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**Case Identifier:** 81a1660d-a73e-5ebe-a858-628f0870e05f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.05.2018 200 2017 1038
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-1038_2018-05-22.pdf

## Full Text

200 17 1038 IV
KNB/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 22. Mai 2018

Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Oktober 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2018, IV/17/1038, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Nachdem drei frühere Gesuche der 1972 geborenen A.________ (Versi-
cherte bzw. Beschwerdeführerin) zum Bezug von Leistungen der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) von der IV-Stelle Bern (IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) mit Verfügungen vom 17. November 2004, vom 
8. Januar 2008 und vom 18. Februar 2011 abgewiesen worden waren (Ak-
ten der IVB, Antwortbeilage [AB] 21, 56, 78), meldete sich die Versicherte 
im Juni 2013 erneut zum Leistungsbezug bei der IVB an (AB 81). Im Rah-
men der medizinischen Abklärungen ordnete die IVB eine bidisziplinäre 
Begutachtung in den Fachdisziplinen Psychiatrie und Rheumatologie an 
(AB 127), woran sie nach Einwänden seitens der Versicherten (AB 128) mit 
Verfügung vom 2. Juni 2015 (AB 130) festhielt. Die dagegen erhobene Be-
schwerde (AB 133 S. 2 ff.) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
mit Urteil vom 9. November 2015, IV/15/633 (AB 137), gut, soweit darauf 
einzutreten war. Es erachtete eine bloss bidisziplinäre Begutachtung als 
nicht ausreichend und wies die IVB an, eine polydisziplinäre und damit zu-
fallsbasierte MEDAS-Begutachtung im Sinne von Art. 72bis Abs. 1 und 2 der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) in Auftrag zu geben (E. 3.3).

B.

In der Folge beauftragte die IVB unter Beachtung des gesetzlich vorge-
schriebenen Verfahrens die MEDAS C.________ mit der polydisziplinären 
Begutachtung der Versicherten (AB 138 f., 142 f.). In der vom 14. April 
2016 datierenden Expertise attestierten die Gutachter sowohl in der bishe-
rigen als auch in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 60 
% (AB 159.1 S. 50 f. Ziff. 9.1 f.). Mit Vorbescheid vom 6. Dezember 2016 
(AB 173) stellte die IVB die Zusprache einer halben Rente ab dem 1. Au-
gust 2015 bzw. einer Dreiviertelsrente ab dem 1. Juli 2016 in Aussicht. 
Nach dagegen vorgebrachten Einwänden (AB 174) und nach Rücksprache 
mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD [AB 177]) bat die IVB die ME-

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DAS C.________ um Präzisierung des Gutachtens (AB 178). Diese beant-
wortete mit Schreiben vom 29. Juni 2017 (AB 185) die von der IVB gestell-
ten Fragen. Nach erneuter Vorlage der Akten an den RAD (AB 188) teilte 
die IVB der Versicherten mit Schreiben vom 13. Oktober 2017 (AB 195) 
mit, sie erachte eine weitere medizinische Begutachtung in den Fachdiszi-
plinen Psychiatrie und Rheumatologie als notwendig und sie habe die ME-
DAS D.________ damit beauftragt. Die Versicherte zeigte sich hiermit nicht 
einverstanden (AB 198), woraufhin die IVB mit Verfügung vom 27. Oktober 
2017 (AB 199) an der vorgesehenen Begutachtung festhielt.

C.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 29. November 2017 Beschwerde mit den Rechtsbegeh-
ren, die Verfügung vom 27. Oktober 2017 sei aufzuheben und der Invali-
ditätsgrad sei ab dem Zeitpunkt der Gesuchseinreichung auf mindestens 
60 % festzusetzen.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2018 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Bei der angefochtenen Verfügung vom 27. Oktober 2017 (AB 199), welche 
die Anordnung einer medizinischen Expertise zum Inhalt hat, handelt es 
sich, da sie das Administrativverfahren nicht abschliesst, um eine selbst-
ständig eröffnete Zwischenverfügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 
Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]). Solche können unter ande-
rem dann angefochten werden, wenn sie einen nicht wieder gutzumachen-
den Nachteil bewirken können (BGE 132 V 93 E. 6.1 S. 106). Diese An-
fechtbarkeitsvoraussetzung ist für das erstinstanzliche Beschwerdeverfah-
ren in IV-Angelegenheiten zu bejahen, womit die entsprechende Verfügung 
unter Erhebung aller gesetzlich vorgesehenen Rügen rechtlicher und 
tatsächlicher Natur angefochten werden kann (BGE 138 V 271 S. 275 
E. 1.1 und 1.2.1 sowie S. 276 E. 1.2.3, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256). Die 
Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen 
nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Be-
schwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben 
(Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva-
lidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde 
grundsätzlich einzutreten.

Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde insoweit, als die Beschwerdefüh-
rerin die Festsetzung des Invaliditätsgrades ab dem Zeitpunkt der Gesuch-
seinreichung auf mindestens 60 % beantragt (Beschwerde S. 2). Die Be-
stimmung des Invaliditätsgrades bzw. (im Sinne eines Leistungsbegehrens) 
die Festsetzung der Höhe einer allfälligen Invalidenrente bildet nicht Ge-
genstand des vorliegenden Verfahrens, hat doch die Beschwerdegegnerin 
darüber noch gar nicht verfügt. Insofern fehlt es diesbezüglich an einem 
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung 
(BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Zwischenverfügung vom 27. Oktober 
2017 (AB 199). Streitig und zu prüfen ist die Anordnung einer bidiszi-

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plinären Begutachtung in den Fachdisziplinen Rheumatologie und Psychia-
trie.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes 
ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, 
so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den 
Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge ma-
chen (Art. 44 ATSG).

2.2 Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt 
mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art 
der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) so-
wie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht personen-
bezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich 
oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: un-
nötige second opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen). 
Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu äussern 
(BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In einem 
zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person die 
durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und bidis-
ziplinären Expertisen die von ihr ausgewählten Gutachter) und die Namen 
der Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung 
der Sachverständigen kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) 
personenbezogener Einwendungen hinzu (BGE 140 V 507 E. 3.1 S. 510, 

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139 V 349 E. 5.2.2.2 S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 210 E. 3.4.2.7 
S. 257).

2.3 Bei mono- und bidisziplinären Begutachtungen ist im Falle aller 
zulässigen Einwendungen konsensorientiert vorzugehen. Erst wenn eine 
Einigung ausbleibt, ergeht eine (einheitliche) Zwischenverfügung über die 
Beweisvorkehr an sich (Notwendigkeit einer Begutachtung, Beschränkung 
auf eine oder zwei Fachdisziplinen, Bezeichnung der Disziplinen) und die 
Person der Gutachter (BGE 139 V 349 E. 5.2.2.3 S. 356).

2.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.5 Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt 
sich im konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die 
rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Wor-
ten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 
ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert 
abgesprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die 
Schlussfolgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären 
Konsensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvoll-
ziehen und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beur-
teilungen in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind. 
Eine Beweiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Be-
weiswert zuerkennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig 
bezeichnet werden, weil einem weiteren Teil des Gutachtens die Beweis-
kraft fehlt (BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128).

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3.

3.1 Zwischen den Parteien ist umstritten, ob die Verwaltung zu Recht 
eine bidisziplinäre Begutachtung (Fachbereiche Psychiatrie und Rheumato-
logie) durch die MEDAS D.________ angeordnet hat (AB 195 und 199). 
Hierzu führt die Beschwerdeführerin hauptsächlich aus, in den Akten liege 
eine medizinische Beurteilung, welche ihre Gesundheitssituation und dar-
aus ableitend die Arbeits- und Leistungsfähigkeit nachvollziehbar definiere; 
der Rentenentscheid sei gestützt darauf zu treffen (AB 198, Beschwerde S. 
3 f.). Demgegenüber erachtet die Beschwerdegegnerin das Gutachten der 
MEDAS C.________ vom 14. April 2016 (AB 159.1) auch unter Berücksich-
tigung der Stellungnahme vom 29. Juni 2017 (AB 185) als ungenügend für 
die abschliessende Beurteilung des Zumutbarkeitsprofils. Insbesondere 
hätten sich die Teilgutachter der Fachdisziplinen Psychiatrie und Rheuma-
tologie nicht zum Umfang der Arbeitsfähigkeit in ihrem jeweiligen Fachge-
biet geäussert.

3.2 Mit VGE IV/15/633 verpflichtete das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern die Beschwerdegegnerin, anstelle einer bloss bidisziplinären 
Begutachtung eine polydisziplinäre und damit zufallsbasierte MEDAS-
Begutachtung im Sinne von Art. 72bis Abs. 1 und 2 IVV, umfassend die 
Fachbereiche Rheuma-, Neuro- und Psychiatrie, in Auftrag zu geben. Dem 
daraufhin eingeholten Gutachten der MEDAS C.________ vom 14. April 
2016 (AB 159.1) sind die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit zu entnehmen (S. 47 Ziff. 7.1):

- Asthma bronchiale
- Chronisches cervikocephales Schmerzsyndrom mit muskulärer Dys-

balance des Schultergürtels
- multisegmentale degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule

- Chronisches lumbovertebrales Syndrom
- mit spondylogener Ausstrahlung nach rechts, degenerativen Verän-

derungen der Lendenwirbelsäule, Fehlform, Haltungsinsuffizienz
- Femoropatellararthrosen beidseits
- Schulterimpingement links
- Rezidivierende depressive Störung, mittelschwere Episode mit soma-

tischem Syndrom und Somatisierungstendenzen.

Aus allgemeinmedizinscher und internistischer Sicht bestehe keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit. Lediglich von Seiten des Asthmas, das 

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aktuell nicht manifest sei, sollten Arbeitsplätze mit vermehrter Kälte-, Wär-
me- und Staubexposition gemieden werden (S. 19).

In rheumatologischer Hinsicht sei die Versicherte aufgrund der Beschwer-
den im Bereiche des Bewegungsapparates eingeschränkt. Es bestehe eine 
verminderte Belastbarkeit. Für schwere Tätigkeiten bestehe keine Arbeits-
fähigkeit, in der angestammten Tätigkeit als ... sei die Versicherte teilar-
beitsfähig. Das anhaltende Heben und Tragen von schweren Lasten sei 
nicht möglich. Tätigkeiten in anhaltender Zwangshaltung seien ungünstig, 
insbesondere längeres Verharren in vornübergebeugter Haltung (ste-
hend/sitzend). Das anhaltende Heben und Tragen von Gewichten in un-
günstiger Rumpfhaltung sei ungünstig. Wiederholtes Treppenbegehen sei 
zu vermeiden, Arbeiten in kauernder, kniender Stellung seien einge-
schränkt. Wiederholte Über-Kopf-Arbeiten links seien zu vermeiden (S. 29).

Aus neurologischer Sicht ergäben sich spärliche objektiv fassbare Befunde, 
indem eine neurogene Läsion weder an den oberen noch an den unteren 
Extremitäten nachweisbar sei. Sensomotorische Ausfälle seien auch im 
Medianus-Innervationsgebiet beider Hände nicht nachweisbar, bei fehlen-
der Druckdolenz des Nerven am Handgelenk fänden sich geringe Reiz-
symptome mit positivem Phalen-Test beidseits. Zumindest alleine aufgrund 
der neurologischen Befunde resultierten keine relevanten Funktionsstörun-
gen. Diesbezüglich im Vordergrund stünden die Veränderungen des Ach-
senskeletts, so dass die daraus resultierenden Funktionseinschränkungen 
der Beurteilung des rheumatologischen Fachgutachters entsprächen (S. 36 
f.).

Der psychiatrische Gutachter hielt fest, die Versicherte habe bei der Unter-
suchung eine depressive Symptomatik gezeigt, die in ihrem Ausmass einer 
mittelschweren depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierenden de-
pressiven Störung mit somatischem Syndrom und Somatisierungstenden-
zen entspreche. Diagnostisch sei auch eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung zu erwähnen, da aber gleichzeitig eine affektive Störung 
vorliege, dürfte diese Diagnose eher nicht zutreffen. Durch die geschilderte 
psychische Konstellation sei die Versicherte in ihrer psychophysischen Be-
lastbarkeit, ihrer Kraftentfaltung und ihrer Ausdauer deutlich eingeschränkt 
(S. 43 f.).

