# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a239b0f-baf8-50b1-a8ac-89c57fa4b49f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.12.2017 810 16 316
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-316_2017-12-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 20. Dezember 2017 (810 16 316) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung / Straffälligkeit 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Christian  

Haidlauf, Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Beat Walther, 
Gerichtsschreiber i.V. Florian Jenal 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Denis G. Giovannelli, 
Rechtsanwalt 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der 

Schweiz (RRB Nr. 1425 vom 18. Oktober 2016) 
 

 
A. Der kosovarische Staatsangehörige A.____, geboren 1993, reiste am 27. Juli 2003 als 
Asylsuchender in die Schweiz ein und wurde mit Entscheid vom 11. Juni 2004 des Bundes-
amtes für Migration (BFM, heute Staatssekretariat für Migration [SEM]) vorläufig aufgenommen. 
Am 11. November 2009 erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung. A.____ lebt bei seinen Eltern in 
B.____. 
 

 

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B. Am 9. März 2011 beging A.____ in mittäterschaftlichem Zusammenwirken einen Raub, 
indem er dem Geschädigten zwei Faustschläge gegen das Gesicht versetzte und ihn zwang, 
ihm sein Bargeld und das Mobiltelefon herauszugeben. Beim Verlassen des Tatorts drohten 
A.____ und seine beiden Mittäter dem Geschädigten, sie würden ihn töten, falls er den Vorfall 
der Polizei melde. Der Geschädigte stellte zwei Tage später einen Strafantrag. Am 24. April 
2011 beging A.____ eine Sachbeschädigung, indem er mit gestrecktem Bein gegen den Kotflü-
gel eines Personenwagens trat. Am 2. Oktober 2011 kam es zu einer verbalen Auseinanderset-
zung, in deren Verlauf A.____ dem Geschädigten drohte, er werde ihn aufschlitzen. In der 
Folge griff A.____ den Geschädigten an und fügte ihm mit der Klinge eines Messers eine 
oberflächliche Schnittwunde von 3 cm Länge am rechten Oberarm zu. Anschliessend stach 
A.____ mit der Messerspitze in den Oberschenkel des Geschädigten und fügte ihm eine mittel-
tiefe Schnittwunde von ca. 1 cm Länge zu. Anschliessend drohte A.____ dem Geschädigten mit 
dem Messer in der Hand, er werde ihn aufschlitzen. Am 29. Dezember 2012 beschädigte 
A.____ ein parkiertes Motorrad, indem er es mit dem Fuss umstiess. Von Ende Oktober 2011 
bis Januar 2013 konsumierte A.____ 1-2 mal wöchentlich Cannabis. Am 1. März 2014 kam es 
zwischen A.____, einem Mitbeteiligten sowie zwei weiteren Personen zu einer verbalen 
Auseinandersetzung, in deren Verlauf A.____ einer Person einen Faustschlag gegen das 
Gesicht versetzte und anschliessend ein in der Hosentasche mitgeführtes Klappmesser behän-
digte, es aufklappte und in drohender Art auf die Person zuging. Bei einem späteren Aufeinan-
dertreffen der vier Beteiligten versetzte A.____ der anderen Person einen Faustschlag, worauf 
die andere Person A.____ mehrere Sprühstösse aus einem mitgeführten Pfefferspray ins 
Gesicht sprühte. In der Folge entfernten sich A.____ und der Mitbeteiligte. Kurz darauf kehrte 
A.____ mit dem geöffneten Klappmesser zurück, worauf die bedrohten Personen die Flucht 
ergriffen und A.____ zunächst die Verfolgung aufnahm. Schliesslich liess A.____ von der Ver-
folgung ab und warf das Messer weg. 
 
C. Dafür verurteilte das Strafgericht Basel-Landschaft (Strafgericht) A.____ am 1. Dezem-
ber 2015 wegen Raubes, einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand, Tät-
lichkeiten, mehrfacher Sachbeschädigung, Beschimpfung, mehrfacher Drohung, versuchter 
Nötigung sowie wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer bedingt 
vollziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten. 
 
D. Am 20. Januar 2016 zeigte A.____s damalige Partnerin diesen wegen häuslicher 
Gewalt bei der Polizei des Kantons Basel-Landschaft (Polizei) an und stellte Strafantrag, da er 
sie verbal und physisch angegriffen habe. Die Polizei verfügte daraufhin am 21. Januar 2016 
gegenüber A.____ ein Kontakt- und Rayonverbot hinsichtlich der Person und der Wohnung der 
Strafantragsstellerin. Das Strafverfahren wegen häuslicher Gewalt wurde in der Folge zufolge 
Rückzugs des Strafantrags eingestellt. 
 
E. Am 2. März 2016 erteilte das Amt für Migration (AfM) A.____ das rechtliche Gehör zur 
beabsichtigten Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Daraufhin reichte er eine unda-
tierte Stellungnahme ein. Am 3. Mai 2016 verfügte das AfM gegenüber A.____ die Nichtver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung. 
 

 

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F. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Simon Berger, Advokat in Liestal, mit Eingabe 
vom 18. Mai 2016 beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) Be-
schwerde. Mit Regierungsratsbeschluss vom 18. Oktober 2016 wies der Regierungsrat die Be-
schwerde ab. 
 
G. Gegen den Regierungsratsbeschluss vom 18. Oktober 2016 reichte A.____, weiterhin 
vertreten durch Advokat Simon Berger, am 31. Oktober 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht) ein, mit dem Begehren, die 
Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht stellte er zunächst ein Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege, welches er mit Schreiben vom 3. Januar 2017 zurückzog. 
 
H. Seit dem 4. April 2017 wird der Beschwerdeführer neu von Denis G. Giovanelli, 
Rechtsanwalt in Basel, anstelle von Advokat Simon Berger vertreten. 
 
I. An der Parteiverhandlung vom 26. Juli 2017 befragte das Gericht den Beschwerde-
führer, welcher diverse zusätzliche Unterlagen einreichte. Die Parteien hielten an ihren gestell-
ten Anträgen fest. In der Folge entschied das Kantonsgericht, das Verfahren auszustellen, um 
die im Rahmen der Parteibefragung vorgebrachten Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse 
zu überprüfen. 
 
J. Am 25. August 2017 reichte der Beschwerdegegner aufforderungsgemäss einen ak-
tuellen Strafregisterauszug des Beschwerdeführers ein, aus dem sich ergab, dass die Staatsan-
waltschaft des Kantons Basel-Stadt seit dem 23. November 2016 eine Strafuntersuchung 
gegen den Beschwerdeführer wegen Raufhandels führt. Diese Eingabe wurde dem Beschwer-
deführer mit Schreiben vom 30. August 2017 zur allfälligen Stellungnahme zugestellt. 
 
K. Am 13. September 2017 reichte der Beschwerdeführer diverse Belege ein. 
 
L. Am 11. Oktober 2017 reichte der Beschwerdegegner eine Stellungnahme ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein Aus-
schlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vorliegen, 
ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit gege-
ben. Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Entscheids berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 

 

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1.2 Die Beschwerde erweist sich indessen – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – als 
offensichtlich unbegründet. Demgemäss wird sie im Zirkulationsverfahren entschieden (§ 1 
Abs. 4 VPO). 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Überprüfung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Nichtverlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der 
Schweiz zu Recht erfolgten. 
 
3.1 Nach Art. 62 lit. b des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) 
vom 16. Dezember 2005 kann die Aufenthaltsbewilligung widerrufen resp. nichtverlängert 
werden, wenn der Betroffene zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen 
ihn eine strafrechtliche Massnahme im Sinne von Art. 64 oder 61 des Schweizerischen Straf-
gesetzbuches (StGB) vom 21. Dezember 1937 angeordnet wurde. Vorausgesetzt ist ein rechts-
kräftiges Urteil (SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, N 24 zu Art. 62). Der Gesetzgeber hat darauf 
verzichtet, den unbestimmten Rechtsbegriff "längere Freiheitsstrafe" zu definieren. Nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt eine "längerfristige Freiheitsstrafe" nach Artikel 62 
lit. b AuG dann vor, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer bedingten oder unbe-
dingten Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde (BGE 135 II 377 E. 4.2). 
 
3.2 Unbestrittenermassen hat der Beschwerdeführer mit seiner Verurteilung durch das 
Strafgericht vom 1. Dezember 2015 zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 
18 Monaten den Widerrufsgrund gemäss Art. 62 lit. b AuG gesetzt. 
 
4.1 Liegt ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 62 lit. b AuG vor, muss die Massnahme im 
konkreten Fall auch verhältnismässig sein (Art. 96 Abs. 1 AuG). Dies erfordert eine Interessen-
abwägung, welche die wesentlichen Umstände des Einzelfalls berücksichtigt (BGE 135 II 110 
E. 2.1). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen 
an der Erteilung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei 
letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. 
BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Bei der Prüfung sind namentlich die Schwere des Ver-
schuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die der 
betroffenen Person und ihrer Familie drohenden Nachteile zu beachten (BGE 139 I 31 E. 2.3.3 
mit Hinweisen; 135 II 377 E. 4.3). Einem Ausländer, der sich schon seit langer Zeit hier aufhält, 
soll der weitere Aufenthalt zwar nur mit besonderer Zurückhaltung verweigert werden, doch ist 
dies bei wiederholter bzw. schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn er 
hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat. Bei schweren 
Straftaten, Rückfall und wiederholter Delinquenz besteht – überwiegende private oder familiäre 

 

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Bindungen vorbehalten – auch in diesen Fällen ein öffentliches Interesse daran, zur Aufrechter-
haltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten die Anwesenheit des Ausländers 
zu beenden (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1 und 2.3.2 mit Hinweisen). 
 
4.2  Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die fremdenpoli-
zeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (Urteil des Bundesge-
richts 2C_295/2009 vom 25. September 2009 E. 5.3 nicht publ. in BGE 135 II 377; BGE 129 II 
215 E. 3.1). Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter Delinquenz besteht regelmässig 
ein wesentliches öffentliches Interesse daran, zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhü-
tung von (weiteren) Straftaten die Anwesenheit des Ausländers zu beenden (BGE 139 I 31 
E. 2.3.1 f.). Zudem dürfen bei ausländischen Personen, welche sich wie der Beschwerdeführer 
nicht auf das Freizügigkeitsabkommen berufen können, im Rahmen der Interessenabwägung 
auch generalpräventive Gesichtspunkte berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts 
2C_373/2014 vom 20. Mai 2014 E. 2.1.1 mit Hinweis). 
 
4.3 Gestützt auf das Urteil des Strafgerichts vom 1. Dezember 2015 ist – mit der Vorin-
stanz – auch in Bezug auf die migrationsrechtliche Interessenabwägung von einem schweren 
Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen. So ist festzuhalten, dass es sich bei den Tat-
beständen Raub, einfache Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand, Sachbeschädigung, 
Drohung und Nötigung um schwere Straftaten handelt, mit denen hochwertige Rechtsgüter wie 
Leib und Leben, Gesundheit, körperliche und psychische Integrität verletzt und gefährdet 
wurden. Die Gewalttätigkeiten des Beschwerdeführers begannen mit dessen Volljährigkeit im 
Jahr 2011 und setzten sich bis ins Jahr 2016 fort (siehe vorne lit. B und D), sodass von einem 
langen Deliktszeitraum auszugehen ist. Die wiederholte Delinquenz des Beschwerdeführers 
über einen längeren Zeitraum hinweg führt zu einer schlechten Legalprognose des Beschwer-
deführers. Insbesondere der Vorfall der häuslichen Gewalt, welcher sich lediglich zwei Monate 
nach der strafrechtlichen Verurteilung des Beschwerdeführers ereignete, manifestiert sodann 
eine erhebliche Gleichgültigkeit und fortdauernde Uneinsichtigkeit des Beschwerdeführers 
gegenüber der hiesigen Rechtsordnung. Hinzu kommt, dass für Legalprognosen in fremdenpoli-
zeitlicher Hinsicht mit Blick auf das im Vordergrund stehende Interesse der öffentlichen Ord-
nung und Sicherheit ein strengerer Beurteilungsmassstab zum Tragen kommt als im strafrechtli-
chen Sanktionenrecht (vgl. BGE 137 II 233 E. 5.2.2 mit Hinweisen). In Anbetracht des manifes-
tierten Gewaltpotentials des Beschwerdeführers besteht damit ein erhebliches sicherheitspoli-
zeiliches Interesse daran, dem Beschwerdeführer die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
zu verweigern. 
 
4.4 Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers 
gegenüberzustellen. 
 
4.5 Unbestrittenermassen kann sich der Beschwerdeführer auf eine lange Aufenthalts-
dauer berufen, die zu einem gewichtigen privaten Interesse an einem weiteren Verbleib in der 
Schweiz führt. Der heute 24-jährige Beschwerdeführer reiste im Jahr 2003 in die Schweiz ein, 
womit er einen grossen Teil seines bisherigen Lebens hier verbrachte. Anlässlich der Parteiver-
handlung vom 26. Juli 2017 stellte der Beschwerdeführer sodann seine guten Sprachkenntnisse 

 

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unter Beweis. Ausserdem leben seine Eltern und Geschwister in der Schweiz. Hinsichtlich der 
beruflichen Integration ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer lediglich eine Anlehre als 
Maler absolviert hat. Derzeit arbeitet er indes nicht in einem Malerbetrieb, sondern jeweils mit 
Teilzeitpensen in einem Fast-Food- und einem Presse-Vertriebs-Betrieb. Im Fast-Food-Betrieb 
erzielt er dabei ein Bruttoeinkommen von durchschnittlich rund Fr. 750.-- im Monat und beim 
Presse-Vertriebs-Betrieb ein Bruttoeinkommen von durchschnittlich rund Fr. 2‘100.-- im Monat 
(vgl. eingereichte Lohnabrechnungen). Er musste bisher nicht von der Sozialhilfe unterstützt 
werden. Festzuhalten ist aber, dass er ohne Wohnkostenbeteiligung bei seinen Eltern wohnt 
und von diesen finanziell unterstützt wird. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer trotz der 
Erwerbstätigkeit und der Unterstützung der Eltern in der Vergangenheit seinen finanziellen 
Verpflichtungen nicht genügend nachgekommen ist und mehrfach betrieben werden musste. 
Gemäss Betreibungsregisterauszug vom 24. Januar 2017 waren auf den Beschwerdeführer 
8 Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 18'155.22 und 4 Verlustscheine im Gesamtbetrag von 
Fr. 10'555.17 registriert. Soweit der Beschwerdeführer diesbezüglich geltend macht, er habe die 
Schulden getilgt, ist anzumerken, dass die geltend gemachte Schuldentilgung erst unter dem 
Druck des Wegweisungsverfahrens erfolgt ist. Zudem ergibt sich aus den Akten, dass es sich 
hierbei nicht um eine effektive Schuldentilgung seitens des Beschwerdeführers handelt. Viel-
mehr hat die Mutter des Beschwerdeführers für diesen eigens einen Kleinkredit in der Höhe von 
Fr. 20‘000.-- aufgenommen, damit der Beschwerdeführer seine Schulden tilgen konnte (vgl. das 
undatierte Schreiben der Mutter des Beschwerdeführers, Beilage 8 der Eingabe vom 13. Sep-
tember 2017; Darlehensvertrag vom 19. Juni 2017). Damit kommt der Tatsache, dass der Be-
schwerdeführer seine Schulden gegenüber Dritten zwischenzeitlich grösstenteils tilgen konnte, 
keine grosse Bedeutung zu, da er hierfür neue Schulden machen musste. Es ist daher gestützt 
auf die vorliegenden Akten weiterhin davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne die 
zusätzliche Unterstützung durch seine Eltern nicht in der Lage wäre, für seine Lebenshaltungs-
kosten selbständig aufzukommen. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe eine 
Stelle bei einem Malerbetrieb in Aussicht, kann ebenso nichts zu seinen Gunsten abgeleitet 
werden. Dem eingereichten Schreiben des Malerbetriebs ist zwar zu entnehmen, dass eine 
temporäre Anstellung des Beschwerdeführers geplant gewesen sei. Diese habe aber nicht um-
gesetzt werden können, weil der Beschwerdeführer keinen Niederlassungsausweis habe vor-
weisen können, was nötig gewesen wäre, um ihn anstellen zu können (vgl. Schreiben 
C.____GmbH vom 10. Juli 2017). Diese Argumentation ist nicht nachvollziehbar, zumal das 
AfM den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. Juni 2016 ausdrücklich darauf hingewiesen 
hat, dass während des Beschwerdeverfahrens eine allfällige Tätigkeit weitergeführt bzw. aufge-
nommen werden kann und ein allfälliger Stellenwechsel bzw. Antritt dem AfM gemeldet werden 
muss. Damit wäre ein Stellenwechsel ohne weiteres zulässig gewesen. Auch in Bezug auf die 
Behauptung des Beschwerdeführers, er habe ernsthafte Bemühungen unternommen, sein 
Gewaltpotenzial in den Griff zu bekommen, kann ihm nicht gefolgt werden. Seine Behauptung, 
er habe einen Kurs gegen häusliche Gewalt besucht, seine Teilnahme jedoch im Einvernehmen 
mit der Kursleitung wieder beendet, erweist sich angesichts der eingereichten Belege als un-
wahr. Vielmehr hat der Beschwerdeführer den Kurs – entgegen seiner Darstellung anlässlich 
der Parteiverhandlung vom 26. Juli 2017 – bereits nach zwei von 26 Kursabenden eigenmäch-
tig abgebrochen (vgl. Schreiben der Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft, Inter-
ventionsstelle gegen häusliche Gewalt, vom 9. November 2017, recte: 9. September 2017). 

 

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Weiter ist auch die Behauptung des Beschwerdeführers unhaltbar, er befinde sich in psycho-
logischer Behandlung mit wöchentlichen Therapiesitzungen. Aus den eingereichten Belegen ist 
vielmehr ersichtlich, dass er lediglich drei Sitzungen bei einer Psychologin besuchte, danach die 
Therapie aber abgebrochen hat (vgl. Psychologischer Bericht von D.____, Psychologin FSP 
vom 29. August 2017). Ebenfalls nicht zu Gunsten des Beschwerdeführers spricht, dass er trotz 
entsprechender Nachfrage des Gerichts anlässlich der Parteiverhandlung wahrheitswidrig ver-
schwiegen bzw. verneint hat, dass derzeit wiederum eine Strafuntersuchung wegen eines 
Gewaltdelikts gegen ihn hängig ist. Aufgrund der genannten Umstände erscheint der vom Be-
schwerdeführer geltend gemachte Gesinnungswandel damit als nicht glaubwürdig und dem 
behaupteten Läuterungsprozess des Beschwerdeführers kann im Rahmen der Interessenab-
wägung kein grosses Gewicht beigemessen werden. 
 
4.6 Unter Berücksichtigung der drohenden Nachteile für den Beschwerdeführer ist unbe-
stritten, dass ein Neuanfang im Kosovo mit Schwierigkeiten verbunden sein wird. Indessen ist 
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer seine ersten zehn Lebensjahre im Kosovo verbracht 
hat, dort eingeschult wurde und drei Jahre lang die Schule besuchte, womit er entsprechend 
auch der dortigen Sprache mächtig und mit den dortigen Gepflogenheiten vertraut ist. Ausser-
dem hat der Beschwerdeführer jeweils von Juli bis August seine Sommerferien für mindestens 
eine bis maximal vier Wochen in seiner Heimat verbracht. Ferner ist zu berücksichtigen, dass 
der Beschwerdeführer ledig, jung und kinderlos und bei bester Gesundheit ist. Auch seine in der 
Schweiz gesammelte Berufserfahrung kann ihm bei der Wiedereingliederung in seiner Heimat 
behilflich sein. Den Kontakt mit den in der Schweiz lebenden Angehörigen wird er auch mittels 
Kurzaufenthalten in der Schweiz, Besuchs- und Ferienaufenthalten der in der Schweiz leben-
den Eltern und Geschwister in ihrer Heimat Kosovo sowie modernen Kommunikationsmitteln 
aufrechterhalten können. Bei einer Gesamtbetrachtung und Gesamtwertung sämtlicher sich 
gegenüberstehenden Interessen überwiegen die ordnungs- und sicherheitspolizeilichen Interes-
sen an der Wegweisung die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der 
Schweiz. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und seine 
Wegweisung aus der Schweiz erweist sich vor diesem Hintergrund als verhältnismässig, was 
zur Abweisung der Beschwerde führt. 
 
5. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von insge-
samt Fr. 1'800.-- dem unterlegenen Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- zu verrechnen. Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der 
ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine 
angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kan-
ton wird keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 VPO). Die Parteikosten sind 
demnach wettzuschlagen. 
 
  

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘800.-- werden dem 

Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 1‘800.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V. 
 
 
 
 
 
 

Gegen diesen Entscheid wurde am 26. Januar 2018 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 2C_69/2018) erhoben.