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**Case Identifier:** 87d828bf-557a-58b5-89a2-41d77538bde7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.02.2022 720 21 206 / 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-206---34_2022-02-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 10. Februar 2022 (720 21 206 / 34) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
IV-Rente: Beweiskraft des externen Gutachtens, Berücksichtigung der Schadensminde-
rungspflicht bei Einschränkungen im Haushalt 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Matthias Aeberli, 
Advokat, Freie Strasse 82, Postfach 340, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1964 geborene A.____ arbeitete zuletzt bis am 27. Juni 2016 als Reinigungskraft bei 
der B.____ AG in C.____. Am 5. April 2017 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Brustkrebs-
erkrankung, eine erlittene Lungenembolie und einer Operation am Handballen bei der Eidgenös-
sischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die zuständige IV-Stelle Basel-Land-
schaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die gesundheitlichen, erwerblichen und haushalterischen 
Verhältnisse ab und liess die Versicherte durch die Ärztliche Begutachtungsinstitut GmbH (ABI) 

 

 
 
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polydisziplinär begutachten. Gestützt auf die daraus gewonnenen Erkenntnisse ermittelte die IV-
Stelle in Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung – mit Anteilen von 80% 
an Erwerbs- und 20% an Haushaltstätigkeit – für die Zeit vom 27. Juli 2017 bis 31. Dezember 
2017 einen Invaliditätsgrad von 9% und für die Zeit ab 1. Januar 2018 einen solchen von 25%, 
weshalb sie nach Durchführung eines Vorbescheidverfahrens den Anspruch von A.____ auf eine 
Rente mit Verfügung vom 28. Mai 2021 ablehnte. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Matthias Aeberli, am 
30. Juni 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht). Sie liess beantragen, es sei ihr in Aufhebung der angefochtenen Verfügung rückwirkend 
per 1. Juli 2017 eine ganze Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 
70% zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, 
dass das eingeholte Gutachten der ABI nicht als umfassend angesehen werden könne, da es die 
abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte nur ungenügend berücksichtige bzw. 
sich damit nicht genügend auseinandersetze. Ferner seien die Einschränkungen im Haushalt zu 
tief bemessen worden. Ausserdem sei ein höherer leidensbedingter Abzug zu gewähren.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 10. August 2021 auf Ab-
weisung der Beschwerde. Das eingeholte polydisziplinäre Gutachten erfülle sämtliche Anforde-
rungen an die Beweistauglichkeit, was auch von ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) be-
stätigt worden sei. Sie habe bei ihrem Entscheid deshalb zu Recht auf das Gutachten abgestellt. 
Die von der Beschwerdeführerin nach dem Gutachten angegebenen neuen Beschwerden würden 
sich nicht auf das definierte Verweisprofil auswirken. Die Einschränkungen im Haushalt seien 
unter Berücksichtigung der Schadensminderungspflicht korrekt bemessen worden. Der leidens-
bedingte Abzug erweise sich unter dem Blickwinkel des freien Ermessens der Beschwerdegeg-
nerin und in Anbetracht der Beschwerden sowie anderer Faktoren als gerechtfertigt.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde vom 30. Juni 2021 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist 
der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 28. Mai 2021 

 

 
 
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entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterli-
chen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfä-
higkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Einglie-
derungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen 
sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu 
verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe 
Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% 
invalid ist. 
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 
E. 2a und b). Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. Haus-
halt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, 
wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in wel-
chem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungs-
vergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die 
unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die 

 

 
 
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Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so 
wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind 
der Anteil der Erwerbstätigkeit bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder 
der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditäts-
grad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der 
Invaliditätsbemessung). Seit dem 1. Januar 2018 bestimmt Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV, dass sich 
die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei Teilerwerbstätigen, 
die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, nach Art. 16 ATSG 
richtet, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerech-
net wird.  
 
3.5 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter-
werbstätig einzustufen ist – was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemes-
sung führt –, ergibt sich nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts aus der Prüfung, 
was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Be-
einträchtigung bestünde (BGE 133 V 508 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Die Statusfrage beurteilt 
sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung entwickelt 
haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er-
werbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 E. 2c, 117 V 194 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 
vom 7. Dezember 2011, 9C_741/2011, E. 2.1; je mit Hinweisen). 
 
