# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08bab5e5-8b04-50ac-9a45-083451d30df3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-10-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 12.10.2004 S 2004 98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2004-98_2004-10-12.pdf

## Full Text

S 04 98

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 12. Oktober 2004

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. …, geboren 11. Juni 1949, arbeitete seit 1973 in der Schweiz, zunächst 11 

Jahre als Hilfsgipser, dann ab 1984 - abgesehen von einem kurzen 

Unterbruch Ende der 80er Jahre - als … in ... Am 15. Februar 1999 erlitt er 

einen Berufsunfall. Er rutschte beim Einsteigen in sein … auf Eis aus und 

schlug mit der rechten Schulter an der offenen vorderen Fahrertüre auf Höhe 

des Türschlosses auf. Seither bestanden belastungsabhängige Schmerzen. 

Im November 1999 erfolgte wegen Therapieresistenz auf konsekutive 

Behandlung eine Schultermobilisation und ventrolateraler Akromioplastik im 

Rätischen Kantons- und Regionalspital Chur. In der Folge wurden, weil der 

postoperative Verlauf sehr langwierig war und auch mehrmalige 

Arbeitsversuche scheiterten, zahlreiche diagnostische und therapeutische 

(inkl. rehabilitative) Massnahmen durchgeführt. 

Am 25. Mai 2000 meldete sich … zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden nahm die 

Unterlagen der Suva, bei welcher … gegen die Folgen von Unfall und 

Berufskrankheit versichert war, zu den Akten. Mit Verfügung vom 19. Oktober 

2001 wurde ihm rückwirkend ab dem 1. November 2000 eine ganze Rente 

zugesprochen, welche aber per 31. Januar 2001 befristet wurde. Bereits auf 

den entsprechenden Vorbescheid hin erhob der Versicherte Einwände. 

Aufgrund dieser Einwände sowie eines Gesuches um Wiedererwägung 

veranlasste die IV-Stelle nach weiteren Abklärungen im April 2002 eine 

ganzheitliche Abklärung in der MEDAS Basel. Nach Eingang des 

entsprechenden Gutachtens sprach die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. Januar 

2004 dem Versicherten ab dem 1. April 2001 eine Rente auf der Basis eines 

Invaliditätsgrades von 48% zu. Der Anspruch für eine ganze Rente wurde mit 

dieser Verfügung im Ergebnis für den Zeitraum 1. November 2000 – 31. März 

2001 bejaht. 

Die dagegen von … erhobene Einsprache, mit welcher er im Wesentlichen 

ungenügende Sachverhaltsabklärungen (so insbesondere eine fehlende 

Berücksichtigung der psychischen Beschwerden des Versicherten; 

unzutreffende Verweistätigkeiten) geltend machte und ausgehend von einem 

Invaliditätsgrad von mehr als 70% eine höhere Rente als die zugesprochene 

Viertelsrente seit dem 1. April 2001 verlangte, wies die IV-Stelle mit 

ausführlich begründetem Einspracheentscheid vom 29. Juni 2004 ab.

2. Dagegen liess … mit Eingabe vom 28. Juli 2004 beim Verwaltungsgericht frist- 

und formgerecht Beschwerde erheben mit dem Begehren, es sei der 

Einspracheentscheid aufzuheben und ihm eine halbe IV-Rente 

zuzusprechen; eventuell sei die Sache zur erneuten Abklärung und neuem 

Entscheid an die IV-Stelle zurückzuweisen. Zur Begründung wiederholte er 

die bereits seiner Einsprache zugrunde liegenden Überlegungen. Wegen 

psychischer Probleme habe er zweimal eine Neuropsychiaterin aufgesucht 

und er befinde sich weiterhin bei dieser in Behandlung.

3. Die IV-Stelle schliesst mit Vernehmlassung vom 30. Juli 2004 auf Abweisung 

der Beschwerde. Im Rahmen des Einkommensvergleichs habe sie auf das 

unbestritten gebliebene Valideneinkommen als Chauffeur von rund Fr. 

35'271.-- abgestellt. Die in der MEDAS Basel durchgeführte polydisziplinäre 

Begutachtung habe ergeben, dass der Versicherte in einer 

behinderungsgeeigneten Tätigkeit noch über eine Arbeitsfähigkeit von 40% 

verfüge. Anstelle der noch dem Einspracheentscheid zugrunde liegenden 

lediglich 3 Verweisungstätigkeiten (IV-Grad 47,8%), müsse das 

Invalideneinkommen vielmehr aufgrund der LSE-Tabellenlöhne ermittelt 

werden. Ausgehend von einem 40% Beschäftigungsumfang lasse sich das 

hypothetische Invalideneinkommen zusammen mit einem angemessenen 

Leidensabzug (12%) auf Fr. 20'026.85 beziffern. Aus der Gegenüberstellung 

resultiere letztlich ein Invaliditätsgrad von 43,22%. Entgegen der Auffassung 

des Beschwerdeführers seien in das MEDAS-Gutachten auch sowohl die 

geltend gemachten psychischen Beschwerden als auch weitere 

Unfallereignisse eingeflossen. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) In ihrer Vernehmlassung hat die Vorinstanz die Bestimmungen und 

Grundsätze zum Begriff der Invalidität (Art. 4 Abs. 1 IVG; BGE 116 V 249 Erw. 

1b; zu den psychischen Gesundheitsschäden: AHI 2000 S. 151 Erw. 2a), zum 

Anspruch und zur Bemessung des Invaliditätsgrades (Art. 28 Abs. 1 und 2 

IVG in der bis 31. Dezember 2003 gültigen Fassung; vgl. auch BGE 104 V 

136 Erw. 2a und b) richtig dargelegt. Anstelle von Wiederholungen kann 

darauf verwiesen werden. Zu ergänzen ist, dass der Anspruch für die ab dem 

1. April 2001 zugesprochene Invalidenrente entsprechend den allgemeinen 

intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2002 aufgrund 

der bisherigen Rechtslage und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen 

des auf den 1. Januar 2003 in Kraft getretenen ATSG und dessen 

Ausführungsverordnungen zu beurteilen ist, da keine laufenden Leistungen 

(i.S.v. Art. 82 Abs. 1 ATSG) sondern Dauerleistungen im Streit stehen, über 

die noch nicht rechtskräftig verfügt worden ist (EVG Urteil I 690/03 vom 5. Juli 

2004, Erw. 1). Keine Anwendung finden jedoch die per 1. Januar 2004 in Kraft 

getretenen Änderungen des IVG vom 21. März 2003 und der IVV vom 21. Mai 

2003 (4. IV-Revision) sowie die damit einhergehenden Anpassungen des 

ATSG, weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 

Tatbestandes Geltung haben (vgl. EVG-Urteil vom 30. Juli 2004, I 82/04; BGE 

129 V 4 Erw. 1.2, 127 V 467 Erw. 1). Die gesetzlichen Regelungen von Art. 8 

ATSG i.V. mit Art. 4 IVG (alte und neue Fassung) entsprechen sich im 

Wesentlichen und die  zum Begriff der Invalidität in der IV ergangene 

Rechtsprechung (vgl. statt vieler BGE 119 V 470 Erw. 2b) behält unter der 

Herrschaft des ATSG weiterhin ihre Gültigkeit (EVG Urteil I 626/03 vom 30. 

April 2004, Erw. 3.3). Gleiches gilt für die bei der Ermittlung des 

Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten heranzuziehenden 

allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (BGE 128 V 30 Erw. 1).

b) In Erinnerung zu rufen ist sodann, dass das Sozialversicherungsgericht den 

Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu 

prüfen hat, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu 

entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen 

einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht 

erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt (ZAK 1986 S. 188 Erw. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes 

eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob 

es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den 

erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten 

Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen 

nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den 

Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen 

Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen des 

medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die 

rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte 

oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, 

welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, 

gegebenenfalls deutlich macht (BGE 122 V 160 Erw. 1c; U. Meyer-Blaser, Die 

Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. 

Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).

2. a) Streitig und zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer ab dem 1. April 2001 eine 

höhere (als die zugesprochene Viertels-) Rente der Invalidenversicherung 

zusteht. Die Beschwerdegegnerin stellte sich auf den Standpunkt, unter 

Berücksichtigung der erheblichen Symptomausweitung sei dem 

Beschwerdeführer gemäss der medizinischen Beurteilung eine 

leidensangepasste Tätigkeit im Umfang von 40 % zumutbar; das unbestritten 

gebliebene Valideneinkommen als Taxichauffeur betrage Fr. 35'271.-, 

während das (in der Vernehmlassung nach LSE ) korrigierte 

Invalideneinkommen unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges 

von 12% auf Fr. 20'026.85 festzusetzen sei. Der Beschwerdeführer verlangt 

eine höhere Rente und machte geltend, das MEDAS-Gutachten überzeuge 

insbesondere in seinen Schlussfolgerungen nicht. Insbesondere seien die 

schweren psychischen Beschwerden, welche gravierende Auswirkungen auf 

die Restarbeitsfähigkeit hätten, darin nur unzureichend berücksichtigt worden. 

Entsprechend beanstandete er die Ermittlung des Invalideneinkommens und 

gelangte zum Schluss, dass der Invaliditätsgrad in jedem Fall mehr als die 

angenommenen 48% betrage, und dass ihm eine halbe Rente zuzusprechen 

sei. Ihm kann nicht gefolgt werden.

 

b) Nach dem Unfall vom Februar 1999, bei dem der Beschwerdeführer beim 

Einsteigen in sein Auto auf Eis ausglitt und mit der rechten Schulter an der 

offenen Fahrertüre auf Höhe des Türschlosses aufschlug, bestanden – 

obwohl dieser zuerst keine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte, 

belastungsabhängige Schmerzen. Diese machten im November 1999 u.a. 

eine operative Schultermobilisation erforderlich. Weil der postoperative 

Verlauf sehr langwierig war und Arbeitsversuche scheiterten, wurde der 

Beschwerdeführer eingehend medizinisch untersucht (so Juli 2000). In 

Berücksichtigung der Beschwerden wurde ihm eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit 

als Taxichauffeur und für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit attestiert. 

Aufgrund dieses Berichtes wurde ihm befristet bis Ende Januar 2001 eine 

volle IV-Rente zugesprochen. Auf entsprechende Einwände hin veranlasste 

die IV-Stelle im April 2002 eine eingehende Abklärung bei der MEDAS. Diese 

zog für ihre Beurteilung die bereits vorhandenen umfangreichen 

medizinischen Vorakten (vgl. S. 2/3 des MEDAS-Bericht vom 11. April 2004) 

bei. Ergänzend holte sie ein Rheumatologisches Fachgutachten (Dr. med. 

Frey, Rheumatologie und Innere Medizin, 20. Januar 2003) sowie ein 

Psychosomatisches Fachgutachten (Dr. Watson/Prof. Kiss, Abt. 

Psychosomatik, 21. Januar 2003) ein. Die Konklusion des Gutachtens wurde 

im Rahmen einer interdisziplinären Konsens-Konferenz ausgeführt. Dabei 

wurde mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit der Schluss gezogen, dass für den 

Beschwerdeführer in seiner bisherigen Arbeitstätigkeit als Taxifahrer bleibend 

keine verwertbare Arbeitsfähigkeit bestehe. Hingegen bestehe aus 

somatischer Sicht für eine leichte körperliche Tätigkeit ohne Überkopfarbeit 

eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Die objektivierbaren Befunde würden dabei im 

Wesentlichen mit den bereits im Jahre 2000 und 2001 getätigten 

Vorbeurteilungen übereinstimmen. In der psychosomatischen Evaluation sei 

die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, überlagert 

mit einer  depressiven Episode zu diagnostizieren. Eine Arbeitsfähigkeit von 

50% in einer angepassten Tätigkeit sei aber ebenfalls vertretbar. Im konkreten 

Fall sei davon auszugehen, dass eine gewisse gegenseitige additive 

Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit von somatischer und psychischer Sicht 

zu postulieren sei. Entsprechend sei davon auszugehen, dass eine 

Arbeitsunfähigkeit von 60%, bzw. eine Arbeitsfähigkeit von 40% bestehe 

(MEDAS-Bericht, S. 18).

c) Fest steht, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als 

Taxifahrer nicht mehr arbeitsfähig ist. Das eben erwähnte Konsilium der 

MEDAS-Gutachter attestierte ihm aber mit überzeugender, nachvollziehbarer 

Begründung eine verbleibende (Rest-)Arbeitsfähigkeit von 40%  für leichte 

körperliche Tätigkeiten ohne Überkopfarbeiten, und ohne repetitive Belastung 

der oberen Extremitäten, ohne repetitives Ziehen, Heben und Stossen von 

Lasten über 2 – 3 kg. Diesen Schluss rügte der Beschwerdeführer, indem er 

geltend machte, dass ausser den aktenkundigen physischen auch die 

schweren psychischen Beschwerden berücksichtigt werden müssten. Aus 

seiner Sicht sei er zu mindestens 70% arbeitsunfähig. Er habe zudem seither 

auf entsprechende ärztliche Anordnung hin zwei Mal eine seine 

Muttersprache sprechende Neuropsychiaterin aufgesucht. Aus seinen 

Einwänden kann er nichts zu Gunsten seiner Begehren ableiten.

Abgesehen davon, dass im erwähnten MEDAS-Bericht die psychischen 

Beschwerden bereits im Rahmen der psychosomatischen Begutachtung 

sowie der nachfolgenden interdisziplinären Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

angemessen berücksichtigt worden sind,  wäre selbst eine fachärztlich 

festgestellte psychische Krankheit nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit 

dem Vorliegen einer rentenbegründenden Invalidität. Praxisgemäss muss 

vielmehr in jedem Einzelfall eine Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit 

unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie 

ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist dabei 

die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu erfolgende 

Beurteilung, ob und inwiefern dem Versicherten trotz seines Leidens die 

Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit auf dem ihm nach seinen Fähigkeiten 

offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar 

und für die Gesellschaft tragbar ist (BGE 127 V 298 Erw. 4c, 102 V 165; AHI 

1996 S. 303 Erw. 2a und ZAK 1992 S. 170 Erw. 2a mit Hinweisen). Wenn die 

MEDAS-Fachgutachter in der psychosomatischen Evaluation die Diagnose 

einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, überlagert mit einer  

depressiven Episode stellten, so erweist sich ihre damalige Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit (unter Berücksichtigung sowohl der physischen als auch der 

psychischen Beschwerden) als ohne weiteres nachvollziehbar. Für ein 

Abweichen von dieser Einschätzung besteht im konkreten Fall aufgrund der 

klaren Aktenlage und der Vorbringen des Beschwerdeführers kein Anlass. 

Von weiteren Abklärungen kann trotz des im Sozialversicherungsrecht 

geltenden Untersuchungsgrundsatzes abgesehen werden. Dies deshalb, weil 

weder hinreichender Anhaltspunkt dafür besteht, dass sich die geklagten 

psychischen Beschwerden in rentenrelevanter Weise verändert hätten (vgl. 

BGE 117 V 282 Erw. 4a; AHI 1994 S. 312; SVR 1999 IV Nr. 10, S. 28 Erw. 

2c), noch davon weitere erheblichen Erkenntnisse zu erwarten sind 

(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; SVR 2003 AHV Nr. 4 

S. 11 Erw. 4.2). Da eine wesentliche Verschlechterung des psychischen 

Gesundheitszustandes nicht überwiegend wahrscheinlich ist, kann 

hinsichtlich der verbleibenden Arbeitsfähigkeit auf die Konklusion im 

erwähnten MEDAS-Bericht (40% Restarbeitsfähigkeit in einer 

leidensangepassten Tätigkeit) abgestellt werden.

3. a) Der Invaliditätsgrad Erwerbstätiger wird nach der Methode des 

Einkommensvergleichs ermittelt (Art. 16 ATSG; Art. 28 Abs. 2 IVG). Dazu wird 

das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (so genanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (so genanntes Valideneinkommen). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 

ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 

Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine 

Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V Erw. 2a 

und b).

b) Unbestritten geblieben ist, dass der Beschwerdeführer als Taxifahrer ein 

Valideneinkommen von Fr. 35'271.-- erzielen könnte. Zur Bestimmung des 

Invalideneinkommens hat die Beschwerdegegnerin im Rahmen der 

beruflichen Abklärung vorerst drei Tätigkeiten aus der Dokumentation über 

Arbeitsplätze herangezogen (DAP Nr. 3205, 4349 und 4471) und gestützt 

darauf einen invaliditätsbedingten Jahreslohn für das Jahr 2001 von Fr. 

18'413.-- ermittelt, was einen Invaliditätsgrad von 47,80% ergab. Nachdem 

der Beschwerdeführer die herangezogenen DAP-Löhne in Frage stellte, hat 

die Beschwerdegegnerin unter Bezugnahme auf die jüngere Rechtsprechung 

des EVG, wonach mindestens 5 DAP-Blätter vorliegen müssen, damit die 

Basis für die Repräsentativität der DAP-Blätter nicht zu schmal ist (BGE 129 

V 472 Erw. 4.2.2, 126 V 76 Erw. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 

412; EVG-Urteile vom 28. August 2003 U 35/00 und U 47/00) ihre 

Berechnungsweise des Invalideneinkommens korrigiert und erkannt, dass 

dieses aufgrund der Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 

periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) zu ermitteln sei. 

c) Für die Festsetzung des hypothetischen Invalideneinkommens aufgrund von 

Tabellenlöhnen sind in der Regel die Lohnverhältnisse im gesamten privaten 

Sektor massgebend. Nach der LSE 2000 belief sich der Bruttolohn für 

männliche Arbeitnehmer bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten im privaten 

Sektor auf Fr. 4'437.-- im Monat (Tab. TA1, S. 31). Unter Berücksichtigung 

der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden (im Jahr 2001; Die 

Volkswirtschaft, 10/2003 S. 98 Tabelle B 9.2) und der 

Nominallohnentwicklung 2001 von 2,5 % (Die Volkswirtschaft, 10/2003, S. 99 

Tabelle B10.2) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 56'894.55 (Teuerung 

2002: 1,8%, Jahreslohn: Fr. 57'919.--). Unter Berücksichtigung der 60%-igen 

Arbeitsunfähigkeit resultiert ein hypothetisches Invalideneinkommen von 

jährlich Fr. 22'757.80. Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom 

Tabellenlohn bis zu 25 % möglich, wenn gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind und daher 

im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind (vgl. BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb; 

AHI-Praxis 1998 5. 291 Erw. 3b). Zu berücksichtigen ist ferner, dass 

Teilzeitbeschäftigte in der Regel überproportional weniger verdienen als 

Vollzeitangestellte (vgl. AHI-Praxis 1998 8. 177 Erw. 3a; 5. 292 Erw. 3b). 

Inwieweit der statistikmässig ausgewiesene Durchschnittslohn vorliegend 

zusätzlich reduziert werden kann, ist anhand der gesamten Umstände des 

konkreten Einzelfalles, insbesondere auf Grund der tatsächlichen 

Beeinträchtigung im noch möglichen Betätigungsbereich, zu bestimmen. Es 

kommt nicht generell und in jedem Fall ein Abzug von 25 % zur Anwendung 

(vgl. AHI 1998 8. 177 Erw. 3a). Vorliegend ist davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer im Umfang der verbliebenen Arbeitsfähigkeit eine 

leidensangepassten Beschäftigung zu 40 % nur ausüben könnte, indem er 

dieses Pensum auf fünf Halbtage mit entsprechend vermehrten Pausen 

verteilen würde. Ein potentieller Arbeitgeber hätte daher gewisse weitere 

gesundheitsbedingte Einschränkungen des Leistungsvermögens zu 

gewärtigen. 

d) Die Vorinstanz hat in ihrer Vernehmlassung angesichts der dem 

Beschwerdeführer verbleibenden Restarbeitsfähigkeit von 40% 

entgegenkommenderweise einen leidensbedingten Abzug von 12 % für 

gerechtfertigt erachtet. Das hypothetische Invalideneinkommen beläuft sich 

auf Fr. 20‘026.85 und aus der erforderlichen Gegenüberstellung resultiert ein 

Invaliditätsgrad von 43.22 %, was die Zusprechung einer höheren, als der 

bereits zugesprochenen Viertelsrente ausschliesst. 

e) Selbst wenn man im Übrigen – wofür vorliegend aber kein Anlass besteht – 

dem Beschwerdeführer bei der Ermittlung des hypothetischen 

Invalideneinkommens den maximal zulässigen leidensbedingten Abzug von 

25% zugestehen würde, wäre seinem Begehren nach Ausrichtung einer 

halben Rente kein Erfolg beschieden. Das Invalideneinkommen würde in 

diesem Fall nämlich Fr. 17'068.40 betragen, was einem Invaliditätsgrad von 

lediglich 48,39% entsprechen würde. - Nach dem Gesagten erweist sich die 

Beschwerde als vollumfänglich unbegründet und ist daher abzuweisen. 

4. Gerichtskosten werden nicht erhoben, weil das kantonale 

Beschwerdeverfahren - von hier nicht näher zu erläuternden Ausnahmen 

abgesehen - kostenlos ist (Art. 61 lit. a ATSG und Art. 11 VVS). Der 

Beschwerdegegnerin ist praxisgemäss keine aussergerichtliche 

Entschädigung zuzusprechen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.