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**Case Identifier:** 6740ee62-92d5-5592-8149-24a660249d62
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.11.2025 200 2024 325
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-325_2025-11-05.pdf

## Full Text

BV 200 2024 325 
FRC/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. November 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Klägerin

gegen

Pensionskasse C.________
Beklagte

betreffend Klage vom 29. April 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

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Sachverhalt:

A.

Die 1970 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte oder Klägerin), 
bis Ende Juni 2015 ohne absolvierte Berufsausbildung, meldete sich im 
März 2002 bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB) zum Rentenbezug an 
(Akten der IVB [act. III] 1; Akten der Klägerin [act. I] 14 f.). Nach erfolgten 
erwerblichen und medizinischen Abklärungen verneinte die IVB mit Ver-
fügung vom 8. November 2002 (act. III 26) bei einem in Anwendung der ge-
mischten Methode (Aufgabenbereich 77 %, Erwerb 23 %) ermittelten Invali-
ditätsgrad von 15 % einen Anspruch auf eine Invalidenrente. Die dagegen 
von der Versicherten, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, erhobene 
Beschwerde (act. III 31/2) wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
mit Urteil IV 63306 vom 8. September 2003 (act. III 38) ab. Das Urteil er-
wuchs unangefochten in Rechtskraft. 

Ein weiteres Rentengesuch vom Dezember 2004 (act. III 42) beschied die 
IVB mit Verfügung vom 3. Oktober 2007 (act. III 82) bei einem in Anwen-
dung der gemischten Methode (Aufgabenbereich 40 %, Erwerb 60 %) er-
mittelten Invaliditätsgrad von 24 % erneut abschlägig. Die Verfügung blieb 
unangefochten.

Im Juni 2013 (act. III 83) ging bei der IVB eine erneute Leistungsanmel-
dung der Versicherten ein. Nach getätigten beruflichen und medizinischen 
Abklärungen verneinte die IVB mit Verfügung vom 22. Juni 2016 
(act. III 147) insbesondere gestützt auf das interdisziplinäre Gutachten der 
MEDAS D.________ vom 3. Dezember 2015 (act. III 143.1) und eine ver-
anlasste Abklärung vor Ort (vgl. Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 9. 
Mai 2016 [act. III 145/2]) bei in Anwendung der gemischten Methode (ab 7. 
Dezember 2013: Haushalt 40 %, Erwerb 60 %; ab 1. August 2015: Haus-
halt 20 %, Erwerb 80 %) ermittelten Invaliditätsgraden von 18 % bzw. 34 % 
abermals einen Rentenanspruch. Die Verfügung blieb unangefochten.

Im Januar 2020 (act. III 148 i.V.m. 150) meldete sich die Versicherte wie-
derum bei der IVB zum Leistungsbezug an. Nach getätigten Abklärungen 
(vgl. insbesondere Aktenbeurteilungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes 

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[RAD] vom 21. April 2020 [act. III 177], 22. April 2020 [act. III 178], 19. Juni 
2020 [act. III 183], 5. November 2020 [act. III 191] und 16. November 2020 
[act. III 192], Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit [EFL] vom 
16. Juni 2020 [act. III 182.1 f.], Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 
21. September 2020 [act. III 185], Stellungnahme des Bereichs Abklärun-
gen vom 24. November 2020 [act. III 194]) verneinte die IVB mit Verfügung 
vom 3. Dezember 2020 (act. III 195) bei einem in Anwendung der allgemei-
nen Methode des Einkommensvergleichs (100 % Erwerb) ermittelten Invali-
ditätsgrad von 30 % ab dem 1. Mai 2020 einen Rentenanspruch. Bei Invali-
ditätsgraden von 100 % ab dem 25. September 2019, 80 % ab dem 1. Ja-
nuar 2020 und 65 % ab dem 1. März 2020 bejahte sie grundsätzlich einen 
Anspruch auf eine Invalidenrente, verneinte einen solchen jedoch wegen 
verspäteter Leistungsanmeldung. Dagegen erhob die Versicherte, wieder-
um vertreten durch Rechtsanwalt B.________, Beschwerde (act. III 202/3). 
Während des Beschwerdeverfahrens zog die IVB nach Einholen einer wei-
teren Aktenbeurteilung beim RAD vom 11. Februar 2021 (act. III 208) die 
angefochtene Verfügung in Wiedererwägung (vgl. Verfügung vom 12. Fe-
bruar 2021 [act. III 210]) und stellte weitere medizinische Abklärungen in 
Aussicht. Mit Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern IV 200 2021 
31 vom 22. Februar 2021 (act. III 213) schrieb dieses das Beschwerdever-
fahren wegen Gegenstandslosigkeit vom Geschäftsverzeichnis ab. In der 
Folge holte die IVB bei der MEDAS E.________ ein interdisziplinäres Gut-
achten vom 7. Januar 2022 (act. III 245.1) ein und veranlasste eine weitere 
Erhebung vor Ort (vgl. Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 10. Mai 
2022 [act. III 255]). Mit Verfügung vom 9. Januar 2023 (act. III 263) sprach 
die IVB der Versicherten bei einem in Anwendung der allgemeinen Metho-
de des Einkommensvergleichs (100 % Erwerb) ermittelten Invaliditätsgrad 
von 60 % ab dem 1 März 2021 eine Dreiviertelsrente zu. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 31 % im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns am 
1. Juli 2020 bis zum 28. Februar 2021 verneinte sie für diese Zeit einen 
Rentenanspruch. Der Vorbescheid (act. III 256) und die Verfügung wurden 
der Pensionskasse C.________ (nachfolgend Pensionskasse oder Beklag-
te) zugestellt. Die Verfügung blieb unangefochten. 

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B.

