# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9e643266-2d38-58b3-a7cc-77570ad5c941
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-20
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 20.12.2023 BZ 2023 91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2023-91_2023-12-20.pdf

## Full Text

20231123_152826_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2023 91

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 20. Dezember 2023 [aufgehoben durch BGer]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________ und/oder Rechtsanwältin C.________, 
Beschwerdeführerin,

gegen

D.________,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________ und/oder Rechtsanwältin F.________, 
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Arresteinsprache
(Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 1. September 
2023)

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Sachverhalt

1. Im Jahre 2016 wurden bei der Digitalbank G.________ Singapur, auf den Namen von 
H.________ (heute: A.________; nachfolgend: Beschwerdeführerin) verschiedene Konten 
eröffnet, unter anderem auch ein USD-Konto unter der Nummer ________ (act. 1 Rz 12 im 
Verfahren EA 2023 17). Der geschiedene Ehemann der Beschwerdeführerin, I.________, 
zahlte auf das Konto verschiedene grössere Geldbeträge ein. Die Beschwerdeführerin be-
nutzte das Konto und bezog diverse Beträge. Am 8. Oktober 2018 erfolgte vom Konto eine 
Abhebung in Höhe von USD 2 Mio. zugunsten von I.________. Dies führte zu einer Kontoü-
berziehung von USD 1'783'190.05 (act. 1/9 im Verfahren EA 2023 17). Am 11. Dezember 
2018 trat die G.________ ihren Anspruch zur Begleichung des negativen Saldos an die 
J.________, Litauen, ab (act. 1 Rz 21 und act. 1/13 im Verfahren EA 2023 17). Am 23. Sep-
tember 2020 fusionierte die J.________ mit der K.________, Litauen, unter Übernahme 
sämtlicher Rechte und Pflichten (vgl. act. 1 Rz 22 und act. 1/14 im Verfahren EA 2023 17). 
Die K.________ machte den Anspruch auf Begleichung des negativen Saldos vor dem High 
Court of the Republic of Singapore gegen die Beschwerdeführerin geltend. Mit Versäumni-
surteil vom 25. Januar 2022 wurde die Beschwerdeführerin verpflichtet, der K.________ zur 
Begleichung des negativen Saldos auf dem Konto einen Betrag von USD 1'783'190.05 nebst 
Zins zu 5.33 % seit dem Vorladebescheid ("Writ of Summons") vom 1. Juli 2021 bis zur 
Schuldbegleichung sowie die Kosten in Höhe von SGD 12'000.00 und eine Entschädigung 
von SGD 4'290.40 zu bezahlen (act. 1 Rz 33 und act. 1/20 im Verfahren EA 2023 17). Am 
4. Juli 2022 beschloss die Generalversammlung der K.________, die Firma von K.________ 
zu D.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu ändern (act. 1 Rz 4 und act. 1/3 im 
Verfahren EA 2023 17).  

2. Am 25. April 2023 reichte die Beschwerdegegnerin beim Einzelrichter am Kantonsgericht 
Zug gegen die Beschwerdeführerin ein Arrestgesuch ein mit dem Ziel, sich Sicherheit für die 
Vollstreckung des Entscheids des High Court of the Republic of Singapore vom 25. Januar 
2022 verschaffen (act. 1 im Verfahren EA 2023 17). Mit Arrestbefehl vom 27. April 2023 
verarrestierte der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug Vermögenswerte der Beschwerde-
führerin bei verschiedenen Banken in der Schweiz bis zur Höhe der Arrestforderung von 
CHF 1'592'638.35 nebst Zins (act. 2 im Verfahren EA 2023 17). Am 3. August 2023 erfolgte 
eine Berichtigung des Arrestbefehls vom 27. April 2023 (act. 7 im Verfahren EA 2023 17). 

3. Bereits zuvor, mit Eingabe vom 26. Mai 2023, hatte die Beschwerdeführerin gegen den 
Arrestbefehl vom 27. April 2023 Einsprache beim Einzelrichter am Kantonsgericht Zug er-
hoben und beantragt, der Arrestbefehl sei unter Fristansetzung zur Begründung der Arrest-
einsprache aufzuheben und die infolge dieses Arrestbefehls unter Arrest gelegten Vermö-
genswerte seien mit sofortiger Wirkung freizugeben (act. 1 im Verfahren EA 2023 20). Am 
30. Mai 2023 setzte der Einzelrichter der Beschwerdeführerin eine Frist von 20 Tagen zur 
(vollständigen) Begründung der Arresteinsprache an (act. 3 im Verfahren EA 2023 20). In 
der begründeten Arresteinsprache vom 19. Juni 2023 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
Anträgen fest (act. 5 im Verfahren EA 2023 20). Die Beschwerdegegnerin beantragte in der 
Stellungnahme vom 24. Juli 2023 die vollumfängliche Abweisung der Arresteinsprache und 
die Bestätigung des Arrestbefehls vom 27. April 2023 (act. 6 im Verfahren EN 2023 20). 

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4. Mit Entscheid vom 1. September 2023 wies der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug die 
Arresteinsprache vom 26. Mai 2023 ab (Dispositiv-Ziffer 1). Die Gerichtskosten von 
CHF  2'000.00 auferlegte er der Beschwerdeführerin und verrechnete sie mit dem von der 
Beschwerdegegnerin geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'000.00. Weiter hielt er fest, 
dass der Restbetrag von CHF 1'000.00 der Beschwerdegegnerin von der Gerichtskasse 
zurückerstattet werde und die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin den Kostenvor-
schuss im Umfang von CHF 2'000.00 zu ersetzen habe (Dispositiv-Ziffer 2). Ferner verpflich-
tete er die Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von 
CHF 6'000.00 zu bezahlen (Dispositiv-Ziffer 3; act. 7 im Verfahren EA 2023 20). 

5. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 14. September 2023 Beschwerde 
beim Obergericht Zug ein und stellte folgende Anträge (act. 1): 

1. Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Kantonsgerichts Zug vom 1. September 2023 (EA 2023 20) sei 
aufzuheben und die Arresteinsprache vom 26. Mai 2023 sei gutzuheissen.

2. Eventualiter sei das Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 1. September 2023 (EA 2023 20) 
aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen des Obergerichts an 
die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Arrestgläubigerin. 

6. In der Beschwerdeantwort vom 28. September 2023 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Arrest-
schuldnerin (act. 5). 

7. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung (act. 4). 

Erwägungen

1. Erstinstanzliche Arresteinspracheentscheide können mit Beschwerde nach der ZPO ange-
fochten werden (Art. 278 Abs. 3 SchKG). Es kann unrichtige Rechtsanwendung und offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 
Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) sind im Beschwerdeverfahren zulässig (Art. 278 
Abs. 3 SchKG i.V.m. Art. 326 Abs. 2 ZPO), sofern sie ohne Verzug vorgebracht werden und 
soweit es sich dabei entweder um echte Noven handelt oder um solche, die zwar vor dem 
Einspracheentscheid entstanden sind, die aber trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor ers-
ter Instanz vorgebracht werden konnten (sog. unechte Noven; Art. 317 Abs. 1 ZPO analog; 
vgl. BGE 145 III 324 E. 6.6). 

2. Die Vorinstanz führte – zusammengefasst – Folgendes aus (vgl. act. 7 im Verfahren EA 2023 
20 E. 5-5.1.4): 

2.1 Die Arrestforderung stütze sich auf den vollstreckbaren Entscheid des High Court of the 
Republic of Singapore vom 25. Januar 2022. Dieser könne in der Schweiz unter den Voraus-
setzungen von Art. 25 i.V.m. Art. 28 IRPG anerkannt und vollstreckt werden. Zuerst sei die 

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Frage der Zuständigkeit des High Court of the Republic of Singapore zu klären (Art. 25 lit. a 
IPRG), insbesondere ob die Beschwerdeführerin die Konten bei der G.________ selbst 
eröffnet und damit die Gerichtsstandsvereinbarung gemäss Ziffer 15.2 der Nutzungsverein-
barung – wonach die Gerichte von Singapur zuständig seien – akzeptiert habe, wie die Be-
schwerdegegnerin behaupte.  

2.2 Im Arrestgesuch habe die Beschwerdegegnerin den Prozess der Kontoeröffnung, wozu die 
notwendige Zustimmung zur Nutzungsvereinbarung, die Identifikation mittels Gesichtsfoto 
und Ausweisdokument sowie die Mitteilung der persönlichen Daten – unter anderem Mobilte-
lefonnummer und E-Mail-Adresse – gehörten, detailliert aufgezeigt. Sie habe diesbezüglich 
zwei E-Mails ins Recht gelegt, welche als Bestätigung der Kontoeröffnung im August 2016 
und September 2017 von der G.________ an die E-Mail-Adresse der Beschwerdeführerin 
(L.________) gesandt worden seien. Weiter bestätige die G.________ mit E-Mail vom 7. Ja-
nuar 2022, die Kontoeröffnung sei zweifelsfrei durch die Beschwerdeführerin, H.________ 
(geborene A.________), erfolgt. Im Rahmen dieser Kontoeröffnung habe die Beschwerdefüh-
rerin die Nutzungsvereinbarung akzeptiert, die notwendigen Identifikationsdokumente über-
mittelt und ihre Mobiltelefonnummer sowie E-Mail-Adresse zum Erhalt der Bestätigungs-E-
Mail und der Codes zur Genehmigung von Transaktionen angegeben. Die Beschwerdeführe-
rin bestreite nicht, dass sie die Konten bei der G.________ rege genutzt habe. Die Konto-
eröffnung durch die Beschwerdeführerin und damit einhergehend die Akzeptierung der Nut-
zungsbedingungen, einschliesslich der Gerichtsstandsvereinbarung, erscheine dadurch 
wahrscheinlich. 

2.3 Die Beschwerdeführerin wende ein, sie habe die Beschwerdegegnerin mehrfach um die Vor-
lage der Eröffnungs- bzw. Identifikationsdokumente ersucht, diese seien aber von der Be-
schwerdegegnerin nie vorgelegt worden. Dieser Einwand würde grundsätzlich leichte Zweifel 
an der Glaubhaftigkeit der Tatsachenvorbringen der Beschwerdegegnerin hervorrufen, wel-
che aber nicht genügten. Die Beschwerdeführerin bringe weiter vor, die Kontoeröffnung sei 
durch ihren mittlerweile von ihr geschiedenen Ehemann, I.________, ohne entsprechende 
Vollmacht in ihrem Namen erfolgt. I.________ habe als CEO der G.________ das Konto un-
ter dem Vorwand, die laufenden Lebensunterhaltskosten der Beschwerdeführerin und ihrer 
Kinder während der Scheidung zu decken, eröffnet. Für diese Behauptung lägen keine Be-
weismittel vor. Zudem unterlasse es die Beschwerdeführerin darzulegen, inwiefern 
I.________ überhaupt die Möglichkeit gehabt haben solle, den gesamten Kontoeröffnungs-
prozess in ihrem Namen (inkl. Identifikation und Angabe ihrer persönlichen Daten) ohne ihr 
Zutun und ihr Wissen vorzunehmen. Insgesamt vermöge die Beschwerdeführerin hierdurch 
zwar nachvollziehbar darzulegen, dass neben ihr auch noch mindestens eine dritte Person – 
wahrscheinlich I.________ – Zugriff auf das auf ihren Namen lautende Konto bei der 
G.________ gehabt habe. Der vorliegend relevante Vorgang der Kontoeröffnung sowie die 
damit einhergehende Akzeptierung der Nutzungsvereinbarung sei hiervon jedoch nicht be-
troffen, zumal die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen selbst Zugang zu dem Konto 
gehabt und zahlreiche Transaktionen – auch bezüglich substanzieller Beträge – zu ihren 
Gunsten getätigt habe. 

2.4 Insgesamt erscheine die von der Beschwerdegegnerin behauptete Kontoeröffnung durch die 
Beschwerdeführerin, welche durch die E-Mail der G.________ vom 7. Januar 2022 gestützt 
werde, deutlich wahrscheinlicher und damit glaubhafter als die Ausführungen der Beschwer-

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deführerin, wonach eine Drittperson die Kontoeröffnung in ihrem Namen ohne ihr Zutun vor-
genommen habe. Die Beschwerdegegnerin habe somit den gültigen Abschluss der Gerichts-
standsvereinbarung mittels Akzeptierung der Nutzungsvereinbarung vom August 2016 und 
Annahme der Ziffer 15.2 im Rahmen der Kontoeröffnung glaubhaft gemacht. Die Zuständig-
keit des High Court of the Republic of Singapore gelte damit im Rahmen des Arresteinspra-
cheverfahrens gemäss Art. 26 lit. b IPRG als begründet. 

3. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensicht-
lich unrichtig (willkürlich) festgestellt und sei im Ergebnis fälschlicherweise davon ausgegan-
gen, dass der High Court of the Republic of Singapore zuständig gewesen sei. Sie habe we-
sentliche Aspekte gänzlich ausser Acht gelassen (vgl. act. 1 Rz 30 ff.): 

3.1 Die Vorinstanz würdige die E-Mail vom 7. Januar 2022 so, als stamme diese von einer unab-
hängigen Drittperson. Dies gehe jedoch an der Realität vorbei. Alle involvierten Gesellschaf-
ten könnten auf I.________ zurückgeführt werden. Die Forderung sei zunächst innerhalb der 
G.________-Gruppe an die Vorgängerin der Beschwerdegegnerin abgetreten worden, bevor 
diese mit einer anderen Gesellschaft von I.________ fusioniert habe. Die eingereichten Be-
weismittel der Beschwerdegegnerin seien daher bestenfalls Parteibehauptungen, denen auf-
grund der konkreten Umstände keinerlei Beweiswert zukomme. Mit diesem Punkt scheine 
sich die Vorinstanz jedoch nicht auseinanderzusetzen bzw. sie versäume es, diesen Um-
stand in den Beweiswert der vorgelegten Beweismittel einfliessen zu lassen. 

3.2 Bereits ein deutsches Gericht habe sich auf den Standpunkt gestellt, dass die Beschwerde-
gegnerin zusammen mit I.________ womöglich gefälschte Beweismittel eingereicht habe. 
Dabei habe das Gericht berücksichtigt, dass I.________ bei der Begründung des Arrestan-
spruchs nicht unbeteiligt gewesen sei, da – und insoweit handle es sich um denselben Hin-
tergrund wie jenen des vorliegenden Verfahrens – die Abbuchung in Höhe von USD 2 Mio., 
die zur Kontoüberziehung und zu dem im deutschen Arrestverfahren zu sichernden Erstat-
tungsanspruchs geführt habe, zu Gunsten von I.________ erfolgt sei. Die Vorinstanz habe 
sich mit dem Urteil bzw. der Möglichkeit, dass die eingereichten Bestätigungen – wie von der 
Beschwerdeführerin behauptet – nicht der Wahrheit entsprechen würden und gefälscht sei-
en, nicht auseinandergesetzt bzw. diesen Umstand nicht in den Beweiswert einfliessen las-
sen. 

3.3 Die weitgehenden Berechtigungen von I.________ auf dem streitgegenständlichen Konto 
sprächen gegen eine Eröffnung durch die Beschwerdeführerin. Der Einzige, der von einer 
solchen Ausgestaltung habe profitieren können und dies auch getan habe, sei hier bloss 
I.________. 

3.4 I.________ habe Zugriff auf persönliche Dokumente und Informationen der Arrestschuldnerin 
gehabt. Die Echtheit einiger der eingereichten Unterlagen, auf welche sich die Vorinstanz 
stütze, sei zumindest fraglich. Weshalb eine Bestätigungsmail einmal von der Adresse 
M.________, ein anderes Mal von N.________ stamme, scheine zumindest ungewöhnlich. 
Ziehe man zusätzlich die nicht einheitliche Formatierung (Schrift und Schriftgrösse) der PDF-
Dokumente in Betracht und halte man sich vor Augen, dass der Vorwurf der gefälschten Do-
kumente bereits im deutschen Verfahren ein Thema gewesen sei, hätte sich die Vorinstanz 
zumindest kurz mit der Frage der Echtheit auseinandersetzen müssen. 

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3.5 Weshalb es die Beschwerdegegnerin trotz mehrfacher Aufforderung unterlassen habe, den 
wohl eindeutigsten Beweis vorzulegen, nämlich die Eröffnungs- bzw. Identifikationsdokumen-
te, erschliesse sich der Beschwerdeführerin nicht. Für die Beschwerdeführerin sei klar: Der 
einzige Grund, weshalb diese Dokumente noch in keinem Verfahren Eingang gefunden hät-
ten, sei, dass diese nicht existierten, da das Konto nicht von der Beschwerdeführerin eröffnet 
worden sei. Einen anderen Grund habe die Beschwerdegegnerin bis heute nicht vorbringen 
können. 

4. Nach Art. 272 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG muss der Gläubiger glaubhaft machen, dass ein Arrest-
grund vorliegt. Beruft er sich darauf, dass er gegen den Schuldner einen definitiven 
Rechtsöffnungstitel (rechtskräftiges Gerichtsurteil oder eine einem Urteil gleichgestellte Ver-
fügung) besitzt (Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG), so muss er im Falle eines Entscheids aus 
dem Ausland auch glaubhaft machen, dass der Anerkennung und Vollstreckung dieses aus-
ländischen Titels dem ersten Anschein nach nichts entgegensteht. Die genauere Prüfung der 
Anerkennungsvoraussetzungen und der Anerkennungsverweigerungsgründe nach Art. 25 ff. 
IPRG erfolgt im Verfahren betreffend die Einsprache gegen den Arrestbefehl (Art. 278 
SchKG). Über das ganze Arrestbewilligungsverfahren hinweg, also auch im Einsprachever-
fahren, prüft der Richter die Vollstreckbarkeit des Entscheids, auf den sich der Arrestgläubi-
ger als Arrestgrund im Sinne von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG beruft, nur unter dem Blick-
winkel der Glaubhaftmachung. Zu einer rechtskraftfähigen Entscheidung über die Vollstreck-
barkeit kommt es erst im Verfahren der Arrestprosequierung (Art. 279 SchKG), im Falle des 
Arrestgrundes nach Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG üblicherweise im Rahmen der Beurteilung 
eines Gesuchs um definitive Rechtsöffnung nach Art. 80 f. SchKG (vgl. BGE 144 III 411 
E. 6.3.1). 

Art. 251 lit. a ZPO schreibt für alle vom Arrestgericht zu treffenden Entscheide und damit 
auch für die Behandlung der Einsprache, ein summarisches Verfahren vor. In Betracht kom-
men als Beweismittel im summarischen Verfahren grundsätzlich nur Urkunden (Art. 254 
Abs. 1 ZPO). Der Einsprecher hat dabei der Glaubhaftigkeit des Vorbringens des Gläubigers 
die Glaubhaftigkeit des Gegenteils entgegenzustellen. Die Beweislast trägt der Arrestgläubi-
ger (vgl. Reiser, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 278 SchKG N 38; vgl. auch Boller, Ab-
wehrmassnahmen: Arresteinsprache und Beschwerde, in: ZZZ 2017/2018 S. 49). 

5. Die Beschwerdeführerin bestreitet das Vorliegen eines Arrestgrundes im Sinne eines definiti-
ven Rechtsöffnungstitels gemäss Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG, indem sie ausführt, der High 
Court of the Republic of Singapore sei für den Entscheid nicht zuständig gewesen. Sie beruft 
sich damit auf den Verweigerungsgrund gemäss Art. 25 lit. a IPRG.

5.1 Gemäss Art. 25 lit. a IPRG wird eine ausländische Entscheidung in der Schweiz anerkannt, 
wenn die Zuständigkeit der Gerichte des Staates, in dem diese ergangen ist, begründet war. 
Dabei geht es um die Anerkennung der Entscheidungszuständigkeit der Gerichte bzw. 
Behörden des Entscheidungsstaates durch das schweizerische Recht (sog. indirekte interna-
tionale Zuständigkeit). Ob die entscheidende Instanz nach ihrem Recht international, örtlich-
national, sachlich und funktionell zuständig war, wird hingegen im schweizerischen Anerken-
nungsverfahren nicht geprüft. Die Voraussetzungen für die Anerkennung der internationalen 
Entscheidungszuständigkeit der ausländischen Gerichte und Behörden werden (vorbehältlich 

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der Staatsverträge) in Art. 26 IPRG näher bestimmt (Däppen/Mabillard, Basler Kommentar, 
4. A. 2021, Art. 25 IPRG N 40 f.).  

5.2 Nach Art. 26 lit. b IPRG ist die Zuständigkeit ausländischer Behörden begründet, wenn in 
vermögensrechtlichen Streitigkeiten die Parteien sich durch eine nach diesem Gesetz gültige 
Vereinbarung über die Zuständigkeit der Behörde unterworfen haben, welche die Entschei-
dung getroffen hat. Der Begriff der gültigen Gerichtsstandsvereinbarung richtet sich nach 
Art. 5 IPRG, der dadurch zu einer allseitigen IZPR-Sachnorm ausgeweitet wird (Däppen/ 
Mabillard, a.a.O., Art. 26 IPRG N 12; vgl. auch BGE 122 III 439 E. 3). 

5.3 Gemäss Art. 5 Abs. 1 IPRG können die Parteien für einen zukünftigen Rechtsstreit über ver-
mögensrechtliche Ansprüche aus einem bestimmten Rechtsverhältnis einen Gerichtsstand 
vereinbaren (Satz 1). Die Vereinbarung kann schriftlich, durch Telegramm, Telex, Telefax 
oder in einer anderen Form der Übermittlung, die den Nachweis der Vereinbarung durch Text 
ermöglicht, erfolgen (Satz 2). Geht aus der Vereinbarung nichts anderes hervor, so ist das 
vereinbarte Gericht ausschliesslich zuständig (Satz 3). 

5.3.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist für eine gültige Prorogation ein Konsens 
der Parteien erforderlich. Weiter müssen die in Art. 5 Abs. 1 IPRG statuierten Formvorschrif-
ten eingehalten sein. Gleich wie eine Schiedsgerichtsklausel ist auch eine Gerichtsstands-
klausel vom Hauptvertrag unabhängig, auch wenn sie im selben Dokument festgehalten ist 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_486/2021 vom 9. März 2022 E. 3.1). Ein Verzicht auf das 
nach Verfassung und Gesetz zuständige Gericht darf nicht leichthin angenommen werden 
(Urteil des Bundesgerichts 4C.353/1999 vom 28. Januar 2000 E. 2a).  

5.3.2 Dogmatisch ist die Frage nach der materiellen Willenseinigung von der Beachtung der Form-
vorschriften in Art. 5 Abs. 1 Satz 2 IPRG zu trennen. Diese Trennung von einerseits Zustan-
dekommen und andererseits formeller Gültigkeit der Gerichtsstandsvereinbarung lässt sich in 
der Praxis häufig aber nicht aufrechterhalten. Dies bedeutet, dass bei der Auslegung des 
Vertrags, ob eine Willenseinigung der Parteien vorliegt, die Einhaltung der Formvorschriften 
miteinzubeziehen ist. Denn die Formvorschriften wollen sicherstellen, dass der entsprechen-
de Konsens der Parteien vorliegt (vgl. Müller-Chen, Zürcher Kommentar, 3. A. 2018, Art. 5 
IPRG N 90). 

5.3.3 In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob eine Willenseinigung der Parteien vorliegt. Die Par-
teien müssen sich einig sein, ein bestimmtes Gericht im Hinblick auf ein bestimmtes, beste-
hendes oder zukünftiges Rechtsverhältnis zu wählen und/oder ein anderes Gericht abzu-
wählen. Ob eine entsprechende Willenseinigung vorliegt, ist durch Auslegung der Gerichts-
standsvereinbarung zu ermitteln. Zuerst ist zu prüfen, was die Parteien tatsächlich gewollt 
haben (natürlicher Konsens). Kann mithilfe dieser Grundsätze kein übereinstimmender Wille 
festgestellt werden, ist nach dem Vertrauensprinzip der mutmassliche Parteiwille zu ermitteln 
(normativer Konsens). Für das Zustandekommen und die Form von Gerichtsstandsvereinba-
rungen, die mithilfe von AGB abgeschlossen werden, gelten die dargestellten Grundsätze 
ebenfalls. Weiter muss die Form von Art. 5 Abs. 1 Satz 2 IPRG eingehalten sein. Generell 
formungültig sind mündliche Abmachungen, schriftliche Bestätigungen einer mündlichen 
Vereinbarung, Schweigen auf den Antrag zum Abschluss einer Gerichtsstandsabrede oder 
zwischen den Parteien entstandene Gepflogenheiten oder internationale Handelsbräuche. Ist 

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die Gerichtsstandsvereinbarung formungültig, ist sie nichtig, soweit nicht eine Berufung auf 
Formnichtigkeit rechtsmissbräuchlich ist (vgl. Müller-Chen, a.a.O., Art. 5 IPRG N 88 f., 108 f. 
und 111; vgl. auch Grolimund/Bachofner, Basler Kommentar, 4. A. 2021, Art. 5 IPRG N 32). 

5.4
5.4.1 Die Beschwerdegegnerin führte im Arrestgesuch vom 25. April 2023 aus, die Beschwerde-

führerin habe im Jahre 2016 mehrere Konten bei der G.________ eröffnet. Zu diesem Zweck 
habe sie ein Formular auf der Homepage der G.________ ausgefüllt. Das Formular habe 
namentlich vorgesehen, dass die Beschwerdeführerin die in jenem Zeitpunkt aktuelle Nut-
zungsvereinbarung der G.________ vom August 2016 akzeptiert habe, indem sie ein Häk-
chen im entsprechenden Feld gesetzt habe. Das sei auf archivierten Auszügen des Formu-
lars aus einem gängigen virtuellen Archiv (O.________, abrufbar unter: P.________ zuletzt 
besucht am 25. April 2023) aus den Jahren 2015 und 2017 ersichtlich (act. 1/5 und 1/6 im 
Verfahren EA 2023 17). Zudem habe die G.________ verlangt, dass sich die Beschwerde-
führerin mit einem Gesichtsfoto sowie einem Ausweisdokument identifiziere und ihre persön-
liche Mobiltelefonnummer und E-Mail-Adresse mitteile. Dieser Vorgang werde auf einem 
YoutubeVideo der G.________ erklärt (abrufbar unter: Q.________; zuletzt besucht am 
25. April 2023). Im Video sei namentlich ersichtlich, dass die Nutzungsbedingungen akzep-
tiert werden müssten, um sich erfolgreich bei G.________ zu registrieren (act. 1/7 im Verfah-
ren EA 2023 17). Die Beschwerdeführerin habe die Nutzungsvereinbarung vom August 2016 
folglich im Zuge – und als notwendige Voraussetzung – der Kontoeröffnung akzeptiert (vgl. 
act. 1 Rz 12 ff. im Verfahren EA 2023 17). 

Mit diesen allgemeinen Ausführungen vermag die Beschwerdegegnerin nicht glaubhaft zu 
machen, dass die Beschwerdeführerin der Gerichtsstandsvereinbarung in Ziff. 15.2 der Nut-
zungsvereinbarung (act. 1/8 im Verfahren EA 2023 17) zugestimmt hat. Die Beschwerdegeg-
nerin zeigt zwar mit den archivierten Auszügen des Formulars aus den Jahren 2015 und 
2017 und dem Youtube-Video auf, wie die Eröffnung einer Geschäftsbeziehung zu einem 
Neukunden – generell – abläuft, insbesondere welche Angaben der Neukunde im Formular 
zu machen hat (u.a. persönliche Mobiltelefonnummer und E-Mail-Adresse), welche Doku-
mente er vorzulegen hat (u.a. Gesichtsfoto und Ausweisdokument) und wie er die Nutzungs-
vereinbarung mit einem entsprechenden Häkchen akzeptieren kann (vgl. act. 1/5-1/7 im Ver-
fahren EA 2023 17). Die archivierten Auszüge des Formulars und das Youtube-Video sagen 
indes nichts darüber aus, ob die Beschwerdeführerin – im konkreten Fall – all diese Angaben 
gemacht, die entsprechenden Dokumente eingereicht und die Nutzungsvereinbarung mit 
einem Häkchen bestätigt hat. Damit kann nicht willkürfrei gesagt werden, die Beschwerde-
führerin habe den Willen zum Abschluss der Gerichtsstandsvereinbarung gehabt. 

5.4.2 Nachdem die Beschwerdeführerin in der (begründeten) Arresteinsprache vom 19. Juni 2023 
vorgebracht hatte, die Zuständigkeit des High Court of the Republic of Singapore sei nicht 
begründet gewesen (act. 5 Rz 38 ff. im Verfahren EA 2023 20), erklärte die Beschwerdegeg-
nerin in der Stellungnahme vom 24. Juli 2023, die Beschwerdeführerin habe die Konten bei 
der G.________ eröffnet und rege benutzt. Am 16. August 2016 habe die G.________ der 
Beschwerdeführerin (mit E-Mail an deren Adresse L.________) bestätigt, dass die erforderli-
chen Dokumente zur Kontoeröffnung geprüft worden seien ("[…] your documents have been 
verified.") und dass die Beschwerdeführerin ihre Konten bei der G.________ vollumfänglich 
nutzen könne ("You can start using your accounts without restrictions."; act. 6/24 im Verfah-

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ren EA 2023 20). Die spätere Eröffnung des USD-Kontos sei wiederum – mit E-Mail vom 
30. September 2017 – bestätigt worden (act. 6/25 und act. 6 Rz 11 ff. im Verfahren EA 2023 
20). 

5.4.2.1 Auch mit diesen Dokumenten vermag die Beschwerdegegnerin nicht glaubhaft zu machen, 
dass die Beschwerdeführerin der Gerichtsstandsvereinbarung gültig zugestimmt hat. Der 
Nachweis für die Übermittlung der Zustimmungserklärung kann nicht allein mit den einseiti-
gen Äusserungen der Beschwerdegegnerin in den Bestätigungsemails vom 16. August 2016 
und 30. September 2017 erbracht werden, denn diese Äusserungen und ihre Übermittlung 
können naturgemäss nur über den Willen der Beschwerdegegnerin zuverlässig Auskunft ge-
ben. Die Beschwerdeführerin bestreitet, eine Gerichtsstandsvereinbarung abgeschlossen zu 
haben. Darüber, ob im Zeitpunkt der Kontoeröffnung der Gerichtsstand vom Willen der Be-
schwerdeführerin getragen wurde, können die Bestätigungsmails bei einer Kontoeröffnung im 
Internet (unter Abwesenden) naturgemäss nichts aussagen. Entscheidend ist die Bewusst-
seinslage und der Wille des Kunden bezüglich des Gerichtsstandes im Zeitpunkt der Konto-
eröffnung bzw. seine diesbezüglichen Erklärungen und ihre Form. Zum Nachweis überein-
stimmender Willensäusserungen braucht es unter Abwesenden zwei separate Äusserungen. 
Die Bestätigungs-E-Mails der Beschwerdegegnerin können somit weder eine rückwirkende 
Fiktion erzeugen, wonach die Beschwerdeführerin vorher der Gerichtsstandsvereinbarung 
zugestimmt hat, noch kann darin der Nachweis für eine spätere Zustimmungserklärung der 
Beschwerdeführerin und für die Übermittlung einer solchen Zustimmungserklärung liegen. 
Der Text, womit nachgewiesen werden soll, es habe die Übermittlung der zustimmenden Er-
klärung der Beschwerdeführerin stattgefunden, stammt nicht von der Beschwerdeführerin, 
weshalb der Beweiszweck damit nicht erfüllt werden kann. Zum Nachweis eines Austausches 
von Willenserklärungen bezüglich des Gerichtsstandes bedürfte es einer (Gegen)Bestätigung 
des Kunden, dass er den Gerichtsstand akzeptiere (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Graubün-
den ZK2 09 2 vom 18. Mai 2009 E. 2.2 d). Eine solche Gegenbestätigung der Beschwerde-
führerin zum Abschluss einer Gerichtsstandsvereinbarung fehlt indes. 

5.4.2.2 Die (beweispflichtige) Beschwerdegegnerin hat es trotz mehrfacher Aufforderung unterlas-
sen, den wohl eindeutigsten Beweis, nämlich die Eröffnungs- bzw. die Identifikationsdoku-
mente der Beschwerdeführerin, einzureichen. Es muss daher angenommen werden, dass die 
Beschwerdegegnerin weder über ein Eröffnungsdokument der Beschwerdeführerin noch 
über Identifikationsdokumente wie Gesichtsfoto und Ausweisdokument der Beschwerdefüh-
rerin verfügt. Diese Dokumente wären aber – neben der persönlichen Mobiltelefonnummer 
und der E-Mail-Adresse – notwendig gewesen, um ein Konto bei der G.________ zu eröffnen 
(vgl. vorne E. 5.4.1). Das Fehlen dieser Dokumente deutet darauf hin, dass das Konto nicht 
von der Beschwerdeführerin eröffnet wurde und entsprechend keine Zustimmungserklärung 
der Beschwerdeführerin zur Gerichtsstandsvereinbarung in Ziff. 15.2 der Nutzungsvereinba-
rung vorliegt. 

5.4.2.3 Die Frage, ob die Bestätigungs-E-Mails "mutmasslich gefälscht" sind, wie die Beschwerde-
führerin behauptet, kann vorliegend nicht abschliessend beurteilt werden. Es entzieht sich 
der Kenntnis des Gerichts, ob diese Nachrichten veränderbar und damit nicht echt sein könn-
ten. Auffallend ist aber, dass eine Bestätigungs-E-Mail von der Adresse M.________ und die 
andere von der Adresse N.________ versandt wurde. Zudem stimmen die Schrift und die 
Schriftgrösse der beiden E-Mails nicht überein (vgl. act. 6/24 und act. 6/25 im Verfahren EA 

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2023 20). Aus all diesen Gründen bestehen zumindest Zweifel an deren Echtheit. Dass be-
reits das Amtsgericht Frankfurt am Main im Urteil vom 22. Februar 2022 festhielt, die Be-
schwerdegegnerin habe zusammen mit I.________ womöglich gefälschte Beweismittel ein-
gereicht (vgl. act. 5/6 im Verfahren EA 2023 20 und act. 1/4), ist jedoch – entgegen der An-
sicht der Beschwerdeführerin (vgl. act. 1 Rz 41 ff.) – für das vorliegende Arresteinsprache-
verfahren nicht relevant. Es handelt sich um ein vom vorliegenden Verfahren unabhängiges 
Arrestverfahren nach deutschem Recht. Die dem deutschen Gericht vorgelegten Telegram-
Nachrichten fanden keinen Eingang in das vorliegende Verfahren. Weiter wurde bloss fest-
gestellt, es erscheine "durchaus möglich, dass jedenfalls die Papierausdrucke der Screen-
shots im Nachhinein veränderbar sind". Die Frage, ob es sich um gefälschte Nachrichten 
handle, wurde offengelassen (vgl. act. 5 Rz 32 ff.). 

5.4.2.4 Zusammenfassend lässt sich aus den Bestätigungsmails vom 16. August 2016 und 
30. September 2017 nicht willkürfrei ableiten, dass die Beschwerdeführerin der Gerichts-
standsvereinbarung zugestimmt hat. 

5.4.3 In der Stellungnahme vom 24. Juli 2023 im vorinstanzlichen Arresteinspracheverfahren er-
klärte die Beschwerdegegnerin weiter, die G.________ habe auf Anfrage eines Mitarbeiters 
der Beschwerdegegnerin (R.________) bestätigt, dass die Beschwerdeführerin die Ge-
schäftsbeziehung selbst eröffnet habe. Dazu verwies die Beschwerdegegnerin auf die 
E-Mail des G.________ Support Teams an R.________ vom 7. Januar 2022 (act. 6/26 und 
act. 9 Rz 17 im Verfahren EA 2023 20). 

5.4.3.1 Mit E-Mail vom 7. Januar 2022 bestätigte das G.________ Support Team zwar, die Konto-
eröffnung sei zweifelsfrei durch die Beschwerdeführerin erfolgt. Die Beschwerdeführerin ha-
be das reguläre Online-Kontoeröffnungsverfahren abgeschlossen, indem sie den Allgemei-
nen Geschäftsbedingungen zugestimmt, den Online-Antrag ausgefüllt, die relevanten Doku-
mente zur Identifizierung ihrer Person vorgelegt, ihre Mobiltelefonnummer (S.________) und 
ihre E-Mail-Adresse (L.________) benutzt habe, um die Kontoeröffnungsbestätigung und 
weitere Codes zur Genehmigung von Transaktionen zu erhalten (vgl. act. 6 Rz 17 und 
act. 6/26 im Verfahren EA 2023 20). Nachdem die Beschwerdeführerin jedoch bestreitet, die 
Konten persönlich eröffnet zu haben, vermag die Beschwerdegegnerin mit dieser E-Mail 
nicht glaubhaft zu machen, dass die Beschwerdeführerin der Gerichtsstandsvereinbarung 
zugestimmt hat. Für diesen Nachweis hätte die Beschwerdegegnerin eine auf den Abschluss 
einer Gerichtsstandsvereinbarung gerichtete Willenserklärung der Beschwerdeführerin selbst 
vorlegen müssen. Ohne eine solche konnte die Vorinstanz nicht willkürfrei annehmen, dass 
die Beschwerdeführerin der Gerichtsstandsvereinbarung zugestimmt hat. 

5.4.3.2 Hinzu kommt Folgendes: I.________, der geschiedene Ehemann der Beschwerdeführerin, 
ist der Gründer und CEO der G.________ Am 11. Dezember 2018 trat die G.________ die 
(angebliche) Forderung gegen die Beschwerdeführerin auf Begleichung des negativen Sal-
dos an die J.________ ab. Aus der Abtretungserklärung ist ersichtlich, dass beide Parteien 
von T.________, dem Sohn von I.________ und der Beschwerdeführerin, vertreten wurden 
(vgl. act. 1/13 im Verfahren EA 2023 17). Am 23. September 2020 fusionierte die J.________ 
mit der K.________, eine ebenfalls von I.________ kontrollierte Gesellschaft (vgl. act. 1/14 
im Verfahren EA 2023 17), und änderte am 4. Juli 2022 – unter Mitwirkung von I.________ – 
ihren Namen zu D.________ ([heutige Beschwerdegegnerin]; vgl. act. 1/3 im Verfahren EA 

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2023 17). Daraus erhellt, dass I.________ bei der Entstehung, der anschliessenden Abtre-
tung und der Vollstreckung der (angeblichen) Forderung CEO und Gründer der beteiligten 
Gesellschaften war. Dieser Umstand spricht gegen die Unabhängigkeit des G.________ 
Support Teams, welches die E-Mail vom 7. Januar 2022 verfasst hat. 

5.4.3.3 Ferner gilt zu beachten, dass die Belastung des Kontos in Höhe von USD 2 Mio. im Okto-
ber 2018 zu Gunsten von I.________ erfolgte (act. 1/9 im Verfahren EA 2023 17). Diese 
Transaktion führte zu einer Kontoüberziehung von USD 1'783'190.05, welche Gegenstand 
des Verfahrens vor dem High Court of the Republic of Singapore war und mithilfe des vorlie-
genden Verfahrens durchgesetzt werden soll. Es handelte sich dabei um eine Rückerstattung 
("Received Payment Rejected") zu Gunsten von I.________, und zwar im gleichen Umfang 
wie die Zahlungen von I.________ auf das Konto. Auch vor diesem Hintergrund ist fraglich, 
ob die Beschwerdeführerin mit sämtlichen Nutzungsbedingungen für das betreffende Konto, 
insbesondere auch mit der Gerichtsstandsklausel im Falle einer Kontoüberziehung durch ei-
nen Dritten, einverstanden war. 

5.5 Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die (beweispflichtige) Beschwerdegegnerin keinen über-
einstimmenden Willen der Parteien zum Abschluss einer Gerichtsstandsvereinbarung glaub-
haft gemacht hat. Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob I.________ Berechtigungen auf 
dem streitgegenständlichen Konto bzw. Zugriff zu persönlichen Informationen der Beschwer-
deführerin hatte, wie die Beschwerdeführerin behauptet (vgl. act. 1 Rz 48 ff.; act. 5 Rz 38 ff.). 

6. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin eine unrichtige Rechtsanwendung. Sie bringt vor, 
die Vorinstanz führe aus, sie (die Beschwerdeführerin) habe unbestrittenermassen selbst 
Zugang zu dem Konto gehabt und zudem auch zahlreiche Transaktionen zu ihren Gunsten 
getätigt. Sofern sich die Vorinstanz damit auf den Standpunkt stelle, sie (die Beschwerdefüh-
rerin) habe spätestens mit der Inanspruchnahme der Leistungen der G.________ der Nut-
zungsvereinbarung zugestimmt, stelle dies eine Verletzung von Art. 5 IPRG dar. Damit die 
fragliche Klausel überhaupt Anwendung finden könne, müsse in einem ersten Schritt die 
Nutzungsvereinbarung übernommen werden. Dies sei in Anbetracht der Gesamtumstände 
nicht rechtsgenügend glaubhaft gemacht. Die Nutzungsvereinbarung und die vorliegend in-
teressierende Klausel seien somit nicht akzeptiert und folglich nicht verbindlich. Die Nut-
zungsvereinbarung sei ihr (der Beschwerdeführerin) im Zeitpunkt der Kontoeröffnung nicht, 
wie von Art. 5 IPRG vorausgesetzt, bekannt oder in irgendeiner Form zugänglich gewesen 
(vgl. act. 1 Rz 63 ff.). 

6.1 Wie vorne in E. 5.3-5.5 dargelegt, ist kein übereinstimmender Wille der Parteien zum Ab-
schluss einer Gerichtsstandsvereinbarung glaubhaft gemacht. Es liegt keine – und schon gar 
keine formgültige – Zustimmungserklärung der Beschwerdeführerin zur Gerichtsstandsver-
einbarung in Ziff. 15.2 der Nutzungsvereinbarung vor. 

6.2 Aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin die Konten genutzt hat, kann entgegen der 
Beschwerdegegnerin nicht abgeleitet werden, dass sie die Nutzungsbedingungen samt Ge-
richtsstandsvereinbarung "umfassend genehmigt" hat (vgl. act. 5 Rz 49 ff.). Die von der Be-
schwerdegegnerin in diesem Zusammenhang angerufenen Grundsätze zur Stellvertretung im 
schweizerischen Obligationenrecht sind vorliegend nicht einschlägig. Massgebend ist Art. 5 
IPRG, der keine konkludente oder stillschweigende Genehmigung kennt. Es handelt sich um 

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eine IPR-Sachnorm, welche die formelle Gültigkeit einer Gerichtsstandsvereinbarung auto-
nom und abschliessend regelt. Daher ist weder auf Art. 13 OR zur Konkretisierung der Form 
noch auf die Sonderanknüpfung von Art. 124 IPRG zur Bestimmung des anwendbaren 
Rechts für die Formgültigkeit zurückzugreifen (vgl. Müller-Chen, a.a.O., Art. 5 IPRG N 95). 
Folglich muss nicht weiter geprüft werden, ob die Beschwerdeführerin der Gerichtsstands-
klausel allenfalls konkludent oder stillschweigend zugestimmt hat.  

7. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als begründet und ist demnach gutzuheis-
sen. Der Arrestbefehl des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 27. April 2023 sowie 
der Arresteinspracheentscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 1. September 
2023 sind aufzuheben. 

8. Einer Beschwerde an das Bundesgericht kommt keine aufschiebende Wirkung zu (Art. 103 
Abs. 1 BGG). Entsprechend sind der vorinstanzliche Arrestbefehl vom 27. April 2023 (act. 2 
im Verfahren EA 2023 17), vollzogen durch das Lead-Betreibungsamt Zürich 1 und weitere 
Betreibungsämter, insbesondere das Betreibungsamt Stadt Luzern sowie das Betreibungs-
amt Ägerital, erst nach Ablauf einer Frist von 40 Tagen ab Eröffnung des vorliegenden Ent-
scheides aufzuheben. Das Betreibungsamt Zürich 1 und die weiteren Betreibungsämter sind 
anzuweisen, die verarrestierten Vermögenswerte erst mit Fristablauf freizugeben. Auf diese 
Weise wird sichergestellt, dass die Arrestschuldnerin durch das Wegführen der verarrestier-
ten Vermögenswerte keine faktischen Verhältnisse schaffen und sich so einem wirksamen 
Rechtsmittel der Arrestgläubigerin entziehen kann. Vorbehalten bleibt eine anderslautende 
Anordnung des Bundesgerichts (vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich PS230069-
O/U vom 23. Juni 2023 E. II/11). 

9. Ausgangsgemäss wird die Beschwerdeführerin für das Arrestbewilligungsverfahren und das 
Arresteinspracheverfahren vor beiden Instanzen kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die 
Bemessung der erstinstanzlichen Entscheidgebühren wurde nicht beanstandet. Für das Ar-
restbefehlsverfahren bzw. das erstinstanzliche Arresteinspracheverfahren bleibt es daher bei 
der Entscheidgebühr von CHF 3'000.00 bzw. CHF 2'000.00. Dieser Betrag ist mit den von 
der Beschwerdegegnerin geleisteten Vorschüssen von je CHF 3'000.00 zu verrechnen. Der 
Restbetrag von CHF 1'000.00 wird der Beschwerdegegnerin von der Gerichtskasse zurück-
erstattet. Für das Beschwerdeverfahren ist die Entscheidgebühr auf CHF 3'000.00 festzuset-
zen (vgl. Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG). Dieser Betrag ist mit dem von der Be-
schwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen. Die Be-
schwerdegegnerin ist zu verpflichten, der Beschwerdeführerin den Betrag von CHF 3'000.00 
zu ersetzen.

10. Die Beschwerdeführerin obsiegt im kantonsgerichtlichen wie auch im obergerichtlichen Ver-
fahren. Sie hat daher Anspruch auf eine Parteientschädigung für das Arresteinsprachever-
fahren und das Beschwerdeverfahren. Für das Arresteinspracheverfahren ist der Beschwer-
deführerin eine Parteientschädigung von CHF 6'000.00 zuzusprechen. Für das Rechtsmittel-
verfahren dürfen ein bis zwei Drittel des Grundhonorars berechnet werden (§ 8 Abs. 1 
AnwT). Die Parteientschädigung für das Beschwerdeverfahren ist demnach auf zwei Drittel 
des erstinstanzlichen Entscheids, mithin auf CHF 4'000.00, festzusetzen. Ein Zuschlag für 
die Mehrwertsteuer entfällt, weil die Beschwerdeführerin dies in den erst- und zweitinstanzli-
chen Rechtsbegehren nicht ausdrücklich beantragt hat (vgl. Weisung des Obergerichts Zug 

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über die Mehrwertsteuer in der Zivil- und Strafrechtspflege des Kantons Zug vom 29. Juli 
2015 S. 2). 

Urteilsspruch

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2. Der Arresteinspracheentscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 1. September 
2023 wird aufgehoben (Verfahren EA 2023 20).  

3. Der Arrestbefehl vom 27. April 2023 wird mit Ablauf einer Frist von 40 Tagen ab Eröffnung 
dieses Entscheids aufgehoben (Verfahren EA 2023 17 des Kantonsgerichts Zug). 

Das Betreibungsamt Zürich 1 als Lead-Betreibungsamt und die weiteren Betreibungsämter, 
insbesondere das Betreibungsamt Stadt Luzern und das Betreibungsamt Ägerital, werden 
angewiesen, die mit Arrest verarrestierten Vermögenswerte mit Fristablauf freizugeben. 

Vorbehalten bleibt eine anderslautende Anordnung des Bundesgerichts. 

4. Die Spruchgebühr von CHF 3'000.00 für den Arrestbefehl vom 27. April 2023 wird der 
Beschwerdegegnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet.

5. Die Spruchgebühr von CHF 2'000.00 für das erstinstanzliche Arresteinspracheverfahren wird 
der Beschwerdegegnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 
CHF 3'000.00 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 1'000.00 wird der Beschwerdegegnerin 
von der Gerichtskasse zurückerstattet.

6. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren von CHF 3'000.00 wird der Beschwerde-
gegnerin auferlegt und mit dem von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss 
von CHF 3'000.00 verrechnet. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin den 
Vorschuss von CHF 3'000.00 zu ersetzen. 

7. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, die Beschwerdeführerin für das erstinstanzliche 
Arresteinspracheverfahren mit CHF 6'000.00 und für das Beschwerdeverfahren mit 
CHF 4'000.00 zu entschädigen. 

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8. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwer-
degründe richten sich nach den Art. 95 ff. BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Ta-
gen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie 
unter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 
BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

9. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (Verfahren EA 2023 17 und EA 2023 20) 
- Stadtammannamt und Betreibungsamt Zürich 1 als Lead-Betreibungsamt
- Betreibungsamt Ägerital 
- Betreibungsamt Stadt Luzern 
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

versandt am: