# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ef151bf-ce56-5d08-8e36-88457b5a655c
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 02.12.2021 BG.2021.40
**Docket/Reference:** BG.2021.40
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2021-40_2021-12-02

## Full Text

Konflikte über die Zuständigkeit der militärischen und der zivilen Gerichtsbarkeit (Art. 37 Abs. 2 lit. d StBOG)
;;Konflikte über die Zuständigkeit der militärischen und der zivilen Gerichtsbarkeit (Art. 37 Abs. 2 lit. d StBOG)
;;Konflikte über die Zuständigkeit der militärischen und der zivilen Gerichtsbarkeit (Art. 37 Abs. 2 lit. d StBOG)
;;Konflikte über die Zuständigkeit der militärischen und der zivilen Gerichtsbarkeit (Art. 37 Abs. 2 lit. d StBOG)

Beschluss vom 2. Dezember 2021 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Cornelia Cova und Stephan Blättler, 
Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
Parteien   

UNTERSUCHUNGSRICHTERREGION 2 DER MILI-
TÄRJUSTIZ, vertreten durch A., a.o. Untersu-
chungsrichter UR Reg 2,  
 

Gesuchstellerin 
 

 gegen 
   

1. KANTON ZÜRICH, Oberstaatsanwaltschaft,  
 
2. BUNDESANWALTSCHAFT,  
 

Gesuchsgegner 
 

Gegenstand  Konflikte über die Zuständigkeit der militärischen 
und der zivilen Gerichtsbarkeit 
(Art. 37 Abs. 2 lit. d StBOG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2021.40 
 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. B., C. und D. liessen am 27. Januar 2021 bei der Staatsanwaltschaft Win-
terthur/Unterland des Kantons Zürich (nachfolgend «StA Winterthur/Unter-
land») Strafanzeige gegen zwei namentlich nicht bekannte Beamte des Zolls 
bzw. des Grenzschutzes wegen Körperverletzung (Art. 123 StGB), Nötigung 
(Art. 181 StGB) und Amtsmissbrauch (Art. 312 StGB) erstatten. Demnach 
kam es am 22. Januar 2021 anlässlich einer Zollkontrolle am Flughafen Zü-
rich zu einer Auseinandersetzung zwischen den Anzeigeerstattern und den 
Beschuldigten (Akten MJ 21.000120, pag. 03 001 ff.). Die StA Win-
terthur/Unterland eröffnete hierauf das Verfahren B-1/2021/10003259. 
 
 

B. Die Kantonspolizei Zürich rapportierte am 28. Januar 2021 gegen B., E. und 
D. wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 StGB) 
und Beschimpfung (Art. 177 StGB). Demnach kam es am 22. Januar 2021 
am Flughafen in der Zollhalle des Terminals 2 am Flughafen Zürich anläss-
lich einer Zollkontrolle zu einer Auseinandersetzung zwischen drei Beamten 
des Grenzwachtkorps (nachfolgend «GWK») und den Beschuldigten (Akten 
MJ 21.000120, Lasche 7 [Beizugsakten B-2/2021/10003721]). Die StA Win-
terhur/Unterland eröffnete hierauf das Verfahren B-2/2021/10003721. 
 
 

C. Die StA Winterthur/Unterland ersuchte am 4. Februar 2021 das Oberaudito-
rat, das Verfahren B-1/2021/10003259 zu übernehmen, da es sich bei den 
beiden beanzeigten Personen vermutlich um die Beamten des Grenzwacht-
korps F. und G. handle und Verfahren gegen Angehörige des Grenzwacht-
korps im Dienst in die Zuständigkeit der Militärjustiz fielen (Akten 
MJ 21.000120, pag. 02 001 f.). Das Oberauditorat bestätigte am 9. Februar 
2021 die Übernahme des Verfahrens (Akten MJ 21.000120, pag. 02 003), 
worauf die StA Winterthur/Unterland am 10. Februar 2021 eine Abtretungs-
verfügung erliess (Akten MJ 21.000120, pag. 02 004). Das Verfahren wird 
von der Militärjustiz unter der Nummer MJ 21.000120 geführt. 
 
