# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 683df6aa-6c88-536c-8639-a171c77e2d1e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.07.2020 IV 2018/288
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-288_2020-07-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/288

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 04.12.2020

Entscheiddatum: 07.07.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2020
Art. 7 ATSG und Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft der 
gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bejaht. Kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 7. Juli 2020, IV 2018/288). Bestätigt durch Urteil 
des Bundesgerichts 9C_551/2020.

Entscheid vom 7. Juli 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Christiane Gallati 

Schneider und Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

IV 2018/288

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Stadelmann, Stadelmann & Gubler 

Rechtsanwälte, Amriswilerstrasse 50, Postfach 359, 8570 Weinfelden,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 5. Januar 2006 wegen eines Wirbelsäulenleidens bei der IV-

Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Am 18. Juli 

2006 wurde die Versicherte vom RAD-Arzt Dr. med. B.___, Facharzt u.a. für 

Rheumatologie, untersucht. Im Bericht vom 20. Juli 2006 diagnostizierte er mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom 

und eine Migräne. Des Weiteren bestehe ein Status nach Beschleunigungstrauma der 

Halswirbelsäule im Jahr 1999, der ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei. Für 

die früher ausgeübte Tätigkeit als ___ bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die 

Versicherte habe sich inzwischen selbst eingegliedert und arbeite aktuell als C.___. 

Hierfür bescheinigte ihr der RAD-Arzt Dr. B.___ eine 70%ige Arbeitsfähigkeit (IV-

act. 27; siehe auch die ergänzende Stellungnahme vom 21. Juli 2006, IV-act. 28). Mit 

Verfügungen vom 14. November 2006 wies die IV-Stelle des Kantons St. Gallen die 

Gesuche um eine Invalidenrente (IV-act. 44) und um berufliche Massnahmen (IV-

act. 45) ab. Die Verfügungen erwuchsen in Rechtskraft.

A.a. 

Am 25. September 2008 meldete sich die Versicherte bei der - aufgrund 

zwischenzeitlich erfolgten Wohnsitzwechsels neu zuständigen - IV-Stelle des Kantons 

Graubünden zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 52). Der im Kantonsspital 

Graubünden, Departement Chirurgie, behandelnde Dr. med. D.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am 

30. März 2010, die Versicherte leide an einer Pseudarthrose L4/5 bei Status nach 

dorsaler Distraktionsspondylodese L1 - S1 mit Korrektur der linkskonvexen 

Lumbalskoliose mittels S4-Instrumentation am 4. Februar 2008 wegen eines 

chronischen Lumbovertebralsyndroms bei idiopathischer linkskonvexer Lumbalskoliose 

A.b. 

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mit sekundär fortgeschrittener Osteochondrose und Spondylose L1/2, L2/3 und L5/S1. 

Er bescheinigte ihr für die Dauer vom 3. März bis 30. Juni 2009 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit, für die Dauer vom 1. Juli 2009 bis 28. Februar 2010 eine 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit und für die Dauer vom 1. März 2010 bis auf weiteres eine 25%ige 

Arbeitsunfähigkeit. In einer leidensangepassten Tätigkeit würde die Arbeitsfähigkeit ab 

dem 1. Juli 2009 100% betragen (IV-act. 105). Mit Verfügungen vom 23. Juli 2010 

sprach die IV-Stelle des Kantons Graubünden der Versicherten eine halbe Rente für die 

Monate April und Mai 2009 und eine ganze Rente für die Monate Juni bis September 

2009 zu (IV-act. 122). Die Verfügungen erwuchsen in Rechtskraft.

Im Oktober 2010 nahm die Versicherte wieder Wohnsitz im Kanton St. Gallen (IV-

act. 125 f.) und meldete sich am 17. Dezember 2010 erneut zum Bezug von IV-

Leistungen bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 133). Anlässlich des 

Frühinterventionsgesprächs vom 8. Februar 2011 berichtete der behandelnde Dr. med. 

E.___, Facharzt für Innere Medizin, der RAD-Ärztin Dr. med. F.___, Fachärztin für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, die Versicherte leide an einem chronischen 

lumbospondylogenen Syndrom bei kongenitaler Skoliose und einem Status nach zwei 

Rückenoperationen sowie an zunehmenden psychischen Schwierigkeiten. Er 

bescheinigte für die Tätigkeit als C.___ eine 75%ige Arbeitsfähigkeit und für die zuletzt 

vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum vermittelte Tätigkeit als ___ eine 

Arbeitsfähigkeit von 30%. Eine rückenadaptierte Tätigkeit sei der Versicherten zu 

mindestens 80% zumutbar (Protokoll vom 8. /10. Februar 2011, IV-act. 142). Die 

Versicherte fand in der Folge eine Anstellung in einer ___ (IV-act. 149-6) mit einem 

Pensum von 100%. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen ermittelte einen 

Invaliditätsgrad von 2% und wies das Rentengesuch der Versicherten ab (Verfügung 

vom 3. Februar 2012, IV-act. 155). Die Verfügung erwuchs in Rechtskraft.

A.c. 

Am 22. Januar 2015 reichte die Versicherte bei der IV-Stelle des Kantons 

St. Gallen wegen ihres Rückenleidens neuerlich eine Wiederanmeldung zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 156 f.). Im Bericht vom 21. Juli 2015 führte der behandelnde 

Dr. med. G.___, Facharzt u.a. für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, aus, die Versicherte leide mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit an rezidivierenden Blockaden in der HWS und BWS sowie im 

Iliosakralgelenk beidseits. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit wechselnden 

A.d. 

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Körperhaltungen seien ihr drei bis sechs Stunden zumutbar (IV-act. 186). Die seit 

15. Juni 2015 behandelnde Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie, berichtete am 10. Juli 2015, die Versicherte leide an einer sehr 

langdauernden depressiven Reaktion (ICD-10: F43.21) und einer Anpassungsstörung 

mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Gefühlen, Sorgen, Anspannung, Ärger 

und Depression (ICD-10: F43.23). Im gegenwärtigen Zustand sei die Versicherte 100% 

arbeitsunfähig (IV-act. 187). Dr. H.___ teilte der IV-Stelle am 15. Oktober 2015 mit, die 

Versicherte sei seit dem 8. Juli 2015 nicht mehr zur Behandlung erschienen (IV-

act. 198).

Die Versicherte orientierte die IV-Stelle am 9. Dezember 2015, dass sie im Juli 

2015 einen Zeckenbiss mit danach aufgetretener Hirnhautentzündung erlitten habe (IV-

act. 204; zur vom 3. bis 18. August 2015 in der Klinik I.___ erfolgten Behandlung der 

FSME siehe den Austrittsbericht vom 5. Oktober 2015, IV-act. 205; zum 

Berufstherapie-Bericht der Klinik I.___ vom 11. August 2015 siehe IV-act. 206).

A.e. 

Im Verlaufsbericht vom 30. Mai 2016 gab Dr. G.___ an, er habe die Versicherte in 

seiner Praxis zuletzt am 27. Oktober 2015 gesehen. Sie habe mehrfach Termine nicht 

mehr wahrgenommen (IV-act. 211).

A.f. 

Die Versicherte gab im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend 

Erwerbstätigkeit/Haushalt am 17. Juni 2016 an, sie würde ohne Behinderung mit einem 

Beschäftigungsgrad von 80 bis 100% einer Erwerbstätigkeit nachgehen (IV-act. 214).

A.g. 

Dr. med. J.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, berichtete am 6. September 2016, eine dorsoventrale 

Korrekturspondylodese mit Relordosierung sei unbedingt notwendig, da das LWS-

Profil viel zu flach sei, die Pelvic Incidence und der Pelvic Tilt nicht stimmen würden 

(IV-act. 222). Die RAD-Ärztin Dr. F.___ gelangte nach einer Würdigung der 

medizinischen Akten zur Auffassung, aufgrund der Pseudarthrose müsse aktuell von 

einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für ausserhäusliche Tätigkeiten ausgegangen 

werden. Zu einer abschliessenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit könne erst nach 

durchgeführter Rückenoperation und nach der postoperativen Heilungszeit Stellung 

genommen werden (IV-act. 223). Die an der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

A.h. 

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Traumatologie des Bewegungsapparates am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) 

behandelnden Ärzte hielten im Bericht vom 19. Januar 2017 fest, die Versicherte habe 

erklärt, dass sie aktuell und unter Einnahme von ca. drei Tabletten Dafalgan pro Tag 

mit den Schmerzen ziemlich gut leben könne. Das Reiten würde ihr auch gut tun im 

Sinn einer aktiven Therapie. Weil die Versicherte eine kleine Tochter zu Hause habe 

und in Anbetracht des hohen operativen Risikos, würden sie von einer Operation 

Abstand nehmen und das Ganze erst wieder in einem Jahr neu evaluieren. Es bleibe 

jedoch klar, dass die Versicherte sicherlich nicht mit einem vollen Pensum arbeitsfähig 

sei, da - sobald sie lange sitze oder stehe - wieder starke Schmerzen eintreten würden 

(IV-act. 225).

Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte am 26., 27. und 28. Juni 2017 in der 

ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH polydisziplinär (allgemeininternistisch, 

psychiatrisch, orthopädisch, neurologisch und neuropsychologisch) untersucht. Als mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die Gutachter ein chronisches 

lumbosakrales Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung in beide Gesässhälften (ICD-10: 

M54.87). Aus polydisziplinärer Sicht bescheinigten sie der Versicherten für 

leidensangepasste Tätigkeiten eine vollschichtig realisierbare 80%ige Arbeitsfähigkeit. 

Es sei nicht erkennbar, dass die Versicherte nach Abschluss der Behandlung im 

Zusammenhang mit den beiden Operationen an der Lendenwirbelsäule in den Jahren 

2008 und 2009 für leidensangepasste Tätigkeiten jemals während längerer Zeit in 

einem höheren Umfang arbeitsunfähig gewesen sei, als dies heute der Fall sei 

(Gutachten vom 29. August 2017, IV-act. 240, insbesondere S. 28/31 ff.). Der RAD-Arzt 

Dr. med. K.___, Facharzt für Chirurgie, hielt die gutachterliche Beurteilung aus 

versicherungsmedizinischer Sicht für überzeugend (Stellungnahme vom 18. September 

2017, IV-act. 243). Gestützt auf die gutachterlich bescheinigte Restarbeitsfähigkeit 

ermittelte die IV-Stelle im Rahmen der gemischten Methode (60%iger Anteil Erwerb, 

40%iger Anteil Haushalt) einen Invaliditätsgrad von 13% und stellte der Versicherten 

mit Vorbescheid vom 9. Oktober 2017 die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht 

(IV-act. 248).

A.i. 

Dagegen erhob die Versicherte am 15. Dezember 2017 Einwand und reichte 

Berichte von PD Dr. med. L.___, Leitender Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie an der Klinik 

M.___, vom 4. Oktober und 10. November 2017 ein. Dieser bescheinigte ihr eine 

A.j. 

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B.  

Teilarbeitsunfähigkeit für leichte körperliche Tätigkeiten (IV-act. 252; zum ebenfalls 

noch eingereichten Bericht von Dr. G.___ vom 3. November 2017 [Datum Dokument-

Eingang bei der IV-Stelle am 22. Januar 2018] siehe IV-act. 255). Der orthopädische 

ABI-Gutachter nahm am 10. April 2018 hierzu Stellung und gelangte zusammenfassend 

zum Schluss, dass er in den nachträglich zugestellten Dokumenten keine neuen 

medizinischen Aspekte finde, sodass sich für ihn auch keine Änderungen in der 

Beurteilung ergebe (IV-act. 258). Am 26. Juni 2018 äusserte sich die Versicherte zu den 

nachträglichen Ausführungen des orthopädischen ABI-Gutachters. Sie hielt an ihrer 

Kritik an der gutachterlichen Beurteilung fest (IV-act. 264). Der RAD-Arzt Dr. K.___ 

vertrat in der Stellungnahme vom 28. Juni 2018 die Ansicht, mit der gutachterlichen 

Beurteilung sei die Situation der Versicherten medizinisch hinreichend abgeklärt (IV-

act. 265). Am 6. Juli 2018 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (IV-

act. 266).

Gegen die Verfügung vom 6. Juli 2018 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 10. September 2018. Die Beschwerdeführerin beantragt deren Aufhebung und die 

Zusprache einer ganzen Rente bzw. zumindest einer Teil-IV-Rente mit Wirkung ab 

1. Juli 2015. Eventualiter sei vorab eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 

(EFL) durchzuführen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung 

bringt sie im Wesentlichen vor, das ABI-Gutachten sei nicht beweiskräftig. Zudem sei 

die Bestimmung des Valideneinkommens falsch und bei der Ermittlung des 

Invalideneinkommens sei ein Tabellenlohnabzug von mindestens 20% gerechtfertigt. 

Die Beschwerdegegnerin habe ausserdem zu Unrecht keinen Einkommensvergleich 

vorgenommen, sondern die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung angewandt 

(act. G 1).

B.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 26. November 

2018 die Abweisung der Beschwerde. Sie hält die gutachterliche 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung für beweiskräftig. Sie macht geltend, selbst wenn anstelle 

der gemischten Methode ein (reiner) Einkommensvergleich vorgenommen würde, 

resultierte kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Ein Tabellenlohnabzug sei nicht 

gerechtfertigt (act. G 4).

B.b. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der mit der 

Wiederanmeldung vom 22. Januar 2015 geltend gemachte Rentenanspruch der 

Beschwerdeführerin.

In der Replik vom 10. April 2019 hält die Beschwerdeführerin unverändert an der 

Beschwerde fest (act. G 13).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 15).B.d. 

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.1. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

1.2. 

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Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a).

1.4. 

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2.

Zunächst ist die zwischen den Parteien umstrittene Frage zu prüfen, ob das ABI-

Gutachten eine beweiskräftige Arbeitsfähigkeitsschätzung enthält.

Die Beschwerdeführerin wirft den ABI-Gutachtern vor, sie hätten sich auf die 

Umstände versteift, dass sie in der Lage gewesen sei, ihre damals __ Monate alte 

Tochter auf den Wickeltisch zu heben, eine Stunde täglich zu reiten und angeblich 

alleine mit dem Auto aus der N.___ nach O.___ anzureisen. Der Annahme der alleinigen 

Fahrt mit dem Auto sei bereits im Einwandverfahren klar widersprochen worden, da 

diese schlicht nicht zugetroffen habe. Sie sei damals von einer Kollegin begleitet 

worden, sodass sich die beiden Frauen beim Fahren hätten abwechseln können. 

Zudem habe Dr. G.___ zu Recht ausgeführt, dass das Anheben und das Betreuen eines 

Kindes für eine Mutter mit positiven Gefühlen verbunden seien, weshalb bestehende 

Schmerzen in diesem Augenblick reduziert bzw. anders wahrgenommen würden. 

Genauso wenig könne das Reiten als Anhaltspunkt für ein geringes Beschwerdebild 

herangezogen werden, weil dies bei ihr mit einer positiven Wahrnehmung verbunden 

sei (act. G 1, III. Rz 6).

2.1. 

Um eine möglichst objektive, von der Selbsteinschätzung der Versicherten 

unabhängige, der tatsächlichen Funktionsfähigkeit entsprechende 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG zu gewährleisten 

(vgl. hierzu bzw. zur Massgeblichkeit des tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens 

etwa das Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2020, 9C_765/2019, E. 4.2), haben die 

medizinischen Fachpersonen nebst den Erkenntnissen der eigenen Untersuchung nach 

Möglichkeit bei ihrer Expertise sämtliche Lebensaspekte zu würdigen, bei denen 

Beeinträchtigungen und Ressourcen einer versicherten Person in Erscheinung treten. 

Eine besondere Bedeutung bei der Exploration kommt der detaillierten Beschreibung 

eines üblichen Tagesablaufs durch die versicherte Person zu, da sich hieraus häufig 

Hinweise auf Interessen, Aktivitäten, Alltagsgewohnheiten und damit Potential und 

Ressourcen, jedoch auch Diskrepanzen zu anderen Angaben oder zum Verhalten in der 

Untersuchung ergeben.

2.1.1. 

Im Rahmen ihrer umfassenden Abklärung erhoben die ABI-Gutachter für die 

Abklärung des Funktionalitätsverlusts bzw. der Arbeitsunfähigkeit relevante Aktivitäten 

der Beschwerdeführerin und setzten sich damit nachvollziehbar auseinander. Gemäss 

der von der Beschwerdeführerin nicht bestrittenen Ausführungen wird der Haushalt in 

erster Linie von ihr selbst erledigt. Sie helfe auch mit einem Pensum von ca. 30% im 

2.1.2. 

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___betrieb ihres Partners mit. Die restliche Zeit verbringe sie mit Haushaltsarbeiten und 

der Betreuung ihres noch kleinen Kindes (IV-act. 240, S. 9/31 unten; zum Tagesablauf 

und dem täglichen einstündigen Pferdereiten siehe IV-act. 240, S. 12/31 Mitte, S. 17/31 

und S. 22/31 unten). Bezüglich des Reitens wies der orthopädische Gutachter plausibel 

darauf hin, es wirke nicht wenig erstaunlich, dass diese Tätigkeit, die gerade den 

unteren Rumpfanteil erheblich belaste, von der Beschwerdeführerin nicht nur als 

problemlos bezeichnet, sondern sogar als Therapie angesehen werde (IV-act. 240, 

S. 22/31 oben). Aus dem Umstand, dass Dr. G.___ die Ansicht vertritt, eine Tätigkeit, 

die mit einer positiven Wahrnehmung verbunden sei, würde die bestehenden 

Schmerzen reduzieren (IV-act. 255-1), vermag die Beschwerdeführerin nichts zu ihren 

Gunsten abzuleiten. Denn entscheidend ist, dass sich aus dem von den ABI-

Gutachtern erhobenen Alltag objektiv erhebliche Ressourcen ergeben. Die 

Betrachtungsweise von Dr. G.___ deutet darauf hin, dass er primär auf motivationale 

Aspekte und damit auf die Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin abstellt. 

Massgebend ist aber nicht die Einstellung der Beschwerdeführerin zu bestimmten 

Tätigkeiten, sondern ihre objektiv vorhandene Fähigkeit, diese verrichten zu können. 

Insbesondere leuchtet nicht ein, dass gerade das Wirbelsäulenleiden stark betreffende 

Tätigkeiten einen schmerzreduzierenden Effekt haben sollen.

Soweit die ABI-Gutachter Hinweise auf die mehrstündige Anfahrt vom Wohnort 

der Beschwerdeführerin nach O.___ machen (siehe etwa IV-act. 240, S. 15/31 unten), 

kann offenbleiben, ob die Beschwerdeführerin das Fahrzeug während der gesamten 

Fahrt gelenkt hat oder nicht. Jedenfalls vermochte sie die mehrstündige Anreise in 

sitzender Position zu bewältigen, ohne dass Anhaltspunkte auf dadurch verursachte 

relevante Schmerzprovokationen einhergingen (siehe hierzu die Bemerkungen des 

orthopädischen ABI-Gutachters in IV-act. 240, S. 20/31 unten). Entscheidend ist 

ausserdem, dass die ABI-Gutachter unabhängig von der Anreise schlüssig einen doch 

noch recht aktiven Alltag der Beschwerdeführerin beschrieben (siehe hierzu 

vorstehende E. 2.1.2).

2.1.3. 

Des Weiteren bemängelt die Beschwerdeführerin, dass die ABI-Gutachter 

weitgehend ausgeblendet hätten, dass Dr. L.___ eine operative Versorgung des Failed 

Back Surgery Syndroms als indiziert betrachtet habe, was bei einer Einschränkung im 

Umfang von lediglich 20% ja wohl kaum der Fall wäre (act. G 1, III. Rz 6). Die 

Beschwerdeführerin legt weder dar noch ist erkennbar, dass die zur Debatte stehende 

operative Versorgung Rückschlüsse auf die Arbeitsfähigkeit bezogen auf den Leiden 

optimal angepasste Tätigkeiten zuliesse bzw. die Arbeitsfähigkeitsschätzung der ABI-

Gutachter in Zweifel zu ziehen vermögen würde. Zu ergänzen bleibt, dass die ABI-

2.2. 

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Gutachter für nicht leidensangepasste Tätigkeiten ebenfalls - wie Dr. L.___ (IV-

act. 252-11) - von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgingen (IV-act. 240, 

S. 29/31 f.).

Die Beschwerdeführerin kritisiert ausserdem, dass bislang keine EFL durchgeführt 

worden sei (act. G 1, III. Rz 6 am Schluss). Die ABI-Gutachter haben bereits das 

Funktionsniveau der Beschwerdeführerin im Alltag ausreichend bei ihrer Beurteilung 

berücksichtigt (siehe vorstehende E. 2.1.1 ff.). Diese legt weder dar noch ist erkennbar, 

welcher zusätzliche Erkenntnisgewinn mit einer EFL gewonnen werden könnte, zumal 

ihr Leistungsniveau gemäss Aussagen von Dr. G.___ subjektiv bzw. motivational 

bestimmt ist (siehe hierzu auch die Bemerkung des orthopädischen ABI-Gutachters in 

der ergänzenden Stellungnahme vom 10. April 2018, IV-act. 258-1 unten). 

Testergebnisse einer EFL bezüglich zumutbarer Belastbarkeit sind denn auch nur bei 

guter Leistungsbereitschaft zuverlässig (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Dezember 

2009, 9C_840/2009, E. 5.1). In damit zu vereinbarender Weise geht aus dem Bericht 

von Dr. L.___ vom 10. November 2017 hervor, dass der Grad der Leistungsfähigkeit 

theoretisch in einem Gutachten festgestellt werden müsste. Lediglich ergänzend wies 

er auf «die Möglichkeit» einer EFL hin (IV-act. 252-14).

2.3. 

Die Berichte der behandelnden Ärzte beinhalten keine relevanten objektiven 

Gesichtspunkte, welche die ABI-Gutachter ausser Acht gelassen haben. Dr. L.___ ging 

im Bericht vom 4. Oktober 2017 bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten von einer 

nicht näher quantifizierten Teilarbeitsfähigkeit aus (IV-act. 252-11) und bemerkte am 

10. November 2017, die Arbeitsfähigkeit müsse gutachterlich abgeklärt werden. Seine 

Einschätzung ist damit offensichtlich nicht geeignet, die Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

ABI-Gutachter in Zweifel zu ziehen. Wie bereits erwähnt, beruhen die 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen von Dr. G.___ (siehe dessen Bericht vom 3. November 

2017, IV-act. 255) nicht auf einer von den motivational überlagerten Leidensangaben 

der Beschwerdeführerin unabhängigen Ressourcenprüfung. Vielmehr lassen sie das 

objektiv im Alltag gezeigte Funktionsniveau ausser Acht (siehe vorstehende E. 2.1.2 am 

Schluss). Die Beschwerdeführerin bringt denn auch keine relevanten objektiven 

Gesichtspunkte vor, welche die ABI-Gutachter ausser Acht gelassen hätten. Vielmehr 

räumt sie selbst ein, dass hauptsächlich jeweils andere Schlussfolgerungen gezogen 

worden seien (act. G 1, III. Rz 6 am Anfang). Ergänzend kann auf die nachvollziehbaren 

Ausführungen des orthopädischen ABI-Gutachters in der ergänzenden Stellungnahme 

vom 10. April 2018 verwiesen werden, die vor allem auch hinsichtlich der von der 

Beschwerdeführerin noch nicht ausgeschöpften konservativen Therapiemassnahmen 

(Kräftigung der stabilisierenden Muskulatur und Einsatz von NSAR anstelle des wenig 

2.4. 

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3.

Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrads kann offenbleiben, ob die Beschwerdegegnerin 

die Beschwerdeführerin zu Recht als Teilerwerbstätige qualifizierte. Denn selbst wenn 

zu ihren Gunsten ein reiner Einkommensvergleich vorgenommen würde, resultierte kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad, wie nachfolgend dargelegt wird. Hinsichtlich des 

Valideneinkommens bestehen keine konkreten Anhaltspunkte, die nahe legen würden, 

dass die Beschwerdeführerin im Rahmen einer Lohnkarriere im Gesundheitsfall den 

von ihr geltend gemachten, nicht näher substanziierten Jahreslohn von Fr. 75'000.-- 

erzielt hätte (act. G 1, III. Rz 8 ff.; vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 

2019, 9C_868/2018, E. 3.1). Die genaue Bestimmung des Valideneinkommens kann 

vorliegend indessen offenbleiben. Denn selbst wenn zugunsten der 

Beschwerdeführerin - die in verschiedenen Bereichen stark wechselhafte Löhne erzielte 

(IV-act. 57) - auf den höchsten im individuellen Konto erfassten Jahreslohn des Jahres 

2004 (Fr. 56'959.--) abgestellt würde, resultierte kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad. Angepasst an die bis zum frühest möglichen Rentenbeginn (2015; 

Art. 29 Abs. 1 IVG; zur Wiederanmeldung vom 22. Januar 2015 siehe IV-act. 156) im 

Juli 2015 eingetretene Nominallohnentwicklung resultierte ein Valideneinkommen von 

Fr. 64'827.-- (Fr. 56'959.-- / 2360 x 2686; siehe Bundesamt für Statistik, T 39 

Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 

Nominallöhne, Index, Frauen). Der anwendbare LSE-Hilfsarbeiterinnenlohn beträgt für 

das Jahr 2015 Fr. 54'055.-- (Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe der 

Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). Mit Blick darauf, dass die 

Beschwerdeführerin noch nicht im fortgeschrittenen Alter steht und die 

wirksamen Dafalgan) überzeugen (IV-act. 258 und Ziff. 4.2.9 im orthopädischen 

Teilgutachten, IV-act. 240-24).

Bei der Würdigung des ABI-Gutachtens fällt ausserdem ins Gewicht, dass es auf 

eigenständigen, polydisziplinären Abklärungen beruht und für die streitigen Belange 

umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet. Die von der 

Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden wurden berücksichtigt und - u.a. im 

Rahmen einer Konsistenz- und Ressourcenprüfung - gewürdigt. Es bestehen keine 

Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht oder unzutreffend 

berücksichtigt worden wären. Solche ergeben sich denn auch weder aus den Akten 

noch den Ausführungen der Beschwerdeführerin. Gestützt auf die gutachterliche 

Beurteilung ist - auch retrospektiv (IV-act. 240, S. 30/31) - mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin über eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten verfügt.

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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Leistungseinschränkungen - insbesondere auch der zusätzliche Pausenbedarf - bereits 

in der Arbeitsfähigkeitsschätzung enthalten sind (IV-act. 240, S. 29/31), würde - wenn 

überhaupt - höchstens ein Tabellenlohnabzug von 5% in Betracht kommen, womit das 

Invalideneinkommen mindestens (aufgerundet) Fr. 41'082.-- (Fr. 54'055.-- x 0.95 x 0.8) 

betragen würde. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 64'827.-- und einem 

Invalideneinkommen von mindestens Fr. 41'082.-- ergäben sich eine 

Erwerbsunfähigkeit im Betrag von Fr. 23'745.-- (Fr. 64'827.-- - Fr. 41'082.--) und ein 

Invaliditätsgrad von höchstens aufgerundet 37% (Fr. 23'745.-- / Fr. 64'827.--).

4.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihr 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr daran angerechnet.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.4.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Gerichtskosten von Fr. 600.-- erscheinen 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die vollständig 

unterliegende Beschwerdeführerin hat die gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu 

tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr daran angerechnet.

4.2. 

bis

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

4.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2020
	Art. 7 ATSG und Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bejaht. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juli 2020, IV 2018/288). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_551/2020.

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