# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc48e181-7ab3-5d55-90e2-8aa4c35768db
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 09.09.2020 810 20 121
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-121_2020-09-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 9. September 2020 (810 20 121) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strassen und Verkehr 

 

 

Sicherungsentzug des Führerausweises / Missachtung der Abstinenzauflage 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Daniel Häring, Kantonsrichterin, Helena Hess, Gerichtsschreiber 
i.V. Kevin Herren 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Alain Joset, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Sicherungsentzug des Führerausweises  

(RRB Nr. 479 vom 7. April 2020) 
 
 
 

 
A. Mit Verfügung vom 15. Januar 2019 entzog die Polizei Basel-Landschaft, Abteilung 
Administrativmassnahmen (Polizei), A.____ vorsorglich den Führerausweis auf unbestimmte 
Zeit. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, A.____ habe gemäss dem Verlaufskon-
trollbericht des Instituts für Rechtsmedizin der Universität B.____ (IRM B.____) vom 9. Januar 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

2019 die mit Verfügung vom 27. Februar 2018 angeordneten medizinischen Auflagen (Alkohol- 
und Drogenabstinenz) nicht eingehalten. 
 
B. Dagegen erhob A.____, nachfolgend vertreten durch Alain Joset, Advokat, am 
25. Januar 2019 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungs-
rat). Er beantragte, es sei die Nichtigkeit der Verfügung der Polizei vom 15. Januar 2019 festzu-
stellen, eventualiter sei die Verfügung als bundesrechtswidrig zu erklären und aufzuheben. Wei-
ter sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Polizei sei anzuweisen, 
dem Beschwerdeführer seinen Führerausweis für die Dauer des vorliegenden Rechtsmittelver-
fahrens wieder auszuhändigen.  
 
C. Mit Verfügung vom 24. April 2019 sistierte der instruierende Rechtsdienst des Regie-
rungsrats und Landrats (Rechtsdienst) das Verfahren auf Antrag von A.____. 
 
D. Mit Eingabe vom 24. Juli 2019 beantragte A.____, die Sistierung des Verfahrens sei 
aufzuheben und das Verfahren sei wiederaufzunehmen. A.____ hielt an seinem Antrag betref-
fend Herstellung der aufschiebenden Wirkung für die Dauer des Beschwerdeverfahrens fest. Er 
machte im Wesentlichen geltend, dass das Institut für Rechtsmedizin C.____ (IRM C.____) mit 
Gutachten vom 3. Juni 2019 aufgrund der Analyse der B-Probe seiner Haare zum Schluss ge-
kommen sei, dass das Kokain überwiegend durch Kontamination von aussen in seine Haare 
gekommen sein dürfte. Eine solche Kontamination der Haare könne beispielsweise durch kon-
taminierte Hände resp. durch Kontakt mit kokainhaltigem Staub zustande kommen. 
 
E. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. Juli 2019 hob der Rechtsdienst die Sistie-
rung des Verfahrens auf.  
 
F. Am 24. Juli 2019 verfügte die Polizei den Sicherungsentzug des Führerausweises von 
A.____ für unbestimmte Zeit.  
 
G. Mit Eingabe vom 5. August 2019 erhob A.____ gegen die Verfügung vom 24. Juli 2019 
Beschwerde beim Regierungsrat. Er beantragte, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich 
aufzuheben. Eventualiter sei die Verfügung vollumfänglich aufzuheben und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde bean-
tragt, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen bzw. der (vorsorgliche) 
Entzug der aufschiebenden Wirkung durch die Polizei rückgängig zu machen und die aufschie-
bende Wirkung für die Dauer des vorliegenden Beschwerdeverfahrens wiederherzustellen.  
 
H. Mit Verfügung vom 19. August 2019 gewährte der Rechtsdienst – in Berücksichtigung 
des Gutachtens des IRM C.____ vom 3. Juni 2019 – der Beschwerde die aufschiebende Wir-
kung. In der Folge wurde A.____ für den weiteren Verlauf des Verfahrens der Führerausweis 
wieder ausgehändigt. 
 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

I. Mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 479 vom 7. April 2020 wies der Regierungsrat 
die Beschwerde vom 5. August 2019 ab und wies A.____ an, seinen Führerausweis unmittelbar 
nach Zustellung des Entscheids der Polizei mit eingeschriebenem Brief zuzustellen.  
 
J. Gegen den RRB Nr. 479 vom 7. April 2020 erhob A.____ mit Eingabe vom 20. April 
2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er beantragte, es sei der angefochtene RRB aufzuheben, dies unter o/e-
Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt der Beschwerdeführer die Erteilung 
bzw. Belassung der aufschiebenden Wirkung. Mit Eingabe vom 20. Mai 2020 reichte er die Be-
schwerdebegründung ein. Im Wesentlichen begründet der Beschwerdeführer seine Anträge 
damit, dass das Gutachten des IRM C.____ von der Vorinstanz falsch interpretiert worden sei. 
Die Formulierung "überwiegend" lasse nicht auf einen gleichzeitigen Konsum schliessen, son-
dern darauf, dass eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine Kontamination bestehen wür-
de. Zudem sei der Entzug des Führerausweises im Rahmen der Verhältnismässigkeit nicht als 
erforderlich anzusehen. Schliesslich würde das Ausmass des Eingriffs in die Rechte des Be-
schwerdeführers in keinem Verhältnis zu den geltend gemachten Sicherheitsinteressen der Öf-
fentlichkeit stehen. 
 
K. Mit Präsidialverfügung vom 29. Mai 2020 wurde der Verfahrensantrag des Beschwer-
deführers auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. Dagegen erhob der Be-
schwerdeführer mit Eingabe vom 8. Juni 2020 Einsprache, welche mit Beschluss vom 29. Juli 
2020 abgewiesen wurde. 
 
L. Mit Vernehmlassung vom 16. Juni 2020 beantragte der Regierungsrat die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
M. Mit Präsidialverfügung vom 23. Juni 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurtei-
lung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Zur Beschwerde befugt ist, wer durch die angefochtene Verfügung oder den 
angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder 
Aufhebung hat (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Der Beschwerdeführer ist in schutzwürdigen Interessen 
berührt und somit zur vorliegenden Beschwerde legitimiert. Da auch die übrigen formellen Vo-
raussetzungen gemäss §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die 
Kognition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den 
angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prü-
fen, ob der Regierungsrat ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Weiteren 
kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt hat. 
Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 Abs. 1 
lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Entzug des 
Führerausweises des Beschwerdeführers wegen Nichteinhaltens der angeordneten Auflagen 
rechtmässig war. 
 
4.1 Führerausweise werden entzogen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen zur Ertei-
lung nicht oder nicht mehr bestehen (sog. Sicherungsentzug). Sie können entzogen werden, 
wenn die mit der Erteilung im Einzelfall verbundenen Beschränkungen oder Auflagen missach-
tet werden (Art. 16 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes [SVG] vom 19. Dezember 1958). Ein 
Sicherungsentzug kommt auch dann infrage, wenn gegen Auflagen verstossen wird, von denen 
die Wiedererteilung des Führerausweises abhängig gemacht wurde (Art. 17 Abs. 5 SVG). Be-
trifft die Auflage eine Suchtkrankheit und verlangt sie vom Fahrzeuglenker eine ärztlich kontrol-
lierte Totalabstinenz während einer bestimmten Zeitdauer, so kann grundsätzlich schon ein 
einmaliger Konsum der betreffenden Substanz einen Sicherungsentzug rechtfertigen. Der strik-
te Nachweis einer zu diesem Zeitpunkt bestehenden Sucht, welche in Anwendung von Art. 16d 
Abs. 1 lit. b SVG fehlende Fahreignung zur Folge hätte, ist nicht erforderlich (Urteil des Bun-
desgerichts 1C_26/2011 vom 25. Juli 2011 E. 4.2; Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kan-
tons Zürich [VB.2011.00561] vom 13. Dezember 2011 E. 3.1). Die Nichteinhaltung einer mit der 
Wiedererteilung des Ausweises verknüpften Auflage rechtfertigt den erneuten Entzug des Aus-
weises, ohne dass zuvor noch einmal verkehrsmedizinische Abklärungen hinsichtlich der Fahr-
eignung notwendig wären (Urteil des Bundesgerichts 1C_147/2018 vom 5. Oktober 2018 
E. 6.1). 
 
4.2 Im vorliegenden Fall ordnete die Polizei mit Verfügung vom 27. Februar 2018 die Auf-
hebung des Sicherungsentzuges und die Wiederzulassung mit Auflagen an. Der Beschwerde-
führer habe die Alkohol- und Drogenabstinenz fortzuführen sowie Beratungsgespräche zu ab-
solvieren. Zudem habe er sich im Juli 2018 einer Verlaufskontrolle inkl. Haarprobe beim IRM 
B.____ zu unterziehen. Mit Verfügung vom 14. August 2018 wurde der Beschwerdeführer zu 
einer zweiten Verlaufskontrolle inkl. Haarprobe im Dezember 2018 aufgeboten. Der Beschwer-
deführer wurde in beiden Verfügungen ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Nichteinhal-
ten der Auflagen aus Gründen der Verkehrssicherheit einen unbefristeten Sicherungsentzug zur 
Folge habe.  
 
4.3 Bei der im Dezember 2018 durch das IRM B.____ durchgeführten Haaranalyse wurde 
der Beschwerdeführer positiv auf Kokain getestet, wobei das Kokain in einer Konzentration von 
950 Pikogramm pro Milligramm (pg/mg) sowie das Abbauprodukt Benzoylecgonin in einer Kon-
zentration von 50 pg/mg gemessen wurde (forensisch-toxikologisches Gutachten vom 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

21. Dezember 2018). In der Folge wurde der Beschwerdeführer mit Bericht vom 9. Januar 2019 
durch das IRM B.____ als fahrunfähig eingestuft. Gestützt darauf wurde dem Beschwerdeführer 
mit Verfügung vom 15. Januar 2019 der Führerausweis zunächst vorsorglich entzogen. Der 
Beschwerdeführer beantragte sodann bei der Polizei mit Schreiben vom 2. Mai 2019 ein Zweit-
gutachten durch das IRM C.____, welches die Möglichkeit einer äusseren Kontamination der 
Haare prüfen sollte. Das IRM C.____ stellte in seinem Gutachten vom 3. Juni 2019 ebenfalls 
Spuren von Kokain (850 pg/mg) sowie weitere Abbauprodukte fest. Zu seinen Ergebnissen 
stellte das IRM C.____ fest, dass aufgrund des Metaboliten-Verhältnisses das Kokain "überwie-
gend durch Kontamination von aussen in die Haare gekommen sein dürfte". 
 
4.4 Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid aus, dass die Interpretation der  
Messergebnisse der Gutachten vorliegend umstritten sei und die Messergebnisse nicht ohne 
Weiteres zu einem klaren Schluss führen würden, weshalb die Gutachten auch mit Blick auf die 
Ergebnisse früherer Abstinenzperioden des Beschwerdeführers zu würdigen seien. Dem Be-
schwerdeführer sei es mit früheren Haaranalysen (forensisch-toxikologische Gutachten vom 
14. Dezember 2017 und 9. August 2018) gelungen, die Kokainabstinenz nachzuweisen. Weiter 
hält die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer sein Ausgeh- und Sozialverhalten im Zeit-
raum um den Jahreswechsel 2017/2018 sowie in der Stellungnahme vom 20. Februar 2019 
jeweils gleich beschrieben habe, weshalb es offenbar keine Verhaltensänderung seitens des 
Beschwerdeführers gegeben habe. Trotz desselben Ausgeh- und Sozialverhaltens hätten frühe-
re Haaranalysen zu einem negativen Befund für Kokain und die Abbauprodukte von Kokain 
geführt, während die Probe vom 3. Dezember 2018 zu einem positiven Befund für diese Stoffe 
geführt habe. Deshalb erscheine es unwahrscheinlich, dass die vom Beschwerdeführer ange-
gebenen externen Kontaminationsquellen zum positiven Befund für Kokain und einige Metaboli-
ten geführt hätten. Weiter führt die Vorinstanz aus, dass weder das Gutachten des IRM B.____ 
noch das des IRM C.____ die vom Beschwerdeführer genannten Kontaminationsquellen als 
Kontaminationsmöglichkeiten bezeichnen würden. Schliesslich sei festzustellen, dass die ge-
messenen Kokain-Konzentrationen sowohl im Gutachten des IRM B.____ als auch im Gutach-
ten des IRM C.____ deutlich höher lägen, als in den früheren Abstinenzperioden des Be-
schwerdeführers, bei denen kein Kokain nachgewiesen worden sei. Eine von aussen herrüh-
rende Kontamination durch die vom Beschwerdeführer genannten Quellen (Kontakte bei der 
Arbeit etwa Umkleidegarderobe, Toilette oder Händeschütteln) erscheine als unwahrscheinlich. 
Der Begriff "überwiegend", so wie es das IRM C.____ in seinem Gutachten verwende, bedeute, 
dass die in den Haaren des Beschwerdeführers gemessene Konzentration gemäss Gutachten 
nicht "ausschliesslich" durch eine Kontamination von aussen zustande gekommen sei. Es kön-
ne beim Gutachten des IRM C.____ zwar nicht von einem Konsum ausgegangen werden, er 
könne aber aufgrund des Gutachtens auch nicht sicher ausgeschlossen werden. Die Vorinstanz 
kam deshalb zum Schluss, dass aufgrund der vorliegenden Werte beider Gutachten dem Be-
schwerdeführer der Nachweis der Drogenabstinenz nicht gelungen sei, weshalb ihm der Führe-
rausweis zu Recht entzogen worden sei. 
 
4.5 Der Beschwerdeführer macht dagegen geltend, dass die Erkenntnis, welche die Vor-
instanz aus der Auswertung sowie dem Vergleich des Gutachtens des IRM C.____ ziehe, auf 
einem Umkehrschluss beruhe, welcher wiederrum auf einer falschen Interpretation des gut-

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

achterlichen Befundes des IRM C.____s basiere. Die Vorinstanz berücksichtige bei ihrer Inter-
pretation die technischen Gegebenheiten der Haaranalyse unzureichend und weiche zu Un-
recht vom klaren Befund des IRM C.____ ab, welcher gerade nicht auf einen Konsum, sondern 
auf eine Kontamination schliessen lasse. Sofern Kokain in den Haaren gefunden werde, sei der 
entsprechende Test grundsätzlich positiv. Anhand des Verhältnisses zwischen Kokain-
Abbauprodukten (Metaboliten) und Mutterstoff (Kokain) lasse sich bestimmen, auf welchem 
Weg das Kokain in die Haare gelangt sei. Gewisse Kokain-Metaboliten seien bereits im han-
delsüblichen Strassenkokain enthalten, womit deren Nachweis nicht zwingend eine Verstoff-
wechselung im Körper, sondern einzig deren Vorhandensein in den Haaren belege. Insbeson-
dere treffe dies auf die Kokain-Metaboliten Benzoylecgonin, Norcocain sowie Cocaethylen zu. 
Die im Rahmen der Haaranalyse festgestellten Kokain-Metaboliten Benzoylecgonin sowie Nor-
cocain würden folglich keinen Konsum belegen, sondern liessen sich auch mit einer möglichen 
Kontamination von aussen erklären. Es sei also das Metaboliten-Verhältnis ausschlaggebend, 
welches erkennen lasse, auf welchem Weg die Substanz in die Haare gelangt sei. Bei genaue-
rer Betrachtung der bei der Haaranalyse festgestellten Werte würde sich anhand des Metaboli-
ten-Verhältnisses keineswegs das Bild eines Konsumenten zeigen. So stehe das im Gutachten 
des IRM B.____ festgestellte Benzoylecgonin in einem Verhältnis von 1:19 zu Kokain. Die im 
Gutachten des IRM C.____ festgestellten Metaboliten ständen in einem Verhältnis von 1:15,5 
(Benzoylecgonin) sowie 1:85 (Norcocain) zur Muttersubstanz. Ein Vergleich dieser Werte mit 
den Auswertungsmethoden gemäss aktueller Studien zeige klar, dass das positive Testresultat 
mit höchster Wahrscheinlichkeit auf einer Kontamination beruhe. Die geltend gemachte Absti-
nenz des Beschwerdeführers lasse sich somit aufgrund des Befundes des Gutachtens des IRM 
C.____ nicht widerlegen. Medizinisch sei es nicht abschliessend beweisbar, auf welchem Weg 
das Kokain in die Haare gelangt sei, was der Grund für die Formulierung "überwiegend" sei. Die 
Bewertung des Befundes des Gutachtens durch die Vorinstanz, wonach die Formulierung 
"überwiegend" nicht auf einen gleichzeitigen Konsum schliessen lasse, sondern auf eine über-
wiegende Wahrscheinlichkeit einer Kontamination, sei somit falsch. Zu den Kontaminations-
quellen führt der Beschwerdeführer aus, dass er am Arbeitsplatz mit Kokain-Konsumenten zu-
sammengearbeitet habe und insbesondere durch die Nutzung der selben Computer, Auflage-
flächen und Sanitäranlagen eine Kontamination zustande kommen könne, was auch durch die 
gerichtsmedizinischen Gutachten belegt werde. Hinsichtlich der Beweiskraft der Gutachten stellt 
sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass sich aus dem Gutachten des IRM C.____ 
gerade kein Beweis für einen Konsum ableiten lasse. Dem Beschwerdeführer sei der Nachweis 
seiner Abstinenz somit gelungen.  
 
5.1 Wie jedes Beweismittel unterliegen auch die vorliegenden Gutachterberichte der freien 
Beweiswürdigung durch das Kantonsgericht (§ 12 Abs. 1 VPO). Dieses hat zu prüfen, ob sich 
auf Grund der übrigen Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände ge-
gen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegungen aufdrängen (vgl. BGE 133 II 384 
E. 4.2.3 mit Hinweisen).  
 
5.2 Zunächst ist festzuhalten, dass der Unterscheidung positiver und negativer Befunde so 
genannte Cut-off-Werte zugrunde gelegt werden (vgl. Swiss Guidelines Committee for Drugs of 
Abuse Testing [SCDAT], Richtlinien für die Suchtstoffanalytik, Version 2012-11-15, S. 25). Ge-

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

mäss Empfehlung der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM) liegt der Cut-
off-Wert für Kokain bei 500 pg/mg (vgl. SGRM, Arbeitsgruppe Haaranalytik, Bestimmung von 
Drogen und Medikamenten in Haarproben, Version 2020, S. 12). Somit ist bei einer Überschrei-
tung dieses Cut-off-Wertes von einem Konsum auszugehen. Gemäss forensisch-
toxikologischem Gutachten des IRM B.____ vom 21. Dezember 2018 wurde eine Haarprobe 
des Beschwerdeführers unter anderem auf Betäubungsmittel getestet. Dabei wurden die Stoffe 
Kokain in einer Konzentration von 950 pg/mg und das Abbauprodukt Benzoylecgonin in einer 
Konzentration von 50 pg/mg festgestellt. Unter Berücksichtigung der von der SGRM empfohle-
nen Entscheidungsgrenze von 500 pg/mg führte das IRM B.____ im Kontrollverlaufsbericht vom 
9. Januar 2019 aus, dass mit den ermittelten Werten von Kokain (950 pg/mg) und Ben-
zoylecgonin (50 pg/mg) die geforderte Drogenabstinenz nicht belegt und damit aus verkehrs-
medizinischer Sicht die Fahreignung des Beschwerdeführers nicht mehr gegeben sei. 
 
5.3 Demgegenüber stellte das IRM C.____ in seinem Gutachten vom 3. Juni 2019 die Stof-
fe Kokain (850 pg/mg) sowie die Metaboliten Benzoylecgonin (55 pg/mg), Norcocain 
(10 pg/mg), para-Hydroxycocain (<0.5 pg/mg) und meta-Hydroxycocain (<1.0 pg/mg) fest. Zur 
Interpretation dieser Resultate wird im Gutachten ausgeführt, dass sowohl die Konzentration 
von Kokain als auch die seiner Metaboliten berücksichtigt würden, woraus die Metaboliten-
Verhältnisse (Quotient aus Metaboliten-Konzentration und Muttersubstanz-Konzentration) be-
rechnet würden. Diese Metaboliten-Verhältnisse würden zusammen mit den labormethoden-
spezifischen Entscheidungskriterien eine Gesamtbeurteilung des positiven Befundes ermögli-
chen. Die im vorliegenden Fall festgestellten Kokain-Konzentrationen lägen im unteren Bereich 
der im Labor untersuchten Haarproben. Insbesondere die niedrigen Konzentrationen von Ben-
zoylecgonin sowie von para- und meta-Hydroxycocain würden dafür sprechen, dass Kokain 
überwiegend durch Kontamination von aussen in die Haare gekommen sein dürfte. Dies könne 
z.B. durch kontaminierte Hände bzw. durch Kontakt mit kokainhaltigem Staub zustande kom-
men.  
 
5.4.1 Es ist zunächst festzustellen, dass die im Gutachten des IRM C.____ festgestellte Ko-
kain-Konzentration von 850 pg/mg den Cut-off-Wert von 500 pg/mg um 350 pg/mg überschrei-
tet. Dies stellt eine nicht unwesentliche Überschreitung dar. So führt auch das IRM B.____ in 
seiner Stellungnahme vom 18. April 2019 zur gemessenen Kokain-Konzentration von 950 
pg/mg aus, dass dieser Wert deutlich über der validierten Bestimmungs- und Nachweisgrenze 
liege. Beide gemessenen Werte liegen demzufolge deutlich über dem genannten Cut-off-Wert. 
Weiter führt das IRM B.____ in seiner Stellungnahme aus, dass diese Cut-off-Werte von ver-
schiedenen Fachgesellschaften so gewählt worden seien, dass einer möglichen Kontamination 
Rechnung getragen werde. Insofern ist die Feststellung des IRM C.____, die Kokain-
Konzentration liege im unteren Bereich der im Labor untersuchten Haarproben, in der Tat nicht 
nachvollziehbar und vermag einen Konsum nicht auszuschliessen. 
 
5.4.2 Hinsichtlich der im Gutachten des IRM C.____ erwähnten Gesamtbeurteilung mittels 
Metaboliten-Verhältnis sowie den labor-spezifischen Entscheidungskriterien (niedrige Konzent-
rationen von Benzoylecgonin sowie von para- und meta-Hydroxycocain) ist auf das SGRM zu 
verweisen, welches zur Prüfung einer möglichen externen Kontamination festhält, dass die ent-

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

sprechenden Kriterien für die verschiedenen Substanzklassen vom jeweiligen Labor selbst fest-
zulegen seien. Auf Grund fehlender methodenunabhängiger Kriterien seien die Voraussetzun-
gen für eine Harmonisierung der Beurteilung der externen Kontamination im Zusammenhang 
mit Kontakt zu Kokain zur Zeit nicht gegeben. (vgl. SGRM, a.a.O., S. 10). Es besteht insofern 
nur eine beschränkte Aussagekraft bei den vom IRM C.____ aufgeführten Entscheidungskrite-
rien in Bezug auf eine mögliche externe Kontamination. Eine einheitliche und laborunabhängige 
Beurteilung ist jedoch anhand der Cut-off-Werte möglich. Diesbezüglich überschreiten die Wer-
te beider Gutachten den massgeblichen Cut-off-Wert, was auf einen Konsum und nicht auf eine 
externe Kontamination schliessen lässt. 
 
5.4.3 In beiden Gutachten finden sich Aussagen zu möglichen Kontaminationsquellen: Das 
IRM C.____ nennt beispielhaft kontaminierte Hände bzw. Kontakt mit kokainhaltigem Staub. 
Das IRM B.____ spricht in seiner Stellungnahme vom 18. April 2019 von einem Aufenthalt in 
Räumen, in denen Kokain konsumiert werde, oder vom Verpacken von Kokain zum Verkauf. 
Wenn der Beschwerdeführer geltend macht, dass gerade durch die Gutachten eine äussere 
Kontamination am Arbeitsplatz belegt werde, kann dieser Auffassung nicht gefolgt werden. Die 
im Gutachten des IRM C.____ aufgeführten Beispiele sind allgemein gehalten und bestätigen 
gerade nicht, dass die mögliche Kontamination am Arbeitsplatz erfolgt sein könnte. Vielmehr 
entsteht der Eindruck, dass eine solche Kontamination, wenn überhaupt, im einschlägigen Mili-
eu erfolgt ist. Dies wird auch durch die genannten Beispiele des IRM B.____ bestätigt. Weiter 
fällt ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer bereits früher jeweils vorsorglich den Arbeitsplatz 
als mögliche Kontaminationsquelle angegeben hatte, dann aber kein Kokain gemessen wurde. 
Er macht auch vor dem Kantonsgericht keine weiteren Kontaminationsquellen geltend. Ein 
Konsum von Kokain ist somit viel wahrscheinlicher, was auch durch die Werte in den Gutachten 
belegt wird. Es folgt daraus, dass beim Beschwerdeführer keine Verhaltensänderung stattge-
funden hat. 
 
5.5 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass nach Art. 17 Abs. 3 SVG der Beschwerdefüh-
rer nachweisen muss, dass der Mangel behoben ist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat-
te. Den Beschwerdeführer trifft also die Beweislast des Nachweises der wiedererlangten Fahr-
eignung. Dasselbe gilt bei einem erneuten Sicherungsentzug bei Nichteinhaltung der Auflagen 
nach Art. 17 Abs. 5 SVG (vgl. BGE 140 II 334 E. 6). Die verfügten Auflagen im Einzelfall sollen 
der betroffenen Person helfen und aufzeigen, unter welchen Voraussetzungen der Führeraus-
weis wiedererteilt wird. Damit wird der betroffenen Person der Nachweis der wiedererlangten 
Fahreignung erleichtert. Denn einerseits wird ihr klar aufgezeigt, welches Verhalten die Behörde 
erwartet, und andererseits wird ihr zugesichert, dass sie beim Erfüllen der Wiederzulassungsvo-
raussetzungen im Einzelfall einen Anspruch auf Wiedererteilung des Führerausweises hat. 
 
5.6 Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen stehen dem Nachweis des Kokain-
konsums nicht entgegen. Aufgrund der Haaranalyse und der Aussagen des Beschwerdeführers 
muss von einer Missachtung der Abstinenzauflage ausgegangen werden. Der Führerausweis 
wurde demnach zu Recht entzogen. 
 

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

6.1.1 Es bleibt zu klären, ob die Anordnung eines Sicherungsentzuges verhältnismässig ist. 
Dies setzt voraus, dass die Massnahme geeignet und erforderlich ist, um die Sicherheit im 
Strassenverkehr zu gewährleisten. Es gilt die privaten Interessen des Beschwerdeführers ge-
genüber den entgegenstehenden öffentlichen Interessen abzuwägen. Der Beschwerdeführer 
rügt, dass der Sicherungsentzug weder erforderlich sei noch in einem angemessenen Verhält-
nis zu den geltend gemachten öffentlichen Interessen stehe.  
 
6.1.2 Zur Begründung führt er aus, dass eine die Fahreignung ausschliessende Drogenab-
hängigkeit nicht als erwiesen erachtet werden könne. Sofern im vorliegenden Fall von einem 
Konsum ausgegangen werde, würde es sich um eine äusserst geringfügige Menge handeln, 
welche nicht mit einer Suchtkrankheit oder chronischer Abhängigkeit zu vereinbaren sei. Man-
gels einer erwiesenen Drogensucht sei eine Verlängerung der Auflagen das mildeste Mittel, 
welches der Verhältnismässigkeit genügend Rechnung tragen würde. Deshalb sei der Entzug 
des Führerausweises nicht als erforderlich anzusehen, um die Verkehrssicherheit zu gewähr-
leisten. Dem ist zu entgegnen, dass es sich mit Blick auf den Cut-off-Wert bei der in der Haar-
analyse gemessenen Kokainkonzentration um keine geringfügige Menge handelt. Weiter ist im 
Rahmen eines Sicherungsentzuges aufgrund der Verletzung von Auflagen kein strikter Nach-
weis einer zu diesem Zeitpunkt bestehenden Sucht, welche in Anwendung von Art. 16d Abs. 1 
lit. b SVG die fehlende Fahreignung zur Folge hätte, erforderlich. Vielmehr genügt eine einmali-
ge Konsumation (vgl. E. 4.1).  
 
6.1.3 Hinsichtlich seiner privaten Interessen macht der Beschwerdeführer geltend, dass er 
im Oktober 2019 die Firma "D.____" gegründet habe und für deren Betrieb dringend auf seinen 
Führerschein angewiesen sei. Der Entzug des Führerausweises würde jegliche Bemühungen 
bezüglich seiner Zukunftsplanung und Selbständigkeit zunichtemachen und hätte eine direkte 
Schliessung des Betriebes zur Folge. Das Ausmass des Eingriffs in die Rechte des Beschwer-
deführers stehe in keinem Verhältnis zu den geltend gemachten Sicherheitsinteressen der Öf-
fentlichkeit. Dagegen ist einzuwenden, dass es sich primär um wirtschaftliche Interessen han-
delt, die gegenüber den hohen öffentlichen Interessen der Verkehrssicherheit weniger Gewicht 
haben. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer sein Unternehmen zu einem Zeitpunkt gegründet, 
in welchem ihm der Führerausweis bereits entzogen worden war, weshalb dieser Einwand nicht 
zu überzeugen vermag.  
 
7. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer der Beweis der 
geforderten Drogenabstinenz misslungen ist. Die Polizei hat dem Beschwerdeführer den Führe-
rausweis demnach zu Recht auf unbestimmte Zeit entzogen und die Beschwerde ist vollum-
fänglich abzuweisen.  
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungs-
gerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen 
die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend sind die Verfah-
renskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

und mit dem Kostenvorschuss in der gleichen Höhe zu verrechnen. Die Parteikosten sind nach 
§ 21 Abs. 1 VPO wettzuschlagen. 
  

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.