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**Case Identifier:** 21e9067d-a304-576b-84e6-e3fc6c6b2507
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.07.2018 UV 2016/61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-61_2018-07-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/61

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.07.2018

Entscheiddatum: 03.07.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 03.07.2018
Art. 16 ff. UVG. Adäquanz zwischen den organisch nicht objektivierbaren 
Beschwerden und dem Unfall nach den Kriterien von BGE 115 V 133 
verneint. Selbst wenn man vom Vorliegen organisch objektivierbarer 
Beschwerden zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung ausginge, wären diese 
nicht unfallkausal. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Juli 2018, UV 2016/61).

Entscheid vom 3. Juli 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Miriam Lendfers (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber 

und Versicherungsrichterin Marie Löhrer;

Gerichtsschreiberin Katja Meili            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/61         

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Cantieni, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin, 

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war bei der B.___ tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie sich 

am 27. Januar 2015 bei der Arbeit die rechte Hand zwischen einer Rollbox und einer 

Mauer einklemmte (Vorakten betreffend Unfall vom 27. Januar 2015 [nachfolgend: 

Suva-act. I/x] act. 1). Der gleichentags erstbehandelnde med. pract. C.___, Praktischer 

Arzt, diagnostizierte eine Quetschung der rechten Mittelhand. Auf dem Röntgenbild 

seien keine sicheren Frakturzeichen ersichtlich (Suva-act. I/24). Med. pract. C.___ bzw. 

Dr. med. D.___, Praktische Ärztin, attestierten der Versicherten vom 27. Januar bis 10. 

März 2015 mit einem zweitägigen Unterbruch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-

act. I/5, I/7, I/9). Die Suva kam für die Folgen des Unfalls auf (Taggeld und 

Heilbehandlung; Suva-act. I/2).

A.b  Am 6. März 2015 wurde ein MR des Handgelenks rechts erstellt. Dr. med. E.___, 

Chefarzt Radiologie, Spital Z.___, beurteilte, es liege ein Bone bruise am Metacarpale 

II- und III-Köpfchen, aber keine Fraktur vor (Suva-act. I/26). Dr. med. F.___, Leitender 

Arzt Handchirurgie des Spitals Z.___, diagnostizierte mit Bericht vom 13. März 2015 ein 

Quetschtrauma der rechten Hand vom 27. Januar 2015 und erachtete die Versicherte 

bis zum 22. März 2015 als zu 100% arbeitsunfähig (Suva-act. I/15). In der Folge 

attestierten die behandelnden Ärzte des Spitals Z.___ der Versicherten bis zum 10. 

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April 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, vom 11. bis 22. April 2015 von 50% und 

ab 23. April 2015 wieder von 100% (Suva-act. I/9, I/12, I/20, vgl. Suva-act. I/25, I/27 f.).

A.c  Ende April 2015 berichtete Dr. F.___ über einen Verdacht auf ein 

posttraumatisches Karpaltunnelsyndrom rechts (Suva-act. I/17, I/23, vgl. Suva-act. I/

14). Prof. Dr. med. G.___, Facharzt FMH Neurologie, diagnostizierte mit Bericht vom 

11. Mai 2015 ein mittelgradiges Karpaltunnelsyndrom rechts nach Quetschtrauma der 

rechten Hand (Suva-act. I/21). Am 21. Mai 2015 unterzog sich die Versicherte einer 

endoskopischen Karpaldachspaltung rechts (Suva-act. I/22).

A.d  Kreisärztin Dr. med. H___ beurteilte am 4. Juni 2015, die geltend gemachten 

Beschwerden an der rechten Hand und insbesondere die Operation vom 21. Mai 2015 

seien mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 27. 

Januar 2015 zurückzuführen (Suva-act. I/29).

A.e  Dr. F.___ berichtete am 14. Juli 2015, es sei nach der Karpaldachspaltung leider zu 

keiner Besserung gekommen, die Symptomatik habe sich eher verschlechtert. Es 

bestehe eine Diskrepanz zwischen den objektiv erhebbaren Befunden und den 

subjektiv geschilderten Beschwerden (Suva-act. I/41). Prof. G.___ hielt am 3. August 

2015 fest, es liege ein protrahierter Verlauf vor. Hinweise für ein komplexes regionales 

Schmerzsyndrom (CRPS, auch Morbus Sudeck genannt) bestünden nicht. Bei “einer 

streng manuell bezogenen Arbeitstätigkeit“ empfehle er noch eine Arbeitsunfähigkeit 

für die nächsten vier Wochen, dann im Weiteren abhängig vom Verlauf (Suva-act. I/43).

A.f  Infolge persistierender Gefühlsstörungen führte Dr. F.___ am 7. September 2015 

eine Revisionsoperation durch. Er stellte im Operationsbericht vom 8. September 2015 

fest, der Nervus medianus scheine nicht eingeengt zu sein und narbige Veränderungen 

oder Reste vom Retinaculum flexorum, welche den Nerv einengen könnten, seien nicht 

auffindbar (Suva-act. I/49, I/62).

A.g  Am 7. September 2015 war die Versicherte von einer Biene in das linke 

Handgelenk gestochen worden (Vorakten betreffend Unfall vom 7. September 2015 

[nachfolgend: Suva-act. II/x] act. 2).

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A.h  Suva-Kreisärztin Dr. med. I___ befand am 23. September 2015, die geltend 

gemachten Beschwerden am rechten Handgelenk seien mindestens mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 27. Januar 2015 zurückzuführen (Suva-act. I/

51).

A.i   Prof. G.___ berichtete am 3. November 2015 über messtechnisch noch keine 

wesentliche Besserung bei Status nach offener Ligamentspaltung und einen Verdacht 

auf ein leichtes CRPS des Handgelenks rechts (Suva-act. II/63). Am 16. November 

2015 wurde im Spital Z.___ ein MR des Handgelenks rechts durchgeführt, welches 

einen leichten Reizzustand des Weichgewebes um den Nervus medianus und eine 

diskrete Tendovaginitis der Sehne des Musculus flexor carpi radialis ergab (Suva-act. I/

73). Dr. F.___ berichtete am 9. Dezember 2015 über eine unklare Schmerzsymptomatik 

beider Hände. Zurzeit könne er keinen Grund für die prolongierten neurologischen 

Symptome und die Schmerzsymptomatik finden. Gemäss Budapest-Kriterien bestehe 

kein Vollbild eines CRPS (Suva-act. I/72).

A.j   Suva-Kreisarzt Dr. med. J.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, untersuchte die Versicherte am 6. 

Januar 2016. Im tags darauf erstellten Bericht listete er als Diagnosen einen Status 

nach Quetschtrauma der Hand rechts am 27. Januar 2015, einen Status nach 

endoskopischer Karpaldachspaltung rechts am 21. Mai 2015, einen Status nach 

Revision und offener Neurolyse des Nervus medianus am 7. September 2015 sowie ein 

chronifiziertes Schmerzsyndrom Hand/Vorderarm rechts mehr als links mit Tendenz zur 

Symptomausweitung auf. Aktuell finde er keine relevanten pathologischen Befunde, so 

dass die beklagten Beschwerden nur teilweise objektiviert werden könnten. Er schlug 

eine Evaluation der geeigneten Schmerzbehandlung vor und bestätigte vorerst die 

100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. I/82).

A.k  Mit Schreiben vom 4. März 2016 teilte die Suva der Versicherten mit, die noch 

geklagten Beschwerden der Unfälle vom 27. Januar und 7. September 2015 seien 

organisch nicht hinreichend nachweisbar. Die Adäquanz der Beschwerden sei zu 

verneinen, weshalb die Versicherungsleistungen per 31. März 2016 eingestellt würden. 

Es bestehe auch kein Anspruch auf eine Invalidenrente oder eine 

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Integritätsentschädigung (Suva-act. I/91). Am 25. April 2016 verfügte die Suva 

entsprechend (Suva-act. I/110).

A.l   Eine am 9. März 2016 erstellte Dreiphasen-Skelettszintigraphie hatte beidseits 

keinen Hinweis auf ein CRPS ergeben (Suva-act. I/112).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 25. April 2016 erhob die Versicherte am 17. Mai 2016 

Einsprache (Suva-act. I/113). Am 17. Juni 2016 begründete sie, es lägen organisch 

ausgewiesene Unfallfolgen vor. Die versicherten Leistungen seien zumindest für die 

rechte Hand weiter zu erbringen (Suva-act. I/121).

B.b  Med. pract. K.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hatte am 23. Mai 2016 

über die Erstkonsultation vom 12. Mai 2016 berichtet. Als vorläufige psychiatrische 

Diagnose hatte sie eine Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10: 

F43.21) vor dem Hintergrund eines Quetschtraumas der Hand rechts im Januar 2015 

mit Verdacht auf ein CRPS genannt (Suva-act. 121-4 ff.). Suva-Kreisärztin Dr. med. 

L.___, Fachärztin für Neurologie, beurteilte am 9. August 2016, unter der Annahme, 

dass die Läsion des Nervus medianus rechts in Zusammenhang mit dem Unfall vom 

27. Januar 2015 stehe, sei diese organische Unfallfolge erfolgreich mit der 

Dekompression des Nervs behandelt worden. Dass die elektrophysiologischen 

Auffälligkeiten persistierten, sei nach operativer Dekompression des Nervs mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne klinische Bedeutung. Persistierende 

Beschwerden durch den Bienenstich am linken Handgelenk seien nicht überwiegend 

wahrscheinlich (Suva-act. I/125).

B.c  Die Suva wies die Einsprache mit Entscheid vom 12. August 2016 ab. Sie 

begründete, es lägen keine relevanten somatischen Unfallfolgen mehr vor und die 

psychischen bzw. organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden seien 

nicht adäquat kausal zu den Unfallereignissen (Suva-act. I/126).

