# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ccdcf6aa-6d01-5726-8666-3ca571444d2b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.09.2017 100 2017 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-36_2017-09-18.pdf

## Full Text

100.2017.36U
STE/SES/ZEH/KIB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. September 2017

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichter Müller, 
Verwaltungsrichter Rolli, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Zemp

1. A.________
2. B.________
3. C.________
4. D.________
5. E.________ AG

handelnd durch die statutarischen Organe
alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

F.________ AG
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Fürsprecher … 
Beschwerdegegnerin

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Köniz
Bauinspektorat, Landorfstrasse 1, 3098 Köniz

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.09.2017, Nr. 100.2017.36U, 
Seite 2

betreffend Baubewilligung für Neubau Autogarage (Entscheid der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 21. Dezember 
2016; RA Nr. 110/2016/134) 

Sachverhalt:

A.

Am 28. Mai 2015 beantragte die F.________ AG die Bewilligung für den 
Neubau einer Autogarage mit einer Autoreparaturwerkstatt, Austell- und 
Verkaufsräumen und einer Autospenglerei auf den Parzellen Köniz 
Gbbl. Nrn. 1___ und 2___. Gegen das Vorhaben erhoben neben anderen 
A.________, B.________, C.________, D.________ und die E.________ 
AG, die Eigentümer und Eigentümerin bzw. Nutzniesserin der 
Nachbarparzelle, Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 8. August 2016 
bewilligte die Einwohnergemeinde (EG) Köniz das Bauvorhaben.

B.

Dagegen führten A.________, B.________, C.________, D.________ und 
die E.________ AG am 13. September 2016 Beschwerde bei der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Diese wies das 
Rechtsmittel mit Entscheid vom 21. Dezember 2016 ab, soweit sie darauf 
eintrat. 

C.

Gegen diesen Entscheid haben A.________, B.________, C.________, 
D.________ und die E.________ AG am 20. Januar 2017 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der Entscheid 
der BVE vom 21. Dezember 2016 sei aufzuheben und die Bewilligung für 
das Vorhaben sei zu verweigern. 

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Mit Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2017 hat die F.________ AG 
beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen und dieser sei die aufschie-
bende Wirkung zu entziehen. Die BVE hat mit Vernehmlassung vom 
27. Januar 2017 auf Abweisung der Beschwerde geschlossen, während die 
EG Köniz mit Eingabe vom 6. Februar 2017 auf eine Stellungnahme ver-
zichtet hat. Mit Verfügung vom 6. März 2017 hat die Instruktionsrichterin 
das Gesuch um Entzug der aufschiebenden Wirkung abgewiesen und der 
F.________ AG Fragen gestellt. Zu den Antworten haben A.________, 
B.________, C.________, D.________ und die E.________ AG am 
18. April 2017 Stellung genommen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzli-
chen Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid 
besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 
i.V.m. Art. 40 Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; 
BSG 721.0]). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). Da die Streitigkeit von grundsätzli-
cher Bedeutung ist, urteilt es in Fünferbesetzung (Art. 56 Abs. 2 Bst. a des 
Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden 
und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

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2.

2.1 Vor Verwaltungsgericht ist nur noch umstritten, ob die Beschwerde-
gegnerin für ihr Bauvorhaben eine ausreichende Anzahl Parkplätze aus-
weist. Die Vorinstanz ist zum Schluss gekommen, dass die sieben vorge-
sehenen Parkplätze den Bedarf für den Betrieb decken. Demgegenüber 
machen die Beschwerdeführenden geltend, zum einen reichten sieben 
Parkplätze von vornherein nicht aus. Zum andern stünden die drei Park-
plätze im Innern des Neubaus höchstens für Angestellte zur Verfügung und 
deckten die vier Aussenplätze den übrigen Bedarf nicht.

2.2 Wird durch die Erstellung von Bauten ein Parkplatzbedarf verur-
sacht, so ist dafür auf dem Grundstück oder in seiner Nähe eine ausrei-
chende Anzahl von Abstellplätzen u.a. für Motofahrzeuge zu errichten 
(Art. 16 Abs. 1 BauG). Der Regierungsrat umschreibt die Bemessung der 
ausreichenden Parkplätze näher und sorgt dafür, dass Abstellflächen nicht 
über ihren Zweck hinaus dimensioniert werden (Art. 17 Abs. 1 BauG). Ge-
mäss den entsprechenden Ausführungsbestimmungen in Art. 49 ff. der 
Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) wird die Anzahl der 
Abstellplätze durch eine Bandbreite begrenzt, welche namentlich die Park-
plätze für die Beschäftigten, die Besucherinnen und Besucher sowie die 
Behinderten umfasst; innerhalb der Bandbreite legt die Bauherrschaft die 
Anzahl fest (Art. 50 Abs. 1 und 2 BauV). Die Bandbreite wird aufgrund der 
Geschossfläche (GF) nach Art. 49 Abs. 2 BauV bestimmt, welche die 
Hauptnutzflächen, die Verkehrsflächen und die Konstruktionsflächen um-
fasst; nicht angerechnet werden Verkehrsflächen für die Parkierung von 
Fahrzeugen sowie Lagerräume, die weder publikumsoffen noch mit Ar-
beitsplätzen belegt sind. Die Bandbreite berechnet sich für Städte und Ag-
glomerationen nach der Formel (0,6 x GF/n) + 5 für das Maximum und 
(0,45 x GF/n) - 3 für das Minimum, wobei n bei Bauten für Arbeiten, Ge-
werbe und Dienstleistungen 50 beträgt (Art. 52 Abs. 1 Bst. a und c Ziff. 4 
BauV). Nicht enthalten sind und zusätzlich bewilligt werden Abstellplätze 
für betriebsnotwendige Fahrzeuge sowie Motorfahrzeuge mit über- oder 
unterdurchschnittlichem Platzbedarf (Art. 50 Abs. 3 BauV).

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3.

3.1 Obwohl im Baugesuchsformular insgesamt 18 Parkplätze angege-
ben wurden, wovon neun in Garagen oder Einstellhallen (act. 3B pag. 31), 
und nach der dem Baugesuch beigelegten Parkplatzberechnung zehn 
Parkplätze vorhanden sein sollten (vier aussen, sechs gedeckt; act. 3B 
pag. 31), ist unbestritten, dass (nur) die sieben in den Projektplänen einge-
zeichneten Parkplätze vorgesehen sind: Vier im Aussenbereich des Neu-
baus, zwei im Untergeschoss, wo sich nebst Technikräumen ein Wasch- 
und ein Spritzraum sowie das Ersatzteil- und Pneulager befinden, und einer 
in der Ein- und Ausfahrt der Werkstatt im Erdgeschoss (act. 3B Projekt-
pläne 5-7). 

3.2 Die Vorinstanz ist zum Schluss gekommen, dass alle sieben Park-
plätze angerechnet werden könnten. Da mit der Bandbreite nicht nur der 
Bedarf für die Kundschaft, sondern auch jener für die Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter abgedeckt werde, müssten nicht alle Parkplätze öffentlich zu-
gänglich sein. Die beiden Abstellplätze im Untergeschoss, zu denen man 
via Autolift gelange, könnten deshalb als fix an die Angestellten zugewie-
sen berücksichtigt werden, obwohl sie nur zugänglich seien, wenn der 
Parkplatz in der Einfahrt nicht besetzt sei. Dieser erschwere zwar das Hin-
ein- und Hinausfahren von Fahrzeugen, weil immer zuerst ein dort abge-
stelltes Auto verschoben werden müsse, was auf den ersten Blick nicht 
sehr praktisch erscheine. Da sich aber stets Angestellte in unmittelbarer 
Nähe aufhielten und es in einer Autowerkstatt üblich sei, dass Autos 
mehrmals täglich umgestellt bzw. von und zu den Abstellplätzen bewegt 
werden müssten, sei dies problemlos möglich. Es obliege zudem nicht den 
Baubewilligungsbehörden zu beurteilen, welcher Ort auf einem Grundstück 
zum Parkieren geeignet sei, zumal hier die durch das Manövrieren zu er-
wartenden Immissionen nicht in einem gesundheitsschädigenden Bereich 
lägen und die Zugänglichkeit des Parkplatzes zu jeder Zeit gewährleistet 
sei. Obwohl der Standort in der Einfahrt nicht optimal sei, könne folglich 
auch dieser Parkplatz angerechnet werden. Dieser Argumentation halten 
die Beschwerdeführenden entgegen, dass der Parkplatz in der Einfahrt 
nicht nur die beiden Abstellplätze im Untergeschoss blockiere, sondern 
auch die Ein- und Ausfahrt in die Werkstatt sowie die Zu- und Wegfahrt für 

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den Ausstellungsraum im Obergeschoss und die Arbeitsplätze im Unterge-
schoss, also den ganzen Betrieb massiv behindere. Der Standort sei daher 
völlig ungeeignet für einen Parkplatz und werde voraussichtlich auch nie 
als solcher genutzt werden. 

3.3 Die Vorschriften über die Parkplatzerstellungspflicht haben polizeili-
che Bedeutung; sie sollen auf den öffentlichen Strassen einen geordneten 
Verkehrsfluss gewährleisten und polizeiwidrige Verhältnisse verhindern. 
Die Parkplatzerstellungspflicht gilt allgemein und überall, nicht nur dort, wo 
öffentliche Parkierungsmöglichkeiten fehlen oder wo beim Abstellen von 
Fahrzeugen im öffentlichen Verkehrsraum polizeiwidrige Zustände zu be-
fürchten wären. Die Pflichtigen haben gemäss Art. 16 Abs. 1 BauG auf dem 
Baugrundstück eine ausreichende Anzahl von privaten Abstellplätzen be-
reitzustellen, d.h. jene Anzahl, die gewährleistet, dass für alle künftigen 
Benutzerinnen und Benutzer sowie Besucherinnen und Besucher der Lie-
genschaft, soweit sie zur gleichen Zeit ihr Fahrzeug abstellen wollen, ge-
nügend privater Parkraum vorhanden ist (VGE 23296 vom 13.8.2008 
E. 2.2, 23231 vom 2.7.2008 E. 2.2; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum berni-
schen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 16-18 N. 3, 10 und 13 mit Hinwei-
sen). Eine als Parkplatz ausgewiesene Fläche muss tatsächlich als solcher 
zur Verfügung stehen (vgl. VGE 23296 vom 13.8.2008 E. 2.5). Abstell-
plätze können sodann auf jedem Teil des Baugrundstücks angelegt wer-
den; Beschränkungen können sich allenfalls aus Gründen der Verkehrssi-
cherheit, des Schutzes von Ortsbild und Landschaft, der Immission und der 
Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft ergeben (Zaugg/Ludwig, a.a.O., 
Art. 16-18 N. 22 mit Hinweisen; Amt für Gemeinden und Raumordnung des 
Kantons Bern [Hrsg.], Leitfaden zur Berechnung der erforderlichen Anzahl 
Abstellplätze nach Art. 49 bis 56 BauV, Dezember 2012, S. 3). Weil in der 
nach Art. 50 BauV berechneten Bandbreite auch Abstellplätze für Beschäf-
tigte enthalten sind, ist mit der BVE davon auszugehen, dass nicht alle 
Parkplätze auch der Kundschaft zur Verfügung stehen müssen 
(VGE 21305 vom 14.3.2002 E. 6d; auch angefochtener Entscheid E. 2d f.). 

3.4 Die vier Abstellplätze im Aussenbereich sind alle von der Strasse 
her direkt erreichbar und können angerechnet werden. Die beiden Park-
plätze im Untergeschoss sind über einen Autolift und damit nicht ohne Um-

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stände zugänglich. Sie können aber sowohl von Angestellten wie auch als 
Warteplatz für zu bearbeitende oder abzuholende Fahrzeuge der Kund-
schaft genutzt werden und sind mit Blick darauf, dass nicht alle Parkplätze 
für die Kundschaft direkt zugänglich sein müssen, ebenfalls zu berücksich-
tigen. Der Parkplatz in der Einfahrt ist – zumindest für das Abstellen über 
eine längere Zeitdauer – zwar nicht gleichermassen geeignet, wie die Be-
schwerdeführenden zu Recht vorbringen. Wird dort ein Fahrzeug abge-
stellt, ist die einzige Ein- und Ausfahrt blockiert; soll ein Wagen in einen der 
Räume im Erd-, Ober- oder Untergeschoss gebracht oder von dort abge-
holt oder z.B. von einem Arbeitsplatz in die Spritzerei oder den Waschraum 
verschoben werden, muss ein in der Einfahrt geparktes Fahrzeug zuerst 
umgestellt werden. Solche Abläufe sind zwar etwas unpraktisch und erfor-
dern eine entsprechende Organisation im Betrieb. Derartige Manöver sind 
jedoch durchaus möglich, zumal es in Autogaragen üblich ist, Autos umzu-
parkieren. Kommt hinzu, dass Parkplätze einer Autogarage mitunter auch 
nur während kurzer Zeit beansprucht werden, beispielsweise wenn die 
Kundschaft etwas abholen oder kaufen will, oder wenn ein Fahrzeug zu 
verkehrs- bzw. betriebsruhigeren Zeiten wie während der Nacht oder am 
Wochenende abgestellt wird. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz auch die Fläche in der Einfahrt und damit alle sieben Parkplätze 
angerechnet hat. 

3.5 Soweit die Beschwerdegegnerin darauf hinweist, ihre Angestellten 
könnten bei Bedarf zusätzliche Parkplätze bei einem Carrosserie- und 
Spenglerbetrieb benützen, mit dem sie zusammenarbeite, gilt Folgendes: 
Damit Abstellplätze auf fremdem Boden angerechnet werden können, 
müssen sie grundbuchlich sichergestellt sein, sofern nicht die Gemeinde 
eine abweichende Sicherstellung geregelt hat (Art. 49 Abs. 3 BauV). Die 
Gemeinde hat hier von dieser Kompetenz keinen Gebrauch gemacht (vgl. 
auch Art. 34 Abs. 1 Baureglement der EG Köniz vom 7. März 1993). Die 
Beschwerdegegnerin behauptet nicht und es ist auch nicht ersichtlich, dass 
die erwähnten Parkplätze grundbuchlich sichergestellt wären. Es ergibt sich 
somit, dass die Beschwerdegegnerin für ihr Vorhaben insgesamt sieben 
Parkplätze ausweist. 

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4.

4.1 Zu prüfen bleibt, ob dieses Angebot den Mindestbedarf an Park-
plätzen für den geplanten Betrieb deckt, der gemäss Vorinstanz sieben 
Abstellplätze umfasst. Die Beschwerdeführenden bestreiten dies und ma-
chen geltend, zusätzlich zum Normalbedarf seien Parkplätze für betriebs-
notwendige Fahrzeuge auszuweisen.

4.2 Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die Vorinstanz haben 
ihrer Bedarfsberechnung die Bruttogeschossfläche (BGF) des Neubaus 
zugrunde gelegt (act. 3B pag. 17; angefochtener Entscheid E. 2c). Abge-
sehen davon, dass dafür die Konstruktionsflächen (Mauer- und Wandquer-
schnitte) einzubeziehen, die Technikräume hingegen ausser Acht zu lassen 
wären (vgl. aArt. 93 Abs. 2 Satz 1 und Bst. c BauV [GS 1985 S. 106 ff., 
135]; mit Inkrafttreten der Verordnung vom 25. Mai 2011 über die Begriffe 
und Messweisen im Bauwesen [BMBV; BSG 721.3] per 1. August 2011 
aufgehoben [Art. 35 f. BMBV]), ist laut Art. 49 Abs. 2 BauV aber nicht mehr 
die BGF, sondern die GF für die Parkplatzbedarfsberechnung massgebend 
(vorne E. 2.2). Im Unterschied zur GF nach Art. 28 Abs. 2 BMBV enthält die 
GF nach dieser Vorschrift lediglich Hauptnutz-, Verkehrs- und Konstrukti-
onsflächen; zudem werden Lager, in welchen sich keine Arbeitsplätze be-
finden, und Verkehrsflächen für die Parkierung von Fahrzeugen nicht ange-
rechnet. Gegenüber den Berechnungen der Beschwerdegegnerin und der 
Vorinstanz sind daher die Konstruktionsflächen hinzuzuzählen, das Lager 
im Untergeschoss, einschliesslich der dort geplanten Parkplätze, sowie die 
beiden Haustechnikräume (als Funktionsflächen, vgl. Art. 28 Abs. 2 Bst. e 
BMBV) hingegen abzuziehen. Gestützt auf die vorhandenen Unterlagen 
kann die massgebliche GF nur überschlagsmässig bestimmt werden und 
beträgt ungefähr 950 m2. Setzt man diesen Wert in die Berechnungsformel 
ein (vorne E. 2.2), beträgt der Mindestbedarf der Bandbreite nach Art. 50 
Abs. 2 i.V.m. Art. 52 Abs. 1 Bst. a Ziff. 2 BauV nicht sieben, sondern bloss 
sechs Parkplätze. Er ist mit den sieben anrechenbaren Parkplätzen folglich 
gedeckt.

4.3 Die Bandbreite deckt, wie dargelegt, den durchschnittlichen Park-
platzbedarf für Beschäftigte, Besucherinnen und Besucher sowie Behin-
derte ab, nicht hingegen für betriebsnotwendige Motorfahrzeuge wie Taxis, 

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Lieferwagen oder Aussendienstwagen (Art. 50 Abs. 2 und 3 Bst. a BauV, 
vorne E. 2.2). Die dafür benötigten Parkplätze kommen zum Bedarf nach 
Bandbreite hinzu. Es ist demnach zu klären, ob hier ein solcher Zusatzbe-
darf besteht, wie die Beschwerdeführenden geltend machen.

4.3.1 Zunächst fragt sich, ob Fahrzeuge, welche die Kundschaft zur War-
tung oder Reparatur in die Werkstatt bringt, in die Bandbreite einzubezie-
hen sind – wie jene, die die Kundschaft (kurz) parkiert, um etwas abzuho-
len oder einzukaufen –, oder ob sie unter die betriebsnotwendigen Motor-
fahrzeuge nach Art. 50 Abs. 3 Bst. a BauV fallen. Im Gegensatz zum frühe-
ren Recht, welches für Betriebe des Autogewerbes ausdrücklich eine ge-
wisse Anzahl Abstellplätze für Kundenfahrzeuge vorschrieb (Art. 51 Abs. 3 
Bst. b BauV in der bis zum 29. Februar 2000 gültigen Fassung [GS 1985 
S. 106 ff., 122]), werden solche Betriebe im geltenden Recht für die Be-
rechnung des Parkplatzbedarfs nicht mehr eigens erwähnt. Die BVE 
scheint davon ausgegangen zu sein, dass Kundenparkplätze – auch bei 
einem Garagenbetrieb – in der Bandbreite enthalten sind und folglich jene 
Fahrzeuge, an welchen gearbeitet wird, nicht als betriebsnotwendige Mo-
torfahrzeuge nach Art. 50 Abs. 3 Bst. a BauV zusätzlicher Parkplätze be-
dürfen (vgl. angefochtener Entscheid E. 2). Der Wortlaut von Art. 50 Abs. 2 
BauV, wonach die von der Bandbreite umfassten Motorfahrzeuge nicht 
abschliessend aufgezählt werden («insbesondere»), lässt diese Auslegung 
ohne weiteres zu. Dasselbe gilt hinsichtlich der Formulierung von Art. 50 
Abs. 3 Bst. a BauV, wonach «betriebsnotwendige Motorfahrzeuge» nicht in 
der Bandbreite enthalten sind. Die fraglichen Kundenfahrzeuge werden 
zwar in der Werkstatt repariert, dienen aber nicht den betrieblichen Abläu-
fen der Garage oder der Spenglerei. Folglich sind sie nicht vergleichbar mit 
den in Art. 50 Abs. 3 Bst. a BauV beispielhaft («wie») aufgezählten Motor-
fahrzeugen wie Taxis, Lieferwagen und Aussendienstfahrzeugen. Anders 
würde es sich bei betriebseigenen Fahrzeugen verhalten, welche etwa zur 
Pannenhilfe oder als Abschleppwagen eingesetzt werden. Über derartige 
Fahrzeuge verfügt die Garage indes nicht; für den betriebseigenen Hol- 
und Bringservice setzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre privaten 
Wagen ein (vgl. act. 11; dazu auch E. 4.3.3 hiernach). Im Übrigen schreibt 
Art. 17 Abs. 1 Satz 2 BauG vor, dass der Regierungsrat bei der Bemes-
sung der ausreichenden Parkfläche dafür sorgt, dass Abstellflächen nicht 

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über ihren Zweck hinaus dimensioniert werden. Diese (Zweck-)Bestim-
mung deutet darauf hin, dass der Gesetzgeber eher ein ausuferndes Er-
richten von Parkplätzen befürchtete als zu knapp bemessene Parkflächen. 
Insofern rechtfertigt sich eine eher zurückhaltende Auslegung der Bestim-
mung zur Parkplatzerstellungspflicht.

4.3.2 Selbst wenn die zu reparierenden Kundenfahrzeuge einen betriebs-
notwendig begründeten Parkplatzbedarf gemäss Art. 50 Abs. 3 Bst. a BauV 
nach sich zögen, würde dies am Ergebnis nichts ändern. Diese Bestim-
mung beziffert die nötige Anzahl zusätzlich zu bewilligender Parkplätze 
nicht. Anders als bei der Berechnung der Bandbreite nach einer vorgege-
benen Formel muss die Behörde die Parkplatzzahl folglich in Würdigung 
der konkreten Verhältnisse im Einzelfall bestimmen. – In der geplanten 
Werkstatt und Spenglerei im Erdgeschoss sind insgesamt fünf Arbeits-
plätze vorgesehen. Hinzu kommen sieben Abstellplätze (vorne E. 3.4 f.), 
von welchen jedenfalls fünf auch der Kundschaft zur Verfügung stehen. 
Dass die Vorinstanz angesichts der Betriebsgrösse und Organisationsart 
keine zusätzlichen Abstellplätze (für Kundenfahrzeuge) verlangt hat, er-
scheint nicht rechtsfehlerhaft. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang 
wie erwähnt, dass die Parkplätze für die Kundschaft in der Mehrzahl der 
Fälle nicht durch dieselben Fahrzeuge dauerhaft belegt sind. Vielmehr 
werden die Fahrzeuge nur während einer vergleichsweise kurzen Zeit ab-
gestellt, bis sie in die Werkstatt verschoben oder vom Kunden bzw. von der 
Kundin abgeholt werden (vgl. vorne E. 3.4). Ein Kundenparkplatz kann da-
her während des Tages mehrfach benutzt werden. Es verhält sich insofern 
ähnlich wie bei einem Parkplatz, der für den Güterumschlag benützt wird 
(vgl. VGE 18035 vom 30.8.1990 E. 3, wonach nicht anzunehmen ist, dass 
der Güterumschlag eine bestimmte Abstellfläche dauernd beanspruche und 
sämtliche Kundenparkplätze ganztags zur Verfügung stehen müssen). 
Kommt hinzu, dass der Betrieb in der Arbeitszone AZ erstellt werden soll, 
die in der näheren Umgebung keine Wohnnutzung oder Schulen aufweist. 
Die räumliche Begrenztheit des Grundstücks durch die an nord- und süd-
westlicher Seite angrenzenden Strassen und die westlich daran verlau-
fende Bahnlinie würde das von den Beschwerdeführenden befürchtete ge-
setzwidrige Parkieren praktisch verunmöglichen (vgl. Projektpläne, Vorak-
ten EG Köniz [act.3B], Anhang). 

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4.3.3 Nebst den Kundenfahrzeugen, welche zu warten bzw. zu reparieren 
sind, könnten die Neu-, Demonstrations- und Occasionswagen als be-
triebsnotwendig gelten und zusätzliche Parkplätze gemäss Art. 50 Abs. 3 
Bst. a BauV erforderlich machen, jedenfalls solange diese Fahrzeuge noch 
nicht einer Kundin bzw. eines Kunden übergeben sind. – Abgesehen von 
den üblichen Wartungs- und Reparaturarbeiten in Werkstatt, Spenglerei 
und Spritzerei handelt die Beschwerdegegnerin gemäss eigenen Angaben 
mit Neu- und Occasionsfahrzeugen. Sie bietet der Kundschaft sodann ei-
nen Hol- und Bringservice an und stellt Ersatzfahrzeuge zur Verfügung (vgl. 
<http://www.....ch>). Auf Nachfrage hin hat die Beschwerdegegnerin 
mitgeteilt, die Autovermietung der G.________ GmbH werde am neuen 
Standort nicht mehr betrieben, da die vorhandenen Mietfahrzeuge sehr alt 
und keine Neuanschaffungen geplant seien (act. 11, auch zum Folgenden). 
Für den Hol- und Bringservice würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
ihre eigenen Fahrzeuge benutzen oder – was auch schon vorgekommen 
sei – ein öffentliches Verkehrsmittel. Wenn eine Arbeit am gleichen Tag 
ausgeführt werden könne, lasse die oder der betreffende Angestellte den 
privaten Wagen bei der Kundschaft stehen, ansonsten führen sie zu zweit 
zur Kundschaft. Als Ersatzwagen stünden die drei 
Demonstrationsfahrzeuge zur Verfügung, die ansonsten als Ausstellfahr-
zeuge im Ausstellungsraum abgestellt seien. Weitere Demonstrationsfahr-
zeuge würden auf Anfrage auf den vereinbarten Termin in Ostermundigen 
abgeholt und nach der Probefahrt wieder zurückgebracht. Zum Autohandel 
führt die Beschwerdegegnerin schliesslich aus, sie verkaufe pro Jahr ledig-
lich ca. 15 bis 20 Neuwagen, also monatlich einen bis zwei. Ein bestelltes 
Fahrzeug werde am Tag der Ankunft in Bern beim Importeur abgeholt, in 
der Werkstatt bereitgestellt, anschliessend im Strassenverkehrsamt geprüft 
und üblicherweise am nächsten Tag der Kundschaft übergeben. Über 
Nacht oder wenn es ausnahmsweise einmal nicht unverzüglich übergeben 
werden könne, werde es entweder im Ausstellungsraum oder in der Werk-
statt auf einem freien Arbeitsplatz abgestellt. Wünsche die Kundschaft, ein 
Occasionsfahrzeug zu kaufen, werde dieses über Dritte erworben und der 
Kundschaft mitgeteilt, wann es geliefert werde, damit es umgehend abge-
holt werden könne. Falls notwendig, werde ein solches Fahrzeug für maxi-
mal zwei Tage in der Werkstatt oder im Ausstellungsraum abgestellt. Beim 
Eintausch eines alten gegen ein neues Auto werde der alte Wagen umge-

