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**Case Identifier:** 217108ba-e494-5b7d-b9c1-eb69fbf99213
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.06.2020 200 2018 730
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-730_2020-06-18.pdf

## Full Text

200 18 730 UV
KNB/ISD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Juni 2020

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG 
Generaldirektion, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 
8401 Winterthur
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. September 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (Beschwerdeführer) war vom …. Juli 2011 
bis am ... August 2012 als Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der am 
…. Juli 2011 im Handelsregister eingetragenen und mittlerweile aufgelösten 
und gelöschten Gesellschaft D.________ GmbH mit Sitz in ... eingetragen 
(Handelsregisterauszug; <https://be.chregi
ster.ch>; Aufruf vom 18. Juni 2020; vgl. E. 3.2.1 hiernach). Die D.________ 
GmbH schloss per 26. Juli 2011 mit der AXA Versicherungen AG (AXA bzw. 
Beschwerdegegnerin) eine Personenversicherung „Professional“ ab (Police 
Nr. …), mit welcher der Beschwerdeführer für die Risiken Unfall und Krank-
heit mit einer Lohnsumme von Fr. 124‘000.-- versichert wurde. Neben dem 
obligatorischen Taggeld von 80 % des versicherten Lohnes war zusätzlich 
ein Taggeld von 20 % versichert. Die übrigen Mitarbeitenden der Gesell-
schaft wurden mit einer pauschalen Lohnsumme von Fr. 17‘000.-- versichert 
(vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [act. II] 2). 

Mit E-Mail vom 9. Oktober 2011 (Akten der AXA [act. IIA] A1/1) respektive 
nachträglichem Arztzeugnis vom 16. November 2011 (act. IIA M2) meldete 
der Beschwerdeführer einen am 8. oder 9. Oktober 2011 in ..., ..., erlittenen 
Unfall (Sturz mit Verletzung an Nase und Ohr). Hierfür richtete die AXA in 
der Folge ein Taggeld aus (vgl. act. II 1). Mit Schadenmeldung vom 3. Juli 
2012 (Akten der AXA [act. IIB] A7) zeigte der Beschwerdeführer einen sich 
am 5. Juni 2012 in der Region … ereigneten Motorradunfall an. Sodann 
machte der Beschwerdeführer mit Schadenmeldung vom 7. August 2012 ein 
weiteres Unfallereignis vom 30. März 2012 (Sturz von Leiter) geltend (Akten 
der AXA [act. IIC] A1). 

Nach Vornahme von Abklärungen verneinte die AXA mit Verfügung vom 
20. März 2013 (act. IIB A32) für die geltend gemachten Ereignisse einen 
Leistungsanspruch gegenüber der obligatorischen Unfallversicherung, dies 
mit der Begründung, dass der Beschwerdeführer den Arbeitnehmerbegriff 
nicht erfülle und daher nie obligatorisch gegen Unfälle versichert gewesen 
sei. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer am 22. April 2013 Einsprache 

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(act. IIB 37) und reichte verschiedene Unterlagen ein (vgl. act. IIB 37-A41). 
Am 4. Juli 2013 ersuchte er um Sistierung des Einspracheverfahrens bis zum 
Abschluss einer gleichzeitig gegen ihn laufenden Strafuntersuchung, u.a. im 
Zusammenhang mit der fraglichen Geschäftsaktivität der D.________ GmbH 
(act. IIB A41). Das Einspracheverfahren wurde in der Folge sistiert (vgl. 
act. IIB A42, A43, A46, A47, A48). Mit Verfügung vom 30. September 2016 
(act. IIB A49/B1 bzw. act. IIC A7/B1) stellte die Staatsanwaltschaft des Kan-
tons Bern, Region Bern-Mittelland, das Strafverfahren gegen den Beschwer-
deführer ein. Die AXA traf alsdann weitere Abklärungen und wies die Ein-
sprache mit Entscheid vom 17. September 2018 ab (act. IIB 78). 

B.

Hiergegen erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 5. Oktober 2018 Beschwerde und beantragte 
die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides vom 17. Septem-
ber 2018 sowie die Ausrichtung der gesetzlichen Unfallversicherungsleistun-
gen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. Januar 
2019 auf Abweisung der Beschwerde. In verfahrensrechtlicher Hinsicht be-
antragte sie eventualiter, das Verwaltungsgericht des Kantons Bern sei ört-
lich unzuständig zu erklären und das Verfahren an das Sozialversicherungs-
gericht des Kantons Zürich zu überweisen. 

Der Instruktionsrichter holte in der Folge bei der Gemeinde ... eine Adress-
auskunft ein (in den Gerichtsakten).

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Februar 2020 wurde den Parteien 
mitgeteilt, dass gestützt auf die Adressauskunft der Gemeinde ... der letzte 
bekannte Wohnsitz des Beschwerdeführers in der Schweiz bis Ende Mai 
2013 in ... gewesen sei. Der Beschwerdeführer wurde sodann aufgefordert, 
dem Verwaltungsgericht einen allfälligen späteren schweizerischen Wohn-
sitz bis am 12. März 2020 mitsamt entsprechenden Belegen mitzuteilen. 

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Am 2. März 2020 ging beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern unaufge-
fordert eine Fax-Nachricht der E.________ AG,..., ein, in welcher deren re-
gionaler Verkaufsleiter F.________ eine fortwährend gute Zusammenarbeit 
zwischen der E.________ AG und der D.________ GmbH und namentlich 
mit dem Beschwerdeführer beschrieb. 

Mit Eingabe vom 28. Februar 2020 (Eingang beim Gericht am 6. März 2020) 
machte der Beschwerdeführer selbst weitere Ausführungen und reichte ver-
schiedene Akten ein (Akten des Beschwerdeführers [act. IA] unpaginiert). 

Mit Eingabe vom 12. März 2020 reichte der Rechtsvertreter des Beschwer-
deführers weitere Unterlagen ein (Akten des Beschwerdeführers [act. IB] 1-
9), wobei es sich weitgehend um die bereits am 2. und 6. März 2020 beim 
Gericht eingelangten Unterlagen handelte.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen 
nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Be-
schwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist aufgrund 
des letzten bekannten schweizerischen Wohnsitzes in ... bis zum 31. Mai 
2013 (vgl. Adressauskunft der Gemeinde ... vom 24. Januar 2019 [in den 
Gerichtsakten]; vgl. auch Eingabe des Beschwerdeführers vom 28. Februar 

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2020, S. 2) gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde 
einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 17. September 2018 
(act. IIB A78), mit dem die Verfügung vom 20. März 2013 (act. IIB A32) 
bestätigt und ausgeführt wurde, dass kein Anspruch auf Leistungen der ob-
ligatorischen Unfallversicherung bestehe, da der Beschwerdeführer die Ar-
beitnehmereigenschaft nicht erfüllt habe. Streitig und zu prüfen ist der An-
spruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung und in diesem 
Zusammenhang namentlich, ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der gel-
tend gemachten Unfallereignisse als Arbeitnehmer bei der D.________ 
GmbH angestellt war. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus 
drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 
lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft 
getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich – wie hier – vor dem 
Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbestim-
mungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

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2.2 Nach Art. 1a Abs. 1 UVG (in der bis 31. Dezember 2016 in Kraft ge-
wesenen [AS 1982 1676, AS 2002 3423] und mit der 1. UVG-Revision ledig-
lich redaktionell angepassten seitherigen Fassung [AS 2014 4375]) sind die 
in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer, einschliesslich der Heimarbeiter, 
Lehrlinge, Praktikanten, Volontäre sowie der in Lehr- und Invalidenwerkstät-
ten tätigen Personen obligatorisch nach den Bestimmungen des UVG versi-
chert. Als Arbeitnehmer im Sinne dieser Bestimmung gilt laut Art. 1 UVV, wer 
eine unselbstständige Erwerbstätigkeit im Sinne der Bundesgesetzgebung 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ausübt (vgl. Art. 5 
und 9 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10] sowie Art. 6 ff. der Verord-
nung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
[AHVV; SR 831.101]). Gemäss Art. 10 ATSG gelten Personen als Arbeitneh-
mer und Arbeitnehmerinnen, die in unselbstständiger Stellung Arbeit leisten 
und dafür massgebenden Lohn nach dem jeweiligen Einzelgesetz beziehen.

2.3 Das UVG umschreibt den Begriff des Arbeitnehmers, an den es für 
die Unterstellung unter die obligatorische Versicherung anknüpft, nicht. Nach 
den leitenden Grundsätzen der Rechtsprechung ist als Arbeitnehmer 
gemäss UVG zu betrachten, wer um des Erwerbes oder der Ausbildung Wil-
len für einen Arbeitgeber, mehr oder weniger untergeordnet, dauernd oder 
vorübergehend tätig ist, ohne hierbei ein eigenes wirtschaftliches Risiko tra-
gen zu müssen. Die Arbeitnehmereigenschaft ist jeweils unter Würdigung 
der gesamten Umstände des Einzelfalls zu beurteilen. Entscheidend ist da-
bei namentlich, ob geleistete Arbeit, ein Unterordnungsverhältnis und die 
Vereinbarung eines Lohnanspruchs in irgendeiner Form vorliegen (BGE 141 
V 313 E. 2.1 S. 314 f.; SVR 2015 UV Nr. 7 S. 28 E. 7.1; vgl. zur Arbeitneh-
mereigenschaft MANZ/GROB, in FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, 2019, Art. 1a N. 8). Im Re-
gelfall besteht zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein Arbeitsvertrag 
gemäss Art. 319 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) 
oder ein öffentlich-rechtliches Anstellungsverhältnis. Sind solche Rechtsver-
hältnisse gegeben, besteht kaum Zweifel, dass es sich um einen Arbeitneh-
mer gemäss UVG handelt. Das Vorhandensein eines Arbeitsvertrags ist je-
doch nicht Voraussetzung für die Versicherteneigenschaft gemäss Art. 1a 
Abs. 1 UVG. Liegt weder ein Arbeitsvertrag noch ein öffentlich-rechtliches 

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Arbeitsverhältnis vor, ist unter Würdigung der wirtschaftlichen Umstände in 
ihrer Gesamtheit zu beurteilen, ob die Arbeitnehmereigenschaft gegeben ist 
(BGE 141 V 313 E. 2.1 S. 315; SVR 2015 UV Nr. 7 S. 28 E. 7.2).

Entscheidend für die Bejahung der Arbeitnehmereigenschaft nach Art. 1a 
UVG ist – wie erwähnt – , ob geleistete Arbeit, ein Unterordnungsverhältnis 
und die Vereinbarung eines Lohnanspruchs in irgendeiner Form vorliegen 
(Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 24. Januar 2020, 8C_538/2019, 
E. 2.3). Für die Versicherungsunterstellung ist grundsätzlich die Bejahung 
eines Lohnanspruchs relevant. Einer tatsächlichen Lohnauszahlung bedarf 
es hingegen nicht (LOCHER/GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungs-
rechts, 4. Aufl. 2014, § 22 Rz. 11; RIEMER-KAFKA/KADERLI, in: HÜRZELER/KIE-
SER [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 
UVG, 2018, Art. 1a UVG N. 231; MANZ/GROB, a.a.O., N. 8 zu Art. 1a UVG).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a 
S. 352). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrschein-
lich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem 
feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer 
Beweise zu verzichten. Gleiches gilt, wenn der Sachverhalt, den die Partei 
beweisen will, nicht rechtserheblich erscheint. In einem solchen Vorgehen 
liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör.

2.5 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungs-
last begriffsnotwendig aus, da es Sache der verfügenden Behörde – bzw. 
des Gerichts – ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt 
zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in der Regel 
eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid 
zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst 

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Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Beweiswürdigung einen 
Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, 
der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429, 138 V 
218 E. 6 S. 222).

Für eine anspruchsbegründende Tatsache liegt die objektive Beweislast bei 
der leistungsansprechenden Person (BGE 121 V 204 E. 6a S. 208). Das 
Sozialversicherungsrecht kennt keinen allgemeinen Rechtsgrundsatz, wo-
nach im Zweifelsfalle zugunsten der versicherten Person zu entscheiden sei. 
Ein Anspruch auf Leistungen besteht – wie erwähnt – nur, wenn die Voraus-
setzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 
1983 S. 260 E. 2b).

3.

3.1

3.1.1 Im Einspracheentscheid vom 17. September 2018 (act. IIB A78) bzw. 
in der diesem zugrundeliegenden Verfügung vom 20. März 2013 (act. IIB 
A32) vertrat die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen den Standpunkt, es 
bestehe trotz entsprechenden Abklärungen kein hinreichender Nachweis ei-
ner Geschäftstätigkeit der D.________ GmbH, da weder Anhaltspunkte über 
die Art der Tätigkeit hätten eruiert werden können, noch infolge fehlender 
Zahlungseingänge Hinweise für erbrachte Dienstleistungen an Kunden do-
kumentiert seien. Auch wenn das Strafverfahren gegen den Beschwerdefüh-
rer mittlerweile eingestellt worden sei, lasse sich eine Arbeitnehmertätigkeit 
bzw. Arbeitnehmereigenschaft i.S.v. Art. 1a Abs. 1 UVG nicht mit dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisen, weshalb kein 
Anspruch auf Leistungen der der obligatorischen Unfallversicherung nach 
UVG bestehe (vgl. act. IIB A78/7; Beschwerdeantwort Ziff. 69). 

3.1.2 Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber zusammengefasst vor, 
es habe zwischen ihm und der D.________ GmbH ein Arbeitsvertrag bestan-
den, weshalb ohne weiteres von der Arbeitnehmereigenschaft auszugehen 
sei. Diese bestehe zudem weitgehend unabhängig von der Tätigkeit des Be-

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schwerdeführers, des dafür bezogenen Lohnes, und einer erfolgten Freistel-
lung bzw. Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitgeberin. 
Ebenfalls würden eine Vielzahl von Dokumenten und Korrespondenz eine 
Geschäftstätigkeit der D.________ GmbH belegen. Darum bestehe für die 
geltend gemachten Unfallereignisse eine Versicherungsdeckung durch die 
obligatorische Unfallversicherung.

3.1.3 Zu prüfen ist somit, ob der Beschwerdeführer nach dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) im 
Zeitpunkt der geltend gemachten Unfallereignisse vom 8./9. Oktober 2011, 
30. März 2012 und 5. Juni 2012 (vgl. act. IIA A1/1, M2; act. IIB A7; act. IIC 
A1) als Arbeitnehmer i.S.v. Art. 1a Abs. 1 UVG bei der D.________ GmbH 
angestellt und als solcher für diese tätig war, das heisst in diesem Zusam-
menhang eine operative Tätigkeit stattgefunden hat. Da das Sozialversiche-
rungsgericht nicht an das Erkenntnis des Strafrichters gebunden ist, beant-
wortet sich diese Frage unabhängig vom Ausgang des Strafverfahrens – das 
eingestellt worden ist –, wobei die dortigen Beweiserhebungen in die vorlie-
gende freie Beweiswürdigung miteinzubeziehen sind (RUMO-JUNGO/HOZER, 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 6).

3.2

3.2.1 Die D.________ GmbH mit Sitz in ... bzw. Domiziladresse …, ..., 
wurde am …. Juli 2011 im Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft 
wurde mit Entscheid des zuständigen Einzelgerichts vom …. November 
2013 mit Wirkung ab dem …. Dezember 2013, 24:00 Uhr, gemäss Art. 731b 
OR aufgelöst und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs 
angeordnet. Das Konkursverfahren wurde mit Entscheid des zuständigen 
Einzelgerichts vom …. Februar 2014 mangels Aktiven eingestellt und die 
Gesellschaft in der Folge von Amtes wegen am …. Mai 2014 gelöscht (vgl. 
Handelsregisterauszug; abrufbar unter <https://be.chregister.ch>). 

Der Beschwerdeführer war gemäss Handelsregisterangaben vom …. Juli 
2011 bis am …. August 2012 als Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der 
D.________ GmbH eingetragen (SHAB-Publ. Nr. … vom …. Juni 2011, 
Nr. … vom …. August 2012). Daneben war G.________, … Staatsangehö-

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riger, in …, ..., als alleiniger Gesellschafter und (vorsitzender) Geschäftsfüh-
rer eingetragen. Die Domiziladresse der D.________ GmbH lautete auf die 
letzte bekannte Wohnadresse des Beschwerdeführers in der Schweiz (vgl. 
act. IIB A49/B2 S. 9 Ziff. 2.3.2; Adressauskunft der Einwohnergemeinde ... 
vom 24. Januar 2019 [in den Gerichtsakten]).

Die D.________ GmbH war gemäss polizeilichen Ermittlungen nicht im Re-
gister der mehrwertsteuerpflichtigen Personen eingetragen (vgl. act. IIB 
A49/B2 S. 17; vgl. <www.uid.admin.ch>), was auch ein Indiz auf eine feh-
lende Geschäftstätigkeit ist.

3.2.2 Betreffend die arbeitsrechtliche Situation teilte der Beschwerdeführer 
mit Schreiben vom 22. Oktober 2012 mit, ein Stellenprofil im Sinne eines 
schriftlich festgehaltenen Pflichtenhefts sei nicht vorhanden. Er amte als Ge-
schäftsführer der D.________ GmbH und sei für jegliche Tätigkeit zuständig. 
Sein Chef und der gleichzeitig einzige Gesellschafter, G.________, sei in ... 
tätig (act. IIB A21).

Mit der Einsprache vom 22. April 2013 (act. IIB A37/1 f.) gegen die leistungs-
abweisende Verfügung vom 20. März 2013 (act. IIB A32) reichte der Be-
schwerdeführer u.a. ein auf 27. Juli 2011 datiertes Dokument mit der Über-
schrift „Geschäftsführervertrag“ ein, in dem verschiedene Bestimmungen, 
namentlich zur Kündigung, dem Lohnanspruch (Fr. 9‘500.-- brutto pro Mo-
nat), der Lohnfortzahlung im Fall von Krankheit oder Tod, der Unfallversiche-
rung und dem Ferienanspruch aufgeführt sind (act. IIB A37/10 f.).

Im Rahmen der polizeilichen Hausdurchsuchung vom 12. September 2012 
am letzten bekannten Wohndomizil des Beschwerdeführers in der Schweiz 
bzw. der Domiziladresse der D.________ GmbH (vgl. act. IIB A49/B2 S. 9 
Ziff. 2.3.2), wurden mehrere Versionen eines „Zwischenzeugnisses“, datiert 
vom 25. Januar 2012, vorgefunden. Darin seien die Fähigkeiten des Be-
schwerdeführers als Geschäftsführer vom Gesellschafter G.________ sehr 
gelobt worden. Der Beschwerdeführer habe das in ihn gesetzte Vertrauen 
stets zur vollsten Zufriedenheit erfüllt und sein Verhalten sei jederzeit vor-
bildlich, kooperativ und konstruktiv gewesen. G.________ dankte dem Be-
schwerdeführer darin für die stets gute Zusammenarbeit und wünschte ihm 

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für das Einbürgerungsgesuch alles Gute (vgl. act. IIB A49/B2 [Ermittlungs-
bericht] S. 19 Ziff. 3.3.2).

Mit einem vom 25. Mai 2012 datierenden, an den Beschwerdeführer gerich-
teten Schreiben wurde seine Anstellung als Geschäftsführer der D.________ 
GmbH per 31. August 2012 gekündigt. Zur Begründung wurde sinngemäss 
eine Vermischung von geschäftlichen Aktivitäten und privaten Angelegen-
heiten, namentlich dem Einbürgerungsgesuch, angegeben (act. IIB A20/1). 
Hierzu besteht ferner eine auf Deutsch übersetzte „Eidesstattliche Erklärung“ 
von G.________, in welcher er die erfolgte Kündigung des Arbeitsverhältnis-
ses bestätigte (vgl. act. IIB A20/2 f.), ohne jedoch Datum und Grund der Kün-
digung anzugeben. Anlässlich der polizeilichen Hausdurchsuchung wurde 
sodann eine weitere Version des Kündigungsschreibens vom 25. Mai 2012 
gefunden (vgl. act. IIB 74/1; vgl. hierzu auch act. IIB 49/B2 S. 19 Ziff. 3.3.3).

Anlässlich der Einsprache gegen die leistungsabweisende Verfügung vom 
20. März 2013 (act. IIB A32) reichte der Beschwerdeführer verschiedene 
Lohnabrechnungen für den Zeitraum zwischen August 2011 und Februar 
2012 ein, gemäss welchen ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 9‘500.-- re-
spektive ein Nettolohn von Fr. 8‘112.10 bestanden habe (vgl. act. IIB 
A37/15-20).

Aus dem I.________-Kontoauszug der D.________ GmbH für den Zeitraum 
vom 19. August 2011 bis 13. Dezember 2012 ergeben sich folgende Last-
schriften zugunsten des Beschwerdeführers, welche im Buchungstext die 
Bezeichnung „Lohn“ oder „Salary“ enthalten (vgl. act. IIB A76):

26. August 2011 Fr. 7‘100.--
23. September 2011 Fr. 7‘100.--
30. Oktober 2011 Fr. 7‘100.--
25. November 2011 Fr. 7‘100.--

9. Januar 2012 Fr. 7‘100.--
25. Januar 2012 Fr. 7‘100.--
24. Februar 2012 Fr. 7‘100.--
30. März 2012 Fr. 12.10
21. Mai 2012 Fr. 4‘500.--

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Daneben finden sich wiederholt hohe Bargeldeinzahlungen und Kontoüber-
träge vom Privatkonto des Beschwerdeführers auf das Geschäftskonto der 
D.________ GmbH. Demgegenüber sind keine ausgewiesenen Debitoren-
zahlungen von Geschäftskunden aus dem Kontoverlauf ersichtlich (vgl. 
act. IIB A49/B2 S. 21 Ziff. 3.3.7). 

Gemäss dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) des Beschwerdefüh-
rers wurde für das Beitragsjahr 2011 ein Jahreseinkommen von Fr. 27‘958.-
- abgerechnet (act. IIB A77/2). Ab dem Jahr 2012 wurde kein Einkommen 
mehr ausgewiesen (act. IIB A58/2). Für die Jahre 2011 und 2012 reichte der 
Beschwerdeführer keine Steuererklärungen ein. Er wurde daher durch die 
Steuerverwaltung nach Ermessen veranlagt (vgl. act. IIB A70).

3.2.3 Gemäss Handelsregisterangaben bezweckte die D.________ GmbH 
den „…, … sowie Erbringung damit zusammenhängender Dienstleistungen. 
Die Gesellschaft kann Immaterialgüterrechte und Immobilien erwerben, hal-
ten und verwalten. Sie kann im In-/Ausland Zweigniederlassungen errichten, 
sich an anderen Unternehmen beteiligen sowie alle Geschäfte tätigen, die 
der Förderung des Zwecks dienen.“ (vgl. Handelsregisterauszug; 
<https://be.chregister.ch>). 

Im Rahmen der Einsprache vom 22. April 2013 (act. IIB A37/2) gegen die 
leistungsabweisende Verfügung vom 20. März 2013 (act. IIB A32) führte der 
Beschwerdeführer aus, es seien Abklärungen für den ... von ... getroffen und 
es sei eine Gesellschaft mit der Buchführung für die D.________ GmbH be-
auftragt worden. Sodann bestehe Korrespondenz betreffend eine Gesell-
schaft in .... In der dazugehörigen Sammelbeilage finden sich eine Dokumen-
tation für eine Verpackungsmaschine (act. IIB A37/6-9), ein Laborgerät 
(act. IIB A37/12 und 14) und nachfolgend Offerten von J.________ und der 
… K.________ AG betreffend ... und dessen Transport nach ... sowie meh-
rere Berechnungsblätter mit der erkennbaren Überschrift Kalkulation ...... 
(act. IIB A37/21 ff.). Dokumente, die einen Abschluss oder ein Scheitern der 
offerierten Geschäfte belegen, finden sich demgegenüber nicht. 

Mit Schreiben vom 30. April 2013 (act. IIB A39/1) reichte der Beschwerde-
führer eine Vielzahl von Dokumenten ein (act. IIB A39 f.). Darunter befindet 
sich eine E-Mail des Beschwerdeführers an seinen Rechtsvertreter vom 29. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 13

April 2013 (act. IIB A39/11 f.), in der er festhielt, „sie“ hätten von einem Kun-
den namens H.________ ... (Private) Ltd. am 21. März 2013 einen Auftrag 
für eine „Labelling Machine“ erhalten. Man brauche ein bis zwei Jahre, bis 
man einen solchen Auftrag bekomme. Die Maschine werde – ohne Angaben 
zur Währung – circa eine Million kosten und „sie“ würden vom Totalbetrag 
eine Provision von 10 % bis 25 % bekommen. Es seien bereits verschiedene 
Maschinen bis zu einem Wert von einer Million in den Jahren 2009 und 2010 
geliefert/verkauft worden und G.________, der Inhaber der D.________ 
GmbH, arbeite schon lange in diesem Bereich. 

Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 12. September 2012 am letzten be-
kannten Wohndomizil des Beschwerdeführers in der Schweiz bzw. der Do-
miziladresse der D.________ GmbH (vgl. act. IIB A49/B2 S. 9 Ziff. 2.3.2) 
wurden keine Unterlagen oder andere Hinweise auf eine operative Geschäft-
stätigkeit vorgefunden. Insbesondere seien am Gesellschaftssitz keine Ge-
schäftsbücher gefunden wurden. Trotz Beendigung des Arbeitsverhältnisses 
per Ende April (recte: August [vgl. AB act. IIB A74]) 2012 sei anlässlich der 
Hausdurchsuchung am Briefkasten des Beschwerdeführers noch die Fir-
menanschrift der D.________ GmbH angebracht gewesen. In den Einver-
nahmen hätten sodann weder die Stieftochter des Beschwerdeführers noch 
sein an der gleichen Domiziladresse wohnhafter Bruder die D.________ 
GmbH oder deren operative Tätigkeit gekannt (act. IIB A 49/B2 S. 20 
Ziff. 3.3.4). 

Die D.________ GmbH beauftragte die L.________ GmbH mit der Buch-
führung. Gemäss der im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen eingeholten 
Auskunft einer Mitarbeiterin der L.________ GmbH habe mit der Buch-
führung nicht begonnen werden könne, da – abgesehen von ein paar unbe-
deutenden Belegen – trotz Aufforderung keine Geschäftsunterlagen einge-
reicht worden seien (act. IIB A49/B2 S. 20 Ziff. 3.3.5). 

3.3

3.3.1 Der Beschwerdeführer reichte erst im Rahmen der Einsprache vom 
22. April 2013 (act. IIB A37/1 f.) gegen die leistungsabweisende Verfügung 
vom 20. März 2013 (act. IIB A32) ein als „Geschäftsführervertrag“ und an-
geblich vom 27. Juli 2011 datierendes Dokument ein (act. IIB A37/10 f.), 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 14

während er in einer früheren Stellungnahme vom 22. Oktober 2012 noch 
festgehalten hatte, dass kein Stellenprofil im Sinne eines schriftlichen Pflich-
tenheftes bestehe (vgl. act. IIB A21). Dies erstaunt, zumal das betreffende 
Dokument, wie auch die weiteren arbeitsrechtlichen Unterlagen („Zwischen-
zeugnis“, „Kündigungsschreiben“, „Lohnabrechnungen“), alle deutlich vor 
der ersten Aufforderung der Beschwerdegegnerin zum Nachweis eines An-
stellungsverhältnisses datieren. 

Sodann wurden sowohl der „Geschäftsführervertrag“ als auch die weiteren 
Unterlagen zum Nachweis eines Anstellungsverhältnisses zwischen dem 
Beschwerdeführer und der D.________ GmbH mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit von ihm selbst erstellt. Dies wird zudem dadurch gestützt, dass 
der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 28. Februar 2020 (S. 3) selbst 
angab, sein Chef und einziger Gesellschafter der D.________ GmbH, 
G.________, spreche lediglich ... und verstehe kein Deutsch, weshalb er die 
Dokumente übersetze und ihn dann diese unterschreiben lasse. Dieses Vor-
gehen erscheint insgesamt zweifelhaft, zumal sich die verschiedenen Versi-
onen des angeblichen Kündigungsschreibens vom 25. Mai 2012 stark von-
einander unterscheiden (vgl. act. IIB A74) und zudem anlässlich der polizei-
lichen Hausdurchsuchung keine Originale respektive Übersetzungen auf ... 
respektive diesbezügliche Korrespondenz zwischen dem Beschwerdeführer 
und G.________ vorgefunden wurde, was aufgrund des vom Beschwerde-
führer in seiner Eingabe vom 28. Februar 2020 beschriebenen Vorgehens 
zu erwarten gewesen wäre. Diese sich widersprechenden Dokumente stel-
len somit reine Parteibehauptungen dar. Schon aus diesem Grund vermögen 
sie ungeachtet der verschiedenen inhaltlichen Widersprüche für sich alleine 
ohnehin kein tatsächlich bestandenes Arbeitsverhältnis i.S.v. Art. 319 ff. OR 
zu belegen. Gestützt darauf lässt sich – entgegen der vom Beschwerdefüh-
rer vertretenen Ansicht (vgl. Beschwerde S. 5; Eingabe vom 28. Februar 
2020 S. 3) – daher auch nicht unbesehen auf eine Arbeitnehmereigenschaft 
nach Art. 1a UVG und damit eine Versicherung durch die obligatorische Un-
fallversicherung schliessen. Vielmehr sind nachfolgend die weiteren Um-
stände, namentlich die wirtschaftlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen 
und insgesamt zu würdigen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 15

3.3.2 Die im Rahmen der polizeilichen Hausdurchsuchung an der letzten 
bekannten Wohnadresse des Beschwerdeführers in der Schweiz bzw. der 
Domiziladresse der D.________ GmbH vom 12. September 2012 (vgl. 
act. IIB A49/B2 S. 9 Ziff. 2.3.2) vorgefundenen „Zwischenzeugnisse“ vom 
25. Januar 2012 stehen im Widerspruch zu beiden Versionen des angebli-
chen „Kündigungsschreibens“ vom 25. Mai 2012 (act. IIB A74). Es erscheint 
nicht einsichtig, warum noch im „Zwischenzeugnis“ das Verhalten des Be-
schwerdeführers insgesamt sehr gelobt wurde und explizit in zusprechen-
dem Sinn auf das laufende Einbürgerungsverfahren Bezug genommen 
wurde, um nur wenige Monate später die ausgesprochene Kündigung mit 
einer Vermischung der geschäftlichen Tätigkeit und des privaten Einbürge-
rungsgesuchs zu begründen (vgl. act. IIB A49/B2 S. 19 Ziff. 3.3.2 f.). Daran 
vermag auch die „Eidesstattliche Erklärung“ von G.________ (act. IIB 
A20/2 f.) zur erfolgten Kündigung nichts zu ändern, zumal diese völlig un-
spezifisch ist und keine nachvollziehbare Begründung für die vorgenannten 
Unstimmigkeiten enthält. Die „Zwischenzeugnisse“ eignen sich unter diesen 
Umständen ebenfalls nicht, glaubwürdige Indizien für den Bestand eines Ar-
beitsverhältnisses zwischen dem Beschwerdeführer und der D.________ 
GmbH zu liefern.

3.3.3 Der Beschwerdeführer war gemäss eigenen Angaben im Schreiben 
vom 22. Oktober 2012 (act. IIB A21/1) als Geschäftsführer „für jegliche Tätig-
keit zuständig“. Sein Chef, G.________, sei in ... tätig. Die Existenz eines 
Pflichtenhefts wurde dabei verneint. Gemäss dem erst nachträglich im Rah-
men der Einsprache vom 22. April 2013 (act. IIB A37) gegen die leistungs-
abweisende Verfügung vom 20. März 2013 (act. IIB A32) eingereichten als 
„Geschäftsführervertrag“ bezeichneten Dokument (act. IIB A37/10 Ziff. 1) sei 
der Beschwerdeführer Geschäftsführer der Gesellschaft und vertrete die Ge-
sellschaft nach Massgabe des Gesellschaftsvertrags und den Beschlüssen 
der Gesellschafter. Gestützt darauf hatte der Beschwerdeführer (angeblich) 
umfassende Handlungskompetenzen ohne ersichtliche formelle oder fakti-
sche Beschränkungen. Weder aus den Abklärungen der Beschwerdegegne-
rin, noch derjenigen der Staatsanwaltschaft noch den vielen vom Beschwer-
deführer eingereichten Unterlagen ergeben sich irgendwelche Anhalts-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 16

punkte darauf, dass G.________ als angeblicher Vorgesetzter des Be-
schwerdeführers letzterem während der gesamten behaupteten Beschäfti-
gungsdauer je Weisungen oder dergleichen erteilt hätte. 

Auch wenn der Beschwerdeführer gemäss eigener Darstellung als Ge-
schäftsführer der D.________ GmbH angestellt wurde und mit dieser Funk-
tion notwendigerweise weitreichende Kompetenzen einhergehen, ergeben 
sich gestützt auf die umfassenden Abklärungen der Beschwerdegegnerin 
sowie der Strafverfolgungsbehörden keinerlei Hinweise für eine Eingliede-
rung des Beschwerdeführers in den Betrieb der D.________ GmbH im Sinne 
eines auch nur ansatzweise bestandenen Unterordnungsverhältnisses. Das 
Gegenteil ist der Fall: Der Beschwerdeführer erstellte sämtliche „arbeitsver-
traglichen Dokumente“ einschliesslich des nachträglich eingereichten „Ge-
schäftsführervertrages“, die verschiedenen Versionen der (sehr gut ausge-
fallenen) „Zwischenzeugnisse“ und der diesen widersprechenden „Kündi-
gungen“ und die „Lohnabrechnungen“ (vgl. dazu E. 3.3.4 hiernach) mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit völlig eigenständig. Auch der Bestand eines 
Subordinationsverhältnisses (vgl. dazu E. 2.3 hiervor) ist demnach vorlie-
gend zu verneinen. 

3.3.4 Gestützt auf die polizeilichen Ermittlungen ist ferner davon auszuge-
hen, dass die Einzahlung des Gründungskapitals von Fr. 20‘000.-- am 1. Juli 
2011 nicht durch G.________ als einzigem im Handelsregister eingetrage-
nem Gesellschafter erfolgte, sondern durch den Beschwerdeführer, welcher 
am selben Tag auf zwei seiner persönlichen Bankkonti Belastungen von je 
Fr. 10‘000.-- vornahm (vgl. act. IIB A49/B2 S. 40 Ziff. 5.1.4, A75/1 und 2 
[Auszahlungen vom 1. Juli 2011]), wobei nicht ersichtlich ist, dass dieses 
Geld vorher von G.________ an ihn überwiesen worden wäre. Der Be-
schwerdeführer war damit in tatsächlicher Hinsicht mit seinem privaten Ver-
mögen an der D.________ GmbH beteiligt und hatte zufolge der getätigten 
massgeblichen Investitionen ein eigenes wirtschaftliches bzw. geschäftli-
ches Risiko zu tragen. Dies spricht ebenfalls klar gegen die Annahme einer 
Arbeitnehmereigenschaft i.S.v. Art. 1a UVG, welche u.a. das Fehlen eines 
persönlichen wirtschaftlichen Risikos als zusätzliches Qualifikationskriterium 
gerade voraussetzt (vgl. E. 2.3 hiervor; LOCHER/
GÄCHTER, a.a.O., § 22 Rz. 20).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 17

3.3.5 Der im „Geschäftsführervertrag“ vom 27. Juli 2011 (act. IIB A37/10 
Ziff. 7) respektive in den unterschiedlichen Lohnabrechnungen für die Mo-
nate August 2011 bis Februar 2012 (act. IIB A37/15-20) angegebene Mo-
natslohn von brutto Fr. 9‘500.-- lässt sich durch diese Dokumente nicht be-
legen, da sie – wie bereits dargelegt (vgl. E. 3.3.1 hiervor) – vom Beschwer-
deführer selbst als Geschäftsführer der D.________ GmbH erstellt wurden 
und damit auch hier als unbelegte Parteibehauptungen nicht geeignet sind, 
einen tatsächlich bestandenen Lohnanspruch zu belegen. Hinzu kommt, 
dass ausweislich der eingereichten Lohnabrechnungen weder das Valuta 
der angeblichen Lohnausrichtung noch die Auszahlungsmodalitäten ersicht-
lich sind. Festzustellen ist zudem, dass eine Barauszahlung des angeblichen 
Lohnes weder auf den Lohnabrechnungen ersichtlich bzw. quittiert ist noch 
je vom Beschwerdeführer geltend gemacht wurde.

Die vertraglich festgehaltene bzw. auf den Lohnabrechnungen angegebene 
Lohnsumme stimmt sodann in keiner Weise überein mit den unregelmässi-
gen als „Lohn“ oder „Salary“ bezeichneten Gutschriften auf dem Privatkonto 
des Beschwerdeführers (vgl. act. IIB A76). Soweit der Beschwerdeführer 
hierzu in seiner Eingabe vom 28. Februar 2020 (S. 3) sinngemäss geltend 
zu machen scheint, dass er für die Gründung einer Gesellschaft in ... Geld 
von G.________ bekommen habe, während der weitere Lohn seine Frau in 
... erhalten habe, ist dies als unbelegte Schutzbehauptung zu werten. Zudem 
sind auf dem Privatkonto des Beschwerdeführers keine Gutschriften von 
G.________ im hier zu beurteilenden Zeitraum ersichtlich. 

Sodann erfolgten jeweils vor bzw. nach den angeblichen Lohnzahlungen 
grössere Bargeldeinzahlungen auf das Geschäftskonto der D.________ 
GmbH bzw. Überweisungen vom Privatkonto des Beschwerdeführers (vgl. 
act. IIB A76). Die behaupteten Lohnzahlungen wurden folglich durch den Be-
schwerdeführer mit verschiedenen Überweisungen selber finanziert. Es er-
folgten – abgesehen von den Taggeldleistungen der Beschwerdegegnerin – 
keine weiteren Gutschriften von Debitoren bzw. Geschäftskunden der 
D.________ GmbH, aus welchen die Lohnzahlung hätten vorgenommen 
werden können (vgl. act. IIB A49/B2 S. 20 f. Ziff. 3.3.7). Den wechselseitigen 
Geldverschiebungen zwischen verschiedenen finanziellen Einflussberei-
chen des Beschwerdeführers kommt daher wirtschaftlich betrachtet kein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 18

Lohncharakter zu. Die Banküberweisungen bzw. die dokumentierten Kon-
toführungen sind damit ebenfalls nicht geeignet, einen Lohnanspruch zu be-
legen. 

Sodann lässt sich auch aus den weiteren Akten kein effektiver Lohnanspruch 
ableiten: Die D.________ GmbH verfügt nicht über ordnungsgemäss ge-
führte Geschäftsbücher, aus welchen eine konsistente Lohnabbuchung her-
vorgehen würde. Vielmehr konnte die mit der Buchhaltung beauftragte 
L.________ GmbH nicht mit der Buchhaltung beginnen, da trotz Aufforde-
rung keine Geschäftsunterlagen eingereicht wurden (act. IIB A49/B2 S. 20 
Ziff. 3.3.5). 

Der Nachweis eines Lohnanspruchs kann schliesslich auch nicht gestützt auf 
steuerliche Angaben des Beschwerdeführers erfolgen, da er für die Beitrags-
jahre 2011 und 2012 keine Steuererklärungen ausgefüllt und eingereicht hat 
und in der Folge nach Ermessen veranlagt wurde (vgl. act. IIB A70). Die 
Gründe hierfür (vgl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 28. Februar 2020, 
S. 4) spielen keine Rolle. 

Ein weiterer Widerspruch besteht zu den Angaben im Individuellen Konto 
(IK; act. IIB A77/2, A58/2), ausweislich dessen lediglich für das Beitragsjahr 
2011 ein betraglich nicht mit den Lohnangaben des Beschwerdeführers 
übereinstimmendes Jahreseinkommen von Fr. 27‘958.-- abgerechnet 
wurde. Für das Jahr 2012 wurde zudem – trotz entsprechender „Lohnab-
rechnungen“ und einer behaupteten Beschäftigung bis zum Ausscheiden 
aus der D.________ GmbH per 31. August 2012 (vgl. act. IIB A74 [beide 
Versionen]) – kein Erwerbseinkommen angegeben. Der IK-Auszug liefert da-
mit keine Indizien für einen Lohnanspruch (vgl. BGE 131 V 144 E. 1.2), son-
dern birgt vielmehr weitere Anhaltspunkte, welche für eine Fiktion der Lohn-
zahlungen sprechen. Daran vermag schliesslich auch der Umstand nichts zu 
ändern, dass der Beschwerdeführer für den von ihm angegebenen Lohn Prä-
mien bezahlt hat, da dies für den Nachweis eines entsprechenden, vor den 
Unfallereignissen erzielten Lohnes nicht ausreicht (Entscheid des BGer vom 
8. Mai 2019, 8C_790/2018, E. 4.7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 19

Insgesamt ist damit trotz der erfolgten umfassenden Abklärungen im mass-
gebenden Zeitraum kein Lohnanspruch nach dem erforderlichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.

3.3.6 Die vom Beschwerdeführer unter anderem eingereichten verschiede-
nen Offerten im Zusammenhang mit einem angeblich geplanten ... von ... 
(vgl. act. IIB A37/21 ff.) genügen nicht für den Nachweis einer tatsächlichen 
operativen Tätigkeit der D.________ GmbH bzw. einer vom Beschwerdefüh-
rer im vorliegend zu beurteilenden Zeitraum erbrachten Arbeitsleistung. 
Hierin ist keine planmässige Verwirklichung einer erwerblichen Absicht im 
Sinne der Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 177 E. 3.1 S. 183, 139 V 12 E. 
4.3 S. 15) ersichtlich. Vielmehr erscheinen die via die private E-Mailadresse 
des Beschwerdeführers eingeholten Offerten wie auch die rudimentären so-
wie inhaltlich nicht nachvollziehbaren Kalkulationen beliebig bzw. konstruiert. 
Es findet sich denn auch keine weitere Korrespondenz, warum es nicht zu 
Geschäftsabschlüssen gekommen sei. 

Zu keinem anderen Schluss führen die verschiedenen zusammenhangslo-
sen vom Beschwerdeführer am 30. April 2013 eingereichten Unterlagen (vgl. 
Sammelbeilage zu act. IIB A39). In diesen mehrheitlich ohnehin ausserhalb 
der angeblichen Beschäftigungsdauer (vgl. E. 3.2.1 hiervor) des Beschwer-
deführers als Geschäftsführer datierenden Dokumenten wurden zwar ver-
schiede Kauf- und Lieferaufträge zwischen der D.________ GmbH (von ei-
nem angeblichen Geschäftslokal in … aus) und verschiedenen … Unterneh-
men, namentlich H.________ (Private) Ltd. und M.________ beschrieben. 
Dies ist jedoch in keiner Weise überzeugend, da entsprechende Transaktio-
nen mangels ordnungsgemäss geführter Geschäftsbücher (vgl. dazu act. IIB 
A49/B2 S. 20 Ziff. 3.3.5) weder betrieblich nachvollzogen werden können 
noch entsprechende Belastungen bzw. Gutschriften auf dem Geschäfts-
konto der D.________ GmbH ersichtlich sind (vgl. act. IIB A76, A49/B2 S. 21 
Ziff. 3.3.7). Auch ergibt sich aus diesen Dokumenten kein hinreichender Be-
zug zu einer operativen Tätigkeit der D.________ GmbH in der Schweiz und 
damit einer tatsächlichen Arbeitsleistung des Beschwerdeführers als deren 
vermeintlicher Geschäftsführer am Gesellschaftssitz. Die nachträglich zu-
sätzlich eingereichten Unterlagen erscheinen ebenfalls zweifelhaft, zumal 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 20

anlässlich der polizeilichen Hausdurchsuchung am letzten Wohnsitz des Be-
schwerdeführers in der Schweiz bzw. der Domiziladresse der D.________ 
GmbH gerade keine Unterlagen gefunden wurden, die auf eine operative 
Tätigkeit der Gesellschaft hingedeutet hätten (vgl. act. IIB A 49/B2 S. 20 
Ziff. 3.3.4). 

Schliesslich ist die unaufgefordert beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern am 2. März 2020 per Fax-Mitteilung (vgl. auch Beilage 3 zur Eingabe 
des Beschwerdeführers vom 12. März 2020) eingegangene Bestätigung von 
F.________ von der E.________ AG nicht geeignet, eine operative Tätigkeit 
der D.________ GmbH respektive eine erbrachte Arbeitsleistung des Be-
schwerdeführers im vorliegend interessierenden Zeitraum zu belegen. Die 
behaupteten Gespräche Anfangs 2012 begründen keine wirtschaftliche 
Tätigkeit und lassen sich zudem nicht auf Geschäftsunterlagen der 
D.________ GmbH abstützen. Eine tatsächliche Zusammenarbeit wurde so-
dann erst seit 2013 angegeben, was nach dem Ausscheiden des Beschwer-
deführers aus der Geschäftsführung der D.________ GmbH liegt (vgl. 
act. IIB A74, Handelsregisterauszug) und vorliegend ungeachtet deren 
tatsächlichen Bestandes keine Arbeitnehmereigenschaft i.S.v. Art. 1a UVG 
im massgebenden Zeitraum (vgl. E. 3.1.3 hiervor) zu begründen vermag. Zu-
dem erstaunt, dass eine fortwährende Zusammenarbeit mit der D.________ 
GmbH und namentlich auch mit dem Beschwerdeführer in den Jahren 2015 
bis 2018 beschrieben wurde, obwohl der Beschwerdeführer in diesem Zeit-
raum weder bei der D.________ GmbH angestellt war noch in der Schweiz 
wohnte und überdies die D.________ GmbH bereits im Jahr 2014 nach ge-
richtlicher Auflösung und Konkursliquidation im Handelsregister gelöscht 
wurde (vgl. Handelsregisterauszug). Es mag zwar möglich sein, dass der 
Beschwerdeführer nach seiner Ausreise aus der Schweiz im Mai 2013 (vgl. 
Einwohnergemeinde ... vom 24. Januar 2019 [in den Gerichtsakten]) allen-
falls in unberechtigter Verwendung der (gelöschten) Firma D.________ 
GmbH in ... einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sein könnte. Hieraus lässt 
sich indessen offenkundig keine unselbstständige Erwerbstätigkeit im Rah-
men einer Anstellung bei der D.________ GmbH im hier massgebenden 
Zeitraum 2011/2012 und damit auch keine Versicherungsdeckung für diese 
Zeit (vgl. dazu E. 2.2 f. hiervor) begründen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 21

Unter diesen Umständen lässt sich weder eine operative Tätigkeit der 
D.________ GmbH noch eine tatsächlich (in der Schweiz) erbrachte Arbeits-
leistung des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der geltend gemachten Unfal-
lereignisse der Jahre 2011 und 2012 (vgl. E. 3.1.3 hiervor) respektive 
während der Dauer der Eintragung als Geschäftsführer der D.________ 
GmbH vom…. Juli 2011 bis am …. August 2012 (vgl. Handelsregisteraus-
zug) nach dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit belegen. 

3.4 Zusammenfassend sind gestützt auf die umfangreichen Abklärungen 
der Beschwerdegegnerin, der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern (vgl. 
dazu act. IIB A49) und die vielzähligen vom Beschwerdeführer eingereichten 
Unterlagen sowie unter Würdigung der gesamten Umstände die kumulativen 
Qualifikationsmerkmale der Rechtsprechung für die Bejahung der Arbeitneh-
mereigenschaft i.S.v. Art. 1a UVG, namentlich Arbeitsleistung, Subordinati-
onsverhältnis und Lohnanspruch (vgl. E. 2.2 hiervor), nicht erfüllt. Eine Ar-
beitnehmereigenschaft gemäss Art. 1a UVG ist damit – wie erwähnt – im 
Zeitraum der geltend gemachten Unfallereignisse (vgl. E. 3.1.3 hiervor) nicht 
mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen. 

Weitergehende erfolgversprechende Abklärungsmöglichkeiten sind nicht er-
sichtlich und aus zusätzlichen Nachforschungen ist mit Blick auf die bisher 
getätigten Abklärungen und das widersprüchliche sowie unglaubwürdige 
Verhalten des Beschwerdeführers auch kein weiterer Erkenntnisgewinn zu 
erwarten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung hiervon Umgang zu neh-
men ist (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 
E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Die Folgen der Beweislosig-
keit hinsichtlich der anspruchsbegründenden Tatsachen hat vorliegend der 
Beschwerdeführer als diejenige Partei, die aus dem unbewiesen gebliebe-
nen Sachverhalt Rechte ableiten wollte, zu tragen (vgl. E. 2.5 hiervor). 

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 22

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin basierend auf der Ver-
fügung vom 20. März 2013 (act. IIB A32) mit dem angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 17. September 2018 (act. IIB A78) mangels rechtsgenüg-
lich nachgewiesener Arbeitnehmereigenschaft i.S.v. Art. 1a UVG einen Leis-
tungsanspruch gegenüber der obligatorischen Unfallversicherung aufgrund 
der geltend gemachten Unfallereignisse vom 8./9. Oktober 2011, 30. März 
2012 und 5. Juni 2012 (vgl. act. IIA A1/1, M2; act. IIB A7; act. IIC A1) zu 
Recht verneint. Dass die Beschwerdegegnerin initial aus der obligatorischen 
Unfallversicherung gewisse Leistungen erbracht und damit implizit auch die 
Versicherungsdeckung anerkannt hatte (vgl. act. II1; act. IIA A10/1; act. IIB 
A19/1; act. IIC A3/1), ändert daran nichts (vgl. etwa Entscheid des BGer vom 
17. Mai 2016, 8C_176/2016, E. 3.2 mit Hinweis). Die Beschwerde erweist 
sich als unbegründet und ist abzuweisen. 

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/18/730, Seite 23

- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt 
Fax-Eingabe der E.________ AG vom 2. März 2020 sowie Eingabe 
des Beschwerdeführers vom 28. Februar 2020 inklusive der jeweiligen 
Beilagen [in Kopie]) 

- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin (samt Fax-
Eingabe der E.________ AG vom 2. März 2020 sowie Eingaben des 
Beschwerdeführers vom 28. Februar 2020 und seines Rechtsvertre-
ters vom 12. März 2020 inkl. der jeweiligen Beilagen [in Kopie])

- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.