# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a6ebb9a-6da6-562d-be18-72a3f71c4ed6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.05.2024 A-2088/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2088-2021_2024-05-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-2088/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  M a i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Jürg Marcel Tiefenthal (Vorsitz), 

Richter Jérôme Candrian, Richter Maurizio Greppi,    

Gerichtsschreiber Benjamin Strässle. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch  

lic. iur. Marcel Aebi,  

Contractus AG,  

Beschwerdeführer,   
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Bundesbahnen SBB,  

Konzern Recht und Compliance, Infrastruktur, 

Beschwerdegegnerin,  

 

Bundesamt für Verkehr BAV,  

Abteilung Infrastruktur,  

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Bahninfrastruktur; Plangenehmigung  

Lärmschutz Schinznach Bad. 

A-2088/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Im Eisenbahnverkehr besteht zwischen Aarau und Zürich ein Engpass; die 

sogenannte Heitersbergstrecke Aarau – Lenzburg – Killwangen – Spreiten-

bach wird im dichten Mischverkehr von Fernverkehrszügen, S-Bahnzügen 

und Güterzügen befahren. Um einen durchgehenden Halbstundentakt der 

S-Bahn zwischen Aarau und Zürich zu ermöglichen, haben die Schweize-

rischen Bundesbahnen (nachfolgend: SBB) das Projekt «Rupperswil-Mä-

genwil: Leistungssteigerung» erarbeitet. Dieses stützt sich auf den Bun-

desbeschluss vom 21. Juni 2013 über den Ausbauschritt 2025 der Eisen-

bahninfrastruktur (SR 742.140.1). 

Das Projekt «Rupperswil-Mägenwil: Leistungssteigerung» sieht im We-

sentlichen vor, den Streckenabschnitt Rupperswil – Lenzburg – Mägenwil 

auf der Heitersbergstrecke zu entlasten. Hierfür sollen Güterverkehrszüge 

auf der Ost-West-Achse neu auch über die Strecke Rupperswil – Schinz-

nach Bad – Baden zum Rangierbahnhof Limmattal geführt werden. Auf 

diese Weise – durch das Umlegen von Güterverkehrstrassen – erhielte der 

Streckenabschnitt Rupperswil – Mägenwil die Kapazität, um im S-Bahn-

Verkehr zwischen Aarau und Zürich einen durchgehenden Halbstundentakt 

einführen zu können. Für die Realisierung des Projekts «Rupperswil-Mä-

genwil: Leistungssteigerung» sind bauliche Anpassungen an der Bahninf-

rastruktur und Anpassungen am bahnbetrieblichen Verkehrskonzept erfor-

derlich. Die Anpassungen am Verkehrskonzept haben auf verschiedenen 

Streckenabschnitten Mehrverkehr und damit zusätzliche Lärmemissionen 

zur Folge. Das Projekt sieht aus diesem Grund unter anderem Lärmschutz-

massnahmen an der Eisenbahnstrecke Rupperswil – Brugg vor. 

B.  

Die SBB haben das Projekt «Rupperswil-Mägenwil: Leistungssteigerung» 

in zwölf einzelne Projekte unterteilt. Am 10. Oktober 2016 unterbreiteten 

die SBB (nachfolgend: Gesuchstellerin) dem Bundesamt für Verkehr 

(nachfolgend: BAV) das Gesuch um Erteilung der Plangenehmigung für 

das Projekt «Lärmschutz Schinznach Bad». 

Der Ort Schinznach Bad liegt an der Eisenbahnstrecke Rupperswil – 

Brugg. Das Projekt «Rupperswil-Mägenwil: Leistungssteigerung» weist auf 

dieser Strecke erheblichen Mehrverkehr aus. Die Gesuchstellerin geht auf-

grund des Mehrverkehrs lärmrechtlich von einer übergewichtigen Ände-

rung der bestehenden Eisenbahnanlage aus, die einer neuen Anlage 

gleichzustellen sei. Zum Schutz der durch den (zusätzlichen) Eisenbahn-

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Seite 3 

verkehr verursachten Lärmimmissionen ist im Rahmen des Projekts 

«Lärmschutz Schinznach Bad» der Bau von sechs Lärmschutzwänden mit 

einer Höhe von zwischen 2 m und 2.5 m vorgesehen. Für jene Liegen-

schaften, bei denen die Grenzwerte (trotz Lärmschutzwänden) nicht einge-

halten werden können, begehrte die Gesuchstellerin Erleichterungen an.  

C.  

C.a Das BAV leitete in der Folge ein ordentliches Plangenehmigungsver-

fahren ein. Während der öffentlichen Auflage bis zum 14. März 2017 gin-

gen beim BAV fünf Einsprachen gegen das Gesuch um Erteilung der Plan-

genehmigung für das Projekt «Lärmschutz Schinznach Bad» ein, darunter 

jene von A._______ (nachfolgend: Einsprecher) vom 14. März 2017. 

Der Einsprecher ist Eigentümer der beiden Liegenschaften Badstrasse 1 

und Badstrasse 1a im Ort Schinznach Bad, der seit dem 1. Januar 2020 

zur Gemeinde Brugg gehört. Die Liegenschaft Badstrasse 1 mit dem Res-

taurant Bahnhof liegt auf Höhe des Bahnübergangs «Scheueracker»; die 

Badstrasse quert an dieser Stelle die Gleisanlage in nordwestlicher bezie-

hungsweise südöstlicher Richtung. Die Wohnliegenschaft Badstrasse 1a 

liegt südlich auf Höhe des Bahnhofs Schinznach Bad. Dieser schliesst süd-

lich an den Bahnübergang «Scheueracker» mit Perrons beidseits der 

Gleisanlage an. Gemäss den Planunterlagen zum Projekt «Lärmschutz 

Schinznach Bad» ist nördlich des Bahnübergangs «Scheueracker», an-

schliessend an den Bahnübergang, beidseits der Gleisanlage der Bau ei-

ner 264 m beziehungsweise 213 m langen Lärmschutzwand vorgesehen. 

Die westlich der Gleisanlage vorgesehene 264 m lange Lärmschutzwand 

– in den Planunterlagen als Lärmschutzwand (LSW) 2 bezeichnet – dient 

dem Schutz der an die Gleisanlage angrenzenden Kurbauzone vor über-

mässigen Lärmimmissionen. 

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Auszug aus den Geodaten des Kantons Aargau (www.geoportal.ch); amtliche Vermessung 

Der Einsprecher machte zunächst eine ungenügende Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts geltend; aus den Planunterlagen gehe 

nicht nachvollziehbar hervor, in welchem Mass und zu welchen Zeiten die 

geplante Leistungssteigerung zu Mehrverkehr auf der Eisenbahnstrecke 

Rupperswil – Brugg führe. In der Sache erhob er umweltrechtliche Rügen. 

Konkret kritisierte er, dass im Bereich seiner Liegenschaften auf Massnah-

men zum Schutz vor Lärmimmissionen verzichtet werden solle und die Ge-

suchstellerin stattdessen Erleichterungen beantrage, obschon die Grenz-

werte erheblich überschritten würden. Er verlangte aus diesem Grund zur 

Hauptsache den Bau einer 4 m hohen Lärmschutzwand im Bereich seiner 

Liegenschaften. Zudem rügte er die Lärmimmissionen der Signalanlage 

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des Bahnübergangs «Scheueracker» als übermässig und beantragte, es 

sei das Projekt um Massnahmen zur Begrenzung auch dieser Lärmemis-

sionen zu ergänzen. Für den Fall, dass die anbegehrten (weitergehenden) 

Massnahmen zum Schutz vor übermässigen Lärmimmissionen unterblie-

ben, begehrte er sinngemäss die Enteignung seiner nachbarrechtlichen 

Abwehransprüche an.  

C.b Das BAV holte in der Folge einen Fachbericht des Bundesamtes für 

Umwelt (nachfolgend: BAFU) ein und gab der Gesuchstellerin Gelegen-

heit, zum Fachbericht des BAFU vom 12. April 2017 sowie zu den Einspra-

chen Stellung zu nehmen.  

Die Gesuchstellerin hielt mit Stellungnahme vom 7. Juli 2017 an ihrer Auf-

fassung fest, dass weitergehende Massnahmen zum Schutz vor Lärmein-

wirkungen im Bereich der Liegenschaften des Einsprechers wirtschaftlich 

nicht tragbar seien. Zum Nachweis brachte sie eine Berechnung zur wirt-

schaftlichen Tragbarkeit der vom Einsprecher geforderten Lärmschutz-

wand bei. Schliesslich wies sie darauf hin, dass die Signalanlage bereits 

optimiert worden sei und dem aktuellen Stand der Technik entspreche. 

C.c Der Einsprecher kritisierte im weiteren Verlauf des Verfahrens vor dem 

BAV die Grundlagen und die Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit 

der von ihm geforderten Lärmschutzwand als nicht nachvollziehbar. Zudem 

hielt er an seinen Begehren in Bezug auf die akustische Signalanlage des 

Bahnübergangs fest (Schreiben des Einsprechers vom 25. August 2017 

und 9. Juli 2018).  

Die Gesuchstellerin brachte mit Schreiben vom 10. November 2017 und 

vom 21. August 2018 weitere Unterlagen zur Beurteilung der wirtschaftli-

chen Tragbarkeit und Verhältnismässigkeit verschiedener Varianten für 

eine Lärmschutzwand im Bereich der Liegenschaften des Einsprechers 

bei. Dabei beurteilte die Gesuchstellerin die wirtschaftliche Tragbarkeit der 

geforderten Lärmschutzwand auf entsprechende Aufforderung des BAV 

hin nicht isoliert, sondern (auch) gesamthaft unter Berücksichtigung der 

nördlich des Bahnübergangs «Scheueracker» beziehungsweise der 

Badstrasse anschliessenden Lärmschutzwand 2.  

C.d Mit Verfügung vom 12. März 2021 erteilte das BAV der Gesuchstellerin 

die Plangenehmigung für das Projekt «Lärmschutz Schinznach Bad» als 

Bestandteil der vorgesehenen Leistungssteigerung Rupperswil-Mägenwil 

unter verschiedenen Auflagen. Die von A._______ erhobene Einsprache 

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hiess es im Sinne der Erwägungen teilweise gut, soweit sie nicht sistiert, 

abgewiesen oder abgeschrieben wurde. Das BAV verfügte folgende Auf-

lage (Plangenehmigung vom 12. März 2021, Dispositiv Ziff. 4.2.3): 

Betriebslärm: Die SBB haben zum Schutz des Wohnhauses Badstrasse 1A 

(EO [Empfangsort] 115) – in geringerem Ausmass auch für das Gebäude 

Badstrasse 1 (EO 114; Restaurant) – eine Projektergänzung betreffend eine 

zusätzliche teiltransparente LSW [Lärmschutzwand] mit einer Länge von 50 m 

und einer Höhe von 2.50 ab SOK [Schienenoberkante] auszuarbeiten. Die Er-

leichterungsanträge betreffend die Gebäude Badstrasse 1 und 1a sind zu 

überarbeiten und erneut zur Genehmigung einzureichen.  

Das BAV erwog im Rahmen seiner umweltrechtlichen Prüfung zunächst, 

die Gesuchstellerin sei lärmrechtlich zutreffend von einer neuen Anlage 

ausgegangen; die bestehende Eisenbahnanlage werde betrieblich derart 

verändert, dass das Bestehende im Vergleich zum Neuen in lärmmässiger 

Hinsicht nur noch von untergeordneter Bedeutung sei. Zudem äusserte 

sich das BAV – auch mit Blick auf die Einwendungen des Einsprechers – 

zu den Grundlagen der Emissionsprognose. 

Im Weiteren ging das BAV davon aus, dass die Wirtschaftlichkeit der vom 

Einsprecher geforderten Lärmschutzwand nicht isoliert betrachtet werden 

dürfe. Zwar sei es zweckmässig, zur Beurteilung der Lärmeinwirkungen ein 

Gebiet wie vorliegend das Ortsgebiet von Schinznach Bad in verschiedene 

Abschnitte zu unterteilen. Innerhalb der gewählten Abschnitte sei die Wirt-

schaftlichkeit von Lärmschutzmassnahmen alsdann jedoch gesamthaft zu 

beurteilen. Sie verwies diesbezüglich auf die ergänzenden Abklärungen 

der Gesuchstellerin. Diese hätten ergeben, dass baulicher Lärmschutz im 

Bereich des Bahnhofs Schinznach Bad die Lärmimmissionen insbeson-

dere im Bereich der Liegenschaft Badstrasse 1a deutlich reduzieren würde 

und (somit) wirtschaftlich wäre. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass vor-

liegend keine Güterverkehrsstrecke mit besonders hoher nächtlicher Lärm-

belastung in Frage stehe. Eine Lärmschutzwand mit einer Höhe von mehr 

als 2.5 m sei daher auch aus Gründen des Ortsbildschutzes nicht gerecht-

fertigt. Das BAV hiess in der Folge das Hauptsachenbegehren des Ein-

sprechers teilweise gut und verpflichtete die Gesuchstellerin dazu, im Rah-

men eines nachgelagerten Verfahrens ein Projekt für eine 50 m lange und 

2.5 m hohe Lärmschutzwand im Bereich der Liegenschaften des Einspre-

chers auszuarbeiten und zur Genehmigung einzureichen. Die Erleichte-

rungsanträge der Gesuchstellerin wies es in diesem Umfang ab, ebenso 

die weiteren Begehren des Einsprechers, soweit darüber nicht ohnehin erst 

im nachgelagerten Verfahren zu entscheiden sei.  

A-2088/2021 

Seite 7 

D.  

Mit Schreiben vom 3. Mai 2021 liess der Einsprecher (nachfolgend: Be-

schwerdeführer) gegen die Verfügung des BAV (nachfolgend: Vorinstanz) 

vom 12. März 2021 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht führen. 

In der Sache verlangt er, es sei die Auflage gemäss Ziff. 4.2.3 des Dispo-

sitivs der Plangenehmigung vom 12. März 2021 dahingehend zu ändern, 

dass die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, eine 40 m lange und 4 m 

hohe Lärmschutzwand zu projektieren. Diese sei zudem im vorliegenden 

Plangenehmigungsverfahren zu verfügen und nicht in ein nachgelagertes 

Verfahren zu verweisen. Weiter sei die akustische Signalanlage am Bahn-

übergang zu entfernen oder diese eventualiter zwischen 22:00 und 07:00 

Uhr ausser Betrieb zu nehmen. Schliesslich begehrt er auch für das Plan-

genehmigungsverfahren vor der Vorinstanz eine Parteientschädigung an. 

Zunächst rügt der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht eine Verletzung 

seines Anspruchs auf rechtliches Gehör; es seien ihm nicht alle erhebli-

chen Unterlagen zugestellt worden, bevor die Vorinstanz über das Gesuch 

der Beschwerdegegnerin entschieden habe. Zudem macht er (sinnge-

mäss) geltend, die Vorinstanz habe den rechtserheblichen Sachverhalt un-

vollständig festgestellt; für die von der Vorinstanz verfügte Auflage – das 

Ausarbeiten eines Projekts für eine 50 m lange und 2.5 m Lärmschutzwand 

– fehlten die Grundlagen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit 

der Massnahme.  

In der Sache weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass die beabsich-

tigte Leistungssteigerung im Bereich seiner Liegenschaften insbesondere 

während der Nachtstunden zu übermässigen Lärmimmissionen führe. Da-

bei überwiege mit Blick auf die örtlichen Verhältnisse das Interesse am 

Schutz vor übermässigen Lärmimmissionen ein allfälliges öffentliches Inte-

resse am Schutz des Ortsbildes klar. Um seine Liegenschaften so weit als 

möglich vor übermässigen Lärmimmissionen zu schützen, sei daher eine 

höhere Lärmschutzwand vorzusehen. Zudem sei kein sachlicher Grund er-

sichtlich, die akustische Signalanlage zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht 

entweder ausser Betrieb zu nehmen oder aber deren Lautstärke zu redu-

zieren. Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, die Kosten- und 

Entschädigungsfolgen für das Verfahren vor der Vorinstanz seien nach 

Enteignungsrecht festzulegen; gemäss den Gesuchsunterlagen sei im Be-

reich seiner Liegenschaften keine Lärmschutzwand vorgesehen gewesen 

und die Beschwerdegegnerin habe Erleichterungen beantragt, weshalb er 

auch eine enteignungsrechtliche Einsprache erhoben habe. 

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Seite 8 

E.  

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 30. Juni 

2021 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.  

Zur Begründung macht sie geltend, die vom Beschwerdeführer verlangte 

40 m lange und 4 m hohe Lärmschutzwand sei auch bei gesamthafter Be-

trachtungsweise wirtschaftlich nicht tragbar. Zum Nachweis reicht sie eine 

entsprechende Berechnung zu den Akten. Betreffend die akustische Sig-

nalanlage des Bahnübergangs verweist sie auf das technische Regelwerk 

und die dortigen Vorgaben zur Lautstärke des akustischen Signals. Ohne-

hin sei eine Erneuerung der Anlage vorgesehen. Die Beschwerdegegnerin 

verweist diesbezüglich auf ein bei der Vorinstanz hängiges Gesuch um Er-

teilung einer Plangenehmigung, wobei gegen das Gesuch keine Einspra-

chen eingegangen seien.  

F.  

F.a Mit Schreiben vom 1. Juli 2021 erklärte die Vorinstanz, dass dem Be-

schwerdeführer die ergänzenden Unterlagen gemäss dem Schreiben der 

Beschwerdegegnerin vom 21. August 2018 (vgl. vorstehend Sachverhalt 

Bst. C.c) nicht zur Kenntnis gebracht worden seien. Sie sehe daher vor, 

dem Beschwerdeführer nachträglich das rechtliche Gehör zu gewähren 

und anschliessend wiedererwägungsweise erneut über dessen Einsprache 

zu entscheiden. Sie beantragte aus diesem Grund die Sistierung des Be-

schwerdeverfahrens.  

F.b Mit Zwischenverfügung vom 25. August 2021 wies der Instruktionsrich-

ter das Gesuch der Vorinstanz vom 1. Juli 2021 um Sistierung des Be-

schwerdeverfahren ab. Er erwog, die Vorinstanz stelle nicht in Aussicht, 

auch materiell auf ihren Entscheid zurückzukommen. Unter diesen Um-

ständen sei es aus verfahrensökonomischen Gründen nicht gerechtfertigt, 

das Beschwerdeverfahren zu sistieren, umso mehr, als Verfahrensfehler 

der Vorinstanz im Beschwerdeverfahren geheilt werden könnten, sofern sie 

nicht allzu schwer wiegen würden. 

G.  

Der Beschwerdeführer hält mit Beschwerdeergänzung vom 19. Oktober 

2021 sinngemäss an seinen Rechtsbegehren und im Wesentlichen auch 

an seiner Begründung gemäss der Beschwerdeschrift vom 3. Mai 2021 

fest. Ergänzend rügt er eine weitere Verletzung seines Anspruchs auf 

rechtliches Gehör und eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots: Es 

habe eine Begehung vor Ort stattgefunden, ohne dass er über diese in 

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Seite 9 

Kenntnis gesetzt worden sei und anders als andere Einsprechenden sei es 

ihm nicht ermöglicht worden, die von ihm verlangten Lärmschutzmassnah-

men (teilweise) privat zu finanzieren. Es bleibe sodann weiterhin unklar, 

auf welche Grundlage die Vorinstanz die mit der Plangenehmigung vom 

12. März 2021 verfügte Auflage stütze; auch den ergänzenden Unterlagen 

sei keine Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit einer 50 m langen 

und 2.5 m hohen Lärmschutzwand zu entnehmen. Schliesslich sei es we-

der an der Beschwerdegegnerin noch an der Vorinstanz, über den Aspekt 

des Ortsbildschutzes zu entscheiden; die Kompetenz hierfür liege allein bei 

der Gemeinde. 

H.  

Die Vorinstanz schliesst mit Vernehmlassung vom 22. November 2021 auf 

Abweisung der Beschwerde.  

Zur Begründung verweist die Vorinstanz auf die angefochtene Plangeneh-

migung vom 12. März 2021. Ergänzend führt sie aus, die streitbetroffene 

Auflage sei auf der Grundlage einer umfassenden Interessenabwägung 

und nicht alleine auf der Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsbeurteilung 

verfügt worden. In diese Interessenabwägung sei zu Recht auch das öf-

fentliche Interesse am Erhalt des Ortsbildes miteinbezogen worden. Zu-

dem seien die örtlichen Verhältnisse und damit der Umstand zu beachten 

gewesen, dass das Wohnhaus Badstrasse 1a tiefer liege als die Gleisan-

lage und sich eine 4 m hohe Lärmschutzwand auch auf die Wohnhygiene 

auswirke. Mit einer 2.5 m hohen Lärmschutzwand könnten die Lärmimmis-

sionen effektiv reduziert werden, ohne das Ortsbild und die Wohnhygiene 

(übermässig) zu beeinträchtigen.  

I.  

Auf entsprechende Aufforderung des Instruktionsrichters hin reichte die 

Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 14. Januar 2022 Berechnungen 

zur wirtschaftlichen Tragbarkeit einer Lärmschutzwand im Bereich der Lie-

genschaften des Beschwerdeführers für folgende Varianten ein:  

- Höhe der Lärmschutzwand ab Schienenoberkante [SOK]: 2 m, 2.5 m, 

3 m, 3.5 m, 4 m 

- Länge der Lärmschutzwand ab Bahnübergang: 40 m, 50 m 

Die Berechnung der wirtschaftlichen Tragbarkeit der verschiedenen Vari-

anten für eine Lärmschutzwand erfolgte entsprechend der angefochtenen 

A-2088/2021 

Seite 10 

Plangenehmigung gesamthaft unter Berücksichtigung der nördlich des 

Bahnübergangs «Scheueracker» geplanten Lärmschutzwand 2. 

J.  

Das BAFU reichte am 16. März 2022 und 13. April 2022 je einen Fachbe-

richt ein. Es äusserte sich insbesondere zu der Frage, ob und inwieweit die 

besonderen örtlichen Verhältnisse (Perron mit rückseitiger Lärmschutz-

wand) bei der Berechnung der wirtschaftlichen Tragbarkeit verschiedener 

Varianten von Lärmschutzwänden nach dem Schweizerischen Emissions- 

und Immissionsmodell für die Berechnung von Eisenbahnlärm (SEMIBEL) 

Berücksichtigung gefunden haben. 

K.  

Mit Schreiben vom 23. März 2022 beantragte die Beschwerdegegnerin, es 

sei die Teilrechtskraft der Plangenehmigung vom 12. März 2021 festzustel-

len; es sei geplant, die unbestritten gebliebenen Lärmschutzmassnahmen 

während der nächsten Streckensperrung zu realisieren.  

Das Bundesverwaltungsgericht nahm das Gesuch der Beschwerdegegne-

rin als Gesuch um einen teilweisen Entzug der aufschiebenden Wirkung 

der gegen die Plangenehmigung vom 12. März 2021 erhobenen Be-

schwerde entgegen. Mit Zwischenverfügung vom 1. April 2022 hiess es 

das Gesuch der Beschwerdegegnerin vom 23. März 2022 um vorsorgli-

chen Rechtsschutz gut und entzog der Beschwerde vom 3. Mai 2021 im 

anbegehrten Umfang die aufschiebende Wirkung.  

L.  

Der Beschwerdeverführer verlangte mit Schreiben vom 19. April 2022 und 

im Hinblick auf die Umsetzung der beabsichtigten Leistungssteigerung 

sinngemäss den Erlass vorsorglicher Massnahmen zum Schutz vor Lärm-

immissionen.  

Das Bundesverwaltungsgericht wies das Begehren um Erlass vorsorgli-

cher Massnahmen mit Zwischenverfügung vom 27. April 2022 ab; es er-

wog, mit Blick auf die voraussichtliche Umsetzung der Leistungssteigerung 

im Dezember 2023 bestehe (noch) keine zeitliche Dringlichkeit, vorsorglich 

Massnahmen zum Schutz vor Lärmimmissionen zu treffen.  

M.  

Der Beschwerdeführer nahm mit Schreiben vom 20. Juni 2022 zu der Ein-

gabe der Beschwerdegegnerin vom 14. Januar 2022 und den zu den Akten 

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Seite 11 

gegebenen Berechnungen der wirtschaftlichen Tragbarkeit verschiedener 

Varianten von Lärmschutzwänden Stellung.  

Der Beschwerdeführer wies zunächst darauf hin, dass für dieselben Vari-

anten von Lärmschutzwänden mittlerweile unterschiedliche Berechnungen 

zur wirtschaftlichen Tragbarkeit bei den Akten liegen würden, die sich in 

Bezug auf die Kosten der Lärmschutzmassnahmen, den Nutzen und den 

Zusatznutzen unterscheiden würden. Dabei sei nicht (ohne Weiteres) 

nachvollziehbar, wieso den Berechnungen unterschiedliche Werte zu-

grunde gelegt worden seien. Er verlangt aus diesem Grund, dass die wirt-

schaftliche Tragbarkeit der Lärmschutzmassnahme durch einen unabhän-

gigen Sachverständigen beurteilt wird.  

Gestützt auf die von der Beschwerdegegnerin beigebrachten Berechnun-

gen änderte der Beschwerdeführer sodann sein Hauptsachenbegehren. Er 

verlangt neu, es sei im Bereich seiner Liegenschaften eine 50 m lange und 

3.5 m hohe Lärmschutzwand zu erstellen und diese – eventualiter – im 

oberen Meter transparent auszugestalten. Eine solche Lärmschutzwand 

trete mit Blick auf das Ortsbild gleich in Erscheinung wie die von der Vor-

instanz mittels Auflage verfügte 2.5 m hohe Lärmschutzwand und sei inso-

fern nicht nachteiliger. Weiter gibt der Beschwerdeführer ein von ihm in 

Auftrag gegebenes Gutachten zu den Lärmimmissionen der akustischen 

Signalanlage des Bahnübergangs «Scheueracker» zu den Akten; gemäss 

dem Gutachten sei die akustische Signalanlage weder konform mit den 

technischen Normen noch mit Bundesumweltrecht.  

N.  

Die Beschwerdegegnerin reichte mit Schreiben vom 8. August 2022 eine 

weitere Stellungnahme ein. Sie lehnt es ab, den oberen Bereich der vom 

Beschwerdeführer geforderten Lärmschutzwand transparent auszugestal-

ten. Zur Begründung verweist sie auf den mit der Reinigung der transpa-

renten Lärmschutzwand verbundenen betrieblichen Aufwand.   

O.  

Das BAFU hat am 15. September 2022 einen ergänzenden Fachbericht 

eingereicht. Es äussert sich unter anderem zur Bestimmung beziehungs-

weise Abgrenzung des Perimeters zur Beurteilung der wirtschaftlichen 

Tragbarkeit von Lärmschutzmassnahmen sowie zur notwendigen Berück-

sichtigung weiterer (qualitativer) Interessen im Rahmen der Verhältnismäs-

sigkeitsprüfung.  

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Seite 12 

P.  

Mit Schreiben vom 28. Oktober 2022 reichte die Beschwerdegegnerin dem 

Bundesverwaltungsgericht die Plangenehmigung der Vorinstanz vom 

22. Februar 2022 betreffend den Umbau des Bahnhofs Wildegg ein. Das 

Projekt umfasste unter anderem einen Ersatz des bestehenden Stellwerks, 

von welchem auch der Bahnübergang «Scheueracker» gesteuert wird. 

Gleichzeitig mit dem Ersatz des Stellwerks soll die Steuerung des Bahn-

übergangs erneuert und die bestehende Signalanlage (Blinklichtanlage 

und akustisches Signal) durch eine neue Anlage ersetzt werden.  

Q.  

Der Beschwerdeführer reichte am 1. Dezember 2022 eine Stellungnahme 

zum ergänzenden Fachbericht des BAFU vom 15. September 2022 ein. Er 

wies (erneut) darauf hin, dass für dieselben Varianten von Lärmschutzwän-

den in Bezug auf die Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit unter-

schiedliche Ergebnisse vorliegen würden und rügt, dass sich – trotz ent-

sprechender Einwendungen seinerseits – das BAFU als Fachbehörde 

hierzu nicht äussere.  

R.  

Die Vorinstanz reichte am 5. Dezember 2022 eine ergänzende und am 

10. Januar 2023 eine abschliessende Vernehmlassung ein. Sie äussert 

sich insbesondere zur Bedeutung der Richtlinie zum Lärmschutz bei Eisen-

bahnanlagen als Mittel zur Gewährleistung einer einheitlichen Vollzugspra-

xis und dem Vorbehalt einer Interessenabwägung im Einzelfall. Nach Auf-

fassung der Vorinstanz trägt die Auflage gemäss der angefochtenen Plan-

genehmigung den berührten Interessen und insbesondere dem Scho-

nungsgebot gemäss Art. 3 des Bundesgesetzes über den Natur- und Hei-

matschutz (NHG, SR 451) bestmöglich Rechnung. 

S.  

Der Beschwerdeführer reichte am 12. Januar 2023 seine Schlussbemer-

kungen ein.  

T.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die bei den Akten liegen-

den Schriftstücke wird, soweit für den vorliegenden Entscheid erheblich, im 

Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

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Seite 13 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt nach Art. 31 des Verwaltungs-

gerichtsgesetzes (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen im 

Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG, 

SR 172.021), sofern diese von einer Vorinstanz im Sinne von Art. 33 VGG 

erlassen worden sind und kein Ausnahmegrund im Sinne von Art. 32 VGG 

vorliegt. 

Die Beschwerde richtet sich gegen eine Plangenehmigung des BAV für 

eine Eisenbahnanlage im Sinne von Art. 18 Abs. 1 des Eisenbahngesetzes 

(EBG, SR 742.101); als Eisenbahnanlagen gelten gemäss der genannten 

Bestimmung alle Bauten und Anlagen, die wie vorliegend die Lärmschutz-

massnahmen ganz oder überwiegend dem gesetzmässigen Bau und Be-

trieb einer Eisenbahn dienen. Mit dem BAV hat eine Vorinstanz im Sinne 

von Art. 33 Bst. d VGG verfügt und die Plangenehmigung stellt eine Verfü-

gung im Sinne von Art. 5 VwVG und somit ein taugliches Anfechtungsob-

jekt dar. Da zudem kein Ausnahmegrund im Sinne von Art. 32 VGG vor-

liegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde 

sachlich und funktional zuständig. Das Verfahren richtet sich nach dem 

VwVG, soweit das VGG nichts abweichendes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2  

1.2.1 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme hatte (Bst. a), durch den angefochtenen Entscheid besonders be-

rührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 

oder Änderung hat (Bst. c). 

Die Beschwerdebefugnis beschränkt sich nicht auf den materiellen Verfü-

gungsadressaten. Zur Beschwerde können auch Dritte berechtigt sein, 

wenn sie stärker als jedermann berührt sind und (insoweit) in einer beson-

deren Beziehung zur Streitsache stehen. Diese Nähe der Beziehung zur 

Streitsache muss bei Anlagen mit Auswirkungen auf Raum und Umwelt 

insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein; die Beschwerdebefug-

nis von Nachbarn wird in der Rechtsprechung in der Regel bejaht, wenn 

sich ihre Liegenschaft in einem Umkreis von bis zu 100 m um das Bauvor-

haben befindet. Ein schutzwürdiges Interesse ist sodann als gegeben an-

zusehen, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation der Beschwerde 

führenden Person durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden 

A-2088/2021 

Seite 14 

kann, ihr im Falle des Obsiegens also ein praktischer Nutzen entsteht 

(vgl. zum Ganzen BGE 141 II 50 E. 2.1 und Urteil des BGer 1C_67/2022 

vom 9. Januar 2023 E. 3.1, je mit Hinweisen; Urteil des BVGer A-

1706/2023 vom 19. Februar 2024 E. 1.2.1 mit Hinweisen).  

1.2.2 Der Beschwerdeführer hat sich als Einsprecher am Verfahren vor der 

Vorinstanz beteiligt und ist mit seinen Begehren – weitergehenden Mass-

nahmen zum Schutz vor übermässigen Lärmeinwirkungen – nicht vollstän-

dig durchgedrungen; zwar hat die Vorinstanz die Beschwerdegegnerin mit 

Plangenehmigung vom 12. März 2021 verpflichtet, im Bereich der Liegen-

schaften des Beschwerdeführers eine 50 m lange und 2.5 m hohe Lärm-

schutzwand zu projektieren, der Beschwerdeführer hatte jedoch mit Ein-

sprache vom 14. März 2017 eine höhere Lärmschutzwand sowie Mass-

nahmen zur Reduktion der Lärmemissionen der am Bahnübergang 

«Scheueracker» bestehenden akustischen Signalanlage verlangt.  Der Be-

schwerdeführer ist durch die angefochtene Plangenehmigung somit formell 

beschwert. Näher einzugehen ist im Folgenden auf die materielle Be-

schwer. 

Das Projekt «Rupperswil-Mägenwil: Leistungssteigerung» hat auf der Ei-

senbahnstrecke zwischen Brugg und Rupperswil Mehrverkehr zur Folge 

(vgl. vorstehend Sachverhalt Bst. A). Bei den Liegenschaften des Be-

schwerdeführers führt der Mehrverkehr zu übermässigen Lärmimmissio-

nen. Massnahmen zur Begrenzung der Lärmemissionen an der Quelle 

oder auf dem Ausbreitungsweg sah das Projekt «Lärmschutz Schinznach 

Bad» in diesem Bereich jedoch nicht vor; die Beschwerdegegnerin be-

gehrte vielmehr Erleichterungen an (vgl. vorstehend Sachverhalt Bst. B 

und C.b). Die Vorinstanz lehnte das Gesuch der Beschwerdegegnerin, es 

seien Erleichterungen zu gewähren, im anbegehrten Umfang ab und ver-

pflichtete die Beschwerdegegnerin dazu, im Rahmen eines nachgelager-

ten Verfahrens eine 50 m lange und 2.5 m hohe Lärmschutzwand zu pro-

jektieren und ein entsprechendes Gesuch zur Genehmigung einzureichen. 

Gemäss den von der Beschwerdegegnerin im Verfahren vor dem Bundes-

verwaltungsgericht beigebrachten Unterlagen können jedoch auch mit ei-

ner 50 m langen und 2.5 m hohen Lärmschutzwand die massgebenden 

Grenzwerte nicht eingehalten werden; es müssten voraussichtlich weiter-

hin Erleichterungen gewährt werden. Soweit der Beschwerdeführer daher 

verlangt, es seien die Lärmemissionen mit dem Ziel, die massgebenden 

Grenzwerte gemäss der Lärmschutz-Verordnung (LSV, SR 814.41) (wei-

tergehend) einhalten zu können, durch eine höhere Lärmschutzwand und 

damit durch eine Massnahme auf dem Ausbreitungsweg weiter zu 

A-2088/2021 

Seite 15 

reduzieren, ist er auch als materiell beschwert und somit insoweit als zur 

Beschwerdeerhebung berechtigt anzusehen.  

Der Beschwerdeführer verlangt im Weiteren Massnahmen zur Reduktion 

der Lärmemissionen der akustischen Signalanlage des Bahnübergangs 

«Scheueracker». Die Signalanlage ist nicht Gegenstand des von der Be-

schwerdegegnerin im Rahmen des Projekts «Lärmschutz Schinznach 

Bad» eingereichten Gesuchs um Erteilung der Plangenehmigung. Soweit 

der Beschwerdeführer diesbezüglich in seiner Einsprache Massnahmen 

zum Schutz vor übermässigen Lärmimmissionen verlangt hatte, ist sein 

Begehren als sogenannte Immissionsklage zu qualifizieren (vgl. hierzu 

ausführlich BVGE 2021 II/1 E. 20.2.1 mit Hinweisen). Eine solche Klage 

kann grundsätzlich jederzeit und somit auch zusammen mit der Einsprache 

gegen ein Gesuch um Erteilung einer Plangenehmigung erhoben werden. 

Die Vorinstanz ist folglich, und nachdem die Voraussetzungen für einen 

Entscheid in der Sache gegeben waren, zu Recht darauf eingetreten. Die 

bestehende Signalanlage wurde jedoch zwischenzeitlich durch eine neue 

Anlage ersetzt (vgl. vorstehend Sachverhalt Bst. P). Soweit der Beschwer-

deführer im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht verlangt hat, es sei 

der angefochtene Entscheid aufzuheben und es seien Massnahmen zum 

Schutz vor übermässigen Lärmimmissionen der bestehenden akustischen 

Signalanlage zu verfügen, ist die Beschwerde zufolge Wegfalls des Klage-

objekts gegenstandslos geworden und insoweit abzuschreiben (Rechtsbe-

gehren Ziff. 5 gemäss der Beschwerdeschrift vom 3. Mai 2021). Hinzuwei-

sen ist an dieser Stelle darauf, dass der Beschwerdeführer gegen die Er-

neuerung der akustischen Signalanlage keine Einsprache erhoben hat. 

Dies steht jedoch einer erneuten Immissionsklage nicht von vornherein ent-

gegen; Verfügungen über Dauersachverhalte sind nicht unwiderruflich und 

die umweltrechtlichen Bestimmungen müssen grundsätzlich während der 

gesamten Betriebsdauer eingehalten werden (vgl. Urteil des BGer 

1C_574/2020 vom 9. März 2023 E. 4.2 mit Hinweis sowie BVGE 2021 II/1 

E. 20.2.1 und 20.2.3, auch zum impliziten Vorbehalt einer späteren Ergän-

zung der Massnahmen zur Emissionsbegrenzung). Dem Beschwerdefüh-

rer stünde somit grundsätzlich erneut die Möglichkeit einer Immissions-

klage in Bezug auf die Emissionen der neuen Signalanlage offen. Eine sol-

che wäre in einem ersten Schritt wiederum und begründet bei der Vor-

instanz einzureichen.  

1.3  

1.3.1 Der Beschwerdeführer hatte zunächst, mit Beschwerde vom 3. Mai 

2021, verlangt, es sei im Bereich seiner Liegenschaften eine 40 m lange 

A-2088/2021 

Seite 16 

und 4 m hohe Lärmschutzwand vorzusehen (Rechtsbegehren Ziff. 2.1). Mit 

Schreiben vom 20. Juni 2022 beantragt der Beschwerdeführer «neu», es 

sei die Auflage gemäss Ziff. 4.2.3 des Dispositivs der Plangenehmigung 

vom 12. März 2021 dahingehend zu ändern, dass die Beschwerdegegnerin 

zu verpflichten sei, eine 50 m lange und 3.5 m hohe teiltransparente Lärm-

schutzwand zu projektieren und das Projekt im Rahmen einer Ergänzung 

der streitbetroffenen Plangenehmigung der Vorinstanz zur Genehmigung 

einzureichen.  

Vor diesem Hintergrund ist nachstehend zu prüfen, ob der Beschwerdefüh-

rer damit seine Rechtsbegehren geändert hat und gegebenenfalls, ob 

diese Änderung zulässig ist. In diesem Sinne ist auch der Streitgegenstand 

des vorliegenden Beschwerdeverfahrens zu bestimmen. 

1.3.2 Die Beschwerdeschrift hat gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG unter ande-

rem die Begehren und deren Begründung zu enthalten. Anhand der ge-

stellten Rechtsbegehren bestimmt sich (zusammen mit der Begründung) 

der Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens, wobei das in der ange-

fochtenen Verfügung (Anfechtungsobjekt) geregelte Rechtsverhältnis den 

äusseren Rahmen bildet. Der Streitgegenstand kann sich im Laufe des Be-

schwerdeverfahrens verengen, er darf jedoch grundsätzlich weder erwei-

tert noch inhaltlich verändert werden (Urteile des BVGer A-3484/2018 vom 

7. September 2021 E. 5.2.1 und A-199/2018 vom 18. April 2019 E. 1.3, je 

mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des BGer 1C_527/2021 vom 13. Juli 2023 

E. 3.1 mit Hinweis u.a. auf BGE 136 II 457 E. 4.2). Der Streitgegenstand 

ergibt sich dabei stets aus der beantragten Rechtsfolge und nicht allein aus 

dem Wortlaut eines Rechtsbegehrens oder der Beschwerdebegründung 

(vgl. Urteil des BGer 1C_330/2013 vom 15. Oktober 2013 E. 2.1; ferner 

Urteil des BGer 2C_174/2023 vom 22. März 2024 E. 1.3) 

Liegt eine Verfügung im Streit, die wie hier in einem Plangenehmigungs-

verfahren nach Bundesrecht ergangen ist, sind sämtliche Einwände gegen 

ein Vorhaben innerhalb der Auflagefrist im Genehmigungsverfahren zu er-

heben (vgl. Art. 18f Abs. 1 EBG). Damit ist gewährleistet, dass im Interesse 

der Konzentration der Entscheidverfahren alle Einwände gesamthaft ge-

prüft werden und in den Genehmigungsentscheid einfliessen können. In 

Verfahren wie dem vorliegenden wird der mögliche Streitgegenstand somit 

zusätzlich zum Anfechtungsobjekt durch die im Plangenehmigungsverfah-

ren gestellten Rechtsbegehren begrenzt. Dabei genügt es, wenn ein Vor-

bringen – etwa die Forderung nach einer Alternative oder Massnahme – 

A-2088/2021 

Seite 17 

zumindest dem Sinn nach bereits Gegenstand der Einsprache war (Urteil 

des BVGer A-3484/2018 vom 7. September 2021 E. 5.2.2 mit Hinweisen).  

1.3.3 Der Beschwerdeführer hatte mit Einsprache vom 14. März 2017 (im 

Ergebnis) gleich wie mit Beschwerde vom 3. Mai 2021 verlangt, es sei im 

Bereich seiner Liegenschaften eine 40 m lange und 4 m hohe Lärmschutz-

wand vorzusehen. Die geforderte Lärmschutzwand ist jedoch nicht Selbst-

zweck. Beantragte Rechtsfolge und damit das materiell wirklich Gewollte 

war und ist ein möglichst weitgehender Schutz vor übermässigen Lärmim-

missionen aus dem Betrieb der Eisenbahn. Der Streitgegenstand des Be-

schwerdeverfahrens wird daher mit dem neu formulierten Rechtsbegehren 

– der Beschwerdeführer verlangt neu eine 50 m lange und 3.5 m hohe teil-

transparente Lärmschutzwand – weder erweitert noch inhaltlich geändert, 

zumal keine neue Art von Lärmschutzmassnahme verlangt wird.  

In Betracht zu ziehen ist sodann der Anlass für das «neue» Rechtsbegeh-

ren: Dem Beschwerdeführer wurde im Verfahren vor der Vorinstanz zu den 

ergänzenden Unterlagen der Beschwerdegegnerin vom 21. August 2018 

das rechtliche Gehör verweigert; die Beschwerdegegnerin hatte die Grund-

lagen zur Berechnung der wirtschaftlichen Tragbarkeit der Lärmschutz-

massnahmen präzisiert und gestützt darauf neue Berechnungen zur wirt-

schaftlichen Tragbarkeit verschiedener Varianten von Lärmschutzmass-

nahmen vorgenommen. Das rechtliche Gehör wurde im Verfahren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht nachträglich gewährt (vgl. vorstehend Sachver-

halt Bst. F sowie nachfolgend E. 3.3.1 und 3.4). Zudem sah sich das Bun-

desverwaltungsgericht zu einer ergänzenden Feststellung des rechtser-

heblichen Sachverhalts veranlasst, da unter anderem für die von der Vor-

instanz verfügte Lärmschutzmassnahme – eine 50 lange und 2.5 m hohe 

Lärmschutzwand – keine Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit bei 

den Akten lag (vgl. vorstehend Sachverhalt Bst. I). In Kenntnis dieser im 

Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht erlangten Sachverhaltsele-

mente formulierte der Beschwerdeführer sein Rechtsbegehren neu. Ihm 

als Folge dessen eine unzulässige Erweiterung oder Änderung des Streit-

gegenstands vorzuhalten und darauf nicht einzutreten, wäre mit dem 

Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) nicht zu vereinbaren. 

Zusammenfassend ist nach dem Gesagten davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer mit Rechtsbegehren Ziff. 2.1 gemäss der Beschwerde-

schrift vom 3. Mai 2021 weitergehenden Schutz vor übermässigen Lärm-

immissionen verlangt. Entsprechendes hatte der Beschwerdeführer bereits 

im Verfahren vor der Vorinstanz anbegehrt, wobei die Vorinstanz das 

A-2088/2021 

Seite 18 

Rechtsbegehren nur teilweise gutgeheissen hatte. Der Beschwerdeführer 

macht daher die von ihm verlangte weitergehende Lärmschutzmassnahme 

– im Wesentlichen eine höhere Lärmschutzwand – zu Recht zum Streitge-

genstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Durch das neu formu-

lierte Rechtsbegehren wird dieser Streitgegenstand weder erweitert noch 

inhaltlich verändert. Die weiteren Rechtsbegehren – Massnahmen des 

passiven Schallschutzes und das Einleiten eines Enteignungsverfahrens 

(Rechtsbegehren Ziffn. 3 und 4 gemäss der Beschwerdeschrift vom 3. Mai 

2021) – hängen mit dem Hauptsachenbegehren gemäss Ziff. 2.1 der Be-

schwerdeschrift vom 3. Mai 2021 zusammen und geben insofern an dieser 

Stelle zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Dasselbe gilt für die als 

Folge von Verfahrensfehlern verlangte Aufhebung der angefochtenen 

Plangenehmigung (Rechtsbegehren Ziff. 1 gemäss der Beschwerdeschrift 

vom 3. Mai 2021) und die auch für das Verfahren vor der Vorinstanz ge-

stützt auf Enteignungsrecht anbegehrte Parteientschädigung (Rechtsbe-

gehren Ziff. 6 gemäss der Beschwerdeschrift vom 3. Mai 2021). 

1.4 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist somit einzutreten, soweit sie 

nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Rechtsbegehren 

Ziff. 5 der Beschwerde vom 3. Mai 2021).  

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Plangenehmi-

gung auf Verletzung von Bundesrecht – einschliesslich der unrichtigen 

oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 

Rechtsfehlern bei der Ausübung des Ermessens – sowie auf Unangemes-

senheit hin (Art. 49 VwVG). Ungeachtet der grundsätzlich uneingeschränk-

ten Kontrollbefugnis übt das Bundesverwaltungsgericht eine gewisse Zu-

rückhaltung, wenn die Vorinstanz gestützt auf die eigene Fachkompetenz 

oder die ihr vom Gesetzgeber beigegebene Fachbehörde entschieden hat. 

Dies setzt voraus, dass die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte 

geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend 

durchgeführt worden sind (vgl. Urteil des BGer 2C_388/2020 vom 20. Ok-

tober 2020 E. 5.4.5 und Urteil des BVGer A-4112/2021 vom 5. Juli 2023 

E. 2, je mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).  

Das Bundesverwaltungsgericht stellt sodann den rechtserheblichen Sach-

verhalt unter Vorbehalt der Mitwirkungspflicht der Parteien von Amtes we-

gen fest (Art. 12 und Art. 13 VwVG) und wendet das Recht von Amtes we-

gen an, ohne an die rechtliche Begründung der Parteibegehren gebunden 

A-2088/2021 

Seite 19 

zu sein (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Dabei würdigt es die Beweise grundsätzlich 

frei, ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss (Urteil des BVGer A-3484/2018 vom 7. September 2021 E. 8 

mit Hinweisen). Das Bundesverwaltungsgericht kann eine Beschwerde 

auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder 

den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer von der Vorinstanz ab-

weichenden Begründung bestätigen (sog. Motivsubstitution, vgl. Urteil des 

BVGer A-4112/2021 vom 5. Juli 2023 E. 2).  

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht, die Vorinstanz habe 

seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.  

3.2 Die Parteien haben im verwaltungs- und im verwaltungsgerichtlichen 

Verfahren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 29 ff. 

VwVG). Der Anspruch umfasst im Wesentlichen das Recht einer Partei auf 

Teilnahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der Ent-

scheidfindung. In diesem Sinne dient das rechtliche Gehör einerseits der 

Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-

wirkungsrecht beim Erlass von Verfügungen dar (BGE 146 II 335 E. 5.1 

und BGE 140 I 99 E. 3.4). 

Zu den Mitwirkungsrechten der Parteien gehört insbesondere der An-

spruch auf Äusserung zur Sache vor Fällung des Entscheids, auf Abnahme 

ihrer erheblichen, rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweise und auf 

Mitwirkung an der Erhebung von Beweisen oder zumindest auf Stellung-

nahme zum Beweisergebnis. Voraussetzung dafür sind genügende Kennt-

nisse über den Verfahrensverlauf, was auf das Recht hinausläuft, vorweg 

in geeigneter Weise über die entscheidwesentlichen Vorgänge und Grund-

lagen orientiert zu werden. Dabei geht es nicht nur um formelle Abläufe wie 

insbesondere die Abnahme von Beweisen, sondern auch um inhaltliche 

Anforderungen (Urteil des BGer 1C_267/2021 vom 11. Oktober 2022 

E. 5.2 mit Hinweis). Weiter verlangt der Anspruch auf rechtliches Gehör, 

dass die Behörde die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung 

betroffenen Person auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung 

berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid 

zu begründen (Art. 35 Abs. 1 VwVG; Urteil des BGer 1C_435/2022 vom 

23. Januar 2024 E. 3.2; Urteil des BVGer A-5566/2022 vom 15. Februar 

2023 E. 5.2.2 mit Hinweisen; grundlegend zum Anspruch auf rechtliches 

Gehör im Plangenehmigungsverfahren Urteil des BVGer A-1251/2012 vom 

A-2088/2021 

Seite 20 

15. Januar 2014 E. 2 und E. 4 ff.; vgl. auch Urteil des BGer 1C_328/2020 

vom 22. März 2022 E. 3.3.2). 

3.3  

3.3.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, er sei von der Vor-

instanz nicht hinreichend über den Gang des Verfahrens in Kenntnis ge-

setzt worden.  

Die Beschwerdegegnerin hat im Verfahren vor der Vorinstanz mit Schrei-

ben vom 21. August 2018 ergänzende Unterlagen beigebracht. Gegen-

stand der Unterlagen waren die vom Beschwerdeführer geforderten wei-

tergehenden Massnahmen zum Schutz vor übermässigen Lärmimmissio-

nen im Bereich seiner Liegenschaften; die Beschwerdegegnerin hatte die 

Lärmimmissionen bei den beiden Liegenschaften neu ermittelt und in der 

Folge die wirtschaftliche Tragbarkeit verschiedener Varianten von Lärm-

schutzwänden ebenfalls neu beurteilt. Über den Eingang der betreffenden 

Unterlagen hat die Vorinstanz den Beschwerdeführer nicht orientiert 

(vgl. vorstehend Sachverhalt F.a).  

Mit dieser Unterlassung hat die Vorinstanz den Anspruch des Beschwer-

deführers auf rechtliches Gehör verletzt; aus dem Anspruch auf rechtliches 

Gehör folgt auch im Verwaltungsverfahren das Recht, sich zu Eingaben 

von Vorinstanz oder Gegenpartei zu äussern, soweit die Vorbringen neu 

und materiell geeignet sind, den Entscheid zu beeinflussen, was wiederum 

voraussetzt, über deren Eingang orientiert zu werden (BGE 138 I 154 

E. 2.3; Urteil des BGer 1C_325/2018 vom 15. März 2019 E. 5.2).  

3.3.2 Der Beschwerdeführer rügt sodann sinngemäss eine Verletzung der 

Begründungspflicht. So sei nicht ersichtlich, auf welcher Grundlage die  

Vorinstanz die Auflage, es sei im Bereich seiner Liegenschaften eine 50 m 

lange und 2.5 m hohe Lärmschutzwand zu projektieren, verfügt habe. Folg-

lich sei es ihm nicht möglich gewesen, die Plangenehmigung sachgerecht 

anzufechten. Im Weiteren weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass für 

dieselben Varianten von Lärmschutzwänden in Bezug auf deren wirtschaft-

liche Tragbarkeit unterschiedliche Ergebnisse bei den Akten liegen würden. 

Eine nachvollziehbare Begründung hierfür insbesondere durch das BAFU 

als Fachbehörde bestehe trotz entsprechender Einwendungen nicht.  

Welchen Anforderungen eine Begründung in materieller Hinsicht zu genü-

gen hat, ist im Einzelfall anhand der konkreten Umstände und der Interes-

sen der Betroffenen zu bestimmen. Die Begründungsdichte ist namentlich 

A-2088/2021 

Seite 21 

abhängig von der Eingriffsschwere des Entscheids, den Vorbringen der 

Verfahrensbeteiligten sowie der Komplexität des Sachverhalts und der sich 

stellenden Rechtsfragen. Die Anforderungen an die Begründung sind dabei 

umso höher zu stellen, je grösser der Entscheidungsspielraum der Be-

hörde ist und je stärker ein Entscheid in die individuellen Rechte des Be-

troffenen eingreift. Umgekehrt vermag eine minimale Begründung zu ge-

nügen, wenn die Interessen des Betroffenen nur am Rande tangiert sind 

oder wenn die Gründe für den Entscheid offensichtlich sind. Auch in diesem 

Fall muss sich der Betroffene jedoch über die Tragweite des Entscheids 

Rechenschaft geben und ihn sachgerecht anfechten können. Es müssen 

mithin in erkenn- und nachvollziehbarer Weise die Überlegungen genannt 

werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr 

Entscheid stützt (BGE 142 I 135 E. 2.1; Urteil des 1C_328/2020 vom 

22. März 2022 E. 3.3.2 und Urteil des BVGer A-3484/2018 vom 7. Septem-

ber 2021 E. 14.2, je mit Hinweisen). 

Die Vorinstanz verpflichtete die Beschwerdegegnerin mit Plangenehmi-

gung vom 12. März 2021 dazu, zum Schutz der beiden Wohnhäuser 

Badstrasse 1 und 1a vor Lärmimmissionen eine 50 m lange und 2.5 m 

hohe teiltransparente Lärmschutzwand zu projektieren (Dispositiv 

Ziff. 4.2.3). Zur Begründung hielt sie zusammenfassend fest, die wirtschaft-

liche Tragbarkeit der streitbetroffenen Lärmschutzwand sei aufgrund der 

örtlichen Verhältnisse nicht isoliert, sondern gesamthaft mit der nördlich 

des Bahnübergangs «Scheueracker» anschliessenden Lärmschutzwand 2 

zu beurteilen. Unter Berücksichtigung dessen hätten die ergänzenden Ab-

klärungen der Beschwerdegegnerin gezeigt, dass eine Lärmschutzwand 

im Bereich der beiden Liegenschaften wirtschaftlich tragbar sei. Dabei sei 

mit 2.5 m dieselbe Höhe vorzusehen, die auch die nördlich des Bahnüber-

gangs anschliessende Lärmschutzwand 2 aufweise; eine höhere Lärm-

schutzwand sei aus Gründen des Ortsbildschutzes abzulehnen.  

Die Vorinstanz begründete grundsätzlich in nachvollziehbarer Weise, von 

welchen Überlegungen sie sich hinsichtlich ihrer Auflage gemäss Dispositiv 

Ziff. 4.2.3 hat leiten lassen; ob die Überlegungen inhaltlich richtig sind, ist 

keine Frage der Begründungspflicht, sondern der materiellen Beurteilung 

der angefochtenen Plangenehmigung. Sie legte allerdings nicht dar, auf 

welche Unterlagen zur wirtschaftlichen Tragbarkeit der Lärmschutzmass-

nahme sie sich stützte; in der Auflistung der relevanten Akten zu Beginn 

von Erwägung 3.3.4.3 zur Plangenehmigung nennt die Vorinstanz den 

überarbeiteten Ergänzungsbericht vom 10. November 2017, in ihren wei-

teren Erwägungen weist sie alsdann auf die mit Schreiben vom 21. August 

A-2088/2021 

Seite 22 

2018 zu den Akten gegebenen neuen Berechnungen zur wirtschaftlichen 

Tragbarkeit unterschiedlicher Varianten von Lärmschutzwänden hin. Es la-

gen mithin in tatsächlicher Hinsicht zur Beurteilung der Verhältnismässig-

keit der streitbetroffenen Lärmschutzmassnahme unterschiedliche Ent-

scheidgrundlagen vor. Die Vorinstanz ist unter solchen Umständen ver-

pflichtet, darzulegen, auf welche Grundlagen sie ihren Entscheid stützt. Der 

Entscheid ist bei Vorliegen unterschiedlicher Grundlagen zudem zu be-

gründen. Dabei ist es grundsätzlich angezeigt, eine Stellungnahme der zu-

ständigen Fachbehörde des Bundes einzuholen, insbesondere, wenn wie 

vorliegend mit der wirtschaftlichen Tragbarkeit von Lärmschutzmassnah-

men eine Fachfrage zu beurteilen ist und das BAFU als Fachbehörde des 

Bundes (Art. 12 Abs. 1 der Organisationsverordnung für das Eidgenössi-

sche Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation  

[OV-UVEK, SR 172.217.1]) hierzu eine Vollzugshilfe herausgegeben hat. 

Diesen Pflichten ist die Vorinstanz nicht nachgekommen.  Sie hat mithin 

die Begründungspflicht und damit den Anspruch des Beschwerdeführers 

auf rechtliches Gehör verletzt.  

3.3.3 Der Beschwerdeführer rügt schliesslich eine Verletzung seines An-

spruchs auf Mitwirkung an der Erstellung des rechtserheblichen Sachver-

halts; gemäss den von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 

21. August 2018 beigebrachten Unterlagen habe zur neuen Ermittlung der 

Lärmimmissionen bei seinen Liegenschaften eine Begehung vor Ort statt-

gefunden, ohne dass ihm die Gelegenheit zur Teilnahme gegeben worden 

wäre. 

Die Beschwerdegegnerin hat im Hinblick auf eine neue Berechnung der 

Lärmimmissionen eine Begehung vor Ort durchgeführt und von ausserhalb 

der Liegenschaften die Empfangsorte neu festgelegt. Hierzu war sie be-

rechtigt und verpflichtet; das Plangenehmigungsgesuch ist von der Be-

schwerdegegnerin auszuarbeiten und hat alle Angaben zu erhalten, die für 

die Beurteilung des Projekts notwendig sind, worunter unter anderem der 

Umweltverträglichkeitsbericht fällt (Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. n der Ver-

ordnung über das Plangenehmigungsverfahren für Eisenbahnanlagen 

[VPVE, SR 742.142.1]). Ein Augenschein im Sinne von Art. 12 Bst. d 

VwVG, der von der Vorinstanz durchzuführen gewesen wäre, fand nicht 

statt. Die Begehung vor Ort durch die Beschwerdegegnerin war mithin 

keine Verfahrenshandlung, für welche grundsätzlich ein Anspruch auf Mit-

wirkung als Ausfluss des Anspruchs der Parteien auf rechtliches Gehör be-

steht. Die Beschwerdegegnerin ist sodann nicht Verpflichtete aus dem 

grundrechtlich geschützten Anspruch des Beschwerdeführers auf 

A-2088/2021 

Seite 23 

rechtliches Gehör; grundrechtliche Ansprüche des Einzelnen richten sich 

primär gegen den Staat. Dies hat vorliegend nicht zur Folge, dass der Be-

schwerdeführer in Bezug auf die Abklärungen der Beschwerdegegnerin 

seines Anspruchs auf rechtliches Gehör verlustig geht. Es wäre vielmehr, 

wie vorstehend bereits ausgeführt (vgl. vorstehend E. 3.3.1), Sache der 

Vorinstanz gewesen, dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu ge-

währen. Konkret hätte sie ihn darüber orientieren müssen, dass die Be-

schwerdegegnerin ergänzende Unterlagen zu den Akten gegeben hat. 

Dies hätte den Beschwerdeführer in die Lage versetzt, die Akten einzuse-

hen und Stellung zu nehmen. In dem Umstand, dass die Beschwerdegeg-

nerin selbst eine Begehung vor Ort durchgeführt hat, ist daher keine wei-

tergehende beziehungsweise zusätzliche Verletzung des Anspruchs des 

Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör zu erkennen.  

In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, welche Folgen sich aus der Verlet-

zung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör erge-

ben.  

3.4 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist nach konstanter bundesgericht-

licher Rechtsprechung formeller Natur. Grundsätzlich führt daher seine 

Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten in der Beschwerdesache 

selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Nach der Rechtspre-

chung ist es jedoch (ausnahmsweise) zulässig, Verfahrensfehler wie eine 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Rechtsmittelverfahren 

zu heilen beziehungsweise die unterbliebene Gewährung des rechtlichen 

Gehörs nachzuholen. Dies setzt voraus, dass die Verletzung nicht beson-

ders schwer wiegt und der Betroffene die Möglichkeit hat, sich vor einer 

Beschwerdeinstanz zu äussern, die zur freien Prüfung aller Sachverhalts- 

und Rechtsfragen berechtigt ist. Der Heilung zugänglich sind insbesondere 

Verstösse gegen die Orientierungs- und die Begründungspflicht. Wird eine 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Rechtsmittelverfahren 

geheilt beziehungsweise behoben, ist diesem Umstand bei der Verlegung 

der Kosten angemessen Rechnung zu tragen, selbst wenn die Be-

schwerde in materieller Hinsicht abzuweisen wäre (vgl. BGE 137 I 195 

E. 2.3.2 mit Hinweisen; Urteil des BGer 1C_586/2019 vom 3. August 2020 

E. 2, insbes. E. 2.3; Urteile des BVGer A-4715/2020 vom 23. November 

2022 E. 6.5.4 und A-1251/2012 vom 15. Januar 2014 E. 7.2 f., je mit Hin-

weisen). 

Die Verfahrensfehler der Vorinstanz wiegen nicht leicht. Die Vorinstanz hat 

den Beschwerdeführer nicht hinreichend über den Verfahrensgang 

A-2088/2021 

Seite 24 

orientiert und ihm in der Folge auch keine Gelegenheit gegeben, sich zu 

den im Weiteren aufgenommenen Akten zu äussern. Zudem hat sie das 

BAFU als die Fachbehörde des Bundes nicht weiter in das Verfahren mit-

einbezogen, obschon die Beschwerdegegnerin die Lärmimmissionen bei 

den Liegenschaften des Beschwerdeführers neu ermittelt und gestützt da-

rauf auch die wirtschaftliche Tragbarkeit von Lärmschutzmassnahmen neu 

berechnet hat. Schliesslich ist gestützt auf die Plangenehmigung nicht 

nachvollziehbar, auf welche Grundlage die Vorinstanz ihren Entscheid zur 

Verhältnismässigkeit der vom Beschwerdeführer anbegehrten Lärmschutz-

massnahme stützte. Dem Beschwerdeführer war es jedoch möglich, die 

Plangenehmigung vom 12. März 2021 – wenn auch nicht in jeder Hinsicht 

sachgerecht – anzufechten. Zudem konnte er Einsicht in die weiteren, von 

der Vorinstanz zu den Akten genommenen Unterlagen nehmen und sich 

vor Bundesverwaltungsgericht, das mit uneingeschränkter Kognition ent-

scheidet (vgl. vorstehend E. 2), äussern. Die Verletzung der Parteirechte 

kann daher als behoben gelten. Es erscheint daher sachgerecht, von einer 

Rückweisung allein zur Gewährung des rechtlichen Gehörs abzusehen. 

Vor dem Hintergrund der festgestellten Verletzung des Anspruchs des Be-

schwerdeführers auf rechtliches Gehör ist die Beschwerde jedoch an sich 

zu Recht erfolgt. Der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör wird 

bei der Verlegung der Verfahrenskosten angemessen, unter Berücksichti-

gung der Schwere der Rechtsverletzung, des den Parteien dadurch ent-

standenen Nachteils sowie der Kausalität für die Beschwerdeerhebung, zu 

berücksichtigen sein (vgl. Urteil des BGer 1C_338/2021 vom 25. Januar 

2022 E. 11 mit Hinweisen).  

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer macht sodann in tatsächlicher Hinsicht (sinnge-

mäss) geltend, die Vorinstanz habe den rechtserheblichen Sachverhalt un-

vollständig festgestellt; für die verfügte Auflage – das Ausarbeiten eines 

Projekts für eine 50 m lange und 2.5 m hohe Lärmschutzwand – fehlten die 

Grundlagen zur Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Massnahme und 

das Projekt «Lärmschutz Schinznach Bad» sei zu Unrecht nicht durch 

Sachverständige geprüft worden.  

4.2 Gemäss Art. 49 Bst. b VwVG kann mit Beschwerde nebst der Verlet-

zung von Bundesrecht (Bst. a) die unrichtige oder unvollständige Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden.  

Die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts richtet sich nach den 

Art. 12 ff. VwVG. Diese Bestimmungen bilden entsprechend in formeller 

A-2088/2021 

Seite 25 

Hinsicht den Massstab für die Beurteilung der vorinstanzlichen Sachver-

haltsfeststellung durch die Beschwerdeinstanz. Unvollständig ist die Sach-

verhaltsermittlung, wenn die Behörde wesentliche Gesichtspunkte entge-

gen dem Untersuchungsgrundsatz nicht von Amtes wegen abgeklärt oder 

nicht alle für die Entscheidung wesentlichen Gesichtspunkte berücksichtigt 

hat. Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung etwa dann, wenn der Verfü-

gung ein aktenwidriger oder nicht belegter Sachverhalt zugrunde gelegt 

wird, wenn rechtserhebliche Umstände nicht geprüft oder wenn Beweise 

unzureichend gewürdigt wurden. Die fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung 

muss sich stets auf den wesentlichen, das heisst rechtserheblichen Sach-

verhalt beziehen und mithin für den Ausgang der Streitigkeit erheblich 

(sog. entscheiderheblich) sein. Die Sachverhaltsfeststellung ist sodann 

nicht Selbstzweck. Sie erfolgt im Hinblick auf die rechtliche Würdigung 

(Subsumtion) des Sachverhalts anhand der anwendbaren Rechtsnormen. 

Ein Sachverhalt gilt dabei grundsätzlich als erstellt, wenn die Behörde nach 

objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung 

überzeugt ist; es genügt, wenn am Vorliegen der behaupteten Tatsache 

keine ernsthaften Zweifel mehr bestehen oder allenfalls verbleibende Zwei-

fel als leicht erscheinen (vgl. Urteil des BGer 1C_514/2023 vom 4. März 

2024 E. 4.1 f. mit Hinweisen; BVGE 2021 II/1 E. 25.2 mit Hinweisen).  

4.3  

4.3.1 Das Projekt «Rupperswil-Mägenwil: Leistungssteigerung» sieht vor, 

Güterverkehrszüge neu auch über die Strecke Rupperwil – Schinznach 

Bad – Baden zum Rangierbahnhof Limmattal zu führen (vgl. vorstehend 

Sachverhalt Bst. A). Folge dieser betrieblichen Änderung ist eine erhebli-

che Zunahme der Lärmemissionen insbesondere in der Nacht; im Ver-

gleich zum sogenannten Emissionsplan 2015, der Grundlage für die or-

dentliche Lärmsanierung der Eisenbahnen war, beträgt die Zunahme des 

Emissionspegels auf dem Gebiet von Schinznach Bad in der Nacht rund 

13 dB(A) (vgl. Lärmschutz Gemeinde Schinznach-Bad, Fachbericht Bahn-

lärm vom 30. September 2016, S. 11 [Beilage zum Umweltverträglichkeits-

bericht vom 30. September 2016, Vorakten act. 6-010]). Die Vorinstanz ist 

vor diesem Hintergrund zu Recht davon ausgegangen, die bestehende Ei-

senbahnanlage werde betrieblich in einem Mass geändert, dass sie lärm-

rechtlich als neue Anlage anzusehen ist (vgl. Urteile des BGer 

1C_198/2023 vom 7. März 2024 E. 4.2.3 und 1C_104/2017 vom 25. Juni 

2018 E. 6.4, beide unter Hinweis unter anderem auf BGE 141 II 483 

E. 3.3.3). Das ist unbestritten.  

A-2088/2021 

Seite 26 

Gemäss Art. 25 Abs. 1 des Umweltschutzgesetzes (USG, SR 814.01) dür-

fen ortsfeste Anlagen nur errichtet werden, wenn die durch diese Anlagen 

allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte in der Umgebung 

nicht überschreiten. Besteht ein überwiegendes öffentliches, namentlich 

auch raumplanerisches Interesse an der Anlage und würde die Einhaltung 

der Planungswerte zu einer unverhältnismässigen Belastung für das Pro-

jekt führen, können Erleichterungen gewährt werden (Art. 25 Abs. 2 USG). 

Ob Massnahmen zur Reduktion des Lärms verhältnismässig sind, beurteilt 

sich auf der Grundlage einer Abwägung der berührten Interessen (Urteil 

des BGer 1C_506/2014 vom 14. Oktober 2015 E. 6.5 [nicht veröffentlicht 

in BGE 141 II 483]). Das BAFU hat hierzu die Vollzugshilfe «Wirtschaftliche 

Tragbarkeit und Verhältnismässigkeit von Lärmschutzmassnahmen» her-

ausgegeben (Wirtschaftliche Tragbarkeit und Verhältnismässigkeit von 

Lärmschutzmassnahmen, 2006, abrufbar unter < www.bafu.admin.ch > 

Themen > Lärm > Publikation und Studien, als Präzisierung zur Publikation 

Nr. 301 des damaligen Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft 

[BUWAL] in der Schriftenreihe Umwelt, Wirtschaftliche Tragbarkeit und 

Verhältnismässigkeit von Lärmschutzmassnahmen, 1998, besucht am 

25. April 2024, nachfolgend: Vollzugshilfe Wirtschaftliche Tragbarkeit). Ge-

mäss dieser ist die wirtschaftliche Tragbarkeit und Verhältnismässigkeit 

von Lärmschutzmassnahmen anhand einer Methode zu beurteilen, die Ef-

fizienz und Effektivität von Lärmschutzmassnahmen einander gegenüber-

stellt. Das Ergebnis ist der sogenannte wirtschaftliche Tragbarkeits-Index 

(WTI). Dieser bringt zum Ausdruck, ob eine Massnahme wirtschaftlich trag-

bar ist oder nicht (vgl. Urteil des BGer 1C_656/2021 vom 10. November 

2022 E. 3.1; zudem nachfolgend E. 5.3.2).  

4.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat die Unterlagen zu ihrem Gesuch um 

Erteilung der Plangenehmigung auf entsprechende Aufforderung der Vor-

instanz hin mehrfach ergänzt; sie hat insbesondere Berechnungen zur wirt-

schaftlichen Tragbarkeit verschiedener Varianten von Lärmschutzwänden 

im Bereich der Liegenschaften des Beschwerdeführers beigebracht 

(vgl. vorstehend Sachverhalt Bst. C.c). Für jene Variante, die Gegenstand 

der streitbetroffenen Auflage gemäss Dispositiv Ziff. 4.2.3 der Plangeneh-

migung vom 12. März 2021 ist, lag im Zeitpunkt der vorinstanzlichen Ent-

scheidung keine Beurteilung zur wirtschaftlichen Tragbarkeit beziehungs-

weise kein WTI vor.  

Damit hat die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig 

festgestellt. Der WTI ist ein von der Vollzugsbehörde entwickeltes Hilfsmit-

tel zur schweizweit einheitlichen Beurteilung des Verhältnisses von Kosten 

A-2088/2021 

Seite 27 

und Nutzen sowie der Effektivität von Lärmschutzmassnahmen. Zwar kann 

der WTI eine umfassende Interessenabwägung, die auch nicht monetari-

sierbare qualitative Aspekte wie etwa die Auswirkungen einer Massnahme 

auf das Ortsbild berücksichtigt, nicht ersetzen. Er ist jedoch Ausgangs-

punkt beziehungsweise mit die Grundlage für die weitere Beurteilung einer 

Lärmschutzmassnahme im Rahmen einer umfassenden Interessenabwä-

gung (vgl. Urteile des BGer 1C_656/2021 vom 10. November 2022 E. 3.1 

und 1C_183/2019 vom 17. August 2020 E. 4.3, je mit Hinweisen). Es ist 

daher grundsätzlich zu verlangen, dass für jene Varianten von Lärmschutz-

massnahmen, die ernsthaft in Betracht fallen oder aufgrund begründeter 

Einwände in Betracht zu ziehen sind, die wirtschaftliche Tragbarkeit be-

rechnet und mittels WTI ausgewiesen wird.  

4.4 Der Beschwerdeführer verlangt sodann in tatsächlicher Hinsicht, es sei 

für das Projekt «Lärmschutz Schinznach Bad» der Bericht eines externen 

Sachverständigen einzuholen (Rechtsbegehren Ziff. 1). Zur Begründung 

macht er geltend, die Berechnung der wirtschaftlichen Tragbarkeit unter-

schiedlicher Lärmschutzmassnahmen sei unvollständig und widersprüch-

lich. Das vorliegende Projekt sei daher, wie andere Teilprojekte auch, durch 

einen Sachverständigen zu prüfen. 

Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin legen unter Verweis auf die 

massgebenden gesetzlichen Bestimmungen dar, dass sich eine allfällige 

fachkundige Überprüfung eines Projekts auf die Bautechnik bezieht. Die 

Rechtsbegehren und Vorbringen des Beschwerdeführers würden indes 

nicht die Bautechnik, sondern Fragen des Lärmschutzes betreffen. Dies 

wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Der Sachverhalt erweist sich 

daher in dieser Hinsicht nicht als unvollständig erstellt; Fragen des Lärm-

schutzes sind – soweit erforderlich – in fachkundiger Hinsicht grundsätzlich 

vom BAFU als der Fachbehörde des Bundes zu beantworten 

(vgl. Art. 62a ff. des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes 

[RVOG, SR 172.010] und Art. 12 Abs. 1 OV-UVEK).  

In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, welche Folgen sich aus dem Um-

stand ergeben, dass die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt un-

vollständig festgestellt hat.  

4.5 Für das Bundesverwaltungsgericht gilt der Untersuchungsgrundsatz 

(Art. 12 VwVG; vgl. vorstehend E. 2) und es entscheidet grundsätzlich in 

der Sache selbst (sog. reformatorischer Entscheid; Art. 61 Abs. 1 VwVG). 

Ist die Sachverhaltsfeststellung fehlerhaft oder unvollständig erfolgt und 

A-2088/2021 

Seite 28 

sind in der Folge weitere Ermittlungen erforderlich, die besonderen Sach-

verstand voraussetzen, aufwändig sind oder aufgrund der besonderen Be-

ziehungsnähe besser von der verfügenden Behörde vorgenommen wer-

den, weist das Bundesverwaltungsgericht die Angelegenheit grundsätzlich 

an diese zurück (BVGE 2021 II/1 E. 25.2).  

Vorliegend sind keine aufwändigen Sachverhaltsermittlungen erforderlich, 

die besonderen Sachverstand voraussetzen; die wirtschaftliche Tragbar-

keit von Lärmschutzmassnahmen ist anhand der Vollzugshilfe Wirtschaftli-

che Tragbarkeit des BAFU zu berechnen und die Berechnungen sind als 

Bestandteil der Gesuchsunterlagen von der Beschwerdegegnerin beizu-

bringen. Das Bundesverwaltungsgericht hat aus diesem Grund die Ent-

scheidungsreife selber herbeigeführt; es hat die Beschwerdegegnerin auf-

gefordert, die wirtschaftliche Tragbarkeit für verschiedene Varianten von 

Lärmschutzwänden einheitlich zu berechnen (vgl. vorstehend Sachverhalt 

Bst. I) und zudem zu den beigebrachten Unterlagen die fachkundige Mei-

nung des BAFU eingeholt (vgl. vorstehend Sachverhalt Bst. J und O). Der 

Beschwerdeführer erhielt Gelegenheit, sich hierzu zu äussern (vgl. vorste-

hend Sachverhalt Bst. M und Q).  

5.  

5.1 In der Sache ist streitig, ob im Bereich der Liegenschaften des Be-

schwerdeführers weitergehende Massnahmen zum Schutz vor übermässi-

gen Lärmimmissionen erforderlich sind; der Beschwerdeführer verlangt 

eine höhere teiltransparente Lärmschutzwand, während die Vorinstanz und 

die Beschwerdegegnerin eine solche aus betrieblichen Gründen sowie im 

Interesse des Ortsbildschutzes ablehnen.  

Im Folgenden ist zunächst zu bestimmen, auf welche gesetzliche Grund-

lage bei der Beurteilung der streitbetroffenen Lärmschutzmassnahme ab-

zustellen ist (nachfolgend E. 5.2). Hiernach ist auf die anwendbaren Best-

immungen einzugehen, soweit sie sich zur Beurteilung der Beschwerde als 

relevant erweisen (nachfolgend E. 5.3).  

5.2  

5.2.1 Der Schutz vor übermässigen Lärmimmissionen (aus dem Betrieb ei-

ner Eisenbahnanlage) ist im Umweltschutzgesetz geregelt; das Gesetz be-

zweckt unter anderem den Schutz des Menschen vor schädlichen oder läs-

tigen Einwirkungen (Art. 1 Abs. 1 USG). Im Sinne der Vorsorge sind Ein-

wirkungen, die schädlich oder lästig werden könnten, frühzeitig zu begren-

zen (Art. 1 Abs. 2 USG). Gemäss Art. 11 USG wird Lärm durch 

A-2088/2021 

Seite 29 

Massnahmen an der Quelle begrenzt (Abs. 1). Unabhängig von der beste-

henden Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so 

weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirt-

schaftlich tragbar ist (Abs. 2). Steht fest oder ist zu erwarten, dass die Ein-

wirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung 

schädlich oder lästig werden, sind die Emissionsbegrenzungen zu ver-

schärfen (Abs. 3). Für die Beurteilung der schädlichen oder lästigen Ein-

wirkungen legt der Bundesrat Immissionsgrenzwerte fest und berücksich-

tigt dabei auch die Wirkungen der Immissionen auf Personen mit erhöhter 

Empfindlichkeit (Art. 13 USG). Genügt eine Anlage den Vorschriften des 

USG oder den Umweltvorschriften anderer Bundesgesetze nicht, muss sie 

saniert werden (Art. 16 Abs. 1 USG). Bezogen auf die Lärmemissionen er-

folgt die Sanierung grundsätzlich so weit, als dies technisch und betrieblich 

möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist und die Immissionsgrenzwerte nicht 

überschritten werden (Art. 13 Abs. 2 LSV) 

Seit Oktober 2000 gilt zudem das Bundesgesetz über die Lärmsanierung 

der Eisenbahnen (BGLE, SR 742.144). Es regelt in Ergänzung zum USG 

die Lärmsanierung der Eisenbahn mittels verschiedener Lärmschutzmass-

nahmen technischer und baulicher Art (Sanierung des bestehenden Roll-

materials, bauliche Massnahmen an bestehenden ortsfesten Eisenbahn-

anlagen, Schallschutzmassnahmen an bestehenden Gebäuden; vgl. Art. 1 

BGLE). Die Bestimmungen des BGLE werden in der Verordnung über die 

Lärmsanierung der Eisenbahnen (VLE, SR 742.144.1) konkretisiert. Die 

beiden Erlasse regeln als Spezialgesetzgebung die ordentliche Lärmsanie-

rung der Eisenbahnen im Sinne von Art. 16 USG. Sie wurden – im Hinblick 

auf den Ablauf der Sanierungsfrist am 31. Dezember 2015 – grundlegend 

geändert.  

Die VLE gilt für bestehende, ortsfeste Eisenbahnanlagen, die bis zum 

1. Januar 1985 rechtskräftig bewilligt worden waren (Art. 1 Bst. b VLE; 

vgl. auch Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 14. November 2001 über die 

Lärmsanierung der Eisenbahnen [AS 2001 2990; nachfolgend: aVLE]). Zur 

Sanierung der betreffenden Eisenbahnanlagen war nicht auf die damalige 

Lärmbelastung abzustellen, sondern auf eine Lärmprognose, den soge-

nannten Emissionsplan 2015 (Art. 6 BGLE, Art. 18 Abs. 1 aVLE). Dieser 

Plan enthielt für jeden Streckenabschnitt die bis Ende 2015 zu erwartenden 

Lärmemissionen bestehender ortsfester Eisenbahnanlagen (Art. 6 Abs. 2 

BGLE; Art. 17 Abs. 1 und Abs. 2 aVLE). Mit der Festlegung des Emissions-

plans und damit dem Einbezug der bis Ende 2015 voraussehbaren Ent-

wicklung im Bereich des Eisenbahnverkehrs blieben Veränderungen im 

A-2088/2021 

Seite 30 

Betrieb (beispielsweise der Verkehrsmenge) oder an der Infrastruktur ohne 

Weiteres zulässig, solange der im Emissionsplan festgelegte Wert nicht 

überschritten wurde. Der Emissionsplan gestand den Bahnunternehmen 

somit im Ergebnis ein verbindliches Lärmkontingent zu (zum Ganzen Urteil 

des BGer 1C_375/2009 vom 10. Mai 2010 E. 5, insbes. E. 5.3; Urteil des 

BVGer A-3993/2015 vom 15. Februar 2016 E. 3.3 mit Hinweisen).  

5.2.2 Die vorliegende Plangenehmigung hat nicht eine ordentliche Lärm-

sanierung im Sinne des BGLE zum Gegenstand. Sie steht vielmehr im Zu-

sammenhang mit einer Veränderung im Betrieb; durch das Umleiten von 

Güterverkehrsstrassen soll zwischen Aarau und Zürich ein Halbstunden-

takt der S-Bahn ermöglicht werden (vgl. vorstehend Sachverhalt Bst. A und 

B). Die bestehende Eisenbahnanlage ist aufgrund der vorgesehenen be-

ziehungsweise bereits erfolgten Veränderungen im Betrieb lärmrechtlich 

als neue Anlage zu beurteilen; es werden im Vergleich zum Emissionsplan 

um rund 13 dB(A) höhere Emissionen prognostiziert (vgl. vorstehend 

E. 4.3.1). Aufgrund der Zunahme der Lärmemissionen sind Massnahmen 

zum Schutz vor übermässigen Lärmimmissionen erforderlich. Die lärm-

rechtliche Beurteilung der strittigen Lärmschutzmassnahme richtet sich so-

mit, wovon auch die Vorinstanz ausging, allein nach den Vorschriften des 

USG und der LSV.  

5.3  

5.3.1 Neue ortsfeste Anlagen dürfen nur errichtet werden, wenn die durch 

diese Anlage allein verursachten Lärmimmissionen die unterhalb der Im-

missionsgrenzwerte liegenden Planungswerte nicht überschreiten (Art. 25 

Abs. 1 i.V.m. Art. 23 USG; Art. 7 Abs. 1 Bst. b LSV); mit der Festlegung der 

Planungswerte soll im Sinne der Vorsorge ein Ansteigen des Lärmpegels 

bis zur Lästigkeitsschwelle verhindert werden. Bei Einhaltung der Pla-

nungswerte darf der von einer Anlage ausgehende Lärm mithin höchstens 

geringfügige Störungen verursachen (vgl. Urteile des BGer 1C_139/2020 

vom 26. August 2021 E. 3.1 und 1C_293/2017 vom 9. März 2018 E. 3.1.2, 

je mit Hinweisen). Die Planungswerte konkretisieren das Vorsorgeprinzip 

nicht abschliessend (vgl. Art. 7 Abs. 1 LSV); die Voraussetzungen der Ein-

haltung der Planungswerte (Art. 25 Abs. 1 USG) und der vorsorglichen 

Emissionsbegrenzungen (Art. 11 Abs. 2 USG) gelten kumulativ. Bei Anla-

gen, welche die lärmschutzrechtlichen Planungswerte einhalten, kommen 

zusätzliche Massnahmen zum Lärmschutz im Sinne der Vorsorge jedoch 

nur in Betracht, wenn sich dadurch mit relativ geringem Aufwand eine we-

sentliche zusätzliche Reduktion der Emissionen erreichen lässt (vgl. Urteil 

A-2088/2021 

Seite 31 

des BGer 1C_282/2021 vom 10. Juni 2022 E. 9.3 mit Hinweisen auf die 

Rechtsprechung).  

Besteht ein überwiegendes öffentliches, namentlich auch raumplaneri-

sches Interesse an einer Anlage und würde die Einhaltung der Planungs-

werte zu einer unverhältnismässigen Belastung für das Projekt führen, kön-

nen Erleichterungen gewährt werden. Die Immissionsgrenzwerte dürfen 

grundsätzlich nicht überschritten werden. Erleichterungen über den Immis-

sionsgrenzwert hinaus können nur ausnahmsweise bei öffentlichen oder 

konzessionierten Anlagen (Strassen, Schienen, Flugplätzen usw.) unter 

Gewährung von passivem Lärmschutz gewährt werden (Art. 25 Abs. 3 

USG). Ob die Einhaltung der Planungswerte zu einer unverhältnismässi-

gen Belastung führt, beurteilt sich nach denselben Gesichtspunkten wie sie 

Art. 11 Abs. 2 USG für die vorsorgliche Emissionsbegrenzung vorsieht, 

nämlich nach den mit einer Massnahme verbundenen technischen und be-

trieblichen Einschränkungen sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit einer 

Massnahme (vgl. ROBERT WOLF, in: Vereinigung für Umweltrecht 

[VUR]/Keller [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Umwelt-

schutz, 2. Aufl., Zürich 2004, Stand Mai 2000, Art. 25 Rz. 77). Erforderlich 

ist (letztlich) eine umfassende Interessenabwägung (vgl. Urteile des BGer 

1C_27/2022, 1C_33/2022 vom 20. April 2023 E. 3.6 mit Hinweisen und 

1C_387/2021 vom 20. Februar 2023 E. 3.2).  

Die Einhaltung der Planungs- und Immissionsgrenzwerte ist gesetzlich vor-

geschrieben. Erleichterungen, die zur Folge haben, dass die Anwohner mit 

übermässigem Lärm leben müssen, kommen nur als «ultima ratio» in Be-

tracht. Die Gewährung von Erleichterungen soll nach dem Willen des Ge-

setzgebers restriktiv gehandhabt werden (vgl. Urteile des BGer 

1C_27/2022, 1C_33/2022 vom 20. April 2023 E. 3.6, 8.3 und 10.4, 

1C_387/2021 vom 20. Februar 2023 E. 3.1 und 1C_183/2019 vom 17. Au-

gust 2020 E. 4.2).  

5.3.2 Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit hat das BAFU die 

bereits erwähnte Vollzugshilfe Wirtschaftliche Tragbarkeit herausgegeben 

(vgl. vorstehend E. 4.3.1).  

Gemäss der Vollzugshilfe ist die wirtschaftliche Tragbarkeit und Verhältnis-

mässigkeit von Lärmschutzmassnahmen anhand einer Methode zu beur-

teilen, mit der die Kosten dem Nutzen von Lärmschutzmassnahmen ge-

genübergestellt werden. Die Kosten entsprechen dabei den für Projektie-

rung, Realisierung, Betrieb und Unterhalt der Massnahmen aufzu-

A-2088/2021 

Seite 32 

wendenden finanziellen Mitteln. Der Nutzen von Lärmschutzmassnahmen 

wird definiert als volkswirtschaftliche Lärmkosten (lärmbedingter Wertver-

lust in Prozent des Mietpreises pro Quadratmeter Bruttogeschossfläche 

und Jahr), die durch die Massnahmen bei den betroffenen Anwohnern ver-

mieden werden können. Die Differenz zwischen den Lärmkosten ohne und 

mit Massnahmen entspricht dem volkswirtschaftlichen Nutzen der Mass-

nahmen. Auf der Basis der Kosten-Nutzen-Relation (Effizienz) und dem 

Grad der Zielerreichung (Effektivität) wird der Wirtschaftliche Tragbarkeits-

Index berechnet (WTI = Effektivität * Effizienz / 25), wobei ein solcher von 

mindestens 1.0 als genügend und ab 4.0 als sehr gut beurteilt wird; ein WTI 

von unter 1.0 gilt als ungenügend, von unter 0.5 als schlecht. Die wirt-

schaftliche Tragbarkeit einer Massnahme ist dabei mit folgenden Verhält-

nissen definiert: Bei einer Effektivität (Zielerreichung hinsichtlich Einhal-

tung der Grenzwerte) von 100% dürfen die Kosten vier Mal höher sein als 

der volkswirtschaftliche Nutzen; bei einer Effektivität von 50% dürfen die 

Kosten doppelt so hoch sein wie der Nutzen und bei einer Effektivität von 

lediglich 25% müssen die Kosten gleich hoch sein wie der Nutzen (Voll-

zugshilfe Wirtschaftliche Tragbarkeit, S. 16). Die Methode wurde für die 

Sanierung öffentlicher Strassen konzipiert. Nach der Rechtsprechung ist 

sie sinngemäss auch zur Beurteilung der Verhältnismässigkeit von Mass-

nahmen bei anderen Projekten, einschliesslich Neuanlagen, heranzuzie-

hen.  

Der WTI bildet nach der Rechtsprechung die Verhältnismässigkeit einer 

Lärmschutzmassnahme nicht abschliessend ab. Erforderlich ist weiterhin 

eine umfassende Interessenabwägung. Im deren Rahmen sind auch nicht 

monetarisierbare qualitative Kriterien wie etwa die Auswirkungen auf die 

Interessen des Natur- und Heimatschutzes, die Wohnhygiene und die Ver-

kehrssicherheit zu berücksichtigen. Der WTI stellt insoweit ein von der Pra-

xis entwickeltes Hilfsmittel zur schweizweit einheitlichen Beurteilung des 

Verhältnisses von Kosten und Nutzen und der Effektivität von Massnahmen 

dar, ohne dass mit dessen Berechnung die Verhältnismässigkeit einer Mas-

snahme abschliessend beurteilt wäre (vgl. zum Ganzen Urteile des BGer 

1C_27/2022, 1C_33/2022 vom 20. April 2023 E. 8.3, 1C_387/2021 vom 

20. Februar 2023 E. 3.2.1 und 1C_183/2019 vom 17. August 2020 E. 4.3, 

je mit Hinweisen).  

6.  

6.1 Die Vorinstanz hat die wirtschaftliche Tragbarkeit der streitbetroffenen 

Lärmschutzwand nicht isoliert, sondern gesamthaft unter Berücksichtigung 

der nördlich des Bahnübergangs «Scheueracker» anschliessenden 

A-2088/2021 

Seite 33 

Lärmschutzwand 2 beurteilt. Nach Ansicht der Beschwerdegegnerin ist die 

Plangenehmigung in diesem Punkt nicht konform mit Bundesumweltrecht; 

die beiden Lärmschutzwände seien getrennt voneinander auf ihre wirt-

schaftliche Tragbarkeit hin zu beurteilen. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Plangenehmigung vom 12. März 2021 

nicht angefochten. Für die Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit ei-

ner Lärmschutzmassnahme ist die räumliche Abgrenzung des Beurtei-

lungsperimeters jedoch von grundlegender Bedeutung. Zudem wendet das 

Bundesverwaltungsgericht das Recht von Amtes wegen an. Es ist daher 

im Folgenden zunächst zu prüfen, ob die Vorinstanz die wirtschaftliche 

Tragbarkeit zu Recht gesamthaft beurteilt hat (nachfolgend E. 6.2 f.), bevor 

gegebenenfalls das Hauptsachenbegehren des Beschwerdeführers – eine 

höhere Lärmschutzwand – zu prüfen sein wird (nachfolgend E. 7).   

6.2  

6.2.1 Die Lärmimmissionen neuer ortsfester Anlagen wie hier der Eisen-

bahnanlage dürfen den Planungswert nicht überschreiten (Art. 25 Abs. 1 

USG). Würde die Einhaltung der Planungswerte zu einer unverhältnismäs-

sigen Belastung für das Projekt führen, können Erleichterungen über die 

Immissionsgrenzwerte hinaus gewährt werden (Art. 25 Abs. 2 und Abs. 3 

USG).  

Der Gesetzgeber verwendet den unbestimmten Rechtsbegriff der unver-

hältnismässigen Belastung. Der Begriff wird weder im Verordnungsrecht 

noch in der Vollzugshilfe Wirtschaftliche Tragbarkeit des BAFU konkreti-

siert; das Verordnungsrecht enthält eine generell-abstrakte Konkretisie-

rung nur für Anlagen, die nach betriebswirtschaftlichen Kriterien betrieben 

werden (vgl. Art. 4 Abs. 3 der Luftreinhalte-Verordnung [LRV, 

SR 814.318.142.1]). Es ist daher durch Auslegung zu ermitteln, welche Be-

deutung dem Begriff der unverhältnismässigen Belastung beizugeben ist.  

6.2.2 Eine Gesetzesbestimmung ist in erster Linie aus sich selbst heraus 

auszulegen, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und der ihr 

zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Ver-

ständnismethode. Zu berücksichtigen ist auch die Bedeutung, die einer 

Gesetzesbestimmung im Kontext mit anderen Bestimmungen zukommt. 

Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass 

nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachver-

halten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich 

richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf den Sinn 

A-2088/2021 

Seite 34 

und Zweck der Gesetzesbestimmung. Dabei befolgt das Bundesverwal-

tungsgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es ab, 

die einzelnen Auslegungselemente einer hierarchischen Prioritätenord-

nung zu unterstellen. Die Auslegung ist somit nicht entscheidend historisch 

zu orientieren, im Grundsatz aber auf die Regelungsabsicht des Gesetz-

gebers und die damit erkennbar getroffenen Wertentscheidungen auszu-

richten. Die Gesetzesmaterialien dienen dabei als Hilfsmittel, um den Sinn 

einer Norm zu erkennen (BGE 149 I 2 E. 3.2.1, Urteile des BGer 

2C_58/2023 vom 22. März 2024 E. 5.2.1 und 2C_409/2020 vom 24. März 

2021 E. 6.2 und Urteil des BVGer A-4725/2020 vom 1. Februar 2023 

E. 8.3.2, je mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). 

6.2.3 Mit der Pflicht, die Planungswerte einzuhalten, soll im Sinne der Vor-

sorge ein Ansteigen des Lärmpegels bis zur Lästigkeitsschwelle verhindert 

werden (vgl. vorstehend E. 5.3.1). Die Regelung steht jedoch unter dem 

Vorbehalt, dass die Einhaltung der Planungswerte und allenfalls auch der 

Immissionsgrenzwerte zu einer unverhältnismässigen Belastung führt. Die 

Materialien halten hierzu fest (Botschaft vom 31. Oktober 1979 zu einem 

Bundesgesetz über den Umweltschutz, Bundesblatt [BBl] 1979 III 749, 

800): 

[...] Weist der Gesuchsteller nach, dass die Erstellung einer geplanten Anlage 

im überwiegenden öffentlichen Interesse liegt und dass die Einhaltung der Pla-

nungswerte im betreffenden Fall schwere technische oder betriebliche 

Schwierigkeiten bieten oder einen unverhältnismässigen finanziellen Aufwand 

erfordern würde, kann die Behörde Erleichterungen gewähren. Sie sollte von 

dieser Ausnahmeklausel allerdings nur zurückhaltend Gebrauch machen, 

denn solche Erleichterungen können bewirken, dass dafür an spätere Anlagen 

entsprechend strengere Anforderungen gestellt werden müssen. 

Gemäss den Materialien ist die Verhältnismässigkeit von Lärmschutzmass-

nahmen nach technischen, betrieblichen und finanziellen beziehungsweise 

wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beurteilen. Bei öffentlichen Anlagen, 

die wie hier nicht nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben 

werden, ist daraus jedoch für die Bestimmung des unbestimmten Rechts-

begriffs der unverhältnismässigen Belastung nichts gewonnen; nach der 

Rechtsprechung ist im Zusammenhang mit öffentlichen Anlagen die Frage 

der wirtschaftlichen Tragbarkeit nach den Kriterien des Verhältnismässig-

keitsprinzips beziehungsweise gestützt auf eine Interessenabwägung zu 

beantworten (BGE 124 II 517 E. 5a).  

In systematischer Hinsicht fällt die spezialgesetzliche Regelung des BGLE 

zur ordentlichen Lärmsanierung der Eisenbahnen in Betracht (vgl. hierzu 

A-2088/2021 

Seite 35 

vorstehend E. 5.2.1). Gemäss aArt. 1 Abs. 2 Bst. b BGLE (AS 2000 2206) 

soll der Lärmschutz unter anderem erreicht werden durch bauliche Mass-

nahmen zur Begrenzung der Emissionen bestehender ortsfester Eisen-

bahnanlagen. Der Umfang der Massnahmen ist in Art. 7 BGLE festgelegt. 

Demnach sind bei bestehenden ortsfesten Eisenbahnanlagen bauliche 

Massnahmen so weit anzuordnen, bis die Immissionsgrenzwerte eingehal-

ten sind. Verursacht die Sanierung unverhältnismässig hohe Kosten, ge-

währt die Behörde Erleichterungen (Art. 7 Abs. 3 Bst. a BGLE). Der Bun-

desrat hat sodann die Verhältnismässigkeit der Kosten zu regeln (Art. 7 

Abs. 4 BGLE); gemäss den Materialien zum BGLE soll die Verhältnismäs-

sigkeit zur Gewährleistung einer effizienten und rechtsgleichen Sanierung 

anhand eines standardisierten Bewertungsmodells mit einem definierten 

Kosten-Nutzen-Index (nachfolgend: KNI) beurteilt werden (Botschaft des 

Bundesrates vom 1. März 1999 über die Lärmsanierung der Eisenbahnen, 

BBl 1999 4904, 4916).  

Der Bundesrat hat in der Folge die Verhältnismässigkeit der Sanierungs-

kosten in der aVLE konkretisiert. Gemäss Art. 20 aVLE galten die Kosten 

für bauliche Lärmschutzmassnahmen als verhältnismässig, wenn das nach 

Anhang 3 zur aVLE ermittelte Verhältnis zwischen den Kosten der bauli-

chen Massnahmen und dem Nutzen für die betroffene Bevölkerung höchs-

tens 80 betrug. Der KNI diente – vergleichbar dem WTI – der Beurteilung 

der Wirtschaftlichkeit von baulichen Massnahmen auf dem Ausbreitungs-

weg (Anhang 3 Ziff. 1 Abs. 1 aVLE). Zur Bestimmung des KNI war das 

lärmbelastete Gebiet eines bestehenden Streckenabschnittes in Teilberei-

che zu unterteilen (Anhang 3 Ziff. 1 Abs. 2 aVLE). In Anhang 3 Ziff. 1 Abs. 2 

Bst. a und b aVLE waren die Grundsätze festgelegt, die bei der Bestim-

mung der Teilgebiete im lärmbelasteten Gebiet zu beachten waren. Dem-

nach war das lärmbelastete Gebiet in der Regel senkrecht zu den Gleisen 

so zu unterteilen, dass bezüglich Topographie, Siedlungsstruktur, Sied-

lungsdichte, Zuordnung der Lärmempfindlichkeitsstufen und Nutzungspla-

nung möglichst einheitliche Teilbereiche entstehen, die sich gegenseitig 

akustisch möglichst wenig beeinflussen. Der KNI war anschliessend für je-

den Teilbereich einzeln zu berechnen (Anhang 3 Ziff. 1 Abs. 3 aVLE). Die 

Vorinstanz hatte zudem einen Leitfaden für die Projektierung baulicher 

Massnahmen zur Lärmsanierung bei Eisenbahnen erlassen. Demnach wa-

ren die Teilbereichsgrenzen grundsätzlich in zu erwarteten Lücken der er-

forderlichen Massnahmen zu ziehen und hatten in der Regel eine Länge 

von 100 bis 300 m aufzuweisen. Zudem war vorgesehen, dass Teilbe-

reichsgrenzen nie bei Brücken, Strassenunterführungen, Bachquerungen 

oder anderen Situationen mit offener Lärmausbreitung liegen sollten 

A-2088/2021 

Seite 36 

(vgl. zum Ganzen Urteil des BGer 1C_375/2009 vom 10. Mai 2010 E. 6.1; 

ferner Urteil des BVGer A-5491/2010 vom 25. Mai 2011 E. 6.7.2). 

Mit Art. 20 aVLE sollte, wie vorstehend ausgeführt, eine rechtsgleiche und 

effiziente Lärmsanierung der Eisenbahnanlagen erreicht werden. Die aVLE 

sah hierzu ein standardisiertes Bewertungsmodell zur Beurteilung der Wirt-

schaftlichkeit von Lärmschutzmassnahmen vor. Dieses ermöglichte es, die 

Kosten des Lärms und den Nutzen der Lärmschutzmassnahmen vergleich-

bar zu machen. Vergleichbare lärmbelastete Gebiet in der ganzen Schweiz 

erhielten auf diese Weise grundsätzlich einen vergleichbaren Lärmschutz. 

Dieselbe Zweckrichtung verfolgt auch die Vollzugshilfe Wirtschaftliche 

Tragbarkeit, die zur Konkretisierung unter anderem des unbestimmten 

Rechtsbegriffs der wirtschaftlichen Tragbarkeit von Lärmschutzmassnah-

men herausgegeben worden ist und ebenfalls ein standardisiertes Bewer-

tungsmodell vorgibt.  

Gestützt auf die vorstehende Auslegung ist dem Begriff der unverhältnis-

mässigen Belastung gemäss Art. 25 Abs. 2 USG in Bezug auf den Perime-

ter zur Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit dieselbe Bedeutung 

beizugeben, die er auch unter der Geltung des BGLE hatte. Das lärmbe-

lastete Gebiet ist mithin senkrecht zu den Gleisen so zu unterteilen, dass 

bezüglich Topographie, Siedlungsstruktur, Siedlungsdichte, Zuordnung der 

Lärmempfindlichkeitsstufen und Nutzungsplanung möglichst einheitliche 

Teilbereiche entstehen, die sich gegenseitig akustisch möglichst wenig be-

einflussen. Diese Grundsätze beziehungsweise Kriterien ermöglichen es, 

tatsächlichen Unterschieden in der Lärmbelastung bei der Entscheidfin-

dung über Lärmschutzmassnahmen Rechnung zu tragen.   

Im Folgenden ist zu prüfen, was sich daraus in Bezug auf die streitbe-

troffene Lärmschutzwand ergibt. 

6.3 Die Vorinstanz ging lärmrechtlich davon aus, die streitbetroffene Lärm-

schutzwand sei Bestandteil der nördlich des Bahnübergangs «Scheuer-

acker» beziehungsweise der Badstrasse anschliessenden Lärmschutz-

wand 2. Entsprechend hat sie die wirtschaftliche Tragbarkeit der Lärm-

schutzmassnahme gesamthaft beurteilt.  

Die Verhältnisse im Bereich der Lärmschutzwand 2 unterscheiden sich hin-

sichtlich Siedlungsstruktur, Siedlungsdichte, Nutzungsplanung und (damit 

verbunden) der Zuordnung der Lärmempfindlichkeitsstufe vom Gebiet süd-

lich der Badstrasse. Das Gebiet im Bereich der Lärmschutzwand 2 liegt in 

A-2088/2021 

Seite 37 

der Kurbauzone und ist der Lärmempfindlichkeitsstufe II (vgl. Art. 43 LSV) 

zugewiesen, während die beiden Liegenschaften des Beschwerdeführers 

in der Wohn- und Gewerbezone 3 liegen. Für die Wohn- und Gewerbezone 

gilt die Lärmempfindlichkeitsstufe III. Die Kurbauzone ist im Bereich der 

Lärmschutzwand 2 im Wesentlichen und soweit bekannt noch nicht über-

baut; an den betreffenden Bereich schliesst nördlich der zum Bad Schinz-

nach gehörende Golfplatz an, wobei im Bereich des Bades ebenfalls der 

Bau einer Lärmschutzwand, der Lärmschutzwand 1, geplant ist. Die Wohn- 

und Gewerbezone 3 ist mit insgesamt drei Wohn- bzw. Wohn- und Gewer-

bebauten überbaut.  

Die unterschiedlichen Verhältnisse sind vorliegend nicht entscheidend. Die 

flächenmässig kleine Wohn- und Gewerbezone 3 grenzt – getrennt nur 

durch die Badstrasse – unmittelbar an die flächenmässig grosse Kur-

bauzone. Es besteht mithin ein enger räumlicher Zusammenhang zwi-

schen den beiden Bauzonen. Im Übrigen ist Wohn- und Gewerbezone 3 

von Nichtbaugebiet umgeben. Der Bahnübergang «Scheueracker», bei 

welchem gemäss der Beschwerdegegnerin die Teilbereichsgrenze zu zie-

hen wäre, stellt sodann eine Situation mit offener Lärmausbreitung dar; im 

Bereich des Bahnübergangs können keine Lärmschutzwände erstellt wer-

den. Aufgrund dieser besonderen Umstände erscheint es – entsprechend 

dem früheren Leitfaden der Vorinstanz zur ordentlichen Lärmsanierung im 

Rahmen des BGLE – nicht als sachgerecht, im Bereich des Bahnüber-

gangs «Scheueracker» eine Teilbereichsgrenze zu ziehen und die beiden 

Lärmschutzwände getrennt voneinander zu beurteilen. Die Vorinstanz ging 

somit zu Recht davon aus, die Kurbauzone und die Wohn- und Gewerbe-

zone 3 würden lärmrechtlich zusammen einen Teilbereich bilden und hat 

die wirtschaftliche Tragbarkeit über den gesamten Teilbereich bestimmt.  

In einem weiteren Schritt ist im Folgenden zu prüfen, ob die von der Vor-

instanz verfügte Auflage – das Ausarbeiten eines Projekts für eine 50 m 

lange und 2.5 m hohe Lärmschutzwand in Bereich der Liegenschaften des 

Beschwerdeführers – konform ist mit dem Lärmschutzrecht.  

7.  

7.1 Der Beschwerdeführer kritisiert die Interessenabwägung der Vor-

instanz als nicht konform mit Bundesumweltrecht. Insbesondere habe die 

Vorinstanz das Interesse am Schutz vor übermässigen Lärmimmissionen 

auf der einen und das Interesse am Erhalt des Ortsbildes auf der anderen 

Seite nicht richtig bewertet beziehungsweise falsch gewichtet. Zudem sei 

es ohnehin nicht an der Vorinstanz, über den Schutz beziehungsweise den 

A-2088/2021 

Seite 38 

Erhalt des Ortsbildes zu entscheiden; kompetent hierfür sei allein die Ge-

meinde. Demgegenüber sind die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin 

der Auffassung, den berührten Interessen sei bestmöglich Rechnung ge-

tragen worden. 

Im Folgenden ist zunächst die gesetzliche Verfahrensordnung im Zusam-

menhang mit Gesuchen um Erteilung einer Plangenehmigung für den Bau 

einer Eisenbahnanlage darzulegen. Zudem ist auf die Interessenabwä-

gung als ein Mittel zur strukturierten Entscheidfindung im Einzelfall einzu-

gehen (vgl. zur Erforderlichkeit einer Interessenabwägung vorstehend 

E. 5.3; vgl. auch PIERRE TSCHANNEN, Interessenabwägung bei raumwirk-

samen Vorhaben, Umweltrecht in der Praxis [URP] 2018, S. 117 f.).  

7.2  

7.2.1 Bauten und Anlagen, die ganz oder überwiegend dem Bau und Be-

trieb einer Eisenbahn dienen (Eisenbahnanlagen), dürfen nur mit einer 

Plangenehmigung erstellt oder geändert werden (Art. 18 Abs. 1 EBG). Ge-

nehmigungsbehörde ist das Bundesamt für Verkehr (BAV; Art. 18 Abs. 2 

EBG). Mit der Plangenehmigung werden sämtliche nach Bundesrecht er-

forderlichen Bewilligungen erteilt. Kantonale und kommunale Bewilligun-

gen und Pläne sind nicht erforderlich. Das kantonale und kommunale 

Recht ist zu berücksichtigen, soweit es das Eisenbahnunternehmen in der 

Erfüllung seiner Aufgaben nicht unverhältnismässig einschränkt; die An-

wendung kantonalen und kommunalen materiellen Rechts steht insofern 

unter dem Vorbehalt der Interessenabwägung (vgl. Art. 18 Abs. 3 und 4 

EBG; Urteil des BVGer A-1910/2021 vom 15. März 2024 E. 4, ins-

bes. E. 4.3). 

Das Plangenehmigungsgesuch ist mit den erforderlichen Unterlagen bei 

der Genehmigungsbehörde einzureichen (Art. 18b Satz 1 EBG). Die Ge-

nehmigungsbehörde übermittelt das Gesuch den betroffenen Kantonen 

und fordert sie zur Stellungnahme auf (Art. 18d Abs. 1 EBG). Das Gesuch 

ist sodann in den amtlichen Publikationsorganen der betroffenen Kantone 

und Gemeinden zu publizieren und während 30 Tagen öffentlich aufzule-

gen (Art. 18d Abs. 2 EBG). Wer Partei ist, kann während der Auflagefrist 

bei der Genehmigungsbehörde Einsprache erheben; wer keine Einsprache 

erhebt, ist vom weiteren Verfahren ausgeschlossen (Art. 18f Abs. 1 EBG). 

Dies gilt auch für die enteignungsrechtlichen Einsprachen (Art. 18f Abs. 2 

EBG). Die betroffenen Gemeinden wahren ihre Interessen gemäss Art. 18f 

Abs. 3 EBG mit Einsprache; eine separate Anhörung der Gemeinden ist 

nicht vorgesehen (vgl. Botschaft vom 25. Februar 1998 zu einem 

A-2088/2021 

Seite 39 

Bundesgesetz über die Koordination und Vereinfachung Plangenehmi-

gungsverfahren, BBl 1998 2591, 2646 betreffend Art. 37d des Luftfahrtge-

setzes [LFG, SR 748.0], der mit Art. 18d EBG übereinstimmt).  

Betreffend den Lärmschutz bei Eisenbahnanlagen hat die Vorinstanz eine 

Vollzugshilfe erarbeitet (Richtlinie des Bundesamtes für Verkehr [BAV], 

Lärmschutz bei Eisenbahnanlagen, Version V 2.0_d vom 15. September 

2023, abrufbar unter < www.bav.admin.ch > Allgemeine Themen > Umwelt 

> Lärmsanierung > Rechtsgrundlagen, besucht am 8. Mai 2024, nachfol-

gend: Richtlinie Lärmschutz). Gemäss Ziff. 12.3.3 der Richtlinie Lärm-

schutz können dem Bau einer Lärmschutzwand als eine Massnahme zur 

Lärmbegrenzung Interessen wie der Ortsbild- und Landschaftsschutz ent-

gegenstehen. Lärmschutzwände mit einer Höhe von mehr als 2 m sollten 

daher grundsätzlich nur nach Rücksprache mit den Fachbehörden der Ge-

meinde und des Kantons vorgesehen werden.  

7.2.2 Über Erleichterungen ist, wie bereits ausgeführt, auf der Grundlage 

einer umfassenden Interessenabwägung zu entscheiden (vgl. vorstehend 

E. 5.3 und E. 6.2.3).  

Im Rahmen einer Interessenabwägung sind in einem ersten Schritt alle be-

rührten Interessen zu ermitteln. Anschliessend sind die ermittelten Interes-

sen mithilfe rechtlich ausgewiesener Massstäbe zu beurteilen und es ist 

schliesslich den Interessen auf der Grundlage ihrer Beurteilung möglichst 

umfassend Rechnung zu tragen. Der gesamte Vorgang ist in der Begrün-

dung darzulegen (vgl. Art. 3 der Raumplanungsverordnung [RPV, 

SR 700.1]). Soweit das positive Verfassungs- und Gesetzesrecht einzelne 

Aspekte der Interessenabwägung konkret regelt, ist vorab zu klären, ob 

das Vorhaben mit diesen Vorschriften zu vereinbaren ist. Erst wenn dies 

zutrifft, ist die Abwägung aller zu berücksichtigenden Interessen koordiniert 

durchzuführen (vgl. Urteil des BGer 1C_470/2021 vom 24. April 2023 

E. 4.4 mit Hinweis auf BGE 134 II 97 E. 3.1; Urteil des BVGer A-702/2017 

vom 26. März 2019 E. 4.4 und E. 7.2, je mit Hinweisen).  

7.3  

7.3.1 Im Hinblick auf die Überprüfung der Interessenabwägung sind zu-

nächst die unterschiedlichen Varianten für eine Lärmschutzwand im Be-

reich der Liegenschaften des Beschwerdeführers darzustellen.  

Die Vorinstanz hat die Beschwerdegegnerin mittels Auflage zur Projektie-

rung einer 50 m langen und 2.5 m hohen Lärmschutzwand verpflichtet. Der 

A-2088/2021 

Seite 40 

Beschwerdeführer verlangt demgegenüber weitergehenden Lärmschutz 

insbesondere in Form einer höheren (teiltransparenten) Lärmschutzwand. 

Grundlage für die Beurteilung einer Lärmschutzmassnahme im Rahmen 

der umfassenden Interessenabwägung ist der WTI. Das Bundesverwal-

tungsgericht hat aus diesem Grund die Beschwerdegegnerin aufgefordert, 

für verschiedene Varianten von Lärmschutzwänden den WTI zu berechnen 

(vgl. vorstehend Sachverhalt Bst. I sowie E. 4.5). Die von der Beschwerde-

gegnerin beigebrachten Unterlagen weisen für die verschiedenen Varian-

ten jeweils folgenden WTI aus (Beilagen zum Schreiben der Beschwerde-

gegnerin vom 14. Januar 2022; grau hinterlegt die von der Vorinstanz ver-

fügte Lärmschutzwand):  

Variante WTI 

     Länge: 50 m, Höhe 2 m 1.0 

     Länge: 50 m, Höhe 2.5 m 1.0 

     Länge: 50 m, Höhe 3 m 0.9 

     Länge: 50 m, Höhe 3.5 m 0.9 

     Länge: 50 m, Höhe 4 m 0.9 

  

     Länge: 40 m, Höhe 2 m 1.0 

     Länge: 40 m, Höhe 2.5 m 1.0 

     Länge: 40 m, Höhe 3 m 1.0 

     Länge: 40 m, Höhe 3.5 m 1.0 

     Länge: 40 m, Höhe 4 m 1.0 

 

Die Unterlagen der Beschwerdegegnerin weisen auch die Einhaltung der 

massgebenden Grenzwerte aus. Demnach könnten mit einer 40 m sowie 

einer 50 m langen und jeweils 4 m hohen Lärmschutzwand die Immissi-

onsgrenzwerte an allen massgebenden Empfangsorten eingehalten wer-

den; beim Empfangsort 114, der auf Höhe des Bahnübergangs diesem di-

rekt zugewandt ist, kann mit dem Bau der streitbetroffenen Lärmschutz-

wand keine Reduktion der Lärmbelastung erreicht werden, weshalb dieser 

Empfangsort nicht weiter in Betracht gezogen wurde. Der für neue Anlagen 

geforderte Planungswert kann mit keiner Variante an allen Empfangsorten 

eingehalten werden; mit einer 4 m hohen und 40 beziehungsweise 50 m 

langen Lärmschutzwand würde der Planungswert am Empfangsort 114B 

(alle drei Geschosse) überschritten. Mit der von der Vorinstanz verfügten 

Variante würde der Immissionsgrenzwert am Empfangsort 114B (zweites 

A-2088/2021 

Seite 41 

Obergeschoss) und der Planungswert am Empfangsort 114B (Erdge-

schoss sowie erstes Obergeschoss) sowie am Empfangsort 115C (erstes 

und zweites Obergeschoss) überschritten.  

Im Rahmen der Interessenabwägung sind entsprechend der Vollzugshilfe 

Wirtschaftliche Tragbarkeit grundsätzlich jene Varianten zu berücksichti-

gen, für welche der WTI zumindest 1.0 beträgt.  

7.3.2  

7.3.2.1 Der Beschwerdeführer rügt eine fehlerhafte Berechnung des WTI. 

Er macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe der Berechnung des WTI 

zu hohe Kosten für die Lärmschutzmassnahme zu Grunde gelegt. Zudem 

rügt er, es sei ihm nicht ermöglicht worden, die von ihm verlangte Lärm-

schutzwand (teilweise) privat zu finanzieren und so die Kosten senken zu 

können. Die Beschwerdegegnerin hält dagegen, am betreffenden Standort 

könne keine gewöhnliche Lärmschutzwand erstellt werden. Vielmehr sei 

eine aufwändige Wandkonstruktion erforderlich, was höhere Kosten zur 

Folge habe. 

Im Rahmen der Berechnung des WTI werden die Kosten dem Nutzen von 

Lärmschutzmassnahmen gegenübergestellt. Die Kosten entsprechen den 

für Projektierung, Realisierung, Betrieb und Unterhalt aufzuwendenden fi-

nanziellen Mitteln (vgl. vorstehend E. 5.3.2). Nach der Rechtsprechung 

sind hierbei Schematisierungen zulässig. Die Behörde darf somit grund-

sätzlich auf standardmässige Kosten abstellen. Wesentlichen Unterschie-

den zwischen der Standardsituation und den konkreten Verhältnissen ist 

jedoch Rechnung zu tragen. Zudem sind alle Kosten zu berücksichtigen, 

unabhängig davon, wer diese trägt. Es ist mithin irrelevant, ob eine Privat-

person Kosten (teilweise) übernimmt. Eine andere Vorgehensweise würde 

Anwohner, die über gewisse finanzielle Mittel zur Senkung der Kosten ver-

fügen, bevorteilen und das Ziel der Gleichbehandlung, das dem Begriff der 

wirtschaftlichen Tragbarkeit innewohnt, gefährden (vgl. U