Vom 19. September 2014 bis zum 30. Juni 2021 (letzter effektiver Arbeits-
tag: 10. September 2020) war die Versicherte beim F.________ in unter-
schiedlichen Arbeitspensen (50 % bis am 31. Juli 2016, 70 % ab dem 
1. August 2016) als ... angestellt und dabei bei der Pensionskasse berufs-
vorsorgeversichert (act. III 254/2 ff. Ziff. 2, 255/5 Ziff. 3.2, Akten der Kläge-
rin [act. IA] 19 ff.). Parallel zu ihrer Arbeit absolvierte sie die Ausbildung zur 
... EFZ (Abschluss Ende Juni 2015 [act. I 14 f.]). Am 5. März 2021 (act. III 
254/12) kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis unter Freistellung 
per 8. März 2021 auf den 30. Juni 2021. 

Mit Schreiben vom 25. Januar 2023 (act. I 4) und 28. Februar 2023 
(act. I 5) teilte die Pensionskasse der Versicherten mit, sie lehne ihre Leis-
tungspflicht ab, da der Versicherungsfall am 1. Januar 2005 und damit aus-
serhalb der Versicherungsdeckung bei ihr eingetreten sei. Am 9. Mai 2023 
(act. I 7) wies sich Rechtsanwalt B.________ als Rechtsvertreter der Versi-
cherten aus und bat die Pensionskasse, ihre Leistungspflicht zu bestätigen. 
Diese teilte dem Rechtsvertreter am 11. Mai 2023 (act. I 8) mit, an ihrer 
Leistungsablehnung festzuhalten. Die Versicherte nahm am 25. Juli 2023 
(act. I 9) gegenüber der Pensionskasse Stellung zur Leistungsablehnung. 
Am 23. August 2023 (act. I 10) hielt die Pensionskasse erneut an ihrer 
Leistungsablehnung fest. 

C.

Mit Eingabe vom 29. April 2024 erhob die Versicherte, weiterhin vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, Klage gegen die Pensionskasse mit fol-
genden Rechtsbegehren:

1. Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin eine angemessene Invali-
denrente der beruflichen Vorsorge auszurichten, zuzüglich Verzugszins 
von 5 % seit wann rechtens.

2. Der Klägerin sei im vorliegenden Verfahren das Recht zur unentgeltli-
chen Rechtspflege, unter Beiordnung des Unterzeichnenden als amtli-
cher Anwalt, zu erteilen.

Unter Kosten und Entschädigungsfolgen

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Die Beklagte schloss mit Klageantwort vom 27. Mai 2024 auf Abweisung 
der Klage.

Mit prozessleitender Verfügung vom 3. Oktober 2024 zog die Instruktions-
richterin die Akten der IVB (act. III) bei. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funk-
tionell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 29. April 2024 geltend 
gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 
1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge 
[BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] und Art. 54 
Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). Die Beklagte hat ihren Sitz im Kanton Bern, womit das ange-
rufene Gericht zur Behandlung der Klage örtlich zuständig ist (Art. 73 
Abs. 3 BVG). Auf die formgerechte (Art. 32 VRPG) Klage ist somit einzutre-
ten

1.2 Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Klägerin auf eine Invali-
denrente der zweiten Säule gegenüber der Beklagten. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone zur Beurteilung von 
Streitigkeiten aus dem Bereich des BVG ein einfaches, rasches und in der 
Regel kostenloses Verfahren vor; der Richter stellt den Sachverhalt von 
Amtes wegen fest. Innerhalb des Streitgegenstandes ist das Berufsvorsor-

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gegericht in Durchbrechung der Dispositionsmaxime an die Begehren der 
Parteien nicht gebunden (Art. 92 Abs. 3 VRPG; vgl. auch BGE 135 V 23 
E. 3.1 S. 26).

2.

2.1 Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in 
zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 
bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 150 V 323 E. 4.2 S. 328, 150 V 89 
E. 3.2.1 S. 95, 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Dies 
gilt sinngemäss auch im Fall einer Änderung von Reglementen oder Statu-
ten einer Vorsorgeeinrichtung (BGE 126 V 163 E. 4b S. 166; SVR 2007 
BVG Nr. 23 S. 78, B 72/05 E. 4.1). Bei der Festsetzung von Invalidenleis-
tungen sind grundsätzlich die Reglementsbestimmungen massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Entstehung des Leistungsanspruchs gelten und 
nicht jene, die bei Beginn der – in der Folge invalidisierenden – Arbeitsun-
fähigkeit in Kraft waren (BGE 121 V 97).

2.2 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG Per-
sonen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % invalid 
sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität ge-
führt hat, versichert waren.

2.3 Das BVG definiert den Begriff der Invalidität nicht, sondern verweist 
auf die Invalidenversicherung (vgl. Art. 23 lit. a BVG und Art. 4 der Verord-
nung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und In-
validenvorsorge [BVV 2; SR 831.441.1]). Aus der engen Verbindung zwi-
schen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjeni-
gen auf Invalidenleistungen nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbe-
griff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invali-
denversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 120 V 106 E. 3c 
S. 108).

2.3.1 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die aus-
drücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbe-

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griff wie die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung 
der IV-Stelle oder – im Beschwerdefall – des kantonalen Sozialversiche-
rungsgerichts resp. des Bundesgerichts gebunden, sofern sie in das invali-
denversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurden, die konkrete 
Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der In-
validenversicherung entscheidend war und die invalidenversicherungs-
rechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer gesamthaften Prüfung der Ak-
ten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint. Diese Bindungswirkung fin-
det ihre positivrechtliche Grundlage in den Art. 23, 24 Abs. 1 (in Kraft bis 
Ende 2021; vgl. den seither geltenden Art. 24a) und 26 Abs. 1 BVG, welche 
an die Regelung des IVG anknüpfen oder diese übernehmen (BGE 143 V 
434 E. 2.2 S. 437; SVR 2024 BVG Nr. 40 S. 139, 9C_115/2024 E. 4.2).

2.3.2 Im Hinblick auf die verbindliche Wirkung der IV-rechtlichen Qualifi-
kation sind die IV-Stellen gehalten, die Vorsorgeeinrichtung(en) spätestens 
im Vorbescheidverfahren in das IV-rechtliche Verfahren einzubeziehen. Er-
folgt dieser Einbezug nicht, vermag der Beschluss der IV-Stelle keine Bin-
dungswirkung für die berufliche Vorsorge zu entfalten (BGE 138 V 125 
E. 3.3 S. 130, 129 V 73 E. 4.2.2 S. 76; SVR 2019 BVG Nr. 44 S. 172, 
9C_738/2018 E. 5.1). 