4. Ausgangspunkt bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet somit die Frage, in wel-
chem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen ar-
beitsunfähig bzw. im Aufgabenbereich eingeschränkt ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 
Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

 

 
 
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auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 
V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.3 Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als ver-
einbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in 
BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein-
sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnis-
sen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren 
Hinweisen).  
 
4.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG, heute: Schweizerisches Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] vom 
13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte 
zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab-
weichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige  
– und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteile des Bundes-
gerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 und vom 1. Dezember 2021, 8C_338/2021, E. 3, je 
mit Hinweisen). 
 
5. Zur Beurteilung des vorliegenden Falles liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid als 
zentral erweisen. 
 
5.1 Die behandelnde Hausärztin Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, hielt in 
ihrem Bericht vom 3. Mai 2017 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: 
ein Mammakarzinom links (Erstdiagnose Januar 2016), ein Karpaltunnelsyndrom beidseits bei 

 

 
 
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Status nach Operation links (1. März 2017) sowie Tendovaginalstenose Dig. IV Hand links. Aus-
serdem seien – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – ein Status nach Lungenembolie im 
Dezember 2015, ein metabolisches Syndrom und ein Status nach Frakturen des rechten Fusses 
und der rechten Rippen nach Unfall im Dezember 2015 festzustellen. Aktuell beklage die Patien-
tin Schmerzen und Gefühlsstörungen in den Händen und belastungsabhängige Schmerzen in 
der rechten Hand. Ferner liege ein Status nach Tumorektomie mit Hormon- und Radiotherapie 
sowie eine Anstrengungsdyspnoe vor. Die Prognose sei unklar. Aufgrund der Schmerzen könne 
die Patientin nicht mit den Händen arbeiten. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Die 
Arbeitsfähigkeit betrage 0%, aktuell könne mit keiner Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit 
gerechnet werden.  
 
5.2 In ihrem Bericht zuhanden der IV-Stelle vom 13. September 2017 diagnostizierte die 
Ärzteschaft der onkologischen Abteilung des Spitals E.____ bei der Versicherten eine seit Juli 
2016 ein Status nach Mammakarzinom mit Operation, adjuvanter Radiotherapie und antihormo-
neller Therapie, ein COPD-Asthma-Overlap Syndrom sowie persistierende Schmerzen links, be-
stehend seit Juli 2016. Diese Diagnosen hätten Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünde überdies ein Status nach Lungenembolien in den Jah-
ren 2016 und 2017. Die Patientin sei seit Juli 2016 zu 100% arbeitsunfähig. Aus rein onkologi-
scher Sicht sei das Mammakarzinom derzeit gut kontrolliert, es ergebe sich aktuell kein Hinweis 
auf ein Rezidiv und eine Wiedereingliederung in die Arbeit sei möglich. Indessen bestünden mit 
dem persistierenden Schmerzsyndrom und dem COPD-Asthma-Overlap weitere Erkrankungen, 
die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedingten. Es werde die Initiierung eines Gutachtens 
empfohlen. 
 
5.3 Mit Bericht vom 6. Juni 2018 diagnostizierte Dr. D.____ mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit einen Schmerz im Vorderfuss plantar, differenzialdiagnostisch eine Mortonneuralgie so-
wie persistierende Schmerzen in der linken Mamma mit Ausstrahlung in die Axialregion. Ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei das invasive Mammakarzinom links, ein Status nach Lun-
genembolie und Anstrengungsdyspnoe, ein Status nach Karpaltunnelsyndrom mit Operation so-
wie ein Status nach Tendovaginitis Dig. IV links festzuhalten. Die Patientin sei weiterhin nicht 
arbeitsfähig. Der Gesundheitszustand sei besserungsfähig.  
 
5.4 Im März bis Mai 2019 liess sich die Versicherte aufgrund von starken Schmerzen im 
rechten Oberbauch beim Zentrum F.____ gastroenterologisch abklären. Mit Berichten vom 
28. März 2019 und 7. Mai 2019 wurde festgehalten, dass sich bildgebend kein Korrelat zur be-
klagten Symptomatik habe eruieren lassen. Gegebenenfalls wäre eine Testung zum Ausschluss 
einer Laktose- oder Fructoseintoleranz sowie Ernährungsberatung hinsichtlich einer FODMAP-
armen Diät sinnvoll.  
 
