# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7be3e938-01c2-5038-8035-cf04ebb0f3af
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.07.2017 U 2017 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2017-67_2017-07-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 17 67

1. Kammer 

Einzelrichter Audétat und Gross als Aktuar

URTEIL

vom 14. Juli 2017

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Amt für Volksschule und Sport,

Beschwerdegegner

betreffend Erziehung und Kultur (Sonderschulung)

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1. Mit Einschreiben vom 26. Juni 2017 (Datum Poststempel; Eingang am 28. 

Juni 2017 bei Gericht) wandte sich A._____ ans Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden mit folgendem Wortlaut:

Chur, 26.06.2017

Verfügung des Amtes für Volksschule und Sport

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich und meine Tochter B._____ haben uns dazu entschieden, dass sie 
die Sonderschule in C._____, Zentrum für Sonderpädagogik nicht besu-
chen wird.

Sie wird hier in Chur das 10. Schuljahr in der BWS absolvieren.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüsse

(mit Unterschrift)

A._____

2. Mit Einschreiben vom 28. Juni 2017 antwortete der zuständige Instrukti-

onsrichter, Verwaltungsrichter Dr. iur. Thomas Audétat, darauf wie folgt:

Ihre Eingabe vom 26. Juni 2017

Sehr geehrter Herr A._____

Ihr Schreiben vom 26. Juni 2017 haben wir erhalten. Gemäss Art. 38 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) hat eine 

Beschwerde ein Rechtsbegehren, den Sachverhalt, eine kurze Begrün-

dung und eine Unterschrift zu enthalten. Genügt eine Eingabe den ge-

setzlichen Erfordernissen nicht, wird eine angemessene Frist zur Behe-

bung des Mangels angesetzt, mit der Androhung, dass auf die Eingabe 

sonst nicht eingetreten werde.

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Ihre Eingabe genügt den vorgenannten gesetzlichen Anforderungen für 

die Einleitung eines Verfahrens vor Verwaltungsgericht nicht. Insbesonde-

re enthält sie keinen Antrag (Rechtsbegehren), was mit dem angefoch-
tenen Entscheid zu geschehen hat. Weiter fehlen die Darstellung eines 
Sachverhaltes und eine konzise Begründung, weshalb das Gericht dem 
Antrag oder den Anträgen entsprechen sollte bzw. inwiefern die Vor-

instanz rechtsfehlerhaft entschieden haben sollte. Schliesslich ist Ihrem 

Schreiben die genannte Verfügung des Amtes für Volksschule und Sport 

nicht beigelegt, sodass wir nicht sehen können, um was es geht.

Ich sende Ihnen deshalb beigeschlossen eine Kopie Ihrer Eingabe vom 

26. Juni 2017 zurück mit der Aufforderung die Beschwerdeschrift im Sin-

ne der vorstehenden Ausführungen zu ergänzen. Die so verbesserte Ein-

gabe wollen Sie zusammen mit der angefochtenen Verfügung dem Ge-

richt wiederum einreichen.

Für die Behebung dieser Mängel räume ich Ihnen eine nicht er-
streckbare Nachfrist von 10 Tagen, d.h. eine Frist bis zum 10. Juli 
2017 ein. Werden die Mängel bis dahin nicht behoben, kann auf Ihre 
Eingabe nicht eingetreten werden. 

Freundliche Grüsse

Verwaltungsgericht
      des Kantons Graubünden

Der Instruktionsrichter

(mit Unterschrift)

Dr. iur. Thomas Audétat

Kopie an:
Amt für Volksschule und Sport, Chur 

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3. Auf das Schreiben des Instruktionsrichters vom 28. Juni 2017 mit Fristan-

setzung bis zum 10. Juli 2017 zur Ergänzung bzw. Nachbesserung der 

Eingabe (Beschwerde) vom 26. Juni 2017 reagierte A._____ nicht. Bis 

heute ist denn auch keine aufforderungsgemäss erfolgte Vervollständi-

gung und Präzisierung der Beschwerde beim Gericht eingegangen.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) entscheidet das Verwaltungsgericht in einzelrichterli-

cher Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder of-

fensichtlich begründet oder unbegründet ist. Bei der Eingabe vom 26. Juni 

2017 (hiernach Beschwerde) handelt es sich um ein infolge Fehlens der 

gesetzlichen Voraussetzungen nach Art. 38 VRG offensichtlich unzulässi-

ges Rechtsmittel, weshalb das streitberufene Gericht in einzelrichterlicher 

Kompetenz entscheidet.

2. Anfechtungsobjekt ist hier offenbar eine Verfügung des Amtes für Volks-

schule und Sport, wogegen A._____ (Beschwerdeführer) dem Verwal-

tungsgericht mitteilte, dass er und seine Tochter entschieden hätten, dass 

sie die Sonderschule in C._____, Zentrum für Sonderpädagogik nicht be-

suchen werde, sondern stattdessen das 10. Schuljahr in Chur in der BWS 

absolvieren werde. Mit Schreiben vom 28. Juni 2017 teilte der zuständige 

Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer unmissverständlich mit, dass 

die Beschwerde vom 26. Juni 2017 in der eingereichten Form und auf-

grund des fehlenden Anfechtungsobjekts (mit Umschreibung des Streit-

gegenstands) ungenügend sei und darauf nicht eingetreten werden kön-

ne, sofern die aufgeführten Mängel (Angabe Rechtsbegehren, kurze Dar-

stellung eines Sachverhalts und Begründung für Antrag/Anträge) nicht in-

nert 10 Tagen (d.h. bis zum 10. Juli 2017) behoben würden. Diese per-

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emptorische Ergänzungs- und Nachbesserungsfrist hat der Beschwerde-

führer aktenkundig ungenutzt verstreichen lassen, weshalb der zuständi-

ge Einzelrichter androhungsgemäss nicht auf die Beschwerde eintritt (s. 

Fettdruck im Schreiben vom 28.06.2017 in fine).

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 200.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 140.--

zusammen Fr. 340.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

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