# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f2d879d5-117d-5c08-81e4-13283b19d612
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.06.2024 200 2023 835
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-835_2024-06-03.pdf

## Full Text

200 23 835 IV
JAP/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Juni 2024

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Frey, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 30. Oktober 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. 
Beschwerdeführerin) meldete sich im Juli 2020 unter Verweis auf seit mehr 
als 20 Jahren existierende gesundheitliche Probleme bei der IV-Stelle Bern 
(nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (vgl. 
Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Nach medizinischen und 
erwerblichen Abklärungen (u.a. polydisziplinäres Gutachten der 
C.________ GmbH [nachfolgend MEDAS] vom 3. März 2023; AB 102.1 ff.) 
und der Durchführung mehrerer Vorbescheidverfahren (AB 40 ff.) gewährte 
die IVB mit Verfügung vom 30. Oktober 2023 bei einem Invaliditätsgrad von 
56 % ab dem 1. Januar 2021 eine halbe Invalidenrente (AB 131).

B.

Mit Eingabe vom 24. November 2023 erhob die Versicherte, vertreten 
durch Fürsprecher B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 30. Oktober 2023 sei 
aufzuheben und der Beschwerdeführerin eine ganze Invalidenrente 
zuzusprechen.

2. Eventualiter sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 30. 
Oktober 2023 aufzuheben und der Beschwerdeführerin eine 
Dreiviertelsrente zuzusprechen.

3. Subeventualiter sei die Verfügung vom 30. Oktober 2023 aufzuheben 
und das Verfahren an die Beschwerdegegnerin zu weiteren 
Abklärungen zurückzuweisen.

4. Die Ergänzung und Anpassung der Rechtsbegehren bleibt ausdrücklich 
vorbehalten.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen –

Der Beschwerde beigelegt war ein Bericht von Dr. med. D.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. November 2023 
(Akten der Beschwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 3

Mit Eingabe vom 30. November 2023 ergänzte der Rechtsvertreter die 
Beschwerde und reichte einen Bericht von PD Dr. med. E.________, 
Facharzt für Gastroenterologie sowie Praktischer Arzt, vom 28. November 
2023 (BB 4) zu den Akten.

Mit Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2024 schloss die 
Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Dieser beigelegt 
waren Stellungnahme des RAD vom 8., 9. und 10. Januar 2024 (AB 141 
ff.).

Mit Replik vom 27. März 2024 bestätigte die Beschwerdeführerin die 
beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren und tätigte ergänzende 
Ausführungen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) 
Beschwerden gegen solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im 
vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch 
den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse 
an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 
ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 4

Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 30. Oktober 2023 
(AB 131), mit welcher der Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2021 eine 
halbe Invalidenrente zugesprochen wurde. Anstelle der halben verlangt die-
se die Zusprache einer ganzen Invalidenrente, eventualiter einer 
Dreiviertelsrente. Auch wenn lediglich einzelne Elemente der 
Rentenfestsetzung beanstandet werden, bedeutet dies nicht, dass die 
unbestrittenen Teilaspekte in Rechtskraft erwachsen und demzufolge der 
richterlichen Überprüfung entzogen sind (BGE 125 V 413 E. 2d S. 417). 
Folglich ist vorliegend nicht bloss der Anspruch auf eine höhere als die 
zugesprochene halbe Rente, sondern der Rentenanspruch als Ganzes und 
in diesem Zusammenhang insbesondere die Vollständigkeit der 
Sachverhaltsabklärung zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 
162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefochtene 
Verfügung datiert vom 30. Oktober 2023 (AB 131), womit sie nach dem 
Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Indessen liegt 
der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Entstehung des 
Rentenanspruchs mit Blick auf die Anmeldung vom Juli 2020 (AB 1) – unter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 5

der Prämisse der erfüllten Wartezeit i.S.v. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. 
hierzu E. 5 hiernach) – vor dem 1. Januar 2022 (Art. 29 Abs. 1 IVG), 
weshalb grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 
831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) 
massgebend sind (Rz. 9100 f. des Kreisschreibens des Bundesamts für 
Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der 
Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen 
vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 
4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen 
Tätigkeitsbereich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung 
verbleibende Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der 
volle oder bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als 
Erwerbsunfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische 
Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur 
dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer 
Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert 
worden ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines 
Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, dass dieser auch 
invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich gemäss dem 
klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Gesundheitsschaden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 6

auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend ist, ob der 
versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr zumutbar ist, 
ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

2.3.1 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche 
Gesundheitsbeeinträchtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen 
einer Prüfung auf der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der 
Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig 
keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, soweit die 
Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung 
beruht (BGE 141 V 281 E. 2.2 und 2.2.1 S. 287; SVR 2021 IV Nr. 76 S. 257 
E. 4.2.1).

2.3.2 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine 
versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten 
Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von In-
dikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren 
einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – 
tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 
294). Es gilt im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte 
Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die 
Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3 S. 298) und „Konsistenz“ 
einteilen lassen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 
5 S. 304). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades 
ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch 
festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand 
der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat 
die Folgen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte 
Person zu tragen (E. 6 S. 308).

2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 7

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a) und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen 
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) 
gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid 
(Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der 
Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 
70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % 
invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht 
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 
bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im 
Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 
99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 Soweit den Gesundheitszustand betreffend, ist den Akten im 
Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 In der interdisziplinären MEDAS-Gesamtbeurteilung vom 3. März 
2023 (AB 102.1) wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 4 f. Ziff. 4.3):

- Somatische Belastungsstörung (ICD-10 F45.1; undifferenzierte 
Somatisierungsstörung)

- Kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61)

- Untergewicht (ICD-10 R63.4; konstitutionell?; BMI 17.4)

- Verdacht auf eine ADHS im Erwachsenenalter (ICD-10 F90.0)

- Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: 
Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F12.2)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 8

- Osteopenie (DXA im Juni 2021)

- Nikotin- und Cannabis-Abusus, anamnestisch fortgesetzt

- Prurigo-Läsionen vor allem im Gesicht, Nacken, Gesäss, inguinal und 
Stamm mit starker mechanischer exogener Komponente

- Typ-IV-Sensibilisierung auf Sandelholz, Phenylgylcidylether, 
Benzylperoxid, Epoxidharz, Ylang-Ylang, Kompositen-Mix, Paraben-
Mix, Wollwachsalkohol

- Funktionell bedingte Bauchschmerzen mit Durchfall

- Differentialdiagnose: CAPS (Centrally Mediated Abdominal Pain 
Syndrome)

- Funktionell bedingte krampfartige Bauchschmerzen

- Laktoseintoleranz

Aus allgemein-internistischer Sicht bestünden keine Funktionsstörungen; 
die Ressourcen seien nicht beeinträchtigt. Aus dem Untergewicht folgten 
keine klar bezifferbaren Beeinträchtigungen. Für die angestammte 
körperlich nicht belastende Tätigkeit (…) hätten diese keine Relevanz. Die 
Hauterkrankung spiele im Zusammenspiel mit den aufgeführten Diagnosen 
eher eine untergeordnete Rolle. Gleichwohl sei eine Beeinträchtigung des 
Selbstwertgefühls beim Auftreten vermehrter Hautveränderungen im 
Gesichtsbereich, über das die Versicherte berichte, nachvollziehbar. Aus 
gastroenterologischer Sicht seien keine eigenständigen Adaptionskriterien 
zu formulieren. Der Körpersituation entsprechend sollten es aber über-
wiegend körperlich leichtere Arbeiten sein. Die früher ausgeübte Tätigkeit 
als …/… sei entsprechend geeignet gewesen. Rein aus 
gastroenterologischer Sicht sei die Versicherte auch retrospektiv gesehen 
voll arbeitsfähig gewesen. Aus interdisziplinärer Sicht seien für die 
versicherungsmedizinische Gesamtbeurteilung weit vorrangig die 
Gesundheitsstörungen auf psychiatrischem Fachbereich relevant. 
Demgegenüber stünden die gelten gemachten Beschwerden auf 
gastroenterologischem, allgemein-internistischem und dermatologischem 
Fachgebiet deutlich im Hintergrund und/oder seien im Kontext der 
psychischen Störungen zu betrachten. Diagnostisch bestehe eine 
kombinierte Persönlichkeitsstörung und eine somatische 
Belastungsstörung (leicht- bis mittelgradig). Eine ADHS sei möglich, 
erscheine jedoch aktuell nicht versicherungsmedizinisch relevant. Die 
psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 9

(Abhängigkeitssyndrom) schienen insofern versicherungsmedizinisch 
relevant, da das Abhängigkeitssyndrom das Verhalten der Versicherten 
und ihren Realitätsbezug und ihre Motivation beeinflussten. Aufgrund der 
psychischen Störungssymptomatik sei in Bezug auf die Partizipation auf 
eine einfache, wenig anspruchsvolle, eventuell repetitive berufliche 
Tätigkeit zu achten, möglichst ohne Zeitdruck, ohne grössere physikalische 
Belastungen und unter Wahrung günstiger sozialer Voraussetzungen und 
einer wohlwollenden Einstellung des Arbeitgebers. Unter diesen 
Arbeitsbedingungen einer ideal adaptierten Tätigkeit (oder auch im 
Haushalt) bestünden aus rein psychiatrischer Sicht eher geringe 
versicherungsmedizinisch bedeutsame qualitative Einschränkungen 
(Arbeitsfähigkeit von 80 %). Hingegen seien für die früher ausgeübte 
angestammte Tätigkeit mit entsprechend höherer Anforderung eine 
stärkere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erklärbar (Arbeitsfähigkeit von 
50 % integral). Die Teilarbeitsunfähigkeiten addierten sich nicht. Die 
Arbeitsunfähigkeit sei überwiegend psychiatrisch und nach Konsens auch 
interdisziplinär definiert und bestehe seit Rückkehr aus …es im Jahre 2020 
(S. 6 ff. Ziff. 4.3 sowie 4.5 ff.). 

3.1.2 PD Dr. med. E.________ äusserte sich im Schreiben vom 4. April 
2023 (AB 111/8) zum gastroenterologischen MEDAS-Teilgutachten. 
Vorliegend handle es sich um ein CAPS (ICD-10 K58.8; Erstdiagnose: 
2013) im Zusammenhang mit einer schweren disorders of gut-brain 
interaction (DGBI) bei Status nach Lamblien und Amöben Enteritiden vor 
2001. Das Gutachten sei sehr sorgfältig und fachlich korrekt durchgeführt 
worden. Es fehle einzig der Schluss, dass sehr oft die früher unter dem 
Namen postinfektiöse Reizdarmsyndrome genannten Zusammenhänge 
hier absolut gegeben seien. Zusätzlich werde die Diagnose im Wert 
gemindert, indem sie als Ausschlussdiagnose gelte. In der gutachterlichen 
Auflistung der Diagnosen werde ein CAPS nur als mögliche 
Differentialdiagnose erwähnt, wo es doch eigentlich die Leitdiagnose im 
Rahmen des DGBI darstelle. Aufgrund der Symptome, die im Gutachten 
beschrieben würden, sei die Situation vergleichbar mit der Situation im Juni 
2021 und betrage die Arbeitsfähigkeit sowohl in einer angepassten als 
auch in einer nicht angepassten Tätigkeit 0 %.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 10

3.1.3 Dr. med. D.________ führte am 11. April 2023 (AB 111/5) aus, die 
Diagnosestellung ADHS (ICD-10 F90.0) dürfe als gesichert gelten. Aus den 
aus psychiatrischer Sicht gestellten Diagnosen ergebe sich eine derartige 
Komorbidität, dass von einer deutlicheren Einschränkung der medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden müsse, als im 
Gutachten dargelegt. Tatsächlich sei die Einschätzung der Gutachter einer 
möglichen ADHS ohne aktuelle versicherungsmedizinische Relevanz nicht 
nachvollziehbar und stelle einen groben Fehler dar. Möge ein Mensch mit 
einer undifferenzierten Somatisierungsstörung eine 20%ige Minderung der 
Arbeitsfähigkeit erleiden, so sei die Komorbidität mit einer kombinierten 
Persönlichkeitsstörung und der ADHS doch zu gewichten, dass hier für 
eine Tätigkeit mit entsprechend höherer Anforderung keine Arbeitsfähigkeit 
mehr vorliege, eine ideal-adaptierte Tätigkeit zu 50 % – nämlich kumulativ 
einer gewissen Präsenzzeit und einer Minderung der Leistungsfähigkeit – 
möglich wäre. Die Versicherte sei unter bewusster Ausserachtlassung 
krankheitsfremder Faktoren wegen der Persönlichkeitsstörung und der 
ADHS keinem Arbeitgeber zumutbar. Selbst wenn eine medizinisch-theore-
tische Arbeitsfähigkeit für einen angepassten Arbeitsplatz gesehen würde, 
der sich mit freier Zeiteinteilung für Arbeit … ohne … womöglich 
projektbezogen im Bereich von … und … definieren liesse, so bestehe 
auch in einer solchen bezüglich des ersten Arbeitsmarktes keine 
Realitätsorientierung, da die Versicherte in ihrer Komorbidität aus 
Persönlichkeitsstörung und ADHS keinem Arbeitgeber zugemutet werden 
könne. Die Möglichkeit, eine derartige Tätigkeit zu erbringen, bestehe 
ehrlicherweise eher im zweiten Arbeitsmarkt. 

3.1.4 Der gastroenterologische MEDAS-Gutachter Dr. med. F.________, 
Facharzt für Gastroenterologie sowie Allgemeine Innere Medizin, führte in 
der Stellungnahme vom 24. Juli 2023 (AB 120) aus, die Versicherte sei aus 
gastroenterologischer Sicht voll arbeitsfähig. Die attestierte 
Arbeitsunfähigkeit sei vorwiegend auf psychische Störungen 
zurückzuführen. Patienten mit funktionell bedingten Störungen des Magen-
Darm-Trakts verlangten häufig invasive und kostenintensive Abklärungen in 
der Hoffnung, die Ursache der Beschwerden herauszufinden und besser 
behandeln zu können. Solche Aktivitäten könnten in der Wirklichkeit 
kontraproduktiv sein, weil sie die Überzeugung der Patienten verstärkten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 11

dass die bisherigen Abklärungen nicht korrekt durchgeführt worden seien. 
Daher werde die Durchführung einer Nachbegutachtung nicht empfohlen.

3.1.5 Der psychiatrische MEDAS-Gutachter Dr. med. G.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in der MEDAS-
Stellungnahme vom 27. Juli 2023 (AB 121) aus, die Komorbidität der 
kombinierten Persönlichkeitsstörung und der AHDS habe sich bei der 
Versicherten zeitlebens sowohl im Bereich von zwischenmenschlichen 
Kontakten im Arbeitsleben als auch im Privatbereich geäussert. Die 
Arbeitsunfähigkeit sei im Jahre 2016 durch einen Arbeitsplatzkonflikt 
ausgelöst worden, wonach die Versicherte nicht mehr an den Arbeitsplatz 
zurückgekehrt sei. Es habe sich somit nicht primär um überwiegende 
Leistungs- oder Fähigkeitsprobleme aufgrund einer relevanten 
gesundheitlichen Problematik oder Erkrankung gehandelt, wegen der sie 
seither dauerhaft arbeitsunfähig geworden und deswegen an ihren 
Arbeitsplatz nicht mehr zurückgehrt wäre. Vielmehr habe sie sich in diesem 
Zusammenhang gekränkt und durch den Konflikt mit ihrem Arbeitgeber 
derart frustriert gefühlt, was sie selbst als Burnout beschrieben habe, das 
retrospektiv aber allenfalls als eine Anpassungsproblematik imponiere. 
Aktuell sei eher anzunehmen, dass der aktuelle Zustand die Folge der 
langen Arbeitsunfähigkeit zu sein scheine, als dessen Ursache, da sie die 
Kränkung an ihrem Arbeitsplatz bislang noch nicht adäquat zu verarbeiten 
scheine. Eine berufliche Integration in einer angepassten Tätigkeit sei 
möglich, da die Versicherte über sonst gute Ressourcen verfüge. Eine 
berufliche Nichteignung im Sinne einer fehlenden oder unzureichenden 
Zumutbarkeit einem Arbeitgeber bzw. einem üblichen 
Arbeitsumfeld gegenüber liege nicht vor. 

3.1.6 Dr. med. D.________ äusserte sich im Schreiben vom 23. 
November 2023 (BB 3) an den Rechtsvertreter der Versicherten zur 
Beurteilung des psychiatrischen MEDAS-Gutachters Dr. med. G.________ 
vom 27. Juli 2023. Es sei zu wiederholen, dass die Versicherte wegen der 
gestellten Diagnosen ADHS (ICD-10 F90.0) und Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10 F61), die sich beide über den Lebensverlauf manifestierten und 
verstärkten, in den vergangene Jahren, aktuell und zukünftig im ersten 
Arbeitsmarkt nicht als arbeitsfähig eingeschätzt werde, sie im zweiten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 12

Arbeitsmarkt durchaus mit einem Pensum von 50 % ihre intellektuellen 
Fähigkeiten nutzen und dann unter sehr angepassten Bedingungen 
dadurch in unterschiedlichen Lebensbereichen und dem gesellschaftlichen 
Umfeld teilhaben könnte.

3.1.7 PD Dr. med. E.________ führte im Bericht vom 28. November 2023 
(BB 4) an die Versicherte aus, die Arbeitsfähigkeit werde im Gutachten rein 
auf die Diagnose begründet angegeben. Die Symptome und deren 
einschränkenden Auswirkungen im Alltag würden bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt. Dies sei umso erstaunlicher, da der 
Gutachter die Angaben als kongruent und plausibel bezeichne. Insgesamt 
scheine eine Arbeitsfähigkeit nur aufgrund einer Diagnose ohne 
Berücksichtigung der täglich auftretenden Symptomatik bzw. der fehlenden 
Möglichkeiten diese zu beeinflussen, zu beurteilen, nicht zulässig.

3.1.8 Die im Beschwerdeverfahren von der Versicherten eingereichten 
Berichte von PD Dr. med. E.________ und Dr. med. D.________, legte die 
Beschwerdegegnerin dem RAD zur Stellungnahme vor (vgl. AB 139). 
Dabei kamen die Dres. med. H.________, Facharzt für Chirurgie, 
J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie 
I.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, zum Schluss, auf 
das MEDAS-Gutachten sei weiterhin abzustellen und weitere Abklärungen 
seien nicht notwendig (vgl. RAD-Aktenbeurteilungen vom 8., 9. und 10. 
Januar 2024; AB 141 ff.). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 13

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezial-
ärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2). Eine von anderen mit der versicherten 
Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung vermag die Objektivität 
des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten 
eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen 
und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche Einschätzung 
letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls 
Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 
E. 7.2.2 S. 110).

3.3

3.3.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen 
Verfügung vom 30. Oktober 2023 (AB 131) im Wesentlichen auf das 
polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 3. März 2023 (AB 102.1 ff.) sowie 
die ergänzenden Stellungnahmen vom 24. Juli 2023 (AB 120) und 27. Juli 
2023 (AB 121). Diese erfüllen – jedenfalls was die erhobenen Befunde und 
Diagnosen betrifft – die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
gestellten Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise (vgl. E. 3.2 
hiervor), weshalb grundsätzlich darauf abzustellen ist. Die Feststellungen 
der Gutachter beruhen auf eigenen spezialärztlichen Abklärungen und sind 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 14

in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten 
Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge sind für die streitigen Belange umfassend 
und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden 
nachvollziehbar und einleuchtend begründet. Auch – und entgegen dem 
beschwerdeweisen Vorbringen (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 7) – wurde das 
Gutachten sowie dessen ergänzende Stellungnahmen dem RAD zur 
Verifizierung vorgelegt (vgl. AB 141 ff.; vgl. diesbezüglich auch Art. 49 IVV). 
Soweit die Länge von sechs Monaten zwischen psychiatrischer Exploration 
und Gutachtenserstellung thematisiert bzw. bemängelt wird (vgl. AB 111/6; 
vgl. auch Replik S. 2 Ziff. 2), ist nicht ersichtlich, wie dieser Umstand den 
Beweisgrad der MEDAS-Expertise in irgendeiner Weise schmälern sollte. 
Die Kritik der Beschwerdeführerin, das Gutachten wiederspiegle ihr 
Krankheitsbild nicht korrekt, das daraus gezogene Fazit sei nicht korrekt 
und insbesondere gestützt auf die Berichte von PD Dr. med. E.________ 
und Dr. med. D.________ entstünden erhebliche Zweifel am Gutachten 
(vgl. Beschwerde S. 3 ff. Ziff. 3 ff., Beschwerdeergänzung sowie Replik), 
vermag – wie nachfolgend dargelegt – nicht zu überzeugen. Mit der seitens 
der behandelnden PD Dr. med. E.________ und Dr. med. D.________ 
erhobenen Kritik (vgl. Stellungnahmen vom 4. April 2023 [AB 111/8], 11. 
April 2023 [AB 111/5], 23. November 2023 [BB 3] und 28. November 2023 
[BB 4]) setzten sich die MEDAS-Gutachter Dres. med. F.________ und 
G.________ (Stellungnahmen vom 24. Juli 2023 [AB 120] und 27. Juli 2023 
[AB 121]) und die Dres. med. I.________, H.________ und J.________ 
(RAD-Stellungnahmen vom 8. Januar 2024 [AB 141], 9. Januar 2024 [AB 
142] und 10. Januar 2024 [AB 143]), auseinander. Die Behandler 
benannten keine neuen Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären (vgl. dazu SVR 2021 IV Nr. 
10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3).

3.3.2 Wie gutachterlich festgestellt und vom RAD bestätigt, bestehen mit 
Ausnahme des Erfordernisses körperlich eher leichterer Arbeiten aus 
gastroenterologischer, allgemein-internistischer und dermatologischer Sicht 
keine Einschränkungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Die übrigen 
medizinischen Berichte wie auch die Einwände der Beschwerdeführerin 
vermögen daran nichts zu ändern:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 15

Dass der gastroenterologische Gutachter einerseits die Angaben der 
Beschwerdeführerin kongruent und plausibel beurteilte (AB 102.5/7 Ziff. 6.2 
Lemma 3) und andererseits auf seinem Fachgebiet trotzdem eine 
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestierte (AB 102.5/8 f. Ziff. 8), ist nicht 
widersprüchlich. Denn er schloss eine organische Erkrankung des Magen-
Darm-Trakts weitgehend aus, sah das klinische Beschwerdebild im 
Rahmen von funktionellen Störungen des Magen-Darm-Trakts, liess jedoch 
offen, ob im Sinne einer Ausschlussdiagnose ein CAPS vorliegt (AB 
102.5/7 Ziff. 6.1). Daher ist auch nachvollziehbar, dass der Gutachter von 
funktionell bedingten – d.h. nicht durch strukturelle oder bio-chemische 
Erkrankungen erklärbaren (vgl. dazu etwa BUCHMANN/DEGEN [Hrsg.], 
Chronische Bauchbeschwerden, 1. Aufl. 2010, S. 148) – Bauchschmerzen 
ausging und das CAPS als Differentialdiagnose auflistete (AB 102.5/8 Ziff. 
6.3). Zudem ist die ärztliche Kontroverse (vgl. AB 111/8) bezüglich 
diagnostische Einordnung letztlich nicht ausschlaggebend, sondern die 
Auswirkung des Gesundheitsschadens auf die funktionelle 
Leistungsfähigkeit (BGE 143 V 418 E. 6 S. 427). Damit erweist sich die von 
PD Dr. med. E.________ erhobene Kritik, der gastroenterologische 
MEDAS-Gutachter habe das Krankheitsbild nicht erkannt, obwohl dieser 
die Symptome sehr wohl nenne und auch als plausibel ansehe, dann aber 
allein der Psyche zuordne bzw. eine es liege ein Diagnosefehler vor (vgl. 
auch Beschwerdeergänzung S. 1), nicht stichhaltig. Wie Dr. med. 
H.________ vom RAD diesbezüglich in der Stellungnahme vom 8. Januar 
2024 (AB 141) zu Recht darlegt, begründen die von PD Dr. med. 
E.________ genannten Diagnosen – soweit sie zuträfen – keine 
Arbeitsunfähigkeit, zumal von Letzterem keine relevanten 
Funktionsstörungen beschrieben werden. 

3.3.3 Wie gutachterlich festgestellt und vom RAD bestätigt bestehen aus 
psychiatrischer Sicht eine somatische Belastungsstörung (ICD-10 F45.1; 
undifferenzierte Somatisierungsstörung), eine kombinierte 
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0), ein Untergewicht (ICD-10 F63.1; 
konstitutionell?), psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide 
(Abhängigkeitssyndrom; ICD-10 F12.2) sowie ein Verdacht auf eine ADHS 
im Erwachsenenalter (ICD-10 F90.0). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 16

Gestützt auf die Schlussfolgerungen der Dres. med. G.________ und 
J.________ (AB 102.3, 121, 142) ist erstellt, dass das Vorliegen einer 
ADHS nur möglich ist. Die damit verbundene Kontroverse in Bezug auf die 
diesen Feststellungen entgegenstehenden Berichten des Dr. med. 
D.________, der das Vorliegen einer ADHS als erstellt sieht bzw. der 
Umstand, dass gutachterlich diesbezüglich lediglich eine 
Verdachtsdiagnose gestellt wird, als erheblichen Fehler bezeichnet (AB 71, 
111/5, BB 3; vgl. auch Beschwerde S. 4 Ziff. 5 sowie Replik S. 2 f. Ziff. 2), 
ist letztlich nicht ausschlaggebend, sondern die Auswirkungen des 
Gesundheitsschadens auf die funktionelle Leistungsfähigkeit (BGE 143 V 
418 E. 6 S. 427). Zudem zeigte der psychiatrische Gutachter die Gründe, 
warum lediglich die Verdachtsdiagnose einer ADHS zu stellen ist, 
überzeugend auf (AB 121). Auch kam er zum Schluss, dass eine allfällige 
ADHS aktuell nicht versicherungsmedizinisch relevant ist (AB 102.3/4 Ziff. 
6.3). Diese Feststellung überzeugt, zumal in der psychiatrischen 
Gutachtensergänzung vom 27. Juli 2023 nachvollziehbar dargelegt wurde, 
dass die Beschwerdeführerin über keinerlei Probleme in der Schulzeit 
berichtet hat und nach Aus- und Weiterbildung bis im Jahr 2016 im 
Erwerbsleben eine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft zeigte, was 
auch lange Zeit mit einem guten Einkommen verbunden war (AB 121/4). 
Vielmehr wurde die Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2016 durch einen 
Arbeitsplatzkonflikt ausgelöst, wonach sie nicht mehr an den Arbeitsplatz 
zurückgekehrt ist. Damit ist mit Dr. med. G.________ davon auszugehen, 
dass der Grund, welcher zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat und auch 
weiterhin führt bzw. wegen dem sie nicht mehr an ihren Arbeitsplatz 
zurückkehrte, nicht primär in überwiegenden Leistungs- oder 
Fähigkeitsproblemen aufgrund einer relevanten gesundheitlichen 
Problematik oder Erkrankung liegt. Vielmehr hat sich die 
Beschwerdeführerin gekränkt und durch den Konflikt mit ihrem Arbeitgeber 
frustriert gefühlt, was sie selbst als Burnout beschrieben hat, was 
retrospektiv allenfalls als Anpassungsproblematik imponiert. Die aktuelle 
Arbeitsunfähigkeit ist durch die bislang noch nicht adäquate Verarbeitung 
der damaligen Kränkung bedingt (AB 121/5). Diese Schlussfolgerungen 
wurden auch vom RAD-Psychiater Dr. med. J.________ (vgl. AB 142/6) 
bestätigt, überzeugen und es ist in der Folge darauf abzustellen. Der 
Umstand, dass Dr. med. D.________ die Beschwerdeführerin behandelt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 17

hat bzw. noch behandelt, hat nicht zur Folge, dass dessen Berichte den 
Beweisgrad des Gutachtens zu schmälern vermöchten, bzw. dass von 
einer Falscheinschätzung durch den psychiatrischen Gutachter (Replik S. 3 
Ziff. 2) auszugehen wäre; der behandelnde Psychiater bringt zudem keine 
sachverhaltlichen Aspekte vor, die der Gutachter nicht beachtet hätte. Im 
Übrigen betrifft die von Dr. med. D.________ postulierte Unverwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt (vgl. Beschwerde S. 4 
Ziff. 5 f.) nicht eine medizinische, sondern eine rechtliche Frage. Nur der 
Vollständigkeit halber ist auf den Umstand hinzuweisen, dass Dr. med. 
D.________ die Unverwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit wie auch die im 
Gegensatz zum Gutachten höhere Arbeitsunfähigkeit im angestammten 
wie in einer leidensangepassten Tätigkeit in einer Komorbidität der 
Somatisierungsstörung mit der kombinierten Persönlichkeitsstörung und 
der ADHS sieht (vgl. etwa AB 111/6; vgl. auch Beschwerde S. 4 Ziff. 5). 
Wie bereits dargelegt, ist jedoch die ADHS aktuell nicht 
versicherungsmedizinisch relevant. Schliesslich ist nicht ersichtlich, 
inwieweit das Vorbringen der Beschwerdeführerin, Dr. med. D.________ 
sei als „unabhängiger, strenger Gutachter“ bekannt (vgl. Beschwerde S. 4 
Ziff. 5), im vorliegenden Fall etwas zum Beweiswert des MEDAS-
Gutachtens bzw. zu deren ergänzenden Stellungnahme oder den 
Beurteilungen des RAD beitragen sollte. 

3.3.4 Nach dem Dargelegten erfüllen das MEDAS-Gutachten vom 
3. März 2023 inkl. interdisziplinärer Gesamtbeurteilung und Teilgutachten in 
vier medizinischen Disziplinen (AB 102.1 ff.) sowie die gutachterlichen 
Ergänzungsstellungnahmen der Dres. med. F.________ vom 24. Juli 2023 
(AB 120) und G.________ vom 27. Juli 2023 (AB 121) die 
Beweisanforderungen, so dass darauf abzustellen ist. Der medizinische 
Sachverhalt erweist sich damit als rechtsgenüglich abgeklärt und von 
weiteren Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Weitere 
medizinischen Sachverhaltserhebungen – insbesondere das beantragte 
Obergutachten (vgl. etwa Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren 3 und S. 5 Ziff. 
9 sowie Replik S. 3 Ziff. 2) – erübrigen sich damit in antizipierter 
Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 
V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 18

4.

4.1 Zu prüfen bleibt damit, ob anhand des strukturierten 
Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 der psychiatrisch attestierten 
Arbeitsunfähigkeit von 50 % im angestammten Beruf bzw. 20 % in einer 
leidensangepassten Tätigkeit auch aus rechtlicher Sicht gefolgt werden 
kann, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast hierfür trägt 
(BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416; vgl. 2.3.1 f. hiervor).

4.2 Wie in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung dargelegt, waren 
bzw. sind bei der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht allenfalls 
geringe Hinweise auf nicht authentische Aussagen zur Anamnese bzw. 
nicht authentischem Verhalten im Rahmen der aktuellen 
Untersuchungssituation erkennbar, welche als Verdeutlichung imponierten 
(AB 102.1/4 Ziff. 4.2). Dieses Verhalten stellt keine Aggravation oder 
ähnliches Verhalten dar, d.h. die Grenzen eines bloss verdeutlichenden 
Verhaltens bzw. einer Symptomausweitung sind nicht überschritten, 
welches einen versicherten Gesundheitsschaden ausschliessen würde (vgl. 
E. 2.3.1 hiervor). Die Prüfung der ersten Ebene schliesst damit einen 
invalidisierenden Gesundheitsschaden nicht aus, womit auf der zweiten 
Ebene anhand der Standardindikatoren die ergebnisoffene symmetrische 
Beurteilung des tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens zu prüfen ist. 

4.2.1 Mit Bezug auf den Komplex Gesundheitsschädigung (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1 S. 298 ff.) ergibt sich das Folgende:

4.2.1.1 Beim Indikator der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 
und Symptome gilt es unter anderem, die Schwere des 
Krankheitsgeschehens anhand aller verfügbaren Elemente aus der 
diagnoserelevanten Ätiologie und Pathogenese zu plausibilisieren (BGE 
141 V 281 E. 4.3.1 S. 298 f.). Gestützt auf die gutachterlich erhobene 
Befundlage (AB 102.3/9 f. Ziff. 4.3) ist gesamthaft von einer aktuell 
ausgeprägten gesundheitlichen Beeinträchtigung auszugehen, nicht jedoch 
von einer schwereren Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde als den 
gestellten Diagnosen bereits inhärent ist (vgl. Entscheid des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 19

Bundesgerichts [BGer] vom 9. Mai 2019, 9C_755/2018, E. 4.2.1, mit 
Hinweis auf BGE 143 V 418 E. 5.2.2 S. 425). 

4.2.1.2 Sodann ist auf den Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder die 
-resistenz als wichtige Indikatoren für den funktionellen Schweregrad einzu-
gehen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f). Der psychiatrische MEDAS-
Gutachter geht davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit durch medizinische 
Massnahmen noch verbessert werden kann. Er bringt diesbezüglich vor, 
aus psychiatrischer Sicht liege auch eine Noncompliance vor, wobei die 
diesbezüglichen Verhaltensweisen bei der Beschwerdeführerin inzwischen 
fixiert erschienen. Eine Therapie, würde sie die Beschwerdeführerin einfor-
dern, bestünde in erster Linie in psychotherapeutischen und edukativen 
Möglichkeiten. Ob eine Anordnung einer Schadenminderungsmassnahme 
sinnvoll wäre, erschien dem psychiatrischen Gutachter zweifelhaft, dies 
speziell in Bezug auf das problematische Verhältnis der Beschwerdeführe-
rin zu Autoritäten, zumal damit mit Widerständen und geringer Motivation 
zu rechnen wäre. Durch eine selbstmotivierte Therapie nach entsprechen-
den edukativen Massnahmen wäre jedoch mit einer Verbesserung zu rech-
nen (AB 102.3/17 Ziff. 8). In seiner ergänzenden Stellungnahme vom 
27. Juli 2023 legte der psychiatrische Gutachter alsdann dar, dass die Be-
schwerdeführerin bisher zu keinem Zeitpunkt eine stationäre Behandlung 
oder eine medizinische bzw. berufliche Rehabilitation angestrebt und bis-
lang keine integrativen Massnahmen unternommen hat. Sie möchte viel-
mehr ihren eigenen Lebensstil weiterleben und sich weder privat noch be-
ruflich unterordnen, um ihre Autonomie nicht einzubüssen (AB 121/5). Da-
mit besteht keine Behandlungsresistenz. Dass keine Eingliederung in eine 
angepasste Tätigkeit erfolgte, liegt einerseits im Verhalten der Beschwer-
degegnerin, welche bereits mit Mitteilung vom 14. Januar 2021 (AB 38) die 
Möglichkeit von Eingliederungsmassnahmen verneinte, wogegen die Be-
schwerdeführerin zumindest anfänglich und indirekt opponierte (AB 41, 46). 
Andererseits sieht sie sich zumindest in der Folge selbst als nicht mehr 
leistungsfähig im Berufsleben (vgl. etwa AB 102.3/6 Ziff. 3.2). Ob eine Ein-
gliederungsresistenz vorliegt oder nicht, kann mit Blick auf das Resultat 
(vgl. E. 4.4 hiernach) jedoch offen bleiben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 20

4.2.1.3 Hinsichtlich des Indikators Komorbiditäten (BGE 143 V 418 E. 8.1 
S. 429 f., 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.) ergibt sich das Folgende: Durch 
die psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide (Abhängig-
keitssyndrom; ICD-10 F12.2) ist insofern eine Komorbidität gegeben, als 
dieses Abhängigkeitssyndrom das Verhalten der Beschwerdeführerin, ihren 
Realitätsbezug und ihre Motivation zu beeinflussen scheint (AB 102.3/14 
Ziff. 6.3). Ferner liegt auch eine somatische Komorbidität vor. Wie im der-
matologischen Teilgutachten dargelegt, spielt die Hauterkrankung im Zu-
sammenspiel mit den übrigen Diagnosen eine untergeordnete Rolle. 
Gleichwohl ist eine Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls beim Auftreten 
vermehrter Hautveränderungen im Gesichtsbereich nachvollziehbar 
(AB 102.6/8 Ziff. 7.2). Damit liegen zumindest gewisse Interferenzen durch 
somatische wie auch psychische Komorbiditäten vor. 

4.2.2 Betreffend den Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) attestierte der psychiatrische Gutachter zwar eine kombinierte Per-
sönlichkeitsstörung (ICD-10 F61; AB 102.3/15 Ziff. 6.3) und postulierte 
diesbezügliche Einschränkungen (AB 102.3/9 f. Ziff. 4.3). Trotzdem ging er 
insgesamt von geringen versicherungsmedizinisch bedeutsamen psychi-
schen Einschränkungen aus und attestiert für die angestammte Tätigkeit 
eine 50%ige und für eine leidensangepasste Tätigkeit eine 80%ige Arbeits-
fähigkeit (AB 102.3/15 f. Ziff. 7.2).

4.2.3 Was den Komplex Sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 
S. 303) betrifft, ist den Akten das Folgende zu entnehmen: Die Beschwer-
deführerin lebt alleine in einer 50m2-Wohnung und hat weder einen Partner 
noch Kinder. Sie hat einzelne Kollegen, zieht sich selbst aber sozial zurück 
und hat kaum Kontakt zur Aussenwelt. Mit Bekannten kommuniziert sie 
über Facebook. Zu ihrer Ursprungsfamilie (Vater und Schwestern) hat sie 
den Kontakt abgebrochen bzw. besteht kein häufiger Kontakt (AB 54/9, 
102.3/5 ff. Ziff. 3.2, 102.5/5 Ziff. 3.2). Damit ist erstellt, dass das Umfeld der 
Beschwerdeführerin kaum Ressourcen bietet und damit der soziale Kontext 
insgesamt nur geringe mobilisierende Ressourcen bereithält.

4.3 Beweisrechtlich entscheidend ist die Kategorie "Konsistenz". Dar-
unter fallen verhaltensbezogene Kategorien (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 
S. 303 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 21

4.3.1 Betreffend den Indikator der gleichmässigen Einschränkung des Ak-
tivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 141 V 281 
E. 4.4.1 S. 303 f.) ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin zwischen 
08.00 und 10.00 Uhr aufsteht. Sie erledigt den Haushalt und die Einkäufe, 
bereitet ihre Mahlzeiten zu, tätigt administrative Arbeiten, kauft ein, medi-
tiert und führt Yogaübungen durch. Sie schaut Filme, liest, macht Sport und 
beschäftigt sich mit … und …. Manchmal macht sie Spaziergänge oder 
fährt Velo. Weiter kommuniziert sie über Facebook mit Bekannten. Zwi-
schen 23.00 und 24.00 Uhr geht sie zu Bett. (AB 102.3/7 Ziff. 3.2, 102.4/5 f. 
Ziff. 3.2, 102.5/5 Ziff. 3.2). Damit ist zwar ein gewisses Aktivitätsniveau er-
stellt, welches der gutachterlich festgestellten Arbeitsunfähigkeit von 20 % 
bzw. einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer leidensangepassten Tätigkeit 
aber nicht widerspricht, zumal ein wesentlicher Teil der Freizeit- und All-
tagsgestaltung überwiegend passives, konsumierendes Tun darstellt und 
zumindest keine fordernden Aktivitäten beinhaltet (vgl. Entscheid des BGer 
vom 9. Mai 2018, 9C_899/2017, E. 4.2.5).

4.3.2 Was den behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewie-
senen Leidensdruck und in diesem Zusammenhang die therapeutischen 
Optionen (BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304) angeht, ist festzuhalten, dass 
gutachterlich aus psychiatrischer Sicht eine Noncompliance festgestellt 
wurde (AB 102.1/5 Ziff. 4.3). Ärztliche Behandlungen/Konsultationen hat 
die Beschwerdeführerin bis zur Begutachtung nur sehr spärlich in Anspruch 
genommen (AB102.3/8 Ziff. 3.2, 102.3/12 Ziff. 6). Dass sie nun angeblich in 
der Klinik K.________ eine fachärztlich-psychiatrische ambulante Behand-
lung aufgenommen hat (BB 3), ändert nichts am Umstand, dass die fehlen-
de bzw. verweigerte Behandlung insgesamt gegen einen tatsächlichen Lei-
densdruck spricht. Bezüglich beruflicher Eingliederung hat eine solche nicht 
stattgefunden, weshalb zum eingliederungsanamnestischen Leidensdruck 
keine Feststellungen gemacht werden können. 

4.4 Aufgrund des Dargelegten sprechen auf der zweiten Ebene einige 
Indikatoren zwar gegen eine Invalidisierung, insgesamt liegen jedoch keine 
triftigen Gründe vor, die rechtlich ein Abweichen von der attestierten Ar-
beitsunfähigkeit rechtfertigen. Deshalb ist das Vorliegen eines invalidisie-
renden Gesundheitsschadens zu bejahen und vor diesem Hintergrund ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 22

aus rechtlicher Sicht seit der Rückkehr der Beschwerdeführerin aus … im 
Jahre 2020 auf die gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % in 
der angestammten und von 20 % in einer leidensangepassten Tätigkeit 
abzustellen. Auf dieser medizinischen Grundlage ist nachfolgend die Invali-
ditätsbemessung vorzunehmen. 

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). Nicht massgebend ist, 
was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 
E. 5.1.2 S. 53; SVR 2021 IV Nr. 29 S. 91 E. 2.2). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statistische 
Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der 
Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung 
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Fak-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 23

toren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 22 
S. 71 E. 4.2).

5.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden. Da-
bei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim 
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der 
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei übli-
cherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt 
wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss 
Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszuge-
hen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu 
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst 
bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leis-
tungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 
benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 
Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom 
Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 
472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöh-
ne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen 
Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Ab-
zug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 174 
E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 
IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). 

5.4 Der frühestmögliche Rentenbeginn liegt unter Berücksichtigung der 
Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG und der Leistungsanmeldung im Juli 
2020 (AB 1) im Januar 2021 (vgl. E. 2.1 hiervor). Auch wenn gutachterlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 24

erst seit der Rückkehr der Beschwerdeführerin aus … in die Schweiz im 
Juni 2020 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (AB 102.1/7 f. 
Ziff. 4.5 ff.), wurde gemäss psychiatrischer Gutachtensergänzung die Ar-
beitsunfähigkeit bereits durch einen Arbeitsplatzkonflikt im Jahre 2016 aus-
gelöst (AB 121/5). Damit war das Wartejahr Ende Mai 2021 erfüllt und der 
Einkommensvergleich ist auf das Jahr 2021 hin vorzunehmen. 

5.5 Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bei guter 
Gesundheit weiterhin in der …branche tätig wäre. Aufgrund der immer wie-
der wechselnden Arbeitgeber (vgl. etwa AB 2) und dem Umstand, dass sie 
im Jahr 2020 vorübergehend in … auswanderte (AB 1/3 Ziff. 4.1) und be-
reits in den Jahren davor zumindest teilweise arbeitslos war, ist das Vali-
deneinkommen aufgrund statistischer Werte festzulegen (vgl. E. 5.2 hier-
vor). Gemäss der Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2020 verdienten 
Frauen im Jahr 2020 im Bereich freiberufliche, wissenschaftliche und tech-
nische Dienstleistungen (Ziff. 69-75; worunter auch der …bereich fällt [vgl. 
NOGA 2008, Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige]) im Kompe-
tenzniveau 4 ein monatliches Salär von Fr. 7'784.--. Aufgerechnet auf ein 
Jahr, angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.6 
Stunden (vgl. Tabelle Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilun-
gen, in Stunden pro Woche, Ziff. 69-75) und unter Berücksichtigung der 
Nominallohnentwicklung per 2021 (Ziff. 69-75 der Tabelle T1.2.20, Nomi-
nallohnindex, Frauen 2021-2023, 2020 [100], 2021 [100.2]) ergibt sich ein 
Valideneinkommen von Fr. 97'338.60 (Fr. 7'784.-- x 12 Monate / 40 Stun-
den x 41.6 Stunden / 100 x 100.2).

5.6 Da die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit in Bezug auf 
ihre angestammte Tätigkeit bzw. eine ihre zumutbare leidensangepasste 
Arbeit nicht verwertet, ist das Invalideneinkommen anhand statistischer 
Werte zu bestimmen, nämlich des Totalwerts der Tabelle TA1_tirage_skill-
level der LSE 2020, Frauen, Kompetenzniveau 1 (Fr. 4'276.--; vgl. E. 5.3 
hiervor). Bei Aufrechnung auf ein Jahr, unter Berücksichtigung einer be-
triebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Totalwert 
der Tabelle Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in 
Stunden pro Woche), einer Anpassung an die Nominallohnentwicklung per 
2021 (Totalwert der Tabelle T1.2.20, Nominallohnindex, Frauen 2021-2023, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 25

2020 [100], 2021 [100.6]) und einer Arbeitsfähigkeit von 80 % resultiert ein 
Invalideneinkommen von Fr. 43'050.95 (Fr. 4'276.-- x 12 Monate / 40 Stun-
den x 41.7 Stunden / 100 x 100.6 x 80 %). Hiervon ist kein Abzug vom Ta-
bellenlohn (vgl. E. 5.3 hiervor) vorzunehmen. Da beide Vergleichseinkom-
men auf statistischen Grössen beruhen, wären invaliditätsfremde Gründe 
(Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) 
bei beiden Einkommen zu berücksichtigen und wirkten sich auf den Invali-
ditätsgrad nicht aus (Entscheid des BGer vom 16. Mai 2023, 8C_608/2022, 
E. 5.2.2). Weiter wurden sämtliche gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
bereits mit dem gutachterlichen Zumutbarkeitsprofil genügend berücksich-
tigt und dürfen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht mit ei-
nem Tabellenlohnabzug doppelt berücksichtigt werden (vgl. statt vieler Ent-
scheid des BGer vom 8. Juni 2018, 9C_280/2018, E. 6.4.2).

Soweit die Beschwerdeführerin auf den per 1. Januar 2024 geänderten 
Art. 26bis Abs. 3 IVV verweist, wonach vom statistisch bestimmten Invali-
deneinkommen jeweils ein Tabellenlohnabzug von 10 % zu erfolgen hat, 
resp. von 20 %, falls die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur 
noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV 
von 50 % oder weniger tätig sein kann (vgl. auch Beschwerde S. 5 Ziff. 10), 
ist dies im vorliegenden Verfahren nicht relevant, ansonsten dies einer un-
zulässigen positiven Vorwirkung (BGE 127 V 448 E. 3a S. 453) gleichkäme 
und damit vorliegend ausscheidet. 

5.7 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein aufgerundeter (vgl. dazu BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; 
SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1) Invaliditätsgrad von 56 % ([Fr. 97'338.60 
./. Fr. 43'050.95] / Fr. 97'338.60 x 100), was ab 1. Januar 2021 Anspruch 
auf eine halbe Invalidenrente begründet (vgl. E. 2.4 hiervor). Damit ist die 
angefochtene Verfügung vom 30. Oktober 2023 (AB 131) nicht zu bean-
standen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 26

kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Be-
zahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
entnommen.

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Replik vom 27. März 2024)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juni 2024, IV/23/835, Seite 27

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen 
Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.