# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fd80528-ed0d-50e1-b596-51e4f390ba73
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-10-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.10.2010 UV 2010/4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-4_2010-10-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/4

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 25.10.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 25.10.2010
Art. 6 UVG: Unfallkausalität gesundheitlicher Beschwerden nach zwei kurz 
aufeinanderfolgenden HWS-Distorsionen. Die erfolgten Abklärungen 
genügen dem Untersuchungsgrundsatz, weshalb auf eine interdisziplinäre 
Begutachtung verzichtet werden kann. Beurteilung der Adäquanz nach BGE 
134 V 109 ff. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 25. Oktober 2010, UV 2010/4).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 25. Oktober 2010

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Romeo Minini, Grand & Nisple Rechtsanwälte, 

Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1956 geborene B.___ war über die Arbeitslosenversicherung bei der Suva 

gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 14. März 2007 mit seinem Auto vor 

einem Fussgängerstreifen anhielt und der hinter ihm fahrende Personenwagen auf ihn 

auffuhr (Suva-act. 3.2/1). Der am Folgetag konsultierte Hausarzt Dr. med. A.___ 

diagnostizierte eine HWS-Distorsion (Suva-act. 3.2/2) und hielt als Beschwerden Kopf- 

und Nackenschmerzen, Schwindel, ein Verstopfungsgefühl in den Ohren sowie 

Augenflimmern fest (Suva-act. 3.2/3). Röntgenuntersuchungen vom 26. März 2007 

ergaben eine regelrechte Abbildung der ossären Strukturen ohne Nachweis eines 

Knochenödems (Suva-act. 3.2/9). Der Hausarzt attestierte eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 3.2/2), und die Suva erbrachte die gesetzlichen 

Leistungen.

A.b   Mit Meldung vom 4. Juni 2007 liess der Versicherte der Suva einen weiteren 

Auffahrunfall mitteilen, in welchen er am 2. Juni 2007 involviert gewesen sei (Suva-

act. 3.1/1). Als er an einer Kreuzung zum abbiegen angehalten habe, sei ein Smart 

frontal gegen das Heck seines Autos geprallt (Suva-act. 3.2/11). Der Versicherte wurde 

ins Spital Altstätten eingeliefert, wo man mit Zeugnis vom 25. Juli 2007 wiederum eine 

HWS-Distorsion diagnostizierte. Als Befund wurden Kopfschmerzen, aber keine 

frischen ossären Läsionen festgehalten (Suva-act. 3.1/2).

A.c   Am 14. November 2007 fand in der Rehaklinik Bellikon ein Ambulantes 

Assessment statt. Als Diagnose hielten die untersuchenden Ärzte ein 

zervikospondylogenes Syndrom und ein panvertebrales Syndrom linksbetont, ein 

unklares neurologisches Befundbild, eine radiologisch bekannte DH (Diskushernie) 

C5/6 rechts mit möglicher Einengung der Wurzel C6 links, ein bekanntes chronisches 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom sowie den Verdacht auf eine Ulnaris-Neuropathie 

links fest. Sie empfahlen dringend eine neurologische Konsiliaruntersuchung bei Bedarf 

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mit Anfertigung eines Schädel-MRI zum Ausschluss eines etwaigen hirnorganischen 

Geschehens (Suva-act. 3.1/20).

A.d   Nach klinisch-neurologischer und elektroneurographischer Untersuchung vom 

8. Januar 2008 hielt Dr. med. B.___, Arzt für Neurologie, EEG ENMG, Therapiezentrum, 

seine Befunde im Bericht vom 3. April 2008 fest (Suva-act. 3.1/36). Zwischenzeitlich 

nahm die Arbeitsgruppe für Unfallmechanik (AGU) im Auftrag der Suva am 24. Januar 

2008 eine biomechanische Kurzbeurteilung vor (Suva-act. 3.1/26).

A.e   Oberarzt Dr. med. C.___, Hals-Nasen-Ohrenklinik des Kantonsspitals St. Gallen 

(KSSG), berichtete am 14. Mai 2008 über blande Ergebnisse nach HNO-Abklärung vom 

13. Mai 2008, insbesondere hätten sich keine Anhaltspunkte für eine peripher-

vestibuläre Ursache des Schwindels ergeben (Suva-act. 3.1/40). Gestützt auf diese 

sowie die neurologischen Abklärungen verneinte der zuständige Suva-Kreisarzt den 

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem gegenwärtigen Status des 

Versicherten und den beiden Unfällen (Suva-act. 3.1/41).

A.f    Mit Verfügung vom 5. Juni 2008 eröffnete die Suva dem Versicherten die 

Einstellung der Versicherungsleistungen per 15. Juni 2008 mit der Begründung, dass 

die noch geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar und die 

Adäquanz zu verneinen sei (Suva-act. 3.1/43).

B.       

B.a   Gegen diese Verfügung liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 

Andreas Fäh, St. Gallen, am 7. Juli 2008 Einsprache erheben (Suva-act. 3.1/48).

B.b   Am 10. März 2009 wurde der Versicherte vom Kreisarzt-Stellvertreter Prof. Dr. 

med. D.___, FMH Orthopädische Chirurgie, untersucht, welcher festhielt, dass der 

Endzustand nach Traumatisierung der Halswirbelsäule erreicht sei und wesentliche 

Residuen der Traumatisierung, die ohne strukturelle Läsionen abgelaufen seien, heute 

orthopädischerseits nicht mehr festgestellt werden könnten (Suva-act. 64).

B.c   Am 24. Juni 2009 verfügte die Suva in teilweiser Gutheissung der Einsprache des 

Versicherten die Anerkennung einer Leistungspflicht bis 12. März 2009. Per 13. März 

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2009 stelle sie die Versicherungsleistungen definitiv ein, da keine adäquaten 

Unfallfolgen mehr vorliegen würden (Suva-act. 3.1/69). Dagegen erhob der Versicherte 

durch seinen Rechtsvertreter am 17. August 2009 Einsprache (Suva-act. 3.1/71) und 

begründete diese mit Eingabe vom 21. September 2009 (Suva-act. 3.1/73).

B.d   Die Suva wies die Einsprache des Versicherten mit Entscheid vom 27. November 

2009 mit der Begründung ab, dass der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den 

weiterhin geklagten Beschwerden und den Unfällen des Versicherten vom 14. März 

und 2. Juni 2007 fehle (Suva-act. 3.1/75).

C.       

C.a   Hiergegen richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Romeo Minini, St. Gallen, für 

den Versicherten erhobene Beschwerde vom 14. Januar 2010 mit den Anträgen, der 

Einspracheentscheid vom 27. November 2009 sei aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Versicherungsleistungen auf Grund der 

Unfälle vom 14. März und 2. Juni 2007 auszurichten. Zudem seien weitere umfassende 

medizinische Gutachten einzuholen, insbesondere sei eine otoneurologische und eine 

psychiatrische Abklärung vorzunehmen und es sei dem Beschwerdeführer die 

unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur 

Begründung führt der Rechtsvertreter im Wesentlichen aus, dass der medizinisch 

relevante Sachverhalt in Bezug auf die Kausalität der offensichtlich und unbestritten 

bestehenden HWS-Beschwerden und der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit 

noch nicht rechtsgenüglich abgeklärt sei.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 9. Februar 2010 beantragte die durch Rechtsanwalt 

lic. iur. Reto Bachmann, Luzern, vertretene Beschwerdegegnerin Abweisung der 

Beschwerde.

C.c   In der Replik vom 1. März 2010 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

fest (act. G 5). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik 

(act. G 7).

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C.d   Am 25. Mai 2010 bewilligte der Präsident des Versicherungsgerichts die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung des Beschwerdeführers durch Rechtsanwalt lic. 

iur. Minini (act. G 13).

C.e   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, 

in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht bezüglich der Unfälle vom 

14. März und 2. Juni 2007 und erbrachte entsprechende Versicherungsleistungen. 

Streitig und zu prüfen ist, ob sie weitere Leistungen ab 13. März 2009 wegen fehlender 

Adäquanz der Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers zu Recht verweigert hat.

2.        

2.1    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

Bestimmungen über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) zutreffend dargelegt; 

darauf ist zu verweisen. Anzufügen bleibt, dass im Bereich klar ausgewiesener 

organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen Veränderungen (ein 

organisches Substrat konnte mit Bild gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, 

Computertomogramm, EEG] nachgewiesen werden) die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle spielt. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher 

Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 

291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht 

automatisch auch die Bejahung der adäquaten Kausalität, können doch gerade 

klinische Befunde erfahrungsgemäss auch psychisch ausgelöst werden. In diesen 

Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt 

zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall 

ein Schleudertrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung 

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gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen, 

dass eine versicherte Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, muss geprüft 

werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik 

aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung 

ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen 

aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die 

Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten bzw. den mit 

BGE 134 V 109 modifizierten Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum 

adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass 

die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den 

organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, 

ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b). Zu präzisieren 

bleibt, dass die zu den Verletzungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte 

Rechtsprechung zum natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 119 V 

335, 117 V 359) auch auf analoge Verletzungen wie Distorsionen der HWS sowie 

Schädel-Hirntraumata anwendbar ist, wenn und soweit sich dessen Folgen mit jenen 

eines Schleudertraumas vergleichen lassen (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 17. August 2004 i/S O.G. [U 243/03]; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 

317, E. 3; BGE 117 V 369).

2.2    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 

gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 

eine und nicht die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

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umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).

2.3    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195 und BGE 122 V 157 

E. 1a S. 158 je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 180 E. 3.2 S. 183f.). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die 

Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten 

jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten 

wollte. Eine Umkehr der Beweislast findet allerdings dann statt, wenn sich der 

entsprechende Nachweis aus Gründen nicht (mehr) erbringen lässt, welche der 

Versicherer bzw. die Gegenpartei zu verantworten hat (vgl. BGE 92 I 253 E. 3 S. 257 

und Urteil des Bundesgerichts 8C_762/2008 vom 7. Mai 2009 sowie Urteil des EVG 

vom 18. Oktober 2006 i/S A. [U 509/05] E. 1.2 mit Hinweisen). Diese Beweisregeln 

greifen jedoch erst dann Platz, wenn die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es 

sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund 

einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 261 

E. 3b S. 264 mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 E. 3b S. 328).

3.        

3.1    Der Beschwerdeführer gab anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 

10. März 2009 an, beim schnellen Drehen unter Schwindelerscheinungen, mehr 

linksseitig lokalisierten Nackenbeschwerden, einem Unvermögen zur flüssigen Drehung 

des Kopfes bzw. zur Neigung der Halswirbelsäule, einer Schwäche im linken Arm/der 

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linken Hand sowie Rückenbeschwerden beim sich Bücken und Aufheben von 

schweren Gegenständen zu leiden. Zudem trete am Morgen jeweils ein 

Steifigkeitsgefühl im Nacken auf. Gemäss eigenen Angaben litt der Beschwerdeführer 

bereits vor den beiden Unfällen unter Schwindel und Rückenbeschwerden. Letztere 

führte er auf ein Überhebetrauma vor 15 Jahren zurück. Seither habe er hin und wieder 

Rückenbeschwerden, die in die Beine ausstrahlen würden (Suva-act. 3.1/64). Den 

medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die vom Beschwerdeführer über den 

12. März 2009 hinaus geklagten, nicht bereits vorbestehenden Beschwerden nicht mit 

klar ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn nachweisbarer struktureller 

Veränderungen erklärbar sind. Erste Röntgenbilder vom 26. März 2007 zeigten eine 

regelrechte Abbildung der ossären Strukturen ohne Nachweis eines Knochenödems. 

Im Segment C5/6 war ein flacher rechts mediolateraler nach intraforaminär reichender 

Discusprolaps sichtbar (Suva-act. 3.2/9), der später gemäss Dr. B.___ unter Hinweis 

auf den MRI-Befund als vorbestehend und unverändert beurteilt wurde (Suva-act. 

3.1/36). Zugleich lagen in diesem Segment ossäre Veränderungen mit Retrospondylose 

und Unkarthrose rechts vor, wodurch eine Bedrängung der austretenden C6-Wurzel 

rechts möglich sei. Ausserdem zeigte sich eine diskrete Protrusion im Segment C6/7 

(Suva-act. 3.2/9). Die nach erneuter HWS-Distorsion erstellten Bilder vom 3. Juli 2007 

ergaben ebenfalls keinen Hinweis auf eine knöcherne Läsion oder einen traumatischen 

Bandscheibenvorfall (Suva-act. 3.1/12). Ein craniocerebrales MRI vom 25. Februar 

2008 zeigte einen umschriebenen liquorintensen Parenchymdefekt am Caput des 

Nucleus caudatus links sowie in den Basalganglien links mit angrenzender 

umschriebener Gliosezone, am ehesten älteren ischämischen Läsionen entsprechend, 

im Übrigen aber eine regelrechte Darstellung des Gross- und Kleinhirns sowie des 

Kleinhirnbrückenwinkels (Suva-act. 3.1/36 Anhang: Bericht des Spital Grabs vom 26. 

Februar 2008). Klinisch erhobene Druckdolenzen, Muskelhartspann sowie 

Bewegungseinschränkungen im Bereich der HWS stellen praxisgemäss kein klar 

fassbares organisches Substrat dar (vgl. Urteil des EVG vom 3. August 2005 i/S M. 

[U 9/05] E. 4 und vom 23. November 2004 i/S B. [U 109/04] E. 2.2). Klinisch-

neurologisch bestanden sodann gemäss Dr. B.___ keine auf den Unfall 

zurückzuführenden Auffälligkeiten (vgl. Suva-act. 3.1/36). Damit sind weder äussere 

noch innere Verletzungen klinisch oder bildgebend dokumentiert.

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3.2    Nach Angaben des Beschwerdeführers verspürte er noch zwei Monate nach dem 

ersten Auffahrunfall ständige Schmerzen im Kreuz, welche zwar bereits vor diesem 

Unfall vorhanden gewesen seien, sich seither jedoch verstärkt hätten (Suva-act. 3.2/7). 

Im Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung vom 10. März 2009 traten die 

Rückenschmerzen dann lediglich noch beim sich Bücken und Aufheben von schweren 

Gegenständen auf (Suva-act. 3.1/64 S. 3). Mit Prof. Dr. D.___ ist hinsichtlich der 

anlässlich der beiden Unfälle erlittenen Verschlimmerung des cervicalen 

Diskushernienleidens folglich davon auszugehen, dass diese zwei Jahre nach dem 

Unfall abgeklungen ist. Demgemäss sei das aktuelle Beschwerdebild als 

panvertebrales Schmerzbild auf Grund degenerativer Wirbelsäulenveränderungen 

einzuordnen (Suva-act. 3.1/64 S. 6). Schliesslich ist als medizinische 

Erfahrungstatsache anerkannt, dass der organische Zustand des Rückens nach 

Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen in der Regel sechs 

Monate bzw. spätestens ein Jahr (bei degenerativen Veränderungen) nach dem Unfall 

soweit wiederhergestellt ist, wie er auch dann wäre, wenn sich der Unfall niemals 

ereignet hätte (Status quo sine; Erich Bär, Bertrand Kiener, Prellung, Verstauchung 

oder Zerrung der Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen Nr. 67 der Suva, S. 45). 

