# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c9e88cdf-3374-5c7f-89ae-527284b3d538
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.01.2024 725 2022 137 / 06 (725 22 137 / 06)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2022-137---06_2024-01-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Januar 2024 (725 22 137 / 06) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Im fraglichen Zeitraum war der Beschwerdeführer nur noch unfallbedingt und nicht mehr 

krankheitsbedingt arbeitsunfähig, weshalb dieser Anspruch auf ein volles UVG-Taggeld 

hat. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Martin Farner, Rechtsan-
walt, Farner Wagner Eichin, Zentralstrasse 2, Postfach, 8036 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 Basler Versicherung AG, Rechtsdienst, Aeschengraben 21, Post-
fach, 4002 Basel, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Matthias 
Steiner, Rechtsanwalt, Steinentorstrasse 13, Postfach 223, 4010 Ba-
sel 
 

  
  
Betreff Taggeldleistungen 

 
 
 
A. Der 1960 geborene A.____ war über seine damalige Arbeitgeberin (B.____ AG) bei der 
Basler Versicherung AG (Basler) unfall- und krankentaggeldversichert. Nachdem A.____ ab dem 
1. Januar 2019 krankgeschrieben worden war, erbrachte die Basler ihre Leistungen als Kranken-
taggeldversicherer für die gesamte Leistungsdauer bis 31. Dezember 2020. Am 15. Dezember 
2020 bescheinigte der behandelnde Arzt von A.____, Dr. med. C.____, Spezialarzt für Innere 

 

 
 
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Medizin spez. Lungenkrankheiten FMH, eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. Januar 2021 bis 
30. Juni 2021.  
 
Mit Schreiben vom 16. Dezember 2020 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit 
A.____ per 31. März 2021. In diesem Schreiben erklärte die Arbeitgeberin, für die Monate Januar, 
Februar und März 2021 keine Löhne und Pauschalspesen mehr zu bezahlen.  
 
Nachdem A.____ am 6. Februar 2021 (Eingang beim RAV am 24. Februar 2021) einen Antrag 
auf Arbeitslosenentschädigung gestellt hatte, erlitt er am 28. Februar 2021 einen Unfall, den die 
Arbeitgeberin am 11. März 2021 der Basler meldete. Die Arbeitgeberin teilte mit, A.____ habe 
sich beim Versuch, ein Sodastream-Gerät mit der linken Hand aufzufangen, eine Sehnen-Ruptur 
an einem Finger zugezogen. Weiter wurde ausgeführt, der letzte Arbeitstag vor dem Unfall sei 
der 22. Dezember 2018 gewesen. Seit Ende Dezember 2018 sei A.____ krankheitshalber aus-
gefallen. Dr. C.____, welcher A.____ wegen Krankheit behandelte, überwies diesen für die Be-
handlung der Unfallfolgen an Dr. med. D.____, FMH Handchirurgie. Wegen dieses Unfalles war 
A.____ vom 1. März 2021 bis 31. Mai 2021 zu 100 % arbeitsunfähig. Über die Arbeitslosenversi-
cherung wurde das Unfallereignis auch der Suva gemeldet, welche in der Folge dem Versicherten 
aufgrund ihrer Vorleistungspflicht UVG-Taggeldleistungen für den Zeitraum vom 1. März bis 
31. Mai 2021 ausrichtete. 
 
Am 16. Februar 2022 erliess die Basler eine Verfügung, wonach dem Versicherten Taggeldleis-
tungen in der Höhe von insgesamt Fr. 13'387.50 zustehen würden, wobei der Anspruch mit Über-
weisung an die Suva als vollständig getilgt gelte. Dieser Betrag resultierte unter Berücksichtigung, 
dass der Versicherte neben der 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus Unfallgründen auch zu 50 % 
wegen der vorbestehenden Krankheit arbeitsunfähig war. Als massgebender Lohn berücksich-
tigte die Basler einen Jahreslohn von Fr. 135'720.--. Die Höhe des Taggeldes wurde wie folgt 
berechnet: Fr. 135'720.-- x 80 % / 365 Tage x 50 % Arbeitsunfähigkeit (100 % minus 50 % krank-
heitsbedingte Arbeitsunfähigkeit). Damit ergab sich ein Taggeld von Fr. 148.75 und insgesamt 
der erwähnte Betrag von Fr. 13'387.50. Des Weiteren wurde in der Verfügung festgehalten, der 
Versicherte habe Anspruch auf Übernahme der Heilbehandlungskosten für den Zeitraum bis zum 
Behandlungsabschluss per 4. Juni 2021. 
 
In seiner Einsprache brachte der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Martin Farner, vor, 
A.____ sei ab 1. März 2021 aus Krankheitssicht voll arbeitsfähig gewesen. Zudem seien für die 
Berechnung des massgebenden Lohnes auch die Pauschalspesen in der Höhe von 13 x Fr. 400.-
- zu berücksichtigen. 
 
Mit Einspracheentscheid vom 12. April 2022 wurde die angefochtene Verfügung in dem Sinne 
geändert, als der Anspruch auf Taggeldleistungen auf insgesamt Fr. 13'425.30 festgesetzt wurde. 
Dabei ging die Basler nun von einem massgebenden Lohn von Fr. 136'120.-- und einem Taggeld 
von Fr. 149.17 aus.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, wiederum vertreten durch Rechtsan-
walt Martin Farner, mit Schreiben vom 18. Mai 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-

 

 
 
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Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der Einsprache-
entscheid vom 12. April 2022 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm 
Fr. 5'183.57 zu bezahlen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, der Be-
schwerdeführer sei ab 1. März 2021 nicht mehr krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen. Hin-
gegen anerkannte der Beschwerdeführer den von der Basler im Einspracheentscheid angeführ-
ten massgeblichen Jahreslohn von Fr. 136'120.--. Unter Berücksichtigung einer dem Beschwer-
deführer zustehenden Unfallentschädigung in der Höhe von Fr. 26'851.07 und der von der Suva 
bereits erbrachten Leistung von Fr. 21'667.50 habe ihm die Beschwerdegegnerin folglich noch 
Fr. 5'183.57 auszurichten. 
 
C. Mit Beschwerdeantwort vom 25. Juli 2022 beantragte die Beschwerdegegnerin, die Be-
schwerde sei abzuweisen. Sie hielt im Wesentlichen fest, der Beschwerdeführer sei in der Zeit 
vom 1. März bis 30. Juni 2021 zu 50 % krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen, weshalb er 
nur Anspruch auf das halbe UVG-Taggeld habe. Daran würden auch die nachträglichen Bestäti-
gungen des behandelnden Arztes nichts ändern. Da der Beschwerdeführer ebenfalls von einem 
Jahreslohn von Fr. 136'120.-- ausgehe, sei die Taggeldzahlung korrekt ermittelt worden.  
 
D. Mit Replik vom 10. Oktober 2022 hielt der Beschwerdeführer daran fest, dass er ab 
1. März 2021 nur noch aus unfallbedingten Gründen arbeitsunfähig gewesen sei.  
 
E. Die Beschwerdegegnerin führte mit Duplik vom 22. November 2022 aus, sie halte an 
ihrem Antrag und ihrer Begründung auf Abweisung der Beschwerde fest.  
 
F. Nachdem das Kantonsgericht Dr. C.____ aufgefordert hatte, die Krankenakte von 
A.____ einzureichen, hielt dieser mit Schreiben vom 20. Dezember 2022 zusammenfassend fest, 
dass der Beschwerdeführer bis Ende 2020 bezogen auf seine Tätigkeit bei der B.____ AG zu 
100 % krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen sei. Ab 1. Januar 2021 sei eine Arbeitsfähigkeit 
von 50 % attestiert worden. Ab 1. März 2021 sei dem Beschwerdeführer sowohl von ihm wie auch 
von der Handchirurgin Dr. D.____ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wegen Unfall attestiert wor-
den. Die Krankenakte wurde von Dr. C.____ nicht eingereicht.  
 
G. Nach Eingang der Stellungnahmen der Parteien forderte das Kantonsgericht Dr. C.____ 
nochmals auf, die Krankenakte von A.____ einzureichen. Mit Schreiben vom 28. März 2023 wie-
derholte Dr. C.____ im Wesentlichen seine Ausführungen vom 20. Dezember 2022 und reichte – 
schwer leserliche – handschriftliche Notizen zu den Akten. Dazu nahm die Beschwerdegegnerin 
mit Schreiben vom 17. Mai 2023 Stellung, währenddem der Beschwerdeführer keine Stellung-
nahme einreichte.  
 
H. Mit Verfügung vom 30. Mai 2023 wurde der Fall dem Präsidium zur Beurteilung überwie-
sen, eine Parteiverhandlung angeordnet sowie Dr. C.____ als Auskunftsperson vorgeladen und 
aufgefordert, die Krankenakte mitzubringen.  
 
I. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung halten die Parteien an ihren Anträgen und 
wesentlichen Begründungen fest. Der behandelnde Arzt des Beschwerdeführers, Dr. C.____, 

 

 
 
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wird als Auskunftsperson befragt. Auf seine Ausführungen wird – soweit notwendig – in den Er-
wägungen eingegangen. 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht ein-
gereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwer-
deführer Taggeldleistungen im Umfang von Fr. 5'183.57 auszurichten hat. Der Streitwert liegt so-
mit unter dem Grenzbetrag von Fr. 20'000.--, weshalb über die Beschwerde präsidial zu entschei-
den ist. 
 
2.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 
V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der 
verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusammentra-
gung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Par-
teien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ablei-
ten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 
117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 

 

 
 
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2.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b). Im Streitfall obliegt es dem 
Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Un-
tersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erhe-
ben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser Mass-
nahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt - 
die blosse Möglichkeit genügt nicht -, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten 
der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b mit Hinweis; Urteile des 
Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2 und vom 20. Februar 2007, U 346/05, 
E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen). 

 
3. Vorliegend strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausging, dass der 
Beschwerdeführer im Zeitraum vom 1. März 2021 bis 31. Mai 2021 zu 50 % krankheitsbedingt 
arbeitsunfähig war und sie folglich lediglich Taggelder im Umfang von 50 % auszurichten hat. 
Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer ab 1. März 2021 unfallbedingt zu 100 % arbeitsun-
fähig und ab 1. Juni 2021 wieder voll arbeitsfähig war und dass die Taggelder für 90 Tage aus-
zurichten sind. Nunmehr ebenfalls unbestritten ist der zu berücksichtigende Jahreslohn und damit 
die grundsätzliche Höhe der Taggelder. Lediglich umstritten ist folglich, ob die Taggelder im Um-
fang von 100 % oder – infolge einer zu berücksichtigenden krankheitsbedingten Arbeitsunfähig-
keit – von 50 % auszurichten sind. 
 
4. Zur Beurteilung des massgebenden Sachverhalts in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit lie-
gen im Wesentlichen folgende Unterlagen vor: 
 
4.1 Gemäss diversen ärztlichen Zeugnissen des behandelnden Arztes Dr. C.____ war der 
Beschwerdeführer ab 1. Januar 2019 zu 100 % arbeitsunfähig. Auf Anfrage der IV-Stelle hielt Dr. 
C.____ mit Schreiben vom 6. Mai 2020 folgende Diagnosen fest:  
 
 1. Burnout, Erschöpfungsdepression 
 2. Arterielle Hypertonie mit Exazerbation 
 3. Aortenaneurysma 
 4. Rezidivierende peripher-vestibuläre Funktionsstörungen links 
 5. St.n. Meniskusoperation, TVT links 

Dr. C.____ führte aus, es bestehe eine jahrelange und in den letzten zwei Arbeitsjahren sich 
exazerbierende Verletzung mit Burnout verursacht durch die Direktion der B.____ AG, wo er als 
leitender Y.____ angestellt sei. Zunehmend würden sich Müdigkeit, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, 
Konzentrationsschwäche und auch eine dekompensierende arterielle Hypertonie einstellen, so 
dass der Patient ab 1. Januar 2019 zu 100 % arbeitsunfähig habe erklärt werden müssen. Der 
Gesundheitszustand sei besserungsfähig. Aktuell sei er immer noch im bisherigen Betrieb zu 
100 % arbeitsunfähig. Eine Arbeitsfähigkeit von 50 % an einem betriebsfernen Arbeitsplatz sei 
auf Anfang Juli mit langsamer Steigerung geplant und realistisch.  

 

 
 
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4.2 Im Februar 2020 hielt der behandelnde Psychiater, Prof. Dr. med. E.____, FMH Psychi-
atrie und Psychotherapie, fest, der Beschwerdeführer sei nach wie vor nicht voll arbeitsfähig, eine 
Rückkehr an seinen alten Arbeitsplatz komme aber nicht in Frage, da eine Rückfallgefahr viel zu 
gross wäre.  
 
4.3 Mit Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 15. Dezember 2020 bescheinigte Dr. C.____, dass 
der Beschwerdeführer vom 1. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2021 infolge Krankheit zu 50 % ar-
beitsunfähig sei.  
 
4.4 Am 11. März 2021 meldete die Arbeitgeberin einen Unfall des Beschwerdeführers vom 
28. Februar 2021. Beim Versuch, ein Sodastream-Gerät mit der linken Hand aufzufangen, habe 
sich der Beschwerdeführer eine Sehnen-Ruptur an einem Finger zugezogen. Der letzte Arbeits-
tag vor dem Unfall sei der 22. Dezember 2018 gewesen. Seit Ende Dezember 2018 sei der Be-
schwerdeführer krankheitshalber ausgefallen. Der Status des Arbeitsverhältnisses wurde als ge-
kündigt bezeichnet.  
 
4.5 Mit Schreiben vom 3. März 2021 überwies Dr. C.____ den Beschwerdeführer an 
Dr. med. D.____. Gemäss diversen Arbeitsunfähigkeitszeugnissen von Dr. D.____ war der Be-
schwerdeführer von 1. März 2021 bis 31. Mai 2021 unfallbedingt arbeitsunfähig. 
 
4.6 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers teilte der damaligen Arbeitgeberin des Be-
schwerdeführers mit Schreiben vom 26. April 2021 mit, dass der Beschwerdeführer per 1. Januar 
2021 nur noch zu 50 % krankheitsbedingt arbeitsunfähig sei. 
 
4.7 Mit Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 5. Juli 2021 bescheinigte Dr. C.____ gegenüber der 
F.____-Arbeitslosenkasse, dass der Beschwerdeführer ab 1. Juni 2021 voll arbeitsfähig sei, wo-
bei er als Ursache der Arbeitsfähigkeit den Begriff "Krankheit" markiert hat. 
 
4.8 Auf Anfrage der Suva hielt Dr. C.____ fest, der Beschwerdeführer sei einmalig am 
3. März 2021 bei ihm gewesen und überwiesen worden.  
 
4.9 Mit Schreiben vom 17. März 2022 reichte der Beschwerdeführer der Basler ein ärztliches 
Zeugnis von Dr. C.____ vom 22. Februar 2022 zu den Akten. Darin bestätigte Dr. C.____, dass 
der Beschwerdeführer ab 1. März 2021 zu 100 % arbeitsfähig sei und nicht mehr krankheitsbe-
dingt dispensiert sei. 
 
4.10 Mit Schreiben vom 9. Mai 2022 bestätigte Dr. C.____, dass der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers am 1. März 2021 umfassend geklärt gewesen sei und er lediglich wegen des 
Unfalls zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Eine Beeinträchtigung wegen Krankheit habe zu 
diesem Zeitpunkt nicht bestanden. 
 
4.11 Nachdem das Kantonsgericht Dr. C.____ gebeten hatte, die Krankenakte des Beschwer-
deführers einzureichen, führte Dr. C.____ mit Schreiben vom 20. Dezember 2022 aus, der 

 

 
 
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Beschwerdeführer sei bis Ende 2020 bezogen auf seine Tätigkeit bei der B.____ AG zu 100 % 
krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen. Ab 1. Januar 2021 sei eine Arbeitsfähigkeit von 50 % 
attestiert worden. Ab 1. März 2021 sei dem Beschwerdeführer sowohl von ihm wie auch von der 
Handchirurgin Dr. D.____ eine 100%ige unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Die 
Krankenakte wurde von Dr. C.____ nicht eingereicht. 
 
4.12 Auf erneute Aufforderung des Gerichts um Einreichung der Krankenakte, führte 
Dr. C.____ aus, er halte nochmals fest, dass der Patient per 1. Januar 2021 zu 50 % arbeitsfähig 
geschrieben worden und per 1. März 2021 bezüglich Krankheit zu 100 % gesund gewesen sei. 
Infolge des Unfalls vom 28. Februar 2021 sei er ab diesem Datum zu 100 % wegen des Unfalls 
arbeitsunfähig gewesen. Die Behandlung sei von Dr. D.____ übernommen worden. Dazu reichte 
Dr. C.____ kaum leserliche handschriftlich verfasste Unterlagen ein.  
 
5. Es ist vorweg darauf hinzuweisen, dass das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers 
von der Arbeitgeberin per Ende März 2021 gekündigt worden war. Durch das Unfallereignis vom 
28. Februar 2021 verlängerte sich das Arbeitsverhältnis bis Ende Juni 2021, wobei die Parteien 
sich über Lohnansprüche vergleichsweise einigten. Der Beschwerdeführer hatte sich bereits am 
24. Februar 2021 bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet und danach das Unfallereignis 
über die Arbeitslosenversicherung der Suva gemeldet, weshalb die Suva als vorleistungspflich-
tige Versicherung Taggeldleistungen in der Höhe von Fr. 21'667.50 an den Beschwerdeführer 
erbrachte.  
 
6. Vorliegend unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer vom 1. März 2021 bis 31. Mai 
2021 unfallbedingt zu 100 % arbeitsunfähig und danach wieder voll arbeitsfähig war. Strittig ist 
jedoch, ob der Beschwerdeführer – nachdem er vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020 
krankheitsbedingt zu 100 % arbeitsunfähig war – im Zeitraum vom 1. März 2021 bis 31. Mai 2021 
zu 50 % krankheitsbedingt arbeitsunfähig war.  
 
6.1 Was die krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit anbelangt, zeigt sich, dass der Be-
schwerdeführer wegen Problemen am Arbeitsplatz ein Burnout und eine Erschöpfungsdepres-
sion erlitt, weshalb er unbestrittenermassen ab 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020 krank-
heitsbedingt zu 100 % arbeitsunfähig war.  
 
6.2 Anlässlich der Parteiverhandlung wurden in Bezug auf den vorliegend strittigen Zeitraum 
vom 1. März bis 31. Mai 2021 im Wesentlichen folgende Ausführungen vorgebracht: 
 
6.2.1 Der Beschwerdeführer führte aus, es sei damals bei der B.____ AG eine schwierige Zeit 
gewesen, er sei gemobbt worden. Nach seiner Krankschreibung sei seine Stelle innert kurzer Zeit 
neu besetzt worden, weshalb eine Rückkehr in seine angestammte Tätigkeit keine Option gewe-
sen sei. In der Folge sei er weiterhin arbeitsunfähig gewesen. Während der zwei Jahre habe es 
keinerlei Bemühungen oder Anfragen seitens der Geschäftsleitung der Arbeitgeberin gegeben. 
Er sei in Kontakt mit dem Vertrauensarzt und dem Personalbüro der Arbeitgeberin gewesen, aber 
nicht mit der Geschäftsleitung. Die Kündigung sei eher überraschend gekommen. Er habe sich 
danach aber besser gefühlt, weil es eine Klärung der Situation gegeben habe. Danach habe er 

 

 
 
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begonnen, sich auf dem Stellenmarkt umzusehen. Er sei dann nochmals zu seinem Hausarzt Dr. 
C.____ gegangen. Dieser habe gesagt, er schreibe ihn jetzt einmal zu 50 % arbeitsfähig. Nach 
zwei Monaten könnten sie die Situation nochmals beurteilen. Danach sei die groteske Situation 
eingetreten, dass er diesen Unfall am 28. Februar 2021 erlitten habe. Der Unfall habe sich am 
Tag, bevor er den Termin bei Dr. C.____ gehabt hätte, ereignet. Er sei dann wegen des Unfalls 
bei Dr. C.____ gewesen, obwohl der Termin wegen der Krankheitsproblematik vereinbart worden 
war. Die Schwierigkeiten mit der B.____ AG seien für ihn wie abgeschlossen gewesen, weshalb 
er sich wohler gefühlt habe. Es habe auch keine Hoffnung mehr auf eine Rückkehr in die B.____ 
AG bestanden. Er habe sich dann bei der Arbeitslosenkasse angemeldet und sich als zu 100 % 
arbeitsfähig bezeichnet, weil er sich auch als vollständig arbeitsfähig gefühlt habe. Er habe der 
Vertrauensperson des Krankentaggeldversicherers, dem Vertrauensarzt der B.____ AG und der 
Mitarbeiterin der Personalabteilung mitgeteilt, dass er wieder arbeiten würde. Er habe während 
der gesamten zwei Jahre kein Feedback erhalten. Auch nachdem er zu 50 % arbeitsfähig ge-
schrieben worden war, habe er keinen Kontakt mehr gehabt. Ein Monat vor der Kündigung sei 
ihm gesagt worden, dass die Arbeitgeberin nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wolle. Am 
1. März 2021 sei er wegen dem Finger zu Dr. C.____ gegangen. Dieser habe ihm gesagt, er 
kenne jemanden in der Handchirurgie des G.____-Spitals. An mehr könne er sich nicht erinnern. 
Er wisse nicht mehr, ob die Krankheitsproblematik damals ein Thema gewesen sei. Er glaube, 
der Termin für den 1. März 2021 sei anlässlich des letzten Besuchs oder im Verlauf des Januars 
vereinbart worden, jedenfalls deutlich vorher.  
 
Im November 2020 habe es ein Gespräch gegeben, an welchem ein Coach der Baloise, der 
Vertrauensarzt und der Vizedirektor der B.____ AG teilgenommen hätten. Dabei sei ihm gesagt 
worden, es sei chancenlos, es sei nicht mehr möglich in der B.____ AG zu arbeiten. Es gebe 
auch keinen Lohn mehr während der Kündigungsfrist. Die Kündigung sei ihm anlässlich dieses 
Gesprächs angekündigt worden und es sei ihm mitgeteilt worden, dass man nicht mehr mit ihm 
zusammenarbeiten wolle. Im Dezember 2020 habe er dann die Kündigung erhalten. 
 
6.2.2 Dr. C.____ führte an der Parteiverhandlung im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer 
sei im Jahr 2020 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Er habe die Arbeitsunfähigkeit auf 50 % re-
duzieren können. Ziel sei es gewesen, die Situation ein Vierteljahr später nochmals zu überprü-
fen, dies in Absprache mit Prof. E.____. Sie hätten den Termin vom 1. März vereinbart mit der 
Aussicht, dass der Beschwerdeführer dann voll arbeitsfähig wäre. Im Dezember 2020 habe er ihn 
bis Ende Juni 2020 zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben. Es habe aber die Hoffnung bestanden, 
dass sich der Zustand bessere, weshalb vereinbart worden sei, die Frage der Arbeitsfähigkeit zu 
überprüfen. Er wisse nicht mehr, wann der Termin vereinbart worden sei. Er denke, dies sei bei 
der Konsultation im Dezember 2020 vereinbart oder abgemacht worden, dass er sich wieder 
melde. Am 1. März 2021 sei die Krankheit und die dadurch bedingte Arbeitsunfähigkeit wegen 
des Unfalls kein Thema gewesen. Ohne den Unfall hätte er ab 1. März 2021 zu 100 % arbeitsfä-
hig geschrieben werden können. Aber der Unfall habe die Sachlage verändert. Sie hätten immer 
wieder Kontakt gehabt, auch telefonisch. Die Situation sei klar gewesen. Der Beschwerdeführer 
sei in Bezug auf die Krankheit voll arbeitsfähig gewesen. Die Hypertonie sei eine Komplikation 
zur psychischen Belastung gewesen. Dies habe sich gebessert, als sich die Lage beruhigt habe, 
auch durch die Therapie bei Prof. E.____. Am 5. Juli 2021 habe er bestätigt, dass der 

 

 
 
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Beschwerdeführer ab 1. Juni 2021 wegen Krankheit zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei. Der Be-
schwerdeführer sei auch schon vorher zu 100 % arbeitsfähig gewesen wegen Krankheit. Er habe 
sich mit dem Unfall nicht auseinandergesetzt. Da die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit auf diesen 
Zeitpunkt hin geendet habe, habe er bestätigt, dass ab diesem Zeitpunkt auch krankheitsbedingt 
keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestehe.  
 
Anlässlich der Parteibefragung wurde Dr. C.____ auch zu den beim Kantonsgericht eingereichten 
Unterlagen befragt. Daraus ergab sich im Wesentlichen, dass es sich dabei um eine nachträgli-
che Zusammenfassung der Krankenakte handelt. In Bezug auf das Arbeitsunfähigkeitszeugnis 
vom 5. Juli 2021 führte Dr. C.____ aus, er habe bestätigt, dass der Beschwerdeführer ab 1. Juni 
2021 bezogen auf Krankheit zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei. Es sei richtig, dass er auch hätte 
schreiben können, der Beschwerdeführer sei ab 1. März 2021 zu 100 % arbeitsfähig gewesen. 
 
Auf die Frage des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin führte Dr. C.____ aus, er habe vor 
der Beantwortung der Fragen nie mit dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers kommuniziert, 
er habe diesem jedoch einen Brief geschrieben. Mit dem Beschwerdeführer, d.h. seinem Patien-
ten, habe er immer wieder Kontakt gehabt. Es sei richtig, dass er die Krankenakte nicht einge-
reicht habe, sondern lediglich ein Résumée. Das Wichtigste sei aus seiner Sicht, dass der Patient 
ab 1. Januar 2021 bezüglich Krankheit zu 50 % und ab 1. März 2021 zu 100 % arbeitsfähig ge-
wesen sei. Im weiteren Verlauf der Parteiverhandlung äusserte sich Dr. C.____ zu den von ihm 
eingereichten Notizen. Dabei ergab sich im Wesentlichen, dass es sich dabei um eine Zusam-
menfassung der Krankenakte gehandelt habe und die Notizen erst später verfasst worden seien. 
Die echtzeitliche Krankenakte sei von ihm nicht eingereicht worden.  
 
7.1 Der sich aus den Akten und den Auskünften anlässlich der Parteiverhandlung ergebende 
Sachverhalt ist wie folgt zu würdigen: 
 
Der Beschwerdeführer war insbesondere wegen eines Burnouts, einer Erschöpfungsdepression 
und einer Hypertonie ab 1. Januar 2019 zu 100 % arbeitsunfähig. Im Verlaufe des Jahres 2020 
stellte sich eine Besserung des Gesundheitszustands ein. Bereits im Februar 2020 hatte der be-
handelnde Psychiater Prof. E.____ darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer nach wie vor 
nicht voll arbeitsfähig sei, eine Rückkehr an seinen alten Arbeitsplatz aber nicht in Frage komme, 
da eine Rückfallgefahr viel zu gross wäre. Am 6. Mai 2020 hielt Dr. C.____ zu Handen der IV-
Stelle fest, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei besserungsfähig. Aktuell sei er 
im bisherigen Betrieb immer noch zu 100 % arbeitsunfähig. Es sei eine Arbeitsfähigkeit von 50 % 
an einem betriebsfernen Arbeitsplatz auf Anfang Juli mit langsamer Steigerung geplant und rea-
listisch. Am 10. August 2020 gab Prof. E.____ an, er habe den Beschwerdeführer zuletzt am 
7. August 2020 gesehen. Er sei zu mindestens 50 % arbeitsfähig, doch könne er nicht mehr an 
seinen alten Arbeitsplatz zurückkehren, da eine Rückfallgefahr viel zu gross wäre. Wie der Be-
schwerdeführer anlässlich der Parteiverhandlung ausgeführt hat, sei es ihm nach dem Gespräch 
im November 2020 besser gegangen, da sich die Situation in Bezug auf seinen Arbeitsplatz ge-
klärt hatte. Er habe nun die Gewissheit gehabt, dass er nicht mehr an seine Arbeitsstelle zurück-
kehren müsste, da diese bereits neu besetzt worden war und die Arbeitgeberin ihn nicht mehr 
beschäftigen wollte. Unter diesen Umständen ist nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. C.____ dem 

 

 
 
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Beschwerdeführer im Dezember 2020 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für sechs Monate bis Ende 
Juni 2021 bescheinigte. Dies umso mehr als bereits dazumal die Überprüfung der Krankschrei-
bung vereinbart worden war. Unter den gegebenen Umständen und angesichts der Tatsache, 
dass sich der Zustand des Beschwerdeführers in den letzten Monaten vor der Konsultation im 
Dezember 2020 kontinuierlich gebessert hatte, dies insbesondere nach der Klärung der berufli-
chen Zukunft im November 2020, kann auf die vorgenommene Krankschreibung von Dr. C.____ 
bis Ende Juni 2021 nicht abgestellt werden. Es ist weiter darauf hinzuweisen, dass sich der Be-
schwerdeführer im Februar 2021 bei der Arbeitslosenkasse angemeldet hat und sich als zu 100 % 
vermittlungsfähig erachtete. Aufgrund der vorliegenden Akten und den Aussagen anlässlich der 
Parteiverhandlung ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens ab 1. März 
2021 in der Arbeitsfähigkeit wegen Krankheit nicht mehr eingeschränkt war. Daran ändert auch 
nichts, dass Dr. C.____ in seinem Zeugnis vom 5. Juli 2021 den Beschwerdeführer als in Bezug 
auf die Krankheit ab 1. Juni 2021 zu 100 % arbeitsfähig erachtete und nicht bereits ab 1. März 
2021. Im Juli 2021 war die Frage, ob der Beschwerdeführer im März 2021 voll oder teilweise 
arbeitsfähig gewesen war, kein Thema. Vielmehr ging es um die Frage, ob der Beschwerdeführer, 
da er in Bezug auf die Unfallfolgen ab 1. Juni 2021 wieder zu 100 % arbeitsfähig war, allenfalls 
aus Krankheitsgründen noch arbeitsunfähig war. Mit seinem Zeugnis vom 5. Juli 2021 verneinte 
dies Dr. C.____. Er hatte jedoch keinen Anlass, eine weiter zurückliegende Beurteilung abzuge-
ben. Wie Dr. C.____ anlässlich der Parteiverhandlung ausführte, hätte er aber den Beschwerde-
führer in diesem Zeugnis eine 100%ige Arbeitsfähigkeit auch bereits ab 1. März 2021 bescheini-
gen können. Dr. C.____ hat anlässlich der Parteiverhandlung mehrmals glaubhaft festgehalten, 
der Beschwerdeführer sei ab 1. März 2021 in Bezug auf Krankheit voll arbeitsfähig gewesen.  
 
7.2 Dr. C.____ hat seine Aussagen getätigt, nachdem er ausdrücklich auf die Pflicht zur 
wahrheitsgemässen Aussage hingewiesen worden ist. Unter diesen Umständen besteht kein An-
lass, weitere Abklärungen (insbesondere die Einholung der Original-Krankenakte) vorzunehmen, 
da in antizipierter Beweiswürdigung davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Ebenfalls 
nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwerdegegnerin aus der Tatsache, dass Dr. 
C.____ anlässlich der Parteiverhandlung ausgeführt hat, im Dezember 2020 sei vereinbart wor-
den, die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nach einem Vierteljahr zu überprüfen, der Arzttermin 
jedoch bereits auf den 1. März 2021 terminiert wurde. Sowohl Dr. C.____ als auch der Beschwer-
deführer konnten sich nicht mehr erinnern, wann der Termin vom 1. März 2021 vereinbart worden 
war. Klar ist jedenfalls, dass der Termin vom 1. März 2021 vorgängig und zur Überprüfung der 
Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die Krankheit des Beschwerdeführers vereinbart worden ist. Es ist 
verständlich und nachvollziehbar, dass diese Thematik aufgrund des Unfalls vom 28. Februar 
2021 am 1. März 2021 nicht weiter besprochen wurde, sondern Dr. C.____ den Beschwerdefüh-
rer zur Behandlung der Unfallfolgen an Dr. D.____ überwiesen hat. Insgesamt sind die Ausfüh-
rungen des Beschwerdeführers und von Dr. C.____ plausibel und überzeugend. Ein Widerspruch 
lässt sich nicht erkennen, weshalb auf diese abgestellt werden kann. 
 
8. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer ab 1. März 2021 bis 31. Mai 
2021 nicht mehr krankheitsbedingt, sondern nur unfallbedingt zu 100 % arbeitsunfähig war. Dem-
zufolge hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer nach Ablauf der Wartefrist ab 
3. März 2021 bis 31. Mai 2021 (90 Tage) ein volles UVG-Taggeld auszurichten. Nunmehr 

 

 
 
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unbestritten ist, dass die Höhe des Taggeldes Fr. 298.34 beträgt und der Beschwerdeführer folg-
lich Anspruch auf eine unfallbedingte Entschädigung von insgesamt Fr. 26'851.-- hat. Weiter ist 
unbestritten, dass die Suva bereits Taggeldleistungen in der Höhe von Fr. 21'667.50 erbracht hat, 
welche vom gesamthaft geschuldeten Betrag abzuziehen sind. Demgemäss ist die vorliegende 
Beschwerde gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 
einen Betrag von Fr. 5'183.50 auszurichten. 
 
9. Im vorliegenden Verfahren hat sich ergeben, dass die Beschwerdegegnerin den Sach-
verhalt ungenügend abgeklärt hat. Die im vorliegenden Verfahren deshalb entstandenen Kosten 
durch die eingeholten Stellungnahmen sowie den Beizug von Dr. C.____ als Auskunftsperson in 
der Höhe von gesamthaft Fr. 664.35 sind demgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen 
(vgl. dazu BGE 139 V 496 E. 4.4 für die Frage der Auferlegung der Kosten für die Einholung eines 
Gerichtsgutachtens). 
 
10.1 Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzliche 
Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
10.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-
messen. Nachdem die Beschwerde gutzuheissen ist, hat die Beschwerdegegnerin dem Be-
schwerdeführer eine Parteientschädigung auszurichten. In seiner Honorarnote hat der Rechts-
vertreter des Beschwerdeführers einen Aufwand von 10,5 Stunden (7,67 Stunden für den Zeit-
raum 2022/23 und 2,83 für das Jahr 2024) geltend gemacht. Darin inbegriffen ist jedoch ein Auf-
wand von 2,58 Stunden, welcher vor dem Erlass des Einspracheentscheides vom 12. April 2022 
angefallen ist. Da dieser Aufwand nicht im Rahmen des Beschwerdeverfahrens entstanden ist, 
ist die Honorarnote in diesem Umfang zu kürzen. Der verbleibende Aufwand von 7,92 Stunden 
ist angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden. Die 
Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche 
Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu be-
anstanden sind ferner die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 156.50. Die Be-
schwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer demnach eine Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 2'304.10 (5,09 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 94.50 zuzüglich 7,7 % Mehrwert-
steuer sowie 2,83 Stunden à Fr. 250.-- + Fr. 62.-- zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einspracheent-
scheid der Basler Versicherung AG vom 12. April 2022 aufgehoben und 
die Basler Versicherung AG verpflichtet wird, dem Beschwerdeführer 
Taggelder in der Höhe von Fr. 5'183.50 auszurichten.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Kosten für die schriftlichen Stellungnahmen sowie das Erscheinen 
von Dr. C.____ vor Kantonsgericht in der Höhe von Fr. 664.35 werden 
der Beschwerdegegnerin auferlegt.  

 4. Die Basler Versicherung AG hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2'304.10 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehr-
wertsteuer auf Fr. 1'367.-- bzw. 8,1 % Mehrwertsteuer auf Fr. 769.50) zu 
bezahlen.  

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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