# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14307906-2fd6-5c07-8655-7db603efc1f0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2019 E-2630/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2630-2019_2019-07-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2630/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Einzelrichterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richter Jürg Tiefenthal; 

Gerichtsschreiberin Nina Klaus. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch MLaw Olivia Eugster, 

HEKS Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende SG/AI/AR,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl (ohne Wegweisungsvollzug); 

Verfügung des SEM vom 24. April 2019 / N (…). 

 

 

 

E-2630/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer, ein afghanischer Staatsangehöriger paschtuni-

scher Ethnie mit letztem Aufenthalt in Kabul reiste gemäss eigenen Anga-

ben im Oktober 2015 legal von seinem Heimatland mit dem Flugzeug in 

die Türkei. Von dort sei er auf dem Land- und Wasserweg am 8. Ja-

nuar 2016 in die Schweiz gelangt, wo er am selben Tag ein Asylgesuch 

stellte. Er wurde am 22. Januar 2016 summarisch zur Person befragt (BzP; 

Protokoll in den SEM-Akten A4/13) und am 15. August 2017 (Anhörung; 

Protokoll in den SEM-Akten A32/14) einlässlich zu seinen Asylgründen an-

gehört.  

A.b Zur Begründung seines Asylgesuchs führte der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen aus, er sei in Kabul geboren, grösstenteils aber in der Pro-

vinz B._______ aufgewachsen. Ab der 9. Klasse habe er wieder in Kabul 

bei seinem Onkel gelebt und dort die weiterführenden Schulen besucht. 

Seine Eltern seien in B._______ verblieben. Im Jahr 2009 habe er für die 

(…)kommission gearbeitet. Vom 23. Dezember 2010 bis zum 30. Ap-

ril 2013 habe er bei der (…)gesellschaft (…) als Merchandising Agent ge-

arbeitet und vom 12. November 2013 bis zum 15. August 2015 bei (…) im 

Bereich (…) sowie als (…) für die Mitarbeitenden aus Amerika, England, 

und Japan. (…) sei ein privates Unternehmen, gehöre jedoch zum afgha-

nischen Ministerium für (…).  

Etwa im November 2014 habe er zum ersten Mal eine Telefondrohung von 

unbekannten Personen erhalten, die Arabisch, Dari, Paschtu und Englisch 

gesprochen hätten. Sie hätten ihn aufgefordert, seine Arbeit zu verlassen 

und ihn töten wollen, da er mit Ausländern und Christen zusammenarbeite 

und von der Regierung angestellt sei. Als die Drohanrufe zugenommen 

hätten, respektive nach dem zweiten Telefonanruf ungefähr ein Jahr spä-

ter, sei er zu seinen Eltern gereist, um sie zu informieren. Er habe seine 

Mutter weinend angetroffen, die ihm mitgeteilt habe, der Kommandant 

C._______ beziehungsweise eine Gruppe von Personen habe seinen Va-

ter getötet und das Land der Familie beschlagnahmt. Sie hätten seinen 

Vater wegen des Beschwerdeführers umgebracht beziehungsweise weil er 

sein Land nicht habe verkaufen wollen respektive er wisse nicht, warum 

sein Vater getötet worden sei. Die Personen, welche mit dem Kommandan-

ten gekommen seien, hätten seiner Mutter gedroht, sie würden den Be-

schwerdeführer töten, wenn die Familie den Wohnort nicht verlasse. Er 

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Seite 3 

habe dann seine Mutter und seinen Bruder mit zu seinem Onkel nach Ka-

bul genommen. Er selbst beziehungsweise sein Onkel habe wegen der Te-

lefondrohungen bei der Polizei in Kabul Anzeige erstattet. Die Behörde 

habe versprochen, der Sache nachzugehen, habe ihm jedoch keinen 

Wächter zum Schutz zur Verfügung stellen können. Die Polizei habe zu-

dem die Angelegenheit dem Innenministerium weitergeleitet, welches das 

Amt für Anti-Terror über den Vorfall benachrichtigt habe. Während den da-

rauffolgenden fünf Monaten habe er nicht mehr gearbeitet. Er und auch 

seine Mutter seien während dieser Zeit wieder telefonisch bedroht worden 

beziehungsweise sei er während diesen fünf Monaten nicht mehr angeru-

fen worden. Die Anrufer hätten von ihm verlangt, dass er sich ihnen an-

schliesse und ihnen Informationen weiterleite sowie gegen die Regierung 

arbeite, ansonsten töteten sie ihn. Nachdem er einen Schlepper gefunden 

habe, sei er im Oktober 2015 aus Afghanistan ausgereist.  

Nach seiner Ausreise, im Dezember 2016, sei sein Bruder D._______ auf 

dem Heimweg von der Arbeit entführt worden. Drei Tage später hätten die 

Entführer seine Mutter kontaktiert und von ihr entweder US-Dollar 50'000 

oder die Aushändigung des Beschwerdeführers verlangt. Ausserdem hät-

ten sie mit der Tötung von D._______ gedroht für den Fall, dass sie die 

Polizei benachrichtige oder sonst jemandem davon erzähle. Sein Bruder 

sei nach wie vor verschollen, ansonsten sei seit dessen Entführung nichts 

Weiteres vorgefallen.  

A.c Als Beweismittel reichte der Beschwerdeführer unter anderem fol-

gende Dokumente zu den Akten: seine Tazkera, diverse Ausbildungszerti-

fikate, Arbeitsausweise und -bestätigungen aus Afghanistan, eine Anzeige 

sowie eine Bestätigung der Polizei (alle im Original und letztere mit deut-

scher Übersetzung) sowie einen Arztbericht von Dr. med. E._______, vom 

15. August 2018. 

B.  

Mit Verfügung vom 24. April 2019 – eröffnet am 29. April 2019 – verneinte 

das SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers (Dispositivzif-

fer 1), lehnte sein Asylgesuch vom 8. Januar 2016 ab (Dispositivziffer 2), 

verfügte die Wegweisung aus der Schweiz (Dispositivziffern 3) und ordnete 

zufolge der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Auf-

nahme an (Dispositivziffern 4 – 6).  

  

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Seite 4 

C.  

Der Beschwerdeführer gelangte mit Beschwerde seiner Rechtsvertreterin 

vom 29. Mai 2019 an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die 

angefochtene Verfügung sei in den Dispositivziffern 1 – 3 aufzuheben, es 

sei die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen und 

ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Sache zur Ergänzung und Neu-

beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.   

In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung, inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses, und um Beiordnung seiner Rechtsvertreterin als amtliche Bei-

ständin.  

Als Beilagen legte der Beschwerdeführer nebst der Vollmacht und einer 

Kopie der angefochtenen Verfügung eine Bestätigung für den Bezug von 

Sozialhilfeleistungen der (…) vom 27. Mai 2019 sowie eine Kostennote 

vom 29. Mai 2019 zu den Akten. 

D.  

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte dem Beschwerdeführer am 

3. Juni 2019 den Eingang seiner Beschwerde.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten 

(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht 

(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 

25. September 2015 [SR 142.31]). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). 

1.3 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.4 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

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Seite 5 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und aArt. 108 

Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

1.5 Am 1. Januar 2019 wurde das Ausländergesetz vom 16. Dezem-

ber 2005 (AuG, SR 142.20) teilrevidiert (AS 2018 3171) und in Ausländer- 

und Integrationsgesetz (AIG) umbenannt. Der vorliegend anzuwendende 

Gesetzesartikel (Art. 83 Abs. 1 – 4) ist unverändert vom AuG ins AIG über-

nommen worden, weshalb das Gericht nachfolgend die neue Gesetzesbe-

zeichnung verwenden wird. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. Mit Beschwerde an 

das Bundesverwaltungsgericht können gemäss dieser Bestimmung die 

Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und Überschrei-

tung des Ermessens, sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

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Seite 6 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

Glaubhaftmachung im Sinne des Art. 7 Abs. 2 AsylG bedeutet – im Gegen-

satz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus 

Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Be-

schwerdeführers. Für die Glaubhaftmachung reicht es jedoch nicht aus, 

wenn der Inhalt der Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdigung der 

gesamten Aspekte wesentliche und überwiegende Umstände gegen die 

vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen (vgl. dazu ausführlich 

BVGE 2015/3 E. 6.5.1; 2013/11 E. 5.1; 2012/5 E. 2.2; 2010/57 E. 2.3). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründete den ablehnenden Asylentscheid im Wesent-

lichen damit, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderun-

gen an die Glaubhaftigkeit nicht zu genügen vermöchten.  

5.2 Zum einen seien sie zu wenig konkret, detailliert und differenziert aus-

gefallen, um den Eindruck zu vermitteln, dass er das Geschilderte tatsäch-

lich erlebt habe. Zwar habe der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung 

zunächst einen relativ ausführlichen Bericht vorgebracht. Bei näherer Be-

trachtung falle aber auf, dass dieser einiges an Substanz und Tiefe vermis-

sen lasse. Weiter habe der Beschwerdeführer das bereits Gesagte stets 

mit praktisch gleichem Wortlaut und identischen Formulierungen wieder-

holt. Zudem sei seinen Angaben nicht klar und eindeutig zu entnehmen, 

was wann genau passiert sei, und es fehle ihnen an Realkennzeichen. 

Schliesslich habe er auch den Zusammenhang zwischen der Ermordung 

seines Vaters und den Drohungen wegen seiner eigenen Arbeit nicht über-

zeugend darlegen und begründen können. Zum anderen enthielten die 

Vorbringen des Beschwerdeführers zahlreiche Widersprüche. Während 

der Beschwerdeführer in der BzP erklärt habe, regelmässig Telefondrohun-

gen erhalten zu haben, habe er im Gegensatz dazu in der Anhörung ledig-

lich von zwei Anrufen gesprochen. Zudem seien seine Angaben bezüglich 

des Zeitpunkts des zweiten Anrufs sowie hinsichtlich der Frage, ob er wäh-

rend seiner fünfmonatigen Arbeitslosigkeit nochmals bedroht worden sei, 

widersprüchlich ausgefallen. Auch seine Schilderungen zum Wortlaut der 

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Drohungen enthielten Widersprüche. In der BzP habe er lediglich erklärt, 

man habe ihn aufgefordert, den Job zu verlassen und nach Hause zu ge-

hen. Hingegen habe er an der Anhörung geltend gemacht, man habe ihn 

töten wollen, weil er mit Ausländern zusammengearbeitet habe, sowie die 

Anrufer hätten gewollt, dass er sich ihnen anschliesse und gegen die Re-

gierung arbeite, indem er ihnen Informationen liefere. Weiter sei wider-

sprüchlich, dass er in der BzP angegeben habe, selber bei den Behörden 

Anzeige erstattet zu haben und demgegenüber in der Anhörung wiederholt 

ausgesagt habe, sein Onkel habe die Anzeige eingereicht. Sodann seien 

die Umstände der Ermordung seines Vaters unklar. Einerseits habe der 

Beschwerdeführer vorgebracht, sein Vater sei vom Kommandanten 

C._______ getötet worden, weil dieser das Land der Familie habe an sich 

nehmen wollen. Andererseits habe er erklärt, sein Vater sei seinetwegen 

getötet worden. Schliesslich habe der Beschwerdeführer gesagt, seine 

Mutter sei in Kabul in den fünf Monaten vor seiner Ausreise im Oktober 

2015 telefonisch bedroht worden. Kurz darauf habe er jedoch geschildert, 

die Entführer seines Bruders hätten die Nummer seiner Mutter von seinem 

Bruder erhalten, nachdem dieser im Dezember 2016 entführt worden sei.  

5.3 Zu den Beweismitteln hielt das SEM fest, diese belegten die geltend 

gemachten Probleme nicht. So beruhten die Anzeige und ein 

Bestätigungsschreiben der Polizei zum einen auf den eigenen Angaben 

des Beschwerdeführers. Zum anderen bestünden zwischen den 

Übersetzungen dieser beiden Schreiben und den Vorbringen des 

Beschwerdeführers im Rahmen des Asylverfahrens diverse Widersprüche. 

So sei in der Anzeige erwähnt, der Beschwerdeführer sei bei einer 

Friedenskommission tätig gewesen. Darauf in der Anhörung angesprochen 

habe er diesen Inhalt verneint. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer in 

den Befragungen auch keine solche Tätigkeit erwähnt. Weiter stehe in  

der Anzeige, dass der Beschwerdeführer seit etwa fünf bis sechs  

Monaten telefonisch bedroht werde. Im Gegensatz dazu sei im 

Bestätigungsschreiben die Rede von einer Frist von fünf Monaten. Ferner 

sei der Beschwerdeführer in der Anzeige als Antragssteller aufgeführt, 

entgegen seinen wiederholten Behauptungen in der Anhörung, sein Onkel 

habe die Anzeige erstattet. Sodann sei auf dem Bestätigungsschreiben als 

Datum der 13. März 1995 aufgeführt, was dem 2. Juni 2016 entspreche. 

Folglich sei das Dokument erst ausgestellt worden, als sich der 

Beschwerdeführer bereits seit mehreren Monaten in der Schweiz 

aufgehalten habe. Schliesslich käme solchen Dokumenten keinerlei 

Beweiswert zu, da sie, wie auch sonstige afghanische Ausweise und 

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Seite 8 

Beweismittel, grundsätzlich leicht käuflich erwerbbar seien und leicht 

gefälscht oder modifiziert werden könnten.  

6.  

6.1 In seiner Rechtsmitteleingabe hält der Beschwerdeführer zunächst 

fest, die Vorinstanz gehe in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass 

die Darstellung seiner Asylgründe in ihrer Gesamtheit grundsätzlich plau-

sibel sei. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers führt zudem aus, 

dass sie bei den Besprechungen mit dem Beschwerdeführer bemerkt 

habe, dass dieser Mühe habe, sich exakt auszudrücken. Zudem neige er 

dazu, bereits besprochene Themen bei späteren Fragen zu wiederholen. 

Dies dürfe jedoch nicht – wie es die Vorinstanz teilweise getan habe – zu 

Lasten seiner Glaubwürdigkeit gewürdigt werden. Sodann weist der Be-

schwerdeführer zu den ihm vorgehaltenen Widersprüchen darauf hin, dass 

die Asylgründe bei der BzP nur summarisch erfragt würden und weniger 

Raum für detaillierte Aussagen bestehe. Dieser Umstand sei bei der Ge-

genüberstellung der dortigen Angaben und jener in der einlässlichen Anhö-

rung zu beachten. Ferner hält er den ihm vorgehaltenen Widersprüchen 

entgegen, es sei zwischen ihm und der Dolmetscherin zu sprachlichen 

Missverständnissen gekommen. So habe die Dolmetscherin bei der Anhö-

rung gesagt: «Wir sprechen in Paschtu, ich merke, er kann sich nicht so 

gut ausdrücken. Wir wechseln auf Dari.» (vgl. A32 F9). Doch auch nach 

dem Wechsel auf Dari habe die Dolmetscherin teilweise nicht verstanden, 

was der Beschwerdeführer gesagt beziehungsweise gemeint habe. Was 

den vom SEM vorgebrachten Widerspruch bezüglich die Anzahl der Droh-

anrufe betrifft, hält er insbesondere entgegen, er habe anlässlich der BzP 

nicht von regelmässigen, sondern von mehrfachen Anrufen gesprochen. 

Der Dolmetscher habe offensichtlich das Wort «mehrfach» mit «regelmäs-

sig» verwechselt. Der Beschwerdeführer habe diesen protokollierten Feh-

ler jedoch nicht bemerken können, da ihm das Protokoll auf Paschtu vor-

gelesen worden sei. Hinsichtlich der voneinander abweichenden Aussagen 

zum Zeitpunkt des zweiten Anrufs führt er aus, es liege ein Protokollie-

rungsfehler vor und die Aussagen seien im Gesamtkontext nicht wider-

sprüchlich. Ferner sei seine Aussage anlässlich der BzP, er selbst habe bei 

den Behörden eine Anzeige erstattet, als vereinfachte Angabe zu werten. 

Er habe damit nur zum Ausdruck bringen wollen, dass eine Anzeige erstat-

tet worden sei, und es damals nicht für erwähnenswert gehalten, dass dies 

durch seinen Onkel geschehen sei. Sodann bringt er vor, es sei richtig, 

dass er sich bezüglich der Umstände der Ermordung seines Vaters miss-

verständlich ausgedrückt habe. Insgesamt seien seine diesbezüglichen 

Ausführungen jedoch nachvollziehbar und stimmig. So habe Kommandant 

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C._______, nachdem er erfahren habe, dass der Beschwerdeführer wegen 

seiner Tätigkeit bei (…) als Feind betrachtet worden sei, dies als zusätzli-

chen und entscheidenden Anlass genommen, den Vater des Beschwerde-

führers zu töten und das Land zu beschlagnahmen. Schliesslich habe er 

keine widersprüchlichen Angaben gemacht zum Zeitpunkt der Drohanrufe, 

welche seine Mutter erhalten habe. Er habe nämlich erklärt, dass seine 

Mutter bereits vor der Entführung seines Bruders telefonisch bedroht wor-

den sei und er nicht wisse, woher die Anrufer zu jenem Zeitpunkt ihre Te-

lefonnummer gehabt hätten (vgl. A32 F59).  

6.2 Zu den Vorhalten des SEM zu den Beweismitteln – der Anzeige und 

dem Bestätigungsschreiben – entgegnet der Beschwerdeführer im We-

sentlichen, wenn das SEM den Dokumenten jeglichen Beweiswert abspre-

che, dürfe es sie auch nicht zu Lasten des Beschwerdeführers verwenden. 

Sodann gehe aus der einen Arbeitsbestätigung des Beschwerdeführers 

(vgl. A30 Beweismittel 11) hervor, dass er 2009 als Operator für die (…) 

Commission ([…]) Afghanistan tätig gewesen sei. In einer Friedensgruppe, 

wie es in der Übersetzung der Anzeige und des Bestätigungsschreibens 

stehe, sei er nie gewesen. Folglich handle es sich um einen Übersetzungs-

fehler. Im Übrigen habe das SEM zu Recht ausgeführt, dass das Bestäti-

gungsschreiben nach der Ausreise des Beschwerdeführers verfasst wor-

den sei. Dies gelte auch für die Anzeige.  

6.3 Schliesslich bringt der Beschwerdeführer unter dem Aspekt einer be-

gründeten Furcht vor zukünftiger Verfolgung aufgrund seiner Arbeitstätig-

keit insbesondere vor, er sei bei (…), einem modernen (…)unternehmen 

angestellt gewesen, für welches auch nicht-muslimische Ausländer arbei-

teten. Er gehöre daher einer konkreten Risikogruppe im Sinne der bundes-

verwaltungsrechtlichen Rechtsprechung an. So sei er bereits vor seiner 

Ausreise wegen dieser Tätigkeit bedroht und verfolgt worden. Im Weiteren 

sei es im April 2019 zu einem Sprengstoffanschlag auf die Büroräumlich-

keiten des Unternehmens (…) gekommen. Folglich sei angesichts der ge-

schilderten Asylgründe des Beschwerdeführers sowie aufgrund der aktuel-

len Sicherheitslage in Afghanistan nach wie vor davon auszugehen, dass 

er in seinem Heimatland künftig eine asylrelevante Verfolgung zu befürch-

ten habe. Da sich die Vorinstanz nicht damit auseinandergesetzt habe, 

dass der Beschwerdeführer unter eine spezifische Risikogruppe falle, sei 

die Sache zur Ergänzung und erneuten Entscheidung an das SEM zurück-

zuweisen.  

  

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Seite 10 

7.  

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht kommt in Übereinstimmung mit dem 

SEM zum Schluss, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den An-

forderungen an die Glaubhaftmachung nicht genügen. Es kann auf die 

grösstenteils zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung 

(vgl. Zusammenfassung oben E. 5) verwiesen werden.  

Zunächst ist festzuhalten, dass das SEM – entgegen der Ansicht des Be-

schwerdeführers – die vorgebrachten Asylgründe nicht für grundsätzlich 

plausibel hielt. Vielmehr führte es zutreffend aus, der Beschwerdeführer 

habe anlässlich der Anhörung zwar zunächst einen relativ ausführlichen 

Bericht vorgebracht, bei näherer Betrachtung falle aber auf, dass dieser an 

Substanz und Tiefe vermissen lasse. So ist es dem Beschwerdeführer ins-

besondere weder gelungen, genauere Angaben zum Inhalt der Drohanrufe 

noch zur Identität der Anrufer zu machen. Dies obwohl es sich dabei um 

sein Kernvorbringen handelt. Er brachte im Wesentlichen lediglich pau-

schal vor, man habe ihn bedroht respektive töten wollen, weil er für die 

Regierung gearbeitet habe, und auch weil dort Ausländer arbeiteten. Zu-

dem hätten die Anrufer ihn aufgefordert, sich ihnen anzuschliessen und 

ihnen Informationen der Regierung weiterzuleiten bezüglich allem, was in 

der Regierung passiere, beispielsweise hätte er ihnen Informationen über 

die Amerikaner, Japaner und Engländer liefern sollen, damit sie diese fest-

nehmen und töten könnten (vgl. A4 Ziff. 7.02 S. 9, A32 F40, F44 F63). Wei-

ter ist nicht nachvollziehbar, weshalb sich der Beschwerdeführer nicht an 

das Datum des angeblichen zweiten Drohanrufes erinnern konnte (vgl. A32 

F47). Was den vorgebrachten Tod des Vaters des Beschwerdeführers be-

trifft, so vermag er auch damit keine asylrelevante Verfolgung glaubhaft 

darzulegen. Den diesbezüglich zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz 

ist ergänzend anzufügen, dass der Beschwerdeführer sogar einmal aus-

sagte, er wisse nicht, weshalb sein Vater getötet worden sei (vgl. A32 F39). 

Die Vorbringen des Beschwerdeführers weisen auch erhebliche Wider-

sprüche auf. So sagte er einerseits, er habe, nachdem er das Bestäti-

gungsschreiben wegen der Anzeige bezüglich der Drohanrufe erhalten 

habe, während fünf Monaten nicht mehr gearbeitet (vgl. A32 F48). Ande-

rerseits bestätigt er dann in der Beschwerde den Vorhalt des SEM, die An-

zeige und das Bestätigungsschreiben seien ja erst nach seiner Ausreise 

aus Afghanistan verfasst worden. Soweit der Beschwerdeführer die Wider-

sprüche mit sprachlichen Missverständnissen zwischen ihm und dem Dol-

metscher beziehungsweise der Dolmetscherin zu erklären versucht, über-

zeugt seine Argumentation nicht. So gab er in der BzP an, er verfüge über 

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Seite 11 

sehr gute Kenntnisse in Dari (vgl. A4 Ziff. 1.17.03) und erklärte in der An-

hörung, er habe unter anderem als (…) für Dari, Paschtu und Englisch ge-

arbeitet (vgl. A32 F29). Demnach ist nicht davon auszugehen, dass ihm 

der Wechsel von Paschtu zu Dari der Übersetzerin zu Beginn der Anhörung 

Mühe bereitet hätte, zumal den Akten keine Hinweise darauf zu entnehmen 

sind, dass der Beschwerdeführer die übersetzende Person nicht verstan-

den hätte, insbesondere sind diesbezüglich keinerlei Anmerkungen im 

Rahmen der Rückübersetzung festgehalten. Auch mit dem pauschalen 

Einwand, die Asylgründe würden bei der BzP nur summarisch befragt, ge-

lingt es dem Beschwerdeführer nicht, seine widersprüchlichen Vorbringen 

zu erklären. Jedenfalls wäre beispielsweise zu erwarten gewesen, dass er 

die Bedrohung mit dem Tod bereits anlässlich der BzP erwähnt hätte und 

nicht erst bei der Anhörung. Zwar sind dem Anhörungsprotokoll – wie vom 

Beschwerdeführer zu Recht geltend gemacht – keine widersprüchlichen 

Angaben hinsichtlich des Zeitpunkts der Drohanrufe an seine Mutter zu 

entnehmen. Dies vermag aber angesichts der zahlreichen und gewichtigen 

Unstimmigkeiten sowie der auch hinsichtlich zentraler Ausreisegründe un-

substanziierten Vorbringen nichts Wesentliches zu Gunsten des Be-

schwerdeführers zu bewirken.  

7.2 Auch hinsichtlich der Würdigung der Beweismittel ist die vorinstanzli-

che Verfügung zu bestätigen. Mit dem angeblichen Übersetzungsfehler in 

der Anzeige und dem Bestätigungsschreiben vermag der Beschwerdefüh-

rer die vom SEM zu Recht festgestellten gewichtigen Unstimmigkeiten 

nicht aufzulösen. Auch hat das SEM die Beweismittel eben gerade nicht 

nur deshalb als untauglich erachtet, weil sie leicht käuflich und fälschbar 

seien, sondern, es hat sich auch inhaltlich damit auseinandergesetzt. 

7.3 Schliesslich gelingt es dem Beschwerdeführer auch nicht, eine begrün-

dete zukünftige Furcht vor asylrelevanter Verfolgung aufgrund seiner vom 

SEM nicht bestrittenen Arbeitstätigkeit glaubhaft darzulegen. Dies, soweit 

er sie mit bereits vor der Ausreise drohender Verfolgung begründet, weil 

eine solche Verfolgung, wie soeben erwogen, nicht glaubhaft ist. Unabhän-

gig davon hatte der Beschwerdeführer keine höhere Position beim Unter-

nehmen (…) inne und trug auch keine Verantwortung. So sagte er selber, 

er sei ein einfacher Arbeiter gewesen (vgl. A32 F28, F40). Vor diesem Hin-

tergrund ist nicht mit der notwendigen hohen Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass er persönlich, gezielt und in naher Zukunft bei einer heu-

tigen (hypothetischen) Rückkehr in asylrechtlich erheblicher Weise verfolgt  

würde, weshalb seine Furcht objektiv nicht begründet ist. Der vorgebrachte 

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Seite 12 

Sprengstoffanschlag auf das Unternehmen (…) vom April 2019 vermag zu 

keiner anderen Einschätzung zu führen. 

Soweit im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Beschwerdeführers 

geltend gemacht wird, das SEM habe nicht berücksichtigt, dass der 

Beschwerdeführer deshalb einer Risikogruppe angehöre, ist dieser 

Einwand unberechtigt. Das Bundesverwaltungsgericht geht nämlich nicht 

etwa von einer Kollektivverfolgung in diesem Zusammenhang aus, bei 

welcher der Beweis einer Zugehörigkeit zur verfolgten Gruppe zur 

Feststellung der Flüchtlingseigenschaft genügen würde. Vielmehr ist 

 die bundesverwaltungsgerichtliche Rechtsprechung so zu verstehen,  

dass dem Umstand, dass eine asylsuchende Person der afghanischen 

Regierung nahesteht oder für eine internationale oder Organisation  

oder ein entsprechendes Unternehmen arbeitet, im Rahmen der 

Einzelfallprüfung besonderes Augenmerk zu schenken ist. Nachdem das 

SEM die vor seiner Ausreise aus seiner Tätigkeit abgeleitete Verfolgung als 

unglaubhaft erachtet hat, bestand für das SEM kein Anlass, sich weiter mit 

einer allfälligen Bedrohung aufgrund eben dieser Arbeitstätigkeit 

auseinanderzusetzen. Das diesbezügliche Eventualbegehren ist daher 

abzuweisen. 

7.4 Zusammenfassend hat das SEM zu Recht die Flüchtlingseigenschaft 

des Beschwerdeführers verneint und sein Asylgesuch abgewiesen. Die 

Einwände in der Rechtsmitteleingabe vermögen keine andere Einschät-

zung zu bewirken und eine weitere Auseinandersetzung damit erübrigt 

sich.  

8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 

2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

E-2630/2019 

Seite 13 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

9.2 Nachdem das SEM in seiner Verfügung vom 24. April 2019 die vorläu-

fige Aufnahme des Beschwerdeführers in der Schweiz angeordnet hat, er-

übrigen sich praxisgemäss weitere Ausführungen zur Zulässigkeit, Zumut-

barkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs. Die vorläufige Auf-

nahme tritt mit dem vorliegenden Entscheid formell in Rechtskraft. 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzu-

weisen. 

11.  

11.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten grundsätzlich 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das Gesuch 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) 

ist unbesehen seiner finanziellen Verhältnisse abzuweisen, weil die Begeh-

ren – wie sich aus den vorliegenden Erwägungen ergibt – als im Sinne des 

Gesetzes aussichtslos zu bezeichnen sind. Die Verfahrenskosten von ins-

gesamt Fr. 750.–  sind demzufolge vom Beschwerdeführer zu tragen 

(Art. 1 ‒ 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). 

11.2 Nach dem soeben Erwogenen, ist auch das Gesuch um Beiordnung 

einer amtlichen Rechtsvertretung gestützt auf aArt. 110a Abs. 1 AsylG ab-

zuweisen. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-2630/2019 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwer-

deführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils 

zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Das Gesuch um Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung wird abge-

wiesen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Esther Marti Nina Klaus