# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a706da54-76b4-5609-af9c-2b8db525cdef
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-01
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 01.12.2025 BK 2025 104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-104_2025-12-01.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 25 104

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 1. Dezember 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiberin Beldi

Verfahrensbeteiligte unbekannte Täterschaft

Beschuldigte

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

A.________
v.d. Rechtsanwalt B.________

Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin

Gegenstand Einstellung

Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Oberland vom 24. Februar 2025 (O 24 6452)

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Erwägungen:

1. Bei der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) 
ist ein Strafverfahren (O 24 6452) gegen unbekannte Täterschaft wegen fahrlässi-
ger Körperverletzung hängig, mutmasslich begangen im C.________-Park resp. 
Snowpark D.________ zum Nachteil von A.________ (Straf- und Zivilklägerin; 
nachfolgend: Beschwerdeführerin). Mit Verfügungen vom 24. Februar 2025 wies 
die Staatsanwaltschaft zum einen die von der Beschwerdeführerin am 21. Novem-
ber 2024 gestellten Beweisanträge ab, zum anderen stellte sie das Verfahren ein 
und verwies allfällige Zivilklagen auf den Zivilweg. Gegen die ergangene Verfah-
renseinstellung erhob die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 7. März 2025 Beschwerde bei der Beschwerdekammer in Strafsa-
chen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekammer) und 
beantragte, dass die Einstellungsverfügung aufzuheben und die Sache zur Ergän-
zung der Untersuchung und nachfolgenden Anklageerhebung bzw. zum nachfol-
genden Erlass eines Strafbefehls zurückzuweisen sei. Im daraufhin von der Verfah-
rensleitung i.V. der Beschwerdekammer eröffneten Beschwerdeverfahren bean-
tragte die Generalstaatsanwaltschaft am 19. März 2025 die kostenfällige Abwei-
sung der Beschwerde. Gleichentags nahm und gab die Verfahrensleitung der Be-
schwerdekammer Kenntnis von der entsprechenden Eingabe und gab bekannt, 
dass auf die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels verzichtet wird. 

2. Einstellungsverfügungen können von den Parteien innert zehn Tagen bei der Be-
schwerdeinstanz angefochten werden (Art. 322 Abs. 2 i.V.m. Art. 393 ff. der 
Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts 
[OrR OG; BSG 162.11]). Die Beschwerdeführerin hat als Straf- und Zivilklägerin im 
vorliegenden Strafverfahren Parteistellung (Art. 118 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 104 
Abs. 1 Bst. b StPO). Sie ist durch die angefochtene Einstellungsverfügung (inkl. 
Abweisung der Beweisanträge) unmittelbar in ihren rechtlich geschützten Interes-
sen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). 
Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist einzutreten. 

3. Den amtlichen Akten lässt sich Folgendes entnehmen:

Die Beschwerdeführerin zog sich am 10. Februar 2024 im Skigebiet D.________ 
im C.________-Park (Snowpark; nachfolgend auch Funpark) schwere Verletzun-
gen zu, als sie mit ihrem Snowboard in eine Halfpipe hineinstürzte. Gemäss den 
Sprechstundenberichten des Universitären Wirbelsäulenzentrums Zürich vom 
8. April 2024 und 6. Mai 2024 wurden eine inkomplette Berstungsfraktur des ersten 
und dritten Lendenwirbelkörpers mit Deckplattenimpressionsfraktur des dritten 
Lendenwirbelkörpers, eine undislozierte Fibulaköpfchen-Fraktur des linken Knies 
mit einer Kontusion des anterioren lateralen Tibiaplateaus und des lateralen Menis-
kus mit assoziierten Ganglien sowie eine linksseitige Beckenkontusion bei Abduk-
torenirritation diagnostiziert. Die Beschwerdeführerin musste zur Stabilisierung der 
Wirbelsäule zeitweise ein Korsett tragen, litt zumindest noch im Zeitpunkt des zwei-

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ten Sprechstundenberichts an Schmerzen und war unfallbedingt längere Zeit ar-
beitsunfähig. 

Aus dem Berichtsrapport der Kantonspolizei Bern vom 27. August 2024, dem die-
sem beigelegten Unfallprotokoll des Rettungsdiensts vom 19. April 2024 und den 
Einvernahmen (nachfolgend: EV) der Beschwerdeführerin und ihres Freundes 
E.________ vom 25. Juli 2024 geht zum Unfallhergang hervor, dass die Be-
schwerdeführerin zwischen 13.50 und 14.00 Uhr gemeinsam mit ihrem Freund den 
Snowpark mit ihrem Snowboard befahren hat, um – die Hindernisse umfahrend – 
auf die «normale» Piste zu gelangen. Beiden war bewusst, dass sie sich in einem 
Snowpark befanden; die Signalisation am Eingang/Start sei gut gewesen. Die Wet-
ter- und Pistenverhältnisse sollen ebenfalls gut gewesen sein und beide bezeichne-
ten sich als gute Snowboarderin resp. guten Skifahrer (EV Beschwerdeführerin 
vom 25. Juli 2024 Z. 30 f., 57-62, 66-69 und 99-101; EV E.________ vom 25. Juli 
2024 Z. 43-37, 60 f. und 72-78). Im Gegensatz zu den Sprüngen und Rails hat die 
Beschwerdeführerin ihren Aussagen zufolge die Halfpipe, welche sich (in Fahrtrich-
tung) linkerhand befand und der Seite entlang nicht speziell gekennzeichnet war, 
nicht wahrgenommen. Sie habe diese erst bemerkt, als sie bereits über deren Kan-
te hinausgefahren sei (EV Beschwerdeführerin vom 25. Juli 2024 Z. 75-77). 
E.________ gab überdies an, sie hätten den Funpark bereits vom Sessellift aus gut 
gesehen (EV E.________ vom 25. Juli 2024 Z. 59 f.). Sie seien langsam über die 
Piste gefahren, wobei er der Beschwerdeführerin mit ca. 10-15m Abstand gefolgt 
sei. Die Beschwerdeführerin sei sodann in einer Linkskurve über einen kleinen 
«Abhang», hinter welchem sich die für sie nicht erkennbare Halfpipe befunden ha-
be, hinaufgefahren und hinuntergestürzt. 

Ihrer Anzeige vom 8. Mai 2024 legte die Beschwerdeführerin ein Bild von der von 
ihr beschriebenen Gegend resp. einer Halfpipe bei, welche von einem orangen 
Zaun begrenzt und deren Rand mit blauer Farbe markiert war. Sie führte dazu aus, 
am Unfalltag seien weder ein solcher Zaun noch eine solche Markierung bei der 
Halfpipe vorhanden gewesen, und machte diesen Umstand für ihren Unfall und 
dessen Folgen verantwortlich. Anlässlich ihrer Einvernahme vom 25. Juli 2024 kor-
rigierte sie dann aber, dass es sich bei der auf dem vorgenannten Bild ersichtlichen 
und auf der Homepage der K.________-Bahnen erhältlich gemachten Halfpipe 
nicht um die Unfallhalfpipe handle, was ihr aber erst später bewusst geworden sei 
(EV-Protokoll Z. 85-87). Sie blieb jedoch bei ihrer Folgerung, dass die fehlende 
Markierung/Absperrung ursächlich für ihren Unfall gewesen sei (a.a.O., Z. 130-
132). 

F.________, dem zum Unfallzeitpunkt als Pistenrettungschef die Gesamtverant-
wortung für die Pistensicherheit des Skigebiets D.________ zukam, wurde am 8. 
August 2024 vom fallverantwortlichen Polizeibeamten G.________ (Mitarbeiter des 
Fachbereichs Gebirgsspezialisten) kontaktiert. Nach erfolgter Belehrung soll 
F.________ angegeben haben, dass es sich beim Snowpark im C.________ um 
eine sogenannte Sonderanlage handle, welche in Übereinstimmung mit den gel-
tenden Richtlinien für die Verkehrssicherungspflicht auf Schneesportanlagen spe-
ziell ausgeschieden und signalisiert worden sei, namentlich indem sie mittels Zauns 
und Fahnen klar von den übrigen Pisten abgetrennt worden sei. Bei der Einfahrt 

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weise zudem eine grosse Informationstafel auf den Eingang zum Snowpark und die 
darin zu befolgenden Verhaltensregeln hin. Eine zusätzliche Signalisation und Mar-
kierung der einzelnen Elemente im Snowpark, so auch der Halfpipe, sei daher nicht 
notwendig. Bei Wettkämpfen könne es aber vorkommen, dass die Halfpipe abge-
sperrt und mit Werbebannern gekennzeichnet werde. Bei der Benutzung des 
Snowparks gelte wie auf den markierten Pisten der Grundsatz der Eigenverantwor-
tung. Den Benutzern des Snowparks werde daher empfohlen, bei der ersten Fahrt 
durch den Snowpark die Hindernisse zu studieren und erst bei den folgenden Fahr-
ten die Sprünge und Hindernisse zu befahren. Hinsichtlich der Halfpipe wies er 
darauf hin, dass diese aus Naturschnee aufgeschüttet sei und sich auf den beiden 
äusseren Seiten klar von der Umgebung abhebe. Durch die Mitarbeiter des 
Snowparks, welche die Sprünge und die Halfpipe unterhielten, werde der innere 
Rand der Halfpipe bei diffusen oder schlechten Lichtverhältnissen – zwecks Refe-
renzangabe der Benutzer – mit blauer Farbe markiert. Bei guten Lichtverhältnissen, 
wie sie am Unfalltag geherrscht hätten, werde auf eine Markierung mittels Farbe 
verzichtet (zum Ganzen: Berichtsrapport der Kantonspolizei vom 27. August 2024 
S. 3 f.)

Weiter wird in der gemäss Berichtsrapport der Kantonspolizei von F.________ bei-
gebrachten, aber vom Verantwortlichen des Snowparks, H.________, erstellten 
und mit Bildern versehenen «Stellungnahme Unfall Halfpipe 10.02.2024» ausge-
führt, dass das Wetter am Unfalltag sonnig und klar und die Sicht dementspre-
chend gut gewesen sei. Die 100m lange Halfpipe mit ihren 5.5m hohen Wänden sei 
nicht zu übersehen gewesen. Sie sei sowohl vom Startbereich des Snowparks aus 
als auch während der gesamten Fahrt im Snowpark von allen Seiten her gut er-
sichtlich gewesen. Zudem werde jede Linie am Start mit ihrem jeweiligen Schwie-
rigkeitsgrad markiert. 

Und letztlich wurden von der Kantonspolizei das «Unfallprotokoll Rettungsdienst» 
der Mitarbeiterin des Pistenrettungsdiensts, I.________ (Bericht generiert am 19. 
April 2024), beigezogen und ein Fotodossier zum Berichtsrapport erstellt, dem ne-
ben einer Übersichtskarte und einer Aufnahme der Webcam vom Unfalltag auch 
zwei von I.________ erstellte Fotos von der Unfallendlage entnommen werden 
können. 

4.

4.1 Gemäss Art. 319 Abs. 1 Bst. a-e StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Einstel-
lung des Strafverfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage 
rechtfertigt, kein Straftatbestand erfüllt ist, Rechtfertigungsgründe einen Straftatbe-
stand unanwendbar machen, Prozessvoraussetzungen definitiv nicht erfüllt werden 
können, Prozesshindernisse aufgetreten sind oder nach gesetzlicher Vorschrift auf 
Strafverfolgung oder Bestrafung verzichtet werden kann.

Der Entscheid über die Einstellung des Verfahrens hat sich nach dem Grundsatz 
«in dubio pro duriore» zu richten. Danach darf eine Einstellung durch die Staats-
anwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit oder offensichtlich fehlenden 
Prozessvoraussetzungen angeordnet werden (BGE 146 IV 68 E. 2.1 mit Hinwei-
sen). Hingegen ist, sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage 

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kommt, Anklage zu erheben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als 
ein Freispruch. Ist ein Freispruch genauso wahrscheinlich wie eine Verurteilung, 
drängt sich in der Regel, insbesondere bei schweren Delikten, eine Anklageerhe-
bung auf (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1 und 138 IV 86 E. 4.1.1, je mit Hinweisen). Dies 
bedeutet mit anderen Worten nichts anderes, als dass einzustellen ist, wenn ein 
Freispruch wahrscheinlicher ist als ein Schuldspruch. Der Staatsanwaltschaft steht 
in diesem Zusammenhang ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Bei der Prü-
fung der Frage, ob nach der Aktenlage ein Freispruch zu erwarten ist, darf und 
muss die Staatsanwaltschaft die Beweise würdigen (vgl. statt vieler Beschluss des 
Obergerichts des Kantons Bern BK 23 23 vom 3. August 2023 E. 5.1 mit weiteren 
Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 7B_105/2023 vom 5. Februar 2025 
E. 2.2.1). Bei zweifelhafter Beweis- oder Rechtslage hat indes nicht die Staatsan-
waltschaft über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, 
sondern das zur materiellen Beurteilung zuständige Gericht (BGE 143 IV 241 
E. 2.2.1 mit Hinweisen). Jedoch müssen Sachverhaltsfeststellungen in Berücksich-
tigung des Grundsatzes «in dubio pro duriore» auch bei Einstellungen zulässig 
sein, soweit gewisse Tatsachen «klar» beziehungsweise «zweifelsfrei» feststehen, 
so dass im Fall einer Anklage mit grosser Wahrscheinlichkeit keine abweichende 
Würdigung zu erwarten ist. Den Staatsanwaltschaften ist es mithin nur bei unklarer 
Beweislage untersagt, der gerichtlichen Beweiswürdigung vorzugreifen (BGE 143 
IV 241 E. 2.3.2). 

Der Grundsatz, dass im Zweifel nicht eingestellt werden darf, ist auch bei der 
Überprüfung von Einstellungsverfügungen zu beachten (Urteil des Bundesgerichts 
7B_1139/2024 vom 18. November 2024 E. 4.3.2; zum Ganzen BGE 143 IV 241 
E. 2.2.1 und 2.3.2). 

4.2

4.2.1 Der fahrlässigen Körperverletzung macht sich gemäss Art. 125 Abs. 1 des Schwei-
zerischen Strafgesetzbuchs (StGB; SR 311.0) schuldig, wer fahrlässig einen Men-
schen am Körper oder an der Gesundheit schädigt. Fahrlässig begeht ein Verbre-
chen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvor-
sichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Un-
vorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Um-
ständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 
StGB). 

Ein Schuldspruch wegen fahrlässiger Körperverletzung setzt voraus, dass der 
Täter den Erfolg durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Dies ist der 
Fall, wenn der Täter im Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umstände sowie seiner 
Kenntnisse und Fähigkeiten die Gefährdung der Rechtsgüter des Opfers hätte er-
kennen können und müssen und zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos über-
schritten hat. Wo besondere Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt 
sich das Mass der zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften 
(BGE 148 IV 39 E. 2.3.3, 145 IV 154 E. 2.1 und 143 IV 138 E. 2.1; Urteile des Bun-
desgerichts 7B_1139/2024 vom 18. November 2024 E. 4.2.2 und 6B_1255/2021 
vom 4. Dezember 2023 E. 1.2.6; je mit Hinweisen). Fehlen solche, kann sich der 
Vorwurf der Fahrlässigkeit auf allgemein anerkannte Verhaltensregeln privater oder 

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halbprivater Vereinigungen (BGE 148 IV 39 E. 2.3.3 [auch zum Folgenden] und 
127 IV 62 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 6B_1255/2021 vom 4. Dezember 2023 
E. 1.2.6; je mit Hinweisen) oder auf allgemeine Rechtsgrundsätze wie den allge-
meinen Gefahrensatz stützen (BGE 145 IV 154 E. 2.1 und 135 IV 56 E. 2.1; Urteil 
des Bundesgerichts 6B_1255/2021 vom 4. Dezember 2023 E. 1.2.6; je mit Hinwei-
sen). 

Grundvoraussetzung für das Bestehen einer Sorgfaltspflichtverletzung, mithin für 
die Fahrlässigkeitshaftung, bildet die Vorhersehbarkeit des Erfolgs (BGE 140 II 7 
E. 3.4, 135 IV 56 E. 2.1 und 134 IV 193 E. 7.3; Urteile des Bundesgerichts 
7B_1139/2024 vom 18. November 2024 E. 4.2.4 und 6B_1255/2021 vom 4. De-
zember 2023 E. 1.2.6, auch zum Folgenden). Die zum Erfolg führenden Gesche-
hensabläufe müssen für den konkreten Täter mindestens in ihren wesentlichen Zü-
gen voraussehbar sein. Zunächst ist daher zu fragen, ob der Täter eine Gefähr-
dung der Rechtsgüter des Opfers hätte voraussehen beziehungsweise erkennen 
können und müssen. Für die Beantwortung dieser Frage gilt der Massstab der 
Adäquanz. Danach muss das Verhalten geeignet sein, nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetrete-
nen herbeizuführen oder mindestens zu begünstigen (BGE 140 II 7 E. 3.4 und 135 
IV 56 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1255/2021 vom 4. Dezember 2023 
E. 1.2.6; je mit Hinweisen). Ob eine Handlung im Sinne der Adäquanztheorie nach 
dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung ge-
eignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen oder zu be-
günstigen, muss ex ante, d.h. vom Zeitpunkt des Handelns aus, entschieden wer-
den; die nachträgliche (bessere) Kenntnis der Zusammenhänge kann nicht darüber 
entscheiden, ob eine Handlung im Zeitpunkt ihrer Vornahme erlaubt oder verboten 
war. Demgegenüber ist die für die Erfolgszurechnung ebenfalls wesentliche Frage, 
aus welcher Gefahr der Erfolg hervorgegangen ist, ob sich mithin im Erfolg gerade 
die vom Täter geschaffene Gefahr verwirklicht hat, unter Auswertung aller ex post 
bekannten Umstände zu beantworten. Der Erfolg ist dem Täter zuzurechnen, wenn 
dessen Verhalten mindestens mit einem hohen Grad der Wahrscheinlichkeit oder 
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolgs bildete 
(BGE 140 II 7 E. 3.4 und 135 IV 56 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 
6B_1255/2021 vom 4. Dezember 2023 E. 1.2.6; je mit Hinweisen). Die Adäquanz 
ist zu verneinen, wenn ganz aussergewöhnliche Umstände wie das Mitverschulden 
des Opfers bzw. eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler als Mitursa-
che hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die 
derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache 
des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren – na-
mentlich das Verhalten der beschuldigten Person – in den Hintergrund drängen 
(zum Ganzen: BGE 142 IV 237 E. 1.5.2 und 135 IV 56 E. 2.1; Urteile des Bundes-
gerichts 7B_1139/2024 vom 18. November 2024 E. 4.2.4, 6B_171/2022 vom 
29. November 2022 E. 4.3.1 [nicht publ. in: BGE 149 IV 42] sowie 6B_1255/2021 
vom 4. Dezember 2023 E. 1.2.6).

Damit der Eintritt des Erfolgs auf das pflichtwidrige Verhalten des Täters zurückzu-
führen ist, wird sodann verlangt, dass der Eintritt des tatbestandsmässigen Erfolgs 
auch vermeidbar war. Dies ist der Fall, wenn der Erfolg bei pflichtgemässem Ver-

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halten des Täters mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bzw. mit einem 
hohen Grad der Wahrscheinlichkeit ausgeblieben wäre (sog. hypothetischer Kau-
salzusammenhang; BGE 140 II 7 E. 3.4, 135 IV 56 E. 2.1 und 134 IV 193 E. 7.3; 
Urteil des Bundesgerichts 6B_1255/2021 vom 4. Dezember 2023 E. 1.2.7). 

4.2.2 Eine fahrlässige Körperverletzung gemäss Art. 125 Abs. 1 StGB kann auch durch 
pflichtwidriges Unterlassen (Art. 11 StGB) begangen werden. Voraussetzung ist ei-
ne Rechtspflicht zur Vornahme der unterlassenen Handlung (sog. Garantenstel-
lung) sowie die Möglichkeit, diese Handlung vorzunehmen (BGE 148 IV 39 E. 2.3.2 
[auch zum Folgenden] und 141 IV 249 E. 1.1 mit Hinweisen). Eine Garantenstel-
lung wird angenommen, wenn der Täter aufgrund einer besonderen Rechtsbezie-
hung verpflichtet ist, ein Rechtsgut vor allen oder bestimmten Gefahren zu schüt-
zen, oder wenn er durch sein Tun eine Gefahr geschaffen oder vergrössert hat und 
deshalb gehalten ist, dafür zu sorgen, dass die Gefahr zu keiner Verletzung frem-
der Rechtsgüter führt (BGE 115 IV 189 E. 2 und 108 IV 3, E. 1 b; Urteil des Bun-
desgerichts 6S.311/2005 vom 26. Oktober 2005 E. 3.1.2). Steht eine Sorgfalts-
pflichtverletzung durch Unterlassen zur Diskussion, ist anhand eines hypotheti-
schen Kausalzusammenhangs zu prüfen, ob bei Vornahme der gebotenen Hand-
lung der Erfolg nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des 
Lebens mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit ausgeblieben wäre (vgl. 
BGE 134 IV 255 [= Pra 2009 Nr. 25] E. 4.2.1 und 4.4.1 und 117 IV 130 [= Pra 1991 
Nr. 212] E. 2a; Urteile des Bundesgerichts 7B_290/2022 vom 22. Juli 2024 E. 2.1 
und 7B_7/2023 vom 8. März 2024 E. 2.4.1 und 2.4.4; je mit Hinweisen). 

4.2.3 Bergbahnunternehmen, welche Schneesportanlagen (Pisten, Snowparks, Schlitte-
lanlagen usw.) betreiben, sind grundsätzlich verpflichtet, die zur Gefahrenabwehr 
zumutbaren Vorsichts- und Schutzmassnahmen vorzukehren (sog. Verkehrssiche-
rungspflicht). Wie weit die Verkehrssicherungspflicht im Einzelnen reicht, hängt von 
den Gegebenheiten des Einzelfalls ab. Als Massstab zieht das Bundesgericht je-
weils die von der Schweizerischen Kommission für Unfallverhütung auf Schnee-
sportabfahrten [SKUS] ausgearbeiteten Richtlinien für Anlage, Betrieb und Unter-
halt von Schneesportanlagen und die von der Kommission Rechtsfragen auf 
Schneesportanlagen der Seilbahnen Schweiz [SBS] herausgegebenen Richtlinien 
bei (siehe betreffend die SKUS-Richtlinien etwa: https://www.skus.ch/de/recht-
2.html [aktualisierte Version 2025] und betreffend SBS-Richtlinien [Fassung ab De-
zember 2024]: https://www.seilbahnen.org/themen/verkehrssicherungspflicht/
richtlinien-schneesportanlagen; Anmerkung der Kammer: die einzelnen Vorschrif-
ten der SBS-Richtlinien werden nachfolgend mit Rz. angegeben [bei den in den 
SBS-Richtlinien grau hinterlegten Stellen handelt es sich um die Wiedergabe der 
SKUS-Richtlinien, deren Vorschriften mit Ziff. wiedergegeben werden, vgl. SBS-
richtlinien Rz. 1]). Obwohl diese Richtlinien kein objektives Recht darstellen, erfül-
len sie eine wichtige Konkretisierungsfunktion im Hinblick auf die inhaltliche Ausge-
staltung der Verkehrssicherungspflicht. Die örtlichen Verhältnisse können einen 
höheren Sicherheitsstandard erfordern, als es die genannten Richtlinien vorsehen 
(BGE 130 III 193 E. 2.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 6B_1209/2020 
vom 26. Oktober 2021 E. 2.4.3). 

https://www.skus.ch/de/recht-2.html
https://www.skus.ch/de/recht-2.html
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-III-193%3Ade&number_of_ranks=0#page193

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Die Verkehrssicherungspflicht der Bergbahn- und Skiliftunternehmen verlangt zum 
einen, dass Pistenbenutzer vor atypischen, d.h. nicht ohne Weiteres erkennbaren, 
sich als eigentliche Fallen erweisenden Gefahren geschützt werden. Zum andern 
ist dafür zu sorgen, dass Pistenbenutzer vor Gefahren bewahrt werden, die selbst 
bei vorsichtigem Fahrverhalten nicht vermieden werden können (BGE 130 Ill 193 
E. 2.2 f.; Urteil des Bundesgerichts 6B_985/2023 vom 8. Januar 2024 E. 2.3.2; 
SBS-Richtlinien 2019 Rz. 5 [im Unfallzeitpunkt massgebliche Ausgabe]). Der Um-
fang der Verkehrssicherungspflicht bestimmt sich nach den konkreten Umständen, 
der Zweckbestimmung der Schneesportanlage, der Eigenverantwortlichkeit der 
Schneesportler sowie der Verhältnismässigkeit und Zumutbarkeit der Gefahrenab-
wehr für die verkehrssicherungspflichtige Bergbahnunternehmung (vgl. Rz. 4 der 
SBS-Richtlinien 2019). Die Grenze der Verkehrssicherungspflicht liegt einerseits in 
der Zumutbarkeit, andererseits in der Selbstverantwortung des einzelnen Pistenbe-
nutzers (Urteil des Bundesgerichts 6B_985/2023 vom 8. Januar 2024 E. 2.3.2). 
Wer eine Schneesportanlage benutzt, hat es weitestgehend selbst in der Hand, Un-
fälle durch ein vorsichtiges, den Eigenheiten der Anlage (z. B. Schwierigkeitsgrad, 
Signale, Absperrungen, Pistenendbereich), dem eigenen Können sowie den gege-
benen Gelände-, Sicht- und Schneeverhältnissen angepasstes Verhalten zu ver-
meiden. Gefahren, die dem Schneesport inhärent sind, soll derjenige tragen, der 
sich zur Ausübung des Schneesports entschliesst. Dementsprechend haben 
Schneesportler grundsätzlich selbst die Verantwortung für einen Unfall auf 
Schneesportanlagen zu tragen. Schutzmassnahmen können überdies nur im Rah-
men des nach der Verkehrsübung Erforderlichen und Möglichen verlangt werden. 
Mit anderen Worten sind nur solche Schutzmassnahmen zu treffen, die in sachli-
cher, räumlicher und zeitlicher Hinsicht effektiv erforderlich sind und aufwand- und 
kostenmässig in einem vernünftigen Verhältnis zum Schutzinteresse der Anlagen-
benutzer stehen (vgl. Rz. 6 der SBS-Richtlinien 2019).

Snowparks gehören gemäss Rz. 35 der SBS-Richtlinien 2019 zu den sogenannten 
Sonderanlagen. Ob und in welchem Umfang Sonderanlagen gesichert werden, er-
gibt sich aus dem Benutzungszweck der Anlage. Sie sind im Minimum zu markie-
ren und vor alpinen Gefahren zu sichern. Weitere spezifische Sicherungspflichten 
gelten für sie nach den Richtlinien nur, soweit dies ausdrücklich erwähnt wird (vgl. 
Rz. 37 der SBS-Richtlinien 2019). Die SBS-Richtlinien schreiben vor, dass Son-
deranlagen von den Pisten und Abfahrten zu trennen und deutlich zu kennzeichnen 
sind. Der Zugang zum Snowpark ist gemäss Ziff. 69 der SKUS-Richtlinien 2022 
zudem mit der Snowpark-Tafel Nr. 22 zu versehen. Betreffend «Elemente» resp. 
Hindernisse in Snowparks sehen die SKUS-Richtlinien 2022 in Ziff. 71 f. Folgendes 
vor: XS-Elemente (extra small – Kinderlinien) und S-Elemente (small – Einsteigerli-
nien) müssen ohne jegliche Erfahrung im Snowpark befahrbar sein. Die entspre-
chenden Elemente setzen keine Flugphase voraus und sind mit einer sehr niedri-
gen Geschwindigkeit überfahrbar. XS- und S-Elemente sind von den übrigen Ele-
menten eindeutig zu trennen und entweder einzeln oder gegebenenfalls als gesam-
te Kinder- bzw. Einsteigerlinie mit den Tafeln XS oder S zu kennzeichnen. Demge-
genüber sind XL-Elemente (extra large) absoluten Könnern vorbehalten. Diese sind 
gegenüber andern Snowpark-Elementen und Schneesportanlagen eindeutig zu 
trennen und abzusperren. Die Zufahrt zu XL-Elementen ist zusätzlich mit der XL-

9

Tafel Nr. 26 zu versehen und so einzugrenzen und zu gestalten, dass ein irrtümli-
ches Einfahren durch Personen ohne das erforderliche Können ausgeschlossen ist 
(vgl. Ziff. 72 der SKUS-Richtlinien 2022). Im Übrigen finden die Bestimmungen 
über Pisten sinngemäss Anwendung (SKUS-Richtlinie 2022 Ziff. 73). Betreffend die 
Umschreibung der Schwierigkeitsgrade XS – XL sowie die Dimensionierung der 
Sprünge und Jibs wird in den aktuell geltenden SBS-Richtlinien 2024 auf die im 
Jahr 2019 herausgegebene Fachdokumentation «Snowparks» der Beratungsstelle 
für Unfallverhütung (BFU) verwiesen (vgl. SBS-Richtlinien 2024 Rz. 228a). Gemäss 
dieser Fachdokumentation, die auch ohne explizite Erwähnung in den SBS-
Richtlinien 2019 herangezogen werden darf, spricht man bei einer Halfpipe mit ei-
ner Höhe von bis zu 4m von einer «M-Pipe» und bei einer solchen mit einer Höhe 
von bis zu 6.7m von einer «L-Pipe». Höhere Halfpipes gelten als Superpipes und 
damit als in den SBS-Richtlinien genannte «XL-Pipes» (vgl. Fachdokumentation 
«Snowparks» der BFU, Ausgabe 2019 [nachfolgend Fachdokumentation BFU], 
S. 32 [abrufbar unter: https://www.bfu.ch/de/ratgeber/verhalten-im-snowpark]). Wei-
ter kann der Fachdokumentation BFU die Zielsetzung entnommen werden, dass 
schwere und tödliche Unfälle möglichst zu verhindern seien (dort S. 5, auch zum 
Folgenden). Snowparks sollen selbsterklärend und fehlerverzeihend gestaltet sein, 
ohne dass diese an Attraktivität verlieren. Es gelte, Gefahrenstellen auf ein Mini-
mum zu reduzieren (Fachdokumentation BFU S. 34).

Für die Benutzung des Snowparks gilt wie überall auf den markierten Pisten und 
Abfahrten der Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit. Ebenso gelten die 10 FIS-
Regeln und die «SKUS-Richtlinien für Snowpark-Benutzer/-innen» (SKUS-
Richtlinien 2022 Ziff. 70 sowie SBS-Richtlinien Rz. 40). Gemäss Ziff. 2 der FIS-
Verhaltensregeln (Fassung 2002; abrufbar unter: https://www.skus.ch/de/recht-
2.html#richtlinien-fuer-anlage-betrieb-und-unterhalt-von-schneesportanlagen) muss 
jeder Ski- und Snowboardfahrer auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit 
und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungs-
verhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen. Zudem muss jeder Ski- und 
Snowboardfahrer gemäss Ziff. 8 der FIS-Verhaltensregeln die Markierung und die 
Signalisation beachten. Schliesslich schreiben die in den Snowparks geltenden 
Richtlinien den Benutzern unter anderem vor, es langsam anzugehen, ihren Lauf 
zu planen und vor dem Springen zuerst zu schauen (vgl. Ziff. 1-3 «SKUS-
Richtlinien für Skifahrer und Snowboarder»; abrufbar unter: htt-
ps://www.skus.ch/de/recht-2.html#skus-richtlinien-fuer-skifahrer-und-snow
boarder).

5.

5.1 Die Staatsanwaltschaft begründet die Verfahrenseinstellung wie folgt (angefochte-
ne Verfügung S. 6 f.):

Im vorliegenden Fall macht die Privatklägerin geltend, die Verantwortlichen des C.________ Parks 
hätten es pflichtwidrig unterlassen, die Halfpipe am Ende des Snowparks zu markieren und abzusper-
ren, was schliesslich dazu geführt habe, dass sie über die Halfpipe hinabstürzte und sich verletzte. 
Damit ist vorliegend zunächst einmal fraglich, ob die Verantwortlichen des Snowparks die ihnen zu-
kommende Sorgfaltspflicht – namentlich die Verkehrssicherungspflicht – verletzt haben, indem sie die 

https://www.bfu.ch/de/ratgeber/verhalten-im-snowpark
https://www.skus.ch/de/recht-2.html#skus-richtlinien-fuer-skifahrer-und-snowboarder
https://www.skus.ch/de/recht-2.html#skus-richtlinien-fuer-skifahrer-und-snowboarder
https://www.skus.ch/de/recht-2.html#skus-richtlinien-fuer-skifahrer-und-snowboarder

10

Halfpipe nicht markiert und abgesperrt haben. Mit Blick auf die Aussagen des Pistenverantwortlichen, 
F.________, sowie die Bilder in der Stellungnahme des Snowpark-Verantwortlichen, H.________, 
kann festgestellt werden, dass der C.________-Park – wie von den SBS-Richtlinien vorgeschrieben – 
mittels eines Zauns sowie Fahnen klar von den übrigen Pisten abgetrennt wurde. Beim Eingang zum 
C.________-Park wurde sodann vorschriftsgemäss die Snowpark-Tafel Nr. 22 angebracht, die auf 
den Beginn des Snowparks und die darin geltenden Verhaltensregeln hinweist. Diese Tafel informiert 
die Benutzer des Snowparks zudem darüber, dass sich im C.________-Park unter anderem auch 
Hindernisse der Grössenordnung «L» befinden, worunter auch Halfpipes mit einer Höhe von bis zu 
6.7m fallen. Zu Beginn der Fahrstrecke, an deren Ende sich die Halfpipe befindet, weist erneut ein 
Schild mit der Beschriftung «L» auf die Grössenordnung bzw. den Schwierigkeitsgrad der auf dieser 
Fahrstrecke vorkommenden Hindernisse hin. Gemäss den Ausführungen des Snowpark-
Verantwortlichen, H.________, in seiner Stellungnahme, hat die Halfpipe im C.________-Park eine 
Höhe von 5.5m, womit sie nach der Fachdokumentation des BFU als «L»-Hindernis zu klassifizieren 
ist. Eine Halfpipe dieser Grössenordnung ist ein für einen Snowpark typisches Hindernis und damit 
eben gerade nicht ein atypisches Hindernis, vor welchem die Snowpark-Betreiber die Benutzer im 
Rahmen der Verkehrssicherungspflicht speziell zu schützen haben. Dementsprechend trifft die Ver-
antwortlichen des Snowparks auch keine Pflicht, die Halfpipe zu markieren oder abzusperren, wie 
dies etwa bei einer «Superpipe» bzw. «XL-Pipe» vorgeschrieben wird. Hinzu kommt, dass die Selbst-
verantwortung der Snowpark-Benutzer eine wesentliche Schranke der Verkehrssicherungspflicht der 
Pistenbetreiber darstellt. Im vorliegenden Fall haben sowohl die Privatklägerin als auch ihr Freund 
ausgesagt, dass sie das Schild zu Beginn des Snowparks gesehen und diesen bewusst befahren ha-
ben. Die Privatklägerin wusste demnach, dass sie sich nicht auf der normalen, ebenen Piste befindet, 
sondern in einem Gelände, auf welchem jederzeit mit Hindernissen gerechnet werden muss. Die Ha-
lfpipe ist – wie sich den Bildern in der Stellungnahme des Snowpark-Verantwortlichen H.________ 
problemlos entnehmen lässt – bereits zu Beginn des Snowparks gut sichtbar. Davon abgesehen weist 
die Snowpark-Tafel beim Eingang des Snowparks – von welchem die Privatklägerin nicht bestreitet es 
gesehen zu haben – darauf hin, dass sich auch Hindernisse der Grössenordnung «L» im Snowpark 
befinden. Dass die Privatklägerin die Halfpipe nicht gesehen haben will und in der Folge darüber hin-
abstürzte, ist indessen nicht der Verantwortung der Snowpark-Betreiber, sondern der Selbstverant-
wortung der Privatklägerin zuzuschreiben. Hätte die Privatklägerin den Snowpark seinem Zweck 
gemäss gebraucht – namentlich als Hindernispark und nicht als normale Piste – und wäre sie, wie 
vorgeschrieben, vorausschauend, mit angepasstem Tempo und die Signalisation beachtend gefah-
ren, so wäre es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zu dem Unfall gekommen. Sie hätte das Schild 
zu Beginn der Fahrstrecke mit der Beschriftung «L», welches darauf hinweist, dass schwierige Hin-
dernisse folgen, bemerken müssen und hätte sich entscheiden können, eine andere Fahrstrecke, et-
wa eine solche mit Hindernissen der Grössenordnung «S», zu befahren. Es muss mit Blick auf die 
sich in den Akten befindlichen Fotos davon ausgegangen werden, dass die Halfpipe bzw. zumindest 
die gegenüberliegende Seitenwand der Halfpipe tatsächlich nicht zu übersehen gewesen ist. Über-
dies ist fraglich, mit welchem Tempo die Privatklägerin den Snowpark befahren hatte. Wäre sie 
tatsächlich mit so langsamem Tempo unterwegs gewesen, wie dies ihr Freund anlässlich seiner Be-
fragung bei der Polizei ausgesagt hatte, wäre davon auszugehen, dass sie rechtzeitig bei Erkennen 
der Halfpipe hätte abbremsen können. Den Verantwortlichen des Snowparks kann nach den gemach-
ten Ausführungen jedenfalls so oder anders keine Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden, 
weshalb sich die weitere Prüfung des Tatbestands der fahrlässigen Körperverletzung erübrigt. Ein 
strafbares Verhalten kann vorliegend niemandem vorgeworfen werden. 

11

5.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen zusammengefasst vor, dass für die Beur-
teilung der strafrechtlichen Relevanz noch keine liquide Sachlage vorliege. Straf-
verfahren liessen sich nicht ausschliesslich anhand von Richtlinien entscheiden, 
ohne die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort zu berücksichtigen. Letztere seien noch 
nicht in genügender Weise abgeklärt, weshalb den am 21. November 2024 gestell-
ten Beweisanträgen stattgegeben werden müsse (konkret: Augenschein unter win-
terlichen Verhältnissen, Einvernahme von I.________ und Beizug deren Berichts 
und Fotos betreffend das Unfallereignis sowie Beizug des Protokolls der Sitzung 
zwischen dem SOS-Team und dem Parkteam, anlässlich welcher – aus Anlass des 
Unfalls vom 10. Februar 2024 – notwendige Sicherheitsmassnahmen im Snowpark 
besprochen worden seien). Namentlich nicht abgeklärt sei, inwiefern die Halfpipe 
am 10. Februar 2024 für Benutzer des Snowparks genügend erkennbar gewesen 
sei, wenn sich diese rechts davon (talabwärts gesehen) befunden hätten. Nach ih-
rer Ansicht sei die Halfpipe von dieser Position aus eben gerade überhaupt nicht 
sichtbar gewesen und habe sich als regelrechte Falle entpuppt, weshalb die Kante 
der Halfpipe hätte markiert sein müssen. 

6.

6.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführerin bewusst war, dass sie sich in ei-
nem Snowpark befindet. Dieser war bereits vom Sessellift aus gut sichtbar und die 
Beschwerdeführerin und ihr Freund entschieden sich beim Absteigen von der Ses-
selbahn, statt die normale Piste rechterhand (bergaufwärts gesehen) zu nehmen, 
linkerhand auszusteigen und durch den Snowpark zu fahren, ohne dessen Hinder-
nisse zu benutzen, um an dessen Ende auf die normale Piste zu gelangen (EV 
E.________ vom 25. Juli 2024 Z. 23-25). Eine normale Piste befand sich beim 
Ausstieg linkerhand nicht. 

Nicht in Frage gestellt wird ausserdem, dass der Snowpark als Ganzes vorschrifts-
gemäss abgetrennt und beim Eingang mit der Snowpark-Tafel Nr. 22 versehen 
war, die auf den Beginn des Snowparks und die darin geltenden Verhaltensregeln 
sowie auf das Vorhandensein von Hindernissen der Grössenordnung «L», worunter 
auch die fragliche Halfpipe fiel, hinwies. Zu Beginn der Fahrstrecke, an deren Ende 
sich die Halfpipe befand, wies erneut ein Schild mit der Beschriftung «L» auf die 
Grössenordnung bzw. den Schwierigkeitsgrad der auf dieser Fahrstrecke vorkom-
menden Hindernisse hin. Gemäss dem vom Startbereich des Snowparks aus auf-
genommenem Foto (vgl. Stellungnahme Unfall Halfpipe 10.2.2024) liess sich eine 
gute Übersicht über die Anlage gewinnen. Die fragliche Halfpipe ist an deren Ende 
ebenfalls ersichtlich. Die Beschwerdeführerin stellt nicht in Abrede, die Halfpipe am 
Start des Snowparks gesehen zu haben.

Unbestritten ist weiter, dass die fragliche Halfpipe der Kategorie «L» – anders als 
solche der Kategorie «XL» – gemäss den geltenden SKUS- und SBS-Richtlinien 
(vgl. E. 4.2.3 hiervor) nicht eindeutig abgetrennt resp. abgesperrt werden musste. 

6.2 Wie die Beschwerdeführerin zutreffend festhält, sind für die Verkehrssicherungs-
pflichten nicht nur die genannten Richtlinien, sondern die tatsächlichen Verhältnis-
se vor Ort massgebend. Die örtlichen Verhältnisse können einen höheren Sicher-
heitsstandard erfordern, als es die genannten Richtlinien vorsehen (BGE 130 III 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-III-193%3Ade&number_of_ranks=0#page193

12

193 E. 2.3). Die Beschwerdeführerin hält in diesem Zusammenhang dafür, dass die 
Halfpipe, wenn man rechts neben dieser vorbeifuhr, nicht erkennbar gewesen sei, 
und deshalb – zwecks Verhinderung schwerer Unfälle – einer Signalisation bedurft 
hätte. Dem kann nicht gefolgt werden. Nach Durchsicht der Akten und unter 
Berücksichtigung der konkreten (Gesamt-)Umstände sowie der massgeblichen 
Rechtsgrundlagen (E. 4.2.3 hiervor) bedingten die tatsächlichen Verhältnisse vor 
Ort – anders als die Beschwerdeführerin geltend macht – keiner höheren Sicher-
heitsstandards. Die Verfahrenseinstellung erweist sich als rechtens und es kann 
vorab auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung (E. 5.1 
hiervor) verwiesen werden. Hervorzuheben und zu ergänzen ist Folgendes:

6.2.1 Ausschlaggebend ist zunächst, dass die Beschwerdeführerin den Snowpark nicht 
als solchen befahren resp. benutzt hat, sondern allein deshalb durch diesen hin-
durchgefahren ist, um auf die normale Piste zu gelangen. Diese wäre jedoch direkt 
von der Bergstation der Sesselbahn (bergwärts gesehen rechterhand) erreichbar 
gewesen. Das Verlassen der Sesselbahn linkerhand und eine Durchquerung des 
Snowparks wäre somit nicht erforderlich gewesen, um die normale Piste zu errei-
chen. 

6.2.2 Bei der Einfahrt des Snowparks wies ein Schild auf die verschiedenen Schwierig-
keitsstufen der Hindernisse/Elemente hin. Von dort aus waren die diversen Ele-
mente des Snowparks – an dessen Ende auch die Halfpipe – erkennbar. Im Übri-
gen sahen die Beschwerdeführerin und ihr Freund den Snowpark auch vom Ses-
sellift aus. 

Bei der Nutzung eines Snowparks gelten besondere Vorschriften, sinngemäss sind 
die Vorschriften über die Pisten anwendbar. So gilt insbesondere, dass der Benut-
zer es langsam angehen, seinen Lauf planen und vor dem Springen zuerst schau-
en soll («SKUS-Richtlinien für Snowpark-Benutzer/-innen»). Insoweit ist der Be-
schwerdeführerin darin beizupflichten, dass Ski- und Snowboardfahrer durchaus 
auch ohne Nutzung der Hindernisse durch den Park fahren können. Diese Art der 
Befahrung des Snowparks dient der Übersichtverschaffung resp. stellt eine Erkun-
dungstour dar, was eine zweckmässige Nutzung der Anlage darstellt. In diesem 
Sinn wird der Park entsprechend langsam und die Aufmerksamkeit auf die Hinder-
nisse haltend durchfahren. Anders – d.h. als unzweckmässige Benutzung der An-
lage – ist die Handlung der Beschwerdeführerin einzuordnen, die den Park aussch-
liesslich zur Erreichung der normalen Piste benutzte, was gestützt auf die örtlichen 
Verhältnisse gar nicht erforderlich war. Dass sie dabei auch die Aufmerksamkeit 
auf die Elemente/Hindernisse richtete, wird nicht in Abrede gestellt, doch dürfte 
diese allein in einer groben Erfassung einzelner Hindernisse resultiert haben, zu-
mal sie die Elemente/Hindernisse anschliessend nicht befahren wollte und letztlich 
eben gerade nicht bemerkte, dass sie sich seitlich (rechterhand talabwärts gese-
hen) der Halfpipe befand. 

6.2.3 Aktenkundig wurde die Halfpipe aus Naturschnee aufgeschüttet und hob sich auf 
den beiden äusseren Seiten – zumindest am Anfang sehr deutlich – von der Um-
gebung ab. Dies ist vom Start des Snowparks aus gut erkennbar. Wie stark sich die 
rechte Seite im unteren Bereich resp. gegen Ende der Halfpipe von der Umgebung 
abhob, kann mangels einer entsprechenden (aktenkundigen) Aufnahme nicht beur-

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-III-193%3Ade&number_of_ranks=0#page193

13

teilt werden. Aufgrund der Tatsache, dass sowohl die Beschwerdeführerin als auch 
ihr Freund angegeben haben, sie sei einen kleinen Hügel/«Abhang» hochgefahren, 
darf davon ausgegangen werden, dass die seitliche (Aussen-)Wand der Halfpipe 
demnach nach wie vor aufgeschüttet gewesen sein muss. Von zusätzlichen Ab-
klärungen bezüglich allfälliger Existenz von Fotos, die eine Sicht auf den von der 
Beschwerdeführerin befahrenen «Hügel» aufzeigen, kann deshalb abgesehen 
werden, weil sich die Beschwerdeführerin bewusst in einem Snowpark befand, die-
sen jedoch nicht zweckmässig benutzte und – wie nachfolgend noch ausgeführt 
wird (E. 6.2.4 hiernach) – die Existenz einer Halfpipe in einem Snowpark nicht als 
atypisch bezeichnet werden kann. Dasselbe gilt hinsichtlich der beantragten Ein-
vernahme von I.________, Mitarbeiterin des Pistenrettungsdiensts. Soweit die Be-
schwerdeführerin den Beizug sämtlicher Berichte von I.________ zur Sache ver-
langt, bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass nebst dem bereits aktenkundigen 
Unfallprotokoll des Rettungsdiensts vom 19. April 2024 weitere Berichte existierten. 
Bei dem von I.________ gegenüber der Beschwerdeführerin erwähnten «Bericht» 
dürfte es sich um das Unfallprotokoll vom 19. April 2024 handeln, zumal dieses in 
der Fusszeile auch als «Bericht» gekennzeichnet ist. Der Umstand, dass 
I.________ das Unfallprotokoll resp. den Bericht auf Nachfrage der Beschwerde-
führerin angeblich nicht herausgeben durfte, ist entgegen der Beschwerdeführerin 
nicht ungewöhnlich oder verdächtig, zumal haftpflichtrechtliche Abklärungen 
getätigt wurden.

6.2.4 Die Beschwerdeführerin stellt nicht in Abrede, nicht gesehen zu haben, was sich 
hinter dem von ihr befahrenen Hügel befand resp. was sie dort erwarten würde. Sie 
ging lediglich davon aus, dass sie nach dem Hügel zur normalen Piste würde fort-
fahren können (vgl. Beschwerde Rz. 19). Auch wenn der Unfall und dessen Folgen 
für die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen schwerwiegend waren, lag vor-
genannte Annahme in ihrer Verantwortung. 

Ein Ski- und Snowboardfahrer hat zunächst immer auf Sicht zu fahren (Ziff. 2 der 
FIS-Verhaltensregeln). Dies gilt umso mehr in Snowparks, wo vorab eine Besichti-
gung sämtlicher Hindernisse erwartet werden darf. Die Verkehrssicherungspflichten 
verlangen, dass Pistenbenutzer einerseits vor atypischen, d.h. nicht ohne Weiteres 
erkennbaren, sich als eigentliche Fallen erweisenden Gefahren geschützt und vor 
solchen bewahrt werden, die selbst bei vorsichtigem Fahrverhalten nicht vermieden 
werden können. Anders als die Beschwerdeführerin meint, handelt es sich bei Ha-
lfpipes der Kategorie «L» in einem extra dafür ausgeschiedenen Snowpark nicht 
um atypische Hindernisse. Die Halfpipe kann bei einer zweckmässigen Benutzung 
nicht als unerwartetes, überraschendes Hindernis bezeichnet werden. Die Be-
schwerdeführerin durfte nicht nur von Annahmen ausgehen, sondern hätte sich 
versichern müssen, was sich hinter einem Hügel befindet, den sie zu befahren ge-
denkt. Im Übrigen darf selbst auf «normalen Pisten» nicht unbesehen davon aus-
gegangen werden, dass hinter einem Hügel kein Hindernis – etwa ein gestürzter 
Snowboard- oder Skifahrer – liegt. Auch wenn die Beschwerdeführerin geltend 
macht, vorausschauend und langsam gefahren zu sein, lag es in ihrem Verantwor-
tungsbereich, die Geschwindigkeit derart anzupassen, dass sie sich rechtzeitig 
Übersicht über die Gegebenheiten hinter einem Hügel verschaffen resp. – wie hier 
– rechtzeitig einen Abgrund erkennen konnte. Abgesehen davon, dass sie und ihr 

14

Freund erst anlässlich der Einvernahmen vom 25. Juli 2024 von «langsamer» 
Fahrgeschwindigkeit berichteten, demgegenüber ihr Freund das Tempo in seiner 
schriftlichen Stellungnahme zur Anzeige vom 8. Mai 2024 noch als «langsam bis 
mässig» beschrieben hatte und dies – gerade unter Berücksichtigung der individu-
ellen Fähigkeiten – ein weiter Begriff ist, herrschten an besagtem Tag gute Pisten-, 
Wetter- und Sichtverhältnisse. Dafür, dass die Sichtverhältnisse «blind» gewesen 
wären, bestehen keine Hinweise. Kontraste waren somit erkennbar. Vor diesem 
Hintergrund darf davon ausgegangen werden, dass bei angepasster bzw. ange-
messener Geschwindigkeit und bei einer zweckmässigen Nutzung der Anlage (im 
Sinne der Erkundungstour) rechtzeitig hätte reagiert bzw. angehalten werden kön-
nen. Snowpark-Benutzer, die im Rahmen einer vorgängigen Besichtigung des 
Snowparks die Halfpipe wahrgenommen/erfasst haben, diese aber anschliessend 
nicht befahren wollen, würden diese mit angemessener Distanz und gebotener 
Vorsicht umfahren. 

Gestützt auf das soeben Ausgeführte bedarf es somit keiner weiteren – soweit sol-
che überhaupt vorhanden sind – Fotoaufnahmen, die den von der Beschwerdefüh-
rerin befahrenen Hügel zeigen. Dasselbe gilt bezüglich der beantragten Einver-
nahme von I.________, die allenfalls entsprechende Aufnahmen gemacht haben 
könnte. Ebenso wenig erweist sich ein Augenschein in (neuerlichen) winterlichen 
Verhältnissen als zielführend, zumal ein solcher die zum Unfallzeitpunkt herr-
schenden Verhältnisse nicht aufzeigen könnte. 

6.2.5 Wenn die Beschwerdeführerin unter Anrufung der für Pisten geltenden Vorschriften 
vorbringt, nicht wegräumbare Hindernisse, welche die Benutzer bei Anwendung der 
gebotenen Sorgfalt nicht zu erkennen vermöchten, seien zu signalisieren (Be-
schwerde Rz. 32 mit Hinweis aus Ziff. 28 der SKUS-Richtlinien sowie Rz. 134 und 
136 der SBS-Richtlinien), vermag sie mit Blick auf das bereits Ausgeführte nichts 
für sich abzuleiten. Abgesehen davon, dass die Vorschriften über die Pistenbenut-
zung in Snowparks eben gerade nur sinngemäss Anwendung finden, handelte es 
sich bei der fraglichen Halfpipe gerade nicht um eine eigentliche Falle. Bei einer ef-
fektiven Übersichtsverschaffung der Anlage wäre die Halfpipe (und auch deren 
Länge) für die Beschwerdeführerin erkennbar gewesen. Auf die von jener ausge-
henden erkennbaren Gefahr hätte sie sich einstellen müssen. Es lag in ihrer Ver-
antwortung, ihre Geschwindigkeit und Fahrweise jederzeit so anzupassen, dass sie 
rechtzeitig würde anhalten oder der Halfpipe ausweichen können. Einer gesonder-
ten Markierung des äusseren Rands der Halfpipe bedurfte es deshalb nicht. Daran 
vermag auch die Tatsache nichts zu ändern, dass der innere Rand der Halfpipe bei 
diffusen oder schlechten Lichtverhältnissen mit blauer Farbe markiert wird. Abge-
sehen davon, dass die Licht- und Sichtverhältnisse am Unfalltag weder diffus noch 
schlecht waren, dient das soeben beschriebene Vorgehen der sicheren und 
zweckmässigen Nutzung des Snowparks bzw. im konkreten Fall der Halfpipe, in-
dem die Benutzer der Halfpipe deren seitliches Ende resp. deren innere Kante er-
kennen können. 

6.2.6 Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich zwecks Abklärung des Sachverhalts 
den Beizug des Protokolls einer Sitzung des SOS-Teams mit dem Snowpark-Team 
zum Thema Sicherheitsmassnahmen im Snowpark beantragt (Beschwerde 

15

Rz. 56 f.), kann ihr nicht gefolgt werden. Die Frage, ob im vorliegenden Fall von ei-
ner Sorgfaltspflichtverletzung ausgegangen werden muss, bestimmt sich nach den 
am Unfalltag herrschenden Verhältnissen und den damals geltenden Vorschriften. 
Sollten später – allenfalls aufgrund des hier zu beurteilenden Unfalls – intern 
Massnahmen ergriffen und Vorschriften erlassen worden sein, sind diese im vorlie-
genden Fall nicht relevant. Dass die Staatsanwaltschaft den Beweisantrag auf Bei-
zug vorgenannten Protokolls abgelehnt hat, ist somit nicht zu beanstanden. 

6.3 Zusammengefasst kann den Verantwortlichen des C.________-Parks resp. des 
Snowparks nicht vorgeworfen werden, sie hätten es pflichtwidrig unterlassen, die 
Halfpipe am äusseren Rand zu markieren. Die örtlichen Verhältnisse machten kei-
nen über die genannten SKUS- und SBS-Richtlinien hinausgehenden Sicherheits-
standard erforderlich. Mangels Vorliegens einer Sorgfaltspflichtverletzung müssen 
die weiteren Tatbestandsvoraussetzungen der fahrlässigen Körperverletzung somit 
nicht beurteilt werden.

7. Nach dem Gesagten hat die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen unbe-
kannte Täterschaft wegen fahrlässiger Körperverletzung mangels eines erfüllten 
Straftatbestands zu Recht eingestellt (Art. 319 Abs. 1 Bst. b StPO). Es liegt keine 
unvollständige Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts vor. Dementspre-
chend ist auch die Abweisung der von der Beschwerdeführerin gestellten Beweis-
anträge nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und 
ist abzuweisen.

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 2’000.00, der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Zufolge ihres Unterliegens hat sie keinen Anspruch auf eine 
Entschädigung.

16

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 2’000.00, werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt. 

3. Es wird keine Entschädigung gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- der Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin, v.d. Rechtsanwalt B.________

(per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland, Staatsanwältin J.________

(mit den Akten – per Einschreiben)

Bern, 1. Dezember 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler
i.V. Oberrichter Schmid

Die Gerichtsschreiberin:

Beldi
i.V. Gerichtsschreiber Cathrein

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.