# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f0f2097-fb82-5d48-92f5-d1fd651644da
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 17.08.2021 II 2021 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-33_2021-08-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 33

Entscheid vom 17. August 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Amt für Arbeit, Arbeitslosenkasse, Lückenstrasse 8, 
Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Kurzarbeitsentschädigung; 
Fristversäumnis; Wiederherstellung der Frist)

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Sachverhalt:

A. Die A.________ AG mit Sitz in B.________ bezweckt insbesondere die 
Ausführung von Reparaturen an sowie den Handel mit C.________ aller Art im 
In- und Ausland (Vi-act. 22). Am 19. März 2020 reichte die A.________ AG beim 
Amt für Arbeit des Kantons Schwyz die Voranmeldung von Kurzarbeit ein (Vi-act. 
36). Das Amt für Arbeit bestätigte mit Verfügung vom 27. März 2020, die 
A.________ AG könne für die Dauer von maximal 6 Monaten Kurzarbeitsent-
schädigung (KAE) geltend machen. Sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzun-
gen im Rahmen des Massnahmenpakets zur Abfederung der wirtschaftlichen 
Folgen erfüllt seien, könne die Arbeitslosenkasse KAE ausrichten. Gestützt auf 
diese Verfügung könne die A.________ AG den Antrag und die Abrechnung von 
KAE bei der Arbeitslosenkasse einreichen und die Entschädigung geltend ma-
chen. Das ausgefüllte Formular sei innert drei Monaten der Arbeitslosenkasse 
einzureichen (Vi-act. 34).

B. Am 14. September 2020 reichte die A.________ AG je für die Monate April 
und Mai 2020 das ausserordentliche Formular Antrag und Abrechnung von Kurz-
arbeitsentschädigung (im Zusammenhang mit der Pandemie Covid-19) ein (Vi-
act. 54 und 41). Mit Verfügung Nr. 265 vom 17. September 2020 lehnte die Ar-
beitslosenkasse den Anspruch auf KAE für die Monate April und Mai 2020 ab in-
folge Fristversäumnis, da der Anspruch innert dreier Monate verfalle (Vi-act. 51). 
Hiergegen erhob die A.________ AG am 25. September 2020 Einsprache (Vi-
act. 16), welche von der Arbeitslosenkasse mit Entscheid Nr. 24/2021 vom 23. 
Februar 2021 abgewiesen wurde.

C. Am 29. März 2021 lässt die A.________ AG beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

I. Der Einspracheentscheid Nr. 24/2021 vom 23. Februar 2021 sei ganz aufzu-
heben.

II. Es sei die Kurzarbeitsentschädigung für die Monate April und Mai 2020, wie 
beantragt, gutzuheissen, da der A.________ AG ein unverschuldetes Säum-
nis zukommt.

III. Eventualiter sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und Ar-
beitslosenkasse anzuweisen, die Angelegenheit materiell zu behandeln.

IV. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Amtes für Arbeit (Ab-
teilung Arbeitslosenkasse), sollte es zu Kostenerhebungen kommen.

Nachdem der Vertreter der Beschwerdeführerin am 30. März 2021 aufgefordert 
wurde, sich als gewerbsmässiger Vertreter beim Verwaltungsgericht gemäss 
§ 15 Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 re-
gistrieren zu lassen oder aber die Beschwerdeführerin eine Erklärung abgeben 

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zu lassen, wonach die Vertretung aufgehoben und sie das Verfahren in eigenem 
Namen führe (VG-act. 04), teilte die Beschwerdeführerin am 30. April 2021 mit, 
sie setze die Beschwerde in eigenem Namen mit dem Wortlaut der Eingabe vom 
29. März 2020 fort. 

D. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 10. Mai 2021:

1. Die Beschwerde sei abzuweisen.

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Überprüfung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen.

Nach Ersuchen um Fristerstreckung reichte die Beschwerdeführerin innert er-
streckter Frist keine Stellungnahme zur Vernehmlassung ein.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Gegen die Voranmeldung auf KAE hatte das Amt für Arbeit keinen Ein-
spruch erhoben, sondern die Antragstellung und Abrechnung von KAE durch die 
Beschwerdeführerin bewilligt. Den eingereichten Antrag für die Monate April und 
Mai lehnte die Vorinstanz ohne Prüfung der materiellen Voraussetzungen ab mit 
der Begründung, der Anspruch sei verwirkt infolge verspäteter Antragstellung. 
Hiergegen wehrt sich die Beschwerdeführerin mit vorliegender Beschwerde, in-
dem sie unverschuldete Fristversäumnis geltend macht und sinngemäss die 
Wiederherstellung der versäumten Frist verlangt. Mithin sind vorliegend nicht die 
materiellen Voraussetzungen für KAE strittig, sondern allein, ob die Vorinstanz zu 
Recht den Antrag KAE wegen Fristversäumnis und ebenso die Wiederherstel-
lung der Frist abgelehnt hat.

2.1 Ein Arbeitgeber, der für seine Arbeitnehmer Kurzarbeitsentschädigung gel-
tend machen will, muss dies mindestens zehn Tage vor Beginn der Kurzarbeit 
voranmelden (Art. 36 Abs. 1 Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosen-
versicherung und die Insolvenzentschädigung [Arbeitslosenversicherungsgesetz, 
AVIG; SR 837.0] vom 25.6.1982; wobei aufgrund von Art. 8b der Covid-19-
Verordnung Arbeitslosenversicherung [SR 837.033; vom 20.3.2020, Stand 
26.3.2020] die 10tägige Frist nicht abzuwarten war). 

2.2 Den Entschädigungsanspruch seiner Arbeitnehmer hat der Arbeitgeber in-
nert dreier Monate nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode gesamthaft für den 
Betrieb bei der von ihm bezeichneten Kasse geltend zu machen (Art. 38 Abs. 1 
AVIG). Die Frist für die Geltendmachung des Entschädigungsanspruchs beginnt 
mit dem ersten Tag nach der Abrechnungsperiode (Art. 61 Verordnung über die 

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obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [Ar-
beitslosenversicherungsverordnung, AVIV; SR 837.02] vom 31.8.1983). 

2.3 Bei der dreimonatigen Frist zur Geltendmachung der KAE gemäss Art. 38 
Abs. 1 AVIG handelt es sich um eine Verwirkungsfrist, die weder gehemmt noch 
unterbrochen werden kann. Dies bedeutet, dass der Arbeitgeber nach ungenutz-
tem Ablauf dieser Frist das ihm grundsätzlich zustehende Recht auf Geltendma-
chung für die betreffende Abrechnungsperiode verliert, gleichgültig, ob eigentlich 
ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung entstanden ist oder nicht (BGE 124 
V 75 Erw. 4b/bb; EGV-SZ 1997 Nr. 18; SBVR Soziale Sicherheit-Nussbaumer, 3. 
Auflage, Rz. 5.2.3). Entschädigungen, die der Arbeitgeber nicht fristgemäss gel-
tend macht, werden ihm nicht vergütet (Art. 39 Abs. 3 AVIG).

2.4 Die Frist zur Geltendmachung ist jedoch einer Wiederherstellung bei un-
verschuldeter Säumnis zugänglich: Ist die gesuchstellende Person oder ihre Ver-
tretung unverschuldeterweise abgehalten worden, binnen Frist zu handeln, so 
wird diese wieder hergestellt, sofern sie unter Angabe des Grundes innert 30 Ta-
gen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechts-
handlung nachholt (Art 41 ATSG).

Unverschuldet ist das Versäumnis, wenn dafür objektive Gründe vorliegen und 
der Partei keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann (EGV-SZ 1997 Nr. 26 
Erw. 2b; Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspfle-
ge des Bundes, 3. A., Zürich 2013, Rz. 587). Es muss sich um Gründe von eini-
gem Gewicht, wie schwere Erkrankung oder Unfall, höhere Gewalt (wie Naturka-
tastrophen), plötzlich eintretende Handlungsunfähigkeit, unerwarteter Tod naher 
Angehöriger und dergleichen handeln, so dass die betroffene Person von der 
Rechtshandlung abgehalten wird, und auch nicht in der Lage ist, eine Vertretung 
zu bestellen (BGE 112 V 225, 108 V 109). Gründe wie Ferienabwesenheit, Ar-
beitsüberlastung, Unbeholfenheit oder Unachtsamkeit reichen praxisgemäss 
nicht aus (Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., Rz. 587; VGE II 2015 39 vom 26.8.2015 
Erw. 3.1; VGE II 2013 105 vom 23.10.2013 Erw. 2.1; VGE I 2007 284 vom 
22.1.2008 Erw. 2.6). Das Fehlen eines Verschuldens kann nicht leichthin ange-
nommen werden; vielmehr ist bei der Beurteilung ein strenger Massstab anzu-
wenden (BGE 143 V 312 Erw. 5.4.1). Einer Fristwiederherstellung steht dem-
gemäss bereits schon leichtes Verschulden der betroffenen Person entgegen 
(Griffel, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. 
A., Zürich 2014, § 12 N 44). Unbeachtlich ist insbesondere auch die Geltendma-
chung von fehlender Rechtskenntnis, da Gesetze mit der amtlichen Publikation 
des Textes als bekannt gelten und daraus abgeleitet der allgemeine Grundsatz 
gilt, dass Rechtsunkenntnis schadet und niemand Vorteile aus seiner eigenen 

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Rechtsunkenntnis ableiten kann (ignorantia iuris nocet; BGE 136 V 331 Erw. 
4.2.3.1 mit weiteren Verweisen; BGE 111 V 402 Erw. 3; VGE II 2020 78 vom 
21.10.2020 Erw. 4.2.2; VGE II 2015 15 vom 22.7.2015 Erw. 3.3). 

Bei den anerkannten Wiederherstellungsgründen handelt es sich somit um Situa-
tionen, in welchen es der betroffenen Person überhaupt nicht oder nur mittels 
unverhältnismässigem Aufwand möglich ist, die Frist einzuhalten. 

Gemäss Lehre und Rechtsprechung soll der Behörde bei der Beurteilung des 
geltend gemachten Wiederherstellungsgrundes zwar ein weiter Ermessensspiel-
raum zukommen, doch darf ein Hinderungsgrund im Interesse eines geordneten 
Verfahrensablaufes nicht leichthin angenommen werden; anzulegen ist vielmehr 
ein strenger Massstab (vgl. VGE II 2012 107 vom 25.9.2012 Erw. 4 mit Hinwei-
sen auf EGV-SZ 1997 Nr. 26 Erw. 2b; BGE 108 V 110; Kölz/Häner/Bertschi, 
a.a.O., Rz. 588; VGE II 2013 38 vom 26.8.2013 Erw. 3.3). 

3.1 Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin den Antrag auf 
KAE für den Monat April nicht bis am 31. Juli 2020 und jenen für den Monat Mai 
nicht bis am 31. August 2020 eingereicht hat, sondern beide erst am 14. Sep-
tember 2020. Strittig ist einzig, ob diese Fristversäumnis unverschuldet war und 
die Frist wiederhergestellt werden kann.

3.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei ihr unverschuldeter Weise 
infolge eines Hackerangriffs unmöglich gewesen, die Anträge innert Frist zu stel-
len. Der Datendiebstahl, verbunden mit einer Lösegeldforderung, sei an Fron-
leichnam, 12. Juni 2020, bei ihrem IT-Dienstleister in Deutschland erfolgt und 
habe weitreichende Folgen gehabt.

Sämtliche Daten und Sicherungen würden von der D.________ GmbH in 
Deutschland verwaltet. Am Freitag, 13. Juni 2020, hätten bei Arbeitsaufnahme 
keine Daten abgerufen werden können. Weder VoIP-Telefonie noch E-Mail oder 
irgendein anderes Programm habe noch funktioniert. Davon seien mehrere 
Standorte der Firma betroffen gewesen. Man habe mit Hochdruck eine Lösung 
gesucht; nach etwa einer Stunde sei mitgeteilt worden, das Problem sei ernster 
und eine schnelle Lösung nicht zu erwarten. Am 14. Juni 2020 sei man informiert 
worden, sämtliche Daten seien mit einem Krypto-Trojaner verschlüsselt worden; 
Polizei und Spezialisten seien involviert worden, man bemühe sich um 
schnellstmögliche Wiederherstellung. Am Montag sei eine Lösung innert Wo-
chenfrist ausgeschlossen worden. Als Sofortmassnahme habe man "auf Handbe-
trieb" umgestellt, auf Telefone ausserhalb des Netzwerkes umgestellt und die 
Angestellten seien angehalten worden, mit ihren privaten Laptops zu arbeiten. 
Die gesamte Hardware habe demontiert und komplett neu installiert werden 

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müssen. Nach zwei Wochen sei die Hardware zurück gewesen, aber in der 
Grundkonfiguration und ohne Firmendaten. Die Kurzarbeit habe umgehend be-
endet werden müssen, da der Mehraufwand aufgrund des Systemausfalls ein 
100%-Engagement aller Mitarbeitenden erfordert habe. Ab Juni sei denn auch 
keine KAE mehr beantragt worden, obwohl die Auftragslage weiter schlecht ge-
wesen sei. Sämtliche Kreditoren- und Lohnzahlungen Juni / Juli hätten manuell 
vorgenommen werden müssen; Debitorenrechnungen und -zahlungen seien ma-
nuell mit Excel-Listen erfasst worden. Mitte Juli habe das Netzwerk wieder in Be-
trieb genommen werden können; das ERP/CRM-System habe Mitte Juli bis Mitte 
August wieder aufgeschaltet werden können. Viele Excel- und Word-Dateien der 
Mitarbeitenden sowie die komplette Buchhaltung mit FIBU und BEBU seien nicht 
mehr vorhanden gewesen und hätten nicht rekonstruiert werden können. Um die 
endgültigen Lohnabrechnungen für die Monate Juni bis August erstellen zu kön-
nen, hätten sämtliche Personaldaten und alle Lohn- und Gehaltszahlen ab dem 
1. Januar 2020 neu erfasst werden müssen; die Rekonstruktion aller Daten mit 
allen Parametern habe so lange gedauert, dass die für die Einsendung der Un-
terlagen zur KAE benötigten Daten erst Anfangs September 2020 zur Verfügung 
gestanden seien. Zu guter Letzt habe Ende Juni 2020 auch noch die langjährige 
Buchhalterin gekündigt, was die Arbeiten zusätzlich erschwert und verlängert ha-
be. Nach Darstellung der Beschwerdeführerin belegen all diese Umstände, dass 
die verspätete Antragstellung unverschuldet erfolgt ist.

3.3 Nach - korrektem - Verweis auf die gesetzlichen Grundlagen zur KAE-
Antragstellung innert Frist, die rechtsprechungsgemäss eine Verwirkungsfrist 
darstelle, sowie die Voraussetzungen der Fristwiederherstellung verneinte die 
Vorinstanz mit dem angefochtenen Einspracheentscheid, dass die Säumnis un-
verschuldet gewesen sei:

• Es sei wohl plausibel, dass ein Hackerangriff die IT-Infrastruktur vom 12. Juni 
2020 bis Mitte August 2020 lahmgelegt habe und die Beschwerdeführerin kei-
nen digitalen Zugriff mehr auf die zur Antragstellung erforderlichen Daten ge-
habt habe.

• Die durchgeführte manuelle Rekonstruktion belege aber auch, dass die Daten 
offensichtlich nicht nur digital, sondern auch in Papierform vorhanden gewe-
sen seien. 

• Im Rahmen des vereinfachten, summarischen Abrechnungsverfahrens wäre 
es zumutbar gewesen, die für die Abrechnung relevanten Daten der 14 an-
spruchsberechtigten Angestellten bereits dann manuell zusammenzutragen, 
als klar gewesen sei, dass das IT-Problem noch länger andauere, mithin be-
reits ab dem 13. Juni 2020. 

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• Selbst wenn das manuelle Zusammentragen der Daten nur mit unverhältnis-
mässigem Aufwand möglich gewesen wäre, müsse sich die Beschwerdeführe-
rin entgegenhalten lassen, dass es ihr ohne weiteres zumutbar gewesen wä-
re, die Abrechnung bereits vor dem Hackerangriff zu erstellen; für April wären 
hierfür knapp sechs Wochen, für Mai knapp zwei Wochen zur Verfügung ge-
standen.

Damit aber liege gemäss Vorinstanz kein entschuldbarer Grund vor, der eine 
Fristwiederherstellung rechtfertigen würde.

3.4 Vor Verwaltungsgericht betont die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz ge-
he zu Unrecht davon aus, dass die für die Antragstellung notwendigen Daten in 
gedruckter Form vorgelegen hätten und es daher zumutbar gewesen wäre, die 
relevanten Daten für die 14 Beschäftigten zeitgerecht zu erheben. Diese Daten 
zu Anwesenheitsberichten und Stundenzetteln, geführt im Excel-Format, seien 
nicht mehr verfügbar gewesen. Diese Angaben seien für das vereinfachte, sum-
marische Verfahren notwendig gewesen, um KAE zu beantragen. Die Beauftrag-
te habe alle Daten bei den Mitarbeitenden zusammentragen müssen. Sie habe 
warten müssen, bis diese neben der Arbeit als Monteur oder Verkäufer Zeit zur 
Vorsprache gehabt hätten. Es könne nicht gefordert und vorausgesetzt werden, 
dass diese Befragung im Vordergrund gestanden hätte und nicht die alltägliche 
Arbeit, welche letztlich Arbeitsplätze sichere. Zudem macht die Beschwerdefüh-
rerin geltend, ab März 2020 seien verschiedene Covid-19-Verordnungen veröf-
fentlicht worden, die Regeln zum vereinfachten summarischen Abrechnungsver-
fahren erst am 1. September 2020; die KAE sei am 14. September 2014 bean-
tragt worden. Insgesamt sei die Fristversäumnis daher unverschuldet und die 
Frist wiederherzustellen.

3.5 Vernehmlassend betont die Vorinstanz, rechtsprechungsgemäss sei für die 
Prüfung der Fristwiederherstellung ein strenger Massstab anzusetzen. Der Ha-
ckerangriff alleine stelle keinen entschuldbaren Grund dar, da der Datenverlust 
noch lange nicht bedeute, dass der Anspruch objektiv betrachtet nicht fristge-
recht geltend gemacht werden könne. Den Abrechnungen der Beschwerdeführe-
rin lägen ausgedruckte Stundenrapporte bei. Diese wiesen einen Stempel "ge-
bucht am 25. Mai 2020" resp. "gebucht am 25. Juni 2020" auf. Entgegen der be-
schwerdeführerischen Aussagen seien die Informationen zur Geltendmachung 
somit offensichtlich vorhanden gewesen und hätten fristgerecht eingereicht wer-
den können. Soweit die Beschwerdeführerin auf die grosse betriebliche Belas-
tung hinweise, sei auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu verweisen, 
wonach eine betriebliche Arbeitsüberlastung kein Rechtfertigungsgrund für die 
Nichteinhaltung einer Frist darstelle. Der Hinweis, beim Zusammentragen der Da-

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ten hätten die Angestellten erst nach den Aussendienstarbeiten im Büro vorspre-
chen können, ziele daher ins Leere. Es liege nicht im Ermessen der Beschwerde-
führerin, die Geltendmachung des Anspruches über die gesetzliche Frist hinaus-
zuzögern, bis es von der Terminplanung her am besten passe. 

4.1 Mit Verfügung vom 27. März 2020 wurde der Beschwerdeführerin die Gel-
tendmachung von Kurzarbeit bewilligt. Die Bewilligung enthält ausdrücklich den 
Hinweis, das Formular "Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung" 
müsse innert drei Monaten eingereicht werden (Vi-act. 34). Mit Erhalt der Bewilli-
gung musste die Beschwerdeführerin somit um die Frist zur Geltendmachung 
wissen (im Übrigen könnte sie sich ohnehin nicht auf Rechtsunkenntnis berufen; 
vgl. oben Erw. 2.4). 

Die Frist für die Antragstellung April lief bis 31. Juli 2020, jene für Mai bis 31. Au-
gust 2020. Die Anträge wurden unbestrittenermassen verspätet eingereicht.

4.2 Die Aufforderung, das Formular innert drei Monaten einzureichen, war er-
gänzt um die Bitte, Stundenlisten resp. Lohnjournale beizulegen (Vi-act. 35). 
Dem ist die Beschwerdeführerin sowohl mit dem Antrag für den Monat April als 
auch dem Antrag für den Monat Mai nachgekommen (Vi-act. 43 - 50 und 58 - 
66). Im Übrigen trifft es nicht zu, dass die gesetzliche Grundlage für das verein-
fachte summarische Verfahren erst im September 2020 publiziert worden wäre. 
Der relevante Art. 8i Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung (SR 
837.033) wurde am 9. April 2020 publiziert und trat rückwirkend per 1. März 2020 
in Kraft (vgl. AS 2020 1201).

Wie die Vorinstanz nun nachvollziehbar vermerkt, sind die mit den Anträgen ein-
gereichten Stundenzettel zweifach (ausnahmsweise einfach) handschriftlich un-
terzeichnet und sie weisen einen analogen Stempel "GEBUCHT AM 25. MAI 
2020" resp. "GEBUCHT AM 25. JUNI 2020" auf. Vereinzelte wurden neben der 
Unterschrift auch handschriftlich datiert (4. resp. 5.5.2020 sowie 2.6.2020). 

Die Vorinstanz schliesst hieraus, dass die für die Antragstellung notwendigen Un-
terlagen noch vor dem Hackerangriff analog vorhanden gewesen sein mussten 
und fristgerecht hätten eingereicht werden können. Die Beschwerdeführerin wi-
derspricht dem - trotz ihr eingeräumter Fristerstreckung zur Stellungnahme - 
nicht. 

4.3 Der Vorinstanz ist beizupflichten. Die von der Beschwerdeführerin mit den 
Anträgen eingereichten Stundenzettel, die handschriftlich unterzeichnet (und 
teilweise datiert) sind sowie einen analogen Gebucht-Stempel aufweisen, können 
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erst nach der Rekonstruk-

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tion der IT-Systeme ab Mitte August erstellt worden sein, sondern waren bereits 
zuvor, nämlich anfangs Mai resp. anfangs Juni vorhanden. Damit aber wäre es 
der Beschwerdeführerin ohne weiteres möglich gewesen, die Anträge im verein-
fachten summarischen Verfahren fristgerecht bis Ende Juli resp. Ende August 
2020 einzureichen. 

Das von der Beschwerdeführerin vorgebrachte mühselige manuelle zusammen-
tragen von Daten mag zwar zutreffen, indes nicht für die hier einzig relevanten 
Monate April und Mai. In der Einsprache führt sie selber aus, es hätten die Daten 
für die Monate Juni, Juli und August neu erfasst werden müssen. Dies konnte 
aber die fristgerechte Antragstellung der Vormonate nicht hindern, lagen deren 
Stundenzettel doch längst unterzeichnet (und gebucht) vor. 

Nachvollziehbar ist, dass ein das gesamte IT-System lahmlegender Hackerangriff 
einen Betrieb stark belasten kann. Dieses unerwartete Ereignis betraf jedoch den 
Gesamtbetrieb und erforderte gewiss eine Umstellung von Arbeitsprozessen. 
Anderseits führte die Beschwerdeführerin selber aus, die Arbeitsauslastung sei - 
ohne Hackerangriff - tief gewesen, der Mehrbelastung infolge Hackerangriff sei 
man durch Aufhebung der Kurzarbeit begegnet, was aufgrund der tiefen Auslas-
tung möglich gewesen sei. Zudem verweist die Vorinstanz zu Recht auf die 
höchstrichterliche Rechtsprechung, wonach betriebliche Arbeitsbelastung keinen 
Rechtfertigungsgrund darstellt (Urteil BGer C 13/06 vom 20.6.2006 Erw. 3.2). 
Kommt hinzu, dass die Mitte September mit dem eingereichten Antrag notwendi-
gen Daten ohnehin bereits seit Anfang Juni in Papierform vorlagen und hätten 
eingereicht werden können. Der Hackerangriff hatte auf die Antragstellung für die 
Monate April und Mai somit direkt keinen Einfluss.

4.4 Im Übrigen wäre es der Beschwerdeführerin im mindesten zumutbar gewe-
sen innert Frist den Antrag auf KAE unter Hinweis auf die noch ausstehenden, 
betrieblichen Unterlagen - insbesondere zu den AHV-pflichtigen Lohnsummen - 
einzureichen (vgl. Vi-act. 41/42). Alsdann hätte die Vorinstanz eine angemesse-
ne Frist zum Nachreichen der entsprechenden bzw. erforderlichen Unterlagen 
ansetzen können.

4.5 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet. 
Die Beschwerdeführerin vermag den Nachweis nicht zu erbringen, dass ihr die 
fristgerechte Beantragung von Kurzarbeit für die Monate April und Mai 2020 un-
verschuldet nicht möglich war. 

5. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 17. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 19. August 2021