# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cff52b6e-2bf2-511e-9883-c66749e1f1b2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.01.2023 D-172/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-172-2021_2023-01-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-172/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger (Vorsitz), 

Richterin Daniela Brüschweiler, Richter Gérald Bovier,    

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), 

Sri Lanka,   

vertreten durch Rechtsanwalt Gabriel Püntener, 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 4. Dezember 2020 / N (...). 

 

 

 

D-172/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am (...) in der Schweiz um Asyl nach. 

Am 25. November 2015 fand eine (verkürzte) Befragung zur Person (BzP) 

statt und am 8. Juni 2017 wurde er vom SEM einlässlich zu seinen Asyl-

gründen angehört. 

A.b Zur Begründung seines Gesuchs führte der aus B._______, Gemeinde 

C._______ im D._______-Distrikt (Nennung Provinz) stammende tamili-

sche Beschwerdeführer aus, nach seinem Schulabschluss habe er von 

(Nennung Zeitpunkt) bei einer (Nennung Firma) in D._______ gearbeitet, 

welche zur Hälfte den E._______ gehört habe. Dabei sei er mit Angehöri-

gen der E._______ in Kontakt gekommen. F._______, der Chef des Unter-

nehmens, habe die E._______ finanziell unterstützt und viele Kontakte zu 

dieser gepflegt. Am (Nennung Zeitpunkt) sei F._______ erschossen wor-

den. In der Folge habe er (Beschwerdeführer) anonyme Anrufe erhalten, 

wobei er zu einem Treffen mit den Anrufern aufgefordert worden sei. Von 

(...) bis (...) habe er in seiner Ortschaft die E._______ unterstützt, indem er 

(Nennung Tätigkeit). Im (Nennung Zeitpunkt) sei er durch eine unbekannte 

Person bei der Armee denunziert worden, worauf Soldaten bei ihm auf dem 

Feld erschienen seien, ihn geschlagen und ins (Nennung Örtlichkeit) mit-

genommen hätten. Dort sei er während (Nennung Dauer) geschlagen wor-

den. Seither habe er Probleme am (Nennung Körperteil) und (Nennung 

Körperteil). Danach habe er während (Nennung Dauer) täglich im (Nen-

nung Örtlichkeit) die Unterschrift leisten müssen, wobei er stets geschla-

gen und teils mit dem Tod bedroht worden sei. Von (...) bis (...) habe er 

deswegen bei seiner (Nennung Verwandte) in G._______ im (Nennung 

Gebiet) gelebt. Im (Nennung Zeitpunkt) habe die E._______ von allen Per-

sonen verlangt, sich am Kampf zu beteiligen. Er habe dies zunächst abge-

lehnt, sei dann aber mit (Nennung Anzahl) Angehörigen der E._______ in 

seine Heimatregion zurückgekehrt, wo sie sich in verlassenen Häusern 

versteckt hätten. Da die (Nennung Personen) ab (Nennung Zeitpunkt) den 

Kontakt zu den E._______ verloren hätten, seien sie an einen sicheren Ort 

und er selber nach Hause gegangen, wo er sich bis (Nennung Zeitpunkt) 

versteckt habe. In der Folge habe sich die Lage normalisiert und er habe 

seinem Vater in der Landwirtschaft geholfen. Im Jahr (...) habe er einen 

(Nennung Arbeitsgerät) gekauft, um selber damit zu arbeiten. Die Armee 

habe ihn in der Folge aufgefordert, den (Nennung Arbeitsgerät) zur Verfü-

gung zu stellen, damit sie etwas in ihrem (Nennung Örtlichkeit) erledigen 

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könne. Da er dies nicht getan habe, hätten sich die Soldaten über ihn er-

kundigt und dabei von seinen damaligen Hilfeleistungen an die E._______ 

im (Nennung Gebiet) erfahren. Unter Schlägen habe er zugegeben, den 

E._______ unter Zwang geholfen zu haben. Danach sei sein (Nennung 

Arbeitsgerät) ohne zu fragen mitgenommen, im (Nennung Örtlichkeit) in 

H._______ gebraucht und – nach einem Defekt – von den Soldaten ste-

hengelassen worden. Er sei gezwungen gewesen, den (Nennung Arbeits-

gerät) abschleppen und reparieren zu lassen. Danach habe er sich ständig 

respektive von (...) bis (...) im (Nennung Örtlichkeit) melden oder bei mehr-

tägigen Abwesenheiten abmelden müssen oder sei zuhause abgeholt und 

ins (Nennung Örtlichkeit) gebracht worden. Im (Nennung Örtlichkeit) sei er 

nicht jedes Mal, aber dennoch häufig geschlagen worden; auch hätten ihn 

die Soldaten zuhause aufgesucht und dort behelligt. Er sei jedoch nie in 

ein Rehabilitationslager gebracht worden. Aufgrund dieser Probleme habe 

er mit I._______, einem Parlamentsabgeordneten der J._______, Kontakt 

aufgenommen. I._______ habe ihn aufgefordert, zu ihm zu kommen. So 

habe er ab (Nennung Zeitpunkt) bis zu seiner Ausreise wieder in 

G._______ im (Nennung Gebiet) gelebt und für I._______ gearbeitet. Un-

ter anderem habe er (Nennung Tätigkeit), weshalb er ab (Nennung Zeit-

punkt) während (Nennung Dauer) (Nennung Anzahl) Drohanrufe erhalten 

habe. Er sei aufgefordert worden, nach Hause zu gehen und sich nicht in 

politische Angelegenheiten einzumischen. I._______ habe ihm jedoch ge-

sagt, dass er sich darum kümmern werde. Obwohl die Armee gewusst 

habe, dass er bei I._______ gewesen sei, seien Angehörige der Armee in 

dieser Zeit wiederholt bei seinen Eltern erschienen und hätten gefragt, ob 

er zu Besuch gewesen sei. Die Soldaten hätten gesagt, er solle sich im Fall 

eines Besuchs zuhause im (Nennung Örtlichkeit) melden. Am (Nennung 

Zeitpunkt) habe die Beerdigung von K._______, der (Nennung Funktion) 

der E._______, stattgefunden. Im Vorfeld habe ihm die Armee telefonisch 

geraten, von solchen Veranstaltungen fernzubleiben. Er habe jedoch bei 

den Vorbereitungen für die Beerdigung von K._______ geholfen und auch 

an der Begräbnisfeier teilgenommen, an welcher er einer der (Nennung 

Funktion) gewesen sei. Da die Armee seine Teilnahme bemerkt habe, 

seien am (...) bewaffnete Armeeangehörige bei ihm zuhause erschienen, 

hätten seine Eltern bedroht, nach seinem Aufenthaltsort befragt und ge-

sagt, er müsse sich bei ihnen melden respektive diese hätten ihn töten wol-

len. Seine Mutter habe ihn daraufhin telefonisch über die Suche informiert 

und ihn zum Weggehen aufgefordert. Er habe in der Folge mit I._______ 

Kontakt aufgenommen, der ihm ebenfalls zur Flucht geraten habe und 

auch gleich bei der Organisation der Ausreise behilflich gewesen sei. So 

sei er am (...) in L._______ eingetroffen und gleichentags auf dem Luftweg 

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ausgereist. Ferner habe er in der Schweiz am (Nennung Anlässe) teilge-

nommen; ausserdem mache er hier bei den E._______ nahestehenden 

(Nennung Organisationen) mit, sei jedoch noch nicht Mitglied geworden. 

(Nennung Zeitpunkt) nach seiner Ausreise sei sein Vater einmal mitgenom-

men und während (Nennung Dauer) festgehalten worden, dies in der Hoff-

nung, dass er (Beschwerdeführer) aus einem allfälligen Versteck zu sei-

nem Vater kommen würde. Seine Familie habe deswegen bei der Polizei 

eine Anzeige erstattet, worauf sein Vater zurückgebracht worden sei. 

Der Beschwerdeführer reichte (Nennung Beweismittel) zu den Akten. 

A.c Mit Verfügung vom 22. August 2017 stellte das SEM fest, der Be-

schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das 

Asylgesuch ab. Gleichzeitig ordnete es seine Wegweisung aus der 

Schweiz sowie deren Vollzug an. 

A.d Mit Eingabe vom 2. Oktober 2017 erhob der Beschwerdeführer gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. 

A.e Mit Verfügung vom 20. Februar 2018 hob das SEM seinen Asylent-

scheid vom 22. August 2017 im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens 

wiedererwägungsweise auf und nahm das erstinstanzliche Verfahren wie-

der auf. 

A.f Mit Entscheid D-5612/2017 vom 22. Februar 2018 schrieb das Bundes-

verwaltungsgericht das Beschwerdeverfahren als gegenstandlos gewor-

den ab. 

A.g Das SEM hörte den Beschwerdeführer am 23. Oktober 2018 und 

1. November 2018 erneut zu seinen Asylgründen an. Dabei brachte er vor, 

dass er im (Nennung Betrieb und Aufgabenbereich) sei. Da (Nennung 

Grund), habe die Armee von ihrer Verbindung zur Organisation erfahren. 

F._______ sei als Besitzer des Unternehmens am (...) (Nennung Örtlich-

keit) von der Armee erschossen worden. Er selber habe zuvor im Jahr (...) 

telefonisch anonyme Drohungen erhalten. Die Anrufer hätten gesagt, dass 

der (Nennung Betrieb) den E._______ gehöre und verlangt, dass er und 

auch die übrigen Angestellten keine Kontakte mit den E._______ pflegen 

sollten. Er habe F._______ über die Drohungen informiert. Auch Angehö-

rige des M._______ seien ins Geschäft gekommen und hätten behauptet, 

dieses gehöre der Bewegung; er sei deswegen jedoch nicht bedroht wor-

den. (Nennung Zeitpunkt) nach dem Tod von F._______ habe dessen Sohn 

das Geschäft wieder eröffnet, worauf ein Mitarbeiter erschossen worden 

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sei. Er habe sich während des Angriffs im hinteren Bereich des Geschäfts 

aufgehalten und fliehen können. Ferner habe er nach seiner Mitnahme 

durch die Armee im (Nennung Zeitpunkt) während (Nennung Dauer) (Nen-

nung Anzahl) Unterschrift leisten müssen, wobei er jedes Mal geschlagen 

worden sei. Er habe das Gefühl bekommen, dass er nicht am Leben ge-

lassen würde, worauf er die E._______ kontaktiert habe. Nachdem er wei-

tere (Nennung Dauer) zuhause gewesen sei, sei er mit Hilfe der E._______ 

auf dem Seeweg ins (Nennung Gebiet) gelangt. Nachdem er im (Nennung 

Zeitpunkt) nach Hause zurückgekehrt sei, sei er von den E._______ ge-

zwungen worden, die (Nennung Anzahl) mit ihm in diese Gegend zurück-

gekehrten Leute (Nennung Tätigkeit). Infolge der intensiver gewordenen 

Kriegshandlungen sei der Kontakt zwischen Angehörigen der E._______ 

in D._______ und dem (Nennung Gebiet) abgebrochen, worauf sich die 

(Nennung Personen) wieder in ihre jeweiligen Heimatregionen zurückbe-

geben hätten. Weiter habe er im Jahr (...) einen (Nennung Arbeitsgerät) 

gekauft, um mit diesem zu arbeiten. In seinem Dorf habe es noch einen 

anderen Besitzer eines (Nennung Arbeitsgerät) gegeben, der deswegen 

um die eigene wirtschaftliche Existenz gefürchtet habe. Wegen des (Nen-

nung Arbeitsgerät) sei er in der Folge denunziert und die Armee darüber 

informiert worden, dass er früher die E._______ unterstützt habe, sowohl 

im (Nennung Gebiet) als auch nach seiner Rückkehr wieder zuhause. Er 

habe wegen dieser Unterstützungstätigkeit häufig ins (Nennung Örtlichkeit) 

gehen müssen. Während seiner Zeit bei I._______ sei er insgesamt (Nen-

nung Anzahl) heimlich zu seinen Eltern nach Hause gegangen und unge-

fähr (Nennung Anzahl) von Armeeangehörigen angerufen worden, wobei 

ihm mitgeteilt worden sei, er solle nach Hause zurückkehren und es werde 

Probleme geben, wenn er so weitermache. Den letzten Anruf habe er am 

(Nennung Zeitpunkt) erhalten. An diesem Tag hätten bewaffnete Armeean-

gehörige seine Eltern aufgesucht, das Haus kontrolliert und ihnen gesagt, 

dass sie ihn finden und erschiessen würden. Ferner habe er nach seiner 

Ausreise keinen Kontakt mehr mit I._______ gehabt. Sodann machte der 

Beschwerdeführer geltend, etwa (Nennung Zeitpunkt) nach seiner Ankunft 

in der Schweiz ein Schreiben von I._______ erhalten zu haben, welches 

dieser von sich aus verfasst habe und in welchem seine Ausführungen be-

stätigt würden. Er wisse nicht, ob er es vergessen habe einzureichen. Fer-

ner sei er im Jahr (...) als einfacher Teilnehmer an (Nennung Veranstaltung) 

und im Jahr (...) am (Nennung Veranstaltung) gewesen. An Letzterem habe 

er (Nennung Tätigkeit). Nach seiner Ausreise sei sein Vater dessen Anga-

ben zufolge von Angehörigen der Armee oder des Geheimdienstes mitge-

nommen, befragt und nach Intervention seiner Mutter bei der Polizei am 

(Nennung Zeitpunkt) wieder freigelassen worden. Von weiteren Problemen 

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seiner Angehörigen im Nachgang zu seiner Ausreise habe er nichts gehört, 

jedoch habe er auch nicht danach gefragt. 

Zum Beleg seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer (Aufzählung 

Beweismittel) zu den Akten. 

A.h Das SEM holte weitere (Nennung Beweismittel) und zusätzlich telefo-

nische Informationen (Nennung Personen) ein. 

B.  

Mit Verfügung vom 4. Dezember 2020 stellte das SEM fest, der Beschwer-

deführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylge-

such ab. Gleichzeitig ordnete es seine Wegweisung aus der Schweiz sowie 

deren Vollzug an. 

C.  

Mit Eingabe vom 14. Januar 2021 erhob der Beschwerdeführer gegen die-

sen Entscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er bean-

tragte, es sei die angefochtene Verfügung wegen Verletzung des An-

spruchs auf rechtliches Gehör, eventuell wegen Verletzung der Begrün-

dungspflicht, eventuell zur Feststellung des vollständigen und richtigen 

rechtserheblichen Sachverhalts aufzuheben und die Sache sei zur Neube-

urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventuell sei seine Flücht-

lingseigenschaft festzustellen und ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren, 

eventuell sei die Verfügung betreffend die Dispositivziffern 4 und 5 aufzu-

heben und es sei die Unzulässigkeit oder zumindest die Unzumutbarkeit 

des Wegweisungsvollzugs festzustellen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht 

beantragte er, es sei der Spruchkörper bekanntzugeben und anzugeben, 

wie diese Gerichtspersonen ausgewählt worden seien, andernfalls seien 

die objektiven Kriterien für die Auswahl des Spruchkörpers bekanntzuge-

ben. Dazu sei Einsicht in die Datei der Software des Bundesverwaltungs-

gerichts zu gewähren, mit welcher diese Auswahl nach Eingang der Be-

schwerde kreiert worden sei und es sei offenzulegen, wer diese Auswahl 

getroffen habe. 

Der Beschwerde lagen (Aufzählung Beweismittel) bei. 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 21. Januar 2021 teilte die Instruktionsrichterin 

dem Beschwerdeführer den Spruchkörper mit und forderte ihn auf, bis zum 

5. Februar 2021 einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.– zu 

bezahlen. 

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E.  

Mit Eingabe vom 4. Februar 2021 ersuchte der Beschwerdeführer unter 

Beilage einer Fürsorgebestätigung um Erlass der Verfahrenskosten sowie 

um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Ferner ersuchte 

er unter Hinweis auf den Entscheid des Bundesgerichts 12T _3/2018 vom 

22. Mai 2018 darum, es sei Richter Gerald Bovier durch eine nicht der SVP 

angehörende Gerichtsperson zu ersetzen. Zudem hielt er fest, es sei zwar 

in der Zwischenverfügung vom 21. Januar 2021 der Spruchkörper bekannt 

gegeben, jedoch nicht ausgeführt worden, wer die Bildung des Spruchkör-

pers mit welcher Methode vorgenommen habe und ob manuell in das Sys-

tem zur Generierung des Spruchkörpers eingegriffen worden sei. Es sei 

ihm daher entsprechende Auskunft zu erteilen. 

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 11. Februar 2021 hiess die Instruktionsrichte-

rin das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut, 

verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, lehnte das Ersu-

chen um Ersetzung von Richter Gérald Bovier durch eine nicht der SVP 

angehörende Gerichtsperson ab und lud die Vorinstanz zur Einreichung 

einer Vernehmlassung bis zum 26. Februar 2021 ein. 

G.  

Nach einmalig gewährter Fristerstreckung hielt die Vorinstanz in ihrer Ver-

nehmlassung vom 12. März 2021 nach einigen ergänzenden Bemerkun-

gen an ihren Erwägungen fest. 

H.  

Der Beschwerdeführer replizierte am 1. April 2021. 

I.  

Mit Schreiben vom 11. Februar 2022 beantwortete die Instruktionsrichterin 

eine Verfahrensstandsanfrage des (Nennung Behörde) vom (...). Die 

Schreiben werden dem Beschwerdeführer in der Beilage zu diesem Urteil 

zur Kenntnis gebracht.  

 

 

 

 

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Seite 8 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 

2015). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend 

– endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde (aArt. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist 

einzutreten. 

2.  

2.1 Die Zusammensetzung des Spruchkörpers wurde dem Beschwerde-

führer mit Zwischenverfügung vom 21. Januar 2021 bereits mitgeteilt; er 

hat sich zwischenzeitlich nicht geändert. Die Richterinnen und Richter des 

Spruchgremiums wurden im Auftrag des Abteilungspräsidiums durch das 

EDV-basierte Zuteilungssystem des Bundesverwaltungsgerichts automati-

siert bestimmt. Ein manueller Eingriff in die elektronische Zuteilung wurde 

nicht vorgenommen. 

2.2 Der Antrag auf Einsicht in die Software oder entsprechende Auszüge 

betreffend die Spruchkörperbildung ist abzuweisen, da es sich dabei nicht 

um Akten handelt, welche dem Akteneinsichtsrecht gemäss Art. 29 Abs. 2 

BV und Art. 26 i.V.m. Art. 27 f. VwVG unterstehen (vgl. Koordinationsurteil 

des BVGer D-3946/2020 vom 21. April 2022 E. 4.5 m.w.H. [zur Publikation 

vorgesehen]). 

3.  

3.1 In der Beschwerde werden formelle Rügen erhoben. Diese sind vorab 

zu beurteilen. 

3.2 Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör, welches als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer 

Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt 

wirksam zur Geltung bringen kann. Mit dem Gehörsanspruch korreliert die 

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Seite 9 

Pflicht der Behörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prü-

fen und in ihrer Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Die Be-

gründung muss so abgefasst sein, dass sie eine sachgerechte Anfechtung 

ermöglicht. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begründung mit allen Par-

teistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbrin-

gen ausdrücklich widerlegt (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2; BVGE 2009/35 

E. 6.4.1). 

Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-

verhalts bildet einen Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Un-

richtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher 

und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch 

gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Ent-

scheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1043). 

3.2.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung des Willkürver-

bots zusammen mit einer Verletzung des rechtlichen Gehörs. Er macht gel-

tend, das SEM habe sich über eingereichte Fachgutachten hinweggesetzt 

und diesen jeglichen Beweiswert abgesprochen sowie ein hypothesenge-

leitetes Verfahren angewendet und sich damit auf eine falsche Gesetzes-

bestimmung (Art. 10 Abs. 3 Schweizerische Strafprozessordnung [StPO, 

SR 312.0] anstatt Art. 7 Abs. 2 AsylG) abgestützt und versucht, das redu-

zierte Beweismass der Glaubhaftmachung im Asylverfahren zu umgehen. 

Zudem habe es sich über die frühere Einschätzung im ersten Asylentscheid 

hinweggesetzt (vgl. Beschwerdeschrift S. 11-30). Gemäss Lehre und 

Rechtsprechung liegt Willkür nicht schon dann vor, wenn eine andere Lö-

sung in Betracht zu ziehen oder sogar vorzuziehen wäre, sondern nur 

dann, wenn ein Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen 

Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstritte-

nen Rechtsgrundsatz klar verletzt oder in stossender Weise dem Gerech-

tigkeitsgedanken zuwiderläuft (vgl. JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHÄFER, 

Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl., 2008, S.11; ULRICH HÄFELI/WALTER 

HALLER/HELEN KELLER/DANIELA THURNHERR, Allgemeines Verwaltungs-

recht, 9. Auflage, N 811 f.; BGE 133 I 149 E. 3.1, m.w.H.). Dabei muss die 

angeblich willkürliche Begründung rechtsgenüglich dargelegt werden (BGE 

116 Ia 426 S. 428, m.w.H.). Dies gelingt dem Beschwerdeführer jedoch 

nicht. Im Zusammenhang mit der Rüge, das SEM habe den Beweiswert 

der eingereichten (Nennung Beweismittel) negiert und sich darüber hin-

weggesetzt (vgl. Beschwerdeschrift S. 11-19), ist festzuhalten, dass der 

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Seite 10 

Beschwerdeführer in seinen diesbezüglichen Vorbringen die Frage der 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts mit der Frage der rechtli-

chen Würdigung der Sache vermengt. Alleine der Umstand, dass das SEM 

aus sachlichen Gründen zu einer anderen Würdigung der in den Akten lie-

genden (...) Unterlagen und der in diesem Zusammenhang stehenden Vor-

bringen gelangt, als von ihm verlangt, spricht weder für eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs noch für eine Voreingenommenheit des zuständigen 

Sachbearbeiters des SEM. Die Vorinstanz setzte sich im angefochtenen 

Entscheid mit den (...) Problemen des Beschwerdeführers und den in den 

Akten liegenden (...) Unterlagen sowie den darin enthaltenen (Nennung In-

halt) in rechtsgenüglicher Weise auseinander und legte in nachvollziehba-

rer Weise seine Schlussfolgerungen dar (vgl. act. A139, S. 14 ff.). 

3.2.2 Im Umstand, dass die Vorinstanz für die Unterscheidung von erleb-

nisbasierten und erfundenen Schilderungen auf sogenannte Realkennzei-

chen verwies, lässt sich kein willkürliches Verhalten respektive einen Um-

gehungsversuch des reduzierten Beweismasses im Asylverfahren erken-

nen. Die Vorinstanz führte denn auch im angefochtenen Asylentscheid eine 

Glaubhaftigkeitsprüfung gemäss Art. 7 AsylG durch und kam zum Schluss, 

dass die Aussagen des Beschwerdeführers zu seinen Aktivitäten für die 

E._______ und I._______, zum Begräbnis von K._______ sowie zur an-

geblich bis zur Ausreise erlittenen Verfolgung als unglaubhaft zu erachten 

sei (vgl. act. A139, S. 16). Auch in der Rechtsprechung des Bundesverwal-

tungsgerichts werden für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Aussagen 

Realkennzeichen verwendet, die eine Differenzierung zwischen erlebnis-

basierten und erfundenen respektive verfälschten Aussagen ermöglichen 

sollen (vgl. bspw. Urteil des BVGer E-2632/2019 vom 11. August 2020 

E. 8.2.1). Aus der Vorgehensweise des SEM ist daher nicht ersichtlich, 

dass es faktisch Rückgriff auf ein sachfremdes Rechtsgebiet genommen, 

respektive das Beweismass unrechtmässig erhöht und den vom Be-

schwerdeführer geltend gemachten Art. 10 Abs. 3 StPO angewendet und 

deshalb willkürlich gehandelt oder das rechtliche Gehör verletzt hätte. Der 

Umstand, dass sich die Vorinstanz bei der Feststellung des Sachverhalts 

gemäss Art. 12 VwVG zweier ergänzender Anhörungen mit dem Be-

schwerdeführer und anschliessend mit Blick auf die Glaubhaftigkeitsprü-

fung – insbesondere der Aussagen des Beschwerdeführers bedient hat 

(Bst. b.) – und sich nicht veranlasst sah, ein Sachverständigengutachten 

einzuholen, stellt keinen formellen Mangel dar. Seine Behauptung, das 

SEM wolle sich zwar ans Strafrecht anlehnen, jedoch keine Abklärung 

durch einen Gutachter durchführen lassen, wie es im Strafrecht bei kom-

plexen Fällen üblich sei (vgl. Beschwerdeschrift S. 24, Ziff. 15), findet in 

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Seite 11 

den Akten keine Stütze und bleibt unbehelflich. Unter diesen Umständen 

ist auch die in der Beschwerdeschrift erhobene Rüge einer Verletzung des 

rechtlichen Gehörs infolge einer fehlenden Subsumption und Begutach-

tung als Folge des Verweises auf ein "hypothesengeleitetes Vorgehen" als 

nicht stichhaltig zu qualifizieren. 

3.2.3 Weiter habe die Vorinstanz das rechtliche Gehör verletzt, indem sie 

sich über ihre frühere Einschätzung der Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers hinweggesetzt und nicht begründet habe, weshalb es zu einer anderen 

Einschätzung der Glaubhaftigkeit bezüglich der Ausführungen zu seinem 

Wohnort in den Jahren (...) bis (...) gekommen sei. Der Sachbearbeiter 

habe dieses Sachverhaltselement wegen einer zweideutigen Antwort pau-

schal in Zweifel gezogen, obwohl dieser Aussage "unzählige übereinstim-

mende" Antworten über drei Anhörungen hinweg gegenüberstünden. 

Dadurch setze sich der Sachbearbeiter nicht nur über seine "zahlreichen" 

übereinstimmenden Antworten, sondern auch über die Einschätzung des 

SEM in seiner Verfügung vom 22. August 2017 hinweg. Dies sei vor dem 

Hintergrund der attestierten (Nennung Leiden) als willkürlich zu erachten 

(vgl. Beschwerdeschrift S. 28 f.). Dieser Einwand ist als nicht stichhaltig zu 

qualifizieren. Nachdem das SEM seine Verfügung vom 22. August 2017 

auf Stufe Vernehmlassung aufgehoben hat, sind die darin enthaltenen da-

maligen Einschätzungen für das vorliegende Verfahren irrelevant. Zudem 

hat sich das SEM in der besagten Verfügung – entgegen der in der Be-

schwerde vertretenen Ansicht – zur Glaubhaftigkeit der Aussagen bezüg-

lich des Wohnorts des Beschwerdeführers in den Jahren (...) bis (...) nicht 

geäussert. Ohnehin vermag der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer 

im weiteren Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens in den ergänzenden 

Anhörungen oder auch im Rahmen seiner Stellungnahme vom 13. Novem-

ber 2020 anders beziehungsweise unzählige Male übereinstimmend ge-

äussert haben will als noch in der ersten Anhörung, die von der Vorinstanz 

festgestellte Unstimmigkeit nicht per se zu erklären, wie dies in der Be-

schwerdeschrift suggeriert wird. Eine Gehörsverletzung ist demnach im ge-

rügten Vorgehen der Vorinstanz nicht zu erkennen. 

3.2.4 Vor dem in E. 3.2.1 bis 3.2.3 dargelegten Hintergrund erkennt das 

Bundesverwaltungsgericht in der dort gerügten Vorgehensweise auch 

keine objektiven Anzeichen für eine Voreingenommenheit des mit der an-

gefochtenen Verfügung befassten Fachspezialisten. Die angebliche Feh-

lerhaftigkeit in der juristischen Begründung der Verfügung (hochkonstru-

D-172/2021 

Seite 12 

ierte und kategorische Ablehnung der Sache ohne triftige Gründe und auf-

grund teilweise absoluter Erwägungen) beschlägt sodann die Frage der 

rechtlichen Würdigung der Sache. 

3.3 Zu verneinen ist auch eine Verletzung der Begründungspflicht mit Blick 

auf das geltend gemachte (Risiko)Profil des Beschwerdeführers 

(E._______-Verbindungen; Reflexverfolgung), seinen Gesundheitszu-

stand und die aktuelle Lage in Sri Lanka (Beschwerde S. 31-34; vgl. BVGE 

2011/37 E. 5.4.1; 2008/47 E. 3.2). In der angefochtenen Verfügung hat das 

SEM nachvollziehbar und hinreichend differenziert aufgezeigt, von wel-

chen Überlegungen es sich leiten liess, und sich mit den wesentlichen Vor-

bringen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Der blosse Umstand, 

dass er die Auffassung des SEM nicht teilt, ist keine Verletzung der Be-

gründungspflicht, sondern eine materielle Frage. 

3.4 Das in E. 3.3 Gesagte gilt ebenso für die Ausführungen in der Be-

schwerde unter dem Titel der unvollständigen Sachverhaltsfeststellung zu 

den individuellen Asylgründen, zu den E._______-Verbindungen und ei-

nem Konnex zwischen den E._______ und der J._______, einer (Nennung 

Leiden) und zur Einschätzung der länderspezifischen Lage in Sri Lanka 

unter Berücksichtigung der massiven Verschlechterung der Sicherheits- 

und Menschenrechtslage sowie des vom Rechtsvertreter eingereichten 

Länderberichts (Beschwerde S. 34-43). Diese richten sich nicht gegen die 

Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz, sondern gegen die entspre-

chende Beweiswürdigung und die rechtliche Würdigung der Vorbringen. 

Sodann zeigt die ausführliche Beschwerdeeingabe deutlich auf, dass eine 

sachgerechte Anfechtung möglich war. Im Übrigen sind den drei Anhö-

rungsprotokollen keine Hinweise zu entnehmen, dass der Beschwerdefüh-

rer zu irgendeinem Zeitpunkt der Anhörungen nicht in der Lage gewesen 

wäre, diesen problemlos zu folgen, oder seine Fluchtgeschichte nicht voll-

ständig und lückenlos hätte präsentieren können. Auf Nachfrage am 

Schluss der ersten Anhörung brachte er zunächst eine Ergänzung zum bis-

her aufgenommenen Sachverhalt vor und bestätigte anschliessend im 

Rahmen der Rückübersetzung mit seiner Unterschrift die Vollständigkeit 

und Korrektheit des Protokolls (vgl. act. A32, S. 26). Auch anlässlich der 

beiden ergänzenden Anhörungen machte der Beschwerdeführer von der 

Möglichkeit, Korrekturen anzubringen, Gebrauch und bestätigte am Ende 

derselben jeweils mit seiner Unterschrift die Vollständigkeit und Richtigkeit 

der Protokolle (vgl. act. A77, S. 6-8, 15, 17 und 20; A84, S. 8 und 14). Aus-

serdem erhielt er Gelegenheit, sich anlässlich der ergänzenden Anhörung 

D-172/2021 

Seite 13 

vom 1. November 2018 zu Unstimmigkeiten in seinem bisherigen Sachver-

haltsvortrag zu äussern (vgl. act. A84, S. 11 f.). 

3.5 Die formellen Rügen erweisen sich demnach als unbegründet, weshalb 

keine Veranlassung besteht, die Sache aus formellen Gründen aufzuheben 

und an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die diesbezüglichen Rechtsbegeh-

ren sind abzuweisen. 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer beantragt für den Fall einer materiellen Beurtei-

lung seiner Beschwerde, er sei angesichts der aktuellen neuen Gefähr-

dungslage erneut zu seinen Asylgründen anzuhören durch eine Fachper-

son mit ausreichendem Hintergrundwissen zu Sri Lanka und unter Beizug 

eines qualifizierten Übersetzers. Allenfalls sei ein Sachverständiger anzu-

weisen, ein Gutachten über seine Langzeittraumatisierung zu erstellen. 

4.2 Ein Anspruch auf mündliche Anhörung ist nur ausnahmsweise gege-

ben, wenn eine solche zur Abklärung des Sachverhaltes unumgänglich ist. 

Die Notwendigkeit einer Anhörung kann insbesondere dann verneint wer-

den, wenn eine Partei im Beschwerdeverfahren Gelegenheit hatte, ihre 

Sachverhaltsdarstellung und Beweisanerbieten umfassend schriftlich ein-

zubringen. Der Beschwerdeführer hatte auf Beschwerdeebene mit der Ein-

reichung einer Beschwerdeschrift inklusive umfangreicher Beilagen sowie 

weiterer Beweismitteleingaben Gelegenheit, seine Asylvorbringen bezie-

hungsweise seine Sachverhaltsdarstellung und Beweisanerbieten – so ins-

besondere auch hinsichtlich seines (...) Gesundheitszustandes – schriftlich 

einzubringen. Zudem wurde der Sachverhalt, wie vorstehend dargelegt, 

hinreichend erstellt. Die entsprechenden Beweisanträge sind somit abzu-

weisen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

D-172/2021 

Seite 14 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungs-

gericht hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in 

verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Da-

rauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, BVGE 2012/5 

E. 2.2). 

6.  

6.1 Die Vorinstanz begründete ihren ablehnenden Entscheid in materieller 

Hinsicht damit, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden weder den 

Anforderungen an die Glaubhaftmachung gemäss Art. 7 AsylG noch den-

jenigen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG standhalten.  

Der Beschwerdeführer habe sich in wesentlichen Punkten seiner Asylbe-

gründung widersprochen, so hinsichtlich der Dauer der Haft im Anschluss 

an die Festnahme im (Nennung Zeitpunkt), der Anzahl Anrufe von unbe-

kannten Nummern und seiner Besuche bei den Eltern während seiner Tä-

tigkeit für I._______, dem Inhalt der an seine Eltern gerichteten Ausführun-

gen der das Elternhaus auf- respektive durchsuchenden Soldaten am 

(Nennung Zeitpunkt), seinem Wohnort im (Nennung Gebiet) in den Jahren 

(...) bis (...) und dem Umfang der in dieser Zeit für I._______ geleisteten 

Tätigkeit sowie dem Inhalt der telefonischen Anrufe nach der Ermordung 

seines Arbeitgebers im (Nennung Zeitpunkt). Weiter ergäben sich Unstim-

migkeiten bezüglich der Umstände des Verlusts eines von I._______ aus-

gestellten Bestätigungsschreibens. Ferner habe der Beschwerdeführer zu 

den geltend gemachten Aktivitäten für die E._______, wie auch zu den an-

geblichen Problemen mit der Armee und den Tätigkeiten für I._______ le-

diglich knappe und allgemeine Angaben gemacht. Ein Mindestmass an ge-

schilderten Details stelle jedoch, zusammen mit der logischen Konsistenz 

– an welcher es seinen Angaben ebenfalls mangle – eine der beiden not-

wendigen Bedingungen für eine glaubhafte Aussage dar. Diese unsubstan-

ziierten Aussagen liessen sich nicht durch fehlende Fähigkeiten des Be-

schwerdeführers erklären; überdies habe er Gelegenheit erhalten, seine 

Asylgründe frei zu schildern. Zwar würden seine Schilderungen einige we-

nige ungewöhnliche Details und teilweise Realkennzeichen, so raum-zeit-

liche Verknüpfungen, Interaktionsschilderungen, die Wiedergabe von Ge-

sprächen und Schilderungen eigener psychischer Vorgänge enthalten. Je-

doch könnten auch erfundene Aussagen Realkennzeichen enthalten, wel-

che allerdings in qualitativer oder quantitativer Hinsicht weniger ausgeprägt 

seien. In den Ausführungen des Beschwerdeführers fehlten hingegen an-

dere Realkennzeichen mit einer stärkeren qualitativen Aussagekraft oder 

D-172/2021 

Seite 15 

seien – wie beispielsweise die ungewöhnlichen Details – kaum zu finden. 

Zudem könne etwas tatsächlich Erlebtes Teil eines sonst erfundenen 

Handlungsablaufs sein, der aus diesem Grund Realkennzeichen aufweise. 

So sei beispielsweise nicht auszuschliessen, dass die Soldaten effektiv 

den (Nennung Arbeitsgerät) des Beschwerdeführers mitgenommen hätten, 

weshalb er sich in deren (Nennung Örtlichkeit) habe begeben müssen, 

handle es sich dabei doch um ein Vorbringen, das sich nur schwer in die 

übrigen Vorbringen eingliedern lasse. Da emotional bedeutsame Erfahrun-

gen verhältnismässig lange im Gedächtnis gespeichert blieben, wären 

selbst bei lange zurückliegenden Ereignissen ausführlichere Schilderun-

gen zu erwarten gewesen. Sodann würden die Darlegungen in wesentli-

chen Punkten der allgemeinen Erfahrung widersprechen oder seien als un-

logisch zu qualifizieren, so bezüglich seines Desinteresses, ob es nach sei-

ner Ausreise zu weiteren, mit seiner Person zusammenhängenden Vorfäl-

len gekommen sei respektive seinem Verzicht auf eine Kontaktaufnahme 

zu seinen Eltern oder zu I._______, hinsichtlich des Umstandes, dass er 

ab (Nennung Zeitpunkt) ohne Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen von den 

Sicherheitskräften unbemerkt im Dorf habe leben und arbeiten können, so-

wie bezüglich der Vorgehensweise der Armeeangehörigen zur Abklärung 

seines Aufenthaltsortes nach dem Begräbnis von K ._______ im (Nennung 

Zeitpunkt) und seinen in diesem Zusammenhang stehenden Angaben ge-

genüber den Soldaten.  

 

Der Beschwerdeführer habe im Weiteren mehrere medizinische Berichte 

eingereicht und geltend gemacht, aufgrund seiner Traumatisierung in sei-

nem Erinnerungsvermögen in schwerwiegender Weise eingeschränkt zu 

sein. Aus den Anhörungsprotokollen würden sich jedoch keine Hinweise 

auf eine Einschränkung des Erinnerungsvermögens ergeben. Er habe zu 

seiner Arbeit im (Nennung Betrieb) in den Jahren (...) bis (...) relativ präzise 

Angaben gemacht, die ausserdem ungewöhnliche Einzelheiten enthielten. 

Selbst zu den angeführten Problemen mit den Soldaten in den Jahren (...) 

und nach (...) – welche potenziell wohl am ehesten ein Trauma auslösen 

könnten – habe er teilweise genaue Angaben zu geben vermocht. Des Wei-

teren wäre zu erwarten gewesen, dass sich Gedächtnisstörungen bei den 

Anhörungen auf verbale und nicht verbale Weisen bemerkbar gemacht hät-

ten, was den anderen anwesenden Personen hätte auffallen müssen, und 

dies nicht erst am Ende der dritten Anhörung. Aus seinen Antworten und 

seinem Verhalten bei den drei Anhörungen würden sich jedoch, ausser sei-

nen eigenen Bemerkungen zu seiner psychischen Situation, keine Hin-

weise auf derartige gesundheitliche Probleme ergeben. Selbst als er am 

Ende der dritten Anhörung auf Unstimmigkeiten in seinen Äusserungen 

D-172/2021 

Seite 16 

hingewiesen worden sei, habe er auf überlegte Weise geantwortet und ver-

schiedene Gründe aufgezählt, um diese Mängel zu erklären. In diesem 

Sinne würden die Protokolle nicht den Schluss zulassen, dass der Be-

schwerdeführer verwirrt gewesen sei oder sich nicht hätte konzentrieren 

können. Hinzu komme, dass sich seine erfahrungswidrigen und unlogi-

schen Aussagen kaum durch gesundheitliche Probleme erklären liessen. 

Angesichts der substanziierten Schilderung seiner Tätigkeit im (Nennung 

Betrieb) hätten überdies zumindest zu den angeführten E._______-Tätig-

keiten detailliertere Angaben erwartet werden dürfen. Ferner werde in den 

Berichten des (Nennung Institutionen) nicht näher ausgeführt, aus welchen 

Gründen die geltend gemachte Verfolgung und deren Auswirkungen als 

glaubhaft erachtet würden. Zwar würden die Berichte (Nennung Leiden) 

erwähnen, was auf ein Trauma hinweise. Jedoch fehlten nähere Ausfüh-

rungen dazu und es werde nicht auf die Frage eingegangen, ob allenfalls 

ein Trauma anderer Art solche Störungen verursacht haben könnte. Es sei 

der Schluss zu ziehen, dass sich die widersprüchlichen und unsubstanzi-

ierten Angaben im Asylverfahren nicht durch psychische oder physische 

Probleme erklären lassen würden. Demnach sei davon auszugehen, dass 

die körperlichen Probleme des Beschwerdeführers auf andere als die an-

gegebenen Ursachen zurückzuführen seien. Da die Schilderungen als 

nicht glaubhaft zu qualifizieren seien, sei auch der angeführte Grund für die 

Kontaktaufnahme mit I._______ zu bezweifeln. Auch sei anzunehmen, 

dass die Bestattung von K._______ durch deren unmittelbare Bezugsper-

sonen und nicht durch einen Parlamentsabgeordneten organisiert worden 

wäre. Die eingereichten Fotos der Begräbnisfeier von K._______ würden 

lediglich den Schluss zulassen, dass der Beschwerdeführer an jenem Be-

gräbnis teilgenommen, dort unter Umständen (Nennung Funktion) habe 

und möglicherweise I._______ kenne. Jedoch vermöge er angesichts der 

dargelegten Unstimmigkeiten nicht zu belegen, dass er Aktivitäten für 

I._______ entfaltet habe. Unter diesen Umständen vermöchten – mit Blick 

auf den Antrag, I._______ als Zeugen durch die Schweizer Vertretung in 

L._______ anhören zu lassen – Aussagen oder eine schriftliche Erklärung 

von I._______ zu keiner anderen Einschätzung zu führen.  

 

Weiter sei es als unwahrscheinlich zu erachten, dass die sri-lankischen Be-

hörden anlässlich der Begräbnisfeier von K._______ die Absicht gehabt 

hätten, Personen zu identifizieren. Zwar habe die Armee gemäss den Aus-

führungen des Beschwerdeführers versucht, die Leute von einer Teilnahme 

am Begräbnis abzuhalten. Jedoch hätten Medien bereits Tage vorher auf 

diese Feier hingewiesen und es seien Tausende an dieser anwesend ge-

D-172/2021 

Seite 17 

wesen, was nicht der Fall gewesen wäre, wenn das Risiko einer Identifizie-

rung und weiterer Probleme effektiv bestanden hätte. Das Vorbringen, dass 

der Ehemann von K._______ im Anschluss an das Begräbnis festgenom-

men worden sei, habe sich durch die Abklärungen des SEM nicht bestäti-

gen lassen. Folglich ergäben sich keine Hinweise, dass es während des 

Begräbnisses oder danach, gestützt auf Bildmaterial, zu Identifizierungen 

gekommen sei und der Beschwerdeführer deswegen gefährdet wäre.

  

Hinsichtlich des persönlichen (Risiko)Profils des Beschwerdeführers sei 

anzuführen, dass es trotz der geschilderten politischen Entwicklungen in 

Sri Lanka keinen Anlass zur Annahme gebe, dass ganze Volks- oder Be-

rufsgruppen unter Präsident Gotabaya Rajapaksa einer Verfolgungsgefahr 

ausgesetzt wären. Auch habe der Beschwerdeführer nach Ende des Bür-

gerkriegs noch längere Zeit in Sri Lanka gelebt. Er gehöre daher zu denje-

nigen Personen, bei welchen die sri-lankischen Sicherheitsorgane Gele-

genheit gehabt hätten, allfällige Beziehungen zu den E._______ zu prüfen. 

Gerade seine Herkunft, sein Alter, ein Aufenthalt im (Nennung Gebiet) und 

die Narben hätten sicherlich deren Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt. Trotz 

dieses Profils und seiner möglichen Bekanntschaft oder Verwandtschaft zu 

I._______ sei gestützt auf die bisherigen Ausführungen davon auszuge-

hen, dass er bis zur Ausreise offensichtlich keine relevanten Probleme mit 

den Sicherheitsorganen gehabt habe. Daraus sei zu schliessen, dass er 

diesen nicht als Person, die sich im Umfeld der E._______ bewegt habe, 

bekannt sei. Weiter ergäben sich aus seinen Aussagen und Beweismitteln 

zum exilpolitischen Engagement keine Hinweise, dass er sich hierzulande 

besonders exponiert habe und dadurch den sri-lankischen Behörden auf-

gefallen wäre. Auch lägen keine Anhaltspunkte vor, dass er wegen seines 

in der Schweiz lebenden (Nennung Verwandter) Probleme haben könnte. 

Die Befragung von Rückkehrern, die über keine gültigen Identitätsdoku-

mente verfügten, im Ausland ein Asylverfahren durchlaufen hätten oder be-

hördlich gesucht würden, und das allfällige Eröffnen eines Strafverfahrens 

wegen illegaler Ausreise stellten keine asylrelevanten Verfolgungsmass-

nahmen dar. Rückkehrer würden regelmässig auch am Herkunftsort 

zwecks Registrierung, Erfassung der Identität, bis hin zur Überwachung 

der Aktivitäten der Person befragt. Diese Kontrollmassnahmen am Her-

kunftsort würden grundsätzlich kein asylrelevantes Ausmass annehmen. 

Angesichts des Profils des Beschwerdeführers ergäben sich keine Anhalts-

punkte, dass er in diesem Zusammenhang oder wegen der Beschaffung 

von Ersatzreisepapieren in Schwierigkeiten geraten könnte. Auch ergäben 

sich keine Hinweise, dass er im Zusammenhang mit dem von den Soldaten 

D-172/2021 

Seite 18 

verwendeten (Nennung Arbeitsgerät) aus einem flüchtlingsrechtlich rele-

vanten Motiv verfolgt gewesen wäre. Es sei gestützt auf die Sachlage da-

von auszugehen, dass die Armee an seinem (Nennung Arbeitsgerät) und 

nicht an ihm persönlich interessiert gewesen sei. Es bestehe somit insge-

samt kein begründeter Anlass zur Annahme, dass er bei einer Rückkehr 

nach Sri Lanka mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zu-

kunft asylrelevanten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt sein würde. 

6.2 Der Beschwerdeführer entgegnete in seiner Rechtsmitteleingabe zu-

nächst, das SEM habe den Grundsatz Beweis vor Glaubhaftigkeit verletzt. 

Es hätten in Form von verschiedenen (Nennung Beweismittel) für seine (...) 

Probleme respektive seinen Gesundheitszustand sowie für die von ihm 

vorgebrachten Misshandlungen vorgelegen, welche vom SEM ignoriert 

respektive als nicht beweiskräftig taxiert worden seien, obwohl diese Do-

kumente einen Teilbeweis für seine Sachverhaltsschilderungen erbringen 

würden. Er sei (Nennung Leiden und Beweismittel), was bei der Prüfung 

der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen zu berücksichtigen sei. Das SEM 

habe indes keine nuancierte Überprüfung unter Berücksichtigung aller Um-

stände des Einzelfalls vorgenommen. 

Seine Ausführungen zur Dauer seiner Festnahme im (Nennung Zeitpunkt) 

seien wohl widersprüchlich gewesen, der Vorfall habe jedoch bei ihm 

schwerste Reaktionen auf der subjektiven Belastungsskala ausgelöst. An-

gesichts der Ausführungen im (Nennung Beweismittel), der sich ausführlich 

mit diesem Ereignis befasse, sei zu erwarten gewesen, dass er Mühe 

habe, darüber zu berichten und den zeitlichen Zusammenhang in seiner 

Erinnerung einzuordnen; er denke aber, dass er am gleichen Tag wieder 

freigelassen worden sei. Zum Vorhalt widersprüchlicher Ausführungen zu 

den Umständen, wie er im Jahr (...) ins (Nennung Örtlichkeit) gelangt sei, 

entgegnete er, dieser Widerspruch sei konstruiert und aktenwidrig. Bei der 

dritten Anhörung habe er nirgends angeführt, die Soldaten seien zu ihm 

aufs Feld gekommen. Seine Angaben seien deckungsgleich. An der ersten 

ergänzenden Anhörung habe er zwar angegeben, "alleine" ins (Nennung 

Örtlichkeit) gegangen zu sein. Es sei jedoch davon auszugehen, dass sich 

die Antwort auf die späteren Übergriffe bezogen habe. Es sei – wenn über-

haupt – nur eine kleine Unstimmigkeit auszumachen, die nicht geeignet 

sei, seine Vorbringen in Zweifel zu ziehen. Es sei in diesem Zusammen-

hang auf die mit zahlreichen Realkennzeichen versehene Beschreibung 

der brutalen Folterungen dieses Übergriffs zu verweisen. Zu den Unstim-

migkeiten bezüglich der Anzahl Telefonanrufe und Besuche seiner Eltern 

D-172/2021 

Seite 19 

während seiner Tätigkeit für I._______ sei zu entgegnen, dass er nach Er-

halt der wöchentlichen Anrufe seine Mobiltelefonnummer gewechselt und 

in der Folge nur noch spärliche Anrufe erhalten habe. Seine diesbezügli-

chen Angaben hätten sich auf unterschiedliche Mobiltelefonnummern be-

zogen. Weiter habe er nur monatlich und nicht wöchentlich seine Eltern 

besucht. Auch in diesem Punkt habe er grosse Mühe, die entsprechenden 

Erinnerungen zu quantifizieren und zu datieren. Der Vorhalt, er habe un-

terschiedliche Angaben zu den Aussagen der Soldaten gegenüber seinen 

Eltern am (Nennung Zeitpunkt) gemacht, sei unzutreffend. Den nicht selber 

erlebten Vorfall habe er in der ersten Anhörung einlässlich und an der zwei-

ten ergänzenden Anhörung nur noch zusammenfassend geschildert. Zu 

den laut SEM unterschiedlichen Angaben zu seinem Wohnort in den Jah-

ren (...) bis (...) sei anzuführen, dass es dahingestellt bleiben könne, was 

er mit seiner Aussage, er habe von (...) bis (...) bei seiner (Nennung Ver-

wandte) in G._______ gelebt, genau gemeint habe. Aus den Anhörungen 

ergebe sich eindeutig, dass er in dieser Zeit bei I._______ gelebt habe, 

was durch dessen Schreiben bestätigt werde. Schliesslich sei der angebli-

che Widerspruch bezüglich des Inhalts der Telefongespräche im Nachgang 

zur Ermordung des (Nennung Person) unerheblich. Das SEM habe seine 

Ausführungen zur dortigen Tätigkeit als substanziiert und präzise taxiert. 

Dieser vermeintliche Widerspruch dokumentiere daher die in sich wider-

sprüchliche Argumentation der Vorinstanz. Ferner sei er tatsächlich aufge-

fordert worden, die anonymen Anrufer zu treffen, was ihm anlässlich der 

beiden ergänzenden Anhörungen – auch aufgrund seiner Konzentrations-

störungen – schlicht nicht eingefallen sei. Insgesamt seien sämtliche vor-

gebrachten Sachverhaltselemente entweder mittels objektiven Beweismit-

teln belegt oder aber zumindest glaubhaft gemacht worden. 

Sodann erfülle er zahlreiche der vom Bundesverwaltungsgericht definier-

ten Risikofaktoren, die zur Annahme einer begründeten Furcht bei einer 

Rückkehr nach Sri Lanka führen müssten, so seine Verbindungen zu den 

E._______ (Unterstützungstätigkeit für die E._______ und die J._______; 

Verwandtschaft zu seinem (Nennung Verwandter); Nähe zu I._______; 

Teilnahme an der Begräbnisfeier von K ._______), der Eintrag seines Na-

mens auf einer Stop-List, das exilpolitische Engagement, der langjährige 

Auslandaufenthalt und das Fehlen von gültigen Einreisepapieren. Diese 

Risikofaktoren seien kumulativ zu würdigen und würden in seinem Fall zur 

Bejahung der Flüchtlingseigenschaft führen. 

6.3 In seiner Vernehmlassung hielt das SEM in materieller Hinsicht fest, 

zweifellos gelte es bei einer traumatisierten Person, deren Vorbringen auf 

D-172/2021 

Seite 20 

die Glaubhaftigkeit geprüft würden, zu berücksichtigen, dass Unstimmig-

keiten eine Folge des Traumas sein könnten. Es sei jedoch nicht einzuse-

hen, weshalb sich – wie der Beschwerdeführer zu verstehen gebe – Wi-

dersprüche und unsubstanziierte Angaben als Hinweise auf ein Trauma of-

fenbaren würden, alle anderen Indizien jedoch nicht erkennbar wären.  

Sollte ein Trauma derartig schwerwiegende Unstimmigkeiten wie Wider-

sprüche verursachen, müssten Anzeichen dafür auch anderweitig, sowohl 

in den Aussagen jener Person wie auch in deren Verhalten, feststellbar 

sein. Auch im zitierten Artikel der Aktuellen Juristischen Praxis (AJP; vgl. 

Beschwerdeschrift S. 23, Pkt. 2.3.13) werde lediglich bei komplexen Fällen 

der Beizug eines Sachverständigen empfohlen. Hinweise dafür, dass es 

sich vorliegend um einen komplexen Fall handle, lägen nicht vor. Im Übri-

gen dränge es sich im Asylverfahren selbst bei einer solchen Sachlage 

nicht auf, einen Experten beizuziehen, da gestützt auf die Asylpraxis ange-

sichts des reduzierten Beweismasses im Zweifelsfall zu Gunsten der asyl-

suchenden Person zu entscheiden wäre. Vor diesem Hintergrund lägen für 

das SEM triftige Gründe vor, um in Bezug auf die Ursachen des Traumas 

von den Folgerungen in den (Nennung Beweismittel) abzuweichen. Des-

gleichen lägen nach Ansicht des SEM ernsthafte Gründe vor, um bezüglich 

der Zumutbarkeit der Behandlung im Heimatstaat zu einer anderen Ein-

schätzung als in derjenigen im Bericht eines jener (Nennung Institutionen) 

zu gelangen. Bezüglich des mit der Rechtsmitteleingabe eingereichten 

(Nennung Beweismittel) von I._______ sei festzuhalten, dass Beweismit-

teln dieser Art nur dann Beweiskraft beizumessen sei, wenn weitere Hin-

weise für die Glaubhaftigkeit der Vorbringen bestünden, was hier nicht der 

Fall sei. Insbesondere erstaune, dass der Beschwerdeführer erst (Nen-

nung Dauer) nach Einreichung seines Asylgesuchs ein solches Beweismit-

tel einreiche, obwohl er anlässlich der ergänzenden Anhörung vom 1. No-

vember 2018 auf ein allfälliges (Nennung Beweismittel) von I._______ an-

gesprochen worden sei. Er habe damals zwar auf mögliche Probleme hin-

gewiesen, die I._______ bei einer Kontaktaufnahme unter Umständen er-

wachsen wären. Dies vermöge alleine schon aufgrund des nun nachge-

reichten Dokuments nicht zu überzeugen. Weiter habe der Beschwerde-

führer darauf hingewiesen, dass ihn I._______ zum Verlassen Sri Lankas 

aufgefordert habe. I._______ erkläre jedoch im (Nennung Beweismittel), 

der Beschwerdeführer selber habe den Ausreiseentscheid gefällt. Auch 

habe der Beschwerdeführer angeführt, seit (Nennung Zeitpunkt) verfolgt 

worden zu sein und damals Todesdrohungen erhalten zu haben. I._______ 

hingegen halte fest, dass der Beschwerdeführer seit (Nennung Zeitpunkt) 

Todesdrohungen von Seiten des Militärgeheimdienstes und des 

D-172/2021 

Seite 21 

M._______ ausgesetzt gewesen sei. Sodann kämen in (Nennung Beweis-

mittel) mit keinem Wort die Tätigkeiten zur Sprache, welche der Beschwer-

deführer angeblich in der Zeit von (...) bis (...) für ihn verrichtet haben soll. 

Auch erstaune, dass darin im Zusammenhang mit der Suche der Armee 

nach dem Beschwerdeführer und dessen Ausreise auf seine Teilnahme am 

Begräbnis von K._______ nicht eingegangen werde. Dies sei umso über-

raschender, als der Beschwerdeführer angeblich jenes Begräbnis mit 

I._______ zusammen organisiert habe und aufgrund seiner damaligen 

Rolle den Behörden aufgefallen sei. Das (Nennung Beweismittel) spreche 

insgesamt nicht für die geltend gemachte Verfolgung, sondern stelle diese 

zusätzlich in Frage. Mit Blick auf den eingereichten Lagebericht zur Situa-

tion in Sri Lanka bestehe auch im heutigen Zeitpunkt kein Anlass zur An-

nahme, der Beschwerdeführer könnte aufgrund seines Profils bei einer 

Rückkehr gefährdet sein. 

6.4 In seiner Replik entgegnete der Beschwerdeführer, es sei Aufgabe des 

SEM, eine korrekte und dem Asylverfahren entsprechende Prüfung der 

Glaubhaftigkeit vorzunehmen (mit Verweis auf das Urteil E-14/2018 vom 

27. August 2020, welches diesbezüglich eine klare Anleitung enthalte). Es 

müsse in seinem Fall eine nuancierte Glaubhaftigkeitsprüfung vorgenom-

men werden. Der Sachbearbeiter des SEM habe sich angemasst, ohne 

psychologische Fachkenntnisse zwei unabhängigen (Nennung Beweismit-

tel) als ungenügend zu bezeichnen respektive diesen den Beweiswert ab-

zusprechen. Zudem verkenne er die Aussagekraft der (Nennung Beweis-

mittel) von I._______ und habe diese in unkorrekter Weise gewürdigt. Fer-

ner sei er aufgrund seines Profils in Sri Lanka bei einer Rückkehr von einer 

asylrelevanten Verfolgung bedroht. Diesbezüglich erfülle er mehrere 

(Hoch)Risikofaktoren. 

7.  

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Abwägung der Argumen-

te, die für und gegen die Glaubhaftigkeit sprechen, zum Schluss, dass die 

Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt 

hat, da die Wahrscheinlichkeit, die zu beurteilende Verfolgungsgeschichte 

entspreche in den wesentlichen Punkten – sofern überhaupt asylrelevant 

– nicht den Tatsachen, als höher zu erachten ist. Zudem hielt das SEM zu 

Recht fest, bei dieser Sachlage bestehe bei einer Rückkehr nach Sri Lanka 

keine beachtliche Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen asylrelevanten 

Massnahme. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Entgegnungen auf 

Beschwerdestufe und den zur Stützung derselben eingereichten Beweis-

mitteln die vom SEM getroffene Einschätzung nicht umzustossen. 

D-172/2021 

Seite 22 

7.1.1 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, das SEM habe den Grund-

satz Beweis vor Glaubhaftigkeit verletzt, zumal die eingereichten (Nennung 

Beweismittel) Belege, mithin Teilbeweise für seinen beeinträchtigten (...) 

Gesundheitszustand sowie für die von ihm vorgebrachten Misshandlungen 

darstellten, was von der Vorinstanz ignoriert worden sei, ist festzustellen, 

dass das SEM in seiner Verfügung sämtliche (Nennung Beweismittel) – so 

auch die vom Beschwerdeführer insbesondere thematisierten (Nennung 

Beweismittel) – im Sachverhalt explizit erwähnt hat (vgl. act. A139, S. 6 f.). 

Im Rahmen der Beweiswürdigung nahm es denn auch ausdrücklich Bezug 

auf die beiden erwähnten (Nennung Beweismittel) (vgl. act. A139, S. 14) 

und würdigte die darin festgehaltenen gesundheitlichen Probleme des Be-

schwerdeführers (Nennung Leiden) vor dem Hintergrund seines Aussage-

verhaltens, der Qualität und des Inhalts seiner Asylvorbringen anlässlich 

der mehreren Anhörungen. In diesem Zusammenhang vermag das Argu-

ment, das SEM habe den Grundsatz Beweis vor Glaubhaftigkeit verletzt, 

nicht zu überzeugen. 

7.1.2 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, bei der Prüfung der Glaub-

haftigkeit seiner Vorbringen sei die diagnostizierte (Nennung Diagnose) so-

wie die im (Nennung Beweismittel) festgehaltene (Nennung Leiden) sowie 

seine erheblichen Konzentrationsstörungen und dadurch zu erwartende 

Probleme bei der Darstellung gewisser Sachverhaltselemente zu berück-

sichtigen. Vorweg ist anzuführen, dass dem Verlauf der Protokolle der ein-

lässlichen Anhörungen keine Anzeichen dafür zu entnehmen sind, dass der 

Beschwerdeführer bei den Befragungen verwirrt, unkonzentriert oder unter 

Druck gewesen wäre oder sich nicht vollständig zu seinen Fluchtgründen 

hätte äussern können (vgl. auch E. 3.4 vorstehend). Sodann brachte die 

Hilfswerkvertretung bei der Beobachtung der Einhaltung eines korrekten 

Ablaufs bei den Anhörungen diesbezüglich keine Beanstandungen vor. Le-

diglich anlässlich der zweiten ergänzenden Anhörung regte sie im damali-

gen Zeitpunkt – da der Beschwerdeführer psychische und physische Prob-

leme wiederholt erwähnt habe – eine entsprechende Abklärung an (vgl. 

act. A84, Unterschriftenblatt der Hilfswerkvertretung gemäss Art. 30 Abs. 4 

AsylG), welche unter anderen in den bereits erwähnten (Nennung Beweis-

mittel) resultierten. Das Gericht stellt nicht in Abrede, dass bisweilen aus-

gelassene Sachverhaltsteile oder deren unterschiedliche Darstellung in 

den Befragungen mit dem Aussageverhalten von Menschen, die ein 

Trauma erlitten haben respektive an einer (Nennung Leiden) leiden, erklärt 

werden können. Jedoch ist auch in solchen Fällen davon auszugehen, 

dass die Grundzüge einer Fluchtgeschichte in den wesentlichen Teilen 

D-172/2021 

Seite 23 

ohne auffallende Widersprüche oder markante Ungereimtheiten und folg-

lich mehrheitlich übereinstimmend dargestellt werden können (vgl. Urteil 

des BVGer D-2737/2017 vom 28. Juni 2017 E. 5.5.2). Sodann können Arzt-

berichte lediglich über einen gesundheitlichen Befund Auskunft geben, bil-

den jedoch keinen Beweis für das geltend gemachte traumatisierende Er-

eignis (vgl. BVGE 2015/11 E. 7.2.1 und 7.2.2). Gleichwohl bildet die Ein-

schätzung eines Facharztes in Bezug auf die Plausibilität von Vorkomm-

nissen oder Ereignissen, die als Ursache für die diagnostizierte posttrau-

matische Belastungsstörung in Betracht fallen, ein Indiz, welches bei der 

Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Vorbringen im Rahmen der Beweis-

würdigung zu berücksichtigen ist (vgl. BVGE 2007/31 E. 5.1). 

Vorliegend vermag der Beschwerdeführer aus den erwähnten (Nennung 

Beweismittel) mit Blick auf die von der Vorinstanz durchgeführte Beurtei-

lung der Glaubhaftigkeit der vorgebrachten Sachverhaltselemente nichts 

zu seinen Gunsten abzuleiten. Wohl werden in diesen Berichten als Symp-

tome der angeführten (Nennung Leiden) eine (Nennung Symptome) for-

muliert. Der Beschwerdeführer wurde gleichzeitig jedoch auch als (Nen-

nung weitere Beurteilung). Weiter wurden im Gespräch Hinweise für (Nen-

nung Störungen sowie Nennung fehlende Hinweise auf weitere Defizite) 

festgestellt (vgl. act. A107, S. 4). Hinzukommt, dass sich die erwähnten 

Berichte hinsichtlich der Ursachen der untersuchten Beeinträchtigungen 

des (...) Gesundheitszustands ausschliesslich auf die Aussagen des Be-

schwerdeführers gegenüber den begutachtenden Personen stützen. So-

dann finden sich Ungereimtheiten zwischen den beiden in Frage stehen-

den (Nennung Beweismittel) bezüglich der festgehaltenen Aussagen einer-

seits und den Angaben des Beschwerdeführers in der ersten Anhörung an-

dererseits, so hinsichtlich des Zeitpunkts des Beginns der politischen Ver-

folgung. Diesbezüglich äussert sich der im Jahr (...) erstellte Bericht (Nen-

nung Beweismittel) dahingehend, dass die politische Verfolgung (Nennung 

Zeitpunkt), mithin im Jahr (...), begonnen habe (vgl. act. A121, S. 1), wäh-

renddessen der Bericht (Nennung Beweismittel) und der Beschwerdefüh-

rer diesen Zeitpunkt ins Jahr (...) legen (vgl. act. A107, S. 2; act. A32, F47 

ff.). Auch bezüglich der Art der erlittenen Folter anlässlich der ersten Haft 

im Jahr (...) ergeben sich Unterschiede, soll er gemäss dem Bericht der 

(Nennung Beweismittel) nicht nur geschlagen, sondern mit an den Kopf 

gehaltener Pistole bedroht worden sein (vgl. act- A107, S. 2 oben), was 

jedoch der Beschwerdeführer auch auf wiederholte explizite Nachfrage in 

der ergänzenden Anhörung nicht erwähnte (vgl. act. A77, F56 f. und F62 

f.). Im Weiteren erstaunt, dass der Bericht der (Nennung Beweismittel) 

zwar (Nennung gesundheitliche Beeinträchtigungen) aufzeigt (vgl. act. 

D-172/2021 

Seite 24 

A107, S. 1, Soziale Anamnese), indes Aussagen zu einem möglichen Zu-

sammenhang zwischen (Nennung gesundheitsschädigendes Verhalten) 

und aktuell beeinträchtigter (Nennung Leiden) fehlen. In diesem Zusam-

menhang ist hinsichtlich der Qualität der Aussagen weiter festzuhalten, 

dass die Anhörungen zwischen Juni 2017 und November 2018 ein bis zwei 

Jahre vor der Erstellung der beiden (Nennung Beweismittel) durchgeführt 

worden sind, den Akten – soweit ersichtlich – aber keine Hinweise zu ent-

nehmen sind, dass bereits zum damaligen Zeitpunkt ein (Nennung gesund-

heitsschädigendes Verhalten) vorgelegen hätte. Eine Durchsicht der in 

Frage stehenden Anhörungsprotokolle lässt jedenfalls keine Anhaltspunkte 

erkennen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der jeweiligen Befra-

gungen intellektuell oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage 

gewesen wäre, denselben zu folgen.  

7.1.3 Die im Bericht (Nennung Beweismittel) erwähnten (Nennung gesund-

heitliche Probleme) des Beschwerdeführers sind demnach nicht geeignet, 

die Verwertbarkeit der Anhörungsprotokolle in Frage zu stellen. Anzufügen 

bleibt, dass der Beschwerdeführer sowohl zu Beginn der jeweiligen Anhö-

rungen auf die Bedeutung der jeweiligen Befragung sowie auf seine Rechte 

und Pflichten im Asylverfahren aufmerksam gemacht wurde und er am je-

weiligen Schluss der Befragungen nach Rückübersetzung die Wahrheit 

und Korrektheit seiner Angaben mit seiner Unterschrift bestätigte. Zudem 

machte er in den Anhörungen nicht geltend, seine gesundheitliche Situa-

tion hätte ihn per se daran gehindert, seine Asylgründe vollständig, detail-

liert und korrekt darzulegen. Auch wies er anlässlich der ergänzenden An-

hörung vom 1. November 2018 auf Vorhalt widersprüchlicher und unstim-

miger Angaben zu mehreren Punkten seiner Schilderungen nur vereinzelt 

auf (Nennung gesundheitliche Probleme) seiner Person hin (vgl. act. A84, 

F104 ff.). 

7.2 Soweit sich der Beschwerdeführer zu den vorinstanzlichen Argumen-

ten, die die Glaubhaftigkeit seiner Ausführungen in Zweifel ziehen, äussert, 

ist Folgendes auszuführen: 

7.2.1 Der Beschwerdeführer wendet zum Vorhalt widersprüchlicher Anga-

ben zur Dauer seiner Festnahme im (Nennung Zeitpunkt) ein, seine dies-

bezüglichen Ausführungen seien wohl gegensätzlich, er bekunde jedoch 

Mühe, über den Vorfall zu berichten und diesen zeitlich einzuordnen. Er 

denke jedoch, dass er am gleichen Tag wieder freigelassen worden sei. 

Dieser Einwand vermag einerseits vor dem Hintergrund der in E. 7.1 – 

7.1.3 enthaltenen Erwägungen und andererseits angesichts der bei der 

D-172/2021 

Seite 25 

ersten Anhörung gemachten Schilderung, anlässlich welcher er bezüglich 

der Festnahme im (Nennung Zeitpunkt) im freien Vortrag unter zwei Malen 

anführte, während (Nennung Dauer) im (Nennung Örtlichkeit) geschlagen 

worden zu sein (vgl. act. A32, F47) nicht durchzudringen. Ferner ist in die-

sem Zusammenhang auf weitere Ungereimtheiten im Sachverhaltsvortrag 

des Beschwerdeführers hinzuweisen. So gab er anlässlich der ersten An-

hörung an, er habe im Anschluss an seine Freilassung ab (Nennung Zeit-

punkt) (Nennung Dauer) jeden Tag die Unterschrift leisten müssen (vgl. act. 

A32, F47, F49), um demgegenüber im Rahmen der ersten ergänzenden 

Anhörung anzuführen, dies sei während (Nennung Dauer) geschehen und 

er sei nach jener Unterschriftspflicht noch weitere (Nennung Dauer) zu-

hause geblieben – ohne dass er in diesem Zusammenhang eine weitere 

Unterschriftspflicht erwähnte –, bevor er ins (Nennung Gebiet) gegangen 

sei (vgl. act. A77, F53, F56, F57, F68, F70). 

7.2.2  Weiter ist auch der Einwand bezüglich des vorinstanzlichen Vorhalts 

widersprüchlicher Ausführungen zu den Umständen, wie er im Jahr (...) ins 

(Nennung Örtlichkeit) gelangt sei, als nicht stichhaltig zu qualifizieren. Zwar 

ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass aus dem Protokoll der drit-

ten Anhörung nicht ersichtlich wird, dass die Soldaten damals zu ihm aufs 

Feld gekommen seien, zumal gemäss den entsprechenden Anhörungspro-

tokollen diese den Beschwerdeführer zuhause aufgesucht haben. Aus die-

ser Klarstellung vermag er jedoch nichts für sich abzuleiten, liegt der von 

der Vorinstanz bemängelte Widerspruch in seinen Aussagen doch darin, 

dass er sich zum Umstand, ob er von den Soldaten ins (Nennung Örtlich-

keit) mitgenommen worden sei oder sich – nach einer Vorladung – selber 

dorthin begeben habe, gegensätzlich äusserte (vgl. act. A32, F119; A77, 

F104 f.; A84, F85 f.). Soweit er in diesem Zusammenhang einwendet, an-

lässlich der ersten ergänzenden Anhörung angegeben zu haben, "alleine" 

ins (Nennung Örtlichkeit) gegangen zu sein, sich diese Antwort aber auf 

die späteren Übergriffe bezogen habe, bleibt dieser Einwand angesichts 

des in diesem Punkt eindeutigen, die vom Beschwerdeführer angeführte 

Schlussfolgerung ausschliessenden Protokollwortlauts unbehelflich (vgl. 

act. A77, F105). Zudem bleiben die Angaben des Beschwerdeführers zu 

den Geschehnissen, die die Armeeangehörigen überhaupt dazu veranlasst 

hätten, ihn im (Nennung Zeitpunkt) wegen vermuteter Unterstützungstätig-

keit für die E._______ aufzusuchen und in der Folge zu behelligen, unein-

heitlich. So sei gemäss seinen Ausführungen in der ersten Anhörung seine 

Weigerung, den Soldaten seinen (Nennung Arbeitsgerät) zur Verfügung zu 

stellen, für das Einziehen von Erkundigungen über seine Person durch die 

D-172/2021 

Seite 26 

Armeeangehörigen verantwortlich gewesen (vgl. act. A32, F41), wo hinge-

gen gemäss Angaben in der ersten ergänzenden Anhörung wegen eines 

anderen (Nennung Arbeitsgerät)-Besitzers im Dorf, der um seine Existenz 

gefürchtet habe, jemand die Armee über seine früheren Tätigkeiten für die 

E._______ informiert habe (vgl. act. A77, F99). 

7.2.3 Sodann erweist sich der Einwand bezüglich des vorinstanzlichen Vor-

halts unstimmiger Aussagen zur Anzahl der Telefonanrufe seitens Armee-

angehöriger und der Besuche seiner Eltern während seiner Tätigkeit für 

I._______, gemäss welchem er nach Erhalt der wöchentlichen Anrufe 

seine Mobiltelefonnummer gewechselt und in der Folge nur noch spärliche 

Anrufe erhalten habe, als aktenwidrig. So erwähnte er einen solchen 

Wechsel in keiner der drei Anhörungen und gab überdies anlässlich der 

dritten Anhörung auf die ausdrückliche Frage, warum er angesichts der re-

gelmässigen Anrufe nicht einfach seine Telefonnummer gewechselt habe 

an, die Soldaten hätten ihm gesagt, dass er ja nicht sein Telefon wechseln 

solle (vgl. act. A84, F24). Ausserdem vermag der Beschwerdeführer mit 

seiner Entgegnung nicht zu erklären, wie die Soldaten Kenntnis von seiner 

anderen Mobiltelefonnummer erlangt haben sollen. Auch die weitere Ent-

gegnung, gemäss welcher er nur monatlich und nicht wöchentlich seine 

Eltern besucht habe, vermag nicht zu überzeugen. Selbst wenn dem so 

gewesen wäre, liesse sich diese Behauptung nicht mit seiner Aussage, er 

habe seine Eltern (Nennung Dauer) – mithin ein Zeitraum von (Nennung 

Dauer) – zirka (Nennung Anzahl) besucht, vereinbaren (vgl. act. A84, F4 

f.). Soweit er diesbezüglich anführt, auch in diesem Punkt grosse Mühe zu 

bekunden, die entsprechenden Erinnerungen zu quantifizieren und zu da-

tieren, ist zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorgängigen Erör-

terungen in den E. 7.1 – 7.1.3 zu verweisen. 

7.2.4 Ferner sind auch die Entgegnungen zu den bezweifelten Aussagen 

der Soldaten gegenüber seinen Eltern am (...) unbehelflich. Soweit der Be-

schwerdeführer diesbezüglich angibt, er habe das – nicht selbst erlebte 

Vorkommnis – in der ersten Anhörung einlässlich und an der zweiten er-

gänzenden Anhörung nur noch zusammenfassend geschildert, vermag 

dies seine unterschiedlichen Aussagen nicht zu erklären. So betonte er in 

der ersten Anhörung stets, dass die Soldaten seinen Eltern gesagt hätten, 

er müsse sich bei ihnen respektive im (Nennung Örtlichkeit) melden bezie-

hungsweise er müsse unbedingt zu ihnen kommen, ansonsten er erschos-

sen werde (vgl. act. A32, F60, F96, F154 f.), was er in der dritten Anhörung 

jedoch nicht mehr geltend machte, obwohl er dort explizit nach dem ge-

D-172/2021 

Seite 27 

nauen Hergang des Vorfalls am besagten Tag und nach den Aussagen be-

ziehungsweise noch anderen, weiteren Angaben der Soldaten gegenüber 

seinen Eltern gefragt wurde (vgl. act. A84, F28). Auch soll dieser Vorfall 

letztlich den Beschwerdeführer zur Flucht veranlasst haben, weshalb von 

ihm eine wiederholte übereinstimmende Schilderung dieses Ereignisses 

hätte erwartet werden dürfen, auch wenn er nicht selber vor Ort gewesen 

sein will. 

7.2.5 Zur vorinstanzlichen Kritik an den unterschiedlichen Angaben zum 

Wohnort des Beschwerdeführers in den Jahren (...) bis (...) kann der in der 

Beschwerdeschrift vorgebrachten Ansicht, es könne dahingestellt bleiben, 

was er mit seiner Aussage, er habe von (...) bis (...) bei seiner (Nennung 

Verwandte) in G._______ gelebt, genau gemeint habe, nicht beigepflichtet 

werden. So handelt es sich bei diesem Vorbringen doch um eine klare und 

keiner Interpretation zugängliche Antwort. Der Einwand, es ergebe sich 

aus den Anhörungen eindeutig, dass er in dieser Zeit bei I._______ gelebt 

habe, ist daher unzutreffend, auch wenn er in der Folge in den ergänzen-

den Anhörungen diesen Umstand übereinstimmend geschildert haben mag 

(vgl. act. A77, F132 f.; A84, F7 f.). Doch selbst wenn der vom Beschwerde-

führer in seiner Stellungnahme vertretenen Ansicht, wonach er – unter Ver-

weis auf mehrere Protokollstellen – in der ersten Anhörung ver-

schiedentlich gesagt habe, bei I._______ gewohnt zu haben, gefolgt 

würde, blieben in diesem Zusammenhang stehende Vorbringen wider-

sprüchlich (vgl. act. A136, Ziff. 6), so hinsichtlich seiner Arbeitstätigkeit in 

diesem Zeitraum. Diesbezüglich ist auf die zutreffenden vorinstanzlichen 

Erwägungen zu verweisen, denen der Beschwerdeführer auf Beschwerde-

ebene nichts Substanzielles entgegenzusetzen vermag (vgl. act. A139, 

S. 10). 

7.2.6 Beizupflichten ist dem Beschwerdeführer hingegen bezüglich des an-

geblichen Widerspruchs zum Inhalt der Telefongespräche im Nachgang zur 

Ermordung des (Nennung Person) im Jahr (...). Lediglich der Umstand, 

dass er in den ergänzenden Anhörungen nicht mehr erwähnte, von den 

anonymen Anrufern aufgefordert worden sei, sie zu treffen, ist als neben-

sächliches Detail zu werten und vermag dem Beschwerdeführer – auch vor 

dem Hintergrund dieses lange zurückliegenden Ereignisses – mit Blick auf 

die Glaubhaftigkeit dieses Vorbringens nicht zum Nachteil zu gereichen. 

7.2.7 Soweit der Beschwerdeführer zum Beleg seiner Vorbringen auf ein 

(Nennung Beweismittel) verweist, kann demselben keine rechtserhebliche 

Beweiskraft beigemessen werden. Die darin enthaltenen Ausführungen 

D-172/2021 

Seite 28 

sind relativ allgemeiner Natur und lassen kaum Rückschlüsse auf ausrei-

serelevante Begebenheiten zu, zumal diese teilweise gänzlich fehlen (Auf-

zählung Begebenheiten) und sich überdies mit verschiedenen Aussagen, 

so hinsichtlich des Zeitpunkts, ab wann er verfolgt worden sein soll und des 

Entscheids zur Ausreise nicht in Übereinstimmung bringen lassen (vgl. 

dazu auch die einlässlichen Ausführungen in der vorinstanzlichen Ver-

nehmlassung S. 2 f.). 

7.2.8 Insoweit in der angefochtenen Verfügung festgehalten wird, dass sich 

die Vorbringen des Beschwerdeführers in wesentlichen Punkten als reali-

tätsfremd und als logisch inkonsistent darstellten, kann in Ermangelung 

entsprechender Entgegnungen auf die Erwägungen des SEM verwiesen 

werden, welche vollumfänglich zu bestätigen sind (vgl. act. A139, S. 12-

14). 

7.3 In Würdigung sämtlicher Umstände sowie der im Verlaufe des Verfah-

rens eingereichten Beweismittel (vgl. Bstn. A.g. und A.i) vermag der Be-

schwerdeführer keine Vorfluchtgründe glaubhaft zu machen. Demzufolge 

kann auch nicht geglaubt werden, dass die Behörden im Zeitpunkt der Aus-

reise an ihm interessiert gewesen sein sollen und seinetwegen die Eltern 

behelligt und ihr Haus durchsucht hätten. Auf welche Ursache(n) die in den 

(Nennung Beweismittel) festgestellten (Nennung Leiden) des Beschwerde-

führers zurückzuführen sind (vgl. Bstn. A.g. und A.i sowie E. 7.1 f.), muss 

nach dem Gesagten offenbleiben. Überdies hat die Vorinstanz mit zutref-

fender Begründung aufgezeigt, weshalb dem Beschwerdeführer aus seiner 

Teilnahme am Begräbnis von K._______ im (...) keine Gefährdung droht 

(vgl. act. A139 S. 16 f. und E. 7.2.4 oben). Die auf Beschwerdeebene un-

widersprochen gebliebenen diesbezüglichen Erwägungen sind zu bestäti-

gen. Der Beschwerdeführer vermag daher infolge seiner Begräbnisteil-

nahme für den Zeitpunkt seiner Ausreise auch keine begründete Furcht vor 

einer asylrelevanten Verfolgung darzulegen. 

7.4 Zu prüfen bleibt, ob dem Beschwerdeführer trotz fehlender Vorverfol-

gung bei einer Rückkehr in sein Heimatland ernsthafte Nachteile im Sinne 

von Art. 3 AsylG drohen würden. Er führt diesbezüglich unter Hinweis auf 

seine Verbindungen zu den E._______, seiner Verwandtschaft zu seinem 

(Nennung Verwandter), den Eintrag seines Namens auf einer Stop-List, 

das exilpolitische Engagement, den langjährigen Auslandaufenthalt und 

das Fehlen von gültigen Einreisepapieren weiter aus, er erfülle zahlreiche 

Risikofaktoren. 

D-172/2021 

Seite 29 

7.4.1 Diesbezüglich ist auf das Referenzurteil E-1866/2015 vom 15. Juli 

2016 zu verweisen, in dem das Bundesverwaltungsgericht festgestellt hat, 

dass aus Europa respektive der Schweiz zurückkehrende tamilische Asyl-

suchende nicht generell einer ernstzunehmenden Gefahr von Verhaftung 

und Folter ausgesetzt seien (vgl. a.a.O. E. 8.3) und das Risiko von Rück-

kehrern, Opfer ernsthafter Nachteile in Form von Verhaftung und Folter zu 

werden, sei an verschiedenen Risikofaktoren zu bemessen (vgl. im Einzel-

nen a.a.O. E. 8.4.1-8.4.3 und E. 8.4.4 f.); es sei im Einzelfall abzuwägen, 

ob die konkret glaubhaft gemachten Risikofaktoren eine asylrechtlich rele-

vante Gefährdung der betreffenden Person ergeben (vgl. a.a.O. E. 8.5.5). 

Diese Rechtsprechung behält auch vor dem Hintergrund der aktuellen Si-

tuation ihre Gültigkeit (vgl. etwa die Urteile des BVGer E-4930/2019 vom 

10. Mai 2022 E. 5.4 und E-5959/2019 vom 19. April 2022 E. 8.4.2). 

7.4.2 Das Bundesverwaltungsgericht stützt die vorinstanzliche Verfügung 

auch in diesem Punkt. Wie den vorstehenden Erwägungen zu entnehmen 

ist, hat sich die Vorverfolgung des Beschwerdeführers weder als glaubhaft 

noch als asylrelevant erwiesen. Aus der Teilnahme an der Begräbnisfeier 

von K._______ ergeben sich – auch vor dem Hintergrund der diesbezüg-

lich unwidersprochen gebliebenen einlässlichen Ausführungen und Quel-

lenverweisen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (vgl. act. A139, 

S. 16 f.) – keine Hinweise auf eine Gefährdung des Beschwerdeführers bei 

einer Rückkehr nach Sri Lanka. Ebenso wenig vermag er aus der Ver-

wandtschaft zu seinem in der Schweiz lebenden (Nennung Verwandter), 

welcher Sri Lanka (Nennung Zeitpunkt) vor dem Beschwerdeführer ver-

liess und dessen Asylgesuch vom SEM mit Verfügung vom (...) abgewie-

sen wurde, eine Gefährdung herzuleiten. So machte er nicht geltend, nach 

der Ausreise seines (Nennung Verwandter) von den sri-lankischen Behör-

den deswegen jemals behelligt worden zu sein. Daher liegen auch keine 

glaubhaften Hinweise vor, welche auf eine künftige Furcht vor einer Re-

flexverfolgung schliessen lassen. Das Bestehen einer Reflexverfolgung 

kann daher ausgeschlossen werden. Die geltend gemachten exilpoliti-

schen Tätigkeiten – (Nennung Tätigkeiten) – liegen bereits (Nennung 

Dauer) zurück und lassen ihn, soweit diese Aktivitäten überhaupt belegt 

beziehungsweise näher konkretisiert wurden, überdies als blossen Mitläu-

fer erscheinen, weshalb nicht von einer Gefährdung seiner Person auszu-

gehen ist (vgl. E-1866/2015 E. 8.5.4). Es ist nach dem Gesagten nicht da-

von auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer auf der Stopp- oder der 

Watch-List befindet und deshalb zu befürchten hätte, im Falle der Rückkehr 

noch am Flughafen L._______ verhaftet zu werden. Es kann zwar nicht 

ausgeschlossen werden, dass er einer Befragung und einer Überprüfung 

D-172/2021 

Seite 30 

durch die Grenzbehörden unterzogen wird. Dieser "Backgroundcheck" ist 

aber nicht als asylrelevante Verfolgung zu werten, und für ein darüberhin-

ausgehendes Interesse der sri-lankischen Behörden sind keine massgebli-

chen Hinweise ersichtlich. Alleine aus der tamilischen Ethnie, seiner Her-

kunft aus dem Distrikt D._______, dem Umstand, dass er mit einem tem-

porären Reisepass aus der Schweiz nach Sri Lanka zurückkehrt, der Asyl-

gesuchstellung in der Schweiz und seinen Narben kann er keine asylrele-

vante Gefährdung ableiten. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Ausfüh-

rungen des SEM verwiesen werden. 

7.4.3 An dieser Einschätzung vermögen auch die jüngsten Entwicklungen 

in Sri Lanka nichts zu ändern. Aufgrund der Akten ist nicht davon auszuge-

hen, dass der Beschwerdeführer einen individuellen Bezug etwa zum Re-

gierungswechsel 2019, der diplomatischen Krise zwischen Sri Lanka und 

der Schweiz Ende 2019 oder der aktuell schwelenden Regierungskrise 

aufweist, aufgrund dessen er einer möglichen Gefährdung ausgesetzt sein 

könnte. 

7.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer nichts 

vorgebracht hat, das geeignet wäre, seine Flüchtlingseigenschaft nachzu-

weisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Es kann darauf verzichtet 

werden, auf die weiteren Vorbringen auf Beschwerdeebene einzugehen, 

da sie an der Würdigung des vorliegenden Sachverhalts nichts zu ändern 

vermögen. Das SEM hat zu Recht die Flüchtlingseigenschaft des Be-

schwerdeführers verneint und sein Asylgesuch abgelehnt. 

8.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 

AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtli-

che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (BVGE 

2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

D-172/2021 

Seite 31 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2 Nach Art. 83 Abs. 3 AIG ist der Vollzug nicht zulässig, wenn völker-

rechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin 

oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent-

gegenstehen. 

9.2.1 Da der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, ist 

– wie von der Vorinstanz zutreffend festgehalten – das flüchtlingsrechtliche 

Rückschiebungsverbot von Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 

1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und Art. 5 

AsylG nicht anwendbar. Die Zulässigkeit des Vollzugs beurteilt sich viel-

mehr nach den allgemeinen verfassungs- und völkerrechtlichen Bestim-

mungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezem-

ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied-

rigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]; Art. 3 EMRK). 

9.2.2 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-

rers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes 

für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127, m.w.H.). 

Der EGMR hat sich wiederholt mit der Gefährdungssituation von Tamilen 

auseinandergesetzt, die aus einem europäischen Land nach Sri Lanka zu-

rückkehren müssen (vgl. EGMR, R.J. gegen Frankreich, Urteil vom 

19. September 2013, Beschwerde Nr. 10466/11; T.N. gegen Dänemark, 

Urteil vom 20. Januar 2011, Beschwerde Nr. 20594/08; P.K. gegen Däne-

mark, Urteil vom 20. Januar 2011, Beschwerde Nr. 54705/08; N.A. gegen 

Grossbritannien, Urteil vom 17. Juli 2008, Beschwerde Nr. 25904/07). Da-

D-172/2021 

Seite 32 

bei unterstreicht der Gerichtshof, dass nicht in genereller Weise davon aus-

zugehen sei, zurückkehrenden Tamilen drohe eine unmenschliche Be-

handlung. Vielmehr müssten im Rahmen der Beurteilung, ob Betroffene 

ernsthafte Gründe für die Befürchtung hätten, die Behörden hätten an ihrer 

Festnahme und weitergehenden Befragung ein Interesse, verschiedene 

Aspekte beziehungsweise persönliche Risikofaktoren in Betracht gezogen 

werden (vgl. EGMR, T.N. gegen Dänemark, a.a.O, § 94). Die persönlichen 

Risikofaktoren des Beschwerdeführers sprechen nach dem oben Gesag-

ten nicht für die Gefahr von über einen Backgroundcheck hinausgehenden 

Massnahmen. 

Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Weg-

weisungsvollzug nicht als unzulässig erscheinen (vgl. dazu BVGE 2011/24 

E. 10.4 und das weiterhin einschlägige Referenzurteil E-1866/2015 vom 

15. Juli 2016 E. 12.2). An dieser Einschätzung ist auch unter Berücksichti-

gung der aktuellen Entwicklungen in Sri Lanka festzuhalten. 

9.2.3 Was die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers betrifft, 

besteht bei ihm gemäss (Nennung Beweismittel) (Nennung Diagnosen und 

aktuelle Therapien) (vgl. act. A124, A139, S. 21 f.). Ferner wurden die phy-

sischen Probleme des Beschwerdeführers (Nennung deren Behandlung) 

(vgl. act. A139, S. 22 f.). Sodann reichte der durch einen im Asylrecht spe-

zialisierten Rechtsanwalt vertretene Beschwerdeführer seit (...) keine aktu-

ellen ärztlichen Berichte mehr ein, was den Schluss zulässt, dass seine 

gesundheitlichen Beschwerden (...) zumindest nicht schlimmer geworden 

sind oder sich sogar stabilisiert haben. Gesundheitliche Probleme stellen 

unter dem Blickwinkel von Art. 3 EMRK im Übrigen nur unter ganz ausser-

gewöhnlichen Umständen ein völkerrechtliches Wegweisungsvollzugshin-

dernis dar (vgl. Urteil des EGMR Paposhvili gegen Belgien vom 13. De-

zember 2016, Grosse Kammer, 41738/10, § 183). Solche Umstände liegen 

nicht nur in Fällen vor, in denen sich die von einer Ausschaffung betroffene 

Person in unmittelbarer Gefahr befindet zu sterben, sondern auch dann, 

wenn Personen darunterfallen, die angesichts fehlender Behandlungsmög-

lichkeiten im Zielstaat der Ausschaffung einem realen Risiko einer schwer-

wiegenden, raschen und irreversiblen Verschlechterung des Gesundheits-

zustands ausgesetzt werden, die zu heftigen Leiden oder einer erheblichen 

Reduktion der Lebenserwartung führen. Solche aussergewöhnlichen Um-

stände können aber hier hinlänglich ausgeschlossen werden (vgl. BVGE 

2011/9 E. 7.1 S. 117 f., BVGE 2009/2 E. 9.1.3). Der Vollzug erweist sich 

damit als zulässig. 

D-172/2021 

Seite 33 

9.2.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

9.3.1 Der bewaffnete Konflikt zwischen der sri-lankischen Regierung und 

den E._______ ist im (Nennung Zeitpunkt) zu Ende gegangen. Aktuell 

herrscht in Sri Lanka weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt. 

Der Wegweisungsvollzug in die (Nennung Provinz) Sri Lankas ist zumut-

bar, wenn das Vorliegen der individuellen Zumutbarkeitskriterien (insbe-

sondere Existenz eines tragfähigen familiären oder sozialen Beziehungs-

netzes sowie Aussichten auf eine gesicherte Einkommens- und Wohnsitu-

ation) bejaht werden kann (vgl. Urteil E-1866/2015 E. 13.2). An dieser Ein-

schätzung ist auch angesichts der aktuellen Entwicklungen in Sri Lanka 

festzuhalten. Zwar stellt sich die wirtschaftliche Situation in Sri Lanka zur-

zeit sehr schwierig dar. Allerdings können wirtschaftliche Schwierigkeiten, 

von welchen die vor Ort ansässige Bevölkerung generell betroffen ist, für 

sich allein keine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG 

darstellen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 

Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 24 E. 10.1 S. 215). 

9.3.2 Vorliegend sprechen keine individuellen Gründe gegen die Zumut-

barkeit des Wegweisungsvollzugs. Der Beschwerdeführer stammt aus 

B._______, Distrikt D._______, (Nennung Provinz), wohin der Vollzug der 

Wegweisung grundsätzlich als zumutbar zu erachten ist. Um Wiederholun-

gen zu vermeiden, kann vorab auf die zutreffenden Erwägungen des SEM 

in der angefochtenen Verfügung – so zum Bestand eines familiären Bezie-

hungsnetzes und der Möglichkeit eines Erwerbs – verwiesen werden (vgl. 

act. A139, S. 20 f.). 

9.3.3 Aus gesundheitlichen Gründen kann nur dann auf Unzumutbarkeit 

des Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG geschlossen 

werden, wenn eine dringend notwendige medizinische Behandlung im Hei-

matland nicht zur Verfügung steht und die fehlende Möglichkeit der (Wei- 

ter-)Behandlung bei einer Rückkehr zu einer raschen und lebensgefähr-

denden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands, zur Invalidität oder 

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Seite 34 

gar zum Tod der betroffenen Person führt, wobei Unzumutbarkeit jedenfalls 

nicht vorliegt, wenn im Heimatstaat eine nicht dem schweizerischen Stan-

dard entsprechende Behandlung grundsätzlich möglich ist (vgl. BVGE 

2011/50 E. 8.3, 2009/52 E. 10.1, 2009/51 E. 5.5, 2009/28 E. 9.3.1, 2009/2 

E. 9.3.2). Von einer solchen medizinischen Notlage ist mit Verweis auf die 

vorstehende Erwägung 9.2.3 vorliegend nicht auszugehen. Ferner hat Sri 

Lanka hinsichtlich der medizinischen Versorgung grosse Fortschritte ge-

macht; in den letzten Jahren wurde zunehmend in das Gesundheitswesen 

investiert. Staatliche Krankenhäuser sind in jeder grösseren Stadt angesie-

delt, verfügen über modernes Gerät und bieten viele Behandlungsmetho-

den an. Auch psychische Probleme sind in Sri Lanka gemäss ständiger 

Rechtsprechung adäquat behandelbar (vgl. statt vieler Urteile des BVGer  

E-1756/2020 vom 6. April 2022 E. 8.3 m.w.H. und D-640/2019 vom 14. Juli 

2021 E. 7.3.2 m.w.H.). Es ist demnach davon auszugehen, dass eine wei-

terführende oder erneute Behandlung der aktenkundigen gesundheitlichen 

Probleme auch in Sri Lanka erhältlich wäre. An dieser Einschätzung ver-

mag der Umstand, dass die Behandlungsmöglichkeiten in Sri Lanka deut-

lich schwerer zugänglich sind als in der Schweiz, nichts zu ändern. Hin-

sichtlich einer allfälligen Gefahr der Suizidalität bei einem zwangsweisen 

Wegweisungsvollzug ist darauf hinzuweisen, dass vom Vollzug der Weg-

weisung gemäss konstanter Rechtsprechung nicht Abstand zu nehmen ist, 

solange Massnahmen zur Verhütung der Umsetzung einer Suiziddrohung 

getroffen werden können (vgl. etwa Urteil des BVGer D-4227/2020 vom 

4. März 2021 E. 8.3). Schliesslich ist auf die Möglichkeit hinzuweisen, me-

dizinische Rückkehrhilfe gemäss Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG zu beantra-

gen, welche durch die Abgabe von Medikamenten, Hilfe bei der Ausreise-

organisation oder durch Unterstützung während und nach der Rückkehr 

gewährt werden kann. Im Übrigen ist hinsichtlich der im (Nennung Beweis-

mittel) (vgl. act. A107, Ziff. 5.3) in Frage gestellten Reisefähigkeit des Be-

schwerdeführers festzuhalten, dass es eine solche erst im Zeitpunkt der 

tatsächlichen Ausreise abzuklären gilt.  

9.3.4 Es ist somit nicht davon auszugehen, der Beschwerdeführer würde 

bei einer Rückkehr nach Sri Lanka aus individuellen Gründen wirtschaftli-

cher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzielle Notlage ge-

raten, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Bestim-

mung zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AIG). Dies trotz der verschlechterten 

wirtschaftlichen Lage in Sri Lanka, auch wenn die damit verbundenen 

Schwierigkeiten nicht zu verkennen sind. Der Beschwerdeführer verfügt 

gemäss Aktenlage über ein tragfähiges soziales Beziehungsnetz in seinem 

Herkunftsdistrikt D._______, auf dessen Unterstützung er zur Sicherung 

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Seite 35 

seiner wirtschaftlichen Existenz mutmasslich zählen kann, zumal seine El-

tern dort über (Nennung Besitztümer) verfügen und – wie gemäss unbe-

stritten gebliebener Schlussfolgerung des SEM (vgl. angefochtene Verfü-

gung S.23) anzunehmen ist – nicht mittellos sein dürften. Nach dem Ge-

sagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 

9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12). Der Vollzug der Wegweisung ist daher auch als möglich zu 

bezeichnen (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.5 Das SEM hat den Wegweisungsvollzug demnach zu Recht als zuläs-

sig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen 

Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes-

recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie voll-

ständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich über-

prüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das mit der Beschwerde ge-

stellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wurde 

jedoch mit Verfügung vom 11. Februar 2021 gutgeheissen. Da aufgrund 

der Akten nicht davon auszugehen ist, die finanziellen Verhältnisse des Be-

schwerdeführers hätten sich seither in relevanter Weise verändert, ist die-

ser nach wie vor als bedürftig zu erachten. Es sind daher keine Verfahrens-

kosten aufzuerlegen.  

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 36 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Stefan Weber 

 

 

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