# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f79d803-a782-571c-857a-f3088115f203
**Source:** Bundespatentgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Entscheid O2012_037
**Docket/Reference:** O2012_037
**URL:** https://www.bundespatentgericht.ch/rechtsprechung/entscheidanzeige/18/

## Full Text

B u n d e s p a t e n t g e r i c h t  

T r i b u n a l   f é d é r a l   d e s   b r e v e t s  

T r i b u n a l e   f e d e r a l e   d e i   b r e v e t t i  

T r i b u n a l   f e d e r a l   d a   p a t e n t a s  

F e d e r a l   P a t e n t   C o u r t  

O2012_037 

  V e r f ü g u n g   v o m   3 0 .   J u l i   2 0 1 2    

Besetzung 

Präsident Dr. iur. Dieter Brändle  

Verfahrensbeteiligte 

X. 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Reinhard Oertli und 
Rechtsanwältin lic. iur. Nicola Neth, Meyerlustenberger La-
chenal, Forchstrasse 452, Postfach 1432, 8032 Zürich,  

Klägerin 

gegen 

Y.  
vertreten durch Rechtsanwalt Stefano Codoni, Poledna Boss 
Kurer AG, via Ferruccio Pelli 7, Postfach 5162, 6901 Lugano, 

Beklagte 

Gegenstand 

Rechnungslegung und Forderung 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
O2012_037 

Der Präsident zieht in Erwägung: 

1. 

Mit  ihrer  Klageschrift  vom  7.  Juni  2012  führte  die  Klägerin  aus,  das  Ge-
richt bestimme gemäss Art. 36 Abs. 1, erster Satz PatGG die Verfahrens-
sprache. Dabei werde gemäss zweitem Satz auf die Sprache der Partei-
en  Rücksicht  genommen.  Die  Klägerin  sei  italienischer  Muttersprache, 
habe  aber  deutschsprachige  Berater.  Sie  beantrage,  dass  Deutsch  als 
Verfahrenssprache gewählt werde (s. Art. 6 Abs. 1, zweiter Satz der Ver-
fahrensrichtlinie),  sei  aber  i.S.v.  Art.  36  Abs.  3  PatGG  damit  einverstan-
den,  wenn  die Gegenpartei  ihre  Eingabe  in  Englisch einreiche  und Eng-
lisch als Parteiensprache bestimmt werde i.S.v. Art. 6 Abs. 3 der Verfah-
rensrichtlinie (act. 1, Ziff. 17). 

2. 

Mit Verfügung vom 11. Juni 2012 wurde Deutsch als Verfahrenssprache 
festgelegt  und  der  Klägerin  Frist  zur  Zahlung  eines  Kostenvorschusses 
angesetzt (act. 2). Nach Eingang des Vorschusses wurde der Beklagten 
mit Verfügung vom 2. Juli 2012 Frist zur Erstattung der Klageantwort an-
gesetzt (act. 4). 

3. 

Mit  Eingabe  vom  5.  Juli  2012  teilte  die  Beklagte  mit,  auch  sie  halte  die 
Verwendung der englischen Sprache im vorliegenden Verfahren für sinn-
voll.  Sie beantrage,  dass  das  Gericht  bestätige,  dass  beide  Parteien  die 
englische Sprache verwendeten. Der guten Ordnung halber präzisiere die 
Beklagte  die  diesbezügliche  Vereinbarung  der  Parteien  in  dem  Sinne, 
dass beide Parteien ihre sämtlichen künftigen Eingaben auf Englisch ver-
fassen müssten, d.h. es nicht im Belieben der Parteien bleibe, entweder 
Englisch oder eine der Amtssprachen zu verwenden (act. 5). 

4. 

Gemäss  Art.  36  Abs.  3  PatGG  kann  mit  Zustimmung  des  Gerichts  und 
der Parteien auch die englische Sprache benutzt werden. Nachdem das 
Bundespatentgericht die Erteilung seiner Zustimmung als selbstverständ-
lich  erachtet,  hat  es  in  Art.  6  Abs.  3  der  Verfahrensrichtlinie  bestimmt, 
dass die englische Sprache verwendet werden kann, wenn sich die Par-
teien darauf schriftlich geeinigt haben – d.h. ohne dass eine Zustimmung 
des Gerichts noch erforderlich wäre. Damit soll den Parteien die Möglich-

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keit  eröffnet  werden,  sich  schon  vorprozessual  auf  Englisch  zu  einigen, 
damit  bereits  die  Klageschrift  in  englischer  Sprache  eingereicht  werden 
kann. 

Damit ist vorliegend nur davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Partei-
en auf die Verwendung der englischen Sprache geeinigt haben. 

Diese  Vereinbarung  bedeutet,  dass  alle  weiteren  Eingaben  der  Parteien 
in englischer  Sprache zu  erfolgen  haben.  Mit  der Wahl  von  Englisch als 
Parteiensprache verzichten die Parteien auf die Verwendung einer Amts-
sprache. Die zusätzliche Verwendung von Amtssprachen würde dem mit 
der  Zulassung  des  Englischen  angestrebten  Ziel,  nämlich  für  Parteiein-
gaben  die  gleiche  Sprache  zu  benutzen,  in  welcher  die  massgeblichen 
Prozessdokumente ohnehin abgefasst sind, diametral zuwiderlaufen. 

Der Präsident verfügt: 

Im Sinne der Erwägungen wird davon Vormerk genommen, dass sich die 
Parteien darauf geeinigt haben, für Eingaben und mündliche Verhandlun-
gen die englische Sprache zu verwenden. 

Diese Verfügung geht an:  

–  die Klägerin (mit Gerichtsurkunde)  
–  die Beklagte (mit Gerichtsurkunde)  

St. Gallen,  30.07.2012 

Im Namen des Bundespatentgerichts 

Präsident 

Dr. iur. Dieter Brändle 

Versand: 30.07.2012 

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