# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** abb0bb70-8f52-58ec-99b7-d2aa4766d450
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 13.10.2025 110 2025 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2025-84_2025-10-13.pdf

## Full Text

1/8

Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 31
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2025/84

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 13. Oktober 2025

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

Herrn D.________
Beschwerdegegner 1

Frau E.________
Beschwerdegegnerin 2

beide vertreten durch Herrn Fürsprecher F.________

sowie

Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli, Schloss 1, 3800 Interlaken

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Beatenberg, Gemeindeverwaltung,
Spirenwaldstrasse 251, 3803 Beatenberg

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramts Interlaken-Oberhasli vom 11. Juni 2025 
(eBau Nummer A.________; Neubau Wohnhaus, Bürohaus und Einstellhalle)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerschaft reichte am 23. Februar 2022 bei der Gemeinde Beatenberg 
ein Baugesuch ein für den Neubau eines Wohnhauses mit Einliegerwohnung, eines Bürohauses 
und einer Einstellhalle auf den Parzellen Beatenberg Grundbuchblatt Nrn. B.________ und 
G.________. Die Parzellen liegen in der Wohnzone 2 (W2).

2. Die Gemeinde Safnern leitete das Baugesuch zuständigkeitshalber an das Regierungsstatt-
halteramt Interlaken-Oberhasli zur Behandlung weiter. Das Regierungsstatthalteramt Interlaken-
Oberhasli liess das Baugesuch im Amtsblatt des Kantons Bern vom 27. April 2022 sowie im An-
zeiger Interlaken in den Ausgaben vom 28. April 2022 und 5. Mai 2022 publizieren. Gegen das 
Bauvorhaben erhob unter anderen der Beschwerdeführer Einsprache.

BVD 110/2025/84 

2/8

3. Am 14. Oktober 2024 reichte die Beschwerdegegnerschaft eine Projektänderung beim Re-
gierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli ein für die Verbreiterung der Zufahrt auf 3.00 m, das 
Anbringen eines neuen Verkehrsspiegels auf der Parzelle Beatenberg Grundbuchblatt 
Nr. I.________, das Erstellen einer neuen Stützmauer beim Gebäude J.________strasse 221 
hangseitig auf der Gemeindeparzelle Beatenberg Grundbuchblatt Nr. K.________ sowie das Ver-
legen einer neuen Grundleitung auf der Parzelle Beatenberg Grundbuchblatt Nr. L.________ zum 
Schacht E181 zur Entwässerung der neuen Rinne auf der Parzelle Beatenberg Grundbuchblatt 
Nr. K.________. Das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli liess die Projektänderung im 
Anzeiger Interlaken in den Ausgaben vom 14. und 21. Oktober 2024 publizieren. Gegen die Pro-
jektänderung wurden keine Einsprachen erhoben.

4. Mit Gesamtentscheid vom 11. Juni 2025 erteilte das Regierungsstatthalteramt Interlaken-
Oberhasli die Baubewilligung. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 6. Juli 2025 Be-
schwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragt sinn-
gemäss die Aufhebung des Gesamtentscheids vom 11. Juni 2025.

5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den Schriftenwech-
sel durch und holte die Vorakten ein. Die Beschwerdegegnerschaft beantragt in ihrer Beschwer-
deantwort vom 23. Juli 2025, auf die Beschwerde vom 6. Juli 2025 sei nicht einzutreten und even-
tualiter, die Beschwerde vom 6. Juli 2025 sei abzuweisen. Das Regierungsstatthalteramt Interla-
ken-Oberhasli verzichtete mit Schreiben vom 25. Juli 2025 auf eine Stellungnahme und verwies 
auf die Erwägungen im angefochtenen Gesamtentscheid. Die Gemeinde Beatenberg beantragt in 
ihrer Stellungnahme vom 7. August 2025 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Am 
7. Oktober 2025 ging eine Stellungnahme des Beschwerdeführers zur Beschwerdeantwort der 
Beschwerdegegnerschaft ein. Mit Schreiben vom 9. Oktober 2025 nahm der Beschwerdeführer 
erneut Stellung.

6. Auf die Rechtsschriften und die vorhandenen Akten wird, soweit für den Entscheid wesent-
lich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er 
– unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten 
werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall das 
Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist 
somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen den Gesamtentscheid zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einspre-
cherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Be-
schwerdebefugnis des Beschwerdeführers wird von der Beschwerdegegnerschaft bestritten, da 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

BVD 110/2025/84 

3/8

er innert der Einsprachefrist gegen die Projektänderung keine Einsprache erhoben habe. Ob der 
Beschwerdeführer beschwerdeberechtigt ist und deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten 
wäre, kann vorliegend offenbleiben, da die Beschwerde vom 6. Juli 2025 – wie die nachfolgenden 
Erwägungen zeigen – ohnehin abzuweisen ist.

2. Baustellenerschliessung

a) Bezüglich der Erschliessung für den Baustellenverkehr rügt der Beschwerdeführer, für das 
Befahren von beladenen Lastwagen sei eine Strassenbreite von 3.00 m zu wenig und zu gefähr-
lich. Es sei auch nirgends das Gesamtgewicht eines Lastwagens festgeschrieben worden. Zudem 
komme es zu einer enormen Belastung der Forststrasse und der umliegenden Gebäude. Es be-
stehe kein Wendeplatz für derart grosse Fahrzeuge und ein sicheres Manövrieren sei aufgrund 
der geringen Strassenbreite nicht möglich. Auch sei die Parksituation der zur Baustelleneinrich-
tung notwendigen Fahrzeuge nicht dokumentiert worden. Im Weiteren hält er fest, das Befahren 
von schwer beladenen Lastwagen bei zu geringer Breite könne nicht zulässig erklärt werden. Das 
Vorbeifahren vor seiner Haustüre mit einem Abstand von 0.10 m – und das auch noch rückwärts 
– stelle eine aussergewöhnliche Gefahr für Mensch und Tier dar.

b) Demgegenüber führt die Beschwerdegegnerschaft aus, die vorgesehene Strassenbreite sei 
genügend zum Befahren mit Lastwagen. Dies werde auch durch den Oberingenieurskreis (OIK) I 
bestätigt. Bedingung sei einzig, dass die Verbreiterung der Fahrbahn auf 3.00 m vor dem Baube-
ginn für das Wohnhaus und Bürohaus mit Autoeinstellhalle erstellt werde. Dies sei selbstverständ-
lich. Soweit möglich, werde der Aushub ohnehin auf der Baustelle wiederverwendet werden. Nach 
aktuellem Kenntnisstand treffe dies auf ca. die Hälfte des Aushubs zu. Die Baustellenerschlies-
sung werde hauptsächlich ab der südlich der Zufahrtsstrasse liegenden und an die 
J.________strasse angrenzende Parzelle Beatenberg Grundbuchblatt Nr. P.________ erfolgen. 
Dort werde sich die Betonpumpe befinden und es würden allgemeine Baumaterialien gelagert, die 
von dort mit dem Kran auf die Bauparzelle gebracht würden. Durch diese Massnahme werde die 
Zufahrtsstrasse wirksam entlastet. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers würden auch 
genügend Wendemöglichkeiten auf den Bauparzellen Beatenberg Grundbuchblatt 
Nrn. B.________ und G.________ erstellt, so dass Fahrzeuge und Lastwagen Wendemanöver 
direkt auf diesen Grundstücken durchführen könnten. Dies sei auch in der baurechtlichen Verein-
barung in Ziffer II/2 festgehalten, welcher der Beschwerdeführer nota bene zugestimmt habe.

c) Die genügende Erschliessung des Bauvorhabens bezieht sich nicht nur auf den Zeitpunkt 
der Fertigstellung, sondern setzt, wenn nötig, auch die genügende Erschliessung für den Baustel-
lenverkehr voraus.4 Im bernischen Baurecht wird die Frage des Baustellenverkehrs nirgends ex-
plizit geregelt. Art. 21 Abs. 1 BauG bestimmt jedoch, dass Bauten und Anlagen so zu erstellen, zu 
betreiben und zu unterhalten sind, dass weder Personen noch Sachen gefährdet werden. Die 
Baustellenzufahrt muss demnach ausreichend und verkehrssicher sein.5 Allerdings sind nähere 
Angaben zur Baustellenerschliessung, zum Bauvorgang und zur Baustellenorganisation in der 
Regel nicht Voraussetzung für die Erteilung der Baubewilligung.

d) Dass der zum Bauvorhaben führende, 3.00 m breite Q.________weg den Anforderungen 
an eine genügende Erschliessung entspricht, wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Er 
macht lediglich geltend, die Baustellenerschliessung sei ungenügend. Im vorliegenden Fall be-
steht mit dem Q.________weg eine vorhandene Erschliessung, die von der Beschwerdegegner-
schaft als Baustellenzufahrt genutzt werden darf. Es ist grundsätzlich Aufgabe des Bauherrn, dafür 

4 BDE 110/2024/88 vom 18. März 2025 E. 4.b; vgl. BDE 110/2019/186 vom 2. März 2020 E. 4.d.
5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 7/8 N. 11.

BVD 110/2025/84 

4/8

zu sorgen, dass die Baustellenerschliessung sicher organisiert ist. Eine 3.00 m breite Strasse 
kann mit Lastwagen befahren werden. Auch darf ohne Weiteres davon ausgegangen werden, 
dass die Zufahrt eine genügende Tragfähigkeit für den Lastwagenverkehr aufweist. Im Weiteren 
ist bei den Baugrundstücken, abgesehen vom Baustellenverkehr, mit wenig bis keinem Verkehr 
zu rechnen, sind doch keine dahinterliegenden, bebauten Grundstücke über diese Zufahrt er-
schlossen. Sodann wird in der Vereinbarung vom 26. April 2023 zwischen der Beschwerdegeg-
nerschaft und der Stockwerkeigentümergemeinschaft des Grundstücks Beatenberg Grundbuch-
blatt Nr. R.________ in Ziffer II/2 festgehalten, die Bauherrschaft stelle sicher, dass die Parkplätze 
und Manövrierflächen auf den Grundstücken Beatenberg Grundbuchblatt Nrn. R.________ und 
L.________ sowie das Strassengrundstück Beatenberg Grundbuchblatt Nr. K.________ nicht als 
Wende- und Abstellplatz für Fahrzeuge und insbesondere für Lastwagen und Baumaschinen ver-
wendet werde. Die Bauherrschaft richte einen Wendeplatz auf den Bauparzellen Beatenberg 
Grundbuchblatt Nrn. B.________ und G.________ ein, der es Fahrzeugen und Lastwagen ermög-
liche, Wendemanöver auf den Baugrundstücken selber durchzuführen.6 Das zeigt, dass es ohne 
Weiters möglich ist, den Baustellenverkehr sicher zu gestalten. Die Details dazu müssen nicht in 
der Baubewilligung festgelegt werden. Im Übrigen dürfen an die Baustellenerschliessung eines 
Projekts keine zu hohen Anforderungen gestellt werden, da andernfalls Bau, Umbau und Sanie-
rung von Liegenschaften in Quartieren verunmöglicht werden könnten. Das Bauvorhaben ist somit 
hinsichtlich der Baustellenzufahrt genügend erschlossen. Eine zusätzliche Dokumentation der 
«Parksituation der zur Baustelleneinrichtung notwendigen Fahrzeuge» ist vorliegend nicht erfor-
derlich. Die Rügen des Beschwerdeführers sind somit unbegründet und der Antrag des Beschwer-
deführers in der Stellungnahme vom 3. Oktober 2025, es sei eine Belastbarkeits- und Erschütte-
rungsbeurteilung der Zufahrtsstrasse vorzunehmen und Betriebsauflagen (maximales Fahrzeug-
gewicht, Einsatz kleinerer Fahrzeuge) zu verfügen, wird abgewiesen.

3. Rechtliches Gehör

a) Der Beschwerdeführer moniert weiter, auf seine Schreiben an die Gemeinde Beatenberg 
vom 12. Februar 2025 sowie an das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli habe er bis 
dato keine Rückmeldung erhalten. Sinngemäss macht der damit eine Verletzung seines An-
spruchs auf rechtliches Gehör geltend.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen der Betrof-
fenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Pflicht der 
Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG7). Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten können. Es müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 
und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht auf jedes Argument der 
Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten auseinander-
gesetzt hat.8

c) Das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli hat sich im angefochtenen Gesamtent-
scheid in Erwägung 4 ausführlich mit der Erschliessung und in Erwägung 10.2 mit der Einsprache 
des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Zwar hat sie das Schreiben des Beschwerdeführers 
vom 12. Februar 2025 nicht erwähnt. Sie hat aber zu allen wesentlichen Einwänden Stellung be-
zogen und dargetan, weshalb sie diese für unbegründet hält. Wie die vorliegend zu behandelnde 

6 Vereinbarung vom 26. April 2023, pag. 460 ff. der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Interlaken-Oberhasli.
7 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
8 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; BGE 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 7.

BVD 110/2025/84 

5/8

Beschwerde zeigt, war der Beschwerdeführer denn auch ohne Weiteres in der Lage, die Verfü-
gung sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt daher nicht vor und 
die entsprechende Rüge des Beschwerdeführers erweist sich als unbegründet.

4. Weitere Rügen

a) Schliesslich befürchtet der Beschwerdeführer zusammenfassend, aufgrund der Bauarbeiten 
könne es zu Schäden am Gebäude J.________strasse 220 und insbesondere an dessen Bruch-
steinwände kommen. Er macht geltend, für alle Schäden, die durch Bauarbeiten und -fahrzeuge 
entstehen sollten, hafte die Beschwerdegegnerschaft, dies gelte auch für Erschütterungsschäden. 
Der Beschwerdeführer fordert, das Gebäude habe mit Messgeräten vor einem allfälligen Baube-
ginn überprüft zu werden/eine Beweissicherung habe stattzufinden. Ihm sei auch der diesbezüg-
liche Versicherungsschutz der Beschwerdegegnerschaft wichtig, welcher vor Baubeginn vorgelegt 
werden solle.

In seiner Stellungnahme vom 3. Oktober 2025 bringt der Beschwerdeführer sodann vor, der Nach-
bar, dessen Gebäude ebenfalls aus Bruchsteinmauern bestehe, erhalte im Rahmen des Projekts 
eine Stützmauer als Sicherung. Sein Gebäude mit vergleichbarer Bausubstanz und gleicher Ge-
fährdungslage sei jedoch nicht berücksichtigt worden. Es sei sachlich nicht nachvollziehbar, wes-
halb für vergleichbare Liegenschaften unterschiedliche Schutzmassnahmen vorgesehen seien. Er 
ersuche daher um Prüfung und gegebenenfalls um Anordnung einer gleichwertigen baulichen Si-
cherung. Weiter ersucht er um Vorlage einer Haftpflicht- oder Bauversicherungspolice, aus der 
hervorgehe, dass Schäden an Nachbarliegenschaften (auch infolge Erschütterung, Setzung oder 
Feuchtigkeitseintritt) vollumfänglich gedeckt seien. Abschliessend hält der Beschwerdeführer in 
seiner Stellungnahme fest, nach seinem Kenntnisstand hätten die Miteigentümer der vis-à-vis lie-
genden Einstellhallen eine Entschädigung für die Dienstbarkeit zur Strassenverbreiterung erhal-
ten. Er selbst, als unmittelbar betroffener Anwohner, sei nicht berücksichtigt worden. Er ersuche 
daher um Prüfung, ob eine vergleichbare Entschädigung oder Schutzmassnahme angezeigt sei.

b) Die Rüge betreffend allfälliger Schäden am Gebäude J.________strasse 220 betrifft das 
privatrechtliche Verhältnis zwischen der Beschwerdegegnerschaft und den jeweiligen (potenziel-
len) Eigentümerinnen und Eigentümer dieses Gebäudes. Mit Ausnahme privatrechtlicher Tat-
bestände, welche die Baugesetzgebung voraussetzt oder ausdrücklich als massgebend erklärt, 
wird im Baubewilligungsverfahren über privatrechtliche Verhältnisse nicht entschieden. Die Beur-
teilung derartiger Fragen liegt im Zuständigkeitsbereich der Zivilgerichte. Die Baubewilligungs-
behörden haben nach Art. 2 Abs. 1 BauG ausschliesslich zu prüfen, ob ein Bauvorhaben den bau- 
und planungsrechtlichen Vorschriften und den nach anderen Gesetzen im Baubewilligungsverfah-
ren zu prüfenden Vorschriften entspricht. Diese Rüge des Beschwerdeführers ist somit nicht Ge-
genstand dieses Verfahrens, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Auch für die von dem 
Beschwerdeführer geforderte Überprüfung des Gebäudes J.________strasse 220 mittels Mess-
geräten ist der zivilrechtliche Weg zu beschreiten. Im Übrigen hat sich die Beschwerdegegner-
schaft in Ziffer II/6 der Vereinbarung vom 26. April 2023 verpflichtet, «auf ihre Kosten vor Baube-
ginn und nach Bauvollendung den Zustand der Grundstücke der Miteigentümer aufzunehmen. 
Namentlich wird sie Zustandsaufnahmen an den Gebäuden, Bauten und Vorplätzen (einschliess-
lich Strassengrundstück/K.________) auf den Grundstücken Beatenberg/R.________ und 
L.________ durchführen lassen (insbesondere die Aufnahme von Rissprotokollen der Liegen-
schaft J.________strasse 220)».9

9 Vereinbarung vom 26. April 2023, pag. 460 ff. der Vorakten des Regierungsstatthalteramts Interlaken-Oberhasli.

BVD 110/2025/84 

6/8

Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geforderten Schutzmassnahmen wird darauf hingewiesen, 
dass sich die Situation beim Gebäude an der J.________strasse 222 auf der Parzelle Beatenberg 
Grundbuchblatt Nr. U.________ anders präsentiert als beim Gebäude an der 
J.________strasse 220. Die Strasse vor dem Gebäude an der J.________strasse 220 ist seit Jah-
ren bestehend. Demgegenüber muss die Strasse vor dem Gebäude an der 
J.________strasse 222 erst noch erstellt werden, was mit Bauarbeiten unmittelbar vor diesem 
Gebäude verbunden ist. Im Weiteren handelt es sich auch diesbezüglich um Einwände privat-
rechtlicher Natur. Entsprechend sind die diesbezüglichen Anträge des Beschwerdeführers abzu-
weisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.

c) Sodann ist der Abschluss einer privaten Bauherrenhaftpflichtversicherung bei grossen Bau-
projekten sicherlich sinnvoll. Weder das Bundes- noch das kantonale oder kommunale Recht 
schreiben jedoch den Abschluss einer solchen Versicherung vor. Eine Bauversicherung ist nur für 
das Bauvorhaben an sich ab einem bestimmten Versicherungswert gegen Feuer- und Elementar-
schäden vorgeschrieben (vgl. Art. 2 GVV10). Diese Versicherung umfasst aber keine Schäden an 
Nachbargrundstücken, die im Zuge der Bauarbeiten verursacht werden. Auch dieser Antrag des 
Beschwerdeführers ist, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann, abzuweisen.

d) Letztlich hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Entschädigung, nur weil die 
Miteigentümer der vis-à-vis liegenden Einstellhallen eine Entschädigung für die Dienstbarkeit zur 
Strassenverbreiterung erhalten haben, handelt es sich dabei doch um ein privatrechtliches Ver-
tragsverhältnis zwischen diesen Parteien. Auch der Umstand, dass er als Anwohner vom Bauvor-
haben betroffen ist, verleiht dem Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Entschädigung.

5. Fazit und Kosten

a) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen, so-
weit darauf einzutreten ist. Der Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramts Interlaken-Ober-
hasli vom 11. Juni 2025 ist zu bestätigen.

b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr 
(Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine Pauschalge-
bühr von CHF 200.00 bis CHF 4000.00 erhoben (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV11). In 
Anwendung dieser Bestimmung wird die Pauschale auf CHF 1000.00 festgelegt.

Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale 
Verhalten einer Partei gebietet eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände rechtferti-
gen, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Als unterliegend gilt, wer mit 
seinen Anträgen nicht durchdringt.12 Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Be-
schwerdeführer, da er mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen ist. Da keine besonderen Um-
stände vorliegen, rechtfertigt es sich nicht, keine Verfahrenskosten zu erheben. Der entspre-
chende Antrag des Beschwerdeführers in der Stellungnahme vom 3. Oktober 2025 wird abgewie-
sen. Er hat somit die Verfahrenskosten von CHF 1000.00 zu tragen.

c) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht de-
ren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder Wettschla-

10 Gebäudeversicherungsverordnung vom 27. Oktober 2010 (GVV; BSG 873.111).
11 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).
12 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 4.

BVD 110/2025/84 

7/8

gung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt erscheint 
(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Der unterliegende Beschwerdeführer hat daher der Beschwerdegegner-
schaft deren Parteikosten zu ersetzen. Da keine besonderen Umstände vorliegen, ist eine andere 
Teilung oder Wettschlagung nicht geboten.

In seiner Stellungnahme vom 9. Oktober 2025 ersucht der Beschwerdeführer um Prüfung der An-
gemessenheit der geltend gemachten Honorarkosten. Es solle sichergestellt werden, dass nur 
notwendige und verhältnismässige Aufwendungen berücksichtigt würden.

Die Kostennote des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerschaft beläuft sich auf CHF 3821.35 
(Honorar CHF 3500.00, Auslagen CHF 35.00, Mehrwertsteuer CHF 286.35) und gibt zu keinen 
Bemerkungen Anlass. Der Beschwerdeführer hat somit der Beschwerdegegnerschaft die Partei-
kosten von CHF 3821.35 zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. Der Gesamtentscheid des 
Regierungsstatthalteramts Interlaken-Oberhasli vom 11. Juni 2025 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 1000.00 werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auf-
erlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft er-
wachsen ist.

3. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerschaft die Parteikosten im Betrag von 
CHF 3821.35 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- Herrn Fürsprecher F.________, eingeschrieben
- Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli, per E-Mail
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Beatenberg, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungspräsident

BVD 110/2025/84 

8/8

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine allfällige Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, muss einen An-
trag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift ent-
halten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.