# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf8a4834-26c7-5e7f-90a5-9281234ee800
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-23
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 23.04.2014 VG.2014.00009 (VG.2014.71)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2014-00009_2014-04-23.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 23. April 2014

  
	
   

  
	
   

  
	
  II. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2014.00009

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer

    

  

  
	
   

  
	
  vertreten durch Rechtsanwalt B.______

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    IV-Stelle Glarus

    	
    Beschwerdegegnerin

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Invalidenrente

  
	
   

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I. 

  
	
  1. 

  
	
  1.1 A.______, geboren am […], verletzte sich am
  21. Mai 1998 bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn. Am
  19. Mai 1999 meldete er sich bei der IV-Stelle Glarus (nachfolgend:
  IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Die
  IV-Stelle sprach ihm mit Verfügung vom 1. Mai 2001 ab
  1. Mai 1999 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze
  Invalidenrente zu.

  
	
   

  
	
  1.2 In den Jahren 2006 und 2011 wurde jeweils eine
  Rentenrevision durchgeführt. Die IV-Stelle teilte A.______ am
  8. Februar 2006 sowie am 19. April 2011 mit, bei der
  Überprüfung des Invaliditätsgrads hätten keine rentenbeeinflussenden Änderungen
  festgestellt werden können, weshalb weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente
  bestehe.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Am 25. April 2012 wurde erneut eine
  Rentenrevision eingeleitet. Zur Überprüfung des Anspruchs auf IV-Leistungen
  gab die IV-Stelle beim Ärztlichen Begutachtungsinstitut (ABI) C.______ eine
  interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag. Diesem Gutachten vom
  29. Mai 2013 ist zu entnehmen, dass A.______ für eine körperlich
  leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu 90 % – in einem ganztägigen
  Pensum verwertbar – arbeits- und leistungsfähig sei.

  
	
   

  
	
  2.2 Die IV-Stelle teilte A.______ mit Vorbescheid vom
  11. Juni 2013 mit, dass bei ihm aufgrund der Verbesserung des
  Gesundheitszustands die zumutbare Arbeitsfähigkeit bezüglich leichten bis
  mittelschweren Tätigkeiten heute 90 % betrage. Da nach der
  Einkommensvergleichsmethode ein Invaliditätsgrad von 10 % resultiere,
  bestehe kein Rentenanspruch mehr, weshalb die Rente aufgehoben werde. Dagegen
  erhob A.______ am 19. Juni 2013 vorsorglichen und am 17. Juli 2013
  begründeten Einwand.

  
	
   

  
	
  2.3 In Bestätigung des Vorbescheids stellte die IV-Stelle
  mit Verfügung vom 17. Januar 2014 die Rente auf Ende des der
  Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  A.______ gelangte mit
  Beschwerde vom 23. Januar 2014 ans Verwaltungsgericht und
  beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 17. Januar 2014 und dass
  ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten sei; alles unter Kosten-
  und Entschädigungsfolgen zu Lasten der IV-Stelle.

  
	
   

  
	
  Die IV-Stelle schloss am
  10. März 2014 auf Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  II. 

  
	
  1.

  
	
  Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 69 Abs. 1
  lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom
  19. Juni 1959 (IVG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde
  zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die
  Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des
  Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom
  6. Oktober 2000 (ATSG) ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder
  längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit
  ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
  psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung sowie
  Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten
  auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1
  ATSG).

  
	
   

  
	
  2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem
  Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente,
  bei einem solchen von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
  mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und ab mindestens 70 %
  auf eine ganze Rente. Für die Bestimmung des
  Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
  Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
  und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
  bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zum
  Erwerbseinkommen gesetzt, welches sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
  geworden wäre (Art. 16 ATSG).

  
	
   

  
	
  2.3 Wie körperliche können auch geistige
  Gesundheitsschäden eine Invalidität im gesetzlichen Sinn bewirken. Zu
  Letzteren zählen neben den eigentlichen Geisteskrankheiten auch seelische
  Abwegigkeiten mit Krankheitswert (BGE 130 V 352 E. 2.2.1). Von
  einer invalidisierenden psychischen Störung kann indessen nur bei Vorliegen eines
  medizinischen Substrats gesprochen werden, das durch einen Facharzt schlüssig
  festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich
  beeinträchtigt. Namentlich darf das klinische Beschwerdebild nicht einzig in
  Beeinträchtigungen bestehen, welche von belastenden psychosozialen oder soziokulturellen
  Faktoren herrühren, sondern hat davon psychiatrisch zu unterscheidende
  Befunde zu umfassen, wie etwa eine von depressiven Verstimmungszuständen klar
  unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinn oder einen damit
  vergleichbaren psychischen Leidenszustand (BGE 127
  V 294 E. 5a).

  
	
   

  
	
  2.4
  Invalidenrechtlich nicht als relevant gelten Beeinträchtigungen der
  Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten
  Willens, Arbeit in ausreichendem Masse zu verrichten, zu vermeiden vermöchte.
  Das Mass des Forderbaren muss dabei weitgehend objektiv bestimmt werden. Es
  ist somit festzustellen, ob und in welchem Masse ein Versicherter infolge
  seines geistigen Gesundheitsschadens auf dem ihm nach seinen Fähigkeiten
  offenstehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt erwerbstätig sein kann. Dabei
  kommt es darauf an, welche Tätigkeit ihm zugemutet werden darf. Zur Annahme
  einer durch einen geistigen Gesundheitsschaden verursachten
  Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass der Versicherte nicht hinreichend
  erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung
  der Arbeitsfähigkeit sei ihm sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als
  alternative Voraussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar
  (BGE 135 V 201 E. 7.1.1).

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Gemäss
  Art. 17 Abs. 1 ATSG ist eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch
  hin für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der
  Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert. Eine Revision
  wird von Amtes wegen durchgeführt, wenn sie im Hinblick auf eine mögliche
  erhebliche Änderung des Invaliditätsgrads bei der Festsetzung der Rente auf
  einen bestimmten Termin in Aussicht genommen worden ist oder wenn Tatsachen
  bekannt oder Massnahmen angeordnet werden, die eine erhebliche Änderung des
  Invaliditätsgrads als möglich erscheinen lassen (Art. 87 Abs. 1
  der Verordnung über die Invalidenversicherung vom
  17. Januar 1961 [IVV]).

  
	
   

  
	
  3.2 Ein
  Revisionsgrund, d.h. eine für den Rentenanspruch massgebliche Veränderung der
  Verhältnisse, ist unter anderem bei einer Besserung oder Verschlechterung des
  Gesundheitszustands gegeben, aber auch bei einer Erhöhung oder Verminderung
  des massgeblichen Validen- oder Invalideneinkommens sowie bei einer Änderung
  der spezifischen Arbeitsfähigkeit. Keinen Revisionsgrund stellt hingegen eine
  nur vorübergehende Änderung des Gesundheitszustands oder die unterschiedliche
  Beurteilung eines im Wesentlichen unveränderten (medizinischen) Sachverhalts
  dar (BGer-Urteil 9C_767/2008 vom 3. Oktober 2008 E. 1.2). Bei
  gleich gebliebenen tatsächlichen Verhältnissen muss ein Revisionsgrund, welcher
  zur Herabsetzung oder zur Aufhebung der Invalidenrente führt, somit aktenmässig
  zuverlässig ausgewiesen sein (BGer-Urteil 9C_552/2007 vom
  17. Januar 2008 E. 3.1.2). 

  
	
   

  
	
  Identisch gebliebene
  Diagnosen schliessen eine revisionsrechtlich erhebliche Steigerung des
  tatsächlichen Leistungsvermögens (Arbeitsfähigkeit) – sei es aufgrund eines
  objektiv geminderten Schweregrads desselben Leidens, sei es aufgrund verbesserter
  Leidensanpassung der versicherten Person – nicht aus. Ob eine derartige
  tatsächliche Änderung oder aber eine revisionsrechtlich unbeachtliche abweichende
  ärztliche Einschätzung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustands
  vorliegt, bedarf – auch mit Blick auf die mitunter einschneidenden Folgen für
  die versicherte Person – einer sorgfältigen Prüfung. Dabei gilt der
  Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, wobei die blosse Möglichkeit
  einer Verbesserung tatsächlicher Art nicht genügt (BGer-Urteil 8C_458/2009
  vom 2. November 2009 E. 3.2).

  
	
   

  
	
  3.3 Zur Ermittlung der Revisionsvoraussetzungen
  ist grundsätzlich der Sachverhalt der ursprünglichen Rentenverfügung mit den
  aktuellen Verhältnissen im Zeitpunkt der Neubeurteilung zu vergleichen. Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer
  anspruchserheblichen Änderung bildet rechtsprechungsgemäss die letzte (der
  versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer
  materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
  Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
  Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den
  erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4).
  Vorliegend ist somit der Sachverhalt vom 1. Mai 2001 (ursprüngliche
  Rentenverfügung) mit demjenigen vom 17. Januar 2014 (rentenaufhebende
  Verfügung) zu vergleichen.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Nach
  dem für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren
  geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung haben Versicherungsträger und
  Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
  Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren
  bedeutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem
  sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die
  verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
  gestatten. Insbesondere darf es bei
  einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht
  erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe
  anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These
  abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).

  
	
   

  
	
  4.2 Es
  ist Aufgabe des Arztes, sämtliche Auswirkungen einer Krankheit oder eines
  Unfalls auf den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und
  dazu Stellung zu nehmen, bezüglich welcher konkreten Tätigkeiten und in
  welchem Umfang sie arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann
  eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
  Arbeitsleistungen der versicherten Person im Hinblick auf ihre persönlichen
  Verhältnisse noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4).
  

  
	
   

  
	
  4.3 Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen
  Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen
  umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
  Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der
  untersuchten Person auseinandersetzt, was vor allem bei psychischen
  Fehlentwicklungen nötig ist, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinanderset­zung
  mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der
  medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die
  Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in einer Weise begründet sind,
  dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, sowie ob
  der Experte nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche ihm
  die Beantwortung der Fragen erschweren, gegebenenfalls deutlich macht.
  Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft
  eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
  gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). 

  
	
   

  
	
  4.4 Dennoch hat es die
  Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar
  erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten
  Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. Den im Rahmen des
  Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche
  aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in
  die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen
  Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen,
  solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
  sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4). Dagegen entspricht es einer
  allgemeinen Erfahrung, dass Hausärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche
  Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen
  (Ulrich Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
  Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
  2. A., Zürich/Basel/Genf 2010, S. 353).

  
	
   

  
	
  4.5 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im
  Beschwerdefall – der Richter dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen
  annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im
  Sozialversicherungsrecht hat der Richter dabei seinen Entscheid – sofern das
  Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht – nach dem Beweisgrad der
  überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines
  bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat
  vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die er von allen möglichen
  Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 119 V 7
  E. 3c/aa, mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass sich sein
  Gesundheitszustand in somatischer wie auch in psychiatrischer Hinsicht seit
  dem Unfall nicht wesentlich verbessert habe. So handle es sich beim
  ABI-Gutachten um den klassischen Fall einer unterschiedlichen Beurteilung der
  Arbeits(un)fähigkeit bei gleichgebliebenem medizinischem Sachverhalt. Ihm
  gehe es psychisch eher schlechter, was aus dem neuesten ärztlichen Bericht
  ersichtlich sei. Zudem könne das ABI-Gutachten nicht restlos überzeugen, da
  bezüglich der Schmerzverarbeitungsstörung eine Auseinandersetzung mit den
  Foerster-Kriterien fehle. Folglich habe er weiterhin Anspruch auf eine ganze
  Invalidenrente.

  
	
   

  
	
  5.2 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in erster Linie
  auf das ABI-Gutachten vom 29. Mai 2013 und geht davon aus, dass beim
  Beschwerdeführer eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustands
  vorliege. Lediglich die sich im Laufe der Jahre entwickelten Angst- und
  leichtgradige depressive Störung hätten einen Einfluss auf seine
  Arbeitsfähigkeit, welcher aber geringfügig sei und die Arbeitsfähigkeit in einer
  adaptierten Tätigkeit nur um 10 % einschränke. Eine Auseinandersetzung
  mit den Foerster-Kriterien sei zudem nicht notwendig, da die
  Schmerzverarbeitungsstörung nicht zum Katalog der pathogenetisch ätiologisch
  unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare Grundlage gehöre.
  Insgesamt sei eine anspruchsrelevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse
  eingetreten, weshalb die Invalidenrente einzustellen sei.

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  6.1 Der Beschwerdeführer liess sich als Folge des
  Verkehrsunfalls vom 21. Mai 1998, bei dem es sich um eine
  Heckauffahrkollision auf der Autobahn handelte, in der Rehaklinik D.______
  vom 16. September 1998 bis am 4. November 1998 behandeln.
  

