# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6006e083-495d-5ccc-9eda-983adfc82a63
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 16.03.2022 810 21 184
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-184_2022-03-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 16. März 2022 (810 21 184) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kinds- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwal-
tung / Verhältnismässigkeitsprinzip / Aufgabenbereich Beistandsperson  
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl,  

Markus Clausen, Hans Furer, Claude Jeanneret, Gerichtsschreiberin 
Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
 
B.____, Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Ver-

mögensverwaltung  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
2. Juni 2021) 

 
 
 
 
A. Die Sozialberatung der Gemeinde D.____ reichte mit Eingabe vom 18. November 2020 
bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ (KESB) eine Gefährdungsmeldung 
betreffend A.____, geboren 1969, ein. Begründet wurde die Meldung damit, dass A.____ und 

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ihr Lebenspartner B.____ in den letzten zwei Jahren mehrfach polizeilich aus ihrer Wohnung 
hätten ausgewiesen werden müssen. Die letzte Exmission sei am 12. November 2020 vollzo-
gen worden und seither würden sie in einem Hotel leben. A.____ werde von der Sozialhilfe 
D.____ unterstützt, wobei ein IV-Verfahren hängig sei. Sie leide an einem chronischen 
Schmerzsyndrom und beziehe beim Zentrum für Suchtmedizin Basel Ketalgin. Ihr zentrales 
Nervensystem sei aufgrund multipler Erkrankungen derart geschädigt, dass es zu Ohnmachts-
anfällen mitten auf der Strasse gekommen sei. Sie sei zur Selbstfürsorge nicht in der Lage. Es 
gelinge ihr nicht, sich gesund zu ernähren, die ärztlich verordneten Medikamente regelmässig 
einzunehmen und mit Geld umzugehen. Ihr Lebenspartner könne nicht für Abhilfe sorgen.  
 
B. A.____ hat den von der KESB zum Antrag auf Errichtung einer Beistandschaft anbe-
raumten Anhörungstermin nicht wahrgenommen und auch auf eine schriftliche Stellungnahme 
verzichtet.  
 
C. Mit Entscheid der KESB vom 2. Juni 2021 wurde für A.____ eine Vertretungsbeistand-
schaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung errichtet. Der Beistandsperson wurden fol-
gende Aufgaben übertragen (Ziffer 1): die verbeiständete Person beim Erledigen der administ-
rativen Angelegenheiten soweit nötig zu vertreten (lit. a); die verbeiständete Person beim Erle-
digen der finanziellen Angelegenheiten soweit nötig zu vertreten, insbesondere ihr Einkommen 
und Vermögen sorgfältig zu verwalten (lit. b); stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Un-
terkunft besorgt zu sein und die verbeiständete Person bei allen in diesem Zusammenhang er-
forderlichen Handlungen soweit nötig zu vertreten (lit. c); das soziale Wohl der verbeiständeten 
Person zu fördern (lit. d). Die Beistandsperson wurde gestützt auf Art. 9 Abs. 2 der Verordnung 
über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft (VBVV) 
vom 4. Juli 2012 ermächtigt, die umfassende Verwaltung aller Bankkonten und solche der Post-
finance ohne jegliche Mitwirkung der verbeiständeten Person und der Erwachsenenschutzbe-
hörde vorzunehmen. Es dürfen von Finanzinstituten dazu keine Unterschriften der verbeistän-
deten Person selbst eingeholt werden (Ziffer 2). Der Beistandsperson wird gemäss Art. 391 
Abs. 3 ZGB die Befugnis erteilt, soweit notwendig die Post der verbeiständeten Person zu öff-
nen (Ziffer 3). Als Beistandsperson wurde E.____, F.____ GmbH, ernannt (Ziffer 4). Einer allfäl-
ligen Beschwerde wurde gestützt auf Art. 450c ZGB die aufschiebende Wirkung entzogen.  
 
D. Mit Eingabe vom 4. Juli 2021 (Postaufgabe: 19. Juli 2021) erhoben A.____ und B.____ 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsge-
richt), und verlangen sinngemäss die Aufhebung der Beistandschaft für A.____. Zur Begrün-
dung machen sie im Wesentlichen geltend, dass sie in der Lage seien, sich um ihre Angele-
genheiten zu kümmern resp. Hilfe zu organisieren, soweit dies notwendig sei.  
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 6. August 2021 beantragt die KESB, es sei auf die Be-
schwerde nicht einzutreten, weil die Beschwerde zu spät erhoben worden sei. Eventualiter sei 
die Beschwerde abzuweisen; alles unter o/e-Kostenfolge. Die KESB verweist hinsichtlich des 
Eventualantrags auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie die  
vorinstanzlichen Akten. 
 

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F. Mit Eingabe vom 6. August 2021 (Eingangsdatum Kantonsgericht: 12. August 2021) 
replizierte die Beschwerdeführerin und stellt sich sinngemäss auf den Standpunkt, dass die Be-
schwerdefrist eingehalten worden sei.  
 
G. Mit Verfügung vom 30. August 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung über-
wiesen.  
 
H. Seit Oktober 2021 leben die Beschwerdeführer auf dem Campingplatz G.____ in 
H.____.  
 
I.  Mit Verfügung vom 24. November 2021 wurde neu angeordnet, eine Parteiverhandlung 
durchzuführen, den Beistand E.____, F.____ GmbH, als Auskunftsperson vorzuladen, sowie 
weitere Beweismassnahmen durchzuführen. Unter anderem wurde die Beschwerdeführerin 
ersucht, dem Gericht eine Entbindungserklärung von der ärztlichen Schweigepflicht für ihre be-
handelnde Ärztin einzureichen. Mit Schreiben vom 14. Dezember 2021 teilte die Beschwerde-
führerin mit, dass sie eine Entbindungserklärung für ihren behandelnden Orthopäden einreichen 
werde. Am 24. Januar 2022 (Eingangsdatum) reichte die Beschwerdeführerin eine Entbin-
dungserklärung betreffend I.____, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, ein.  
 
J. Mit Verfügung vom 31. Januar 2022 wurde I.____, Facharzt FMH für Orthopädische 
Chirurgie, ersucht, einen schriftlichen Bericht über die aktuelle gesundheitliche Situation der 
Beschwerdeführerin zu erstatten und anlässlich der anberaumten Parteiverhandlung zur Be-
antwortung von Fragen zur Verfügung zu stehen. 
 
