# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80201acd-10f4-5641-a372-51091f80aed8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-06-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 01.06.2007 IV 2007/46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-46_2007-06-01.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/46

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.05.2020

Entscheiddatum: 01.06.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 01.06.2007
Art. 50 Abs. 2 IVG; Art. 22 Abs. 2 ATSG und Art. 85bis IVV; Fall einer zu 48 % 
invaliden IV-Rentnerin, die im vollzeitlich ausgeübten Resterwerb erkrankt 
bzw. sich medizinischen IV-Eingliederungsmassnahmen unterziehen muss. 
Sie erhält in zwei Tranchen Ersatz des Lohnausfalles, einmal ein IV-Taggeld, 
das andere Mal ein VVG-Taggeld der Krankenkasse. Beide Taggelder haben 
nicht das Valideneinkommen der IV-Rente als Basis, sondern den Lohn aus 
Resterwerb. Eine IV-Rentennachzahlung kann in solchen besonderen 
Verhältnissen weder mit einer Rückforderung von IV-Taggeldern noch 
zugunsten einer Rückerstattung von VVG-Taggeldern verrechnet werden. Es 
fehlt an der Kongruenz der Leistungen und überhaupt an einer 
Überentschädigung, und die VVG-Leistungen sind nicht als 
Vorschussleistungen auf eine IV-Rente erbracht worden (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Juni 2007, IV 2007/46).

Der Präsident

hat

am 1. Juni 2007

in Sachen

P.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch X.P.___

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

und

Swica Gesundheitsorganisation, Oberer Graben 5,

9001 St. Gallen,

Beigeladene,

betreffend

Rente (Verrechnung/Drittauszahlung)

in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Die 1967 geborene P.___ bezog eine halbe Invalidenrente. Nachdem sie die 

Rente zunächst mit Verfügung vom 20. September 2004 (wohl auf Ende Oktober 2004) 

aufgehoben hatte, aufgrund eines Rechtsmittelverfahrens aber zu weiteren 

Abklärungen verpflichtet worden war, passte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen den 

Anspruch mit Verfügung vom 22. Juni 2006 insofern rückwirkend an, als sie der 

Versicherten ab 1. November 2004 eine (ausserordentliche) Viertelsrente zusprach, die 

ab 1. Januar 2005 monatlich Fr. 359.-- ausmachte. Es ergab sich bis 31. Mai 2006 eine 

Nachzahlung von Fr. 6'807.--. In der Verfügung wurden Verrechnungen von Fr. 234.80 

zugunsten der AHV-Ausgleichskasse A.___ (Kürzung des IV-Taggeldes wegen 

Kumulation mit der Invalidenrente für die Zeit vom 17.8.2005 bis 6.9.2005), von Fr. 

5'409.20 zugunsten der B.___ als Arbeitgeberin und von Fr. 445.-- zugunsten der 

Swica Gesundheitsorganisation angeordnet. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2005 

hatte die IV-Stelle der Versicherten für die Zeit vom 17. August 2005 bis 6. September 

2005 wegen einer Staroperation ein IV-Taggeld von Fr. 104.80 zugesprochen. Die AHV-

Ausgleichskasse A.___ hatte am 2. Februar 2006 über die 21 Taggelder abgerechnet 

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(21mal Fr. 104.80, abzüglich 6.05 % von Fr. 2'200.80; Saldo Fr. 2'067.65) und 

angeordnet, der Betrag werde der Krankenkasse Swica überwiesen. Am 11. Mai 2006 

hatte sie über eine Kürzung des IV-Taggeldes wegen Kumulation mit der IV-Rente 

abgerechnet (21mal Fr. 11.90, abzüglich Gutschrift Arbeitgeberbeitrag AHV/ALV von Fr. 

15.10, Saldo Fr. 234.80) und erklärt, die Gesamtentschädigung werde in die nächste 

Pauschalrechnung einbezogen.

b) Die Versicherte liess am 24. August 2006 durch Rechtsanwalt lic. iur. Paul Schwizer 

Einsprache gegen die Verfügung vom 22. Juni 2006 erheben mit dem Antrag, die Rente 

für die Zeit von November 2004 bis und mit Mai 2006 sei ihr ungekürzt auszubezahlen. 

Für die Verrechnungen zugunsten der B.___ und der Swica werde weder ein 

Rechtsgrund angegeben noch werde erklärt, wie die Beträge zustande gekommen 

seien. Auf eine entsprechende Anfrage habe der Rechtsvertreter bis anhin keine 

Antwort erhalten, was eine massive Verletzung des rechtlichen Gehörs bedeute. Schon 

deshalb sei die Einsprache gutzuheissen. Die Verrechnungsforderungen der AHV-

Ausgleichskasse A.___, der B.___ und der Swica würden bestritten; sie seien aufgrund 

der dem Rechtsvertreter vorliegenden Unterlagen nicht ausgewiesen. Da ihnen ein 

Rechtsgrund fehle, könnten sie mit dem Guthaben der Versicherten nicht verrechnet 

werden.

c) In einer Stellungnahme vom 13. September 2006 zuhanden der AHV-

Ausgleichskasse A.___ erklärte die B.___, sie werde der Versicherten den Betrag von 

Fr. 5'409.20 überweisen, da ihr Verrechnungsantrag auf einem Versehen beruht habe.

d) Die AHV-Ausgleichskasse A.___ ihrerseits gab am 14. September 2006 bekannt, die 

Verrechnung zugunsten der Swica sei aufgrund eines Verrechnungsantrags, welchen 

die Versicherte unterschriftlich akzeptiert habe, für die Zeit vom 18. Januar 2005 bis 28. 

Februar 2006 erfolgt. Die B.___ anderseits schreibe der Versicherten den strittigen 

Betrag gut. Aus dem beigelegten Formular IV-Taggeld/Verrechnung mit IV-Rente 

schliesslich sei ersichtlich, dass eine Kumulation bestanden habe und eine 

Verrechnung aufgrund von Art. 47 Abs. 2 IVG vorgenommen worden sei.

e) Die Versicherte liess sich am 16. Oktober 2006 (Eingangsstempel SVA) vernehmen 

und gab an, in dem Verrechnungsformular vom 16. Mai 2006 für die Kollektiv-

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Taggeldversicherung gemäss VVG sei kein Betrag angegeben gewesen. Auf ihre 

Nachfrage hin habe ihr die Swica erklärt, die interne Verrechnung zwischen Swica und 

der A.___ habe für sie keine finanziellen Folgen. Sie habe vom 17. August 2005 bis 6. 

September 2005 den gleichen Lohn erhalten wie bei anderen krankheitsbedingten 

Ausfällen. Sie habe nie IV- oder Swica-Taggelder ausbezahlt erhalten. Ab November 

2004 habe sie weder von der IV noch von der Pensionskasse C.___ eine Rente 

erhalten. Sie nehme an, dass es sich bei der Verrechnung von Fr. 445.-- und vermutlich 

auch bei jener von Fr. 234.80 um den selben Fehler handle wie bei der Verrechnung 

von Fr. 5'409.20.

f) Mit Entscheid vom 8. Dezember 2006 wies der Rechtsdienst der 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen die Einsprache ab. Es 

stehe fest, dass die Versicherte IV-Taggelder von Fr. 2'067.65 erhalten habe. Mit 

Schreiben vom 11. Mai 2006 habe die Ausgleichskasse von ihr einen Betrag von Fr. 

234.80 zurückgefordert, nämlich die zuviel bezahlten Taggelder aus der Zeit vom 17. 

August bis 6. September 2005 von Fr. 249.90 (21 Tage zu Fr. 11.90) abzüglich einer 

Gutschrift von Fr. 15.10 für Arbeitgeberbeiträge. Die Verrechnung sei korrekt 

angeordnet worden. Bei der Anordnung, der Swica Fr. 445.-- auszuzahlen, handle es 

sich nicht um eine Verrechnung, sondern um eine Drittauszahlung nach Art. 85bis IVV. 

Die Krankentaggeldversicherung Swica habe ein korrektes Verrechnungsgesuch für 

erbrachte Vorschussleistungen für Fr. 445.-- gestellt, dem die Versicherte zugestimmt 

habe. Dass sie die Leistungserbringung durch die Swica bestreite und sich hinsichtlich 

ihrer Zustimmung auf einen Irrtum berufe, sei unbeachtlich. Die leistungsausrichtende 

Verwaltungseinheit habe analog zu den Verhältnissen bei einer Verrechnung nicht die 

Rechtmässigkeit der Rückforderung der Vorschussleistungen zu prüfen. Mit dem von 

der Versicherten unterzeichneten Verrechnungsantrag sei die Voraussetzung der 

Auszahlung an die Swica erfüllt gewesen.

B.- Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von ihrem Vater X.P.___ für die 

Betroffene am 19. Januar 2007 (Poststempel: 23. Januar 2007) erhobene Beschwerde. 

Klar sei, dass eine Rückforderung zu machen sei, wenn ein Arbeitgeber den vollen 

Lohn zahle und hernach rückwirkend eine Rente zugesprochen werde. Bei der 

Beschwerdeführerin lägen die Verhältnisse aber anders. Für sie sei, um wieder eine 

Rente zu bekommen, ein Arbeitsvertrag mit reduziertem Lohn konstruiert worden (Fr. 

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2'880.--/Fr. 359.--). Würde der Abrechnungsmodus gemäss dem Schreiben vom 16. 

Mai 2006 angewendet, so müsste die Beschwerdeführerin, wenn sie noch angestellt 

wäre, im Krankheitsfall von beispielsweise drei Monaten auf die Rente verzichten. Das 

dürfe nicht sein. Der Beschwerde war unter anderem ein Schreiben der Swica an die 

Beschwerdeführerin vom 16. Mai 2006 betreffend "Rückforderung bei der IV/

Berech¬nung neues Taggeld nach VVG" beigelegt. Darin war dargelegt worden, in der 

Zeit vom 18. Januar 2005 bis 28. Februar 2006 habe die Versicherte (für 37 Tage) einen 

versicherten Lohnausfall von Fr. 3'822.80 erlitten und diesen Betrag als 

Vorschussleistung erhalten. Da für diese 37 Tage IV-Invalidenrentenleistungen von Fr. 

445.-- anzurechnen seien, seien Fr. 445.-- Vorschussleistungen zuviel ausbezahlt 

worden. In dieser Höhe bestehe eine "Rückforderung bei der IV". Sie werde die zuviel 

bezahlten Vorschussleistungen mit der Nachzahlung der IV-Invalidenrente verrechnen. 

Auf diese Weise sei die Versicherte von der Taggeldrückzahlung in bar entlastet. Die 

Ausgleichskasse benötige hierzu ihre Unterschrift.

C.- Mit Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Es sei nicht ihre Pflicht, die Rechtmässigkeit der 

zurückgeforderten Leistungen der Swica zu überprüfen. Massgeblich sei das formell 

korrekte Verrechnungsgesuch.

D.- Am 19. März 2007 ist die Swica zum Verfahren beigeladen worden. In ihrer 

Stellungnahme vom 20. April 2007 bringt sie vor, die Beschwerdeführerin sei in der Zeit 

vom 18. Januar 2005 bis 28. Februar 2006 an 37 Tagen zu 100 % arbeitsunfähig 

gewesen und habe durch die Arbeitgeberin Krankentaggelder bezogen. Ihre (der 

Versicherung) IV-Rückforderung sei aufgrund der monatlichen IV-Invalidenrente von Fr. 

359.-- berechnet worden, indem für 37 Tage je ein Betrag von Fr. 11.97 eingesetzt 

worden sei.

E.- Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Vernehmlassung hierzu am 30. April 2007 

verzichtet.

F.- Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bringt mit Eingabe vom 27./30. April 

2007 vor, das Krankengeld sei immer vom ausbezahlten Lohn berechnet worden und 

habe die Rente nie tangiert. Es sei nicht einzusehen, was sich hieran geändert habe. 

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Die Beschwerdeführerin sei nach einer mit Erfolg abgeschlossenen Lehre aufgrund 

eines unglaubwürdigen Lohnes von Fr. 1'200.-- in unrechtmässiger Weise zur IV-

Rentnerin gemacht worden.

II.

1.- Strittig sind vorliegend allein die Verrechnungen zugunsten der zuständigen 

Ausgleichskasse im Betrag von Fr. 234.80 und zugunsten der Swica im Betrag von Fr. 

445.--. Die Rentenverfügung und die Nachzahlung als solche sind nicht bestritten.

2.- a) Die Verrechnung von Fr. 234.80 nahm die Beschwerdegegnerin zugunsten der 

zuständigen Ausgleichskasse vor. Die (nicht separat verfügte) Rückforderung der 

Ausgleichskasse in diesem Betrag betrifft IV-Taggeldleistungen für die Zeit vom 17. 

August 2005 bis 6. September 2005 und geht nach Angaben der Beschwerdegegnerin 

darauf zurück, dass ein IV-Taggeld beim Zusammenfallen mit der IV-Rente nach Art. 47 

Abs. 2 (recte wohl: Abs. 1) IVG um einen Dreissigstel des Rentenbetrages gekürzt wird 

(ein Dreissigstel von Fr. 359.-- sind Fr. 11.96 bzw. abgerundet Fr. 11.90). Eine solche 

Rückforderung soll also der Beseitigung der Überentschädigung dienen, die entstehen 

würde, wenn IV-Taggeld und IV-Rente für eine gewisse Zeit zusammen zur Ausrichtung 

gelangen könnten.

b) Nach Art. 50 Abs. 2 IVG findet für die IV-Verrechnung Art. 20 Abs. 2 AHVG 

sinngemäss Anwendung. Mit fälligen IV-Leistungen können daher Forderungen 

aufgrund des IVG verrechnet werden. Die Verrechnungsmöglichkeit sich 

gegenüberstehender Forderungen entspricht überdies einem allgemeinen 

Rechtsgrundsatz, der insbesondere auch im Sozialversicherungsrecht gilt (BGE 110 V 

185 E. 2). Eine zweiginterne Verrechnung einer Rückforderung von IV-

Taggeldleistungen mit einer IV-Renten¬nachzahlung für die gleiche Zeit ist 

grundsätzlich möglich.

c) Die vorliegende Verrechnung mit der Rückforderung von IV-Taggeld ist indessen 

nicht zulässig, denn das Zusammenfallen von IV-Taggeld und IV-Rente bewirkt unter 

den konkreten Umständen keine Überentschädigung, weshalb für eine Rückforderung 

und Verrechnung offensichtlich die Basis fehlt. Die Beschwerdeführerin bezieht nämlich 

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eine Rente der IV, welche für einen invaliditätsbedingten Erwerbsausfall zwischen 

einem Valideneinkommen von Fr. 71'500.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 

37'130.-- ausgerichtet wird. Aufgrund der Aktenlage ist davon auszugehen, dass sie in 

der massgeblichen Zeit als Invalide vollzeitlich (wenn auch offenbar mit einer 

Leistungseinschränkung von ca. 20 %) erwerbstätig war und hierfür einen 

entsprechenden Lohn bezog. Dass ein Rentenanspruch von 48 % errechnet wurde, 

liegt weniger an einer erkennbar grossen Arbeitsunfähigkeit im ausgeübten Beruf als 

am hohen Validen¬einkommen nach Art. 26 IVV, das im Einkommensvergleich mit 

einem relativ bescheidenen Invalideneinkommen zusammenkommt. Rente und 

Lohnanspruch stehen unter solchen Umständen nebeneinander: Der Lohn entschädigt 

die vollzeitliche (eingeschränkte) Arbeitsleistung, die Rente deckt den trotzdem noch 

bestehenden Ausfall in Bezug auf die besser bezahlte hypothetische Tätigkeit als 

Gesunde. Die IV-Taggeld¬berechnung basierte, wie den Berechnungen der Kürzung zu 

entnehmen ist, auf einem Einkommen von jährlich Fr. 47'712.--, auf den Tag gerechnet 

von Fr. 131.--, also offenbar auf dem Einkommen, das die Beschwerdeführerin bei 

voller Beschäftigung ohne Beeinträchtigung an ihrem tatsächlichen Arbeitsplatz hätte 

verdienen können. Die medizinische Massnahme (Staroperation) hinderte die 

Beschwerdeführerin während der Zeit vom 17. August 2005 bis 6. September 2005 

daran, dieser Arbeit nachzugehen. Das deswegen ausgerichtete IV-Taggeld stellte 

einen Ersatz (nur) für den tatsächlich entgangenen Lohn dar. Mit der daneben für den 

weiterreichenden Ausfall geschuldeten Rente hat ein so berechnetes Taggeld nichts zu 

tun. Das Zusammenfallen solcher Taggeldleistungen mit der IV-Rentennach¬zahlung 

hat demnach keine Überentschädigung zur Folge. Eine Kürzung nach Art. 47 Abs. 1 

IVG ist nicht am Platz. Damit entfällt eine Rückforderung ebenso wie deren 

Verrechnung. Der entsprechende Betrag ist der Beschwerdeführerin auszubezahlen. 

Insofern ist die Beschwerde zu schützen. Es ist allerdings anzumerken, dass bei 

versicherten Personen, die wegen Invalidität keine zureichenden beruflichen 

Kenntnisse erwerben konnten, nach Rz 3008 und 3062 des Kreisschreibens über die 

Taggelder der Invalidenversicherung (KSTI) in sinngemässer Anwendung von Art. 26 

Abs. 1 IVV das nach Alter abgestufte durchschnittliche Einkommen der 

Arbeitnehmenden - hier also Fr. 71'500.-- - als Berechnungsgrundlage für die 

Bemessung des Taggeldes gilt. Hätte dieses Einkommen Berechnungsgrundlage 

gebildet, wären Rente und Taggeld kongruent gewesen und es hätte eine Kürzung 

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erfolgen müssen. Da dies aber nicht der Fall war, bleibt es bei der Unzulässigkeit der 

Verrechnung.

3.- a) Zum andern hat die Beschwerdegegnerin ihre IV-Nachzahlung mit einer 

Forderung der Swica im Betrag von Fr. 445.-- verrechnet. Die Krankenversicherung 

hatte am 16. Mai 2006 ein Verrechnungsgesuch gestellt und erklärt, sie habe als 

Kollektiv-Taggeldversicherer gemäss Versicherungsvertragsgesetz (VVG) in der Zeit 

vom 18. Januar 2005 bis 28. Februar 2006 Vorschussleistungen in dieser Höhe 

erbracht. Der Berechnung vom 16. Mai 2006 ist zu entnehmen, dass sie innerhalb der 

genannten Zeit eine Vorschussleistung (für 37 Tage) von Fr. 3'822.80 (versicherter 

Lohnausfall) erbracht habe. Die Swica hat den Betrag der auf die 37 Tage entfallenden 

IV-Rente von Fr. 445.-- (37mal Fr. 11.97, gerundet) an ihre Leistung angerechnet und 

verlangte als in das System der zweigübergreifenden Verrechnung nicht 

eingeschlossene Privatversicherung, die sich mit der Möglichkeit der Nachzahlung an 

bevorschussende Dritte begnügen muss (Franz Schlauri, Die zweigübergreifende 

Verrechnung und weitere Instrumente der Vollstreckungskoordination des 

Sozialversicherungsrechts, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], 

Sozialversicherungsrechtstagung 2004, St. Gallen 2004, S. 160; vgl. Art. 22 Abs. 2 

ATSG und Art. 85bis IVV), diese Differenz von der Beschwerdeführerin zurück. Ob 

diese VVG-Rückforderung materiellrechtlich begründet sei, braucht, wie die 

Beschwerdegegnerin zu Recht erwähnt, nur - aber immerhin - auf Plausibilität zu 

überprüft zu werden (Schlauri, a.a.O., S. 192, 195). Dabei ist zu berücksichtigen, was 

bereits im Zusammenhang mit dem IV-Taggeld dargelegt wurde, dass nämlich die 

Versicherte neben ihrer Rente ein volles Arbeitspensum erfüllte. Die Swica versicherte 

von diesem tatsächlichen (Invaliden-) Lohn der Beschwerdeführerin (auf den Tag 

berechnet rund Fr. 129.--; Fr. 3'822.80 x 30/37 x 5/4 : 30) 80 %. Mit Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % waren die vollen Taggeldleistungen von 80 % 

geschuldet. Sie ersetzten indessen allein den ausgefallenen tatsächlichen Lohn, 

welcher die Rente ergänzte. Das Zusammentreffen dieses VVG-Taggelds mit der Rente 

führte deshalb nicht zu einer Überentschädigung, da die beiden 

Versicherungsleistungen nebeneinander bestehende Ausfälle decken und daher nicht 

sachlich kongruent sind. Die Taggeldversicherung beschränkt sich auf die Versicherung 

des möglichen Einkommens trotz Invalidität, d.h. aus der Resterwerbsfähigkeit. Nur 

diesbezügliche konkurrierende Ersatzleistungen einer Sozialversicherung könnten zu 

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einer Überentschädigung führen. Es liegt somit kein Anrechnungsfall im Sinn von Art. 

24 Ziff. 1 und 2 der AVB-Bestimmungen zur Taggeldversicherung Salaria nach VVG der 

Swica (Ausgabe 2005) vor. Diese Koordinationsbestimmung will offensichtlich nicht 

eine Unterdeckung bewirken, wie sie vorliegend bei Anrechnung der IV-Rente eintreten 

würde. Es liegt damit manifest kein Rückforderungstitel für die Swica vor. Eine 

Verrechnung zufolge Drittauszahlung hat daher zu entfallen. Das vorliegend 

ausgerichtete VVG-Taggeld war kein Vorschuss für zu erwartende Rentenleistungen für 

denselben Schaden.

b) Zeigt eine summarische Prüfung, dass der Verrechnungsantrag der Swica keine 

plausible Grundlage hat, darf ihm nicht stattgegeben werden. Der verrechnete Betrag 

ist an die Beschwerdeführerin auszuzahlen.

4.- Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 8. Dezember 2006 zu schützen. Die 

Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die zu Unrecht verrechneten Fr. 

679.80 nachzuzahlen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG, vgl. 

Rechtslage vor der Änderung des IVG vom 16. Dezember 2005, lit. a der betreffenden 

Übergangsbestimmungen).

Demgemäss hat der Präsident

als Einzelrichter im Verfahren gemäss Art. 9 VVsG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids 

vom 8. Dezember 2006 geschützt. Die Beschwerdegegnerin hat der 

Beschwerdeführerin Fr. 679.80 nachzuzahlen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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