5.5 Die IV-Stelle veranlasste in der Folge ein polydisziplinäres Gutachten bei der ABI. In 
ihrem Gutachten in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Onkologie, Neurologie, Psychiat-
rie, Orthopädie, Kardiologie und Pneumologie vom 3. Juni 2019 diagnostizierten die involvierten 
Fachärzte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein Asthma-COPD-Overlap-Syndrom (ACOS) 

 

 
 
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mit leichtgradiger, nicht reversibler obstruktiver Ventilationsstörung und normaler Diffusionskapa-
zität, deutlich erhöhtem FeNo sowie peripherer Eosinophilie, einer chronischen Bronchitis, meh-
reren unveränderten verkalkten Granulomen, subpleural narbigen Veränderungen im anterioren 
Oberlappensegment links bei Status nach Radiatio, einer leichtgradigen Ruhehypoxämie sowie 
bei persistierenden chronischem Nikotinabusus; (2) ein Status nach rezidivierenden Lungenem-
bolien, ätiologisch nach Mammakarzinom; (3) ein invasiv duktales Mammakarzinom mit onko-
plastischer Tumorektomie und Sentinellymphknotenverfahren Mamma links sowie Direktrekon-
struktion mit doppeltem glandulärem Rotationslappen, Mastopexie Mamma links und anpassende 
Mastopexie Mamma rechts, adjuvanter Radiotherapie vom 8. September 2016 bis 5. Oktober 
2016 Mamma links und aktuell Weiterführen der am 22. Januar 2016 begonnenen antihormonel-
ler Therapie. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien folgende Diagnosen: (1) eine chroni-
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F.45.41); (2) chroni-
sche Kniebeschwerden rechts bei radiologisch festgestellter beginnender medialer Arthrose, kli-
nisch ohne höhergradiges funktionelles Defizit; (3) chronische Beschwerden am linken dominan-
ten Vorderarm bei Status nach offener Spaltung des Retinaculum flexorum und A1-Ringbandspal-
tung am 1. März 2017 bei linksbetontem Karpaltunnelsyndrom und A1-Ringbandstenose, klinisch 
ohne relevantes Funktionsdefizit; (4) chronische Fussbeschwerden beidseits bei Status nach 
Zugschraubenosteosynthese Metatarsale V rechts am 28. April 2003 bei delayed union nach kon-
servativ behandelter Fraktur, klinisch ohne relevantes funktionelles Defizit; (5) ein Status nach 
CTS-Operation links am 1. März 2017; (6) ein metabolisches Syndrom mit Adipositas, arterieller 
Hypertonie, Hypercholesterinämie sowie Hyperurikämie.  
 
Der Facharzt Dr. med. G.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Teilgutachten 
fest, dass die allgemein-internistischen Diagnosen bisher nur ungenügend therapiert worden 
seien. Somit seien die entsprechenden Probleme behandelbar. Sie würden nicht zu einer Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit führen. Es bestünden auch keiner Hinweise dafür, dass die Ar-
beitsfähigkeit aus allgemein-internistischer Sicht im Verlauf jemals längerfristig eingeschränkt ge-
wesen sei. In Bezug auf die Tätigkeit im Haushalt habe die Explorandin angegeben, dass sie den 
Haushalt gemeinsam mit ihrem Ehemann und mit Hilfe der Kinder erledige. Sie könne nicht mehr 
Staub saugen, Fenster putzen, Betten anziehen oder den Wäschekorb tragen.  
 
Aus onkologischer Sicht teilte Dr. med. H.____, FMH Onkologie sowie Allgemeine Innere Medi-
zin, die Einschätzung der behandelnden Fachärzte, dass eine Wiederaufnahme der Arbeit durch 
die Explorandin nach Abschluss der adjuvanten täglichen Radiotherapie im November bzw. De-
zember 2016 möglich gewesen sei. Sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als auch in einer 
leidensangepassten, körperlich nicht allzu schweren Tätigkeit in Wechselbelastung sei ein Pen-
sum von 80% zumutbar, wobei ein vermehrter Pausenbedarf und eine Vermeidung von körperlich 
schwerer Arbeit gegeben sein müsse. Diese Arbeitsfähigkeit sei seit 2017 anzunehmen. Die im 
Rahmen der Haushaltsabklärung geltend gemachten Einschränkungen seien aus onkologischer 
Sicht teilweise – namentlich in Bezug auf die Gelenksschmerzen, den Schmerzen in der linken 
Mamma sowie des Lymphödems des linken Arms – plausibel.  
 
Anlässlich der neurologischen Untersuchung stellte Dr. med. I.____, FHM Neurologie, eine er-
folgreiche bisherige Behandlung des Karpaltunnelsyndroms mit regelrechtem Verlauf fest. Die 

 

 
 
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Explorandin habe während der Untersuchung eine erhebliche Einschränkung der Belastbarkeit 
des linken Armes mit ausgeprägtem Giving-way und erheblichen sensiblen Defiziten beschrie-
ben, die aus neurologischer Sicht nicht schlüssig erklärt werden könnten. Die beschriebene Er-
schöpfung sei nicht auf neurologische Probleme zurückzuführen. Insgesamt hätten die neurolo-
gischen Diagnosen keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit.  
 
Im psychiatrischen Teilgutachten von Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
wird ausgeführt, dass die Explorandin über Schmerzen am Bewegungsapparat und konsekutiv 
über Schlafstörungen in der Nacht und erhöhte Ermüdbarkeit am Tag klage. Diese Beschwerden 
liessen sich mit den somatischen Befunden nicht hinreichend objektivieren, so dass eine psychi-
sche Überlagerung angenommen werden müsse. Diagnostisch handle es sich um eine chroni-
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Die Diagnosen einer depres-
siven Episode oder einer Neurasthenie könnten aufgrund des psychiatrischen Befunds nicht ge-
stellt werden. Anlässlich der Untersuchung habe die Explorandin keine deutlichen Ermüdungser-
scheinungen gezeigt. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit. Die festgestellte Einschränkung im Haushalt von 21.8% sei aus psychiatrischer Sicht nicht 
nachvollziehbar und im Rahmen der deutlich ausgeprägten Krankheits- und Behinderungsüber-
zeugung zu sehen.  
 
Dr. med. K.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
erachtete auf orthopädischer Ebene die beklagten rechtsseitigen Kniebeschwerden im Sinne ei-
ner beginnenden Degeneration als nachvollziehbar; auf Ebene des Bewegungsapparates fehle 
es jedoch an einem klaren Korrelat für die beklagten Beschwerden am linken Vorderarm und an 
den Fusssohlen. Für körperlich leichte bis selten mittelschwere Arbeiten im Erwerb sowie im 
Haushalt könne aus orthopädischer Sicht von einer uneingeschränkten Einsetzbarkeit ausgegan-
gen werden. Betreffend höhergradige körperliche Belastungen seien die im Rahmen der Haus-
haltsabklärung festgestellten Funktionsstörungen durchaus nachvollziehbar.  
 
Im Rahmen der kardiologischen Untersuchung wurde von Dr. med. L.____, FMH Kardiologie so-
wie Allgemeine Innere Medizin, eine körperlich reduzierte Leistungsfähigkeit festgestellt. Die 
linksventrikuläre Pumpfunktion sei indes normal, so dass andere, gegebenenfalls multifaktorielle, 
Ursachen für die Dyspnoe und Leistungsintoleranz möglich erschienen. Aus kardiologischer Sicht 
sei keine Einschränkung der Arbeits- oder Leistungsfähigkeit gegeben.  
 
Dr. med. M.____, FMH Pneumologie sowie Allgemeine Innere Medizin, bestätigte in seinem Teil-
gutachten die vorhandenen pneumologischen Einschätzungen. Gemäss Kriterien der American 
Medical Association bestehe aufgrund des chronischen Hustens, der nicht reversiblen leichten 
obstruktiven Ventilationsstörung eine medizinisch-theoretische Ateminvalidität der Klasse I bzw. 
ein Impairment von 10%. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Für körperlich 
vorwiegend leichte Arbeiten ohne Exposition mit Kälte, Nässe und Staub liege aus rein pneumo-
logischer Sicht eine 90%ige Arbeitsfähigkeit vor.  
 
In der Konsensbeurteilung kamen die begutachtenden Fachärzte zum Schluss, dass der Explo-
randin die angestammte Tätigkeit als Reinigungsfachfrau seit Juli 20106 nicht mehr zumutbar sei. 

 

 
 
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In einer angepassten, körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit ohne Exposi-
tion mit Kälte, Nässe oder Staub sei eine maximale Präsenz von sieben bis acht Stunden täglich 
möglich, dabei bestehe ein leicht erhöhter Pausenbedarf mit entsprechender Reduktion der Leis-
tung. Insgesamt sei in einer leidensangepassten Tätigkeit von einer 80%igen Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit gelte ab Januar 2017. 
Die im Abklärungsbericht betreffend Einschränkungen im Haushalt geltend gemachten Funkti-
onsstörungen seien aus medizinischer Sicht teilweise plausibel. Bei freier Zeiteinteilung könne 
eine höhergradige Einschränkung als 10-15% nicht begründet werden.  
 
5.6 Mit ergänzendem Schreiben vom 17. September 2019 nahmen der fallführende Gutach-
ter Dr. G.____ und der medizinische Leiter der ABI auf Anfrage der IV-Stelle zu den abweichen-
den Einschätzungen der behandelnden Ärzte Stellung. Sie führten aus, dass die von der behan-
delnden Hausärztin aufgeführten Diagnosen allesamt von den Gutachtern fachärztlich evaluiert 
worden seien und keine derart hohe Einschränkung der Arbeitsfähigkeit habe attestiert werden 
können. Es sei deshalb anzunehmen, dass sich die Hausärztin mehr an den subjektiven Angaben 
der Patientin orientiert habe. Die Onkologie des Spitals E.____ habe zwar im Mai 2017 noch eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, gleichzeitig aber angegeben, dass eine Wiedereingliede-
rung möglich sein sollte. Es sei festzuhalten, dass die initial onkologisch begründete Arbeitsfä-
higkeit im Verlauf durch mannigfaltige Beschwerden abgelöst worden sei, weshalb die Kompe-
tenz der onkologischen Einschätzung bei diesen fachfremden Beschwerden nicht mehr gegeben 
sei.  
 
5.7 In ihrem Verlaufsbericht vom 28. Mai 2020 diagnostizierte Dr. med. N.____ der Onkolo-
gie des Spitals E.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein invasiv duktales Mammakarzi-
nom (Erstdiagnose: Januar 2016) und eine Bandscheibenprotrusion L 5 (Erstdiagnose: Mai 2020) 
sowie ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Status nach rezidivierenden Lungenembolien 
seit Mai 2017. Die Patientin sei ab März 2020 zu 100% arbeitsunfähig. Sie beklage einschies-
sende thorakale Schmerzen, Fatigue und Wallungen sowie bewegungsabhängige, gürtelförmige 
Schmerzen thorakolumbal. Spezialärztliche Untersuchungen seien ausstehend.  
 
5.8 Dr. D.____ führte in ihrem Bericht zuhanden der IV-Stelle vom 25. August 2020 aus, 
dass die Patientin seit April 2020 über Rückenschmerzen klage; es sei eine Diskushernie diag-
nostiziert worden. Seit Juli 2020 habe sie überdies zunehmende Schmerzen im rechten Fuss bei 
Status nach einer Mittelfussfraktur. Die Diskushernie sowie eine chronische Bronchitis würden 
die Patientin in ihrer Arbeitsfähigkeit einschränken. Seit 26. Juli 2016 sei keine Arbeitsfähigkeit 
mehr gegeben. Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei schlecht.  
 
5.9 Am 27. Oktober 2020 berichtete Dr. med. O.____, FMH Neurochirurgie, über die 
Rückenproblematik der Versicherten. Er diagnostizierte belastungsabhängige Lumbalgien ohne 
Ausstrahlung mit bildgebend mittels MRT (Mai 2020) festgestellten allenfalls geringgradigen Neu-
roforaminalstenosen L 5 beidseits ohne klinisches Korrelat sowie einer Facettengelenksarthrose 
L 4/5 beidseits. Bis auf die moderate Facettengelenksarthrose zeige sich kein klinisches Korrelat 
für die Rückenproblematik. Für eine L 5-Symptomatik habe die Patientin keine Klinik, so dass von 
einem asymptomatischen Zufallsbefund auszugehen sei. Eine chirurgische Therapie sei nicht 

 

 
 
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indiziert und eine weitere Kontrolle sei nicht geplant. Er empfehle eine rückenspezifische Physi-
otherapie unter Abwarten des Spontanverlaufs.  
 
5.10 Mit Bericht vom 10. März 2021 diagnostizierte Dr. med. P.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine Varusgonarthrose am linken Knie 
bei Status nach Knieendoprothese rechts am 10. September 2020. Die Patientin habe sich mit 
zunehmenden Kniebeschwerden links vorgestellt. Bildgebend hätten degenerative Veränderun-
gen im Sinne einer Varusgonarthrose festgestellt werden können. Zur Behandlung sei auf 
Wunsch der Patientin eine intraartikuläre Injektion mit Kenacort und Rapidocain vorgenommen 
worden. Bezüglich des rechten Knies zeige sich ein sehr zufriedenstellender Verlauf und prak-
tisch keine Einschränkung.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 28. Mai 2021 
vollumfänglich auf das polydisziplinäre Gutachten der ABI vom 3. Juni 2019 inklusive des Ergän-
zungsschreibens vom 17. September 2019 ab. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Be-
schwerdeführerin ab Januar 2017 eine leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeit ohne Ex-
position mit Kälte, Nässe oder Staub im Umfang von 80% zumutbar sei. 
 

6.2 Wie unter Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender 
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Solche Indizien liegen vorliegend nicht vor. Das Gutachten der ABI weist 
keine formellen Mängel auf, beruht auf eingehenden Untersuchungen der Beschwerdeführerin 
und berücksichtigt auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte. Zudem geht 
es einlässlich auf die Beschwerden der Explorandin ein und vermittelt ein umfassendes Bild über 
den Gesundheitszustand der Versicherten. So wird deutlich, dass die Beschwerdeführerin na-
mentlich aus onkologischer wie auch pneumologischer Sicht aufgrund der Ermüdbarkeit, Dysp-
noe und den Schmerzen bzw. der Schwellung im rechten Arm in der Arbeitsfähigkeit einge-
schränkt ist. Die von der Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen sind  
– wie die orthopädischen und neurologischen Teilgutachten ausführen – somatisch nicht hinrei-
chend erklärbar. Eine psychische Überlagerung wird im psychiatrischen Teilgutachten überzeu-
gend hergeleitet, wobei der psychiatrische Gutachter auch eine Konsistenzprüfung vornimmt und 
die bei der Explorandin vorliegenden Ressourcen und Belastungen hinreichend darlegt. Vor die-
sem Hintergrund ist auch die Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar begründet. Insgesamt erscheint die 
Beurteilung im polydisziplinären Gutachten sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge als auch in den daraus gezogenen Schlussfolgerungen als überzeugend. 
 
6.3 Daran vermögen auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Sie 
bringt im Wesentlichen vor, dass die Einschätzung der involvierten Gutachter von derjenigen der 
behandelnden Ärzte abweichen, ohne dass eine solche Abweichung genügend begründet wor-
den ist. Dabei beruft sie sich namentlich auf die von Dr. D.____ und der Ärzteschaft der Onkologie 
des Spitals E.____ attestierte Arbeitsunfähigkeit. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die 

 

 
 
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abweichende Beurteilung eines behandelnden Arztes gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung für sich alleine nicht genügt, um ein nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten in Frage zu 
stellen (vgl. E. 4.4 hiervor). Im vorliegenden Fall sind keine Umstände ersichtlich, welche ein Ab-
weichen von diesem Grundsatz rechtfertigen würden. Zunächst ist festzustellen, dass sich die 
Fachärzte der ABI mit den abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte im Gutachten 
vom 3. Juni 2019 und insbesondere im Ergänzungsschreiben vom 17. September 2019 – entge-
gen der Auffassung der Beschwerdeführerin – genügend mit der von den behandelnden Ärzten 
attestierten Arbeitsunfähigkeit auseinandergesetzt haben. Sie führen überzeugend aus, dass die 
von den onkologischen Behandlern festgehaltene Arbeitsunfähigkeit auf fachfremden Beschwer-
den beruht. Mit den Gutachtern ist auch festzuhalten, dass die behandelnden Onkologen spätes-
tens am 13. September 2017 eine Wiederaufnahme der Arbeit für möglich gehalten haben. Eben-
falls schlüssig ist die Auffassung der Gutachter, dass die von der behandelnden Hausärztin at-
testierte Arbeitsunfähigkeit auf den subjektiven Angaben der Patientin beruht. Dies erscheint 
umso überzeugender, als die Hausärztin die ihrer Einschätzung nach seit Mitte 2016 bestehende 
vollständige Arbeitsunfähigkeit augenscheinlich auf wechselnde Diagnosen zurückführt. Die Ar-
beitsunfähigkeit wird von Dr. D.____ denn auch nicht mit konkreten Funktionseinschränkungen 
begründet. Insgesamt ist damit festzuhalten, dass die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten 
Berichte der behandelnden Ärzte keine Zweifel am Gutachten der ABI vom 3. Juni 2019 zu we-
cken vermögen.  
 
6.4 Zusammenfassend lässt das polydisziplinäre Gutachten der ABI vom 3. Juni 2019 eine 
zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten zu, weshalb die Beschwerdegeg-
nerin bei der Beurteilung der medizinischen Sachlage darauf abstellen durfte. Folglich ist davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführerin in einer leichten bis gelegentlich mittelschweren Tä-
tigkeit ohne Exposition mit Kälte, Nässe oder Staub im Umfang von 80% arbeitsfähig ist. Lässt 
die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des massgeben-
den medizinischen Sachverhalts zu, so ist dem Antrag des Beschwerdeführers, wonach weitere 
medizinische Abklärungen vorzunehmen seien, nicht stattzugeben. Der Anspruch auf rechtliches 
Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der 
Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs 
indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheb-
lich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die 
vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben und die-
ser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. 
Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 64 E. 3.3, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 
3c in fine mit Hinweisen). 
 
7.1 Bei Versicherten, die – wie die Beschwerdeführerin – bloss zum Teil erwerbstätig sind 
und daneben in einem Aufgabenbereich arbeiten, kommt bei der Invaliditätsbemessung die ge-
mischte Methode zur Anwendung (E. 3.4 hiervor). Die Beschwerdeführerin beanstandet weder 
die Anwendung der gemischten Methode noch die für den Erwerb und den Haushalt von der 

 

 
 
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Beschwerdegegnerin festgelegten Anteile (80/20). Sie bringt indessen vor, dass die in der Haus-
haltsführung festgestellten Einschränkungen zu tief bemessen seien, da zu viel Wert auf die Mit-
hilfe ihrer Familienmitglieder gesetzt worden sei.  
 
7.2 Bei der Einschätzung der Beeinträchtigungen im Haushalt ist auch die bei der Haus-
haltsabklärung festgestellte zumutbare und vorhandene Mithilfe von Familienangehörigen, wel-
che Ausfluss der der versicherten Person obliegenden Schadenminderungspflicht ist, zu berück-
sichtigen (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juli 2018, 9C_295/2018, E. 4.2) Gemäss bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung ist bezüglich der zumutbaren Mithilfe von Angehörigen bei der Er-
ledigung des Haushalts ein invaliditätsbedingter Ausfall bloss dann anzunehmen, wenn die Auf-
gaben, die nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung  
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbs-
einbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invalidi-
tätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht 
daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. 
Massgebend ist, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine 
Versicherungsleistungen zu erwarten wären. Dabei darf jedoch unter dem Titel der Schadenmin-
derungspflicht nicht etwa die Bewältigung der Haushalttätigkeit in einzelnen Funktionen oder ins-
gesamt auf die übrigen Familienmitglieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei 
jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmitglied 
finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der entsprechenden Teilfunktion in 
Frage kommt (BGE 133 V 509 f. E. 4.2 mit zahlreichen Hinweisen).  
 
7.3 Zwar kann als unbestritten angesehen werden, dass die Beschwerdeführerin im Aufga-
benbereich von ihrem Ehemann Unterstützung benötigt. Dem Abklärungsbericht vom 10. Dezem-
ber 2018 kann jedoch entnommen werden, dass die Schadenminderungspflicht entsprechend 
der soeben zitierten Rechtsprechung berücksichtigt wurde. So wurde in den Teilbereichen Er-
nährung und Wohnungspflege von der Abklärungsperson eine Einschränkung festgehalten, wo-
bei ausdrücklich vermerkt wurde, dass die Haushaltstätigkeit in diesen Funktionen nicht im Rah-
men der Schadenminderungspflicht vollständig auf den Ehemann überwälzt werden dürfe. Zu 
Recht wurde auch die Mithilfe der erwachsenen und nicht im Haushalt lebenden Kinder nicht 
angerechnet. Der Abklärungsbericht berücksichtigt im Rahmen der Schadenminderung damit 
bloss die zumutbare Mithilfe des Ehemannes. Dies ist nicht zu beanstanden. Im Übrigen ist fest-
zuhalten, dass die von der Abklärungsperson festgestellten Einschränkungen im Haushalt von 
den Gutachtern des ABI überdies auch aus medizinischer Sicht bestätigt wurden. Nach dem Aus-
geführten ist die von der Beschwerdegegnerin festgestellte Einschränkung im Aufgabenbereich 
in der Höhe von 21.8% nicht zu beanstanden. 
 
8.1 Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung vom 28. Mai 2021 ausserdem für den 
Erwerbsbereich den erforderlichen Einkommensvergleich vorgenommen. Dabei hat sie das Vali-
deneinkommen anhand der Tabelle T17 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bun-
desamtes für Statistik (LSE) 2016, Sektor Reinigungskräfte, Spalte Frauen, Alter >50 Jahre, er-
mittelt. Das Invalideneinkommen wurde mittels der Tabelle TA1 der LSE 2016, Privater Sektor 

 

 
 
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Total, Kompetenzniveau 1, Spalte Frauen, eruiert und ein leidensbedingter Abzug von 5% ge-
währt. Die Beschwerdeführerin beanstandet – zu Recht – weder das ermittelte Valideneinkom-
men noch den ermittelten Grundwert für das Invalideneinkommen. Hingegen sei beim Invaliden-
einkommen ein höherer leidensbedingter Abzug von 25% vorzunehmen. 
 
8.2 Praxisgemäss kann von dem anhand der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstruk-
turerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) ermittelten Invalideneinkommen unter bestimm-
ten Voraussetzungen ein leidensbedingter Abzug vorgenommen werden. Damit soll der Tatsache 
Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der 
Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti-
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versi-
cherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 78 
f. E. 5a). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen und darf 25% nicht übersteigen (BGE 
134 V 327 f. E. 5.2, 126 V 79 f. E. 5b/aa-cc). Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine 
Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende rich-
terliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Hingegen ist zu beurteilen, ob 
der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Ein-
klang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweck-
mässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Soll in die Ermessensbetätigung der Vorinstanz 
eingegriffen werden, muss sich die richterliche Behörde demnach auf Gegebenheiten abstützen 
können, die eine abweichende Ermessensausübung als näherliegend erscheinen lassen (BGE 
126 V 81 E. 6 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juli 2005,  
U 420/04, E. 2.3). 
 
8.3 Solche Gegebenheiten sind vorliegend letztlich nicht ersichtlich und werden von der Be-
schwerdeführerin auch nicht substantiiert dargelegt. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
wirken sich bei Hilfsarbeiten auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt schlechte 
Deutschkenntnisse, die Nationalität und das Alter nicht lohnmindernd aus (vgl. BGE 146 V 16 
E. 5; Urteile des Bundesgerichts vom 2. September 2019, 9C_323/2019, E. 4.2, vom 24. August 
2018, 9C_857/2017, E. 4.3, mit Hinweis). Die gesundheitlichen Einschränkungen sind – entgegen 
der Auffassung der Beschwerdeführerin – grundsätzlich bereits im Pensum berücksichtigt. Zu 
beachten ist auch, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) von seiner Struktur her 
einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlang-
ten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Ein-
satzes (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Dennoch berücksichtigt die Be-
schwerdegegnerin mit einem Abzug von 5% augenscheinlich auch die qualitativen Einschränkun-
gen des Verweisprofils.  
 
8.4 Setzt man im Einkommensvergleich das so korrekt ermittelte Invalideneinkommen dem 
Valideneinkommen gegenüber, resultiert eine Erwerbseinbusse von 6.11% respektive ab 1. Ja-
nuar 2018 von 25%. Unter Anwendung der gemischten Methode lässt sich somit ein Invaliditäts-
grad von 9% für die Zeit vom 27. Juli 2017 bis 31. Dezember 2017 und von 25% ab 1. Januar 
2018 ermitteln.  

 

 
 
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9. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerdegegnerin die Invali-
dität der Beschwerdeführerin korrekt ermittelt und einen Rentenanspruch zu Recht verneint hat. 
Die Beschwerde ist nach dem Ausgeführten abzuweisen. 
 
10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten 
um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, 
in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei 
in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Par-
tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. Sie werden mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss verrechnet. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädi-
gung zuzusprechen. 
 
 
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in dersel-
ben Höhe verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 
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