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**Case Identifier:** 8b0f6a91-e675-5dad-8618-02882e5a92e6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.05.2025 200 2025 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-20_2025-05-12.pdf

## Full Text

EL 200 2025 20
JAP/LUB/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Mai 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 9. Dezember 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, EL 200 2025 20

-2-

Sachverhalt:

A.

Die 1938 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
bezog seit Januar 2020 Ergänzungsleistungen (EL) zu ihrer Altersrente der 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV; Akten der Ausgleichskasse 
des Kantons Bern [AKB bzw. Beschwerdegegnerin, act. II] 30, 34, 36-40, 
42, 46 f.). Nach vorgängiger formloser Mitteilung vom 4. Dezember 2023 
(act. II 51) verneinte die AKB mit Verfügung vom 16. Dezember 2023 
(act. II 52) einen Anspruch auf EL für die Zeit ab 1. Januar 2024, da das 
Vermögen über dem für einen EL-Anspruch zulässigen Wert von 
Fr. 100'000.-- liege. Auf Einsprache hin (act. II 55) hielt die AKB mit Ent-
scheid vom 9. Dezember 2024 (act. II 61) daran fest. 

B.

Mit Eingabe vom 8. Januar 2025 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde. Sie beantragt sinngemäss, in 
Aufhebung des Einspracheentscheids vom 9. Dezember 2024 sei ihr ab 
1. Januar 2024 EL zuzusprechen, indem "auf die Aufrechnung eines Ver-
mögensverzehrs im Umfange von Fr. 111'400.--" zu verzichten sei.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. Februar 2025 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 9. Dezem-
ber 2024 (act. II 61). Streitig und zu prüfen ist der EL-Anspruch ab 1. Janu-
ar 2024 und dabei insbesondere die Berechnung des für die Vermögens-
schwelle relevanten Vermögens. Die richterliche Beurteilung hat sich pra-
xisgemäss auf diesen Punkt zu beschränken, wogegen aufgrund der Akten 
kein Anlass besteht, die übrigen unbestritten gebliebenen Punkte in die 
Prüfung miteinzubeziehen (BGE 131 V 329 E. 4 S. 330).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2021 sind die Änderung vom 22. März 2019 des Bun-
desgesetzes vom 6. Oktober 2006 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) und die Än-
derung vom 29. Januar 2020 der Verordnung vom 15. Januar 1971 über 
die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-

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cherung (ELV; SR 831.301) in Kraft getreten. Mit Ablauf der dreijährigen 
Übergangsfrist im Sinne von Abs. 1 der Übergangsbestimmungen sind ab 
1. Januar 2024 sämtliche EL-Fälle nach dem neuen Recht zu berechnen 
(vgl. dazu auch Rz. 4101 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozia-
lversicherungen [BSV] zum Übergangsrecht der EL-Reform [KS-R EL]).

2.2 Gemäss Art. 4 Abs. 1 ELG haben Personen mit Wohnsitz und ge-
wöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz Anspruch auf Ergän-
zungsleistungen, wenn sie eine Rente der AHV oder IV beziehen oder nach 
lit. b oder d der genannten Bestimmung Anspruch auf eine solche Rente 
hätten. Die Ergänzungsleistungen bestehen aus der jährlichen Ergän-
zungsleistung sowie der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskos-
ten (Art. 3 Abs. 1 ELG). Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem 
Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen 
übersteigen, mindestens jedoch dem höheren der folgenden Beträge (Art. 9 
Abs. 1 ELG):

a. der höchsten Prämienverbilligung, die der Kanton für Personen 
festgelegt hat, die weder Ergänzungsleistungen noch Sozialhilfe 
beziehen;

b. 60 % des Pauschalbetrages für die obligatorische Krankenpfle-
geversicherung nach Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG.

2.3 Nach Art. 9a Abs. 1 ELG haben nur Personen Anspruch auf Ergän-
zungsleistungen, wenn sie über ein Reinvermögen unterhalb der Vermö-
gensschwelle verfügen; diese liegt bei alleinstehenden Personen bei 
Fr. 100'000.-- (lit. a). Zum Reinvermögen nach Art. 9a Abs. 1 ELG gehört 
auch Vermögen, auf welches nach Art. 11a Abs. 2 - 4 ELG verzichtet wur-
de (Art. 9a Abs. 3 ELG). Mit der Schwelle wird ein tatsächlicher Vermö-
gensverzehr bis zum Erreichen der Vermögensschwelle von der versicher-
ten Person gefordert (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_12/2024 vom 
4. Juli 2024 E. 4.2.1).

2.4 Gemäss Art. 11a Abs. 2 ELG werden die übrigen Einnahmen, Ver-
mögenswerte und gesetzlichen oder vertraglichen Rechte, auf die eine 
Person ohne Rechtspflicht und ohne gleichwertige Gegenleistung verzich-
tet hat, als Einnahmen angerechnet, als wäre nie darauf verzichtet worden. 

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Ein Vermögensverzicht gemäss Art. 11a Abs. 2 ELG liegt vor, wenn eine 
Person Vermögenswerte veräussert, ohne dazu rechtlich verpflichtet zu 
sein, und die Gegenleistung weniger als 90 % des Wertes der Leistung 
entspricht (Art. 17b lit. a ELV).

Die Kodifizierung der Verzichtstatbestände gemäss Art. 11a Abs. 2 ELG 
hat keine Änderung der bisherigen Praxis in Bezug auf Einkommens- und 
Vermögensverzichte zur Folge (BBl 2016 7538). Demnach sind die Tatbe-
standselemente "ohne Rechtspflicht" resp. "ohne gleichwertige Gegenleis-
tung" nicht kumulativ, sondern alternativ. Ebenso wenig ist die Erfüllung 
einer moralischen Pflicht ein ausreichender Grund, um eine Entäusserung 
nicht als Vermögensverzicht zu werten (vgl. hierzu die bis am 31. Dezem-
ber 2020 massgebliche Praxis betreffend die Tatbestandselemente "ohne 
rechtliche Verpflichtung" resp. "ohne adäquate Gegenleistung", BGE 146 V 
306 E. 2.3.1 S. 308, 134 I 65 E. 3.2 S. 70 = Pra 2008 S. 562, 131 V 329; 
Urteil des BGer 8C_12/2024 vom 4. Juli 2024 E. 4.2.2; CARIGIET/KOCH, 
Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3., überarbeitete und ergänzte Auflage, 
2021, S. 244 N. 630; JANINE CAMENZIND, in: FamPra.ch 2021, S. 974). 
Auch folgt daraus, dass die Rechtsprechung, wonach sich die Frage nach 
den Gründen einer Vermögenshingabe allein dann erübrigt und nur dann 
auf die tatsächlichen Verhältnisse abzustellen ist, wenn kein Verzicht vor-
liegt, auch im Geltungsbereich von Art. 11a Abs. 2 ELG weiterhin massge-
bend ist: Derjenige, der nicht darzutun vermag, dass seine Geldhingabe im 
Austausch gegen eine adäquate Gegenleistung erfolgt ist, kann sich mithin 
nicht auf den gegebenen Vermögensstand berufen, sondern muss sich die 
Frage nach den Gründen für den Vermögensrückgang gefallen und man-
gels entsprechenden Beweisen hypothetisches Vermögen entgegenhalten 
lassen (BGE 121 V 204 E. 4b S. 206; URS MÜLLER, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl., 2015, S. 174 N. 483; BBl 2016 7538). 

In zeitlicher Hinsicht ist zu beachten, dass für die Berücksichtigung eines 
Vermögensverzichts in der EL-Berechnung grundsätzlich unerheblich ist, 
wie weit die Verzichtshandlung zurückliegt (BGE 146 V 306 E. 2.3.1 S. 308; 
MÜLLER, a.a.O., S. 173 N. 479; CARIGIET/KOCH, a.a.O., S. 245, N. 633). 
Dem Aspekt des Zeitablaufs wird auch weiterhin durch die jährliche Reduk-

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tion des anzurechnenden Betrages des Vermögens um Fr. 10'000.-- Rech-
nung getragen (Art. 17e ELV; vgl. E. 2.5 hiernach).

Beim Fehlen von Vermögen handelt es sich um eine anspruchsbegründen-
de Tatsache, womit grundsätzlich die leistungsansprechende Person die 
Beweislast trägt bzw. die Folgen allfälliger Beweislosigkeit zu tragen hat. 
Dabei gilt der sozialversicherungsrechtliche Regelbeweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit (BGE 121 V 204; CARIGIET/KOCH, a.a.O., 
S. 254, N. 655).

2.5 Meldet sich eine Person für eine jährliche Ergänzungsleistung an, 
ist für den Anspruch das Vermögen massgebend, das am ersten Tag des 
Monats vorhanden ist, ab dem die Ergänzungsleistung beansprucht wird 
(Art. 2 Abs. 2 ELV). Gemäss Art. 17e Abs. 1 ELV wird der anzurechnende 
Betrag des Vermögens, auf das gemäss Art. 11a Abs. 2 und 3 ELG ver-
zichtet wurde, für die Berechnung der Ergänzungsleistungen jährlich um 
Fr. 10'000.-- vermindert. Der Betrag des Vermögens im Zeitpunkt des Ver-
zichts ist unverändert auf den 1. Januar des Jahres, das auf den Verzicht 
folgt, zu übertragen und dann jeweils nach einem Jahr zu vermindern 
(Art. 17e Abs. 2 ELV). Für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleis-
tung ist der verminderte Betrag am 1. Januar des Bezugsjahres massge-
bend (Art. 17e Abs. 3 ELV).

3.

3.1 Die Beschwerdeführerin übertrug ihren drei Nachkommen mit 
Schenkungsvertrag vom 7. April 2015 die frei von Schulden stehenden 
Grundstücke Grundbuchblatt (Gbbl.) Nr. … mit einem amtlichen Wert von 
Fr. 208'740.-- und Nr. … mit einem solchen von Fr. 0.-- in der Gemeinde 
C.________ mit Nutzen und Gefahr (rückwirkend) per 1. Januar 2015 
(act. II 10, 24).

3.2 In Bestätigung der formlosen Mitteilung vom 4. Dezember 2023 
(act. II 51) sowie der Verfügung vom 16. Dezember 2023 (act. II 52) ver-
neinte die Beschwerdegegnerin mit angefochtenem Einspracheentscheid 
vom 9. Dezember 2024 (act. II 61) einen Anspruch der Beschwerdeführerin 

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auf EL ab 1. Januar 2024, da das Vermögen die Vermögensschwelle von 
Fr. 100'000.-- überschreite. Dabei berücksichtigte sie ein Verzichtsvermö-
gen von Fr. 138'740.-- (per 1. Januar 2023) bzw. Fr. 128'740.-- (per 1. Ja-
nuar 2024), ausgehend von einem Verzichtsvermögen von Fr. 208'740.-- 
aufgrund der Abtretung der Liegenschaft in C.________ im Jahr 2015 ab-
züglich jährlicher Amortisation von Fr. 10'000.--, erstmals ab 2017 
(act. II 51/1, 52, 61/2).

Die Beschwerdeführerin macht hiergegen zusammenfassend geltend, in 
der Berechnung der Beschwerdegegnerin sei nicht berücksichtigt, dass die 
drei Nachkommen zur Deckung der Lebens- und Heimkosten (der Be-
schwerdeführerin) regelmässige Einzahlungen getätigt hätten, per Einrei-
chen der Einsprache am 19. Januar 2024 von Fr. 93'600.-- bzw. per Ende 
Dezember 2024 von Fr. 111'400.-- (Beschwerde S. 4 Ziff. 2). Es sei 
schlichtweg nicht einzusehen, warum diese unbestrittenen Leistungen der 
Nachkommen nicht als Amortisation des Vermögensverzichts betrachtet 
werden sollten. Diese Leistungen seien ganz klar zur Unterstützung erfolgt, 
damit die Beschwerdeführerin die Heimkosten habe bezahlen und ihren 
Lebensunterhalt habe bestreiten können. Die Beschwerdeführerin habe für 
ihre Nachkommen eine Leistung erbracht, diese hätten ihr eine Gegenleis-
tung zukommen lassen (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 4).

3.3 Es ist zwischen den Parteien zu Recht unbestritten (Beschwerde 
S. 4 Ziff. 2; Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 2.3), dass die Schenkung des 
schuldenfreien Grundstücks Gbbl. Nr. … mit einem amtlichen Wert von 
Fr. 208'740.-- vom 7. April 2015 an die drei Nachkommen (act. II 24) einen 
Vermögensverzicht im Sinne von aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG (in der bis 
31. Dezember 2020 gültigen Fassung; vgl. nunmehr Art. 11a Abs. 2 ELG; 
vgl. E. 2.4 hiervor) darstellte. Im Zeitpunkt der Schenkung betrug der Re-
partitionswert (Art. 17a Abs. 4 ELV i.V.m. Art. 4 Abs. 1 des kantonalen Ein-
führungsgesetzes vom 27. November 2008 zum Bundesgesetz über Er-
gänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 
[EG ELG; BSG 841.31]) 100 % des amtlichen Werts (vgl. Kreisschreiben 
Nr. 22 der Schweizerischen Steuerkonferenz [SSK] vom 22. März 2018 
über die Regeln für die Bewertung der Grundstücke bei interkantonalen 
Steuerausscheidungen, <www.ssk-csi.ch> unter Themen/Kreisschreiben; 

http://www.ssk-csi.ch

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Wegleitung des BSV über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV 
[WEL], Anhang 7), mithin Fr. 208'740.-- (act. II 10, 24). Der Betrag des 
Vermögens im Zeitpunkt des Verzichts ist unverändert auf den 1. Januar 
des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu übertragen und dann jeweils 
nach einen Jahr zu vermindern; daran hat sich mit der EL-Reform nichts 
verändert (vgl. aArt. 17a ELV in der bis 31. Dezember 2020 gültigen Fas-
sung bzw. Art. 17e ELV in der seither gültigen Fassung; vgl. E. 2.5 hiervor). 
Damit ist im Jahr 2024 noch ein Verzichtsvermögen von Fr. 128'740.-- 
(Fr. 208'740.-- ./. [8 x Fr. 10'000.--]) anzurechnen (Beschwerde S. 4 Ziff. 2; 
act. II 51/1). Dieses Verzichtsvermögen gehört zum Reinvermögen, womit 
die massgebende Schwelle von Fr. 100'000.-- (Art. 9a Abs. 1 lit. a und 
Abs. 3 ELG; vgl. E. 2.3 hiervor) grundsätzlich überschritten ist.

3.4 Umstritten ist demgegenüber unter den Parteien, ob die finanziellen 
Zuwendungen der drei Nachkommen an die Beschwerdeführerin ab März 
2019 "zur Deckung der Lebens- und Heimkosten" von mittlerweile 
Fr. 111'400.-- (Beschwerde S. 4 ff. Ziff. 2 und 4; Akten der Beschwerdefüh-
rerin [act. I] 10 f.; act. II 58) zu einer Reduktion des Verzichtsvermögens 
führen, weil sie als Gegenleistung vom geschenkten Wert der Liegenschaft 
abzuziehen sind.

3.4.1 Vorab ist irrelevant, dass die entsprechenden Zahlungen in den 
unangefochten gebliebenen früheren Verfügungen (act. II 30, 34, 36, 38, 
42, 47) bisher nicht vom Verzichtsvermögen subtrahiert wurden (Be-
schwerdeantwort S. 3 Ziff. 2.4), entfalten diese Verwaltungsakte doch in 
zeitlicher Hinsicht von vornherein nur für das jeweilige Kalenderjahr 
Rechtsbeständigkeit. Dies bedeutet, dass die Grundlagen zur Berechnung 
der EL im Rahmen der jährlichen Überprüfung ohne Bindung an die früher 
verwendeten Berechnungsfaktoren und unabhängig von der Möglichkeit 
der während der Bemessungsdauer vorgesehenen Revisionsgründe 
(Art. 25 ELV) von Jahr zu Jahr neu festgelegt werden können (BGE 141 V 
255 E. 1.3 S. 258, 128 V 39 E. 3b S. 41; SVR 2020 EL Nr. 1 S. 1, 
9C_541/2019 E. 4.1). 

3.4.2 Sodann handelt es sich bei der Schenkung um einen einseitigen 
Vertrag, durch den sich der Schenker verpflichtet, dem Beschenkten aus 
seinem Vermögen ohne Gegenleistung eine Zuwendung unter Lebenden 

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zu machen. Die Schenkung ist kein einseitiges Rechtsgeschäft, sondern 
ein Vertrag (vgl. VOGT/VOGT, in: WIDMER LÜCHINGER/OSER [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, Art. 239 N. 1; Beschwerde-
antwort S. 3 Ziff. 2.4). Entsprechend der Legaldefinition von Art. 239 Abs. 1 
des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) sowie der Natur 
dieses nur einseitig verpflichtenden zweiseitigen Rechtsgeschäfts erfolgte 
die Eigentumsübertragung des Grundstücks Gbbl. Nr. … an die drei Nach-
kommen ohne Gegenleistung. Im Vertrag vom 7. April 2015 (act. II 24) 
wurde keine rechtliche Verpflichtung im Sinne von Art. 17b lit. a ELV fest-
gehalten, wonach der Übernahmewert des Grundstücks namentlich durch 
zukünftig zu erbringende finanzielle Zuwendungen der drei Nachkommen 
abgegolten bzw. getilgt werde. Zwischen diesen beiden Elementen besteht 
kein rechtsgeschäftlicher Zusammenhang (vgl. Urteil des BGer 
9C_67/2011 vom 29. August 2011 E. 5.3). Es bestehen denn auch weder 
Anhaltspunkte dafür noch wird geltend gemacht, dass die Vertragsparteien 
eine Simulationsabrede (vgl. Art. 18 OR) trafen und nach übereinstimmen-
dem wirklichem Willen im Sinne einer gemischten Schenkung eigentlich 
eine Gegenleistung vereinbarten, zumal der Vertrag diesbezüglich ohnehin 
formungültig gewesen wäre (vgl. Art. 216 Abs. 1 OR i.V.m. Art. 657 Abs. 1 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Vor diesem Hin-
tergrund bestand gestützt auf den abgeschlossenen Vertrag vom 7. April 
2015 (act. II 24) keine rechtliche Verpflichtung der Nachkommen der Be-
schwerdeführerin (im Sinne eines Synallagmas) eine Gegenleistung zu-
kommen zu lassen. Die Eigentumsübertragung am Grundstück stellt eine 
unentgeltliche Zuwendung der Beschwerdeführerin an ihre Nachkommen 
dar. Die erst Jahre später erfolgten regelmässigen Zahlungen der Be-
schenkten vermögen an der rechtlichen Qualifikation des öffentlichen beur-
kundeten Vertrags nichts zu ändern, müsste die Entgeltlichkeit doch im 
Voraus und nicht erst nach Vertragsunterzeichnung vereinbart worden sein 
(vgl. BGE 131 V 329 E. 4.2 S. 333; vgl. auch die Urteile des Verwaltungs-
gerichts EL 200 2023 155 vom 27. Februar 2024 E. 3.3 und EL 200 2017 
611 vom 19. März 2018 E. 4.2 [letzteres referenziert im angefochtenen 
Einspracheentscheid; act. II 61/2]). 

3.4.3 Des Weiteren ist fraglich, ob die drei Nachkommen die regelmässi-
gen Zahlungen zur Deckung der Lebenshaltungs- und Heimkosten 

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(act. II 55/1; Beschwerde S. 4 Ziff. 2) nicht auch ohne Schenkung getätigt 
hätten, mithin überhaupt ein Konnex zwischen den Zahlungen und der 
Schenkung bestand. Eine entsprechende Unterstützung innerhalb der 
Kernfamilie ist in aller Regel auch dann sozialadäquat, wenn vorgängig 
keine finanziellen Zuwendungen erfolgten. Insoweit ändert das in der Be-
schwerdeantwort (S. 4 Ziff. 2.6) erwähnte Urteil des Verwaltungsgerichts 
EL 200 2021 218 vom 8. Juli 2021 nichts. Ob die Zahlungen aus Dankbar-
keit für die Schenkung oder aus sonstiger sittlicher/moralischer Pflicht her-
aus bzw. als eine blosse Gefälligkeit oder im Rahmen einer Verwandtenun-
terstützung i.S.v. Art. 328 Abs. 1 ZGB (vgl. Art. 11 Abs. 3 lit. a ELG; 
Rz. 3412.02 WEL) geleistet wurden, kann offen bleiben. Denn so oder an-
ders können die Zahlungen nach dem Gesagten nicht als vertragliche Ge-
genleistung vom Verzichtsvermögen abgezogen werden. Ein Abzug ist 
auch nicht unter dem Titel eines von Art. 17e Abs. 1 ELV losgelösten be-
sonderen Amortisationstatbestands zuzulassen (Beschwerde S. 5 Ziff. 4; 
Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 2.6). Nachdem die Amortisation von Ver-
zichtsvermögen nach früherer Rechtsprechung noch unzulässig war, traf 
der Bundesrat mit dem ab 1. Januar 1990 in Kraft gesetzten aArt. 17a ELV 
(AS 1989 1238; in der bis 31. Dezember 2020 gültigen Fassung; heute 
Art. 17e ELV) eine einfache und gradlinige Lösung mit einer jährlichen 
Pauschalen von Fr. 10'000.-- (MÜLLER, a.a.O., Art. 11 N 389). Eine darüber 
hinausgehende Amortisation durch zusätzliche effektive "Rückzahlungen" 
ist nicht vorgesehen und würde der ratio legis widersprechen (vgl. Urteil 
des BGer 9C_145/2021 vom 2. Juli 2021 E. 5.2): Die Anrechnung eines 
Verzichtsvermögens bezweckt die Verhinderung von Missbräuchen, wobei 
eine einheitliche und gerechte Lösung ermöglicht werden soll, indem sich 
die schwierige Frage erübrigt, ob beim Verzicht auf Einkommen und Ver-
mögen der Gedanke an eine EL tatsächlich eine Rolle gespielt hat oder 
nicht (BGE 131 V 329 E. 4.4 S. 335). Soweit mit den regelmässigen Zah-
lungen der Angehörigen – welche in den EL-Berechnungen notabene nicht 
als Einnahmen angerechnet wurden und mit denen die Beschwerdeführerin 
auch kein Vermögen äufnete – gleichzeitig das Verzichtsvermögen amorti-
siert werden könnte, liefe dies der beabsichtigten Missbrauchsbekämpfung 
zuwider. So hätten es die Angehörigen in der Hand, durch freiwillige Bei-
träge an die laufenden Kosten der schenkenden Person – die sie allenfalls 
auch ohne vorgängige Schenkung ohnehin geleistet hätten – die An-

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spruchsschwelle zu unterschreiten, womit der Lebensunterhalt nicht mehr 
durch den Verzehr des Verzichtsvermögens, sondern letztlich durch EL 
finanziert würde.

3.5 Zusammenfassend führen die geltend gemachten Zuwendungen 
der Nachkommen zu keiner (zusätzlichen) Reduktion des Verzichtsvermö-
gens. Das zum Reinvermögen gehörende Verzichtsvermögen in der Höhe 
von Fr. 128'740.-- überschreitet damit die massgebende Schwelle von 
Fr. 100'000.--, womit kein Anspruch auf EL ab 1. Januar 2024 besteht (vgl. 
E. 2.3 hiervor). Der Einspracheentscheid vom 9. Dezember 2024 (act. II 61) 
ist nicht zu beanstanden; die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuwei-
sen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m . Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.