# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd624b06-11c9-5daf-8f3e-ce901b3f096a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-06-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 19.06.2006 ZF 2006 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2006-24_2006-06-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 19. Juni 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 06 24

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Rehli, Tomaschett-Murer, Hubert und Zinsli 
Aktuar Engler

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

des Z., Kläger I und Berufungskläger I,
der Y .  A G , Klägerin II und Berufungsklägerin II, sowie
des X., Kläger III und Berufungskläger III,
alle vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Jennifer Picenoni, Rütimann Rechts-
anwälte, Limmatquai 50, Postfach 2590, 8022 Zürich,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtes M a l o j a  vom 18. Januar 2006, mitgeteilt am 6. 
Februar 2006, in Sachen der Klägerin und der Kläger gegen die W .  S A , Beklagte 
und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marc E. Wieser, 
Dimvih, 7524 Zuoz,

betreffend Forderung aus Maklervertrag,

hat sich ergeben:

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A. 1. Am 23. Februar 1989 schlossen sich V., U., Y., T., die aus S., R., Q., 
P. und O. bestehende einfache Gesellschaft N. sowie Dr. L. zur Baugesellschaft 
M. zusammen, einer einfachen Gesellschaft mit dem allein oder im Zusammen-
wirken mit anderen Partnern zu verfolgenden Zweck: Erwerb und Überbauung von 
Grundstücken sowie Begründung von Stockwerkeigentum und Verkauf der Stock-
werkeinheiten. Nach dem Tod von Dr. L. wurde die Baugesellschaft M. mit dessen 
Erben fortgesetzt (unter ihnen lic. iur. K.). Ebenso wenig führten offenbar andere 
personelle Änderungen innerhalb der Baugesellschaft M. – so das Ausscheiden 
von V. am 22. Dezember 1992 und von Y. am 19. August 2003 – zu deren Auflö-
sung. Gleiches gilt für die einfache Gesellschaft N. (später N. II).

Mit Kaufvertrag vom 07. Februar 2002 erwarb die Baugesellschaft M. von 
der J. SA mit Sitz in I. zum Preis von Fr. 1000.00 das Stück 435 der 500 Namen-
aktien der W. SA mit Sitz in I.. Letztere war schon damals und ist anscheinend 
auch heute noch Eigentümerin der an der A. in I. gelegenen, mit dem Hotel W. 
überbauten Parzelle Nr. 18 Plan 4 des Grundbuches der Gemeinde I..

Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 17. Oktober 2003, der indessen 
nie ins Grundbuch eingetragen wurde, verkaufte die W. SA die genannte Hotelpa-
rzelle zum Preis von 3,45 Millionen Franken an die am 25. Juli 2003 gegründete, 
im Liegenschaftenhandel tätige H. mit Sitz in I.. Für die Käuferin handelte ihr Ver-
waltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift G., für die Verkäuferin deren Verwal-
tungsratspräsident mit Einzelunterschrift lic. iur. K.. In Ziffer 4 der weiteren Ver-
tragsbestimmungen hielten die Parteien fest:

„Die Käuferin ist berechtigt, vorgängig des Grundbucheintrages auf eigene 
Verantwortung und in eigenem Namen Baugesuche für das Kaufobjekt ein-
zureichen und alle notwendigen Abklärungen zu treffen. Die Verkäuferin 
verpflichtet sich nötigenfalls zur Mitunterzeichnung von Baugesuchen, je-
doch ohne Übernahme von irgendwelchen Verantwortlichkeiten oder Kos-
ten.

Die Käuferin verpflichtet sich, bis Ende Oktober 2003 das Baugesuch ein-
zureichen. Weiter verpflichtet sich die Käuferin, unmittelbar nach Vorliegen 
der Baubewilligung das Gesuch um Globalbewilligung betreffend BewG 
einzureichen. Sollte die Baubewilligung und/oder die Globalbewilligung mit 
einer Ausländerquote von 30 % bis 30.04.2004 nicht erteilt werden, ist die 
Käuferin berechtigt, vorliegenden Vertrag entschädigungslos aufzuheben, 
womit die bereits geleisteten Kaufpreisanzahlungen zinslos zurückerstattet 
werden.“

Den Bestrebungen der H., die Hotelliegenschaft W. in ein Mehrfamilienhaus 
mit Zweitwohnungen umzubauen oder wenigstens das Restaurant im Erdge-
schoss zu belassen und einzig in den oberen Stockwerken Wohnungen einzurich-

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ten, erwuchs von Seiten der Gemeinde I. und dem Kanton Widerstand. Überdies 
erhob ein F. Einsprache gegen das entsprechende Baugesuch vom 17. Oktober 
2003. Da sich nach Einschätzung der Käuferin die geplante Umnutzung nicht 
würde erreichen lassen, traf sie am 08. Juni 2004 mit der Gemeinde I. eine Ver-
einbarung, wonach sie gegen eine Abfindung in der Höhe von Fr. 150'000.00 be-
reit sei, ihr Baugesuch wieder zurückzuziehen und die Unterschutzstellung des 
Hotels W. hinzunehmen. In der Folge schrieb die Gemeinde I. mit Verfügung vom 
28. Juli 2004 sowohl das Baugesuch wie die hiergegen erhobene Einsprache als 
erledigt ab (Ziffern 1 und 2 des Dispositivs). Ausserdem ordnete sie in Ziffer 3 des 
Dispositivs an, dass das Hotel W. unter Denkmalschutz gestellt werde; die Um-
nutzung der Liegenschaft zu anderen Zwecken als dem Betrieb eines Gasthauses 
sei verboten; das Haus solle weiterhin der Öffentlichkeit als Hotel bzw. Restaurant 
zugänglich bleiben; insbesondere müssten das Restaurant im Erdgeschoss sowie 
die beiden Stuben im ersten Obergeschoss der Bewirtung und dem Aufenthalt von 
Gästen vorbehalten bleiben.

Bereits am 06. Mai 2004 hatten sich die W. SA und die H. auf die Aufhebung 
ihres am 17. Oktober 2003 abgeschlossenen Kaufvertrages geeinigt. Überdies 
wurden im Verlauf des Jahres 2004 offenbar die Aktien der W. SA durch die F. 
Stiftung übernommen.

2. Die durch ihren Verwaltungsrat Y. handelnde Y. AG will gemeinsam 
mit Z. und X. gestützt auf einen entsprechenden Auftrag, der ihnen über die Bau-
gesellschaft M. durch die W. SA erteilt worden sei, nach Kaufinteressenten für die 
Hotelparzelle Nr. 18 Plan 4 des Grundbuches der Gemeinde I. gesucht haben. Sie 
seien dabei erfolgreich gewesen und hätten der Eigentümerin der Liegenschaft 
unter anderem als möglichen Erwerber G. genannt, mit dessen H. es dann zum 
Abschluss des Kaufvertrages gekommen sei. Bei dieser Sachlage hätten sie An-
spruch auf eine Maklerprovision in der üblichen Höhe von 3 % des Kaufpreises 
zuzüglich Mehrwertsteuer.

B. Am 02. Dezember 2004 machten Z., die Y. AG und X. beim Kreisprä-
sidenten Oberengadin als Vermittler eine gegen die W. SA gerichtete Forderungs-
klage anhängig. Laut dem Leitschein vom 27. Januar 2005 hatten die Parteien an 
der Sühneverhandlung vom gleichen Tag die folgenden Anträge gestellt:

Klägerisches Rechtsbegehren:

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„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, den Klägern CHF 112'980.00 zuzüg-
lich 5 % Zins seit 21.04.2004 zu bezahlen.

 2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kos-
ten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“

Beklagtisches Rechtsbegehren:

„1. Abweisung der Klage.

 2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge nebst 7.6 % MwSt. un-
ter solidarischer Haftung zulasten der Klägerschaft.

C. Mit Prozesseingabe vom 15. Februar 2005 unterbreiteten Z., die Y. 
AG und X. die Streitsache dem Bezirksgericht Maloja, wobei sie an ihrem Rechts-
begehren gemäss Leitschein festhielten.

In ihrer Prozessantwort vom 18. April 2005 bestätigte auch die Beklagte 
ihre an der Sühneverhandlung gestellten Anträge.

Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

D. An der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 18. Januar 2006 re-
duzierten Z., die Y. AG und X. ihre Forderung geringfügig auf einen Betrag von 
CHF 111'360.00 zuzüglich Zins. In der Folge erkannte das Bezirksgericht Maloja 
mit Urteil vom gleichen Tag, mitgeteilt am 06. Februar 2006:

„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.

 2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 
8000.00, einem Streitwertzuschlag von CHF 1500.00 und Schreibge-
bühren von CHF 500.00, sowie die vermittleramtlichen Kosten von 
CHF 220.00 werden den Klägern auferlegt unter solidarischer Haftung 
eines jeden für den gesamten Betrag.

 3. Die Kläger werden verpflichtet, die Beklagte mit CHF 15'070.45 aus-
seramtlich zu entschädigen unter solidarischer Haftung eines jeden für 
den gesamten Betrag.

 4. (Rechtsmittelbelehrung).

 5. Mitteilung an: …“

E. Hiergegen liessen Z., die Y. AG und X. am 24. Februar 2006 Beru-
fung an die Zivilkammer des Kantonsgerichts erklären mit dem Begehren:

„1. Das angefochtene Urteil sei vollumfänglich aufzuheben.

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 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, den Klägern den Betrag von Fr. 
111'366.00 zuzüglich Zins zu 5 % seit 21. April 2004 zu bezahlen.

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.6 % MwSt. für 
das vermittleramtliche Verfahren, das erstinstanzliche Verfahren so-
wie für das Berufungsverfahren zu Lasten der Beklagten.“

F. An der mündlichen Berufungsverhandlung vom 19. Juni 2006 be-
stätigte die Rechtsvertreterin von Z., der Y. AG und von X. die schriftlichen Beru-
fungsbegehren.

Die W. SA liess demgegenüber beantragen, es sei die Berufung abzuwei-
sen und das angefochtene Urteil zu bestätigen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen für beide Instanzen zu Lasten der Gegenpartei.

Auf die weiteren Ausführungen der Rechtsvertreterin und des Rechtsver-
treters zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 
eingegangen. Im Sinne von Art. 51 Abs. 1 lit. b OG gaben Rechtsanwältin Picenoni 
und Rechtsanwalt Wieser überdies schriftliche Ausfertigungen ihrer Vorträge zu 
den Akten.

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Die Zivilkammer zieht in Erwägung:

1. Z., die Y. AG und X. fordern von der W. SA, einer juristischen Person 
also, Maklerlohn in der Höhe von Fr. 111'366.00 zuzüglich Zins. Da für eine solche 
Streitsache kein besonderer Gerichtsstand zu beachten ist, war die Klage gemäss 
Art. 3 Abs. 1 lit. b GestG am Ort anhängig zu machen, an welchem sich der Sitz 
der belangten Schuldnerin befindet (I.). Der massgebliche Anknüpfungspunkt liegt 
also auf Gebiet des Bezirkes Maloja, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die 
von der Klägerin und den Klägern angerufene Vorinstanz ihre örtliche Zuständig-
keit bejaht hat.

Zu beurteilen sind nach dem Gesagten vermögensrechtliche Ansprüche, 
deren Streitwert den Betrag von Fr. 8000.00 übersteigt. Eine solche Klage fällt 
gemäss Art. 19 Ziff. 1 ZPO in die sachliche Zuständigkeit des jeweiligen Bezirks-
gerichts, hier also jenes von Maloja, so dass auch insoweit einem Eintreten auf 
die Streitangelegenheit durch die Vorinstanz nichts entgegenstand.

Bezirksgerichtliche Urteile im Sinne von Art. 19 ZPO, seien sie in vermö-
gensrechtlichen (Ziff. 1) oder nicht vermögensrechtlichen Streitsachen (Ziff. 2) er-
gangen, können gemäss Art. 218 Abs. 1 ZPO mit Berufung bei der Zivilkammer 
des Kantonsgerichts angefochten werden. Da der ursprünglich erforderliche Streit-
wert (höher als Fr. 8000.00) im Zeitpunkt der Ausfällung des erstinstanzlichen Ur-
teils noch vorhanden war (vgl. PKG 1994-15-54), das Rechtsmittel überdies innert 
Frist ergriffen wurde (Art. 219 Abs. 1 Satz 1 ZPO) und die Weiterzugserklärung 
ausserdem den gesetzlichen Formerfordernissen entspricht (Art. 219 Abs. 1 Satz 
2 ZPO), ist darauf einzutreten.

2. Die Klägerin und die Kläger werfen dem Rechtsvertreter der Beklag-
ten (Dr. Marc E. Wieser) standeswidriges Verhalten vor. Als langjähriger Hausan-
walt der Y. AG hätte er das gegen seine ehemalige Klientin gerichtete Mandat der 
W. SA nicht übernehmen dürfen. Dem hält Rechtsanwalt Wieser, ohne dass sich 
dies aufgrund der Akten widerlegen liesse, vorab einmal entgegen, dass er ledig-
lich in bescheidenem Umfang in Belangen von untergeordneter Bedeutung bera-
tend für die Y. AG tätig gewesen sei. Ausserdem fehlen Hinweise, dass er von ihr 
Tatsachen erfahren habe, die nunmehr im vorliegenden Fall gegen sie verwendet 
werden könnten; insbesondere ist auch Rechtsanwältin Picenoni nicht in der Lage, 

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dergleichen aufzuzeigen. Selbst wenn man nun davon ausginge, das Auftreten 
gegen die frühere Klientin vermöge auch ohne solche erschwerenden Umstände 
den Anschein einer Treuepflichtverletzung zu erwecken, käme dem kein derarti-
ges Gewicht zu, dass sich die Zivilkammer veranlasst sehen müsste, Rechtsan-
walt Dr. Marc E. Wieser von Amtes wegen bei der Aufsichtskommission über die 
Rechtsanwälte zu verzeigen. Hiervon ist also abzusehen. Es bleibt freilich der Klä-
gerin und den Klägern unbenommen, näher zu prüfen, ob sie die Angelegenheit 
selber der Disziplinarbehörde unterbreiten wollen.

3. Durch den Maklervertrag erhält der Makler den Auftrag, gegen eine 
Vergütung Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages nachzuweisen oder den 
Abschluss eines Vertrages zu vermitteln (Art. 412 Abs. 1 OR). Der Maklerlohn 
oder die Maklerprovision ist dabei nach Art. 413 Abs. 1 OR geschuldet, wenn der 
im Maklervertrag bezeichnete Hauptvertrag, der die unterschiedlichsten Ge-
schäfte betreffen kann, durch die Nachweis- oder Vermittlungsbemühungen des 
Maklers abgeschlossen wurde. Charakteristisch für einen Maklervertrag ist also 
dessen Entgeltlichkeit und Erfolgsbedingtheit, wobei die einschlägigen Bestim-
mungen des Obligationenrechts nicht nur auf die berufsmässige, sondern auch 
die nur gelegentliche Ausübung der Maklertätigkeit anwendbar sind (vgl. BGE 124 
III 481 E. 3 S. 482 f.; Caterina AMMANN, Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 
[Hrsg.: Heinrich HONSELL, Nedim Peter VOGT und Wolfgang WIEGAND], 3. Aufl., Basel 
2003, Art. 412 OR N. 1 ff.).

Der Maklervertrag kann formfrei abgeschlossen werden. Er kommt nament-
lich auch konkludent zustande, durch wissentliches Dulden oder stillschweigende 
Genehmigung der Tätigkeit eines insbesondere berufsmässig handelnden Mak-
lers. Dies setzt voraus, dass dem Makler nicht bereits von der Gegenpartei ein 
entsprechender Auftrag erteilt wurde. Eine wissentliche Duldung der Maklertätig-
keit kann dabei nur als erwiesen gelten, wenn erstellt ist, dass der Auftraggeber 
sowohl die Person des Maklers wie die Tatsache kennt, dass dieser für ihn (und 
nicht für die Gegenpartei) eine Vermittlungstätigkeit ausüben will. Beweispflichtig 
hierfür ist der Makler. Vermag er solches darzutun, kann der Auftraggeber das 
Zustandekommen des Maklervertrags nur noch durch den Nachweis widerlegen, 
dass er sich die Maklertätigkeit ausdrücklich verbeten hat (vgl. AMMANN, a. a. O., 
Art. 412 OR N. 5).

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4. Nach der eigenen Darstellung in ihrer Prozesseingabe sowie den 
Ausführungen ihrer Rechtsvertreterin in ihren Vorträgen vor erster und zweiter In-
stanz wollen sich die Y. AG sowie Z. und X. in einer einfachen Gesellschaft zu-
sammengefunden haben, um im Liegenschaftenhandel tätig zu werden. In dieser 
Eigenschaft soll ihnen am 03. Juni 2003 anlässlich einer Sitzung der Baugesell-
schaft M. (ihrerseits eine einfache Gesellschaft) der (entgeltliche) Auftrag erteilt 
worden sein, für die Hotelparzelle W. in I. einen Käufer zu suchen. Die Beklagte 
und Eigentümerin des Grundstücks (die W. SA) macht demgegenüber geltend, 
dass weder damals noch sonst irgendwann eine derartige Übereinkunft erzielt 
worden sei. In dieser Meinung wird sie durch das Bezirksgericht Maloja bestärkt. 
Hierzu sowie zu allem Weiteren kann vorab einmal im Sinne von Art. 229 Abs. 3 
ZPO auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen wer-
den; das Berufungsverfahren brachte keine neuen Erkenntnisse, welche es nahe 
legen würden, die massgeblichen Streitfragen anders zu beantworten, als es die 
Vorinstanz gemacht hat.

Im Protokoll der genannten Sitzung vom 03. Juni 2003, an welcher von den 
Mitgliedern der Baugesellschaft M. K., O., U. und Y. teilnahmen, findet sich zum 
hier interessierenden Geschäft einzig der Vermerk, dass es in Bezug auf den Ver-
kauf der Parzelle W. zur Zeit ruhig sei, was wohl so verstanden werden muss, 
dass in naher Zukunft nicht mit einem erfolgreichen Abschluss der Verkaufs-
bemühungen gerechnet wurde, und auch erklären würde, warum man sich – so 
die weiteren Ausführungen im Protokoll – Gedanken über eine Verlängerung des 
bestehenden Pachtvertrages machte. Hingegen ist schlechthin nicht ersichtlich, 
wie sich daraus ergeben soll, dass an dieser Sitzung einem der Anwesenden oder 
gar Dritten neu ein (entgeltlicher) Auftrag erteilt wurde, im Hinblick auf die Veräus-
serung der Liegenschaft W. irgendwie tätig zu werden, bzw. dass ein solcher Auf-
trag gegenüber einem bereits verpflichteten Makler noch einmal bestätigt wurde. 
Selbst wenn es zu entsprechenden Willensäusserungen gekommen sein sollte, 
was sich freilich weder aus dem Sitzungsprotokoll noch den Aussagen der Zeugen 
K., O. und U. ergibt, vermöchten die Kläger und die Klägerin daraus höchstens 
dann etwas zur ihren Gunsten abzuleiten, wenn sie nach Treu und Glauben davon 
hätten ausgehen dürfen, dass die Erklärungen namens der nunmehr ins Recht 
gefassten Beklagten abgegeben wurden. Hierfür fehlen indessen genügende An-
haltspunkte. Dass K. nicht nur der Baugesellschaft M., sondern gleichzeitig auch 
dem Verwaltungsrat der W. SA angehörte, besagt jedenfalls noch nicht, dass er 
an einer Sitzung, die sowohl in der Vorladung wie im Protokoll als solche der ein-

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fachen Gesellschaft bezeichnet wurde, nicht als deren Mitglied, sondern als Ver-
treter einer Aktiengesellschaft teilnahm und dabei sie verpflichten wollte. Ebenso 
wenig hilft der Klägerin und den Klägern der Umstand weiter, dass es schlussend-
lich Sache der W. sein würde, mit möglichen Kaufwilligen einen entsprechenden 
Vertrag abzuschliessen. Dies ändert nichts daran, dass ihre Mehrheitsaktionäre in 
ihrer Eigenschaft als Mitglieder der Baugesellschaft M. ein eigenständiges Inter-
esse hatten, das Zustandekommen eines solchen Geschäftes zu fördern und in 
diesem Zusammenhang bei Bedarf jene Mitglieder unter ihnen, welche gleichzeitig 
im Verwaltungsrat der W. SA sassen, anzuhalten, bei der Aktiengesellschaft für 
die Einleitung der erforderlichen Begleitmassnahmen zu sorgen. Ihr Tätigwerden 
im Rahmen der Zweckbestimmung der Baugesellschaft M. darf deshalb nicht un-
besehen der W. SA zugerechnet werden. Haltlos ist schliesslich die weitere Be-
hauptung der Klägerin und der Kläger, dass es sich bei der Sitzung der Baugesell-
schaft M. vom 03. Juni 2003 im Grunde um eine Universalversammlung der W. 
SA gehandelt habe (Art. 701 OR), mit der Folge, dass sie (die Beklagte) durch die 
damals gefassten Beschlüsse verpflichtet worden sei. Wäre dies tatsächlich die 
Meinung der beteiligten Personen gewesen, hätten sie dies mit Sicherheit in der 
Einladung zur Sitzung und im anschliessenden Protokoll über deren Verlauf zum 
Ausdruck gebracht. Vergeblich berufen sich die Klägerin und die Kläger aber auch 
auf den so genannten Schutzbrief vom 29. Juli 2003, in welchem Y. in Ichform auf 
Papier der Y. AG geltend machte, er habe unter anderem einem Herrn G. die Ver-
kaufsunterlagen für die Hotelliegenschaft W. übergeben und er beanspruche hier-
für, falls das Geschäft zustande komme, eine entsprechende Maklerprovision. Da 
das Schreiben an ein Mitglied der Baugesellschaft M. (U.) gerichtet war, das dem 
Verwaltungsrat der W. SA nicht angehörte, durfte K., der mit einer Kopie hiervon 
bedient wurde, davon ausgehen, dass er ebenfalls in seiner Eigenschaft als Mit-
glied der Baugesellschaft M. angesprochen war. Wenn er bei dieser Ausgangs-
lage das Schreiben unbeantwortet liess, kann darin noch keine stillschweigende 
Genehmigung der behaupteten Maklertätigkeit durch die W. SA gesehen werden. 
Erst recht gilt dies, wenn der Schutzbrief, was auf der Hand liegt, im Zusammen-
hang betrachtet wird mit der die Provisionsforderung enthaltenden Rechnung vom 
09. Dezember 2003 sowie dem Kontoauszug hierüber vom 21. April 2004, die 
beide ausdrücklich an die Baugesellschaft M. gerichtet waren. Was sonst noch 
von Seiten der Klägerin und der Kläger vorgebracht wird, vermag ebenso wenig 
darzutun, dass der angebliche Maklerauftrag – so er überhaupt erteilt wurde – 
nicht etwa von der Baugesellschaft M., sondern von der W. SA stammte. So ist 
schlechthin unerfindlich, wie U., der damals – wie gesehen – Mitglied der einfa-

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chen Baugesellschaft M. war, aber über keine Vertretungsmacht der W. SA ver-
fügte, für Letztere dadurch einen Maklervertrag abgeschlossen haben soll, dass 
er, wie behauptet wird, Y. eine Verkaufsdokumentation der Liegenschaft W. aus-
gehändigt und ihm sowie X. überdies die Unterlagen eines Vorprojektes für den 
Umbau des Hotelgebäudes zur Verfügung gestellt habe. Gleiches gilt für das 
Nichtbeachten eines Schreibens des X. vom 07. August 2003, in welchem als 
möglicher Käufer der Liegenschaft W. ein E. aus Mailand genannt und Anspruch 
auf Maklerlohn erhoben wurde. Abgesehen davon, dass mit diesem Interessenten 
in der Folge – nebenbei bemerkt – gar kein Kaufvertrag zustande kam, richtete 
sich das betreffende Schreiben wie schon der Schutzbrief wiederum an U. von der 
Baugesellschaft M. und nicht an ein Organ der W. SA. Ob der Empfänger aus der 
genannten Stellung heraus Anlass zu einer Reaktion gehabt hätte und ob sein 
Schweigen für ihn und die übrigen Mitglieder der Baugesellschaft M. von irgend-
welcher rechtlicher Relevanz war, kann offen bleiben. Der W. SA gegenüber ver-
mögen die Klägerin und die Kläger aus dem Nichttätigwerden von U. jedenfalls 
keine Ansprüche herzuleiten. All dies wird auch nicht etwa durch den Umstand in 
Frage gestellt, dass an dem mit der Politischen Gemeinde I. abgeschlossenen 
Vergleich vom 08. Juni 2004 betreffend die Unterschutzstellung der Hotelliegen-
schaft W. nebst der Käuferin H. auch die Mehrheitsaktionäre der W. SA beteiligt 
waren. Dies bedeutet nicht, dass im Rahmen der im Jahre 2003 getätigten 
Bemühungen, für das genannte Objekt eine Käuferin oder einen Käufer zu finden, 
die Abgabe und Entgegennahme von Willenserklärungen durch Mitglieder der 
Baugesellschaft M. stets mit Wirkung für die W. SA erfolgte. – Bereits aufgrund 
des bisher Gesagten ist es somit nicht zu beanstanden, dass die Klage der Y. AG 
sowie des Z. und des X. durch die Vorinstanz abgewiesen wurde. Ergänzend kann 
noch auf einen weiteren Umstand hingewiesen werden. Da von den Teilnehmern 
an der Sitzung vom 03. Juni 2003 die Mitglieder U., O. und K. gemäss ihren nicht 
zu widerlegenden Zeugenaussagen für ihre Bemühungen im Interesse der Bau-
gesellschaft M. nie Provisionen zugesprochen erhielten und in Bezug auf Y. ledig-
lich zugestanden wird, dass ihm gelegentlich etwas bezahlt wurde, erscheint es in 
hohem Masse unwahrscheinlich, dass ihm damals ohne jede schriftliche Regelung 
und ohne den geringsten Vermerk im Protokoll ein entgeltlicher Auftrag erteilt 
wurde, einen Käufer für die Hotelparzelle W. zu suchen. Hinzu kommt, dass der 
Maklerlohn nicht von ihm, sondern durch Z., die Y. AG sowie X. eingeklagt wurde. 
Wenn Y. aber für Dritte als Makler tätig werden wollte, hätte er sich also an der 
fraglichen Sitzung oder wann immer er den Auftrag erhalten haben will gegenüber 
seinen Mitgesellschaftern als Vertreter der heutigen Klägerin und der heutigen 

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Kläger zu erkennen geben müssen. Dass solches geschah, fehlen indessen wie-
derum genügende Anhaltspunkte. Der Umstand, dass Y. im Schutzbrief die Mak-
lerprovision noch für sich selber beansprucht hatte, spricht jedenfalls klar gegen 
ein solches Vertretungsverhältnis.

Ist nach dem Gesagten in Übereinstimmung mit dem Bezirksgericht Maloja 
als erstellt anzusehen, dass zwischen Z., der Y. AG sowie X. auf der einen und 
der W. SA auf der anderen Seite nie ein Maklervertrag zustande gekommen ist, 
braucht auf die weiteren Ausführungen von Rechtsanwältin Picenoni in ihrem Plä-
doyer vor der Berufungsinstanz – zum Abschluss des Kaufvertrages über die Lie-
genschaft W., zum Einfluss der Maklertätigkeit auf das Gelingen dieses Geschäfts, 
zur Höhe des Provisionsanspruchs sowie zur Verzinsung des diesfalls geschulde-
ten Betrages – von vornherein nicht mehr eingegangen zu werden. Ebenso gegen-
standslos wird das, was Rechtsanwalt Wieser in seiner Eventualbegründung für 
den Fall geltend machte, dass die Zivilkammer des Kantonsgerichts den Bestand 
eines Maklervertrages bejahen sollte; dass nämlich auch dann keine Provision ge-
schuldet sei, weil der Vertrag unter einer aufschiebenden bzw. auflösenden Be-
dingung abgeschlossen worden sei, oder dass der Maklerlohn nach der Übung für 
die blosse Nennung einer Kaufgelegenheit jedenfalls höchstens ein Prozent der 
Kaufsumme betragen würde.

5. Vor erster Instanz vermochten Z., die Y. AG sowie X. mit ihrer Klage 
nicht durchzudringen, weshalb ihnen (unter solidarischer Haftung) sämtliche Ver-
fahrenskosten überbunden wurden (jene des Kreisamtes Oberengadin von Fr. 
220.00 sowie jene des Bezirksgerichtes Maloja von Fr. 10'000.00). Dies ist nach 
dem Ergebnis des Berufungsverfahrens so wenig zu beanstanden wie die weitere 
Anordnung im angefochtenen Urteil, dass die Kläger und die Klägerin (unter soli-
darischer Haftung) der W. SA eine Umtriebsentschädigung in der Höhe von Fr. 
15'070.45 zu entrichten hätten. Vor der Zivilkammer wurde denn auch zu Recht 
nicht geltend gemacht, dass an der vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungs-
regelung (Ziffer 2 und 3 des Dispositivs) selbst dann etwas zu ändern sei, wenn 
es im Wesentlichen beim bezirksgerichtlichen Urteil sein Bewenden haben sollte.

6. Da die Klägerin und die Kläger mit ihrem Rechtsmittel keinen Erfolg 
zu erzielen vermochten, gehen die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend 
aus einer auf Fr. 8000.00 festzusetzenden Gerichtsgebühr sowie einer Schreib-

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gebühr von Fr. 195.00, total somit Fr. 8195.00, unter solidarischer Haftung eben-
falls zu ihren Lasten. Überdies haben sie (wiederum unter solidarischer Haftung) 
der W. SA für deren Umtriebe im Verfahren vor der Zivilkammer eine angemes-
sene aussergerichtliche Entschädigung zu bezahlen. Sie ist dem mutmasslichen 
notwendigen Aufwand entsprechend auf Fr. 3000.00 festzulegen.

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Demnach erkennt die Zivilkammer:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor der Zivilkammer des Kantonsgerichts von 
Fr. 8195.00 (Gerichtsgebühr Fr. 8000.00, Schreibgebühr Fr. 195.00) gehen 
unter solidarischer Haftung zu Lasten der Berufungsklägerin II sowie der 
Berufungskläger I und III.

3. Z., die Y. AG und X. werden überdies solidarisch verpflichtet, der W. SA für 
das Berufungsverfahren eine Umtriebsentschädigung von Fr. 3000.00 zu 
bezahlen, die Mehrwertsteuer eingeschlossen.

4. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden
Der Vizepräsident Der Aktuar