  
	
   

  
	
  Im neurologischen
  Konsilium vom 18. September 1998 hielt Dr. med. E.______,
  Neurologie FMH, fest, dass beim Beschwerdeführer nach der milden traumatischen
  Hirnverletzung vor vier Monaten neurologisch eine leichte, möglicherweise
  zentrale vestibuläre Problematik sowie ein erhebliches Problem in der
  Bildverarbeitung bzw. dem Bewegungssehen bestehe. Im neuropsychologischen
  Bericht vom 30. September 1998 stellten
  Prof. Dr. med. F.______, Oberärztin, und lic. phil. G.______,
  Psychologin, die Diagnose eines mittelschweren Störungsbilds, Status nach
  Schädelkontusion mit HWS-Distorsionstrauma vom 22. Mai 1998 (recte: 21. Mai 1998)
  und ausgeprägter Schmerzproblematik. So liege eine deutlich eingeschränkte
  Belastbarkeit mit einem raschen Leistungseinbruch, eine stark reduzierte
  Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistung sowie eine deutliche Verlangsamung
  vor. Im psychosomatischen Konsilium vom 16. Oktober 1998 gelangten
  Dr. med. H.______, Leitender Arzt, Psychiatrie und Psychotherapie
  FMH, und I.______, Oberarzt, Psychiater, zur Diagnose, dass der
  Beschwerdeführer an einer ängstlich depressiven Angststörung (ICD-10: F43.22)
  leide. Es bestehe bei ihm eine subdepressiv-ängstliche Entwicklung nach dem
  Verkehrsunfall, welche teilweise als Anpassungsstörung verstanden werden
  könne. Hinzu komme eine innere Unzufriedenheit mit der allgemeinen
  Lebenssituation, die sich durch das Gefühl äussere, als Mensch zweiter Klasse
  behandelt zu werden, ohne dass kurzfristig Aussicht auf eine Änderung
  bestehe.

  
	
   

  
	
  Letztlich hielten
  Dr. med. J.______, Leitender Arzt, Physikalische Medizin FMH, und
  Dr. med. K.______ im Austrittsberichts vom 17. November 1998
  folgende physikalisch-funktionelle Diagnosen fest: 1. Tendomyotische
  Schmerzen gluteal rechts spondylogen ausstrahlend bis rechte Wade mit
  geringgradiger Beweglichkeitseinschränkung lumbal, ohne radikuläre Zeichen,
  bei Status nach LWS-Distorsion 22. Mai 1998 (recte: 21. Mai 1998),
  mässiggradiger Spinalkanalstenose, Diskushernie L4/L5 rechts mit Einengung
  des Recessus L5, flacher medio-lateral rechtsseitige Diskushernie L5/S1; 2.
  Mässiggradige myotendinotische cervikale Beschwerden mit mässiggradiger
  Einschränkung der HWS-Beweglichkeit vorwiegend Rotation beidseits,
  Lärmempfindlichkeit und unsicheres Bewegungssehen, verminderter konzentrativer
  Belastbarkeit und Unsicherheit, ohne radikuläre Zeichen, bei Status nach HWS-Distorsion
  22. Mai 1998 (recte: 21. Mai 1998) und
  leichtgradiger Degeneration der Bandscheibe C3/C4, unfallfremd. Der Beschwerdeführer
  zeige Einschränkungen bei langdauernder, belastender Tätigkeit mit Heben und
  Tragen und es bestehe eine leichtgradige Behinderung für langdauerndes Stehen
  und Gehen auf kompliziertem und unebenem Gelände. Hinzu komme eine
  Lärmempfindlichkeit und ein leicht gestörtes Bewegungssehen. Leider habe beim
  Beschwerdeführer kein therapeutischer Zugang gefunden werden können, da er
  auf seine Beschwerden fixiert gewesen sei. Unter Berücksichtigung aller
  Untersuchungen und Einschränkungen erachteten die begutachtenden Ärzte den
  Beschwerdeführer zu 50 % arbeitsfähig. Um die drohende Chronifizierung
  zu stoppen und den Beschwerdeführer in einen geregelten Tagesablauf
  einzugliedern, gingen sie zudem davon aus, dass eine schrittweise Steigerung
  zur vollen Arbeitsfähigkeit nach einem Monat angezeigt sei.

  
	
   

  
	
  6.2 Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
  (Suva) setzte daraufhin am 2. Dezember 1998 beim Beschwerdeführer eine
  Arbeitsfähigkeit von 50 % ab dem 5. November 1998 und eine
  Arbeitsfähigkeit von 100 % ab dem 1. Januar 1999 fest. Da der
  Beschwerdeführer diese Arbeitsfähigkeit jedoch nicht verwerten konnte, wurde
  ihm am 12. November 1998 schriftlich auf den 31. Dezember 1998 gekündigt.

  
	
   

  
	
  Der Beschwerdeführer wurde
  durch seinen Hausarzt, Dr. med. L.______, Allgemeine Medizin FMH,
  weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben. Dr. L.______ veranlasste
  zudem eine Untersuchung bei PD Dr. med. M.______, Chefarzt der
  Rehaklinik N.______. Dieser hielt in seinem Bericht vom
  10. August 1999 fest, dass der Beschwerdeführer an einer Contusio
  facialis/capitis, einer leichten traumatischen Hirnverletzung und einer
  HWS-Distorsion leide. Weiter bestünden ein zervikozephales Syndrom,
  neuropsychologische Defizite und eine posttraumatische Belastungsstörung. Er
  empfahl, dass der Beschwerdeführer erneut ein interdisziplinäres stationäres
  Therapieprogramm für die Dauer von vier bis sechs Wochen absolvieren solle,
  damit anschliessend eine stationäre berufliche Abklärung durchgeführt werden
  könne, welche jedoch zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund seines
  Gesundheitszustands nicht erfolgreich verlaufen würde.

  
	
   

  
	
  In der Folge liess sich
  der Beschwerdeführer vom 12. Oktober 1999 bis
  9. November 1999 in der Rehaklinik N.______ behandeln. Im Austrittsbericht
  vom 9. Dezember 1999 gelangten PD Dr. M.______,
  Dr. med. O.______, Abteilungsarzt, und Dr. med. P.______,
  Stv. Oberärztin, zu denselben Diagnosen, welche
  PD Dr. M.______ in seinem Bericht vom 10. August 1999
  festhielt. Weiter führten sie aus, dass der Beschwerdeführer zurzeit
  100 % arbeitsunfähig sei und voraussichtlich auch in den nächsten
  Monaten nicht in der Lage sein werde, den Anforderungen einer Berufsabklärung
  nachzukommen. Zudem empfahlen sie, nach intensiver Psychotherapie und
  entspannenden physiotherapeutischen Massnahmen eine Neubeurteilung der
  Arbeitsfähigkeit, insbesondere bezüglich einer Berufsabklärung durch die IV,
  durchzuführen. Diese Einschätzung des Gesundheitszustands und der Arbeitsunfähigkeit
  bestätigen Dr. O.______ und Dr. P.______ im Bericht vom
  16. März 2000 zuhanden der Beschwerdegegnerin. Weiter bejahten sie, dass
  die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers durch medizinische Massnahmen
  verbessert werden könne und solche angezeigt seien, er jedoch keine schweren
  Lasten mehr heben und keine Arbeiten über Kopf und in wechselnden
  Körperpositionen ausüben könne.

  
	
   

  
	
  Im ärztlichen Zwischenbericht
  vom 29. November 2000 führte Dr. L.______ aus, dass die
  Diagnosen unverändert geblieben seien und das Beschwerdebild des Beschwerdeführers
  stationär und äusserst therapierefraktär sei. Dessen Belastbarkeit sei
  äusserst gering und er leide an chronischen zervikozephalen Schmerzen, Konzentrationsstörungen
  sowie bei kleinen Alltagsbelastungen an Angstattacken, Schlafstörungen und
  Restless Legs. Durch die persistierende und ebenfalls therapierefraktäre
  Angststörung sei der Beschwerdeführer unfähig, normal zu kommunizieren oder
  auch einfache Tätigkeiten mit der nötigen Konzentration und Durchhaltevermögen
  durchzuhalten. Die Behandlung durch Physiotherapie und Psychotherapie sei aufgrund
  des therapierefraktären Verlaufs abgebrochen worden. Der Beschwerdeführer sei
  für jegliche Tätigkeit voll arbeitsunfähig und eine Berufsabklärung sei zum
  jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

  
	
   

  
	
  6.3 Mit Verfügung vom 26. Januar 2001 sprach
  die Suva dem Beschwerdeführer ab 1. Januar 2001 eine ganze
  Invalidenrente zu. Auch die Beschwerdegegnerin führte eine Rentenprüfung
  durch und verfügte am 1. Mai 2001 ebenfalls eine ganze Invalidenrente
  mit Wirkung ab 1. Mai 1999. 

  
	
   

  
	
  6.4 Bei den in den Jahren 2006 und 2011 durchgeführten
  Rentenrevisionen, welche ohne eingehende medizinische Abklärungen und
  grundsätzlich nur unter Einholung von hausärztlichen Berichten erfolgten,
  konnten bei der Überprüfung des Invaliditätsgrads keine
  rentenbeeinfllussenden Änderungen festgestellt werden. So teilte die Beschwerdegegnerin
  dem Beschwerdeführer am 8. Februar 2006 sowie am 19. April 2011
  mit, dass er weiterhin bei einem Invaliditätsgrad von 100 % Anspruch auf
  eine ganze Invalidenrente habe.

  
	
   

  
	
  6.5 Am 25. April 2012 leitete die Beschwerdegegnerin
  erneut eine Rentenrevision ein und liess beim Ärztlichen
  Begutachtungsinstitut (ABI) C.______ eine polydisziplinäre medizinische
  Untersuchung durchführen. Beim Erlass der rentenaufhebenden Verfügung vom
  17. Januar 2014 stützte sich die Beschwerdegegnerin sodann im Wesentlichen
  auf das interdisziplinäre, d.h. allgemeininternistische, psychiatrische,
  rheumatologische, neurologische und neuropsychologische Gutachten des ABI vom
  29. Mai 2013, welches durch Dr. med. Q.______, Allgemeine
  Innere Medizin FMH, Dr. med. R.______, Psychiatrie und
  Psychotherapie FMH, Dr. med. S.______, Fachärztin für
  Rheumatologie, Dr. med. T.______, Facharzt für Neurologie, und
  lic. phil. U.______, Psychologe und Neuropsychologe, erstattet
  wurde.

  
	
   

  
	
  Bei der allgemeininternistischen
  Untersuchung durch Dr. Q.______ konnten keine Befunde erhoben werden,
  welche einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers haben.
  Aufgrund der Untersuchungsbefunde und der anamnestischen Angaben hätten sich
  zudem auch keine Hinweise für eine frühere, länger andauernde, höhergradige
  Arbeitsunfähigkeit wegen eines internistischen Leidens ergeben.

  
	
   

  
	
  Bei der durch
  Dr. R.______ erfolgten psychiatrischen Untersuchung wurde festgehalten,
  dass der Beschwerdeführer an Angst und depressiver Störung gemischt leide. Er
  zeige eine leicht belegte Stimmungslage, Vermeidungsverhalten und Ängste. Aus
  psychiatrischer Sicht sei dadurch die Arbeitsfähigkeit um 10 %
  eingeschränkt. Da der Beschwerdeführer überaus lärmempfindlich wirke, müsse
  die 90%ige Arbeitsfähigkeit unter den Bedingungen eines ruhigen
  Arbeitsplatzes erfolgen. Weiter leide er an einer
  Schmerzverarbeitungsstörung, welche die nicht ausreichend objektivierbaren
  somatischen Beschwerden erkläre. Ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestehe
  dadurch aber nicht.

  
	
   

  
	
  Die rheumatologische und
  die neurologische Untersuchungen, welche durch Dr. S.______ und
  Dr. T.______ vorgenommen wurden, ergaben, dass der Beschwerdeführer an
  einem chronischen zervikospondylogenen Schmerzsyndrom leide. Die objektiven
  Beschwerden seien weitgehend unauffällig und für die von ihm angegebenen
  Beschwerden habe sich kein morphologisches Korrelat gefunden. Auch am
  peripheren Nervensystem seien keine Anzeichen einer radikulären Symptomatik
  vorhanden, weshalb aus rheumatologischer wie auch aus neurologischer Sicht
  die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für eine körperlich leichte bis mittelschwere
  Tätigkeit nicht eingeschränkt sei. 

  
	
   

  
	
  Die neuropsychologische
  Untersuchung durch Dr. U.______ war von Inkonsistenzen und Zeichen von
  Selbstlimitierung geprägt gewesen, weshalb keine neuropsychologischen
  Diagnosen gestellt werden konnten. Eine neuropsychologische Störung, welche
  auf eine organische Ursache zurückzuführen gewesen wäre, wurde nicht festgestellt.

  
	
   

  
	
  Zusammenfassend hielten
  die Gutachter folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest:
  Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2). Ohne Einfluss auf die
  Arbeitsfähigkeit diagnostiziert wurden eine Schmerzverarbeitungsstörung bei
  Schleudertrauma vom 21. Mai 1998 (ICD-10: F54) mit
  ausgeprägten Verdeutlichungen in allen Untersuchungen sowie ein chronisches
  zervikospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10: M53.1) ohne Dysbalancen der
  Schultergürtelmuskulatur, ohne Hinweise für eine radikuläre Symptomatik, mit
  radiologisch und kernspintomographisch unauffälligem Befund sowie mit
  Schädelprellung und Nasenbeinfraktur. Insgesamt sei der Beschwerdeführer aus
  polydisziplinärer Sicht für eine körperlich leichte bis mittelschwere
  Tätigkeit zu 90 % arbeits- und leistungsfähig, verwertbar in einem
  ganztägigen Pensum mit etwas vermehrten Pausen.

  
	
   

  
	
  6.6 Dr. med. V.______, Rheumatologie sowie
  Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, vom regionalen ärztlichen
  Dienst (RAD) der IV, teilte der Beschwerdegegnerin am 10. Juni 2013
  und am 19. Juli 2013 mit, dass dem Gutachten des ABI gefolgt werden
  könne. So habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in
  psychiatrischer Hinsicht sehr wohl verbessert, weshalb ihm eine leichte bis
  mittelschwere Tätigkeit in bezüglich Lärmbelastung ruhiger Umgebung zu
  90 %, ganztags verwertbar, zumutbar sei.

  
	
   

  
	
  6.7 Der Beschwerdeführer wurde von seinem Hausarzt
  Dr. L.______ zur ambulanten Behandlung an die Psychiatrie des Spitals
  W.______ überwiesen. Im Arztbericht vom 25. September 2013 führte
  X.______, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, aus, dass der Beschwerdeführer
  an einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome
  (ICD-10: F32.2) und an einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach
  Extrembelastung (ICD-10: F62.0) leide, weshalb er 100 % arbeitsunfähig
  sei.

  
	
   

  
	
  7.

  
	
  7.1 Vorliegend ist strittig und zu prüfen, ob sich der
  Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Verfügungszeitpunkt am
  17. Januar 2014 im Vergleich mit demjenigen am 1. Mai 2001 in
  rentenbeeinflussender Weise verbessert hat, respektive ob sich die
  tatsächlichen Verhältnisse überhaupt geändert haben, was rechtfertigen würde,
  die bisherige ganze Invalidenrente aufzuheben. 

  
	
   

  
	
  7.2 Wie bereits ausgeführt, stützte sich die
  Beschwerdegegnerin auf das Gutachten des ABI, in welchem die Gutachter von
  einer Verbesserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ausgehen.
  Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach es sich vorliegend um
  eine unterschiedliche Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit bei
  gleichgebliebenem medizinischem Sachverhalt handle, erfolgte das Vorgehen der
  Beschwerdegegnerin zu Recht, da das Gutachten in verschiedener Hinsicht zu
  überzeugen vermag.

  
	
   

  
	
  So ist einerseits aus den
  allgemeininternistischen, rheumatologischen und neurologischen Teilgutachten
  zu entnehmen, dass beim Beschwerdeführer keine objektivierbaren, die
  Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende somatische Unfallfolgen mehr vorhanden
  sind. Lediglich liege ein ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bleibendes
  chronisches zerviko-spondylogenes Schmerzsyndrom, welches keine Dysbalancen
  der Schultergürtelmuskulatur, keine Hinweise für eine radikuläre Symptomatik
  sowie einen radiologisch und kernspintographisch unauffälligen Befund mit
  Schädelprellung und Nasenbeinfraktur aufweise, vor. Bei den vom
  Beschwerdeführer geltend gemachten körperlichen Beschwerden handelt es sich
  somit nur um klinisch fassbare, aber organisch nicht nachweisbare
  Beschwerden, wonach bei ihm in physischer Hinsicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit
  auszugehen ist.

  
	
   

  
	
  Andererseits erscheinen
  auch die psychiatrischen und neuropsychologischen Teilgutachten überzeugend,
  indem ausgeführt wird, dass die bei der Rehaklinik D.______ diagnostizierte
  ängstlich-depressive Anpassungsstörung 15 Jahre später nicht mehr bestätigt
  werden könne, weshalb schon deshalb von einer Verbesserung des
  Gesundheitszustands auszugehen ist. Weiter liess sich der Beschwerdeführer
  seit dem Verkehrsunfall grundsätzlich nicht psychiatrisch behandeln, sodass
  angenommen werden kann, dass bei ihm kein höhergradiges psychisches Leiden vorhanden
  ist. Da bei den ABI-Untersuchungen zudem vermehrt aggravatorisches Verhalten
  und Verdeutlichungstendenzen festgestellt werden konnten, weder die beklagten
  Beschwerden noch die objektiven Untersuchungsbefunde auf eine schwere psychische
  Störung hindeuten und die neuropsychologischen Einschränkungen nicht mit
  einer organischen Hirnverletzung zu vereinbaren waren und sind, ist es
  nachvollziehbar, dass auch die ursprünglich von der Rehaklinik N.______
  diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung mit neuropsychologischer
  Leistungseinschränkung nicht mehr bestätigt werden kann. Die Gutachter
  stellten beim Beschwerdeführer aufgrund dessen Zustandsbilds lediglich noch
  eine Angst- und depressive Störung gemischt, die eine Arbeitsunfähigkeit von
  10 % zur Folge haben, sowie eine Schmerzverarbeitungsstörung bei
  Schleudertrauma vom 21. Mai 1998 mit ausgeprägten Verdeutlichungen
  in allen Untersuchungen fest. Da es sich bei der diagnostizierten
  Schmerzverarbeitungsstörung um eine Verhaltensauffälligkeit mit körperlichen
  Störungen und Faktoren, welche keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat,
  und nicht um eine somatoforme Schmerzstörung, ein psychisches Leiden mit Krankheitswert,
  handelt, erübrigte sich zudem entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers
  eine Auseinandersetzung mit den Foerster-Kriterien (vgl. BGer-Urteil
  8C_567/2009 vom 17. September 2009 E. 5).

  
	
   

  
	
  Schliesslich kann
  festgehalten werden, dass das ABI-Gutachten vom 29. Mai 2013 eine
  beweistaugliche Grundlage für die Beurteilung des Gesundheitszustands und der
  Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers darstellt. Dieses
  Gutachten beantwortet die gestellten Fragen umfassend, beruht auf allseitigen
  Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, wurde in Kenntnis
  der Vorakten abgegeben und ist in der Darlegung der medizinischen
  Zusammenhänge sowie der Schlussfolgerungen einleuchtend. Das Gutachten ist
  überzeugend und erfüllt auch diesbezüglich die durch die Rechtsprechung
  aufgestellten Kriterien (vgl. E. II/4.3).

  
	
   

  
	
  Dagegen vermag der nicht
  umfassende und praktisch unbegründete Bericht von X.______, in welchem er
  beim Beschwerdeführer eine schwere depressive Episode ohne psychotische
  Symptome und eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung
  diagnostiziert, nicht zu überzeugen, weshalb ihm nicht gefolgt werden kann. 

  
	
   

  
	
  7.3 Somit steht fest, dass beim Beschwerdeführer im
  Vergleich zum Verfügungszeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom
  1. Mai 2001 zu demjenigen vom 17. Januar 2014 von einer
  Verbesserung des Gesundheitszustands auszugehen ist. Da lediglich die
  Diagnosen Angst und depressive Störung gemischt mit Auswirkung auf die
  Arbeitsfähigkeit gestellt werden können, ist der Beschwerdeführer für eine
  körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu 90 %, in einem
  ganztägigen Pensum mit etwas vermehrten Pausen, arbeits- und leistungsfähig.
  Dementsprechend ist mit der Beschwerdegegnerin vom Vorliegen eines
  Revisionsgrunds auszugehen. Die von ihr vorgenommene Berechnung des
  Invaliditätsgrads wurde zu Recht nicht beanstandet. Gemäss der Verfügung vom
  17. Januar 2014 besteht nach Zustellung der Verfügung auf Ende des
  folgenden Monats, vorliegend somit auf Ende Februar 2014, kein Rentenanspruch
  mehr.

  
	
   

  
	
  Demgemäss ist die
  Beschwerde abzuweisen.

  
	
   

  
	
  III. 

  
	
  Nach Art. 69
  Abs. 1bis IVG hat die Partei, welche im Beschwerdeverfahren
  unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Entsprechend dem Ausgang des
  Verfahrens ist dem Beschwerdeführer eine Gerichtsgebühr von pauschal Fr. 600.-
  aufzuerlegen, die mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
  verrechnen ist. Eine Parteientschädigung steht dem Beschwerdeführer nicht zu
  (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Dem
    Beschwerdeführer wird eine pauschale Gerichtsgebühr von Fr. 600.- auferlegt,
    welche mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe
    verrechnet wird.

    
	
    3.

    	
    Eine Parteientschädigung wird
    nicht zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]