# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 819278b7-516c-5ff0-9941-19243ba70b3f
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 15.12.2021 II 2021 102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-102_2021-12-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 102

Entscheid vom 15. Dezember 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________, 
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. B.________,

gegen

C.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1966) trat per 1. Februar 2017 seine Stelle als 
Bereichsleiter Abklärung (Mitglied der Geschäftsleitung) beim Verein D.________  
in einer Vollzeitbeschäftigung an (vgl. Vi-act. 173). Mit Schreiben vom 18. Mai 
2020 unterbreitete der Arbeitgeber A.________ eine Anpassung des 
Arbeitsvertrages per 1. September 2020 (vgl. Vi-act. 111). Nachdem sich 
A.________ mit E-Mail vom 25. Mai 2020 mit den neuen Konditionen nicht 
einverstanden erklärt hatte (vgl. Vi-act. 147), unterbreitete der Arbeitgeber 
A.________ mit Änderungskündigung vom 2. Juni 2020 ein neues 
Stellenangebot per 1. Januar 2021; gleichzeitig wies er darauf hin, dass bei nicht 
Unterzeichnung das Arbeitsverhältnis per 31. Dezember 2020 aufgelöst werde 
(vgl. Vi-act. 154). Nachdem A.________ mit Schreiben vom 10. Juni 2020 auf 
das alternative Stellenangebot verzichtete, wurde das Arbeitsverhältnis vom 
Arbeitgeber mit Änderungskündigung vom 2. Juni 2020 per 31. Dezember 2020 
aufgelöst (vgl. Vi-act. 169).

B. Per 3. November 2020 wurde A.________ zur Arbeitsvermittlung ab dem 1. 
Januar 2021 angemeldet (vgl. Vi-act. 177-179). Mit Schreiben vom 10. Dezember 
2020 stellte A.________ Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. Januar 
2021 (Vi-act. 159-165). Mit Schreiben vom 11. Dezember 2020 teilte die 
C.________ A.________ mit, es sei abzuklären, ob gegebenenfalls eine selbst-
verschuldete Arbeitslosigkeit vorliege; gleichzeitig räumte sie ihm im Rahmen des 
rechtlichen Gehörs bis 31. Januar 2021 Gelegenheit zur Stellungnahme ein (vgl. 
Vi-act. 139/125). Am 29. Januar 2021 liess A.________ eine Stellungnahme ein-
reichen (vgl. Vi-act. 116-119). Mit Verfügung vom 11. Februar 2021 stellte die 
C.________ A.________ infolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dau-
er von 28 Tagen in der Anspruchsberechtigung ab dem 1. Januar 2021 ein (vgl. 
Vi-act. 100-103).

C. Die von A.________ am 23. Februar 2021 gegen die Verfügung vom 11. 
Februar 2021 eingereichte Einsprache wies die C.________ mit Einspracheent-
scheid vom 19. August 2021 ab (vgl. Vi-act. 19-28).

D. Gegen den Einspracheentscheid vom 19. August 2021 (Versand: A-Post 
Plus) liess A.________ am 20. September 2021 (Versand: gleichentags) fristge-
recht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit 
den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid der C.________ sei aufzuheben und in Gutheissung 
der Beschwerde sei die Einstellung der Anspruchsberechtigung um 28 Tage 
wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit vollumfänglich aufzuheben und dem 

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Beschwerdeführer der Taggeldanspruch in ebendiesem Umfang nachzubezah-
len.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz.

Am 23. September 2021 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen nach.

E. Die Vorinstanz beantragt mit Stellungnahme vom 30. September 2021 die 
Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des Einspracheentscheides 
vom 19. August 2021 unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Be-
schwerdeführers. Der Beschwerdeführer liess sich mit Stellungnahme vom 
21. Oktober 2021 erneut in der Angelegenheit vernehmen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vorliegend ist einzig strittig und nachfolgend zu beurteilen, ob die Vor-
instanz zu Recht den Beschwerdeführer wegen Nichtannahme einer zumutbaren 
Arbeit für 28 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat.

2.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) vom 
25. Juni 1982 muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um 
eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungs-
pflicht; vgl. BGE 114 V 285 Erw. 3; BGE 111 V 239 Erw. 2a; BGE 108 V 165 
Erw. 2a). Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, kann die zuständige Ar-
beitslosenkasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen (vgl. 
Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der 
Versicherung für Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder ver-
mindern können. Als Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Ver-
hältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht (vgl. Nussbaumer, Ar-
beitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 
Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2511, Rz. 828).

2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der An-
spruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeits-
los geworden ist. Eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn 
und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschrei-
ben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und den persön-
lichen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (vgl. 
Arbeitsrecht und Arbeitslosenversicherung [ARV] 1982 Nr. 4 S. 39). So liegt 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit etwa vor, wenn die versicherte Person das 

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Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihr eine andere Stelle zu-
gesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zu-
gemutet werden konnte (vgl. Art. 44 lit. b der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02] vom 
31.8.1983; AVIG-Praxis ALE D23).

2.3.1  Wird die versicherte Person durch den Arbeitgeber vor die Wahl gestellt, 
entweder eine Vertragsänderung zu akzeptieren oder aber gekündigt zu werden, 
so stellt dies einen Einstellungstatbestand nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV dar, 
falls die Kündigung wegen Ablehnung einer zumutbaren Vertragsänderung er-
folgt ist (vgl. Urteil BGer 8C_872/2011 vom 6.6.2012 Erw. 3.2; Urteil BGer 
C 348/00 vom 21.2.2001 Erw. 2c). Indem die Unzumutbarkeit des Verbleibens 
bzw. der Annahme der Vertragskündigung eine Voraussetzung für die (unver-
schuldete) Kündigung ist, ist Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV vereinbar mit Art. 20 lit. c 
des für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in Kraft getretenen Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation über die Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; SR 0.822.726.8), 
welches für die Einstellung wegen selbstverschuldeter Kündigung verlangt, dass 
diese freiwillig ohne triftigen Grund erfolgt ist (vgl. VGE II 2017 25 vom 30.3.2017 
Erw. 2.2 m.H.a. BGE 124 V 234 Erw. 3c).

2.3.2  Die Arbeitslosigkeit kann jedoch - analog zur freiwilligen Stellenaufgabe 
gemäss Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV - nur dann als selbstverschuldet gelten, wenn 
das Beibehalten der Stelle unter den geänderten vertraglichen Bedingungen für 
die Versicherte zumutbar war (vgl. Urteil EVG C 348/00 vom 21.2.2001 Erw. 2d).  
Bei der Beurteilung der Zumutbarkeit hat Art. 16 AVIG die Funktion einer Ausle-
gungshilfe. Immerhin ist gemäss Rechtsprechung die Zumutbarkeit des Verblei-
bens am Arbeitsplatz strenger zu beurteilen als die Zumutbarkeit der Annahme 
einer neuen Stelle (vgl. BGE 124 V 234 Erw. 4b/bb). Das Bundesgericht wendet 
in Nachachtung der in Art. 17 Abs. 1 AVIG statuierten Schadenminderungspflicht 
hinsichtlich der Annahme der Unzumutbarkeit einen strengen Massstab an und 
schliesst generell subjektive Beweggründe für die Kündigung von der Zumutbar-
keitsprüfung aus (vgl. Urteil EVG C 392/00 vom 8.10.2002 Erw. 4.4; vgl. ARV 
1986 Nr. 23 m.H.; AVIG-Praxis ALE D26). 

2.3.3  Wenn nicht besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person 
daher zugemutet werden, wenigstens so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis 
sie eine neue Anschlussstelle gefunden hat (vgl. Chopard, Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 116; BGE 124 V 234 Erw. 4b/bb). Eine 
Unterbeanspruchung begründet keine Unzumutbarkeit des Arbeitsverhältnisses. 

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Eine Überqualifizierung allein vermag die Unzumutbarkeit einer (zumindest 
vorübergehenden) Anstellung grundsätzlich ebenfalls nicht zu rechtfertigen (vgl. 
Urteil des EVG C 135/02 vom 10.2.2003 Erw. 2.2.1 m.H.). Auch ein schlechtes 
Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder Arbeits-
kollegen vermögen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des 
Arbeitsverhältnisses zu begründen (vgl. Sozialversicherungsrecht - Rechtspre-
chung [SVR] 1997 ALV Nr. 105 S. 324, C 128/96, Erw. 2a; Chopard, a.a.O., 
S. 124; AVIG-Praxis ALE D26). Vielmehr ist der Versicherten auch unter solchen 
Umständen zumutbar, am bisherigen Arbeitsplatz wenigstens so lange zu ver-
bleiben, bis sich ihr eine andere Arbeitsmöglichkeit eröffnet (vgl. Art. 44 Abs. 1 
lit. b AVIV; SVR 1997 ALV Nr. 105 E. 2a; Urteil EVG C 151/04 vom 30.11.2004 
Erw. 1; Chopard, a.a.O., S. 116/119). Unzumutbarkeit aus medizinischen oder 
gesundheitsgefährdenden Gründen muss schliesslich durch ein eindeutiges Arzt-
zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete Beweismittel) belegt sein (vgl. 
Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 
AVIG, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 78 m.H.; VGE 5/96 vom 29.5.1996 i.Sa. J.).

2.3.4  Gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. i AVIG ist eine Arbeit etwa dann unzumutbar, 
wenn sie dem Versicherten einen Lohn einbringt, der geringer ist als 70 Prozent 
des versicherten Verdienstes und der Versicherte keine Kompensationsleistun-
gen nach Art. 24 AVIG (Zwischenverdienst) erhält. Unzumutbar und von der An-
nahmepflicht ausgenommen ist ebenso eine Arbeit, die nach Art. 16 Abs. 2 lit. h 
AVIG in einem Betrieb auszuführen ist, der Entlassungen zum Zweck vorge-
nommen hat, Neu- oder Wiedereinstellungen zu wesentlich schlechteren Ar-
beitsbedingungen vorzunehmen. Die Ratio dieser Bestimmung liegt darin, dem 
Lohndumping durch die Arbeitgeber entgegenzuwirken. Demgegenüber kann 
von einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen dann nicht gesprochen wer-
den, wenn eine Änderungskündigung ausgesprochen wurde, welche eine zum 
Beschäftigungsgrad proportionale Lohnkürzung vorsieht (vgl. AVIG-Praxis ALE, 
Oktober 2012, B297). Nach Nussbaumer ist eine Kürzung von mehr als 10-15% 
nicht mehr proportional (vgl. Nussbaumer, a.a.O., Rz. 302). Zudem liegen we-
sentlich schlechtere Arbeitsbedingungen nach Art. 16 Abs. 2 lit. h AVIG nicht nur 
bei unzumutbar tieferem Lohnanspruch vor, sondern auch wenn sich nicht direkt 
lohnwirksame Bedingungen des Arbeitsverhältnisses wesentlich verschlechtern, 
was es im Einzelfall zu prüfen gilt (vgl. BVR 1999 80).

2.3.5  Umstände, die eine Anstellung zwar nicht als unzumutbar erscheinen las-
sen (und damit eine Nichtannahme einer Änderungskündigung nicht rechtferti-
gen), können das Verschulden jedoch in einem milderen Licht erscheinen lassen 
(vgl. Barbara Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozial-

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versicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversiche-
rung und Insolvenzentschädigung, 4. Aufl. 2013, S. 165 m.H.a. Urteil BGer 
C 161/06 vom 6.12.2006 Erw. 3.2). Sie können so allenfalls im Rahmen der Ver-
schuldensbeurteilung und damit bei der Festlegung der Einstellungsdauer 
Berücksichtigung finden (vgl. VGE II 2017 25 vom 30.3.2017 Erw. 2.6 m.H.a. Ur-
teil BGer 8C_742/2013 vom 27.11.2003 Erw. 4.1 m.w.H).

2.4 Sowohl das sozialversicherungsrechtliche Administrativverfahren wie auch 
der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über 
den  Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 
6.10.2000). Danach haben Sozialversicherungsträger und Sozialversicherungs-
gericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese 
Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streiti-
gen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil 
BGer 9C_662/2016 vom 15.3.2017 Erw. 2.2). Die Verwaltung als verfügende In-
stanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als 
bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Zudem gilt 
der Untersuchungsgrundsatz nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 
Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 Erw. 2), die diejenigen 
Beweismittel, die sie in den Händen haben oder die sie sich allenfalls bei Dritten 
besorgen können, beizubringen haben. Mithin kommt die Mitwirkungspflicht na-
turgemäss bei Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die 
Behörden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem 
Aufwand erhoben werden können (vgl. BGE 138 II 465 Erw. 8.6.4). Sodann hat 
das Gericht im Sozialversicherungsrecht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 
nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachver-
halts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläu-
fen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. VGE II 2021 2 vom 18.3.2021 Erw. 2.5 
m.H.a. BGE 138 V 218 Erw. 6, Urteil BGer 8C_794/2016 vom 28.4.2017 Erw. 
4.1).

3.1 Aktenmässig ist erstellt, dass der Beschwerdeführer gemäss Arbeitsvertrag 
vom 22. Februar 2016 als 'Bereichsleiter Abklärung (Mitglied der Geschäftslei-
tung)' eingestellt wurde und das Arbeitsverhältnis am 1. Februar 2017 in einem 
Vollzeitpensum (100%) anzutreten war. Der Arbeitgeber unterbreitete dem Be-
schwerdeführer am 18. Mai 2020 infolge einer Reorganisation eine Anpassung 
des Arbeitsvertrages per 1. September 2020; dernach hätte der Beschwerdefüh-

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rer unbestrittenermassen per 1. September 2020 neu nurmehr als 'Abteilungslei-
ter Abklärung' figurieren und seine geschäftsleitende Funktion aufgeben sowie 
eine Pensumsreduktion von 100% auf 80% bei prozentualer Lohnkürzung akzep-
tieren sollen; dies hätte zudem eine Verkürzung der Kündigungsfrist von sechs 
auf drei Monate zur Folge gehabt (vgl. Bf-act. Anstellungsreglement i.V.m. Vi-act. 
111). Der Beschwerdeführer nahm die angebotene Vertragsanpassung nicht an, 
woraufhin der Arbeitgeber dem Beschwerdeführer eine Änderungsankündigung 
mit einem neuen Stellenangebot per 1. Januar 2021 unterbreitete; dergemäss 
hätte der Beschwerdeführer seine geschäftsleitende Funktion aufgeben sollen 
bzw. seine Funktion als Leiter der Abteilung Abklärung bei gleichbleibendem 
Lohn und Beschäftigungsgrad behalten können; die Kündigungsfrist wäre auf 
drei Monate angepasst worden. Der Beschwerdeführer nahm auch diese alterna-
tive Vertragsänderung nicht an, sodass die Anstellung per 31. Dezember 2021 
endete (vgl. vorstehend Ingress lit. A). Zu jenem Zeitpunkt hatte er keine neue 
Anstellung. Die Nichtannahme der angebotenen Vertragsänderung hat zur Auflö-
sung des Arbeitsverhältnisses und somit zur Arbeitslosigkeit des Versicherten ge-
führt. 

3.2.1  Die Änderungskündigung vom 2. Juni 2020 wurde mit der geplanten Reor-
ganisation per 1. September 2020 begründet (vgl. Vi-act. 154). Im undatierten 
Antrag auf Arbeitslosenentschädigung nannte der Beschwerdeführer als Grund 
der Kündigung ‘infolge angeblicher Reorganisation’ (vgl. Vi-act. 163). In der Ar-
beitgeberbescheinigung wies der Arbeitgeber darauf hin, dass die Änderungs-
kündigung infolge einer Reorganisation erfolgt sei (vgl. Vi-act. 166).

3.2.2  Zur Klärung des Kündigungsgrundes bzw. um festzustellen, ob eine 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit vorlag, ersuchte die Vorinstanz den Be-
schwerdeführer am 11. Dezember 2020 um Auskunft, weshalb 'aus seiner Sicht 
ein Verbleiben an der Arbeitsstelle, zumindest bis zur Zusicherung einer neuen 
geeigneten Feststelle, nicht zumutbar gewesen' sein sollte (vgl. Vi-act. 139). Mit 
Stellungnahme vom 29. Januar 2021 führte der Beschwerdeführer hierzu aus, 
die Kündigung sei nicht aus Gründen der Reorganisation erfolgt; eine Reorgani-
sation habe es nie gegeben; es habe sich hierbei um einen vorgeschobenen 
Grund gehandelt; seine Nachfolgerin sei Mitglied der Geschäftsleitung und ma-
che heute den gleichen Job, wie damals der Beschwerdeführer; den Unmut sei-
tens des Führungsorgans des Arbeitgebers habe sich der Beschwerdeführer we-
gen seiner Beziehung zu einer anderen angestellten Person im Betrieb zugezo-
gen; man habe ihn sukzessive aus der Geschäftsführung drängen wollen, indem 
man ihn über Sitzungen und Entscheidungen nicht mehr informiert habe; dem 
Loswerden des Beschwerdeführers habe ein intrigantes Spiel zugrunde gelegen, 

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gegen welches er machtlos gewesen sei; das Ziel ihn loszuwerden sei erreicht 
worden; der Arbeitgeber habe gewusst, dass der Beschwerdeführer die Ver-
tragsänderung mit dem Entzug der Geschäftsleitung und Rückstufung zum Abtei-
lungsleiter Abklärung nicht angenommen hätte; die Änderungskündigung vom 
2. Juni 2020 sei daher als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren, weshalb er ge-
gen die Kündigung Einsprache erhoben habe; er hätte seinen ursprünglichen Job 
gerne behalten; es habe denn auch keine objektiven und sachlichen Gründe ge-
geben, diese Tätigkeit nicht mehr auszuüben; vor diesem Hintergrund sei das 
Angebot für den Beschwerdeführer, das ihn zu einem Abteilungsleiter degradiert 
hätte, nicht zumutbar gewesen; der Beschwerdeführer trage kein Verschulden an 
seiner Arbeitslosigkeit, weshalb eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
nicht gerechtfertigt sei (vgl. Vi-act. 107-109).

3.3 In der Folge hielt die Vorinstanz mit Verfügung vom 11. Februar 2021 (vgl. 
Vi-act. 100-103) fest, der Beschwerdeführer hätte zu den gleichen Bedingungen, 
d.h. bei unverändertem Lohn und Beschäftigungsgrad - ausser nicht mehr Mit-
glied der Geschäftsleitung zu sein - ab dem 1. Januar 2021 weiterhin als Be-
reichsleiter Abklärung an der Arbeitsstelle verbleiben können; gleichwohl habe 
der Beschwerdeführer auf das neue Stellenangebot der Arbeitgeberin verzichtet, 
womit das Arbeitsverhältnis per 31. Dezember 2020 geendet habe; zwar möge 
es aus persönlicher Sicht gerechtfertigt erscheinen, auf das Arbeitsangebot zu 
verzichten, aus arbeitsversicherungsrechtlicher Hinsicht könne sich dies lediglich 
schuldmindernd auswirken; ein weiterer Verbleib am Arbeitsplatz zumindest bis 
zum Finden einer Folgestelle wäre ihm zumutbar gewesen; der Eintritt der Ar-
beitslosigkeit liege somit in einem nach den persönlichen Verhältnissen vermeid-
baren Verhalten des Beschwerdeführers (vgl. Vi-act. 101 [Ziff. 3]). Unter Berück-
sichtigung aller Umstände müsse der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung - 
bei Vorliegen eines mittelschweren Verschuldens im oberen Bereich - für die 
Dauer von 28 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt werden (vgl. Vi-
act. 102 [Ziff. 6]).

Dies bestätigte die Vorinstanz im Wesentlichen mit Einspracheentscheid vom 
19. August 2021 (vgl. Vi-act. 19-28); gleichzeitig konkretisierte sie, dass die Ab-
stufung vom Bereichsleiter zum Abteilungsleiter ohne Einsitz in der Geschäftslei-
tung sowohl in fachlicher als auch in finanzieller Hinsicht - zumindest vorüberge-
hend - zumutbar gewesen wäre; soweit der Beschwerdeführer dabei geltend ma-
che, er habe aus psychischen Gründen die Situation nicht mehr ertragen können 
sowie es liege eine missbräuchliche Änderungskündigung vor, so lasse sich der 
Aktenlage hierzu nichts entnehmen (vgl. Vi-act. 25 [Ziff. 16/22/23-24]). 

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3.4 Der Beschwerdeführer bringt vor Verwaltungsgericht dagegen vor, er habe 
das Arbeitsverhältnis nicht von sich aus aufgelöst bzw. es liege seinerseits keine 
Verletzung von arbeitsvertraglichen Pflichten vor; sein Wille sei auf die Fortset-
zung des Arbeitsverhältnisses und nicht auf dessen Auflösung ausgerichtet ge-
wesen, was sich denn auch klar aus seiner E-Mail vom 25. Mai 2020 ergebe; es 
habe zudem keine Reorganisation beim ehemaligen Arbeitgeber gegeben, zu-
mindest habe diese nicht die Position bzw. Funktion des Beschwerdeführers be-
troffen - seine Nachfolgerin sei dann ja auch als Bereichsleiterin Abklärung ange-
stellt und als Mitglied in die Geschäftsleitung aufgenommen worden; die Ände-
rungskündigung habe wesentliche Änderungen beinhaltet, womit man ihm sämt-
liches Vertrauen entzogen habe; dem Arbeitgeber sei bewusst gewesen, dass 
man sich des Beschwerdeführers um diese Schlechterstellung entledigen konnte; 
die Vorinstanz habe dabei missachtet, dass der Arbeitgeber mit seiner Ände-
rungskündigung in erster Linie das Loswerden des Beschwerdeführers und nicht 
das Weiterführen des Arbeitsverhältnisses im Sinne gehabt habe; die Ände-
rungskündigung sei als Rachekündigung zu werten bzw. habe sich als miss-
bräuchlich erwiesen; mithin sei es dem Beschwerdeführer schlicht nicht mehr 
zumutbar gewesen, mit dem Arbeitgebern weiter zusammenzuarbeiten und er 
habe daher das bestehende Anstellungsverhältnis auslaufen lassen müssen; da-
her würde denn auch in der Nichtannahme des in der Änderungskündigung for-
mulierten Angebots kein ALV-relevantes Verschulden vorliegen (vgl. Beschwerde 
vom 20.9.2021 S. 5ff. Ziff. 2 lit. a/b [zu Ziffer 8-13 und zu Ziff. 14-27]). Ohnehin 
könne man höchstens von einem leichten Verschulden und mithin lediglich von 
einer Einstellung zwischen 1 bis 15 Tagen ausgehen (vgl. Beschwerde vom 
20.9.2021 S. 13 [zu Ziffer 29ff.]).

3.5 Nachfolgend gilt es zu beurteilen, ob dem Beschwerdeführer eine Annah-
me der Vertragsänderung bzw. eine Weiterführung des Arbeitsverhältnisses zu-
mindest bis zum Antritt einer Anschlussstelle zumutbar gewesen wäre oder nicht.

4.1.1  Der Umstand alleine, dass der Beschwerdeführer mit dem neuen 
Arbeitsvertrag vom Bereichsleiter Abklärung und Mitglied der Geschäftsleitung 
zum Abteilungsleiter Abklärung - fortan kein Mitglied der Geschäftsleitung mehr - 
zurückgestuft worden wäre, und dadurch allenfalls eine Überqualifizierung 
vorgelegen haben könnte, vermag die Unzumutbarkeit einer (zumindest 
vorübergehenden) Anstellung grundsätzlich nicht zu rechtfertigen (vgl. 
vorstehend Erw. 2.3.3). Dies hätte zwar eine Verkürzung der Kündigungsfrist von 
6 auf 3 Monate zur Folge gehabt. Hingegen wurde trotz Verlust der 
entsprechenden Position weder der Lohn noch der Beschäftigungsgrad gekürzt. 
In der Änderungskündigung vom 2. Juni 2020 hält der Arbeitgeber diesbezüglich 

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klar und unmissverständlich fest, dass sowohl der Lohn - und damit auch der 13. 
Monatslohn - als auch der Beschäftigungsgrad unverändert bleiben. Zudem wird 
explizit auf das Personalreglement des Vereins D.________ vom 1. April 2015 
verwiesen, wonach gemäss Ziff. 2.8 der angegebene Monatslohn jährlich 13 Mal 
ausgerichtet wird (vgl. Bf-act. 6). Soweit der Beschwerdeführer daher vorbringt, 
die Zurückstufung habe eine Lohneinbusse in der Höhe des 13. Monatslohnes 
zur Folge, so erweist sich dies als unzutreffend.

4.1.2  Soweit der Beschwerdeführer zudem vorbringt, mit der Änderung hätte 
sich auch sein Aufgabengebiet wesentlich verändert bzw. die Stelle hätte nicht 
mehr seinem Profil entsprochen, was letztlich den Verlust von wichtigen 
Informationen zum guten Gelingen des Betriebes, einen Koordinationsverlust 
sowie einen Verlust von Einflussmöglichkeiten zur Folge gehabt hätte (vgl. u.a. 
Eingabe vom 21.10.2021), so ist dabei durchaus nachvollziehbar, dass diese 
Zurückstufung beim Beschwerdeführer auf Unmut gestossen haben mag. Allein 
die Tatsache jedoch, dass ihm die Zurückstufung subjektiv überhaupt nicht 
passte (vgl. Vi-act. 147), rechtfertigt jedoch eine Nichtannahme einer 
Änderungskündigung ohne Zusicherung einer neuen Stelle nicht. Zudem zeigt 
sich, dass sich seine Tätigkeitsänderung ohnehin nur auf den Entzug der 
Geschäftsleitungsfunktion bezogen hätte und er in seinem angestammten 
Kernbereich als Leiter 'Abklärung' auch weiterhin in der bisherigen Funktion tätig 
geblieben und mithin auch weiterhin um die bestmögliche berufliche Abklärung 
besorgt gewesen wäre, wobei diese Kernfunktion dem Beschwerdeführer 
offenbar nach wie vor überaus entsprochen hatte (vgl. Vi-act. 147; Bf-act. 2 [Ziff. 
2 Zielsetzung] i.V.m. Bf-act. 3 [Ziff. 2]).

4.2.1  Der Beschwerdeführer bringt zudem vor, es habe sich um eine miss-
bräuchliche Änderungskündigung gehandelt. Diesbezüglich führt die Vorinstanz 
im Einspracheentscheid vom 19. August 2021 aus, es sei zwar gegen die Ände-
rungskündigung beim zuständigen Friedensrichteramt Einsprache erhoben wor-
den, mit der Begründung, die Änderungskündigung sei missbräuchlich. Der Be-
schwerdeführer habe den anlässlich des arbeitsrechtlichen Verfahrens abge-
schlossenen Vergleich jedoch nicht eingereicht (vgl. Ziff. 23f.). Damit sei davon 
auszugehen, dass der neue Arbeitsvertrag mit dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit - mindestens vorübergehend - zumutbar gewesen sei.

4.2.2  Aus den Akten bzw. aus der im Recht liegenden E-Mail des 
Beschwerdeführers an seinen Arbeitgeber vom 25. Mai 2020 (vgl. Vi-act. 147) 
erhellt, dass das Verhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und seinem 
Arbeitgeber nicht als gut bezeichnet werden konnte. Rechtsprechungsgemäss 

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vermögen indes ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit 
Vorgesetzten oder Arbeitskollegen für sich alleine noch keine Unzumutbarkeit 
der Fortführung des Arbeitsverhältnisses zu begründen (vgl. vorstehend Erw. 
2.3.3).

4.2.3  Zudem ist nach Einreichung entsprechender Unterlagen im vorliegenden 
Verfahren erstellt, dass der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 336ff. 
Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
(Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR; SR 220) vom 30. März 1911 wegen 
missbräuchlicher Änderungskündigung gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber 
vorgegangen ist (vgl. Bf-act. 4). Dieses arbeitsrechtliche Verfahren konnte jedoch 
gemäss Verfügung des Friedensrichteramtes Männedorf vom 13.  März 2021 als 
durch Vergleich erledigt werden. Dabei zeigt sich, dass der Beschwerdeführer 
explizit auf die geltend gemachte Forderung von total vier Monatsgehältern im 
Gesamtbetrag von Fr. 42‘000.-- (bei einer maximalen Entschädigung von sechs 
Monats-gehältern [vgl. Art. 336a Abs. 2 OR]) verzichtete; die Parteien gelten 
zudem mit Ausstellen des besprochenen und anerkannten Arbeitszeugnisses per 
Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt; schliesslich übernahm der 
Beschwerdeführer vollumfänglich die Kosten des Schlichtungsverfahrens (vgl. 
Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 23.9.2021 [Beilage 1]). Vor diesem 
Hintergrund sprechen keine überzeugenden Anhaltspunkte dafür, dass die 
Änderungskündigung rechsmissbräuchlich war. Daran vermag weder der 
Stellenantritt seiner Nachfolgerin per 1. Dezember 2020 (vgl. www.D.________.; 
besucht am 15.11.2021) noch der behauptete Mobbingvorwurf etwas zu ändern. 
Es liegen keine gewichtigen Indizien vor, welche für die Richtigkeit der 
Darstellung des Beschwerdeführers bezüglich einer missbräuchlichen Kündigung 
sprechen würden.

4.2.4  Dem sinngemässen Einwand des Beschwerdeführers, ein Verbleib sei 
auch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar gewesen, kann 
schliesslich ebenfalls nicht gefolgt werden, da weder ein entsprechendes ärztli-
ches Zeugnis noch anderweitig konkrete Hinweise vorliegen (vgl. Beschwerde 
vom 20.9.2021 S. 10 Abs. 2).

4.3 In Würdigung der gesamten Umstände ist daher mit dem erforderlichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die Zumutbarkeit der An-
nahme der Änderungskündigung bzw. der Fortführung des Anstellungsverhält-
nisses durch den Beschwerdeführer bis zum Finden einer neuen Stelle zu beja-
hen, womit sämtliche Voraussetzungen im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV er-

http://www.appisberg.ch/2020/11/25/neue

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füllt sind. Der Beschwerdeführer wurde daher zu Recht wegen selbstverschulde-
ter Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung eingestellt.

5. Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung.

5.1.1  Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens 
(Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt gemäss Art. 45 Abs. 3 AVIV 1 bis 15 Tage bei 
leichtem Verschulden (lit. a), 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem Verschulden 
(lit. b) und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (lit. c). Ein schweres Ver-
schulden liegt insbesondere vor, wenn die versicherte Person eine zumutbare 
Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle aufgegeben hat (Art. 45 
Abs. 4 lit. a AVIV). Beim Einstellungsgrund der Auflösung des Arbeitsverhältnis-
ses ohne Zusicherung einer neuen Stelle (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV) kommt dem 
konkreten Sachverhalt für die Verschuldensbeurteilung im Allgemeinen eine er-
hebliche Bedeutung zu, zumal Tatsache und Schwere des Verschuldens meist 
nicht klar feststehen. Bei Einstellungen nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV kann die 
Bestimmung von Art. 45 Abs. 4 AVIV lediglich die Regel bilden, von welcher beim 
Vorliegen besonderer Umstände im Einzelfall abgewichen werden darf (vgl. BGE 
130 V 125 Erw. 3.2).

5.1.2  Bei der Bemessung der Einstellungsdauer sind alle Umstände des konkre-
ten Einzelfalls wie Beweggründe, persönliche Verhältnisse (z.B. Alter, Zivilstand, 
Gesundheit, soziales Umfeld, Bildungsgrad) und Begleitumstände zu berücksich-
tigen (vgl. VGE I 2008 85 vom 25.6.2008 Erw. 4.1 m.H.a. VGE 324/02 vom 
17.7.2002 Erw. 5b, Chopard, a.a.O. S. 167 ff.; AVIG-Praxis ALE, Rz. D 64). 
Massgebend ist das Gesamtverhalten der versicherten Person, das unter 
Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der objekti-
ven und subjektiven Gegebenheiten zu würdigen ist (vgl. BGE 130 V 125 Erw. 
3.5). Es ist dabei vom Mittelwert des jeweils definierten Rahmens für leichtes, 
mittelschweres und schweres Verschulden auszugehen, welcher bei qualifizier-
tem Verhalten entsprechend verschärft und bei privilegiertem Verhalten gemin-
dert werden kann (vgl. BGE 123 V 153 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_24/2021 vom 
10.6.2021 Erw. 6).

5.1.3  Der Bemessung der Einstelldauer bei Aufgabe einer zumutbaren Arbeits-
stelle ohne Zusicherung einer neuen gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG i.V.m. 
Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV ist nicht zwingend ein schweres Verschulden zugrunde 
zu legen. Dabei werden für die Unterschreitung des für schweres Verschulden 
vorgesehenen Sanktionsrahmens statt eines entschuldbaren Grundes gleichbe-
deutend besondere Umstände des Einzelfalles verlangt. Art. 45 Abs. 3 AVIV bil-
det somit lediglich die Regel, von welcher beim Vorliegen besonderer Umstände 

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im Einzelfall abgewichen werden kann, so dass insoweit das Ermessen von Ver-
waltung und Sozialversicherungsgericht nicht auf eine Einstelldauer im Rahmen 
eines schweren Verschuldens beschränkt ist, sondern auch eine mildere Sank-
tion zulässt (vgl. VGE II 2009 65 vom 24.9.2009 Erw. 4.1 m.H.a. Urteil BGer 
C 186/06 vom 4.4.2007 Erw. 2; BGE 130 V 125 Erw. 3.2 m.w.H.).

5.1.4  Die Festlegung der Einstellungsdauer stellt schliesslich eine typische Er-
messensfrage dar; mithin steht der Vorinstanz ein Ermessen zu, das sie pflicht-
gemäss auszuüben hat. Die Kognition des Verwaltungsgerichtes ist in diesem 
Zusammenhang zwar nicht auf Rechtsverletzung beschränkt, sondern erstreckt 
sich auch auf die Beurteilung der Angemessenheit der Verwaltungsverfügung. 
Bei der Angemessenheit geht es dabei um die Frage, ob der zu überprüfende 
Entscheid, den die Vorinstanz nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang 
mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht 
zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Verwal-
tungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen 
der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen kön-
nen, die seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen 
lassen (vgl. VGE II 2021 77 vom 20.9.2021 Erw. 4.4 m.H.a. BGE 137 V 71 
Erw. 5.2, Urteil BGer 8C_331/2019 vom 18.9.2019 Erw. 3.3, VGE II 2016 6 vom 
22.3.2016 Erw. 4.1, VGE II 2015 20 vom 22.7.2015 Erw. 4.1).

5.2 Auch, wenn vorliegend keine Unzumutbarkeit gegeben ist (vgl. vorstehend 
Erw. 4), können die konkreten Umstände, die zwar keine Nichtannahme der Än-
derungskündigung rechtfertigen, das Verschulden des Beschwerdeführers in ei-
nem milderen Licht erscheinen lassen und damit im Rahmen der Verschulden-
sbeurteilung respektive bei der Festlegung der Einstellungsdauer Berücksichti-
gung finden.

5.2.1 Der Beschwerdeführer hat die ihm anerbotene Stelle deshalb nicht ange-
nommen, weil es für ihn eine hierarchische Rückstufung vom Bereichsleiter zum 
Abteilungsleiter sowie einen Ausschluss von der Geschäftsleitung bedeutet hätte. 
Dabei ist zwar nachvollziehbar und bis zu einem bestimmten Grad entschuldbar, 
dass der Beschwerdeführer eine entsprechende Rückstufung nicht einfach hin-
nehmen wollte. Indes handelt es sich hierbei, wie die Vorinstanz zu Recht aus-
führt, um einen persönlichen Entscheid des Beschwerdeführers, welchen er 
höher wertete als die Beibehaltung seines erst seit wenigen Jahren innegehalte-
nen Arbeitsplatzes bis zum Auffinden einer neuen Stelle. Kommt hinzu, dass der 
Beschwerdeführer bei Annahme des neuen Arbeitsvertrages sowohl seinen bis-
herigen Lohn als auch sein bisheriges Pensum beibehalten hätte (vgl. vorste-

14

hend Erw. 4.1.1), womit er keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ge-
habt hätte (vgl. Art. 22 AVIG i.V.m. Art. 24 AVIG; vgl. hierzu Entscheid VwGer St. 
Gallen AVI 2019/45 vom 29.9.2020 Erw. 3.4). Schliesslich kann den vom Be-
schwerdeführer erhobenen Rechtsmissbrauchs- sowie Mobbingvorwürfen ge-
genüber dem Arbeitgeber mangels entsprechender Aktenlage nicht ohne weite-
res gefolgt werden (vgl. vorstehend 4.2/4.3), wobei die Umstände - wie bereits 
zuvor ausgeführt - rund um die Vertragsänderung, keine Gründe darstellen, wel-
che es dem Beschwerdeführer unzumutbar gemacht hätten, bis zum Finden ei-
ner neuen Stelle beim bisherigen Arbeitgeber weiterzuarbeiten (vgl. vorstehend 
Erw. 4.2.3).

5.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer eine zumutbare 
Stelle abgelehnt hat, was in der Regel eine Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung für die Dauer von 31 bis 60 Tage für ein schweres Verschulden zur 
Folge hat, wobei grundsätzlich vom Mittelwert dieses Rahmens - und mithin von 
45 Einstelltagen - auszugehen wäre (vgl. vorstehend Erw. 5.1; Art. 45 Abs. 3 
AVIV). Gleichwohl hat die Vorinstanz von einem schweren Verschulden infolge 
der besonderen Umstände im konkreten Einzelfall bzw. persönlichen Situation 
des Beschwerdeführers - namentlich infolge der hierarchischen Rückstufung vom 
Bereichsleiter zum Abteilungsleiter sowie eines Ausschlusses von der Geschäfts-
leitung ohne Lohn- sowie Pensumseinbusse - abgesehen und die Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung zu Recht - auch mit Blick auf BGE 130 V 125 (vgl. 
Erw. 3.5) - lediglich für die Dauer von 28 Tagen im oberen Bereich des gesetzlich 
vorgegebenen Einstellmasses für ein mittelschweres Verschulden verfügt (vgl. 
hierzu auch Entscheid VwGer St. Gallen AVI 2019/45 vom 29.9.2020 Erw. 3.4). 
Diese Einstelldauer von 28 Tagen ist nicht zu beanstanden. Es kann jedenfalls 
nicht gesagt werden, die Vorinstanz habe ihr Ermessen (vgl. vorstehend Erw. 5.2 
i.V.m. Erw. 5.1.4) zum Nachteil des Beschwerdeführers ausgeübt.

6. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist daher abzuwei-
sen.

6.1 Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG sind für das vorlie-
gende Verfahren keine Kosten zu erheben (vgl. Art. 61 lit. fbis ATSG).

6.2 Eine Parteientschädigung ist nicht zu sprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht gesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 3003 Bern (A).

Schwyz, 15. Dezember 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 17. Januar 2022