# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd577c06-e723-5271-bab3-972deef5db41
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 04.11.2025 ZR1 2025 91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-91_2025-11-04.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Verfügung vom 4. November 2025
mitgeteilt am 4. November 2025

Referenz ZR1 25 91

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Schmid Christoffel, Vorsitz

Parteien A._____
Berufungsklägerin 

B._____
Berufungsklägerin 
beide vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Kevin Eggimann

gegen

C._____
Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Nievergelt Giston

Gegenstand vorsorgliche Massnahmen Besuchsrecht

Anfechtungsobj. Verfügung Regionalgericht Maloja, Einzelrichter vom 4. Juli 2025 
(Proz. Nr. 115-2025-19)

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In Erwägung,

– dass der Einzelrichter des Regionalgerichts Maloja mit Verfügung vom 4. Juli 
2025 vorsorgliche Massnahmen erliess und den Vater C._____ für die Dauer 
des Verfahrens Proz. Nr. 115-2025-19 berechtigte, die Tochter B._____ jeden 
Dienstag sowie jedes zweite Wochenende im Monat am Samstag und am 
Sonntag (ohne Übernachtung) – mit Übergabe an die Mutter, an die Mutter der 
Kindsmutter oder an eine verwandte Person – zu betreuen,

– dass die Mutter A._____ sowie das Kind B._____ (nachfolgend 
Berufungsklägerinnen) gegen diesen Entscheid am 24. Juli 2025 insbesondere 
in Bezug auf die Modalitäten bei der Übergabe des Kindes Berufung beim 
Obergericht des Kantons Graubünden erhoben,

– dass die Vorsitzende das Gesuch der Berufungsklägerinnen um Gewährung 
der aufschiebenden Wirkung mit Verfügung vom 14. August 2025 abwies, 

– dass der Vater C._____ (nachfolgend Berufungsbeklagter) die 
Berufungsantwort mit Eingabe vom 11. August 2025 einreichte,

– dass die Vorsitzende den Berufungsklägerinnen Frist für eine allfällige 
Stellungnahme ansetzte, worauf die Berufungsklägerinnen mit Schreiben vom 
3. September 2025 mitteilten, dass sie die vorliegende Berufung zurückziehen 
würden und das Verfahren entsprechend abzuschreiben sei, 

– dass der vorbehaltlose Rückzug eines Rechtsmittels gleich wie ein 
Klagerückzug zur unmittelbaren Beendigung des Prozesses führt (Art. 241 
Abs. 2 ZPO), so dass das Berufungsverfahren von der Vorsitzenden als 
erledigt abgeschrieben werden kann (Art. 241 Abs. 3 ZPO, Art. 9 Abs. 2 GOG 
[BR 173.000]),

– dass das Gericht im Abschreibungsentscheid die Prozesskosten festzusetzen 
und über deren Verteilung und Liquidation zu entscheiden hat (Art. 104 ZPO; 
GSCHWEND, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 241 N. 19),

– dass die Prozesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO der unterliegenden Partei 
aufzuerlegen sind, wobei im Falle des Rückzugs eines Rechtsmittels gleich wie 
im Falle des Klagerückzugs der Rechtsmittelkläger als unterliegend zu gelten 
hat, 

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– dass wenn ein Kind in eigenem Namen als Partei auftritt und gleichzeitig auch 
beide Elternteile am Verfahren beteiligt sind, die Prozesskosten in Anwendung 
von Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO grundsätzlich nur zwischen den Eltern zu verteilen 
sind, zumal die Eltern im Rahmen der Unterhaltspflicht (vgl. Art. 276 Abs. 2 
ZGB) ohnehin für die Prozesskosten des Kindes aufzukommen hätten 
(vgl. HOFMANN/BAECKERT, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl., 2024, Art. 107 N. 7; 
vgl. zur Unterhaltspflicht der Eltern betr. Rechtsschutz auch Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 18 105_107 vom 1. Oktober 2020 E. 
7.1),

– dass beim vorliegenden Verfahrensausgang folglich die Mutter A._____ die 
Prozesskosten zu tragen hat,

– dass gestützt auf den Gebührenrahmen für einzelrichterliche 
Berufungsverfahren ohne Sachentscheid (Art. 11 Abs. 2 i.V.m. Art. 14 Abs. 1 
VGZ [BR 320.210]) die Gerichtsgebühr auf CHF 800 festzusetzen ist,

– dass das Gericht die Parteientschädigung nach Ermessen festsetzt, ausgehend 
vom Betrag, welcher der entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche 
Vertretung in Rechnung gestellt wird, soweit der vereinbarte Stundenansatz 
zuzüglich allfällig vereinbartem Interessenwertzuschlag üblich ist und keine 
Erfolgszuschläge enthält, soweit der geltend gemachte Aufwand angemessen 
und für die Prozessführung erforderlich ist und soweit die geforderte 
Entschädigung nicht eine von der Sache beziehungsweise von den legitimen 
Rechtsschutzbedürfnissen her nicht gerechtfertigte Belastung der 
unterliegenden Partei zur Folge hat (Art. 2 HV, BR 310.250),

– dass der geltend gemachte Aufwand des Berufungsbeklagten in Höhe von 
CHF 7'094.05 – entsprechend den Einwendungen der Berufungsklägerinnen – 
für einen einfachen Schriftenwechsel mit einer Noveneingabe als überhöht 
bezeichnet werden muss (Aufwand von insgesamt 27 h 30 min, wovon 2 h 
Arbeiten der Assistentin betreffen und 21 h 30 min auf die Berufungsantwort 
entfallen [act. G.4], Spesenpauschale von 5% geltend gemacht),

– dass die geltend gemachten 2 h Sekretariatsarbeiten im Stundenansatz des 
Rechtsvertreters bereits eingeschlossen sind (Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 19 120 vom 10. März 2020 E. 8.2) und der geltend gemachte 
Aufwand entsprechend zu kürzen ist,

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– dass praxisgemäss eine Spesenpauschale von 3% – anstelle der geltend 
gemachten 5% – zu berücksichtigen ist,

– dass unter Berücksichtigung der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen 
(Ausübung Besuchsrecht), des Umfangs der Berufungsantwort (16 Seiten) 
sowie des Umstandes, dass der Berufungsbeklagte auf der Passivseite 
prozessiert hat, der geltend gemachte Aufwand für die Berufungsantwort in 
Höhe von 21 h 30 min auf 15 h (13 h 30 min Anwältin, 1 h 30 min Jurist) zu 
kürzen ist,

– dass beim vorliegenden Verfahrensausgang die Mutter A._____ dem 
Berufungsbeklagten einen Aufwand in Höhe von CHF 5'010.45 (17,5 h à 
CHF 240.00, 1 h 30 min à CHF 200.00 zuzüglich Spesenpauschale von 3% 
[CHF 135] sowie 8,1% MwSt. [CHF 375.45]) zu entschädigen hat,

– dass gegen den Rückzug des Rechtsmittels keine Beschwerde, sondern 
lediglich die Anfechtung auf dem Weg der Revision (Art. 328 Abs. 1 lit. c ZPO) 
möglich ist,

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wird verfügt:

1. Das Verfahren ZR1 25 91 wird als durch Rückzug erledigt am 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von CHF 800.00 werden 
A._____ auferlegt. Sie werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss 
in Höhe von CHF 1'500.00 verrechnet. Der Restbetrag des 
Kostenvorschusses von CHF 700.00 wird A._____ durch das Obergericht 
erstattet.

3. A._____ hat C._____ für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung 
in der Höhe von CHF 5'010.45 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu leisten.

4. [Rechtsmittelbelehrung] 

5. [Mitteilung an:]