# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c196bd78-d501-55be-b4e5-9ac5df4c01f2
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-28
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 28.04.2025 V 2024 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2024-15_2025-04-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: MLaw Patrick Trütsch, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L vom 28. April 2025
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. Yann Moor, Prof. Giger & Partner Rechtsanwälte, 
Nüschelerstrasse 49, Postfach 1415, 8021 Zürich

gegen

Strassenverkehrsamt des Kantons Zug, Hinterbergstrasse 41, 6312 Steinhau-
sen 

Beschwerdegegner 

betreffend

Strassenverkehrsrecht
(Sicherungsentzug des Führerausweises)

V 2024 15

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Urteil V 2024 15

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Urteil V 2024 15

A. Gemäss Bussgeldbescheid des Regierungspräsidiums Karlsruhe (D) vom 1. Juni 
2022 (STVA-act. 9, beim Strassenverkehrsamt des Kantons Zug am 16. November 2023 
eingegangen) überschritt A.________ am 19. März 2022 um 14:43 Uhr auf der BAB 5 bei 
Bad Bellingen (D) als Führer des PKW B.________ die zulässige Höchstgeschwindigkeit 
(120 km/h) ausserhalb geschlossener Ortschaften um 44 km/h. Es wurde eine Geldbusse 
von 320 Euro festgesetzt, und A.________ wurde mit einem Fahrverbot von 1 Monat für 
Deutschland belegt.

Mit Verfügung vom 22. Dezember 2023 entzog das Strassenverkehrsamt des Kantons 
Zug A.________ den Führerausweis aller Kategorien im Sinne eines Sicherungsentzugs 
auf unbestimmte Zeit, mindestens aber für 24 Monate (STVA-act. 16). Begründet wurde 
dies im Wesentlichen mit dem erheblich belasteten fahrerischen Leumund von 
A.________ und dem Kaskadensystem des SVG. Es seien folgende Vorfälle aktenkundig:
- Entzug 13 Monate, schwere Widerhandlung, Verfügungen vom 05.03.2019 und 

03.09.2021, Vollzug vom 21.10.2019–20.10.2020 sowie vom 04.10.2021–03.11.2021;
- Entzug 3 Monate, schwere Widerhandlung, Verfügung vom 15.08.2014, Vollzug 

08.09.2014–07.12.2014.

Das Strassenverkehrsamt verfügte, die Wiederaushändigung des Ausweises sei frühes-
tens nach Ablauf der Sperrfrist möglich und von der Erfüllung folgender Bedingungen ab-
hängig:

a) Einreichen eines die Fahreignung befürwortenden verkehrspsychologischen Gut-
achtens.

b) Weiterführende Abklärungen sowie die Anordnung einer neuen Führerprüfung 
bleiben ausdrücklich vorbehalten.

Das verkehrspsychologische Gutachten müsse nachfolgende Fragen beantworten:

a) Besteht aus verkehrspsychologischer Sicht eine charakterliche Problematik, wel-
che dazu führt, dass die Person sich in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht 
an das Strassenverkehrsgesetz halten wird?

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b) Falls die Fahreignung bejaht wird: Sind allfällige Auflagen notwendig (Art, Dauer 
und Intervalle) und wie begründen sich diese?

c) Falls die Fahreignung verneint wird: Welche Wiederzulassungsvoraussetzungen 
sind angezeigt (Art, Dauer) und wie begründen sich diese?

d) Weitere Anmerkungen?

Von der Möglichkeit zur Akteneinsicht / zum rechtlichen Gehör, zu welchen er vom Stras-
senverkehrsamt eingeladen worden war (STVA-act. 13 und 14), hatte A.________ keinen 
Gebrauch gemacht.

B. Gegen die Verfügung vom 22. Dezember 2023 erhob A.________ (fortan: Be-
schwerdeführer), vertreten durch RA Yann Moor, Zürich, am 22. Januar 2024 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde (act. 1) und stellte folgenden materiellen Antrag:

"Die angefochten Verfügung sei aufzuheben und es sei auf eine Administrativmassnahme zu ver-
zichten.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners."

sowie die folgenden prozessualen Anträge:

"1. Der vorliegenden Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung anzuerkennen.

2. Es sei zu einer mündlichen Verhandlung vorzuladen."

Zusammengefasst brachte der Beschwerdeführer vor, er bestreite den Vorwurf des Regie-
rungspräsidiums Karlsruhe. Es sei sein Cousin C.________ gewesen, der am 19. März 
2022 den PKW B.________ gelenkt habe und bei Bad Bellingen von der Polizei angehal-
ten worden sei. C.________ habe sich gegenüber der Polizei als A.________ ausgege-
ben. In Kenntnis der materiellen Wahrheit verbiete sich hier jegliche Massnahme in Bezug 
auf den Führerausweis des Beschwerdeführers. Der Bussgeldbescheid des Regierungs-
präsidiums Karlsruhe vom 1. Juni 2022 sei ihm im Übrigen nie zugestellt worden. Mangels 
korrekter Zustellung des Bussgeldbescheids dürfte die Ordnungswidrigkeit nach deut-
schem Recht längstens verjährt sein.

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C. Den von ihm verlangten Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– bezahlte der Beschwer-
deführer fristgerecht (act. 2 und 3).

D. Am 12. Februar 2024 reichte der Beschwerdeführer eine schriftliche Erklärung von 
C.________ ein, wonach dieser am 19. März 2022 in Deutschland mit dem B.________ 
seines Cousins A.________ die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten habe (act. 
4).

E. Am 7. März 2024 beantragte das Strassenverkehrsamt des Kantons Zug in der 
Hauptsache, die Beschwerde sei abzuweisen. Sodann sei der Beschwerde die aufschie-
bende Wirkung nicht wieder zu erteilen (act. 6).

F. Mit Verfügung vom 14. März 2024 wies der Vorsitzende der verwaltungsrechtli-
chen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch um Wiederherstellung der aufschie-
benden Wirkung der Beschwerde ab (act. 7).

G. Am 12. März 2024 hatte sich der Beschwerdeführer einer verkehrspsychologi-
schen Untersuchung unterzogen. Das entsprechende Gutachten stammt vom 2. April 
2024 (act. 9). Darin führte der Gutachter aus, es bestehe aus verkehrspsychologischer 
Sicht keine charakterliche Problematik, welche dazu führe, dass der Beschwerdeführer 
sich in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an das Strassenverkehrsgesetz halte. 
Die Fahreignung des Beschwerdeführers könne aktuell aus verkehrspsychologischer Sicht 
und ohne Auflagen bejaht werden.

Gestützt darauf erteilte der Vorsitzende der verwaltungsrechtlichen Kammer des Verwal-
tungsgerichts mit Verfügung vom 11. April 2024 der Beschwerde die aufschiebende Wir-
kung wieder (act. 14).

H. Am 17. Juni 2024 reichte der Beschwerdeführer eine Replik ein (act. 18). Darin 
führte er u.a. aus, er habe an einer Wiederaufnahme des ausländischen Strafverfahrens 
grundsätzlich kein Interesse, zumal sich sein Cousin in diesem Fall angesichts der fal-
schen Anschuldigung einer sehr viel drastischeren Strafe aussetzen würde. Das dem vor-
liegenden Ausweisentzug vorangegangene Strafverfahren in Deutschland habe der Be-
schwerdeführer jedoch nicht einfach hingenommen, auch die Busse sei nicht beglichen 
worden. 

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I. Am 8. Juli 2024 duplizierte das Strassenverkehrsamt (act. 20).

J. Das Gericht holte beim Regierungspräsidium Karlsruhe die am Tattag (19. März 
2022) vor Ort unterschriebene Zustellungsvollmacht bei (act. 22). Die Parteien liessen sich 
dazu vernehmen (act. 24 und 25).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig gegen Verwaltungs-
entscheide unterer kantonaler Verwaltungsbehörden, soweit sich ihre Entscheide auf Bun-
desrecht stützen und die Gesetzgebung keinen Weiterzug an den Regierungsrat oder das 
Bundesverwaltungsgericht vorsieht. Da sich der vorliegende Entscheid auf das Strassen-
verkehrsgesetz (SVG; SR 741.01) und somit auf Bundesrecht stützt, kann die Verfügung 
des Strassenverkehrsamts vom 22. Dezember 2023 direkt beim Verwaltungsgericht ange-
fochten werden. Der Beschwerdeführer als Adressat der für ihn mit Nachteilen verbunde-
nen Verfügung ist zur Beschwerdeerhebung zweifellos legitimiert (§ 62 Abs. 1 VRG). Die 
Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht, und die Beschwerdeschrift erfüllt die an sie 
gestellten Anforderungen, weshalb die Beschwerde zu prüfen ist. 

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Das Strassenverkehrsrecht unterscheidet beim Führerausweisentzug grundsätz-
lich zwischen dem Sicherungs- und dem Warnungsentzug. Der Sicherungsentzug dient 
der Sicherung des Verkehrs durch das Fernhalten von Fahrzeuglenkern, die aus medizini-
schen oder charakterlichen Gründen, wegen Trunksucht oder anderer Süchte oder wegen 
einer anderen Unfähigkeit zum Führen von Motorfahrzeugen nicht geeignet sind. In sol-
chen Fällen wird der Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen (Art. 16d Abs. 1 SVG). 
Die Wiedererteilung kommt erst in Frage, wenn der Eignungsmangel behoben ist (Art. 17 
Abs. 3 SVG). Demgegenüber wird der Warnungsentzug gestützt auf eine Verletzung der 

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Verkehrsregeln gemäss Art. 16a, 16b oder 16c SVG ausgesprochen und dient der Besse-
rung der Fahrzeugführer und der Bekämpfung von Rückfällen. 

2.2 Mit der SVG-Revision vom 14. Dezember 2001, welche seit 1. Januar 2005 in 
Kraft ist, sind die Entzugsgründe des Sicherungsentzuges erweitert worden: Die Nicht-
eignung eines Fahrzeuglenkers wird von Gesetzes wegen und ohne Möglichkeit zum Be-
weis des Gegenteils unterstellt, wenn der Fahrzeugführer eine bestimmte Anzahl von 
schweren oder mittelschweren Widerhandlungen in einem bestimmten Zeitrahmen began-
gen hat (BGE 139 II 95 E. 2.1 und 3.4 ff.). In diesem Fall wird ein Führerausweisentzug für 
"unbestimmte Zeit", mindestens aber für zwei Jahre, angeordnet (Art. 16b Abs. 2 lit. e oder 
Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG). Erst nach Ablauf dieser zweijährigen Sperrfrist kann der Betrof-
fene allenfalls nachweisen, dass der Ausschlussgrund entfallen ist (vgl. René Schaffhau-
ser, in: Handbuch Strassenverkehrsrecht, Basel 2018, § 4 N 343)

2.3 Obgleich dieser aufgrund von mehreren schweren oder mittelschweren Wider-
handlungen verhängte Führerausweisentzug "auf unbestimmte Zeit" (Art. 16b Abs. 2 lit. e 
oder Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG) seinen gesetzessystematischen Standort beim Warnungs-
entzug hat, steht bei dieser Entzugsform gleichwohl der sichernde Charakter im Vorder-
grund. Der Warnungsentzug wandelt sich in dieser Konstellation der Sache nach in einen 
Sicherungsentzug um (BGE 139 II 95 E. 3.4.2; Schaffhauser, a.a.O., § 4 N 200; Botschaft 
zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes vom 31. März 1999, BBl 1999 4488).

2.4 Nach der Rechtsprechung stellt u.a. eine Überschreitung der signalisierten oder 
allgemeinen Höchstgeschwindigkeit ausserorts um 30 km/h ungeachtet der konkreten 
Umstände objektiv eine schwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften 
dar (BGE 132 II 234 E. 3.1 m.H.). Eine qualifiziert schwere Verkehrsregelverletzung liegt 
vor, wenn die signalisierte oder allgemeine Höchstgeschwindigkeit ausserorts um 60 km/h 
oder mehr überschritten wurde (Art. 90 Abs. 4 SVG). 

2.5 Nach einer schweren Widerhandlung wird der Lernfahr- oder Führerausweis für 
unbestimmte Zeit, mindestens aber für zwei Jahre entzogen, wenn in den vorangegange-
nen zehn Jahren der Ausweis zweimal wegen schweren Widerhandlungen oder dreimal 
wegen mindestens mittelschweren Widerhandlungen entzogen war; auf diese Massnahme 
wird verzichtet, wenn die betroffene Person während mindestens fünf Jahren nach Ablauf 
des Ausweisentzugs keine Widerhandlung, für die eine Administrativmassnahme ausge-
sprochen wurde, begangen hat (Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG).

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2.6 Gemäss Art. 16cbis Abs. 1 SVG wird nach einer Widerhandlung im Ausland der 
Führerausweis entzogen, wenn im Ausland ein Fahrverbot verfügt wurde und die Wider-
handlung nach den Art. 16b und 16c SVG als mittelschwer oder schwer zu beurteilen ist. 
Art. 16cbis SVG bildet die formelle Rechtsgrundlage für den Entzug des Führerausweises 
durch eine schweizerische Verwaltungsbehörde wegen eines im Ausland begangenen 
Verkehrsdelikts. Die Bestimmung wurde vom Gesetzgeber im Anschluss an BGE 133 II 
331 erlassen, wonach es bis dahin keine ausreichende gesetzliche Grundlage für entspre-
chende Führerausweisentzüge gegeben hatte. Sie trat am 1. September 2008 in Kraft 
(BGer 1C_653/2021 vom 24. August 2022 E. 2.1, nicht publiziert in BGE 148 II 511).

3.
3.1 Am 19. März 2022 wurde mit dem PKW "B.________", dessen Halter der Be-
schwerdeführer ist, auf der BAB 5 bei Bad Bellingen (D) die zulässige Höchstgeschwindig-
keit (120 km/h) ausserhalb geschlossener Ortschaften um 44 km/h überschritten. Falls der 
Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt der Lenker des Fahrzeugs war, erfüllt er die Vor-
aussetzungen von Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG für den Sicherungsentzug. Der Beschwerde-
führer bestreitet jedoch, das Fahrzeug am 19. März 2022 gelenkt zu haben und führt dies-
bezüglich Folgendes aus: Den im Recht liegenden Bussgeldbescheid des Regierungsprä-
sidiums Karlsruhe vom 1. Juni 2022 habe er nie erhalten, was auch dazu geführt habe, 
dass er im Rahmen einer Verkehrskontrolle in Deutschland am 21. November 2022 des 
Fahrens trotz Fahrverbots beschuldigt worden sei. Demnach solle das Fahrverbot seit 
dem 18. Oktober 2022 – gemäss Bussgeldbescheid vier Monate nach Rechtskraft der Ver-
fügung – Geltung beansprucht haben, das Fahrverbot sei durch die fehlende Abgabe des 
Ausweises indes bis zum 21. Dezember 2022 verlängert worden. Einzig dieser (das Fah-
ren trotz Fahrverbots betreffende) Strafbefehl des Amtsgerichts Bad Säckingen vom 
6. Juni 2023 (STVA-act. 5) sei dem Beschwerdeführer rechtshilfeweise durch die Schwei-
zer Polizei ausgehändigt und dem ursprünglich zuständigen Amt in Solothurn weitergelei-
tet worden. Vom Bussgeldbescheid des Regierungspräsidiums Karlsruhe sowie dem ihm 
zugrundeliegenden Sachverhalt die Geschwindigkeitsübertretung betreffend habe der Be-
schwerdeführer bis zu diesem Zeitpunkt keine Kenntnis gehabt, und auch die Busse habe 
er nie bezahlt. Leider hätten die Akten aus Deutschland innerhalb der im Zeitpunkt der 
Mandatierung bereits fortgeschrittenen Rechtsmittelfrist nicht erhältlich gemacht werden 
können. Mit dem Fahrverbot und dem vorgeworfenen Delikt konfrontiert habe der Be-
schwerdeführer seinen Cousin C.________ kontaktiert, der am Wochenende des 
18./20. März 2022 bei der Familie zu Besuch gewesen sei und dem er das Firmenfahr-

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zeug während dieser Zeit zur freien Verfügung überlassen habe. Der Cousin habe den 
Beschwerdeführer darüber aufgeklärt, dass er tatsächlich von der Polizei angehalten wor-
den sei. Weil er seinen Führerausweis nicht dabeigehabt und sich derjenige des Be-
schwerdeführers mit dem Fahrzeugausweis zusammen auf der Sonnenblende befunden 
habe, habe er sich schlicht als Beschwerdeführer ausgegeben. C.________ habe dem 
Beschwerdeführer immerhin zugesichert, die Geldstrafe wegen des Verstosses gegen das 
Fahrverbot zu übernehmen. Zwecks Vermeidung von Weiterungen und in Unkenntnis der 
Rechtsfolgen der Angelegenheit auch in der Schweiz habe es der Beschwerdeführer damit 
ohne Richtigstellung sein Bewenden gelassen und auch die Geldstrafe für den Verstoss 
gegen das Fahrverbot bezahlt.

3.2 Fest steht, dass der Beschwerdeführer trotz seiner Ausführungen auf eine Wie-
deraufnahme des ausländischen Strafverfahrens verzichtet hat. Er begründet dies damit, 
er wolle vermeiden, dass sich sein Cousin in diesem Fall angesichts der falschen An-
schuldigung einer sehr viel drastischeren Strafe aussetzen würde. Somit wurde die vorlie-
gend zu behandelnde Hauptfrage, ob der Beschwerdeführer am 19. März 2022 der Lenker 
seines PKW B.________ war oder nicht, von der deutschen Strafverfolgungsbehörde nicht 
explizit geprüft, weil sie diese Frage mangels anderer Informationen auch gar nicht zu 
klären hatte. Es obliegt damit dem hiesigen Gericht, die diesbezüglichen Erwägungen zu 
machen, nachdem der Beschwerdeführer nun seine Fahrereigenschaft bestreitet.

3.3 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, er habe den Bussgeldbescheid 
des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 1. Juni 2022 nie erhalten. Auch sein Cousin, der 
das Fahrzeug des Beschwerdeführers am 19. März 2022 gelenkt habe, habe ihn über die 
begangene Verkehrsregelverletzung nicht informiert. Damit will der Beschwerdeführer 
wohl aufzeigen, warum er nicht gegen den Bussgeldbescheid vorgegangen ist. Tatsäch-
lich gibt es keinen offiziellen Beleg dafür, dass dieser Bussgeldbescheid dem Beschwer-
deführer zugestellt wurde. Spätestens als der Beschwerdeführer am 21. November 2022 
von der deutschen Polizei angehalten und des Fahrens trotz Fahrverbots beschuldigt wur-
de und ihm der entsprechende Strafbefehl vom 6. Juni 2023 ausgehändigt wurde, wäre es 
ihm jedoch zuzumuten gewesen, sich gegen diesen Strafbefehl zur Wehr zu setzen, umso 
mehr als sich der Beschwerdeführer aufgrund mehrerer früheren, ihn betreffenden Admi-
nistrativmassnahmeverfahren der Bedeutung eines solchen Strafbefehls hatte bewusst 
sein müssen. Auffallend ist zudem, dass er nicht einmal im Rahmen des vor dem Erlass 
der Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 22. Dezember 2023 ihm gewährten rechtli-
chen Gehörs vorbrachte, am 19. März 2022 nicht der Lenker seines Fahrzeugs gewesen 

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zu sein. Die entsprechenden Vorbringen erfolgten erst in der Beschwerde vom 22. Januar 
2024.

4.
4.1 Im Interesse von Rechtseinheit und Rechtssicherheit gilt es zu vermeiden, dass 
derselbe Lebensvorgang zu voneinander abweichenden Sachverhaltsfeststellungen von 
Verwaltungs- und Justizbehörden führt und die erhobenen Beweise abweichend gewürdigt 
und rechtlich beurteilt werden. Das Strafverfahren bietet durch die verstärkten Mitwir-
kungsrechte des Beschuldigten, die umfassenderen persönlichen und sachlichen Ermitt-
lungsinstrumente sowie die weiterreichenden prozessualen Befugnisse besser Gewähr 
dafür, dass das Ergebnis der Sachverhaltsermittlung näher bei der materiellen Wahrheit 
liegt als im nicht durchwegs derselben Formstrenge unterliegenden Verwaltungsverfahren. 
Die Administrativbehörde hat daher – sofern eine Anzeige an den Strafrichter erfolgt oder 
mit einer solchen zu rechnen ist – grundsätzlich mit ihrem Entscheid zuzuwarten, bis ein 
rechtskräftiges Strafurteil vorliegt, soweit der Sachverhalt oder die rechtliche Qualifikation 
des in Frage stehenden Verhaltens für das Verwaltungsverfahren von Bedeutung sind. 
Weiter ist die Bindung der Administrativbehörden an das rechtskräftige Urteil des Strafrich-
ters eine doppelte (vgl. BGE 136 II 447 E. 3.1; 124 II 103 E. 1c/bb; 119 Ib 158 E. 3c/aa): 
Von den tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil darf die Verwaltungsbehörde zum ei-
nen nur dann abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid zu Grunde 
legt, die dem Strafrichter unbekannt waren oder die er nicht beachtet hat, wenn sie zusätz-
liche Beweise erhebt, deren Würdigung zu einem anderen Entscheid führt, oder wenn die 
Beweiswürdigung durch den Strafrichter den feststehenden Tatsachen klar widerspricht; 
zum andern wenn der Strafrichter bei der Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht 
sämtliche Rechtsfragen abgeklärt, insbesondere die Verletzung bestimmter Verkehrsre-
geln übersehen hat (BGE 124 II 103 E. 1c/aa mit Hinweisen; BGer 1C_539/2016 vom 
20. Februar 2017 E. 2.2; 1C_392/2013 vom 23. Januar 2014 E. 2.3.1). Unter bestimmten 
Voraussetzungen ist die Administrativbehörde auch an einen Strafentscheid gebunden, 
der im Strafbefehlsverfahren gefällt wurde, selbst wenn er ausschliesslich auf einem Poli-
zeirapport beruht. Dies gilt grundsätzlich dann, wenn der Beschuldigte wusste oder ange-
sichts der Schwere der ihm vorgeworfenen Delikte voraussehen musste, dass gegen ihn 
ein Führerausweisentzugs- bzw. Administrativmassnahmeverfahren eröffnet wird, und er 
es trotzdem unterlässt oder darauf verzichtet, im Rahmen des summarischen Strafverfah-
rens die ihm garantierten Verteidigungsrechte geltend zu machen. Unter diesen Umstän-
den darf der Betroffene gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht das Verwal-
tungsverfahren abwarten, um allfällige Rügen vorzubringen und Beweisanträge zu stellen, 

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sondern ist nach Treu und Glauben verpflichtet, dies bereits im Rahmen des (summari-
schen) Strafverfahrens zu tun sowie allenfalls die nötigen Rechtsmittel zu ergreifen 
(BGE 123 II 97 E. 3c/aa; BGer 1C_392/2013 vom 23. Januar 2014 E. 2.3.2 und 
1C_263/2011 vom 22. August 2011 E. 2.3).

4.2 Erst im vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren brachte der Be-
schwerdeführer vor, es sei sein Cousin C.________ gewesen, der am 19. März 2022 bei 
Bad Bellingen als Lenker des PKW B.________ die zulässige Höchstgeschwindigkeit 
überschritten habe und deshalb von der Polizei angehalten worden sei. C.________ gab 
diesbezüglich denn auch eine schriftliche Stellungnahme ab (act. 4), worin er bestätigte, 
das genannte Fahrzeug seines Cousins am 19. März 2022 in Deutschland gelenkt und 
dabei die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten zu haben. Dabei habe er vorge-
geben, sein Cousin zu sein, und habe, weil er selbst seinen Führerausweis nicht dabeige-
habt habe, dessen Führerausweis präsentiert. Damit habe er Schwierigkeiten vermeiden 
wollen. Seinem Cousin habe er jedoch nichts erzählt, was ein noch grösserer Fehler ge-
wesen sei. Er entschuldige sich bei allen Betroffenen für die von ihm verursachten Pro-
bleme und danke dem Beschwerdeführer für dessen Hilfe.

4.3 Die Vorbringen des Beschwerdeführers und dessen Cousins sind äusserst un-
glaubwürdig. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer die von ihm behaupteten 
Umstände spätestens beim Vorliegen des Strafbefehls des Amtsgerichts Bad Säckingen 
vom 6. Juni 2023 hätte geltend machen müssen und nicht einmal dann, als ihm das Stras-
senverkehrsamt des Kantons Zug mit Schreiben vom 5. Dezember 2023 die Eröffnung des 
Admimistrativverfahrens (STVA-act. 13) ankündigte, Einwände gegen den im Strafbefehl 
festgestellten Sachverhalt vorbrachte (siehe E. 3.3 hiervor), entspricht es nicht der allge-
meinen Lebenserfahrung, dass sich eine Person (vorliegend C.________), die soeben ei-
ne massive Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit begangen hat, gegenüber der Po-
lizei als Fahrzeughalter ausgibt und diesem – sogar ein Verwandter! – die Tat mit all deren 
gravierenden Folgen in die Schuhe schiebt. Verglichen mit Letzterer wäre das Nichtmit-
führen des Führerausweises ein geradezu lässlicher Regelverstoss gewesen. Zumindest 
wäre es – wenn es sich so verhalten hätte wie von den beiden Cousins ausgeführt – zu 
erwarten gewesen, dass C.________ von sich aus den Beschwerdeführer über den Vorfall 
in Deutschland ins Bild gesetzt und ihm angeboten hätte, die zu erwartende Busse zu be-
zahlen (und nicht nur diejenige für den späteren Strafbefehl wegen Fahrens trotz Fahrver-
bots). Nichts davon geschah jedoch. Bezeichnend ist zudem, dass es der Beschwerdefüh-
rer unterliess, das ausländische Strafverfahren wieder aufzunehmen, obwohl er bzw. sein 

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Rechtsvertreter wissen, welche Bindungswirkung rechtskräftige Strafbefehle für die Admi-
nistrativbehörden haben. Spätestens mit dem Beizug der Zustellungsvollmacht wird mit an 
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit deutlich, dass es der Beschwerdeführer gewe-
sen sein muss, der am 19. März 2022 bei Bad Bellingen den PKW B.________ gelenkt 
hat. Die Unterschrift der am Tattag vor Ort unterschriebenen Zustellungsvollmacht ist ohne 
weiteres in Zusammenschau mit denen auf der Anwaltsvollmacht vom 16. Januar 2024 
(BF-Beil. 2) und der (Führerausweis-)Verlustanzeige vom 19. Januar 1996 [recte wohl: 19. 
Januar 2024] (STVA-act. 26) dem Beschwerdeführer zuzuordnen, auch wenn der Be-
schwerdeführer dieser Auffassung widerspricht (act. 25). Das Strassenverkehrsamt teilt 
die Auffassung des Verwaltungsgerichts (act. 24).

4.4 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass ohne Weiteres davon ausgegangen werden 
muss, dass es sich beim Schreiben von C.________ vom 2. Februar 2024 um eine Be-
hauptung handelt, die aus Gefälligkeit verfasst wurde, und der Beschwerdeführer selbst 
den PKW B.________ am 19. März 2022 bei Bad Bellingen gelenkt hat. Die Gesam-
tumstände erlauben es nicht, von den tatsächlichen Feststellungen im Strafbefehl des 
Amtsgerichts Bad Säckingen vom 6. Juni 2023 i.V.m. dem Bussgeldbescheid des Regie-
rungspräsidiums Karlsruhe vom 1. Juni 2022 abzuweichen. Denn immerhin ist zu beden-
ken, dass die Polizei eine Identifizierung des Fahrers vorgenommen und ihn als den Be-
schwerdeführer erkannt hat. Gestützt darauf hat das Strassenverkehrsamt des Kantons 
Zug zu Recht den Führerausweis auf unbestimmte Zeit, mindestens aber für 24 Monate, 
entzogen. Die dagegen eingereichte Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist.

5.
5.1 Der Beschwerdeführer beantragt, es sei zu einer mündlichen Verhandlung vorzu-
laden. Zumindest im Zusammenhang mit der verfügten Sperrfrist bestehe grundsätzlich 
ein Anspruch auf die Durchführung eines mündlichen Verfahrens. Auch wenn inzwischen 
die schriftliche Erklärung von C.________ vorliege, erachte er es als unumgänglich, dass 
sich das Gericht ein eigenes Bild zur Sache machen könne und im Rahmen der Befragung 
prüfe, ob es sich tatsächlich um eine blosse Schutzbehauptung handle, wie dies das 
Strassenverkehrsamt in seinen die Stellungnahme abschliessenden Ausführungen insinu-
iere.

5.2 Gemäss § 68 VRG erhalten die Parteien im Beschwerdeverfahren Gelegenheit zur 
schriftlichen Vernehmlassung. Das Verwaltungsgericht kann einen weiteren Schriften-

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wechsel oder eine mündliche Verhandlung anordnen. Weder aus den Verfahrensgarantien 
der Bundesverfassung noch aus § 68 VRG noch aus Art. 6 Abs. 1 EMRK lässt sich bezüg-
lich des vorliegenden Sicherungsentzugs ein Anspruch auf mündliche Verhandlung ablei-
ten (vgl. BGer 1C_739/2021 vom 30. Januar 2023 E. 3.1). Es liegt im Ermessen des Ver-
waltungsgerichts, ob es eine mündliche Verhandlung durchführen will.

5.3 In antizipierter Beweiswürdigung und vor dem Hintergrund, dass für das Gericht 
der Sachverhalt hinreichend feststeht, wird auf die Durchführung einer mündlichen Ver-
handlung verzichtet.

6. Als unterliegende Partei sind dem Beschwerdeführer gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 
VRG die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.– aufzuerlegen. Sie sind mit dem in gleicher 
Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Anspruch auf eine Parteientschädigung 
besteht nicht (§ 28 Abs. 2 VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 1'200.– auferlegt. Diese 
wird mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel, Beilage: 
Stellungnahme des Strassenverkehrsamts vom 8. April 2025), an das Strassen-
verkehrsamt des Kantons Zug (Beilage: Stellungnahme des Beschwerdeführers 
vom 15. April 2025), an das Bundesamt für Strassen, Bern, sowie im Dispositiv – 
zum Vollzug von dessen Ziffer 2 – an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 28. April 2025

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

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