# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c83615f3-e5fe-505d-9668-8f9b6ae7c4d1
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.10.2021 III 2021 140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-140_2021-10-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 140

Entscheid vom 28. Oktober 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) 
B.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Umfang einer 
Beistandschaft)

2

Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ______, deutscher Staatsangehöriger) hat seit Dezem-
ber 2009 seinen Wohnsitz in C.________. Gemäss Aktenlage erlitt er im Jahre 
2016 einen Arbeitsunfall; seither war er nicht mehr erwerbstätig und bezieht von 
der Wohnsitzgemeinde wirtschaftliche Sozialhilfe. Von Dezember 2020 bis An-
fang Mai 2021 hielt er sich mit Unterbrüchen in der Psychiatrischen D.________ 
(D.________) auf. 

In einem Schreiben vom 22. Januar 2021 an die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde (KESB) B.________ verwies die für A.________ zuständige So-
zialarbeiterin der D.________ auf einen Unterstützungsbedarf und sie beantragte 
die Anordnung einer erwachsenenschutzrechtlichen Massnahme, damit er die 
festgestellten Schwierigkeiten bewältigen könne.

B. Nach Abklärungen und Durchführung einer Anhörung (am 22.4.2021 in der 
Klinik D., vgl. Vi-act. 1.12) liess die KESB B.________ einen detaillierten Fragen-
katalog durch die behandelnden D.________-Fachpersonen beantworten (Vi-act. 
1.17). 

C. Mit Beschluss Nr. IA/011/31/2021 vom 21. Juli 2021 hielt die KESB 
B.________ im Dispositiv was folgt fest (Vi-act. 1.25):

1. Für A.________ wird per 21. Juli 2021 eine Vertretungsbeistandschaft nach 
Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB errichtet.

2. Als Beistand wird E.________ (…) ernannt und beauftragt:
a. stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft für A.________ 

besorgt zu sein und ihn bei allen in diesem Zusammenhang erforderli-
chen Handlungen, soweit notwendig, zu vertreten.

b. ihn beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten zu vertreten, 
insbesondere auch im Verkehr mit Behörden, Ämtern, Banken, Post, 
(Sozial-)Versicherungen, sonstigen Institutionen und Privatpersonen;

c. ihn beim Erledigen der finanziellen Angelegenheiten zu vertreten, insbe-
sondere sein gesamtes Einkommen und Vermögen sorgfältig zu verwal-
ten;

d. nötigenfalls Antrag auf Anpassung der behördlichen Massnahme an ver-
änderte Verhältnisse zu stellen;

e. der KESB B.________ bis spätestens am 21. Oktober 2021 ein Inventar 
über die zu verwaltenden Vermögenswerte per 21. Juli 2021 einzurei-
chen;

f. per 30. Juni 2023 ordentlicherweise Rechenschaftsbericht mit Rechnung 
und Belegen für die Zeit vom 21. Juli 2021 bis 30. Juni 2023 zu erstellen 
und bis spätestens 31. August 2023 der KESB B.________ einzureichen.

3. Gebühren (…) Die Gebühren von Fr. 260.00 werden A.________ auferlegt und 
beim Beistand zu Lasten des verwalteten Vermögens erhoben.

4. Rechtsmittelbelehrung (…). Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschieben-
de Wirkung gestützt auf Art. 450c ZGB entzogen.

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D. Gegen diesen am 22. Juli 2021 versandten Beschluss reichte A.________ 
rechtzeitig am 23. August 2021 bei der KESB B.________ eine Beschwerde 
("Einsprache") ein, welche folgende Ausführungen enthält:

Im persönlichen Gespräch vom 22.04.2021 in der D.________ (und in folgenden 
Telefonaten) habe ich sie um Unterstützung in explizit zwei Bereichen gebeten:
Bedarfsbereiche:
Die einerseits:

o die Aufarbeitung der administrativen Unterlagen und Angelegenheiten, die 
ich in Folge des aufgezwungenen _____jährigen Mordprozesses gegen 
die vier Mörder meines Bruders schon aus emotionalen Gründen nicht 
mehr zu schaffen wahren, umfasst

und andererseits:
o mich beim Umgang mit Ämtern, Behörden, Versicherungen und Anwälten 

zu unterstützen. Der zu Grunde liegende Gedanke ist, da die psychischen 
Folgen einer Retraumatisierung durch einen weiteren Gerichtsprozess, 
beispielsweise gegen eine Versicherung unabsehbar sind, mich vor einem 
weiteren Gerichtsprozess zu schützen, alle notwendigen Anträge zu stellen 
und Unterstützung in diesen schweren Jahren durch die betreffenden Ver-
sicherungen und Institutionen zu erhalten.

In diesen zwei Belangen benötige ich dringend Unterstützung durch einen beglei-
tenden Beistand, um den ich ursprünglich bat, den ich dankbar annehmen würde 
und der mir ausreichend Hilfestellung bieten könnte, um administrativ wieder den 
Anschluss zu finden und gegenüber Ämtern und Versicherungen überhaupt eine 
Chance auf Unterstützung und Haftung zu bekommen.

Einsprache Punkte:
• Seite 4/4  2a

Eine Vertretung durch einen Beistand in Wohnsituation bzw. Unter-
kunft lehne ich hiermit ausdrücklich und vollumfänglich ab.

• Seite 4/4  2b
Eine Vertretung durch einen Beistand in Bank bzw. finanziellen Ange-
legenheiten und gegenüber Privatpersonen lehne ich hiermit aus-
drücklich und vollumfänglich ab.

• Seite 4/4  2c
Mein gesamtes Einkommen und Vermögen zu verwalten und mich in 
administrativen Angelegenheiten zu vertreten, lehne ich hiermit aus-
drücklich und vollumfänglich ab.

• Seite 4/4  2d & e
Betreffende Absätze entfallen durch die Ablehnung von Absatz 2c.

• Seite 4/4  2f
Betreffend der Laufzeit der begleiteten Beistandschaft, der noch ver-
bleibenden nicht ausgeschlossenen Punkte, wünsche ich eine Be-
grenzung auf ein Jahr.

Begründung:
Ich habe in Folge der Ereignisse der vergangenen Jahre ein schweres Trauma, 
schwere Depressionen, Schlafstörungen, drei Wirbelsäulenschäden und eine 
Lungenkrankheit.

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Aber ich bin hinreichend intelligent, gebildet und absprachefähig genug 
um die oben angeführten Einsprache Punkte eigenständig, ohne mitwir-
kenden Beistand zu bewältigen!

Über ein weiteres Gespräch würde ich mich sehr freuen. Um die möglichen An-
passungsoptionen so zu besprechen und auszuwählen, das mir aus dem Angebot 
der KESB der grösstmögliche Nutzen entstehen kann und wir psychische und phy-
sische zusätzliche Belastungen reduzieren können.

Ich möchte an dieser Stelle noch mein Bedauern zum Ausdruck bringen, das ich 
mich zweimal zu einer umfangreicheren Einflussnahme durch einen Beistand habe 
überreden lassen. Doch gesunde Anteile und Befugnisse abzugeben oder der 
Kontrolle Dritter zu unterstellen, wider spricht in meiner Auffassung dem Inklusi-
ons- und Integration-Gedanken.

Diese Beschwerde ("Einsprache") wurde von der KESB B.________ zuständig-
keitshalber an das Verwaltungsgericht weitergeleitet (Eingang am 25.8.2021).

E. Mit Vernehmlassung vom 20. September 2021 beantragte die KESB 
B.________, die Beschwerde sei abzuweisen. Dazu äusserte sich der Be-
schwerdeführer in einer Eingabe vom 11. Oktober 2021.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die vom Beschwerdeführer bei der Vorinstanz eingereichte Beschwerde 
richtet sich gegen die im KESB-Beschluss vom 21. Juli 2021 angeordnete Vertre-
tungsbeistandschaft (ohne eine konkrete Einschränkung der Handlungsfähigkeit). 
Die Vorinstanz hat diese Beschwerde zu Recht an das Verwaltungsgericht wei-
tergeleitet (siehe dazu auch Art. 444 Abs. 2 ZGB und § 10 Abs. 3 VRP), da der 
Gesetzgeber in § 2b Abs. 1 lit. a des kantonalen Einführungsgesetzes zum ZGB 
(EGzZGB, SRSZ 210.100) normiert hat, dass das Verwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen und Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde (KESB) beurteilt.

2.1 Die Erwachsenenschutzbehörde errichtet eine Beistandschaft, wenn eine 
volljährige Person wegen einer geistigen Behinderung, einer psychischen 
Störung oder eines ähnlichen in der Person liegenden Schwächezustandes ihre 
Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht besorgen kann (Art. 390 Abs. 1 Ziff. 
1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, ZGB, SR 210). Die Belastung und der 
Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 390 Abs. 2 
ZGB). Die Beistandschaft wird auf Antrag der betroffenen oder einer naheste-
henden Person oder von Amtes wegen errichtet (Art. 390 Abs. 3 ZGB). Die 
Behörde umschreibt die Aufgabenbereiche der Beistandschaft (Personensorge, 
Vermögenssorge, Rechtsverkehr) entsprechend den Bedürfnissen der betroffe-
nen Person (Art. 391 Abs. 1 und 2 ZGB).

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2.2 Zentrales Anliegen des Erwachsenenschutzrechts ist das Selbstbestim-
mungsrecht. Das Gesetz verzichtet daher weitgehend auf gesetzlich umschrie-
bene, starre Massnahmen zum Schutz hilfsbedürftiger Menschen (Bundesge-
richtsurteil 5A_667/2013 vom 12.11.2013 Erw. 6.1).

2.3.1  Eine Begleitbeistandschaft wird mit Zustimmung der hilfsbedürftigen Per-
son errichtet, wenn diese für die Erledigung bestimmter Angelegenheiten beglei-
tende Unterstützung braucht (Art. 393 Abs. 1 ZGB). Die Begleitbeistandschaft 
schränkt die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person nicht ein (Art. 393 Abs. 2 
ZGB). 

2.3.2  Eine Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 Abs. 1 ZGB) wird angeordnet, 
wenn die hilfsbedürftige Person bestimmte Angelegenheiten nicht selbst erledi-
gen kann und deshalb vertreten werden muss. Diese Form der Beistandschaft 
kann gegen den Willen der hilfsbedürftigen Person angeordnet werden (zit. Urteil 
5A_667/2013 vom 12.11.2013 Erw. 6.1). Diese Massnahme schränkt die Hand-
lungsfähigkeit der verbeiständeten Person nicht ein, sofern die Erwachsenen-
schutzbehörde nicht eine andere Anordnung trifft (vgl. Art. 394 Abs. 2 ZGB). 
Auch wenn die Handlungsfähigkeit nicht eingeschränkt ist, muss die betroffene 
Person sich die Handlungen der Beistandsperson anrechnen oder gefallen las-
sen (Art. 394 Abs. 3 ZGB).

2.3.3  Die Mitwirkungsbeistandschaft (Art. 396 Abs. 1 ZGB) wird errichtet, wenn 
bestimmte Handlungen der hilfsbedürftigen Person zu deren Schutz der Zustim-
mung des Beistands oder der Beiständin bedürfen. Dabei wird die Handlungs-
fähigkeit von der verbeiständeten Person von Gesetzes wegen entsprechend 
eingeschränkt (Art. 396 Abs. 2 ZGB).

2.3.4  Nach Art. 397 ZGB können die Begleit-, die Vertretungs- und die Mitwir-
kungsbeistandschaft miteinander kombiniert werden.

2.4 Damit eine Beistandschaft errichtet werden kann, muss ein Schwäche-
zustand vorliegen, der diese Massnahme für die Interessenwahrung und den 
Schutz der hilfsbedürftigen Person als angezeigt erscheinen lässt. Ein solcher, in 
der Person liegender Schwächezustand allein genügt für die Anordnung einer 
Beistandschaft noch nicht. Vielmehr braucht es als soziale Voraussetzung zu-
sätzlich stets ein daraus resultierendes teilweises oder gänzliches Unvermögen, 
die eigenen Angelegenheiten hinreichend zu besorgen bzw. entsprechende Voll-
machten zu erteilen (vgl. Helmut Henkel, in: Basler Kommentar zum ZGB, N 2 zu 
Art. 390 ZGB). Als Voraussetzung für die Anordnung behördlicher Massnahmen 
müssen Schwächezustand und Unvermögen (als soziale Voraussetzung) zu-

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sammen eine relevante Gefährdung des Wohls der betroffenen Person bewirken, 
zu deren Behebung ein Eingreifen der Erwachsenenschutzbehörde auch unter 
den Aspekten Selbstbestimmung (Art. 388 Abs. 2 ZGB), Subsidiarität und Ver-
hältnismässigkeit (Art. 389 ZGB) unumgänglich erscheint. Schwächezustand und 
Unvermögen können auch lediglich punktueller Natur sein (vgl. Henkel, a.a.O., 
N 4 zu Art. 390 ZGB; VGE III 2016 132 vom 21.12.2016 Erw. 2.4, publ. in EGV-
SZ 2016 B 16.3; VGE III 2018 204 vom 15.1.2019 Erw. 1.3).

2.5 In Art. 389 ZGB unterstellt der Gesetzgeber alle behördlichen Massnahmen 
des Erwachsenenschutzes den Maximen der Subsidiarität und der Verhältnis-
mässigkeit. 

2.5.1  Subsidiarität (Art. 389 Abs. 1 ZGB) heisst, dass behördliche Massnahmen 
nur dann anzuordnen sind, wenn die Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf 
andere Weise nicht angemessen sichergestellt ist (Botschaft vom 28.6.2006 zur 
Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Perso-
nenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 7042 Ziff. 2.2.1). Ist die gebotene Unter-
stützung der hilfsbedürftigen Person anderweitig − durch die Familie, andere 
nahestehende Personen oder private oder öffentliche Dienste − gewährleistet, so 
ordnet die Erwachsenenschutzbehörde keine Massnahme an (Art. 389 Abs. 1 
Ziff. 1 ZGB). Der Grundsatz der Subsidiarität betrifft somit das Verhältnis der 
erwachsenenschutzrechtlichen Massnahmen zu − sofern zielführend − vorrangig 
zu verwirklichenden alternativen Lösungen (vgl. VGE III 2017 29 vom 5.5.2017 
Erw. 1.2 mit Verweis auf VGE III 2016 209 vom 24.2.2017 Erw. 1.3.1; VGE III 
2018 204 vom 15.1.2019 Erw. 1.4.1). 

2.5.2  Kommt die Erwachsenenschutzbehörde zum Schluss, die vorhandene Un-
terstützung der hilfsbedürftigen Person reiche nicht aus, so muss ihre Massnah-
me verhältnismässig, das heisst erforderlich und geeignet sein (Art. 389 Abs. 2 
ZGB). Es gilt der Grundsatz "So viel staatliche Fürsorge wie nötig, so wenig 
staatlicher Eingriff wie möglich" (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 7017 Ziff. 1.3.4 in fine; 
BGE 140 III 49 Erw. 4.3.1 S. 51). Die angeordnete Massnahme ist auf die Hilfs-
bedürftigkeit der betroffenen Person abzustimmen (Art. 391 Abs. 1 ZGB). Unter 
verschiedenen geeigneten Varianten ist die zurückhaltendste Lösung zu wählen. 
Diese muss zudem in einem vernünftigen Verhältnis zur Einschränkung des 
Selbstbestimmungsrechts stehen. Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung 
sind ferner die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu 
berücksichtigen (Art. 390 Abs. 2 ZGB); diese Interessen können eine weiterge-
hende Massnahme rechtfertigen, jedoch nicht die Massnahme an sich begrün-

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den (erwähntes Urteil 5A_617/2014 vom 1.12.2014 Erw. 4.1 mit Hinweis; VGE III 
2017 29 vom 5.5.2017 Erw. 1.3; VGE III 2018 204 vom 15.1.2019 Erw.1.4.2).

2.6 Nach konstanter Rechtsprechung bleibt die Wahl der richtigen Massnahme 
ein Ermessensentscheid (vgl. VGE III 2018 152 vom 18.12.2018 Erw. 1.6 mit 
Verweis auf Art. 4 ZGB), der stark von der genauen Kenntnis des Sachverhalts 
abhängt. Angesichts dieses Beurteilungsspielraums hält sich das angerufene Ge-
richt bei der Überprüfung solcher Entscheide grundsätzlich zurück. Es greift na-
mentlich dann ein, wenn grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten 
Grundsätzen abgewichen wird, wenn Gesichtspunkte berücksichtigt werden, die 
keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn rechtserhebliche Umstände ausser 
Acht gelassen werden. Sodann drängt sich die Korrektur von Ermessensent-
scheiden auf, die im Ergebnis offensichtlich unbillig, in stossender Weise unge-
recht sind (Bundesgerichtsurteil 5A_795/2014 vom 14.4.2015 Erw. 4.2.2 mit Hin-
weisen, u.a. auf BGE 138 III 699 Erw. 3.1 S. 671; VGE III 2018 204 vom 
15.1.2019 Erw. 1.5 Prot. 2019, S. 006).

3. In der vorliegenden Beschwerde anerkennt der Beschwerdeführerin einen 
gewissen Unterstützungsbedarf. Sinngemäss ist er mit einer 
Begleitbeistandschaft (für die Dauer von vorerst einem Jahr) einverstanden, 
derweil er die Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft (mit dem von der 
Vorinstanz umschriebenen Aufgabenkatalog) ablehnt.

4. Aus den Angaben des Beschwerdeführers sowie den vorliegenden Akten 
sind hinsichtlich des Unterstützungsbedarfs und der Gebotenheit einer 
angepassten erwachsenenschutzrechtlichen Massnahme u.a. die nachfolgend 
aufgeführten Aspekte zu entnehmen:

4.1 Der Beschwerdeführer weist in seiner Beschwerde darauf hin, dass er u.a. 
an einem schweren Trauma, schweren Depressionen sowie Schlafstörungen 
leidet. Diese Ausgangslage mit erheblichen psychischen Gesundheitsproblemen 
wird auch durch die aktenkundigen Hospitalisationen des Beschwerdeführers in 
der Psychiatrischen D.________ (D.________) untermauert (vgl. Vi-act. 1.2).

4.2.1  Sodann ist zu beachten, dass während der stationären Behandlung des 
Beschwerdeführers in der D.________ die involvierten Fachpersonen die Anord-
nung einer erwachsenenschutzrechtlichen Massnahme als geboten beurteilten, 
weshalb mit Eingabe vom 22. Januar 2021 an die Vorinstanz ein entsprechender 
Antrag gestellt wurde, welcher u.a. mit folgenden Ausführungen begründet wurde 
(Vi-act. 1.2):

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Bei Herr … zeigen sich wiederholt und nun bereits über einen längeren Zeitraum 
Schwierigkeiten bei der Bewältigung von administrativen und finanziellen 
Angelegenheiten. So wurde u.a. die Post nicht geöffnet. Mit Unterstützung bzw. in 
Anwesenheit der psychiatrischen Spitex (Frau B…) war Herr … in der Lage die 
Post zu öffnen. Die geöffnete Post blieb dann wiederum auf Stapeln liegen. Herr … 
schildert, zwei Tische voller Post/Dokumenten zuhause zu haben, welche zu 
bearbeiten wären. Auch während des Klinikaufenthalts wurde gemeinsam Post 
geöffnet. Danach die Bezahlung bzw. Weiterbearbeitung weiter zu verfolgen 
erscheint eine teilweise noch nicht bewältigbare Aufgabe für Herr … zu sein. (…)

4.2.2  Dass sich an der vorstehend beschriebenen Situation zwischenzeitlich 
etwas massgeblich geändert habe, wird vom Beschwerdeführer vor Gericht nicht 
vorgebracht. Namentlich macht er weder geltend noch ist ersichtlich, dass sich 
der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in den sechs 
Monaten zwischen dem 22. Januar 2021 (= Antrag der D.________ an die 
Vorinstanz) und dem Erlass des angefochtenen Beschlusses (21.7.2021) 
erheblich verändert bzw. stabilisiert habe, so dass er beispielweise die 
anfallenden Rechnungen selber fristgerecht bezahlt habe (und dergleichen). 
Vielmehr ist aktenkundig, dass sich der Zustand des Beschwerdeführers am 9. 
April 2021 derart verschlechtert hatte, dass es ihm (jedenfalls damals) nicht 
möglich war, für eine geplante Anhörung bei der Vorinstanz anzureisen (Vi-act. 
1.10).

4.3 Anlässlich der Anhörung (in der psychiatrischen Klinik D.) führte der 
Beschwerdeführer u.a. sinngemäss aus, die Hauptgründe für seine 
Hospitalisation seien seine schwierigen Lebensumstände, das Trauma und sein 
Alkohol- und Drogenkonsum (Vi-act. 1.12, S. 1 unten). Aktuell verfüge er über 
eine 3½ Zimmerwohnung, welche er alleine bewohne. Nach dem Klinikaustritt 
plane er entweder eine begleitete Wohnform in einer Einrichtung der F.________ 
(Plan A) oder in irgendeine betreute Wohneinrichtung einzutreten (Plan B). Er 
brauche 
eine Tagesklinik, wo er mehrmals während der Woche hingehen und soziale 
Kontakte knüpfen könne. Um die IV-Anmeldung kümmere sich sein Anwalt. Auf 
die Frage nach den Einkünften antwortete der Beschwerdeführer sinngemäss, 
dass Herr G.________ (vom H.________, nachfolgend Mitarbeiter des 
kommunalen Sozialdiensts genannt) sich um seine Zahlungen kümmere; er gehe 
aber nicht in die Sozialberatung (vgl. Vi-act. 1.12, S. 2).

4.4 Am 6. Mai 2021 unterbreitete die Vorinstanz den zuständigen 
Fachpersonen der D.________ einen Fragenkatalog (Vi-act. 1.15), welcher von 
Dr.med. I.________ (Oberarzt D.________/ _______________) sowie der 

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behandelnden Therapeutin J.________ am 4. Juni 2021 wie folgt beantwortet 
wurde (Vi-act. 1.17).

1. Wie schätzen Sie den aktuellen geistigen und somatischen Gesundheitszustand 
von … ein?

Unser Patient leidet unter verschiedenen schweren psychischen Störungen und 
einer Lungenerkrankung.

2. Besteht aus Ihrer Sicht bei … eine Schutzbedürftigkeit im Sinne des 
Erwachsenenschutzrechts?

Ja, es besteht aus unserer Sicht eine Hilfs- und Schutzbedürftigkeit im Sinne des 
Erwachsenenschutzrechts.

3. Bezüglich welcher Lebensbereiche (Wohnen, Gesundheit, Erwerbstätigkeit/ 
Tagesstruktur, soziales Umfeld, administrative Angelegenheiten, Einkommens- 
und Vermögensverwaltung, rechtliche Verfahren) und in welcher Form liegt bei … 
ggf. ein Schutzbedürfnis vor?

Wohnen: Der Patient ist mit der aktuellen Wohnsituation überfordert, er ist aber 
auch nicht in der Lage, etwas Geeigneteres zu finden.

Gesundheit: Die Behandlung bei uns und beim Hausarzt genügt zurzeit.

Erwerbstätigkeit/ Tagesstruktur: Zurzeit keine Tagesstruktur, der Patient schafft es 
nicht zu einem geschützten Arbeitsplatz. Eine Erwerbstätigkeit ist nicht mehr 
zumutbar.

Administrative Angelegenheiten: Der Patient öffnet wochenlang seine Briefe nicht, 
er ist im Umgang mit Behörden und Versicherungen überfordert.

4. Ist davon auszugehen, dass eine allenfalls vorliegende Schutzbedürftigkeit 
vorübergehender Natur ist?

Die vorliegende Schutzbedürftigkeit ist nicht vorübergehender Natur.

5. Bestehen aus Ihrer Sicht Einschränkungen der Urteilsfähigkeit?

Zurzeit bestehen keine Einschränkungen der Urteilsfähigkeit. Phasenweise ist die 
Urteilsfähigkeit aber mehr oder weniger stark eingeschränkt, je nach 
Krankheitsaktivität.

6. Falls ja, in welcher Form präsentieren sich diese Einschränkungen?

Phasenweise Denken sehr eingeengt und zu pessimistisch.

4.5 Am 25. Juni 2021 teilte der Beschwerdeführer der Vorinstanz telefonisch 
mit, dass er bei seiner Psychologin gewesen sei, welche das Gleiche empfohlen 
habe wie die KESB B.________. Er sei nun einverstanden mit der 
Vertretungsbeistandschaft in den Bereichen Finanzen, Administration, Wohnen 
und rechtliche Vertretung (Vi-act. 1.20).

4.6 Am 29. Juni 2021 teilte der zuständige Mitarbeiter des kommunalen 
Sozialdienstes der Vorinstanz mit, dass der Beschwerdeführer immer noch 
ambivalent sei; er sei ihm gegenüber nicht offen; er scheine Angst zu haben vor 

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einem Kontrollverlust; insgesamt sei die Errichtung einer 
Vertretungsbeistandschaft zu empfehlen (Vi-act. 1.22).

4.7 Eine telefonische Rückfrage des vorinstanzlichen Fachmitarbeiters vom 
12. Juli 2021 ergab, dass der Beschwerdeführer sich mit der geplanten 
Massnahme einverstanden erklärte. Zudem sicherte der Beschwerdeführer zu, 
dass er die Post öffnen werde, wenn von der KESB ein Brief komme (Vi-act. 
1.24).

5.1 Eine gerichtliche Würdigung der Vorgeschichte sowie der Aktenlage zeitigt 
die nachfolgend dargelegten Ergebnisse. Vorab fällt ins Gewicht, dass die zu 
Recht von der Vorinstanz bei den behandelnden (medizinischen) Fachpersonen 
getroffenen Abklärungen eine relevante Schutzbedürftigkeit sowie einen 
entsprechenden Unterstützungsbedarf namentlich auch für den Bereich Wohnen 
ergeben haben (Erw. 4.4 i.V.m. Vi-act. 1.17). Überzeugend hat die Vorinstanz in 
ihrer Vernehmlassung auf das ambivalente Verhalten des Beschwerdeführers 
sowie darauf hingewiesen, dass er - je nach Krankheitsverlauf - nur 
unregelmässig und unzuverlässig mit dem kommunalen Sozialdienst 
zusammengearbeitet hat, weshalb die vom Beschwerdeführer gewünschte 
Unterstützung durch eine Begleitbeistandschaft zum Vornherein als - jedenfalls 
derzeit - unzureichend zu beurteilen ist. Sollte sich der psychische 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers anhaltend derart stabilisieren, dass 
er wieder in der Lage wäre, selbständig in den betreffenden Bereichen adäquat 
zu handeln, wird es Sache des eingesetzten Mandatsträgers sein, im Sinne von 
Dispositiv-Ziffer 2 lit. d des angefochtenen Beschlusses einen Antrag auf 
Anpassung der aktuellen erwachsenschutzrechtlichen Massnahme an die 
gegebenenfalls veränderten Verhältnisse zu stellen.

5.2 Am dargelegten Ergebnis, wonach die vorliegende 
erwachsenenschutzrechtliche Massnahme einer gerichtlichen Überprüfung 
standhält, vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers vor Gericht nichts zu 
ändern. Unbehelflich ist namentlich sein Einwand in der Eingabe vom 11. 
Oktober 2021, dass er "aus freiem Willen um eine Begleitbeistandschaft gebeten" 
habe, zumal eine erwachsenenschutzrechtliche Massnahme wie die vorliegende 
Vertretungsbeistandschaft keine Zustimmung des Betroffenen voraussetzt (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 5A_667/2013 vom 12.11.2013 Erw. 6.1; siehe zu den 
Voraussetzungen oben, Erw. 2.1ff.). Soweit der Beschwerdeführer argumentiert, 
dass sein Begehren um "Unterstützung durch die KESB nur ein Jahr nach dem 
Ende des Mordprozesses direkt als erstes wieder zu einem Gericht geführt" 
habe, ist ihm entgegenzuhalten, dass es nicht zum vorliegenden 

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Gerichtsverfahren gekommen wäre, wenn er seine (zweimal) erklärte 
Zustimmung zur vorliegenden Massnahme (siehe oben, Erw. 4.5 und 4.7) nicht 
nachträglich wieder zurückgezogen hätte. Dass dadurch dokumentierte 
ambivalente Verhalten spricht gegen die Annahme, wonach eine reine 
Begleitbeistandschaft ausreichend wäre, um die Schwierigkeiten des 
Beschwerdeführers in der Bewältigung der laufenden Angelegenheiten zu 
beseitigen. Abgesehen davon hat die nach der Aktenlage unzureichende 
Zusammenarbeit des Beschwerdeführers mit dem kommunalen Sozialdienst 
gezeigt, dass eine begleitende Unterstützung nach Art. 393 ZGB − jedenfalls 
nach der aktuellen Aktenlage − nicht ausreicht, um dem Unterstützungsbedarf 
gerecht zu werden. Illustrativ sind diesbezüglich die Ausführungen des 
Mitarbeiters des kommunalen Sozialdienstes vom 23. Juni 2021, welcher u.a. die 
fehlende Zusammenarbeit des Beschwerdeführers bei seinen Kontakt-
/Anmeldebemühungen mit Einrichtungen der F.________ bzw. des Wohnheims 
K.________ beklagte (vgl. Vi-act. 1.18). Der Beschwerdeführer hat vor Gericht 
nicht offengelegt, wie diese Kontakte/ Anmeldebemühungen mit den 
betreffenden Einrichtungen verlaufen sind (vgl. auch oben, Plan A und Plan B, 
Erw. 4.3). Im Einklang damit steht die Einschätzung der D.________-
Fachpersonen, wonach der Beschwerdeführer mit der Klärung der Wohnsituation 
überfordert ist (Vi-act. 1.17). 

Schliesslich hat die Vorinstanz am Schluss ihrer Vernehmlassung überzeugend 
darauf hingewiesen, dass es für einen Beistand kaum möglich ist, für den Be-
schwerdeführer hinsichtlich (sozial-)versicherungsrechtlicher Ansprüche und im 
administrativen Bereich nutzbringend zu handeln, ohne die finanziellen Verhält-
nisse, die Einkommenssituation sowie das Budget zu kennen.

6. Aus all diesen Gründen ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. In 
Anbetracht der aktenkundigen Verlustscheine aus Pfändungen der letzten 20 
Jahre wird auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet. 

Abschliessend wird der Beschwerdeführer ermuntert, mit dem eingesetzten 
Beistand konstruktiv zusammenzuarbeiten. Auf diesem Wege sollte es 
möglich sein, dass die anstehenden Schwierigkeiten (u.a. Klärung der 
Wohnsituation) nach und nach beseitigt werden können sowie dass bei 
einer anhaltenden Stabilisierung des (psychischen) Gesundheitszustands 
gegebenenfalls eine Anpassung der aktuellen Massnahme (im Sinne der 
vom Beschwerdeführer gewünschten Begleitbeistandschaft) möglich wird 
bzw. zu gegebener Zeit neu geprüft werden kann.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben wer-
den (Art. 42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; 
SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (2/R, für sich und den eingesetzten Beistand)
- und das Departement des Innern (z.K.).

Schwyz, 28. Oktober 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 5. November 2021