# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 77bed563-3a0d-5ba5-9dce-1988c50b21b6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.07.2009 E-4080/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4080-2009_2009-07-02.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4080/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

A._______,
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4080/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  30.  März 
2009 seinen Heimatstaat verlassen hat und über ihm unbekannte Län-
der am 5. April 2009 in die Schweiz einreiste, wo er am gleichen Tag 
um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum (...) vom 27. April 2009 sowie der direkten Anhörung vom 12. 
Mai 2009 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 
machte,  sein  Vater  sei  im  Jahre  2000  von  Rebellen  umgebracht 
worden,

dass der Beschwerdeführer und andere Jugendliche aus dem Dorf ge-
wusst hätten, wo die Rebellen ihre Entführten versteckt hätten,

dass er im September 2008 beschlossen habe, dem Militär das Ver-
steck der Entführten zu verraten,

dass das Militär kurz darauf die Entführten befreit und ein paar Rebel-
len  getötet  habe,  wobei  auch  drei  Militärangehörige  ums Leben ge-
kommen seien,

dass die Rebellen ein paar Monate später erfahren hätten, dass der 
Beschwerdeführer sie verraten habe und ihn deshalb im Januar 2009 
aufgefordert  hätten,  die  entführten  Personen  zurückzubringen  oder 
10'000 Dollar zu bezahlen,

dass die Rebellen eines Nachts ins Haus des Beschwerdeführers ein-
gedrungen seien, wobei dieser habe fliehen können,

dass das Haus angezündet worden und seine blinde Mutter gestorben 
sei,

dass der Beschwerdeführer nach Port  Harcourt  geflohen sei,  wo ihn 
ein Pfarrer in der Kirche aufgenommen habe,

dass ihm der Pfarrer nach zirka zwei Monaten erklärt habe, die Rebel-
len hätten seinen Aufenthaltsort ausfindig gemacht, worauf dieser sei-
ne Ausreise organisiert habe,

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dass der Beschwerdeführer in der Folge von verschiedenen Personen 
begleitet nach Europa und in die Schweiz gelangt sei,

dass für den weiteren Inhalt seiner Aussagen auf die Akten verwiesen 
wird,

dass der Beschwerdeführer weder Identitätspapiere noch andere Be-
weismittel zu den Akten gab und einer schriftlichen Aufforderung vom 
5. April 2009, innert 48 Stunden ein rechtsgenügliches Identitätspapier 
einzureichen, nicht nachgekommen ist,

dass diese Aufforderung anlässlich der summarischen Anhörung vom 
27. April 2009 wiederholt worden war,

dass der Beschwerdeführer die fehlenden Identitätspapiere damit er-
klärte, er habe nie solche besessen und könne auch niemanden kon-
taktieren, um diese zu beschaffen,

dass das BFM mit Verfügung vom 16. Juni 2009 in Anwendung von Art. 
32  Abs.  2  Bst.  a  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 
142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  eingeräumten 
Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass aufgrund der fehlenden Angaben zu den Reiseumständen sowie 
der geschilderten Reise von Nigeria in die Schweiz ohne jegliche Aus-
weispapiere und ohne kontrolliert worden zu sein, keine entschuldba-
ren Gründe für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren 
vorliegen würden,

dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen sei, die Rebel-
len, deren Organisation in ganz Nigeria tätig sei, seinen Vater umge-
bracht  hätten und das ganze Dorf  beherrschten,  genauer zu benen-
nen,

dass er  auch nicht  habe nachvollziehbar  darlegen können, dass die 
Mörder seines Vaters und diejenigen, die den Beschwerdeführer ver-
folgen würden, die gleichen Rebellen seien respektive derselben Grup-
pierung angehörten,

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dass sich der Beschwerdeführer bezüglich des Vorbringens, dem Mili-
tär verraten zu haben, wo die Rebellen ihre Geiseln festhielten, in Wi-
dersprüche verstrickt habe,

dass er  ferner  sein Zusammentreffen mit  dem Militär  äusserst  subs-
tanzlos und vage geschildert  habe, so dass daran gezweifelt werden 
müsse, dass ein solches Treffen stattgefunden habe,

dass seine Schilderungen zum ersten Zusammentreffen mit  den Re-
bellen im Januar 2009 ebenso detailarm geblieben sei,

dass der Beschwerdeführer auch nicht nachvollziehbar habe erklären 
könne, weshalb er nicht schon nach der ersten Aufforderung der Re-
bellen geflohen sei, da er um ihre Gefährlichkeit gewusst habe,

dass das BFM im Weiteren den Wegweisungsvollzug als zulässig, zu-
mutbar und möglich erklärte,

dass  für  die  weitere  Begründung  auf  die  vorinstanzliche  Verfügung 
vom 16. Juni 2009 zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 22. Juni 2009 (Eingang 
BFM)  beim BFM,  welche  zuständigkeitshalber  am 25. Juni  2009  an 
das  Bundesverwaltungsgericht  weitergeleitet  wurde,  gegen  diesen 
Entscheid Beschwerde erhob und sinngemäss um Aufhebung der an-
gefochtenen  Verfügung  und  um  Anerkennung  der  Flüchtlingseigen-
schaft ersuchte, wobei auf den Vollzug der Wegweisung zu verzichten 
sei,

dass er zur Begründung seiner Beschwerde anführte, er habe in Nige-
ria keine Identitätspapiere benötigt,

dass er vielleicht eineinhalb Jahre benötige, um solche zu beschaffen,

dass er bei seiner Flucht aus dem Haus nicht gewusst habe, dass es 
sich bei den Personen, die an die Tür geklopft und das Haus angezün-
det habe, um die Rebellen gehandelt habe,

dass er dies erst durch einen Dorfbewohner am nächsten Tag erfahren 
habe, der ihm auch geraten habe, aus dem Dorf zu fliehen,

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dass für die weitere Beschwerdebegründung auf die Akten zu verwei-
sen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Juni 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die vorliegend zu beurteilende Beschwerde sich gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispo-
sitivs),

dass für Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Frist fünf 
Arbeitstage beträgt (Art. 108 Abs. 2 AsylG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 

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AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. dazu die wei-
terhin  geltende  Praxis  der  ehemaligen  Asylrekurskommission  [ARK]: 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass indes beim Nichteintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG - auf welchen sich die angefochtene Verfügung stützt - die Be-
sonderheit besteht, dass das BFM das offenkundige Nichterfüllen der 
Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige 
Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat  (vgl. 
dazu nachfolgend), weshalb insoweit  auch die Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand  bildet,  soweit  dies  im  Rahmen  einer  summari-
schen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt, 

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 

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Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG),  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stun-
den  nach  Einreichung  seines  Asylgesuches  keine  Identitätspapiere 
eingereicht hat, womit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintre-
tensentscheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung - nach Prüfung der Ak-
ten auch aus der Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - überzeugend 
dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identi-
tätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG keine entschuld-
baren Gründe vorliegen,

dass die Angaben des Beschwerdeführers, wonach er nie Identitätspa-
piere besessen habe, nicht geglaubt werden können,

dass ferner die Ausführungen des Beschwerdeführers über seine Rei-
se  von Nigeria  in  die Schweiz,  welche keinerlei  Angaben zur  Route 
und deren Dauer, den Ankunftsort sowie den jeweiligen Zeitpunkt und 
den Kosten enthalten (vgl. Akten A1, S. 6 f. und A8, S. 3 f.), als reali -
tätsfremd zu bezeichnen sind,

dass zudem die Angaben des Beschwerdeführers, ohne jegliche Rei-
sepapiere nach Europa gereist und nie kontrolliert worden zu sein (vgl. 
A1, S. 7 f.), nicht zu überzeugen vermögen,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  seinem gesamten  Aussageverhalten 
den auch im Beschwerdeverfahren nicht widerlegten Eindruck vermit-
telt, er versuche, seine Identität und genaue Herkunft zu verschleiern, 
und keinesfalls glaubhaft darzulegen vermochte, er sei aus entschuld-
baren  Gründen  an  der  unverzüglichen  Einreichung  von  Reise-  oder 
Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert 
worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass sodann im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie 
sie sich nach der summarischen Befragung vom 27. April 2009 sowie 
der Direktanhörung vom 12. Mai 2009 darstellt, unter Verzicht auf zu-

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sätzliche tatbeständliche oder rechtliche Abklärungen im Rahmen ei-
ner bloss summarischen Prüfung entschieden werden kann,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die zutreffenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass - nach Prüfung der Akten - festzustellen ist, dass die Vorbringen 
des Beschwerdeführers wie von der Vorinstanz zu Recht ausgeführt, 
widersprüchlich,  unsubstanziiert  und  vage  und  damit  insgesamt  un-
glaubhaft ausgefallen sind,

dass insbesondere vom Beschwerdeführer hätte erwartet werden kön-
nen, dass er nähere Angaben zu den Rebellen hätte machen können, 
zumal  es  sich  dabei  um  dieselbe  Gruppierung,  die  im  Jahre  2000 
seinen Vater umgebracht habe, gehandelt haben soll, 

dass er überdies die Gruppierung beim Militär verraten haben soll, wo-
rauf es zu einer Auseinandersetzung mit drei toten Militärangehörigen 
gekommen sei,

dass zudem der  Erklärungsversuch des Beschwerdeführers,  wonach 
er nach der ersten Warnung der Rebellen nicht sofort  aus dem Dorf 
geflohen sei, weil er mit seiner blinden Mutter nicht hätte die Flucht er-
greifen können, nicht gefolgt werden kann, 

dass angesichts der Todesdrohungen durch die Rebellen, falls er de-
ren Aufforderung, die Entführten zurückzubringen respektive einen Be-
trag  für  jede  entführte  Person  zu  bezahlen,  nicht  befolgen  würde, 
durchaus hätte erwartet werden können, dass er - auch mit einer blin-
den Frau - einen Weg zur Flucht suchen würde,

dass die Ausführungen in der Beschwerdeschrift  nicht geeignet sind, 
zu einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu füh-
ren,  zumal  der  Beschwerdeführer  den  vorinstanzlichen  Erwägungen 
nichts  Substanzielles  entgegenhält  und  im  Wesentlichen  am  Wahr-
heitsgehalt der im vorinstanzlichen Verfahren festhält und sich lediglich 
auf eine Wiederholung des vorgebrachten Sachverhalt beschränkt,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt - das Fehlen von Wegweisungshindernissen offen-

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kundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 
Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische 
materielle  Prüfung  vorgenommen  oder  zusätzliche  Abklärungen 
getroffen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist, und auf die übrigen Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe bei die-
ser Sachlage nicht eingegangen zu werden braucht,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-

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halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer Rückkehr schliessen lassen,

dass  insbesondere  darauf  hinzuweisen  ist,  dass  es  sich  beim  Be-
schwerdeführer  um einen  jungen  gesunden  Mann  handelt,  der  sein 
ganzes bisheriges Leben in Nigeria verbracht hat, weshalb davon aus-
zugehen ist, er verfüge dort über ein Beziehungsnetz,

dass der Vollzug der Wegweisung somit auch zumutbar ist,

dass sich aus den Akten keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, auf-
grund  derer  allenfalls  geschlossen  werden  könnte,  der  Beschwerde-
führer gerate im Falle der Rückkehr in seinen Heimatstaat aus indivi-
duellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur 
in eine existenzbedrohende Situation (vgl. Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den  Beschwerdeführer, das BFM und das Aus-
länderamt des Kantons B._______.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener

Versand: 

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