C.  

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C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 12. August 2016 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 7. September 2016. Die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) beantragt darin dessen Aufhebung sowie die Rückweisung der 

Sache an die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zur Neubestimmung des 

Leistungsanspruchs ab dem 1. April 2016. Eventualiter sei vom Gericht ein 

medizinisches Gutachten zu erstellen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Sie 

begründete mit Verweis auf Berichte von Dr. med. M.___, FMH Rheumatologie und Dr. 

med. N.___, Facharzt für Neurologie FMH, in Bezug auf die rechte Hand lägen 

organisch nachweisbare Beeinträchtigungen vor und diese stünden in natürlichem 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 27. Januar 2015 (act. G1, vgl. act. 

G1.15 ff.).

C.b Dr. M.___ hatte mit Bericht vom 28. Juni 2016 ein abortives CRPS im Bereich der 

rechten Hand nach Kontusionstrauma am 27. Januar 2015 und der linken Hand mit 

Loge de guyon Syndrom nach Bienenstich am 7. September 2015 im Übergang 

Hypothenar/distaler Unterarm links diagnostiziert (act. G1.15). Dr. N.___ hatte am 11. 

August 2016 über ein mittelgradiges Karpaltunnelsyndrom rechts bei Status nach 

Quetschtrauma der rechten Hand am 27. Januar 2015 und einen Status nach 

Ligamentspaltungen im Mai und September 2015 berichtet. Auch gegenwärtig sei eine 

Leitungsverzögerung rechts nachweisbar. Messtechnisch bestehe ein Sulcus ulnaris-

Syndrom links und es gebe keinen Hinweis auf ein Loge de guyon Syndrom nach 

Bienenstich links karpal (act. G1.16). Dr. M.___ hatte am 5. September 2016 befunden, 

die Beschwerdesituation im Bereich der rechten Hand sei weiterhin unfallkausal (act. 

G1.17).

C.c Die Beschwerdegegnerin legte die von der Beschwerdeführerin neu eingereichten 

Berichte Dr. L.___ vor und bat um erneute Beurteilung. Diese führte am 28. Oktober 

2016 aus, ob die bereits im November 2015 weitestgehend erholte sensible Nervenleit-

geschwindigkeit des Nervus medianus rechts als objektives organisches Substrat der 

angegebenen Sensibilitätsstörung gelten könne, sei nicht mit ja oder nein zu 

beantworten, da sensible Störungen und Messwerte nicht zwangsläufig korrelierten. 

Die inkonstante Sensibilitätsstörung in der rechten Hand sei nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit durch das Quetschtrauma zu erklären. Die Latenz zwischen 

Weichteilverletzung und Eintreten der sensiblen Beschwerden spreche aus 

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neurologischer Sicht gegen einen überwiegend wahrscheinlichen Zusammenhang 

zwischen dem Quetschtrauma der rechten Hand am 27. Januar 2015 und dem 

Karpaltunnelsyndrom (Suva-act. I/152).

C.d Mit Beschwerdeantwort vom 11. November 2016 beantragt die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, die angegebenen 

Gefühlsstörungen seien nicht auf ein objektivierbares organisches Substrat 

zurückführen. Die adäquate Kausalität der psychischen Beschwerden sei zu verneinen, 

da es sich beim Ereignis vom 27. Januar 2015 um einen banalen Vorfall gehandelt 

habe. Zudem hätte bei korrekter medizinischer Beurteilung von Anfang an nie ein 

natürlicher Kausalzusammenhang bestanden, weshalb sie berechtigt gewesen sei, die 

Leistungen einzustellen (act. G5).

C.e Die Beschwerdeführerin verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G7).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem Ereignisse aus dem Jahr 2015 zur Diskussion stehen, grundsätzlich 

die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

Streitig ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die im Nachgang zum 

Unfall vom 27. Januar 2015 (Quetschtrauma) erbrachten Leistungen (Übernahme der 

Kosten für Heilbehandlung und Taggeld) auf den 31. März 2016 einstellte sowie den 

Anspruch auf weitere Leistungen der Unfallversicherung ablehnte. Von der 

Beschwerdeführerin nicht bestritten und nicht zu beanstanden ist die 

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Leistungseinstellung bezüglich des Bienenstichs, also des Unfalls vom 7. September 

2015 (act. G1). Der angefochtene Einspracheentscheid ist diesbezüglich in 

Teilrechtskraft erwachsen.

2.1  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat 

zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist 

die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie 

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person 

durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen 

Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 

Abs. 1 UVG). Wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden 

kann und allfällige Eingliederungsmass¬nahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind, entsteht der Renten¬anspruch. Mit dem Rentenbeginn fallen die 

Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).

2.2  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). 

Während es Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 55, 58; 

BGE 125 V 456; 123 III 110; 112 V 30). Im Bereich klar ausgewiesener organischer 

Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 

359, E. 5d/bb, unten, mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; 118 V 286, E. 3a). 

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Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die 

Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen Fällen ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung nach der Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133, E. 6c/aa 

vorzunehmen.

2.3  Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so 

entfällt seine Leistungspflicht erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche 

Ursache der fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden 

nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen (RUMO-JUNGO/

HOLZER, a.a.O., S. 54). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4; THOMAS LOCHER/

THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 

70 N. 58). Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die 

Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 

328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser muss jedoch nicht den Beweis für 

unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer 

den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder 

dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts 

vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit Hinweisen).

2.4  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

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Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

3.   

Vorerst ist zu prüfen, ob die medizinische Situation der Beschwerdeführerin 

rechtsgenüglich abgeklärt wurde. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, ob zum 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch organisch objektivierbare Beschwerden der 

rechten Hand vorhanden waren.

3.1  Die Beschwerdeführerin erlitt beim Unfall vom 27. Januar 2015 eine Quetschung 

der rechten Mittelhand. Es kam dabei zu einem Bone bruise am Metacarpale II- und III-

Köpfchen, jedoch zu keiner Fraktur (Suva-act. I/24, I/26). Ende April 2015 äusserte Dr. 

F.___ den Verdacht auf ein posttraumatisches Karpaltunnelsyndrom rechts (Suva-act. I/

14, I/17, I/23). Mit Bericht vom 11. Mai 2015 diagnostizierte Prof. G.___ sodann ein 

mittelgradiges Karpaltunnelsyndrom rechts nach Quetschtrauma (Suva-act. I/21). Ob 

dieses, wie die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilung von Dr. L.___ vom 28. 

Oktober 2016 bezweifelt (vgl. act. G5, Suva-act. I/152), natürlich unfallkausal war, kann 

vorerst offen bleiben (vgl. dazu E. 5). Prof. G.___ befand am 11. Mai 2015, es zeige sich 

eine etwas diffuse Sensibilitätsstörung der rechten Hand, überwiegend aber im Bereich 

des Nervus medianus. Die Daumenabduktion rechts sei diskret paretisch. 

Neurographisch finde sich ein mittelgradiges Karpaltunnelsyndrom mit verzögerten 

distal motorischen Latenzen und pathologischen sensiblen 

Nervenleitgeschwindigkeiten. Auch das EMG aus dem rechten Thenar sei leicht 

neurogen verändert (Suva-act. I/21). Nach der Karpaldachspaltung vom 21. Mai 2015 

(vgl. Suva-act. I/22) berichtete Dr. F.___ am 14. Juli 2015 über keine Besserung und 

einen verzögerten Heilungsverlauf. Dieser sei schwierig erklärbar, Anzeichen eines 

CRPS bestünden nicht. Es bestehe eine Diskrepanz zwischen objektiv erhebbaren 

Befunden und subjektiv geschilderten Beschwerden (Suva-act. I/41). Prof. G.___ 

befand am 2. August 2015, er finde derzeit keine Kraftminderung, aber noch einen 

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klopfempfindlichen Nervus medianus im Karpaltunnelbereich. Neurographisch seien 

die Messwerte nur unwesentlich verbessert im Vergleich zu vor der Operation, so dass 

offenbar doch ein protrahierter Verlauf vorliege (Suva-act. I/43). Dr. F.___ stellte am 2. 

September 2015 zwar eine objektivierbare Kraftsteigerung fest, empfahl aufgrund einer 

klinischen Verschlechterung und steigenden Leidensdrucks aber doch eine 

Revisionsoperation, welche er am 7. September 2015 durchführte (Suva-act. I/49, I/62). 

Beim Eingriff stellte Dr. F.___ fest, der Nervus medianus scheine nicht eingeengt zu 

sein. Narbige Veränderungen oder Reste vom Retinaculum flexorum, welche den Nerv 

einengen könnten, lägen nicht vor (Suva-act. I/62). Am 9. Dezember 2015 hielt er 

zusätzlich fest, das Retinaculum flexorum habe sich komplett durchtrennt gezeigt. 

Makroskopisch hätten am Nervus medianus keine Auffälligkeiten bestanden (Suva-act. 

I/72). Es ist damit davon auszugehen, dass bereits die erste operative 

Karpaldachspaltung erfolgreich gewesen war. Wie Dr. L.___ plausibel ausführt, war 

nach operativer Behandlung des Karpaltunnelsyndroms eine neurologische 

Ausfallsymptomatik durch eine Nervus medianus-Schädigung rechts nicht mehr 

verifizierbar (Suva-act. I/152).

3.2  Prof. G.___ berichtete am 3. November 2015, die beklagte Sensibilitätsstörung an 

sämtlichen Fingern beider Hände lasse sich weder einem Nervenversorgungsgebiet 

noch einem Dermatom zuordnen. Relevante Paresen lägen nicht vor. Neurographisch 

seien die Messwerte im Bereich des rechten Nervus medianus unverändert im 

Vergleich zu vor der erneuten Ligamentspaltung im September 2015. Im Vergleich zu 

der letzten Messung sei dagegen der sympathische Hautreflex rechts gegenüber links 

etwas verzögert, so dass sich dort zumindest ein leichtes CRPS entwickelt habe (Suva-

act. I/63). Dr. F.___ verneinte am 9. Dezember 2015 jedoch das Vorliegen eines 

Vollbilds eines CRPS gemäss Budapest-Kriterien. Er diagnostizierte eine unklare 

Schmerzsymptomatik beider Hände. Zurzeit könne er für die prolongierten 

neurologischen Symptome und die Schmerzsymptomatik keinen Grund finden (Suva-

act. I/72). Ein MR des Handgelenks rechts hatte am 16. November 2015 lediglich einen 

leichten Reizzustand des Weichgewebes um den Nervus medianus und eine diskrete 

Tendovaginitis der Sehne des Musculus flexor carpi radialis zur Darstellung gebracht 

(Suva-act. I/73). In Übereinstimmung mit der Beurteilung von Dr. F.___ fand Kreisarzt 

Dr. J.___ bei seiner Untersuchung vom 6. Januar 2016 keine relevanten pathologischen 

Befunde, so dass er die beklagten Beschwerden nur teilweise objektivieren konnte. Er 

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hielt fest, aufgrund der klinischen Untersuchung ergäben sich keine strukturell 

orientierten Behandlungsmassnahmen, und empfahl eine Evaluation der geeigneten 

Schmerzbehandlung (Suva-act. I/82). Bei einer Dreiphasen-Skelettszintigraphie am 9. 

März 2016 wurden keine Hinweise auf ein CRPS gefunden und keine wesentlichen 

degenerativen Veränderungen der Hände erhoben (Suva-act. I/112). Dr. L.___ führte am 

9. August 2016 zusammenfassend überzeugend aus, das Quetschtrauma der rechten 

Mittelhand wie auch der Status nach Operation eines Karpaltunnelsyndroms und 

Revisionsoperation erklärten keine erheblichen, anhaltenden Beschwerden. Der 

Verdacht auf ein CRPS habe nicht bestätigt werden können. Dass die 

elektrophysiologischen Auffälligkeiten persistierten, sei nach operativer Dekompression 

des Nervs mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne Bedeutung (Suva-act. I/125).

3.3  Mit der vorliegenden Beschwerde reichte die Beschwerdeführerin weitere ärztliche 

Berichte ein (act. G1). Dr. M.___ hatte am 28. Juni 2016 ein abortives CRPS an beiden 

Händen diagnostiziert und die Beschwerdeführerin Dr. N.___ zugewiesen (act. G1.15). 

Am 11. August 2016 befand dieser, es liege kein CRPS gemäss den international 

bekannten Kriterien nach Harden vor. Es liessen sich unverändert zu den 

Voruntersuchungen Sensibilitätsstörungen im Bereich der volarseitigen Finger I-III 

rechts passend zu einer peripheren Nervus medianus-Klinik bei auch dazu passender, 

weiterhin bestehender Verzögerung der distal motorischen Latenzen (DML) darstellen. 

Die anamnestisch von Prof. G.___ erhobenen Werte im sympathischen Hautreflex, 

welche rechts gegenüber links etwas verzögert gewesen seien, seien allenfalls als Indiz 

für eine durchgemachte Symptomatik möglicherweise auch eines sympathisch 

unterhaltenen Schmerzes zu werten (act. G1.16). Bezüglich der persistierenden 

Verzögerung der distal motorischen Latenz bemerkte Kreisärztin Dr. L.___ am 28. 

Oktober 2016 plausibel, eine solche spreche nicht gegen einen positiven 

Operationserfolg und eine klinische Besserung. Weiter führte sie aus, die Angaben der 

Beschwerdeführerin seien inkonsistent. Unbestritten sei jedoch, dass postoperativ 

weder Prof. G.___ noch Dr. N.___ motorische Defizite objektiviert hätten. In der 

Untersuchung von Dr. N.___ sei die sensible Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus 

medianus rechts nicht gemessen worden. Somit könne diese Untersuchung zur 

allfälligen Objektivierung der Sensibilitätsstörungen nicht herangezogen werden. Mit 

der Messung der DML und der motorischen Nervenleitgeschwindigkeit könnten nur 

motorische Aspekte beurteilt werden. Ob die bereits im November 2015 weitestgehend 

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erholte sensible Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus medianus rechts als objektives 

organisches Substrat der angegebenen Sensibilitätsstörungen gelten könne, sei nicht 

mit ja oder nein zu beantworten, da sensible Störungen und Messwerte nicht 

zwangsläufig korrelierten (Suva-act. I/152).

3.4  Zusammengefasst sind die über den 31. März 2016 hinaus geklagten 

Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich durch einen im Sinn der 

Rechtsprechung organisch nachweisbaren Unfallschaden erklärbar. Weitere 

medizinische Abklärungen erübrigen sich damit.

4.   

Somit ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 27. 

Januar 2015 und den im Einstellungszeitpunkt geklagten Beschwerden speziell zu 

prüfen. Die Beschwerdeführerin macht vor allem Schmerzen im Handgelenk rechts, 

eine verringerte Grifffestigkeit und Kälteempfindlichkeit geltend (vgl. act. G1.15). Med. 

pract. K.___ hatte zudem am 23. Mai 2016 die vorläufige Diagnose einer 

Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10: F43.21) vor dem 

Hintergrund des Quetschtraumas, gestellt (Suva-act. 121-4 ff.).

4.1  Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall 

besteht, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der 

Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach 

ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in 

banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen 

dazwischen liegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann 

der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen 

Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der 

allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass ein solcher 

Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu 

verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

in der Regel zu bejahen, denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Dabei gelten als schwer nur solche Unfälle, bei 

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denen sämtliche Umstände, insbesondere die Dramatik des Unfallereignisses und die 

Dauer desselben wie auch die somatischen Unfallfolgen eine für die versicherte Person 

aussergewöhnliche Eindrücklichkeit aufweisen.

4.2  Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und 

der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 

stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders 

dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6). Um die 

adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle Umstände gegeben sein. 

Vielmehr genügt ein Kriterium, wenn es sich um einen schweren Unfall im mittleren 

Bereich handelt. Falls keinem Kriterium besonderes Gewicht zukommt, müssen 

mehrere unfallbezogene Kriterien bejaht werden können. Dabei gilt, dass je leichter der 

Unfall ist, desto mehr Kriterien erfüllt sein müssen. Diese Würdigung führt zur Bejahung 

oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs, ohne dass nach weiteren 

Ursachen geforscht werden muss, die eine psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit 

begünstigt haben könnten (SVR 1999 UV Nr. 10 S. 32). Mit Urteil vom 29. Januar 2010 

(8C_897/2009 E. 4.5) hat das Bundesgericht die Rechtsprechung zur Anzahl der zu 

erfüllenden Adäquanzkriterien bei mittelschweren Unfällen insofern präzisiert, als bei 

mittelschweren Unfällen im engeren Sinn drei Adäquanzkriterien genügen, auch wenn 

sie nicht in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vorliegen. Bei Unfällen im 

mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Unfällen sind hingegen vier 

Adäquanzkriterien zu erfüllen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 

2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis).

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4.3  Vorliegend klemmte sich die Beschwerdeführerin am 27. Januar 2015 morgens um 

04:00 Uhr beim Stossen einer Rollbox die Hand zwischen der Rollbox und einer Mauer 

ein. Sie hielt die Box am Griff, als diese gegen die Wand rollte (Suva-act. I/1, I/24). Der 

Telefonnotiz der Beschwerdegegnerin vom 10. Juli 2015 ist zu entnehmen, dass eine 

solche Box zwischen 800 und 1000kg wiege (Suva-act. I/38). Die Beschwerdeführerin 

gab gegenüber Dr. M.___ an, sie habe dicke Winterhandschuhe getragen und sofort 

einen Schmerz palmar gespürt. Sie habe dann noch bis 05:45 Uhr weitergearbeitet 

(act. G1.15). Mit Blick auf die höchstrichterliche Rechtsprechung (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; ab 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 17. August 2007, U 605/06, E. 4; Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Juli 2016, 8C_62/2016, E. 4.2.2) ist fraglich, ob es sich dabei 

um einen banalen Unfall oder ein mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den 

leichten Unfällen handelt. Diese Frage kann jedoch offen bleiben, da, wie sich 

nachfolgend ergibt, selbst wenn man zugunsten der Beschwerdeführerin von letzterer 

Variante ausgeht, die Adäquanz zu verneinen ist.

4.4  Folglich müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

mindestens vier der relevanten Kriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein. Bei der Prüfung dieser Kriterien sind psychische 

Aspekte ausser Acht zu lassen (BGE 115 V 133 E. 6c/aa).

4.4.1      Bei der Beurteilung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder 

der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sind objektive Massstäbe anzuwenden. 

Nicht was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht, soll 

entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr 

psychische Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Zu beachten 

ist auch, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit 

eigen ist, die noch nicht für die Bejahung dieses Adäquanzkriteriums ausreichen kann 

(vgl. SVR 2009 UV Nr. 41 S. 142). Von einer besonderen Eindrücklichkeit oder Dramatik 

im Sinn der Rechtsprechung kann im vorliegenden Fall nicht gesprochen werden, 

weshalb das Kriterium zu verneinen ist.

4.4.2      Die Beschwerdeführerin zog sich beim Unfall vom 27. Januar 2015 ein 

Quetschtrauma der rechten Mittelhand mit einem Bone bruise am Metacarpale II- und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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III-Köpfchen zu (Suva-act. I/26). Später entwickelte sich ein Karpaltunnelsyndrom, 

dessen Unfallkausalität umstritten ist (vgl. act. G1, G5, Suva-act. I/152). Das 

Quetschtrauma kann nicht als besonders schwer oder als Verletzung besonderer Art 

eingestuft werden. Auch ist eine derartige Verletzung in der Regel nicht geeignet, 

psychische Fehlentwicklungen auszulösen.

4.4.3      Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht 

allein der zeitliche Massstab massgeblich. Ebenfalls in die Prüfung einzubeziehen sind 

die Art und Intensität der Behandlung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine 

Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten war (Urteil des EVG vom 20. Oktober 

2006, U 488/05 E. 3.2.3, BGE 134 V 128 E. 10.2.3). Eine Behandlung, die lediglich noch 

der Erhaltung des Gesundheitszustands und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der 

Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht relevant. Abklärungsmassnahmen und blossen 

ärztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten 

Behandlung zu (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U11/07 E. 5.3.1 mit 

Hinweisen). Die Beschwerdeführerin wurde zuerst konservativ mit einer Ruhigstellung 

der Hand und Analgesie behandelt (Suva-act. I/24). Im weiteren Verlauf erhielt sie Ergo- 

und Physiotherapie (vgl. Suva-act. I/6, I/8, I/89). Am 21. Mai 2015 unterzog sich die 

Beschwerdeführerin einer endoskopischen Karpaldachspaltung rechts (Suva-act. I/22). 

Aufgrund des protrahierten Heilungsverlaufs (Suva-act. I/41, I/43, I/49) wurde am 7. 

September 2015 eine Revisionsoperation durchgeführt (Suva-act. I/62). Seither fanden 

keine operativen Eingriffe mehr statt und die Beschwerdeführerin wurde primär 

bezüglich ihrer geltend gemachten Schmerzen weiter medikamentös und mit Ergo- 

bzw. Physiotherapie behandelt (bis im Dezember 2015; vgl. act. G1.15). Ausserdem 

begab sie sich in das Polymedes Schmerzzentrum Y.___ (Suva-act. I/62 f., I/74, I/96, 

act. G1.15). Die Behandlung kann aus rein somatischer Sicht eher nicht als 

ungewöhnlich lange bezeichnet werden.

4.4.4      Die Beschwerdeführerin äusserte in den meisten medizinischen Berichten 

Schmerzen. Die behandelnden Ärzte konnten die Schmerzen aus somatischer Sicht 

jedoch nur teilweise nachvollziehen. So berichtete insbesondere Dr. F.___ am 9. 

Dezember 2015 über eine unklare Schmerzsymptomatik und prolongierte 

neurologische Symptome, für die er keinen Grund finden könne (Suva-act. I/72). Auch 

Dr. J.___ konnte die beklagten Beschwerden nur teilweise objektivieren und empfahl 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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eine Evalua¬tion der geeigneten Schmerzbehandlung (Suva-act. I/82). Die 

Beschwerdeführerin liess sich darauf im Polymedes Schmerzzentrum Y.___ behandeln 

(Suva-act. I/96). Das Kriterium der Dauerschmerzen ist damit zwar erfüllt, wegen der 

genannten fehlenden Objektivierbarkeit jedoch nicht in relevanter Weise.

4.4.5      Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hätte, ergeben sich weder aus den Akten noch werden solche von den 

Parteien geltend gemacht.

4.4.6      Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten 

alleine nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf hin. Das entsprechende 

Kriterium erfordert besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt und verzögert 

haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06 E. 4.3.2 und 

vom 10. Juli 2008, 8C_61/2008 E. 7.6). Der Heilungsverlauf der Beschwerdeführerin 

war protrahiert (vgl. Suva-act. I/43, I/49, I/72), es traten jedoch weder besondere 

Schwierigkeiten noch erhebliche Komplikationen auf.

4.4.7      Der Beschwerdeführerin wurde von den behandelnden Ärzten seit dem Unfall 

bis zum 15. Mai 2016 mit kurzen Unterbrüchen eine Arbeitsunfähigkeit von 100% 

attestiert (vgl. u.a. Suva-act. I/5, I/111). Dr. M.___ berichtete über einen geplanten 

Arbeitsversuch ab Juni 2016 in einer alternativen Tätigkeit bei der B.___ (act. G1.15). 

Das Kriterium der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit ist insgesamt eher 

zu bejahen, wenn auch nicht in besonders ausgeprägter Weise.

4.4.8      Da somit höchstens zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, 

keines jedoch in besonders ausgeprägter Weise, ist der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 27. Januar 2015 und den geklagten 

nicht objektivierbaren organischen sowie psychischen Beschwerden zu verneinen. 

Damit erübrigt sich die Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs derselben (vgl. 

BGE 135 V 465 E. 5.1).

5.   

Selbst wenn man davon ausginge, dass weiterhin objektivierbare organische 

Beschwerden bedingt durch ein Karpaltunnelsyndrom rechts (Verzögerung der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus medianus) vorlägen, wären diese mit der 

Beschwerdegegnerin (act. G5) nicht als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal zu 

betrachten. Bei der Untersuchung im Spital Z.___ am 27. Februar 2015 wurde keine 

Medianussymptomatik festgestellt. Die behandelnden Ärzte hielten fest, die rechte 

Hand sei unauffällig ohne merkliche Schwellung im Bereich der gesamten Hand im 

Seitenvergleich. Es zeigten sich keine Auffälligkeiten der Sensibilität und Motorik (Suva-

act. I/16). Das am 6. März 2015 erstellte MR des Handgelenks rechts ergab einen Bone 

bruise am Metacarpale II- und III-Köpfchen (Suva-act. I/26). Wie Dr. L.___ in ihrer 

Beurteilung vom 28. Oktober 2016 gestützt auf die ihr vorliegenden Abbildungen der 

MR-Untersuchung plausibel erklärte, stellte sich der Karpaltunnel damals unauffällig, 

ohne beispielsweise einengendes Ödem, dar (Suva-act. I/152). Erst am 24. April 2015 

berichteten die behandelnden Ärzte des Spitals Z.___ erstmals über einen neu 

aufgetretenen Verdacht auf ein posttraumatisches Karpaltunnelsyndrom rechts (Suva-

act. I/14). Dr. L.___ führte überzeugend aus, dass die Beschwerden, die auf eine Läsion 

des Nervus medianus hindeuteten, mit einer Latenz von drei Monaten eingetreten 

seien, sei medizinisch nicht zu erklären. Verletzungsfolgen zeigten naturgemäss einen 

regredienten Verlauf. Wie das MR vom 6. März 2015 belege, hätten sich die durch die 

Weichteilreaktion im Bereich der Hand entstandene Schwellung respektive das Ödem 

als mögliche Druckursache im Karpaltunnel zurückgebildet. Sensibilitätsstörungen, die 

durch eine Schädigung des Nervus medianus bedingt durch ein Ödem oder Blut im 

Karpaltunnel entstanden sein sollten, wären innerhalb weniger Tage nach Verletzung zu 

erwarten gewesen. Aus neurologischer Sicht spreche die Latenz zwischen 

Weichteilverletzung und Eintreten der sensiblen Beschwerden bei zwischenzeitlich gut 

dokumentierten Befunderhebungen gegen einen überwiegend wahrscheinlichen 

Zusammenhang zwischen dem Quetschtrauma der rechten Hand vom 27. Januar 2015 

und dem Karpaltunnelsyndrom. Die inkonstante Sensibilitätsstörung in der rechten 

Hand sei damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch das Quetschtrauma 

zu erklären (Suva-act. I/152). Bereits der Beurteilung von Dr. L.___ vom 9. August 2016 

sind Vorbehalte bezüglich der Unfallkausalität des Karpaltunnelsyndroms zu 

entnehmen. So hielt sie lediglich fest, das Karpaltunnelsyndrom sei zumindest im 

zeitlichen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 27. Januar 2015 diagnostiziert 

worden, und beurteilte die Unfallkausalität der geklagten Beschwerden lediglich unter 

der Annahme, dass ein Zusammenhang der Läsion des Nervus medianus mit dem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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Unfall bestehe (Suva-act. I/125). Dr. M.___ befand zwar am 5. September 2016 nach 

einem Telefongespräch mit Dr. N.___, die Beschwerdesituation im Bereich der rechten 

Hand sei weiterhin unfallkausal, begründete dies jedoch nicht (act. G1.17). Dr. N.___ 

selbst hatte in seinem Bericht vom 11. August 2016 festgehalten, er könne wegen 

seines Interessenkonfliktes als auch bei der Beschwerdegegnerin tätiger Arzt zur 

Unfallkausalität nicht Stellung nehmen (act. G1.16). Die Beurteilungen der 

behandelnden Ärzte sind damit nicht geeignet, die Einschätzung von Dr. L.___ in Frage 

zu stellen. Somit wäre der Kausalzusammenhang zwischen allfälligen im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung per 31. März 2016 noch bestehenden objektivierbaren 

organischen Beschwerden und dem Unfall vom 27. Januar 2015 überwiegend 

wahrscheinlich zu verneinen. Die Beschwerdegegnerin wäre somit berechtigt gewesen, 

die Leistungen im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 130 V 380) 

ex nunc et pro futuro einzustellen.

6.   

6.1  Nach dem Gesagten lagen spätestens zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 

31. März 2016 keine unfallkausalen Beschwerden mehr vor. Der Einspracheentscheid 

vom 12. August 2016 ist damit nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

6.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.3  Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.07.2018
	Art. 16 ff. UVG. Adäquanz zwischen den organisch nicht objektivierbaren Beschwerden und dem Unfall nach den Kriterien von BGE 115 V 133 verneint. Selbst wenn man vom Vorliegen organisch objektivierbarer Beschwerden zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung ausginge, wären diese nicht unfallkausal. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Juli 2018, UV 2016/61).

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