# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94631ae4-ca28-58c6-9995-2db4a3d4e974
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 29.05.2024 110 2024 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2024-33_2024-05-29.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2024/33

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 29. Mai 2024

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Krauchthal, Gemeindeverwaltung, Länggasse 1, 
3326 Krauchthal

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Krauchthal vom 16. Fe-
bruar 2024 (eBau Nr. 2023-B.________; Baubewilligungs-Gebühr)

I. Sachverhalt

1. Am 28. Februar 2017 reichte der Beschwerdeführer bei der Gemeinde Krauchthal ein Bau-
gesuch ein für den Umbau und Ersatz bestehender Anbauten auf seiner Parzelle Krauchthal 
Grundbuchblatt Nr. C.________ in der Dorfzone. Mit Entscheid vom 8. Mai 2017 erteilte die Ge-
meinde Krauchthal die Baubewilligung für das Vorhaben und verpflichtete den Beschwerdeführer 
zur Bezahlung der Kosten des Baubewilligungsverfahrens in der Höhe von CHF 1005.00. Der 
Entscheid ist – soweit ersichtlich – in Rechtskraft erwachsen. Bei der Schlussabnahme vom 
28. April 2023 teilte der Beschwerdeführer der Gemeinde mit, dass das geplante Gewächshaus 
nicht realisiert worden sei. Weiter stellte die Gemeinde fest, dass der Beschwerdeführer in die 
Nordfassade des Anbaus zwei Fenster eingebaut hat, welche von der Baubewilligung vom 8. Mai 
2017 nicht erfasst waren und dass die Überdachung aufgrund des Dachwasserflusses anders als 
bewilligt realisiert wurde. Der Beschwerdeführer reichte nach mehreren Mahnungen das von der 
Gemeinde für die nicht bewilligten Arbeiten eingeforderte Projektänderungsgesuch ein. Mit Ent-
scheid vom 16. Februar 2024 bewilligte die Gemeinde die Projektänderung. Dem Beschwerdefüh-
rer wurden die Kosten des Baubewilligungsverfahrens für die Projektänderung in der Höhe von 
CHF 1973.10 auferlegt.

2. Die Gemeinde teilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 8. März 2024 auf seine 
Nachfrage hin mit, die hohen Kosten seien aufgrund der mehrfachen Mahnungen und Vorprüfun-
gen der Baueingabe entstanden.

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3. Gegen den Bauentscheid vom 16. Februar 2024 erhob der Beschwerdeführer am 13. März 
2024 Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD). Er beantragt, die 
Kosten des Baubewilligungsverfahrens seien zu überprüfen und neu festzusetzen bzw. zu redu-
zieren. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, ordnete den Schriften-
wechsel an und holte bei der Gemeinde die Vorakten ein. In ihrer Stellungnahme vom 5. April 
2024 beantragt die Gemeinde eine Reduktion der Baubewilligungskosten um CHF 175.00, weiter-
gehend beantragt sie sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 1. Mai 2024 
stellte das Rechtsamt dem Beschwerdeführer die Eingabe der Gemeinde zu und gab ihm Gele-
genheit zur Einreichung einer allfälligen Stellungnahme. Vom Beschwerdeführer ging keine Stel-
lungnahme ein.

4. Auf die Rechtsschriften und die Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Prozessvoraussetzungen und Streitgegenstand

a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baube-
schwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die Beurteilung der Beschwerde 
zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Ein-
sprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Der 
Beschwerdeführer, dem die Kosten des Baubewilligungsverfahrens auferlegt wurden, ist durch 
den vorinstanzlichen Bauentscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung befugt. Auf die 
form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

b) Die Beschwerde des Beschwerdeführers richtet sich ausschliesslich gegen die Kostenauf-
erlegung im angefochtenen Bauentscheid. Dementsprechend beschränkt sich der Streitgegen-
tand des vorliegenden Verfahrens auf die Frage der Rechtmässigkeit von Ziff. 4.3 des Dispositivs 
des Bauentscheids. Im Übrigen ist der Bauentscheid der Gemeinde in Rechtskraft erwachsen.3

2. Verfahrenskosten des Baubewilligungsverfahrens

a) Gemäss dem Bauentscheid vom 16. Februar 2024 betragen die Kosten des Baubewilli-
gungsverfahrens für die Projektänderung insgesamt CHF 1973.10. Sie setzen sich zusammen aus 
den Positionen «Baubewilligungsgebühr inkl. Vorprüfung» (CHF 1335.00), «Publikation Anzeiger 
Burgdorf» (CHF 538.10) sowie «Stellungnahme Kantonale Denkmalpflege» (CHF 100.00).

b) Der Beschwerdeführer bringt vor, er sei von der Gemeinde zur Einreichung eines neuen 
Baugesuchs aufgefordert worden, da die Frist zur Änderung des ursprünglichen Gesuchs bereits 
abgelaufen sei. Er habe das neue Baugesuch verspätet eingereicht, da er durch andere Arbeiten 
aufgehalten geworden sei und zudem die Software, welche er im Rahmen des Baubewilligungs-
verfahrens im Jahre 2017 verwendet habe, bei ihm nicht mehr verfügbar gewesen sei. Trotz seiner 
Versäumnisse erachte er die von der Gemeinde geltend gemachten Kosten als exorbitant hoch. 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
3 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 20a N. 23 sowie Art. 72 N. 12 bis 14.

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Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass ihm für das ursprüngliche Baugesuch im Jahre 
2017 nur rund halb so hohe Kosten und für sein Baugesuch betreffend Wärmepumpe lediglich ca. 
1/3 der strittigen Kosten in Rechnung gestellt worden seien. Sodann sei für ihn nicht ersichtlich, 
weshalb für eine solche Bagatelle eine Publikation im Anzeiger notwendig gewesen sei. Frühere 
Baugesuche habe er mit Unterschrift der Nachbarn ohne Publikation erledigen können.

c) Die Gemeinde führt in ihrer Stellungnahme vom 5. April 2024 die verrechneten Positionen 
sowie den dafür geltend gemachten Zeitaufwand detailliert auf. Sie gesteht überdies ein, dass ihr 
bei der Führung der Stundenliste ein Fehler unterlaufen sei. So sei der Aufwand von insgesamt 
1.75 h – ausmachend CHF 175.00 –, welcher am 21. Juli sowie am 29. Juli 2022 in der Stunden-
liste aufgeführt sei, bereits in einem anderen Baubewilligungsverfahren berücksichtigt und dem 
Beschwerdeführer in Rechnung gestellt worden. Die Baubewilligungskosten würden sich folglich 
um CHF 175.00 reduzieren.

d) Gemäss Art. 52 Abs. 1 BewD4 tragen die Gesuchstellenden die amtlichen Kosten des Bau-
bewilligungsverfahrens. Bei den Kosten handelt es sich um Kausalabgaben. Sie sind geschuldet, 
wenn jemand durch sein Verhalten eine Amtshandlung veranlasst oder verursacht (Verursacher-
prinzip).5 Die Verfahrenskosten bestehen aus den Gebühren und den Auslagen, welche die Ge-
meinde für ihre Tätigkeit im Baubewilligungsverfahren und für ihre baupolizeilichen Verrichtungen 
erheben kann (Art. 51 Abs. 1 BewD). Die Gemeinde erlässt einen Gebührentarif (Art. 51 Abs. 3 
BewD). Gemäss Art. 52 Abs. 2 BewD ist bei der Bestimmung der Verfahrenskosten der Bedeutung 
der Bausache angemessen Rechnung zu tragen. Die Kosten des Baubewilligungsverfahrens un-
terstehen damit insbesondere dem Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip. Aus dem Kostende-
ckungsprinzip folgt, dass der Gesamtertrag der erhobenen Abgaben die Gesamtkosten des Ge-
meinwesens für den betreffenden Verwaltungszweig oder die betreffende Einrichtung nicht oder 
höchstens geringfügig übersteigen dürfen. Gemäss dem Äquivalenzprinzip darf die erhobene Ab-
gabe im Einzelfall zum objektiven Wert der Leistung nicht in ein offensichtliches Missverhältnis 
treten und muss sich in vernünftigen Grenzen bewegen. Das Äquivalenzprinzip stellt die ge-
bührenrechtliche Ausgestaltung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes dar.6

Die Gemeinde Krauchthal hat gestützt auf Art. 69 Abs. 4 Bst. a BauG i.V.m. Art. 51 Abs. 3 BewD 
ein Gebührenreglement7 sowie eine Gebührenverordnung8 erlassen und verfügt damit über eine 
ausreichende gesetzliche Grundlage für die Erhebung von Gebühren. In Art. 3 des Gebührenre-
glements widerholt die Gemeinde das Kostendeckungs-, Äquivalenz- und Verursacherprinzip. Wo 
das übergeordnete Recht oder das Reglement nichts Anderes bestimmen, bemessen sich die 
Gebühren der Gemeinde nach dem für die Leistung erforderlichen Zeitaufwand (Art. 15 Abs. 1 
Gebührenreglement). Der Gemeinderat setzt die Gebühren für Leistungen, deren Aufwand vor-
aussehbar ist, in Form einer Pauschale fest oder sieht dafür einen Rahmen vor. In den übrigen 
Fällen setzt er je nach Art der Leistung und der dafür notwenigen Qualifikation verschiedene Stun-
denansätze fest (Art. 15 Abs. 2 und 3 Gebührenreglement). Er beschliesst in Tarifen die Höhe der 
einzelnen Gebühren und legt die Aufwandgebühr I im Rahmen von CHF 60.00 bis 100.00 und die 
Aufwandgebühr II im Rahmen von CHF 100.00 bis 150.00 fest (Art. 8 Gebührenreglement). 
Gemäss Art. 4 der Gebührenverordnung beträgt die Aufwandgebühr I CHF 60.00 und die Auf-
wandgebühr II CHF 100.00 pro Stunde. Die im Bauwesen erhobenen Gebühren werden im An-
hang 4 zur Gebührenverordnung aufgezählt, wobei für alle Verfahrenshandlungen die Aufwand-
gebühr II verrechnet wird.

4 Dekret über das Bewilligungsverfahren (BewD; BDG 725.1).
5 Vgl. Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 103 N. 5, 107 N. 2.
6 BGE 126 I 180 E. 3a/bb.
7 Gebührenreglement vom 1. Mai 2012 der Einwohnergemeinde Krauchthal.
8 Gebührenverordnung vom 1. Mail 2012 (Teilrevision: 1. Januar 2015) der Einwohnergemeinde Krauchthal.

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e) Der Beschwerdeführer reichte ein Baugesuch ein und trägt damit grundsätzlich die damit 
einhergehenden Gebühren und Kosten der Verwaltung (Art. 52 Abs. 1 BewD). Er wendet sich 
denn auch nicht gegen die Kostentragungspflicht an sich, sondern beanstandet lediglich die Höhe 
der Kosten. Dabei bringt er zunächst vor, im Vergleich zu früheren, deutlich arbeitsintensiveren 
Baugesuchen seien die hier verfügten Kosten klar höher. Solange jedoch die vorliegend gestützt 
auf das Gebührenreglement und die Gebührenverordnung in Rechnung gestellten Kosten sowie 
der angefallene Aufwand nachvollziehbar sind und den erwähnten Prinzipien (E. 2d, erster Ab-
schnitt) entsprechen, kann der Beschwerdeführer aus diesem Vergleich mit anderen Baugesu-
chen nichts zu seinen Gunsten ableiten.

Vorab ist sodann festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren Gelegenheit 
hatte, zu den detaillierten Angaben der Gemeinde gemäss Eingabe vom 5. April 2024 Stellung zu 
nehmen, darauf jedoch verzichtete. Er bestreitet die aufgeführten Positionen der Gemeinde damit 
nicht konkret. Die rapportierten Zeitaufwände erscheinen beim vorliegend zu beurteilenden Vor-
haben sodann auch plausibel und sind folglich nicht zu beanstanden. Dies bestätigen die nachfol-
genden Ausführungen zu den einzelnen Positionen.

f) In ihrer Stellungnahme vom 5. April 2024 hält die Gemeinde fest, dass am 28. April 2023 
die Bauabnahme des mit Entscheid vom 8. Mai 2017 bewilligten Vorhabens in Anwesenheit von 
zwei Gemeindemitgliedern stattgefunden habe. Für die Bauabnahme mit einer Dauer von 1.25 
Stunden macht die Gemeinde daher einen Aufwand von 2.5 Stunden geltend. Auch wenn die 
Bauabnahme dem vorangehenden Baubewilligungsverfahren zuzurechnen ist, erscheint es op-
portun und ist es auch zulässig, dass die Gemeinde dem Beschwerdeführer den für die Bauab-
nahme angefallenen Aufwand mit dem Entscheid über die Projektänderung und nicht mit einer 
separaten Verfügung in Rechnung gestellt hat. Dass an einer Bauabnahme zwei Mitarbeitende 
der Gemeinde vertreten sind, ist – ebenso wie die Dauer der Bauabnahme – nicht zu beanstanden. 
Als angemessen zu beurteilen ist ebenfalls der für die Erstellung des Abnahmeprotokolls sowie 
dessen Zustellung an den Beschwerdeführer geltend gemachte Aufwand von einer Stunde.

g) Der detaillierten Stundenliste der Gemeinde ist weiter zu entnehmen, dass für diverse          
E-Mails an den Beschwerdeführer ein Zeitaufwand von insgesamt zwei Stunden verrechnet 
wurde. Dass der Beschwerdeführer anlässlich der Baukontrolle vom 28. April 2023 aufgrund der 
festgestellten Überschreitungen der Baubewilligung zur Einreichung einer Projektänderung bis am 
31. Juli 2023 aufgefordert wurde, ist unbestritten. Ebenfalls unbestritten ist, dass sich die Ge-
meinde mehrmals beim Beschwerdeführer nach dem Verbleib der Projektänderungseingabe er-
kundigen musste, welche schliesslich erst am 5. Dezember 2023 – und damit deutlich verspätet – 
bei der Gemeinde einging. Vor dem Hintergrund, dass die Gemeinde als Baupolizeibehörde ein 
berechtigtes Interesse an einer zeitnahen Beseitigung des unbewilligten Zustandes hat, ist nicht 
zu beanstanden, dass sie sich mehrmals via E-Mail und schliesslich auch mittels Einschreiben an 
den Beschwerdeführer wandte, um sich nach der ausstehenden Eingabe zu erkundigen. Schliess-
lich wäre sie auch zum Erlass einer Wiederherstellungsverfügung berechtigt gewesen. Anhand 
der Stundenliste sowie der Vorakten lässt sich der für die E-Mail Korrespondenz geltend gemachte 
Aufwand sodann auch klar nachvollziehen. Schliesslich erscheint der dafür geltend gemachte 
Zeitaufwand von zwei Stunden insgesamt nicht übersetzt und damit verhältnismässig. 

Mit Schreiben vom 22. November 2023 wurde der Beschwerdeführer unter Vorbehalt der Einrei-
chung einer Strafanzeige ein letztes Mal zur Einreichung des Baugesuchs angehalten. Der für 
dieses Schreiben geltend gemachte Aufwand von 15 Minuten liegt ebenfalls im Rahmen des Üb-
lichen.

h) Gemäss Stundenliste wendete sich der Beschwerdeführer am 23. August 2023 mit Fragen 
zur Projektänderungseingabe telefonisch an den Bauverwalter. Für das Telefonat, anlässlich des-

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sen mit dem Beschwerdeführer vereinbart wurde, dass die Bauverwaltung das elektronische Dos-
sier vor der Eingabe vorprüfen werde, macht die Gemeinde einen Aufwand von 30 Minuten gel-
tend. Für die besagte Vorprüfung des vom Beschwerdeführer eingereichten Baugesuchs am 
28. August 2023 sowie die Kontrolle durch die Verfahrensleitung am 5. September 2023 veran-
schlagt die Gemeinde insgesamt eine Stunde.

In ihrer Stundenliste weist die Gemeinde sodann für die Prüfung der vom Beschwerdeführer nach-
gereichten Unterlagen am 11. September 2023 einen Aufwand von 15 Minuten aus. Für die for-
melle und materielle Prüfung des Baugesuchs vom 18. Dezember 2023 sowie die Kontrolle durch 
den Verfahrensleiter vom 19. Dezember 2023 veranschlagt sie schliesslich insgesamt 45 Minuten.

Baugesuche haben gemäss Art. 10 ff. BewD bestimmten formellen und materiellen Anforderungen 
zu genügen. Die von der Gemeinde ausgeführten Arbeitsschritte resp. das Prüfprogramm zur Be-
urteilung des Baugesuchs auf Übereinstimmung mit den formellen und materiellen Anforderungen 
gehen aus den von ihr eingereichten Formularen hervor.9 Der verrechnete Aufwand kann ohne 
Weiteres nachvollzogen werden und ein Zeitaufwand von einer Stunde für eine erste Prüfung und 
von einer Stunde für die formelle und materielle Prüfung des Baugesuchs nach Nachreichung der 
fehlenden Unterlagen ist bei vorliegendem Sachverhalt als angemessen zu beurteilen. Mit Anhang 
4 Ziff. 4.2.1, 4.2.2 und 4.4 der Gebührenverordnung besteht denn auch eine genügende Rechts-
grundlage zur Erhebung einer entsprechenden Gebühr. Neben diesen Gebühren erweist sich 
auch die Verrechnung von 30 Minuten für die telefonische Fragenbeantwortung als plausibel, an-
gemessen und verhältnismässig. 
 
i) Die Gemeinde gab am 22. Dezember 2023 die Publikation des Baugesuchs in Auftrag. Glei-
chentags erarbeitete sie das Traktandum für die Hochbau- und Planungskommission und bat die 
kantonale Denkmalpflege via eBau um eine Stellungnahme. Für diese Positionen machte sie ei-
nen Aufwand von insgesamt einer Stunde und 30 Minuten geltend. Es sind keine Anhaltspunkte 
dafür ersichtlich, dass die Gemeinde für die genannten Kostenpositionen mehr Zeit veranschlagt 
hätte, als tatsächlich notwendig war und der Zeitaufwand fällt denn auch nicht unangemessen 
hoch aus. Die dafür erhobene Gebühre ist demnach ebenfalls nicht zu beanstanden.

j) Am D.________ sowie am E.________ 2024 wurde das Baugesuch im Anzeiger Burgdorf 
publiziert. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde geltend, er verstehe nicht, weshalb 
die Publikation im Anzeiger vorliegend notwendig gewesen sei.

Bau- und Ausnahmegesuche sind gemäss Art. 35 BauG nach den Bestimmungen des BewD zu 
veröffentlichen oder den Anstössern sowie weiteren Person, die davon betroffen sein könnten, 
mitzuteilen. Die ordentliche Baubewilligung wird in einem Verfahren mit Veröffentlichung des Bau-
gesuchs durch zweimalige Publikation im Amtsanzeiger erteilt (Art. 32a BauG i.V.m. Art. 26 Abs. 2 
BewD). Die kleine Baubewilligung wird in einem vereinfachten Verfahren ohne Veröffentlichung 
des Baugesuchs erteilt, wobei eine schriftliche Mitteilung an die Nachbarinnen und Nachbarn er-
folgt (Art. 32b BauG i.V.m. Art. 27 BewD). Die Mitteilung kann unterbleiben, wenn die betroffenen 
Nachbarinnen und Nachbarn dem Bauvorhaben schriftlich zugestimmt haben. Eine kleine Baube-
willigung ohne Veröffentlichung ist unter anderem ausgeschlossen, wenn wesentliche öffentliche 
Interesse berührt werden, insbesondere solche des Natur-, Ortsbild- oder Landschaftsschutzes 
(Art. 27 Abs. 5 Bst. c BewD). Dies gilt auch für Interessen der Denkmalpflege. Baugesuche, die 
Baudenkmäler betreffen, müssen daher grundsätzlich publiziert werden. Eine Ausnahme gilt le-
diglich für den Innenausbau von Baudenkmälern (Art. 27 Abs. 2 BewD). In allen anderen Fällen 
ist das ordentliche Baubewilligungsverfahren durchzuführen.10 Das Wohnhaus des Beschwerde-

9 Vgl. pag. 20 ff. der Vorakten der Gemeinde Krauchthal.
10 Vgl. BVE 110/2014/90 vom 11. November 2014, E. 3.

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führers ist im Bauinventar der Gemeinde Krauchthal als erhaltenswertes K-Objekt verzeichnet und 
bildet Teil der Baugruppe A (Krauchthal, Dorf). Das Bauvorhaben betrifft den Anbau eines denk-
malgeschützten Gebäudes; dabei geht es um äussere Bauteile, konkret die Fassade und das 
Dach. Diese Veränderungen tangieren nicht nur das denkmalgeschützte Gebäude, sie betreffen 
auch eine geschützte Baugruppe. Die Durchführung eines ordentlichen Baubewilligungsverfah-
rens mit Veröffentlichung war demnach unerlässlich. Dasselbe ergibt sich aus Art. 43 BewD, wo-
nach die Baubewilligungsbehörde nach Anhörung der Beteiligten und der von einer Projektände-
rung berührten Dritten das Verfahren nur dann ohne erneute Veröffentlichung fortsetzt bzw. das 
bewilligte Projekt ohne neues Baugesuchsverfahren gestattet, wenn nicht öffentliche oder wesent-
liche nachbarliche Interessen betroffen sind. Die Frage, ob aus den vorstehenden Gründen nicht 
auch bereits das Baugesuch im Jahre 2017 hätte veröffentlicht werden müssen, bildet vorliegend 
nicht Verfahrensgegentand und kann deshalb offengelassen werden.

Die Publikationskosten in der Höhe von CHF 538.10, welche anhand der Rechnungen in den Vor-
akten ohne Weiteres nachvollzogen werden können, sind nach dem Gesagten vom Beschwerde-
führer zu tragen.11

k) Schliesslich macht die Gemeinde für die Behandlung des Geschäfts durch die Hochbau- 
und Planungskommission, die Überprüfung des Fachberichts der Denkmalpflege, die Redaktion 
inkl. Versand des Bauentscheids sowie die Dossierbewirtschaftung und die Nachführungen im 
Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) einen zeitlichen Aufwand von insgesamt einer Stunde 
und 45 Minuten geltend. Für das vorliegend zu beurteilende Geschäft ist ein zeitlicher Aufwand 
von einer Stunde und 45 Minuten für die Entscheidfindung und anschliessende Entscheidredak-
tion inkl. Studium des Fachberichts sowie Versand des Entscheides und Vornahme der Abschluss-
arbeiten angemessen und bestimmt nicht überhöht. Mit Anhang 4 Ziff. 4.2.2 und 4.4 Gebühren-
verordnung besteht dafür auch eine ausreichende gesetzliche Grundlage.

l) Bei den Kosten für den Fachbericht der kantonalen Denkmalpflege in der Höhe von 
CHF 100.00 handelt es sich sodann um die effektiven Kosten, welche die kantonale Stelle der 
Gemeinde in Rechnung gestellt hat.12 Die Kosten für das Porto in der Höhe von CHF 10.00 sind 
im Übrigen ebenfalls angemessen.

m)  Schliesslich sind die Baubewilligungskosten aufgrund des Fehlers in der Stundenliste wie 
von der Gemeinde beantragt um CHF 175.00 zu reduzieren. Einzig diesbezüglich ist somit die 
Beschwerde gutzuheissen.

3. Ergebnis

a) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als teilweise begründet. Die vorinstanzli-
chen Verfahrenskosten gemäss Dispositiv-Ziffer 4.3 sind auf total CHF 1'798.10 zu reduzieren. 
Darüber hinaus ist die Beschwerde abzuweisen.

b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr 
von CHF 600.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV13). Die Verfahrenskosten 
werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale Verhalten einer Partei 
gebietet eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände rechtfertigen, keine Verfahrens-

11 Vgl. Rechnung des Anzeigers Burgdorf vom 18. Januar 2024, pag. 10 der Vorakten der Gemeinde Krauchthal.
12 Vgl. Rechnung der Bildungs- und Kulturdirektion, Denkmalpflege, vom 15. Februar 2024, pag. 11 der Vorakten der 
Gemeinde Krauchthal.
13 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

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kosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VPRG). Als unterliegend gilt, wer mit seinen Anträgen nicht 
durchdringt. Werden die Begehren teilweise gutgeheissen, so richtet sich die Kostenpflicht nach 
dem Mass des Unterliegens.

Beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens obsiegt der Beschwerdeführer mit seinem Antrag auf 
Reduktion der Kosten bloss teilweise und insoweit, als dass die Kosten des vorinstanzlichen Ver-
fahrens von CHF 1973.10 auf CHF 1798.10 – und damit um insgesamt CHF 175.00 – reduziert 
werden. Darüber hinaus gilt er als unterliegend. 

Bei diesem Ergebnis erachtet es die BVD als gerechtfertigt, dem Beschwerdeführer drei Viertel 
der Verfahrenskosten, ausmachend CHF 450.00 aufzuerlegen. Der Gemeinde können keine Ver-
fahrenskosten auferlegt werden, da sie nicht in ihren Vermögensinteressen betroffen ist (Art. 108 
Abs. 2 VRPG).

c) Da keine Partei anwaltlich vertreten ist, werden keine Parteikosten gesprochen (Art. 104 
Abs. 1, 3 und 4 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 4.3 des 
Bauentscheids der Gemeinde Krauchthal vom 16. Februar 2024 werden auf total 
CHF 1798.10 reduziert. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen und der Bauentscheid 
der Gemeinde Krauchthal vom 16. Februar 2024 bestätigt.

2. Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten von CHF 450.00 zur Bezahlung auferlegt. 
Eine separate Zahlungseinladung erfolgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen 
ist. Die übrigen Verfahrenskosten werden nicht erhoben.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn A.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Krauchthal, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

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Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine allfällige Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in drei Exemplaren einzureichen ist, muss einen 
Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 
enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.