# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 95fcb829-ebc6-5f09-9c0c-5194c96b912e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.07.2021 ZK1 2020 142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2020-142_2021-07-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 2. Juli 2021

Referenz ZK1 20 142

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender

Parteien A._____ SA
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marco Bundi
Meisser & Partners AG, Schulstrasse 1, Postfach 232, 
7302 Landquart 

gegen

C._____
San Bastiaun 18, 7503 G.________
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Andrea-Franco Stöhr
Crappun 8, 7503 G.________ 

Gegenstand vorsorgliche Massnahme (Bauverbot)

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Maloja, Einzelrichter, vom 21.09.2020, 
mitgeteilt am 24.09.2020 (Proz. Nr. 135-2020-228)

Mitteilung 2. Juli 2021

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Sachverhalt

A. Die A._____ SA ist eine Immobiliengesellschaft mit Sitz in B.________. Sie 
ist Eigentümerin der Stockwerkeinheit D.________, eines ehemaligen Ladenlo-
kals, in der Überbauung "F.________", Grundstück Nr. E._____, Grundbuch 
G.________. Die A._____ SA beabsichtigt, das Ladenlokal in zwei Erstwohnun-
gen umzubauen. Anlässlich der Stockwerkeigentümerversammlung vom 30. De-
zember 2019 wurde das Umbauprojekt mit verschiedenen Auflagen einstimmig 
genehmigt.

B. Mit Eingabe vom 15. Juli 2020 stellte die C._____ gegen die A._____ SA 
beim Regionalgericht Maloja ein Gesuch um Anordnung eines superprovisori-
schen Bauverbots. 

C. Am 16. Juli 2020 ordnete der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja su-
perprovisorisch das Bauverbot an. Zugleich forderte er die A._____ SA zur Stel-
lungnahme innert zehn Tagen auf. Dieser Entscheid wurde der A._____ SA am 
24. August 2020 polizeilich zugestellt.

D. Am 14. September 2021 ersuchte die A._____ SA den Einzelrichter am 
Regionalgericht Maloja um Fristerstreckung für die Stellungnahme. Diesem Ge-
such wurde infolge Verspätung nicht stattgegeben.

E. Mit Entscheid vom 21. September 2020 (mitgeteilt am 24. September 2020) 
erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja Folgendes:

1. Das Gesuch wird gutgeheissen und der Gesuchsgegnerin wird bis zur 
Erfüllung der Auflagen gemäss Stockwerkeigentümerbeschluss vom 
30. Dezember 2019 untersagt, jegliche Bau- und/oder anderweitige 
Arbeiten und/oder bauliche Massnahmen und/oder anderweitige Ver-
änderungen in und/oder an der Stockwerkeinheit D.________, Über-
bauung F.________, Grundstück Nr. E._____, Grundbuch 
G.________, auszuführen und/oder ausführen zu lassen und/oder 
vornehmen zu lassen und/oder vorzunehmen.

2. Die Anordnung ergeht an die Organe bzw. an die Vertreter der Ge-
suchsgegnerin unter dem Hinweis der Strafandrohung nach Art. 292 
StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen 
Behörde unter Hinweis auf diese Strafandrohung an ihn erlassenen 
Verfügung nicht Folge leistet.

3. Der Gesuchstellerin wird gestützt auf Art. 263 ZPO eine Frist von 
60 Tagen zur Einreichung der Klage angesetzt. Bei unbenutztem Ab-
lauf der Frist fallen die angeordneten Massnahmen ohne Weiteres da-
hin.

4. Die Gerichtskosten des Verfahrens für die superprovisorische Verfü-
gung und den vorliegenden Entscheid von insgesamt CHF 1'000.- 
werden der Gesuchsgegnerin auferlegt und mit dem von der Gesuch-

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stellerin geleisteten Vorschuss verrechnet, unter Erteilung des Re-
gressrechts auf die Gesuchsgegnerin.

Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, die Gesuchstellerin mit 
CHF 5'419.55, (inkl. MwSt. und Spesen) ausseramtlich zu entschädi-
gen.

Diese Kosten- und Entschädigungsregelung ergeht unter dem Vorbe-
halt einer anderslautenden Kostenregelung in einem allfälligen Haupt-
verfahren.

5.-7.[Rechtsmittelbelehrung]

8. [Mitteilung]

Der Entscheid wurde der A._____ SA auf ihren Wunsch hin in deutscher und ita-
lienischer Sprache ausgefertigt.

F. Gegen diesen Entscheid erhob die A._____ SA (nachfolgend: Berufungs-
klägerin) am 5. Oktober 2020 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden, 
wobei sie folgendes Rechtsbegehren stellte:

1) Es sei der Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Maloja 
vom 21. September 2020 aufzuheben (Proz. Nr. 135-2020-228) und 
das Gesuch der Berufungsbeklagten zurückzuweisen.

2) Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsbe-
klagten (zuzüglich MWST).

G. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Der von der Berufungsklä-
gerin eingeforderte Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 2'500.00 ging innert 
Frist ein.

H. Am 19. Oktober 2020 erstattete die C._____ (nachfolgend: Berufungsbe-
klagte) ihre Berufungsantwort, wobei sie die kostenfällige Abweisung der Berufung 
verlangte, soweit auf diese einzutreten sei. In formeller Hinsicht stellte sie den An-
trag, das Verfahren sei vorerst auf die Frage zu beschränken, welches Rechtsmit-
tel im vorliegenden Rechtsmittelverfahren zu erheben sei.

I. Beide Parteien machten von ihrem Replikrecht Gebrauch und reichten wei-
tere Eingaben ein (Replik der Berufungsklägerin vom 24. März 2021 – Stellung-
nahme der Berufungsbeklagten vom 30. März 2021; Eingabe der Berufungskläge-
rin vom 3. Juni 2021 – Stellungnahme der Berufungsbeklagten vom 10. Juni 
2021).

J. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Auf die Erwägungen im ange-
fochtenen Entscheid und die Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften 
wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen

1. Der angefochtene Entscheid ist ein erstinstanzlicher Entscheid über vor-
sorgliche Massnahmen, der grundsätzlich mit Berufung anfechtbar ist (Art. 308 
Abs. 1 lit. b ZPO). In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur 
zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren min-
destens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Berufungsklägerin äus-
serte sich in der Berufungsschrift nicht zum Streitwert. Erst in der Replik führte sie 
aus, ein Baustopp habe weitreichende Folgen, gerade in der Umsetzung des Bau-
projektes, die Verzögerung koste ebenso viel wie der Umbau an sich, der sich hier 
auf knapp eine Million Franken belaufen würde. Ein Streitwert von CHF 10'000.00 
in einer Baurechtssache dürfte gerichtsnotorisch sein (act. A.3). Die Berufungsbe-
klagte ihrerseits wendete in der Berufungsantwort ein, die Berufungsklägerin habe 
nach ihren eigenen Angaben lediglich Vorbereitungsarbeiten getätigt. Solche hät-
ten mit Sicherheit nicht einen Wert von mindestens CHF 10'000.00 (act. A.2 
Ziff. 18 ff.). Parallel bezifferte die Berufungsbeklagte den Streitwert in der von ihr 
beim Regionalgericht Maloja am 5. März 2021 angehobenen Prosequierungsklage 
jedoch auf über CHF 30'000.00 (act. A.3 Beilage Ziff. 4 ff.). Wie die Berufungsklä-
gerin misst auch die Berufungsbeklagte dem Streit offensichtlich einen Wert von 
über CHF 10'000.00 zu. Damit ist die für die Berufung vorausgesetzte Streitwert-
höhe erreicht. Da auch die übrigen Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf 
die Berufung einzutreten. 

2. Die Berufungsklägerin reichte im vorinstanzlichen Verfahren trotz Aufforde-
rung des Gerichts keine Stellungnahme ein. Nun legt sie im Berufungsverfahren, 
in dem es lediglich um eine Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheids auf 
Rechtsfehler und falsche Sachverhaltsfeststellungen hin geht (Art. 310 ZPO), 
erstmals ihre eigene Sicht der Dinge dar. So führt sie aus, im Hinblick auf die Um-
setzung des Umbauprojektes seien nicht nur ihr Voraussetzungen auferlegt wor-
den, sondern auch der Berufungsbeklagten, so hinsichtlich Projektleitung und 
Rechtsberatung. Die Berufungsbeklagte habe bislang aber nicht aktiv zur Projekt-
realisierung beigetragen (act. A.1 Ziff. 8 ff.). Entgegen der Darstellung der Beru-
fungsbeklagten seien sodann weder Bauarbeiten ausgeführt noch tragende Wän-
de durchbrochen worden, es seien lediglich Vorbereitungsarbeiten getroffen wor-
den (act. A.1 Ziff. 13 ff.). Dabei verweist die Berufungsklägerin auf Fotos der Lie-
genschaft, welche sie in die Berufungsschrift integriert hat (act. A.1 S. 6 f.). Auf der 
Grundlage dieser Behauptungen und Beweismittel wirft die Berufungsklägerin der 
Vorinstanz einerseits Fehler in der Sachverhaltsfeststellung vor. Andererseits be-
anstandet sie, mangels Baubeginns sei keine Dringlichkeit für vorsorgliche Mass-
nahmen gegeben (act. A.1 Ziff. 7 und 32 f.). Diese Rügen erweisen sich zum 

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Vornherein als unbegründet. Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und 
Beweismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden 
und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden 
konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Inwiefern es ihr nicht möglich und zumutbar war, 
die erwähnten Behauptungen und Beweismittel bereits im vorinstanzlichen Verfah-
ren einzubringen, zeigt die Berufungsklägerin nicht auf. Nachdem diese Vorbrin-
gen nicht mehr berücksichtigt werden können, entbehren die genannten Rügen 
der Grundlage.

3. Sodann erhebt die Berufungsklägerin eine prozessuale Rüge. Das von der 
Berufungsbeklagten gestellte Rechtsbegehren sei, so die Berufungsklägerin, zu 
unbestimmt. Es sei zwar klar, was mit dem Verbot von "Bauarbeiten" gemeint sei. 
Unklar sei hingegen, was unter dem Verbot der "anderweitigen Arbeiten" und der 
"anderweitigen Veränderungen" zu verstehen sei. Auf ein solch unspezifisches 
Rechtsbegehren hätte die Vorinstanz nicht eintreten dürfen (act. A.1 Ziff. 19 ff.). 
Ein Unterlassungsbegehren muss genau angeben, welches Verhalten der Gegen-
partei zu verbieten ist. Die verpflichtete Partei soll erfahren, was sie nicht mehr tun 
darf, und die Vollstreckungs- oder Strafbehörden müssen wissen, welche Hand-
lungen sie zu verhindern oder mit Strafe zu belegen haben (BGE 131 III 70 E. 3.3 
m.w.H.). Unklare Rechtsbegehren sind nach Treu und Glauben und unter Berück-
sichtigung des Wortlauts des Begehrens und der Klagebegründung auszulegen. 
Erst wenn dann ein Rechtsbegehren unklar oder unbestimmt bleibt, ist auf das 
Begehren nicht einzutreten (BGE 121 III 474 E. 4a). Vorliegend beantragte die 
Berufungsbeklagte ein Verbot, "jegliche Bau- und/oder anderweitige Arbeiten 
und/oder bauliche Massnahmen und/oder anderweite Veränderungen in und/oder 
an der Stockwerkeinheit D.________" auszuführen. Die Aufzählung der zu verbie-
tenden Verhaltensweisen geht inhaltlich tatsächlich weit. Liest man das Rechtsbe-
gehren jedoch im Lichte der Gesuchsbegründung, bleibt kein Zweifel, dass mit der 
Aufzählung all jene Verhaltensweisen erfasst werden sollen, die zu einer Verände-
rung der Bausubstanz oder dann des äusseren Erscheinungsbildes der Baute 
führen können (vgl. RG act. I/1 Ziff. 78 ff.). Es ist anerkannt, dass Unterlassungs-
begehren über die enge konkrete Verletzungsform hinaus entsprechend weit for-
muliert werden dürfen, solange das Charakteristische der verbotenen Handlung 
erkennbar bleibt (Ramon Mabillard, Grundsätze zur Formulierung der Rechtsbe-
gehren, in: Kren Kostkiewicz/Markus/Rodriguez [Hrsg.], Das Rechtsbegehren im 
Zivilverfahren: Theoretische Fragen, praktische Antworten, Bern 2016, S. 17 
m.w.H.). Dementsprechend wird in der Praxis eine enumerative Aufzählung ver-
schiedener Handlungen empfohlen, mit denen die Rechtsverletzung begangen 
werden könnte. Das Rechtsbegehren sollte so abgefasst werden, dass damit auch 

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ähnliche Handlungen, mit denen die verpflichtete Partei das Verbot umgehen 
könnte, erfasst werden (Lukas Bopp/Balthasar Bessenich, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 10 Art. 84 ZPO). Der vorliegende 
Fall zeigt exemplarisch, dass die Qualifikation einzelner Verhaltensweisen abhän-
gig von der jeweiligen Betrachterin oder dem jeweiligen Betrachter stark divergie-
ren kann, qualifiziert die Berufungsbeklagte die ausgeführten Arbeiten doch als 
klare "Bauarbeiten" (vgl. act. A.2 Ziff. 96), während die Berufungsklägerin darin 
lediglich "Vorbereitungshandlungen" erblickt (vgl. act. A.1 Ziff. 33). Angesichts sol-
cher möglicher Differenzen muss es zulässig sein, dass die Berufungsbeklagte 
das Verbot vorsorglich nicht auf bauliche Massnahmen beschränkte, sondern all-
gemein auf Arbeiten und Veränderungen bezog, zumal die Berufungsklägerin zu-
sammen mit der Gesuchsbegründung von Beginn weg wissen konnte, wogegen 
sie sich wehren muss, und auch eine allfällige Vollstreckung keine Probleme bie-
ten sollte. Der Schluss der Vorinstanz, wonach das Rechtsbegehren der Beru-
fungsbeklagten hinreichend bestimmt ist, damit darauf eingetreten werden kann, 
ist nicht zu beanstanden.

4. Weiter macht die Berufungsklägerin geltend, es sei weder behauptet noch 
bewiesen worden, dass die H.________ AG vertretungsberechtigt sei. Die Stock-
werkeigentümergemeinschaft habe ihre Kompetenzen überschritten, indem sie in 
das Sonderrecht eingreife (act. A.1 Ziff. 26 ff.). Mit dieser Rüge vermischt die Be-
rufungsklägerin zwei Aspekte: Partei im vorliegenden Prozess ist die Stockwerkei-
gentümergemeinschaft. Nach Art. 712l ZGB kann die Stockwerkeigentümerge-
meinschaft unter ihrem Namen klagen und betreiben sowie beklagt und betrieben 
werden. Von diesem Prozessführungsrecht erfasst sind insbesondere Prozesse 
gegen einzelne Stockwerkeigentümer, in denen es – wie hier – um die Einhaltung 
gesetzlicher oder reglementarischer Bestimmungen oder auf Befolgung von Be-
schlüssen der Gemeinschaft geht (René Bösch, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], Basler 
Kommentar Zivilgesetzbuch II, 6. Aufl., Basel 2019, N 14 zu Art. 712l ZGB). Das 
Prozessführungsrecht der Berufungsbeklagten ist somit gegeben. Eine andere 
Frage ist, ob die Verwalterin befugt war, von sich aus den vorliegenden Prozess 
für die Berufungsbeklagte in die Wege zu leiten. Auch diese Frage ist zu bejahen. 
Denn nach Art. 712s ZGB trifft die Verwalterin alle dringlichen Massnahmen zur 
Abwehr oder Beseitigung von Schädigungen. Zur Führung eines Prozesses im 
summarischen Verfahren bedarf sie dabei gemäss Art. 712t Abs. 2 ZGB nicht 
einmal der vorgängigen Ermächtigung durch die Stockwerkeigentümerversamm-
lung. Die Verwalterin war demnach berechtigt, den Rechtsvertreter der Beru-
fungsbeklagten mit der Führung des vorliegenden Prozesses zu mandatieren. 

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Dafür, dass die H.________ AG nicht Verwalterin der Berufungsbeklagten wäre, 
bestanden im Übrigen bereits im erstinstanzlichen Verfahren keine Anhaltspunkte, 
weshalb die Vorinstanz auf diese Frage nicht näher eingehen musste. Soweit die 
Berufungsklägerin die Verwalterstellung der H.________ AG nun im Berufungs-
verfahren in Abrede stellen will, kommt sie damit wiederum zu spät (Art. 317 
Abs. 1 ZPO).

5. Darüber hinaus macht die Berufungsklägerin geltend, sie bedürfe für den 
inneren Ausbau ihrer Stockwerkeinheit keiner Ermächtigung seitens der Stock-
werkeigentümergemeinschaft. Das Recht zur baulichen Ausgestaltung erstrecke 
sich grundsätzlich auf sämtliche Teile im Sonderrecht (act. A.1 Ziff. 34 ff.). Auch 
hier gilt es zu unterscheiden: Wenn die Berufungsklägerin geltend machen will, die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft hätte den geplanten Umbau nicht unter Aufla-
gen stellen dürfen, weil dadurch unzulässigerweise in ihr Sonderrecht eingegriffen 
werden, kann ihr Vorbringen nicht gehört werden. Ob der Beschluss der Stock-
werkeigentümergemeinschaft vom 30. Dezember 2019 rechtswidrig ist, wäre im 
Rahmen einer Anfechtungsklage i.S.v. Art. 712m Abs. 2 ZGB zu klären. Dass die 
Berufungsklägerin oder sonst eine Stockwerkeigentümerin oder ein Stockwerkei-
gentümer den Beschluss angefochten hätte, lässt sich den Eingaben nicht ent-
nehmen und ist auch sonst nicht ersichtlich. Ob das Bauverbot nur bezüglich ge-
meinschaftlicher Teile oder auch Teilen im Sonderrecht gelten darf, ist hier abge-
sehen davon eine Frage der Verhältnismässigkeit (vgl. Art. 261 Abs. 1 ZPO). 
Diesbezüglich erhebt die Berufungsklägerin keine Rüge, die den Begründungsan-
forderungen im Berufungsverfahren genügen würde. Allein die Tatsache, dass das 
Bauverbot auch in das Sonderrecht der Berufungsklägerin eingreift, bedeutet je-
denfalls noch nicht, dass das Bauverbot unverhältnismässig wäre, zumal zwischen 
den Parteien auch streitig zu sein scheint, welche Teile überhaupt gemeinschaft-
lich und welche dem Sonderrecht vorbehalten sind. 

6. Ferner moniert die Berufungsklägerin, die Kostenregelung der Vorinstanz 
würde der Praxis des Kantonsgerichts widersprechen, wonach über die Prozess-
kosten bei vorsorglichen Massnahmen zusammen mit der Hauptsache entschie-
den werde (act. A.1 Ziff. 39 f.). Auch diese Rüge geht fehl. Die Vorinstanz traf kei-
ne definitive Kostenregelung. Vielmehr hielt sie im Dispositiv explizit fest, dass die 
Kosten- und Entschädigungsregelung unter dem Vorbehalt einer anderslautenden 
Kostenregelung in einem allfälligen Hauptverfahren ergehe (act. B.1 Dispositiv-
Ziff. 4). Ein solcher Vorbehalt ist nach der Praxis des Kantonsgerichts zulässig 
(PKG 2018 Nr. 7 E. 4.2; PKG 2013 Nr. 22 E. 2). Was daran rechtsfehlerhaft sein 
soll, geht aus der Berufung nicht hervor. 

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7. Schliesslich ist auf die Frage der Gegenstandslosigkeit des vorliegenden 
Verfahrens einzugehen, welche die Berufungsklägerin in ihrer Eingabe vom 3. Ju-
ni 2021 aufwirft. Die Berufungsklägerin macht geltend, die Prosequierungsklage 
betreffe nur noch gemeinschaftliche Teile und zudem ein völlig anderes Grunds-
tück. Damit sei das Bauverbot von Gesetzes wegen dahingefallen. Der Streitge-
genstand habe sich somit ausserprozessual erledigt. Ein Sachentscheid sei nicht 
mehr möglich, so dass das Verfahren gegenstandslos geworden sei (act. D.16). 
Wird die Prosequierungsklage nicht fristgerecht anhängig gemacht, fallen die vor-
sorglichen Massnahmen ex lege dahin; einer richterlichen Aufhebung bedarf es 
nicht (KGer GR ZK1 2016 193 v. 21.12.2017 E. 3.2 m.w.H.). Der Massnahmeent-
scheid vom 21. September 2020 bezieht sich auf Arbeiten und Veränderungen "in 
und/oder an der Stockwerkeinheit D.________, Überbauung F.________ (act. B.1 
Dispositiv-Ziff. 1). Die Prosequierungsklage vom 5. März 2021 nimmt dagegen 
Bezug auf Arbeiten und Veränderungen "in und/oder an den gemeinschaftlichen 
Bestandteilen der Überbauung F.________ (act. A.3 Beilage Klageantrag Ziff. 1). 
Die beiden Formulierungen sind in der Tat nicht identisch. Eine Schnittmenge be-
steht aber immerhin insofern, als sowohl das Massnahme- als auch das Hauptver-
fahren auf den Schutz der gemeinschaftlichen Teile im Zusammenhang mit der 
Stockwerkeinheit D.________ gerichtet sind. In diesem Umfang liegt dem Mass-
nahme- und dem Hauptverfahren ein einheitlicher Streitgegenstand zugrunde. 
Gänzlich dahingefallen sind die vorsorglichen Massnahmen mit der Modifikation 
des Rechtsbegehrens der Prosequierungsklage somit nicht, weshalb sich auch 
keine Abschreibung des vorliegenden Verfahrens aufdrängt. Ob die vorsorglichen 
Massnahmen allenfalls teilweise dahingefallen sind, kann hier im Übrigen dahin-
gestellt bleiben, weil es im Falle der Nichtprosequierung – wie erwähnt – keiner 
richterlichen Aufhebung bedarf.

8. Zusammengefasst erweist sich die Berufung als offensichtlich unbegründet. 
Sie ist daher in einzelrichterlicher Kompetenz abzuweisen (Art. 18 Abs. 3 GOG).

9. Bei diesem Ergebnis gehen die Kosten des Berufungsverfahrens zu Lasten 
der Berufungsklägerin (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Angesichts des Aufwands und des 
Streitinteresses werden die Verfahrenskosten auf CHF 2'500.00 festgesetzt 
(Art. 15 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Zivilprozessordnung [EGzZPO; 
BR 320.100] i.V.m. Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilver-
fahren [VGZ; BR 320.210]). Zudem hat die Berufungsklägerin die Berufungsbe-
klagte für die Kosten der anwaltlichen Vertretung zu entschädigen. Die Berufungs-
beklagte hat zu Beginn des Verfahrens eine Honorarvereinbarung eingereicht, aus 
der hervorgeht, dass sich das Honorar zum Stundenansatz von CHF 270.00 be-

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misst (RG act. VI/2). Da die Berufungsbeklagte im Berufungsverfahren keine Ho-
norarnote eingereicht hat, ist ihr Stundenaufwand zu schätzen (Art. 2 und 3 der 
Honorarverordnung [HV; BR 310.250]). Angesichts der eingereichten Rechts-
schriften (vgl. act. A.2, A.4 und A.5) erscheint ein Aufwand von zehn Stunden an-
gemessen, was zusammen mit einer Pauschale für die Barauslagen (3 %) und der 
Mehrwertsteuer (7.7 %) eine Entschädigung von total CHF 3'000.00 ergibt.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 2'500.00 gehen zu Lasten 
der A._____ SA und werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss 
von CHF 2'500.00 verrechnet.

3. Die A._____ SA hat der C._____ für das Berufungsverfahren eine Parteien-
tschädigung von CHF 3'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: