# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b715be0-c1b7-51a6-a200-8f6061af1e11
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.11.2010 C-7319/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7319-2009_2010-11-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7319/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Deutschland,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

AHV (Rückvergütung).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7319/2009

Sachverhalt:

A.
Der am (...) 1941 geborene, verheiratete, deutsche Staatsangehörige 
X._______, war in den Jahren 1960 und 1961 während neun Monaten 
(fünf Monate im Jahr 1960 und vier Monate im Jahr 1961; act.  11 f.) in 
der  Schweiz  erwerbstätig  und  hat  dabei  Beiträge  an  die 
Schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
(AHV/IV) entrichtet (act. 3 ff. und 14 bis 16).

Mit Formular E 202 (act. 3 ff.) wurde der Schweizerischen Ausgleichs-
kasse (nachfolgend: SAK) am 17. April 2009 (Posteingang SAK) durch 
die  Deutsche  Rentenversicherung  Bund  mitgeteilt,  dass  X._______ 
einen Antrag auf eine Altersrente gestellt hat. Am 11. August 2009 hat 
die SAK der Deutschen Rentenversicherung Bund mit dem Formular 
E 205  (act. 18 f.)  den  Versicherungsverlauf  von  X._______  in  der 
Schweiz übermittelt.

B.
Mit Verfügung vom 11. August 2009 (act. 20 f.) hat die SAK das Ren-
tengesuch von X._______ abgewiesen und ihm ferner mitgeteilt, dass 
die  einbezahlten  AHV-Beiträge  auch  nicht  zurückerstattet  werden 
können.

C.
Gegen  die  Verfügung  vom  11. August  2009  hat  X._______  mit 
Schreiben vom 3. September 2009 (act. 23) Einsprache erhoben. 

Mit Einspracheentscheid vom 19. Oktober 2009 (act. 26 f.) hat die SAK 
die  Einsprache  von  X._______  mit  der  Begründung  abgewiesen, 
mangels Erfüllung der einjährigen Mindestbeitragsdauer bestehe kein 
Anspruch  auf  eine  Rente  und  eine  Rückvergütung  sei  zufolge  zwi-
schenstaatlicher Vereinbarung ebenso wenig möglich.

D.
Gegen den Einspracheentscheid vom 19. Oktober 2009 hat X._______ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 19. November 2009 (Abgabe des 
Beschwerdeschreibens  bei  der  Schweizerischen  Botschaft  in  Berlin) 
zu Handen des Bundesverwaltungsgerichts  Beschwerde erhoben. Er 
beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids 
sowie die Rückvergütung der einbezahlten Beiträge.

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E.
Mit Vernehmlassung vom 28. Januar 2010 beantragte die SAK die Ab-
weisung der Beschwerde, da der Beschwerdeführer weder Anspruch 
auf  eine  Altersrente  noch  auf  Rückvergütung  der  einbezahlten  Bei-
träge habe.

F.
Mit  Replik  vom 3. März  2010  hielt  der  Beschwerdeführer  an  seinen 
Anträgen  fest  und  führte  zudem  aus,  die  Deutsche  Rentenver-
sicherung  Bund  habe  seine  schweizerischen  Beitragszeiten  bei  der 
Rentenberechnung zu berücksichtigen.

G.
Mit Duplik vom 16. März 2010 beantragte die SAK wiederum die Ab-
weisung  der  Beschwerde  und  bestätigte,  dass  sie  der  Deutschen 
Rentenversicherung Bund die  Beitragszeiten des Beschwerdeführers 
mitgeteilt habe, damit diese bei der Rentenberechnung berücksichtigt 
würden. Zum Nachweis der Übermittlung Beitragszeiten legte die SAK 
die  entsprechenden  Formulare  E 205  CH  und  E 210 CH  der  Duplik 
bei.

H.
Mit  Verfügung vom 23. März 2010 wurde der  Beschwerdeführer  auf-
gefordert, dem Bundesverwaltungsgericht mitzuteilen, ob er an seiner 
Beschwerde festhalte.

I.
Mit  Schreiben  vom  4. Mai  2010  bekräftigte  der  Beschwerdeführer 
seinen Beschwerdewillen,  da er von der Deutschen Rentenversiche-
rung Bund noch keine Bestätigung erhalten habe, dass die schweizeri-
schen Beitragszeiten angerechnet würden.

J.
Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  sowie  die  eingereichten 
Akten ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-
folgenden Erwägungen einzugehen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art. 31  VGG  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 85bis Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1946  über 
die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10)  beur-
teilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im 
Ausland gegen Verfügungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Es 
liegt keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vor. Das Bundesver-
waltungsgericht ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, so-
weit  das  Bundesgesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar  ist. 
Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die 
im  ersten  Teil  geregelte  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  an-
wendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom 
ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrecht-
lichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht  mangels anderslautender 
Übergangsbestimmungen  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  An-
wendung,  welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung 
haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.3 Anfechtungsgegenstand im verwaltungsgerichtlichen Beschwerde-
verfahren  bilden  Verfügungen  im  Sinne  von  Art. 5  VwVG.  Die  Be-
schwerdeinstanz  hat  daher  grundsätzlich  nur  über  Anspruchsbe-
rechtigungen  zu  entscheiden,  hinsichtlich  derer  die  Verwaltung  eine 
Verfügung erlassen hat (BGE 125 V 413 E. 1a) und/oder über welche 
sie gemäss dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und 
dem Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen hätte verfügen 
müssen (BGE 116 V 23 E. 3c und d; Urteile des Bundesgerichts vom 
27. Mai 2003 [I 66/03] E. 4.1 und vom 3. Januar 2008 [9C_766/2007] 
E. 4).  Streitgegenstand  im  System  der  nachträglichen  Verwaltungs-
rechtspflege  bildet  das  auf  Grund  der  Beschwerdebegehren  (vgl. 
Art. 52  Abs. 1  VwVG)  tatsächlich  angefochtene,  somit  als  Prozess-
thema vor das Gericht gezogene Rechtsverhältnis.

Vorliegend hat der Beschwerdeführer unter anderem beantragt, seine 
schweizerischen Beitragszeiten seien bei der Berechnung der Alters-

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rente in Deutschland zu berücksichtigen. Diesbezüglich ist darauf hin-
zuweisen,  dass  die  Berücksichtigung  der  schweizerischen  Beitrags-
zeiten durch die Rentenversicherung in Deutschland zu erfolgen hat,  
weshalb dies richtigerweise nicht Gegenstand der Verfügung der SAK 
war. Insofern ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

Der  Beschwerdeführer  ist  durch  den  angefochtenen  Einspracheent-
scheid berührt  und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung oder  Änderung,  so  dass  er  im Sinne  von Art. 59  ATSG be-
schwerdelegitimiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 39 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 
VwVG)  eingereicht  wurde,  ist  auf  die  Beschwerde  –  unter  dem 
Vorbehalt der vorstehenden Ausführungen – einzutreten.

2.  

2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  deutscher  Staatsangehöriger,  so  dass 
vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize-
rischen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Ge-
meinschaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizü-
gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II be-
treffend Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwen-
den ist (Art. 153a Abs. 1 lit. a AHVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verord-
nung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung 
der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer  und  Selb-
ständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemein-
schaft  zu- und  abwandern (nachfolgend:  Verordnung  Nr. 1408/71, 
SR 0.831.109.268.1)  zur  Anwendung  der  Systeme  der  sozialen 
Sicherheit  auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familien-
angehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, ha-
ben  die  in  den  persönlichen  Anwendungsbereich  der  Verordnung 
fallenden,  in  einem Mitgliedstaat  wohnenden Personen aufgrund der 
Rechtsvorschriften  eines  Mitgliedstaats  grundsätzlich  die  gleichen 
Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen dieses Staates.

Soweit  das FZA beziehungsweise die auf dieser Grundlage anwend-
baren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Be-
stimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens – 
unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit sowie der 

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Effektivität – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer 
schweizerischen  Altersrente  grundsätzlich  nach  der  innerstaatlichen 
Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich 
vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf  eine Rente der 
Alters- und Hinterlassenenversicherung ausschliesslich nach dem in-
nerstaatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem AHVG, 
der  Verordnung  vom 31. Oktober  1947  über  die  Alters-  und  Hinter-
lassenenversicherung  (AHVV, SR 831.101),  dem ATSG und  der  der 
Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11). 

2.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). 

Bei den materiellen Bestimmungen der anwendbaren Erlasse, nament-
lich des AHVG und der  AHVV, ist  für  die Beurteilung eines Renten-
anspruchs ab Dezember 2006 (nach Vollendung des 65. Altersjahres 
des  Beschwerdeführers  am  24. November  2006)  auf  die  in  diesem 
Zeitpunkt geltende Fassung des Gesetzes abzustellen. Auch das per 
1. Juni  2002 in Kraft  getretene FZA sowie die gestützt  darauf  er las-
senen  Verordnungen  sind  daher  –  entgegen  der  Ansicht  des  Be-
schwerdeführers  –  vorliegend  anwendbar. Für  die  Beurteilung  eines 
Gesuchs auf Rückvergütung von Beiträgen sind dagegen die im Zeit -
punkt  des  Gesuchs  massgebenden gesetzlichen  Bestimmungen an-
wendbar (vgl. BGE 136 V 24 E. 4.4).

3.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die SAK das Leistungsbegehren des Be-
schwerdeführers zu Recht abgewiesen hat.

3.1  

3.1.1 Anspruch auf eine ordentliche Alters- oder Hinterlassenenrente 
haben die rentenberechtigten Personen, denen für mindestens ein vol-
les Jahr Einkommen, Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften ange-
rechnet  werden  können,  oder  ihre  Hinterlassenen  (Art.  29  Abs. 1 
AHVG). Für die Rentenberechnung werden Beitragsjahre, Erwerbsein-
kommen sowie Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften der rentenbe-
rechtigten Person zwischen dem 1. Januar  nach Vollendung des 20. 
Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfal-
les (Rentenalter oder Tod) berücksichtigt (Art. 29bis Abs. 1 AHVG).

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Für jeden beitragspflichtigen Versicherten werden individuelle Konten 
geführt,  in  welche  die  für  die  Berechnung  der  ordentlichen  Renten 
erforderlichen Angaben eingetragen werden. Der Bundesrat regelt die 
Einzelheiten  (Art. 30ter Abs. 1  AHVG).  Für  die  Jahre  1948  bis  1968 
wurden nur die Kalenderjahre der Beitragsleistung in die individuellen 
Konten  eingetragen,  so  dass  die  Beitragsdauer  in  Monaten  daraus 
nicht hervorgeht. Deshalb ist  gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung in Fällen, in denen Belege mit näheren Angaben über die Bei-
tragsdauer  für  die  Jahre  1948 bis  1968 (z.B. Wohnsitzbescheinigun-
gen, Arbeitszeugnisse, zusätzliche Angaben der kontenführenden Aus-
gleichskassen)  fehlen,  auf  die  eigens  zur  Ermittlung  der  mutmassli -
chen Beitragsdauer publizierten Tabellen des Bundesamtes für Sozial-
versicherung abzustellen (BGE 107 V 16 Erw. 3b).

3.1.2 Gemäss  Art. 44  Abs. 1  der  Verordnung  Nr. 1408/71  sind  die 
Leistungsansprüche  eines  Arbeitnehmers  oder  eines  Selbständigen, 
für den die Rechtsvorschriften von zwei oder mehr Mitgliedstaaten gal -
ten, und die Leistungsansprüche seiner Hinterbliebenen nach diesem 
Kapitel (Art. 44 bis Art. 51a) festzustellen. 

Ist  nach den Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats der Erwerb, die 
Aufrechterhaltung  oder  das  Wiederaufleben  des  Anspruchs  auf  die 
Leistungen  eines  Systems,  das  kein  Sondersystem  im  Sinne  des 
Abs. 2 oder 3 ist,  davon abhängig,  dass Versicherungs- oder Wohn-
zeiten zurückgelegt worden sind, berücksichtigt der zuständige Träger 
dieses  Mitgliedstaats,  soweit  erforderlich,  die  nach  den  Rechtsvor-
schriften jedes anderen Mitgliedstaats zurückgelegten Versicherungs- 
oder Wohnzeiten dabei ist unwesentlich, ob diese in einem allgemei-
nen oder in einem Sondersystem, in einem System für Arbeitnehmer 
oder in einem System für Selbstständige zurückgelegt worden sind. Zu 
diesem Zweck berücksichtigt er diese Zeiten, als ob es sich um nach 
den von ihm anzuwendenden Rechtsvorschriften zurückgelegte Zeiten 
handelte (Art. 45 Abs. 1 Verordnung Nr. 1408/71). 

Sind  die  Voraussetzungen  für  den  Leistungsanspruch  nach  den 
Rechtsvorschriften  eines  Mitgliedstaats  nur  nach  Anwendung  des 
Art. 45 und/oder des Art. 40 Abs. 3 erfüllt, so gilt Folgendes: 
Der zuständige Träger berechnet den theoretischen Betrag der Leis-
tung, auf die die betreffende Person Anspruch hätte, wenn alle nach 
den für den Arbeitnehmer oder Selbstständigen geltenden Rechtsvor-

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schriften der Mitgliedstaaten zurückgelegten Versicherungs- und/oder 
Wohnzeiten nur in  dem betreffenden Staat  und nach den für  diesen 
Träger zum Zeitpunkt der Feststellung der Leistung geltenden Rechts-
vorschriften  zurückgelegt  worden  wären.  Ist  nach  diesen  Rechts-
vorschriften der Betrag der Leistung von der Dauer der zurückgelegten 
Zeiten  unabhängig,  so  gilt  dieser  Betrag  als  theoretischer  Betrag 
(Art. 46 Abs. 2 lit. a Verordnung Nr. 1408/71). 
Der zuständige Träger ermittelt  sodann den tatsächlich geschuldeten 
Betrag  auf  der  Grundlage  des  unter  Buchstabe  a)  genannten  theo-
retischen  Betrages  nach  dem Verhältnis  zwischen  den  nach  seinen 
Rechtsvorschriften vor Eintritt des Versicherungsfalles zurückgelegten 
Versicherungs- oder Wohnzeiten und den gesamten nach den Rechts-
vorschriften aller beteiligten Mitgliedstaaten vor Eintritt  des Versiche-
rungsfalles  zurückgelegten  Versicherungs-  und  Wohnzeiten  (Art.  46 
Abs. 2 lit. b Verordnung Nr. 1408/71). 

Der Träger eines Mitgliedstaats ist ungeachtet des Art. 46 Abs. 2 nicht 
verpflichtet, Leistungen aus Zeiten zu gewähren, die nach den von ihm 
angewendeten  Rechtsvorschriften  zurückgelegt  wurden  und  im  Zeit-
punkt des Versicherungsfalls zu berücksichtigen sind, wenn die Dauer 
dieser Zeiten weniger als ein Jahr beträgt und auf Grund allein dieser 
Zeiten kein Leistungsanspruch nach diesen Rechtsvorschriften erwor-
ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 Verordnung Nr. 1408/71). Die in Abs. 1 
genannten Zeiten werden vom zuständigen Träger jedes anderen Mit -
gliedstaats bei der Anwendung von Art. 46 Abs. 2 – mit Ausnahme von 
lit. b – berücksichtigt (Art. 48 Abs. 2 Verordnung Nr. 1408/71).

3.1.3 Den Ausländern, die ihren Wohnsitz im Ausland haben und mit 
deren  Heimatstaat  keine  zwischenstaatliche  Vereinbarung  besteht, 
sowie ihre Hinterlassenen können die gemäss den Artikeln 5, 6, 8, 10 
oder 13 AHVG bezahlten Beiträge rückvergütet werden. Der Bundesrat 
regelt die Einzelheiten, insbesondere das Ausmass der Rückvergütung 
(Art. 18 Abs. 3 AHVG).

Gemäss Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 29. November  1995 über 
die Rückvergütung der von Ausländern an die Alters- und Hinterlasse-
nenversicherung bezahlten Beiträge (RV-AHV, SR 831.131.12) können 
Ausländer, mit  deren Heimatstaat keine zwischenstaatliche Vereinba-
rung besteht, sowie ihre Hinterlassenen, nach den nachstehenden Be-
stimmungen die der Alters- und Hinterlassenenversicherung entrichte-
ten  Beiträge  zurückfordern,  sofern  diese  gesamthaft  während  min-

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destens eines vollen Jahres geleistet worden sind und keinen Renten-
anspruch begründen.

3.2

3.2.1 Vorliegend ist unbestritten und aus den Akten (Auszug aus dem 
individuellen Konto [act. 14] und Arbeitszeugnisse [act. 11 f. ])  ersicht-
lich, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 1960 und 1961 ledig-
lich  während  neun  Monaten  die  Beitragszeit  in  der  schweizerischen 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung erfüllt hat. Der Be-
schwerdeführer  hat  somit  gemäss  den  schweizerischen  Rechtsvor-
schriften  keinen  Anspruch  auf  eine  Altersrente,  da  die  Mindestbei -
tragsdauer  von einem Jahr nicht  erfüllt  ist. Auch aus den zwischen-
staatlichen  Vereinbarungen  kann  der  Beschwerdeführer  keinen  An-
spruch ableiten, da gemäss Art. 48 Abs. 1 Verordnung Nr. 1408/71 der 
Träger eines Mitgliedstaats von der  Leistungspflicht  befreit  ist,  wenn 
die  Dauer  der  Beitragszeiten  weniger  als  ein  Jahr  beträgt  und  auf 
Grund allein dieser  Zeiten kein Leistungsanspruch erworben worden 
ist (vgl. BGE 130 V 335 E. 3 f.). Die SAK hat somit das Rentengesuch 
des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen.

3.2.2 Zu prüfen bleibt,  ob eine Rückvergütung der einbezahlten Bei-
träge in Frage kommt. Gemäss Art. 18 Abs. 3 AHVG ist die Rückver-
gütung der einbezahlten Beiträge nur möglich, wenn mit dem Heimat-
staat  des betreffenden (ausländischen) Versicherten kein Abkommen 
besteht und eine Mindestbeitragszeit von einem Jahr erfüllt worden ist. 
Diese Voraussetzungen sind beim Beschwerdeführer  nicht  erfüllt,  da 
mit den Staaten der EU – wie bereits erwähnt (vgl. E. 2.2 hiervor) – ein 
Abkommen besteht  und  der  Beschwerdeführer  zudem lediglich  eine 
Beitragszeit von neun Monaten vorweisen kann.

3.2.3 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Beschwerde-
führer  mangels  Erfüllung  der  Mindestbeitragszeit  weder  einen  An-
spruch auf  eine schweizerische Altersrente  noch auf  Rückvergütung 
der einbezahlten Beiträge hat. Die Verfügung der SAK ist somit zu be-
stätigen und die  Beschwerde abzuweisen,  soweit  darauf  einzutreten 
ist.

4.  

4.1 Das  Verfahren  ist  für  die  Parteien  kostenlos  (Art. 85bis Abs. 2 
AHVG), so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.

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4.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als 
Bundesbehörde hat die SAK jedoch keine Anspruch auf Parteientschä-
digung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar  2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 73.320.2]). 

Der  unterliegende  Beschwerdeführer  hat  keinen  Anspruch  auf  eine 
Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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