# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbda9639-578a-5de7-9e12-45956845a9c0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PA250021-O1
**Docket/Reference:** PA250021-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PA250021-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PA250021-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. A. 

Strähl sowie Gerichtsschreiberin MLaw I. Bernheim

Urteil vom 3. November 2025

A._____, 

Beschwerdeführer

in Sachen

gegen

KESB Bezirk Affoltern, 

Beschwerdegegnerin

betreffend fürsorgerische Unterbringung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes 

Affoltern vom 8. Oktober 2025 (FF250007)

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Erwägungen:

1.

Sachverhalt und Prozessgeschichte

1.1. Der heute 54-jährige Beschwerdeführer hielt sich in den letzten Jahren 

schon mehrfach aufgrund einer fürsorgerischen Unterbringung in diversen Psych-

iatrien auf (vgl. act. 4/8/5 S. 2). Mit Entscheid der KESB Bezirk Affoltern 

Nr. 2025.0059 vom 20. Januar 2025 wurde er in der Privatklinik Clienia Schlössli 

AG (nachfolgend: Clienia Schlössli) untergebracht. Mit Entscheid der KESB Be-

zirk Affoltern Nr. 2025.0587 vom 17. Juni 2025 wurde er sodann in die Clienia 

Bergheim AG, Psychiatrische Langzeitpflege (nachfolgend: Clienia Bergheim), 

verlegt – mit der Ermächtigung, ihn vorübergehend in einer geeigneten psychiatri-

schen Akutklinik zu hospitalisieren. Mit E-Mail vom 22. August 2025 informierte 

die Clienia Bergheim die KESB Bezirk Affoltern über die Verlegung des Be-

schwerdeführers in die Clienia Schlössli zufolge einer ärztlich angeordneten für-

sorgerischen Unterbringung (vgl. act. 4/8/3). Mit Schreiben vom 19. September 

2025 stellte der Beschwerdeführer bei der KESB Bezirk Affoltern den Antrag auf 

Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung. Die KESB Bezirk Affoltern wies mit 

Entscheid Nr. 2025.0869 vom 24. September 2025 den Antrag des Beschwerde-

führers auf Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung ab und ordnete die wei-

tere fürsorgerische Unterbringung in der Clienia Schlössli an. Zudem entschied 

sie, dass sie für die Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung oder Ver-

legung des Beschwerdeführers in eine andere Einrichtung zuständig sei (act. 4/3).

1.2. Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Oktober 2025 

(act. 4/1) Beschwerde beim Einzelgericht des Bezirksgerichts Affoltern (nachfol-

gend: Vorinstanz). Mit Verfügung vom 3. Oktober 2025 wurde die Anhörung / 

Hauptverhandlung auf den 8. Oktober 2025 angesetzt und Dr. med. B._____ als 

Gerichtsgutachter (nachfolgend: Gutachter) bestellt (act. 4/6). Anlässlich der Ver-

handlung vom 8. Oktober 2025 in der Clienia Schlössli wurde der Beschwerdefüh-

rer angehört und der Gutachter erstattete mündlich sein Gutachten. Zudem nah-

men Dr. med. C._____ (… [Position] der Clienia Schlössli) und Dr. med. D._____ 

(Oberarzt … [Abteilung]) sowie die Beiständin des Beschwerdeführers, E._____, 

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Stellung zur Beschwerde (Protokoll Vorinstanz [nachfolgend: Prot. VI] S. 8 ff.). Mit 

Urteil vom selben Tag wies die Vorinstanz die Beschwerde ab. Das Urteil wurde 

dem Beschwerdeführer zunächst im Dispositiv eröffnet (act. 4/12) und hernach 

am 13. Oktober 2025 in begründeter Ausfertigung schriftlich zugestellt (act. 4/16 = 

act. 3 [Aktenexemplar]; act. 4/19 betreffend Zustellung).

1.3. Mit Eingabe vom 14. Oktober 2025 (Datum Poststempel) erhob der Be-

schwerdeführer rechtzeitig (vgl. act. 4/19) Beschwerde gegen den vorinstanzli-

chen Entscheid (act. 2). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 4/1–

21). Von der Einholung von Stellungnahmen ist abzusehen (§ 66 Abs. 1 EG 

KESR). Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

2.

Prozessuales

2.1. Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbrin-

gung (Art. 426 ff. ZGB) ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher Zuständig-

keit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen Zuständig-

keit des Obergerichtes vor (§ 62 Abs. 1 und § 64 EG KESR; § 30 GOG). Mangels 

ausdrücklicher Regelung im Bundesrecht untersteht das zweitinstanzliche Verfah-

ren vor Obergericht dem kantonalen Recht (vgl. Art. 450f ZGB; vgl. BGer 

5A_112/2015 vom 17. Dezember 2015 E. 2.1. m.w.H.). Gemäss § 40 EG KESR 

richtet sich das Verfahren vor beiden gerichtlichen Beschwerdeinstanzen primär 

nach den Bestimmungen des ZGB und des EG KESR. Enthalten diese Gesetze 

keine Bestimmungen, gelten für die Verfahren die Bestimmungen des GOG (§ 40 

Abs. 2 EG KESR) und subsidiär die Bestimmungen der ZPO sinngemäss (§ 40 

Abs. 3 EG KESR). Bei einem Entscheid auf dem Gebiet der fürsorgerischen Un-

terbringung beträgt die Beschwerdefrist zehn Tage seit Mitteilung des Entscheids 

(Art. 450b Abs. 2 ZGB). Eine Begründung der Beschwerde ist nicht erforderlich 

(Art. 450e Abs. 1 ZGB).

2.2. Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von 

Amtes wegen (Art. 446 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Bei der Prüfung, ob 

die Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung erfüllt sind, verfügt die 

Beschwerdeinstanz über volle Kognition. Im Rahmen der fürsorgerischen Unter-

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bringung geht es damit nicht bloss um die Rechtskontrolle des vorinstanzlichen 

Entscheids. Vielmehr hat die zweite Beschwerdeinstanz selbstständig zu prüfen, 

ob die Voraussetzungen für eine Massnahme nach den Art. 426 ff. ZGB erfüllt 

sind (OGer ZH PA220001 vom 14. Januar 2022 E. 2.2.).

2.3. Nach Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen gestützt auf 

ein Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden. Das in Beach-

tung von Art. 450e Abs. 3 ZGB einzuholende Gutachten hat es der Beschwerdein-

stanz zu ermöglichen, die sich aus Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden Rechtsfragen 

zu beantworten. Das Gutachten hat sich insbesondere über den Gesundheitszu-

stand der betroffenen Person, aber auch darüber zu äussern, wie sich allfällige 

gesundheitliche Störungen hinsichtlich der Gefahr einer Selbst- bzw. Drittgefähr-

dung oder einer Verwahrlosung auswirken können und ob sich daraus ein Hand-

lungsbedarf ergibt. Im Weiteren hat die begutachtende Person Antwort darauf zu 

geben, ob aufgrund des festgestellten Handlungsbedarfs eine stationäre Behand-

lung bzw. Betreuung unerlässlich ist. Dabei ist auch darüber Auskunft zu geben, 

ob die betroffene Person über glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht 

verfügt und ob ein geeigneter Behandlungsplan sowie eine geeignete Einrichtung 

vorhanden sind (BGE 143 III 189 E. 3.3).

3.

Fürsorgerische Unterbringung

3.1. Voraussetzungen

3.1.1. Eine (natürliche) Person, die an einer psychischen Störung oder an geisti-

ger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Ein-

richtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht 

anderweitig erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Dabei sind auch die Belastung 

und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen. Die betroffene 

Person muss entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für die Unterbrin-

gung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB).

3.1.2. Eine fürsorgerische Unterbringung setzt neben dem Vorhandensein eines 

materiellen Einweisungsgrundes voraus, dass eine besondere Schutzbedürftigkeit 

besteht, die eine nur in einer Anstalt erbringbare Behandlung und Betreuung er-

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forderlich macht. Die fürsorgerische Unterbringung stellt einen schweren Eingriff 

in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar. Sie hat deshalb stets dem 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu genügen, wonach keine weniger ein-

schneidende Massnahme zum Schutz der betroffenen Person zur Verfügung ste-

hen darf, die fürsorgerische Unterbringung zur Wiedererlangung von Selbststän-

digkeit geeignet sein muss und der Freiheitsentzug als angemessen zu erschei-

nen hat (vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 7. Aufl. 2022, Art. 426 N 22 ff.; 

Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenen-

schutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006, S. 7001 ff., S. 7062).

3.2. Schwächezustand

3.2.1. Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung ist zunächst das Vor-

liegen eines Schwächezustandes. Dabei handelt es sich abschliessend um eine 

psychische Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung (Art. 426 

Abs. 1 ZGB; vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 12). Der 

Begriff der psychischen Störung entspricht der Klassifikation der WHO (ICD; Inter-

national Classification of Disturbances). Bei psychischen Störungen handelt es 

sich um erhebliche, objektiv feststellbare Abweichungen vom normalen Erleben 

oder Verhalten, wobei Denken, Fühlen und Handeln betroffen sind. Damit von 

einer psychischen Störung gesprochen werden kann, muss ein Krankheitsbild 

vorliegen, welches erhebliche Auswirkungen auf das soziale Funktionieren des 

Patienten hat. Massgeblich ist, ob die betroffene Person ihre Entscheidungsfrei-

heit behalten hat und am sozialen Leben teilnehmen kann. Eine soziale Störung 

allein reicht mit anderen Worten für das Feststellen einer psychischen Störung 

nicht aus (vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 15 f.).

3.2.2. In der Stellungnahme der Clienia Schlössli vom 6. Oktober 2025 stellten die 

fallführenden Ärzte Dr. D._____ und Dr. F._____ die psychiatrische Diagnose ei-

ner paranoiden Schizophrenie mit aktuell chronisch-florider Psychose mit Wahn-

vorstellungen und Stimmenhören sowie darüber hinaus die somatischen Diagno-

sen einer Verhaltensstörung durch Tabakkonsum (Abhängigkeitssyndrom), eines 

Diabetes mellitus Typ 1 sowie der Verdacht auf eine arterielle Hypertonie 

(act. 4/8/5 S. 1). Der Beschwerdeführer sei formalgedanklich eingeengt auf jegli-

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che Medikation (Verweigerung von Psychopharmaka und Diabetesmedikation) 

und zeige Wahninhalte (u.a. Telepathie mit vermeintlichem Sohn) mit Beeinträch-

tigungserleben und Hinweisen auf einen Vergiftungswahn (Medikamente) und 

Stimmenhören. Der Beschwerdeführer zeige bezüglich der psychiatrischen Dia-

gnose keine Krankheits- und Behandlungseinsicht (act. 4/8/5 S. 1 ff.).

3.2.3. Auch der von der Vorinstanz bestellte Gutachter stellte beim Beschwerde-

führer eine paranoide Schizophrenie fest. Leider bestehe diesbezüglich weder 

eine Krankheitseinsicht noch eine tragfähige Behandlungsbereitschaft (Prot. VI 

S. 18). Die Wahnthemen des Beschwerdeführers seien insbesondere der Glaube, 

dass im Langzeitinsulin Drogen und im Depotneurolepitkum Gift enthalten sei, 

weshalb er die entsprechende Behandlung verweigere. Ausserdem sei der Be-

schwerdeführer der Ansicht, einen 26-jährigen Sohn zu haben, mit welchem er 

über ein Schlupfloch im System elektromagnetischer Wellen in dauerhaftem Kon-

takt stehe. Weitere Wahnthemen seien, dass der Beschwerdeführer mit Viren infi-

ziert worden sei sowie das Gefühl habe, beobachtet zu werden. Seine seit Jahren 

bestehende paranoide Schizophrenie sei mittlerweile chronifiziert, weshalb er 

keine tragfähige Krankheitseinsicht entwickeln könne (Prot. VI S. 19 f.)

3.2.4. Die beschriebenen Wahnthemen ebenso wie die fehlende Krankheitsein-

sicht erhärteten sich auch an der Anhörung des Beschwerdeführers durch die 

Vorinstanz (Prot. VI S. 10 ff., 15). Ebenso führt der Beschwerdeführer in seiner 

Beschwerde an die Kammer aus, dass er nicht schizophren sei, nur weil er Stim-

men höre. Was er höre, das nehme er tatsächlich akustisch wahr. Er halluziniere 

folglich nicht (act. 2 S. 1).

3.2.5. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz sowie gestützt auf den Bericht des-

behandelnden Ärzteteams der Clienia Schlössli vom 6. Oktober 2025 als auch 

das anlässlich der Verhandlung vom 8. Oktober 2025 erstattete psychiatrische 

Gutachten ist beim Beschwerdeführer vom Vorliegen einer psychischen Störung 

im Sinne einer paranoiden Schizophrenie auszugehen. Damit ist der Schwäche-

zustand im Sinne des Gesetzes begründet.

3.3. Behandlungsbedürftigkeit und Verhältnismässigkeit

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3.3.1. Für die fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung wird im Übrigen 

vorausgesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen Person 

nötig ist und nicht anders, namentlich mit milderen Massnahmen, als durch die 

fürsorgerische Unterbringung erfolgen kann (vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit ande-

ren Worten muss die betroffene Person eines besonderen Schutzes bedürfen, der 

eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden kann; die Freiheitsentzie-

hung muss die persönliche Fürsorge für die betroffene Person sicherstellen. 

Diese umfasst einerseits therapeutische Massnahmen und andererseits jede 

Form von Betreuung, derer eine Person für ein menschenwürdiges Dasein bedarf. 

Darunter fallen insbesondere elementare Bedürfnisse wie Essen, Körperpflege 

und Kleidung. Dem Schutz der Umgebung kommt nur, aber immerhin, eine subsi-

diäre Bedeutung zu (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Eine Fremdgefährdung ist damit weder 

eine Unterbringungsvoraussetzung noch vermag sie für sich alleine eine fürsorge-

rische Unterbringung zu rechtfertigen. Der Schutz und die Belastung anderer Per-

sonen darf jedoch in die Beurteilung miteinbezogen werden (BGE 145 III 441 

E. 8.3 f.; vgl. zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 

8 ff. und N 41 ff.).

3.3.2. Zusammengefasst stellt sich somit die Frage, mit welchen konkreten Ge-

fahren für die Gesundheit oder das Leben des Beschwerdeführers bzw. von Drit-

ten zu rechnen ist, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krank-

heit bzw. die Betreuung unterbleibt, und wie sich allfällige gesundheitliche Störun-

gen hinsichtlich der Gefahr einer Selbst- bzw. Drittgefährdung oder einer Ver-

wahrlosung auswirken können sowie ob sich daraus ein Handlungsbedarf ergibt. 

Ist ein Handlungsbedarf festgestellt, ist sodann zu klären, ob aufgrund dessen 

eine stationäre Behandlung bzw. Betreuung im Rahmen einer fürsorgerischen Un-

terbringung unerlässlich ist.

3.3.3. Gemäss Schreiben der die fürsorgerische Unterbringung anordnenden 

SOS-Ärztin G._____ vom 22. August 2025 sei sie von der Clienia Bergheim auf-

geboten worden, weil sich der Beschwerdeführer zunehmend fremdaggressiv ver-

halten und die Insulineinnahme verweigert habe. Er habe sich verbal aggressiv 

gegenüber einem minderjährigen Mädchen im öffentlichen Verkehr sowie auch 

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physisch aggressiv gegenüber dem Reinigungspersonal in der Klinik gezeigt 

(act. 4/8/3). 

3.3.4. Das behandelnde Ärzteteam der Clienia Schlössli führt in ihrem Bericht 

vom 6. Oktober 2025 aus, dass sich der Beschwerdeführer auch im Eintrittsge-

spräch zunehmend agitiert, stark angespannt, verbal ausfällig und bedrohlich ver-

halten habe. Aufgrund dieses fremdgefährdenden Verhaltens sei eine geschlos-

sene Isolation und eine medizinische Massnahme ohne Zustimmung mit Diaze-

pam und Haloperidol angeordnet worden. Hinweise für eine akute Suizidalität hät-

ten sich anlässlich des Eintrittsgesprächs keine ergeben (act. 4/8/5 S. 1 f.). Im 

weiteren Verlauf seines stationären Aufenthalts habe der Beschwerdeführer zur 

Behandlung seines Diabetes jeweils nur die Applikation von kurzwirksamem Insu-

lin (Novorapid) zugelassen. Die Behandlung mit dem indizierten langwirksamen 

Insulin-Präparat habe der Beschwerdeführer trotz wiederholter Empfehlung auf-

grund seiner Wahnvorstellungen (Drogen und krebserregende Inhaltsstoffe im 

Medikament) kategorisch abgelehnt. Auch gegenüber einer antipsychotischen 

medikamentösen Therapie (Paliperidon-Depot) habe sich der Beschwerdeführer 

aufgrund der fehlenden diesbezüglichen Krankheitseinsicht ablehnend gezeigt. Im 

Gegensatz dazu habe er – trotz grundsätzlich ebenfalls ablehnender Haltung – 

zur Einnahme der oralen psychiatrischen Medikation (Haloperidol und Paliperi-

don) mit der Zeit fast täglich motiviert werden können. Im Verlauf habe sich da-

durch eine rasche und deutliche Stabilisierung des psychischen Zustands mit le-

diglich einer Restsymptomatik der paranoiden Schizophrenie ergeben – ohne 

akute Selbst- noch Fremdgefährdungsaspekte. Allerdings müsse von einer lang-

fristigen Selbstgefährdung aufgrund der unzureichenden Diabetes-Behandlung 

ausgegangen werden. Das kurzwirksame Insulin könne eine akute Dekompensa-

tion der Erkrankung geradeso verhindern. Dies stelle allerdings keine ausrei-

chende Therapie dar und es sei mit Folgeschäden zu rechnen. Was schliesslich 

die arterielle Hypertonie des Beschwerdeführers betreffe, so habe er sich im Ver-

lauf des Aufenthalts bereit erklärt, eine entsprechende Therapie mit Amlodipin zu 

starten. Eine antihypertensive Therapie mit dem bei Diabetes günstigeren Medi-

kament Valsartan habe der Beschwerdeführer dagegen abgelehnt, weil dazu wei-

tere Untersuchungen (Blutentnahme, EKG, körperliche Untersuchung) notwendig 

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wären, welche der Beschwerdeführer kategorisch ablehne. Abschliessend erach-

tet das Ärzteteam der Clienia Schlössli die weitere psychiatrisch-psychotherapeu-

tische Behandlung insbesondere aufgrund der drohenden Selbstgefährdung 

durch die Verweigerung des Langzeitinsulins als indiziert. Es sei eine weitere In-

tensivierung der antipsychotischen Medikation in Erwägung zu ziehen mit ansch-

liessender Möglichkeit zur Abgabe eines Paliperidon-Depots, um eine langfristige 

Stabilisierung und damit auch leitliniengerechte Insulin-Therapie des Diabetes 

Typ 1 zu erreichen (act. 4/8/5 S. 3 f.).

3.3.5. Der Gutachter führte in seinem Gutachten aus, dass sich das beleidigende, 

gereizte und bedrohliche Verhalten des Beschwerdeführers seit der Einweisung 

im August 2025 aufgrund der oral verabreichten Neuroleptika bereits deutlich ver-

bessert habe. Er lasse mittlerweile die Kontrolle der Vitalwerte zu, was er anfangs 

kategorisch abgelehnt habe. Weiterhin toleriere er allerdings weder eine neurolep-

tische Depotbehandlung noch die Behandlung mit langwirksamem Insulin (Prot. 

VI S. 19 f.). Der gegenwärtige Zustand des Beschwerdeführers erfordere deshalb 

nach wie vor die Unterbringung in einer stationären Einrichtung. Nur unter konse-

quenter Einnahme von Neuroleptika sei der Beschwerdeführer zukünftig gegebe-

nenfalls in der Lage, die Anforderungen an ein betreutes Wohnen zu erfüllen. An-

gesichts seines aktuellen Zustands (fehlende Krankheits- und Behandlungsein-

sicht) sei allerdings mit Sicherheit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

seine Medikamente nach einer etwaigen Entlassung aus der fürsorgerischen Un-

terbringung sogleich wieder absetzen würde. Eine radikale Verschlechterung sei-

nes psychopathologischen Zustands und damit eine rasche Wiedereinweisung 

seien diesfalls zu erwarten. Ebenso bestünde die Gefahr lebensbedrohlicher 

Hypo- sowie Hyperglykämien zufolge fehlender Insulineinnahme. Der Gutachter 

führt ausserdem aus, dass die Clienia Schlössli uneingeschränkt geeignet sei, die 

für den Beschwerdeführer notwendige Behandlung und Betreuung zu gewährleis-

ten, und die Hoffnung bestehe, dass mit zunehmender Dauer und Wirkung der 

oral verabreichten Medikamente die Akzeptanz eines Neuroleptikadepots sowie 

des notwendigen Langzeitinsulins erreicht werden könne (Prot. VI S. 20 ff.). Der 

Gutachter betont sodann, dass der Beschwerdeführer im Falle einer etwaigen 

Entlassung zunächst wohnsitzlos und mit der Organisation einer eigenen Woh-

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nung höchstwahrscheinlich überfordert wäre – zumindest im medikamentös unbe-

handelten Zustand. Es sei davon auszugehen, dass ihm seine Mutter den not-

wendigen Schutz nicht bieten könne; andere betreuende Personen oder ein sozi-

ales Umfeld seien seines Wissens nicht vorhanden. Die Kontakte zum vermeintli-

chen Sohn des Beschwerdeführers seien sodann allem Anschein nach wahnhaft 

begründet. Schliesslich weist der Gutachter darauf hin, dass im Falle einer soforti-

gen Entlassung ganz allgemein das Risiko von Drittgefährdungen gegeben sei. 

Zusammengefasst sei nach Ansicht des Gutachters ohne Verabreichung eines 

Neuroleptikadepots an eine Entlassung nicht zu denken (Prot. VI S. 22 ff.).

3.3.6. In seiner Beschwerde bringt der Beschwerdeführer vor, dass keine Fremd-

gefährdung vorliege. Er würde niemals jemanden körperlich angreifen oder verlet-

zen. Was den Vorfall im Bus betreffe, so habe die Frau ihn belästigt und nicht um-

gekehrt. Sie habe sich ihm unnötigerweise angenähert und ihm klar wahrnehm-

bare Viren auf den Körper gesendet. Er habe sie ruhig und besonnen und keines-

wegs bedrohlich angeschaut und ihr lediglich im Weggehen gesagt, sie solle sich 

an den Busfahrer wenden, wenn sie ein Problem mit ihm (dem Beschwerdeführer) 

habe. Was sodann die Diabetesbehandlung anbelange, so sei es unzutreffend, 

dass er das Insulin verweigere und sich selbst gefährde. Gegen allfällige Unterzu-

ckerungen wegen einer Überdosierung des Novorapid (schnellwirksames Insulin) 

sei er mit zuckerhaltigen Getränken ausserdem stets gewappnet. Das Medika-

ment Levemir (Langzeitinsulin) wolle er aufgrund der starken Nebenwirkungen 

nicht nehmen. Betreffend die drohende Obdachlosigkeit führt der Beschwerdefüh-

rer schliesslich aus, dass D._____ ihm zugesichert habe, dass er nicht sofort auf 

die Strasse gesetzt werde, wenn die behördliche fürsorgerische Unterbringung 

aufgelöst würde. In dieser Zeit würde er entweder dauerhaft oder vorübergehend 

(booking.com) eine Wohnung zur Miete organisieren. Ausserdem wolle er den 

Kontakt zu seiner Ex-Partnerin und Mutter seines Sohnes wiederherstellen, wor-

aus sich ebenfalls eine Wohnmöglichkeit ergeben könnte. Seine Vaterschaft sei 

keine Einbildung (act. 2). 

3.3.7. Die Einwände des Beschwerdeführers überzeugen nicht. Die Klinikärzte so-

wie der Gutachter sind übereinstimmend der Ansicht, dass bei ihm eine Behand-

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lungsbedürftigkeit vorliegt. Insbesondere aufgrund der Verweigerung der Diabe-

tesbehandlung mit dem medizinisch indizierten Langzeitinsulin ist eine Selbstge-

fährdung des Beschwerdeführers zu bejahen. Aufgrund der fehlenden Krankheits-

einsicht des Beschwerdeführers betreffend seine paranoide Schizophrenie ist 

ausserdem davon auszugehen, dass er die orale psychiatrische Medikation im 

Falle seiner Entlassung sogleich wieder absetzen würde. Da der Beschwerdefüh-

rer die Verabreichung eines Neuroleptikadepots verweigert, ist nicht ersichtlich, 

wie der bei einer Entlassung akut drohenden Verschlechterung seines psychopa-

thologischen Zustands entgegen gewirkt werden könnte. Erschwerend kommt 

hinzu, dass der Beschwerdeführer – ohne Abgabe eines Neuroleptikadepots – die 

Voraussetzungen an ein betreutes Wohnen nicht zu erfüllen vermag und  auch 

sonst keine geeignete Unterkunft für den Fall seiner Entlassung vorweisen kann. 

Entsprechend besteht im Falle einer sofortigen Entlassung aktuell keine adäquate 

Unterbringungsmöglichkeit und der Beschwerdeführer würde in die faktische Ob-

dachlosigkeit entlassen werden. Insgesamt müsste innert kürzester Zeit mit einer 

deutlichen Verschlechterung des Zustands des Beschwerdeführers und einer er-

neuten Einweisung gerechnet werden. Es sind deshalb aktuell keine milderen 

Massnahmen ersichtlich, welche dem Beschwerdeführer ausreichend Schutz ge-

währen könnten. Schliesslich ist die Clienia Schlössli als Privatklinik für Psychia-

trie und Psychotherapie umfassend dafür geeignet, dem Beschwerdeführer die 

nötige persönliche Fürsorge und Betreuung zu gewähren und durch adäquate 

therapeutische und medikamentöse Massnahmen die notwendige Behandlung 

des Beschwerdeführers sicherzustellen. 

3.4.

Fazit

Nach dem Gesagten sind in Übereinstimmung mit der Vorinstanz die Vorausset-

zungen für die fürsorgerische Unterbringung im Sinne von Art. 426 ZGB zum heu-

tigen Zeitpunkt erfüllt, weshalb die Beschwerde unbegründet und daher abzuwei-

sen ist.

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4.

Kostenfolgen

Bei diesem Verfahrensausgang würde der Beschwerdeführer für das vorliegende 

Beschwerdeverfahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Umständehalber ist 

jedoch auf die Erhebung von Kosten zu verzichten. Eine Prozessentschädigung 

ist nicht auszurichten.

1.

2.

3.

4.

Es wird erkannt:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Es werden für das zweitinstanzliche Verfahren keine Kosten erhoben.

Es wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an 

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den Beschwerdeführer,

die Privatklinik Clienia Schlössli AG,

die KESB Bezirk Affoltern,

die Beiständin E._____, … [Adresse]

die Vorinstanz,

je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

5.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw I. Bernheim

versandt am: