# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86c8fd09-146c-5f28-aa65-b4bd486a5f5a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-17
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 17.04.2024 ZSU.2024.5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZSU-2024-5_2024-04-17.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 5. Kammer 

 

ZSU.2024.5 
(SF.2023.18)  

Art. 21 

 

Entscheid vom 17. April 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Holliger, Präsident  

Oberrichter Lindner  

Oberrichterin Merkofer 

Gerichtsschreiber Hess        

 

 
   

Klägerin   A._____, 

[…] 

vertreten durch Yves Amberg, Fürsprecher, 

Bundesgasse 26, Postfach, 3001 Bern    

     

 
   

Beklagter   B._____, 

[…] 

vertreten durch lic. iur. Markus Henzer, Rechtsanwalt, 

Vordere Hauptgasse 2, Postfach 1515, 4800 Zofingen    

     

 

 
 

Gegenstand  Eheschutz 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Parteien heirateten am 15. November 2011 und leben seit dem 15. Ja-

nuar 2022 getrennt. Aus ihrer Ehe ging der Sohn C._____ (geb. 

tt.mm. 2013) hervor. 

 

2. 

2.1. 

Mit Eingabe vom 2. März 2023 ersuchte die Klägerin das Bezirksgericht 

Q._____, Präsidium des Familiengerichts, um die Regelung des Getrennt-

lebens u.a. mit den Begehren, es sei der Beklagte zu verpflichten, ihr ab 

2. März 2022 für sie und den unter ihre Obhut zu stellenden Sohn C._____ 

(über dessen Volljährigkeit hinaus) "angemessenen", zu indexierenden 

Unterhalt zu bezahlen. Zudem habe er hälftig für (pro Ausgabe den Betrag 

von Fr. 200.00 übersteigende) ausserordentliche Kinderkosten 

aufzukommen. 

 

2.2. 

Mit Stellungnahme vom 27. März 2023 beantragte der Beklagte u.a., 

C._____ sei unter die alternierende Obhut der Parteien zu stellen 

(Betreuungsanteile von je 50 %), und die Unterhaltsbegehren seien 

abzuweisen. 

 

3. 

3.1. 

Am 23. Juni 2023 fand vor dem Gerichtspräsidium Q._____ die Verhand-

lung statt. 

 

In ihrer Replik beantragte die Klägerin im Unterhaltspunkt neu: 

 

"- […] 2. März 2022 bis 30. Juni 2023: CHF 5'094.90 ([…] CHF 893.75 
Barunterhalt, CHF 2'993.40 Betreuungsunterhalt und CHF 1'207.75 
Überschussanteil bzw. persönlicher Unterhalt). 

- […] ab 1. Juli 2023 bis 31. Dezember 2023: CHF 4'840.90 ([…] 
CHF 893.75 Barunterhalt, CHF 2'358.50 Betreuungsunterhalt und 
CHF 1'588.65 als Überschussanteil bzw. persönlicher Unterhalt). 

- […] ab 1. Januar 2024 für die Dauer des Getrenntlebens: CHF 4'981.65 
([…] CHF 893.75 Barunterhalt, CHF 1'635.15 Betreuungsunterhalt und 
CHF 2'452.75 als Überschussanteil bzw. persönlicher Unterhalt)." 

 

Der Beklagte beantragte in seiner Duplik (u.a.), dass C._____ unter seine 

alleinige Obhut (mit je 50 %-Betreuung) zu stellen sei. 

 

Die im Anschluss an die Parteibefragung stattfindenden Vergleichsgesprä-

che scheiterten. 

 

 

 - 3 - 

 

 

3.2. 

Mit Eingabe vom 5. Juli 2023 reichte der Beklagte eine zwischen den Par-

teien abgeschlossene Teilvereinbarung ein. Am 6. Juli 2023 erging ein Teil-

entscheid betreffend die Regelung der Kinderbelange (exkl. Kinderunter-

halt), wobei C._____ unter die alternierende Obhut der Parteien (mit je 

hälftiger Betreuung) gestellt wurde. Im Übrigen wurde die Vereinbarung 

genehmigt. 

 

3.3. 

Mit Entscheid vom 24. August 2023 erkannte das Bezirksgericht Q._____, 

Präsidium des Familiengerichts: 

 

"1. 
1.1. 
Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau an den Unterhalt von C._____ 
[…] ab 5. Juli 2023 monatlich […], je zuzüglich […] Kinderzulagen zu 
bezahlen: 
 
bis 30. November 2023      Fr. 1'303.00 
(Fr. 685.00 Bar- und Fr. 492.00 Betreuungsunterhalt,  
Fr. 126.00 Überschussanteil)  
 
ab 1. Dezember 2023 bis 31. Juli 2026   Fr. 1'408.00 
(Fr. 792.00 Bar- und Fr. 508.00 Betreuungsunterhalt,  
Fr. 108.00 Überschussanteil)  
 
ab 1. August 2026 bis 30. November 2029   Fr. 929.00  
(Fr. 604.00 Barunterhalt und Fr. 325.00 Überschussanteil)  
 
ab 1. Dezember 2029      Fr. 964.00  
(Fr. 511.00 Barunterhalt und Fr. 453.00 Überschussanteil)  
 
1.2. 
An ausserordentlichen Kinderkosten (z.B. schulische Förderungsmass-
nahmen, Zahnkorrekturen, Sehhilfen, etc.), über welche sich die Parteien 
vorgängig verständigt haben, beteiligen sie sich je zur Hälfte (soweit nicht 
Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese Kosten aufkommen). Bei 
Uneinigkeit trägt die veranlassende Person die Kosten.  
 
2. 
Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau an ihren persönlichen Unter-
halt […] ab 5. Juli 2023 monatlich […] zu bezahlen: 
 
bis 30. November 2023      Fr. 251.00 
ab 1. Dezember 2023 bis 31. Juli 2026   Fr. 218.00 
ab 1. August 2026 bis 30. November 2029   Fr. 266.00 
 
3. 
Im Übrigen werden die Anträge der Parteien abgewiesen, soweit auf diese 
eingetreten wird und soweit diese nicht als gegenstandslos geworden ab-
geschrieben werden." 

 

Die Gerichtskosten wurden den Parteien je zur Hälfte auferlegt (Ziff. 4), und 

es wurden keine Parteientschädigungen zugesprochen (Ziff. 5). 

 - 4 - 

 

 

4. 

4.1. 

Gegen den ihm am 15. Dezember 2023 in begründeter Ausfertigung zuge-

stellten Entscheid erhob der Beklagte am 27. Dezember 2023 fristgerecht 

(vgl. Art. 142 Abs. 3 ZPO, Art. 20a ArG i.V.m. § 6 Abs. 1 lit. a EG ArG) Be-

rufung mit den Begehren: 

 

"1. 
Der [angefochtene Entscheid] sei vollumfänglich aufzuheben. 
 
2. 
Es sei festzustellen, dass der Kläger für [C._____] [keinen Unterhalt] 
bezahlen kann. 
 
3. 
Eventualiter: Es sei der Kläger zu verpflichten, für [C._____] einen 
richterlich festzusetzenden Unterhaltsbetrag von monatlich CHF 700.00 
nicht übersteigend, zuzüglich [Kinderzulagen], zu bezahlen. 
 
4. 
Es sei festzustellen, dass der Kläger keinen Ehegattenunterhalt bezahlen 
kann. 
 
5. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der [Klägerin]." 

 

4.2. 

Innert Frist erstattete die Klägerin keine Berufungsantwort. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Mit der vorliegend zulässigen Berufung (Art. 308 ZPO) können beim Ober-

gericht (§ 10 lit. c EG ZPO) die unrichtige Rechtsanwendung und die un-

richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 

ZPO). Das Obergericht kann bei rechtsfehlerhafter Ermessensausübung 

eingreifen (REETZ/THEILER, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-

zessordnung [ZPO-Komm.], 3. Aufl. 2016, N. 34 f. zu Art. 310 ZPO). In der 

Berufungsbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) hat sich der Berufungskläger 

mit der Begründung im erstinstanzlichen Entscheid im Einzelnen und sach-

bezogen auseinander zu setzen (BGE 147 III 179 E. 4.2.1; Urteil des Bun-

desgerichts 4A_185/2023 vom 31. Mai 2023 E. 3.4.2). Das Obergericht be-

schränkt sich - abgesehen von offensichtlichen Mängeln - auf die Beurtei-

lung der in der Berufung und der Antwort auf diese gegen das erstinstanz-

liche Urteil erhobenen Beanstandungen (vgl. BGE 142 III 417 E. 2.2.4). Es 

ist aber inhaltlich weder an die Argumente, welche die Parteien zur Begrün-

dung ihrer Beanstandungen vorbringen, noch an die Erwägungen der ers-

ten Instanz gebunden; es wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 

 - 5 - 

 

 

ZPO) und verfügt über freie Kognition in Tatfragen, weshalb es die Beru-

fung auch mit einer anderen Argumentation gutheissen oder diese auch mit 

einer von der Argumentation der ersten Instanz abweichenden Begründung 

abweisen kann, auch wenn mangels entsprechender Sachverhaltsrügen 

der Parteien im Berufungsverfahren der erstinstanzliche Entscheid in der 

Regel als Grundlage des Rechtsmittelverfahrens dient (BGE 144 III 394 

E. 4.1.4; Urteil des Bundesgerichts 4A_397/2016 vom 30. November 2016 

E. 3.1). Im Übrigen gilt die Einschränkung, dass im Berufungsverfahren das 

Vorbringen neuer Tatsachen und Beweismittel nur im Rahmen von Art. 317 

Abs. 1 ZPO möglich ist (BGE 138 III 625 E. 2.2), bei den der Erforschungs- 

und der Offizialmaxime unterliegenden Kinderbelangen (Art. 296 ZPO) 

nicht (BGE 144 III 349 E. 4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_430/2023 

E. 3.1). Diese beiden Maximen befreien die Parteien aber weder von ihrer 

Behauptungs- und Substantiierungslast noch von ihrer Mitwirkungspflicht, 

d.h. es liegt auch in diesem Fall an ihnen, die erforderlichen tatsächlichen 

Grundlagen für die geltend gemachten Ansprüche darzutun und die Be-

weise für die vorgebrachten Tatsachen vorzulegen resp. zu beantragen 

(BGE 140 III 485 E. 3.3). Das Berufungsgericht kann Beweise abnehmen 

(Art. 316 Abs. 3 ZPO). Ob dies notwendig ist, entscheidet das Gericht in 

Ausübung seines pflichtgemässen Ermessens (Urteil des Bundesgerichts 

5A_905/2011 vom 28. März 2012 E. 2.5). Weder der Beweisanspruch noch 

die Untersuchungsmaxime (vgl. oben) schliessen eine antizipierte Beweis-

würdigung (vgl. BGE 143 III 297 E. 9.3.2) aus (Urteile des Bundesgerichts 

5A_244/2018 vom 26. August 2019 E. 3.5.4 [nicht publ. in: BGE 145 III 393] 

und 5A_514/2023 vom 12. Januar 2024 E. 3.2.1.3). Im summarischen Ehe-

schutzverfahren gilt das Beweismass der Glaubhaftmachung (Urteil des 

Bundesgerichts 5A_297/2016 vom 2. Mai 2017 E. 2.2), was mehr als Be-

haupten bedeutet (BGE 120 II 398). Bleiben prozessrelevante Tatsachen 

beweislos, unterliegt diejenige Partei welche die Beweislast trägt (GEHRI, 

in: Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [BSK-

ZPO], 3. Aufl. 2017, N. 17 zu Art. 55 ZPO). 

 

2. 

Der Beklagte ficht zwar explizit nur die Dispositiv-Ziffern 1 (Kinderunter-

halt), 2 (Ehegattenunterhalt) und 3 (Abweisung der übrigen Anträge) an 

(Berufung, S. 4). Er verlangt aber mit seinem Berufungsbegehren Ziff. 1, 

dass der angefochtene Entscheid "vollumfänglich" aufzuheben sei. Damit 

richtet sich seine Berufung auch gegen die vorinstanzliche Kostenverle-

gung (Disp.-Ziff. 4 und 5). Die Vorinstanz (E. 5.2 Abs. 1) hat die Prozess-

kosten gestützt auf die auf Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO beruhende oberge-

richtliche Praxis, wonach bei einem erstinstanzlichen Eheschutz-, Prälimi-

nar- oder Scheidungs-/Trennungsverfahren die Gerichtskosten halbiert und 

keine Parteientschädigungen zugesprochen werden (vgl. anstelle vieler: 

Entscheid der 5. Zivilkammer des Obergerichts ZSU.2022.179 vom 22. De-

zember 2022 E. 6.5.1), auf die Parteien aufgeteilt (Disp.-Ziff. 4 und 5). Der 

Beklagte verlangt sinngemäss eine Kostenverlegung nach dem Verfahren-

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https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-III-393%3Ade&number_of_ranks=0#page393

 - 6 - 

 

 

sausgang, begründet dieses Anliegen aber mit keinem Wort resp. setzt sich 

mit der vorinstanzlichen Begründung nicht auseinander (E. 1 oben), so 

dass in diesem Punkt auf seine Berufung nicht einzutreten ist. 

 

3. 

Die Vorinstanz ermittelte den strittigen (Kinder- und Ehegatten-)Unterhalt 

(E. 2 oben) nach der zweistufigen Methode (angefochtener Entscheid, 

E. 2.4, 2.5, 2.6.7.1) wie folgt: 

 
In CHF Phase 1 

05.07.2023 bis 

30.11.2023 

 

 

(angefochtener 

Entscheid, 

E. 2.6) 

Phase 2 

01.12.2023 bis 

31.07.2026 

 

 

(angefochtener 

Entscheid, 

E. 2.7) 

Phase 3 

01.08.2026 bis 

30.11.2029 (Ein-

tritt C._____ in 

Sekundarstufe I) 

(angefochtener 

Entscheid, 

E. 2.8) 

Phase 4 

Ab 01.12.2029 

(Eintritt C._____ 

ins 

16. Altersjahr) 

(angefochtener 

Entscheid, 

E. 2.9) 

Einkommen  

Klägerin 2'877.00 2'877.00 4'063.00 4'854.00 

Beklagter 5'020.00 

C._____ 

(Kinderzulage) 

200.00 

Existenzminimum ohne Steuern 

Klägerin 3'279.00 (1) 3'405.00 (2) 3'489.00 (3) 

Beklagter 2'846.00 (4) 

C._____ 1'307.00 (5) 1'507.00 (6) 

Steuern 

Klägerin 90.00 106.00 275.00 431.00 

Beklagter 369.00 330.00 

C._____ 28.00 35.00 73.00 101.00 

Familienrechtliches Existenzminimum (Existenzminimum plus Steuern) 

Klägerin 3'369.00 3'385.00 3'680.00 3'920.00 

Beklagter 3'215.00 3'176.00 

C._____ 1'335.00 1'542.00 1'580.00 1'608.00 

Überschüsse / (-) Manko (Einkommen abzgl. familienrechtliches Existenzminimum) 

Klägerin (-)492.00 (-)508.00 383.00 934.00 

Beklagter 1'805.00 1'844.00 

C._____ = 

Barbedarf 

(-)1'135.00 (-)1'342.00 (-)1'380.00 (-)1'408.00 

 
(1) Grundbetrag Fr. 1'350.00, Wohnkosten (exkl. Anteil C._____Fr. 250.00) Fr. 1'200.00, KVG/VVG 

Fr. 419.00, Arbeitsweg Fr. 100.00, auswärtige Verpflegung Fr. 110.00, Versiche-

rung/Kommunikation Fr. 100.00 (angefochtener Entscheid, E. 2.6.2, 2.7.2). 

(2) Neu: Arbeitsweg Fr. 160.00, auswärtige Verpflegung Fr. 176.00 (angefochtener Entscheid, 

E. 2.8.2). 

(3) Neu: Arbeitsweg Fr. 200.00, auswärtige Verpflegung Fr. 220.00 (angefochtener Entscheid, 

E. 2.9.2). 

(4) Grundbetrag Fr. 1'350.00, Wohnkosten (exkl. Anteil C._____Fr. 250.00) Fr. 1'270.00, KVG/VVG 

Fr. 0.00, Arbeitsweg Fr. 78.00, auswärtige Verpflegung Fr. 48.00, Versicherung/Kommunikation 

Fr. 100.00 (angefochtener Entscheid, E. 2.6.4, 2.7.4, 2.8.4, 2.9.4). 

(5) Grundbetrag Fr. 400.00, Wohnkostenanteile Fr. 500.00, KVG/VVG Fr. 129.00, Fremdbetreuungs-

kosten Fr. 225.00, Schulkosten Fr. 53.00 (angefochtener Entscheid, E. 2.6.6) 

(6) Neu: Grundbetrag. Fr. 600.00 (E. 2.7.6, 2.8.6, 2.9.6). 

 

Weiter erwog die Vorinstanz: Die Parteien hätten die alternierende Obhut 

mit je hälftiger Betreuung vereinbart. An C._____ Barbedarf müsse der Be-

klagte der Klägerin in Phase 1 Fr. 685.00 (Fr. 1'135.00 – Wohnkostenanteil 

 - 7 - 

 

 

Fr. 250.00 – 1/2 Grundbetrag Fr. 200.00) und in Phase 2 Fr. 792.00 

(Fr. 1'342.00 – Fr. 250.00 – Fr. 300.00) zahlen. In den Phasen 3 und 4 

müssten die Parteien im Verhältnis ihrer Überschüsse (unter Berücksichti-

gung der "Matrix") für C._____ Barbedarf aufkommen, so dass der 

Beklagte der Klägerin in Phase 3 Fr. 604.00 (Fr. 1'380.00 – Fr. 250.00 – 

Anteil Klägerin Fr. 226.00 [= 20 % von {Fr. 1'380.00 – Fr. 250.00}] – 

Fr. 300.00) und in Phase 4 Fr. 511.00 (Fr. 1'408.00 – Fr. 250.00 – 

Fr. 347.00 [30 % von {Fr. 1'408.00 – Fr. 250.00} – Fr. 300.00) zahlen 

müsse (angefochtener Entscheid, E. 2.6.9.1, 2.7.9.1, 2.8.9.1, 2.9.9.1). 

 

C._____ Betreuungsunterhalt entspreche in allen Phasen dem 

betreuungsbedingten Manko der Klägerin. 

 

Es wurden sodann die noch zu verteilenden Überschüsse ermittelt: 

 
in CHF Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 

Überschuss Beklagter 1'805.00 1'844.00 

-Ausgleich Manko Klägerin / 

Betreuungsunterhalt 

492.00 508.00 --- --- 

+Überschuss Klägerin --- --- 383.00 934.00 

-anteiliger Barbedarf 

C._____des Beklagten 

685.00 792.00 604.00 511.00 

Zu verteilender Überschuss 628.00 544.00 1'623.00 2'267.00 

 

Diese Überschüsse wurden wie folgt nach grossen und kleinen Köpfen auf 

die Parteien (je 40 %) und C._____ (20 %) aufgeteilt (angefochtener 

Entscheid, E. 2.6.9.3, 2.7.9.3, 2.8.9.3, 2.9.9.3): 

 
in CHF Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 

Klägerin / Beklagter 251.00 218.00 649.00 907.00 

C._____ 126.00 108.00 325.00 453.00 

 

Dies ergab folgenden vom Beklagten für C._____ zu bezahlenden 

Gesamtunterhalt (angefochtener Entscheid, E. 2.6.9.3, 2.7.9.3, 2.8.9.3, 

2.9.9.3): 

 
in CHF Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 

Anteil Barbedarf 685.00 792.00 604.00 511.00 

Überschussanteil 126.00 108.00 325.00 453.00 

Betreuungsunterhalt 492.00 508.00 -- --- 

Gesamtunterhalt 1'303.00 1'408.00 929.00 964.00 

 

Für die Klägerin ermittelte die Vorinstanz folgenden persönlichen Unterhalt 

(angefochtener Entscheid, E. 3): 

 
in CHF Phase 1 * Phase 2* Phase 3 ** Phase 4 ** 

Überschussanteil = Unterhalt 251.00 218.00 --- --- 

     

Familienrechtliches Existenz-

minimum 

  3'680.00 3'920.00 

+ Überschussanteil   649.00 907.00 

 - 8 - 

 

 

- eigenes Einkommen   4'063.00 4'854.00 

Unterhalt   266.00 < 0 

 

* Phasen mit Manko der Klägerin 

** Phasen mit Überschüssen der Klägerin 

 

4. 

4.1. 

Nach der zweistufigen Methode (vgl. BGE 147 III 293, 147 III 308, 147 III 

265) werden die vorhandenen Ressourcen (effektive oder hypothetische 

Einkommen [vgl. E. 5.1.2 und E. 5.2.2 unten]) auf die beteiligten 

Familienmitglieder dahingehend verteilt, dass in einer bestimmten Reihen-

folge (Barunterhalt, Betreuungsunterhalt, ehelicher und nachehelicher Un-

terhalt, Volljährigenunterhalt) das betreibungsrechtliche bzw. bei genügen-

den Mitteln das sog. familienrechtliche Existenzminimum der Beteiligten 

gedeckt und alsdann ein verbleibender Überschuss nach der konkreten Si-

tuation ermessensweise verteilt wird (BGE 147 III 265 E. 7.1 bis 7.3). Im 

Mankofall ist dem Unterhaltsschuldner das betreibungsrechtliche Existenz-

minimum zu belassen (BGE 135 III 66).  

 

Bei der Bedarfsermittlung bzw. der Ermittlung des gebührenden Unterhalts 

sind als Ausgangspunkt die Richtlinien für die Berechnung des betrei-

bungsrechtlichen Existenzminimums zu verwenden. Bei Kindern ist in Ab-

weichung davon je ein (bei den Wohnkosten des Obhutsinhabers abzuzie-

hender) Wohnkostenanteil einzusetzen (bei alternierender Obhut partizi-

piert das Kind an den Wohnkosten beider Elternteile, weshalb bei beiden 

Parteien Wohnkostenanteile zu berücksichtigen sind [Urteil des Bundesge-

richts 5A_743/2017 vom 22. Mai 2017 E. 5.2.5]) und sind im Übrigen auch 

die Fremdbetreuungskosten zu berücksichtigen. Diese beiden Positionen 

sowie die in den Richtlinien genannten Zuschläge (relevant für das Kind: 

Krankenkassenprämien, Schulkosten, besondere Gesundheitskosten) sind 

zum Grundbetrag hinzuzurechnen. Soweit es die finanziellen Mittel zulas-

sen, ist jedoch der gebührende Unterhalt zwingend auf das sog. familien-

rechtliche Existenzminimum - wozu sowohl bei den Elternteilen als auch 

bei den Kindern [vgl. BGE 147 III 457 E. 4.2.3.5] typischerweise die Steuern 

gehören, ferner eine Kommunikations- und Versicherungspauschale - zu 

erweitern, auf welches diesfalls Anspruch besteht (vgl. BGE 147 III 265 

E. 7.1 bis 7.3). Von einer solchen Aufteilung kann und muss aufgrund der 

besonderen Konstellation im Einzelfall abgewichen werden, wobei im Urteil 

stets zu begründen ist, aus welchen Gründen die Regel zur Anwendung 

gebracht oder davon abgewichen wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

5A_52/2021 vom 25. Oktober 2021 E. 7.2).   

 

Zum Vorgehen bei der Erweiterung des betreibungsrechtlichen auf das fa-

milienrechtliche Existenzminimum führt das Bundesgericht in BGE 147 III 

265 E. 7.3 u.a. aus, es sei etappenweise vorzugehen, indem "z.B. in einem 

ersten Schritt allseits die Steuern berücksichtigt werden und dann auf bei-

 - 9 - 

 

 

den Seiten eine Kommunikations- und Versicherungspauschale eingesetzt 

wird etc.". Steuern sind gesetzliche Verpflichtungen, denen grundsätzlich 

nachzukommen ist, weshalb dafür, soweit es möglich ist, die nötigen Mittel 

bereitzustellen sind, bevor Auslagen berücksichtigt werden, die von den 

Beteiligten gesteuert werden können. In Fällen mit einem die Steuern nicht 

deckenden Überschuss über das betreibungsrechtliche Existenzminimum 

sind deshalb Beträge für die Steuern einzusetzen, mit denen sich der Über-

schuss auf null reduziert. Dabei sollten die Einbussen gleichmässig auf die 

Familienmitglieder verteilt werden. Nach den Steuern werden Kosten kom-

men, die in der Gegenwart anfallen und deren Nichtberücksichtigung spür-

bare Folgen für die Familienmitglieder hätte. Überobligatorische Kranken-

versicherungsprämien z.B. gehören dagegen eher zum Wunschbedarf, zu-

mal die obligatorische Krankenversicherung in der Regel eine angemes-

sene medizinische Versorgung im Krankheitsfall gewährleistet (AESCHLI-

MANN/BÄHLER/SCHWEIGHAUSER/STOLL, Berechnung des Kinderunterhalts – 

Einige Überlegungen zum Urteil des Bundesgerichts 5A_311/2019 vom 

11. November 2020, in: FamPra.ch S. 221 ff., S. 258; vgl. dazu auch NYF-

FELER, Der Volljährigenunterhalt – Voraussetzungen, Bemessung und 

Durchsetzung, 2023, N. 581 Ziff. 3 und N. 579 Ziff. 4). 

 

4.2. 

Nach der Konzeption des Gesetzgebers sind Eheschutzmassnahmen auf 

eine Dauer von maximal zwei bis drei Jahren ausgelegt (vgl. MAIER/VET-

TERLI, in: Kommentar zum Familienrecht, Scheidung [FamKomm.], 4. Aufl. 

2023, N. 1b zu Vorbem. zu Art. 175 bis 179 ZGB). Vorliegend scheint es 

insbesondere mit Blick auf die vage Einkommenssituation der Parteien (vgl. 

E. 5 unten) nicht als angebracht, einen Zeitraum von über sechs Jahren im 

Eheschutzentscheid zu regeln. Die vorinstanzliche Phase 4 (ab 1. Dezem-

ber 2029) ist deshalb von Amtes wegen zu streichen (vgl. E. 1 oben). 

 

5. 

5.1. 

5.1.1. 

Der Klägerin rechnete die Vorinstanz gestützt auf das Schulstufenmodell 

(BGE 144 III 481) und den Medianwert gemäss SALARIUM (für eine Ver-

käuferin im Detailhandel ohne abgeschlossene Berufsausbildung und ohne 

Kaderfunktion) die folgenden hypothetischen, monatlichen Nettoeinkom-

men an: In den Phasen 1 und 2 (50 %-Pensum) Fr. 1'977.00, in Phase 3 

(80 %-Pensum) Fr. 3'163.00 und in Phase 4 (100 %-Pensum) Fr. 3'954.00. 

Hinzu kamen jeweils Fr. 900.00 Mietzinseinnahmen (angefochtener Ent-

scheid, E. 2.6.1, 2.7.1, 2.8.1 und 2.9.1).  

 

Der Beklagte hält diese Berechnung der Erwerbseinkommen für "nicht 

nachvollziehbar". Eine 37-jährige Verkaufskraft (Hilfsverkäuferin, unterneh-

mensinterne Ausbildung) im Detailhandel, ohne Kaderfunktion, bei einer 

Vollzeitstelle mit 0 Jahren Diensterfahrung, verdiene gemäss dem Lohn-

 - 10 - 

 

 

rechner SALARIUM einen Medianlohn von monatlich Fr. 4'749.00 und ge-

mäss dem SGB-Lohnrechner (unter Berücksichtigung der seit 2020 erwar-

teten und aufgerechneten Lohnerhöhung) einen Durchschnittslohn von 

Fr. 5'210.00. Es rechtfertige sich daher, der Klägerin einen monatlichen 

Nettolohn von Fr. 4'500.00 (100 %-Pensum) resp. Fr. 2'250.00 (50 %-Pen-

sum) hypothetisch anzurechnen. Die Klägerin solle momentan beim 

D._____, im E._____, arbeiten. Sie habe sich darüber auszuweisen (Beru-

fung, S. 7 f.). 

 

5.1.2. 

Hinsichtlich der hypothetisch erzielbaren Einkommen (vgl. E. 5.2.2 unten) 

sind solche konkret, z.B. auf der Basis von statistischen Erhebungen oder 

anderen Quellen, zu erheben. In der Praxis gelangen der Lohnrechner 

SALARIUM des Bundesamtes für Statistik (https://online-ser-

vices.admin.ch/service/salarium-statistischer-lohnrechner), der Nationale 

Lohnrechner des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO (https://entsen-

dung.admin.ch/Lohnrechner), der Lohnrechner des Schweizerischen Ge-

werkschaftsbundes SGB (www.lohnrechner.ch), die Empfehlungen des 

einschlägigen Branchenverbandes, allgemeinverbindliche Gesamtarbeits-

verträge und das jährlich erscheinende LOHNBUCH der Volkswirtschaftsdi-

rektion des Kantons Zürich zur Anwendung (vgl. BGE 137 III 122 E. 3.2; 

Urteile des Bundesgerichts 5A_129/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.2.1, 

5A_994/2018 vom 29. Oktober 2019 E. 6.2.2, 5A_435/2019 vom 19. De-

zember 2019 E. 4.1.2, 5A_899/2019 vom 17. Juni 2020 E. 2.2.2, 

5A_311/2019 vom 11. November 2020 E. 3.2, 5A_112/2020 vom 28. März 

2022 E. 5.6, 5A_745/2022 vom 31. Januar 2023 E. 3.2, 5A_231/2023 / 

5A_237/2023 vom 15. November 2023 E. 6.1). Alle drei vorerwähnten 

Lohnrechner beruhen auf dem Datensatz der Lohnstrukturerhebung (LSE) 

2020 des Bundesamtes für Statistik BFS (zu den Unterschieden 

vgl. www.lohnrechner.ch/home/method). Es ist nicht willkürlich, auf einen 

sich aus verschiedenen Grundlagen ergebenden Mittelwert abzustellen, da 

es keine bestimmte oder gar ausschliessliche Erhebungsart gibt, welche 

Grundlage für die Bestimmung eines hypothetischen Einkommens bilden 

kann. In erster Linie muss das Vorgehen nachvollziehbar sein und auf ob-

jektiven Kriterien bzw. auf geeigneten Erhebungsmethoden beruhen (Urteil 

des Bundesgerichts 5A_231/2023 / 5A_237/2023 vom 15. November 2023 

E. 6.2). 

 

5.1.3. 

Die Klägerin ist gelernte […] (act. 5, 48/2), wobei unstrittig ist, dass sie beim 

F._____ gearbeitet hat und im Zeitpunkt der vorinstanzlichen 

Entscheidfällung auf der Suche nach einer Stelle im Verkaufsbereich war 

(angefochtener Entscheid, E. 2.6.1; act. 50/2). Zu den vom Beklagten 

ermittelten Bruttolöhnen ist das Folgende festzustellen: Zieht man von dem 

vom Beklagten gestützt auf den SALARIUM-Lohnrechner berechneten 

(Median) Betrag von Fr. 4'749.00 (Berufungsbeilage 4) die Arbeitnehmer-

http://www.lohnrechner.ch/home/method

 - 11 - 

 

 

beiträge an die Sozialversicherungen (inkl. PK-Beiträge rund 13 %) ab, 

ergibt sich ein monatlicher Nettolohn von ca. Fr. 4'130.00 (inkl. 13. Monats-

lohn). Reduziert man den von ihm gestützt auf den SGB-Lohnrechner er-

mittelten (Median) Bruttolohn von Fr. 5'210.00 (Berufungsbeilage 5) um die 

Sozialabzüge, verbleiben monatlich netto rund Fr. 4'530.00 (inkl. 13. Mo-

natslohn). Der Durchschnitt dieser beiden Beträge ergibt Fr. 4'330.00. Bei 

statistischen Erhebungen ist zwar grundsätzlich auf den Medianlohn abzu-

stellen. Weil aber das Gericht bei der Unterhaltsfestsetzung den Einzelfall 

zu entscheiden hat und nicht einen statistischen Durchschnitt, ist der auf-

grund des statistischen Rechners ermittelte Lohn nach unten oder nach 

oben anzupassen, sofern der konkret zu beurteilende Fall Besonderheiten 

aufweist, die bei den Regressanalysen für den Lohnrechner nicht berück-

sichtigt wurde, z.B. längere Arbeitslosigkeit, Fremdsprache als Mutterspra-

che usw. (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 5A_435/2019 vom 19. De-

zember 2019 E. 4.1.2). Die Klägerin ist fremdsprachig resp. "der Ortsspra-

che nicht mächtig" (act. 63); an der vorinstanzlichen Verhandlung musste 

denn auch ein Dolmetscher beigezogen werden (act. 46 ff.). Dies lässt ver-

muten, dass die Klägerin im Verkauf weniger als den Medianlohn wird er-

zielen können. Im Lichte des weiten richterlichen Ermessens in Unterhalts-

sachen (vgl. BGE 134 III 577 E. 4) ist demzufolge im Ergebnis keine feh-

lerhafte Ermessensausübung darin zu erblicken, dass die Vorinstanz bei 

der Klägerin von einem hypothetischen monatlichen Nettoeinkommen von 

Fr. 3'954.00 für ein 100 %-Pensum (und einem entsprechend proportional 

tieferen bei einem 50 resp. einem 80 %-Pensum) ausgegangen ist. Einzig 

aufgrund der Spekulationen des Beklagten, wonach die Klägerin momen-

tan beim D._____, im E._____, arbeiten soll, drängen sich im vorliegenden 

Summarverfahren, wo das Beweismass auf Glaubhaftmachung (E. 1 oben) 

beschränkt ist, keine weiteren Beweiserhebungen auf. 

 

5.2. 

5.2.1. 

Zum Einkommen des Beklagten erwog die Vorinstanz: Er arbeite in der 

Vermögensverwaltung (G._____ AG), wobei sein Lohn laut eigenen 

Angaben variabel ausgestaltet sei. Da der Geschäftsgang in dieser Bran-

che schwierig vorauszusehen sei, sei von einem Durchschnittseinkommen 

auszugehen. Im Jahr 2020 habe der Beklagte im Monatsdurchschnitt 

Fr. 9'167.00, im Jahr 2021 Fr. 5'815.00 und im Jahr 2022 Fr. 3'099.00 ver-

dient. Aktuell rechne er (da er wieder zwei Kunden verloren habe) mit 

durchschnittlich Fr. 2'000.00/Monat. Daraus resultiere ein monatliches 

Durchschnittseinkommen 2020 - 2023 von Fr. 5'020.00 (angefochtener 

Entscheid, E. 2.6.3, 2.7.3. 2.8.3, 2.9.3). 

 

Der Beklagte wendet ein, diese Berechnung berücksichtige die von ihm in 

R._____ ausgeübte Tätigkeit. Dieses "wirtschaftliche Umfeld" stehe ihm 

nicht mehr zur Verfügung. Seit er im Jahre 2022 in die Schweiz zurückge-

kehrt sei, habe er als gelernter Banker und Vermögensverwalter mit mehr 

 - 12 - 

 

 

als 25-jähriger Berufserfahrung nicht mehr an der Front auftreten können. 

Er unterliege faktisch einem Berufsverbot, solange […] Eintragung bestehe. 

Gemäss diesen für Finanzinstitute massgeblichen Informationen sei er im 

[…] durch das […] verurteilt worden (Berufungsbeilage 7); das Urteil sei 

nicht rechtskräftig. Über diese Vorgänge habe H._____ am tt.mm.jjjj infor-

miert; diese Informationen seien heute noch über Google frei zugänglich 

(Berufungsbeilage 8). Er sei auf einer Schwarzen Liste verzeichnet. Die 

Umstände genügten, um ihn von der bisherigen beruflichen Tätigkeit als 

Banker in der Schweiz auszuschliessen. Er finde in der Schweiz als Banker 

und Vermögensverwalter keine neue Anstellung. Die bisherige Tätigkeit für 

G._____ AG habe "aufgrund des Eintrags im I._____-Verzeichnis und der 

damit einhergehenden sehr beschränkten Möglichkeiten per Ende Juni 

2023 beendet werden" müssen. Seither sei er arbeitslos. Er bemühe sich 

intensiv um eine neue Anstellung. Er sei sehr sprachgewandt (fliessend in 

Schrift und Sprache: […]). Entsprechend breitgefächert seien die 

Arbeitsbemühungen. Bisher sei er bei der J._____ (ab 2024) für temporäre 

Einsätze und als […] nicht über einen Zwischenverdienst hinausgekom-

men. Er verdiene heute und bestimmt auch in näherer Zukunft weniger als 

monatlich netto Fr. 2'100.00 (Berufung, S. 9 ff.). 

 

Für die Berechnung des Unterhaltsbeitrages ist grundsätzlich auf das tat-

sächlich erzielte Einkommen abzustellen. Ein höheres Einkommen darf an-

gerechnet werden (sog. hypothetisches Einkommen), wenn die Erzielung 

eines solchen sowohl zumutbar als auch möglich ist (BGE 143 III 233 

E. 3.2); wo die reale Möglichkeit einer Steigerung der Einkünfte fehlt, muss 

eine solche (grundsätzlich; bei Rechtsmissbrauch vgl. BGE 143 III 233) 

ausser Betracht bleiben (BGE 128 III 4 E. 4a). Kriterien zur Beurteilung der 

Möglichkeit und Zumutbarkeit der Erzielung eines höheren Einkommens 

sind namentlich der Ausbildungsgrad, das Alter und der Gesund-

heitszustand des Unterhaltspflichtigen sowie die Arbeitsmarktsituation 

(Urteil des Bundesgerichts 5A_955/2017 vom 3. Mai 2018 E. 3.4.2). Die 

Gründe für die Einkommensverminderung sind für die Anrechnung eines 

hypothetischen Einkommens grundsätzlich unbeachtlich; auch bei unver-

schuldeter Einkommensverminderung kann ein solches angerechnet wer-

den (Urteil des Bundesgerichts 5A_1008/2018 vom 28. Juni 2019 E. 5.2.2). 

Unterstellt das Gericht einer Partei ein hypothetisches Einkommen, weil sie 

eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, wieder aufnehmen oder ausweiten 

muss, was eine Umstellung der Lebensverhältnisse verlangt, ist ihr (sei 

diese Unterhaltsgläubiger oder Unterhaltsschuldner) zwar grundsätzlich 

eine angemessene Frist einzuräumen (vgl. BGE 129 III 417 E. 2.2), um sich 

auf die neue Situation einzustellen. War der Unterhaltspflichtige hingegen 

bereits vollzeitlich erwerbstätig und kam er seiner bereits bestehenden 

Unterhaltspflicht nach, gibt es keinen Grund, ihm eine Anpassungszeit zur 

Umstellung seiner Lebensverhältnisse zu gewähren (Urteil des 

Bundesgerichts 5A_553/2020 vom 16. Februar 2021 E. 5.2.1; Entscheid 

der 5. Zivilkammer des Obergerichts ZSU.2021.146 vom 4. April 2022 

 - 13 - 

 

 

E. 6.2). Vielmehr muss der Unterhaltspflichtige alles in seiner Macht 

Stehende tun und insbesondere seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit 

voll ausschöpfen, um seiner Unterhaltspflicht weiterhin nachkommen zu 

können (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_253/2020 vom 25. März 2021 

E. 3.1.2, 5A_692/2012 vom 21. Januar 2013 E. 4.3).  

 

5.2.2. 

Vorliegend vermag der diesbezüglich beweisbelastete Beklagte (Art. 8 

ZGB) nicht glaubhaft (E. 1 oben) zu machen, dass er nicht in der Lage 

wäre, im relevanten Zeitraum ab Juli 2023 das ihm vorinstanzlich ange-

rechnete Einkommen (Fr. 5'020.00) zu erzielen. An die Ausnutzung der Er-

werbskraft eines Unterhaltspflichtigen im Verhältnis zu seinem minderjäh-

rigen Kind sind besonders hohe Anforderungen zu stellen und ein freiwilli-

ger Verzicht auf Einkommen hat für die Festsetzung von Unterhaltsleistun-

gen bzw. deren Abänderbarkeit unbeachtlich zu bleiben (vgl. BGE 137 III 

118 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts 5A_806/2016 vom 22. Februar 2017 

E. 3.2, 5A_78/2019 vom 25. Juli 2019 E. 3.2.2.2). Die Tatsache, dass der 

Beklagte nachweislich arbeitslos ist und - bis auf die (nicht näher dokumen-

tierten) Stellen im Zwischenverdienst - trotz entsprechender Bemühungen 

keine Stelle gefunden hat, ist kein Beweis dafür, dass es ihm als erst rund 

[…]-jährigem Mann tatsächlich nicht möglich ist, eine Erwerbstätigkeit 

– vorliegend eine zu einem monatlichen Nettoeinkommen von 

Fr. 5'020.00 – zu finden, wie der Beklagte das Gericht glauben machen 

möchte. Die im Zusammenhang mit der Arbeitslosenversicherung gelten-

den Kriterien können nicht unbesehen übernommen werden. So dürfen 

auch Erwerbsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden, die keine abge-

schlossene Berufsausbildung erfordern und sich im Tieflohnbereich befin-

den (BGE 137 III 121 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts 5A_337/2022 vom 

8. November 2022 E. 3.1, 5A_983/2021 / 5A_1020/2021 vom 20. Oktober 

2022 E. 4.4.3, 5A_702/2020 vom 21. Mai 2021 E. 3.3, 5A_994/2018 vom 

29. Oktober 2019 E. 6.2.7, 5A_996/2018 vom 29. Oktober 2019 

E. 4.3.2.2). Der Bezug der Arbeitslosenentschädigung seit August 2023 

kann im vorliegenden Kontext daher allenfalls als Indiz gewertet werden, 

dass der Beklagte tatsächlich und unfreiwillig arbeitslos ist und sich per-

sönlich um Arbeit bemüht (BGE 143 III 617 E. 5.2). Es können daraus aber 

auch im Rahmen des vorliegenden summarischen Verfahrens keine defini-

tiven Schlüsse über das vom Beklagten erzielbare Einkommen gezogen 

werden. Von einer "weit gefächerten" Stellensuche des Beklagten kann so-

dann keine Rede sein; die überwiegende Anzahl seiner dokumentierten 

Suchbemühungen, die überdies erst den Zeitraum ab dem 3. August 2023 

beschlagen (obwohl der Beklagte angeblich seit Ende Juni 2023 arbeitslos 

sein soll und er zudem nicht behauptet, sein Arbeitsverhältnis sei fristlos 

aufgelöst worden) betrifft den Finanzsektor, in welchem der Beklagte aktu-

ell keine reellen Chancen sieht (Berufungsbeilage 11). Der Beklagte be-

zeichnet sich als "sehr sprachgewandt", er beherrsche […] fliessend in 

Schrift und Sprache. Es ist ihm denn auch offensichtlich (schon mit der 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=5A_1020%2F2021&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-III-617%3Ade&number_of_ranks=0#page617

 - 14 - 

 

 

zweiten diesbezüglichen Bewerbung) gelungen, eine Anstellung bei der 

J._____ und auch Einsätze als […] zu finden. Weshalb der Beklagte seine 

Arbeitsbemühungen nicht in diesen Bereichen intensiviert resp. sich schon 

früher bei […] oder bei [..] beworben hat, und seine Stellensuche statt-

dessen - trotz seines angeblichen "faktischen Berufsverbots" - auf eine 

Anstellung im Finanzbereich fokussiert hat, ist nicht nachvollziehbar. 

Gemäss dem SBG-Lohnrechner verdient ein […] im Alter des Beklagten in 

der Region Nord-West-Schweiz monatlich brutto Fr. 7'830.00 (Median), so 

dass das vorinstanzlich im angerechnete Einkommen von netto 

Fr. 5'020.00 jedenfalls durchaus als realistisch erscheint, auch wenn man 

berücksichtigt, dass der Beklagte über keine […] und keine Berufser-

fahrung verfügt. So beträgt etwa auch der Medianlohn für eine allgemeine 

Bürokraft im Grosshandel im Kanton Aargau ohne Kaderfunktion und nur 

mit obligatorischem Schulabschluss im Alter des Beklagten (0 Dienstjahre) 

gemäss SBG-Lohnrechner Fr. 5'900.00 brutto bzw. ca. Fr. 5'130.00 netto. 

 

6.  

6.1. 

Beim Beklagten ging die Vorinstanz von Wohnkosten von Fr. 1'520.00 aus 

(Nettomietzins Fr. 1'350.00, Nebenkosten Fr. 140.00), von welchen für 

C._____ (praxisgemäss) ein Wohnkostenanteil von Fr. 250.00 abgezogen 

wurde. Die Fr. 80.00 für die Garage wurden mangels Kompetenzcharakter 

des Fahrzeugs nicht berücksichtigt; der Beklagte habe angegeben, dass er 

grundsätzlich im Homeoffice arbeite und nur an einem Tag pro Woche mit 

dem Zug zur Arbeitsstelle in S._____ fahre (angefochtener Entscheid, 

E. 2.6.4). Im Zusammenhang mit den Berufsauslagen erwog die 

Vorinstanz, der Beklagte löse für seine wöchentliche Fahrt nach S._____ 

jeweils Einzeltickets, wofür monatlich (Basis Halbtax-Abo) rund Fr. 78.00 

anzurechnen seien. Für die vier Tage monatlich in S._____ wurden für die 

auswärtige Verpflegung Fr. 48.00 eingesetzt. Der Beklagte veranschlagt in 

seiner Berufung in seinem Bedarf unkommentiert wieder (implizit) den Miet-

zins von Fr. 80.00 für die Garage (Berufung, S. 12 f.), was keine substanti-

ierte Auseinandersetzung mit der Begründung im angefochtenen Entscheid 

darstellt (E. 1 oben). Bei Anrechnung eines hypothetischen Einkommens 

sind dem Beklagten aber nicht bloss die von der Vorinstanz für die Home-

office-Situation eingesetzten, sondern hypothetische Berufsauslagen ein-

zusetzen (vgl. anstelle vieler: Entscheid der 5. Zivilkammer des Oberge-

richts ZSU.2022.6 vom 30. Mai 2022 E. 7.3). Diese sind ermessensweise 

auf insgesamt Fr. 300.00 zu veranschlagen unter der Annahme, dass der 

Beklagte, wie bisher, mit dem öffentlichen Verkehrsmittel an seinen (hypo-

thetischen) Arbeitsort gelangen kann. 

 

Die Vorinstanz berücksichtigte im Bedarf des Beklagten keine Krankenver-

sicherungsprämien; er habe keine Belege eingereicht (angefochtener Ent-

scheid, E. 2.6.4). Gemäss seiner als Berufungsbeilage 6 eingereichten 

"Korrigierte[n] Prämienrechnung" der K._____ vom 30. Juni 2023, welche 

 - 15 - 

 

 

aufgrund der Zulässigkeit von Noven (E. 1 oben) berücksichtigt werden 

kann, beträgt die monatliche Krankenkassenprämie des Beklagten im vor-

liegend relevanten Zeitraum ab Juli 2023 Fr. 265.60 (KVG: Fr. 263.60; 

VVG: Fr. 2.00). Per 1. Januar 2024 hat sich seine Krankenkassenprämie 

zwar auf Fr. 314.15 (KVG: Fr. 312.15; VVG: Fr. 2.00) erhöht, und entgegen 

seiner Darstellung nicht (wegen einer angeblichen Erhöhung der 

Franchise) reduziert (Berufung, S. 13; Berufungsbeilagen 6 [korrigierte 

Prämienrechnung vom 30. Juni 2023] und 14 [Prämienrechnung vom 

14. Dezember 2023]). Da allerdings auch die Prämien der Klägerin gestie-

gen sein dürften, ist auch beim Beklagten die Prämienerhöhung nicht zu 

berücksichtigen. C._____ Prämienerhöhung um Fr. 14.35 per Januar 2024 

(Berufungsbeilage 14; KVG: Fr. 107.10; VVG: Fr. 35.25) ist vernachlässig-

bar. 

 

6.2. 

Die steuerpflichtige Partei hat die Höhe der Steuerlast (vgl. E. 4.1 oben) zu 

behaupten und sie trägt hierfür die Beweislast (Urteile des Bundesge-

richts 5A_304/2013 vom 1. November 2013 E. 6.2.2 und 5A_936/2022 

vom 8. November 2023 E. 5.1.2). Die Vorinstanz hat im Detail dargelegt, 

wie sie die berücksichtigten Steuern (vgl. E. 3 oben) gestützt auf den Steu-

erkalkulator des Bundes ermittelt hat (angefochtener Entscheid, E. 2.6.7, 

2.7.7, 2.8.7). Dagegen vermag der Beklagte mit seinen eigenen Schätzun-

gen, welche keine substantiierte Auseinandersetzung mit den detaillierten, 

vorinstanzlichen Ausführungen darstellen (E. 1 oben), nicht aufzukommen. 

 

7. 

7.1. 

Die (primär zu deckenden) betreibungsrechtlichen Existenzminima der Ver-

fahrensbeteiligten (vgl. E. 4.1 oben) präsentieren sich wie folgt: 

 
In CHF Phase 1 Phase 2 Phase 3 

Klägerin 3'130.00 (1) 3'256.00 (2) 

Beklagter 3'184.00 (3) 

C._____ 1'276.00 (4) 1'476.00 (5) 

Total 7'590.00 7'790.00 7'916.00 

 
(1) Grundbetrag Fr. 1'350.00, Wohnkosten Fr. 1'200.00, Arbeitsweg Fr. 100.00 auswärtige Verpfle-

gung Fr. 110.00 [vgl. E. 3 oben]; nur KVG Fr. 370.00 (vgl. Beilage 7 zur Stellungnahme des Be-

klagten vom 27. März 2023) 

(2) Neu: Arbeitsweg Fr. 160.00, auswärtige Verpflegung Fr. 176.00 [vgl. E. 3 oben] 

(3) Grundbetrag Fr. 1'350.00, Wohnkosten Fr. 1'270.00 (E. 3 oben); nur KVG Fr. 263.60 [Berufungs-

beilage 7; E. 6.1 Abs. 2 oben); Berufsauslagen Fr. 300.00 (vgl. E. 6.1 Abs. 1 oben) 

(4) Grundbetrag Fr. 400.00, Wohnkostenanteile Fr. 500.00, Fremdbetreuungskosten Fr. 225.00, 

Schulkosten Fr. 53.00 (vgl. E: 3 oben); nur KVG Fr. 98.20 (Berufungsbeilage 7; E. 6.1 Abs. 2 

oben). 

(5) Neu: Grundbetrag Fr. 600.00 (vgl. E. 3 oben). 

 

7.2. 

Nach Deckung der vorstehenden Existenzminima verbleiben von den Ge-

samteinkommen der Verfahrensbeteiligten von Fr. 8'097.00 in den Phasen 

 - 16 - 

 

 

1 und 2 (Beklagter Fr. 5'020.00 [vgl. E. 5.2 oben], Klägerin Fr. 2'877.00 [vgl. 

E. 5.1 oben], C._____ Fr. 200.00 [vgl. E. 5.1 oben]) resp. Fr. 9'283.00 in 

der Phase 3 (Klägerin neu Fr. 4'063.00 [vgl. E. 5.1 oben]) folgende Über-

schüsse: 

 
In CHF Phase 1 Phase 2 Phase 3 

Gesamteinkommen 8'097.00 9'283.00 

Betreibungsrechtliche 

Existenzminima 

7'590.00 7'790.00 7'916.00 

Gesamtüberschuss 507.00 307.00 1'367.00 

 

In Phase 1 können die Steuern von insgesamt Fr. 487.00 (Klägerin 

Fr. 90.00, Beklagter Fr. 369.00, C._____ Fr. 28.00; vgl. E. 3 oben) mit dem 

Überschuss (Fr. 507.00) gedeckt werden. Der Rest (Fr. 20.00) ist den Par-

teien anteilig je zur Hälfte mit Fr. 10.00 als Kommunikations- und Versiche-

rungspauschale zu belassen. Es verbleibt kein Überschuss. In Phase 2 

reicht der Überschuss (Fr. 207.00) nur zur anteiligen Deckung der Steuern 

von total Fr. 471.00 (Klägerin Fr. 106.00, Beklagter Fr. 330.00, C._____ 

Fr. 35.00; vgl. E. 3 und 6.3 oben). Er ist der Klägerin zu 23 % resp. mit 

Fr. 71.00, dem Beklagter zu 70 % resp. mit Fr. 215.00 und C._____ zu 7 % 

resp. mit Fr. 24.00 zuzuweisen. In Phase 3 reicht der Überschuss 

(Fr. 1'367.00) zur Deckung der Steuern von insgesamt Fr. 678.00 (Klägerin 

Fr. 275.00, Beklagter Fr. 330.00, C._____ Fr. 73.00; vgl. E. 3 und 6.3 

oben). Der Rest (Fr. 689.00) ist mit je Fr. 100.00 (vgl. E. 3 oben) den 

Parteien als Versicherungs- und Kommunikationspauschale und im 

Übrigen mit Fr. 48.50 der Klägerin, mit Fr. 2.00 dem Beklagten und mit 

Fr. 30.55 C._____ zur Deckung der VVG-Krankenkassenprämien 

zuzuweisen (vgl. Beilage 7 zur Stellungnahme des Beklagten vom 27. März 

2023, Berufungsbeilage 7). 

 

Der in Phase 3 noch verbleibende Rest (Fr. 407.95.00) ist nach dem Kopf-

prinzip (vgl. E. 4.1 oben) zu je 40 % mit Fr. 163.00 den Parteien resp. zu 

20 % mit Fr. 82.00 Iker zuzuweisen. 

 

7.3. 

Es ergeben sich folgende (gerundete) familienrechtlichen Existenzminima 

(betreibungsrechtliches Existenzminimum + [anteilige] Steuern in allen 

Phasen + [anteilige] Versicherungs- und Kommunikationspauschale in den 

Phasen 1 und 3 + VVG-Prämien in der Phase 3): 

 
In CHF Phase 1 Phase 2 Phase 3 

Klägerin 3'230.00 

(3'130.00 + 90.00 + 

10.00) 

3'201.00 

(3'130.00 + 71.00) 

3'680.00 

(3'256.00 + 275.00 + 

100.00 + 48.50) 

Beklagter 3'563.00 

(3'184.00 + 369.00 + 

10.00) 

3'399.00 

(3'184.00 + 215.00 

3'616.00 

(3'184.00 + 330.00 + 

100.00 + 2.00) 

C._____ 1'304.00 

(1'276.00 + 28.00) 

1'500.00 

(1'476.00 + 24.00) 

1'580.00 

(1'476.00 + 73.00 + 

30.55) 

 - 17 - 

 

 

8. 

8.1. 

Für C._____ resultiert ein (ungedeckter) Barunterhaltsbedarf von 

Fr. 1'104.00 (Phase 1; Fr. 1'304.00 – Kinderzulage Fr. 200.00), 

Fr. 1'300.00 (Phase 2; Fr. 1'500.00 – Fr. 200.00) und Fr. 1'467.00 (Phase 

3; Fr. 1'580.00 + Überschussanteil Fr. 87.00 – Fr. 200.00). 

 

8.2. 

Grundsätzlich sorgen beide Elternteile, ein jeder nach seinen Kräften, für 

den in Form von Pflege, Erziehung und Geld zu erbringenden Kinderunter-

halt (Art. 276 Abs. 1 und 2 ZGB). Dies gilt an sich auch für den gesamten 

Geldunterhalt (gemäss Art. 285 Abs. 1 und 2 ZGB). Soweit die Eltern ge-

trennt leben, wird praktisch relevant, wer an wen welchen Geldbetrag zu 

entrichten hat. Betreuen die Eltern ein Kind unter ihrer alternierender Obhut 

je hälftig, ist die finanzielle Leistungsfähigkeit der Eltern das ausschliessli-

che Kriterium für die Aufteilung des Barunterhalts auf die Eltern, denn dies-

falls tragen sie gleichermassen durch Pflege und Erziehung zum Unterhalt 

des Kindes bei, sodass sie auch beide gleichermassen nach Massgabe ih-

rer Leistungsfähigkeit für den Barbedarf des Kindes aufzukommen haben 

(BGE 147 III 265 E. 5.5; Urteile des Bundesgerichts 5A_727/2018 vom 

22. August 2019 E. 4.3.2.3 und 5A_855/2021 vom 27. April 2022, in: 

FamPra.ch 3/2022 Nr. 48 S. 728 f.). Verfügen beide Elternteile über einen 

Überschuss, so haben sie somit bei alternierender Obhut zu gleichen Tei-

len im Verhältnis der Überschüsse zueinander für den Barbedarf des Kin-

des aufzukommen. Sinnvoll ist es dabei, auf das Verhältnis der Über-

schüsse (Einkommen abzgl. familienrechtlicher, angemessener Grundbe-

darf) bei beiden Unterhaltspflichtigen abzustellen (SCHWEIGHAUSER, in: 

FamKomm., a.a.O., N. 49 zu Art. 285 ZGB; FOUNTOULAKIS, in: Basler Kom-

mentar zum Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, N. 24 zu Art. 285 ZGB; BÄH-

LER, Unterhaltsrechnungen – von der Methode zu den Franken, FamPra.ch 

2015, S. 282; vgl. auch die [für den Fall einseitiger Obhut] berücksichtigten 

Parameter in BGE 147 III 265 E. 8.3). Verbleibt nur einem Elternteil ein 

Überschuss, muss dieser – ungeachtet der alternierenden Obhut – unter 

Wahrung seines eigenen betreibungsrechtlichen Existenzminimums (vgl. 

E. 4.1 Abs. 1 oben) alleine für den Barbedarf des Kindes aufkommen. Be-

steht bei einem Elternteil ein Überschuss und beim anderen Elternteil ein 

Manko, so ist zusätzlich zum Barunterhalt auch Betreuungsunterhalt ge-

schuldet (Urteil des Bundesgerichts 5A_743/2017 vom 22. Mai 2019 

E. 5.3.2; Entscheid der 5. Zivilkammer des Obergerichts ZSU.2023.138 

vom 26. November 2024 E. 6.1). 

 

In den Phasen 1 und 2 verfügt die Klägerin über ein Manko (Einkommen 

[E. 5.1 oben] - familienrechtliches Existenzminimum [E. 7.3 oben]). In 

Phase 1 beträgt es Fr. 353.00 (Fr. 2'877.00 – Fr. 3'230.00) und in Phase 2 

Fr. 324.00 (Fr. 2'877.00 – Fr. 3'201.00). Der Anspruch auf Betreuungsun-

terhalt setzt voraus, dass die betreuende Person ihre Lebenshaltungskos-

 - 18 - 

 

 

ten nicht aus eigenen Mitteln decken kann (vgl. BGE 144 III 377) und dass 

das Manko mit der Kinderbetreuung zusammenhängt (vgl. HARTMANN, Be-

treuungsunterhalt – Überlegungen zur Methode der Unterhaltsberechnung, 

in: ZBJV 02/2017 [Band 153], S. 101). Dass diese Voraussetzungen bei der 

Klägerin erfüllt sind, ist unbestritten. Der Beklagte hat der Klägerin für 

C._____ damit Betreuungsunterhalt von Fr. 353.00 in Phase 1 resp. 

Fr. 324.00 in Phase 2 zu bezahlen. 

 

Die Klägerin kann sich in den Phasen 1 und 2 aufgrund ihrer Mankos (vgl. 

oben) nicht an C._____ (ungedecktem) Barunterhaltsbedarf von 

Fr. 1'104.00 in Phase 1 resp. Fr. 1'300.00 in Phase 2 (vgl. E. 8.1 oben) 

beteiligen. Für diesen hat allein der Beklagte, der in allen Phasen über 

Überschüsse verfügt (vgl. E. 5.2 und E. 7.3 oben), aufzukommen (E. 4.1 

Abs. 1 oben), entweder, indem er ihn direkt trägt oder durch Zahlung von 

Kinderunterhalt an die Klägerin (vgl. die nachfolgende E. 8.3). Für C._____ 

(ungedeckten) Barunterhaltsbedarf in Phase 3 von Fr. 1'467.00 (vgl. E. 8.1 

oben) haben die Parteien zufolge alternierender Obhut zu je 50 % im 

Verhältnis ihrer Überschüsse (Klägerin Fr. 383.00 [Fr. 4'063.00 – 

Fr. 3'680.00], Beklagter Fr. 1'404.00 [Fr. 5'020.00 – Fr. 3'589.00]) zueinan-

der aufzukommen, d.h. die Klägerin zu 21 % (Fr. 383.00 / [Fr. 383.00 + 

Fr. 1'404.00]) mit Fr. 308.00 und der Beklagte zu 79 % (Fr. 1'404.00 / 

[Fr. 383.00 + Fr. 1'404.00]) mit Fr. 1'159.00. 

 

8.3. 

Da die bei den beiden Elternteilen jeweils tatsächlich anfallenden direkten 

Kinderkosten in der Regel unterschiedlicher Höhe sind, bedarf es bei alter-

nierender Obhut weiter einer Feststellung darüber, wer welche Auslagen 

für das Kind trägt und wer für das Kind bestimmte Leistungen i.S.v. 

Art. 285a ZGB bezieht. So haben beide Eltern - grundsätzlich jeweils im 

Umfang ihrer Betreuungsanteile - Auslagen für Positionen, welche durch 

den Grundbetrag des Kindes gedeckt sind (Nahrung, Kleidung, Hygienear-

tikel usw.). Ferner kommen beide für den Anteil des Kindes an ihren eige-

nen Wohnkosten auf. Demgegenüber bezahlt üblicherweise bloss ein El-

ternteil die Rechnungen für (vernünftigerweise) nicht teilbare Barauslagen 

wie Krankenkassenprämien und Drittbetreuungskosten. Auch die Kinder-

zulagen, welche vom Bedarf des Kindes abzuziehen sind, bezieht nur ein 

Elternteil. Diesen Besonderheiten ist bei der Festsetzung des Barunter-

haltsbeitrages Rechnung zu tragen (Urteile des Bundesgerichts 

5A_952/2019 vom 2. Dezember 2020 E. 6.3.1 und 5A_743/2017 vom 

22. Mai 2019 E. 5.4.3). Soweit sich die Eltern über die direkte Tragung bzw. 

Bezahlung der genannten Rechnungen für Barauslagen nicht geeinigt ha-

ben, setzt die gerichtliche Anordnung von Zahlungen von einem Elternteil 

an den anderen voraus, dass auch gerichtlich geregelt wird, welcher Eltern-

teil diese Kosten zu bezahlen hat. Ergibt sich, dass der eine Elternteil tat-

sächlich mehr leistet (während der laufenden Obhutsausübung anfallende 

und direkt getragene Kosten sowie zusätzliche, nicht unmittelbar im Verlauf 

 - 19 - 

 

 

der Obhutsausübung anfallende Zahlungen), als er entsprechend den 

massgeblichen Kriterien tragen müsste, hat der andere Elternteil an ihn 

eine entsprechende Ausgleichszahlung zu leisten. Diese ist als Unterhalts-

beitrag festzusetzen (vgl. anstelle vieler: Entscheid der 5. Zivilkammer des 

Obergerichts ZSU.2023.138 vom 26. Februar 2024 E. 6.3.1). 

 

In Phase 1 leistet der Beklagte an C._____ Unterhalt (E. 8.2 Abs. 3 oben) 

bereits Fr. 250.00 Wohnkosten und Fr. 200.00 Grundbetrag (E. 3 und 

E. 7.1 oben), und er bezahlt offensichtlich (vgl. die Adressierung in Beru-

fungsbeilage 14) auch C._____ Krankenkassenprämie von Fr. 98.20 

(E. 7.1 und 7.2 oben). Zusammenfassend hat der Beklagte der Klägerin an 

C._____ Barunterhalt somit noch (gerundet) Fr. 556.00 (Fr. 1'104.00 

[E. 8.1 oben] – Fr. 250.00 – Fr. 200.00 – Fr. 98.20) zu bezahlen. 

 

In Phase 2 leistet der Beklagte an C._____ Unterhalt (E. 8.2 Abs. 3 oben) 

bereits Fr. 250.00 Wohnkosten und Fr. 300.00 Grundbetrag (E. 3 und 

E. 7.1 oben), und er bezahlt offensichtlich (vgl. oben) auch C._____ 

Krankenkassenprämie von Fr. 98.20 (E. 7.1 und 7.2 oben). 

Zusammenfassend hat der Beklagte der Klägerin an C._____ Barunterhalt 

somit noch (gerundet) Fr. 652.00 (Fr. 1'300.00 [E. 8.1 oben] – Fr. 250.00 – 

Fr. 300.00 – Fr. 98.20) zu bezahlen. 

 

An seinen anteiligen Unterhalt für C._____ in Phase 3 leistet der Beklagte 

bereits Fr. 250.00 Wohnkosten und Fr. 300.00 Grundbetrag (vgl. E. 3 

oben), und er bezahlt offensichtlich (vgl. oben) C._____ 

Krankenkassenprämien von Fr. 128.75 (vgl. E. 7.1 und 7.2 oben). Zudem 

ist ihm C._____ Überschussanteil von Fr. 82.00 (vgl. E. 7.2 oben a.E.) zur 

Hälfte mit Fr. 41.00 zuzuweisen. Zusammenfassend hat der Beklagte der 

Klägerin an C._____ Barunterhalt somit noch (gerundet) Fr. 439.00 

(Fr. 1'159.00 [E. 8.2 Abs. 3 oben] – Fr. 250.00 – Fr. 300.00 – Fr. 128.75 - 

Fr. 41.00) zu bezahlen. 

 

8.4. 

Zusammenfassend hat der Beklagte der Klägerin folgende Beträge (zzgl. 

Kinderzulage) an C._____ Unterhalt zu bezahlen: 

 

Phase 1:  Fr. 909.00 (davon Fr. 353.00 Betreuungsunterhalt) 

Phase 2:  Fr. 976.00 (davon Fr. 324.00 Betreuungsunterhalt) 

Phase 3:  Fr. 439.00 (nur Barunterhalt) 

 

8.5. 

In den Phasen 1 und 2 verbleibt kein Raum für Ehegattenunterhalt (kein zu 

verteilender Überschuss [vgl. E. 7.2 oben]). In der Phase 3 hat der Beklagte 

der Klägerin einen persönlichen Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 88.00 

zu bezahlen (familienrechtliches Existenzminimum Fr. 3'680.00 + Über-

 - 20 - 

 

 

schussanteil Fr. 163.00 + Anteil Kinderunterhalt C._____ Fr. 308.00 [E. 8.2 

Abs. 3 oben] – Einkommen Fr. 4'063.00). 

 

8.6. 

In teilweiser Gutheissung der Berufung des Beklagten (Kinderunterhalt 

Phase 3; Ehegattenunterhalt) resp. in Anwendung der Offizialmaxime 

(Art. 296 Abs. 3 ZPO) (Kinderunterhalt Phasen 1 und 2 sowie Kinder- und 

Ehegattenunterhalt gemäss der vorinstanzlichen Phase 4) ist der angefoch-

tene Entscheid entsprechend anzupassen. 

 

9. 

In Dispositiv-Ziffer 1.2 ordnete die Vorinstanz an, dass sich die Parteien an 

ausserordentlichen Kinderkosten (z.B. schulische Förderungsmassnah-

men, Zahnkorrekturen, Sehhilfen, etc.), über welche sich die Parteien vor-

gängig verständigt haben, je zur Hälfte beteiligen (soweit nicht Dritte, ins-

besondere Versicherungen, für diese Kosten aufkommen). Bei Uneinigkeit 

trage die veranlassende Person die Kosten. Zur Begründung wurde erwo-

gen, die Parteien hätten die alternierende Obhut mit je hälftigen Betreu-

ungsanteilen vereinbart (angefochtener Entscheid, E. 2.10). Der Beklagte 

verlangt (implizit) die Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 1.2 (vgl. E. 2 oben). 

Da er dieses Begehren allerdings mit keinem Wort begründet resp. er sich 

mit der diesbezüglichen Begründung im angefochtenen Entscheid nicht 

auseinandersetzt, ist diesbezüglich auf seine Berufung nicht einzutreten. 

 

10. 

Die obergerichtliche Spruchgebühr von Fr. 2'000.00 (Art. 95 Abs. 1 lit. a 

ZPO, Art. 96 ZPO i.V.m. §§ 3 Abs. 1, 8 und 11 Abs. 1 VKD) wird den Par-

teien ausgangsgemäss je zur Hälfte mit Fr. 1'000.00 auferlegt (Art. 106 

Abs. 2 ZPO). Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

1.1. 

In teilweiser Gutheissung der Berufung des Beklagten bzw. von Amtes we-

gen werden die Dispositiv-Ziffern 1.1 und 2 des Entscheids des Bezirksge-

richts Q._____, Präsidium des Familiengerichts, vom 23. August 2023 auf-

gehoben und stattdessen durch folgende Bestimmungen ersetzt: 

 

1. 
1.1. 
Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau an den Unterhalt von C._____ 
ab 5. Juli 2023 monatlich vorschüssig, jeweils zuzüglich Kinderzulagen, 
folgende Beiträge bezahlen: 
 

 - 21 - 

 

 

bis 30. November 2023 (Phase 1)    Fr. 909.00 
(davon Fr. 353.00 Betreuungsunterhalt)  
 
ab 1. Dezember 2023 bis 31. Juli 2026 (Phase 2)  Fr. 976.00 
(davon Fr. 324.00 Betreuungsunterhalt)  
 
ab 1. August 2026 bis 30. November 2029 (Phase 3)  Fr. 439.00  
(nur Barunterhalt)  
 
1.2. 
[unverändert] 
 
2. 
Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau an ihren persönlichen Unter-
halt monatlich vorschüssig zu bezahlen: 
 
ab 5. Juli 2023 bis 30. November 2023    Fr. 0.00 
ab 1. Dezember 2023 bis 31. Juli 2026   Fr. 0.00 
ab 1. August 2026 bis 30. November 2029   Fr. 88.00 

 

1.2. 

Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Die obergerichtliche Spruchgebühr von Fr. 2'000.00 wird den Parteien je 

zur Hälfte mit Fr. 1'000.00 auferlegt. Sie wird mit dem vom Beklagten in 

identischer Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet (Art. 111 Abs. 1 

ZPO), so dass die Klägerin dem Beklagten direkt Fr. 1'000.00 zu ersetzen 

hat (Art. 111 Abs. 2 ZPO). 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

[…]   

  

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In vermögensrechtlichen 

Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert in arbeits- und miet-

rechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen übrigen Fällen mindestens 

Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- und Nachlassrichters (Art. 44 

Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

 - 22 - 

 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf die 

sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Der Streitwert des kantonalen Verfahrens beträgt über Fr. 30'000.00. 

 

 
   

Aarau, 17. April 2024 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 5. Kammer 

Der Präsident:    Der Gerichsschreiber: 

 

 

 

Holliger     Hess