# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36ba7fa1-3d51-5299-9be1-9498ce8af8da
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.12.2008 C-2348/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2348-2007_2008-12-16.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2348/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Gerichtsschreiber Daniel Golta.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Altersrente (Rentenberechnung); Verfügung der SAK vom 
13. Februar 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2348/2007

Sachverhalt:

A.
A.a
Der  im  Jahr  1937  geborene  deutsche  Staatsangehörige  A._______ 
(nachfolgend: der Beschwerdeführer) lebt in Deutschland. Am 28. Juli 
2006  hat  er  bei  der  Deutschen  Rentenversicherung  Bund 
(nachfolgend: die  Rentenversicherung)  einen Antrag auf  Ausrichtung 
einer schweizerischen Altersrente gestellt. Die Rentenversicherung hat 
diesen  Antrag  am  4.  Oktober  2006  mit  Formular  E  202  an  die 
Schweizerische  Ausgleichskasse  (Vorinstanz;  nachfolgend:  SAK) 
weiter  geleitet.  Beigelegt  wurde  ein  Formular  E  207,  worin  der 
Beschwerdeführer  geltend  macht,  vom  1.  Oktober  1955  bis  18. 
November 1956 bei der B._______ in C._______ (Aargau) gearbeitet 
zu haben. Die Formulare trafen am 12. Oktober 2006 bei der SAK ein 
(SAK/1-9, SAK/12-13).

A.b Mit  Verfügung  vom  28.  November  2006  wies  die  SAK  das 
Rentengesuch ab (SAK/31-32). Sie begründete dies damit, dass dem 
Beschwerdeführer insgesamt nur elf Monate Einkommen angerechnet 
werden  könnten.  Daher  sei  die  Bedingung  der  einjährigen  Mindest-
beitragsdauer nicht erfüllt. 

A.c Mit Schreiben vom 20. Dezember 2006 (Posteingang SAK: 28. De-
zember 2006) erhob der Beschwerdeführer Einsprache (SAK/33-34).

A.d Mit Einspracheverfügung (in den Akten datiert auf 28. Juni 2007) 
lehnte die SAK die Einsprache ab (SAK/35-36). Sie begründete dies 
damit,  dass  auf  Grund des im individuellen  Konto  des  Beschwerde-
führers  (im  Folgenden:  IK-Konto)  eingetragenen  Einkommens  eine 
mutmassliche Beitragsdauer von insgesamt elf Monaten (drei im Jahr 
1955 und acht im Jahr 1956) anzunehmen sei.

B.
B.a Am 13. März  2007  erhob  der  Beschwerdeführer  gegenüber  der 
SAK Beschwerde gegen die Einspracheverfügung (Posteingang SAK: 
16.  März  2007)  und  beantragte  sinngemäss  die  Ausrichtung  einer 
Altersrente,  da  er  die  Voraussetzung  der  Mindestbeitragszeit  erfüllt 
habe.  Dabei  verweist  der  Beschwerdeführer  auf  ein  beigelegtes 
Schreiben  von  D._______  (geb.  E._______).  Diese  erklärt,  vom  1. 
Oktober  1955 bis  1. November  1956  und  1957 zusammen mit  dem 

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Beschwerdeführer in der Schweiz gearbeitet zu haben. Die SAK leitete 
die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht weiter. 

B.b Am  3.  April  2007  gab  der  Instruktionsrichter  den  Spruchkörper 
bekannt. Ausstandsbegehren wurden keine gestellt.

B.c Eine  Beschwerdeergänzung  vom  10.  Mai  2007  leitete  die  SAK 
ebenfalls an das Bundesverwaltungsgericht weiter.

B.d Mit  Stellungnahme  vom  28.  Juni  2007  beantragte  die  SAK  die 
Abweisung  der  Beschwerde und  die  Bestätigung  der  angefochtenen 
Einspracheverfügung.

B.e Am  28.  August  2007  nahm  der  Beschwerdeführer  per  Fax 
ergänzend Stellung.

B.f In  ihrer  ergänzenden  Stellungnahme  vom  12.  September  2007 
verwies die SAK auf ihre Vernehmlassung vom 28. Juni 2007.

B.g Am 21. September  2007 schloss  das  Bundesverwaltungsgericht 
den Schriftenwechsel ab.

B.h Die SAK leitete dem Bundesverwaltungsgericht am 14. November 
2007  ein  Schreiben  des  Beschwerdeführers  vom  15.  Oktober  2007 
weiter.  Darin  ersuchte  dieser  sinngemäss  darum,  das  Verfahren  in 
seinem  Sinne  zum  Abschluss  zu  bringen.  Daraufhin  legte  ihm  das 
Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 16. November 2007 dar, 
weshalb  seine  Beschwerde  noch  nicht  habe  behandelt  werden 
können. 

B.i Am  14.  August  2008  teilte  das  Bundesverwaltungsgericht  den 
Parteien  eine  Änderung  des  Spruchkörpers  mit.  Ausstandsbegehren 
wurden keine gestellt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss  Art.  31  des  Bundesgesetzes  vom  17. Juni  2005  über  das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG; 
SR 173.32)  in  Verbindung mit  Art.  33  lit. d  VGG und Art. 85bis Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom 20.  Dezember  1946  über  die  Alters-  und 

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Hinterlassenenversicherung (AHVG;  SR 831.10)  sowie  Art.  5  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungs-
verfahren  (VwVG;  SR  172.021)  beurteilt  das  Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Verfügungen 
der Schweizerischen Ausgleichskasse. Eine Ausnahme im Sinne von 
Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.1 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt. Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG kei-
ne  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  Bundes-
gesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozial-
versicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundes-
recht  einschliesslich  der  Überschreitung  oder  des  Missbrauchs  des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

1.3 Durch den angefochtenen Einspracheentscheid ist der Beschwer-
deführer besonders berührt  und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen  Änderung  oder  Aufhebung  (Art. 59  ATSG).  Er  ist  daher  zur 
Beschwerde legitimiert.

1.4 Die Beschwerde wurde formgerecht eingereicht (Art. 52 VwVG). 

1.5 Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innert 30 Tagen 
nach  Eröffnung  des  Einspracheentscheides  einzureichen.  Die  Frist 
beginnt  am Tag nach der Mitteilung an die entsprechende Partei  zu 
laufen (Art. 20 Abs. 1 VwVG). Gelangt  die Partei  rechtzeitig  an eine 
unzuständige  Behörde,  so  gilt  die  Frist  als  gewahrt  (Art.  21  Abs. 2 
VwVG).

Das in  den  Akten  befindliche  Exemplar  der  Einspracheverfügung  ist 
auf  den  28.  Juni  2007  datiert.  Da  die  Beschwerde  gegen  die 
Einspracheverfügung am 16. März 2007 bei der SAK eingegangen ist, 
kann das aktenkundige Datum der Einspracheverfügung offensichtlich 
nicht  stimmen.  Es  ist  vielmehr  davon  auszugehen,  dass  die 
tatsächliche Einspracheverfügung vom 13. Februar  2007 datiert,  wie 
dies  der  Beschwerdeführer  (in  seiner  Beschwerde)  und die  SAK (in 
ihrer  Stellungnahme vom 28. Juni  2007)  übereinstimmend darlegen. 
Die  Einspracheverfügung  konnte  vom  Beschwerdeführer  somit 

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frühestens am 14. Februar 2007 zur Kenntnis genommen werden. Da 
die dagegen gerichtete Beschwerde am 16. März 2007 bei  der SAK 
einging, wurde die frühestens am 16. März 2007 endende Beschwer-
defrist eingehalten. 

1.6 Das  Bundesverwaltungsgerichts  ist  somit  zur  Beurteilung  der 
Beschwerde zuständig und tritt darauf ein. 

2.
Zunächst  ist  das  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Streitsache 
wesentliche Recht zu erörtern. 

Der  Beschwerdeführer  ist  Staatsangehöriger  eines  Mitgliedsstaates 
der Europäischen Gemeinschaft,  so dass vorliegend das am 1. Juni 
2002 in Kraft  getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Frei-
zügigkeit (Freizügigkeitsabkommen; FZA; SR 0.142.112.681), welches 
die  verschiedenen  bis  dahin  geltenden  bilateralen  Abkommen  zwi-
schen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  den  einzelnen 
Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft insoweit absetzt, als 
darin  derselbe  Sachbereich  geregelt  wird,  anzuwenden  ist  (Art.  20 
FZA). Soweit dieses Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der 
die Koordinierung der  Systeme der sozialen Sicherheit  regelt  (Art. 8 
FZA), keine abweichenden Bestimmungen vorsieht, ist mangels einer 
einschlägigen  gemeinschaftsrechtlichen  bzw.  abkommensrechtlichen 
Regelung  die  Ausgestaltung  des  Verfahrens  sowie  die  Prüfung  der 
Anspruchsvoraussetzungen  und  die  Berechnung  einer  schweizeri-
schen  Altersrente  grundsätzlich  Sache  der  innerstaatlichen  Rechts-
ordnung (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; heute  Bundesgericht]  H  13/05  vom 4.  April  2005,  E.  1.1  mit 
weiteren  Hinweisen).  Daraus  folgt,  dass  die  Verwaltung  und  im  Be-
schwerdefall  das  Gericht  den  Leistungsanspruch  des  Beschwerde-
führers  gemäss  Art.  3  Abs.  1  der  Koordinierungsverordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71 grundsätzlich nach den für schweizerische Staatsangehö-
rigen geltenden Regeln zu beurteilen haben. Demnach bestimmt sich 
vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf  eine Rente der 
Alters- und Hinterlassenenversicherung nach dem internen schweizeri-
schen Recht.

3.
Vorliegend ist strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob 

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die Vorinstanz das Erreichen der Mindestbeitragszeit des Beschwerde-
führers und somit seinen Rentenanspruch zu Recht verneint hat. 

3.1 Anspruch auf eine ordentliche Alters- und Hinterlassenenrente ha-
ben die rentenberechtigten Personen, denen für mindestens ein volles 
Jahr Einkommen, Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerech-
net werden können (Art. 29 Abs. 1 AHVG). Ein volles Beitragsjahr liegt 
gemäss Art. 50 Abs. 1 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die 
Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  (AHVV,  SR 831.101)  vor, 
wenn  eine  Person  insgesamt  länger  als  elf  Monate  im  Sinne  von 
Art. 1a  oder  2  AHVG  versichert  war  und  während  dieser  Zeit  den 
Mindestbeitrag bezahlt hat oder Beitragszeiten im Sinne von Art. 29ter 

Abs. 2  lit. b  und  c  AHVG  aufweist.  Die  Versicherten  sind  beitrags-
pflichtig,  solange  sie  eine  Erwerbstätigkeit  ausüben  (Art. 3  Abs. 1 
erster Satz AHVG). 

Hat eine in den Jahren 1948 bis 1968 in der Schweiz erwerbstätige 
Person  ihren  zivilrechtlichen  Wohnsitz  im  Ausland  und  werden  die 
Beitragszeiten aus diesen Jahren nicht mit näheren Angaben über die 
Beschäftigungsdauer  belegt,  so  kann  die  Ausgleichskasse  die  Bei-
tragsdauer  in  einem  vereinfachten  Verfahren  festsetzen.  Das 
Bundesamt stellt für die Ermittlung der Beitragsdauer aus den Jahren 
1948  bis  1968  verbindliche  Tabellen  auf  (Art. 50a  AHVV).  Auf  die 
Anwendung  dieser  Tabellen  darf  gemäss  bundesgerichtlicher  Praxis 
nur  verzichtet  werden,  wenn  die  tatsächliche  Dauer  der  Erwerbs-
tätigkeit  durch  Arbeitszeugnisse,  Lohnabrechnungen  oder  gleichwer-
tige  Bestätigungen des Arbeitgebers  eindeutig  ausgewiesen ist  (vgl. 
Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  [EVG,  heute: 
Bundesgericht]  H  317/02  vom 6. Januar  2004  E. 2.2.1  mit  weiteren 
Hinweisen).  Allerdings  muss  der  volle  Beweis  -  analog  zur 
Berichtigung des IK-Auszugs gemäss Art. 141 Abs. 3 AHVV - auch auf 
andere Art und Weise erbracht werden können (vgl. analog BGE 117 V 
262  E.  3  und  4b  zu  Art.  141  Abs.  3  AHVV).  Trotz  entsprechender 
Beweislastverteilung  und  entsprechenden  Anforderungen  an  den 
Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit,  ist  dabei  der  im 
Sozialversicherungsrecht allgemein geltende Untersuchungsgrundsatz 
zu berücksichtigen, wonach die Verwaltungsbehörde und im Streitfall 
das  Gericht  für  die  richtige  und  vollständige  Abklärung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  zu  sorgen  hat,  wobei  die 
Untersuchungspflicht  ihr  Korrelat  in  den  Mitwirkungspflichten  der 
Parteien findet (vgl. BGE 117 V 263 E. 3b und 4a analog für Art. 141 

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Abs. 3  AHVV, BGE 125  V  195  E.  2,  BGE 122  V  158  E. 1a,  je  mit 
weiteren Hinweisen).

3.2 In  seinem  Rentengesuch  sowie  im  vorliegenden  Beschwerde-
verfahren machte der Beschwerdeführer geltend, vom 1. Oktober 1955 
bis  18.  November  1956  (also  13  Monate  und  18  Tage)  in  der 
B._______ in C._______ gearbeitet zu haben. Der Beschwerdeführer 
verweist  in  seiner  Beschwerde  ausserdem  auf  das  Schreiben  von 
D._______,  welche  dies  bestätigte  und  zugleich  erklärte,  1957  ein 
zweites  Mal  zusammen  mit  dem  Beschwerdeführer  in  der  Schweiz 
gearbeitet zu haben (act. 1, Beilage 1). 

Die SAK stützte sich in ihrer Einspracheverfügung darauf, dass der IK-
Auszug des Beschwerdeführer für 1955 ein Einkommen von Fr. 1'275.- 
und für 1956 ein solches von Fr. 4'675.- ausweise. Die Beitragsmonate 
seien im IK-Auszug nicht ausgewiesen worden, da dies allgemein erst 
ab 1969 der Fall  sei. Unter  Anwendung der "Tabellen zur  Ermittlung 
der mutmasslichen Beitragsdauer in den Jahren 1948-1968" betreffend 
die  Tabakindustrie  schloss  die  SAK  auf  eine  mutmassliche 
Beitragsdauer des Beschwerdeführers von drei  Monaten (1955) plus 
acht Monaten (1956), also von insgesamt elf Monaten. Damit sei die 
Mindestbeitragsdauer  nicht  erreicht  worden. Daran  hielt  die  SAK im 
Rahmen des vorliegenden Verfahrens fest. In ihrer Stellungnahme vom 
28. Juni 2007 führte sie dabei in Bezug auf das Jahr 1957 aus, dass 
Nachforschungen  bei  der  zuständigen  Ausgleichskasse  Tabak  zu 
keinen  neuen  Ergebnissen  geführt  hätten,  die  eine  Korrektur  der 
Verfügung erlauben würden.

3.3 Dass der Beschwerdeführer 1955 und 1956 in der Schweiz in der 
Tabakindustrie  gearbeitet  und  Beiträge  an  die  obligatorische  Alters- 
und Hinterbliebenenversicherung geleistet hat, ist unbestritten. Strittig 
ist,  ob  die  Beitragsdauer  nach  der  Extrapolationsmethode  gemäss 
Art. 50a AHVV vorzunehmen ist oder ob stattdessen auf die tatsäch-
liche  Arbeitsdauer  bzw.  die  konkrete  Beitragszeit  des  Beschwerde-
führers  abzustellen  ist  und  wie  lange  diese  (unter  Einschluss  einer 
allfälligen Beitragszeit im Jahr 1957) war.

3.4 Da die umstrittene Beitragszeit in den Zeitraum von 1948 bis 1968 
fällt und der Beschwerdeführer als Saisonier in der Schweiz arbeitete 
(vgl. SAK/54), findet grundsätzlich Art. 50a AHVV Anwendung. Die von 
der SAK auf Grund des IK-Auszugs vorgenommene Extrapolation der 
mutmasslichen  Beitragsdauer  ist  rechnerisch  richtig  und  wird  vom 

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Beschwerdeführer  nicht  bestritten.  Es  liegen  keine  Beweise  wie  Ar-
beitsvertrag, Arbeitszeugnis, Lohnabrechnungen und andere mehr bei 
den Akten, welche den vollen Nachweis für die konkrete Beitragszeit 
des Beschwerdeführers in den Jahren 1955 bis 1957 erbringen.

3.5 Allerdings liegen diverse Hinweise dafür vor, dass der Beschwer-
deführer in den Jahren 1955 bis 1957 eine höhere Beitragszeit als die 
von der SAK berechneten elf Monate aufweisen könnte. Dazu gehört 
vor  allem  die  schriftliche  Bestätigung  einer  angeblichen  damaligen 
Arbeitskollegin  des  Beschwerdeführers  betreffend  die  gemeinsame 
Arbeitstätigkeit  in  der  Schweiz.  Obwohl  es  sich  dabei  um  ein 
Beweismittel  im Sinne von Art. 12 Bst. c VwVG handelt,  hat sich die 
SAK  damit  nicht  explizit  auseinandergesetzt.  Zu  welchem  Resultat 
eine solche Auseinandersetzung schliesslich führen würde, kann hier 
allerdings offen bleiben.

Der  Beschwerdeführer  hat  replikweise  ausserdem  ein  per  Telefax 
zugestelltes  Schreiben  der  F._______  eingereicht.  Darin  erklärt  die 
unterzeichnende Frau G._______, dass die Ausgleichskasse Tabak ihr 
mitgeteilt  habe,  dass der  Beschwerdeführer  bei  einem Unternehmen 
"H.________" oder "I._______" in C._______ gearbeitet habe (der Fax 
ist  diesbezüglich nicht eindeutig lesbar). Die SAK ist duplikweise der 
Frage nicht nachgegangen, welches genau der damalige Arbeitgeber 
oder  die  damaligen  Arbeitgeber  des  Beschwerdeführers  gewesen 
waren  und  hat  nicht  versucht,  von  diesem/diesen  Dokumente 
betreffend  die  Anstellungs-  und  damit  die  Beitragsdauer  des 
Beschwerdeführers  zu  bekommen. Sollte  die  Ausgleichskasse Tabak 
tatsächlich  den  oder  die  damaligen  Arbeitgeber  des 
Beschwerdeführers kennen, wäre ausserdem denkbar, dass sie - auch 
wenn sie gemäss eigenen Angaben nicht mehr über Lohnunterlagen 
verfügt (vgl. SAK/49) – auf konkretes Nachfragen hin weitere Angaben 
betreffend  die  Beitragsdauer  des  Beschwerdeführers  machen  kann. 
Auch  diesbezüglich  hat  die  SAK  keine  weiteren  Abklärungen 
vorgenommen. 

Die  Einwohnerkontrolle  K._______  (AG)  hat  bestätigt,  dass  der 
Beschwerdeführer  vom  1.  Mai  bis  31.  Dezember  1956  über  eine 
Arbeitsbewilligung  A  (Saisonier)  verfügte,  sich  vom 15.  Juni  bis  14. 
November  1956 in  K._______ aufhielt  (SAK/54)  und von C._______ 
zugezogen  war.  Obwohl  letzteres  im  Widerspruch  zur  Aussage  der 
Einwohnerkontrolle C._______ zu stehen scheint (vgl. SAK/46), hat es 

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die  SAK  unterlassen,  die  Einwohnerkontrolle  C._______  mit  der 
Auskunft  der  Einwohnerkontrolle  K._______  zu  konfrontieren  und 
nochmals  nach  einem  damaligen  Aufenthalt  (inkl.  entsprechender 
fremdenpolizeilicher  Bewilligung)  des  Beschwerdeführers  in 
C._______  zu  fragen.  Dabei  hätte  sich  zugleich  die  Gelegenheit 
geboten, genauere Informationen über den oder die Arbeitgeber des 
Beschwerdeführers  in  C._______  einzuholen  (namentlich  über  die 
"B._______" und das Unternehmen "I._______" bzw. "H._______").

Trotz obgenannter Hinweise hat die SAK nicht versucht, durch gezielte 
Aufforderung  und  Fragen  vom  71-jährigen,  nicht  vertretenen 
Beschwerdeführer  aussagekräftige  Unterlagen  und  Informationen  zu 
erhalten (unter  anderem betreffend seine damaligen Arbeitskollegen, 
welche  angeblich  "alle"  Renten  erhalten  hätten  [vgl.  SAK/34, 
Beschwerde und Schreiben des Beschwerdeführers vom 15. Oktober 
2007]).

Eine  Erklärung  des  Beschwerdeführers  unter  Eid,  wie  dieser  sie  in 
seiner  Beschwerdeergänzung  vom  10.  Mai  2007  anbietet,  ist  im 
schweizerischen Sozialversicherungsrecht hingegen nicht vorgesehen 
und ist daher auch nicht abzunehmen. 

3.6 Bei  dieser  Ausgangslage  ist  der  SAK  vorzuwerfen,  den  Sach-
verhalt  in  der  vorliegenden  Angelegenheit  ungenügend  abgeklärt  zu 
haben.  Dem  Beschwerdeführer  kann  seinerseits  unter 
Berücksichtigung seiner  persönlichen Umstände und des Zeitablaufs 
nicht  vorgeworfen  werden,  seinen  Mitwirkungspflichten  ungenügend 
nachgekommen zu sein.

4.  
Die  Beschwerde  ist  daher  in  dem  Sinne  gutzuheissen,  dass  die 
Einspracheverfügung  vom  28.  Juni  2007  (recte:  13.  Februar  2007) 
aufgehoben und die Sache an die SAK als Vorinstanz zurückgewiesen 
wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen 
über den Leistungsanspruch neu verfüge.

5.
Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), 
sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.

Dem Beschwerdeführer sind keine notwendigen und verhältnismässig 
hohen  Kosten  erwachsen,  weshalb  keine  Parteientschädigung 

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auszurichten  ist  (Art.  64  Abs.  1  VwVG,  Art.  7  Abs.  1  und  4  des 
Reglements vom 21. Februar  2008 über die Kosten- und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  insoweit  gutgeheissen,  als  die  Einsprache-
verfügung vom  28. Juni  2007  (recte: 13. Februar  2007) aufgehoben 
und  die  Sache  an  die  Vorinstanz  zurückgewiesen  wird,  damit  diese 
nach  erfolgter  Abklärung  im  Sinne  der  Erwägungen  über  den 
Leistungsanspruch neu verfüge.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtmittelbelehrung wird auf die folgende Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Golta

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand:

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