# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 558cd755-2de9-5b53-84aa-bd52040a1ee1
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-01-31
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 31.01.2025 WBE.2025.32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2025-32_2025-01-31.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

1. Kammer 

 

WBE.2025.32 / JG / jb 
Art. 17 

 

 

Urteil vom 31. Januar  2025 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Cotti, Vorsitz  

Verwaltungsrichterin Bärtschi 

Verwaltungsrichter Dommann  

Gerichtsschreiber Gattlen      

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____, geboren am tt.mm.jjjj 

Zustelladresse: Psychiatrische Dienste Aargau AG, Königsfelderstrasse 1, 

5210 Windisch   

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend fürsorgerische Unterbringung 

(Klinikeinweisung) 

 

Entscheid von B._____, dipl. Arzt, vom 27. Januar 2025 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

A._____ wurde am tt.mm.jjjj geboren. Er bezieht eine IV-Rente und ihm 

gehört eine Liegenschaft mit sieben Wohnungen, welche er selbst verwal-

tet (Protokoll der Verhandlung vom 20. November 2018, S. 4 und Protokoll 

der Verhandlung vom 31. Januar 2025 [Letzteres nachfolgend: Protokoll], 

S. 7). Er selbst lebt im ehemaligen Elternhaus, welches ihm ebenfalls ge-

hört (Protokoll, S. 3). Aufgrund der bei ihm diagnostizierten schizoaffektiven 

Störung (F25) befand sich A._____ bereits mehrfach in stationärer psychi-

atrischer Behandlung. 

 

B. 

1. 

Gemäss Schilderung im Einweisungsentscheid sei es am 27. Januar 2025 

zu einem Vorfall im Stammbistro von A._____ gekommen. Nachdem dieser 

sich sehr laut im Bistro verhalten habe, habe der Inhaber ihn gebeten, et-

was leiser zu sprechen, worauf A._____ diesen gegen einen Stuhl ge-

schubst habe und der Inhaber umgefallen sei. Die Schwester des Be-

schwerdeführers, C._____, habe zudem angegeben, dass A._____ in jün-

gerer Vergangenheit mehrmals damit gedroht habe, sich zu erhängen oder 

sich vor den Zug zu werfen. In der Folge wurde die Polizei alarmiert und 

der FU-anordnende Arzt aufgeboten. Dieser stellte bei A._____ eine schi-

zoaffektive Psychose fest. Er sei nicht steuerbar und es sei keine geordnete 

Kommunikation möglich. Es bestehe eine Fremd- und Selbstgefährdung. 

In der Folge wurde A._____ mit Entscheid von B._____, dipl. Arzt, vom 

27. Januar 2025 mittels fürsorgerischer Unterbringung in die Klinik der Psy-

chiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) eingewiesen.  

 

2. 

Mit Eingabe vom 28. Januar 2025 (Eingang beim Verwaltungsgericht per 

Mail gleichentags) erhob A._____ Beschwerde gegen den Unterbringungs-

entscheid. 

 

3. 

Mit Instruktionsverfügung vom 29. Januar 2025 wurden verschiedene Be-

weisanordnungen getroffen. Insbesondere wurde die Beschwerde der Kli-

nik der PDAG zur Erstattung eines schriftlichen Berichts zugestellt. Ausser-

dem wurde C._____, die Schwester des Beschwerdeführers, als Zeugin 

vorgeladen. Des Weiteren wurde Dr. med. D._____, Facharzt für Psychiat-

rie und Psychotherapie, als Gutachter bestimmt und es wurde zu einer Ver-

handlung auf den 31. Januar 2025 vorgeladen. 

 

 - 3 - 

 

 

4. 

Der seitens der Klinik der PDAG verfasste Bericht vom 29. Januar 2025 

ging am 30. Januar 2025 beim Verwaltungsgericht ein. 

 

5. 

5.1. 

An der Verhandlung vom 31. Januar 2025 in den Räumlichkeiten der Klinik 

der PDAG nahmen der Beschwerdeführer, seine Schwester sowie für die 

Einrichtung Oberärztin E._____ teil. Zudem war der erwähnte Gutachter 

anwesend. 

 

5.2. 

Nach der Befragung der Beteiligten erstattete die sachverständige Person 

mündlich das Gutachten.  

 

5.3. 

Unter Würdigung der gesundheitlichen und sozialen Umstände des Be-

schwerdeführers fällte das Verwaltungsgericht das vorliegende Urteil, wel-

ches den Beteiligten mit einer kurzen Begründung mündlich eröffnet wurde. 

 

6. 

6.1. 

Das Urteil wurde am 3. Februar 2025 im Dispositiv an die Beteiligten ver-

schickt. 

 

6.2. 

Mit Eingabe vom 16. Februar 2025 (Postaufgabe am 17. Februar 2025, 

Posteingang beim Verwaltungsgericht am 19. Februar 2025) ersuchte der 

Beschwerdeführer um Zustellung einer vollständig begründeten Urteilsaus-

fertigung.  

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Das Verwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen eine fürsorgerische 

Unterbringung einer volljährigen Person (§ 59 Abs. 1 lit. a des Einführungs-

gesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 27. Juni 2017 [EG 

ZGB; SAR 210.300]). Es ist folglich zur Beurteilung der Beschwerde ge-

mäss Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 

10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210) gegen den Entscheid von B._____, 

dipl. Arzt, vom 27. Januar 2025 betreffend fürsorgerischer Unterbringung 

des Beschwerdeführers in der PDAG zuständig. 

 

 - 4 - 

 

 

2. 

Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unrichtige oder un-

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Unange-

messenheit gerügt werden (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450a Abs. 1 ZGB). 

Soweit das ZGB und das EG ZGB keine Regelungen enthalten, sind die 

Bestimmungen der Zivilprozessordnung sinngemäss anwendbar (Art. 439 

Abs. 3 i.V.m. Art. 450f ZGB).  

 

3. 

Gemäss § 59 Abs. 4 EG ZGB kann die schriftliche Eröffnung eines Urteils 

auf die Zustellung des Dispositivs beschränkt werden. Ein Rechtsmittel ge-

gen ein Urteil des Verwaltungsgerichts kann erst nach Erhalt des vollstän-

dig ausgefertigten Entscheids ergriffen werden.  

 

II. 

1. 

Gemäss Art. 426 ZGB darf eine Person, die an einer psychischen Störung 

oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, in einer 

geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behand-

lung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Abs. 1). Dabei sind die 

Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen 

(Abs. 2). Die betroffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzun-

gen für die Unterbringung nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3).  

 

2. 

2.1. 

Bei den im ZGB verwendeten Begriffen der psychischen Störung, der geis-

tigen Behinderung und der schweren Verwahrlosung handelt es sich um 

Rechtsbegriffe. Sie unterliegen im Grundsatz der Definitionsmacht und 

Auslegungshoheit der Jurisprudenz. Wo die Begrifflichkeiten jedoch mit der 

medizinischen Terminologie übereinstimmen, wie bei der psychischen Stö-

rung und der geistigen Behinderung, muss die rechtsanwendende Instanz 

daran gebunden sein (Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2022.4 

vom 14. Januar 2022, Erw. II/2.2.1 mit Hinweisen). 

 

Massgebend ist diesbezüglich die von der Weltgesundheitsorganisation 

(WHO) herausgegebene Kodifikation ICD-10 (bis zur Umsetzung der 

ICD-11) und darin insbesondere das Kapitel V über psychische Störungen. 

 

2.2. 

Gemäss der diagnostischen Einschätzung der Klinik der PDAG besteht 

beim Beschwerdeführer eine schizoaffektive Störung, gegenwärtig ma-

nisch (ICD-10: F25.0; Verlaufsbericht PDAG vom 29. Januar 2025 [nach-

folgend: Verlaufsbericht], S. 1). Der Beschwerdeführer war deswegen be-

reits früher stationär mittels fürsorgerischer Unterbringung in psychiatri-

scher Behandlung (vgl. z.B. Austrittsbericht PDAG vom 28. September 

 - 5 - 

 

 

2021). Die Diagnose wurde anlässlich der Verhandlung vom 31. Januar 

2025 vom psychiatrischen Gutachter bestätigt (Protokoll, S. 9)  

 

2.3. 

Für das Verwaltungsgericht steht gestützt auf die ärztlichen und die gut-

achterlichen Aussagen fest, dass beim Beschwerdeführer eine psychische 

Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

 

3. 

3.1. 

Allein die Tatsache, dass eine Person an einer psychischen Störung, an 

geistiger Behinderung oder schwerer Verwahrlosung im Sinne des ZGB lei-

det, genügt nicht zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung. 

Diese einschneidende Massnahme ist nur zulässig, wenn die Personen-

sorge der betroffenen Person unter Berücksichtigung ihrer eigenen Schutz-

bedürftigkeit und der Belastung der Umgebung sie erfordert und andere, 

weniger weitgehende Vorkehren nicht genügen (Art. 426 Abs. 1 ZGB). 

Kann einer Person die nötige Behandlung oder Betreuung anders erwiesen 

werden, d.h. mit weniger schwerwiegenden Eingriffen als mit einer fürsor-

gerischen Unterbringung, so ist die mildere Massnahme anzuordnen. Die 

fürsorgerische Unterbringung muss ultima ratio bleiben (vgl. auch: Art. 389 

ZGB [Subsidiarität und Verhältnismässigkeit]).  

 

3.2. 

Der psychische Zustand des Beschwerdeführers habe sich seit längerem 

zunehmend verschlechtert, nachdem dieser keine ambulante psychiatri-

sche Therapie mehr in Anspruch genommen und keine Depotmedikation 

mehr erhalten habe (Aussagen der Schwester des Beschwerdeführers, 

C._____, und des Gutachters, Protokoll, S. 6 f. sowie 9; vgl. auch Gefähr-

dungsmeldung von F._____, Inhaberin der H._____ in R._____, an das Fa-

miliengericht Q._____ vom 27. Dezember 2024).  

 

Am 27. Januar 2025 sei es schliesslich zu einem Vorfall im Stammbistro 

des Beschwerdeführers gekommen. Nachdem der Beschwerdeführer sich 

sehr laut im Bistro verhalten habe, habe der Inhaber ihn gebeten, etwas 

leiser zu sprechen, worauf der Beschwerdeführer aggressiv wurde und die-

sen gegen einen Stuhl geschubst habe und der Bistroinhaber umgefallen 

sei. Die Schwester des Beschwerdeführers habe zudem angegeben, dass 

dieser in jüngerer Vergangenheit mehrmals damit gedroht habe, sich zu 

erhängen oder sich vor den Zug zu werfen (vgl. zum Ganzen FU-Anord-

nung vom 27. Januar 2025 [nachfolgend: FU-Anordnung], S. 2; Entscheid 

von G._____, Leitende Ärztin PDAG, betreffend Einschränkung der Bewe-

gungsfreiheit vom 28. Januar 2025, S. 1; Aussagen des Beschwerdefüh-

rers und seiner Schwester, Protokoll, S. 4 f. und 7). In der Folge wurde die 

Polizei alarmiert und der FU-anordnende Arzt aufgeboten. Dieser stellte 

beim Beschwerdeführer eine schizoaffektive Psychose fest. Der Beschwer-

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deführer sei nicht steuerbar und es sei keine geordnete Kommunikation 

möglich. Es gehe eine Fremd- und Selbstgefährdung vom Beschwerdefüh-

rer aus (FU-Anordnung, S. 2 f.). 

 

Auch unmittelbar nach dem Klinikeintritt habe sich der Beschwerdeführer 

gegenüber dem Personal der PDAG aggressiv und behandlungsuneinsich-

tig gezeigt. So habe er mitunter versucht, die fallführende Psychologin mit 

seiner Krücke zu schlagen und habe diese beschimpft. Aufgrund der 

schweren Agitiertheit und des fremdaggressiven Verhaltens sei eine Isolie-

rung notwendig geworden. Es läge eine deutliche Realitätsverkennung vor 

(Eintrittsgespräch PDAG vom 27. Januar 2025, S. 1 f.; Entscheid von 

G._____, Leitende Ärztin PDAG, betreffend Einschränkung der Bewe-

gungsfreiheit vom 28. Januar 2025, S. 1 f.). 

 

3.3. 

Vor diesem Hintergrund steht für das Verwaltungsgericht fest, dass die 

ärztliche Anordnung vom 27. Januar 2025 betr. fürsorgerische Unterbrin-

gung in der Klinik der PDAG aufgrund des psychischen Zustands des Be-

schwerdeführers im Anordnungszeitpunkt zu seinem Schutz und zur not-

wendigen Behandlung erfolgte und in seinem Interesse gerechtfertigt und 

verhältnismässig war. Aufgrund des Zustands des Beschwerdeführers und 

der fehlenden Behandlungseinsicht fiel eine ambulante Behandlungsvari-

ante ausser Betracht. Es blieb nur die fürsorgerische Unterbringung, um 

die notwendige Behandlung des Beschwerdeführers in die Wege zu leiten 

und eine weitere Zustandsverschlechterung sowie Selbst- und Fremdge-

fährdung zu vermeiden. 

 

4. 

4.1. 

Die betroffene Person muss entlassen werden, sobald die Voraussetzun-

gen für die Unterbringung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 3 ZGB). Dies 

ist der Fall, wenn die allenfalls noch nötige Betreuung oder Behandlung 

ambulant erfolgen kann. Eine Entlassung ist somit erst angezeigt, wenn 

eine gewisse Stabilisierung des Gesundheitszustands eingetreten ist und 

ausserdem die notwendige Nachbetreuung ausserhalb der Einrichtung hat 

organisiert werden können. Dadurch kann ein rascher Rückfall und damit 

verbunden eine schnelle erneute Klinikeinweisung möglichst verhindert 

werden (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht; 

nachfolgend: Botschaft Erwachsenenschutz], BBl 2006 7063 Ziff. 2.2.11). 

Bei Gefahr eines sofortigen Rückfalls ist die Entlassung nicht angezeigt 

(vgl. Aargauische Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2010, 

S. 197, Erw.4.1; vgl. zum Einbezug des Risikos einer Wiedereinweisung in 

die Interessenabwägung auch: Urteil des Bundesgerichts 5A_386/2020 

vom 11. Juni 2020, Erw. 2.4 mit Hinweisen). 

 

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4.2. 

4.2.1. 

Laut ärztlichem Verlaufsbericht der PDAG vom 29. Januar 2025 könne 

beim Beschwerdeführer ein fremdgefährdendes Verhalten aufgrund der 

starken Gereiztheit immer noch nicht ausgeschlossen werden. Der Be-

schwerdeführer sei zudem nach wie vor weder behandlungs- noch krank-

heitseinsichtig. Mittlerweile nehme er nun (im stationären Rahmen) erst-

mals wieder seine Medikamente. Würde man den Beschwerdeführer heute 

entlassen, sei davon auszugehen, dass er seine Medikamente wieder ab-

setzen würde und es wieder zu einer Exazerbation seiner Symptomatik 

kommen würde. Eine medikamentöse Behandlung sei klar indiziert. Ziel sei 

es, eine Depotmedikation als nachhaltige Lösung aufzugleisen (Verlaufs-

bericht, S. 1 f.). 

 

Im Rahmen der Verhandlung vom 31. Januar 2025 bestätigte die Klinikver-

treterin den Inhalt des oben erwähnten Berichts und ergänzte, dass die 

Therapie des Beschwerdeführers Wirkung zeige, aber noch nicht abge-

schlossen sei. Es sei eine weitere stationäre Behandlung von ca. vier bis 

fünf Wochen notwendig. Eine Depotmedikation könne man voraussichtlich 

aber erst in rund zwei bis drei Wochen erstmalig verabreichen (Protokoll, 

S. 8 f.). 

 

4.2.2. 

Der Gutachter bestätigte an der Verhandlung vom 31. Januar 2025 im We-

sentlichen die Ausführungen der Klinik. Er betonte insbesondere, die Not-

wendigkeit einer Depotmedikation beim Beschwerdeführer. Ohne kon-

stante Verabreichung einer solchen, sei es nur eine Frage der Zeit, bis der 

psychische Zustand des Beschwerdeführers wieder dekompensiere. Die 

Therapie des Beschwerdeführers sei noch nicht abgeschlossen. Ergän-

zend führte er aus, dass das Verhalten des Beschwerdeführers zum jetzi-

gen Zeitpunkt aufgrund seiner psychischen Erkrankung nach wie vor unbe-

rechenbar sei. Im Rahmen der Manie könne es immer noch zu Fremd- und 

Selbstgefährdung kommen. Auch eine Suizidalität könne bei einer jetzigen 

Entlassung aus der PDAG ohne adäquate Behandlung nicht ausgeschlos-

sen werden. Aufgrund bisheriger Therapieerfahrungen wisse man auch, 

dass der Beschwerdeführer therapierbar sei und man ihn soweit stabilisie-

ren könne, dass er wieder ausserhalb der Klinik gut leben könne. Die PDAG 

sei derzeit eine geeignete Einrichtung für die adäquate Behandlung des 

Beschwerdeführers (Zum Ganzen: Protokoll, S. 9 f.). 

 

4.2.3. 

Der Beschwerdeführer selbst führte an der Verhandlung vom 31. Januar 

2025 aus, dass er nach wie vor keine Medikamente zu sich nehmen wolle. 

Diese seien reines Nervengift und würden nichts nützen. Zudem fragte er, 

ob er zuerst Selbstmord begehen, sich vor den Zug werfen oder in die Aare 

"gumpen" müsse, bevor er aus der PDAG rauskönne. "Die Psychiater und 

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Jugoslawen" sollen ihn endlich in Ruhe lassen. Der Beschwerdeführer re-

dete zudem öfters an den Fragen des Vorsitzenden vorbei (Protokoll, 

S. 5 f.). 

 

4.2.4. 

Für das Verwaltungsgericht ist insbesondere gestützt auf die gutachterli-

chen Ausführungen erstellt, dass die Fortsetzung der fürsorgerischen Un-

terbringung in der PDAG, auch im heutigen Zeitpunkt noch gerechtfertigt 

und verhältnismässig ist. 

 

Derzeit kann dem Beschwerdeführer eine adäquate Behandlung und Be-

treuung nur in einem stationär betreuten Rahmen ermöglicht werden. Der 

bisherige Verlauf und frühere Klinikaufenthalte haben gezeigt, dass eine 

Verbesserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers durch 

eine konsequente, adäquate medikamentöse Behandlung und eine ent-

sprechende Betreuung möglich ist. Bei einer heutigen Aufhebung der FU 

würde der Beschwerdeführer die Klinik sofort verlassen. Bei einem Austritt 

zum jetzigen Zeitpunkt wäre jedoch eine durch die Verschlechterung des 

Gesundheitszustands bedingte Selbstgefährdung sowie Fremdgefähr-

dung, wie sie bereits in der Vergangenheit eingetreten war, zu erwarten. 

Eine derartige Entwicklung läge zweifellos nicht in seinem wohlverstande-

nen Interesse, zumal sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederum in einen 

stationären Aufenthalt münden würde.   

  

Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer derzeit auf einen stationären 

Rahmen angewiesen ist und ein ambulantes Setting nicht den für die ge-

sundheitlichen Belange nötigen Schutz bietet. Zudem muss zunächst die 

aus Sicht der Klinik und des Gutachters zwingend notwendige Depotmedi-

kation aufgegleist werden, gegen welche sich der Beschwerdeführer aber 

aktuell noch wehrt. Eine weitere Psychoedukation des Beschwerdeführers 

ist deswegen notwendig. Es steht im jetzigen Zeitpunkt somit kein milderes 

Mittel zur Verfügung, um die notwendige Behandlung und Betreuung des 

Beschwerdeführers ausserhalb eines stationären Rahmens sicherzustel-

len. Eine ambulante Anschlusslösung muss erst sorgfältig aufgegleist wer-

den, damit diese auch nachhaltig ist.  

 

5. 

Die PDAG stellt eine i.S.v. Art. 426 Abs. 1 ZGB geeignete Einrichtung zur 

fürsorgerischen Unterbringung des Beschwerdeführers dar, da in dieser 

eine adäquate psychiatrische Behandlung des Beschwerdeführers in ei-

nem stationären Rahmen durch professionell geschultes Personal weiter-

hin sichergestellt ist. Dies wurde durch den Gutachter bestätigt (vgl. 

Erw. 4.2.2. in fine) 

 

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6. 

Die Beschwerde gegen den Unterbringungsentscheid von B._____, dipl. 

Arzt, vom 27. Januar 2025 ist demzufolge abzuweisen. 

 

III. 

Gestützt auf § 37 Abs. 3 lit. b EG ZGB werden in Verfahren betreffend für-

sorgerische Unterbringung keine Gerichtskosten erhoben. Eine Parteient-

schädigung fällt aufgrund des Unterliegens des Beschwerdeführers ausser 

Betracht. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Das Verfahren ist kostenlos. 

 

3. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

4. 

Es wird festgestellt, dass die Entlassungszuständigkeit bis zum 9. März 

2025 bei der PDAG und danach beim Familiengericht Q._____ liegt, sofern 

das Familiengericht die Entlassungszuständigkeit nicht an die PDAG über-

trägt. 

 

 
   

Zustellung an: […] 

 

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Beschwerde in Zivilsachen 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten und interkantonalem Recht in-

nert 30 Tagen seit Zustellung mit der Beschwerde in Zivilsachen beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten wer-

den. Die Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit 2. Ja-

nuar. Die unterzeichnete Beschwerde muss das Begehren, wie der Ent-

scheid zu ändern ist, sowie in gedrängter Form die Begründung, inwiefern 

der angefochtene Akt Recht verletzt, mit Angabe der Beweismittel enthal-

ten. Der angefochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkun-

den sind beizulegen (Art. 72 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesge-

richt [Bundesgerichtsgesetz, BGG] vom 17. Juni 2005). 

 

 
 

   

Windisch, 31. Januar 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiber:  

 

 

 

Cotti Gattlen