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**Case Identifier:** 926a308f-68ad-5e1f-a439-92d9ef1bb18a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.11.2023 100 2021 344
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-344_2023-11-03.pdf

## Full Text

100.2021.344U
DAM/BDE/CHS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. November 2023

Verwaltungsrichter Häberli, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichter Häusler
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Einwohnergemeinde B.________
vertreten durch Rechtsanwalt ...
Beschwerdegegnerin

und

Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental
Amthaus, Postfach 61, 3714 Frutigen

betreffend Kündigung des Arbeitsverhältnisses (Entscheid der Regierungs-
statthalterin des Verwaltungskreises Frutigen-Niedersimmental vom 
27. Oktober 2021; vbv 8/2021)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2023, Nr. 100.2021.344U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________ (Jg. 1969) war ab 1. Februar 2008 bei der Einwohnergemeinde 
(EG) B.________ als «Chef Werkhof Strassen- und Wegwesen» 
(nachfolgend: Chefwegmeister) unbefristet angestellt. Mit Verfügung vom 
29. Januar 2021 kündigte der Gemeinderat das Arbeitsverhältnis per 
30. April 2021 und stellte A.________ frei.

B.

Dagegen erhob A.________ am 26. Februar 2021 Beschwerde beim Re-
gierungsstatthalteramt (RSA) Frutigen-Niedersimmental. Am 16. August 
2021 führte die Regierungstatthalterin unter Mitwirkung der Parteien eine In-
struktionsverhandlung durch; der Versuch, eine Einigung zu erzielen, blieb 
erfolglos. Mit Entscheid vom 27. Oktober 2021 wies die Regierungsstatthal-
terin die Beschwerde ab, soweit sie darauf eintrat.

C.

Hiergegen hat A.________ am 29. November 2021 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzu-
heben und er sei an seinem angestammten Arbeitsplatz weiterzubeschäfti-
gen.

Die EG B.________ beantragt mit Beschwerdeantwort vom 27. Januar 
2022, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die 
Regierungsstatthalterin hat mit Vernehmlassung vom 23. Dezember 2021 zu 
einzelnen Vorbringen Stellung genommen und beantragt sinngemäss die 
Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG).

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt zwar die (vollständige) Aufhebung 
des angefochtenen Entscheids (vorne Bst. C). Aus der Begründung ergibt 
sich aber, dass er den Entscheid nur insoweit anficht, als die Beschwerde 
abgewiesen wurde (vgl. insb. Beschwerde S. 4). Das Nichteintreten, das sich 
auf ein Feststellungsbegehren bezieht (angefochtener Entscheid E. 3), bildet 
mithin nicht Streitgegenstand im oberinstanzlichen Beschwerdeverfahren. 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

In verfahrensrechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs. Die Vorinstanz habe eine «extrem einseitige» Sach-
verhaltsermittlung vorgenommen und sich nicht ernsthaft mit seinen Einwän-
den auseinandergesetzt (vgl. Beschwerde S. 4 f.).

2.1 Nach Art. 18 Abs. 1 VRPG stellen die Behörden den Sachverhalt von 
Amtes wegen fest (Untersuchungsgrundsatz). Sie sind verpflichtet, diesen 
richtig und vollständig abzuklären, was das Zusammentragen, Nachprüfen 
und Bewerten aller Sachumstände umfasst, die im Hinblick auf die Regelung 
des konkreten Rechtsverhältnisses bedeutsam sind (BVR 2012 S. 252 

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E. 3.3.1, 2009 S. 149 E. 5.1; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], 
Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 18 N. 1, Art. 19 N. 1). 
Unvollständig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn die Behörde nicht alle 
für den Entscheid wesentlichen Sachumstände und Beweismittel erhoben 
hat. Unrichtig ist sie, wenn die Behörde die Beweismittel falsch gewürdigt 
oder einen rechtserheblichen Sachumstand nicht in das Beweisverfahren 
einbezogen hat (BVR 2022 S. 139 E. 5.1, 2008 S. 352 E. 3.2; Ruth Herzog, 
in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 66 N. 31 f.). Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 21 ff. 
VRPG sowie Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 26 
Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) garantiert 
namentlich das Recht, dass die Behörde die Vorbringen der vom Entscheid 
in ihrer Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und bei der 
Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der 
(Rechtsmittel-)Behörde, ihren Entscheid zu begründen (vgl. auch Art. 72 
Abs. 2 i.V.m. Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG), wobei sie sich auf die für den 
Entscheid wesentlichen Punkte beschränken kann (BGE 146 II 335 E. 5.1; 
BVR 2022 S. 51 E. 2.3, 2021 S. 285 E. 3.4.2; Michel Daum, a.a.O., Art. 21 
N. 28 ff., Art. 52 N. 6 ff.).

2.2 Die Vorinstanz hat die entscheidwesentlichen Grundlagen für ihre 
Beurteilung eingehend dargelegt und gewürdigt und dabei hinreichend auf-
gezeigt, weshalb sie dem Standpunkt des Beschwerdeführers nicht folgen 
kann: Bezüglich der umstrittenen Geschehnisse hat sie erwogen, dass der 
Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Vorfälle Gelegenheit gehabt habe, 
Stellung zu nehmen, dies jedoch oftmals unterlassen und auf eine umge-
hende Richtigstellung verzichtet habe. Weiter ist sie davon ausgegangen, 
dass die Wahrnehmung der Anstellungsbehörde eine wesentliche Rolle 
spielt für die Beurteilung, ob das Verhalten einer Mitarbeiterin oder eines 
Mitarbeiters in die Betriebskultur passe; der Gemeinde komme insoweit ein 
Ermessen zu, welches von der Beschwerdeinstanz zu berücksichtigen sei. 
Die Einträge im Personaldossier ergäben zusammen mit den Stellungnah-
men im Schriftenwechsel und der Instruktionsverhandlung ein insgesamt 
schlüssiges Bild (vgl. angefochtener Entscheid E. 9.4-9.8). Damit ist nicht zu 
bestanden, dass die Vorinstanz darauf verzichtet hat, weitere Abklärungen 
durchzuführen (insb. Zeugenbefragungen; vgl. Beschwerde S. 7, 11), zumal 

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der Beschwerdeführer solche im vorinstanzlichen Verfahren nicht beantragt 
hatte. Eine Gehörsverletzung ist mithin nicht zu erkennen. Ob die vorinstanz-
lichen Erwägungen inhaltlich zutreffen und mit Blick auf den Untersuchungs-
grundsatz auf einer vollständigen und zutreffenden Sachverhaltswürdigung 
basieren, ist nicht eine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern der 
materiellen Beurteilung (vgl. etwa BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2; Michel Daum, 
a.a.O., Art. 18 N. 28).

3.

In der Sache ist strittig, ob die Vorinstanz die Kündigung zu Recht bestätigt 
hat.

3.1 Der Beschwerdeführer wurde mit öffentlich-rechtlichem Arbeitsver-
trag vom 5. Oktober 2007 angestellt (Personaldossier Reg. 2). Damit gelten 
für ihn die Vorschriften des Personalreglements der EG B.________ vom 
1. Januar 2013 (nachfolgend Personalreglement; vgl. Art. 19 Abs. 2). Nach 
Art. 4 Abs. 3 Personalreglement erfolgt die Kündigung durch die Gemeinde 
in Form einer begründeten Verfügung; das betroffene Personal ist vorher an-
zuhören. Ansonsten enthält das Personalreglement keine inhaltlichen 
Bestimmungen zur Kündigung von öffentlich-rechtlichen Anstellungsverhält-
nissen. Soweit die Gemeinden keine eigenen Regelungen vorsehen, gilt 
nach Art. 32 des Gemeindegesetzes vom 16. März 1998 (GG; BSG 170.11) 
für das Gemeindepersonal sinngemäss das kantonale öffentliche Dienst-
recht (vgl. BVR 2017 S. 437 E. 4.3 mit Hinweisen). Art. 2 Abs. 2 Personal-
reglement sowie der Arbeitsvertrag (Art. 11) sehen als Ersatzrecht ebenfalls 
ausdrücklich das kantonale (Personal-)Recht vor. Mithin beurteilen sich die 
Voraussetzungen und die Folgen der Kündigung nach dem kantonalen 
Personalrecht, d.h. nach dem Personalgesetz vom 16. September 2004 
(PG; BSG 153.01).

3.2 Die Anstellungsbehörde kann das Arbeitsverhältnis gemäss Art. 25 
PG unter Wahrung einer Frist von drei Monaten auf Ende eines Monats 
durch Verfügung kündigen (Abs. 1); sie hat hierfür triftige Gründe anzugeben 
(Abs. 2 Satz 1). Solche liegen nach Art. 25 Abs. 2 Satz 2 PG insbesondere 

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vor, wenn die oder der Angestellte ungenügende Leistungen erbringt 
(Bst. a), Weisungen der Vorgesetzten wiederholt missachtet hat (Bst. b) oder 
durch ihr oder sein Verhalten während der Arbeitszeit das Arbeitsklima nach-
haltig stört (Bst. c). Die gesetzliche Aufzählung ist indes nicht abschliessend. 
So kann als Kündigungsgrund etwa genügen, dass sich die betroffene Per-
son nicht in den Betrieb einordnen kann oder dass ihr der Wille zur vertrau-
ensvollen Zusammenarbeit fehlt. In der Rechtsprechung sind ferner Dienst-
pflichtverletzungen oder ein zerrüttetes Vertrauensverhältnis als triftige 
Gründe anerkannt. Ein strengerer Massstab an die Integrität als bei anderen 
Personen, die im Dienst des Gemeinwesens tätig sind, ist bei Personen 
anzulegen, denen Beispielfunktion zukommt, so bei Lehrkräften oder Perso-
nen mit Leitungs- oder Vorgesetztenfunktion. Mehrere geringfügige 
Beanstandungen können gesamthaft gesehen einen triftigen Grund abgeben 
(BVR 2010 S. 157 E. 3.2.1 f., 2009 S. 443 E. 2.3, 2007 S. 20 E. 6.1; 
Hans Ulrich Zürcher, Personalrecht, in Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches 
Verwaltungsrecht, 3. Aufl. 2021, S. 51 ff., S. 80 N. 77). Eine Kündigung ist 
immer dann sachlich begründet, wenn die Weiterbeschäftigung der 
betroffenen Person dem öffentlichen Interesse, insbesondere demjenigen an 
einer gut funktionierenden Verwaltung, widerspricht (BVR 2012 S. 294 
E. 4.1, 2009 S. 443 E. 2.3, 2007 S. 538 E. 3.3). Bei der Beurteilung des 
Verhaltens der betroffenen Person steht der zuständigen Behörde ein 
gewisses Ermessen zu, weil sie den tatsächlichen Verhältnissen nähersteht 
als das Gericht (BVR 2006 S. 97 E. 4.3). Die Voraussetzungen für die 
Auflösung eines Arbeitsverhältnisses sind aufgrund der gesamten Umstände 
des Einzelfalls zu würdigen und die Auflösung muss stets verhältnismässig 
sein (BVR 2010 S. 157 E. 3.2.2, 2009 S. 107 E. 9.1; Hans-Ulrich Zürcher, 
a.a.O., S. 83 N. 84; zum Ganzen BVR 2023 S. 326 E. 3.1).

3.3 Eine Kündigung darf nicht ausschliesslich mit Vorfällen begründet 
werden, welche zu einem früheren Zeitpunkt nicht als gewichtig genug für 
die Entlassung angesehen wurden und nur zu einer Beanstandung oder Ver-
warnung geführt haben. Der Entscheid über die Auflösung eines Arbeitsver-
hältnisses hat aber immer aufgrund einer Würdigung sämtlicher Umstände 
des Einzelfalls zu erfolgen (vgl. E. 3.2 hiervor). Haben sich neue Vorfälle 
ereignet, dürfen daher frühere Vorkommnisse durchaus in die Gesamtwürdi-
gung einbezogen werden. Entsprechend können einzelne Aspekte, die für 

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sich allein nicht zur Kündigung geführt haben, im Verbund mit späteren Vor-
kommnissen die Auflösung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen. Dies gilt 
jedenfalls dann, wenn sie abgemahnt worden sind (vgl. VGE 2021/337 vom 
24.7.2023 E. 3.3, 2017/167 vom 24.11.2017 E. 3.2, je mit weiteren Hinwei-
sen).

4.

Aus den Akten ergibt sich folgender rechtserheblicher Sachverhalt, der un-
bestritten ist:

4.1 Der Beschwerdeführer war ab 1. Februar 2008 mit einem Beschäfti-
gungsgrad von 100 % als Chefwegmeister bei der EG B.________, Bauver-
waltung (Ressort Strassen- und Wegwesen) angestellt. In seiner Funktion 
führte er die Wegmeisterequipe und nahm unter anderem Einsitz in der 
Strassen- und Wegkommission (Mitglied ohne Stimmrecht). In fachlicher 
Hinsicht war er dem Gemeinderat, der Strassen- und Wegkommission, dem 
Leiter Bauverwaltung und jedenfalls ab dem Jahr 2020 dem Bereichsleiter 
Liegenschaften/Tiefbau unterstellt; in personellen Fragen stand ihm die 
Gemeindeschreiberin vor (vgl. Arbeitsvertrag vom 5.10.2007 sowie Stellen-
beschriebe vom August 2011 und April 2020, Personaldossier Reg. 2). Leiter 
der Bauverwaltung war bis Ende Oktober 2018 C.________. Nachdem sein 
Nachfolger im Juli 2019 die Gemeindeverwaltung wieder verlassen hatte, 
führte die Gemeindeschreiberin die Bauverwaltung ad interim, wobei sie 
fachlich unter anderem durch den Beschwerdeführer unterstützt wurde. Per 
1. Januar 2020 trat D.________ die Stelle als Leiter der Bauverwaltung an; 
E.________ nahm per 1. Februar 2020 als neuer Bereichsleiter Lie-
genschaften/Tiefbau seine Arbeit auf (vgl. Schlussbemerkungen der 
Gemeinde im vorinstanzlichen Verfahren, Akten RSA pag. 243). Mitarbeiter-
beurteilungen des Beschwerdeführers sind ab dem Jahr 2013 aktenkundig, 
wobei die Bogen der Mitarbeitergespräche (MAG) ab dem Jahr 2016 detail-
lierter gestaltet sind und neu eine Gesamtbeurteilung enthalten (vgl. Perso-
naldossier Reg. 4).

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4.2 Im Juli 2012 wurde der Beschwerdeführer von den Vorgesetzten erst-
mals ermahnt, weil er bei den Wiederherstellungsarbeiten der 
F.________gasse nach einem Föhnsturm den Dienstweg nicht eingehalten 
hatte (Auftragsvergabe ohne Rücksprache mit den Vorgesetzten, fehlende 
vorgängige Bewilligung der Kredite durch das zuständige Organ; vgl. Akten 
RSA pag. 6, 169 ff.). Am 3. Juni 2013 wurde er nach einer 
Auseinandersetzung mit einem anderen Gemeindemitarbeiter schriftlich 
gerügt. Der Gemeinderat beanstandete zudem das Verhalten bzw. die 
Äusserungen des Beschwerdeführers über die Gemeinde an einer 
Informationsveranstaltung und wies ihn darauf hin, dass er als 
Gemeindeangestellter mit Vorgesetztenfunktion solche Äusserungen an 
einer öffentlichen Veranstaltung unterlassen sollte (vgl. Akten RSA pag. 6 
und 166). Gestützt auf einen Beschluss des Gemeinderats vom 7. Oktober 
2014 führte der Personalausschuss am 17. Oktober 2014 ein Gespräch mit 
dem Beschwerdeführer. Grund hierfür waren folgende Vorfälle, welche 
zwischen Juli 2012 und September 2014 Eingang in das Personaldossier 
gefunden hatten (vgl. Akten RSA pag. 6 f., 139 f., 143; angefochtener 
Entscheid E. 9.4.1-9.4.7):

– Kompetenzüberschreitungen beim Ausbau F.________gasse im Jahr 
2012;

– schriftliche Rüge vom 3. Juni 2013;

– Beschwerde einer Bürgerin über aggressives und einschüchterndes Ver-
halten des Beschwerdeführers (März 2014);

– Kompetenzüberschreitung bei der Sanierung eines Sportplatzes im Juni 
2014 (Auftragsvergabe ohne Rücksprache mit Vorgesetzten sowie 
Budgetüberschreitung);

– mündliche und schriftliche Mitteilung des Beschwerdeführers, Arbeiten 
nicht mehr auszuführen, die in seinem Aufgabenbereich liegen (Juni 
2014);

– Beschwerde eines Rechtsanwalts betreffend das Verhalten des Be-
schwerdeführers gegenüber einem Mitarbeiter eines Bauunternehmens 
(September 2014);

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– negative Äusserungen des Beschwerdeführers über die Gemeinde an 
einer Informationsveranstaltung zu einer Urnenabstimmung (September 
2014).

Der Beschwerdeführer nahm zu den Vorwürfen mündlich sowie schriftlich 
Stellung, wobei er die Kompetenzüberschreitungen und einen unangemes-
senen Ton an der Informationsveranstaltung nicht bestritt. Die Vorwürfe 
bezüglich Arbeitsverweigerung und seines Verhaltens gegenüber einer Bür-
gerin und des Mitarbeiters eines Bauunternehmens erachtete er indes als 
ungerechtfertigt (vgl. Akten RSA pag. 134 f., 140). Die Gemeinde teilte dem 
Beschwerdeführer mit, dass sich sein Verhalten bessern müsse, ansonsten 
das Arbeitsverhältnis «beim nächsten Fehlverhalten» aufgelöst werde. Der 
Beschwerdeführer versprach, sich zu bemühen, dass Vorfälle wie die bean-
standeten künftig nicht mehr vorkommen (vgl. Akten RSA pag. 132, 141). 
Am MAG vom 26. November 2014 bezeichnete er das Arbeitsklima als nicht 
mehr gut (vgl. Personaldossier Reg. 4). Er übte Kritik an der Zusammenar-
beit und bat um klärende Vorgaben bezüglich «Fehlverhalten». Seine 
Vorgesetzten verwiesen ihn namentlich auf die vorangegangenen Gesprä-
che, die Vorgaben aus dem Stellenbeschrieb und aus dem Arbeitsvertrag 
sowie auf die Bestimmungen im Organisationsreglement und der Organisa-
tionsverordnung (vgl. Akten RSA pag. 129 und 131). Am MAG vom 
25. November 2016 hielt der Vorgesetzte fest, dass der Beschwerdeführer 
gegenüber gewissen Personen und Unternehmen teilweise impulsiv sei; 
gesamthaft sei sein Verhalten jedoch in Ordnung. Der Beschwerdeführer er-
hielt die Gesamtbeurteilung «A» / «Zielvorgaben oder Leistungserwartungen 
erfüllt (gut)». Als Verhaltensziel wurde eine sachliche Kommunikation bei der 
Feststellung von Mängeln formuliert (vgl. Personaldossier Reg. 4).

4.3 Gestützt auf einen Beschluss des Personalausschusses führten der 
Obmann (Gemeinderatspräsident) und der zuständige Ressortvorsteher am 
20. April 2017 ein Gespräch mit dem Beschwerdeführer, wobei sie ihn darauf 
hinwiesen, dass sich sein Verhalten als Vorgesetzter sowie seine Loyalität 
gegenüber dem Betrieb massiv verbessern müssten, ansonsten die Kündi-
gung ausgesprochen werde. Konkret wurde dem Beschwerdeführer Folgen-
des vorgeworfen (vgl. Akten RSA pag. 7, 114 ff., 120 ff.):

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– Versand einer WhatsApp-Nachricht vor der Gemeinde-Urnenabstimmung 
über den Kauf eines neuen Werkhofareals mit dem Text «12. Februar 2x 
Nein»; die Gemeindeverantwortlichen vermuteten, dass der Beschwerde-
führer damit für ein Nein bei der Abstimmung warb;

– Verhalten gegenüber einem Gemeinderatsmitglied an einer Bespre-
chung;

– (unentschuldigtes) Fernbleiben an Personalrapporten, Weihnachtsapéro, 
Teamevent und Skitag;

– Äusserung wegen der Barriere beim ...gässli, wonach er dafür sorgen 
werde, dass auf der Gemeinde «plötzlich jemand fehle»;

– fehlende Akzeptanz der Gemeindeschreiberin als Vorgesetzte sowie an-
derer Meinungen und Umsetzungsarten.

Einzelheiten zum beanstandeten Verhalten gegenüber einem Gemeinde-
ratsmitglied und zum Vorwurf, die Gemeindeschreiberin sowie andere 
Meinungen nicht zu akzeptieren, sind nicht aktenkundig. Der Beschwerde-
führer erklärte, er wolle weiterhin für die Gemeinde arbeiten und sich 
bessern, verwies gleichzeitig aber auf seine Art, welche «direkt, jedoch 
ehrlich» sei. Ob und inwiefern er sich zu den (weiteren) Vorwürfen äusserte, 
geht aus dem Protokoll des Gesprächs nicht hervor. Der Obmann teilte dem 
Beschwerdeführer mit, dass der Gemeinderat beim nächsten «Ausrutscher» 
unverzüglich zur Kündigung schreiten werde. Die Gemeindevertreter stellten 
sodann Lösungen in Aussicht zur Verbesserung des Informationsaustauschs 
und des Problems mit der Sicherheits- und Verkehrsequipe (vgl. Akten RSA 
pag. 115).

4.4 Gemäss Aktennotiz des Obmanns vom 9. August 2017 erhielt 
C.________ (Leiter Bauverwaltung) einen Strafbefehl, nachdem der Be-
schwerdeführer dem Fischereiaufseher im Dezember 2016 Unstimmigkeiten 
bei einer Baustelle für ein Projekt der Gemeinde gemeldet hatte. Dass der 
Beschwerdeführer seine Beobachtungen nicht zunächst C.________ mit-
geteilt hatte, bezeichnete der Obmann als «vorsätzliche Handlung» gegen-
über dem direkten Vorgesetzten und als Grund für eine fristlose Kündigung. 
Da sich der Vorfall vor dem Gespräch vom 20. April 2017 ereignet hatte, sah 
er von weiteren Schritten ab, hielt in einer Aktennotiz aber fest, dass «das 

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Fass definitiv am überlaufen» sei und «gar keine Fehlhandlungen» mehr ge-
duldet würden (vgl. Akten RSA pag. 7 und 113). Aus den Akten geht nicht 
hervor, ob der Beschwerdeführer Kenntnis von dieser Aktennotiz hatte und 
Gelegenheit erhielt, zum Vorwurf Stellung zu nehmen. Hingegen wurde die 
Angelegenheit am MAG vom 20. November 2017 eingehend besprochen. 
An jenem MAG erhielt der Beschwerdeführer in den Bereichen «Berufliches 
Können» und «Arbeitsverhalten» die Gesamtbeurteilung «A+»/«Zielvorga-
ben oder Leistungserwartungen erfüllt und in wichtigen Bereichen übertrof-
fen (sehr gut)». Im Bereich «Persönliches Verhalten» lautete die Beurteilung 
«B»/«Zielvorgaben oder Leistungserwartungen teilweise erfüllt 
(ausreichend)». Zur Begründung hielt der Vorgesetzte (C.________) fest, 
das Verhalten innerhalb der Wegequipe sei sehr gut, weise jedoch mit 
anderen Equipen Verbesserungspotenzial auf. Strategische Entscheide 
trage der Beschwerdeführer nur teilweise mit, teilweise kritisiere er sie öf-
fentlich. Als Verhaltensziel für die folgende Beurteilungsperiode wurde ein 
«positives Verhalten gegenüber den verschiedenen Beteiligten am 
Gemeindebetrieb» definiert. Weitere Zielvorgaben waren u.a. das Einhalten 
des Dienstwegs sowie das Umsetzen von Entscheiden der vorgesetzten 
Stellen in deren Sinn; auf allfällige sachliche Mängel, welche eine 
Umsetzung verunmöglichen oder zumindest erschweren, habe der 
Beschwerdeführer auf dem Dienstweg hinzuweisen (Personaldossier 
Reg. 4). Der Beschwerdeführer zeigte sich mit dieser Beurteilung nicht 
einverstanden und gab eine Stellungnahme zu den Akten, wobei er festhielt, 
sich nicht bewusst zu sein, ein Fehlverhalten an den Tag gelegt oder den 
Dienstweg nicht eingehalten zu haben. Er halte sich an die einschlägigen 
Regelungen und Vorgaben. Zu Abstimmungsvorlagen und anderen 
öffentlichen Geschäften könne er sich als Bürger frei äussern. Er wies darauf 
hin, dass er C.________ nicht angezeigt habe; als Schwellenmeister sei er 
verpflichtet, Ungereimtheiten der zuständigen Fachstelle zu melden. Der 
Beschwerdeführer bemängelte sodann die fehlende Unterstützung und 
Wertschätzung durch C.________ und die Gemeinde sowie die 
unvollständige Weitergabe von Informationen. Er wies darauf hin, dass er 
auf Mängelmeldungen per E-Mail selten Antwort erhalte und die 
Kommunikation mit den übrigen Equipen nur aufrechterhalten werden 
könne, wenn die bereits im MAG 2013 vorgeschlagenen Treffen regelmässig 
durchgeführt würden (vgl. Personaldossier Reg. 4).

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4.5 Am 25. Mai 2018 beschwerte sich ein Mitarbeiter eines Transportun-
ternehmens über den Tonfall und die Umgangsart des Beschwerdeführers; 
Näheres hierzu ist nicht aktenkundig (vgl. Akten RSA pag. 108). Weitere Vor-
kommnisse sind in den Jahren 2018 und 2019 nicht vermerkt (Akten RSA 
pag. 7). Am 28. August 2020 sprach der Beschwerdeführer den Obmann an 
der Gemeindeversammlung öffentlich auf einen Fehler in einem Ausschrei-
bungsverfahren an, was jedoch, soweit aktenkundig, keine Massnahmen 
nach sich zog (vgl. Akten RSA pag. 8 und 98).

4.6 In den Jahren 2018, 2019 und 2020 erhielt der Beschwerdeführer 
jeweils die Gesamtbeurteilung «A+» (vgl. Personaldossier Reg. 4). Für 
seinen Mehraufwand aufgrund personeller Vakanzen wurde ihm im Jahr 
2019 zudem eine Leistungsprämie ausgerichtet (Akten RSA pag. 104). Be-
züglich des persönlichen Verhaltens des Beschwerdeführers hielt der (neue) 
direkte Vorgesetzte D.________ am MAG vom 16. November 2020 fest: 
«sind auch hier gut unterwegs», «wichtig, wann vertritt man Gemeinde, wann 
ist man Privatperson». Die Zusammenarbeit, das Auftreten und die Um-
gangsformen sowie das Einhalten der betrieblichen Regeln bezeichnet er als 
gut; den Punkt «Verhalten gegenüber Vorgesetzten (Führbarkeit, Einfügung, 
Loyalität, Meinungsbildung und Meinungsvertretung, Information)» als sehr 
gut. Als Verhaltensziel wurde eine offene Kommunikation mit dem Bereichs-
leiter Liegenschaften/Tiefbau definiert. Abschliessend bemerkte der Vorge-
setzte, dass er mit der Entwicklung in den letzten Wochen und Monaten sehr 
zufrieden sei und der Beschwerdeführer wichtig sei für die Equipe (vgl. 
Personaldossier Reg. 4).

4.7 Am 16. Dezember 2020 fand unter dem Vorsitz von G.________ 
(ressortverantwortlicher Gemeinderat) eine Sitzung der Strassen- und Weg-
kommission (nachfolgend: Kommissionssitzung) statt, an welcher der 
Beschwerdeführer als Mitglied ohne Stimmrecht teilnahm. Die Traktanden 
waren einige Tage zuvor vorbesprochen worden, wobei der Beschwerdefüh-
rer keine Einwände vorgebracht hatte. Das Verhalten des Beschwerdefüh-
rers an der Sitzung wird von der Gemeinde und der Vorinstanz als unange-
bracht geschildert; im Einzelnen ist die Wahrnehmung aber unterschiedlich 
(weiterführend dazu hinten E. 6.3). Am 21. Dezember 2020 fand eine 
Nachbesprechung statt, an welcher der Beschwerdeführer, G.________, 

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D.________ und die Gemeindeschreiberin teilnahmen (vgl. Akten RSA 
pag. 88 ff.). Der Beschwerdeführer wurde mit seinem Verhalten an der 
Kommissionssitzung konfrontiert und erhielt Gelegenheit, die Gründe für 
sein Verhalten darzulegen. D.________ hielt fest, dass aktuell das Vertrauen 
in den Beschwerdeführer fehle. Er setzte diesem eine Frist von zwei Tagen, 
um mitzuteilen, wie die weitere Zusammenarbeit aussehen solle. Der Be-
schwerdeführer räumte ein, an der Sitzung Fehler gemacht zu haben; er 
stellte in Aussicht, innert der gesetzten Frist mitzuteilen, was es aus seiner 
Sicht für die weitere Zusammenarbeit brauche. Gemäss unbestritten geblie-
bener Aussage von D.________ suchte der Beschwerdeführer in der Folge 
nicht mehr das Gespräch mit seinen Vorgesetzten (vgl. Akten RSA 
pag. 239). Mit Schreiben vom 5. Januar 2021 stellte die Gemeinde die Kün-
digung in Aussicht. Am 25. Januar 2021 nahm der Beschwerdeführer zur 
beabsichtigten Kündigung Stellung (vgl. Personaldossier Reg. 6). In der 
Folge löste der Gemeinderat das Arbeitsverhältnis per 30. April 2021 auf und 
stellte den Beschwerdeführer sofort frei (vgl. Kündigungsverfügung vom 
29.1.2021, Akten RSA pag. 2 ff.; vorne Bst. A).

5.

Zum Vorliegen triftiger Kündigungsgründe ergibt sich Folgendes:

5.1 Die Gemeinde begründet ihre Kündigungsverfügung im Wesentli-
chen mit den Vorkommnissen an der Kommissionssitzung vom 
16. Dezember 2020 und weiterem Fehlverhalten, welches der Beschwerde-
führer zwischen 2012 und 2020 wiederholt an den Tag gelegt habe. Die fach-
liche Kompetenz des Beschwerdeführers ist zwar unbestritten. Nach Ansicht 
der Gemeinde ist es seinerseits indes trotz etlicher Chancen immer wieder 
zu sog. «Ausrutschern» gekommen und habe er Weisungen nicht eingehal-
ten. Die Basis für eine weitere Zusammenarbeit sowie das gegenseitige 
Vertrauen seien nicht mehr gegeben (vgl. Akten RSA pag. 2 ff.). Die 
Vorinstanz ist zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer wieder-
holt Weisungen der Gemeinde missachtet und sich gegenüber 
Vorgesetzten, Mitarbeitenden, Behördenmitgliedern und Dritten unpassend 
und unangebracht (Umgangsart, Tonfall) verhalten habe. Dieses Verhalten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2023, Nr. 100.2021.344U, 
Seite 14

habe zu Spannungen zwischen dem Beschwerdeführer und der Arbeitgebe-
rin geführt und sich störend auf das Arbeitsklima ausgewirkt. Hinzu komme, 
dass der Beschwerdeführer Mühe habe und kaum Wille zeige, sich in den 
Gemeindebetrieb einzuordnen bzw. sich der Betriebskultur anzupassen. 
Dies zeige sich beispielsweise am Nichteinhalten des Dienstwegs, den Kom-
petenzüberschreitungen und an der geringen Loyalität gegenüber der 
Gemeinde. Der Vorfall vom 16. Dezember 2020 belege, dass sich sein Ver-
halten nicht nachhaltig verbessert habe; das bereits vorgängig angeschla-
gene Vertrauensverhältnis sei damit endgültig zerstört worden. Sofern der 
Vorfall vom 16. Dezember 2020 nicht bereits für sich allein einen triftigen 
Kündigungsgrund darstelle, so liege zumindest aufgrund der Summe sämtli-
cher Verfehlungen ein triftiger Kündigungsgrund vor (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 13). Demgegenüber bestreitet der Beschwerdeführer die ihm 
vorgeworfenen Verfehlungen weitgehend. Er habe weder am 16. Dezember 
2020 noch zu einem anderen Zeitpunkt ein unangepasstes oder inakzeptab-
les Verhalten an den Tag gelegt, welches eine Kündigung rechtfertige. Die 
Zusammenarbeit habe grundsätzlich gut funktioniert und von einem zerrüt-
teten Vertrauensverhältnis könne keine Rede sein (vgl. Beschwerde 
S. 12 ff.). 

5.2 Ständige Spannungen mit Vorgesetzten müssen von der Arbeitgebe-
rin auf Dauer nicht hingenommen werden, wenn dadurch die Voraussetzun-
gen für eine gedeihliche Zusammenarbeit nicht mehr gegeben sind (vgl. 
Hans-Ulrich Zürcher, a.a.O., S. 81 f. N. 80 mit Hinweisen auf die Rechtspre-
chung). Das Arbeitsverhältnis kann bereits dann beendet werden, wenn das 
Vertrauensverhältnis gestört und dieser Zustand nicht überwiegend auf die 
Vorgesetzten zurückzuführen ist (VGE 2021/147 vom 26.4.2023 E. 6.2, 
2020/368 vom 11.11.2022 E. 5.1). Gemäss Art. 55 PG sind Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter verpflichtet, die Interessen der Arbeitgeberin zu wahren und 
ihre Aufgaben gegenüber der Bevölkerung und der Arbeitgeberin rechtmäs-
sig, gewissenhaft, wirtschaftlich und initiativ zu erfüllen. Die Treuepflicht 
beinhaltet eine – auch ausserdienstliche – Pflicht zur Zurückhaltung mit Mei-
nungsäusserungen oder Verhaltensweisen, welche dem Ansehen des 
Gemeinwesens schädlich sein könnten (vgl. BVR 2009 S. 443 E. 4.1 mit Hin-
weisen). Solange ihre Äusserungen die Amtsführung und das Vertrauen der 
Allgemeinheit in die Verwaltung nicht beeinträchtigen, dürfen aber auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2023, Nr. 100.2021.344U, 
Seite 15

Staatsangestellte die eigene Behörde bzw. ihre Vorgesetzten öffentlich kriti-
sieren (VGE 2021/20 vom 27.1.2023 E. 5.5; Daniel Möckli, in 
Biaggini/Gächter/Kiener [Hrsg.], Staatsrecht, 3. Aufl. 2021, § 34 N. 40 mit 
Hinweis auf BGE 136 I 332 E. 3.2.1; vgl. auch BGE 120 Ia 203 E. 3a).

5.3 In seiner Funktion als Chefwegmeister gehört der Beschwerdeführer 
dem erweiterten Kader der Gemeinde an. Als Führungsperson hat er eine 
Vorbildfunktion gegenüber den ihm unterstellten Mitarbeitenden. Es darf von 
ihm erwartet werden, dass er sich in die Betriebsstruktur einfügt und Ent-
scheide der Gemeinde grundsätzlich mitträgt, selbst wenn sie seiner eigenen 
Auffassung zuwiderlaufen. Unangebrachtes Verhalten gegen aussen und 
öffentlich geäusserte Kritik an Entscheiden der Exekutivbehörde oder an Be-
hördenmitglieder können unter Umständen geeignet sein, das gegenseitige 
Vertrauen so zu erschüttern, dass der Gemeinde die Weiterführung des 
Arbeitsverhältnisses nicht mehr zumutbar ist. Wie die Vorinstanz zutreffend 
ausführt (angefochtener Entscheid E. 9.14), sind im Personaldossier des 
Beschwerdeführers seit dem Jahr 2012 eine Vielzahl von Vorfällen festge-
halten (vgl. vorne E. 4), wobei der Kommissionssitzung vom 16. Dezember 
2020 eine besondere Bedeutung zukommt. Ob sie einzeln oder insgesamt 
triftige Gründe im Sinn von Art. 25 Abs. 2 PG für die Kündigung des Arbeits-
verhältnisses darstellen, ist nachfolgend zu prüfen.

6.

Die Vorfälle, welche die Gemeinde dem Beschwerdeführer vorwirft, sind wie 
folgt zu würdigen:

6.1 In den Jahren 2012 bis 2014 legte der Beschwerdeführer bezüglich 
des Einhaltens des Dienstwegs und seines Auftritts nach aussen wiederholt 
Defizite an den Tag. Nach der schriftlichen Rüge vom 3. Juni 2013 und der 
Kündigungsandrohung am Gespräch vom 17. Oktober 2014 schien er indes 
erfolgreich bemüht gewesen zu sein, sein Verhalten zu verbessern (vorne 
E. 4.2). Die dem Beschwerdeführer am Gespräch vom 20. April 2017 vorge-
haltenen Vorkommnisse bzw. Verhaltensweisen sind teilweise von unterge-
ordneter Bedeutung (Nicht-Teilnahme am Weihnachtsapéro und Skitag). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2023, Nr. 100.2021.344U, 
Seite 16

Weitere Vorwürfe (Äusserung wegen Barriere, fehlende Akzeptanz der 
Gemeindeschreiberin und anderer Meinungen, Verhalten gegenüber einem 
Gemeinderatsmitglied) werden vom Beschwerdeführer zwar nicht ausdrück-
lich bestritten; in den Akten finden sich hierzu jedoch keine Einzelheiten. Zu-
mindest mit der Gemeindeschreiberin scheint die spätere Zusammenarbeit 
funktioniert zu haben (vgl. Akten RSA pag. 62). Den Vorwurf betreffend die 
WhatsApp-Nachricht zur Abstimmung des Werkhofareals hat der Beschwer-
deführer, soweit aktenkundig, am Gespräch vom 20. April 2017 nicht bestrit-
ten; auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren legt er nicht dar, in welchem 
(anderen) Kontext die Nachricht stand. Im Rahmen seiner Meinungsäusse-
rungsfreiheit steht es dem Beschwerdeführer grundsätzlich frei, 
Abstimmungsempfehlungen auch in Gemeindeangelegenheiten abzugeben 
(vgl. BGE 136 I 332 E. 3.3.6; vorne E. 5.2). Bei der fraglichen Abstimmung 
ging es jedoch um den Kauf des künftigen gemeindeeigenen Werkhofareals. 
Stellt sich der Chefwegmeister öffentlich gegen ein solches Projekt aus sei-
nem Zuständigkeitsbereich, hat dies – gerade in einer eher kleinen 
Gemeinde – auf die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger eine Signalwir-
kung, die den Interessen der Gemeinde bzw. der Arbeitgeberin zuwiderläuft. 
Es ist daher nachvollziehbar, dass die Gemeinde das Verhalten des Be-
schwerdeführers als Ausdruck mangelnder Loyalität empfand und ihn 
deswegen ermahnte. Indes ist weder ersichtlich noch geltend gemacht, dass 
der Beschwerdeführer seine «Abstimmungsempfehlung» einem breiteren 
Publikum zutrug, weshalb seine Verfehlung nicht besonders schwer wiegt. 
Entgegen der Auffassung der Gemeinde und der Vorinstanz (vgl. angefoch-
tener Entscheid Ziff. 9.4.10 sowie 9.9 und 9.12) kann dem Beschwerdeführer 
sodann kein Fehlverhalten vorgeworfen werden, weil er strafrechtlich rele-
vante Unregelmässigkeiten bei einer Baustelle dem Fischereiaufseher und 
nicht seinem direkten Vorgesetzten gemeldet hat (vgl. vorne E. 4.4). Dass 
die Gemeinde selber Bauherrin war, ändert daran nichts, zumal die Meldung 
zu einem Strafbefehl geführt hat und so gesehen begründet war. Es ist aber 
davon auszugehen, dass das Arbeitsverhältnis Ende 2017 stark getrübt war. 
Hiervon zeugen auch die Beurteilung des Verhaltens des Beschwerdefüh-
rers am MAG vom 20. November 2017 mit «B» im Bereich «persönliches 
Verhalten» und die darauffolgende Stellungnahme des Beschwerdeführers. 
Während sich die Vorgesetzten an der direkten und unverblümten Art des 
Beschwerdeführers und seiner oftmals eigenmächtigen Vorgehensweise 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2023, Nr. 100.2021.344U, 
Seite 17

störten, bemängelte der Beschwerdeführer seinerseits fehlende Unterstüt-
zung und Wertschätzung sowie fehlendes Verständnis des Leiters der Bau-
verwaltung und der Behörde gegenüber ihm und der Wegequipe (vgl. vorne 
E. 4.4).

6.2 In der Folgezeit scheint sich die Situation entspannt und die Zusam-
menarbeit funktioniert zu haben. Zum Verhalten des Beschwerdeführers ist 
einzig die Beschwerde eines Transportunternehmens im Mai 2018 aktenkun-
dig, wobei hierzu keine Einzelheiten bekannt sind (vorne E. 4.5). Der Vorwurf 
der Gemeinde, der Beschwerdeführer habe im Frühjahr/Sommer 2020 bei 
der Anschaffung eines Fahrzeugs für die Wegequipe fälschlicherweise 
angegeben, dass die Anbaugeräte beim günstiger offerierten Fahrzeug nicht 
passen würden, weshalb der Auftrag dem teureren Anbieter erteilt wurde 
(vgl. Akten RSA pag. 6; Beschwerdeantwort [BA] Ziff. 42), ist nicht erstellt, 
zumal aus den Akten hervorgeht, dass weitere Kriterien den Ausschlag für 
den Zuschlag gaben (vgl. Akten RSA pag. 99). Dass der Beschwerdeführer 
den Obmann an der Gemeindeversammlung vom 28. August 2020 öffentlich 
auf einen Fehler in einem Ausschreibungsverfahren ansprach (vgl. vorne 
E. 4.5), mag für die Gemeinde unangenehm gewesen sein. Ein illoyales Ver-
halten ist darin jedoch nicht zu erblicken; die Gemeinde mahnte den 
Beschwerdeführer hierfür denn auch nicht ab. Die positive Entwicklung spie-
gelt sich sodann in den MAG-Beurteilungen wieder. In den Jahren 2018 bis 
2020 erhielt der Beschwerdeführer jeweils die Gesamtbeurteilung «A+» 
(vorne E. 4.6). Anders als in den Bereichen «Berufliches Können» und «Ar-
beitsverhalten», welche mit «A+» (teilweise mit «A++») beurteilt wurden, 
wurde der Bereich «Persönliches Verhalten» zwar mehrheitlich tiefer beur-
teilt (mit «A»; Personaldossier act. 4). Die Zielvorgaben und Erwartungen hat 
der Beschwerdeführer damit jedoch erfüllt. Die Gemeinde hat die Bedeutung 
der etwas tieferen Bewertung zudem relativiert, indem sie insgesamt die 
Gesamtbeurteilung «A+» vergeben hat. Das persönliche Verhalten gegen-
über Vorgesetzten, das in der Vergangenheit immer wieder zu Diskussionen 
Anlass gegeben hatte, wurde am MAG vom 16. November 2020 sogar mit 
«A+» bewertet. Zwar macht die Gemeinde geltend, im Vergleich zum Kanton 
wende sie ein milderes Beurteilungsraster an: Die Bewertungen «B» und 
«C» würden kaum verteilt und «A» werde jeweils dann verteilt, wenn in 
gewissen Punkten Unzufriedenheit bestehe (vgl. BA Ziff. 52; angefochtener 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2023, Nr. 100.2021.344U, 
Seite 18

Entscheid E. 9.8; Akten RSA pag. 243). Als Arbeitgeberin muss sich die Ge-
meinde die MAG-Beurteilungen der direkten Vorgesetzten entgegenhalten 
lassen. Sie trägt die Verantwortung, dass Leistung und Verhalten sowohl 
umfassend als auch korrekt beurteilt werden und die Bewertungen auf dem 
Beurteilungsbogen zum Ausdruck kommen. Die Gemeinde vermag nicht 
schlüssig aufzuzeigen, dass die Beurteilungen in den Jahren 2018 bis 2020 
nicht die tatsächlichen Verhältnisse wiedergeben, zumal in den MAG-Proto-
kollen keine Verhaltensmängel festgehalten wurden. Wohl bezeichnete 
D.________ das Arbeitsverhältnis an der vorinstanzlichen Instruktionsver-
handlung bis zum 16. Dezember 2020 lediglich als «akzeptabel». Dabei 
verwies er auf ein hitzig verlaufenes Gespräch im Juli 2020 zwischen ihm, 
dem Beschwerdeführer und dem Bereichsleiter Liegenschaften/Tiefbau und 
Aussagen, die der Beschwerdeführer dabei gemacht habe. In der Zeit 
danach sei alles gut gelaufen, da keine engere Zusammenarbeit angestan-
den sei; der Beschwerdeführer habe in dieser Zeit seine Vorgesetzten nie 
über Aktuelles informiert (Akten RSA pag. 239). Diese Aussage steht aller-
dings im Widerspruch zu seiner eigenen Beurteilung am MAG vom 
16. November 2020, wonach das Verhalten des Beschwerdeführers gegen-
über Vorgesetzten (u.a. Führbarkeit, Einfügung, Loyalität, Information) sehr 
gut sei (vgl. vorne E. 4.6). Mit Blick darauf, dass D.________'s Aussage an 
der vorinstanzlichen Instruktionsverhandlung und damit vor dem Hintergrund 
der ausgesprochenen Kündigung erfolgte, vermag sie die frühere positive 
Beurteilung nicht zu relativieren. Nach den aus den Akten gewonnen 
Erkenntnissen ist insgesamt davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 
sein in den Jahren 2012 bis 2017 beanstandetes Verhalten sowie die Art der 
Zusammenarbeit und Kommunikation in den Folgejahren verbesserte, den 
Dienstweg einhielt, seine Leistungen zur Zufriedenheit der Gemeinde 
erbrachte und das Arbeitsverhältnis bis zur Kommissionssitzung vom 
16. Dezember 2020 im Wesentlichen ohne nennenswerte weitere belas-
tende Vorkommnisse verlief.

6.3 Nach Auffassung der Gemeinde hat der Beschwerdeführer mit sei-
nem Verhalten an der Sitzung der Strassen- und Wegkommission vom 
16. Dezember 2020 einen triftigen Kündigungsgrund gesetzt; auch die 
Vorinstanz erachtet das Verhalten des Beschwerdeführers an dieser Sitzung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2023, Nr. 100.2021.344U, 
Seite 19

als problematisch und unangebracht (vgl. BA Ziff. 50; angefochtener Ent-
scheid E. 9.7).

6.3.1 Zum Verhalten des Beschwerdeführers an der Kommissionssitzung 
gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen. Nach Darstellung der Gemeinde 
hat der Beschwerdeführer «wieder mal» die ganze Sitzung «diktiert» und bei 
allen Traktanden die Gemeinde bzw. Behörde «ziemlich stark in Frage» ge-
stellt. Seine Voten über die Gemeinde, die Behörde sowie seine Vorgesetz-
ten seien teilweise «unter der Gürtellinie» gewesen (Akten RSA pag. 8). An 
der vorinstanzlichen Instruktionsverhandlung sagten die Vertreter der 
Gemeinde aus, der Beschwerdeführer sei weder an der Vorbesprechung 
noch vor der Kommissionssitzung mit Fragen oder Anregungen an den 
Sitzungsleiter G.________ gelangt. An der Kommissionssitzung sei er 
diesem entgegen der Vorbesprechung in den Rücken gefallen. Seine fachli-
chen Ausführungen seien zwar gerechtfertigt gewesen; es gehe aber um die 
Art und Weise, wie er sie gemacht habe (vgl. Akten RSA pag. 238 f.). Der 
Beschwerdeführer bestreitet, Äusserungen «unter der Gürtellinie» gemacht 
zu haben. Der Ablauf der Sitzung sei von der Gemeinde «überaus unsachlich 
und einseitig dokumentiert» worden; sie habe die Geschehnisse übertrieben 
geschildert und deren Bedeutung völlig überbewertet. Aufgrund seiner Funk-
tion, seiner Kenntnisse und der Dauer seines Arbeitsverhältnisses habe er 
es als seine Pflicht betrachtet, an der Sitzung sachlich zu informieren, nicht 
zuletzt, weil er habe feststellen müssen, dass die anderen Beteiligten über 
gewisse Informationen nicht verfügt hätten. Dabei habe er nicht wissen 
können, wie sich die Sitzung in Bezug auf einzelne Themen entwickeln 
werde. Er habe an der Kommissionssitzung kein unangepasstes oder inak-
zeptables Verhalten an den Tag gelegt (vgl. Beschwerde S. 10 f.).

6.3.2 Dem Sitzungsprotokoll ist zu entnehmen, dass beim zweiten Trak-
tandum (Strassensanierungen; Prioritätenliste ab 2022) eine «hitzige 
Diskussion» betreffend die Gewichtsbeschränkungen entstanden ist (Akten 
RSA pag. 93 und 95). Im Sitzungsprotokoll ist hierzu Folgendes festgehalten 
(Akten RSA pag. 94): 

«[Der Beschwerdeführer] bemängelt, dass die Projekte immer nur ange-
fangen und nicht ausgeführt werden. Zum Beispiel wurde eine teure 
Untersuchung der H.________ vorgenommen, eine Sanierung aber nie 
gemacht. Auch wurde das Untersuchungsergebnis nie der Kommission 
vorgelegt. Zudem hat die Kommission bei Submissionen keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2023, Nr. 100.2021.344U, 
Seite 20

Entscheidung mehr. Auch fehlt das Vertrauen seitens Gemeinderat. – 
Nach weiteren, auch persönlichen Anschuldigungen seitens [des 
Beschwerdeführers] beendet G.________ als Sitzungsleiter diesen 
Dialog mit dem Hinweis, dass [der Beschwerdeführer] jeweils an der 
Vorbesprechung für die Kommissionssitzung anwesend ist und über die 
Traktanden bestens informiert ist. Einwände oder Verbesserungen 
können dort platziert werden und müssen nicht an der Kommissionssit-
zung ausgetragen werden. Die Sitzung soll für Diskussionen der 
Kommission und nicht für die Gemeindemitarbeiter untereinander 
dienen. Die Funktion des Chef Wegmeisters ist beratend zur Seite ste-
hen ohne Stimmrecht.»

An der Nachbesprechung vom 21. Dezember 2020 gab der Beschwerdefüh-
rer an, er sei mit dem Vorsatz an die Sitzung gegangen, nichts zu sagen. Er 
habe schon länger gespürt, dass in der Kommission und in der Equipe 
Unzufriedenheit herrsche. Die ersten Voten von den Kommissionsmitglie-
dern hätten ihn angestachelt, Sachen zu sagen, welche er vielleicht nicht 
hätte sagen sollen. Er habe viele Sachen klargestellt und gesagt, wie es sei. 
An der Sitzung sei es eskaliert, als die Kommissionsmitglieder die Thematik 
mit der Gewichtsbeschränkung der H.________ angesprochen hätten. Er 
habe dies zum Anlass genommen zu informieren, dass die Wegequipe 
schon bei verschiedenen Gemeinderatsmitgliedern auf diese Problematik 
hingewiesen habe, aber nichts gegangen sei. Der Vorwurf, nur er spreche 
an den Sitzungen, sei nicht unbegründet. Er sei aber auch der Einzige, der 
wisse, wie der Stand der Geschäfte wirklich sei. Über die Behörde habe er 
an der Sitzung nichts Negatives gesagt. Er räumte ein, an jenem Abend 
einen Fehler gemacht zu haben; er habe sich «falsch leiten lassen». 
Gleichzeitig brachte er vor, dass in der Gemeinde vieles nicht gut laufe, was 
seine Arbeit erschwere (vgl. Protokoll vom 31.12.2020, Akten RSA 
pag. 88 ff.). An der vorinstanzlichen Instruktionsverhandlung gab der Be-
schwerdeführer zu Protokoll, dass die kurze Vorbesprechung schlecht 
vorbereitet gewesen sei. Traktanden seien fast keine gestanden. Die Sitzung 
habe normal begonnen. Die Kommissionsmitglieder hätten sich geäussert 
und Einwände eingebracht. Plötzlich sei der Fokus bei den Gewichtsbe-
schränkungen der H.________ gelegen statt bei der Prioritätenliste. 
E.________ (Bereichsleiter Liegenschaften/Tiefbau) hätte hier intervenieren 
müssen; auf eine starke Äusserung eines Kommissionsmitglieds habe 
E.________ keine Auskunft geben können. Deshalb habe er Dinge 
richtiggestellt, weil er mehr wisse als E.________. Er habe nur informiert und 
die Situation auch für die Wegequipe im Winter geklärt haben wollen. Zudem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2023, Nr. 100.2021.344U, 
Seite 21

habe er darauf hingewiesen, dass die Kommissionsmitglieder und er ein 
Antragsrecht hätten. Somit habe er nichts falsch gemacht. Vor allem die 
Kommissionsmitglieder seien aufgebracht gewesen, er selbst sei nicht laut 
geworden (vgl. Akten RSA pag. 238).

6.3.3 Gestützt auf die Akten ist davon auszugehen, dass es an der 
Kommissionssitzung vom 16. Dezember 2020 zu einer hitzigen Diskussion 
kam, an der sich der Beschwerdeführer intensiv beteiligte und die er mit sei-
nen teilweise kritischen Voten zur Haltung und zum Vorgehen der Gemeinde 
weiter anheizte. Dem Protokoll lässt sich hingegen nicht entnehmen, dass 
der Beschwerdeführer «wieder mal die ganze Sitzung» diktierte und bei allen 
Traktanden die Gemeinde bzw. Behörde «ziemlich stark» in Frage stellte. 
Weiter ist weder dem Sitzungsprotokoll noch dem Protokoll zum Gespräch 
vom 21. Dezember 2020 zu entnehmen, was für persönliche Anschuldigun-
gen der Beschwerdeführer an der Kommissionssitzung gemacht haben soll 
und welche seiner Voten «unter der Gürtellinie» gewesen sein sollen. Auch 
an der Instruktionsverhandlung konnten die Gemeindevertreter auf zweima-
liges Nachfragen der Regierungsstatthalterin bzw. deren Stellvertreters 
nichts Näheres zu beanstandeten Äusserungen sagen. Sie gaben lediglich 
an, die beiden Gemeindemitarbeitenden seien nach der Kommissions-
sitzung «sehr aufgelöst» gewesen; das Verhalten und die Äusserungen des 
Beschwerdeführers hätten E.________ «sehr verletzt». G.________ gab an, 
er sei wütend gewesen und habe gezittert (vgl. Akten RSA pag. 238 f.). Auch 
wenn die Gemeinde an den Sitzungen kein Wortprotokoll führt, wäre doch 
zu erwarten, dass sie entsprechende Aussagen zumindest dem Sinn nach 
schriftlich festhält und auf Nachfrage wiedergeben kann. Demnach ist nicht 
erstellt, dass der Beschwerdeführer Äusserungen bezüglich der Gemeinde 
oder deren Vertreterinnen bzw. Vertreter gemacht hat, die eine 
Weiterführung des Arbeitsverhältnisses als von vornherein nicht mehr 
zumutbar erscheinen lassen.

6.3.4 Kommissionssitzungen dienen der Erarbeitung von Lösungen, wobei 
auch kritische Punkte behandelt und diskutiert werden sollen. Der Beschwer-
deführer war Mitglied der Kommission, wenn auch nur beratend und ohne 
Stimmrecht. Als Chefwegmeister verfügte er über ein breites Fachwissen 
und Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten. Er war daher berechtigt (und ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2023, Nr. 100.2021.344U, 
Seite 22

pflichtet), sachbezogene Punkte einzubringen, die der Erhellung des 
Sachverhalts und der Entscheidfindung dienten. Dabei musste es ihm auch 
möglich sein, Punkte einzubringen, die sich nicht mit der Ansicht des 
Gemeinderats decken. Insoweit kann ihm grundsätzlich nicht vorgeworfen 
werden, sich unsachlich und übermässig in die Sitzung eingebracht und auf 
Probleme hingewiesen zu haben, zumal die Kommissionsmitglieder offenbar 
ungenügend informiert worden waren. Entgegenhalten muss er sich jedoch, 
dass er Gelegenheit hatte, sich an der Vorbesprechung einzubringen. Ein-
wände gegen die Traktanden sowie Kritik gegenüber der Gemeinde im 
Umgang mit Projekten und Anfragen hätte er vorgängig benennen können 
und sollen. Auch wenn seine fachlichen Ausführungen an der Kommissions-
sitzung unstrittig gerechtfertigt waren, stiess er den ihm vorgesetzten 
Ressortverantwortlichen mit seinem unangekündigten Verhalten vor den 
Kopf. Die Kommissionssitzung war zudem nicht der richtige Ort, um Mängel 
in der Zusammenarbeit und Kommunikation, etwa im Verhältnis zum 
Bereichsleiter Liegenschaften/Tiefbau, zu thematisieren. Hierzu hätte er ins-
besondere am MAG vom 16. November 2020 Gelegenheit gehabt. Mit 
seinem Vorgehen hat der Beschwerdeführer bezüglich einer offenen und 
vertrauensvollen Zusammenarbeit Defizite an den Tag gelegt und das Ver-
trauen seiner Vorgesetzten in ihn enttäuscht. Im Nachgang zur Kommis-
sionssitzung räumte der Beschwerdeführer denn auch ein, Fehler gemacht 
zu haben und versicherte, dass er künftig Anliegen, wie sie an der 
Kommissionssitzung zur Sprache kamen, direkt mit D.________ besprechen 
werde. Entgegen seiner Ankündigung und der Vorgabe seines Vorgesetzten 
meldete er sich in der Folge zwar nicht mehr, um die weitere Zusammenar-
beit zu besprechen. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die angesetzte Frist 
von zwei Tagen – insbesondere auch mit Blick auf die anstehenden 
Weihnachtstage – sehr kurz bemessen war. Dass D.________ nach den 
Feiertagen erfolglos das Gespräch mit dem Beschwerdeführer gesucht 
hätte, ist weder ersichtlich noch vorgebracht. Es kann daher nicht davon aus-
gegangen werden, dass sich der Beschwerdeführer Massnahmen oder einer 
weiteren Zusammenarbeit allgemein verschlossen hat.

6.3.5 Nach dem Erwogenen hat der Beschwerdeführer an der Kommis-
sionssitzung vom 16. Dezember 2020 ein Verhalten an den Tag gelegt, 
welches einer vertrauensvolle Zusammenarbeit abträglich war. Das Fehlver-

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halten wiegt jedoch nicht derart schwer, dass eine Weiterbeschäftigung nicht 
mehr denkbar wäre. Dabei fällt insbesondere ins Gewicht, dass die 
fachlichen Ausführungen des Beschwerdeführers gerechtfertigt waren und 
der Nachweis nicht erbracht wurde, dass der Beschwerdeführer an der 
Sitzung ausfällig geworden ist oder seine Vorgesetzten diffamiert hat. Das 
Verhalten des Beschwerdeführers an der erwähnten Sitzung vermag dem-
nach für sich allein keinen triftigen Kündigungsgrund zu begründen. Es fragt 
sich aber, ob unter Einbezug des früheren Verhaltens triftige Gründe für die 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben sind, wie die Vorinstanz ange-
nommen hat (angefochtener Entscheid E. 9.14).

6.4 Seit dem Jahr 2012 traten zwischen dem Beschwerdeführer und 
seinen Vorgesetzten sowie Gemeindevertretern wie dargelegt wiederholt 
Differenzen auf, die das Arbeitsverhältnis belastet haben. Insbesondere be-
kundete der Beschwerdeführer Mühe, sich in den Gemeindebetrieb einzu-
ordnen, seine Kompetenzen nicht zu überschreiten und seine Kommunika-
tion der jeweiligen Situation anzupassen. Spannungen bestanden sodann, 
weil der Beschwerdeführer der Meinung war, die Arbeit von ihm und der 
Wegequipe werde von seinen Vorgesetzten und den Gemeindevertretern zu 
wenig wertgeschätzt (vorne E. 6.1). Obschon sich die Situation nach dem 
Jahr 2017 beruhigte, die Zusammenarbeit funktionierte und sich die 
Gemeinde insbesondere auch mit dem Verhalten des Beschwerdeführers 
zufrieden zeigte (vorne E. 6.2), haben die Vorkommnisse rund um die 
Kommissionsitzung von 16. Dezember 2020 offenbart, dass zwischen dem 
Beschwerdeführer und der Gemeinde nach wie vor Spannungen vorhanden 
waren, welche sich negativ auf das Arbeitsklima auswirkten. So hatte der 
Beschwerdeführer gemäss seinen Aussagen an der vorinstanzlichen 
Instruktionsverhandlung das Gefühl, die Vorgesetzten hätten etwas gegen 
ihn und hätten ihn «schon länger ‹absagen›» wollen (vgl. Akten RSA 
pag. 239). Auch der Umstand, dass er seinen Frust über die von ihm als 
unbefriedigend empfundenen Arbeitsumstände nicht bilateral in einem Ge-
spräch mit seinem neuen Vorgesetzten vorbrachte, weist auf ein mangeln-
des Vertrauensverhältnis und ein Defizit hin, Probleme sachgerecht 
anzugehen. Seine – auch an der Instruktionsverhandlung an den Tag 
gelegte – Haltung zeugt sodann von einer gewissen Uneinsichtigkeit, die 
einer erspriesslichen Zusammenarbeit nicht förderlich war. Damit hat er zum 

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belasteten Arbeitsverhältnis beigetragen. Anzuerkennen ist, dass in den 
letzten Jahren Vakanzen und Wechsel im Führungsteam und der Organisa-
tion der Gemeindeverwaltung (vorne E. 4.1; Akten RSA pag. 61 ff.) die Arbeit 
des Beschwerdeführers erschwert haben. Unterschiedliche Sicht- und 
Herangehensweisen sowie Mängel in der gegenseitigen Kommunikation 
mögen ebenfalls zu den Spannungen beigetragen haben. Der Leiter der 
Bauverwaltung, der Beschwerdeführer und der Bereichsleiter Liegenschaf-
ten/Tiefbau vereinbarten im Juli 2020, an der Kommunikation und Zu-
sammenarbeit zu arbeiten, was darauf schliessen lässt, dass Defizite in 
diesen Bereichen nicht nur beim Beschwerdeführer bestanden (vgl. Akten 
RSA pag. 239). Ob und welche Massnahmen die Vorgesetzten in der Folge 
ergriffen haben, um die Kommunikation und Zusammenarbeit effektiv zu ver-
bessern, ist nicht aktenkundig. Die Gemeinde gibt an, sie sei über die Jahre 
bemüht gewesen, die Situation zu verbessern, indem sie Gespräche geführt, 
vermittelt, Personen versetzt und die interne Kommunikation verbessert 
habe (vgl. Akten RSA pag. 241; BA Ziff. 63). Konkrete Unterstützungsmass-
nahmen wie den Beizug einer externen Fachperson oder regelmässige 
Standortgespräche hat sie aber nicht geleistet. Dass solche Bemühungen 
von vornherein erfolglos geblieben wären, lässt sich aus dem Verhalten des 
Beschwerdeführers nicht schliessen. Die Gemeinde sah sodann bis zur 
Kommissionssitzung vom 16. Dezember 2020 über mehrere Jahre keinen 
Anlass mehr, den Beschwerdeführer wegen Verhaltensmängeln zu rügen 
oder Massnahmen zu ergreifen. Auch wenn davon auszugehen ist, dass der 
Beschwerdeführer nicht alle zuvor beanstandeten Verhaltensweisen abzule-
gen vermochte, zeigten sich die Vorgesetzten mit seinem Verhalten 
zufrieden und brachten dies mit den positiven MAG-Beurteilungen zum Aus-
druck, letztmals einen Monat vor dem für die Gemeinde verfahrensauslösen-
den Vorfall. So wurde am MAG vom 16. November 2020 ausdrücklich eine 
positive Entwicklung beim persönlichen Verhalten festgehalten («gut 
unterwegs») und das Verhalten gegenüber Vorgesetzten sogar als sehr gut 
gewürdigt («A+»; vorne E. 6.2). Mit diesen positiven MAG-Beurteilungen 
(seit 2016 viermal «A+» bzw. «sehr gut» und einmal «A» bzw. «gut») brachte 
die Gemeinde nicht nur ihre Zufriedenheit mit der Arbeitsleistung des Be-
schwerdeführers zum Ausdruck, sondern signalisierte auch, dass bezüglich 
seines Verhaltens kein Handlungsbedarf (mehr) bestand. Mit seinem Verhal-
ten an der Kommissionssitzung hat der Beschwerdeführer zwar erneut das 

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Vertrauen seiner Vorgesetzten enttäuscht. Auch unter Berücksichtigung der 
Vorgeschichte (vorne E. 3.3) liegt darin aber nicht ein Fehlverhalten von 
einer Schwere, dass eine Weiterbeschäftigung nicht mehr denkbar gewesen 
wäre. Insbesondere hat er nicht die Zusammenarbeit verweigert (vorne 
E. 6.3.4). In der hier massgebenden Gesamtbetrachtung ist schliesslich zu 
berücksichtigen, dass in erster Linie das Verhältnis zwischen dem Be-
schwerdeführer und seinen Vorgesetzten belastet war. Die Zusammenarbeit 
mit den ihm unterstellen Mitarbeitenden schien gut zu sein; die Wegequipe 
sprach sich ausdrücklich für seinen Verbleib aus (vgl. Aktennotiz vom 
15.1.2021, Personaldossier Reg. 6).

6.5 Zusammenfassend legte der Beschwerdeführer zwischen 2012 und 
2017 wiederholt ein problematisches Verhalten an den Tag; das Verhältnis 
mit seinen Vorgesetzten war stark belastet und es ist nachvollziehbar, dass 
ihm die Gemeinde wiederholt die Kündigung in Aussicht stellte, sollten sich 
sein Verhalten und seine Loyalität nicht bessern. In der Folgezeit kam es bis 
zur Kommissionssitzung vom 16. Dezember 2020 zu keinen nennenswerten 
Vorkommnissen mehr. Die Gemeinde zeigte sich nicht nur mit den Arbeits-
leistungen, sondern auch mit dem Verhalten des Beschwerdeführers zufrie-
den, was sich in den sehr guten Mitarbeiterbeurteilungen der Jahre 2018, 
2019 und 2020 widerspiegelte. Bei dieser Sachlage bedarf es trotz der frühe-
ren Vorkommnisse eines neuerlichen Fehlverhaltens von einigem Gewicht, 
um die Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu rechtfertigen. Das von der 
Gemeinde geschilderte Verhalten des Beschwerdeführers an der Kommis-
sionssitzung vom 16. Dezember 2020 ist grundsätzlich geeignet, die Fortfüh-
rung des Arbeitsverhältnisses als nicht mehr zumutbar zu beurteilen. Indes 
ist nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer an dieser Sitzung inakzeptable 
Äusserungen machte, die eine weitere Zusammenarbeit verunmöglichen. 
Damit begründet das dem Beschwerdeführer vorgehaltene Fehlverhalten an 
der Kommissionssitzung vom 16. Dezember 2020 weder für sich noch unter 
Einbezug der früheren Vorkommnisse triftige Gründe im Sinn von Art. 25 
Abs. 2 PG, welche die Auflösung des Anstellungsverhältnisses rechtfertigen. 
Der Beschwerdeführer muss sich allerdings bewusst sein, dass weitere 
Vorfälle zu einer anderen Gesamtwürdigung führen können.

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7.

Nach dem Erwogenen erweist sich die Beschwerde als begründet und ist 
unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids gutzuheissen.

8.

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind für die Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht und vor dem Regierungsstatthalteramt keine Kosten zu 
erheben (Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG). Die Gemeinde hat dem anwaltlich 
vertretenen Beschwerdeführer die Parteikosten für das Verfahren vor beiden 
Instanzen zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). 
Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Mai 2006 
über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, 
PKV; BSG 168.811) beträgt der Rahmentarif für das Honorar in Beschwer-
deverfahren Fr. 400.-- bis Fr. 11'800.-- pro Instanz. Innerhalb des Rahmen-
tarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen 
Zeitaufwand sowie der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 
Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). Zum Parteikostenersatz gehören die not-
wendigen Auslagen (Art. 2 PKV). Ersetzt werden aber nur die konkret ange-
fallenen Aufwendungen und kein bereits im Voraus festgelegter fixer Pro-
zentsatz des Honorars (BVR 2015 S. 15 [VGE 2012/422 vom 10.2.2014] 
nicht publ. E. 6.2.3; vgl. auch VGE 2021/93/94 vom 27.1.2022 E. 5.2).

8.2 Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht gibt die Kostennote 
zu keinen Bemerkungen Anlass (act. 10A). Für das vorinstanzliche Verfah-
ren macht der Rechtsvertreter ausgehend von einem Zeitaufwand von 39,25 
Stunden ein Honorar von Fr. 13ʹ737.50 zuzüglich Auslagen (Fr. 51.60 
Reisekosten und Fr. 686.90 Auslagenpauschale) und MWSt geltend (vgl. 
Akten RSA pag. 261 ff.). Davon abzuziehen ist vorab der im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens angefallene Aufwand (8,3 Stunden), womit bei einem 
Stundenansatz von Fr. 350.-- ein Honorar von Fr. 10ʹ832.50 resultiert 
(30,95 Stunden à Fr. 350.--). Dieser Betrag erscheint mit Blick auf die durch-
schnittliche Komplexität der Streitsache nicht geboten. Auch wenn die 
Bedeutung der Streitsache leicht überdurchschnittlich sein mag und die 
Instruktionsverhandlung den zeitlichen Aufwand erhöhte, ist das Honorar da-

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Seite 27

her auf Fr. 8ʹ000.-- zu kürzen. Die geltend gemachte Auslagenpauschale von 
Fr. 686.90 erscheint sodann ausserordentlich hoch und wird vom Rechtsver-
treter nicht näher ausgewiesen; anzuerkennen sind Auslagen im Umfang 
von Fr. 251.60 (Fr. 51.60 Reisekosten und ermessensweise Fr. 200.--). Die 
Parteikosten für das vorinstanzliche Verfahren sind folglich unter Berücksich-
tigung der anerkannten Auslagen (Fr. 251.60) und der MWSt (7,7% von 
Fr. 8ʹ251.60) auf Fr. 8ʹ886.95 festzusetzen. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid der Regierungs-
statthalterin des Verwaltungskreises Frutigen-Niedersimmental vom 
27. Oktober 2021 wird aufgehoben.

2. a) Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht werden keine Kosten 
erhoben. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3’500.-- wird dem 
Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurück-
erstattet.

b) Die Einwohnergemeinde B.________ hat dem Beschwerdeführer für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt 
auf Fr. 6ʹ215.15 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

3. a) Für das Verfahren vor dem Regierungsstatthalteramt Frutigen-
Niedersimmental werden keine Kosten erhoben.

b) Die Einwohnergemeinde B.________ hat dem Beschwerdeführer für 
das Verfahren vor dem Regierungsstatthalteramt Frutigen-
Niedersimmental die Parteikosten, bestimmt auf Fr. 8ʹ886.95 (inkl. 
Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

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4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Beschwerdegegnerin
- Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden. Der Streitwert im Sinn von Art. 51 ff. 
i.V.m. Art. 85 Abs. 1 BGG erreicht Fr. 15'000.--.