# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 818fc3c3-cc45-5e61-9764-77db913069df
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-07-17
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 17.07.2019 BB.2018.201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2018-201_2019-07-17.pdf

## Full Text

Verfügung vom 17. Juli 2019 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Stephan Blättler, Einzelrichter, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwältin Eva Schmid, 

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

 

Gegenstand  Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft 

(Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a 

StPO); unentgeltliche Rechtspflege für die Privatklä-

gerschaft im Beschwerdeverfahren (Art. 136 Abs. 1 

StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2018.201 

Nebenverfahren: BP.2018.69  

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. A. wurde am 11. September 2017 von der Bundesanwaltschaft (nachfolgend 

«BA») in der Strafuntersuchung gegen B. zur Aussage als Auskunftsperson 

eingeladen (act. 1.4). Am 28. und 29. September 2017 wurde A. in Bern von 

der BA als Auskunftsperson (Privatklägerin) einvernommen (act. 1.6, 1.7). 

 

 

B. Am 18. Januar 2018 erhob A. bei der BA Anspruch auf ein Zeugengeld von 

Fr. 300.– (6 x Fr. 50.–) gemäss Art. 16 Abs. 1 lit. b und Art. 18 BStKR 

(act. 1.8). Am 20. April 2018 bat A. die BA, das Zeugengeld so bald als mög-

lich zu überweisen (act. 1.9). 

 

 

C. Mit Schreiben vom 21. November 2018 gab die BA dem Antrag von A. nicht 

statt (act. 1.3). 

 

 

D. Dagegen gelangte A., vertreten durch Rechtsanwältin Eva Schmid, mit Be-

schwerde vom 30. November 2018 an die Beschwerdekammer mit folgen-

den Anträgen (act. 1): 

 

A la forme 

 

1. Dire que le présent recours, dirigé à l’encontre de la décision du 21 novembre 2018 de 

refus du paiement immédiat d’une indemnité forfaitaire à hauteur de CHF 300.- en lien 

avec les audiences des 28 et 29 septembre 2017, est recevable ; 

 

Au préalable 

 

2. Octroyer l’assistance juridique à Madame A. dans le cadre du présent recours ; 

 

Au fond 

 

3. Annuler la décision entreprise en tant qu’elle refuse le paiement immédiat d’une indemnité 

forfaitaire à hauteur de CHF 300.- ; 

 

4. Octroyer à la Recourante une indemnité forfaitaire à hauteur de CHF 300.- en lien avec 

les audiences des 28 et 29 septembre 2017 ; 

 

5. Dire que le paiement de cette indemnité doit être effectué immédiatement ; 

 

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6. Condamner le Ministère public de la confédération en tous les frais judiciaires et dépens 

de l’instance ; 

 

7. Débouter tout opposant de toutes autres ou contraires conclusions. 

 

 

E. Mit Beschwerdeantwort vom 19. Dezember 2018 beantragt die BA, die Be-

schwerde sei unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin abzuwei-

sen (act. 3). Die Beschwerdeantwort wurde A. am 21. Dezember 2018 zur 

Kenntnis gebracht (act. 5). 

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den folgenden Erwägungen Bezug genommen. 

 

 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 7 StBOG ist die strafprozessu-

ale Beschwerde unter anderem zulässig gegen Verfügungen und Verfah-

renshandlungen der Bundesanwaltschaft. Sie ist hingegen ausgeschlossen 

gegen die Ablehnung von Beweisanträgen durch die Bundesanwaltschaft, 

wenn der Antrag ohne Rechtsnachteil vor dem erstinstanzlichen Gericht wie-

derholt werden kann (Art. 394 lit. b StPO). Ausserdem können Entscheide, 

die vom Gesetz als endgültig oder nicht anfechtbar bezeichnet werden, nicht 

mit StPO-Beschwerde angefochten werden (Art. 380 i.V.m. Art. 379 und 

Art. 393 StPO). Die StPO enthält keinen Katalog, welcher die der Be-

schwerde unterliegenden Entscheide aufzählt, wie dies noch mehrere kan-

tonale Strafprozessordnungen vorsahen. Vielmehr gilt der Grundsatz der 

Universalität der Beschwerde unter Vorbehalt gewisser, im Gesetz ab-

schliessend vorgesehener Ausnahmen. Aus dieser Gesetzessystematik er-

hellt, dass alle Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwalt-

schaft mit Beschwerde anfechtbar sind, solange das Gesetz diese nicht aus-

drücklich ausschliesst (BGE 143 IV 475 E. 2.4 mit Hinweisen; vgl. BGE 144 

IV 81 E. 2.3.1). 

