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**Case Identifier:** 036fcfeb-b9a4-57ec-9412-6df755d1a05f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 26.10.2023 B 2023/74, B 2023/75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2023-74--B-2023-75_2023-10-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/74, B 2023/75

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 07.12.2023

Entscheiddatum: 26.10.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 26.10.2023
Steuerrecht. Nachsteuern. Art. 199 Abs. 1 StG, SR 811.1; Art. 151 Abs. 1 
DBG, SR 642.11. Art. 33 Abs. 1 lit. c StG und Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG. Streitig 
war, ob die Vorinstanz (VRK) im angefochtenen Entscheid zu Recht die bei 
den Beschwerdegegnern für das Jahr 2019 vorgenommene Aufrechnung von 
geldwerten Leistungen der C.__ AG von CHF 149'630 sowie die daraus 
resultierende Nachbesteuerung als nicht rechtmässig erachtete. Das 
Verwaltungsgericht kam zum Schluss, die im Rahmen der Veräusserung der 
C.__AG nach dem 30. April 2019 einvernehmlich erfolgten 
Substanzentnahmen durch den Aktienverkäufer hätten als (erst nach dem 
Verkauf vollzogene) verdeckte Ge-winnausschüttungen zu gelten, welche 
nicht den Beschwerdegegnern (Aktienkäufer) zugerechnet werden könnten 
(vgl. BGer 2C_756/2020 vom 3. Mai 2021 E. 5.2.2.3). Der Aktienverkäufer habe 
denn auch bestätigt, dass die Aktiven und Passiven direkt an ihn gegangen 
und so privat abgewickelt worden seien. Die Nachbesteuerung einer 
geldwerten Leistung von CHF 149'630 bei den Beschwerdegegnern falle von 
daher ausser Betracht. Abweisung der Beschwerde des Steueramtes. 
(Verwaltungsgericht, B 2023/74, B 2023/75)

Entscheid vom 26. Oktober 2023

Besetzung

Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

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gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen,

Unterstrasse 28, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

A.__,

B.__,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG in Law Dominik Wagner, SwissLegal 

asg.advocati, Kreuzackerstrasse 9, 9000 St. Gallen,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Nachsteuern (Kantons- und Gemeindesteuern 2019 sowie direkte Bundessteuer 

2019

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

B.__ und A.__ erwarben gemäss Kaufvertrag vom 15. April 2019 das Aktienkapital der 

C.__ AG mit Sitz in Pfäffikon/SZ (nachfolgend: C.__ AG; Sitz seit 12. Dezember 2022: 

A.a. 

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Walenstadt) von D.__, X.__. Vertragsgegenstand waren 50 Aktien zu nominal CHF 

1'000 zum Kaufpreis von CHF 35'000. Zusätzlich wurde die Übernahme weitere 

Aktiven und Passiven (Kreditoren, Debitoren, Kontokorrentkonto UBS gemäss 

separater Liste) gegen separate Bezahlung vorbehalten (act. G 7/6/13). B.__ und A.__ 

deklarierten in der Steuererklärung für 2019 vom 2. Mai 2020 ein steuerbares 

Einkommen von CHF 132'200 und ein steuerbares Vermögen von CHF 129'000. Sie 

führten die 50 Aktien der C.__ AG im Wertschriftenverzeichnis mit einem Steuerwert 

von CHF 50'000 auf. Am 18. Mai 2020 reichten sie den Aktienkaufvertrag nach. Das 

kantonale Steueramt veranlagte das Ehepaar A.__ und B.__ am 13. Oktober 2020 für 

die Kantons- und Gemeindesteuern 2019 mit einem satzbestimmenden steuerbaren 

Einkommen von CHF 132'700 und einem steuerbaren Vermögen von CHF 117'000 

sowie für die direkte Bundessteuer 2019 mit einem satzbestimmenden steuerbaren 

Einkommen von CHF 123'600 (act. G 7/6/14 ff.). Diese Veranlagung erwuchs in 

Rechtskraft.

Am 7. Juli 2021 gab das kantonale Steueramt Schwyz dem kantonalen Steueramt St. 

Gallen geldwerte Leistungen der C.__ AG zugunsten von B.__ und A.__ (mit dem 

Hinweis: "Aktivierung KK Gesellschafter Goodwill. Mit der Umbuchung von KK auf 

Goodwill und der teilw. Abschreibung 2019 fehlt der Rückzahlungswille") von 

CHF 149'630 bekannt (act. G 7/6/3/18). Nach Einleitung eines Nachsteuerverfahrens 

durch das kantonale Steueramt (act. G 7/6/3/20) bestätigte B.__ mit E-Mail vom 20. 

Januar 2022, dass er wegen der definitiven Veranlagung 2019 keine andere Möglichkeit 

habe, als den aktivierten Goodwill aus der übernommenen C.__ AG nachträglich zu 

versteuern. Andere Kantone würden sich in derartigen Konstellationen anders 

verhalten. Er bat um eine kulante Behandlung der Angelegenheit (act. G 7/6/3/21). In 

der Nachsteuerverfügung vom 25. Januar 2022 veranlagte das kantonale Steueramt 

B.__ und A.__ für die Kantons- und Gemeindesteuern 2019 mit einem 

satzbestimmenden steuerbaren Einkommen von CHF 285'400 und einem steuerbaren 

Vermögen von CHF 117'000 sowie für die direkte Bundessteuer 2019 mit einem 

satzbestimmenden steuerbaren Einkommen von CHF 213'400 (act. G 7/6/3/22 ff.). Die 

hiergegen erhobene Einsprache (act. G 7/6/3/27) wies das kantonale Steueramt mit 

Einspracheentscheiden vom 14. April 2022 ab (act. G 7/6/3/31 ff.). In Gutheissung der 

hiergegen erhobenen Rechtsmittel (Kantons- und Gemeindesteuern: Rekurs; direkte 

Bundessteuer: Beschwerde) hob die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. 

Gallen (VRK) die angefochtenen Einspracheentscheide mit Entscheid vom 13. März 

2023 auf (act. G 2).

A.b. 

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B.  

 

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Besteuerung 

des Einkommens und des Vermögens natürlicher Personen vereinheitlicht sind, 

erledigte die Vorinstanz den Rekurs betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 

einerseits und die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer anderseits zu 

Gegen die Entscheide der Verwaltungsrekurskommission vom 13. März 2023 erhob 

das kantonale Steueramt (Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 13. April 2023 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Entscheid sei aufzuheben 

und die Einspracheentscheide vom 14. April 2022 seien zu bestätigen (act. G 1).

B.a. 

In der Vernehmlassung vom 18. April 2023 beantragte die Vorinstanz Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des angefochtenen 

Entscheids (act. G 6). Die Beschwerdebeteiligte verzichtete auf eine Vernehmlassung 

(vgl. act. G 8). Die Beschwerdegegner beantragten in der Eingabe vom 5. Juni 2023 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne, und Bestätigung 

der angefochtenen Entscheide, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 

Mehrwertsteuer) zu Lasten des Beschwerdeführers (act. G 11).

B.b. 

Der Beschwerdeführer bestätigte mit Eingabe vom 9. Juni 2023 seine Anträge und 

Ausführungen (act. G 13). Am 14. Juni 2023 gab die Vorinstanz ihren Verzicht auf eine 

weitere Stellungnahme bekannt (act. G 15). Die Beschwerdegegner äusserten sich in 

der Eingabe vom 27. Juni 2023 zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 9. Juni 2023 

(act. G 16).

B.c. 

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden 

Verfahrens wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

B.d. 

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Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten Dispositivziffern. Unter diesen 

Umständen durfte auch der Beschwerdeführer die Beschwerden in einer gemeinsamen 

Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig, dass das 

Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet (vgl. BGer, 

Urteil 2C_440, 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2). Die sachliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, 

sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz 

über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 des Gesetzes über die direkte 

Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert, 

und die Eingabe vom 13. Mai 2023 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 

Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG).

2.  

Materiell streitig ist, ob die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht die bei 

den Beschwerdegegnern für das Jahr 2019 vorgenommene Aufrechnung von 

geldwerten Leistungen der C.__ AG von CHF 149'630 sowie die daraus resultierende 

Nachbesteuerung als nicht rechtmässig erachtete, die entsprechenden Entscheide des 

Beschwerdeführers aufhob und die Rechtsmittel der Beschwerdegegner (Rekurs und 

Beschwerde) guthiess.

2.1. 

Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der Steuerbehörde nicht 

bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine 

rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist, so wird die nicht erhobene Steuer samt 

Zins als Nachsteuer eingefordert (Art. 199 Abs. 1 StG; Art. 151 Abs. 1 DBG). Als nicht 

bekannt im Sinn der gesetzlichen Tatbestände gelten Tatsachen und Beweismittel, die 

zum Zeitpunkt der Veranlagung bereits bestanden haben, aber während des 

ordentlichen Veranlagungsverfahrens oder eines allenfalls sich daran anschliessenden 

Rechtsmittelverfahrens nicht aktenkundig waren, d.h. also erst nach der rechtskräftigen 

Veranlagung eines Steuerpflichtigen zum Vorschein gekommen sind (vgl. Zigerlig/

Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, VII. Rz. 110 mit Hinweisen; 

VerwGE B 2013/264 f. vom 24. März 2015 E. 2.1 m.H.). – Nachdem vorliegend die 

Steuerveranlagungen 2019 mit Verfügungen vom 13. Oktober 2020 abgeschlossen 

worden waren und diese Verfügungen in Rechtskraft erwachsen waren (act. G 7/6/14 

ff.), erfolgte am 7. Juli 2021 die Meldung der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz 

2.2. 

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betreffend geldwerte Leistungen (act. G 7/6/3/18). Unbestritten blieb, dass der 

Beschwerdeführer bei diesem Sachverhalt zu Recht ein Nachsteuerverfahren eröffnete.

Gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. c StG und Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG sind Erträge aus 

beweglichem Vermögen steuerbar, insbesondere geldwerte Vorteile aus Beteiligungen 

aller Art. Geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen einer Kapitalgesellschaft an 

ihre Gesellschafter stellen verdeckte Gewinnausschüttungen dar, wenn sie nicht als 

Kapitalrückzahlung zu qualifizieren sind und ohne entsprechende Gegenleistung des 

Gesellschafters erfolgen. Dem Beteiligten werden Leistungen erbracht, welche im 

normalen Geschäftsverkehr einem unbeteiligten Dritten nicht erbracht würden (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N. 88 und 95 

zu Art. 58 DBG; Zigerlig/Oer-tli/Hofmann a.a.O., III. Rz. 111). Nach der Rechtsprechung 

müssen für die Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung die folgenden 

Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein: (1) Die Gesellschaft erbringt eine Leistung ohne 

entsprechende Gegenleistung, wodurch das Geschäftsergebnis gemindert wird. (2) Mit 

der Leistung wird ein Beteiligter oder eine diesem nahestehende Person oder 

Unternehmung begünstigt; ein der Gesellschaft fernstehender Dritter hätte sie unter 

gleichen Bedingungen nicht erhalten; die Leistung ist also ungewöhnlich, mit einem 

sachgemässen Geschäftsgebaren nicht vereinbar. (3) Der Charakter der Leistung bzw. 

das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung ist für die handelnden 

Gesellschaftsorgane erkennbar (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., III. Rz. 112). Nach der 

Rechtsprechung ist etwa ein Aktionärsdarlehen als geldwerte Leistung zu qualifizieren, 

wenn das gewährte Darlehen durch den Gesellschaftszweck nicht abgedeckt oder im 

Rahmen der gesamten Bilanzstruktur ungewöhnlich ist (d.h. wenn das Darlehen durch 

die vorhandenen Mittel der Gesellschaft nicht abgedeckt werden kann oder es im 

Vergleich zu den übrigen Aktiven übermässig hoch erscheint und dann ein sog. 

Klumpenrisiko verursacht), weiter bei fehlender Bonität des Schuldners oder dann, 

wenn keine Sicherheiten und keine Rückzahlungsverpflichtungen bestehen, die 

Darlehenszinsen nicht bezahlt, sondern dem Darlehenskonto laufend belastet werden 

und schriftliche Vereinbarungen fehlen (BGE 138 II 57 E. 3.2; vgl. auch VerwGE B 

2023/56, 57 vom 17. August 2023, E. 4.3).

Soweit eine geldwerte Leistung einer Gesellschaft rechtskräftig festgestellt ist, erfolgt 

regelmässig eine entsprechende Aufrechnung beim Beteiligungsinhaber (BGer, Urteil 

2C_16/2015 vom 6. August 2015 E. 2.5.6). Indes besteht kein eigentlicher 

Aufrechnungsautomatismus, sondern es herrscht die übliche Beweislastverteilung 

(Normentheorie). Die von der Gesellschaft erbrachte geldwerte Leistung begründet 

2.3. 

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zwar ein gewichtiges Indiz, das bei der Veranlagung des Beteiligungsinhabers zu 

berücksichtigen ist. Indes haben lediglich das Entscheiddispositiv des rechtskräftigen 

Entscheids bzw. die Steuerfaktoren der Gesellschaft an der Rechtskraft teil. Eine 

erneute rechtliche Beurteilung auf Aktionärsebene ist daher unerlässlich, zumal es sich 

bei Gesellschaft und Beteiligungsinhaber um zwei voneinander unabhängige Rechts- 

und Steuersubjekte handelt (BGer, Urteil 2C_16/2015 a.a.O. E. 2.5.7 m.H.; Richner/

Frei/Kaufmann/Meuter a.a.O., N. 147 zu Art. 20 DBG; GVP 2001 Nr. 27). In Abweichung 

von den üblichen Regeln über die Beweislast hat ein Beteiligungsinhaber, soweit er 

gleichzeitig Organ der Gesellschaft ist, Bestand und Höhe der von der 

Steuerverwaltung behaupteten geldwerten Leistung detailliert zu bestreiten. Unterlässt 

er eine Bestreitung oder beschränkt er sich auf pauschale Ausführungen, darf die 

Veranlagungsbehörde annehmen, die auf Gesellschaftsebene rechtskräftig veranlagte 

Aufrechnung sei dem Beteiligungsinhaber gegenüber ebenso berechtigt (BGer, Urteil 

2C_16/2015 vom 6. August 2015 E. 2.5.8 m.H.).

Im Jahresabschluss per 31. Dezember 2018 hatte die C.__ AG übrige kurzfristige 

Forderungen von CHF 112'967.70 und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 

Leistungen von CHF 17'133.81 bilanziert. Das Kontokorrent-Konto E.__ hatte per 31. 

Dezember 2018 einen Saldo von CHF 50'969.90 und das Aktionär-Kontokorrent (Konto 

Nr. 001_ Privat KK Mgmt.) einen solchen von CHF 5'356.28 (Passivsaldo = 

Kontokorrentguthaben Aktionär) aufgewiesen (act. G 7/6/28 Beilagen 2 f.). Per 30. 

September 2019 wies das Aktionär-Kontokorrent einen Aktivsaldo von CHF 149'630.39 

(= Kontokorrentschuld des Aktienverkäufers gegenüber der C.__ AG) aus; dieser Saldo 

wurde mit gleichem Datum auf das Konto Nr. 002_ (Aktien) umgebucht (vgl. act. G 

7/6/3/28 Beilagen 5 und 12). In der Eröffnungsbilanz der C.__ AG per 30. September 

2019 erfassten die Beschwerdegegner den Betrag von CHF 149'630.39 im Konto Nr. 

1770 (Goodwill). Per 31. Dezember 2019 wurde diese Goodwill-Aktivierung um CHF 

29'926.10 auf CHF 119'704.29 abgeschrieben (vgl. act. G 7/6/3/28 Beilage 16 f.). Die 

Steuerverwaltung des Kantons Schwyz merkte hierzu an, die Goodwill-Aktivierung 

stelle ein Nonvaleur dar (geldwerte Leistung/Minusreserve). Das Kontokorrent (KK-

Schuld) des alten Aktionärs hätte von den Beschwerdegegnern gemäss Kaufvertrag 

übernommen werden müssen. Die Gesellschaft sei im Rahmen eines "Share Deal" 

gekauft worden (act. G 7/6/3/28 Beilage 18). Der Beschwerdeführer hielt hierzu im 

Einspracheentscheid fest, bei einem Eigenkapital der C.__ AG von CHF 142'358.44 per 

31. Dezember 2018 (analoge Höhe per 30. September 2019; Kaufvertrag vom 15. April 

2019 Ziffer 5.4) sei leicht erkennbar, dass der Aktienkaufpreis zu tief angesetzt sei und 

demzufolge weitere Leistungen von den Beschwerdegegnern zu erbringen seien. Beim 

2.4. 

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Goodwill handle es sich faktisch um eine Schuld der Beschwerdegegner. Aus der 

Goodwill-Abschreibung sei der fehlende Rückzahlungswille erkennbar. Es sei von 

einem Aktionärsdarlehen als geldwerte Leistung auszugehen. Die (teilweise) Aktivierung 

des Aktienkaufpreises in der Zielgesellschaft sei bei einem Aktienkauf unter Privaten 

ausgeschlossen. Insofern sei die Bezeichnung des Kontos Nr. 003_ (Goodwill) falsch. 

Der bezahlte Goodwill könne indes aktiviert werden, wenn für die Beteiligung ein Preis 

bezahlt werde, der über den eigentlichen Beteiligungswert hinausgehe. Ein selbst 

erarbeiteter Goodwill könne nie aktiviert werden (act. G 7/6/3/31 S. 3).

Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid unter anderem fest, der frühere 

Aktionär habe bis 30. September 2019 alle Forderungen und Verbindlichkeiten aus 

Lieferungen und Leistungen (Debitoren, Kreditoren) liquidiert. Zudem habe er mehrere 

Geldbezüge getätigt, so dass sein Kontokorrentkonto bei der C.__ AG per 30. 

September 2019 einen Aktivsaldo von CHF 149'630.49 aufgewiesen habe. Dieser 

Betrag sei am 30. September 2019 mit dem Vermerk "Ank. Akt. C.__ AG v. D.__" auf 

das Aktivkonto "Aktien" umgebucht worden. Damit habe die C.__ AG noch unter der 

Führung des früheren Aktionärs offensichtlich auf die Rückzahlung der 

Darlehensschuld verzichtet, und zwar ohne Gegenleistung. Beim Aktivum, das später 

auf das Konto "Goodwill" umgebucht worden sei, habe es sich von Anfang an um 

einen Nonvaleur gehandelt. Die von der Schwyzer Steuerbehörde geltend gemachte 

geldwerte Leistung sei demnach am 30. September 2019 durch den früheren Aktionär 

ausgerichtet worden und sei somit bei der Gesellschaft steuerlich zu erfassen gewesen. 

Für die steuerliche Erfassung bei den Beschwerdegegnern begründe die von der 

Gesellschaft erbrachte geldwerte Leistung lediglich ein (gewichtiges) Indiz, das bei der 

Veranlagung der Beteiligungsinhaber zu berücksichtigen sei (act. G 2 S. 8 f.). Gestützt 

auf den Jahresabschluss 2018 und die Ziffer 2 des Kaufvertrags (Kaufpreis CHF 

35'000) vom 15. April 2019 hätten die Beschwerdegegner bei Vertragsabschluss mit 

einem Kaufpreis von rund CHF 190'000 rechnen müssen (CHF 35'000 + 

CHF 112'967.70 [kurzfristige Forderungen] + CHF 58'909.15 [E.__ Kontokorrent] - 

Verbindlichkeiten [CHF 17'133.81]). Tatsächlich hätten sie "nur" CHF 35'000 bezahlt. 

Dem Aktienverkäufer seien insgesamt CHF 184'630 zugeflossen, nämlich der 

vereinbarte Kaufpreis von CHF 35'000 und CHF 149'630.39 aus verschiedenen 

Bezügen, die er bis 30. September 2019 getätigt habe. Dies habe infolge Verzichts auf 

die Rückzahlung des Darlehens dazu geführt, dass sich der Substanzwert der C.__ AG 

bis zum Aktienverkauf von CHF 161'190 (31. Dezember 2018) auf rund CHF 36'000 (1. 

Oktober 2019) reduziert habe. Der Kaufpreis des Aktienpakets habe somit nahezu dem 

Substanzwert der C.__ AG entsprochen. Der frühere Aktionär habe den Schuldbetrag 

2.5. 

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von CHF 149'630.39 am 30. September 2019, kurz vor Übergang des wirtschaftlichen 

Eigentums an die Beschwerdegegner, auf dem Konto Nr. 1136 (Aktien; act. G 7/6/3/30 

Beilagen 1-7) verbucht. Die geldwerte Leistung in Höhe des Darlehensbetrags sei 

demnach – mit allen Steuerfolgen – diesem zugeflossen und nicht den 

Beschwerdegegnern. Die Aufrechnung des Darlehensbetrags habe spätestens im 

Zeitpunkt der Darlehensabschreibung beim begünstigen Aktionär zu erfolgen. Der 

Kaufpreis des Aktienpakets habe demnach lediglich aus den vertraglich vereinbarten 

CHF 35'000 (Ziffer 2.1 des Kaufvertrags) bestanden. Bei der von der C.__ AG in der 

Eröffnungsbilanz unter dem Konto Nr. 1770 aufgeführten Betrag (Goodwill) handle es 

sich offensichtlich um einen Nonvaleur (act. G 7/6/3/30 Beilagen 1-18), der in der 

Steuerbilanz 2019 durch Bildung einer Minusreserve ausgebucht worden sei. Die 

Auffassung des kantonalen Steueramts und der Steuerbehörde des Kantons Schwyz, 

dass die reduzierten Reserven ohne Besteuerung bei den Gesellschaftern gänzlich 

untergingen, sei nicht massgebend, zumal die Aufrechnung auf Aktionärsebene 

selbständig zu prüfen sei. Zudem sei zu berücksichtigen, dass die Ausschüttungen an 

den früheren Gesellschafter und Aktienverkäufer ebenfalls der Besteuerung unterliegen 

würden. Die Nachbesteuerung einer geldwerten Leistung von CHF 149'630 sei zu 

Unrecht erfolgt (act. G 2 S. 9 f.).

Der Beschwerdeführer wendet unter anderem ein, dass die Beschwerdegegner bereits 

Ende April/Anfang Mai 2019 das Eigentum an den Aktien und die alleinige Kontrolle 

über die C.__ AG erworben hätten. Die Verantwortung für die Gesellschaft habe seit 

Ende April/Anfang Mai 2019 in der alleinigen Hand der Beschwerdegegner gelegen. Sie 

seien die verantwortlichen Organe gewesen. Sie hätten denn auch die Steuererklärung 

2019 (act. G 3/2) sowie die Jahresrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. 

Dezember 2019 (act. G 3/3) unterzeichnet. Ein von der Generalversammlung 

genehmigter und damit auch steuerlich massgebender Zwischenabschluss per 30. 

September 2019 liege im Übrigen nicht vor. Die per 30. September 2019 erfolgte 

verdeckte Gewinnausschüttung von CHF 149'630 müsse daher ihnen zugerechnet 

werden. Eine Substanzentnahme durch den Verkäufer sei nicht (vertraglich) vereinbart 

worden. Der Kaufvertrag vom 14./15. April 2019 spreche vielmehr dafür, dass sich die 

Parteien auf eine Übernahme der Kontokorrentschuld durch die Beschwerdegegner 

verständigt hätten. Durch die Umbuchung des Aktivkontokorrents auf Goodwill sei die 

C.__ AG entreichert worden. Dies sei zu einem Zeitpunkt geschehen, als die 

Beschwerdegegner schon längst Eigentümer der Gesellschaft gewesen seien. Für die 

Buchführung und Rechnungslegung des gesamten Geschäftsjahres 2019 seien die 

Beschwerdegegner verantwortlich gewesen (act. G 1).

2.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/15

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 2.7. 

Zu klären ist vorweg, zu welchem Zeitpunkt das wirtschaftliche Eigentum der C.__ AG 

auf die Beschwerdegegner überging. Im Aktienkaufvertrag vom 14./15. März 2019 (act. 

G 7/6/3/13) vereinbarten die Vertragsparteien, dass der Kaufpreis "bei Vollzug des 

Vertrages" per 1. Mai 2019 beglichen werde (Vertrag Ziffer 3). Den Vollzugstermin 

setzten sie auf "spätestens" 30. April 2019 fest und vereinbarten als 

Vollzugshandlungen die Übergabe der 50 Namenaktien, des Aktienbuchs mit der 

Eintragung des Käufers als Aktionär und der Rücktrittserklärung des bisherigen 

Verwaltungsrats, gegen Bezahlung des Kaufpreises (Vertrag Ziffer 7). Der Kaufpreis im 

Vertragssinn beinhaltete einerseits den Betrag von CHF 35'000. Anderseits sah der 

Vertrag die Übernahme weiterer Aktiven (Debitoren "gemäss einer separaten Liste", 

Bankkontokorrent E.__) und Passiven (Kreditoren "gemäss einer separaten Liste") 

durch die Beschwerdegegner "nach Abstimmung … gegen separate Bezahlung 

zuzüglich zum Kaufpreis" per 30. April 2019 (Vertrag Ziffer 2) vor. Aktenkundig ist, dass 

die Beschwerdegegner den Betrag von CHF 35'000 am 24. April 2019 beglichen haben 

(act. G 7/6/3/30 Beilage 3 [Auszüge F.__]). Der Beschwerdegegner wurde im 

Handelsregister per 9. Mai 2019 als Geschäftsführer mit Einzelunterschrift und die 

Beschwerdegegnerin als Mitglied des Verwaltungsrats mit Einzelunterschrift 

eingetragen. Unbestritten blieben die vertragsgemässe Übergabe der Aktien und der 

Rücktritt des bisherigen Verwaltungsrats. Das zivilrechtliche Eigentum an der C.__ AG 

ging somit im April/Mai 2019 auf die Beschwerdegegner über. Es fehlt entgegen ihrer 

Auffassung (act. G 11 S. 2) an konkreten Anhaltspunkten dafür, dass das 

wirtschaftliche Eigentum an der C.__ AG – in Abweichung vom zivilrechtlichen 

Übergang – erst per 30. September 2019 auf sie übergegangen sein sollte. Der 

Umstand, dass der bisherige Eigentümer/Alleinaktionär der C.__ AG nach dem 

zivilrechtlichen Übergang noch Debitoren und Kreditoren abwickelte und Buchungen/

Bezüge zu seinen Gunsten tätigte (vgl. act. G 7/6/3/28 Beilagen 8-15), ändert nichts 

daran, dass die Beschwerdegegner seit Mai 2019 alleinige Organstellung in der C.__ 

AG hatten und damit Geschäftsführung und Verwaltung der Gesellschaft in ihrer 

Verantwortung lagen. Ihr Einwand, dass sie bis 30. September 2019 lediglich "formell" 

Aktieneigentümer gewesen seien und die Kontrolle über die Gesellschaft/

Geschäftsführung weiterhin durch den Aktienverkäufer ausgeübt worden sei (act. G 11 

S. 3 Ziffern 8 und 11 und S. 4 Ziffer 14), ist nicht geeignet, Organstellung und 

Verantwortlichkeit in Frage zu stellen.

2.7.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/15

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Hinsichtlich des streitigen geldwerten Leistung/Substanzentnahme von CHF 149'630 

gehen sowohl die Vorinstanz (act. G 2 S. 9 f.) als auch der Beschwerdeführer per 30. 

September 2019 von einer verdeckten Gewinnausschüttung/Substanzentnahme aus. 

Während der Beschwerdeführer diese steuerlich den Beschwerdegegnern zurechnet, 

vertritt die Vorinstanz die Auffassung, dass der Verkäufer der Aktien der C.__ AG die 

steuerlichen Folgen der Ausschüttung zu tragen habe. Aus den Akten ersichtlich und 

unbestritten ist diesbezüglich, dass die erwähnte Entnahme mit der Umbuchung des 

per 30. September 2019 bestehenden Aktivsaldos des Aktionär-Kontokorrents (Konto 

Nr. 001_ Privat KK Mgmt.) auf das Konto Nr. 002_ (Aktien; vgl. act. G 7/6/3/28 Beilagen 

5 und 12) und der Erfassung des Saldos im Konto Nr. 003_ (Goodwill) der C.__ AG per 

30. September 2019 erfolgte. Per 31. Dezember 2019 wurde die Goodwill-Aktivierung 

wie erwähnt (vorstehende E. 2.4) um CHF 29'926.10 auf CHF 119'704.29 

abgeschrieben (vgl. act. G 7/6/3/28 Beilage 16 f.). Der Beschwerdegegner 

unterzeichnete als Gesellschaftsorgan/Geschäftsführer die Jahresrechnung 2019 (act. 

G 3/3). Die vorerwähnte Umbuchung hatte das Erlöschen der Kontokorrent-Forderung 

der C.__ AG gegenüber ihrem früheren Aktionär zur Folge, ohne dass die Gesellschaft 

hierfür eine Gegenleistung erhalten hätte. Im Zeitpunkt der Umbuchung waren die 

Beschwerdegegner Eigentümer der C.__ AG. Der Beschwerdeführer weist an sich zu 

Recht darauf hin, dass der (als Geschäftsführer eines Treuhandbüros tätige) 

Beschwerdegegner vor Genehmigung der Jahresrechnung die Goodwill-Aktivierung 

noch hätten korrigieren können (act. G 1 S. 4 Ziffer 4). Die geschilderten 

Gegebenheiten machen deutlich, dass die Substanzentnahme durch den früheren 

Aktionär in Kenntnis und mit Zustimmung der Beschwerdegegner erfolgt war. Letzteres 

bestätigen die Beschwerdegegner (act. G 11 Ziffer 15) denn auch explizit, indem sie die 

Entnahme als vertragsgemässe "Abstimmung" (im Sinn des Aktienkaufvertrags; vgl. 

act. G 7/6/3/13 Ziffer 2) bezeichnen.

2.7.2. 

Im Kaufvertrag vom 14./15. April 2019 sicherte der Verkäufer den Beschwerdegegnern 

zu, dass seit dem Stichtag der letzten Jahresendbilanz (31. Dezember 2018) bis zum 

Vollzugs-termin (vgl. dazu vorstehende E. 2.7.1) die Geschäfte der Gesellschaft "in 

normaler Weise" geführt würden und von der Gesellschaft keine Verpflichtungen/

Schulden eingegangen würden, "ausser im Rahmen des normalen 

Geschäftsgangs" (Vertrag Ziffer 5.4). Die dargelegte Substanzentnahme aus der 

Gesellschaft durch den Verkäufer war - auch im Lichte der in Vertrag Ziffer 2.4 

vermerkten Ausnahme (Übernahme Auto) - vertraglich nicht explizit vorgesehen. Die 

2.7.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/15

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Übernahme von weiteren Aktiven und Passiven durch die Beschwerdegegner wurde 

vorbehältlich einer "Abstimmung" und "gegen separate Bezahlung zuzüglich zum 

Kaufpreis" vereinbart und insofern nicht abschliessend zum Voraus festgelegt. 

Vorliegend ist indes das – von den Beschwerdegegnern wie dargelegt ausdrücklich als 

vertragsgemäss anerkannte – Verhalten des früheren Aktionärs und Verkäufers der 

C.__ AG im Zusammenhang mit dargelegten Buchungen/Vorgängen (da nicht 

Verfahrensgegenstand) nicht weiter zu untersuchen, zumal dies keinen Einfluss auf die 

Würdigung der steuerlichen Gegebenheiten der Beschwerdegegner hätte. 

Insbesondere sind auch die vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang 

angestellten Überlegungen/Vermutungen (Abwälzung der latenten Steuerlast auf den 

Reserven durch den Verkäufer auf die Beschwerdegegner mit dem Ziel, einen 

steuerfreien Kapitalgewinn zu erzielen [act. G 1 S. 5]) nicht weiter zu prüfen. 

Entscheidend erscheint einzig, dass die Kontokorrentschuld des früheren Aktionärs 

gegenüber der C.__ AG durch die dargelegte Umbuchung (vorstehende E. 2.7.2) ohne 

Gegenleistung untergegangen und die daraus resultierende Entnahme durch den 

früheren Aktionär in einem Zeitpunkt erfolgt war, in welchem der Aktienverkauf an die 

Beschwerdegegner bereits längst vollzogen war.

Der Beschwerdeführer leitet aus Ziffer 2 des Aktienkaufvertrags (Übernahme weiterer 

Aktiven und Passiven durch die Beschwerdegegner "nach Abstimmung … gegen 

separate Bezahlung zuzüglich zum Kaufpreis" per 30. April 2019) die Einigung auf eine 

Übernahme der Aktionär-Kontokorrentschuld durch die Beschwerdegegner bzw. eine 

Kaufpreistilgung mit Schuldübernahme durch die Beschwerdegegner ab. Gemäss 

Standpunkt des Beschwerdeführers spricht auch der Umstand, dass der Verkäufer der 

Gesellschaft noch vor dem Verkauf zur Tilgung seiner Schuld Substanz hätte 

entnehmen können, dies jedoch nicht getan habe, für eine Einigung der 

Vertragsparteien auf Übernahme der Schuld durch die Beschwerdegegner (act. G 1 S. 

5).

Die in Frage stehende Substanzentnahme könnte den Beschwerdegegnern lediglich 

unter der Voraussetzung steuerlich zugerechnet werden, dass die Entnahme ihnen 

auch tatsächlich als Vermögen zuging oder zu einer Schuldminderung bei ihnen führte. 

Eine entsprechende Zahlung des Aktienverkäufers an die Beschwerdegegner geht aus 

den Akten jedoch nicht hervor. Für die vom Beschwerdeführer behauptete 

Kaufpreistilgung mit Schuldübernahme ist dieser beweisbelastet (vgl. vorangehende E. 

2.3). Der Beweis lässt sich nicht mit dem Hinweis erbringen, dass den Akten keinerlei 

2.7.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/15

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Anhaltspunkte für eine unterbliebene Schuldübernahme zu entnehmen seien (vgl. act. 

G 13). Eine Schuldübernahme durch die Beschwerdegegner kann insofern nicht als 

nachgewiesen gelten, als die Vorinstanz überzeugend darlegte, dass einerseits die 

Beschwerdegegner mit einem Kaufpreis von rund CHF 190'000 hätten rechnen müssen 

(CHF 35'000 + CHF 112'967.70 [kurzfristige Forderungen] + CHF 58'909.15 [E.__ 

Kontokorrent] - Verbindlichkeiten [CHF 17'133.81]) und anderseits dem Aktienverkäufer 

insgesamt CHF 184'630 (vereinbarter Kaufpreis von CHF 35'000 und CHF 149'630.39 

aus den von ihm bis 30. September 2019 getätigten Bezügen) zugeflossen seien (act. 

G 2 S. 9). Aufgrund des (gegenleistungslosen) Verzichts der C.__ AG auf die 

Rückzahlung des dem früheren Aktionär gewährten Darlehens verminderte sich der 

Substanzwert der C.__ AG nach den unbestritten gebliebenen Darlegungen der 

Vorinstanz von CHF 161'190 (31. Dezember 2018) auf rund CHF 36'000 (1. Oktober 

2019). Der Aktienkaufpreis von CHF 35'000 entsprach somit in etwa dem Substanzwert 

der C.__ AG. Eine Kaufpreistilgung mit Schuldübernahme durch die Beschwerdegegner 

stand insofern nicht zur Diskussion, als der Kaufpreis beglichen und nichts mehr 

zusätzlich zu tilgen war. Dem Aktienkaufvertrag lässt sich denn auch keine vertragliche 

Vereinbarung einer Schuldübernahme entnehmen. Der Vertrag sieht vielmehr lediglich 

eine separate Bezahlung für den (nicht eingetretenen) Fall der Übernahme weiterer 

Aktiven und Passiven durch die Beschwerdegegner vor, nicht jedoch die Übernahme 

von Schulden des Aktienverkäufers gegenüber der C.__ AG.

Bei dem von der C.__ AG in der Eröffnungsbilanz unter dem Konto Nr. 1770 

aufgeführten Betrag (Goodwill) handelt es sich unbestritten um einen Nonvaleur (act. G 

7/6/3/30 Beilagen 1-18), der in der Steuerbilanz 2019 durch Bildung einer Minusreserve 

ausgebucht worden war. Die nachträglichen Buchungen der Beschwerdegegner 

(Umbuchung Konto Nr. 002_ "Aktien" per 30. September 2019 auf Konto Nr. 003_ 

"Goodwill" sowie Abschreibung auf letzterem) sind insofern unbeachtlich bzw. nicht 

relevant, als lediglich Nullwerte umgebucht bzw. "abgeschrieben" wurden. Der 

Umstand allein, dass die Substanzentnahme in Kenntnis der Beschwerdegegner erfolgt 

war bzw. sie Bezüge des Aktienverkäufers vom Bankkonto der C.__ AG billigten 

(vorstehende E. 2.7.2), genügt für den Nachweis eines effektiven Mittelzugangs (in Form 

einer Schuldtilgung) an die Beschwerdegegner nicht. Die (per 30. September 2019 

ausgerichtete) geldwerte Leistung an den früheren Aktionär war zwar bei der 

Gesellschaft steuerlich zu erfassen. Die Aufrechnung und steuerliche Behandlung auf 

Empfängerebene (Aktionäre, Dritte) ist jedoch unabhängig hiervon zu prüfen (vgl. 

vorstehende E. 2.3 dritter Absatz). Wie dargelegt verbuchte der frühere Aktionär den 

Schuldbetrag von CHF 149'630.39 am 30. September 2019 auf dem Konto Nr. 002_ 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/15

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3.  

(Aktien; act. G 7/6/3/28 Beilagen 15 und 16). Die C.__ AG verzichtete mithin 

gegenleistungslos auf den Schuldbetrag. Bei den geschilderten Gegebenheiten kam 

die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, dass die geldwerte Leistung in Höhe des 

Darlehensbetrags dem früheren Aktionär zugeflossen war, der Kaufpreis des 

Aktienpakets somit lediglich aus den vertraglich vereinbarten CHF 35'000 bestand und 

ein Aufpreis gemäss Ziffer 2.2 des Kaufvertrags, der sich namentlich nach dem Wert 

der Kreditoren und Debitoren sowie des E.__-Kontokorrentkontos hätte richten sollen, 

nicht hinzu kam, weil diese Positionen im Zeitpunkt der effektiven Übergabe der 

operativen Geschäfte bereits zugunsten des Aktienverkäufers liquidiert waren. Die im 

Rahmen der Veräusserung bereits im Zeitpunkt des zivilrechtlichen Übergangs 

gewollten und nach dem 30. April 2019 einvernehmlich erfolgten Substanzentnahmen 

durch den Aktienverkäufer haben als (erst nach dem Verkauf vollzogene) Entnahmen zu 

gelten, welche nicht den Beschwerdegegnern zugerechnet werden können. Der 

Aktienverkäufer bestätigte denn auch, dass die Aktiven und Passiven direkt an ihn 

gegangen und so privat abgewickelt worden seien (vgl. act. G 16 Beilage). Die 

Nachbesteuerung einer geldwerten Leistung von 

CHF 149'630 bei den Beschwerdegegnern fällt von daher ausser Betracht.

Dieses Ergebnis steht auch in Einklang mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung in 

BGer 2C_756/2020 vom 3. Mai 2021, wonach der Umstand, dass die Erwerberin einer 

Beteiligung an einer AG infolge der Substanzentnahme durch den Verkäufer der 

Beteiligung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Gesellschaft allenfalls einen 

niedrigeren Preis für die AG entrichtet habe, sie nicht (und zwar auch nicht teilweise) 

zur Empfängerin einer geldwerten Leistung mache: Entnehme der Veräusserer der 

Beteiligung im Zusammenhang mit der Veräusserung einer Beteiligung der betroffenen 

Gesellschaft mittels verdeckter Gewinnausschüttung Substanz, so habe das zwar 

einen Einfluss auf den Wert des Kaufobjekts und damit auf den Preis. Allfällige 

Steuerfolgen einer solchen geldwerten Leistung würden indessen allein den 

Veräusserer treffen; eine verdeckte Gewinnausschüttung an den Erwerber der 

Beteiligung liege in diesem Vorgang nicht, übernehme dieser doch auch eine 

Gesellschaft mit im Umfang der Entnahme reduzierter Substanz (vgl. BGer 

2C_756/2020 a.a.O. E. 5.2.2.3). 

Somit ist die Beschwerde unter Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids vom 

13. März 2023 abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/15

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.

Die Beschwerdeverfahren B 2023/74 und B 2023/75 werden vereinigt.

2.

Die Beschwerde B 2023/74 betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2019 

(Nachsteuern) wird abgewiesen.

3.

Die Beschwerde B 2023/75 betreffend direkte Bundessteuer 2019 (Nachsteuern) wird 

abgewiesen.

4.

Der Beschwerdeführer (Staat) bezahlt die amtlichen Kosten von CHF 2'000 (B 2023/74: 

CHF 1'000; B 2023/75: CHF 1'000).

5.

Der Beschwerdeführer entschädigt die Beschwerdegegner mit CHF 2'500 zuzüglich 

Barauslagen von CHF 100 und Mehrwertsteuer.

Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 

VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von 

CHF 2'000 (B 2023/74: CHF 1'000; B 2023/75: CHF 1'000) erscheint angemessen (Art. 

145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 DBG; Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, 

sGS 941.12). Auf die Erhebung der Kosten ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).

Eine ausseramtliche Entschädigung ist dem Beschwerdeführer und der 

Beschwerdebeteiligten nicht zuzusprechen (Art. 98  VRP; Art. 145 in Verbindung mit 

Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 

SR 172.021). Hingegen haben die Beschwerdegegner Anspruch auf Entschädigung der 

ausseramtlichen Kosten durch den Staat, d.h. den Beschwerdeführer (Art. 98  VRP). 

Ohne Kostennote wird die Entschädigung ermessensweise festgesetzt (sachgemässe 

Anwendung von Art. 6 und 19 der Honorarordnung, sGS 963.75, HonO). Angemessen 

erscheinen CHF 2'500 (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO), zuzüglich Barauslagen von CHF 100 

(4%) und Mehrwertsteuer (Art. 29 HonO).

3.2. 

bis

bis

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 26.10.2023
	Steuerrecht. Nachsteuern. Art. 199 Abs. 1 StG, SR 811.1; Art. 151 Abs. 1 DBG, SR 642.11. Art. 33 Abs. 1 lit. c StG und Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG. Streitig war, ob die Vorinstanz (VRK) im angefochtenen Entscheid zu Recht die bei den Beschwerdegegnern für das Jahr 2019 vorgenommene Aufrechnung von geldwerten Leistungen der C.__ AG von CHF 149'630 sowie die daraus resultierende Nachbesteuerung als nicht rechtmässig erachtete. Das Verwaltungsgericht kam zum Schluss, die im Rahmen der Veräusserung der C.__AG nach dem 30. April 2019 einvernehmlich erfolgten Substanzentnahmen durch den Aktienverkäufer hätten als (erst nach dem Verkauf vollzogene) verdeckte Ge-winnausschüttungen zu gelten, welche nicht den Beschwerdegegnern (Aktienkäufer) zugerechnet werden könnten (vgl. BGer 2C_756/2020 vom 3. Mai 2021 E. 5.2.2.3). Der Aktienverkäufer habe denn auch bestätigt, dass die Aktiven und Passiven direkt an ihn gegangen und so privat abgewickelt worden seien. Die Nachbesteuerung einer geldwerten Leistung von CHF 149'630 bei den Beschwerdegegnern falle von daher ausser Betracht. Abweisung der Beschwerde des Steueramtes. (Verwaltungsgericht, B 2023/74, B 2023/75)

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