# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba509a46-a1ab-5a13-b735-d1d3a8b6b216
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-04-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 04.04.2006 SKG 2006 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKG-2006-8_2006-04-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 04. April 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
SKG 06 8

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Vital und Möhr 
Aktuar Conrad

——————

In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

der Y., Arrestschuldnerin, Einsprecherin und Beschwerdeführerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Marco Pool, Via Tinus 3, 7500 St. Moritz,

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Maloja vom 10. Februar 2006, mit-
geteilt am 16. Februar 2006, in Sachen Z., ℅ W., Arrestgläubiger, Einsprachegeg-
ner und Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Schütt, 
Via Stredas 4, 7500 St. Moritz, gegen die Arrestschuldnerin, Einsprecherin und Be-
schwerdeführerin, 

betreffend Arrest (Arresteinsprache/Passivlegitimation/Ersatz für Arrestschaden)

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hat sich ergeben:

A. Auf Veranlassung von Z. (geb. 1991, Sohn von X.) stellte der Bezirks-
gerichtspräsident Maloja am 22. März 2005 je einen Arrestbefehl gegen X. und ge-
gen Y. (Konkubinatspartnerin von X.) wie folgt aus:

1. gegen X.:

Arrestforderung 
(Grund)

: Unterhaltsvertrag

Verlustschein vom 21.10.2003

Eheschutzverfügung vom 18.2.1999

Arrestforderung 
(Höhe)

: Fr. 55'000.—

Arrestgrund : Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 und 5 SchKG

Arrestge-
genstände

: Restforderung gegenüber der A. (A.) in Höhe von Fr. 21'000.—

Lohnforderung gegenüber seiner Arbeitgeberin, wobei mindes-
tens von einem Lohn in Höhe von monatlich netto Fr. 4'400.— 
zuzüglich Kinderzulagen auszugehen ist

elektronische Geräte wie Fotoausrüstungen, Computer, Musi-
kanlagen und dergleichen

2. gegen Y.:

Arrestforderung 
(Grund)

: Unterhaltsvertrag

Verlustschein vom 21.10.2003

Eheschutzverfügung vom 18.2.1999

Arrestforderung 
(Höhe)

: Fr. 55'000.—

Arrestgrund : Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 und 5 SchKG

Arrestge-
genstände

: Restforderung gegenüber der A.(A.) in Höhe von Fr. 21'000.—

Konto Nr. CK 099.806.000 und weitere Konten oder Wertschriften 
bei der Graubündner Kantonalbank in 7002 Chur (Zweigstelle 
7505 Celerina), lautend auf den Namen der Gesuchsgegnerin

elektronische Geräte wie Fotoausrüstungen, Computer, Musi-
kanlagen und dergleichen

Landrover Freelander 1,8 i mit dem Kontrollschild GR B.

Subaru Justy mit dem Kontrollschild GR C.

Inventar der V. Bar in Sz.

B. Die Arrestbefehle wurden durch das Betreibungsamt Oberengadin 
gleichentags, das heisst am 22. März 2005, und wie richterlich angeordnet, vollzo-

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gen. Die Arrestvollzugsurkunden Nr. 205198 (X.) und 205197 (Y.) stellte das Betrei-
bungsamt Oberengadin den Arrestschuldnern am 29. März 2005 zu, unter Beilage 
einer Kopie der entsprechenden Arrestbefehle des Bezirksgerichtspräsidenten Ma-
loja.

C.1. Gegen die Arrestbefehle vom 22. März 2005 erhoben beide Arrest-
schuldner mit Eingaben vom 07. April 2005 Arresteinsprache an den Bezirksge-
richtspräsidenten Maloja, mit den folgenden Rechtsbegehren:

a. X.:

"1. Der Arrest sei, soweit er den Betrag von Fr. 6'626.25 übersteigt, aufzu-
heben.

2. Falls der Arrest bestätigt wird, muss der Gläubiger  -solidarisch mit dem 
gesetzlichen Vertreter-  dazu verpflichtet werden, 25 % der Forderung 
als Sicherheit i.S. von Art. 278 Abs. 1 SchKG zu hinterlegen, andernfalls 
der Arrest hinfällig wird.

3. (….. Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege).

4. Unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Ge-
suchstellers und dessen gesetzlicher Vertreterin, Frau W.".

b. Y.:

"1. Die verarrestierten Gegenstände, nämlich

- Restforderung gegenüber der A. (A.) in der Höhe von Fr. 21'000.00

- Konto CK 099.806.000 und weitere Konti oder Wertschriftendepots bei 
der Graubündner Kantonalbank in 7002 Chur (Zweigstelle 7505 Cele-
rina) lautend auf den Namen der Einsprecherin

- Elektrogeräte wie Fotoausrüstungen, Computer, Musikanlagen und 
dergleichen

- Landrover Freelander 1,8i, Kontrollschild GR C. 

- Inventar der V. Bar in Sz.

seien vom Arrestbeschlag zu befreien und der Einsprecherin zu unbe-
schwertem Eigentum und zur Nutzung zu überlassen.

2. Der Gesuchsteller und Arrestgläubiger Z., geb. 1991, gesetzlich vertre-
ten durch die Mutter, W., sei zusammen mit seiner Mutter solidarisch zu 
verpflichten, eine Sicherstellung i.S. von Art. 273 Abs. 1 SchKG von Fr. 
13'750.00 (25 % der behaupteten Forderung) zu hinterlegen, falls der 
Arrest nicht aufgehoben wird.

3. Sollte die Sicherheit nicht geleistet werden, ist der Arrest ebenfalls auf-
zuheben.

4. Der Arrestgläubiger und dessen gesetzliche Vertreterin seien solidarisch 
zu verpflichten, der Einsprecherin Fr. 5'000.— als Schadenersatz zu be-
zahlen, nebst 5 % Verzugszins seit 23. März 2005 (Arrestbeschlag).

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5. Unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Ar-
restgläubigers und dessen gesetzlicher Vertreterin".

2. Der Einsprachegegner liess die vollumfängliche Abweisung der Arre-
steinsprache beantragen.

3. Mit Entscheiden vom 28. und 29. April 2005 trat der Bezirksgerichts-
präsident Maloja auf beide Arresteinsprachen nicht ein, mit der Begründung, die 10-
tägige Einsprachefrist gemäss Art. 278 Abs. 1 SchKG sei verpasst worden. Auf Be-
schwerde von X. und Y. hob der Kantonsgerichtsausschuss mit Urteil vom 13. Juni 
2005 die Nichteintretendentscheide auf und wies die Sache zur materiellen Behand-
lung der Einsprachen an den erstinstanzlichen Arrestrichter zurück.

4. Mit Entscheid vom 10. Februar 2006 wies der Bezirksgerichtspräsi-
dent Maloja die Einsprache von Y. gegen den Arrestbefehl vom 22. März 2005 ab, 
überband ihr Verfahrenskosten von Fr. 400.— und eine Prozessentschädigung von 
Fr. 600.— an die Gegenpartei.

D.1. Gegen den Arresteinspracheentscheid liess Y. mit Schriftsatz vom 23. 
Februar 2006 Beschwerde an den Kantonsgerichtsausschuss einlegen. Sie bean-
tragt die Aufhebung der angefochtenen Entscheidung und die vollumfängliche Gut-
heissung ihrer Einsprache gegen den Arrestbefehl, unter solidarischer Kosten- und 
Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdegegners und dessen gesetzlicher 
Vertreterin.

2. Der Bezirksgerichtspräsident Maloja liess sich nicht vernehmen. 

3. Mit Beschwerdeantwort vom 21. März 2006 schliesst der Beschwer-
degegner Z. auf vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, unter voller Kosten- 
und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.

4. Auf die Begründungen der Beschwerdeanträge, die Erwägungen in 
der angefochtenen Entscheidung und die Akten ist, soweit sachdienlich, nachfol-
gend einzugehen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gegen den Arresteinspracheentscheid des Bezirksgerichtspräsiden-
ten steht gemäss Art. 17 Abs. 1 Ziff. 1 und Ziff. 4 GVVSchKG in Verbindung mit Art. 

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25 GVVSchKG innert zehn Tagen die Beschwerde an den Kantonsgerichtsaus-
schuss offen. In der Beschwerdeschrift ist mit kurzer Begründung anzugeben, wel-
che Punkte angefochten und welche Änderungen beantragt werden. Neue Tatsa-
chen und Beweismittel sind zulässig, soweit das Bundesrecht nichts anderes be-
stimmt. Die Beschwerde vom 23. Februar 2006 gegen den am 16. Februar 2006 
mitgeteilten Arresteinspracheentscheid wurde rechtzeitig bei der zuständigen In-
stanz eingelegt. Auf die im Übrigen formgerecht erhobene, das heisst einen Antrag 
und eine Begründung enthaltende Beschwerde von Y. ist folglich einzutreten.

2. Im Hauptpunkt macht die Beschwerdeführerin geltend, die vor-in-
stanzliche Überlegung, wonach mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen sei, 
dass der mittellose Arrestschuldner 1 (X.) alle seine Vermögenswerte an seine Kon-
kubinatspartnerin (Arrestschuldnerin 2) abgetreten habe, weshalb sich der Arrest 
auf deren Vermögen als zulässig erweise, sei falsch. Die Beschwerdeführerin sei 
weder Schuldnerin der Arrestforderung, noch offenbare sich bei ihr eine Absicht, 
Vermögensgegenstände beiseite zu schaffen, noch bestehe ein Verlustschein des 
Arrestgläubigers gegen sie. Bestenfalls hätte der Arrestgläubiger im Arrest gegen 
X. verlangen können, dass Vermögenswerte bei der Konkubinatspartnerin des Ar-
restschuldners als Drittperson gepfändet werden und damit ein Widerspruchsver-
fahren gemäss Art. 275 in Verbindung mit Art. 91 ff. SchKG ausgelöst worden wäre. 
Die Vorinstanz unterstelle, dass in der Person der Beschwerdeführerin eigene Ar-
restgründe vorlägen, obwohl zwischen dem Arrestgläubiger und der Beschwerde-
führerin überhaupt keine Forderung bestehe. 

a. Diese Rügen der Beschwerdeführerin erweisen sich im Wesentlichen 
als begründet. Vorderrichter und Beschwerdegegner übersehen, dass die beiden 
Fragen, ob gegen eine Person ein Arrestbefehl zu erlassen ist, oder ob bei einer 
Person liegende, in deren Gewahrsam sich befindliche Vermögenswerte, in einem, 
gegen eine andere Person anzuordnen Arrest zu sichern sind, strikt auseinander zu 
halten sind und hinsichtlich des Arrestbefehls andere Folgen zeitigen.  Der Bezirks-
gerichtspräsident hat im Entscheid zur Arresteinsprache der hiesigen Beschwerde-
führerin Y. (Arrestschuldnerin 2) ausdrücklich und zutreffend anerkannt, dass der 
Arrestgläubiger keine Forderung gegen Y. hat (act. 01.1, S. 3 f., E. 3 a und b). Die 
Aufrechterhaltung des Arrests gegen Y. hat der Vorderrichter damit begründet, es 
sei gemäss Vorbringen des Arrestgläubigers offensichtlich, dass X. (Arrestschuld-
ner 1) alle seine Vermögenswerte zu seiner Lebenspartnerin Y. (Arrestschuldnerin 
2) verschoben habe, weshalb der Arrest auf dieses Vermögen zulässig sei (act. 
01.1, S. 4 E. 3b). Es mag zwar unter gewissen Voraussetzungen denkbar sein, die-

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ses Vermögen mit Arrest zu belegen. Der in seiner Rechtsfolge unheilbare Trug-
schluss liegt darin, dass dies in einem gegen Y. zu erlassenden Arrestbefehl ge-
schehen soll. Wenn gegen Y. keine Forderung des Arrestgläubigers bestand, 
schliesst Art. 271 Abs. 1 SchKG den Erlass eines Arrestbefehls gegen sie katego-
risch aus  -  sei es nun auf Vermögenswerte in ihrem Eigentum oder im Eigentum 
von X.. Entgegen der vorinstanzlichen Einschätzung geht etwas anderes auch nicht 
aus BGE 107 III 35 hervor. Wenn es sich gemäss vorinstanzlicher Annahme beim 
Substrat um Vermögen von X. handelte, stellt dessen Beschlagnahme in einem ge-
gen Y. gerichteten Arrest im Übrigen eine offenkundige Verletzung des starren Prin-
zips dar, wonach nur dem Schuldner gehörendes Vermögen mit Arrest belegt wer-
den darf (Art. 271 Abs. 1, Art. 272 Abs. 1 Ziff. 3 SchKG).

b. Die Aspekte von Art. 271 SchKG, welche man als Arrestgründe be-
zeichnet (Ziff. 1-5), stellen die besondere, innere Berechtigung dafür dar, dass su-
perprovisorisch  - ohne Betreibung und Anhörung -  eine zwangsvollstreckungs-
rechtliche Sicherstellung von Vermögenswerten erfolgen kann. Diese spezifischen 
Gründe sind erst in zweiter Linie zu prüfen. Grundlegende, die allgemeinen Voraus-
setzungen des Arrests definierende Bestimmung dieses Instituts (vgl. Walter A. 
Stoffel, Basler Kommentar, N 16, 23 ff. zu Art. 271 SchKG) ist Art. 271 Abs. 1 In-
gress SchKG: Der Gläubiger kann für eine fällige Forderung, soweit diese nicht 
durch ein Pfand gedeckt ist, Vermögensstücke des Schuldners mit Arrest belegen 
lassen. Diese Elemente sind vorab zu prüfen. Gemäss Art. 271 Abs. 1 Ingress 
SchKG muss eine Forderung bestehen, die im Sinne von Art. 272 Abs. 1 SchKG 
glaubhaft zu machen ist. Wenn Abs. 1 von Art. 271 SchKG von der Forderung 
spricht, bleibt zwar unausgesprochen, dass es sich um eine Forderung des Arrest-
gläubigers gegen den Arrestschuldner handeln muss. Es ist indes nicht zweifelhaft, 
dass genau dies die Meinung des Gesetzes ist (vgl. Stoffel, a.a.O., N 23; Daniel 
Stoll, Der Rechtsschutz des in einen Arrest einbezogenen Dritten, Diss. Zürich 
1987, S. 5). Es kann nur jene Person Arrestschuldner, das heisst Passivpartei des 
Arrestbefehls sein, gegen die sich die Forderung des Arrestgläubigers richtet. Eine 
Person kann nur dann als passivlegitimierter Arrestschuldner gelten, wenn sie aus 
der Arrestforderung verpflichtet, das heisst am streitigen Recht materiell zuständig 
ist. Im Sinne eines Umkehrschlusses darf gegen eine Person, welche diese Passiv-
legitimation nicht hat, kein Arrest gelegt werden (Franz Mattmann, Die materiellen 
Voraussetzungen der Arrestlegung nach Art. 271 SchKG, Diss. Fribourg 1981, S. 
11 f.). Vorliegend fehlt diese allgemeine und unverzichtbare Voraussetzung des Ar-
rests. Die Forderung soll sich aus der Pflicht zur Leistung von Kinderunterhaltsbei-
trägen von monatlich 500 Franken ergeben, wozu sich der Arrestgläubiger in sei-

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nem Arrestgesuch vom 14. März 2005 auf Folgendes berufen hat: Unterhaltsvertrag 
zwischen ihm und seinem Vater X. (Acordo relativo à regulação do exercício do 
poder paternal do menor Z., act. 03.1.1); auf X. als Schuldner ausgestellter Verlust-
schein (act. 01.3.2); Verfügung des Eheschutzrichters vom 18. Februar 1999, worin 
X. auf Unterhaltsleistungen an seinen Sohn verpflichtet wird. Y. ist offensichtlich 
nicht Schuldnerin irgendeiner dieser Forderungen. Es ist bereits aus diesem Grund 
ausgeschlossen, zu deren einstweiliger Sicherstellung gegen Y. einen Arrestbefehl 
zu erlassen - womit allerdings noch nicht gesagt ist, dass bei ihr liegende, sich in 
ihrem Gewahrsam befindliche Vermögenswerte des Arrestschuldners (Art. 272 Abs. 
1 Ziff. 3 SchKG) unter keinen Umständen verarrestiert werden können. 

c. Im Einspracheverfahren, welches den gegen Y. erwirkten Arrest be-
traf, war seitens des Arrestgläubigers nirgends mehr die Rede von Kinderunterhalts-
beiträgen. Stattdessen liess der Einsprachegegner in seiner Vernehmlassung vom 
21. April 2005 erstmals klar ausführen, die Arrestforderung gegen Y. bestehe "in der 
Rückforderung der von X. auf sie übertragenen Vermögenswerte gestützt auf Art. 
286-288 SchKG" (act. 03.6, S. 3). Das erscheint zum einen verspätet und zum an-
deren ist fraglich, ob die Tatbestände der paulianae selbständige Forderungsgründe 
im Sinne von Art. 271 Abs. 1 SchKG darstellen, hängen sie doch vom materiellen 
Zivilrecht (Rechtsverhältnis zwischen dem Anfechtenden und dem Abtretenden)  - 
hier vom Familienrecht beziehungsweise vom Unterhaltsvertrag zwischen Vater 
und Kind -  ab. Das Arrestgesuch (act. 03.1), der Arrestbefehl (act. 03.2) sowie die 
betreibungsamtliche Arresturkunde (act. 01.2) geben denn auch übereinstimmend 
als Arrestforderung beziehungsweise Forderungsgründe an: Unterhaltsvertrag, Ver-
lustschein vom 21.10.2003, Eheschutzverfügung vom 18.2.1999. Aus keinem die-
ser glaubhaft bestehenden Titel geht die Beschwerdeführerin als Schuldnerin her-
vor. Das Arrestgesuch beziehungsweise der Arrestbefehl können nun aber nicht 
dadurch nachgebessert werden, dass der Gesuchsteller in der Vernehmlassung 
des Einspracheverfahrens einen anderen Forderungsgrund für die Arrestforderung, 
respektive darauf aufbauend, gar einen anderen (neuen) Arrestschuldner nennt. 
Der Arrestgläubiger hat im Einspracheverfahren denn auch nur die vollumfängliche 
Abweisung der Einsprache von Y. beantragt, und nicht etwa die entsprechende 
Abänderung des Arrestbefehls gegen die Einsprecherin, wobei Letzteres nicht 
zulässig wäre. Beim neuen Vorbringen des Arrestgläubigers im Einspracheverfah-
ren handelte es sich nicht um (echte oder unechte) neue Tatsachen und/oder Be-
weismittel (Art. 278 Abs. 3 SchKG), sondern um die Geltendmachung einer 
neuen/anderen Arrestforderung und damit um ein eigentlich neues Rechtsbegeh-
ren. Das Einspracheverfahren ist thematisch zwar eine Fortsetzung des Arrestbe-

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willigungsverfahrens  - unter erstmaliger Wahrung des rechtlichen Gehörs des Ar-
restschuldners -  jedoch ist das Prozessthema des Einspracheverfahrens hinsicht-
lich der Arrestforderung und der Arrestgegenstände gleichwohl durch den Arrestbe-
fehl beschränkt. Anfechtungsobjekt ist (nur) die Arrestbewilligung; die Prüfung er-
folgt im Übrigen auf der Basis des Arrestbefehls, das heisst, dass der Arrestgläubi-
ger im Einspracheverfahren beispielsweise nicht eine höhere Arrestforderung oder 
den Einbezug weiterer oder anderer Vermögensgegenstände beantragen kann 
(Yvonne Artho von Gunten, Die Arresteinsprache, Diss. Zürich 2001, S. 107). Um 
so mehr ist abzulehnen, dass im Einspracheverfahren eine andere Forderung und 
ein anderer Schuldner als Arrestbasis vorgetragen wird, wodurch ein ursprünglich 
widerrechtlich erlassener Arrest gerettet werden soll.

d. Selbst wenn im Arrestgesuch eine Forderung des Beschwerdegeg-
ners gegen Y. geltend gemacht und deren Bestand als glaubhaft dargelegt worden 
wäre, ist festzustellen, dass gegen die Beschwerdeführerin kein Arrestgrund be-
steht  -  weder Ziff. 2 (Beiseiteschaffen von Vermögenswerten/Flucht) noch Ziff. 5 
(Verlustschein) von Art. 271 Abs. 1 SchKG. Eine Zahlungsflucht von Y. besteht 
nicht. Böswillig Schuldnervermögen beiseite geschafft hat allenfalls ihr Konkubi-
natspartner X. (Arrestschuldner 1), jedoch nicht Y.. Die Behauptung, die Beschwer-
deführerin investiere jene 70'000 Franken, welche sie vom Arrestschuldner anfecht-
bar erhalten habe, in nicht werthaltige Konsumgüter  - einen Personenwagen im 
betreibungsamtlich geschätzten Wert von Fr. 9'000.— (act. 01.2) -  und es stehe zu 
befürchten, dass sie Gelder nach Portugal transferiere, wo sie dem Beschwerde-
gegner wohl für immer entzogen blieben, genügt auch unter der reduzierten Anfor-
derung des Glaubhaftmachens kaum, um Zahlungsflucht von Y. anzunehmen. Dazu 
bräuchte es konkretere und glaubhaftere Anzeichen. Ein Verlustschein als Arrest-
grund nach Ziff. 5 muss nach ausdrücklicher gesetzlicher Vorgabe gegen den Ar-
restschuldner selbst ausgestellt sein, nicht gegen irgendeinen Dritten. Ein Verlust-
schein wurde gegen Y. nicht ausgestellt.

e. Der Beschwerdegegner hat im Arrestgesuch vom 14. März 2005 
selbst beantragt, es seien "nachstehende Gegenstände und Vermögenswerte der 
Gesuchsgegnerin 2 mit Arrest zu belegen (act. 03.1., S. 2). Unter der Begründung 
und Glaubhaftmachung der Arrestforderung wird weder ausdrücklich noch konklu-
dent geltend gemacht, die Forderung richte sich gegen Y. (act. 03.1., S. 3 f.). In 
seiner Stellungnahme zur Arresteinsprache von Y. liess der Arrestgläubiger zudem 
geltend machen, dem Begehren der Gegenseite auf Sicherheitsleistung dürfe nicht 
stattgegeben werden, da das Gesetz nur eine Sicherheitsleistung durch den Schuld-

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ner vorsehe (act. 03.6, S. 5). Damit hat der Arrestgläubiger selbst zum Ausdruck 
gebracht, dass Y. auch nach seinem Dafürhalten nicht Arrestschuldnerin ist.

