# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7d60f81-020e-510d-b178-26d4ba3a6fca
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.12.2008 C-3629/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3629-2008_2008-12-09.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3629/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

Q._______, Spanien,
vertreten durch Rechtsanwalt Abelardo Vazquez Conde, 
Avenida La Habana, 9-1°, ES-32003 Ourense,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 6. Mai 2008 
(Nichteintreten).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3629/2008

Nach Einsicht

in die Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend 
IV-Stelle  oder  Vorinstanz)  vom 6. Mai  2008 (IV-act. 28),  wonach auf 
das  Leistungsbegehren von Q._______ (Beschwerdeführer)  vom 12. 
März 2007 nicht eingetreten wurde mit der Begründung, dieser habe 
den von ihm einverlangten Fragebogen für den Arbeitgeber trotz Mah-
nung  nicht  eingereicht  und  dadurch  seine  gesetzliche  Mitwirkungs-
pflicht (Art. 28 Abs. 2 i.V.m. Art. 43 Abs. 3  des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil  des Sozialversicherungs-
rechts [ATSG, SR 830.1]) verletzt,

in die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom 30. Mai 2008 
(Poststempel,  act. 1),  mit  welcher der Beschwerdeführer sinngemäss 
beantragt, die Verfügung vom 6. Mai 2008 sei formrichtig dem spani-
schen  Versicherungsträger  der  Sozialversicherung  am  Wohnort  des 
Beschwerdeführers  mittels  Formular  E  211  CH  mit  ausreichender 
Rechtsmittelbelehrung  zuzustellen,  eventualiter  die  Verfügung  aufzu-
heben und in der Sache zu entscheiden,

in die Vernehmlassung der IV-Stelle vom 7. Oktober 2008 (act. 5), mit 
welcher diese beantragt, die Beschwerde sei gutzuheissen, die ange-
fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Verwaltung zu-
rückzuweisen,  damit  diese die Prüfung des Leistungsbegehrens fort-
setzen  könne; dies  mit  der  Begründung,  dass  zwar  zwischenzeitlich 
die Eröffnung der angefochtenen Verfügung an den spanischen Versi-
cherungsträger mit dem Formular E 211 erfolgt sei, in materieller Hin-
sicht sich die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers jedoch 
als  zutreffend erwiesen habe,  diesem die  Zustellung des  verlangten 
Fragebogens des spanischen Arbeitgebers nicht möglich gewesen sei, 
da er in Spanien seit 1998 berentet sei, sodass unter diesen Umstän-
den die Vorinstanz in ihrer angefochtenen Verfügung zu Unrecht von 
einer  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  des  Beschwerdeführers  ge-
mäss Art. 28 Abs. 2 ATSG ausgegangen sei,

in die Replik des Beschwerdeführers vom 10. November 2008, in wel-
cher er sich sinngemäss mit diesem Antrag der Vorinstanz einverstan-
den erklärt.

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C-3629/2008

In Erwägung

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 34 VGG 
zuständig ist,

dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdele-
gitimiert ist,

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021])   und 
somit auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass das Zugeständnis der IV-Stelle zur Folge hat, dass sie gemäss 
Art. 43 Abs. 3 ATSG zu Unrecht das Nichteintreten auf das Leistungs-
begehren des Beschwerdeführers  beschlossen und sie dieses somit 
materiell zu prüfen hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG), 

dass  sich  nach  Einsicht  in  die  Akten  keine  Anhaltspunkte  ergeben, 
weshalb dem Antrag der Vorinstanz nicht gefolgt werden sollte, umso 
mehr, als auch der Beschwerdeführer mit einer Rückweisung zur ma-
teriellen Prüfung einvertstanden ist,

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprüngli-
chen Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann, 

dass die Vorinstanz jedoch die angefochtene Verfügung nicht in Wie-
dererwägung gezogen hat, weshalb im vorliegenden Verfahren darüber 
zu befinden ist, 

dass daher die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfü-
gung aufzuheben ist, 

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dass die  Sache der  Vorinstanz  zurückzuweisen ist  mit  der  Weisung, 
das  Leistungsbegehren  des  Beschwerdeführers  vom 12.  März  2007 
materiell zu prüfen und darüber zu entscheiden,

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind  (Art.  63 Abs. 1  und 2 
VwVG, Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]),

dass dem obsiegenden Beschwerdeführer aufgrund von Art. 64 VwVG 
in Verbindung mit Art. 7 ff. und 15 in Verbindung mit Art. 5 VGKE eine 
Parteientschädigung von Fr. 1'000.- zu gewähren ist, welche der unter-
liegenden Vorinstanz aufzuerlegen ist.

(Es folgt das Urteildispositiv)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung 
vom 6. Mai 2008 aufgehoben.

2.
Die Sache wird an die Vorinstanz zum materiellen Entscheid über das 
Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung 
von Fr. 1'000.- zu bezahlen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref. [...]; Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 

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Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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