# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51d535c4-ee55-509c-ad4f-b817f84ff485
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.10.2023 SB230342
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230342_2023-10-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB230342-O/U/bs 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, und lic. iur. C. Maira 

und Ersatzoberrichterin Dr. iur. S. Bachmann sowie  

Gerichtsschreiberin MLaw J. Bischof  

 

Urteil vom 16. Oktober 2023 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  
vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfaches Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. 
und Widerruf  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht,  
vom 19. Januar 2023 (GG220048) 

-   2   - 

Anklage: 
(Urk. 33) 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 26. September 

2022 ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 56 S. 30 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig  

- des mehrfachen Vergehens gegen das BG über das Betäubungsmittel im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. a und d BetmG,  

- des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 

lit. a WG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 lit. a WG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 WV sowie Art. 5 Abs. 2 lit. c 

WG i.V.m. Art. 42 Abs. 6 WG, 

- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB. 

2. Vom Vorwurf des Verkaufs einer nicht bestimmten Menge Marihuana gemäss Dossier 1 

wird der Beschuldigte freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 8 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer Geldstrafe von 

100 Tagessätzen zu Fr. 130.–, teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staats-

anwaltschaft See / Oberland vom 4. Februar 2020 ausgefällten Geldstrafe von 40 Tages-

sätzen zu Fr. 130.–, und einer Busse von Fr.  2'000.–.  

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfrei-

heitsstrafe von 20 Tagen. 

6. Vom Widerruf des bedingten Vollzugs bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

See / Oberland vom 4. Februar 2020 ausgefällten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 

Fr. 130.– wird abgesehen. Stattdessen wird die Probezeit um 1 Jahr verlängert. 

7. Der Privatkläger, B._____, wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen. 

-   3   - 

8. Die nachfolgend, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Februar 

2021 beschlagnahmten Gegenstände, lagernd bei der C._____ AG, werden eingezogen 

und vernichtet:  

- Inventar Indoor-Hanfanlage (Asservat-Nr. A014'646'414); 

- 342 Hanfpflanzen (Asservat-Nr. A014'646'652). 

9. Die nachfolgend, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Februar 

2021 beschlagnahmten Gegenstände, lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate- 

Triage, werden eingezogen und vernichtet: 

- 20 Hanfpflanzen (Asservat-Nr. A014'646'663); 

- 539 Gramm Marihuana (Asservat-Nr. A014'646'721); 

- 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'175); 

- 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'197); 

- 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'200); 

- 1 Minigrip mit Marihuana bzw. getrocknete Pflanze (Asservat-Nr. A014'655'211); 

- 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'233); 

- Marihuana in Tupperware mit blauem Deckel (Asservat-Nr. A014'655'255); 

- 1 Klumpen Haschisch (Asservat-Nr. A014'655'324); 

- Diverse kleinere Haschklumpen (Asservat-Nr. A014'655'357); 

- Diverse Hanfsamen (Asservat-Nr. A014'655'391); 

- 1 Gramm Speed sowie Zubehör zum Konsumieren (Asservat-Nr. A014'655'415); 

- 1 Feinwaage (Asservat-Nr. A014'655'493); 

- Diverse Verpackungsmaterialien (Asservat-Nr. A014'655'540); 

- Diverse Verpackungsmaterialien (Asservat-Nr. A014'655'562); 

- 1 Klebestreifen (Asservat-Nr. A014'646'812); 

- 1 Pipette (Asservat-Nr. A014'646'834); 

- 1 Schere (Asservat-Nr. A014'646'845); 

- 1 Zeitschaltuhr (Asservat-Nr. A014'646'856); 

- 1 Klebestreifen (Asservat-Nr. A014'646'867); 

- 1 Thermometer (Asservat-Nr. A014'646'889); 

- 1 Skizze betr. Hanfindooranlage (Asservat-Nr. A014'655'584); 

- 1 Skizze mit mutmasslicher BM-Abrechnung (Asservat-Nr. A014'655'595); 

- 1 Schlüssel (Asservat-Nr. A014'655'620); 

- Diverse Patronen (Asservat-Nr. A014'655'733); 

- 1 Messer (Asservat-Nr. A014'655'813); 

- 1 Messer (Asservat-Nr. A014'655'835); 

- 1 Elektroschockwaffe (Asservat-Nr. A014'655'846). 

-   4   - 

10. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Februar 2021 beschlag-

nahmte Mobiltelefon (Asservat-Nr. A014'655'608), lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, 

Asservate-Triage, wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils auf 

erstes Verlangen herausgegeben. Sofern der Beschuldigte die Herausgabe nicht innert 

3 Monaten nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils verlangt, werden die Gegenstände 

der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

11. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Februar 2021 beschlag-

nahmte und von dieser bei der Gerichtskasse hinterlegte Barschaft in der Höhe von 

Fr. 3'320.– wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

12. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.00   Gebühr für das Vorverfahren  

Fr. 2'998.80   Auslagen 

Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermässigt sich die 

Entscheidgebühr auf zwei Drittel. 

13. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des 

Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 8'560.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) ent-

schädigt.  

14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen derjenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.  

15. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Staatskasse genommen; vorbehalten 

bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

16. (Mitteilungen) 

17. (Rechtsmittel)" 

  

-   5   - 

Berufungsanträge 
(Prot. II S. 4 f.) 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 67 S. 2) 

1. In Abänderung von Dispositiv Ziffer 1 des Urteils der Vorinstanz sei der Be-

schuldigte vom Vorwurf 

- des mehrfachen Vergehens gegen das BetmG, sowie 

- des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz 

freizusprechen. 

2. In Abänderung von Dispositiv Ziffer 3 des vorinstanzlichen Entscheides 

sei der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen à CHF 130.– 

als Zusatzstrafe zur mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland 

vom 4. Februar 2020 verhängten Geldstrafe, sowie einer Geldstrafe von 

30 Tagessätzen à CHF 130.– und einer Busse von CHF 600.– zu bestrafen. 

3. Eventualiter, falls dem vorstehenden Antrag Ziffer 1 nicht gefolgt würde, sei 

der Beschuldigte in Abänderung von Dispositiv Ziffer 3 des vorinstanzlichen 

Entscheides mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen à CHF 130.– als 

Zusatzstrafe zur mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 

4. Februar 2020 verhängten Geldstrafe, sowie einer Geldstrafe von 

160 Tagessätzen à CHF 130.– und einer Busse von CHF 600.– zu 

bestrafen. 

4. Dem Beschuldigten sei in Abänderung von Dispositiv Ziffer 4 des vorinstanz-

lichen Entscheides der bedingte Strafvollzug zu gewähren, unter Ansetzung 

einer Probezeit von 2 Jahren. 

5. Die Kosten der Untersuchung sowie des erstinstanzlichen Verfahrens seien 

dem Beschuldigten zu einem Drittel aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen 

-   6   - 

Verteidigung seien vollständig und definitiv auf die Gerichtskasse zu neh-

men. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amt-

lichen Verteidigung, seien auf die Staatskasse zu nehmen.  

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 62) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Am 31. Dezember 2021 ging beim Meldedienst der Kantonspolizei Zürich 

ein anonymer Hinweis ein, wonach sich am D._____-weg ... in E._____ eine 

Hanf-Indooranlage befinde, welche vom Beschuldigten betrieben werde (Urk. 1 

S. 1 f.). Gestützt darauf wurde das vorliegende Verfahren eröffnet und es wurde 

daraufhin gegen den Beschuldigten sowie gegen seine Freundin F._____ ermit-

telt, wobei hinsichtlich letzterer das Verfahren eingestellt wurde (Urk. 29). Am 

26. September 2022 erhob die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (nachfolgend: 

Staatsanwaltschaft) Anklage beim Bezirksgericht Dietikon (Urk. 33, vgl. auch 

Urk. 56 S. 4 E. 1.1.).  

1.2. Der Beschuldigte wurde von der Vorinstanz am 19. Januar 2023 gemäss 

dem eingangs wiederholten Urteilsdispositiv teilweise schuldig gesprochen und 

bestraft (Urk. 56 S. 30 ff.). Innert Frist liess er Berufung anmelden und erklären 

(Urk. 51 und Urk. 58). Am 15. Juni 2023 trafen die Akten auf der I. Strafkammer 

des Obergerichts des Kantons Zürich ein (vgl. Eingangsstempel, Urk. 56).  

1.3. Mit Verfügung vom 28. Juni 2023 ging die Berufungserklärung an die 

Staatsanwaltschaft und es wurde dieser Frist angesetzt, um zu erklären, ob An-

schlussberufung erhoben wird, oder um begründet ein Nichteintreten auf die Be-

-   7   - 

rufung zu beantragen. Gleichzeitig wurde dem Beschuldigten Frist angesetzt, um 

das Datenerfassungsblatt sowie diverse Unterlagen zu seinen finanziellen Ver-

hältnissen einzureichen. Dabei wurde er auf sein Recht, die Aussage zu verwei-

gern beziehungsweise die eingeforderten Unterlagen nicht einzureichen, hinge-

wiesen (Urk. 60). Die Staatsanwaltschaft erhob keine Anschlussberufung und be-

antragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids (Urk. 62).  

1.4. Zur Berufungsverhandlung vom 16. Oktober 2023 erschien der Beschuldigte 

in Begleitung seines amtlichen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

(Prot. II S. 4). Vorfragen waren anlässlich der Berufungsverhandlung keine zu 

entscheiden und – abgesehen von der Befragung des Beschuldigten (Urk. 66) – 

auch keine Beweise abzunehmen (Prot. II S. 6). 

2. Umfang der Berufung 

Unangefochten blieben die Dispositiv-Ziffern 1 (Spiegelstrich 3), 2, 6, 7, 8, 9, 10, 

12, 13, 16 und 17 des vorinstanzlichen Entscheids, in welchem Umfang dieser in 

Rechtskraft erwuchs, was mit Beschluss festzuhalten ist. Im übrigen Umfang steht 

der Entscheid zur Disposition. Es gilt das Verschlechterungsverbot (Art. 391 

Abs. 2 StPO).  

3. Prozessuales 

Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten Sach-

verhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in 

Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwäh-

nung findet. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch auf 

rechtliches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu begründen. 

Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen 

sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf 

sich aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht 

ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den Ent-

scheid wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässiger Motivations-

-   8   - 

aufwand kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 

EMRK in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument 

gefordert würde (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 141 IV 249 E. 1.3.1; 

BGer 6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit Hinweisen). 

II. Schuldpunkt 

1. Anklagevorwurf und Ausgangslage 

Gegenstand des Strafverfahrens sind die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ge-

mäss Anklageschrift vom 26. September 2022 (Urk. 33). Angefochten und im Be-

rufungsverfahren zu überprüfen sind die vorinstanzlichen Schuldsprüche betref-

fend die mehrfachen Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Betäubungs-

mittel und betreffend die mehrfachen Vergehen gegen das Waffengesetz (jeweils 

Dossier 1, vgl. Urk. 58, Urk. 67). 

2. Mehrfaches Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

2.1. Die Vorinstanz erachtete es als erstellt, dass der Beschuldigte im Zeitraum 

von 1. September 2020 bis 26. Januar 2021 eine Indoor-Hanfanlage an seinem 

damaligen Wohnort betrieb, wobei er bewusst und gewollt THC-potente Pflanzen 

zur Produktion von Marihuana verwendete. Weiter erachtete die Vorinstanz es 

als erstellt, dass der Beschuldigte zweimal erntete, wobei er einen Ertrag von 

14 Kilogramm Marihuana erzielte (Urk. 56 S. 5 ff., insbesondere E. 2.1.10.). Als 

nicht erstellt erachtete die Vorinstanz den Sachverhalt des mehrfachen 

Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c 

BetmG. Diesbezüglich sprach die Vorinstanz den Beschuldigten frei, was heute 

rechtskräftig und mithin nicht mehr zu überprüfen ist (Urk. 56 S. 10 f. E. 2.1.11.). 

2.2. Standpunkt und Aussagen des Beschuldigten 

2.2.1. Der Beschuldigte machte anlässlich der Einvernahmen vom 26. Januar 

2021 (Urk. 4), vom 10. Juni 2021 (Urk. 5) und vom 19. Juli 2022 (Urk. 7) grössten-

teils von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, zeigte sich jedoch be-

treffend den Besitz von Betäubungsmitteln / der Indooranlage geständig (vgl. 

-   9   - 

Urk. 4 F/A 36, Urk. 5 F/A 14 und F/A 69). Auch anlässlich der Hauptverhandlung 

machte der Beschuldigte keine Aussagen zur Sache (Prot. I S. 6).  

2.2.2. Anlässlich der Berufungsverhandlung machte der Beschuldigte betreffend 

die beiden Kreuze auf dem Formular "Deklaration Hanfanlage" geltend, das sei 

am Morgen um 6.30 Uhr gewesen, und er habe nur unterschrieben. Man sehe 

anhand der Schrift, dass die Kreuze nicht von ihm seien (Urk. 66 S. 3 f.).  

2.3. Würdigung 

2.3.1. Die Verteidigung machte geltend, dass kein Beleg vorhanden sei, wonach 

es sich um THC-Hanf handle, weshalb davon auszugehen sei, dass es sich nicht 

um Drogen-Hanf gehandelt habe (Urk. 48 Rz. 1, Urk. 67 Rz. 1). Die Vorinstanz 

wies diesbezüglich auf das Dokument der Zürcher Polizeien mit der Überschrift 

"Deklaration Hanfanlage" hin, welches dem Beschuldigten ausgeteilt und von ihm 

am 26. Januar 2021 ausgefüllt und unterzeichnet wurde. Es handelt sich hierbei 

um ein Dokument der Zürcher Polizeien, welches Personen mit Hanfanlagen 

ausgeteilt wird, worin diese Angaben machen hinsichtlich der Hanfart sowie der 

Räumung und Vernichtung von Hanfpflanzen und technischen Gerätschaften aus 

Hanfanlagen (Urk. 19/5, Urk. 56 S. 6 ff. E. 2.1.4 f.). Die diesbezüglichen ausführ-

lichen Ausführungen der Vorinstanz sind zutreffend und es ist vollumfänglich auf 

diese zu verweisen. Rekapitulierend ist darauf hinzuweisen, dass nicht von 

Relevanz ist, dass der Beschuldigte im oberen Teil des Formulars, also bei der 

Frage, ob die Hanfpflanzen einen THC-Gehalt von über oder unter 1 % 

aufweisen, bei beiden Varianten ein Kreuz setzte. Der Beschuldigte liess nämlich 

das auszufüllende Feld (eine gepunktete Linie: "….") bei der zweiten Variante (Zu 

welchem Zweck werden die Hanfpflanzen mit einem/zu erwartenden THC-Gehalt 

von unter 1 % angebaut?) frei. Daraus schliesst die Vorinstanz richtig, dass das 

Ankreuzen dieser Variante ein Versehen war und der Beschuldigte so oder 

anders die Erklärung abgegeben hat, dass sich bei den sichergestellten Pflanzen 

solche mit einem THC-Gehalt von über 1 % befinden. Dies gilt umso mehr, als 

dass in der ersten Variante (THC-Gehalt von über 1 %) der Begriff "Drogen-Hanf" 

verwendet wird, was der Beschuldigte wohl kaum angekreuzt hätte, wenn es 

keine solchen Drogen gewesen wären. Das Formular ist insgesamt leicht 

-   10   - 

verständlich und selbsterklärend und damit hätte dem Beschuldigten auffallen 

müssen, dass er einen Zweck hätte angeben müssen. Damit ist auch die 

Behauptung des Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung, dass er die 

Kreuze nicht gemacht habe, als nachgeschobene Schutzbehauptung zu 

qualifizieren, insbesondere nachdem der Beschuldigte das Formular hernach 

unterschrieben hatte und auch die Verteidigung nichts anderes dazu ausführte. 

Es kann darüber hinaus Folgendes festgehalten werden: Hätten sich allenfalls 

Pflanzen mit einem THC-Gehalt von unter 1 % befunden, ist davon auszugehen, 

dass der Beschuldigte diese genau bezeichnet und im Formular festgehalten 

hätte, welche der 362 Pflanzen dies betrifft. Da er dies nicht gemacht hat, ist mit 

der Vorinstanz richtig davon auszugehen, dass sämtliche der Pflanzen einen 

THC-Gehalt von über 1 % aufgewiesen haben. Den Akten lässt sich nichts 

Gegenteiliges entnehmen. Vielmehr ist dem Nachtragsrapport der Kantonspolizei 

Zürich vom 29. Januar 2021 zu entnehmen, dass Rückstände "ab Trimmer sowie 

Trocknungsnetz" genommen wurden, die ebenfalls – wie das Marihuana – THC-

positiv waren (Urk. 2 S. 4). Weiter ist auf den Rapport der Kantonspolizei Zürich 

vom 21. Juni 2021 hinzuweisen, wonach anlässlich des Cannabis-Typisierung-

Schnelltests während der Hausdurchsuchung vom 26. Januar 2021 festgestellt 

werden konnte, dass es sich "klar" um Drogenhanf handelte (Urk. 3 S. 15). 

2.3.2. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte, wie gezeigt, ja 

selbst einräumte, dass die Hanf-Indooranlage und das Marihuana ihm gehöre 

(Urk. 4 F/A 36, Urk. 5 F/A 14 und F/A 69). So bezeichnete er sich im Dokument 

betreffend "Deklaration Hanfanlage" als berechtigt, der vorzeitigen Vernichtung 

der Hanfpflanzen zuzustimmen, was er nicht gemacht hätte, wäre er nicht deren 

Eigentümer gewesen.  

2.3.3. Die Verteidigung machte eventualiter geltend, dass der Sachverhalt 

ohnehin nicht erstellt werden könne. So sei die Schlussfolgerung, wonach der 

Stromverbrauch ab September 2020 erheblich angestiegen sei und die Plantage 

demnach ab September 2020 betrieben worden sei, an den Haaren 

herbeigezogen. Der Stromverbrauch sei erst im Oktober 2020 angestiegen. Der 

Stromanstieg im September 2020 sei damit zu erklären, dass die Tage kürzer 

-   11   - 

werden würden und mehr Licht für Strom verbraucht werde, und auch der Herd 

und Fernseher seien deutlich häufiger in Betrieb (Urk. 48 Rz. 3, Urk. 67 Rz. 2, 

Urk. 68). Dass dies nicht stimmt, kann dem Dokument der EKZ betreffend 

"Verbrauchsdaten D._____-weg ..., E._____ vom 05.2020 bis 03.2021" 

entnommen werden (Urk. 6/7, vgl. auch Urk. 12/8 und Urk. 12/10). Daraus ergibt 

sich, dass der Verbrauch zwischen Mai 2020 bis und mit August 2020 im Bereich 

von 2'602 kWh bis 3'070 kWh pro Monat betrug, im September 2020 dann aber 

auf 3'690 kWh stieg und ab Oktober 2020 auf einem noch höheren Niveau, d.h. 

jeweils über 5'000 kWh pro Monat, verblieb. Der Einwand der Verteidigung, dass 

die Familie einfach viel Strom verbrauche, verfängt insbesondere aus dem Grund 

nicht, da dem erwähnten Dokument entnommen werden kann, dass in den 

Monaten Februar 2021 und März 2021 – mithin nachdem die Hausdurchsuchung 

beim Beschuldigten Ende Januar 2021 stattgefunden hat und die Indoor-

Hanfplantage geräumt wurde – wieder unter 3'000 kWh pro Monat sank und sich 

demnach wieder in einem normalen Bereich befand, obschon noch Winter war. 

Aus demselben Grund kann die Verteidigung auch nichts aus dem Umstand 

ableiten, dass die Tage ab September kürzer werden würden. Auch die 

Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass der Stromverbrauch ab September 

2020 und nicht erst ab Oktober 2020 deutlich angestiegen sei (Urk. 56 S. 9 

E. 2.1.6.). 

2.3.4. Zum Wasserverbrauch führte die Verteidigung unter Verweis auf ein Foto 

aus (Urk. 49/3), dieser rühre vom Teich, welcher zum Mietobjekt gehöre und 

regelmässig neu- beziehungsweise wieder befüllt werden müsse. Selbst wenn der 

Wasserverbrauch höher sei als beim Normverbrauch, lasse sich nichts zu Lasten 

des Beschuldigten ableiten (Urk. 48 Rz. 2). Es trifft mit der Verteidigung zu, dass 

der Wasserverbrauch für die Wohnung nicht als Indiz für den Zeitraum des 

Betriebs der Indoor-Hanfanlage herangezogen werden kann (vgl. Urk. 6/8 = 

Urk. 10/9 = Urk. 12/6). Der Abrechnung kann insbesondere nicht entnommen 

werden, wie viel Wasser während den jeweiligen Monaten verbraucht wurde, 

sondern es lässt sich nur der Wasserverbrauch für die ganze Zeitperiode 

zwischen dem 1. Mai 2020 bis 1. Dezember 2020 ablesen. Somit kann mit dem 

zwar durchaus hohen Wasserverbrauch entgegen der Vorinstanz (Urk. 56 S. 9 

-   12   - 

E. 2.1.6.) kein Rückschluss auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage 

geschlossen werden, da monatliche Wasserverbrauchswerte fehlen. Für den 

angeklagten Zeitraum beweisrelevant sind jedoch die Angaben hinsichtlich des 

Stromverbrauchs, wie oben aufgezeigt. 

2.3.5. Die Verteidigung führte hinsichtlich der Ernte aus, dass von lediglich einer 

Ernte nach 80 Tagen und einem Ertrag von 20 Gramm pro Pflanze auszugehen 

sei, was einen Ertrag von 7'240 Gramm ergebe (Urk. 48 Rz. 3). Die Vorinstanz 

hat zutreffende und nachvollziehbare Berechnungen gemacht hinsichtlich des Er-

trages von ca. 14 Kilogramm Marihuana in der Zeit von ca. fünf Monaten. Auf die-

se Erwägungen ist zu verweisen (Urk. 56 S. 9 f. E. 2.1.7. f.). Die Anzahl von zwei 

Zyklen im Zeitraum von September 2020 bis 26. Januar 2021 ist realistisch. Es 

wird zugunsten des Beschuldigten von einer Zyklusdauer von ca. 75 Tagen aus-

gegangen (ca. fünf Monate, entsprechend 150 Tage geteilt durch 2 Ernten). Wenn 

davon ausgegangen wird, dass eine Ernte theoretisch schon nach 45 Tagen mög-

lich wäre (vgl. Urk. 3 S. 16), ist die von der Vorinstanz errechnete Zyklusdauer 

lange und zugunsten des Beschuldigten im obersten Bereich eines Zyklus (45 bis 

80 Tage). Die Berechnung von 2 Ernten * 20 Gramm * 362 Hanfpflanzen, was ge-

rundet 14 Kilogramm Marihuana ergibt, trifft zu und ist daher zu übernehmen. Zu-

sammenfassend ist entgegen der Verteidigung von zwei und nicht von einem 

Zyklus auszugehen.  

2.3.6. Insgesamt ist mit der Vorinstanz der vorgeworfene Sachverhalt hinsichtlich 

des unbefugten Anbaus beziehungsweise der Herstellung von Marihuana sowie 

des unbefugten Besitzes beziehungsweise der Aufbewahrung durch den Be-

schuldigten erstellt, mit der Abweichung in der Anklageschrift, dass von Ernteer-

trägen von 14 Kilogramm Marihuana (anstelle von 18 Kilogramm) auszugehen ist.  

3. Mehrfaches Vergehen gegen das Waffengesetz 

Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Sachverhalt gemäss Anklageschrift 

erstellt ist, nachdem der Beschuldigte den Sachverhalt eingestanden hat (Urk. 5 

F/A 14, Urk. 48 Rz. 4 f., Urk. 56 S. 11 E. 2.2.).  

-   13   - 

4. Rechtliche Würdigung 

4.1. Mehrfaches Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

Wie gezeigt, ist der Sachverhalt des Vergehens gegen das Betäubungsmittelge-

setz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und lit. d BetmG erstellt und der Beschuldig-

te ist entsprechend schuldig zu sprechen (vgl. oben, E. II.2.3.6, vgl. Urk. 56 S. 12 

E. 3.1. und S. 14 E. 14).  

4.2. Mehrfaches Vergehen gegen das Waffengesetz 

4.2.1. Hinsichtlich dieses Vorwurfs brachte die Verteidigung anlässlich der Haupt-

verhandlung vor, dass der Beschuldigte die Gegenstände bereits seit seiner 

Jugend, also vor dem Inkrafttreten des Waffengesetzes 1997, besitze. Die Ge-

genstände seien daher noch legal gewesen (vgl. Urk. 48 S. 4 Rz. 4). Hierzu ist 

festzuhalten, dass es rechtlich keine Rolle spielt, dass der Besitz von gewissen 

Waffen vor der Revision des Waffengesetzes noch erlaubt war. Mit Inkrafttreten 

im Jahre 2008 wurde der Besitz unter Strafe gestellt und man musste spätestens 

in diesem Zeitpunkt die betreffenden Waffen entweder veräussern, vernichten o-

der um eine Ausnahmebewilligung ersuchen. All dies hat der Beschuldigte nicht 

getan. Dies hat die Vorinstanz zutreffend erwogen (vgl. Urk. 56 S. 13 E. 3.2.3). 

4.2.2. Die Verteidigung machte anlässlich der Hauptverhandlung und der Beru-

fungsverhandlung weiter geltend, dass es in den Akten keinen Beleg gebe, aus 

dem ersichtlich sei, dass die Gesamtlänge der beiden Messer 12 cm übersteige 

beziehungsweise dass die Klingen länger als 5 cm seien, mithin dass die Voraus-

setzungen von Art. 7 WV erfüllt seien (Urk. 48 S. 5 Rz. 5, Urk. 67 Rz. 5). Das 

sichergestellte Messer mit einem einhändig bedienbaren automatischen Mecha-

nismus (vgl. Urk. 2 S. 3) gilt infolge dieser Funktion ohne Weiteres als Waffe im 

Sinne des Waffengesetzes und der Waffenverordnung (Art. 4 Abs. 1 lit. a WG in 

Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 lit. a WV). Was das sichergestellte Schmetterlings-

messer betrifft, ist festzuhalten, dass ein solches gemäss Waffenverordnung dann 

als Waffe gilt, wenn es geöffnet mehr als 12 cm lang ist und eine Klinge hat, die 

mehr als 5 cm lang ist (Art. 7 Abs. 2 WV in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 lit. b und 

-   14   - 

lit. c WV). Mit der Verteidigung lässt sich den Akten nicht entnehmen, dass die 

beiden Voraussetzungen von Art. 7 WV erfüllt sind. Zwar weisen die Messer ge-

mäss Polizeirapport der Kantonspolizei Zürich vom 29. Januar 2021 eine "Klin-

genlänge von mehr als 5 Zentimetern" auf (Urk. 2 S. 3). Zur Gesamtlänge des 

Messers finden sich jedoch keine Angaben in den Akten. Folglich kann in Bezug 

auf das Schmetterlingsmesser ("Butterfly") nicht erstellt werden, dass es geöffnet 

insgesamt mehr als 12 cm lang ist und es sich somit um eine Waffe im Sinne von 

Art. 7 Abs. 2 WV handelt. Somit hat der Beschuldigte lediglich in Bezug auf das 

Messer mit einhändig bedienbarem automatischem Mechanismus den objektiven 

Tatbestand des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 

lit. a WG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 

lit. c WG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 WV erfüllt. 

4.2.3. Die Verteidigung brachte in Bezug auf den Elektroschocker vor, es handle 

sich dabei wohl eher nicht um einen solchen, der die Widerstandskraft von 

Menschen beeinträchtigen oder die Gesundheit auf Dauer schädigen könne 

(Art. 4 Abs. 1 lit. e WG), da es sich gemäss Sicherstellungsliste (Urk. 19/4) um ei-

nen Elektroschocker "in Form einer Taschenlampe", mithin eher um ein "Spiel-

zeug" handle (Urk. 48 S. 5 Rz. 5, Urk. 67 Rz. 5). Damit kann die Verteidigung 

nichts zu ihren Gunsten ableiten, da es nicht von Relevanz ist, welche Form die 

Waffe hat, um die Funktion als Elektroschocker zu erfüllen und somit als Waffe zu 

gelten. Der objektive Tatbestand des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sin-

ne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 lic. c WG in Verbin-

dung mit Art. 4 Abs. 1 lit. e WG in Verbindung mit Art. 2 WV ist erfüllt.  

4.2.4. Die sichergestellten Patronen gelten als Munition und der Beschuldigte hat 

entsprechend den objektiven Tatbestand des Vergehens gegen das Waffenge-

setz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 16a WG in Ver-

bindung mit Art. 15 WG erfüllt.  

4.2.5. In subjektiver Hinsicht ist von Vorsatz auszugehen. Der Beschuldigte hat im 

Laufe der Untersuchung auch nie geltend gemacht, er habe vergessen, dass er 

diese Waffen besitze beziehungsweise deren Besitz sei ihm seit der Revision des 

Waffengesetzes im Jahre 2008 nie mehr in den Sinn gekommen. Die betreffen-

-   15   - 

den Waffen beziehungsweise die Munition wurden in den Kellerräumlichkeiten der 

Indoor-Hanfanlage des Beschuldigten ab einem Schreibpult sichergestellt 

(Urk. 19/4). Der Beschuldigte hat diesen Raum zahlreiche Male betreten zwecks 

Aufbau und Betrieb seiner Hanfanlage. Die Behauptung, dass ihm die Waffen auf 

oder im Pult nie aufgefallen waren – was er selbst nie behauptet hat –, wäre des-

halb ohnehin unglaubhaft. Der Einwand des fehlenden Vorsatzes basiert mit an-

deren Worten auf einer rein theoretischen Hypothese des Verteidigers und nicht 

auf Aussagen des Beschuldigten im Strafverfahren. 

4.2.6. Zusammenfassend ist der Beschuldigte des mehrfachen Vergehens gegen 

das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 5 

Abs. 2 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c WG in Verbindung mit Art. 7 

Abs. 1 WV in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 lit. c WG in Verbindung mit Art. 4 

Abs. 1 lit. e WG in Verbindung mit Art. 2 WV und Art. 16a WG in Verbindung mit 

Art. 15 WG schuldig zu sprechen. 

5. Fazit 

Der Beschuldigte ist zusammenfassend des mehrfachen Vergehens gegen das 

Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und d BetmG sowie des 

mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a 

WG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c 

WG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 WV in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 lit. c WG 

in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. e WG in Verbindung mit Art. 2 WV und Art. 16a 

WG in Verbindung mit Art. 15 WG schuldig zu sprechen. 

III. Strafpunkt 

1. Allgemeine Regeln der Strafzumessung und Vorbemerkungen 

1.1. Die Vorinstanz hat zutreffende Ausführungen zur Gesamtstrafe und retro-

spektiven Konkurrenz, zum Strafrahmen und zu den allgemeinen Regeln der 

Strafzumessung gemacht. Darauf kann verwiesen werden (Urk. 56 S. 14 f. E. 4.1. 

bis E. 4.4.). Ergänzend ist festzuhalten, dass gemäss neuerer bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung bei einer Mehrzahl von begangenen Delikten im Rahmen der 

-   16   - 

Festlegung der angemessenen Sanktion nach der sogenannten konkreten Me-

thode vorzugehen und in diesem Zusammenhang grundsätzlich für jede konkrete 

Tat die angemessene Strafhöhe sowie die passende Strafart zu bestimmen ist 

(BGE 144 IV 217 ff.). Dabei ist die Bildung einer Gesamtstrafe nur bei 

gleichartigen Strafen möglich, während ungleichartige kumulativ zu verhängen 

sind. Mehrere gleichartige Strafen liegen vor, wenn das Gericht im konkreten Fall 

für jede einzelne Straftat eine gleichartige Strafe ausfällt beziehungsweise 

ausfällen würde. Nach der gesetzlichen Konzeption basiert die Gesamtstrafe 

begrifflich auf mehreren selbständigen Einzelstrafen, was voraussetzt, dass das 

Gericht zumindest gedanklich für sämtliche begangenen Taten eine konkrete 

Strafe gebildet hat (BGE 144 IV 234). Gleichzeitig lässt das Bundesgericht für 

bestimmte Konstellationen aber nach wie vor Ausnahmen von der konkreten 

Methode zu, dies insbesondere dann, wenn verschiedene Delikte zeitlich und 

sachlich derart eng miteinander verknüpft sind, dass sie sich nicht sinnvoll 

auftrennen und für sich allein beurteilen lassen (Urteile des Bundesgerichts 

6B_483/2016 vom 30. April 2018, E. 2.4; 6B_210/2017 vom 25. September 2017, 

E. 2.2.1; 6B_523/2018 vom 23. August 2018, E. 1.2.2; Urteil des Obergerichts des 

Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 10. Januar 2019, SB180398, E. III./4.). 

1.2. Die Begründung der Vorinstanz zur Strafart ist zu knapp, weil keinerlei 

Bewertung des Tatverschuldens erfolgt. Die Wahl der Strafart hat gemäss 

Bundesgericht nach denselben Kriterien wie bei der Strafzumessung zu erfolgen 

und beinhaltet deshalb insbesondere die Bewertung des Tatverschuldens 

(BGE 147 IV 147 E. 3.2.; MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2. Auflage, Basel 

2019, S. 174). Das Tatverschulden stellt denn auch bei der Wahl der Strafart das 

weitgehend entscheidende Kriterium dar. Daneben sind die Auswirkungen der 

Strafe auf die soziale Situation des Täters sowie die spezialpräventive 

Wirksamkeit zu berücksichtigen. Ob die Strafart vor oder nach der konkreten 

Strafzumessung erfolgt, spielt letztlich keine entscheidende Rolle. Man muss zum 

selben Resultat gelangen. Methodisch kommt das Vorziehen allerdings einem 

"Aufzäumen der Katze am Schwanz" gleich. Ohne zunächst zu wissen, ob die 

Höhe der nach dem Tatverschulden zugemessenen Strafe überhaupt eine Wahl 

der Strafart eröffnet, lässt sich diese Wahl gar nicht treffen. Von der Literatur und 

-   17   - 

der kantonalen Rechtsprechung wurde das Vorziehen der Wahl der Strafart denn 

auch abgelehnt (GIAN EGE/MARTIN SEELMANN, AJP 4/2022, Die (un)gefestigte 

Rechtsprechung zur Wahl der Strafart, kritische Gedanken zu BGE 147 IV 241). 

Ob das Bundesgericht diese Methodik allerdings tatsächlich in BGE 147 IV 241 

vorschreibt, erscheint fraglich. Es hat in diesem Entscheid bei der Wahl der 

Strafart vor allem der rein mathematischen Strafeinheitenjustiz ohne 

Berücksichtigung der Auswirkungen der Strafe auf die soziale Situation des 

Täters und die spezialpräventive Wirksamkeit, zu Recht eine Absage erteilt 

(E. 3.2.).  

1.3. Am 4. Februar 2020 erging gegen den Beschuldigten ein Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft See / Oberland wegen Führens eines Motorfahrzeugs ohne 

erforderlichen Führerausweis, Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes und 

Fahrens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand, mit dem er rechtskräftig 

zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je CHF 130.– (bedingt vollziehbar 

unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren) sowie zu einer Busse von 

CHF 600.– verurteilt wurde (Urk. 57). Vorliegend wurden zwei der insgesamt drei 

zur Anklage gebrachten (und begangenen) Urkundenfälschungen vor dem 

rechtskräftigen Strafbefehl begangen, nämlich einerseits zwischen dem 

4. Januar 2019 bis 10. Januar 2019 (Dossier 2) und andererseits am 

27. September 2019 (Dossier 2). Nach dem rechtskräftigen Strafbefehl beging der 

Beschuldigte eine weitere Urkundenfälschung (3. März 2020 bis 22. April 2020, 

Dossier 2) sowie die mehrfachen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

(1. September 2020 bis 26. Januar 2021, Dossier 1) und die mehrfachen 

Vergehen gegen das Waffengesetz (26. Januar 2021, Dossier 1). Die Vorinstanz 

hat zutreffend festgehalten, dass für die Urkundenfälschungen vor dem 

Strafbefehl die Geldstrafe als angemessene Strafart erscheint, und dass gleiches 

für die Urkundenfälschung nach dem Strafbefehl sowie die Vergehen gegen das 

Waffengesetz gilt. Das Verschulden des Beschuldigten ist für diese Delikte 

zwischen sehr leicht bis leicht anzusiedeln (vgl. auch nachfolgend: E. III.2.1.1.11, 

E. III.2.1.1.2., E. III.2.2.1. und E. III.2.2.2). Die Konsequenz ist, dass ein Fall einer 

teilweisen retrospektiven Konkurrenz vorliegt. Das hat die Vorinstanz zutreffend 

festgehalten (vgl. Urk. 56 S. 15 f. E. 4.2.1. und E. 4.2.2.).  

-   18   - 

1.4. Hinsichtlich der Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz erwog die 

Vorinstanz zutreffend, dass der Beschuldigte diese während laufender Probezeit 

beging sowie teilweise einschlägig vorbestraft ist. Das Verschulden des Beschul-

digten wiegt sehr leicht beziehungsweise noch leicht (vgl. auch nachfolgend: 

E. III.2.3.1 f.). Es rechtfertigt sich, deswegen eine Freiheitsstrafe auszufällen 

(Urk. 56 S. 16 E. 4.2.3.).  

1.5. Insgesamt ergab sich für die Vorinstanz Folgendes, was zu übernehmen 

ist: Für die zu beurteilenden Straftaten ist keine Gesamtstrafe auszufällen. Infolge 

der teilweisen retrospektiven Konkurrenz und der gleichen Strafart ist für die 

auszufällende Geldstrafe (betreffend Urkundenfälschungen vor dem Strafbefehl) 

eine Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 2 StGB mit der Strafe gemäss Strafbefehl zu 

bilden und eine Zusatzstrafe auszusprechen. Für die Straftaten nach dem Straf-

befehl sind eigenständige Geldstrafen (betreffend Urkundenfälschung und Verge-

hen gegen das Waffengesetz) beziehungsweise eine Freiheitsstrafe (Vergehen 

gegen das Betäubungsmittelgesetz) festzusetzen. Die Zusatzstrafe ist zu diesen 

Strafen zu addieren (Urk. 56 S. 16 f. E. 4.2.3 und E. 4.2.4, vgl. weiter auch 

BGE 145 IV 1 E. 1.3. = Pra 108 [2019] Nr. 137).  

1.6. Die Vorinstanz hat die Strafrahmen zutreffend wiedergegeben, darauf ist 

zu verweisen (Urk. 56 S. 17 f. E. 4.3.). 

2. Konkrete Strafzumessung 

2.1. Zusatzstrafe zum Strafbefehl 

2.1.1. Mehrfache Urkundenfälschung 

2.1.1.1. Hinsichtlich der Beurteilung der Tatkomponente für die erste Urkunden-

fälschung vom 4. Januar 2019 bis 10. Januar 2019 ist in objektiver Hinsicht zu 

bemerken, dass der Beschuldigte ein amtliches Dokument fälschte (Betreibungs-

registerauszug), um den Anschein zu erwecken, über keine Schulden zu 

verfügen, um so den Zuschlag für die gewünschte Mietliegenschaft zu erhalten. In 

subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte vorsätzlich. Seinem Empfinden 

nach handelte er aus einer Notlage, es ging ihm darum, sich und seiner Familie 

-   19   - 

einen Mietvertrag zu verschaffen. Das Verschulden des Beschuldigten wiegt leicht 

und die Einsatzstrafe ist auf 70 Tagessätze Geldstrafe festzusetzen. 

2.1.1.2. Bei der zweiten Urkundenfälschung am 27. September 2019 fälschte der 

Beschuldigte drei Einzahlungsquittungen, um damit bei der Vermieterschaft den 

Eindruck zu erwecken, er habe drei ausstehende Mietzinse bezahlt. Auch hier 

handelte der Beschuldigte vorsätzlich. Das Verschulden des Beschuldigten ist 

leicht. Insgesamt rechtfertigt es sich, die zuvor festgesetzte Einsatzstrafe von 

70 Tagessätzen Geldstrafe mit 30 Tagessätzen Geldstrafe zu asperieren.  

2.1.1.3. Insgesamt resultiert für die mehrfache Urkundenfälschung eine Geldstrafe 

von 100 Tagessätzen Geldstrafe.  

2.1.2. Asperation / Strafbefehl vom 4. Februar 2020 

2.1.2.1. Die festgelegte Einsatzstrafe ist in Anwendung des Asperationsprinzips 

für die mit Strafbefehl vom 4. Februar 2020 beurteilen Straftaten angemessen zu 

erhöhen.  

2.1.2.2. Diesbezüglich ist vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der 

Vorinstanz zu verweisen (Urk. 56 S. 20 E. 4.5.1.4). Die Erhöhung der 

Einsatzstrafe um 20 Tagessätze erscheint angemessen. Daraus resultiert eine 

Strafe von 120 Tagessätzen Geldstrafe. 

2.1.3. Zusatzstrafe 

2.1.3.1. Der Tagessatz von CHF 130.– scheint mit der Vorinstanz angemessen 

(Urk. 56 S. 21 E. 4.5.1.6.). 

2.1.3.2. Von der hypothetischen Gesamtstrafe von 120 Tagessätzen Geldstrafe 

ist die bereits ausgefällte Strafe von 40 Tagessätzen in Abzug zu bringen. Somit 

ist eine Zusatzstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen zu der mit dem Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 4. Februar 2020 festgesetzten Strafe 

auszufällen. 

-   20   - 

2.2. Geldstrafe aufgrund der Urkundenfälschung und des mehrfachen Ver-

gehens gegen das Waffengesetz nach Rechtskraft des Strafbefehls 

2.2.1. Zur objektiven Tatschwere betreffend Urkundenfälschung ist zu sagen, 

dass der Beschuldigte amtliche Dokumente fälschte (Betreibungsregisterauszug 

und Steuerrechnungen des Steueramts der Stadt Zürich), um gegenüber der 

Vermieterin den Anschein zu erwecken, er würde über keine Schulden und ein 

steuerbares Einkommen von CHF 210'000.–/CHF 220'000.–verfügen, um den 

Zuschlag für die Mietliegenschaft zu erhalten. In subjektiver Hinsicht handelte der 

Beschuldigte vorsätzlich. Im Übrigen ist auf die obigen Erwägungen zu verweisen 

(E. III.2.1.1.1). Insgesamt ist das Verschulden als leicht zu qualifizieren und die 

Einzelstrafe ist auf 25 Tagessätze festzulegen. 

2.2.2. Betreffend das mehrfache Vergehen gegen das Waffengesetz ist hinsicht-

lich der objektiven Tatschwere festzuhalten, dass der Beschuldigte ein Messer, 

eine Elektroschockwaffe und mehrere 9 mm Patronen erwarb und bei sich aufbe-

wahrte, wobei mit der Vorinstanz keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit er-

kennbar ist. Hinsichtlich der subjektiven Tatschwere handelte der Beschuldigte 

vorsätzlich. Das Verschulden ist als sehr leicht zu qualifizieren. Es rechtfertigt 

sich, zur Einzelstrafe von 25 Tagessätzen Geldstrafe eine Asperation von 

15 Tagessätzen Geldstrafe vorzunehmen. Dies ergibt eine Geldstrafe von 

40 Tagessätzen für die Urkundenfälschung und des mehrfachen Vergehens ge-

gen das Waffengesetz nach Rechtskraft des Strafbefehls. 

2.2.3. Es resultiert insgesamt, unter Addierung der Zusatzstrafe, eine Strafe von 

120 Tagessätzen Geldstrafe.  

2.3. Freiheitsstrafe aufgrund des mehrfachen Vergehens gegen das Be-

täubungsmittelgesetz nach Rechtskraft des Strafbefehls 

2.3.1. Hinsichtlich der Tatschwere für den unbefugten Anbau beziehungsweise 

die Herstellung von Betäubungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG) ist auf die 

vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen (Urk. 56 S. 22 E. 4.5.3.1 f.). Ergän-

zend ist festzuhalten, dass es sich zwar bei den 362 THC-haltigen Hanfpflanzen 

-   21   - 

und den 14 Kilogramm Marihuana um eine hohe Anzahl beziehungsweise einen 

hohen Ertrag handelt, indessen sind diesbezüglich noch um einiges grössere In-

door-Hanfplantagen mit entsprechend höheren Erträgen denkbar. Das Verschul-

den des Beschuldigten ist insgesamt mit der Vorinstanz als noch leicht zu qualifi-

zieren und es ist eine Einsatzstrafe von 9 Monaten Freiheitsstrafe festzulegen.  

2.3.2. Hinsichtlich des unbefugten Besitzes beziehungsweise der Aufbewahrung 

von Betäubungsmitteln (Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) können die soeben gemach-

ten Ausführungen übernommen werden. Es liegt ein sehr enger zeitlicher und 

sachlicher Zusammenhang vor. Das Verschulden wiegt sehr leicht und es ist eine 

Einsatzstrafe von 3 Monaten festzulegen. 

2.3.3. Die festgelegte Einsatzstrafe von 9 Monaten Freiheitsstrafe ist angemessen 

zu asperieren. Mit der Vorinstanz ist eine Erhöhung von 1 Monat Freiheitsstrafe 

vorzunehmen (vgl. Urk. 56 S. 23 E. 4.5.3.4.), womit eine Freiheitsstrafe von 

10 Monaten resultiert. 

2.4. Täterkomponenten 

2.4.1. In Bezug auf die Täterkomponenten ist auf die vorinstanzlichen 

Erwägungen zu verweisen (Urk. 56 S. 20 f. E. 4.5.1.5, S. 22 E. 4.5.2.3). Auch 

nach der Berufungsverhandlung, anlässlich welcher sich nichts Neues ergab, sind 

die Täterkomponenten als strafzumessungsneutral zu werten. 

2.4.2. In Bezug auf die Erwägungen der Vorinstanz zu den Täterkomponenten 

betreffend die Betäubungsmitteldelikte ist teilweise ergänzend und rekapitulierend 

festzuhalten, dass der Beschuldigte geständig war und er wegen teilweise ein-

schlägigen Strafen vorbestraft ist. Zudem wurde der Beschuldigte während 

laufender Probezeit straffällig. Die Vorinstanz erhöhte deshalb die Freiheitsstrafe 

um 1 Monat, was angemessen erscheint und zu übernehmen ist (Urk. 56 S. 23 

E. 4.5.3.5.). Insgesamt überwiegen die straferhöhenden Umstände 

(Vorbestrafung und Straffälligkeit während laufender Probezeit) die 

strafmindernden Umstände (Geständnis). Hinsichtlich des Geständnisses ist 

festzuhalten, dass der Beschuldigte zwar einräumte, dass ihm die Indoor-Anlage 

-   22   - 

und die Betäubungsmittel gehören würden. In Bezug auf die Einzelheiten 

verweigerte er indessen die Aussage, was zwar sein gutes Recht ist, jedoch die 

Strafuntersuchung nicht wesentlich erleichterte. 

2.4.3. Verbindungsbusse 

Die Vorinstanz setzte eine Verbindungsbusse in der Höhe von CHF 2'000.– fest 

(Urk. 56 S. 24 E. 4.6.3.). Da vorliegend keine Massendelikte zu ahnden sind, mit-

hin keine sogenannte Schnittstellenproblematik besteht, ist keine Verbindungs-

busse auszufällen. 

2.5. Auszufällende Strafe 

2.5.1. Nach dem Gesagten resultiert hinsichtlich der mehrfachen Urkunden-

fälschungen sowie des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz eine 

Strafe von 120 Tagessätzen Geldstrafe. Aufgrund des Verschlechterungsverbots 

hat es indessen bei 100 Tagessätzen Geldstrafe sein Bewenden. Die Vorinstanz 

übernahm hinsichtlich der Höhe des Tagessatzes der Geldstrafe die persönlichen 

und wirtschaftlichen Verhältnisse gemäss Strafbefehl vom 4. Februar 2020 und 

setzte diese auf CHF 130.– fest (Urk. 56 S. 23 f. E. 4.6.1.). Das ist zu 

übernehmen, nachdem der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung 

keine Angaben zu seinem Einkommen machen konnte und auch die Verteidigung 

die Tagessatzhöhe von CHF 130.– als angemessen erachtete (Urk. 66 S. 2 f., 

Urk. 67 Rz. 7 f. und Rz. 13).  

2.5.2. Hinsichtlich der Freiheitsstrafe würde nach Berücksichtigung der Täterkom-

ponenten eine Strafe von 11 Monaten Freiheitsstrafe resultieren. Indessen hat es 

auch hier aufgrund des Verschlechterungsverbotes bei der Freiheitsstrafe von 

8 Monaten sein Bewenden.  

2.5.3. Somit ist der Beschuldigte mit 8 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer 

Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu CHF 130.–, teilweise als Zusatzstrafe zu der 

mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 4. Februar 2020 aus-

gefällten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu CHF 130.– und einer Busse von 

CHF 600.– zu bestrafen.  

-   23   - 

3. Vollzug 

Zu den theoretischen Grundlagen des Strafvollzugs ist auf die Erwägungen der 

Vorinstanz zu verweisen (Urk. 56 S. 24 f.). Die Umsetzung ist korrekt. Es ist dem 

Beschuldigten daher in Bezug auf die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe der be-

dingte Vollzug zu gewähren und die Probezeit auf 4 Jahre festzusetzen.  

IV. Beschlagnahmung 

Die Vorinstanz zog die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 

vom 8. Februar 2021 beschlagnahmte Barschaft von CHF 3'320.– (Urk. 20/1) zur 

teilweisen Deckung der Verfahrenskosten heran (Urk. 56 S. 29 und S. 32 Disposi-

tiv-Ziffer 11). Sie hat dies zutreffend begründet, ihr Entscheid ist in diesem Punkt 

zu bestätigen.  

V. Kosten 

1. Vorinstanzliches Verfahren 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des vorinstanzlichen Ver-

fahrens dem Beschuldigten aufzuerlegen. Die vorinstanzliche Kostenauflage 

(Urk. 56 S. 33 Dispositiv-Ziffern 14 und 15) ist daher zu bestätigen (Art. 426 

StPO).  

2. Berufungsverfahren 

2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf CHF 3'000.– festzu-

setzen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 der Ge-

bührenverordnung des Obergerichts). Im Berufungsverfahren werden die Kosten 

nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

2.2. Der Beschuldigte unterliegt mit seiner Berufung grösstenteils. Es rechtfer-

tigt sich infolge der bloss geringfügigen Änderung, dem Beschuldigten die Kosten 

des Berufungsverfahrens vollumfänglich aufzuerlegen. Davon ausgenommen sind 

die Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten, welche einstweilen und 

-   24   - 

unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO auf die 

Gerichtskasse zu nehmen sind.  

2.3. Die amtliche Verteidigung reichte im Zusammenhang mit ihren Aufwen-

dungen im Berufungsverfahren ihre Honorarnote ein (Urk. 69). Darin verlangt sie 

CHF 2'638.40, wobei der Zeitaufwand für die Berufungsverhandlung noch nicht 

berücksichtigt wurde. Insgesamt ist das geltend gemachte Honorar angemessen 

und es ist der amtlichen Verteidigung unter Berücksichtigung der Dauer der 

Berufungsverhandlung inklusive Weg sowie der Nachbesprechung des Urteils mit 

dem Klienten pauschal CHF 3'600.– aus der Gerichtskasse zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 

19. Januar 2023 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

" 1.  Der Beschuldigte ist schuldig 

   - (…) 

   - (…) 

   - der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 
Ziff. 1 StGB. 

 2.  Vom Vorwurf des Verkaufs einer nicht bestimmten Menge 

Marihuana gemäss Dossier 1 wird der Beschuldigte freige-

sprochen. 

 3.-5. (…) 

 6.  Vom Widerruf des bedingten Vollzugs bezüglich der mit 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 

4. Februar 2020 ausgefällten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 

Fr. 130.– wird abgesehen. Stattdessen wird die Probezeit um 

1 Jahr verlängert. 

-   25   - 

 7.  Der Privatkläger, B._____, wird mit seinem Schadenersatz-

begehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

 8.  Die nachfolgend, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft 

Limmattal / Albis vom 8. Februar 2021 beschlagnahmten Gegen-

stände, lagernd bei der C._____ AG, werden eingezogen und 

vernichtet:  

   - Inventar Indoor-Hanfanlage (Asservat-Nr. A014'646'414); 
   - 342 Hanfpflanzen (Asservat-Nr. A014'646'652). 

 9.  Die nachfolgend, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft 

Limmattal / Albis vom 8. Februar 2021 beschlagnahmten Gegen-

stände, lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage, 

werden eingezogen und vernichtet: 

   - 20 Hanfpflanzen (Asservat-Nr. A014'646'663); 
   - 539 Gramm Marihuana (Asservat-Nr. A014'646'721); 
   - 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'175); 
   - 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'197); 
   - 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'200); 
   - 1 Minigrip mit Marihuana bzw. getrocknete Pflanze (Asser-

vat-Nr. A014'655'211); 
   - 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'233); 
   - Marihuana in Tupperware mit blauem Deckel (Asservat-

Nr. A014'655'255); 
   - 1 Klumpen Haschisch (Asservat-Nr. A014'655'324); 
   - Diverse kleinere Haschklumpen (Asservat-

Nr. A014'655'357); 
   - Diverse Hanfsamen (Asservat-Nr. A014'655'391); 
   - 1 Gramm Speed sowie Zubehör zum Konsumieren (Asser-

vat-Nr. A014'655'415); 
   - 1 Feinwaage (Asservat-Nr. A014'655'493); 
   - Diverse Verpackungsmaterialien (Asservat-

Nr. A014'655'540); 
   - Diverse Verpackungsmaterialien (Asservat-

Nr. A014'655'562); 

-   26   - 

   - 1 Klebestreifen (Asservat-Nr. A014'646'812); 
   - 1 Pipette (Asservat-Nr. A014'646'834); 
   - 1 Schere (Asservat-Nr. A014'646'845); 
   - 1 Zeitschaltuhr (Asservat-Nr. A014'646'856); 
   - 1 Klebestreifen (Asservat-Nr. A014'646'867); 
   - 1 Thermometer (Asservat-Nr. A014'646'889); 
   - 1 Skizze betr. Hanfindooranlage (Asservat-

Nr. A014'655'584); 
   - 1 Skizze mit mutmasslicher BM-Abrechnung (Asservat-

Nr. A014'655'595); 
   - 1 Schlüssel (Asservat-Nr. A014'655'620); 
   - Diverse Patronen (Asservat-Nr. A014'655'733); 
   - 1 Messer (Asservat-Nr. A014'655'813); 
   - 1 Messer (Asservat-Nr. A014'655'835); 
   - 1 Elektroschockwaffe (Asservat-Nr. A014'655'846). 

 10. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 

vom 8. Februar 2021 beschlagnahmte Mobiltelefon (Asservat-

Nr. A014'655'608), lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, 

Asservate-Triage, wird dem Beschuldigten nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben. 

Sofern der Beschuldigte die Herausgabe nicht innert 3 Monaten 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils verlangt, werden die 

Gegenstände der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

 11. (…) 

 12. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:  

Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.00   Gebühr für das Vorverfahren  

Fr. 2'998.80   Auslagen 

 Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des 

Urteils, ermässigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel. 

-   27   - 

 13. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als 

amtlicher Verteidiger des Beschuldigten aus der Gerichtskasse 

mit Fr. 8'560.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt.  

 14-15. (…) 

 16. (Mitteilungen) 

 17. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist sodann schuldig 

− des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. a und lit. d BetmG sowie 

− des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von 

Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 lit. a WG in Ver-

bindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c WG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 WV 

in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 lit. c WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 

lit. e WG in Verbindung mit Art. 2 WV und Art. 16a WG in Verbindung 

mit Art. 15 WG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 8 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer 

Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu CHF 130.–, teilweise als Zusatzstrafe zu 

der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 4. Februar 

2020 ausgefällten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu CHF 130.– und einer 

Busse von CHF 600.–. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird aufgeschoben und 

die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt.  

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Februar 

2021 beschlagnahmte und von dieser bei der Gerichtskasse des Bezirks-

-   28   - 

gerichts Dietikon hinterlegte Barschaft in der Höhe von CHF 3'320.– wird zur 

teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.  

5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 14 und 15) wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

CHF 3'600.–   amtliche Verteidigung. 
 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (versandt) 
− das Bundesamt für Polizei fedpol, Zentralstelle Waffen, Guisan-

platz 1A, 3003 Bern 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 
− das Bundesamt für Polizei fedpol, 3003 Bern 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten 

− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und B 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, Postfach, 

8090 Zürich 

-   29   - 

− die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Neumühlequai 10, 
Postfach, 8090 Zürich 

− die Kasse des Bezirksgerichts Dietikon betreffend Disp-Ziff. 4. 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 16. Oktober 2023 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. B. Gut 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw J. Bischof 
 

 
 
 
 

	Urteil vom 16. Oktober 2023
	Anklage: (Urk. 33)
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 56 S. 30 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- des mehrfachen Vergehens gegen das BG über das Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und d BetmG,
	- des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 lit. a WG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 WV sowie Art. 5 Abs. 2 lit. c WG i.V.m. Art. 42 Abs. 6 WG,
	- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB.
	2. Vom Vorwurf des Verkaufs einer nicht bestimmten Menge Marihuana gemäss Dossier 1 wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 8 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 130.–, teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 4. Februar 2020 ausgefällten Geld...
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen.
	6. Vom Widerruf des bedingten Vollzugs bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 4. Februar 2020 ausgefällten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 130.– wird abgesehen. Stattdessen wird die Probezeit um 1 Jahr verlängert.
	7. Der Privatkläger, B._____, wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	8. Die nachfolgend, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Februar 2021 beschlagnahmten Gegenstände, lagernd bei der C._____ AG, werden eingezogen und vernichtet:
	- Inventar Indoor-Hanfanlage (Asservat-Nr. A014'646'414);
	- 342 Hanfpflanzen (Asservat-Nr. A014'646'652).
	9. Die nachfolgend, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Februar 2021 beschlagnahmten Gegenstände, lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate- Triage, werden eingezogen und vernichtet:
	- 20 Hanfpflanzen (Asservat-Nr. A014'646'663);
	- 539 Gramm Marihuana (Asservat-Nr. A014'646'721);
	- 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'175);
	- 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'197);
	- 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'200);
	- 1 Minigrip mit Marihuana bzw. getrocknete Pflanze (Asservat-Nr. A014'655'211);
	- 1 Minigrip mit Marihuana (Asservat-Nr. A014'655'233);
	- Marihuana in Tupperware mit blauem Deckel (Asservat-Nr. A014'655'255);
	- 1 Klumpen Haschisch (Asservat-Nr. A014'655'324);
	- Diverse kleinere Haschklumpen (Asservat-Nr. A014'655'357);
	- Diverse Hanfsamen (Asservat-Nr. A014'655'391);
	- 1 Gramm Speed sowie Zubehör zum Konsumieren (Asservat-Nr. A014'655'415);
	- 1 Feinwaage (Asservat-Nr. A014'655'493);
	- Diverse Verpackungsmaterialien (Asservat-Nr. A014'655'540);
	- Diverse Verpackungsmaterialien (Asservat-Nr. A014'655'562);
	- 1 Klebestreifen (Asservat-Nr. A014'646'812);
	- 1 Pipette (Asservat-Nr. A014'646'834);
	- 1 Schere (Asservat-Nr. A014'646'845);
	- 1 Zeitschaltuhr (Asservat-Nr. A014'646'856);
	- 1 Klebestreifen (Asservat-Nr. A014'646'867);
	- 1 Thermometer (Asservat-Nr. A014'646'889);
	- 1 Skizze betr. Hanfindooranlage (Asservat-Nr. A014'655'584);
	- 1 Skizze mit mutmasslicher BM-Abrechnung (Asservat-Nr. A014'655'595);
	- 1 Schlüssel (Asservat-Nr. A014'655'620);
	- Diverse Patronen (Asservat-Nr. A014'655'733);
	- 1 Messer (Asservat-Nr. A014'655'813);
	- 1 Messer (Asservat-Nr. A014'655'835);
	- 1 Elektroschockwaffe (Asservat-Nr. A014'655'846).
	10. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Februar 2021 beschlagnahmte Mobiltelefon (Asservat-Nr. A014'655'608), lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage, wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft ...
	11. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Februar 2021 beschlagnahmte und von dieser bei der Gerichtskasse hinterlegte Barschaft in der Höhe von Fr. 3'320.– wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	12. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermässigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel.
	13. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 8'560.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt.
	14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	15. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Staatskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	16. (Mitteilungen)
	17. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge (Prot. II S. 4 f.)
	Berufungsanträge:
	1. In Abänderung von Dispositiv Ziffer 1 des Urteils der Vorinstanz sei der Beschuldigte vom Vorwurf
	- des mehrfachen Vergehens gegen das BetmG, sowie
	- des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz
	freizusprechen.
	2. In Abänderung von Dispositiv Ziffer 3 des vorinstanzlichen Entscheides sei der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen à CHF 130.– als Zusatzstrafe zur mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 4. Februar 2020 verhängten ...
	3. Eventualiter, falls dem vorstehenden Antrag Ziffer 1 nicht gefolgt würde, sei der Beschuldigte in Abänderung von Dispositiv Ziffer 3 des vorinstanzlichen Entscheides mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen à CHF 130.– als Zusatzstrafe zur mit Straf...
	4. Dem Beschuldigten sei in Abänderung von Dispositiv Ziffer 4 des vorinstanzlichen Entscheides der bedingte Strafvollzug zu gewähren, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	5. Die Kosten der Untersuchung sowie des erstinstanzlichen Verfahrens seien dem Beschuldigten zu einem Drittel aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien vollständig und definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales
	Unangefochten blieben die Dispositiv-Ziffern 1 (Spiegelstrich 3), 2, 6, 7, 8, 9, 10, 12, 13, 16 und 17 des vorinstanzlichen Entscheids, in welchem Umfang dieser in Rechtskraft erwuchs, was mit Beschluss festzuhalten ist. Im übrigen Umfang steht der En...
	II.  Schuldpunkt
	III.  Strafpunkt
	IV.  Beschlagnahmung
	V.  Kosten
	2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf CHF 3'000.– festzusetzen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 der Gebührenverordnung des Obergerichts). Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unter...
	2.2. Der Beschuldigte unterliegt mit seiner Berufung grösstenteils. Es rechtfertigt sich infolge der bloss geringfügigen Änderung, dem Beschuldigten die Kosten des Berufungsverfahrens vollumfänglich aufzuerlegen. Davon ausgenommen sind die Kosten der ...
	2.3. Die amtliche Verteidigung reichte im Zusammenhang mit ihren Aufwendungen im Berufungsverfahren ihre Honorarnote ein (Urk. 69). Darin verlangt sie CHF 2'638.40, wobei der Zeitaufwand für die Berufungsverhandlung noch nicht berücksichtigt wurde. I...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 19. Januar 2023 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermässigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel.
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist sodann schuldig
	 des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und lit. d BetmG sowie
	 des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c WG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 WV in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 lit. c WG in...

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 8 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu CHF 130.–, teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 4. Februar 2020 ausgefällten Gelds...
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Februar 2021 beschlagnahmte und von dieser bei der Gerichtskasse des Bezirksgerichts Dietikon hinterlegte Barschaft in der Höhe von CHF 3'320.– wird zur teilweisen Deckung der Verfa...
	5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 14 und 15) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschul...
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (versandt)
	 das Bundesamt für Polizei fedpol, Zentralstelle Waffen, Guisanplatz 1A, 3003 Bern
	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 das Bundesamt für Polizei fedpol, 3003 Bern
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und B
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, Postfach, 8090 Zürich
	 die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Neumühlequai 10, Postfach, 8090 Zürich
	 die Kasse des Bezirksgerichts Dietikon betreffend Disp-Ziff. 4.

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.