# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c49a9e8d-c09f-574f-88ae-76ebe92b78d7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 23.08.2018 S 2018 89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2018-89_2018-08-23.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 18 89

2. Kammer als Versicherungsgericht

Einzelrichter Meisser und Vital als Aktuar ad hoc

URTEIL

vom 23. August 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Versicherungsleistungen nach AVIG

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1. Am 10. Januar 2018 meldete A._____ einen Anspruch auf 

Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang von 100 % ab dem 

15. Januar 2018 an. Zuletzt war er als Maurer für die B._____ GmbH tätig.

2. Mit Verfügung vom 13. März 2018 legte die Arbeitslosenkasse (ALK) 

Graubünden den versicherten Verdienst auf Fr. 2'836.-- (brutto) fest.

3. Gegen diese Verfügung erhob A._____ Einsprache, welche am 16. April 

2018 bei der ALK Graubünden einging. Begründend führte er an, der von 

der ALK Graubünden abgerechnete Lohn stimme nicht mit dem überein, 

was gegenüber der Sozialversicherungsanstalt deklariert worden sei.

4. Mit Entscheid vom 12. Juni 2018 wies das Amt für Industrie, Gewerbe und 

Arbeit Graubünden (KIGA) die Einsprache von A._____ im Wesentlichen 

mit der Begründung ab, ein über Fr. 2'720.-- hinausgehender monatlicher 

Lohnfluss sei nicht nachgewiesen worden.

5. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) am 29. Juni 2018 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Sinngemäss beantragte er 

die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Neuberechnung des 

versicherten Verdienstes sowie Schadenersatz und Genugtuung in Höhe 

von Fr. 10'000.--. Im Besonderen machte er geltend, die ALK Graubünden 

sowie das KIGA hätten den versicherten Lohn willkürlich und nicht 

nachvollziehbar festgelegt.

6. In seiner Vernehmlassung vom 31. Juli 2018 beantragte das KIGA 

(nachfolgend Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde unter 

gesetzlicher Kostenfolge. Aus der Arbeitgeberbescheinigung vom 15. 

Januar 2018 ergebe sich, dass der Beschwerdeführer ein Jahresgehalt von 

Fr. 60'000.-- erhalten habe. Mit der Alters- und Hinterlassenenversicherung 

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(AHV) habe der Beschwerdeführer jedoch ein Jahresgehalt von 

Fr. 48'149.-- abgerechnet. Tatsächlich habe der Beschwerdeführer jedoch 

lediglich einen Monatslohn von Fr. 2'720.-- netto überwiesen erhalten. Die 

ALK Graubünden habe deshalb richtigerweise den versicherten Verdienst 

des Beschwerdeführers auf dem einzig nachgewiesenen Nettolohn von 

Fr. 2'720.-- berechnet. In verfahrensrechtlicher Hinsicht führte der 

Beschwerdegegner aus, die Angelegenheit sei aufgrund des Streitwertes, 

welcher unter Fr. 5'000.-- liege, in einzelrichterlicher Kompetenz zu 

behandeln.

7. Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet.

8. Mit einer neuerlichen Eingabe brachte der Beschwerdeführer am 

20. August 2018 hauptsächlich vor, der Streitwert belaufe sich auf 

Fr. 14'035.--, weshalb die einzelrichterliche Kompetenz vorliegend nicht 

gegeben sei. Der Fall sei in ordentlicher Dreierbesetzung zu entscheiden.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, auf den 

angefochtenen Entscheid, sowie auf die im Recht liegenden Beweismittel 

wird, sofern rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Einspracheentscheid des Beschwerdegegners vom 12. Juni 2018. 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 

837.0) i.V.m. Art. 2 sowie Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

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830.1) kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der 

Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim kantonalen 

Versicherungsgericht erhoben werden. Laut Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. 

Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV; SR 

837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 

(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das 

Versicherungsgericht desselben Kantons örtlich zuständig. Da der 

angefochtene Einspracheentscheid vom Beschwerdegegner als Amtsstelle 

im Sinne der Bundesgesetzgebung erlassen wurde, erweist sich das 

angerufene Gericht als örtlich zuständig (Art. 1 der Verordnung zum 

Einführungsgesetz zur Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung 

[BR 545.270]). Gemäss Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden als 

kantonales Versicherungsgericht Einspracheentscheide und Verfügungen 

in Sozialversicherungssachen, welche gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Die sachliche Zuständigkeit des angerufenen 

Gerichts ist damit gegeben. Als Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und er weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf 

(Art. 59 ATSG). Im Übrigen wurde die Beschwerde frist- und formgerecht 

(Art. 60 und 61 lit. b ATSG) eingereicht, weshalb darauf einzutreten ist.

1.2. Nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids und damit 

auch nicht Bestandteil des gegenständlichen Beschwerdeverfahrens ist 

indessen der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Anspruch auf 

Schadenersatz sowie Genugtuung in Höhe von Fr. 10'000.--, weshalb 

darauf nicht einzutreten ist.

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2. Vorab ist in vorliegender Streitsache die funktionelle Zuständigkeit des 

streitberufenen Gerichts zu klären. 

2.1. Der Beschwerdegegner führt in seiner Vernehmlassung vom 31. Juli 2018 

diesbezüglich aus, dass der versicherte Verdienst gemäss dem 

Beschwerdeführer auf Fr. 4'450.-- (brutto) festgelegt werden müsse. Die 

ALK Graubünden habe den versicherten Verdienst demgegenüber auf 

Fr. 2'836.-- (brutto) festgelegt, was einer monatlichen Differenz von 

Fr. 1'614.-- entspreche. Weil der Beschwerdeführer vom 15. Januar 2018 

bis zum 30. März 2018 zum Bezug von Arbeitslosenversicherungstaggeld 

angemeldet gewesen sei, belaufe sich der Streitwert auf Fr. 4'035.--. Die 

einzelrichterliche Zuständigkeit sei damit gegeben.

2.2. Der Beschwerdeführer bringt in seiner Eingabe vom 20. August 2018 vor, 

der versicherte Verdienst sei auf Fr. 4'450.-- (brutto) festzulegen, was unter 

Berücksichtigung des von der ALK Graubünden festgesetzten versicherten 

Verdienstes von Fr. 2'836.-- (brutto) zu einer monatlichen Differenz von 

Fr. 1'614.-- führe. Weil er vom 15. Januar 2018 bis zum 30. März 2018 zum 

Bezug von Arbeitslosenversicherungstaggeld angemeldet gewesen sei 

und ihm eine Umtriebsentschädigung sowie Genugtuung in Höhe von 

Fr. 10'000.-- zustehe, komme der Streitwert auf Fr. 14'035.-- zu liegen. Die 

Voraussetzung für eine einzelrichterliche Kompetenz sei damit nicht erfüllt. 

2.3. Weder das VRG noch das ATSG legen fest, wie sich der Streitwert 

zusammensetzt. Hinzugezogen werden kann indessen Art. 51 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110). Nach 

Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG bestimmt sich der Streitwert nach den 

Rechtsbegehren, die bei der Vorinstanz streitig geblieben waren. Bei der 

Bestimmung des Streitwerts nicht in Betracht fallen demgegenüber die als 

Nebenrecht geltend gemachten Zinsen, Früchte, Gerichtskosten und 

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Parteientschädigungen sowie Vorbehalte und die Kosten der 

Urteilsveröffentlichung (Art. 51 Abs. 3 BGG). 

2.3.1. Weil der beschwerdeführerische Antrag auf Umtriebsentschädigung sowie 

Genugtuung - wie bereits dargelegt - nicht Gegenstand des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist, können die damit begehrten Fr. 10'000.-- bei der 

Bestimmung des Streitwerts nach vorherig Gesagtem keine 

Berücksichtigung finden. Dies hat selbst dann zu gelten, wenn der Antrag 

des Beschwerdeführers auf Umtriebsentschädigung und Genugtuung als 

Antrag auf Parteientschädigung im Sinne von Art. 61 lit. g ATSG zu 

verstehen wäre, zumal Parteientschädigungen im Sinne eines 

Nebenrechts - wie gezeigt - nicht an den Streitwert angerechnet werden. 

Vorliegend ergibt sich der Streitwert somit ausschliesslich aus der 

umstrittenen Höhe des versicherten Verdienstes.

2.3.2. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Streitwert in Höhe von 

Fr. 4'035.-- unbestritten ist und die vom Beschwerdeführer begehrten 

Fr. 10'000.-- bei der Bestimmung des Streitwerts unbeachtlich sind, 

weshalb das streitberufene Gericht der Beurteilung seiner funktionellen 

Zuständigkeit den unbestrittenen Streitwert von Fr. 4'035.-- zu Grunde legt. 

2.4. Gemäss Art. 43 Abs. 3 VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5'000.-- nicht 

überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist oder wenn ein 

Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder 

unbegründet ist. Da der vorliegend massgebende Streitwert unter 

Fr. 5'000.-- liegt und die Streitsache nicht in Fünferbesetzung entschieden 

werden muss, ist die Zuständigkeit des Einzelrichters gegeben.

3. In materieller Hinsicht streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner 

zu Recht von einem versicherten Verdienst in Höhe von Fr. 2'836.-- (brutto) 

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ausgegangen ist. Die Qualifizierung des Beschwerdeführers als 

Arbeitnehmer steht dabei nicht in Frage.

3.1. Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde vom 29. Juni 2018 

(Poststempel) vor, es sei willkürlich und nicht nachvollziehbar, weshalb der 

Beschwerdegegner den versicherten Lohn auf Fr. 2'836.-- festgesetzt 

habe. Er habe wiederholt dargelegt, dass mit der 

Sozialversicherungsanstalt (SVA) Graubünden im Jahre 2016 ein 

Jahreslohn von Fr. 57'712.-- (netto) und im Jahre 2017 ein Jahreslohn von 

Fr. 48'149.-- (netto) abgerechnet worden sei.

3.2. Der Beschwerdegegner wendet hiergegen ein, der Beschwerdeführer habe 

gemäss Arbeitgeberbescheinigung vom 15. Januar 2018 ein Jahresgehalt 

von Fr. 60'000.-- erhalten, habe mit der SVA Graubünden jedoch ein 

solches von Fr. 48'149.-- abgerechnet. Weil der Beschwerdeführer 

tatsächlich aber lediglich einen Monatslohn von Fr. 2'720.-- netto 

überwiesen erhalten hätte, habe die ALK Graubünden den versicherten 

Verdienst des Beschwerdeführers anhand des einzig nachgewiesenen 

Nettolohns von Fr. 2'720.-- berechnet.

3.3. Als versicherter Verdienst gilt der im Sinne der Alters- und 

Hinterlassenengesetzgebung massgebende Lohn, der während eines 

Bemessungszeitraumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen 

normalerweise erzielt wurde; eingeschlossen sind die vertraglich 

vereinbarten regelmässigen Zulagen, soweit sie nicht Entschädigung für 

arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen (Art. 23 Abs. 1 AVIG). Der 

massgebende Lohn ist in Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- 

und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) definiert. Demnach 

gilt als massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung 

auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Zum 

massgebenden Lohn gehören insbesondere der Grundlohn (Monats-, 

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Stunden- oder Akkordlohn), Naturalleistungen höchstens bis zu den in der 

AHV massgebenden Ansätzen, der 13. Monatslohn und die Gratifikation, 

sofern sie ausgerichtet worden sind oder der Versicherte seine glaubhaft 

gemachte Forderung gerichtlich durchzusetzen versucht, Provisionen, 

Bonuszahlungen sowie Zulagen wie bspw. Orts- und Teuerungszulagen, 

Nacht-, Schicht-, Sonntags- und Pikettzulagen, sofern der Versicherte 

aufgrund seiner Tätigkeit solche Zulagen normalerweise erhalten hat 

(Kreisschreiben des SECO über die Arbeitslosenentschädigung [KS ALE] 

vom Juli 2018, Rz. C2; vgl. FREY, in: FREY/MOSIMANN/BOLLINGER, 

Kommentar AHVG/IVG, Zürich 2018, Art. 5 AHVG Rz. 7).

3.3.1. Der versicherte Verdienst bemisst sich nach dem Durchschnittslohn der 

letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den 

Leistungsbezug (Art. 23 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 37 Abs. 1 AVIV). Er 

bemisst sich nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Monate vor 

Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug, wenn dieser 

Durchschnittslohn höher ist als derjenige nach Art. 37 Abs. 1 AVIV (Art. 23 

Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 37 Abs. 2 AVIV). Für den Leistungsbezug und für 

die Beitragszeiten gelten, sofern das AVIG nichts anderes vorsieht, 

zweijährige Rahmenfristen (Art. 9 Abs. 1 AVIG).

3.3.2. Nach Lehre und höchstrichterlicher Rechtsprechung sind für die Ermittlung 

des versicherten Verdienstes grundsätzlich die tatsächlichen Lohnbezüge 

in der Bemessungsperiode massgebend (BGE 131 V 444 E.1.2 und 3.2.3; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] S 11 43 

vom 23. August 2011 E.2a; NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: 

MEYER [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, 

Soziale Sicherheit, 3. Aufl., Basel 2016, S. 2375, Rz. 365; vgl. ferner KS 

ALE, Rz. B144 und C2). Mit dem Erfordernis des Nachweises effektiver 

Lohnzahlungen sollen und können Missbräuche im Sinne fiktiver 

Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhindert 

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werden (BGE 131 V 444 E.1.2). Von dieser Regelung im Einzelfall 

abzuweichen, rechtfertigt sich nur dort, wo ein Missbrauch im Sinne der 

Vereinbarung fiktiver Löhne, welche in Wirklichkeit nicht zur Auszahlung 

gelangt sind, praktisch ausgeschlossen werden kann (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_913/2011 vom 10. April 2012 E.3.1).

3.3.3. Als Beweis für den tatsächlichen Lohnfluss genügen Belege über 

entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder 

der Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bankkonto. Bei behaupteter 

Barauszahlung fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen 

Mitarbeitern in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche 

Lohnzahlungen bilden Arbeitgeberbescheinigungen, vom Arbeitnehmer 

oder der Arbeitnehmerin unterzeichnete Lohnabrechnungen und 

Steuererklärungen sowie Eintragungen im individuellen Konto (BGE 131 V 

444 E.1.2 m.w.H.). 

3.3.4. Gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden 

Untersuchungsgrundsatz hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indes 

nicht uneingeschränkt, sondern wird durch die Mitwirkungspflicht der 

Parteien ergänzt (vgl. BGE 122 V 157 E.1a). Der Untersuchungsgrundsatz 

schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen die Parteien 

folglich in der Regel nur insofern eine Beweislast, als im Falle der 

Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (vgl. 

BGE 115 V 133 E.8a; vgl. KEISER, Kommentar zum ATSG, 3. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 61 Rz. 118). Diese Beweisregel greift 

allerdings erst, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

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Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, 

der Wirklichkeit zu entsprechen. Der Richter hat seinen Entscheid im 

Sozialversicherungsrecht nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt 

den Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die er von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 115 V 133 

E.8b; BGE 121 V 45 E.2a).

3.4. Die Aktenlage stellt sich vorliegend wie folgt dar.

3.4.1. Laut Arbeitgeberbescheinigung vom 15. Januar 2018 

(beschwerdegegnerische Akten [Bg-act. 7]) war der Beschwerdeführer ab 

Mai 2014 bis und mit 15. Januar 2018 bei der B._____ GmbH angestellt. 

Der vorgenannten Arbeitgeberbescheinigung ist weiter zu entnehmen, 

dass der jährliche AHV-pflichtige Gesamtverdienst des Beschwerdeführers 

Fr. 60'000.-- betrug und sich sein letzter Monatslohn auf Fr. 5'000.-- 

belaufen haben soll. 

3.4.2. Aus dem Anhang der Einsprache des Beschwerdeführers vom 16. April 

2018 (Eingangsdatum bei der ALK Graubünden; Bg-act. 5) bzw. vom 

4. Mai 2018 (Bg-act. 6) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer bzw. 

die B._____ GmbH mit der SVA Graubünden für das Jahr 2017 einen 

Jahreslohn von Fr. 48'149.-- abgerechnet hat. 

3.4.3. Mit Schreiben vom 14. Februar 2018 (Bg-act. 9) wurde der 

Beschwerdeführer von der ALK Graubünden wiederholt aufgefordert, 

Kopien der Lohnabrechnungen für den Zeitraum September 2016 bis 

Januar 2018 sowie Bank- oder Postauszüge einzureichen, woraus der 

Lohnfluss ab September 2016 bis Januar 2018 ersichtlich sei. 

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3.4.4. Den vom Beschwerdeführer eingereichten Bankauszügen betreffend den 

Zeitraum zwischen dem 1. September 2016 und 31. Januar 2018 (Bg-act. 

11) ist zu entnehmen, dass dem auf den Namen des Beschwerdeführers 

lautende Bankkonto bei der Raiffeisenbank monatlich Fr. 2'720.-- von der 

B._____ GmbH gutgeschrieben wurden. 

3.4.5. Im Übrigen legte der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem 

Nachweis des Lohnflusses drei Bankauszüge der B._____ GmbH ins 

Recht (beschwerdeführerische Akten [Bf-act. 4]). Gemäss diesen 

Auszügen hat die B._____ GmbH dem Beschwerdeführer am 13. März 

2017 Fr. 11'000.--, am 6. Juni 2017 Fr. 7'000.-- und am 16. Oktober 2017 

Fr. 10'182.-- ausbezahlt. Weshalb der Beschwerdeführer diese 

Bankbelege erst im Beschwerdeverfahren beigebracht hat, kann indessen 

offen bleiben, zumal das Versicherungsgericht nach Art. 61 lit. c ATSG den 

für den Entscheid erheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien 

feststellt. Demnach gilt es zu prüfen, ob die vorgenannten Auszahlungen 

an den Beschwerdeführer Bestandteil des versicherten Verdienstes 

darstellen oder nicht.

3.5. Aus den vom Beschwerdeführer eingereichten Bankauszügen der B._____ 

GmbH (Bf-act. 4) geht hervor, dass die jeweiligen Beträge (Fr. 11'000.--, 

Fr. 7'000.-- und Fr. 10'182.--) dem Beschwerdeführer vom Bankkonto der 

B._____ GmbH in bar ausbezahlt wurden. Jedoch sind die Bezüge nicht 

als Lohnbezüge gekennzeichnet. Zudem übersteigen vorgenannte 

Auszahlungen die üblicherweise von der B._____ GmbH an den 

Beschwerdeführer monatlich ausbezahlten Beträge von Fr. 2'720.-- 

deutlich. Deshalb aber auch aufgrund der Tatsache, dass die Beträge 

innerhalb weniger Monate in unterschiedlicher Höhe ausbezahlt wurden, 

könnten die Bezüge auch aus einem völlig anderen Grund und nicht zur 

Entlöhnung erfolgt sein. Insbesondere die unregelmässigen Auszahlungen 

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innert weniger Monaten sprechen dagegen, dass es sich bei den 

Auszahlungen um eine Gratifikation, ein Dienstaltersgeschenk, eine 

Prämie etc. handelt, welche bei der Bemessung des versicherten 

Verdienstes zu berücksichtigen gewesen wären. Abgesehen davon ist es 

auch denkbar, dass der Beschwerdeführer diese Geldbezüge wieder in die 

Firma einbezahlt hat. Insbesondere in Anbetracht des Umstandes, dass 

der Beschwerdeführer die B._____ GmbH unbestritten mit seiner 

damaligen Lebenspartnerin gegründet hat, diese seither als alleineige 

Gesellschafterin und Geschäftsführerin der B._____ GmbH im 

Handelsregister eingetragen ist und die Auszahlung der Fr. 11'000.--, 

Fr. 7'000.-- und Fr. 10'182.-- ausdrücklich an den Beschwerdeführer in bar 

erfolgten, darf nicht leichthin angenommen werden, vorgenannte 

Geldbeträge seien als Lohn ausbezahlt worden. Dies gilt umso mehr, als 

dass der Beschwerdeführer - wie bereits gezeigt - geltend macht, er habe 

mit der SVA Graubünden im Jahr 2017 einen Jahreslohn von Fr. 48'149.-- 

netto abgerechnet. Die Summe der gemäss Bankkontoauszüge im Jahr 

2017 bezogenen Geldleistungen der B._____ GmbH beläuft sich jedoch 

auf netto Fr. 61'822.-- (Fr. 2'720.-- x 12 + Fr. 1'000.-- + Fr. 11'000.-- + 

Fr. 7'000.-- + Fr. 10'182.-- [Bg-act. 11 und Bf-act. 4]), weshalb auch 

diesbezüglich zweifelhaft ist, ob die Auszahlungen gemäss der 

Bankauszüge der B._____ GmbH (Bf-act. 4) als Lohn zu qualifizieren sind. 

Vielmehr ist unter Berücksichtigung dieser Umstände festzuhalten, dass 

vorliegend kein Anlass besteht, vom Erfordernis des Nachweises effektiver 

Lohnzahlungen abzuweichen. Jedoch vermögen die im Recht liegenden 

Kontoauszüge der B._____ GmbH (Bf-act. 4) nach vorstehend Gesagtem 

weder die Qualifizierung der Geldbeträge als Lohn noch den Lohnfluss mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu belegen. Demgemäss sind die 

Auszahlungen der B._____ GmbH in Höhe von Fr. 11'000.--, Fr. 7'000.-- 

und Fr. 10'182.-- bei der Bestimmung des versicherten Verdienstes nicht 

zu berücksichtigen.

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3.6. Aus denselben Gründen können die am 20. November 2017 von der 

B._____ GmbH auf dem Bankkonto des Beschwerdeführers zusätzlich zu 

den monatlichen Fr. 2'720.-- ausbezahlten Fr. 1'000.-- nicht als Lohn 

qualifiziert werden (Bg-act. 11), zumal die Fr. 1'000.-- separat zu den 

monatlich ausbezahlten Fr. 2'720.-- entrichtet und nicht näher bezeichnet 

wurden. 

3.7. Da weder die Abrechnung mit der SVA Graubünden für das Jahr 2017 (Bg-

act. 5 und 6) noch die Arbeitgeberbescheinigung vom 15. Januar 2018 (Bg-

act. 7) den tatsächlichen Lohnfluss abbilden, kann auch nicht auf den vom 

Beschwerdeführer vorgebrachten Jahreslohn von Fr. 48'149.-- abgestellt 

werden, zumal sowohl die Abrechnung mit der SVA Graubünden als auch 

die Arbeitgeberbescheinigung lediglich Indizien für den tatsächlichen 

Lohnfluss darstellen. Ohnehin unbeachtlich bleibt der Jahreslohn für das 

Jahr 2016, weil der Beschwerdeführer einen Anspruch auf 

Arbeitslosenversicherungstaggeld am 10. Januar 2018 bei der ALK 

Graubünden anmeldete und weil sich der versicherte Verdienst, wie bereits 

ausgeführt, gemäss Art. 23 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 37 Abs. 1 AVIV nach 

dem Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der 

Rahmenfrist für den Leistungsbezug bzw. nach dem Durchschnittslohn der 

letzten zwölf Monate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug 

bemisst, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als derjenige nach Art. 37 

Abs. 1 AVIV (Art. 23 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 37 Abs. 2 AVIV). 

3.8. Wie gezeigt, erhielt der Beschwerdeführer nachweislich ab September 

2016 bis und mit Januar 2018 monatlich Fr. 2'720.-- von der B._____ 

GmbH auf sein Bankkonto überwiesen (Bg-act. 11). Aufgrund der 

regelmässig erfolgten Zahlungen in derselben Höhe ist für das 

streitberufene Gericht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass 

es sich bei den Fr. 2'720.-- um Lohnzahlungen handelt. Mit den 

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Bankauszügen des Beschwerdeführers wurde der Lohnfluss zudem 

nachgewiesen (Bg-act. 11).

3.9. Zusammenfassend ist somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

dargetan, dass der im Jahr 2017 tatsächlich an den Beschwerdeführer 

ausbezahlte Monatslohn Fr. 2'720.-- (netto) betragen hat. Demnach ist die 

Festsetzung des versicherten Verdienstes durch die ALK Graubünden auf 

vorstehenden Betrag nicht zu beanstanden.

4. Der vorliegend angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit in 

allen Punkten als begründet und rechtens, weshalb die Beschwerde 

abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann.

5. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - ausser im Falle von leichtsinniger oder 

mutwilliger Prozessführung - kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten 

erhoben werden. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]