2.4 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derjeni-
gen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 
einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 
Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – Ar-
beitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-
tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-
sorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 
(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68; SVR 
2020 BVG Nr. 6 S. 26, 9C_52/2018 E. 3.1).

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Der Bestimmung von Art. 23 BVG kommt auch die Funktion zu, die Haftung 
mehrerer Vorsorgeeinrichtungen gegeneinander abzugrenzen, wenn eine 
in ihrer Arbeitsfähigkeit bereits beeinträchtigte versicherte Person ihre Ar-
beitsstelle (und damit auch die Vorsorgeeinrichtung) wechselt. Der An-
spruch auf Invalidenleistungen nach Art. 23 BVG entsteht in diesem Fall 
nicht gegenüber der neuen Vorsorgeeinrichtung, sondern gegenüber derje-
nigen, welcher die Person im Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden 
Arbeitsunfähigkeit angehört hatte (BGE 130 V 270 E. 4.1 S. 275; SVR 2018 
BVG Nr. 37 S. 137, 9C_533/2017 E. 2.1.3).

2.5 Unter Arbeitsunfähigkeit ist eine erhebliche und dauerhafte Einbus-
se an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufga-
benbereich zu verstehen (BGE 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23). Sie muss mindes-
tens 20 % betragen (BGE 144 V 58 E. 4.4 S. 62; SVR 2022 BVG Nr. 6 
S. 21, 9C_181/2021 E. 2.1.1). Ob eine Person trotz Lohnzahlung tatsäch-
lich erheblich arbeitsunfähig war, ob sie also im Rahmen eines Arbeitsver-
hältnisses – im Hinblick auf den angestammten Tätigkeitsbereich – ihre üb-
liche oder aber nunmehr eine behinderungsbedingt eingeschränkte Leis-
tung erbrachte, ist von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen. Recht-
sprechungsgemäss ist erforderlich, dass sich die behauptete Arbeitsun-
fähigkeit im Arbeitsverhältnis, das über die Vorsorgepflicht den Versiche-
rungsschutz begründet, konkret nachteilig bemerkbar gemacht hat, so etwa 
durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar 
Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fal-
lende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Nur beim Vorliegen beson-
derer Umstände darf die Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage 
tretenden Situation in Wirklichkeit abweichenden Lage – etwa in dem Sin-
ne, dass ein Arbeitnehmer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung 
verpflichtet war und auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber 
eben doch keine volle Arbeitsleistung hat erbringen können – in Betracht 
gezogen werden (SVR 2008 IV Nr. 11 S. 32, I 687/06 E. 5.1, 2005 BVG 
Nr. 5 S. 14, B 45/03 E. 2.2). Die Leistungseinbusse muss in aller Regel 
dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren 
rückwirkend festgestellte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit 
genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu 
einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich 

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allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung 
einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu 
regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschät-
zung, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Ein-
tritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht übli-
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder me-
dizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden (SVR 
2022 BVG Nr. 17 S. 63, 9C_296/2021 E. 5.2.1, 2021 BVG Nr. 30 S. 120, 
9C_517/2020 E. 3.2, 2014 BVG Nr. 6 S. 17, 9C_108/2013 E. 4.2).

2.6 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) berufli-
chen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammen-
hang zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses (einsch-
liesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestandenen 
Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität 
voraus (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22).

2.6.1 Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, 
der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art her im Wesentlichen der-
selbe ist wie derjenige, der der Erwerbsunfähigkeit zu Grunde liegt. Nicht 
erforderlich ist ein adäquater Kausalzusammenhang; eine Wechselwirkung 
im Sinne natürlicher Kausalität genügt (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22; SVR 
2024 BVG Nr. 25 S. 87, 9C_226/2023 E. 3 und 3.1, 2001 BVG Nr. 18 
S. 69, B 64/99 E. 5b).

2.6.2 Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, 
dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ur-
sache zur Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeits-
fähig war. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände des-
konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des Gesund-
heitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt sowie die 
Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme oder 
Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die Beurtei-
lung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der 
Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa 
die Tatsache, dass eine voll vermittlungsfähige, Stellen suchende Person 

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über längere Zeit hinweg Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. 
Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen 
werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. So schliesst namentlich die 
Vermittlungsfähigkeit im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne das 
Vorliegen einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit nicht 
per se aus (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2024 BVG Nr. 25 S. 87, 
9C_226/2023 E. 3.2, 2020 BVG Nr. 36 S. 153, 9C_877/2018 E. 3.3).

Der zeitliche Konnex zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses ein-
getretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität wird unterbro-
chen, wenn während mehr als drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit von über 
80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist; eine Arbeitsfähig-
keit von 80 % genügt nicht (BGE 144 V 58; SVR 2021 BVG Nr. 31 S. 124, 
9C_679/2020 E. 2.2). Anders verhält es sich, wenn die fragliche, allenfalls 
mehr als dreimonatige Tätigkeit (allenfalls auch erst im Rückblick) als Ein-
gliederungsversuch zu werten ist oder massgeblich auf sozialen Erwägun-
gen des Arbeitgebers beruhte und eine dauerhafte Wiedereingliederung 
unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2022 BVG Nr. 17 
S. 63, 9C_296/2021 E. 3, 2020 BVG Nr. 36 S. 153, 9C_877/2018 E. 3.3).

2.7 Nach Art. 26 Abs. 1 BVG beginnt der Anspruch auf Invalidenleistun-
gen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge seit Inkrafttreten der 5. IV-
Revision (1. Januar 2008) mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Ren-
te der Invalidenversicherung nach Art. 29 Abs. 1 IVG, d.h. frühestens sechs 
Monate nach der Anmeldung bei der Invalidenversicherung, und nicht mit 
Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 142 V 419 E. 4.3.2 
S. 422).

2.8 Gemäss Art. 4.1.1 der Statuten der Beklagten (Akten der Beklagten 
[act. II 2]) hat eine versicherte Person Anspruch auf eine Invalidenrente, 
wenn sie vor der Pensionierung spätestens vor Erreichen des Referenzal-
ters im Sinne der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) mindestens 
40 % invalid wird und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur 
Invalidität geführt hat, der Vorsorge der Beklagten unterstellt war. 

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3.

3.1 Vorab ist festzuhalten, dass die von Amtes wegen zu prüfende Fra-
ge der Aktiv- und Passivlegitimation zur materiellen Begründetheit des Kla-
gebegehrens gehört, es sich mithin um materielle Anspruchsvoraussetzun-
gen handelt. Mit anderen Worten sind Aktiv- und Passivlegitimation nicht 
Bedingungen im Sinne von Prozessvoraussetzungen, vielmehr führt ihr 
Fehlen zur Abweisung und nicht zum Nichteintreten auf die Klage (BGE 
147 V 2 E. 3.2.1 S. 5). Sie sind vorliegend nicht bestritten, und es bestehen 
keine Anzeichen für Umstände, diese in Frage zu stellen. 

3.2 Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 
9. Januar 2023 (act. III 263) sprach die IVB der Klägerin bei einem in An-
wendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (100 % Er-
werb) ermittelten Invaliditätsgrad von 60 % ab dem 1 März 2021 eine Drei-
viertelsrente zu und verneinte bei einem davor bestehenden Invaliditäts-
grad von 31 % einen früheren Rentenanspruch. 

3.3 Wie unter E. 2.4 hiervor dargelegt, werden Invalidenleistungen der 
obligatorischen beruflichen Vorsorge von derjenigen Vorsorgeeinrichtung 
geschuldet, bei welcher die ansprechende Person bei Eintritt der Arbeitsun-
fähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert war. Dieser 
Grundsatz findet auch in der weitergehenden Vorsorge Anwendung, wenn 
– wie bei den Beklagten – Reglement oder Statuten resp. gesetzliche 
Grundlagen nichts Anderes vorsehen (BGE 136 V 65 E. 3.2 S. 69; vgl. 
Art. 4.1.1 der Statuten der Beklagten [act. II 2]). Nachfolgend ist zunächst 
zu prüfen, ob die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt 
hat, während der Versicherungsdeckung durch die Beklagte eingetreten ist.

3.3.1 Aufgrund der Akten steht fest und wird von den Parteien zu Recht 
nicht in Abrede gestellt, dass die IVB sowohl den Vorbescheid vom 17. Mai 
2022 (act. III 256) als auch die rentenzusprechende Verfügung vom 9. Ja-
nuar 2023 (act. III 263) der Beklagten eröffnet hat, so dass diesbezüglich 
grundsätzlich eine Bindungswirkung im Sinne des in E. 2.3.1 Ausgeführten 
besteht (vgl. aber E. 3.3.2 hiernach). 

3.3.2 Die Neuanmeldung der Klägerin bei der IVB erfolgte im Januar 2020 
(act. III 148 i.V.m. 150). Damit konnte ein Rentenanspruch gegenüber der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

- 12 -

Invalidenversicherung unter Berücksichtigung von Art. 29 Abs. 1 IVG, wo-
nach ein Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach 
Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht, nicht vor dem 1. Juli 
2020 beginnen (vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG) und die IVB hatte die Verhältnisse 
unter Berücksichtigung des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG folg-
lich erst ab Juli 2019 zu beurteilen. Soweit die Beklagte geltend macht, die 
invalidisierende Arbeitsunfähigkeit sei bereits vor Beginn des Vorsorgever-
hältnisses bei ihr bzw. bereits im Jahr 2004 bzw. 2005 eingetreten (Klage-
antwort S. 2, Schreiben der Beklagten an die Klägerin bzw. deren Rechts-
vertreter vom 25. Januar 2023 [act. I 4], 28. Februar 2023 [act. I 5], 11. Mai 
2023 [act. I 8] und 23. August 2023 [act. I 10]), vermag weder die rentenzu-
sprechende Verfügung der IVB vom 9. Januar 2023 (act. III 263) noch der 
darin als integrierender Bestandteil des Entscheids bezeichnete 
(act. III 263/5) Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 10. Mai 2022, in 
welchem die Eröffnung des Wartejahres auf das Jahr 2004 festgelegt wur-
de (act. III 255/10 Ziff. 7), eine Bindungswirkung für das vorliegende berufs-
vorsorgerechtliche Verfahren zu begründen (vgl. SVR 2013 BVG Nr. 17 
S. 67, 9C_620/2012). Für die IVB bzw. in Bezug auf die von ihr vorgenom-
menen Abklärungen war alleine massgebend, dass das Wartejahr ein Jahr 
vor dem frühest möglichen Rentenbeginn – hier Juli 2020 – zu laufen be-
gonnen hat. Ob bereits vorher eine Arbeitsunfähigkeit bestand, war für die 
IVB insoweit nicht entscheidend. Die Klägerin konnte diese Frage im Rah-
men des invalidenversicherungsrechtlichen Verfahrens mangels entspre-
chenden Rechtsschutzinteresses nicht gerichtlich klären lassen. Die ent-
sprechende Feststellung der IVB kann die Beklagte der Klägerin nicht ent-
gegenhalten und der Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit ist in 
der Folge (vgl. E. 3.4 ff. hiernach) frei zu prüfen (vgl. E. 2.3.1 hiervor). 

3.4 Vorgängig ist auf das Folgende hinzuweisen: Die Klägerin arbeitete 
vom 19. September 2014 bis zum 30. Juni 2021 (letzter effektiver Arbeits-
tag: 10. September 2020) beim F.________ zu unterschiedlichen Arbeits-
pensen (50 % bis am 31. Juli 2016, 70 % ab dem 1. August 2016) als ... 
(act. III 254/2 ff. Ziff. 2, 255/5 Ziff. 3.2; act. IA 19 ff.). Allerdings absolvierte 
sie ab August 2013 die verkürzte zweijährige Ausbildung zur ... EFZ für 
Erwachsene (vgl. auch act. I 18), welche sie per Ende Juni 2015 abschloss 
(vgl. etwa Klage S. 6 Art. 4, act. I 14 f.). Der neben der üblichen Arbeit im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

- 13 -

F.________ für die Ausbildung anfallende Aufwand wird von der Klägerin 
auf rund 15 Stunden pro Woche beziffert (Klage S. 6 Art. 4). Gemäss dem 
Ausbildungsbeschrieb "..." (act. I 18; vgl. auch <htt-
ps://www.G.________.ch>) finden neben einem Tag Berufsschulunterricht 
pro Woche an sieben bis zehn Tagen pro Jahr Modultage statt. Die Kläge-
rin bezifferte die Unterrichtszeit auf sieben bis acht Stunden. Weiter gibt sie 
an, für die zusätzlichen Modultage die Option "Selbststudium" wahrge-
nommen zu haben. Insgesamt erscheint der geltend gemachte Ge-
samtaufwand für die Ausbildung von insgesamt rund 15 Stunden pro Wo-
che unter Berücksichtigung des wöchentlichen Besuchs des eintägigen 
Schulunterrichts, den diesbezüglichen Vor- und Nachbereitungszeiten inkl. 
Hausaufgaben, dem Lernen und Absolvieren der Prüfungen, sowie dem 
Selbststudium für die Modultage nachvollziehbar und wird von der Beklag-
ten nicht bestritten. Wie die Klägerin zu Recht vorbringt (Klage S. 5 Art. 2 
sowie S. 6 Art. 4), ist gemäss höchstrichterliche Rechtsprechung (vgl. etwa 
Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_623/2017 vom 26. März 2018 E. 
4.3.2) zur Bestimmung des berufsvorsorgerechtlich relevanten Gesamtar-
beitspensums der zeitliche Aufwand für die absolvierte Weiterbildung zu 
berücksichtigen, d.h. die Ausbildung wird als Leistungsfähigkeit angerech-
net. Bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit im F.________ 
von 42 Stunden (act. III 254/3 Ziff. 2.9), einem während der Ausbildung 
vertraglich vereinbarten Arbeitspensum von 50 % (act. IA 19) und der zu 
berücksichtigenden Ausbildungszeit von rund 15 Stunden pro Woche ergibt 
sich entgegen dem Vorbringen der Beklagten (vgl. Klageantwort S. 2) ein 
zu berücksichtigenden Gesamtarbeitspensum von deutlich über 80 % (36 
Stunden / 42 Stunden x 100). Aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass die 
Klägerin diese Leistung nicht erbracht habe.

3.5 Zum Gesundheitszustand der Klägerin ergibt sich aus den Akten – 
soweit entscheidwesentlich – das Folgende:

3.5.1 Im interdisziplinären Gutachten der MEDAS D.________ vom 
3. Dezember 2015 (act. III 143.1) wurden folgende Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 47 Ziff. 7):

- Psychoneurotische Persönlichkeitsstörung
- aktuell mit Neurastheniesymptomatik sowie 
- Somatisierungstendenzen und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

- 14 -

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig höchstens leichte de-
pressive Episode
- bei Status nach mehreren depressiven Episoden

- Chronische Schmerzen bei Status Luxationsfraktur Talus links im Sep-
tember 2000 mit offener Reposition und Osteosynthese und im Verlauf 
Entfernung einer Schaube im August 2003

Die Klägerin arbeite aktuell zu 50 % als .... Diese Tätigkeit sei ihr aktuell 
zumutbar; ein höheres Pensum sei aktuell (noch) nicht zu erreichen. Sie 
müsse sich zunächst in diesem 50%-igen Pensum weiter stabilisieren, da 
andernfalls erneute affektive Dekompensationen, zunehmende Symptome 
im Sinne der Somatisierung resp. Verhaltensprobleme im Rahmen der Per-
sönlichkeitsstörung bei höherer Belastung zu erwarten seien. Darüber sei 
die Klägerin aktuell auch (noch) mit ... gefordert. Eine 50%-ige Arbeits-
fähigkeit sei bereits vor Jahren (2006) attestiert worden. Zuvor und zwi-
schenzeitlich habe ein wechselhafter Verlauf mit auch vollschichtiger Ar-
beitsunfähigkeit aufgrund somatischer und psychischer Symptomatik und 
Hospitalisationen bestanden. Gesamthaft könne von einer ca. 50%-igen 
Arbeitsfähigkeit über die Jahre ausgegangen werden (S. 50 Ziff. 10). Be-
treffend eine leidensangepasste Tätigkeit gelte das Gleiche. Man könne 
heute keine adaptierte Tätigkeit angegeben, in welcher die Klägerin ein 
höheres als das attestierte 50%-ige Pensum erreichen könnte (Ziff. 11).

3.5.2 Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates diagnostizierte in der RAD-Akten-
beurteilung vom 21. April 2020 (act. III 177) folgende somatischen Diagno-
sen:

- wiederkehrende Cervicalgien bei
- Status nach mehreren HWS-Kontusionen und Distorsionen bei 
- degenerativen HWS-Veränderungen und Diskopathie C5/C6/C7

- wiederkehrende Lumbalgien mit ischialgiformen Ausstrahlungen nach 
rechts bei

- degenerativen LWS-Veränderungen und präsakraler Diskushernie 
links

- wiederkehrende Schmerzen im linken Sprunggelenk und Fuss bei 
- Status nach Sprungbeinluxationsfraktur links im November 2000 mit
- nachfolgender offener Reposition und Osteosynthese sowie im Ver-

lauf Entfernung einer Schraube

Die bleibend bei der Klägerin bestehende Minderbelastbarkeit der HWS 
und LWS habe neu gegenüber der letzten Verfügung vom 22. Juni 2016 
nun versicherungsmedizinische Relevanz erlangt. Es seien weitere Ab-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

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klärungen geboten, am geeignetsten mittels Durchführung einer EFL. Ab 
dem 2. August 2019 sei der Klägerin nachvollziehbar eine 100%-ige Ar-
beitsunfähigkeit attestiert worden. Ab dem 1. Januar 2020 bis zum 29. Fe-
bruar 2020 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 80 %, alsdann bis zum 8. 
März 2020 von 65 %, sodann bis am 19. März 2020 wiederum von 100 % 
und im Anschluss wieder bis zum 31. März 2020 von 65 % bestanden. 

3.5.3 Dr. med. I.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 
vom RAD, führte in der Aktenbeurteilung vom 22. April 2020 (act. III 178) 
aus, es bestünden weder eine Diagnoseänderung noch eine Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes seit der psychiatrischen Begutachtung 
2015 und der Verfügung vom 22. Juni 2016 (S. 13 Ziff. 1). 

3.5.4 In der EFL vom 16. Juni 2020 (act. III 182.1) wurden folgende Dia-
gnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: (S. 2 Ziff. 1)

- Chronisches Zervikovertebralsyndrom
- Chronisches Lumbovertebralsyndrom, pseudoradikuläres Syndrom 

rechts
- Abwesenheitszustände unklarer Genese
- Chronische, vorwiegend belastungsinduzierte Sprunggelenksschmerzen 

links

In der angestammten Tätigkeit sei die Klägerin aus rein rheumatologisch-
orthopädischer Sicht seit dem 1. Mai 2020 ganztags reduziert mit vermehr-
ten Pausen (zwei Stunden pro Tag) und leicht reduzierter Leistung infolge 
der kumulativen Belastungen im Tagesverlauf zu 70 % arbeitsfähig (S. 5 
Ziff. 5.1), in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 75 % (S. 6 Ziff. 5.2). 

3.5.5 Dr. med. H.________ führte in der RAD-Aktenbeurteilung vom 
19. Juni 2020 (act. III 183) aus, eine medizinisch begründete Arbeitsun-
fähigkeit von 20 % oder mehr bestehe seit dem 2. August 2019. Weiter 
bestätigte er seine Arbeitsfähigkeitseinschätzung vom 21. April 2020 bzw. 
führte ergänzend an, ab dem 20. März 2020 habe eine Arbeitsunfähigkeit 
von 65 % bestanden und seit dem 1. Mai 2020 bestehe eine solche von 
30 %. Minderbelastbar seien bei der Klägerin auf orthopädischem Fachge-
biet HWS, LWS und linkes Sprunggelenk/Fuss. Auf die im Rahmen der 
EFL erfolgte Einschätzung könne abgestellt werden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

- 16 -

3.5.6 Im interdisziplinären Gutachten der MEDAS E.________ vom 7. 
Januar 2022 (act. III 245.1) wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 5 Ziff. 4.2.1):

- Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (ICD-10 
F60.30)

- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10 F45.41)

- Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)
- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 

(ICD-10 F33.1)
- Chronisches Cervikovertebralsyndrom
- Chronisches Lumbovertebralsyndrom
- OSG- und USG-Beschwerden links (ICD-10 S92.1)

Aus polydisziplinärer Sicht sollte die Klägerin vor allem aufgrund ihrer Emo-
tionsregulationsstörung und ihrer affektiven Impulsdurchbrüche (Borderline-
Persönlichkeitsstörung) sowie der verminderten Durchhaltekraft und leich-
ten Konzentrationsstörung (depressive Symptome, Schmerz und Somati-
sierungsstörung) und einer Überschätzung ihrer Fähigkeiten nicht mehr in 
ihrem angestammten Beruf tätig werden. Als ... habe sie es mit körperlich 
und psychisch schwachen und behinderten Menschen zu tun, die ihr aus-
geliefert seien. Eine kontinuierliche und zuverlässige fachliche Unterstüt-
zung könne die Klägerin vor allem aufgrund ihrer Borderline-Störung, aber 
auch aufgrund ihrer anderen psychischen Symptome nicht kontinuierlich 
und dauerhaft garantieren. So werde aus fachpsychiatrischer Sicht auch 
dringend davon abgeraten, dem Wunsch der Klägerin nachzukommen, sich 
in ihrer angestammten Tätigkeit selbstständig zu machen und ... . Es werde 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit empfohlen. 
In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 
50 %. Retrospektiv könne die Arbeitsfähigkeit bis 2016 anhand der Akten 
oder der anamnestischen Angaben nicht sicher abgeleitet werden. Die Ar-
beitsfähigkeit von 50 % bestehe spätestens seit dem Tag der aktuellen 
Begutachtung. Abgesehen von den Arbeitsunfähigkeitszeiten könne aber 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Übereinstimmung mit dem Vor-
gutachter retrospektiv von einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 
50 % ausgegangen werden (S. 8 Ziff. 4.7). 

3.6 Aufgrund der medizinischen Akten wie auch den Vorbringen der 
Parteien ist erstellt, dass die Klägerin bereits vor Antritt der Stelle beim 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

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F.________ am 19. September 2014 an gesundheitlichen Einschränkun-
gen litt, Arbeitsunfähigkeiten attestiert wurden und diverse IV-Verfahren 
durchgeführt worden waren, bzw. zu diesem Zeitpunkt am Laufen waren. 
Aufgrund der medizinischen Akten steht fest, dass bereits vor 2006 und 
über die Jahre gesamthaft betrachtet eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit be-
stand (vgl. etwa act. III 143.1/50 Ziff. 10 f.). Der zeitliche Konnex zwischen 
dieser Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität wurde in der Folge je-
doch durch die Aufnahme der Arbeitsstelle zu einem Pensum von 50 % 
beim F.________ per 19. September 2014 bei gleichzeitiger Absolvierung 
der Ausbildung zur ... EFZ mit einem Gesamtarbeitspensum von deutlich 
über 80 % (vgl. E. 3.4 hiervor) und einer Dauer bis zum Abschluss der 
Ausbildung per Ende Juni 2015 von über neuneinhalb Monaten klar unter-
brochen (vgl. diesbezüglich auch die zutreffenden Ausführungen in der 
Klage S. 6 Art. 4). Damit hat die Klägerin den Tatbeweis erbracht, dass im 
fraglichen Zeitpunkt des Stellenantritts beim F.________ per 19. Septem-
ber 2014 wie auch in der Zeit danach bis Ende Juni 2015 eine Arbeitsfähig-
keit von deutlich über 80 % vorlag und sie dementsprechende Leistungen 
erbringen konnte, ohne dass den Akten echtzeitliche Hinweise zu entneh-
men wären, dass dabei zusätzliche Einschränkungen bestanden hätten. 
Soweit ab dem 1. August 2016 nur noch ein Arbeitspensum von 70 % vor-
lag, hat dies keinen Einfluss auf eine etwaige Leistungspflicht der Beklag-
ten. Der Vollständigkeit halber ist diesbezüglich auf die Ausführungen in 
der Klage (S. 7 Art. 4) verwiesen. Darin legt der Rechtsvertreter der Kläge-
rin nachvollziehbar dar, dass die Klägerin in der Zeit von August 2016 bis 
im Sommer 2019 dermassen viele Überstunden leistete, dass diese nicht 
vollständig zeitlich kompensiert werden konnten, weshalb diese wiederholt 
ausbezahlt wurden (März 2017: 30 Stunden, November 2017: 50 Stunden, 
September 2018: 20 Stunden, September 2019: 40 Stunden; act. IA 24). 
Auch wenn damit nicht ein Pensum über 80 % erreicht wurde, stellt der 
Umstand, dass die Klägerin nach Erhöhung ihres Arbeitspensums auf 70 % 
noch in der Lage war, über Jahre zusätzlich namhafte Überstunden zu leis-
ten, eine Plausibilisierung ihres Leistungsvermögens während der Absol-
vierung der beruflichen Ausbildung mit zusätzlichem Arbeitspensum von 
50 % dar, respektive bestätigt den Unterbruch des zeitlichen Zusammen-
hangs. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

- 18 -

3.7 Erst ab Anfang August 2019 wurde die Klägerin ärztlicherseits (vgl. 
etwa act. III 152, 155.2/24) wieder arbeitsunfähig geschrieben. Dr. med. 
H.________ legte diesbezüglich nachvollziehbar dar, dass bei der Klägerin 
die bleibend bestehende Minderbelastbarkeit der HWS und LWS neu ge-
genüber der letzten Verfügung der IVB vom 22. Juni 2016 nun versiche-
rungsmedizinische Relevanz erreicht habe und ab dem 2. August 2019 bis 
zum 30. April 2020 die attestierten Arbeitsunfähigkeiten unterschiedlichen 
Grades (zwischen 65 und 100 %) ausgewiesen seien; seit dem 1. Mai 2020 
bestehe lediglich noch eine Minderbelastung um 30 % (vgl. Aktenbeurtei-
lungen des Dr. med. H.________ vom 21. April 2020 [act. III 177] und vom 
19. Juni 2020 [act. III 183]; vgl. ebenfalls EFL-vom 16. Juni 2020 [act. III 
182.1]). Die Klägerin arbeitete in der Folge ab dem 1. Mai 2020 denn auch 
nachweislich wieder im Umfang von 70 % (act. III 182.1/3, 217/6, 245.5/7 
Ziff. 7.1) und erbrachte eine diesbezügliche uneingeschränkte Arbeitsleis-
tung. Erst per 3. September 2020 wurde sie erneut arbeitsunfähig ge-
schrieben (act. III 185/2 Ziff. 1.1). Gemäss dem Bericht des behandelnden 
Hausarztes Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
vom 20. Dezember 2020 (act. III 202/13) war der Grund für die erneute 
Krankschreibung eine durch die am Arbeitsplatz ausgesprochene Verwar-
nung ausgelöste starke psychische Reaktion. Bei der in der Folge durchge-
führten interdisziplinären Begutachtung legten die Gutachter überzeugend 
dar, dass die Klägerin in der angestammten Tätigkeit als ... zu 100 % und 
in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig ist. Diese 
Beurteilung gelte spätestens seit dem Tag der aktuellen Begutachtung 
(17./ 25. November 2021) Sie führten weiter aus, aufgrund der Akten oder 
der anamnestischen Angaben könne die Arbeitsfähigkeit bis 2016 retro-
spektiv nicht sicher abgeleitet werden, es könne aber rückwirkend mit dem 
Vorgutachter von einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus-
gegangen werden (act. III 245.1/8 f. Ziff. 4.7 f.). 

3.8 Aufgrund des Dargelegten ist damit erstellt, dass die Arbeitsunfähig-
keit, welche zur Invalidität geführt hat, in einer Zeit eingetreten ist, in der die 
Klägerin bei der Beklagten vorsorgeversichert war. Der zeitliche Konnex 
der bereits früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten von über 20 % wurden 
spätestens beim Stellenantritt per 19. September 2014 beim F.________ 
mit einem Arbeitspensum von 50 % und dem zusammen mit der Weiterbil-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

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dung anzurechnenden zeitlichen Aufwandes sich ergebenden Gesamtpen-
sum von deutlich über 80 % während neuneinhalb Monaten unterbrochen. 
Die Klägerin hat daher gegenüber der Beklagten, welche gemäss Art. 4.1.1 
ihrer Statuten vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die Invalidenversicherung 
ausgeht (act. II 2), Anspruch auf eine den gesetzlichen und reglementari-
schen Bestimmungen entsprechende Invalidenrente der beruflichen Vor-
sorge, besteht doch kein Grund, hinsichtlich Invaliditätsbemessung von der 
Invalidenversicherung abzuweichen. Gemäss Art. 4.1.1 der besagten Sta-
tuten beginnt die Leistungspflicht frühestens nach Ablauf der vollen Lohn-
fortzahlung bzw. mit der Erschöpfung allfälliger, vom Arbeitgeber mindes-
tens zur Hälfte mitfinanzierter Krankentaggelder in der Höhe von mindes-
tens 80 % des entgangenen Lohnes. Vorliegend ist eine entsprechende 
Taggeldversicherung, welche je hälftig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer 
finanziert wird (act. III 254/9 f.), und 80 % des Lohnes abdeckt (act. IA 21), 
vorhanden. Diese richtete Krankentaggelder bis am 20. Februar 2022 aus 
(act. III 263/4). Damit hat die KIägerin gegenüber der Beklagten ab Februar 
2022 (Art. 26 Abs. 1 Abs. 1 BVG i.V.m. Art. 29 Abs. 3 IVG) Anspruch auf 
eine den gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen entsprechen-
de Invalidenrente der beruflichen Vorsorge, wobei die Überentschädigungs-
regelung des Art. 5.2 Abs. 2 des Reglements zu beachten ist. Die franken-
mässige Bezifferung des Anspruchs bildet nicht Streitgegenstand und ist 
folglich nicht vom Gericht vorzunehmen (BGE 129 V 450 E. 3.2 S. 453). 

3.9 Soweit die Klägerin schliesslich die Ausrichtung eines Verzugszin-
ses auf den fälligen Rentenbetreffnissen beantragt (Klage S. 2 Rechtsbe-
gehren 2 ), ergibt sich das Folgende: Gemäss der im Recht der beruflichen 
Vorsorge anwendbaren Regelung von Art. 105 Abs. 1 des Schweizerischen 
Obligationenrechts (OR; SR 220) haben Vorsorgeeinrichtungen auf fälligen 
Invalidenrenten erst ab dem Zeitpunkt Verzugszins zu leisten, in dem die 
versicherte Person die Betreibung angehoben oder gerichtliche Klage ein-
gereicht hat; dabei beträgt der Verzugszins 5 % (Art. 104 Abs. 1 OR), so-
fern das Reglement der Vorsorgeeinrichtung nicht eine andere Regelung 
kennt (BGE 149 V 106 E. 7.1 S. 107, 119 V 131 E. 4 S. 133). Massgebend 
ist in diesem Zusammenhang das bei Klageerhebung gültige Reglement 
(BGE 151 V 219 E. 3.3.1 S. 224). Für zwischen der Klageeinreichung und 
dem Zeitpunkt der Eröffnung des Urteils fällig gewordene Rentenbetreffnis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

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se läuft der Verzugszins ab dem Fälligkeitsdatum. Bei verspäteter Auszah-
lung künftiger Renten ist für die Inverzugsetzung wieder gemäss Art. 105 
Abs. 1 OR vorzugehen (zum Ganzen: SVR 2010 BVG Nr. 1 S. 1, 
9C_122/2009 E. 3.3). Die bei Klageerhebung im April 2024 gültigen Statu-
ten der Beklagten (act. II 2) sehen keine Regelung betreffend Verzugszins 
vor, weshalb die allgemeinen Regeln des OR zur Anwendung kommen. 
Damit hat die Beklagte der Klägerin für die bis zur Klageeinleitung am 
29. April 2024 (Postaufgabe [im Gerichtsdossier]) fällig gewordenen Be-
treffnisse ab diesem Zeitpunkt und für die seither fällig gewordenen Ren-
tenbetreffnisse ab jeweiligem Fälligkeitsdatum einen Verzugszins von 5 % 
zu bezahlen.

3.10 Nach dem Dargelegten ist die Klage gutzuheissen und die Beklagte 
zu verurteilen, der Klägerin ab dem 21. Februar 2022 eine den gesetzlichen 
und reglementarischen Bestimmungen entsprechende Rente der berufli-
chen Vorsorge bei einem Invaliditätsgrad von 60 % (vgl. Art. 24a Abs. 2 
BVG und Reglement Ziff. 4.1.1) zuzüglich Verzugszinsen von 5 % ab dem 
29. April 2024 für die bis dahin fällig gewordenen Rentenbetreffnisse und 
für die seitherig fällig gewordenen Betreffnisse ab dem jeweiligen Fällig-
keitsdatum zu bezahlen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG sind keine Verfahrenskosten 
zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht der obsiegenden, anwalt-
lich vertretenen Klägerin ein Anspruch auf eine Parteientschädigung zu 
(Art. 109 Abs. 1 VRPG).

Mit Kostennote vom 7. Juni 2024 macht Rechtsanwalt B.________ für ei-
nen Zeitaufwand von 24.5 Stunden Fr. 6'615.-- (24.5 Stunden x Fr. 270.--) 
geltend, zuzüglich Auslagen von Fr. 268.20 und Mehrwertsteuer von 
Fr. 554.45, total ausmachend Fr. 7'437.65. Dieser Aufwand erweist sich 
angesichts des nicht komplexen Sachverhalts und der nicht komplexen 
Rechtsfragen, dem Umstand, dass der Rechtsvertreter die Klägerin auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

- 21 -

im IV-Verfahren vertreten hat und daher bereits umfassende Aktenkennt-
nisse hatte sowie im Vergleich mit ähnlich gelagerten Fällen als deutlich 
übersetzt. Die Parteientschädigung wird daher gerichtlich auf pauschal 
Fr. 4'000.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. Diesen Betrag 
hat die Beklagte der Klägerin zu ersetzen. 

4.3 Bei diesem Verfahrensausgang ist das Rechtsschutzinteresse der 
Klägerin an der Beurteilung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege 
unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt da-
hingefallen. Folglich ist das entsprechende Verfahren als gegenstandslos 
geworden vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben (vgl. MICHEL DAUM, in 
HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 39 N. 1).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Klage wird die Beklagte verurteilt, der Klägerin ab 
Februar 2022 aus obligatorischer beruflicher Vorsorge eine den ge-
setzlichen und reglementarischen Bestimmungen entsprechende Ren-
te zuzüglich Verzugszinsen von 5 % ab dem 29. April 2024 für die bis 
dahin fällig gewordenen Rentenbetreffnisse und für die seither fällig 
gewordenen Betreffnisse ab dem jeweiligen Fälligkeitsdatum zu bezah-
len.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beklagte hat der Kläger die Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf 
pauschal Fr. 4'000.00.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer), zu erset-
zen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. November 2025, BV 200 2024 325

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4. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird vom Geschäfts-
verzeichnis abgeschrieben

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Klägerin
- Pensionskasse C.________  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48,

Postfach, 3000 Bern 14

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.