# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 514b0c9e-c993-5732-9369-57abe4862ae1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.06.2023 PQ230013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ230013_2023-06-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ230013-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw T. Rumpel 

Beschluss und Urteil vom 29. Juni 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegnerin 

 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y._____,  

 

sowie 

 

1. C._____,  
2. D._____,  
3. E._____,  
Verfahrensbeteiligte 

 

1, 2, 3 vertreten durch lic. iur. Z._____,  

 

- 2 - 

betreffend Abänderung Besuchsrecht  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Winterthur vom 25. Januar 
2023; VO.2022.50 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-
Andelfingen) 
 
 

Erwägungen: 

I. 

1. B._____ (Beschwerdegegnerin) ist die Mutter der drei Kinder C._____, ge-

boren am tt. mm. 2012, D._____, geboren am tt. mm. 2017, und E._____, gebo-

ren am tt. mm. 2021. A._____ (Beschwerdeführer) ist der Vater von D._____ und 

E._____. Alle drei Kinder stehen unter der alleinigen elterlichen Sorge der Be-

schwerdegegnerin.  

2.  Seit Dezember 2020 sind die Kindesschutzbehörden mit der Situation der 

Parteien und der Kinder befasst (KESB-act. 1 ff.). Hintergrund bildeten unter an-

derem die damaligen prekären Wohnverhältnisse in F._____ ZH, ein ausgepräg-

ter Beziehungskonflikt zwischen den Parteien, Gewalt- und Sexualmissbrauchs-

vorwürfe der Beschwerdegegnerin gegenüber dem Beschwerdeführer sowie eine 

Überforderungssituation bei der Beschwerdegegnerin. Im Dezember 2021 entzog 

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Bezirke Winterthur und Andel-

fingen (KESB) der Beschwerdegegnerin vorsorglich as Aufenthaltsbestimmungs-

recht über die Kinder und brachte die Kinder im Kinderhaus G._____ in H._____ 

unter. Die KESB tätigte in der Folge weitere Abklärungen und traf verschiedene 

Anordnungen. Zum Verfahrensverlauf kann auf die Erwägungen im Entscheid der 

KESB vom 10. August 2022 (BR-act. 2/2 S. 1 ff.) sowie im Urteil des Bezirksrats 

Winterthur (Vorinstanz) vom 25. Januar 2023 (act. 7 S. 2 ff.) verwiesen werden. 

3. Mit Entscheid der KESB vom 10. August 2022 wurden die Kinder im 

"I._____" (fortan: I._____) in J.______ platziert, wo sie zusammen mit der Be-

schwerdegegnerin wohnen können (BR-act. 2/2 Dispositiv- 

Ziffer 2). Gleichzeitig regelte die KESB den persönlichen Verkehr des Beschwer-

- 3 - 

deführers mit seinen Kindern D._____ und E._____ sowie mit der Tochter der Be-

schwerdegegnerin, C._____. Der Beschwerdeführer wurde berechtigt, die Kinder 

jeden Sonntag für acht Stunden zu betreuen, wobei die jeweils erste und letzte 

Stunde durch eine externe Fachperson zu begleiten seien (BR-act. 2/2 Dispositiv-

Ziffern 4-6).  

4. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 

16. August 2022 Beschwerde bei der Vorinstanz. Sie beantragte unter anderem 

die Beschränkung des Besuchsrechts des Beschwerdeführers auf jeweils vier 

Stunden jeden Sonntag, wobei die Besuche durchwegs durch eine externe Fach-

person zu begleiten seien (BR-act. 1). Von der Beschwerdegegnerin im Weiteren 

gestellte Anträge auf Erlass superprovisorischer Massnahmen wies die Vorin-

stanz mit Verfügungen vom 17. August 2022 und 26. Oktober 2022 ab (BR-act. 3; 

BR-act. 30). Mit Beschluss vom 22. November 2022 schränkte die Vorinstanz das 

Besuchsrecht des Beschwerdeführers vorsorglich für die weitere Dauer des Ver-

fahrens auf fünf Stunden pro Woche ein (BR-act. 41). Nach Eingang einer Einga-

be des I._____ vom 2. Dezember 2022 (BR-act. 44; s.a. BR-act. 45/1-3) entzog 

die Vorinstanz dem Beschwerdeführer gleichentags superprovisorisch einstweilen 

das Recht auf persönlichen Verkehr mit den Kindern (BR-act. 46). Es erfolgten 

alsdann Stellungnahmen der Kindesverfahrensvertreterin vom 13. Dezember 

2022 (BR-act. 51), des Beschwerdeführers vom 15. Dezember 2022 (BR-act. 54), 

der Beschwerdegegnerin vom 19. Dezember 2022 (BR-act. 56) und der Kindes-

verfahrensvertreterin vom 12. Januar 2023 (BR-act. 61). Mit Urteil vom 25. Januar 

2023 entschied die Vorinstanz Folgendes (BR-act. 62 = act. 4/2 = act. 7 [Akten-

exemplar]): 

"I. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde sowie der Anträge der 
Kindesverfahrensvertreterin wird der angefochtene Entscheid der 
KESB Winterthur-Andelfingen vom 10. August 2022, insbesonde-
re dessen Dispositivziffern 4, 5, 6 und 8, dahingehend abgeän-
dert, als dass der Beschwerdegegner für berechtigt erklärt wird, 
seine Kinder D._____ und E._____ jede Woche während zwei 
Stunden durch eine Fachperson begleitet in den Räumen einer 
dafür eingerichteten Institution bzw. einem Besuchstreff zu besu-
chen. 

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Die Kinder sind von einer Fachperson von ihrem gewöhnlichen 
Aufenthaltsort zum Besuchstreff und von dort wieder zurück zu 
bringen. 
Die besonderen Befugnisse der Erziehungsbeistandschaft wer-
den zu diesem Zweck dahingehend angepasst, als dass dazu 
fortan auch gehört, für die Umsetzung dieses persönlichen Ver-
kehrs, dessen Überwachung und Finanzierung besorgt zu sein, 
insbesondere einen geeigneten Besuchstreff bzw. eine geeignete 
Fachperson zur Begleitung sowie zum Abholen und Zurückbrin-
gen der Kinder von ihrem Aufenthaltsort mit der Mutter zum Be-
suchstreff und zurück zu organisieren. 

II. Im Übrigen werden die Beschwerde, die Anträge des Beschwer-
degegners sowie die Anträge der Kindesverfahrensvertreterin ab-
gewiesen und der angefochtene Entscheid der KESB Winterthur-
Andelfingen vom 10. August 2022 bestätigt. 

III. (Kosten) 
IV. (Parteientschädigungen)  
V. (unentgeltliche Rechtspflege)  
VI. (Rechtsmittel)  
VII. Einem allfälligen Rechtsmittel wird die aufschiebende Wirkung 

entzogen. 
VIII. (Mitteilung)" 

5. Mit Eingabe vom 1. März 2023 erhob der Beschwerdeführer bei der Kammer 

Beschwerde mit folgenden Anträgen (act. 2 S. 2): 

"1.  Ziff. 1 des Urteils des Bezirksrates vom 25.1.2023 sei aufzuhe-
ben. 

2.  Der Beschwerdeführer sei berechtigt zu erklären, seine Kinder  
D._____ und E._____ jede Woche samstags oder sonntags für 
8h zu betreuen und sie auf eigene Kosten mit sich auf Besuch zu 
nehmen. Dabei sind jeweils die erste und die letzte Stunde des 
Kontakts durch eine externe Fachperson zu begleiten. 
Eventualiter sei der Beschwerdeführer berechtigt zu erklären, sei-
ne Kinder D._____ und E._____ jede Woche samstags für 3h und 
sonntags für 5h oder umgekehrt zu betreuen und sie auf eigene 
Kosten mit sich auf Besuch zu nehmen. Dabei sind jeweils die 
erste und die letzte Stunde des Kontakts durch eine externe 
Fachperson zu begleiten. 

3.  Der Beschwerdegegnerin sei es unter Strafandrohung von 
Art. 292 StGB zu verbieten, dort aufzutauchen, wo der Beschwer-
deführer das Besuchsrecht mit seinen Kindern ausübt. 

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4.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin." 

Im Weiteren beantragte der Beschwerdeführer die Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege, einschliesslich der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung, sowie 

die umgehende Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung (act. 2 S. 2). 

6. Die vorinstanzlichen Akten des Bezirksrats (act. 8/1-66, zitiert als "BR-act.") 

und der KESB (act. 9/421-576 und act. 10/421-576, zitiert als "KESB-act.")  

wurden beigezogen (vgl. act. 5). Mit Beschluss vom 17. März 2023 wurde der An-

trag des Beschwerdeführers auf Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung der 

Beschwerde abgewiesen und der Beschwerdegegnerin sowie der Kindesverfah-

rensvertreterin Frist zur Beantwortung der Beschwerde bzw. zur Stellungnahme 

angesetzt (act. 11). Die Kindesverfahrensvertreterin erstattete ihre Stellungnahme 

am 19. April 2023 (act. 20), die Beschwerdegegnerin ihre Beschwerdeantwort am 

26. April 2023 (act. 25). Die Beschwerdegegnerin beantragte die Abweisung der 

Beschwerde und stellte ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechts-

verbeiständung (act. 25 S. 1 f.). Am 12. Mai 2023 gingen die (zwischenzeitlich von 

der KESB benötigten und ihr übermittelten) Akten der KESB wieder ein, ergänzt 

um aktuelle Aktenstücke (act. 30/577-709). Mit Verfügung vom 22. Mai 2023  

wurden den Parteien und der Kindesverfahrensvertreterin die letzten eingegange-

nen Rechtsschriften (act. 20 bzw. act. 25) zugestellt (act. 31). Eine von der Be-

schwerdegegnerin erstattete Stellungnahme vom 30. Mai 2023 (act. 33) wurde 

dem Beschwerdeführer und der Kindesverfahrensvertreterin mit Verfügung vom 

12. Juni 2023 zugestellt (act. 35). Das Verfahren ist spruchreif. 

II. 

1. 

1.1 Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen richtet 

sich nach den Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) und 

des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR, 

LS 232.3). Enthalten diese Gesetze keine Regelung, gelten für die Verfahren vor 

den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen die Bestimmungen des Gerichtsorganisa-

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tionsgesetzes (GOG, LS 211.1) sowie subsidiär und sinngemäss die Bestimmun-

gen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; Art. 450f ZGB und § 40 EG 

KESR). Beschwerden gegen Entscheide der KESB werden in erster Instanz vom 

Bezirksrat und in zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (Art. 450f ZGB i.V.m. 

§§ 40 und 63 f. EG KESR und § 50 GOG). Gegenstand des zweitinstanzlichen 

Beschwerdeverfahrens können nur die Entscheide des Bezirksrats, nicht diejeni-

gen der KESB sein. 

1.2 Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides ge-

rügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Der Rechtsmittelbehörde kommt sowohl in 

rechtlicher wie auch in tatsächlicher Hinsicht eine umfassende Überprüfungsbe-

fugnis zu; dazu gehört auch die volle Ermessensüberprüfung (BSK ZGB I-

DROESE, Art. 450a N 3 und 10). Im Verfahren vor der KESB und den gerichtlichen  

Beschwerdeinstanzen ist der Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen und 

das Gericht ist an die Anträge der Parteien nicht gebunden (Art. 446 ZGB). Von 

der Beschwerde führenden Partei ist indes darzulegen und aufzuzeigen, inwiefern 

der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Sie muss sich sachbezo-

gen mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheides auseinanderset-

zen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewendet bzw. 

den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll. Dies gilt auch im Bereich der Un-

tersuchungsmaxime (Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG KESR; BGE 141 III 569 

E. 2.3.3; BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Die Beschwerdeinstanz darf sich primär auf 

die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren (BSK ZGB I-DROESE, 

Art. 450a N 5). 

2.  Der Entscheid der Vorinstanz vom 25. Januar 2023 ist mit Beschwerde im 

Sinne von Art. 450 ZGB anfechtbar. Die Beschwerde wurde rechtzeitig erhoben 

(vgl. BR-act. 66). Als betroffene Person und Partei im vorinstanzlichen Verfahren 

ist der Beschwerdeführer zur Beschwerde an die Kammer legitimiert (Art. 450 

Abs. 2 ZGB). Die Beschwerde enthält sodann Anträge und eine Begründung 

(act. 2). Dem Eintreten auf die Beschwerde steht insoweit nichts entgegen. 

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III. 

1. Die KESB nahm in ihrem Entscheid vom 10. August 2022 zunächst Bezug 

auf ihren früheren Entscheid vom 22. September 2021, in dem sie zum Schluss 

gekommen war, dass C._____s, D._____s und E._____s gedeihliche psychische, 

persönliche und schulische Entwicklung gefährdet sei. An der damaligen Beurtei-

lung betreffend Kindeswohl habe sich nicht viel geändert, insbesondere was das 

Miterleben von Gewalt zwischen der Beschwerdegegnerin und dem Beschwerde-

führer betreffe. Das in Auftrag gegebene Erziehungsfähigkeitsgutachten über die 

Eltern habe ergeben, dass beide grundsätzlich erziehungsfähig, jedoch auf Unter-

stützung angewiesen seien. Gezeigt habe sich alsdann klar, dass die bisherigen 

Unterstützungsmassnahmen, die Beistandschaft und die sozialpädagogische Fa-

milienbegleitung, keine ausreichenden Massnahmen seien, um das Wohl der Kin-

der genügend zu gewährleisten (BR-act. 2/2 S. 12). Nach Erwägungen zur Erfor-

derlichkeit des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts (BR-act. 2/2 S. 13 f.) 

und zur angemessenen Unterbringung (BR-act. 2/2 S. 14 f.) hielt die KESB zur 

Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen den Kindern und dem Beschwer-

deführer alsdann fest was folgt (BR-act. 2/2 S. 15 ff.):  

Aktuell sehe der Beschwerdeführer seine Kinder und C._____ wöchentlich drei 

Stunden begleitet. Aus der Rückmeldung des Besuchsbegleiters vom 27. April 

2022 sowie gestützt auf das Gutachten ergäben sich Bedenken, ob der Be-

schwerdeführer in der Lage sei, die Pflege eines Säuglings nachts und am Wo-

chenende genügend sicherzustellen. Die bisherigen Besuche des Vaters seien 

jedoch sehr erfreulich verlaufen, weshalb kein Grund bestehe, die Kontakte nicht 

zumindest tagsüber auszuweiten. Der Vater sei daher für berechtigt zu erklären, 

D._____ und E._____ jeweils sonntags für acht Stunden zu betreuen. Der Be-

schwerdeführer sei nicht der biologische Vater von C._____. C._____ habe sich 

jedoch geäussert, dass sie den Beschwerdeführer zusammen mit ihren Ge-

schwistern besuchen wolle. Aufgrund der vormals gelebten Familienstruktur und 

der engen Beziehung sei dem Beschwerdeführer auch in Bezug auf C._____ ein 

Recht auf persönlichen Verkehr einzuräumen. Es spreche nichts dagegen, dass 

C._____ den Beschwerdeführer im gleichen Umfang wie ihre Geschwister regel-

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mässig sehen könne. Mit Blick auf eine zukünftige Ausweitung des persönlichen 

Verkehrs seien jeweils die erste und die letzte Stunde der Kontakte zu begleiten. 

Auf diese Weise könnten die involvierten Fachleute beurteilen, ob der Beschwer-

deführer über ausreichende Pflege- und Erziehungskompetenzen verfüge, um 

E._____ und D._____ auch nachts bzw. über einen längeren Zeitraum zu be-

treuen. Um allfälligen Eskalationen zwischen den Eltern anlässlich der Übergaben 

der Kinder vorzubeugen, seien diese begleitet durchzuführen. Die Aufgabe der 

Fachbegleitung solle sein, die Kinder von der Mutter zum Vater zu bringen, den 

Informationsaustausch sicherzustellen sowie den Vater bei der Ausübung des 

persönlichen Verkehrs wo nötig zu unterstützen. Nach acht Wochen solle die Be-

gleitperson eine erste Einschätzung betreffend den weiteren Bedarf der Beglei-

tung und Aneignung von erweiterten Pflege- und der Erziehungskompetenzen des 

Beschwerdeführers im Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern zuhanden der 

Beiständin abgeben. Die besonderen Befugnisse der Beiständin seien im Zu-

sammenhang mit dem Besuchsrecht insofern anzupassen, als sie die Fachbeglei-

tung für die Betreuung durch den Vater organisieren und überwachen sowie für 

deren Finanzierung besorgt sein solle. Weiter habe sie regelmässig zu überprü-

fen, ob eine Anpassung der Begleitung vorgenommen werden könne.  

2. Die Vorinstanz führt zur Begründung ihres Entscheids aus, zunächst er-

scheine das von der KESB gewährte Besuchsrecht von acht Stunden an jedem 

Sonntag bereits aus praktischen Gründen problematisch. Der Beschwerdeführer 

verfüge über keine Wohnung, in der er die Kinder zu sich nehmen könnte. Des-

halb habe er die Besuchstage jeweils im Freien oder in Restaurants und Ein-

kaufszentren verbringen müssen. Dies sei sowohl für die Kinder als auch für ihn 

selbst überfordernd. Im Weiteren spreche sich das im Recht liegende Erziehungs-

fähigkeitsgutachten zwar nicht gegen die tageweise Betreuung der Kinder durch 

den Beschwerdeführer aus. Doch werde darin deutlich ausgedrückt, dass der Be-

schwerdeführer mit der selbständigen Erziehung seiner kleinen Kinder überfordert 

wäre. Es sei auch nicht ersichtlich, dass er die Kinder vor deren Fremdplatzierung 

je in erkennbarem Ausmass alleine betreut habe. Als die Kinder im Kinderheim 

platziert gewesen seien, habe der Beschwerdeführer sie jeweils allwöchentlich 

während zwei Stunden im begleiteten Rahmen besucht. Diese Besuche seien gut 

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verlaufen und der Beschwerdeführer habe sich dabei sehr liebevoll im Umgang 

mit den Kindern gezeigt. Jedoch könnten diese Besuche auf dem Areal des Kin-

derheims kaum mit solchen von achtstündiger Dauer im Freien verglichen wer-

den. Der Besuchsbegleiter, auf den sich der Beschwerdeführer berufe, habe da-

mals denn auch bemerkt, dass es für eine Öffnung des Besuchsrechtsrahmens 

noch zu früh sei (act. 7 S. 15 f. E. 5.2). Recht zu geben sei dem Beschwerdefüh-

rer darin, dass es keine Hinweise gebe, wonach er die Kinder anlässlich der Be-

suchstage direkt gefährden würde, etwa indem er gegenüber diesen gewalttätig 

wäre oder diese nicht richtig beaufsichtigen würde. Allein liege auch hier das Pro-

blem wieder in der Beziehung der Parteien, die auch und gerade während der  

Besuchstage des Beschwerdegegners ihre destruktive, kindswohlgefährdende 

Dynamik entfalte. Dabei äussere sich der Beschwerdeführer genauso wider-

sprüchlich wie die Beschwerdegegnerin. Einerseits meine er, er habe mit jener 

abgeschlossen und es gehe ihm nur noch um die Kinder, andererseits sei jene 

dann aber doch immer wieder mit von der Partie an den Besuchstagen. Dass der 

Beschwerdeführer sodann anscheinend verlauten lassen habe, das Kontaktverbot 

zur Beschwerdegegnerin sei aufgehoben worden, lasse es nicht als unwahr-

scheinlich erscheinen, dass er die Kontakte mit den Kindern eben doch auch dazu 

nutze, sich der Beschwerdegegnerin anzunähern. Der Beschwerdeführer stelle 

sich dabei auf den Standpunkt, es sei allein das Werk von C._____ und der Be-

schwerdegegnerin, dass Letztere an seinen Besuchstagen immer wieder auftau-

che. Dies vermöge jedoch nicht zu überzeugen. Denn es erhelle nicht, weshalb 

der Beschwerdeführer, der sich ansonsten nicht durchsetzungsschwach zeige, 

einem solchen Treiben nichts entgegensetzen könnte. Wenig hilfreich seien die 

Beobachtungen des Besuchsbegleiters. Diese klängen zwar durchaus positiv. 

Doch der Besuchsbegleiter räume selbst ein, dass seine Berichte nur beschränkt 

aussagekräftig seien. Denn da er jeweils nur die erste und letzte Stunde der Be-

suchstage zugegen gewesen sei, habe er in der entscheidenden Zeit dazwischen 

gerade keine Beobachtungen machen können (act. 7 S. 16 f. E. 5.3). Das von der 

KESB angeordnete Besuchsrecht des Beschwerdeführers zeige sich damit in ver-

schiedener Hinsicht als kindswohlgefährdend und sei daher anzupassen. Nach-

dem das Besuchsrecht bereits mittels vorsorglicher Massnahmen habe einge-

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schränkt und zuletzt ganz aufhoben werden müssen, sei nun wieder dort anzu-

knüpfen, wo noch alles funktioniert habe, nämlich bei den Besuchen im Kinder-

heim. Dem Beschwerdeführer sei daher ein allwöchentliches zweistündiges, 

durchgängig begleitetes Besuchsrecht einzuräumen. Dieses sei ausschliesslich in 

den Räumen einer dafür eingerichteten Institution, d. h. einem sogenannten Be-

suchstreff auszuüben. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass sich die Parteien 

während der Besuchszeit doch wieder treffen würden. Die Kinder seien ausser-

dem durch eine Fachperson von ihrem gewöhnlichen Aufenthaltsort in den Be-

suchstreff und von dort wieder zurück zu bringen. Dieses Besuchsrecht solle  

nunmehr für die leiblichen Kinder des Beschwerdeführers, D._____ und E._____, 

gelten. C._____ sei nicht die Tochter des Beschwerdeführers, weshalb dieser an 

sich kein Recht auf persönlichen Verkehr mit C._____ habe. Angesichts der Vor-

fälle anlässlich der vergangenen Besuchstage, bei denen sich der Beschwerde-

führer zu C._____ ambivalent verhalten habe, sei ihm ausserdem auch kein aus-

serordentliches Recht auf persönlichen Verkehr mit ihr einzuräumen. Fraglich 

bleibe, ob C._____ die Möglichkeit einzuräumen sei, die Besuche ihrer jüngeren 

Geschwister im freiwilligen Rahmen zu begleiten, wie es die Kindesverfahrensver-

treterin in  

ihrer jüngsten Eingabe beantrage. Davon sei jedoch abzusehen. Denn C._____ 

stehe in einem heftigen Loyalitätskonflikt zwischen den beiden Parteien. Ihr nun 

die Verantwortung aufzubürden, jede Woche entscheiden zu müssen, ob sie an 

den Besuchen teilnehmen solle oder nicht, erscheine deshalb als zu hohe Belas-

tung für sie. Vielmehr erscheine es angezeigt, dass C._____ Abstand vom Kon-

flikt der Parteien nehmen könne. Nachdem die Besuche nunmehr gänzlich beglei-

tet durchgeführt werden müssten, müsse C._____ auch nicht mehr aus Sorge, ih-

ren Geschwistern könnte etwas zustossen, an den Besuchen teilnehmen. Mit die-

ser Regelung werde zwar in Kauf genommen, dass C._____ den Beschwerdefüh-

rer nun zumindest eine gewisse Zeit lang nicht sehen könne, wiewohl sie auch 

immer wieder ausgesagt habe, diesen an sich gern zu sehen. Auch müssten sich 

D._____ und E._____ daran gewöhnen, den Beschwerdeführer ohne C._____ zu 

sehen. Allerdings erscheine es derzeit wichtiger für C._____s Wohl, wenn für sie 

eine Beruhigung erfolgen könne (act. 7 S. 17 f. E. 5.4). 

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3. Der Beschwerdeführer wehrt sich gegen die Einschränkung des persönli-

chen Verkehrs auf Besuche in einem Besuchstreff. Er führt aus, es sei die Be-

schwerdegegnerin, welche ihn dauernd kontaktiere und ihn aufsuche. Zudem hät-

ten sie zusammen Weihnachten und Silvester gefeiert, seien zusammen an den 

Fasnachtsumzug gegangen und hätten bei ihm gekocht. Er sehe seine Kinder 

mehr, als bevor ihm das Besuchsrecht entzogen (bzw. eingeschränkt) worden sei. 

Dies erhelle, dass die vorinstanzliche Regelung sinn- und zwecklos sei (act. 2 

S. 5). Für die Einstellung und die Reduktion des Besuchsrechts gebe es keine 

sachlichen Gründe. Das Gutachten über seine Erziehungsfähigkeit spreche einzig 

im Falle einer alleinigen Obhut für eine Überforderung, unter anderem weil 

E._____ so klein sei. Zwischenzeitlich sei E._____ über ein Jahr alt und auch das 

Gutachten sei nicht mehr aktuell. Dem Bericht des Besuchsbegleiters sei keinerlei 

Überforderung bei der Ausübung des Besuchsrechts mit seinen Kindern zu ent-

nehmen und auf die Aussagen von Frau J._____(zuständige Person des I._____) 

könne nicht abgestellt werden (act. 2 S. 5 f.). Die Verhaltensauffälligkeiten von 

D._____ seien typisch für Kinder, die kaum sprechen könnten, und hätten nichts 

mit den Besuchskontakten zu tun (act. 2 S. 14). Auch eine allfällige sexualisierte 

Verhaltensweise D._____s sei nicht auf sein Verhalten mit der Beschwerdegeg-

nerin zurückzuführen. Es sei die Beschwerdegegnerin, die mit anderen Männern 

vor D._____ Geschlechtsverkehr vollzogen habe (act. 2 S. 9). Es stimme sodann 

nicht, dass er keine Wohnung habe; er sei in K._____ gemeldet und wohne dort. 

Zudem werde er ab 1. April 2023 eine eigene Wohnung haben (act. 2 S. 10). 

Durch den Eventualantrag könne schliesslich auch "den letzten Bedenken entwi-

chen" werden, so lange es kalt sei und die Wintermonate aktiv seien (act. 2 S. 6). 

Wenn die Vorinstanz befürchte, dass ohne Anordnung einer Begleitung das Be-

suchsrecht aufgrund des Zusammentreffens der Beschwerdegegnerin mit ihm 

(dem Beschwerdeführer) in eine destruktive, kindswohlgefährdende Dynamik ver-

falle, könne dem mit der Gutheissung des Antrags Ziffer 3 (betreffend Verbot ge-

genüber der Beschwerdegegnerin, bei den Besuchen aufzutauchen) begegnet 

werden. Es sei nicht richtig, dass er das Auftauchen der Beschwerdegegnerin bei 

den Besuchen hätte vermeiden und sich hätte durchsetzen können (act. 2 S. 10 

f.). Im Weiteren scheine es so, dass C._____ die Parteien gegeneinander aus-

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spiele und die Beschwerdegegnerin und C._____ das I._____ negativ über ihn 

(den Beschwerdeführer) beeinflussten (act. 2 S. 14). Das plötzliche Auftauchen 

der Beschwerdegegnerin bei den Besuchen, dessen Folgen und die falschen An-

schuldigungen in den Rechtsschriften der Beschwerdegegnerin führten zu einer 

Kindswohlgefährdung (act. 2 S. 14 f.). 

4. Die Beschwerdegegnerin hält im Rahmen ihrer Beschwerdeantwort ein-

gangs fest, der überwiegende Teil der Ausführungen des Beschwerdeführers be-

stehe aus haltlosen Vorwürfen ihr gegenüber und habe keinen Einfluss auf die 

Frage des Besuchsrechts des Beschwerdeführers (act. 25 S. 2). Soweit sich die 

Beschwerdegegnerin alsdann gleichwohl ausführlich zu diesen Punkten äussert, 

ist darauf nicht einzugehen. Zur Frage des persönlichen Verkehrs (im Weitesten 

Sinn) führt sie Folgendes aus: Die Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach 

sie es sei, die den Kontakt suche, und wonach er seine Kinder mehr sehe als zu-

vor, würden bestritten. Anzumerken sei jedoch, dass der Beschwerdeführer wis-

se, wie prekär ihre finanzielle Situation sei. Der Beschwerdeführer ködere sie (in 

Ausnützung der ihr gutachterlich attestierten passiven Abhängigkeit) immer wie-

der mit kleineren Geldbeträgen, welche er ihr unregelmässig überreiche (act. 25 

S. 7 f.). Auch habe der Beschwerdeführer zu den Zeiten, als das Besuchsrecht 

noch nicht in diesem Umfang eingeschränkt gewesen sei, immer wieder versucht, 

über C._____ mit ihr (der Beschwerdegegnerin) Kontakt aufzunehmen, C._____ 

auszuhorchen und über sie Nachrichten an sie (die Beschwerdegegnerin) zu 

übermitteln. C._____ selbst habe die Besuche beim Beschwerdeführer nur wahr-

genommen, um ihre Geschwister während den Besuchen vor diesem zu schützen 

und habe mehrmals sie (die Beschwerdegegnerin) angerufen und gebeten, zu ihr 

zu kommen, da sie aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers Angst um ih-

re kleine Schwester E._____ gehabt habe. Das I._____ habe die Besuche bei 

dem Beschwerdeführer jeweils als belastend und verstörend für die Kinder be-

schrieben (act. 25 S. 7 f.). Der Beschwerdeführer habe weiter gegenüber C._____ 

immer wieder schlecht über den Vater von C._____ und sie (die Beschwerdegeg-

nerin) gesprochen und sei regelmässig im I._____ aufgetaucht, um mit ihr in Kon-

takt zu treten und sie zu überwachen (act. 25 S. 8). Wenn sie (die Beschwerde-

gegnerin) im Rahmen der Besuchstermine mit dem Beschwerdeführer in Kontakt 

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getreten sei, dann nicht, weil sie sich zu ihm hingezogen fühle, sondern weil 

C._____ sie darum gebeten und sie selbst Angst um ihre Kinder gehabt habe 

(act. 25 S. 8 f.). Entgegen dem Beschwerdeführer sei das Gutachten noch aktuell 

und äussere es sich dahingehend, dass der Beschwerdeführer mit der Erziehung 

von Kleinkindern überfordert sei. Die Berichte des Besuchsbegleiters beurteilten 

einzig den Umgang des Beschwerdeführers in Begleitung und über einen kurzen 

Zeitraum hinweg, wobei davon auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer wäh-

rend der Anwesenheit des Besuchsbegleiters nicht sein wahres Gesicht zeige 

(act. 25 S. 9 f.). Hinsichtlich des Eventualantrags und dessen Begründung sei es 

so, dass für Kinder im Alter von E._____ und D._____ auch drei bis fünf Stunden 

bei Wind und Wetter, Regen, Kälte oder Hitze nicht angemessen seien. Der Be-

schwerdeführer habe keinen Ort, um mit den Kindern unterzukommen. Es werde 

bestritten, dass er ab dem 1. April 2023 eine eigene Wohnung haben werde. Die 

Beschwerde sei am 1. März 2023 abgefasst worden, also einen Monat vor dem 

angeblichen Einzug des Beschwerdeführers in seine neue Wohnung. Offensicht-

lich hätte er zu diesem Zeitpunkt bereits einen Mietvertrag vorliegen haben müs-

sen, den er hätte einreichen können. Dies sei aber bis zum heutigen Tag nicht 

geschehen. Fakt sei, dass er in K._____ in der Wohnung seiner Ehefrau gemeldet 

sei. Alles andere sei unklar (act. 25 S. 12). Was das von der Vorinstanz festge-

stellte sexualisierte Verhalten von D._____ betreffe, sei dieses entgegen der An-

sicht der Vorinstanz nicht beiden Elternteilen, sondern nur dem Beschwerdeführer 

anzulasten. Sie habe nicht mit anderen Männern vor D._____ Geschlechtsverkehr 

gehabt und D._____ habe eindeutig vom Beschwerdeführer und nicht von andern 

Männern gesprochen (act. 25 S. 18).  

5. Die Kindesverfahrensvertreterin führt aus, der Wunsch des Beschwerdefüh-

rers, seine Kinder mehr als zwei Stunden zu sehen, sei nachvollziehbar. Die Bei-

ständin habe sodann mitgeteilt, dass es ihr einerseits trotz intensiver Bemühun-

gen nicht gelungen sei, eine Fachperson zu finden, welche die Kinder in den be-

gleiteten Besuchstreff und wieder zurück bringe, und dass sich anderseits die Be-

schwerdegegnerin seit Monaten in Begleitung der Kinder mit dem Beschwerde-

führer ausserhalb der angeordneten Besuchszeiten treffe. Die Ausführungen des 

Beschwerdeführers in der Beschwerde zeigten im Weiteren auf, dass sich die Be-

- 14 - 

ziehung der Eltern in keiner Weise zum Wohle der Kinder verbessert habe. Einer-

seits berichte er, dass er regelmässig Zeit mit der Beschwerdegegnerin und den 

Kindern verbringe, anderseits liste er auf, mit welchen herausfordernden Verhal-

tensweisen der Beschwerdegegnerin er konfrontiert werde. Aus ihrer (der Kindes-

verfahrensvertreterin) Sicht sei das zum Schutz der Kinder angedachte begleitete 

Besuchsrecht in einem Besuchstreff in Anbetracht der Situation wirklich nicht ziel-

führend. Da damit zu rechnen sei, dass die Kinder ein weiteres Mal platziert wer-

den müssten, sei bis dahin auf die Anordnung eines Besuchsrechts zu verzichten 

(act. 20).  

IV. 

1. Nach Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder 

Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind gegenseitig Anspruch auf ange-

messenen persönlichen Verkehr. Dabei handelt es sich um ein gegenseitiges 

Pflichtrecht, das in erster Linie den Interessen des Kindes dient (BGer 

5A_984/2019 vom 16.April 2019 E. 3.2; BGE 127 III 295 E. 4a; 122 III 404 E. 3a). 

Das Gericht hat sich bei der Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs an den 

Bedürfnissen des Kindes zu orientieren; die Interessen der Eltern haben hinter 

dem vorrangig massgebenden Kindeswohl zurückzustehen (BGE 130 III 585 E. 

2.1). Der persönliche Verkehr hat zum Zweck, die positive Entwicklung des Kin-

des zu gewährleisten und zu fördern. Abzustellen ist auf die Umstände des Ein-

zelfalls, namentlich das Alter des Kindes, die Bedürfnisse des Kindes, die Bezie-

hung des Kindes und des Besuchsberechtigten, die Beziehung der Eltern unterei-

nander, die zeitliche Beanspruchung bzw. Verfügbarkeit aller Beteiligten, den Ge-

sundheitszustand der Beteiligten, die Geschwister, die Entfernung bzw. Erreich-

barkeit der Wohnorte  

oder die Wohnverhältnisse beim besuchsberechtigten Elternteil (vgl. BSK ZGB I-

SCHWENZER/COTTIER, Art. 273 N 10). Eine Möglichkeit, das Besuchsrecht beson-

ders auszugestalten, besteht darin, die Besuche in Anwesenheit einer Drittperson 

durchzuführen. Dieses begleitete Besuchsrecht bezweckt, der Gefährdung des 

Kindes wirksam zu begegnen, Krisensituationen zu entschärfen und Ängste ab-

zubauen sowie Hilfestellungen für eine Verbesserung der Beziehungen zum Kind 

- 15 - 

und unter den Eltern zu vermitteln. Auch diese Massnahme setzt konkrete An-

haltspunkte für eine Gefährdung des Kindeswohls voraus (BGer 5A_984/2019 

vom 16. April 2019 E. 3.2; BGer 5A_728/2015 vom 25. August 2016 E. 2.2) und 

stellt grundsätzlich lediglich eine Übergangslösung dar (BSK ZGB I-

SCHWENZER/COTTIER, Art. 273 N 27).  

2. 

2.1 Die KESB holte im Frühjahr 2022 sowohl für die Beschwerdegegnerin wie 

für den Beschwerdeführer ein Erziehungsfähigkeitsgutachten ein. Im Gutachten 

vom 28. April 2022 über den Beschwerdeführer (KESB-act. 405) sowie der gut-

achterlichen Beantwortung einer Zusatzfrage vom 26. Juni 2022 (KESB-act. 

473A) wird im Wesentlichen Folgendes festgehalten: Beim Beschwerdeführer lie-

ge keine psychische Störung von Krankheitswert und keine Suchterkrankung vor. 

Der Beschwerdeführer sei in einer traditionell konservativen Denkstruktur fixiert, 

was Auswirkungen auf die Beziehungsgestaltung und die Möglichkeiten, Konflikte 

zu lösen, habe. Er sei grundsätzlich bereit, mit den Kindern einen mit Wertschät-

zung, Liebe und Unterstützung geprägten Alltag zu leben, und als Mensch sei er 

grundsätzlich stabil. Seine pragmatische Lebensgestaltung könne in der Erzie-

hung als wichtiger und stabilisierender Faktor angesehen werden. Problematisch 

seien jedoch der stark chronifizierte Beziehungskonflikt zwischen ihm und der Be-

schwerdegegnerin und die damit einhergehenden emotionalen Turbulenzen. Die-

se hätten Auswirkungen auf die Art und Weise, wie die Kinder Sicherheit erleben 

oder nicht erleben könnten. Es sei zu erwarten, dass zwischen den Eltern auch 

künftig Konflikte auftreten würden und es erscheine sehr wahrscheinlich, dass 

solche Ereignisse mit unterschiedlich interpretierten Gewalttätigkeiten eintreten 

würden. Was die Fähigkeit des Beschwerdeführers betreffe, die Bedürfnisse sei-

ner Kinder zu erkennen, sei ein adäquater Umgang mit den Kindern zu erwarten, 

sobald er mit Kindern und Erwachsenen im Alltag reden könne und alltagsprakti-

sche Situationen lösen müsse. Für die Erfassung von Bedürfnissen von Kleinkin-

dern oder Säuglingen sei er jedoch sicher auf Unterstützung angewiesen. Bezüg-

lich des Umgangs mit seinen kleinen Kindern könne es hilfreich sein, wenn er re-

gelmässige Hilfe bekomme. Aufgrund des fehlenden sozialen Netzwerks sei es 

- 16 - 

unwahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer seine Kinder selbständig und allei-

ne erziehen könne. Gegenüber den Kindern sei der Beschwerdeführer nie gewalt-

tätig geworden und habe er soweit bekannt nie ein unkontrolliertes Verhalten ge-

zeigt. Insoweit beständen keine Risikofaktoren. Hinsichtlich des persönlichen Ver-

kehrs sei es aber unklar, ob der Beschwerdeführer in der Lage sei, die Pflege ei-

nes Säuglings nachts und am Wochenende sicherzustellen. Hier seien begleitete 

Besuche angezeigt. In den Besuchssituationen könnten die involvierten Fachleute 

dann beurteilen, ob der Beschwerdeführer über ausreichende Pflege- und Erzie-

hungskompetenzen bei seiner Tochter E._____ (Säugling) und seinem Sohn 

D._____ (Kleinkind) verfüge. Der Beschwerdeführer habe erklärt, es sei ihm wich-

tig, die Kinder regelmässig zu sehen, und in einem gut strukturierten Besuchsset-

ting sollte dies möglich sein.  

2.2 Nach Anordnung des persönlichen Verkehrs durch die KESB gemäss Ent-

scheid vom 10. August 2022 konnte der Beschwerdeführer ab dem 10. Septem-

ber 2022 jeden Samstag von 9.00 bis 17.00 Uhr mit den drei Kindern den Tag 

verbringen. Der Besuchsbegleiter schilderte im Zwischenbericht vom 9. Novem-

ber 2022 seine Wahrnehmungen während den stattgefundenen acht Besuchsbe-

gleitungen. Der Beschwerdeführer sei (ausser einmal wegen einer zehnminütigen 

Zugverspätung) stets pünktlich erschienen. Die Übernahmen und Übergaben hät-

ten beim I._____ in seiner (des Besuchsbegleiters) Anwesenheit stattgefunden. 

Das Stimmungsbild sei jeweils sehr friedlich und angenehm gewesen. Der Be-

schwerdeführer sei stets guter Laune und gut vorbereitet gewesen; die nötigen 

Utensilien für die Kinder habe er in einem Rucksack dabei gehabt. Die Kinder sei-

en gerne mitgegangen und zufrieden wieder zurückgekehrt. Sie hätten jeweils er-

zählt, welche Aktivitäten sie mit dem Beschwerdeführer unternommen hätten und 

was er ihnen gekauft habe (z.B. eine Jacke oder Schuhe). Sie hätten Orte wie das 

L._____ in M._____, die Sport- und Freizeitanlage … Park in J._____, den Zoo 

Zürich, das Coop- oder Migros-Restaurant in J._____ sowie verschiedene Läden 

und Spielplätze besucht. Im Rahmen seiner Einschätzung hält der Besuchsbeglei-

ter fest, der Beschwerdeführer stehe während der Übergabe- und Übernahmezeit 

stets in aktivem Kontakt mit den Kindern und gehe empathisch auf sie ein. Die 

Kinder suchten oft seine Nähe und schienen sich sehr wohl und sicher in seiner 

- 17 - 

Anwesenheit zu fühlen. Der Beschwerdeführer sei geduldig und verständnisvoll, 

gebe den Kindern Freiraum, setze aber auch Grenzen; er kommuniziere mit den 

Kindern klar und altersgerecht. Gegenüber ihm (dem Besuchsbegleiter) verhalte 

sich der Beschwerdeführer sehr kooperativ. Er akzeptiere auch kritische Rück-

meldungen, z.B. dass für D._____ nicht jedes Mal ein Spielzeug gekauft werden 

müsse. Es hätten keine Vorkommnisse oder Anzeichen festgestellt werden kön-

nen, die darauf hingedeutet hätten, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage 

sei, die Kinder allein adäquat zu betreuen. Für eine angemessene Einschätzung, 

wie der Beschwerdeführer die Zeit mit den Kindern verbringe und wie er sich in 

diesem Rahmen bewege, werde empfohlen, die Begleitung anders zu gestalten: 

Der Besuchsbegleiter solle bei der Übergabe der Kinder beim I._____ um 9.00 

Uhr anwesend und dann für zwei Stunden mit dabei sein. Der Beschwerdeführer 

sei in der Lage, seine Kinder allein zu betreuen und zum I._____ zurückzubringen 

(BR-act. 55/1). 

2.3 Ende November, anfangs Dezember 2022 kam es zu besorgten Meldungen 

und Einschätzungen seitens des I._____. Die zuständigen Personen des I._____ 

(N._____, O._____) berichteten unter anderem über die Dynamik zwischen den 

Parteien, die nach wie vor viel Raum einnehme, eine grosse Hektik rund um die 

Besuche, ein sexualisiertes Verhalten des rund fünfjährigen D._____ (der eine 

Beischlafsituation nachgestellt und darauf verwiesen habe, dies mache sein Vater 

mit seiner Mutter), einen Vorfall, wonach C._____ nach Ablauf der Hälfte der Be-

suchszeit zurückgekommen sei und erklärt habe, der Beschwerdeführer und die 

Beschwerdegegnerin hätten sich im P._____ getroffen und seien unter anderem 

zusammen eine Weile auf der Toilette gewesen, die anschliessende Weigerung 

C._____s, für die weitere Dauer des Besuchstages zum Beschwerdeführer zu-

rückzukehren, sowie die Erwiderung des Beschwerdeführers, dann sei dies das 

letzte Mal gewesen, dass C._____ am Besuchstag mit dabei gewesen sei (BR-

act. 43 ff.). Seitens des I._____ wurde dafür gehalten, es erscheine wichtig, dass 

der Beschwerdeführer die Kinder unter Begleitung betreue und auch lerne, sie in 

dieser Zeit angemessen zu beschäftigen. E._____ habe sodann angefangen zu 

laufen. Es werde nicht möglich sein, die drei Kinder in ganz unterschiedlichen 

Entwicklungsstadien während längerer Zeit in einem Restaurant zu betreuen. Alle 

- 18 - 

drei Kinder seien immer wieder sehr bedürftig und im I._____ würden für längere 

Betreuungssequenzen der Kinder deshalb jeweils zwei Fachmitarbeiterinnen ein-

gesetzt (BR-act. 45/3 S. 2 f.). 

2.4.1 Wie im Beschluss vom 17. März 2023 betreffend Wiedererteilung der auf-

schiebenden Wirkung festgehalten, erscheint es vor diesem Hintergrund nach-

vollziehbar, wenn die Vorinstanz im Sinne einer Sofortmassnahme anstelle der 

bisherigen Besuchskontakte von acht Stunden pro Woche (mit allen drei Kindern) 

begleitete Besuchskontakte zwischen dem Beschwerdeführer und seinen Kindern 

D._____ und E._____ von zwei Stunden in einem Besuchstreff anordnete und 

dieser Anordnung die aufschiebende Wirkung entzog (dazu act. 13). In Frage 

steht, wie die Besuchskontakte längerfristig auszugestalten sind.  

2.4.2 Festzuhalten ist dabei vorab, dass entgegen dem Antrag der Kindesverfah-

rensvertreterin (vorne E. III.5) ein persönlicher Verkehr zwischen dem Beschwer-

deführer und seinen Kindern D._____ und E._____ anzuordnen ist. Der entspre-

chende Antrag der Kindesverfahrensvertreterin erfolgte in der Erwartung einer 

baldigen Umplatzierung der Kinder. Wie den aktuellen Akten der KESB zu ent-

nehmen ist, steht eine solche allerdings nicht unmittelbar bevor (vgl. KESB-act. 

704 = act. 28). In Übereinstimmung mit der Vorinstanz, den Parteien und der Kin-

desverfahrensvertreterin (vgl. BR-act. 61) ist demgegenüber davon abzusehen, 

ein Besuchsrecht zwischen dem Beschwerdeführer und C._____ festzulegen.  

2.4.3 Bei der Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs – insbesondere der Fest-

legung des zeitlichen Rahmens (Anzahl und Dauer der Besuchskontakte) sowie 

der Begleitung – sind verschiedene Umstände zu berücksichtigen: 

2.4.3.1 Zunächst ist dem Bericht des Besuchsbegleiters zu entnehmen, dass die 

acht Besuche von September bis Anfang November 2022 erfreulich verlaufen 

seien und der Beschwerdeführer sich liebevoll, engagiert und adäquat um die 

Kinder gekümmert habe. Wenn die Vorinstanz ausführt, die Beobachtungen des 

Besuchsbegleiters seien wenig hilfreich, da er jeweils nur die erste und letzte 

Stunde der Besuchstage zugegen gewesen sei und in der entscheidenden Zeit 

dazwischen keine Beobachtungen habe machen können, so kann ihr nur bedingt 

- 19 - 

zugestimmt werden. Mit Bezug auf den Umgang des Beschwerdeführers mit den 

Kindern und die Stimmung, die zwischen dem Beschwerdeführer und den Kindern 

sowohl zu Beginn als auch zum Schluss der Besuchstage herrschte, vermochte 

sich der Besuchsbegleiter durchaus ein Bild zu machen, und zwar offenbar ein 

durchwegs positives. Unbegründet erscheint vor diesem Hintergrund die Unter-

stellung der Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer habe wohl einfach nicht 

sein "wahres Gesicht" gezeigt. Gänzlich vage geblieben und nicht glaubhaft sind 

auch die Behauptungen der Beschwerdegegnerin, sie sei deshalb bei den Besu-

chen aufgetaucht, weil der Beschwerdeführer überfordert gewesen sei und sie 

Angst um ihre Kinder gehabt habe. Vielmehr attestierte der Gutachter dem Be-

schwerdeführer, grundsätzlich stabil zu sein und mit alltagspraktischen Situatio-

nen adäquat umzugehen, was durch die Wahrnehmungen des Besuchsbegleiters 

bestätigt wird. Nicht zu sehen ist damit, wieso – im Rahmen eines strukturierten 

Settings – der persönliche Verkehr ausserhalb eines Besuchstreffs grundsätzlich 

nicht im Wohle der Kinder sein sollte.  

2.4.3.2 Gleichzeitig ist zu beachten, dass die Besuchskontakte zumindest in der 

zweiten Novemberhälfte 2022 zu Stresssituationen und Turbulenzen geführt hat-

ten. Seitens der I._____ wurde (neben dem wiedergegebenen Vorfall im P._____) 

in diesem Zusammenhang insbesondere darauf hingewiesen, es sei wichtig, dass 

die Kinder während der Besuchszeit angemessen beschäftigt würden, und dass 

es, nachdem E._____ angefangen habe zu laufen, nicht mehr möglich sein wer-

de, die Kinder längere Zeit in einem Restaurant zu betreuen. Angesprochen wird 

damit der Umstand, dass der Kläger über keine eigene Wohnung verfügt und sich 

mit den Kindern während der Besuchszeiten teilweise in Restaurants und  

Einkaufszentren aufhielt. Was die fehlende Wohnung betrifft, behauptet der  

Beschwerdeführer zwar im Rahmen der Beschwerdeschrift, er werde ab 1. April 

2023 über eine eigene Wohnung verfügen. Mangels näherer Ausführungen oder 

Belegen kann aber nicht angenommen werden, an seiner Wohnsituation habe 

sich etwas geändert. Vor diesem Hintergrund ist der Vorinstanz zuzustimmen, 

wenn sie ausführte, ein Besuchsrecht von acht Stunden erscheine schon aus 

praktischen Gründen problematisch und sowohl für die Kinder als auch für den 

Beschwerdeführer überfordernd. Verstärkt wird die Problematik sodann dadurch, 

- 20 - 

dass C._____ in Zukunft nicht mehr an den Besuchskontakten teilnehmen wird. 

Zum einen bot die Anwesenheit von C._____ bislang Sicherheit und Stabilität für 

die kleinen Geschwister; diese werden sich daran gewöhnen müssen, den Be-

schwerdeführer ohne C._____ zu sehen. Zum andern ist zweifellos davon auszu-

gehen, dass C._____ eine Unterstützung für den Beschwerdeführer bei der Be-

treuung von D._____ und E._____ war. Der Beschwerdeführer wird die Besuchs-

zeit nun alleine bestreiten müssen.  

2.4.3.3 Aufgrund dieser Ausgangslage wird es – ähnlich wie im Sommer 2022, als 

die KESB über die Regelung des persönlichen Verkehrs zu befinden hatte – er-

neut darum gehen müssen, dass eine Fachperson den Beschwerdeführer beglei-

tend unterstützt und sich ein Bild von den Pflege- und Erziehungskompetenzen 

des Beschwerdeführers macht. Der Beschwerdeführer hält zwar dafür, das Gut-

achten spreche einzig für den Fall der alleinigen Obhut von einer Überforderung 

bzw. weil E._____ so klein sei; sodann sei das Gutachten auch nicht mehr aktuell. 

Allerdings hält das Gutachten fest, dass der Beschwerdeführer für die Erfassung 

der Bedürfnisse (auch) von Kleinkindern auf Unterstützung angewiesen sei. 

E._____ ist ein Kleinkind und es ist nicht zu sehen, wieso das Gutachten nicht 

mehr aktuell sein soll. Angemessen erscheinen nach wie vor bzw. erneut Rah-

menbedingungen in der Art, wie sie von der KESB angeordnet wurden. Dies sieht 

letztlich auch der Beschwerdeführer so, beantragt er doch selbst eine teilweise 

Begleitung durch eine Fachperson.   

2.4.3.4 Die Vorinstanz verortet den Kern der Problematik in der konfliktbehafteten 

Situation zwischen den Parteien. Tatsächlich ist das andauernde Zusammentref-

fen des Beschwerdeführers und der Beschwerdegegnerin in Anwesenheit der 

Kinder ein erhebliches Problem. Der Gutachter hat den "stark chronifizierten Be-

ziehungskonflikt, in [den] beide verstrickt sind" (KESB-act. 405 S. 23), beschrie-

ben und auf die damit einhergehenden wiederkehrenden emotionalen Turbulen-

zen hingewiesen. Sowohl gestützt auf das Gutachten als auch aufgrund der vom 

Beschwerdeführer geschilderten – und von der Beschwerdegegnerin nur vage 

und pauschal bestrittenen (vgl. act. 25 S. 7 f.) – Häufigkeit und Art der Kontakte 

mit der Beschwerdegegnerin und den Kindern (ausserhalb des angeordneten Be-

- 21 - 

suchsrechts) wird deutlich, dass beide, der Beschwerdeführer und die Beschwer-

degegnerin, ihren Anteil dazu beitragen, dass es zu diesen Treffen kommt. Das 

vom Beschwerdeführer als einfache Lösung dargestellte und beantragte Kontakt-

verbot, das gegenüber der Beschwerdegegnerin zu erlassen sei, erscheint damit 

weder geeignet noch angebracht, um der Situation wirksam entgegenzutreten. 

Auf der anderen Seite ist es auch nicht angebracht, wenn die Vorinstanz der kon-

flikthaften Beziehung zwischen den Parteien damit zu begegnen sucht, dass sie 

die Besuchskontakte ohne zeitliche Befristung auf Besuche in einem Besuchstreff 

begrenzt. Eine solche einschränkende Regelung kann als Übergangslösung zur 

Entschärfung der Situation dienen, wird längerfristig aber dem Anspruch auf an-

gemessenen persönlichen Verkehr nicht gerecht. Wie ausgeführt, ist nicht zu er-

kennen, dass durch die Wahrnehmung von Besuchen ausserhalb eines Besuchs-

treffs (im Rahmen eines strukturierten Settings) das Kindeswohl gefährdet sein 

sollte. Was den im Zentrum stehenden Beziehungskonflikt betrifft, sind beide Par-

teien gleichermassen gehalten, den Kontakt während der Besuchszeiten zu mei-

den. Da C._____ an den Besuchen nicht mehr teilnehmen wird, können auch bei-

de in Zukunft nicht mehr vorbringen, die Beschwerdegegnerin sei von C._____ 

herbeigerufen worden. Nicht zu erkennen ist im Übrigen, dass eine Einschrän-

kung der Besuchskontakte auf Besuchstreffs etwa an Entwicklungsdefiziten oder 

auffälligen Verhaltensweisen D._____s etwas zu ändern vermöchte. Während 

beide Elternteile die Ursache beim jeweils anderen sehen, erscheint es auch hier 

naheliegender, dass beide an der Problematik teilhaben.  

2.4.3.5 Zu beachten ist schliesslich, dass der Beschwerdeführer die von der Vor-

instanz angeordneten Besuche in einem Besuchstreff verweigert und die Beistän-

din mit Schreiben vom 17. März 2023 darauf hingewiesen hat, es sei trotz diver-

ser Bemühungen nicht gelungen, eine Fachperson zu finden, welche die Kinder 

auf dem Weg in den Besuchstreff und wieder zurück ins I._____ begleitet. Da sich 

die Beschwerdegegnerin seit Monaten in Begleitung der Kinder mit dem Be-

schwerdeführer ausserhalb der angeordneten begleiteten Besuchszeiten treffe, 

erscheine das begleitete Besuchsrecht auch nicht zielführend (act. 14/1).  

- 22 - 

Der Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass es nicht angeht, sich über 

behördliche Anordnungen hinwegzusetzen. Er stellt damit seine Kooperationsbe-

reitschaft und Verlässlichkeit erheblich in Frage. Gleichzeitig erscheint es aller-

dings tatsächlich nicht angemessen, an der Begleitung in einem Besuchstreff 

festzuhalten, und zwar auch nicht für eine (weitere) Übergangszeit. Für den Be-

ziehungsaufbau zu den Kindern ist dies nicht notwendig, da Kontakte (ausserhalb 

der angeordneten Besuche) fortbestanden. Anleitung und Unterstützung im Um-

gang mit den beiden kleinen Kindern können zudem auch im Rahmen einer Be-

suchsbegleitung (wie in der Zeit von September bis November 2022) erfolgen.  

2.4.4 Nach dem Ausgeführten haben sich Besuchskontakte von acht Stunden 

aufgrund der Verhältnisse als deutlich zu lang erwiesen. Angemessen erscheint, 

die Besuchskontakte auf fünf Stunden anzusetzen. Während fünf Stunden lässt 

sich die gemeinsame Zeit des Beschwerdeführers mit den Kindern sinnvoll gestal-

ten. Aufgrund des hohen Konfliktpotentials zwischen den Parteien und der erfor-

derlichen Begleitmassnahmen ist ein Besuch pro Woche vorzusehen, d.h. es ist 

entgegen dem Eventualantrag des Beschwerdeführers kein zweiter Besuchstag 

pro Woche zu gewähren. Entsprechend der im Entscheid der KESB vom 10. Au-

gust 2022 getroffenen Regelung ist sodann jeweils die erste und letzte Stunde zu 

begleiten. Aufgrund der nach wie vor konflikthaften Beziehung zwischen den Par-

teien ist – entgegen der Anregung der Besuchsbegleitung – auch an der Beglei-

tung zum Abschluss des Besuchstags samt Übergabe festzuhalten. Die Fachbe-

gleitung hat zur Aufgabe, die Übergaben sowie den Informationsaustausch si-

cherzustellen und den Vater bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs wo nö-

tig zu unterstützen.  

2.4.5 Eine zukünftige Ausweitung des persönlichen Verkehrs wird vom Be-

schwerdeführer nicht beantragt und steht zur Zeit nicht zur Diskussion. Die Be-

gleitung soll aber (wie bereits von der KESB vorgesehen) eine Beurteilung ermög-

lichen, ob der Beschwerdeführer über ausreichende Pflege- und Erziehungskom-

petenzen verfügt, um D._____ und E._____ in Zukunft gegebenenfalls auch 

nachts bzw. über einen längeren Zeitraum zu betreuen.  

- 23 - 

2.4.6 Dispositiv-Ziffer I des vorinstanzlichen Urteils ist aufzuheben. Die Dispositiv-

Ziffern 4 bis 6 des Entscheids der KESB vom 10. August 2023 sind gemäss den 

vorstehenden Erwägungen anzupassen: Abzusehen ist von einem Besuchsrecht 

gegenüber C._____ (Ziffer 4). Die Besuchskontakte gegenüber D._____ und 

E._____ sind auf fünf Stunden pro Woche zu reduzieren, wobei jeweils die erste 

und letzte Stunde durch eine sozialpädagogische Fachperson zu begleiten ist (Zif-

fern 5 und 6). Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen und das Urteil der Vo-

rinstanz zu bestätigen.  

V. 

1.  

1.1 Die Prozesskosten, bestehend aus Gerichtskosten und Parteientschädigung 

(Art. 95 Abs. 1 ZPO), sind nach den Grundsätzen der Art. 106 ff. ZPO zu vertei-

len. Zu den Gerichtskosten gehören neben der Entscheidgebühr insbesondere die 

Kosten für die Vertretung des Kindes (Art. 95 Abs. 2 lit. b und e ZPO). Die Ent-

scheidgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'000.– fest-

gesetzt (§ 12 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 5 Abs. 1 GebV OG). Die Kindsvertreterin wird 

der Kammer noch eine Aufstellung über ihre Auslagen und Bemühungen einzurei-

chen haben; die entsprechenden Kosten sind im vorliegenden Entscheid vorzu-

behalten und in einem separaten Beschluss festzusetzen. 

1.2 Die Parteien obsiegen und unterliegen je ungefähr zur Hälfte und haben die 

Kosten je zur Hälfte zu tragen (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Zum gleichen Ergebnis 

führt die Anwendung der Ausnahmeregelung von Art. 107 lit. c ZPO, die sich ins-

besondere in familienrechtlichen Verfahren wie dem vorliegenden anbietet. Unter 

der Annahme, dass die Parteien je subjektiv im Kindesinteresse gehandelt haben, 

sind die Gerichtskosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und ist keine Par-

teientschädigungen zuzusprechen.  

2. 

2.1 Die Parteien stellen für das obergerichtliche Verfahren je ein Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege, inklusive unentgeltliche Rechtsverbeiständung. 

- 24 - 

2.2 Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht 

über die erforderlichen Mittel verfügt, um den Prozess zu finanzieren, und ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 lit. a und b ZPO).  

Die Mittellosigkeit der Parteien ergibt sich aus den bei den Akten liegenden Unter-

lagen (vgl. act. 4/6-14; act. 27/5) und das Verfahren ist beidseits nicht als von 

vornherein aussichtslos zu betrachten. Beiden Parteien ist die unentgeltliche 

Rechtspflege für das obergerichtliche Verfahren zu bewilligen. Dem Beschwerde-

führer ist Rechtsanwältin lic. iur. X._____ und der Beschwerdegegnerin ist 

Rechtsanwältin MLaw Y._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen. 

Die Rechtsbeiständinnen werden der Kammer noch eine Aufstellung über ihre 

Auslagen und Bemühungen einzureichen haben, so dass in einem separaten Be-

schluss über die Entschädigung befunden werden kann. Die Parteien sind darauf 

hinzuweisen, dass sie zur Nachzahlung verpflichtet sind, sobald sie dazu in der 

Lage sind (Art. 123 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und 

Rechtsanwältin lic. iur. X._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 

2. Der Beschwerdegegnerin wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und 

Rechtsanwältin MLaw Y._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 

3. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:  

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer I des Urteils 

des Bezirksrats Winterthur vom 25. Januar 2023 aufgehoben. Die Dispositiv-

Ziffern 4 bis 6 des Entscheids der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

Winterthur-Andelfingen vom 10. August 2023 werden durch folgende Fas-

sung ersetzt: 

"4. Entfällt 

- 25 - 

 5. Der persönliche Verkehr von A._____ zu D._____ und E._____ wird 

wie folgt geregelt: 

A._____ wird für berechtigt erklärt, seine Kinder D._____ und E._____ 

jede Woche (samstags oder sonntags) für fünf Stunden zu betreuen. 

Dabei sind die jeweils erste und letzte Stunde des Kontakts durch eine 

Fachperson zu begleiten. 

Die Fachperson wird eingeladen, nach acht Wochen eine erste Ein-

schätzung zuhanden der Beistandsperson einzureichen. 

 6. Für die Übergaben im Rahmen der Betreuung von D._____ und 

E._____ durch A._____ wird eine Begleitung durch eine sozialpädago-

gische Fachperson angeordnet." 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen und das Urteil des Bezirksrats 

Winterthur vom 25. Januar 2023 bestätigt. 

2. Die Entscheidgebühr für das obergerichtliche Verfahren wird auf Fr. 1'000.– 

festgesetzt. 

3. Über die Kosten für die Vertretung der Kinder wird mit separatem Beschluss 

entschieden. Die Kindsvertreterin wird eingeladen, ihre Kostennote einzu-

reichen. 

4. Die Kosten für das obergerichtliche Verfahren, bestehend aus Entscheidge-

bühr und Kosten der Vertretung des Kindes, werden den Parteien je zur 

Hälfte auferlegt, aber zufolge bewilligter unentgeltlicher Rechtspflege einst-

weilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht gemäss 

Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

6. Über die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeiständinnen der Par-

teien für das obergerichtliche Verfahren wird mit separatem Beschluss ent-

- 26 - 

schieden. Die unentgeltlichen Rechtsbeiständinnen werden eingeladen, ihre 

Kostennote einzureichen.  

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindesverfahrensvertreterin, die 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-Andelfingen sowie an 

den Bezirksrat Winterthur, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die beigezogenen Ak-

ten an den Bezirksrat bzw. die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zu-

rück.  

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw T. Rumpel 
 
 
versandt am: 
 
 
 

	Beschluss und Urteil vom 29. Juni 2023
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwältin lic. iur. X._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt.
	2. Der Beschwerdegegnerin wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwältin MLaw Y._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt.
	Es wird erkannt:
	1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer I des Urteils des Bezirksrats Winterthur vom 25. Januar 2023 aufgehoben. Die Dispositiv-Ziffern 4 bis 6 des Entscheids der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-Andelfingen v...
	"4. Entfällt
	5. Der persönliche Verkehr von A._____ zu D._____ und E._____ wird wie folgt geregelt:
	6. Für die Übergaben im Rahmen der Betreuung von D._____ und E._____ durch A._____ wird eine Begleitung durch eine sozialpädagogische Fachperson angeordnet."
	Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen und das Urteil des Bezirksrats Winterthur vom 25. Januar 2023 bestätigt.
	2. Die Entscheidgebühr für das obergerichtliche Verfahren wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt.
	3. Über die Kosten für die Vertretung der Kinder wird mit separatem Beschluss entschieden. Die Kindsvertreterin wird eingeladen, ihre Kostennote einzureichen.
	4. Die Kosten für das obergerichtliche Verfahren, bestehend aus Entscheidgebühr und Kosten der Vertretung des Kindes, werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, aber zufolge bewilligter unentgeltlicher Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse ...
	5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6. Über die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeiständinnen der Parteien für das obergerichtliche Verfahren wird mit separatem Beschluss entschieden. Die unentgeltlichen Rechtsbeiständinnen werden eingeladen, ihre Kostennote einzureichen.
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindesverfahrensvertreterin, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-Andelfingen sowie an den Bezirksrat Winterthur, je gegen Empfangsschein.
	Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die beigezogenen Akten an den Bezirksrat bzw. die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zurück.
	8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...