# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18cf0f3b-13c5-59fc-9c33-00e3845330ed
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 23.03.2015 KSK 2015 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2015-13_2015-03-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 23. März 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 15 13 26. März 2015

Entscheid
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Präsident Brunner

In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

des X . _ _ _ _ _ A G , Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Peter Bürki, Auerstrasse 2, 9435 Heerbrugg, 

gegen

das K o n k u r s a m t  L a n d q u a r t , Bahnhofplatz 2, 7302 Landquart, Beschwer-
degegner, gegen Beschwerdeführerin,

betreffend Rechtsverzögerung im Konkurs,

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wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 10. März 2015 samt mitgereich-
ten Akten, in die Stellungnahme des Konkursamtes Landquart vom 19. März 2015 
samt mitgereichten Verfahrensakten, sowie nach Feststellung und in Erwägung, 

– dass vor dem Konkursamt Landquart das Konkursverfahren gegen A._____ 
hängig ist, 

– dass das X._____AG darin am 21. Januar 2014 eine grundpfandgesicherte 
Forderung über Fr. 481'683.45 zuzüglich Zins angemeldet hat, 

– dass die Forderung ins Lastenverzeichnis aufgenommen wurde, welches Mitte 
April 2014 rechtskräftig wurde, 

– dass die Gläubigerin sich in der Folge verschiedentlich nach dem Verlauf des 
Konkursverfahrens erkundigt hat, 

– dass die X._____AG am 10. März 2015 beim Kantonsgericht von Graubünden 
als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs eine Rechtsverzö-
gerungsbeschwerde einreichte mit den Anträgen, es sei festzustellen, dass 
das Konkursamt Landquart die Führung des Konkursverfahrens A._____, Ma-
lans, ungehörig lange verzögert; der Konkursbeamte sei anzuhalten, das Ver-
fahren speditiv fortzusetzen; es sei gegenüber dem verantwortlichen Konkurs-
beamten die adäquaten Disziplinarmassnahmen gemäss Art. 14 SchKG an-
zuordnen,

– dass die Beschwerde insbesondere damit begründet wurde, die Beschwerde-
führerin sei vom Konkursamt über längere Zeit hingehalten worden und das 
letzte Schreiben vom 19. Januar 2015 sei vom Konkursamt gar noch nicht be-
antwortet worden,

– dass das Konkursamt Landquart am 19. März 2015 seine Stellungnahme ein-
reichte und die Abweisung der Beschwerde beantragte, 

– dass insbesondere darauf hingewiesen wurde, der Vorwurf der Rechtsverzö-
gerung treffe nicht zu und es müsse insbesondere der Abschluss eines Erbtei-
lungsverfahrens abgewartet werden, welches erheblichen Einfluss auf das 
Konkursverfahren habe, 

– dass gemäss Art. 17 Abs. 3 SchKG wegen Rechtsverweigerung oder Rechts-
verzögerung jederzeit bei der Aufsichtsbehörde Beschwerde geführt werden 
kann, 

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– dass eine Rechtsverzögerung dann vorliegt, wenn ein Zwangsvollstreckungs-
organ die Vollziehung einer ihm obliegenden Amtshandlung nicht innerhalb 
der vom Gesetz vorgesehenen oder durch die Umstände gebotenen Frist vor-
nimmt (vgl. Flavio Cometta/Urs Peter Möckli, in Staehelin/Bauer/Staehelin, 
Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2. Aufl., Basel 2010, N 
31 zu Art. 17 SchKG), 

– dass vom Konkursamt Landquart dargelegt wurde und aus den Akten hervor-
geht, dass A._____ Mitglied der Erbengemeinschaft B._____ sel. und 
C._____sel. ist und zahlreiche Grundstücke der Erbengemeinschaft dem 
Weinbaubetrieb A._____ dienen,

– dass es deshalb offensichtlich ist, dass das Ergebnis dieser Erbteilung das 
Konkursverfahren massgeblich beeinflusst, so dass der Abschluss der Erbtei-
lung abzuwarten ist,

– dass dem Konkursamt Landquart auch nicht vorgeworfen werden kann, es sei 
im Zusammenhang mit dieser Erbteilung untätig, 

– dass den Akten vielmehr zu entnehmen ist, dass es gestützt auf das Urteil des 
Bezirksgerichts Landquart vom 19. Juni 2013, mitgeteilt am 12. September 
2014, in Sachen Erbteilung B._____ und A._____ derzeit versucht, eine Eini-
gung unter den Erben herbei zu führen (vgl. die bei den Akten liegenden 
Schreiben vom 10. und 18. Februar 2015, 6. März 2015 und das letzte Schrei-
ben des Konkursamtes Landquart vom 6. März 2015 an A._____ mit Fristan-
setzung bis zum 20. März 2015), 

– dass unter diesen Umständen von einer Rechtsverzögerung nicht die Rede 
sein kann, so dass die Beschwerde abzuweisen ist, und auch kein Raum zur 
Einleitung eines Disziplinarverfahrens besteht, 

– dass gemäss Art. 61 Abs. 2 lit. a der Gebührenverordnung zum SchKG das 
Beschwerdeverfahren unentgeltlich ist, so dass die Kosten des Beschwerde-
verfahrens beim Kanton Graubünden verbleiben,

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichter-
licher Kompetenz ergeht, 

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entschieden:

1. Die Beschwerde und der Antrag auf Einleitung eines Disziplinarverfahrens 
werden abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- verbleiben beim Kan-
ton Graubünden. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c/d BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: