# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 819b7bea-ee19-500a-8b16-e3998d5ebbcc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.08.2017 200 2017 226
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-226_2017-08-04.pdf

## Full Text

200 17 226 IV
KNB/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 4. August 2017

Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 31. Januar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Aug. 2017, IV/17/226, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich erstmals im Juni 2011 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen an wegen Panikstörungen 
und Burnout (Dossier der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Nach Abklärungen, 
u.a. veranlasste die IVB eine Untersuchung durch Dr. med. B.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst 
(RAD; Untersuchungsbericht vom 6. September 2011 [AB 24]), und nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 25) lehnte die IVB mit Verfü-
gung vom 1. Februar 2012 die Ausrichtung von Leistungen ab (AB 31). 
Diese Verfügung blieb unangefochten. 

B.

Der Versicherte meldete sich im Juli 2016 bei der IVB erneut zum Bezug 
von Leistungen an (AB 33). Der Versicherte und die Taggeldversicherung 
reichten Arztberichte ein (AB 37, 38.1-38.5, 39). Nach einer Stellungnahme 
von Dr. med. B.________, RAD, vom 15. Juli 2016 (AB 42) stellte die IVB 
mit Vorbescheid vom 12. August 2016 in Aussicht, dass auf das Leistungs-
begehren nicht eingetreten werde (AB 43). Hiergegen erhob der Versicher-
te Einwand und reichte verschiedene Arzt- und Spitalberichte ein (AB 44). 
Nach einer Stellungnahme von Dr. med. B.________, RAD, vom 24. Janu-
ar 2017 (AB 52) trat die IVB mit Verfügung vom 31. Januar 2017 auf das 
Leistungsbegehren nicht ein (AB 53).

C.

Am 27. Februar 2017 erhob der Versicherte beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern Beschwerde. Er beantragt sinngemäss, die angefochtene 
Verfügung vom 31. Januar 2017 sei aufzuheben, es sei auf die Neuanmel-
dung einzutreten und der Anspruch auf Leistungen sei zu prüfen.

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Mit Beschwerdeantwort vom 5. April 2017 beantragt die IVB die Abweisung 
der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 
31. Januar 2017 (AB 53). Streitig ist, ob die Verwaltung auf die Neuanmel-
dung vom 6. Juli 2017 (AB 33) zu Recht nicht eingetreten ist.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder 
-entscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. c GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn 
angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder 
deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände 
als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Diese Eintre-
tensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder 
mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung 
des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 
V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Die glaubhaft zu machende Änderung muss nicht gerade jenes Anspruchs-
element betreffen, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen 
Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr hat es zu genügen, wenn 
die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus 
dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum 
glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das 
neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher und rechtlicher 
Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200).

2.2 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur 
Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt 
glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere 
Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu 
berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon 
längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung 
höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein 
gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter grundsätzlich zu re-

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spektieren hat. Die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung 
ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist 
(BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

Die versicherte Person muss mit der Neuanmeldung die massgebliche Tat-
sachenänderung glaubhaft machen. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach 
das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 
des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat, spielt insoweit nicht. 
Wird in der Neuanmeldung kein Eintretenstatbestand geltend gemacht, 
sondern bloss auf ergänzende Beweismittel, insbesondere Arztberichte, 
hingewiesen, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizu-
ziehen seien, ist der versicherten Person eine angemessene Frist zur Ein-
reichung der Beweismittel anzusetzen. Diese Massnahme setzt voraus, 
dass die ergänzenden Beweisvorkehren geeignet sind, den entsprechen-
den Beweis zu erbringen. Sie ist mit der Androhung zu verbinden, dass 
ansonsten gegebenenfalls auf Nichteintreten zu erkennen sei. Ergeht eine 
Nichteintretensverfügung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens, das 
diesen Erfordernissen betreffend Fristansetzung und Androhung der 
Säumnisfolgen genügt, legen die Gerichte ihrer beschwerdeweisen Über-
prüfung den Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot 
(BGE 130 V 64 E. 5.2.5 S. 69).

2.3 Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte 
Anforderungen an den Beweis verbunden; der Sachverhalt muss also nicht 
nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Es genügt, dass für den geltend 
gemachten rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse Anhalts-
punkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen 
ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Sachverhaltsdar-
stellung nicht erstellen lassen. Grundsätzlich unterliegt das Glaubhaftma-
chen weniger strengen Anforderungen als im Zivilprozessrecht. Dort muss 
– im Gegensatz zum vollen Beweis – das Gericht von der Richtigkeit der 
behaupteten Sachdarstellung immerhin überzeugt sein, wenn auch nicht 
vollständig und unter Ausschluss jeden Zweifels (SVR 2014 IV Nr. 33 
S. 121 E. 2).

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3.

3.1 Zu prüfen ist, ob eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
glaubhaft gemacht ist. Dabei ist der Sachverhalt zur Zeit der leistungsab-
lehnenden Verfügung vom 1. Februar 2012 (AB 31) zu vergleichen mit 
demjenigen, der sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
31. Januar 2017 (AB 53) entwickelt hat.

3.2 Die leistungsablehnende Verfügung vom 1. Februar 2012 (AB 31) 
stützte sich auf den Untersuchungsbericht der RAD-Ärztin Dr. med. 
B.________ vom 6. September 2011 (AB 24). Sie diagnostizierte Probleme 
verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (Burnout; ICD-
10 Z73) und eine Panikstörung (ICD-10 F41.0). Der Versicherte beschreibe 
anamnestisch einige Symptome, welche mit der Diagnose Panikstörung 
vereinbar seien. Die Symptomatik sei im Kontext jahrelanger psychosozia-
ler Belastungen entstanden. Die aktuelle sichtbare Symptomatik entspre-
che mehrheitlich dem angespannten Stresszustand, den man psychiatrisch 
auch als Hyperaraousal bezeichnen könne, wie es bei Burnout vorliege. Es 
liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor. Der Patient sei in Be-
handlung und habe teilweise davon profitieren können, indem er die Panik-
attacken als nicht mehr so intensiv erlebe. Grundsätzlich müsse auch fest-
gehalten werden, dass die Symptomatik weitgehend durch eine ungünstige 
und sicherlich belastende psychosoziale Situation aufrechterhalten und mit 
verursacht werde. Würden sich die sozialen Probleme lösen, könne man 
davon ausgehen, dass die als Panikstörung klassifizierten Symptome wie-
der sistieren werden. Das gleiche gelte für die Z Diagnose, Burnout (AB 24 
S. 3).

3.3 Im Rahmen der Neuanmeldung von Juli 2016 (AB 33) liegen die 
folgenden Berichte vor:

3.3.1 Im Bericht vom 10. Mai 2016 bestätigte die Klinik C.________, dass 
der Patient seit dem 11. Februar 2016 zu 40 %, ab dem 1. März 2016 zu 
50 % und ab dem 26. April 2016 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Auf 
Grund der starken Angstsymptomatik im Rahmen einer Erschöpfungsde-
pression sei der Patient nicht mehr in der Lage, seine Firma zu führen, Mit-
arbeiter anzuleiten, Aufträge zu erledigen, einen Arbeitsalltag zu gestalten. 

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Selbst kleinste Alltagsanforderungen führten zu einer Überlastung (AB 37 
S. 2).

3.3.2 Im Bericht vom 11. Mai 2016 diagnostizierte Dr. med. D.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Zentrum E.________, – ge-
stützt auf eine ambulante Behandlung vom 11. März bis 4. Mai 2016 – eine 
Panikstörung (ICD-10 F41.0) sowie Angst und depressive Reaktion, ge-
mischt (ICD-10 F43.22). Es bestünden Einschränkungen bei der gegenwär-
tigen Tätigkeit, Vermeidungsverhalten infolge der Angst vor der Angst, psy-
chovegetative Symptome, durch Selbstkontrolle Grübeln, eine Selbstfokus-
sierung, eine reduzierte Konzentration und Unruhe. Zuletzt habe der Pati-
ent ausgeprägte Vermeidungsstrategien gezeigt, deren Persistenz mit einer 
sich verschlechternden Prognose einhergehen würden (AB 38.2 S. 1 ff.).

3.3.3 Im Arztzeugnis vom 31. Mai 2016 attestierte die Klinik C.________ 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 31. Mai 2016 für drei Wochen 
(AB 44 S. 6).

3.3.4 In der Stellungnahme vom 15. Juli 2016 ging Dr. med. B.________, 
RAD, davon aus, dass die psychosozialen Faktoren im Vordergrund stün-
den, die den Patienten belasten und Angst auslösten (wirtschaftlicher 
Druck, finanzielle Probleme; AB 42 S. 2).

3.3.5 Im Austrittsbericht der Klinik F.________ vom 26. Juli 2016 – nach 
einem stationären Aufenthalt vom 6. Juni bis 19. Juli 2016 – diagnostizierte 
Dr. med. G.________ eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 
F32.1; AB 44 S. 7) und attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 
6. Juni bis 31. Juli 2016 (AB 44 S. 12). Infolge des depressiven Sympto-
menkomplexes und mit einem Beck-Depressions-Inventar Score von 20 
Punkten sei initial eine Psychoedukation und Aufklärung hinsichtlich einer 
Psychopharmakotherapie erfolgt (AB 44 S. 10). Der Patient habe beim 
Austritt im Beck-Depressions-Inventar einen Score von 17 Punkten gezeigt. 
Gegebenenfalls sei die Psychopharmakotherapie anzupassen. Insbeson-
dere sollten die psychotherapeutischen Sitzungen im ambulanten Rahmen 
fortgeführt werden (AB 44 S. 11). Der Patient trete in teilremittiertem Zu-
stand nach Hause aus. Es sei ein Wiedereinstieg am Arbeitsplatz gegen 
Anfang September 2016 mit einem unterschwelligen Pensum von 20 % 

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geplant. Die Steigerung solle in kleinen Schritten durchgeführt werden, je 
nach Belastungsfähigkeit und klinischer Symptomatik seitens des Patienten 
(AB 44 S. 12).

3.3.6 In den Arztzeugnissen vom 3. und 30. August 2016 attestierte Dr. 
med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik 
C.________, eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % ab dem 1. August 2016 für 
vier Wochen (AB 44 S. 3) und eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % vom 29. bis 
31. August 2016 sowie von 60 % ab dem 1. September 2016 für vier Wo-
chen (AB 44 S. 2).

3.3.7 Im Bericht der Klinik C.________ vom 2. November 2016 – einge-
reicht im Gerichtsverfahren – führten Dr. med. H.________ und lic. phil. 
I.________, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, aus, der Patient 
habe nach Abschluss der stationären Therapie ab August 2016 zu 20 % 
und ab September 2016 zu 40 % versucht, wieder in seinen Betrieb einzu-
steigen. Im Arbeitsalltag habe sich sehr rasch eine massive Überforderung 
gezeigt, die mit einer deutlich verstärkten Symptomatik Angst/Depression 
einhergegangen sei. Aktuell führten sowohl private wie auch berufliche An-
forderungen zu einer sofortigen Überlastung, welche sich durch Ameisen-
laufen in Extremitäten, Muskelverspannungen, Druck im Brustbereich und 
Hals sowie Atemnot manifestierten. Ebenfalls komme es in der Folge zu 
kognitiven Einschränkungen wie Konzentrations- und Aufmerksamkeits-
störungen, gedanklichen Blockaden. Zeitweise komme es zu depressiven 
Phasen, mit Gefühlen von Hoffnungslosigkeit, Perspektivenlosigkeit und 
Überforderung. Aktuell sei der Patient zu 100 % arbeitsunfähig. Auf Grund 
der erneuten deutlichen Zustandsverschlechterung, welche trotz intensiver 
ambulanter Einzel- und Gruppentherapie nicht habe aufgefangen werden 
können, sei eine stationäre Therapie ab 7. November 2016 geplant (AB 57 
S. 4 f.).

3.3.8 In der Stellungnahme vom 24. Januar 2017 hielt Dr. med. 
B.________ fest, es würden keine medizinischen Befunde vorgebracht, 
welche die frühere Beurteilung relativierten. Erschöpfungsdepressionen 
und Burnout seien behandelbar und stellten keine dauerhaften Leistungs-
einschränkungen dar (AB 52 S. 2).

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3.4 Mit Blick auf die neuen spezialärztlichen Berichte ist vorliegend im 
Vergleich zur gesundheitlichen Situation im Zeitpunkt der rentenablehnen-
den Verfügung vom 1. Februar 2012 (AB 31) eine Verschlechterung des 
psychischen Gesundheitszustandes zumindest glaubhaft gemacht. Der 
Beschwerdegegnerin, welche gestützt auf die Stellungnahmen des RAD 
vom 15. Juli 2016 (AB 42 S. 2) und vom 24. Januar 2017 (AB 52 S. 2) von 
einem unveränderten Gesundheitszustand bzw. von einer anderen Ein-
schätzung der Arbeitsunfähigkeit durch die behandelnden Ärzte im Sinne 
einer Beurteilung des gleichen Sachverhalts ausging (Beschwerdeantwort 
Ziff. 10), kann nicht gefolgt werden. Es ist festzustellen, dass die behan-
delnden Ärzte ab dem 11. Februar 2016 eine 40 %ige, ab dem 1. März 
2016 eine 50 %ige und ab dem 26. April 2016 eine 100 %ige Arbeitsun-
fähigkeit attestierten (Bericht Klinik C.________ vom 20. Mai 2016 [AB 37 
S. 2]). Auch wenn die Ärzte der Klinik C.________ von einer belastenden 
psychosozialen Situation, einer Erschöpfungsdepression bzw. Burnout 
ausgingen (AB 37 S. 2), welche aus rechtlicher Sicht nicht zur Invalidenren-
te berechtigen (zum Burnout: vgl. SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.1; zu den 
psychischen Störungen, welche durch soziale Umstände verursacht wer-
den und bei Wegfall der Belastung wieder verschwinden: vgl. BGE 127 V 
294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2), so bestehen dennoch 
gewisse Anhaltspunkte für eine Verschlechterung bzw. eine nicht bloss 
vorübergehenden Beeinträchtigung. Denn nach einer stationären Behand-
lung in der Klinik F.________ vom 6. Juni bis 19. Juli 2016, im Rahmen 
derer eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) diagnostiziert 
wurde (Bericht vom 26. Juli 1016 [AB 44. S. 7]), versuchte der Beschwer-
deführer zwar seine Tätigkeit im eigenen Betrieb mit einem Pensum von 
20 % wieder aufzunehmen. Dies gelang ihm jedoch nicht, zeigte sich doch 
– gemäss den Angaben der behandelnden Ärzte der Klinik C.________ im 
Bericht vom 2. November 2016 – im Arbeitsalltag rasch eine massive Ver-
schlechterung. Die deutliche Zustandsverschlechterung sei trotz intensiver 
ambulanter Therapie erfolgt. Die Ärzte attestierten wiederum eine Arbeits-
unfähigkeit von 100 % (AB 57 S. 4). 

Damit ist – wie vorstehend erwähnt – eine Verschlechterung glaubhaft ge-
macht; die Beschwerdegegnerin hat deshalb weitere medizinische Ab-
klärungen (vorab) mit psychiatrischer Fachrichtung vorzunehmen. Dabei 

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hat sie insbesondere abzuklären, ob ein von psychosozialen Faktoren ver-
selbstständigter Gesundheitsschaden vorliegt (vgl. BGE 139 V 547 E. 3.2.2 
S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2) und ob – mit Blick auf die Diagno-
se einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F 32.1; AB 44 S. 7) 
und die Rechtsprechung des Bundesgerichts dazu (vgl. Entscheide des 
Bundesgericht vom 6. Juni 2017, 8C_105/2017, E. 4.5; vom 15. Mai 2017, 
8C_753/2016, E. 4.3) – eine allfällige leichte bis mittelschwere Depression 
im konkreten Fall therapeutisch (noch) angehbar ist. Ob die geltend ge-
machte Änderung auch anspruchsbegründend ist, muss danach materiell 
geprüft werden.

3.5 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als begründet. 
Die Nichteintretensverfügung vom 31. Januar 2017 (AB 53) ist aufzuheben 
und die Akten sind an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 
diese auf die Neuanmeldung eintritt und den Leistungsanspruch des Be-
schwerdeführers materiell prüft. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der vom Beschwerdeführer 
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.-- wird ihm nach Rechtskraft des 
Urteils zurückerstattet.

4.2 Trotz seines Obsiegens hat der nicht vertretene Beschwerdeführer 
nach konstanter Praxis keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da 
sein Aufwand den Rahmen dessen nicht überschreitet, was der Einzelne 
üblicher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung seiner persönli-

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chen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (BGE 127 V 205 E. 4b 
S. 207).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung der IV-Stelle Bern 
vom 31. Januar 2017 aufzuheben. Die Akten werden an die Beschwer-
degegnerin zurückgewiesen, damit diese auf die Neuanmeldung vom 
Juli 2016 eintritt und den Anspruch des Beschwerdeführers materiell 
prüft.   

2.  Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kosten-
vorschuss von Fr. 500.-- wird ihm nach Rechtskraft des Urteils zurück-
erstattet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.