Auszuschliessen ist auf Grund der oben beschriebenen bildgebenden Befunde 

ebenfalls eine richtunggebende, mithin dauernde, unfallbedingte Verschlimmerung der 

degenerativen Schäden im Bereich der Wirbelsäule, da eine solche Verschlimmerung 

gemäss medizinischen Erfahrungswerten nur dann als erwiesen gelten kann, wenn die 

Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel und das Auftreten bzw. die 

Vergrösserung von Randzacken nach einem Trauma aufzeigt (E. Morscher, in: Bauer/

Nigst [Hrsg.], Versicherungsmedizin, 2. Aufl. Bern 1985, S. 191). Folglich ist mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer 

durch die fraglichen Unfälle im Bereich der Wirbelsäule weder eine klar ausgewiesene 

neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung noch 

eine richtunggebende Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands erlitten hat.

4.        

4.1    Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleuderverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne nachweisbare 

pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle 

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Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein 

Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen 

Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, 

Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa).

4.2    Gemäss den medizinischen Akten stellten sowohl der Hausarzt als auch die 

weiteren Ärzte nach beiden Unfallereignissen die Diagnose einer HWS-Distorsion 

(Suva-act. 3.2/2, 3.1/2, 3.1/20, 3.1/36, 3.1/64 S. 5). Distorsionen der HWS sind Folgen 

von Beschleunigungskräften, die im Sinn einer Überdehnung und Überbiegung auf die 

HWS einwirken und mit einem Kopfanprall verbunden sein können. Ein eigentliches 

Schleudertrauma liegt nur dann vor, wenn bei einer Auffahrkollision durch die plötzliche 

Beschleunigung des getroffenen Fahrzeugs der Kopf des Insassen - ohne anzuprallen - 

zuerst nach hinten zu knicken scheint und anschliessend nach vorne beschleunigt wird. 

Führt der Beschleunigungsmechanismus zu einem Kopfanprall, sollte nicht von einem 

Schleudertrauma, sondern von einer HWS-Distorsion gesprochen werden (vgl. 

diesbezüglich Thomas Locher, HWS-Distorsionen [Schleudertrauma] - Einführung in 

die Rechtslage nach schweizerischem Recht, in: Murer/Niederer/Radanov/Rumo-

Jungo/Sturzenegger/Walz [Hrsg.], Das sogenannte "Schleudertrauma" - medizinische, 

biomechanische und rechtliche Aspekte der Distorsionen der Halswirbelsäule, Bern 

2001, S. 31 f.). Beim Unfall vom März 2007 gab der Beschwerdeführer an, mit dem 

Kopf an der korrekt eingestellten Kopfstütze angeprallt zu sein (Suva-act. 3.2/3), beim 

zweiten Unfall im Juni 2007 sei es ihm dagegen für eine kurze Zeit "schwarz vor 

Augen" geworden. Ob der Beschwerdeführer gestützt auf diese Schilderungen ein 

eigentliches Schleudertrauma oder eine schleudertraumaähnliche Verletzung, d.h. eine 

HWS-Distorsion und/oder sogar ein Schädel-Hirntrauma, erlitten hat, braucht jedoch 

nicht abschliessend geklärt zu werden. Es genügt, dass davon ausgegangen werden 

kann, dass er in jedem Fall eine Beschleunigungsverletzung der HWS erlitten hat, auch 

wenn sich diese unbestrittenermassen nicht als strukturelle Verletzung zeigte. 

Abzuklären bleibt damit, ob bzw. inwieweit die geklagten Beschwerden auch ohne 

nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde weiterhin als unfallkausal zu 

bezeichnen sind.

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4.3    Ist ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert 

und liegt - wie dies konkret der Fall ist - kein fassbarer pathologischer (unfallbedingter) 

Befund an der HWS vor, muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, 

Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit 

und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

vorliegen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e). Dieses 

Beschwerdebild mit einer Häufung muss jedoch nicht in seiner umfassenden 

Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. 

Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder 

an der HWS manifestieren (Urteile des Bundesgerichts vom 30. Januar 2007 i/S T. [U 

215/05] und vom 15. März 2007 i/S G. [U 258/06]; RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 E. 5e). Die 

anderen im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung 

typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem 

Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen.

4.4    Laut den echtzeitlichen Akten sind beim Beschwerdeführer nach beiden Unfällen 

innerhalb der erforderlichen Latenzzeit Schmerzen im Kopf und Nacken sowie 

Schwindel bzw. "ein Schwarzwerden" (Suva-act. 3.2/3, 3.1/2, 3.1/6) aufgetreten. 

Zusätzlich beklagte er nach dem ersten Unfall die typischerweise ebenfalls meist sofort 

nach Beschleunigungsverletzungen auftretenden Ohrenbeschwerden - vorliegend in 

Form eines Verstopfungsgefühls in den Ohren - sowie Augenflimmern (Suva-act. 3.2/3; 

vgl. dazu Liste in H. Schmidt/J. Senn [Hrsg.], Schleudertrauma - neuester Stand: 

Medizin, Biomechanik, Recht und Case Management, Zürich 2004, S. 14 f.). Die 

weiteren Beschwerden wie Schmerzen im Rücken und Parästhesien in den Fingern 4 

und 5 - wobei die Ursache für Letztere gemäss Prof. Dr. D.___ unklar ist (Suva-act. 

3.1/64 S. 5) - sind dagegen in den Akten erst etwas später, konkret erst nachdem sich 

auch der zweite Unfall ereignet hatte, erwähnt (Suva-act. 3.1/20). Nachdem beim 

Beschwerdeführer somit innerhalb der erforderlichen Latenzzeit fünf der für einen 

Beschleunigungsmechanismus der HWS typischen Symptome aufgetreten sind, kann 

von einem typischen, wenn auch nicht ausgeprägten Beschwerdebild gesprochen 

werden, das als natürlich-kausale Unfallfolge eines HWS-Traumas zu betrachten ist. 

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Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin den Leistungsanspruch des 

Beschwerdeführers bis 12. Mai 2009 auch anerkannt.

5.        

5.1    Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt kumulativ voraus, dass zwischen 

dem Unfall und der eingetretenen Gesundheitsbeeinträchtigung die natürliche sowie 

die adäquate Kausalität gegeben sein muss. Sie entfällt erst, wenn das Dahinfallen 

jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Weil es 

sich dabei um eine leistungsaufhebende Tatsache handelt, liegt die Beweislast nicht 

bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (Urteil des EVG vom 15. 

Oktober 2003 i/S P. [U 154/03], RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45).

5.2    Die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den über den 13. 

Oktober 2008 hinaus geklagten Beschwerden und den streitigen Unfällen ist vorliegend 

v.a. auch im Hinblick auf die Vorzustände wie der Rücken- und Schwindelbeschwerden 

(Suva-act. 3.1/7, 3.2/7, 3.1/64 S. 3) nicht eindeutig feststellbar. Sie kann jedoch offen 

bleiben, wenn - wie nachfolgende Ausführungen ergeben - eine weitergehende 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin mangels Bestehens des kumulativ 

vorausgesetzten adäquaten Kausalzusammenhangs zu verneinen ist (BGE 135 V 472 

E. 5.1).

6.        

6.1    Gemäss Art. 19 UVG hat die Einstellung der vorübergehenden Leistungen dann 

zu erfolgen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands des Versicherten mehr erwartet werden kann und 

allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. 

Nach konstanter Rechtsprechung heisst dies, dass der Versicherer Heilbehandlung und 

Taggelder nur solange zu gewähren hat, als von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden 

kann. Sind die Voraussetzungen für den Fallabschluss erfüllt, ist der Fall unter 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs 

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auf eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 

114 E. 4.1). Der Fallabschluss durch den Unfallversicherer bedingt laut Urteil des 

Bundesgerichts vom 4. November 2008 i/S G. (8C_467/2008, E. 5.2.2.2) lediglich, dass 

von weiteren Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr 

erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger 

erforderlich ist. Der Gesundheitszustand der versicherten Person ist dabei 

prognostisch und nicht auf Grund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen (RKUV 

2005 Nr. U 577 S. 388 E. 3).

6.2    Nach den Ausführungen von Prof. Dr. D.___ war der Endzustand der 

Traumatisierung der Halswirbelsäule im Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung am 

10. März 2009 erreicht. Es hätten orthopädischerseits aktuell keine wesentlichen 

Residuen der Traumatisierung, die ohne strukturelle Läsionen abgelaufen sei, mehr 

festgestellt werden können (Suva-act. 3.1/64 S. 5). Auch die Ausführungen des 

Neurologen Dr. B.___ sowie die durch die Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG 

durchgeführten Untersuchungen ergaben keine Unfallrestfolgen und somit keine 

Notwendigkeit zur weiteren Behandlung von unfallkausalen Beschwerden mit Aussicht 

auf eine namhafte Besserung (Suva-act. 3.1/36, 3.1/40). Damit ist festzustellen, dass 

die Beschwerdegegnerin den Zeitpunkt der Adäquanzprüfung und damit auch den 

Fallabschluss nicht zu früh angesetzt hat und dieser folglich nicht zu beanstanden ist.

7.        

7.1    Für die Prüfung der Adäquanz gilt es zu beachten, dass die typische 

Symptomatik nach Schleudertraumen organische und psychische Komponenten 

aufweist. Daher erfolgt die Adäquanzbeurteilung nach Distorsionen der HWS (ohne 

nachweisbare organische Unfallfolgeschäden) grundsätzlich nach der Rechtsprechung 

gemäss BGE 117 V 359 E. 6a und 369 E. 4b ohne Unterscheidung zwischen 

körperlichen und psychischen Beschwerden. Kann hingegen nicht von einem 

vielschichtigen somatisch-psychischen Beschwerdebild - d.h. von einem komplexen 

Gesamtbild unfallbedingter psychischer Beschwerden und ebenfalls unfallkausaler 

organischer Störungen - gesprochen werden, hat die Prüfung der adäquaten Kausalität 

praxisgemäss unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall 

gemäss BGE 115 V 133 ff. zu erfolgen. Dieses Vorgehen greift Platz, wenn die zum 

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typischen Beschwerdebild eines HWS-Schleudertraumas gehörenden 

Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur ausgeprägten 

psychischen Problematik aber unmittelbar nach dem Unfall ganz in den Hintergrund 

getreten sind oder die physischen Beschwerden im Verlauf der ganzen Entwicklung 

vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete 

Rolle gespielt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 17. April 2008 i/S B. 

[8C_181/2007] E. 2.4).

7.2    Den Akten ist nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in psychiatrischer 

Behandlung stünde, zeitweilig stand oder immerhin unter starken psychischen 

Beeinträchtigungen leiden würde. Allein die nicht weiter ausgeführte Angabe im Suva-

Erhebungsblatt zur Abklärung von HWS-Fällen vom 10. August 2007, der 

Beschwerdeführer habe vor dem Unfallereignis vom 2. Juni 2007 unter psychischen 

Beschwerden gelitten (Beschwerde unter dem Titel eines Vorzustands aufgeführt), 

vermag daran nichts zu ändern. Vor diesem Hintergrund ist die für beide Unfälle 

grundsätzlich gesondert vorzunehmende Adäquanzprüfung nach der Rechtsprechung 

gemäss BGE 117 V 366 ff. bzw. BGE 134 V 109 ff. vorzunehmen.

8.        

8.1    Hat die versicherte Person mehr als einen Unfall mit Schleudertrauma der HWS 

oder gleichgestellter Verletzung erlitten, so ist die Adäquanz prinzipiell für jeden Unfall 

gesondert zu beurteilen. In diesem Rahmen ist es nach der Rechtsprechung jedoch 

nicht generell ausgeschlossen, die wiederholte Betroffenheit desselben Körperteils bei 

der Adäquanzprüfung zu berücksichtigen. Letzteres ist insbesondere dann denkbar, 

wenn die Auswirkungen der verschiedenen Ereignisse auf gewisse Beschwerden und/

oder auf Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht voneinander abgegrenzt werden 

können (SVR 2007 UV Nr. 1 S. 1 [U 39/04], E. 3.3.2 mit Hinweisen; J.-M. Duc, La 

jurisprudence des assurances sociales concernant les traumatismes cervicaux, SZS 

52/2008 S. 66f.). Die vom Beschwerdeführer erlittenen Unfälle, die jeweils ein HWS-

Distorsionstrauma hervorriefen, datieren vom 14. März und 2. Juni 2007 und liegen 

zeitlich mithin nahe beieinander. Da beide Male der gleiche Körperteil betroffen wurde 

und sich vorliegend kaum mehr unterscheiden lässt, welche Beeinträchtigungen nun 

welchem Unfallereignis zugeordnet werden können, rechtfertigt es sich hier 

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ausnahmsweise, eine gesamthafte Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

vorzunehmen, (vgl. dazu auch J.-M. Duc, a.a.O., S. 67 sowie die dort in Anm. 40 zitierte 

Rechtsprechung).

8.2    Bei den in Frage stehenden Auffahrkollisionen vom 14. März 2007 (Suva-act. 

3.2/1) und 2. Juni 2007 (Suva-act. 3.1/1, 3.1/26) ist beide Male auf Grund des 

Geschehensablaufs - vor einem Fussgängerstreifen bzw. zum links Abbiegen 

anhaltendes Fahrzeug erfährt eine Heckkollision durch den nachfolgenden 

Personenwagen - von einem mittelschweren Ereignis im Grenzbereich zu den leichten 

Unfällen auszugehen (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236). Diese Einteilung lässt sich auch 

mit dem unfallanalytischen Kurzgutachten der AXA Winterthur vom 14. Januar 2008 

(Suva-act. 3.2/15a) und der biomechanischen Kurzbeurteilung (Triage) der AGU vom 

24. Januar 2008 (Suva-act. 3.1/26) vereinbaren, welche beim Unfall vom 14. März 2007 

von einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung von 8 -10km/h und beim 

Unfall vom 2. Juni 2007 von einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung 

(Delta-v) von 10 - 15km/h (AGU) bzw. 6 - 8km/h (AXA) ausgingen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 30. Januar 2009 i/S R. [8C_824/2008] E. 4.2) und 

rechtsprechungsgemäss als gewichtige Anhaltspunkte bei dieser Einteilung dienen 

können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2008 i/S M. [8C_33/2008] E. 7.1 

mit Hinweisen). Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist somit zu bejahen, wenn 

ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders 

ausgeprägter Weise vorliegt oder die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder 

auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 359 E. 6b).

8.2.1           Vorliegend kann nicht von besonders dramatischen Begleitumständen oder 

einer besonderen

Eindrücklichkeit des Unfalls gesprochen werden.

8.2.2           Gemäss BGE 134 V 109 genügt die Annahme eines HWS-

Schleudertraumas für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere oder 

besonderen Art der erlittenen Verletzung. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere 

der dafür typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das 

Beschwerdebild beeinflussen können (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86). Diese können 

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beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körperhaltung und 

den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86). Auch 

erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem 

Schleudertrauma, der äquivalenten Verletzung der HWS oder dem Schädel-Hirntrauma 

beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein (BGE 134 V 127 f. E. 10.2.2). 

Solche Umstände liegen hier insofern vor, als der Beschwerdeführer in äusserst kurzem 

zeitlichem Abstand (zweieinhalb Monate) zweimal eine HWS-Distorsion erlitten hat. In 

einem ähnlichen Fall legte das Eidgenössische Versicherungsgericht dar, es 

entspreche der allgemeinen Lebenserfahrung, dass pathologische Zustände nach 

HWS-Verletzungen bei erneuter Traumatisierung ausserordentlich stark exazerbieren 

können. Eine HWS-Distorsion, welche eine bereits durch einen früheren versicherten 

Unfall erheblich vorgeschädigte HWS trifft, ist demnach speziell geeignet, die typischen 

Symptome hervorzurufen, und deshalb als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren 

(Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 2008 i/S E. [8C_266/2008] E. 4.2.3, SVR 

2007 UV Nr. 1 S. 1 E. 3.4.2 [U 39/04]). Zwar ist fraglich, ob der erste Unfall vom 14. 

März 2007 eine erhebliche und dauerhafte Schädigung der HWS zur Folge hatte. Da 

jedoch davon auszugehen ist, dass es beim zweiten Unfall zu einer Verstärkung der 

Symptomatik kam, ist das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen 

Verletzung zu bejahen.

8.2.3           Für die Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung wird auf die 

kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des 

Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung abgestellt. Eine Behandlung, die 

lediglich noch der Erhaltung des bestehenden Gesundheitszustands und nicht der 

Heilung dient, ist im Rahmen der Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht relevant. 

Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualität 

einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des Bundesgerichts vom 

27. Februar 2008 i/S D. [U 11/07] E. 5.3.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer erhielt 

nach beiden Unfallereignissen Schmerzmittel und nach der zweiten Auffahrkollision für 

drei Tage eine Halskrause verschrieben (Suva-act. 3.2/1, 3.1/2, 3.2/10, 3.2/11). Eine 

Physiotherapiebehandlung nach dem ersten Ereignis musste jedoch wegen 

zunehmender Schmerzen abgebrochen werden (Suva-act. 3.2/7). Danach fanden 

lediglich verschiedene Abklärungen, ein ambulantes Assessment in der Rehaklinik 

Bellikon, eine sechsmalige Spritzentherapie sowie alle ein bis drei Wochen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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Konsultationen beim Hausarzt statt (vgl. u.a. Suva-act. 3.2/11, 3.1/11, 3.1/12, 3.1/20, 

3.1/36, 3.1/40, 3.1/64). Ansonsten wurden weder Hospitalisationen noch andere 

planmässigen Behandlungen durchgeführt. Demzufolge ist dieses Kriterium nicht 

erfüllt.

8.2.4           Beim Kriterium der erheblichen Beschwerden beurteilt sich die 

Erheblichkeit nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche 

die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 

E. 10.2.4). Der Beschwerdeführer erklärte gegenüber dem Kreisarzt-Stellvertreter, er 

leide an Schwindelbeschwerden beim schnellen sich Drehen, an mehr linksseitig 

lokalisierten Nackenbeschwerden, einem Unvermögen beim flüssigen Kopfdrehen bzw. 

dem Neigen der Halswirbelsäule, einer Schwäche im linken Arm/der linken Hand und 

an Rückenbeschwerden beim sich Bücken und Aufheben von schweren 

Gegenständen. Zudem habe er morgens jeweils ein Steifigkeitsgefühl im Nacken und 

fernhin ein Ohrengeräusch seit dem zweiten Unfall, so dass er manchmal auch Glocken 

klingen höre (Suva-act. 3.1/64 S. 3). Hierbei ist zu beachten, dass die 

Schwindelbeschwerden beim Beschwerdeführer bereits seit vielen Jahren bzw. sogar 

seit der Kindheit bestehen und es sich gemäss Prof. Dr. D.___ gestützt auf die 

Abklärungen der Hals-Nasen-Ohrenklinik des KSSG vom 13. Mai 2008 (vgl. Suva-act. 

3.1/40) um keinen cervical bedingten Schwindel handelt (Suva-act. 3.1/ 64 S. 5). Die 

Sensibilitätsstörung an der linken Hand ist laut dem Bericht von Dr. B.___ Folge eines 

Sulcus ulnaris-Syndroms, welches nach Angaben des Beschwerdeführers beim 2. 

Unfall entstanden sei. Da auf Grund der neurologischen Untersuchung keine 

Anhaltspunkte für eine Kontinuitätsdurchtrennung der Nerven vorliegen, sei davon 

auszugehen, dass es in einem Zeitrahmen von mehreren Monaten wohl zu einer 

langsamen Verbesserung der Sensibilität kommen werde (Suva-act. 3.1/36). Dr. D.___ 

stellte die Ursache des Sulcus ulnaris-Syndroms in Frage (Suva-act. 3.1/64 S. 5), da es 

hierfür wohl keinen konkreten Nachweis gebe. Hinsichtlich der Polyneuropathie der 

Beine befand er die Ätiologie als unklar (Suva-act. 3.1/64 S. 5), wogegen Dr. B.___ 

deren Ursache in jedem Fall in einem Vitamin B 12-Mangel und möglicherweise auch in 

einer Alkoholproblematik (erhöhtes MCV) sah. Nachdem auch die Rückenbeschwerden 

- wie dargelegt (vgl. Erwägung 3.2) - nicht überwiegend wahrscheinlich als 

unfallbedingt gelten, sind im Hinblick auf diese zahlreichen Vorzustände somit lediglich 

die noch vorhandenen Nackenbeschwerden sowie ein teilweise bestehendes 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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Ohrengeräusch auf die beiden Unfallereignisse zurückzuführen. Damit lässt sich das 

Kriterium der erheblichen Beschwerden nicht bejahen.

8.2.5           Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmern würde, sind sodann nicht aktenkundig. Ebenso ist weder auf 

Grund der Akten noch der Vorbringen des Beschwerdeführers ersichtlich, inwiefern ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen vorliegen sollten, weshalb 

auch dieses Kriterium zu verneinen ist.

8.2.6           Zu prüfen ist schliesslich, ob das Kriterium der erheblichen 

Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen gegeben ist. Vorliegend war der 

Beschwerdeführer im Zeitpunkt des ersten Unfalls im März 2007 seit einem halben Jahr 

arbeitslos (Suva-act. 3.2/1). Obgleich er schon über längere Zeit Beschwerden im 

Rücken gehabt habe und deswegen auch in Behandlung sei, sei er deswegen nie 

arbeitsunfähig gewesen (Suva-act. 3.2/7). Nach den Unfällen schrieb ihn sein Hausarzt 

Dr. A.___ durchgehend zu 100% arbeitsunfähig (Suva-act. 3.2/2, 3.2/10, 3.1/4, 3.1/5, 

3.1/11, 3.1/15), wogegen ihm nach dem zweiten Unfall im Spital Altstätten noch keine 

Arbeitsunfähigkeit attestiert worden war (Suva-act. 3.1/2). Im Bericht der Rehaklinik 

Bellikon vom 5. November 2007 wird zwar keine Angabe zur Höhe der 

Arbeitsunfähigkeit gemacht, jedoch festgehalten, dass es eventuell für sinnvoll erachtet 

werde, den Beschwerdeführer eingliederungsmässig eng zu begleiten (Suva-act. 3.1/20 

S. 3), weshalb folglich bereits wenige Monate nach dem zweiten Unfall nicht mehr von 

einer vollen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen wurde. Ausserdem ist hierbei zu beachten, 

dass die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers lediglich zu einem geringen Teil auf 

die Nackenbeschwerden und ebenso höchstens noch zu einem kleinen Anteil auf eine 

temporäre Verschlimmerung der Rückenprobleme zurückzuführen war. Selbst wenn 

sich der Beschwerdeführer auch nach den beiden Unfällen noch verschiedentlich auf 

"Druck" des RAVs beworben hat (vgl. hierzu Suva-act. 3.2/63 S. 2), kann folglich nicht 

von einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen 

ausgegangen werden.

8.2.7           Insgesamt betrachtet liegt somit höchstens eines (Schwere oder besondere 

Art der erlittenen Verletzung) der massgeblichen sieben Adäquanzkriterien gemäss 

BGE 134 V 130 E. 10.3 vor, wobei eine besondere Ausprägung nicht gegeben ist. Der 

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adäquate Kausalzusammenhang der Unfälle vom 14. März und 2. Juni 2007 mit den 

über den 13. März 2009 hinaus geklagten gesundheitlichen Beschwerden ist daher zu 

verneinen.

9.        

Dem Begehren, es seien umfassende medizinische Gutachten einzuholen, 

insbesondere es seien eine otoneurologische und eine psychiatrische Abklärung 

vorzunehmen, ist nicht stattzugeben. Der Beschwerdeführer wurde sowohl 

orthopädisch, neurologisch als auch otologisch umfassend untersucht. Dabei 

zeichnete sich weder bei jenen Abklärungen noch während des ambulanten 

Assessments in der Rehaklinik Bellikon ein Bedarf zur psychologischen Untersuchung 

ab. Zudem durfte die Beschwerdegegnerin auf Grund der Schwindel-Vorzustände und 

der Ergebnisse der Hals-Nasen-Ohrenabklärung auf eine otoneurologische Abklärung 

mit Ziel der Behandlung unfallkausaler Beschwerden verzichten. Da die ärztlichen 

Berichte begründet, nachvollziehbar und in sich schlüssig sind und der kreisärztliche 

Abschlussbericht sowohl auf eigenen Untersuchungen beruht, als auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist und in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet (vgl. zum Beweiswert von 

Arztberichten: BGE 125 V 351 E. 3a, RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 mit Hinweisen) und 

nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des 

vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet 

werden (antizipierte Beweiswürdigung vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, 124 V 90 E. 4b S.

94; Praxis 88/1999 Nr. 117 S. 636ff.; SVR UV 1996 Nr. 62 E. 3 S. 212f.).

10.     

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 27. November 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist zufolge 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung durch den Staat zu 

entschädigen. Es rechtfertigt sich, die Entschädigung, ausgehend von der üblichen 

Entschädigung bei Prozessen im gleichen Ausmass von Fr. 4'000.-- unter 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Berücksichtigung der Reduktion um einen Fünftel (Art. 31 Abs. 3 AnwG [sGS 963.70]), 

auf Fr. 3'200.-- festzulegen (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.--.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.10.2010
	Art. 6 UVG: Unfallkausalität gesundheitlicher Beschwerden nach zwei kurz aufeinanderfolgenden HWS-Distorsionen. Die erfolgten Abklärungen genügen dem Untersuchungsgrundsatz, weshalb auf eine interdisziplinäre Begutachtung verzichtet werden kann. Beurteilung der Adäquanz nach BGE 134 V 109 ff. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2010, UV 2010/4).

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