# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17cdb29f-f937-5f53-b968-2f082a5c3acf
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-06
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 06.12.2022 ZVE.2022.48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZVE-2022-48_2022-12-06.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 2. Kammer 

 

 

ZVE.2022.48 

(VZ.2019.34)  

 

 

Urteil vom 6. Dezember 2022 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichterin Vasvary 

Oberrichter Egloff 

Gerichtsschreiberin Walker 

 

 
   

Kläger   A._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Schibli, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Peter Fäs,  

[…] 

 

 

 

 
   

Beklagte   B._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Simon Käch, 

[…] 

 

 

 
 

Gegenstand  Nachbarrecht 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

 
   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Beide Parteien sind Stockwerkeigentümer in der als Parzelle 110 im 

Grundbuch Q. aufgenommenen Stockwerkeigentümergemeinschaft […] in 

Q.. Dem Kläger gehört namentlich die von ihm bewohnte Stockwerk-

eigentumseinheit STW […]. Im Eigentum der Beklagten befindet sich die 

unmittelbar über der vom Kläger bewohnten Einheit liegende Stockwerk-

eigentumseinheit STW […], welche vom Sohn der Beklagten bewohnt wird. 

 

2. 

2.1. 

Mit Klage vom 4. Dezember 2019 (Postaufgabe) beantragte der Kläger 

beim Bezirksgericht Bremgarten: 

 

1.  
Die Beklagte B., Eigentümerin Wohnung N.4 des STWEG […] Q. ist zu verpflichten, die 
seit der Umgestaltung der Wohnung im Jahre 2019 entstandenen Schallmängel Ihrer 
Eigentumswohnung Nr. 4 des STWEG […] Q., welche in die Eigentumswohnung Nr. 2 des 
STWEG […] Q. übertragen werden, sofort und vollumfänglich zu beseitigen. 
 
2.  
Die Beklagte B. ist zu verpflichten, ihre Eigentumswohnung STWEG-Einheit Nr. 4 sofort bis 
zur vollständigen Mängelbeseitigung stillzulegen. 
 
3.  
Die Beklagte B. ist zur Bezahlung alle entstandenen Aufwendungen des Klägers im 
Zusammenhang mit dem Baumangel zu verpflichten. 
 
4.  
Die Beklagte B. ist zur Bezahlung einer Gutmachungssumme an den Kläger für die 
entstandene Ruhestörung im Zusammenhang mit dem Baumangel zu verpflichten. 

 

2.2. 

Mit Eingabe vom 15. Januar 2020 änderte der Kläger seine 

Rechtsbegehren wie folgt: 

 

Antrag 1: Die Beklagte B., Eigentümerin Wohnung Nr. 4 des STWEG […] Q. ist zu 
verpflichten, die seit der Umgestaltung der Wohnung im Jahre 2019 entstandenen Schall-
mängel Ihrer Eigentumswohnung Nr. 4 des STWEG […] Q., welche in die Eigentums-
wohnung Nr. 2 des STWEG […] Q. übertragen werden, sofort und vollumfänglich zu 
beseitigen. Der Schallschutz ist in der Ausführung und Qualität vor der Umgestaltung der 
Wohnung Nr. 4 wieder herzustellen, damit wie bis vor der Umgestaltung keine Raumschall-
geräusche / Benutzergeräusche der Wohnung Nr. 4 B. in die Wohnung Nr. 2 A. übertragen 
werden. 
 
Antrag 2: Auf diesen Antrag wird in diesem Verfahren mit Verweis auf die Antwort auf 2 der 
Verfügung in diesem Verfahren verzichtet bzw. zurückgezogen. 
 
Antrag 3: Die Beklagte B. ist zur Bezahlung sämtliche Kosten des Schlichtungsverfahrens 
und noch folgenden Gerichtskosten zu verpflichten. 

 - 3 - 

 

 

 

 
Antrag 4: Auf diesen Antrag wird in diesem Verfahren verzichtet bzw. zurückgezogen. 
 
Antrag 5: Unter Kosten und Entschädigungsfolge zu Lasten der beklagenden Partei. 
Verweis auf Antrag: 3 

 

2.3. 

Mit Klageantwort vom 28. Februar 2020 beantragte die Beklagte die 

vollumfängliche Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungs-

folgen zulasten des Klägers. 

 

2.4. 

Am 25. August 2020 erstattete der Sachverständige sein Gutachten. 

 

2.5. 

Mit Replik vom 29. September 2020 und Duplik vom 10. November 2020 

hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.  

 

2.6. 

Am 4. Juni 2021 stellte der Kläger 13 Erläuterungs- und Erklärungsfragen, 

woraufhin der Sachverständige am 26. Juli 2021 ein Ergänzungsgutachten 

erstattete.  

 

2.7. 

Mit Eingaben vom 2. (Kläger) bzw. 7. September 2021 (Beklagte) reichten 

die Parteien je eine Stellungnahme zum Ergänzungsgutachten ein. 

 

2.8. 

Es folgten weitere Eingaben der Beklagten am 20. September 2021, am 

8. Oktober 2021 und am 25. Oktober 2021 sowie des Klägers am 

21. September 2021 und am 14. Oktober 2021. 

 

2.9. 

Am 10. Februar 2022 fand die Hauptverhandlung statt, anlässlich welcher 

die Parteien befragt und die Schlussvorträge gehalten wurden. 

 

2.10. 

Mit Urteil vom 10. Februar 2022 erkannte die Präsidentin des Bezirks-

gerichts Bremgarten: 

 

1. 
Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen. 
 
2. 
Die Gerichtskosten bestehen aus: 
a) der Entscheidgebühr (inkl. Begründung) Fr. 2'790.00 
b) den Kosten der Beweisführung (Expertisen) von Fr.  10'807.90 
Total Fr.  13'597.90 
 

 - 4 - 

 

 

 

Die Gerichtskosten werden dem Kläger auferlegt und mit den geleisteten Vorschüssen 
verrechnet, so dass der Kläger der Beklagten Fr. 4'000.00 direkt zu ersetzen hat. Der 
Kläger hat dem Gericht Fr. 2'807.90 nachzuzahlen. 
 
3. 
Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 100.00 zu 
bezahlen. 

 

3. 

3.1.  

Gegen das ihm am 11. Juli 2022 in begründeter Form zugestellte Urteil des 

Bezirksgerichts Bremgarten vom 10. Februar 2022 erhob der Kläger am 

12. September 2022 Berufung und beantragte: 

 
1. 
Der Entscheid des Gerichtspräsidiums Bremgarten vom 10. Februar 2022 sei voll-
umfänglich aufzuheben. 
 
2. 
Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, die seit der Umgestaltung der Wohnung im Jahr 
2019 entstandenen Schallmängel in Ihrer Eigentumswohnung Nr. 4 der Stockwerk-
eigentümergemeinschaft […] Q., welche in die Eigentumswohnung Nr. 2 der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft […] Q. übertragen werden, vollumfänglich zu 
beseitigen. 
 
3. 
Der Schallschutz sei in der Ausführung und Qualität vor der Umgestaltung der Wohnung 
Nr. 4 wiederherzustellen, damit wie bis vor der Umgestaltung keine Raumschallgeräusche 
und Benutzungsgeräusche der Wohnung Nr. 4 in die Wohnung Nr. 2 übertragen werden. 
 
4.  
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsbeklagten. 

 

3.2. 

Mit Berufungsantwort vom 26. Oktober 2022 beantragte die Beklagte die 

vollumfängliche Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen zu Lasten des Klägers.  

 

3.3. 

Am 9. November 2022 reichte der Kläger eine weitere Eingabe ein. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Die Vorinstanz hat zur Begründung der Abweisung der Klage im 

Wesentlichen ausgeführt, dass gemäss der im Rahmen des eingeholten 

Gutachtens durchgeführten Schallmessungen die Mindestanforderungen 

an den Schallschutz gemäss der im Zeitpunkt des Umbaus des Bade-

zimmers und der Durchführung der Schallmessungen geltenden SIA-Norm 

 - 5 - 

 

 

 

181 sowohl für den Luftschall, den Trittschall als auch für die Funktions-

geräusche erfüllt seien (angefochtener Entscheid E. 3.5.2). 

 

1.2. 

Mit der Berufung bringt der Kläger vor, die Vorinstanz hätte nicht bloss die 

Einhaltung der Grenzwerte prüfen müssen, sondern auch auf den Zustand 

vor dem Umbau und das Stockwerkeigentümerreglement eingehen 

müssen (Berufung S. 6). Diesbezüglich führt er namentlich Folgendes aus 

(Berufung S. 3 f.): 

 Mit dem Umbau ihres Badezimmers habe die Beklagte direkt in die 

Substanz der Stockwerkeigentumseinheit des Klägers eingegriffen.  

 Gemäss Art. 3.5 des Stockwerkeigentümerreglements habe das 

Sonderrecht eines jeden Stockwerkeigentümers alle Bauteile 

innerhalb seiner Stockwerkeinheit zum Gegenstand, welche 

beseitigt oder umgestaltet werden könnten, ohne dass dadurch 

insbesondere die Schalldämmung beeinträchtigt werde.  

 Nach Art. 3.6 des Stockwerkeigentümerreglements seien Gegen-

stand des Sonderrechts insbesondere Fussbodenbeläge und 

Deckenputz, Badeinrichtungen sowie Wandverkleidungen gegen 

die im Sonderrecht stehenden Räume.  

 Nach Art. 4 des Stockwerkeigentümerreglements seien die Stock-

werkeigentümer in der Benutzung aller Räume ihrer Stockwerk-

einheit frei und nur den Beschränkungen unterworfen, welche nötig 

seien, damit jeder andere Stockwerkeigentümer im gleichen 

Benutzungsrecht nicht gestört werde.  

 Die Beklagte habe durch die Beseitigung der kompletten Boden-

konstruktion gegen das Sondernutzungsrecht verstossen.  

 Mit der Beeinträchtigung der Schalldämmung durch den Umbau 

habe die Beklagte auch gegen Art. 3.5 des Stockwerkeigentümer-

reglements verstossen.  

 Die Beeinträchtigung sei durch die Beklagte unzulässig im Stock-

werkeigentum vorgenommen worden. 

 

1.3. 

Der Kläger zeigt in der Berufung nicht auf, dass er entsprechende 

Tatsachenbehauptungen bereits im vorinstanzlichen Verfahren vor-

gebracht hat. Entsprechendes ist denn auch nicht ersichtlich. Wie sich den 

vorinstanzlichen Akten entnehmen lässt, hat der Kläger vor Vorinstanz 

einzig ausgeführt, er habe sich im Einschreiben vom 3. Juni 2019 auf das 

geltende Reglement berufen, wo jedem Stockwerkeigentümer das Recht 

zur Umgestaltung seiner Einheit unter Auflagen des Art. 3.5 zugestanden 

werde. Dies werde von der Beklagten ignoriert (act. 3). Im Übrigen zielten 

seine weiteren Ausführungen vor Vorinstanz im Wesentlichen darauf ab, 

dass vor dem Umbau keine Schallgeräusche zu hören gewesen wären, 

nach dem Umbau hingegen schon, und dass das eingeholte Gutachten 

mangelhaft sei (vgl. act. 3 und 85 ff). Behauptungen entsprechend der 

 - 6 - 

 

 

 

Berufungsschrift finden sich demgegenüber nicht. Der Kläger zeigt mit der 

Berufung sodann auch nicht auf, weshalb entsprechende Behauptungen 

trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz hätten vorgebracht 

werden können, sodass das entsprechende Vorbringen nicht zu hören ist 

(Art. 317 Abs. 1 ZPO). Infolgedessen bestand weder für die Vorinstanz 

noch besteht vorliegend für das Obergericht Anlass zur Prüfung des 

Zustands vor dem Umbau und des Stockwerkeigentümerreglements. Das 

klägerische Vorbringen, wonach sich die Vorinstanz nicht auf die Prüfung 

der Einhaltung der Grenzwerte hätte beschränken dürfen, geht folglich fehl.  

 

2. 

2.1. 

Mit der Berufung bemängelt der Kläger sodann, das eingeholte Gutachten 

sei nicht überzeugend. Er führt zunächst an, es sei nicht nachvollziehbar, 

wie die neue Dusche den Schallschutz der alten Dusche erfüllen solle 

(Berufung S. 4). Der Gutachter habe rein spekulativ ausgeführt, dass der 

heutige Standard besser sein solle als der frühere (Berufung S. 5). 

Allerdings ist vorliegend ein Vergleich zwischen der alten und neuen 

Dusche bzw. der Schallimmissionen vor und nach dem Umbau gar nicht 

relevant, kommt es doch einzig darauf an, ob die neue Dusche bzw. die 

vorgenommenen Umbauten die Mindestanforderungen an den Schall-

schutz gemäss der SIA-Norm 181 erfüllen (vgl. vorne E. 1). Überdies hat 

der Gutachter festgehalten, dass er die Frage, ob sich die Schall-

entwicklung durch die Nutzung des Badezimmers der Beklagten seit den 

Umbauarbeiten erhöht habe, nicht abschliessend beantworten könne, da 

keine Messdaten der Schallimmissionen vor dem Umbau vorhanden seien. 

Es könne bloss ausgesagt werden, dass von den sichtbaren Apparaten 

(WC-Deckel mit Absenkautomatik, Schublade mit Softstopp) keine höhere 

Schallentwicklung entstehen könne (act. 76). Auch im Ergänzungs-

gutachten hielt er fest, ein Vergleich des Schallschutzes vor und nach dem 

Umbau sei ihm nicht möglich (act. 123 und 126). Dass die neue Dusche 

den Schallschutz der alten Dusche erfülle, hat er somit entgegen dem 

Kläger nicht festgehalten. 

 

2.2. 

Mit der Berufung führt der Kläger sodann aus, es wäre entscheidend 

gewesen, dass der Gutachter die Bodenkonstruktion nachweise und eine 

Schallbrücke ausschliesse. Er habe es unterlassen, Messungen an 

anderen Punkten in der Wohnung der Beklagten oder in der angebotenen 

Wohnung im selben Stock durchzuführen (Berufung S. 5). Bezüglich des 

Nachweises der Bodenkonstruktion ist nicht ersichtlich, inwiefern dies für 

die Frage, ob die Grenzwerte betreffend Schallimmissionen eingehalten 

werden, relevant sein soll. Sodann hat er in Bezug auf allfällige Schall-

brücken in nachvollziehbarer Weise ausgeführt, dass der theoretische 

Trittschallpegel höher liege als der gemessene Wert, sodass ausgesagt 

werden könne, dass die Arbeiten fachmännisch ausgeführt worden und 

 - 7 - 

 

 

 

keine Schallbrücken vorhanden seien (act. 124). Soweit sich der Kläger 

sodann auf Messungen an anderen Punkten in der Wohnung der Beklagten 

wie auch in anderen Wohnungen bezieht, zielt er wiederum auf die Frage 

ab, ob die Schallimmissionen nach dem Umbau zugenommen haben, was 

vorliegend allerdings nicht von Relevanz ist (vorne E. 1), sodass hierauf 

nicht weiter einzugehen ist. 

 

2.3. 

Mit der Berufung rügt der Kläger ferner, der Gutachter habe seine Expertise 

anhand nicht verbauter Materialien erstellt (Berufung S. 5). Der Kläger hat 

es in der Berufung allerdings unterlassen, näher auszuführen, auf welche 

nicht verbaute Materialien der Gutachter seine Expertise abgestützt haben 

soll. Vermutungsweise bezieht er sich auf den Umstand, dass der 

Gutachter die Entkoppelungsmatte Unireno der Firma D. aufgeführt hat, da 

jene in der Rechnung des ausführenden Unternehmens aufgelistet war, 

wohingegen in den Unterlagen der Beklagten und im E-Mail der Firma E. 

die Entkoppelungsmatte Silentboard der Firma F. aufgeführt ist (act. 125). 

Die Beklagte konnte nachvollziehbar erklären, wie es zu dieser 

Abweichung auf der Rechnung des ausführenden Unternehmens kam: 

Unireno ist ein Produkt der Firma D. und ein Konkurrenzprodukt zum 

Silentboard der Firma F.. Die Firma E., welche die Arbeiten ausgeführt hat, 

arbeitet im Normalfall mit diesem Konkurrenzprodukt. Der Mitarbeiter der 

E. hat deshalb auf seinem Arbeitsrapport für die Trittschallmatte den 

Markennamen des Produktes eingesetzt, das er im Normalfall verbaut (act. 

100). Da beide Entkoppelungsmatten dasselbe Trittschallverbesserungs-

mass von 13 dB aufweisen, ist letztlich unerheblich, welche Matte 

schlussendlich eingebaut wurde (act. 125). Dass der Gutachter auf die 

Rechnung des ausführenden Unternehmens abgestellt hat, vermag somit 

nicht aufzuzeigen, dass das Gutachten hinsichtlich der gemessenen 

Schallwerte mangelhaft wäre. 

 

2.4. 

Mit der Berufung rügt der Kläger ferner, der Gutachter habe seine Expertise 

anhand der Schutzbehauptung, es sei früher keine Dusche vorhanden 

gewesen, erstellt. Hätte er den Baubeschrieb einbezogen, hätte er zur 

Kenntnis genommen, dass sämtliche Wohnungen mit Duschen ausge-

stattet seien. Auch diesbezüglich sei das Gutachten und Ergänzungs-

gutachten mangelhaft (Berufung S. 5). Auch diese Rüge zielt darauf ab, 

dass ein Vergleich zwischen den Schallimmissionen vor und nach dem 

Umbau angezeigt gewesen wäre – was, wie vorstehend bereits ausgeführt, 

gerade nicht zutrifft, und vom Gutachter auch nicht vorgenommen wurde. 

Da für die Frage, ob die Grenzwerte eingehalten werden, nicht relevant ist, 

ob früher eine Dusche oder eine Badewanne vorhanden war, war der 

Gutachter auch nicht gehalten, entsprechende weitergehende Abklärungen 

zu tätigen. 

 

 - 8 - 

 

 

 

2.5. 

Zusammengefasst vermag der Kläger somit nicht aufzuzeigen, dass das 

Gutachten in Bezug auf die vorliegend einschlägige Frage der Einhaltung 

der Grenzwerte mangelhaft wäre. 

 

3. 

Soweit der Kläger sodann erstmals mit Eingabe vom 9. November 2022 

eine Verletzung der richterlichen Fragepflicht rügt, ist hierauf nicht weiter 

einzugehen, darf doch das Replikrecht nicht dazu verwendet werden, eine 

Rechtsmitteleingabe zu ergänzen, zu verbessern und Neues vorzutragen 

(BGE 142 III 413 E. 2.2.4). 

 

4. 

Zusammenfassend geht das Vorbringen gegen den vorinstanzlichen 

Entscheid fehl, weshalb die Berufung abzuweisen ist. 

 

5. 

Die auf Fr. 2'790.00 festzusetzende obergerichtliche Spruchgebühr (§ 7 

Abs. 1 VKD i.V.m. § 11 Abs. 1 VKD) wird ausgangsgemäss dem Kläger 

auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 95 Abs. 1 ZPO) und mit dem von 

ihm in identischer Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet (Art. 111 

Abs. 1 ZPO). Zudem hat der Kläger der Beklagten ihre zweitinstanzlichen 

Anwaltskosten zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 95 Abs. 3 lit. b 

ZPO), welche auf gerundet Fr. 3'404.00 festzusetzen sind (Grundentschä-

digung von Fr. 5'590.00 [Fr. 2'590.00 + 12 % des Streitwerts von 

Fr. 25'000.00; § 3 Abs. 1 lit. a AnwT], Abzug für die fehlende Verhandlung 

von 20 % [§ 6 Abs. 2 AnwT], Rechtsmittelabzug von 25 % [§ 8 AnwT], Aus-

lagen von pauschal Fr. 50.00; mangels Antrag kein Kostenersatz für die 

Mehrwertsteuer, Urteil des Bundesgerichts 4A_376/2020 vom 

28. Dezember 2020 E. 6). 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Berufung wird abgewiesen. 

 

2. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 2'790.00 werden dem 

Kläger auferlegt und mit dem von ihm in identischer Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss verrechnet. 

 

3. 

Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten ihre richterlich auf Fr. 3'404.00 

festgesetzten Parteikosten (inkl. Auslagen) zu bezahlen. 

 

 - 9 - 

 

 

 

 
 

   

Zustellung an: 

[…] 

 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In 

vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der 

Streitwert in arbeits- und mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen 

übrigen Fällen mindestens Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechts-

frage von grundsätzlicher Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- 

und Nachlassrichters (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Der Streitwert des kantonalen Verfahrens beträgt Fr. 25'000.00. 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG)  

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben 

werden, soweit keine Beschwerde nach den Artikeln 72 - 89 BGG zulässig ist (Art. 44 Abs. 

1, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1, Art. 113, Art. 117 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige Rechte (Art. 116 BGG) verletzt. 

Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die 

Partei sie in den Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 

BGG). Wird gegen einen Entscheid sowohl ordentliche Beschwerde als auch 

Verfassungsbeschwerde geführt, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift 

einzureichen (Art. 119 Abs. 1 BGG). 

 

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Aarau, 6. Dezember 2022 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 2. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six Walker