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**Case Identifier:** d2da1551-ec63-5743-a825-bd591251549a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.04.2024 100 2022 221
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-221_2024-04-08.pdf

## Full Text

100.2022.221/222U
BUC/SBE/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 8. April 2024

Verwaltungsrichter Bürki
Gerichtsschreiberin Streun

A.________ und B.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2018; Sonderveranlagungen (Entscheide der Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern vom 22. Juni 2022; 100 20 290, 200 20 235)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

A.________ und B.________ führten als selbständig Erwerbstätige einen 
landwirtschaftlichen Betrieb in der Gemeinde C.________. Zu ihrem Hof 
gehörte unter anderem das Grundstück C.________ Gbbl. Nr. 1________ 
mit einer Fläche von 4'139 m2, auf welcher sich das Bauernhaus, Pferdestal-
lungen inkl. Auslauf sowie Vorplätze, Grünplätze und ein Reitplatz befanden. 
Mit Einspracheentscheiden vom 7. Juli 2020 veranlagte die Steuerverwal-
tung A.________ und B.________ abweichend von deren Selbstdeklaration 
mittels Sonderveranlagung auf einen Liquidationsgewinn aus der Über-
führung von Geschäfts- ins Privatvermögen von Fr. 303'885.-- (Kanton) bzw. 
Fr. 639'885.-- (Bund). Die Abweichung beruhte im Wesentlichen darauf, 
dass die Steuerverwaltung hinsichtlich eines Teils der Parzelle C.________ 
Gbbl. Nr. 1________ schloss, es liege kein land- oder forstwirtschaftliches 
Grundstück vor, weshalb sie bei der direkten Bundessteuer einen Wertzu-
wachsgewinn von Fr. 336'000.-- berücksichtigte.

B.

Dagegen gelangten A.________ und B.________ am 31. Juli 2020 an die 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK), die den Rekurs abwies, 
soweit sie darauf eintrat, und die Beschwerde insoweit guthiess, als sie die 
Fläche des nicht-landwirtschaftlichen Teils der Parzelle C.________ 
Gbbl. Nr. 1________ um rund 160 m2 reduzierte. Soweit weitergehend wies 
die StRK die Beschwerde (sinngemäss) ab, soweit sie darauf eintrat.

C.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 21. Juli 2022 haben A.________ und 
B.________ hiergegen Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie bean-
tragen, die Entscheide der StRK vom 22. Juni 2022 seien aufzuheben und 
sie seien gemäss Selbstdeklaration zu veranlagen; entsprechend seien für 

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2018 keine Sonderveranlagungen vorzunehmen. Eventuell seien die Ent-
scheide aufzuheben und die Sache zur erneuten Beurteilung an die Steuer-
verwaltung zurückzuweisen.

Mit Verfügung vom 22. Juli 2022 hat der Abteilungspräsident die Verfahren 
betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundes-
steuer vereinigt.

Die StRK und die Steuerverwaltung schliessen mit Vernehmlassung vom 
16. August 2022 bzw. Beschwerdeantwort vom 14. September 2022 je auf 
Abweisung der Beschwerden.

Der Instruktionsrichter hat die Steuerverwaltung mit Verfügungen vom 
17. März 2023 und 5. Juni 2023 zur Vervollständigung der Akten aufgefor-
dert. Dem ist die Steuerverwaltung am 5. Mai 2023 und 28. Juni 2023 nach-
gekommen. Mit Eingaben vom 25. Mai 2023 und 9. August 2023 haben die 
Beschwerdeführenden Stellung hierzu genommen. 

Die EStV hat sich nicht vernehmen lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie 
Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der 
direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]).

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1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwal-
tungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern han-
delt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten Ver-
fahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und der-
selben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 135 II 260 
E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die einschlägigen Bestimmungen 
des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, 
rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich 
kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.3 Betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern hat die StRK den Re-
kurs vollumfänglich abgewiesen, soweit sie darauf eingetreten ist (vorne 
Bst. B), sodass insoweit ein (ohne weiteres anfechtbarer) Endentscheid vor-
liegt. Betreffend die direkte Bundessteuer hat sie die Beschwerde teilweise 
gutgeheissen und die Sache an die Steuerverwaltung zurückgewiesen, da-
mit diese den Wertzuwachsgewinn aus der Überführung der Liegenschaft 
C.________ Gbbl. Nr. 1________ im Umfang eines zusätzlich zu berück-
sichtigenden landwirtschaftlichen (und somit privilegiert zu besteuernden) 
Anteils von rund 160 m2 Fläche reduziert. Damit hat die StRK die Streitigkeit 
insoweit ebenfalls abschliessend behandelt, verbleibt der Steuerverwaltung 
doch kein Entscheidungsspielraum mehr und dient die Rückweisung bloss 
der (rechnerischen) Umsetzung des Angeordneten (statt vieler 
BGE 142 II 20 E. 1.2; für das kantonale Verfahren BVR 2017 S. 205 E. 1.4). 
Die zusätzlichen Voraussetzungen von Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 
VRPG für die Anfechtung von Zwischenentscheiden müssen daher nicht er-
füllt sein.

1.4 Die StRK hat hinsichtlich der Anträge, es sei für das Steuerjahr 2018 
keine Sonderveranlagung vorzunehmen, Nichteintretensentscheide gefällt 
(angefochtene Entscheide E. 1). Streitgegenstand kann im vorliegenden 
Verfahren diesbezüglich somit ausschliesslich sein, ob die Vorinstanz zu 
Recht keine materielle Beurteilung vorgenommen hat (statt vieler BVR 2017 
S. 459 E. 2.3). Indem die Beschwerdeführenden vor Verwaltungsgericht wie-
derum verlangen, es sei auf eine Sonderveranlagung zu verzichten, streben 
sie einen Entscheid in der Sache an. Damit erweitern sie den Streitgegen-

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stand in unzulässiger Weise, weshalb insoweit auf ihre Beschwerden nicht 
einzutreten ist. Sie verlangen zudem die uneingeschränkte Aufhebung der 
angefochtenen Entscheide, was auch das vorinstanzliche Nichteintreten um-
fasst. Aus ihren Eingaben geht jedoch nicht hervor, weshalb die Vorinstanz 
insofern Recht verletzt haben soll. Auf die Beschwerden ist daher in diesem 
Punkt mangels Begründung ebenfalls nicht einzutreten (vgl. Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 Abs. 2 VRPG). Am Streitgegenstand zielen die Beschwerden 
auch vorbei, soweit die Beschwerdeführenden nebst der Sonderveranlagung 
ihre ordentliche Veranlagung im Jahr 2018 «für alle Steuerarten» anfechten 
wollen; auf ihr diesbezügliches Begehren ist somit ebenfalls nicht einzutre-
ten. 

1.5 Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist befugt, wer am vorinstanzli-
chen Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtenen Entscheide be-
sonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
oder Änderung hat (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie 
Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Beschwerdeführenden sind 
mit ihren Anträgen im vorinstanzlichen Verfahren nicht bzw. nur teilweise 
durchgedrungen und damit insoweit formell beschwert. Sie beantragen indes 
die uneingeschränkte Aufhebung der angefochtenen Entscheide (vorne 
Bst. C), obschon die StRK ihre Beschwerde teilweise gutgeheissen hat (vgl. 
vorne Bst. B; angefochtene Entscheide Dispositiv-Ziffer 2). Soweit die Vor-
instanz ihren Anträgen entsprochen hat, sind die Beschwerdeführenden 
durch die angefochtenen Entscheide nicht beschwert und ist auf ihre Be-
schwerde mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten. Inwieweit sie 
im Übrigen auch materiell beschwert sind, ist nachfolgend zu prüfen. 

1.5.1 Ein schutzwürdiges Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder 
rechtliche Situation der betroffenen Person durch den Ausgang des Verfah-
rens beeinflusst werden kann, so dass von der Abwendung eines materiellen 
oder ideellen Nachteils gesprochen werden kann (vgl. BVR 2019 S. 93 
E. 5.1, 2015 S. 534 E. 2.1 je auch zum Folgenden). Dieses Rechtsschutz-
interesse liegt auf der Hand, wenn die steuerpflichtige Person eine tiefere 
Steuerbelastung anstrebt. Sind die gestellten Anträge hingegen nicht geeig-
net, die Steuerfaktoren zum eigenen Vorteil abzuändern, fehlt es in der Regel 
an einem schutzwürdigen Interesse (vgl. BVR 1993 S. 446 E. 1b f.; 

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VGE 2020/208/209 vom 7.6.2023 E. 1.5.1; vgl. auch BGE 140 II 167 
[BGer 2C_490/2013 vom 29.1.2014] nicht publ. E. 1.1). Das Verwaltungs-
gericht prüft die Beschwerdebefugnis als Prozessvoraussetzung von Amtes 
wegen (Art. 20a VRPG). Es ist jedoch Sache der Beschwerdeführenden, die 
Umstände darzutun, die das Rechtsschutzinteresse begründen (BVR 2015 
S. 534 E. 2.1 mit Hinweisen).

1.5.2 Wie bereits vor der StRK, beantragen die Beschwerdeführenden, sie 
seien gemäss Selbstdeklaration zu veranlagen (vorne Bst. C). Hinsichtlich 
der Kantons- und Gemeindesteuern haben die Beschwerdeführenden die 
Besteuerung eines Liquidationsgewinns in der Höhe von Fr. 337'485.-- ver-
langt, wobei sich dieser Betrag aus dem erzielten (brutto) Liquidationsge-
winn, ausmachend Fr. 374'983.-- (Fr. 6'000.-- für Verkauf/Überführung mo-
biles Anlagevermögen und Fr. 368'983.-- für Verkauf/Überführung immobiles 
Anlagevermögen [kumulierte Abschreibungen]), abzüglich der hierauf entfal-
lenden AHV-Beiträge (Fr. -37'498.--) ergibt (vgl. Hilfsblatt zur Ermittlung des 
Liquidationsgewinns, Vorakten StV [act. 4B bzw. 11A] pag. 51). Bei der Be-
rechnung des steuerbaren Liquidationsgewinns ist die Steuerverwaltung 
vom gleichen Bruttoliquidationsgewinn ausgegangen, brachte davon aber 
AHV-Beiträge von Fr. 71'098.-- zum Abzug (vgl. dazu hinten E. 2.1). Würde 
dem Antrag der Beschwerdeführenden entsprochen, hätte dies damit eine 
Höherveranlagung und eine Schlechterstellung zur Folge. Ein schutzwürdi-
ges Interesse an einer Höherveranlagung ist indes weder ersichtlich noch 
wird ein solches von den Beschwerdeführenden dargetan, weshalb auf ihre 
Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 (Sonder-
veranlagung) nicht einzutreten ist. Betreffend die direkte Bundessteuer stre-
ben die Beschwerdeführenden mit ihrem Begehren hingegen eine um den 
Wertzuwachsgewinn tiefere Besteuerung an (vgl. hinten E. 2.1 und 2.3), wo-
mit das schutzwürdige Interesse ohne weiteres zu bejahen ist. Die Bestim-
mungen über Form und Frist sind (insoweit) eingehalten (Art.151 StG i.V.m. 
Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 DBG). Auf 
die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2018 (Sonderveranla-
gung) ist – vorbehältlich des vorne in E. 1.4 f. Ausgeführten – einzutreten.

1.5.3 Nach dem Gesagten hätte die StRK auf den Rekurs vom 31. Juli 2020 
ebenfalls nicht eintreten dürfen (vgl. Art. 11 des Gesetzes vom 23. Novem-

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ber 1999 über die Steuerrekurskommission [StRKG; BSG 661.611] bzw. 
Art. 86 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 195 Abs. 2 StG 
sowie Art. 140 Abs. 1 DBG). Das insofern zu Unrecht erfolgte Eintreten der 
StRK bleibt jedoch im Ergebnis folgenlos, weshalb sich kassatorische An-
ordnungen erübrigen (vgl. BVR 2017 S. 514 E. 3; VGE 2020/208/209 vom 
7.6.2023 E. 1.5.3; vgl. auch Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 20a N. 44). 

1.6 Da der Streitwert unter Fr. 20'000.-- liegt, fällt die Beurteilung der Be-
schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (vgl. Art. 57 Abs. 1 und 
Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). 

1.7 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Die Steuerverwaltung hat den steuerbaren Liquidationsgewinn aus 
der Überführung von Geschäfts- ins Privatvermögen wie folgt bestimmt (Ein-
spracheentscheide vom 7.7.2020 sowie E-Mail vom 4.2.2020, Vorakten StV 
[act. 4B bzw. 11A] pag. 60 f. und 57):

Kanton Bund

Mobiles Anlagevermögen 6'000.-- 6'000.--

Kumulierte Abschreibungen 368'983.-- 368'983.--

Wertzuwachsgewinn Bund - 336'000.--

Liquidationsgewinn brutto 374'983.-- 710'983.--

./. AHV-Beiträge (10 %) -71'098.-- -71'098.--

Liquidationsgewinn netto 303'885.-- 639'885.--

- Davon zum Vorsorgetarif 303'885.-- 487'305.--

- Davon übriger Liquidationsgewinn 0.-- 152'580.--

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Für die Bemessung des Wertzuwachsgewinns bei der direkten Bundes-
steuer ging die Steuerverwaltung davon aus, dass eine Fläche von 1'400 m2 
der Parzelle C.________ Gbbl. Nr. 1________ als nicht-landwirtschaftlich zu 
beurteilen sei und legte den Wertzuwachsgewinn wie folgt fest (Schreiben 
vom 21.1.2020, Vorakten StV [act. 4B bzw. 11A] pag. 55 f.):

Fläche Preis / m2 Betrag

Verkehrswert nach Handänderungsstatistik 1'400 250.-- 350'000.--
Freibetrag (gemäss KS Nr. 38 der ESTV) 1'400 10.-- -14'000.--
Wertzuwachsgewinn direkte Bundessteuer 336'000.--

2.2 Die StRK erwog zunächst, die Steuerverwaltung sei trotz Feststel-
lungsverfügung der Regierungsstatthalterin vom 9. März 2018 über die Qua-
lifikation des Betriebs der Beschwerdeführenden als landwirtschaftliches Ge-
werbe befugt gewesen, einen Teil des Grundstücks C.________ Gbbl. 
Nr. 1________ als nicht-landwirtschaftlich zu qualifizieren; die Feststellungs-
verfügung habe einer Beurteilung durch die Steuerverwaltung nicht entge-
gengestanden (angefochtener Entscheid E. 3.3.2 a.E. und 5). Es seien wei-
ter nicht die Massstäbe und Vorgaben zur Bemessung einer Bauernhofzone 
gemäss Art. 85 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0) her-
anzuziehen, um den für die Besteuerung massgeblichen Begriff des land-
wirtschaftlichen Grundstücks zu konkretisieren; vielmehr bestimme sich die-
ser unter Berücksichtigung des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über 
das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11), welches innerhalb einer 
Bauzone gelegene Grundstücke oder Grundstücksteile nach Art. 2 Abs. 2 
Bst. a nur ausnahmsweise als landwirtschaftlich qualifiziere (E. 4). Der strei-
tige angemessene Umschwung in Zusammenhang mit den insgesamt 15 
Pferdeboxen sei grundsätzlich zurückhaltend zu bestimmen: Als Auslauf 
seien in Übereinstimmung mit der Lehre nur jene Mindestflächen zu berück-
sichtigen, die nach der Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV; 
SR 455.1) zwingend vorgeschrieben und notwendig seien, um die weitere 
Nutzung der Pferdeboxen als Teil des landwirtschaftlichen Gewerbes zu ge-
währleisten. Dabei entsprächen die an die sechs Pferdeboxen im separaten 
Pferdestall angrenzenden Allwetterausläufe den tierschutzrechtlichen Vor-
gaben, hingegen sei für die weiteren neun Pferdeboxen im Wirtschaftsteil 
des Bauernhauses, die nicht über angrenzende, nicht überdachte Ausläufe 

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verfügten, 36 m2 Auslauffläche pro Pferd zu veranschlagen, ausmachend 
insgesamt 324 m2. Seitens der Steuerverwaltung seien somit rund 160 m2 
an notwendiger Auslauffläche zu wenig veranschlagt worden und die als 
nicht-landwirtschaftlich taxierte Fläche von 1'400 m2 um diesen Betrag zu 
reduzieren, womit neu eine Teilfläche von 1'240 m2 nicht privilegiert zu be-
steuern sei. Die Berücksichtigung weiterer über den tierschutzrechtlich not-
wendigen Mindestauslauf hinausreichender Flächen sei ausgeschlossen 
(E. 7). Mit Blick auf die anhand der Handänderungsstatistik erstellte Schät-
zung der Steuerverwaltung und die gleichlautende Auskunft der Gemeinde-
verwaltung C.________ sei der von der Steuerverwaltung dem Wertzu-
wachsgewinn zugrunde gelegte Verkehrswert von Fr. 250.-- pro m2 nicht zu 
beanstanden; dieser liege (obschon eher tief angesetzt) noch innerhalb des 
der Steuerverwaltung zustehenden Ermessensbereichs (E. 8).

2.3 Die Beschwerdeführenden machen geltend, der Steuerverwaltung 
sei es verwehrt, einen Teil der Parzelle C.________ Gbbl. Nr. 1________ für 
nicht-landwirtschaftlich zu erklären, nachdem die Regierungsstatthalterin 
verfügungsweise entschieden habe, dass die gesamte Parzelle dem BGBB 
unterstehe. Ein solches Vorgehen sei mit Blick auf die einschlägigen Rechts-
normen und die bundesgerichtliche Praxis, wonach die Betrachtung gemäss 
BGBB für die Steuern verbindlich sei, unzulässig. Die Steuerverwaltung sei 
nicht befugt, ihre eigene, fiskalische Betrachtungsweise an die Stelle der 
rechtskräftigen Beurteilung durch die sachlich zuständige Regierungsstatt-
halterin zu setzen (Beschwerde Rz. 27 ff.). Die von der Steuerverwaltung an-
hand der Grundsätze der amtlichen Bewertung vorgenommene Aufteilung 
des Grundstücks missachte, dass der Umschwung für die tatsächliche und 
beabsichtigte Nutzung des landwirtschaftlichen Gewerbes mit Pferdehaltung 
unabdingbar vorgeschrieben sei. Was für die hier massgebliche Pferdezucht 
und -haltung nach geltenden Vorschriften nötig ist, sei als angemessener 
Umschwung auch von den Steuerbehörden anzuerkennen. Der genügende 
Auslauf betrage gemäss der Tierschutzverordnung und der Wegleitung 
Pferd und Raumplanung des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE, aktu-
alisierte Version 2015, einsehbar unter: <www.are.admin.ch>, Rubriken 
«Medien&Publikationen/Raumplanungsrecht» [nachfolgend: Wegleitung 
Pferd]) für 15 Pferde zunächst das Minimalmass von 800 m2 für 5 Equiden, 
plus 75 m2 für jedes weitere Tier. Dementsprechend habe das Regierungs-

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statthalteramt diesen Auslauf korrekterweise zum landwirtschaftlichen 
Gewerbe gezählt (Rz. 31 ff. mit Verweis auf Rz. 19 f.). Schliesslich und even-
tualiter erachten die Beschwerdeführenden den von der Steuerverwaltung 
zur Bemessung des Wertzuwachsgewinns eingesetzten Landwert von 
Fr. 250.-- pro m2 als zu hoch. In der Gemeinde C.________ sei am Stichtag 
nur voll erschlossenes Bauland an bevorzugter und ruhiger Lage zu diesem 
Preis gehandelt worden. Die betroffenen Parzellenteile seien aber nicht er-
schlossen und auch nicht überbaubar gewesen, da das Grundstück in einer 
Zone mit Planungspflicht (ZPP) liege, ohne dass die Vorschriften für diese 
ZPP definiert worden wären (Rz. 34). Es sei bestenfalls von Bauerwartungs-
land auszugehen, was einen Preis von höchstens Fr. 80.-- pro m2 rechtfer-
tige (Rz. 36 f.). 

2.4 Die Steuerverwaltung bringt vor, es liege an den Steuerbehörden, zu 
entscheiden, ob aus der Überführung der Parzelle C.________ Gbbl. Nr. 
1________ ins Privatvermögen der Beschwerdeführenden steuerbares Ein-
kommen resultiere und wie hoch dieses gegebenenfalls ausfalle. Unzutref-
fend sei, dass der angemessene Umschwung mit der Verfügung des Regie-
rungsstatthalteramts vom 19. März 2018 verbindlich festgelegt worden sei. 
Darin sei lediglich festgestellt worden, dass der Betrieb der Gesuchstellen-
den ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinn des BGBB darstelle, hingegen 
gehe daraus nicht hervor, ob eine Prüfung des angemessenen Umschwungs 
gemäss Art. 2 Abs. 2 Bst. a BGBB vorgenommen worden sei. Selbst wenn 
eine solche erfolgt sein sollte, sei die Steuerverwaltung bei der steuerlichen 
Beurteilung des Sachverhalts nicht an das Ergebnis einer (nicht nachvoll-
ziehbaren) Prüfung einer anderen Behörde gebunden.

3.

3.1 Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und ein-
maligen Einkünfte mit Ausnahme der Kapitalgewinne aus der Veräusserung 
von Privatvermögen (Art. 19 Abs. 1 Bst. c i.V.m. Art. 29 Bst. k StG; Art. 16 
Abs. 1 und Abs. 3 DBG). Steuerbar sind alle Einkünfte aus einem Handels-, 
Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien 
Beruf sowie aus jeder anderen selbständigen Erwerbstätigkeit (Art. 21 

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Abs. 1 StG; Art. 18 Abs. 1 DBG). Dazu zählen alle Kapitalgewinne aus Ver-
äusserung, Verwertung oder buchmässiger Aufwertung von Geschäftsver-
mögen. Der Veräusserung gleichgestellt ist die Überführung von Geschäfts- 
in Privatvermögen (sog. Privatentnahme; Art. 21 Abs. 2 Satz 1 und 2 StG; 
Art. 18 Abs. 2 Satz 1 und 2 DBG). Werden Vermögenswerte aus dem Ge-
schäfts- ins Privatvermögen überführt, ist aufgrund des Systemwechsels im 
Sinn einer steuersystematischen Realisation über die realisierten stillen 
Reserven abzurechnen (vgl. statt vieler BGE 143 II 661 E. 2.1; 
VGE 2020/197/198 vom 17.9.2021 E. 3.1; Peter Locher, Kommentar zum 
DBG, I. Teil, 2. Aufl. 2019, Art. 18 N. 100, 102 ff.). 

3.2 Bei der Überführung von Grundeigentum vom Geschäfts- ins Privat-
vermögen wird auf kantonaler Ebene der Gewinn nur bis zur Höhe der Anla-
gekosten von der Einkommenssteuer erfasst (Art. 21 Abs. 3 StG), während 
die Differenz zwischen Anlagekosten und Erlös bzw. Verkehrswert, also der 
eigentliche Wertzuwachsgewinn, grundsätzlich der Grundstückgewinnsteuer 
unterliegt (Art. 126 ff. StG). Demgegenüber führt bei der direkten Bundes-
steuer eine Privatentnahme regelmässig zur Abrechnung über den Ver-
kehrswert (BGer 2C_302/2018 vom 9.8.2018, in ASA 87 S. 126, StE 2018 
B 23.47.2 Nr. 19 und StR 73/2018 S. 876 E. 2.2.5), wobei für die Gewinnbe-
rechnung der Zeitpunkt der Privatentnahme massgebend ist 
(BGer 2C_662/2020 vom 22.3.2021 E. 2.2.1, 2C_181/2018 vom 12.3.2018, 
in StR 73/2018 S. 597 und StE 2018 B 23.2 Nr. 57 E. 2.1). Anders verhält es 
sich jedoch, wenn land- oder forstwirtschaftliches Grundeigentum ins Privat-
vermögen überführt wird: Diesfalls sind auch bei der direkten Bundessteuer 
nur die wieder eingebrachten Abschreibungen mit der Einkommenssteuer zu 
erfassen (Art. 18 Abs. 4 DBG; BGE 138 II 32 E. 2.1.1; BGer 2C_390/2020 
vom 5.8.2021, in StE 2021 B 23.2 Nr. 63 E. 2.2.4; VGE 2019/330 vom 
17.8.2021 E. 3.4 mit Hinweisen; Peter Locher, a.a.O., Art. 18 N. 177; 
Reich/Von Ah, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, DBG, 4. Aufl. 2022, Art. 18 N. 65), während der Gewinn, soweit 
er die Anlagekosten übersteigt, wie beim Privatvermögen (vgl. Art. 16 Abs. 3 
DBG) steuerfrei bleibt (BGE 138 II 32 E. 2.1.2; BGer 2C_255/2019 vom 
9.3.2020, in StE 2020 B 23.47.2 Nr. 24 und StR 75/2020 S. 550 E. 2.2.2; 
zum Ganzen neuerdings auch etwa VGE 2020/263/264 vom 28.10.2022 
E. 3.1; Reich/Von Ah, a.a.O., Art. 18 DBG N. 64). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 12

3.3 Die steuerliche Privilegierung gemäss Art. 18 Abs. 4 DBG setzt einzig 
eine bis zur Privatentnahme oder Veräusserung bestehende Qualifikation als 
land- oder forstwirtschaftliches Grundstück voraus. Unerheblich ist dagegen 
die spätere Nutzung und Verwendung des Grundstücks bzw., ob das streit-
betroffene Grundstück unwiderruflich aus dem landwirtschaftlichen Kreislauf 
herausgelöst wird, solange das Grundstück bis zur Realisation die Anforde-
rungen an ein land- oder forstwirtschaftliches Grundstück erfüllte (sog. retro-
spektive Sichtweise; vgl. BGer 2C_247/2020 vom 18.6.2020 E. 3.5.2, 
2C_255/2019 vom 9.3.2020, in StE 2020 B 23.47.2 Nr. 24 und StR 75/2020 
S. 550 E. 2.2.3). Ein Grundstück gilt als land- oder forstwirtschaftlich, falls 
und soweit es die Anforderungen von Art. 2 BGBB erfüllt. Dies ist hauptsäch-
lich der Fall, wenn es ausserhalb der Bauzone im Sinn von Art. 15 des Bun-
desgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsge-
setz, RPG; SR 700) liegt und eine landwirtschaftliche Nutzung zulässig ist 
(Art. 2 Abs. 1 BGBB), oder wenn einer der vier weiteren, spezifisch in Art. 2 
Abs. 2 BGBB genannten Fälle gegeben ist (BGE 138 II 32 E. 2.2.1; 
BGer 2C_858/2019 vom 20.8.2020 E. 2.2.1, 2C_1055/2019 vom 26.6.2020 
E. 2.1).

3.4 Erfolgt eine Privatentnahme anlässlich der definitiven Aufgabe der 
selbständigen Erwerbstätigkeit, ist ein allfälliger Überführungsgewinn – bei 
gegebenen Voraussetzungen – als Teil des Liquidationsgewinns separat zu 
besteuern (vgl. auch zum Folgenden VGE 2020/263/264 vom 28.10.2022 
E. 3.3): Art. 43a StG bzw. Art. 37b DBG sehen Sonderregeln zur Steuerbe-
rechnung für den Fall vor, dass die selbständige Erwerbstätigkeit nach dem 
vollendeten 55. Altersjahr oder wegen Unfähigkeit zur Weiterführung infolge 
Invalidität definitiv aufgegeben wird. Diesfalls ist die Summe der in den letz-
ten zwei Geschäftsjahren realisierten stillen Reserven getrennt vom übrigen 
Einkommen zu einem Sondertarif zu besteuern (Art. 43a Abs. 1-3 StG; 
Art. 37b Abs. 1 DBG). Auf den Betrag der realisierten stillen Reserven, für 
die ein Einkauf nach Art. 38 Abs. 1 Bst. d StG bzw. Art. 33 Abs. 1 Bst. d DBG 
zulässig gewesen wäre (sog. fiktiver Einkauf; Art. 43a Abs. 2 Satz 1 StG; 
Art. 37b Abs. 1 Satz 3 DBG), sowie auf den Restbetrag der realisierten stillen 
Reserven finden Sondertarife Anwendung (Art. 43a Abs. 2 Satz 2 in der hier 
noch massgeblichen Fassung vom 26.3.2013 [BAG 13-077] und Abs. 3 StG; 
Art. 37b Abs. 1 Satz 4 DBG; vgl. zum Ganzen BGer 2C_485/2017 vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 13

15.6.2017 E. 3.3; VGE 2017/109/110 vom 8.1.2019, in StE 2019 B 3.47.2 
Nr. 21 E. 2.2; Peter Locher, a.a.O., Art. 37b N. 3, 28 ff.; Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 4. Aufl. 2023, Art. 37b 
N. 15 ff., 20).

4.

Strittig ist zunächst, ob die Steuerverwaltung – trotz Feststellungsverfügung 
des Regierungsstatthalteramts – darüber befinden durfte, inwieweit das 
Grundstück C.________ Gbbl. Nr. 1________ im Jahr 2018 dem BGBB un-
terstellt war. 

4.1 Nach Art. 84 BGBB kann, wer ein schutzwürdiges Interesse hat, von 
der Bewilligungsbehörde (Art. 80 BGBB) feststellen lassen, ob ein landwirt-
schaftliches Gewerbe oder Grundstück dem Realteilungsverbot, dem Zer-
stückelungsverbot, dem Bewilligungsverfahren oder der Belastungsgrenze 
unterliegt (Bst. a) oder der Erwerb eines landwirtschaftlichen Gewerbes oder 
Grundstücks bewilligt werden kann (Bst. b). Weiter können auch die Begriffs-
bestimmungen von Art. 6-10 BGBB zum Gegenstand einer Feststellungsver-
fügung gemacht werden (BGE 129 III 186 E. 2.1; BGer 2C_719/2018 vom 
18.9.2019 E. 1; Herrenschwand/Stalder, in Kommentar zum BGBB, 2. Aufl. 
2011, Art. 84 N. 4). – Die Beschwerdeführenden sind am 19. Februar 2018 
an das Regierungsstatthalteramt … gelangt mit dem Begehren, es sei 
«zwecks Zuweisungsanspruch zum Vorzugspreis» festzustellen, dass es 
sich bei ihrem Betrieb um ein Gewerbe nach Art. 7 BGBB handelt. In der 
Folge prüfte die zuständige Regierungsstatthalterin, inwieweit sich der Be-
trieb der Beschwerdeführenden als Grundlage für die landwirtschaftliche 
Produktion eignet. Sie erwog, mit Blick auf die bewirtschaftete Fläche von 
29,27 Hektaren sowie die Möglichkeit, die bestehenden 15 Pferdeboxen 
(wieder) voll, d.h. je mit einer Stute und einem Fohlen, zu belegen (was 15 
Grossvieheinheiten [GVE] entspreche), sei von einem landwirtschaftlichen 
Gewerbe auszugehen, zumal die Berechnung der Standardarbeitskraft 
(SAK) in früheren Jahren einen Wert von über eins aufgewiesen habe (Fest-
stellungsverfügung vom 9.3.2018 [in act. 4C1 bzw. 11A] Ziff. 8). Entspre-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 14

chend stellte sie fest, dass der Betrieb der Gesuchstellenden ein landwirt-
schaftliches Gewerbe im Sinn des BGBB sei (Dispositiv-Ziff. 1).

4.2 Gemäss Art. 7 Abs. 1 Satz 1 BGBB gilt als landwirtschaftliches Ge-
werbe eine Gesamtheit von landwirtschaftlichen Grundstücken, Bauten und 
Anlagen, die als Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion dient und zu 
deren Bewirtschaftung, wenn sie landesüblich ist, mindestens eine SAK nö-
tig ist. Bei der SAK handelt es sich um eine Einheit für die Erfassung des 
gesamtbetrieblichen Arbeitszeitbedarfs mit Hilfe standardisierter Faktoren. 
Für die Berechnung einer Standardarbeitskraft massgeblich sind die land-
wirtschaftliche Nutzfläche und die Anzahl der Nutztiere (gemessen in GVE), 
ergänzt durch Zuschläge bei bestimmten besonderen Voraussetzungen 
(BGE 137 II 182 E. 3.1.2; BGer 2C_719/2018 vom 18.9.2019 E. 2.2; Eduard 
Hofer, in Kommentar zum BGBB, 2. Aufl. 2011, Art. 7 N. 42 f.). Bei der Be-
urteilung, ob ein landwirtschaftliches Gewerbe vorliegt, sind diejenigen 
Grundstücke (bzw. Grundstücksteile) zu berücksichtigen, die nach Art. 2 
dem BGBB unterstellt sind (vgl. Art. 7 Abs. 3 BGBB; BGE 137 II 182 E. 3.1.1; 
Eduard Hofer, a.a.O., Art. 7 N. 37; vgl. bereits vorne E. 3.3). Liegen landwirt-
schaftliche Gebäude und Anlagen eines landwirtschaftlichen Gewerbes in 
der Bauzone, sind nur die Gebäudegrundfläche und der angemessene Um-
schwung dem Gesetz unterstellt und somit zum Gewerbe gehörend (Art. 2 
Abs. 2 Bst. a BGBB). Ist das Grundstück grösser, befindet sich der übrige in 
der Bauzone liegende Teil nicht im Geltungsbereich des Gesetzes und wird 
bei der Beurteilung, ob ein landwirtschaftliches Gewerbe vorliegt, nicht 
berücksichtigt (Eduard Hofer, a.a.O., Art. 7 N. 37b; Marianne Klöti-Weber, 
Besteuerung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken in der Bau-
zone, in IFF Forum für Steuerrecht 2012, S. 270 ff., 272 und 277; vgl. zum 
Ganzen BGE 140 II 233 E. 3.3; BGer 2C_212/2013 vom 18.3.2014 E. 3.3). 
Was nicht zum angemessenen Umschwung gehört, ist als Bestandteil der 
Bauzone zur Überbauung bestimmt (Schmid-Tschirren/Bandli, in Kommen-
tar zum BGBB, 2. Aufl. 2011, Art. 2 N. 23; Andreas Wasserfallen, in Roland 
Norer [Hrsg.], Handbuch zum Agrarrecht, 2017, S. 340 Rz. 15).

4.3 In ihrer Feststellungsverfügung vom 9. März 2018 hat die Regie-
rungsstatthalterin den Betrieb der Beschwerdeführenden als landwirtschaft-
liches Gewerbe im Sinn des BGBB qualifiziert, ohne die diesem zuzuordnen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 15

den Grundstücke in der Verfügung näher zu bezeichnen. Es geht daraus le-
diglich hervor, dass der Betrieb rund 29 Hektaren bewirtschaftete landwirt-
schaftliche Nutzfläche umfasste. Weiter äussert sich die Feststellungsverfü-
gung nicht dazu, inwiefern das 4'139 m2 grosse Grundstück C.________ 
Gbbl. Nr. 1________ als zum Gewerbe zugehörig anzusehen ist, insbeson-
dere kann ihr nicht entnommen werden, inwieweit die Parzelle betriebsnot-
wendige Gebäude und Anlagen aufwies oder was diesbezüglich als ange-
messener Umschwung dem Geltungsbereich des BGBB unterstand. Bei der 
Beurteilung, ob ein Gewerbe vorliegt, hat die Regierungsstatthalterin im We-
sentlichen darauf abgestellt, dass der Betrieb der Beschwerdeführenden mit 
Blick auf die landwirtschaftliche Nutzfläche und die Anzahl Pferde, die gehal-
ten werden können, den massgeblichen SAK-Wert erreicht (vgl. Feststel-
lungsverfügung, Ziff. 8 und Dispo-Ziff. 1; vorne E. 4.1). Demnach war für die 
Feststellung, dass ein landwirtschaftliches Gewerbe vorlag, die Qualifikation 
der hier nunmehr strittigen Grundstücksteile nicht entscheidend. Die Regie-
rungsstatthalterin konnte die Gewerbeeigenschaft unabhängig davon beja-
hen, ob allenfalls ein Teil des Grundstücks C.________ Gbbl. Nr. 1________ 
nicht dem Geltungsbereich des BGBB unterstand. Wenn demnach für die 
Frage des Vorliegens eines Gewerbes der flächenmässige Umfang des an-
gemessenen Umschwungs der landwirtschaftlichen Gebäude und Anlagen 
nicht von Bedeutung war, kann entgegen den Beschwerdeführenden auch 
nicht gesagt werden, hierüber sei mit der Feststellungsverfügung vom 
9. März 2018 abschliessend und verbindlich entschieden worden.

4.4 Zusammenfassend enthält die Feststellungsverfügung vom 9. März 
2018 keine verbindliche Beurteilung über die hier strittige Frage des Um-
fangs des angemessenen Umschwungs. Folglich stand sie einer Beurteilung 
durch die Steuerverwaltung offen, wie die StRK zutreffend festgehalten hat 
(vgl. vorne E. 2.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 16

5.

Umstritten ist das Ausmass der Fläche, die zufolge der Pferdehaltung der 
Beschwerdeführenden als Auslauf-, Nutzungs- und Weidefläche als landwirt-
schaftlich anzuerkennen ist.

5.1 Die Parzelle C.________ Gbbl. Nr. 1________ befindet sich im Dorf-
zentrum von C.________ und lag im Jahr 2018 vollumfänglich in einer ZPP 
und damit in der Bauzone (wenn auch in einer besonderen Form davon; vgl. 
Art. 72 f. BauG, insb. Art. 73 Abs. 2 BauG). Sie wies eine Fläche von 4'139 
m2 auf, von welcher nur ein Teil überbaut war. Auf der Parzelle befand sich 
zu jenem Zeitpunkt das Bauernhaus mit der Betriebsleiterwohnung, dem 
Wirtschaftsteil mit neun Pferdeboxen sowie ein freistehender Stall mit sechs 
weiteren Pferdeboxen. Dabei verfügten die sechs Pferdeboxen im separat 
erstellten Pferdestall über angrenzende Allwetterausläufe. Weiter umfasste 
das Grundstück auf der westlichen Seite des Reitstalls einen Reitplatz und 
südlich davon eine Grünfläche. Zudem wies die Parzelle Verkehrsflächen, 
Lagerflächen für Hofdünger und Parkflächen für die Pferdebesitzer sowie für 
das Abstellen von Transportanhängern auf. Die Vorinstanz ging von einer 
Fläche des angemessenen Umschwungs der Hofparzelle mitsamt den land-
wirtschaftlichen Gebäuden und Anlagen von total 2'899 m2 aus (= 4'139 m2-
1'240 m2; wobei die StRK von rund 160 m2 mehr landwirtschaftlicher Fläche 
ausging als die StV, welche die nicht zum angemessenen Umschwung zu-
gehörige Fläche auf 1'400 m2 bestimmte [vgl. etwa Schreiben StV vom 
23.4.2020 und 21.1.2020, Vorakten StV {act. 4B bzw. 11A} pag. 58 und 56]); 
als nicht-landwirtschaftlich schied sie eine Teilfläche von 1'240 m2 aus (vgl. 
angefochtener Entscheid E. 7.2; vgl. zum Ganzen den Auszug Geoportal Or-
thofoto zu Parzelle C.________ Gbbl. Nr. 1________, in Vorakten StV [act. 
4B] pag. 54, mit ergänzenden handschriftlichen Einträgen).

5.2 Als land- oder forstwirtschaftliche Grundstücke nach Art. 18 Abs. 4 
DBG qualifizieren die in Art. 2 BGBB aufgezählten Grundstücksarten, darun-
ter namentlich die Grundstücke und Grundstücksteile mit landwirtschaftli-
chen Gebäuden und Anlagen einschliesslich eines angemessenen Um-
schwungs, die in einer Bauzone liegen und zu einem landwirtschaftlichen 
Gewerbe gehören (Art. 2 Abs. 2 Bst. a BGBB; vgl. auch vorne E. 3.3). Als 
angemessener Umschwung gilt dabei jener Umschwung, der für die Nutzung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 17

der landwirtschaftlichen Gebäude angemessen und notwendig ist (Eduard 
Hofer, a.a.O., Art. 7 N. 37b), was nach den örtlichen und betrieblichen Ver-
hältnissen zu beurteilen ist (vgl. Kreisschreiben Nr. 38 des ESTV vom 
17.7.2013 betreffend Grundstückverkauf von Landwirten Ziff. 2.4.1, einseh-
bar unter: <www.estv.admin.ch>, Rubriken «Direkte Bundessteuer 
DBST/Kreisschreiben»; Schmid-Tschirren/Bandli, a.a.O., Art. 2 N. 23). Bei 
Betrieben mit Tierhaltung gehören zum angemessenen Umschwung (nebst 
den hier unbestrittenen Anlagen wie namentlich den betriebsnotwendigen 
Gebäuden) die Laufhöfe, mit denen die Anforderungen der Tierschutzver-
ordnung bezüglich Bewegungsmöglichkeiten für die Tiere befriedigt werden 
können; hingegen besteht kein Anspruch auf Flächen für die Weide über den 
nach der Tierschutzverordnung notwendigen Auslauf hinaus (Schmid-
Tschirren/Bandli, a.a.O., Art. 2 N. 23). Als Auslauffläche gilt die Weide oder 
ein für den täglichen Auslauf wettertauglich eingerichtetes Gehege (sog. All-
wetterauslauf; Art. 2 Abs. 3 Bst. f TSchV; BGer 1C_262/2022 vom 21.4.2023 
E. 3.2, 1C_238/2021 vom 27.4.2022 E. 4.1). Die Auslauffläche muss bei 
Equiden (d.h. domestizierten Tieren der Pferdegattung; vgl. Art. 2 Abs. 3 
Bst. p TSchV) die Mindestabmessungen nach Anhang 1 Tabelle 7 Ziff. 3 
TSchV aufweisen (Art. 61 Abs. 1 und 2 TSchV). Gemäss Ziff. 31 f. dieser 
Tabelle beträgt die Mindestfläche für Pferde ab einer Widerristhöhe von 
162 cm bei permanent vom Stall aus zugänglichen Auslaufflächen 24 m2 und 
bei nicht an den Stall angrenzenden Auslaufflächen 36 m2 pro Pferd. Indem 
die StRK für die sechs Pferdeboxen im separaten Pferdestall mit angrenzen-
den Allwetterausläufen je 24 m2 (insgesamt 144 m2) und für die neun Pferde-
boxen im Wirtschaftsteil, die nicht über an den Stall angrenzende, nicht über-
dachte Ausläufe verfügten, pro Pferd 36 m2 Auslauffläche veranschlagte 
(ausmachend insgesamt 324 m2), hat sie die Vorgaben der TSchV an die 
(maximale) Mindestauslauffläche, welche für die Bemessung des angemes-
senen Umschwungs nach Art. 2 Abs. 2 Bst. a BGBB massgebend ist, grund-
sätzlich korrekt ermittelt. Die Vorinstanz ist daher zu Recht zum Schluss ge-
langt, als angemessener Umschwung der Pferdeboxen seien 144 m2 für jene 
im separaten Pferdestall und 324 m2 für jene im Wirtschaftsteil des Bauern-
hauses anzuerkennen. Inwiefern dieses grundsätzlich im Einklang mit den 
Vorgaben gemäss BGBB und Tierschutzgesetzgebung stehende Rechtsver-
ständnis und Ergebnis dem von den Beschwerdeführenden angerufenen 
Gebot der Einheit der Rechtsordnung bzw. des Rechtssystems (vgl. Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 18

schwerden Rz. 22, 25 und 29) widersprechen könnte, ist nicht ersichtlich. 
Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermögen die Beschwerdeführenden fer-
ner aus den angerufenen baurechtlichen Vorschriften zur Bauernhofzone 
(Art. 85 BauG; Beschwerden Rz. 21, 30); es kann auch insoweit auf die zu-
treffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (vgl. 
E. 4).

5.3 Zu prüfen bleibt allerdings, ob darüber hinaus weitere Flächen als 
landwirtschaftlich zu berücksichtigen sind. – Gebäude und Anlagen sind 
landwirtschaftlich, wenn sie landwirtschaftlichen Zwecken dienen (Strebel/
Henny, in Kommentar BGBB, 2. Aufl. 2011, Art. 33 N. 6). Die Landwirtschaft 
umfasst die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und 
Nutztierhaltung (Art. 3 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 29. April 1998 
über die Landwirtschaft [Landwirtschaftsgesetz, LwG; SR 910.1]). Die Tier-
haltung ist landwirtschaftlich, wenn sie der Produktion verwertbarer Erzeug-
nisse dient, was auch die Aufzucht und den Verkauf selbst gezogener Tiere 
beinhaltet (Jeannette Kehrli, in Roland Norer [Hrsg.], Handkommentar Land-
wirtschaftsgesetz, 2019, Art. 3 N. 14 und 17; dieselbe, in Roland Norer 
[Hrsg.], Handbuch zum Agrarrecht, 2017 [nachfolgend: Agrarrecht], S. 206). 
Was die Haltung von Pferden für die Produktion verwertbarer Erzeugnisse 
betrifft, umfasst diese die Pferdezucht, also die Produktion von Jungtieren, 
von Stutenmilch sowie die Fleischproduktion (Eduard Hofer, a.a.O., Art. 6 
N. 20e), wobei die Produktion von Jungtieren zum Verkauf auch bei Sport-
pferden zur Landwirtschaft gehört (Eduard Hofer, a.a.O., Vorbem. zu Art. 6-
10 N. 33). Die landwirtschaftliche Pferdezucht beinhaltet die Haltung von 
Zuchtstuten und gegebenenfalls eines Zuchthengstes (wobei es sich um an-
erkannte Zuchttiere handeln muss) sowie die Aufzucht der aus der eigenen 
Zucht stammenden Fohlen; die Aufzucht fremder Fohlen, welche auf dem 
Zuchtbetrieb in Pension (Fohlenweide) gegeben werden, wird der Aufzucht 
der eigenen Jungtiere gleichgestellt. Auf dem Pferdezuchtbetrieb kann zu-
dem die reiterliche oder fahrerische Grundausbildung der Jungtiere erfolgen 
(Jeannette Kehrli, Der Begriff der Landwirtschaft im Raumplanungsrecht des 
Bundes, 2015 [nachfolgend: Begriff], S. 204; vgl. auch BGer 1A.84/2006 vom 
26.1.2007 E. 2.5). Nebst dieser landwirtschaftlichen Pferdezucht zählt gege-
benenfalls weiter die Haltung von Pensions-, Therapie- und Sportpferden zur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 19

Landwirtschaft, sofern die Pferdehaltung auf betriebseigener, d.h. selbst pro-
duzierter Futterbasis beruht (VGE 2017/81 vom 25.6.2018 E. 7.3; BGer 
2C_636/2019 vom 22.1.2020 E. 5.2.2, 2C_855/2008 vom 11.12.2009 E. 2.1; 
Eduard Hofer, a.a.O., Vorbem. zu Art. 6-10 N. 33 sowie Art. 6 N. 17c, 20 und 
20e; weiterführend Jeannette Kehrli, Begriff, S. 24 ff., 29 [Zusammenfas-
sung]). Bei einer derartigen Pferdehaltung, die nicht der Produktion verwert-
barer Erzeugnisse dient, gehören allerdings nur die Bauten und Anlagen für 
die Haltung, d.h. für Unterbringung, Fütterung und Auslauf, zur Landwirt-
schaft (vgl. dazu hiervor E. 5.2). Bei der Pferdehaltung zur Produktion ver-
wertbarer Erzeugnisse sind darüber hinaus auch die dafür geeigneten Ge-
bäude und Anlagen als landwirtschaftlich zu erachten. Wenn und soweit ein 
solcher Pferdezuchtbetrieb vorliegt, gehören dazu u.a. Ausbildungsplätze 
und Führanlagen für die Ausbildung der Jungpferde sowie Sattel- und Ge-
schirrkammern (vgl. Eduard Hofer, a.a.O., Art. 6 N. 20e; weiterführend Ka-
rine Markstein Schmidiger, Pferd und Raumplanung, in BlAR 3/2020 S. 179 
ff., 186; vgl. auch Wegleitung Pferd S. 8 f. betreffend Art. 34b Abs. 3 Bst. a 
der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; SR 700.1]).

5.4 In sachverhaltlicher Hinsicht ist nicht genügend geklärt, welchem 
Zweck die Pferdehaltung der Beschwerdeführenden 2018 diente. Die StRK 
ist im angefochtenen Entscheid davon ausgegangen, dass (wohl) aus-
schliesslich Pensionspferde gehalten wurden (vgl. E. 7). Die Beschwerde-
führenden bringen in ihrer Beschwerde indes vor, sie hätten – nebst einem 
«Pferde-Pensionsbetrieb» – einen «Pferdezucht- und Ausbildungsbetrieb, 
mit bis zu vier Zuchtstuten und einer entsprechenden Anzahl Füllen» geführt, 
wobei die «jungen Pferde […] von den Beschwerdeführenden aufgezogen 
und ausgebildet und dann verkauft» und die entsprechenden Einnahmen als 
Einkommen versteuert worden seien (vgl. Beschwerden Rz. 6, 33). Diese 
Angaben sind weder belegt noch stehen sie durchwegs in Einklang mit den 
diesbezüglichen Ausführungen in den vorinstanzlichen Verfahren (vgl. etwa 
Rekurs bzw. Beschwerde vom 31.7.2020, in Vorakten StRK [act. 4A] 
pag. 10, wo von Pferdehaltung die Rede ist, «die nicht der Produktion ver-
wertbarer Erzeugnisse dient»; ferner aber Vernehmlassung der Beschwer-
deführenden vom 29.9.2020, in Vorakten StRK [act. 4A] pag. 44, wonach auf 
den «fraglichen Flächen eine Pferdezucht mit bis zu vier Zuchtstuten und 
ein[…] Pferde-Pensionsbetrieb» betrieben und «die Einkünfte sowohl aus 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 20

Pferdezucht wie auch als Pferde-Pensionsbetrieb immer als Einkommen de-
klariert und von der Steuerverwaltung auch als Einkommen besteuert [wor-
den seien]», und pag. 45, wo festgehalten wird, die Fläche sei «rein tatsäch-
lich» bereits geschäftsnotwendig gewesen, «um überhaupt Kunden zu erhal-
ten, welche ihr Pferd […] in Pension geben wollten», sowie pag. 46 «Pferde-
zucht- und Pensions-Betrieb»). Soweit sich die Ausführungen in den Be-
schwerden als zutreffend erweisen bzw. als erstellt zu erachten sein sollte, 
dass 2018 teils ein Pferdezucht- und teils ein Pensionsbetrieb geführt wur-
den, so wären grundsätzlich auch die für die Pferdezucht notwendigen Anla-
gen (vgl. hiervor E. 5.3) als landwirtschaftlich zu qualifizieren, wobei jedoch 
mit zu prüfen bliebe, ob der Platz für die Nutzung der Pferde zugleich als 
Allwetterauslauf zu verwenden ist (sog. kombinierte Verwendung; vgl. Jean-
nette Kehrli, Begriff, S. 274; dieselbe, Agrarrecht, S. 233; Wegleitung Pferd 
S. 8; vgl. auch BGer 1C_238/2021 vom 27.4.2022 E. 5.4.1). Da es nicht Sa-
che des Verwaltungsgerichts ist, als letzte Instanz erstmals zu klären, ob 
bzw. in welchem Ausmass die Beschwerdeführenden im hier interessieren-
den Steuerjahr 2018 nebst der Pferdepension auch einen Pferdezuchtbe-
trieb führten und welche hierfür nötigen Anlagen die Parzelle C.________ 
Gbbl. Nr. 1________ umfasste, ist die Sache zu diesem Zweck an die StRK 
zurückzuweisen. Unter diesen Umständen kann in den verwaltungsgerichtli-
chen Verfahren auf das Durchführen eines Augenscheins und Parteiverhörs 
verzichtet werden; die entsprechenden Beweisanträge (vgl. Beschwerden 
Rz. 6) werden abgewiesen.

5.5 Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2018 erweist 
sich damit hinsichtlich der Qualifikation des Grundstücks C.________ 
Gbbl. Nr. 1________ als nicht-landwirtschaftlich als teilweise begründet und 
ist dahin gutzuheissen, dass der angefochtene Entscheid der StRK aufzuhe-
ben und die Sache zur weiteren Behandlung im Sinn der voranstehenden 
Erwägungen an diese zurückzuweisen ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
222U, Seite 21

6.

Umstritten (und im Hinblick auf den erneut zu treffenden Entscheid potenziell 
von Bedeutung) ist schliesslich die von der StRK bestätigte Verkehrswert-
schätzung des Grundstücks C.________ Gbbl. Nr. 1________. 

6.1 Als Verkehrswert gilt im Allgemeinen der objektive Marktwert, d.h. je-
ner Wert, der für ein Objekt bei einer Veräusserung im gewöhnlichen Ge-
schäftsverkehr mutmasslich zu erzielen ist, den also eine unabhängige Dritt-
person unter normalen Umständen zu zahlen bereit wäre (BVR 2012 S. 58 
E. 3; Teuscher/Lobsiger, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schwei-
zerischen Steuerrecht, StHG, 4. Aufl. 2022, Art. 14 N. 4; BGE 148 I 210 
E. 4.4.3 auch zum Folgenden, 128 I 240 E. 3.1.2). Der Verkehrswert ist re-
gelmässig keine mathematisch exakt bestimmbare Grösse, sondern ein 
Schätz- oder Vergleichswert (BGE 131 I 291 E. 3.2.2, 128 I 240 E. 3.2.1; 
BGer 2C_266/2020 vom 22.3.2022 E. 2.2.2, 2C_68/2021 vom 22.1.2021 
E. 3.3.2). Mittels Verkehrswertschätzung wird versucht, die für ein bestimm-
tes Grundstück in einer definierten Umgebung an einem Stichtag gültigen 
Verhältnisse auf dem Immobilienmarkt möglichst realitätsnah zu simulieren 
und so zu einem dem Markt entsprechenden Verkehrswert zu gelangen (Das 
Schweizerische Schätzerhandbuch, Schweizerische Vereinigung kantonaler 
Grundstückbewertungsexperten [Hrsg.], Ausgabe 2019 [nachfolgend: 
Schätzerhandbuch], S. 20). Nach der Rechtsprechung ist der Verkehrswert 
unbebauter Grundstücke primär mittels der Vergleichsmethode (statistische 
Methode) zu ermitteln, welche auf die tatsächlich gehandelten Preise für ver-
gleichbare Objekte abstellt (BVR 2013 S. 331 E. 3.3; BGer 2C_68/2021 vom 
22.1.2021 E. 3.3.4; VGE 2017/20 vom 20.6.2018 [bestätigt durch 
BGer 2C_632/2018 vom 29.8.2019] E. 5.2.2; Schätzerhandbuch S. 101 und 
282). Diese Präferenz stellt jedoch keine feste Regel dar und setzt voraus, 
dass genügend Vergleichspreise für Objekte ähnlicher Beschaffenheit zur 
Verfügung stehen, wobei an diese Voraussetzungen nicht allzu hohe Anfor-
derungen zu stellen sind (BGE 122 I 168 E. 3a; BGer 2C_321/2019 vom 
1.10.2019 E. 3.2.2, 1C_473/2017 vom 3.10.2018 E. 3.4, 2C_790/2008 vom 
18.11.2009 E. 4.2; BVR 2013 S. 331 E. 3.3 mit Hinweisen). Ist die Verkehrs-
wertschätzung von Grundstücken streitig, so überprüft das Verwaltungsge-
richt Methode und Ergebnis der vorinstanzlichen Schätzung praxisgemäss 

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nur hinsichtlich jener Punkte, die konkret beanstandet werden. Bei Fragen, 
die besondere Fachkenntnisse und einschlägige Erfahrungen voraussetzen, 
greift es nur dann korrigierend in die vorinstanzliche Beurteilung ein, wenn in 
einzelnen Bereichen der Schätzung von unrichtigen Voraussetzungen aus-
gegangen worden ist oder aus der Verletzung von Schätzungsnormen bzw. 
allgemein anerkannten Schätzungsmethoden ein gesamthaft gesehen un-
richtiges Schätzungsergebnis resultiert (BVR 2013 S. 331 [VGE 2011/385 
vom 14.12.2012] nicht publ. E. 1.2 mit Hinweisen; VGE 2019/350 vom 
6.11.2020 E. 2.5).

6.2 Die Steuerverwaltung bestimmte den Verkehrswert der überführten 
Liegenschaft auf Fr. 250.-- pro m2, indem sie anhand ihrer Handänderungs-
statistik (HAST) auf der Grundlage tatsächlicher Verkäufe von Grundstücken 
in C.________, zu denen auch solche an der Lyssstrasse gehörten, den Mit-
telwert der Verkaufspreise für Bauland in der Gemeinde im Zeitraum vom 
1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018 ermittelte (vgl. Vernehmlassung StV 
vom 11.9.2020, in Vorakten StRK [act. 4A] pag. 28 f.). Die StRK erachtete 
den so von der Steuerverwaltung per Ende 2018 eingesetzten Verkehrswert 
für die Baulandanteile der Parzelle C.________ Gbbl. Nr. 1________ auch 
mit Blick auf Baulandangebote per Ende 2021 und Anfang 2022 für «zurück-
haltend festgelegt». Sie schloss indes angesichts der aufgrund der Handän-
derungsstatistik erstellten Schätzung der Steuerverwaltung und der gleich-
lautenden Auskunft der Gemeindeverwaltung C.________, wonach sich die 
Verkaufspreise für erschlossenes Bauland in C.________ entlang von Quar-
tierstrassen im fraglichen Zeitraum zwischen Fr. 250.-- und Fr. 270.-- pro m2 
bewegten (E-Mail vom 28.11.2019, Vorakten StRK [act. 4A] pag. 41), dass 
der von der Steuerverwaltung der Veranlagung zugrunde gelegte Verkehrs-
wert von Fr. 250.-- pro m2 «noch im Ermessensbereich» liege (vgl. angefoch-
tener Entscheid E. 8.3). 

6.3 Die Erwägungen der StRK sind nicht zu beanstanden: Nicht gefolgt 
werden kann den Beschwerdeführenden zunächst, soweit sie hinsichtlich 
der interessierenden Parzelle geltend machen, es habe unerschlossenes 
Bauerwartungsland vorgelegen. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass das 
Grundstück C.________ Gbbl. Nr. 1________ in einer ZPP und damit in der 
Bauzone lag, wobei unerheblich ist, dass die Vorschriften für diese ZPP im 

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Jahr 2018 noch nicht vorlagen (so aber Beschwerde Rz. 36; vgl. zu sog. 
Bauerwartungsland, wie es hier aber nicht vorliegt, etwa BGE 122 II 287 
E. 3d sowie VGE 18391 vom 26.3.1992 E. 3 mit Hinweisen). Soweit die Be-
schwerdeführenden einwenden, dass ihr Grundstück nicht an einer Quartier-
, sondern an der Kantonsstrasse liege und entsprechenden Lärmimmissio-
nen ausgesetzt sei und zudem auf die fehlende Erschliessung hinweisen 
(wobei sie nicht bestreiten, dass eine gemeindeseitige Grunderschliessung, 
d.h. ein Anschluss an das öffentliche Strassennetz, an Wasser, Energie und 
Abwasser, vorlag), handelt es sich dabei zwar um im Grundsatz an sich be-
wertungsrelevante Faktoren (vgl. Schätzerhandbuch S. 45 ff.). Derartige Un-
terschiede gleichen sich bei einer statistisch hinreichenden Zahl geeigneter 
Vergleichspreise aber aus. Zudem ist den Anforderungen an die ähnliche 
Beschaffenheit (vorne E. 6.1) bei einem kleinräumigen, eher homogenen 
Siedlungsgebiet wie C.________ genüge getan, wenn auf die Verkaufs-
preise von Bauland innerhalb des Gemeindegebiets abgestellt wird, zumal 
die hier interessierende Parzelle keine besonderen wertbeeinflussenden 
Merkmale aufweist. Nichts für sich ableiten können die Beschwerdeführen-
den schliesslich aus der von ihnen bei der Gemeinde eingeholten Auskunft 
zu Baulandpreisen, welche den Verkehrswert für «erschlossenes Bauland 
[…] entlang von Quartierstrassen» auf Fr. 250.-- bis Fr. 270.-- pro m2 beziffert 
(vgl. hiervor E. 6.2), ist doch in Anbetracht des berücksichtigten Zeitraums 
(«letzte fünf Jahre», d.h. 2014-2019) und der seit Jahren steigenden Immo-
bilienpreise (vgl. hierzu etwa die Preisentwicklungen in C.________ auf 
<www.realadvisor.ch/de/
immobilienpreise-pro-m2>) mit der StRK davon auszugehen, dass dieser 
Wert eher tief angesetzt ist (vgl. angefochtener Entscheid E. 8.3).

6.4 Demnach hält der Rechtskontrolle stand, dass die StRK von einem 
Verkehrswert des überführten Grundstücks C.________ Gbbl. Nr. 
1________ von Fr. 250.-- pro m2 ausgegangen ist, zumal sich das Verwal-
tungsgericht bei der Überprüfung der Verkehrswertschätzung ohnehin 
Zurückhaltung auferlegt. 

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7.

Zusammenfassend ist die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 
2018 dahin gutzuheissen, dass der Entscheid der StRK vom 22. Juni 2022 
aufzuheben und die Sache zur weiteren Behandlung im Sinn der voranste-
henden Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (vgl. vorne 
E. 5.3). Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutre-
ten ist (vorne E. 1.3-1.5). Der StRK ist es unbenommen, die Angelegenheit 
ihrerseits gegebenenfalls an die Steuerverwaltung zurückzuweisen (vgl. 
etwa VGE 2020/43/44 vom 15.8.2022 E. 5.1; Ruth Herzog, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 84 N. 16).

8.

8.1 Bei diesem Ausgang der Verfahren dringen die Beschwerdeführen-
den mit ihren Rechtsbegehren nur teilweise durch. Das Nichteintreten auf die 
Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern ist als Unterlie-
gen zu werten, während die Beschwerdeführenden mit ihrer Beschwerde be-
treffend die direkte Bundessteuer teilweise obsiegen. Da nicht davon auszu-
gehen ist, dass die infolge Rückweisung vorzunehmende Neubeurteilung zu 
einer vollständigen Gutheissung der Beschwerde führt, sind sie (auch) im 
Kostenpunkt nicht als vollständig obsiegend zu betrachten, soweit die Sache 
erneuter Beurteilung bedarf (zur Praxis bei Rückweisungsentscheiden mit 
offenem Verfahrensausgang vgl. BVR 2016 S. 222 E. 4.1). Mit Blick auf den 
Umfang ihres teilweisen Durchdringens im Vergleich zum gesamten Streit-
gegenstand (vgl. Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 4 mit Hinweisen) ist von 
einem teilweisen Obsiegen im Umfang von einem Drittel auszugehen (vgl. 
die Ausführungen in den in E. 5.3 angeführten Belegen, die darauf schlies-
sen lassen dürften, dass bei [hier gegebenenfalls als erstellt zu erachtender 
teilweiser] landwirtschaftlicher Pferdezucht Plätze für die Nutzung grundsätz-
lich «nur» bis maximal 800 m2 zugelassen werden, wobei aber noch eine 
allfällige kombinierte Verwendung mit zu prüfen bleibt). Die Beschwerdefüh-
renden haben somit zwei Drittel der Kosten der verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren zu tragen. Die restlichen Verfahrenskosten werden nicht erhoben 

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(Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 144 Abs. 1 DBG).

8.2 Im Umfang ihres Obsiegens haben die Beschwerdeführenden zudem 
Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten; die kantonale Steuerverwaltung hat 
ihnen davon einen Drittel zu ersetzen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 
und Art. 104 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG sowie 
Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]). Die Kostennote des Rechtsvertre-
ters der Beschwerdeführenden vom 27. März 2024 (inkl. detaillierter Aufstel-
lung der Leistungen, die allesamt im Jahr 2022 bzw. 2023 erbracht wurden; 
2024 fielen keine verrechenbaren Leistungen an) gibt zu keinen Bemerkun-
gen Anlass.

8.3 Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens wird die aufgrund des 
vorliegenden Rückweisungsentscheids erneut mit der Angelegenheit be-
fasste StRK gemäss dem Ausgang der Neuprüfung festzulegen haben (Ruth 
Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 7).

9.

Rückweisungsentscheide gelten nach der Regelung des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; 
SR 173.110) in der Regel als Zwischenentscheide, die nur unter den (zu-
sätzlichen) Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG mit dem in der Haupt-
sache offenstehenden Rechtsmittel selbständig angefochten werden kön-
nen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2024, Nrn. 100.2022.221/
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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Auf die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 
(Sonderveranlagung) wird nicht eingetreten.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2018 (Sonderveran-
lagung) wird dahin gutgeheissen, dass der Entscheid der Steuerrekurs-
kommission vom 22. Juni 2022 aufgehoben und die Sache zur weiteren 
Behandlung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einge-
treten wird.

3. Die Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden den Beschwerdeführenden im 
Umfang von zwei Dritteln, ausmachend Fr. 1'000.--, auferlegt; die restli-
chen Verfahrenskosten werden nicht erhoben. Die den Beschwerdefüh-
renden auferlegten Verfahrenskosten werden dem geleisteten Kostenvor-
schuss von Fr. 4'000.-- entnommen. Der Restbetrag von Fr. 3'000.-- wird 
den Beschwerdeführenden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zu-
rückerstattet.

4. Der Kanton Bern (Steuerverwaltung) hat den Beschwerdeführenden die 
Parteikosten für die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
Fr. 7'497.30 (inkl. Auslagen und MWSt), zu einem Drittel, ausmachend 
Fr. 2'499.10, zu ersetzen.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.