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**Case Identifier:** 7673f536-86f4-518f-bf32-fb58cbd77a59
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.05.2024 200 2024 191
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-191_2024-05-30.pdf

## Full Text

200 24 191 BV
ACT/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. Mai 2024

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Germann

A.________
Kläger

gegen

Personalvorsorgestiftung B.________
Beklagte

betreffend Klage vom 14. Januar 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Mai 2024, BV/24/191, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der …. geborene A.________ war vom 1. März 2003 bis 31. März 2008 als 
… bei seiner Ehefrau Dr. med. C.________ angestellt (Akten der IV-Stelle 
D.________ [act. IIA] 19 S. 1; Akten der Personalvorsorgestiftung 
B.________ [act. II] 7). Für die Zeit ab 1. Juni 2006 wurde A.________ 
über dieses Anstellungsverhältnis bei der Personalvorsorgestiftung 
B.________ als Versicherter betreffend die berufliche Vorsorge gemeldet 
(act. II 3-5; 7; Klageantwort S. 3 f. Rz. 6 f.). 

Mit Verfügungen vom 26. Februar und 22. März 2010 (act. IIA 32-34) 
sprach die damals zuständige IV-Stelle Bern (IVB) A.________ ab 1. Juni 
2008 bei einem Invaliditätsgrad von 85 % eine ganze Invalidenrente (samt 
Kinderrenten) zu. In der Folge ersuchte A.________ bei der Personalvor-
sorgestiftung B.________ wiederholt um Ausrichtung von Invaliditätsleis-
tungen. Mit Schreiben vom 24. März 2010 (act. II 8), 5. Januar 2017 (act. II 
10) und 15. April 2019 (act. II 12) verneinte die Personalvorsorgestiftung 
B.________ jeweils einen Leistungsanspruch mit der Begründung, 
A.________ sei bereits bei Beginn des Vorsorgeverhältnisses bei ihr am 1. 
Juni 2006 erheblich und aufgrund derselben Ursache, die zur Invalidität 
geführt habe, in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. 

B.

Mit Eingabe vom 14. Januar 2024, welche vom Versicherungsgericht des 
Kantons St. Gallen mit Schreiben vom 4. März 2024 zuständigkeitshalber 
an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern weitergeleitet wurde, erhob 
A.________ (nachfolgend Kläger) Klage. Er stellt die folgenden Rechtsbe-
gehren: 

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger aus dem Vorsorgeverhältnis 
eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 85 % gemäss den 
gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen auszurichten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Mai 2024, BV/24/191, Seite 3

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger zu viel bezahlte Beiträge 
zurückzuerstatten, welche nach der von der IV festgelegten Zeitachse 
überwiesen worden sind. 

3. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger auf den Invalidenleistungen ei-
nen Verzugszins von 5 % ab dem Zeitpunkt der Leistungspflicht zu bezah-
len. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen 
Mehrwertsteuer) zulasten der Beklagten.

Mit Klageantwort vom 4. April 2024 beantragt die Personalvorsorgestiftung 
B.________ (nachfolgend Beklagte) die Abweisung der Klage.

Erwägungen:

1.

1.1 Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funk-
tionell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 14. Januar 2024 
geltend gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvor-
sorge [BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] und 
Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). Die Beklagte hat ihren Sitz im Kanton Bern (<www.zefix.ch>), 
womit das angerufene Gericht zur Behandlung der Klage örtlich zuständig 
ist (Art. 73 Abs. 3 BVG). Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen sind 
erfüllt, insbesondere ist die Klage formgerecht eingelangt (Art. 32 VRPG). 
Auf die Klage ist somit einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente der 
beruflichen Vorsorge nebst Zins von 5 % "ab dem Zeitpunkt der Leistungs-
pflicht" sowie die Rückerstattung zu viel bezahlter Beiträge an den Kläger.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Nach Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone ein einfaches, ra-
sches und in der Regel kostenloses Verfahren vor, wobei das Gericht den 
Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat. Innerhalb des Streitge-
genstandes ist das Berufsvorsorgegericht in Durchbrechung der Dispositi-
onsmaxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden (BGE 135 V 23 
E. 3.1 S. 26).

2.

Die (von Amtes wegen zu prüfende) Frage, ob eine Partei als Klägerin auf-
zutreten berechtigt (Aktivlegitimation) und welche Partei einzuklagen ist 
(Passivlegitimation), bestimmt sich – auch im öffentlich-rechtlichen Klage-
verfahren – nach dem materiellen Recht. Grundsätzlich ist der Träger des 
fraglichen Rechts aktivlegitimiert, passivlegitimiert der materiell Verpflichte-
te, gegen den sich das Recht richtet (SVR 2006 BVG Nr. 11 S. 40 E. 3.2). 
Vorliegend bestand für die Zeit ab 1. Juni 2006 zwischen dem Kläger und 
der Personalvorsorgestiftung B.________ ein Vorsorgeverhältnis (act. II 3-
5; Klageantwort S. 4 Rz. 7). Damit ist der Kläger aktiv- und die Beklagte 
passivlegitimiert. 

3.

3.1 Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in 
zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 
bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 
210 E. 4.3.1 S. 213). Dieser allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz gilt 
auch im Bereich der beruflichen Vorsorge, namentlich bei Reglements- und 
Statutenänderungen (BGE 126 V 163 E. 4b S. 165; SVR 2007 BVG Nr. 23 
S. 79E. 4.1). Bei der Festsetzung von Invalidenleistungen sind grundsätz-
lich die Reglementsbestimmungen massgebend, welche im Zeitpunkt der 

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Entstehung des Leistungsanspruchs gelten und nicht jene, die bei Beginn 
der – in der Folge invalidisierenden – Arbeitsunfähigkeit in Kraft waren 
(BGE 121 V 97). 

Mit Blick auf die vom Kläger postulierte Bindung der Beklagten an die Ent-
scheide der IV vom 26. Februar und 22. März 2010 (act. IIA 32-34; Klage 
S. 4) steht ein Rentenanspruch ab dem Jahr 2008, allenfalls 2007 (vgl. act. 
IIA 25 S. 2), zur Diskussion, womit das ab 1. Januar 2006 gültige Regle-
ment 2006 (act. IIB) und der Reglementsnachtrag vom November 2006 
(act. II 13b) massgebend sind (vgl. auch Klageantwort S. 12 Rz. 35).

3.2 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % 
invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Inva-
lidität geführt hat, versichert waren.

3.3

3.3.1 Das BVG definiert den Begriff der Invalidität nicht, sondern ver-
weist auf die Invalidenversicherung (vgl. Art. 23 lit. a BVG und Art. 4 der 
Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- 
und Invalidenvorsorge [BVV 2; SR 831.441.1]). Aus der engen Verbindung 
zwischen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demje-
nigen auf Invalidenleistungen nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditäts-
begriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der 
Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 120 V 106 E. 3c 
S. 108).

Mit Bezug auf die weitergehende berufliche Vorsorge steht es den 
Vorsorgeeinrichtungen im Rahmen von Art. 6 und 49 Abs. 2 BVG sowie der 
verfassungsmässigen Schranken (wie Rechtsgleichheit, Willkürverbot und 
Verhältnismässigkeit) frei, den Invaliditätsbegriff und/oder das versicherte 
Risiko abweichend von Art. 23 BVG zu definieren. Während sie im Rahmen 
der obligatorischen beruflichen Vorsorge jedenfalls die Mindestvorschrift 
des Art. 23 BVG zu beachten haben (Art. 6 BVG), gilt diese Bestimmung 
einschliesslich der hierzu ergangenen Rechtsprechung im 
überobligatorischen Bereich nur, soweit die Reglemente oder Statuten 
bezüglich des massgebenden Invaliditätsbegriffs oder versicherten Risikos 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Mai 2024, BV/24/191, Seite 6

nichts Abweichendes vorsehen (BGE 143 V 434 E. 2.2 S. 437; SVR 2020 
BVG Nr. 38 S. 162 E. 3.1).

3.3.2 Gemäss Art. 5.4.1 Reglement 2006 (act. IIB) gilt als Invalidität im 
Sinne dieses Reglements die ärztlich nachgewiesene, durch Krankheit oder 
Unfall entstandene, voraussichtlich dauernde gänzliche oder teilweise 
Erwerbsunfähigkeit. Vollinvalidität liegt vor, wenn der Versicherte 
ausserstande ist, seinen bisherigen Beruf oder eine andere ihm zumutbare, 
seinen Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechende Erwerbstätigkeit 
auszuüben (Abs. 1). Als vollinvalid gilt ein Versicherter, der gemäss IV zu 
mindestens 70 % erwerbsunfähig ist. Teilinvalidität liegt vor, wenn die 
Erwerbsunfähigkeit gemäss IV weniger als 70 % mindestens aber 40 % 
beträgt (Abs. 2). Der Invaliditätsgrad wird von der Kasse in der Regel 
aufgrund des Entscheides der IV-Stelle festgesetzt. Die Kasse kann sich 
auch auf die vertrauensärztlichen Befunde und Berichte des Arbeitgebers 
abstützen (Abs. 3).

3.4 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die aus-
drücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbe-
griff wie die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung 
der IV-Stelle oder – im Beschwerdefall – des kantonalen Sozialver-
sicherungsgerichts resp. des Bundesgerichts gebunden, sofern sie in das 
invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurden, die kon-
krete Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber 
der Invalidenversicherung entscheidend war und die invalidenver-
sicherungsrechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer gesamthaften Prü-
fung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint. Diese 
Bindungswirkung findet ihre positivrechtliche Grundlage in den Art. 23, 24 
Abs. 1 und 26 Abs. 1 BVG, welche an die Regelung des IVG anknüpfen 
oder diese übernehmen (BGE 143 V 434 E. 2.2 S. 437; SVR 2022 BVG Nr. 
12 S. 41 E. 3.2).

3.5 Der Leistungsanspruch aus obligatorischer beruflicher Vorsorge 
wegen Invalidität setzt voraus, dass die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache 
zur Invalidität geführt hat, während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses 
(einschliesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) eingetre-
ten ist (Versicherungsprinzip; Art. 23 lit. a BVG; SVR 2011 BVG Nr. 14 S. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Mai 2024, BV/24/191, Seite 7

51 E. 2.1). Entscheidend ist dabei einzig der Eintritt der relevanten Arbeits-
unfähigkeit, unabhängig davon, in welchem Zeitpunkt und in welchem Mas-
se daraus ein Anspruch auf Invalidenleistungen entsteht. Die Versicherten-
eigenschaft muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, 
dagegen nicht notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der 
Verschlimmerung der Invalidität. Für eine einmal aus – während der Versi-
cherungsdauer aufgetretener – Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invaliden-
leistung bleibt die Vorsorgeeinrichtung somit leistungspflichtig, selbst wenn 
sich nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad än-
dert. Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigen-
schaft keinen Erlöschungsgrund (Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschuss]; 
BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68; SVR 2020 BVG Nr. 6 S. 26 E. 3.1).

3.6 Unter Arbeitsunfähigkeit ist eine erhebliche und dauerhafte Ein-
busse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Auf-
gabenbereich zu verstehen (BGE 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23). Sie muss 
mindestens 20 % betragen (BGE 144 V 58 E. 4.4 S. 62; SVR 2022 BVG 
Nr. 6 S. 22 E. 2.1.1). Ob eine Person trotz Lohnzahlung tatsächlich erheb-
lich arbeitsunfähig war, ob sie also im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses – 
im Hinblick auf den angestammten Tätigkeitsbereich – ihre übliche oder 
aber nunmehr eine behinderungsbedingt eingeschränkte Leistung erbrach-
te, ist von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen. Rechtsprechungs-
gemäss ist erforderlich, dass sich die behauptete Arbeitsunfähigkeit im 
Arbeitsverhältnis, das über die Vorsorgepflicht den Versicherungsschutz 
begründet, konkret nachteilig bemerkbar gemacht hat, so etwa durch einen 
Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Er-
mahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende 
gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Nur beim Vorliegen besonderer 
Umstände darf die Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage tre-
tenden Situation in Wirklichkeit abweichenden Lage – etwa in dem Sinne, 
dass ein Arbeitnehmer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung ver-
pflichtet war und auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber eben 
doch keine volle Arbeitsleistung hat erbringen können – in Betracht gezo-
gen werden (SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1, 2005 BVG Nr. 5 S. 15 E. 
2.2). Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeit-
geber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgestellte 

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medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist 
eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person 
tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller 
Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit 
im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich 
einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise 
echtzeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit 
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf 
nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und 
spekulative Überlegungen ersetzt werden (SVR 2022 BVG Nr. 17 S. 64 E. 
5.2.1, 2021 BVG Nr. 30 S. 121 E. 3.2, 2014 BVG Nr. 6 S. 19 E. 4.2).

4.

4.1 Sowohl der Vorbescheid vom 24. März 2009 (act. IIA 21) wie auch 
der Beschluss vom 12. Juni 2009 (act. IIA 31) wurden der Beklagten in 
Kopie zugestellt. Die Verfügungen vom 26. Februar und 22. März 2010 
(act. IIA 32-34) wurden ihr gemäss IV-Akten (act. IIA) jedoch weder eröffnet 
noch in Kopie zugestellt. Demgegenüber legte der Kläger ein nicht 
datiertes, sich nicht in den IV-Akten befindendes Dokument "Verfügung AK" 
(act. I 3) ins Recht, welches als Kopieadressatin auch die Beklagte aufführt 
(S. 1). Ob die Beklagte unter den gegebenen Umständen als ins 
invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen zu qualifizieren ist, 
kann offen bleiben. Denn sowohl aus dem Vorbescheid vom 24. März 2009 
(act. IIA 21) als auch aus dem Dokument act. I 3 geht klar hervor, dass die 
IVB erst für die Zeit ab Juni 2007 von einer gesundheitsbedingt 
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausging. Diese Annahme erweist sich mit 
Blick auf die nachstehenden Ausführungen (vgl. E. 4.3.2 hinten) als 
offensichtlich unhaltbar. Demnach sind die Verfügungen der IV vom 26. 
Februar und 22. März 2010 (act. IIA 32-34) für die Beklagte so oder anders 
nicht bindend (vgl. E. 3.4 vorne). In der Folge hat eine freie Prüfung der 
Anspruchsvoraussetzungen zu erfolgen. 

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4.2 Wie in E. 3.5 vorne gezeigt, werden Invalidenleistungen der berufli-
chen Vorsorge von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher die 
ansprechende Person bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur 
Invalidität geführt hat, angeschlossen war. Anders gewendet besteht für 
das Risiko Invalidität kein Versicherungsschutz, soweit dieses bei Eintritt in 
die Vorsorgeeinrichtung schon verwirklicht war (Entscheid des BGer vom 
23. Januar 2014, 9C_703/2013, E. 1.1; Art. 2.1 Abs. 4 lit. b Reglement 
2006 [act. IIB]), was die Beklagte denn auch geltend macht (Klageantwort 
S. 18 Rz. 55). 

Demnach ist vorab zu prüfen, ob der Kläger bei Eintritt der Arbeitsunfähig-
keit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, bei der Beklagten versichert 
war. Aus den Akten ergibt sich im Wesentlichen das folgende Bild:

4.2.1 Dr. med. E.________, im Medizinalberuferegister 
(<www.medregom.admin.ch>) nicht aufgeführt, hielt im Bericht vom 29. Ju-
ni 2007 (act. IIA 6 S. 4) fest, er finde insgesamt einen, abgesehen von der 
gravierenden psychischen Störung, weitgehend gesunden 
53-jährigen Mann, der gelegentlich seine linksseitige Hernia inguinalis samt 
Varikozele sanieren lassen werde. Die sporadische leichte Lumbago sei bei 
Stress und leichter Skoliose plausibel. Gelegentliche Hüftbeschwerden 
links seien wahrscheinlich tendomyalgisch bedingt und belanglos.

Im Bericht vom 27. März 2008 (act. IIA 8) hielt Dr. med. E.________ als 
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine "Schwere, invalidi-
sierende psychische Störung, näheres vom behandelden Psychiater" und 
als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine "Inguinalhernie 
und Varikozele links, operiert 15.11.2007" fest (S. 1).

4.2.2 Im Bericht "Intake" vom 3. April 2008 (act. IIA 9) wurde zur berufli-
chen Situation des Klägers festgehalten, er habe bis Ende März 2008 als 
… in der … seiner Ehefrau, als Mithilfe im …. und … gearbeitet. Eigentlich 
seien 60 % vorgesehen gewesen; weil er jedoch für die anfallenden Arbei-
ten mehr Zeit benötigt habe, sei er auf ein Pensum von 100 % gekommen. 
Die Arbeit habe ihm grundsätzlich gut gefallen, "dank verständnisvoller und 
geduldiger Arbeitgeberin" (S. 2). Auf die Frage, was den Kläger an der Er-
werbsfähigkeit hindere, wurde Folgendes festgehalten: "Ineffizientes Vor-

http://www.medregom.admin.ch

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Mai 2024, BV/24/191, Seite 10

gehen infolge übersteigertem Perfektionismus. Mit der grossen Unpünkt-
lichkeit gehe es besser (früher verpasste er oftmals Flüge, konnte Verabre-
dungen nicht einhalten etc). Nie blieb er lange an einer Arbeitsstelle; an 
seiner letzten Arbeitsstelle bei seiner Ehefrau habe er ein sehr verständnis-
volles Umfeld gehabt" (S. 4).

4.2.3 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, hielt im Bericht vom 27. April 2008 (act. IIA 14 S. 1-6) die folgenden 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (S. 1):

- Zwangsstörung, schwer, Y-BOCS 28 (ICD-10 F42)
- Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5)
- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 

F33.0)
- DD Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0)

Die Störungen beständen seit Jahren (S. 1). Die Behandlung bei ihm – Dr. 
med. F.________ – erfolge seit Februar 2007 (S. 3). Der Kläger sei nicht in 
der Lage, konzentriert und abschliessend an einer Sache zu arbeiten. Dies 
betreffe nicht nur die diversen angefangenen und nicht abgeschlossenen 
Ausbildungen, sondern auch kleinere, alltägliche Tätigkeiten. Dies führe zu 
regelmässigen Verspätungen, auch bei wichtigen Terminen. Teilweise be-
rechtigte Einwände gegenüber Entscheidungen von Behörden oder Institu-
tionen würden nicht formuliert, so dass es schliesslich zu Mahnungen, 
Betreibungen, juristischen Auseinandersetzungen komme, welche auch 
wieder terminlich verpasst würden. Der Kläger sammle und kaufe über das 
normale Mass hinaus. Man denke an ein Messiesyndrom (S. 2). Seit 4. Ju-
ni 2007 bestehe eine 90 bzw. 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1). Der Ver-
lauf sei seit Jahren chronifiziert. Wahrscheinlich auch dadurch, dass ein 
Nischenarbeitsplatz mit sehr individuellem Charakter die Auffälligkeit nicht 
öffentlich habe werden lassen (S. 6).

4.2.4 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, diagnostizierte im zu Handen der IVB verfassten Gutachten vom 
8. September 2008 (act. IIA 16) eine schwere anankastische Persönlich-
keitsstörung (ICD-10 F60.5) mit begleitender Zwangsstörung (ICD-10 F42; 
S. 5). Gesamthaft müsse angenommen werden, dass eine gravierende 
Persönlichkeitsstörung vorliege, denn es bestehe eine massiv gestörte Ko-
gnition und Affektivität, grösste Probleme im zwischenmenschlichen Be-

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reich, Unfähigkeit das Leben zu planen und in den Griff zu kriegen, ge-
schweige einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen; zudem bestehe ein Lei-
densdruck. Diese Störung sei stabil, sie dürfte schon seit der Kindheit vor-
liegen. Weiterhin zeigten sich auch deutliche zwanghafte 
Verhaltensweisen, insbesondere ein Sammelzwang. Unter den gegebenen 
Umständen sei es undenkbar, dass der Kläger in irgendeiner Form in der 
freien Wirtschaft integriert werden könne, da er nicht in der Lage sei, eine 
Aufgabe innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu erledigen. Zudem sei er 
auch einem potentiellen Arbeitgeber nicht zumutbar (S. 6). Es müsse von 
einer mindestens 80%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für jede 
Tätigkeit ausgegangen werden. Diese Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
bestehe seit vielen Jahren, einer längerfristigen Tätigkeit habe der Kläger 
bisher nie nachgehen können. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei der Ehe-
frau dürfte eher einem geschützten Arbeitsplatz entsprochen und nicht die 
wirkliche Leistung des Klägers widerspiegelt haben (S. 7).

4.2.5 Im "Fragebogen Arbeitgeber/Arbeitgeberin" gab die Ehefrau des 
Klägers am 26. Dezember 2008 (act. IIA 19 S. 1-3) an, der Lohn habe nur 
im ersten Anstellungsjahr der Leistung entsprochen, danach sei eine Leis-
tungseinbusse erfolgt (S. 2). 

Im zu Handen der IVB erstellten Schreiben vom 5. Januar 2009 (act. II 19 
S. 5 f.) hielt sie weiter fest, als sie ihren Ehemann 2003 angestellt habe, 
hätten ihn vielseitige Aufgaben erwartet, wie einerseits …/…, …, anderer-
seits aber auch …tätigkeit mit meist einmal wöchentlichem …dienst. Er 
habe von Anfang an "extrem viel Freiheit bezüglich Arbeitszeiten" erhalten. 
Eine Ausbildung zum … sei gescheitert. Im ersten Anstellungsjahr habe der 
Kläger engagiert mitgearbeitet, habe aber immer Mühe gehabt, sich an 
Fristen zu halten, was ihr – C.________ – mehr und mehr Probleme ge-
schaffen habe. Bei der …tätigkeit habe der Kläger stets ihre Unterstützung 
gebraucht. Zusehens hätten sich aber Probleme mit der Präsenzzeit am 
Tag, mit Nichterscheinen am Arbeitsplatz, vergessenem Abschicken von … 
usw. gezeigt, so dass sie immer mehr habe nachkontrollieren müssen. Te-
lefone für ... seien zu Gesprächen von 30 Minuten oder mehr geworden. 
Der Kläger habe Grenzen (zeitlich, räumlich, hierarchisch) nicht wahrhaben 
und Wichtiges nicht von Unwichtigem unterscheiden können. So habe er 

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sich in unwichtigen Details verloren, während absolut Dringendes liegen 
geblieben sei. Da ihr Mitarbeiter auch ihr Ehemann gewesen sei, habe sie 
ihm viel zu viel anvertraut und ihn nicht – wie es sich normalerweise für 
einen Betrieb gehöre – regelmässig überprüft. Der Wohnortwechsel von … 
nach Bern im Herbst … habe die Situation noch verschlimmert: Der Kläger 
habe immer stärker unter massiven Blockaden gelitten, die es ihm nicht nur 
verunmöglicht hätten, irgendetwas zu beginnen oder zu Ende zu führen, er 
sei auch räumlich blockiert gewesen, habe zusehends seinen Tag-Nacht-
Rhythmus verloren und sei in allen Belangen immer ineffizienter und ag-
gressiver geworden. Seine Sammelsucht habe sich vom Wohnort auf die 
…äumlichkeiten ausgeweitet, sodass sich in kurzer Zeit die … in eine Art 
Sammellager mit Hunderten von unnützen Gegenständen verwandelt habe.

4.2.6 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 24. Februar 2009 (act. II 20 
S. 2 ff.) gab der Kläger an, er habe nach dem Studium immer Vollzeitstellen 
gesucht. Er habe aber nie eine richtige Vollzeitstelle gefunden und die an-
deren Stellen nie behalten können. Er habe schon damals nie ein Ziel er-
reichen können. Er habe zwar immer gewollt, es aber nie geschafft. Er 
habe nie gewusst, wo er anfangen sollte, und habe auch immer das Fal-
sche für prioritär gehalten. Schon während den fast 20 Jahren Studium 
habe er sich nie auf ein Ziel fokussieren können. Er habe die Prüfungen nie 
bestanden. Er habe sehr viel Verschiedenes studiert. Er habe sogar die Uni 
von … nach Bern wechseln müssen, weil er zu oft durchgefallen sei. Dann 
habe er die Stelle in der … seiner Ehefrau erhalten. Leider habe er es aber 
nie geschafft, seine Aufgaben zu erledigen. Er habe während zwei Jahren 
keine … verschickt, weil der Drucker nicht funktioniert und er versucht ha-
be, ihn einzurichten. So sei die Familie in ein finanzielles Desaster geraten 
und mehrfach betrieben worden (S. 3).

4.3

4.3.1 Aufgrund der dargelegten Sachlage (vgl. E. 4.2 vorne) ist erstellt, 
dass die Ursache der Arbeitsunfähigkeit, welche zur Invalidität und zur Zu-
sprache einer ganzen Rente der Invalidenversicherung geführt hat, in den 
(seit Jahren) bestehenden psychischen Beeinträchtigungen in Form einer 
schweren anankastischen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5) mit be-
gleitender Zwangsstörung (ICD-10 F42; act. IIA 16 S. 5) lag. Wie Dr. med. 

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G.________ in seinem psychiatrischen Gutachten zur persönlichen Ana-
mnese im Einzelnen festhielt, habe der Kläger ein …studium in … besucht, 
daneben noch Vorlesungen in …, … und …. Zweimalige Versuche, die 
…prüfung zu bestehen, seien gescheitert. Anschliessend habe er das 
…studium in Bern aufgenommen und dort … die erste Prüfung bestanden. 
Das Studium habe er dann 14 Jahre später abgebrochen, da er es nie ha-
be beenden können. Auch habe er verschiedene Kurse besucht, so z.B. 
einen …kurs, …kurs, einen …-Workshop, ein …seminar, einen …-
Workshop, einen …kurs und einen …kurs, im Weiteren Kurse an der 
…universität … ohne Prüfungen oder Abschluss und einen …-Kurs. Auch 
habe er verschiedene Praktika und Assistenzen durchgeführt, so unter an-
derem ein …praktikum während insgesamt sieben Monaten; er sei 
während zwei Wochen … bei drei … gewesen, … an …, er habe ohne 
Lohn bei einem … mitgearbeitet, er sei auch als … in der … tätig gewesen 
und habe drei Stellvertretungen in … während … der … durchgeführt; er 
sei … für … an der … gewesen, dies während eines Semesters, ferner 
einmal auch … bei einem …; er habe auch temporär kurzzeitig versucht zu 
arbeiten, versucht in der …. tätig zu sein, wo ihm jeweils gekündigt worden 
sei; er habe auch in einem … versucht zu arbeiten, auch als … bei einem 
… (act. IIA 16 S. 4). Daraus zog Dr. med. G.________ den Schluss, die 
Störung sei äusserst schwer, da sie einen starken Einfluss auf die bisherige 
berufliche Entwicklung des Klägers gehabt habe. Er sei unfähig gewesen, 
das Leben zu planen oder "in den Griff zu kriegen, geschweige einer beruf-
lichen Tätigkeit nachzugehen" (S. 6). Auch Dr. med. F.________ gelangte 
zur Einschätzung, der Kläger sei nicht in der Lage, "konzentriert und absch-
liessend an einer Sache zu arbeiten" (act. IIA 14 S. 2). In Übereinstimmung 
mit diesen ärztlichen Einschätzungen konnte der Kläger nie über eine län-
gere Zeit an einer Arbeitsstelle eingesetzt werden, was sich auch im Aus-
zug aus dem individuellen Konto widerspiegelt (act. II 6) und der Kläger im 
Übrigen im damaligen IV-Verfahren auch ausdrücklich selber anerkannte 
(act. IIA 9 S. 4; 20 S. 3).

4.3.2 Aus den gutachterlichen Schilderungen und jenen von Dr. med. 
F.________ folgt im Weiteren, dass diese psychische Symptomatik samt 
einhergehender erheblicher Einschränkung des funktionellen Leistungs-
vermögens zumindest seit Jahren bestanden und damit bei Beginn des 

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Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten ab 1. Juni 2006 bereits vorgele-
gen hat. Wenn Dr. med. G.________ deshalb zur Einschätzung gelangte, 
die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (von mindestens 80 %) bestehe 
"seit vielen Jahren" (act. IIA 16 S. 7), ist dies namentlich im Lichte der dar-
gelegten (Erwerbs-)Biographie des Klägers schlüssig. Insbesondere und 
entgegen der Klage (S. 3 f.) geht sowohl aus dem Gutachten vom 8. Sep-
tember 2008 als auch aus dem Bericht von Dr. med. F.________ vom 
27. April 2008 klar hervor, dass die Einschränkung im funktionellen Leis-
tungsvermögen den psychischen Diagnosen und der daraus resultierenden 
funktionellen Beeinträchtigungen zuzuschreiben ist bzw. der Kläger durch 
die schwerwiegende Störung nicht in der Lage war, den Anforderungen in 
der freien Wirtschaft zu genügen (act. IIA 16 S. 7; 14 S. 6). Dies leuchtet 
auch insoweit ein, als sich die psychischen Störungen ebenso ausserhalb 
des Erwerbslebens manifestierten, so bei kleineren, alltäglichen Tätigkeiten 
und beim Kontakt mit Behörden (vgl. act. II 14 S. 2). 

Soweit der Kläger auf die Ausführungen im Dokument act. I 3 S. 3 verweist, 
worin die IVB unter Berufung auf den Bericht von Dr. med. F.________ 
vom 27. April 2008 (act. IIA 14 S. 1-6) geltend machte, eine nachvollzieh-
bare Arbeitsunfähigkeit von 90 % bestehe erst ab dem 4. Juni 2007, kann 
er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten: Denn Dr. med. F.________, 
bei welchem der Kläger seit 19. Februar 2007 in Behandlung war (S. 3), hat 
im fraglichen Bericht allein die bisher bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten 
aufgeführt. Zwar attestierte er tatsächlich erst ab dem 4. Juni 2007 eine 
90%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1), bezeichnete den Verlauf des psychischen 
Leidens an anderer Stelle aber als "seit Jahren chronifiziert" (S. 6), was im 
Einklang mit der Einschätzung des Gutachters Dr. med. G.________ steht 
(act. IIA 16 S. 7) und was der Annahme der Invalidenversicherung einer 
erst ab Juni 2007 bestehenden Arbeitsunfähigkeit klar widerspricht. Insbe-
sondere aber ist zu berücksichtigen, dass die Behandlung bei Dr. med. 
F.________ begann, als der Kläger noch in der … seiner Ehefrau ange-
stellt war. Aus deren Ausführungen vom 5. Januar 2009 (act. IIA 19 S. 5 f.) 
kommt unmissverständlich zum Ausdruck, dass dieses Beschäftigungsver-
hältnis letztlich allein deshalb von März 2003 bis März 2008 Bestand haben 
konnte, weil es sich bei ihrem Mitarbeiter um ihren Ehemann handelte. 
Denn aufgrund der Schilderungen der Ehefrau, wonach die Einstellung 

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ihres Ehemannes aufgrund seiner permanenten Überforderung im Verlauf 
zu einem "Fiasko" geführt habe, erscheint es offensichtlich, dass der Kläger 
bereits damals nicht arbeitsfähig gewesen und einem anderen Arbeitgeber 
im ersten Arbeitsmarkt sozialpraktisch nicht zumutbar gewesen ist. Selbst 
wenn davon ausgegangen würde, dass gemäss Darstellung im Schreiben 
vom 5. Januar 2009 das erste Anstellungsjahr noch ohne grössere Proble-
me verlief (S. 2, 5) und gleichzeitig ausgeblendet wird, dass diese Anstel-
lung offensichtlich einem geschützten Arbeitsplatz entsprach (vgl. act. IIA 
16 S. 7), so trat jedenfalls ab dem zweiten Anstellungsjahr ein progressiver 
Leistungsabfall zu Tage (act. IIA 19 S. 2), womit sich die psychischen Be-
einträchtigungen allerspätestens ab dem Jahr 2004 – mithin noch vor der 
ab 1. Juni 2006 bestehenden Versicherungsdauer bei der Beklagten (vgl. 
E. 2 vorne) – nachteilig bemerkbar gemacht hatten. Vor dem Hintergrund 
dieser arbeitsrechtlich klar in Erscheinung getretenen und seitens der Ehe-
frau des Klägers detailliert beschriebenen sinnfälligen und massiven Leis-
tungseinbussen spielt es beweisrechtlich auch keine Rolle, dass für die Zeit 
vor Juni 2007 keine (echtzeitlichen) medizinischen Arbeitsunfähigkeitsat-
teste vorliegen (vgl. Entscheid des BGer vom 9. Januar 2014, 
9C_419/2013, E. 2.3 betreffend Pensenreduktion).

4.4 Zusammenfassend lagen die psychischen Beeinträchtigungen mit 
erheblicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bereits vor dem Beginn des 
Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten am 1. Juni 2006 vor, womit kein 
Anspruch auf eine Invalidenrente der beruflichen Vorsorge besteht (vgl. E. 
3.5 f. vorne). Dabei handelt es sich entgegen der Klage nicht um einen 
Versuch, im Nachhinein einen Zusammenhang zwischen der mangelhaften 
Erfüllung der Arbeiten und den Beschwerden zu konstruieren (Klage, S. 6), 
sondern um ein feststehendes Beweisergebnis. Weiter ist festzuhalten, 
dass die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat (Art. 
23 lit. a BVG), auch nicht auf die im November 2007 (und damit während 
der Dauer des Vorsorgeverhältnisses bei der Beklagten) operierte Leisten-
hernie (act. IIA 6 S. 1 f.) zurückzuführen ist, attestierte Dr. med. 
E.________ doch diesbezüglich bereits im Bericht vom 27. März 2008 kei-
ne Arbeitsunfähigkeit mehr (act. II 8 S. 1). Etwas Anderes macht auch der 
Kläger nicht geltend. 

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Bei diesem Ergebnis kann sodann offen bleiben, ob der Kläger allenfalls 
während seiner ganzen Erwerbszeit latent arbeitsunfähig gewesen ist und 
damit auch nie in der zweiten Säule versichert gewesen sein konnte. Wei-
ter erübrigen sich Ausführungen zur zeitlichen Konnexität (vgl. Klageant-
wort S. 18 Rz. 55), zur Anzeigepflichtverletzung (Klageantwort S. 18 f. Rz. 
56 ff.), dem zu berücksichtigenden versicherten Verdienst und Validenein-
kommen (Klageantwort S. 19 f. Rz. 60 ff.), der Verzinsung (Klageantwort S. 
20 f. Rz. 65) und der Rückforderung zu Unrecht bezahlter Beiträge (Klage 
S. 1), welche auf ein Freizügigkeitskonto überwiesen worden sind und da-
mit dem Kläger zustehen (Art. 4 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 
1993 über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters‑, Hinterlassenen- und 
Invalidenvorsorge [Freizügigkeitsgesetz, FZG; SR 831.42]).

4.5 Nach dem Dargelegten ist die Klage vom 14. Januar 2024 abzuwei-
sen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG sind keine Verfahrenskosten 
zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende (und 
nicht anwaltlich vertretene) Kläger keinen Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung. Auch die obsiegende Beklagte hat als Sozialversicherungs-
trägerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 126 V 
143 E. 4b S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird abgewiesen.

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2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Personalvorsorgestiftung B.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.