Die Beschwerdeführerin Mendes konnte somit allenfalls die Stellung eines 
Dritten haben, wie beispielsweise eine Bank oder ein Depositar, die vom Arrest, der 
sich gegen einen anderen richtet (hier den Konkubinatspartner X.), betroffen sind, 
weil sie Vermögenswerte in ihrem Gewahrsam haben, von denen der Arrestgläubi-
ger behauptet, sie stünden in Tat und Wahrheit dem Arrestschuldner zu. Solches 
hat der Arrestgläubiger in seinem Arrestgesuch indessen nicht behauptet, sondern 
vielmehr, "es seien folgende Vermögenswerte der Gesuchsgegnerin 2 mit Arrest zu 
belegen" (act. 03.1). Das macht den Dritten indessen nicht zum Arrestschuldner, 
insbesondere dann nicht, wenn selbst der Gesuchsteller behauptet hat, seine For-
derung richte sich gegen einen anderen. Es ist unzulässig, Vermögenswerte zu ver-
arrestieren, die einem vom Schuldner verschiedenen Rechtssubjekt gehören. Eine 
Einschränkung ist nur insofern zu machen, als Vermögenswerte, die zwar auf den 
Namen eines Dritten lauteten, indes für Rechnung des Schuldners gehalten werden, 
mit Arrest belegt werden können. Auch bei dieser Konstellation ist der Arrestbefehl 
jedoch ausschliesslich gegen den Schuldner zu erlassen. Der Dritte ist in diesen 
Arrest  - analog des in eine Betreibung und Pfändung involvierten Drittgewahrsam-
sinhabers -  nur "einbezogen", weil er Gewahrsam an Schuldnervermögen hat. Das 
macht ihn nicht zum Arrestschuldner. Da vorliegend der Arrestgläubiger in seinem 
Arrestgesuch solches nicht behauptet hat, ist nicht rückwirkend zu prüfen, ob er im 
Einsprache- oder Rechtsmittelverfahren nachschiebend glaubhaft dargelegt hat, 
dass die betreffenden Vermögenswerte in Tat und Wahrheit dem Arrestschuldner 1 
zustehen. Selbst wenn Letzteres zuträfe, dürfte in einem solchen Fall ein ursprüng-
lich unzulässigerweise gegen den Dritten angeordneter Arrest nicht nachträglich als 
rechtens sanktioniert werden. Angesichts der Begehren des Arrestgesuchstellers 
und ihrer Begründung wäre vorliegend der Arrest ursprünglich auf X., und nur auf 
ihn, auszustellen gewesen (vgl. dazu auch den Sachverhalt in BGE 107 III 33). Da-
bei bleibt es. Die genaue Bezeichnung der Arrestgegenstände, deren Zugehhörig-
keit zum Vermögen des Schuldners und deren Belegenheit obliegen dem Arrest-
gläubiger. Will der Arrestgläubiger, unter Berufung auf eine Forderung gegen die 
Beschwerdeführerin aus Art. 285 ff. SchKG, bei der Beschwerdeführerin Mendes 
gelegenes und auf ihren Namen lautendes Vermögen als deren eigenes Vermögen 
mit Arrest belegen lassen, so hat er ein neues Arrestgesuch gegen Y. zu stellen. 
Will der Arrestgläubiger, unter Berufung auf eine Forderung gegen seinen Vater aus 
Kindesunterhalt, bei der Beschwerdeführerin Mendes gelegenes und auf ihren Na-

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men lautendes Vermögen als X. gehörendes Vermögen mit Arrest belegen lassen, 
so hat er ebenfalls ein neues (ergänzendes) Arrestgesuch gegen X. zu stellen. 

f. Die weiteren, vom Arrestgläubiger dagegen angeführten Überlegun-
gen erweisen sich als unerspriesslich:

aa. Aus den Hinweisen, der Vater des Beschwerdegegners bezahle seit 6 
Jahren keine Unterhaltsbeiträge und seit dem Wegzug des Beschwerdegegners 
aus St. Moritz im Jahre 2002 sei die Bevorschussung der Alimente durch das dortige 
Sozialamt weggefallen, ergeben sich keine Argumente für den Erlass eines Arrest-
befehls gegen die Beschwerdeführerin. 

bb. Der neue Umstand, dass seit dem 16. Februar 2006 eine richterliche 
Entscheidung vorliegt, gemäss welcher X. für ausstehende und zukünftige Unter-
haltsbeiträge seinem Sohn Sicherheit im Sinne von Art. 292 ZGB zu leisten hat, 
kann ebenso wenig eine Grundlage für einen Arrestbefehl gegen die Konkubinats-
partnerin von X. abgeben, namentlich erwächst dem Arrestgläubiger daraus keine 
Forderung gegen die Beschwerdeführerin. Auch wenn eine "akute Gefährdung des 
Unterhalts des Beschwerdegegners" festzustellen ist, ändert dies nichts daran, dass 
es am unverzichtbaren Erfordernis einer Forderung gegen die Beschwerdeführerin 
fehlt.

cc. Die Einwendung, es sei gegen X. eine Strafuntersuchung wegen Ver-
nachlässigung familienrechtlicher Unterhaltspflichten gemäss Art. 217 StGB einge-
leitet worden, welche zur vorübergehenden strafrechtlichen Beschlagnahme eines 
der Arrestgegenstände (Restforderung des X. gegen den A. im Umfang von Fr. 
21'000.—) geführt habe, stützt den Rechtsstandpunkt des Beschwerdegegners 
nicht. Mit dem Beschwerdegegner mag man aus der Einleitung eines Strafverfah-
rens und der strafrechtlichen Beschlagnahme, welche allerdings bereits vor der 
Stellung des Arrestgesuchs vom 14. März 2005 am 20. Dezember 2004 wieder auf-
gehoben worden war (act. 03.1.6 und 7), mit einiger Veranlassung folgern, dass 
eine unlautere Absicht im Sinne von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG "nicht aus der 
Luft gegriffen ist". Übersehen wird, dass sich diese Absicht allenfalls im Verhalten 
des Vaters offenbart, mithin keinen entsprechenden Arrestgrund gegen die Be-
schwerdeführerin abgeben kann.

dd. Der Arrestgläubiger operiert auch im Beschwerdeverfahren mit dem 
Argument, die Beschwerdeführerin habe dem unterhaltspflichtigen X. geholfen, als 
mittelloser Vater dazustehen, indem sie ohne Rechtsgrund Hand dazu geboten 

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habe, dass eine gegenüber X. bestehende Schuld der A. (A.) von Fr. 70'000.— ihr 
zur Zahlung angewiesen und von ihr entgegen genommen worden sei. Damit sei 
glaubhaft gemacht, dass sie und der Vater zusammenhalten, wenn es darum gehe, 
den Beschwerdegegner um seinen Unterhaltsanspruch zu prellen. Der Bestand der 
behaupteten Schulden von X. gegenüber der Beschwerdeführerin werde zum einen 
bestritten und zum anderen sei die erwähnte Zahlung anfechtbar gemäss Art. 286, 
287 oder 288 SchKG, weil der unterhaltspflichtige Vater eine Drittklassgläubigerin 
(Beschwerdeführerin) gegenüber einem Erstklassgläubiger (Beschwerdegegner) 
bevorzugt befriedigt habe. Wie bereits dargelegt (vorstehende Erwägung 2c), liegt 
darin eine unzulässige Änderung der Arrestgrundlagen (Arrestforderung; Arrest-
schuldner).

3. Für den Fall der Bestätigung des Arrestbefehls, beantragt die Be-
schwerdeführerin eventualiter, es sei der Beschwerdegegner zusammen mit seiner 
Mutter solidarisch mit einer Arrestkaution in Höhe von Fr. 13'750.— zu belegen. 
Sind der Arresteinspracheentscheid und der Arrestbefehl gegen Y. im Hauptpunkt 
ersatzlos aufzuheben, erweisen sich die Begehren der Beschwerdeführerin betref-
fend Anordnung einer Arrestkaution zu Lasten der Arrestgläubigers im Sinne von 
Art. 273 Abs. 1 Satz 2 SchKG als gegenstandslos.

4. Die Beschwerdeführerin erneuert schliesslich ihr im Einspracheverfah-
ren gestelltes Rechtsbegehren, wonach der Arrestgläubiger und dessen gesetzliche 
Vertreterin solidarisch zu verpflichten sind, der Einsprecherin Fr. 5'000.— als Scha-
denersatz zu bezahlen, nebst 5 % Verzugszins seit dem Zeitpunkt des Arrestbe-
schlags (23. März 2005). Der Arrestgläubiger haftet sowohl dem Arrestschuldner 
als auch Dritten für den aus einem ungerechtfertigten Arrest erwachsenden Scha-
den (Art. 273 Abs. 1 Satz 1 SchKG); die Schadenersatzklage kann auch beim Rich-
ter des Arrestorts eingereicht werden (Art. 273 Abs. 2 SchKG). Abgesehen davon, 
dass der gesetzlichen Vertreterin des Beschwerdegegners in der Hauptsache (Ar-
restlegung) die materielle Rechtszuständigkeit offensichtlich abgeht und demzu-
folge auch die Klage auf ihre solidarische Mittragung des Arrestschadens  abzuwei-
sen wäre, kann auf das Schadenersatzbegehren der Beschwerdeführerin zum heu-
tigen Zeitpunkt als Ganzes nicht eingetreten werden. Der Schadenersatz ist in ei-
nem neuen, vom Arrestbewilligungsverfahren unabhängigen Prozess geltend zu 
machen (Stoffel, a.a.O., N 26 f.; Stoll, a.a.O., S. 163). Ob im Kanton Graubünden 
der ordentliche Richter nach ZPO oder gestützt auf Art. 15 Abs. 1 Ziff. 15 
GVVSchKG streitwertunabhängig der Bezirksgerichtspräsident zuständig ist, kann 
gegenständlich offen bleiben. Es mangelt dem Kantonsgerichtsausschuss  - als 

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Weiterzugsinstanz im Arresteinspracheverfahren -  jedenfalls an der funktionellen 
Zuständigkeit. 

5. Ist die Beschwerde überwiegend gutzuheissen, gehen die Verfahrens-
kosten und eine Entschädigung für Zeitversäumnisse und Auslagen an die Gegen-
partei grundsätzlich zu Lasten von Z. als der mehrheitlich unterliegenden Partei (Art. 
61, 62 GebVSchKG).

a. Insoweit die Beschwerdeführerin beantragt, es sei die Mutter von Z. 
als dessen gesetzliche Vertreterin mit Kosten- und Entschädigungsfolgen zu belas-
ten, kann daraus allerdings nichts werden. Wie bereits erwähnt, mangelt es der Mut-
ter als der gesetzlichen Vertreterin an der materiell-rechtlichen Zuständigkeit für den 
Streitgegenstand und folglich auch an der Passivlegitimation hinsichtlich der ge-
richtlichen Verfahrenskosten und des Prozessschadens der Gegenpartei. Aus der 
Anspruchsgrundlage, welche zum vorliegenden Arrestverfahren geführt hat, ist aus-
schliesslich der 14-jährige Sohn materiell berechtigt. Er allein ist Partei. Im Aussen-
verhältnis zur Beschwerdeführerin besteht keine rechtliche Grundlage, die gesetzli-
che Vertreterin zur Zahlung derartiger Kosten zu verurteilen. Z. ist folglich allein zu 
verpflichten, für den Prozessschaden der Gegenpartei aufzukommen.

b. Die amtlichen Kosten würden vollumfänglich zu Lasten des überwie-
gend unterliegenden Beschwerdegegners gehen. Da er indessen für sämtliche Ver-
fahrensabschnitte die unentgeltliche Rechtspflege zu Lasten des Kantons Graubün-
den geniesst, sind die entsprechenden Gerichtskosten von Fr. 250.— (Arrestbe-
fehl), Fr. 400.— (Arresteinsprache) und Fr. 500.— (Beschwerdeverfahren, Art. 48 
i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebVSchKG) dem Kanton zu überbinden. 

c. Gemäss Art. 62 Abs. 1 GebVSchKG kann das Gericht in betreibungs-
rechtlichen Summarsachen (Art. 25 Ziff. 2 SchKG) der obsiegenden Partei auf Ver-
langen für Zeitversäumnisse und Auslagen auf Kosten der unterliegenden Partei 
eine angemessene Entschädigung zusprechen, deren Höhe im Entscheid festzu-
setzen ist (Art. 68 Abs. 2 GebVSchKG). Die Beschwerdeführerin dringt überwiegend 
durch und stellt Antrag auf eine Prozessentschädigung zu Lasten des Beschwerde-
gegners. 

Die Tatsache, dass Z. für das Einsprache- und Beschwerdeverfahren im Ge-
nuss der unentgeltlichen Rechtspflege steht, entbindet ihn nicht von der Übernahme 
des gegnerischen Prozessschadens.

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Das Entschädigungsbegehren der Beschwerdeführerin ist unbeziffert geblie-
ben, so dass der Kantonsgerichtsausschuss die Prozessentschädigung dem not-
wendigen Aufwand und dem Charakter als Summarsache Rechnung tragend, 
schätzungsweise festlegt. Dem Beschwerdegegner wurde seinerseits für das Ein-
spracheverfahren eine Entschädigung von Fr. 600.— zugesprochen; für das Be-
schwerdeverfahren macht der Rechtsvertreter von Z. eine Entschädigung von Fr. 
1'188.65 geltend. Angesichts der Akten, der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen, der Rechtsschriften und der Bedeutung der Sache für die Beschwer-
degegnerin erscheint eine Umtriebsentschädigung von Fr. 1'500.—  für das ganze 
Verfahren auch für die Beschwerdeführerin als angemessen.

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde von Y. wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Der Arresteinspracheentscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Maloja vom 
10. Februar 2006 (Proz. Nr. 330-2005-69) und der Arrestbefehl vom 22. März 
2005 (Proz. Nr. 330-2005-47; betreibungsamtliche Arrestvollzugs-Nr. 
205197) werden ersatzlos aufgehoben.

3. Die auf Z. entfallenden Gerichtskosten des Arrestbefehls von Fr. 250.—, des 
Arresteinspracheverfahrens von Fr. 400.— und des Beschwerdeverfahrens 
von Fr. 500.— gehen, unter Vorbehalt des Rückforderungsrechts gemäss 
Art. 45 Abs. 2 ZPO, zu Lasten des Kantons Graubünden.

4. Z. ist verpflichtet, Y. für das Einsprache- und Beschwerdeverfahren eine Pro-
zessentschädigung von gesamthaft 1'500 Franken (MWST eingeschlossen) 
zu bezahlen.

5. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Präsident: Der Aktuar: