# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3f6a37e-0e75-58ad-ab53-c5fffd4f392b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 26.05.2020 120 2020 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2020-4_2020-05-26.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3011 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 120/2020/4

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 26. Mai 2020

Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde 
abgewiesen (VGE 2020/243 vom 12.10.2021).

in der Beschwerdesache zwischen

C.________
Beschwerdeführerin

und

Frau D.________
von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte

sowie

Baupolizeibehörde der Gemeinde E.________

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde E.________ vom 11. Dezember 
2019 (Parkfläche)

I. Sachverhalt

1. Die Gemeinde H.________ stellte 2008 fest, dass die Beschwerdeführerin gegenüber ihrem 
Recyclingbetrieb auf Parzelle E.________ (BE) 2 (H.________) Grundbuchblatt Nr. F.________ 
eine Parkfläche mit Rasengittersteinen für 10 Personenwagen ohne Baubewilligung bzw. vor 
Eingabe des entsprechenden Baugesuchs angelegt hatte. Die Parzelle steht im Eigentum der von 
Amtes wegen am Verfahren Beteiligten und liegt in der Landwirtschaftszone (LWZ) und im 
kommunalen Landschaftsschutzgebiet III. Die fragliche Fläche wird von der Beschwerdeführerin 
gepachtet. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) wies mit Stellungnahme vom 4. Juni 
2008 darauf hin, dass für das Vorhaben keine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG1 erteilt 
werden könne. Den Verfahrensbeteiligten wurde dazu das rechtliche Gehör gewährt. Nachdem 
Abklärungen bzw. Versuche zur Einzonung des als Parkfläche genutzten Teils der Parzelle 
scheiterten, ordnete die Gemeinde H.________ am 18. Juni 2009 die Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme an (Entfernung der 

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)

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Rasengittersteine und Humusierung bzw. Ansäen der Fläche).2 Nach Ablauf der Frist hielt die 
Gemeinde fest, dass die Rasengittersteine zwar entfernt, die Humusierung und das Ansäen aber 
noch nicht erfolgt sei. Im Dezember 2009 wurde nach Ablauf der dafür gesetzten Fristen zur 
Kenntnis genommen, dass die Humusierung ausgeführt worden war.3 Im Dezember 2018 
konstatierte die nach Fusion der Gemeinden H.________, Mühledorf und Noflen entstandene 
Gemeinde E.________ (BE)4, dass die Fläche wiederum als Parkfläche genutzt wurde. Die 
Gemeinde führte am 28. Januar 2019 mit A.________ als (vermeintlichem) Grundeigentümer, der 
Beschwerdeführerin und dem AGR eine Besichtigung durch; dabei wurden die rechtlichen 
Grundlagen sowie das weitere Vorgehen definiert.5

2. In der Folge erliess die Gemeinde am 19. September 2019 eine 
Wiederherstellungsverfügung, die dem vermeintlichen Grundeigentümer, Herrn A.________ 
(Ehemann der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten) eröffnet und der Beschwerdeführerin 
in Kopie zugestellt wurde. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 18. Oktober 2019 bei der 
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE; seit 1. Januar 2020 der Bau- und Verkehrsdirektion 
des Kantons Bern [BVD]) Beschwerde ein. Das Rechtsamt der BVE wies im Verfahren 
Nr. 120/2019/80 mit Verfügung vom 22. Oktober 2019 darauf hin, dass die fragliche Parzelle 
Nr. 249 im Eigentum der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten stehe, weshalb die 
Verfügung ihr als sog. Zustandsstörerin hätte eröffnet werden müssen. Zudem habe die 
Beschwerdeführerin als sog. Verhaltensstörerin die Verfügung nur in Kopie erhalten. Die 
Gemeinde E.________ erhielt die Möglichkeit, die (erste) Wiederherstellungsverfügung vom 
19. September 2019 zurückzunehmen. Mit neuer Wiederherstellungsverfügung vom 
11. Dezember 2019 nahm die Gemeinde E.________ (BE) die erste Verfügung zurück, was sie 
dem Rechtsamt mit Schreiben vom 30. Dezember 2019 eröffnete. Folglich wurde das Verfahren 
BVE 120/2019/80 mit Entscheid vom 6. Januar 2020 vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

Mit Wiederherstellungsverfügung vom 11. Dezember 2019 forderte die Gemeinde E.________ 
(BE) die Beschwerdeführerin (als Verhaltensstörerin) auf, die Parkfläche bis am 31. Mai 2020 
rückgängig zu machen. Das Kies müsse fachgerecht entsorgt und die Anhumusierung erfolgt sein 
und die Nutzung wieder der Landwirtschaft zugeführt werden (Ziff. 2). Gleichzeitig drohte sie die 
Ersatzvornahme und eine Busse bei Nichtbefolgung an (Ziff. 3 und 4).

3. Gegen diese Verfügung reichte die Beschwerdeführerin am 10. Januar 2020 Beschwerde 
bei der BVD ein. Sie weist darauf hin, dass die ursprüngliche Verfügung vom 18. Juni 2009 an die 
falsche Person adressiert worden und deshalb nie in Rechtskraft erwachsen sei. Für den Erlass 
der neuen Verfügung vom 11. Dezember 2019 sei ihr das rechtliche Gehör nicht oder nur 
ungenügend gewährt worden. Zudem könne die Wiederherstellung nicht mit der Ersatzvornahme 
kombiniert werden. Sollte im Grundsatz an der Wiederherstellung festgehalten werden, sei die 
Gemeinde anzuweisen, den Bauabschlag zu verfügen, wobei auf die Wiederherstellung zu 
verzichten sei, solange ihr Betrieb am vorliegenden Standort bestehe. 

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet6, beteiligte die 
Grundeigentümerin der Parzelle E.________ (BE) 2 (H.________) Grundbuchblatt 

2 Vgl. Vorakten der Gemeinde K.________(BE), schwarzer Ordner, Reiter 9, Schreiben RSA Seftigen an den 
Gemeinderat Gelterfingen vom 9. Dezember 2008, pag. 60 sowie verschiedene Schreiben der Gemeinde Gelterfingen 
an A.________, Vorakten, pag. 50/51
3 Vgl. Schreiben der Gemeinde Gelterfingen vom 29. Oktober 2009, Vorakten, pag. 51
4 Vgl. BAG 17-064
5 Vgl. angefochtene Verfügung vom 11. Dezember 2019 bzw. Aktennotiz zur Begehung vom 28. Januar 2019, 
Vorakten Reiter 1, pag. 3 ff. sowie Protokollauszug vom 13. Februar 2020, Vorakten, Reiter 10, pag. 66
6 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)

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Nr. F.________ am Verfahren und holte eine Stellungnahme des AGR ein. Soweit die von Amtes 
wegen am Verfahren Beteiligte die Vertretung durch die Beschwerdeführerin beabsichtigte, ist 
diese Prozessvertretung vor Verwaltungsjustizbehörden nicht möglich (vgl. Art. 15 Abs. 4 VRPG), 
was der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten so eröffnet wurde.7 Sie verzichtete in der 
Folge auf die Einreichung einer Stellungnahme. 

5. Das AGR beantragt in seiner Stellungnahme vom 17. Februar 2020 die Abweisung der 
Beschwerde. Auch die Gemeinde beantragt mit Stellungnahme vom 19. Februar 2020 die 
Abweisung der Beschwerde und "das Festhalten an der Wiederherstellungsverfügung". Mit 
Eingabe vom 13. März 2020 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein. Darin verweist sie 
zum einen auf die Information des Amtes für Wasser und Abfall (AWA) betreffend Empfehlungen 
zur Kehrichtentsorgung während der Corona-Pandemie. Daraus sei das grosse öffentliche 
Interesse an der Aufrechthaltung ihres Betriebs ersichtlich. Zum andern vertritt sie die Auffassung, 
dass eine andere Lösung für die Parkplätze nicht möglich sei und verweist auf die Ausführungen 
in ihrer Beschwerde. Sie bekräftigt zudem, dass aus Gründen der Verhältnismässigkeit und des 
öffentlichen Interesses auf eine Wiederherstellung zu verzichten sei, solange ihr Betrieb bestehe. 
Mit Eingabe vom 2. April 2020 beantragt die Beschwerdeführerin die Anhörung bzw. das Einholen 
einer Stellungnahme des AWA. Weder die Gemeinde noch die von Amtes wegen am Verfahren 
Beteiligte liessen sich dazu vernehmen.

6. Auf die Rechtsschriften, die Vorakten sowie auf die Stellungnahme des AGR wird, soweit 
für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintreten 

a) Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG8 können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 48 
BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden. Die 
Beschwerdeführerin als sog. Verhaltensstörerin ist als Adressatin durch die angefochtene 
Verfügung beschwert und daher zur Beschwerde legitimiert. Auf ihre form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

b) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht sich nicht 
mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb 
dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. Sowohl für das Einleiten eines 
Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und eine allfällige vorzeitige Beendigung 
gelten somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. Die Parteien 
können den Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur 
einschränken.9

c) Anfechtungsobjekt ist vorliegend die Wiederherstellungsverfügung vom 11. Dezember 
2019. Nicht Gegenstand des Verfahrens ist dagegen die Wiederherstellungsverfügung vom 
18. Juni 2009. Auf diesbezügliche Vorbringen kann daher nicht eingetreten werden. 

7 Vgl. Verfügung der BVD vom 14. Januar 2020
8 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
9 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 72 N. 6 bis 8. Markus Müller, Bernische 
Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., 2011, S. 148 ff.

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Soweit die Beschwerdeführerin Ausführungen zur Einzonung der fraglichen Fläche in eine 
Bauzone, zum Anschluss an die Trinkwasserversorgung10 und zur Pflicht der Gemeinde zur 
Schaffung von genügend Parkplätzen für eine geordnete Nutzung des Naherholungsgebiets 
anbringt11, liegen diese ausserhalb des Streitgegenstands, weshalb darauf ebenfalls nicht 
einzutreten ist.

d) Behördenmitglieder treten nach Art. 9 Abs. 1 Bst. f VRPG12 in den Ausstand, wenn sie in 
der Sache befangen sein könnten. Dabei genügt es, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein 
einer Befangenheit begründen können.13 Der Direktor der BVD ist im vorliegenden Verfahren in 
den Ausstand getreten. Gemäss Regierungsratsbeschluss RRB Nr. 662/2018 vom 6. Juni 2018 
ist Herr Regierungsrat Philippe Müller sein Stellvertreter.

2. Verletzung des rechtlichen Gehörs 

a) Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass ihr bei Erlass der ursprünglichen Verfügung 
das rechtliche Gehör nur ungenügend gewährt worden sei, weshalb auch die neue Verfügung vom 
11. Dezember 2019 nicht korrekt und "zurückzuweisen sei". Das rechtliche Gehör müsse 
"insbesondere nach mehr als 10 Jahren – grundsätzlich vor jeder Verfügung gewährt werden". Im 
Übrigen habe am 28. Januar 2019 zwar eine Begehung vor Ort stattgefunden, aber es sei darüber 
keine Aktennotiz erstellt bzw. diese den Beteiligten nicht eröffnet worden.14 Zudem sieht die 
Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör dadurch verletzt, dass die Gemeinde sich nicht damit 
auseinandergesetzt habe, dass keine Alternativen zu den Parkplätzen bestünden.15 

b) Die Gemeinde weist in ihrer Stellungnahme vom 13. Februar 2020 darauf hin, dass am 
28. Januar 2019 eine Besichtigung vor Ort mit dem Vertreter der Beschwerdeführerin (Herrn 
B.________), Herrn A.________ und dem zuständigen Bauinspektor des AGR stattgefunden 
habe. Sowohl Herr B.________ als auch Herr A.________ hätten sich zum Ablauf äussern 
können. Auch das AGR weist in seiner Stellungnahme vom 17. Februar 2020 darauf hin, dass 
anlässlich der Besprechung im Januar 2019 die Gemeindebehörden und das AGR im Büro der 
Beschwerdeführerin "ausführlich und detailliert" über die rechtliche Situation orientiert hätten. Die 
ins Feld geführte Verweigerung des rechtlichen Gehörs sei "nicht nachvollziehbar und 
unbegründet".

c) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG gibt den Parteien das Recht, sich 
zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit 
erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern. Der Anspruch auf 
rechtliches Gehör verlangt zudem, dass die Behörde die Vorbringen der Betroffenen sorgfältig 
prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Pflicht der Behörde, ihre Verfügung 
zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass die 
Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten können. Es müssen wenigstens kurz die 
Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr 
Entscheid stützt.16 

10 Beschwerdeschrift, Rz. 12 ff.
11 Beschwerdeschrift, Rz. 16 ff.
12 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
13 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 9 N. 15
14 Vgl. Beschwerdeschrift vom 10. Januar 2020, Antrag bzw. Rz. 9
15 Vgl. Beschwerdeschrift, Ziff. 15
16 Vgl. BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2

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Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist ein formeller Anspruch; die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs führt deshalb grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Eine 
Gehörsverletzung kann aber dann geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz dieselbe 
Kognition hat wie die Vorinstanz und der beschwerdeführenden Person aus der Heilung kein 
Nachteil erwächst.17 Die Heilung des rechtlichen Gehörs ist allenfalls bei der Kostenverlegung zu 
berücksichtigen.18

d) Wie in Erwägung 1c dargestellt, ist die Wiederherstellungsverfügung vom 18. Juni 2009 
nicht Verfahrensgegenstand. Auf Rügen betreffend die Verletzung des rechtlichen Gehörs im 
Verfahren auf Erlass dieser Verfügung wird daher nicht eingetreten. 

e) Für den Erlass der angefochtenen Wiederherstellungsverfügung vom 11. Dezember 2019 
fand gemäss den Vorakten im Januar 2019 mit der Beschwerdeführerin als Verhaltensstörerin, 
Herrn A.________ und dem zuständigen Bauinspektor des AGR eine Besprechung vor Ort statt.19 
Damit hat die Gemeinde dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör gewährt. Laut den Vorakten 
hat die Gemeinde dazu eine Aktennotiz erstellt, welche soweit ersichtlich den 
Verfahrensbeteiligten nicht zugestellt worden ist.20 Zumal keine Dringlichkeit bestand, hätte die 
Gemeinde die Aktennotiz den Verfahrensbeteiligten zustellen müssen. Die Beschwerdeführerin 
konnte sich vor Erlass der angefochtenen Verfügung nicht zur fraglichen Notiz äussern. Mit 
diesem Vorgehen verletzte die Gemeinde das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin.

f) Die Beschwerdeführerin hat am Augenschein vorgebracht, dass der Platz auf ihrem Grund 
nicht ausreiche und sie daher auf die Parkplätze angewiesen sei. In der 
Wiederherstellungsverfügung geht die Gemeinde nicht auf dieses Argument ein, sinngemäss mit 
der Begründung, die Wiederherstellungsverfügung sei eine Dauerverfügung und die 
Wiederherstellung sei bereits im Jahr 2009 verfügt worden. Die Wiederherstellungsverfügung vom 
11. Dezember 2019 ordnet aber (erneut) die Wiederherstellung an. Damit hätte die 
Wiederherstellung auch begründet werden und es hätte entsprechend auf die Vorbringen der 
Beschwerdeführerin eingegangen werden müssen. Die Gemeinde hat auch insofern das 
rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt. 

g) Aufgrund der umfangreichen Vorgeschichte und der Besprechung am Augenschein waren 
der Beschwerdeführerin die Überlegungen bekannt, von denen sich die Gemeinde hat leiten 
lassen. Sie war denn auch in der Lage, die Wiederherstellungsverfügung sachgerecht 
anzufechten. Zudem kommt der BVD volle Überprüfungsbefugnis zu und die Beschwerdeführerin 
konnte sich im Beschwerdeverfahren zur angeordneten Wiederherstellung genügend äussern. Es 
besteht somit kein Anlass, die angefochtene Verfügung aufgrund der Gehörsverletzung 
aufzuheben und an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Gehörsverletzung ist jedoch bei der 
Kostenverlegung zu berücksichtigen (vgl. E. 6).

3. Nachträgliches Baugesuch

a) Nach Auffassung der Beschwerdeführerin hätte ihr die Möglichkeit zur Einreichung eines 
nachträglichen Baugesuchs gewährt werden müssen.21

17 BVR 2012 S. 28 E. 2.3.5; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 21 N. 16
18 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 9
19 Vgl. Aktennotiz, Vorakten der Gemeinde, pag. 3 ff.
20 Vgl. Aktennotiz, Vorakten der Gemeinde, pag. 3 ff.
21 Vgl. Beschwerdeschrift, Ziff. 7

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b) Im Wiederherstellungsverfahren hat die Baupolizeibehörde der Grundeigentümerin bzw. 
dem Grundeigentümer grundsätzlich die Möglichkeit einzuräumen, ein nachträgliches Baugesuch 
einzureichen (vgl. Art. 46 Abs. 2 Bst. b BauG). Denn es wäre unverhältnismässig, eine an sich 
bewilligungsfähige Baute oder Anlage bloss wegen Fehlens der förmlichen Baubewilligung 
beseitigen zu lassen. Wenn das Bauvorhaben aber offensichtlich nicht bewilligungsfähig ist, 
braucht die Baupolizeibehörde nicht Gelegenheit zum Einreichen eines nachträglichen 
Baugesuchs zu geben.22 

c) Die Bauparzelle liegt in der Landwirtschaftszone und im kommunalen 
Landschaftsschutzgebiet "Gürbeebene (III)". Gemäss den Vorgaben des Bundesrechts dürfen in 
der Landwirtschaftszone nur zonenkonforme Bauten und Anlagen bewilligt werden und solche, 
die einen Ausnahmetatbestand nach Art. 24 ff. RPG erfüllen. Das Schutzziel für das 
Landschaftsschutzgebiet Gürbeebene (III) ist gemäss Art. 39 GBR23 "Erhalten der Gürbeebene 
als offener, unüberbauter und bodenabhängig genutzter Landschafts- und Landwirtschaftsraum". 
Gemäss den Schutzbestimmungen sind nur "standortgebundene Bauten und Anlagen sowie 
Bauten der Landwirtschaft, die standortgebunden der Bewirtschaftung des Gebiets dienen" 
zugelassen.

Das AGR hatte 2008 die Auffassung vertreten, dass für das Erstellen eines Autoabstellplatzes in 
der Landwirtschaftszone keine Bewilligung in Aussicht gestellt werden könne.24 Wie aus der 
Stellungnahme des AGR vom 17. Februar 2020 ersichtlich, hat sich an dieser Einschätzung weder 
in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht etwas geändert: Nach Auffassung des AGR sind "keine 
objektiven Besonderheiten erkennbar, die eine zwingende Standortgebundenheit der Parkplätze 
auf der Parzelle Nr. 249 begründen würden". Die von der Beschwerdeführerin angeführten Gründe 
genügten nicht als Nachweis. "Wirtschaftliche Interessen oder der Wunsch nach einer optimalen 
Nutzung oder einer besseren Lösung (hier u.a. der Parkier- und Umschlagplatz für die Abfall- und 
Entsorgungssammelstelle) genügen nach einschlägiger Rechtsprechung nicht für die Begründung 
einer Standortgebundenheit". Solche "könnten in jedem Fall angeführt werden".25 Eine öffentliche 
Abfall- und Entsorgungssammelstelle könne auch andernorts innerhalb der Bauzone(n) 
eingerichtet werden. Im Ergebnis könnten die Parkplätze innerhalb des Landschaftsschutzgebiets 
nicht anerkannt werden. Weitere Abklärungen zu den übrigen Ausnahmetatbeständen nach Art 24 
ff. RPG "erübrigten sich unter diesem gleichen Aspekt". Unbestritten sei schliesslich, dass "das 
Vorhaben auch nicht für landwirtschaftliche Zwecke und (bodenabhängige Produktion) notwendig 
und geeignet" sei. Eine "Bestätigung der Zonenkonformität nach Artikel 16a RPG" könne aus 
diesem Grund "nicht in Aussicht gestellt werden".26

d) Die Parkplätze sind in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform nach Art. 16a RPG und 
erfüllen keinen Ausnahmetatbestand nach Art. 24 ff. RPG. Diese Einschätzung wurde von der 
zuständigen kantonalen Stelle (Art. 84 BauG), dem AGR im vorinstanzlichen Verfahren so 
vertreten. Zudem widersprechen die Parkplätze dem Schutzziel des Landschaftsschutzgebiets 
Gürbeebene (III) und sind gemäss den Schutzbestimmungen von Art. 39 GBR unzulässig. Die 
Parkplätze sind daher offensichtlich nicht bewilligungsfähig. Der Beschwerdeführerin musste 
daher nicht Gelegenheit zum Einreichen eines nachträglichen Baugesuchs gegeben werden.
4. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands

22 BVR 2007 S. 164, E. 4.1
23 Vgl. Baureglement der Gemeinde Gelterfingen vom 30. November 2017, genehmigt durch das Amt für Gemeinden 
und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) am 19. April 2018
24 Vgl. Stellungnahme des AGR vom 4. Juni 2008, Vorakten, Reiter 9, pag. 63
25 Vgl. Stellungnahme des AGR vom 17. Februar 2020, S. 2/3
26 Stellungnahme des AGR vom 17. Februar 2020, S. 3/3

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a) Die Beschwerdeführerin hat die Parkplätze ohne die erforderliche Baubewilligung bzw. 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG erstellt bzw. deren Nutzung nach erfolgter 
Wiederherstellung wieder aufgenommen. Die Parkplätze sind demnach formell rechtswidrig. Da 
die Parkplätze auch nicht nachträglich bewilligt werden können (vgl. Erwägung 3) sind sie auch 
materiell rechtswidrig. 
b) Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer Baubewilligung 
ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines bewilligten Vorhabens Vorschriften missachtet, 
so setzt die Baupolizeibehörde eine angemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG). Die 
Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein und 
darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen. Eine Wiederherstellungsmassnahme ist 
verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel zu erreichen, nicht weiter geht, als 
zur Herstellung des rechtmässigen Zustands nötig ist und die Belastung für die pflichtige Person 
in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.27 Die Wiederherstellung kann 
unterbleiben, wenn die Bauherrschaft in gutem Glauben angenommen hat, sie sei zur 
Bauausführung ermächtigt, und der Beibehaltung des ungesetzlichen Zustands nicht gewichtige 
öffentliche oder private (nachbarliche) Interessen entgegenstehen.28

c) Die Wiederherstellung ist eine Dauerverfügung. Wird der Zustand wie vorliegend nach 
erfolgter Wiederherstellung rückgängig gemacht (durch bauliche Massnahmen, Ersatz entfernter 
Gegenstände, erneute widerrechtliche Nutzung), bedarf es – bei unveränderter Sach- und 
Rechtslage – keiner neuen Wiederherstellungsverfügung mehr.29 Die Gemeinde hat dennoch 
erneut eine Wiederherstellungsverfügung erlassen. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden.

d) Nach Auffassung der Beschwerdeführerin liegt die geforderte Wiederherstellung nicht im 
öffentlichen Interesse, da die Parkplätze ausserhalb der Öffnungszeiten sehr oft durch 
Spaziergängerinnen und Spaziergänger benutzt würden, welche ihre Fahrzeuge abstellten um der 
Gürbe entlang zu spazieren. Durch den Wegfall der Parkplätze würde das "wilde und 
ungeordnete" Parkieren in den umliegenden Flurwegen noch mehr zunehmen.30 

Ein öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist im 
Allgemeinen gegeben, da das Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen und 
an der konsequenten Verhinderung von Bauten, die der baurechtlichen Ordnung widersprechen, 
generell gross ist. Besonderes Gewicht kommt dem öffentlichen Interesse am konsequenten 
Vollzug des Bau-, Planungs- und Umweltrechts ausserhalb des Baugebiets zu.31 Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird der Grundsatz der Trennung von Bau- und 
Nichtbaugebiet in Frage gestellt und rechtswidriges Verhalten belohnt, wenn illegal errichtete, dem 
RPG widersprechende Bauten nicht beseitigt, sondern auf unabsehbare Zeit geduldet werden.32 
An der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bei illegalen Bauten in der 
Landwirtschaftszone besteht daher ein grosses öffentliches Interesse. 

Die umstrittenen Parkplätze befinden sich ausserhalb des Baugebiets. Die Wiederherstellung 
dient daher dem dargestellten grossen öffentlichen Interesse an der Trennung von Bau- und 

27 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Auflage, Band I, Bern 2020, Art. 46 
N. 9; BVR 2013 S. 85 E. 5.1
28 VGE 2018/122 vom 2. April 2019, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen
29 VGE 218/243 vom 27. Januar 2020 E. 4.3. Vgl. auch Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O, Art. 46 N. 8 in fine mit 
Verweis auf Bger 1C_673/2013 E. 5.1 und 5.2
30 Vgl. Beschwerdeschrift, Ziff. 16
31 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a; BGE 136 II 359 E. 6; vgl. auch BGer 1C_397/2007 vom 27. Mai 
2008 E. 3.4; BVR 1992 S. 488 E. 3
32 BGE 136 II 359, E. 6; BGE 1C_283/2017 vom 23. August 2017, E. 4; BGE 1C_135/2016 vom 1. September 2016, 
E. 3.3

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Nichtbaugebiet. Zudem befinden sich die Parkplätze im Landschaftsschutzgebiet Gürbeebene 
(III). Die Wiederherstellung dient auch der Erreichung des Schutzziels dieses 
Landschaftsschutzgebiets und ist daher im Interesse des Landschaftsschutzes. 

Dass die Parkplätze gemäss der Darstellung der Beschwerdeführerin auch von 
Spaziergängerinnen und Spaziergängern benutzt werden, ändert daran nichts: Die Parkplätze 
liegen auf der von der Beschwerdeführerin gepachteten Parzelle. Sie dienen 
unbestrittenermassen ihrem Betrieb. Eine Dienstbarkeit zugunsten der Öffentlichkeit besteht nicht. 
Die allfällige Nutzung durch Spaziergänger könnte daher von der Beschwerdeführerin bzw. der 
von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten verboten werden. Sollte aufgrund des 
Naherholungsgebiets effektiv – wie dies die Beschwerdeführerin darstellt –, ein Parkplatzproblem 
bestehen, so wäre es an der Gemeinde, dieses anzugehen. 

e) Die Beschwerdeführerin beruft sich weiter auf den Verhältnismässigkeitsgrundsatz. Sie 
bringt vor, alle baulichen Massnahmen seien immer mit der Gemeinde abgesprochen und in deren 
Kenntnis und Zustimmung ausgeführt worden. Auch die Erstellung der Parkplätze sei mit dem 
damaligen Gemeindepräsidenten abgesprochen gewesen. Die Parkplätze seien gutgläubig 
erstellt worden.33 

Gutgläubig kann eine Bauherrschaft sein, wenn sie bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt 
annehmen durfte, sie sei zur Bauausführung berechtigt; z.B. aufgrund einer mangelhaften 
Bewilligung oder Auskunft. Dabei dürfen sich Private u.a. nur dann auf eine Auskunft verlassen, 
wenn die Amtsstelle zur Auskunftserteilung zuständig ist.34 Allgemein wird zudem vorausgesetzt, 
dass die Bewilligungspflicht für Bauvorhaben bekannt ist. Wer bauen und nutzen will, muss sich 
um die Zulässigkeit seines Tuns kümmern.35 Die Bauherrschaft, welche die nach den Umständen 
zumutbare Aufmerksamkeit und Sorgfalt vermissen lässt, verdient gemäss Rechtsprechung 
keinen Schutz und kann sich gegenüber einer Wiederherstellungsverfügung nicht auf ihren guten 
Glauben berufen.36

Der Beschwerdeführerin war gemäss den Vorakten bekannt, dass für Vorhaben ausserhalb des 
Baugebiets eine Baubewilligung bzw. eine Ausnahmebewilligung des AGR erforderlich ist.37 Dass 
eine mögliche Zusicherung des ehemaligen Gemeindepräsidenten vorlag, vermag mangels 
Zuständigkeit der Gemeinde für die Erteilung der Ausnahmebewilligung keine 
Vertrauensgrundlage zu begründen. Zudem war der Beschwerdeführerin die Einschätzung des 
AGR seit 2008 bekannt. Die Beschwerdeführerin erstellte die umstrittenen Parkplätze ohne 
Vertrauensgrundlage und ohne Bewilligung. In der Folge unterzog sie sich zwar der 
Wiederherstellungsverfügung vom 18. Juni 2009, nahm die Nutzung der Parkplätze aber später 
wieder auf.38 Damit handelte sie im baurechtlichen Sinne bösgläubig.

Auch eine Bauherrschaft, die nicht gutgläubig gehandelt hat, kann sich auf den 
Verhältnismässigkeitsgrundsatz berufen. Sie muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus 
grundsätzlichen Erwägungen, namentlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen 
Ordnung, dem Interesse an der (Wieder-)Herstellung des gesetzmässigen Zustandes erhöhtes 

33 Vgl. Beschwerdeschrift, Ziff. 14 
34 Vgl. zum Ganzen Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., § 22 N. 15 f. ; Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., N 676 ff.
35 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N 9b, mit Hinweisen; vgl. auch VGE 2016/219 vom 21. März 2017 E. 5.1
36 VGE 2008/23496 vom 28. April 2009 E. 4.2.2
37 Vgl. Schreiben der Gemeinde Gelterfingen an das RSA Seftigen vom 19. April 2009 mit dem Hinweis auf den 
Informationsstand der Beschwerdeführerin, Vorakten, pag. 59. Vgl. auch Schreiben der Beschwerdeführerin vom 
10. Januar 2020 an die Gemeinde E.________, Beilage zur Beschwerdeschrift 
38 Vgl. Sachverhalt, Ziffer 1

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Gewicht beimessen und die der Bauherrschaft allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur 
in verringertem Mass berücksichtigen.39 

Die angeordnete fachgerechte Entsorgung des Kieses und die geforderte Anhumusierung zur 
Wiederherstellung der Nutzung zur Landwirtschaft sind zur Erreichung des verfolgten Zwecks, 
nämlich die Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Fläche, geeignet. Mildere Massnahmen, 
mit denen dasselbe Ziel erreicht werden könnte, sind hier nicht ersichtlich. Die Anordnung ist 
daher auch erforderlich. 

Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Gemeinde habe in der angefochtenen Verfügung keine 
Abwägung von öffentlichen und betroffenen privaten Interessen vorgenommen.40 

Wie bereits dargelegt (E. 4e), liegt der Wiederherstellung das grosse öffentliche Interesse an der 
Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet und das Interesse am Schutz des 
Landschaftsschutzgebiets Gürbeebene (III) zugrunde. Auf der anderen Seite steht das private 
Interesse der Beschwerdeführerin an der Nutzung der Fläche in der Landwirtschaftszone als 
Parkplätze für ihren Betrieb in der Bauzone: Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie erfülle einen 
gesetzlichen Entsorgungsauftrag41 und sie sei eine bedeutende Arbeitgeberin in der Region.42 Im 
ländlichen Gebiet stünden Bringsammlungen im Vordergrund. Die Kunden würden dabei fast 
ausschliesslich mit dem Auto anreisen, was zur Folge habe, dass entsprechende Verkehrsflächen 
zur Verfügung stehen müssten.43 Ohne Parkplätze wäre ein geordneter Ablauf des Betriebes nicht 
mehr möglich44 und damit die Existenz des Betriebs gefährdet45.

Die Beschwerdeführerin legt überzeugend dar, dass ihr Betrieb auf Parkplätze angewiesen ist und 
die Nutzung der Fläche in der Landwirtschaftszone als Parkplätze somit ihrem Betrieb dient. Die 
Beschwerdeführerin bringt damit wirtschaftliche Interessen vor. Rein wirtschaftliche Interessen 
haben jedoch gemäss Lehre und Rechtsprechung kaum je ausschlaggebendes Gewicht.46 Dieses 
Argument könnte von vielen an die Landwirtschaftszone grenzende Betrieben vorgebracht 
werden; die Inanspruchnahme von Landwirtschaftsland würde vielen (angrenzenden) Betrieben 
wirtschaftlich bedeutende Vorteile verschaffen. Die öffentlichen Interessen an der 
Wiederherstellung überwiegen diese entgegenstehenden wirtschaftlichen Interessen. Das gilt 
umso mehr, als die privaten Interessen der Beschwerdeführerin angesichts des fehlenden guten 
Glaubens nicht oder nur in verringertem Mass zu berücksichtigen sind. Nicht ins Gewicht fällt 
schliesslich die Entsorgung des Kieses und die Anhumusierung. Diese Massnahmen sind weder 
kostspielig noch in der Durchführung aufwändig. Die Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands erweist sich folglich als verhältnismässig.

f) Die Beschwerdeführerin bringt vor, auf die Wiederherstellung sei aus Gründen der 
Verhältnismässigkeit zu verzichten, solange ihr Betrieb am Standorte bestehe.

Eine Wiederherstellung erweist sich dann als unverhältnismässig, wenn die Abweichung vom 
Gesetz gering ist und die berührten allgemeinen Interessen den Schaden, welcher der 
Eigentümerin oder dem Eigentümer durch die Wiederherstellung entstünde, nicht zu rechtfertigen 

39 BVR 2006 S. 444 E. 6.1
40 Vgl. Beschwerdeschrift, Ziff. 17 ff.
41 Beschwerdeschrift, Ziff. 2
42 Beschwerdeschrift, Ziff. 12
43 Beschwerdeschrift, Ziff. 11
44 Beschwerdeschrift, Ziff. 3
45 Beschwerdeschrift, Schlussbemerkungen nach Ziff. 19
46 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c, Bst. c mit Hinweisen. Siehe VGE 2018/128 vom 8. November 2018, 
E. 4.2 f. mit weiteren Hinweisen

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vermögen.47 Geringfügigkeit der Abweichung kann bei geringem konkreten öffentlichem Interesse 
und bloss leichter Bösgläubigkeit ein Grund sein, auf die Wiederherstellung zu verzichten.48 
Vorliegend geht es um eine Fläche von 160 m2 und um 10 Parkplätze.49 Die Inanspruchnahme 
einer so grossen Fläche Landwirtschaftsgebiet für eine nicht landwirtschaftliche Nutzung ist keine 
unbedeutende Abweichung vom Gesetz. Auch geht es in zeitlicher Hinsicht nicht um eine 
kurzfristige Nutzung. Der beantragte Verzicht auf die Wiederherstellung, solange der Betrieb 
bestehe, würde die nichtlandwirtschaftliche Nutzung der Parkfläche in der Landwirtschaftszone 
auf unabsehbare Zeit ermöglichen. Wie ausgeführt, überwiegen die öffentlichen Interessen an der 
Trennung von Bau- und Nichtbauzone und am Schutz des Landschaftsschutzgebiets die privaten 
Interessen der Beschwerdeführerin. Auch aus der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin die 
Parkplätze schon lange nutzt, kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Im Gegenteil ist bei der 
Gewichtung ihrer Interessen zu berücksichtigen, dass sie bereits lange von der rechtswidrigen 
Nutzung profitiert hat.50

g) Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, es erstaune, dass die Gemeinde keine 
Lösungsvorschläge unterbreite, wie der Betrieb langfristig bestehen und sich entwickeln könne.51 

Aufgabe der Baupolizeibehörde ist es, die baurechtliche Ordnung durchzusetzen. 
(Baurechtskonforme) Lösungen für den Bestand und die Entwicklung von Betrieben zu finden, ist 
hingegen Sache der Betriebsinhaberin bzw. des Betriebsinhabers. Wie aus den Vorakten 
ersichtlich, fanden in der Vergangenheit verschiedene Gespräche mit der Beschwerdeführerin 
statt. Anlässlich der Besprechung vom 28. Januar 2019 wurde die Beschwerdeführerin darauf 
aufmerksam gemacht, dass es vorab ihre Sache sei, Lösungsvorschläge für die Parkflächen zu 
unterbreiten.52 

h) Im Übrigen weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass im ganzen Kanton Bern in der 
Landwirtschaftszone Parkflächen beispielsweise zu sog. Blumenpflückfeldern bestünden, ohne 
dass dafür Baubewilligungen eingeholt bzw. erteilt worden seien. Im Sinne einer rechtsgleichen 
Behandlung müsse all diesen Fällen nachgegangen werden.

Mit diesen pauschalen Aussagen vermag die Beschwerdeführerin weder eine Vergleichbarkeit 
dieser Objekte noch eine fehlerhafte Rechtsanwendung der Behörde in diesen Fällen zu belegen. 
Selbst wenn dem so wäre: Der Umstand, dass das Gesetz in einigen wenigen Fällen nicht oder 
nicht richtig angewendet worden ist, gibt keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom 
Gesetz behandelt zu werden. Schliesslich kann aus Gründen der Rechtsgleichheit kaum je auf 
eine Wiederherstellung verzichtet werden, da es grundsätzlich keinen Anspruch auf 
Gleichbehandlung im Unrecht gibt.53

i) Nach Auffassung der Beschwerdeführerin hätte die Gemeinde die Frage der 
Wiederherstellung nicht mit der Ersatzvornahme verbinden dürfen.

Wird ein Bauvorhaben ohne Bewilligung ausgeführt, muss die Gemeinde als Baupolizeibehörde 
darüber entscheiden, ob und inwieweit der rechtmässige Zustand wiederherzustellen ist. Sie setzt 

47 BGE 132 II 21 E. 6.4
48 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c, mit Hinweisen
49 Vgl. Protokollauszug des Gemeinderates Gelterfingen vom 31. März 2008 bzw. Plan 1:1000 zum Baugesuch vom 
10. März 2007 (recte 2008), Vorakten, Reiter 12
50 Vgl. VGE 2018/128 vom 8. November 2018, E. 4.3
51 Beschwerdeschrift, Ziff. 19
52 Vgl. Aktennotiz vom 28. Januar 2019, Vorakten, pag. 5
53 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c Bst. e

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dafür gegebenenfalls eine Frist und droht die Ersatzvornahme an (Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG).54 
Die Ersatzvornahme setzt voraus, dass die Behörde den Pflichtigen eine angemessene Frist zur 
Erfüllung angesetzt hat, verbunden mit der Androhung der Ersatzvornahme auf deren Kosten. 
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kann die Androhung der Ersatzvornahme mit 
der Wiederherstellungsverfügung erfolgen. Möglich ist auch der Erlass einer separaten Verfügung, 
wann und wie die Ersatzvornahme durchgeführt wird.55 Das von der Gemeinde gewählte 
Vorgehen entspricht den rechtlichen Vorgaben und ist nicht zu beanstanden.

j) Die angesetzte Wiederherstellungsfrist (31. Mai 2020) ist wegen des Beschwerdeverfahrens 
neu festzulegen. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin fünf Monate Zeit zur 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands eingeräumt. Die BVD setzt die 
Wiederherstellungsfrist entsprechend dieser Frist deshalb neu auf den 31. Oktober 2020 an.

5. Beweisabnahme

Die Beschwerdeführerin beantragte mit ihrer Eingabe vom 2. April 2020, dass beim AWA eine 
Stellungnahme einzuholen sei.

Gemäss Art. 18 VRPG stellen die Behörden den Sachverhalt von Amtes wegen fest. Sie 
bestimmen Art und Umfang der Ermittlungen, ohne an die Beweisanträge der Parteien 
gebunden zu sein. Vom Einholen einer Stellungnahme beim AWA waren hier keine weiteren, 
entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden konnte.

6. Zusammenfassung und Kosten

a) Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Die angeordnete Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustands ist zu bestätigen und es liegen keine Gründe für deren Verzicht vor. 
Die Androhung der Ersatzvornahme konnte mit der angefochtenen Verfügung verbunden werden. 
Der Beschwerdeführerin ist für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands eine Frist bis 
31. Oktober 2020 einzuräumen.

b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für 
besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren erhoben 
werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr wird vorliegend festgesetzt auf Fr. 1'200.00 
(Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 und Art. 20 Abs. 1 GebV56). Nach Art. 108 Abs. 1 
VRPG werden die Verfahrenskosten der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das 
prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände 
rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben. Den Vorinstanzen können grundsätzlich keine 
Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 108 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 Bst. a und b 
VRPG). Ein besonderer Umstand stellt die Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die 
Vorinstanz dar. Es rechtfertigt sich, infolge der durch die Vorinstanz begangenen 
Gehörsverletzung auf ein Viertel der Verfahrenskosten, ausmachend Fr. 300.00 zu verzichten.57 
Die von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte hat auf die Einreichung einer Stellungnahme und 
eigener Verfahrensanträge verzichtet, weshalb ihr keine Verfahrenskosten auferlegt werden 
können. Im Ergebnis sind der als unterliegend geltenden Beschwerdeführerin somit Fr. 900.00 der 

54 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig,, Art. 46 N. 13 
55 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 47 N. 4
56 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)
57 VGE 2014/198 vom 6. August 2015, E. 4, Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 7 und 9

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Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Den Restbetrag trägt der Kanton. 
Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Verfügung 
der Gemeinde E.________ (BE) vom 11. Dezember 2019 wird bestätigt.

2. Die Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands gemäss Ziffer 2 der Verfügung 
der Gemeinde E.________ (BE) vom 11. Dezember 2019 wird neu auf den 31. Oktober 
2020 angesetzt.

3. Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 900.00 zur 
Bezahlung auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in 
Rechtskraft erwachsen ist.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- C.________, eingeschrieben
- Frau D.________, eingeschrieben
- Baupolizeibehörde der Gemeinde E.________, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per E-Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

i.V. des Direktors

Philippe Müller
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.