# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ad2ec38-2135-5d45-9f7e-0172c25f257a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.06.2018 UV 2017/12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-12_2018-06-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/12

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.06.2018

Entscheiddatum: 20.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2018
Art. 18 UVG: Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente (Beweiswert eines 
kreisärztlichen Gutachtens, Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit, Frage 
der Parallelisierung der Einkommen und Berechnung des 
Invalideneinkommens inklusive Beurteilung des Tabellenlohnabzugs). 
Anspruch auf Invalidenrente verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2018, UV 2017/12).

Entscheid vom 20. Juni 2018

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/12           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Mag. iur. Antonius Falkner, Lettstrasse 18, 9490 Vaduz,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter), war als Produktionsmitarbeiter der B.___ AG bei 

der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert, 

als er am 6. März 2013 einen Arbeitsunfall erlitt. Bei Reinigungsarbeiten geriet seine 

linke Hand zwischen zwei mit Messern bestückte Walzen (vgl. Suva-act. 2; Suva-act. 

13). Er erlitt dabei eine Weichteilverletzung palmarseitig des Zeigefingers bis in die 

Hohlhand, eine Os Metacarpale 2 Köpfchen Fraktur, eine fissurale Fraktur der 

proximalen Phalanx des Zeigefingers sowie Verletzungen verschiedener Bänder (Suva-

act. 10; Suva-act. 11). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht für die Unfallfolgen. 

Sie kam für die gesetzlich versicherten Heilbehandlungen auf und entrichtete 

Taggeldzahlungen, da der Versicherte seit dem Unfallereignis seine bisherige Tätigkeit 

aufgrund einer diesbezüglichen Arbeitsunfähigkeit von 100 % nicht mehr aufnehmen 

konnte (vgl. Suva-act. 3 ff.). Mit Kündigung vom __ verlor der Versicherte per __ seine 

Arbeitsstelle (Suva-act. 140). Trotz mehrerer Operationen sowie therapeutischer und 

medikamentöser Behandlungen verblieben ihm gewisse Einschränkungen und 

Beschwerden im Bereich des linken Zeigefingers (vgl. Suva-act. 203).

A.b  Auf Veranlassung der Suva fand am 22. Juli 2015 durch Kreisärztin Dr. med. C.___, 

Fachärztin für Chirurgie FMH, eine Untersuchung des Versicherten statt. Anhand der 

Akten sowie der eigenen Untersuchung diagnostizierte Dr. C.___ beim Versicherten ein 

chronisches Schmerzsyndrom am linken Zeigefinger mit Flexionseinschränkung. Unter 

Berücksichtigung dieser physischen Restbeschwerden kam sie zum Schluss, dass der 

Versicherte in einer mittelschweren manuellen Tätigkeit ganztags arbeitsfähig sei. Nicht 

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zumutbar seien ihm jedoch starke Vibrationen, Schläge, Hämmern, Spitzen, Bohren mit 

der linken Hand sowie kraftvolle Zug-, Stoss- und Drehbewegungen mit der linken 

Hand. Überdies dürften die Einsätze mit der linken Hand nur selten repetitiv sein und 

die Arbeit dürfe keine grossen Ansprüche an die Feinmotorik der linken Hand stellen. 

Im Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung wurde sodann festgehalten, dass weitere 

Therapiemassnahmen aufgrund der Untersuchung nicht zu empfehlen seien. Der 

Versicherte könne links keine schwere manuelle Tätigkeit mehr ausüben, weshalb 

berufliche Massnahmen sinnvoll erscheinen würden (Suva-act. 203). Zudem schätzte 

Dr. C.___ die unfallbedingte Integritätseinbusse des Versicherten auf 5 % (Suva-act. 

202).

A.c  Mit Schreiben vom 27. Juli 2015 wurde der Versicherte von der Suva insbesondere 

mit Verweis auf den kreisärztlichen Bericht vom 22. Juli 2015 darüber informiert, dass 

die Taggeldleistungen sowie die Heilungskosten mit Ausnahme der verordneten 

Schmerzmittel per 31. Oktober 2015 eingestellt würden. Ferner wurde der Versicherte 

darüber in Kenntnis gesetzt, dass per 1. November 2015 geprüft werde, ob er 

Anspruch auf längerfristige Leistungen der Unfallversicherung habe (Suva-act. 205).

A.d  Mit Verfügung vom 24. September 2015 wurde dem Versicherten aufgrund einer 

Integritätseinbusse von 5.00 % eine Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 

6‘300.00 zugesprochen, während ein Anspruch auf Rentenleistungen in der Annahme 

einer Restarbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit verneint wurde 

(Suva-act. 215).

B.   

Eine gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 21. Oktober 2015 erhobene Einsprache 

(Suva-act. 220) wurde von der Suva mit Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2016 

abgewiesen (Suva-act. 227).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Mag. iur. Antonius Falkner, Vaduz, 

mit Eingabe vom 1. Februar 2017 Beschwerde (act. G 1). Darin beantragt er 

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sinngemäss, dass die Suva  (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten sei, 

ihm eine seinem Invaliditätsgrad entsprechende Invalidenrente auszurichten. 

Eventualiter sei der angefochtene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 

aufzuheben und die Rechtssache an diese zur erneuten Entscheidung über sein 

Leistungsgesuch zurückzuweisen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1 S. 2). Ferner stellte der Beschwerdeführer ein 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege bzw. Rechtsverbeiständung (act. G 1 S. 8 f.; 

act. G 1.3).

C.b Nach Eingang ergänzender Unterlagen (vgl. act. G 4) wurde dem Gesuch um 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung am 28. Februar 2017 für das Verfahren vor dem 

Versicherungsgericht stattgegeben (act. G 5).

C.c Mit Eingabe vom 2. März 2017 reichte die Beschwerdegegnerin ihre 

Beschwerdeantwort samt den Vorakten ein (act. G 6).

C.d Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Erstattung einer Replik (act. G 8).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, 

nachdem ein Unfallereignis aus dem Jahr 2013 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

2.1  Der Beschwerdeführer verfügt über keinen Wohnsitz in der Schweiz. Der Sitz des 

letzten schweizerischen Arbeitgebers des Beschwerdeführers befindet sich aktuell in 

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Z.___ (act. G 6.1). Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen ist demnach für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig (Art. 58 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]).

2.2  Der angefochtene Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2016 ist dem 

Beschwerdeführer gemäss seinen eigenen Angaben, die von der Beschwerdegegnerin 

nicht bestritten werden, am 19. Dezember 2016 zugegangen (vgl. act. G 1 S. 2; act. G 

1.2). Unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes zwischen Weihnachten und 

Neujahr (vgl. Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG) ist die vorliegende Beschwerde vom 1. Februar 

2017 rechtzeitig beim Versicherungsgericht eingegangen, weshalb auf die Beschwerde 

eingetreten werden kann.

3.   

Gegenstand dieses Verfahrens ist die Frage, ob der Beschwerdeführer aufgrund von 

Restfolgen aus dem Unfallereignis vom 6. März 2013 einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente der Beschwerdegegnerin hat. Nicht bestritten wird im vorliegenden 

Verfahren der per 31. Oktober 2015 von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Fallabschluss (vgl. Suva-act. 205) und der damit einhergehende Prüfungszeitpunkt des 

Renten¬anspruchs bzw. der Integritätsentschädigung. Anders als im 

Einspracheverfahren ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren auch die Höhe der 

Integritätsentschädigung unangefochten geblieben (vgl. act. G 1; Suva-act. 220 S. 5).

4.   

4.1  Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde zunächst geltend, dass der 

entscheidrelevante Sachverhalt von der Beschwerdegegnerin nur ungenügend bzw. 

mangelhaft abgeklärt worden sei. Den Akten sei zu entnehmen, dass die 

Beschwerdegegnerin einzig eine kreisärztliche Untersuchung durchführen lassen habe, 

welche für die rechtliche Beurteilung dieses Versicherungsfalls völlig ungenügend sei. 

Es sei insbesondere zu verlangen, dass ein handchirurgisches Gutachten eingeholt 

werde, welches über seine genauen Beeinträchtigungen und Einschränkungen 

Auskunft zu geben habe. Es werde abzuklären sein, welche konkreten Funktionen er 

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mit seiner linken Hand noch ausüben könne und ob er diese überhaupt noch 

nutzbringend einsetzen könne. Solche tiefergehenden Abklärungen seien im Rahmen 

der kreisärztlichen Untersuchung nicht vorgenommen worden. Die kreisärztliche 

Untersuchung beschränke sich im Wesentlichen auf eine medizinisch-theoretische 

Einschätzung, dass er in einer mittelschweren, manuellen Tätigkeit ganztags 

arbeitsfähig sei. Entscheidend sei aber nicht die medizinisch-theoretische 

Arbeitsfähigkeit, sondern inwiefern er in seinem funktionellen Leistungs¬vermögen 

eingeschränkt sei bzw. in welchem Masse er nicht mehr nutzbringend tätig sein könne. 

Er gehe davon aus, dass er im Vergleich zu einer gesunden Person in seinem 

Leistungsvermögen zumindest um 40 % eingeschränkt sei (act. G 1 S. 3 ff.).

4.2  Die Beschwerdegegnerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass die 

Kreisärztin nach einer Untersuchung des Beschwerdeführers und in Kenntnis der 

gesamten Aktenlage die bleibenden physischen Unfallfolgen des Beschwerdeführers 

sachlich und seriös beurteilt habe. Die Befunde seien im kreisärztlichen Bericht vom 

22. Juli 2015 detailliert beschrieben. Die kreisärztlichen Ausführungen seien schlüssig, 

nachvollziehbar begründet und in sich widerspruchsfrei. Es gebe keine Zweifel an der 

Zuverlässigkeit derselben, weshalb dem kreisärztlichen Bericht zweifelsohne volle 

Beweiskraft zukomme. Ihre Kreisärzte seien nach ihrer Funktion und beruflichen 

Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Ihnen komme eine spezialärztliche 

Stellung zu, weshalb ihre medizinischen Beurteilungen beweismässig umso gewichtiger 

seien. Hinzu komme, dass Dr. C.___ Fachärztin für Chirurgie FMH sei (act. G 6 S. 4).

4.3  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 

ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Um den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall das 

Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es 

dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 

welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig 

ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine wichtige Grundlage für die 

Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer Person noch zugemutet werden 

können (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach 

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haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel 

unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 

entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts 

ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist es dem 

Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die 

versicherungsinterne Beurteilung zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch 

nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 

Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 469 f. E. 4.4).

4.4  Die Beschwerdegegnerin stützt sich bezüglich der medizinischen 

Schlussfolgerungen im Wesentlichen auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. C.___ 

vom 22. Juli 2015. Diese hält in ihrer Beurteilung zur Untersuchung vom gleichen Tag 

fest, dass sich der Beschwerdeführer in einem guten Allgemeinzustand präsentiert 

habe. Inspektorisch sei der linke Zeigefinger des Beschwerdeführers im Seitenvergleich 

mässig geschwollen. Das Endglied sei eher atroph. Das Hautkolorit sei etwas blasser, 

während es unter Belastung etwas livider sei. Bei der Hauttemperatur und der 

Schweissigkeit sei keine Seitendifferenz zu erheben. Die Beweglichkeit im Bereich des 

linken Zeigefingers sei eingeschränkt, im gesamten Ablauf sei der linke Zeigefinger 

kaum in das Bewegungsmuster eingebunden, sondern eher geschont worden. 

Entsprechend der erhobenen Umfangmasse zeige sich bei Rechtsdominanz keine 

gravierende Seitendifferenz, sodass davon ausgegangen werden müsse, dass der 

Beschwerdeführer beide Arme gleichmässig benutze. Bezüglich der Kraftmessung 

mittels Handdynamometer zeige sich rechts eine Kraft von 30 kg und links von 15 kg. 

Die anlässlich der Untersuchung erhobenen Befunde seien gut mit den erhobenen 

Befunden der Universitätsklinik Y.___ vergleichbar, sodass man insgesamt von einem 

stationären Verlauf ausgehen könne. Ein Teil der beklagten subjektiven Beschwerden 

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sowie der dokumentierten Veränderung des Weichteilmantels und die 

Bewegungseinschränkung im Bereich des linken Zeigefingers sei aufgrund der 

multiplen Operationen bei Status nach Metacarpaleköpfchenfraktur mit 

Weichteilverletzung nachvollziehbar und unfallkausal. Aufgrund der Untersuchungen 

schätzt Dr. C.___ den Beschwerdeführer schliesslich in einer mittelschweren manuellen 

Tätigkeit als ganztags arbeitsfähig ein. Nicht zumutbar seien ihm jedoch starke 

Vibrationen, Schläge, Hämmern, Spitzen, Bohren mit der linken Hand sowie kraftvolle 

Zug-, Stoss- und Drehbewegungen mit der linken Hand. Ferner dürften die Einsätze mit 

der linken Hand nur selten repetitiv sein und es dürften keine grossen Ansprüche an die 

Feinmotorik der linken Hand gestellt werden (Suva-act. 203 S. 4).

4.5  Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers begnügt sich der kreisärztliche 

Bericht nicht mit der Einschätzung, dass ihm eine manuelle mittelschwere Tätigkeit 

ganztags zugemutet werden könne. Vielmehr spricht sich der Bericht detailliert darüber 

aus, welche Arbeiten ihm noch möglich sind und welche Tätigkeiten für ihn aufgrund 

der unfallbedingten physischen Einschränkungen nicht mehr zumutbar sind (vgl. Suva-

act. 203 S. 4). Der kreisärztliche Bericht beurteilt somit, welche Einschränkungen im 

funktionellen Leistungsvermögen des Beschwerdeführers vorliegen. Sodann geht aus 

dem Bericht hervor, dass Dr. C.___ die Arbeitsfähigkeit nur in qualitativer, nicht jedoch 

in quantitativer Hinsicht als eingeschränkt betrachtet, was unter den im Bericht 

erwähnten limitierten Bedingungen gut nachvollziehbar ist. Die Ausführungen von Dr. 

C.___ sind in sich schlüssig. Der Bericht ist in Kenntnis und Würdigung der 

umfangreichen Vorakten erstellt worden (vgl. Suva-act. 203 S. 1 f.). Er beruht ferner auf 

einer umfassenden eigenen ärztlichen Untersuchung durch Dr. C.___ (vgl. Suva-act. 

203 S. 3 f). So ist dem Bericht beispielsweise zu entnehmen, dass eine Kraftmessung 

durchgeführt worden ist (vgl. Suva-act. 203 S. 4). Dr. C.___ berücksichtigt auch die 

beklagten Beschwerden (Suva-act. 203 S. 2 ff.). Sodann sind keine Anhaltspunkte 

dafür ersichtlich, dass objektiv wesentliche Tatsachen in der Untersuchung nicht 

berücksichtigt worden wären und es gibt keine Indizien, welche gegen die 

Zuverlässigkeit der Einschätzung von Dr. C.___ sprechen. Folglich besteht kein weiterer 

medizinischer Abklärungsbedarf. Es ist demnach von einer medizinischen 

Restarbeitsfähigkeit von 100% auszugehen.

5.   

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In einem nächsten Schritt ist unter Würdigung der Aussagen des ärztlichen Berichts die 

Frage zu beantworten, inwiefern der Beschwerdeführer seine medizinisch-theoretische 

Restarbeitsfähigkeit von 100 % auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt sozialpraktisch 

noch verwerten kann.

5.1  Die Zumutbarkeit der Ausschöpfung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit ist unter 

Annahme eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes zu bestimmen. Der Begriff des 

ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer und 

abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt (BGE 134 

V 70 f. E. 4.2.1). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem 

Angebot von Stellen und der Nachfrage nach solchen. Andererseits bezeichnet er einen 

Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen 

offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und 

intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 

110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 

2.2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 3. Dezember 2003, I 349/01, mit 

Hinweisen). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen mit einem 

sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers gerechnet werden kann (Urteil 

des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2 mit Hinweis auf 

Urteil vom 29. August 2007, 9C_95/2007, E. 4.3). Von einer Arbeitsgelegenheit kann 

allerdings nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so 

eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch 

nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden 

Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts 

vom 28. April 2010, 8C_1050/2009, E 3.3 mit weiteren Hinweisen).

5.2  Dem kreisärztlichen Bericht vom 22. Juli 2015 ist zu entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer seine linke Hand grundsätzlich noch einsetzen kann, wenn auch mit 

gewissen Einschränkungen (vgl. Suva-act. 203). Auch ist laut kreisärztlicher Beurteilung 

anzunehmen, dass er im Alltag beide Arme gleichmässig nutzt (Suva-act. 203 S. 4). 

Ferner ist anzumerken, dass es sich bei der beeinträchtigten linken Hand um die 

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adominante Hand des Beschwerdeführers handelt (vgl. Suva-act. 203 S. 3). Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird davon ausgegangen, dass der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt sogar für Personen, welche funktionell als Einarmige zu 

betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend 

realistische Betätigungsmöglichkeiten bietet (Urteil des Bundesgerichts vom 8. 

September 2009, 8C_207/2009, E. 3.2, mit Hinweisen auf mögliche Berufsfelder). 

Umso mehr muss das für Personen gelten, die weniger gravierende Einschränkungen 

aufweisen. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände und der zitierten 

Rechtsprechung des Bundesgerichts ist somit davon auszugehen, dass die zweifellos 

vorhandenen unfallbedingten Einschränkungen - bezogen auf den ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt - eine Verwertbarkeit der 100%igen Arbeitsfähigkeit nicht ausschliessen.

6.   

Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invaliden¬einkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

6.1 

6.1.1      Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person 

aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des 

allfälligen Renten¬beginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei 

ist in der Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten 

ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 130 V 

349 E. 3.4.2; BGE 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 

18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1).

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6.1.2      Die durch die Beschwerdegegnerin vorgenommene Festlegung des jährlichen 

Valideneinkommens auf Fr. 59‘660.00 (vgl. Suva-act. 207 S. 1; Suva-act. 212 S. 3; 

Suva-act. 215 S. 2; Suva-act. 227 S. 8), welches sich auf die Angaben der früheren 

Arbeitgeberin bezüglich des hypothetischen Jahreslohnes des Beschwerdeführers im 

Jahr 2015 stützt (Suva-act. 207), ist nicht zu beanstanden und es kann darauf 

abgestellt werden. Auch der Beschwerdeführer wendet gegen die Berechnung des 

Validenlohns mit Ausnahme der Frage der Einkommensparallelisierung, worauf noch 

zurückzukommen sein wird, grundsätzlich nichts ein (vgl. act. G 1).

6.2 

6.2.1      Mit der von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Berechnung des 

Invalideneinkommens ist der Beschwerdeführer nicht einverstanden. Er macht geltend, 

dass die Beschwerdegegnerin ihm ein überhöhtes Invalideneinkommen anrechne. Er 

kritisiert, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht auf die Tabellenlöhne gemäss der 

vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen schweizerischen 

Lohnstruktur-erhebung (LSE) abgestellt habe. Das Invalideneinkommen sei unter 

Verwendung von entsprechenden DAP‘s (von der Suva geführte Dokumentation von 

Arbeitsplätzen) zu ermitteln. Die Ansicht der Beschwerdegegnerin, wonach sich 

aufgrund seines Wohnsitzes in den DAP-Daten keine rechtsgenügliche Auswahl an 

zumutbaren Arbeitsplätzen finden lasse, sei unrichtig, wie die Ergebnisse der sich in 

den Akten befindenden Suchergebnisse zeigen würden. Gerade im Bereich des X.___ 

sei es üblich, grenzüberschreitende Tätigkeiten im W.___ oder sonst irgendwo im 

Kanton V.___ auszuführen, wobei auch Anfahrtszeiten von ein bis zwei Stunden in Kauf 

genommen würden (act. G 1 S. 5 f.).

6.2.2      Die Beschwerdegegnerin macht demgegenüber geltend, dass sich auf der 

Grundlage der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung bei entsprechender DAP-

Abfrage keine genügend repräsentative Auswahl an Arbeitsplatz-Profilen mit 

zumutbarem Arbeitsweg finden lasse. Praxisgemäss sei dem Beschwerdeführer ein 

Arbeitsweg mit einem zeitlichen Aufwand von insgesamt maximal 2 Stunden pro Tag 

zuzumuten. Wie Recherchen bei Google-Maps zeigen würden, seien die vom 

Beschwerdeführer ins Feld geführten DAP-Arbeitsplätze nicht innert einer Stunde 

erreichbar. Ferner ist die Beschwerdegegnerin der Auffassung, dass ihr nicht 

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vorgeschrieben werden könne, nach welcher Berechnungsmethode (DAP oder LSE) 

vorzugehen sei. Überdies könne der Beschwerdeführer nicht verlangen, dass die 

Ergebnisse aus beiden Methoden verglichen würden und auf das für ihn günstigere 

Resultat abgestellt werde (act. G 6 S. 5 f.).

6.2.3      Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können entweder LSE-

Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 457 E. 4.2.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.1). Wie 

die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet, kann ihr grundsätzlich nicht 

vorgeschrieben werden, welche Berechnungsmethode sie heranzuziehen hat (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 6. Mai 2008, 8C_319/2007, E. 8.1). Beide 

Berechnungsmethoden weisen Vor- und Nachteile auf (vgl. BGE 129 V 475 ff. E. 4.2.1). 

Schliesslich hat die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar dargelegt, warum sie im 

vorliegenden Fall nicht auf die DAP-Zahlen abgestellt hat (act. G 6 S. 5 f.; vgl. dazu 

auch Suva-act. 213). Der Beizug der LSE-Tabellenlöhne zur Festsetzung des 

Invalidenlohns des Beschwerdeführers ist demnach nicht zu beanstanden. Der von der 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid gestützt auf Tabelle TA1 der LSE 2014 

unter Berücksichtigung der Nominallohnsteigerung per 2015 (vgl. LSE-Tabelle T1.10; 

LSE-Tabelle T 39) ermittelte Medianlohn in der Höhe von Fr. 66‘719.00 für die mit 

einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) 

beschäftigten Männer im privaten Sektor bei einer betriebsüblichen durchschnittlichen 

wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden gibt sodann ebenfalls keinen Grund zur 

Beanstandung (vgl. Suva-act. 227 S. 7 f.).

6.3 

6.3.1      Der Beschwerdeführer beanstandet sodann, dass die Beschwerdegegnerin 

dem von ihm zuletzt erzielten Einkommen von Fr. 59‘660.00 ein gestützt auf die LSE 

Tabellen ermitteltes hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 66‘719.00 

gegenüberstelle. Damit sei klar, dass das Valideneinkommen mehr als 10 Prozent unter 

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dem branchenüblichen Durchschnittslohn liege, welches von der Beschwerdegegnerin 

ermittelt worden sei. In solchen Fällen sei ein Tieflohnabzug zu gewähren (act. G 1 S. 7 

f.).

6.3.2      Die Beschwerdegegnerin ist hingegen der Ansicht, dass die Parallelisierung 

der Vergleichseinkommen nur dann zur Diskussion stehe, wenn der Beschwerdeführer 

aus invaliditätsfremden Gründen ein deutlich unterdurchschnittliches 

Valideneinkommen erzielt habe und keine Anhaltspunkte dafür bestünden, dass er sich 

aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau habe begnügen 

wollen. Vorliegend habe der Beschwerdeführer keine invaliditätsfremden Gründe 

genannt. Überdies habe er laut Akten seit __ bei der B.___ AG gearbeitet. Aus der 

mehrjährigen Dauer des Anstellungsverhältnisses sei zu schliessen, dass sich der 

Beschwerdeführer aus freien Stücken mit dem ausbezahlten Lohn begnügt habe, 

ansonsten er die Stelle hätte wechseln können (act. G 6 S. 7 f.).

6.3.3      Wenn eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe 

Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse) vor der 

Gesundheitsschädigung ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen erzielt hat, ist 

diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu 

tragen, sofern keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, dass sie sich aus freien Stücken 

mit einem bescheideneren Einkommensniveau hat begnügen wollen (BGE 135 V 59 E. 

3.1). Denn wenn eine versicherte Person in derjenigen Tätigkeit, die sie als Gesunde 

ausgeführt hat, aufgrund persönlicher Eigenschaften einen deutlich 

unterdurchschnittlichen Lohn erzielt hat, ist nicht anzunehmen, dass sie mit einer 

gesundheitlichen Beeinträchtigung behaftet einen anteilmässig durchschnittlichen Lohn 

erzielen könnte (BGE 141 V 3 E. 5.4 mit weiteren Hinweisen). Praxisgemäss kann die 

Einkommensparallelisierung entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine 

entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten 

des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des 

hypothetischen Einkommens erfolgen (BGE 135 V 59 E. 3.1; BGE 134 V 325 f. E. 4.1 

mit Hinweisen). Das Einkommen ist allerdings nur in dem Umfang zu parallelisieren, in 

welchem es die prozentuale Abweichung von 5 % übersteigt (BGE 135 V 303 f. E. 6.1.3 

mit Hinweis auf BGE 134 V 322).

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6.3.4      Vorliegend steht dem ermittelten Valideneinkommen des Beschwerdeführers 

von Fr. 59‘660.00, ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 66‘719.00 

gegenüber. Dies könnte die Vermutung aufdrängen, dass der Beschwerdeführer vor 

Eintritt des Gesundheitsschadens ein unterdurchschnittliches Einkommen erzielt hat. 

Entscheidende Vergleichsgrösse für die Beurteilung der Unterdurchschnittlichkeit des 

Valideneinkommens ist jedoch nicht das errechnete hypothetische 

Invalideneinkommen, sondern das branchenübliche Einkommen hinsichtlich derjenigen 

Tätigkeit, welche der Beschwerdeführer vor Eintritt des Unfalls ausgeübt hat (vgl. BGE 

141 V 4 E. 5.6). Vor dem Unfall ist der Beschwerdeführer als Produktionsmitarbeiter in 

der Metallindustrie tätig gewesen (Suva-act. 13). Anlässlich des psychologischen 

Assessments im Kantonsspital St. Gallen hat der Beschwerdeführer zwar erwähnt, 

dass er gelernter Schlosser sei (Suva-act. 165; vgl. auch Suva-act. 203 S. 2). Allerdings 

deutet weder der vor dem Unfall erzielte Lohn noch die Unfallmeldung, in welcher der 

Beschwerdeführer als Produktionsmitarbeiter bezeichnet wird (Suva-act. 13), darauf 

hin, dass er vor dem Unfall als gelernter Schlosser gearbeitet hat. Vielmehr ist der 

Unfallmeldung (Suva-act. 13) sowie dem Tätigkeits¬beschrieb seines ehemaligen 

Arbeitgebers (Suva-act. 114) zu entnehmen, dass seine Tätigkeiten dem 

Kompetenzniveau 1 der LSE Tabellen zuzuordnen sind. Das branchenübliche 

monatliche Einkommen im Bereich der Metallerzeugung für Männer im 

Kompetenzniveau 1 beträgt gemäss Tabelle TA1 der LSE 2014 Fr. 5‘340.00. Demnach 

ist von einem massgebenden branchenüblichen Jahreseinkommen (angepasst an die 

wöchen¬tliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und im Umfang von 1.2 % auf das Jahr 

2015 hoch¬indexiert, vgl. Bereich Metallerzeugung der Tabelle T1.10) von Fr. 67‘605.00 

auszugehen. Demgegenüber beläuft sich das massgebende Valideneinkommen des 

Beschwerdeführers lediglich auf Fr. 59‘660.00. Das Valideneinkommen des 

Beschwerdeführers liegt somit 11.75 % unter der gemäss LSE branchenüblichen 

Entlöhnung. Die zu berücksichtigende Unterdurchschnittlichkeit des Einkommens 

beträgt demnach 6.75 % (11.75 % abzüglich 5 %). Entgegen dem Einwand der 

Beschwerdegegnerin ist nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer freiwillig 

darauf verzichtet hat, ein höheres Einkommen zu erzielen (vgl. act. G 6 S. 7 f.). Vielmehr 

ist anzunehmen, dass invaliditätsfremde Faktoren wie sprachliche Schwierigkeiten, die 

für einen Grenzgänger eingeschränkt möglichen Tätigkeitsorte oder die Nationalität des 

Beschwerdeführers dazu beigetragen haben, dass es für ihn nicht möglich gewesen ist, 

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ein höheres Einkommen zu erzielen. Das von der Beschwerdegegnerin im 

Einspracheentscheid aufgrund der LSE Daten errechnete Invalideneinkommen von Fr. 

66‘719.00 ist demnach um 6.75 % zu reduzieren, weshalb ein massgebendes 

reduziertes Invalideneinkommen von Fr. 62‘215.45 resultiert. Bei einer vollen 

Parallelisierung um 11.5 % würde das massgebliche Invalideneinkommen Fr. 58‘879.50 

betragen.

6.4 

6.4.1      Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, dass die Beschwerdegegnerin 

ihm mit 5 % einen zu geringen Abzug vom Tabellenlohn gewährt habe. Der Abzug 

diene der Anpassung der statistischen Durchschnittslöhne an die individuell-konkreten 

Verhältnisse, weshalb dabei sämtliche lohnwirksamen persönlichen und beruflichen 

Merkmale des Einzelfalls zu berücksichtigen seien. Alleine aufgrund der anlässlich des 

Unfalls erlittenen Verletzungen, welche umfangreiche Einschränkungen zur Folge 

hätten, und des Umstandes, dass er keine Schwerarbeit mehr verrichten könne, 

rechtfertige sich bereits ein Tabellenlohnabzug von mindestens 15 %. Hinzu komme, 

dass er aufgrund seiner ausländischen Herkunft, seines Lebensalters und seines 

Grenzgängerstatus nur erschwerten Zugang zum ausgeglichenen Arbeitsmarkt habe. 

Daher sei ein Tabellenlohnabzug von mindestens 20 % vorzunehmen (act. G1 S. 6 f.).

6.4.2      Die Beschwerdegegnerin ist demgegenüber der Ansicht, dass der 

Tabellenlohn-abzug im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens korrekt festgesetzt 

worden sei. Dies ergebe sich insbesondere daraus, dass nur der linke Zeigefinger des 

Beschwerdeführers bleibend beeinträchtigt sei, die linke Hand des Beschwerdeführers 

adominant sei, die linke Hand trotz Beeinträchtigung des Fingers noch immer mit einer 

Kraft von 15 kg eingesetzt werden könne und gemäss kreisärztlichem Bericht davon 

auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer im Alltag beide Arme gleichmässig 

benutze. Weitere Gründe für einen Tabellenlohnabzug würden nicht vorliegen. Der 

Beschwerdeführer sei im Zeitpunkt des Fallabschlusses erst __-jährig gewesen. Zudem 

würden Hilfsarbeiten im relevanten Kompetenzniveau 1 auf dem hypothetischen 

Arbeitsmarkt ohnehin altersunabhängig nachgefragt. Das Alter würde sich bei Männern 

bei Hilfsarbeitertätigkeiten nicht lohnsenkend, sondern sogar lohnerhöhend auswirken. 

Ein Tabellenlohnabzug aufgrund des Alters könne demnach nicht zur Diskussion 

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stehen. Auch die Nationalität oder der Grenzgängerstatus seien für die Lohnhöhe nicht 

massgebend (act. G 6 S. 6 f.).

6.4.3      In welchem Umfang ein Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren ist, hängt nach 

der Rechtsprechung von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des 

konkreten Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter und 

Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen 

sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25 % festzusetzen ist. Eine schematische 

Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b; BGE 129 V 481 

E. 4.2.3 mit Hinweisen). Soweit invaliditätsfremde Faktoren bereits im Rahmen der 

Parallelisierung der Einkommen berücksichtigt worden sind, vermögen dieselben 

Faktoren nicht noch zusätzlich einen Tabellenlohnabzug zu rechtfertigen. Nach 

erfolgter Parallelisierung beschränkt sich der Tabellenlohnabzug daher in der Regel auf 

leidensbedingte Faktoren, weshalb dann zumeist nicht der maximal zulässige Abzug 

von 25 % ausgeschöpft werden kann (BGE 134 V 321 E. 6.2).

6.4.4      Der Beschwerdeführer leidet aufgrund des Unfalls vom 6. März 2013 am linken 

Zeigefinger an einem chronischen Schmerzsyndrom mit Flexionseinschränkung (Suva-

act. 203 S. 3). Allerdings ist laut dem kreisärztlichen Bericht davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer im Alltag die Arme gleichmässig benutzt. Auch hat der 

Beschwerdeführer entsprechend einer Messung mittels Handdynamometer links 

immerhin noch eine Kraft von 15 kg. Schliesslich handelt es sich bei seiner linken Hand 

um die adominante Hand. Es ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt aufgrund der Einschränkungen eines Fingers im 

Bereich seiner adominanten linken Hand immer noch genügend 

Betätigungsmöglichkeiten offen stehen, wie z.B. Kontrolltätigkeiten. Demnach ist der 

von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Tabellenlohnabzug grundsätzlich nicht 

zu beanstanden, zumal invaliditätsfremde Faktoren wie das Alter oder sprachliche 

Schwierigkeiten schon im Rahmen der vorgenommenen Einkommensparallelisierung 

berücksichtigt worden sind. Unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 5 % 

(gerundet Fr. 3‘110.75) ergibt sich somit ein Invalideneinkommen von Fr. 59‘104.70. Im 

Vergleich mit dem Valideneinkommen von Fr. 59‘660.00 resultiert daraus lediglich eine 

Erwerbseinbusse von Fr. 555.30 pro Jahr, was einem gerundeten Invaliditätsgrad von 

0.93 % entspricht. Selbst bei Berücksichtigung des voll parallelisierten 

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Invalideneinkommens von Fr. 58‘879.50 (vgl. E. 6.3.4) bestünde bei einem 

Leidensabzug von 5 % (Fr. 2‘944.00) leidglich eine Erwerbseinbusse von Fr. 3‘724.50 

pro Jahr und ein Invaliditätsgrad von 6.24 %. Demnach ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin zu verneinen.

6.5 

6.5.1      Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.5.2      Dem Beschwerdeführer ist die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt 

worden. Der Staat ist bei diesem Prozessausgang mithin zu verpflichten, für die Kosten 

aus Rechtsvertretung aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungs-gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'000.00 bis Fr. 12'000.00. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle mit eher 

unterdurchschnittlichem Aktendossier und bei lediglich einfachem Schriftenwechsel 

eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3‘000.00 als angemessen. Diese ist um 

einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzs [AnwG; sGS 963.70]). Somit 

hat der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2‘400.00 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

6.6  Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt worden ist, ist 

zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der 

Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

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Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2‘400.00 (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2018
	Art. 18 UVG: Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente (Beweiswert eines kreisärztlichen Gutachtens, Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit, Frage der Parallelisierung der Einkommen und Berechnung des Invalideneinkommens inklusive Beurteilung des Tabellenlohnabzugs). Anspruch auf Invalidenrente verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2018, UV 2017/12).

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		2025-07-19T06:07:37+0200
	"9001 St.Gallen"
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