# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 548b47a6-1359-5f6b-93a2-10b45dbc40ce
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LC240044-O1
**Docket/Reference:** LC240044-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LC240044-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LC240044-O/U 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichterin lic. iur. 

R. Bantli Keller sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. D. Tolic Hamming

Beschluss und Urteil vom 10. Dezember 2024

in Sachen

A._____,

Gesuchsteller und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____,

gegen

B._____,

Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Y._____,

betreffend Ehescheidung

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes (10. Abteilung) des Bezirks-

gerichtes Zürich vom 12. August 2024; Proz. FE220447

- 2 -

"Rechtsbegehren des Gesuchstellers:
(act. 105)

1.

2.

3.

4.

Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.

Es seien die gemeinsamen Kinder der Parteien, C._____, geb. tt.mm.2011, 
D._____, geb. tt.mm.2013, und E._____, geb. tt.mm.2017, unter der gemeinsamen 
elterlichen Sorge der Parteien zu belassen. 

Es sei die Obhut über die Kinder C._____, geb. tt.mm.2011, D._____, 
geb. tt.mm.2013, und E._____, geb. tt.mm.2017, den Parteien je zur Hälfte zuzutei-
len, wobei vorerst entsprechend den nachfolgenden Anträgen ein schrittweiser Wie-
deraufbau des Kontakts zwischen den Kindern und dem Kläger zu etablieren sei.

Es sei für die Kinder für eine Übergangszeit von sechs Monaten das folgende Be-
suchsrecht festzulegen:

Der Kläger ist berechtigt, die Kinder C._____, D._____ und E._____ wie folgt zu 
sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen:

– jeweils jedes zweite Wochenende von Samstag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 

18.00 Uhr; wobei die Beklagte die Kinder zum Kläger bringt und der Kläger 
die Kinder wieder nach Hause bringt;

– jeweils am 25. Dezember und am 1. Januar;
– in den Sport-, Frühlings-, Herbst- und Weihnachtsferien während je einer Wo-
che, in den Sommerferien während zwei (gerade Jahre) bzw. drei Wochen 
(ungerade Jahre).

Weiter ist der Kläger berechtigt, mit den Kindern wöchentlich während 15 Minu-
ten einen Videoanruf durchzuführen.

Die Geburtstage verbringen die Kinder alternierend bei beiden Eltern, jeweils in 
geraden Jahren bei der Beklagten und in ungeraden Jahren beim Kläger. 

Nach Abschluss der Übergangsphase sei für die Kinder die folgende Betreuungsre-
gelung festzulegen:

Die Parteien übernehmen die Betreuung der Kinder je zur Hälfte, wobei sie je-
weils am Montag vom einen in den anderen Haushalt wechseln. Sie gehen am 
Montagmorgen vom einen Haushalt in die Schule und von dort nach Schul-
schluss direkt bzw. nach dem Hort zum anderen Elternteil.

Der Kläger übernimmt die Betreuung der Kinder in den geraden Wochen, die Be-
klagte in den ungeraden.

Jeder Elternteil hat das Recht, während der Betreuungswoche des anderen, ein-
mal wöchentlich während 15 Minuten mit den Kindern zu telefonieren oder einen 
Videoanruf durchzuführen.

In Abänderung der Dispositivziffer 2 des Entscheids der KESB Stadt Zürich vom 
8. Juni 2022 seien beide Eltern für berechtigt zu erklären, an den Schulfesten und 
weiteren Anlässen der Kinder teilzunehmen.

 
- 3 -

Weiter sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger für die Dauer seines Besuchs-
rechts bzw. seiner Betreuungszeit die Identitätskarten der Kinder auszuhändigen. 

Es sei für den Wiederaufbau des Kontakts zwischen dem Kläger und den Kindern 
die Fortführung des Auftrags an Frau F._____, G._____, anzuordnen. Es sei Frau 
F._____ der Auftrag zu erteilen, zusammen mit allen Familienmitgliedern und ins-
besondere beiden Eltern darauf hinzuarbeiten, dass zukünftig regelmässige Besu-
che stattfinden und eine alternierende Obhut etabliert werden kann.

Es sei der Beklagten unter Androhung einer Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 
StGB oder einer zivilrechtlichen Ordnungsbusse die Weisung zu erteilen, an den 
Gesprächen und Terminen mit Frau F._____ mitzuwirken.

Es sei die mit Eheschutzentscheid des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juli 2019 an-
geordnete und mit Beschluss der KESB Stadt Zürich vom 29. August 2019 errich-
tete Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB für die Kinder 
C._____, D._____ und E._____ fortzuführen.

Es seien der Beistandsperson die bestehenden, letztmals mit Beschluss der KESB 
Stadt Zürich vom 8. Juni 2022 angepassten Aufgaben zu belassen.

Es seien die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV/IV-Renten 
entsprechend der Obhutszuteilung anzurechnen.

Es sei festzustellen, dass beide Parteien nicht über ausreichend finanzielle Mittel 
verfügen, um Kinderunterhaltsbeiträge zu bezahlen.

5.

6.

7.

8.

9.

10. Es sei das monatliche Manko im Bedarf der Kinder im Dispositiv des Scheidungsur-

teils festzuhalten.

11. Es sei festzustellen, dass mangels Leistungsfähigkeit gegenseitig kein nacheheli-

cher Unterhalt geschuldet ist.

12. Es seien die während der Ehe geäufneten Vorsorgeguthaben der Parteien nach 

Vorgabe des Gesetzes hälftig zu teilen.

13. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen.

14. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7% bzw. 8.1% Mehrwert-

steuer zu Lasten der Beklagten.

Rechtsbegehren der Gesuchstellerin:
(act. 87 und 107)

1.

2.

Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden.

Es seien die gemeinsamen Kinder der Parteien, C._____, geb. tt.mm.2011, 
D._____, geb. tt.mm.2013 und E._____, geb. tt.mm.2017 unter die alleinige elterli-
che Sorge der Beklagten zu stellen.

- 4 -

3.

4. 

5.

6.

7.

8.

9.

Es sei das Besuchs- und Ferienrecht für die beiden Söhne C._____ und D._____ 
mindestens so lange zu sistieren, bis aus Sicht der zuständigen Fachperson der 
G._____ eine Wiederaufnahme des Besuchs- und Ferienrechts mit dem Kindswohl 
und den Kinderrechten vereinbar ist. Dabei soll die schrittweise Wiederaufnahme 
der Kontakte nach den Empfehlungen der G._____ durchgeführt werden.

Es sei das Besuchs- und Ferienrecht für E._____ so lange zu sistieren, bis aus 
Sicht der zuständigen Fachperson eine Wiederaufnahme eines Besuchsrechts mit 
dem Kindswohl und den Kinderrechten vereinbar ist.

Eventualiter: Sei ein begleiteter Besuch von E._____ von vier Stunden auf unbe-
stimmte Zeit zu installieren.

Die wöchentlichen Telefonkontakte seien zu sistieren.

Es sei die mit Eheschutzentscheid des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juli 2019 er-
richtete Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB für die Kinder 
C._____, D._____ und E._____ fortzuführen, und es seien die bestehenden, letzt-
mals mit Beschluss der KESB Stadt Zürich vom 8. Juni 2022 angepassten, Aufga-
ben der Beiständin zu belassen.

Eventualiter: Für den Fall, dass das Gericht den Antrag der Beklagten auf alleinige 
elterliche Sorge nicht gutheissen sollte, sei die Beistandschaft wie folgt zu erwei-
tern:

Es sei die Beiständin zu ermächtigen, für das gesundheitliche Wohl der Kinder not-
wendige Entscheidungen zu treffen, soweit die Parteien nicht in der Lage sind, zeit-
nah eine Regelung zu finden. Sie wird ausdrücklich beauftragt, die Koordination der 
Hilfestellung zu übernehmen. 

Es seien die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV/IV-Renten 
der Beklagten anzurechnen.

Es sei der Kläger zu verpflichten, folgende Unterhaltsbeiträge für seine Kinder bis 
zum Abschluss der Erstausbildung zu bezahlen:

Für C._____: 
Für D._____:

CHF 627.00
CHF 777.00

Für E._____:

CHF 432.00

Darüber hinaus sei der Kläger zu verpflichten, die Hälfte von ausserordentlichen 
Kinderkosten von mehr als CHF 150.00 pro Ausgabeposten (z.B. Zahnarztkosten, 
ungedeckte Gesundheitskosten, Kosten für schulische (Förderungs-)massnahmen 
etc.), zur Hälfte zu übernehmen, sofern sich die Parteien vorgängig über die aus-
serordentlichen Ausgaben geeinigt haben und nicht Dritte wie insbesondere Versi-
cherungen dafür aufkommen.

Es sei das monatliche Manko im Bedarf der Kinder in das Urteil aufzunehmen.

Es sei festzustellen, dass mangels Leistungsfähigkeit der Parteien kein nacheheli-
cher Unterhalt bezahlt werden kann.

- 5 -

10. Es sei auf die Teilung der während der Ehe geäufneten Vorsorgeguthaben der Par-

teien gestützt auf Art. 124b Abs. 2 zu verzichten.

11. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen, wobei der Kläger zu 
verpflichten sei, der Beklagten einen Betrag von CHF 2'500.00 spätestens bei 
Rechtskraft der Scheidungsurteils zu bezahlen.

12. Es seien sämtliche Anträge des Klägers in seiner Klageschrift vom 31. August 2023 
abzuweisen, soweit sie nicht mit den Anträgen der Beklagten übereinstimmen.

13. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers."

1.

2.

Urteil des Bezirksgerichtes:

Die Ehe der Parteien wird geschieden.

Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2011, D._____, geboren am tt.mm.2013, und 

E._____, geboren am tt.mm.2017, werden unter der gemeinsamen elterlichen Sorge 

der Parteien belassen.

3.

Dispositivziffern  1  und  2  der  Beschlüsse  der  Kindes-  und  Erwachsenenschutzbe-

hörde der Stadt Zürich vom 8. Juni 2022 sowie Dispositivziffer 1 der Verfügung des 

Bezirksgericht Zürich vom 8. Dezember 2022 (vorsorglicher Massnahmenentscheid) 

werden  vollumfänglich  aufgehoben  und  die  Betreuung  von  C._____,  geboren  am 

tt.mm.2011,  D._____,  geboren  am 

tt.mm.2013,  und  E._____,  geboren  am 

tt.mm.2017, wird wie folgt geregelt: 

a)

Die Obhut für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2011, D._____, geboren 

am tt.mm.2013, und E._____, geboren am tt.mm.2017, wird der Gesuchstel-

lerin zugeteilt.

b)

c)

Dem Gesuchsteller wird kein Besuchsrecht für C._____ eingeräumt.

Der Gesuchsteller wird für berechtigt erklärt, die Kinder D._____ und E._____ 

einmal pro Monat für die Dauer von 4 Stunden im Rahmen von begleiteten 

Besuchen zu betreuen. 

d)

Es wird festgehalten, dass dem Gesuchsteller kein Feiertags- oder Ferienbe-

suchsrecht für D._____ und E._____ zusteht.

- 6 -

4.

Die für C._____, D._____ und E._____ mit Eheschutzurteil vom 3. Juli 2019 ange-

ordnete Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird weitergeführt und der 

Beistandsperson werden die folgenden Aufgaben und Kompetenzen erteilt:

a)

b)

c)

Unterstützung der Eltern mit Rat und Tat 

Vermittlung zwischen den Eltern bei Streitigkeiten die Kinder betreffend

Organisation von begleiteten Besuchen des Vaters (inkl. der entsprechenden 

Finanzierung) sowie bei Bedarf Festlegung der Modalitäten (etwa Zeit, Ort, 

Treffen des Vaters mit D._____ und E._____ gemeinsam oder alleine etc.)

d)

Sobald eine dem Kindeswohl entsprechende weitergehende Ausweitung oder 

Einschränkung der Besuchskontakte angezeigt erscheint, bei den zuständi-

gen Behörden Antrag auf Ausdehnung oder Einschränkung zu stellen

e)

Förderung und Sicherstellung des Informationsflusses zwischen den Eltern in 

Bezug auf die Kinder.

5.1. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, für die Kinder monatliche Unterhaltsbeiträge 

(zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Familien-, Kinder- und Ausbil-

dungszulagen) wie folgt zu bezahlen:

a)

b)

c)

C._____: CHF 648.50

D._____: CHF 864.50

E._____: CHF 424.50.

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten ei-

nes jeden Monats.

5.2. Zur Deckung des gebührenden Unterhalts (Notbedarf) von C._____, D._____ und 

E._____ fehlen CHF 162.50 pro Kind.

5.3. Die Kinderunterhaltsbeiträge basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise 

des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Juli 2024 von 107.5 Punkten (Basis De-

zember 2020 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Januar jedes Jahres, erst-

mals auf den 1. Januar 2025, dem Stand des Indexes per Ende November des Vor-

jahres anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:

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Neuer Unterhaltsbeitrag  =

alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index

alter Index

5.4. Diesem Entscheid liegen folgende finanzielle Verhältnisse der Parteien zugrunde:

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat:







Gesuchstellerin: CHF 3'702.–

(60% Pensum)

Gesuchsteller:

CHF 5'200.–

(100% Pensum; hypothetisch)

Kinder: je die Familienzulage von derzeit CHF 200.– (D._____, E._____) 
resp. CHF 250.– (C._____)

Vermögen: irrelevant

familienrechtlicher Bedarf (Notbedarf):











Gesuchstellerin:  CHF  2'415.–

Gesuchsteller: CHF 2'763.– 

C._____: 

D._____: 

E._____:

CHF 1'061.–

CHF 1'227.–

CHF  787.–

5.5. Die  Erziehungsgutschriften  für  die  Berechnung  künftiger  AHV-/IV-Renten  werden 

vollumfänglich der Gesuchstellerin angerechnet. Es ist Sache der Parteien, die be-

troffenen Ausgleichskassen entsprechend zu informieren.

6.

7.

Es werden keine nachehelichen Unterhaltsbeiträge zugesprochen.

Die Pensionskasse BVK wird angewiesen, vom Vorsorgekonto der Gesuchstellerin 

(Versicherten Nr. 1; Policen Nr. 2) den Betrag von CHF 6'969.80 auf das Vorsorge-

konto  des  Gesuchstellers  (AHV Nr. 3)  bei  der  Pensionskasse  der  H._____  AG  …, 

c/o H._____ AG …, … [Adresse], zu überweisen.

8.

Es wird festgestellt, dass die Parteien güterrechtlich vollständig auseinandergesetzt 

sind. 

9.

Alle weiteren Anträge der Parteien in der Sache und zum Verfahren werden abge-

wiesen, soweit darauf einzutreten ist und sie nicht abzuschreiben sind.

10. Die Gerichtsgebühr für diesen Entscheid wird auf CHF 9'000.– festgesetzt.

11. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

- 8 -

men. Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hinge-

wiesen.

12. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

13. Mitteilungssatz

14. Rechtsmittelbelehrung.

Berufungsanträge:

des Gesuchstellers, Klägers und Berufungsklägers (act. 146):

"1. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung, vom 12. August 2024, Ge-

schäfts-Nr. FE220447-L, sei bezüglich den Dispositiv-Ziffern 3c, 3d, 4 und 5.1, 5.2 
sowie 5.4 aufzuheben und es sei wie folgt zu entscheiden:

1.1. Es sei für die Kinder D._____, geb. tt.mm.2013, und E._____, geb. tt.mm.2017, das 

folgende Besuchsrecht festzulegen:
Phase 1:
Der Berufungskläger sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die Kinder 
D._____ und E._____ jeweils alle zwei Wochen für die Dauer von vier Stunden im 
Rahmen von begleiteten Besuchen zu treffen.

Phase 2:
Der Berufungskläger sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die Kinder 
D._____ und E._____ jeweils jeden zweiten Samstag von 10.00 Uhr bis 18:00 Uhr 
zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

Phase 3:
Der Berufungskläger sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die Kinder 
D._____ und E._____ wie folgt zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen:
- jeweils jedes zweites Wochenende von Samstag von 10.00 Uhr, bis 

Sonntag,18:00 Uhr; wobei die Beklagte die Kinder zum Kläger bringt und der Klä-
ger die Kinder wieder nach Hause bringt; 
- jeweils am 25. Dezember und am 1. Januar; 
- in den Sport-, Frühlings-, Herbst- und Weihnachtsferien während je 

einer Woche, in den Sommerferien während zwei (gerade Jahre) bzw. drei Wo-
chen (ungerade Jahre). 

Es sei der Berufungskläger für berechtigt und verpflichtet zu erklären, mit den Kin-
dern D._____ und E._____ jeweils einmal pro Woche einen Videoanruf zu führen. 

Über den Zeitpunkt des Wechsels von Phase 1 zur Phase 2 bzw. von der Phase 2 
zur Phase 3 entscheidet die jeweilige Beistandsperson der Kinder. 

1.2. Der Beistandsperson seien die folgenden Aufgaben und Kompetenzen zu erteilen: 

a)
b)

Unterstützung der Eltern mit Rat und Tat
Vermittlung zwischen den Eltern bei Streitigkeiten die Kinder betreffend

- 9 -

c)

d)

e)

f)

Organisation von begleiteten Besuchen des Vaters (inkl. der 
entsprechenden Finanzierung) sowie bei Bedarf Festlegung der Modalitäten 
(etwa Zeit, Ort, Treffen des Vaters mit D._____ und E._____ gemeinsam oder 
alleine etc.)
Entscheid über den Zeitpunkt des Wechsels zwischen den in 
Dispositiv-Ziffer 3c festgelegten Phasen des Besuchsrechts und gegebenen-
falls Beantragung einer weiteren Ausweitung des Besuchsrechts bei der zu-
ständigen Behörde
Förderung und Sicherstellung des Informationsflusses zwischen den Eltern in 
Bezug auf die Kinder
Vermittlung zwischen den Eltern und den Kindern in Konfliktsituationen.

1.3. Es sei festzustellen, dass der Berufungskläger mangels finanzieller Leistungsfähig-

keit nicht in der Lage ist, Kinderunterhaltsbeiträge zu bezahlen. 

Eventualiter sei der Berufungskläger zu verpflichten, für die Kinder C._____, 
D._____ und E._____ bis zur Volljährigkeit Kinderunterhaltsbeiträge (zzgl. allfälliger 
gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen) wie folgt zu bezahlen:

- für C._____:
- für D._____: 
- für E._____: 

Fr. 563.00
Fr. 779.00
Fr. 339.00

Es sei festzustellen, dass sich der Unterhalt für den Sohn D._____ und die Betreu-
ungskosten reduziert, sobald dieser wieder die Regelklasse an seinem Wohnort be-
sucht.

1.4. Es sei festzustellen, dass zur Deckung des gebührenden Unterhalts der Kinder 
C._____, D._____ und E._____ monatlich die folgenden Beträge fehlen: 

- für C._____:
- für D._____: 
- für E._____: 

Fr. 382.15
Fr. 598.15
Fr. 158.15

Eventualiter sei festzustellen, dass der gebührende Unterhalt der Kinder vollständig 
gedeckt ist und kein Manko besteht. 

1.5. Als Grundlage für die Unterhaltsberechnung sei von folgenden Einkommens- und 

Bedarfszahlen auszugehen: 

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Einkommen 

Berufungsbeklagte:

CHF 3'702.00

Berufungskläger:

CHF 2'614.30

Kinder: 

Bedarf:

Familienzulagen von CHF 200.00 bzw. CHF 250.00

Berufungsbeklagte:  CHF  2'415.00

Berufungskläger:

CHF 2'913.00

C._____: 

D._____: 

E._____:

CHF 1'061.00

CHF 1'227.00

CHF    787.00

2.

3.

Eventualiter sei die Sache unter Aufhebung des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 
10. Abteilung, vom 12. August 2024, Geschäfts-Nr. FE220447-L, bezüglich den 
Dispositiv-Ziffern 3c, 3d, 4 und 5.1, 5.2 sowie 5.4 an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8.1% Mehrwertsteuer für das 
zweitinstanzliche Verfahren zu Lasten der Berufungsbeklagten, evtl. zu Lasten des 
Staates. 

Prozessuale Anträge:

1.

2.

3.

Es seien die Akten der Vorinstanz, Geschäfts-Nr. FE220447-L, inklusive sämtlicher 
Beizugsakten beizuziehen. 

Es sei den Kindern der Parteien, C._____, geb. tt.mm.2011, D._____, 
geb. tt.mm.2013, und E._____, geb. tt.mm.2017, für das vorliegende Berufungsver-
fahren eine Kindesverfahrensvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO zu bestellen. 

Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Berufungskläger einen Prozesskos-
tenvorschuss in der Höhe von einstweilen CHF 5'000.00 zu bezahlen. 

Eventualiter sei dem Berufungskläger die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren 
und ihm in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsbeiständin 
zu bestellen."

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Erwägungen:

I.

1.1. Die Parteien haben am tt. Juli 2011 in I._____ ZH geheiratet und sind die El-

tern der drei Kinder, C._____, geboren tt.mm.2011, D._____, geboren tt.mm.2013 

und E._____ geboren tt.mm.2017 (act. 2). Rund sieben Jahre nach der Heirat 

trennten sie sich und leben seit dem 1. Januar 2019 getrennt. Das Getrenntleben 

wurde im Rahmen eines (ersten) Eheschutzverfahrens mit Entscheid des Bezirks-

gerichts Zürich vom 3. Juli 2019 geregelt (vgl. Proz. Nr. EE190095, act. 9/20). Be-

reits in diesem eherechtlichen Verfahren wurde der damals 8-jährige C._____ und 

der damals 6-jährige D._____ vom Gericht, unter Beizug einer psychologischen 

Fachperson, angehört (act. 9/12). Im Urteil des Eheschutzgerichtes wurde festge-

legt, dass die Kinder jeweils eine Woche bei der Mutter und eine Woche beim Va-

ter leben, und es wurde eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB an-

geordnet (act. 9/20). Unterhaltsbeiträge wurden keine festgelegt. 

Die seit Jahren zwischen den Eltern konfliktbehaftete Situation, die ab 2015 we-

gen häuslicher Gewalt des Vaters gegenüber der Mutter polizeilich aktenkundig 

ist, beruhigte sich nicht (KESB-act. 7/63). Im Gegenteil rund vier Monate nach 

dem Eheschutzentscheid vom 3. Juli 2019 gab die Kindesschutz- und Erwachse-

nenschutzbehörde Zürich (nachfolgend KESB) bzw. die Beiständin aufgrund von 

mehreren Gefährdungsmeldungen (von Nachbarn, der Beiständin) und des Vor-

wurfs des Vaters, die Söhne würden durch den neuen Lebenspartner der Mutter 

sexuell missbraucht, eine Intensivabklärung durch die Organisation J._____ in 

Auftrag. Die Intensivabklärung hatte auch die Überprüfung des Verdachts auf Ma-

nipulation der Kinder durch den Vater zum Inhalt (KESB-act. 7/76). Dem Abklä-

rungsbericht vom 29. Januar 2020 lässt sich zusammenfassend entnehmen, dass 

grosse Sorge um die Kinder bestehe. Es gehe den Kindern nicht gut, ihr Verhal-

ten sei auffällig und reiche bis zu selbstverletzenden Handlungen. Die Kinder hät-

ten den Abklärenden gegenüber gesagt, sie würden Hilfe brauchen. Aus Sorge 

um die Reaktion des Vaters wollten sie verschiedene Aussagen, die sie gemacht 

hätten, nicht aufgeschrieben wissen (act. 7/77 S. 15 unten). Die Kinder seien völ-

lig verunsichert, fühlten sich ständig schuldig und seien in ständiger Angst, was 

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sie erzählen dürften (act. 7/77 S. 16). Die Eltern würden momentan nicht in der 

Lage sein, die Bedürfnisse und Not ihrer Kinder in den Vordergrund zu stellen. 

Eine positive Beziehung zum anderen Elternteil dürfe und könne nicht möglich 

sein. Dies treffe auf Herrn A._____ noch stärker zu. Frau B._____ würde sich 

doch deutlich kooperativer zeigen. Die Kinder sollten nach Ansicht der damaligen 

Abklärenden von J._____ aus dem Spannungsfeld der Eltern herausgenommen 

und einstweilen fremdplatziert werden, dies zumal der Vater keine Problemein-

sicht zeige und von seiner Seite die Kinder sehr stark unter Druck seien. Die see-

lischen Schäden der Kinder seien bereits spürbar (act. 7/77 S. 16). Sollte es zu 

keiner Platzierung kommen, empfahlen die Abklärenden von J._____ die Obhuts-

zuteilung an die Mutter und ein begleitetes Besuchsrecht für den Vater. Die KESB 

stellte mit Beschluss vom 18. Februar 2020 die Kinder unter die Obhut der Mutter 

und ordnete gestützt auf eine Vereinbarung der Eltern ein zweiwöchentliches Be-

suchsrecht für den Vater an, mit Übergabebegleitung, für die ersten 6 Monate inkl. 

weiterer Vollbegleitung während je zwei Stunden am Samstag und Sonntag 

(KESB-act. 7/87, act. 7/93 S. 12). Gleichzeitig wurde eine sozialpädagogische Fa-

milienbegleitung installiert. Im Folgenden wurde die Familie während 3 ½ Jahren 

von wechselnden Mitarbeitenden des G._____ begleitet (act. 88/5). Die KESB 

entschied sich gegen eine Fremdplatzierung, weil es zu diesem Zeitpunkt keine 

Möglichkeit gab, die drei Kinder zusammen zu platzieren (act. 7/93 S. 8). Das par-

allel geführte Strafverfahren gegen die Mutter bzw. deren neuen Lebenspartner 

wurde rechtskräftig eingestellt. 

1.2. Das Eheschutzgericht am Bezirksgericht Zürich hatte sich nur wenige Mona-

te nach dem Beschluss der KESB vom 18. Februar 2020 erneut mit den Parteien 

zu befassen. Initiiert hatte das Abänderungsverfahren die Mutter. Nach Einholung 

verschiedener Berichte der involvierten Fachpersonen (act. 5/56 S. 14), legte das 

Eheschutzgericht in Abänderung seines Urteils vom 3. Juli 2019 bzw. des Be-

schlusses der KESB vom 18. Februar 2020 mit Urteil vom 11. August 2020 für die 

Dauer von 6 Monaten vollbegleitete Besuche der Kinder beim Vater an jedem 

zweiten Wochenende für die Dauer von 7 Stunden fest. Der Beiständin wurde die 

Aufgabe übertragen, vor Ablauf der 6 Monate über die begleiteten Besuche einen 

Bericht zu verfassen und Antrag zum Besuchsrecht für die Zukunft zu stellen 

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(act. 5/56 S. 40). Das Verhalten des Vaters wurde hauptursächlich für die nicht 

haltbare Situation genannt, weil er von den Kindern einen "Positionsbezug" ver-

lange, womit er die Kinder überfordere und massiv unter Druck setze (act. 5/56 

S. 18 f.). Weiter wurde der Vater mit dem genannten Urteil des Eheschutzgerichts 

vom 11. August 2020 zur Zahlung von Unterhaltsbeiträgen für die Kinder ver-

pflichtet (act. 5/56 S. 41). Dieses Urteil des Eheschutzgerichts am Bezirksgericht 

Zürich vom 11. August 2020 wurde mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zü-

rich, I. Zivilkammer, vom 8. Juni 2021 abgeändert. Die Abänderung des vorin-

stanzlichen Entscheides erfolgte aufgrund einer vor der Rechtsmittelinstanz ge-

schlossenen Vereinbarung der Eltern über die Betreuung der Kinder. Demgemäss 

verblieb die Betreuungsverantwortung (Obhut) für die drei Kinder bei der Mutter. 

Das Betreuungsrecht des Vaters wurde über die Dauer eines Jahres in sechs Stu-

fen kontinuierlich ausgedehnt, bis der Vater die Kinder ab dem 1. Juni 2022 jedes 

zweite Wochenende von Freitag (Schulschluss) bis Montagmorgen (Schulbeginn) 

und in den alternierenden Wochen jeweils donnerstags von Schulbeginn bis 

19 Uhr betreuen sollte (act. 6/113). Das Obergericht bestätigte sodann (grund-

sätzlich) die Unterhaltsverpflichtung des Gesuchstellers bei einem ihm anzurech-

nenden Einkommen von monatlich Fr. 5'000.-- netto (bei einem 100% Pensum; 

act. 6/113 S. 33). Der Vater zog seinen bereits vor Vorinstanz erhobenen, aber 

dort abgewiesenen Antrag auf eine Vertretung der Kinder im Sinne von Art. 299 

ZPO zurück (act. 6/113 S. 12 oben). 

1.3. Die Beiständin informierte im Folgenden über leicht positive Veränderungen 

wie eine Verbesserung in der Kommunikation und der Haltung der Eltern zueinan-

der. Nach einem unauffälligen Start der Übergabebegleitungen habe die Familien-

begleiterin jedoch anfangs September (2021) festgestellt, dass die Kinder bei den 

Übergaben massiv unter Druck gestanden seien. Die Eltern hätten aufgrund der 

Fortschritte in Abweichung zu den Abstufungen gemäss ihrer Vereinbarung vor 

Obergericht bereits per Ende des Jahres 2021 eine hälftige Betreuung der Kinder 

vereinbart (act. 7/246 S. 5 Rz 11). Im Februar 2022 habe der Vater plötzlich eine 

wochenweise Betreuung der Kinder gewünscht (und nicht mehr eine halbwö-

chentliche), andernfalls er die Kinder nicht mehr betreuen wolle (act. 7/246 S. 8 

Rz 13 oben). Die Schilderungen der beteiligten Personen zum weiteren Verlauf 

- 14 -

sind unterschiedlich, so dass der Ablauf, der schliesslich zum Kontaktabbruch 

zwischen den Kindern und dem Vater führte, sich nicht abschliessend eruieren 

lässt (act. 7/246 S. 15 Rz 12). Ab April 2022 sahen die Kinder ihren Vater im Rah-

men von einmal monatlich stattfindenden Treffen im begleiteten Besuchstreff 

K._____. 

Die KESB ordnete mit Beschlüssen vom 8. Juni 2022 insgesamt sechs vierzehn-

täglich stattfindende Besuche während jeweils zwei Stunden in einem begleiteten 

Besuchstreff an. Nach diesen sechs begleiteten Besuchen soll der Vater die Kin-

der vierzehntäglich von Samstag, 10 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, bei sich haben, 

wobei die Übergaben nach wie vor begleitet stattfinden sollten. Sodann sah die 

KESB ab 2023 Ferien der Kinder mit dem Vater von sechs bzw. sieben Wochen 

pro Jahr vor (act. 246 S. 20; act. 7/246 [C._____]; act. 8/188 [E._____]; act. 9/208 

[D._____]). Die KESB erhoffte sich mit dieser Regelung eine Beruhigung der Si-

tuation für die Kinder. 

2.1. Mit Eingabe vom 23. Juni 2022 reichte der Gesuchsteller und Berufungsklä-

ger (nachfolgend Gesuchsteller oder Berufungskläger) bei der Vorinstanz das ge-

meinsame Scheidungsbegehren ein und beantragte, es sei die Ehe unter gericht-

licher Regelung der Nebenfolgen zu scheiden (act. 1, act. 4/1). Der Berufungsklä-

ger wurde am tt.mm.2022 Vater der ausserehelichen Tochter L._____ 

(act. 13/13). Beide Parteien initiierten im Folgenden mit diversen Anträgen ein 

Verfahren auf Erlass vorsorglicher Massnahmen, welches mit Genehmigung einer 

Vereinbarung durch die Vorinstanz am 8. Dezember 2022 erledigt worden ist 

(act. 48). Dabei vereinbarten die Parteien die weitere Geltung der Besuchsrechts-

regelung gemäss Beschlüssen der KESB vom 8. Juni 2022 (E. 1.3.; act. 7/246; 

act. 8/188; act. 9/208), die Aufrechterhaltung der Beistandschaft im bisherigen 

Rahmen sowie eine angepasste Unterhaltsverpflichtung des Gesuchstellers, wel-

che vor allem dem Umstand Rechnung trug, dass der Gesuchsteller inzwischen 

Vater eines vierten Kindes geworden ist (act. 45; act. 48). 

2.2. Es folgten zahlreiche Weiterungen, die Kinder C._____ und D._____ wurden 

(erneut) angehört, mit Verfügung der Vorinstanz vom 8. Juni 2023 wurde der An-

- 15 -

trag des Gesuchstellers auf Bestellung einer Kindesvertretung abgelehnt und 

zwecks Fortführung des kontradiktorischen Verfahrens wurden die Parteirollen 

verteilt (act. 66, act. 69, act. 70, act. 71, act. 77). Am 1. September 2023 und am 

14. November 2023 gingen die Klagebegründung und die Klageantwort in der 

Hauptsache ein (act. 83 und act. 87). Mit Vorladung vom 28. November 2023 wur-

den die Parteien zur Hauptverhandlung auf den 11. April 2024 vorgeladen (act. 

91). Im Anschluss an die Hauptverhandlung zeigte die Vorinstanz den Parteien 

mit Verfügung vom 2. Mai 2024 die Durchführung des Beweisverfahrens (Kinder-

anhörung) an und wies den (erneuten) Antrag des Gesuchstellers auf Bestellung 

einer Kindesvertretung ab (act. 105 S. 4, S. 20, act. 114). Es wurden die (aktuali-

sierten) Akten der KESB und die Akten der auf Anzeige des Gesuchstellers gegen 

die Gesuchstellerin im Sommer 2023 wegen Abgabe von ADHS-Medikamenten 

ohne ärztliche Verordnung an D._____ eingeleiteten Strafuntersuchung beigezo-

gen (act. 114, act. 116-119). Am 15. Mai 2024 fand die Kindesanhörung von 

D._____ und E._____ statt (act. 121 act. 122). Die Parteien konnten zum Bewei-

sergebnis Stellung nehmen und ihre Schlussvorträge erstatten (act. 127, act. 131, 

act. 134). Am 12. August 2024 erging das erstinstanzliche Urteil (act. 140 = act. 

147/1 = act. 148 [nachfolgend nur noch als act. 148 zitiert]). 

2.3. Mit Eingabe vom 16. September 2024 erhob der Berufungskläger rechtzeitig 

Berufung (act. 322 i.V.m. act. 317, act. 141 i.V.m. act. 146). Er verlangt mit den 

eingangs wiedergegebenen Anträgen in Abänderung von Dispositiv Ziffern 3c, 3d 

und 4 des angefochtenen Entscheides die Modifikation der Betreuungsregelung 

betreffend die gemeinsamen Kinder D._____ und E._____ und eine Anpassung 

der Aufgaben der Beiständin, die Aufhebung der Verpflichtung zur Bezahlung von 

Kinderunterhaltsbeiträgen bzw. eventualiter eine Reduktion der ihm gemäss Dis-

positiv Ziffern 5.1, 5.2 und 5.4 auferlegten Kinderunterhaltsbeiträge, eventualiter 

die Rückweisung des Prozesses in den angefochtenen Punkten an die Vorin-

stanz. In prozessualer Hinsicht verlangte er für das Berufungsverfahren die Be-

stellung einer Kindesverfahrensvertretung und die Verpflichtung der Gegenseite, 

ihm einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 5'000.-- zu bezahlen, eventualiter die 

Gewährung des Armenrechts (act. 146 S. 5). Mit Eingabe vom 14. Oktober 2024 

reichte der Berufungskläger eine Noveneingabe ein, worin eine baldige Reintegra-

- 16 -

tion von D._____ in der Regelklasse in M._____ angekündigt wird (act. 151). Es 

wurden die Akten der Vorinstanz beigezogen. Weiterungen sind nicht erforderlich. 

Der Prozess ist spruchreif. Der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten ist mit 

dem heutigen Urteil noch das Doppel bzw. eine Kopie von act. 146 (Berufung) 

und act. 151 (Noveneingabe) zuzustellen. Am Tag der Urteilsfällung und vor dem 

Versand des Urteils ging eine Eingabe der Berufungsbeklagten vom 9. Dezember 

2024 ein, mit welcher das neue Vertretungsverhältnis angezeigt wurde (act. 153). 

Rechtsanwalt MLaw Y._____, …, ist als Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten 

im Rubrum aufzunehmen. 

II.

1.

Die nach Eingang der Berufung zu prüfenden Rechtsmittelvoraussetzungen 

sind erfüllt. Die Berufung wurde form- und fristgerecht (act. 322 i.V.m. act. 317) 

erhoben und mit Anträgen und Begründung versehen. Dem Eintreten steht grund-

sätzlich nichts entgegen. Gestützt auf die oberwähnten Berufungsanträge steht 

sodann fest, dass das vorinstanzliche Urteil in folgenden Punkten unangefochten 

geblieben ist: Scheidung (Dispositiv Ziff. 1), Elterliche Sorge und Obhut über die 

Kinder (Dispositiv Ziff. 2 und 3.a), Besuchsrecht für C._____ (Dispositiv Ziff. 3.b), 

Indexierung (Dispositiv Ziff. 5.3), Anrechnung der Erziehungsgutschriften (Dispo-

sitiv Ziff. 5.5), nachehelicher Unterhalt (Dispositiv Ziff. 6), Vorsorgeausgleich (Dis-

positiv Ziff. 7) und Güterrecht (Dispositiv Ziff. 8). Diese Punkte bilden nicht Gegen-

stand des Berufungsverfahrens. Ebenso wenig wurde in der Berufung die Kosten- 

und Entschädigungsregelung (Dispositiv Ziff. 10 - 12) der Vorinstanz beanstandet. 

Zur nicht formell angefochtenen Dispositiv Ziff. 9 des vorinstanzlichen Urteils sei 

auf die Erwägungen II.3.1.-3.5 nachfolgend verwiesen.

2.

Es kann mit Berufung sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die 

unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (vgl. Art. 310 

ZPO). Die Berufungsinstanz kann sämtliche Mängel (in Tat- und Rechtsfragen) 

frei und uneingeschränkt prüfen (sog. volle Kognition in Tat- und Rechtsfragen), 

vorausgesetzt, dass sich die Berufung erhebende Partei mit den Entscheidgrün-

den der ersten Instanz auseinandersetzt und konkret aufzeigt, was am angefoch-

- 17 -

tenen Entscheid oder am Verfahren der Vorinstanz falsch sein soll (vgl. ZR 110 

[2011] Nr. 80, BGE 138 III 374 ff., E. 4.3.1 = Pra 102 [2013] Nr. 4); blosse Verwei-

se auf die Vorakten genügen nicht (vgl. ZK ZPO-REETZ/THEILER, 3. Aufl. 2016, 

Art. 311 N 36 f.).

Die volle Kognition der Berufungsinstanz in Rechtsfragen bedeutet aber nicht, 

dass sie gehalten wäre, von sich aus wie ein erstinstanzliches Gericht alle sich 

stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn der Berufungskläger diese 

vor der Berufungsinstanz nicht (mehr) vorträgt; vielmehr hat sie sich – abgesehen 

von offensichtlichen Mängeln – auf die Beurteilung der in der schriftlichen Beru-

fungsbegründung erhobenen Beanstandungen zu beschränken (vgl. BGE 142 III 

413 ff., E. 2.2.4; BGer 4A_629/2017 vom 17. Juli 2018, E. 4.1.4; BGer 

4A_418/2017 vom 8. Januar 2018, E. 2.3). Insofern gibt die Berufungsschrift 

durch die ausreichend begründet vorgetragenen Beanstandungen das Prüfpro-

gramm vor, mit welchem sich die Berufungsinstanz zu befassen hat. Innerhalb 

dieser Beanstandungen ist sie indes weder an die Begründung des Berufungsklä-

gers noch an jene der Vorinstanz gebunden, sondern sie wendet das Recht von 

Amtes wegen an (Art. 57 ZPO). Deshalb kann die Berufung auch mit einer ande-

ren Argumentation gutgeheissen oder mit einer von der Argumentation der Vorin-

stanz abweichenden Begründung abgewiesen werden. 

Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) werden gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO 

im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorge-

bracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorge-

bracht werden konnten. Art. 317 Abs. 1 ZPO regelt die Voraussetzungen, unter 

denen Noven ausnahmsweise vorgebracht werden können, abschliessend, ohne 

danach zu differenzieren, ob ein Verfahren in den Anwendungsbereich der Ver-

handlungs- oder Untersuchungsmaxime fällt. In Kinderbelangen hat das Gericht 

aber auch im Rechtsmittelverfahren den Sachverhalt zu erforschen. Dies führt da-

zu, dass insoweit Noven in Abweichung von Art. 317 Abs. 1 ZPO grundsätzlich 

auch noch im Berufungsverfahren unbeschränkt bis zum Beginn der Urteilsbera-

tung zuzulassen sind (BGE 144 III 349, E. 4.2.1; OGer ZH, LC130019 vom 8. Mai 

2013, E. 3.1).

- 18 -

3.

Kindesverfahrensvertretung

3.1. Der Berufungskläger beantragt im Hauptbegehren materielle Änderungen 

der Betreuungsregelung (act. 146 S. 2 f., Berufungsanträge 1.1.-1.2.; 2.). Formell 

ficht er Dispositivziffer 9 des Urteils der Vorinstanz nicht an, welche die Abwei-

sung des Antrags auf Anordnung einer Kindesvertretung zum Inhalt hat (act. 148 

S. 9 f. E. 2. i.V.m. S. 47 Dispositivziffer 9). In der Begründung verlangt er demge-

genüber die Rückweisung des Verfahrens an die Vorinstanz zur Wiederholung 

des Verfahrens und erneuten Regelung der Kinderbelange (act. 146 S. 9). Er 

stellt sich auf den Standpunkt, die Vorinstanz habe den Kindern keinen Verfah-

rensvertreter im Sinne von Art. 299 ZPO beigegeben, was einem groben Verfah-

rensfehler gleichkomme, weshalb das Verfahren wiederholt werden müsse 

(act. 146 S. 9). Wird über die fehlende formelle Anfechtung hinweggesehen und 

auf die Berufung eingetreten, so ist sie aus nachfolgenden Gründen sofort abzu-

weisen. 

3.2. Der während fünf Jahren mit den Parteien befasste Einzelrichter am Bezirks-

gericht begründete im angefochtenen Entscheid - wie schon zuvor mit Entscheid 

vom 11. August 2020 (bestätigt mit Beschluss und Urteil des Obergerichts Zürich, 

I. Zivilkammer, vom 8. Juni 2021; act. 6/113), mit Entscheid vom 8. Juni 2023 

(act. 77) und mit Entscheid vom 2. Mai 2024 (act. 114) -, weshalb keine Notwen-

digkeit besteht, den Kindern einen Verfahrensbeistand beizugeben. Der Einzel-

richter setzte sich mit den vom Bundesgericht festgelegten Kriterien zur Bestel-

lung einer Kindesverfahrensvertretung auseinander. Er erwog, dass ein über-

durchschnittlich vielschichtiges und gut dokumentiertes Betreuungssetting sowohl 

für die Kinder als auch für die Eltern vorliege, die Kinder im Verfahren regelmäs-

sig im Austausch mit der Beiständin gewesen seien, welche dem Gericht gegen-

über auch Anträge gestellt und Bericht erstattet habe. Bestehe eine Beistand-

schaft nach Art. 308 ZGB und liefere der Beistand dem Gericht ein umfassendes, 

elternunabhängiges und neutrales Bild von der konkreten Situation (örtlich, häus-

lich, schulisch, Interaktion zwischen Kind und Eltern sowie Geschwistern etc.), be-

dürfe es nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung keiner Verdoppelung der In-

- 19 -

formationsquelle und entsprechend keines diesbezüglichen Beitrages einer Kin-

desvertretung (act. 149 S. 9 f.). 

3.3. Der Berufungskläger hält dafür, die in Art. 299 ZPO statuierten Vorausset-

zungen für die Bestellung einer Kindesverfahrensvertretung seien im Verfahren 

vor der Vorinstanz sogar kumulativ erfüllt gewesen, es sei eine hochstrittige Situa-

tion vorgelegen, in welcher die Parteien divergierende Anträge in Bezug auf elter-

liche Sorge, Obhut und Besuchsrecht gestellt und sowohl ein Elternteil (der Klä-

ger) wie auch die Beiständin die Einsetzung einer Vertretung der Kinder beantragt 

hätten (act. 146 S. 7). Er habe im Übrigen im Laufe des erstinstanzlichen Verfah-

rens mehrfach ausgeführt, dass die Beiständin N._____ befangen sei und damit 

dem Gericht nicht mehr ein neutrales Bild vermitteln könne. Es habe schliesslich 

aber auch nicht zu den Aufgaben der Beiständin gehört, die Kinder im Gerichts-

verfahren zu vertreten und Anträge zu stellen (act. 146 S. 8). 

3.4.1. Das Gericht ordnet die Vertretung des Kindes an, wenn dies im konkreten 

Fall notwendig erscheint (Art. 299 Abs. 1 ZPO). Es prüft die Anordnung insbeson-

dere, wenn die Eltern unterschiedliche Anträge stellen bezüglich wichtiger Fragen 

des persönlichen Verkehrs (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 ZPO), oder die Kindes-

schutzbehörde oder ein Elternteil eine Vertretung beantragt haben (Art. 299 Abs. 

2 lit. b ZPO). Die Prüfung des Antrags auf Bestellung einer Verfahrensvertretung 

hat zwingend zu erfolgen, nicht aber die Ernennung eines Beistandes (anstatt vie-

ler: BGE 145 III 393). Die Ernennung eines Beistandes ist nicht die Regel. Dem 

Sachgericht kommt ein Entschliessungsermessen zu (OFK/ZPO-Thomas Flei-

scher, ZPO 299 N 4). Begründet das Gericht, weshalb es keinen Verfahrensver-

treter einsetzt, kann demzufolge nicht von einem groben Verfahrensfehler, ver-

gleichbar mit der Verweigerung des rechtlichen Gehörs, gesprochen werden. Es 

kann höchstens Ermessensüberschreitung vorliegen. 

3.4.2. Anders als die Beistandsperson handelt der Kindesverfahrensvertreter 

unabhängig und nicht weisungsgebunden. Der Kindesverfahrensvertreter, wel-

cher kaum durch Vorkenntnisse beeinflusst ist, kann (im besten Fall) eine Aus-

sensicht auf die Dynamik des Familiengeschehens einbringen und die Partizipa-

tion des Kindes, so gut wie möglich, im Prozess gewährleisten. Die Vorinstanz 

- 20 -

weist zu Recht darauf hin, dass vorliegend seit Jahren verschiedene Personen 

und Institutionen mit den Kindern der Parteien befasst (gewesen) sind und ihre 

(Aussen-)Sicht im Interesse der Kinder eingebracht haben. Neben diversen Be-

richten der seit rund vier Jahren amtenden Beiständin N._____ (wie schon zuvor 

der Beiständin O._____) (act. 33, act. 100, act. 123), liegen Ergebnisse bzw. Be-

richte der Intensivabklärung durch J._____ (act. 7//77), der jahrelangen sozialpäd-

agogischen Familienbegleitung G._____ (act. 43/1, act. 88/5, act. 106/73) und 

Einschätzungen von Schulsozialarbeitern vor, die u.a. Auskunft geben über das 

Verhältnis der Kinder zu ihren Eltern. Sämtliche der für die jeweiligen Berichte 

verantwortlich zeichnenden Fachpersonen hörten die Kinder an und brachten die 

Interessen und Bedürfnisse der Kinder in das Verfahren ein. Die nicht immer voll-

ständig deckungsgleichen Einschätzungen der Fachpersonen zeichnen ein diffe-

renziertes Bild der Situation der Kinder und von deren Willen. Es fanden sodann 

während mehr als zwei Jahren (von Juni 2019 bis Dezember 2021 und von Juni 

2022 bis Oktober 2022) wöchentliche Gespräche von C._____ und D._____ bei 

einer Fachpsychologin der Beratungsstelle P._____ statt, deren Beurteilungen in 

das Verfahren einflossen (act. 34/5); seit 2023 besucht C._____ eine ambulante 

Psychotherapie (act. 75). Standortgespräche der Tagessonderschule Q._____ lie-

gen im Recht, die über die (auch schulisch schwierige) Situation von D._____, 

seiner ADHS Problematik und seiner Ambivalenz zum Vater berichten (act. 88/5, 

act. 109). Die Stimme der Beiständin N._____ war eine unter mehreren. Die Kin-

der partizipierten sodann unmittelbar im Verfahren und konnten ihren Willen und 

ihre Vorstellungen (mehrfach) deponieren. Die Vorinstanz hörte die Kinder wäh-

rend der letzten fünf Jahre insgesamt drei Mal an, nämlich dreimal D._____, zwei-

mal C._____ und einmal E._____ (act. 5/9/12, act. 69, act. 121). Die Anhörungen 

erfolgten parallel zu Anhörungen der Kinder vor der KESB (act. 235). 

3.4.3. Der Berufungskläger verkennt die Rechtslage, wenn er angesichts dieser 

Ausgangslage zur Begründung der Bestellung einer Verfahrensvertretung auf der 

abstrakten Ebene mit den divergierenden Anträgen der Parteien argumentiert 

(act. 146 S. 7). Es wäre an ihm gelegen aufzuzeigen, weshalb die unzähligen 

Handlungen und Äusserungen der Parteien, der Kinder, der Fachpersonen und 

Behörden zur Beachtung des Kindeswillens im Prozess unter Berücksichtigung 

- 21 -

des Kindswohls hätten ungenügend sein sollen. Im Regelfall sind die Interessen 

der Kinder in eherechtlichen Verfahren der Eltern durch diese und das Gericht ge-

nügend gewahrt. Es gilt der Grundsatz, dass die Eltern im bestverstandenen In-

teresse des Kindes handeln und das Gericht den Interessen des Kindes im Rah-

men der Anwendung des Untersuchungsgrundsatzes und der Offizialmaxime 

Rechnung trägt. Unterschiedliche Anträge der Eltern bezüglich Zuteilung der elter-

lichen Obhut oder Sorge oder bezüglich anderer strittiger Kinderbelange genügen 

nicht für die Anordnung einer Kindesvertretung. Es braucht einen konkreten Ver-

dacht, dass die Interessen des Kindes trotz Anwendung der Offizialmaxime und 

des Untersuchungsgrundsatzes nicht genügend gewahrt sind. Was der Beru-

fungskläger mit der beantragten Rückweisung zwecks Einsetzung einer Verfah-

rensvertretung - über die Berufungsanträge 1.1. und 1.2. hinaus - erreichen will 

und inwiefern der behauptete Mangel für den Ausgang des Verfahrens entschei-

dend ist, sagt er im Übrigen nicht. Die Beiständin N._____ beantragte schliesslich 

mit Bericht vom 20. März 2024 die Prüfung und nicht die Einsetzung einer Kindes-

vertretung (act. 146 S. 7). Bedeutend ist die Begründung des Antrages durch die 

Beiständin. Die Beiständin führte aus, aufgrund des Umzugs der Mutter werde die 

Beistandschaft an eine andere Person übergeben und damit gehe Wissen und 

der Bezug zu den Kindern verloren. Um den Kindern weiterhin eine Stimme zu 

geben, sei eine Verfahrensbeistandschaft zu prüfen (act. 100 S. 7). Mit Beschluss 

vom 20. August 2024 übernahm die KESB Horgen gestützt auf Art. 442 Abs. 5 

ZGB die Beistandschaft und es amtet seither R._____, kjz S._____, als Beistän-

din (act. 147/2). 

3.5. Zusammenfassend ist die im Zusammenhang mit der fehlenden Verfahrens-

vertretung erhobene Sachverhaltsrüge unbeachtlich. Nach dem Gesagten konnte 

die Vorinstanz in Ausübung ihres Ermessens die Notwendigkeit einer Kindesver-

fahrensvertretung zu Recht verneinen. 

Nachdem die Berufung ohne Weiterungen abzuweisen ist (vgl. nachstehende Er-

wägungen), ist auch der Antrag, den Kindern sei im Berufungsverfahren eine Ver-

tretung beizugeben, ohne Weiteres abzuweisen. 

4.

Besuchsrecht 

- 22 -

4.1. Unangefochten blieb der Entscheid der Vorinstanz, dem Berufungskläger für 

C._____ kein Besuchsrecht einzuräumen (act. 148 S. 44 Dispositivziffer 3b). 

Für D._____ und E._____ ordnete die Vorinstanz ein monatliches Besuchsrecht 

für die Dauer von 4 Stunden im Rahmen von begleiteten Besuchen an (act. 148 

S. 44 Dispositivziffer 3c). Der Beiständin wurde die Aufgabe erteilt, Antrag auf 

Ausdehnung oder Einschränkung zu stellen, sobald eine dem Kindswohl entspre-

chende weitergehende Ausweitung oder Einschränkung der Besuchskontakte an-

gezeigt erschienen (act. 148 S. 45). Der Berufungskläger ist in Bezug auf 

D._____ und E._____ für die erste Phase mit einem begleiteten Besuchsrecht 

einverstanden, will dieses aber vierzehntäglich für die Dauer von vier Stunden 

wahrnehmen können. Sodann verlangt er gemäss vorne wiedergegebenen Anträ-

gen die Festsetzung des Besuchsrechts in drei Phasen, wobei der Beistandsper-

son obliegen soll, über einen Wechsel zwischen den Phasen 1 und 2 bzw. zwi-

schen den Phasen 2 und 3 zu entscheiden (act. 146 S. 13, S. 16). 

4.2. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann vorab vollumfänglich auf die zu-

treffenden und ausführlichen rechtlichen Erwägungen des Einzelgerichtes zu den 

Voraussetzungen eines begleiteten Besuchsrechts und der materiell rechtlichen 

Relevanz des Willens des Kindes, inklusive zu den Eigenheiten des konkreten 

Falles, verwiesen werden (act. 148 S. 20 f.). 

Das Einzelgericht orientierte sich bei der Festlegung des Besuchsrechts in erster 

Linie an den in den letzten fünf Jahren aktenkundig gewordenen verschiedenen 

Besuchsregelungen, welche die Situation für die Kinder hätten beruhigen sollen, 

dies aber allesamt nicht zu bewerkstelligen vermochten, und liess sich weiter vom 

Kinderwillen leiten, den C._____, D._____ und auch E._____ persönlich ins Ver-

fahren einbringen konnten (act. 148 S. 21 ff.). 

4.3. Der Berufungskläger hält fest, dass die Vorinstanz von den richtigen rechtli-

chen Prämissen ausgegangen sei, jedoch den Sachverhalt unrichtig festgestellt 

und das Recht falsch angewendet habe (act. 146 S. 10). Entgegen der Vorinstanz 

sei es verfehlt anzunehmen, die Kinder seien von der Mutter und der Beiständin 

nicht beeinflusst worden. Die Beiständin habe aus welchen Gründen auch immer 

- 23 -

der Gruppendynamik und/oder Wechselwirkung zwischen den Kindern (in Bezug 

auf ihr Verhältnis zum Vater) nichts entgegen gehalten und die Kinder vielmehr in 

ihrem Entscheid, den Vater nicht mehr sehen zu wollen, bekräftigt (act. 146 

S. 10). Hätte die Vorinstanz seiner Kritik an der Arbeit der Beiständin Rechnung 

getragen, hätte sie festgestellt, dass der Sachverhalt wohl doch nicht so klar ist, 

wie sie sich gedacht habe (act. 146 S. 10 unten f.). Die Vorinstanz habe einzig auf 

die Darstellung der Beiständin abgestellt und keinerlei andere Beurteilungen zu-

gelassen, insbesondere keinen Bericht von Frau F._____ vom G._____ eingeholt, 

weshalb das rechtliche Gehör und die Pflicht zur Begründung verletzt worden 

seien. Die Vorinstanz habe es unterlassen, genau darzulegen, worin vorliegend 

die Gefährdung des Kindswohls bestehe, welche eine derartige Beschränkung 

des Besuchsrechts erlauben würde (act. 146 S. 12). Es sei offenbar auch der Vor-

instanz bewusst, dass ein solches begleitetes Besuchsrecht (4 Stunden pro Mo-

nat) nicht auf Dauer möglich sei, weshalb sie der Beiständin eine entsprechende 

Aufgabe zur Stellung eines Antrags auf Erweiterung oder Einschränkung des Be-

suchsrechts erteilt habe, womit - zumindest vordergründig - der Anschein erweckt 

werde, dass das begleitete Besuchsrecht nicht für immer bestehen soll (act. 146 

S. 13). 

4.4. Einigkeit besteht darin, dass die Besuche von D._____ und E._____ zu-

nächst begleitet stattfinden sollen (act. 105 S. 14). Einzig umstritten ist, ob das 

Gericht nach Massgabe der klägerischen Vorbringen die Phasen von "begleitet" 

(Phase 1) zu "unbegleitet" (Phase 2) und dann zu "unbegleitet mit Übernachten" 

(Phase 3) bereits vorgeben und die Beiständin über den Wechsel zur nächsten 

Phase entscheiden lassen soll (act. 146 S. 13) oder ob im Sinne der Vorinstanz 

das begleitete Besuchsrecht in grundsätzlicher Hinsicht gilt und die Beiständin bei 

der KESB bei veränderten Verhältnissen Antrag auf Änderung (Ausweitung oder 

weitere Einschränkung der Kontakte) stellen muss (act. 148 S. 44 Dispositivziffern 

3c) und 4d). 

Gestritten wird also darüber, ob bereits Phasen festzulegen sind oder die Besu-

che bis auf Weiteres begleitet zu installieren sind (dies bei mitgedachten Phasen).

- 24 -

4.5. Der Berufungskläger wirft der Vorinstanz konkret vor, ihre Beurteilung einzig 

auf die Darstellung der befangenen Beiständin abgestellt zu haben (act. 146 S. 12 

Rz 15), und es unterlassen zu haben, genau darzulegen, worin die Gefährdung 

des Kindeswohl liege (act. 146 S. 13 Rz 18). Die Einwände des Berufungsklägers 

erweisen sich sofort als unbegründet und setzen sich in ihrer Pauschalität vor al-

lem auch nicht mit der Begründung der vorinstanzlich angeordneten Mindestkon-

taktregelung auseinander. Dass eine Gefährdung des Kindswohls in Frage ge-

stellt wird, ist angesichts der Aktenlage nicht nachvollziehbar (E. 4.6. ff). 

4.6. Seit der Trennung der Eltern im Jahr 2019 waren die Kinder, was die Betreu-

ung durch die beiden Elternteile anbelangt, einem ständigen und weitreichenden 

Wechsel ausgesetzt. So wurde im Jahr 2019 gemäss einem auf einer Parteiver-

einbarung beruhendem Urteil der damaligen Eheschutzrichterin (kurz) eine wo-

chenweise alternierende Obhut gelebt (E. I./1.1.), welche 2020/2021 durch zu-

nächst teilweise und dann voll begleitete Besuche abgelöst wurde, um dann ab 

Mitte 2021 in Abweichung der gerichtlichen Regelung wieder in eine Ausdehnung 

der Betreuungszeit des Vaters, bis schliesslich (für kurze Zeit) in eine erneute al-

ternierende Betreuung Ende 2021 zu münden. Nur wenige Monate später kam es 

zu einem fast vollständigen Kontaktabbruch zwischen dem Vater und den Kin-

dern, bis sie ihn im April 2022 wieder im Rahmen von einmal monatlich stattfin-

denden zweistündigen Treffen im begleiteten Besuchstreff K._____ sahen (KESB-

act. 246 S. 14). Die in Nachachtung des Beschlusses der KESB vom 8. Juni 2022 

angeordneten begleiteten Kontakte wurden vom 7. August 2022 bis 16. Oktober 

2022 durchgeführt (act. 33, act. 34/1-7). Aus Sicht der damaligen Besuchsbeglei-

terinnen sei der Loyalitätskonflikt der Kinder zwischen den hoch zerstrittenen El-

tern das Hauptproblem. Daneben habe aus ihrer Sicht die Vater-Kind-Beziehung 

im Februar 2022 massiv Schaden genommen, weil der Vater den Kindern gesagt 

habe, er wolle sie unbedingt mehr bei sich haben, dann aber sei er plötzlich nur 

noch für die Betreuung an jedem zweiten Wochenende bereit gewesen, nachdem 

die Mutter die von ihm gewünschte wochenweise Obhut nicht gebilligt habe 

(act. 33 S. 3, act. 43/1). Bei den Besuchen sei die Ungleichbehandlung der Kinder 

durch den Vater aufgefallen, es sei deutlich sichtbar, dass er E._____ bevorzuge 

(act. 33 S. 3, S. 7). 

- 25 -

C._____ brach - abgesehen von einem begleiteten Wiedersehen mit dem Vater 

im November 2023 - im September 2022 (act. 43/1 S. 3 unten, Prot. VI S. 53) und 

D._____ im Februar 2023 (act. 100, Prot. VI S. 57) den Kontakt zum Vater ab, ob-

wohl bis März 2024 intensiv mit der Begleitung des Vaters durch die Sozialpäd-

agogin des G._____, Frau F._____, ein nachhaltiger Kontaktaufbau von Vater 

und Söhnen versucht worden war (33 S. 4, S. 8, act. 75, act. 88/5, act. 100, 

act. 105 S. 10, act. 106/73 [Schlussbericht G._____ vom 12. März 2024]). Vorher 

waren die Mitarbeitenden des G._____ während 3 ½ Jahren vor allem im Famili-

enalltag der Mutter tätig (act. 88/5). Die Buben erzählten wiederholt, konstant und 

unabhängig voneinander, und auch gegenüber den (wechselnden) Mitarbeitenden 

von G._____, dass sie vom Vater ausgefragt und unter Druck gesetzt würden, 

sich für ihn und gegen die Mutter zu positionieren (act, 69 und act. 70, act. 88/5, 

act. 121). Ab Februar 2024 lehnte auch E._____ die Besuche beim Vater ab 

(act. 106/73 S. 6). 

Trotz Mediation, jahrelanger Vermittlung durch Beistandspersonen (O._____, 

N._____) und jahrelanger Familienbegleitung, geleistet durch verschiedene Fach-

personen, blieb die Besuchsrechtssituation sehr angespannt und es konnte keine 

Normalität hergestellt werden. Alle Versuche, eine funktionierende elterliche Kom-

munikation zu installieren, beide Eltern dazu zu bewegen, zum Wohle ihrer Kinder 

ohne gegenseitiges Misstrauen zu kooperieren und den Berufungskläger nachhal-

tig zu sensibilisieren, seinen Anteil an der unheilvollen Dynamik in der Beziehung 

zu seinen Kinder zu reflektieren und zu lernen, sich an den Bedürfnissen der Kin-

der zu orientieren, sind gescheitert (act. 75, act. 88/5 S. 7, act. 106/73). Der nach 

wie vor bestehende Elternkonflikt belastet die Kinder sehr. 

Der Schlussbericht von G._____ vom 12. März 2024 enthält Erklärungen der Kin-

der gegenüber der Familienbegleitung, welche für sich sprechen: Der 13-jährige 

C._____ wünscht sich eine gute Beziehung zu seinem Vater, er vermisse ihn und 

seine Grosseltern in Indien, C._____ habe Veränderungen genannt, damit der 

Kontakt zum Vater wieder möglich sei. Der bald 12-jährige D._____ habe sich be-

reit erklärt, sich mit seinem Vater treffen zu wollen, wenn der Vater sich verändern 

würde. D._____ habe für den Fall, wenn Mama und Papa sich nicht mehr streiten, 

- 26 -

einen Wunsch geäussert, dass sie ihn zueinander begleiten und nett miteinander 

sprechen, er habe gewünscht, dass alle weniger Stress haben, "ich, Papa, 

C._____, Mama" (act. 106/73). Gegenüber dem Bezirksrichter hielt D._____ im 

Mai 2024 fest, er wolle im Moment nicht zum Vater, er empfinde das Verhalten 

des Vaters als Erpressung. Seine Mutter würde respektieren, wenn er zu seinem 

Vater wolle oder mit ihm zu telefonieren wünsche, sein Vater respektiere aber 

nicht, dass er zur Mutter gehen wolle, er schimpfe dann jeweils mit ihm. Er habe 

es glaublich letztes Jahr einmal ausprobiert, dann habe ihn sein Vater wieder aus-

gefragt. Er sage es, wenn er bereit sei, zu seinem Vater zu gehen (act. 122 S. 2). 

Die bald 8-jährige E._____, die ihre Halbschwester L._____ eigentlich regelmäs-

sig sehen möchte, gab in der Anhörung vor dem Bezirksrichter im Mai 2024 an, 

der Vater frage sie immer aus, und sie müsse immer wieder von vorne beginnen, 

wenn sie etwas Falsches sage, das sei mega nervig und sie wolle das nicht. Sie 

dürfe erst dann schlafen, wenn sie es richtig mache (act. 121 S. 3). 

4.7. Der Berufungskläger stellt sich auf den Standpunkt, dass das Einzelgericht 

einzig auf die Beiständin abgestellt und keinerlei andere Beurteilung zugelassen 

habe, insbesondere sei kein Bericht von Frau F._____ eingeholt worden (act. 146 

S. 11). Der Berufungskläger setzt sich in seinen pauschalen Ausführungen nicht 

mit den ausführlichen, insbesondere die Voreingenommenheit der Beiständin ver-

neinenden Erwägungen des Einzelgerichts auseinander (act. 148 S. 23 f.). Der 

Vorwurf der Voreingenommenheit hat keine Grundlage. Der Berufungskläger 

selbst reichte den Schlussbericht des G._____ vom 12. März 2024 über die Arbeit 

von Frau F._____, c/o G._____, mit der Familie A._____B._____C._____

D._____E._____ ein (act. 106/73). Dem Bericht lässt sich entnehmen, dass es die 

Beiständin N._____ war, die die Familie A._____B._____C._____D._____

E._____ am 1. August 2023 bei G._____ angemeldet hatte, damit die schwierige 

Situation wegen der Ablehnung des Kontaktes der Söhne zu ihrem Vater reflek-

tiert und der Vater bei der Kontaktsuche unterstützt werden könnte (act. 106/73 

S. 2). Gemäss Schlussbericht des G._____ kam es im Folgenden zu 13 Einsät-

zen. Die Zusammenarbeit mit dem Vater wird als sehr offen, wertschätzend und 

motiviert, die Kooperation mit der Mutter als unsicher beschrieben, wobei betont 

wird, der erteilte Auftrag habe in erster Linie die Situation beim Vater zum Inhalt 

- 27 -

gehabt (act. 106/73 S. 7). C._____ zeigte laut Bericht in den Gesprächen Offen-

heit und Emotionalität und äusserte Hoffnung in Bezug auf den Kontakt mit sei-

nem Vater. D._____ habe beim Thema Kontakt mit dem Vater Ermüdungser-

scheinungen gezeigt, habe aber Wünsche im Hinblick auf den Kontakt zum Vater 

äussern können (act. 106 /73 S. 7). C._____ sah mit Hilfe des G._____ im No-

vember 2023 bei einem 2-stündigen begleiteten Treffen seinen Vater, das laut Be-

richt zur Zufriedenheit von C._____ verlief (act. 106/73 S. 5). Weshalb es zu kei-

nen Folgetreffen kam, ist nicht klar. Der Berufungskläger vermutet Beeinflus-

sungsversuche der Mutter (act. 105 S. 11 f., act. 106/73) bzw. eine gewisse Ab-

wiegelung (Prot. VI S. 54). Die Mutter ihrerseits bestätigte, dass das Wiedersehen 

für C._____ gut gewesen sei, er sich aber im Nachhinein keinen Kontakt mehr 

zum Vater gewünscht habe. Er habe auch nicht telefonieren wollen. Sie denke, 

das Treffen mit dem Vater sei für den Seelenfrieden von C._____ wichtig gewe-

sen. Die Kinder wüssten, dass es nicht immer gut sei, auch wenn es einmal ein 

gutes Treffen gegeben habe (Prot. VI S. 54). Die Mutter bestritt in der Hauptver-

handlung vor Vorinstanz am 11. April 2024, sie hätte nicht Hand zu weiteren Tref-

fen der Kinder mit ihrem Vater geboten und verwies neben Terminkollisionen vor 

allem auf den Willen der Kinder (Prot. VI S. 54 f.). Die G._____ empfiehlt in ihrem 

Schlussbericht vom 12. März 2024, dass beide Kinder eine klare wohlwollende 

Haltung und Unterstützung der Eltern und Fachpersonen für den Prozess in der 

Wiederherstellung der Verbindung zum Vater brauchen würden. Sodann seien die 

Begegnungen der Kinder mit dem Vater anfänglich begleitet festzulegen, um den 

Rahmen und alle beteiligten Personen zu schützen. Es sei eine neue sozialpäd-

agogische Familienbegleitung zu installieren, um die Chance für ein Vertrauens-

verhältnis zwischen Frau B._____ und dieser Fachperson zu ermöglichen (act. 

106/73 S. 7). G._____ sah für sich selbst in der Familie A._____B._____C._____

D._____E._____ keine weiteren Möglichkeiten mehr. 

4.8. Die von der Beiständin N._____ in ihrer Eingabe vom 20. März 2024 erteil-

ten Ratschläge (act. 100) zielen in die gleiche Richtung wie die Empfehlungen 

von G._____ in ihrem Schlussbericht vom 12. März 2024 (act. 106/73) und zuvor 

deren Empfehlungen im Bericht vom 11. August 2023 (act. 88/5). Die Beiständin 

N._____ hielt fest, dass D._____ und E._____ aufgrund ihres Alters beim Aufbau 

- 28 -

bzw. Erhalt des Kontaktes zum Vater einen klaren Rahmen und genügend Zeit 

benötigen würden. Die Verantwortung dafür soll von der Familie weggenommen 

werden (act. 100 S. 6). Sie beantrage daher die Festsetzung eines stabilen be-

gleiteten Besuchsrechts von einmal pro Monat bis auf Weiteres (act. 100 S. 6). 

Eine Ausweitung der Besuche soll ausdrücklich nicht geplant werden, weil in der 

Vergangenheit die Aussicht auf Ausweitung immer wieder zu Instrumentalisierun-

gen und im Endeffekt zum Abbruch geführt hätte. Dies liege nicht im Interesse der 

Kinder und der Eltern. Die Besuchsbegleitung sei mit Fokus auf die Sicherheit und 

Zuverlässigkeit zu planen. Ziel der Besuchsbegleitung soll sein, den Kontakt in ei-

nem sicheren Rahmen aufrechtzuerhalten und eine Basis für eine spätere selb-

ständige Kontaktpflege zu bilden (act. 100 S. 6 unten). Die Schranke für eine Ab-

sage der begleiteten Besuche solle hoch angesetzt werden. Sodann erachtet 

auch die Beiständin N._____ die Ablösung der bisherigen Begleit-Organisation 

(G._____) durch eine andere Familienbegleitung als angezeigt (act. 100 S. 7). 

Da ist der Wunsch aller drei Kinder, den Vater derzeit nicht sehen zu wollen. Dar-

auf und auf das von den Kindern geschilderte, sie belastende Verhalten des Va-

ters stützt sich die Beiständin, dies neben Einschätzungen von anderen Fachper-

sonen. Aufgrund der geschilderten und von den Kindern selbst erlebten jahrelan-

gen Auseinandersetzungen und den mehrfachen auf verschiedenen Wegen un-

ternommenen (erfolglosen) Versuchen, den Kontakt zwischen den Kindern und 

dem Vater aufzubauen, muss die Willensbildung der Kinder als gefestigt betrach-

tet werden. Der derzeitige Wunsch der Kinder, von geregelten Kontakten zum Va-

ter abzusehen, beruht darauf, möglichst nicht mehr in die anhaltenden Konflikte 

der Eltern hineingezogen und von Beeinflussungsversuchen des Vaters verschont 

zu werden. Der fehlende Kontakt ist auch der Gesamtsituation geschuldet und 

kann nicht allein dem Vater zugeschrieben werden; es trifft auch zu, dass die Fa-

milienbegleiterin F._____ die Mutter gern mehr in den Prozess einbeziehen wollte 

und sich die Mutter gemäss Frau F._____ ihr gegenüber bald verschlossen habe 

(act. 105 S. 10, act. 106/73). Zuvor war die G._____ 3 ½ Jahre im Haushalt der 

Mutter tätig und hat im Schlussbericht vom 11. August 2023 der Mutter Entwick-

lung und Kooperationsfähigkeit attestiert (act. 88/5). Das Mitwirken beider Eltern 

zum Wohle ihrer drei Kindern ist unabdingbar. Allerdings zeigen die an der Haupt-

- 29 -

verhandlung vom 11. April 2024 vor Bezirksgericht gemachten Äusserungen des 

Vaters mangelnde Selbstkritik auf, die der Anbahnung und Aufrechterhaltung ei-

nes nachhaltigen Kontaktes zwischen ihm und den Kindern abträglich ist (bspw. 

Prot. VI S. 57 unten f.: "Genau wie bei C._____ nahm mir Frau B._____ mit Unter-

stützung von Frau N._____ D._____ weg. Frau B._____ ruiniert mein Leben. (…) 

Nein, ich mache nie etwas falsch. Ich gab immer mein bestes."; Prot. VI S. 62: 

"Ja, meine Söhne lügen. Sie lügen aufgrund des Drucks, den Frau B._____ auf 

sie ausübt. Ich kenne meine Söhne"; Prot. VI S. 68: "ich kann nichts dafür, dass 

E._____ nicht mehr zu mir möchte. Schuld daran ist nur Frau B._____. Nur sie ist 

schuld"). Der Vorwurf der Befangenheit der Beiständin N._____ ist nicht gerecht-

fertigt. Ihre Ausführungen sind im Einklang der Einschätzungen der anderen 

Fachpersonen, insbesondere auch mit der langjährigen Familienbegleitung 

G._____. Die Empfehlungen der Beiständin sind deshalb dem Urteil zugrunde zu 

legen.

4.9. Die Kinder sind nicht nur geprägt vom jahrelangen Elternstreit, sondern se-

hen sich in ihrer übrigen Welt ebenfalls stark gefordert und mit belastenden Situa-

tion konfrontiert. Nach dem Umzug von Zürich nach M._____ im Herbst 2023 wur-

de C._____ in die Sekundarschule B eingestuft. Offenbar war der Umzug nach 

M._____ für C._____ schwierig. Er hat derzeit kein Hobby und geht in die Psycho-

therapie (Prot. VI S. 65). C._____ sprach gegenüber der Familienbegleiterin 

F._____ von einer schwierigen Situation für ihn (act. 106/73 S. 7 oben) und hat of-

fenbar wie sein Bruder eine ADHS-Problematik. D._____ ist Sonderschüler im 

Schulheim Q._____, er ist Tagesschüler und reist mit den öffentlichen Verkehrs-

mitteln oder mit dem Taxi vom Wohn- zum Schulort. Er verliess die Regelschule 

wegen Verhaltensauffälligkeiten. Seit September 2023 wird D._____ medikamen-

tös mit Ritalin bzw. mit Medikinet behandelt. Sein Hobby ist Boxen (Prot. VI S. 65 

ff.). Die Mutter will, dass D._____ wieder am Wohnort in die Regelschule einge-

schult wird. E._____, welche von den Eltern als gute Schülerin beschrieben wird, 

besucht die 1. Primarklasse und geht in den Klavierunterricht. 

4.10. Die Begleitung der Besuche muss zur Erreichung des Ziels erforderlich 

sein und darf immer nur als mildeste Erfolg versprechende Massnahme angeord-

- 30 -

net werden. Das begleitete Besuchsrecht stellt grundsätzlich eine Übergangslö-

sung dar und scheidet aus, wenn von vornherein klar ist, dass die Besuche nicht 

binnen absehbarer Zeit ohne Begleitung werden ausgeübt werden können (BGer 

5A_728/2015 vom 25. August 2016 E. 2.2). In diesem Sinne gibt das Gericht 

grundsätzlich die Dauer und Häufigkeit der Besuche vor und überträgt der Bei-

ständin die Kompetenz zur Regelung der Modalitäten. Wenn die Vorinstanz bis 

auf Weiteres begleitete Besuche anordnet und gleichzeitig der Beiständin die Auf-

gabe und Kompetenz erteilt, bei veränderten Verhältnissen Antrag auf Abände-

rung der Besuche zu stellen, sobald eine dem Kindeswohl entsprechende weiter-

gehende Ausweitung oder Einschränkung der Besuchskontakte angezeigt er-

scheint, gibt sie die Phasen nicht bereits vor, verpflichtet die Beiständin indes 

nichts desto trotz, sobald dies angezeigt ist, tätig zu werden. Diese Regelung wird 

im Rahmen ihres Ermessens dem vorliegenden Fall gerecht. Es wurde jahrelang 

versucht, etappenweise einen nachhaltigen Kontakt zwischen dem Vater und den 

Kindern aufzubauen, was wiederholt scheiterte. Wie dargelegt ist es gerade die 

bereits im Vorfeld festgelegte etappenweise Ausweitung der Besuche, welche die 

Kinder verunsichert. Von einer erneuten Festlegung von Phasen ist daher abzu-

sehen und stattdessen, wie von der Vorinstanz angeordnet, jeweils durch die Bei-

ständin zu prüfen, wann eine Ausweitung oder Einschränkung im Interesse der 

Kinder angezeigt ist. Die bisher verschiedenen differenzierten Regelungen wur-

den bisher oftmals nicht eingehalten, waren zu ambitioniert und haben bei den 

Kindern zu zusätzlichem Druck geführt. Es ist zu hoffen, dass die klare, nicht aus-

legungsbedürftige Mindestkontaktregelung Basis gibt für eine nachhaltig positive 

Entwicklung. Die der Beiständin übertragene Aufgabe, wonach sie nicht auf einen 

bestimmten Zeitpunkt, aber im gegebenen Zeitpunkt Antrag auf Ausdehnung des 

Besuchsrechts bzw. Aufhebung der Begleitung stellen muss, kommt inhaltlich ei-

ner Befristung des begleiteten Besuchsrechts gleich. Der auf den Kindern lasten-

de Druck im Zusammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts ist reduziert, 

weil die Festlegung der Bedingungen der Besuche sich dem Tempo der Kinder 

anpasst, gleichzeitig aber den höchstrichterlichen Vorgaben auf Befristung der 

Begleitung Rechnung getragen wird. Letztlich sieht auch der Berufungskläger das 

so, wenn er ausführen lässt, es brauche grundsätzlich wohl eine Fachperson, die 

- 31 -

entscheide, wann, wie und wo Besuche stattfinden sollen (Prot. VI S. 50 unten). 

Die Alternative zu begleiteten Besuchen wäre angesichts des aufgezeigten Ver-

laufs und der Willensbekundungen der Kinder von einem Kontaktrecht abzuse-

hen. Bereits der Bericht von G._____ vom 11. August 2023 (act. 88/5 S. 7) kam 

zum Ergebnis, dass es besser sei, wenn die Kinder nicht mehr zum Vater gehen 

würden, sollte der Vater die Kinder künftig weiterhin drängen, sich zu positionie-

ren.

Zusammenfassend ist die vorinstanzliche Regelung der Besuche verhältnismäs-

sig, zielführend und dient der Annäherung von D._____ und E._____ an den Va-

ter. Da in jedem Fall der Entscheid über das Besuchsrecht so getroffen werden 

muss, dass er den Bedürfnissen der Kinder so gut wie möglich entspricht, und 

das Interesse der Eltern in den Hintergrund zu treten hat, ist die Anordnung eines 

Besuchstags pro Monat nicht zu beanstanden. Aufgrund des Umzugs der Mutter 

mit den Kindern nach M._____ kam es, wie erwähnt, zu einer Übernahme der 

Kindesschutzmassnahmen durch die KESB Horgen. Neu amtet R._____, kjz 

S._____, als Beiständin der Kinder (E. 3.4.3). Der Wechsel ermöglicht dem Beru-

fungskläger einen Neuanfang in der Zusammenarbeit mit der Beistandsperson 

und den Behörden. Die Berufung gegen Dispositivziffern 3c, 3d und 4. des vorin-

stanzlichen Urteils ist abzuweisen. 

5.

Berechnung des Kinderunterhalts

Einkommen des Berufungsklägers

5.1. Der Berufungskläger beanstandet weiter die Höhe der Kinderunterhaltsbei-

träge und wehrt sich in diesem Zusammenhang gegen das ihm vom Einzelgericht 

angerechnete hypothetische Einkommen. Er macht wie bereits vor Vorinstanz gel-

tend, er sei bis auf Weiteres aufgrund psychischer Beschwerden zu 50% arbeits-

unfähig (act. 146 S. 16 f.), weshalb ihm lediglich die Hälfte des von der Vorinstanz 

angerechneten Einkommens, nämlich Fr. 2'614.30 netto pro Monat (inkl. 13. Mo-

natslohn), angerechnet werden könne (act. 146 S. 17). 

- 32 -

5.2. Grundsätzlich gilt für die Berechnung von Unterhaltsbeiträgen das tatsäch-

lich erzielte Einkommen des Unterhaltspflichtigen (bzw. der unterhaltsberechtigen 

Person). Reicht dieses Einkommen nicht aus, um den Bedarf zu decken, muss 

das Gericht bei der Festsetzung des Unterhalts vom aktuell erzielten Einkommen 

abweichen und von einem sogenannten hypothetischen Einkommen ausgehen, 

sofern dieses zu erreichen zumutbar und möglich ist. Im Verhältnis zu minderjäh-

rigen Kindern und insbesondere bei knappen finanziellen Verhältnissen, wie hier, 

die im Hinblick auf die Beschulung eines Kindes auch die Unterstützung durch die 

öffentliche Hand erfordern, sind besonders hohe Anforderungen an die Ausnüt-

zung der Erwerbskraft zu stellen (act. 148 S. 31; vgl. bspw. BGer 5A_801/2022 

vom 10. Mai 2024 E. 4.1. m.w.H., BGE 137 III 118, 121 f. E. 3.1). Der Berufungs-

kläger weiss um diese Pflicht seinen vier Kindern gegenüber (act. 12 S. 4 unten). 

5.3. Die Vorinstanz zog die vom Berufungskläger angeführten Arztzeugnisse 

(act. 13/15, act. 39/20 und act. 106/83) wie auch den Arztbericht von Dr. med. 

T._____ vom 21. März 2024 (act. 106/84; act. 146 S. 16) bei und erwog, die Arzt-

zeugnisse würden einzig auf Eigenangaben des Berufungsklägers beruhen und 

beruhten nicht auf Konsultationen durch den Arzt (act. 148 S. 31). Dessen unge-

achtet würden sich sowohl aus der Feststellung von Dr. T._____ wie auch aus 

den übrigen Verfahrensakten durchaus Anzeichen für eine eingeschränkte Ver-

fassung des Gesuchstellers in psychischer Hinsicht ergeben, welche wohl am 

ehesten als Überforderung mit seiner sozialen Situation, ggf. als depressive Ver-

stimmung (gemäss behandelndem Arzt "psychische Grenzkompensation"), be-

zeichnet werden könnte (act. 148 S. 31). Das Einzelgericht stützt seinen Schluss, 

wonach mit dem Abschluss des Verfahrens von einer baldigen Verbesserung des 

Zustandes des Berufungsklägers auszugehen sei (act. 148 S. 31), auf den Ent-

scheid der SVA des Kantons Zürich vom 13. Dezember 2023. Die SVA, welche 

gestützt auf einen Bericht von Dr. med. T._____ das Leistungsbegehren auf eine 

IV-Berentung abwies, begründete ihren Entscheid damit, dass das jetzige Leiden 

des Berufungsklägers auf die familiären Konflikte zurückzuführen und nicht von 

einer dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen sei (act. 

106/85). Der Berufungskläger setzt sich mit diesen Ausführungen nicht auseinan-

- 33 -

der, insbesondere auch nicht damit, dass die SVA von einer vollen Arbeitsfähig-

keit ausgeht.

Zwar hält der den Berufungskläger seit 19. Juli 2021 behandelnde Psychiater 

Dr. med. T._____ in einem im Berufungsverfahren neu eingeführten Schreiben 

vom 13. September 2024 fest, dass er auch aus "neutraler Betrachtung" (vom 

Arzt selbst zwischen Anführungszeichen gesetzt) und nicht als behandelnder Arzt 

eine mindestens 50%-ige Arbeitsunfähigkeit attestieren würde (act. 147/4). Ent-

scheidend für den Beweiswert eines Arztberichts ist weder seine Herkunft noch 

seine Bezeichnung, sondern sein Inhalt. Wichtig ist insbesondere, dass die Be-

schreibung der medizinischen Zusammenhänge klar sind, die Einschätzung des 

Arztes auf umfassenden Untersuchungen beruht, nachvollziehbar in die Gesamts-

ituation eingebettet und die Schlussfolgerungen des Arztes gut begründet sind 

(anstatt vieler: BGer 5A 584/2022 vom 18. Januar 2023 E. 3.1.2., m.w.H.). Die Er-

klärung des den Berufungskläger seit mehr als 3 Jahren behandelnden Arztes, 

wonach er auch als nicht vorbefasste sachverständige Person zur Einschätzung 

einer teilweisen Arbeitsunfähigkeit gelangen würde, vermögen die zutreffenden 

vorinstanzlichen Erwägungen nicht in Zweifel zu ziehen. Der Arzt sieht den Zu-

stand des Berufungsklägers in Zusammenhang mit dem Besuchsrecht und der 

Sozialisation des Berufungsklägers in Indien (act. 147/4). Der Berufungskläger 

selber betonte aber 2019 vor Gericht, als von kulturellem Hintergrund und Kinder-

belangen die Rede war, er sei in der Schweiz angepasst, er sei seit 17 Jahren in 

der Schweiz und er wisse, wie es hier funktioniere (Prot. Prozess Nr. EE190095, 

S. 19). Die Erwähnung des Problems des Besuchsrechts lässt nicht einmal Ver-

mutungen über die Auswirkungen auf den Erwerbsalltag und damit verbundene 

Einschränkungen zu. 

Einem ärztlichen Attest, wie hier, das eine Arbeitsunfähigkeit ohne weitere Erklä-

rungen festhält, kommt keine grosse Beweiskraft zu. Der Berufungskläger, der 

den Vollbeweis für seine Arbeitsunfähigkeit trägt, kann seine eingeschränkte Ar-

beitsfähigkeit nicht rechtsgenügend dartun. Es ist mit der Vorinstanz von einer tat-

sächlichen Möglichkeit und Zumutbarkeit einer hypothetischen Erwerbstätigkeit 

von 100% auszugehen. In quantitativer Hinsicht bleibt das dem Berufungskläger 

- 34 -

angerechnete Einkommen von Fr. 5'200.-- netto (inkl. 13. Monatslohn) unbestrit-

ten. 

Bedarf des Berufungsklägers

6.1. Die Vorinstanz hat dem Berufungskläger im angefochtenen Entscheid den 

Grundbetrag für einen alleinstehenden Schuldner von Fr. 1'200.-- angerechnet 

(act. 148 S. 33). Entgegen der Beanstandung des Berufungsklägers drängt sich 

eine Anpassung des Grundbetrages für ihn nicht auf (act. 146 S. 17). Zwar könnte 

die vorinstanzliche Begründung die Festsetzung des Grundbetrages für einen al-

leinerziehenden Schuldner nahelegen (act. 148 S. 33), doch rechnet die Vorin-

stanz dem Berufungskläger zu Recht den von diesem selbst geltend gemachten 

Grundbetrag von Fr. 1'200.-- an (act. 105 S. 17 N 35, act. 83 S. 14 N 25 i.V.m. 

act. 42, act. 45, act. 46 und act. 36 S. 9; Prot. VI S. 49 ff.). Es besteht im Übrigen 

keine Veranlassung, von Amtes wegen und entgegen eigener Behauptung des 

Berufungsklägers den Grundbetrag auf Fr. 1'350.-- festzusetzen. Es lässt sich 

nicht abschliessend beurteilen, ob L._____ tatsächlich, wie vom Berufungskläger 

behauptet, bei ihm wohnt (act. 105 S. 16 N 32, act. 147/9, Prot. VI S. 74 f.). Im 

Widerspruch dazu geht er selbst bspw. in einer eigenen Unterhaltsberechnung 

davon aus, dass L._____ bei der Mutter lebt (vgl. act. 38 S. 10). Und es wird dar-

über hinaus von der Gegenseite argumentiert, die Mutter wohne aller Wahr-

scheinlichkeit nach mit L._____ beim Berufungskläger (bspw. act. 87 S. 16 N 47; 

Prot. VI S 13), was wiederum für die Berechnung eines reduzierten Grundbetra-

ges und nur hälftiger Wohnkosten des Berufungsklägers sprechen würde. Es be-

steht zusammengefasst kein Anpassungsbedarf beim Grundbetrag des Beru-

fungsklägers. 

6.2.1.

Die Vorinstanz rechnete im Bedarf des Berufungsklägers keine Fremd-

betreuungskosten für L._____ ein (act. 148 S. 36). Entgegen den Ausführungen 

des Berufungsklägers übersah die Vorinstanz die Position nicht, rechnete sie aber 

deshalb nicht im Bedarf des Berufungsklägers ein, weil die Aufstellung der Ge-

genseite in der Klageantwort, die keine Fremdbetreuungskosten enthielt, vom Be-

rufungskläger unbestritten geblieben sei (act. 87 S. 18 N 53). Der Berufungsklä-

ger verwies replicando pauschal auf die in der Klageschrift dargelegten Bedarfs- 

- 35 -

und Einkommenszahlen bzw. auf die dortigen Bedarfe (act. 105 S. 17 N 35 i.V.m. 

act. 83 S. 14 N 25). Die Klageschrift selbst nahm wiederum pauschal Bezug auf 

die Zahlen, welche der Vereinbarung der Parteien und dem darauf gestützten Ent-

scheid der Vorinstanz über den Erlass vorsorglicher Massnahmen vom 8. Dezem-

ber 2022 zugrunde lagen. Insgesamt beantragte der Berufungskläger vor Vorin-

stanz, es sei festzustellen, dass er keine Kinderunterhaltsbeiträge bezahlen kön-

ne (act. 105 S. 4 Antrag Ziff. 9). Duplicando wird Abweisung von Antrag Ziff. 9 der 

Gegenseite beantragt (act. 107, Prot. VI S. 42). Die Behauptungs- und die Be-

streitungslage ist damit rudimentär. 

Im Massnahmeentscheid vom 8. Dezember 2022 wurde der beim Berufungsklä-

ger berechnete Überschuss (Einkommen ./. Bedarf) von rund Fr. 1'900.-- pro Mo-

nat (damalige Phasen II-IV; d.h. ab Geburt von L._____ am tt.mm.2022) für die 

gleichmässige Bezahlung der Unterhaltsbeiträge für die vier Kinder verwendet. 

Eine vollständige Deckung der Bedarfe der vier Kinder war nicht möglich, weshalb 

anteilsmässig Manki festgestellt wurden. Auf L._____, für welche ein monatlicher 

Bedarf von rund Fr. 890.-- - inklusive Fremdbetreuungskosten - berechnet wurde 

(act. 47), entfiel überschlagsmässig ein effektiv zu bezahlender Unterhaltsbeitrag 

von durchschnittlich rund Fr. 440.-- pro Monat. 

6.2.2.

In den Bedarf sind nur jene Fremdbetreuungskosten aufzunehmen, die 

effektiv anfallen. Es wäre am anwaltlich vertretenen und behauptungsbelasteten 

Berufungskläger gewesen, im Hauptverfahren in den Parteivorträgen die effektiv 

anfallenden Fremdbetreuungskosten darzulegen und zu belegen. Pauschale Ver-

weise auf frühere Verfahrensabschnitte, ohne Nennung von Beträgen, genügen 

den Substantiierungsanforderungen nicht. Der auch für die Berufungsinstanz gel-

tende Untersuchungsgrundsatz in familienrechtlichen Angelegenheiten soll der 

aktuellen Entwicklung im Familiengefüge Rechnung tragen, aber nicht prozessu-

ale Unsorgfalt aus der Welt schaffen. Die im Berufungsverfahren eingereichten 

aktuellen Belege (für Kitakosten von März bis August 2024; act. 147/6), die mit 

angemessener Sorgfalt bereits vor Vorinstanz hätten eingereicht werden können, 

vermögen an diesem Resultat nichts zu ändern. Der gegenteilige Schluss liefe 

darauf hinaus, dass das Berufungsverfahren die Fortsetzung des erstinstanzli-

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chen Verfahrens ist, was es nicht ist. Schliesslich ist anzumerken, dass die Vorin-

stanz sich beim Berufungskläger mehrmals nach seinen Lebenshaltungskosten 

und deren Bezahlung erkundigte, dies insbesondere auch angesichts des Kom-

forts von zwei, offenbar nicht weit voneinander entfernten Wohnungen, die er und 

seine neue Partnerin (und Mutter von L._____) sich leisten (Prot. VI S. 13 f., S. 

53, S. 74; wobei die Wohnung des Berufungsklägers eine 4-Zimmer-Wohnung 

ist). Es hat nach dem Gesagten bei der vorinstanzlichen Regelung sein Bewen-

den. 

6.3. Der Berufungskläger trägt, unter Hinweis auf eine Email-Nachricht der Schu-

le M._____, die Schnuppertage für D._____ im Dezember 2024 thematisiert, im 

Berufungsverfahren vor, dass derzeit Bestrebungen bestehen würden, D._____ 

wieder in der Regelklasse der Schule an seinem Wohnort zu integrieren, fraglich 

sei lediglich noch der Zeitpunkt der Integration. Die im Bedarf von D._____ einge-

rechneten Essenskosten von Fr. 325.-- würden deshalb nicht mehr anfallen, was 

den Gesamtbedarf von D._____, und damit den Unterhaltsbetrag entsprechend 

reduziere (act. 146 S. 18, act. 147/7 [die Reintegration war schon im Mai 2024 

Thema], act. 151, act. 152/11). Der Berufungskläger selbst führt aus, dass der 

Zeitpunkt des Wechsels offen sei. D._____ wird immer noch und bis auf Weiteres 

in Q._____ beschult. Damit rechtfertigt sich keine Anpassung, weil keine verän-

derte Situation vorliegt. 

6.4. Zusammenfassend trägt die vorinstanzliche Berechnung des Kindesunter-

halts den höchstrichterlichen Vorgaben Rechnung und erweist sich im konkret zu 

beurteilenden Fall als sachgerecht und angemessen. Die dagegen erhobenen 

Einwände des Berufungsklägers überzeugen nicht. Die Berufung gegen Disposi-

tivziffern 5.1., 5.2. und 5.4. des vorinstanzlichen Urteils ist abzuweisen. 

III.

Die Dauer der Unterhaltspflicht für C._____, D._____ und E._____ ging trotz Er-

wähnung in den Erwägungen (act. 148 S. 28 Ziffer 2.1.) im Dispositiv des vorin-

stanzlichen Entscheides vergessen (act. 148 S. 45 Dispositivziffer 5). Dies ist 

nachzuholen und Dispositivziffer 5.1. entsprechend zu ergänzen, darauf weist der 

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Berufungskläger zu Recht hin (act. 146 S. 20 Rz 40). Es ist im Einklang mit den 

vorinstanzlichen Erwägungen und der übereinstimmenden Sachdarstellung der 

Parteien festzuhalten, dass die Unterhaltsbeiträge bis zur Volljährigkeit der Kinder 

bzw. über die Volljährigkeit hinaus bis zum Abschluss einer angemessenen 

Erstausbildung geschuldet sind (Art. 277 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB). Nach Gesetz 

sind sie bis zur Erreichung der Volljährigkeit an die Beklagte und Berufungsbe-

klagte zu bezahlen (Art. 289 Abs. 1 ZGB)

IV.

1.

Der Kläger unterliegt vollumfänglich, weshalb er kostenpflichtig wird 

(Art. 106 ZPO). Der korrekte Hinweis des Berufungsklägers auf das Fehlen der 

Dauer der Unterhaltspflicht im Dispositiv (E. III.) betrifft eine Marginale und hat 

deshalb keine Auswirkungen auf die Verteilung der Kosten.

2.

Der Prozess betrifft eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Ge-

richtsgebühr für das Berufungsverfahren ist gestützt auf § 12 Abs. 1 und 2 GebV 

OG gemäss § 5 Abs. 1 GebV OG zu bemessen, welche Bestimmung einen Rah-

men von Fr. 300.-- bis Fr. 13'000.-- vorsieht. Aufgrund des Zeitaufwands und der 

mittleren Schwierigkeit des Falles ist die Gerichtsgebühr im Berufungsverfahren 

auf insgesamt Fr. 5'000.– festzusetzen.

Parteientschädigungen sind – mangels entschädigungsfähiger Aufwände der Be-

rufungsbeklagten resp. aufgrund des Unterliegens des Klägers – keine zuzuspre-

chen. Die am Tag der Urteilsfällung und vor Versand des Urteils eingegangene 

Eingabe der Berufungsbeklagten vom 9. Dezember 2024 (act. 153), mit welcher 

die Berufungsbeklagte (ohne Begründung) die Zusprechung eines Prozesskos-

tenvorschusses von Fr. 8'000.-- verlangt, ist nicht mehr zu berücksichtigen. Selbst 

wenn der Antrag zu berücksichtigen wäre, wäre er nur schon aufgrund des Ver-

fahrensausgangs gegenstandslos. 

3.1. Der Berufungskläger beantragt die Zusprechung eines Prozesskostenvor-

schusses in der Höhe von Fr. 5'000.– von der Berufungsbeklagten, und ersucht 

- 38 -

eventualiter um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbei-

ständung (vgl. act. 146 S. 5, S. 21-27). 

3.2. Der Berufungskläger geht selbst nicht von einer Leistungsfähigkeit der Beru-

fungsbeklagten aus (vgl. act. 146 S. 27), und die Leistungsfähigkeit der Beru-

fungsbeklagten, welche vor Vorinstanz im Armenrecht prozessierte, ergibt sich 

auch nicht aus den Akten. Der Antrag des Berufungsklägers auf Zusprechung ei-

nes Prozesskostenvorschusses ist abzuweisen. 

3.3. Nach Art. 119 Abs. 5 ZPO ist die unentgeltliche Rechtspflege für das 

Rechtsmittelverfahren neu zu beantragen und setzt neben Mittellosigkeit des An-

sprechers fehlende Aussichtslosigkeit des im Rechtsmittelverfahren vertretenen 

Standpunktes voraus (Art. 117 ZPO). Die Erfolgsaussichten eines Rechtsmittels 

hängen nicht nur von der Qualität des angefochtenen Entscheids ab, sondern 

auch von der Argumentation, mit welcher der Entscheid angefochten wird. Der 

Berufungskläger setzt dem überzeugenden Urteil der Vorinstanz nichts Substanti-

elles entgegen. Wird dem erstinstanzlichen Urteil nichts Substanzielles entgegen-

gesetzt, läuft der Rechtsmittelkläger Gefahr, dass das Rechtsmittel als aussichts-

los beurteilt wird (BGer 4A_170/2011 vom 17.05.2011 E. 3.1). Muss der Beru-

fungsprozess als wenig erfolgversprechend bezeichnet werden, ist er im Sinne 

der Rechtsprechung aussichtslos. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

sind Prozessbegehren nämlich aussichtslos, bei denen die Gewinnaussichten be-

trächtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft 

bezeichnet werden können. Die Gewinnaussichten waren hier deutlich geringer 

als die Verlustgefahren. Eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel ver-

fügt, und dies ist die Referenz, hätte sich bei vernünftiger Überlegung nicht zum 

Berufungsprozess mit den vom Berufungskläger erhobenen Rügen entschlossen. 

Das Gesuch des Berufungsklägers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechts-

pflege ist abzuweisen.

Es wird beschlossen: 

- 39 -

1.

Das Gesuch des Berufungsklägers um Zusprechung eines Prozesskosten-

beitrags in Höhe von Fr. 5'000.– für das Berufungsverfahren wird abgewie-

sen.

2.

Das Gesuch des Berufungsklägers um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege und unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wird abgewiesen.

3.

Das Gesuch des Berufungsklägers um Anordnung einer Kindsvertretung 

i.S.v. Art. 299 Abs. ZPO für das Berufungsverfahren wird abgewiesen. 

4.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis.

Es wird erkannt:

1.

Die Berufung wird abgewiesen. Das Urteil des Einzelgerichts am Bezirksge-

richt Zürich, 10. Abteilung, vom 12. August 2024 wird bestätigt. 

2.

Im Sinne einer Klarstellung wird Dispositivziffer 5.1. des Urteils des Einzel-

gerichts am Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, vom 12. August 2024 wie 

folgt ergänzt: 

"Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den 

ersten eines jeden Monats, an die Beklagte und Berufungsbeklagte, bis zur 

Volljährigkeit des Kindes bzw. über die Volljährigkeit hinaus bis zum Ab-

schluss einer angemessen Erstausbildung."

3.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'000.-- festgesetzt und 

dem Berufungskläger auferlegt.

4.

5.

Es werden keine Parteienentschädigungen zugesprochen. 

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beila-

ge eines Doppels bzw. einer Kopie der Berufungsschrift samt Beilagenver-

zeichnis (act. 146) und der Noveneingabe act. 151, sowie an das Bezirksge-

richt Zürich, 10. Abteilung, je gegen Empfangsschein.

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Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Vorsitzende:

i.V. die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. E. Lichti Aschwanden

lic. iur. K. Würsch

versandt am: