# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a5f309e-37d3-54f1-9348-9bac90bbbe02
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE240127-O4
**Docket/Reference:** UE240127-O4
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE240127-O4.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE240127-O/U/REA

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, Oberrichterin 

lic. iur. K. Eichenberger und Oberrichter Dr. iur. P. Klaus sowie Ge-

richtsschreiberin MLaw L. Autolitano

Beschluss vom 24. September 2025

in Sachen

A._____, 

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,

gegen

1.

2.

3.

B._____ AG, 

Verantwortliche Organe der B._____ AG, 

Staatsanwaltschaft See/Oberland, 

Beschwerdegegnerinnen

1, 2 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____, 

betreffend Einstellung  

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft 

See/Oberland vom 26. März 2024, Doss. 17

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Erwägungen:

I.

1.

Das vorliegende Beschwerdeverfahren ist Teil von mehreren parallelen 

Strafuntersuchungen, welche im Jahre 2019 gegen die B._____ AG (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) angestrengt wurden. A._____ (nachfolgend: Beschwerde-

führer) ist einer der Anzeigeerstatter. In seiner Strafanzeige vom 9. Oktober 2019 

warf er der Beschwerdegegnerin im Wesentlichen vor, dass sie sich beim Forde-

rungsinkasso diverser Straftatbestände (u.a. des Betrugs sowie der Widerhand-

lungen gegen das UWG) strafbar gemacht habe (Urk. 29/D17/1; ergänzt mit 

Urk. 29/D17/4 sowie Urk. 29/D17/6; vgl. dazu sogleich näher E. II./2). Das Mi-

nistère Public Arrondissement de Lausanne (nachfolgend: Ministère Public) nahm 

die Untersuchung mit Verfügung vom 6. Dezember 2019 nicht an die Hand 

(Urk. 29/D17/8). Das Tribunal cantonal de Vaud hiess eine dagegen erhobene 

Beschwerde mit Entscheid vom 8. Mai 2020 teilweise gut und wies das Verfahren 

an das Ministère Public zurück (Urk. 29/D17/8 f.). In der Folge übernahm die 

Staatsanwaltschaft See/Oberland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) mit Verfü-

gung vom 14. September 2022 den verbliebenen Teil der Strafuntersuchung 

(Urk. 29/D17/16/14, zum Hintergrund der Verfahrensübernahme vgl. E. I./1 des 

Beschlusses dieser Kammer vom 9. August 2023 im Verfahren UV230004 

[Urk. 29/D1/11/1 S. 2]). Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden ist für die de-

taillierte Prozessgeschichte auf die einlässlichen Ausführungen der Staatsanwalt-

schaft unter E. 1–5 in der angefochtenen Verfügung zu verweisen (Urk. 3 S. 1–4).

2.

Am 26. März 2024 stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen die 

Beschwerdegegnerin ein (Urk. 3 = Urk. 29/D1/16/17). Dagegen erhob der Be-

schwerdeführer mit Eingabe vom 15. April 2024 Beschwerde, wobei er folgende 

Anträge stellte (Urk. 2 S. 2):

1.

2.

Es sei die Einstellungsverfügung vom 26. März 2024 aufzuheben und die Sa-
che an die Staatsanwaltschaft See/Oberland zurückzuweisen.

Es seien die Gerichtskosten auf die Staatskasse zu nehmen.

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3.

Es sei dem Geschädigten eine Entschädigung für die Anwaltskosten von Dr. 
iur. X._____ in Höhe von CHF 3'324.10 (CHF 3'075.– zzgl. MwSt.) auszuspre-
chen.

Gleichzeitig erhob der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in sieben weiteren 

Parallelverfahren Beschwerden gegen die Erledigungsverfügungen der Staatsan-

waltschaft. Die Verfahren werden hierorts unter den Geschäftsnummern 

UE240128–134 geführt. Ebenso verlangte er am 15. April 2024 abermals, dass 

die fallführende Staatsanwältin in den Ausstand trete (vgl. zum ersten Ausstands-

gesuch den Beschluss dieser Kammer vom 9. August 2023, Urk. 29/D1/11/2). 

Dieses Verfahren wird hierorts unter der Verfahrensnummer UA240015-O geführt.

3.

Nachdem u. a. der einverlangte (Urk. 9) Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– 

fristgerecht eingegangen war (Urk. 10/1 i. V. m. Urk. 19), nahm die Staatsanwalt-

schaft am 7. Juni 2024 und die Beschwerdegegnerin am 10. Juni 2024 Stellung 

zur Beschwerde – beide beantragen, dass die Beschwerde abzuweisen sei 

(Urk. 22 sowie Urk. 24). Der Beschwerdeführer replizierte darauf am 26. Juni 

2024 (Urk. 33). Mit Eingabe vom 21. Oktober 2024 (Urk. 36) reichte er sodann ein 

weiteres Aktenstück ins Recht (Urk. 37). Diese Eingaben sind der Staatsanwalt-

schaft und der Beschwerdegegnerin zusammen mit diesem Entscheid zukommen 

zu lassen. Das Verfahren ist nunmehr spruchreif, wobei darauf hinzuweisen ist, 

dass der vorliegende Beschluss in teilweise anderer Besetzung ergeht als ur-

sprünglich angekündigt (Urk. 9). 

II.

1.

Angefochten ist eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft. Dage-

gen ist die Beschwerde bei der Kammer zulässig (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO und 

§ 49 GOG). Die Beschwerde wurde form- und fristgerecht erhoben. Die übrigen 

Prozessvoraussetzungen geben zu keiner Bemerkung Anlass. Auf die Be-

schwerde ist einzutreten.

2.

Der Beschwerdeführer hatte den ihn betreffenden Anzeigesachverhalt zu-

nächst nur rudimentär geschildert (Urk. 29/D17/1 S. 3) und konkretisierte bzw. er-

gänzte ihn hernach mehrfach substanziell, zum Teil (und v. a.) erst im Rahmen 

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des (ersten) Beschwerdeverfahrens vor dem Tribunal cantonal de Vaud (vgl. nur 

Urk. 29/D17/4–7 sowie Urk. 29/D17/9/2 S. 1 ff.). Weiter ergänzt wurde der Sach-

verhalt mit weiteren Dokumenten, die anlässlich der Einvernahme von C._____ 

am 28. Februar 2024 (Urk. 29/D1/5) eingereicht wurden (Urk. 29/D1/6/4 f.). Auch 

darauf stellte die Staatsanwaltschaft in ihrer Verfügung ab (Urk. 3 S. 7). Das 

macht die Sache unübersichtlich. Der Klarheit halber ist hier deshalb der Sachver-

halt, der für die verbliebene rechtliche Beurteilung noch relevant ist (vgl. dazu so-

gleich E. II./3) und den auch die Staatsanwaltschaft – wenn auch wenig konkret, 

so aber doch korrekt – ihrer Einstellungsverfügung zugrunde legte (vgl. Urk. 3 

S. 4 ff.), noch einmal festzuhalten:

3.

3.1. Der Beschwerdeführer bezahlte Rechnungen der D._____ SA aus einem 

Mobilfunkvertrag über Fr. 497.35 nicht (Urk. 29/D17/5/3–7). Am 14. Mai 2019 kon-

taktierte ihn deshalb die Beschwerdegegnerin. Sie teilte ihm mit, dass ihr die vor-

erwähnte Forderung abgetreten worden sei und forderte den Beschwerdeführer 

auf, diesen Betrag zuzüglich Fr. 0.25 «Intérêts» sowie Fr. 194.50 «Frais de retard 

selon art. 106 CO», d. h. insgesamt Fr. 692.10, innert 10 Tagen zu bezahlen 

(Urk. 29/D17/9/3/3 S. 2 f.). Nach weiterem Mailverkehr zwischen dem 23. Mai und 

dem 8. Juli 2019 (Urk. 29/D17/9/3/3 S. 1 f.) sowie zwei mit «Accord de paiement» 

betitelten Abzahlungsangeboten der Beschwerdegegnerin vom 24. Mai 2019 über 

Fr. 794.60 (Urk. 29/D1/6/5) sowie vom 10. Juli 2019 über Fr. 806.55 

(Urk. 29/D1/6/4) habe der Beschwerdeführer sodann «gegen Ende September 

2019» ein weiteres Dokument von der Beschwerdegegnerin erhalten 

(Urk. 29/D17/1 S. 3; Urk. 29/D17/9/2 S. 5), das wie folgt aussah (Urk. 29/D17/2/1 

= Urk. 29/D17/9/3/4):

B._____ AG

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3.2. Der Beschwerdeführer unterzeichnete keines der Dokumente. Er leistete 

jedoch am 9. und 15. August 2019 zwei Zahlungen von je Fr. 161.35 und am 

25. September 2019 eine Zahlung von Fr. 174.65 (d. h. insgesamt Fr. 497.35) an 

die Beschwerdegegnerin (Urk. 29/D17/9/5). Mit E-Mail vom 25. Oktober 2019 

wandte sich die Beschwerdegegnerin an den Anwalt des Beschwerdeführers und 

verlangte betreffend das Dossier der D._____ SA Fr. 586.05 (Urk. 29/D17/7/1 S. 4 

ff. = Urk. 29/D17/9/3/10 S. 5 ff.). Nach Abklärungen wies der Anwalt des Be-

schwerdeführers zwei Mal darauf hin, dass der Beschwerdeführer den D._____-

Saldo beglichen habe. Daraufhin bestätigte die Beschwerdegegnerin am 4. No-

vember 2019 sinngemäss den Eingang der Zahlungen (Urk. 29/D17/7/1 S. 1 ff. = 

Urk. 29/D17/9/3/10 S. 2 ff.).

3.3.

In anderem Zusammenhang machte die Beschwerdegegnerin den Anwalt 

des Beschwerdeführers mit E-Mail vom 4. Oktober 2019 u. a. darauf aufmerksam, 

dass bei ihr ein weiteres den Beschwerdeführer betreffendes und offenes Dossier 

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«E._____» über Fr. 187.40 bestehe (Urk. 29/D17/9/3/7). Mit «Sommation» vom 

28. Oktober 2019, welche den Beschwerdeführer am 8. November 2019 erreichte 

(Urk. 29/D17/9/2 S. 9), forderte die Beschwerdegegnerin den Betrag schriftlich ein 

(Urk. 29/D17/7/2):

Mit E-Mail vom 12. November 2019 brachte der Anwalt des Beschwerdeführers 

vor, dass die Rechnung bereits bezahlt worden sei (Urk. 29/D17/9/3/10 S. 1), wor-

auf die Beschwerdegegnerin ihn auf eine Verwechslung seinerseits über die be-

zahlten bzw. nichtbezahlten E._____-Blumenlieferungen aufmerksam machte 

(Urk. 29/D17/9/3/14). Am 4. Dezember 2019 überwies der Beschwerdeführer der 

Beschwerdegegnerin Fr. 187.75 (Urk. 29/D17/9/3/16).

4.

Die Staatsanwaltschaft sah vorliegend keinen Straftatbestand erfüllt und 

stellte das Verfahren in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 i. V. m. Art. 320 StPO ein 

(Urk. 3 S. 5 ff.). Die Beschwerdegegnerin stützt diesen Standpunkt (Urk. 22 

S. 2 ff.). Der Beschwerdeführer hält dies im Wesentlichen deshalb für rechtsfeh-

lerhaft, weil die Staatsanwaltschaft den Grundsatz «in dubio pro duriore» verletzt 

habe (Urk. 2 S. 1 ff.). Das wird nachfolgend zu prüfen sein, wobei in prozessualer 

Hinsicht Folgendes vorauszuschicken ist:

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5.

Eine Beschwerde ist zu begründen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Dabei knüpft die 

Begründung an die Motivation des angefochtenen Entscheids an (BGE 143 IV 40 

E. 3.4 und BGE 146 IV 297 E. 1.2, je m. w. H.). Der Beschwerdeführer hat u. a. 

genau anzugeben, welche Punkte des Entscheids er anficht und welche Gründe 

einen anderen Entscheid nahelegen (Art. 396 Abs. 1 i. V. m. Art. 385 Abs. 1 lit. b 

StPO). Erforderlich ist mithin, dass sich die Beschwerdebegründung mit den Er-

wägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzt (BGE 143 IV 40 

E. 3.4.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1404/2016 vom 13. Juni 2017 E. 1.2.3) – 

es gilt insofern das Rügeprinzip (Urteil des Bundesgerichts 6B_1273/2019 vom 

11. März 2020 E. 2.4.3). Soweit also der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer 

in der Beschwerdeschrift den Verfahrenslauf rekapituliert (Urk. 2 S. 4-7) und im 

Weiteren «generelle Überlegungen» anstellt, worin er der Staatsanwaltschaft u. a. 

pauschal vorwirft, dass sie die angefochtene Verfügung «mit fehlerhaften Interpre-

tationen der spärlichen erhobenen Fakten und mit an Naivität und Blauäugigkeit 

grenzender Bewunderung für die von der [Beschwerdegegnerin] seit 2019 getätig-

ten aber erst 2022 umgesetzten Verbesserungsbemühungen» begründe (Urk. 2 

S. 9 f.), setzt er sich nicht hinreichend mit den Entscheiderwägungen auseinan-

der. Auf diese Ausführungen ist nicht näher einzugehen. Im Ergebnis dasselbe – 

jedoch aus anderem Grund – gilt für die fünf Kommentare des Beschwerdeführers 

zu den Hinweisen der Staatsanwaltschaft in ihrer Erwägung 13 (Urk. 2 S. 19–21). 

Darin weist sie auf (mittlerweile) geänderte Geschäftspraktiken der Beschwerde-

gegnerin hin und schliesst damit, dass die Beschwerdegegnerin erkannt habe, 

dass ihr vergangenes Gebaren beim Forderungsinkasso immer wieder zu Irritatio-

nen und Strafanzeigen geführt habe, eine Neuausrichtung zu einem u. a. ethisch 

korrekten Inkasso dringend notwendig gewesen sei und sie – die Beschwerde-

gegnerin – mittlerweile einen Systemwechsel vorgenommen und verschiedene 

Massnahmen zum besseren Schutz des Konsumenten ergriffen habe (Urk. 3 

S. 10 ff.). Dabei handelt es sich um allgemein gehaltene Ausführungen der 

Staatsanwaltschaft, die keinen strafrechtlichen Bezug haben und deshalb für die 

Strafverfolgung im Rahmen der Untersuchung (Art. 16 StPO) irrelevant sind. Als 

ebenso obsolet müssen die Entgegnungen des Beschwerdeführers dazu aus-

scheiden (Urk. 2 S. 19–21). Nichts anderes gilt schliesslich für die Ausführungen 

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in der Replik vom 26. Juni 2024, da die Ausführungen und Entgegnungen des Be-

schwerdeführers zur angeblich querulatorischen Beschwerde und dem Ruf bzw. 

«Standing» der Beschwerdeführerin an der Sache vorbeigehen (Urk. 33 S. 1 ff.).

6.

6.1. Soweit der Beschwerdeführer konkrete Rügen vorbringt, beanstandet er 

zunächst, dass die Staatsanwaltschaft zu Unrecht eine Vermischung bzw. Ver-

wechslungsgefahr von Leistungen der ursprünglichen Gläubigerin (hier: die 

D._____ SA) mit Leistungen der Beschwerdegegnerin verneint habe. Dies wider-

spreche der Argumentation des Tribunal cantonal de Vaud. Dieses habe nämlich 

zu Recht erklärt, dass das Problem darin liege, dass das als «Confirmation de 

paiement par acomptes» betitelte Dokument (vgl. oben E. II./3.1 a. E.) bei den 

aufgeführten Positionen keine Unterscheidung treffe, ob es sich um die ursprüng-

liche Forderung der D._____ SA oder der Beschwerdegegnerin handle (Urk. 2 

S. 11 f.). Zudem habe die Beschwerdegegnerin in ihrem Schreiben zusammen mit 

dem Hinweis auf Art. 106 OR nicht den obligationenrechtlichen Begriff «Dom-

mage» («Schaden»), sondern den Begriff «Frais» («Kosten») verwendet. Selbst 

die Staatsanwaltschaft bringe das durcheinander, wenn sie von «Leistungen der 

Beschuldigten (z. B. Verzugsschaden i. S. von Art. 106 OR)» schreibe. Dass wei-

ter mit der in diesem Dokument angebotenen Ratenzahlung eine Anerkennung 

von tatsächlich nicht bestehenden Forderungen der Beschwerdegegnerin einher-

gehe, mache die Provokation der Verwechslungen und des Irrtums über die 

Schuld umso schwerwiegender. Eine Verletzung von Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG 

stehe im Raum (Urk. 2 S. 11 f.).

6.2. Gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft u. a. dann die 

Einstellung des Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage 

rechtfertigt (lit. a) oder, wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b). Der Entscheid 

über die Einstellung eines Verfahrens hat sich nach dem – aus dem Legalitäts-

prinzip fliessenden (BGE 138 IV 186 E. 4.1 m. w. H.) – Grundsatz «in dubio pro 

duriore» zu richten. Danach darf die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren nur 

bei klarer Straflosigkeit (oder offensichtlich fehlender Prozessvoraussetzungen) 

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einstellen (BGE 146 IV 68 E. 2.1; 143 IV 241 E. 2.2.1; 138 IV 186 E. 4.1). Bei 

zweifelhafter Beweis- oder Rechtslage hat deshalb nicht die Staatsanwaltschaft 

über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das 

zur materiellen Beurteilung zuständige Gericht (BGE 148 IV 124 E. 2.6.7; 143 IV 

241 E. 2.2.1; 138 IV 186 E. 4.1, alle je m. w. H.). Die Rechtsprechung betonte al-

lerdings auch, dass der Grundsatz unter Würdigung der im Einzelfall gegebenen 

Umständen anzuwenden ist, und die Kantone bzw. die Staatsanwaltschaft über 

ein gewisses Ermessen verfügen (BGE 146 IV 68 E. 2.2; 138 IV 186 E. 4.1; 138 

IV 86 E. 4.1.2. = Pra 101 [2012] Nr. 114; Urteil des Bundesgerichts 6B_790/2022 

vom 15. Juni 2023 E. 4.2.1).

6.3.

Fraglich ist, ob die Staatsanwaltschaft in vertretbarer Weise zum Schluss 

kam, dass im Gebaren der Beschwerdegegnerin keine hinreichenden Hinweise 

für unlautere Handlungen i. S. v. Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG zu erkennen sind (Urk. 3 

S. 7). Nach dieser Bestimmung handelt unlauter und wird auf Antrag mit Freiheits-

strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 23 Abs. 1 UWG), wer Mass-

nahmen trifft, die geeignet sind, Verwechslungen mit den Waren, Werken, Leis-

tungen oder dem Geschäftsbetrieb eines anderen herbeizuführen (Art. 3 Abs. 1 

lit. d UWG). Ratio legis des wettbewerbs- bzw. lauterkeitsrechtlichen Kennzei-

chenschutzes in Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG (BGE 135 III 446 E. 6.1) ist es, Ele-

mente, welche Waren, Werke und Leistungen eines Mitbewerbers oder dessen 

Geschäftsbetrieb kennzeichnen (und diese somit von den Waren, Werken und 

Leistungen eines anderen Marktteilnehmers oder dessen Geschäftsbetrieb unter-

scheiden) zu schützen (BIRKHÄUSER/SPITZ, in: Jung [Hrsg.], Stämpflis Handkom-

mentar zum Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb [UWG], 3. Aufl. 

2023, Art. 3 Abs. 1 lit. d N 6). Der Tatbestand soll vor einer Irreführung über die 

betriebliche Herkunft einer Leistung bzw. über die betriebliche Identität an sich 

schützen und ist insofern zwingend mitbewerberbezogen (BIRKHÄUSER /SPITZ, 

a. a. O. Art. 3 Abs. 1 lit. d N. 9, vgl. auch BGE 135 III 446 E. 6.1 f., Urteil des Bun-

desgerichts 4C.332/2006 vom 20. Dezember 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Eine 

lauterkeitsrechtliche Verwechslungsgefahr setzt nach der Rechtsprechung eine 

Kennzeichnungskraft des verwendeten Zeichens bzw. der nachgeahmten 

Ausstattung voraus, indem diese von den massgebenden Verkehrskreisen als 

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Herkunftshinweis verstanden werden (Urteil des Bundesgerichts 4A_290/2023 

vom 29. November 2023, E. 4.2.1 und E. 4.3 [nicht publiziert in BGE 150 III 83]; 

BGE 135 III 446 E. 6.2, je m. w. H.).

6.4. Beim Vorwurf des Beschwerdeführers, wonach die Gestaltung und Formu-

lierung der Schreiben der Beschwerdegegnerin sowie die angebotene Ratenzah-

lung, namentlich die «Confirmation de paiement par acomptes» (Urk. 29/D17/ 2/1 

= Urk. 29/D17/9/3/4; vgl. E. II./3.1), angeblich dazu geeignet waren, eine Gefahr 

der Fehlzurechnung der einzelnen Forderungsbeträge beim Beschwerdeführer 

hervorzurufen (vgl. E. II./6.1), handelt es sich nicht um einen Anwendungsfall von 

Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG. Der Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und der 

Beschwerdegegnerin drehte sich einzig um das Inkasso von (teilweise zedierten) 

Forderungen (vgl. E. II./3). Blossen Geldforderungen (bzw. dem Inkasso von ze-

dierten Geldforderungen) geht aber – es liegt in der Natur der Sache – der kenn-

zeichnende Charakter ab, wie er Waren, Werken oder Dienstleistungen mitunter 

zukommen kann. Um es mit den paraphrasierten Worten des Beschwerdeführers 

treffend auszudrücken: «Eine [Forderung] kann keine Leistung sein.» (Urk. 2 

S. 12). Mangels der besonderen Kennzeichnungskraft von Forderungen ist Art. 3 

Abs. 1 lit. d UWG auf den der Beschwerdegegnerin vorgeworfenen Sachverhalt 

augenscheinlich nicht anwendbar. Eine Strafbarkeit nach Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG 

fällt ausser Betracht. Es trifft denn auch der Vorwurf des Beschwerdeführers nicht 

zu, wonach diese Argumentation im Widerspruch zum Entscheid des Tribunal 

cantonal de Vaud stehe (Urk. 2 S. 11 f.). Das Gericht wies lediglich auf eine Mög-

lichkeit eines Verstosses gegen Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG hin (Urk. 29/D17/9/7 

S. 10 [Hervorhebung durch die Kammer]: «En revanche, il pourrait exister un ris-

que de confusion s'agissant des divers postes de la créance réclamée, […].») und 

wies die Sache entsprechend zur Prüfung zurück (Urk. 29/D17/9/7 S. 13: «[…] le 

dossier doit de toute manière lui [le Ministère public] être retourné pour instruire 

sur une éventuelle violation des dispositions de la LCD, […].») ohne jedoch einen 

definitiven Entscheid über einen UWG-Verstoss zu treffen.

6.5. An diesem Ergebnis ändert sich nichts, selbst wenn entgegen den soeben 

gemachten Ausführungen blossen Geldforderungen lauterkeitsrechtliche Kenn-

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zeichnungskraft i. S. v. Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG zugeschrieben würde. Selbst 

dann, wäre im vorliegenden Fall und entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh-

rers nicht ersichtlich, inwiefern die geltend gemachten Forderungen irreführend 

gekennzeichnet sein sollen und dadurch eine mitbewerberbezogene Irreführungs-

gefahr hervorgerufen werden soll. So informiert insbesondere auch die «Confir-

mation de paiement par acomptes», die mit dem Logo sowie den Kontaktdaten 

der Beschwerdegegnerin versehen ist, über die Abtretung der Forderung («motif 

de la créance: solde ouvert au 10.04.2019, créance cédé de D._____ SA») und 

führt anschliessend die geforderten Beträge unter Angabe des jeweils geltend ge-

machten Forderungsgrundes einzeln auf. Dabei weist sie insbesondere auf den 

«montant initial» über Fr. 497.35 hin (vgl. das Schaubild in E. II./3.1 a. E.). Dass 

es sich dabei um die zedierte Forderung handelt, erschliesst sich einem Durch-

schnittsleser ohne Weiteres aus dem Zusammenhang. Entgegen der Behauptung 

des Beschwerdeführers (Urk. 2 S. 11 f.) trifft es nicht zu, dass die Beschwerde-

gegnerin Forderungen von ihr und der ursprünglichen Gläubigerin vermengt oder 

nicht unterschieden hätte, sind sie – wie sowohl die Staatsanwaltschaft (Urk. 3 

S. 7; Urk. 24 S. 2 f.) als auch die Beschwerdegegnerin (Urk. 22 S. 4 f.) zutreffend 

bemerkten – doch gesondert und einzeln aufgeführt. Auch die im Schreiben ge-

wählte Darstellung (vgl. E. II./3.1) lädt nicht zu Verwechslungen ein, bleibt die ze-

dierte Forderung doch, wie soeben aufgezeigt, von den weiteren Forderungen der 

Beschwerdegegnerin unterscheidbar. Die Beschwerdegegnerin deklariert sodann 

sämtliche Forderungen mit Recht als (nunmehr) ihre Forderungen und macht 

diese in eigenem Namen geltend, womit sie sie allfällige Zweifel über die rechtli-

che Zuordnung und Herkunft der Forderungen gleich selbst aus dem Weg räumt. 

Unerfindlich ist sodann, was die Bezeichnung der «Frais de retard selon art. 106 

CO» in der bereits mehrfach referenzierten «Confirmation de paiement par 

acomptes» und angebliche Verwechslungen der Staatsanwaltschaft in Bezug dar-

auf (Urk. 2 S. 12) mit dem lauterkeitsrechtlichen Kennzeichenschutz i. S. v. Art. 3 

Abs. 1 lit. d UWG zu tun haben soll. Mag die Bezeichnung der Position allenfalls 

problematisch erscheinen – die Gefahr einer betrieblichen Fehlzuordnung und da-

mit einer rechtsrelevanten Verwechslungsgefahr besteht mangels eines sachli-

chen Zusammenhangs nicht. Dasselbe gilt für den vom Beschwerdeführer unter 

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diesem Titel zuletzt gerügten Umstand, wonach mit der in der «Confirmation de 

paiement par acomptes» angebotenen Ratenzahlung eine Anerkennung von tat-

sächlich nicht bestehenden Forderungen einhergehe (Urk. 2 S. 12).

6.6. Da kein Verstoss gegen den lauterkeitsrechtlichen Kennzeichnungsschutz 

ersichtlich ist, verletzte die Staatsanwaltschaft den Grundsatz «in dubio pro duri-

ore» nicht, als sie das Verfahren in Bezug auf Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG einstellte. 

Die Einstellung ist nicht zu beanstanden, wobei jedoch Folgendes anzufügen 

bleibt: Richtig ist, dass Art. 2 UWG – ganz generell – jedes täuschende oder in 

anderer Weise gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossende Verhal-

ten oder Geschäftsgebaren, welches das Verhältnis zwischen Mitbewerbern oder 

zwischen Anbietern und Abnehmern beeinflusst, für unlauter und damit wider-

rechtlich erklärt. Wegen der offenen bzw. unbestimmten Formulierung steht eine 

Widerhandlung gegen diese «Generalklausel» (vgl. statt vieler: BGE 136 III 23 

E. 9.1 oder BGE 131 III 384 E. 3, je m. w. H.) jedoch nicht unter Strafe (Art. 23 

UWG; vgl. dazu einlässlich KILLIAS/GILLIÉRON, in: Basler Kommentar, Bundesge-

setz gegen den unlauteren Wettbewerb, 2013, N. 1 zu Art. 2 UWG, mit zahlrei-

chen Hinweisen). Der Beschwerdeführer bringt denn auch mit Fug nicht vor, dass 

die Beschwerdegegnerin in strafrechtlich relevanter Weise gegen Art. 23 i. V. m. 

Art. 2 UWG verstossen hätte (Urk. 2 S. 1 ff.). In strafrechtlich relevanter Weise un-

lauter handelt jedoch, wer u. a. über sich, seine Leistungen oder über seine Ge-

schäftsverhältnisse unrichtige oder irreführende Angaben macht (Art. 3 Abs. 1 

lit. b UWG). Unlauter handelt ebenso, wer den Kunden durch besonders aggres-

sive Verkaufsmethoden in seiner Entscheidungsfreiheit beeinträchtigt (Art. 3 

Abs. 1 lit. h UWG). Dass das unter diesem Titel angeprangerte Verhalten der Be-

schwerdegegnerin Art. 3 Abs. 1 lit. b oder lit. h UWG verletzt bzw. die Staatsan-

waltschaft dies zu Unrecht übersehen hätte (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO), macht 

der Beschwerdeführer nicht geltend (Urk. 2 S. 1 ff.). Auch kann es sich nicht um 

eine allenfalls irrtümliche Bezeichnung im Tatbestand handeln, brachte der Be-

schwerdeführer seine hier gegenständlichen Rügen doch klar unter der Über-

schrift «1) Art. 3 Abs. 1 Bst. d UWG» vor (Urk. 2 S. 11) und referenzierte auch 

mehrfach klar und einzig auf diese Bestimmung (Urk. 2 S. 11 f.). Weiterungen 

hierzu erübrigen sich vor diesem Hintergrund.

- 13 -

7.

In Bezug auf die «Sommation» vom 28. Oktober 2019 (Urk. 29/D17/7/2; vgl. 

das Schaubild in E. II./3.3) bzw. die Erwägungen der Staatsanwaltschaft dazu 

(Urk. 3 S. 7 f.) erkennt der Beschwerdeführer einen weiteren Verstoss gegen den 

Grundsatz «in dubio pro duriore», diesmal in Bezug auf Art. 3 Abs. 1 lit. h UWG 

zur aggressiven Verkaufsmethode (Urk. 2 S. 13 f.). Zwar ist die Rüge konkret vor-

gebracht. In der Sache ist sie jedoch unbegründet:

7.1.

Tatsachenwidrig ist zunächst die Behauptung des Beschwerdeführers, 

dass mit der «Sommation» eine Betreibung für einen nicht geschuldeten Betrag 

angedroht worden sei (Urk. 2 S. 14). Gerade das Gegenteil ist der Fall, zahlte der 

damals schon anwaltlich vertretene Beschwerdeführer den einverlangten Betrag 

doch postwendend, nachdem ihn die Beschwerdegegnerin auf eine Verwechslung 

seinerseits über die bezahlten bzw. nichtbezahlten E._____-Blumenlieferungen 

aufmerksam gemacht hatte (vgl. E. II./3.3; Urk. 29/D17/9/3/14+16). Spätestens 

mit der Zahlung anerkannte er den Bestand der Forderung. Nun im Prozess deren 

Nichtbestand zu behaupten ist widersprüchlich.

7.2.

Teilweise richtig ist sodann das Vorbingen, dass die «Sommation» den Be-

schwerdeführer auf ausgesuchte (und nicht alle) Konsequenzen (und nicht Nach-

teile) einer Betreibung aufmerksam machte (Urk. 2 S. 14). Konkret wies die Be-

schwerdegegnerin den Beschwerdeführer darin unter der Überschrift «Voici quel-

ques informations importantes relatives à la procédure de poursuite» mitunter ge-

setzeswortgetreu auf den Inhalt von Art. 68, Art. 64 sowie auf Art. 8 und 

Art. 8a SchKG hin (vgl. E. II./3.3; Urk. 29/D17/7/2). Unerfindlich ist, was im blos-

sen Wiederholen von gesetzlichen Regelungen besonders aggressiv i. S. v. Art. 3 

Abs. 1 lit. h UWG oder überhaupt unerlaubt sein soll. Auch mit viel gutem Willen 

lässt sich darin schlicht keine rechtsrelevante Beeinträchtigung der Entschei-

dungsfreiheit erkennen. Augenscheinlich wird damit keine psychologische 

Zwangssituation ausgelöst, in welcher man sich «aus inneren Gefühlen (Angst, 

Dankbarkeit, Anstand, Peinlichkeit)» verpflichtet fühlt (Urteil des Bundesgerichts 

4A_314/2021 vom 27. Oktober 2021 E. 7.4 m. w. H.). Es fehlt schon nur an einer 

hinreichenden Einwirkungsintensität, womit die Frage offen bleiben kann, ob eine 

schlichte Mahnung i. S. v. Art. 102 Abs. 1 OR wie die «Sommation» überhaupt als 

- 14 -

«Verkaufsmethode» i. S. v. Art. 3 Abs. 1 lit h UWG qualifiziert werden kann (vgl. 

allgemein dazu die Urteile des Bundesgerichts 4A_314/2021 vom 27. Oktober 

2021 E. 7.4 sowie 6B_1074/2016 vom 20. Juli 2017 E. 2.2.1, je m. w. H.).

7.3. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist es unter dem Blickwinkel 

von Art. 3 Abs. 1 lit h UWG schliesslich unerheblich, dass die Beschwerdegegner-

in die «Sommation» dem Beschwerdeführer direkt und nicht seinem Rechtsvertre-

ter zukommen liess. Anders als etwa Behörden (vgl. beispielhaft Art. 87 StPO 

oder Art. 137 ZPO) oder Anwälte (Art. 12 lit. a BGFA [Urteil des Bundesgerichts 

2P.156/2006 und 2A.355/2006 vom 8. November 2006 E. 4.1, m. w. H]; vgl. ferner 

Art. 30 der Standesregeln des Schweizerischen Anwaltsverbands vom 1. Juli 

2023) ist die Beschwerdegegnerin nicht gehalten, einzig über den Rechtsvertreter 

mit dem Beschwerdeführer zu kommunizieren. Bei einer Direktkontaktaufnahme 

ist denn auch nicht einzusehen, worin die besonders aggressive 

Verkaufsmethode bestehen soll. Der Hinweis, dass mit der Direktzustellung der 

Mahnung versucht werde, «den Schutz durch die Rechtskenntnisse des 

Vertreters zu umgehen», (Urk. 2 S. 14) geht an der lauterkeitsrechlichen Sache 

vorbei. Die beschworene Gefahr (Urk. 2 S. 14) ist sodann unbegründet, steht es 

dem Kontaktierten doch frei, sich mit der direkt erhaltenen Mahnung an seinen 

Rechtsvertreter zu wenden, wie das vorliegend geschehen ist.

8.

8.1. Der Beschwerdeführer beanstandet weiter die Erwägungen 11 und 12 der 

angefochtenen Verfügung (Urk. 3 S. 8 ff.) als fehlerhaft (Urk. 2 S. 17 ff.). Darin 

weist die Staatsanwaltschaft zunächst darauf hin, dass «im Beschwerdeverfahren 

[vor dem Tribunal cantonal de Vaud] neu Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB 

sowie Erpressung im Sinne von Art. 156 StGB geltend gemacht [wurden], durch 

die Betreibungsandrohungen bzw. durch die Androhungen von ernstlichen Nach-

teilen in den Mahnschreiben» (Urk. 3 S. 8). Anschliessend macht sie unter diesen 

Tatbeständen allgemeine Ausführungen zum Forderungsinkasso, zu Mahnungen, 

«Verzugsschaden nach Art. 106 OR» sowie zur – ihrer Ansicht nach – nicht ver-

gleichbaren Rechtsprechung und Lehrmeinungen dazu, wobei sie anschliessend 

- 15 -

strafbares Verhalten ausschliesst (Urk. 3 S. 9 f.). Der Beschwerdeführer sieht dies 

selbstredend anders (Urk. 2 S. 17 ff.).

8.2. Richtig ist, dass der Beschwerdeführer die Tatbestände der Nötigung 

(Art. 181 StGB) sowie der Erpressung (Art. 156 StGB) erstmals im Beschwerde-

verfahren vor dem Tribunal cantonal de Vaud thematisierte. Konkret geht es um 

folgende Stelle (Urk. 29/D17/9/2 S. 22 a. E.):

«La sommation menaçante d'B._____ AG du 28 octobre 2019 [gemeint ist die bereits 
mehrfach  erwähnte  «Sommation»,  vgl.  E. II./7]  n'avait,  à  ce  stade,  pas  encore  été 
communiquée au Ministère public. Vu que la contrainte et l'extorsion et chantage sont 
poursuivis  d'office,  il  appartiendra  au  Ministère  public,  en  sus  des  infractions 
susmentionnées,  d'également  ouvrir  instruction  pour  contrainte  et  extorsion  et 
chantage (probablement par métier).»

Entgegen der Darstellung in der angefochtenen Verfügung bezog sich der Nöti-

gungs- bzw. Erpressungsvorwurf jedoch nicht allgemein auf «die» Mahnschreiben 

der Beschwerdegegnerin – wobei letztlich unklar bleibt, welche Mahnschreiben 

damit genau gemeint sind –, sondern auf die «Sommation» vom 28. Oktober 2019 

(Urk. 29/D17/7/2). Entsprechend wies das Tribunal cantonal de Vaud die Sache 

zur Prüfung zurück, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer mit der 

«Sommation» genötigt oder erpresst hat (Urk. 29/D17/9/7 S. 12 f., Hervorhebun-

gen durch die Kammer):

«Dans  son  recours,  A._____  invoque  enfin,  fondé  sur  la  sommation  que  lui  a 
adressée B._____ AG le 28 octobre 2019, les infractions de contrainte (art. 181 CP) 
et d'extorsion et chantage (art. 156 CP). Le Ministère public n'ayant pas examiné 
ces infractions, le recourant ne les ayant pas évoquées à l'appui de sa plainte, il lui 
appartiendra, dans la mesure où le dossier doit de toute manière lui être retourné pour 
instruire sur une éventuelle violation des dispositions de la LCD, de le faire dans le 
cadre de l'enquête qu'il ouvrira; ce complément aurait d'ailleurs dû être adressé au 
Ministère public (art. 304 al. 1 CPP). (…) [L]e dossier de la cause [doit être] renvoyé 
au Ministère public (…) pour qu'il procède dans le sens des considérants.»

8.3.

Indem die Staatsanwaltschaft in einem Handstreich alle Mahnungen und 

Vorgänge undifferenziert auf ihren möglichen nötigenden oder erpresserischen 

Gehalt prüfte, ging sie über die Weisung der Rechtsmittelinstanz (vgl. hierzu auch 

Disp.-Ziff. III des Rückweisungsentscheids [Urk. 29/D17/9/7 S. 14]) hinaus bzw. – 

da die Ausführungen bis auf eine Ausnahme (vgl. dazu sogleich E. II./8.5) zu pau-

schal gehalten sind, als dass im Hinblick auf die «Sommation» etwas Konkretes 

abgeleitet werden könnte – eigentlich an der Sache vorbei. Damit verstiess sie 

gegen die Bindungswirkung eines Rückweisungsentscheids – ein Grundsatz, der 

- 16 -

sich aus dem ungeschriebenen Bundesrecht ergibt (BGE 148 I 127 E. 3.1 = Pra 

111 [2022] Nr. 19; 143 IV 214 E. 5.3.3, je m. w. H.) und u. a. auch dann zur An-

wendung kommt, wenn eine kantonale Beschwerdeinstanz die Sache an die Vor-

instanz zurückweist (Urteil des Bundesgerichts 6B_1480/2021 vom 12. Januar 

2023 E. 3.1 m. w. H.). Danach hat die mit der Neubeurteilung befasste Instanz im 

Falle einer Rückweisung (Art. 397 Abs. 2 und Abs. 3 StPO) die rechtliche Beurtei-

lung, mit der die Rückweisung begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu le-

gen. Wegen dieser Bindung ist es sowohl der neubefassten Instanz als auch den 

Parteien verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen anderen als den bishe-

rigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunk-

ten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder über-

haupt nicht in Erwägung gezogen worden sind (BGE 143 IV 214 E. 5.3.3; 135 III 

334 E. 2 f. sowie die Urteile des Bundesgerichts 6B_1310/2023 vom 19. August 

2024 E. 1.1; 6B_1135/2022 vom 21. September 2023 E. 2.1; 6B_649/2022 vom 

24. Oktober 2022 E. 2.3.1). Die neue Entscheidung ist demnach auf diejenige 

Thematik beschränkt, die sich aus den Erwägungen der rückweisenden Instanz 

als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt (vgl. statt vieler die Urteile des Bun-

desgerichts 6B_910/2024 vom 11. Februar 2025 E. 1.2.2 sowie 6B_1310/2023 

vom 19. August 2024 E. 1.1, je m. w. H.).

8.4. Ob der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft die «Sommation» vom 

28. Oktober 2019 (Urk. 29/D17/7/2) nicht bzw. nicht wirklich auf eine mögliche Er-

pressung (Art. 156 StGB) oder Nötigung (Art. 181 StGB) hin prüfte, mit Blick auf 

den Grundsatz der Bindungswirkung eines Rückweisungsentscheids, allenfalls 

noch Fragen aufwerfen könnte, kann offen bleiben, da der Beschwerdeführer dies 

nicht rügt (Urteil des Bundesgerichts 6B_1273/2019 vom 11. März 2020 E. 2.4.3), 

sondern auf Ausführungen der Staatsanwaltschaft reagiert (Urk. 3 S. 8–10), wel-

che nach dem Gesagten nicht Verfahrensgegenstand bilden können und deshalb 

– ebenso wie die Entgegnungen des Beschwerdeführers dazu (Urk. 2 S. 17–19) – 

als prozessunerheblich ausscheiden müssen.

8.5. An diesem für den Beschwerdeführer negativen Ergebnis ändert sich 

nichts, selbst wenn eine entsprechende Rüge vorgebracht worden wäre. Da es 

- 17 -

sich bei der Prüfung der «Sommation» um einen Nebenpunkt handelt – mithin 

keine schwerwiegende Bindungswirkungs- bzw. Gehörsverletzung auf dem Spiel 

steht –, die angerufene III. Strafkammer die Beschwerde mit voller Kognition beur-

teilt (Art. 393 Abs. 2 StPO), und es schliesslich nur zu einem formalistischen Leer-

lauf geführt hätte (vgl. zu den Anforderungen in der Bundesgerichtspraxis BGE 

147 IV 340 E. 4.11.3; 142 II 218 E. 2.8.1; BGE 137 I 195 E. 2.3.2, je mit Hinwei-

sen), wäre von einer Rückweisung abzusehen und die Prüfung direkt vorzuneh-

men gewesen. Dabei ergibt sich, dass die «Sommation» offensichtlich weder den 

Tatbestand der Erpressung (Art. 156 StGB) noch der Nötigung (Art. 181 StGB) er-

füllen kann, da es selbstverständlich erlaubt und nicht unzulässig ist, mit recht-

mässigen bzw. rechtlich vorgesehenen Mitteln zu drohen, um eine bestehende 

Forderung durchzusetzen (TRECHSEL/CRAMERI, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schwei-

zerisches Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2021, N. 8 zu Art. 156 StGB; DELNON/RÜDY, in: 

Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 38 zu Art. 181 StGB). Darauf wies 

auch die Staatsanwaltschaft in der angefochtenen Verfügung mit Fug hin (Urk. 3 

S. 9 f.). Mit der «Sommation» forderte die Beschwerdegegnerin – es ist abermals 

daran zu erinnern (vgl. E. II./7.1) – eine bestehende Forderung ein und machte 

auf einige ausgesuchte Konsequenzen einer Betreibung aufmerksam (E. II./3.3). 

Dabei handelt sich um eine einfache Mahnung, die so oder ähnlich im Geschäfts-

verkehr alltäglich ist. Ein nötigendes oder gar erpresserisches Verhalten kann 

darin schlicht nicht erkannt werden.

8.6. Nichts anderes ergibt sich, wollte man aus den Ausführungen des Be-

schwerdeführers schliessen, dass er in der Nachforderung von Fr. 586.05 per 

E-Mail (Urk. 29/D17/7/1 S. 4 ff. = Urk. 29/D17/9/3/10 S. 5 ff.) insofern einen Nöti-

gungs- bzw. Erpressungsversuch sieht, als dass die Beschwerdegegnerin eine 

nicht bestehende Forderung durchzusetzen versuchte, nachdem der Beschwer-

deführer die Grundschuld über Fr. 497.35 in drei Tranchen bezahlt hatte (vgl. 

E. II./3.2; vgl. Urk. 2 S. 15 ff.). Das Missverständnis konnte in der Folge im E-Mail-

austausch geklärt werden. Ein eigentlich nötigendes oder erpressendes Verhalten 

lässt sich nicht darin hineinlesen. Daran ändern auch die mehrfachen Hinweise 

und Ausführungen des Beschwerdeführers zu Schikanebetreibungen (Urk. 2 

S. 15 ff.) nichts, wurde er von der Beschwerdegegnerin, soweit ersichtlich, doch 

- 18 -

gar nicht betrieben. Unerheblich für das Verfahren sind schliesslich auch die un-

differenzierten – und damit unbeachtlichen (Art. 396 Abs. 1 StPO; Urteile des 

Bundesgerichts 6B_105/2024 vom 9. Januar 2025 E. 1 sowie – zu im vorinstanzli-

chen Verfahren eingereichte Gutachten im Besonderen – 6B_971/2015 vom 

5. April 2016 E. 3, je m. w. H.; siehe ferner BGE 144 V 173 E. 3.2.2; 143 IV 122 

E. 3.3 und GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessord-

nung, Zürich/St. Gallen 2011, N 391 f. sowie N 394) – Pauschalverweise des Be-

schwerdeführers auf Beilagen (vgl. etwa Urk. 2 S. 17: «Für eine vertiefte rechtli-

che Analyse wird auf das Rechtsgutachten von Dr. iur. F._____ verwiesen.»). 

9. Weitere Gründe, welche für eine Aufhebung der angefochtenen Einstel-

lungsverfügung sprechen bzw. weshalb diese unrichtig sein soll, bringt der Be-

schwerdeführer nicht vor und sind auch nicht ersichtlich. Nach dem Gesagten er-

gibt sich damit insgesamt, dass die Staatsanwaltschaft den Grundsatz «in dubio 

pro duriore» nicht verletzte, als sie das Verfahren einstellte. An diesem Ergebnis 

vermögen auch das nachträglich eingereichte Urteil des Berner Obergerichts vom 

30. August 2023 (Urk. 37) und die Ausführungen des Beschwerdeführers dazu 

(Urk. 36) nichts zu ändern, da sie nichts Neues bzw. Fallrelevantes beitragen und 

darüber hinaus ausserhalb des Schriftenwechsels nachgeschoben wurden, und 

damit infolge Verspätung unbeachtlich sind (Art. 385 Abs. 1 lit. b und Art. 396 

Abs. 1 StPO; Urteile des Bundesgerichts 6B_546/2018 vom 16. August 2018 

E. 1.2 und 1B_420/2013 vom 22. Juli 2014 E. 3.3, beide je m. w. H.). Die Be-

schwerde ist abzuweisen.

III.

Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Aufwands des 

Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'800.– fest-

zusetzen (§ 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b–d GebV OG), wobei zur Höhe der 

Gebühr besonders anzumerken ist, dass aufgrund der besonderen Fallkonstella-

tion kaum Synergien aus den gleichzeitig anhängig gemachten Beschwerden 

bzw. parallel laufenden Beschwerdeverfahren gezogen werden konnten. Aus-

gangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer 

- 19 -

aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und aus der von ihm geleisteten Prozesskau-

tion von Fr. 1'200.– zu beziehen (Urk. 9). Entschädigungen sind keine zuzuspre-

chen. Dem Beschwerdeführer nicht, da er unterliegt (Art. 436 Abs. 1 i. V. m. 

Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO); der Beschwerdegegnerin nicht, da sie keinen Antrag 

auf Entschädigung stellte (Art. 436 Abs. 1 i. V. m. Art. 432 Abs. 2 StPO; BGE 147 

IV 47 E. 4.2.6).

1.

2.

3.

4.

Es wird beschlossen:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'800.– fest-

gesetzt, dem Beschwerdeführer auferlegt und aus der geleisteten Prozess-

kaution bezogen. Die Gerichtskasse wird den Mehrbetrag (Fr. 600.–) nach-

fordern.

Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an:







Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, zweifach, für sich sowie zu Handen des 
Beschwerdeführers (per Gerichtsurkunde)

Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____, zweifach, für sich sowie zu Handen der 
Beschwerdegegnerin, unter Beilage von Urk. 33, 36 und 37 in Kopie 
(per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad Geschäfts-Nr. …, unter Bei-
lage von Urk. 33, 36 und 37 in Kopie (gegen Empfangsbestätigung)

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:





die Staatsanwaltschaft See/Oberland, unter Rücksendung der beigezo-
genen, den Beschwerdeführer betreffenden Akten ad Geschäfts-Nr. … 
[Urk. 29/D17] (gegen Empfangsbestätigung) 

die Zentrale Inkassostelle der Gerichte(elektronisch).

5.

Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 

- 20 -

der gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Be-

schwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten 

sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 24. September 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. D. Oehninger

MLaw L. Autolitano