# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 899485a6-8959-57c0-80b6-c92643c82c79
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.08.2018 200 2018 298
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-298_2018-08-30.pdf

## Full Text

200 18 298 IV
SCP/FRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. August 2018

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsdienst, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 1. März 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1981 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 8. Juli 2013 unter Hinweis auf eine Erschöpfungsdepres-
sion mit Panikstörung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin; AB], 1). Die IVB nahm medizinische und erwerbliche Abklärun-
gen vor. Nach Einholung einer Stellungnahme beim Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD; AB 24) stellte sie mit Vorbescheid vom 26. Februar 2014 (AB 
26) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Dagegen erhob 
die Versicherte, vertreten durch die D.________, Einwand (AB 30; 32). 
Nachdem sie vom zuständigen Psychiater des RAD untersucht worden war 
(AB 40), wurde sie zur Schadenminderung bzw. zur Intensivierung der 
psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung aufgefordert (AB 45; 55; 
57). Die IVB nahm weitere medizinische Abklärungen vor und gewährte 
eine berufliche Abklärung (AB 76) und anschliessend ein Arbeitstraining 
(AB 104; 113; 126; 145). Die beruflichen Massnahmen wurden mit Mittei-
lung vom 8. September 2016 abgeschlossen (AB 164). Sodann empfahl 
der RAD die Einholung eines polydisziplinären MEDAS-Gutachtens 
(AB 116). Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten der MEDAS E.________ 
(MEDAS) in den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, 
Psychiatrie sowie Ophthalmologie datiert vom 31. Januar 2017 (AB 173.1). 
Die IVB führte danach Abklärungen bei der Versicherten zu Hause durch 
und erstellte einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb (AB 185). Mit Vor-
bescheid vom 18. Oktober 2017 (AB 189) stellte sie die Abweisung der 
Rentenbegehrens bei einem in Anwendung der gemischten Methode ermit-
telten IV-Grad von 4% ab dem 31. Januar 2014 (Erwerb: 50%, Haushalt: 
50%), von 11% ab dem 1. August 2016 (Erwerb: 60%, Haushalt: 40%) und 
von ebenfalls 11% ab dem 1. August 2017 (Erwerb: 60%, Haushalt: 40%) 
und von 33% (Erwerb: 60%, Haushalt: 40%) ab dem 1. Januar 2018 in 
Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch die B.________, 
Einwand (AB 200). Daraufhin holte die IVB eine Stellungnahme des Be-
reichs Abklärungen ein (AB 202). Mit Verfügung vom 1. März 2018 (AB 
203) wies sie das Rentenbegehren dem Vorbescheid entsprechend ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 3

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch die B.________, Rechts-
anwalt C.________, am 19. April 2018 Beschwerde. Sie stellt die folgenden 
Anträge:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1. März 2018 sei auf-
zuheben.

2. Der Beschwerdeführerin sei eine Invalidenrente zuzusprechen. 
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzli-

chen Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin. 

Mit Beschwerdeantwort vom 25. Mai 2018 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 4

i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 1. März 2018 (AB 203). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine IV-
Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Für die Bestimmung des IV-Grades vollerwerbstätiger Personen 
wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 5

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.3.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293; 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

2.3.3 Die gemischte Methode bezweckt eine möglichst wirklichkeitsge-
rechte Bemessung des Invaliditätsgrades. Entscheidend ist nicht, welches 
Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall 
zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, 
d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, 
erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

2.3.4 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach 
Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditäts-
grads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invali-
ditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (Art. 
27bis Abs. 2 IVV; in Kraft seit Januar 2018).

2.3.5 Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbs-
tätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre, wird dabei auf ein Vollpensum hochgerechnet. 
Die prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäfti-
gungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, 
gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 IVV; in Kraft seit Januar 2018).

2.3.6 Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betäti-
gung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 6

bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die 
versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand 
des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (Art. 27bis Abs. 4 IVV; in Kraft 
seit Januar 2018). 

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen: 

3.1.1 Vom 27. Februar bis am 30. März 2013 war die Beschwerdeführerin 
in der Klinik F.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 14. Mai 2013 
(AB 15 S. 7 ff.) diagnostizierten die Ärzte eine Panikstörung (ICD-10: 
F41.0), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel- bis 
schwergradige Episode (ICD-10: F33.1), sowie differentialdiagnostisch eine 
somatoforme Störung (ICD-10: F45). Die Beschwerdeführerin sei Mutter 
von zwei Kindern (drei- und eineinhalbjährig). Sie arbeite in einem 35%-
Pensum als .... Seit dem 31. Januar 2013 sei sie arbeitsunfähig. Bei Eintritt 
habe sie berichtet, seit einem Jahr unter Panikattacken zu leiden. Zweimal 
sei sie mit der Ambulanz ins Spital gebracht worden, weil sie befürchtet 
habe, einen Herzinfarkt erlitten zu haben. Ihr Herz sei jedoch gesund. Zur-
zeit leide sie an Freudlosigkeit und ausgeprägter Müdigkeit (S. 7). Sie sehe 
sich in der Doppelrolle als berufstätige Mutter überlastet. Stets sehe sie 
einen Berg von Pflichten vor sich. Zur Arbeitsfähigkeit führten die Ärzte 
aus, bei zwar gebesserter, aber weiterhin leicht depressiver Symptomatik 
bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis am 14. April 2013 (S. 9). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 7

3.1.2. Im Bericht vom 8. Januar 2014 (AB 21) diagnostizierte der behan-
delnde Psychiater, Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, eine Panikstörung (ICD-10: F41.0) sowie eine rezidivie-
rende depressive Störung (ICD-10: F33.1-33.2) bei perfektionistischer 
(anankastischer) Persönlichkeitsakzentuierung (S. 1). Anamnestisch sei die 
Beschwerdeführerin seit ihrer Kindheit viel krank gewesen, es seien Ab-
klärungen erfolgt, es sei diskutiert worden, ob sie einen Immundefekt habe, 
aber nie habe dies festgestellt werden können. Sie habe mit ihrem Ehe-
mann zusammen 2010 ein Haus gekauft, wobei sie sich stark verschuldet 
hätten. Es stünden Renovationsarbeiten an, wofür sie kaum Geld hätten. 
Sie leide unter häufigen Anfällen von einmal täglich bis zu einem Dauerzu-
stand, den sie kaum ertrage (S. 2). Der Psychiater attestierte eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit als ... vom 1. Februar bis 22. April 2012, von 50% vom 
23. April bis 9. Mai 2012, von 30% vom 10. Mai bis 6. Juli 2012 und von 
100% vom 31. Januar 2013 bis auf weiteres, voraussichtlich bis April 2014. 
Es bestehe eine eingeschränkte Leistungs- und Belastbarkeit. In welchem 
zeitlichen Rahmen die bisherige Tätigkeit noch zumutbar sei, werde ein 
Arbeitsversuch zeigen (S. 3 f.). 

3.1.3 Im Bericht des Spitals H.________ AG vom 23. Dezember 2014 
(AB 88) diagnostizierten die Ärzte insbesondere ein obstruktives Schlafap-
noe-Syndrom, eine Adipositas Grad II, ein perenniales Asthma bronchiale, 
eine substituierte Hypothyreose, euthyreot, rezidivierende depressive Epi-
soden, eine Panikstörung, eine behinderte Nasenatmung bei Privinismus 
sowie einen Verdacht auf asthmatische Rhinitis unter CPAP-Therapie mit 
Post Nasal Drip und konsekutivem Reizhusten. Die Beschwerdeführerin 
stelle sich zur Zwischenkontrolle der automatischen CPAP-Therapie vor. 
Anamnestisch mache sie geltend, sie fühle sich am Morgen erholt und ha-
be ein deutlich besseres Tagesbefinden. Sie habe jedoch noch eine gewis-
se Tagesmüdigkeit sowie ein Erschöpfungsgefühl durch den Tag, welches 
sie auf ihren psychischen Zustand zurückführe. Insgesamt zeige sich bei 
optimaler Compliance weiterhin eine korrigierte nächtliche Atemstörung. 
Insbesondere werde mit einer durchschnittlichen Sauerstoffsättigung von 
fast 97% ein sehr gutes Therapieresultat erzielt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 8

3.1.4 Im am 16. März 2015 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen 
Bericht der Spital I.________ AG (AB 87) diagnostizierte Dr. med. 
J.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, eine rezidivie-
rende depressive Störung, gegenwertig mittelgradige Episode mit somati-
schem Syndrom bei erhöhter Stress- und Druckintoleranz, eine akzentuier-
te Persönlichkeit mit anankastischen und selbstunsicheren Zügen, eine 
Panikstörung seit 2011 sowie ein Schlafapnoe-Syndrom (S. 1). Der Start in 
der Tagesklinik sei – bedingt durch die geringe Belastbarkeit, aber auch 
aufgrund der Mutterpflichten – halbtags erfolgt. Die Angstsymptomatik und 
auch die Schlafstörungen sowie körperlichen Beschwerden hätten relativ 
rasch abgenommen. Zum Befund führte die Psychiaterin aus, die Be-
schwerdeführerin habe Angst, Verantwortung übernehmen zu müssen, 
habe Angst vor Neuem. Begleitet würden diese panikähnlichen Zustände 
mit Schwindelgefühlen, Atemnot und Herzrasen. Die Stimmung sei meist 
gedrückt mit einer pessimistischen Grundhaltung, sie sei rat- und hoff-
nungslos, ängstlich und phasenweise wütend. Sie habe Insuffizienzgefühle 
bis hin zu Selbsthass (S. 2). Vom 6. Oktober 2014 bis am 31. Januar 2015 
wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Ob die bisherige Tätigkeit 
aus medizinischer Sicht noch zumutbar sei, werde sich im Verlauf zeigen 
müssen. Ein direkter Einstieg als ... sei unrealistisch (S. 3). 

3.1.5 Im Bericht des Spitals K.________ vom 20. Mai 2015 (AB 105 S. 3 
ff.) diagnostizierten die Ärzte insbesondere einen Verdacht auf eine idiopa-
thische intrakranielle Hypertension sowie ein Schlaf-Apnoe-Syndrom mit 
einer CPAP-Behandlung, ein Asthma, eine Hypothyreose und eine Angst-
störung (S. 3). Sie führten aus, die Beschwerdeführerin leide seit etwa drei 
Jahren an einem Benommenheitsgefühl und einem leichten periorbitalen 
sowie okzipitalen Druck. Sie klage weiter über Konzentrations- und Ge-
dächtnisstörungen sowie eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit und Tages-
schläfrigkeit (S. 4). Als Ursache der Beschwerden liege eine idiopathische 
intrakranielle Hypertension nahe. Allerdings sei der Liquoreröffnungsdruck 
bei den bisher zweimalig durchgeführten Lumbalpunktionen nur grenzwer-
tig erhöht gewesen. Zudem liege eine Asymmetrie der Papillenschwellung 
vor, was gegen eine relevante Druckerhöhung im Liquorraum spreche. Im 
MRI des Schädels hätten sich keine eindeutigen Hinweise auf eine intra-
kranielle Druckerhöhung gezeigt (S. 5). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 9

3.1.6 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 31. Januar 2017 
(AB 173.1) basiert auf Untersuchungen in den Fachbereichen Allgemeine 
Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie sowie Ophthalmologie. Im polydis-
ziplinären Konsens stellten die Gutachter folgende Diagnosen (S. 26):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
• Tagesschläfrigkeit/Müdigkeit und Hypersomnie seit 20 Jahren, unklarer 

Ätiologie (differentialdiagnostisch: psychiatrisch versus idiopathisch; ICD-
10 G47.1)

- Verdacht auf assoziiertes relatives Schlafmanko
- Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (PSG 26. August 2014 AHI 

24/h; ICD-10 G47.2)
- CPAP-Therapie mit guter Compliance

• Idiopathische intrakranielle Hypertension (ICD-10 G93.2)
• Leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
• Panikstörung (ICD-10 F41.0)

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
• Anlagebedingte Fehlsichtigkeit (Myopie, Astigmatismus; ICD-10 H52.1; 

H52.2)
• Latentes Aussenschielenschielen (ICD-10 H50.5)
• Hypothyreose (ICD-10 E03.9)

- unter medikamentöser Substitutionsbehandlung kompensiert
• Adipositas (BMI 36 kg/m2; ICD-10 E66.0)
• Anamnestisch Asthma bronchiale (ICD-10 J45.9)

- unter Bedarfsinhalationen asymptomatisch

Aus rein allgemeininternistischer Sicht wurde keine Diagnose mit Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 10).

In psychiatrischer Hinsicht führte Dr. med. L.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie, aus, bei der Beschwerdeführerin bestehe eine 
leichte depressive Episode, gekennzeichnet durch verminderte Freude-
empfindungsfähigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit, Schlafstörungen und Appetit-
störung. Es bestünden diagnostisch auch Panikattacken mit doch häufig 
auftretender anfallsartiger Angst, begleitet von vegetativen Symptomen als 
Ausdruck der Angst, zum Teil doch auch unabhängig von der Situation, 
sonst aber vermehrt in Stresssituationen. Der Beschwerdeführerin sei es 
trotz ihrer Beschwerden möglich, selber Auto zu fahren, wenn sie auch 
keine längeren Strecken selber fahre (S. 16). Die Kinder seien nun auch 
schon etwas grösser, aber auf die Mutter angewiesen. So sei sie auch mit 
ihren häuslichen Aufgaben beschäftigt und fühle sich auch deshalb nicht 
mehr voll einsatzfähig im erlernten Beruf als …, was nachvollziehbar sei (S. 
15). Als psychosozialer Faktor bestehe eine nicht einfache finanzielle Situa-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 10

tion, indem die Beschwerdeführerin zum Einkommen des Ehemannes mit-
verdienen müsse (S. 14). Es bestehe aber auch eine deutlich ausgeprägte 
Krankheits- und Behinderungsüberzeugung (S. 16). Zur Arbeitsfähigkeit 
hielt der Gutachter fest, in der angestammten und in allen ihren Fähigkeiten 
entsprechenden Tätigkeiten bestehe eine 80%ige Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit (S. 17). 

In neurologischer Hinsicht führte Dr. med. M.________, Facharzt für Neu-
rologie, aus, die Beschwerdeführerin leide unter einem komplexen Be-
schwerdebild mit vermehrter Müdigkeit, Belastungsintoleranz, Kopfschmer-
zen und ungerichtetem Schwindel. Mehrfache Liquordruckmessungen hät-
ten grenzwertig erhöhte Werte für den Eröffnungsdruck ergeben. Im MRI 
des Schädels hätten keine Hinweise auf eine intrakranielle Druckerhöhung 
gefunden werden können (S. 21). Als hauptsächlicher Risikofaktor für die 
Entwicklung der intrakraniellen Hypertension habe sich bei der Beschwer-
deführerin eine stark ausgeprägte Adipositas gefunden. Angesichts der 
maximal leichtgradig ausgeprägten intrakraniellen Druckerhöhung und der 
lediglich gering ausgeprägten Stauungspapillen müsse davon ausgegan-
gen werden, dass die idiopathische intrakranielle Hypertension wahrschein-
lich nicht die Hauptursache der Beschwerden darstelle. Um Klarheit zu 
schaffen, sei nochmals eine vertiefte schlafmedizinische Abklärung erfolgt. 
Es sei erneut bestätigt worden, dass die Behandlung der schlafbezogenen 
Atemstörungen ausreichend sei. In Übereinstimmung mit Prof. N.________ 
sei er ebenfalls der Meinung, dass das leichte Schlafmanko die stark aus-
geprägte vermehrte Müdigkeit und Schläfrigkeit nicht ausreichend erkläre. 
Einerseits könnte es sich um eine idiopathische Hypersomnie handeln, 
andererseits fänden sich deutliche Hinweise für einen Zusammenhang mit 
einer psychiatrischen Grunderkrankung (S. 22 f.). Zur Arbeitsfähigkeit führ-
te der Gutachter aus, er gehe davon aus, dass die Beschwerdeführerin 
aufgrund der organisch nachweisbaren Auswirkungen einer psychiatri-
schen Grunderkrankung in ihrer Arbeitsfähigkeit um 50% eingeschränkt sei. 
Dabei sollte ihr ermöglicht werden, die Arbeitszeit auf sechs bis acht Stun-
den pro Tag zu verteilen (vermehrter Pausenbedarf). Im Weiteren sollte 
darauf geachtet werden, dass es sich nicht um monotone Arbeiten handle 
(S. 22). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 11

Aus rein ophthalmologischer Hinsicht wurde keine Diagnose mit Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 26). 

Im polydisziplinären Konsens führten die Gutachter aus, es sei von einem 
gemischten Beschwerdebild auszugehen. Aus neurologi-
scher/schlafmedizinischer Sicht könne die Arbeitsfähigkeit abschliessend 
arbiträr beurteilt werden. Eine erhebliche Beeinträchtigung sei anzuneh-
men. Eine Arbeitstätigkeit im Rahmen des derzeit ausgeübten Pensums sei 
sicher zumutbar, es sei eine 50%ige Arbeitsfähigkeit zu bestätigen. Aus 
psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit um 20% eingeschränkt. Zu-
sammengefasst sei die von der Beschwerdeführerin derzeit ausgeübte 
Tätigkeit im ... mit einem 50% Pensum aus medizinischer Sicht aktuell si-
cher zumutbar (S. 27 f.). Generell bestehe in der angestammten Tätigkeit, 
allgemein in leichten bis mittelschweren, adaptierten Tätigkeiten eine Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit von 50% (S. 29).  

3.1.7 Im Verlaufsbericht des Spitals K.________ vom 11. Dezember 2017 
(AB 198) führten die Ärzte aus, aktuell bestehe eine Stresssituation durch 
das negative Resultat der IV-Renten-Abklärung, die Gesamtsituation sei 
knapp kompensiert. Bezüglich der intrakraniellen Hypertension sei festzu-
halten, dass die Beschwerdeführerin weiter an Gewicht verloren habe, ent-
sprechend seien auch die ophtalmologischen Befunde trotz Stopp des Ace-
tazolomid im Juli erfreulicherweise weiterhin unauffällig. Die Kopfschmer-
zen hätten hingegen wieder zugenommen (S. 3).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 12

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Vorab ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht dar-
auf hinweist, dass aus rechtlicher Sicht fraglich ist, ob auf die aus medizini-
scher Sicht attestierte Arbeitsunfähigkeit überhaupt abzustellen ist (vgl. 
Beschwerdeantwort S. 2). Dies weil den Akten - wie nachfolgend dargelegt 
- zahlreiche Hinweise auf psychosoziale Faktoren zu entnehmen sind: An-
lässlich ihrer Hospitalisation in der Klinik F.________ berichtete die Be-
schwerdeführerin, dass sie sich in der Doppelrolle als berufstätige Mutter 
überlastet fühle und stets einen Berg von Pflichten vor sich sehe 
(AB 15 S. 8). Der behandelnde Psychiater erwähnte in seinem Bericht vom 
8. Januar 2014 (AB 21 S. 2) die Verschuldung nach einem Hauskauf im 
Jahr 2010 sowie die anstehenden Renovationsarbeiten, für die kaum Geld 
vorhanden sei. Der psychiatrische Gutachter verwies ebenfalls darauf, dass 
als psychosozialer Faktor eine nicht einfache finanzielle Situation bestehe, 
indem die Beschwerdeführerin zum Einkommen des Ehemannes mitver-
dienen müsse (AB 173.1 S. 14). Ob die vorliegend zu beurteilende Be-
schwerdesymptomatik nach dem Dargelegten einzig aufgrund einer konsti-
tutionellen Überforderung zufolge der sozio-ökonomischen familiären Ver-
hältnisse besteht und insoweit überhaupt einen invalidisierenden Gesund-
heitsschaden darzustellen vermag, braucht jedoch gestützt auf den auch 
unter Berücksichtigung der gemäss Gutachten attestierten Arbeitsunfähig-
keit fehlenden rentenbegründenden IV-Grad (vgl. E. 5 ff. hiernach) vorlie-
gend nicht abschliessend geklärt zu werden.   

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der Verfügung vom 3. März 
2018 (AB 203) im Wesentlichen auf das MEDAS-Gutachten vom 31. Janu-
ar 2017 (AB 173.1). Dieses Gutachten erfüllt die von der höchstrichterli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 13

chen Rechtsprechung an den Beweiswert einer Expertise gestellten Anfor-
derungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und überzeugt grundsätzlich. Insbesondere 
basieren die Beurteilungen auf umfassenden Untersuchungen, berücksich-
tigen die geklagten Beschwerden und wurden in Kenntnis und nach Aus-
einandersetzung mit den Vorakten erstattet. Sie leuchten in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen Situation ein. Insoweit kommt dem Gutachten voller Beweiswert zu. 

3.4.1 Soweit die Gutachter es als nachvollziehbar halten, dass die Be-
schwerdeführerin sich neben ihren häuslichen Aufgaben im Beruf als ... 
nicht mehr voll einsatzfähig hält (AB 173.1 S. 15), erfolgten diese Aussagen 
nicht in Bezug auf die medizinisch-theoretische Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit, sondern mit Bezug auf die faktischen, familiär-häuslichen Ver-
hältnisse bzw. der daraus resultierenden Doppelbelastung und der damit 
einhergehenden konstitutionellen Überforderung (AB 7 S. 1; AB 15 S. 8). 
Dagegen legten die Gutachter unmissverständlich dar, dass die Leistungs-
fähigkeit der Beschwerdeführerin durch eine deutlich ausgeprägte Krank-
heits- und Behinderungsüberzeugung limitiert werde und sie überzeugt sei, 
ihr Arbeitspensum wegen den Beschwerden nicht steigern zu können 
(AB 173.1 S. 14 ff. Ziff. 4.1.3.2 bis 4.1.3.5, 4.1.5). 

3.4.2 In der Gesamtbeurteilung haben die Gutachter nachvollziehbar 
ausgeführt, dass generell in der angestammten Tätigkeit, allgemein in 
leichten bis mittelschweren, adaptierten Tätigkeiten eine Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit von 50% besteht (AB 173.1 S. 29). Die Beschwerdeführerin 
macht geltend, dass sich dieses von den Gutachtern formulierte Zumutbar-
keitsprofil nicht auf die Tätigkeit als ..., sondern lediglich auf die Tätigkeit im 
... beziehe (Beschwerde S. 4 f.). Dem ist nicht so: Aus dem Wortlaut der 
Gesamtbeurteilung ergibt sich klar, dass sich der Bezug auf die Tätigkeit im 
... einzig auf das aktuelle Arbeitspensum von 50% bezieht. Die 50%-ige 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wird zudem lediglich mit den neurolo-
gisch-schlafmedizinischen Befunden hinsichtlich der Müdigkeitsproblematik 
bzw. Tagesschläfrigkeit begründet und aus psychiatrischer Sicht wird die 
Ausübung der Tätigkeit als … - bei einer Beeinträchtigung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit von 20% - weiterhin als zumutbar erachtet (AB 173.1 S. 
27; vgl. dazu auch S. 17 Ziff. 4.1.7), was überzeugt. Denn nicht die Tätig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 14

keit als … macht ihr Angst, sondern die daraus resultierende Doppelbelas-
tung führte zur vorliegend zu beurteilenden Beschwerdesymptomatik. In 
der Tätigkeit als … führt denn auch die zusätzliche neurologisch-
schlafmedizinische Anforderung, das 50%-Pensum auf sechs bis acht 
Stunden pro Tag zufolge vermehrtem Pausenbedarf zu verteilen (AB 173.1 
S. 23), zu keiner zusätzlichen Einschränkung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit, lassen sich doch in der Tätigkeit als … - entgegen der Behaup-
tung in der Beschwerde (S. 5) - sowohl der … als auch die Vorbereitungs- 
und Nachbearbeitungszeiten, welche Bestandteil des Arbeitspensums sind, 
relativ frei einteilen (vgl. dazu auch Stellungnahme des Bereichs Abklärun-
gen, AB 202 S. 3). 

3.4.3 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass in der ange-
stammten Tätigkeit als ... und allgemein in leichten bis mittelschweren, ad-
aptierten Tätigkeiten aus medizinisch-theoretischer Sicht eine Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit von 50% besteht (AB 173.1 S. 29), wobei offen bleibt, ob 
diese ärztlich attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit rechtlich zu 
beachten ist (vgl. E. 3.3 hiervor). 

4.

Weiter ist der Status der Beschwerdeführerin resp. der Umfang, in welchem 
sie als Gesunde erwerbstätig wäre, zu prüfen.

Im Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 13. Oktober 2017 (AB 185) 
wurde die Beschwerdeführerin ab dem 31. Januar 2014 als Erwerbstätige 
zu 50% und als Hausfrau zu 50%, ab dem 1. August 2016 als Erwerbstäti-
ge zu 60% und als Hausfrau zu 40% und ab dem August 2017 wiederum 
als Erwerbstätige zu 60% und als Hausfrau zu 40% eingestuft. Zur Begrün-
dung führte die Beschwerdegegnerin aus, ganz ursprünglich sei geplant 
gewesen, dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum auf 60% aufstocken 
würde, sobald beide Kinder im Kindergartenalter seien und der Ehemann 
sein Pensum zu diesem Zeitpunkt auf 80% reduzieren würde. Am 23. Juni 
2014 habe die Beschwerdeführerin angeben, dass sie 40%-60% erwerbs-
tätig wäre. Dass die Tochter zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Kindergar-
ten gewesen sei, habe die Organisation der Betreuung aufwändiger ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 15

macht (AB 185 S. 4). Festzustellen ist, dass sich die von der Beschwerde-
gegnerin getroffenen Statusannahmen in Anbetracht der von der Be-
schwerdeführerin im Rahmen von medizinischen Abklärungen gemachten 
und damit überwiegend wahrscheinlich nicht von versicherungsrechtlichen 
Überlegungen überlagerten Angaben als wohlwollend erweisen dürften. 
Denn nach ihren Zukunftsvorstellungen gefragt, gab sie im Mai 2014 ge-
genüber dem RAD an, sie wolle wieder zu 30% in ihren Beruf einsteigen 
(AB 40 S. 9) und anlässlich der MEDAS-Begutachtung führte sie aus, bei 
guter Gesundheit würde sie etwa 30%-50% arbeiten (AB 173.1 S. 9 Ziff. 
3.1.4). Wie es sich diesbezüglich verhält, kann vorliegend offen bleiben, 
denn selbst wenn auf die unbestrittenen Statusfestlegungen der Beschwer-
degegnerin abgestellt wird, resultiert nach der für die Invaliditätsbemessung 
anwendbaren gemischten Methode (vgl. E. 6.3 ff. hiernach) kein rentenbe-
gründender IV-Grad.

5.

5.1 Zu prüfen ist im Folgenden, wie es sich mit der Invalidität im Er-
werbsbereich verhält. Dafür ist der IV-Grad nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.3 hiervor).

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hy-
pothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- 
und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und 
allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum 
Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300; 
129 V 222).

5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 16

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-
kret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296).  

5.3 Vorliegend wurde die Beschwerdeführerin in der angestammten 
Tätigkeit als ... ab dem 31. Januar 2013 zu 100% krankgeschrieben (AB 8). 
Der frühest mögliche Rentenbeginn ist deshalb unter Berücksichtigung des 
Wartejahres und der IV-Anmeldung im Juli 2013 (AB 1) in Anwendung von 
Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf Januar 2014 festzusetzen. Auf 
diesen Zeitpunkt hin ist der erste Einkommensvergleich durchzuführen.

5.4 Einkommensvergleich beim Status 50/50 ab Januar 2014 (Erwerb 
50%, Haushalt 50%; ab Januar 2014 bis Juli 2016)

Da die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit als ... aus gesundheitlichen Grün-
den beendet hat, ist davon auszugehen, dass sie im Gesundheitsfall nach 
wie vor als ... arbeiten würde. Damit setzte die Beschwerdegegnerin das 
Valideneinkommen nach Rücksprache mit der Erziehungsdirektion des 
Kantons Bern (ERZ) zu Recht ausgehend vom Einkommen in der Gehalts-
klasse 06, Stufe +15 fest (AB 185 S. 5; abrufbar unter: 
http://www.erz.be.ch/erz/de/index/kindergarten_volksschule/kindergarten_v
olksschule/anstellungen_lehrpersonen/beispiel/gehaltsklassen-
tabellen1.html). 

Für das Invalideneinkommen ist ebenfalls dieser Wert heranzuziehen, da 
ihr die Tätigkeit als ... nach wie vor zumutbar ist (AB 173.1 S. 29).   

Sind demnach Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben 
Lohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung; diesfalls ent-
spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (in Analogie 
zum Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgericht [EVG; heute 
Bundesgericht] vom 15. April 2003, I 1/03, E. 5.2). Wäre die Beschwerde-
führerin ohne Gesundheitsschaden zu 50% erwerbstätig und ist sie noch zu 
50% arbeitsfähig, beträgt der Invaliditätsgrad bezogen auf dieses Pensum 
0% (0% / 50% x 100%). 

5.5 Einkommensvergleich beim Status 60/40 ab August 2016 (Erwerb 
60%, Haushalt 40%; August 2016 bis Dezember 2017)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 17

Die Beschwerdegegnerin setzte das Valideneinkommen nach Rücksprache 
mit der ERZ gestützt auf die Gehaltsklasse 06, auf der Basis der Stufe +29 
(ab August 2016) bzw. +35 (ab August 2017) fest (AB 185 S. 5). Für das 
Invalideneinkommen ist ebenfalls dieser Wert heranzuziehen. Wäre die 
Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden zu 60% erwerbstätig und 
ist sie noch zu 50% arbeitsfähig, beträgt der erwerbsbezogene Invaliditäts-
grad 16.7% (10% / 60% x 100%). Gewichtet beträgt der Invaliditätsgrad 
somit 10.02% (16.7% x 0.6 [Status]). 

5.6 Einkommensvergleich ab Januar 2018  

Mit dem Inkrafttreten der Änderung der IVV per 1. Januar 2018 ist der Ein-
kommensvergleich bei ansonsten unveränderten Parametern (zusätzliche 
Gehaltsstufen erhalten … erst ab Beginn eines neuen Jahres [vgl. AB 203 
S. 3], was beim Abstellen auf identische Vergleichseinkommen ohnehin 
ohne Relevanz ist) gemäss Art. 27bis Abs. 3 IVV vorzunehmen. Der Invali-
ditätsgrad im erwerblichen Bereich beträgt somit 50%, was zu einem ge-
wichteten Invaliditätsgrad von 30% führt (50% x 0.6 [Status]). 

6.

Sodann sind die Einschränkungen im Bereich Haushalt zu prüfen und der 
Invaliditätsgrad in diesem Bereich zu ermitteln (vgl. E. 2.3 hiervor). 

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 18

schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

6.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 13. Oktober 2017 
(AB 185) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung gemäss E. 6.1 
hiervor und überzeugt. Die Feststellungen der fachkundigen Abklärungs-
person basieren auf eigenen, vor Ort und in Anwesenheit der Beschwerde-
führerin durchgeführten Erhebungen und berücksichtigen die von den ME-
DAS-Gutachtern festgestellten gesundheitsbedingten Einschränkungen 
resp. das entsprechende Zumutbarkeitsprofil (AB 173.1 S. 29). Der Ab-
klärungsbericht ist zudem hinsichtlich der Gewichtung der Tätigkeitsberei-
che ausreichend detailliert und den Einschränkungen sowie den Angaben 
der Beschwerdeführerin wurde angemessen Rechnung getragen. Gegen-
teiliges wird denn auch nicht geltend gemacht. Es besteht somit kein An-
lass, in das Ermessen der Verwaltung einzugreifen. Auf die Ergebnisse der 
Haushaltsabklärung ist deshalb beweisrechtlich abzustellen. 

6.3 Invaliditätsbemessung ab Januar 2014

Damit ist davon auszugehen, dass die Einschränkung im Bereich Haushalt 
ab Januar 2014 zu 7.5% (AB 185 S. 12 f.) beträgt, was – ausgehend von 
einem Status 50% Erwerbstätigkeit und 50% Haushalt – einen gewichteten 
IV-Grad von 3.75% (7.5% x 0.5 [Status]) ergibt. 

Nach dem in E. 5.4 hiervor Dargelegten beträgt der gewichtete IV-Grad im 
erwerblichen Bereich ab Januar 2014 0% und im Bereich Haushalt 3.75%, 
sodass ein Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 4% (zur Rundung: BGE 
130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) resultiert. Es besteht damit ab Januar 
2014 kein Anspruch auf eine IV-Rente. 

6.4 Invaliditätsbemessung ab August 2016  

Ab August 2016 ist davon auszugehen, dass die Einschränkung im Bereich 
Haushalt zu 7.5% beträgt (AB 185 S. 12), was ausgehend von einem Sta-
tus 60% Erwerbstätigkeit und 40% Haushalt – einem gewichteten IV-Grad 
von 3% (7.5% x 0.4 [Status]) entspricht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 19

Nach dem hiervor Dargelegten beträgt der gewichtete IV-Grad im erwerbli-
chen Bereich ab August 2016 10.02% (vgl. E. 5.5 hiervor) und im Bereich 
Haushalt 3%, so dass ein Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 13% (zur 
Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) resultiert. Es besteht da-
mit auch ab August 2016 kein Anspruch auf eine IV-Rente. 

6.5 Invaliditätsbemessung ab Januar 2018

Ab Januar 2018 ist die Beschwerdeführerin im Bereich Haushalt nach wie 
vor zu 7,5% eingeschränkt, was ausgehend von einem Status 60% Er-
werbstätigkeit und 40% Haushalt – einem gewichteten IV-Grad von 3% 
(7.5% x 0.4 [Status]) entspricht.

Nach dem hiervor Dargelegten beträgt der gewichtete IV-Grad im erwerbli-
chen Bereich ab Januar 2018 30% (vgl. E. 5.6 hiervor) und im Bereich 
Haushalt 3%, so dass ein Gesamtinvaliditätsgrad von 33% resultiert (AB 
202 S. 3 f.). Es besteht damit auch nach der seit Januar 2018 anwendba-
ren Bemessungsmethode kein Anspruch auf eine IV-Rente. 

6.6 Dementsprechend ist - auch unter Berücksichtigung der von den 
Gutachtern attestierten Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 3.3 hiervor) - die ange-
fochtene Verfügung nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’ 000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 20

(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen. 

7.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Aug. 2018, IV/2018/298, Seite 21

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.