# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ce0e795-2419-5b63-bc7f-ff0d7b821176
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.12.2021 UV 2021/7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-7_2021-12-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/7

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 13.05.2022

Entscheiddatum: 22.12.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 22.12.2021
Art. 15 ff. UVG. Art. 16 ATSG. Beweiswürdigung Gutachten. Bestimmung des 
Invaliditätsgrads mittels Prozentvergleichs. Rückweisung zu weiteren 
Abklärungen bezüglich Höhe des versicherten Verdienstes. Teilweise 
Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 22. Dezember 2021, UV 2021/7). Aufgehoben durch 
Urteil des Bundesgerichts 8C_65/2022.

Entscheid vom 22. Dezember 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2021/7

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Advokat Markus Schmid, Schmid Herrmann Rechtsanwälte, 

Lange Gasse 90, 4052 Basel,

gegen

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SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, Postfach, 

8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war vom 7. Januar bis 14. März 2015 (zuletzt) in 

einem Pensum von 80 % als B.___ bei der C.___ GmbH angestellt und dadurch bei der 

Swica Versicherungen AG (nachfolgend: Swica) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert (UV-act. 6).

A.a. 

Am 5. März 2015 rutschte die Versicherte zu Hause in der Badewanne aus und 

zog sich dabei eine Luxationsfraktur am oberen Sprunggelenk (OSG) links zu, welche 

gleichentags im Spital D.___ operativ versorgt wurde (UV-act. 1 ff.). Die Swica 

anerkannte ihre Leistungspflicht (UV-act. 8). Bei diagnostizierter Re-Dislokation der 

OSG-Fraktur links mit Auslockerung des Osteosynthesematerials am Aussenknöchel 

erfolgte am 21. April 2015 ein weiterer operativer Eingriff im Spital D.___ mit 

anschliessender Ruhigstellung im Gips (UV-act. 25 ff.). In der Folge wurde die 

Versicherte bei anhaltenden Schmerzen im Bereich des linken OSG dem Kantonsspital 

St. Gallen (KSSG), Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, zugewiesen und dort am 18. August 2015 bei 

Syndesmoseinsuffizienz mit valgisch verkippter Malleolengabel links operiert (UV-act. 

43 ff.). Die anschliessenden Kontrolluntersuchungen im KSSG zeigten radiologisch 

einen regelrechten Verlauf (UV-act. 59, 65). Die Versicherte klagte indes weiterhin über 

persistierende Schmerzen im linken Fuss (UV-act. 91). Am 22. Januar und 14. April 

2016 wurden therapeutische Infiltrationen durchgeführt (UV-act. 148) und mit 

Untersuchungsbericht vom 16. September 2016 eine posttraumatische Valgusarthrose 

OSG links diagnostiziert (UV-act. 166).

A.b. 

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Am 3. Februar 2017 erlitt die Versicherte im Rahmen eines epileptischen Anfalls 

einen Schienbeinbruch links (UV-act. 202). Dieser wurde mittels Plattenosteosynthese 

versorgt, woraufhin die Fraktur nach anfänglicher Komplikation (Wundinfekt) letztlich 

vollständig verheilte (UV-act. 209).

A.c. 

Am 13. Juli 2017 zog sich die Versicherte wiederum anlässlich eines epileptischen 

Anfalls eine mehrfragmentäre nach dorsal und kaudal dislozierte Tuberculum-majus-

Fraktur zu, welche am 18. Juli 2017 einen operativen Eingriff erforderte. Aufgrund eines 

Osteosynthese-Versagens wurde am 18. September 2017 eine Metallentfernung und 

Reosteosynthese mittels Ankerfixation und transossären Nähten nötig (UV-act. 209).

A.d. 

Am 25. April 2018 wurde die Versicherte bei chronischer Schmerzproblematik im 

Kantonsspital E.___ erneut am linken Fuss operiert (supramalleoläre closed-wedge-

Korrekturosteotomie Tibia; UV-act. 230). In der Folge kam es zu weiteren Eingriffen am 

linken OSG (18. Mai 2018: Wundrevision, Biopsieentnahme, Schraubenwechsel [UV-

act. 236], 20. Dezember 2018: Metallentfernung, Biopsieentnahme [UV-act. 211]).

A.e. 

Im Verlauf zeigte sich - wie zuvor bereits in der Vergangenheit - immer wieder auch 

eine psychische Problematik bei der Versicherten (vgl. dazu u.a. UV-act. 11, 16, 21 f.).

A.f. 

Am 30. April 2019 veranlasste die Swica bei der medexperts AG (nachfolgend: 

medexperts), St. Gallen, eine Begutachtung der Versicherten in den Disziplinen 

Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie (UV-act. 282, 292). Das Gutachten wurde am 

20. August 2019 versandt (UV-act. 304-2). Die Experten diagnostizierten unfallbedingt 

eine Abnützung am OSG links mit einer Fehlstellung nach einem schweren 

Verrenkungsbruch am 5. März 2015, einen Unterschenkelschaftbruch links nach einem 

Sturz am 3. Februar 2017 sowie ein Schulterengpasssyndrom rechts mit einer 

traumatischen Schädigung nach einem operativ versorgten Oberarmkopfbruch 2017 

der Rotatorenmanschette. Im Weiteren wurden nicht unfallkausale psychische 

Diagnosen gestellt und eine Epilepsie unklarer Ätiologie diagnostiziert (UV-act. 304-7). 

Durch die unfallbedingten Beschwerden bzw. Einschränkungen seien die 

Belastungsfähigkeit und Mobilität aufgrund der Schmerzen am linken Sprunggelenk 

bzw. Unterschenkel deutlich eingeschränkt. Dies habe eine erhebliche Minderung der 

Arbeitsfähigkeit zur Folge. Die neurologischen und psychiatrischen Diagnosen würden 

A.g. 

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B.

Gegen die Verfügung vom 15. Juni 2020 erhob der Rechtsvertreter der Versicherten, 

Rechtsanwalt Markus Schmid, Basel, am 14. August 2020 Einsprache. Es sei die 

Verfügung aufzuheben und es seien der Versicherten über den 29. Februar 2020 hinaus 

Taggeldleistungen nach Massgabe einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit zu erbringen. 

in keinem Zusammenhang mit einem Unfallgeschehen stehen (UV-act. 304-8). In einer 

leichten körperlichen Arbeit in einer sitzenden Arbeitsposition und ohne manuelle 

Grobarbeiten mit dem rechten Arm betrage die unfallbedingte Arbeitsfähigkeit 50 % 

(UV-act. 304-25), die krankheitsbedingte ebenfalls 50 %. Insgesamt sei von einer 30%-

igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die unfallbedingte Einschränkung sei auf das 

chronische Schmerzsyndrom und die notwendigen deutlich vermehrten Ruhepausen 

zurückzuführen. Die zusätzliche krankheitsbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

führe zu einer Potenzierung der unfallbedingten Leistungseinschränkung. Die lokalen 

Schmerzen und die Schwellneigung könnten durch eine stabilisierende Kompressions-

Bandage/Orthese günstig beeinflusst werden. Im Verlauf sei erfahrungsgemäss in 

Hinsicht auf die unfallbedingte Abnützung am Sprunggelenk mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit eine Versteifung notwendig. Der Verlauf bleibe diesbezüglich 

abzuwarten (UV-act. 308-9). Der Integritätsschaden am Unterschenkel bzw. 

Sprunggelenk links sei auf 30 % zu beziffern, derjenige am Oberarm bzw. an der 

Schulter rechts auf 10 % (UV-act. 304-26).

Mit Verfügung vom 15. Juni 2020 stellte die Swica die Taggeldleistungen per Ende 

Februar 2020 ein und sprach der Versicherten als Behandlungsmassnahmen nach 

Fallabschluss eine stabilisierende Kompressions-Bandage/Orthese sowie regelmässige 

Kontrollen in einer spezialisierten Fachklinik für Fuss bzw. Sprunggelenk zu. Im 

Weiteren wurde der Versicherten ab 1. März 2020 eine Rente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 40 % (bei einem versicherten Verdienst von Fr. 35'880.--) sowie bei 

einer Integritätseinbusse von 30 % für den Gesundheitsschaden am linken Fuss/

Unterschenkel eine Integritätsentschädigung von Fr. 37'800.-- zugesprochen (UV-act. 

336). Bezüglich des Integritätsschadens an der rechten Schulter wurde in der 

Verfügung festgehalten, dass die diesbezügliche Integritätsentschädigung mit dem 

Abschluss des Unfallereignisses vom 13. Juli 2017 am 2. Februar 2019 bereits 

ausgerichtet worden sei (UV-act. 336-5 f.).

A.h. 

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Im Weiteren seien zur Ermittlung des versicherten Verdienstes die Kinderzulagen 

hinzuzurechnen, die Vergleichseinkommen zu parallelisieren und beim 

Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug von 20 % vorzunehmen. Letztlich 

werde auch bestritten, dass die Versicherte in angepasster Tätigkeit zu 50 % 

leistungsfähig sei (UV-act. 340). Mit Entscheid vom 22. Dezember 2020 wies die Swica 

die Einsprache ab (UV-act. 350).

C.  

Gegen den Einspracheentscheid vom 22. Dezember 2020 liess die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 1. Februar 2021 durch Rechtsanwalt Schmid 

fristgerecht (vgl. Stillstand der Fristen nach Art. 38 Abs. 4 lit. a des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) 

Beschwerde erheben. Der Einspracheentscheid der Swica (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der 

Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1. März 2020 eine Invalidenrente ausgehend 

von einem Invaliditätsgrad von mindestens 55 % auszurichten. Der der 

Rentenberechnung zugrunde gelegte versicherte Verdienst von Fr. 35'880.-- sei um 

den Betrag der jährlichen Kinderzulagen für die am 5. Dezember 2011 geborene 

Tochter Laura zu erhöhen. Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin 

(act. G 1).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 5. März 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 3). Mit 

der Beschwerdeantwort reichte sie eine Stellungnahme der medexperts vom 26. 

Februar 2021 ein (act. G 3.1).

C.b. 

Mit Replik vom 26. Mai 2021 (act. G 7) sowie Duplik vom 24. Juni 2021 (act. G 9) 

hielten die Parteien unverändert an ihren Anträgen fest.

C.c. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.d. 

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Erwägungen

1.

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 22. Dezember 2020 (UV-act. 350), welchem die Verfügung vom 15. Juni 2020 (UV-

act. 336) zugrunde liegt. Mit dieser hat die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung, basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 30 %, und eine Rente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 

40 %, zugesprochen. In der Folge hat die Beschwerdeführerin gegen den 

Rentenentscheid, nicht aber gegen die Integritätsentschädigung Einsprache erhoben 

(UV-act. 340). Der Verfügungsteil betreffend die Integritätsentschädigung ist damit 

unangefochten in Rechtskraft erwachsen und bildet nicht Gegenstand des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Zwischen den Parteien streitig und zu prüfen ist 

damit einzig ein Rentenanspruch bzw. dessen Höhe.

2.

Vorab ist festzuhalten, dass der Zeitpunkt des Fallabschlusses (vgl. zum Fallabschluss 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 143) auf Ende Februar 

2020 mit der Beschwerde nicht mehr bestritten wird und mangels Erwartung einer 

weiteren namhaften Besserung der Unfallfolgen im Sinne der Rechtsprechung 

rechtsgenüglich ausgewiesen ist (vgl. dazu UV-act. 304-9 Ziff. 4.10 und UV-act. 304-24 

Ziff. 8.3). Entsprechend beantragte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

lediglich einen Neuentscheid über die Höhe der Invalidenrente (Dauerleistung; vgl. dazu 

die Anträge in der Beschwerdeschrift vom 1. Februar 2021 [act. G 1] sowie die dortigen 

Ausführungen auf S. 4 II 9.) und nicht mehr - wie noch mit Einsprache vom 14. August 

2020 (UV-act. 340) - auch die Weiterausrichtung der Taggeldleistungen. Damit erfolgte 

zu Recht die Prüfung eines Rentenanspruchs per 1. März 2020 (vgl. Art. 19 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Unbestritten ist weiter, 

dass über den Fallabschluss hinaus Restfolgen, herrührend von den Ereignissen aus 

den Jahren 2015 und 2017 (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.b, c und d), verbleiben. 

Umstritten sind die Auswirkungen dieser Restfolgen in Bezug auf die verbleibende 

Arbeitsfähigkeit sowie die Höhe des Invaliditätsgrads.

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3.  

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 

ATSG), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads 

wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

3.1. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens formgerecht eingeholten Gutachten von 

externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4).

3.2. 

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4.  

Um den Invaliditätsgrad ermitteln zu können, muss die unfallkausale 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit feststehen. Zu beantworten ist in diesem Zusammenhang zunächst 

die Frage, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht rechtsgenüglich erstellt ist. Die 

Beschwerdegegnerin bejaht dies und stützt sich bezüglich des medizinischen 

Sachverhalts und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit auf das Administrativgutachten der 

medexperts vom 20. August 2019 und die nachträglich eingeholte Stellungnahme vom 

26. Februar 2021, welche der Beschwerdeführerin in angepasster Tätigkeit 

unfallbedingt eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit bescheinigen (UV-act. 304-9, 25, act. G 

3.1). Die Beschwerdeführerin lehnt ein Abstellen auf diese Beurteilungen ab.

4.1. 

Die Beschwerdeführerin führt gegen den Beweiswert des medexperts-Gutachtens 

aus, dass den Experten die Akten im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 13. 

Juli 2017, welches zu einer rechtsseitigen Schulterverletzung geführt habe, nicht zur 

Verfügung gestanden hätten. Diese Rüge ist begründet (vgl. UV-act. 304-13 Ziff. 3.2.2) 

und wird seitens der Beschwerdegegnerin zu Recht nicht bestritten (vgl. in der 

Beschwerdeantwort vom 5. März 2021 S. 3 Ziff. 3.2). Entsprechend stellte sie der 

medexperts diese Akten nachträglich zur Verfügung und ersuchte um eine 

Stellungnahme (act. G 3.1), womit dieser Mangel geheilt wurde. Im Weiteren trägt die 

Beschwerdeführerin keine substantiierten Einwände gegen den Beweiswert des 

Gutachtens vor. Solche sind auch nicht erkennbar. Beim Gutachten der medexperts 

vom 20. August 2019 handelt es sich um ein im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholtes Administrativgutachten von versicherungsexternen Experten. Die 

Beurteilungen in den Disziplinen Orthopädie (UV-act. 304-12 ff.), Neurologie (UV-act. 

304-27 ff.) und Psychiatrie/Psychotherapie (UV-act. 304-36 ff.) ergingen nach 

ausführlichen persönlichen Untersuchungen, scheinen für die streitigen Belange 

umfassend, beantworten die Frage nach den gesundheitlichen Beeinträchtigungen der 

Beschwerdeführerin und berücksichtigen die geklagten Beschwerden. Gestützt darauf 

kamen die Experten anlässlich der interdisziplinären Gesamtbeurteilung in Beachtung 

aller drei Unfallereignisse bei anhaltenden Beschwerden am linken Sprunggelenk/

Unterschenkel sowie an der rechten Schulter (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.b, c und d) 

nachvollziehbar zum Schluss, dass der Beschwerdeführerin die zuletzt ausgeübte 

Tätigkeit als B.___ nicht mehr zumutbar sei, in einer leidensangepassten Tätigkeit 

unfallbedingt indes weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe. Die (quantitative) 

Einschränkung sei auf das chronische Schmerzsyndrom (in der linken unteren 

Extremität) und die dadurch notwendigen deutlich vermehrten Ruhepausen 

4.2. 

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5.  

zurückzuführen (UV-act. 304-9). Schlüssig ist weiter, dass die unfallbedingten 

Belastungsschmerzen mit Bewegungseinschränkung an der rechten Schulter zwar 

qualitative, indes keine zusätzlichen quantitativen Einschränkungen zur Folge haben 

und dass sich auf neurologischer und psychiatrischer Seite ausschliesslich Diagnosen 

zeigen, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in keinem Zusammenhang mit 

einem Unfallgeschehen stehen (UV-act. 304-6; vgl. zu den Diagnosen UV-act. 304-7; 

vgl. weiter zur Bereinigung von Unklarheiten UV-act. 322). Mit dem beschriebenen 

Zumutbarkeitsprofil aufgrund der unfallkausalen Verletzungen am linken Sprunggelenk/

Unterschenkel (keine Tätigkeiten mit stehender bzw. gehender Arbeitshaltung, keine 

Arbeitshaltungen im Knien bzw. in Hockestellung, keine höhenexponierten Arbeiten, 

keine Arbeiten mit Heben von Gewichten in stehender Position bzw. Tragen von 

Gewichten, keine Tätigkeiten mit einer Belastung des linken Beins) und an der rechten 

Schulter (keine Überkopfarbeiten, keine höhenexponierten Arbeiten, kein Heben/Tragen 

von Gewichten über 15 Kilogramm, keine Grobarbeiten mit dem rechten Arm [z.B. mit 

einem schweren Hammer, Schlagbohrer, Graben mit einer Schaufel etc.]) scheint den 

Schmerzen und Funktionsbeeinträchtigungen in diesen Körperregionen genügend 

Rechnung getragen. Gestützt auf das schlüssige Gutachten sind der 

Beschwerdeführerin damit leichte körperliche Tätigkeiten in sitzender Arbeitsposition 

ohne Grobarbeiten mit dem rechten Arm weiterhin mit einer Leistungsfähigkeit von 50 

% zumutbar, wobei in der veranschlagten 50%-igen Leistungseinschränkung die 

schmerzbedingt notwendigen zusätzlichen Pausen entgegen der Meinung des 

Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin Berücksichtigung finden und nicht von einer 

zusätzlichen Leistungseinbusse auszugehen ist. Bereits an dieser Stelle sei erwähnt, 

dass der Beschwerdeführerin bei diesem Zumutbarkeitsprofil auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt offensichtlich noch ein genügend weites Feld an 

Beschäftigungsmöglichkeiten offensteht bzw. die Arbeitsfähigkeit verwertbar ist. Ihr 

sind beispielsweise noch Stellen als Hilfsarbeiterin im Bereich von Überwachungs-, 

Administrativ-, und Kontrolltätigkeiten wie auch leichtere Verpackungs-, 

Maschinenbedienungs- und Sortierarbeiten zumutbar (vgl. dazu auch Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 30. Juli 2004, U 337/03, E. 3.3).

Ausgehend von einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln (vgl. dazu 

vorstehende E. 3.1).

5.1. 

Für die Bemessung des hypothetischen Verdienstes ohne Gesundheitsschaden 

(Valideneinkommen) ist grundsätzlich entscheidend, was die versicherte Person im 

5.2. 

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massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen könnte (vgl. Art. 

16 Abs. 1 ATSG). Bei der Bestimmung des Valideneinkommens wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 

E. 4.1). Bei ihrer letzten Tätigkeit als B.___ (ohne Lehrabschluss [UV-act. 304-28, 38]) 

hätte die Beschwerdeführerin im Jahr 2015 bei einem Pensum von 80 % 

unbestrittenermassen ein Einkommen von Fr. 35'880.-- (Fr. 2'760.-- x 13) erzielt (UV-

act. 6, 50). Hochgerechnet auf ein Pensum von 100 % resultierte ein Jahreseinkommen 

von Fr. 44'850.-- (Fr. 35'880.-- / 4 x 5). Nominallohnindexiert bis 2020 resultierte ein 

Lohn von Fr. 46'350.-- (Fr. 44'850.-- x 1.007 x 1.004 x 1.005 x 1.009 x 1.008). Da die 

Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür liefern, dass die Beschwerdeführerin freiwillig auf 

ein höheres Einkommen (in der Höhe des durchschnittlichen Hilfsarbeiterinnenlohns) 

verzichtet hat, ist anzunehmen, dass die Unterdurchschnittlichkeit ihres Validenlohns 

auf die für die Invaliditätsbemessung nicht zu berücksichtigenden Zwänge des realen 

Arbeitsmarktes zurückzuführen ist. Aus diesem Grund ist das Valideneinkommen 

grundsätzlich anhand des Tabellenlohns für Hilfsarbeiterinnen (Total) zu bemessen (vgl. 

zur Höhe nachfolgende E. 5.3.2).

 5.3. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 135 V 301 E. 5.2 

mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin hat nach den Unfällen bis zum Fallabschluss 

Ende Februar 2020 nicht mehr gearbeitet und entsprechend kein Erwerbseinkommen 

mehr erzielt (UV-act. 304-42). Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des Invalideneinkommens die LSE-Tabellenlöhne 

beigezogen hat.

5.3.1. 

Gestützt auf das Belastungsprofil (leichte körperliche Tätigkeiten in sitzender 

Arbeitsposition ohne Grobarbeiten mit dem rechten Arm) sind der Beschwerdeführerin 

als Verweistätigkeiten leidensangepasste Hilfsarbeiterinnentätigkeiten zuzumuten. Der 

LSE-Hilfsarbeiterinnenlohn hat im Jahr 2018 Fr. 54'681.-- betragen (Fr. 4'371.-- x 12 / 

5.3.2. 

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6.  

40 x 41.7; vgl. LSE-Tabellenlöhne 2018, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen). 

Nominallohnindexiert bis 2020 resultiert damit ein Einkommen von Fr. 55'614.-- (Fr. 

54'681.-- x 1.009 x 1.008). Da im vorliegenden Fall sowohl hinsichtlich des 

hypothetischen Valideneinkommens (vgl. dazu vorstehende E. 5.2) als auch bezüglich 

des Invalideneinkommens derselbe Lohn für ein Pensum von 100 % zugrunde zu legen 

ist, kann der Einkommensvergleich anhand eines sogenannten Prozentvergleichs 

vorgenommen werden. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzugs vom Tabellenlohn 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar, 9C_734/2016, E. 4.1, mit Hinweis).

Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten beschränkt 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand 

Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer 

versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben 

können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3). Der Abzug darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 

301 E. 5.2). Wie die Beschwerdegegnerin richtig ausführt (act. G 3 S. 4 Ziff. 4.2 f.), sind 

die schmerzbedingten Beeinträchtigungen und damit die zusätzlich notwendigen 

Pausen mit der veranschlagten 50%-igen Leistungseinschränkung abgedeckt. Im 

Weiteren rechtfertigen die qualitativen Einschränkungen bzw. der Umstand, dass 

lediglich noch leichte körperliche Tätigkeiten in sitzender Arbeitsposition ohne 

Grobarbeiten mit dem rechten Arm zumutbar sind, keinen Abzug, nachdem der 

Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und 

mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. nebst vielen das Urteil des Bundesgerichts 

vom 6. Oktober 2017, 8C_439/2017, E. 5.5). Auch der Beschäftigungsgrad von 50 % 

führt bei Frauen ohne Kaderfunktion zu keinen relevanten Lohnnachteilen (vgl. Tabelle 

T18 Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Beschäftigungsgrad, beruflicher 

Anstellung und Geschlecht). Abzugsgründe sind damit keine ersichtlich, weshalb von 

einem Invalideneinkommen von Fr. 27'807.-- (Fr. 55'614.-- / 2) auszugehen ist.

5.3.3. 

Gestützt auf das Gesagte resultiert ein Invaliditätsgrad von 50 %. In diesem 

Umfang ist die Beschwerde gutzuheissen.

5.4. 

Letztlich beanstandet die Beschwerdeführerin die Höhe des versicherten 

Verdienstes.

6.1. 

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7.  

Taggelder und Renten werden nach dem versicherten Verdienst bemessen. Als 

versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Taggelder der letzte vor dem Unfall 

bezogene Lohn, für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem 

Unfall bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 1 und 2 UVG). Dauerte das Arbeitsverhältnis nicht 

das ganze Jahr, so wird der in dieser Zeit bezogene Lohn auf ein volles Jahr 

umgerechnet (vgl. Art. 22 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 

832.202]). Ebenfalls als versicherter Verdienst gelten Familienzulagen, die als Kinder , 

Ausbildungs- oder Haushaltszulagen im orts- oder branchenüblichen Rahmen gewährt 

werden (Art. 22 Abs. 2 lit. b UVV).

6.2. 

Es ist unbestritten, dass grundsätzlich von einem versicherten Verdienst von Fr. 

35'880.-- (13 x Fr. 2'760.--) auszugehen ist. Strittig ist hingegen, ob dieser der 

Rentenberechnung zugrunde gelegte Verdienst um die jährlichen Kinderzulagen für die 

Tochter Laura zu erhöhen ist. Zwar erhielt die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des 

Unfalls im Jahr 2015 und auch im Jahr davor keine Kinderzulagen für Laura (UV-act. 

335). Aus den Unterlagen ist indes nicht ersichtlich, ob diese der Kindsvater bezogen 

hat. Nur wenn dies der Fall war, ist der versicherte Verdienst in Höhe von Fr. 35'880.-- 

nicht um die Kinderzulagen für Laura zu erhöhen. Ansonsten hätte ein Anspruch der 

Beschwerdeführerin bestanden und der versicherte Verdienst wäre entsprechend zu 

erhöhen. Zur diesbezüglichen Abklärung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen, zumal der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bereits mit 

Einsprache vom 1. August 2020 auf diese Unklarheit hingewiesen hat (Suva-act. 

340-2). Die Beschwerdeführerin wird darauf aufmerksam gemacht, dass sie ihren 

Auskunfts- und Mitwirkungspflichten nachzukommen hat.

6.3. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 22. Dezember 2020 aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin ab 1. März 2020 eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 50 % zuzusprechen ist. Im Weiteren ist die Sache im Sinne der 

Erwägungen zur Bestimmung des versicherten Verdienstes sowie zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Rentenleistung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im 

darüberhinausgehenden Umfang ist die Beschwerde abzuweisen.

7.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

7.2. 
bis

Die obsiegende Beschwerdeführerin hat hingegen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung gegenüber der Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). Es 

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 22. Dezember 2020 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, 

der Beschwerdeführerin ab 1. März 2020 eine Invalidenrente auf der Basis eines 

Invaliditätsgrades von 50 % auszurichten. Die Sache wird im Sinne der Erwägungen 

zur Bestimmung des versicherten Verdienstes sowie zur Festsetzung und Ausrichtung 

der Rentenleistung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im Übrigen wird die 

Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

rechtfertigt sich, diese ermessensweise - wie in vergleichbar aufwändigen Fällen üblich 

- auf pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

festzulegen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.12.2021
	Art. 15 ff. UVG. Art. 16 ATSG. Beweiswürdigung Gutachten. Bestimmung des Invaliditätsgrads mittels Prozentvergleichs. Rückweisung zu weiteren Abklärungen bezüglich Höhe des versicherten Verdienstes. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Dezember 2021, UV 2021/7). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_65/2022.

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		2025-07-19T02:08:48+0200
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