
eingehalten. Näher zu prüfen ist nachfolgend die Rechtzeitigkeit der Be-
schwerde.

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1.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die revidierte Schweizeri-
sche Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) bzw. 
Art. 142 Abs. 1bis ZPO seien zu berücksichtigen. Art. 142 Abs. 1bis ZPO, 
welcher am 1. Januar 2025 in Kraft getreten ist, lautet wie folgt:

Erfolgt die Zustellung einer Sendung an einem Samstag, einem Sonntag 
oder einem am Gerichtsort vom Bundesrecht oder vom kantonalen Recht 
anerkannten Feiertag durch gewöhnliche Post (Art. 138 Abs. 4), so gilt die 
Mitteilung nach Absatz 1 am nächsten Werktag als erfolgt.

Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in zeitli-
cher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei 
der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 150 V 89 E. 3.2.1 S. 95, 148 V 162 
E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213; Urteil des BGer 8C_435/2023 
vom 27. Mai 2024 E. 4.2, zur Publikation vorgesehen). Absatz 1bis von 
Art. 142 ZPO trat – wie gesagt – erst per 1. Januar 2025 in Kraft, d.h. nach 
Erlass des hier angefochtenen Einspracheentscheids vom 22. Februar 
2024 und der Beschwerdeerhebung vom 10. April 2024 und ist für die vor-
liegend massgebende Zeit nicht anwendbar, zumal keine anderslautenden 
übergangsrechtlichen Regelungen bestehen. Damit erübrigen sich Aus-
führungen zur Anwendbarkeit von Art. 142 Abs. 1bis ZPO im Bereich des 
Sozialversicherungsrechts. 

1.3 Die Beschwerde ist innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des 
Einspracheentscheides oder der Verfügung, gegen welche eine Einsprache 
ausgeschlossen ist, einzureichen (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Dabei sind 
Art. 38 bis 41 sinngemäss anwendbar (Art. 60 Abs. 2 ATSG). Berechnet 
sich eine Frist nach Tagen oder Monaten und bedarf sie der Mitteilung an 
die Parteien, so beginnt sie am Tag nach ihrer Mitteilung zu laufen (Art. 38 
Abs. 1 ATSG). Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist dem Versicherungsträger eingereicht oder zu dessen Handen der 
Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 39 Abs. 1 ATSG).

1.4 Die Eröffnung einer Verfügung (oder eines Einspracheentscheids) 
ist eine empfangsbedürftige, nicht aber annahmebedürftige einseitige 
Rechtshandlung; sie entfaltet daher ihre Rechtswirkungen vom Zeitpunkt 
der ordnungsgemässen Zustellung an. Ob die betroffene Person vom Ver-

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fügungsinhalt Kenntnis nimmt oder nicht, hat keinen Einfluss (BGE 119 V 
89 E. 4c S. 95).

1.4.1 Im Sozialversicherungsverfahren bestehen keine gesetzlichen Vor-
schriften darüber, wie die Versicherungsträger ihre Verfügungen und Ein-
spracheentscheide zustellen sollen. Aus dem Schweigen des Gesetzes in 
diesen und anderen verwaltungsrechtlichen Materien über die Art der Zu-
stellung leitet das Bundesgericht grundsätzlich ab, dass es den Behörden 
freigestellt ist, auf welche Art sie ihre Verfügungen versenden. Insbesonde-
re dürfen sie sich deshalb auch der Versandart A-Post Plus bedienen. Die 
Eröffnung muss bloss so erfolgen, dass sie dem Adressaten ermöglicht, 
von der Verfügung oder der Entscheidung Kenntnis zu erlangen, um diese 
gegebenenfalls sachgerecht anfechten zu können. Bei uneingeschriebe-
nem Brief erfolgt die Zustellung bereits dadurch, dass er in den Briefkasten 
oder ins Postfach des Adressaten gelegt wird und damit in den Macht- bzw. 
Verfügungsbereich des Empfängers gelangt. Dass der Empfänger von der 
Verfügung tatsächlich Kenntnis nimmt, ist nicht erforderlich (BGE 142 III 
599 E. 2.4.1 S. 603; SVR 2019 UV Nr. 24 S. 89, 8C_586/2018 E. 5).

1.4.2 Bei der Zustellungsart A-Post Plus wird der Brief mit einer Nummer 
versehen und ähnlich wie ein eingeschriebener Brief mit A-Post spediert. 
Im Unterschied zu den eingeschriebenen Briefpostsendungen wird aber der 
Empfang durch den Empfänger nicht quittiert. Entsprechend wird der 
Adressat im Falle seiner Abwesenheit auch nicht durch Hinterlegung einer 
Abholungseinladung avisiert. Die Zustellung wird vielmehr elektronisch er-
fasst, wenn die Sendung in das Postfach oder in den Briefkasten des Emp-
fängers gelegt wird. Auf diese Weise ist es möglich, mit Hilfe des von der 
Post zur Verfügung gestellten elektronischen Suchsystems "Track & Trace" 
die Sendung bis zum Empfangsbereich des Empfängers zu verfolgen 
(BGE 142 III 599 E. 2.2 S. 601).

1.4.3 Rechtsprechungsgemäss obliegt der Beweis der Tatsache sowie 
des Zeitpunktes der Zustellung von Verfügungen der Verwaltung, welche 
die entsprechende (objektive) Beweislast trägt (Urteil des Bundesgerichts 
[BGer] 9C_791/2010 vom 10. November 2010 E. 4.1). Entsprechend hat 
sie zu beweisen, dass die Sendung in den Briefkasten des Empfängers 

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gelangte (in BGE 142 III 671 nicht publ. E. 2.2.1 des Urteils 4A_10/2016 
vom 8. September 2016; vgl. auch BGE 142 III 599 E. 2.1 S. 601).

Mit einem "Track & Trace"-Auszug wird nicht direkt bewiesen, dass die 
Sendung tatsächlich in den Empfangsbereich des Empfängers gelangt ist, 
sondern bloss, dass durch die Post ein entsprechender Eintrag in ihrem Er-
fassungssystem gemacht wurde. Einzig im Sinne eines Indizes lässt sich 
aus diesem Eintrag darauf schliessen, dass die Sendung in den Briefkasten 
oder in das Postfach des Adressaten gelegt wurde. Mangels Quittierung 
lässt sich dem "Track & Trace"-Auszug sodann nicht entnehmen, ob 
tatsächlich jemand die Sendung behändigt hat und um wen es sich dabei 
handelt (BGE 142 III 599 E. 2.2 S. 602). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung, die sich auch auf die Zustellungsart A-Post Plus bezieht, 
liegt eine fehlerhafte Postzustellung nicht ausserhalb jeder Wahrscheinlich-
keit, ist allerdings nicht zu vermuten. Vielmehr begründet die Zustellung in 
der Versandart "A-Post-Plus" eine natürliche Vermutung für die ordnungs-
gemässe Zustellung. Auf die Darstellung des Adressaten, dass eine fehler-
hafte Postzustellung vorliege, ist (nur) abzustellen, wen die Darlegung der 
Umstände nachvollziehbar ist und einer gewissen Wahrscheinlichkeit ent-
spricht, wobei der gute Glaube zu vermuten ist. Rein hypothetische Überle-
gungen und die nie auszuschliessende Möglichkeit von Zustellfehlern 
genügen für sich allein nicht, um die Vermutung umzustossen. Vielmehr 
müssen konkrete Anzeichen für einen Fehler vorhanden sein (vgl. BGE 142 
III 599 E. 2.4.1 S. 604, 142 IV 201 E. 2.3 S. 205; Urteile des BGer 
2C_189/2022 vom 8. März 2022 E. 3.2.3 und 9C_500/2024 vom 8. April 
2025 E. 5.4).

1.5 Gemäss dem Sendungsverlauf der Schweizerischen Post (in den 
Gerichtsakten) wurde der am 23. Februar 2024 (Freitag) mit A-Post Plus 
versandte Einspracheentscheid vom 22. Februar 2024 (Donnerstag; 
act. II 82) der früheren Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin am 
24. Februar 2024 (Samstag) via Postfach zugestellt. Soweit die neue 
Rechtsvertreterin vorbringt, die besagte Sendung habe sich am 26. Februar 
2024 (Montag) im Postfach der früheren Rechtsvertretung befunden und es 
sei nicht rekonstruierbar, ob sie sich bereits am 24. Februar 2024 (Sams-
tag) dort befunden habe (Eingabe vom 25. Juli 2025 S. 1), handelt es sich 

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um eine hypothetische Überlegung, welche für sich alleine nicht genügt, die 
Vermutung der korrekten Zustellung am 24. Februar 2024 umzustossen. In 
den Akten finden sich keine konkreten Anzeichen für eine fehlerhafte Post-
zustellung und wurden von der Beschwerdeführerin denn auch nicht gel-
tend gemacht. Für die frühere Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 
war das konkrete Zustelldatum der mittels A-Post-Plus verschickte Sen-
dung – ohne grossen Aufwand (mittels der auf dem Umschlag figurieren-
den Sendungsnummer sowie dem erwähnten Olinedienst "Track &Trace"; 
vgl. www.post.ch) feststellbar. Hinzu kommt, dass der Zutritt zur Post-
fachanlage in der betreffenden Postfiliale auch an den Wochenenden und 
zwar durchgehend gewährleistet ist (www.post.ch, Rubrik: Standorte und 
Öffnungszeiten). Wenngleich die Versicherten bzw. deren Rechtsvertretun-
gen nicht verpflichtet sind, ihr Postfach auch am Samstag zu leeren, haben 
sie jedenfalls hinzunehmen, dass bei einer auf Werktage beschränkten 
Leerung des Postfaches die Rechtsmittelfrist allenfalls bereits vor der ei-
gentlichen Kenntnisnahme des Anfechtungsobjektes zu laufen beginnt und 
sich dadurch faktisch verkürzt. 

Nach dem Dargelegten ist davon auszugehen, dass der Einspracheent-
scheid vom 22. Februar 2024 (Freitag; act. II 82) am 24. Februar 2024 
(Samstag) in den Macht- bzw. Verfügungsbereich des Empfängers (vorma-
lige Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin) gelangte und die 30-tägige 
Beschwerdefrist mithin am 25. Februar 2025 (Sonntag) zu laufen begann 
und unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes, welcher vom 24. März 
bis zum 7. April 2024 dauerte (Art. 60 ATSG i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. a 
ATSG), am 9. April 2024 (Dienstag) ablief. Damit ist die vom 10. April 2024 
datierte und gleichentags der Schweizerischen Post übergebene Be-
schwerde grundsätzlich verspätet erhoben worden. Zu prüfen bleibt der 
Eventualantrag, wonach die Rechtsmittelfrist wiederherzustellen sei. 

1.6

1.6.1 Ist die gesuchstellende Person oder ihre Vertretung unverschulde-
terweise abgehalten worden, binnen Frist zu handeln, so wird diese wieder-
hergestellt, sofern sie unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach 
Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshand-
lung nachholt (Art. 41 ATSG).

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Nach der Rechtsprechung ist die Wiederherstellung nur bei klarer Schuldlo-
sigkeit der betroffenen Prozesspartei und ihrer Vertretung zu gewähren, es 
darf also auch keine bloss leichte Fahrlässigkeit vorliegen. In Frage kommt 
objektive Unmöglichkeit zeitgerechten Handelns wie beispielsweise bei Na-
turkatastrophen, Militärdienst oder schwerwiegender Erkrankung, oder sub-
jektive Unmöglichkeit, wenn zwar die Vornahme einer Handlung, objektiv 
betrachtet, möglich gewesen wäre, die betroffene Person aber durch be-
sondere Umstände, die sie nicht zu vertreten hat, am Handeln gehindert 
worden ist. In Betracht kommen insbesondere unverschuldete Irrtumsfälle. 
Es ist indes ein strenger Massstab anzuwenden. Insbesondere stellt ein auf 
Unachtsamkeit zurückzuführendes Versehen kein unverschuldetes Hinder-
nis dar (SVR 2017 IV Nr. 24 S. 68, 9C_821/2016 E. 2.2).

Das Gesetz lässt die Wiederherstellung nur zu, wenn weder der Partei 
noch ihrem Vertreter für die Versäumnis ein Vorwurf gemacht werden kann 
(BGE 114 II 181 E. 2 182). Fehler ihres Vertreters oder Erfüllungsgehilfen 
hat sich die Partei wie eigene anrechnen zu lassen. Erfüllungsgehilfe ist da-
bei nicht nur, wer der Autorität der Partei oder ihres Vertreters untersteht, 
sondern jede Hilfsperson, ohne dass ein ständiges Rechtsverhältnis zu ihr 
nötig ist (BGE 114 Ib 67 E.3 S. 74; RKUV 1997 U 279 S. 274 E. 3b; ZAK 
1989 S. 223 E. 2a).

1.6.2 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin bezüglich Wiederherstel-
lung der Beschwerdefrist vermögen nicht zu überzeugen. Entgegen ihrer 
Ansicht herrscht im Bereich des Sozialversicherungsrechts kein Anwalts-
monopol (vgl. statt vieler Urteil des BGer 9C_485/2016 vom 21. März 2017 
E. 3.1 sowie Art. 5 Abs. 4 VRPG). Daher war die frühere Rechtsvertreterin 
als Rechtsschutzversicherung denn auch nicht verpflichtet, der Beschwer-
deführerin einen Rechtsanwalt zu bestellen. Bei der früheren Rechts-
schutzversicherung bzw. der für diese im vorliegenden Verfahren handeln-
den Juristin (MLaw) handelt es sich um eine rechtsgenügliche Rechtsver-
tretung. Die Beschwerdeführerin muss sich das Verhalten ihrer damaligen 
Rechtsvertreterin anrechnen lassen (FRANZISKA MARTHA BETSCHART, in: 
FRÉSARD-FELLAY/KLETT/LEUZINGER [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner 
Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 37 N. 11 und SUSANNE BOL-
LINGER, in: FRÉSARD-FELLAY/KLETT/LEUZINGER [Hrsg.], a.a.O, Art. 60 N. 17; 

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vgl auch PETER FORSTER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG, 
2021, Art. 37 N. 3]). Wie unter E. 1.5 hiervor dargelegt, war das Zustellda-
tum ohne grossen Aufwand feststellbar und das Vorgehen der Beschwer-
degegnerin nicht zu beanstande. Ein entschuldbarer Grund für die Fristver-
säumnis kann nicht erblickt werden und wird denn auch nicht geltend ge-
macht. Das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist ist daher 
abzuweisen. Mangels eines Wiederherstellungsgrundes hat bezüglich der 
erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist erhobene Beschwerde vom 10. April 
2024 ein Nichteintreten zu erfolgen, wobei für dieses Prozessurteil die Ein-
zelrichterin zuständig ist (Art. 57 Abs. 1 GSOG). 

2.

2.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 
1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 61 lit. fbis 
ATSG (Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrens-
kosten zu erheben.

2.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als mit der Durchführung der ob-
ligatorischen Unfallversicherung beauftragte Versicherung ebenfalls keinen 
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 
E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde vom 10. April 2024 wird nicht eingetreten.

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2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. der Beschwerde-führerin
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.