# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b58b0f9-38df-551c-879b-823f29a332a2
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 18.03.2025 SST.2024.227
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2024-227_2025-03-18.pdf

## Full Text

Obergericht 

Strafgericht, 2. Kammer 

 

SST.2024.227 
(ST.2022.114; STA.2022.764) 

 

 

Urteil vom 18. März 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Plüss, Präsidentin  

Oberrichter Cotti  

Oberrichterin Möckli  

Gerichtsschreiber i.V. Thalmann        

 

 
   

Anklägerin   Staatsanwaltschaft Baden, 

Mellingerstrasse 207,  Baden  

 

Privatklägerin   A._____, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Luzius Hafen,  

[…] 

 

    
    

Beschuldigte   C._____,  

geboren am tt.mm.1949, von Untersiggenthal, 

[…] 

verteidigt durch Rechtsanwalt Willy Bolliger,  

[…]   

  

 
 

Gegenstand  Fahrlässige Körperverletzung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Mit Strafbefehl vom 13. Juni 2022 sprach die Staatsanwaltschaft Baden die 

Beschuldigte wegen fahrlässiger Körperverletzung (Art. 125 Abs. 1 StGB) 

und Verletzung des Strassenverkehrsgesetzes durch nicht Gewähren des 

Vortritts gegenüber Fussgängern bei Fussgängerstreifen (Art. 90 

Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 33 SVG, Art. 6 Abs. 1 und Abs. 2 VRV) und man-

gelnder Aufmerksamkeit im Strassenverkehr mit Unfallfolge (Art. 90 

Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SVG, Art. 3 Abs 1 VRV) schuldig und be-

strafte sie mit einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à Fr. 50.00 

(Probezeit 2 Jahre) und einer Busse von Fr. 500.00, ersatzweise 10 Tage 

Freiheitsstrafe. 

 

1.2. 

Dem Strafbefehl liegt folgender Sachverhalt zugrunde: 

 

"Sachverhalt 
 
a) Fahrlässige Körperverletzung (Art. 125 Abs. 1 StGB) 
 

Die Beschuldigte hat fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der 
Gesundheit geschädigt. 

 
b) Verletzung des Strassenverkehrsgesetzes durch 
 
- Nicht Gewähren des Vortritts gegenüber Fussgänger bei Fussgän-

gerstreifen (Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 33 SVG, Art. 6/1+2 VRV) 
 

Die Beschuldigte hat fahrlässig durch grobe Verletzung der Verkehrs-
regeln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen 
oder in Kauf genommen. 

 
- Mangelnde Aufmerksamkeit im Strassenverkehr, mit Unfallfolge 

(Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 31/1 SVG, Art. 3/1 VRV) 
 

Die Beschuldigte hat fahrlässig die Verkehrsregeln dieses Gesetzes 
oder der Vollziehungsvorschriften des Bundesrates verletzt. 

 
Am 09.12.2021, ca. 06:45 Uhr, fuhr die Beschuldigte als Lenkerin des 
Personenwagens "[…]", AG aaa, in T._____ auf der D-Strasse und be-
absichtigte, nach dem Fussgängerstreifen nach rechts in die B-Strasse 
abzubiegen. Beim Überfahren des Fussgängerstreifens übersah die 
Beschuldigte aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit die auf dem Fuss-
gängerstreifen die D-Strasse von links nach rechts überquerende Fuss-
gängerin A._____ und kollidierte mit ihr. Am Fahrzeug entstand Sach-
schaden. A._____, V-Strasse,  T._____, vertreten durch Hafen Luzius, 
[…], wurde verletzt und hat am 08.01.2022 Strafantrag gegen die Be-
schuldigte wegen fahrlässiger Körperverletzung gestellt (Verletzungen: 
Trimalleoläre OSG-Fraktur rechts und Rippenfrakturen rechts, gemäss 
Arztzeugnis Kantonsspital Baden vom 09.12.2021). 

 - 3 - 

 

 

 
Obwohl die Beschuldigte mit der entsprechenden Aufmerksamkeit ihr 
Fahrzeug hätte lenken können, kam sie ihrer Sorgfaltspflicht pflichtwid-
rig nicht nach und verursachte dadurch eine Kollision, welche vorher-
sehbar war und welche sie mit entsprechender Aufmerksamkeit hätte 
vermeiden können. Zudem hat sie fahrlässig den Vortritt einer Fuss-
gängerin auf dem Fussgängerstreifen missachtet und dadurch eine 
ernste Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen, was ebenfalls 
vorhersehbar war und was mit entsprechender Aufmerksamkeit hätte 
vermieden werden können. 

 
Dieses Verhalten ist strafbar gemäss: 
 
Art. 125 Abs. 1 StGB, Art. 90 Abs. 1 und Abs. 2 SVG, Art. 49 Abs. 1 StGB, 
Art. 106 StGB, Art. 34 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 42 Abs. 4 StGB 
i.V.m. Art. 106 StGB, Art. 44 StGB, Art. 47 StGB" 

 

1.3. 

Gegen diesen Strafbefehl erhob die Beschuldigte am 20. Juni 2022 Ein-

sprache, woraufhin die Staatsanwaltschaft Baden den Strafbefehl zur An-

klageschrift erhob und mitsamt den Akten am 11. Juni 2022 an das Bezirks-

gericht Baden zur Durchführung des Hauptverfahrens überwies. 

 

2. 

2.1. 

Die Präsidentin des Bezirksgerichts Baden erkannte mit Urteil vom 5. Sep-

tember 2023: 

 

"1. 
Die Beschuldigte ist schuldig der fahrlässigen Körperverletzung i.S.v. 
Art. 125 Abs. 1 StGB. 
 
2. 
Die Beschuldigte wird hierfür in Anwendung der genannten Gesetzesbe-
stimmung sowie Art. 34 StGB und Art. 47 StGB mit 20 Tagessätzen Geld-
strafe zu Fr. 40.00, d.h. total Fr. 800.00 bestraft. 
 
3. 
Der Vollzug der ausgefällten Geldstrafe wird gestützt auf Art. 42 StGB auf-
geschoben. Die Probezeit wird gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB auf 2 Jahre 
festgesetzt. 
 
4. 
Die Schadenersatzansprüche der Zivil- und Strafklägerin werden auf den 
Zivilweg verwiesen (Art. 126 Abs. 2 StPO). 
 
5. 
Auf den Antrag der Zivil- und Strafklägerin um Zusprechung einer Prozess-
entschädigung wird mangels Bezifferung nicht eingetreten. 
 
