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**Case Identifier:** cdce42a6-a3b7-57e3-8e7a-27f8ba580c08
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.04.2022 720 21 245/96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-245-96_2022-04-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 28. April 2022 (720 21 245 / 96) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Umschulungsanspruch mangels Erreichens einer massgeblichen Erwerbseinbusse zu 
Recht verneint. 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A____, Beschwerdeführer, vertreten durch Erich Züblin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Berufliche Massnahmen / Umschulung  

 
 
 
A. Der 1970 geborene A.____ begann in den Jahren 1987 bis 1989 eine Lehre zum Bäcker, 
welche er jedoch vorzeitig wieder abbrach. In der Zeit Von 1989 bis 1992 absolvierte er eine 
Anlehre als Koch-Assistent. In der Folge war er in ungelernten Arbeitsverhältnissen, zuletzt seit 
Mitte 2001 bis Ende Mai 2021 als Baumaschinenführer tätig. Mit Gesuch vom 2. Dezember 2020 
meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Berufsdermatose bei der IV-Stelle Basel-

 
 
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Landschaft (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Am 16. März 2021 erliess die schweizerische Un-
fallversicherung (Suva) aufgrund einer Zementstauballergie und damit auch für die zuletzt aus-
geübte Tätigkeit des Versicherten als Baumaschinenführer eine Nichteignungsverfügung. Nach 
Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse teilte die IV-Stelle dem Versicher-
ten in der Folge mit formlosen Schreiben vom 29. April 2021 mit, dass sie den Versicherten bei 
der Arbeitsvermittlung unterstütze, seinen Anspruch auf Umschulung jedoch ablehne. Am 10. 
Juni 2021 ersuchte der Versicherte, vertreten durch Advokat Erich Züblin, um eine Überprüfung 
des Anspruchs auf Umschulung zum Hauswart. Mit Verfügung vom 29. Juni 2021 lehnte die IV-
Stelle den Umschulungsanspruch des Versicherten ab. Zur Begründung machte sie im Wesent-
lichen geltend, dass auf der Basis eines gemäss der schweizerischen Lohnstrukturerhebung 
(LSE) heranzuziehenden Invalideneinkommens von jährlich Fr. 67’767.— die invaliditätsbedingte 
Erwerbseinbusse lediglich 4% betrage. Die für eine Umschulung erforderliche Erheblichkeits-
schwelle von rund 20% werde somit nicht erreicht. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Erich Züblin, am 
26. August 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, die Verfügung vom 29. Juni 2021 sei aufzuheben, 
und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, den Beschwerdeführer umzuschulen. Zur Begründung 
liess er im Wesentlichen vorbringen, dass sein Invalideneinkommen 10 bis 15% tiefer ausfalle, 
als es von der Vorinstanz bemessen worden sei. Gestützt auf das Büro für Arbeits- und Sozial-
politische Studien (BASS AG) würden die Löhne von versicherten Personen mit gesundheitlichen 
Einschränkungen signifikant tiefer ausfallen als die Löhne von gesunden Personen. Angesichts 
dieser gesundheitlich bedingten Lohnunterschiede sei es nach den Erkenntnissen der BASS AG 
angezeigt, bei einem Beizug der LSE vom mittleren Quartil bzw. Median abzuweichen und das 
untere Viertel-Quartil heranzuziehen. Weil die LSE keine Differenzierungen nach dem Gesund-
heitszustand oder der Behinderung der von einer Erwerbseinbusse betroffenen Personen zu-
lasse, stellten sie ein Hindernis für den Eingliederungsauftrag der Invalidenversicherung dar.  
 
C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 21. September 2021 auf Abweisung der 
Beschwerde. Der von ihr herangezogene Einkommensvergleich unter Verwendung des Median-
werts der LSE sei nicht zu beanstanden. Mit einem resultierenden IV-Grad von 4% sei die für 
einen Umschulungsanspruch erforderliche Erheblichkeitsschwelle von 20% deutlich unterschrit-
ten.  
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 

 
 
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Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 
26. August 2021 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität unmittelbar bedrohte 
Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet 
sind, die Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Vo-
raussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die Einglie-
derungsmassnahmen umfassen unter anderem Massnahmen beruflicher Art wie Berufsberatung, 
erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung und Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 3 
lit. b IVG). Mit der Nennung der Notwendigkeit und Geeignetheit als Voraussetzung des Einglie-
derungsanspruchs hat der Verhältnismässigkeitsgrundsatz in Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG seine posi-
tivrechtliche Verankerung gefunden. Danach muss jede Massnahme, falls darauf ein gesetzlicher 
Anspruch bestehen soll, zur Erreichung des von ihr bezweckten Eingliederungszieles geeignet 
sein. Für ungeeigneten Mitteleinsatz hat die IV nicht aufzukommen. Die Geeignetheit bezieht sich 
einerseits (objektiv) auf die Massnahme, anderseits (subjektiv) auf die Person des Versicherten. 
Der Verhältnismässigkeitsaspekt der Notwendigkeit verschafft dem Versicherten den Eingliede-
rungsanspruch insoweit, als dies im Hinblick auf die erwerbliche Situation nötig ist (ULRICH 
MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage, Zürich/Ba-
sel/Genf 2014, Art. 8 N 20).  
 
2.2 Ausgangspunkt jedes Anspruchs auf berufliche Massnahmen der Invalidenversicherung 
ist das Vorhandensein eines (drohenden) invalidisierenden Gesundheitsschadens. Als Invalidität 
im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG gilt die voraussicht-
liche bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutba-
rer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 
ATSG).  
 
2.3 Die versicherte Person hat Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, 
wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraus-
sichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Art. 17 Abs. 1 IVG). Unter Umschulung ist dabei 
grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die 
notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen ver-
sicherten Person eine ihrer früheren Tätigkeit annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu 
vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der "annähernden Gleichwertigkeit" nicht in erster Linie 
auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwar-

 
 
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tende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Ein-
gliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den ge-
gebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich 
so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist.  
 
2.4 Für eine Übernahme von Umschulungskosten wird vorausgesetzt, dass der Invaliditäts-
grad ein bestimmtes, erhebliches Mass erreicht. Kann die versicherte Person ihre angestammte 
Tätigkeit nicht mehr ausüben, ist deshalb zunächst zu prüfen, ob sie auch ohne eine zusätzliche 
Ausbildung eine andere ihr zumutbare Tätigkeit ausüben kann. Die Erheblichkeitsschwelle, wel-
che durch einen Einkommensvergleich im Sinne von Art. 16 ATSG ermittelt wird (ZAK 1984 
S. 91), bezieht sich also sowohl auf die Erwerbsmöglichkeit im angestammten als auch in einem 
leidensangepassten Beruf. Der Umschulungsanspruch setzt dabei grundsätzlich eine Mindester-
werbseinbusse von rund 20 % in den für die versicherte Person ohne zusätzliche Ausbildung 
offenstehenden, noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten voraus (Urteil A. des Bundesgerichts vom 
9. Februar 2018, 9C_340/2017, E. 3 und BGE 130 V 488 E. 4.2, je mit weiteren Hinweisen). Dabei 
bemisst sich die Einbusse an dem vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Erwerbsein-
kommen (BGE 124 V 108). Bei der Erheblichkeitsschwelle von 20 % handelt es sich um einen 
von der Rechtsprechung entwickelten Richtwert. Hintergrund dieser Erheblichkeitsschwelle sind 
die relativ hohen Kosten einer Umschulung; so widerspricht es dem Verhältnismässigkeitsgrund-
satz, wenn die Kosten einer Umschulung jene der auszugleichenden Erwerbseinbusse erheblich 
übersteigen. Dabei wird allerdings ausser Acht gelassen, dass unter den Umschulungsbegriff 
nicht nur (teure) Berufsausbildungen fallen, sondern auch weniger kostspielige Massnahmen, wie 
eine kurze oder berufsbegleitende Ausbildung. Die Erheblichkeitsschwelle von 20 % stellt daher 
keine starre Grenze dar. Insbesondere bei Berufen mit tiefen Anfangslöhnen berücksichtigt die 
Rechtsprechung neben den aktuellen Verdienstmöglichkeiten im Rahmen einer Prognose auch 
weitere Faktoren, wie Lohnentwicklung und Aktivitätsdauer. Zu berücksichtigen ist dabei insbe-
sondere die zu erwartende zukünftige Einkommensentwicklung in der ursprünglich gelernten und 
in einer allfälligen Hilfstätigkeit (BGE 130 V 488 E. 4.2; 124 V 108 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 
vom 11. Januar 2018, 8C_808/2017, E. 3). 
 

3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Ent-
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrschein-
lichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 
 
3.2 Ausgangspunkt der Ermittlung der Invalidität bildet die Frage, in welchem Ausmass die 
versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. Nach 

 
 
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Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2).  
 
3.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
sind die rechtsanwendende Behörde und im Streitfall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, 
die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 99 f. mit weite-
ren Hinweisen).  
 
3.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt ferner 
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversi-
cherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen (Art. 61 lit. c ATSG; RENÉ RHINOW/HEINRICH 
KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 
3. Auflage, Basel 2014, N 1001). Für das Beschwerdeverfahren hat dies zur Folge, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel – unabhängig davon, von wem sie stammen – ob-
jektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
 
4.1 Wie eingangs ausgeführt, hat die IV-Stelle nach der Anmeldung des Versicherten zum 
Leistungsbezug einen Umschulungsanspruch mit Schreiben vom 29. April 2021 abgelehnt, sich 
indessen bereit erklärt, den Versicherten bei der Stellensuche und bei der Einarbeitung an einer 
neuen Stelle zu unterstützen (IV-Dok 34). Mit Schreiben vom 10. Juni 2021 ersuchte der Versi-
cherte in der Folge, sein Gesuch für eine zweijährige Umschulung zum Hauswart mit eidgenös-
sischem Fähigkeitszeugnis einer erneuten Prüfung zu unterziehen (IV-Dok 41, 48). Mit der vor-
liegend angefochtenen Verfügung vom 29. Juni 2021 lehnte die IV-Stelle dieses Leistungsbegeh-
ren ab. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet somit die Frage, ob die IV-Stelle den 
Anspruch des Versicherten auf eine Umschulung zum Hauswart zu Recht abgelehnt hat. Dabei 
steht nicht etwa der generelle Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Umschulung als solcher 
zur Beurteilung. Der Anspruch auf eine Umschulung als berufliche Massnahme der Invalidenver-
sicherung ist vielmehr stets in Bezug auf die konkrete, von der versicherten Person ins Auge 
gefasste, neue berufliche Tätigkeit zu prüfen. Hintergrund bildet der Umstand, dass nur unter 
dieser Voraussetzung auch die Aspekte der Notwendigkeit und der Geeignetheit der Massnahme 
im Einzelfall geprüft werden können und damit überhaupt erst auch die Frage beurteilt werden 
kann, ob es sich bei der angestrebten neuen Tätigkeit um eine Erwerbsmöglichkeit handelt, die 
der früheren Arbeit annähernd gleichwertig ist.  
 
4.2 Zwischen den Parteien unbestritten geblieben sind die gesundheitlichen Verhältnisse, 
wonach der Versicherte gemäss der von der Suva am 16. März 2021 erlassenen Nichteignungs-
verfügung (IV-Dok 28) wegen eines chronisch-irritativ toxischen Handexzems keinen Kontakt 

 
 
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mehr mit Zement haben darf (IV-Dok 23) und ihm seine angestammte Tätigkeit als Baumaschi-
nenführer daher nicht mehr zumutbar ist (IV-Dok 13, ad Ziffer 2.7). In einer diesen gesundheitli-
chen Beschwerden angepassten Verweistätigkeit ist der Versicherte jedoch weiterhin voll arbeits-
fähig. Streitig und zu prüfen ist demnach einzig, ob die IV-Stelle den Anspruch auf eine Umschu-
lung des Beschwerdeführers zum Hauswart zu Recht mangels Erreichens einer massgeblichen 
Erwerbseinbusse verneint hat. Einigkeit zwischen den Parteien besteht diesbezüglich zu Recht 
hinsichtlich seines ohne Gesundheitsschaden erzielbaren Valideneinkommens in der Höhe von 
Fr. 70'603.— (13 x Fr. 5431.—; Arbeitgeberfragebogen der B.____ AG vom 14. Dezember 2020, 
IV-Dok 13). Uneinigkeit besteht demgegenüber hinsichtlich des zumutbarerer Weise noch erziel-
baren Invalideneinkommens. Während die IV-Stelle das gemäss Art. 16 ATSG massgebende 
Invalideneinkommen anhand der LSE (Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Spalte Männer, 12 x 
Fr. 5'417.—; hochgerechnet auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Arbeitsstunden) 
festgelegt und auf jährlich Fr. 67'767.— festgesetzt hat, vertritt der Beschwerdeführer in seiner 
Beschwerdebegründung die Auffassung, dass sein Invalideneinkommen in entsprechenden Tä-
tigkeiten 10 bis 15% tiefer ausfalle. Gestützt auf die Studien der BASS AG würden die Löhne von 
versicherten Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen signifikant tiefer ausfallen als die 
Löhne von gesunden Personen. Angesichts dieser gesundheitlich bedingten Lohnunterschiede 
sei es nach den Erkenntnissen der BASS AG angezeigt, bei einem Beizug der LSE vom mittleren 
Quartil bzw. Median abzuweichen und das unterste Quartil heranzuziehen. Weil die LSE keine 
Differenzierungen nach dem Gesundheitszustand oder der Behinderung der von einer Erwerbs-
einbusse betroffenen Personen zulasse, stellten sie ein Hindernis namentlich für den Eingliede-
rungsauftrag der Invalidenversicherung dar. Der Beschwerdeführer argumentiert weiter, dass in 
Nachachtung dieser Problematik und im Interesse einer rechtsgleichen Behandlung aller versi-
cherter Personen die Tabellenlöhne der LSE soweit wie möglich anzunähern seien und deren 
Tabelle TA1 adaptiert werden müsse, weil sie für die Berechnung des Invaliditätsgrads nament-
lich für Versicherte ohne Berufsausbildung und mit einer gesundheitsbedingt zumutbaren Rest-
arbeitsfähigkeit im Segment nur noch körperlich leichter Arbeiten letztlich zu hoch ausfalle. 
 
5.1 In seinem unlängst und erst nach Erhebung der vorliegenden Beschwerde ergangenen 
Urteil 8C_256/2021 vom 9. März 2022 hält das Bundesgericht eine Änderung seiner bisherigen 
Rechtsprechung zur Ermittlung des IV-Grades anhand der Tabellenlöhne der LSE indessen für 
nicht angebracht. Namentlich hält es fest, dass nicht davon ausgegangen werden könne, das 
Abstellen auf das unterste Quartil des Tabellenwerts der LSE statt auf deren Medianwert entspre-
che besserer Erkenntnis des Gesetzeszwecks, veränderten äusseren Verhältnissen oder gewan-
delten Rechtsanschauungen, wie dies für eine Praxisänderung erforderlich wäre. Weiter hält das 
Bundesgericht fest, dass vom Konzept des ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG 
nicht abgewichen werden dürfe, indem stattdessen konkret existierende Erwerbsmöglichkeiten 
oder konkrete Arbeitsmarktverhältnisse beigezogen würden. Es sei deshalb weiterhin vom Medi-
anlohn der standardisierten Brutto-Löhne der LSE auszugehen, von welchem ebenfalls gemäss 
bisheriger Rechtsprechung ein leidensbedingter Abzug bis zu 25% möglich sei, um der Tatsache 
Rechnung zu tragen, dass eine beeinträchtigte Person ihre verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt allenfalls nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg verwerten 
könne. Inwiefern ein derart ermitteltes Invalideneinkommen anhand des Medianwerts der LSE 
diskriminierend sein solle, sei nicht ersichtlich (a.a.O., E. 9.2.3 f.). 

 
 
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5.2 Soweit der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Studien der BASS AG eine rechts-
fehlerhafte Ermittlung des Invalideneinkommens rügt, kann ihm mit Blick auf die soeben zitierte 
Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht gefolgt werden. Das Abstellen auf die Tabellenlöhne 
der LSE zwecks Bemessung des Invalideneinkommens erweist sich mithin nicht nur als recht-, 
sondern auch weiterhin als zweckmässig. Dass die Vorinstanz bei der Ermittlung des Invaliden-
einkommens gestützt auf die LSE sich im Übrigen dem Vorwurf der Unangemessenheit oder gar 
der Rechtsverletzung aussetzen würde, wird sodann weder dargetan, noch bestehen hierfür all-
fällige Anhaltspunkte in den Akten. Namentlich erhebt der Beschwerdeführer keine konkreten 
Einwendungen gegen die vorinstanzlich verwendete Tabelle TA1, sondern einzig gegen den Bei-
zug des dort ausgewiesenen Medianwerts. Das Abstellen auf den Medianwert der Tabelle TA1 
der LSE entspricht wie soeben dargelegt jedoch der unlängst bestätigten Rechtsprechung (oben, 
Erwägung 5.1). Ebenso wenig rügt der Beschwerdeführer, die IV-Stelle habe zu Unrecht mittels 
eines Leidensabzugs den behinderungsbedingten Folgen für sein Invalideneinkommen nicht oder 
nur ungenügend Rechnung getragen. Dies zu Recht: Mit Blick auf die Nichteignungsverfügung 
der Suva ist es dem Versicherten einzig nicht mehr zumutbar, Arbeiten zu verrichten, bei welchen 
er mit Zementstaub in Kontakt kommt. Darüber hinaus besteht weder eine leistungsspezifische 
noch eine funktionale Einschränkung seiner Arbeitsfähigkeit. Namentlich kann er in körperlich 
mittelschweren bis schweren Tätigkeiten weiterhin vollzeitlich arbeitstätig sein. Ein allfälliger lei-
densbedingter Abzug von dem mittels Medianwerts der LSE ermittelten Invalideneinkommen in 
der Höhe von Fr. 67'767.— ist unter diesen Umständen mithin nicht angebracht. Jedenfalls ste-
hen dem Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zweifellos weiterhin eine Viel-
zahl leidensangepasster Tätigkeiten ohne Kontakt mit Zementstaub zur Verfügung, weshalb sich 
ein leidensbedingter Abzug nicht begründen lässt. In Gegenüberstellung mit dem unbestritten 
gebliebenen Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 70'603.— (oben, Erwägung 4.2) resultiert 
somit ein IV-Grad von 4%. Dieser liegt deutlich unter der für einen Umschulungsanspruch erfor-
derlichen Erheblichkeitsschwelle von rund 20%.  
 
5.3 Zwar trifft es zu, dass in der Rechtsprechung eine Erheblichkeitsschwelle von 20% le-
diglich im Prinzip gefordert wird (oben, Erwägung 2.4) und hiervon namentlich bei jungen Versi-
cherten mit einer entsprechend noch lange verbleibenden Aktivitätsdauer dann abgewichen wer-
den kann, wenn es sich bei den ohne Umschulung zumutbaren angepassten Tätigkeiten um un-
qualifizierte Hilfsarbeiten handelt, die im Vergleich zur erlernten Tätigkeit qualitativ nicht als an-
nähernd gleichwertig bezeichnet werden können (Urteil des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 
22. März 2010 E. 4 mit Hinweisen auf BGE 124 V 108 E. 3b). Hintergrund bildet die Überlegung, 
dass der erlernte Beruf selbst nach jahrelanger anderweitiger Tätigkeit Bestandteil einer Ausbil-
dung bleibt, über welche die versicherte Person sich ausweisen kann, was somit als qualitatives 
Merkmal zumindest in den prognostischen Vergleich mit der beruflichen Situation nach durchge-
führter Eingliederungsmassnahme miteinzubeziehen ist (Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts (seit 1. Januar 2008: Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen, I 144/05 vom 
13. Mai 2005 E. 2.2.1 mit Hinweis). Auch wenn die rechtsprechungsgemäss erforderliche Erheb-
lichkeitsschwelle von 20% mithin keine starre Grenze darstellt, liegen im vorliegenden Fall jedoch 
keine Gründe für ein Abweichen vor. Der 1970 geborene Beschwerdeführer ist deutlich älter als 
im zitierten Präjudiz und hatte im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung der IV-Stelle vom 

 
 
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29. Juni 2021 – auch entgegen der im Urteil KG SV 720 21 41 vom 2. September 2021 vorgele-
genen Sachlage – eine Erwerbsfähigkeit von nur noch rund 14 Jahren vor sich. Vor allem aber 
sind die nach Eintritt seines Gesundheitsschadens in Form einer Zementstauballergie noch in 
Frage kommenden Hilfsarbeitertätigkeiten im Vergleich zu seiner zuvor bereits ausgeübten – un-
gelernten – Arbeit auf dem Bau als gleichwertig zu bezeichnen. So kann der Versicherte als letzt-
lich ungelernte Person künftig alle Arbeiten auch weiterhin noch vollzeitlich ausführen, ausser 
dass er den Kontakt mit Zementstaub meiden muss. Auch wenn ihm mit anderen Worten mangels 
anderweitiger Ausbildung ohne eine Umschulung auch weiterhin nur noch Hilfsarbeiten zumutbar 
sind, entspricht diese Tätigkeit als invalide Person sowohl in qualitativer als auch quantitativer 
Hinsicht im Wesentlichen just jenen Tätigkeiten, welche der Beschwerdeführer bereits vor Eintritt 
seines Gesundheitsschadens verrichtet hatte. Damit erweist sich eine künftig zumutbare Tätigkeit 
im Vergleich zur bisherigen Tätigkeit auch ohne Umschulung letztlich als gleichwertig, weshalb 
sich ein Unterschreiten der Erheblichkeitsschwelle von 20% verbietet. Eine Umschulung würde 
im Vergleich zur ungelernten Situation des Versicherten vor Eintritt seines Gesundheitsschadens 
vielmehr gar zu einer Besserstellung führen. Unbesehen der allenfalls überschaubaren Kosten 
für eine Umschulung widerspräche dies aber den rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen 
für ein Abweichen von dem für einen Umschulungsanspruch grundsätzlich erforderlichen, invali-
ditätsbedingten Schwellenwert von 20%.  
 
6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die IV-Stelle den Anspruch des Beschwerde-
führers auf Umschulung zum Hauswart mangels einer Mindesterwerbseinbusse von rund 20 % 
zu Recht abgelehnt hat. Die gegen die betreffende Verfügung vom 29. Juni 2021 erhobene Be-
schwerde ist im Ergebnis deshalb abzuweisen.  
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1000.— Franken festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, 
in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.— 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei 
in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, 
weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kos-
tenvorschuss zu verrechnen sind. 
 
7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen.  
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.— werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.— verrechnet. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.