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Im Rahmen der Konsensbeurteilung hielten die Gutachter fest, in der ange-
stammten Tätigkeit als ... bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 40 %. Die Zu-
nahme der Arbeitsunfähigkeit seit der letzten Begutachtung im Jahre 2010 
begründe sich mit dem Umstand, dass neu beidseitige Femoropatellarar-
throsen, ein Schulterimpingement links sowie eine Zunahme der depressi-
ven Symptomatik hinzugekommen seien. Der Beginn der Arbeitsfähigkeit 
sei, da es sich um einen schleichenden Verlauf handle und eine genauere 
Bestimmung nicht möglich sei, auf das Datum des Gutachtens zu legen. 
Für die Arbeitsfähigkeit als Hausfrau habe sich keine Änderung ergeben, 
zumal die Versicherte diese Tätigkeiten zeitlich frei einteilen könne. Hier 
bestehe nach wie vor eine Arbeitsunfähigkeit von 15 %. Es könnten keine 
alternativen Tätigkeiten unter den Bedingungen der freien Marktwirtschaft 
genannt werden, in welchen die Versicherte eine höhere Arbeitsfähigkeit 
als 40 % zu erzielen vermöge (S. 50 f.).

In der Stellungnahme vom 29. Juni 2017 (AB 185) führten die Gutachter 
aus, für die gleichbleibende Arbeitsfähigkeit in bisheriger und in optimal 
adaptierter Tätigkeit begründe die psychische Verfassung einen Hauptan-
teil der Einschränkung. Diese verhindere aktuell eine vermehrte Leistungs- 
und Arbeitsunfähigkeit (richtig: Arbeitsfähigkeit). Bei der Tätigkeit im Haus-
halt, in gewohnter heimischer Umgebung und bei deutlich vermehrter Mög-
lichkeit der Etappierung und Einteilung der Arbeit falle dies nur geringgradig 
ins Gewicht. Eine Dekonditionierung und psychosoziale Faktoren seien 
auch hier bewusst ausgeklammert geworden. Es gehe nicht an, die Arbeits-
fähigkeit als Hausfrau von 85 % mit einer vergleichbaren Tätigkeit in der 
freien Marktwirtschaft zu vergleichen. Die Versicherte benötige einen er-
höhten Pausenbedarf und sei weitgehend ausserstande, einem Zeit- und 
Leistungsdruck standzuhalten, wie er auch bei Tätigkeiten in der freien 
Marktwirtschaft selbst bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage bestehe.

3.3 Die Beschwerdegegnerin hält in der angefochtenen Verfügung 
vom 27. Oktober 2017 (AB 199) zur Begründung der Notwendigkeit einer 
erneuten Begutachtung sinngemäss fest, dass sich die Teilgutachter der 
MEDAS C.________ in den Fachdisziplinen Psychiatrie und Rheumatolo-
gie nicht zur Höhe der Arbeitsfähigkeit in ihrem jeweiligen Fachgebiet 
geäussert hätten. Dies sei jedoch mit Blick darauf, dass der psychiatrischen 

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Diagnose (rezidivierende depressive Störung, mittelschwere Episode mit 
somatischem Syndrom und Somatisierungstendenzen) in der vorliegenden 
Konstellation kein invalidisierender Charakter zukomme, für die Festlegung 
des Zumutbarkeitsprofils unabdingbar. Hierzu ist das Folgende festzustel-
len:

3.3.1 Der rheumatologische Teilgutachter verneint eine Arbeitsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin für schwere Tätigkeiten, während er in der ange-
stammten Tätigkeit als ... eine Teilarbeitsfähigkeit attestiert, ohne diese 
jedoch hinsichtlich ihrer Ausprägung bzw. des Umfangs genauer zu be-
stimmen (AB 159.1 S. 29). Zur Arbeitsfähigkeit in einer dem rheumatologi-
schen Leiden angepassten Tätigkeit macht er keine Angaben. Der psychia-
trische Teilgutachter äussert sich bezüglich der Arbeitsfähigkeit lediglich 
dahingehend, dass die Beschwerdeführerin in ihrer psychophysischen Be-
lastbarkeit, ihrer Kraftentfaltung und ihrer Ausdauer deutlich eingeschränkt 
sei, wobei sich diese Einschränkung in verschiedenen Bereichen unter-
schiedlich auswirke (AB 159.1 S. 44). Interdisziplinär attestieren die Gut-
achter eine Arbeitsfähigkeit von 40 %, dies sowohl in der bisherigen als 
auch in einer alternativen Tätigkeit (AB 159.1 S. 50), wobei der Hauptanteil 
der Einschränkung durch die psychische Verfassung bedingt sei (AB 185 
S. 3). Insgesamt bleibt damit auch nach der Stellungnahme vom 29. Juni 
2017 (AB 185) – welche vom rheumatologischen Teilgutachter nicht unter-
zeichnet worden ist – unklar, inwieweit das rheumatologische Leiden allein 
die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit einschränkt, bzw. wie sich 
die bisher nicht separat spezifizierte, vom jeweiligen Gutachter angenom-
mene Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischer bzw. psychiatrischer Sicht 
allenfalls überschneidet. Hätte mit der Beschwerdegegnerin die psychiatri-
sche Diagnose aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht unbeachtlich zu 
bleiben, wäre die Bemessung des Invaliditätsgrades gestützt auf das Gut-
achten der MEDAS C.________ folglich nicht möglich.

3.3.2 Die Beschwerdegegnerin verneinte den invalidisierenden Charak-
ter der vom Gutachter gestellten psychiatrischen Diagnose (AB 159.1 
S. 43) in der angefochtenen Verfügung vom 27. Oktober 2017 (AB 199) 
offenbar vorab gestützt auf die zwischenzeitlich mit BGE 143 V 409 aufge-
gebene Rechtsprechung, wonach depressive Störungen leicht- bis mittel-

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gradiger Natur einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht fal-
len, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind (vgl. Beschwerde-
antwort, S. 2 Ziff. 5 f.). Wie es sich diesbezüglich verhält, wäre anhand ei-
nes strukturierten Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 zu prüfen 
(vgl. auch BGE 143 V 418), allerdings lässt das Gutachten der MEDAS 
C.________ im Hinblick auf die von der neuen Rechtsprechung geforderte 
Prüfung der Indikatoren wesentliche Fragen offen.

Das Ausmass der durch den psychischen Gesundheitsschaden bedingten 
funktionellen Einschränkungen lässt sich dem Gutachten nur ansatzweise 
entnehmen, insofern nämlich als der psychiatrische Teilgutachter ausführ-
te, die Beschwerdeführerin sei in ihrer psychophysischen Belastbarkeit, 
ihrer Kraftentfaltung und ihrer Ausdauer deutlich eingeschränkt. Bezug-
nehmend auf die Mini-ICF-APP-Kriterien hielt er fest, es bestünden mittel-
gradige Beeinträchtigungen in der Anpassung an Regeln und Routinen, der 
Planung und Strukturierung von Aufgaben, der Flexibilität und Umstellungs-
fähigkeit und der Anwendung fachlicher Kompetenzen. Schwere Beein-
trächtigungen bestünden in der Entscheidungs-, Urteils- und Durchhalte-
fähigkeit. Ebenfalls mittelgradig eingeschränkt seien die Selbstbehaup-
tungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Gruppenfähigkeit. 
Leichte Einschränkungen fänden sich in familiären bzw. intimen Beziehun-
gen. In gleichem Ausmass seien die Spontanaktivitäten eingeschränkt. 
Keine Einschränkungen fänden sich im Bereich der Selbstpflege und der 
Verkehrsfähigkeit (AB 159.1 S. 44). Eine Aussage, wie sich die aufgeführ-
ten Einschränkungen konkret auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen als 
auch in einer angepassten Tätigkeit auswirken, tätigt der Gutachter nicht. 
Es fehlt insbesondere auch eine Begründung, weshalb ein Arbeitspensum 
nur sehr eingeschränkt zumutbar sein soll. Die Frage nach der Behand-
lungsresistenz der depressiven Erkrankung bleibt ebenfalls unbeantwortet. 
Der Gutachter erachtet eine antidepressive Medikation nebst der (bloss) 
einmal monatlich stattfindenden Psychotherapie-Sitzung (AB 159.1 S. 40) 
als angezeigt und bezeichnet die Aussage der Beschwerdeführerin, wo-
nach von der Verordnung von Antidepressiva bisher wegen der Neigung zu 
allergischen Reaktionen abgesehen worden sei, als medizinisch nicht ganz 
nachvollziehbar (AB 159.1 S. 45). In der Konsensbeurteilung sprechen die 
Gutachter denn auch von einem nicht überaus grossen Leidensdruck, was 

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sich anhand der niedrigen Medikamentenspiegel dokumentieren lasse (AB 
159.1 S. 51 Ziff. 10.1). Wie der psychiatrische Teilgutachter unter diesen 
Umständen zum Schluss gelangt, es sei eher unwahrscheinlich, mit den 
vorgeschlagenen medizinischen Massnahmen eine anhaltende Besserung 
der psychophysischen Belastbarkeit zu erreichen, ist nicht nachvollziehbar. 
Des Weiteren bleibt auch der Einfluss der erheblichen psychosozialen Be-
lastungen (AB 159.1 S. 43), welche das depressive Leiden unterhalten (AB 
159.1 S. 50 Ziff. 8.2), unklar. Zwar führen die Gutachter in der Konsensbe-
urteilung aus, sie hätten diese bei der Bemessung der Arbeitsfähigkeit nicht 
berücksichtigt (AB 159.1 S. 53 Ziff. 13.4), eine vertiefte Auseinanderset-
zung damit fand – insbesondere auch im psychiatrischen Teilgutachten – 
nicht statt. Schliesslich finden sich im psychiatrischen Teilgutachten keine 
Darlegungen zu den Ressourcen, welche der Beschwerdeführerin zur Ver-
fügung stehen. Hinsichtlich der Konsistenzprüfung führte der psychiatrische 
Teilgutachter aus, es sei keine Verdeutlichungs- oder Dramatisierungsten-
denz festzustellen gewesen (AB 159.1 S. 45 Ziff. 4.4.5.6), was im Wider-
spruch zur Aussage in der Konsensbeurteilung steht, wonach die Be-
schwerdeführerin eine sehr eindrückliche Beschwerdeschilderung zeige 
(AB 159.1 S. 50 Ziff. 8.4). Insgesamt vermag der psychiatrische Teilgutach-
ter nach dem Gesagten nicht zu überzeugen und namentlich nicht nach-
vollziehbar aufzuzeigen, weshalb trotz lediglich mittelschwerer Depression 
und an sich guter Therapierbarkeit der Störung im Einzelfall funktionelle 
Leistungseinschränkungen resultieren, die sich auf die Arbeitsfähigkeit 
auswirken (vgl. BGE 142 V 409 E. 4.5.2 S. 416).

3.4 Im Gegensatz zum rheumatologischen und insbesondere zum 
psychiatrischen Teilgutachten erfüllen diejenigen der Fachbereiche Allge-
meine und Innere Medizin sowie Neurologie die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestell-
ten Anforderungen (vgl. E. 2.4 hiervor). Es wird nachvollziehbar ausgeführt, 
dass die attestierte Adipositas nur ein geringes Ausmass besitze und die 
Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtige. Lediglich von Seiten des Asthma 
bronchiale, das aktuell nicht manifest sei, sei eine Arbeit an kalten und 
heissen, aber auch an staubigen Orten nicht zumutbar (AB 159.1 S. 19). 
Die Schlussfolgerung des neurologischen Gutachters, wonach bei fehlen-
den neurogenen Läsionen und insgesamt spärlichen objektivierbaren Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2018, IV/17/1038, Seite 13

funden alleine aus neurologischer Sicht keine relevanten Funktionsstörun-
gen resultieren (AB 159.1 S. 36), überzeugt ebenfalls.

3.5 Nach dem Dargelegten ist der medizinische Sachverhalt in rheu-
matologischer und psychiatrischer Hinsicht ungenügend abgeklärt. Insofern 
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin eine erneute Be-
gutachtung – in lediglich diesen beiden Fachdisziplinen (vgl. dazu E. 2.5 
hiervor – vorgesehen hat. Folglich ist die gegen die Zwischenverfügung 
vom 27. Oktober 2017 (AB 199) erhobene Beschwerde abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen. 

4.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2018, IV/17/1038, Seite 14

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.