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**Case Identifier:** bab697bb-c3db-53c2-a40d-5aeb3fcd7c33
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-03-29
**Language:** de
**Title:** Grundstückgewinnsteuer
**Docket/Reference:** GR.2016.21
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_GR_2016_21_cn.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 GR.2016.21 

Entscheid 

29. März 2017 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Christian Mäder, Steuerrichterin Micheline Roth, Steuerrichter Ale-
xander Widl und Gerichtsschreiberin Vivienne Blunschi 

1.  A ,  

2.  B ,    

In Sachen 

gegen 

Rekurrenten,  

G e m e i n d e   C ,    

vertreten durch die Kommission für die Grundsteuern,  

Rekursgegnerin,  

diese vertreten durch D AG,  

betreffend 

Grundstückgewinnsteuer 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  und  B  (nachfolgend  der  bzw.  die  Pflichtige,  zusammen  die  Pflichtigen) 

erwarben mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 29. Juni 2010, der gleichentags 

grundbuchlich  vollzogen  wurde,  zwei  Stockwerkeinheiten,  nämlich  eine  5½-

Zimmerwohnung mit diversen Nebenräumen und zwei Parkplätzen (GB Blatt ….) sowie 

einen Bastelraum (GB Blatt ….) an der …….strasse 28b in der Gemeinde C zum Ge-

samtpreis  von  Fr. 3'950'000.-.  Veräusserin  war  die  E  AG  in  Liquidation,  welche  eine 

Tochtergesellschaft  der  F  Holding  AG  in  Liquidation  ist,  deren  Beteiligungsrechte  zu 

100%  vom  Pflichtigen  gehalten  werden.  Zudem  waren  beide  Pflichtige  für  die  E  AG 

tätig.  Mit  öffentlich  beurkundetem  Kaufvertrag  vom  8. Juli  2011,  der  am  27.  Juli  2011 

grundbuchlich  vollzogen  wurde,  verkauften  die  Pflichtigen  die  5½-Zimmerwohnung 

zum  Preis  von  Fr. 4'540'000.-  an  G.  Den  Bastelraum  (GB  Blatt  ….)  hatten  sie  bereits 

am 29. September 2010 zum Preis von Fr. 30'000.- an die Ehegatten H weiter veräus-

sert,  woraus  gemäss  Veranlagung  ein  Verlust  von  Fr. 59'992.55 

resultierte  

(GR-Nummer 2010/0126).  

Die  Steuerkommission  der  damaligen  ausserkantonalen  Wohnsitzgemeinde 

der  Pflichtigen  mass  bei  der  Veranlagung  der  Kantons-  und  Gemeindesteuern für  die 

Steuerperiode  2010  dem  Erwerbspreis  von  Fr. 3'950'000.-  keine  rechtsgeschäftliche 

Bedeutung  zu,  weil  die erworbenen Objekte kurz  darauf für  insgesamt Fr.  4'570'000.- 

an Dritte veräussert worden seien. Dementsprechend rechnete sie den Differenzbetrag 

von  Fr.  321'774.-  (Fr.  620'000.-  abzüglich  bezahlte  wertvermehrende  Aufwendungen 

von  Fr.  298'226.-)  als  geldwerte  Leistung  zufolge  unterpreislicher  Liegenschaftsent-

nahme dem steuerbaren Einkommen zu. 

Mit Veranlagungsentscheid vom 23. September 2015 auferlegte die Kommis-

sion  für  die Grundsteuern  der  Gemeinde  C  den  Pflichtigen  zufolge  Veräusserung  der 

5½-Zimmerwohnung  eine  Grundstückgewinnsteuer  von  Fr.  142'100.-  bei  einem  steu-

erbaren  Gewinn  von  Fr. 310'700.-  (GR-Nummer  2011/0102).  Die  Veranlagung  erging 

nach pflichtgemässem Ermessen, da die Pflichtigen trotz Mahnung keine Steuererklä-

rung  eingereicht  hatten.  Bei  den  Anlagekosten  berücksichtigte  die  Grundsteuerkom-

mission  den  anteiligen  Erwerbspreis  von  Fr.  3'860'227.27,  wertvermehrende  Aufwen-

dungen  von  Fr.  298'226.-,  Handänderungskosten  von  Fr.  4'980.18  (Erwerb)  und 

Fr. 5'857.- (Veräusserung) sowie den aus der Veräusserung des Bastelraums resultie-

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renden  Verlust  von  Fr.  59'992.55,  nicht  dagegen  die  von  Steuerkommission  der  aus-

serkantonalen Wohnsitzgemeinde besteuerte geldwerte Leistung. 

B.  Eine  dagegen  erhobene  Einsprache,  womit  die  Pflichtigen  die  Nichtigkeit 

des  Veranlagungsentscheids  geltend  machten  und  eventualiter  beantragten,  die  bei 

der Einkommenssteuer besteuerte geldwerte Leistung von Fr. 321'774.- bei den Anla-

gekosten anzurechnen, wies die Grundsteuerkommission der Gemeinde C am 9. Juni 

2016 ab. 

C. Mit Rekurs vom 29. Juni 2016 liessen die Pflichtigen dem Steuerrekursge-

richt beantragen, den angefochtenen Einspracheentscheid aufzuheben und die Grund-

stückgewinnsteuer mit Fr. Null zu veranlagen. Zur Begründung brachten sie vor, dass 

die von der Steuerkommission der ausserkantonalen Wohnsitzgemeinde aufgerechne-

te geldwerte  Leistung von  Fr.  321'774.-  bei den Anlagekosten  zu berücksichtigen  sei. 

Würde  der  Differenzbetrag  zwischen  dem  beurkundeten  Erwerbspreis  und  dem  Ver-

kehrswert  der  beiden  Stockwerkeinheiten  nicht  als  weitere  Kaufpreisleistung  ange-

rechnet,  läge  eine  verfassungsrechtlich  unzulässige  Doppelbesteuerung  vor,  indem 

derselbe Gewinnanteil sowohl der Einkommens- als auch der Grundstückgewinnsteuer 

unterworfen würde. 

In der Rekursantwort vom 9. August 2016 schloss die Grundsteuerkommissi-

on der Gemeinde C auf Abweisung des Rekurses und beantragte eine Parteientschä-

digung. 

Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  Die  Grundstückgewinnsteuer  wird  gemäss  § 216  Abs. 1  des  Steuergeset-

zes vom 8. Juni 1997 (StG) von den Gewinnen erhoben, die sich bei Handänderungen 

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an Grundstücken oder Anteilen von solchen ergeben. Grundstückgewinn ist laut § 219 

Abs.  1  StG  der  Betrag,  um  welchen  der  Erlös  die  Anlagekosten  (Erwerbspreis  und 

Aufwendungen)  übersteigt.  Als  Erwerbspreis  gilt  gemäss  § 220  Abs.  1  StG  der  Kauf-

preis mit Einschluss aller weiteren Leistungen des Erwerbers. Massgebend für die Be-

stimmung  des  Erwerbspreises  ist  in  der  Regel  der  öffentlich  beurkundete  Kaufpreis 

(BGr,  12.  Dezember  2016,  StE  2017  B  44.11  Nr.  15),  wenn dieser  mit dem  tatsächli-

chen  Veräusserungspreis  übereinstimmt  und  keine  weiteren  Parteivereinbarungen  zu 

berücksichtigen  sind.  Denn  in  der  Regel  kann  bei  einem  "normalen"  Kaufgeschäft  im 

Sinn  einer  in  der  Lebenserfahrung  gründenden  natürlichen  Vermutung  davon  ausge-

gangen  werden,  dass  der  vereinbarte  Kaufpreis  dem  Verkehrswert  des  Kaufobjekts 

entspricht  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Kommentar  zum  Zürcher  Steuergesetz, 

3. A.,  2013,  § 220  N  16  und  101).  Beim  Verkehrswert  handelt  es  sich  aber  nicht  um 

eine  eindeutig  bestimmte,  genau  errechenbare  Grösse.  Denn  je  nach  Marktlage,  Art 

des  Handelsobjekts  und  geschäftlich-finanziellen  und  persönlichen  Verhältnissen  der 

Parteien vollzieht sich die Preisbildung auch im gewöhnlichen Geschäftsverkehr inner-

halb  eines  mehr  oder  minder  weiten  Spielraums  (VGr,  6.  September  1988,  StE  1989  

B 44.12.2 Nr. 1). Dabei wird für die Besteuerung grundsätzlich hingenommen, dass die 

einen Vertragsparteien ihr Grundstückgeschäft preislich wohlfeil gestalten, die anderen 

jedoch  zu  einem  teuren  Preis  handeln  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  § 220  N  101). 

Auch  bei  der  Schätzung  des  Verkehrswerts  besteht  ein  Ermessensspielraum,  der  zu 

Abweichungen bei der Schätzung führen kann (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, §  220 

N 103).  Soll  abweichend  von  der  gesetzlichen  Regel  dem  vereinbarten  Kaufpreis  die 

rechtsgeschäftliche  Bedeutung  abgesprochen  werden  und  stattdessen  der  Verkehrs-

wert  als  Ersatzwert  für  die  Bemessung  des  Erwerbspreises  berücksichtigt  werden, 

dann  setzt  dies  einerseits  eine  besondere  Beziehung  zwischen  Veräusserer  und  Er-

werber  voraus,  welche  eine  nicht  dem  Marktwert  Rechnung  tragende  Preisgestaltung 

erklärt  oder  nahe  legt.  Dies  ist  häufig  der  Fall  bei  Grundstückgeschäften  zwischen  

Aktiengesellschaft  und  Aktionär  (BGr,  12.  Dezember  2016,  StE  2017  B  44.11  Nr.  15; 

RB  1979  Nr.  65)  oder  einer  ihm  nahestehenden  Gesellschaft,  zwischen  Arbeitgeber 

und  Arbeitnehmer  (RB  1996  Nr.  56;  VGr,  6. September  1988,  StE  1989  B  44.12.2  

Nr. 1), zwischen Schwestergesellschaften und zwischen Verwandten (VGr, 4. Novem-

ber 2003, StE 2004 B 42.32 Nr. 7 = ZStP 2004, 130). Andererseits muss gemäss der 

Rechtsprechung  ein  offensichtliches,  in  die  Augen  springendes  Missverhältnis  zwi-

schen  vereinbarter  Leistung  und  dem  objektiven  Grundstückswert  bestehen  (BGr,  

12. Dezember  2016,  StE  2017  B  44.11  Nr.  15;  VGr,  4. November  2003,  StE  2004  

B 42.32 Nr. 7 = ZStP 2004, 130, RB 1993 Nr. 29). Der Nachweis eines solchen offen-

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sichtlichen  Missverhältnisses  zwischen  dem  vereinbarten  Kaufpreis  und  dem  Ver-

kehrswert gilt nach zürcherischer Rechtsprechung in der Regel als erbracht, wenn die 

Differenz zwischen diesen beiden Werten (vom Verkehrswert aus berechnet) mehr als 

25% beträgt. Indessen handelt es sich bei dieser (nur bei Grundstückgeschäften prak-

tizierten)  Prozentregel  um  keine  starre,  allgemein  verbindliche  Grösse  für  die  steuer-

rechtliche Qualifizierung von Wertunterschieden zwischen Kaufpreis und Verkehrswert. 

Eine geldwerte Leistung der veräussernden Gesellschaft an ihren wirtschaftlichen Teil-

haber  und  im  vorliegenden  Fall  auch  Angestellten  kann  sich  unter  Berücksichtigung 

aller Umstände des Einzelfalls allenfalls auch bei einem tieferen Wertunterschied zwi-

schen  Kaufpreis  und  Verkehrswert  ergeben  (VGr,  2.  Oktober  2013,  SB.2013.00088); 

beispielsweise  dann,  wenn  eine  unterpreislich  erworbene  Liegenschaft  noch  am  glei-

chen Tag zu einem wesentlich höheren Preis an einen unbeteiligten Dritten weiter ver-

äussert wird (vgl. BGr, 12. Dezember 2016, StE 2017 B 44.11 Nr. 15, wobei im betref-

fenden Fall der Wertunterschied bei 63,5% lag). 

2.  a)  Der  Pflichtige  ist  indirekt  Teilhaber  und  Angestellter  der  E  AG  (seit  Juli 

2012 in Liquidation infolge Konkurseröffnung) und hat von dieser zusammen mit seiner 

Ehefrau  die  streitbetroffene  Eigentumswohnung  zusammen mit  einem  Bastelraum am 

29. Juni  2010  zu  einem  Gesamtkaufpreis  von  Fr. 3'950'000.-  erworben.  Drei  Monate 

später, nämlich mit öffentlich beurkundeten Kaufvertrag vom 29. September 2010 ver-

äusserten die Pflichtigen den Bastelraum zum Preis von Fr. 30'000.- an die Ehegatten 

H  weiter.  Rund ein Jahr  später,  nämlich mit  Kaufvertrag vom  8.  Juli  2011,  verkauften 

sie die Eigentumswohnung zum Preis von Fr. 4'540'000.- an G. Mit diesen beiden Ver-

käufen erzielten sie einen Gesamterlös von Fr. 4'570'000.-, der den Einstandspreis um 

Fr. 620'000.-  überstieg.  Zwischen  Erwerb  und  Veräusserung  tätigten  die  Pflichtigen 

bezüglich  der  Eigentumswohnung  allerdings  verschiedene  wertvermehrende  Aufwen-

dungen,  die  sich gemäss  Mehrkostenabrechnung  der  E  AG  bzw.  der  ebenfalls  nahe-

stehenden als  Totalunternehmerin  tätigen  I  Immobilien  AG  (beide  in  Liquidation)  vom 

15. April  2011  auf  Fr.  363'965.40  beliefen,  jedoch  von  den  Pflichtigen  nur  im  Umfang 

von  Fr.  298'226.20  bezahlt  wurden.  Berücksichtigt  man  die  bezahlten  Aufwendungen 

und geht man mit der Steuerkommission des ausserkantonalen Wohnsitzes davon aus, 

dass  der  Marktwert  für  Eigenheime  am  Zürichsee  zwischen  2010  und  2011  unverän-

dert blieb und nur bezahlte Investitionen zu einer entsprechenden Erhöhung des Ver-

kehrswerts führen,  dann  ergibt  sich  nach  der Optik  der  ausserkantonalen  Steuerkom-

mission  ein  Wertunterschied  zwischen  vereinbartem  Preis  und  Verkehrswert  von 

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gesamthaft  Fr. 321'774.-  bzw.  ein  Missverhältnis  zwischen  Erwerbspreis  und  Ver-

kaufspreis  von  7,04%  (vom  Verkehrswert  aus  berechnet).  Bereits  diese  Abweichung 

liegt deutlich unter dem Schwellenwert von 25%, welcher im Normalfall für den Nach-

weis  der  fehlenden  rechtsgeschäftlichen  Bedeutung  einer  Grundstückpreisvereinba-

rung  erforderlich  ist.  Ein  offenkundiges,  in  die  Augen  springendes  Missverhältnis  zwi-

schen Erwerbspreis und Verkehrswert liegt bei dieser Sachlage nicht vor.  

b) Es kann auch nicht in allen Teilen der Argumentation der Steuerkommissi-

on der ausserkantonalen Wohnsitzgemeinde, die sich die Pflichtigen zu eigen machen, 

gefolgt werden: 

aa) Der am 29. Juni 2010 vereinbarte Kaufpreis von Fr. 3'950'000.- kann nicht 

mit dem Gesamterlös von Fr. 4'570'000.- verglichen werden, weil bezüglich der Eigen-

tumswohnung bauliche Investitionen erfolgten, die sich gemäss Abrechnung der E AG 

vom 15. April 2011 (revidiert am 24. November 2011) auf Fr. 363'965.40 beliefen. Die-

se  Mehrkosten  haben  sich mehr  oder minder  in dieser  Grössenordnung im  Verkaufs-

preis  für  die  Eigentumswohnung  niedergeschlagen.  Sie  sind  deshalb  bezüglich  der 

Frage,  ob  dem  vereinbarten  Erwerbspreis  rechtsgeschäftliche  Bedeutung  zukommt, 

vollumfänglich  und  nicht  nur  im  tatsächlich  bezahlten  Umfang  von  Fr. 298'226.20  zu 

berücksichtigen. Rechnet man die gesamten baulichen Investitionen vom Gesamterlös 

von Fr. 4'570'000.- ab, resultiert per 8. Juli 2011 ein bereinigter Verkaufspreis von Fr. 

4'206'034.60. 

bb)  Weiter  ist  zu  berücksichtigen,  dass  die  Marktpreise  für  Eigenheime  im 

Kanton  Zürich  im  Zeitraum  von  Juni  2010  bis  Juli  2011  entgegen  der  Annahme  der 

ausserkantonalen  Steuerkommission  nicht  stabil  blieben,  sondern  kontinuierlich  an-

stiegen.  Der  bereinigte  Verkaufspreis  kann  somit  nicht  ohne Weiteres  dem  Verkehrs-

wert per 29. Juni 2010 gleichgesetzt werden kann. So stiegen die Preise für Wohnbau-

land  in  der  Gemeinde  C  gemäss  der  Modellpreisstatistik  des  statistischen  Amts 

während dieser Zeit von Fr. 1'262.- auf Fr. 1'319.- (Median-Wert) bzw. von Fr. 1'551.- 

auf  Fr.  1'621.-  (75%-Quantil).  Bei  den  effektiv  bezahlten  Preisen  fiel  die  Preissteige-

rung  noch  deutlicher  aus,  weil  im  Median-Bereich  die  Landpreise  von  Fr.  1'202.-  auf 

Fr. 2'022.-  und  im  75%-Quantil-Bereich  von  Fr. 2'118.-  auf  Fr. 2'557.-  anstiegen 

(www.statistik.zh.ch).  Auch  der  Zürcher  Index  für  Eigenheime  in  den  Seegemeinden 

und  in  der  Stadt  Zürich  (ZWEX  See)  erhöhte  sich  während  dieser  Zeit,  nämlich  von 

117.39  im  2. Quartal  2010  auf  126.05  im  2. Quartal  2011  (www.zkb.ch/de/pr/ 

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pk/finanzieren-eigenheim/marktinfos-research/wohneigentumsindex-zwex.html).  Lässt 

man die tatsächlich bezahlten Preise für Wohnbauland in der Gemeinde C ausser Be-

tracht,  weil  sie  alle  Bauzonen  betreffen  und  somit  für  die  Wertentwicklung  eines  be-

stimmten Grundstücks nicht repräsentativ sind, ergibt sich von Juni 2010 bis Juli 2011 

im Sinn eines Trendwerts eine Preissteigerung zwischen 4,51% (Land) und 7,38% (Ei-

genheime  am  Zürichsee).  Diese  Preisentwicklung  muss  bei  der  Überprüfung  der 

rechtsgeschäftlichen Bedeutung von Preisvereinbarungen berücksichtigt werden, da es 

nicht üblich ist, dass der Eigentümer einer Liegenschaft Werterhöhungen, die während 

seiner Besitzesdauer eingetreten sind, dem früheren Eigentümer der Liegenschaft ab-

liefert.  Demensprechend  steht  es  den  Steuerbehörden  bei  Fehlen  eines  offensichtli-

chen Missverhältnisses zwischen vereinbartem Preis und Verkehrswert bei Geschäften 

unter nahestehenden Personen nicht zu, über die Gewinnzuweisung nach Belieben zu 

entscheiden.  

Aufgrund der aufgezeigten Preisentwicklung ist – ausgehend vom bereinigten 

Gesamterlös per 8. Juli 2011 – bezüglich der beiden erworbenen Objekte per 29. Juni 

2010  von  einem  geschätzten  Verkehrswert  zwischen 

rund  Fr. 3'917'000.- 

(= Fr. 4'206'034.60  ./.  Fr.  289'070.-  [7,38%  von  Fr. 3'916'965.-])  und  Fr. 4'024'500.- 

(= Fr. 4'206'034.60  ./.  Fr.  181'500.-  [4.51%  von  Fr. 4'024'535.-])  auszugehen.  Damit 

liegt  die  Differenz  zwischen  vereinbartem  Preis  und  geschätztem  Verkehrswert  nur 

mehr  zwischen  -  Fr.  33'000.-  (Fr.  3'917'000.-  ./.  Fr.  3'950'000.-)  und  Fr. 74'500.- 

(Fr. 4'024'500.- ./. Fr. 3'950'000.-) bzw. in Prozentwerten gemessen zwischen - 0,84% 

und 1,85%. Diese in Relation zum Erwerbspreis geringfügige Differenz reicht nicht aus, 

um dem Erwerbspreis vom 29. Juni 2010 die rechtsgeschäftliche Bedeutung abzuspre-

chen.  

cc) Daran vermag die Tatsache, dass sich die Pflichtigen gegen den Einspra-

che-Entscheid  der  Steuerkommission  der  ausserkantonalen  Wohnsitzgemeinde  vom 

9. September 2013 nicht ernsthaft zur Wehr setzten, sondern mit der Aufrechnung ei-

ner (korrigierten) geldwerten Leistung sogar ausdrücklich einverstanden waren, nichts 

zu ändern. Besteht zwischen vereinbartem Preis und Verkehrswert kein offenkundiges 

Missverhältnis,  steht  es  weder  den  Steuerpflichtigen  noch  der  Steuerbehörde  zu, 

Preisvereinbarungen nachträglich zu korrigieren und demensprechend in fiktiver Weise 

Gewinnumverteilungen vorzunehmen. 

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dd)  Aus  den  von  den  Pflichtigen  zitierten  Entscheidungen  ergibt  sich  keine 

andere  Beurteilung  zu  ihren  Gunsten.  Dem  Entscheid  der  Steuerrekurskommission  I 

vom  18.  Dezember  1989  (StE  1990  B  22.2  Nr.  8  =  StR  1992,  28)  und  des  Verwal-

tungsgerichts vom 10. Juli 1990 (RB 1990 Nr. 31) lag ein Fall zu Grunde, bei welchem 

ein  bei  einer  Generalunternehmung  tätiger  Arbeitnehmer  von  der  Schwestergesell-

schaft  seiner  Arbeitgeberin  ein  Grundstück  zum  Preis  von  Fr.  15'000.-  erworben  hat, 

das  im  selben  Zeitpunkt  einen  6,5-fach  höheren  Verkehrswert  von  Fr.  100'000.-  auf-

wies. Es bestand in diesem Fall ein offensichtliches Missverhältnis von über 25% zwi-

schen  vereinbartem  Preis  und  Verkehrswert,  so  dass  der  Differenzbetrag  beim  Emp-

fänger zu Recht als Erwerbseinkommen besteuert wurde. Die Pflichtigen wie auch die 

Steuerkommission  der  ausserkantonalen Wohnsitzgemeinde  verkennen,  dass  es  sich 

beim  Verkehrswert  eines  Grundstücks  im  Gegensatz  zu  anderen  Vermögensobjekten 

(z.B. Aktien) nicht um eine eindeutig bestimmte, genau errechenbare Grösse handelt. 

Aus diesem Grund kann bei Grundstückübereignungen zwischen nahestehenden Per-

sonen dem vereinbarten Kaufpreis die rechtsgeschäftliche Bedeutung nur dann abge-

sprochen  werden kann, wenn  ein  offensichtliches,  in  die Augen  springendes  Missver-

hältnis  zwischen  vereinbartem  Kaufpreis  und  Verkehrswert  besteht.  Eine  Differenz  in 

der Grössenordnung von 0,7% bis 3,4% reicht für den Nachweis, dass dem vereinbar-

ten Kaufpreis keine rechtsgeschäftliche Bedeutung zukommt, bei Weitem nicht aus. 

ee) Da der Einspracheentscheid der Steuerkommission der ausserkantonalen 

Wohnsitzgemeinde der Steuerpraxis widerspricht, kommt ihm ungeachtet der sich dar-

aus  ergebenden  Doppelbesteuerung  für  den  Ausgang  des  vorliegenden  Verfahrens 

keine bindende Wirkung zu. Dies führt zur Abweisung des Rekurses. 

3. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den Pflichtigen auf-

zuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG). Sodann ist der Rekursgegnerin für das Rekursverfahren 

eine  Parteientschädigung  im  angemessenen  Umfang  von  Fr.  3'500.-  (einschliesslich 

Mehrwertsteuer) zuzusprechen (§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 VRG). 

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Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

[…] 

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