 

Vorliegend angefochten ist das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 

21. November 2018, mit dem sie den Antrag der Beschwerdeführerin auf so-

fortige Auszahlung eines Zeugengeldes abweist (act. 1.3). Die StPO be-

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zeichnet einen derartigen Entscheid weder als endgültig noch als nicht an-

fechtbar. Ebenso wenig ist ein Ausschlussgrund nach Art. 394 StPO ein-

schlägig. Es liegt mithin ein zulässiges Anfechtungsobjekt vor. 

 

1.2 Die Zuständigkeit der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zur Be-

handlung der Beschwerde ergibt sich aus Art. 396 Abs. 1 StPO i.V.m. 37 

Abs. 1 StBOG. 

 

Die Verfahrensleitung beurteilt die Beschwerde allein, wenn diese die wirt-

schaftlichen Nebenfolgen eines Entscheids bei einem strittigen Betrag von 

nicht mehr als Fr. 5'000.– zum Gegenstand hat (vgl. Art. 395 lit. b StPO 

i.V.m. Art. 38 StBOG). Art. 395 lit. b StPO dient der Vereinfachung von Be-

schwerdeverfahren von geringfügiger Bedeutung (siehe hierzu die Botschaft 

vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 

2006 S. 1085 ff., 1312; vgl. auch GUIDON, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, 

Art. 395 StPO N. 1 und 4; KELLER, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 

Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, 

Art. 395 StPO N. 2; RÉMY, Commentaire romand, 2011, Art. 395 StPO N. 2). 

Zu den wirtschaftlichen Nebenfolgen im Sinne dieser Bestimmung zählen die 

Verfahrenskosten gemäss Art. 422 ff. StPO, Entschädigung und Genugtu-

ung gemäss Art. 429 ff. StPO, die Einziehung von Vermögenswerten ge-

mäss Art. 69 ff. StGB sowie die Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

gemäss Art. 135 Abs. 3 lit. a StPO und des unentgeltlichen Rechtsbeistan-

des gemäss Art. 138 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 Abs. 3 lit. a StPO (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_477/2018 vom 2. November 2018 E. 1.1; vgl. zum Gan-

zen TPF BB.2018.133 vom 15. Februar 2019 E. 1.2.1, zur Publikation vor-

geschlagen). 

 

Die vorliegende Beschwerde hat die Entschädigung einer Auskunftsperson 

bei einem strittigen Betrag von Fr. 300.– zum Gegenstand. Fraglich ist, ob 

auch die Entschädigung einer Auskunftsperson zu den wirtschaftlichen Ne-

benfolgen im Sinne von Art. 395 lit. b StPO zu zählen ist. Die Frage beant-

wortet sich danach, ob die Entschädigung einer Auskunftsperson den Haupt-

gegenstand des Strafverfahrens – Strafbarkeit, Schuld, Strafe – betrifft 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_80/2016 vom 26. August 2016 E. 3.3). 

Das ist nicht der Fall. Mithin ist die Entschädigung der Auskunftsperson zu 

den wirtschaftlichen Nebenfolgen im Sinne von Art. 395 lit. b StPO zu zählen. 

 

Nach dem Gesagten liegt der vorliegende Entscheid in der Zuständigkeit der 

Verfahrensleitung der Beschwerdekammer. 

 

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1.3 Zur Beschwerde berechtigt ist jede Partei oder jeder andere Verfahrensbe-

teiligte mit einem rechtlich geschützten Interesse an der Aufhebung oder Än-

derung des angefochtenen Entscheids (vgl. Art. 382 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 

Abs. 2 StPO). Ein rechtlich geschütztes Interesse liegt nur vor, wenn der 

Beschwerdeführer selbst in seinen eigenen Rechten unmittelbar und direkt 

betroffen ist. Eine blosse Reflexwirkung genügt nicht (Urteil des Bundesge-

richts 6B_942/2016 vom 7. September 2017 E. 2.3 m.w.H., nicht publiziert in 

BGE 143 IV 313). Das Interesse hat zudem aktuell und praktisch zu sein 

(BGE 144 IV 81 E. 2.3.1 m.w.H.). Unter Umständen kann auf das Erfordernis 

des aktuellen praktischen Interesses verzichtet werden, wenn sich die auf-

geworfene Frage jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder 

stellen könnte, an ihrer Beantwortung wegen der grundsätzlichen Bedeutung 

ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht und eine rechtzeitige Über-

prüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre (vgl. BGE 135 I 79 E. 1.1; Urteil 

des Bundesgerichts 1B_704/2012 vom 14. Dezember 2012 E. 2.2; TPF 2010 

165 E. 2.3.1; TPF 2004 34 E. 2.2; Beschlüsse des Bundesstrafgerichts 

BB.2017.93 vom 20. September 2017; BB.2017.76 vom 20. September 

2017; vgl. auch zum Ganzen zuletzt u.a. Beschluss des Bundesstrafgerichts 

BB.2018.106 vom 29. Oktober 2018 E. 1.2 m.w.H.; vgl. zudem – zur Aus-

kunftsperson – DEMARMELS, Die Legitimation zur Beschwerde im kantonalen 

Strafverfahren [Art. 381 f. StPO], 2018, S. 59 mit Hinweisen). 

 

Vorliegend macht die Beschwerdeführerin geltend, gestützt auf die StPO und 

das Reglement des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kos-

ten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 

173.713.162) Anspruch auf sofortige Auszahlung einer Entschädigung zu 

haben. Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Entscheid, der 

ihr diesen Anspruch abspricht, beschwert und im Sinne von Art. 382 Abs. 1 

StPO zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legitimiert. 

 

1.4 Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben keinen Anlass zu Bemerkun-

gen. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

 

 

2.  

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Art. 167 StPO i.V.m. 

Art. 180 Abs. 2 StPO sowie Art. 15 Abs. 1 BStKR i.V.m. Art. 18 BStKR. Sie 

macht im Wesentlichen geltend, um der Einladung der Beschwerdegegnerin 

nachzukommen, als Auskunftsperson in der Strafuntersuchung gegen B. 

auszusagen, habe sie sechs Tage aufgewendet. Art. 15 (recte: 16) Abs. 1 

lit. b BStKR sehe die Ausrichtung einer Pauschale vor, die unmittelbar nach 

der Einvernahme fällig werde (act. 1 S. 7 ff.). 

- 6 - 

 

 

 

2.2 Die Beschwerdegegnerin macht im Wesentlichen geltend, die Art. 15 ff. 

BStKR seien nur auf Auskunftspersonen anwendbar, die nicht Parteien (d.h. 

Privatkläger) seien. Die Beschwerdeführerin sei Privatklägerin, weshalb die 

Art. 15  ff. BStKR auf sie nicht anwendbar seien. Doch selbst wenn die 

Art. 15 ff. BStKR auf die Beschwerdeführerin anwendbar wären, hätte diese 

keinen Anspruch auf Entschädigung. Alle Spesen der Beschwerdeführerin 

seien bereits entschädigt worden, so dass lediglich die Frage des Erwerbs-

ausfalls umstritten bleibe. Die Beschwerdeführerin habe erklärt, dass sie kei-

ner beruflichen Tätigkeit nachgehe, so dass fraglich sei, ob sie überhaupt 

einen Erwerbsausfall erlitten habe. Sollte dies doch der Fall sein, so habe 

sie jedenfalls bis heute weder Belege vorgelegt noch den Betrag beziffert. 

Folglich sei Abs. 2 des Art. 16 BStKR nicht anwendbar. Angesichts des Um-

stands, dass die Lebenshaltungskosten am Wohnort der Beschwerdeführe-

rin nicht mit denjenigen in der Schweiz vergleichbar seien und das Lohnni-

veau am Wohnort der Beschwerdeführerin nicht dem schweizerischen ent-

spreche, käme die Ausrichtung eines pauschalen Zeugengeldes einer Über-

entschädigung gleich. Es lägen besondere Verhältnisse vor, welche die Ver-

weigerung einer Entschädigungsausrichtung gemäss Art. 16 Abs. 3 BStKR 

rechtfertigten (act. 3). 

 

 

3.  

3.1 Zunächst ist ein Anspruch der Beschwerdeführerin aus Art. 167 StPO i.V.m. 

Art. 180 Abs. 2 StPO zu prüfen. 

 

3.2 Wer sich als Privatklägerschaft konstituiert hat, wird als Auskunftsperson ein-

vernommen (Art. 178 Abs. 1 lit. a StPO). Die Privatklägerschaft ist vor der 

Staatsanwaltschaft, vor den Gerichten sowie vor der Polizei, die sie im Auf-

trag der Staatsanwaltschaft einvernimmt, zur Aussage verpflichtet. Im Übri-

gen sind die Bestimmungen über die Zeuginnen und Zeugen sinngemäss 

anwendbar, mit Ausnahme von Art. 176 StPO (Art. 180 Abs. 2 StPO). 

 

3.3 Gemäss Art. 167 StPO hat die Zeugin oder der Zeuge Anspruch auf eine 

angemessene Entschädigung für Erwerbsausfall und Spesen. 

 

Die Frage, ob Art. 167 StPO für die Privatklägerschaft sinngemäss anwend-

bar ist (dafür: DONATSCH, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommen-

tar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 180 StPO 

N. 30; DONATSCH/SCHWARZENEGGER/WOHLERS, Strafprozessrecht, 2. Aufl. 

2014, S. 160; ILL, in: Goldschmid/Maurer/Sollberger [Hrsg.], Kommentierte 

- 7 - 

 

 

Textausgabe zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO] vom 5. Ok-

tober 2007, 2008, S. 173; dagegen [bzw. im Rahmen von Art. 433 StPO gel-

tend zu machen]: ARNOLD, Die Verfahrenskosten gemäss Schweizerischer 

Strafprozessordnung, 2018, S. 52 Fn. 235; KERNER, Basler Kommentar, 

2. Aufl. 2014, Art. 180 StPO N. 8; RIKLIN, Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 180 

StPO N. 4; SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 167 

StPO N. 3; WEHRENBERG/FRANK, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 433 

StPO N. 20; unklar JEANNERET/KUHN, Précis de procédure pénale, 2. Aufl. 

2018, N. 12019 und KUHN/JEANNERET, Commentaire romand, 2011, Art. 180 

StPO N. 25; MOREILLON/PAREIN-REYMOND, Petit Commentaire, 2. Aufl. 

2016, Art. 167 StPO N. 5), kann vorliegend offenbleiben, denn selbst wenn 

die Bestimmung sinngemäss anwendbar wäre, vermöchte die Beschwerde-

führerin daraus keinen Anspruch abzuleiten. 

 

Die Entschädigung nach Art. 167 StPO setzt nach dem klaren Wortlaut Er-

werbsausfall (oder Spesen) voraus. In der Botschaft finden sich zu Art. 164 

E-StPO (vgl. BBl 2006 S. 1389 ff., 1437), der Art. 167 StPO entspricht, keine 

Erläuterungen (vgl. Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung 

des Strafprozessrechts, BBl 2006 S. 1085 ff., 1196 ff.). Einen Erwerbsausfall 

(oder Spesen) vorauszusetzen ist konsequent, wenn es bei der Zeugenent-

schädigung darum gehen soll, dass die Zeugin oder der Zeuge durch die 

Zeugnisleistung keinen bzw. keinen übermässigen Erwerbsausfall (bzw. 

Vermögensschaden) erleidet (vgl. HAUSER, Der Zeugenbeweis im Strafpro-

zeß mit Berücksichtigung des Zivilprozesses, 1974, S. 127; vgl. auch 

VEST/HORBER, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 167 StPO N. 4). Die 

Beschwerdeführerin macht keinen Erwerbsausfall (und auch keine eigenen 

Spesen) geltend. Mithin kann ein Anspruch der Beschwerdeführerin aus 

Art. 167 StPO i.V.m. Art. 180 Abs. 2 StPO nicht bestehen. 

 

 

4.  

4.1 Im Weiteren ist ein Anspruch der Beschwerdeführerin aus Art. 15 Abs. 1 

BStKR i.V.m. Art. 16 Abs. 1 lit. b BStKR i.V.m. Art. 18 BStKR zu prüfen. 

 

4.2 Das BStKR wurde namentlich gestützt auf Art. 73 des Bundesgesetzes vom 

19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes (Straf-

behördenorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71) beschlossen. Das 

StBOG regelt die Organisation der Strafbehörden des Bundes und enthält 

ergänzende Bestimmungen zur StPO für den Bereich der Bundesgerichts-

barkeit (Art. 1 Abs. 1 StBOG). Gemäss Art. 73 Abs. 1 lit. c StBOG regelt das 

Bundesstrafgericht durch Reglement die Entschädigungen an Parteien, die 

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amtliche Verteidigung, den unentgeltlichen Rechtsbeistand, Sachverstän-

dige sowie Zeuginnen und Zeugen. 

 

4.3 Gemäss Art. 15 Abs. 1 BStKR haben Zeuginnen und Zeugen Anspruch auf 

eine angemessene Entschädigung für Erwerbsausfall und Spesen. Zeugin-

nen und Zeugen aus einem anderen Kanton oder aus dem Ausland kann ein 

angemessener Vorschuss für die ihnen entstehenden Auslagen zugespro-

chen werden (Art. 15 Abs. 2 BStKR). Von Zeuginnen und Zeugen kann ver-

langt werden, dass sie Belege vorlegen (Art. 15 Abs. 3 BStKR). 

 

Gemäss Art. 16 Abs. 1 BStKR erhalten Zeuginnen und Zeugen je nach Zeit-

aufwand, einschliesslich der notwendigen Reisezeit, ein pauschales Zeu-

gengeld von 30–100 Franken, wenn die gesamte Inanspruchnahme nicht 

länger als einen halben Tag dauert (lit. a), oder 50–150 Franken pro Tag, 

wenn die Inanspruchnahme länger dauert (lit. b). Bei hinreichend nachge-

wiesenem oder glaubhaft gemachtem Erwerbsausfall beträgt die Entschädi-

gung in der Regel 25–150 Franken pro Stunde (Art. 16 Abs. 2 BStKR). 

Rechtfertigen es besondere Verhältnisse, so kann die Verfahrensleitung be-

stimmen, dass der tatsächliche Erwerbsausfall entschädigt wird. Dies gilt 

nicht für einen ausserordentlich hohen Erwerbsausfall (Art. 16 Abs. 3 

BStKR). 

 

Gemäss Art. 17 Abs. 1 Satz 1 BStKR werden die Spesen aufgrund der tat-

sächlichen Kosten vergütet. Rechtfertigen es besondere Verhältnisse, so 

kann anstelle der tatsächlichen Kosten nach Art. 17 Abs. 1 BStKR ein Pau-

schalbetrag vergütet werden (Art. 17 Abs. 4 BStKR). 

 

Gemäss Art. 18 BStKR werden Auskunftspersonen oder andere Drittperso-

nen, die von Beweismassnahmen betroffen sind, wie Zeuginnen und Zeugen 

entschädigt. 

 

4.4 Wortlaut und Systematik des Art. 16 BStKR sprechen dafür, dass für die Ent-

schädigung gemäss Absatz 1 ein Erwerbsausfall nicht vorausgesetzt ist: Der 

Wortlaut von Absatz 1 setzt einzig Zeitaufwand voraus («selon le temps 

consacré à la procédure»/«in funzione del dispendio di tempo»). Absatz 2 

macht für eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 25–150 pro Stunde hin-

reichend nachgewiesenen oder glaubhaft gemachten Erwerbsausfall zur Vo-

raussetzung. Gemäss Absatz 3 kann der tatsächliche Erwerbsausfall ent-

schädigt werden. 

 

Dem steht indes der Wortlaut des Art. 15 Abs. 1 BStKR und die Systematik 

des Reglements entgegen. Der Wortlaut von Art. 15 Abs. 1 BStKR setzt für 

- 9 - 

 

 

die Entschädigung Erwerbsausfall (oder Spesen) voraus («droit à une in-

demnité équitable pour couvrir leur manque à gagner»/«diritto ad un'equa 

indennità per coprire la perdita di guadagno»). Sodann steht Art. 15 unter 

der Sachüberschrift «Grundsatz» («principe»/«principio») und leitet die 

Art. 15–18 BStKR ein, die im 3. Abschnitt des 2. Kapitels die Entschädigun-

gen an Zeuginnen, Zeugen und Auskunftspersonen regeln. 

 

Wenn es bei der Zeugenentschädigung darum gehen soll, dass die Zeugin 

oder der Zeuge durch die Zeugnisleistung keinen bzw. keinen übermässigen 

Erwerbsausfall (bzw. Vermögensschaden) erleidet, ist für die Zeugenent-

schädigung konsequent ein Erwerbsausfall (oder Spesen) vorauszusetzen 

(vgl. vorn E. 3.3). Es erscheint indes nicht von vornherein ausgeschlossen, 

dass die Zeugenentschädigung auch Inkonvenienzen entschädigen soll. 

Das könnte etwa für die Zeugenentschädigung vor dem Bundesverwaltungs-

gericht gelten. Gemäss Art. 17 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

(VGKE; SR 173.320.2) erhalten Zeugen und Zeuginnen ein Zeugengeld 

nach Massgabe der Dauer der Inanspruchnahme. In Absatz 2 desselben Ar-

tikels ist die Entschädigung für Erwerbsausfall geregelt. Klar in diesem Sinne 

dürfte – als weiteres Beispiel – die Verordnung der obersten kantonalen Ge-

richte über die Entschädigung der Zeugen und Zeuginnen, Auskunftsperso-

nen und Sachverständigen des Kantons Zürich vom 11. Juni 2002 (Entschä-

digungsverordnung der obersten Gerichte/ZH; LS 211.12) zu lesen sein. Ge-

mäss deren § 2 werden Zeugen und Zeuginnen für Zeitverlust oder Erwerb-

sausfall durch ein Zeugengeld sowie für die notwendigen Barauslagen ent-

schädigt (vgl. auch – als weitere vergleichbare Beispiele – § 60 Abs. 1 der 

Verordnung des Obergerichts über Zivil- und Strafrechtspflege des Kantons 

Thurgau vom 27. Mai 2010 [Zivil- und Strafrechtspflegeverordnung, 

ZSRV/TG; RB 271.11]; § 13 Abs. 1 der Gebührenordnung für die Verwaltung 

und die Rechtspflege im Kanton Schwyz vom 20. Januar 1975 [SRSZ 

173.111]; § 23 Abs. 1–3 der Verordnung über die Kosten in Zivil-, Straf- und 

verwaltungsgerichtlichen Verfahren des Kantons Luzern vom 26. März 2013 

[Justiz-Kostenverordnung, JusKV/LU; SRL 265; Art. 2 Abs. 1 des Zeugenta-

rifs des Kantons Glarus vom 19. Februar 1992 [GS III A/6]). 

 

Das erste Reglement vom 11. Februar 2004 über die Entschädigungen in 

Verfahren vor dem Bundesstrafgericht (alt SR 173.711.31) sah in der Grund-

satzbestimmung zu den Entschädigungen noch vor, dass Zeugen und Zeu-

ginnen grundsätzlich Anspruch auf ein Zeugengeld und auf Ersatz der not-

wendigen Auslagen haben (Art. 5 Abs. 1; «droit à une indemnité [sic] et au 

remboursement des débours nécessaires»/«diritto a un’indennità [sic] e al 

rimborso delle loro spese indispensabili»). Die Regelung des Zeugengeldes 

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entsprach im Wesentlichen dem heutigen Art. 16 BStKR. Auch das zweite 

Reglement vom 26. September 2006 über die Entschädigungen in Verfahren 

vor dem Bundesstrafgericht (alt SR 173.711.31) sah in der Grundsatzbestim-

mung zu den Entschädigungen noch vor, dass Zeugen und Zeuginnen 

grundsätzlich Anspruch auf ein Zeugengeld und auf Ersatz der notwendigen 

Auslagen haben (Art. 6 Abs. 1; «droit à une indemnité [sic] et au rembours-

ement des débours nécessaires»/«diritto a un’indennità [sic] e al rimborso 

delle spese indispensabili»). Die Regelung des Zeugengeldes entsprach im 

Wesentlichen dem heutigen Art. 16 BStKR. Die Strafkammer des Bun-

desstrafgerichts sprach diesem Zeugengeld grundsätzlich den Charakter ei-

ner Inkonvenienzentschädigung zu (vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts 

SN.2008.18 vom 1. Juli 2008). Das heutige Reglement vom 31. August 2010 

wurde allerdings erlassen im Hinblick auf das Inkrafttreten der StPO und des 

StBOG am 1. Januar 2011. Das Reglement hat insofern zum Zweck, die 

Höhe der (angemessenen) Zeugenentschädigung zu regeln, nicht aber de-

ren Voraussetzungen (vgl. ARNOLD, a.a.O., S. 51; vgl. auch VEST/HORBER, 

a.a.O., Art. 167 StGB N. 5). Entsprechend lehnt sich die Formulierung des 

Art. 15 Abs. 1 BStKR an die Formulierung des Art. 167 StPO an. Vor diesem 

Hintergrund darf davon ausgegangen werden, dass die Änderung des 

BStKR darauf abzielte, die Regelung der StPO zu übernehmen. 

 

4.5 Die angeführten Elemente sprechen überwiegend dafür, dass Art. 16 Abs. 1 

BStKR dahingehend auszulegen ist, dass auch für die Ausrichtung des pau-

schalen Zeugengeldes ein Erwerbsausfall vorausgesetzt ist. 

 

4.6 Die Beschwerdeführerin macht keinen Erwerbsausfall geltend. Mithin kann 

ein Anspruch der Beschwerdeführerin aus Art. 15 Abs. 1 BStKR i.V.m. 

Art. 16 Abs. 1 lit. b BStKR i.V.m. Art. 18 BStKR nicht bestehen. 

 

 

5. Im Ergebnis ist die angefochtene Verfahrenshandlung der Beschwerdegeg-

nerin damit nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

 

 

6.  

6.1 Die Beschwerdeführerin ersucht um unentgeltliche Rechtspflege («as-

sistance juridique complète»; BP.2018.69, act. 1 S. 3, 7). 

 

6.2 Gestützt auf Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht über die erforderli-

chen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ihrer 

Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen 

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Rechtsbeistand. Art. 29 Abs. 3 BV soll jedem Betroffenen ohne Rücksicht 

auf seine finanzielle Situation tatsächlichen Zugang zum Gerichtsverfahren 

vermitteln und die effektive Wahrung seiner Rechte ermöglichen (BGE 131 I 

350 E. 3.1). Bei Art. 29 Abs. 3 BV handelt es sich um eine verfassungsmäs-

sige Minimalgarantie, welche für das Strafverfahren von der StPO umgesetzt 

und konkretisiert wird. Die StPO kann über die Garantie von Art. 29 Abs. 3 

BV hinausgehen, diese aber nicht einschränken (Urteil des Bundesgerichts 

1B_355/2012 vom 12. Oktober 2012 E. 3). 

 

Art. 136 StPO – der im Rechtsmittelverfahren sinngemäss Anwendung findet 

(vgl. Art. 379 StPO; vgl. auch zuletzt u.a. Beschlüsse des Bundesstrafge-

richts BB.2018.206 vom 3. Juni 2019 E. 3.1; BB.2019.6 vom 23. Mai 2019; 

BB.2018.167 vom 14. November 2018 E. 5.1, nicht publiziert in TPF 2018 

151; BB.2018.37 vom 2. August 2018 E. 5.1, nicht publiziert in TPF 2018 

111) – konkretisiert die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege für die Privatklägerschaft im Strafprozess (vgl. zuletzt u.a. 

Urteil des Bundesgerichts 1B_140/2019 vom 13. Juni 2019 E. 2.2 mit Hin-

weis). Dieser ist nach Absatz 1 die unentgeltliche Rechtspflege für die Durch-

setzung ihrer Zivilansprüche ganz oder teilweise zu gewähren, wenn sie 

nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und die Zivilklage nicht aus-

sichtslos erscheint (lit. b). Die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbei-

stands für die Privatklägerschaft setzt überdies voraus, dass dies zur Wah-

rung ihrer Rechte notwendig ist (Art. 136 Abs. 2 lit. c StPO). 

 

6.3 Die Beschwerdeführerin ist Privatklägerin im Strafprozess. Im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren indes ersucht die Beschwerdeführerin nicht um unent-

geltliche Rechtspflege für die Durchsetzung von Zivilansprüchen, sondern 

für die Durchsetzung eines Anspruchs öffentlich-rechtlicher Natur gegenüber 

dem Staat (vgl. HAUSER, a.a.O., S. 126; VEST/HORBER, a.a.O., Art. 167 StPO 

N. 3). Es kann offenbleiben, ob unter diesen Umständen Art. 136 StPO sinn-

gemäss anwendbar ist oder sich der Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege nur auf Art. 29 Abs. 3 BV stützen kann. Die Voraussetzungen der fi-

nanziellen Bedürftigkeit, der Nichtaussichtslosigkeit und – hinsichtlich des 

Anspruchs auf unentgeltlichen Rechtsbeistand – der Notwendigkeit der Bei-

gabe eines Rechtsbeistands müssen unabhängig der Rechtsgrundlage er-

füllt sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1039/2017 vom 13. März 2018 

E. 2.4.1 f.). Dabei ist die Aussichtslosigkeit an den Rechtsbegehren im Be-

schwerdeverfahren zu messen (vgl. CHRISTEN, Kostenfolgen im kantonalen 

Beschwerdeverfahren in Strafsachen, ZStrR 131/2013, S. 177 ff., 193 u.a. 

mit Hinweis auf Urteil des Bundesgerichts 1B_355/2012 vom 12. Oktober 

2012 E. 5.4). 

 

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6.4 Die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ist aufgrund der eingereichten Un-

terlagen ausgewiesen (vgl. BP.2018.69, act. 4, 4.1, 4.2, 4.3). Die Be-

schwerde kann sodann nicht als aussichtslos bezeichnet werden. Entspre-

chend ist die unentgeltliche Prozessführung (Befreiung von Vorschuss- und 

Sicherheitsleistungen sowie Befreiung von den Verfahrenskosten) zu ge-

währen. Es ist keine Gerichtsgebühr zu erheben. 

 

6.5 Die bedürftige Partei hat Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung, wenn 

ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und der Fall in tat-

sächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug ei-

nes Rechtsvertreters erforderlich machen. Droht das in Frage stehende Ver-

fahren besonders stark in die Rechtsposition der betroffenen Person einzu-

greifen, ist die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters grundsätz-

lich geboten, sonst nur dann, wenn zur relativen Schwere des Falles beson-

dere tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen der 

Gesuchsteller auf sich alleine gestellt nicht gewachsen wäre (BGE 130 I 180 

E. 2.2 mit Hinweisen). Da die unentgeltliche Verbeiständung in jedem Fall 

voraussetzt, dass die Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind, 

ist sie in Bagatellfällen grundsätzlich nicht zu gewähren (vgl. MEICHSSNER, 

Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], 2008, 

S. 125; vgl. auch – die amtliche Verteidigung betreffend – zuletzt u.a. BGE 

143 I 164 E. 3.5 mit Hinweisen, wonach die Bundesgerichtspraxis bei offen-

sichtlichen Bagatelldelikten einen verfassungsmässigen Anspruch auf einen 

amtlichen Rechtsbeistand verneint). 

 

Die vorliegende Beschwerde hat die Entschädigung einer Auskunftsperson 

bei einem strittigen Betrag von Fr. 300.– zum Gegenstand. Bei diesem Be-

trag erscheint es unverhältnismässig, der Beschwerdeführerin einen unent-

geltlichen Rechtsbeistand zu bestellen (vgl. auch MEICHSSNER, a.a.O., 

S. 126 mit Hinweisen), zumal eine gewisse Zurückhaltung am Platz ist, wo 

es ausschliesslich oder vorwiegend um finanzielle Interessen geht (BGE 104 

Ia 72 E. 3c). Entsprechend ist die unentgeltliche Verbeiständung (Bestellung 

und Entschädigung eines Rechtsvertreters) nicht zu gewähren. 

 

 

 

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Demnach erkennt der Einzelrichter: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird teilweise gutgeheissen. Es 

wird keine Gerichtsgebühr erhoben. Mit Bezug auf die unentgeltliche Verbei-

ständung wird das Gesuch abgewiesen. 

 

 

Bellinzona, 24. Juli 2019 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwältin Eva Schmid 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.