# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d98593c-5b3e-5961-a075-9035a0175258
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-08-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.08.2009 UV 2008/87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-87_2009-08-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/87

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.04.2020

Entscheiddatum: 03.08.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 03.08.2009
Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Leistungspflicht des Unfallversicherers mangels 
überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfallereignis (Tragen einer schweren Last) und den rund acht Jahren später 
geklagten Schulterbeschwerden verneint (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. August 2009, UV 
2008/87).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner 

und Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 3. August 2009

in Sachen

Z.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Sutter, Haus Eden, Paradiesweg 2,

Postfach, 9410 Heiden,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1955 geborene Z.___ war über die Arbeitslosenkasse bei der Suva 

obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 21. September 1999 

mit grosser Last sehr hohe Tritte hochsteigen musste und dabei plötzlich auf der 

ganzen rechten Seite einen Schmerz verspürte (act. G 5.4/1). Dr. med. A.___, 

Allgemeine Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 21. Oktober 1999 eine 

Schulterkontusion rechts mit funktionellen Störungen. Der Röntgenbefund ergab keine 

ossären Läsionen, jedoch erhebliche Zeichen einer Schulterarthrose (act. G 5.4/2). Die 

Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die entsprechenden 

Versicherungsleistungen.

A.b   In der Folge wurden der Suva weitere Unfälle gemeldet. Am 7. Mai 2007 wurde 

der Versicherte von einem rückwärts fahrenden Personenwagen angefahren (act. G 

5.6/1). Dr. med. B.___, Allgemeinarzt und FMH Chirurgie, diagnostizierte im Arztzeugnis 

vom 7. September 2007 eine Distorsion und Prellung der rechten Schulter (act. G 

5.6/2). Nach einem am 10. Oktober 2007 erlittenen Autounfall stellte Dr. B.___ die 

Diagnose einer HWS-Distorsion. Auch für diese beiden Unfälle erbrachte die Suva die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen.

A.c   Am 8. November 2007 wurden in der Radiologie Stephanshorn u.a. eine 

erhebliche Insertionstendinopathie der Supraspinatussehne mit komplett 

durchgehender Ruptur sowie eine Läsion der Subscapularissehne mit wahrscheinlich 

komplett durchgehender Ruptur festgestellt. (act. G 5.4/25). 

A.d   Mit Verfügung vom 12. Dezember 2007 stellte die Suva die Leistungen betreffend 

den Unfallereignissen vom 7. Mai und 10. Oktober 2007 per 31. Dezember 2007 ein, da 

die noch bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich 

krankhafter Natur seien (act. G 5.4/28). Die Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft 

erwachsen.

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A.e   In den Schreiben vom 8. und 15. Februar 2008 meldete der Rechtsvertreter des 

Versicherten der Suva die im Arthro-MRI vom 8. November 2007 festgestellte Ruptur 

der Supraspinatussehne als Rückfall zum Unfallereignis im Jahr 1999 (act. G 5.4/31 

und 33).

A.f    Mit Verfügung vom 27. Februar 2008 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht für die 

geltend gemachten Schulterbeschwerden mit der Begründung ab, dass gemäss 

ärztlicher Beurteilung vom 10. und 18. Dezember 2007 kein sicherer oder 

wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zum Unfall vom 21. September 1999 bestehe 

(act. G 5.4/36). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 21. Juli 2008 ab (act. G 5.4/42).

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Dr. iur. 

Peter Sutter, Heiden, im Namen des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 4. 

September 2008 mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 21. Juli 2008 sei 

aufzuheben und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen aus dem 

UVG weiterhin zu erbringen, eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer 

Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, dass die 

Beschwerdegegnerin weiterhin die Beweislast für den Wegfall der Unfallkausalität 

trage. Der Beschwerdeführer sei im Unfallzeitpunkt erst 44 Jahre alt gewesen, weshalb 

die Ruptur kaum von degenerativen Veränderungen verursacht worden sei. Selbst 

wenn die Beweislast nicht der Beschwerdegegnerin obliegen würde, könnte sie sich 

ihrer Leistungspflicht nicht einfach mit dem Hinweis auf die Beurteilung ihres 

Kreisarztes entledigen. Aufgrund der gegenteiligen Auffassung von Dr. B.___ hätte sie 

betreffend der Unfallkausalität weitere Abklärungen tätigen müssen, zumal es im 

Rahmen einer histologischen Untersuchung möglich sei, die Kausalität einwandfrei zu 

klären.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 10. November 2008 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Das Ereignis vom 21. September 

1999 entspreche bei genauer Betrachtung keinem Unfall im Sinn des Gesetzes. Für die 

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Annahme eines Unfalls fehle es an der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors, 

weshalb für den als Rückfall geltend gemachten Schulterschaden keine 

Leistungspflicht bestehe. Selbst bei Annahme eines Unfallereignisses sei die Suva 

nicht leistungspflichtig, da zwischen dem gestützt auf das MRI vom 8. November 2007 

geltend gemachten Schulterschaden und dem Ereignis im Jahr 1999 nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe. Die 

Symptome seien im Jahr 1999 als mild bezeichnet worden, es hätten bereits vor dem 

21. September 1999 erhebliche Vorzustände bestanden, der Beschwerdeführer sei ab 

21. Oktober 1999 bis Ende 2007 voll arbeitsfähig gewesen und für diesen Zeitraum 

seien keinerlei Brückensymptome dokumentiert. Sodann sei eine 

Rotatorenmanschettenläsion mit dem Arthro-MRI vom 8. November 2007 nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Es sei vielmehr auf eine Degeneration der 

langen Bizepssehne zu schliessen.

B.c   Mit Replik vom 12. Dezember 2008 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers unverändert an den gestellten Anträgen fest. Mit der Replik legte er 

zusätzlich den MRI-Bericht vom 8. November 2007, einen Bericht von Dr. med. C.___, 

Facharzt medizinische Radiologie FMH, St. Gallen, vom 22. Oktober 2008 und einen 

Bericht aus dem Internet über die Rotatorenmanschettenruptur ins Recht. Aufgrund 

dieser Berichte sei entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin eine Ruptur der 

Manschette sehr wohl ausgewiesen. Die Ruptur werde denn auch im Januar 2009 

operiert. Das beschriebene Verletzungsbild könne gar nicht allein durch degenerative 

Veränderungen ausgelöst werden. Sodann liege beim Unfallhergang - überwinden 

eines überhohen Treppentritts - durchaus ein äusserer Faktor vor, weshalb das 

Tatbestandsmerkmal des Unfallbegriffs gegeben sei.

B.d   Mit Duplik vom 15. Januar 2009 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. In Ergänzung zur Beschwerdeantwort 

führte sie aus, dass auch die Berufung auf eine unfallähnliche Körperschädigung 

ausgeschlossen sei. Dem Bericht von Dr. C.___ vom 22. Oktober 2008 komme bei der 

Beurteilung keinerlei Bedeutung zu.

Erwägungen:

1.        

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Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Fall, ob die Beschwerdegegnerin es zu Recht 

abgelehnt hat, für die ab Februar 2008 erneut geklagten Schulterbeschwerden 

Versicherungsleistungen zu erbringen.

2.        

2.1    Die gesetzlichen und verordnungsmässigen Grundlagen zur Leistungspflicht der 

Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten (Art. 

6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) sowie bei 

Rückfällen und Spätfolgen versicherter Ereignisse (Art. 11 der Verordnung über die 

Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) hat die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid korrekt dargelegt. Ebenfalls zutreffend sind ihre Ausführungen zur 

natürlichen und adäquaten Kausalität zwischen Gesundheitsschaden und versichertem 

Unfall als Haftungsvoraussetzung sowie die massgeblichen Beweisgrundsätze samt 

den Verweisen auf die jeweils einschlägige Rechtsprechung. Darauf kann verwiesen 

werden.

2.2    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Der Grundsatz gilt jedoch nicht 

uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien. Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen eine Beweislast aber insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Das Gericht stellt auf jene 

Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

wahrscheinlichste würdigt. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 

genügt den Beweisanforderungen nicht (BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen, BGE 126 

V 360 E. 5b).

3.        

3.1    Der Beschwerdeführer betrachtet das Unfallereignis vom 21. September 1999 als 

ursächlich für die vorliegend zur Diskussion stehenden Schulterbeschwerden. Die 

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Beschwerdegegnerin ist hingegen der Auffassung, dass kein natürlicher 

Zusammenhang gegeben ist. Sodann führt sie in der Beschwerdeantwort zum ersten 

Mal aus, dass bei genauer Betrachtung das Ereignis vom 21. September 1999 keinen 

Unfall im Rechtssinn darstelle. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die 

Beschwerdegegnerin das Ereignis im Jahr 1999 ohne grössere Abklärungen als Unfall 

akzeptiert und die entsprechenden Versicherungsleistungen erbracht hatte. Zum 

jetzigen Zeitpunkt ist anhand der Aktenlage eine rückwirkende Prüfung, ob das Ereignis 

einen Unfall im Sinn des Gesetzes darstellte, nicht möglich. Insbesondere ist aufgrund 

der vorliegenden Akten nicht überprüfbar, ob allenfalls ein Unfall im Sinn einer 

Überanstrengung vorliege und dadurch das für den Unfallbegriff notwendige Kriterium 

der Ungewöhnlichkeit erfüllt wäre. Diesbezüglich wären für eine Beurteilung weitere 

Abklärungen notwendig. Allerdings sind zum jetzigen Zeitpunkt von solchen 

Abklärungen keine verlässlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb die 

Beschwerdegegnerin an ihren damaligen Entscheid gebunden und beim Ereignis vom 

21. September 1999 von einem Unfall im Rechtssinn auszugehen ist.

3.2    Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Beschwerdegegnerin die 

Beweislast für den Wegfall der Unfallkausalität trage. Dieser Auffassung kann nicht 

beigepflichtet werden. Vielmehr obliegt es dem Leistungsansprecher, das Vorliegen 

eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge 

postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die 

Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute 

Leistungspflicht des Unfallversicherers. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem 

Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere 

Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen (Urteil 8C_102/2008 des Bundesgerichts vom 26. 

September 2008, E. 2.2). Obwohl die Beschwerdegegnerin den Abschluss des 

Grundfalls nicht schriftlich mitgeteilt hat, ist vorliegend von einem Rückfall und nicht 

von einem andauernden Grundfall auszugehen. Gemäss Rechtssprechung des 

Bundesgerichts kann nämlich auch ein Rückfall vorliegen, ohne dass der versicherten 

Person der Fallabschluss mitgeteilt wurde, wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt keine 

Leistungen mehr zur Diskussion standen. In dieser Konstellation ist entscheidend, ob 

zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine 

Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies ist im 

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Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu 

beurteilen. Dabei kommt der Art der Verletzung und dem bisherigen Verlauf eine 

entscheidende Rolle zu: Lag ein vergleichsweise harmloser Unfall mit günstigem 

Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer Zeit einen Anspruch auf 

Leistungen begründete, wird tendenziell eher von einem stillschweigend erfolgten 

Abschluss auszugehen sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess 

(Urteil 8C_102/2008 des Bundesgerichts vom 26. September 2008, E. 4.1). Die 

Voraussetzungen für einen stillschweigenden Fallabschluss sind vorliegend erfüllt. Die 

Beschwerdegegnerin verweist diesbezüglich zu Recht auf den Arztbericht von Dr. A.___ 

vom 9. Dezember 2000 (act. G 5.4/23). Den vorliegenden Akten sind ab diesem Bericht 

bis ins Jahr 2007 keine weiteren unfallbedingten medizinischen Berichte zu entnehmen. 

Somit hat der Beschwerdeführer nachzuweisen, dass mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 21. September 

1999 und den erneut geklagten Schulterbeschwerden vorliegt.

4.        

4.1    Die Beschwerdegegnerin führt in der Beschwerdeantwort aus, dass eine 

Rotatorenmanschettenläsion mit dem Arthro-MRI vom 8. November 2007 nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sei. Die Frage, ob vorliegend von einer 

Rotatorenmanschettenruptur auszugehen ist, braucht nicht abschliessend beurteilt zu 

werden, da die folgenden Erwägungen zeigen werden, dass selbst bei Annahme einer 

solchen Ruptur kein natürlicher Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 21. 

September 1999 gegeben ist.

4.2    Der Kreisarzt der Suva, Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Chirurgie, teilte am 18. 

Dezember 2007 Dr. B.___ telefonisch seine Einschätzung betreffend die 

Schulterproblematik mit (act. G 5.4/30). Bezüglich der Situation im Jahr 1999 sei wohl 

eine Verletzung der Schulter beschrieben, die Symptome seien allerdings als mild 

taxiert worden. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer anschliessend weiter 

gearbeitet. Er habe ein Berufsleben mit Belastungen der Schultern auch in den oberen 

Winkelgraden hinter sich. Aufgrund des Verlaufs sei ein Zusammenhang zwischen dem 

Unfallereignis von 1999 und der festgestellten Rotatorenmanschettenruptur im Jahr 

2007 bestenfalls möglich, jedoch keinesfalls überwiegend wahrscheinlich. Unter 

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Berücksichtigung, dass eine akute Rotatorenmanschettenruptur von Schmerzen und 

Funktionseinschränkungen begleitet werde, sei nicht nachvollziehbar, weshalb der 

Beschwerdeführer anschliessend in seinem gerade auch die rechte Schulter 

belastenden Beruf habe weiter arbeiten können. Dieser Umstand grenze den möglichen 

Zusammenhang weiter ein, sodass letztendlich ein Zusammenhang zwischen der 

Rotatorenmanschettenruptur, wie sie im November 2007 festgestellt worden sei, und 

dem Unfallereignis vom Jahr 1999 als unwahrscheinlich taxiert werden müsse. Viel 

wahrscheinlicher hingegen sei das Vorliegen degenerativer Veränderungen im 

Schulterbereich, was über eine inaktivitätsbedingte Dekompensation der Situation 

schlussendlich zu der beschriebenen Symptomatik geführt habe.

Dr. B.___ teilte im Schreiben vom 8. April 2008 (act. G 5.4/38) mit, dass der 

Beschwerdeführer seit dem Jahr 1999 ständig Schulterschmerzen gehabt und 

trotzdem gearbeitet habe. Eine Untersuchung der rechten Schulter durch moderne 

Bildmethoden sei nicht durchgeführt worden. Es sei bekannt, dass auch mit einer 

Rotatorenmanschettenruptur weiter gearbeitet und Sport betrieben werden könne. Im 

Unfallzeitpunkt sei der Beschwerdeführer 44 Jahre alt gewesen, weshalb die 

Rotatorenmanschettenruptur nicht durch Degeneration entstanden sei.

In einer ärztlichen Beurteilung vom 4. November 2008 (act. G 5.4/45) führte Dr. med. 

E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, Suva Versicherungsmedizin, aus, 

dass das Ereignis vom September 1999 grundsätzlich schon geeignet gewesen wäre 

für eine Verletzung der Rotatorenmanschette, nicht zuletzt auch aufgrund sofortiger 

Schmerzen. Es gäbe allerdings keinerlei brauchbare Daten dafür, dass es damals zu 

einer solchen Verletzung gekommen sei. Dr. B.___ habe zu Recht darauf hingewiesen, 

dass eine Rotatorenmanschettenruptur nicht zwangsläufig ein Grund für Invalidität oder 

Arbeitsunfähigkeit in einem manuellen Beruf sein müsse. Zutreffend sei auch, dass der 

Beschwerdeführer mit 44 Jahren für eine degenerative Totalläsion von einer oder von 

zwei Sehnen an der Rotatorenmanschette noch zu jung sei. In dieser Lebensdekade 

seien erst Partialrupturen häufig. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass aufgrund 

des ungenügenden Arthro-MRI eine Ruptur der Supraspinatus- und 

Subscapularissehne nicht ausgeschlossen, aber auch nicht mit Zuverlässigkeit 

diagnostiziert werden könne. Die klinische Untersuchung der Schulter in diesem 

Zeitraum habe keine klaren Hinweise auf eine Rotatorenmanschettenruptur ergeben. 

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Mit hoher Wahrscheinlichkeit liege indessen eine Degeneration der langen Bizepssehne 

mit Subluxation im Sulcus vor, was eine schmerzbedingte Einschränkung der 

Schulterfunktion erklären könnte. Dabei handle es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit 

um eine mono-traumatische oder durch mehrere einzelne Ereignisse entstandene 

Veränderung. Selbst wenn die im Arthro-MRI vom 8. November 2007 festgestellten 

Signalveränderungen einer transmuralen Ruptur der Supraspinatussehne und einer 

kranialen Ruptur der Subscapularissehne entsprechen würden, so wären die der Suva 

gemeldeten Unfallereignisse, ganz besonders dasjenige vom 21. September 1999, sehr 

unwahrscheinliche Verursacher dafür.

4.3    Die ärztliche Beurteilung von Dr. E.___ basiert auf der Würdigung sämtlicher 

vorhandener Vorakten. Insbesondere berücksichtigte er neben den Unfallakten auch 

diejenigen der Invalidenversicherung. Diesbezüglich führte Dr. E.___ aus, dass die 

medizinischen Dokumente der Invalidenversicherung klinisch keine brauchbaren 

Hinweise auf eine Rotatorenmanschettenruptur ergeben würden. Die einzige 

schulterorthopädische Untersuchung habe einen normalen Schulterstatus und negative 

klinische Tests in Bezug auf eine Läsion von Sehnen der Rotatorenmanschette 

ergeben. Aufgrund der Vorakten konnte sich Dr. E.___ somit ein vollständiges Bild über 

Anamnese, Verlauf und den gegenwärtigen Status machen. Aufgrund des lückenlosen 

Untersuchungsbefunds war ein Aktengutachten ohne weiteres zulässig, da es 

sämtliche rechtsprechungsgemässen Anforderungen erfüllte (vgl. PVG 1996, 265 Erw. 

3b). Da der Bericht schlüssig erscheint, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei ist und keine Indizien gegen seine Zuverlässigkeit sprechen, ist er 

auch als Bericht eines versicherungsinternen Arztes beweiskräftig (BGE 125 V 351 

E. 3b/ee S. 353f. mit Hinweis). Das Schreiben von Dr. B.___ vom 8. April 2008 vermag 

die schlüssige Beurteilung von Dr. E.___ ebenfalls nicht zu entkräften, zumal sich Dr. 

B.___ nicht explizit zu einem möglichen Kausalzusammenhang äussert. Der Bericht von 

Dr. E.___ legt somit nachvollziehbar dar, dass, wenn von einer 

Rotatorenmanschettenruptur ausgegangen werde, ein Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis zwar nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne, allerdings als sehr 

unwahrscheinlich erscheine. Auch die übrigen festgehaltenen Schulterbeschwerden 

können nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein Unfallereignis, 

insbesondere dasjenige vom 21. September 1999, zurückgeführt werden, es stelle als 

Ursache lediglich eine Möglichkeit von mehreren dar.

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4.4    Dem Eventualantrag des Beschwerdeführers, die Angelegenheit zur Vornahme 

weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, ist nicht 

stattzugeben. Da nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die 

Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann 

darauf verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b; 

Pra 88 Nr. 117; SVR-UV 1996 Nr. 62.211).

4.5    Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass aufgrund der schlüssigen 

Beurteilung von Dr. E.___ ein Kausalzusammenhang zwischen den erneut geklagten 

Schulterbeschwerden und dem Unfallereignis vom 21. September 1999 zwar möglich, 

nicht aber überwiegend wahrscheinlich ist, weshalb die Beschwerdegegnerin die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen zu Recht verweigert hat. Diese Beurteilung steht 

zudem im Einklang mit der geltenden Rechtsprechung, wonach umso strengere 

Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen sind, je grösser der zeitliche Abstand zwischen 

Unfall und Eintritt der gesundheitlichen Störung ist (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 Erw. 

1c). Der angefochtene Entscheid vom 21. Juli 2008 lässt sich deshalb nicht 

beanstanden.

5.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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