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**Case Identifier:** 629c7314-107d-546b-b94d-c377fa9c7107
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.08.2017 200 2017 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-109_2017-08-28.pdf

## Full Text

200 17 109 IV
MAW/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. August 2017

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 23. Dezember 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1958 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 13. April 2004 mit Hinweis auf eine seit dem 
26. September 2003 bestehende Arbeitsunfähigkeit bei der IV-Stelle Bern 
(nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (vgl. 
Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Nach durchgeführten beruflichen 
und medizinischen Abklärungen verneinte die IVB insbesondere gestützt 
auf ein bei der C.________ (MEDAS) eingeholtes polydisziplinäres Gutach-
ten vom 29. Juni 2006 mit Verfügung vom 3. Oktober 2006 (AB 18) bei ei-
nem Invaliditätsgrad von 0% den Anspruch auf eine Invalidenrente. Die 
hiergegen erhobene Beschwerde (AB 20/3) wies das Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern, Sozialversicherungsgerichtliche Abteilung, mit Urteil 
vom 31. Mai 2007, IV 67324 (AB 26), ab. Das Urteil blieb unangefochten. 

B.

Am 29. Juni 2010 (AB 31) meldete sich die Versicherte erneut bei der IVB 
zum Leistungsbezug an. Am 14. Juli 2010 wies sich Rechtsanwalt 
B.________ als Rechtsvertreter aus. Nach durchgeführten Abklärungen 
verneinte die IVB insbesondere gestützt auf ein psychiatrisches Gutachten 
von Dr. med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 
vom 12. Juli 2011 (AB 49) sowie die Berichte der Dres. med. E.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und F.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
beide vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), vom 16. November 2011 
(AB 57 f.) mit Verfügung vom 23. November 2011 (AB 60) bei einem Invali-
ditätsgrad von 20% einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenren-
te. Die hiergegen erhobene Beschwerde (AB 63/27) wies das Verwaltungs-
gericht nach Durchführung einer öffentlichen Schlussverhandlung (AB 
77/27) mit Urteil vom 2. November 2012, IV/2012/36 (AB 77), ab. Das Urteil 
bestätigte das Bundesgericht mit Entscheid vom 16. August 2013, 
9C_1015/2012 (AB 84). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 3

In der Folge (AB 92) erteilte die IVB Kostengutsprache für ein Belastbar-
keitstraining vom 11. November 2013 bis 9. Februar 2014, welches bis zum 
4. Mai 2014 verlängert wurde (AB 96). Nach dessen Abschluss teilte sie 
der Versicherten mit (AB 105), aufgrund ihres Gesundheitszustandes seien 
zurzeit keine beruflichen Massnahmen möglich und beendete die Einglie-
derungsmassnahmen. 

C.

Am 29. Januar 2014 unterzog sich die Versicherte im Spital G.________ 
einer Katheterablation. Mit Schreiben vom 23. Mai 2014 (AB 106) meldete 
Rechtsanwalt B.________ die Versicherte erneut bei der IVB zum Leis-
tungsbezug (weitergehende berufliche Massnahmen, Invalidenrente) an. 
Nach getätigten Abklärungen stellte die IVB mit Vorbescheid vom 9. Okto-
ber 2015 (AB 137) insbesondere gestützt auf die RAD-Berichte der Dres. 
med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 2. Juli 
2015 (AB 129) und E.________ vom 14. September 2015 (AB 135) bei 
einem Invaliditätsgrad von 100% eine vom 1. November 2014 bis 31. Mai 
2015 befristete ganze Invalidenrente in Aussicht. Ab dem 1. Juni 2015 be-
stehe bei einem Invaliditätsgrad von 20% kein Rentenanspruch mehr. Nach 
hiergegen erhobenen Einwänden (AB 138) entschied die IVB mit Verfü-
gung vom 23. Dezember 2016 (AB 149) wie im Vorbescheid angekündigt. 

D.

Mit Eingabe vom 1. Februar 2017 erhob die Versicherte, weiterhin vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, hiergegen Beschwerde. In Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung sei ihr ab wann rechtens und über den 31. Mai 
2015 hinaus mindestens eine Viertelsrente zuzüglich Zins (nebst Integrati-
onsmassnahmen und beruflichen Massnahmen) zuzusprechen. Eventuali-
ter sei der medizinische Sachverhalt mittels eines interdisziplinären Ge-
richtsgutachtens abzuklären, subeventualiter sei die Beschwerdesache zu 
weiteren medizinischen und beruflichen Abklärungen an die IVB zu-
rückzuweisen. Es sei eine öffentliche Gerichtsverhandlung nach Art. 6 Ziff. 

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1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) mit 
zusätzlicher Parteibefragung durchzuführen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 8. März 2017 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. April 2017 wurde die öffentliche 
Schlussverhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK auf Montag, 21. August 2017, 
14:00 Uhr, angesetzt.

An der öffentlichen Schlussverhandlung vom 21. August 2017 bestätigte 
Rechtsanwalt B.________ im Namen der Beschwerdeführerin im Wesentli-
chen die gestellten Rechtsbegehren und nahm hiezu im Rahmen des Plä-
doyers Stellung. Weiter reichte er dem Gericht seine Kostennote ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-

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tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich (siehe aber E. 1.2 hiernach) einzutreten.

1.2

1.2.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätz-
lich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die 
zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Ver-
fügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den be-
schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt 
es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvor-
aussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 
164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.2.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 23. Dezember 2016 
(AB 149), mit welcher der Beschwerdeführerin ab November 2014 befristet 
bis Ende Mai 2015 eine ganze Rente zugesprochen wurde. In der ange-
fochtenen Verfügung wird einzig die Rentenfrage entschieden. Zum An-
spruch auf Integrationsmassnahmen und berufliche Massnahmen wird 
nicht Stellung genommen, weshalb diese nicht Teil des Anfechtungsgegen-
standes sind. Diesbezüglich ist auf die Beschwerde mangels eines ent-
sprechenden Anfechtungsgegenstands nicht einzutreten.

In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente 
zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leis-
tungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht 
in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbe-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist der Anspruch der Beschwerde-
führerin auf eine Invalidenrente – unter Einschluss der grundsätzlich unbe-
stritten gebliebenen Zusprechung einer ganzen Rente vom 1. November 
2014 bis 31. Mai 2015 – zu prüfen und dabei insbesondere, ob die ganze 
Rente zu Recht per 31. Mai 2015 eingestellt wurde.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsren-
te.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 7

Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.4

2.4.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
ge-prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). 

2.4.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 
2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.4.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 8

2.5.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 
S. 349).

2.5.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 
200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.5.3 Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugespro-
chen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der 
in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzende 
Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die massgebenden 
Vergleichszeitpunkte (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 16. Juni 
2009, 8C_87/2009, E. 2.2 mit Hinweisen).

Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-

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sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Bei einer 
Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu 
berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate 
angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 23. Mai 
2014 (AB 106) eingetreten. Folglich ist die Eintretensfrage vom Gericht 
nicht zu prüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu vergleichen ist nachfol-
gend der Sachverhalt zur Zeit der letzten leistungsablehnenden Verfügung 
vom 23. November 2011 (AB 60) mit demjenigen, der sich bis zum Erlass 
der Verfügung vom 23. Dezember 2016 (AB 149) entwickelt hat.

3.2 Die leistungsablehnende Verfügung vom 23. November 2011 (AB 
60) wurde sowohl vom Verwaltungsgericht (VGE IV/2012/36 [AB 77]) als 
auch vom Bundesgericht (9C_1015/2012 [AB 84]) bestätigt. Sie stützte sich 
im Wesentlichen auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. 
D.________ vom 12. Juli 2011 (AB 49) und den RAD-Bericht von Dr. med. 
F.________ vom 16. November 2011 (AB 58). Hieraus ist das Folgende zu 
entnehmen:

3.2.1 Dr. med. D.________ diagnostizierte mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) sowie eine rezi-
divierende Störung, gegenwärtig leichtgradige Episode ohne somatisches 
Syndrom (ICD-10 F33.0; S. 18 Ziff. 6.1). Ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit bestehe ein Verdacht auf dissoziative Anfälle (ICD-10 F44.5), ein 
chronischer Ehekonflikt (ICD-10 Z63.0) sowie eine ungewollte Kinderlosig-
keit (ICD-10 Z63.8, Ziff. 6.2). Der Beginn der Krankheitsentwicklung stehe 
in sehr engem Zusammenhang mit psychosozialen Belastungsfaktoren, 
insbesondere der ungewollten Kinderlosigkeit und der massiven Paarpro-
blematik. Die Patientin ziehe eine äusserst negative Lebensbilanz. Es habe 
sich der Eindruck ergeben, dass sie mehr an ihrer Lebenssituation als an 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 10

den geschilderten Beschwerden leide. Die im Serum nicht nachweisbaren, 
angeblich eingenommenen Schmerzmittel und Psychopharmaka würden 
gegen einen diesbezüglichen Leidensdruck sprechen. Neben diesen Belas-
tungsfaktoren würden weitere krankheitsfremde Faktoren wie Dekonditio-
nierung bei Adipositas und Inaktivität, fehlende Motivation und mangelnde 
Kooperation bei medizinischen Abklärungen und bei der Behandlung vorlie-
gen. Die von der Patientin geschilderte starke subjektive Krankheitsüber-
zeugung kontrastiere mit den bisherigen Behandlungsanstrengungen und 
ihrer offensichtlichen Non-Compliance in Bezug auf ihre Medikation (S. 18 
ff. Ziff. 6.3). Angesichts der motivationalen Faktoren, der widersprüchlichen 
Angaben der Patientin und der beschriebenen Simulation könne bei der 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nur auf objektivierbare Befunde abgestellt 
werden. Für die bisherige Tätigkeit als … oder … bestehe aufgrund des 
leichten Ausprägungsgrades der depressiven Symptomatik eine Minderung 
der Arbeitsfähigkeit von 20%. Bei einem zumutbaren Anwesenheitspensum 
von 100% bestehe eine leichte Leistungsminderung durch Verlangsamung 
(S. 24 Ziff. 7.1). 

3.2.2 Dr. med. F.________ führte im RAD-Bericht vom 16. November 
2011 (AB 58) aus, im Vergleich zu 2006 sei aus orthopädisch-somatischer 
Sicht keine Verschlechterung ausgewiesen und das damals formulierte 
Zumutbarkeitsprofil habe unverändert entsprechend Gültigkeit (S. 8). Dem 
MEDAS-Gutachten vom 29. Juni 2006 (AB 13) ist folgendes Zumutbar-
keitsprofil zu entnehmen: Die bis ca. Herbst 2004 bzw. Februar 2005 aus-
geübte Tätigkeit im Hausdienst entspreche einer körperlich leichten bis 
mittelschweren Tätigkeit, welche die Patientin trotz Rücken-, Schulter und 
Nackenschmerzen weiterhin ausüben könne und zwar an acht Stunden pro 
Tag (volles Arbeitspensum). Dabei bestehe keine verminderte Leistungs-
fähigkeit. Die Patientin sei vollständig arbeitsfähig (S. 26 Ziff. 1, 2, 4, 5, 7). 

3.3 Seit Erlass der Verfügung vom 23. November 2011 (AB 60) präsen-
tiert sich der medizinische Sachverhalt wie folgt:

3.3.1 Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Kardiologie, diagnostizierte im Bericht vom 16. Dezember 2013 (AB 
112/13) ein paroxysmales Vorhofflimmern, anamnestisch einen Status 
nach thorakalen Opressionen, cvRF (cardiovaskuläre Risikofaktoren: Adi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 11

positas, Verdacht auf [labile?] arterielle Hypertonie) sowie ein obstruktives 
Schlaf-Apnoe-Syndrom (CPAP, S. 13). Bei der Patientin bestehe ein par-
oxysmales Vorhofflimmern, das in einem auswärtigen Holter-EKG einmalig 
über einige Stunden dokumentiert worden sei und sich im aktuellen Lang-
zeit-EKG bestätigt habe (S. 14). Im Bericht vom 28. Januar 2014 (AB 99/2) 
stellte Dr. med. I.________ zusätzlich den Verdacht auf eine leichtgradige 
hypertensive Kardiopathie (S. 2). Auch unter der eingeleiteten medika-
mentösen Therapie habe der aktuelle erneute Test noch immer ein sehr 
häufiges Vorhofflimmern gezeigt, welches von der Patientin aber nicht re-
gelmässig wahrgenommen werde (S. 3). Am 20. März 2014 (AB 101) führte 
Dr. med. I.________ aus, unter der täglichen Medikamenteneinnahme wei-
se die Patientin noch immer ein paroxysmales Vorhofflimmern auf, das sie 
wahrscheinlich zumindest teilweise wahrnehme und auch zu ihrer allge-
meinen Inkonvenienz beitrage. Inwieweit die zusätzliche Angststörung und 
möglicherweise auch eine gewisse Depressivität auch anderweitig begrün-
det sei, könne er (Dr. med. I.________) nicht beurteilen, namentlich nicht 
den Zustand, wie sich die Patientin absolut ohne Vorhofflimmern fühlen 
würde. Trotzdem scheine aber ein erheblicher Leidensdruck weiterhin vor-
zuliegen. Er glaube nicht, dass man nun auf längere Zeit hier noch einen 
Verzicht auf ein Medikament zur Hemmung der Blutgerinnung rechtfertigen 
könne. Gehe man von einer arteriellen Hypertonie aus, weise die Patientin 
gemäss der klinischen Risikoanalyse immerhin einen Wert von 2 Punkten 
auf, was einem relativen Schlaganfallrisiko von 2.2% pro Jahr entspreche 
und gemäss heutigen Empfehlungen bereits relativ zu einer Medikamenta-
tion verpflichte (S. 2). 

3.3.2 Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Pneumologie, diagnostizierte im Bericht vom 5. Mai 2014 (AB 106/3) ein 
obstruktives Schlafapnoesyndrom sowie ein Asthma bronchiale (S. 3). Da 
die Patientin über eine vermehrte Müdigkeit trotz regelmässiger CPAP-
Therapie klage, sei eine pneumologische Standortbestimmung durchge-
führt worden (S. 4). Die geklagte Müdigkeit und Schläfrigkeit sei nicht durch 
eine insuffiziente CPAP-Beatmung erklärbar. Das Asthma bronchiale sei 
ebenfalls gut kontrolliert. Als Ausdruck des bekannten Asthma bronchiale 
weise die Patientin aber eine schwere bronchiale Hyperagibilität im Metha-
cholintest auf. Im Hautallergietest zeige sie deutliche kutane Sensibilisie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 12

rungen auf Baum- und Gräserpollen. Die ergänzenden Allergie-Unter-
suchungen auf Hausstaubmilben und Katzen seien negativ gewesen (S. 5). 

3.3.3 Dr. med. I.________ führte im Bericht vom 15. Juli 2014 (AB 112 S. 
5 ff.) aus, trotz fortgeführter medikamentöser Therapie berichte die Patien-
tin über immer häufigere unangenehme Tachypalpitationen, die anfallswei-
se irgendwann, nicht anstrengungsabhängig, auftreten würden. Am 14. Mai 
2014 sei es offenbar sogar zu einem Sturz (mit kurzer Synkope?) gekom-
men. Das nachfolgend wiederholte auswärtige Holter-EKG habe erneut ein 
über einstündiges Vorhofflimmern mit einer instantanten Frequenz um 
120/Min. gezeigt, daneben aber keinerlei pathologische Pausen. Trotz me-
dikamentöser Behandlung bestehe ein häufiges und zunehmend sympto-
matisches – Schwindel, allgemeine Inkontinenz, einmalige fragliche Synko-
pe mit Sturz – paroxysmales tachykardes Vorhofflimmern, mit entspre-
chend hohem Leidensdruck (S. 6).

3.3.4 Dr. med. K.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
führte in der RAD-Stellungnahme vom 21. Juli 2014 (AB 110) aus, versi-
cherungsmedizinisch sei mit dem Auftreten eines paroxysmalen, tachykar-
den Vorhofflimmerns eine somatische Verschlechterung seit November 
2013 ausgewiesen (S. 3). 

3.3.5 Im Bericht des Spitals G.________ vom 8. September 2014 (AB 
112/3) wurde ein paroxysmales, symptomatisches Vorhofflimmern, eine 
hypertensive Kardiopathie sowie ein obstruktives Schlafapnoesyndrom 
diagnostiziert. Die Episoden des paroxysmalen, symptomatischen Vorhof-
flimmerns würden jeweils akut auftreten und seien von Schwindel begleitet. 
Ebenfalls verspüre die Patientin während der Episoden leichten thorakalen 
Druck. In letzter Zeit würden jedoch die Episoden häufiger auftreten und 
länger als üblich dauern. Ebenfalls sei die Symptomatik deutlich intensiver. 
Es komme häufig zum plötzlichen Erwachen während des Schlafs, wobei 
die Patientin aufsitzen müsse. Dies führe zu einer Fragmentierung des 
Schlafes und sie sei am Folgetag nicht erholt. Die aktuelle Situation mache 
der Patientin Angst und beeinträchtige ihre Lebensqualität. Es sei zu rezidi-
vierenden Synkopen, letztmalig im Sommer 2013, gekommen (S. 3). In 
diesem Fall seien medikamentöse Möglichkeiten einer Rhythmuskontrolle 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 13

bereits ausgeschöpft. Als einzige Alternative biete sich damit die Ablation 
von Vorhofflimmern an. 

3.3.6 Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostizierte im Bericht vom 27. September 2014 (AB 113) eine angstbe-
tonte depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F32.0), 
eine gemischte Angststörung mit Paniktendenzen und hypochondrischen 
Anteilen (ICD-10 F41.3), ein paroxysmales, symptomatisches Vorhofflim-
mern, ein obstruktives Schlafapnoesyndrom, unter CPAP-Therapie, eine 
hypertensive Kardiopathie sowie ein chronisches Schmerzsyndrom (S. 2 
Ziff. 1.1). Im Vordergrund stehe eine anxio-subdepressive Symptomatik mit 
allgemeiner Verunsicherung. Die Patientin fühle sich ihren Befürchtungen 
ausgeliefert und ihre Gedanken würden sich wie ein Karussell um alle mög-
lichen Konsequenzen von Sturzanfällen und Herzbeschwerden (diagnosti-
zierte Arhythmie) drehen. Die Grundstimmung sei deprimiert, der Antrieb 
vermindert. Unter konfrontativem Druck habe sie stark zunehmende Ängste 
und Konzentrationsschwierigkeiten. Innerliche Unruhe mit Panik-tendenzen 
sei bemerkbar. Die Patientin sei vermehrt sozial zurückgezogen. Die affek-
tiv-emotionale Belastbarkeit, Stresstoleranz und die affektiv-emotionale 
Steuerung seien vermindert. Inhaltliche Denkstörungen und Halluzinationen 
bestünden keine. Im Weiteren berichte die Patientin von Durch-
schlafstörungen, ständiger Müdigkeit, angstbeladenen Träumen und ver-
minderter Lust auf Intimität und Sex (S. 3 Ziff. 1.4). Derzeit sei die Patientin 
zu 100% arbeitsunfähig (S. 4 Ziff. 1.7). Berufliche Wiedereingliederungs-
massnahmen sollten rein aus psychiatrischer Sicht diskutiert werden, seien 
jedoch aus seiner (Dr. med. L.________) Sicht derzeit wenig erfolgverspre-
chend. In sechs Monaten solle eine neue Beurteilung erfolgen (S. 5 Ziff. 
1.11).

3.3.7 Dr. med. M.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, diagnostizierte im Bericht vom 6. Dezember 2014 (AB 119) 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebral-
syndrom, eine radiologisch leichtgradige mediale Gonarthrose links, eine 
beginnende Coxarthrose links, eine chronische Schmerzstörung mit soma-
tischen und psychischen Faktoren, ein Asthma bronchiale, ein Schlaf-
Apnoesyndrom sowie rezidivierende Präsynkopen und Synkopen unklarer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 14

Genese (S. 2 Ziff. 1.1). Zu den körperlichen, geistigen und psychischen 
Einschränkungen, d.h. auch zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit, könne er 
keine Angaben machen, da die letzte Konsultation wegen des Rückenlei-
dens vor über einem Jahr stattgefunden habe (S. 3 f. Ziff. 1.7).

3.3.8 Dr. med. N.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im 
undatierten, bei der Beschwerdegegnerin am 2. Februar 2015 (AB 122) 
eingegangenen Bericht eine Claudicatio spinalis bei Diskushernie L4/L5 
rechts und Diskushernie L5/L6, ein Asthma bronchiale, ein Schlafapnoe-
Syndrom, ein paroxysmales symptomatisches Vorhofflimmern sowie eine 
mittelschwere symptomatische Episode (S. 2 Ziff. 1.1). Seit September 
2003 und bis auf Weiteres bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 
3 Ziff. 1.6). 

3.3.9 Vom 28. bis 30. Januar 2015 war die Patientin im Spital 
G.________ hospitalisiert, wo am 29. Januar 2015 eine Katheterablation 
durchgeführt wurde (vgl. Bericht vom 30. Januar 2015 [AB 124/4]).

3.3.10 Dr. med. I.________ führte im Bericht vom 21. April 2015 (AB 
126/3) aus, seit der Katheterablation habe die Patientin nie mehr eine paro-
xysmale Tachypalpitation verspürt, entsprechend sei sie auch erleichtert. 
Stattdessen seien nun andere Symptome in den Vordergrund getreten, wie 
unter anderem sporadische messerstichartige Sensationen im Kopf, ein all-
gemeiner schlechter Schlaf, eine vermehrte Anstrengungsdyspnoe und -in-
toleranz (Bergaufgehen), was kaum primär kardial bedingt sei. Hingegen 
keine Synkopen, keine Ödeme und keine Orthopnoe (S. 4). Im Bericht, 
ebenfalls vom 21. April 2015 (AB 126/1), führte Dr. med. I.________ aus, 
mit hoher Wahrscheinlichkeit sei die Patientin nun zumindest von Seiten 
ihres vormals symptomatischen paroxysmalen Vorhofflimmerns erlöst und 
geheilt. Allein aufgrund der erhaltenen linksventrikulären Pumpfunktion, ei-
nem fehlenden Klappenvitium und dem wieder hergestellten Sinusrhythmus 
würden sich aus rein kardialer Sicht keine objektiven Argumente für eine 
auch physische Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ergeben. Eine pul-
monal-arterielle Druckerhöhung habe auch nicht nachgewiesen werden 
können. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 15

3.3.11 RAD-Arzt Dr. med. H.________ führte im Bericht vom 2. Juli 2015 
(AB 129) aus, die Patientin hätte an Beschwerden und Einschränkungen 
(ana-mnestisch Anfälle mit Bewusstseinsverlusten und Stürzen, subjektiv 
Herzklopfen, Schwindel) gelitten, welche zumindest zum Teil mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit mit einem paroxysmalen (also anfallsweisen) 
Vorhofflimmern in Zusammenhang gestanden hätten. Dieses sei am 6. 
November 2013 erstmals diagnostiziert worden. Aufgrund der Radiofre-
quenzablation vom 29. Januar 2015 bestehe nun die gute Chance, dass 
das paroxysmale Vorhofflimmern nicht mehr auftrete. Das obstruktive 
Schlafapnoe-Syndrom werde seit 2003 mittels einer nächtlichen CPAP-
Therapie behandelt, bei guter Patientencompliance und mit optimalem The-
rapieresultat. Das zusätzlich bestehende Asthma bronchiale sei unter me-
dikamentöser Basistherapie unter Kontrolle. Eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes aufgrund des Schlafapnoe-Syndroms und des 
Asthma bronchiale sei nicht ausgewiesen. Das paroxysmale Vorhofflim-
mern habe die körperliche Leistungsfähigkeit der Patientin wahrscheinlich 
so namhaft eingeschränkt, dass mindestens seit dem 6. November 2013 
und spätestens bis zur Erholung nach der Katheterablation vom 29. Januar 
2015 (etwa bis eine Woche danach) keine verwertbare Arbeitsfähigkeit für 
jegliche Tätigkeit bestanden habe. Nebst den körperlichen Symptomen 
hätten offenbar auch aufs Herz bezogene Ängste der Patientin (nachdem 
ihr das Herzleiden bekannt gewesen sei) ihre Leistungsfähigkeit beein-
trächtigt (S. 16). 

3.3.12 Dr. med. I.________ führte im Bericht vom 24. August 2015 (AB 
134) aus, die rhythmische Kontrolle ergebe weiterhin keine Hinweise für 
Vorhofflimmer-Rezidive, so dass bisher von einem guten postinterventio-
nellen Ergebnis nach Katheterablation des Vorhofflimmerns ausgegangen 
werden könne. Die Patientin hoffe, nun auf Medikamente verzichten zu 
können.

3.3.13 Dr. med. E.________ diagnostizierte im Untersuchungsbericht vom 
14. September 2015 (AB 135) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradige Episode 
(ICD-10 F33.0), sowie eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0, Differen-
tialdiagnose: somatoforme Schmerzstörung [ICD-10 F45.4]). Ohne Auswir-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 16

kung auf die Arbeitsfähigkeit bestünde der Verdacht auf dissoziative Anfäl-
le (ICD-10 F44.5; S. 18). Psychiatrisch könnten die Diagnosen von Dr. 
med. D.________ (vgl. E. 3.2.1 hiervor) übernommen werden, sowohl die 
depres-sive Störung als auch die Somatisierungsstörung. Dieses Mal hät-
ten aber die Schmerzen im Zentrum gestanden. Zum Zeitpunkt des Gut-
achtens 2011 schienen diverse andere unklare Körpersymptome im Vor-
dergrund gestanden haben. Welche der beiden Diagnosen (Somatisie-
rungsstörung oder somatoforme Schmerzstörung) nun zutreffe, spiele kei-
ne Rolle. Die Auswirkungen seien die gleichen. Die Diagnose einer rezidi-
vierenden depressiven Störung sei nachvollziehbar. Im Rahmen ihrer (Dr. 
med. E.________) Untersuchung habe sich eine leichtgradige Symptomatik 
(leichte deprimierte Stimmungslage mit eingeschränkter Schwingungs-
fähigkeit, minimale Affezierbarkeit, Interessens- und Freudverlust, subjekti-
ves Klagen über Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Hinweise auf 
Schuldgefühle, leichte Gewichtsabnahme und Schlafstörungen) gezeigt. 
Dies decke sich auch mit den Ausführungen des behandelnden Psychiaters 
Dr. med. L.________ (vgl. E. 3.3.6 hiervor). Die Verdachtsdiagnose disso-
ziativer Anfälle könne anamnestisch übernommen werden. Die Ausführun-
gen der Gutachterin Dr. med. D.________ seien nachvollziehbar. Zu Stür-
zen sei es seit zwei Jahren aber nicht mehr gekommen. Die Patientin gebe 
an, wieder kurze Strecken mit dem Auto zu fahren. Es fänden sich eine 
Reihe krankheitsfremder Faktoren (knappe finanzielle Verhältnisse, längere 
Arbeitslosigkeit, Ehekonflikt). Zusammenfassend gebe es keine Änderung 
in Bezug auf die psychiatrische Situation seit der Begutachtung 2011 (S. 
18). Seitdem sei psychiatrisch keine Änderung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit eingetreten (S. 19).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 17

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 
3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 
Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 
Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 
465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.5 Angesichts der Aktenlage sind Revisionsgründe im Sinne gesund-
heitlicher Veränderungen offensichtlich ausgewiesen, zumal im massge-
benden Zeitraum seit der Verfügung vom 23. November 2011 (AB 60) ein 
paroxysmales Vorhofflimmern aufgetreten war, welches zuerst medika-
mentös behandelt wurde (vgl. u.a. E. 3.3.1 hiervor), bevor es am 29. Janu-
ar 2015 mittels Katheterablation transseptal mit Isolation aller Pulmonalve-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 18

nen operativ angegangen worden war (AB 124/4). Die Veränderung des 
Gesundheitszustandes wird denn auch durch die übrigen Ärzte, insbeson-
dere den Kardiologen Dr. med. I.________ (vgl. E. 3.3.1 und 3.3.3) sowie 
die RAD-Ärzte Dres. med. K.________ (AB 110) und H.________ (AB 
129), postuliert und wird von der Beschwerdegegnerin denn auch nicht 
bestritten (vgl. Beschwerdeantwort S. 3 Rz. 10). Aufgrund des RAD-
Aktenberichts von Dr. med. H.________ vom 2. Juli 2015 (AB 129) ist er-
stellt, dass mindestens seit der erstmaligen Diagnose des paroxysmalen 
Vorhofflimmerns am 6. November 2013 keine verwertbare Arbeitsfähigkeit 
für jegliche Tätigkeit bestanden hat. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu 
Recht eine freie Prüfung vorgenommen. Unter Berücksichtigung des Um-
standes, dass die Beschwerdeführerin seit November 2013 in ihrer Arbeits-
fähigkeit eingeschränkt ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) sowie der sechsmona-
tigen Karenzfrist (Art. 29 Abs. 1 IVG) seit Einreichung der Neuanmeldung 
vom 23. Mai 2014 (AB 106) liegt der Zeitpunkt des frühest möglichen Ren-
tenbeginns im November 2014. Somit hat die Beschwerdegegnerin zu 
Recht ab 1. November 2014 eine ganze Rente zugesprochen.

3.6 Aufgrund der RAD-Berichte der Dres. med. H.________ vom 2. Juli 
2015 (AB 129) und E.________ vom 14. September 2015 (AB 125) ging 
die Beschwerdegegnerin ab dem 7. Februar 2015 von einer wesentlichen 
Verbesserung des Gesundheitszustandes aus und hob unter Berücksichti-
gung der Dreimonatsfrist nach Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.5.4 hiervor) bei 
einem Invaliditätsgrad von 20% die ganze Rente per 31. Mai 2015 auf. 

3.6.1 Aus somatischer Sicht hat die Beschwerdegegnerin in der ange-
fochtenen Verfügung im Wesentlichen auf den Aktenbericht von RAD-Arzt 
Dr. med. H.________ vom 2. Juli 2015 (AB 129) abgestellt. Danach liegt 
spätestens eine Woche nach der Katheterablation vom 29. Januar 2015 
von körperlicher Seite her keine Einschränkung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit mehr vor. Der RAD-Aktenbericht erfüllt die Voraussetzungen an 
medizinische Berichte (vgl. E. 3.5 hiervor) und überzeugt. Dr. med. 
H.________ hat sich in seiner Beurteilung sorgfältig mit den in den medizi-
nischen Akten hinreichend dokumentierten gesundheitlichen Einschrän-
kungen der Beschwerdeführerin sowie den medizinischen Akten auseinan-
dergesetzt. Die Ausführungen in seinen Beurteilungen der medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 19

Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Der Umstand, 
dass der RAD-Arzt die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersuchte, 
führt – entgegen deren Ansicht (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. 3) – nicht zu 
einem verminderten Beweiswert seiner Beurteilung. Einer eigenen Unter-
suchung bedurfte es nicht, da der medizinische Sachverhalt in somatischer 
Hinsicht feststeht und es allein um die medizinische Würdigung dieses 
Sachverhalts geht. Auch schmälert der Umstand, dass Dr. med. 
H.________ kein Facharzt für Kardiologie ist, nicht den Beweiswert seiner 
Aktenbeurteilung, werden seine Schlussfolgerungen – wie nachfolgend 
dargelegt – auch vom behandelnden Kardiologen bestätigt. Damit sind im 
vorliegenden Fall die Voraussetzungen für einen rechtsgenüglichen Akten-
bericht (Entscheid des BGer vom 14. November 2007, I 1094/06, E. 3.1.1 
in fine) erfüllt und der Aktenbeurteilung kommt voller Beweiswert zu. In der 
Folge ist darauf abzustellen.

Die Schlussfolgerungen von Dr. med. H.________ werden in dem Sinne 
auch vom behandelnden Kardiologen Dr. med. I.________ bestätigt, wo-
nach die rhythmische Kontrolle weiterhin keine Hinweise für Vorhofflimmer-
Rezidive ergeben hat, so dass bisher von einem guten postinterventionel-
len Ergebnis nach Katheterablation des Vorhofflimmerns ausgegangen 
werden kann (AB 134). Dr. med. I.________ führte bereits in den Berichten 
vom 21. April 2015 (AB 126/1 und 126/3) aus, dass seit dem operativen 
Eingriff vom 29. Januar 2015 von der Beschwerdeführerin 2015 keine par-
oxysmale Tachypalpitation mehr verspürt wurde und mit „hoher Wahr-
scheinlichkeit“ davon ausgegangen werden kann, dass sie „zumindest von 
Seiten ihres vormals symptomatischen Vorhofflimmerns erlöst und geheilt“ 
ist. Dr. med. I.________ führte zusammenfassend aus, dass sich aus kar-
dialer Sicht keine objektiven Argumente für eine physische Beeinträchti-
gung der Arbeitsfähigkeit ergeben. 

An den Erkenntnissen von Dr. med. H.________ ändern weder die übrigen 
medizinischen Akten, noch die Ausführungen der Beschwerdeführerin et-
was. Insbesondere vermögen sie nicht, den Beweiswert der RAD-
Aktenbeur-teilung zu schmälern bzw. begründen keine – auch nicht nur 
geringe – Zweifel an der Zuverlässigkeit der Einschätzung des RAD-Arztes. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 20

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. 
3) sind die Gesundheitslage und die Auswirkungen auf ihr Leistungsvermö-
gen nicht ungenügend abgeklärt. Wie bereits erwähnt ist aufgrund der Ak-
tenbeurteilung von Dr. med. H.________ erstellt, dass aus kardiologischer 
Sicht spätestens eine Woche nach der Katheterablation vom 29. Januar 
2015 keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr vorlag. Somit bedurfte 
es auch nicht – wie beschwerdeweise die Meinung vertreten wird (vgl. Be-
schwerde S. 5 Ziff. 3) – Aussagen über das Zumutbarkeitsprofil resp. eine 
Verweistätigkeit. Daran ändert die von der Beschwerdeführerin erwähnte 
(vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 3) erneute Kontrolle „im 1. Quartal 2016“ nichts. 
Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht erwähnt (vgl. Beschwerdeantwort 
S. 2 Ziff. 12), ist bezüglich dieser erneuten Kontrolle dem besagten Bericht 
von Dr. med. I.________ vom 24. August 2015 (AB 124) lediglich zu ent-
nehmen, dass diese im Zusammenhang mit dem Absetzen eines Medika-
mentes und allfälliger Verdachtsmomente erneuter Vorhofflimmer-Rezidive 
formuliert wurde. Daraus lässt sich jedoch nicht auf das (weitere) Vorliegen 
einer anspruchsrelevanten gesundheitlichen Beeinträchtigung bzw. eines 
nicht ausreichend abgeklärten medizinischen Sachverhaltes schliessen. 
Eine seither eingetretene Verschlechterung der kardiologischen Situation 
wird denn auch beschwerdeweise weder gerügt noch unter Beilage ent-
sprechender medizinischer Unterlagen dargelegt. Was das behauptete 
Fehlen einer fachärztlichen Auseinandersetzung mit den lungenärztlichen 
Befunden des Asthma bronchiale betrifft (Beschwerde S. 4 Ziff. 3), ist der 
Beschwerdeführerin nicht zu folgen. Diesbezüglich kam Dr. med. 
H.________ zum überzeugenden Schluss, dass das Asthma bronchiale 
unter medikamentöser Behandlung unter Kontrolle ist und diesbezüglich 
keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen ist. Dem 
Asthma bronchiale wurde bereits im Gutachten vom 29. Juni 2006 (AB 13), 
welches Grundlage für die rentenverneinende Verfügung vom 3. Oktober 
2006 (AB 18) war, keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugesprochen. 
Seither ist den Akten diesbezüglich keine Verschlechterung zu entnehmen, 
weshalb hierzu durch den RAD-Arzt nicht Stellung bezogen werden muss-
te. Einzig Dr. med. M.________ (AB 119) und Dr. med. N.________ (AB 
122) führten in ihren Berichten das Asthma bronchiale unter den Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf. Dr. med. M.________ schilder-
te diesbezüglich jedoch keine Symptome oder Befunde. Zudem konnte er 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 21

keine Ausführungen zu einer allfälligen Arbeits- und Leistungseinschrän-
kung machen, weshalb auf seine Einschätzung nicht abgestellt werden 
kann. Gleiches gilt für die Einschätzung von Dr. med. N.________. Zwar 
nannte dieser unter der Anamnese eine Dyspnoe. Er machte er jedoch 
keine Ausführungen dazu, dass das Asthma bronchiale Auswirkungen auf 
die Arbeits- und Leistungsfähigkeit hätte. 

Aufgrund des Dargelegten ergibt sich, dass spätestens eine Woche nach 
der Katheterablation vom 29. Januar 2015 aus somatischer Sicht keine 
Einschränkungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit mehr vorlagen und 
somit ein weiterer Revisionstatbestand vorliegt.

3.6.2 Aus psychiatrischer Sicht hat die Beschwerdegegnerin in der ange-
fochtenen Verfügung im Wesentlichen auf den RAD-Untersuchungsbericht 
von Dr. med. E.________ vom 14. September 2015 (AB 135) abgestellt. 
Danach gibt es keine Änderung in Bezug auf die psychiatrische Situation 
seit der Beurteilung im Jahre 2011. Damals kam die psychiatrische Gutach-
terin Dr. med. D.________ zum Schluss, aufgrund des leichten Ausprä-
gungsgrades der depressiven Symptomatik bestehe eine Minderung der 
Arbeitsfähigkeit von 20% (AB 49 S. 24 Ziff. 7.1). Das Gutachten wurde so-
wohl vom Verwaltungsgericht (VGE IV/2012/36, E. 4.3.2) als auch vom 
Bundesgericht (9C_1015/2012, E. 3.2.1) als beweiskräftig eingestuft. Der 
Bericht von Dr. med. E.________ erfüllt die Voraussetzungen der Recht-
sprechung an medizinische Berichte (vgl. E. 3.5 hiervor) und überzeugt. 
Die Fachärztin hat sich in ihrer ärztlichen Beurteilung sorgfältig mit den 
gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinander-
gesetzt und ihre Schlussfolgerungen gestützt auf sämtliche Akten und ihre 
eigene Untersuchung getroffen. Die dagegen vorgebrachten Einwände 
vermögen den Beweiswert der RAD-Beurteilung weder zu schmälern noch 
begründen sie – auch nur geringe – Zweifel an der Zuverlässigkeit ihrer 
Einschätzung. In der Folge ist darauf abzustellen.

Der Beizug eines Dolmetschers für die psychiatrische Untersuchung war 
vorliegend – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwer-
de S. 5 Ziff. 4) – nicht erforderlich, zumal die RAD-Psychiaterin ausführte, 
die Beschwerdeführerin verfüge über ausreichende Sprachkenntnisse (AB 
136 S. 16) und es seien bei der Exploration nur selten weitere Verständnis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 22

erklärungen nötig gewesen (S. 20). Zudem forderte die anwaltlich vertrete-
ne Beschwerdeführerin nach Bekanntgabe des Namens der psychiatri-
schen RAD-Untersucherin (vgl. AB 130) keinen Dolmetscher. Auch machte 
sie im Anschluss an die Begutachtung sprachliche Schwierigkeiten weder 
umgehend noch im Einwand vom 13. November 2015 (AB 138) gegen den 
Vorbescheid geltend. Erst in der Beschwerde vom 1. Februar 2017 werden 
solche vorgetragen. Es überzeugt zudem nicht, dass die Beschwerdeführe-
rin erst im Beschwerdeverfahren (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 4) darauf hin-
weist, dass sie anlässlich der RAD-Untersuchung eine Begutachtung in der 
Muttersprache gefordert hätte. Die Beschwerdeführerin lebt seit 1980, d.h. 
seit über 35 Jahren, in der Schweiz (AB 1 S. 3 Ziff. 4.1). Sie erwarb 2008 
das Schweizer Bürgerrecht (AB 31 S. 1 Ziff. 1.6). Sie arbeitete über 25 Jah-
re im deutschsprachigen Teil der Schweiz (vgl. IK-Auszug [AB 19]) und 
absolvierte den „…-Kurs“ (AB 1 S. 4 Ziff. 6.1), was insgesamt gegen mass-
gebliche sprachliche Probleme spricht. Weiter sind den Akten keine An-
haltspunkte zu entnehmen, welche nachvollziehbar auf Sprachprobleme 
hinweisen würden. Zwar fand der erste Teil (Anamnese) der MEDAS-
Begutachtung 2006 (AB 13) unter Beizug einer Übersetzerin statt, jedoch 
habe die Beschwerdeführerin teilweise selber Auskunft gegeben. Sie habe 
gebrochen deutsch gesprochen. Im Laufe der Untersuchung sei aufgefal-
len, dass sie ein sehr wechselndes Verständnis der verbalen Anweisungen 
gezeigt und manchmal Fachwörter gebraucht habe (S. 36). Die zweite 
psychiatrische Begutachtung 2011 fand ohne Dolmetscher statt, nachdem 
die Beschwerdeführerin im Rahmen des vorabklärenden Telefonates mit 
der begutachtenden Dr. med. D.________ für gutachterliche Zwecke aus-
reichende Sprachkenntnisse gezeigt habe. Zu Beginn der Untersuchung 
habe die Beschwerdeführerin ein massiv verlangsamtes, abgehacktes 
Hochdeutsch mit inkorrekter Satzordnung und ausschliesslicher Verwen-
dung des Infinitivs („z.B. Du gehen nach Hause“) gesprochen, welches will-
kürlich verschlechtert gewirkt habe. Diese Sprechweise sei im Laufe der 
dreistündigen Exploration nicht durchgehalten worden. Die Beschwerdefüh-
rerin habe nach einiger Zeit das bereits vom Telefonat her bekannte, 
annähernd flüssige Hochdeutsch mit eingestreuten schweizerdeutschen 
Ausdrücken mit nur diskreter, wahrscheinlich sprachlich bedingter Verlang-
samung gesprochen (AB 49 S. 17 f. Ziff. 5.1). Dieses Verhalten beurteilte 
die Gutachterin als bewusste Simulation (S. 21). Zu Recht machte denn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 23

auch die Beschwerdeführerin im nach Erlass der Verfügung vom 23. No-
vember 2011 (AB 60) folgenden Gerichtsverfahren vor Verwaltungsgericht 
(vgl. AB 63/27) und Bundesgericht (AB 78/2) keine sprachlichen Probleme 
geltend. Solche bestanden denn auch im Belastbarkeitstraining vom 11. 
November 2013 bis 9. Februar 2014 keine. Dem diesbezüglichen Bericht 
vom 11. Februar 2014 (AB 95) ist zu entnehmen, dass sich die Kommuni-
kation mit der Beschwerdeführerin problemlos gestaltet hat und sie sich gut 
und verständlich hat ausdrücken können. Sie hätte meistens auch Ge-
spräche in Dialekt verstanden und bei Unsicherheit sofort nachgefragt (S. 3 
Ziff. 5.3). Daher überzeugt es nicht, wenn im weiteren Verlauf sprachliche 
Probleme geltend gemacht werden (vgl. etwa Bericht von Dr. med. 
I.________ vom 22. September 2014 [AB 112/1] sowie Beschwerde). 

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 6 Ziff. 4) 
bedurfte es zur psychiatrischen Beurteilung keines aktuellen Berichts des 
behandelnden Psychiaters Dr. med. L.________, zumal Dr. med. 
E.________ die Beschwerdeführerin persönlich untersuchte und sie sich 
von den aktuellen Befunden selbst ein Bild machen konnte. Zudem machte 
die Beschwerdeführerin weder eine Verschlechterung des psychischen 
Gesundheitszustandes seit dem Bericht von Dr. med. L.________ vom 27. 
September 2014 (AB 113) geltend, noch wird eine solche unter Beilage 
entsprechender medizinischer Unterlagen dargelegt. Dass sich die RAD-
Psychiaterin zu wenig mit der von Dr. med. L.________ am 27. September 
2014 (AB 113) diagnostizierten gemischten Angststörung mit Paniktenden-
zen und hypochondrischen Anteilen (ICD-10 F41.3) auseinandersetzt (vgl. 
Beschwerde S. 6 Ziff. 4), entspricht nicht der Aktenlage. So ist dem besag-
ten RAD-Untersuchungsbericht vom 14. September 2015 (AB 136) nach-
vollziehbar zu entnehmen, dass eine isolierte Angststörung nicht diagnosti-
ziert werden kann. Die von der Beschwerdeführerin geschilderten Angst-
symptome würden sich teilweise unter die Somatisierungsstörung und teil-
weise unter die depressive Symptomatik einordnen lassen. Die Kriterien 
einer hypochondrischen Störung, so Dr. med. E.________, seien nicht er-
füllt (S. 23 Ziff. 6.4). Diese Schlussfolgerung ist nachvollziehbar. Die Dia-
gnosekategorie „andere gemischte Angststörungen (ICD-10 F41.3)“ soll für 
Störungen verwendet werden, welche die Kriterien für eine generalisierte 
Angststörung (ICD-10 F41.1) erfüllen und gleichzeitig deutliche (aber häufig 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 24

nur kurzzeitig andauernde) Merkmale anderer Störungen aus dem Kapitel 
ICD-10 F40-F48 zeigen, aber die Kriterien für diese Störungen nicht 
vollständig erfüllen (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale 
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch dia-
gnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 200). Wie bereits Dr. med. 
D.________ im Gutachten vom 12. Juli 2011 (AB 49) zum Schluss kam, 
sind vorliegend die diagnostischen Kriterien einer Angststörung oder einer 
hypochondrischen Störung nicht erfüllt (S. 23). Das psychiatrische Gutach-
ten wurde sowohl vom Verwaltungsgericht als auch vom Bundesgericht als 
vollständig beweiskräftig eingestuft (VGE IV/2012/36 E. 4.3.2 [AB 77 S. 16] 
und BGer 9C_1015/2012 E. 3.2.1 [Ab 84 S. 7]). Die darin aufgeführten, von 
der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und die erhobenen Be-
funde haben sich seither nicht verschlechtert. Eine Verschlechterung wird 
denn auch von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht. Daher ist 
vorliegend erstellt, dass die Diagnose ICD-10 F41.3 nicht ausgewiesen ist.

Zusammenfassend ist erstellt, dass seit der psychiatrischen Begutachtung 
2011 (AB 49) psychiatrisch keine Änderung eingetreten ist, d.h. dass dies-
bezüglich weiterhin von einer 20%-igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
ausgegangen werden kann. Daran ändert der Umstand nichts, dass die im 
Vergleichszeitpunkt massgebend gewesene Rechtsprechung zur sog. 
Überwindbarkeitsvermutung bei entsprechenden Störungen zwischenzeit-
lich aufgegeben wurde. Eine Prüfung der neu in BGE 141 V 281 eingeführ-
ten Standartindikatoren erübrigt sich. Selbst wenn die erwähnten Standart-
indikatoren bejaht würden und von einer psychisch bedingten Arbeitsun-
fähigkeit von 20% ausgegangen würde, hätte dies bei gleichzeitiger 
vollständiger Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht nicht zur Folge, dass 
der Schwellenwert von 40% zur Begründung einer Invalidenrente erreicht 
würde.

3.6.3 Aufgrund des unter E. 3.6.1 und 3.6.2 hiervor Dargelegten ist er-
stellt, dass spätestens eine Woche nach der Katheterablation vom 29. Ja-
nuar 2015, d.h. ab dem 5. Februar 2015, mit einer Einschränkung der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit von 20% von keinem rentenbegründenden 
Invaliditätsgrad mehr auszugehen ist. Unter Berücksichtigung von Art. 88a 
Abs. 1 IVV, wonach Verbesserungen jeweils nach Ablauf von drei Monaten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 25

zu berücksichtigen sind (vgl. E. 2.5.4 hiervor), hat die Beschwerdegegnerin 
zu Recht mit Verfügung vom 23. Dezember 2016 (AB 149) die ganze Rente 
per 31. Mai 2015 aufgehoben.

3.7 Soweit im mündlichen Parteivortrag vom 21. August 2017 neu eine 
Verletzung von Treu und Glauben vorgebracht wird, ist den Ausführungen 
der Beschwerdeführerin nicht zu folgen. Es wurde ihr bei Beendigung des 
Belastbarkeitstrainings im Mai 2014 nicht versprochen, dass bei Verbesse-
rung bzw. Stabilisierung ihres Gesundheitszustandes per se erneut Einglie-
derungsmassnahmen durchgeführt würden. Vielmehr hat die Beschwerde-
gegnerin der Beschwerdeführerin am 20. Mai 2014 (AB 105) lediglich mit-
geteilt, dass aufgrund des derzeitigen Gesundheitszustandes derzeit keine 
beruflichen Massnahmen möglich seien und dass sie, falls sich die Verhält-
nisse ändern würden, ein neues Gesuch in Schriftform einreichen könne. 
Weiter zielt, anders als in der öffentlichen Schlussverhandlung vom 21. Au-
gust 2017 vorgebracht, die Rechtsprechung, wonach die Verwaltung so-
wohl bei der revisions- wie auch bei der wiedererwägungsweisen Herab-
setzung oder Aufhebung der Invalidenrente grundsätzlich Eingliederungs-
massnahmen durchzuführen hat, sofern die versicherte Person das 55. Al-
tersjahr zurückgelegt hat oder die Rente seit mehr als 15 Jahre bezogen 
hat, auf einen bestehenden Rentenanspruch und ist daher vorliegend, bei 
einer rückwirkend zugesprochenen abgestuften oder befristeten Rente 
nicht anwendbar (Entscheid des BGer vom 13. April 2016, 9C_168/2015, 
E. 6). 

3.8 Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
23. Dezember 2016 (AB 149) als rechtens und die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 26

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘000.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1‘000.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2017, IV/17/109, Seite 27

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (samt 

Protokoll der öffentlichen Schlussverhandlung gemäss Art. 6 EMRK 
vom 21. August 2017)

- IV-Stelle Bern (samt Protokoll der öffentlichen Schlussverhandlung 
gemäss Art. 6 EMRK vom 21. August 2017)

- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.