# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27d0b77e-3652-5b65-8979-53cf5a7d2282
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 18.03.2021 II 2020 115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2020-115_2021-03-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2020 115

Entscheid vom 18. März 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Marcel Käselau, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,

2. B.________,
3. Beschwerdeführer,

beide vertreten durch Rechtsanwältin MLaw C.________,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Beitragsstatus und 
Beiträge 2014)

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Sachverhalt:

A. Am 18. Dezember 2019 erliess die Ausgleichskasse Schwyz zwei Bei-
tragsverfügungen für Nichterwerbstätige 2014 betreffend A.________ und 
B.________ (Vi-act. 3 und 4). Damit wurden A.________ (geboren .________) 
und B.________ (geboren .________) verpflichtet, für das Jahr 2014 Beiträge 
(inkl. Verwaltungskosten) von je Fr. 25'200.-- zu bezahlen. Zusätzlich verfügte die 
Ausgleichskasse Schwyz Verzugszinsen für beide Versicherte für die Zeit vom 
1. Januar 2015 bis 18. Dezember 2019 von je Fr. 6'258.--. Die Verfügungen wur-
den ausdrücklich zur Wahrung der Verjährungsfrist erlassen.

B. Mit einem weiteren Schreiben (Vi-act. 5) wurden A.________ und 
B.________ gebeten, den in der Beilage dieses Schreibens enthaltenen Frage-
bogen für Nichterwerbstätige auszufüllen und der Ausgleichskasse Schwyz zu 
retournieren.

C. Mit Eingabe vom 6. Januar 2020 (Vi-act. 6) reichten A.________ und 
B.________ fristgerecht Einsprache gegen die Verfügungen vom 18. Dezember 
2019 ein und stellten folgenden Antrag:

Die Verfügungen vom 18. Dezember 2019 für Nichterwerbstätige 2014 sind für 
A.________ wie auch für B.________ aufzuheben. Die Voraussetzungen zur 
Erhebung von Beiträgen für Nichterwerbstätige 2014 sind in keiner Art und Weise 
gegeben.

D. Am 7. Februar 2020 bat die Ausgleichskasse Schwyz den Beschwerdefüh-
rer um Einreichung weiterer Unterlagen zur Prüfung der Einsprache (Vi-act. 7). 
Am 3. März 2020 erhielt die Ausgleichskasse Schwyz die von ihr geforderten Un-
terlagen (Vi-act. 8).

E. Die Ausgleichskasse Schwyz hat mit Einspracheentscheid Nrn. 1008/20 & 
1009/20 vom 13. November 2020 (Vi-act. 10) wie folgt über die Einsprache ent-
schieden:

1. Die Verfahren werden vereinigt.

2. In teilweiser Gutheissung der Einsprache wird im Sinne der Erwägungen der 
zu entrichtende Betrag des Einsprechers auf Fr. 2'524.20 herabgesetzt.

3. Die dazugehörende Zinsverfügung wird auf Fr. 626.85 herabgesetzt.

4. In teilweiser Gutheissung der Einsprache wird im Sinne der Erwägungen der 
zu entrichtende Betrag der Einsprecherin auf Fr. 2'524.20 herabgesetzt.

5. Die dazugehörende Zinsverfügung wird auf Fr. 626.85 herabgesetzt.

6.-8. (Kosten, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung).

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F. Gegen diesen Einspracheentscheid vom 13. November 2020 (Versand am 
gleichen Tag) lassen A.________ und B.________ mit Eingabe vom 14. Dezem-
ber 2020 (Montag, Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben und beantragen:

1. Der Einspracheentscheid vom 13. November 2020 betreffend zwei Verfügun-
gen Nichterwerbstätige 2014 sowie zwei Verfügungen Verzugszinsen sei auf-
zuheben und es sei festzustellen, dass keine Beiträge für Nichterwerbstätige 
und Verzugszinsen zu bezahlen seien.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7,7% MWST) zu
Lasten der Beschwerdegegnerin.

Zusätzlich wird im Sinne eines prozessualen Antrags der Beizug der vollständi-
gen Akten der Vorinstanz verlangt.

G. Die Vorinstanz hat mit Schreiben vom 5. Januar 2021 auf die Einreichung 
einer Vernehmlassung verzichtet.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Bei den Beschwerdeführern handelt es sich um ein Ehepaar, weswegen 
die Vorinstanz die Einspracheverfahren vereinigt hat. Die Beschwerdeführer er-
heben nun auch gemeinsam Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der 
Vorinstanz, weswegen auch vor Verwaltungsgericht ein Verfahren geführt wird. 
Die Beitragspflicht der Beschwerdeführer wird nachfolgend jedoch gesondert ge-
prüft. 

2.1 Der AHV-Beitragspflicht unterliegt grundsätzlich, wer obligatorisch oder 
freiwillig versichert ist. Obligatorisch versichert sind nach Art. 1a Abs. 1 lit. a und 
b des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, 
SR 831.10) vom 20. Dezember 1946 die natürlichen Personen, die in der 
Schweiz ihren zivilrechtlichen Wohnsitz haben und diejenigen, welche in der 
Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (auch wenn sie nicht hier wohnen, vgl. 
Maurer/Scartazzini/Hürzeler, Bundessozialversicherungsrecht, 3. Aufl., S. 101, 
Rz. 30). 

Die Versicherten sind beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbstätigkeit ausü-
ben. Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach Voll-
endung des 20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem 
Frauen das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollendet haben (Art. 3 Abs. 1 
AHVG). Die Beschwerdeführer mit Jahrgang 1952 bzw. 1955 waren im fraglichen 
Zeitraum (Jahr 2014) dementsprechend beitragspflichtig.

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2.2 Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten des 
Einkommens aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt 
(Art. 4 Abs. 1 AHVG). Vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit 
wird ein Beitrag von 4,35 Prozent erhoben (Art. 5 Abs. 1 AHVG), während vom 
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit grundsätzlich ein Beitrag von 8,1 
Prozent erhoben wird (Art. 8 Abs. 1 AHVG), wobei bei selbständiger Erwerbs-
tätigkeit unter Umständen eine sinkende Beitragsskala nach Art. 21 der Verord-
nung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) vom 
31. Oktober 1947 zur Anwendung gelangt.

2.3 Nichterwerbstätige, für die nicht der jährliche Mindestbeitrag gemäss 
Art. 10 Abs. 2 vorgesehen ist, bezahlen einen Beitrag entsprechend ihren sozia-
len Verhältnissen (Art. 10 Abs. 1 AHVG). Die Beiträge bemessen sich nach dem 
Vermögen und dem Renteneinkommen. Verfügt ein Nichterwerbstätiger gleich-
zeitig über Vermögen und Renteneinkommen, wird der mit 20 multiplizierte jährli-
che Rentenbetrag zum Vermögen hinzugerechnet (Art. 28 Abs. 1 und 2 AHVV) 
und auf die nächsten 50'000 Franken abgerundet (Art. 28 Abs. 3 AHVV). Ist eine 
verheiratete Person als Nichterwerbstätige beitragspflichtig, bemessen sich ihre 
Beiträge aufgrund der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens 
(Art. 28 Abs. 4 AHVV). Massgebend ist das von der Ausgleichskasse ermittelte 
Renteneinkommen und das von den kantonalen Steuerbehörden ermittelte Ver-
mögen am 31. Dezember des Beitragsjahres (Art. 29 Abs. 2 - 4 AHVV). Die Ver-
anlagungen für die direkte Bundessteuer sind für die Ausgleichskassen verbind-
lich (Art. 29 Abs. 5 AHVV).

2.4.1  Personen, die nicht dauernd voll berufstätig sind, leisten Beiträge wie Nich-
terwerbstätige, wenn ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen zusammen mit de-
nen ihres Arbeitgebers in einem Kalenderjahr nicht mindestens der Hälfte des 
Betrages nach Art. 28 AHVV entsprechen. Ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen 
müssen auf jeden Fall den Mindestbeitrag nach Art. 28 AHVV erreichen (Art. 
10 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 28bis AHVV). Betroffen von dieser Bestimmung sind 
Personen, die entweder nicht dauernd, nicht voll, oder nicht dauernd und nicht 
voll erwerbstätig sind (vgl. Wegleitung über die Beiträge der Selbständigerwer-
benden und Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO [nachfolgend: WSN], 
vom 1.1.2008, Stand 1.1.2020 Rz. 2039). Diese Personen müssen unter Um-
ständen, nach Vornahme einer Vergleichsrechnung, Beiträge wie Nichterwerbs-
tätige leisten (WSN Rz. 2033). Die Vergleichsrechnung wird zwischen den einge-
zahlten Beiträgen und der Hälfte des hypothetischen Beitrags aufgrund der Ver-
mögens- und Rentenverhältnisse vorgenommen. Ist der hypothetische Beitrag 
höher, so bezahlt die Person Beiträge wie Nichterwerbstätige (Art. 28bis AHVV; 

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WSN Rz. 2041 ff.). Nicht dauernd voll Erwerbstätige werden nach Art. 28bis Abs. 
1 AHVV jedoch nicht als Nichterwerbstätige qualifiziert, sondern diesen bei-
tragsmässig gleichgestellt (vgl. BGE 140 V 338 E. 1.1). 

2.4.2  Als dauernd gilt eine Erwerbstätigkeit von mehr als neun Monaten im Ka-
lenderjahr (WSN Rz. 2035). Volle Erwerbstätigkeit liegt in der Regel vor, wenn für 
die (selbständige oder unselbständige) Tätigkeit ein erheblicher Teil der im be-
treffenden Erwerbszweig üblichen Arbeitszeit aufgewendet wird. Diese Voraus-
setzung ist nach der Verwaltungspraxis und Rechtsprechung erfüllt, wenn die 
beitragspflichtige Person während mindestens der halben üblichen Arbeitszeit 
(also 50%) tätig ist (BGE 140 V 338 Erw. 1.2 m.w.H; siehe auch WSN Rz. 2039).

2.5 Gemäss Bundesgericht gelten auch jene Personen als Nichterwerbstätige, 
deren Erwerbstätigkeit in zeitlicher und masslicher Hinsicht nur unbedeutend ist 
(sogenannte Schwergewichtsmethode; BGE 139 V 12 Erw. 4.2). Die Frage, ob 
ein Beitragspflichtiger überhaupt erwerbstätig ist, beurteilt sich nicht nach der 
Höhe der Beiträge gemäss Art. 10 Abs. 1 AHVG, sondern nach den tatsächlichen 
wirtschaftlichen Gegebenheiten (BGE 139 V 12 Erw. 5.2). Im Bereich der 
Selbständigkeit darf die volle Erwerbstätigkeit nicht schon aufgrund eines einfa-
chen Vergleichs der erzielten Gewinne mit dem Durchschnittsverdienst aus einer 
entsprechenden unselbständigen Erwerbstätigkeit verneint werden, wo eine 
selbständige Betätigung erst nach längerer Zeit zu Einkünften führt oder vorü-
bergehende Ertragseinbrüche, Investitionen, Amortisationen oder Veränderun-
gen im wirtschaftlichen Umfeld etc. die betriebliche Rechnung negativ beeinflus-
sen. Sofern die tatsächlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht auf Nichter-
werbstätigkeit, bloss vorgegebene Erwerbstätigkeit oder Erwerbstätigkeit unbe-
deutenden Umfangs schliessen lassen, ist die Erwerbsabsicht nicht in Frage ge-
stellt (BGE 140 V 338 Erw. 2.3.1 m.w.H.) 

Des Weiteren erwog das Bundesgericht, wenn eine üblicherweise erwerbliche 
Tätigkeit auf Dauer ohne Gewinn ausgeübt werde, so lasse das Ausbleiben des 
finanziellen Erfolges regelmässig auf das Fehlen erwerblicher Zielsetzung 
schliessen; denn wer wirklich eine Erwerbstätigkeit ausübe, werde sich in der 
Regel nach längeren beruflichen Misserfolgen von der Zwecklosigkeit seines Un-
terfangens überzeugen und die betreffende Tätigkeit aufgeben (Urteil BGer 
9C_428/2016 vom 22.5.2017 Erw. 3.3.2). Der Zeitraum, innert welchem zwin-
gend Gewinne zu erwirtschaften sind, damit noch von einer Gewinnerzielungs-
absicht ausgegangen werden kann, lässt sich nicht generell festlegen. Auch bei 
der im Steuerrecht mitunter herangezogenen 10-Jahres-Frist handelt es sich nur 
um eine grobe Faustregel. Im Einzelfall sind die Art der Tätigkeit und die konkre-

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ten Verhältnisse (wie beispielsweise die Gegebenheiten am Markt) entscheidend 
(Urteil BGer 9C_427/2016 vom 22.5.2017 Erw. 4.2.4).

3.1 Der Beschwerdeführer ist seit dem 1. September 2008 als Selbständig-
erwerbender der Ausgleichskasse Schwyz angeschlossen. Gemäss den AHV-
Meldungen der Steuerverwaltung erzielte er in den Jahren 2008 bis 2014 folgen-
de Geschäftsergebnisse: 

Jahr Gewinn/Verlust in Fr.
2008 - 12'657.-- Verlust
2009 - 67'671.-- Verlust
2010 - 23'455.-- Verlust
2011 -   6'520.-- Verlust
2012 -   9'004.-- Verlust
2013 - 29'855.-- Verlust
2014 +  4'517.-- Gewinn

3.2 Da der Beschwerdeführer während mehrerer Jahre Verluste geschrieben 
und lediglich die Minimalbeiträge an die AHV entrichtet hat, bezweifelt die Vor-
instanz die Gewinnabsicht des Beschwerdeführers (Erw. 15). 

Im Steuerrecht werde bei ganzjähriger Vollzeittätigkeit in der Regel von 220 Ar-
beitstagen ausgegangen. 50% davon (volle Erwerbstätigkeit, vgl. Erw. 2.4.2) ent-
sprächen daher 110 Arbeitstagen. Ausgehend von einer wöchentlichen Normal-
arbeitszeit von rund 42 Stunden ergäbe dies 8,4 Stunden pro Tag, für 110 Ar-
beitstage müsste somit ein Jahressoll von rund 924 Stunden ausgewiesen wer-
den können, um volle Erwerbstätigkeit zu begründen. Anhand der ihr vorliegen-
den Unterlagen kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass der in beratender 
Funktion tätige Beschwerdeführer im Jahr 2014 auf rund 383.5 Arbeitsstunden 
kommt (Honorareinnahmen von Fr 76'711.25, durchschnittlicher Stundenansatz 
von Fr. 200.--). Diese Anzahl Arbeitsstunden läge weit unterhalb der halben übli-
chen Arbeitszeit (rund 924 Stunden), selbst wenn noch gewisse vor und Nach-
bearbeitungszeiten und Zeiten für sonstige anfallende Arbeiten (Administration, 
Buchhaltung, etc.) hinzugerechnet würden. Es sei deshalb davon auszugehen, 
dass die selbständige Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2014 von 
verhältnismässig geringem Umfang war und jedenfalls weniger als die halbe übli-
che Arbeitszeit beansprucht haben dürfte (Erw. 16).

Daher sei nach dem geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2014 nicht dauernd 
voll erwerbstätig gewesen sei (Erw. 17). 

Die Vorinstanz hat weiter eine Vergleichsrechnung (Art. 28bis AHVV) erstellt, um 
zu bestimmen, wie hoch der Beitrag des Beschwerdeführers als Nichterwerbs-

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tätiger gewesen wäre. Diese Vergleichsrechnung ergibt bei der Hälfte des eheli-
chen Vermögens von Fr. 2'936'882.-- (also Fr. 1'468'441.--) einen Beitrag von 
Fr. 2'884.--. Die vom Beschwerdeführer bezahlten Beiträge als Selbständiger-
werbender (Fr. 480.-) seien im Vergleich dazu deutlicher tiefer (weniger als die 
Hälfte, vgl. Art. 28bis AHVV). Dementsprechend müsse der Beschwerdeführer 
Beiträge wie Nichterwerbstätige in Höhe von Fr. 2'884.-- (zuzüglich Verwaltungs-
kosten und Ausgleichszinsen) bezahlen, wobei ihm die als Selbständigerwerben-
der bezahlten Beiträge anzurechnen seien. Total (ohne Ausgleichszinsen) habe 
der Beschwerdeführer daher den Betrag von Fr. 2'524.20 zu bezahlen 
(Erw. 18 f.).

3.3 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die Vorinstanz habe die 
von ihr zitierte Rechtsprechung (BGE 140 V 338) falsch angewandt. Mit genann-
tem BGE sei unter anderem die Frage beurteilt worden, ob eine volle Erwerbs-
tätigkeit auch dann gegeben sei, wenn nicht (nur) eine Erwerbsabsicht verfolgt 
wird und die Tätigkeit vielmehr (auch) als gemeinnütziges Ehrenamt oder aus 
persönlichem Interesse versehen wird. Diesfalls sei nicht die gesamte zeitliche 
Inanspruchnahme massgebend, der Zeitaufwand sei vielmehr nur im Umfang 
seiner Erwerbsorientierung zu berücksichtigen. Dieser BGE habe jedoch nichts 
mit der vorliegenden Sache zu tun, da der Beschwerdeführer nicht ehrenamtlich 
tätig gewesen sei.

Des Weiteren bestreitet der Beschwerdeführer, dass hinter der selbständigen 
Erwerbstätigkeit keine Gewinnabsicht stehe. lm Rahmen der Selbständigkeit ha-
be er mit der D.________ einen Franchisevertrag abgeschlossen (Bf-act. 3). 
Gemäss diesem habe er 2008 eine Eintrittsgebühr von Fr. 50'000.-- an den Fran-
chisegeber entrichtet. Danach habe der Beschwerdeführer jedes Jahr 15% des 
Bruttoumsatzhonorars, mindestens aber Fr. 30'000.-- an den Franchisegeber 
auszurichten gehabt, jeweils zzgl. Mehrwertsteuer (Bf-act. 3, Ziff. 28.a). Der zwei-
te Franchisevertrag 2012 sei ab dem 1. Mai 2012 in Kraft getreten und habe eine 
Mindestvertragsdauer von 5 Jahren gehabt. Ohne Gewinnabsicht hätte der Be-
schwerdeführer keinen Franchisevertrag zu diesen Konditionen abgeschlossen. 
Dass sich Gewinne nicht wie erhofft entwickelten, gehöre zum Risiko eines 
Selbständigen.

Die Vorinstanz lasse bei ihrer Berechnung, wonach der Beschwerdeführer bei 
Annahme einer 50% Arbeitstätigkeit und einem Stundenansatz von Fr. 200.-- 924 
fakturierte Arbeitsstunden vorweisen können müsse, völlig ausser Acht, dass ein 
Selbständiger nicht jede Arbeitsstunde fakturieren könne. Beim Stundenansatz 
handle es sich um ein Erfolgshonorar, welches nur bei Vertragsabschluss in 
Rechnung gestellt werden könne. So habe der Beschwerdeführer viele Kunden-

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besuche und Präsentationen gemacht, die niemand bezahlt hätte. Im Jahr 2014 
seien zwar Honorareinnahmen von Fr. 81'361.-- generiert worden, allerdings sei-
en die Kosten - insbesondere für den Franchisevertrag - sehr hoch.

2015 sei es gelungen, einen grösseren Gewinn als im Vorjahr zu erzielen und die 
Vorinstanz habe den Beschwerdeführer als Selbständigerwerbenden akzeptiert 
(Bf-act. 5). Es sei nicht stringent, bei einem guten Geschäftsjahr die selbständige 
Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers anzuerkennen und bei einem schlech-
ten nicht. lm Bereich der Selbständigkeit dürfe die volle Erwerbstätigkeit nicht 
schon aufgrund eines einfachen Vergleichs der erzielten Gewinne mit dem 
Durchschnittsverdienst aus einer entsprechenden unselbständigen Erwerbstätig-
keit verneint werden, wo eine selbständige Betätigung erst nach längerer Zeit zu 
Einkünften führt oder vorübergehende Ertragseinbrüche, Investitionen, Amortisa-
tionen oder Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld etc. die betriebliche 
Rechnung negativ beeinflussen. Sofern die tatsächlichen wirtschaftlichen Gege-
benheiten nicht auf Nichterwerbstätigkeit, bloss vorgegebene Erwerbstätigkeit 
oder Erwerbstätigkeit unbedeutenden Umfangs schliessen lassen würden, sei die 
Erwerbsabsicht nicht in Frage zu stellen. Vom Bundesgericht (BGE 140 V 338) 
sei klar festgehalten worden, dass bei einer selbständigen Tätigkeit hohe Investi-
tionen, welche einen Gewinn verunmöglichen und auch eine lange Anfangspha-
se mit geringen Gewinnen nicht gegen eine selbständige Erwerbstätigkeit 
sprächen.

4.1 Der Beschwerdeführer ist seit 2008 selbständig erwerbstätig. In den Jahren 
2008 bis 2013 hat der Beschwerdeführer durchgängig Verluste geschrieben, bis 
es ihm im Jahr 2014 gelang, erstmals einen Gewinn von Fr. 4'517.-- zu erzielen 
(vgl. Erw. 3.1). Die Vorinstanz bezweifelt aufgrund der mehreren Jahre, in denen 
der Beschwerdeführer Verluste schrieb, dessen Gewinnabsicht. 

4.2 Der finanzielle Erfolg des Beschwerdeführers ist während sechs Jahren 
ausgeblieben. Im (vorliegend umstrittenen) Jahr 2014 gelang es dem Beschwer-
deführer jedoch, einen Gewinn zu erzielen. Diesen konnte er im Jahr 2015 sogar 
noch steigern (Vi-act. 6). Es kann dementsprechend vorliegend nicht behauptet 
werden, der Beschwerdeführer habe seine erwerbliche Tätigkeit auf Dauer ohne 
Gewinn ausgeübt. Auch die (nur als Faustregel zu deutende) 10-Jahres-Frist aus 
dem Steuerrecht (vgl. vorstehend Erw. 2.5) ist durch die Erzielung von Gewinnen 
im siebten und achten Geschäftsjahr noch nicht erreicht. Dass es dem Be-
schwerdeführer zwei Jahre am Stück (Gewinne/Verluste nach 2015 sind aus den 
Akten nicht bekannt) gelungen ist, Gewinne zu erzielen, spricht für eine Gewinn-
absicht. Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer zur Auf-
nahme der selbständigen Erwerbstätigkeit ein hohes Investment in Form einer 

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Eintrittsgebühr in Höhe von Fr. 50'000.-- an den Franchisegeber getätigt hat. Zu-
dem musste der Beschwerdeführer dem Franchisegeber jedes Jahr 15% des 
Bruttoumsatzhonorars, mindestens aber Fr. 30'000.-- ausrichten (vgl. Bf-act. 3). 
Diese Investition zu Beginn der selbständigen Erwerbstätigkeit und die jährlich zu 
entrichtenden Zahlungen an den Franchisegeber hat die Vorinstanz nicht hinrei-
chend gewürdigt. Auch dem ihr bekannten Umstand, dass der Beschwerdeführer 
im Jahr 2015 erneut einen Gewinn erzielen konnte, welcher höher war als derje-
nige aus dem Jahr 2014, hat die Vorinstanz keine Rechnung getragen. Dass die 
Vorinstanz den Beschwerdeführer im Jahr 2015 nicht mehr als Nichterwerbstäti-
gen erfasst hat (vgl. Bf-act. 5), spricht ebenfalls dafür, dass die Gewinnabsicht 
des Beschwerdeführers für das Jahr 2015 nicht mehr bezweifelt wurde. 

Soweit die Ausgleichskasse die Auffassung vertrat, der Beschwerdeführer habe 
keine Gewinnabsicht gehabt, kann ihr also nicht gefolgt werden.

4.3.1  Nebst der (aus ihrer Sicht) fehlenden Gewinnabsicht des Beschwerdefüh-
rers kommt die Vorinstanz zum Schluss, der Beschwerdeführer sei im Jahr 2014 
nicht dauernd voll erwerbstätig gewesen (vgl. vorstehend Erw. 3.2). Dass die 
Dauerhaftigkeit der Erwerbstätigkeit vorliegend gegeben ist (d.h. mehr als neun 
Monate im Kalenderjahr, vgl. vorstehend Erw. 2.4.2), steht soweit ersichtlich aus-
ser Frage. Strittig ist hingegen, ob es sich um eine "volle" Erwerbstätigkeit han-
delt. 

4.3.2  Die Honorareinnahmen des Beschwerdeführers sind unbestritten und er-
geben sich aus den Akten (Vi-act. 8, Konto 3000). Wenn der Beschwerdeführer 
in der Beschwerde geltend machen lässt, er habe 2014 Honorareinnahmen von 
Fr. 81'361.-- verzeichnet, lässt er die auf der Soll-Seite des Kontos 3000 aufge-
führten Fr. 4'650.-- ("angefangene Arbeiten" per 31.12.2013) ausser Acht. Der 
Beschwerdeführer selbst sprach denn in seiner Einsprache vom 6. Januar 2020 
von einem Dienstleistungsumsatz von fast Fr. 80'000.--. Der von der Vorinstanz 
schätzungsweise angenommene Stundenansatz von Fr. 200.-- ist nicht zu bean-
standen und wird vom Beschwerdeführer auch nicht gerügt. Der Beschwerdefüh-
rer ist in beratender Funktion tätig und ein derartiger Stundenansatz ist durchaus 
branchenüblich. Der Beschwerdeführer erbrachte mithin eine Arbeitsleistung von 
knapp 400 fakturierbaren Stunden. 

4.3.3  Es liegt indes in der Natur der Sache, dass sich der zeitliche Umfang der 
Erwerbstätigkeit bei Selbständigerwerbenden häufig nicht zuverlässig feststellen 
lässt (BGE 115 V 161, Erw. 10d). 

Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer denn auch zugebilligt, dass die von ihr 
anhand der Honorareinnahmen und des geschätzten Stundenansatzes errechne-

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ten Arbeitsstunden nicht den gesamten Umfang der Arbeitstätigkeit des Be-
schwerdeführers darstellen. Bei einem Jahressoll von über 900 Arbeitsstunden, 
welche für eine beitragsrechtliche volle Erwerbstätigkeit verlangt werden, verblei-
ben indes über 500 Stunden Arbeitszeit für nicht verrechenbare Aufwendungen. 
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann somit nicht gesagt wer-
den, die Vorinstanz habe verkannt, dass Selbständigerwerbende nicht jede 
Stunde fakturieren können. Mit diesen rund 500 Stunden, womit auf eine verre-
chenbare Stunde 1¼ nicht verrechenbare Stunden entfallen, sind die vom Be-
schwerdeführer geltend gemachten Vor- und Nachbearbeitungszeiten und Zeiten 
für sonstige anfallende Arbeiten (Administration, Buchhaltung, etc.; vgl. Bf-act. 4) 
grundsätzlich hinreichend abgedeckt. Insoweit ist der Vorinstanz beizupflichten. 

4.3.4  Mit seiner Übersicht "Nichthonorierte Tätigkeiten" (Bf-act. 4) macht der Be-
schwerdeführer indes auch präzisierende Angaben zur Honorierung seiner Tätig-
keit. Demgemäss bleiben je nach Verlauf eines Mandats Tätigkeiten teils nur zu 
einem Drittel honoriert. Wird ein Arbeitsverhältnis innerhalb von sechs Monaten 
aufgelöst, kann sogar im Sinne einer Garantie die Wiederholung eines Mandates 
ohne Honorierung anfallen. Diese Eigenangaben werden zwar vom Beschwerde-
führer nicht näher belegt; namentlich lassen sie sich auch nicht anhand der ein-
gereichten Franchiseverträge (Bf-act. 3) verifizieren. Indes erscheinen sie durch-
aus als glaubhaft. Allerdings bleibt der Beschwerdeführer eine Quantifizierung 
der nur teils honorierten Arbeitsleistungen wie auch der Garantieleistungen 
schuldig. Insofern spricht der im Sozialversicherungsrecht massgebende Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 9.5; 
Urteile BGer 9C_709/2011 vom 8.6.2012 Erw. 3.3; H 318/01 vom 10.7.2003 
Erw. 3 [betr. Beitragsstatus) grundsätzlich für die Schlussfolgerung der Vorin-
stanz, dass der Beschwerdeführer nicht während mindestens der halben übli-
chen Arbeitszeit (50 %) selbständig erwerbstätig war. 

4.4.1  Wie bereits unter Erw. 3.1 dargestellt, hat der Beschwerdeführer in den 
ersten sechs Jahren seiner selbständigen Erwerbstätigkeit (2008-2013) durchge-
hend Verluste gemacht. Die Verluste des Beschwerdeführers wurden nach dem 
Jahr 2009 (grösstes Negativresultat von minus Fr. 67'671.--) während zwei Jah-
ren bedeutend kleiner, bis sie in den Jahren 2012 und 2013 wieder grösser wur-
den. Im Jahr 2014 gelang dem Beschwerdeführer erstmals die Erzielung eines 
Gewinnes von Fr. 4'517.--. Im Jahr darauf konnte der Beschwerdeführer seinen 
Gewinn auf Fr. 45'846.10 steigern. Dies war der Vorinstanz bekannt, da der Be-
schwerdeführer die Erfolgsrechnung 2015 seiner Einsprache vom 6. Januar 2020 
beigelegt hatte (Vi-act. 6).

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4.4.2  Mithin wurde der Beschwerdeführer während der sechs Jahre (2008-
2013), in denen er Verluste schrieb, als Selbständigerwerbender qualifiziert, im 
ersten Jahr der Gewinnerzielung (2014) indes als Nichterwerbstätiger nur um im 
Jahr darauf (2015), in dem er wiederum einen Gewinn erzielte, wieder als 
Selbständigerwerbender qualifiziert zu werden. Dem Beschwerdeführer ist bei-
zupflichten, dass die Umqualifizierung einer selbständigen Erwerbstätigkeit nach 
mehreren Jahren in eine Nichterwerbstätigkeit für ein Beitragsjahr und die ansch-
liessend erneute Umqualifizierung in eine selbständige Erwerbstätigkeit bei un-
veränderter Tätigkeit grundsätzlich wenig stringent erscheint. 

Ein solches Ergebnis erscheint als stossend und in sich widersprüchlich, auch 
wenn die vorinstanzliche Beurteilung bei einer einzeljahrbezogenen und formalis-
tischen Betrachtungsweise mit Blick auf die Beurteilung der "vollen" Erwerbs-
tätigkeit grundsätzlich nicht als falsch qualifiziert werden kann. Bei der gebotenen 
Gesamtbetrachtung ist es jedoch wenig wahrscheinlich, dass sich ein Beitrags-
status einer versicherten Person innert drei Jahren (2013-2015) bei an und für 
sich unveränderten Verhältnissen ("rebus sic stantibus"), wie es beim Beschwer-
deführer der Fall ist, zweimal ändert. Bei dieser Gesamtbetrachtung ist auch mit-
zuberücksichtigen, dass die Vorinstanz für die vorangegangenen Geschäftsjahre 
mit Verlusten offensichtlich keine Berechnungen zur Frage der "vollen" Erwerbs-
tätigkeit anstellte und eine solche mithin stets als gegeben erachtete. Umso stos-
sender erscheint es, wenn just im ersten Jahr mit einem positiven Geschäftser-
gebnis diese Ermittlung vorgenommen wird und überdies kein Vergleich mit den 
Vorjahren angestellt wird. Mithin ist auch das vorstehend angestellte Beweiser-
gebnis (Erw. 4.3.4) zu relativieren. 

4.5 Die Beschwerde ist somit betreffend den Beitragsstatus des Beschwerde-
führers für das Beitragsjahr 2014 gutzuheissen, und die Dispositivziffern 2 und 3 
des angefochtenen Einspracheentscheides sind aufzuheben. Die Vorinstanz hat 
entsprechend die vom Beschwerdeführer geschuldeten Beiträge und Ausgleichs-
zinsen gestützt auf seinen Beitragsstatus als Selbständigerwerbender neu zu 
verfügen. 

5.1 Die Beschwerdeführerin (bzw. deren Arbeitgeberin) hat gemäss lK-Auszug 
(Vi-act. 2) im Jahr 2014 auf einem Einkommen Fr. 4'661.-- Beiträge in Höhe von 
Fr. 480.-- geleistet. Angesichts dieses geringen Bruttoeinkommens hat die Vor-
instanz gefolgert, dass die Beschwerdeführerin 2014 nicht dauernd voll berufs-
tätig war. Zudem sei der geleistete Beitrag von Fr. 480.-- deutlich niedriger als 
der Betrag von Fr. 2'884.--, welchen die Beschwerdeführerin (genauso wie ihr 
Ehemann) gestützt auf Art. 28 AHVV als Nichterwerbstätige hätte bezahlen müs-
sen (vgl. Erw. 3.2). 

12

Daher sei die Beschwerdeführerin als nicht dauernd voll Erwerbstätige zu qualifi-
zieren und müsse Beiträge wie Nichterwerbstätige zahlen (vgl. Art. 28bis AHVV). 
Diese beliefen sich auf Fr. 2'884.- zuzüglich Verwaltungskosten und Ausgleichs-
zinsen, wobei ihr die als Unselbständigerwerbende bezahlten Beiträge (Fr. 480.--) 
anzurechnen seien. Total (ohne Ausgleichszinsen) habe die Beschwerdeführerin 
daher den Betrag von 2'524.20 zu bezahlen.

5.2 Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Vorinstanz verkenne, 
dass die Beschwerdeführerin Jahrzehnte keiner Arbeitstätigkeit nachgegangen 
sei und in den 70er und 80er Jahren ebenfalls nur ein geringes Einkommen habe 
erzielen können. Dass sie mit der jahrelangen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt ei-
ne andere, besser bezahlte Anstellung hätte finden können, sei deshalb utopisch.

Der Beschwerdeführer habe die Beschwerdeführerin nicht zu einem hohen Lohn 
anstellen können, da dies seinen Gewinn noch mehr geschmälert hätte. Da die 
Beschwerdeführerin jedoch auch Sekretariats- und Putzarbeiten für das Büro 
übernommen habe, sei sie ebenfalls als mindestens 50% erwerbstätig einzu-
schätzen. Implizit wird damit die beitragsrechtliche Behandlung der Beschwerde-
führerin als (unselbständig) Erwerbstätige verlangt.

5.3.1  Die Beschwerdeführerin hat im Jahr 2014 ein Einkommen aus unselbstän-
diger Erwerbstätigkeit in Höhe von Fr. 4'661.- erzielt (Vi-act. 2). Ausgehend von 
neun Monaten Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin (dauernde Erwerbstätig-
keit, vgl. Erw. 2.4.2) hätte sie ein monatliches Einkommen von rund Fr. 518.-- er-
zielt, bei Annahme einer ganzjährigen Tätigkeit sogar nur rund Fr. 388.--. Eine 
derart niedrige Lohnsumme ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass die Beschwerde-
führerin nicht während mindestens der halben üblichen Arbeitszeit einer un-
selbständigen Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. 

Die Beschwerdeführerin bringt denn auch nicht substantiiert vor, weswegen sie 
trotz des geringen Einkommens als dauernd und voll erwerbstätig zu qualifizieren 
sei. Dass sie Jahrzehnte keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen ist und daher 
keine andere, besser bezahlte Anstellung habe finden können ändert nichts dar-
an, dass ihr Arbeitsumfang bei einem Jahreslohn von Fr. 4'661.-- äusserst gering 
gewesen sein muss. Der Grund, aus dem eine versicherte Person keiner vollen 
und dauernden Erwerbstätigkeit nachgeht, ist bei der Bestimmung des Beitrags-
status nicht relevant. Von Bedeutung ist lediglich das Ausmass der Erwerbstätig-
keit. Die zusätzlich von der Beschwerdeführerin in der Unternehmung ihres 
Ehemannes (Beschwerdeführer) geleisteten Arbeiten haben ihr Einkommen nicht 
erhöht, sondern wurden (sofern aus den Akten ersichtlich) wohl unentgeltlich ge-
leistet. Dementsprechend waren diese Tätigkeiten bzw. diese Arbeitsleistung 

13

nicht auf den Erwerb von Einkommen gerichtet und sind daher nicht zu beachten. 
Bei der unselbständigen Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin handelt es sich 
um Erwerbstätigkeit unbedeutenden Umfangs (vgl. Erw. 2.5).

5.3.2  Dementsprechend ist die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gekommen, 
dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2014 nicht dauernd und voll erwerbstätig 
war. Der von ihr bezahlte Mindestbeitrag von Fr. 480.-- beträgt weniger als die 
Hälfte des Betrages, welchen sie (wie ihr Ehemann) als Nichterwerbstätige hätte 
bezahlen müssen (Fr. 2'881.--). Daher hat die Beschwerdeführerin gemäss 
Art. 28bis AHVV Beiträge wie Nichterwerbstätige zu leisten. Die von der Vor-
instanz in Rechnung gestellten Ausgleichszinsen basieren auf einer gesetzlichen 
Grundlage (Art. 26 ATSG i.V.m. Art. 41bis und 42 AHVV). Die Vorinstanz hat die 
Zinsrechnung nachvollziehbar dargelegt (vgl. angefochtener Einspracheent-
scheid, Rz. 29). Diese wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht bean-
standet. 

5.4 Für verheiratete nichterwerbstätige Personen gilt nach Art. 3 Abs. 3 lit. a 
AHVG allerdings eine Besonderheit: Die eigenen Beiträge gelten als bezahlt, so-
fern der erwerbstätige Ehegatte (Versicherte) Beiträge von mindestens der dop-
pelten Höhe des Mindestbeitrages bezahlt hat. Mit dieser Bestimmung schuf der 
Gesetzgeber eine Privilegierung von Ehepaaren, welche zusammenhängt mit der 
Regelung, dass Einkommen während der Ehedauer gesplittet und den Ehegatten 
je zur Hälfte angerechnet werden. Diese Regelung gilt dort nicht, wo beide Ehe-
gatten nichterwerbstätig sind, oder der erwerbstätige Ehegatte weniger bezahlt 
als den doppelten Mindestbeitrag, oder der nichterwerbstätige Ehegatte nicht 
versichert ist (vgl. Kieser in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. XIV, 
3.A., S. 1229, N 167 mit Hinweisen). 

Die Vorinstanz wird somit im Rahmen der Neuberechnung und Neuverfügung der 
Beiträge für den Beschwerdeführer zu beachten haben, ob er mindestens den 
doppelten Mindestbeitrag zu bezahlen hat. Ist dies der Fall, gelten die AHV-
Beiträge der Beschwerdeführerin als mitbezahlt; andernfalls bleibt es bei den für 
die Beschwerdeführerin mit dem angefochtenen Einspracheentscheid festgeleg-
ten AHV-Beiträgen und Zinsen. 

6.1 Gemäss dem bis 31. Dezember 2020 gültigen Art. 61 lit. a ATSG i.V.m. 
Art. 1 Abs. 1 AHVG musste das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsge-
richt u.a. für die Parteien kostenlos sein. Für nach dem 1. Januar 2021 eingelei-
tete Verfahren gilt neu Art. 61 lit. fbis ATSG (vgl. Übergangsbestimmung Art. 83 
ATSG). Danach ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflich-
tig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz 

14

keine Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Par-
tei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Mithin 
wurde die allgemeine Kostenlosigkeit gestrichen und es kommt bezüglich Verfah-
renskosten das kantonale Recht zur Anwendung (Art. 61 Satz 1 ATSG; § 71 ff. 
VRP), soweit nicht die Kostenlosigkeit gemäss neuem Art. 61 lit. fbis ATSG greift. 
Vorliegend handelt es sich um eine Streitigkeit über Beiträge, womit grundsätz-
lich bei (teilweisem) Unterliegen Kosten auferlegt werden können. Indes be-
stimmt Art. 83 übergangsrechtlich, dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der 
Änderung vom 21. Juni 2019 (d.h. per 1. Januar 2021) beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Für das vorliegende, vor 
dem 1. Januar 2021 eingeleitete Verfahren betreffend Beitragsstatus/Beiträge 
2014 sind daher keine Kosten zu erheben. 

6.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Der vorliegende Verfahrensausgang ist 
einerseits als Obsiegen des Beschwerdeführers zu qualifizieren. Anderseits un-
terliegt die Beschwerdeführerin zwar mit ihrem sie betreffenden Antrag. Indes be-
trifft die Rückweisung an die Vorinstanz zur Neubeurteilung auch die Frage, ob 
die von der Beschwerdeführerin zu entrichtenden Beiträge durch diejenigen des 
Beschwerdeführers als mitbezahlt gelten. Nach geltender Praxis des Verwal-
tungsgerichts ist eine solche Rückweisung als Obsiegen zu betrachten unabhän-
gig davon, ob ein entsprechender Antrag gestellt wurde oder nicht (vgl. statt Vie-
ler Bundesgerichtsurteile 8C_78/2009 vom 31.8.2010 [teilweise publ. in BGE 136 
II 393ff.], Erw. 12.1; vgl. VGE III 2011 78 vom 27.10.2011, Erw. 5). 

Die Parteientschädigung wird vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf 
den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit 
des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Der kantonale Gebührentarif für 
Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975 sieht in § 14 für 
das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vor. Unter Berücksichtigung der massgebenden, in § 2 
Abs. 1 GebTRA aufgeführten Kriterien, ist den Beschwerdeführern zu Lasten der 
Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt) zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositivziffern 2 
und 3 des Einspracheentscheides Nrn. 1008/20 & 1009/20 vom 13. No-
vember 2020 betreffend die Beitragsverfügung 2014 des Beschwerdefüh-
rers aufgehoben. 

Hinsichtlich der Beschwerdeführerin (Dispositivziffern 4 und 5 des Einspra-
cheentscheides Nrn. 1008/20 & 1009/20 vom 13.11.2020) wird die Be-
schwerde (unter besonderem Hinweis auf Erw. 5.4) abgewiesen. 

Die Vorinstanz wird verpflichtet, die Sozialversicherungsbeiträge des Be-
schwerdeführers (und der Beschwerdeführerin) für das Jahr 2014 im Sinne 
der Erwägungen gestützt auf den Beitragsstatus des Beschwerdeführers 
als Selbständigerwerbender neu zu verfügen. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat den beanwalteten Beschwerdeführern eine Parteien-
tschädigung von Fr. 1'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 18. März 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 31. März 2021