# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e063384-1621-53bc-b5e4-51d5d4e5caa4
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-04
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.04.2022 S 2021 171
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-171_2022-04-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Miriam Habegger-Schneider

U R T E I L vom 4. April 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung 

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24,
Postfach 857, 6300 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Zwischenverdienst)

S 2021 171

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S 2021 171

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1967, arbeitet seit Januar 2019 als 
Mitarbeiter Reinigungsdienst für den B.________ in einem Pensum von rund 34 % (ALK-
act. 68). Am 1. Februar 2021 trat er zudem eine Vollzeitstelle bei der C.________ als 
Produktionsmitarbeiter an, welche ihm auf Ende der Probezeit per 30. April 2021 
gekündigt wurde (ALK-act. 57, 59). Daraufhin meldete sich der Versicherte im Mai 2021 
zum Leistungsbezug bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug (ALK) sowie zur 
Arbeitsvermittlung beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum Zug (RAV) an (ALK-act. 
56, 61). In der Folge wurde dem Versicherten für die Monate Mai 2021 (ALK-act. 47), Juni 
2021 (ALK-act. 44), Juli 2021 (ALK-act. 39, 41) sowie August 2021 (ALK-act. 36) unter 
Anrechnung des beim B.________ als Reinigungskraft erwirtschafteten 
Zwischenverdienstes eine Arbeitslosenentschädigungen ausbezahlt.

Per 1. September 2021 trat der Versicherte eine unbefristete Anstellung als Mitarbeiter 
Reinigung und Technik bei der D.________ in einem 25 % Pensum an (ALK-act. 32). Mit 
Verfügung vom 7. Oktober 2021 teilte die ALK ihm mit, dass mangels anrechenbaren 
Verdienstausfalls für den Monat September 2021 kein Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung bestehe (ALK-act. 29). Begründend führte die ALK aus, dass 
der Versicherte durch die D.________ und beim B.________ arbeiten konnte und das 
dabei erzielte Einkommen die mögliche Arbeitslosenentschädigung übersteige, weshalb 
dieses nicht als Zwischenverdienst angerechnet werde.

Am 18. Oktober 2021 erhob der Versicherte bei der ALK Einsprache mit der Begründung, 
die Berechnung der ALK sei nicht korrekt. Er legte dar, wie die Entschädigung seiner 
Ansicht nach zu berechnen sei und dass er nach wie vor Anspruch auf eine solche habe 
(ALK-act. 25, S. 75). Die ALK wies die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 
29. Oktober 2021 ab (ALK-act. 25, S. 69–74).

B. Mit Schreiben vom 16. November 2021 erhob der Versicherte (fortan 
Beschwerdeführer) bei der ALK einen "Einspruch Taggeld-Abrechnungen September und 
Oktober 2021" (act. 1). Zuständigkeitshalber hat die ALK das Schreiben am 13. Dezember 
2021 an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug weitergeleitet (act. 2).

Mit der als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegengenommenen Eingabe vom 
16. November 2021 beantragte der Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung des 
Einspracheentscheids vom 29. Oktober 2021 und die Weiterausrichtung einer 
Arbeitslosenentschädigung.

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C. Die ALK (fortan Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 
28. Januar 2022 die Abweisung der Beschwerde (act. 4).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die Versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 
1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Kassenverfügungen betreffend 
Arbeitslosenentschädigung ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das 
Versicherungsgericht am Ort, wo die versicherte Person ihre Kontrollpflicht zu erfüllen hat, 
zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 
128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die 
Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG).

Im Kanton Zug beurteilt das Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz 
Beschwerden aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das 
Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Der Beschwerdeführer erfüllt seine 
Kontrollpflicht im Kanton Zug, weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig ist. Die als 
"Einspruch" bezeichnete Eingabe des Beschwerdeführers, welche als Beschwerde gegen 
den Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2021 entgegengenommen wurde, datiert vom 
16. November 2021 und wurde gleichentags der Post übergeben (ALK-act. 16). Das 
Einreichen der Beschwerde bei einer unzuständigen Stelle und der Umstand, dass diese 
nach Art. 30 ATSG resp. § 7 VRG weitergeleitet werden musste, tangieren die 
Rechtzeitigkeit nicht. Die Beschwerde gilt somit als im Sinn von Art. 60 Abs. 1 ATSG 
fristgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer ist als Adressat des Einspracheentscheids 

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direkt betroffen und folglich zur Beschwerde legitimiert. Die Eingabe entspricht schliesslich 
den an eine Laienbeschwerde gestellten formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen 
ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung 
des Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Ausrichtung einer Arbeitslosenentschädigung für den Monat 
September 2021 zu Recht verneint hat. In diesem Zusammenhang ist erstens zu prüfen, 
ob die Höhe des Zwischenverdienstes für den Monat September 2021 (nachfolgend E. 4 
ff.) korrekt berechnet wurde und zweitens, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf 
Kompensationszahlung (nachfolgend E. 7 ff.) zu Recht verneint hat.

2.2 Soweit sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde gegen die Abrechnung 
des Monats Oktober 2021 wendet, ist darauf mangels Anfechtungsobjekt nicht einzutreten. 
Wie die Beschwerdegegnerin in ihrem Schreiben vom 13. Dezember 2021 an den 
Beschwerdeführer zu Recht festhielt, wäre zuerst die entsprechende Verfügung mittels 
Einsprache anzufechten, bevor eine dagegen gerichtete Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben werden kann (ALK-act. 15, S. 41). Über den Entschädigungsanspruch für 
Oktober 2021 wurde jedoch erst am 14. Dezember 2021 und damit deutlich nach 
Anhebung der Beschwerde verfügt (vgl. ALK-act. 13).

3.
3.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 AVIG hat eine versicherte Person Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung, wenn sie (lit. a) ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10 
AVIG); (lit. b) einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11 AVIG); (lit. c) in der 
Schweiz wohnt (Art. 12 AVIG); (lit. d) die obligatorische Schulzeit zurückgelegt und weder 
das Rentenalter der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) erreicht hat noch eine 
Altersrente der AHV bezieht; (lit. e) die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der 
Beitragszeit befreit ist (Art. 13 und 14 AVIG); (lit. f) vermittlungsfähig ist (Art. 15 AVIG) und 
(lit. g) die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 17 AVIG).

3.2 Nach Art. 21 AVIG wird die Arbeitslosenentschädigung als Taggeld ausgerichtet. 
Für eine Woche werden fünf Taggelder ausbezahlt. Die Höhe des Taggeldes bestimmt 
sich nach Art. 22 AVIG. Ein volles Taggeld beträgt 80 Prozent des versicherten 
Verdienstes. Der Versicherte erhält zudem einen Zuschlag, der den auf den Tag 

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umgerechneten gesetzlichen Kinder- und Ausbildungszulagen entspricht, auf die er 
Anspruch hätte, wenn er in einem Arbeitsverhältnis stünde. Dieser Zuschlag wird nur 
ausbezahlt, soweit die Kinderzulagen während der Arbeitslosigkeit nicht ausgerichtet 
werden und für dasselbe Kind kein Anspruch einer erwerbstätigen Person besteht (Art. 22 
Abs. 1 AVIG).

3.3 Ein Zwischenverdienst wird angerechnet. Als Zwischenverdienst gilt jedes 
Einkommen aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose 
Person innerhalb einer Kontrollperiode erzielt. Die versicherte Person hat Anspruch auf 
Ersatz des Verdienstausfalls (Art. 24 Abs. 1 AVIG). Als Verdienstausfall gilt die Differenz 
zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, mindestens aber dem 
berufs- und ortsüblichen Ansatz für die betreffende Arbeit, und dem versicherten Verdienst 
(Art. 24 Abs. 3 AVIG). Ist das Einkommen geringer als die der versicherten Person 
zustehende Arbeitslosenentschädigung, so besteht ein Anspruch auf 
Kompensationszahlung (Art. 41a Abs. 1 AVIV). Die Kompensationszahlung beträgt je nach 
Entschädigungssatz (vgl. Art. 22 AVIG) 70 oder 80 % des Verdienstausfalls (zum Ganzen 
die Weisungen des Staatssekretariats für Wirtschaft [SECO] über die 
Arbeitslosenentschädigung [AVIG-Praxis ALE] C132 ff.).

Ziel der Anerkennung eines Zwischenverdienstes mit Ausrichtung von 
Kompensationszahlungen ist es, eine (lohnmässig) unzumutbare Arbeitstätigkeit – 
mindestens vorübergehend –, zumutbar zu machen und so einen Anreiz zur 
Arbeitsaufnahme zu schaffen (vgl. Thomas Nussbaumer, in: Soziale Sicherheit, 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, 3. Aufl. 2016, S. 2386 Rz. 411 ff.; 
Barbara Kupfer Bucher, Fokus Arbeitslosenversicherung, 2016, S. 178 ff.). Nimmt eine 
versicherte Person jedoch während der streitigen Kontrollperiode eine – insbesondere 
lohnmässig – zumutbare Arbeit im Sinn von Art. 16 AVIG auf, also eine Tätigkeit, die ihr 
ein Einkommen verschafft, welches zumindest dem Betrag der Arbeitslosenentschädigung 
entspricht, bleibt für die Annahme eines Zwischenverdienstes hingegen keinen Raum 
mehr. In diesem Fall besteht folglich auch kein Anspruch auf Kompensationszahlungen 
(BGE 127 V 479 E. 2; EVG C 264/05 vom 25. Januar 2006 E. 2.2; Kupfer Bucher, a.a.O, 
S. 179)

Bei der Prüfung, ob für eine Kontrollperiode ein Anspruch auf Kompensationszahlung 
besteht, sind Einkommen aus mehreren Teilzeitbeschäftigungen zu addieren. Ein 
Anspruch besteht nur, wenn das gesamte Einkommen geringer ist als die mögliche 

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Arbeitslosenentschädigung (BGE 127 V 479 E. 4; EVG C 264/05 vom 25. Januar 2006 E. 
2.2; vgl. auch AVIG-Praxis ALE C123).

3.3.1  Bei der Berechnung des Zwischenverdienstes ist grundsätzlich der gesamte 
während einer Kontrollperiode erzielte Verdienst zu Grunde zu legen. Dazu gehören der 
Grundlohn, die Feiertagsentschädigung und andere Lohnbestandteile, auf welche die 
versicherte Person Anspruch hat (AVIG-Praxis ALE C125). Ein 13. Monatslohn ist 
anteilsmässig auf die entsprechenden Kontrollperioden mit Zwischenverdienst umzulegen 
(AVIG-Praxis ALE C126).

3.3.2 Das Einkommen aus Zwischenverdienst wird in jener Kontrollperiode angerechnet, 
in welcher die Arbeitsleistung erbracht worden ist (Entstehungsprinzip). Unerheblich ist 
somit, zu welchem Zeitpunkt die versicherte Person die Forderung realisiert (AVIG-Praxis 
ALE C133). Eine zusätzlich zum Grundlohn ausgerichtete Ferienentschädigung wird daher 
erst im Zeitpunkt des effektiven Ferienbezugs als Zwischenverdienst angerechnet (BGer 
8C_18/2017 vom 4. Mai 2017 E. 4.2.1 mit Hinweisen; AVIG-Praxis ALE C125, C149).

3.4 Zu den Weisungen des SECO ist festzuhalten, dass ein Kreisschreiben oder eine 
Weisung wesensgemäss keine Rechtsnormen, sondern lediglich eine Meinungsäusserung 
der sachlich zuständigen Aufsichtsbehörde über die von ihr für richtig befundene 
Auslegung von Gesetz und Verordnung enthält. Solche Verwaltungsweisungen dienen der 
rechtsgleichen Rechtsanwendung und sind wohl für die Durchführungsorgane, nicht aber 
für die Gerichtsinstanzen verbindlich (BGE 118 V 206 E. 4c, vgl. auch 119 V 255 E. 3a mit 
Hinweisen). Das Gericht soll sie bei seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie 
eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren 
gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Es weicht anderseits insoweit davon ab, als sie mit 
den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen nicht vereinbar sind (BGE 123 V 70 E. 4a 
mit Hinweisen).

4. Unter Verweis auf Art. 24 Abs. 3 AVIG legte die Beschwerdegegnerin im 
Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2021 dar, dass ein entschädigungsberechtigter 
Verdienstausfall nur dann vorliege, wenn das erzielte Einkommen geringer als die der 
versicherten Person zustehende Arbeitslosenentschädigung sei. Da das im Monat 
September 2021 erzielte Einkommen des Beschwerdeführers hingegen höher gewesen 
sei als die ihm ohne Zwischenverdienste zustehende Arbeitslosenentschädigung, habe 

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kein solcher entschädigungsberechtigter Verdienstausfall vorgelegen (ALK-act. 25, S. 69–
74).

Die Beschwerdegegnerin führte aus, dass sie beim Beschwerdeführer von einem 
versicherten Verdienst von Fr. 3'884.– ausgehe (vgl. auch ALK-act. 51, S. 130). Bei einem 
Entschädigungssatz von 80 % und durchschnittlich 21,7 Arbeitstagen pro Monat resultiere 
ein Taggeldanspruch von Fr. 143.– [recte: Fr. 143.20] bzw. ein massgebender Verdienst 
von Fr. 3'150.16 (bei durchschnittlich 21,2 [recte: 21,7] Arbeitstagen pro Monat) bzw. 
Fr. 3'150.40 bei 22 Arbeitstagen (ALK-act. 25, S. 72).

Der zu berücksichtigende Zwischenverdienst betrage für den Monat September 2021 
brutto Fr. 3'194.05 (ALK-act. 25, S. 74). Dieser Zwischenverdienst setze sich aus einem 
Bruttolohn des B.________ von Fr. 1'894.05 und einem Bruttolohn der D.________ von 
Fr. 1'300.– zusammen.

5. In seiner als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegengenommenen Eingabe 
vom 16. November 2021 (act. 1) geht der Beschwerdeführer von einem totalen Bruttolohn 
von Fr. 3'283.70 aus, woraus eine Differenz zum versicherten Verdienst (Fr. 3’884.–) von 
Fr. 600.30 resultiere.

Wie sich der Bruttolohn von Fr. 3'283.70 zusammensetzt, führt der Beschwerdeführer 
nicht weiter aus. Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 
den Bruttolohn des B.________ (vgl. Bescheinigung über Zwischenverdienst vom 5. 
Oktober 2021 [ALK-act. 30]) in Höhe von Fr. 2'083.44 sowie den Bruttolohn der 
D.________ in Höhe von Fr. 1'200.– addierte (vgl. Lohnabrechnung September 2021 der 
D.________ vom 17. September 2021 [ALK-act. 33, S. 89]). 

6. Zur Bestimmung des erzielten Erwerbseinkommens im Monat September kann auf 
die Bescheinigungen über Zwischenverdienst des B.________ (ALK-act. 30) und der 
D.________ (ALK-act. 33) abgestellt werden.

6.1 Der Bescheinigung Zwischenverdienst des B.________ für den Monat September 
2021 (ALK-act. 30) ist zu entnehmen, dass 76,71 Stunden zu einem Stundenansatz von 
Fr. 27.16 geleistet wurden, was einen Lohn von Fr. 2'083.44 (76,71 Stunden x Fr. 27.16) 
brutto ergab. Dieser Bruttolohn setzte sich aus einem Grundlohn von Fr. 1'748.40, einer 
Ferienentschädigung von Fr. 189.40 sowie einem Anteil 13. Monatslohn von Fr. 145.64 

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zusammen. Da im September 2021 keine Ferien bezogen wurden, ist die 
Ferienentschädigung von Fr. 189.40 vorliegend allerdings nicht zu berücksichtigen (vorne 
E. 3.3.2). Der massgebende Bruttolohn des B.________ beträgt somit lediglich Fr. 
1'894.05 (Grundlohn Fr. 1'748.40 + Anteil 13. Monatslohn Fr. 145.64).

6.2 Der Bescheinigung Zwischenverdienst der D.________ für den Monat September 
2021 (ALK-act. 33) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer für Fr. 1'300.– 
gearbeitet hat. Neben dem Monatslohn von Fr. 1'200.– ist dabei auch der 13. Monatslohn 
anteilsmässig mit einem Betrag von Fr. 100.– berücksichtigt (vgl. E. 3.3.1)

6.3 Das Gesamteinkommen des Beschwerdeführers im Monat September 2021 
beträgt somit Fr. 3'194.05 (Fr. 1'894.05 + Fr. 1'300.–). 

6.4 Die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des zu 
berücksichtigenden Zwischenverdienstes ist folglich nicht zu beanstanden. Die 
Beschwerdegegnerin stützt ihre Berechnung auf die Bescheinigungen der beiden 
Arbeitsgeber (B.________ und D.________) sowie den Anstellungsvertrag des 
Beschwerdeführers mit der D.________ (vgl. ALK-act. 32) und nimmt den gemäss Praxis 
zu berücksichtigenden Abzug der Ferienentschädigung sowie die Hinzurechnung eines 
Anteils des 13. Monatslohns vor (vgl. hierzu E. 3.3.1 und 3.3.2). Diese beiden Korrekturen 
lässt der Beschwerdeführer in seinen Ausführungen ausser Acht (vgl. E. 5). Zudem ist 
anzumerken, dass sich ein höherer Zwischenverdienst im Hinblick auf den Anspruch auf 
eine Kompensationszahlung generell nicht zu Gunsten des Beschwerdeführers auswirken 
würde.

7. Nachdem festgestellt wurde, dass die Beschwerdegegnerin den 
Zwischenverdienst des Beschwerdeführers für den Monat September 2021 korrekt 
berechnet hat, gilt es zu prüfen, ob sie den Anspruch auf Kompensationszahlung zu Recht 
verneint hat.

7.1 Im Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2021 bestätigte die 
Beschwerdegegnerin ihre Auffassung, wonach das in der Kontrollperiode erzielte 
Gesamteinkommen von Fr. 3'194.05 brutto höher sei als die ohne Zwischenverdienst 
zustehende Arbeitslosenentschädigung von Fr. 3'150.40, weshalb ein Anspruch auf 
Kompensationszahlung zu verneinen und die Verfügung vom 7. Oktober 2021 zu 
bestätigen sei (ALK-act. 25, S. 72).

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7.2 Der Beschwerdeführer rechnet vor, dass ihm gemäss den Regeln des SECO 80 % 
der Differenz zwischen dem versicherten Verdienst und dem Zwischenverdienst, in casu 
Fr. 480.20 zustünden ([Fr. 3'884.– – Fr. 3'283.70] x 80 %). Seiner Berechnung legte er 
eine Kopie der Seite 15 des Dokuments "Ein Leitfaden für Versicherte, Arbeitslosigkeit" 
des SECO bei. Dieser Leitfaden (Ausgabe 2021) hält unter Ziffer 9 "Was ist ein 
Zwischenverdienst und wie wird die Arbeitslosenentschädigung bei Zwischenverdienst 
berechnet?" Folgendes fest:

"Sie arbeiten unselbstständig oder selbstständig und erzielen dabei ein Einkommen, das 
kleiner ist als Ihre Arbeitslosenentschädigung. Das erzielte Einkommen aus dieser 
Tätigkeit nennt man Zwischenverdienst. Ihre Arbeitslosenentschädigung 
(Kompensationszahlung) beträgt während mindestens 12 Monaten 80 % oder 70 % von 
der Differenz zwischen dem erzielten Zwischenverdienst und dem versicherten Verdienst 
(vgl. Frage 6). Der Zwischenverdienst muss orts- und berufsüblich entschädigt werden."

Der Beschwerdeführer leitet daraus ab, dass seine Berechnungen stimmen und ihm für 
den Monat September (2021) Fr. 480.20 Arbeitslosenentschädigung zustehe, welche er 
nicht erhalten habe (ALK-act. 14, S. 31).

Weiter führt der Beschwerdeführer aus, dass auf der Abrechnung (der ALK betreffend 
Zwischenverdienst) die Differenz nicht zwischen dem versicherten Verdienst und dem 
Zwischenverdienst, wie dies im Leitfaden beschrieben sei, sondern mit dem 
anrechenbaren Zwischenverdienst und Zwischenverdienst [recte: wohl 
Arbeitslosenentschädigung] berechnet wurde (ALK-act. 14, S. 31). Als Nachweis legte er 
eine Kopie der Abrechnung bei und merkte unter dem Abschnitt "Kompensationszahlung 
(Zwischenverdienst)" bei der Kontrollgrösse mit einem "*" an: "hier wurde mit 
"Arbeitslosenentschädigung ohne ZV" gerechnet statt mit versichertem Verdienst" (ALK-
act. 14, S. 37).

7.3 Die Argumentation des Beschwerdeführers mag nicht zu überzeugen bzw. ist 
schlicht falsch. Zwar ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, wenn dieser vorbringt, dass 
die Beschwerdegegnerin den Zwischenverdienst mit der möglichen 
Arbeitslosenentschädigung ohne Zwischenverdienst verglichen habe. Dabei hat die 
Beschwerdegegnerin allerdings kein Recht verletzt. Der Vergleich zwischen dem in der 
Kontrollperiode erzielten Einkommen und der möglichen Arbeitslosenentschädigung ist 

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vielmehr notwendig, um einen Zwischenverdienst von einer zumutbaren Arbeitstätigkeit zu 
unterscheiden und zu bestimmen, ob überhaupt ein Anspruch auf Kompensationszahlung 
besteht (vorne E. 3.3). Sollte dies bejaht werden, so ist – wie dies der Beschwerdeführer 
tut – auf die Differenz zwischen Zwischenverdienst und versichertem Verdienst 
abzustellen, um die Höhe der Kompensationszahlung zu bestimmen.

Dieses Vorgehen deckt sich auch mit dem Textausschnitt aus dem Leitfaden des SECO, 
welcher der Beschwerdeführer seiner Beschwerde beigelegt hat. Diesem ist nämlich zu 
entnehmen, dass nur dann ein Anspruch auf Kompensationszahlung besteht, wenn das 
erzielte Einkommen kleiner ist als die Arbeitslosenentschädigung (so auch ausdrücklich 
Art. 41a Abs. 1 AVIV).

Da vorliegend das in der Kontrollperiode erzielte Einkommen von brutto Fr. 3'194.05 (vgl. 
E. 4) höher ist als die mögliche Arbeitslosenentschädigung von Fr. 3'150.40, ist ein 
Anspruch auf Kompensationszahlung von vornherein ausgeschlossen. Dies gilt ebenso, 
würde man auf die Berechnung des Beschwerdeführers abstellen und von einem 
Einkommen von insgesamt Fr. 3'283.70 ausgehen. 

7.4 Somit erweist sich der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin auch 
bezüglich der Verneinung eines Anspruchs auf Kompensationszahlung als rechtmässig.

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin sowohl den 
Zwischenverdienst korrekt berechnet als auch den Anspruch auf Kompensationszahlung 
zu Recht verneint hat. Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist 
vollumfänglich abzuweisen.

9. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG ist das Verfahren vor dem 
Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteientschädigung wird bei 
diesem Verfahrensausgang – Unterliegen des Beschwerdeführers – nicht zugesprochen 
(Art. 61 lit. g ATSG, e contrario).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), die 
Arbeitslosenkasse des Kantons Zug sowie das Bundesamt für 
Sozialversicherungen, Bern.

Zug, 4. April 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am