# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16162be2-64b7-5a47-b55b-8d72aa4449d5
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-07-26
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 26.07.2023 BB.2023.63
**Docket/Reference:** BB.2023.63
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2023-63_2023-07-26

## Full Text

Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO).;;Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO).;;Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO).;;Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO).

Beschluss vom 26. Juli 2023 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Patrick Robert-Nicoud und Felix Ulrich, 
Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 
Parteien 

  
A., 

Beschwerdeführerin 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT, 
Beschwerdegegnerin 

 
 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2023.63 
 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. Der B. Inc., Republik Marshallinseln, c/o […]/ZH, wurden in mehreren Trans-
aktionen im Zeitraum vom 20. Februar 2020 bis 17. April 2020 insgesamt 
Fr. 95'335.62 auf deren Konto bei der Bank C., Geschäftsstelle Z./LU, gut-
geschrieben. Das Geld soll dabei von der deutschen Staatsangehörigen D. 
stammen und von Y./DE über X./GB nach Z./LU transferiert worden sein. Für 
die Transaktionen war E., Direktor der B. Inc., verantwortlich (s. Verfahrens-
akten Bundesanwaltschaft, pag. 02.000-0001 f.). In diesem Zusammenhang 
reichte die Bank C. eine Verdachtsmeldung nach Art. 9 Abs. 1 lit. a GwG an 
die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) ein, weil die von E. vorgebrach-
ten Plausibilisierungen zu den Transaktionen die Bank nicht zu überzeugen 
vermochten (s. Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 02.000-0001 f.). 
 
 

B. Die MROS leitete am 25. Mai 2020 die vorgenannte Verdachtsmeldung, wo-
nach sich E. der Geldwäscherei nach Art. 305bis StGB strafbar gemacht ha-
ben könnte, an die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 5 Wirt-
schaftsdelikte, weiter (s. Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 02.000-
0001 f.).  
 
 

C. Daraufhin ersuchte die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 5 
Wirtschaftsdelikte, mit Schreiben vom 3. Juni 2020 die Bundesanwaltschaft 
um Übernahme des «Strafverfahrens gegen E. wegen Geldwäscherei», Ak-
ten-Nr. SA5 20 201 59 (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 02.000-
0001 f.). 
 
Zur Begründung führte sie unter Berufung auf Art. 34 Abs.1 StPO aus, dass 
sich die Zuständigkeit der Bundesanwaltschaft primär daraus ergebe, dass 
bei dieser bereits ein Verfahren gegen E. wegen Urkundenfälschung 
(SV.19.1066) hängig sei und einen sachlichen Bezug zum vorliegenden Ver-
fahren aufweisen dürfte (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 02.000-
0001 f.).  
 
 

D. Unter Angabe ihrer Verfahrensnummer SV.20.0651 erklärte die Bundesan-
waltschaft mit Antwortschreiben vom 5. August 2020 zum Ersuchen der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 5 Wirtschaftsdelikte, um 
Übernahme deren Verfahrens SA5 20 201 59, dass sie die (weder formell 
noch faktisch eröffnete) Strafsache im Sinne einer Vorabklärung und im 

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Hinblick auf eine Prüfung der Eröffnung, Vereinigung oder Nichtanhand-
nahme übernehme (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 02.000-
0003). 
 
 

E. Mit Schreiben vom 20. November 2020 erstattete die in Deutschland wohn-
hafte D. bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 1 Luzern, 
Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Betrugsverdachts und Geldwäsche-
rei (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 05.101-0001 ff.). 
 
Der Anzeige zufolge habe D. zwischen dem 19. Februar 2020 und dem 
16. April 2020 sieben Zahlungen auf das Konto Nr. 1, lautend auf die B. Inc., 
bei der Bank C. in Z./LU im Gesamtumfang von rund EUR 87'000.00 getätigt. 
Diese Zahlungen habe sie im Glauben getätigt, bei der F. Ltd. Anlagepro-
dukte zu erwerben. Sie sei von einer Person, welche sich als G. vorgestellt 
habe, beraten und zu den Zahlungen motiviert worden. Als D. die Verfü-
gungsmacht über ihre im Depot befindlichen Aktien angefordert habe, sei sie 
mit fadenscheinigen Argumenten vertröstet worden. Trotz mehrerer Auffor-
derungen per E-Mail sei bis zum Zeitpunkt der Anzeige keine Auszahlung 
des Guthabens erfolgt. Der Kontakt zu der F. Ltd. sei sodann komplett abge-
brochen. In der Anzeige wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass die 
Finanzmarktaufsichtsbehörde von Großbritannien bereits am 16. April 2020 
im Zusammenhang mit der F. Ltd. eine Warnung publiziert habe. Dieser sei 
zu entnehmen, dass der Anbieter, der unter den genannten Websites agiere 
und sich als F. Ltd. ausgebe, eine Klonfirma sei und Finanzdienstleistungen 
oder Finanzprodukte ohne behördliche Autorisierung anbiete (Verfahrensak-
ten Bundesanwaltschaft, pag. 05.101-0001 ff.). 

 
 

F. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 1 Luzern, eröffnete in 
der Folge gegen Unbekannt ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Betrug 
und Geldwäsche, Akten Nr. SA1 20 11345 13, und forderte mit Editionsver-
fügung vom 25. November 2020 die Bank C. zur Herausgabe der Bankun-
terlagen der B. Inc. auf (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 07.101-
0001 ff.).  
 
Mit Schreiben vom 29. November 2020 übermittelte die Bank der kantonalen 
Staatsanwaltschaft die angeforderten Kontounterlagen (Verfahrensakten 
Bundesanwaltschaft, pag. 07.101-0004). Diesen war zu entnehmen, dass E. 
als Direktor der B. Inc. vermerkt und auf dem Konto der selbigen zeichnungs-
berechtigt war. 

  

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G. Unter Hinweis auf die Verfahrensnummer der Bundesanwaltschaft 
SV.20.0651 und unter Berufung auf Art. 24 Abs. 2 StPO ersuchte die Staats-
anwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 1 Luzern, mit Schreiben vom 
9. Dezember 2020 die Bundesanwaltschaft um Übernahme des «Strafver-
fahrens gegen E. wegen Verdachts auf Betrug und Geldwäsche», zum 
Nachteil von D., Akten Nr. SA1 20 11345 13 (Verfahrensakten Bundesan-
waltschaft, pag. 02.000-0004). 
 
 

H. Mit Schreiben vom 13. Januar 2021 informierte die Bundesanwaltschaft 
die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Abteilung 1 Luzern, dass sie 
die Anzeige von D. zur weiteren Bearbeitung unter der Verfahrens-
nummer SV.20.1585 übernehme (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, 
pag. 02.000-0006).  
 
 

I. Gestützt auf die Anzeige von D. vom 20. November 2020 und die Ergänzung 
vom 25. Juni 2021 verfügte die Bundesanwaltschaft unter der Verfahrens-
nummer SV.20.1585 die Eröffnung der Strafuntersuchung gegen Unbekannt 
wegen Betrugs nach Art. 146 StGB (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, 
01.100-0001 f.). 
 
Zur Begründung führte sie aus, dass sich im Ergebnis ein ausreichender An-
fangsverdacht ergebe, wonach eine Täterschaft unter der Vorspiegelung fal-
scher Tatsachen, namentlich von fiktiven Vermögensanlagen, in der Absicht 
der eigenen Bereicherung D. dazu bewegt habe, sich selbst – mittels der 
sieben Transaktionen auf das Konto der B. Inc. – zu schädigen. Nachdem 
der Anzeige als handelnde Person einzig G. zu entnehmen und zum heuti-
gen Zeitpunkt die Echtheit des Namens, ein allfälliger Bezug zu E. und damit 
die Identität der in Betracht fallenden Täterschaft unklar sei, werde das Ver-
fahren wegen Verdachts des Betruges nach Art. 146 StGB vorerst gegen 
Unbekannt eröffnet.  
 
 

J. Mit Ausdehnungsverfügung vom 18. März 2022 dehnte die Bundesanwalt-
schaft die Strafuntersuchung Verfahrensnummer SV.20.1585 gegen Unbe-
kannt wegen Verdachts des Betrugs nach Art. 146 StGB auf E. aus (Verfah-
rensakten Bundesanwaltschaft, pag. 01.201-0001 f.). 
 
Zur Begründung führte die Bundesanwaltschaft aus, dass sich aus der Aus-
wertung der Kontounterlagen der B. Inc. bei der Bank C. ergebe, dass der 
an dieser Kundenbeziehung zeichnungsberechtigte E. über anstehende und 

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gemäss der Anzeige zwischen D. und der F. Ltd. vereinbarte Zahlungen be-
reits vor deren Eingang auf dem Konto der B. Inc. Bescheid gewusst habe. 
Zudem sei E. im April 2020 von der Bank aufgefordert worden, eine Bestäti-
gung bei D. einzuholen, dass diese mit den getätigten Überweisungen auf 
das Konto der B. Inc. tatsächlich einverstanden gewesen sei. Eine solche 
Bestätigung habe E. offenbar eingeholt und der Bank ein entsprechendes, 
undatiertes Schreiben, unterzeichnet von D., übermittelt, mit welchem diese 
u.a. bestätige, keinen Anspruch auf Rückzahlung der überwiesenen Beträge 
zu erheben. Der Anzeige sei indessen zu entnehmen, dass D. von G. im 
Namen der F. Ltd. aufgefordert worden sei, dieses Schreiben zu unterzeich-
nen und dass sie das Schreiben diesem übermittelt habe. Gestützt auf diese 
Umstände ergebe sich ein Anfangsverdacht, wonach sich E. als G. ausge-
geben habe und selber hinter der mutmasslich fiktiven Klonfirma F. Ltd. ge-
standen sei oder wonach er zumindest in enger Zusammenarbeit mit jenen 
Personen gehandelt habe, welche unter dem Namen F. Ltd. aufgetreten 
seien. Es bestehe damit der Verdacht, wonach E. als Täter oder Mittäter im 
Rahmen des untersuchten, mutmasslichen Betruges gehandelt habe (Ver-
fahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 01.201-0001 f.). 
 

 
K. Die Bundesanwaltschaft eröffnete mit Eröffnungsverfügung vom 25. März 

2022 unter der Verfahrensnummer SV.21.1748 eine Strafuntersuchung ge-
gen E. wegen des Verdachts der Urkundenfälschung (Art. 251 StGB). 
Gleichzeitig vereinigte die Bundesanwaltschaft Strafverfahren SV.21.1748 
mit dem Strafverfahren SV.20.1585 gegen E. und Unbekannt wegen Betrugs 
(Art. 146 StGB) unter der Verfahrensnummer SV.20.1585 (Verfahrensakten 
Bundesanwaltschaft, pag. 01.100-0001 f.). 
 
 

L. Mit Verfügung vom 20. Juni 2022 dehnte die Bundesanwaltschaft das Straf-
verfahren SV.20.1585 in Bezug auf E. wegen Bruchs amtlicher Beschlag-
nahme (Art. 289 StGB) aus, eröffnete das Strafverfahren SV.20.1585 gegen 
A., die Ehefrau von E., wegen Bruchs amtlicher Beschlagnahme (Art. 289 
StGB) und vereinigte die MROS-Meldung vom 20. Januar 2022 mit dem 
Verfahren SV.20.1585 gegen E. und Unbekannt wegen Betrugs (Art. 146 
StGB) und Urkundenfälschung (Art. 251 StGB) unter der Verfahrensnummer 
SV.20.1585. 

 
Zur Begründung führte die Bundesanwaltschaft aus, dass ein Anfangs-
verdacht bestehe, wonach E. und A. die Beschlagnahme der Mietzins-
forderungen der H. AG gegenüber der I. AG durch die Strafkammer des 
Bundesstrafgerichts vom 26. August 2021 gebrochen bzw. vereitelt hätten, 
indem sie eine Forderung der J. AG gegenüber der I. AG konstruiert hätten, 

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diese Forderung an A. zediert und von der Schuldnerin eingefordert hätten. 
Die I. AG habe in der Folge am 1. September 2021 auf das Konto von 
A. CHF 121'387.50 einbezahlt (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, 
pag. 01.202.0001 ff.). 

 
 
M. Mit Verfügung vom 20. Juni 2022 dehnte die Bundesanwaltschaft das Straf-

verfahren SV.20.1585 in Bezug auf E. gestützt auf die Strafanzeige von K. 
vom 15. März 2022 wegen Verdachts der Veruntreuung (Art. 138 StGB) aus 
und vereinigte die Strafanzeige vom 15. März 2022 mit dem Verfahren 
SV.20.1585 gegen E., Unbekannt und A. wegen Verdachts des Betrugs 
(Art. 146 StGB), der Urkundenfälschung (Art. 251 StGB) sowie des Bruchs 
amtlicher Beschlagnahme (Art. 289 StGB) (Verfahrensakten Bundesanwalt-
schaft, pag. 01.203-0001 f.). 
 
 

N. Mit Verfügung vom 17. Februar 2023 dehnte die Bundesanwaltschaft die 
Strafverfolgung gegen E. aus wegen Verdachts der Veruntreuung gemäss 
Art. 138 StGB, eventuell der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss 
Art. 158 StGB (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 01.205-0001 f.). 
 
Zur Begründung führte die Bundesanwaltschaft aus, dass E. nach Auswer-
tung von edierten Kontounterlagen zusätzlich im Verdacht stehe, Gelder in 
der Höhe von insgesamt rund CHF 99'000.00 ab dem Konto der B. Inc. bei 
der Bank C., auf welches D. in der Zeit vom 20. Februar 2020 bis 17. April 
2020 über einen Dritten umgerechnet rund CHF 95'355.62 überwiesen ge-
habt habe, anschliessend (in der Zeit von April 2020 bis Dezember 2021) 
entgegen den ihm bekannten Investitionsabsichten von D., ohne Wissen der 
Investorin und zu deren Schaden verwendet und dadurch teilweise sich sel-
ber, seine Ehefrau oder Dritte bereichert zu haben. E. habe zur fraglichen 
Zeit eine Einzelzeichnungsberechtigung für das Konto der B. Inc. gehabt. 
Der Umfang der jeweiligen Bereicherung sei noch genauer festzustellen 
(Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 01.205-0002 f.). 

 
 
O. Mit Verfügung vom 15. März 2023 wies die Bundesanwaltschaft die Bank 

L. AG u.a. an, sofort die auf das Konto Nr. 2 und das Trading Konto Nr. 3, 
beide lautend auf A., angelegten oder verwalteten Vermögenswerte zu sper-
ren und weder Guthaben noch sonstige Vermögenswerte auszuzahlen bzw. 
herauszugeben (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft, pag. 07.103-0050 
ff.). 

  

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Zur Kurzbegründung führte die Bundesanwaltschaft Folgendes aus: 
 
«1. Die Bundesanwaltschaft untersucht einen Betrugssachverhalt gegen E. und da-

bei konkret die Umstände, unter denen D. zwischen 19. Februar 2020 und 
16. April 2020 sieben Zahlungen auf das Konto Nr. 1, lautend auf die B. Inc. bei 
der Bank C. in Z. von insgesamt CHF 95'335.62 (in verschiedenen Währungen) 
getätigt hat. Entsprechend ihren eigenen Angaben hat D. diese Zahlungen im 
Glauben ausgeführt, bei der F. Ltd. Anlageprodukte (M. und N. Corporation) zu 
erwerben. Beraten und zu den Zahlungen motiviert sei sie u.a. von einem G. 
worden. Trotz mehrerer Aufforderungen per E-Mail sei bis heute keine Rück-
zahlung des Investments erfolgt. 

 
2.  Aus den bisherigen Akten ist ein Investment, wie es der Geschädigten gegen-

über angegeben wurde, nicht erkennbar. Es wurde von dem vorgenannten 
Konto der B. Inc. indes am 15. Dezember 2021 ein Betrag von CHF 20'000.00 
auf ein Konto, lautend auf O. bei der Bank L. AG (IBAN: 4), überwiesen. Glei-
chentags wurde derselbe Betrag von diesem Konto auf das zu beschlagnah-
mende Konto (IBAN: 2) bei der Bank H. AG, lautend auf A., der Ehefrau von E., 
überwiesen; diese ist an den hinterlegten Vermögenswerten auch wirtschaftlich 
berechtigt. 

 
3. In der Zwischenzeit wurde das Verfahren auch gegen weitere Personen, darun-

ter auch A., wegen des Verdachts des Bruchs amtlicher Beschlagnahme 
(Art. 289 StGB) ausgedehnt. Zudem hat sich der Verdacht gegen E. auf den 
Tatbestand der Veruntreuung nach Art. 138 StGB und eventuell ungetreue Ge-
schäftsbesorgung nach Art. 158 StGB erweitert und besteht in der mutmasslich 
strafbaren Verwendung der Gelder ab dem Konto der B. Inc. bei der Bank C. 
durch den Beschuldigten als Director der B. Inc. und Einzelzeichnungsberech-
tigten über deren Konto. 

 
4.  Gestützt auf die bisherigen Erkenntnisse der Bundesanwaltschaft besteht der 

Verdacht, dass der Zahlungseingang von CHF 20'000.00 vom 15. Dezem-
ber 2021 auf dem Konto von A. letztlich direkte Folge einer Belastung des Kon-
tos der B. Inc. darstellt und entsprechend auf das zu beschlagnahmende Bank-
konto Vermögenswerte transferiert wurden, welche durch strafbare Handlun-
gen erlangt worden sind. 

 
5.  Gemäss Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft wurden im November 2022 

von vorgenanntem Konto von A. zudem insgesamt CHF 55'000.00 auf das Tra-
ding Konto Nr. 3 überwiesen. Die Bundesanwaltschaft hat Grund zur Annahme, 
dass nicht A. selbst, sondern ihr Ehemann Effektengeschäfte tätigt und die 

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vorliegend überwiesenen Mittel E. zuzurechnen sind. Ein allfälliges Guthaben 
ist gemäss Art. 263 Abs. 1 lit. a und d StPO zu beschlagnahmen. 

 
6.  Gegenstände oder Vermögenswerte einer beschuldigten Person oder einer 

Drittperson werden beschlagnahmt, wenn sie als Beweismittel oder zur Sicher-
stellung von Verfahrenskosten, Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen ge-
braucht werden, dem Geschädigten zurückzugeben oder einzuziehen sind 
(Art. 263 Abs. 1 StPO). Gemäss obenstehenden Ausführungen wurden oder 
werden auf das Konto von A. bei der Bank H. AG mutmasslich durch strafbare 
Handlungen erlangte Vermögenswerte einbezahlt. Vermögenswerte bzw. Saldi 
in dieser Höhe unterliegen damit voraussichtlich der Einziehung oder können 
zur Deckung einer Ersatzforderung herangezogen werden (Art. 70 f. StGB) und 
sind nach Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO zu beschlagnahmen. Die Bundesanwalt-
schaft hat Grund zur Annahme, dass E. die auf den Bankkonten von A. vorhan-
denen Vermögenswerte bewirtschaftet und diese auch ihm zuzuordnen sind. 
Deshalb erfolgt die Beschlagnahme auch zur Sicherstellung von allfälligen Ver-
fahrenskosten, Geldstrafen, Bussen und/oder Entschädigungen nach Art. 263 
Abs. 1 lit. b StPO. Die spätere betragsmässige Beschränkung der Beschlag-
nahme bleibt vorbehalten. 

 
7.  Um den Betrag an liquiden Mitteln bestimmen zu können, die zur Deckung von 

allfälligen Ersatzforderungen, welche aus den strafbaren Handlungen von E. 
resultieren, und allfälligen Geldstrafen, Bussen, Verfahrenskosten, und Ent-
schädigung erforderlich sind, wird die Bank H. AG aufgefordert, der Bundesan-
waltschaft innert der gesetzten kurzen Frist die oben beschriebenen Meldungen 
zu machen und Unterlagen einzureichen». 

 
 

P. Gegen die vorstehende Verfügung vom 15. März 2023 erhebt A. mit Eingabe 
vom 20. März 2023 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts und stellt folgende Anträge (act. 1): 
 
«1. Die verfügte Vermögensbeschlagnahme meines Kontos Nr. 2 und Trading 

Konto/Depot Nr. 4 bei Bank H. AG, in W., sei aufzuheben. 
2. Eventualiter sei der Saldo per 15.3.23 in der Höhe von CHF 10'000.00 meines 

Konto Nr. 2 bei der Bank H. AG zugunsten der Bundesanwaltschaft Bern im 
Rahmen der verfügten Vermögensbeschlagnahme vorsorglich und einstweilen 
zu sperren; während die von der Bundesanwaltschaft Bern verfügte einstweilige 
Blockierung meines Kontos Nr. 2 und Trading Konto/Depot Nr. 4 bei Bank 
H. AG, in W., per sofort aufzuheben sei. 

3.  Sämtliche Kosten gehen zulasten der Eidgenossenschaft».   
  

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Q. Mit Schreiben vom 31. März 2023 reichte die Bundesanwaltschaft ihre Be-
schwerdeantwort ein. Sie beantragt die Abweisung der Beschwerde unter 
Kostenauflage zulasten der Beschwerdeführerin (act. 4). Diese Eingabe 
wurde der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 4. April 2023 zur Kenntnis 
gebracht (act. 5).  
 
 

R. Die Beschwerdeführerin reichte in der Folge mit Schreiben datiert vom 7. Ap-
ril, 4. Mai, 6. Mai, 2. Juni und 5. Juli 2023 mehrere unaufgeforderte Eingaben 
ein (act. 6, 8, 10, 12, 14), welche der Beschwerdegegnerin mit entsprechen-
den Begleitschreiben jeweils zur Kenntnis gebracht wurden (act. 7, 9, 11, 13, 
15). 
 
 

S. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen Bezug genom-
men. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft 

kann bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde er-
hoben werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über die Organisation der Strafbehörde des Bundes [Strafbehör-
denorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71]). Zur Beschwerde berechtigt 
ist jede Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte mit einem rechtlich ge-
schützten Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen 
Entscheides (Art. 382 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 Abs. 2 StPO). Die Beschwerde 
gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide ist innert zehn Tagen 
schriftlich und begründet einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Dabei hat die 
Person, die das Rechtsmittel ergreift, gestützt auf Art. 396 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 385 Abs. 1 StPO genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides sie 
anficht (lit. a); welche Gründe einen anderen Entscheid nahe legen (lit. b) 
sowie welche Beweismittel sie anruft (lit. c). Bei sogenannten Laienbe-
schwerden dürfen die Anforderungen an die Begründungspflicht nicht allzu 
hoch angesetzt werden. Dennoch kann auch von einem Laien erwartet wer-
den, bereits mit der Beschwerdeschrift und ohne zusätzliche Aufforderung 
zur Verbesserung auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid konkret 
einzugehen (BGE 142 IV 299 E. 1.2.4; Urteile des Bundesgerichts 

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6B_319/2021 vom 15. Juli 2021 E. 7; 6B_1039/2020 vom 20. April 2021 
E. 1.5 mit weiteren Hinweisen). Mit der Beschwerde gerügt werden können 
gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO Rechtsverletzungen, einschliesslich Über-
schreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und 
Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige Feststellung 
des Sachverhalts (lit. b) sowie die Unangemessenheit (lit. c). 
 

1.2 Die Beschwerdeführerin hat als Inhaberin der von der angefochtenen Verfü-
gung betroffenen Bankkonten ein rechtlich geschütztes Interesse im Sinne 
von Art. 382 Abs. 1 StPO, welches sie zur Beschwerde gegen die Beschlag-
nahme der auf sie lautenden Konten legitimiert. Die weiteren Eintretensvo-
raussetzungen geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass, weshalb auf 
die vorliegende Beschwerde einzutreten ist. 

 
 
2.  
2.1 Gemäss Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO können Gegenstände und Vermögens-

werte einer beschuldigten Person oder einer Drittperson beschlagnahmt 
werden, wenn die Gegenstände und Vermögenswerte voraussichtlich einzu-
ziehen sind (sog. Einziehungsbeschlagnahme). Als weitere strafprozessuale 
Beschlagnahmearten sieht die StPO die Beweismittelbeschlagnahme 
(Art. 263 Abs. 1 lit. a StPO), die Deckungsbeschlagnahme (Art. 263 Abs. 1 
lit. b i.V.m. Art. 268 StPO) sowie die Beschlagnahme im Hinblick auf eine 
Rückgabe an den Geschädigten vor (Art. 263 Abs. 1 lit. c StPO; sog. Resti-
tutionsbeschlagnahme).  
 

2.2 Die Einziehungsbeschlagnahme ist eine provisorische konservatorische pro-
zessuale Zwangsmassnahme zur vorläufigen Sicherstellung der allenfalls 
einzuziehenden Vermögenswerte (BGE 141 IV 360 E. 3.2 S. 364; 140 IV 57 
E. 4.1.1 S. 61). Von einer Beschlagnahme ist nur dann abzusehen, wenn ein 
Drittrecht im Sinne von Art. 70 Abs. 2 StGB eindeutig gegeben ist und damit 
eine Einziehung offensichtlich ausser Betracht fällt. In allen übrigen Fällen 
gebietet das öffentliche Interesse die Aufrechterhaltung der Beschlagnahme 
(vgl. zum Ganzen TPF 2005 109 E. 5.2 S. 111; Beschluss des Bundesstraf-
gerichts BB.2017.12 vom 3. Juli 2017 E. 3.2.1). Die Einziehungsbeschlag-
nahme hat im öffentlichen Interesse zu liegen und den Grundsatz der Ver-
hältnismässigkeit zu wahren (Art. 197 Abs. 1 lit. c und d StPO; Urteil des 
Bundesgerichts 1B_352/2019 vom 30. Oktober 2019 E. 3.1; TPF 2005 84 
E. 3.2.2). Sie ist solange gerechtfertigt, als eine spätere Einziehung wahr-
scheinlich erscheint (Urteil des Bundesgerichts 1B_76/2020 vom 6. Juli 2020 
E. 4.1; TPF 2010 22 E. 2.1 S. 25; Beschluss des Bundesstrafgerichts 
BB.2017.12 vom 3. Juli 2017 E. 3.2.2). 

  

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Für die Einziehungsbeschlagnahme wird ein hinreichender, objektiv begrün-
deter konkreter Tatverdacht gegenüber dem Inhaber des Gegenstandes 
bzw. Vermögenswertes oder einem Dritten vorausgesetzt, wonach die be-
troffenen Vermögenswerte durch eine Straftat erlangt worden sind, oder 
dazu bestimmt waren, eine Straftat zu veranlassen oder zu belohnen (Art. 70 
Abs. 1 StGB; Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO; BGE 124 IV 313 E. 4; Urteil des 
Bundesgerichts 1B_277/2015 vom 12. Januar 2016 E. 4.2; TPF 2005 84 
E. 3.1.2). An den hinreichenden Tatverdacht werden am Anfang der Unter-
suchung noch weniger hohe Anforderungen gestellt (BGE 124 IV 313 E. 4 
S. 316; 122 IV 91 E. 4 S. 96; Urteile des Bundesgerichts 1S.16/2005 vom 
7. Juni 2005 E. 5.2 und 8G.73/2002 vom 3. September 2002 E. 3 und 4). 
Nebst dem hinreichenden Tatverdacht i.S.v. Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO (vgl. 
auch Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO, der im Rahmen der Eröffnung einer Straf-
untersuchung durch die Staatsanwaltschaft ebenfalls von hinreichendem 
Tatverdacht spricht) kennt die Strafprozessordnung den Verdacht im Sinne 
eines Anfangsverdachts (vgl. Art. 299 Abs. 2 StPO) sowie den dringenden 
Tatverdacht im Zusammenhang mit schwerwiegenderen Grundrechtseingrif-
fen (vgl. Art. 269 Abs. 1 lit. a StPO; ACKERMANN, Tatverdacht und Cicero – 
in dubio contra suspicionem maleficii, in: Niggli/Pozo/Queloz [Hrsg.], Fest-
schrift für Franz Riklin, 2007, S. 331; ZIMMERLIN, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 
2020, Art. 197 StPO N. 10 f. m.w.H.).  
 
Im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter hat das für die Beurteilung von 
Zwangsmassnahmen im Vorverfahren zuständige Gericht bei der Überprü-
fung des hinreichenden Tatverdachtes keine erschöpfende Abwägung sämt-
licher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen. Be-
streitet die beschuldigte (oder eine von Zwangsmassnahmen betroffene an-
dere) Person den Tatverdacht, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der bis-
herigen Untersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für 
eine Straftat und eine Beteiligung der beschuldigten Person an dieser Tat 
vorliegen, die Strafbehörden somit das Bestehen eines hinreichenden Tat-
verdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften (vgl. BGE 143 IV 330 
E. 2.1 m.w.H.; 141 IV 87 E. 1.3.1 S. 90; 137 IV 122 E. 3.2 S. 126; 124 IV 313 
E. 4 S. 316; 116 Ia 143 E. 3c S. 146; s.a. Urteil des Bundesgerichts vom 
6. Oktober 2016 1B_243/2016 E. 3.6). Auch über die gerichtliche Verwert-
barkeit von Beweismitteln ist in der Regel noch nicht im Untersuchungsver-
fahren abschliessend zu entscheiden (Urteil des Bundesgerichts 
6B_1004/2019 vom 11. März 2020 E. 3.1.3 m.w.H.). In Abgrenzung zum 
dringenden setzt dabei der hinreichende Tatverdacht nicht voraus, dass Be-
weise oder Indizien bereits für eine erhebliche oder hohe Wahrscheinlichkeit 
einer Verurteilung sprechen (Urteil des Bundesgerichts 1B_636/2011 vom 
9. Januar 2012 E. 2.2.3; vgl. zum Ganzen ausführlich den Entscheid des 

- 12 - 

 

 

Bundesstrafgerichts BE.2006.7 vom 20. Februar 2007 E. 3.1; s.a. Be-
schlüsse des Bundesstrafgerichts BE.2017.1 vom 26. April 2017 E. 3.1; 
BB.2014.163 vom 9. Juni 2015 E. 3.1; je m.w.H). Allerdings muss sich der 
hinreichende Tatverdacht im Verlaufe der Ermittlungen weiter verdichten. 
Die Verdachtslage unterliegt mit anderen Worten einer umso strengeren Prü-
fung, je weiter das Verfahren fortgeschritten ist (TPF 2010 22 E. 2.1; Be-
schluss des Bundesstrafgerichts BB.2011.25 vom 30. Mai 2011 E. 3.2).  
 

2.3 Sind die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte nicht mehr vorhan-
den, so erkennt das Gericht auf eine Ersatzforderung des Staates in gleicher 
Höhe (Art. 71 Abs. 1 StGB). Zur Sicherung einer solchen Ersatzforderung 
können die Vermögenswerte des Betroffenen ebenfalls mit Beschlag belegt 
werden (Art. 71 Abs. 3 StGB; sog. Ersatzforderungsbeschlagnahme). Daher 
kann zur Durchsetzung einer allfälligen Ersatzforderung des Staates gestützt 
auf Art. 71 Abs. 3 StGB eine Kontosperre verfügt werden. Diesfalls brauchen 
die Vermögenswerte keinen Zusammenhang zur untersuchten Straftat auf-
zuweisen. Damit unterscheidet sich der strafprozessuale Arrest gemäss 
Art. 71 Abs. 3 StGB von der Einziehungsbeschlagnahme nach Art. 263 
Abs. 1 lit. d StPO und der Beschlagnahme, die im Hinblick auf eine Rück-
gabe an den Geschädigten erfolgt, bei welchen eine Konnexität zwischen 
der Tat und den mit Beschlag belegten Vermögenswerten bestehen muss 
(BGE 140 IV 57 E. 4.1.2 S. 62 f.; 129 II 453 E. 4.1 S. 46). 
 

 
3. Die Beschwerdeführerin erhebt in der Beschwerde folgende Rügen: 

 
3.1 Sie bringt zunächst vor, sie habe sich die Woche zuvor telefonisch an die 

«Staatsanwaltschaft» gewandt und sich über den Grund der Kontosperre er-
kundigt. Sie habe geltend gemacht, dass sie dringend Geld von diesem 
Konto abheben müsse, da sie Rechnungen bezahlen und für ihre Familie 
einkaufen müsse. Sie habe in Aussicht gestellt, sämtliche von der «Bundes-
anwaltschaft» benötigten Informationen über die persönlichen finanziellen 
Verhältnisse offenzulegen. Sie stelle deshalb den Eventualantrag, die Kon-
tosperre sei auf einen Betrag von CHF 10'000.-- zu limitieren. Die gesperrten 
Vermögenswerte seien «augenscheinlich und erwiesenermassen» nicht de-
liktischen Ursprungs (act. 1 S. 2).  
 

3.2 Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die Bundesanwaltschaft habe sie «rein 
willkürlich, opportunistisch und rein zum Eigennutzen» zur beschuldigten 
Person «befördert» (act. 1 S. 2).  

  

- 13 - 

 

 

3.3 Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, dass es sich bei der 
Überweisung von O. in der Höhe von CHF 20'000.-- am 15. Dezember 2021 
um eine Darlehensrückzahlung gemäss der eingereichten unterzeichne-
ten Bestätigung handle. Bei der vorangegangenen Überweisung von 
CHF 20'000.-- am 15. Dezember 2021 von der B. Inc. an O. handle es sich 
um eine anwaltliche Vorschusszahlung seines Mandanten. Die Beschwerde-
führerin bringt vor, sie habe den Betrag von CHF 20'000.-- gutgläubig erhal-
ten. Es sei folglich erwiesen, dass keinerlei Vermögenswerte, welche durch 
eine strafbare Handlung erlangt worden seien, auf ihr Konto bei der Bank 
H. AG transferiert worden seien. 
 

3.4 Die Beschwerdeführerin bestreitet in einem nächsten Punkt, dass ihr Ehe-
mann wirtschaftlich Berechtigter über insgesamt CHF 55’000.-- sei. Sie sei 
Kontoinhaber des Trading Kontos und alleinige wirtschaftlich Berechtigte un-
abhängig davon, ob ihr Ehemann oder ein Dritte ihr bei den Anlageentschei-
den behilflich sei.  
 

3.5 Die Beschwerdeführerin bringt schliesslich vor, sie sei auf die sofortige Ent-
sperrung ihres Kontos bei der Bank H. AG angewiesen, da sie aufgrund des 
Pachtvertrages mit der Gemeinde V./ZH verpflichtet sei, für den Betrieb des 
Badi Kiosks ab Mai 2023 einen Zahlterminal verbunden mit ihrem nun ge-
sperrten Konto zu betreiben. In der Vergangenheit habe jedes andere 
Schweizer Bankinstitut eine Kontoeröffnung abgelehnt einzig und alleine we-
gen der von der Bundesanwaltschaft seit 2009 gegen ihren Ehemann ge-
führten Vendetta. Die Arbeit in der Badeanstalt sei ihre einzige Möglichkeit, 
etwas Geld zu verdienen, um ihren seit 2017 schwer an Krebs erkrankten 
Ehemann finanziell zu unterstützen. Die «willkürliche» Kontosperrung müsse 
alleine aus diesem Grund sofort aufgehoben werden, um ihr sowohl die exis-
tentielle Pachtvertragserfüllung mit der Gemeinde V. als auch das Existenz-
minimum zu sichern. Sie könne sodann für die angeblichen Handlungen ih-
res Ehemannes in den Jahren 2006 bis 2008 nicht verantwortlich gemacht 
werden, da sie erst 2014 geheiratet hätten. 
 
 

4.  
4.1 Die Beschwerdeführerin geht in ihrer Beschwerde weder auf die Ausführun-

gen der Beschwerdegegnerin zum hinreichenden Tatverdacht gegen E. auf 
Betrug zulasten von D. ein noch bestreitet sie diesen Tatverdacht (s. act. 1). 
In ihrer Eingabe vom 7. April 2023 bringt sie zum einen vor, sie könne sich 
nicht dazu äussern, da sie weder beschuldigt noch sonst wie etwas mit die-
sen Anschuldigungen zu tun habe. Zum anderen macht sie geltend, sie habe 
feststellen können, dass keinerlei Beweise für eine Straftat vorliegen würden 

- 14 - 

 

 

und dass grundsätzlich auch für ihren Ehemann die Unschuldsvermutung 
gelten würde (act. 6).  
 
Ausgehend von den sich auf die Akten stützenden Darlegungen der Be-
schwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung 15. März 2023 (Verfah-
rensakten Bundesanwaltschaft, pag. 07.103-0050 ff.) und in der Beschwer-
deantwort vom 31. März 2023 (act. 4 S. 2 bis 6 samt Beilagen) ist der hinrei-
chende Tatverdacht gegen E. auf Betrug unter Hinweis auf die fundierte Be-
gründung der Beschwerdegegnerin vorliegend ohne weiteres zu bejahen. 
Die pauschalen Bestreitungen der Beschwerdeführerin vermögen daran 
nichts zu ändern. 
 

4.2 Zu den Beschlagnahmegründen führte die Beschwerdegegnerin aus, dass 
vom Konto der B. Inc. ein Betrag von CHF 20‘000.-- auf das Bank H. AG-
Konto von O. geflossen sei, was eine offensichtlich unrechtmässige Verwen-
dung der Anlage von D. gewesen sei. Der Betrag von CHF 20‘000.-- sei noch 
gleichentags auf das Bank H. AG-Konto der Beschwerdeführerin überwiesen 
worden. Nach der Vermischung des überwiesenen Betrags von 
CHF 20‘000.-- unterliege der Restsaldo auf dem Konto der Beschwerdefüh-
rerin, der kleiner sei als der abgezweigte Betrag, als deliktischer Erlös der 
Einziehung nach Art. 70 Abs. 1 StGB bzw. er könne als Surrogat zur 
Deckung einer Ersatzforderung nach Art. 71 StG herangezogen werden. Die 
Beschlagnahme zu diesem Zweck sowie zur Sicherstellung von Verfahrens-
kosten, Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen oder zur Rückgabe an 
Geschädigte sei zulässig und sei entsprechend verfügt worden (Art. 263 
Abs. 1 lit. b und c StPO). 
 
Die Beschwerdegegnerin nimmt sodann an, dass sowohl das Bank H. AG-
Konto als auch das Trading Konto nicht von der Beschwerdeführerin bewirt-
schaftet werden und die dort eingebuchten Vermögenswerte nicht ihr gehö-
ren würden, sondern E. zuzurechnen seien (act. 4 S. 9 f.). So bestünden 
klare Verdachtsmomente dafür, dass E. bei Bank H. AG seine Ehefrau sowie 
allenfalls auch O. vorschiebe, um die Vermögenswerte, welche er von D. auf 
deliktische Weise erlangt und auf dem Konto der B. Inc. gehalten habe, in 
Umlauf bringen könne. Der Ehemann der Beschwerdeführerin bekunde seit 
einiger Zeit aufgrund seiner Verurteilungen und hängiger Verfahren Mühe, in 
eigenem Namen Bankbeziehungen zu eröffnen und zu erhalten. Namentlich 
hätten die über das Bank H. AG-Konto der Beschwerdeführerin geflossenen 
Beträge in fünfstelliger Höhe wohl kaum irgendetwas mit der Geschäftstätig-
keit der Kontoinhaberin, d.h. mit dem Betrieb des Badi Kiosks in V., zu tun 
(act. 4 S. 9 f.). 

  

- 15 - 

 

 

4.3 Der von der Beschwerdegegnerin dargelegte Zusammenhang zwischen den 
gesperrten Vermögenswerten und der untersuchten Straftat (s.o.) leuchtet 
ohne weiteres ein und die Beschwerdeführerin vermag diesen mit ihren Ein-
wendungen (s.o.) nicht unmittelbar zu beseitigen. Soweit die Beschwerde-
führerin die Vermischung der überwiesenen Fr. 20‘000.-- mit dem übrigen 
Kontovermögen bestreitet, liegt sie falsch. Wie die Beschwerdegegnerin so-
dann zu Recht ausführt, ist die inhaltliche Richtigkeit der Beschwerdebeila-
gen der Beschwerdeführerin sowie deren Gegendarstellung Gegenstand der 
laufenden Ermittlungen (act. 4 S. 9). Daraus kann sie für das vorliegende 
Beschwerdeverfahrens nichts Abschliessendes ableiten. Dasselbe gilt auch, 
soweit die Beschwerdeführerin den Verdacht der Beschwerdegegnerin be-
streitet, wonach die gesperrten Vermögenswerte E. zuzurechnen seien. 
Nach den unbestritten gebliebenen Ausführungen der Beschwerdegegnerin 
in der Beschwerdeantwort betrugen die Saldi der beiden gesperrten Konti 
der Beschwerdeführerin am 15. März 2023 gesamthaft CHF 65‘788.09, d.h. 
CHF 11‘822.29 und 26‘816 Aktien Q. AG im Wert von CHF 53‘830.--, zuzüg-
lich einer Liquidität von CHF 135.80 (act. 4 S. 8). Da die Beträge auf den 
gesperrten Konten der Beschwerdeführerin kleiner sind als die mutmasslich 
zweckentfremdeten Vermögenswerte von D., sind die Kontosperren auch 
unter diesem Gesichtspunkt als verhältnismässig zu beurteilen. Mit Eingabe 
datiert vom 6. Mai 2023 (Postaufgabe am 9. Mai 2023) erklärte die Be-
schwerdeführerin zwar, die Sperrung ihrer Vermögenswerte sei unange-
bracht und unverhältnismässig, weil am 22. März 2022 Vermögenwerte der 
B. Inc. im Gesamtwert von CHF 110‘000.-- bei der Bank C. gesperrt worden 
seien (act. 10). Unterlagen, welche ihre Darstellung stützen würden, reichte 
die Beschwerdeführerin aber nicht ein, weshalb auf ihre Argumentation be-
reits aus diesem Grund nicht weiter einzugehen ist. 
 

4.4 Zum Einwand der Beschwerdeführerin, sie sei gutgläubig gewesen, hält die 
Beschwerdegegnerin zu Recht fest, dass kein Grund zur Annahme bestehe, 
dass die Beschwerdeführerin gutgläubig im Sinne von Art. 70 Abs. 2 StGB 
gewesen sei und keine Ahnung – weder von der angespannten finanziellen 
Situation ihres Ehemannes noch von seinem strafrechtlichen Vorleben, den 
damit verbundenen Verurteilungen und seinen aktuellen Aktivitäten gehabt 
habe (act. 4 S. 10). 
 

4.5 Die Beschwerdegegnerin hält in der Beschwerdeantwort ausdrücklich fest, 
dass das auf die Beschwerdeführerin lautende Konto Nr. 5, über welches in 
der Zeit von Mai bis September 2022 etliche kleine Geschäftsvorfälle ver-
bucht worden seien, die möglicherweise mit dem Betrieb des Badi Kiosks in 
Verbindung stünden, nicht gesperrt worden sei. Sie hält weiter fest, dass es 
der Beschwerdeführerin unbenommen sei, dieses Konto weiterhin für ihren 

- 16 - 

 

 

Kiosk-Betrieb zu benutzen (act. 1 S. 8). Diese Darstellung wurde von der 
Beschwerdeführerin zwar bestritten (act. 6 S. 2). Ihr zufolge handle es sich 
beim nicht gesperrten Konto um ein «technisches Zwischenkonto der Bank 
H. AG mit Saldo Null». Sie habe über das gesperrte Konto den gesamten 
Zahlungsverkehr für den Kiosk abgewickelt. Weshalb die Beschwerdeführe-
rin das ungesperrte Konto für den Kiosk-Betrieb nicht verwenden könnte, er-
läuterte die Beschwerdeführerin indes nicht, weshalb auf ihre Argumentation 
nicht weiter abgestellt werden kann. Soweit sie eine Entsperrung der Konten 
mit dem Kiosk-Betrieb begründet, zielt ihre Rüge bereits vor diesem Hinter-
grund ins Leere. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, kann vollum-
fänglich auf die Ausführungen der Beschwerdegegnerin (act. 4) verwiesen 
werden.   
 

4.6 Die weiteren Vorwürfe der Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerde-
gegnerin, werden von letzterer bestritten und finden in den vorliegenden Ak-
ten auch keine Stütze, weshalb sie sich als unbegründet erweisen, soweit 
sie für das vorliegende Beschwerdeverfahren überhaupt als relevant zu be-
urteilen sind. Soweit die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 7. April 2023 
beantragte, «die angebliche Ausdehnung der Strafuntersuchung mangels 
fehlender Zuständigkeit und mangels Verdachtsmomente und Beweisen» ihr 
gegenüber sei «aus dem Recht zu weisen» (act. 6), bleibt festzuhalten, dass 
die Ausdehnung der Strafuntersuchung nicht anfechtbar ist und der gestellte 
Antrag ohnehin nicht von der angefochtenen Verfügung umfasst ist. Für die 
eventualiter beantragte Limitierung der Sperre auf CHF 10‘000.-- führte sie 
keine stichhaltige Begründung an, weshalb darauf nicht weiter eingegangen 
werden kann.   
 

4.7 Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten sowohl im Haupt- als auch 
im Eventualpunkt als unbegründet und ist folgerichtig abzuweisen.  
 
 

5. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der un-
terliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die 
Gerichtsgebühr ist auf Fr. 2'000.-- festzusetzen (vgl. Art. 73 StBOG und 
Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 
2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafver-
fahren [BStKR; SR 173.713.162]).  

   

- 17 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 26. Juli 2023 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Bundesanwaltschaft 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).