# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe41eb6e-27a9-52c7-9b93-f29f8029e547
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2001-11-28
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 28.11.2001 U 207/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_016_U-207-99_2001-11-28.html

## Full Text

[AZA 7] 

U 207/99 Gr 

 

 

IV. Kammer 

 

Präsident Borella, Bundesrichter Rüedi und Kernen; 

Gerichtsschreiber Krähenbühl 

 

 

Urteil vom 28. November 2001 

 

in Sachen 

 

P.________, 1963, Beschwerdeführer, vertreten durch Advokat 

Markus Schmid, Steinenschanze 6, 4051 Basel, 

 

gegen 

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 

1, 6004 Luzern, Beschwerdegegnerin, 

 

und 

 

Versicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt, Basel 

 

 

 

A.- Der 1963 geborene P.________ war seit dem 

1. Dezember 1989 in der Firma C. AG als Betriebsarbeiter 

angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(SUVA) obligatorisch versichert. Am 5. September 

1994 kam er auf dem Weg zur Arbeit mit seinem Personenwagen 

von der Fahrbahn ab und kollidierte auf dem parallel 

zur Strasse verlaufenden Grünstreifen frontal mit einem 

Signalisationspfosten. Im Spital B., wo er nach seiner Einlieferung 

zunehmende Nacken- und Kopfschmerzen angab, wurde 

eine Distorsion der Halswirbelsäule diagnostiziert. Äussere 

Verletzungszeichen waren nicht erkennbar und auch für ossäre 

Läsionen sowie neurologische Ausfälle konnten keine 

Anhaltspunkte gefunden werden. In der Folge, insbesondere 

während eines vom 16. Januar bis 3. März 1995 dauernden 

Aufenthaltes in der Rehabilitationsklinik der SUVA, klagte 

P.________ über starke Kopfschmerzen, Tinnitus beidseits, 

Lärmempfindlichkeit, Schmerzen in der linken Schulter und 

im linken Arm, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, 

leichten Schwindel, Schlafprobleme, Libidoverlust, sexuelles 

Versagen, gelegentliche Unruhe und Nervosität sowie aggressive 

Wutausbrüche. Zudem ist im Austrittsbericht der 

Rehabilitationsklinik vom 10. März 1995 von depressiven 

Stimmungslagen, psychosomatischer Dekompensation bei auffälliger 

Persönlichkeit sowie von psychoreaktiver und 

schmerzbedingter Leistungshemmung die Rede. Seit einem 

Anfang November 1994 abgebrochenen Arbeitsversuch geht 

P.________ keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. 

Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht im Zusammenhang 

mit dem Unfall vom 5. September 1994, kam für Heilungskosten 

auf und richtete Taggelder aus. Unter Verneinung 

eines Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine 

Integritätsentschädigung stellte sie ihre Leistungen nach 

vorangegangener Ankündigung mit Verfügung vom 19. September 

1996 indessen rückwirkend ab 31. Juli 1996 ein; dies im 

Wesentlichen gestützt auf eine Stellungnahme des Neurologen 

Dr. med. H.________ vom anstaltsinternen Ärzteteam vom 

15. Januar 1996 sowie einen kreisärztlichen Bericht des 

Dr. med. S.________ vom 19. Juni 1996. Zur Begründung hielt 

sie fest, dass zwar noch geringe organische Restfolgen vorlägen, 

diese jedoch die Erwerbsfähigkeit nicht erheblich 

beeinträchtigten; die weitere Behandlungsbedürftigkeit und 

die Arbeitsunfähigkeit seien auf psychische Faktoren 

zurückzuführen, welche keinen adäquat-kausalen Bezug zum 

Unfallereignis vom 5. September 1994 aufwiesen. An dieser 

Beurteilung hielt die Anstalt mit Einspracheentscheid vom 

26. März 1997 fest. 

B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht 

des Kantons Basel-Stadt nach Beizug der 

Akten der Invalidenversicherung und Einholung eines neurologischen 

Gutachtens des Prof. Dr. med. V.________ von der 

Klinik für Nuklearmedizin am Spital Z. vom 25. September 

1998 mit Entscheid vom 7. Mai 1999 ab. 

 

C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt P.________ 

wie schon im kantonalen Rechtsmittelverfahren die Erbringung 

der gesetzlichen Leistungen auch nach dem 31. Juli 

1996 beantragen; eventuell sei die Sache zur Vornahme 

ergänzender Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Mit Eingabe vom 25. Juni 1999 werden nachträglich noch ein 

Schreiben der Versicherungsgesellschaft X. vom 21. Juni 

1999, ein Fahrzeugsachverständigen-Gutachten des Expertenbüros 

R. AG vom 15. September 1994 sowie die vollständigen 

Unfallakten der Kantonspolizei als neue Beweismittel beigebracht. 

 

Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. 

Das Bundesamt für Sozialversicherung verzichtet 

auf eine Vernehmlassung. 

 

 

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1.- Das kantonale Gericht hat die Kriterien, welche 

nach der Rechtsprechung im Rahmen der Kausalitätsprüfung 

der vorliegend zur Diskussion stehenden Gesundheitsschäden 

zu beachten sind, zutreffend dargelegt. Es betrifft dies 

insbesondere den für die Leistungspflicht des Unfallversicherers 

vorausgesetzten natürlichen (vgl. BGE 119 V 337 

Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und adäquaten 

(vgl. BGE 125 V 461 f. Erw. 5a mit Hinweisen) Kausalzusammenhang 

zwischen einem versicherten Unfallereignis und so 

genannt typischen Beschwerdebildern ohne organisch nachweisbare 

Befunde, wie sie nach Schleudertraumata der Halswirbelsäule 

oder in ihren Auswirkungen vergleichbaren 

Mechanismen (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) häufig beobachtet 

werden (BGE 117 V 367 Erw. 6a). Auf die vorinstanzlichen 

Ausführungen verwiesen werden kann des Weitern auch 

bezüglich der bei der Adäquanzprüfung bestehenden Besonderheiten, 

wenn solche Symptome von dominanten psychischen 

Störungen völlig in den Hintergrund gedrängt werden 

(BGE 123 V 98 in Verbindung mit BGE 115 V 135 ff. Erw. 4 

ff.). 

2.- Während SUVA und Vorinstanz unfallbedingte somatische 

Befunde mit die Arbeits- resp. die Erwerbsfähigkeit 

erheblich beeinträchtigenden Auswirkungen verneinen, werden 

in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde organische Schädigungen 

geltend gemacht, welche in den bisherigen Verfahren zu 

Unrecht keine Beachtung gefunden hätten. 

a) Vorauszuschicken ist, dass das Aktendossier der 

SUVA, ergänzt durch das von der Vorinstanz eingeholte 

Gerichtsgutachten des Prof. Dr. med. V.________ vom 

25. September 1998, von einer äusserst gründlichen Evaluierung 

der medizinisch relevanten Sachverhaltselemente zeugt, 

angesichts welcher sich zusätzliche beweismässige Vorkehren 

erübrigen. Des Weitern hat die umfassende medizinische 

Dokumentation im Rahmen der eingehenden und sorgfältigen 

Überprüfung durch das kantonale Gericht eine sachgerechte 

Würdigung gefunden, welche seitens des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

nicht zu beanstanden ist. 

b) Danach kann, was das Vorliegen organischer Befunde 

anbelangt, gestützt auf die Ausführungen des Dr. med. 

H.________ im Bericht vom 15. Januar 1996 mit SUVA und Vorinstanz 

davon ausgegangen werden, dass bezüglich der anfänglichen 

unfallbedingten Schädigungen nach einer zunächst 

beobachteten Verschlechterung schon nach wenigen Wochen 

eine deutliche Besserung des Gesundheitszustandes, insbesondere 

der Nackenbeweglichkeit und der Kopfschmerzen, zu 

verzeichnen war. Dass die spätere Zunahme der verschiedenen 

Befindlichkeitsstörungen bis hin zum aktuell komplizierten, 

von Dr. med. H.________ als psychosomatisch bezeichneten 

Beschwerdebild noch unmittelbar organischen Beeinträchtigungen 

zuzuordnen wäre, welche vom Verkehrsunfall vom 

5. September 1998 herrühren, ist zumindest nicht als überwiegend 

wahrscheinlich einzustufen. Vielmehr kann, wie 

Dr. med. H.________ in der erwähnten Stellungnahme darlegte, 

die im Krankheitsverlauf allmählich zu Tage getretene 

Verschlechterung pathophysiologisch nicht unfallkausal 

erklärt werden. 

Unter diesen Umständen muss angenommen werden, dass 

sich die gesundheitliche Situation aus organischer Sicht 

spätestens Ende Juli 1996 weitestgehend wieder in dem 

Zustand präsentierte, den der Versicherte auch ohne das 

Unfallereignis vom 5. September 1994 aufgewiesen hätte. 

Unter diesem Gesichtspunkt erscheint die auf diesen Zeitpunkt 

hin verfügte Leistungseinstellung demnach ohne weiteres 

gerechtfertigt gewesen zu sein, zumal allfällig noch 

vorhandene Restbefunde organischer Art - wie etwa das von 

Kreisarzt Dr. med. S.________ am 19. Juni 1996 als einziger 

organischer Befund diagnostizierte leichte linksbetonte 

Zervikalsyndrom - derart geringfügig sein müssten, dass sie 

weder eine Behandlungsbedürftigkeit zu begründen noch eine 

wesentliche erwerbliche Einschränkung zu bewirken vermöchten. 

 

Die Verweigerung von Taggeld- oder Invalidenrentenleistungen 

wie auch die Ablehnung der Übernahme weiterer 

Heilbehandlungskosten erweisen sich demnach auf Grund der 

noch vorhandenen organischen Befunde als rechtens. Ebenso 

wenig ist ein entschädigungsrelevanter körperlicher Integritätsschaden 

auszumachen. 

c) Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

sind nicht geeignet, in diesem Punkt zu einem abweichenden 

Ergebnis zu gelangen. 

 

aa) So ist, wie die SUVA in ihrer Vernehmlassung vom 

30. Juli 1999 zu Recht einwendet, nicht ersichtlich - und 

wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch nicht näher 

dargelegt -, inwiefern die vom Beschwerdeführer erwähnte, 

aus dem Röntgenbefund des Instituts Dr. G.________ vom 

18. April 1995 herausgegriffene radiologische Diagnose 

einer "Verdickung des ligamentum nuchae C 6/7" auf ein massives, 

vom versicherten Unfallereignis herrührendes Trauma 

im Halswirbelsäulen-Bereich schliessen lassen sollte, nachdem 

in besagtem Bericht lediglich von 'vereinbar mit posttraumatischer 

Läsion' gesprochen wird. Es kann ohne weiteres 

davon ausgegangen werden, dass dieser Befund, käme ihm 

tatsächlich die Bedeutung zu, welche ihm der Beschwerdeführer 

beimessen will, entsprechend in die Beurteilung der 

SUVA-Ärzte Dr. med. H.________ und Dr. med. S.________ wie 

auch der übrigen mit dem Heilungsprozess vertrauten Spezialisten 

Eingang gefunden hätte. 

Dasselbe gilt hinsichtlich der an der Neurologischen 

Universitätsklinik des Spitals B. am 3. April 1995 neuro- 

und elektromyographisch festgestellten Zeichen neurogenen 

Umbaus und der pathologischen Spontanaktivität im Myotom C8 

links verbunden mit Zeichen ebenfalls neurogenen Umbaus in 

den Muskeln des Myotoms C8 rechts. Dass es sich dabei um 

unfallbedingte Schädigungen mit wesentlichen Auswirkungen 

auf die Erwerbsfähigkeit handeln soll, kann auf Grund der 

Aktenlage keineswegs zuverlässig bejaht werden, sondern 

erscheint gegenteils sogar äusserst fraglich, nachdem im 

Bericht der Universitätsklinik auch ein leicht ausgeprägter, 

nicht frischer Denervationsprozess mit Schwerpunkt im 

Myotom C8 links sowie nachweisbare Zeichen eines alten 

Denervationsprozesses auch in Muskeln des Myotoms C8 rechts 

erwähnt werden. 

bb) Klarerweise nicht als Unfallfolge qualifizieren 

lässt sich auch die unbestrittenermassen vorhandene Diskushernie 

C 5/6. Es entspricht im Bereich des Unfallversicherungsrechts 

einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass 

praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer 

Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis 

nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als 

eigentliche Ursache in Betracht fällt (RKUV 2000 Nr. U 379 

S. 193 Erw. 2a mit Hinweisen). Als weitgehend unfallbedingt 

kann eine Diskushernie nur gelten, wenn das Unfallereignis 

von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung 

der Bandscheibe herbeizuführen; die Symptome der Diskushernie 

(vertebrales oder radikuläres Syndrom) müssen zudem unverzüglich 

und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetreten 

sein. Beim Beschwerdeführer ist insbesondere die Schwere 

der Einwirkung auf die zur Diskussion stehende Körperpartie 

und damit die Eignung für eine ernsthafte Bandscheibenschädigung 

nicht gegeben. Auch standen während der ersten 

Behandlungswochen andere Beschwerden im Vordergrund. 

Die Annahme einer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 

das Unfallereignis vom 5. September 1994 zurückzuführenden 

Bandscheibenschädigung verbietet sich unter diesen Umständen 

auch unter Mitberücksichtigung der - wenn auch nicht 

ganz eindeutig - abweichenden Beurteilung durch Dr. med. 

J.________ von der Orthopädischen Universitätsklinik B. vom 

2. April 1996. 

cc) Dass der beidseitige Tinnitus des Beschwerdeführers 

als direkte Unfallfolge zu betrachten wäre, kann auf 

Grund der Berichte des Dr. med. T.________ und des Dr. med. 

K.________ beides Spezialärzte für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, 

ebenfalls nicht als erstellt gelten. Dr. med. 

T.________ hielt am 20. März 1995 fest, durch ein stumpfes 

Schädeltrauma könne zwar eine Hochtonschwerhörigkeit und 

ein dadurch bedingter Tinnitus entstehen; die Form der 

Audiogrammkurven lasse aber eher einen vorbestehenden lärmbedingten 

Hochtonschaden vermuten. Dr. med. K.________ 

erklärte überdies am 2. Juli 1997, vom medizinischen Standpunkt 

aus könne er mangels Kenntnis früherer HNO-Befunde 

nicht entscheiden, wieweit die für den Tinnitus verantwortlichen 

Senken kausal durch den Unfall verursacht wurden. 

Rechtsprechungsgemäss muss sich die damit bezüglich der 

Unfallkausalität des beidseitigen Tinnitus bestehende 

Beweislosigkeit zum Nachteil des Beschwerdeführers auswirken, 

welcher aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 Erw. 3b mit Hinweisen). 

 

dd) Zur behaupteten Hirnschädigung ist vorab festzuhalten, 

dass schon eine anlässlich des Unfallereignisses 

erfolgte mechanische Einwirkung in Form eines Kopfaufpralls 

auf Grund der Aktenlage nicht als erstellt gelten kann, 

zumal die erstbehandelnden Ärzte keinerlei Kontusionsmarken 

am Kopf feststellen konnten. Auch die nachträglich vermutete 

Commotio cerebri ändert daran nichts. In Übereinstimmung 

mit den Aussagen des Dr. med. H.________ und des Prof. Dr. 

med. V.________ ist die Vorinstanz denn auch zu Recht zum 

Schluss gelangt, dass der Nachweis einer Hirnschädigung 

nicht erbracht ist. 

Bezüglich der Ergebnisse der am 21. März 1995 am 

Institut für Nuklearmedizin am Spital B. durchgeführten 

Single Photon Emission Computed Tomography (Spect) ist im 

Übrigen festzuhalten, dass sich das Eidgenössische Versicherungsgericht 

in dem in RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 

(= SVR 2001 UV Nr. 1 S. 1) publizierten Urteil Z. vom 

2. Juni 2000 (U 160/98) eingehend mit der Aussagekraft 

hirnorganischer Abklärungen mittels Spect auseinander 

gesetzt hat. Dabei ist es zum Schluss gelangt, dass diese 

bisher auch wissenschaftlich nicht anerkannte Untersuchungsmethode 

zum Vornherein nicht geeignet ist, den Nachweis 

der natürlichen Kausalität eines Unfalles für hirnorganische 

Schädigungen zu erbringen. Selbst wenn auf Grund 

der anlässlich der Spect-Untersuchung festgestellten Auffälligkeiten 

eine hirnorganische Schädigung als erstellt 

gelten könnte - was indessen sowohl von Dr. med. H.________ 

als auch im Gerichtsgutachten des Prof. Dr. med. V.________ 

verneint wird -, wäre deshalb bezüglich der Frage nach der 

Ursächlichkeit des am 5. September 1994 erlittenen Unfalles 

nichts gewonnen. 

3.- Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers kann 

bei einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule oder einer 

äquivalenten Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) 

wie etwa einer Distorsion der Halswirbelsäule, wie sie der 

Beschwerdeführer erlitten hat, unter Umständen aber auch 

ohne organisch nachweisbare Schädigung gegeben sein. Nach 

den Ergebnissen der medizinischen Forschung können bei solchen 

Verletzungen auch ohne klar ausgewiesene pathologische 

Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle 

verschiedenster Art auftreten (BGE 117 V 363 Erw. 5d/aa mit 

Hinweisen). Der Umstand, dass die nach einem Schleudertrauma 

häufig beobachteten und deshalb von der Rechtsprechung 

als typisch bezeichneten Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, 

Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, 

Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression oder Wesensveränderung 

(BGE 117 V 360 Erw. 4b) in manchen Fällen mit den heute 

verwendeten bildgebenden Untersuchungsmethoden nicht objektivierbar 

sind, darf nicht dazu verleiten, sie als rein 

"subjektive" Beschwerden zu qualifizieren und damit deren 

Relevanz für die Unfallversicherung in Abrede zu stellen. 

Gemäss fachärztlichen Publikationen bestehen Anhaltspunkte 

dafür, dass der Unfallmechanismus bei einem Schleudertrauma 

der Halswirbelsäule zu Mikroverletzungen führt, welche für 

das erwähnte typische Beschwerdebild mit hoher Wahrscheinlichkeit 

ursächlich oder zumindest im Sinne einer Teilursache 

mit verantwortlich sind. Ein Unfall mit Schleudertrauma 

der Halswirbelsäule kann demnach in der charakteristischen 

Erscheinungsform einer Häufung typischer Beschwerden eine 

Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit verursachen, auch wenn die 

festgestellten Störungen organisch nicht nachweisbar sind 

(BGE 117 V 363 f. Erw. 5d/aa mit Hinweisen). 

a) Unabdingbare Leistungsvoraussetzung bildet auch in 

solchen Fällen der Nachweis eines natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Unfallereignis 

und den als Folge davon geltend gemachten Gesundheitsschädigungen. 

Welche Anforderungen an diesen Nachweis zu 

stellen sind, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht 

in BGE 117 V 359 (insbes. 360 ff. Erw. 4 ff.) und - bezüglich 

des natürlichen Kausalzusammenhangs präzisiert - in 

BGE 119 V 335 (insbes. 340 ff. Erw. 2b) dargelegt. 

Eine Besonderheit bei der Prüfung der Unfallkausalität 

ergibt sich dabei - bezüglich der Adäquanzfrage - laut 

BGE 123 V 98 bei Vorliegen dominanter psychischer Störungen, 

welche die übrigen, sich eher somatisch manifestierenden 

Beschwerden ganz in den Hintergrund drängen. Diesfalls 

ist, wie SUVA und Vorinstanz richtig erkannt haben, die 

Adäquanz nach Massgabe der bei psychischen Fehlentwicklungen 

nach Unfällen anwendbaren Methode, welche vom Eidgenössischen 

Versicherungsgericht in BGE 115 V 133 (insbes. 138 

ff. Erw. 6) entwickelt worden ist, zu klären (BGE 123 V 99 

f. Erw. 2). Der wesentliche Unterschied ist dabei darin zu 

erblicken, dass die für die Adäquanzbeurteilung relevanten 

Kriterien nur unter Ausklammerung der Auswirkungen psychischer 

Komponenten Beachtung finden können (BGE 117 V 367 

Erw. 6a in fine [e contrario]). 

 

b) Die vom Beschwerdeführer angegebenen Symptome stimmen 

zwar zumindest teilweise mit den nach Schleudertraumata 

der Halswirbelsäule relativ häufig auftretenden und deshalb 

zum so genannt typischen Beschwerdebild zählenden überein. 

Auch ist der natürliche Kausalzusammenhang mit dem versicherten 

Unfallereignis vom 5. September 1994 von keiner 

Seite in Frage gestellt worden. Sowohl die SUVA wie auch 

das kantonale Gericht sind indessen von einer dominanten 

psychischen Störung ausgegangen und haben dementsprechend 

die Adäquanzfrage im Sinne von BGE 123 V 98 nach den gemäss 

BGE 115 V 138 ff. Erw. 6 bei psychischen Fehlentwicklungen 

massgebenden Kriterien geprüft. Dieser Beurteilung kann 

sich das Eidgenössische Versicherungsgericht trotz der in 

der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände ohne 

weiteres anschliessen. Entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers erscheint es sachgerecht, die Kausalitätsbeurteilung 

nach der Rechtsprechung zu den psychischen 

Unfallfolgen vorzunehmen, hat doch nach der medizinischen 

Aktenlage das zunächst noch durch das Distorsionstrauma 

geprägte Beschwerdebild in den ersten Monaten nach der 

Kollision offensichtlich in eine psychische Überlagerung 

umgeschlagen, welche schliesslich eindeutig Dominanz 

erreichte. Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die überzeugende 

Begründung im kantonalen Entscheid verwiesen werden, 

welcher nichts beizufügen ist. 

4.- Uneinigkeit besteht des Weitern darüber, welcher 

der in BGE 115 V 138 f. Erw. 6 genannten Kategorien der 

Unfall des Beschwerdeführers auf Grund seines Schweregrades 

zuzuordnen ist. Während die SUVA und mit ihr das kantonale 

Gericht von einem mittelschweren Unfall ausgehen, hält der 

Beschwerdeführer dafür, dass die Kollision vom 5. September 

1994 als schwerer Unfall zu qualifizieren oder aber im mittelschweren 

Bereich zumindest an der oberen Grenze zu den 

schweren Unfällen anzusiedeln ist. 

a) Zur Untermauerung seiner Ansicht hat der Beschwerdeführer 

am 25. Juni 1999 verschiedene Unterlagen nachgereicht, 

aus welchen Rückschlüsse auf das Unfallgeschehen, 

insbesondere auf die Fahrgeschwindigkeit im Kollisionszeitpunkt, 

sollen gezogen werden können. Nach der neuesten 

Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

(zur Publikation bestimmtes Urteil A. vom 15. Oktober 2001 

[U 147/99]) sind solche nachträgliche Beweismittel auf 

Grund der Regelung in Art. 108 Abs. 2 OG indessen nach 

Ablauf der Rechtsmittelfrist grundsätzlich nicht mehr 

zulässig und müssen deshalb unbeachtlich bleiben. Eine Ausnahme 

hievon kann einzig in Betracht gezogen werden, wenn 

die verspätet geltend gemachten Tatsachen und Beweismittel 

eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG begründen 

könnten. Da im vorliegenden Fall indessen kein triftiger 

Grund ersichtlich ist, weshalb dem Beschwerdeführer die am 

25. Juni 1999 neu eingereichten Dokumente nicht schon früher 

hätten zur Verfügung stehen können, ist auf sie - soweit 

sie nicht bereits aktenkundig waren - nicht weiter 

einzugehen. 

 

b) SUVA und Vorinstanz haben die Kollision vom 5. September 

1994 zu Recht nicht den schweren Unfällen, sondern 

dem mittleren Bereich zugeordnet. Auf Grund des äusseren 

Geschehensablaufs und der Verletzungen, die sich der 

Beschwerdeführer zuzog, besteht kein Anlass zu einer abweichenden 

Beurteilung. Dies auch nicht, wenn - wie in der 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird - von 

einer im Kollisionszeitpunkt noch rund 60 bis 70 Stundenkilometer 

ausmachenden Geschwindigkeit ausgegangen wird, 

was sich im Übrigen ohne weiteres rechtfertigen dürfte, da 

die Annahme eines wesentlich tieferen Tempos auf einer mit 

einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern signalisierten 

Überlandstrasse doch eher unrealistisch ist. Ein 

im Sinne der in RKUV 1995 Nr. U 215 S. 91 dargestellten 

Praxis ausserordentlich schweres, lebensbedrohendes Ereignis 

liegt dennoch nicht vor. Auch ist der Unfall nicht den 

schwereren Fällen im mittleren Bereich zuzuordnen. 

5.- Von den in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa aufgeführten 

Kriterien müssten demnach - unter Ausserachtlassung psychischer 

Faktoren - entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter 

oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender 

Weise erfüllt sein (BGE 115 V 141 Erw. 6c/bb). Dies trifft 

nach der sorgfältigen und überzeugenden Würdigung im kantonalen 

Entscheid, entgegen der Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, 

nicht zu. 

 

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: 

 

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. 

 

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht 

des Kantons Basel-Stadt und dem Bundesamt für 

Sozialversicherung zugestellt. 

 

Luzern, 28. November 2001 

Im Namen des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

Der Präsident der IV. Kammer: 

 

 

 

 

 

Der Gerichtsschreiber: