# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7577e18b-1990-5330-a67e-d133a4815ce7
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 20.10.2015 RR.2015.195
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2015-195_2015-10-20.pdf

## Full Text

Entscheid vom 20. Oktober 2015 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Advokat Thomas Hentz,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT BASEL- 

LANDSCHAFT,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an 

Deutschland 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2015.195 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Die Zweigstelle Lörrach der Staatsanwaltschaft Freiburg führt gegen B., C., 

A. und D. ein steuerstrafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Ver-

dachts der gemeinschaftlich begangenen Steuerhinterziehung in der Form 

eines Abgabebetrugs. Diesbezüglich ersuchte sie am 15. Februar 2011 das 

Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ») rechtshilfeweise u. a. um Durch-

suchung der Räumlichkeiten der Bank E. AG sowie um Sicherstellung und 

Herausgabe von Kontounterlagen, Rechnungen und Schriftverkehr 

(act. 1.4). 

 

 

B. Nachdem das Ersuchen vom BJ der Eidgenössischen Steuerverwaltung zur 

Überprüfung unterbreitet und von dieser am 1. Juli 2011 «grundsätzlich teil-

weise positiv» beantwortet worden war (act. 1.6), wurde es am 4. Juli 2011 

zur Erledigung an die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft übermittelt. Be-

züglich der verlangten Hausdurchsuchung bei der Bank E. AG erliess die 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft am 25. August 2011 eine Eintretens-

verfügung, wonach sie bei der Bank E. AG u. a. den Beschuldigten A. betref-

fende Bankermittlungen anordnete (act. 1.3). Die Bank E. AG übermittelte 

der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft am 8. September 2011 diesbezüg-

lich die Unterlagen zu ihrer Kundenbeziehung mit A. (Stammnummer 1; vgl. 

den grauen Ordner 3). Am 30. März 2012 wurden diese von der Staatsan-

waltschaft Basel-Landschaft u. a. in Anwesenheit des Vertreters von A. tria-

giert (vgl. den grauen Ordner mit der Aufschrift «Verfahrensakten»). Am 

6. August 2012 nahm A. zum Rechtshilfeersuchen schriftlich Stellung und 

beantragte in erster Linie dessen Abweisung (act. 1.13). Mit Schlussverfü-

gung vom 26. Mai 2015 bewilligte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 

u. a. die Herausgabe der Unterlagen betreffend die auf A. lautenden Konten 

bei der Bank E. AG (act. 1.2). 

 

 

C. Hiergegen gelangte A. mit Beschwerde vom 26. Juni 2015 an die Beschwer-

dekammer des Bundesstrafgerichts (act. 1). Er beantragt Folgendes: 

 

1. Es sei das Rechtshilfegesuch der Staatsanwaltschaft Freiburg (Deutschland), Zweigstelle 

Lörrach, vom 15. Februar 2011 in Aufhebung der Schlussverfügung der Staatsanwaltschaft 

Basel-Landschaft vom 26. Mai 2015 vollumfänglich abzuweisen. 

2. Eventualiter sei die Schlussverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 

26. Mai 2015 aufzuheben und zur Neubeurteilung an diese zurückzuweisen. 

3. Eventualiter sei den deutschen Behörden eine Verwendungsbeschränkung der beschlag-

nahmten Unterlagen für die Jahre 2003 bis 2008 aufzuerlegen und zwar in dem Sinne, dass 

- 3 - 

 

 

die überstellten Dokumente und elektronischen Daten ausserhalb des vorgenannten Zeit-

raums weder für Steuerverfahren noch für strafrechtliche Verfahren gegenüber dem Be-

schwerdeführer verwendet werden dürfen. 

4. Eventualiter seien den deutschen Behörden nur diejenigen beschlagnahmten Unterlagen 

und Gegenstände zu überstellen, die im Zusammenhang mit dem Beschwerdeführer, den 

anderen Beschuldigten und der F. GmbH sowie den vorgeworfenen Delikten stehen. 

5. Unter o/e-Kostenfolge. 

 

Mit Schreiben vom 17. Juli 2015 beantragt das BJ die kostenpflichtige Ab-

weisung der Beschwerde, sofern auf diese einzutreten sei (act. 6). Die 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft schliesst in ihrer Stellungnahme vom 

20. Juli 2015 auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 7). A. hält 

mit Replik vom 24. Juli 2015 vollumfänglich an seinen Beschwerdeanträgen 

fest (act. 9). Die Replik wurde dem BJ und der Staatsanwaltschaft Basel-

Landschaft am 27. Juli 2015 zur Kenntnis gebracht (act. 10). 

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Deutschland sind primär das 

Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in 

Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1) sowie der Vertrag vom 13. November 1969 

zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik 

Deutschland über die Ergänzung des EUeR und die Erleichterung seiner An-

wendung (ZV EUeR; SR 0.351.913.61) massgebend. Ausserdem gelangen 

die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Juni 1990 

zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 

(Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; Abl. L 239 vom 22. Sep-

tember 2000, S. 19 – 62) zur Anwendung (TPF 2009 111 E. 1.2 S. 113). Im 

Verhältnis zu Deutschland sind ebenfalls in Kraft getreten die Bestimmungen 

des Abkommens vom 26. Oktober 2004 über die Zusammenarbeit zwischen 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 

Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits zur Bekämpfung von 

Betrug und sonstigen rechtswidrigen Handlungen, die ihre finanziellen Inte-

ressen beeinträchtigen (BBA; SR 0.351.926.81). Günstigere Bestimmungen 

bilateraler oder multilateraler Übereinkünfte zwischen den Vertragsparteien 

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bleiben unberührt (Art. 48 Abs. 2 SDÜ; Art. 26 Abs. 2 und 3 EUeR; Art. 25 

Abs. 2 BBA). 

 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

gelangen das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; 

SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 

Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) zur 

Anwendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt 

nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses ge-

ringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 140 IV 123 E. 2 S. 126; 

137 IV 33 E. 2.2.2 S. 40 f.; 136 IV 82 E. 3.1 m.w.H.). Vorbehalten bleibt die 

Wahrung der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c 

S. 617; TPF 2008 24 E. 1.1 S. 26). Auf Beschwerdeverfahren in internatio-

nalen Rechtshilfeangelegenheiten sind zudem die Bestimmungen des Bun-

desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Ver-

waltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 

lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG), wenn das IRSG nichts anderes be-

stimmt (siehe Art. 12 Abs. 1 IRSG). 

 

 

2.  

2.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen oder der ausführenden 

Bundesbehörde unterliegt der Beschwerde an die Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts (Art. 80e Abs. 1 IRSG). Die entsprechende Beschwer-

defrist beträgt 30 Tage (Art. 80k IRSG). Zur Beschwerdeführung ist berech-

tigt, wer persönlich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist 

und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat 

(Art. 80h lit. b IRSG). Personen, gegen die sich das ausländische Strafver-

fahren richtet, können Verfügungen nur anfechten, wenn eine Rechtshilfe-

massnahme sie persönlich und direkt betrifft und sie ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung oder Änderung haben (Art. 21 Abs. 3 IRSG). 

Die Beschwerdevoraussetzungen gemäss Art. 21 Abs. 3 IRSG sind diesel-

ben wie in Art. 80h lit. b IRSG (vgl. hierzu die Botschaft vom 29. März 1995 

betreffend die Änderung des Rechtshilfegesetzes [...], BBl 1995 III S. 19, 30). 

Als persönlich und direkt betroffen im Sinne der Art. 21 Abs. 3 und Art. 80h 

lit. b IRSG gelten namentlich der Kontoinhaber bei der Erhebung von Konto-

informationen sowie der Eigentümer oder der Mieter bei Hausdurchsuchun-

gen (Art. 9a lit. a und b IRSV). 

 

2.2 Mit der angefochtenen Verfügung wird die Herausgabe einer Reihe von auf 

verschiedenen Wegen erhobenen Unterlagen an die ersuchende Behörde 

angeordnet. Zur Beschwerde legitimiert im Sinne von Art. 80h lit. b IRSG ist 

http://links.weblaw.ch/BGE-123-II-595

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der Beschwerdeführer aber nur in dem Umfang, als die angefochtene Verfü-

gung die Herausgabe von Informationen zu einem auf ihn lautenden Konto 

vorsieht. Konkret handelt es sich dabei um den im Dispositiv der Schlussver-

fügung genannten «Ordner 3». Bezüglich der ebenfalls angeordneten Her-

ausgabe von Ermittlungsberichten der Polizei, der Unterlagen zu den auf die 

Mitbeschuldigten B. und C. lautenden Bankkonten sowie der anlässlich der 

Hausdurchsuchung bei D. sichergestellten Dokumente und Datenträger fehlt 

es dem Beschwerdeführer jedoch an der Beschwerdelegitimation. Diese 

ergibt sich auch nicht aus seiner Stellung als beschuldigte Person im aus-

ländischen Strafverfahren (vgl. oben E. 2.1). Auf die vom Beschwerdeführer 

erhobene Beschwerde ist nach dem Gesagten nur insofern einzutreten, als 

sie sich gegen die Herausgabe der Unterlagen betreffend das auf ihn lau-

tende Konto mit der Stammnummer 1 bei der Bank E. AG richtet. 

 

 

3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 

mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der Gewäh-

rung der Rechtshilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die 

aus der Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 

E. 1.4; Urteil des Bundesgerichts 1A.1/2009 vom 20. März 2009, E. 1.6; 

TPF 2011 97 E. 5). 

 

 

4. Sofern der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin vorwirft, sie habe 

sich im Rahmen der angefochtenen Verfügung nicht mit seiner vorgängig 

vorgebrachten Stellungnahme auseinandergesetzt und dadurch seinen An-

spruch auf rechtliches Gehör verletzt (act. 1, Rz. 49 f.), ist festzuhalten, dass 

Letztere nicht verpflichtet war, sich mit jeder tatbeständlichen Behauptung 

und jedem rechtlichen Einwand auseinanderzusetzen. Sie durfte sich auf die 

für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 139 IV 

179 E. 2.2; 138 IV 81 E. 2.2; 134 I 83 E. 4.1; TPF 2009 49 E. 4.3; TPF 2006 

263 E. 2.1 S. 265). Vor diesem Hintergrund ist die Begründung der ange-

fochtenen Schlussverfügung nicht zu beanstanden. Ob die Begründung in-

haltlich zu überzeugen vermag, ist nicht eine Frage des rechtlichen Gehörs, 

sondern der materiellen Überprüfung des Anfechtungsgegenstandes. 

 

  

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5.  

5.1 Der Beschwerdeführer bringt sinngemäss vor, die von der ersuchenden Be-

hörde untersuchten Delikte seien fiskalischer Natur. Diese seien nur rechts-

hilfefähig, wenn sie sich nach schweizerischem Recht unter den Tatbestand 

des Abgabebetrugs subsumieren liessen. Das Vorliegen eines solchen sei 

aber von der ersuchenden Behörde in ihrem Ersuchen nicht hinreichend 

glaubhaft gemacht worden (act. 1, Rz. 9 ff.). 

 

5.2  

5.2.1 Gemäss Art. 14 EUeR müssen die Rechtshilfeersuchen insbesondere Anga-

ben über den Gegenstand und den Grund des Ersuchens enthalten (Ziff. 1 

lit. b). Ausserdem müssen sie in Fällen wie vorliegend die strafbare Handlung 

bezeichnen und eine kurze Darstellung des Sachverhalts enthalten (Ziff. 2). 

Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG und Art. 10 Abs. 2 IRSV stellen entsprechende 

Voraussetzungen an das Rechtshilfeersuchen. Diese Angaben müssen der 

ersuchten Behörde die Prüfung erlauben, ob die doppelte Strafbarkeit gege-

ben ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR), ob die Handlungen, wegen denen um 

Rechtshilfe ersucht wird, nicht ein politisches oder fiskalisches Delikt darstel-

len (Art. 2 lit. a EUeR) und ob der Grundsatz der Verhältnismässigkeit ge-

wahrt wird (BGE 129 II 97 E. 3.1; TPF 2011 194 E. 2.1 S. 195 f.). 

 

5.2.2 Die Vertragsparteien des EUeR können sich das Recht vorbehalten, die Er-

ledigung von Ersuchen um Durchsuchung oder Beschlagnahme der Bedin-

gung zu unterwerfen, dass die dem Ersuchen zugrunde liegende strafbare 

Handlung sowohl nach dem Recht des ersuchenden als auch nach dem des 

ersuchten Staates strafbar ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR). Die Schweiz hat für 

die Durchführung prozessualer Zwangsmassnahmen eine entsprechende 

Erklärung angebracht. Art. 64 Abs. 1 IRSG bestimmt (für die akzessorische 

Rechtshilfe), dass prozessuale Zwangsmassnahmen nur angewendet wer-

den dürfen, wenn aus der Darstellung des Sachverhalts im Ersuchen hervor-

geht, dass die im Ausland verfolgte Handlung die objektiven Merkmale eines 

nach schweizerischem Recht strafbaren Tatbestandes aufweist. 

 

Für die Frage der beidseitigen Strafbarkeit nach schweizerischem Recht ist 

der im Rechtshilfeersuchen dargelegte Sachverhalt so zu subsumieren, wie 

wenn die Schweiz wegen des analogen Sachverhalts ein Strafverfahren ein-

geleitet hätte (BGE 132 II 81 E. 2.7.2 S. 90; 129 II 462 E. 4.4). Zu prüfen ist 

mithin, ob der im Ausland verübte inkriminierte Sachverhalt, sofern er – ana-

log – in der Schweiz begangen worden wäre, die Tatbestandsmerkmale ei-

ner schweizerischen Strafnorm erfüllen würde. Die Strafnormen brauchen 

nach den Rechtssystemen der Schweiz und des ersuchenden Staates nicht 

- 7 - 

 

 

identisch zu sein (BGE 132 II 81 E. 2.1 S. 84; 129 II 462 E. 4.6; 124 II 184 

E. 4b/cc; TPF 2011 194 E. 2.1 S. 196). Dabei genügt es, wenn der im Rechts-

hilfeersuchen geschilderte Sachverhalt unter einen einzigen Straftatbestand 

des schweizerischen Rechts subsumiert werden kann. Es braucht dann nicht 

weiter geprüft zu werden, ob darüber hinaus auch noch weitere Tatbestände 

erfüllt sein könnten (BGE 129 II 462 E. 4.6). 

 

5.2.3 Art. 3 Abs. 3 IRSG sieht in Übereinstimmung mit Art. 2 lit. a EUeR vor, dass 

Rechtshilfebegehren abzulehnen sind, wenn der Gegenstand des Verfah-

rens eine Tat bildet, die auf eine Verkürzung fiskalischer Abgaben gerichtet 

ist. Jedoch kann einem Ersuchen um Rechtshilfe nach dem dritten Teil des 

Gesetzes (andere Rechtshilfe) entsprochen werden, wenn das Verfahren ei-

nen Abgabebetrug betrifft (Art. 3 Abs. 3 lit. a IRSG). In diesem Fall besteht 

trotz des Wortlauts des Gesetzes (Kann-Vorschrift) eine Pflicht zur Rechts-

hilfeleistung, wenn die übrigen Voraussetzungen dafür erfüllt sind (BGE 125 

II 250 E. 2 S. 252; TPF 2008 128 E. 5.4 S. 130; Entscheid des Bundesstraf-

gerichts RR.2011.143 vom 30. Januar 2012, E. 3.2.2; KOCHER, Basler Kom-

mentar Internationales Strafrecht, Basel 2015, Art. 3 IRSG N. 277 f.). Der 

Begriff des Abgabebetruges bestimmt sich hierbei nach Art. 14 Abs. 2 VStrR 

(Art. 24 Abs. 1 IRSV; BGE 125 II 250 E. 3a; TPF 2008 68 E. 2.2 in fine). Den 

Tatbestand gemäss Art. 14 Abs. 2 VStrR erfüllt, wer durch sein arglistiges 

Verhalten bewirkt, dass dem Gemeinwesen unrechtmässig und in einem er-

heblichen Betrag eine Abgabe, ein Beitrag oder eine andere Leistung vor-

enthalten oder dass es sonst am Vermögen geschädigt wird. Als erheblich 

im Sinne dieser Bestimmung gelten vorenthaltene Beträge ab Fr. 15'000.– 

(BGE 139 II 404 E. 9.4 S. 435 mit Hinweis). Ein Abgabebetrug muss nicht 

notwendig durch Verwendung falscher oder verfälschter Urkunden began-

gen werden, sondern es sind auch andere Fälle arglistiger Täuschung denk-

bar (BGE 139 II 404 E. 9.4 S. 435; 137 IV 25 E. 4.4.3.2 m.w.H.; vgl. auch 

TPF 2008 128 E. 5.4 S. 130). 

 

Zur Auslegung des Betrugsbegriffes ist auf die Umschreibung des Tatbe-

standes in Art. 146 StGB und die hierzu bestehende bundesgerichtliche 

Rechtsprechung abzustellen (TPF 2008 128 E. 5.4 S. 130; vgl. auch KO-

CHER, a.a.O., Art. 3 IRSG N. 211; EICKER/FRANK/ACHERMANN, Verwaltungs-

strafrecht und Verwaltungsstrafverfahrensrecht, Bern 2012, S. 111; UNSELD, 

Internationale Rechtshilfe im Steuerrecht, Zürcher Diss., Zürich/Basel/Genf 

2011, S. 24; HÜRLIMANN-FERSCH, Die Voraussetzungen für die Amts- und 

Rechtshilfe in Steuerstrafsachen, Zürcher Diss., Zürich/Basel/Genf 2010, 

S. 100). Insbesondere die dabei erforderliche Arglist wird in ständiger Recht-

sprechung bejaht, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errichtet oder 

sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient. Ein Lügengebäude 

- 8 - 

 

 

liegt vor, wenn mehrere Lügen derart raffiniert aufeinander abgestimmt sind 

und von besonderer Hinterhältigkeit zeugen, dass sich selbst ein kritisches 

Opfer täuschen lässt. Als besondere Machenschaften gelten Erfindungen 

und Vorkehren sowie das Ausnützen von Begebenheiten, die allein oder ge-

stützt durch Lügen oder Kniffe geeignet sind, das Opfer irrezuführen. Es sind 

eigentliche Inszenierungen, die durch intensive, planmässige und systema-

tische Vorkehren, nicht aber notwendigerweise durch eine besondere tat-

sächliche oder intellektuelle Komplexität gekennzeichnet sind. Arglist wird 

aber auch schon bei einfachen falschen Angaben bejaht, wenn deren Über-

prüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, 

und wenn der Täter das Opfer von der möglichen Prüfung abhält oder nach 

den Umständen voraussieht, dass dieses die Überprüfung der Angaben auf-

grund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen werde 

(BGE 135 IV 76 E. 5.2 S. 81 f. m.w.H.; Urteil des Bundesstrafgerichts 

SK.2013.40 vom 3. Juni 2014, E. 3.1.2; vgl. auch BLUMENSTEIN/LOCHER, 

System des schweizerischen Steuerrechts, 6. Aufl., Zürich 2002, S. 360). Ob 

eine Tat als Abgabebetrug zu qualifizieren ist, beurteilt sich allein nach den 

erwähnten Grundsätzen des schweizerischen Rechts und es ist unerheblich, 

ob das fragliche Verhalten nach dem Recht des ersuchenden Staates eben-

falls als Abgabebetrug gilt oder als Steuerhinterziehung geahndet wird 

(BGE 125 II 250 E. 3b; SANSONETTI, La coopération entre autorités fiscales 

et pénales, in: SJ 1999 II S. 376). 

 

5.2.4 Liegt dem Rechtshilfeersuchen der Verdacht zugrunde, der Beschuldigte 

habe sich eines Abgabebetrugs schuldig gemacht, so haben sich die schwei-

zerischen Behörden beim Entscheid über die Frage, ob die Täuschung, wel-

che dem Beschuldigten vorgeworfen wird, arglistig sei, allein an die Darstel-

lung des Sachverhalts im Rechtshilfeersuchen zu halten, soweit dieses nicht 

offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche enthält. Einerseits haben 

sich die schweizerischen Behörden grundsätzlich nicht darüber auszuspre-

chen, ob die darin angeführten Tatsachen zutreffen oder nicht. Andererseits 

verlangt die Rechtsprechung, dass hinreichende Verdachtsmomente für den 

im Rechtshilfeersuchen enthaltenen Sachverhalt bestehen. Damit soll ver-

hindert werden, dass sich die ersuchende Behörde unter dem Deckmantel 

eines von ihr ohne Vorhandensein von Verdachtsmomenten lediglich be-

haupteten Abgabebetrugs Beweise verschafft, die zur Ahndung anderer Fis-

kaldelikte dienen sollen, für welche die Schweiz gemäss Art. 3 Abs. 3 IRSG 

keine Rechtshilfe gewährt. Demnach ist es Sache der um Rechtshilfe ersu-

chenden ausländischen Behörde, in ihrem Ersuchen die Umstände darzule-

gen, aus welchen sich ergeben soll, dass der Beschuldigte arglistig gehan-

delt hat (BGE 125 II 250 E. 5b; Urteil des Bundesgerichts 2C_269/2013 vom 

5. Juli 2013, E. 9.5; vgl. ferner DRENCKHAN/HANEBRINK, Steuerhinterziehung 

- 9 - 

 

 

– Die Rechtslage in Deutschland und ihre Relevanz für in der Schweiz tätige 

Bankmitarbeiter, in: Jusletter 7. April 2008, Rz. 36). Der ersuchende Staat 

hat seinem Gesuch nicht notwendigerweise die Beweismittel beizulegen; es 

genügt, wenn er diese bezeichnet und deren Existenz glaubhaft macht 

(BGE 116 Ib 96 E. 4c S. 103; ZIMMERMANN, La coopération judiciaire inter-

nationale en matière pénale, 4. Aufl., Bern 2014, N. 645). Bestehen Zweifel 

über die Merkmale der im Ersuchen erwähnten Abgaben, so holt gemäss 

Art. 24 Abs. 3 IRSV das BJ oder die kantonale Vollzugsbehörde die Stellung-

nahme der Eidgenössischen Steuerverwaltung ein. Deren Bericht bindet al-

lerdings weder die ausführende Behörde noch die Beschwerdeinstanz (ZIM-

MERMANN, a.a.O., N. 646; vgl. zum Ganzen TPF 2008 128 E. 5.5 m.w.H.). 

 

5.2.5 Betrifft ein Ersuchen aus Deutschland jedoch Straftaten aus dem Bereich der 

indirekten Fiskalität, gelten die beim Abgabebetrug von der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung geforderten erhöhten Anforderungen an die Darle-

gung der Verdachtsmomente nicht. Dies, weil sich die Schweiz gestützt auf 

Art. 51 lit. a SDÜ zur Leistung von Rechtshilfe auch bei einfachen Hinterzie-

hungen von indirekten Steuern (Verbrauchssteuer, Mehrwertsteuer und Zoll; 

vgl. Art. 50 Abs. 1 SDÜ) bereit erklärt hat und in diesem Bereich der Aus-

schlussgrund gemäss Art. 3 Abs. 3 IRSG auf Grund des Vorranges des 

Staatsvertragsrechts nicht gilt. Gleiches ergibt sich aus Art. 31 Abs. 1 lit. a 

BBA (vgl. dazu UNSELD, a.a.O., S. 135 m.w.H.; HÜRLIMANN-FERSCH, a.a.O., 

S. 156 f.; siehe auch die Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2013.298 

vom 6. Mai 2014, E. 4.2.2; RR.2011.143 vom 30. Januar 2012, E. 3.2.2 in 

fine). 

 

5.3 Die ersuchende Behörde geht im Rahmen ihres Ersuchens davon aus, dass 

im Zeitraum von 2003 bis 2008 die Geschäfte der F. GmbH in Liq. mit dama-

ligem Sitz in Basel tatsächlich nicht von der Schweiz, sondern von Deutsch-

land aus geführt worden seien. Beim statutarischen Sitz in Basel habe es 

sich lediglich um eine Scheinadresse gehandelt. Der in Deutschland ansäs-

sige B. sei nach aussen als faktischer Geschäftsführer der F. GmbH aufge-

treten. Da sich die geschäftliche Oberleitung der Gesellschaft tatsächlich in 

Deutschland befunden habe, sei diese in Deutschland unbeschränkt steuer-

pflichtig gewesen. Der Beschuldigte B. habe es diesbezüglich in pflichtwidri-

ger Weise unterlassen, für die F. GmbH Körperschafts-, Gewerbe- und Um-

satzsteuererklärungen abzugeben. Die genannten Steuern seien durch 

Nichtabgabe entsprechender Steuererklärungen vorsätzlich hinterzogen 

worden. 

 

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Den drei in Deutschland domizilierten Beschuldigten B., C. und dem Be-

schwerdeführer wird weiter vorgeworfen, sie selbst bzw. die C. zuzurech-

nende G. GmbH hätten zu Gunsten der F. GmbH Leistungen erbracht und 

hieraus Umsätze erzielt. Wegen des sich angeblich in der Schweiz befinden-

den Ortes der Geschäftsleitung der F. GmbH seien diese Umsätze beim Fi-

nanzamt Lörrach wider besseres Wissen als «nicht steuerbar» erklärt wor-

den. Als Konsequenz sei für diese Umsätze keine Umsatzsteuer festgesetzt 

und abgeführt worden. 

 

Dem Beschuldigten C. und dem Beschwerdeführer wird schliesslich vorge-

worfen, sie hätten mit der F. GmbH weitere Umsätze erzielt, die überhaupt 

nicht erklärt worden und deshalb vollständig unversteuert geblieben seien. 

Diesbezüglich bestehe auch der Verdacht der Hinterziehung von Einkom-

menssteuern und dem Solidaritätszuschlag zur Einkommenssteuer. 

 

Dem Beschuldigten D. als lediglich im Handelsregister eingetragenen Ge-

schäftsführer der F. GmbH wird vorgeworfen, er habe die genannten Taten 

mittäterschaftlich mit den anderen drei Beschuldigten begangen. 

 

5.4  

5.4.1 Was die angebliche Hinterziehung von direkten Steuern zum Vorteil der 

F. GmbH angeht, wird im Ersuchen primär geltend gemacht, dass der einge-

tragene und der tatsächliche Sitz der Gesellschaft F. GmbH auseinanderfie-

len. Der Beschuldigte B. habe es als faktisch verantwortlicher Geschäftsfüh-

rer weiter unterlassen, die vorgeschriebenen Steuererklärungen einzu-

reichen. Der sich angeblich in der Schweiz befindende Ort der Geschäftslei-

tung sei «durch die vier Beschuldigten planvoll als Lügengebäude installiert 

und auch im Aussenverhältnis gegenüber Drittfirmen und Behörden aufrecht 

erhalten» worden. Durch die Installation des Geschäftssitzes in der Schweiz 

und die Einrichtung entsprechender Bankkonten in der Schweiz hätten die 

Beschuldigten betriebliche Einnahmen «vollständig verschleiern» können. 

Mit diesem Vorgehen sei der Fiskus vorsätzlich getäuscht worden. 

 

Bezüglich der Hinterziehung von Einkommenssteuern wird dem Beschuldig-

ten C. und dem Beschwerdeführer in tatsächlicher Hinsicht lediglich vorge-

worfen, Umsätze auf eigene, zu Gunsten der F. GmbH erbrachte Leistungen 

nicht deklariert zu haben. Derselbe Vorwurf wird im Rahmen des dem Ersu-

chen beiliegenden Zwischenberichts des Finanzamtes Freiburg-Land auch 

gegenüber dem Beschuldigten B. erhoben. 

 

5.4.2 In tatsächlicher Hinsicht wird somit von der ersuchenden Behörde einzig gel-

tend gemacht, das Einschalten einer Domizilgesellschaft stelle ein arglistiges 

- 11 - 

 

 

Verhalten dar. Diese Tatsache wird von der ersuchenden Behörde weiter 

formelhaft als schwer durchschaubares Lügengebäude geschildert. Welche 

konkreten Umstände aber zur Annahme führen sollen, dass die Beschuldig-

ten in arglistiger Weise vorgegangen sind, lässt sich dem Ersuchen nicht 

entnehmen. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass besondere Machenschaf-

ten und damit ein arglistiges Verhalten insbesondere dann bejaht werden 

müssen, wenn eine Domizilgesellschaft einzig zum Zwecke gegründet wird, 

die steuerrechtlich relevanten Verhältnisse zu verschleiern und die Steuer-

behörde zu täuschen, soweit die Täuschung für diese nur schwer durch-

schaubar ist (Urteil des Bundesgerichts 6B_79/2011 vom 5. August 2011, 

E. 6.5.3). Die (einfache) Lüge durch Nichtdeklaration eines Einkommens und 

auf die Nachfrage der Steuerbehörde abgegebene Wiederholung dieser 

Lüge kann die Anforderungen an die Arglist nicht erfüllen. Entscheidend ist 

vielmehr, was der Steuerpflichtige im Hintergrund bereits vorgekehrt hat, um 

die Überprüfung seiner Deklaration zu erschweren oder gar zu verhindern. 

Im Bereich der internationalen Rechtshilfe betreffend Steuerdelikte gilt, dass 

Steuereinsparungs- bzw. Steuervermeidungsstrategien, welche sich auf die 

Ausschöpfung legaler Instrumente des Gesellschafts- und Fiskalrechts be-

schränken, wie z. B. die blosse Errichtung von steuerprivilegierten Domizil-

gesellschaften, grundsätzlich für sich alleine nicht als strafbare arglistige 

Täuschungsmethoden zu qualifizieren sind. Rechtshilfe ist diesbezüglich 

dann zu gewähren, wenn täuschende Vorkehren hinzutreten, die von der 

Fiskalbehörde – bei einer Gesamtwürdigung der fraglichen Steuerumge-

hungsmethode – nur schwer durchschaut werden können (BGE 139 II 404 

E. 9.4 S. 435 m.w.H.). Vorliegend lässt die Schilderung wie erwähnt nicht 

erkennen, welche konkreten zusätzlichen – für die Steuerbehörde schwer 

durchschaubaren – Elemente vorhanden sind, welche das Vorgehen der Be-

schuldigten als arglistig erscheinen liesse. Was die Person des Beschuldig-

ten B. anbetrifft, führt die ersuchende Behörde ja gerade selber aus, dieser 

sei nach aussen als faktischer Geschäftsführer der F. GmbH aufgetreten. 

Auch bezüglich der angeblichen Hinterziehung von Einkommenssteuern 

durch die drei in Deutschland ansässigen Beschuldigten B., C. und den Be-

schwerdeführer erschöpft sich der geltend gemachte Vorwurf auf die blosse 

Nichtdeklaration von aus eigener Geschäftstätigkeit erzielten Einkünften. 

Was darüber hinaus konkret zur Annahme eines arglistigen Verhaltens füh-

ren soll, ist aufgrund des Rechtshilfeersuchens nicht nachvollziehbar. Nach 

dem Gesagten erlaubt es die Sachverhaltsschilderung im Ersuchen – gerade 

auch angesichts der diesbezüglich höheren Anforderungen – unter dem Ge-

sichtspunkt der doppelten Strafbarkeit nicht, das den Beschuldigten zur Last 

gelegte Verhalten unter den Tatbestand des Abgabebetrugs nach Art. 14 

Abs. 2 VStrR zu subsumieren. 

  

- 12 - 

 

 

 

5.5  

5.5.1 Hinsichtlich der angeblich hinterzogenen Umsatzsteuer ist dem Ersuchen zu 

entnehmen, dass die drei in Deutschland ansässigen Beschuldigten B., C. 

und der Beschwerdeführer ihre zu Gunsten der F. GmbH erbrachten Leis-

tungen an deren Schweizer Adresse fakturierten. Da sich der faktische Ge-

schäftssitz der F. GmbH aber in Deutschland befunden habe, seien die Leis-

tungen jedoch zu Gunsten einer in Deutschland ansässigen Gesellschaft er-

folgt und demzufolge aufgrund des Empfängerortsprinzips – anders als nicht 

steuerbare Leistungen ins Ausland – umsatzsteuerpflichtig gewesen. Durch 

die falsche Fakturierung sei so dem deutschen Fiskus die auf den entspre-

chenden Umsätzen geschuldete Umsatzsteuer entzogen worden. Soweit die 

Beschuldigten zudem zu Gunsten der F. GmbH erbrachte Umsätze über-

haupt nicht deklariert hätten, sei auch die darauf geschuldete Umsatzsteuer 

hinterzogen worden. 

 

5.5.2 Im Rechtshilfeverkehr gemäss SDÜ im Bereich der indirekten Fiskalität kann 

Rechtshilfe verweigert werden, wenn bestimmte Deliktssummen nicht über-

schritten werden, es sei denn die Tat wird wegen ihrer Art oder wegen der 

Person des Täters von der ersuchenden Vertragspartei als sehr schwerwie-

gend betrachtet (Art. 50 Abs. 4 SDÜ; siehe auch den gleichlautenden Art. 3 

Abs. 1 BBA). Beinhalten die beantragten Rechtshilfemassnahmen eine 

Durchsuchung oder Beschlagnahme, so dürfen diese keinen weitergehen-

den Bedingungen unterworfen werden als denen, dass die dem Rechtshil-

feersuchen zugrunde liegende Tat nach dem Recht beider Vertragsparteien 

mit einer Freiheitsstrafe oder die Freiheit beschränkenden Massregel der Si-

cherung und Besserung im Höchstmass von mindestens sechs Monaten be-

droht ist, oder nach dem Recht einer der beiden Vertragsparteien mit einer 

Sanktion des gleichen Höchstmasses bedroht ist und nach dem Recht der 

anderen Vertragspartei als Zuwiderhandlung gegen Ordnungsvorschriften 

durch Behörden geahndet wird, gegen deren Entscheidung ein auch in Straf-

sachen zuständiges Gericht angerufen werden kann, und die Erledigung des 

Rechtshilfeersuchens im Übrigen mit dem Recht der ersuchten Vertragspar-

tei vereinbar ist (Art. 51 lit. a und b SDÜ, welcher im Wesentlichen Art. 31 

Abs. 1 BBA entspricht). 

 

5.5.3 Der Hinterziehung der Mehrwertsteuer macht sich gemäss Art. 96 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer (Mehrwertsteu-

ergesetz, MWSTG; SR 641.20) strafbar, wer vorsätzlich oder fahrlässig die 

Steuerforderung zulasten des Staates verkürzt, indem er in einer Steuerpe-

riode nicht sämtliche Einnahmen, zu hohe Einnahmen aus von der Steuer 

- 13 - 

 

 

befreiten Leistungen, nicht sämtliche der Bezugssteuer unterliegenden Aus-

gaben oder zu hohe zum Vorsteuerabzug berechtigende Ausgaben dekla-

riert (lit. a), eine unrechtmässige Rückerstattung (lit. b) oder einen ungerecht-

fertigten Steuererlass erwirkt (lit. c). Gemäss Art. 97 Abs. 2 MWSTG kann 

bei erschwerenden Umständen auf eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jah-

ren erkannt werden. Als erschwerender Umstand gilt nebst anderem das ge-

werbsmässige Verüben von Widerhandlungen gegen das Mehrwertsteuer-

recht (lit. b). 

 

Der Täter oder die Täterin handelt gewerbsmässig, wenn sich aus der Zeit 

und den Mitteln, die er oder sie für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus 

der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie 

aus den angestrebten und erzielten Einkünften ergibt, dass er oder sie die 

deliktische Tätigkeit wie einen Beruf, wenn auch als Nebenberuf, ausübt. 

Wesentlich ist ausserdem, dass der Täter oder die Täterin sich darauf ein-

richtet, durch sein oder ihr deliktisches Handeln relativ regelmässige Einnah-

men zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Lebenshaltungskosten 

darstellen, und er oder sie sich somit gleichsam in der Kriminalität eingerich-

tet hat. Der Täter oder die Täterin muss die Tat bereits mehrfach und mit der 

Absicht, Einnahmen zu erzielen, begangen haben. Zudem muss er oder sie 

bereit sein, diese Taten zu wiederholen (Botschaft vom 25. Juni 2008 zur 

Vereinfachung der Mehrwertsteuer, BBl 2008 S. 7019 f. m.w.H.; vgl. auch 

die Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2013.298 vom 6. Mai 2014, 

E. 4.5.1; RR.2013.181 vom 2. August 2013, E. 3.11; RR.2013.12 vom 2. Ap-

ril 2013, E. 4.6; siehe auch CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER/JUNG/PROBST, 

Handbuch zum Mehrwertsteuergesetz [MWSTG], 3. Aufl., Bern 2012, 

N. 2647). 

 

5.5.4 Gemäss dem oben unter E. 5.5.1 geschilderten Sachverhalt besteht der Ver-

dacht, dass die drei Beschuldigten B., C. und der Beschwerdeführer gegen-

über den deutschen Umsatzsteuerbehörden über Jahre hinweg nicht sämtli-

che Einnahmen bzw. zu hohe Einnahmen aus von der Steuer befreiten Leis-

tungen deklariert haben. Auf diese Weise sei die von den drei Beschuldigten 

eigentlich geschuldete Umsatzsteuer verkürzt worden. Eine solche Vorge-

hensweise würde unter schweizerischem Recht ohne Weiteres unter den 

Tatbestand der Steuerhinterziehung im Sinne von Art. 96 Abs. 1 lit. a 

MWSTG fallen. Angesichts des Umstandes, dass das deliktische Verhalten 

von 2003 bis 2008 angehalten und hieraus auf Seiten der Steuerbehörde ein 

bis dato bekannter Verlust von mindestens EUR 40'000.– resultiert habe 

(19 % der gemäss Rechtshilfeersuchen ausdrücklich zugeordneten fälschli-

cherweise als steuerfrei deklarierten Umsätze zu Gunsten der F. GmbH), 

kann die Vorgehensweise auch als gewerbsmässig im Sinne von Art. 97 

- 14 - 

 

 

Abs. 2 lit. b MWSTG bezeichnet werden. Der bisher festgestellte, verkürzte 

Betrag übertrifft die in Art. 50 Abs. 4 SDÜ bzw. in Art. 3 Abs. 1 BBA enthal-

tenen Schwellenwerte des minder schweren Falls deutlich. Die oben ste-

hende Schilderung des Sachverhalts beinhaltet zudem weitere auf die Ver-

kürzung von Umsatzsteuer abzielende Vorgehensweisen (siehe E. 5.5.1). 

Das Erfordernis der doppelten Strafbarkeit ist damit erfüllt und die diesbe-

züglich erhobenen Rügen erweisen sich als unbegründet. Ob das geschil-

derte Vorgehen mittels Einsatz inhaltlich unwahrer Rechnungen darüber hin-

aus auch noch einen Abgabebetrug darstellen könnte, braucht daher an die-

ser Stelle nicht geprüft zu werden. 

 

5.6 Nach dem Gesagten erweist sich das Ersuchen der Staatsanwaltschaft Frei-

burg nur als rechtshilfefähig, soweit damit Ermittlungen bezüglich Hinterzie-

hung von Umsatzsteuern (indirekte Steuern) betroffen sind. Hinsichtlich der 

ebenfalls verfolgten Hinterziehung von direkten Steuern (Einkommens-

steuer, Solidaritätszuschlag zur Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer) 

kann dem Ersuchen demgegenüber nicht entsprochen werden. 

 

Die Beschwerde ist daher teilweise gutzuheissen und es ist die Herausgabe 

des «Ordners 3» mit den den Beschwerdeführer betreffenden Bankunterla-

gen gestützt auf Art. 67 Abs. 1 IRSG an folgenden zusätzlichen Spezialitäts-

vorbehalt zu knüpfen: «Diese Unterlagen dürfen nicht als Beweismittel in 

Verfahren der direkten Steuern verwendet werden, wie Einkommenssteuern, 

Solidaritätszuschlag zur Einkommenssteuer, Vermögenssteuern, Körper-

schaftssteuern, Grundstückgewinnsteuern, usw.». 

 

 

6. Mit Bezug auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verfolgungsver-

jährung (act. 1, Rz. 44 ff.) ist festzuhalten, dass gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. c 

IRSG einem Rechtshilfeersuchen nicht entsprochen wird, wenn seine Aus-

führung Zwangsmassnahmen erfordert und die Strafverfolgung oder die Voll-

streckung nach schweizerischem Recht wegen absoluter Verjährung ausge-

schlossen wäre. Massgeblich wäre mithin allein, ob die Tatbestände nach 

schweizerischem Recht verjährt wären. Das EUeR schweigt sich darüber 

aus, wie es sich mit der Rechtshilfegewährung bei Verjährung der Strafver-

folgung oder des Strafvollzuges verhält. Das Fehlen einer ausdrücklichen 

Regelung im EUeR wird gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung als 

qualifiziertes Schweigen interpretiert, womit die Frage der Verjährung im 

Rechtshilfeverkehr zwischen Vertragsstaaten des EUeR nicht zu prüfen ist 

(BGE 136 IV 4 E. 6.3; 117 Ib 53 E. 3 S. 64; Urteil des Bundesgerichts 

1C_511/2012 vom 17. Oktober 2012, E. 2.3; Entscheide des Bundesstrafge-

richts RR.2013.298 vom 6. Mai 2014, E. 6; RR.2013.263 vom 7. März 2014, 

- 15 - 

 

 

E. 4.1). Im Verkehr mit Vertragsstaaten geht das EUeR Art. 5 Abs. 1 lit. c 

IRSG vor (ZIMMERMANN, a.a.O., N. 670 mit Verweis auf die Praxis). Die Frage 

des Eintritts der Strafverfolgungsverjährung ist somit materiell nicht zu prü-

fen. 

 

 

7.  

7.1 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismässig-

keit zu genügen (ZIMMERMANN, a.a.O., N. 717 ff., mit Verweisen auf die 

Rechtsprechung; DONATSCH/HEIMGARTNER/MEYER/SIMONEK, Internationale 

Rechtshilfe, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, S. 92 ff.; POPP, Grundzüge der 

internationalen Rechtshilfe in Strafsachen, Basel 2001, N. 404; siehe statt 

vieler den Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2011.193 vom 9. Juli 2012, 

E. 8.2). Die internationale Zusammenarbeit kann nur abgelehnt werden, 

wenn die verlangten Unterlagen mit der verfolgten Straftat in keinem Zusam-

menhang stehen und offensichtlich ungeeignet sind, die Untersuchung vo-

ranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vorwand für eine unzulässige 

Beweisausforschung («fishing expedition») erscheint (BGE 139 II 404 

E. 7.2.2 S. 424; 136 IV 82 E. 4.1 S. 85; 134 II 318 E. 6.4). Ob die verlangten 

Auskünfte für das Strafverfahren im ersuchenden Staat nötig oder nützlich 

sind, ist eine Frage, deren Beantwortung grundsätzlich dem Ermessen der 

Behörden dieses Staates anheimgestellt ist. Da der ersuchte Staat im Allge-

meinen nicht über die Mittel verfügt, die es ihm erlauben würden, sich über 

die Zweckmässigkeit bestimmter Beweise im ausländischen Verfahren aus-

zusprechen, hat er insoweit die Würdigung der mit der Untersuchung befass-

ten Behörde nicht durch seine eigene zu ersetzen und ist verpflichtet, dem 

ersuchenden Staat alle diejenigen Aktenstücke zu übermitteln, die sich auf 

den im Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachverhalt beziehen können; 

nicht zu übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für das ausländische Straf-

verfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind (sog. potentielle Erheblichkeit; 

BGE 128 II 407 E. 6.3.1 S. 423; 122 II 367 E. 2c; TPF 2009 161 E. 5.1 S. 163 

m.w.H.). Hierbei ist auch zu beachten, dass für das ausländische Strafver-

fahren nicht nur belastende, sondern auch entlastende Beweismittel von Be-

deutung sein können, um einen bestehenden Verdacht allenfalls zu widerle-

gen (TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.). Dabei darf die ersuchte Rechtshil-

febehörde über ein im Rechtshilfeersuchen gestelltes Begehren nicht hin-

ausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82 E. 4.1 S. 85 f.). Die Rechtspre-

chung hat diesen Grundsatz derweil insofern präzisiert, als das Rechtshil-

feersuchen nach Massgabe des Zwecks der angestrebten Rechtshilfe weit 

ausgelegt werden kann, solange alle Voraussetzungen für die Gewährung 

der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann eine andernfalls notwen-

dige Ergänzung des Rechtshilfeersuchens vermieden werden (BGE 136 IV 

- 16 - 

 

 

82 E. 4.1 S. 86; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 161 E. 5.1 S. 164). Zielt 

das Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung ab, auf welchem Weg Geldmittel 

möglicherweise strafbarer Herkunft verschoben worden sind, so sind die Be-

hörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Transaktionen zu 

informieren, die von Gesellschaften und über Konten getätigt worden sind, 

welche in die Angelegenheit verwickelt sind (BGE 129 II 462 E. 5.3 S. 468; 

TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.). 

 

7.2 Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, es seien – wenn überhaupt 

– ausschliesslich Unterlagen aus dem Gegenstand der Ermittlungen bilden-

den Zeitraum von 2003 bis 2008 herauszugeben (act. 1, Rz. 40 ff.). Weiter 

rügt er, Teile der anlässlich der Hausdurchsuchung bei D. sichergestellten 

Unterlagen wiesen keinerlei Zusammenhang mit dem Gegenstand der Er-

mittlungen auf (act. 1, Rz. 43). 

 

Den Letzteren Einwand betreffend fehlt es dem Beschwerdeführer bereits an 

der Legitimation (siehe oben E. 2.2). Dementsprechend ist an dieser Stelle 

nicht weiter darauf einzugehen. Eine Durchsicht der herauszugebenden, den 

Beschwerdeführer betreffenden Bankunterlagen zeigt, dass keiner der Bank-

auszüge aus dem Zeitraum vor 2003 stammt. Weiter ist festzustellen, dass 

die die Kundenbeziehung zum Beschwerdeführer betreffenden Konten spä-

testens im Februar 2010 saldiert worden sind. Was gerade Steuerdelikte an-

geht, ist notorisch, dass sich für eine bestimmte Steuerperiode relevante 

Sachverhalte buchhalterisch auch erst in nachfolgenden Steuerperioden 

bzw. Jahren niederschlagen können. Vor diesem Hintergrund ist die vorlie-

gend angeordnete Herausgabe von Bankunterlagen vor dem Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich 

auch in diesem Punkt als unbegründet.  

 

 

8.  

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem teilweise 

unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die 

Gerichtsgebühr ist auf Fr. 2'000.– festzusetzen (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. 

Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bun-

desstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Ent-

schädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]), unter An-

rechnung des entsprechenden Betrags am geleisteten Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 4'000.–. Die Bundesstrafgerichtskasse hat dem Beschwer-

deführer Fr. 2'000.– zurückzuerstatten. 

 

- 17 - 

 

 

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdegegnerin den Be-

schwerdeführer im Umfang seines teilweisen Obsiegens für die ihm erwach-

senen notwendigen und verhältnismässig hohen Parteikosten zu entschädi-

gen (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG). Dabei erscheint eine Entschädigung in der 

Höhe von Fr. 1'000.– als angemessen (Art. 10, 11 und 12 Abs. 2 BStKR). 

 

- 18 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Herausgabe des «Ord-

ners 3» mit den den Beschwerdeführer betreffenden Bankunterlagen wird an 

folgenden zusätzlichen Spezialitätsvorbehalt geknüpft: «Diese Unterlagen 

dürfen nicht als Beweismittel in Verfahren der direkten Steuern verwendet 

werden, wie Einkommenssteuern, Solidaritätszuschlag zur Einkommens-

steuer, Vermögenssteuern, Körperschaftssteuern, Grundstückgewinnsteuern, 

usw.». 

 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt, un-

ter Anrechnung des entsprechenden Betrags am geleisteten Kostenvorschuss 

in der Höhe von Fr. 4'000.–. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, 

dem Beschwerdeführer Fr. 2'000.– zurückzuerstatten. 

 

3. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer für das Beschwerdever-

fahren mit Fr. 1'000.– zu entschädigen. 

 

 

Bellinzona, 20. Oktober 2015 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

- 19 - 

 

 

Zustellung an 

 

- Advokat Thomas Hentz  

- Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).