# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d06a75e-40d2-5f31-8c9a-8b9903975c63
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2016 F-123/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-123-2016_2016-09-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-123/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  S e p t e m b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 

Richterin Jenny de Coulon Scuntaro, Richter Martin Kayser,    

Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,   

vertreten durch  

MLaw Martin Bürgi, Rechtsanwalt, Advokatur Bolzern Haas 

& Partner, Winkelriedstrasse 35, 6002 Luzern,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, Quellenweg 6, 

3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Zustimmung zum arbeitsmarktlichen Vorentscheid des  

Kantons. 

 

 

 

F-123/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Bei der X._______ (nachfolgend: Gesuchstellerin bzw. Beschwerdeführe-

rin) handelt es sich um ein international ausgerichtetes Unternehmen mit 

Sitz in Y._______ Es bezweckt die Führung eines internationalen Instituts 

mit Internat in der Schweiz, welches Aus- und Weiterbildungen insbeson-

dere im Bereich Business Management, Hotelfach, Tourismus und Sprach-

wissenschaften anbietet und speziell auf ausländische Interessenten aus-

gerichtet ist (SEM pag. 20 ff.).  

B.  

Am 16. Februar 2015 stellte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

bei der Arbeitsmarktbehörde des Kantons Z._______ (Amt für Migration) 

ein erstes Gesuch für eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Erwerbstätigkeit 

für A._______, indonesischer Staatsangehöriger, geb. 1961, als Marketing 

Academic Administrator (SEM pag. 8 ff.). Daraufhin ersuchte die kantonale 

Instanz das SEM mittels Vorfrage um eine Stellungnahme (SEM pag. 3 f.). 

In seiner Antwort hielt das SEM am 27. Februar 2015 fest, dass aufgrund 

der vorliegenden Akten kein gesamtwirtschaftliches Interesse gemäss Art. 

18 des Ausländergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20) er-

sichtlich sei, und zog in Zweifel, dass von einer Spezialistentätigkeit und 

einer unentbehrlichen Anstellung gesprochen werden könne (SEM pag. 2). 

C.  

Die Arbeitsmarktbehörde des Kantons Z._______ beurteilte nach weiteren 

Ergänzungen seitens der Beschwerdeführerin das Gesuch positiv und lei-

tete es am 27. März 2015 zur Zustimmung an das SEM weiter (SEM pag. 

85 ff). Die Vorinstanz lehnte das Gesuch am 23. April 2015 formlos ab 

(SEM pag. 94). Im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs teilte 

die Beschwerdeführerin mit, dass die fragliche Stelle öffentlich ausge-

schrieben werde und stellte weitere Eingaben in Aussicht, zog ihr Gesuch 

in der Folge aber zurück (SEM pag. 96 ff.).  

D.  

Am 23. Juli 2015 wandte sich der Rechtsvertreter erneut an die zuständige 

Arbeitsmarktbehörde des Kantons Z._______ und beantragte für die Ge-

suchstellerin die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an A._______, 

zwecks Beschäftigung als Marketing Academic Administrator. 

F-123/2016 

Seite 3 

Das Gesuch wurde damit begründet, dass die Schule bereits heute von 

Absolventen aus der ganzen Welt besucht werde und sie ihr Geschäft künf-

tig insbesondere auf dem asiatischen Markt ausweiten möchte. Dabei ent-

falle der grösste Anteil auf den indonesischen Markt, wo sie bereits mit 

mehreren Partnerschulen Vertragsverbindungen aufgebaut habe. Die Zu-

sammenarbeit mit Partnerschulen sei für die Gesuchstellerin extrem wich-

tig, da 40 % der Studierenden aus Partnerschulen stammen würden. Der 

Aufbau und die Pflege von solchen Partnerbeziehungen sei deshalb für 

das Institut essentiell. Um ihre Ziele zu verwirklichen, sei die Gesuchstel-

lerin auf eine Person angewiesen, die die indonesische Sprache beherr-

sche, die indonesische Kultur verstehe, die deutsche Sprache beherrsche, 

die schweizerischen Gepflogenheiten kenne, über ein ausgezeichnetes 

Beziehungsnetz in Indonesien und  über verhandlungstechnisches und 

diplomatisches Geschick verfüge, in der Hotellerie wie auch in der Gastro-

nomie bewandert sei, indonesische Studenten betreuen könne und über 

einen gewinnenden Charakter und gute Umgangsformen verfüge. Die Ge-

suchstellerin habe in Herrn A._______ die optimale Person für die zu be-

setzende Stelle gefunden. Herr A.________ sei indonesischer Staatsange-

höriger. Nach der High School habe er das „National Hotel und Tourism 

Institut“ in M._______ absolviert. Danach habe er von 1982 bis 1983 als 

„Assistant Resident Manager“ bei den „B._______“ gearbeitet. Seit 1984 

arbeite er in der indonesischen Botschaft in C._______, zunächst drei 

Jahre als Privatsekretär des Botschafters, danach 20 Jahre in der konsu-

larischen Abteilung, anschliessend zwei Jahre in der Wirtschaftsabteilung, 

dann wieder ein Jahr in der konsularischen Abteilung und seit 2010 sei er 

erneut Sekretär des Botschafters gewesen, seit 2011 arbeitet er zusätzlich 

in der Kommunikations- Presse- und Kulturabteilung. Von 1991 bis 1994 

habe er berufsbegleitend am „D.________“ eine Ausbildung in Hotel Ma-

nagement gemacht. 

Herr A.________ sei die optimale, fast massgeschneiderte Person für die 

zu besetzende Stelle. Er spreche nicht nur indonesisch, sondern verfüge 

auf Grund seiner 30-jährigen Erfahrung als Botschaftsmitarbeiter über ein 

umfassendes Netzwerk zu öffentlichen, wie auch privaten Stellen sowohl 

in der Schweiz als auch in Indonesien. Sodann verfüge er über mehrere 

Ausbildungen im Hotel- und Tourismusbereich und sei in diesem Bereich 

auch beruflich tätig gewesen. Dass er nach 30-jähriger Botschaftstätigkeit 

über Verhandlungsgeschick verfüge und mit Menschen umzugehen wisse, 

sei selbstredend. Als Repräsentant, Botschafter, Werber und Beziehungs-

knüpfer für die Gesuchstellerin sei er die Traumbesetzung. Gleichzeitig 

F-123/2016 

Seite 4 

kenne Herr A.________ auf Grund seines ebenfalls 30-jährigen Aufenthal-

tes in der Schweiz die hiesigen Gepflogenheiten und spreche die deutsche 

Sprache. Das Beschäftigungsgesuch war mit entsprechenden Unterlagen 

ergänzt (SEM pag. 104 ff.). 

E.  

Das Amt für Migration des Kantons Z._______ erachtete die Voraussetzun-

gen für die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung gemäss Art. 32 AuG 

als erfüllt, fällte am 30. Juli 2015 einen positiven arbeitsmarktlichen Vorent-

scheid und unterbreitete dem SEM einen Antrag auf Zustimmung (SEM 

pag. 143 f.). 

F.  

Die Vorinstanz lehnte den Zustimmungsantrag am 20. August 2015 form-

los ab (SEM pag. 145). Nach gewährter Fristerstreckung teilte der Rechts-

vertreter mit, dass die Beschwerdeführerin eine beschwerdefähige und 

kostenpflichtige Verfügung wünsche (SEM pag. 146 ff.). 

G.  

Mit Verfügung vom 7. Dezember 2015 verweigerte die Vorinstanz die Zu-

stimmung zum Vorentscheid vom 30. Juli 2015 über die Bewilligung einer 

Erwerbstätigkeit. Zur Begründung führte sie mit Blick auf den gesetzlichen 

Vorrang (Art. 21 AuG) zunächst aus, ein echtes Bemühen, die offene Stelle 

mit einer Arbeitskraft aus dem Inland oder dem EU/EFTA-Raum zu beset-

zen, sei nicht nachgewiesen. Es seien erst Suchbemühungen getätigt wor-

den, nachdem das SEM einen ersten Gesuchsantrag für dieselbe Stelle 

und dieselbe Person formlos abgelehnt habe. Der Arbeitgeber habe Herrn 

A.________ in einem privaten Rahmen kennengelernt und dabei festge-

stellt, dass dieser über Qualitäten verfüge, die für ihn interessant seien. Es 

liege somit keine unentbehrliche, dringend benötigte Anstellung vor, für 

welche keine europäische Arbeitskraft habe gefunden werden können, 

sondern das Ergreifen einer sich bietenden Gelegenheit und die Schaffung 

einer neuen Stelle.  

Die Stelle sei lediglich via RAV/EURES und jobs.ch ausgeschrieben wor-

den. Fachspezifische Suchbemühungen seien keine erfolgt, weder in der 

Schweiz, noch im EU/EFTA-Raum. Die Ausschreibung sei zudem stark auf 

das bisherige Tätigkeitsprofil von Herrn A._______ ausgerichtet, indem 

bspw. fünf Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Botschaften und 

Konsulaten verlangt würden. Dadurch seien möglicherweise zahlreiche 

Personen mit Vorrang von einer Bewerbung abgehalten worden.  

F-123/2016 

Seite 5 

Auf die Stellenausschreibung seien 15 Bewerbungen eingegangen. Es 

heisse in der Gesuchsbegründung, 13 der Bewerbungen hätten nur dazu 

gedient, dem RAV eine Bewerbungstätigkeit nachzuweisen. Inwiefern 

diese Aussage stimme, könne die Vorinstanz nicht beurteilen. Die übrigen 

zwei Kandidaturen seien gemäss Gesuchstellerin nicht berücksichtigt wor-

den, weil u.a. keine Erfahrung im Verkauf resp. keinerlei Erfahrung im Ho-

telleriebereich vorgelegen habe. Diese Anforderungen seien in der Stellen-

ausschreibung jedoch nicht gestellt worden. Die Suchbemühungen würden 

weder in zeitlicher noch in geografischer und qualitativer Hinsicht genügen. 

Bezüglich der persönlichen Voraussetzungen (Art. 23 AuG) hielt die Vor-

instanz fest, Herr A._______ habe zwei Jahre Ausbildungen im Hotel- und 

Tourismusbereich absolviert, sei danach jedoch fast dreissig Jahre lang in 

verschiedenen Chargen für die indonesische Botschaft in der Schweiz tätig 

gewesen, zuletzt in der Presseabteilung und als Sekretär des Botschafters. 

Er könne somit in Bezug auf die zu besetzende Stelle nicht als Spezialist 

im Sinne von Art. 23 AuG bezeichnet werden.  

Gemäss Gesuchsbegründung sei die Tätigkeit von Herrn A.________ am 

ehesten im Marketingbereich anzusiedeln, mit einer hochspezialisierten 

Ausrichtung, wie die Gesuchstellerin ausgeführt habe. 60 – 70 % der vor-

gesehenen Tätigkeit seien Marketing- und Networkingaufgaben, vorwie-

gend im asiatischen Raum. Die Stellenbeschreibung umfasse jedoch über-

wiegend administrative Tätigkeiten wie die Betreuung von Studierenden, 

die Organisation von sozialen Aktivitäten, die Pflege der Website des Insti-

tuts, die Datenverwaltung und das Erstellen von Statistiken. Anders als von 

der Gesuchstellerin ausgeführt, gehe es vorliegend nicht um ein hochspe-

zifisches Jobprofil. Aus arbeitsmarktlicher Sicht sei in der Schweiz kein 

ausgewiesener Bedarf an Personen mit dem Profil von Herrn A._______ 

feststellbar, welche eine Abweichung von den persönlichen Vor-aussetzun-

gen im Sinne von Art. 23 Abs. 3 Bst. c AuG rechtfertigen würden.  

Zum gesamtwirtschaftlichen Interesse gemäss Art. 18 AuG brachte die Vor-

instanz vor, das IMI plane seine Geschäftstätigkeiten im asiatischen Markt 

auszuweiten, insbesondere in Indonesien. Dieser zentrale Asienbezug 

werde jedoch werde in der Stellenausschreibung noch im Stellenbeschrieb 

erwähnt. 

Die Gesuchstellerin verspreche sich durch die Anstellung von Herrn 

A._______ mittelfristig eine Erhöhung der Studentenzahl von 350 auf 450, 

was eine Umsatzsteigerung von CHF 4,5 Mio. auf 8 Mio. ergeben würde. 

F-123/2016 

Seite 6 

Auf welcher Grundlage diese Prognose fusse, werde von der Gesuchstel-

lerin nicht dargelegt, eine Markt- und Konkurrenzanalyse fehle. Die Ge-

suchstellerin halte lediglich fest, dass der Markt nicht nur schweizweit, son-

dern international hart umkämpft sei. Für das SEM seien diese Zahlen da-

rum nicht nachvollziehbar.  

Laut Gesuchsbegründung seien die Marketing- und Networkingtätigkeiten 

vorwiegend in Asien zu erbringen, u.a. in Form von vier Mal pro Jahr durch-

geführten Promotionstouren durch sechs namentlich genannte asiatische 

Länder. Es sei für das SEM nicht ersichtlich, weshalb für das zusätzliche 

Anwerben von Studierenden v.a. aus Indonesien eine dauerhafte Anstel-

lung einer Person in der Schweiz notwendig sei (SEM pag. 153 ff.) 

H.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 7. Januar 2016 liess die Beschwerdeführerin 

beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung und die Zustimmung zum arbeitsmarktlichen Vorentscheid beantra-

gen. Eventualiter sei die Sache zur genaueren Abklärung an die Beschwer-

degegnerin zurückzuweisen.  

Bezüglich des gesamtwirtschaftlichen Interesses liess sie im Wesentlichen 

vorbringen, die Vorinstanz stütze sich bei ihrer Beurteilung nur auf den As-

pekt des Arbeitsmarktes. Zur Erhöhung der Studentenzahl von 350 auf 450 

müsse gesagt werden, dass es sich hierbei nicht um eine Prognose, son-

dern um ein Geschäftsziel der Beschwerdeführerin handle. Die anderen 

zwei Gesichtspunkte (nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Integrati-

onsfähigkeit) erwähne die Vorinstanz nicht. Durch die Ausweitung der Ge-

schäftstätigkeit der Beschwerdeführerin auf den asiatischen – vorwiegend 

den indonesischen – Markt und die Aquisition einer höheren Anzahl von 

Studierenden, werde die Wirtschaft im Kanton Z._______ eindeutig nach-

haltig angekurbelt, einerseits durch die höheren Steuereinnahmen und an-

dererseits durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Auch die Integrations-

fähigkeit von Herrn A._______ sei gegeben. Nach seiner 30-jährigen Tä-

tigkeit in der indonesischen Botschaft in C._______ beherrsche er die deut-

sche Sprache einwandfrei, kenne die schweizerischen Gepflogenheiten 

bestens und respektiere die schweizerische Ordnung und Mentalität.  

Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz aus der Tatsache, 

dass unter anderem zwecks Marketing- und Networkingtätigkeiten vier Mal 

pro Jahr Promotionstouren in asiatischen Ländern durchgeführt werden, 

den Umkehrschluss ziehe, eine dauerhafte Anstellung in der Schweiz sei 

F-123/2016 

Seite 7 

nicht notwendig. Dem müsse entgegengehalten werden, dass die Be-

schwerdeführerin dringend auf die nachträgliche Betreuung der akquirier-

ten Studierenden durch Herrn A.________ in der Schweiz angewiesen sei. 

Die Eltern der asiatischen Studierenden, und die Studierenden selbst, wür-

den selbst viel Wert darauf legen, dass ihre Kinder bzw. sie selber von einer 

Person betreut und unterstützt würden, die sich mit den einheimischen Ge-

pflogenheiten auskenne und die hiesige Sprache spreche. Bei diesen Pro-

motionstouren handle es sich um Geschäftsreisen zwecks Akquisition von 

neuen Studierenden. Dies sei nur ein Teil der zukünftigen Aufgaben von 

Herrn A.________. Die andere wesentliche Aufgabe werde er hier in der 

Schweiz wahrnehmen.  

Zur Prüfung des Vorranges und zur Kritik der Vorinstanz, der zentrale Asi-

enbezug sei weder in der Stellenausschreibung noch im Stellenbeschrieb 

erwähnt worden, brachte die Beschwerdeführerin Folgendes vor: Hätte sie 

die Stellenausschreibung noch mit der Anforderung des zentralen Asien-

bezugs ergänzt, dann wäre die Vorinstanz erst recht der Meinung gewe-

sen, das Anforderungsprofil in der Stellenausschreibung sei zu spezifisch 

auf Herrn A._______ zugeschnitten und es wären höchstwahrscheinlich 

noch weniger Bewerbungen eingegangen.  

Die Beschwerdeführerin sei zum Schluss gekommen, dass 13 der 15 ein-

gegangenen Bewerbungen lediglich dazu gedient hätten, dem RAV eine 

Bewerbungstätigkeit nachzuweisen, weil die bewerbenden Personen 

schlicht nicht über die geforderten Voraussetzungen und Qualifikationen 

verfügt hätten. Da der Personalverantwortliche in den Ferien weile, müss-

ten die Dossiers nachgereicht werden. Ferner sei die Behauptung der Vor-

instanz unzutreffend, dass die zwei potentiellen Bewerberinnen wegen feh-

lender Erfahrung im Verkauf und im Hotelleriebereich nicht berücksichtigt 

worden seien. Diese zwei Gründe hätten bei der Absage der zwei Bewer-

berinnen jeweils nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Deren Nichtbe-

rücksichtigung sei vielmehr darin begründet, dass die eine Bewerberin nur 

eine 60% Anstellung gewünscht habe, ihre Lohnerwartung nicht mit denen 

der Beschwerdeführerin übereingestimmt hätten und sie keine Flexibilität 

bezüglich allfällig anzutretender Geschäftsreisen gezeigt hätte. Die zweite 

Kandidatin habe über keinerlei Erfahrung im Marketingbereich – gemäss 

Stellenbeschreibung gefordert – verfügt, ihre bisherige berufliche Laufbahn 

sei sehr stark durchmischt gewesen und negativ sei aufgefallen, dass sie 

fast sämtliche Stellen selten länger als ein Jahr besetzt habe.  

F-123/2016 

Seite 8 

Abschliessend müsse zur nachträglichen Ausschreibung bemerkt werden, 

dass die Beschwerdeführerin vom Amt für Migration des Kantons 

Z._______ die Auskunft erhalten habe, dass die Stelle via RAV und EURES 

auszuschreiben sei und dies den Anforderungen an eine Ausschreibung 

genüge. Daraufhin habe die Beschwerdeführerin die Stelle via RAV, EU-

RES und zusätzlich in jobs.ch ausgeschrieben, was aus ungerechtfertigter 

Sicht der Vorinstanz den Anforderungen nicht genüge. Ausserdem sei nicht 

einzusehen, weshalb nach Anschauung der Vorinstanz eine Ausschrei-

bung nach Rückzug des ersten Gesuchs nicht zulässig sein solle. 

Zu den persönlichen Voraussetzungen wird vorgebracht, die Vorinstanz 

begründe nicht, wieso das Jobprofil von Herrn A._______ nicht hochspezi-

fisch sei. Sie stütze sich darauf ab, dass die Stellenbeschreibung überwie-

gend administrative Tätigkeiten wie die Betreuung von Studierenden, die 

Organisation von sozialen Aktivitäten, die Pflege der Website des Instituts, 

die Datenverwaltung und das Erstellen von Statistiken umfasse. Diese 

These sei verfehlt, da diese die persönlichen Voraussetzungen nur anhand 

der Stellenausschreibung beurteile. Bei genauer Prüfung der Qualifizie-

rung von Herrn A._______ sei augenfällig, dass es sich bei seinen Fähig-

keiten, seiner interdisziplinären Erfahrung und seinem Know-How um ein 

hochspezialisiertes Profil handle. Ausserdem halte die Vorinstanz selber 

fest, dass die Stellenausschreibung nicht einzig administrative Tätigkeiten, 

sondern auch Marketing- und Networkingaufgaben umfasse. Schliesslich 

müsse betont werden, dass das breite Netzwerk von Herrn A._______ im 

asiatischen und insbesondere indonesischen Raum – neben den anderen 

besonderen Fähigkeiten, wie eben die sprachlichen Kenntnisse, die Ver-

trautheit mit der asiatischen Kultur und Denkweise und den fachlichen Er-

fahrungen – seine hochspezifische Ausrichtung ausmache (BVGer act. 1).  

I.  

Mit Eingabe vom 11. Januar 2016 liess die Beschwerdeführerin die Bewer-

bungsdossiers der Mitbewerberinnen und Mitbewerber der ausgeschriebe-

nen Stelle zu den Akten reichen (BVGer act. 2). 

J.  

In ihrer Vernehmlassung vom 3. März 2016 sprach sich die Vorinstanz un-

ter eingehender Erläuterung der bisher genannten Gründe für die Abwei-

sung der Beschwerde aus und ergänzte unter Bezugnahme auf Weisungen 

des SEM im Ausländerbereich im Wesentlichen, dass fachspezifische 

Suchbemühungen weder in der Schweiz noch im EU/EFTA-Raum erfolgt 

seien. Die getätigten Suchbemühungen würden damit weder in zeitlicher 

F-123/2016 

Seite 9 

noch in geografischer Hinsicht genügen. Die 13 nachgereichten Bewer-

bungsdossiers würden zeigen, dass sich praktisch ausschliesslich gut qua-

lifizierte Personen mit Hochschulabschluss sowie langjähriger Berufserfah-

rung im Marketingbereich, im Verkauf oder in der Hotellerie beworben hät-

ten. Die Gründe für deren Nichtberücksichtigung seien für das SEM nicht 

nachvollziehbar. Es sei davon auszugehen, dass bei einer in zeitlicher und 

geografischer Hinsicht ausführlich vorgenommenen Suche eine vorrang-

berechtigte Arbeitskraft zu finden gewesen wäre. 

Bezüglich der persönlichen Voraussetzungen führte die Vorinstanz zusätz-

lich aus, Herr A._______ habe zwei Ausbildungen im Hotel- und Touris-

musbereich absolviert, sei danach jedoch fast dreissig Jahre lang in ver-

schiedenen Funktionen für die indonesische Botschaft in der Schweiz tätig 

gewesen. Seine Tätigkeit bei der indonesischen Botschaft sei mehrheitli-

che in der konsularischen Abteilung (insg. über 20 Jahre) erfolgt. Er verfüge 

weder über Marketingerfahrung noch habe er Berufserfahrung in einer Bil-

dungsinstitution. In Bezug auf die zu besetzende Stelle als Marketing 

Academic Manager könne er deshalb nicht als qualifiziert betrachtete wer-

den.  

Betreffend das gesamtwirtschaftliche Interesse hielt die Vorinstanz ergän-

zend fest, dass die Beschwerdeführerin angegeben habe, der Markt sei 

nicht nur schweizweit, sondern international hart umkämpft. Daraus sei zu 

schliessen, dass es genügend Konkurrenten in dieser Branche gebe und 

ein gesamtwirtschaftliches Interesse für die Anstellung von Herrn 

A.________ zu verneinen sei (BVGer act. 7).  

K.  

Replikweise liess die Beschwerdeführerin am 4. Mai 2016 an den Anträgen 

und Ausführungen festhalten und ergänzend vorbringen, es sei korrekt, 

dass die Ausschreibung erst nach der formlosen Ablehnung des ersten Ge-

suchs durch die Vorinstanz erfolgt sei. Irrelevant sei indessen, in welchem 

Rahmen Herr N._______ von der Beschwerdeführerin Herrn A._________ 

kennengelernt habe. Die Stelle sei nicht ein „Goodwill-Angebot“ für Herrn 

A.________, sondern wäre sowieso geschaffen worden. Die Bekannt-

schaft mit Herrn A._________ sei ein Glücksfall gewesen.  

Die Stelle sei nach Rücksprache mit dem Amt für Migration Z._______ auf 

den genannten Plattformen ausgeschrieben worden. Es sei davon auszu-

gehen, dass diese Ausschreibung in aller Regel den Anforderungen ge-

nüge, ansonsten hätten die kantonalen Behörden wohl Kenntnis davon, 

F-123/2016 

Seite 10 

dass weitergehende (fachspezifische) Ausschreibungen notwendig wären. 

Die Vorinstanz stelle allem Anschein nach höhere Anforderungen, als sie 

es sonst tue. Die zeitliche Dimension der Suchbemühungen wäre dann zu 

bemängeln, wenn sich bis zum Abbruch der Suchbemühungen noch gar 

keine Bewerber bzw. Bewerberinnen gemeldet hätten. Dem sei nicht so 

gewesen.  

Das Kriterium der Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Botschaften und 

Konsulaten sei lediglich eines von mehreren Kriterien gewesen. Eine Per-

son, welche sämtliche anderen Voraussetzungen erfülle, hätte sich des-

halb kaum von einer Bewerbung abhalten lassen. Bezeichnenderweise 

hätten die allermeisten Bewerber/innen überhaupt keine Erfahrung in der 

Zusammenarbeit mit Botschaften, und es sei hervorzuheben, dass die bei-

den Bewerberinnen, mit denen ein Vorstellungsgespräch geführt worden 

sei, nicht deshalb abgelehnt worden seien.  

Des Weiteren sei nicht korrekt, dass die zwei eingehend geprüften Kandi-

datinnen aufgrund von Anforderungen abgelehnt worden seien, die in der 

Ausschreibung nicht gestellt worden seien. Dass eine gewisse Erfahrung 

im Hotelleriebereich erwünscht sei, dürfe bei einer Hotelfachschule selbst-

redend sein. Die Voraussetzungen der Erfahrung im Marketingbereich er-

gebe sich bereits aus dem Titel der Ausschreibung und die in den „duties“ 

genannte „cooperation with (…) Embassy/Consulates abroad“ impliziere 

eine Reisetätigkeit. 

Es sei zwar korrekt, dass die Stellenausschreibung nebst den speziellen 

Anforderungen auch administrative Tätigkeiten enthalte. Falsch sei, dass 

diese Tätigkeiten im Vordergrund stehen sollten. Alleine aus einer Auflis-

tung von Tätigkeiten könne noch nichts über deren zeitliche Gewichtung 

ausgesagt werden. Tatsächlich stehe die Akquisitionstätigkeit im asiati-

schen Raum und die damit verbundene und unerlässliche Beziehungs-

pflege zu Botschaften bei der ausgeschriebenen Stelle im Vordergrund.  

Die Vorinstanz verkenne, dass – wie vorliegend – auch eine spezielle Kom-

bination von Ausbildung(en) und Berufserfahrungen ein hochspezifisches 

Profil ergeben könne. Herr A._________ verfüge mit seinen Ausbildungen 

im Hotel- und Tourismusbereich, seiner langjährigen Tätigkeit als „Diplo-

mat“, seinen Kenntnissen der asiatischen Gepflogenheiten und seinen 

Sprachkenntnissen über ein Profil, welches zur ausgeschriebenen Stelle 

nicht besser passen könnte. Daran ändere auch nichts, dass er keine Mar-

F-123/2016 

Seite 11 

ketingerfahrung im herkömmlichen Sinne und keine Berufserfahrung in ei-

ner Bildungsinstitution aufweise. Als „Diplomat“ verfüge er vielleicht nicht 

über Erfahrung in der Vermarktung von Produkten des herkömmlichen Un-

ternehmensbereichs. Dagegen verfüge er über ein erhebliches „Know-

How“ im Umgang mit Menschen und über hervorragende Überzeugungs-

fähigkeiten. Gegenüber einem herkömmlichen Marketingleiter besitze er 

spezialisierte Fähigkeiten. Ähnliches gelte in Bezug auf die Erfahrung in 

einer Bildungsinstitution. Er solle auch nicht als Lehrperson eingesetzt wer-

den, sondern im Ausland Studierende akquirieren und diese am Institut in 

Z._______ betreuen. 

Im beigelegten „Statement“ werde anhand von drei Beispielen die enge 

Verflechtung von Politik und Wirtschaft, gerade was die Entwicklung im asi-

atischen Markt anbelange, aufgezeigt. Damit werde erklärt, weshalb für die 

Beschwerdeführerin eine Person, welche die weiteren wirtschaftlichen Zu-

sammenhänge im asiatischen Raum verstehe und sich sowohl auf der po-

litischen wie der wirtschaftlichen Bühne zu bewegen wisse, unabdingbar 

sei. Herr A.________ bringe diese Fähigkeiten mit. Gegenüber einer Per-

son mit „normalem“ Marketinghintergrund stelle dies jenes Wissen dar, wel-

ches ihn zum Spezialisten in Sinne des AuG mache.  

Beim asiatischen Markt handle es sich um einen ausgesprochenen Wachs-

tumsmarkt, wie das beigelegte Schreiben aufzeige. Wenn die Beschwer-

deführerin Anstrengungen unternehme, künftige Absolventen von Hotel-

fachschulen in die Schweiz zu holen, welche sich sonst für ein Studium im 

Ausland entscheiden würden, bringe dies der schweizerischen Wirtschaft 

zweifelsohne einen Gewinn. Auch eine Marktstudie über künftige Schüler- 

und Umsatzzahlen stelle nicht mehr als eine Prognose dar. Der Markt sei 

im In- und Ausland hart umkämpft. Jeder Student, der die Ausbildung nicht 

in der Schweiz absolviere, stelle für die Schweizer Wirtschaft einen Verlust 

dar (BVGer act. 12).  

L.  

Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwägun-

gen eingegangen. 

 

 

 

F-123/2016 

Seite 12 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanz gelten die in Art. 33 VGG genann-

ten Behörden. Dazu gehört auch das SEM, welches mit der Verweigerung 

der Zustimmung zum kantonalen arbeitsmarktlichen Vorentscheid eine 

Verfügung im erwähnten Sinne und daher ein zulässiges Anfechtungsob-

jekt erlassen hat. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. 

1.3 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Verfü-

gung zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 49 ff. VwVG). 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Ange-

legenheit endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 2 BGG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 

49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfah-

ren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 

VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeit-

punkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2014/1 E. 2 m.H.).  

3.  

Als indonesischer Staatsangehöriger untersteht A.________ weder dem 

Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mit-

gliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, 

FZA, SR 0.142.112.681) noch dem Abkommen zur Änderung des Überein-

kommens zur Errichtung der Europäischen Freihandelsassoziation vom 

21. Juni 2001 (EFTA-Übereinkommen, SR 0.632.31). Seine Zulassung 

F-123/2016 

Seite 13 

zum schweizerischen Arbeitsmarkt als sogenannter Drittstaatsangehöriger 

richtet sich deshalb nach Art. 2 AuG und dessen Ausführungsbestimmun-

gen, insbesondere der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, 

Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201). 

4.  

4.1 Vor der Erteilung einer Aufenthalts- oder Kurzaufenthaltsbewilligung 

zur Erwerbstätigkeit hat die kantonale Behörde in Form eines arbeitsmarkt-

lichen Vorentscheides über das Vorliegen der Voraussetzungen zur Aus-

übung einer selbständigen oder unselbständigen Erwerbstätigkeit nach Art. 

18 bis 25 AuG zu befinden (Art. 83 Abs. 1 Bst. a VZAE). Dieser Vorent-

scheid ist dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten (Art. 85 Abs. 2 VZAE). 

Sind die Zulassungsvoraussetzungen nicht erfüllt, wird die Zustimmung 

verweigert (Art. 86 Abs. 2 Bst. a VZAE). Der Entscheid des SEM ergeht in 

Ausübung einer originären Sachentscheidskompetenz des Bundes ohne 

Bindung an die Beurteilung durch die kantonale Behörde (vgl. BGE 127 II 

49 E. 3a S. 51 f. und BGE 120 Ib 6 E. 3 S. 11 f.; ferner BVGE 2011/1 E. 5.2 

m.H.). 

4.2 Gemäss Art. 18 AuG setzt die Zulassung zur unselbständigen Erwerbs-

tätigkeit voraus, dass diese dem gesamtwirtschaftlichen Interesse ent-

spricht (Bst. a), das Gesuch eines Arbeitgebers vorliegt (Bst. b) und die 

Voraussetzungen nach Art. 20 bis 25 AuG erfüllt sind (Bst. c). Dazu gehö-

ren die Begrenzungsmassnahmen (Art. 20 AuG), die Respektierung des 

Vorrangs bestimmter Arbeitnehmerkategorien (Art. 21 AuG), die Einhaltung 

der üblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen (Art. 22 AuG), das Vorliegen 

bestimmter persönlicher Voraussetzungen bei der ausländischen Person, 

um deren Zulassung es geht (Art. 23 AuG), die Existenz einer bedarfsge-

rechten Wohnung (Art. 24 AuG) sowie besondere Regeln für Grenzgänger 

(Art. 25 AuG). 

4.3 Art. 21 AuG regelt den Vorrang von inländischen Arbeitskräften und sol-

chen aus dem EU/EFTA-Raum. Nach dessen Abs. 1 können Drittstaatsan-

gehörige zum schweizerischen Arbeitsmarkt nur dann zugelassen werden, 

wenn nachgewiesen wird, dass keine dafür geeigneten Erwerbstätigen aus 

der Schweiz oder einem EU/EFTA-Staat, mit welchem ein Freizügigkeits-

abkommen abgeschlossen wurde, gefunden werden können. Eine Anstel-

lung ist ferner nur möglich, wenn die orts-, berufs- und branchenüblichen 

Lohn- und Arbeitsbedingungen eingehalten werden (Art. 22 AuG). Aufent-

haltsbewilligungen an Drittstaatsangehörige können sodann nur Führungs-

F-123/2016 

Seite 14 

kräften, Spezialisten und anderen qualifizierten Arbeitskräften erteilt wer-

den (Art. 23 Abs. 1 AuG). Zusätzlich müssen die berufliche Qualifikation, 

die berufliche und soziale Anpassungsfähigkeit, die Sprachkenntnisse und 

das Alter eine nachhaltige Integration in den schweizerischen Arbeitsmarkt 

und das gesellschaftliche Umfeld erwarten lassen (Art. 23 Abs. 2 AuG). 

Dieses duale System zu Gunsten von Schweizerinnen und Schweizern so-

wie Angehörigen der EU/EFTA-Staaten wird lediglich in einigen Ausnah-

mefällen durchbrochen (vgl. Art. 23 Abs. 3 AuG; BVGE 2011/1 E. 5.5). 

5.  

5.1 Streitig ist, ob die Voraussetzungen der Art. 18 sowie Art. 21 – 23 AuG 

erfüllt sind. Deren Vorliegen kann nicht leichthin angenommen werden, soll 

die Absicht des Gesetzgebers verwirklicht werden, die Zuwanderung aus 

dem Nicht-EU/EFTA-Raum restriktiv zu gestalten, dem gesamtwirtschaftli-

chen Interesse unterzuordnen und an den übergeordneten integrations-, 

gesellschafts- und staatspolitischen Zielen zu orientieren. Weder sollen 

eine Strukturerhaltung durch wenig qualifizierte Arbeitskräfte mit tiefen 

Löhnen gefördert, noch Partikularinteressen innerhalb der Wirtschaft ge-

schützt werden. Die arbeitsmarktlich motivierte Zuwanderung soll auf die 

langfristige Integration der Zuwanderer ausgerichtet sein und zu einer aus-

geglichenen Beschäftigung und einer Verbesserung der Arbeitsmarktstruk-

tur führen (vgl. BVGE 2011/1 E. 6.1; Botschaft zum AuG vom 8. März 2002, 

BBl 2002 3724 ff.). 

5.2 Die Beschwerdeführerin ist eine in der Zentralschweiz angesiedelte, in-

ternationale Hotelfachschule mit Internat. Gemäss Gesuchsunterlagen und 

unternehmenseigener Homepage richtet sie sich an in- und ausländische 

Studierende, ein Grossteil der Lernenden stammt aber aus dem Ausland. 

Arbeitssprache am Institut ist Englisch. Wie bereits dargelegt, soll die frag-

liche Stelle im Hinblick auf eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit der 

Schule insbesondere auf den asiatischen Markt geschaffen werden. Dabei 

entfalle der grösste Anteil auf den indonesischen Markt, wo sie bereits mit 

mehreren Partnerschulen Verbindungen aufgebaut habe. Die Zusammen-

arbeit mit den Partnerschulen sei für die Gesuchstellerin extrem wichtig, da 

40% der Studierenden aus Partnerschulen stammen würden. Dieses Vor-

haben bilde Teil einer Wachstumsstrategie, mit welcher das Institut noch 

mehr Interessierte aus aller Welt für eine Ausbildung im Hotelmanagement 

gewinnen möchte. 

F-123/2016 

Seite 15 

Den Akten kann zudem entnommen werden, dass Herr A.________ die 

Beschwerdeführerin in einem privaten Rahmen kennengelernt hat, bevor 

sie ihn einstellen wollte.  

Zu den Hauptaufgabenbereichen der von A._______ zu besetzenden 

Stelle als Marketing Academic Administrator zählen laut den Gesuchsbei-

lagen Marketing- und Networkingaufgaben, die Zusammenarbeit mit 

Schweizer Botschaften/Konsulaten im Ausland und ausländischen Bot-

schaften/Konsulaten in der Schweiz, die Betreuung von Studierenden, die 

Organisation von sozialen Aktivitäten, die Pflege der Website des Instituts, 

die Datenverwaltung und das Erstellen von Statistiken. 

Laut Beschwerdeführerin spreche ihr Wunschkandidat nicht nur indone-

sisch als Muttersprache, sondern verfüge auf Grund seiner 30-jährigen Er-

fahrung als Botschaftsmitarbeiter über ein umfassendes Netzwerk zu öf-

fentlichen, wie auch privaten Stellen sowohl in der Schweiz als auch in In-

donesien. Sodann habe er mehrere Ausbildungen im Hotel- und Touris-

musbereich absolviert und sei in diesem Bereich auch beruflich tätig gewe-

sen. Dass er nach 30-jähriger Botschaftstätigkeit über Verhandlungsge-

schick verfüge und mit Menschen umzugehen wisse, sei selbstredend. Als 

Repräsentant, Botschafter, Werber und Beziehungsknüpfer für die Ge-

suchstellerin sei er die Traumbesetzung. Gleichzeitig kenne Herr 

A.________ auf Grund seines ebenfalls 30-jährigen Aufenthaltes in der 

Schweiz die hiesigen Gepflogenheiten und spreche die deutsche Sprache. 

Im dargelegten Kontext gilt es die Vorbringen der Beschwerdeführerin ei-

ner Würdigung zu unterziehen. 

5.3 Was die Zulassungsvoraussetzungen von Art. 18 ff. AuG anbelangt, 

stützt sich die Vorinstanz auf die Weisungen des SEM im Ausländerbereich 

(nachfolgend: Weisungen, online unter: www.sem.admin.ch > Publikatio-

nen & Service > Weisungen und Kreisschreiben > I. Ausländerbereich > 

4 Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit, Stand 18. Juli 2016). Das Bundesverwal-

tungsgericht ist zwar nicht an diese Weisungen gebunden. Es weicht je-

doch nicht ohne stichhaltigen Grund von der auf die Weisungen gestützte 

Ermessensausübung der Vorinstanz ab, zumal die Weisungen einer 

rechtsgleichen Behandlung der Betroffenen dienen und eine dem Einzelfall 

angepasste Auslegung der anwendbaren Rechtsnormen zulassen. Eine 

solche Zurückhaltung rechtfertigt sich vorliegend umso mehr, weil die Wei-

sungen unter Mitwirkung der interessierten Fachverbände verfasst wurden 

F-123/2016 

Seite 16 

und deshalb die Vermutung eines sachgerechten und ausgewogenen Inte-

ressenausgleichs für sich beanspruchen können (vgl. BVGE 2011/1 E. 6.4 

m.H.). 

6.  

Einen zentralen Punkt für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache bil-

det vorliegend der Vorrang nach Art. 21 AuG.  

6.1 A._______ geniesst keine Rekrutierungspriorität, weshalb seine Zulas-

sung erst möglich wäre, wenn für die Vakanz bei der Beschwerdeführerin 

weder einheimische Erwerbstätige noch solche aus dem EU/EFTA-Raum 

rekrutiert werden könnten. Das Prinzip des Vorranges nach Art. 21 AuG ist 

in jedem Fall und unabhängig von der Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage 

zu beachten. Hierbei muss die Arbeitgeberin belegen, dass sie trotz um-

fassender Suchbemühungen keine geeigneten Arbeitskräfte aus dem In-

land oder einem EU/EFTA-Staat finden konnte. Sie hat den Nachweis zu 

erbringen, die Stelle vergeblich über die branchenüblichen Rekrutierungs-

kanäle – z.B. durch Inserate in der Fach- und Tagespresse oder mittels 

elektronischer Medien – ausgeschrieben zu haben. Wichtige Instrumente 

stellen auch die öffentliche und private Arbeitsvermittlung dar. Verlangt 

werden inhaltlich zweckmässige und echte Bemühungen über einen an-

gemessenen Zeitraum hinweg, die Stelle mit Leuten aus den Vorrang 

geniessenden Gebieten zu besetzen. Es reicht insbesondere nicht aus, 

wenn derartige Suchbemühungen als blosse Erforderniserbringung er-

folgen. Zudem dürfen Personen mit Vorrang nicht aufgrund fachlich 

nicht relevanter Kriterien praktisch ausgeschlossen werden. Als Beispiel 

zu nennen sind etwa für einen Tätigkeitsbereich nicht zwingend erfor-

derliche Sprachkenntnisse, Auslandaufenthalte oder Nachweise über 

Fachkenntnisse, die nur einen geringen Zusammenhang mit dem Tätig-

keitsbereich haben (vgl. BVGE 2011/1 E. 6.3; Ziff. 4.3.2.2 der Weisun-

gen). 

6.2 Wie aus dem Sachverhalt hervorgeht, wurden anfänglich - bei der ers-

ten Einreichung des Gesuchs - überhaupt keine Suchbemühungen unter-

nommen. Anschliessend wurde die zu besetzende Stelle auf der Website 

von "job-room.ch" ausgeschrieben. Dies geschah ab dem 26. Mai 2015 

während dreieinhalb Wochen (SEM pag. 139). In dieser Zeit gingen laut 

Parteivertreterin 15 Bewerbungen ein, darunter figurierten deren 13 von 

Personen aus der Schweiz bzw. dem EU/EFTA-Raum. In den Augen der 

Beschwerdeführerin war A._______ der einzige Kandidat, welcher die ver-

langten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen vermochte.  

F-123/2016 

Seite 17 

Der vorinstanzlichen Auffassung, dass die genannten Rekrutierungsbemü-

hungen unzureichend sind, ist beizupflichten. Fachspezifische Suchbemü-

hungen sind keine erfolgt, weder in der Schweiz, noch im EU/EFTA-Raum. 

Europaweite fachspezifische Rekrutierungsbemühungen unter den kon-

kreten Begebenheiten (Hotelfachschule mit internationaler Ausstrahlung, 

Fachbereich der Vakanz) wären naheliegend und angezeigt gewesen. Die 

Suchbemühungen beschränkten sich auf ein allgemeines Medium (job-

room.ch) und eine Zeitspanne von nicht einmal einem Monat. Für die Zeit 

nach der „deadline“ vom 19. Juni 2015 für das Einreichen einer Bewerbung 

sind jedenfalls keine weiteren Stellenausschreibungen dokumentiert. Dies 

erweist sich als ungenügend, werden gemäss ständiger Praxis doch in ge-

ografischer wie fachlicher Hinsicht ausgedehntere Suchbemühungen ver-

langt. Die Bedingungen des Vorranges nach Art. 21 Abs. 1 AuG sind nur 

schon deshalb nicht eingehalten (vgl. bspw. Urteile des BVGer                       

C-1123/2013 vom 13. März 2014 E. 6.5 und C-106/2013 vom 23. Juli 2014 

E. 7.2). 

6.3 Suchbemühungen sind grundsätzlich in einem angemessenen Zeit-

raum vor Unterzeichnung eines Anstellungsvertrags mit einer nachgesuch-

ten Person vorzunehmen. Dafür, dass nicht hinreichend ernsthaft versucht 

wurde, die Stelle mit einer qualifizierten Arbeitskraft aus einem den Vorrang 

geniessenden Gebiet zu besetzen spricht hier, dass der erste Arbeitsver-

trag zwischen der Beschwerdeführerin und A._______ (mit einem Monats-

gehalt von Fr. 5'500.-) bereits am 16. Februar 2015 ausgefertigt worden ist 

(vgl. SEM pag. 37 ff.). Gleichentags lag auch schon das vollständig ausge-

füllte und unterzeichnete Formular "Gesuch um Bewilligung B/L für er-

werbstätige Ausländer/innen nicht EU-EFTA" vor (vgl. SEM pag. 18 f.), mit-

hin einige Zeit bevor überhaupt irgendwelche Stelleninserate geschaltet 

worden sind. Wohl scheint der erste Vertragsabschluss abgesprochen ge-

wesen zu sein. Spätestens vom 23. April 2015 an war sich die Beschwer-

deführerin indes der Wichtigkeit und Unerlässlichkeit konkreter Suchbemü-

hungen bewusst (vgl. SEM pag. 94). Dennoch begnügte sie sich in der 

Folge lediglich mit Anpassungen des Arbeitsvertrages, die zur Annahme 

berechtigen, sie habe sich zum vorneherein auf Herrn A._________ fest-

gelegt. So wurde bspw. unter dem Punkt „Person Spezification“ „5 years 

experience working with Consulates/Embassy’s“ aufgnommen (vgl. SEM 

pag. 78 und 136). Auch die erst nach der ersten Einreichung des Gesuchs 

veranlasste Ausschreibung deutet darauf hin, dass vordringlich die Ertei-

lung einer Aufenthaltsbewilligung an den Wunschkandidaten angestrebt 

wurde. Wegen der vergleichsweise kurzen Zeitspanne, in welcher eine an-

F-123/2016 

Seite 18 

dere Person gesucht wurde und der offenkundigen Ausrichtung des Stel-

lenprofils auf die Fähigkeiten von A._______ erweckt das Stelleninserat 

den Eindruck, nicht viel mehr als eine Formalie zu sein. Aufgrund dessen 

ist davon auszugehen, dass die fraglichen Suchbemühungen primär als 

blosse Erforderniserbringung erfolgten (vgl. Ziff. 4.3.2.2 der Weisungen) 

und von der Vor-instanz folglich zu Recht als ungenügend eingestuft wur-

den (vgl. bspw. Urteil des BVGer C-106/2013 vom 23. Juli 2014 E. 7.3 so-

wie C-1123/2013 vom 13. März 2014 E. 6.6). 

6.4 Das SEM beanstandet ferner die Nichtberücksichtigung der anderen 

13 Bewerberinnen und Bewerber. Als unerlässliche ("must have") Voraus-

setzungen für die zu besetzenden Stelle als Marketing Academic Administ-

rator betrachtet werden fünf Jahre Berufserfahrung auf Botschaften/Kon-

sulaten, Geschäftsqualifikation, Erfahrung mit Kundenkontakt, sehr gute 

Englisch - und Deutschkenntnisse, Microsoft Office, CRM und abacus-

Kenntnisse (vgl. SEM pag. 139) sowie laut Beschwerdeführerin Erfahrung 

im Marketingbereich (vgl. gleiche Erwägung in fine). A._______ ist laut 

Darstellung der Beschwerdeführerin die einzige Person, welche diese 

fachlichen und persönlichen Anforderungen mitbringt. Die übrigen Bewer-

berinnen und Bewerber habe man abgelehnt, teils weil 13 der 15 einge-

gangenen Bewerbungen lediglich dazu gedient hätten, dem RAV eine Be-

werbungstätigkeit nachzuweisen, teils weil die zwei Bewerberinnen, wel-

che zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden seien, nicht über 

die geforderten Voraussetzungen und Qualifikationen verfügt hätten. So 

habe die eine Bewerberin nur eine 60% Anstellung gewünscht, ihre Lohn-

erwartung hätte nicht mit denen der Beschwerdeführerin übereingestimmt 

und sie habe keine Flexibilität bezüglich allfällig anzutretender Geschäfts-

reisen gezeigt. Die zweite Kandidatin habe über keinerlei Erfahrung im 

Marketingbereich – gemäss Stellenbeschreibung gefordert – verfügt, ihre 

bisherige berufliche Laufbahn sei sehr stark durchmischt gewesen und ne-

gativ sei aufgefallen, dass sie fast sämtliche Stellen selten länger als ein 

Jahr besetzt habe (BVGer act. 1). 

6.5 Dem ist entgegen zu halten, dass der gewünschte Kandidat selbst auch 

über keinerlei Erfahrung im Marketingbereich verfügt. So kann er ein „Basic 

Level Certificate“ des „National Hotel und Tourism Institute“ in M._______ 

vom 20. Juni 1981 vorweisen (SEM pag. 29). Des Weiteren besitzt er ein 

„Hospitality Management Diploma“ des „D._______“ vom 22. Juli 1994 

(SEM pag. 35) und eine Bestätigung vom 12. Juni 1991 desselben Instituts 

des Kurses „Food and Beverage Management“ (SEM pag. 36). Des Wei-

F-123/2016 

Seite 19 

teren hat er laut seinem Lebenslauf bis 1994 noch weitere Kurse im Be-

reich „Hospitality“ und Hotel besucht. Diese Diplome sind jedoch bereits 25 

bzw. 35 Jahre alt. Auch verfügt der Beschwerdeführer in diesem Bereich 

lediglich über ein Jahr Berufserfahrung Anfang der 80-er Jahre. Seit 1984 

arbeite er in der indonesischen Botschaft in C._______, zunächst drei 

Jahre als Privatsekretär des Botschafters, danach 20 Jahre in der konsu-

larischen Abteilung, anschliessend zwei Jahre in der Wirtschaftsabteilung, 

dann wieder ein Jahr in der konsularischen Abteilung und seit 2010 ist er 

erneut Sekretär des Botschafters. Zusätzlich arbeitet er seit 2011 in der 

Kommunikations- Presse- und Kulturabteilung (vgl. SEM pag. 128 ff.). Die 

Beschwerdeführerin verhehlt nicht, dass Herr A.________ keine Marketin-

gerfahrung im herkömmlichen Sinne hat. Sie bringt vor, er verfüge als „Dip-

lomat“ aber über ein erhebliches „Know-How“ im Umgang mit Menschen 

und hervorragende Überzeugungsfähigkeiten. Vier der 13 nicht berück-

sichtigten Bewerberinnen und Bewerber dagegen verfügen tatsächlich 

über eine Marketing-Ausbildung (SEM pag. 165, 167, 185, 195). Drei von 

ihnen besitzen zusätzlich mehrjährige Berufserfahrung in Marketing (SEM 

pag. 167, 185, 194). Eine Bewerberin hat mehrjährige Berufserfahrung im 

Bereich des Marketing und unter anderem eine Hotel Schule besucht (SEM 

pag. 174 f.). Eine weitere Bewerberin war sechs Jahre „Coach on Strate-

gies for Diplomatic Communication“, hat als „Product Marketing Manager“ 

gearbeitet und einen Master in „Science of Communication“ (SEM pag. 

191). Eine andere Bewerberin besitzt im Gegensatz zum gewünschten 

Kandidaten mehrjährige Berufserfahrung im Hotelleriebereich (SEM pag. 

182). Es ist somit nicht nachvollziehbar, wieso diese Personen nicht we-

nigstens zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden sind, wo doch 

gemäss Beschwerdeführerin das Kriterium der fünfjährigen Berufserfah-

rung auf Botschaften/Konsulaten lediglich eines von mehreren Kriterien 

und kein zwingendes Erfordernis sei.  

Fünf Bewerberinnen und Bewerber befanden sich zum Zeitpunkt der Be-

werbung in einem Arbeitsverhältnis und weitere vier waren bis zu ihrer Be-

werbung bei der Beschwerdeführerin im Jahr 2015 erwerbstätig. Lediglich 

drei Bewerberinnen und Bewerber waren seit 2014 auf Stellensuche und 

somit seit einem Jahr arbeitslos bzw. machten einen „Sabbatical“. Deren 

Qualifikationen sind jedoch nicht etwa weniger gut. So hat ein Bewerber 

„Public Relation“ studiert, besitzt einen Master in „International Marketing 

und Communication“ und hat mehrjährige Berufserfahrung im Verkauf 

(SEM pag. 165). Eine Bewerberin hat mehrjährige Berufserfahrung im Be-

reich des Marketing und unter anderem eine Hotel Schule besucht (SEM 

F-123/2016 

Seite 20 

pag. 174 f.). Und die dritte Bewerberin hat internationale Beziehungen stu-

diert und ebenfalls Berufserfahrung im Bereich des Marketing. Sie nahm 

ab April 2014 einen „Sabbatical“, um sich um ihren kranken Vater zu küm-

mern (SEM pag. 198 f.). Die Bewerbungen haben somit - entgegen der 

Ansicht der Beschwerdeführerin - nicht lediglich dazu gedient, dem RAV 

eine Bewerbungstätigkeit nachzuweisen. Es haben sich vielmehr praktisch 

ausschliesslich gut qualifizierte Personen teilweise mit Hochschulab-

schluss sowie langjähriger Berufserfahrung im Marketingbereich, in der 

Hotellerie oder im Verkauf beworben. Die Gründe für deren Nichtberück-

sichtigung sind demzufolge nicht nachvollziehbar. 

6.6 Zusammenfassend scheitert die Zustimmung zum arbeitsmarktlichen 

Vorentscheid schon daran, dass die Beschwerdeführerin nicht nachzuwei-

sen vermag, dass für die Stelle keine geeignete Arbeitskraft aus dem Inland 

oder einem EU/EFTA-Staat gefunden werden konnte. Das Prinzip des Vor-

rangs inländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Art. 21 AuG) 

wurde somit nicht beachtet. Bei dieser Sachlage braucht nicht weiter ge-

prüft zu werden, ob die persönlichen Voraussetzungen gemäss Art. 23 AuG 

erfüllt sind und ein gesamtwirtschaftliches Interesse nach Art. 18 Bst. a 

AuG besteht.  

7.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

und vollständig feststellt; sie ist auch angemessen (Art. 49 VwVG). Die Be-

schwerde ist deshalb abzuweisen. 

8.  

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-123/2016 

Seite 21 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.- werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben) 

– die Vorinstanz (Akten Ref-Nr.[…]) 

– das Amt für Migration des Kantons Z._______ ad […] (in Kopie) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Antonio Imoberdorf Mirjam Angehrn 

 

 

 

Versand: