# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 460b24be-af4a-5173-8653-fdae2c164336
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 02.10.2018 A 2018 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2018-29_2018-10-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 18 29

4. Kammer

Vorsitz Racioppi
Richter Meisser, von Salis

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 2. Oktober 2018

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ und B._____,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marco Möhr, 

Beschwerdeführer
gegen 

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden,
Beschwerdegegnerin 1

und

Gemeinde X._____, 
Beschwerdegegnerin 2

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern (Vermögenssteuer)

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1. A._____ und B._____ sind Nutzniesser der in der Gemeinde X._____ ge-

legenen Parzellen Z.1._____ und Z.2._____. Am 5. August 2015 veran-

lagte die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden bei ihnen die Kan-

tons- und Gemeindesteuern der Steuerperiode 2013. Dabei wurden die in 

der Wohnzone 1 gelegenen Parzellen Z.1._____ und Z.2._____ − entge-

gen früherer Steuerperioden − nicht mehr zum Ertragswert besteuert, son-

dern zum Verkehrswert unter angemessener Berücksichtigung des Ertrags 

und der Ertragsfähigkeit. Für die Berechnung des Steuerwerts der beiden 

Parzellen ging die kantonale Steuerverwaltung von zwei Dritteln des Ver-

kehrswerts aus.

2. Dagegen erhob B._____ am 5. August 2015 Einsprache und beantragte 

eine Verminderung des Steuerwerts der beiden Parzellen Z.1._____ und 

Z.2._____ auf einen Drittel des veranlagten Werts. Mit Schreiben vom 

31. August 2015 und E-Mails vom 5. Januar 2016 und 26. Februar 2018 

vertiefte B._____ seine Argumentation und reichte der kantonalen Steuer-

verwaltung diverse Unterlagen ein.

3. Nachdem am 24. April 2018 ein Vortritt bei der kantonalen Steuerverwal-

tung stattgefunden hatte, wies die Steuerverwaltung die Einsprache von 

B._____ mit Einspracheentscheid vom 18. Mai 2018 ab.

4. Dagegen erhob B._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 12. Juni 

2018 (Poststempel) Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit folgenden Anträgen:

"1. Der Einspracheentscheid vom 18. Mai 2018 sei aufzuheben und die Angele-
genheit zur Neuveranlagung an die Steuerverwaltung Graubünden zurückzu-
weisen.

 2. Es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen.

 3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. 7.7% Mehrwert-
steuer)."

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Begründend führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass für 

die Ausnahme von Art. 14 Abs. 2 StHG im Vergleich zur üblichen Bewer-

tung zum Verkehrswert unter angemessener Berücksichtigung des Er-

tragswerts die Voraussetzung der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung 

ganz bewusst gewählt worden sei. Der gesetzgeberische Wille komme im 

Wortlaut klar zum Ausdruck und bedürfe grundsätzlich keiner weiteren Aus-

legung. Weil Art. 14 Abs. 2 StHG den Kantonen einen Spielraum belasse, 

seien die kantonalen Bestimmungen zur Bewertung von land- und forstwirt-

schaftlich genutzten Grundstücken unterschiedlich. So kenne der Kanton 

Zürich eine Regelung, wonach einzig die Nutzung massgeblich sei. Im 

Kommentar zum StG-ZH werde verneint, dass solche Grundstücke dem 

Geltungsbereich des BGBB unterliegen müssten. Unbeachtlich sei auch, in 

welcher Nutzungszone die landwirtschaftlich bewirtschafteten Grundstücke 

lägen. Auch Bauland sei zum Ertragswert zu bewerten, sofern es landwirt-

schaftlich genutzt werde. Auch Prof. Dr. iur. Andrea Opel und Martin 

Würsch verträten die Ansicht, dass bezüglich Vermögenssteuer das Nut-

zungskonzept gelte. Beim Urteil des Bundesgerichtes 2C_873/2011 vom 

22. Oktober 2012 handle es sich um einen Fall des Kantons Schwyz, des-

sen Rechtslage nicht jener im Kanton Graubünden entspreche. Daher 

könne das Urteil nicht auf bündnerische Fälle angewendet werden, zumal 

das Bundesgericht darin die Frage nach der land- und forstwirtschaftlichen 

Nutzung bewusst offen gelassen habe. Ähnlich verhalte es sich mit PVG 

2013 Nr. 19. Das Verwaltungsgericht habe sich darin nur zu den land- und 

forstwirtschaftlichen Grundstücken geäussert und dabei deren Nutzung 

völlig ausgeblendet. Gerade die jeweilige Nutzung sei indessen entschei-

dend. Die Argumentation der kantonalen Steuerverwaltung, wonach keine 

Gründe ersichtlich seien, welche für eine unterschiedliche Begriffsbestim-

mung des landwirtschaftlichen Grundstücks bei der Vermögenssteuer ei-

nerseits und bei der Einkommens- und Grundstückgewinnsteuer anderer-

seits sprechen würden, sei falsch. Andernfalls drohe auf dem Vermögen 

eine konfiskatorische Besteuerung. 

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5. Die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden (nachfolgend Beschwer-

degegnerin 1) schloss in ihrer Vernehmlassung vom 20. Juli 2018 auf Ab-

weisung der Beschwerde. Begründend führte sie im Wesentlichen aus, 

dass sich das Bundesgericht in mehreren Entscheiden mit dem Begriff des 

landwirtschaftlichen bzw. des landwirtschaftlich genutzten Grundstücks be-

fasst habe. Dabei sei es zum Schluss gelangt, dass von einem steuerlich 

begünstigten Grundstück nur dann gesprochen werden könne, wenn die 

für die Anwendung des BGBB gültigen Voraussetzungen erfüllt seien. Die 

tatsächliche Nutzung eines Grundstücks sei höchstens von untergeordne-

ter Bedeutung. Diese Rechtsprechung sei auch vom Verwaltungsgericht 

übernommen worden. Gestützt auf diese Rechtsprechung, und weil sich 

die nicht überbauten Parzellen Z.1._____ und Z.2._____ in der Bauzone 

befänden und daher nicht in den Anwendungsbereich des BGBB fielen, 

habe die Beschwerdegegnerin 1 die Einsprache zu Recht abgewiesen. 

Überdies könne vorliegend auch nicht von einer Nutzung auf längere Dauer 

im Sinne von Art. 57 Abs. 1 StG gesprochen werden. Und schliesslich dürfe 

das Steuerrecht mit Blick auf den Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung 

auch nicht so ausgelegt werden, dass eine nicht zonenkonforme Nutzung 

von eingezontem Bauland steuerlich privilegiert werde. Auch aus diesen 

Gründen könne im vorliegenden Fall keine Besteuerung zum Ertragswert 

stattfinden.

6. In einem zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren Anträgen 

fest und vertieften ihre Argumentationen.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

im angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. Mai 2018 sowie auf die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwer-

deverfahrens bildet der Einspracheentscheid vom 18. Mai 2018 betreffend 

Kantons- und Gemeindesteuern 2013, mit welchem die Beschwerdegeg-

nerin 1 die Einsprache des heutigen Beschwerdeführers vom 5. August 

2015 abgewiesen und gleichzeitig die Besteuerung der in der Wohnzone 1 

der Gemeinde X._____ gelegenen Parzellen Z.1._____ und Z.2._____ 

zum Verkehrswert unter angemessener Berücksichtigung des Ertrags und 

der Ertragsfähigkeit bestätigt hat. Ein solcher Entscheid kann mit Be-

schwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (vgl. Art. 50 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern 

der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14] i.V.m. Art. 139 Abs. 1 des 

Steuergesetzes für den Kanton Graubünden [StG; BR 720.00] und Art. 29 

Abs. 2 des Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchensteuern [GKStG; BR 

720.200]). Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt 

sich aus Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100), wonach das Verwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Entscheide von Dienststellen der kantonalen Verwaltung und von 

unselbständigen Anstalten des kantonalen Rechts beurteilt, soweit das 

kantonale Recht den direkten Weiterzug vorsieht, was hier − wie gesehen 

(vgl. Art. 139 Abs. 1 StG) − der Fall ist. Demzufolge fällt die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde in die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes 

des Kantons Graubünden. Bezüglich Legitimation gilt es vorliegend festzu-

halten, dass der Beschwerdeführer alleine Beschwerde gegen den die 

Eheleute A._____ und B._____ betreffenden Einspracheentscheid vom 

18. Mai 2018 erhoben hat; dies obschon Ehegatten, die in rechtlich und 

tatsächlich ungetrennter Ehe leben, die nach dem Gesetz dem Steuer-

pflichtigen zukommenden Verfahrensrechte und Verfahrenspflichten 

gemäss Art. 123a Abs. 1 StG gemeinsam auszuüben haben. Dies gilt nicht 

nur für die gemeinsame Unterzeichnung der Steuererklärung (vgl. 

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Art. 123a Abs. 2 StG), sondern auch für die Einreichung eines Rechtsmit-

tels (vgl. Art. 123a Abs. 3 StG). Doch hängt die Gültigkeit von Verfahrens-

handlungen nicht vom gemeinsamen Handeln der Ehegatten ab (vgl. 

ZWEIFEL/HUNZIKER, in: ZWEIFEL/BEUSCH [Hrsg.], Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 3. Aufl., Basel 2017, 

Art. 40 Rz. 9). Nach Art. 123a Abs. 3 StG genügt nämlich dafür, dass das 

Rechtsmittel als rechtzeitig eingereicht zu gelten hat, wenn ein Ehegatte 

innert Frist handelt. Insofern ist jeder Ehegatte befugt, selbständig Be-

schwerde zu erheben (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 2C_44/2007 vom 

19. Juli 2007 E.1.2). Handelt bloss ein Ehegatte, vermutet das Gesetz, 

dass der nichthandelnde bzw. säumige Ehegatte durch den handelnden 

Gatten vertreten wird (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 2C_1042/2014 vom 

5. Februar 2015 E.2.1, 2C_256/2010 vom 6. September 2010 E.1.2). Hier-

bei handelt es sich um eine widerlegbare gesetzliche Vertretungsvermu-

tung, die durch gemeinsames Handeln der Eheleute oder durch Bestellung 

eines gemeinsamen Vertreters sowie dadurch, dass beide Ehegatten die 

betreffende Verfahrenshandlung individuell vornehmen, z.B. Beschwerde 

erheben, entkräftet werden kann (vgl. ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., Art. 40 

Rz. 10 f.). Auch wenn im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer vorder-

gründig alleine Beschwerde führt, ist aufgrund der gemeinsamen Veranla-

gung der Ehegatten und der gesetzlichen Vertretungsvermutung (Art. 3 

Abs. 3 StHG und Art. 40 StHG, Art. 10 Abs. 1 StG und Art. 123a StG) daher 

auch dessen Ehefrau Prozessbeteiligte. Beschwerdeführer im vorliegen-

den verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren ist somit neben 

B._____ auch dessen Ehefrau A._____. Als formelle und materielle Adres-

saten des angefochtenen Einspracheentscheids sind die Beschwerdefüh-

rer berührt und weisen ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 

auf (vgl. Art. 50 VRG). Auf die überdies frist- (vgl. Art. 50 Abs. 1 StHG i.V.m. 

Art. 139 Abs. 1 StG und Art. 29 Abs. 1 GKStG) und formgerecht (vgl. 

Art. 139 Abs. 2 StG) eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten.

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2. Streitig und im vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfah-

ren zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 1 für die Bewertung 

der landwirtschaftlich genutzten Baulandparzellen Z.1._____ und 

Z.2._____ bzw. die Veranlagung der Vermögenssteuer 2013 auf Stufe 

Kanton und Gemeinde zu Recht auf den Verkehrswert unter angemesse-

ner Berücksichtigung des Ertrags und der Ertragsfähigkeit abgestellt hat, 

oder ob diesbezüglich − entsprechen der Ansicht der Beschwerdeführer − 

vom Ertragswert hätte ausgegangen werden müssen.

3.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. a StHG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 lit. a StG und Art. 2 

Abs. 1 lit. a GKStG erheben der Kanton und die Gemeinden von den natür-

lichen Personen eine Vermögenssteuer. Steuersubjekt, Steuerobjekt, 

Steuersatz und Bemessung der kommunalen Vermögenssteuer richten 

sich gemäss Art. 4 Abs. 2 GKStG nach den Bestimmungen des kantonalen 

Steuergesetzes. Diesem zufolge unterliegt das Reinvermögen der Vermö-

genssteuer (Art. 54 Abs. 1 StG), wobei Vermögen, auf dem eine Nutznies-

sung lastet, gemäss Art. 13 Abs. 2 StHG i.V.m. Art. 54 Abs. 2 StG dem 

Nutzniesser zugerechnet wird, wenn dafür kein periodisches Entgelt geleis-

tet wird. Steuerbar sind die gesamten unbeweglichen und beweglichen Ak-

tiven (Art. 55 Abs. 1 StG).

3.2. Was den Steuerwert der vorliegend zur Diskussion stehenden landwirt-

schaftlich genutzten Baulandparzellen Z.1._____ und Z.2._____ betrifft, 

hält bereits das Bundesrecht fest, dass das Vermögen grundsätzlich zum 

Verkehrswert bewertet wird, wobei der Ertragswert angemessen berück-

sichtigt werden kann (Art. 14 Abs. 1 StHG). Die land- und forstwirtschaftlich 

genutzten Grundstücke werden zum Ertragswert bewertet. Das kantonale 

Recht kann bestimmen, dass bei der Bewertung der Verkehrswert mit-

berücksichtigt wird oder im Falle der Veräusserung oder Aufgabe der land- 

oder forstwirtschaftlichen Nutzung des Grundstückes eine Nachbesteue-

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rung für die Differenz zwischen Ertrags- und Verkehrswert erfolgt. Die 

Nachbesteuerung darf für höchstens 20 Jahre erfolgen (Art. 14 Abs. 2 

StHG).

3.3. Für die Veranlagung der Vermögenssteuer ist gemäss Art. 56 Abs. 1 StG 

bei Grundstücken in der Regel der Verkehrswert unter angemessener 

Berücksichtigung des Ertrags und der Ertragsfähigkeit (sog. Mischwert) 

massgebend. Auf längere Dauer land- und forstwirtschaftlich genutzte 

Grundstücke werden hingegen als Ausnahme dazu gemäss Art. 57 Abs. 1 

StG zum alleinigen tieferen Ertragswert besteuert. Dasselbe gilt für die er-

forderlichen Ökonomiegebäude und die zum Landwirtschaftsbetrieb 

gehörende Wohnung, nicht aber für Grundstücke, die zum Zwecke der 

Spekulation oder der Kapitalanlage erworben wurden oder offensichtlich 

diesem Zweck dienen; diese werden nach Art. 56 Abs. 1 StG zum Ver-

kehrswert unter angemessener Berücksichtigung des Ertrags und der Er-

tragsfähigkeit besteuert (Art. 57 Abs. 3 StG).

4.1. Der Begriff des land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücks wird da-

bei weder in den Bestimmungen des Bundessteuerrechts noch in den Be-

stimmungen des kantonalen Steuerrechts definiert oder näher bestimmt.

4.2. Das Bundesgericht hatte sich bereits mehrfach zur Frage des land- und 

forstwirtschaftlichen Grundstücks im Sinne von Art. 8 Abs. 1 und Art. 12 

Abs. 1 StHG zu äussern. Die Formulierung zwischen Art. 8 Abs. 1 bzw. 

Art. 12 Abs. 1 StHG und diejenige von Art. 14 Abs. 2 StHG unterscheiden 

sich dadurch, dass einmal von land- und forstwirtschaftlichen Grundstü-

cken und einmal von land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken 

die Rede ist. Im Urteil 2C_539/2010 vom 15. Dezember 2010 hatte das 

Bundesgericht die Gelegenheit, sich mit der Begrenzung der für land- und 

forstwirtschaftliche Grundstücke im Sinne von Art. 8 Abs. 1 bzw. und 

Art. 12 Abs. 1 StHG geltenden Ausnahmeregelung zu befassen und führte 

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dabei aus, dass der Begriff des land- und forstwirtschaftlichen Grundstücks 

in keiner Bestimmung des Bundessteuerrechts definiert oder näher be-

stimmt werde. Eine solche Begriffsbestimmung könne sich nicht darauf be-

schränken, nur den steuerrechtlichen Belangen Rechnung zu tragen. Viel-

mehr habe sie namentlich auch das Bundesgesetz über das bäuerliche Bo-

denrecht (BGBB; SR 211.412.11), das Bundesgesetz über die Raumpla-

nung (RPG; SR 700) und das Bundesgesetz über die Landwirtschaft (LwG; 

SR 910.1) zu berücksichtigen. Diesen Gesetzen sei unter anderem der 

Zweck gemeinsam, das Eigentum des landwirtschaftlichen Bodens, der ei-

nen volkswirtschaftlich wesentlichen Produktionsfaktor darstelle, zu Guns-

ten landwirtschaftlicher Betriebe zu erhalten. Dieser Zweck habe die erfor-

derliche Abstimmung wesentlich mitzuprägen, weshalb der steuerrechtli-

che Begriff des land- und forstwirtschaftlichen Grundstücks im Einklang mit 

dem Anwendungs- und Schutzbereich sowie den Veräusserungsbeschrän-

kungen konkretisiert werden müsse, wie sie sich aus dem bäuerlichen Bo-

denrecht ergäben. Dementsprechend könne von einem steuerlich privile-

gierten Grundstück nur dann gesprochen werden, wenn die für die Anwen-

dung des BGBB gültigen Voraussetzungen erfüllt seien. Dies sei haupt-

sächlich der Fall, wenn das Grundstück ausserhalb der Bauzone im Sinne 

von Art. 15 RPG liege und eine landwirtschaftliche Nutzung zulässig sei 

(Art. 2 Abs. 1 BGBB) oder wenn einer der vier weiteren, in Art. 2 Abs. 2 

BGBB genannten Fälle, vorliege (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 

2C_539/2010 vom 15. Dezember 2010 E.3.2 mit weiteren Hinweisen). Im 

amtlich publizierten BGE 138 II 32 E.2.2.1 und 2.3.1 sowie in den weiteren 

Urteilen 2C_561/2016 vom 24. Mai 2017 E.2.3, 2C_846/2016 vom 24. Mai 

2017 E.3.3, 2C_940/2017 vom 28. März 2018 E.3.2.2 und letztmals im Ur-

teil 2C_993/2017 vom 5. Oktober 2018 E.2.4 hielt das Bundesgericht an 

dieser Rechtsprechung fest und bekräftigte, dass die tatsächliche Nutzung 

eines Grundstücks höchstens von untergeordneter Bedeutung sei. Es sei 

zwar nicht zu übersehen, dass einige Kantone und Teile der Doktrin auf die 

Nutzung abstellen würden. Mit der höchstrichterlichen Klärung, wonach 

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nicht die Nutzung, sondern die Unterstellung unter den Schutz des BGBB 

massgebend sei, habe dieser Gesichtspunkt seine Bedeutung aber einge-

büsst. Nach dem Gesagten lässt sich somit festhalten, dass die bundesge-

richtliche Rechtsprechung zu Art. 8 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1 StHG einheit-

lich ist; diese verlangt wie gesehen, dass die entsprechenden Grundstücke 

unter den Anwendungsbereich des BGBB fallen, damit eine Besteuerung 

eines Veräusserungsgewinns bei land- und forstwirtschaftlichen Grundstü-

cken als Grundstückgewinn und nicht mit der Einkommenssteuer zu erfol-

gen hat.

4.3. Im Zusammenhang mit Art. 14 Abs. 2 StHG hatte sich das Bundesgericht 

− soweit ersichtlich − erst einmal im den Kanton Schwyz betreffenden Urteil 

2C_873/2011 vom 22. Oktober 2012 mit dem Begriff der land- und forst-

wirtschaftlich genutzten Grundstücke zu befassen. Auch wenn das Bun-

desgericht darin in Erwägung 5.2 die Frage offen gelassen hat, ob es sich 

im konkreten Fall um ein landwirtschaftlich genutztes Grundstück handelt, 

hat es doch zu verstehen gegeben, dass die im Zusammenhang mit Art. 8 

Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1 StHG anwendbare Praxis, wonach einzig unter 

das BGBB fallende Grundstücke in den Anwendungsbereich von Art. 12 

Abs. 1 StHG fallen, auch auf Art. 14 Abs. 2 StHG Anwendung finden soll. 

Im von Bundesgericht zu beurteilenden Fall war das kantonale Amt für 

Landwirtschaft der Ansicht, dass die vom Golfsport nicht beanspruchten 

Flächen dreier Parzellen gemeinsam mit den darauf befindlichen Bauten 

und Anlagen ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne von Art. 7 BGBB 

bildeten. Das Bundesgericht erachtete diese Qualifikation durch das kan-

tonale Amt für Landwirtschaft als fraglich, musste aber nicht abschliessend 

entscheiden, ob diese Qualifikation korrekt war, weil die Beschwerde aus 

anderen Gründen abgewiesen werden musste. Dies vermag aber nichts an 

der Tatsache zu ändern, dass das Bundesgericht im erwähnten Entscheid 

2C_873/2011 vom 22. Oktober 2012 indirekt festgestellt hat, dass auch im 

Anwendungsbereich von Art. 14 Abs. 2 StHG die Unterstellung unter das 

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BGBB eine Voraussetzung für die privilegierte Besteuerung darstellt. An-

sonsten hätte sich das Bundesgericht nämlich gar nicht zur Frage äussern 

müssen, ob im konkreten Fall die Unterstellung der vom Golfsport nicht be-

anspruchten Flächen zusammen mit den sich darauf befindlichen Bauten 

und Anlagen unter Art. 7 BGBB zutreffend ist. Das Bundesgericht hat sich 

aber dazu geäussert und − auch wenn die Frage schliesslich offen gelas-

sen werden konnte − die Unterstellung unter das BGBB zumindest als frag-

lich beurteilt. Dass das kantonale Recht des Kantons Schwyz eine andere 

Regelung kennt als dasjenige des Kantons Graubünden, ändert daran 

nichts, weil sich die hier einschlägigen Erwägungen 4 und 5 des Urteils des 

Bundesgerichtes 2C_873/2011 vom 22. Oktober 2012 einzig mit dem bun-

desrechtlichen Begriff der land- und forstwirtschaftlich genutzten Grunds-

tücke im Sinne von Art. 14 Abs. 2 StHG und nicht mit den kantonalen Ei-

genheiten des Steuergesetzes des Kantons Schwyz auseinandersetzen. 

Diese bilden vielmehr Gegenstand der Erwägungen 6 und 7 des erwähnten 

Urteils. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtes, wonach die im Zusam-

menhang mit Art. 8 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1 StHG anwendbare Praxis 

auch auf Art. 14 Abs. 2 StHG Anwendung finden soll und dementspre-

chend auch im Anwendungsbereich von Art. 14 Abs. 2 StHG die Unterstel-

lung unter das BGBB eine Voraussetzung für die privilegierte Besteuerung 

darstellt, steht sodann auch mit der generellen Feststellung des Bundesge-

richtes im Einklang, wonach sich die Bestimmung eines Begriffs nicht allein 

auf steuerrechtliche Belange beschränken könne, sondern auch die weite-

ren Gesetze − wie namentlich das BGBB, das RPG und das LwG − zu 

berücksichtigen seien; diese verfolgten − soweit sie auf das bäuerliche Bo-

denrecht Bezug hätten − den gemeinsamen Zweck, das Eigentum des 

landwirtschaftlichen Bodens als ein volkswirtschaftlich wesentlicher Pro-

duktionsfaktor zu Gunsten landwirtschaftlicher Betriebe zu erhalten (vgl. 

Urteile des Bundesgerichtes 2C_873/2011 vom 22. Oktober 2012 E.5.1, 

2C_539/2010 vom 15. Dezember 2010 E.3.2). Indem im Anwendungsbe-

reich von Art. 14 Abs. 2 StHG nämlich nur Grundstücke, die dem BGBB 

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unterstehen, privilegiert besteuert werden, berücksichtigt die Begriffsbe-

stimmung von land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken neben 

den steuerrechtlichen Belangen auch jene des bäuerlichen Bodenrechts 

und trägt so zur einheitlichen Begriffsbestimmung zwischen bäuerlichem 

Bodenrecht und Steuergesetzgebung und damit auch zur anzustrebenden 

Einheit der Rechtsordnung bei.

4.4. Gestützt auf die dargestellte bundesgerichtliche Rechtsprechung hat auch 

das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden festgehalten, dass 

Art. 57 Abs. 1 StG so zu verstehen sei, dass eine privilegierte Vermögens-

besteuerung einzig bei land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstü-

cken zum Zuge komme, die unter den Anwendungsbereich des BGBB fie-

len. So führte das Verwaltungsgericht in PVG 2013 Nr. 19 aus, dass der 

steuerliche Begriff des land- und forstwirtschaftlichen Grundstücks im Ein-

klang mit dem Anwendungs- und Schutzbereich des BGBB, des RPG und 

des LwG sowie den Veräusserungsbeschränkungen konkretisiert werden 

müsse, wie sie sich aus dem bäuerlichen Bodenrecht ergäben. Dement-

sprechend könne von einem steuerlich privilegierten Grundstück nur dann 

gesprochen werden, wenn die für die Anwendung des BGBB gültigen Vor-

aussetzungen erfüllt seien. Dies sei nach Massgabe von Art. 2 Abs. 1 

BGBB hauptsächlich dann der Fall, wenn es sich um einzelne oder zu ei-

nem landwirtschaftlichen Gewerbe gehörende Grundstücke handle, die 

ausserhalb einer Bauzone nach Art. 15 RPG lägen und für welche die land-

wirtschaftliche Nutzung zulässig sei. Darüber hinaus gelte die Anwendung 

des BGBB und somit auch die steuerliche Ausnahmeregelung von Art. 57 

Abs. 1 StG für weitere, spezifisch in Art. 2 Abs. 2 BGBB genannte Fälle, 

nämlich für (lit. a) Grundstücke und Grundstücksteile mit landwirtschaftli-

chen Gebäuden und Anlagen, einschliesslich angemessenem Um-

schwung, die in einer Bauzone lägen und zu einem landwirtschaftlichen 

Gewerbe gehörten, (lit. b) Waldgrundstücke, die zu einem landwirtschaftli-

chen Gewerbe gehörten, (lit. c) Grundstücke, die teilweise innerhalb einer 

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Bauzone lägen, solange sie nicht entsprechend den Nutzungszonen auf-

geteilt seien und (lit. d) Grundstücke mit gemischter Nutzung, die nicht in 

einen landwirtschaftlichen und einen nichtlandwirtschaftlichen Teil aufge-

teilt seien. Als zusätzliche Voraussetzung setze die Besteuerung zum Er-

tragswert i.S.v. Art. 57 Abs. 1 StG neben der Unterstellung des betreffen-

den Grundstücks unter das BGBB die tatsächliche überwiegende land- 

oder forstwirtschaftliche Nutzung des Grundstücks voraus. Damit lasse 

sich unter anderem vermeiden, dass Gebäude, die infolge ihrer grundsätz-

lichen Eignung zur landwirtschaftlichen Nutzung dem BGBB unterstünden, 

jedoch für landwirtschaftsfremde Zwecke, etwa als Ferienwohnung oder 

vermietetes Gebäude, genutzt würden, ohne sachlichen Grund eine privi-

legierte Besteuerung erfahren würden. Zusammenfassend seien somit nur 

jene Grundstücke als landwirtschaftlich genutzte Grundstücke zu qualifizie-

ren und somit steuerlich privilegiert zu behandeln, welche dem Geltungs-

bereich des BGBB unterlägen und auch tatsächlich überwiegend landwirt-

schaftlich genutzt würden (vgl. PVG 2013 Nr. 19 E.3c; Urteil des Verwal-

tungsgerichtes des Kantons Graubünden A 11 58 vom 27. März 2012 E.3, 

je mit weiteren Hinweisen).

4.5. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtes und jene des Verwaltungsge-

richtes hinsichtlich Art. 14 Abs. 2 StHG und Art. 57 Abs. 1 StG bzw. der 

privilegierten Vermögensbesteuerung von land- und forstwirtschaftlich ge-

nutzten Grundstücken ist somit deckungsgleich und trägt der Tatsache 

Rechnung, dass bei der Auslegung der Begriffe und Gesetzesbestimmun-

gen nicht einzig auf steuerliche Aspekte abzustützen ist. Nach dieser über-

einstimmenden Rechtsprechung bildet auch im Anwendungsbereich von 

Art. 14 Abs. 2 StHG bzw. Art. 57 Abs. 1 StG die Unterstellung eines land- 

und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücks unter das BGBB eine Vor-

aussetzung für die privilegierte Vermögensbesteuerung. Aufgrund dieser 

klaren und übereinstimmenden Rechtsprechung des Bundesgerichtes und 

des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden erübrigte sich 

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grundsätzlich eine Auseinandersetzung mit der Botschaft zum StHG und 

mit anderen Lehrmeinungen. Dennoch wird nachstehend unter E.5 und 6 

auf diese Punkte − der Vollständigkeit und Akzeptanz des Urteils willen − 

noch näher eingegangen.

5. Die Botschaft des Bundesrates zu den Bundesgesetzen über die Harmoni-

sierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden sowie über die 

direkte Bundessteuer vom 25. Mai 1983 zum damaligen Art. 17

E-StHG, wonach das Vermögen grundsätzlich zum Verkehrswert bewertet 

wird (wobei der Ertragswert angemessen berücksichtigt werden kann; 

Abs. 1), während land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke zum 

Ertragswert bewertet werden (wobei das kantonale Recht bestimmen kann, 

dass bei der Bewertung der Verkehrswert mitberücksichtigt wird oder im 

Falle der Veräusserung oder Aufgabe der land- oder forstwirtschaftlichen 

Nutzung des Grundstückes eine Nachbesteuerung für die Differenz zwi-

schen Ertrags- und Verkehrswert erfolgt; Abs. 2), lautete wie folgt (vgl. BBl 

1983 III S. 1 ff., S. 104 f.):

"Artikel 17: Bewertung

Die allgemeine, in Absatz 1 formulierte Bewertungsregel für die Vermögenssteuer 
bildet die Bewertung zum Verkehrswert, wobei der Ertragswert angemessen berück-
sichtigt werden kann. Eine Ausnahme gilt nach Absatz 2 für die land- und forstwirt-
schaftlich genutzten Grundstücke, deren Bewertung nach dem Ertragswert erfolgen 
soll. Den Kantonen wird jedoch gestattet, zum Ausgleich für die Besteuerung nach 
dem Ertragswert entweder den Verkehrswert bei der laufenden Besteuerung mitzu-
berücksichtigen oder aber bei der Veräusserung oder Aufgabe der land- bzw. forst-
wirtschaftlichen Nutzung eine Nachbesteuerung des Grundstückes durchzuführen. 
Die in einigen Kantonen bekannte Nachbesteuerung geht von der Annahme aus, 
dem Steuerpflichtigen sei bereits in der Periode der land- oder forstwirtschaftlichen 
Nutzung latent der Verkehrswert "zur Verfügung" gestanden. Realisieren könne er 
diesen Verkehrswert aber erst mit der Veräusserung oder Zweckentfremdung (Über-
bauung), weshalb in diesem Zeitpunkt auch eine entsprechende Nachbesteuerung 
gerechtfertigt sei."

Der Botschaft des Bundesrates zu den Bundesgesetzen über die Harmo-

nisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden sowie über die 

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direkte Bundessteuer vom 25. Mai 1983 lässt sich neben dem eigentlichen 

Gesetzestext des damaligen Art. 17 E-StHG wenig entnehmen zur hier 

strittigen Frage, ob im Anwendungsbereich von Art. 14 Abs. 2 StHG bzw. 

Art. 57 Abs. 1 StG die Unterstellung eines land- und forstwirtschaftlich ge-

nutzten Grundstücks unter das BGBB eine Voraussetzung für die privile-

gierte Vermögensbesteuerung bildet. Aus der Formulierung, wonach die in 

einigen Kantonen bekannte Nachbesteuerung von der Annahme ausgehe, 

dem Steuerpflichtigen sei bereits in der Periode der land- oder forstwirt-

schaftlichen Nutzung latent der Verkehrswert "zur Verfügung" gestanden, 

und aus dem ausdrücklichen Verweis auf den Verkehrswert und die Über-

bauung lässt sich immerhin schliessen, dass es bei der privilegierten Be-

steuerung um landwirtschaftlich genutztes Land gehen soll. Dabei gilt es 

indes zu berücksichtigen, dass die Botschaft des Bundesrates aus dem 

Jahr 1983 stammt, während das BGBB erst am 4. Oktober 1991 von der 

Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft verabschie-

det wurde. Mithin war das BGBB im Zeitpunkt des Erlasses der erwähnten 

bundesrätlichen Botschaft noch gar nicht in Kraft. Vor Inkrafttreten des 

BGBB per 1. Januar 1994 galt noch das Bundesgesetz vom 12. Juni 1951 

über die Erhaltung des bäuerlichen Grundbesitzes (abrufbar unter: 

https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/ [zuletzt besucht am 5. No-

vember 2018]), welches gemäss dessen Art. 2 Abs. 1 und Art. 3 Abs. 1 

auch auf landwirtschaftlich genutztes Bauland anwendbar war. Erst mit 

dem Erlass des BGBB, welches − wie gesehen − per 1. Januar 1994 in 

Kraft getreten ist, wurden Bauzonen vom allgemeinen Geltungsbereich des 

Gesetzes ausgeschlossen (vgl. hierzu die Botschaft des Bundesrates zum 

Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht [BGBB] sowie zum Bun-

desgesetz über die Teilrevisionen des Zivilgesetzbuches [Immobiliarsa-

chenrecht] und des Obligationenrechts [Grundstückkauf] vom 19. Oktober 

1988 [BBl 1988 III S. 953 ff.] S. 974 ff.). Daraus ist zu schliessen, dass das 

StHG bei land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken auf die Nut-

zung abstellte und dabei ursprünglich vermutlich auch land- und forstwirt-

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schaftlich genutzte Baulandgrundstücke privilegiert besteuerte, was für die 

Ansicht der Beschwerdeführer sprechen würde. Dabei gilt es indes zu 

berücksichtigen, dass die bundesrätliche Botschaft zu den Bundesgeset-

zen über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Ge-

meinden sowie über die direkte Bundessteuer vom 25. Mai 1983 mittler-

weile 35 Jahre alt ist und den Materialien bei der Auslegung lediglich bei 

neueren Erlassen eine besondere Stellung zukommt, weil veränderte Um-

stände oder ein gewandeltes Rechtsverständnis eine andere Lösung hier 

− im Gegensatz zu älteren Erlassen − weniger nahe legen; mithin lässt die 

Bedeutung der Materialien zur Auslegung der Gesetzesbestimmungen mit 

zunehmendem Alter zwischen Materialien und Gesetzesanwendung nach 

(vgl. BGE 131 II 697 E.4.1, 128 I 288 E.2.4, 124 II 372 E.6a; HÄFELIN/HAL-

LER/KELLER /THURNHERR, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 9. Aufl., 

Zürich/Basel/ Genf 2016, Rz. 101). Es lässt sich somit festhalten, dass die 

Materialien zwar eher für die Massgeblichkeit der land- und forstwirtschaft-

lichen Nutzung einer Parzelle für die Besteuerung zum Ertragswert spre-

chen. Die bundesrätliche Botschaft ist indes bereits 35 jährig und zudem 

wurde in der Zwischenzeit per 1. Januar 1994 das BGBB erlassen, welches 

− wie gesehen − Bauzonen vom allgemeinen Geltungsbereich des Geset-

zes ausschloss (im Gegensatz zum früher gültigen Bundesgesetz über die 

Erhaltung des bäuerlichen Grundbesitzes). Überdies − und dies ist ent-

scheidend − hat es mittlerweile zu Art. 14 Abs. 2 StHG höchstrichterliche 

Rechtsprechung gegeben, welche − wie gesehen − besagt, dass auch im 

Anwendungsbereich von Art. 14 Abs. 2 StHG bzw. Art. 57 Abs. 1 StG die 

Unterstellung eines land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücks un-

ter das BGBB eine Voraussetzung für die privilegierte Vermögensbesteue-

rung bildet. Vor diesem Hintergrund können aber die Materialien lediglich 

bedingt zur Auslegung von Art. 14 Abs. 2 StHG bzw. Art. 57 Abs. 1 StG 

herangezogen werden.

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6. Die Beschwerdeführer weisen sodann auf verschiedene Lehrmeinungen 

hin, welche im Zusammenhang mit der Bewertung von land- und forstwirt-

schaftlich genutzten Grundstücken bei der Vermögenssteuer auf das Nut-

zungskonzept abstellen und es für die vermögenssteuerrechtliche Privile-

gierung genügen lassen, dass ein Grundstück land- oder forstwirtschaftlich 

genutzt wird. Wie nachstehend dargestellt trifft es zwar zu, dass ein Teil 

der Doktrin − entsprechend der beschwerdeführerischen Auffassung − auf 

die effektive Nutzung abstellt:

• So stellen sich FELIX RICHNER, WALTER FREI, STEFAN KAUFMANN und HANS ULRICH 
MEUTER auf den Standpunkt, dass die entscheidende Voraussetzung für die Be-
wertung eines Grundstücks zum Ertragswert allein die land- oder forstwirtschaft-
liche Nutzung sei. Dass die landwirtschaftlich genutzten Grundstücke dem BGBB 
unterliegen müssten, sei nach der von ihnen vertretenen Ansicht nicht der Fall, 
zumal das Bundesgericht auch schon in einem früheren Entscheid festgehalten 
habe, dass die Meinung, landwirtschaftlich genutzte Grundstücke seien nur sol-
che im Geltungsbereich des BGBB, harmonisierungsrechtlich nicht zwingend sei. 
Dazu verweisen sie auf das Urteil des Bundesgerichtes 2A.402/2003 vom 16. Juli 
2004. Unbeachtlich sei ferner, in welcher Nutzungszone die landwirtschaftlich be-
wirtschafteten Grundstücke lägen. Auch Bauland sei zum Ertragswert zu bewer-
ten, sofern es landwirtschaftlich genutzt werde (vgl. RICHNER/FREI/KAUF-
MANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl., Zürich 2013, § 40 
Rz. 6 f. und 11).

• Auch MARTIN BAUMGARTNER äussert sich dahingehend, dass die effektive land-
wirtschaftliche Nutzung für die Ertragsbewertung entscheidend sei und dass die 
bauliche Zonenzugehörigkeit für die Qualifikation der land- oder forstwirtschaftli-
chen Benutzung bzw. für die Bewertung zum Ertragswert nicht ausschlaggebend 
sei (vgl. BAUMGARTNER, Vermögensbesteuerung land- und forstwirtschaftlicher 
Grundstücke im Kanton Zürich, Zürich 2002, S. 49 Fn. 183 und S. 103).

• Selbige Meinung wird auch von Andrea Opel vertreten, wenn sie ausführt, dass 
im Vermögenssteuerrecht ebenfalls das Nutzungskonzept gelte, da dies der Ge-
setzeswortlaut von Art. 14 Abs. 2 StHG vorgebe und insoweit kein Auslegungs-
spielraum verbleibe (vgl. OPEL, Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht im Jahre 
2014 − ein Resümee, in: successio, 3/2015, S. 207 ff., S. 214).

• Martin Würsch weist sodann darauf hin, dass bei der Vermögenssteuer ausdrück-
lich vom Begriff land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke abgewichen und auf 
die landwirtschaftliche Nutzung abgestellt werde. Damit schaffe der Gesetzgeber 
eine Differenz zur Bestimmung in Art. 8 Abs. 1 StHG. Die landwirtschaftliche Nut-
zung könne auch für dem BGBB nicht unterstellte Grundstücke (z.B. Grundstücke 
unter 25 Aren oder Grundstücke in der Bauzone) gegeben sein. Damit gehe der 

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Begriff der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke weniger weit als jener der 
landwirtschaftlichen Grundstücke in Art. 2 BGBB (vgl. WÜRSCH, Agrarsteuer-
recht, in: NORER [Hrsg.], Handbuch zum Agrarrecht, Bern 2018, S. 495).

Zu diesen Lehrmeinungen gilt es festzuhalten, dass sich RICHNER/FREI/ 

KAUFMANN/MEUTER auf das Urteil des Bundesgerichtes 2A.402/2003 vom 

16. Juli 2004 und damit auf ein verwaltetes, nicht mehr aktuelles Urteil be-

rufen. Wie gesehen hat das Bundesgericht in der Zwischenzeit im Ent-

scheid 2C_873/2011 vom 22. Oktober 2012 zu verstehen gegeben, dass 

die im Zusammenhang mit Art. 8 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1 StHG anwend-

bare Praxis, wonach einzig unter das BGBB fallende Grundstücke in den 

Anwendungsbereich von Art. 12 Abs. 1 StHG fallen, auch auf Art. 14 Abs. 2 

StHG Anwendung finden und damit auch im Anwendungsbereich von 

Art. 14 Abs. 2 StHG die Unterstellung unter das BGBB eine Voraussetzung 

für die privilegierte Besteuerung darstellen soll. Auf dieses Urteil und damit 

auf die anderslautende bundesgerichtliche Rechtsprechung gehen RICH-

NER/FREI/KAUFMANN/MEUTER mit keinem Wort ein. Bei der Lehrmeinung von 

BAUMGARTNER handelt es sich sodann bereits um eine ältere Fundstelle, 

welche sich primär auf den Kommentar zum Zürcher Steuergesetz von 

RICHNER/FREI/KAUFMANN aus dem Jahr 1999 stützt und dementsprechend 

die aktuelle bundesgerichtliche Rechtsprechung ebenfalls nicht berück-

sichtigt. Gleiches gilt auch für die Auffassungen von 

OPEL und WÜRSCH. Obschon es sich bei diesen Lehrmeinungen um aktuel-

lere Fundstellen handelt, vertritt WÜRSCH ebenfalls, ohne auch nur einen 

Hinweis auf die Rechtsprechung, die Meinung, dass die landwirtschaftliche 

Nutzung im Sinne von Art. 14 Abs. 2 StHG und damit die privilegierte Ver-

mögensbesteuerung auch auf Grundstücke in der Bauzone anwendbar sei. 

Dasselbe gilt für OPEL, die im Jahr 2015 einzig auf den Wortlaut von Art. 14 

Abs. 2 StHG verweist, ohne sich mit der anderslautenden bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung auseinander zu setzen. Insofern vermögen die dar-

gestellten Lehrmeinungen nicht zu überzeugen und sind mangels Ausein-

andersetzung mit der anderslautenden bundesgerichtlichen Rechtspre-

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chung denn auch nicht geeignet, diese in Zweifel zu ziehen. Dies zumal es 

in der Lehre durchaus auch Stimmen gibt, welche die bundesgerichtliche 

Auffassung teilen:

• So haben RAINER ZIGERLIG und GUIDO JUD bereits im Basler Kommentar zum StHG 
aus dem Jahr 2002 die Auffassung vertreten, dass die Ertragswertbesteuerung land-
wirtschaftlicher Grundstücke bloss auf solche Grundstücke anzuwenden sei, die dem 
Geltungsbereich des BGBB unterlägen (vgl. ZIGERLIG/JUD, in: ZWEIFEL/ATHANAS 
[Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, Bundesgesetz über 
die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 
2. Aufl., Basel 2002, Art. 14 Rz. 9).

• DANIEL DZAMKO-LOCHER und HANNES TEUSCHER halten im aktuellen Basler Kommen-
tar zum StHG aus dem Jahr 2017 sodann fest, dass in der Lehre Uneinigkeit bestehe 
zur Frage, ob das Grundstück dem Geltungsbereich des BGBB unterliegen müsse. 
Weiter weisen sie darauf hin, dass das Bundesgericht diese Frage mit Entscheid 
2C_873/2011 vom 22. Oktober 2012 anknüpfend an die Rechtsprechung von BGE 
138 II 32 zur Definition der landwirtschaftlichen Grundstücke gemäss Art. 12 Abs. 1 
StHG bejaht habe und dass damit das Kriterium der tatsächlichen Nutzung in den 
Hintergrund treten dürfte (vgl. DZAMKO-LOCHER/TEUSCHER, in: ZWEIFEL/BEUSCH 
[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die 
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 3. Aufl., 
Basel 2017, Art. 14 Rz. 39).

7.1. Nach dem vorstehend Gesagten lässt sich festhalten, dass das Bundesge-

richt mit dem Entscheid 2C_873/2011 vom 22. Oktober 2012 höchstrichter-

lich geklärt hat, dass im Anwendungsbereich von Art. 14 Abs. 2 StHG nicht 

die tatsächliche Nutzung eines land- und forstwirtschaftlichen Grundstücks, 

sondern vielmehr dessen Unterstellung unter den Schutzbereich des 

BGBB, massgebend ist für die privilegierte Besteuerung im Sinne von 

Art. 14 Abs. 2 StHG. Für die bundesgerichtliche Lösung, welcher sich − wie 

gesehen − auch das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ange-

schlossen hat (vgl. PVG 2013 Nr. 19; Urteil des Verwaltungsgerichtes des 

Kantons Graubünden A 11 58 vom 27. März 2012), sprechen wesentliche 

Gesichtspunkte: Wie gesehen ergibt sich die Notwendigkeit einer einheitli-

chen Begriffsbestimmung zwischen bäuerlichem Bodenrecht und Steuer-

gesetzgebung schon aufgrund der anzustrebenden Einheit der Rechtsord-

nung sowie aus der zeitlichen Nähe zwischen den jeweiligen Erlassen. An-

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gesichts dieser Nähe und der bedeutenden gemeinsamen Wertungsge-

sichtspunkte muss davon ausgegangen werden, dass im hier zu beurtei-

lenden Teilbereich die Zielsetzungen und Interessenabwägungen des bäu-

erlichen Bodenrechts die Bestimmung und Konkretisierung steuerrechtli-

cher Begriffe und Normen massgebliche mitzuprägen haben (vgl. BGE 

138 II 32 E.2.3.1). Des Weiteren erwiese sich die privilegierte Besteuerung 

von Art. 14 Abs. 2 StHG bzw. Art. 57 Abs. 1 StG für ein in der Bauzone 

gelegenes, unüberbautes Grundstück auch insofern als fragwürdig, als ein 

solches nicht den Verfügungsbeschränkungen des bäuerlichen Boden-

rechts unterliegt. Zudem würde es auch dem Sinn und Zweck des RPG 

widersprechen, wenn Bauland privilegiert besteuert würde, nur weil dieses 

landwirtschaftlich genutzt wird. Tatsache ist nämlich, dass der Bauzone zu-

gewiesene Grundstücke innerhalb von 15 Jahren überbaut werden sollen 

(vgl. Art. 15 Abs. 1 RPG); daran ändert auch die neuste RPG-Revision 

nichts. Und schliesslich wird bei der Besteuerung von land- und forstwirt-

schaftlich genutzten Grundstücken nach dem Verkehrswert auch dem ver-

fassungsmässigen Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen 

Leistungsfähigkeit (vgl. Art. 127 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schwei-

zerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) Rechnung getragen. Es trifft 

zwar zu, dass bei einer landwirtschaftlichen Nutzung eines Grundstücks 

wenig Ertrag erzielt wird und die Besteuerung zum Verkehrswert zu einem 

weit höheren Vermögenssteuerbetrag als dem durch die landwirtschaftli-

che Nutzung erzielten Ertrag führt. Dies ist jedoch insofern nicht entschei-

dend, als dadurch noch keine konfiskatorische Besteuerung vorliegt, weil 

es der Steuerpflichtige selber in der Hand hätte, das vom Gesetzgeber ge-

stützt auf das RPG als Bauland definierte Grundstück zu diesem Zweck zu 

verwenden und dadurch einen weit höheren Ertrag zu erzielen. Wenn der 

Steuerpflichtige freiwillig auf diesen höheren Ertrag verzichtet und das 

Grundstück stattdessen landwirtschaftlich nutzt, hat er sich dies in vermö-

genssteuerlicher Hinsicht zu seinem eigenen Nachteil anrechnen zu las-

sen.

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7.2. Dementsprechend bestehen aber keinerlei Gründe, um von der Rechtspre-

chung des Bundesgerichtes und des Verwaltungsgerichtes des Kantons 

Graubünden abzuweichen, wonach auch im Anwendungsbereich von 

Art. 14 Abs. 2 StHG bzw. Art. 57 Abs. 1 StG die Unterstellung unter das 

BGBB eine Voraussetzung für die privilegierte Besteuerung darstellt. Inso-

fern kann von einem vermögenssteuerlich privilegierten Grundstück nur 

dann gesprochen werden, wenn die für die Anwendung des BGBB gültigen 

Voraussetzungen erfüllt sind. Dies ist nach Massgabe von Art. 2 Abs. 1 

BGBB hauptsächlich dann der Fall, wenn es sich um einzelne oder zu ei-

nem landwirtschaftlichen Gewerbe gehörende Grundstücke handelt, die 

ausserhalb einer Bauzone nach Art. 15 RPG liegen und für welche die land-

wirtschaftliche Nutzung zulässig ist. Darüber hinaus gilt die Anwendung des 

BGBB und somit auch die besagte steuerliche Ausnahmeregelung von 

Art. 14 Abs. 2 StHG bzw. Art. 57 Abs. 1 StG für weitere, spezifisch in Art. 2 

Abs. 2 BGBB genannte Fälle, nämlich für:

"a. Grundstücke und Grundstücksteile mit landwirtschaftlichen Gebäuden und An-
lagen, einschliesslich angemessenem Umschwung, die in einer Bauzone liegen 
und zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe gehören;

b. Waldgrundstücke, die zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe gehören;

c. Grundstücke, die teilweise innerhalb einer Bauzone liegen, solange sie nicht 
entsprechend den Nutzungszonen aufgeteilt sind;

d. Grundstücke mit gemischter Nutzung, die nicht in einen landwirtschaftlichen 
und einen nichtlandwirtschaftlichen Teil aufgeteilt sind."

Die im vorliegenden Fall strittigen Parzellen Z.1._____ und Z.2._____ in 

X._____ befinden sich unbestrittenermassen vollumfänglich in der Bau-

zone und sind nicht überbaut. Solche Grundstücke können gemäss Art. 2 

BGBB nicht unter den Geltungsbereich des BGBB fallen. Gegenteiliges 

wird von den Beschwerdeführern denn auch zu Recht nicht vorgebracht. 

Dementsprechend handelt es sich bei den Parzellen Z.1._____ und 

Z.2._____ aber nicht um land- oder forstwirtschaftlich genutzte Grundstü-

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cke im Sinne von Art. 14 Abs. 2 StHG bzw. Art. 57 Abs. 1 StG, weshalb 

eine Besteuerung derselben zum Ertragswert bereits aus diesem Grund 

ausgeschlossen ist. Insofern erübrigt sich auch die Prüfung, ob im vorlie-

genden Fall eine dauernde land- oder forstwirtschaftliche Nutzung im Sinne 

von Art. 57 Abs. 1 StG vorliegt. Der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 18. Mai 2018, mit welchem die Beschwerdegegnerin 1 die Einsprache 

der heutigen Beschwerdeführer vom 5. August 2015 abgewiesen und 

gleichzeitig die Besteuerung der in der Wohnzone 1 der Gemeinde X._____ 

gelegenen Parzellen Z.1._____ und Z.2._____ zum Verkehrswert unter an-

gemessener Berücksichtigung des Ertrags und der Ertragsfähigkeit 

bestätigt hat, erweist sich somit als rechtens, was zur Bestätigung dessel-

ben und zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde vom 12. Juni 

2018 führt.

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG unter solidarischer Haftung zulasten der Beschwerde-

führer. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Auf-

gaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der 

Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtli-

chen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein 

Anlass, weshalb der obsiegenden Beschwerdegegnerin 1 keine Parteien-

tschädigung zusteht.

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 485.--

zusammen Fr. 3‘485.--

gehen unter solidarischer Haftung zulasten von A._____ und B._____ und 

sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzver-

waltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 9. Dezember 

2019 abgewiesen (BGU-Nr. 2C_1094/2018).