# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fd9544c-aa42-57cf-a236-0a48cd857421
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.02.2012 E-493/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-493-2012_2012-02-02.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­493/2012

U r t e i l   v om   2 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Daniel Willisegger,
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch; 
Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher

Parteien A._______, geboren am (…),
Kamerun,  
vertreten durch Bureau de Conseil pour les Africains 
Francophones de la Suisse (BUCOFRAS), 
(…)
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung);
Verfügung des BFM vom 18. Januar 2012 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer,  ein  angeblich  aus  B._______,  Kamerun, 
stammender  kamerunischer  Staatsangehöriger,  reiste  seinen  Angaben 
zufolge  am  29. Dezember  2011  unter  missbräuchlicher  Verwendung 
eines  ihm  nicht  gehörenden  spanischen  Reisepasses  vom  Flughafen 
C._______,  Kamerun,  nach  Zürich,  wo  er  am  30.  Dezember  2011 
landete.  Beim  Versuch,  weiter  nach  Paris  zu  reisen,  wurde  er  von  der 
Flughafenpolizei  angehalten.  Am  31.  Dezember  2011  reichte  der 
Beschwerdeführer  aus  dem  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich  ein 
Asylgesuch ein. Am 3. Januar 2012 wurde er zur Person befragt, am 10. 
Januar 2012 zu den Asylgründen angehört.

Der Beschwerdeführer machte geltend, dass er seit dem Jahre 2010 als 
Leibwächter  bzw.  rechte  Hand  für  einen  Armeecaptain  (nachfolgend: 
Captain)  gearbeitet  habe.  Der  Captain  habe  nach  Macht  gestrebt  und 
ständig von einem Putsch der Armee gesprochen. Am 23. Februar 2011 
sei eine Demonstration gegen die Regierung geplant gewesen. Er selber 
sei gegen das Regime von Paul Biya. Er habe Flugblätter an Jugendliche 
verteilt. Am 21. Februar 2011 sei er beim Verteilen der Flugblätter von der 
Polizei  verhaftet  worden  und  auf  dem  Polizeiposten  anschliessend 
geschlagen, gefoltert und bedroht worden. Er sei drei Tage ohne Essen 
und  Trinken  festgehalten  worden.  Die  Polizisten  hätten  ihn  mit 
Schlagstöcken  auf  die  Fusssohlen  geschlagen.  Am  vierten  Tag  seiner 
Gefangenschaft sei er dank den Beziehungen des Captains freigelassen 
worden. Nach seiner Freilassung habe er immer wieder Todesdrohungen 
per  Mail  und  per  SMS  erhalten.  Er  sei  mehrfach  auf  der  Strasse 
angegriffen  und  mit  Stöcken  und  Faustschlägen  geschlagen  worden, 
ohne jedoch von den Tätern bestohlen worden zu sein. Am 7. Dezember 
2011 seien der Captain und vier andere Angehörige der Armee verhaftet 
und  ins Militärgefängnis  gesteckt worden. Am gleichen Tag  sei  auch  er 
wegen  seiner  Beziehung  zum Captain  verhaftet  worden. Während  zwei 
Tagen  sei  er  gefoltert worden und die  anderen Gefangen  hätten  gegen 
seinen Willen den Beischlaf an ihm vollzogen. Er habe sich gewehrt und 
einem  Mitgefangenen  mit  einem  Stuhl  an  den  Hinterkopf  geschlagen. 
Dieser sei sofort tot gewesen. Ein Polizist habe ihm dann mitgeteilt, dass 
er  sterben  werde,  wenn  er  im  Gefängnis  bleibe,  und  ihm  für  sechs 
Millionen angeboten, bei der Flucht aus dem Gefängnis behilflich zu sein. 
Sein Onkel  habe  dem Polizisten  das Geld  gegeben. Am 24. Dezember 

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2001  sei  er  aus  dem Gefängnis  geflohen  und  habe  sich  bis  zu  seinem 
Abflug versteckt.  

B. 
Das  BFM  stellte  mit  Verfügung  vom  18.  Januar  2012  –  eröffnet  am 
19. Januar  2012  –  fest,  dass  der  Beschwerdeführer  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle. Das BFM lehnte das Asylgesuch ab, 
ordnete die Wegweisung aus dem Transitbereich des Flughafens Zürich 
an und beauftragte den Kanton Zürich mit dem Vollzug der Wegweisung. 
Dem  Beschwerdeführer  wurden  die  editionspflichtigen  Akten  gemäss 
Aktenverzeichnis ausgehändigt. 

C. 
Die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  hat  im  Namen  des 
Beschwerdeführers  mit  Eingabe  vom  25.  Januar  2012  gegen  den 
Entscheid  des  BFM  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erhoben und beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die 
Flüchtlingseigenschaft  sei  festzustellen  oder  dem  Beschwerdeführer 
eventualiter  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren.  In  prozessualer 
Hinsicht  lässt  er  die  Anträge  stellen,  es  sei  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses zu verzichten und ihm den Aufenthalt in der Schweiz 
bis zum Abschluss des Verfahrens zu gestatten. 

D. 
Die  vorinstanzlichen  Akten  wurden  dem  Bundesverwaltungsgericht  am 
27. Januar 2011 per Telefax übermittelt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von 
Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
zuständig und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls  in der Regel – wie 
auch  vorliegend  –  endgültig  (vgl.  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]; Art. 105 
des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31]).  Der 
Beschwerdeführer  ist  als  Verfügungsadressat  zur  Beschwerdeführung 

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legitimiert  (Art.  48  VwVG).  Auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde (Art. 52 VwVG und Art. 108 Abs. 1 AsylG) ist einzutreten.

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2. 

2.1. Mit  der  Beschwerde  kann  eine  Verletzung  von  Bundesrecht,  eine 
unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts  und  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art.  106  Abs.  1 
AsylG).

Die  Beschwerde  erweist  sich  als  offensichtlich  unbegründet  und  ist  im 
Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 
Richters  oder  einer  zweiten  Richterin  (Art.  111  Bst.  e  AsylG)  ohne 
Weiterungen und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a 
Abs. 1 und 2 AsylG).

3. 

3.1. Gemäss  Art. 7  AsylG  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nachweisen 
oder  zumindest  glaubhaft  machen,  wer  um  Asyl  nachsucht.  Die 
Flüchtlingseigenschaft  ist  glaubhaft  gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr 
Vorhandensein  mit  überwiegender Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält. 
Unglaubhaft sind  insbesondere Vorbringen, die  in wesentlichen Punkten 
zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen 
nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte 
Beweismittel abgestützt werden.

3.2.  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  die  Anforderungen  an  das 
Glaubhaftmachen der Vorbringen in einem jüngeren Entscheid dargelegt 
und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. 
statt vieler BGVE 2010/57 E. 2.2 und 2.3).

3.3. Die  Vorinstanz  ist  nach  sorgfältiger  Beweiswürdigung  zum Schluss 
gekommen,  dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vor  den 
Anforderungen  an  das  Glaubhaftmachen  gemäss  Art.  7  AsylG  nicht 
standhalten. In der angefochtenen Verfügung wird einlässlich begründet, 
welche  Vorbringen  im  Einzelnen  nicht  nachvollziehbar,  pauschal  oder 
nicht  plausibel  sind  und  weshalb  von  einer  konstruierten  Sachverhalts­
Schilderung auszugehen ist. Der Beschwerdeführer setzt sich damit nicht 
auseinander und zeigt mit keinem Wort auf, inwiefern die vorinstanzliche 
Beweiswürdigung  zu  beanstanden  sein  soll.  Solches  ist  auch  nicht 
ersichtlich.

Die  Vorinstanz  stellt  zunächst  zu  Recht  fest,  dass  die  Angaben  des 
Beschwerdeführers  zur  Person  des  Captains  und  zur  Zusammenarbeit 

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wenig  konkret,  pauschal  und  nicht  nachvollziehbar  sind.  Der 
Beschwerdeführer konnte nur gerade dessen Vornamen nennen und das 
Alter ungefähr schätzen, was aufgrund des  intensiven Kontakts und der 
Aussage  des  Beschwerdeführers,  wonach  der  Captain  ihn  wie  einen 
Sohn adoptiert habe, nicht nachvollziehbar ist (BFM­Akten, act. 12 S. 8). 
Weiter konnte er nicht schlüssig begründen, weshalb der Captain ihn als 
Leibwächter bzw. rechte Hand angestellt hatte (BFM­Akten, act. 12 S. 8­
10).  Insbesondere  konnte  er  keine  näheren  Angaben  zu  den  vielen 
Reisen  des  Captains  und  dessen  Reisegründe  machen,  obwohl  er  ihn 
angeblich  immer  begleitet  hatte  (BFM­Akten,  act.  12  S.  8).  Sehr 
unwahrscheinlich ist, dass der Beschwerdeführer, der vorher nie politisch 
tätig  war,  für  die  Flugblattaktion  in  C._______  verantwortlich  gewesen 
sein und als Einziger Flugblätter verteilt haben soll (BFM­Akten, act. 12 S. 
10, 11 und 17). 

Die  Vorinstanz  nimmt  sodann  zutreffend  an,  dass  die  Ausführungen  zu 
den  Verhaftungen,  den  Haftgründen  und  Folterungen  substanzarm  und 
pauschal  ausgefallen  sind.  Der  Gesuchsteller  konnte  die  beiden 
Inhaftierungen und die dabei erfolgten Folterungen trotz mehrfacher und 
behutsamer  Aufforderung  nicht  detailliert  beschreiben  (BFM­Akten,  act. 
12 S.  11­15,  act.  9 S.  10  und  11). Die Unglaubhaftigkeit  der Aussagen 
wird  dadurch  unterstützt,  dass  der  Gesuchsteller  keinerlei  Spuren  von 
den Folterungen auf sich trägt (BFM­Akten, act. 12 S. 15). Ebenso hält es 
die Vorinstanz zu Recht für unglaubhaft, dass der Beschwerdeführer von 
seinen  Mitgefangenen  sexuell  angegangen  worden  sein  und  er  in  der 
Folge einen Mitgefangenen mit einem Stuhl getötet haben soll, wäre es 
doch  zu  erwarten  gewesen,  dass  er  einen  solch  zweifelsohne 
einschneidenden  Vorfall  näher  hätte  beschreiben  können  und  bereits 
anlässlich  der  ersten  Befragung  vorgebracht  hätte  (BFM­Akten,  act.  12 
S.16).  Geradezu  ausgeschlossen  ist  es,  dass  eine  Tötung  keine 
unmittelbaren negativen Konsequenzen für  ihn gehabt haben soll  (BFM­
Akten, act. 12 S. 16). 

Der  Vorinstanz  ist  damit  zu  Recht  zum  Schluss  gekommen,  dass  die 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers  insgesamt  unglaubhaft  ausgefallen 
und  auf  ihre  Asylrelevanz  nicht  weiter  zu  prüfen  sind,  weshalb  der 
angefochtene Entscheid im Asylpunkt zu bestätigen ist. 

4. 
Gemäss  Art. 44  Abs. 1  AsylG  verfügt  das  Bundesamt  in  der  Regel  die 
Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an, wenn es das 

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Asylgesuch  ablehnt  oder  darauf  nicht  eintritt.  Da  der  Beschwerdeführer 
weder  über  eine  ausländerrechtliche  Aufenthaltsbewilligung  noch  über 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen verfügt (BVGE 2009/50 E. 9), 
ist die Anordnung der Wegweisung nicht zu beanstanden.

5. 

5.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

5.2.  Nach  Art.  83  Abs.  3  AuG  ist  der  Vollzug  nicht  zulässig,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat  entgegenstehen.  Da  dem  Beschwerdeführer  keine 
Flüchtlingseigenschaft  zukommt,  ist  das  flüchtlingsrechtliche 
Rückschiebungsverbot  von Art. 33 Abs. 1  des Abkommens  vom 28. Juli 
1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30)  und 
Art. 5  AsylG  nicht  anwendbar.  Die  Zulässigkeit  des  Vollzuges  beurteilt 
sich  vielmehr  nach  den  allgemeinen  verfassungs­  und  völkerrechtlichen 
Bestimmungen  (Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  [BV,  SR  101]); 
Art.  3  des Übereinkommens  vom 10. Dezember  1984 gegen Folter  und 
andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder 
Strafe  [FoK,  SR  0.105];  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  [EMRK,  SR 
0.101].  Im  Lichte  dieser  Bestimmungen  sind  keine  Anhaltspunkte  dafür 
auszumachen,  dass  der  Beschwerdeführer  im  Falle  einer  Ausschaffung 
nach Kamerun dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Der  Wegweisungsvollzug  ist 
zulässig. 

5.3. Nach Art. 83 Abs. 4 AuG  kann  der Vollzug  für Ausländerinnen  und 
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat­ oder Herkunftsstaat auf 
Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Weder  die  allgemeine 
politische Situation in Kamerun noch andere Gründe sprechen gegen die 
Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs. Beim Beschwerdeführer handelt 

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es sich um einen gesunden erwachsenen Mann, der vor seiner Einreise 
jahrelang  in  C._______  gelebt  hat.  Auch  verfügt  er  dort  über  ein 
familiäres  und  zweifelsohne  soziales  Netz,  welches  ihn  bei  seiner 
Rückkehr  ins  Land  unterstützen  wird.  Der  Vollzug  der  Wegweisung 
erweist sich als zumutbar. 

5.4.  Nach  Art. 83  Abs. 2  AuG  ist  der  Wegweisungsvollzug  schliesslich 
auch  als möglich  zu  bezeichnen,  da  es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 
sich  bei  der  zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine 
Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515). 

5.5. Die Vorinstanz  hat  den Wegweisungsvollzug  zusammenfassend  zu 
Recht  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  erachtet,  weshalb  die 
Anordnung einer vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt. 

6. 
Nach  dem  Gesagten  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  Abs.  1  AsylG).  Die 
Beschwerde ist abzuweisen. 

7. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  insgesamt 
auf  Fr. 600.–  festzusetzen  (Art. 1  –  3  des Reglements  vom  21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Die  prozessualen 
Anträge des Beschwerdeführers,  insbesondere das Gesuch um Verzicht 
auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses,  sind mit  dem  vorliegenden 
Urteil gegenstandslos geworden.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiber

Daniel Willisegger Linda Rindlisbacher

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