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**Case Identifier:** 03f22c7f-830c-5d47-8f18-8127a35886fb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.07.2018 200 2017 842
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-842_2018-07-19.pdf

## Full Text

200 17 842 IV
LOU/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Juli 2018

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. August 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/842, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 2. Mai 2006 unter Hinweis auf ein Burn-out und eine Über-
lastungs-Depression bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbe-
zug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 1). Nach medizinischen und er-
werblichen Erhebungen und insbesondere nach Einholung eines psychia-
trischen Gutachtens von Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie (Expertise vom 12. Dezember 2006; AB 31) sprach die 
IVB mit Verfügung vom 13. Dezember 2007 (AB 59) bei einem Invaliditäts-
grad (IV-Grad) von 50% eine vom 1. Mai bis 31. Dezember 2006 befristete 
halbe IV-Rente zu. Dagegen verneinte sie bei einem IV-Grad von 0% einen 
Rentenanspruch für die Zeit ab dem 1. Januar 2007. Diese Verfügung blieb 
unangefochten.

B.

Am 18. November 2014 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf 
„Depressionen suizidal“ erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (AB 69). 
Daraufhin führte die IVB medizinische und erwerbliche Erhebungen durch. 
Dabei gewährte sie Frühinterventionsmassnahmen in Form von Coaching 
(Mitteilung vom 18. Dezember 2014; AB 84), ein Belastbarkeitstraining vom 
10. Februar bis 9. Mai 2015 (Mitteilung vom 7. April 2015; AB 120), ein 
Aufbautraining vom 10. Mai bis 25. Oktober 2015 (Mitteilungen vom 1. April 
und 29. Juni 2015; AB 119 und 129) sowie ein Arbeitstraining mit Coaching 
vom 26. Oktober 2015 bis 29. Februar 2016 (Mitteilungen vom 27. Oktober 
2015 und 28. Januar 2016; AB 137 und 143). In der Folge wurde mit Mittei-
lung vom 15. März 2016 (AB 152) ein Anspruch auf weitere berufliche 
Massnahmen verneint. 

Ferner holte die IVB auf Anraten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; 
AB 146) ein psychiatrisches Verlaufsgutachten von Dr. med. C.________ 
ein (Expertise vom 22. April 2016; AB 156). Nach durchgeführtem Vorbe-

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scheidverfahren (AB 168 und 172) verneinte sie mit Verfügung vom 
28. August 2017 (AB 174) einen Anspruch auf eine IV-Rente, da keine ob-
jektive und wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit der 
Verfügung vom 13. Dezember 2007 ausgewiesen sei. 

C.

Hiergegen erhebt der Versicherte, vertreten durch B.________, am 
21. September 2017 Beschwerde und stellt folgende Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung vom 28. August 2017 sei aufzuheben.
2. Dem Beschwerdeführer sei eine Rente auszurichten.
3. Eventualiter sei eine befristete Rente zuzusprechen, bis sich der 

gesundheitliche Zustand dahingehend stabilisiert habe, dass eine 
Steigerung der Arbeitsfähigkeit erwirkt worden sei.

4. Subeventualiter seien weitere Eingliederungsmassnahmen, insbe-
sondere Integrationsmassnahmen zu gewähren sowie Massnah-
men beruflicher Art und im Anschluss sei der Rentenanspruch zu 
prüfen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.

In der Beschwerdeantwort vom 22. November 2017 beantragt die Be-
schwerdegegnerin unter Hinweis auf eine Stellungnahme von Dr. med. 
C.________ vom 10. November 2017 (AB 179) insofern eine teilweise Gut-
heissung der Beschwerde, als dass dem Beschwerdeführer vom 1. März 
bis 31. Mai 2016 eine halbe IV-Rente zuzusprechen sei. Soweit weiterge-
hend schliesst sie auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutre-
ten sei. 

Mit Replik vom 15. Dezember 2017 und Duplik vom 30. Januar 2018 halten 
die Parteien an ihren Ausführungen und Anträgen fest.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 28. August 2017 
(AB 174). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerde-
führers. Wenn die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort insoweit 
eine teilweise Gutheissung der Beschwerde beantragt, als dem Beschwer-
deführer vom 1. März bis 31. Mai 2016 eine halbe IV-Rente zuzusprechen 
sei, stellt dies keinen gemeinsamen Antrag der Parteien dar, zumal der 
Beschwerdeführer in der Replik insbesondere an seinem Antrag auf Aus-
richtung einer (unbefristeten) IV-Rente in nicht bezifferter Höhe festhält und 
eine revisionsrechtlich relevante Verbesserung bestreitet. 

Vorliegend nicht Streitgegenstand bildet ein allfälliger Anspruch auf Ein-
gliederungsmassnahmen und berufliche Massnahmen (Beschwerde S. 2 
Ziff. I 4), da die Beschwerdegegnerin hierüber in der angefochtenen Verfü-
gung nicht befunden hat. Diesbezüglich ist auf die Beschwerde nicht einzu-

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treten. Soweit der Beschwerdeführer sich in der Replik (S. 2) auf die Mittei-
lung vom 15. März 2016 (AB 152) bezieht, mit welcher die beruflichen 
Massnahmen abgeschlossen worden sind, und dabei moniert, dass diese 
vor der Zustellung des Gutachtens von Dr. med. C.________ vom 22. April 
2016 (AB 156) ergangen sei, ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer 
die Möglichkeit offen gestanden wäre, diesbezüglich eine anfechtbare Ver-
fügung zu verlangen. Dies hat er jedoch nicht getan, weshalb auf die Mittei-
lung nicht zurückzukommen ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht ge-
sagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 
beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 
der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-
scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 
nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 
objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-
gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/842, Seite 6

E. 4.4 S. 110). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Per-
son trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähig-
keit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies 
ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 
279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). 

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die 
Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwands oder Hilfebedarfs des 
Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Ja-
nuar 1961 [IVV; SR 831.201]). Wurde eine Rente, eine Hilflosen-

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entschädigung oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen 
IV-Grades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu gerin-
gen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, ver-
weigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vorausset-
zung nach Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 
E. 3.5.3 S. 351).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des 
IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der IV-Grad 
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er-
fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich 
noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 
rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invalidität zu beja-
hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche 
materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; 
SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin auf 
die Neuanmeldung vom 18. November 2014 (AB 69) eingetreten ist. Folg-
lich ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen der Verfügung vom 13. Dezember 
2007 (AB 59), mit welcher ein Rentenanspruch ab 1. Januar 2007 bei ei-
nem IV-Grad von 0% verneint worden ist, und der hier angefochtenen Ver-

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fügung vom 28. August 2017 (AB 174) eine anspruchsbegründende Verän-
derung der erheblichen Tatsachen eingetreten ist (vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 In der Verfügung vom 13. Dezember 2007 (AB 59) stützte sich die 
Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht massgeblich auf das Gut-
achten von Dr. med. C.________ vom 12. Dezember 2006 (AB 31). In die-
sem diagnostizierte der Psychiater mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit einen Status nach Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion nach 
einem Motorradunfall (ICD-10 F43.2) bei einer narzisstischen Persönlich-
keitsstörung (ICD-10 F60.8; S. 6). Die Depression sei abgeklungen. Die 
Schwierigkeiten beträfen die narzisstischen Persönlichkeitszüge, die die 
Integration des Beschwerdeführers erschwerten und ihn möglicherweise 
schwer lenkbar machten (S. 8). Aus psychiatrischer Sicht bestünden keine 
Gründe für eine Reduktion einer normalen Arbeitszeit bei einem 100% 
Pensum in der angestammten Tätigkeit (S. 9). Zuvor habe seit Anfang 
2006 eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestanden. Die verbleibenden Funktio-
nen und Belastbarkeit seien jedoch unklar und ungewiss, weil es davon 
abhänge, wie sehr der Beschwerdeführer eine Tätigkeit mit seinen narziss-
tischen Bedürfnissen in Einklang bringen könne. Gelinge dies, seien gute 
Leistungen denkbar, wenn nicht, sei davon auszugehen, dass die Leistun-
gen sehr inkonstant und insgesamt schlechter würden (S. 8). 

3.3 Der angefochtenen Verfügung vom 28. August 2017 (AB 174) lie-
gen insbesondere folgende Berichte zugrunde: 

3.3.1 Der Beschwerdeführer befand sich vom 24. April bis 9. Mai 2014 in 
stationärer und vom 12. bis 13. Mai 2014 in teilstationärer Behandlung im 
Zentrum D.________ der psychiatrischen Dienste E.________. Im Bericht 
des Zentrums D.________ vom 19. Mai 2014 (AB 89.3 S. 6 f.) wurden ein 
Suizidversuch durch Mischintoxikation, eine Anpassungsstörung mit länge-
rer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) und ein Verdacht auf eine akzen-
tuierte Persönlichkeit mit histrionischen und narzisstischen Zügen (ICD-10 
Z73.1) diagnostiziert (S. 6). Aufgrund der schnellen Remission der depres-
siven Symptomatik sei am ehesten von einer Anpassungsstörung auszu-
gehen. Die Suizidgedanken seien schnell in den Hintergrund getreten 
(S. 7). 

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Im weiteren Verlauf wurde der Beschwerdeführer vom 14. Mai bis 2. Juli 
2014 teilstationär und vom 3. Juli bis 10. Oktober 2014 erneut stationär 
behandelt (AB 89.3 S. 1 f. und S. 4 f., 96 S. 12 ff.). 

Im Bericht des Zentrums D.________ vom 29. Oktober 2014 (AB 89.3 
S. 4 f.) wurden eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte 
Episode (ICD-10 F33.0), und akzentuierte Persönlichkeitszüge, histrionisch 
und narzisstisch (ICD-10 Z73.1), diagnostiziert. Die depressive Episode sei 
weitgehend remittiert. Im Gegensatz zum ersten Aufenthalt habe diesmal 
keine Suizidalität vorgelegen. Diesbezüglich habe eine deutliche Stabilisie-
rung erreicht werden können (S. 4).

3.3.2 Der behandelnde Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 15. Januar 2015 
(AB 96) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine mittlere, teilweise 
schwere depressive Episode mit Suizidalität (ICD-10 F32.2; S. 1 Ziff. 1.1). 
Der Beschwerdeführer sei depressiv, latent suizidal und emotional sehr 
labil. Sein Denken sei teilweise verlangsamt. Besonders wenn unvorherge-
sehene Ereignisse aufträten, reagiere er mit einer starken emotionalen Re-
aktion. In Stresssituationen bekomme er Panik und müsse sich komplett 
aus der Situation zurückziehen. Der Psychiater attestierte aufgrund dieser 
Symptomatik ab dem 23. September 2014 bis auf weiteres eine 100%-ige 
Arbeitsunfähigkeit (S. 5 Ziff. 1.6 und 1.7).

Im Bericht vom 29. Oktober 2015 (AB 140) bezeichnete der behandelnde 
Psychiater den Gesundheitszustand als verbessert. Die Belastungsgrenze 
des Beschwerdeführers liege bei 50%. Ein bisheriger Versuch, das Pen-
sum zu erhöhen, sei gescheitert. Er reagiere mit Depression, Erschöpfung 
und latenter Suizidalität. Damit dürfte eine Erhöhung des Pensums bis auf 
Weiteres mit einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes einherge-
hen (S. 2).

3.3.3 Auf Anraten des RAD (AB 146) fand eine psychiatrische Verlaufs-
begutachtung durch Dr. med. C.________ statt. Dieser diagnostizierte im 
Gutachten vom 22. April 2016 (AB 156) mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.8) mit An-
passungsstörungen mit depressiver Reaktion (ICD-10 F43.2) bzw. mit mit-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/842, Seite 10

telgradigen bis schweren depressiven Episoden (ICD-10 F33), gegenwärtig 
remittiert (S. 10). Die bereits im Vorgutachten gestellte Diagnose einer nar-
zisstischen Persönlichkeitsstörung stehe beim Beschwerdeführer klar im 
Vordergrund; alle übrigen Diagnosen seien als sekundär bzw. als Ausdruck 
der Persönlichkeitsstörung zu bewerten. Die Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit sei schwierig. Einerseits bewirkten die bestehende rasche Ermüdbar-
keit, die Erschöpfung und die verlängerte Erholungszeit per se keine an-
dauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Dasselbe gelte für die Nei-
gung zu depressiven Reaktionen bei erhöhten Anforderungen und Krän-
kungen. Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer sich selber durch 
zu hohe Ansprüche überfordere, bilde keinen ausreichenden Grund für eine 
dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Andererseits stehe aber die Gefahr im 
Raum, dass er sich im Rahmen eines suizidalen Handlung selber schädige, 
auch wenn nicht ausgeschlossen werden könne, dass eine solche Hand-
lung den Zweck verfolge, seiner Sicht der Dinge Nachdruck zu verleihen 
und eine entsprechende Anerkennung und Hilfestellung zu erhalten 
(S. 11 f.). Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zeige im Ver-
gleich zur ersten Begutachtung im Jahre 2006 keine wesentliche Verände-
rung. Der Beschwerdeführer sei sehr intensiv behandelt und betreut wor-
den und habe nach einer langen Phase von (teil-)stationärer Behandlung 
und Arbeitsunfähigkeit in den Arbeitsprozess zurückgefunden. Dabei habe 
er mit einer Festanstellung mit einem Pensum von 50% bereits einiges er-
reicht. Eine vollständige Rückkehr in den Erwerbsprozess scheine aus heu-
tiger Sicht zumutbar und müsse weiterhin das Ziel bleiben. Bis der Be-
schwerdeführer im Rahmen der weiteren psychiatrischen und psychothera-
peutischen Behandlung soweit komme, könnte eine befristete Berentung 
erwogen werden (S. 13).

3.3.4 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens nahmen Dr. med. 
F.________ und Dr. phil. G.________, Fachpsychologe für Psychotherapie 
FSP, am 26. Juni 2017 Stellung (AB 172 S. 11 ff.). Der Gesundheitszu-
stand des Beschwerdeführers sei seit der letzten Begutachtung durch 
Dr. med. C.________ im 2006 als verschlechtert einzuschätzen. Es sei ein 
Rückfall mit stationärer, teilstationärer und ambulanter psychiatrischer Be-
handlung bis heute erfolgt, zwar mit einem positiven Verlauf aber bisher 
ohne vollständige Remission. Im Gegensatz zur Beurteilung des Gutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/842, Seite 11

ters sei auch ein Jahr nach dem Gutachten zum aktuellen Zeitpunkt die 
mittel- bis schwergradige depressive Episode lediglich als teilremittiert zu 
beurteilen. Ein Versuch, im Rahmen erneuter beruflicher Wiedereingliede-
rungsbemühungen im 2015 das Pensum von 50% auf 80% zu erhöhen, 
habe zu einer erneuten Verschlechterung des Zustandsbildes geführt und 
die Arbeitsfähigkeit habe seitdem bei 50% eine Obergrenze erreicht 
(S. 11). Ebenfalls erklärten sich die Fachpersonen mit der diagnostischen 
Einschätzung durch Dr. med. C.________ nicht einverstanden. Es bestün-
den zwar akzentuierte Persönlichkeitszüge, diese rechtfertigten jedoch 
kaum die Hauptdiagnose einer Persönlichkeitsstörung. Den gesunden Per-
sönlichkeitsanteilen mit deutlich vorhandenen Ressourcen, einem insge-
samt stabilen Identitätsgefühl und einem auch mit einigen reifen Anteilen 
etablierten Beziehungsgefüge seien in der diagnostischen Beurteilung des 
Gutachters viel zu wenig Beachtung geschenkt worden. Zudem seien die 
Akzentuierungen weniger dem narzisstischen, als eher dem histrionischen 
Spektrum einzuordnen. Schliesslich zeigten sich auch dependente, aufop-
fernde Anteile. Die Diskussion der diagnostischen Beurteilung sei schluss-
endlich jedoch akademischer Natur und ändere nichts an der Tatsache, 
dass mit der verbleibenden depressiven Symptomatik die Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers aktuell noch fortbestehend eingeschränkt sei und 
mit 50% eine (ev. vorläufige) Obergrenze erreicht habe (S. 12). 

3.3.5 Dr. med. C.________ führte im – im Rahmen des Beschwerdever-
fahrens erstellten – Bericht vom 10. November 2017 (AB 179) aus, die Fra-
gen zur Zumutbarkeit und einer allfälligen Anpassung eines Arbeitsplatzes 
beträfen in erster Linie den narzisstischen Grundkonflikt des Beschwerde-
führers. Dieser sei umso arbeitsfähiger, desto besser die zu verrichtende 
Arbeit seinen narzisstischen Ansprüchen gerecht werde. Umgekehrt gelte, 
dass Umstände, die der Beschwerdeführer als kränkend und subjektiv un-
zumutbar erlebe, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Beschwerden 
erhöhten. Aufgrund dessen sei die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in 
Prozenten sehr schwierig. Auf der Grundlage des Gutachtens vom 22. April 
2016 und in Unkenntnis des Verlaufs seither sei eine Arbeitsfähigkeit von 
50% als minimale Anforderung vertretbar. Eine Arbeitsfähigkeit von 70% 
sollte erreichbar sein, wenn der Beschwerdeführer ausreichend psychia-
trisch-psychotherapeutisch behandelt und unterstützt werde und dieses Ziel 

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in der Therapie auch angestrebt werde. Es könne aber auch nicht ausge-
schlossen werden, dass er wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erreiche. 
Grundsätzlich sei beim Beschwerdeführer keine definitive Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit möglich, so dass eine allenfalls gesprochene Rente regel-
mässig überprüft werden müsse. Die Arbeitsfähigkeit zwischen 2014 und 
April 2016 habe den damaligen Umständen entsprochen: Solange der Be-
schwerdeführer in der Klinik gewesen sei, sei die Arbeitsfähigkeit aufgeho-
ben gewesen. Danach habe sie dem jeweiligen Pensum der beruflichen 
Massnahme entsprochen (S. 3).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 28. August 2017 (AB 174) massgeblich auf das Gutachten von 
Dr. med. C.________ vom 22. April 2016 (AB 156) gestützt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/842, Seite 13

Dieses Gutachten samt Stellungnahme vom 10. November 2017 (AB 179) 
genügt für eine abschliessende Beurteilung des (psychischen) Gesund-
heitszustandes des Beschwerdeführers jedoch nicht (vgl. E. 3.4 hiervor). 
Denn die Beurteilung des Gutachters ist in sich widersprüchlich. Zum einen 
kommt er zum Schluss, dass sich der Gesundheitszustand seit der Begut-
achtung im Jahr 2006, in welchem der Gutachter zumindest seit dem Zeit-
punkt der Untersuchung eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in der angestamm-
ten Tätigkeit attestiert hatte (AB 59 S. 8 f.), nicht wesentlich verändert habe 
(AB 156 S. 13 Absatz 2). Zum anderen führt er aus, dass eine „befristete 
Berentung erwogen werden“ könne (AB 156 S. 13 Absatz 3), was jedoch 
für den Eintritt einer zumindest zeitweiligen Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes spricht. Auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin hin be-
zeichnete der Gutachter in seiner Stellungnahme vom 10. November 2017 
die von den behandelnden Fachpersonen attestierte 50%-ige Arbeitsfähig-
keit als „vertretbar“ (AB 179 S. 3 Absatz 4); dies ohne die Abweichung von 
seiner vorherigen Einschätzung zu begründen. Und schliesslich gab er wei-
ter an, dass eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit „erreichbar“ sein sollte (S. 3 Ab-
satz 4). Bereits aufgrund dieser widersprüchlichen Einschätzungen der 
Arbeitsfähigkeit kann auf die Beurteilung des Gutachters nicht abgestellt 
werden. Die Einschätzung des Gutachters findet in den übrigen medizini-
schen Akten auch keinen Rückhalt. Dabei hat sich Dr. med. C.________ 
insbesondere nicht mit der (diagnostisch) abweichenden Beurteilung von 
Dr. med. F.________ und Dr. phil. G.________ auseinandergesetzt und 
nicht dargelegt, weshalb die festgestellte depressive Symptomatik – entge-
gen der Auffassung der behandelnden Fachpersonen in der Stellungnahme 
vom 26. Juni 2017 (AB 172 S. 11 ff.) – als vollständig remittiert zu beurtei-
len ist. Aufgrund der derzeitigen medizinischen Aktenlage ist auch unklar, 
inwiefern der histrionisch-narzisstischen Persönlichkeitsstruktur Krank-
heitswert beizumessen ist, diagnostizierten doch weder die Fachärzte der 
psychiatrischen Dienste E.________ (AB 89.3 S. 1: akzentuierte Persön-
lichkeitszüge, histrionisch und narzisstisch [ICD-10 Z73.1]) noch diejenigen 
der Klinik H.________ (AB 96 S. 12) eine Persönlichkeitsstörung und ging 
doch selbst Dr. med. C.________ im Gutachten vom 12. Dezember 2006 
(AB 31 S. 9 Ziff. 13) noch davon aus, dass aus psychiatrischer Sicht kein 
Anlass zur Reduktion einer normalen Arbeitszeit besteht. In diesem Zu-
sammenhang ist schliesslich festzustellen, dass der Beschwerdeführer in 

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seiner beruflichen Laufbahn während Jahren für den gleichen Arbeitgeber 
gearbeitet hat, was gegen die Annahme einer krankheitswertigen Persön-
lichkeitsstörung spricht. 

Vorliegend kann jedoch auch nicht abschliessend auf die im Bericht von 
Dr. med. F.________ vom 29. Oktober 2015 (AB 140) resp. in der Stel-
lungnahme von Dr. med. F.________ und Dr. phil. G.________ vom 
26. Juni 2017 (AB 172 S. 11 ff.) attestierte 50%-ige Arbeitsfähigkeit abge-
stellt werden, da aus diesen Berichten nicht hervor geht, ob sich die be-
handelnden Fachpersonen in ihrer Beurteilung allein auf die gezeigte Leis-
tung des Beschwerdeführers abstützen oder ob sie die Arbeitsfähigkeit 
medizinisch-theoretisch beurteilt haben. 

Zudem hat es die Beschwerdegegnerin unterlassen, eine allenfalls klären-
de Beurteilung durch den RAD einzuholen.

3.6 Unter diesen Umständen kann vorliegend keine abschliessende 
Beurteilung der medizinischen Situation bzw. deren Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden, womit auch die Frage nach einer 
revisionsrechtlich relevanten Veränderung nicht beantwortet werden kann. 
Deshalb hat die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt er-
neut und vollständig gutachterlich (psychiatrisch) abklären zu lassen. Dabei 
wird sich die begutachtende Fachperson unter Berücksichtigung der neuen 
höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den psychischen Gesundheits-
schäden (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) detailliert zur Frage, ob 
und gegebenenfalls inwiefern sich der Gesundheitszustand des Beschwer-
deführers seit der Verfügung vom 13. Dezember 2007 verändert hat, zu 
äussern haben. Bei einer Bejahung einer solchen Veränderung wird sie 
zudem das Zumutbarkeitsprofil sowie die Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
festzulegen haben.

4.

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde – soweit darauf einzutreten ist – 
gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/842, Seite 15

Sachverhalt gutachterlich abklären lasse. Anschliessend hat sie über den 
Rentenanspruch neu zu verfügen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der vom Beschwerdeführer 
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

5.2 Die als obsiegend geltende (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61) Beschwer-
de führende Person hat Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese wer-
den vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit 
des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG).

5.2.1 Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikosten-
ersatz bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechts-
schutzversicherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund 
eines allgemeingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, 
welcher im konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. 
Der Stundenansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung 
festgelegt, wobei als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juris-
tinnen und Juristen sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversiche-
rungsexpertinnen und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertre-
tung gelten alle übrigen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rund-
schreiben der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung 
für französischsprachige Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). Im Falle 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/842, Seite 16

der Vertretung durch Rechtsschutzversicherungen, Gewerkschaften und 
Berufsverbände wird der Stundenansatz bei einer fachlich qualifizierten 
Vertretung auf Fr. 180.-- und bei einer fachlich nicht qualifizierten Vertre-
tung auf Fr. 100.-- festgelegt.

5.2.2 Der Beschwerdeführer wird durch H.________ der B.________ ver-
treten. In der Kostennote vom 3. Januar 2018 macht H.________ einen 
zeitlichen Aufwand von insgesamt 15.5 Stunden geltend, wobei 7 Stunden 
auf das Verwaltungsverfahren fallen. Vorliegend sind nur die für das Be-
schwerdeverfahren angefallenen Bemühungen zu ersetzen, weshalb die 
Kostennote entsprechend um 7 Stunden auf 8.5 Stunden zu kürzen ist. 
Unter Berücksichtigung der fachlich nicht qualifizierten Vertretung ist die 
Parteientschädigung auf Fr. 850.-- (8.5h x Fr. 100.--; vgl. E. 5.2.1 hiervor), 
zuzüglich der geltend gemachten und nicht zu beanstandenden Auslagen 
von Fr. 50.--, insgesamt auf Fr. 900.--, festzusetzen. Diesen Betrag hat die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, die 
angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern vom 28. August 2017 auf-
gehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, 
damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägun-
gen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 900.-- (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juli 2018, IV/17/842, Seite 17

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.