# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e04a02a-960e-5d81-b5fb-c6a3d635f24b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 05.03.2014 ZK1 2014 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2014-20_2014-03-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 05. März 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 14 20 07. März 2014

(Mit Urteil 5A_230/2014 vom 20. März 2014 ist das Bundesgericht auf die gegen 
diesen Entscheid erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Schlenker und Michael Dürst
Aktuar ad hoc Decurtins

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer,

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 18. Februar 2014 wurde X._____ durch Dr. med. 
A._____, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, gestützt auf Art. 426 und Art. 429 
ZGB in der Psychiatrischen Klinik B._____ fürsorgerisch untergebracht. Grund 
dafür war die plötzliche Verschlechterung seiner bekannten paranoiden Schizo-
phrenie. Gemäss Dr. med. A._____ bedürfe X._____ ärztlicher Behandlung, wel-
che mangels Krankheitseinsicht nicht ambulant erfolgen könne. Zudem belaste er 
seine Umgebung mit seinen Verhaltensauffälligkeiten (insbesondere mit seinen 
exhibitionistischen Zügen) über das tragbare Mass hinaus. Die fürsorgerische Un-
terbringung sollte gemäss Antrag von Dr. med. A._____ für die Dauer von vier 
Wochen erfolgen.

B. Gegen diese ärztliche Einweisungsverfügung erhob X._____ (nachfolgend 
Beschwerdeführer) am 19. Februar 2014 beim Kantonsgericht von Graubünden 
Rekurs (recte: Beschwerde). In fünf verschiedenen handschriftlichen Schreiben im 
selben Umschlag (zweimal Rekurs sowie drei Anhänge zum Rekurs) brachte er 
seinen Wunsch zum Ausdruck, dass er entlassen werden möchte und verwies 
ohne ersichtlichen Zusammenhang nacheinander auf Staatsanwalt Fontana, die 
Regierungsräte Rathgeb und Trachsel, Staatsanwalt Capaul sowie auf den Poli-
zeikommandanten von Tirano, Pietro del Simone. Dr. Marcel Engelmayer und 
Rechtsanwalt Oskar Müller sollten gemäss Vermerk am Ende dieser Schreiben 
jeweils eine Kopie erhalten. Am 20. Februar 2014 reichte der Beschwerdeführer 
einen weiteren Anhang zum Rekurs nach, welcher unverständliche Ausführungen 
im Zusammenhang mit dem Paracelsus-Spital in Richterswil und den Verweis auf 
den Zürcher Staatsanwalt Dr. Ulrich Weder beinhaltete.

C. Mit Schreiben vom 20. Februar 2014 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts die Psychiatrische Klinik B._____ um einen kurzen 
Bericht zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung 
sowie zur Notwendigkeit eines weiteren Verbleibs in der Klinik und forderte gleich-
zeitig die wesentlichen Patientenakten an. Gemäss dem Bericht der Psychiatri-
schen Dienste Graubünden vom 21. Februar 2014 habe sich der Beschwerdefüh-
rer bei seiner Einweisung leicht ungepflegt sowie motorisch unruhig, nervös, miss-
trauisch, leichtgradig gereizt, im Gedankengang sprunghaft, eingeengt, vorbeire-
dend und in der Konzentration eingeschränkt präsentiert. Fragen zu psychotischen 
Symptomen habe er nicht beantwortet. Es bestehe keine Krankheits- und Behand-
lungseinsicht. Da eine weitere Verschlechterung der Psychose und damit selbst-

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gefährdende Handlungen zu befürchten gewesen seien, wurde am 20. Februar 
2014 eine Behandlung ohne Zustimmung des Betroffenen nach Art. 434 ZGB an-
geordnet. Den entsprechenden Behandlungsplan sowie die schriftliche Anordnung 
der "Behandlung ohne Zustimmung" legte die Klinik ihrem Bericht vom 21. Februar 
2014 bei. Aktuell seien weniger einschneidende Massnahmen als ein Aufenthalt 
auf der geschlossenen Station mit kontinuierlicher medikamentöser Behandlung 
nicht ersichtlich.

D. Gegen diese angeordnete Behandlung reichte der Beschwerdeführer am 
20. Februar 2014 beim Kantonsgericht von Graubünden eine erneute Beschwerde 
ein. Darin beantragte er, keine Injektionen und Psychopharmaka gegen seinen 
Willen mehr verabreicht zu erhalten. In weiteren Schreiben vom 21., 24. und 25. 
Februar 2014 stellte er den Antrag, jederzeit Ausgang zu bekommen, verwies auf 
Bundesrichter Fonjallaz, welcher bestätigen könne, dass er keine psychische 
Krankheiten habe, und beantragte erneut, sofort entlassen zu werden.

E. Gemäss telefonischer Auskunft der Kindes- und Erwachsenenschutzbehör-
de (KESB) Engadin/Südtäler vom 24. Februar 2014 ist ihr der Beschwerdeführer 
bekannt. Ein Dossier werde über ihn jedoch nicht geführt, da er – obwohl er als 
Absender seiner Schreiben an das Kantonsgericht stets die Adresse C._____ an-
gegeben habe – seinen offiziellen Wohnsitz nicht in Graubünden, sondern an der 
D._____ in O.1_____ habe.

F. Mit prozessleitender Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 
24. Februar 2014 wurde Dr. med. E._____, Facharzt FMH für Psychiatrie und 
Psychotherapie, mit der Begutachtung des Beschwerdeführers gemäss Art. 439 
Abs. 3 in Verbindung mit Art. 450e Abs. 3 ZGB betraut. Das Gutachten sollte sich 
über dessen Gesundheitszustand und die Notwendigkeit der fürsorgerischen Un-
terbringung äussern und insbesondere darlegen, ob und inwiefern ein Behand-
lungsbedarf besteht und mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder 
das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu rechnen ist, wenn eine Be-
handlung oder Betreuung unterbleibt. Des Weiteren sollte Dr. med. E._____ zur 
angezeigten Behandlungsart sowie zur Angemessenheit der von der Klinik 
B._____ angeordneten "Behandlung ohne Zustimmung" äussern. Das entspre-
chende Kurzgutachten von Dr. med. E._____, welches nach einem Besuch des 
Beschwerdeführers in der Klinik B._____ und in Rücksprache mit den behandeln-
den Ärzten vor Ort verfasst worden ist, datiert vom 27. Februar 2014. Darin attes-
tiert er dem Beschwerdeführer eine akute Exazerbation seiner paranoiden Schizo-

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phrenie (ICD-10 F20.0). Der Beschwerdeführer zeige das Zustandsbild einer aus-
geprägten Psychose mit starkem Realitätsverlust, was seine Alltagsbewältigungs-
fähigkeit und auch seine Urteils- und Zurechnungsfähigkeit stark einschränke. Er 
leide insofern an systematisiertem Wahn mit strategisch eigennützigen Anteilen, 
als er meine, dass viele Fachpersonen in seinem Umfeld bestätigen könnten, dass 
er keine Schizophrenie hätte. Bis auf gelegentliche Ausnahmen, in denen er sei-
nen Klinikaufenthalt als zumindest nicht schädlich betrachte, sei keine Krankheits-
einsicht erkennbar. Aufgrund der stark ausgeprägten Symptome bestehe die Ge-
fahr einer sekundären Selbstgefährdung, wobei das Fremdgefährdungspotential 
nicht abschätzbar sei. Obwohl sich der Beschwerdeführer auf der Abteilung ko-
operativ verhalte, erscheine es aus medizinisch/psychiatrischer Sicht als sinnvoll, 
dass er auch gegen seinen Willen therapiert werde. Andernfalls sei es wahr-
scheinlich, dass er nach einer allfälligen Entlassung umgehend wieder in die Klinik 
eingewiesen werden müsse. Dr. med. E._____ schliesst sein Kurzgutachten mit 
der Empfehlung, die fürsorgerische Unterbringung und die stationäre medizinische 
Therapie aufrecht zu erhalten; eine ambulante Therapie sei unter den gegenwärti-
gen Bedingungen nicht empfehlenswert.

G. Am 5. März 2014 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, anlässlich welcher der Be-
schwerdeführer in Bezug auf seine derzeitige Wohn-, Berufs- und Vermögenssi-
tuation, die Einweisung und den Aufenthalt in der Klinik B._____ sowie auf seine 
Perspektiven im Falle einer Entlassung aus der Klinik befragt wurde.

H. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung wie auch auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Ak-
ten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Vorliegend handelt es sich um ein Verfahren, welchem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 429 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 
210) zugrunde liegt sowie um eine angeordnete Behandlung ohne Zustimmung 
nach Art. 434 ZGB. Da das Kantonsgericht in solchen Angelegenheiten die einzige 
kantonale Beschwerdeinstanz ist (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB in Verbindung mit 
Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch [EGzZGB; BR 
210.100]), hat der Beschwerdeführer seine Begehren um gerichtliche Überprüfung 

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der fürsorgerischen Unterbringung sowie der angeordneten Behandlung an der 
hierfür zuständigen Stelle eingereicht.

b) Sowohl gegen eine ärztlich verordnete Einweisung nach Art. 429 Abs. 1 
ZGB wie auch gegen eine ärztlich angeordnete Behandlung einer Person ohne 
deren Zustimmung nach Art. 434 ZGB kann die betroffene oder eine ihr naheste-
hende Person innert 10 Tagen schriftlich das zuständige Gericht anrufen (Art. 439 
Abs. 1 Ziff. 1 und 4 und Abs. 2 ZGB). Eine Begründung ist gemäss Art. 439 Abs. 3 
ZGB, welcher die Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Be-
schwerdeinstanz und damit auch Art. 450e Abs. 1 ZGB für sinngemäss anwend-
bar erklärt, nicht notwendig. Vorliegend wurde die Beschwerdefrist sowohl mit der 
Eingabe vom 19. Februar 2014 betreffend ärztliche Einweisung als auch mit jener 
vom 20. Februar 2014 betreffend Behandlung ohne Zustimmung gewahrt. Da kei-
ne Begründungspflicht besteht und aus beiden Eingaben – trotz falscher Bezeich-
nung der ersten Eingabe als Rekurs – mit hinreichender Klarheit hervorgeht, dass 
der Beschwerdeführer mit der Unterbringung in der Klinik B._____ und der Be-
handlung gegen seinen Willen nicht einverstanden ist, ist auf die frist- und formge-
recht erhobenen Beschwerden einzutreten.

2.a) Wie bereits erwähnt, sieht Art. 439 Abs. 3 ZGB für die gerichtliche Überprü-
fung einer ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe 
Anwendung der Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Be-
schwerdeinstanz (Art. 450a ff. ZGB) vor. Von besonderer Bedeutung ist dabei 
Art. 450e ZGB, der an sich das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines 
durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsent-
scheids behandelt (vgl. dazu sogleich die nachfolgenden Erwägungen). Zu beach-
ten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Ver-
fahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwer-
deinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine ab-
weichenden Vorschriften enthält (Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies 
gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersu-
chungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentra-
len Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in ab-
geschwächter Form – nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf 
die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle 

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Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). Zu erwähnen ist ferner 
der ebenfalls für alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Bestimmun-
gen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) als subsidiär an-
wendbar erklärt, soweit die Kantone nichts anderes bestimmen. Von letzterer 
Möglichkeit wurde im Kanton Graubünden kein Gebrauch gemacht. Vielmehr ver-
weist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB ebenfalls auf die Zivilprozessordnung als subsidiär 
anwendbares Recht sowie auf die entsprechende kantonale Einführungsgesetz-
gebung (Einführungsgesetz zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; 
BR 320.100]). In Art. 60 Abs. 3 EGzZGB wird des Weiteren klargestellt, dass die 
Bestimmungen der ZPO über den Fristenstillstand sowie über neue Tatsachen 
und Beweismittel keine Anwendung finden. Dass im Verfahren der gerichtlichen 
Beurteilung von fürsorgerischen Unterbringungen Noven unbeschränkt zuzulassen 
sind und das Gericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde zu legen hat, 
wie er sich im Zeitpunkt der Urteilsfällung präsentiert, ergibt sich im Übrigen auch 
aus dem Grundsatz der Prozessökonomie (Thomas Geiser/Mario Etzensberger, 
in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 
2012, N 40 zu Art. 439 ZGB). Aus Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 Ziff. 4 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 
0.101) ergibt sich schliesslich, dass das Gericht sowohl die Tat- als auch die 
Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft und ihm von Bundes-
rechts wegen volle Kognition zukommt. Weil die Vorinstanz nicht zwingend eine 
Behörde sein muss, sondern – wie im vorliegenden Fall – auch ein Arzt sein kann, 
hat das Gericht die Sache endgültig zu entscheiden und diese nicht an die Vor-
instanz zu neuer Entscheidung zurückzuweisen. Das Rechtsmittel ist mithin refor-
matorisch. Das Urteil lautet entweder auf Aufhebung oder Aufrechterhaltung der 
Massnahme, wobei das Gericht die Massnahme aber auch abändern kann, indem 
es die betroffene Person beispielsweise in eine andere Einrichtung einweist. Allen-
falls kann sich auch eine Überweisung an die zuständige Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde für weitere Abklärungen und die Anordnung zusätzlicher Mass-
nahmen aufdrängen. Zur Sicherstellung der gebotenen Fürsorge kann in einem 
solchen Fall die Entlassung auch aufgeschoben werden, bis die zuständige 
Behörde die für ein Leben ausserhalb der Anstalt notwendigen Anordnungen ge-
troffen hat (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 39 und 41 zu Art. 439 ZGB).

b) Gemäss dem aufgrund des Verweises in Art. 439 Abs. 3 ZGB sinngemäss 
anwendbaren Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den Ent-
scheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein 

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Gutachten eingeholt werden. Das Gutachten muss von einer unabhängigen, im 
laufenden Verfahren noch nicht involvierten sachverständigen Person erstellt wer-
den und in dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Ver-
fahren stellenden Fragen äussert (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu 
Art. 439 ZGB und Ruth E. Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB sowie BGE 137 III 
289 E. 4.4 f. und Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, 
jeweils noch zum bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des 
Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem am 27. Februar 
2014 erstatteten Kurzgutachten von Dr. med. E._____, Facharzt FHM für Psychia-
trie und Psychotherapie, welcher den Beschwerdeführer gleichentags in der Klinik 
B._____ persönlich untersuchte und auch die Einweisungsverfügung von Dr. med. 
A._____ sowie den Bericht der Psychiatrischen Dienste Graubünden konsultierte, 
wurde dieser Vorschrift Genüge getan.

c) Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB schreibt vor, dass die gerichtliche Beschwer-
deinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören muss, was 
faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(vgl. Christof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, 
N 848 f.). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 5. März 
2014 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3. Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärzte und Ärztinnen 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat die Ärztin oder der Arzt die betroffe-
ne Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 
ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-
nen Angaben auszuhändigen (Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Was die verfahrens-
rechtlichen Anforderungen angeht, kann vorab festgehalten werden, dass der an-
gefochtene Unterbringungsentscheid des anordnenden Arztes, Dr. med. A._____, 
diesen zu genügen vermag. So geht aus dem Entscheid selber hervor, dass der 
Beschwerdeführer vom vorerwähnten Arzt persönlich untersucht und angehört 
worden ist. Alsdann enthält der entsprechende Entscheid die gemäss Art. 430 
Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. Schliesslich war Dr. med. 
A._____ als im Kanton Graubünden zur selbständigen Berufsausübung zugelas-
sener Arzt gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a  EGzZGB in Verbindung mit Art. 22 der 

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Verordnung zum Kindes- und Erwachsenenschutz (KESV; BR 215.010) zur An-
ordnung der Unterbringung in der Klinik B._____ legitimiert.

4.a) Eine Person, welche an einer psychischen Störung oder an geistiger Be-
hinderung leidet oder verwahrlost ist, darf gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Absatz 2). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Absatz 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 vor 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betrof-
fenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu: Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend ge-
nannten (Bernhart, a.a.O., N 262; Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 12 zu Art. 426 
ZGB; Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, Erwach-
senenschutz, Bern 2013, N 34 zu Art. 426 ZGB) Schwächezustände: psychische 
Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist so-
dann eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behand-
lung bzw. Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der Person die nötige 
Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung 
bzw. Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt 
ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1; 5A_346/2013 vom 17. Mai 2013 E. 1.2). 
Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem 
Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine fürsorge-
rische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der 
Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer sol-
chen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, 
wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den ange-
strebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 
ZGB).

b) Aufgrund des Gutachtens von Dr. med. E._____, welcher sich nebst einer 
persönlichen Konsultation zulässigerweise auch auf die Einweisungsverfügung 

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von Dr. med. A._____ vom 18. Februar 2014 sowie die Einschätzungen der be-
handelnden Ärzte stützte, steht fest, dass der Beschwerdeführer an einer paranoi-
den Schizophrenie (ICD-10 F20.0) leidet. Dieses Krankheitsbild stellt eine psychi-
sche Störung im Sinne der gesetzlichen Bestimmung von Art. 426 Abs. 1 ZGB dar 
(vgl. Bernhart, a.a.O., N 285 ff.). Aus dem Bericht der Klinik B._____ vom 21. Fe-
bruar 2014 geht hervor, dass der Beschwerdeführer wegen seiner Schizophrenie 
schon mehrmals auf der geschlossenen Abteilung der psychiatrischen Univer-
sitätsklinik F._____ in O.1_____ hospitalisiert gewesen sei. Eine akute Ver-
schlechterung dieser Schizophrenie führte denn auch zur Einweisung durch Dr. 
med. A._____. Beim Eintritt in die Klinik B._____ am 18. Februar 2014 seien aus-
geprägte formale Denkstörungen festgestellt worden und der Beschwerdeführer 
habe unter anderem leicht ungepflegt, motorisch unruhig, nervös, misstrauisch 
und leicht gereizt gewirkt. Zudem habe er jegliche Krankheitseinsicht vermissen 
lassen, was die Gefahr von selbstgefährdenden Handlungen erhöhe. Diese Ein-
schätzung bestätigte sich anlässlich der persönlichen Konsultation durch Dr. med. 
E._____ vom 27. Februar 2014: Der Beschwerdeführer habe sich im formalen 
Denken umständlich, sprunghaft, eingeengt und perseverierend auf den Aspekt, 
die Klinik schnell verlassen und einer unklaren Arbeit nachgehen zu müssen, prä-
sentiert und sei auffällig inkohärent und vorbeiredend gewesen. Obwohl keine 
Zwänge, Phobien oder Sinnestäuschungen festzustellen gewesen seien, habe es 
Hinweise für systematisierten Wahn mit strategisch eigennützigen Anteilen gege-
ben. So meine er, dass viele Fachpersonen in seinem Umfeld bestätigen könnten, 
dass er nicht unter Schizophrenie leide. In seinem Gutachten kommt Dr. med. 
E._____ entsprechend zum Schluss, dass der Beschwerdeführer nach wie vor 
unter einer ausgeprägten Psychose mit starkem Realitätsverlust leide, was seine 
Alltagsbewältigungsfähigkeit und auch seine Urteils- und Zurechnungsfähigkeit 
stark einschränke. Diesen Eindruck hinterliess der Beschwerdeführer auch ge-
genüber dem Kantonsgericht; dies nicht nur aufgrund seiner zahlreichen Schrei-
ben zwischen dem 19. und 25. Februar 2014, sondern auch aufgrund seines Auf-
tretens anlässlich der Hauptverhandlung vom 5. März 2014. Zu gewissen Fragen 
des Vorsitzenden, insbesondere in Bezug auf den Grund und den Ablauf seiner 
Einweisung, vermochte der Beschwerdeführer gar nicht zu antworten, und auch im 
Allgemeinen äusserte sich der Beschwerdeführer selten schlüssig zu einer ihm 
gestellten Frage. Vielmehr fokussierte er sich auf seine mitgebrachten Dokumente 
wie etwa sein Schreiben an den Prefetto di Sondrio und auf Ausführungen zu ei-
nem Gremium, welches seine psychische Unversehrtheit bestätigen könne. So-
wohl in seinen Schreiben wie auch anlässlich der mündlichen Befragung nahm er 

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ständig Bezug auf Fachpersonen wie Staatsanwälte, Politiker und Richter, was die 
im Gutachten festgestellten systematisierten Wahnvorstellungen eindeutig 
bestätigte. Zudem kam er sehr oft und meist ohne ersichtlichen Zusammenhang 
auf seine berufliche Situation zu sprechen. Er entwerfe Möbel in einem Ände-
rungs- und Massatelier in O.1_____, welches auf die Reparatur und Reinigung 
von Kleidern spezialisiert sei. Diese Tätigkeit wolle er nach seiner Entlassung aus 
der Klinik B._____ denn auch wieder aufnehmen. Insgesamt bestätigte die Art 
seines Auftretens an der Verhandlung die im Gutachten festgestellten Symptome 
auf eindrückliche Art und Weise und liess erkennen, dass die Psychose noch nicht 
abgeklungen ist.

c) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung resp. Betreuung. In seinem Gutachten attestiert Dr. med. E._____ 
dem Beschwerdeführer zwar, dass dieser sich auf der Abteilung gut lenkbar und 
kooperativ verhalte und dass keine Hinweise für Suizidalität bestünden. Gleichzei-
tig bezweifelt er aber auch, dass der Beschwerdeführer auch ausserhalb der Klinik 
ein tadelloses Verhalten an den Tag legen könne. Diese Einschätzung stützt sich 
unter anderem auch auf die vom einweisenden Arzt beschriebenen exhibitionisti-
schen Verhaltensweisen. Um ihn auf ein eigenständiges Leben ausserhalb der 
Klinik vorzubereiten, sei eine Therapie – auch gegen seinen Willen – aus medizi-
nisch/psychiatrischer Sicht erforderlich. Ohne Behandlung müsste er wohl kurze 
Zeit nach seiner Entlassung wieder eingewiesen werden, was ihn seelisch mehr 
belasten könnte als die aktuelle Therapie in der Klinik B._____.

d) Als weitere Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung darf die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können als durch die 
Einweisung resp. Zurückbehaltung in einer Einrichtung. Weil eine Unterbringung 
stets eine schwerwiegende Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, 
muss sie verhältnismässig sein. Mit anderen Worten muss die Unterbringung in 
einer Einrichtung geeignet sein, den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu er-
füllen, ohne dass eine weniger einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. 
dazu Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Guillod, a.a.O., N 
64 f. zu Art. 426 ZGB). Eine Unterbringung fällt in den Worten der Botschaft zum 
geltenden Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht 
(a.a.O., S. 7062). Als leichtere Massnahme kämen ambulante Massnahmen, 
Nachbetreuung sowie freiwillige Sozialhilfe in Frage. Sowohl aus dem Bericht der 
Klinik B._____ als auch aus dem Gutachten von Dr. med. E._____ geht hervor, 

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dass der Beschwerdeführer eine Krankheits- und Behandlungseinsicht weitgehend 
vermissen lässt. Der fehlende Behandlungswille ergibt sich sodann aus seinen 
Beschwerdeschreiben ans Kantonsgericht vom 20. respektive 24. Februar 2014, 
in welchen er jeweils ausführte, dass er keine Injektionen und Psychopharmaka 
verabreicht bekommen möchte. Auch anlässlich der Hauptverhandlung gab er 
unmissverständlich zu verstehen, dass er die Psychopharmaka – im Gegensatz zu 
den anderen Medikamenten – im Falle einer Entlassung keinesfalls freiwillig ein-
nehmen werde. Sowohl aus dem Bericht der Klinik B._____ wie auch aus der ab-
schliessenden Empfehlung im Kurzgutachten ergibt sich, dass aktuell weniger ein-
schneidende Massnahmen als ein Aufenthalt auf der geschlossenen Station mit 
kontinuierlicher medikamentöser Behandlung nicht denkbar sind.

e) Als letzte kumulative Voraussetzung einer rechtmässigen fürsorgerischen 
Unterbringung fordert Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die nötige 
Behandlung und Betreuung geeignete Einrichtung. Dass die Klinik B._____ der 
Psychiatrischen Dienste Graubünden eine geeignete Einrichtung in diesem Sinne 
darstellt, steht ausser Frage.

f) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB zum Zeitpunkt der Einweisung 
erfüllt waren und nach wie vor erfüllt sind. Die ärztliche Einweisung durch Dr. med. 
A._____ ist damit rechtmässig erfolgt und auch in formeller Hinsicht nicht zu be-
anstanden. Die Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung und die Entlassung 
aus der Klinik kann derzeit nicht gewährt werden. Das Gutachten wie auch die 
persönliche Anhörung haben klar aufgezeigt, dass der Beschwerdeführer aufgrund 
seiner Psychose und starkem Realitätsverlust zum jetzigen Zeitpunkt und in der 
momentanen Verfassung nicht in der Lage ist, seinen Alltag selbständig zu bewäl-
tigen. Vielmehr ist er auf eine regelmässige medikamentöse Behandlung ange-
wiesen ist, welche nur in einem stationären Rahmen sichergestellt werden kann. 
Folglich ist die Beschwerde gegen den ärztlichen Einweisungsentscheid abzuwei-
sen. Jedoch ist darauf hinzuweisen, dass die vorliegende Massnahme gemäss der 
Einweisungsverfügung von Dr. med. A._____ höchstens für vier Wochen (d.h. vor-
liegend bis zum 18. März 2014) aufrechterhalten werden kann. Für eine längere 
Zurückbehaltung des Beschwerdeführers in der Klinik B._____ bedürfte es eines 
neu zu erlassenden Unterbringungsentscheids der hierfür zuständigen KESB. 
Ferner verbleibt dem Beschwerdeführer die Möglichkeit, jederzeit ein Entlas-
sungsgesuch zu stellen (Art. 426 Abs. 4 ZGB). Ein solches Gesuch wird aber nur 
Aussicht auf Erfolg haben, wenn sich der Beschwerdeführer der in der Klinik 

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B._____ angebotenen Behandlung konsequent unterzieht und sich kooperativ 
verhält.

5.a) Da ärztliche Heileingriffe stets eine Verletzung der Persönlichkeit des Pati-
enten darstellen, bedürfen sie eines Rechtfertigungsgrundes in Form einer Einwil-
ligung des Betroffenen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 1 zu Art. 434/435 ZGB). 
Um die notwendige Behandlung einer fürsorgerisch untergebrachten Person si-
cherzustellen, sieht das neue Erwachsenenschutzrecht eine Ausnahme zu diesem 
aus dem privatrechtlichen Persönlichkeitsschutz fliessenden Grundsatz vor: 
Gemäss Art. 434 ZGB kann eine Person, die bezüglich ihrer Behandlungsbedürf-
tigkeit urteilsunfähig ist, ohne ihre Zustimmung behandelt werden, sofern ohne 
Behandlung ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden droht und keine angemes-
sene Massnahme zur Verfügung steht, die weniger einschneidend ist. Eine solche 
Behandlung hat sich stets nach einem vom behandelnden Arzt vorgeschlagenen 
Behandlungsplan zu richten (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 16 zu Art. 434/435 
ZGB). Die Anordnung einer Behandlung ohne Zustimmung der betroffenen Person 
muss durch die Chefärztin oder den Chefarzt der Abteilung in schriftlicher Form 
erfolgen (Art. 434 Abs. 1 ZGB). Eine solche schriftliche Verfügung muss den Pati-
enten und die vorzunehmenden Handlungen genau bezeichnen, eine Begründung 
enthalten und darlegen, inwiefern die Voraussetzungen von Art. 434 ZGB erfüllt 
sind. Zu diesem Zweck kann auch auf den Behandlungsplan verwiesen werden 
(Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 36 ff. zu Art. 434/435 ZGB; Guillod, a.a.O., N 29 f. 
zu Art. 434 ZGB). Zudem ist diese Verfügung mit einer Rechtsmittelbelehrung zu 
versehen und der betroffenen Person durch Aushändigung einer schriftlichen Aus-
fertigung zu eröffnen (Art. 434 Abs. 2 ZGB). Nur wenn sämtliche Voraussetzungen 
von Art. 434 ZGB erfüllt sind, vermag die ärztliche Anordnung ihre Wirkung zu ent-
falten respektive die mit der Behandlung einhergehende Persönlichkeitsverletzung 
zu rechtfertigen.

b) Die besonderen Voraussetzungen gemäss Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1-3 ZGB 
liegen beim Beschwerdeführer gemäss den die Zwangsmedikation anordnenden 
Ärzten insofern vor, als der reine Aufenthalt ohne Behandlung bereits zu einer 
Verschlechterung des Zustandes geführt hat, bei Nichtbehandlung mit einer weite-
ren Verschlechterung der bestehenden Psychose mit Gefahr von selbstgefähr-
denden Handlungen wie auch mit einer Verschlechterung der Prognose zu rech-
nen ist und dank der Behandlung die Dauer des akuten Schubes und des Klinik-
aufenthalts Klinikaufenthalts wahrscheinlich verkürzt werden kann. Mit der auch 
durch den Gutachter für den Fall der Nichtbehandlung prognostizierten Ver-

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schlechterung des psychotischen Zustandes drohe dem Beschwerdeführer dem-
nach ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden. Von der Urteilsunfähigkeit des Be-
schwerdeführers bezüglich seiner Behandlungsbedürftigkeit ist deshalb auszuge-
hen, weil er eine Behandlung trotz intensiver Aufklärung über deren Notwendigkeit 
aus krankheitsbedingten Gründen abgelehnt hat. Des Weiteren sind auch die for-
mellen Anordnungsvoraussetzungen erfüllt. Insbesondere enthält die entspre-
chende Anordnung des Oberarztes Dr. med. F._____ – unter Bezugnahme auf 
den Behandlungsplan vom 20. Februar 2014 – eine Umschreibung der konkreten 
Massnahmen, eine Begründung hinsichtlich der Voraussetzungen sowie eine 
Rechtsmittelbelehrung. Zudem wurde die Anordnungsverfügung dem Beschwer-
deführer am 21. Februar 2014 ausgehändigt.

c) Angesichts des Berichts der Klinik B._____ und des Gutachtens von Dr. 
med. E._____ ist die Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers klar aus-
gewiesen. Da der Beschwerdeführer bezüglich der medizinisch indizierten Be-
handlung die erforderliche Urteilsfähigkeit vermissen lässt und die gesetzlichen 
Voraussetzungen für eine Behandlung ohne Zustimmung erfüllt sind, ist deren An-
ordnung vom 20. Februar 2014 rechtmässig erfolgt. Aufgrund der momentanen 
Verfassung des Beschwerdeführers ist die zwangsweise medizinische Behand-
lung zudem auch weiterhin angezeigt. Damit ist die entsprechende Beschwerde 
abzuweisen.

6. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 5. März 2014 machte der Beschwer-
deführer – wenn er denn überhaupt auf die ihm gestellten Fragen antwortete – 
unter anderem Ausführungen in Bezug auf seine derzeitige Wohn- und Vermö-
genssituation, welche einer eingehenderen Überprüfung bedürfen. So steht seine 
Aussage, seinen Wohnsitz am 6. November 2013 von O.1_____ nach O.2_____ 
verlegt zu haben, im Widerspruch zur telefonischen Auskunft der KESB Enga-
din/Südtäler vom 24. Februar 2014. Auch die Ausführungen des Beschwerdefüh-
rers zu seiner im Jahre 2012 erlangten Erbschaft, welche mehrere Fr. 100'000.-- 
sowie einen "Tresor mit unendlich teurem Schmuck" umfassen soll, sind auf ihren 
Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Sollte sich eine derart umfassende Erbschaft 
tatsächlich bewahrheiten, ist angesichts der mangelnden Alltagsbewältigungs-
fähigkeit die Anordnung einer Beistandschaft nach den Art. 393 ff. ZGB oder eine 
andere Massnahme nach Erwachsenenschutzrecht in Betracht zu ziehen. Insofern 
wird die Leitung der Psychiatrischen Dienste Graubünden angewiesen, die ent-
sprechenden Abklärungen zu treffen und in Zusammenarbeit mit der KESB Enga-
din/Nordbünden nötigenfalls die angezeigten Massnahmen zu ergreifen.

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7. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die Pro-
zesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO der unterliegenden Partei auferlegt. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens in 
Höhe von Fr. 1'500.-- zu Lasten des Beschwerdeführers. Dieser gab anlässlich der 
Hauptverhandlung in Bezug auf seine Vermögensverhältnisse zu Protokoll, dass 
er derzeit kein Erwerbseinkommen erziele, stattdessen aber eine Arbeitslosenren-
te erhalte und im Jahre 2012 eine grosse Erbschaft in Höhe von mehreren 
Fr. 100'000.-- gemacht habe. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde gegen den ärztlichen Unterbringungsentscheid wird abge-
wiesen.

2. Ebenso wird die Beschwerde gegen die ärztlich verordnete Behandlung 
ohne Zustimmung abgewiesen.

3. Die Leitung der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik B._____, wird 
angewiesen, im Sinne der Erwägungen die nötigen Abklärungen zu treffen 
und in Zusammenarbeit mit der KESB Engadin/Südtäler allenfalls entspre-
chende Massnahmen einzuleiten.

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von Fr. 1'500.-- gehen zu 
Lasten von X._____.

5. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzu-
reichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

6. Mitteilung an: