# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b910bffb-c5ef-550a-92b5-2edf29513a42
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.11.2018 720 18 256/320
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-256-320_2018-11-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 22. November 2018 (720 18 256 / 320) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Überprüfung eines bidisziplinären Gutachtens; Rentenablehnung korrekt 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin i.V. Volontärin Fabienne 
Steudler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, Advo-
kat, Rebgasse 1, Postfach 477, 4005 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1965 geborene A.____ meldete sich am 4. September 2013 nach zuvor in den 
Jahren 2007 – 2009 gestellten Rentenbegehren, die entweder abgelehnt wurden oder auf die 
nicht eingetreten wurde, erneut bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Leistungsbe-
zug an. Dabei beantragte er Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit und Arbeits-
vermittlung. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse wies die IV-

 

 
 
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Stelle mit Verfügung vom 15. Juni 2018 einen Rentenanspruch gestützt auf einen Invaliditäts-
grad von 24 % ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Nicolas Roulet, mit 
Eingabe vom 16. August 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte unter o/e-Kostenfolge die vollumfäng-
liche Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 15. Juni 2018. Es sei ihm ab dem 1. No-
vember 2013 eine ganze Invalidenrente, eventualiter bis auf Weiteres eine den Umständen an-
gemessene Teilinvalidenrente zuzusprechen. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur weite-
ren Abklärung des Sachverhaltes und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Einholung eines polydisziplinären medi-
zinischen Gutachtens der Fachbereiche Rheumatologie, Psychologie und Neurologie durch das 
Gericht sowie die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung mit sei-
nem Rechtsvertreter Advokat Dr. Nicolas Roulet.  
 
C. Mit Verfügung vom 20. August 2018 wurde dem Beschwerdeführer von der instruie-
renden Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts die unentgeltli-
che Prozessführung und unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Dr. Nicolas Roulet als 
Rechtsvertreter bewilligt.  
 
D. Die IV-Stelle schloss in ihrer Vernehmlassung vom 20. September 2018 auf Abweisung 
der Beschwerde. 
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird in den Erwä-
gungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch 
des Beschwerdeführers. Massgebend für diese Beurteilung sind die tatsächlichen Verhältnisse 
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. Juni 2018. 
 
2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Ge-

 

 
 
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sundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines 
psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant 
gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das 
Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in 
welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt 
also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die 
Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht 
mehr zumutbar (BGE 135 V 201 E. 7.1.1, 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c). 
 
2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) 
gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % 
auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E.  1). 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sowie um den Invaliditätsgrad bemessen zu 
können, ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, 
die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf-
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 
arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Dennoch erachtet es die Recht-
sprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be-
stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 
aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 
E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen): 
 
3.3 Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezial-
ärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
3.4 Bei versicherungsinternen medizinischen Entscheidungsgrundlagen sind strenge An-
forderungen an die Beweiswürdigung zu stellen. Es genügen relativ geringe Zweifel an der Zu-
verlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, um eine (neue) versicherungsex-
terne medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten 
anzuordnen (BGE 139 V 99 E. 2.3.2, 135 V 465 E. 4, Urteile des Bundesgerichts vom 12. Juni 
2013, 9C_734/2012, E. 3.2, vom 4. Oktober 2012, 9C_495/2012, E. 2.2 und 2.3 sowie vom 17. 
September 2012, 9C_148/2012, E. 1.3 und 1.4; ferner SVR 2012 IV Nr. 32 S. 127, 
9C_776/2010 E. 3.3 in fine). 
 
3.5 Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass das Administrativverfahren vor der IV-
Stelle wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz be-
herrscht sind (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Sozialversiche-
rungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die 
Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht 
(Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, 
ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 

 

 
 
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4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung bei der Beurtei-
lung des medizinischen Sachverhalts auf die Ergebnisse, zu denen die Fachärzte der Swiss 
Academy of Insurance Medicine (asim) in ihrem bidisziplinären rheumatologisch-psychiatri- 
schen Gutachtens vom 26. Juni 2015 gelangt sind. Zudem berief sie sich auf die Stellungnah-
men von Dr. med. B.____, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie (vom 12. Dezember 2016, 
10. Februar 2017 und 10. April 2018), und von Dr. med. C.____, Facharzt für Allgemeinmedizin 
und Arbeitsmedizin FMH, vom 9. November 2015, beides Fachärzte des Regionalen ärztlichen 
Dienstes beider Basel (RAD). Gestützt auf diese Beurteilungen ging sie davon aus, dass dem 
Beschwerdeführer die Ausübung einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit im Um-
fang von 80 % zumutbar sei.  
 
4.2 Die asim erstattete das bidisziplinäre Gutachten am 25. Juni 2015. Das psychiatrische 
Teilgutachten wurde von Dr. med. D.____, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und das rheumatologische Teilgutachten von Dr. med. 
E.____, Innere Medizin FMH, Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH sowie Rheumato-
logie FMH, und von Dr. med. F.____, Assistenzarzt Rheumatologie, erstellt. Im Rahmen der 
Konsensbesprechung diagnostizieren die Fachärzte ein chronisches, unspezifisches muskulos-
kelettales Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.90), eine leichte depressive Störung bei rezidivieren-
der depressiver Störung (ICD-10: F33.1) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
diagnostizieren sie eine arterielle Hypertonie anamnestisch Synkopen unklarer Ätiologie. 
 
In Bezug auf die rheumatologische Untersuchung führen die Gutachter aus, dass in Überein-
stimmung mit der Untersuchung im Spital G.____ vom 12. Februar 2013 ein chronisches un-
spezifisches muskuloskelettales Schmerzsyndrom diagnostiziert werden könne. Gemäss 
Anamnese und Aktenlage bestünden im Bereich des Bewegungsapparates bereits seit ca. 15 
Jahren Schmerzzustände. Übereinstimmend mit den Vorakten gebe es keine Hinweise auf ein 
rheumatologisch-entzündliches Leiden. Die Ausprägung der degenerativen Veränderungen im 
Bereich der HWS sei gering. Im Bereich der Lendenwirbelsäule hätten keine degenerativen 
Veränderungen dokumentiert werden können. Gesamthaft gesehen sei das Ausmass der Be-
schwerden durch die objektivierbaren Befunde nicht vollumfänglich erklärbar. Bezüglich der 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gehe man konform mit der Voreinschätzung in der Aktenlage, 
wo der Explorand wiederholt für körperlich angepasste Tätigkeiten als uneingeschränkt arbeits-
fähig eingeschätzt worden sei. 
 
Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung sei die Diagnose einer leichten depressiven Epi-
sode bei rezidivierender depressiver Störung gestellt worden. Die Einschätzung einer eher 
leichten depressiven Symptomatik sei auch im Rahmen einer telefonischen Rücksprache mit 
dem seit Anfang 2015 behandelnden Psychiater bestätigt worden. Weitere fachärztliche psychi-
atrische Einschätzungen würden sich in der Aktenlage nicht finden lassen, sodass bezüglich 
des psychiatrischen Krankheitsbildes keine Diskrepanz zu Voruntersuchungen bestehe. Zusätz-
lich zur depressiven Symptomatik sei die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit so-
matischen und psychischen Faktoren zu stellen. Dies sei gut mit der rheumatologischen Ein-

 

 
 
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schätzung vereinbar, wo das Ausmass der vom Exploranden beklagten Beschwerden nicht 
vollumfänglich somatisch habe erklärt werden können. Da beim Exploranden zusätzlich zur 
chronischen Schmerzstörung noch eine weitere psychiatrische Erkrankung vorliege, könne die 
Bewältigung des Schmerzerlebens als erschwert eingeschätzt werden. Aus psychiatrischer 
Sicht sei der Explorand aufgrund der depressiven Symptomatik und der Schmerzstörung nur 
leichtgradig eingeschränkt. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit halten die Gutachter fest, dass 
körperlich mehr als punktuell schwere Tätigkeiten mit der Notwendigkeit schwerere Gegenstän-
de zu bewegen, zu tragen und zu heben, für den Exploranden ungünstig seien. Körperlich leich-
te bis mittelschwere Tätigkeiten, zu denen auch die vom Exploranden zuletzt ausgeübten Tätig-
keiten zählen würden, könnten aus rein rheumatologischer Sicht uneingeschränkt ausgeführt 
werden. Aufgrund der Chronifizierung sei während der Einarbeitungsphase eine schmerzbe-
dingte Reduktion des Arbeitspensums von 20 % zuzuerkennen. Perspektivisch gesehen könne 
von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Die Arbeitsfähigkeit sei 
allerdings aufgrund der psychiatrischen Diagnosen im Umfang von 20 % eingeschränkt, sodass 
gesamthaft betrachtet eine Arbeitsfähigkeit von 80 % für körperlich leichte bis mittelschwere 
Tätigkeiten attestiert werden könne. In Bezug auf den Beginn der Arbeitsunfähigkeit halten die 
Gutachter fest, dass sich der Gesundheitszustand aus rheumatologischer Sicht seit der letzten 
Anmeldung für IV-Leistungen vom September 2013 nicht wesentlich verändert habe. Aus psy-
chiatrischer Sicht sei davon auszugehen, dass wahrscheinlich bereits im Jahr 2008 eine leichte 
depressive Symptomatik vorgelegen habe. 
 
5.1 Das bidisziplinäre Gutachten der asim vom 25. Juni 2015 erfüllt alle Voraussetzungen, 
die das Bundesgericht an die Beweistauglichkeit einer verwaltungsexternen Begutachtung (vgl. 
Erwägungen 3.2 und 3.3 hiervor) stellt. Es weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es 
ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird – für die streitigen Belange umfassend, beruht 
auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, listet die Vorakten 
vollständig auf, ist in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung 
der aktuellen medizinischen Situation schlüssig, setzt sich mit den vorhandenen abweichenden 
ärztlichen Einschätzungen auseinander und enthält einleuchtende Schlussfolgerungen. Es ist 
damit grundsätzlich darauf abzustellen, solange nicht konkrete Indizien Zweifel an der Be-
weistauglichkeit hervorrufen. 
 
5.2 Auf das Ergebnis versicherungsinterner Fachärzte – wie zum Beispiel der Ärzte und 
Ärztinnen des Regionalen ärztlichen Dienstes beider Basel (RAD) – kann abgestellt werden, 
wenn sie die allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen erfüllen und keine geringen Zweifel 
an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (vgl. dazu Erwägung 3.4 hiervor). Die Stel-
lungnahmen von Dr. B.____ und von Dr. C.____ erfüllen die (formellen) Voraussetzungen 
ebenfalls, weshalb zur Beurteilung des Leistungsanspruchs ebenfalls grundsätzlich darauf ab-
gestellt werden kann. Insbesondere gaben die Ärzte ihre Beurteilungen jeweils gestützt auf me-
dizinische Akten ab, die ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Ge-
sundheitszustand liefern. Dabei fassten sie die vorhandenen ärztlichen Berichte korrekt zu-
sammen und würdigten diese aus versicherungsmedizinischer Sicht. Hinzu kommt, dass in di-
agnostischer Hinsicht zwischen den involvierten Ärzten Übereinstimmung herrscht. Auch be-

 

 
 
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züglich der Stellungnahmen des RAD ist somit zu prüfen, ob konkrete Indizien vorliegen, die 
Zweifel an deren Zuverlässigkeit wecken können. 
 
5.3 Der Beschwerdeführer vertritt die Auffassung, dass auf das Gutachten der asim nicht 
abgestellt werden könne, da dieses die bundesgerichtlichen Vorgaben hinsichtlich Schlüssigkeit 
und Verwertbarkeit eines Gutachtens nicht erfülle. Die eingeholten Arztberichte würden zudem 
aufzeigen, dass es ihm tatsächlich schlechter gehe, so dass von einem IV-Grad von 100 % 
auszugehen sei. Zudem habe bislang trotz jahrzehntelanger Schmerzen keine neurologische 
Abklärung stattgefunden, weshalb ein neurologisches Gutachten erstellt werden müsse.  
 
6.1 Mit der Rüge, dass an der Beweistauglichkeit des Gutachtens gezweifelt werden müs-
se, da keine neurologische Abklärung der seit Jahren bestehenden Schmerzen durchgeführt 
worden sei, vermag der Beschwerdeführer nicht durchzudringen. Inwiefern die beiden Rheuma-
tologen fachlich nur ungenügend qualifiziert sind, dem somatischen Leiden des Beschwerdefüh-
rers genügend Rechnung zu tragen, wird in der Beschwerde nicht dargelegt und ist auch nicht 
ersichtlich. Allein der Hinweis, dass der Beschwerdeführer seit Jahrzehnten an Schmerzen leide 
und noch keine neurologische Abklärung durchgeführt worden sei, genügt nicht. Sämtliche in-
volvierten Ärzte sind sich einig, dass die Schmerzen diffus bzw. unspezifisch auftreten würden. 
Keiner der behandelnden Ärzte zog in der Vergangenheit eine neurologische Abklärung in Be-
tracht, ebenso wenig wurde der Beschwerdeführer neurologisch behandelt. Insbesondere auch 
während des stationären Aufenthaltes im Spital H.____ vom 23. März 2015 bis 8. April 2015 
wurden keine neurologischen Abklärungen als notwendig erachtet, stattdessen wurde der Be-
schwerdeführer interdisziplinär rheumatologisch, schmerzmedizinisch, psychiatrisch, psycho-
somatisch, psychologisch, internistisch und physiotherapeutisch diagnostisch abgeklärt und 
behandelt (vgl. Bericht des Spitals H.____ vom 8. April 2015). Soweit Dr. B.____ in seiner Stel-
lungnahme vom 10. Februar 2017 nach Sichtung der medizinischen Akten zusammenfassend 
festhält, dass keine Erkrankung des zentralen oder peripheren Nervensystems vorliege, er-
scheint seine Würdigung damit als nachvollziehbar. Auch bezüglich der anderen Fachdiszipli-
nen zeigte sich in der Vergangenheit eine übereinstimmende Haltung und Diagnostik. Aufgrund 
der verschiedenen vorhandenen, kongruenten Einschätzungen, ist nicht ersichtlich, welche 
rechtserheblichen Änderungen sich aus einer erweiterten Begutachtung ergeben sollten. Die 
Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin, den Beschwerdeführer psychiatrisch und rheumato-
logisch begutachten zu lassen, ist demzufolge nicht zu beanstanden. 
 
6.2 Der Beschwerdeführer stellt die Verlässlichkeit des Gutachtens weiter in Frage, da er 
beim Lesen des Gutachtens den Eindruck erhalten habe, dass die Gutachter die Aktenstücke 
nicht vollständig zur Kenntnis genommen hätten. So werde von den rheumatologischen Gutach-
tern die Firma I.____ AG als letzte Anstellung genannt, dabei habe der Beschwerdeführer in 
den Jahren 2012 und 2013 stundenweise im Reinigungsdienst bei der J.____ AG und der 
K.____ AG gearbeitet. Diese Rüge trifft nicht zu. Der Beschwerdeführer hat übersehen, dass 
Dr. F.____ und Dr. E.____ auf S. 4 des rheumatologischen Teilgutachtens im Rahmen der Be-
rufsanamnese die beruflichen Eckdaten korrekt feststellen. So führen sie aus, dass der Explo-
rand zuerst als Küchenmitarbeiter und als Schleifer, dann von 1999 bis 2006 als Betriebsmitar-
beiter bei der Firma I.____ AG und schliesslich nach Eintritt der gesundheitlichen Beschwerden 

 

 
 
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wenige Stunden pro Woche im Reinigungsbereich verschiedener Liegenschaftsverwaltungsun-
ternehmen tätig gewesen sei. Die Gutachter führen im Rahmen der Konsensbeurteilung sodann 
aus, dass der Explorand die Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiter nur in einem sehr geringen 
Teilzeitpensum von 1.8 Stunden pro Tag ausgeführt habe (vgl. S. 5 des Gutachtens). Ebenfalls 
stellen sie in diesem Zusammenhang wiederum korrekt fest, dass er vor dieser Reinigungstä-
tigkeit als Betriebsmitarbeiter tätig gewesen sei und es sich bei dieser Tätigkeit um eine körper-
lich belastende Tätigkeit im Kühlhaus gehandelt habe. Weiter halten die Gutachter überein-
stimmend mit den Akten fest, dass kein eigentlicher angestammter Beruf vorliege. Die Vorge-
hensweise der Gutachter, die Restarbeitsfähigkeit aufgrund dieses Umstands und in Anbetracht 
der in der Vergangenheit ausgeübten Tätigkeiten anhand eines theoretischen Belastungsprofils 
zu definieren, basiert damit auf einem korrekten Aktenstudium und erscheint nachvollziehbar 
und schlüssig.  
 
6.3.1 Weiter wird in der Beschwerde bemängelt, dass das asim-Gutachten noch unter der 
Geltung der Schmerzrechtsprechung erstellt worden sei und die Prüfung der Indikatoren durch 
den RAD nicht genüge. Hinzu komme, dass sich der psychiatrische Gutachter Dr. D.____ nicht 
genügend mit der in der Vergangenheit diagnostizierten Schmerzverarbeitungsstörung, den 
Ressourcen des Beschwerdeführers sowie den bisher wenig erfolgreichen Therapieversuchen 
auseinander gesetzt habe. Darüber hinaus habe der behandelnde Psychiater Dr. med. L.____, 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in seinem Bericht vom 13. März 2018 eine mittelgradige 
Depression mit der Tendenz zur Verschlechterung diagnostiziert und attestiere eine Arbeitsun-
fähigkeit von 50 %. 
 
6.3.2 Das asim-Gutachten wurde drei Jahre vor Erlass der angefochtenen Verfügung erstellt. 
Damit liegt der Einwand der veralteten medizinischen Unterlagen nahe. Gemäss bundesgericht-
licher Rechtsprechung kann die Frage, wann ein Gutachten zu lange zurück liegt, um eine zu-
verlässige Beurteilungsgrundlage darzustellen, nicht in absolut geltender Art und Weise beant-
wortet werden. Diese Frage sei, so das Bundesgericht, vielmehr jeweils unter Einbezug der 
konkreten Umstände im Einzelfall zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 
2016, 8C_125/2016, E. 4.3.4). 
 
6.3.3 Ausschlaggebend ist, ob sich die tatsächlichen Verhältnisse in der Zwischenzeit we-
sentlich verändert haben, sodass die damalige medizinische Untersuchung und Beurteilung als 
überholt und damit als nicht mehr aussagekräftig erscheint. Der Beschwerdeführer verweist 
diesbezüglich auf den Bericht von Dr. L.____ vom 13. März 2018. Dr. L._____ attestiert dem 
Beschwerdeführer in diesem Bericht eine leichte bis mittelgradige depressive Episode bei re-
zidivierender depressiver Störung sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
physischen Faktoren und schätzt die Arbeitsunfähigkeit auf 50 %, begründet aber diese Ein-
schätzung mit keinem Wort. Dr. B.____ legt in seiner Stellungnahme vom 10. April 2018 nach 
Sichtung des Berichts von Dr. L.____ nachvollziehbar dar, dass sich die Beschwerden und die 
psychopathologischen Befunde seit dem Jahr 2015 nicht verändert haben. Es ist an dieser Stel-
le auf seine verlässlichen Ausführungen zu verweisen. Hinzu kommt, dass nach ständiger Pra-
xis der Tatsache Rechnung zu tragen ist, dass die Arbeitsunfähigkeit vom behandelnden Psy-
chiater möglicherweise etwas grosszügiger geschätzt wurde, als von den unabhängigen Gut-

 

 
 
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achtern. Indizien, die für eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands spre-
chen würden, liegen damit nicht vor. 
 
6.3.4 In Bezug auf den Einwand des Beschwerdeführers, dass der Schmerzverarbeitungs-
störung im Gutachten zu wenig Gewicht beigemessen worden sei, ist zu entgegnen, dass 
Dr. D.____ im psychiatrischen Teilgutachten auf S. 8 darlegt, dass bezüglich der Schmerzen 
eine somatoforme Komponente bestehe. Es sei hier von einem (inneren) Konflikt auszugehen. 
Bei gut ausgebildeten Migranten bestehe nicht selten ein Konflikt zwischen den intellektuellen 
Möglichkeiten und Wünschen einerseits und der Realität in der Schweiz andererseits. Dr. 
D.____ billigte der chronischen Schmerzstörung selbst unter der damaligen Schmerzrechtspre-
chung einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu. Zudem ist in diesem Zusammenhang auf die 
Ausführungen von Dr. B.____ hinzuweisen (Stellungnahme vom 12. Dezember 2016). Dr. 
B.____ legt dar, dass sich die Diagnosen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 
und einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren nur dadurch 
unterscheiden würden, dass bei der zweitgenannten Diagnose somatische Ursachen vorhan-
den seien, die die Schmerzen teilweise, aber nicht vollständig erklären würden. Es ist damit 
nicht ersichtlich, inwiefern der Schmerzstörung zu wenig Gewicht beigemessen worden wäre. 
 
6.3.5 Weiter ist der Einwand des Beschwerdeführers zu prüfen, dass das Gutachten noch 
unter der Praxis der in der Zwischenzeit überholten Schmerzrechtsprechung verfasst worden 
sei und daher keine entsprechende Diskussion der Standardindikatoren enthalte. Es könne 
nicht als lege artis erstellt betrachtet werden, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne. Die 
vom RAD vorgenommene Prüfung der Standardindikatoren könne das fehlende gutachterlich 
durchgeführte strukturierte Beweisverfahren nicht ersetzen. 
 
Dem strukturierten Beweisverfahren sind gemäss BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418 nun 
grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen zu unterziehen, nicht mehr nur die somato-
formen Schmerzstörungen und andere Erkrankungen aus diesem Formenkreis. Entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers verliert aber ein gemäss altem Verfahrensstandard einge-
holtes Gutachten nicht per se seinen Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften 
Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen ent-
scheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bun-
desrecht standhält. In sinngemässer Anwendung auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich 
geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen administ-
rativen und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit wei-
teren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indi-
katoren erlauben oder nicht (BGE 141 V 309 E. 8). 
 
6.3.6 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit beachtlichen Standardindikatoren hat das 
Bundesgericht wie folgt systematisiert: Der erste Indikatoren-Komplex steht unter dem Titel 
„Gesundheitsschädigung“. Darunter sind die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde, der 
Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz und die Komorbiditäten 
zu würdigen. Im zweiten, die „Persönlichkeit“ betreffenden Indikatoren-Komplex wird nach der 
Persönlichkeitsentwicklung und der Persönlichkeitsstruktur gefragt, und es sind die persönli-

 

 
 
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chen Ressourcen des Versicherten zu eruieren. Im dritten Indikatoren-Komplex schliesslich ist 
unter dem Titel „Sozialer Kontext“ eine Eruierung der Ressourcen anhand des sozialen Umfelds 
vorzunehmen. Anhand der ermittelten Indikatoren ist schliesslich die „Konsistenz“ zu prüfen. 
Darunter fallen verhaltensbezogene Kategorien wie die Indikatoren einer gleichmässigen Ein-
schränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen und eines behand-
lungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdrucks (BGE 141 V 281 E. 4).  
 
Zwar hatten die Ärzte bereits bis anhin ihre Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit so substanziell 
wie möglich zu begründen, und es war für die ärztliche Plausibilitätsprüfung wichtig, in welchen 
Funktionen die versicherte Person eingeschränkt ist. Die diesbezüglichen Anforderungen hat 
das Bundesgericht aber nunmehr dahin gehend konkretisiert, dass aus den medizinischen Un-
terlagen genauer als bisher ersichtlich sein muss, welche funktionellen Ausfälle in Beruf und 
Alltag aus den versicherten Gesundheitsschäden resultieren. Diagnosestellung und – in der 
Folge – Invaliditätsbemessung haben somit stärker als bis anhin die entsprechenden Auswir-
kungen der diagnoserelevanten Befunde zu berücksichtigen. Medizinisch muss schlüssig be-
gründet sein, inwiefern sich aus den funktionellen Ausfällen bei objektivierter Zumutbarkeitsbe-
urteilung anhand der Standardindikatoren eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergibt. Eine 
psychische Erkrankung kann somit eine Invalidität nur begründen, wenn die funktionellen Aus-
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall 
anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit zumindest überwiegender 
Wahrscheinlichkeit in einem anspruchserheblichen Ausmass nachgewiesen sind. Fehlt es da-
ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte 
Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6). 
 
6.3.7 Dr. D.____ erstellte seine Beurteilung noch unter der Praxis der dannzumal geltenden 
Schmerzrechtsprechung nach BGE 130 V 352. Damit äusserte er sich nicht zu den Standardin-
dikatoren gemäss BGE 141 V 281. Nach dem Gesagten sind bei der Indikatorenprüfung der 
Schweregrad der Krankheit – vorliegend handelt es sich um eine leichte depressive Störung bei 
rezidivierender depressiver Störung und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren – und die Konsistenz des Verhaltens der versicherten Person von zentra-
ler Bedeutung, wobei namentlich die Ressourcen im Alltag ausschlaggebend sind. Zu diesen 
Aspekten enthält das psychiatrische Teilgutachten von Dr. D.____ hinreichende Antworten, die 
von Dr. C.____ in seiner Stellungnahme vom 9. November 2015 herausgearbeitet wurden. Im 
Rahmen des psychopathologischen Befunds hält Dr. D.____ fest, dass der Explorand bewusst-
seinsklar und zu allen Qualitäten vollständig orientiert gewesen sei. Konzentrationsstörungen 
würden nicht vorliegen, es sei aber von leichten Gedächtnisstörungen auszugehen. Die Auffas-
sungsgabe und das formale Denken seien unauffällig gewesen. Der Explorand berichte von 
Grübeln. Er habe keine Befürchtungen geäussert und es sei kein Wahn, keine Sinnestäuschun-
gen und keine Ich-Störung festzustellen gewesen. Affektiv habe der Explorand eher dyspho-
risch, manchmal gereizt gewirkt, leicht depressiv. Er habe von einem Freudverlust und gestör-
ten Vitalgefühlen, von Reizbarkeit und innerer Unruhe berichtet, die nachvollziehbar gewesen 
seien. Er habe berichtet, dass das Selbstwertgefühl schlecht sei und er Zukunftsängste habe. 
Ein affektiver Rapport sei herstellbar gewesen. Es hätten keine circadianen Besonderheiten 
bestanden. Der Antrieb sei als reduziert angegeben worden, jedoch würden die Alltagsaktivitä-

 

 
 
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ten eher dagegen sprechen. Der Explorand berichte von Ein- und Durchschlafschwierigkeiten 
und gebe Schmerzen an. Im Rahmen der Persönlichkeit hält Dr. D.____ fest, dass die Bezie-
hungsgestaltung als unauffällig erlebt worden sei. Auffälligkeiten in der Persönlichkeit oder Ak-
zentuierungen hätten sich nicht feststellen lassen. 
 
Der von Dr. D.____ erhobene Psychostatus zeigt, dass die psychischen Leiden eher leichtgra-
dig ausgeprägt sind. Zur Konsistenz des Verhaltens des Beschwerdeführers ist dem psychiatri-
schen Teilgutachten auf S. 6 zu entnehmen, dass sich keine Diskrepanzen in den Angaben des 
Exploranden oder zu den Akten finden lassen würden. Hinweise für eine Aggravation hätten 
sich nicht beobachten lassen. In Bezug auf die Ressourcen und die Konsistenz ist festzuhalten, 
dass der Beschwerdeführer für seinen Sohn und seine Ehefrau kocht, alleine einkaufen geht 
und alleine einen grossen Teil der Haushaltsarbeiten erledigt. Der Beschwerdeführer interes-
siert sich auch für die Geschehnisse in seinem Heimatland. Es besteht zwar ein gewisser sozia-
ler Rückzug, dennoch lassen sich die Alltagsaktivitäten nicht mit einer schweren Funktionsein-
schränkung vereinbaren. In Anbetracht der fast vollständig erhaltenen Alltagsaktivitäten kann 
zudem nicht davon ausgegangen werden, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der nicht im-
mer erfolgreichen Therapiemassnahmen keine Ressourcen mehr zur Verfügung stehen wür-
den, um den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. 
 
6.3.8 In Berücksichtigung der Faktoren, die für die Indikatorenprüfung wesentlich sind, ist 
zum Schluss zu kommen, dass die gutachterlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit von 20 % auf-
grund der psychiatrischen Diagnosen plausibel erscheint. Damit ist zum Ergebnis zu gelangen, 
dass nach wie vor auf die Einschätzung von Dr. D.____ abgestellt werden kann und sich aus 
psychiatrischer Sicht lediglich eine geringe Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen lässt.  
 
7. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das 
bidisziplinäre asim-Gutachten vom 25. Juni 2015 sowie die Beurteilungen von Dr. B.____ und 
Dr. C.____ abstellte. Damit liegt ein verlässliches Bild des Gesundheitszustands und der Ar-
beitsfähigkeit des Beschwerdeführers vor, weshalb auf die beantragte zusätzliche medizinische 
Abklärung zu verzichten ist. Damit ist davon auszugehen, dass seit Jahren ein chronisches, 
unspezifisches muskuloskelettales Schmerzsyndrom, eine leichte depressive Störung sowie 
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren vorliegen, die sich 
in einer Reduktion im Umfang von 20 % auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 
körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit auswirken.  
 
8. Die Beschwerdegegnerin nahm in der Verfügung vom 15. Juni 2018 einen Einkom-
mensvergleich vor (vgl. dazu Erwägung 2.3 hiervor) und ermittelte einen IV-Grad von 24 %. Das 
von der Beschwerdegegnerin anhand lohnstatistischer Angaben berechnete Validen- und Inva-
lideneinkommen wurde vom Beschwerdeführer nicht beanstandet. Nachdem sich aus den Ak-
ten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch 
das Gericht eine andere Einschätzung vorzunehmen wäre, erübrigt sich eine detaillierte Ausei-
nandersetzung mit den ermittelten Vergleichseinkommen sowie der Berechnung des IV-Grads 
gemäss Art. 16 ATSG. Es kann diesbezüglich vollumfänglich auf die entsprechenden Ausfüh-
rungen der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 

 

 
 
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9. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 
15. Juni 2018 den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht ablehnte. Damit ist die 
Beschwerde abzuweisen.  
 
10.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. Beim 
Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätzlich auf den 
Prozessausgang abzustellen. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei. 
 
10.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis 
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor kantonalem Versiche-

rungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen 
kostenpflichtig. Entsprechend dem Ausgang dieses Verfahrens hat der Beschwerdeführer ge-
stützt auf § 20 Abs. 3 VPO die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- zu tragen. Zufolge der 
mit Verfügung vom 20. August 2018 bewilligten unentgeltlichen Prozessführung gehen die Ver-
fahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 
 
10.3 Die ausserordentlichen Kosten werden dem Prozessausgang entsprechend wettge-
schlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist der Rechtsvertreter für 
seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Advokat Dr. Nicolas Roulet machte 
in seiner Honorarnote vom 3. Oktober 2018 auch Aufwendungen geltend, die ihm vor Erlass der 
angefochtenen Verfügung vom 15. Juni 2018 entstanden sind. Vorliegend ist jedoch nur der seit 
Erlass der angefochtenen Verfügung und im Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht 
entstandene Aufwand zu entschädigen (Art. 61 lit. g ATSG / Art. 52 Abs. 3 ATSG), der gemäss 
Honorarnote 5 Stunden und 55 Minuten beträgt. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die 
Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Ver-
beiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe 
von Fr. 1'308.95 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurich-
ten. 
 
10.4 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1'308.95 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
 
 
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