# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff9abea9-98d3-509d-8319-a6d53d5b8ffe
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-01
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 01.10.2020 III 2020 170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-170_2020-10-01.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 170

Entscheid vom 1. Oktober 2020 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
Irene Thalmann, Richterin
MLaw Christina Zehnder, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) 
Ausserschwyz, Eichenstrasse 2, 8808 Pfäffikon,
Vorinstanz,

Gegenstand Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Aufhebung des Aufenthalts-
bestimmungsrechts und Unterbringung nach Art. 314b ZGB)

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Sachverhalt:

A. G.________ (geb. H.________2007, österreichischer Staatsangehöriger) 
ist der Sohn von A.________ (geb. I.________1966, ukrainische Staatsangehö-
rige, nachfolgend Kindsmutter genannt) und von J.________ (geb. 
K.________1967, österreichischer Staatsangehöriger, nachfolgend Kindsvater 
genannt). Die Eltern hatten am 23. Juni 2000 in L.________ geheiratet. Gemäss 
Verfügung des Bezirksgerichts M.________ vom 19. Dezember 2017 einigten 
sich die Eltern auf Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes im Sinne von Art. 
175 ZGB auf unbestimmte Dauer, wobei der gemeinsame Sohn G.________ un-
ter die Obhut der Kindsmutter gestellt und ihr zur Pflege sowie Erziehung zuge-
wiesen wurde. Zudem wurde das Besuchsrecht des Kindsvaters geregelt und 
letzterer verpflichtet, der Kindsmutter an den Unterhalt von G.________ monat-
lich Fr. 1'526.-- nebst allfälliger Kinderzulagen zu bezahlen.

B.1 Als die Eltern noch zusammenlebten, besuchte G.________ ab 1. Novem-
ber 2015 die zweite Klasse der Privatschule O.________ in N.________. Vorher 
hatte er an verschiedenen Schulen geschnuppert und dadurch keine geregelten 
Strukturen gehabt. In einem Bericht vom 29. August 2016 erwähnte die zuständi-
ge Lehrerin (Vi-act. 1.2.3):

- dass G.________ mehrsprachig aufwachse (der Vater spreche deutsch und ita-
lienisch, die Mutter russisch und gebrochen deutsch, "G.________ von allem ein 
bisschen");

- dass G.________ den Stoff der zweiten Klasse nur schleppend bewältige,
- und dass sein Umgang mit den Lehrern und Schülern meistens problematisch sei 

(er könne starke Wutanfälle mit Beschimpfungen gegen seine Eltern, Lehrperso-
nen und Mitschüler produzieren).

B.2 Am 20. Februar 2017 ging bei der C.________ eine Gefährdungsmeldung 
von der Schule P.________ ein, wonach G.________ seit Ende 2016 nicht mehr 
an der Privatschule in N.________ unterrichtet werde (offenbar weil es Ausstän-
de bei der Bezahlung gab, Vi-act. 1.3), weshalb Kontakt mit dem Kindsvater auf-
genommen worden sei, welcher erklärt habe, dass G.________ an die 
Q.________ Schule in R.________ gehe. Eine Rückfrage bei der Q.________ 
Schule habe indes ergeben, dass G.________ dort zwar geschnuppert habe, 
aber nicht aufgenommen worden sei. Ab 20. Januar 2017 sei G.________ an der 
Schule P.________ unterrichtet worden, wobei er bereits am 23. Januar 2017 in 
massive Streitigkeiten mit Mitschülern involviert gewesen sei und gegenüber 
Lehrpersonen sehr schnell mit Arbeitsverweigerung, Wutausbrüchen und Be-
schimpfungen auffiel (Vi-act. 1.2.1). In der Folge kam es am 23. März zu einer 
gemeinsamen Besprechung mit den Eltern und G.________. Dabei erklärten die 

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Eltern unter anderem, dass die Kindsmutter jeweils ab 18.00 Uhr arbeite und 
dann jeweils der Kindsvater die Betreuung von G.________ gewährleiste (Vi-act. 
1.6). Die konsultierte Kinderärztin empfahl ein Elterncoaching bzw. eine sozial-
pädagogische Familienbegleitung (Vi-act. 1.7, 1.8).

B.3 Der Kindsvater meldete auf Anraten der Kinderärztin (Dr. S.________) 
G.________ beim Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst Schwyz (KJPD) an. 
Das Erstgespräch fand am 5. April 2017 statt. Im Abklärungsbericht vom 28. Mai 
2017, unterzeichnet von M.Sc. & lic.iur. T.________ (Psychologin) und Dr.med. 
D.________ (Oberarzt) wurden hinsichtlich G.________ (damals 10-jährig) fol-
gende Diagnosen nach ICD-10 gestellt (Vi-act. 1.15):

F79 nicht näher bezeichnete Intelligenzminderung
F90.0 Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
F90.1 Verdacht auf Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens
E66.0 Adipositas durch übermässige Kalorienzufuhr
J45 Asthma bronchiale
1.1 Disharmonie in der Familie zwischen Erwachsenen
4 Ernsthafte soziale Beeinträchtigung in mind. ein oder zwei Bereichen

Um die Aufmerksamkeitsproblematik zu verringern, wurde eine medikamentöse 
Behandlung mit Methylphenidat empfohlen. Zudem wurde eine psychotherapeu-
tische Unterstützung des Knaben als geboten erachtet mit der Zielsetzung, dass 
dadurch Hilfestellungen und Bewältigungsstrategien bezüglich der Selbststruktu-
rierung sowie problematischen Sozialverhaltens in der Schule sowie zuhause er-
arbeitet werden sollte (Vi-act. 1.15, S. 3 unten).

B.4 Bei einem telefonischen Kontakt vom 16. Juni 2017 mit einer Mitarbeiterin 
der KESB begann die Kindsmutter zu schimpfen und forderte sinngemäss, dass 
die KESB die Familie in Ruhe lassen solle. Ihrem Sohn gehe es gut und die El-
tern würden gut zu ihm schauen. Wenn es Probleme gebe, dann sei die Schule 
schuld (Vi-act. 1.20).

B.5 Am 19. Juni 2017 teilte die Rektorin der betreffenden Schule der KESB u.a. 
mit, dass G.________ oft die Hausaufgaben nicht erledige, nur eine kurze Kon-
zentrationsspanne aufweise, oft fluche, ein hohes Destruktions- und Aggressi-
onspotential habe, sich nicht an Regeln halte. Er sei nicht auf dem Stand einer 3. 
Klasse und er habe keine richtige Schrift erlernt. Die Kindsmutter betreibe eine 
Bar. Es seien diverse Gespräche geführt worden, beim letzten sei auch der 
Schulpsychologe sowie die Schulsozialarbeiterin dabei gewesen (Vi-act. 1.23).

Der Schulpsychologe berichtete am 23. Juni 2017, dass G.________ massive 
Verhaltensauffälligkeiten zeige. Seine Selbstwahrnehmung sei sehr gestört, so 
greife er z.B. ältere und grössere Kinder an, ohne die Konsequenzen abschätzen 

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zu können. Es falle auf, dass G.________ relativ viel Taschengeld erhalte (Vi-
act. 1.25).

Die Schulsozialarbeiterin ergänzte gleichentags u.a., dass der Knabe gemäss ei-
genen Angaben das Mittagessen einkaufen müsse, wenn der Kindsvater arbeite 
und die Kindsmutter schlafe (Vi-act. 1.26).

B.6 Am 7. September 2017 erhielt die KESB die Nachricht, dass die Termine 
bei der Kinderärztin nicht eingehalten würden und auch das verschriebene Ritalin 
nicht eingenommen werde (Vi-act. 1.33).

Beim Elterngespräch/ Standortgespräch vom 12. September 2017 (Klasse 4.A) 
wurde u.a. festgehalten, dass G.________ nach den Sommerferien in alte Mus-
ter zurückgefallen sei, sein Verhalten störend und für alle Beteiligten bemühend 
sei. Teilweise verweigere er die Zusammenarbeit im Unterricht. Er mache seine 
Aufgaben unvollständig oder auch gar nicht. Es sei auch vorgekommen, dass 
G.________ andere Schüler bespucke und Mühe habe, sich zu entschuldigen; er 
zeige sich wenig einsichtig und streite vorerst alles ab, bis Zeugen beigezogen 
würden (Vi-act. 1.34).

Am 27. September 2017 besuchte G.________ erstmals eine Therapiestunde 
beim KJPD, welche sich schwierig gestaltete, da die Kindsmutter sehr aggressiv 
mitteilte, dies sei nicht nötig (Vi-act. 1.37).

Am 11. Oktober 2017 teilte die Therapeutin des KJPD der KESB mit, dass eine 
Weiterführung der Therapie wenig Sinn mache, weil der Termin erneut nicht ein-
gehalten worden sei und die Eltern sowie G.________ wenig einsichtig seien be-
züglich der Problematik, mithin keine Compliance bestehe (Vi-act. 1.39). 

Am 26. Oktober 2017 beklagte die Rektorin der zuständigen Schule gegenüber 
der KESB, dass das Verhalten von G.________ sehr schlimm sei, er stehle und 
bedrohe andere Kinder; er habe eine ältere Person vom Velo runtergestossen 
und dann bespuckt (Vi-act. 1.41). 

Beim Gespräch vom 14. November 2017 mit den Eltern kündigte die Rektorin der 
Schule an, wenn sich G.________ bis zum nächsten Standortgespräch nicht 
drastisch verbessere, müsse er in eine spezialisierte Schule wechseln. Zudem 
wurden mit den Eltern Massnahmen vereinbart, wobei die Eltern u.a. angehalten 
wurden, Patricks Umgang mit Geld anzupassen und von ihm einen respektvollen 
Umgang mit anderen Schülern zu verlangen (Vi-act. 1.42).

Am 18. Januar 2018 erstattete der zuständige Mitarbeiter der Kantonspolizei 
Schwyz (Polizeiposten R.________) der KESB einen Bericht, wonach 
G.________ seit Januar 2017 für mehrere Meldungen bei der Kantonspolizei 
verantwortlich sei und sich seit November 2017 die Meldungen häufen würden. 

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Dabei komme es regelmässig zu verbalen Provokationen und teilweise tätlichen 
Auseinandersetzungen, einmal habe G.________ mit dem Kickboard auf die 
rechte Hand eines anderen Knaben geschlagen und letzterem dadurch die Hand 
gebrochen (Vi-act. 1.47).

B.7 Einer Gefährdungsmeldung des Rektorats der Gemeinde U.________ vom 
2. Februar 2019 an die KESB sind u.a. die folgenden Angaben zu entnehmen 
(Vi-act. 1.48):

G.________ ist am 15.03.2017 von P.________ SZ her nach R.________ zugezo-
gen. Der Schulleiter von P.________ hat G.________ wegen seinem unangemes-
senen und respektlosen Verhalten Kindern und Erwachsenen gegenüber zuvor 
vom Unterricht freigestellt und eine Meldung an die KESB gemacht. (…)

G.________ fiel vom ersten Tag an auch hier im Unterricht durch sein extremes 
und respektloses Sozialverhalten auf. Auch seine Leistungen sind sehr schwan-
kend. (…)

Er zeigt grosse Mühe im Umgang und Spiel mit gleichaltrigen Kindern oder Ju-
gendlichen. Es gibt praktisch täglich Konflikte auf dem Pausenplatz und in der 
Freizeit. Er scheut sich auch nicht davor, sehr viel ältere Jugendliche anzupöbeln. 
Die Mitter erzählte uns an einem Gespräch, dass G.________ ihr Geld aus dem 
Portemonnaie gestohlen habe. G.________ schlägt und bedroht andere Kinder 
(…). Er erpresst, bespuckt und beschimpft regelmässig andere Kinder. Er hat auch 
schon eine erwachsene Person vom Velo gestossen und im Voi Migros in 
R.________ gestohlen. Im Januar 18 hat er mit einem brennenden Feuerwerks-
körper nach einem anderen Kind geworfen und dieses im Halsbereich getroffen. 
(…)

Die Mutter wirkt eher aggressiv, sie kooperiert nicht, empfindet unsere Einschät-
zung der Lage als Bedrohung, läuft sehr schnell aus der Situation und geht ein-
fach. Sie kam auch nicht regelmässig an die Gespräche, am letzten Gespräch vom 
30.01.2018 war sie nicht dabei. Sie liess ausrichten, es sei ihr zuviel, das ertrage 
sie nicht, sie habe Bluthochdruck. Sie betreibt eine Bar, es ist für uns nicht klar, ob 
und wie die Betreuung von G.________ gewährleistet ist. (…)

B.8 Mit Beschluss vom 21. Februar 2018 errichtete die KESB Ausserschwyz für 
G.________ eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 314abis ZGB und setzte 
Rechtsanwältin lic.iur. V.________ als Mandatsträgerin (Kindesvertreterin) ein 
(Vi-act. 1.55). 

Am 23. Februar 2018 führte der zuständige Schulpsychologe mit G.________ 
und den Eltern ein Gespräch, bei welchem es um eine (schulische) Anschlusslö-
sung ging. Dabei verliess die Kindsmutter das Gespräch nach rund 10 Minuten, 
nachdem sie sich "sehr aufgeregt" hatte (Vi-act. 2.1). 

In einem Zwischenbericht vom 10. April 2018 an die KESB beantragte die Kin-
desvertreterin zusätzliche Abklärungen (namentlich auch zur Erziehungsfähigkeit 
der Eltern, Vi-act. 2.10). Gleichentags fand eine Besprechung mit den Eltern und 
G.________ statt, bei welcher es um die Klärung der Situation bzw. Prüfung von 
Kindesschutzmassnahmen ging (Vi-act. 2.11).

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Bei einem Vorfall vom 11. April 2018, als G.________ (aufgrund von Lärm im 
Garderoberaum) um 07.50 Uhr vom Lehrer ins Schulzimmer gerufen wurde, war 
er sehr aufgebracht und verliess das Schulhaus mit der Bemerkung "Ich hole 
meine Mutter und die 'scheisst' sie schon zusammen". Daraufhin erschien die 
Kindsmutter um ca. 08.00 Uhr im Schulhaus, wobei der weitere Verlauf vom 
Schulleiter wie folgt festgehalten wurde (Vi-act. 2.12):

Keine Begrüssung - Sie beschimpft lautstark und uni sono uns alle - Wir sind Lüg-
ner, wir sind schlechte Lehrer, wir machen nichts, immer sei nur G.________ 
schuld, sie werde zur Polizei gehen, wir sind eine schlechte Schule, (…)

Sie wirkte auf mich völlig aufgebracht und nicht in der Lage, ein Gespräch zu 
führen. Mehrere Versuche, die Situation zu deeskalieren, scheiterten. Der Auftritt 
der Mutter wirkte bedrohlich. Da flippt jemand aus, als ob jemand Amok läuft. (…)

Schüler berichten mir nach dem Vorfall, wie sie das Auftreten der Mutter um 
08.00h auf dem Pausenhof vor dem Eingang zum Schulhaus erlebten: Frau … 
kam auf den Pausenplatz, steuerte direkt auf N… zu und schimpfte laut ihn aus. 
Die Schüler waren sehr erstaunt auch teilweise erschrocken, als sie diese Frau auf 
dem Schulhof herumschreien hörten. N… wollte etwas sagen, aber sie sagte im-
mer: "Sei still!" "Ich zeige dich bei der Polizei an". (…)

Am 17. April 2018 verfügte die Rektorin der Schule U.________, dass 
G.________ ab 18. April 2018 bis 21. Mai 2018 (gestützt auf § 39 Abs. 1 lit. i des 
Volksschulgesetzes, SRSZ 611.210) vom Unterricht ausgeschlossen werde. Das 
weitere Vorgehen werde in Zusammenarbeit mit der Abteilung Schulpsychologie 
festgelegt (Vi-act. 2.16). 

B.9 In einem Zwischenbericht vom 8. Mai 2018 teilte die Kindesvertreterin mit, 
dass G.________ vom 14. bis 17. Mai 2018 an der W.________ Schule in 
X.________ schnuppern werde. Zudem sei der Bericht der sozialpädagogischen 
Familienbegleitung abzuwarten (Vi-act. 2.21). 

B.10 Mit Beschluss vom 9. Mai 2018 ordnete die KESB Ausserschwyz für 
G.________ und sein gesamtes Familiensystem gestützt auf Art. 307 Abs. 1 
ZGB eine sozialpädagogische Intensiv-Abklärung durch die Stiftung Y.________ 
an (Vi-act. 2.23).

Am 17. Juli 2018 erstatteten die Fachpersonen dieser Stiftung Y.________ der 
KESB einen umfassenden Bericht, welcher u.a. Ergebnisse der testdiagnosti-
schen Verfahren, eine Einschätzung der aktuellen Situation sowie Empfehlungen 
enthalten. Diesem Abklärungsbericht sind u.a. die folgenden Angaben zu ent-
nehmen (vgl. Vi-act. 3.2):

In Anbetracht der dargestellten Faktoren sehe wir ein hohes Gefährdungspotential 
für die weitere Entwicklung von G.________. Er benötigt zukünftig einen engen 
und hochstrukturierten Rahmen, um einer Verfestigung seiner sozial abweichen-
den Verhaltensweisen entgegenzuwirken bzw. sie wieder durch sozial angemes-
senere Verhaltensweisen zu ersetzen.

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(…) Am 10.07.2018 wurde unsererseits der Versuch unternommen, vorliegenden 
Bericht mit den Eltern zu besprechen. Der Vater konnte unsere Besorgnis, dass 
G.________ eine deviante oder gar delinquente Karriere entwickeln könnte, gröss-
tenteils nachvollziehen. Die Mutter hingegen unterbrach uns in unseren Aus-
führungen immer wieder mit minutenlangen Schimpftiraden auf Behörden und 
Schulen, bezeichnete zahlreiche Personen dieser Institutionen mehrfach als 
"Arschlöcher" und "Idioten". Wir (…) würden ebenso zu dieser "Mafia" gehören. 
Aufgrund dieser Unterbrechungen, selbst ihr Mann konnte sie nicht daran hindern, 
konnten wir die Inhalte dieses Berichtes mit den Eltern nicht weiter vertiefen.

Uns irritierte, dass Frau … erstaunt (und wütend) reagierte, als wir sie mehrfach 
auf die Fakten hinwiesen: Den Umstand, dass ihr Sohn momentan an einer Son-
derschule sei resp. selbst dort kaum beschulbar sei (…). Mehrfach darauf ange-
sprochen, erklärte sie, ihr Sohn sei nach ihrer Auffassung normal, die Schulen und 
die ständigen Wechsel hätten ihn krankgemacht, er brauche jetzt nur Zeit, um wie-
der gesund zu werden. Man solle sie und ihren Sohn in Ruhe lassen. (…)

Im Ergebnis schlugen diese Fachpersonen u.a. folgende Interventionen vor (Vi-
act. 3.2, S. 8):

- Ein intensiv (3x pro Woche) durchgeführtes sozialpädagogisches Jugend-
coaching, welches im Rahmen einer persönlichen, autoritativ gestalteten 
Beziehung altersentsprechende Sozialkompetenzen vermitteln soll (…).

- Ergänzend zum Jugendcoaching eine sozialpädagogische Nachmittagsbe-
treuung in einem strukturierten Gruppensetting (2-3x pro Woche), um die 
Dynamik in der Mutter-Sohn-Beziehung zu entlasten. (…)

- Erneute Vorstellung von G.________ in der ambulanten oder stationären 
Kinder- und Jugendpsychiatrie (…).

- Sollte es in drei Monaten nicht möglich sein, dass die Eltern eine solche 
Erziehungshaltung einnehmen bzw. G.________ sich trotzdem nicht an 
Regeln hält, sollte ein vierwöchiges Timeout im Sinne einer Bedenkzeit für 
G.________ erfolgen (…).

- Sollten alle ambulanten Massnahmen nach einem Timeout scheitern, emp-
fehlen wir eine Neuüberprüfung in dieser Angelegenheit (…).

- Aufgrund der Brisanz des Falles empfehlen wir, dass unter Einbezug aller 
professionellen Helferinnen alle drei Monate eine Auswertung des Status 
Quo in Bezug auf Patricks Entwicklung vorgenommen wird (…).

B.11 Am 6. August 2018 fand eine weitere Besprechung mit den Eltern statt (Vi-
act. 3.7). 

Am 31. August 2018 berichtete der zuständige Abteilungsleiter der W.________ 
Privatschule in X.________ unter anderem (Vi-act. 3.8.3):

- dass sich G.________ den Lehrpersonen entziehe, dass er aus dem Klas-
senzimmer davonlaufe;

- dass er den Unterricht störe (und auch den Unterricht anderer Klassen in 
solchem Umfange, dass kein Unterricht mehr möglich sei),

- dass er sich seiner Einzelbegleitung (täglich mehrmals) entziehe;
- dass er Gegenstände im Klassenzimmer werfe und dadurch sein Umfeld 

gefährde;
- dass er seine Lehrpersonen angreife (indem er ihnen direkt sehr laut in 

das Ohr schreie),
- dass er den Schulstoff verweigere (usw.).

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In einer weiteren gemeinsamen Besprechung vom 17. September 2018 ging es 
insbesondere darum, eine gute Lösung für G.________ zu finden (Vi-act. 3.15).

Die Kindesvertreterin beantragte in ihrer Stellungnahme vom 13. Oktober 2018, 
dass ein kinderpsychologisches Gutachten einzuholen sei (zur Fragestellung, 
weshalb G.________ blockiert sei und ob er überhaupt noch beschulbar sei etc., 
vgl. Vi-act. 3.18).

In der Folge konnte G.________ eine Schnupperwoche in der Institution 
Z.________ bei AA.________ absolvieren, welche verlängert wurde. Diese 
Schule vertrat den Standpunkt, dass G.________ eine engere Begleitung und ein 
Coaching benötige mit einer therapeutischen Begleitung; diesbezüglich zeigte 
sich die Kindsmutter sehr skeptisch (Vi-act. 3.25). 

B.12 Am 18. Januar 2019 teilte die KESB Ausserschwyz den Eltern u.a. mit, 
nachdem G.________ nun wieder in der Schule O.________ sei und dort be-
schult werde und die Eltern sich gegen unterstützende Massnahmen ausgespro-
chen hätten, beabsichtige die KESB, das Verfahren mit Verzicht auf Massnah-
men abzuschliessen (Vi-act. 3.31.1).

B.13 Mit Beschluss vom 20. Februar 2019 hat die KESB Ausserschwyz auf die 
Errichtung von Kindesschutzmassnahmen für G.________ verzichtet und das 
Verfahren abgeschlossen. Zudem wurde die bisherige Vertretungsbeistandschaft 
für G.________ aufgehoben und der letzte Bericht der Beiständin als Schlussbe-
richt entgegengenommen und genehmigt (Vi-act. 3.34).

C.1 Am 21. August 2019 ging bei der KESB Ausserschwyz eine erneute Ge-
fährungsmeldung hinsichtlich G.________ ein. Darin wurde von der Abteilung 
Schulpsychologie u.a. ausgeführt, dass G.________ im Lern-, Arbeits- und Sozi-
alverhalten grosse Schwierigkeiten aufweise sowie klare Strukturen und Grenzen 
benötige, um sein Potential umsetzen zu können. Seit der Vater (im Frühjahr 
2019) aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen sei, habe sich die Zusam-
menarbeit mit der Familie verschlechtert. Abmachungen sowie die Unterrichtszei-
ten würden nicht eingehalten, Hausaufgaben nicht erledigt. An einen regulären 
Unterricht sei aktuell oft nicht zu denken. Insgesamt sei die Entwicklung von 
G.________ gefährdet (Vi-act. 4.2).

C.2 Am 27. August 2019 teilte die Verantwortliche der Privatschule O.________ 
telefonisch mit, dass G.________ nicht mehr länger beschult werden könne. 
G.________ lüge und betrüge, er verhalte sich "fast im kriminellen Bereich". Er 
wolle nur gamen, alles andere interessiere ihn nicht. Es scheine, dass die 
Kindsmutter keine Kontrolle mehr über G.________ habe (er könne die Mutter 

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"dirigieren, wie er wolle"). Es sei Gefahr in Verzug (Vi-act. 4.5). Am 13. Septem-
ber 2019 folgte die Mitteilung, dass G.________ aus der Schule ausgeschlossen 
worden sei (Vi-act. 4.6).

C.3 Gegenstand einer gemeinsamen Besprechung vom 7. Oktober 2019 bilde-
te die Thematik einer Platzierung von G.________ in der Klinik AB.________ in 
AC.________ (Kinder- und Jugendpsychiatrisches Zentrum). Als die Kindsmutter 
davon Kenntnis erhielt, eskalierte die Situation dahingehend, dass die Polizei 
beigezogen werden musste (Vi-act. 4.12). Eine weitere gemeinsame Bespre-
chung (unter Beizug einer Vertrauensperson der Kindsmutter) folgte am 10. Ok-
tober 2019 (Vi-act. 4.17). Am 14. Oktober 2019 teilte die Kindsmutter telefonisch 
mit, dass sie die Klinik AB.________ besichtigt habe und an sich einen positiven 
Eindruck habe, dennoch aber G.________ nicht dorthin gehen wolle (Vi-act. 
4.25). Bei der nächsten Besprechung vom 15. Oktober 2019 erklärte die Kinds-
mutter ihr Einverständnis zu einem Eintritt ihres Sohnes in diese Klinik, derweil 
G.________ wütend wurde und sinngemäss einen Klinikeintritt kategorisch ab-
lehnte und den Raum wutentbrannt verliess (Vi-act. 4.27).

C.4 Am 21. Oktober 2019 beschloss die KESB Ausserschwyz, dass den Eltern 
das Aufenthaltsbestimmungsrecht gestützt auf Art. 310 i.V.m. Art. 314b ZGB per 
sofort entzogen werde und G.________ in der Klinik AB.________ in 
AC.________ untergebracht werde. Zudem wurde für G.________ eine Bei-
standschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet und AE.________ als Bei-
ständin eingesetzt (mit einem detaillierten Aufgabenkatalog, vgl. Vi-act. 4.34.1 
bzw. Vi-act. 4.34).

D.1 Seit dem 21. Oktober 2019 hielt sich G.________ in der Klinik 
AB.________ auf. Am 28. Januar 2020 ging bei der KESB der Abklärungsbericht 
dieser Klinik vom 27. Januar 2020 ein. In diesem Bericht wurde u.a. eine Verlän-
gerung des stationären Aufenthaltes im Sinne eines therapeutischen Aufenthal-
tes empfohlen, u.a. mit der Begründung, dass G.________ weiterhin einen sehr 
gut strukturierten Rahmen benötige, in welchem er im weiteren Aufbau von sozi-
alen Kompetenzen unterstützt werde und einen Rahmen mit klaren Regeln und 
Konsequenzen habe (Vi-act. 5.1). Am 13. Februar 2020 teilte die Klinik der KESB 
mit, dass eine Verlängerung des Aufenthaltes von G.________ nicht möglich sei 
(Vi-act. 5.2). 

D.2 Bei der gemeinsamen Besprechung vom 18. Februar 2020 wurde ein Inter-
natsplatz für G.________ in der Schule AD.________ thematisiert, welcher von 
den Eltern abgelehnt wurde (Vi-act. 5.3). Die zuständige Fachperson der Klinik 
AB.________ sprach einzeln mit den Kindseltern (welche sich wieder getrennt 

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hatten) und hielt an der Empfehlung fest, dass G.________ zuerst in ein Internat 
eintreten sollte (mit Aussicht auf Übertritt in die Tagesschule; Vi-act. 5.8). Am 10. 
März 2020 beantragte die Beiständin (AE.________) bei der KESB, dass 
G.________ im Internat von der Schule AD.________ in AF.________ unterzu-
bringen sei (Vi-act. 5.10).

D.3 Am 16. März 2020 teilte die Klinik AB.________ der KESB mit, dass 
G.________ am Wochenende Erkältungssymptome gezeigt habe und deswegen 
(in Anbetracht der Corona-Situation) sich aktuell zu Hause (bei der Kindsmutter) 
aufhalte (Vi-act. 5.15). Daraufhin wurde von Seiten der KESB bzw. der Beistän-
din für die Übergangszeit bis zur Platzierung in der Schule AD.________ eine re-
gelmässige Begleitung (3x pro Woche) durch die Psychiatrie-Spitex 
AG.________ organisiert (Vi-act. 5.16 bis 5.18, 5.21, 5.29). Der Verantwortliche 
der Schule AD.________ teilte am 25. März 2020 telefonisch mit, dass der 
Schulbetrieb gemäss BAG eingeschränkt sei und vorderhand nur ein Tages-
schulsetting für Kinder angeboten werde, welche zuhause nicht betreut werden 
könnten (Vi-act. 5.20). 

E.1 Mit Beschluss vom 7. Mai 2020 hat die KESB Ausserschwyz u.a. den Ent-
zug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern bestätigt bzw. verlängert und 
G.________ per 11. Mai 2020 in das Internat der Schule AD.________ in 
AF.________ platziert. Zudem wurde der Aufgabenkatalog der Beiständin neu 
formuliert (Vi-act. 6).

E.2 Am 12. Mai 2020 teilte die Beiständin der KESB mit, dass G.________ am 
Vortag in die Schule AD.________ eingetreten sei und gleichentags am Vormit-
tag die Schule verlassen habe und wieder nach Hause zurückgekehrt sei. 
Während der Arbeit der Kindsmutter sei G.________ aktuell alleine zuhause, 
wobei er seit dem Austritt aus der Klinik AB.________ nicht mehr beschult wor-
den sei (Vi-act. 6.10). Am 13. Mai 2020 teilte die Kantonspolizei Glarus der KESB 
mit, dass G.________ erneut von der Schule AD.________ "abgehauen" sei; die 
Polizei habe ihn innert 48 Stunden dreimal der Schule zugeführt und werde nun 
vorläufig nichts mehr unternehmen (Vi-act. 6.13).

F. Mit Beschluss vom 24. Juni 2020 hat die KESB Ausserschwyz den Entzug 
des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern sowie die Unterbringung von 
G.________ im Internat der Schule AD.________ rückwirkend per 12. Mai 2020 
aufgehoben. Zudem wurde für G.________ eine Vertretungsbeistandschaft nach 
Art. 314abis ZGB errichtet und als Beiständin (Kindesvertreterin) die Juristin und 
Psychologin AH.________ eingesetzt (Vi-act. 6.41.2 bzw. 6.44). Am 16. Juli 2020 

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teilte die Kindesvertreterin der KESB mit, dass die Kindsmutter und G.________ 
auch den zweiten Termin für eine Besprechung ignoriert hätten (Vi-act. 7.5).

G.1 Mit Beschluss vom 12. August 2020 hat die KESB Ausserschwyz den El-
tern erneut das Aufenthaltsbestimmungsrecht für G.________ entzogen und ihn 
vorläufig im Jugendheim AO.________ in AP.________ untergebracht (Vi-act. 
7.14.2 bzw. 7.14).

G.2 Mit Schreiben vom 11. September 2020 teilte die KESB den Eltern mit, 
dass die Unterbringung von G.________ im AO.________ in AP.________ nur 
als Überbrückung diene und eine Umplatzierung in eine andere Einrichtung 
(AI.________-Stiftung in AJ.________) geplant sei (Vi-act. 8.15.1 und 8.15.2).

G.3 Mit Beschluss Nr. IIA/001/39/2020 vom 16. September 2020 hat die KESB 
Ausserschwyz die superprovisorisch angeordnete Unterbringung von 
G.________ in die geschlossene Abteilung des Jugendheims AO.________ 
bestätigt (Vi-act. 8.29.1 bzw. 8.29). 

G.4 In einem weiteren Beschluss (Nr. IIA/002/39-2/2020) vom 22. September 
2020 hat die KESB Ausserschwyz die Unterbringung von G.________ im Ju-
gendheim AO.________ per 22. September 2020 aufgehoben und G.________ 
im Rahmen des bestehenden Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts nach 
Art. 310 i.V.m. Art. 314b ZGB per 22. September 2020 in der geschlossenen 
Wohngruppe der AI.________-Stiftung AJ.________ untergebracht (Vi-act. 
8.32.2).

H. Am 28. September 2020 liess A.________ (Kindsmutter) beim Verwal-
tungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei Ziff.1 des Entscheids der KESB Ausserschwyz vom 16. September 
2020 aufzuheben.

2. Es sei die Fürsorgerische Unterbringung des Sohns der Beschwerdeführerin 
aufzuheben, und der Sohn der Beschwerdeführerin unverzüglich aus dem Ju-
gendheim zu entlassen.

3. Es sei der Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihren Sohn wieder 
zurück zu übertragen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.

Zudem wurde beantragt, dass G.________ von den Mitgliedern des Verwal-
tungsgerichts persönlich anzuhören sei sowie wegen Bedürftigkeit der Be-
schwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgeltliche Rechtsver-
beiständung) zu gewähren sei.

12

I. Am 1. Oktober 2020 hat die Kammer III des Verwaltungsgerichts den Sohn 
der Beschwerdeführerin in der Einrichtung (Jugendheim) in AJ.________ be-
sucht und angehört. An dieser gerichtlichen Anhörung nahmen - abgesehen von 
der Beschwerdeführerin, ihrem Sohn G.________ und den Mitgliedern des Ge-
richts - zusätzlich Dr.med. E.________ (FMH Psychiatrie und Psychotherapie, als 
Sachverständige nach Art. 450e Abs. 3 ZGB), AK.________ (als Vertreterin der 
KESB Ausserschwyz), AH.________ (als Kindesvertreterin) und ein Betreuer von 
G.________ in der Einrichtung (AL.________) teil.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 307 Abs. 1 des Schweiz. Zivilgesetzbuches (ZGB, SR 210) trifft 
die Kindesschutzbehörde die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes, 
wenn dessen Wohl gefährdet ist und die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe 
sorgen oder sie dazu ausserstande sind. Kann der Gefährdung des Kindes nicht 
anders begegnet werden, so hat die Kindesschutzbehörde es den Eltern 
wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 
ZGB). Die Gefährdung muss darin liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut 
nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige und 
sittliche Entfaltung nötig wäre. Unerheblich ist, auf welche Ursachen die 
Gefährdung zurückzuführen ist: Sie können in der Anlage oder in einem 
Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. 
Desgleichen spielt es keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der 
Gefährdung trifft. Massgebend sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Entziehung. 
Alle Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein und es ist immer die 
mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität und 
Subsidiarität); diese soll elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern 
ergänzen (Komplementarität). Die Entziehung der elterlichen Obhut resp. des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts ist daher nur zulässig, wenn andere Massnahmen 
ohne Erfolg geblieben sind oder von vornherein als ungenügend erscheinen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 5A_379/2019 vom 26.9.2019 Erw. 3.4.1 mit Verweis 
auf die weiteren Urteile 5A_153/2019 vom K.________2019 Erw. 4.3; 
5A_540/2015 vom 26.5.2016 Erw. 4.4; 5A_188/2013 vom 17.5.2013 Erw. 3; 
5A_701/2011 vom 12.3.2012 Erw. 4.2.1, je mit Hinweisen). 

1.2 Die Anordnung von Kindesschutzmassnahmen im Sinne von Art. 307ff. 
ZGB setzt die Gefährdung des Kindeswohls voraus ("Ist das Wohl des Kindes 

13

gefährdet..." [Art. 307 Abs. 1 ZGB]). Das Kindeswohl gilt als oberste Maxime des 
Kindesrechts (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_789/2019 vom 16.6.2020 Erw. 
6.2.2 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 142 III 612 Erw. 4.2 S. 615). Dazu gehören - in 
einer positiven und nicht abschliessenden Beschreibung - die Förderung der 
Entwicklung in geistiger, körperlicher und seelischer Hinsicht (vgl. Art. 302 Abs. 1 
ZGB), ein Umfeld von Kontinuität und Stabilität, die Möglichkeit einer inneren 
Bindung des Kindes an die Beziehungspersonen, eine positive Beziehung zu den 
Eltern bzw. nach Trennung oder Scheidung zu beiden Elternteilen, die Haltung 
zur Gestaltung der Beziehung zum anderen Elternteil und die Achtung des 
Willens des Kindes und seines Selbstbestimmungsrechts (Urteil des 
Bundesgerichts 5P.83/2006 vom 3.5.2006 Erw. 4.1; BGE 129 III 250 Erw. 3.4.2 
S. 255; vgl. u.a. auch Rosch/ Hauri, in: Rosch et al. [Hrsg.], Handbuch Kindes- 
und Erwachsenenschutz, Recht und Methodik für Fachleute, 2. Aufl., 2018, S. 
444 ff.; Cantieni/ Blum, in: Fountoulakis et al. [Hrsg.], Fachhandbuch Kindes- und 
Erwachsenenschutzrecht, 2016, S. 565 f.). Entsprechend ist das Wohl des 
Kindes gefährdet, sobald nach den Umständen die ernstliche Möglichkeit einer 
Beeinträchtigung des körperlichen, sittlichen oder geistigen Wohls des Kindes 
vorauszusehen ist (Cyril Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts und des übrigen 
Verwandschaftsrechts, 5. Aufl., 1999, S. 206). Die (objektiv fassbare) Gefahr 
einer Beeinträchtigung muss einigermassen konkret sein, auch wenn 
regelmässig prognostische Elemente miteinzubeziehen sind. Nicht erforderlich 
ist, dass sich die Gefahr bereits verwirklicht hat. In diesem Sinne ist auch der 
gesetzliche Kindesschutz Präventivmassnahme und hat sich vom Grundsatz "in 
dubio pro infante" leiten zu lassen (Yvo Biderbost, in: Handkommentar zum 
Schweizer Privatrecht, 3. Aufl., 2016, N 9 zu Art. 307 ZGB). Dabei ist 
unerheblich, worauf die Gefährdung zurückzuführen ist. Die Ursachen können in 
den Anlagen oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der 
weiteren Umgebung liegen. Ebenso wenig kommt es darauf an, ob die Eltern ein 
Verschulden an der Gefährdung trifft (Urteil des Bundesgerichts 5A_701/2011 
vom 12.3.2012 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). 

1.3.1  Muss das Kind in einer geschlossenen Einrichtung oder in einer 
psychiatrischen Klinik untergebracht werden, so sie die Bestimmungen des 
Erwachsenenschutzrechtes über die fürsorgerische Unterbringung sinngemäss 
anwendbar (Art. 314b Abs. 1 ZGB).

1.3.2  Wie auch in der Beschwerdeschrift (S. 6f.) ausgeführt wird, stellt das ZGB 
grundsätzlich zwei separate Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung auf. Die erste Voraussetzung bezieht sich auf den körperlichen und geisti-
gen Zustand der betroffenen Person. Nur wenn einer der in Art. 426 Abs. 1 ZGB 

14

abschliessend aufgezählten Schwächezustände vorliegt, kommt eine zwangs-
weise Unterbringung bzw. Zurückbehaltung in einer geeigneten Einrichtung in 
Frage. Die zweite Voraussetzung bezieht sich auf die Auswirkungen des 
Schwächezustandes. Nur wenn die durch den Schwächezustand bewirkte Für-
sorgebedürftigkeit dermassen ist, dass der betroffenen Person nicht anderweitig 
geholfen werden kann, ist die zwangsweise Unterbringung (in einer geeigneten 
Einrichtung) haltbar (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Basler Kom-
mentar zum ZGB, BSK, Art. 426 ZGB Rz. 7ff.; Daniel Rosch, Die fürsorgerische 
Unterbringung im revidierten Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, in: AJP 
4/2011, S. 505ff., v.a. S. 506; Rosch/Büchler/Jakob, Das neue Erwachsenen-
schutzrecht, Basel 2011, Art. 426 ZGB Rz. 6ff.; Hausherr/Geiser/Aebi-Müller, Das 
neue Erwachsenenschutzrecht, Bern 2010, Rz. 2.158ff.).

1.3.3  Der Schwächezustand muss gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB derart ausge-
prägt sein, dass eine notwendige Betreuung oder Behandlung nur durch eine Un-
terbringung erfolgen kann. Aufgrund dieses relativ weitreichenden Ermessens-
spielraums der rechtsanwendenden Instanzen kommt der Verhältnismässigkeits-
prüfung im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung eine entscheidende 
Funktion zu. Eine Massnahme muss das mit ihr verfolgte Ziel erreichen können, 
und es muss auch eine geeignete Einrichtung vorhanden sein. Ferner sind sämt-
liche weniger weit in die Rechtstellung der betroffenen Person eingreifenden 
Massnahmen auf ihre Zwecktauglichkeit zu prüfen. Insgesamt ist es aber die Prü-
fung der Zumutbarkeit, des Verhältnisses zwischen Eingriffszweck und Eingriffs-
wirkung, welche die fürsorgerische Unterbringung de facto auf schwerwiegende 
und/oder akute Situationen beschränkt (vgl. Rosch, a.a.O., S. 506f.; Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 ZGB Rz. 22ff.). Zusammenfassend ist die für-
sorgerische Unterbringung nur zulässig, wenn keine mildere Massnahme der be-
troffenen Person genügend Schutz bietet. 

1.3.4  Wie die Kindesvertreterin in ihrer anlässlich der gerichtlichen Anhörung 
abgegebenen Stellungnahme (S. 2) zutreffend ausgeführt hat, richten sich die 
materiellen Voraussetzungen für die Unterbringung Minderjähriger grundsätzlich 
nicht nach Art. 426 Abs. 1 und 2 ZGB (siehe vorstehend, Erw. 1.3.2f.), sondern 
nach Art. 310 Abs. 1 ZGB (siehe vorstehend, Erw. 1.1f.; siehe dazu die Hinweise 
in der zit. Stellungnahme u.a. auf das Bundesgerichtsurteil 5A_188/2013 vom 
17.5.2013, Erw. 3 sowie die Botschaft zur Änderung des ZGB hinsichtlich Er-
wachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht vom 28.6.2006, BBl Nr. 36 
vom 12.9.2006, S. 7001ff., v.a. S. 7102; siehe auch Urteil des Bundesgerichts 
5A_243/2018 vom 13.6.2018 Erw. 2.1 und 2.2 mit weiteren Hinweisen).

15

2. Die vorliegende Beschwerdesache basiert auf einer langen Vorgeschichte, 
welche im Ingress auf rund 10 Seiten (aus den umfangreichen Akten) zusam-
mengefasst wurde und im Rahmen der Erwägungen als bekannt vorausgesetzt 
wird (d.h. nicht nochmals zu wiederholen ist). In der Folge ist insbesondere auf 
die Ausführungen und Erkenntnisse anlässlich der gerichtlichen Anhörung näher 
einzugehen.

2.1 Bei der gerichtlichen Befragung äusserte der Sohn der Beschwerdeführerin 
unter anderem, dass es ihm in der Einrichtung nicht gut gehe und dass er lieber 
nach Hause gehen möchte. Zudem erwähnte er u.a. sinngemäss, dass er von 
anderen Jugendlichen "geplagt" werde und dann darauf reagiere (wobei er 
durchblicken liess, dass seine Reaktionen mindestens teilweise nicht angebracht 
seien). Bei seinen Angaben zu den Atelier-Tätigkeiten entstand der Eindruck, 
dass er sich bereitwillig damit beschäftigt. Als Berufswunsch äusserte er die 
Tätigkeit als Anwalt, wobei er anerkannte, dass er dafür in schulischer Hinsicht 
noch viel leisten und namentlich besser werden müsste. Zeitweise kamen ihm 
die Tränen hoch, was durchaus verständlich war. Ambivalent erscheint sein Ver-
hältnis zum Vater, wobei unklar blieb, inwiefern er sich in Anwesenheit der Mutter 
nicht getraut, auf die Thematik der Beziehung zum Vater näher einzugehen, mit-
hin er sich diesbezüglich grundsätzlich wohl in einem Loyalitätskonflikt befindet. 
Zu Beginn der Befragung hatte der Sohn dem Gericht ein Blatt Papier überreicht 
mit der Bemerkung, dass er sinngemäss darauf den nach dem Austritt aus dem 
Heim geplanten Tagesablauf aufgeschrieben habe, so wie es ihm seine Mutter 
gesagt habe. 

2.2 Die befragte Kindsmutter (Beschwerdeführerin) ergänzte u.a., dass nach 
der beantragten Rückkehr des Sohnes Privatunterricht (Homeschooling) mit ei-
nem von ihr organisierten diplomierten Privatlehrer, welcher in AQ.________ 
wohne, geplant sei. Des Weiteren führte sie aus, dass ihr Sohn in der Vergan-
genheit oft gemobbt und geschlagen worden sei. Er sei auch mit kaputten Klei-
dern nach Hause gekommen. Nach ihrer (sinngemässen) Einschätzung seien die 
aufgetretenen Probleme nicht ihrem Sohn, sondern den Anderen zuzuschreiben.

2.3 Der befragte Heimbetreuer erläuterte (sinngemäss), dass der Aufenthalt 
des Jugendlichen bis anhin gut verlaufen sei. Die in der Einrichtung geltenden 
Strukturen würden ihm Halt geben. Zu den Regeln gehöre, dass die Bewohner 
ihr Zimmer selber aufräumen, was der Sohn der Beschwerdeführerin gut einhal-
te. Der Jugendliche habe in der Einrichtung schon recht viel gelernt. Was hinge-
gen seine Rolle und sein Verhalten in der Gruppe bzw. hinsichtlich Gruppendy-
namik anbelange, bestehe noch ein erheblicher Lernbedarf. Des Weiteren führte 

16

der Heimbetreuer aus, wie der geplante Schulunterricht (im mittleren Gebäude 
des Haupttraktes, und zwar in einem offenen Rahmen, gemischte Klassen, ganz-
tägige Beschulung etc.) geplant sei (anzufügen ist, dass sich die geschlossene 
Abteilung in einem separaten Nebentrakt befindet).

2.4.1  Die Sachverständige antwortete auf die Frage nach einer allfälligen Dia-
gnose sinngemäss dahingehend, dass aufgrund der Akten mit Beschreibung des 
mehrjährigen Verlaufs eine Störung mit Krankheitswert ersichtlich sei. Es werde 
in den Akten mehrfach und auch im Januar 2020 von Dr.med. F.________ 
(Oberarzt Klinik AB.________, AC.________) die Diagnose einer hyperkineti-
schen Störung des Sozialverhaltens (ICD 10 F 90.1) sowie eine reaktive Bin-
dungsstörung (ICD-10 F94.1) gestellt. Dafür spreche die schwere Verhaltens-
störung mit ungenügender Emotionsregulation, die Impulskontrollstörung und die 
geringe Frustrations-toleranz. Es werde eine Bindungsstörung im Verhältnis zur 
Mutter beschrieben. Der Jugendliche scheine seit der Trennung der Eltern und 
dem Wegzug des Vaters in eine symbiotisch anmutende Beziehung zur Mutter 
gebunden. In seinem Sozialverhalten werde seit Jahren beschrieben, dass er 
nicht gewohnt sei, Vorgaben anzunehmen, er könne kein Nein akzeptieren, er 
könne sich auch nicht angemessen und zielführend für seine Belange und Be-
dürfnisse einsetzen. Die beschriebenen schulischen Defizite würden zwar keiner 
psychiatrischen Diagnose entsprechen, seien aber als Störung von Krankheits-
wert zu werten. Mit anderen Worten seien geeignete Massnahmen nötig, damit 
er sein Potenzial entwickeln könnte.

2.4.2  Auf die Fragestellung, wie die strittigen Massnahmen zu beurteilen seien, 
führte die Sachverständige u.a. aus, unter Berücksichtigung der konkreten Akten-
lage erscheine die Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts und die Unter-
bringung in der geschlossenen Wohngruppe der AI.________-Stiftung als geeig-
nete Massnahme und Fortführung der Einschätzung, die zur Einweisung ins Ju-
gendheim AO.________ AP.________ geführt habe. Während der Platzierung in 
der Klinik AB.________ sei (erneut) deutlich geworden, dass der Jugendliche 
klare Strukturen und Grenzen benötige, um sich auf sich konzentrieren und sich 
auch wieder auf den Lernstoff einlassen zu können, vor allem aber auch um ein 
gelingendes Sozialverhalten zu erlernen. Darum erachte sie diese Massnahmen 
als nötig und derzeit unerlässlich.

2.4.3  Ohne diese erwähnten Massnahmen beurteilte die Sachverständige das 
Kindswohl als klar gefährdet. Die über die letzten Jahre wiederholten Schwierig-
keiten der Beschulung und die emotionalen Belastungen durch die Trennung der 
Eltern hätten dazu geführt, dass der Jugendliche in der persönlichen und schuli-

17

schen Entwicklung erhebliche Defizite aufweise, welche in der aktuellen Heim-
platzierung anzugehen seien. Die Erfahrungen und Beobachtungen in der Klinik 
AB.________ (AC.________) wie auch dem Jugendheim AO.________ 
(AP.________) hätten die Notwendigkeit dieser Massnahmen deutlich und anhal-
tend aufgezeigt.

2.4.4  Eine andere bzw. weniger eingreifende Massnahme wurde von der Sach-
verständigen zum gegebenen Zeitpunkt als ungeeignet beurteilt. In den vergan-
genen drei Jahren - und dabei handle es sich um wichtige Jahre in der Entwick-
lung - seien verschiedene Möglichkeiten versucht worden, welche (leider) nicht 
zur angestrebten Beruhigung und auch nicht dazu geführt hätten, dass der Ju-
gendliche altersentsprechende Reifeschritte hätte vollziehen können und in schu-
lischer Hinsicht angemessene Fortschritte gemacht hätte. Die verschiedenen 
Bemühungen der Vorinstanz hätten die Notwendigkeit der aktuellen Massnah-
men deutlich aufgezeigt. Darauf sei aufzubauen. Zuhause wäre der Jugendliche 
(auch mit einem Privatlehrer) wieder vermehrt auf sich selbst gestellt mit der Fol-
ge, dass er hinsichtlich der angesprochenen (nötigen) Reifungsschritte überfor-
dert und abgelenkt wäre, zumal er zuhause noch stärker dem Loyalitätskonflikt 
(hinsichtlich der Eltern) ausgesetzt wäre.

2.4.5  Bei einem erneuten Wechsel in der Betreuungsstruktur ging die Sachver-
ständige von einer klaren Kindswohlgefährdung aus. Der Jugendliche habe 
während seiner bisherigen Schulzeit sowohl viele Schulabbrüche erlebt als auch 
die Trennung der Eltern. Es sei von hoher Wichtigkeit für den Jugendlichen, an 
einem geeigneten Ort Stabilität zu finden sowie Ruhe und Vertrauen zu ausser-
familiären Bezugspersonen aufbauen zu können und so endlich kontinuierlich 
lernen zu können. Damit sei nicht nur der schulische Bereich gemeint, sondern 
insbesondere auch der soziale Bereich. Es sei für den Jugendlichen von ausser-
ordentlicher Bedeutung Kontinuität zu erleben um zu lernen, wie gelingende Be-
ziehungen funktionieren, wie man Vertrauen aufbaut in sich und andere. So ge-
sehen wäre das Kindswohl durch einen erneuten Wechsel aus fachlicher Sicht 
gefährdet.
(Im Zusammenhang mit diesen Antworten der Sachverständigen auf die gericht-
lichen Fragen begann der Jugendliche zu weinen.)

2.4.6  Hinsichtlich der Fragestellung, wie die Kompetenzen der Kindseltern sowie 
die Folgen bei einer Aufhebung der aktuellen Unterbringung zu beurteilen seien, 
hob die Sachverständige hervor, dass die Eltern mit ihren eigenen Schwierigkei-
ten und denjenigen in der Elternfunktion überfordert erscheinen. Die Kindsmutter 
scheine die Führung des Kindes vor allem im Nachgeben zu sehen. Deshalb 

18

werde in den Akten die Parentifizierung, d.h. eine Rollenumkehr zwischen Sohn 
und Mutter beschrieben. Sicher würde der Jugendliche bei einer derzeitigen 
Rückkehr zur Mutter tagtäglich im Loyalitätskonflikt zwischen den Eltern verhar-
ren. Möglicherweise sei im Hintergrund seine Sorge um das Wohl der Mutter so 
gross, dass er meine, sie beschützen und führen zu müssen, was ihn ablenke 
von seinen eigenen Entwicklungsaufgaben. Mit der Rückkehr zur Mutter wäre die 
schulische Weiterentwicklung bzw. das Aufholen von verpasstem Schulstoff of-
fenkundig gefährdet.

2.4.7  Im Übrigen erachtete die Sachverständige die aktuelle Einrichtung 
(AI.________-Stiftung AJ.________) nach Massgabe des publizierten Leitbildes 
und Angebotes sowie des gewonnenen Eindrucks als geeignet für den Jugendli-
chen. Das Konzept beinhalte (überzeugend) Beziehungsarbeit mit Bezugsperso-
nen. In der geschlossenen Gruppe würden psychotherapeutische Gespräche 
zum Setting gehören, ebenso obligatorisch Körpertherapie, was beides für den 
Jugendlichen in ausgeprägtem Masse geboten sei.

2.4.8  Ausserdem empfahl die Sachverständige bei einer Fortsetzung des vorlie-
genden Heimaufenthaltes, die Beziehung des Jugendlichen zu seiner Mutter und 
zu seinem Vater intensiv zu thematisieren.

2.5 Die anwesende Kindesvertreterin überreichte den Teilnehmern der gericht-
lichen Anhörung eine umfassende (schriftliche) Stellungnahme. Darin wurde u.a. 
zum einen auf den Kindeswillen und zum andern auf das wohlverstandene Kin-
deswohl eingegangen. Es kann darauf verwiesen werden. Die Beobachtungen 
der Kindesvertreterin umschreiben eine Unruhe und Unstetigkeit im Leben des 
Jugendlichen. Er habe nun sieben Schulwechsel erlebt, dass die Eltern zeitweise 
ein Paar waren und danach wieder nicht, dass der Jugendliche immer wieder ein 
neues soziales Umfeld aufgrund seiner Schulwechsel hatte, andere Helfersyste-
me und somit in der Vergangenheit keine Regelmässigkeit und Kontinuität erfah-
ren konnte, an welcher er sich hätte orientieren können. Dadurch sei er auch nie 
zur Ruhe gekommen. Der Jugendliche habe auf kognitiver Ebene (Arbeit an 
Grundlagen in der Schule), auf sprachlicher Ebene (Schwierigkeiten sich situati-
onsadäquat auszudrücken) und auf emotionaler Ebene (kleinkindlich, trotzige 
Verhaltensweisen) Entwicklungsschritte nachzuholen und befinde sich am Be-
ginn der Adoleszenz (mit verschiedensten Entwicklungsaufgaben). Jugendliche 
würde gerade in einer solchen unsteten, für sie heraus- oder gar überfordernden, 
sensiblen Entwicklungsphase ein verlässliches, konstantes Umfeld benötigen, 
um sich zu orientieren und sich auf dieses verlassen zu können. Da die Lösun-

19

gen in der Vergangenheit jeweils nur kurz- oder mittelfristiger Natur gewesen 
seien, brauche es nun eine langfristige Lösungsoption.

Des Weiteren berichtete die Kindesvertreterin (Ziff. 6 der Stellungnahme), dass 
(gestützt auf die Eindrücke bei den telefonischen Kontakten) der Jugendliche 
sich auf das Angebot der Einrichtung einlassen könne, dass die Beschäftigungen 
im Atelier ihm Freude bereiten würden und er sich Mühe gebe, die Regeln einzu-
halten. In den betreffenden Angaben des Jugendlichen seien nicht nur Freude 
am Angebot vor Ort, die Fähigkeit sich auf das Angebot einzulassen, sondern 
auch eine beginnende Reflexion über das eigene Sozialverhalten zu erkennen, 
was als Fortschritt zu werten sei. 

Das Wohl des Jugendlichen gebiete eine regelmässige Beschulung, damit er 
seine Bildungslücken aufarbeiten könne, sich kognitiv, schulisch und später auch 
beruflich entwickeln könne. Die Beschulbarkeit in der Einrichtung sei gegeben, 
nicht aber in der mütterlichen Obhut (nachdem er beim Wohnen zuhause weder 
in der öffentlichen Schule noch in einer privaten Schule tragbar war). Das von der 
Kindsmutter beabsichtigte Homeschooling mit einem Privatlehrer werde von der 
Kindesvertreterin kritisch gesehen (Stellungnahme, S. 7 oben).

Ausserdem nahm die Kindesvertreterin zu den Schwierigkeiten des Jugendli-
chen, sich in einer Gruppe zu integrieren, Stellung, wonach der Jugendliche ent-
weder die Rolle des Clowns einnehme und sich dadurch in eine Aussenseiterpo-
sition manövriere, oder andere Jugendliche provoziere, so dass sich letztere ge-
gen ihn wehren würden und er zuerst Täter und danach das Opfer sei. Diese so-
zialen Schwierigkeiten würden von den Eltern, namentlich der Mutter, bagatelli-
siert bzw. dramatisiert. Letztere sehe ihren Sohn als Opfer von Ungerechtigkeit 
und Mobbing. Alle seien rassistisch und unfair gegenüber ihrem Sohn, welcher 
niemandem etwas tue. Die Mutter externalisiere damit die Problematik des 
Sozialverhaltens des Sohnes und beschreibe ihn als "Unschuldslamm". Diese 
Wahrnehmung stimme nicht mit den Rückmeldungen der früheren Lehrpersonen 
und den Mitarbeitern verschiedener Einrichtungen überein. Letztere würden 
übereinstimmend postulieren, dass die Sozialkompetenz des Jugendlichen zwin-
gend gefördert werden müsse. Diese Notwendigkeit werde von der Kindsmutter 
verkannt und es scheine fraglich, dass in der mütterlichen Obhut entsprechende 
Fortschritte zu erwarten wären, zumal beim geplanten Homeschooling auch im 
schulischen Umfeld keine sozialen Lernmöglichkeiten bestünden, derweil in einer 
institutionellen Unterbringung mit dem Jugendlichen an der Sozialkompetenz ge-
arbeitet werden könne.

3.1 Eine gerichtliche Würdigung der vorliegenden Akten und der Ausführungen/ 
Angaben anlässlich der gerichtlichen Anhörung zeitigt die nachfolgend dargeleg-

20

ten Ergebnisse. Im Einklang mit den einleuchtenden Ausführungen der beigezo-
genen Sachverständigen und den überzeugenden Angaben/ Erkenntnissen der 
Kindesvertreterin gelangt das Gericht zum Ergebnis, dass die aktuelle Unterbrin-
gung des Jugendlichen in der geschlossenen Gruppe der AI.________ Stiftung in 
AJ.________ derzeit im Hinblick auf das massgebende Kindswohl geboten ist 
und einer gerichtlichen Überprüfung standhält. Die von der Beschwerdeführerin 
gewünschte Aufhebung der Unterbringung mit sofortiger Rückkehr des Jugendli-
chen in die Obhut der Kindsmutter würde in Anbetracht der Vorgeschichte/ Ak-
tenlage (mit regelmässig gescheiterten Bemühungen zur Beseitigung der massi-
ven Kindswohlgefährdung) grundsätzlich dazu führen, dass der Jugendliche in 
der mütterlichen Obhut nicht so geschützt und gefördert würde, wie es für seine 
körperliche, geistige und sittliche Entwicklung (inkl. Sozialverhalten) nötig wäre. 
Namentlich hat die Kindsmutter in der Vergangenheit nicht den Nachweis erbrin-
gen können, dass sie die für ihren Sohn nötigen Strukturen und das in der Erzie-
hungsarbeit unerlässliche Setzen von Grenzen bieten kann. Mit der Kindesvertre-
terin (und sinngemäss auch mit der Sachverständigen) ist zu betonen, dass die 
aktuelle Unterbringung in der geschlossenen Gruppe eine derzeit geeignete Lö-
sung darstellt, welche mittelfristig durch den Übertritt in die offene Gruppe ab-
zulösen sein wird, sofern der Jugendliche hinreichend kooperiert, was gemäss 
dem Stand anlässlich der Anhörung der Fall ist. Im aktuellen Zeitpunkt ist eine 
geeignete mildere Massnahme im Rahmen einer umfassenden Würdigung der 
Aktenlage klar zu verneinen.

3.2 Es ist nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin ihr Kind möglichst bald 
nach Hause nehmen und selber betreuen möchte, zumal sie ihren Sohn offen-
kundig liebt. Es geht im vorliegenden Kontext nicht darum, der Beschwerdeführe-
rin ihr Kind wegzunehmen, auch wenn sie dies so empfindet. Vielmehr verlangt 
das wohlverstandene Kindeswohl, dass der Sohn derzeit den dargelegten, gut 
strukturierten Betreuungsrahmen (mit klaren Regeln und Konsequenzen) 
benötigt, welcher die vorliegende Einrichtung, nicht aber die Beschwerdeführerin 
bieten kann, wie die aktenkundigen Erfahrungen unmissverständlich aufgezeigt 
haben. Mit der vorliegenden Beschwerde, wonach ihr Sohn umgehend nach 
Hause kommen soll, verkennt die Beschwerdeführerin, dass ihr Sohn einen klar 
strukturierten Betreuungsrahmen benötigt, der sie (nach der Aktenlage) überfor-
dert hat. In diesem Zusammenhang ist die Idee der Kindsmutter mit einem Privat-
lehrer als völlig unrealistisch zu beurteilen. Einmal abgesehen von der ungeklär-
ten Kostenfrage (die Kindsmutter macht vor Gericht Bedürftigkeit geltend), ge-
bricht es dem Homeschooling allein schon daran, dass damit die klaren Mängel 
des Sohnes im sozialen Verhalten nicht angegangen bzw. behoben werden kön-
nen.

21

Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten, dass ihr Sohn das Potential hat, sich 
positiv weiterzuentwickeln und seine unübersehbaren Defizite (namentlich auch 
im sozialen Umgang) anzugehen und mit der Zeit hinreichend auszugleichen, 
wofür er aber derzeit auf eine professionelle stationäre (auch therapeutische) Un-
terstützung dringend angewiesen ist, zumal frühere ambulante Massnahmen 
(aus verschiedenen Gründen, u.a. auch wegen mangelnder Compliance der Be-
schwerdeführerin bzw. Nichteinhaltung von Terminen) scheiterten. 

Die Beschwerdeführerin ist mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass sie - solan-
ge sie die aus der Sicht des wohlverstandenen Kindeswohls derzeit unabdingba-
re stationäre Unterbringung ihres Sohnes mit dem dargelegten Unterstützungs-
angebot strikte ablehnt - ihrem Sohn es zusätzlich erschwert, sich auf die ange-
botene und für ihn offenkundig nötige Unterstützung einzulassen. Mit anderen 
Worten kann sie ihrem geliebten Sohn am besten dadurch helfen, indem sie sich 
bei den regelmässigen Kontakten bemüht, ihren Sohn zu motivieren, den einge-
schlagenen (stationären) Weg weiterzugehen, auch wenn sie grundsätzlich einen 
anderen Weg (sofortige Rückkehr nach Hause) vorziehen würde, was indes nach 
dem Gesagten derzeit ausscheidet. Es geht in diesem Kontext nicht darum, was 
die Kindsmutter möchte, sondern was für den Sohn nach Massgabe des wohl-
verstandenen Kindeswohls geboten ist (Weiterverbleib in der Einrichtung). Mit 
der angesprochenen Unterstützung bei der Fortsetzung des stationären Wegs 
sollte in absehbarer Zeit ein Übertritt auf die offene Gruppe möglich werden, wo-
durch der Sohn unter anderen Rahmenbedingungen seine neu erworbenen 
Fähigkeiten/ Kompetenzen erproben und vom Behandlungsangebot noch weiter 
profitieren kann, wie auch die Kindesvertreterin in ihrer Zusammenfassung nach-
vollziehbar und überzeugend ausgeführt hat. 

Es ist nicht zu übersehen, dass es der Kindsmutter nicht leicht fallen wird, die 
vorliegende gerichtliche Beurteilung zu akzeptieren. Diesbezüglich wird ihr emp-
fohlen, eine entsprechende (psychotherapeutische) Unterstützung in Anspruch 
zu nehmen (beispielsweise bei den ambulanten Diensten der AS.________ AG, 
AR.________, idealerweise durch eine russisch sprechende Therapeutin, welche 
nach der Aktenlage offenbar vorhanden ist). Mit einer solchen Unterstützung 
würde ihr ermöglicht, dass sie ihrem Sohn selber auf dessen weiteren (derzeit 
stationären) Weg beistehen und Rückhalt geben kann.

3.3 Ferner ist noch darauf hinzuweisen, dass mit der vorliegenden Massnahme 
eine bessere Ausgangslage besteht, dass der Jugendliche sein Verhältnis zum 
Kindsvater angehen und regelmässige Kontakte anstreben kann. In diesem Zu-
sammenhang haben sowohl die Sachverständige wie auch die Kindesvertreterin 
zu Recht auf die gefestigte Erfahrung hingewiesen, dass die Beziehung eines 

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Jugendlichen zu seinem Vater als gleichgeschlechtliches Vorbild mit Orientie-
rungsfunktion besonders wichtig ist. Mit anderen Worten ist die Beschwerdefüh-
rerin daran zu erinnern, dass sie ihrem Sohn enorm schadet, wenn sie es ihrem 
Sohn (bewusst oder unbewusst) erschwert, regelmässige Kontakte mit dem Va-
ter zu pflegen. 

4. Aus all diesen Gründen ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet. Dem Begehren um Ge-
währung einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung vor Gericht ist stattzuge-
ben, nachdem die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind. 

Das Honorar für den Rechtsbeistand wird in Beachtung des Gebührentarifs für 
Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für Ver-
fahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 GebTRA einen Honorarrahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 des 
Gebührentarifs enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwie-
rigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen 
Zeitaufwand) und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 1'000.-- 
(inkl. Auslagen und MwSt) festgelegt. Dabei ist besonders zu berücksichtigen, 
dass die vorliegende Beschwerdeschrift unter anderem Elemente enthält, welche 
offensichtlich tel quel aus einer früheren Rechtsschrift in einem Verfahren mit an-
deren Beteiligten kopiert wurden (vgl. Beschwerdeschrift, S. 8, Ziff. 32: "Ein Be-
handlungskonzept, um die angebliche Suchterkrankung der Tochter der Be-
schwerdeführerin zu behandeln…").

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ge-
währt. Rechtsanwalt Dr.iur. B.________ wird als unentgeltlicher Rechtsbei-
stand bestellt. Ihm wird aus der Gerichtskasse ein Honorar von Fr. 1'000.-- 
(inkl. MwSt und Auslagen) entrichtet.

4. Die Beschwerdeführerin hat dieses Honorar von Fr. 1'000.-- dem Gericht 
zurückzuerstatten, wenn sie dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Entscheids in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP).

5. Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in 
Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 
42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 
173.110] vom 17.6.2005).
Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

6. Zustellung an:
- RA Dr.iur. B.________ (2/R, für sich und die Kindsmutter, inkl. Kopie der 

Stellungnahme der Kindesvertreterin)
- RA lic.iur. AM.________ (2/R, für sich und den Kindsvater, inkl. Kopie 

der Stellungnahme der Kindesvertreterin)

- KESB Ausserschwyz (2/R, für sich und den Berufsbeistand 
AN.________)

- MLaw & MSc in Psychologie AH.________ (A)

- AI.________-Stiftung AJ.________ (A)

- Bezirksgericht M.________ (A/ z.K.)

- Departement des Innern (z.K.)

- sowie im Dispositiv an:
- Fürsorgebehörde U.________, U.________ (A)
- Abteilung Schulpsychologie (AT.________, AU.________)

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Schwyz, 1. Oktober 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 2. Oktober 2020