# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93b9d9fc-28c1-5194-a91f-c3f4b0f7c753
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.03.2010 UV 2008/117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-117_2010-03-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/117

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.04.2020

Entscheiddatum: 03.03.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 03.03.2010
Art. 19 Abs. 1 UVG. Art. 16 Abs. 1 UVG. Art. 6 ATSG. Prüfung der Frage des 
Erreichens des medizinischen Endzustandes. Abklärung der Arbeitsfähigkeit 
und der Dauer des Taggeldanspruchs (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 3. März 2010, UV 2008/117).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner 

und Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 3. März 2010

in Sachen

Z.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Gmür, Obere Bahnhofstrasse 11, 

Postfach 253, 9501 Wil SG 1,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.       

A.a   Z.___ war aufgrund seiner Tätigkeit bei der A.___ bei der Zürich Versicherungs-

Gesellschaft (nachfolgend: Zürich) unfallversichert, als er gemäss Unfallmeldung vom 8. 

März 2005 am 16. Februar 2005 einen "Sturz bei Absatz von Rolltor" erlitt und sich 

dabei den rechten Fuss verletzte (UV-act. Z1). Dr. med. B.___ diagnostizierte am 18. 

Februar 2005 eine OSG-Distorsion rechts (UV-act. ZM1). Die Zürich anerkannte die 

Leistungspflicht für dieses Ereignis und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach 

Durchführung von weiteren medizinischen Abklärungen und 

Überwachungsmassnahmen (act. G 10.5, 10.6) verneinte die Zürich mit Verfügung vom 

26. Januar 2007 einen Anspruch des Versicherten auf weitere Taggeldleistungen 

rückwirkend per 28. Februar 2006. Zur Begründung wurde ausgeführt, nach dem 28. 

Februar 2006 hätten aufgrund der Akten erhebliche Zweifel an der attestierten 

Arbeitsunfähigkeit bestanden. Gestützt auf die Erhebungen der IV sei von einer vollen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen. Im Weiteren hätten Abklärungen ergeben, dass der 

Versicherte problemlos auch ohne Gehstöcke mobil sei. Die beurteilenden Ärzte seien 

somit bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von falschen Voraussetzungen 

ausgegangen (UV-act. Z147).

A.b   Nachdem der Versicherte gegen diese Verfügung Einsprache erhoben hatte (UV-

act. Z161), teilte ihm die Zürich am 4. Mai 2007 mit, die Verfügung werde 

wiedererwägungsweise zurückgenommen. Es werde ihm das rechtliche Gehör zum 

Ergebnis der Observierung (act. G 10.5) und zu den Berichten von Dr. med. C.___, 

Orthopädische Chirurgie FMH, (UV-act. ZM39) eingeräumt (UV-act. Z171). Mit Eingabe 

vom 8. November 2007 nahm der Rechtsvertreter des Versicherten Stellung. Er legte 

unter anderem dar, dieser sei zwischenzeitlich am rechten Fuss operiert worden. Die 

Operation sei erfolgreich gewesen und habe die Schmerzen beseitigt (UV-act. 

ZM43-47). Die Schmerzen seien eine Folge des Unfalls gewesen und die Operation zu 

deren Beseitigung notwendig. Aus diesem Grund sei die Zürich leistungspflichtig (UV-

act. Z198). Mit Verfügung vom 26. November 2007 hielt die Zürich am geplanten 

Fallabschluss fest. Ein Anspruch auf Taggeldleistungen sei mangels Arbeitsunfähigkeit 

rückwirkend per 1. März 2006 zu verneinen. Der medizinische Endzustand sei gemäss 

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Bericht von Dr. C.___ vom 4. April 2007 erreicht. Dem Versicherten werde eine 

Integritätsentschädigung von 10 % zugesprochen. Betreffend die im Sommer 2007 

erfolgte Operation wurde die natürliche Unfallkausalität verneint. Betreffend eine 

mutmasslich fingierte Quittung behielt sich die Zürich rechtliche Schritte vor (UV-act. 

Z199). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. Z210) wies die Zürich 

nach Durchführung von weiteren Abklärungen (vgl. UV-act. ZM48, ZM50, ZM51, Z220) 

mit Einspracheentscheid vom 24. September 2008 ab (UV-act. Z221). Die 

Krankenversicherung des Versicherten hatte eine vorsorglich eingereichte Einsprache 

nach Einsicht in die Akten wieder zurückgezogen (UV-act. Z205, Z213).

A.c   Mit Verfügung vom 20. September 2007 hatte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen 

einen Rentenanspruch des Versicherten verneint mit der Begründung, ihre Abklärungen 

hätten ergeben, dass der Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit wieder zu 100 % 

arbeitsfähig sei. Dies werde seit Mai 2006 bestätigt (UV-act. Z192). Gleichentags lehnte 

die IV-Stelle auch einen Anspruch auf berufliche Massnahmen ab (UV-act. Z193).

B.       

B.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 24. September 2008 erhob Rechtsanwalt 

lic. iur. Andreas Hagmann, Wil, für den Versicherten mit Eingabe vom 24. Oktober 2008 

Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben. Von einer Einstellung der 

Taggeldleistungen auf den 1. März 2006 sei abzusehen, und es sei dem 

Beschwerdeführer auch nach diesem Datum ein Taggeld auf der Basis einer 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszurichten. Eventualiter sei von einer Einstellung der 

Taggeldleistungen ab dem 1. März 2006 abzusehen, und es sei dem Beschwerdeführer 

auch nach diesem Datum ein Taggeld auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 

mindestens 50 % auszurichten. Die ärztlichen Behandlungskosten, die im 

Zusammenhang mit der Verletzung des rechten Fusses stünden, seien auch nach dem 

4. April 2007 und bis auf Weiteres von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen. Dem 

Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren. Zur 

Begründung führte der Rechtsvertreter unter anderem aus, der Beschwerdeführer 

erziele seit dem Unfall kein Erwerbseinkommen mehr. Bereits zuvor sei er während 

Jahren arbeitslos gewesen. Während dieser Zeit habe er teils 

Arbeitslosenunterstützung erhalten, teils sei er in Beschäftigungsprogrammen gewesen 

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und teils sei er vom Sozialamt unterstützt worden. Seit März 2006 sei er vollständig 

sozialhilfeabhängig. Aus den sich bei den Akten befindenden Arztzeugnissen gehe 

hervor, dass der Beschwerdeführer vom 1. März bis 21. Juni 2006 50 % arbeitsfähig 

gewesen sei und die Arbeitsunfähigkeit nach diesem Datum wieder 100 % betragen 

habe. Dies sei so geblieben bis zur Operation vom 27. Juli 2007. Obwohl die Operation 

vorerst zu einer Verbesserung geführt habe, habe die Arbeitsfähigkeit leider auch 

danach kaum gesteigert werden können. Grund dafür sei ein Ermüdungsbruch eines 

Mittelfussknochens des rechten Fusses gewesen. Dieser wiederum sei darauf 

zurückzuführen gewesen, dass es sich der Fuss nicht mehr gewöhnt gewesen sei, 

während längerer Zeit belastet zu werden. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor im 

Kantonsspital St. Gallen in Behandlung. Aus dem Bericht von Dr. C.___ dürften keine 

Schlussfolgerungen gezogen werden, und dies aus zwei Gründen: Zum einen 

widerspreche der Bericht den Einschätzungen namhafter Ärzte und zum anderen 

widerspreche er den früheren Einschätzungen des besagten Arztes selber. Die 

Entscheide betreffend Arbeitsunfähigkeit und Erreichen des Endzustands dürften nicht 

aufgrund des Berichts von Dr. C.___ getroffen werden. Aus den Berichten des 

Kantonsspitals St. Gallen sowie der Schulthess Klinik gehe deutlich hervor, dass der 

Beschwerdeführer aufgrund der Fussverletzung bis heute arbeitsunfähig sei. Ebenso 

sei diesen Berichten zu entnehmen, dass der Endzustand nach wie vor nicht erreicht 

sei. Sollten diese Berichte dem Gericht nicht als Entscheidgrundlage genügen, werde 

diesbezüglich die Befragung der behandelnden Ärzte sowie die Einholung eines 

unabhängigen ärztlichen Gutachtens beantragt. Die von der Beschwerdegegnerin 

eingeholten Observationsberichte seien nicht aussagekräftig. Sie würden lediglich 

aufzeigen, dass sich der Beschwerdeführer nicht immer mit Stöcken fortbewege oder 

dass er ab und zu den Roller oder das Auto benütze. Dass ihm dies möglich sei, sei 

von ihm nie bestritten worden. Der verletzte Fuss behindere den Beschwerdeführer im 

Alltag stark. Er könne sich nur kurzzeitig schmerzfrei bewegen. Bei längeren Strecken 

nehme er die Hilfe der Stöcke immer in Anspruch. Er achte grundsätzlich sehr darauf, 

nach Möglichkeit keine Lasten zu tragen. Bei kurzen Distanzen und geringen 

Gewichten nehme er es ab und zu in Kauf, Lasten zu tragen und anschliessend von 

Schmerzen geplagt zu sein. Der Beschwerdeführer würde sich wohl nicht freiwillig 

Operationen und Behandlungen unterziehen, wenn er nicht von unerträglichen 

Schmerzen geplagt wäre. Der Kausalzusammenhang zwischen den heute noch 

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bestehenden Schmerzen und dem Unfallereignis sei gegeben. Diese Ansicht werde 

vom Hausarzt des Beschwerdeführers unterstützt (act. G 1.1/Beilage 16). Der 

Endzustand werde erst erreicht sein, wenn der Beschwerdeführer wieder voll 

arbeitsfähig sein werde. Das heisse, es sei bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

nach wie vor auf das bisherige Tätigkeitsgebiet abzustellen. Die Berücksichtigung der 

Arbeitsfähigkeit in anderen Aufgabenbereichen oder Berufen sei vorliegend 

ausgeschlossen (act. G 1). Am 21. November 2008 reichte der Rechtsvertreter ein 

Zeugnis des Kantonsspitals St. Gallen vom 17. November 2008 ein (act. G 6).

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 5. Januar 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung 

verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte unter anderem 

aus, die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit durch die in der Beschwerde angeführten 

Institutionen bzw. Mediziner sei mangels eindeutigen objektiven Befunden bzw. 

unklarer Aetiologie der Beschwerden einzig gestützt auf die subjektiven 

Schmerzangaben des Beschwerdeführers erfolgt. Die Glaubwürdigkeit der Angaben 

des Beschwerdeführers sei jedoch nach Ansicht der Beschwerdegegnerin aufgrund der 

Observationsergebnisse erschüttert worden. Für eine leidensangepasste Tätigkeit habe 

gemäss Beurteilung der Schulthess Klinik bereits im Jahr 2006 und in Unkenntnis der 

spezialdienstlichen Abklärungen eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. In seinem Alltag 

sei der Beschwerdeführer kaum beeinträchtigt. Die von ihm während den 

Observationen gezeigten Einschränkungen bezüglich des rechten Fusses würden 

gegen eine Beeinträchtigung in der Leistungsfähigkeit für eine leidensangepasste 

Tätigkeit sprechen. Dass sich Dr. C.___ sehr eingehend und neutral mit dem 

Beschwerdebild auseinandergesetzt habe, zeige nicht zuletzt die Anerkennung 

gewisser Restbeschwerden bzw. einer Integritätseinbusse. Die Annahme eines 

Endzustands per 4. April 2007 habe sich auch vor dem Hintergrund des weiteren 

Verlaufs als korrekt erwiesen.

B.c   Am 7. Januar 2009 wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung des 

Beschwerdeführers für dieses Verfahren bewilligt.

B.d   Mit Replik vom 27. Februar 2009 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seinen Standpunkt. Er teilte unter anderem mit, dass der rechte 

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Fuss ein weiteres Mal operiert worden sei und reichte weitere medizinische Unterlagen 

ein (act. G 17). Mit Eingaben vom 24. März und 1. Mai 2009 legte er weitere 

Arztzeugnisse ins Recht (act. G 23, G 27). Am 15. Mai 2009 nahm die 

Beschwerdegegnerin zu den neu eingereichten Unterlagen Stellung und reichte einen 

Bericht von Dr. C.___ vom 29. April 2009 ein (act. G 29). Am 23. Dezember 2009 reichte 

der neue Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Adrian Gmür, Wil, 

Berichte des Kantonsspitals St. Gallen vom 26. August und 3. Dezember 2009 (act. G 

31.1 und G 31.4) ein. Er wies unter anderem darauf hin, dass der Beschwerdeführer 

weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig und am 1. September 2009 ein weiterer operativer 

Eingriff durchgeführt worden sei (act. G 31). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich 

hierzu mit Eingabe vom 7. Januar 2010 (act. G 33).

Erwägungen:

1.        

Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin bezüglich der Folgen des Ereignisses vom 

16. Februar 2005 die Taggeldleistungen zu Recht auf den 1. März 2006 einstellte und 

auf den 4. April 2007 (gestützt auf UV-act. ZM39) von einem medizinischen Endzustand 

ausging. Nicht angefochten wurde - wie bereits im Einspracheverfahren - die 

Festlegung der Integritätsentschädigung; diesbezüglich ist die Verfügung vom 26. 

November 2007 in Rechtskraft erwachsen.

2.        

2.1    Am 1. April 2005 berichtete Dr. B.___, aufgrund des Unfallmechanismus (Ereignis 

vom 16. Februar 2005) wäre "im Durchschnitt anderer Patienten" per 14. März 2005 

eine volle Arbeitsfähigkeit möglich gewesen. Der Beschwerdeführer hinke aber immer 

noch, weshalb er die Arbeitsunfähigkeit habe verlängern müssen. Gleichzeitig erwähnte 

der Arzt weichteilrheumatische Beschwerden, aufgrund welcher der Beschwerdeführer 

in Behandlung stehe und welche eine längere Unfallverarbeitung verständlich machen 

würden. Allerdings sei der Unfall mit Beendigung der Arbeitsunfähigkeit 

abgeschlossen. Eine weitere Arbeitsunfähigkeit könnte nicht mehr auf den Unfall 

zurückgeführt werden (UV-act. ZM2). Ab 8. April 2005 bescheinigte Dr. B.___ keine 

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unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr, und ab 15. April 2005 eine solche von 40 % 

(UV-act. Z10, Z15, Z23, Z26). Dr. med. D.___, Orthopädie am Rosenberg, konnte die 

Aetiologie der geklagten Beinbeschwerden aus orthopädischer Sicht nicht erklären 

(UV-act. ZM7). Eine MRI-Untersuchung des rechten Sprunggelenks vom 17. Juni 2005 

zeigte eine chronische Partialruptur der Peronaeus brevis-Sehne, Zeichen einer 

mässiggradigen peronaealen Tendovaginitis mit Verdickung der Sehnenscheiden und 

Ergussbildung sowie eine leichte Zerrung des Ligamentum fibulo-talara posterius und 

fibulo-calcaneare. Dr. D.___ bescheinigte am 23. Juni 2005 eine 40 %ige 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. ZM8, ZM9). Am 19. Juli 2005 berichtete Dr. D.___ über eine 

geplante operative Revision der Peronealsehne (UV-act. ZM10). Dr. C.___ bestätigte 

am 24. August 2005 gestützt auf eine ambulante Untersuchung des 

Beschwerdeführers die Diagnose eines Status nach heftigster OSG-Distorsion rechts 

mit Partialruptur von Peronealsehne und Kapselbandapparat, chronische Beschwerden 

und Schwellung mit Instabilität sowie die 40 %ige Arbeitsunfähigkeit. Unfallfremde 

Faktoren betreffend das rechte Fussgelenk oder die Arbeitsunfähigkeit verneinte der 

Arzt. Die natürliche Kausalität zwischen Unfall und Beschwerden erachtete er als 

ausgewiesen. Er empfahl eine operative Revision. Bleibende Einschränkungen seien 

bei postoperativ komplikationslosem Verlauf keine zu erwarten (UV-act. ZM11). Am 5. 

September 2005 erfolgte die operative Revision des rechten OSG (UV-act. ZM13). Die 

Arbeitgeberin löste das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer auf Ende 

September 2005 auf (UV-act. Z36). Dr. D.___ berichtete am 28. November 2005 über 

eine Besserung. Es bestehe jedoch keine Beschwerdefreiheit. Am 15. Februar 2006 

bestätigte der Arzt Anlauf- und Belastungsschmerzen (UV-act. ZM14f), wobei er jedoch 

seit 12. Januar 2006 von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausging (UV-act. Z62). Von Seiten 

des Röntgeninstituts G.___, waren am 1. Februar 2006 Anhaltspunkte für eine 

Algodystrophie im rechten Fuss verneint worden (UV-act. ZM17).

2.2    Eine erneute Beurteilung durch Dr. C.___ ergab gemäss Bericht vom 7. Februar 

2006, dass eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit orthopädischerseits zu ca. 50 % 

zumutbar sei, dies in Anlehnung an die Tatsache, dass der Patient auch längere Zeit 

Auto fahren könne. Der Unfallkausalzusammenhang sei nach wie vor zu bejahen. Die 

bisherigen physiotherapeutischen Behandlungsmassnahmen seien fortzuführen, 

allenfalls ergänzt durch Lymphdrainage. Auch gegen eine alternative Therapie wie 

Akupunktur sei nichts einzuwenden. Eine endgültige Beurteilung der Belastbarkeit des 

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rechten Fussgelenks komme ca. im Herbst 2006 in Frage (UV-act. ZM16). Eine von 

Seiten des Kantonsspitals St. Gallen im Juni 2006 empfohlene diagnostisch/

therapeutische Infiltration brachte keine Besserung, weshalb dem Beschwerdeführer im 

August 2006 eine erneute operative Revision und Neurolyse empfohlen wurde (UV-act. 

ZM21, ZM24-26). Die für eine Zweitmeinung zugezogenen Ärzte der H.___ Klinik 

erachteten im Bericht vom 5. September 2006 die vom Beschwerdeführer geklagten 

Beschwerden zumindest teilweise durch die MR-tomographisch nachgewiesenen 

postoperativen Vernarbungen nach Transfixation der Peronaeus brevis und Peronaeus 

longus Sehne rechts erklärbar. Aufgrund des erheblichen Leidensdrucks empfahlen sie 

zur Verbesserung der Situation eine Narbenlösung und möglicherweise partielle 

Trennung der beiden Sehnen. Die im Weiteren empfohlene vorgängige neurologische 

Abklärung lieferte keinen relevanten Befund (UV-act. ZM28, ZM29). Ende September 

2006 wurden in der H.___ Klinik Infiltrationen durchgeführt, welche eine 

Beschwerdebesserung brachten. Die Ärzte bescheinigten eine volle Arbeitsunfähigkeit 

bis mindestens 31. Dezember 2006 (UV-act. ZM30). Sie wiesen den Beschwerdeführer 

im Dezember 2006 darauf hin, dass die Erfolgsaussichten einer erneuten Operation 

wegen der stark ausgeprägten Degeneration der Peronealsehnen sehr ungewiss seien 

und empfahlen eine Verschiebung derselben (UV-act. ZM34). Dr. C.___ kam im Bericht 

vom 24. Januar 2007 unter anderem zum Schluss, es fänden sich jetzt eine allgemeine 

Symptomausweitung mit vor allem auch lumbalen Beschwerden (vgl. dazu UV-act. 

ZM36f), weswegen der Patient während des Herbsts 2006 in chiropraktischer 

Behandlung gestanden habe, sowie Beschwerden im Sinne der Überlastung des linken 

Beines. Die erhebliche Degeneration der Peronealsehnen mit begleitender Tendinitis 

möge die lokalen Beschwerden erklären. Der Patient gehe hinkend und benütze einen 

Stock. Die durch die H.___ Klinik gemachten Behandlungsvorschläge im Sinne der 

lokalen Revision der Peronealsehnen erschienen ihm sinnvoll und zweckmässig. 

Klinisch und abklärungsmässig nicht ganz zuzuordnen seien die Einklemmungen. Für 

den kommenden Monat sei die Revision in der H.___ Klinik vorgesehen. Aufgrund der 

Symptomausweitung, aber auch aufgrund der lokalen, gegenüber dem letzten Jahr 

eher verstärkten Schmerzäusserung, und auch wegen der bevorstehenden 

Fussoperation, werde der Patient postoperativ voraussichtlich für einige Monate nicht 

arbeitsfähig sein (UV-act. ZM35, ZM38).

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2.3    Der Beschwerdeführer war über einen Zeitraum von einem Jahr in fünf Phasen 

(1. Februar bis 16. März, 10. bis 12. April, 6. und 7. Juli, 6. und 7. November 2006 

sowie 20. bis 22. Januar 2007) durch die E.___ observiert worden (act. G 10.5). Die 

Beschwerdegegnerin legte Dr. C.___ das Observierungsergebnis vor. In seiner 

Stellungnahme vom 27. März 2007 hielt der Arzt unter anderem fest, er könne dem 

Patienten attestieren, dass er ein guter Schauspieler sei und genau wisse, wie man sich 

täuschend verhalten müsse. Hier zeige sich einmal mehr die Schwäche der Beurteilung 

aus der Momentaufnahme heraus, wo man doch stark auf die subjektiven 

Schilderungen des Patienten abstelle. Die Observierungsberichte würden, ausser für 

die Momente, wo der Patient untersucht worden sei, zeigen, dass er in seinem Alltag 

kaum behindert sei. Er gehe hinkfrei, ohne Stockhilfe, belaste den rechten Fuss voll 

und verhalte sich völlig unauffällig. Auto- und Rollerfahren sei problemlos möglich, 

auch über längere Strecken. Das Kauern und das starke Abwinkeln und Belasten der 

Fussgelenke sei möglich. Wären diese Berichte früher bekannt gewesen, wäre von 

weiteren Interventionen abgeraten worden, selbst wenn lokal gewisse 

Restbeschwerden vorhanden seien, welche den Patienten im Alltag nicht 

beeinträchtigen würden (UV-act. ZM39). In einem weiteren Bericht vom 4. April 2007 

hielt Dr. C.___ unter anderem fest, für eine teils sitzende, adaptierte Tätigkeit sei der 

Patient, unter Berücksichtigung der Videoüberwachungen, ab Februar 2006 100 % 

arbeitsfähig gewesen. Von weiteren ärztlichen Behandlungsmassnahmen sei keine 

namhafte Besserung mehr zu erwarten. Erstaunlich sei einzig die Tatsache, dass der 

Patient sich zu einer Operation entschlossen habe. Daraus sei zu schliessen, dass 

gewisse Restbeschwerden vorhanden seien. Diese würden aber vom Patienten stark 

überbewertet. Gesamthaft gesehen sei von einem Endzustand auszugehen. Der 

Integritätsschaden für die Restbeschwerden betrage ca. 10-15 % (UV-act. ZM39).

2.4    Am 27. Juli 2007 erfolgte im Kantonsspital St. Gallen ein weiterer operativer 

Eingriff im Bereich der Peronealsehnen rechts, in dessen Folge bis 31. Oktober 2007 

eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde (UV-act. ZM40f, ZM43). Im Nachgang zur 

Operation berichtete der Beschwerdeführer über weitgehende Beschwerdefreiheit (UV-

act. ZM44). Der Operateur äusserte sich auf Anfrage des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers (UV-act. ZM44/2) am 20. September 2007 dahingehend, dass 

unklar sei, ob die Vernarbungen auf den Betriebsunfall zurückzuführen seien. Es könne 

aber auch nicht ausgeschlossen werden. Vernarbungen entstünden nach Operationen 

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und Distorsionen. Die Längsrupturen könnten auch nach mehreren Distorsionen 

entstanden sein. Im Weiteren könnte die festgestellte Läsion die Schmerzen, die der 

Patient vor der Operation verspürt habe, erklären. Es sei für ihn (den Operateur) "nicht 

mit 100 % Sicherheit nachzugehen, inwiefern der Patient einige oder mehrere Meter 

schmerzfrei" habe gehen können. So wie er berichtet habe, sei ihm das Gehen ohne 

Gehstöcke sehr schwer gefallen. Der Patient habe vor der Operation nicht schmerzfrei 

gehen, aber schon schmerzfrei sitzen können. Es sei schwierig zu sagen, ob die Natur 

(ohne Operation) auch die Schmerzen geheilt hätte (UV-act. ZM44/1; UV-act. Z198). Dr. 

med. F.___, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 11. Januar 2008 zuhanden des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, wegen der Fussproblematik sei der 

Beschwerdeführer eigentlich nie bei ihm in Behandlung gewesen; er sei immer nur als 

Hausarzt im Hintergrund gewesen, sei jedoch über die Problematik zeitweise orientiert 

worden. Die Arbeitsunfähigkeit entziehe sich seiner Kenntnis. Die diesbezüglichen 

Zeugnisse seien immer von den behandelnden Spezialisten ausgestellt worden. 

Aufgrund des Verlaufs könnte es durchaus sein, dass seit der Operation im Jahr 2006 

eine Arbeitsunfähigkeit begründet sei, und diese erst jetzt nach operativer Behandlung 

der Peronealsehnenscheidenproblematik rückläufig sei. Es sei mit einer 100 %igen 

Arbeitsfähigkeit zu rechnen. Aufgrund der in den Berichten des Kantonsspitals und der 

H.___ Klinik beschriebenen Längsrupturierung der Peronealsehnen mit anschliessender 

Vernarbung und Entzündung scheine ihm der Zusammenhang mit einem Unfallereignis 

wahrscheinlicher als eine rein krankheitsbedingte Ursache. Entscheidend für den 

Beginn sei deshalb der erste Unfall mit Distorsion (UV-act. ZM48). Für das Jahr 2008 

wurden von Seiten des Kantonsspitals St. Gallen weitere Arbeitsunfähigkeiten 

bescheinigt (UV-act. ZM49; UV-act. Z210 Beilage 2; UV-act. Z218; act. G 6.1). Gemäss 

Bericht des Kantonsspitals vom 15. April 2008 klagte der Beschwerdeführer nach wie 

vor über spontan auftretende, einschiessende Schmerzen im Bereich des rechten 

Rückfusses. Vor ca. zwei Wochen habe er ein erneutes Sturzereignis erlitten. Aktuell 

sehe man keinen Anhalt für eine weitere Intervention auf Seiten des Fusses (UV-act. 

ZM50). Dr. C.___ legte im Bericht vom 7. Juli 2008 dar, die anlässlich der erneuten 

Operation vom 27. Juli 2007 gelöste Vernarbung und Sehnenverdickung möge im 

Nachhinein die seinerzeit noch festgestellten leichten Verdickungen erklären im Sinne 

der geäusserten Restbeschwerden. Dennoch sei der Patient, wie die Videoaufnahmen 

zeigen würden, voll gehfähig gewesen und im Alltag nicht beeinträchtigt. Im 

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Austrittsbericht des Kantonsspitals vom 2. August 2007 erschienen ihm in der 

Anamnese die vom Patienten subjektiv geschilderten Beschwerden wiederum stark 

übertrieben angegeben worden zu sein und sie würden nicht mit den Videoaufnahmen 

übereinstimmen. Auch hier dürfe angenommen werden, dass die Kollegen im 

Kantonsspital durch die schauspielerischen Fähigkeiten des Patienten etwas hinters 

Licht geführt worden seien und sich so zur Revision entschieden hätten. Der 

anfängliche postoperative Verlauf sei dann eher positiv erschienen. Später berichte der 

Patient jedoch wieder über spontan auftretende Schmerzen. Die Situation sei damit 

etwa so, wie sie es schon früher gewesen sei. Seines Erachtens sei somit zu Recht im 

November 2007 die abschliessende Verfügung mit Integritätsentschädigung von 10 % 

erlassen worden (UV-act. ZM51).

3.        

3.1    Im Entscheid 8C_807/2008 vom 15. Juni 2009 hielt das Bundesgericht fest, durch 

die privatdetektivliche Observation einer versicherten Person sollten Tatsachen, die 

sich im öffentlichen Raum verwirklichten und von jedermann wahrgenommen werden 

könnten (beispielsweise Gehen, Treppensteigen, Autofahren, Tragen von Lasten oder 

Ausüben sportlicher Aktivitäten), systematisch gesammelt und erwahrt werden. Auch 

wenn die Observation von einer Behörde angeordnet worden sei, verleihe sie den 

beobachtenden Personen nicht das Recht, in die Intimsphäre der versicherten Person 

einzugreifen. Anders als bei einer richterlich angeordneten Observation - etwa im 

Rahmen des Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und 

Fernmeldeverkehrs (BÜPF; SR 780.1) - bleibe zudem der strafrechtliche Schutz der 

versicherten Person in dem Sinn bestehen, als die Privatdetektive durch die 

behördliche Anordnung nicht berechtigt würden, strafbare Handlungen zu begehen. 

Insbesondere habe sich die beauftragte Person an den durch Art. 179  StGB 

vorgegebenen Rahmen zu halten. Im Unterschied zu einer verdeckten Ermittlung im 

Sinn des Bundesgesetzes über die verdeckte Ermittlung (BVE; SR 312.8) sei es nicht 

Sinn und Zweck einer solchen Observation, dass die ermittelnde Person Kontakte zur 

überwachten Person knüpfe, um so in ihr Umfeld einzudringen (Erw. 4.3 des erwähnten 

Urteils). Auch wenn sich die Observation einer versicherten Person auf den umrissenen 

Bereich beschränke, beschlage sowohl deren Anordnung als auch die Verwertung der 

Ergebnisse den Schutzbereich des Grundrechts des Schutzes der Privatsphäre (Art. 13 

quater

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Abs. 1 BV). Dieser Schutz gelte jedoch nicht absolut; vielmehr könnten die Grundrechte 

gemäss Art. 36 BV eingeschränkt werden, wenn eine gesetzliche Grundlage vorliege 

(Abs. 1), ein öffentliches Interesse an der Einschränkung bestehe (Abs. 2), die 

Einschränkung verhältnismässig sei (Abs. 3) und der Kerngehalt der Grundrechte nicht 

angegriffen werde (Abs. 4). - Die Durchführung einer Überwachungsmassnahme setzt 

im Weiteren voraus, dass der begründete Verdacht auf eine Unrechtmässigkeit vorliegt. 

Der Begriff des Verdachts setzt voraus, dass mit einer bestimmten, auf konkrete 

Elemente gestützten Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, es liege eine 

entsprechende Unrechtmässigkeit vor. Die verdachtsbegründenden Elemente müssen 

einzelfallbezogen und konkret sein (Ueli Kieser, Überwachung - Eine Auslegung von 

Art. 44a ATSG [Entwurf], in: hill 2009 Fachartikel Nr. 1, Kap. V, Ziff. 1).

3.2    Die Ermittlungen der E.___ ergaben unter anderem, dass der Beschwerdeführer 

im Beobachtungszeitraum zwar keiner Arbeit ausserhalb seines Wohnortes nachging, 

jedoch auf telefonische Anfrage offenbar angab, Reparaturen von Autoradios zu 

erledigen und deren Einbau vorzunehmen (Bericht vom 25. Januar 2007 S. 8; act. G 

10.5). Allein daraus lässt sich allerdings keine eigentliche Erwerbstätigkeit ableiten, 

zumal über den Umfang der Tätigkeit weder im Bericht noch in den weiteren Akten 

nähere Angaben zu finden sind. Ein steuermässig relevantes Einkommen wurde 

jedenfalls nicht deklariert (vgl. act. G 4.5).

Nach den Darlegungen im Ermittlungsbericht liessen sich an sämtlichen 

Beobachtungstagen keine offensichtlichen Einschränkungen und auch keine 

Schonhaltungen des Beschwerdeführers beim Gehen beobachten; eine Gehhilfe 

(Stock) verwendete er in aller Regel nicht und er war offenbar auch in der Lage, Pakete 

und andere Gegenstände zu tragen. Den Gehstock benutzte er laut Angaben im Bericht 

lediglich dann, wenn er bestimmte Adressen (insbesondere Anwälte, Ärzte) aufsuchen 

musste. In diesen Situationen habe sich jeweils ein hinkender Gang gezeigt. Auto- und 

Rollerfahrten seien auch über längere Strecken problemlos möglich gewesen. Diese 

Angaben wurden anhand von Bildaufnahmen umfangreich dokumentiert (act. G 10.5). 

Dazu ist festzuhalten, dass die erwähnten Feststellungen für sich allein nicht geeignet 

sind, Umstände zureichend zu belegen, aufgrund welcher abschliessende Aussagen 

zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers möglich wären. Aus dem Bericht ergibt 

sich insbesondere nicht, dass der Beschwerdeführer seine Wohnung während des 

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Beobachtungszeitraums verliess, um einen eigentlichen Beruf auszuüben. Auch 

wurden im Bericht keine sportlichen Aktivitäten aufgeführt. Die gesundheitliche 

Einschränkung im Bereich des rechten Fusses des Beschwerdeführers erscheint zwar 

aufgrund der Aufzeichnungen im Ermittlungsbericht in einem (im Vergleich zu den 

früher erstellten Berichten) nicht sehr erheblichen Umfang vorzuliegen. Dennoch lässt 

sie sich anhand der Aufzeichnungen nicht ohne weiteres gänzlich in Abrede stellen. Im 

Weiteren ist in Rechnung zu stellen, dass die Leistungsfähigkeit und Gehfähigkeit nicht 

an allen Tagen gleichbleibend gewesen sein dürfte. Naturgemäss lassen sich sodann 

durch Beobachtungen weder Schmerzen bei der beobachteten Leistung noch die 

möglicherweise danach eingetretenen Schmerzfolgen wahrnehmen und damit auch 

nicht quantifizieren. Immerhin darf jedoch als erstellt gelten, dass der Umfang der 

tatsächlichen Einschränkung den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber den 

Ärzten - insbesondere auch gegenüber Dr. C.___ - nicht entsprochen hat.

Im Rahmen ihrer Pflicht zur Abklärung des Sachverhalts (Art. 43 ATSG) war die 

Beschwerdegegnerin befugt, Personendaten, wie sie im Bericht der E.___ enthalten 

sind, zu bearbeiten oder von einer medizinischen Gutachterstelle bearbeiten zu lassen, 

soweit dies für die Beurteilung von Leistungsansprüchen erforderlich war (Art. 96 lit. b 

UVG). Eine Beschränkung auf bestimmte Beweismittel bestand dabei nicht (vgl. BGE 

129 V 323 Erw.

3.3.3; BGE 132 V 241). Von einer Unbeachtlichkeit des Berichts von Dr. C.___ wegen 

Einbezugs des Überwachungsberichts in die Würdigung kann bei diesem Sachverhalt 

nicht ausgegangen werden. Vielmehr erscheint nachvollziehbar, dass Dr. C.___ seine 

ursprüngliche Einschätzung angesichts der bekannt gewordenen Tatsachen in 

Wiedererwägung zog. Hieraus kann angesichts der nicht unerheblichen 

Sachverhaltsfeststellungen im Überwachungsbericht nicht der Schluss gezogen 

werden, Dr. C.___ habe das Beschwerdebild zuerst nicht genügend sorgfältig abgeklärt 

(vgl. G 1 S. 6). Wenn die für eine medizinische Beurteilung doch entscheidenden 

anamnestischen Darlegungen und Beschwerdeangaben der versicherten Person nicht 

(durchwegs) zutreffen, kann auch ein Spezialarzt bei der Würdigung von klinischen 

Untersuchungsbefunden auf die "falsche Fährte" geführt werden, ohne dass deswegen 

sein Fachwissen anzuzweifeln wäre. Auch wenn der Überwachungsbericht wie erwähnt 

für sich allein für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht beweiskräftig ist, lassen sich 

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ihm im Sinn von Indizien doch recht entscheidende Aussagen bezüglich der 

Auswirkungen der geltend gemachten Fussbeschwerden im Alltag des 

Beschwerdeführers entnehmen. Von einem begründeten Anfangsverdacht ist mit Blick 

auf den Verlauf und das Verhalten des Beschwerdeführers nach dem Unfall ebenfalls 

auszugehen (vgl. UV-act. Z18, Z25, Z54).

4.        

4.1    Abzuklären ist vorweg, ob die Beschwerdegegnerin Behandlungskosten für die 

Zeit nach dem 4. April 2007, insbesondere den operativen Eingriff vom 27. Juli 2007, zu 

übernehmen hat. Sie legte im angefochtenen Entscheid (Erw. 4a) die rechtlichen 

Voraussetzungen des Anspruchs auf Heilungskosten zutreffend dar; darauf ist zu 

verweisen. Der Beschwerdeführer war schon vor dem streitigen Unfall wegen 

Beinschmerzen rechts unklarer Genese behandelt worden. Dr. B.___ sprach 

diesbezüglich von einer Art Weichteilrheumatismus und äusserte im Bericht vom 6. Mai 

2005 den Eindruck einer Schmerzverarbeitungsstörung bei relativ geringfügigen 

Unfallbefunden (vgl. UV-act. ZM4). Bereits im Bericht der I.___ Klinik vom 24. 

September 2003 - eineinhalb Jahre vor dem streitigen Unfall - waren seit etwa Mai 

2002 bestehende muskuloskelettale Schmerzen im rechten Bein festgehalten worden 

(UV-act. ZM3). Im Bericht vom 4. April 2007 hielt Dr. C.___ unter anderem fest, das 

Unfallereignis habe zu einer lokalen Schädigung im Sinne der Zerrung des 

Kapselbandapparates und Teilruptur der Peronaeus brevis Sehne geführt. Die 

diesbezüglichen Behandlungsmassnahmen hätten als abgeschlossen zu gelten. Es 

würden gewisse lokale Restbeschwerden verbleiben, die sich aber durchaus mit dem 

Alltagsleben vertragen und dieses nur wenig, wenn überhaupt, beeinträchtigen würden. 

Von weiteren Behandlungsmassnahmen sei keine namhafte Besserung zu erwarten, 

vor allem nicht durch erneute Operationen; dies umso mehr, als aufgrund der 

Abklärungen in der H.___ Klinik den vom Patienten geäusserten Beschwerden keine 

klare Grundlage habe zugewiesen werden können (UV-act. ZM39). Aus den 

Äusserungen des operierenden Arztes im Nachgang zum Eingriff vom 27. Juli 2007 

lässt sich keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der Vernarbungen im 

rechten Fuss, sondern allenfalls ein möglicher (nicht auszuschliessender) 

Zusammenhang ableiten (vgl. UV-act. ZM44/1, Z198/12). Nachdem der 

Beschwerdeführer nach der Operation über weitgehende Beschwerdefreiheit berichtet 

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hatte (UV-act. ZM44), klagte er gemäss Bericht des Kantonsspitals vom 15. April 2008 

nach wie vor über spontan auftretende, einschiessende Schmerzen im Bereich des 

rechten Rückfusses. Aktuell sehe man keinen Anhalt für eine weitere Intervention von 

Seiten des Fusses (UV-act. ZM50). Dr. C.___ kam diesbezüglich im Bericht vom 7. Juli 

2008 zum Schluss, die Situation sei damit etwa so, wie sie es schon früher gewesen 

sei, und es werde auf die postganglionäre Schädigung des N. suralis bei Verdacht auf 

Radikulopathie S1 hingewiesen. Dieser Befund sei ebenfalls seit September 2006 

neurologisch dokumentiert (UV-act. ZM51).

4.2    Es genügt nicht, dass eine Therapie lediglich eine unbedeutende Besserung 

erhoffen lässt oder dass für eine namhafte Besserung nur eine weit entfernte 

Möglichkeit besteht (A. Maurer, Unfallversicherungsrecht, 2. A., Bern 1989, 274). Von 

einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes, wie sie der Anspruch auf 

Heilbehandlung voraussetzt, kann auch dann nicht gesprochen werden, wenn eine 

therapeutische Massnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus 

einem stationären Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte 

Zeit zu lindern vermag (RKUV 2005, 388). Für die Bejahung eines medizinischen 

Endzustandes wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (vgl. Rumo-

Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 145). Aufgrund der 

vorstehend dargelegten Aktenlage kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes durch die Operation vom 27. Juli 

2007 als belegt gelten. Im Vorfeld dieser Operation wurde eine solche auch nicht in 

Aussicht gestellt. Der Beschwerdeführer wurde vielmehr ausdrücklich darauf 

hingewiesen, dass keine gänzliche Schmerzlösung prognostiziert werden könne (UV-

act. ZM41/1). Nach der Operation stellte sich denn auch nach den Akten in etwa 

diejenige gesundheitliche Situation wieder ein, wie sie bereits vor der Operation 

gegeben war. Die Einschätzung von Dr. C.___ vom 4. April 2007 stellte sich somit im 

Nachhinein als zutreffend heraus.

4.3    Zu prüfen sind die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des 

angefochtenen Entscheids (24. September 2008). Es erscheint jedoch angesichts der 

zu prüfenden Frage des Erreichens des medizinischen Endzustandes gerechtfertigt, 

auch die nach diesem Zeitpunkt eingetretenen Umstände in die Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Im Bericht des Kantonsspitals vom 19. November 2008 wurde unter 

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anderem festgehalten, eine Fussdruckmessung habe eine deutliche Überlastung des 

lateralen Fussrandes bei Insuffizienz der Peronealsehnengruppe gezeigt. Im Weiteren 

wurde vermerkt, inwieweit eine erneute Nervenrevision mittel- bis langfristig eine 

Beschwerdefreiheit bringen würde, sei nur unzureichend feststellbar (act. G 17.1/1). 

Eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes konnte somit auch vor der 

Durchführung des neuerlichen Eingriffs von den Ärzten des Kantonsspitals nicht 

bescheinigt werden; die blosse (mehr oder weniger weit entfernte) Möglichkeit einer 

Besserung genügt wie dargelegt für die Annahme des Nichtvorliegens eines 

Endzustandes nicht. Im Nachgang zur schliesslich durchgeführten Operation vom 6. 

Februar 2009 (act. G 17.1/2) berichtete der Operateur des Kantonsspitals am 11. 

Februar 2009 unter anderem, die reduzierte Eversion mit Peronealsehneninsuffizienz 

sei im Rahmen des stattgehabten Traumas mit Ruptur der Peroneus brevis-Sehne und 

Transfixation der Peroneus longus und Peroneus brevis-Sehne ursächlich (act. G 

17.1/4). Die Anerkennung der Unfallkausalität von Beschwerden vermag jedoch für die 

Beantwortung der Frage des Erreichens des medizinischen Endzustandes nichts 

beizutragen bzw. ist von dieser zu unterscheiden. Die Unfallkausalität der 

Restbeschwerden im rechten Fuss des Beschwerdeführers wurde denn auch von Dr. 

C.___ bereits im Bericht vom 4. April 2007 ausdrücklich anerkannt und mit einer 

Integritätseinbusse von 10-15 % auch beziffert (UV-act. ZM39). In seiner 

Stellungnahme vom 29. April 2009 hielt Dr. C.___ sodann nach ausführlicher Darlegung 

der Vorgeschichte seit dem streitigen Unfall fest, der erneute operative Eingriff vom 6. 

Februar 2009 zeige im Rückblick, dass der Eingriff zwei Jahre zuvor (27. Juli 2007), wie 

damals "vorausgesagt", nichts gebracht habe und auch jetzt im Februar (2009) 

wahrscheinlich auf längere Sicht gesehen nichts bringen werde. Betreffs des N. suralis 

dürfe aufgrund der früher unauffälligen neurologischen Untersuchung, wo damals kein 

unmittelbarer Unfallschaden festgestellt worden sei, angenommen werden, dass dies 

ein späterfolgender iatrogener Schaden gewesen sei, wohl als Folge des Eingriffs vom 

27. Juli 2007. Die Schmerzen seien nach nochmaliger Durchsicht des Dossiers nicht 

nur fussgelenkstraumatisch bezogen zu betrachten; diese seien auch stark 

ischialgieform und sogar mit einer Fussheberparese überlagert gewesen. Leider sei die 

Medizin oft nur noch auf ein Organ fokussiert und man vergesse darob, dass nebst 

dem Fussgelenk und oberhalb desselben noch ein Patient in seiner Ganzheit lebe. 

Auch bei Folgen von Diskushernien und Ischias sehe man häufig die isolierte 

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Peronealinsuffizienz. Gesamthaft dürfe gesagt werden, dass durch die Operationen 

vom 7. Juli 2007 und 6. Februar 2009 keine Verbesserung eingetreten bzw. zu erwarten 

gewesen sei. Man habe hier die Schmerz- und Symptomausweitung, welche schon seit 

2003 (und damit vor dem streitigen Unfall) bekannt gewesen sei, nicht entsprechend 

berücksichtigt. Dies würden auch die damals gemachten Videobeobachtungen zeigen, 

welche in krassem Gegensatz zu den Schmerzäusserungen und dem Hinken des 

Patienten stehen würden (act. G 29). - Der Beschwerdeführer berichtete in der Eingabe 

vom 27. Februar 2009 über einen erfolgreichen Eingriff (vom 6. Februar 2009). Gemäss 

den von ihm eingereichten Arztzeugnissen war er jedoch noch am 31. Mai 2009 - 

knapp vier Monate nach dem Eingriff - nach wie vor vollumfänglich arbeitsunfähig (act. 

G 23, G 27). Nachdem selbst aufgrund der Darlegungen in den erwähnten Berichten 

des Kantonsspitals St. Gallen eine namhafte Besserung der Fussbeschwerden durch 

die operativen Eingriffe nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden 

konnte, vermöchten weitere diesbezügliche Abklärungen - im Nachhinein - 

überwiegend wahrscheinlich keine neuen bzw. besseren Erkenntnisse zu Tage zu 

fördern.

4.4    Im nachträglich eingereichten Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 26. 

August 2009 wurden (als aktueller Status) erneut belastungsabhängige dumpfe, 

teilweise stechende Schmerzen auf Höhe des Aussenvorderfusses festgehalten. 

Aufgrund der Beschwerdesymptomatik sei am 3. August 2009 eine notfallmässige 

Behandlung durchgeführt worden. Dennoch vermeldete der Berichterstatter, man 

könne davon ausgehen, dass die Operation vom Februar 2009 ein Erfolg gewesen sei, 

denn die elektrisierend einschiessenden Schmerzen hätten sich nicht mehr eingestellt. 

Man könne nicht allen Äusserungen des Kollegen Dr. C.___ zustimmen. Mit der 

Operation vom Februar 2009 habe eine massive Adhäsion durch Narben gelöst werden 

können. Ebenso seien die Impingement-Symptomatiken der Peronealsehnengruppe 

nicht mehr vorhanden. Mit dem Beschwerdeführer sei eine erneute Infiltration 

vereinbart worden (act. G 31.1). Letztere wurde am 1. September 2009 durchgeführt 

(act. G 31.2). Im Bericht des Kantonsspitals vom 3. Dezember 2009 wurde hierauf 

vermerkt, dass einerseits die Schmerzen "doch leicht regredient" seien seit der 

Infiltration. Anderseits bestehe die massive Mehranreicherung im TMT-Gelenk IV und V. 

Die Arthrose im TMT IV und V sei Unfallfolge (act. G 31.4). Zum letztgenannten Punkt 

ist erneut grundsätzlich festzuhalten, dass die Unfallkausalität der Fussbeschwerden 

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als solche unbestritten ist. In der Eingabe vom 23. Dezember 2009 liess der 

Beschwerdeführer sodann darauf hinweisen, dass er nach wie vor vollumfänglich 

arbeitsunfähig sei und weitere operative Massnahmen vorgesehen seien (act. G 31). 

Auch die nachgereichten Akten lassen nicht den Schluss zu, dass durch die 

durchgeführten operativen Massnahmen überwiegend wahrscheinlich eine namhafte 

Verbesserung eingetreten war bzw. in Aussicht stand. Eine Schmerzlinderung für 

begrenzte Zeit genügt hierzu wie erwähnt nicht. Bei dieser Sachlage verneinte die 

Beschwerdegegnerin - jedenfalls bezogen auf den streitigen Zeitraum bis 

24. September 2008 - zu Recht die Behandlungskostenübernahme ab dem 4. April 

2007. Soweit sich aufgrund des Berichts vom 3. Dezember 2009 tatsächlich neue bzw. 

veränderte Befunde (Mehranreicherung bzw. Arthrose) mit der zur Diskussion 

stehenden Notwendigkeit einer Arthrodese ergeben haben sollten, könnte dies nicht 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden und wäre gegebenenfalls als Rückfall/

Spätfolge der Beschwerdegegnerin anzumelden.

5.        

5.1    Ist der Versicherte infolge eines Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 

er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Der Anspruch entsteht am dritten 

Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt unter anderem mit der Wiedererlangung der vollen 

Arbeitsfähigkeit (Art. 16 Abs. 2 UVG). Arbeitsunfähigkeit nach Art. 6 Satz 1 ATSG in 

Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 UVG ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 

oder geistigen Gesundheit bedingte Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 

Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Die Arbeitsfähigkeit einer versicherten 

Person ist gegebenenfalls nach der Tätigkeit zu beurteilen, die sie - unter 

Berücksichtigung des gesamten Arbeitsmarktes und gegebenenfalls einer 

Anpassungszeit - bei gutem Willen ausüben könnte (BGE 115 V 133 Erw. 2 mit 

Hinweisen; RKUV 1987, 393 Erw. 2b). Nach Art. 6 Satz 2 ATSG in Verbindung mit Art. 

16 Abs. 1 UVG wird denn auch bei langer Dauer der Arbeitsunfähigkeit die zumutbare 

Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich (als dem bisherigen) 

berücksichtigt. Dabei ist das Versicherungsgericht zwar an die ärztliche Beurteilung der 

Arbeitsunfähigkeit nicht gebunden; es soll aber nicht ohne hinreichenden Grund davon 

abweichen (A. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, S. 

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114). Ist die versicherte Person, welche Taggeldleistungen der Unfallversicherung 

bezieht, arbeitslos, so erbringt die Unfallversicherung gemäss Art. 25 Abs. 3 UVV die 

ganze Leistung, wenn die Arbeitsunfähigkeit mehr als 50 Prozent beträgt, und die halbe 

Leistung, wenn die Arbeitsunfähigkeit mehr als 25, aber höchstens 50 Prozent beträgt. 

Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 25 und weniger Prozent besteht kein 

Taggeldanspruch. Bei dieser Norm handelt es sich rechtsprechungsgemäss um eine 

Koordinationsbestimmung zwischen der Unfall- und der Arbeitslosenversicherung. 

Deren Anwendung setzt das Zusammentreffen von Taggeldern der Unfallversicherung 

mit solchen der Arbeitslosenversicherung voraus. Diese Regelung greift daher nur dann 

Platz, wenn die versicherte Person bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet ist 

(Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2008 i/S R. [8C_173/2008], Erw. 2.2 mit 

Hinweis auf Stephan Kübler, Erfahrungsbericht aus der Unfallversicherung, in: René 

Schaffhauser/Ueli Kieser [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtliche Leistungskoordination, 

St. Gallen 2006, S. 107 ff., S. 140 mit Hinweis auf das Urteil des EVG [seit 1. Januar 

2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 2. April 2001 [U 348/00], 

Erw. 3).

5.2    Dr. B.___ erachtete die Unfallbedingtheit der nach dem streitigen Ereignis 

attestierten Arbeitsunfähigkeit bereits im April 2005 als in Frage gestellt (UV-act. ZM2), 

bescheinigte jedoch später wiederum eine 40 %ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. Z15). 

Nachdem Dr. C.___ noch am 7. Februar 2006 eine (unfallbedingte) Arbeitsunfähigkeit 

von 50 % für eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit bescheinigt hatte (UV-act. ZM16), für 

Dr. D.___ jedoch im Bericht vom 20. April 2006 die Aetiologie der vom Patienten 

beklagten massiven, jetzt zunehmenden Beschwerden bei fehlenden objektivierbaren 

Befunden schwierig zuzuordnen war (UV-act. ZM19) und auch eine weitere MRI-

Untersuchung die Beschwerden nicht zu erklären vermochte (vgl. UV-act. ZM20 S. 2), 

wurde im Bericht der H.___ Klinik vom 12. Dezember 2006 zuhanden der IV-Stelle 

bestätigt, dass in praktisch vollständig sitzender Tätigkeit eine 100 %ige 

Arbeitsfähigkeit (ganztags mit voller Leistung) möglich sei. Es sei darauf zu achten, 

dass der Beschwerdeführer möglichst wenig gehen, keine Treppen steigen und keine 

Lasten heben müsse (act. G 10.1). Die letztgenannte Einschätzung erscheint insofern 

plausibel, als die Schmerzen im rechten Fuss nur bei Belastung auftreten bzw. 

belastungsabhängig sind. Die von Dr. C.___ noch im Januar 2007 bescheinigte 

Arbeitsunfähigkeit bezog sich demgegenüber - wie die von Seiten des Kantonsspitals 

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St. Gallen für die Jahre 2008 und 2009 bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten (UV-act. 

ZM49; UV-act. Z210 Beilage 2; UV-act. Z218; act. G6.1, G17.1, G23, G27) - auf eine 

nicht näher bezeichnete, möglicherweise auf die bisherige Tätigkeit. Soweit sich diese 

Arbeitsunfähigkeiten auf eine dem Gesundheitsschaden am rechten Fuss adaptierte 

(sitzende) Arbeit bezogen haben sollten, wären sie - rein bezogen auf den streitigen 

Unfallschaden - nicht nachvollziehbar, da nicht einzusehen ist, aus welchem 

(unfallbedingten) Grund der Beschwerdeführer eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit 

nicht hätte ausüben können. Dies umso weniger, als die Fussbeschwerden 

unbestrittenermassen lediglich bei Belastung bzw. bei längeren Gehstrecken auftraten. 

Nichts anderes bzw. keine überwiegend wahrscheinlich unfallbedingte 

Arbeitsunfähigkeit lässt sich auch aus der Feststellung des Hausarztes Dr. F.___ vom 

11. Januar 2008 ableiten, wonach es durchaus sein könne, dass seit der Operation im 

Jahr 2006 eine Arbeitsunfähigkeit begründet sei und diese erst jetzt nach operativer 

Behandlung der Peronealsehnenscheidenentzündung rückläufig sei (UV-act. ZM48). 

Dieser Arzt war denn auch bei der Behandlung des rechten Fusses überhaupt nicht 

involviert.

Dr. C.___ revidierte seine Arbeitsfähigkeitsschätzung am 27. März 2007 insbesondere 

mit dem Hinweis auf die ihm nunmehr vorliegenden Ergebnisse der Observierung (vgl. 

UV-act. ZM39). Aber selbst wenn die Feststellungen im Überwachungsbericht nicht 

zum Beweis herangezogen würden, liesse sich in Anbetracht der geschilderten 

medizinischen Aktenlage die vollschichtige Zumutbarkeit einer überwiegend sitzenden 

Tätigkeit jedenfalls seit dem Bericht der H.___ Klinik vom 12. Dezember 2006 nicht mit 

zureichenden Gründen in Abrede stellen. Die Ergebnisse der Überwachung bestätigten 

die Schlussfolgerung im vorerwähnten Bericht der H.___ Klinik vollumfänglich. Es 

erscheint daher gerechtfertigt, ab Berichtsdatum (12. Dezember 2006) von einer 

uneingeschränkten Arbeitsunfähigkeit in einer mehrheitlich sitzenden Tätigkeit 

auszugehen. Hingegen bilden die Überwachungsergebnisse für sich allein keinen 

ausreichenden Anlass, die von Dr. C.___ am 4. April 2007 getätigte Neuschätzung der 

Arbeitsfähigkeit rückwirkend bereits ab Februar 2006 (vgl. UV-act. ZM39) zur 

Anwendung zu bringen.

5.3    Steht fest, dass die versicherte Person unter dem Blickwinkel der 

Schadenminderungspflicht einen Berufswechsel vorzunehmen hat, so hat der 

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Versicherungsträger sie dazu aufzufordern und ihr zur Anpassung an die veränderten 

Verhältnisse sowie zur Stellensuche eine angemessene Übergangsfrist einzuräumen, 

während welcher das bisherige Taggeld geschuldet bleibt (Urteil des Bundesgerichts 

8C_173/2008, Erw. 2.3 mit Hinweis auf RKUV 2000 Nr. KV 112 S. 122 Erw. 3a [K 14/99] 

mit weiteren Hinweisen). Zur Bemessung der Arbeitsfähigkeit bei Zumutbarkeit einer 

anderen als der bisherigen Tätigkeit hat bei Erwerbstätigen ein auf die bisherige 

Tätigkeit bezogener Funktions- und Einkommensvergleich zu erfolgen. Zu prüfen ist, 

wie sich das zumutbarerweise erzielbare Einkommen verhält zu demjenigen in der 

bisherigen Tätigkeit; ergibt sich ein - prozentual zu berechnender - Einkommensausfall, 

entspricht dieser Prozentsatz dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 2. A., Rz 3 und 14 zu Art. 6 ATSG).

Das Arbeitsverhältnis, welches der Beschwerdeführer bei der A.___ auf den 1. Januar 

2005 angetreten hatte (UV-act. Z1), wurde auf Ende September 2005 aufgelöst (UV-

act. Z36). In der Folge bezog er Sozialhilfeleistung (vgl. UV-act. Z141, 165; 

Aussteuerung bei der ALV: UV-act. Z161 S. 3 oben). Dem Beschwerdeführer wäre wie 

ausgeführt jedenfalls ab 12. Dezember 2006 die vollzeitliche Ausübung einer 

mehrheitlich sitzenden Tätigkeit gesundheitlich zumutbar gewesen. Die 

Beschwerdegegnerin hielt dem Beschwerdeführer allerdings erst am 12. Januar 2007 

(UV-act. Z143) und am 26. Januar 2007 (UV-act. Z147) entgegen, dass er in einer 

adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Der Einkommensvergleich ist in der Weise 

vorzunehmen, dass das vom Beschwerdeführer im Unfalljahr (2005) erzielte (auf ein 

Jahr umgerechnete) Einkommen bei der A.___ von Fr. 57'970.80 (Fr. 4'830.90 x 12; UV-

act. Z1) dem Einkommen gemäss Tabelle der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes 

für Statistik (LSE) 2004 (TA 1, Sektor Dienstleistungen, Anforderungsniveau 4 Männer) 

gegenüberzustellen ist, wobei beim LSE-Lohn eine betriebsübliche Wochenarbeitszeit 

von 41.6 Stunden und die Nominallohnverhältnisse von 2005 (+ 0.9 % [Männer]) zu 

berücksichtigen sind. Dies ergibt ein zumutbarerweise erzielbares Einkommen von 

Fr. 57'774.--. Ein Anlass für die Gewährung eines Leidensabzuges - aus rein 

unfallbedingten Gründen - ist nicht ersichtlich, zumal der Beschwerdeführer eine 

mehrheitlich sitzende Tätigkeit ohne weitere Einschränkungen ausüben könnte. Aus der 

Gegenüberstellung der beiden Einkommen resultiert keine Arbeitsunfähigkeit. Es 

erscheint den vorliegenden Verhältnissen angemessen, für die Zeit ab 1. April 2007, 

d.h. nach Ablauf einer dreimonatigen Übergangs- und Anpassungsfrist im Nachgang 

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zum Bericht der H.___ Klinik vom 12. Dezember 2006 und den Abmahnungen vom 

Januar 2007, von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. RKUV 

2005 Nr. KV 342 S. 358 [K 42/95]).

6.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise 

gutzuheissen, dass für die Taggeldbemessung erst ab 1. April 2007 von einer vollen 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist; in diesem Umfang ist der 

Einspracheentscheid vom 24. September 2008 aufzuheben. Im Übrigen ist die 

Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Im 

Umfang des teilweisen Obsiegens (50%) hat der Beschwerdeführer Anspruch auf 

Parteientschädigung gegenüber der Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). 

Ausgehend von der Pauschalentschädigung bei vollem Obsiegen von praxisgemäss Fr. 

4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) hat die Beschwerdegegnerin 

den Beschwerdeführer mit Fr. 2'000.-- zu entschädigen. Für die verbleibenden Fr. 

2'000.-- hat der Staat aufgrund der bewilligten unentgeltlichen Rechtsverbeiständung 

im Umfang von 80% (Art. 31 Abs. 3 AnwG; sGS 963.75), d.h. mit einem Betrag von Fr. 

1'600.-- aufzukommen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird in dem Sinn teilweise gutgeheissen, dass für die 

Taggeldbemessung erst ab 1. April 2007 von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen 

ist; in diesem Umfang wird der Einspracheentscheid vom 24. September 2008 

aufgehoben. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 2'000.-- zu 

entschädigen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/44

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4.       Der Staat entschädigt den Rechtsbeistand des Beschwerdeführers mit Fr. 

1'600.--.

Art. 19 Abs. 1 UVG. Art. 16 Abs. 1 UVG. Art. 6 ATSG. Prüfung der Frage des Erreichens 

des medizinischen Endzustandes. Abklärung der Arbeitsfähigkeit und der Dauer des 

Taggeldanspruchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 

3. März 2010, UV 2008/117).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner 

und Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 3. März 2010

in Sachen

Z.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Gmür, Obere Bahnhofstrasse 11, 

Postfach 253, 9501 Wil SG 1,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/44

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A.a   Z.___ war aufgrund seiner Tätigkeit bei der A.___ bei der Zürich Versicherungs-

Gesellschaft (nachfolgend: Zürich) unfallversichert, als er gemäss Unfallmeldung vom 8. 

März 2005 am 16. Februar 2005 einen "Sturz bei Absatz von Rolltor" erlitt und sich 

dabei den rechten Fuss verletzte (UV-act. Z1). Dr. med. B.___ diagnostizierte am 18. 

Februar 2005 eine OSG-Distorsion rechts (UV-act. ZM1). Die Zürich anerkannte die 

Leistungspflicht für dieses Ereignis und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach 

Durchführung von weiteren medizinischen Abklärungen und 

Überwachungsmassnahmen (act. G 10.5, 10.6) verneinte die Zürich mit Verfügung vom 

26. Januar 2007 einen Anspruch des Versicherten auf weitere Taggeldleistungen 

rückwirkend per 28. Februar 2006. Zur Begründung wurde ausgeführt, nach dem 28. 

Februar 2006 hätten aufgrund der Akten erhebliche Zweifel an der attestierten 

Arbeitsunfähigkeit bestanden. Gestützt auf die Erhebungen der IV sei von einer vollen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen. Im Weiteren hätten Abklärungen ergeben, dass der 

Versicherte problemlos auch ohne Gehstöcke mobil sei. Die beurteilenden Ärzte seien 

somit bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von falschen Voraussetzungen 

ausgegangen (UV-act. Z147).

A.b   Nachdem der Versicherte gegen diese Verfügung Einsprache erhoben hatte (UV-

act. Z161), teilte ihm die Zürich am 4. Mai 2007 mit, die Verfügung werde 

wiedererwägungsweise zurückgenommen. Es werde ihm das rechtliche Gehör zum 

Ergebnis der Observierung (act. G 10.5) und zu den Berichten von Dr. med. C.___, 

Orthopädische Chirurgie FMH, (UV-act. ZM39) eingeräumt (UV-act. Z171). Mit Eingabe 

vom 8. November 2007 nahm der Rechtsvertreter des Versicherten Stellung. Er legte 

unter anderem dar, dieser sei zwischenzeitlich am rechten Fuss operiert worden. Die 

Operation sei erfolgreich gewesen und habe die Schmerzen beseitigt (UV-act. 

ZM43-47). Die Schmerzen seien eine Folge des Unfalls gewesen und die Operation zu 

deren Beseitigung notwendig. Aus diesem Grund sei die Zürich leistungspflichtig (UV-

act. Z198). Mit Verfügung vom 26. November 2007 hielt die Zürich am geplanten 

Fallabschluss fest. Ein Anspruch auf Taggeldleistungen sei mangels Arbeitsunfähigkeit 

rückwirkend per 1. März 2006 zu verneinen. Der medizinische Endzustand sei gemäss 

Bericht von Dr. C.___ vom 4. April 2007 erreicht. Dem Versicherten werde eine 

Integritätsentschädigung von 10 % zugesprochen. Betreffend die im Sommer 2007 

erfolgte Operation wurde die natürliche Unfallkausalität verneint. Betreffend eine 

mutmasslich fingierte Quittung behielt sich die Zürich rechtliche Schritte vor (UV-act. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/44

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Z199). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. Z210) wies die Zürich 

nach Durchführung von weiteren Abklärungen (vgl. UV-act. ZM48, ZM50, ZM51, Z220) 

mit Einspracheentscheid vom 24. September 2008 ab (UV-act. Z221). Die 

Krankenversicherung des Versicherten hatte eine vorsorglich eingereichte Einsprache 

nach Einsicht in die Akten wieder zurückgezogen (UV-act. Z205, Z213).

A.c   Mit Verfügung vom 20. September 2007 hatte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen 

einen Rentenanspruch des Versicherten verneint mit der Begründung, ihre Abklärungen 

hätten ergeben, dass der Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit wieder zu 100 % 

arbeitsfähig sei. Dies werde seit Mai 2006 bestätigt (UV-act. Z192). Gleichentags lehnte 

die IV-Stelle auch einen Anspruch auf berufliche Massnahmen ab (UV-act. Z193).

B.       

B.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 24. September 2008 erhob Rechtsanwalt 

lic. iur. Andreas Hagmann, Wil, für den Versicherten mit Eingabe vom 24. Oktober 2008 

Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben. Von einer Einstellung der 

Taggeldleistungen auf den 1. März 2006 sei abzusehen, und es sei dem 

Beschwerdeführer auch nach diesem Datum ein Taggeld auf der Basis einer 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszurichten. Eventualiter sei von einer Einstellung der 

Taggeldleistungen ab dem 1. März 2006 abzusehen, und es sei dem Beschwerdeführer 

auch nach diesem Datum ein Taggeld auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 

mindestens 50 % auszurichten. Die ärztlichen Behandlungskosten, die im 

Zusammenhang mit der Verletzung des rechten Fusses stünden, seien auch nach dem 

4. April 2007 und bis auf Weiteres von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen. Dem 

Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren. Zur 

Begründung führte der Rechtsvertreter unter anderem aus, der Beschwerdeführer 

erziele seit dem Unfall kein Erwerbseinkommen mehr. Bereits zuvor sei er während 

Jahren arbeitslos gewesen. Während dieser Zeit habe er teils 

Arbeitslosenunterstützung erhalten, teils sei er in Beschäftigungsprogrammen gewesen 

und teils sei er vom Sozialamt unterstützt worden. Seit März 2006 sei er vollständig 

sozialhilfeabhängig. Aus den sich bei den Akten befindenden Arztzeugnissen gehe 

hervor, dass der Beschwerdeführer vom 1. März bis 21. Juni 2006 50 % arbeitsfähig 

gewesen sei und die Arbeitsunfähigkeit nach diesem Datum wieder 100 % betragen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/44

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habe. Dies sei so geblieben bis zur Operation vom 27. Juli 2007. Obwohl die Operation 

vorerst zu einer Verbesserung geführt habe, habe die Arbeitsfähigkeit leider auch 

danach kaum gesteigert werden können. Grund dafür sei ein Ermüdungsbruch eines 

Mittelfussknochens des rechten Fusses gewesen. Dieser wiederum sei darauf 

zurückzuführen gewesen, dass es sich der Fuss nicht mehr gewöhnt gewesen sei, 

während längerer Zeit belastet zu werden. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor im 

Kantonsspital St. Gallen in Behandlung. Aus dem Bericht von Dr. C.___ dürften keine 

Schlussfolgerungen gezogen werden, und dies aus zwei Gründen: Zum einen 

widerspreche der Bericht den Einschätzungen namhafter Ärzte und zum anderen 

widerspreche er den früheren Einschätzungen des besagten Arztes selber. Die 

Entscheide betreffend Arbeitsunfähigkeit und Erreichen des Endzustands dürften nicht 

aufgrund des Berichts von Dr. C.___ getroffen werden. Aus den Berichten des 

Kantonsspitals St. Gallen sowie der Schulthess Klinik gehe deutlich hervor, dass der 

Beschwerdeführer aufgrund der Fussverletzung bis heute arbeitsunfähig sei. Ebenso 

sei diesen Berichten zu entnehmen, dass der Endzustand nach wie vor nicht erreicht 

sei. Sollten diese Berichte dem Gericht nicht als Entscheidgrundlage genügen, werde 

diesbezüglich die Befragung der behandelnden Ärzte sowie die Einholung eines 

unabhängigen ärztlichen Gutachtens beantragt. Die von der Beschwerdegegnerin 

eingeholten Observationsberichte seien nicht aussagekräftig. Sie würden lediglich 

aufzeigen, dass sich der Beschwerdeführer nicht immer mit Stöcken fortbewege oder 

dass er ab und zu den Roller oder das Auto benütze. Dass ihm dies möglich sei, sei 

von ihm nie bestritten worden. Der verletzte Fuss behindere den Beschwerdeführer im 

Alltag stark. Er könne sich nur kurzzeitig schmerzfrei bewegen. Bei längeren Strecken 

nehme er die Hilfe der Stöcke immer in Anspruch. Er achte grundsätzlich sehr darauf, 

nach Möglichkeit keine Lasten zu tragen. Bei kurzen Distanzen und geringen 

Gewichten nehme er es ab und zu in Kauf, Lasten zu tragen und anschliessend von 

Schmerzen geplagt zu sein. Der Beschwerdeführer würde sich wohl nicht freiwillig 

Operationen und Behandlungen unterziehen, wenn er nicht von unerträglichen 

Schmerzen geplagt wäre. Der Kausalzusammenhang zwischen den heute noch 

bestehenden Schmerzen und dem Unfallereignis sei gegeben. Diese Ansicht werde 

vom Hausarzt des Beschwerdeführers unterstützt (act. G 1.1/Beilage 16). Der 

Endzustand werde erst erreicht sein, wenn der Beschwerdeführer wieder voll 

arbeitsfähig sein werde. Das heisse, es sei bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/44

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nach wie vor auf das bisherige Tätigkeitsgebiet abzustellen. Die Berücksichtigung der 

Arbeitsfähigkeit in anderen Aufgabenbereichen oder Berufen sei vorliegend 

ausgeschlossen (act. G 1). Am 21. November 2008 reichte der Rechtsvertreter ein 

Zeugnis des Kantonsspitals St. Gallen vom 17. November 2008 ein (act. G 6).

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 5. Januar 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung 

verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte unter anderem 

aus, die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit durch die in der Beschwerde angeführten 

Institutionen bzw. Mediziner sei mangels eindeutigen objektiven Befunden bzw. 

unklarer Aetiologie der Beschwerden einzig gestützt auf die subjektiven 

Schmerzangaben des Beschwerdeführers erfolgt. Die Glaubwürdigkeit der Angaben 

des Beschwerdeführers sei jedoch nach Ansicht der Beschwerdegegnerin aufgrund der 

Observationsergebnisse erschüttert worden. Für eine leidensangepasste Tätigkeit habe 

gemäss Beurteilung der Schulthess Klinik bereits im Jahr 2006 und in Unkenntnis der 

spezialdienstlichen Abklärungen eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. In seinem Alltag 

sei der Beschwerdeführer kaum beeinträchtigt. Die von ihm während den 

Observationen gezeigten Einschränkungen bezüglich des rechten Fusses würden 

gegen eine Beeinträchtigung in der Leistungsfähigkeit für eine leidensangepasste 

Tätigkeit sprechen. Dass sich Dr. C.___ sehr eingehend und neutral mit dem 

Beschwerdebild auseinandergesetzt habe, zeige nicht zuletzt die Anerkennung 

gewisser Restbeschwerden bzw. einer Integritätseinbusse. Die Annahme eines 

Endzustands per 4. April 2007 habe sich auch vor dem Hintergrund des weiteren 

Verlaufs als korrekt erwiesen.

B.c   Am 7. Januar 2009 wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung des 

Beschwerdeführers für dieses Verfahren bewilligt.

B.d   Mit Replik vom 27. Februar 2009 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seinen Standpunkt. Er teilte unter anderem mit, dass der rechte 

Fuss ein weiteres Mal operiert worden sei und reichte weitere medizinische Unterlagen 

ein (act. G 17). Mit Eingaben vom 24. März und 1. Mai 2009 legte er weitere 

Arztzeugnisse ins Recht (act. G 23, G 27). Am 15. Mai 2009 nahm die 

Beschwerdegegnerin zu den neu eingereichten Unterlagen Stellung und reichte einen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/44

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Bericht von Dr. C.___ vom 29. April 2009 ein (act. G 29). Am 23. Dezember 2009 reichte 

der neue Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Adrian Gmür, Wil, 

Berichte des Kantonsspitals St. Gallen vom 26. August und 3. Dezember 2009 (act. G 

31.1 und G 31.4) ein. Er wies unter anderem darauf hin, dass der Beschwerdeführer 

weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig und am 1. September 2009 ein weiterer operativer 

Eingriff durchgeführt worden sei (act. G 31). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich 

hierzu mit Eingabe vom 7. Januar 2010 (act. G 33).

Erwägungen:

1.        

Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin bezüglich der Folgen des Ereignisses vom 

16. Februar 2005 die Taggeldleistungen zu Recht auf den 1. März 2006 einstellte und 

auf den 4. April 2007 (gestützt auf UV-act. ZM39) von einem medizinischen Endzustand 

ausging. Nicht angefochten wurde - wie bereits im Einspracheverfahren - die 

Festlegung der Integritätsentschädigung; diesbezüglich ist die Verfügung vom 26. 

November 2007 in Rechtskraft erwachsen.

2.        

2.1    Am 1. April 2005 berichtete Dr. B.___, aufgrund des Unfallmechanismus (Ereignis 

vom 16. Februar 2005) wäre "im Durchschnitt anderer Patienten" per 14. März 2005 

eine volle Arbeitsfähigkeit möglich gewesen. Der Beschwerdeführer hinke aber immer 

noch, weshalb er die Arbeitsunfähigkeit habe verlängern müssen. Gleichzeitig erwähnte 

der Arzt weichteilrheumatische Beschwerden, aufgrund welcher der Beschwerdeführer 

in Behandlung stehe und welche eine längere Unfallverarbeitung verständlich machen 

würden. Allerdings sei der Unfall mit Beendigung der Arbeitsunfähigkeit 

abgeschlossen. Eine weitere Arbeitsunfähigkeit könnte nicht mehr auf den Unfall 

zurückgeführt werden (UV-act. ZM2). Ab 8. April 2005 bescheinigte Dr. B.___ keine 

unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr, und ab 15. April 2005 eine solche von 40 % 

(UV-act. Z10, Z15, Z23, Z26). Dr. med. D.___, Orthopädie am Rosenberg, konnte die 

Aetiologie der geklagten Beinbeschwerden aus orthopädischer Sicht nicht erklären 

(UV-act. ZM7). Eine MRI-Untersuchung des rechten Sprunggelenks vom 17. Juni 2005 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/44

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zeigte eine chronische Partialruptur der Peronaeus brevis-Sehne, Zeichen einer 

mässiggradigen peronaealen Tendovaginitis mit Verdickung der Sehnenscheiden und 

Ergussbildung sowie eine leichte Zerrung des Ligamentum fibulo-talara posterius und 

fibulo-calcaneare. Dr. D.___ bescheinigte am 23. Juni 2005 eine 40 %ige 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. ZM8, ZM9). Am 19. Juli 2005 berichtete Dr. D.___ über eine 

geplante operative Revision der Peronealsehne (UV-act. ZM10). Dr. C.___ bestätigte 

am 24. August 2005 gestützt auf eine ambulante Untersuchung des 

Beschwerdeführers die Diagnose eines Status nach heftigster OSG-Distorsion rechts 

mit Partialruptur von Peronealsehne und Kapselbandapparat, chronische Beschwerden 

und Schwellung mit Instabilität sowie die 40 %ige Arbeitsunfähigkeit. Unfallfremde 

Faktoren betreffend das rechte Fussgelenk oder die Arbeitsunfähigkeit verneinte der 

Arzt. Die natürliche Kausalität zwischen Unfall und Beschwerden erachtete er als 

ausgewiesen. Er empfahl eine operative Revision. Bleibende Einschränkungen seien 

bei postoperativ komplikationslosem Verlauf keine zu erwarten (UV-act. ZM11). Am 5. 

September 2005 erfolgte die operative Revision des rechten OSG (UV-act. ZM13). Die 

Arbeitgeberin löste das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer auf Ende 

September 2005 auf (UV-act. Z36). Dr. D.___ berichtete am 28. November 2005 über 

eine Besserung. Es bestehe jedoch keine Beschwerdefreiheit. Am 15. Februar 2006 

bestätigte der Arzt Anlauf- und Belastungsschmerzen (UV-act. ZM14f), wobei er jedoch 

seit 12. Januar 2006 von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausging (UV-act. Z62). Von Seiten 

des Röntgeninstituts G.___, waren am 1. Februar 2006 Anhaltspunkte für eine 

Algodystrophie im rechten Fuss verneint worden (UV-act. ZM17).

2.2    Eine erneute Beurteilung durch Dr. C.___ ergab gemäss Bericht vom 7. Februar 

2006, dass eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit orthopädischerseits zu ca. 50 % 

zumutbar sei, dies in Anlehnung an die Tatsache, dass der Patient auch längere Zeit 

Auto fahren könne. Der Unfallkausalzusammenhang sei nach wie vor zu bejahen. Die 

bisherigen physiotherapeutischen Behandlungsmassnahmen seien fortzuführen, 

allenfalls ergänzt durch Lymphdrainage. Auch gegen eine alternative Therapie wie 

Akupunktur sei nichts einzuwenden. Eine endgültige Beurteilung der Belastbarkeit des 

rechten Fussgelenks komme ca. im Herbst 2006 in Frage (UV-act. ZM16). Eine von 

Seiten des Kantonsspitals St. Gallen im Juni 2006 empfohlene diagnostisch/

therapeutische Infiltration brachte keine Besserung, weshalb dem Beschwerdeführer im 

August 2006 eine erneute operative Revision und Neurolyse empfohlen wurde (UV-act. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 30/44

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ZM21, ZM24-26). Die für eine Zweitmeinung zugezogenen Ärzte der H.___ Klinik 

erachteten im Bericht vom 5. September 2006 die vom Beschwerdeführer geklagten 

Beschwerden zumindest teilweise durch die MR-tomographisch nachgewiesenen 

postoperativen Vernarbungen nach Transfixation der Peronaeus brevis und Peronaeus 

longus Sehne rechts erklärbar. Aufgrund des erheblichen Leidensdrucks empfahlen sie 

zur Verbesserung der Situation eine Narbenlösung und möglicherweise partielle 

Trennung der beiden Sehnen. Die im Weiteren empfohlene vorgängige neurologische 

Abklärung lieferte keinen relevanten Befund (UV-act. ZM28, ZM29). Ende September 

2006 wurden in der H.___ Klinik Infiltrationen durchgeführt, welche eine 

Beschwerdebesserung brachten. Die Ärzte bescheinigten eine volle Arbeitsunfähigkeit 

bis mindestens 31. Dezember 2006 (UV-act. ZM30). Sie wiesen den Beschwerdeführer 

im Dezember 2006 darauf hin, dass die Erfolgsaussichten einer erneuten Operation 

wegen der stark ausgeprägten Degeneration der Peronealsehnen sehr ungewiss seien 

und empfahlen eine Verschiebung derselben (UV-act. ZM34). Dr. C.___ kam im Bericht 

vom 24. Januar 2007 unter anderem zum Schluss, es fänden sich jetzt eine allgemeine 

Symptomausweitung mit vor allem auch lumbalen Beschwerden (vgl. dazu UV-act. 

ZM36f), weswegen der Patient während des Herbsts 2006 in chiropraktischer 

Behandlung gestanden habe, sowie Beschwerden im Sinne der Überlastung des linken 

Beines. Die erhebliche Degeneration der Peronealsehnen mit begleitender Tendinitis 

möge die lokalen Beschwerden erklären. Der Patient gehe hinkend und benütze einen 

Stock. Die durch die H.___ Klinik gemachten Behandlungsvorschläge im Sinne der 

lokalen Revision der Peronealsehnen erschienen ihm sinnvoll und zweckmässig. 

Klinisch und abklärungsmässig nicht ganz zuzuordnen seien die Einklemmungen. Für 

den kommenden Monat sei die Revision in der H.___ Klinik vorgesehen. Aufgrund der 

Symptomausweitung, aber auch aufgrund der lokalen, gegenüber dem letzten Jahr 

eher verstärkten Schmerzäusserung, und auch wegen der bevorstehenden 

Fussoperation, werde der Patient postoperativ voraussichtlich für einige Monate nicht 

arbeitsfähig sein (UV-act. ZM35, ZM38).

2.3    Der Beschwerdeführer war über einen Zeitraum von einem Jahr in fünf Phasen 

(1. Februar bis 16. März, 10. bis 12. April, 6. und 7. Juli, 6. und 7. November 2006 

sowie 20. bis 22. Januar 2007) durch die E.___ observiert worden (act. G 10.5). Die 

Beschwerdegegnerin legte Dr. C.___ das Observierungsergebnis vor. In seiner 

Stellungnahme vom 27. März 2007 hielt der Arzt unter anderem fest, er könne dem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 31/44

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Patienten attestieren, dass er ein guter Schauspieler sei und genau wisse, wie man sich 

täuschend verhalten müsse. Hier zeige sich einmal mehr die Schwäche der Beurteilung 

aus der Momentaufnahme heraus, wo man doch stark auf die subjektiven 

Schilderungen des Patienten abstelle. Die Observierungsberichte würden, ausser für 

die Momente, wo der Patient untersucht worden sei, zeigen, dass er in seinem Alltag 

kaum behindert sei. Er gehe hinkfrei, ohne Stockhilfe, belaste den rechten Fuss voll 

und verhalte sich völlig unauffällig. Auto- und Rollerfahren sei problemlos möglich, 

auch über längere Strecken. Das Kauern und das starke Abwinkeln und Belasten der 

Fussgelenke sei möglich. Wären diese Berichte früher bekannt gewesen, wäre von 

weiteren Interventionen abgeraten worden, selbst wenn lokal gewisse 

Restbeschwerden vorhanden seien, welche den Patienten im Alltag nicht 

beeinträchtigen würden (UV-act. ZM39). In einem weiteren Bericht vom 4. April 2007 

hielt Dr. C.___ unter anderem fest, für eine teils sitzende, adaptierte Tätigkeit sei der 

Patient, unter Berücksichtigung der Videoüberwachungen, ab Februar 2006 100 % 

arbeitsfähig gewesen. Von weiteren ärztlichen Behandlungsmassnahmen sei keine 

namhafte Besserung mehr zu erwarten. Erstaunlich sei einzig die Tatsache, dass der 

Patient sich zu einer Operation entschlossen habe. Daraus sei zu schliessen, dass 

gewisse Restbeschwerden vorhanden seien. Diese würden aber vom Patienten stark 

überbewertet. Gesamthaft gesehen sei von einem Endzustand auszugehen. Der 

Integritätsschaden für die Restbeschwerden betrage ca. 10-15 % (UV-act. ZM39).

2.4    Am 27. Juli 2007 erfolgte im Kantonsspital St. Gallen ein weiterer operativer 

Eingriff im Bereich der Peronealsehnen rechts, in dessen Folge bis 31. Oktober 2007 

eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde (UV-act. ZM40f, ZM43). Im Nachgang zur 

Operation berichtete der Beschwerdeführer über weitgehende Beschwerdefreiheit (UV-

act. ZM44). Der Operateur äusserte sich auf Anfrage des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers (UV-act. ZM44/2) am 20. September 2007 dahingehend, dass 

unklar sei, ob die Vernarbungen auf den Betriebsunfall zurückzuführen seien. Es könne 

aber auch nicht ausgeschlossen werden. Vernarbungen entstünden nach Operationen 

und Distorsionen. Die Längsrupturen könnten auch nach mehreren Distorsionen 

entstanden sein. Im Weiteren könnte die festgestellte Läsion die Schmerzen, die der 

Patient vor der Operation verspürt habe, erklären. Es sei für ihn (den Operateur) "nicht 

mit 100 % Sicherheit nachzugehen, inwiefern der Patient einige oder mehrere Meter 

schmerzfrei" habe gehen können. So wie er berichtet habe, sei ihm das Gehen ohne 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 32/44

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Gehstöcke sehr schwer gefallen. Der Patient habe vor der Operation nicht schmerzfrei 

gehen, aber schon schmerzfrei sitzen können. Es sei schwierig zu sagen, ob die Natur 

(ohne Operation) auch die Schmerzen geheilt hätte (UV-act. ZM44/1; UV-act. Z198). Dr. 

med. F.___, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 11. Januar 2008 zuhanden des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, wegen der Fussproblematik sei der 

Beschwerdeführer eigentlich nie bei ihm in Behandlung gewesen; er sei immer nur als 

Hausarzt im Hintergrund gewesen, sei jedoch über die Problematik zeitweise orientiert 

worden. Die Arbeitsunfähigkeit entziehe sich seiner Kenntnis. Die diesbezüglichen 

Zeugnisse seien immer von den behandelnden Spezialisten ausgestellt worden. 

Aufgrund des Verlaufs könnte es durchaus sein, dass seit der Operation im Jahr 2006 

eine Arbeitsunfähigkeit begründet sei, und diese erst jetzt nach operativer Behandlung 

der Peronealsehnenscheidenproblematik rückläufig sei. Es sei mit einer 100 %igen 

Arbeitsfähigkeit zu rechnen. Aufgrund der in den Berichten des Kantonsspitals und der 

H.___ Klinik beschriebenen Längsrupturierung der Peronealsehnen mit anschliessender 

Vernarbung und Entzündung scheine ihm der Zusammenhang mit einem Unfallereignis 

wahrscheinlicher als eine rein krankheitsbedingte Ursache. Entscheidend für den 

Beginn sei deshalb der erste Unfall mit Distorsion (UV-act. ZM48). Für das Jahr 2008 

wurden von Seiten des Kantonsspitals St. Gallen weitere Arbeitsunfähigkeiten 

bescheinigt (UV-act. ZM49; UV-act. Z210 Beilage 2; UV-act. Z218; act. G 6.1). Gemäss 

Bericht des Kantonsspitals vom 15. April 2008 klagte der Beschwerdeführer nach wie 

vor über spontan auftretende, einschiessende Schmerzen im Bereich des rechten 

Rückfusses. Vor ca. zwei Wochen habe er ein erneutes Sturzereignis erlitten. Aktuell 

sehe man keinen Anhalt für eine weitere Intervention auf Seiten des Fusses (UV-act. 

ZM50). Dr. C.___ legte im Bericht vom 7. Juli 2008 dar, die anlässlich der erneuten 

Operation vom 27. Juli 2007 gelöste Vernarbung und Sehnenverdickung möge im 

Nachhinein die seinerzeit noch festgestellten leichten Verdickungen erklären im Sinne 

der geäusserten Restbeschwerden. Dennoch sei der Patient, wie die Videoaufnahmen 

zeigen würden, voll gehfähig gewesen und im Alltag nicht beeinträchtigt. Im 

Austrittsbericht des Kantonsspitals vom 2. August 2007 erschienen ihm in der 

Anamnese die vom Patienten subjektiv geschilderten Beschwerden wiederum stark 

übertrieben angegeben worden zu sein und sie würden nicht mit den Videoaufnahmen 

übereinstimmen. Auch hier dürfe angenommen werden, dass die Kollegen im 

Kantonsspital durch die schauspielerischen Fähigkeiten des Patienten etwas hinters 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 33/44

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Licht geführt worden seien und sich so zur Revision entschieden hätten. Der 

anfängliche postoperative Verlauf sei dann eher positiv erschienen. Später berichte der 

Patient jedoch wieder über spontan auftretende Schmerzen. Die Situation sei damit 

etwa so, wie sie es schon früher gewesen sei. Seines Erachtens sei somit zu Recht im 

November 2007 die abschliessende Verfügung mit Integritätsentschädigung von 10 % 

erlassen worden (UV-act. ZM51).

3.        

3.1    Im Entscheid 8C_807/2008 vom 15. Juni 2009 hielt das Bundesgericht fest, durch 

die privatdetektivliche Observation einer versicherten Person sollten Tatsachen, die 

sich im öffentlichen Raum verwirklichten und von jedermann wahrgenommen werden 

könnten (beispielsweise Gehen, Treppensteigen, Autofahren, Tragen von Lasten oder 

Ausüben sportlicher Aktivitäten), systematisch gesammelt und erwahrt werden. Auch 

wenn die Observation von einer Behörde angeordnet worden sei, verleihe sie den 

beobachtenden Personen nicht das Recht, in die Intimsphäre der versicherten Person 

einzugreifen. Anders als bei einer richterlich angeordneten Observation - etwa im 

Rahmen des Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und 

Fernmeldeverkehrs (BÜPF; SR 780.1) - bleibe zudem der strafrechtliche Schutz der 

versicherten Person in dem Sinn bestehen, als die Privatdetektive durch die 

behördliche Anordnung nicht berechtigt würden, strafbare Handlungen zu begehen. 

Insbesondere habe sich die beauftragte Person an den durch Art. 179  StGB 

vorgegebenen Rahmen zu halten. Im Unterschied zu einer verdeckten Ermittlung im 

Sinn des Bundesgesetzes über die verdeckte Ermittlung (BVE; SR 312.8) sei es nicht 

Sinn und Zweck einer solchen Observation, dass die ermittelnde Person Kontakte zur 

überwachten Person knüpfe, um so in ihr Umfeld einzudringen (Erw. 4.3 des erwähnten 

Urteils). Auch wenn sich die Observation einer versicherten Person auf den umrissenen 

Bereich beschränke, beschlage sowohl deren Anordnung als auch die Verwertung der 

Ergebnisse den Schutzbereich des Grundrechts des Schutzes der Privatsphäre (Art. 13 

Abs. 1 BV). Dieser Schutz gelte jedoch nicht absolut; vielmehr könnten die Grundrechte 

gemäss Art. 36 BV eingeschränkt werden, wenn eine gesetzliche Grundlage vorliege 

(Abs. 1), ein öffentliches Interesse an der Einschränkung bestehe (Abs. 2), die 

Einschränkung verhältnismässig sei (Abs. 3) und der Kerngehalt der Grundrechte nicht 

angegriffen werde (Abs. 4). - Die Durchführung einer Überwachungsmassnahme setzt 

quater

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im Weiteren voraus, dass der begründete Verdacht auf eine Unrechtmässigkeit vorliegt. 

Der Begriff des Verdachts setzt voraus, dass mit einer bestimmten, auf konkrete 

Elemente gestützten Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, es liege eine 

entsprechende Unrechtmässigkeit vor. Die verdachtsbegründenden Elemente müssen 

einzelfallbezogen und konkret sein (Ueli Kieser, Überwachung - Eine Auslegung von 

Art. 44a ATSG [Entwurf], in: hill 2009 Fachartikel Nr. 1, Kap. V, Ziff. 1).

3.2    Die Ermittlungen der E.___ ergaben unter anderem, dass der Beschwerdeführer 

im Beobachtungszeitraum zwar keiner Arbeit ausserhalb seines Wohnortes nachging, 

jedoch auf telefonische Anfrage offenbar angab, Reparaturen von Autoradios zu 

erledigen und deren Einbau vorzunehmen (Bericht vom 25. Januar 2007 S. 8; act. G 

10.5). Allein daraus lässt sich allerdings keine eigentliche Erwerbstätigkeit ableiten, 

zumal über den Umfang der Tätigkeit weder im Bericht noch in den weiteren Akten 

nähere Angaben zu finden sind. Ein steuermässig relevantes Einkommen wurde 

jedenfalls nicht deklariert (vgl. act. G 4.5).

Nach den Darlegungen im Ermittlungsbericht liessen sich an sämtlichen 

Beobachtungstagen keine offensichtlichen Einschränkungen und auch keine 

Schonhaltungen des Beschwerdeführers beim Gehen beobachten; eine Gehhilfe 

(Stock) verwendete er in aller Regel nicht und er war offenbar auch in der Lage, Pakete 

und andere Gegenstände zu tragen. Den Gehstock benutzte er laut Angaben im Bericht 

lediglich dann, wenn er bestimmte Adressen (insbesondere Anwälte, Ärzte) aufsuchen 

musste. In diesen Situationen habe sich jeweils ein hinkender Gang gezeigt. Auto- und 

Rollerfahrten seien auch über längere Strecken problemlos möglich gewesen. Diese 

Angaben wurden anhand von Bildaufnahmen umfangreich dokumentiert (act. G 10.5). 

Dazu ist festzuhalten, dass die erwähnten Feststellungen für sich allein nicht geeignet 

sind, Umstände zureichend zu belegen, aufgrund welcher abschliessende Aussagen 

zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers möglich wären. Aus dem Bericht ergibt 

sich insbesondere nicht, dass der Beschwerdeführer seine Wohnung während des 

Beobachtungszeitraums verliess, um einen eigentlichen Beruf auszuüben. Auch 

wurden im Bericht keine sportlichen Aktivitäten aufgeführt. Die gesundheitliche 

Einschränkung im Bereich des rechten Fusses des Beschwerdeführers erscheint zwar 

aufgrund der Aufzeichnungen im Ermittlungsbericht in einem (im Vergleich zu den 

früher erstellten Berichten) nicht sehr erheblichen Umfang vorzuliegen. Dennoch lässt 

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sie sich anhand der Aufzeichnungen nicht ohne weiteres gänzlich in Abrede stellen. Im 

Weiteren ist in Rechnung zu stellen, dass die Leistungsfähigkeit und Gehfähigkeit nicht 

an allen Tagen gleichbleibend gewesen sein dürfte. Naturgemäss lassen sich sodann 

durch Beobachtungen weder Schmerzen bei der beobachteten Leistung noch die 

möglicherweise danach eingetretenen Schmerzfolgen wahrnehmen und damit auch 

nicht quantifizieren. Immerhin darf jedoch als erstellt gelten, dass der Umfang der 

tatsächlichen Einschränkung den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber den 

Ärzten - insbesondere auch gegenüber Dr. C.___ - nicht entsprochen hat.

Im Rahmen ihrer Pflicht zur Abklärung des Sachverhalts (Art. 43 ATSG) war die 

Beschwerdegegnerin befugt, Personendaten, wie sie im Bericht der E.___ enthalten 

sind, zu bearbeiten oder von einer medizinischen Gutachterstelle bearbeiten zu lassen, 

soweit dies für die Beurteilung von Leistungsansprüchen erforderlich war (Art. 96 lit. b 

UVG). Eine Beschränkung auf bestimmte Beweismittel bestand dabei nicht (vgl. BGE 

129 V 323 Erw.

3.3.3; BGE 132 V 241). Von einer Unbeachtlichkeit des Berichts von Dr. C.___ wegen 

Einbezugs des Überwachungsberichts in die Würdigung kann bei diesem Sachverhalt 

nicht ausgegangen werden. Vielmehr erscheint nachvollziehbar, dass Dr. C.___ seine 

ursprüngliche Einschätzung angesichts der bekannt gewordenen Tatsachen in 

Wiedererwägung zog. Hieraus kann angesichts der nicht unerheblichen 

Sachverhaltsfeststellungen im Überwachungsbericht nicht der Schluss gezogen 

werden, Dr. C.___ habe das Beschwerdebild zuerst nicht genügend sorgfältig abgeklärt 

(vgl. G 1 S. 6). Wenn die für eine medizinische Beurteilung doch entscheidenden 

anamnestischen Darlegungen und Beschwerdeangaben der versicherten Person nicht 

(durchwegs) zutreffen, kann auch ein Spezialarzt bei der Würdigung von klinischen 

Untersuchungsbefunden auf die "falsche Fährte" geführt werden, ohne dass deswegen 

sein Fachwissen anzuzweifeln wäre. Auch wenn der Überwachungsbericht wie erwähnt 

für sich allein für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht beweiskräftig ist, lassen sich 

ihm im Sinn von Indizien doch recht entscheidende Aussagen bezüglich der 

Auswirkungen der geltend gemachten Fussbeschwerden im Alltag des 

Beschwerdeführers entnehmen. Von einem begründeten Anfangsverdacht ist mit Blick 

auf den Verlauf und das Verhalten des Beschwerdeführers nach dem Unfall ebenfalls 

auszugehen (vgl. UV-act. Z18, Z25, Z54).

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4.        

4.1    Abzuklären ist vorweg, ob die Beschwerdegegnerin Behandlungskosten für die 

Zeit nach dem 4. April 2007, insbesondere den operativen Eingriff vom 27. Juli 2007, zu 

übernehmen hat. Sie legte im angefochtenen Entscheid (Erw. 4a) die rechtlichen 

Voraussetzungen des Anspruchs auf Heilungskosten zutreffend dar; darauf ist zu 

verweisen. Der Beschwerdeführer war schon vor dem streitigen Unfall wegen 

Beinschmerzen rechts unklarer Genese behandelt worden. Dr. B.___ sprach 

diesbezüglich von einer Art Weichteilrheumatismus und äusserte im Bericht vom 6. Mai 

2005 den Eindruck einer Schmerzverarbeitungsstörung bei relativ geringfügigen 

Unfallbefunden (vgl. UV-act. ZM4). Bereits im Bericht der I.___ Klinik vom 24. 

September 2003 - eineinhalb Jahre vor dem streitigen Unfall - waren seit etwa Mai 

2002 bestehende muskuloskelettale Schmerzen im rechten Bein festgehalten worden 

(UV-act. ZM3). Im Bericht vom 4. April 2007 hielt Dr. C.___ unter anderem fest, das 

Unfallereignis habe zu einer lokalen Schädigung im Sinne der Zerrung des 

Kapselbandapparates und Teilruptur der Peronaeus brevis Sehne geführt. Die 

diesbezüglichen Behandlungsmassnahmen hätten als abgeschlossen zu gelten. Es 

würden gewisse lokale Restbeschwerden verbleiben, die sich aber durchaus mit dem 

Alltagsleben vertragen und dieses nur wenig, wenn überhaupt, beeinträchtigen würden. 

Von weiteren Behandlungsmassnahmen sei keine namhafte Besserung zu erwarten, 

vor allem nicht durch erneute Operationen; dies umso mehr, als aufgrund der 

Abklärungen in der H.___ Klinik den vom Patienten geäusserten Beschwerden keine 

klare Grundlage habe zugewiesen werden können (UV-act. ZM39). Aus den 

Äusserungen des operierenden Arztes im Nachgang zum Eingriff vom 27. Juli 2007 

lässt sich keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der Vernarbungen im 

rechten Fuss, sondern allenfalls ein möglicher (nicht auszuschliessender) 

Zusammenhang ableiten (vgl. UV-act. ZM44/1, Z198/12). Nachdem der 

Beschwerdeführer nach der Operation über weitgehende Beschwerdefreiheit berichtet 

hatte (UV-act. ZM44), klagte er gemäss Bericht des Kantonsspitals vom 15. April 2008 

nach wie vor über spontan auftretende, einschiessende Schmerzen im Bereich des 

rechten Rückfusses. Aktuell sehe man keinen Anhalt für eine weitere Intervention von 

Seiten des Fusses (UV-act. ZM50). Dr. C.___ kam diesbezüglich im Bericht vom 7. Juli 

2008 zum Schluss, die Situation sei damit etwa so, wie sie es schon früher gewesen 

sei, und es werde auf die postganglionäre Schädigung des N. suralis bei Verdacht auf 

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Radikulopathie S1 hingewiesen. Dieser Befund sei ebenfalls seit September 2006 

neurologisch dokumentiert (UV-act. ZM51).

4.2    Es genügt nicht, dass eine Therapie lediglich eine unbedeutende Besserung 

erhoffen lässt oder dass für eine namhafte Besserung nur eine weit entfernte 

Möglichkeit besteht (A. Maurer, Unfallversicherungsrecht, 2. A., Bern 1989, 274). Von 

einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes, wie sie der Anspruch auf 

Heilbehandlung voraussetzt, kann auch dann nicht gesprochen werden, wenn eine 

therapeutische Massnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus 

einem stationären Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte 

Zeit zu lindern vermag (RKUV 2005, 388). Für die Bejahung eines medizinischen 

Endzustandes wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (vgl. Rumo-

Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 145). Aufgrund der 

vorstehend dargelegten Aktenlage kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes durch die Operation vom 27. Juli 

2007 als belegt gelten. Im Vorfeld dieser Operation wurde eine solche auch nicht in 

Aussicht gestellt. Der Beschwerdeführer wurde vielmehr ausdrücklich darauf 

hingewiesen, dass keine gänzliche Schmerzlösung prognostiziert werden könne (UV-

act. ZM41/1). Nach der Operation stellte sich denn auch nach den Akten in etwa 

diejenige gesundheitliche Situation wieder ein, wie sie bereits vor der Operation 

gegeben war. Die Einschätzung von Dr. C.___ vom 4. April 2007 stellte sich somit im 

Nachhinein als zutreffend heraus.

4.3    Zu prüfen sind die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des 

angefochtenen Entscheids (24. September 2008). Es erscheint jedoch angesichts der 

zu prüfenden Frage des Erreichens des medizinischen Endzustandes gerechtfertigt, 

auch die nach diesem Zeitpunkt eingetretenen Umstände in die Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Im Bericht des Kantonsspitals vom 19. November 2008 wurde unter 

anderem festgehalten, eine Fussdruckmessung habe eine deutliche Überlastung des 

lateralen Fussrandes bei Insuffizienz der Peronealsehnengruppe gezeigt. Im Weiteren 

wurde vermerkt, inwieweit eine erneute Nervenrevision mittel- bis langfristig eine 

Beschwerdefreiheit bringen würde, sei nur unzureichend feststellbar (act. G 17.1/1). 

Eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes konnte somit auch vor der 

Durchführung des neuerlichen Eingriffs von den Ärzten des Kantonsspitals nicht 

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bescheinigt werden; die blosse (mehr oder weniger weit entfernte) Möglichkeit einer 

Besserung genügt wie dargelegt für die Annahme des Nichtvorliegens eines 

Endzustandes nicht. Im Nachgang zur schliesslich durchgeführten Operation vom 6. 

Februar 2009 (act. G 17.1/2) berichtete der Operateur des Kantonsspitals am 11. 

Februar 2009 unter anderem, die reduzierte Eversion mit Peronealsehneninsuffizienz 

sei im Rahmen des stattgehabten Traumas mit Ruptur der Peroneus brevis-Sehne und 

Transfixation der Peroneus longus und Peroneus brevis-Sehne ursächlich (act. G 

17.1/4). Die Anerkennung der Unfallkausalität von Beschwerden vermag jedoch für die 

Beantwortung der Frage des Erreichens des medizinischen Endzustandes nichts 

beizutragen bzw. ist von dieser zu unterscheiden. Die Unfallkausalität der 

Restbeschwerden im rechten Fuss des Beschwerdeführers wurde denn auch von Dr. 

C.___ bereits im Bericht vom 4. April 2007 ausdrücklich anerkannt und mit einer 

Integritätseinbusse von 10-15 % auch beziffert (UV-act. ZM39). In seiner 

Stellungnahme vom 29. April 2009 hielt Dr. C.___ sodann nach ausführlicher Darlegung 

der Vorgeschichte seit dem streitigen Unfall fest, der erneute operative Eingriff vom 6. 

Februar 2009 zeige im Rückblick, dass der Eingriff zwei Jahre zuvor (27. Juli 2007), wie 

damals "vorausgesagt", nichts gebracht habe und auch jetzt im Februar (2009) 

wahrscheinlich auf längere Sicht gesehen nichts bringen werde. Betreffs des N. suralis 

dürfe aufgrund der früher unauffälligen neurologischen Untersuchung, wo damals kein 

unmittelbarer Unfallschaden festgestellt worden sei, angenommen werden, dass dies 

ein späterfolgender iatrogener Schaden gewesen sei, wohl als Folge des Eingriffs vom 

27. Juli 2007. Die Schmerzen seien nach nochmaliger Durchsicht des Dossiers nicht 

nur fussgelenkstraumatisch bezogen zu betrachten; diese seien auch stark 

ischialgieform und sogar mit einer Fussheberparese überlagert gewesen. Leider sei die 

Medizin oft nur noch auf ein Organ fokussiert und man vergesse darob, dass nebst 

dem Fussgelenk und oberhalb desselben noch ein Patient in seiner Ganzheit lebe. 

Auch bei Folgen von Diskushernien und Ischias sehe man häufig die isolierte 

Peronealinsuffizienz. Gesamthaft dürfe gesagt werden, dass durch die Operationen 

vom 7. Juli 2007 und 6. Februar 2009 keine Verbesserung eingetreten bzw. zu erwarten 

gewesen sei. Man habe hier die Schmerz- und Symptomausweitung, welche schon seit 

2003 (und damit vor dem streitigen Unfall) bekannt gewesen sei, nicht entsprechend 

berücksichtigt. Dies würden auch die damals gemachten Videobeobachtungen zeigen, 

welche in krassem Gegensatz zu den Schmerzäusserungen und dem Hinken des 

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Patienten stehen würden (act. G 29). - Der Beschwerdeführer berichtete in der Eingabe 

vom 27. Februar 2009 über einen erfolgreichen Eingriff (vom 6. Februar 2009). Gemäss 

den von ihm eingereichten Arztzeugnissen war er jedoch noch am 31. Mai 2009 - 

knapp vier Monate nach dem Eingriff - nach wie vor vollumfänglich arbeitsunfähig (act. 

G 23, G 27). Nachdem selbst aufgrund der Darlegungen in den erwähnten Berichten 

des Kantonsspitals St. Gallen eine namhafte Besserung der Fussbeschwerden durch 

die operativen Eingriffe nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden 

konnte, vermöchten weitere diesbezügliche Abklärungen - im Nachhinein - 

überwiegend wahrscheinlich keine neuen bzw. besseren Erkenntnisse zu Tage zu 

fördern.

4.4    Im nachträglich eingereichten Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 26. 

August 2009 wurden (als aktueller Status) erneut belastungsabhängige dumpfe, 

teilweise stechende Schmerzen auf Höhe des Aussenvorderfusses festgehalten. 

Aufgrund der Beschwerdesymptomatik sei am 3. August 2009 eine notfallmässige 

Behandlung durchgeführt worden. Dennoch vermeldete der Berichterstatter, man 

könne davon ausgehen, dass die Operation vom Februar 2009 ein Erfolg gewesen sei, 

denn die elektrisierend einschiessenden Schmerzen hätten sich nicht mehr eingestellt. 

Man könne nicht allen Äusserungen des Kollegen Dr. C.___ zustimmen. Mit der 

Operation vom Februar 2009 habe eine massive Adhäsion durch Narben gelöst werden 

können. Ebenso seien die Impingement-Symptomatiken der Peronealsehnengruppe 

nicht mehr vorhanden. Mit dem Beschwerdeführer sei eine erneute Infiltration 

vereinbart worden (act. G 31.1). Letztere wurde am 1. September 2009 durchgeführt 

(act. G 31.2). Im Bericht des Kantonsspitals vom 3. Dezember 2009 wurde hierauf 

vermerkt, dass einerseits die Schmerzen "doch leicht regredient" seien seit der 

Infiltration. Anderseits bestehe die massive Mehranreicherung im TMT-Gelenk IV und V. 

Die Arthrose im TMT IV und V sei Unfallfolge (act. G 31.4). Zum letztgenannten Punkt 

ist erneut grundsätzlich festzuhalten, dass die Unfallkausalität der Fussbeschwerden 

als solche unbestritten ist. In der Eingabe vom 23. Dezember 2009 liess der 

Beschwerdeführer sodann darauf hinweisen, dass er nach wie vor vollumfänglich 

arbeitsunfähig sei und weitere operative Massnahmen vorgesehen seien (act. G 31). 

Auch die nachgereichten Akten lassen nicht den Schluss zu, dass durch die 

durchgeführten operativen Massnahmen überwiegend wahrscheinlich eine namhafte 

Verbesserung eingetreten war bzw. in Aussicht stand. Eine Schmerzlinderung für 

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begrenzte Zeit genügt hierzu wie erwähnt nicht. Bei dieser Sachlage verneinte die 

Beschwerdegegnerin - jedenfalls bezogen auf den streitigen Zeitraum bis 

24. September 2008 - zu Recht die Behandlungskostenübernahme ab dem 4. April 

2007. Soweit sich aufgrund des Berichts vom 3. Dezember 2009 tats