6. 
6.1. 
Die Verfahrenskosten bestehen aus: 
a) der Gerichtsgebühr     Fr. 1'200.00 

 - 4 - 

 

 

b) der Anklagegebühr     Fr.    800.00 
c) den Kosten für die Mitwirkung anderer Behörden  Fr.    460.00 
d) den Spesen      Fr.    257.90 
Total       Fr. 2'717.90 
 
6.2. 
Der Beschuldigten werden die Gebühren gemäss lit. a) und lit. b) sowie die 
Kosten gemäss lit. c-d) im Gesamtbetrag von Fr. 2'717.90 auferlegt. 
 
7. 
Die Beschuldigte hat ihre Parteikosten selber zu tragen." 

 

2.2. 

Mit Eingabe vom 14. September 2023 meldete die Beschuldigte fristgerecht 

die Berufung an. 

 

3. 

3.1. 

Mit Berufungserklärung vom 30. September 2024 stellte die Beschuldigte 

folgende Anträge: 

 

"1. 
Es sei das Urteil des Bezirksgerichtes Baden vom 05.09.2023 
(ST.2022.114) aufzuheben. 
 
2. 
a) 
Es sei das vorliegende Strafverfahren gegen Frau C._____ zufolge Verlet-
zung des Anklagegrundsatzes einzustellen. 
 
b) ev. 
Es sei Frau C._____ vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung (Art. 
125 Abs. 1 StGB) von Schuld und Strafe freizusprechen. 
 
3. 
Unter den ordentlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

3.2. 

Die Staatsanwaltschaft Baden verzichtete mit Eingabe vom 15. Okto-

ber 2024 auf einen Nichteintretensantrag bzw. eine Anschlussberufung. 

 

3.3. 

Die Privatklägerin erklärte am 24. Oktober 2024 ihre Teilnahme als Partei 

im Berufungsverfahren. 

 

3.4. 

Mit Verfügung vom 28. Oktober 2024 wurde im Einverständnis der Parteien 

gestützt auf Art. 406 Abs. 2 StPO das schriftliche Verfahren angeordnet. 

 

 - 5 - 

 

 

3.5. 

Die Beschuldigte erstattete am 6. November 2024 die Berufungsbegrün-

dung und hielt an ihren bereits gestellten Anträgen fest. 

 

3.6. 

Mit begründeter Berufungsantwort vom 26. November 2024 beantragte die 

Staatsanwaltschaft Baden die Abweisung der Berufung unter Kostenfol-

gen. 

 

3.7. 

Mit begründeter Berufungsantwort vom 28. November 2024 beantragte die 

Privatklägerin die Bestätigung des Urteils des Bezirksgerichts Baden, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschuldigten. 

 

3.8. 

Mit Schreiben vom 19. Dezember 2024 nahm die Beschuldigte Stellung zu 

den Berufungsantworten. 

 
 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Vorinstanz hat die Beschuldigte der fahrlässigen Körperverletzung ge-

mäss Art. 125 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und sie zu einer bedingten 

Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 40.00, bei einer Probezeit von 

2 Jahren, verurteilt. Die Beschuldigte beantragt einen Freispruch und hat 

das Urteil damit vollumfänglich angefochten. Dieses ist damit umfassend 

zu überprüfen (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

 

2. 

2.1. 

Die Beschuldigte rügt zunächst eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. 

Das Verhalten der Privatklägerin sei nur sehr rudimentär umschrieben und 

der genaue Unfallablauf sei nicht dargelegt worden. Die Privatklägerin sei 

nicht angefahren worden, sondern in den Personenwagen hineingelaufen, 

was auch dem Spurenbild zu entnehmen sei. Zudem sei in der Anklage 

unterschlagen worden, dass der Fussgängerstreifen mit einer Verkehrsin-

sel unterteilt gewesen sei (Berufungsbegründung, S. 6). Des Weiteren 

seien das Verhalten der Privatklägerin als Fussgängerin sowie deren Erin-

nerungslücken in der Anklage nicht erwähnt worden (Berufungsbegrün-

dung, S. 7). 

 

2.2. 

Nach dem Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand 

des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion; Art. 9 und Art. 325 StPO; 

Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b 

 - 6 - 

 

 

EMRK). Das Gericht ist an den in der Anklage wiedergegebenen Sachver-

halt gebunden (Immutabilitätsprinzip), nicht aber an dessen rechtliche Wür-

digung durch die Anklagebehörde (vgl. Art. 350 StPO). Die Anklage hat die 

der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt 

so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver 

Hinsicht genügend konkretisiert sind. Das Akkusationsprinzip bezweckt zu-

gleich den Schutz der Verteidigungsrechte der beschuldigten Person und 

dient dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Informationsfunktion). Die be-

schuldigte Person muss unter dem Gesichtspunkt der Informationsfunktion 

aus der Anklage ersehen können, wessen sie angeklagt ist. Das bedingt 

eine zureichende Umschreibung der Tat. Entscheidend ist, dass die Be-

troffene genau weiss, welcher konkreter Handlungen sie beschuldigt und 

wie ihr Verhalten rechtlich qualifiziert wird, damit sie sich in ihrer Verteidi-

gung richtig vorbereiten kann. Sie darf nicht Gefahr laufen, erst an der Ge-

richtsverhandlung mit neuen Anschuldigungen konfrontiert zu werden (statt 

vieler: BGE 143 IV 63). 

 

2.3. 

Der Beschuldigten wird in der Anklage vorgeworfen, die Privatklägerin beim 

Überqueren des Fussgängerstreifens am 9. Dezember 2021 um 

ca. 6:45 Uhr auf der D-Strasse in T._____ aufgrund mangelnder Aufmerk-

samkeit nicht gesehen zu haben, worauf es zu einer Kollision zwischen ih-

rem Personenwagen und der Privatklägerin gekommen sei, was vorher-

sehbar und vermeidbar gewesen sei. Die Privatklägerin habe sich dadurch 

eine trimalleoläre OSG-Fraktur auf der rechten Seite sowie eine Rippen-

fraktur, ebenfalls rechts, zugezogen. Die Beschuldigte habe fahrlässig den 

Vortritt einer Fussgängerin auf dem Fussgängerstreifen missachtet und da-

mit eine ernste Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen (GA act. 1 

ff.). Die Beschuldigte wusste aufgrund des zur Anklage erhobenen Strafbe-

fehls, gegen welchen Vorwurf sie sich zu verteidigen hatte. Aus der An-

klage geht auch klar hervor, worin die Sorgfaltspflichtverletzung gelegen 

haben soll. Wie es zur (unbestrittenen) Kollision kam, ist bei der Beweis-

würdigung zu klären. Dass die Staatsanwaltschaft den Fussgängerstreifen 

mit Mittelinsel zudem in allgemeiner Weise als Fussgängerstreifen bezeich-

net hat, ist im vorliegenden Fall, da die Beschuldigte wusste, welcher kon-

krete Sachverhalt ihr vorgeworfen wurde und wie die Staatsanwaltschaft 

dieses Verhalten würdigte, ebenfalls nicht zu beanstanden und genügt der 

geforderten Konkretisierung. Mit der Vorinstanz ist deshalb festzuhalten, 

dass das der Beschuldigten vorgehaltene strafbare Verhalten von der 

Staatsanwaltschaft genügend genau umschrieben wird. Eine Verletzung 

des Anklageprinzips liegt nicht vor. Daran ändert auch der Umstand nichts, 

dass in der Anklageschrift weder das Verhalten der Fussgängerin themati-

siert wird, noch darauf hingewiesen wird, dass sich diese im Verlaufe des 

Verfahrens auf eine Erinnerungslücke berief, sind doch in der Anklage le-

diglich die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten zu beschreiben. 

 

 - 7 - 

 

 

3. 

3.1. 

Folgender Sachverhalt ist erstellt und unbestritten: Die Beschuldigte kolli-

dierte mit ihrem Personenwagen am 9. Dezember 2021 um ca. 6:45 Uhr 

auf der D-Strasse in T._____, auf dem Fussgängerstreifen, unmittelbar 

nach der Mittelinsel, mit der (aus Sicht der Beschuldigten) von links kom-

menden Privatklägerin, welche als Fussgängerin unterwegs war (UA act. 

25 f.). Bei der D-Strasse handelte es sich um eine Nebenstrasse, die Kolli-

sion ereignete sich innerorts, auf einer geraden Strecke; die Strasse war 

nass, die Strassenbeleuchtung in Betrieb (UA act. 21 und 28 f.). Die Privat-

klägerin wurde vom Seitenspiegel des von der Beschuldigten gelenkten 

Fahrzeugs erfasst. Die Beschuldigte, welche beabsichtigt hatte, nach 

rechts in die B-Strasse abzubiegen, hatte die Privatklägerin erst wahrge-

nommen, als die Kollision schon stattgefunden hatte (UA act. 25 ff.). Die 

Privatklägerin erlitt durch die Kollision mit dem Fahrzeug eine trimalleoläre 

OSG-Fraktur rechts und eine Rippenfraktur rechts (UA act. 40 ff.).  

 

3.2. 

Zu prüfen ist, ob die Beschuldigte die Privatklägerin, wie angeklagt, "über-

sehen" hat und damit, ob respektive ab wann (Distanz) die Beschuldigte 

die Privatklägerin hätte sehen können. 

 

3.2.1. 

Zur Feststellung des diesbezüglich massgeblichen Sachverhalts ist auf die 

Aussagen der Beschuldigten und der Privatklägerin einzugehen. Die Vo-

rinstanz hat deren Aussagen korrekt zusammengefasst, weshalb vorab da-

rauf verwiesen werden kann (vgl. vorinstanzliches Urteil vom 5. September 

2023, E. II. 3.3). 

 

3.2.2. 

Die Beschuldigte hielt vor Ort am 9. Dezember 2021 und anlässlich der 

Einvernahme der Staatsanwaltschaft fest (UA act. 43, UA act. 44 ff.), dass 

sie die Örtlichkeit gut kenne, da sie die letzten 2 Jahre ein bis zwei Mal pro 

Woche dort entlanggefahren sei. Sie sei nicht in Eile gewesen und das Ver-

kehrsaufkommen sei im Vergleich zu sonst eher gering gewesen (UA act. 

Ziff. 9 ff.). Sie habe die Fussgängerin nicht gesehen, ansonsten sie eine 

Vollbremsung eingeleitet hätte. Zu ihrer gefahrenen Geschwindigkeit hielt 

sie fest: “Ich meinte, ich bin nicht mehr als 40 km/h gefahren, zudem wollte 

ich ja danach gleich rechts abbiegen” (UA act. 45 Ziff. 13; UA act. 25). Die 

Fussgängerin habe sie erst gesehen, als es “klöpfte” (UA act. 43 und 46, 

Ziff. 14). In diesem Moment habe sie die Fussgängerin auf der Mittelinsel 

bemerkt. Vorher habe sie sie nicht gesehen. Sie habe zudem vor dem Un-

fall nicht gewusst, dass sich dort eine Mittelinsel befinde (UA act. 47 

Ziff. 26 f.; UA act. 25). Ob Fahrzeuge vor ihr gewesen seien, wisse sie 

nicht, darauf habe sie nicht geachtet (UA act. Ziff. 17). Ob ihr Fahrzeuge 

entgegengekommen seien, habe sie nicht gesehen (UA act. 46 Ziff. 18). 

 - 8 - 

 

 

Zur Geschwindigkeit der Fussgängerin konnte sie nichts sagen, da sie 

diese nicht gesehen habe. Auf die Frage, ob sie vor dem Fussgängerstrei-

fen abgebremst habe, da sie ja nach rechts habe abbiegen wollen, hielt sie 

fest, es sei möglich, dass sie vor dem Fussgängerstreifen abgebremst 

habe, aber sie denke, sie habe lediglich einen Gang heruntergeschaltet. 

Wie weit vor dem Fussgängerstreifen sich das ereignet habe, wisse sie 

nicht mehr (UA act. 43; UA act. 47). 

 

An der vorinstanzlichen Verhandlung am 5. September 2023 machte die 

Beschuldigte keine Aussagen zur Sache (GA act. 19 ff.). 

 

3.2.3. 

Die Privatklägerin hielt anlässlich der mündlichen Befragung durch die Po-

lizei am 8. Januar 2022 fest, dass sie zur Bushaltestelle unterwegs gewe-

sen sei. Am Fussgängerstreifen an der D-Strasse habe sie, während sie 

die Strasse im Schritttempo überquert habe, nach links und rechts ge-

schaut. Links habe sie keine Fahrzeuge gesehen, von rechts seien drei bis 

vier Autos gekommen. Dann sei sie auf der Mittelinsel gewesen, sie habe 

allerdings Erinnerungslücken. Sie sei dann plötzlich auf der Verkehrsinsel 

gelegen. Die Beschuldigte sei zu ihr gekommen und später die Ambulanz. 

Da das Fahrzeug der Beschuldigten abgebremst habe, habe sie gedacht, 

sie sei gesehen worden und dass die Beschuldigte anhalten würde. Sie sei 

beim Überqueren der Strasse nicht in Eile gewesen. Das Auto habe sie 

vermutlich mit dem Aussenspiegel erwischt. Das Tempo des Personenwa-

gens könne sie schlecht einschätzen, genauso wie die Distanz, in welcher 

sie das Abbremsen des Fahrzeuges wahrgenommen habe; es könnten sich 

um ca. 20 Meter gehandelt haben. Sie habe eine graue Jacke getragen, 

die Strasse sei aber gut beleuchtet gewesen. Die Beschuldigte habe ihr 

anschliessend noch gesagt, sie habe sie nicht gesehen (UA act. 25). 

 

Die Privatklägerin hielt an der vorinstanzlichen Verhandlung vom 5. Sep-

tember 2023 an ihren gemachten Aussagen fest und präzisierte, dass sie 

am Tag des Unfalls auf dem Weg zur Arbeit gewesen sei. An diesem Mor-

gen sei es kalt und nass gewesen, es habe aber nicht geregnet. Das Fahr-

zeug der Beschuldigten habe sie, als sie auf den Fussgängerstreifen getre-

ten sei, zwei Häuser vor der Kreuzung, bei der Hecke hinter der Haltever-

botstafel, gesehen (GA act. 19 f.). Die Privatklägerin zeigte vor Vorinstanz 

anhand des Bildes in UA act. 30, wo sich das Auto der Beschuldigten, als 

sie es zum ersten Mal gesehen habe, befunden habe (GA act. 20). Auf der 

Verkehrsinsel habe sie nicht erneut angehalten, da sie davon ausgegangen 

sei, dass die Beschuldigte halten würde, wenn sie bremse (GA act. 20). 

 

3.2.4. 

Die erste Distanzangabe der Privatklägerin von 20 Metern beruhte auf einer 

Schätzung, anlässlich ihrer zweiten Aussage hat sie einen präzisen Mess-

punkt bezeichnet, aufgrund dessen sich mittels Kartenmessung (gemessen 

 - 9 - 

 

 

mittels agis, www.ag.ch[...] und www.map.geo.admin.ch) ein Abstand von 

mindestens 25 Metern zwischen ihr und der Beschuldigten festlegen lässt. 

Die errechnete Distanz von mindestens 25 Metern wird dadurch plausibili-

siert, dass die Privatklägerin bei normalem Schritttempo (ca. 1,5 m/s) von 

Anfang des Fussgängerstreifens bis zur Kollisionsstelle eine Distanz von 4 

Metern (3 Meter Fussgängerstreifen und 1 Meter Mittelinsel; vgl. GA act. 

44) zurücklegen musste. Dafür hatte sie rund 2,6 Sekunden benötigt. Da 

die Beschuldigte nach eigener Aussage mit einer Geschwindigkeit von 

höchstens 40 km/h (UA act. 45 f. Ziff. 13), also 11,11 m/s, unterwegs war, 

hatte sie sich zum Zeitpunkt, als die Privatklägerin sie sah, sogar rund 29 

Meter von ihr entfernt befunden. Auszugehen ist somit von einer Distanz 

von mindestens 25 Metern, innert welcher die Privatklägerin die Beschul-

digte sehen konnte. Die Privatklägerin hat die Beschuldigte, wie gezeigt, 

beim Betreten des ersten Teils des Fussgängerstreifens gesehen. Da sich 

die Privatklägerin zu diesem Zeitpunkt bereits auf der ersten Hälfte des 

doppelten Fussgängerstreifens befand, hätte die Beschuldigte sie (spätes-

tens) zu diesem Zeitpunkt ebenfalls sehen können und müssen. Die Be-

schuldigte befand sich demnach noch mindestens 25 Meter von der Privat-

klägerin entfernt, als diese den Fussgängerstreifen bereits betreten hatte.  

 

3.3. 

Folgender Sachverhalt steht nach obigem Beweisergebnis fest: Die Be-

schuldigte befuhr mit ihrem Personenwagen am Morgen des 9. Dezem-

ber 2021 um ca. 6:45 Uhr die D-Strasse in T._____ mit einer Geschwindig-

keit von maximal 40 km/h. Sie beabsichtigte, in die B-Strasse abzubiegen, 

weshalb sie die Geschwindigkeit durch Herunterschalten oder Bremsen re-

duzierte. Sie bemerkte die Privatklägerin, welche den (doppelten) Fussgän-

gerstreifen von links überquerte, nicht. Die Beschuldigte hätte die Privat-

klägerin, welche den Fussgängerstreifen bereits betreten hatte, aus einer 

Distanz von mindestens 25 Meter sehen können. Die Privatklägerin kon-

trollierte auf der Mittelinsel nicht erneut, ob die Beschuldigte anhalten 

würde. Es kam zu einer Kollision zwischen ihr und dem Personenwagen 

der Beschuldigten. Die Privatklägerin wurde vom linken Seitenspiegel des 

Fahrzeugs der Beschuldigten erfasst, was zu einer OSG-Fraktur rechts und 

einer Rippenfraktur rechts führte. 

 

4. 

4.1. 

4.1.1. 

Gemäss Art. 125 StGB wird, auf Antrag, bestraft, wer fahrlässig einen Men-

schen am Körper oder an der Gesundheit schädigt. Fahrlässig begeht ein 

Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus pflicht-

widriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. 

Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht be-

achtet, zu der er nach den Umständen und nach seinen persönlichen Ver-

hältnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). Ein Schuldspruch wegen 

 - 10 - 

 

 

fahrlässiger Körperverletzung setzt somit voraus, dass der Täter den Erfolg 

durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Dies ist der Fall, 

wenn der Täter im Zeitpunkt der Tat auf Grund der Umstände sowie seiner 

Kenntnisse und Fähigkeiten die Gefährdung der Rechtsgüter des Opfers 

hätte erkennen können und müssen, und wenn er zugleich die Grenzen 

des erlaubten Risikos überschritten hat. Wo besondere, der Unfallverhü-

tung und der Sicherheit dienende Normen ein bestimmtes Verhalten gebie-

ten, bestimmt sich das Mass der zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie 

nach diesen Vorschriften (Urteil des Bundesgerichts 6B_261/2018 vom 

28. Januar 2019, E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 143 IV 138, E. 2.1; 135 IV 56, 

E. 2.1). 

 

4.1.2. 

Die Privatklägerin hat fristgemäss Strafantrag wegen fahrlässiger Körper-

verletzung gestellt (UA act. 33 und 15). 

 

4.2. 

Der objektive Tatbestand der fahrlässigen (einfachen) Körperverletzung ist 

erfüllt, da die Privatklägerin aufgrund des Unfalls eine gesundheitliche 

Schädigung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB erlitt. Es kann auf den pro-

visorischen Austrittsbericht des Kantonsspitals Baden, vom 9. Dezem-

ber 2021 (UA act. 40) verwiesen werden, worin u.a. festgestellt wurde, 

dass bei der Privatklägerin ein trimalleoläre OSG-Fraktur rechts und eine 

Rippenfraktur habe festgestellt werden können (UA act. 40). Sie befand 

sich laut Arztzeugnis vom 7. Februar 2022 durch die Verletzungen zu kei-

nem Zeitpunkt in Lebensgefahr, bleibende Schädigungen waren nicht zu 

erwarten, jedoch wurde von einer Arbeitsunfähigkeit von zehn bis zwölf 

Wochen ausgegangen, mit einer anschliessend abnehmenden Arbeitsun-

fähigkeit in einem Zeitraum von sechs bis acht Wochen (UA act. 38, 41 f.). 

Diese Verletzungen waren noch nicht als schwer i.S.v. Art. 122 StGB zu 

werten, allerdings handelte es sich auch nicht bloss um leichte Verletzun-

gen, welche aus Tätlichkeiten gemäss Art. 126 StGB resultieren. Es ist des-

halb von einer einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 StGB auszu-

gehen. 

 

4.3. 

Zwischen der tatrelevanten Handlung und dem tatbestandsmässigen Er-

folg muss ein (natürlicher) Kausalzusammenhang bestehen. Die Beschul-

digte fuhr die Privatklägerin am Morgen des 9. Dezember 2021 auf einem 

Fussgängerstreifen an, wodurch sie sich Verletzungen zuzog (vgl. E. 4.2.). 

Die Verletzungen der Privatklägerin waren die logische Konsequenz der 

Handlung der Beschuldigten. Der Kausalzusammenhang ist somit zu beja-

hen. 

 

 - 11 - 

 

 

4.4. 

4.4.1. 

Im Strassenverkehr richtet sich der Umfang der zu beachtenden Sorgfalt 

nach den Bestimmungen des Strassenverkehrsgesetzes und der dazu ge-

hörenden Verordnungen. Gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG hat der Lenker sein 

Fahrzeug ständig so zu beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten 

nachkommen kann. Er muss jederzeit in der Lage sein, auf die jeweils er-

forderliche Weise auf das Fahrzeug einzuwirken und auf jede Gefahr ohne 

Zeitverlust zweckmässig zu reagieren. Er muss seine Aufmerksamkeit der 

Strasse und dem Verkehr zuwenden (Art. 3 Abs. 1 VRV). Gemäss Art. 33 

Abs. 1 SVG ist Fussgängern das Überqueren der Fahrbahn in angemesse-

ner Weise zu ermöglichen. Vor Fussgängerstreifen hat der Fahrzeugführer 

besonders vorsichtig zu fahren und nötigenfalls anzuhalten, um den Fuss-

gängern den Vortritt zu lassen, die sich schon auf dem Streifen befinden 

oder im Begriff sind, ihn zu betreten (Abs. 2). Gemäss Art. 49 Abs. 2 Satz 2 

SVG haben Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen Vortritt, sie dürfen ihn 

aber nicht überraschend betreten. 

 

4.4.2. 

Gemäss Art. 47 Abs. 3 VRV gilt bei Fussgängerstreifen ohne Verkehrsre-

gelung, die durch eine Verkehrsinsel unterteilt sind, jeder Teil des Übergan-

ges als selbständiger Streifen. Der Fussgänger hat damit, wenn er die Ver-

kehrsinsel erreicht hat, die Voraussetzungen der Inanspruchnahme des 

Vortritts für den weiteren Teil des Übergangs von neuem zu prüfen (RENÉ 

SCHAFFHAUSER, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, 

Bd. I, 2. Aufl. 2002, N. 965). Der Fussgänger muss mithin (spätestens) auf 

der Verkehrsinsel prüfen, ob er den zweiten Teil des Übergangs, der ge-

mäss Art. 47 Abs. 3 VRV als selbständiger Streifen gilt, betreten könne, 

ohne dadurch in Missachtung seiner in Art. 47 Abs. 2 Satz 2 VRV festge-

legten Pflicht Fahrzeuge, die bereits so nahe sind, dass sie nicht mehr 

rechtzeitig anhalten können, zu brüsken Brems- und Ausweichmanövern 

etc. zu nötigen. Das bedeutet indessen nicht, dass der Fussgänger auf der 

Verkehrsinsel, welche den Streifen unterteilt, in jedem Fall einen "Sicher-

heitshalt" einschalten müsse. Der Fussgänger darf einen durch eine Ver-

kehrsinsel unterteilten Streifen in einem Zug überqueren, wenn er auf 

Grund seiner Beobachtungen, zu welchen er gestützt auf Art. 49 Abs. 2 am 

Ende SVG und Art. 47 Abs. 2 Satz 2 VRV verpflichtet ist, davon ausgehen 

darf, dass er dadurch keine herannahenden Fahrzeuglenker zu brüsken 

Manövern zwingt. Zu einem Warten auf der Insel ist der Fussgänger nur 

verpflichtet, wenn Fahrzeuge bereits so nahe sind, dass sie nicht mehr 

rechtzeitig anhalten könnten, und er daher gemäss Art. 47 Abs. 2 Satz 2 

VRV von seinem Vortritt nicht Gebrauch machen darf (BGE 129 IV 39, 

E. 2.1). 

 

 - 12 - 

 

 

4.4.3. 

Der Fahrzeuglenker, der sich einem durch eine Verkehrsinsel unterteilten 

Fussgängerstreifen ohne Verkehrsregelung nähert, darf grundsätzlich da-

rauf vertrauen, dass der Fussgänger seiner Beobachtungspflicht und allfäl-

ligen Wartepflicht nachkommt. Dies ergibt sich aus dem Vertrauensgrund-

satz (Art. 26 SVG), der auch im Verhältnis zwischen Fahrzeuglenkern und 

Fussgängern im Bereich von Fussgängerstreifen gilt (BGE 115 II 283, 

E. 1a). Der Fahrzeuglenker, der sich einem Fussgängerstreifen ohne Ver-

kehrsregelung nähert, welcher durch eine Verkehrsinsel unterteilt ist, hat 

seine Aufmerksamkeit nicht nur dem rechtsseitigen Trottoir, der Insel und 

dem seine Fahrbahn querenden Teil des Übergangs zu widmen. Vielmehr 

muss er auch das Geschehen auf dem die Gegenfahrbahn querenden Teil 

des Übergangs sowie auf dem linksseitigen Trottoir beobachten. Der Fahr-

zeuglenker, der sich einem durch eine Verkehrsinsel unterteilten Streifen 

nähert, muss schon deshalb auch das Geschehen auf dem die Gegenfahr-

bahn querenden Teil des Übergangs sowie auf dem linksseitigen Trottoir 

beobachten, damit er erkennen kann, ob sich dort Fussgänger befinden, 

bei denen Anzeichen dafür bestehen, dass sie, was keineswegs völlig aus-

sergewöhnlich ist, in Verletzung ihrer Verkehrsbeobachtungs- und allfälli-

gen Wartepflicht die Strasse in einem Zug überqueren und sich damit ver-

kehrswidrig verhalten könnten. Ob solche Anzeichen im Sinne von Art. 26 

Abs. 2 SVG bestehen, hängt von den gesamten konkreten Umständen des 

einzelnen Falles ab. Dazu gehören zum einen das Verhalten des Fussgän-

gers, zum andern aber auch die örtlichen Verhältnisse; auf eher schmalen 

Strassen und kleinen Inseln dürfte das Risiko, dass Fussgänger die Strasse 

in einem Zug überqueren, im Allgemeinen grösser sein als auf breiten 

Strassen und gut ausgebauten Verkehrsinseln (BGE 129 IV 39, E. 2.2). 

 

4.4.4. 

Die Beschuldigte war mit einer Geschwindigkeit von maximal 40 km/h, be-

ziehungsweise 11,11 m/s auf der D-Strasse unterwegs (UA act. 25, UA act. 

46 Ziff. 19). Bei der D-Strasse handelte es sich um eine Nebenstrasse, die 

Beschuldigte befand sich innerorts, auf einer geraden Strecke; die Strasse 

war nass, die Strassenbeleuchtung in Betrieb (UA act. 21 und 28 f.). Da die 

Privatklägerin die Beschuldigte, als sie sich auf dem ersten Teil des Fuss-

gängerstreifens befand, aus einer Distanz von 25 Metern wahrgenommen 

hatte (vgl. dazu oben, E. 3.3.), hätte die Beschuldigte die Privatklägerin und 

deren Absicht, den Fussgängerstreifen zu überqueren, spätestens zu die-

sem Zeitpunkt (wohl aber eher noch früher, auf der Fläche vor dem Fuss-

gängerstreifen, vgl. UA act. 29) ebenfalls wahrnehmen können und müs-

sen. Aufgrund der vorhandenen Strassenbeleuchtung handelte es sich 

selbst im Dunkeln um eine gut überschaubare Stelle. Es lagen keine spe-

ziellen Hindernisse vor, welche die Sicht auf den Fussgängerstreifen oder 

die Gehsteige an dieser Stelle versperrten. Zudem ist der Fussgängerstrei-

fen gut sichtbar ausgeschildert (vgl. UA act. 27 ff.). Trotzdem erblickte die 

Beschuldigte die Privatklägerin gemäss erstelltem Sachverhalt erst, als es 

 - 13 - 

 

 

zur Kollision kam respektive als die Privatklägerin die Fahrbahn der Be-

schuldigten bereits betreten hatte (vgl. UA act. 46). Die Beschuldigte hätte 

das Geschehen auf dem die Gegenfahrbahn querenden linken Teil des 

Übergangs sowie auf dem linksseitigen Trottoir beobachten müssen (vgl. 

oben, E. 4.4.3.), was sie offensichtlich nicht getan hat. So hat sie auf eine 

Distanz von 25 Metern (und auch noch später) nicht gesehen, dass die Pri-

vatklägerin den Fussgängerstreifen bereits betreten hatte, was als Anzei-

chen dafür zu bewerten war, dass sie, was keineswegs völlig ausserge-

wöhnlich ist (vgl. BGE 129 IV 43, E. 2.2), die Strasse auch bei einer Mitte-

linsel in einem Zug überqueren würde und sich damit eventuell sogar ver-

kehrswidrig verhalten könnte. Solche Anzeichen bestanden vorliegend ins-

besondere auch deshalb, weil es sich bei der D-Strasse um eine blosse 

Nebenstrasse handelte (Breite: 7 Meter [Angaben Beschuldigte, GA act. 

44], es sich bei der unterteilenden Insel um eine kleine Insel handelte 

(Breite: 1 Meter [Angaben Beschuldigte, GA act. 44], UA act. 28 f.; vgl. auch 

die Aussagen der Beschuldigten, UA act. 47, welche die Insel trotz ihres 

regelmässigen Befahrens der Strecke gar nie wahrgenommen hat: "ich 

wusste ja gar nicht, dass dort eine Mittelinsel ist."), weshalb das Risiko, 

dass die Privatklägerin die Strasse in einem Zug überqueren würde, auf 

jeden Fall grösser war als auf breiten Strassen und gut ausgebauten Ver-

kehrsinseln (BGE 129 IV 39, E. 2.2). Die Beschuldigte hat es demnach als 

Fahrzeuglenkerin unterlassen, die gegenüberliegende Strassenseite und 

den linkseitigen Gehsteig sorgfältig zu beobachten und rechtzeitig auf die 

Privatklägerin, welche den Fussgängertreifen bereits betreten und erkenn-

bar beabsichtigt hatte, diesen über die Insel hinweg in einem Zug zu über-

queren, zu reagieren.  

 

Es wäre ihr bei der festgestellten Geschwindigkeit von 40 km/h und der 

ermittelten Distanz von mindestens 25 Metern auch möglich gewesen, ab-

zubremsen und der Privatklägerin den Vortritt zu gewähren. Die Anhalte-

strecke setzt sich aus dem Reaktionsweg und dem eigentlichen Bremsweg 

zusammen. Allgemein ist bei einem Personenwagen auf nasser Fahrbahn, 

wie im vorliegenden Fall, von einer mittleren Verzögerung von 6,0 - 7,7 m/s2 

auszugehen (vgl. ROTH in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 

1. Auflage 2014, N. 55 ff. zu Art. 32 SVG). Zugunsten der Beschuldigten ist 

von einer Bremsverzögerung von 6,0 m/s2 auszugehen, was bei einer Ge-

schwindigkeit von 11,11 m/s einen Bremsweg von 10,29 Meter ergibt. Da-

mit ist – ausgehend von einer Reaktionszeit von 1 Sekunde (vgl. ROTH, 

a.a.O., N. 55 zu Art. 32 SVG) - von einem Anhalteweg von 21,40 Meter 

auszugehen. Da die Beschuldigte die Privatklägerin mindestens 25 Meter 

vor dem Fussgängerstreifen bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit hätte se-

hen können und ihr Abstand zum Fussgängerstreifen dabei noch mindes-

tens 23,50 Meter betrug (vgl. agis, www.ag.ch/[...]), hätte der Anhalteweg 

von 21,40 Metern bei Weitem ausgereicht, um vor dem Fussgängerstreifen 

anzuhalten.  

 

 - 14 - 

 

 

4.4.5. 

Zusammengefasst steht fest, dass die Beschuldigte die den Fussgänger-

streifen überquerende Privatklägerin bis zur Kollision nicht gesehen und 

damit eine mangelnde Aufmerksamkeit im Strassenverkehr an den Tag ge-

legt hat. Sie hat ihr Fahrzeug zudem trotz klarerer Anzeichen dafür, dass 

die Privatklägerin den Fussgängerstreifen über die Verkehrsinsel in einem 

Zug überqueren würde, nicht angehalten, um der Privatklägerin den Vortritt 

zu lassen. Mit diesem Verhalten hat die Beschuldigte die ihr auferlegten 

Sorgfaltspflichten gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 VRV und 

Art. 33 SVG verletzt. 

 

5. 

5.1. 

Grundvoraussetzung für eine Sorgfaltspflichtverletzung und sinngemäss 

für die Fahrlässigkeitshaftung bildet die Vorhersehbarkeit des Erfolgs. Die 

zum Erfolg führenden Geschehensabläufe müssen für die Beschuldigte 

mindestens in ihren wesentlichen Zügen voraussehbar sein. Es ist daher 

zu prüfen, ob diese eine Gefährdung der Rechtsgüter hätte voraussehen 

bzw. erkennen können und müssen. Zur Beantwortung dieser Frage gilt der 

Massstab der Adäquanz. Danach muss das Verhalten geeignet sein, nach 

dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung 

einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuführen oder mindestens zu be-

günstigen. Die Adäquanz ist zu verneinen, wenn ganz aussergewöhnliche 

Umstände, wie bspw. das Mitverschulden der Geschädigten bzw. eines 

Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler als Mitursache hinzutreten, 

mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart 

schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache 

des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren – 

namentlich das Verhalten der Beschuldigten – in den Hintergrund drängen 

(BGE 135 IV 56, E. 2.1 mit Hinweisen). 

 

5.2. 

Die Beschuldigte macht geltend, die Privatklägerin treffe ein unfallrelevan-

tes Verschulden. Sie habe die ihr als Fussgängerin auferlegten Sorgfalts-

pflichten verletzt, indem sie den Fussgängerstreifen in Eile, unaufmerksam 

und in für sie unvorhersehbarer Weise, hinter einer Hecke hervor, betreten 

habe. Sie habe kein Vortrittsrecht gehabt, da die Beschuldigte ihr Fahrzeug 

zu diesem Zeitpunkt nicht mehr rechtzeitig hätte anhalten können (vgl. Be-

rufungsbegründung S. 10 ff.). Es wurde bereits oben dargelegt, dass die 

Beschuldigte die Privatklägerin bereits aus einer Distanz von 25 Metern 

hätte erkennen und entsprechend hätte abbremsen können. Vor diesem 

Hintergrund ist nicht ersichtlich, dass die Privatklägerin sich in einer für die 

Beschuldigte unvorhersehbarer Weise verhalten hat, welche das sorgfalts-

pflichtwidrige Verhalten der Beschuldigten in den Hintergrund drängen 

würde. Darüber hinaus sind die Vorbringen der Beschuldigten zu der Ge-

schwindigkeit bzw. der allgemeinen Unaufmerksamkeit der Privatklägerin 

 - 15 - 

 

 

für die Beurteilung der Beschuldigten vorliegend angelasteten Sorgfalts-

pflichtverletzung unerheblich. 

 

5.3. 

Es ist ohne weiteres voraussehbar, dass bei mangelnder Aufmerksamkeit 

und bei Missachtung von Vortrittsrechten, insbesondere im Bereich eines 

Fussgängerstreifens, Verkehrsunfälle mit Fussgängern passieren können. 

Der Beschuldigten hätte bewusst sein müssen, dass sie, wenn sie diesen 

Pflichten nicht nachkommt, eine Fussgängerin wie die Privatklägerin über-

sehen und verletzen könnte. Die Voraussehbarkeit des Erfolgs ist somit zu 

bejahen. 

 

6. 

6.1. 

Neben der Voraussehbarkeit muss auch die Vermeidbarkeit des Erfolgs 

vorliegen, um eine Sorgfaltspflichtverletzung der Beschuldigten zu beja-

hen. Dabei wird der hypothetische Kausalverlauf untersucht und geprüft, 

ob der Erfolg bei pflichtgemässem Verhalten ausgeblieben wäre. Für die 

Zurechnung des Erfolgs genügt, wenn das Verhalten der Beschuldigten 

mindestens mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit die Ursache des 

Erfolgs bildete (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_948/2010 vom 12. Mai 

2011, E. 3.1.4 mit weiteren Hinweisen). 

 

6.2. 

Hätte die Beschuldigte bei pflichtgemässer Sorgfalt die nötige Aufmerk-

samkeit auf die Strasse gerichtet bzw. ihre Fahrweise den Strassenverhält-

nissen angepasst und hätte sie ihren Blick auch auf die gegenüberliegende 

Strassenhälfte gerichtet, hätte sie rechtzeitig auf die sich bereits auf dem 

ersten Teil des Fussgängerstreifens befindende Privatklägerin reagieren 

können. Dass sie die Kollision dadurch hätte vermeiden können, zeigen die 

Berechnungen des Anhaltewegs. So war sie frühzeitig in der Lage, den 

linksseitigen Bereich zu überblicken, die Privatklägerin zu erkennen und 

ihre Geschwindigkeit in Antizipation des Fussgängerstreifens zu reduzie-

ren, um rechtzeitig anhalten zu können. Hätte die Beschuldigte gemäss den 

ihr auferlegten Pflichten als Fahrzeuglenkerin gehandelt, wäre es nicht zur 

Kollision gekommen. 

 

7. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschuldigte sowohl die 

Pflicht, ihre Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuzuwenden, 

als auch ihre Pflicht, gegenüber Fussgängern den Vortritt zu gewähren, 

missachtet hat. Diese Pflichtverletzungen führten zu den Verletzungen der 

Privatklägerin. Der tatbestandsmässige Erfolg wäre für die Beschuldigte 

vorhersehbar und vermeidbar gewesen. Die Beschuldigte hat den Tatbe-

stand der fahrlässigen einfachen Körperverletzung gemäss Art. 125 

Abs. 1 StGB objektiv und subjektiv erfüllt. Hinsichtlich der Konkurrenz 

 - 16 - 

 

 

zwischen Art. 125 Abs. 1 StGB und den Widerhandlungen gegen das SVG 

und die zugehörige Verordnung kann auf die korrekten Ausführungen der 

Vorinstanz verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; vorinstanzliches Urteil 

vom 5. September 2023, E. II. 4.6). Die von der Beschuldigten begangenen 

Verkehrsregelverletzungen werden vom von ihr begangenen Verlet-

zungstatbestand konsumiert, weshalb sie einzig wegen fahrlässiger Kör-

perverletzung zu bestrafen ist. Rechtfertigungs- oder Schuldausschluss-

gründe sind zudem weder ersichtlich noch geltend gemacht worden. Die 

Beschuldigte ist folglich der fahrlässigen Körperverletzung gemäss Art. 125 

Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

 

8. 

8.1. 

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB wiederholt dargelegt (BGE 144 IV 217; 141 IV 61, E. 6.1.1; 

136 IV 55, E. 5.4 ff.; je mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden. Es 

liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschie-

denen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. 

 

8.2. 

Die Vorinstanz hat sowohl die Tat- wie auch die Täterkomponenten korrekt 

dargelegt und gewürdigt und ist zu Recht von einem insgesamt noch gerin-

gen Verschulden ausgegangen (E. III.1.3.); die so ermittelte bedingte Geld-

strafe von 20 Tagessätzen ist zu bestätigen. Weiter hat sie die Tagessatz-

höhe auf Fr. 40.00 festgelegt (E. III.1.4.), was nicht angefochten und auch 

nicht zu beanstanden ist. 

 

8.3. 

Zusammengefasst ist die Beschuldigte zu einer bedingten Geldstrafe von 

20 Tagessätzen zu je Fr. 40.00, gesamthaft somit Fr. 800.00, bei einer Pro-

bezeit von 2 Jahren, zu verurteilen. 

 

9. 

9.1. 

9.1.1. 

Die Parteien tragen die Kosten des Berufungsverfahrens nach Massgabe 

ihres Obsiegens bzw. Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Berufung 

der Beschuldigten ist abzuweisen, weshalb ihr die gesamten Kosten des 

obergerichtlichen Verfahrens aufzuerlegen sind. 

 

9.1.2. 

Der Kostenentscheid präjudiziert die Entschädigungsfrage 

(BGE 147 IV 47, E. 4.1; 137 IV 352, E. 2.4.2). Ausgangsgemäss hat die 

Beschuldigte ihre Parteikosten selbst zu tragen (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. 

Art. 429 Abs. 1 StPO e contrario). 

 

 - 17 - 

 

 

9.1.3. 

Die Privatklägerin hat sich am vorliegenden Berufungsverfahren beteiligt 

und obsiegt. Es ist ihr eine Parteientschädigung gemäss Art. 436 Abs. 1 

i.V.m. Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO zuzusprechen. Ihr ist gemäss Honorarnote 

ihrer Rechtsvertretung ein Aufwand von 7 Stunden und 42 Minuten entstan-

den, welcher angemessen erscheint und wofür ihr bei einem Stundenan-

satz von Fr. 240.00 (§ 9 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 bis Anwaltstarif), zzgl. Spesen-

pauschale von 3 % und 8.1 % MWSt, eine Entschädigung in Höhe von 

Fr. 2'058.00 zulasten der Beschuldigten zuzusprechen ist. 

 

9.1.4. 

Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie 

darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung 

(Art. 428 Abs. 2 StPO). 

 

Die vorinstanzliche Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen er-

weist sich nach wie vor als korrekt und bedarf keiner Korrektur. Nachdem 

ein Schuldspruch wegen fahrlässiger Körperverletzung erging, hat die Be-

schuldigte die vorinstanzlichen Verfahrenskosten sowie ihre eigenen Par-

teikosten zu tragen (Art. 426 Abs. 1 StPO).  

 

10. 

Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, so fällt es 

ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO, 

Art. 81 StPO). 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschuldigte wird der fahrlässigen einfachen Körperverletzung gemäss 

Art. 125 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen. 

 

2. 

Die Beschuldigte wird in Anwendung der in Ziffer 1 erwähnten Bestimmung 

sowie Art. 34 StGB und 47 StGB sowie Art. 42 Abs. 1 StGB und 

Art. 44 Abs. 1 StGB zu einer  

 

bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 40.00, gesamthaft somit 

Fr. 800.00, bei einer Probezeit von 2 Jahren, verurteilt. 

 

3. 

Die Zivilforderung der Privatklägerin wird auf den Zivilweg verwiesen. 

 

 - 18 - 

 

 

4. 

4.1. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten von gesamthaft Fr. 2'658.00 beste-

hend aus der Gerichtsgebühr von Fr. 2'500.00 und den Auslagen von 

Fr. 158.00, werden der Beschuldigten auferlegt. 

 

4.2. 

Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für ihre Kosten im Be-

rufungsverfahren eine Entschädigung von Fr. 2'058.00 zu entrichten.  

 

4.3. 

Die Beschuldigte trägt ihre Parteikosten im Rahmen des Berufungsverfah-

rens selber. 

 

5. 

5.1. 

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von gesamthaft Fr. 2'717.90, be-

stehend aus der Gerichtsgebühr von Fr. 1'200.00, der Anklagegebühr von 

Fr. 800.00, den Kosten für die Mitwirkung anderer Behörden von Fr. 460.00 

und Spesen von Fr. 257.90 werden der Beschuldigten auferlegt. 

 

5.2. 

Auf den Antrag der Privatklägerin um Zusprechung einer Parteientschädi-

gung für das erstinstanzliche Verfahren wird mangels Bezifferung nicht ein-

getreten. 

 

5.3. 

Die Beschuldigte trägt ihre Parteikosten für das erstinstanzlichen Verfah-

rens selber. 

 

 

 Zustellung an:  

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der voll-

ständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das Schweize-

rische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und 

Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

 - 19 - 

 

 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerd-

elegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 18. März 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Strafgericht, 2. Kammer 

Die Präsidentin:      Der Gerichtsschreiber i.V.: 

 

 

 

Plüss      Thalmann