K. Am 2. Februar 2022 stellte die SVA Basel-Landschaft dem Gericht den Entscheid der 
IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) vom 27. Januar 2022 betreffend die Beschwerdeführerin 
zu. Ihr wurde rückwirkend per August 2014 eine ganze Invalidenrente zugesprochen. 
 
L. Am 16. Februar 2022 reichten die Beschwerdeführer unaufgefordert eine Eingabe so-
wie zahlreiche Belege ein und beantragen insbesondere die Anhörung mehrerer Auskunftsper-
sonen.    
 
M. Der Bericht von I.____, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, datiert vom 23. 
Februar 2022. 
 
N. Mit Verfügung vom 24. Februar 2022 wurden die Beweisanträge der Beschwerdefüh-
rer, namentlich auf Anhörung von weiteren Auskunftspersonen, abgewiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1  Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 in Verbindung mit § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einfüh-
rung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 kann gegen Entscheide einer 

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Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht, erhoben werden. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis Art. 450e 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 
 
1.2 Das Gericht wendet das Recht von Amtes wegen an (§ 16 Abs. 2 des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [Verwaltungsprozessordnung, VPO] vom 
16. Dezember 1993). Es prüft insbesondere, ob die Eintretens- bzw. Sachurteilsvoraussetzun-
gen erfüllt sind. Diese umschreiben die Erfordernisse, die erfüllt sein müssen, damit die 
Rechtsmittelinstanz auf eine Beschwerde eintritt und diese materiell beurteilt. Sind sie nicht er-
füllt, fehlt es an einer Prozessvoraussetzung und das Kantonsgericht tritt auf das Begehren 
nicht ein. Eine dieser Sachurteilsvoraussetzungen ist die Beschwerdebefugnis. Die vorliegende 
Beschwerde wurde von A.____ und B.____ erhoben und es ist zu prüfen, ob beide Beschwer-
deführer zur Beschwerdeerhebung berechtigt sind.  
 
1.3 Nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB sind zunächst Personen zur Beschwerde befugt, die 
am Verfahren beteiligt sind. Am Verfahren beteiligt sind die von der Anordnung einer Erwach-
senenschutzbehörde direkt betroffenen Personen, mithin die schutzbefohlenen, hilfsbedürftigen 
Personen, die durch den Entscheid unmittelbar berührt sind und ein schutzwürdiges Interesse 
an dessen Aufhebung oder Änderung haben (LORENZ DROESE/DANIEL STECK, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 6. Auflage, 
Basel 2018, N 29 zu Art. 450 ZGB; Urteil des Bundesgerichts 5A_979/2013 vom 28. März 2014 
E. 6). Die Beschwerdeführerin ist vom angefochtenen Entscheid direkt betroffen und demzufol-
ge ist ihre Beschwerdeberechtigung gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zu bejahen.  
 
1.4 Zur Beschwerde zugelassen ist nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB auch, wer der be-
troffenen Person nahesteht, dadurch geeignet erscheint, deren Interessen wahrzunehmen, und 
mit der Beschwerde auch tatsächlich die Interessen der betroffenen Person verfolgt (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 5A_746/2016 vom 5. April 2017 E. 2.3.2). Es steht ausser Zweifel, dass der 
Beschwerdeführer eine der Beschwerdeführerin nahestehende Person ist. Da auf die Be-
schwerde der Beschwerdeführerin einzutreten ist, und die in der von beiden unterzeichneten 
Beschwerdeschrift erhobenen Rügen somit ohnehin materiell zu beurteilen sind, kann offenblei-
ben, ob der Beschwerdeführer seine Beschwerdeberechtigung aus Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB 
ableiten kann und zur Beschwerdeerhebung legitimiert ist.  
 
1.5 Eine weitere Sachurteilsvoraussetzung ist die Einhaltung der Beschwerdefrist. Nach 
Art. 450b Abs.1 ZGB beträgt die Beschwerdefrist vorliegend dreissig Tage seit Mitteilung des 
Entscheids. Für die Frage der Fristwahrung ist der Beginn des Fristenlaufs bedeutsam. Die Er-
öffnung einer Verfügung ist eine empfangsbedürftige einseitige Rechtshandlung (ULRICH 
HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich/St. 
Gallen 2016, Rz. 1066). Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung gelten Verfü-
gungen und Entscheide als mitgeteilt bzw. eröffnet, sobald sie ordnungsgemäss zugestellt sind 
und die betroffene Person davon Kenntnis nehmen kann. Dass sie davon tatsächlich Kenntnis 
nimmt, ist nicht erforderlich (BGE 142 III 599 E. 2.4.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 

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1067). Im Bereich des Kindesschutzes statuiert das Bundesrecht keine Vorschriften über die Art 
der Zustellung. Gemäss Art. 450f ZGB sind im erstinstanzlichen Verfahren ergänzend die Best-
immungen der Zivilprozessordnung sinngemäss anwendbar, soweit das kantonale Recht nicht 
etwas anderes vorsieht. Das Recht des Kantons Basel-Landschaft erklärt für das Verfahren vor 
der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde subsidiär die Bestimmungen des kantonalen Ver-
waltungsverfahrensrechts für anwendbar (§ 69 Abs. 4 EG ZGB). Das Verwaltungsverfahrens-
gesetz Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 schreibt lediglich vor, dass Verfügun-
gen den Parteien bzw. deren Vertretungen schriftlich zu eröffnen sind (§ 19 Abs. 1 VwVG BL). 
Zur Übermittlungsart äussert es sich nicht (vgl. Urteil der Präsidentin der Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts vom 12. Juni 2020 [810 20 129] E. 2.1). Aus 
dem Schweigen des Gesetzes in diesen und anderen verwaltungsrechtlichen Materien über die 
Art der Zustellung leitet die Rechtsprechung grundsätzlich ab, dass es den Behörden freigestellt 
ist, auf welche Art sie ihre Verfügungen versenden. Insbesondere dürfen sie sich deshalb auch 
der Versandart A-Post Plus bedienen (BGE 145 IV 252 E. 1.7; BGE 142 III 599 E. 2.4.1; Urteil 
des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 30. Juli 
2014 [810 14 119] E. 4.1). Die Eröffnung muss bloss so erfolgen, dass sie dem Adressaten er-
möglicht, von der Verfügung oder der Entscheidung Kenntnis zu erlangen, um diese gegebe-
nenfalls sachgerecht anfechten zu können. Gemäss ständiger Rechtsprechung erfolgt die frist-
auslösende Zustellung einer uneingeschriebenen Sendung (A- oder B-Post) bereits dadurch, 
dass sie in den Briefkasten oder in das Postfach des Adressaten gelegt wird und sich damit in 
dessen Verfügungsbereich befindet. Nicht erforderlich ist, dass der Adressat sie tatsächlich in 
Empfang nimmt. Bestehen wie hier keine besonderen Zustellvorschriften, genügt es, wenn sie 
in seinen Machtbereich gelangt und er demzufolge von ihr Kenntnis nehmen kann (BGE 144 IV 
57 E. 2.3.2; BGE 122 I 139 E. 1; Urteil des Bundesgerichts 1C_40/2021 vom 22. April 2021 
E. 3.2; KGE VV vom 20. Januar 2020 [810 19 172/173] E. 3.4). 
 
1.6 Die Beweislast für die ordnungsgemäss erfolgte Zustellung der Verfügung und das 
genaue Datum der Zustellung liegt nach konstanter Rechtsprechung bei der Behörde. Die Be-
hörde trägt somit auch die Konsequenzen eines fehlenden Nachweises, falls die Zustellung 
bestritten ist (BGE 142 IV 125 E. 4.3; KGE VV vom 17. Juni 2015 [810 14 345] E. 6.2). Vorlie-
gend hat die Vorinstanz den angefochtenen Entscheid vom 2. Juni 2021 mit A-Post Plus ver-
sandt. Bei dieser Versandmethode wird der Brief mit einer Nummer versehen und ähnlich wie 
ein eingeschriebener Brief mit A-Post spediert. Im Unterschied zu den eingeschriebenen Brief-
postsendungen wird aber der Empfang durch den Empfänger nicht quittiert. Entsprechend wird 
der Adressat im Falle seiner Abwesenheit auch nicht durch Hinterlegung einer Abholungseinla-
dung avisiert. Die Zustellung wird vielmehr elektronisch erfasst, wenn die Sendung in das Post-
fach oder in den Briefkasten des Empfängers gelegt wird. Auf diese Weise ist es möglich, mit 
Hilfe des von der Post zur Verfügung gestellten elektronischen Systems "Track & Trace" die 
Sendung bis zum Empfangsbereich des Empfängers zu verfolgen (BGE 142 III 599 E. 2.2). Di-
rekt bewiesen wird mit einem Track & Trace-Auszug allerdings nicht, dass die Sendung tatsäch-
lich in den Empfangsbereich des Empfängers gelangt ist, sondern bloss, dass durch die Post 
ein entsprechender Eintrag in ihrem Erfassungssystem gemacht wurde. Einzig im Sinne eines 
Indizes lässt sich aus diesem Eintrag darauf schliessen, dass die Sendung in den Briefkasten 
oder in das Postfach des Adressaten gelegt wurde. Mangels Quittierung lässt sich dem Track & 

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Trace-Auszug sodann nicht entnehmen, ob tatsächlich jemand die Sendung behändigt hat und 
um wen es sich dabei handelt, geschweige denn, dass sie tatsächlich zur Kenntnis genommen 
worden ist. Bei Briefpost, die im Verfahren A-Post Plus versandt wurde, besteht allerdings eine 
(durch Gegenbeweis widerlegbare) natürliche Vermutung für die ordnungsgemässe Zustellung 
des mit A-Post Plus versandten Briefes (BGE 142 III 599 E. 2.2; Urteile des Bundesgerichts 
2C_16/2019 vom 10. Januar 2019 E. 3.2.2 und 2C_195/2018 vom 2. März 2018 E. 2.2). 
 
1.7.1 Der angefochtene Entscheid vom 2. Juni 2021 wurde per A-Post Plus am 10. Juni 
2021 versandt und am 26. Juni 2021 von der Post mit dem Vermerk "weggezogen, weitere Ad-
resse unbekannt" an die KESB retourniert. Die in der Folge von der KESB getroffenen Adress-
abklärungen bei der Gemeinde D.____ haben ergeben, dass sich die Beschwerdeführerin auf 
dem Campingplatz J.____ in D.____ aufhalte. Die KESB verschickte den angefochtenen Ent-
scheid am 28. Juni 2021 erneut per A-Post Plus an die neue Adresse.  
 
1.7.2 Dem vorliegenden Track & Trace-Auszug kann entnommen werden, dass das am 
10. Juni 2021 verschickte Schreiben als am 11. Juni 2021 (Freitag) wie auch am 18. Juni 2021 
(Montag) als "zugestellt" erfasst wurde. Bei den als Zustellungen vermerkten Erfassungen han-
delt es sich offenbar um zwei erfolglose Zustellversuche, bevor das Schreiben am 26. Juni 2021 
der Vorinstanz retourniert wurde. Bei einer Zustellung per A-Post Plus wird ein Adressat im Fal-
le seiner Abwesenheit nicht durch Hinterlegung einer Abholungseinladung avisiert, sondern aus 
dem Eintrag im Erfassungssystem wird darauf geschlossen, dass das Schreiben in den Brief-
kasten oder ein Postfach gelegt wurde. Dies ist vorliegend offensichtlich nicht passiert, wurde 
das Schreiben doch der Vorinstanz retourniert. Demzufolge ist es nicht in den Empfangsbereich 
der Beschwerdeführerin gelangt und sie konnte keine Kenntnis davon erlangen. Bei dieser 
Ausgangslage kann nicht von einer ordnungsgemässen Zustellung ausgegangen werden. Nach 
dem Gesagten wurde die natürliche Vermutung für eine ordnungsgemässe Zustellung des mit 
A-Post Plus versandten Briefes (vgl. vorstehend E. 1.4) somit widerlegt, weil unbestrittenermas-
sen keine Zustellung erfolgt ist. Die erneute Zustellung erfolgte am 28. Juni 2021 wiederum per 
A-Post Plus. Der Brief wurde der Beschwerdeführerin gemäss Track & Trace-Auszug am 
29. Juni 2021 zugestellt und die dreissigtägige Beschwerdefrist ist mit der Eingabe vom 19. Juli 
2021 gewahrt. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kommt die Zustellfiktion bei einem Ver-
sand mit A-Post Plus nicht zur Anwendung. Im Übrigen wäre die Frist auch eingehalten gewe-
sen, wenn im vorliegenden Fall die Zustellfiktion zum Tragen gekommen wäre: Der angefochte-
ne Entscheid hätte als am 18. Juni 2021 zugestellt gegolten und die dreissigtägige Beschwer-
defrist wäre demnach am Sonntag, 18. Juli 2021, abgelaufen, wobei sich diese auf Montag, 19. 
Juli 2021, verlängert hätte (§ 46 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG] vom 22. Februar 
2001). Die am 19. Juli 2021 der Post übergebene Beschwerde wäre auch in diesem Fall als 
rechtzeitig zu beurteilen gewesen.  
 

1.8 Gemäss Art. 450 Abs. 3 ZGB ist die Beschwerde beim Gericht schriftlich und begrün-
det einzureichen. In formeller Hinsicht dürfen an die Begründung keine hohen Anforderungen 
gestellt werden. Ein von einer betroffenen urteilsfähigen Person unterzeichnetes Schreiben, aus 
dem das Anfechtungsobjekt ersichtlich ist und kurz hervorgeht, warum sie mit der getroffenen 
Anordnung ganz oder teilweise nicht einverstanden ist, sollte hinreichend sein (vgl. Botschaft 

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zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personen- und 
Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, Bundesblatt [BBl] 2006 7001, S. 7085; PATRICK FASSBIND, in: 
Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser [Hrsg.], ZGB Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2021, 
N 4 zu Art. 450 ZGB; DROESE/STECK, a.a.O., N 42 zu Art. 450 ZGB). Im vorliegenden Fall geht 
mit ausreichender Klarheit hervor, dass die Beschwerdeführer mit der Errichtung der Beistand-
schaft für die Beschwerdeführerin nicht einverstanden sind. Dies genügt den obgenannten An-
forderungen. Die übrigen formellen Voraussetzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 
EG ZGB und § 43 ff. VPO sind gegeben, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Strittig ist, ob die Vorinstanz zu Recht eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkom-
mens- und Vermögensverwaltung nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB für die Beschwerdeführerin 
errichtet hat. 
 
4.1 Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen fest, dass aufgrund 
der Gefährdungsmeldung der Sozialberatung D.____ erstellt sei, dass die Beschwerdeführerin 
zur Selbstfürsorge nicht in der Lage sei. Die Wohnungsverluste seien jeweils auf eine Zweck-
entfremdung des Geldes für die Miete sowie eine Verwahrlosung der Wohnung zurückzuführen 
gewesen. Zudem sei in der letzten Wohnung der Strom abgestellt worden, weil die Rechnungen 
nicht bezahlt worden seien. Die Beschwerdeführerin sei nicht in der Lage, sich adäquat um ihre 
Wohnsituation zu kümmern oder sich das Geld einzuteilen. Ihr Lebenspartner könne nicht für 
Abhilfe sorgen.  
 
4.2 Mit ihrer Beschwerde halten die Beschwerdeführer dem entgegen, dass sie viele 
schlechte Erfahrungen mit Gemeindemitarbeitenden gemacht hätten. Rechnungen seien von 
den zuständigen involvierten Personen nicht oder nicht rechtzeitig bezahlt worden und dadurch 
hätten sie Geld verloren. Zudem habe der ehemalige Vermieter ihre Briefe bzw. Rechnungen 
aus dem Briefkasten entwendet, weshalb sie ihr Geld nicht mehr korrekt hätten verwalten kön-
nen. Sie seien in der Lage für sich selber zu sorgen und im Falle einer Hilfsbedürftigkeit für Ab-
hilfe zu sorgen. Sie würden mit dem Verein K.____ und auch mit Anwälten im Kontakt stehen. 

 
4.3 Der Zweck von behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzrechts ist es, das 
Wohl und den Schutz hilfsbedürftiger Personen sicherzustellen (Art. 388 Abs. 1 ZGB). Gleich-
zeitig sollen die Massnahmen die Selbstbestimmung der betroffenen Person soweit wie möglich 
erhalten und fördern (Art. 388 Abs. 2 ZGB). Art. 389 Abs. 1 ZGB verlangt ferner, dass eine be-
hördliche Massnahme nur dann angeordnet wird, wenn die Unterstützung der hilfsbedürftigen 
Person durch die Familie, andere nahestehende Personen oder private oder öffentliche Dienste 
nicht ausreicht oder von vornherein als ungenügend erscheint (Ziff. 1); oder wenn bei Urteilsun-
fähigkeit der hilfsbedürftigen Person keine oder keine ausreichende eigene Vorsorge getroffen 
worden ist und die Massnahmen von Gesetzes wegen nicht genügen (Ziff. 2). Gemäss Abs. 2 

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muss schliesslich jede Massnahme erforderlich und geeignet sein. Damit werden der Subsidia-
ritätsgrundsatz und das Verhältnismässigkeitsprinzip verankert, welche bei allen behördlichen 
Massnahmen zu beachten sind.  
 
4.4 Nach Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB errichtet die Erwachsenenschutzbehörde eine Bei-
standschaft, wenn eine volljährige Person wegen einer geistigen Behinderung, einer geistigen 
Störung oder eines ähnlichen in der Person liegenden Schwächezustands ihre Angelegenheiten 
nur teilweise oder gar nicht besorgen kann. Der weite Ausdruck des "ähnlichen in der Person 
liegenden Schwächezustands" ermöglicht als Auffangtatbestand insbesondere den Schutz Be-
tagter, bei denen gleichartig Defizite wie bei Menschen mit einer geistigen Behinderung oder 
einer psychischen Störung auftreten. Erfasst sind auch ausgeprägte Fälle von Unerfahrenheit, 
Abhängigkeit (Unfähigkeit dem eigenen Willen entsprechend zu handeln und Hilfe zu holen, 
aufgrund von Angst und eingeschränkter Mobilität), Unwilligkeit, Verschwendung oder Misswirt-
schaft sowie in aussergewöhnlichen Situationen schwerste Erscheinungsformen körperlicher 
Beeinträchtigungen (z.B. schwere Lähmung) oder multiple Behinderungen (z.B. Verbindung von 
Blindheit und Taubheit). Der Schwächezustand muss einer geistigen Behinderung bzw. psychi-
schen Störung ähnlich sein und "in der Person liegen", nicht einfach in den äusseren Umstän-
den. Geschützt ist sodann stets die hilfsbedürftige Person und nicht etwa deren künftiger Nach-
lass oder dergleichen (YVO BIDERBOST/HELMUT HENKEL, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Auflage, Basel 2018., N 13 zu Art. 390 ZGB). Dieser Auffang-
tatbestand ermöglicht beiständliche Hilfe auch in Fällen, in welchen der Schwächezustand nicht 
eindeutig unter die Begriffe "geistige Behinderung" oder "psychische Störung" subsumierbar ist, 
die betroffene Person aber gleichwohl daran gehindert ist, ihre Angelegenheiten hinreichend zu 
besorgen (BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 14 zu Art. 390 ZGB; PHILIPPE MEIER, in: Büchler/Häfeli/
Leuba/Stettler [Hrsg.], Fam-Kommentar, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 17 zu Art. 390 
ZGB). Das Bundesgericht spricht sich für eine restriktive Auslegung der Voraussetzungen des 
"ähnlich in der Person liegenden Schwächezustands" aus (BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 13 zu 
Art. 390 ZGB).  
 
4.5 Der Schwächezustand alleine genügt nicht, um eine Beistandschaft errichten zu kön-
nen. Vorausgesetzt ist weiter, dass der Schwächezustand kausal dafür ist, dass die betroffene 
Person ihre Angelegenheiten nur noch teilweise oder gar nicht oder nicht zweckmässig besor-
gen kann, also ihr die Fähigkeit zur Ausübung des Selbstbestimmungsrechts in Bezug auf die 
zu erledigenden Angelegenheiten faktisch oder rechtlich fehlt oder diese derart beeinträchtigt 
ist, dass eigenverantwortliches Entscheiden nicht mehr möglich oder zumindest erschwert ist. 
Dieses Unvermögen bzw. die daraus resultierende konkrete Hilfs- und Schutzbedürftigkeit ist 
primär ausschlaggebend für eine Erwachsenenschutzmassnahme, nicht der Schwächezustand 
als solcher (BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 17 zu Art. 390 ZGB). Mit anderen Worten muss ein 
Schwächezustand dazu führen, dass der Betroffene der persönlichen Fürsorge bedarf und/oder 
seine vermögensrechtlichen Angelegenheiten nicht interessengerecht selbst erledigen und da-
mit nicht hinreichend besorgen kann (vgl. CHRISTIANA FOUNTOULAKIS, in: Breitschmid/Jungo 
[Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2016, N 4 
zu Art. 390 ZGB). Diese Unfähigkeit zum Handeln kann auch darin bestehen, dass die betroffe-
ne Person nicht zweckmässig in seinem wohlverstandenen Interesse tätig zu werden vermag, 

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es beispielsweise aufgrund eines Schwächezustands unterlässt, einen berechtigten Anspruch 
auf Sozialhilfeleistungen oder gegenüber Sozialversicherungen geltend zu machen, sei es aus 
Nachlässigkeit oder Überforderung, sei es aus Unwilligkeit, und so in eine finanzielle Notlage 
gerät (BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 18 zu Art. 390 ZGB). Der Begriff "ihre Angelegenheiten" ist 
derart weit gefasst, dass er konturlos wirkt. Das Verhältnismässigkeitsprinzip grenzt ihn aber 
ein, so dass nur das Unvermögen, relevante eigene Angelegenheiten hinreichend zu besorgen, 
als Voraussetzung für eine Beistandschaft genügt. Eigene Angelegenheiten sind solche, die im 
Interesse der betroffenen Person liegen und in Bezug auf ihre gegenwärtige Lebenssituation 
stehen. Sie können die Personensorge, die Vermögenssorge oder den Rechtsverkehr betreffen 
(BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 19 zu Art. 390 ZGB). 
 
4.6 Wie bei jeder Beistandschaft müssen also zunächst die generellen Voraussetzungen 
gemäss Art. 390 ZGB (Gefährdung des Wohls der betroffenen Person zufolge Schwächezu-
stand und den daraus resultierenden sozialen Auswirkungen) erfüllt sein. Entsprechend dem 
Verhältnismässigkeits- und Subsidiaritätsprinzip (Art. 389 ZGB) darf ausserdem anderweitige 
Abhilfe nicht möglich und ausreichend sein; die anvisierte Massnahme muss aber geeignet und 
erforderlich sein (BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 6 zu Art. 394 ZGB). Schwächezustand sowie 
Unvermögen können auch lediglich punktueller Natur sein, der Schwächezustand also lediglich 
einzelne Bereiche betreffen bzw. das Unvermögen sich nur hinsichtlich einzelner Angelegenhei-
ten auswirken. Abzustellen ist auf die aktuellen Verhältnisse (BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 4 zu 
Art. 390 ZGB).  
 
5.1 Als erstes ist zu prüfen, ob ein Schwächezustand im Sinne von Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 
ZGB vorliegt, aufgrund dessen die Beschwerdeführerin ihre Angelegenheiten nicht oder nur 
noch teilweise besorgen kann. 
 
5.2 In ihrem Arztzeugnis vom 22. April 2020 diagnostizierte L.____, Fachärztin für Allge-
meine Innere Medizin FMH, bei der Beschwerdeführerin eine rezidivierende depressive Stö-
rung, Epilepsie, Angsterkrankung nach langjähriger Gewaltbeziehung, Anpassungsstörung mit 
gemischter Störung der Gefühle und des Sozialverhaltens, Schmerzkrankheit nach Polytrauma 
inkl. Schädel-Hirn-Trauma, psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzge-
brauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen: Abhängigkeitssyndrom, seit Jahren 
kein illegaler Drogenkonsum, Substitution mit Ketalgin, teilweise auch wegen der chronischen 
Schmerzen. Es sei bei ungenügendem Wirkstoffspiegel wiederholt zu Epilepsieanfällen ge-
kommen. Die Beschwerdeführerin befinde sich in einem schlechten Allgemeinzustand, habe ein 
verlangsamtes und konfus-desorganisiertes Denken und wirke unfähig, sich um die eigenen 
Angelegenheiten adäquat zu kümmern. Erschwerend komme hinzu, dass der ständige Druck 
ihre Problemlösungsfähigkeit dezimiere. Aus ärztlicher Sicht wäre eine drohende Obdachlosig-
keit lebensbedrohlich. 
 
5.3 Demgegenüber bezeichnet I.____, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, den 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in seinem Arztbericht vom 23. Februar 2022 als 
stabil. Er führt aus, dass er die Beschwerdeführerin seit 2016 behandle und sich ihr Allgemein-
zustand seither eher verbessert habe. Seit dem Umzug in den Wohnwagen scheine sie in bes-

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serer Form und viel motivierter als zuvor zu sein. Aus seiner Sicht sei keine Überwachung oder 
aktive spezielle Betreuung notwendig.  
 
5.4 An der heutigen Parteiverhandlung führt I.____ aus, dass die Beschwerdeführerin trotz 
ihrer depressiven Verstimmung in den Jahren 2016 und 2019 in der Lage gewesen sei, ihren 
Partner zu versorgen. Sie sei für sich und ihren Partner eingestanden, habe Briefe geschrieben 
und energisch gehandelt, soweit dies notwendig gewesen sei. Seit dem Umzug in den Wohn-
wagen habe sie neue Lebenspläne und sei viel motivierter. Er führe dies auf die Wohnumstän-
de zurück. Anlässlich seiner Hausbesuche in der Vergangenheit habe er festgestellt, dass die 
Beschwerdeführerin in kalten und feuchten Wohnungen gelebt habe, der Zugang zu den Woh-
nungen jeweils sehr beschwerlich und insbesondere für den Gesundheitszustand ihres Lebens-
partners nicht adäquat gewesen sei (vgl. Protokoll der Parteiverhandlung vom 16. März 2022 
S. 6). Aus seiner Sicht sei die Beschwerdeführerin in Bezug auf die Medikamenteneinnahme 
organisiert gewesen, weshalb diesbezüglich keine Überwachung erforderlich sei.  
 
5.5 Der Beistand berichtet anlässlich der heutigen Parteiverhandlung, dass die Beschwer-
deführerin den aktuellen Campingplatz selbständig organisiert habe. Den vorherigen Camping-
platz hätten die Beschwerdeführer verlassen müssen, weil es dort keine Dauerplätze gegeben 
habe. Es sei ihm nicht bekannt, dass sich die Beschwerdeführer nicht an die Campingplatz-
Ordnung gehalten hätten. Seines Wissens habe es keine diesbezüglichen Beschwerden gege-
ben. Mit dem Betrag, der ihr für den Lebensunterhalt zur Verfügung gestellt worden sei, sei die 
Beschwerdeführerin gut umgegangen. Aus Sicht des Beistands habe sie durchaus Kompeten-
zen im Umgang mit Ämtern und Behörden. Zudem verfüge sie über ein Helfernetz. Aktuell er-
weise sich sein Aufwand im Zusammenhang mit den ihm übertragenen Aufgaben als gering; er 
halte sich zudem aufgrund mangelnder Kooperation im Hintergrund. Nach seiner Einschätzung 
komme die Beschwerdeführerin grundsätzlich zurecht. Nachdem er bei der IV-Stelle interveniert 
habe, dass diese – trotz mangelnder Kooperation seitens der Beschwerdeführerin in der Ver-
gangenheit – das Verfahren wiederaufnehme und eine Verfügung erlassen solle, sei der Be-
schwerdeführerin eine volle IV-Rente rückwirkend ab August 2014 zugesprochen worden. Die-
ser Umstand habe dazu geführt, dass sich die Beschwerdeführerin von der Sozialhilfe habe 
ablösen können, weshalb ihre finan-zielle Situation nun neu aufgegleist werden müsse. Auf-
grund der erfolgenden IV-Nach-zahlung könnten sodann die beiden bestehenden Freizügig-
keitskonten aufgelöst werden und es würden sich weitere wichtige Fragen unter anderem be-
treffend Ergänzungsleistungen, Hilfslosenentschädigung oder Kauf des Wohnwagens stellen. 
Vor diesem Hintergrund erachte er eine künftige Unterstützung als sinnvoll.  
 
5.6 Die Beschwerdeführerin bestreitet die von L.____, Fachärztin für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, gestellten Diagnosen nicht, stellt sich aber auf den Standpunkt, dass sie sich 
dennoch um ihre Angelegenheiten kümmern könne. Hinsichtlich der Wohnung führt sie heute 
aus, dass sie mit dem Vermieter vereinbart habe, aufgrund von Mängeln weniger zu bezahlen, 
es danach aber trotzdem zur Ausweisung aus der Wohnung gekommen sei. Das Verhältnis 
zum Vermieter habe sich von Beginn an schwierig gestaltet, so habe er unter anderem ihre 
Post entwendet, weshalb sie in der Folge ihre Rechnungen nicht oder zu spät bezahlt habe. Auf 
dem Campingplatz würden sie sich wohlfühlen und hätten sich bewährt, sodass sie weitere 

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Parzellen dazu mieten könnten. Das Mieten von zusätzlichen Parzellen würde es ihnen ermög-
lichen, ihre eingelagerten Möbel auszulösen. In Bezug auf ihren Gesundheitszustand erklärt sie, 
dass sie verschiedene Ärzte habe und ihre Termine und Therapiesitzungen regelmässig wahr-
nehme.  
 
6.1 Es handelt sich vorliegend nicht um einen typischen Fall einer Verbeiständung, weil die 
Beschwerdeführerin weder an einer geistigen Behinderung noch an einer psychischen Störung 
leidet. Strittig ist, ob von einem vergleichbaren in der Person liegenden Schwächezustand aus-
zugehen ist. Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin 
eine längere Leidens- und Krankheitsgeschichte aufweist. Die letztmals am 22. April 2020 ge-
stellten Diagnosen, wonach die Beschwerdeführerin an einer rezidivierenden depressiven Stö-
rung, Epilepsie, einer Angsterkrankung nach langjähriger Gewaltbeziehung, Anpassungsstö-
rung mit gemischter Störung der Gefühle und des Sozialverhaltens, Schmerzkrankheit nach 
Polytrauma inkl. Schädel-Hirn-Trauma, psychischen und Verhaltensstörungen durch multiplen 
Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen: Abhängigkeitssyndrom lei-
de, stellt die Beschwerdeführerin, wie erwähnt, nicht in Abrede. Die Beschwerdeführerin hat 
anlässlich der heutigen Parteiverhandlung ausgeführt, dass sie im Denken und Sprechen ver-
langsamt sei sowie den Faden verliere, wenn sie in ihrem Redefluss unterbrochen werde. Ge-
stützt auf die vorstehenden Ausführungen kann festgehalten werden, dass die Beschwerdefüh-
rerin mehrere gesundheitliche Beeinträchtigungen aufweist, welche ihre Handlungsfähigkeit 
zumindest teilweise einschränken. Dennoch ist mit der Beschwerdeführerin festzuhalten, dass 
sie in der Lage ist, ihre täglichen finanziellen Geschäfte und teilweise auch grössere Vorhaben 
– wie den Wohnungswechsel bzw. den Umzug auf den Campingplatz – ohne Hilfe eines Bei-
stands zu regeln. Sie weiss, was sie will, und das hat sie auch gegenüber der Vorinstanz, dem 
Beistand und dem Gericht ausgeführt. Dagegen gelingt es ihr nicht, komplexere Angelegenhei-
ten umfassend und bis zum Abschluss umzusetzen. Dies zeigt beispielsweise die Anmeldung 
bei der IV-Stelle: Zwar hat die Beschwerdeführerin selbständig und rechtzeitig Einsprache ge-
gen den ablehnenden Vorbescheid erhoben, doch danach stand das Verfahren offenbar zufolge 
mangelnder Mitwirkung über Jahre still und die erneute Überprüfung eines Anspruchs wurde 
erst durch das Intervenieren des Beistands möglich, sodass die Beschwerdeführerin eine volle 
Rente rückwirkend ab August 2014 erhielt. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung hat die 
Beschwerdeführerin ausgeführt, dass sie das IV-Verfahren selbständig geführt habe. Wie dar-
gelegt, ist es zutreffend, dass sie eigenständig Einsprache erhoben hat, es ihr demgegenüber 
über viele Jahre hinweg nicht gelungen ist, das Verfahren zu einem Abschluss zu bringen. Fer-
ner hat sie heute ausgeführt, dass sie ihre Angelegenheiten teilweise erst dann erledigt, wenn 
es ihr Gesundheitszustand zulasse. Mit anderen Worten ist sie aufgrund ihrer körperlichen Ein-
schränkungen teilweise nicht in der Lage, die notwendigen Handlungen überhaupt oder inner-
halb eines angemessenen Zeitraums vorzunehmen. Ihre gesundheitlichen Einschränkungen in 
Kombination mit verschiedenen negativen Ereignissen in der Vergangenheit führten zu Situati-
onen, welche ihre Existenz bedrohten, wie der Verlust zweier Wohnungen und die fehlende IV-
Abklärung. Es ist ihr nicht gelungen, alle wichtigen Bereiche der Lebensführung zuverlässig an 
die Hand zu nehmen. Vielmehr hat sie von der Sozialhilfe gelebt und sich dadurch in ihrer 
Wohn- und Lebensart sehr eingeschränkt. Anlässlich der heutigen Verhandlung hat sich ferner 
herausgestellt, dass sie offenbar keine Kenntnis von ihren Freizügigkeitskonten gehabt hat. 

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Gestützt auf die Verfahrensakten und die heutigen Erkenntnisse kommt das Gericht deshalb 
zum Schluss, dass sich die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkun-
gen nicht ausreichend um sämtliche administrativen und finanziellen Angelegenheiten zu küm-
mern vermag. Die vorstehenden Ausführungen zeigen, dass die Beschwerdeführerin insbeson-
dere bei komplexeren Fragestellungen teilweise nicht oder nicht zweckmässig zu handeln in der 
Lage ist und daher in den Bereichen der Einkommens- und Vermögensverwaltung auf Hilfe an-
gewiesen ist. Unter diesen Umständen ist das Vorliegen eines Schwächezustands im Sinne von 
Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB zu bejahen.  
 
6.2 Wie dargelegt, ist kumulativ zum Schwächezustand erforderlich, dass die betroffene 
Person als Folge des Zustands die eigenen Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht oder 
nicht zweckmässig besorgen kann (Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Nur das Unvermögen, relevan-
te eigene Angelegenheiten hinreichend zu besorgen, genügt als Voraussetzung für eine Bei-
standschaft (vgl. E. 4.5). Behördliche Massnahmen sind also nur dann anzuordnen, wenn die 
Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf andere Weise nicht angemessen sichergestellt ist. Zu 
prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin selbst in der Lage ist, diese Hilfe zu organisieren bzw. ob 
sie die notwendige Unterstützung von ihrem Lebenspartner oder anderweitig erhalten kann.  
 
6.3 Wie die vorstehenden Ausführungen gezeigt haben, ist die Beschwerdeführerin in der 
Lage, für eine Unterkunft besorgt zu sein. Auch ist sie mit dem ihr zur Verfügung gestellten Geld 
ohne grössere Schwierigkeiten umgegangen. Demgegenüber scheint sie mit komplexeren An-
gelegenheiten überfordert zu sein. Diese vermochte sie nur teilweise oder nicht zweckmässig 
zu erledigen. Die Beschwerdeführerin hat in der Vergangenheit zwar verschiedene Anlaufstel-
len aufgesucht, aber wie sich heute herausgestellt hat, war eine Zusammenarbeit ihrerseits 
nicht oder nur teilweise möglich. Über ein funktionierendes Helfernetz verfügt sie nicht, sondern 
sie würde sich, wie sie heute selber ausgeführt hat, im Falle einer Überforderungssituation in 
erster Linie an I.____ wenden (vgl. Protokoll der Verhandlung vom 16. März 2022 S. 2 und 
S. 8 f.). Es ist nicht ersichtlich, und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend ge-
macht, dass ihr Lebenspartner für Abhilfe sorgen könnte. Nach dem Gesagten ist erstellt, dass 
eine anderweitige Hilfe für die Beschwerdeführerin nicht gewährleistet ist. Die Vorinstanz hat 
deshalb die Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung grundsätzlich zu Recht errich-
tet. Nach den vorstehenden Schilderungen erweist sich der dem Beistand übertragene Aufga-
benbereich jedoch als zu weitgehend. Die Vorinstanz hat dem Beistand unter anderem aufge-
tragen, für die administrativen und finanziellen Angelegenheiten sowie eine geeignete Wohnsi-
tuation besorgt zu sein. Zudem soll der Beistand das soziale Wohl der Beschwerdeführerin för-
dern und diese soweit nötig vertreten. Gestützt auf das Gesagte erweist sich eine Beistand-
schaft in Bezug auf die Wohnsituation sowie auf die alltäglich zu verrichtenden administrativen 
und finanziellen Geschäfte als nicht notwendig. Mit Blick auf das Subsidiaritäts- und Verhält-
nismässigkeitsprinzip sind die diesbezüglich dem Beistand übertragenen Aufgaben aufzuheben. 
Die Beistandschaft soll in erster Linie die Lebensgrundlage der Beschwerdeführerin, insbeson-
dere in finanzieller Hinsicht, sicherstellen. Die Beschwerdeführerin ist aufgrund eines milderen 
Schwächezustands in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen, und ihr ist entsprechend 
dem gesetzlichen Schutzauftrag grösstmögliche Freiheit der eigenen Lebensgestaltung zu ge-
währen, dennoch ist ihr Hilfe bereitzustellen hinsichtlich der Abwicklung im Zusammenhang mit 

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der IV-Nachzahlung, einer allfälligen Auflösung der Freizügigkeitskonten sowie der Geltendma-
chung von allfälligen weiteren Ansprüchen (Ergänzungsleistungen und Hilfslosenentschädi-
gung). Der der Beschwerdeführerin zur freien Verfügung stehende Betrag wird aufgrund der 
veränderten Verhältnisse neu zu berechnen sein. Damit kann allenfalls der Umstand ausgegli-
chen werden, dass der Zugriff auf bestimmte Vermögenswerte eingeschränkt ist. Unter Beach-
tung des Selbstbestimmungsrechts und des Verhältnismässigkeitsprinzips kann die Beschwer-
deführerin somit immerhin über ihre Wohnsituation und einen bestimmten freien Betrag verfü-
gen. Ob es weiterhin angebracht ist, dass der Beistand die Post der Beschwerdeführerin öffnet, 
wird bei der Festlegung des Aufgabenbereichs des Beistands mit Blick auf das Verhältnismäs-
sigkeitsprinzip zu entscheiden sein. Eine mildere Massnahme ist aufgrund der reduzierten Ko-
operationsbereitschaft der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich. Gestützt auf die vorstehenden 
Ausführungen ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur Festlegung des neuen Auf-
gabenbereichs des Beistands an die Vorinstanz zurückzuweisen. Damit ist die Beschwerde 
teilweise gutzuheissen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist nicht ersichtlich, welche Er-
kenntnisse von einer Anhörung der weiteren von der Beschwerdeführerin angerufenen Aus-
kunftspersonen zu erwarten gewesen wären, weil die Beistandschaft insbesondere hinsichtlich 
der Wohnsituation aufzuheben ist und die Beschwerdeführerin die Auskunftspersonen in die-
sem Zusammenhang angeführt hat. Vor diesem Hintergrund wurden die Beweisanträge der 
Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen. 
 
7.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 22 Abs. 
1 VPO und Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) 
vom 18. April 1999 wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung der Verfahrenskosten 
und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, sofern ihr die nötigen Mittel fehlen und ihr Be-
gehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzungen wird 
einer Partei der kostenlose Beizug einer Anwältin gewährt, sofern dies zur Wahrung ihrer Rech-
te notwendig erscheint (§ 22 Abs. 2 VPO). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse 
im Zeitpunkt der Gesuchstellung, wobei bis zur Gerichtsentscheidung eingetretene Verände-
rungen grundsätzlich nur pro futuro berücksichtigt werden können. Falls die gesuchstellende 
Person im Zeitpunkt des Entscheids nicht bzw. nicht mehr bedürftig ist, kann auf diese Verhält-
nisse abgestellt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_124/2012 E. 3.3; FRANK EMMEL, in: 
Thomas Sutter-Somm/Franz Hasenböhler/Christoph Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2016, N 4 zu 
Art. 117 ZPO). Im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung hatte die Beschwerdeführerin Sozialhilfe 
bezogen und ihre Bedürftigkeit war belegt. In der Folge konnte sie sich von der Sozialhilfe ablö-
sen, weil sie rückwirkend per 1. August 2014 eine ganze IV-Rente erhält. Zudem verbleibt der 
Beschwerdeführerin nach der Rückzahlung der erhaltenen Leistungen an die Sozialhilfebehör-
de ein Betrag im Umfang von zirka Fr. 60'000.-- (vgl. Protokoll der Verhandlung vom 16. März 
2022 S. 2). Nach dem Gesagten ist das Vorliegen einer Bedürftigkeit im Zeitpunkt der Urteils-
findung somit nicht mehr gegeben und das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche 
Rechtspflege demzufolge abzuweisen.  
 
7.2 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in 

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der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). 
Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.--, bestehend aus einer 
Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 2'380.-- und der Aufwandsentschädigung für I.____ von 
Fr. 120.--, im Umfang von Fr. 2'000.-- der Vorinstanz und zu Fr. 500.-- den Beschwerdeführern 
aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen. 
 

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid der Kin-

des- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 2. Juni 2021 wird 
aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an die 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ zurückgewiesen. 

   
 2. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege 

wird abgewiesen. 
   
 3. Der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ wird ein Verfah-

renskostenanteil in der Höhe von Fr. 2'000.-- und der Beschwerdefüh-
rerin ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe von Fr. 500.-- auferlegt. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 4. Juli 2022 Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Ver-
fahrensnummer …).