 

D. Die StA Winterthur/Unterland ersuchte am 5. Februar 2021 die Bundesan-
waltschaft (nachfolgend «BA»), das Verfahren B-2/2021/10003721 zu über-
nehmen, da es sich dabei um ein Verfahren wegen einer Straftat des fünf-
zehnten Titels des StGB handle, die gegen Bundesbeamte begangen wor-
den sei (Akten SV.21.0214, pag. 02-01-0001 f.). Die BA teilte am 24. Februar 
2021 der StA Winterthur/Unterland mit, dass das Verfahren in Bundeskom-
petenz weitergeführt werde (Akten SV.21.0214, pag. 02-01-0004), worauf 

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die StA Winterthur/Unterland am 1. März 2021 eine Abtretungsverfügung er-
liess (Akten SV.21.0214, pag. 02-01-0005). Das Verfahren wird von der BA 
unter der Nummer SV.21.0214 geführt. 
 
 

E. Der Oberauditor befahl am 16. März 2021 die Durchführung einer vorläufigen 
Beweisaufnahme zwecks Zuständigkeitsklärung. Der Befehl ging zur Amts-
handlung an den a.o. Untersuchungsrichter UR Reg 2 (Akten MJ 21.000120, 
pag. 01 001). 
 
 

F. Der a.o. Untersuchungsrichter UR Reg 2 ersuchte am 30. März 2021 die 
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich (nachfolgend «OStA ZH»), das 
Verfahren MJ 21.000120 zu übernehmen, da die Analyse des Oberaudito-
rats ergeben habe, dass die Militärjustiz aufgrund der per 1. Januar 2021 
erfolgten Reorganisation der Einheiten der Eidgenössischen Zollverwaltung 
(nachfolgend «EZV») «GWK» und «ZOLL» nicht mehr zur Führung von 
Strafverfahren gegen ehemalige Grenzwächter/innen zuständig sei. Die 
Übernahme des Strafverfahrens durch die Militärjustiz sei in der irrigen An-
nahme erfolgt, die Strafverfolgung unterstehe in Fällen wie dem vorliegen-
den auch nach der EZV-Reorganisation weiterhin der militärischen Gerichts-
barkeit (Akten MJ 21.000120, pag. 02 005 f.). 
 
 

G. Die OStA ZH lehnte am 19. April 2021 die Übernahme des Verfahrens ab 
(Akten MJ 21.000120, pag. 02 007 f.). 
 
 

H. Der a.o. Untersuchungsrichter UR Reg 2 gelangte mit Gesuch vom 29. April 
2021 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit dem Antrag, 
es seien die Strafbehörden des Kantons Zürich für berechtigt und verpflichtet 
zu erklären, die den Beschuldigten zur Last gelegten Straftaten zu verfolgen 
und zu beurteilen (Akten MJ 21.000120, pag. 02 009 ff.). Auf das Gesuch 
trat die Beschwerdekammer mit Beschluss BG.2021.30 vom 10. Mai 2021 
mangels durchgeführten Meinungsaustauschs (einstweilen) nicht ein (Akten 
MJ 21.000120, pag. 02 014 ff.). 
 
 

I. Der a.o. Untersuchungsrichter UR Reg 2 ersuchte am 21. Mai 2021 die BA 
darum, sich zur sachlichen Zuständigkeit zu äussern und das Verfahren ge-
gebenenfalls zu übernehmen bzw. die Übernahme abzulehnen (Akten 
MJ 21.000120, pag. 02 019 f.). Die das Verfahren SV.21.0214 leitende 
Staatsanwältin des Bundes erklärte am 31. Mai 2021, die BA könne sich zur 

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Frage, ob militärische oder zivile Gerichtsbarkeit vorliege, nicht äussern. Für 
den Fall, dass das Gericht von einer zivilen Gerichtsbarkeit ausgehen sollte, 
und die kantonale Staatsanwaltschaft zufolge der gemischten Zuständigkeit 
von Bund und Kanton an die BA ein Ersuchen um Prüfung der Zuständigkeit 
richten würde, werde die BA eine Vereinigung in der Hand der Bundesbe-
hörden in Betracht ziehen (Akten MJ 21.000120, pag. 02 021). 
 
 

J. Mit Gesuch vom 4. Juni 2021 gelangt der a.o. Untersuchungsrichter UR 
Reg 2 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit folgenden 
Anträgen (act. 1): 
 
1. Es sei festzustellen, dass die vorliegende Strafsache der zivilen Gerichtsbarkeit unter-

steht. 
 

2. Der Gesuchsgegner 1 [Kanton Zürich] sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die 

den Beschuldigten zur Last gelegten Straftaten zu verfolgen und zu beurteilen resp. mit 

der Gesuchsgegnerin 2 [BA] die (zivilgerichtliche) sachliche Zuständigkeit zu klären. 
 

3. Eventualiter sei die Gesuchsgegnerin 2 [BA] für berechtigt und verpflichtet zu erklären, 

die den Beschuldigten zur Last gelegten Straftaten zu verfolgen und zu beurteilen. 

 
 

K. Mit Schreiben vom 16. Juni 2021 wurden die OStA ZH und die BA eingela-
den, eine allfällige Gesuchsantwort bis zum 28. Juni 2021 einzureichen 
(act. 2). 
 
 

L. Mit Gesuchsantwort vom 25. Juni 2021 reichte der Stellvertretende Bundes-
anwalt die Akten SV.21.0214 ein und erklärte, auf eine Stellungnahme zum 
Gesuch zu verzichten (act. 3). Die OStA ZH beantragt mit Gesuchsantwort 
datiert vom 28. Juni 2021 (Poststempel: 29. Juni 2021), die Zuständigkeit der 
Schweizerischen Militärjustiz festzustellen (act. 5). 
 
 

M. Mit Schreiben vom 1. Juli 2021 wurde der Stellvertretende Bundesanwalt 
aufgefordert, die Gesuchsantwort vom 25. Juni 2021 eigenhändig zu unter-
zeichnen, da die Eingabe auf Papier anstelle der eigenhändigen Unterschrift 
den maschinengeschriebenen Vermerk «Digital unterschrieben von […]» 
aufwies (act. 6). Dieser Aufforderung kam der Stellvertretende Bundesanwalt 
am 6. Juli 2021 innert Frist nach (act. 7). 
 
 

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N. Mit Schreiben vom 7. Juli 2021 wurden die Gesuchsantworten dem a.o. Un-
tersuchungsrichter UR Reg 2 zur Kenntnis gebracht (act. 8). 
 
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts entscheidet über Konflikte 

über die Zuständigkeit der militärischen und der zivilen Gerichtsbarkeit 
(Art. 223 MStG i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. d StBOG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 des 
Organisationsreglements vom 31. August 2010 für das Bundesstrafgericht 
[Organisationsreglement BStGer, BStGerOR; SR 173.713.161]; GODEL, La 
procédure pénale militaire en Suisse, 2018, S. 176, 192, 267; SCHMID/JO-
SITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, 
N. 433; vgl. Beschluss des Bundesstrafgerichts BG.2011.40 vom 4. Novem-
ber 2011). 
 

1.2 Gemäss Art. 39 Abs. 1 StBOG richtet sich das Verfahren vor den Kammern 
des Bundesstrafgerichts – mit Ausnahme der vorliegend nicht einschlägigen 
Fälle nach Art. 39 Abs. 2 StBOG – nach der StPO und nach dem StBOG. 
Für das Verfahren bei Konflikten über die Zuständigkeit der militärischen und 
der zivilen Gerichtsbarkeit stellen jedoch weder das StBOG noch die StPO 
eigens Bestimmungen auf. Die Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts erwog in ihrem Beschluss BG.2021.30 vom 10. Mai 2021, das Verfah-
ren richte sich nach den Regeln, die Gesetz und Rechtsprechung für die Be-
handlung interkantonaler Gerichtsstandskonflikte aufgestellt haben. Danach 
bilden ein durchgeführter Meinungsaustausch zwischen den involvierten 
Kantonen und zuständigen Behörden sowie Einhaltung der Frist und Form 
die Eintretensvoraussetzungen (vgl. zuletzt u.a. Beschlüsse des Bun-
desstrafgerichts BG.2021.41 vom 21. Oktober 2021 E. 1.1; BG.2021.31 vom 
3. August 2021 E. 1; BG.2021.8 vom 22. Juli 2021 E. 1; BG.2021.19 vom 
21. Juli 2021 E. 1; BG.2021.37 vom 14. Juli 2021 E. 1). 
 

1.3 Gemäss Art. 18 Abs. 1 der Verordnung vom 22. November 2017 über die 
Militärjustiz (MJV; SR 516.41) kann die Oberauditorin oder der Oberauditor 
für besondere Fälle, wie zur Untersuchung von Flugunfällen, ausserordentli-
che Auditorinnen oder Auditoren sowie ausserordentliche Untersuchungs-

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richterinnen oder Untersuchungsrichter bezeichnen (Art. 18 Abs. 1 MJV). 
Vorliegend bezeichnete der Oberauditor mit Untersuchungsbefehl vom 
16. März 2021 einen ausserordentlichen Untersuchungsrichter zwecks Zu-
ständigkeitsabklärung im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 22. Januar 
2021 (Akten MJ 21.000120, pag. 01 001). Der a.o. Untersuchungsrichter UR 
Reg 2 ist mithin berechtigt, die Gesuchstellerin im Meinungsaustausch wie 
auch im vorliegenden Verfahren zu vertreten. Auf Seiten der Gesuchsgegner 
steht diese Befugnis der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich (§ 107 
Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Gerichts- und Behördenorganisation im 
Zivil- und Strafprozess des Kantons Zürich vom 10. Mai 2010 [GOG/ZH; LS 
211.1]) bzw. dem Stellvertretenden Bundesanwalt (Art. 16 Abs. 1 und 5 des 
Reglements vom 26. Februar 2021 über die Organisation und Verwaltung 
der Bundesanwaltschaft [SR 173.712.22]; vgl. auch BAUMGARTNER, Die Zu-
ständigkeit im Strafverfahren, 2014, S. 547; SCHLEGEL, Zürcher Kommentar, 
3. Aufl. 2020, Art. 24 StPO N. 11) zu. Der Umstand, dass der Meinungsaus-
tausch auf Seiten der BA mit der das Verfahren SV.21.0214 leitenden Staats-
anwältin des Bundes geführt wurde, schadet nicht (vgl. zum interkantonalen 
Gerichtsstandskonflikt GUIDON/BÄNZIGER, Die aktuelle Rechtsprechung des 
Bundesstrafgerichts zum interkantonalen Gerichtsstand in Strafsachen, Jus-
letter 21. Mai 2007, N. 4 am Ende, wonach der Kanton auf dem Handeln 
seiner Behörden zu behaften sei). 
 

1.4 Gemäss Rechtsprechung zu interkantonalen Gerichtsstandskonflikten ist 
hinsichtlich der Frist, innerhalb welcher die ersuchende Behörde ihr Gesuch 
einzureichen hat, im Normalfall die Frist von zehn Tagen gemäss Art. 396 
Abs. 1 StPO analog anzuwenden (vgl. hierzu u.a. TPF 2011 94 E. 2.2). Diese 
Frist wurde vorliegend eingehalten. 
 
Damit kann offenbleiben, ob angesichts der früheren Praxis zu Art. 223 
MStG, wonach die Frist von 30 Tagen gemäss Art. 89 des Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (BS 
3 531) nicht galt (HAURI, Kommentar, 1983, Art. 223 MStG N. 17 ff. mit Hin-
weisen), auch im Verfahren über Zuständigkeitskonflikte zwischen der mili-
tärischen und der zivilen Gerichtsbarkeit im Normalfall von einer 10-tägigen 
Frist auszugehen ist (vgl. hierzu auch den Beschluss des Bundesstrafge-
richts BG.2021.22 vom 26. Oktober 2021 E. 1.2 ff., wonach im Verfahren 
über die Zuständigkeitskonflikte zwischen Bundesverwaltungsbehörden und 
kantonalen Strafbehörden in Verwaltungsstrafsachen die 10-tägige Frist 
nicht gilt). 
 

1.5 Die Form des vorliegenden Gesuchs gibt keinen Anlass zu Bemerkungen. 
 

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1.6 Nach dem Gesagten ist auf das Gesuch einzutreten. 
 

1.7 Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass fraglich ist, ob die Gesuchs-
antwort der OStA ZH fristgerecht eingereicht wurde. Die Frage kann vorlie-
gend offenbleiben, da die Eingabe nicht entscheidwesentlich ist. Die Ge-
suchsantwort der BA wurde innert eingeräumter Frist aufforderungsgemäss 
verbessert. 

 
 
2.  
2.1 Untersteht eine Person dem Militärstrafrecht, so ist sie unter Vorbehalt der 

Artikel 9 und 9a der Militärgerichtsbarkeit unterworfen (Art. 218 Abs. 1 
MStG). Dem Militärstrafrecht unterstehen u.a. die Angehörigen des Grenz-
wachtkorps während der Ausübung des Dienstes (Art. 3 Abs. 1 Ziff. 6 MStG; 
vgl. GODEL, a.a.O., S. 243 f., 254). 
 

2.2 Gegenstand des Verfahrens MJ 21.000120 ist der Vorwurf, dass F. und G. 
am 22. Januar 2021 anlässlich einer Zollkontrolle Straftaten verübt haben. 
Ist davon auszugehen, dass F. und G. Angehörige des Grenzwachtkorps 
waren, unterstehen sie dem Militärstrafrecht und sind der militärischen Ge-
richtsbarkeit unterworfen. Wenn nicht, unterstehen sie dem Zivilstrafrecht 
und sind der zivilen Gerichtsbarkeit unterworfen. Zu entscheiden ist daher, 
ob aufgrund der aktuellen Aktenlage davon auszugehen ist, dass im Rahmen 
des Sachverhaltsvorwurfs F. und G. Angehörige des Grenzwachtkorps wa-
ren. 
 
 

3.  
3.1 Die EZV gliedert sich in die Oberzolldirektion, die Zollkreisdirektionen und 

die Zollstellen (Art. 91 Abs. 1 des Zollgesetzes vom 18. März 2005 [ZG; SR 
631.0]). Das Grenzwachtkorps ist ein bewaffneter und uniformierter Verband 
(Art. 91 Abs. 2 ZG). Das Personal des Grenzwachtkorps darf Waffen nach 
Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1997 über Waffen, Waffen-
zubehör und Munition (Waffengesetz, WG; SR 514.54) oder andere Selbst-
verteidigungs- und Zwangsmittel, deren es zur Erfüllung seines Auftrags be-
darf, einsetzen in Notwehr, im Notstand oder als letztes Mittel zur Erfüllung 
seines Auftrags, soweit die zu schützenden Rechtsgüter dies rechtfertigen 
(Art. 106 Abs. 1 ZG). Folgendes Personal der EZV ausserhalb des Grenz-
wachtkorps darf Waffen, andere Selbstverteidigungs- und Zwangsmittel ein-
setzen: das Personal der Hauptabteilung Zollfahndung, das im Reiseverkehr 
eingesetzte Personal und das Personal der mobilen Teams für Kontrollen im 

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Zollgebiet oder am Domizil (Art. 228 der Zollverordnung vom 1. November 
2006 [ZV; SR 631.01]). 
 

3.2 Gemäss Vernehmlassungsentwurf des Anhang 1 zum Vernehmlassungsent-
wurf des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil der Abgabenerhebung 
und die Kontrolle des grenzüberschreitenden Waren- und Personenverkehrs 
durch das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG-Vollzugsaufga-
bengesetz, BAZG-VG) (abrufbar unter https://fedlex.data.ad-
min.ch/eli/dl/proj/6020/50/cons_1, besucht am 22. November 2021) sollen 
die Angehörigen des Grenzwachtkorps im MStG keine Erwähnung mehr fin-
den (Art. 3 Abs. 1 Ziff. 6, Art. 183 Abs. 2 und Art. 235 Ziff. 2), ebenso wenig 
im MStP (Art. 7 Abs. 2, Art. 11 Abs. 2 erster Satz, Art. 14 Abs. 2 erster Satz, 
Art. 116 Abs. 3 zweiter Satz und Art. 149 Abs. 2 zweiter Satz). Im Erläutern-
den Bericht vom 11. September 2020 zum Bundesgesetz über den Allge-
meinen Teil der Abgabenerhebung und die Kontrolle des grenzüberschrei-
tenden Waren- und Personenverkehrs durch das Bundesamt für Zoll und 
Grenzsicherheit (BAZG-Vollzugsaufgabengesetz, BAZG-VG) sowie zur To-
talrevision des Zollgesetzes (ZG) zum neuen Zollabgabengesetz (ZoG) 
(nachfolgend «erläuternder Bericht zum BAZG-VG und ZoG»; abrufbar unter 
https://fedlex.data.admin.ch/eli/dl/proj/6020/50/cons_1, besucht am 22. No-
vember 2021) heisst es dazu, für die Umsetzung der Weiterentwicklung der 
EZV, die in das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) umgewan-
delt und neu organisiert werde, brauche es die bisherigen Organisationsbe-
stimmungen im ZG, die hauptsächlich der Bewahrung des GWK als Einheit 
der EZV gedient hätten, nicht (a.a.O., S. 4). Weiter unterstünden in Zukunft 
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BAZG dem zivilen Strafrecht. Es sei 
nicht vorgesehen, dass ein Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Mi-
litärstrafrecht unterstellt werde, wie das bisher für die Angehörigen des GWK 
der Fall gewesen sei. Dadurch könnten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
des BAZG flexibel eingesetzt werden (a.a.O., S. 123). 
 

3.3 In den Akten liegt ein Schreiben des Direktors der EZV vom 14. Dezember 
2020 an den Oberauditor (Akten MJ 21.000120, pag. 06 001 f.). Darin wird 
namentlich ausgeführt, dass auf den 1. Januar 2021 die operativen Kräfte 
des Zolls und des GWK im neuen Direktionsbereich Operationen zusam-
mengelegt würden. Der Direktor habe sich entschieden, den Direktionsbe-
reich Operationen selbst zu führen. Die Funktion des Chefs GWK i.S.v. An-
hang 2 der Zollverordnung des EFD vom 4. April 2007 (ZV-EFD; SR 
631.011) werde daher von ihm wahrgenommen. Im Direktionsbereich Ope-
rationen seien Angehörige des GWK und des Zolls vertreten. Während die 
einen der Militärjustiz unterstünden, unterstünden die anderen der zivilen 
Gerichtsbarkeit. Beide Personalkategorien seien klar unterscheidbar und 

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identifizierbar. Ab August des nächsten Jahres bilde die EZV im Hinblick auf 
die Schaffung des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit «Spezialisten 
für Zoll und Grenzsicherheit» aus. Technisch gesehen handle es sich hierbei 
um Angehörige des GWK. Entsprechend würden sie instruiert, ausgebildet, 
ausgerüstet und geführt. Somit bestehe auch in dieser Übergangszeit eine 
klare Situation hinsichtlich der strafrechtlichen Unterstellung der Mitarbeiten-
den der EZV. 
 
Aus einer ebenfalls in den Akten liegenden E-Mail-Korrespondenz von Ende 
Februar/Anfang März 2021 zwischen dem Oberauditorat und der EZV geht 
hervor, dass sowohl F. als auch G. in ungekündigtem Arbeitsverhältnis als 
Angehörige des Grenzwachtkorps bei der EZV angestellt seien (Akten 
MJ 21.000120, pag. 06 003 ff.). 
 

3.4 Die Ansicht der Gesuchstellerin, wonach es das GWK – und damit Angehö-
rige des GWK – seit dem 1. Januar 2021 schlicht nicht mehr gebe, kann nicht 
gefolgt werden. Das ZG ist bis auf weiteres in Kraft. Damit besteht nach wie 
vor eine rechtliche Grundlage für das GWK. Soweit die Gesuchstellerin gel-
tend macht, der Bundesrat könne die EZV gestützt auf die dem Regierungs- 
und Verwaltungsorganisationsgesetz vom 21. März 1997 (RVOG; SR 
172.010) und der Organisationsverordnung vom 17. Februar 2010 für das 
Eidgenössische Finanzdepartement (OV-EFD; SR 172.215.1) zugrundelie-
gende Organisationsautonomie eigenständig reorganisieren, vermag sie da-
raus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Amtsdirektoren und Amtsdirekto-
innen legen die Detailorganisation ihrer Ämter fest (Art. 43 Abs. 5 RVOG). 
Aus den Akten geht hervor, dass der Direktor der EZV auch nach der Zu-
sammenlegung der operativen Kräfte des GWK und des Zolls an der Unter-
scheidung zwischen Angehörigen des GWK und des Zolls festhält. Die or-
ganisatorischen Änderungen haben demnach keinen Einfluss auf den Ange-
hörigenstatus zum GWK. 
 
Das ergänzende Argument der Gesuchstellerin, dass im Zuge der Schaffung 
des MStG und des Bundesgesetzes vom 1. Oktober 1925 über das Zollwe-
sen (BS 6 465; später «Zollgesetz (ZG)», vgl. Ziff. 1 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober 1972 [AS 1973 644]; nachfolgend «aZG») die Unterstellung 
des GWK unter die militärische Gerichtsbarkeit im Wesentlichen darauf zu-
rückzuführen gewesen sein dürfte, dass das GWK gemäss damaligem Ge-
setzeswortlaut «militärisch organisiert» war (vgl. Art. 137 aZG) und mangels 
einer eidgenössischen zivilen Strafrechts- und Strafprozessordnung nur 
durch Unterstellung des GWK unter die militärische Gerichtsbarkeit über-
haupt erst eine gesamtschweizerisch einheitliche strafrechtliche Behandlung 
aller Angehörigen des GWK möglich war, ist nicht stichhaltig. Bis heute – 

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insbesondere nach Inkrafttreten eines eidgenössischen Strafgesetzbuches 
und einer eidgenössischen Strafprozessordnung – hat der Gesetzgeber of-
fenkundig davon abgesehen, an der Unterstellung des GWK unter die mili-
tärische Gerichtsbarkeit etwas zu ändern. 
 
Folglich ist aufgrund der vorliegenden Akten davon auszugehen, dass F. und 
G. am 22. Januar 2021 Angehörige des Grenzwachtkorps waren. Damit un-
terstehen sie im Rahmen des Sachverhaltsvorwurfs dem Militärstrafrecht 
und sind der militärischen Gerichtsbarkeit unterworfen. 
 
 

4. Nach dem Gesagten ist das Gesuch abzuweisen. Die Militärjustiz ist für be-
rechtigt und verpflichtet zu erklären, die F. und G. zur Last gelegten Strafta-
ten zu verfolgen und zu beurteilen. 
 
 

5. Es sind keine Gerichtskosten zu erheben (vgl. Art. 423 Abs. 1 StPO). 
 
 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Militärjustiz ist berechtigt und verpflichtet, die F. und G. zur Last gelegten 

Straftaten zu verfolgen und zu beurteilen. 
 
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 
 

Bellinzona, 2. Dezember 2021 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A., a.o. Untersuchungsrichter UR Reg 2 (unter separater Rücksendung der 

eingereichten Akten) 
- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 
- Bundesanwaltschaft 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.