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hend dem beigezogenen Occasionswagen-Händler übergeben. – Folgt 
man den Angaben der Beschwerdegegnerin, benötigt sie demnach weder 
für das Tagesgeschäft der Autogarage noch für den Handel mit Neu- und 
Occasionswagen noch für die mit diesen Aktivitäten einhergehenden 
Dienstleistungen weitere Parkplätze. Im Übrigen steht im Obergeschoss ein 
Ausstellraum mit Platz für mindestens fünf Autos zur Verfügung. Dort kön-
nen die drei Fahrzeuge abgestellt werden, die der Garage gleichzeitig als 
Ausstell-, Demonstrations- und Ersatzfahrzeuge dienen. Dass Occasions-
fahrzeuge insbesondere während längerer Zeit parkiert werden müssen, 
dürfte gestützt auf die obigen Angaben eine Ausnahme darstellen, zumal 
auch hier die tatsächlichen Gegebenheiten das unbewilligte Parkieren stark 
erschweren (hiervor E. 4.3.2 a.E.). Folglich sind auch für Neu-, Demonstra-
tions- und Occasionswagen genügend Parkplätze vorhanden. 

4.4 Gemäss Art. 54 BauV sind besondere Verhältnisse gegeben, die 
zum Abweichen von der Bandbreite oder vom Grundbedarf führen können, 
wenn das Vorhaben deutlich über- oder unterdurchschnittlich ist, beispiels-
weise in der Eignung des öffentlichen Verkehrs für seine Erschliessung 
(Bst. c). – Die streitbetroffene Bauparzelle ist mit der Buslinie 17 von Bern-
mobil und der Bahnlinie S 6 durch den öffentlichen Verkehr ausgezeichnet 
erschlossen. Ob diese ausserordentlich günstige Verkehrslage ein Abwei-
chen von der Bandbreite (nach unten) rechtfertigen würde, oder ob ihr be-
reits mit der Berechnungsformel von Art. 52 BauV ausreichend Rechnung 
getragen wird, braucht unter diesen Umständen nicht entschieden zu wer-
den.

4.5 Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Parkplatz-
nachweis durch die Beschwerdegegnerin als erbracht beurteilt und die 
Baubewilligung der EG Köniz bestätigt hat.

5.

Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Bei die-
sem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführenden die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie haben zudem der 

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Beschwerdegegnerin die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 104 Abs. 1 VRPG). Da Letztere mehrwertsteuerpflichtig ist (vgl. 
Unternehmens-Identifikationsnummer-Register, einsehbar unter: 
<https://www.uid.admin.ch>), ist bei der Festlegung ihres Parteikostener-
satzes die Mehrwertsteuer nicht zu berücksichtigen (BVR 2015 S. 541 
E. 8.2, 2014 S. 484 E. 6). Die Beschwerdeführenden haften für die ihnen 
auferlegten Kosten solidarisch (Art. 106 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden den Beschwerdeführen-
den auferlegt.

3. Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerin für das Ver-
fahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt auf 
Fr. 1'924.-- (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern 
- der Einwohnergemeinde Köniz

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.09.2017, Nr. 100.2017.36U, 
Seite 14

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.