# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c83f6607-f36b-551d-b160-646b47ba9870
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.06.2014 IV 2013/256
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-256_2014-06-25.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/256

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.06.2020

Entscheiddatum: 25.06.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 25.06.2014
Art. 28 IVG und Art. 15 ff. IVG. Bestimmung Invaliditätsgrad nach der 
gemischten Methode. Anspruch auf Viertelsrente bejaht. Mangels 
subjektiver Eingliederungsfähigkeit Anspruch auf berufliche Massnahmen 
abgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 25. Juni 2014, IV 2013/256).

Entscheid Versicherungsgericht, 25.06.2014

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungs­

richterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 25. Juni 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christof Brack, Brack & Partner AG, Werfte­

strasse 2,

6005 Luzern,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

betreffend

IV-Leistungen

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___, gelernte Psychiatriekrankenschwester, führte zusammen mit ihrem 

Ehegatten ein Alters- und Pflegeheim. Am 5. Januar 2001 wurde die Versicherte auf 

dem Fussgängerstreifen von einem Auto angefahren. Die erstbehandelnden Ärzte 

diagnostizierten multiple Kontusionen der HWS und BWS (vgl. hierzu sowie zum 

weiteren Gesundheitsverlauf den Sachverhalt im Urteil des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 12. Januar 2010, IV 2008/135, lit. A.a f., act. G 4.1.105-2 f.).

A.b  Am 31. August 2005 meldete sich die Versicherte zum Bezug von IV-Leistungen 

an (act. G 4.1.1). Die IV-Stelle nahm am 21. März 2007 eine Abklärung im Haushalt der 

Versicherten vor. Im Bericht vom 17. April 2007 führte die Abklärungsperson aus, die 

Versicherte wäre im Gesundheitsfall (weiterhin) im Rahmen eines Beschäftigungsgrads 

von 58% erwerbstätig und in einem Pensum von 42% im Haushalt tätig. Die 

Versicherte habe für den Haushaltsbereich eine Einschränkung von 67.72% geltend 

gemacht, die durch die bevorstehende medizinische Begutachtung überprüft werde 

(act. G 4.1.51).

A.c  Im von der IV-Stelle in der C.___-Klinik in Auftrag gegebenen psychiatrisch-

rheumatologischen Gutachten vom 26. Juni 2007 gaben die Experten an, aktuell be­

stünden primär ein Thorakovertebralsyndrom mit Tendenz zur panvertebralen Aus­

weitung und eine massive Dekonditionierung. Radiologisch seien Costotransversal­

arthrosen primär Th10 rechtsbetont, geringer auch Th7-Th9 nachgewiesen. Zeichen 

einer HWS-Distorsion liessen sich in einem gewissen Umfang nachweisen, allenfalls 

handle es sich um Schmerzsymptome im Sinn der panvertebralen Ausweitung des 

Thorakovertebralsyndroms. Die in den Vorakten gestellte Diagnose einer Commotio 

cerebri müsse hinterfragt werden und somit könne nicht von Beschwerden eines post­

commotionellen Syndroms gesprochen werden. Für körperlich wesentlich belastende 

Arbeiten bestehe eine 100%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Für körperlich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

nicht wesentlich belastende Tätigkeiten bestehe demgegenüber keine Einschränkung. 

Die Tätigkeit als Psychiatriekrankenschwester sei ohne wesentliche Einschränkungen 

zumutbar. Auch Bürotätigkeiten seien der Versicherten zumutbar (act. G 4.1.59-1 ff.).

A.d  Die für die Haushaltsabklärung zuständige Abklärungsperson ermittelte nach der 

Durchsicht des Gutachtens für den Haushaltsbereich eine Einschränkung von insge­

samt 7.37% (ELAR-Notiz vom 30. August 2007, act. G 4.1.62), was vom RAD bestätigt 

wurde (Stellungnahme vom 30. August 2007, act. G 4.1.63). Mit Vorbescheid vom 

5. September 2007 stellte die IV-Stelle in Aussicht, das Rentenbegehren abzuweisen 

(act. G 4.1.71). Dagegen erhob die Versicherte am 9. November 2007 Einwand (act. 

G 4.1.76). Die Gutachter nahmen am 22. Januar 2008 Stellung zu den gegen die 

gutachterliche Beurteilung erhobenen Rügen der Versicherten (act. G 4.1.82). Am 

7. Februar 2008 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (act. 

G 4.1.84). Die dagegen von der Versicherten erhobene Beschwerde vom 10. März 2008 

(act. G 4.1.91-2 ff.) hiess das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 12. Januar 2010, 

IV 2008/135, insoweit gut, als es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache 

zur Vornahme ergänzender Abklärungen und zu neuer Verfügung im Sinn der 

Erwägungen an die IV-Stelle zurückwies. Es gelangte zur Auffassung, dass die 

gutachterliche Bescheinigung einer uneingeschränkten Leistungsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten beweiskräftig sei. Demgegenüber lasse die Aktenlage 

keine zuverlässige Beurteilung der im Haushaltsbereich bestehenden Einschränkungen 

zu, weshalb die IV-Stelle verpflichtet wurde, eine erneute Abklärung an Ort und Stelle 

vorzunehmen. Einen (beruflichen) Abklärungsbedarf erkannte das Versicherungsgericht 

hinsichtlich der Fragen, ob es sich bei der Tätigkeit als Psychiatriekrankenschwester 

um eine leidensangepasste Tätigkeit handle, in welchem Pensum diese Tätigkeit von 

der Versicherten zumutbarer Weise ausgeübt werden könne und welche anderen 

Berufe/Tätigkeiten dem Zumutbarkeitsprofil der Versicherten entsprechen (act. 

G 4.1.105).

A.e  In der Stellungnahme vom 4. Februar 2010 vertrat RAD-Arzt Dr. med. B.___, 

Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation 

FMH, den Standpunkt, die Tätigkeit als Psychiatriekrankenschwester sei in der Regel 

eine bereits adaptierte, leichte Tätigkeit. Im Einzelfall sei entscheidend, wo eine Person 

genau eingesetzt werde. Handle es sich um eine Gerontopsychiatrie, sei damit zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

rechnen, dass bei der Pflege auch körperlich schwer gearbeitet werden müsse. Die 

angestammte Tätigkeit im eigenen Pflegeheim sei seit dem Unfall vom 5. Januar 2001 

nicht mehr zumutbar, weil sie auch schwere Arbeiten beinhaltet habe (act. G 4.1.107).

A.f   Am 27. April 2010 nahm die IV-Stelle erneut eine Abklärung im Haushalt durch die 

mit dem Fall bereits vertraute Abklärungsperson vor. Diese ermittelte unter 

Berücksichtigung der gutachterlichen Einschätzung eine Einschränkung im Haushalt 

von 17.69% (act. G 4.1.113). Die Versicherte, der ein Exemplar des Abklärungsberichts 

zur Einsichtnahme zugestellt wurde (act. G 4.1.111), führte hierzu im Schreiben vom 

26. Mai 2010 aus, es sei den Einschränkungen nach wie vor ungenügend Rechnung 

getragen worden (act. G 4.1.112). In der Endversion des Abklärungsberichts vom 

4. Juni 2010 nahm die Abklärungsperson zu den Einwänden der Versicherten Stellung 

und erhöhte die Einschränkung auf 23.57% (act. G 4.1.113-7 und -13).

A.g  Da sich die Versicherte subjektiv nicht in der Lage sehe, einer Erwerbstätigkeit 

nachzugehen oder an beruflichen Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (Triage­

protokoll vom 1. Oktober 2010, act. G 4.1.120), stellte ihr die IV-Stelle mit Vorbescheid 

vom 29. November 2010 die Abweisung des Gesuchs um berufliche Massnahmen 

in Aussicht (act. G 4.1.126). Dagegen erhob sie am 11. Januar 2011 Einwand (act. 

G 4.1.127). Im Auftrag der IV-Stelle nahm die Versicherte am 26. September sowie vom 

24. bis 27. Oktober 2011 an einer beruflichen Abklärung in der BEFAS Appisberg teil. 

Die dortigen Abklärungspersonen gaben im Schlussbericht vom 17. November 2011 

an, bei bekannter, aktenmässig erwähnter massiver Dekonditionierung, "mit 

schmerzgeleitet auch Angabe eines Schonverhaltens im Alltag", sei die Versicherte im 

Rahmen der kurzen Beobachtungszeit körperlich chronisch ermüdet und erschöpft 

erlebt worden. Zu dieser Problematik passe auch der vorzeitige Abbruch der 

Abklärung, bedingt durch eine Verschlechterung des Allgemeinbefindens, 

interpretierbar als relative Überlastungssymptomatik, obwohl im Rahmen des kurzen 

BEFAS-Aufenthalts keine relevanten körperlichen Belastungen gefordert worden seien. 

So kraftlos und erschöpft wie die Versicherte jeweils nach etwa einer Stunde mit 

einfachsten Tätigkeiten erlebt worden sei, sei sie in der freien Wirtschaft für keinerlei 

Tätigkeiten einsetzbar (act. G 4.1.160).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.h  Im Triageprotokoll vom 12. Dezember 2011 wurde festgehalten, das Berufsbild der 

Psychiatriekrankenschwester existiere nicht mehr. Aus medizinischer Sicht ergebe sich 

keine Veränderung, weshalb weiterhin auf die gutachterliche Beurteilung abzustellen 

sei. Anlässlich der beruflichen Abklärung hätten praktische Tätigkeiten für den ersten 

Arbeitsmarkt aufgrund der Krankheitsüberzeugung der Versicherten nicht evaluiert 

werden können. Zusammenfassend sei es nicht möglich, die im Gerichtsurteil der IV-

Stelle auferlegten Aufträge zu erfüllen (act. G 4.1.161). Mit Vorbescheid vom 10. April 

2012 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, den Antrag auf Rentenleistungen 

abzuweisen (act. G 4.1.180). Die IV-Stelle orientierte die Versicherte im Vorbescheid 

vom 12. April 2012 über die ins Auge gefasste Abweisung des Gesuchs um berufliche 

Massnahmen (act. G 4.1.185). Gegen beide Vorbescheide erhob die Versicherte am 

15. Mai 2012 Einwand (act. G 4.1.190). Gestützt auf eine RAD-Stellungnahme vom 

21. Juni 2012 (act. G 4.1.195) verfügte die IV-Stelle am 8. Mai 2013 die Abweisung der 

Gesuche um Rentenleistungen (act. G 4.1.196) und berufliche Massnahmen (act. 

G 4.1.197).

B.    

B.a  Gegen die Verfügungen vom 8. Mai 2013 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 7. Juni 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter Kosten- und Ent­

schädigungsfolge deren Aufhebung und die Ausrichtung einer "vollen" IV-Rente ab 

5. Januar 2001. Im Eventualfall sei die Sache zur ordnungsgemässen Sachverhalts­

abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Es sei gestützt auf die neuen 

Erkenntnisse im Rahmen der BEFAS-Abklärung eine neue medizinische 

polydisziplinäre Begutachtung bei einer dafür geeigneten Stelle in Auftrag zu geben. 

Allenfalls seien die notwendigen Abklärungen vom Gericht selbst vorzunehmen. Im 

Eventualfall sei nach erneuter medizinischer Begutachtung im Umfang einer allfälligen 

Restarbeitsfähigkeit eine angemessene Eingliederung durchzuführen. Sofern sie über 

eine Restarbeitsfähigkeit verfügen sollte, seien ihr Eingliederungs- und namentlich 

Integrationsmassnahmen durch dazu kompetente Personen und Stellen zu gewähren. 

Sofern sie gestützt auf die medizinischen Abklärungen über eine theoretische 

Restarbeitsfähigkeit verfüge, aber im heutigen Zustand gestützt auf die massive 

Dekonditionierung und die chronische Müdigkeit in der freien Wirtschaft nicht mehr 

einsetzbar sein sollte und dieser Zustand aber als überwindbar betrachtet werden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sollte, sei sie im Sinn von Art. 14a IVG in ein Beschäftigungsprogramm aufzunehmen, 

mit dem Ziel eine Arbeitsfähigkeit allmählich wieder aufzutrainieren. Im Eventualfall sei 

auf den Abbruch der beruflichen Massnahmen zu verzichten und deren Durchführung 

sei bis zur rechtsgenüglichen medizinischen Abklärung über den Gesundheitszustand 

zu sistieren. Im Eventualfall sei bis zum Zeitpunkt, in dem sie (die Beschwerdeführerin) 

allenfalls eine auf dem freien Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsleistung erbringen könne, 

eine "volle" Rente zuzusprechen. Im Eventualfall sei nach der Durchführung der 

vorgenannten Abklärungen und Eingliederungsmassnahmen ordnungsgemäss über die 

Rentenfrage definitiv zu verfügen. Unter dem Vorbehalt einer allfälligen erfolgreichen 

Eingliederung sei ihr eine "volle" Rente zuzusprechen. Auf die ausholende 

Beschwerdebegründung (die unter anderem die gesamte Sachverhaltsdarstellung des 

Urteils des Versicherungsgerichts vom 12. Januar 2010 enthält, act. G 1, S. 5 ff.) wird - 

soweit entscheidwesentlich - in den Erwägungen eingegangen (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 30. Juli 2013 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

B.c  In der Replik vom 10. Januar 2014 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

ihrer Beschwerde fest (act. G 16).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 18).

Erwägungen:

1.    Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen sind die Ansprüche 

auf berufliche Massnahmen und Rente.

1.1  In formeller Hinsicht gilt es zu beachten, dass Gegenstand der angefochtenen 

Verfügungen vom 8. Mai 2013 einzig die Ansprüche auf berufliche Massnahmen und 

Rentenleistungen bilden (act. G 4.1.196 f.). Nicht von den angefochtenen Verfügungen 

erfasst sind die weiteren Eingliederungsmassnahmen (medizinische Massnahmen, 

Art. 12 ff., und Integrationsmassnahmen, Art. 14a IVG). Weder aus den Dispositiven der 

angefochtenen Verfügungen noch aus deren Begründung kann entnommen oder 

darauf geschlossen werden, dass darin über die von der Beschwerdeführerin 

beantragten Integrationsmassnahmen (vgl. Ziff. 5.1 und 5.2 der Anträge, act. G 1) 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

befunden wurde. Einer Ausdehnung des Beschwerdeverfahrens auf den Anspruch auf 

Integrationsmassnahmen steht entgegen, dass sich die Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort nicht mit dem Antrag auf Integrationsmassnahmen 

auseinandersetzt (vgl. insbesondere act. G 4, Rz 9 f.). Auf die Anträge Ziff. 5.1 und 5.2 

kann daher nicht eingetreten werden.

1.2  Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

1.3  Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben An­

spruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder 

herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den 

Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG). Der Anspruch 

auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die 

gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 

Abs. 1  IVG). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen u.a. in Massnahmen 

beruflicher Art. Solche Massnahmen sind: Berufsberatung, erstmalige berufliche 

Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung sowie Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 3 lit. a

und lit. b IVG). In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen 

Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die 

nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren (BGE 110 V 102 E. 2). 

Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im 

Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 124 V 110 E. 2a mit Hinweisen).

bis

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.4  Gemäss gutachterlicher Einschätzung verfügt die Beschwerdegegnerin für 

leidensangepasste Tätigkeiten über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. nachstehende 

E. 4). Hinsichtlich der qualitativen Anforderungen an eine leidensangepasste Tätigkeit 

wird im Schlussbericht der BEFAS Appisberg vom 17. November 2011 ausgeführt: 

Rein aus rheumatologischer Sicht seien medizinisch-theoretisch körperlich leichte und 

rückenadaptierte Tätigkeiten zumutbar, bei Möglichkeit des Einnehmens von 

Wechselpositionen, unter Vermeidung wiederholter oder längerdauernder 

Arbeitseinsätze in stärker belastenden Körperpositionen. Auch müsste bei einer 

beruflichen Tätigkeit eine angegebene Kälteempfindlichkeit berücksichtigt werden. Das 

Besteigen von Leitern und/oder Gerüsten sowie das repetitive Begehen von Treppen 

und das Gehen in unebenem Gelände sollten möglichst nicht notwendig sein. 

Zusätzlich wird auf die vom RAD beschriebenen qualitativen Einschränkungen 

verwiesen (act. G 4.1.160-6).

1.4.1      Mit diesen im Schlussbericht formulierten qualitativen Anforderungen ist die 

Frage nach möglichen leidensangepassten Tätigkeiten zumindest abstrakt geklärt.

1.4.2      Aus dem Umstand, dass die beruflichen Abklärungspersonen betreffend die 

Frage nach möglichen zumutbaren leidensangepassten Berufe/Tätigkeiten angaben, 

die Beschwerdeführerin sei in der freien Wirtschaft für keinerlei Tätigkeiten einsetzbar 

(act. G 4.1.160-7), vermag die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. 

Denn die Schlussfolgerung beruht im Wesentlichen auf der von der 

Beschwerdeführerin zum Ausdruck gebrachten eigenen Schmerz- und 

Leidenswahrnehmung bzw. vollständigen Leistungsunfähigkeit (so kraftlos und 

erschöpft, wie wir die Beschwerdeführerin jeweils nach etwa einer Stunde mit 

einfachsten Tätigkeiten erlebten, act. G 4.160-7), ohne dass diesbezüglich eine 

kritische, objektive Würdigung seitens der Abklärungspersonen vorgenommen wurde.

1.4.3      Gestützt auf die im BEFAS-Schlussbericht abstrakt beschriebenen qualitativen 

Anforderungen können mögliche konkrete Verweistätigkeiten ohne weiteres hergeleitet 

werden. Ein weiterer Abklärungsbedarf ist deshalb zu verneinen. Entscheidend ist 

weiter, dass es der Beschwerdeführerin betreffend berufliche Massnahmen an einer 

Eingliederungsbereitschaft fehlt (vgl. nachstehende E. 1.5), weshalb kein Anlass für 

eine konkrete Benennung leidensangepasster Tätigkeiten besteht.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.5  Die Beschwerdegegnerin wies einen Anspruch auf berufliche Massnahmen mit der 

Begründung ab, die Beschwerdeführerin sei subjektiv nicht eingliederungsfähig 

("aufgrund der vorliegenden Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit", act. 

G 4.1.197).

1.5.1      Anlässlich der Abklärung im Haushalt vom 27. April 2010 gab die Beschwerde­

führerin an, "es sei weiterhin so, dass jede Belastung, jede grundsätzlich wohltuende 

leichte Freizeitaktivität […] zu einer Schmerzvermehrung im Nachhinein führe, die sich 

für die nachfolgenden 1 - 2 Tage zu einer völligen Arbeitsunfähigkeit auswirke 

[…]" (act. G 4.1.113-2). Anlässlich des Gesprächs mit der 

Eingliederungsverantwortlichen vom 26. August 2010 äusserte die Beschwerdeführerin 

den Wunsch nach der Rentenprüfung. Sie sehe sich überhaupt nicht mehr arbeitsfähig 

und könne deshalb auch an keiner beruflichen Abklärung teilnehmen (act. G 4.1.121-3). 

Eine PACT-Testung - die teilweise Diskrepanzen enthalten habe - ergab ein sehr tiefes 

Ergebnis von 36 Punkten (von 200 möglichen Punkten; act. G 4.1.160-6, act. 

G 4.1.161-2 und act. G 4.1.195). Im Einwand vom 15. Mai 2012 vertrat die 

Beschwerdeführerin den Standpunkt, "offensichtlich (noch) nicht oder zumindest zur 

Zeit nicht eingliederungsfähig" zu sein (act. G 4.1.190-21) bzw. auf dem freien 

Arbeitsmarkt keine verwertbare Arbeitsleistung mehr erbringen zu können (act. 

G 4.190-23).

1.6  Angesichts dieser Umstände und unter Berücksichtigung der anlässlich der beruf­

lichen Abklärung gezeigten, der Aufnahme beruflicher Massnahmen entgegenstehen­

den Krankheitsüberzeugung der Beschwerdeführerin (vgl. vorstehende E. 1.4.2) durfte 

die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 8. Mai 2013 von 

einer bezogen auf berufliche Massnahmen fehlenden subjektiven 

Eingliederungsfähigkeit ausgehen und auf weitere berufliche Abklärungen verzichten. 

Diese Betrachtungsweise wird letztlich auch dadurch bestätigt, als die 

Beschwerdeführerin in der Beschwerde weder eine Berufsberatung, eine Umschulung, 

einen Arbeitsversuch noch eine Arbeitsvermittlung beantragt. Der Vollständigkeit halber 

ist zu erwähnen, dass eine bloss verbal erklärte Bereitschaft für die Annahme einer 

Eingliederungsbereitschaft für sich allein nicht genügt, weshalb die Beschwerdeführerin 

mit ihrem Hinweis, sie habe bereits mehrfach mündlich und schriftlich ihre 

Eingliederungsbereitschaft bezeugt (act. G 1, Rz 53), nichts zu ihren Gunsten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

abzuleiten vermag, zumal sich diese Eingliederungsbereitschaft nicht auf berufliche 

Massnahmen bezog, sondern auf eine "sanfte Wiedereingliederung" mit Integrations- 

und Rehabilitationsmassnahmen, auf die sie angewiesen sei (act. G 1, Rz 53). Die 

Beschwerde ist damit bezüglich allfälliger beruflicher Massnahmen als unbegründet 

abzuweisen.

2.    Bezüglich der beantragten Rente ab Januar 2001 ist hinsichtlich der 

massgebenden rechtlichen Grundlagen auf die Erwägungen des Entscheids des 

Versicherungsgerichts vom 12. Januar 2010, IV 2008/135, E. 2 ff. (act. G 4.1.105) zu 

verweisen. Mit diesem Entscheid wurde die Sache zur Klärung der im Haushaltsbereich 

bestehenden Einschränkungen (E. 6) und zur Klärung zurückgewiesen, ob die 

angestammte Tätigkeit als Psychiatriekrankenschwester als leidensangepasste 

Tätigkeit anzusehen sei bzw. in welchem Pensum diese Tätigkeit von der 

Beschwerdeführerin zumutbarerweise ausgeübt werden kann und welche anderen 

Berufstätigkeiten dem Zumutbarkeitsprofil entsprechen, wobei je nach Ergebnis die 

berufliche Eingliederung erneut neu zu prüfen sei (E. 8).

3.    Bezüglich des Statusverhältnisses macht die Beschwerdeführerin in der Be­

schwerde neu geltend, nachdem ihre Kinder "heute" ausgezogen seien, könne davon 

ausgegangen werden, dass sie ihr Pensum zwischenzeitlich aufgestockt hätte und 

wieder im Umfang von 80% ausserhäuslich tätig wäre. Es könne nicht mehr auf das 

Pensum des Jahres 2001 abgestellt werden (act. G 1, Rz 55). Dabei übersieht die 

Beschwerdeführerin, dass die im Abklärungsbericht vom 4. Juni 2010 von der Ab­

klärungsperson (weiterhin) vorgenommene Aufteilung (58% Erwerb, 42% Haushalt) 

in der Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 26. Mai 2010 unbestritten blieb 

(act. G 4.1.112) und sie im Einwand vom 15. Mai 2012 selbst vorbehaltlos von einem 

42%igen Haushaltspensum ausging (act. G 4.1.190-21, Rz 32; vgl. bezüglich der damit 

einhergehenden Annahme von 58% Erwerbspensum act. G 4.1.190-22, Rz 35.1). Eine 

Veränderung des Statusverhältnisses erscheint damit nicht überwiegend 

wahrscheinlich.

4.    Betreffend die Invalidität im Erwerbsbereich rügt die Beschwerdeführerin, das 

Gutachten vom 26. Juni 2007 sei nicht beweiskräftig und die darin festgelegte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Arbeitsfähigkeit von 100% für leidensangepasste Tätigkeiten sei unzutreffend (act. G 1, 

Rz 7, Rz 19, Rz 21, Rz 27 ff., und G 16).

4.1  Bei ihrer Rüge übersieht die Beschwerdeführerin, dass das Versicherungsgericht 

bereits im Entscheid vom 12. Januar 2010 darlegte, aus welchen Gründen das Gericht 

das Gutachten der C.___-Klinik vom 26. Juni 2006 für beweiskräftig hielt und von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ausging; ein 

entscheidender Grund für ein Abweichen von der bisherigen Beurteilung ist weder 

ersichtlich noch dargetan. Daran vermag die von der Beschwerdeführerin geltend 

gemachte Gehörsverletzung im Zusammenhang mit dem vom Versicherungsgericht im 

Entscheid vom 12. Januar 2010 festgestellten Sachverhalt (act. G 1, Rz 7 f.) nichts zu 

ändern, da dieser Vorwurf sachlich nicht gerechtfertigt ist, hat doch das 

Versicherungsgericht einlässlich unter Berücksichtigung sämtlicher wesentlicher 

Aspekte (E. 7.1 ff., act. G 4.105-12 ff.) und namentlich in ausdrücklicher Diskussion der 

Einschätzungen von Dr. D.___ (E. 7.7, act. G 4.1.105-16) begründet, weshalb es die 

gutachterliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung für beweiskräftig hielt. Eine Rechtfertigung 

für ein Abweichen dieser Beurteilung betreffend die Restarbeitsfähigkeit kann auch 

nicht im Schlussbericht der BEFAS erblickt werden, da die Abklärungspersonen die 

schmerzgeleitete Schonung und Dekonditionierung (act. G 4.1.160-6) als Grund für die 

gezeigte tiefe Leistung erwähnten, welche indessen bereits im Rahmen der 

gutachterlichen Beurteilung gewürdigt wurden (act. G 4.1.59-20). Des Weiteren ist zu 

bemerken, dass der Schlussbericht gerade keine Leistungsbeurteilung enthält ("Nicht 

Gegenstand der Abklärung ist die Überprüfung der Leistungsfähigkeit", act. 

G 4.1.160-6), welche an der gutachterlichen Beurteilung nachträglich Zweifel wecken 

könnte.

4.2  Angesichts dessen, dass keine Hinweise in den Akten ersichtlich sind, die auf den 

Eintritt einer gesundheitlichen Verschlechterung seit dem vom Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 12. Januar 2010 erfassten Sachverhalt (Zeitpunkt des 

Erlasses der damals angefochtenen Verfügung vom 7. Februar 2008, act. G 4.1.84) 

hindeuten, besteht kein Anlass, die gutachterlich für leidensangepasste Tätigkeiten 

bescheinigte 100%ige Arbeitsfähigkeit in Abweichung zum Entscheid vom 12. Januar 

2010 zu hinterfragen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.2.1      Daran ändert nichts, dass im Rahmen der Eintrittsuntersuchung in der BEFAS 

Appisberg eine Insertionstendinopathie festgestellt wurde (act. G 4.1.160-5; vgl. act. 

G 1, Rz 26). Im Schlussbericht der BEFAS vom 17. November 2011 wurde bezüglich 

der medizinischen Situation ausgeführt, im Rahmen der klinischen 

Eintrittsuntersuchung sei im Vordergrund ein thorakospondylogenes Syndrom links 

diagnostiziert worden, mit schmerzhafter Irritation auf Höhe Th10, bei auch auf dieser 

Etage bekannter Costotransversalarthrose, bei zudem Fehlstatik mit Hyperkyphose der 

BWS und konsekutiver Kopfprotraktionshaltung, einhergehend mit muskulärer 

Dysbalance cervical, "inklusive schmerzhafter nuchaler Insertionstendinopathie 

M. splenius capitis beidseits" (act. G 4.1.160-5).

4.2.2      Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Insertionstendinopathie nicht als 

selbstständige Diagnose erhoben wurde, sondern bloss als Befund zum im Vorder­

grund stehenden thorakospondylogenen Syndrom Erwähnung fand, worauf RAD-Arzt 

Dr. B.___ schlüssig hinwies. Hinzu kommt, dass der RAD-Arzt plausibel dargelegt hat, 

entsprechende Muskelverspannungen seien bereits in der gutachterlichen Beurteilung 

(vgl. zu den dort aufgeführten Myogelosen act. G 4.1.59-15) beschrieben worden 

(Stellungnahme vom 21. Juni 2012, act. G 4.1.195). Schliesslich ergibt sich aus 

der medizinischen Beurteilung kein Zusammenhang zwischen der Insertionstendino­

pathie und einer dadurch (zusätzlich) verursachten Leistungseinschränkung. Vielmehr 

erwähnten die beruflichen Abklärungspersonen als Grund für die gezeigte tiefe 

Leistung die mehrjährige, schmerzgeleitete Schonung und Dekonditionierung (act. 

G 4.1.160-6). Der Verweis auf den Schlussbericht der BEFAS zielt letztlich auch 

deshalb ins Leere, da er gerade keine Leistungsbeurteilung enthält und damit nicht 

geeignet ist, eine diesbezügliche Verschlechterung darzutun.

4.2.3      Die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführte zwischenzeitliche Chroni­

fizierung der Leiden (act. G 1, Rz 37) begründet keinen Anhalt für die Annahme einer 

relevanten Verschlechterung, zumal bereits im Entscheid vom 12. Januar 2010 ein 

chronisches Leidensbild beurteilt wurde (vgl. lit. A.b, act. G 4.1.105-3; auch im Gut­

achten war die Rede von chronischen Schmerzen, act. G 4.1.59-20) und die 

Beschwerdeführerin in der Beschwerde selbst einräumt, die Leiden seien bereits am 

31. August 2005 "wohl weitestgehend chronifiziert" gewesen (act. G 1, Rz 39).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.2.4      In psychischer Hinsicht ist entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin 

(act. G 1, Rz 48 ff.) eine gesundheitliche Verschlechterung mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu verneinen, da die Beschwerdeführerin bereits 

anlässlich der psychiatrisch-rheumatologischen Begutachtung über eine "deutliche 

Reduktion" der Vitalität und rasche Ermüdbarkeit (act. G 4.1.59-13) geklagt hatte. Diese 

Sichtweise wird dadurch bestätigt, dass die Beschwerdeführerin keinen ärztlichen 

Bericht vorlegt, aus dem eine (selbstständige) psychiatrische Erkrankung mit 

Auswirkung auf leidensangepasste Tätigkeiten hervorgeht.

5.    Demnach ist auf der Grundlage einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensan­

gepasste Tätigkeiten der Invaliditätsgrad für den Erwerbsbereich zu bestimmen.

5.1  Hinsichtlich des Valideneinkommens knüpfte die Beschwerdegegnerin zunächst an 

das Valideneinkommen an, auf das im Entscheid vom 12. Januar 2010 hingewiesen 

worden war (E. 9, act. G 4.1.105-17). Im Beschwerdeverfahren behauptete die 

Beschwerdegegnerin dann neu, die Beschwerdeführerin verfüge über keine 

abgeschlossene Ausbildung, weshalb das Valideneinkommen aufgrund der 

Tabellenlöhne, Qualifikationsstufe 4, zu bemessen sei (act. G 4, S. 5). Diese 

Behauptung ist insoweit aktenwidrig, als die Beschwerdeführerin dies ohne Weiteres 

belegen konnte (vgl. Beilage zur Replik, act. G 16.1-209) und im Übrigen zutreffend als 

treuwidrig bezeichnet (act. G 16 Rz 9). Die Beschwerdeführerin verlangt ihrerseits die 

Berücksichtigung eines wesentlich höheren Valideneinkommens als im 

Rückweisungsurteil angenommen (vgl. act. G 1 Rz 63ff.).

5.1.1      Im Entscheid vom 12. Januar 2010 ging das Versicherungsgericht mangels 

ausreichend konkreter Grundlagen davon aus, für das Valideneinkommen sei auf die 

Durchschnittslöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen, 

nämlich auf die Tabelle TA1, Wirtschaftszweig Gesundheits- und Sozialwesen, An­

forderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt), Frauen. Der ent­

sprechende monatliche Durchschnittslohn für eine 40-Stundenwoche betrug im Jahr 

2006 Fr. 5'475.-- (E. 9.2, act. G 4.1.105-17 f.). Dieser Tabellenwert erweist sich als 

unzureichend, wie die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren plausibel darlegen 

konnte: Vor der Übernahme des Alters- und Pflegeheims E.___ hat die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem Ehemann das Altersheim F.___ geleitet (von 

August 1997 bis April 1999, vgl. IK-Auszug, act. G 4.1.7) und als stellvertretende 

Heimleiterin und Pflegedienstleiterin bereits im Jahr 1998 bei einem 

Beschäftigungsgrad von 50% brutto Fr. 50'243.05 (act. G 1.2/47,49) erzielt, was 

nominallohnbereinigt und bei einer Beschäftigung von 58% im Jahr 2006 ein 

Valideneinkommen von Fr. 65'449.-- ergebe. In derselben Grössenordnung stelle sich 

das Valideneinkommen bei der nachfolgenden Tätigkeit im Altersheim E.___, wenn zum 

abgerechneten Jahreslohn im Jahr 2001 von Fr. 25'200.-- (act. G 1.2/48) ein 

Gewinnanteil von 58% oder Fr. 35'361.-- aus der gemeinsamen Führung des 

Altersheims (bei 158% total oder Fr. 96'328.-- gemäss Bilanz für 2001, act. G 1.2/14) 

hinzugerechnet werde. Würde auf die Abklärung im UV-Verfahren betreffend 

ortsüblichen Lohn einer Heimleiterin abgestellt, so ergäbe sich für den Kanton St. 

Gallen bei einem Beschäftigungsgrad von 58% im Jahr 2006 ein Betrag von Fr. 

66'963.-- (act. G 1 Rz 63ff.).

5.1.2      Wie sich aus den vom Versicherungsgericht im unfallversicherungsrechtlichen 

Entscheid vom 6. Januar 2010, UV 2008/65, betreffend die Höhe des versicherten 

Verdiensts angeordneten Abklärungen nachträglich ergeben hat, beträgt die 

Salarierung für die von der Beschwerdeführerin ausgeübte Funktion einer Heimleiterin 

gemäss Gehaltserhebung für das Jahr 2005 für ein Vollzeitpensum im 

gesamtschweizerischen Durchschnitt Fr. 103'968.-- (vgl. act. G 4.1.190-51). Der 

entsprechende Durchschnittslohn im Kanton St. Gallen beträgt Fr. 113'972.-- (act. 

G 4.1.190-60). Aus diesen vergleichsweise hohen Beträgen erhellt, dass das 

Versicherungsgericht bei der ursprünglichen Festsetzung des Valideneinkommens 

(Tabelle TA1, Wirtschaftszweig Gesundheits- und Sozialwesen, Anforderungsniveau 3 

[Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt], Frauen) wie offenbar auch die 

Unfallversicherung (vgl. Schreiben Allianz vom 12. November 2010, act. G 4.1.190-51) 

der Funktion der Heimleitung namentlich bei der Wahl des Anforderungsniveaus keine 

Rechnung getragen hat. Mit Blick auf die bis zum Unfall ausgeübte Tätigkeit im 

Heimbereich ist diesem Aspekt wie in der Unfallversicherung angemessen Rechnung 

zu tragen. Diese ausnahmsweise Neubeurteilung rechtfertigt sich umso mehr, als durch 

die nachträgliche abweichende Beurteilung die Rechtssicherheit nicht gefährdet wird 

und die Parteien - die im Übrigen eine Bindungswirkung verneinen (ausdrücklich die 

Beschwerdegegnerin in act. G 4, Rz 5; zur entsprechenden, zumindest sinngemässen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Auffassung der Beschwerdeführerin siehe vorstehende E. 5.1) - keine Dispositionen im 

Vertrauen auf die ursprüngliche, nicht in Rechtskraft erwachsene Beurteilung getroffen 

haben.

5.1.3      Um bei der Bestimmung des Valideneinkommens möglichst den konkreten 

Verhältnissen und zugleich dem - bisher vernachlässigten - heimleitungsspezifischen 

Gesichtspunkt gerecht zu werden, ist als Grundlage der im Jahr 1998 in 

(unselbstständiger Tätigkeit) als stellvertretende Heimleiterin und Pflegedienstleiterin 

bei einem 50%igen Beschäftigungsgrad erzielte Bruttoverdienst von Fr. 50'243.-- 

(siehe Lohnausweis vom 26. Januar 1999, act. G 1.2.49, sowie IK-Auszug, act. G 4.1.7) 

und nicht die vom Unfallversicherer ermittelten Durchschnittswerte heranzuziehen. 

Nach wie vor rechtfertigt es sich demgegenüber aufgrund der damit verbundenen 

Unsicherheiten (siehe hierzu E. 9.2, act. G 4.1.105-18) nicht, auf das erzielte 

Einkommen aus dem ab dem Jahr 2000 ausgeübten Familienbetrieb abzustellen. Der 

Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass kein allgemeiner 

Erfahrungsgrundsatz existiert, wonach Selbstständigerwerbende grundsätzlich besser 

verdienen würden als Angestellte (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2009, 

9C_324/08, E. 3.2.2). Angepasst an einen Beschäftigungsgrad von 58% ergibt sich für 

das Jahr 1998 ein Einkommen von Fr. 58'282.-- ([Fr. 50'243.-- / 50%] x 58%), womit 

unter Berücksichtigung der bis ins Jahr 2004 (zum Rentenbeginn siehe nachstehende 

E. 7) eingetretenen Nominallohnentwicklung (Index Frauen, 1998: 2142, 2004: 2360) ein 

Valideneinkommen von Fr. 64'214.-- ([Fr. 58'282.-- / 2142] x 2360) resultiert.

5.2  Hinsichtlich des Invalideneinkommens gilt es zu beachten, dass für die zuletzt 

ausgeübte Tätigkeit in einem Pflegeheim eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen 

ist (act. G 4.1.107). Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die inzwischen 

langjährige Arbeitsabwesenheit erscheint fraglich, ob die Beschwerdeführerin 

überhaupt noch auf Tätigkeiten im Wirtschaftszweig Gesundheits- und Sozialwesen 

verwiesen werden kann. Mit der Beschwerdegegnerin (act. G 4.1.177) erscheint es 

vorliegend angemessen, als Grundlage auf den (vergleichsweise tieferen) 

Hilfsarbeiterlohn sämtlicher Tätigkeiten abzustellen. Von weiteren Abklärungen sind 

keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte 

Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 5.3). Der Hilfsarbeiterlohn beträgt für das Jahr 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2004, Frauen, Fr. 48'585.--. Angepasst an einen Beschäftigungsgrad von 58% 

resultiert ein Betrag von Fr. 28'179.-- (Fr. 48'585.-- x 58%).

5.3  Die Beschwerdegegnerin nahm keinen Tabellenlohnabzug vor (act. G 4.1.177 und 

G 4.1.196). Die Beschwerdeführerin hält demgegenüber aufgrund des fortgeschrittenen 

Alters, der "krassen Einschränkungen gemäss der BEFAS-Abklärungen" und den 

vielschichtigen gesundheitlichen Einschränkungen den höchstzulässigen Abzug von 

25% für gerechtfertigt (act. G 1, Rz 67).

5.3.1      Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Um­

ständen des konkreten Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter, 

Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige 

Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs 

ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b und 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

5.3.2      Die Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 8. Mai 

2013 55-jährig. Vor ihr lag noch eine mehr als 8-jährige Aktivitätsdauer, weshalb sich 

ihr fortgeschrittenes Alter lediglich geringfügig auf die Lohnhöhe auswirken dürfte. Die 

qualitativen Anforderungen an eine leidensangepasste Tätigkeit (act. G 4.1.160-8) 

schränken das offenstehende Spektrum zwar ein, allerdings nicht in einem erheblichen 

Ausmass. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist gestützt auf die 

gutachterliche Einschätzung von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. 

Insgesamt erscheint dem fortgeschrittenen Alter (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

2. April 2013, 8C_154/2013, E. 3.3.2), der qualitativen Einschränkungen und der 

langjährigen Dekonditionierung (act. G 4.1.59-20 und G 4.1.160-5; vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Juli 2009, 9C_360/2009, E. 5.5) ein Abzug von 10% 

gerechtfertigt, womit sich ein Invalideneinkommen von Fr. 25'361.-- (Fr. 28'179.-- 

x 0.9), eine Erwerbseinbusse von Fr. 38'853.-- (Fr. 64'214.-- - Fr. 25'361.--) und ein 

Invaliditätsgrad von aufgerundet 61% ([Fr. 38'853.-- / Fr. 64'214.--] x 100) bzw. - 

gewichtet ans hypothetische Erwerbspensum - von abgerundet 35% (61% x 58%) 

ergibt.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

6.    Betreffend den Haushaltsbereich ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad 

von aufgerundet 24% (Abklärungsbericht vom 4. Juni 2010; act. G 4.1.113). Die Be­

schwerdeführerin hält diese Einschätzung für unzutreffend (act. G 1, Rz 55 ff., und 

act. G 16, Rz 12).

6.1  Die Beschwerdeführerin wendet im Wesentlichen ein, die von der Abklärungs­

person ermittelte Einschränkung von aufgerundet 24% (act. G 4.1.113-7) sei mit den 

Ergebnissen der BEFAS sowie den Einschätzungen in den Vorakten nicht vereinbar 

(act. G 1, Rz 57 und Rz 58). Dabei lässt die Beschwerdeführerin ausser Acht, dass 

gestützt auf die gutachterliche Einschätzung von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen ist (vgl. vorstehende E. 4.2 und 5). Es ist 

daher nicht zu beanstanden, wenn sich die Beschwerdegegnerin bei der Abklärung im 

Haushalt primär am beweiskräftigen Gutachten orientierte (act. G 4.1.113-12).

6.2  Die Beschwerdeführerin moniert weiter, die Abklärungsperson sei in Verkennung 

der tatsächlichen Verhältnisse davon ausgegangen, dass sie über einen Tumbler ver­

füge und dass sie häufig benötigte Gegenstände in der Küche auf Bauchhöhe lagern 

könne (act. G 1, Rz 58).

6.2.1      Bei der Verrichtung "Wäsche und Kleiderpflege" ermittelte die 

Abklärungsperson eine Einschränkung von 25% ("Mit Blick auf die ärztl. Atteste 

bestehen beim Tragen der Wäsche eine Einschränkung […] sowie bei Aufhängen, 

Abnehmen von grosser Wäsche ab Leine sowie beim Versorgen in höheren Lagen, 

teilweise beim Glätten aufgrund der Repetierbewegungen", act. G 4.1.113-7). Wäsche 

aufhängen könne grösstenteils mit dem Einsatz des Tumblers kompensiert werden 

(act. G 4.1.113-12). Auf eine Abklärung, ob der Beschwerdeführerin tatsächlich ein 

Tumbler zur Verfügung steht, kann vorliegend verzichtet werden. Denn selbst wenn für 

den Bereich Wäsche und Kleiderpflege eine 100%ige Einschränkung bzw. aufgrund 

der Gewichtung von 5.13% eine entsprechende Behinderung bei der Berechnung des 

Teilinvaliditätsgrads berücksichtigt würde, resultierte keine rentenrelevante 

Veränderung des Invaliditätsgrads.

6.2.2      Betreffend den Bereich Ernährung berücksichtigte die Abklärungsperson Ein­

schränkungen von 10% im Zusammenhang mit der gründlichen Reinigung am Boden, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Backofen etc. sowie der periodischen Reinigung von Kästen in der Höhe und im 

tieferen Bereich. Einschränkungen bestünden auch beim Versorgen und 

Herausnehmen von Geschirr und Produkten in/aus höheren Regalen (act. G 4.1.113-7). 

Es fielen beim Kochen keine Gewichte und Töpfe von 5 bis 10 kg an. Selbst 

Repetierbewegungen hielten sich in einem Zweipersonenhaushalt in Grenzen. Im 

Rahmen der möglichen Selbsteinteilung, Erledigung in Etappen, könne die Belastung 

reduziert werden. Zudem sei es zumutbar, häufig benötigte Gegenstände so zu 

platzieren, dass möglichst wenige Bewegungen über Kopfhöhe anfielen. Der Haushalt 

besteht aus zwei Personen, nämlich der Beschwerdeführerin und deren Ehegatten (act. 

G 4.1.113-3). Die Abklärungsperson hat somit - entgegen der Beschwerdeführerin (act. 

G 1, Rz 58, Absatz 2) - die im Zusammenhang mit der Bodenreinigung anfallenden 

Einschränkungen berücksichtigt. Des Weiteren ist selbst bei einer kleinen Küche davon 

auszugehen, dass die für die Zubereitung der Nahrung für einen Zweipersonenhaushalt 

regelmässig erforderlichen Gegenstände auf einer den Leiden der Beschwerdeführerin 

entsprechenden Höhe (unter Kopfhöhe; act. G 4.1.59-21 und G 4.1.105-16) gelagert 

werden können. Schliesslich liegt der Kritik der Beschwerdeführerin die unzutreffende 

Annahme zugrunde, die betroffenen Gegenstände könnten nur noch auf Bauchhöhe 

positioniert werden.

6.3  Selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführerin von den Ergebnissen des Ab­

klärungsberichts vom 4. Juni 2010 insoweit abgewichen würde, als für den Bereich 

Wäsche und Kleiderpflege von einer 5.13%igen Behinderung ausgegangen würde, 

resultiert ein Teilinvaliditätsgrad im Haushaltsbereich von aufgerundet 27%. Bei einem 

42%igen Haushaltspensum ist von einem gewichteten Teilinvaliditätsgrad von abge­

rundet 11% (27% x 42%) auszugehen.

7.    Bei gewichteten Teilinvaliditätsgraden von 35% für den Erwerbsbereich (vgl. vor­

stehende E. 5.3.2) und 11% für den Haushaltsbereich (vgl. vorstehende E. 6.3) 

resultiert ein Invaliditätsgrad von 46%. Da die Beschwerdeführerin ihre 

Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, kann ihr kein Wechselwirkungsabzug zugestanden 

werden (Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2009, 8C_729/2009, E. 4.4). Die 

Beschwerdeführerin hat damit Anspruch auf eine Viertelsrente. Da seit März 2002 eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit besteht (act. G 4.1.59-22; 

zur 100%igen Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit im eigenen Pflegeheim vgl. auch die

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

RAD-Stellungnahme vom 4. Februar 2010, act. G 4.1.107), sich die Beschwerdeführerin 

indessen erst am 31. August 2005 zum IV-Leistungsbezug angemeldet hat (act. 

G 4.1.1), ist der Rentenbeginn unter Berücksichtigung des vorliegend anwendbaren 

aArt. 48 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung) auf 1. August 

2004 festzusetzen.

8.

8.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gegen die Verfügung vom 8. Mai 2013 

betreffend berufliche Massnahmen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

8.2  Die Beschwerde gegen die Rentenverfügung ist teilweise gutzuheissen und der 

Beschwerdeführerin ist ab 1. August 2004 eine Viertelsrente zuzusprechen. Zur Fest­

setzung der Rentenhöhe ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

8.3  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Hin­

sichtlich der Beschwerde gegen die Rentenverfügung gilt es zu beachten, dass gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung zur Überklagung in 

sozialversicherungsrechtlichen Rentenfällen von einem vollständigen Obsiegen der 

Beschwerdeführerin auszugehen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, 

9C_466/2007, E. 5 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin unterliegt lediglich in einem 

relativ untergeordneten Punkt (berufliche Massnahmen), über den im Wesentlichen 

aufgrund der Beurteilung des Rentenanspruchs befunden werden konnte, weshalb bei 

den Kosten- und Entschädigungsfolgen auch insgesamt von einem vollständigen 

Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen ist und die Beschwerdegegnerin die 

gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen hat. Der geleistete 

Kostenvorschuss ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.

8.4  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei An­

spruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungs­

gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). 

In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier 

zu beurteilenden Fall erscheint unter Berücksichtigung des durch die 

Beschwerdegegnerin verursachten Mehraufwands wegen inkonsistenter Aktenführung 

(vgl. zur Rüge der Beschwerdeführerin siehe act. G 1, S. 4 oben) eine 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen. Angesichts der Vorkenntnisse des langjährig betreuenden 

Rechtsvertreters rechtfertigt sich keine darüber hinausgehende Entschädigung, zumal 

nur der notwendige Aufwand angemessen zu entschädigen ist.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.    Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 8. Mai 2013 betreffend berufliche 

Massnahmen wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Rentenver­

fügung vom 8. Mai 2013 aufgehoben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung 

ab 1. August 2004 eine Viertelsrente zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe 

wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin zurück­

erstattet.

4.      Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 25.06.2014
	Art. 28 IVG und Art. 15 ff. IVG. Bestimmung Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode. Anspruch auf Viertelsrente bejaht. Mangels subjektiver Eingliederungsfähigkeit Anspruch auf berufliche Massnahmen abgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Juni 2014, IV 2013/256).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T09:48:45+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen