# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38a67b49-32e6-5089-9d53-39156d4e08b3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-04-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.04.2010 UV 2009/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-27_2010-04-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/27

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.04.2020

Entscheiddatum: 14.04.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 14.04.2010
Art. 6 UVG: Verneinung physischer Unfallfolgen im Zeitpunkt der 
Leistungseinstellung. Verneinung von typischen Beschwerden nach 
Beschleunigungstrauma. Adäquanz zwischen dem Unfall und einer 
allfälligen psychischen Fehlentwicklung unter Anwendung der 
Rechtsprechung von BGE 134 V 109 und 115 V 133 verneint (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. April 2010, UV 
2009/27). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_455/2010.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 14. April 2010

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   S.___ war als Bauarbeiter mit Fachkenntnissen bei der A.___ angestellt und 

dadurch bei der Suva für die Folgen von Unfällen versichert, als er am 5. Januar 2006 

mit seinem Personenwagen in Wil unterwegs war und auf einen von links auf die 

Strasse einbiegenden Lieferwagen auffuhr (Suva-act. 1, 6). Der am Folgetag 

konsultierte Hausarzt, Dr. med. B.___, Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte ein 

kranio-zervikales Beschleunigungstrauma, eine Kontusion des Musculus triceps brachii 

links sowie einen lumbosacralen Schmerz rechts (Suva-act. 2). Der Versicherte 

berichtete über das sofortige Auftreten von rechtsseitigen Nackenschmerzen sowie 

kurz nach dem Unfall über Zittern, Frieren und Schmerzen im Oberbauch (quer). 

Röntgenaufnahmen der HWS zeigten eine Streckhaltung, eine langgezogene links-

Skoliose, jedoch keine Hinweise auf eine ossäre Läsion. Der Hausarzt attestierte eine 

volle Arbeitsunfähigkeit ab 6. Januar 2006 und eine solche von 50% ab 27. Februar 

2006 (Suva-act. 3, 12). Infolge der Witterungsverhältnisse konnte der Versicherte die 

Arbeit auf dem Bau jedoch erst ab dem 13. März 2006 wieder aufnehmen (Suva-

act. 17). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht.

A.b   Am 24. März 2006 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. C.___ untersucht, 

der eine stationäre polydisziplinäre Abklärung empfahl (Suva-act. 14). Diese wurde vom 

3. April bis 10. Mai 2006 in der Rehaklinik Bellikon durchgeführt (Suva-act. 35). Die 

behandelnden Ärzte diagnostizierten ein kranio-zervikales Dezelerationstrauma bei 

vorbestehendem rezidivierenden zerviko-vertebralen Schmerzsyndrom, eine Kontusion 

des Trizeps links und einen lumbosakralen Schmerz rechts bei vorbestehendem 

rezidivierenden lumbo-vertebralen Syndrom. Sie hielten eine Arbeitsaufnahme ab dem 

15. Mai 2006 im Rahmen einer 50%igen Arbeitsfähigkeit bei ganztägiger Anwesenheit 

für zumutbar (Suva-act. 26). Bereits einen Tag nach der Wiederaufnahme der Arbeit 

wurde der Versicherte von seinem Hausarzt erneut zu 100% arbeitsunfähig 

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geschrieben. Er gab an, eine Beton-Kompressionsarbeit verrichtet zu haben, wobei es 

zur Schmerzzunahme gekommen sei (Suva-act. 30). Die Arbeitgeberin machte geltend, 

dass sie ihm diese schwere Arbeit nicht zugewiesen haben und weiterhin bereit sei, 

den Versicherten für leichte Arbeiten einzuteilen (Suva-act. 32, 38).

A.c   Mit Verfügung vom 9. Juni 2006 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass sie ab 

dem 12. Juni 2006 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgehen werde (Suva-act. 37). 

Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (Suva-act. 39, 54) wies sie mit 

Entscheid vom 28. Dezember 2006 ab (Suva-act. 64). Das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen hiess die Beschwerde gegen diesen Einspracheentscheid mit Urteil 

vom 30. Oktober 2007 gut (Suva-act. 85).

A.d   Inzwischen war der Versicherte am 15. Mai 2007 im Röntgeninstitut und MR-

Zentrum Dres. D.___, E.___, F.___ untersucht worden. Im Vergleich zu 

Voruntersuchungen vom Mai 1997, Januar 2004 sowie April und November 2006 

konnte über die Zeit eine progrediente S-förmige Skoliosefehlhaltung zerviko-thorakal 

mit Linkskonvexität vor allem der unteren HWS und Rechtskonvexität im Bereich der 

oberen Brustwirbelsäule festgestellt werden. Im Übrigen war die Streckhaltung der 

HWS unverändert aber mit normaler Kontur und Struktur sowie mit initialer 

Unkarthrosis der unteren Bewegungssegmente der HWS rechtsbetont (Suva-act. 81). 

Am 15. Mai 2007 untersuchte Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Chirurgie, 

spezielle Allgemein- und Unfallchirurgie, den Versicherten. Er befand, dass die 

subjektiv geklagten Beschwerden des Versicherten sowie die aktuell festgestellten 

Befunde nicht in überwiegend wahrscheinlichem Rahmen als Unfallfolgen interpretiert 

werden könnten (Suva-act. 82).

A.e   Mit Verfügung vom 21. Mai 2007 eröffnete die Suva dem Versicherten die 

definitive Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. Mai 2007 mit der 

Begründung, dass keine adäquaten Unfallfolgen mehr vorliegen würden (Suva-act. 83). 

Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner 

Bodenmann, St. Gallen, Einsprache erheben (Suva-act. 84, 89). Am 17. Januar 2008 

teilte die Suva mit, dass sie auf Grund des Urteils des Versicherungsgerichts vom 

30. Oktober 2007 nicht nur auf die aufgehobene Verfügung vom 9. Juni 2006, sondern 

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auch auf die Verfügung vom 21. Mai 2007 zurückkomme und weiterhin die gesetzlichen 

Leistungen erbringe (Suva-act. 96).

A.f    Mit Schreiben vom 15. Februar 2008 liess die Suva dem Versicherten das von der 

IV-Stelle des Kantons St. Gallen in Auftrag gegebene ABI-Gutachten vom 23. Januar 

2008 (Suva-act. 102) mit einer Einladung zur Stellungnahme zukommen (Suva-

act. 100). Der Rechtsvertreter des Versicherten erklärte sich mit Schreiben vom 

28. Februar 2008 mit den Ergebnissen des Gutachtens nicht einverstanden (Suva-

act. 103).

A.g   Mit Bericht vom 13. Mai 2008 nahm die Suva-Versicherungsmedizinerin Dr. med. 

H.___, Fachärztin für Neurologie FMH, nach Einsicht in die ärztlichen Akten und 

Prüfung von MRI und Röntgenbildern eine neurologische Beurteilung vor. Sie führte die 

reduzierte Leistungsfähigkeit des Versicherten in Anlehnung an das ABI-Gutachten auf 

die unfallfremde Herzerkrankung und das vorbestehende zerviko-vertebrale 

Schmerzsyndrom zurück (Suva-act. 111).

A.h   Am 10. Juni 2008 verfügte die Suva die Einstellung der Versicherungsleistungen 

per 20. Juni 2008, da gemäss medizinischer Beurteilung der status quo sine erreicht sei 

(Suva-act. 112).

B.       

B.a   Der Rechtsvertreter des Versicherten erhob am 14. Juli 2008 gegen diese 

Verfügung Einsprache (Suva-act. 113). In der Begründung vom 15. August 2008 (Suva-

act. 115) machte er eine mindestens 50%ige, eher aber 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

geltend und verwies dabei auf den Bericht von Dr. med. I.___, Facharzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. Juli 2008. Laut Dr. I.___ litt der Versicherte 

nach dem Unfall vom 5. Januar 2006 an einer mittelschweren chronifizierten 

Depression sowie an einer somatoformen Schmerzstörung (Beilage zu Suva-act. 115).

B.b   Die Suva wies die Einsprache des Versicherten mit Entscheid vom 2. Februar 

2009 ab (Suva-act. 121).

C.       

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C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 5. März 

2009 mit den Anträgen, die Verfügung vom 10. Juni 2008 und der Einspracheentscheid 

vom 2. Februar 2009 seien aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu 

verpflichten, dem Beschwerdeführer auch ab dem 21. Juni 2008 die ihm zustehenden 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) zu erbringen; unter Kosten und 

Entschädigungsfolge. Zur Begründung hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers fest, dass die Beschwerdegegnerin selber kein Gutachten zur 

Frage der Unfallkausalität in Auftrag gegeben habe und das ABI-Gutachten insgesamt 

nicht überzeuge. Des Weiteren werde lediglich auf das ABI-Gutachten sowie auf den 

Bericht von Dr. H.___, jedoch überhaupt nicht auf die nachvollziehbare und 

ausführliche Beurteilung von Dr. I.___ abgestellt. Zudem hätte die Adäquanzprüfung 

nach BGE 117 V 359 bzw. BGE 134 V 109 erfolgen müssen. Dabei seien die Kriterien 

der "besonderen Eindrücklichkeit" sowie der "Verletzung besonderer Art" klar gegeben. 

Auch müsse sich der Beschwerdeführer erheblichen Behandlungen unterziehen und 

leide bis heute an körperlichen Dauerschmerzen. Da die ärztliche Behandlung noch 

nicht abgeschlossen sei, müsse insgesamt davon ausgegangen werden, dass die 

Beschwerden in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stünden.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 17. April 2009 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde und Bestätigung ihres Einspracheentscheids vom 

2. Februar 2009.

C.c   Mit Replik vom 8. Juni 2009 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen und 

Standpunkten fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf das Einreichen einer 

Duplik.

Erwägungen:

1.        

1.1    Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich 

des Unfalls vom 5. Januar 2006 bis zum 20. Juni 2008. Streitig und zu prüfen ist, ob die 

Einstellung der Leistungen ab 21. Juni 2010 durch die Beschwerdegegnerin zu Recht 

erfolgte.

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1.2    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in 

einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1). Während es Aufgabe des Arztes oder 

der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem 

Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 

123 III 110 E. 3a).

1.3    Ist die natürliche und adäquate Unfallkausalität für die ursprünglichen 

Beschwerden einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt 

die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 

nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 

manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss 

mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 

nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es 

sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende 

Beweislast nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 

2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für 

unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes 

Leiden hat, beispielsweise Krankheit oder degenerative Veränderungen, ist 

unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter 

Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte 

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Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b).

1.4    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen - insbesondere ohne Beizug eines Gerichtsgutachters - abschliessen. 

Auch den Berichten, welche die Suva während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen Ärzten einholt, kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen 

werden, solange ihre Richtigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert werden. Eine 

ärztliche Beurteilung auf Grund der Akten ist sodann nicht an sich unzuverlässig, wenn 

genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 

56 S. 371, 1993 Nr. U 167 S. 95).

2.        

Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren 

strukturellen Veränderungen (organisches Substrat konnte mit Bild gebenden 

Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen 

werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne Weiteres zu bejahen (BGE 

127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, 

bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung 

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der adäquaten Kausalität, können doch gerade klinische Befunde erfahrungsgemäss 

auch psychisch ausgelöst werden. In diesen Fällen ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist 

zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma 

erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 

E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen dagegen, dass die versicherte 

Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Bild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise 

vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund 

treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 

E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 366 E. 6a und 382 E. 4b festgelegten bzw. den mit BGE 134 

V 109 modifizierten Kriterien (BGE 127 V 103 E. 5b/bb). Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der 

HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen 

und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b). Zu ergänzen bleibt, dass die zu den Verletzungen nach klassischem 

Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung zum natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang (BGE 119 V 335, 117 V 359) auch auf analoge Verletzungen wie 

Distorsionen der HWS sowie Schädel-Hirntraumata anwendbar ist, wenn und soweit 

sich dessen Folgen mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen lassen (vgl. Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 17. August 2004 i/S G. [U 243/03]; RKUV 2000 

Nr. U 395 S. 317, E. 3; BGE 117 V 369 E. 3c).

3.        

3.1    Der Beschwerdeführer leidet gemäss Kreisarztbericht vom Mai 2007 unter 

Nacken- und Schulterschmerzen beidseits (Suva-act. 82) sowie nach dem ABI-

Gutachten auch unter seit Jahren bestehenden Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen 

sowie bei Anstrengung unter Atemnot. Dabei hätten sich die Beschwerden seit dem 

Unfall im Januar 2006 verstärkt (Suva-act. 102 S. 9). Aus den Akten geht hervor, dass 

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die geklagten Beschwerden nicht mit klar ausgewiesenen organischen Befunden im 

Sinn nachweisbarer unfallkausaler struktureller Veränderungen erklärbar sind. Die 

bildgebenden radiologischen Untersuchungen der HWS vom 6. Januar 2006 (Suva-

act. 2, 82) haben keine Hinweise für das Vorliegen ossärer bzw. discoligamentärer 

Läsionen gezeigt. Auch die Röntgenaufnahmen vom 10. April und 24. Mai 2006 sowie 

das MRI der HWS vom 2. Mai 2006 und die Röntgenbilder vom 15. Mai 2007 ergaben 

keine entsprechenden Befunde (Suva-act. 35 S. 6, 81, 82 S. 3, 102 S. 13). Gemäss den 

Fachärzten der Rehaklinik Bellikon vom 26. Mai 2006 fanden sich im HWS-Bereich 

keine wesentlichen unfallbedingten Veränderungen (Suva-act. 35 S. 3). Im ABI-Bericht 

hielten die Gutachter lediglich diskret bis mässig ausgeprägte Veränderungen der HWS 

degenerativer Natur fest. Die muskuläre Dysbalance sowie eine 

Wirbelsäulenfehlhaltung wurden im Zusammenhang mit einem chronischen zerviko-

zephalen Schmerzsyndrom und einem chronischen unspezifischen lumbo-vertebralen 

Schmerzsyndrom genannt, wobei die Schmerzsyndrome gemäss dem Bericht des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 20. April 2004 (Suva-act. 10) schon mehr als 

eineinhalb Jahre vor dem Unfall diagnostiziert worden waren. Auch was die 

Chronifizierung (vgl. Suva-act. 102 S. 19) der vorbestehenden Schmerzsyndrome 

anbelangt, spricht eine solche nicht für ein unfallkausales organisches Substrat. Im 

Verlauf einer Chronifizierung wird das ursprünglich erlittene Verletzungsmuster für das 

Ausmass der erlebten Behinderung immer bedeutungsloser. Andere Faktoren, wie zum 

Beispiel das Individuum selber, die Arbeitsumstände, das soziale Umfeld, das 

medizinische und legale System sowie ökonomische Umstände spielen eine 

massgebende Rolle (vgl. Bär/Bertrand/Kiener, Medizinische Mitteilungen der Suva 

Nr. 67 vom Dezember 1994, S. 45 ff.). Schliesslich stellen auch die in den 

medizinischen Akten beschriebenen Druckdolenzen und Bewegungseinschränkungen 

im Bereich der HWS (Suva-act. 2, 3, 13, 14 S. 3, 35 S. 6, 59, 70, 82 S. 3) praxisgemäss 

kein klar fassbares organisches Substrat dar (vgl. Urteile des EVG vom 3. August 2005 

i/S M. [U 9/05] E. 4 und vom 23. November 2004 i/S B. [U 109/04] E. 2.2).

3.2    Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 5. Januar 

2006 erlittenen Trizepskontusion (Suva-act. 2, 3) ist davon auszugehen, dass diese 

innerhalb weniger Wochen bzw. Monate keine Verletzungsfolgen mehr zeitigte. Es ist 

eine medizinische Erfahrungstatsache, dass harmlose Traumen mit fehlenden 

strukturellen Schädigungen der Gelenke und Knochen, wie beispielsweise Prellungen, 

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Verstauchungen oder Zerrungen normalerweise innert kurzer Zeit folgenlos abheilen 

und sich die damit verbundenen Schmerzen gänzlich zurückbilden. Nichts anderes 

kann diesbezüglich den Akten entnommen werden, denn bereits im ärztlichen 

Zwischenbericht von Dr. B.___ vom 15. März 2006 wurden im Bereich des Trizeps 

keine spezifischen Beschwerden mehr festgehalten (Suva-act. 13).

4.        

4.1    Der Rechtsvertreter sieht schliesslich einen über den Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung weiter andauernden Leistungsanspruch darin begründet, dass der 

Beschwerdeführer ein Schleudertrauma erlitten habe. Nach den Ergebnissen der 

medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei Schleudertraumaverletzungen sowie 

äquivalenten Distorsionen der HWS (vgl. dazu RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 E. 3b) auch 

ohne nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem 

Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Dabei ist nicht 

entscheidend, ob die im Anschluss an solche Verletzungen geklagten Beschwerden 

medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden, 

zumal diese Differenzierung angesichts des komplexen Beschwerdebildes gelegentlich 

grosse Schwierigkeiten bereitet. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder 

eine Distorsion der HWS typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden 

Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, 

rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen 

(BGE 117 V 359 E. 5d/aa).

4.2    Distorsionen der HWS sind Folgen von Beschleunigungskräften, die im Sinn einer 

Überdehnung und Überbiegung auf die HWS einwirken und mit einem Kopfanprall 

verbunden sein können. Ein eigentliches Schleudertrauma liegt nur dann vor, wenn bei 

der Auffahrkollision durch die plötzliche Beschleunigung des getroffenen Fahrzeugs der 

Kopf des Insassen - ohne anzuprallen - zuerst nach hinten zu knicken scheint und 

anschliessend nach vorne beschleunigt wird. Führt der Beschleunigungsmechanismus 

zu einem Kopfanprall, ist nicht von einem Schleudertrauma, sondern von einer HWS-

Distorsion zu sprechen (vgl. diesbezüglich Thomas Locher, HWS-Distorsionen 

[Schleudertrauma] - Einführung in die Rechtslage nach schweizerischem Recht, in: 

Murer/Niederer/Radanov/Rumo-Jungo/Sturzenegger/Walz [Hrsg.], Das so genannte 

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"Schleudertrauma" - medizinische, biomechanische und rechtliche Aspekte der 

Distorsionen der Halswirbelsäule, Bern 2001, S. 31 f.).

4.3    Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung 

diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- 

und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, 

Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der 

natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen 

Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. 

auch BGE 117 V 369 E. 3e). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteile 

vom 30. Januar 2007 i/S T. [U 215/05] und vom 15. März 2007 i/S G. [U 258/06]) muss 

bei einer HWS-Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 

72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem 

Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren. Die anderen 

im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung typischerweise 

auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum 

manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen.

4.4    Der Beschwerdeführer suchte einen Tag nach dem Unfall seinen Hausarzt 

Dr. B.___ auf, der im Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-

zervikalem Beschleunigungstrauma ein solches feststellte. Zwar versah Dr. B.___ die 

Diagnose hier mit einem Fragezeichen, im Arztzeugnis vom 14. Februar 2006 zuhanden 

der Suva schienen die Zweifel dann aber beseitigt (vgl. Suva-act. 3, 2). Auch im 

Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 10. Mai 2006 wurde ein kranio-zervikales 

Dezelerationstrauma bei vorbestehendem rezidivierendem zerviko-vertebralem 

Schmerzsyndrom festgehalten (Suva-act. 26). Angesichts des Geschehensablaufs - der 

Beschwerdeführer kollidierte als Fahrer eines Personenwagens frontal vorne links mit 

einem von links auf die Strasse einbiegenden Lieferwagen, wobei beim ersten 

Arztbesuch am 6. Januar 2006 ein Kopfanprall verneint, im Polizeirapport vom 7. März 

2006 ein solcher dagegen bejaht wurde (Suva-act. 3, 11) - kann eine HWS-Distorsion 

durchaus in Betracht gezogen werden. Dennoch ist festzustellen, dass zu keinem 

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Zeitpunkt von einem Leidensprofil mit einer Häufung von typischen Beschwerden nach 

einem Beschleunigungsmechanismus der HWS ausgegangen werden kann (vgl. 

Erwägung 4.3). Lediglich im Unfallbefragungsprotokoll der Kantonspolizei St. Gallen 

vom 6. Januar 2006 (recte: 5. Januar 2006) sind Nacken- und Rückenschmerzen 

vermerkt (Suva-act. 6 Befragung des Beschwerdeführers S. 3) und auch gegenüber 

dem Hausarzt gab der Beschwerdeführer als Beschwerden infolge des Unfalls 

Nackenschmerzen sowie ein kurz nach dem Unfall eingetretenes Zittern, Frieren und 

Oberbauchschmerzen an (Suva-act. 3). Gegenüber Dr. B.___ verneinte der 

Beschwerdeführer sodann das Vorliegen weiterer typischer Beschwerden nach 

Beschleunigungstrauma, konkret Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen 

(Suva-act. 3). Ausser dem Hinweis im Bericht der Rehaklinik Bellikon (Suva-act. 35 

S. 5) auf ein schmerzbedingt vermindertes Hörvermögen beidseits seit dem Unfall, 

finden sich in den nachfolgenden Untersuchungsberichten denn auch keinerlei 

Hinweise auf typische Beschwerden nach Beschleunigungstrauma (vgl. Suva-act. 14, 

35, 102).

5.        

5.1    Angesichts dieser Grundlagen (kein fassbarer pathologischer Befund und keine 

Häufung typischer Beschwerden nach Beschleunigungstrauma) ist davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer zum einen infolge des Unfalls nicht mehr an somatischen 

Beschwerden leidet und zum anderen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass er einen Unfall mit 

schleudertraumaähnlicher Verletzung erlitten hat. Auch die unmittelbar nach dem Unfall 

aufgetretenen Nackenschmerzen können fast zweieinhalb Jahre nach dem 

Unfallereignis keiner solchen Verletzung zugeordnet werden. Somit erübrigt sich bereits 

mit Blick auf die dargelegten Umstände die bei schleudertraumaähnlichen Verletzungen 

geforderte Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung (vgl. BGE 134 V 109).

5.2    Sind die über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus geklagten 

Beschwerden nicht mit einer organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge zu erklären, 

ist eine eigenständige Adäquanzprüfung gemäss den bei psychischen 

Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen gemäss BGE 115 V 133 

durchzuführen (vgl. Erwägung 2).

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5.2.1           Laut dem neurologischen Bericht von Dr. H.___ ergaben sich trotz 

mannigfaltiger medizinischer Abklärungen keinerlei Hinweise auf strukturelle Läsionen. 

Ihrer Beurteilung nach erlitt der Beschwerdeführer beim Unfall vom 5. Januar 2006 eine 

leichte HWS-Distorsion, wodurch es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des 

vorbestehenden zerviko-vertebralen Schmerzsyndroms gekommen sei. Die 

Beschwerdesymptomatik über der HWS sei bei fehlendem Nachweis struktureller 

Läsionen unter Berücksichtigung des typischen Heilungsverlaufs einer leichten HWS-

Distorsion bei bekanntem Vorschaden längstens bis sechs Monate nach dem 

Unfallereignis als unfallkausal zu erachten. Die reduzierte Leistungsfähigkeit sei in 

Anlehnung an das ABI-Gutachten auf die unfallfremde Herzerkrankung und das 

vorbestehende zerviko-vertebrale Schmerzsyndrom zurückzuführen (Suva-act. 111). 

Dem widerspricht auch die im Arztbericht der serbischen Ärztin Dr. J.___, 

Fachkrankenhaus für Rehabilitierungen, festgestellte Diagnose eines "Spondylosis 

vertebrae cervicalis et lumbalis" nicht (Suva-act. 115). Gemäss dem Bericht zum 

Psychosomatischen Konsilium der Rehabilitationsklinik Bellikon vom 2. Mai 2006 

(Suva-act. 34) wurde beim Beschwerdeführer eine reaktive Angstproblematik, 

wahrscheinlich im Rahmen einer Anpassungsstörung bei anhaltend belastenden 

familiären und gesundheitlichen Problemen seit 2003 festgehalten. Die ABI-Gutachter 

diagnostizierten eineinhalb Jahre später eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

(ICD-10 F45.4). Sie führten weiter aus, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall über 

Kopf-, Nacken-, Rücken und Gelenkschmerzen sowie Anstrengungsdyspnoe klage und 

eine verminderte Sensibilität in der linken Körperhälfte beschreibe. Das Ausmass der 

geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeugung, nicht mehr 

arbeiten zu können, könnten durch die somatischen Befunde nicht vollständig 

objektiviert werden, so dass eine psychische Überlagerung angenommen werden 

müsse. Die unklaren Sensibilitätsstörungen seien im Rahmen der anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung zu sehen. Auch leide er unter leichten depressiven 

Verstimmungen, welche ebenfalls im Rahmen der anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung zu sehen seien. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht bestehe keine. Dagegen befand Dr. I.___, dass der 

Beschwerdeführer an einer Depression mit Krankheitswert leide, wahrscheinlich handle 

es sich um eine mittelschwere chronische Depression. Allein auf Grund der Depression 

sei die Arbeitsfähigkeit seiner Ansicht nach auf etwa 50% reduziert (Beilage von Suva-

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act. 115). Obgleich die psychiatrischen Einschätzungen von Dr. I.___ einerseits und den 

ABI-Gutachtern andererseits v.a. in Bezug auf den Grad der Depression und die Höhe 

der Arbeitsunfähigkeit voneinander abweichen, wird das Vorhandensein psychischer 

Störungen beim Beschwerdeführer durch die beiden Berichte offensichtlich.

5.2.2           Mangels Vorliegen einer Häufung der typischen Beschwerden nach 

Beschleunigungstrauma ist die Adäquanz grundsätzlich nach den Kriterien von BGE 

115 V 133 (psychische Fehlentwicklungen) zu beurteilen. Indessen ist diese 

Beschränkung unerheblich, da auch nach der für den Beschwerdeführer günstigeren 

Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 130 E. 10.3) die Adäquanz - wie nachfolgend 

gezeigt wird - zu verneinen ist. Auf Grund der fehlenden Adäquanz braucht zudem die 

Frage, ob die geklagten Beschwerden natürlich kausal durch das Unfallereignis 

verursacht sind, nicht näher untersucht zu werden (vgl. EVG-Urteil vom 17. August 

2009 i/S A. [8C_349/2009] E. 4).

5.3    Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist nach der 

Schleudertrauma-Praxis im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies 

trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 

ernsthaft ins Gewicht fällt. Bei der Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich 

dabei entwickelnden Kräften (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. November 2007 i/

S Z. [U 2/07] E. 5.3.1) - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren 

Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich 

unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei 

schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden 

kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht 

auf Grund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv 

erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder 

als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und 

abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 

sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder 

müssen mehrere herangezogen werden (BGE 134 V 126 E. 10.1). Die in die 

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Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden Kriterien lauten: besonders dramatische 

Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder 

besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche 

Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen 

(BGE 134 V 130 E. 10.3).

5.3.1           Einfache Auffahrunfälle werden gemäss Rechtsprechung in der Regel als 

mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert (EVG-Urteil vom 

24. August 2007 i/S A. [U 297/06] E. 4.2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, 

E. 5.1.2 mit Hinweisen). Unter Berücksichtigung des augenfälligen Geschehensablaufs, 

insbesondere auf Grund der geringen Geschwindigkeiten der involvierten Fahrzeuge 

(der Beschwerdeführer gab an, mit ca. 40 - 45 km/h unterwegs gewesen zu sein, bevor 

er kurz vor der Kollision mit dem gemäss eigenen Angaben im Schritttempo 

wendenden Lieferwagen eine Vollbremsung eingeleitet hatte; vgl. Suva-act. 6), des 

eingetretenen Schadens und der erlittenen Verletzungen hat nichts anderes auch für 

vorliegendes Unfallereignis zu gelten. Zur Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs müssten somit entweder mehrere der sieben massgeblichen 

Kriterien erfüllt sein oder hätte eines davon in besonders ausgeprägter Weise 

vorzuliegen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f. mit Hinweisen).

5.3.2           Der Unfall hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen 

ereignet noch war er - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97, 

E. 3b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313, U 248/98) - von besonderer 

Eindrücklichkeit.

5.3.3           Auch hatte der Unfall keine schweren Verletzungen oder Verletzungen 

besonderer Art zur Folge. Weder die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer 

schleudertraumaähnlichen Verletzung der HWS genügen für sich allein für die Bejahung 

dieses Kriteriums (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.2.3 [Urteil des EVG vom 15. März 

2005 i/S C. (U 380/04)]), noch vermögen die Kontusion des linken Arms, welche relativ 

rasch heilte (vgl. Suva-act. 13, 14), noch die lediglich kurzfristige Verschlimmerung der 

lumbalen Rückenschmerzen (vgl. Suva-act. 13, 14 S. 3) die Schwere oder besondere 

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Art der erlittenen Verletzung und insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, 

psychische Fehlentwicklungen auszulösen, zu begründen. Im Hinblick auf das 

diagnostizierte kranio-zervikale Beschleunigungstrauma bedürfte es vielmehr einer 

besonderen Schwere der für ein Schleudertrauma typischen Beschwerden oder 

besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Diese 

können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körperhaltung 

und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 361 E. 

4.3 mit Hinweisen [Urteil des EVG vom 24. Juni 2003 i/S A. (U 193/01)]). Solche 

Umstände sind hier nicht ausgewiesen (vgl. insbesondere Suva-act. 3).

5.3.4           Ebenfalls nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, 

belastenden ärztlichen Behandlung. Der Beschwerdeführer wurde erst einen Tag nach 

dem Autounfall und auch dann nur ambulant behandelt. Der Hausarzt verschrieb ihm 

ein Schmerzmittel sowie das Tragen eines Schaumstoffkragens und ordnete eine Serie 

physiotherapeutischer Behandlungen an (Suva-act. 2), welche bis Mitte März 2006 

dauerte (Suva-act. 13). Vom 3. April bis 10. Mai 2006 war er schliesslich in der Reha­

klinik Bellikon hospitalisiert. Dabei wurde die Nichterreichung des gesteckten 

Hauptziels einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit aber nicht nur in der schmerzbedingt 

verminderten HWS-Belastbarkeit, sondern auch in der reaktiven Angstproblematik 

gesehen, die im Rahmen der Anpassungsstörung bei anhaltend belastenden familiären 

und gesundheitlichen Problemen seit 2003 erklärt wurde (Suva-act. 35 S. 3, 34). Auch 

die ab Mitte Juli 2006 während zwei bis drei Wochen durchgeführte Kur mit Therapien 

in Serbien kann nicht vollständig auf das Unfallereignis zurückgeführt werden, da der 

Beschwerdeführer bereits im Jahr 2003 wohl auf Grund seines Vorzustandes eine 

ähnliche Kur absolvierte (Suva-act. 50, 59). Was die medikamentöse Schmerztherapie 

des KSSG anbelangt (Suva-act. 68, 70), so liegt deren Ursache ebenso wahrscheinlich 

im vorbestehenden zerviko- und lumbovertebralen Schmerzsyndrom. Im Weiteren 

fanden neben medikamentöser Behandlung wiederum Physiotherapien statt (Suva-

act. 72). Dabei liegen die durchgeführten Behandlungen aber im Rahmen dessen, was 

nach einer entsprechenden Verletzung mit ähnlichem Beschwerdebild üblich ist. 

Insgesamt ist die zeitliche Beanspruchung durch die einmal pro Monat stattfindenden 

Psychiatrischen Therapiesitzungen (Suva-act. 102 S. 11), die Physiotherapien (vgl. 

Suva-act. 82 S. 2, 102 S. 21) und die regelmässigen Sprechstunden beim Hausarzt 

nicht als derart intensiv zu werten, als dass deswegen von einer erheblichen - im Sinn 

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einer sich allein daraus ergebenden zusätzlichen - Mehrbelastung aussergewöhnlicher 

Natur gesprochen werden könnte. Demzufolge ist gesamthaft betrachtet auf Grund der 

medikamentösen (ohne Medikation im Rahmen der Herzproblematik) und 

therapeutischen Behandlungen zwar eine fortgesetzt spezifische, aber nicht eine den 

Beschwerdeführer im Sinn dieses Kriteriums speziell belastende ärztliche Behandlung 

anzunehmen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 8. August 2008 i/S H. [8C_144/2008] 

E. 7.3 und vom 22. August 2008 i/S E. [8C_266/2008] E. 4.2.4).

5.3.5           Beim Kriterium der erheblichen Beschwerden beurteilt sich die 

Erheblichkeit nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche 

die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 

E. 10.2.4). Der Beschwerdeführer berichtete im Rahmen der ABI-Begutachtung, unter 

Kopf-, Rücken und Gelenkschmerzen sowie bei Anstrengung unter Atemnot zu leiden. 

Neben den Schmerzen leide er auch unter einer verminderten Sensibilität in der linken 

Körperhälfte, die linke Körperhälfte schlafe manchmal ein (Suva-act. 102 S. 9). Aus 

Unfallsicht sind jedoch die Vorzustände des zerviko- und lumbovertebralen 

Schmerzsyndroms und der Herzproblematik sowie die auf Grund des zeitlichen 

Abstands ohnehin nicht auf den Unfall zurückzuführenden Gelenkschmerzen und 

Sensibilitätsstörungen unerheblich. Zudem war es dem Beschwerdeführer trotz 

geklagter Beschwerden weiterhin möglich, Auto zu fahren, auch wenn er dazu angab, 

Fahrten von ausnahmsweise 30 Minuten nicht ohne Pausen bewältigen zu können 

(Suva-act. 102 S. 8). Die vorliegend zu beurteilende - unfallbedingte - Beeinträchtigung 

des Lebensalltags ist folglich kaum mehr zu bejahen bzw. kann sicherlich nicht als 

erheblich im Sinn dieses Kriteriums bezeichnet werden.

5.3.6           Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hat, ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen sind 

aus den Akten nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend 

gemacht.

5.3.7           Für das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit ist schliesslich nicht die Dauer der 

Arbeitsunfähigkeit massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, 

die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. 

Gelingt es der versicherten Person trotz solcher Anstrengungen nicht, ihre 

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Arbeitsfähigkeit ganz oder teilweise wiederzuerlangen, ist ihr dies durch Erfüllung des 

Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive 

Mitwirkung rasch möglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche 

Anstrengungen der versicherten Person können sich insbesondere in ernsthaften 

Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. 

Sodann können Bemühungen um alternative, der gesundheitlichen Einschränkung 

besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in erheblichem Mass 

arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium 

erfüllen (BGE 134 V 129 f. E. 10.2.7). Die untersuchenden und behandelnden Ärzte 

attestierten dem Beschwerdeführer nach dem Autounfall zuerst eine 100%ige, ab dem 

27. Februar 2006 jedoch bis zum Rehabilitationsaufenthalt und wieder für die Zeit nach 

dem Austritt eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 2, 13, 35). Diese erhöhte sich 

bereits einen Tag nach Arbeitsaufnahme auf 100% und wurde vom Hausarzt sodann 

laufend bestätigt, wobei eine Unterscheidung zwischen unfall- und krankheitsbedingter 

Arbeitsunfähigkeit - letztere infolge der verschiedenen Vorzustände - jedoch unterblieb 

(Suva-act. 52, 61, 63, 80, Beilage zu Suva-act. 97). Erst im ABI-Gutachten vom 

23. Januar 2008 befanden die Fachärzte die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

körperlich leichten Tätigkeit zu 100%, in der angestammten Tätigkeit weiterhin zu 0% 

als gegeben. Was die Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit 

anbelangt, zeigte der Beschwerdeführer nur wenig Bemühungen, sich durch eine aktive 

Mitwirkung raschmöglichst wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Zwar scheint er 

seine Arbeit im Rahmen von 50% Mitte März 2006 (vgl. Suva-act. 17) wieder 

aufgenommen zu haben. Nach dem Rehabilitationsaufenthalt in Bellikon brach er einen 

Arbeitsversuch in der angestammten Tätigkeit am 15. Mai 2006 wieder ab, nachdem er 

eine für seine Bedürfnisse unangepasste Tätigkeit am Kompressor ausgeführt hatte 

und bereits nach wenigen Minuten eine Schmerzzunahme verspürt haben will (vgl. 

Suva-act. 30, 32). Gemäss dem Bericht von Dr. B.___ vom 31. Januar 2007 nahm der 

Beschwerdeführer die Arbeit am 13. Juni 2006 auf Grund der Verfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 9. Juni 2006 noch einmal auf, legte sie infolge eines 

Brechdurchfalls aber schon am Folgetag wieder nieder (Suva-act. 70). Für die Zeit 

danach sind keine weiteren Arbeitsversuche mehr belegt. Eigene ernsthafte 

Bemühungen um die Aufnahme einer anderen, den geklagten Beschwerden 

angepasste Tätigkeit sind nicht ersichtlich. Vielmehr gab der Beschwerdeführer 

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gegenüber den ABI-Gutachtern an, sich nicht vorstellen zu können, wieder einer 

beruflichen Tätigkeit nachzugehen (Suva-act. 102). Vor diesem Hintergrund ist das 

Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit, wenn überhaupt, höchstens in nicht sehr 

ausgeprägter Weise erfüllt, zumal die Arbeitsunfähigkeit gemäss medizinischer 

Aktenlage zum wesentlichen Teil auf die unfallfremde Herzerkrankung und die 

unbestrittenenermassen vorbestehenden zerviko-vertebralen und lumbovertebralen 

Schmerzsyndrome (ICD-10 M53.0 und ICD-10 M54.5) zurückzuführen ist (vgl. Suva-

act. 102, 111, 10).

5.3.8           Zusammenfassend ist bei dem als mittelschwer qualifizierten Unfallereignis 

auch nach den Kriterien gemäss der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 130 E. 10.3) 

keines der Adäquanzkriterien im erforderlichen Ausmass erfüllt. Das Vorliegen eines 

adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 5. Januar 2006 und den 

am 20. Juni 2008 fortbestehenden Beschwerden muss deshalb verneint werden. Zu 

keinem anderen Ergebnis kommt eine Prüfung nach den Kriterien von BGE 115 V 133 

(psychische Fehlentwicklungen). Somit entfällt ein Anspruch auf weitere Ausrichtung 

von Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggelder). Demnach muss in Bezug 

auf die Heilbehandlung auch nicht mehr geprüft werden, ob von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet 

werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

[UVG; SR 832.20]; BGE 116 V 44 E. 2c; A. Maurer, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, Bern 1989, S. 274). Die Leistungseinstellung per 20. Juni 

2008 ist demnach nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

6.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 2. Februar 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

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entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Art. 6 UVG: Verneinung physischer Unfallfolgen im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung. Verneinung von typischen Beschwerden nach 

Beschleunigungstrauma. Adäquanz zwischen dem Unfall und einer allfälligen 

psychischen Fehlentwicklung unter Anwendung der Rechtsprechung von BGE 

134 V 109 und 115 V 133 verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen vom 14. April 2010, UV 2009/27).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 14. April 2010

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.       

A.a   S.___ war als Bauarbeiter mit Fachkenntnissen bei der A.___ angestellt und 

dadurch bei der Suva für die Folgen von Unfällen versichert, als er am 5. Januar 2006 

mit seinem Personenwagen in Wil unterwegs war und auf einen von links auf die 

Strasse einbiegenden Lieferwagen auffuhr (Suva-act. 1, 6). Der am Folgetag 

konsultierte Hausarzt, Dr. med. B.___, Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte ein 

kranio-zervikales Beschleunigungstrauma, eine Kontusion des Musculus triceps brachii 

links sowie einen lumbosacralen Schmerz rechts (Suva-act. 2). Der Versicherte 

berichtete über das sofortige Auftreten von rechtsseitigen Nackenschmerzen sowie 

kurz nach dem Unfall über Zittern, Frieren und Schmerzen im Oberbauch (quer). 

Röntgenaufnahmen der HWS zeigten eine Streckhaltung, eine langgezogene links-

Skoliose, jedoch keine Hinweise auf eine ossäre Läsion. Der Hausarzt attestierte eine 

volle Arbeitsunfähigkeit ab 6. Januar 2006 und eine solche von 50% ab 27. Februar 

2006 (Suva-act. 3, 12). Infolge der Witterungsverhältnisse konnte der Versicherte die 

Arbeit auf dem Bau jedoch erst ab dem 13. März 2006 wieder aufnehmen (Suva-

act. 17). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht.

A.b   Am 24. März 2006 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. C.___ untersucht, 

der eine stationäre polydisziplinäre Abklärung empfahl (Suva-act. 14). Diese wurde vom 

3. April bis 10. Mai 2006 in der Rehaklinik Bellikon durchgeführt (Suva-act. 35). Die 

behandelnden Ärzte diagnostizierten ein kranio-zervikales Dezelerationstrauma bei 

vorbestehendem rezidivierenden zerviko-vertebralen Schmerzsyndrom, eine Kontusion 

des Trizeps links und einen lumbosakralen Schmerz rechts bei vorbestehendem 

rezidivierenden lumbo-vertebralen Syndrom. Sie hielten eine Arbeitsaufnahme ab dem 

15. Mai 2006 im Rahmen einer 50%igen Arbeitsfähigkeit bei ganztägiger Anwesenheit 

für zumutbar (Suva-act. 26). Bereits einen Tag nach der Wiederaufnahme der Arbeit 

wurde der Versicherte von seinem Hausarzt erneut zu 100% arbeitsunfähig 

geschrieben. Er gab an, eine Beton-Kompressionsarbeit verrichtet zu haben, wobei es 

zur Schmerzzunahme gekommen sei (Suva-act. 30). Die Arbeitgeberin machte geltend, 

dass sie ihm diese schwere Arbeit nicht zugewiesen haben und weiterhin bereit sei, 

den Versicherten für leichte Arbeiten einzuteilen (Suva-act. 32, 38).

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A.c   Mit Verfügung vom 9. Juni 2006 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass sie ab 

dem 12. Juni 2006 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgehen werde (Suva-act. 37). 

Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (Suva-act. 39, 54) wies sie mit 

Entscheid vom 28. Dezember 2006 ab (Suva-act. 64). Das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen hiess die Beschwerde gegen diesen Einspracheentscheid mit Urteil 

vom 30. Oktober 2007 gut (Suva-act. 85).

A.d   Inzwischen war der Versicherte am 15. Mai 2007 im Röntgeninstitut und MR-

Zentrum Dres. D.___, E.___, F.___ untersucht worden. Im Vergleich zu 

Voruntersuchungen vom Mai 1997, Januar 2004 sowie April und November 2006 

konnte über die Zeit eine progrediente S-förmige Skoliosefehlhaltung zerviko-thorakal 

mit Linkskonvexität vor allem der unteren HWS und Rechtskonvexität im Bereich der 

oberen Brustwirbelsäule festgestellt werden. Im Übrigen war die Streckhaltung der 

HWS unverändert aber mit normaler Kontur und Struktur sowie mit initialer 

Unkarthrosis der unteren Bewegungssegmente der HWS rechtsbetont (Suva-act. 81). 

Am 15. Mai 2007 untersuchte Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Chirurgie, 

spezielle Allgemein- und Unfallchirurgie, den Versicherten. Er befand, dass die 

subjektiv geklagten Beschwerden des Versicherten sowie die aktuell festgestellten 

Befunde nicht in überwiegend wahrscheinlichem Rahmen als Unfallfolgen interpretiert 

werden könnten (Suva-act. 82).

A.e   Mit Verfügung vom 21. Mai 2007 eröffnete die Suva dem Versicherten die 

definitive Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. Mai 2007 mit der 

Begründung, dass keine adäquaten Unfallfolgen mehr vorliegen würden (Suva-act. 83). 

Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner 

Bodenmann, St. Gallen, Einsprache erheben (Suva-act. 84, 89). Am 17. Januar 2008 

teilte die Suva mit, dass sie auf Grund des Urteils des Versicherungsgerichts vom 

30. Oktober 2007 nicht nur auf die aufgehobene Verfügung vom 9. Juni 2006, sondern 

auch auf die Verfügung vom 21. Mai 2007 zurückkomme und weiterhin die gesetzlichen 

Leistungen erbringe (Suva-act. 96).

A.f    Mit Schreiben vom 15. Februar 2008 liess die Suva dem Versicherten das von der 

IV-Stelle des Kantons St. Gallen in Auftrag gegebene ABI-Gutachten vom 23. Januar 

2008 (Suva-act. 102) mit einer Einladung zur Stellungnahme zukommen (Suva-

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act. 100). Der Rechtsvertreter des Versicherten erklärte sich mit Schreiben vom 

28. Februar 2008 mit den Ergebnissen des Gutachtens nicht einverstanden (Suva-

act. 103).

A.g   Mit Bericht vom 13. Mai 2008 nahm die Suva-Versicherungsmedizinerin Dr. med. 

H.___, Fachärztin für Neurologie FMH, nach Einsicht in die ärztlichen Akten und 

Prüfung von MRI und Röntgenbildern eine neurologische Beurteilung vor. Sie führte die 

reduzierte Leistungsfähigkeit des Versicherten in Anlehnung an das ABI-Gutachten auf 

die unfallfremde Herzerkrankung und das vorbestehende zerviko-vertebrale 

Schmerzsyndrom zurück (Suva-act. 111).

A.h   Am 10. Juni 2008 verfügte die Suva die Einstellung der Versicherungsleistungen 

per 20. Juni 2008, da gemäss medizinischer Beurteilung der status quo sine erreicht sei 

(Suva-act. 112).

B.       

B.a   Der Rechtsvertreter des Versicherten erhob am 14. Juli 2008 gegen diese 

Verfügung Einsprache (Suva-act. 113). In der Begründung vom 15. August 2008 (Suva-

act. 115) machte er eine mindestens 50%ige, eher aber 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

geltend und verwies dabei auf den Bericht von Dr. med. I.___, Facharzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. Juli 2008. Laut Dr. I.___ litt der Versicherte 

nach dem Unfall vom 5. Januar 2006 an einer mittelschweren chronifizierten 

Depression sowie an einer somatoformen Schmerzstörung (Beilage zu Suva-act. 115).

B.b   Die Suva wies die Einsprache des Versicherten mit Entscheid vom 2. Februar 

2009 ab (Suva-act. 121).

C.       

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 5. März 

2009 mit den Anträgen, die Verfügung vom 10. Juni 2008 und der Einspracheentscheid 

vom 2. Februar 2009 seien aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu 

verpflichten, dem Beschwerdeführer auch ab dem 21. Juni 2008 die ihm zustehenden 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) zu erbringen; unter Kosten und 

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Entschädigungsfolge. Zur Begründung hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers fest, dass die Beschwerdegegnerin selber kein Gutachten zur 

Frage der Unfallkausalität in Auftrag gegeben habe und das ABI-Gutachten insgesamt 

nicht überzeuge. Des Weiteren werde lediglich auf das ABI-Gutachten sowie auf den 

Bericht von Dr. H.___, jedoch überhaupt nicht auf die nachvollziehbare und 

ausführliche Beurteilung von Dr. I.___ abgestellt. Zudem hätte die Adäquanzprüfung 

nach BGE 117 V 359 bzw. BGE 134 V 109 erfolgen müssen. Dabei seien die Kriterien 

der "besonderen Eindrücklichkeit" sowie der "Verletzung besonderer Art" klar gegeben. 

Auch müsse sich der Beschwerdeführer erheblichen Behandlungen unterziehen und 

leide bis heute an körperlichen Dauerschmerzen. Da die ärztliche Behandlung noch 

nicht abgeschlossen sei, müsse insgesamt davon ausgegangen werden, dass die 

Beschwerden in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stünden.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 17. April 2009 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde und Bestätigung ihres Einspracheentscheids vom 

2. Februar 2009.

C.c   Mit Replik vom 8. Juni 2009 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen und 

Standpunkten fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf das Einreichen einer 

Duplik.

Erwägungen:

1.        

1.1    Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich 

des Unfalls vom 5. Januar 2006 bis zum 20. Juni 2008. Streitig und zu prüfen ist, ob die 

Einstellung der Leistungen ab 21. Juni 2010 durch die Beschwerdegegnerin zu Recht 

erfolgte.

1.2    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in 

einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

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versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1). Während es Aufgabe des Arztes oder 

der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem 

Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 

123 III 110 E. 3a).

1.3    Ist die natürliche und adäquate Unfallkausalität für die ursprünglichen 

Beschwerden einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt 

die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 

nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 

manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss 

mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 

nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es 

sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende 

Beweislast nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 

2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für 

unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes 

Leiden hat, beispielsweise Krankheit oder degenerative Veränderungen, ist 

unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter 

Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte 

Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b).

1.4    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/38

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eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen - insbesondere ohne Beizug eines Gerichtsgutachters - abschliessen. 

Auch den Berichten, welche die Suva während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen Ärzten einholt, kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen 

werden, solange ihre Richtigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert werden. Eine 

ärztliche Beurteilung auf Grund der Akten ist sodann nicht an sich unzuverlässig, wenn 

genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 

56 S. 371, 1993 Nr. U 167 S. 95).

2.        

Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren 

strukturellen Veränderungen (organisches Substrat konnte mit Bild gebenden 

Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen 

werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne Weiteres zu bejahen (BGE 

127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, 

bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung 

der adäquaten Kausalität, können doch gerade klinische Befunde erfahrungsgemäss 

auch psychisch ausgelöst werden. In diesen Fällen ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist 

zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma 

erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 

E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen dagegen, dass die versicherte 

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Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Bild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise 

vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund 

treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 

E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 366 E. 6a und 382 E. 4b festgelegten bzw. den mit BGE 134 

V 109 modifizierten Kriterien (BGE 127 V 103 E. 5b/bb). Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der 

HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen 

und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b). Zu ergänzen bleibt, dass die zu den Verletzungen nach klassischem 

Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung zum natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang (BGE 119 V 335, 117 V 359) auch auf analoge Verletzungen wie 

Distorsionen der HWS sowie Schädel-Hirntraumata anwendbar ist, wenn und soweit 

sich dessen Folgen mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen lassen (vgl. Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 17. August 2004 i/S G. [U 243/03]; RKUV 2000 

Nr. U 395 S. 317, E. 3; BGE 117 V 369 E. 3c).

3.        

3.1    Der Beschwerdeführer leidet gemäss Kreisarztbericht vom Mai 2007 unter 

Nacken- und Schulterschmerzen beidseits (Suva-act. 82) sowie nach dem ABI-

Gutachten auch unter seit Jahren bestehenden Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen 

sowie bei Anstrengung unter Atemnot. Dabei hätten sich die Beschwerden seit dem 

Unfall im Januar 2006 verstärkt (Suva-act. 102 S. 9). Aus den Akten geht hervor, dass 

die geklagten Beschwerden nicht mit klar ausgewiesenen organischen Befunden im 

Sinn nachweisbarer unfallkausaler struktureller Veränderungen erklärbar sind. Die 

bildgebenden radiologischen Untersuchungen der HWS vom 6. Januar 2006 (Suva-

act. 2, 82) haben keine Hinweise für das Vorliegen ossärer bzw. discoligamentärer 

Läsionen gezeigt. Auch die Röntgenaufnahmen vom 10. April und 24. Mai 2006 sowie 

das MRI der HWS vom 2. Mai 2006 und die Röntgenbilder vom 15. Mai 2007 ergaben 

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keine entsprechenden Befunde (Suva-act. 35 S. 6, 81, 82 S. 3, 102 S. 13). Gemäss den 

Fachärzten der Rehaklinik Bellikon vom 26. Mai 2006 fanden sich im HWS-Bereich 

keine wesentlichen unfallbedingten Veränderungen (Suva-act. 35 S. 3). Im ABI-Bericht 

hielten die Gutachter lediglich diskret bis mässig ausgeprägte Veränderungen der HWS 

degenerativer Natur fest. Die muskuläre Dysbalance sowie eine 

Wirbelsäulenfehlhaltung wurden im Zusammenhang mit einem chronischen zerviko-

zephalen Schmerzsyndrom und einem chronischen unspezifischen lumbo-vertebralen 

Schmerzsyndrom genannt, wobei die Schmerzsyndrome gemäss dem Bericht des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 20. April 2004 (Suva-act. 10) schon mehr als 

eineinhalb Jahre vor dem Unfall diagnostiziert worden waren. Auch was die 

Chronifizierung (vgl. Suva-act. 102 S. 19) der vorbestehenden Schmerzsyndrome 

anbelangt, spricht eine solche nicht für ein unfallkausales organisches Substrat. Im 

Verlauf einer Chronifizierung wird das ursprünglich erlittene Verletzungsmuster für das 

Ausmass der erlebten Behinderung immer bedeutungsloser. Andere Faktoren, wie zum 

Beispiel das Individuum selber, die Arbeitsumstände, das soziale Umfeld, das 

medizinische und legale System sowie ökonomische Umstände spielen eine 

massgebende Rolle (vgl. Bär/Bertrand/Kiener, Medizinische Mitteilungen der Suva 

Nr. 67 vom Dezember 1994, S. 45 ff.). Schliesslich stellen auch die in den 

medizinischen Akten beschriebenen Druckdolenzen und Bewegungseinschränkungen 

im Bereich der HWS (Suva-act. 2, 3, 13, 14 S. 3, 35 S. 6, 59, 70, 82 S. 3) praxisgemäss 

kein klar fassbares organisches Substrat dar (vgl. Urteile des EVG vom 3. August 2005 

i/S M. [U 9/05] E. 4 und vom 23. November 2004 i/S B. [U 109/04] E. 2.2).

3.2    Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 5. Januar 

2006 erlittenen Trizepskontusion (Suva-act. 2, 3) ist davon auszugehen, dass diese 

innerhalb weniger Wochen bzw. Monate keine Verletzungsfolgen mehr zeitigte. Es ist 

eine medizinische Erfahrungstatsache, dass harmlose Traumen mit fehlenden 

strukturellen Schädigungen der Gelenke und Knochen, wie beispielsweise Prellungen, 

Verstauchungen oder Zerrungen normalerweise innert kurzer Zeit folgenlos abheilen 

und sich die damit verbundenen Schmerzen gänzlich zurückbilden. Nichts anderes 

kann diesbezüglich den Akten entnommen werden, denn bereits im ärztlichen 

Zwischenbericht von Dr. B.___ vom 15. März 2006 wurden im Bereich des Trizeps 

keine spezifischen Beschwerden mehr festgehalten (Suva-act. 13).

4.        

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4.1    Der Rechtsvertreter sieht schliesslich einen über den Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung weiter andauernden Leistungsanspruch darin begründet, dass der 

Beschwerdeführer ein Schleudertrauma erlitten habe. Nach den Ergebnissen der 

medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei Schleudertraumaverletzungen sowie 

äquivalenten Distorsionen der HWS (vgl. dazu RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 E. 3b) auch 

ohne nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem 

Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Dabei ist nicht 

entscheidend, ob die im Anschluss an solche Verletzungen geklagten Beschwerden 

medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden, 

zumal diese Differenzierung angesichts des komplexen Beschwerdebildes gelegentlich 

grosse Schwierigkeiten bereitet. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder 

eine Distorsion der HWS typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden 

Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, 

rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen 

(BGE 117 V 359 E. 5d/aa).

4.2    Distorsionen der HWS sind Folgen von Beschleunigungskräften, die im Sinn einer 

Überdehnung und Überbiegung auf die HWS einwirken und mit einem Kopfanprall 

verbunden sein können. Ein eigentliches Schleudertrauma liegt nur dann vor, wenn bei 

der Auffahrkollision durch die plötzliche Beschleunigung des getroffenen Fahrzeugs der 

Kopf des Insassen - ohne anzuprallen - zuerst nach hinten zu knicken scheint und 

anschliessend nach vorne beschleunigt wird. Führt der Beschleunigungsmechanismus 

zu einem Kopfanprall, ist nicht von einem Schleudertrauma, sondern von einer HWS-

Distorsion zu sprechen (vgl. diesbezüglich Thomas Locher, HWS-Distorsionen 

[Schleudertrauma] - Einführung in die Rechtslage nach schweizerischem Recht, in: 

Murer/Niederer/Radanov/Rumo-Jungo/Sturzenegger/Walz [Hrsg.], Das so genannte 

"Schleudertrauma" - medizinische, biomechanische und rechtliche Aspekte der 

Distorsionen der Halswirbelsäule, Bern 2001, S. 31 f.).

4.3    Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung 

diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- 

und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, 

Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der 

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natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen 

Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. 

auch BGE 117 V 369 E. 3e). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteile 

vom 30. Januar 2007 i/S T. [U 215/05] und vom 15. März 2007 i/S G. [U 258/06]) muss 

bei einer HWS-Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 

72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem 

Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren. Die anderen 

im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung typischerweise 

auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum 

manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen.

4.4    Der Beschwerdeführer suchte einen Tag nach dem Unfall seinen Hausarzt 

Dr. B.___ auf, der im Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-

zervikalem Beschleunigungstrauma ein solches feststellte. Zwar versah Dr. B.___ die 

Diagnose hier mit einem Fragezeichen, im Arztzeugnis vom 14. Februar 2006 zuhanden 

der Suva schienen die Zweifel dann aber beseitigt (vgl. Suva-act. 3, 2). Auch im 

Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 10. Mai 2006 wurde ein kranio-zervikales 

Dezelerationstrauma bei vorbestehendem rezidivierendem zerviko-vertebralem 

Schmerzsyndrom festgehalten (Suva-act. 26). Angesichts des Geschehensablaufs - der 

Beschwerdeführer kollidierte als Fahrer eines Personenwagens frontal vorne links mit 

einem von links auf die Strasse einbiegenden Lieferwagen, wobei beim ersten 

Arztbesuch am 6. Januar 2006 ein Kopfanprall verneint, im Polizeirapport vom 7. März 

2006 ein solcher dagegen bejaht wurde (Suva-act. 3, 11) - kann eine HWS-Distorsion 

durchaus in Betracht gezogen werden. Dennoch ist festzustellen, dass zu keinem 

Zeitpunkt von einem Leidensprofil mit einer Häufung von typischen Beschwerden nach 

einem Beschleunigungsmechanismus der HWS ausgegangen werden kann (vgl. 

Erwägung 4.3). Lediglich im Unfallbefragungsprotokoll der Kantonspolizei St. Gallen 

vom 6. Januar 2006 (recte: 5. Januar 2006) sind Nacken- und Rückenschmerzen 

vermerkt (Suva-act. 6 Befragung des Beschwerdeführers S. 3) und auch gegenüber 

dem Hausarzt gab der Beschwerdeführer als Beschwerden infolge des Unfalls 

Nackenschmerzen sowie ein kurz nach dem Unfall eingetretenes Zittern, Frieren und 

Oberbauchschmerzen an (Suva-act. 3). Gegenüber Dr. B.___ verneinte der 

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Beschwerdeführer sodann das Vorliegen weiterer typischer Beschwerden nach 

Beschleunigungstrauma, konkret Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen 

(Suva-act. 3). Ausser dem Hinweis im Bericht der Rehaklinik Bellikon (Suva-act. 35 

S. 5) auf ein schmerzbedingt vermindertes Hörvermögen beidseits seit dem Unfall, 

finden sich in den nachfolgenden Untersuchungsberichten denn auch keinerlei 

Hinweise auf typische Beschwerden nach Beschleunigungstrauma (vgl. Suva-act. 14, 

35, 102).

5.        

5.1    Angesichts dieser Grundlagen (kein fassbarer pathologischer Befund und keine 

Häufung typischer Beschwerden nach Beschleunigungstrauma) ist davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer zum einen infolge des Unfalls nicht mehr an somatischen 

Beschwerden leidet und zum anderen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass er einen Unfall mit 

schleudertraumaähnlicher Verletzung erlitten hat. Auch die unmittelbar nach dem Unfall 

aufgetretenen Nackenschmerzen können fast zweieinhalb Jahre nach dem 

Unfallereignis keiner solchen Verletzung zugeordnet werden. Somit erübrigt sich bereits 

mit Blick auf die dargelegten Umstände die bei schleudertraumaähnlichen Verletzungen 

geforderte Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung (vgl. BGE 134 V 109).

5.2    Sind die über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus geklagten 

Beschwerden nicht mit einer organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge zu erklären, 

ist eine eigenständige Adäquanzprüfung gemäss den bei psychischen 

Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen gemäss BGE 115 V 133 

durchzuführen (vgl. Erwägung 2).

5.2.1           Laut dem neurologischen Bericht von Dr. H.___ ergaben sich trotz 

mannigfaltiger medizinischer Abklärungen keinerlei Hinweise auf strukturelle Läsionen. 

Ihrer Beurteilung nach erlitt der Beschwerdeführer beim Unfall vom 5. Januar 2006 eine 

leichte HWS-Distorsion, wodurch es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des 

vorbestehenden zerviko-vertebralen Schmerzsyndroms gekommen sei. Die 

Beschwerdesymptomatik über der HWS sei bei fehlendem Nachweis struktureller 

Läsionen unter Berücksichtigung des typischen Heilungsverlaufs einer leichten HWS-

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Distorsion bei bekanntem Vorschaden längstens bis sechs Monate nach dem 

Unfallereignis als unfallkausal zu erachten. Die reduzierte Leistungsfähigkeit sei in 

Anlehnung an das ABI-Gutachten auf die unfallfremde Herzerkrankung und das 

vorbestehende zerviko-vertebrale Schmerzsyndrom zurückzuführen (Suva-act. 111). 

Dem widerspricht auch die im Arztbericht der serbischen Ärztin Dr. J.___, 

Fachkrankenhaus für Rehabilitierungen, festgestellte Diagnose eines "Spondylosis 

vertebrae cervicalis et lumbalis" nicht (Suva-act. 115). Gemäss dem Bericht zum 

Psychosomatischen Konsilium der Rehabilitationsklinik Bellikon vom 2. Mai 2006 

(Suva-act. 34) wurde beim Beschwerdeführer eine reaktive Angstproblematik, 

wahrscheinlich im Rahmen einer Anpassungsstörung bei anhaltend belastenden 

familiären und gesundheitlichen Problemen seit 2003 festgehalten. Die ABI-Gutachter 

diagnostizierten eineinhalb Jahre später eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

(ICD-10 F45.4). Sie führten weiter aus, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall über 

Kopf-, Nacken-, Rücken und Gelenkschmerzen sowie Anstrengungsdyspnoe klage und 

eine verminderte Sensibilität in der linken Körperhälfte beschreibe. Das Ausmass der 

geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeugung, nicht mehr 

arbeiten zu können, könnten durch die somatischen Befunde nicht vollständig 

objektiviert werden, so dass eine psychische Überlagerung angenommen werden 

müsse. Die unklaren Sensibilitätsstörungen seien im Rahmen der anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung zu sehen. Auch leide er unter leichten depressiven 

Verstimmungen, welche ebenfalls im Rahmen der anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung zu sehen seien. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht bestehe keine. Dagegen befand Dr. I.___, dass der 

Beschwerdeführer an einer Depression mit Krankheitswert leide, wahrscheinlich handle 

es sich um eine mittelschwere chronische Depression. Allein auf Grund der Depression 

sei die Arbeitsfähigkeit seiner Ansicht nach auf etwa 50% reduziert (Beilage von Suva-

act. 115). Obgleich die psychiatrischen Einschätzungen von Dr. I.___ einerseits und den 

ABI-Gutachtern andererseits v.a. in Bezug auf den Grad der Depression und die Höhe 

der Arbeitsunfähigkeit voneinander abweichen, wird das Vorhandensein psychischer 

Störungen beim Beschwerdeführer durch die beiden Berichte offensichtlich.

5.2.2           Mangels Vorliegen einer Häufung der typischen Beschwerden nach 

Beschleunigungstrauma ist die Adäquanz grundsätzlich nach den Kriterien von BGE 

115 V 133 (psychische Fehlentwicklungen) zu beurteilen. Indessen ist diese 

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Beschränkung unerheblich, da auch nach der für den Beschwerdeführer günstigeren 

Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 130 E. 10.3) die Adäquanz - wie nachfolgend 

gezeigt wird - zu verneinen ist. Auf Grund der fehlenden Adäquanz braucht zudem die 

Frage, ob die geklagten Beschwerden natürlich kausal durch das Unfallereignis 

verursacht sind, nicht näher untersucht zu werden (vgl. EVG-Urteil vom 17. August 

2009 i/S A. [8C_349/2009] E. 4).

5.3    Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist nach der 

Schleudertrauma-Praxis im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies 

trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 

ernsthaft ins Gewicht fällt. Bei der Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich 

dabei entwickelnden Kräften (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. November 2007 i/

S Z. [U 2/07] E. 5.3.1) - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren 

Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich 

unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei 

schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden 

kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht 

auf Grund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv 

erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder 

als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und 

abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 

sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder 

müssen mehrere herangezogen werden (BGE 134 V 126 E. 10.1). Die in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden Kriterien lauten: besonders dramatische 

Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder 

besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche 

Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen 

(BGE 134 V 130 E. 10.3).

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5.3.1           Einfache Auffahrunfälle werden gemäss Rechtsprechung in der Regel als 

mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert (EVG-Urteil vom 

24. August 2007 i/S A. [U 297/06] E. 4.2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, 

E. 5.1.2 mit Hinweisen). Unter Berücksichtigung des augenfälligen Geschehensablaufs, 

insbesondere auf Grund der geringen Geschwindigkeiten der involvierten Fahrzeuge 

(der Beschwerdeführer gab an, mit ca. 40 - 45 km/h unterwegs gewesen zu sein, bevor 

er kurz vor der Kollision mit dem gemäss eigenen Angaben im Schritttempo 

wendenden Lieferwagen eine Vollbremsung eingeleitet hatte; vgl. Suva-act. 6), des 

eingetretenen Schadens und der erlittenen Verletzungen hat nichts anderes auch für 

vorliegendes Unfallereignis zu gelten. Zur Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs müssten somit entweder mehrere der sieben massgeblichen 

Kriterien erfüllt sein oder hätte eines davon in besonders ausgeprägter Weise 

vorzuliegen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f. mit Hinweisen).

5.3.2           Der Unfall hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen 

ereignet noch war er - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97, 

E. 3b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313, U 248/98) - von besonderer 

Eindrücklichkeit.

5.3.3           Auch hatte der Unfall keine schweren Verletzungen oder Verletzungen 

besonderer Art zur Folge. Weder die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer 

schleudertraumaähnlichen Verletzung der HWS genügen für sich allein für die Bejahung 

dieses Kriteriums (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.2.3 [Urteil des EVG vom 15. März 

2005 i/S C. (U 380/04)]), noch vermögen die Kontusion des linken Arms, welche relativ 

rasch heilte (vgl. Suva-act. 13, 14), noch die lediglich kurzfristige Verschlimmerung der 

lumbalen Rückenschmerzen (vgl. Suva-act. 13, 14 S. 3) die Schwere oder besondere 

Art der erlittenen Verletzung und insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, 

psychische Fehlentwicklungen auszulösen, zu begründen. Im Hinblick auf das 

diagnostizierte kranio-zervikale Beschleunigungstrauma bedürfte es vielmehr einer 

besonderen Schwere der für ein Schleudertrauma typischen Beschwerden oder 

besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Diese 

können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körperhaltung 

und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 361 E. 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=schleudertrauma+kollision+fahrzeug+mittel+leicht+%22BGE+134+V%22&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&number_of_ranks=0#page109

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4.3 mit Hinweisen [Urteil des EVG vom 24. Juni 2003 i/S A. (U 193/01)]). Solche 

Umstände sind hier nicht ausgewiesen (vgl. insbesondere Suva-act. 3).

5.3.4           Ebenfalls nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, 

belastenden ärztlichen Behandlung. Der Beschwerdeführer wurde erst einen Tag nach 

dem Autounfall und auch dann nur ambulant behandelt. Der Hausarzt verschrieb ihm 

ein Schmerzmittel sowie das Tragen eines Schaumstoffkragens und ordnete eine Serie 

physiotherapeutischer Behandlungen an (Suva-act. 2), welche bis Mitte März 2006 

dauerte (Suva-act. 13). Vom 3. April bis 10. Mai 2006 war er schliesslich in der Reha­

klinik Bellikon hospitalisiert. Dabei wurde die Nichterreichung des gesteckten 

Hauptziels einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit aber nicht nur in der schmerzbedingt 

verminderten HWS-Belastbarkeit, sondern auch in der reaktiven Angstproblematik 

gesehen, die im Rahmen der Anpassungsstörung bei anhaltend belastenden familiären 

und gesundheitlichen Problemen seit 2003 erklärt wurde (Suva-act. 35 S. 3, 34). Auch 

die ab Mitte Juli 2006 während zwei bis drei Wochen durchgeführte Kur mit Therapien 

in Serbien kann nicht vollständig auf das Unfallereignis zurückgeführt werden, da der 

Beschwerdeführer bereits im Jahr 2003 wohl auf Grund seines Vorzustandes eine 

ähnliche Kur absolvierte (Suva-act. 50, 59). Was die medikamentöse Schmerztherapie 

des KSSG anbelangt (Suva-act. 68, 70), so liegt deren Ursache ebenso wahrscheinlich 

im vorbestehenden zerviko- und lumbovertebralen Schmerzsyndrom. Im Weiteren 

fanden neben medikamentöser Behandlung wiederum Physiotherapien statt (Suva-

act. 72). Dabei liegen die durchgeführten Behandlungen aber im Rahmen dessen, was 

nach einer entsprechenden Verletzung mit ähnlichem Beschwerdebild üblich ist. 

Insgesamt ist die zeitliche Beanspruchung durch die einmal pro Monat stattfindenden 

Psychiatrischen Therapiesitzungen (Suva-act. 102 S. 11), die Physiotherapien (vgl. 

Suva-act. 82 S. 2, 102 S. 21) und die regelmässigen Sprechstunden beim Hausarzt 

nicht als derart intensiv zu werten, als dass deswegen von einer erheblichen - im Sinn 

einer sich allein daraus ergebenden zusätzlichen - Mehrbelastung aussergewöhnlicher 

Natur gesprochen werden könnte. Demzufolge ist gesamthaft betrachtet auf Grund der 

medikamentösen (ohne Medikation im Rahmen der Herzproblematik) und 

therapeutischen Behandlungen zwar eine fortgesetzt spezifische, aber nicht eine den 

Beschwerdeführer im Sinn dieses Kriteriums speziell belastende ärztliche Behandlung 

anzunehmen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 8. August 2008 i/S H. [8C_144/2008] 

E. 7.3 und vom 22. August 2008 i/S E. [8C_266/2008] E. 4.2.4).

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5.3.5           Beim Kriterium der erheblichen Beschwerden beurteilt sich die 

Erheblichkeit nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche 

die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 

E. 10.2.4). Der Beschwerdeführer berichtete im Rahmen der ABI-Begutachtung, unter 

Kopf-, Rücken und Gelenkschmerzen sowie bei Anstrengung unter Atemnot zu leiden. 

Neben den Schmerzen leide er auch unter einer verminderten Sensibilität in der linken 

Körperhälfte, die linke Körperhälfte schlafe manchmal ein (Suva-act. 102 S. 9). Aus 

Unfallsicht sind jedoch die Vorzustände des zerviko- und lumbovertebralen 

Schmerzsyndroms und der Herzproblematik sowie die auf Grund des zeitlichen 

Abstands ohnehin nicht auf den Unfall zurückzuführenden Gelenkschmerzen und 

Sensibilitätsstörungen unerheblich. Zudem war es dem Beschwerdeführer trotz 

geklagter Beschwerden weiterhin möglich, Auto zu fahren, auch wenn er dazu angab, 

Fahrten von ausnahmsweise 30 Minuten nicht ohne Pausen bewältigen zu können 

(Suva-act. 102 S. 8). Die vorliegend zu beurteilende - unfallbedingte - Beeinträchtigung 

des Lebensalltags ist folglich kaum mehr zu bejahen bzw. kann sicherlich nicht als 

erheblich im Sinn dieses Kriteriums bezeichnet werden.

5.3.6           Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hat, ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen sind 

aus den Akten nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend 

gemacht.

5.3.7           Für das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit ist schliesslich nicht die Dauer der 

Arbeitsunfähigkeit massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, 

die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. 

Gelingt es der versicherten Person trotz solcher Anstrengungen nicht, ihre 

Arbeitsfähigkeit ganz oder teilweise wiederzuerlangen, ist ihr dies durch Erfüllung des 

Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive 

Mitwirkung rasch möglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche 

Anstrengungen der versicherten Person können sich insbesondere in ernsthaften 

Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. 

Sodann können Bemühungen um alternative, der gesundheitlichen Einschränkung 

besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in erheblichem Mass 

arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 37/38

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erfüllen (BGE 134 V 129 f. E. 10.2.7). Die untersuchenden und behandelnden Ärzte 

attestierten dem Beschwerdeführer nach dem Autounfall zuerst eine 100%ige, ab dem 

27. Februar 2006 jedoch bis zum Rehabilitationsaufenthalt und wieder für die Zeit nach 

dem Austritt eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 2, 13, 35). Diese erhöhte sich 

bereits einen Tag nach Arbeitsaufnahme auf 100% und wurde vom Hausarzt sodann 

laufend bestätigt, wobei eine Unterscheidung zwischen unfall- und krankheitsbedingter 

Arbeitsunfähigkeit - letztere infolge der verschiedenen Vorzustände - jedoch unterblieb 

(Suva-act. 52, 61, 63, 80, Beilage zu Suva-act. 97). Erst im ABI-Gutachten vom 

23. Januar 2008 befanden die Fachärzte die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

körperlich leichten Tätigkeit zu 100%, in der angestammten Tätigkeit weiterhin zu 0% 

als gegeben. Was die Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit 

anbelangt, zeigte der Beschwerdeführer nur wenig Bemühungen, sich durch eine aktive 

Mitwirkung raschmöglichst wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Zwar scheint er 

seine Arbeit im Rahmen von 50% Mitte März 2006 (vgl. Suva-act. 17) wieder 

aufgenommen zu haben. Nach dem Rehabilitationsaufenthalt in Bellikon brach er einen 

Arbeitsversuch in der angestammten Tätigkeit am 15. Mai 2006 wieder ab, nachdem er 

eine für seine Bedürfnisse unangepasste Tätigkeit am Kompressor ausgeführt hatte 

und bereits nach wenigen Minuten eine Schmerzzunahme verspürt haben will (vgl. 

Suva-act. 30, 32). Gemäss dem Bericht von Dr. B.___ vom 31. Januar 2007 nahm der 

Beschwerdeführer die Arbeit am 13. Juni 2006 auf Grund der Verfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 9. Juni 2006 noch einmal auf, legte sie infolge eines 

Brechdurchfalls aber schon am Folgetag wieder nieder (Suva-act. 70). Für die Zeit 

danach sind keine weiteren Arbeitsversuche mehr belegt. Eigene ernsthafte 

Bemühungen um die Aufnahme einer anderen, den geklagten Beschwerden 

angepasste Tätigkeit sind nicht ersichtlich. Vielmehr gab der Beschwerdeführer 

gegenüber den ABI-Gutachtern an, sich nicht vorstellen zu können, wieder einer 

beruflichen Tätigkeit nachzugehen (Suva-act. 102). Vor diesem Hintergrund ist das 

Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit, wenn überhaupt, höchstens in nicht sehr 

ausgeprägter Weise erfüllt, zumal die Arbeitsunfähigkeit gemäss medizinischer 

Aktenlage zum wesentlichen Teil auf die unfallfremde Herzerkrankung und die 

unbestrittenenermassen vorbestehenden zerviko-vertebralen und lumbovertebralen 

Schmerzsyndrome (ICD-10 M53.0 und ICD-10 M54.5) zurückzuführen ist (vgl. Suva-

act. 102, 111, 10).

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5.3.8           Zusammenfassend ist bei dem als mittelschwer qualifizierten Unfallereignis 

auch nach den Kriterien gemäss der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 130 E. 10.3) 

keines der Adäquanzkriterien im erforderlichen Ausmass erfüllt. Das Vorliegen eines 

adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 5. Januar 2006 und den 

am 20. Juni 2008 fortbestehenden Beschwerden muss deshalb verneint werden. Zu 

keinem anderen Ergebnis kommt eine Prüfung nach den Kriterien von BGE 115 V 133 

(psychische Fehlentwicklungen). Somit entfällt ein Anspruch auf weitere Ausrichtung 

von Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggelder). Demnach muss in Bezug 

auf die Heilbehandlung auch nicht mehr geprüft werden, ob von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet 

werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

[UVG; SR 832.20]; BGE 116 V 44 E. 2c; A. Maurer, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, Bern 1989, S. 274). Die Leistungseinstellung per 20. Juni 

2008 ist demnach nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

6.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 2. Februar 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.04.2010
	Art. 6 UVG: Verneinung physischer Unfallfolgen im Zeitpunkt der Leistungseinstellung. Verneinung von typischen Beschwerden nach Beschleunigungstrauma. Adäquanz zwischen dem Unfall und einer allfälligen psychischen Fehlentwicklung unter Anwendung der Rechtsprechung von BGE 134 V 109 und 115 V 133 verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. April 2010, UV 2009/27). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_455/2010.

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