# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a988cde-388b-574f-9cee-84c5af6baeb5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.10.2008 E-6666/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6666-2008_2008-10-30.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6666/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Marianne Teuscher, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._______,
Nigeria,
alias B._______, Gambia,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 15. Oktober 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6666/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 5. Oktober 2008 am Grenzübergang 
Basel-St.Louis-Autobahn durch die französischen Grenzbehörden an-
gehalten wurde, als er versuchte, von der Schweiz her kommend mit 
dem Auto nach Frankreich einzureisen,

dass sich der Beschwerdeführer gegenüber den französischen Grenz-
behörden  zunächst  mit  den  Papieren  seines  Beifahrers,  C._______, 
geboren 1975, auswies,

dass die französischen Behörden eine Einreiseverweigerung verfügten 
und  der  Personenwagen  in  der  Folge  durch  die  schweizerischen 
Grenzbehörden übernommen wurde,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  gegenüber  der  schweizerischen 
Grenzwache sodann als D._______, geboren 1991, ausgab,

dass in  den Effekten des Beifahrers C._______ ein nationaler  sowie 
ein  internationaler  Führerausweis  auf  den  Namen  A._______ 
sichergestellt wurde,

dass der Beschwerdeführer nach anfänglicher Verneinung dieser Per-
sonalien  sowie  auf  mehrmalige  Nachfrage  hin  schliesslich  zugab, 
A._______ zu sein und aus Nigeria zu stammen,

dass  der  Beschwerdeführer  zwecks  weiterer  Abklärungen  der  Kan-
tonspolizei E._______ übergeben wurde,

dass der Beschwerdeführer am 6. Oktober 2008 durch das Migrations-
amt des Kantons E._______ einvernommen wurde,

dass er dabei im Wesentlichen geltend machte, er habe in Nigeria für 
eine Firma namens F._______ als  Fahrer gearbeitet,  als er  von Re-
bellen überfallen worden sei, wobei diese sein Dienstfahrzeug gestoh-
len hätten,

dass sein Vorgesetzter von ihm verlangt habe, ein neues Fahrzeug zu 
kaufen, er dafür jedoch kein Geld besessen habe, weshalb Mitarbeiter 
seines Vorgesetzten zu ihm nach Hause gekommen seien und seine 
Mutter erschossen hätten,

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dass er danach nach Gambia geflüchtet sei, wo er sich während circa 
vier Monaten aufgehalten habe,

dass er dort einen Schweizer („Simo“) getroffen habe, welcher ihm Ar-
beit gegeben und seine Reise in die Schweiz organisiert habe,

dass er Gambia Ende Juli,  Anfang August zusammen mit  Simo über 
den Flughafen von Bakahoo verlassen habe und über ein ihm unbe-
kanntes  Land  –  unter  Verwendung  eines  fremden  Reisepasses  – 
schliesslich über den Flughafen Zürich in die Schweiz eingereist sei,

dass „Simo“  ihm den Reisepass am Flughafen wieder  abgenommen 
und sich von ihm getrennt habe,

dass er alleine mit dem Zug nach Genf gefahren sei, wo er später am 
Bahnhof C._______ getroffen habe, welcher ihm angeboten habe, ihn 
nach Frankreich mitzunehmen, 

dass er in Genf auch seine Freundin G._______ getroffen habe,

dass er in Nigeria Probleme mit dem Militär gehabt habe, da er bei ei-
ner Strassensperre einen Mann überfahren habe,

dass er nach Frankreich habe gehen wollen, da er in der Schweiz kei-
ne Hilfe erhalten habe,

dass er  in  der  Schweiz niemandem von seinen Problemen habe er-
zählen wollen und er zunächst beabsichtigt habe, mit seiner Freundin 
nach Italien zu fahren,

dass  seine  Freundin  ihn  nicht  nach  Italien  habe  mitnehmen  wollen, 
weshalb er nach Frankreich fahren und dort  um Hilfe habe ersuchen 
wollen,

dass  er  seine  wahre  Identität  gegenüber  den  Behörden  nicht  habe 
preisgeben wollen, da er in Nigeria Probleme habe,

dass er nicht nach Nigeria zurückkehren wolle, da man ihn dort töten 
werde,

dass der Beschwerdeführer in  der Folge ein Asylgesuch stellte,  wel-
ches zuständigkeitshalber an das BFM weitergeleitet wurde, 

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dass der Beschwerdeführer in Haft gesetzt wurde, nachdem ihm zuvor 
das  rechtliche  Gehör  zur  Haftanordnung  zwecks  Sicherstellung  der 
Durchführung eines Wegweisungsverfahrens gewährt worden war,

dass  er  anlässlich  der  direkten  Bundesanhörung  vom  14.  Oktober 
2008 im Wesentlichen seine zuvor gemachten Aussagen bestätigte,

dass er ergänzend vorbrachte, der Überfall habe am 14. Januar 2008 
stattgefunden,

dass er  den Überfall  bei  der Polizei  zur  Anzeige gebracht  und diese 
nach dem Fahrzeug gesucht habe, dieses aber nicht habe finden kön-
nen,

dass der Direktor der F._______ seine Mutter erschossen habe, wor-
auf er nach Lagos geflohen sei, wo er einen Chauffeur getroffen und 
bei diesem Unterschlupf gefunden habe, 

dass er dessen Auto entwendet habe, nachdem die Polizei aufgetaucht 
sei, 

dass er auf der Flucht vor der Polizei versucht habe, einer Strassen-
blockade auszuweichen, wobei er einen Soldaten überfahren und ver-
mutlich getötet habe,

dass die Soldaten das Feuer auf den Wagen eröffnet und dabei einen 
seiner Mitfahrer verletzt hätten,

dass er der Polizei entkommen konnte, weil diese einen alten Wagen 
gefahren sei,

dass  er  das  Auto  im  Busch  abgestellt  habe  und  zunächst  über  die 
Grenze nach Cotonou und danach nach Gambia geflüchtet sei,

dass er seinen Vater angerufen und von diesem erfahren habe, dass 
die  Militärs  sein  Haus  niedergebrannt  hätten,  wobei  seine  ältere 
Schwester ums Leben gekommen sei,

dass er von Bakao abgeflogen sei, jedoch nicht wisse, wo er eine Tran-
sit-Landung gehabt habe,

dass  er  gegenüber  den  Grenzbehörden  seine  wahre  Identität  nicht 

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habe  preisgeben  wollen,  da  er  befürchtet  habe,  diese  würden  die 
heimatlichen Behörden informieren,

dass er nie eine Identitätskarte besessen habe und er nicht wisse, wo 
sich sein Vater aufhalte,

dass der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  direkten Bundesanhörung 
eine  Kopie  seines  Arbeitsausweises  der  F._______  zu  den  Akten 
reichte,

dass für die übrigen Aussagen auf die Akten verwiesen wird,

dass das BFM mit Verfügung vom 15. Oktober 2008 – eröffnet am sel-
ben Tag –  in  Anwendung  von  Art. 33  Abs. 1 des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 
Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer sei eigenen Angaben zufolge bereits im Sommer 2008 
illegal in die Schweiz eingereist, habe jedoch erst am 5. Oktober 2008 
(recte: 6. Oktober 2008) ein Asylgesuch eingereicht, nachdem er von 
der Polizei festgenommen worden sei,

dass krasse Ungereimtheiten in seinen Vorbringen aufgetaucht seien 
und seine Angaben augenscheinlich konstruiert wirken würden,

dass seine Schilderungen des Raubes oberflächlich und unsubstanzi-
iert ausgefallen seien und er auch anlässlich der Befragung zur Tötung 
seiner  Mutter  nie  den  Eindruck  habe  erwecken  können,  er  habe  im 
Zentrum des Geschehens gestanden,

dass er vollkommen realitätsfremd geschildert habe, wie er dem Poli-
zeiauto habe entkommen können, um sich schliesslich nach Gambia 
abzusetzen, was jedoch bekanntermassen nicht an Nigeria grenze,

dass seine Schilderung des Reiseweges unplausibel  ausgefallen sei 
und er weder glaubhaft habe darlegen können, wieso er zunächst zwei 
falsche Identitäten angegeben, noch weshalb er  nicht  schon bei  der 
Einreise in die Schweiz ein Asylgesuch gestellt habe,

dass der Beschwerdeführer die Vermutung, er habe das Asylgesuch in 

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engem  zeitlichen  Zusammenhang  mit  seiner  Festnahme  vom 
5. Oktober 2008 eingereicht, nicht zu widerlegen vermocht habe,

dass es ihm möglich und zumutbar  gewesen sei,  zu einem früheren 
Zeitpunkt ein Asylgesuch einzureichen und sich seinen Aussagen an-
lässlich der Anhörung vom 14. Oktober 2008 keine Hinweise auf eine 
Verfolgung entnehmen liessen,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 20. Oktober 2008  (Da-
tum Poststempel)  gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerde erhob und dabei unter anderem sinngemäss be-
antragte, es sei die angefochtene Verfügung des BFM vom 15. Oktober 
2008 aufzuheben und es sei ihm das nachgesuchte Asyl zu gewähren,

dass auf die Begründung – soweit  für den Entscheid wesentlich – in 
den Erwägungen eingegangen wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 28. Oktober 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf das Asylgesuch einer Person, die sich illegal in der Schweiz 
aufhält,  nicht eingetreten wird, wenn sie offensichtlich bezweckt,  den 
drohenden Vollzug einer Wegweisung oder Ausweisung zu vermeiden 
(Art. 33 Abs. 1 AsylG),

dass  mithin  jene  Asylgesuche  erfasst  werden,  die  von  einer  in  der 
Schweiz  nicht  aufenthaltsberechtigten  Person  einzig  zum Zweck der 
Verzögerung einer allfällig drohenden Weg- oder Ausweisung gestellt 
werden,

dass ein solcher Zweck zu vermuten ist, wenn das Gesuch in engem 
zeitlichem Zusammenhang mit einer Verhaftung, einem Strafverfahren, 

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dem Vollzug  einer  Strafe  oder  dem Erlass  einer  Wegweisungsverfü-
gung eingereicht wird (Art. 33 Abs. 2 AsylG),

dass diese Missbrauchsvermutung umgestossen werden kann,  wenn 
eine frühere Einreichung des Gesuches nicht  möglich oder nicht  zu-
mutbar war oder sich Hinweise auf eine Verfolgung ergeben (Art. 33 
Abs. 3 AsylG),

dass bei  der Prüfung,  ob Hinweise auf  Verfolgung vorliegen,  erstens 
ein weiter Verfolgungsbegriff gilt, der alle erlittenen oder befürchteten 
Nachteile umfasst, die von Menschenhand zugefügt werden, und zwei-
tens nur einem tiefen Beweismass Genüge getan werden muss, wes-
halb auf ein Gesuch einzutreten ist, wenn Verfolgungshinweise geltend 
gemacht werden, die nicht bereits auf den ersten Blick als unglaubhaft 
erkennbar sind (vgl. in diesem Zusammenhang EMARK 2004 Nr. 5),

dass der Beschwerdeführer sein Asylgesuch anlässlich der Einvernah-
me durch das Migrationsamt des Kantons E._______ vom 6. Oktober 
2008 stellte, mithin in engem zeitlichen Zusammenhang mit seiner Ver-
haftung vom 5. Oktober 2008 und dem drohenden Vollzug der Wegwei-
sung (Art. 33 Abs. 2 AsylG),

dass sich der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seit  Ende 
Juli/Anfang August 2008 ununterbrochen illegal in der Schweiz aufge-
halten hat (vgl. A3/ S. 9 ff.),

dass er anlässlich der Einvernahme durch das Migrationsamt des Kan-
tons E._______ vom 6. Oktober 2008 zu Protokoll gab, er habe in der 
Schweiz aus Angst niemandem von seinen Problemen erzählen wollen 
(vgl. A3/ S. 11),

dass der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  direkten Bundesanhörung 
vom 14. Oktober  2008  aussagte,  er  habe  zur  Polizei  gehen  wollen, 
doch habe er  geglaubt,  dass alle  Polizisten zusammenarbeiten  wür-
den, weshalb er sich nicht bei den Behörden gemeldet habe (vgl. A4/ 
S. 5),

dass sich der Beschwerdeführer sodann zu diesen Aussagen in Wider-
spruch setzt,  wenn er vorbringt,  er habe nach Frankreich gehen und 
dort den Behörden seine Probleme erzählen wollen (vgl. A3/ S. 11),

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dass aufgrund dieser Ausführungen keine Gründe ersichtlich sind, wel-
che  es  für  den  Beschwerdeführer  unmöglich  oder  unzumutbar  ge-
macht hätten, die schweizerischen Behörden zu einem früheren Zeit-
punkt um Schutz zu ersuchen,

dass  die  Schilderungen des Beschwerdeführers,  er  habe einen wei-
ssen Mann getroffen,  welcher  seine Reise  in  die  Schweiz  finanziert 
und organisiert und ihn mit den nötigen Identitätspapieren ausgestattet 
habe, als stereotype Standardvorbringen zu werten sind,

dass er sodann aussagte, er sei über den Flughafen von Bakahoo be-
ziehungsweise Bakao aus Gambia ausgereist (vgl. A3/ S. 9 und A4/ S. 
5),

dass  in  Gambia  gemäss  gesicherten  Erkenntnissen  des Bundesver-
waltungsgerichts nur ein internationaler Flughafen, Banjul International 
Airport, existiert und Bakao zudem in Senegal liegt,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  vom 
20. Oktober 2008 (Datum Poststempel) nicht zu den Erwägungen der 
Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 15. Oktober 2008 äussert,

dass  er  in  seiner  Beschwerde abweichend von den im erstinstanzli-
chen Verfahren gemachten Aussagen vorbringt, er sei ein Mitglied der 
verbotenen  H._______,  weshalb  er  von  den  heimatlichen  Behörden 
verfolgt werde,

dass der Beschwerdeführer dieses angebliche politische Engagement 
im erstinstanzlichen Verfahren mit keinem Wort erwähnt hat, weshalb 
die diesbezüglichen Vorbringen als nachgeschoben und damit als un-
glaubhaft zu bezeichnen sind,

dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen des BFM in der an-
gefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, ohne diese im Einzel-
nen zu wiederholen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 33 Abs. 1 und 2 AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 

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hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 

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auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach 
Nigeria schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei  der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (eingeschrieben, vorab per Telefax; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung  (zu  den 
Akten Ref.-Nr. N_______; vorab per Telefax) 

- das Migrationsamt des Kantons E._______  (per Telefax)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Marco Abbühl

Versand: 

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