# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5f71771-1352-5208-a780-cb313e41e420
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.06.2009 D-4005/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4005-2009_2009-06-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4005/2009/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

A._______, geboren [...],
B._______, geboren [...],
Türkei,
beide vertreten durch lic. iur. M. Serif Altunakar, 
Rechtsberatung, Kornhausstrasse 3, 9000 St. Gallen,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. Juni 2009 / [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4005/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführenden  –  eine  türkische  Staatsangehörige 
kurdischer  Ethnie  aus  Z._______  und  ihr  Sohn  –  eigenen  Angaben 
zufolge am 14. Mai 2009 die Türkei auf dem Luftweg verliessen und 
am  19. Mai  2009  mit  dem  Zug  in  die  Schweiz  einreisten,  wo  sie 
gleichentags um Asyl nachsuchten,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Kurzbefragung im Emp-
fangs- und Verfahrenszentrum Basel vom 22. Mai 2009 sowie der di-
rekten Anhörung vom 10. Juni 2009 zur Begründung des Asylgesuchs 
im Wesentlichen geltend machte, sie habe zusammen mit ihrem Ehe-
mann und ihrem damals vierjährigen Sohn im April  2007 Z._______ 
verlassen  und  sei  in  die  Berge  im  Nordirak  gegangen,  um die  dort 
stationierte PKK zu unterstützen, 

dass  die  Beschwerdeführerin  für  eine  Gruppe  von 30 Personen ge-
kocht  und gewaschen habe,  während ihr  Mann an Gefechten gegen 
die türkische Armee teilgenommen habe, 

dass ihr Aufenthaltsort in letzter Zeit von der türkischen Armee immer 
häufiger bombardiert  worden sei und sie deshalb in ständiger Todes-
angst gelebt hätten, 

dass der Ehemann der Beschwerdeführerin den PKK-Kommandanten 
gebeten habe, mit seiner schwangeren Frau und dem Sohn die Berge 
verlassen zu dürfen,

dass der Kommandant gedroht habe, im Falle einer Flucht die ganze 
Familie umzubringen, 

dass  der  Mann  der  Beschwerdeführerin  beschlossen  habe,  sie  und 
das Kind alleine weggehen zu lassen, 

dass sie am 1. Mai 2009, als ihr Mann Wache geschoben habe, zu-
sammen mit dem Kind nach Y._______ habe fliehen können, 

dass sie von dort aus mit dem Bus nach Istanbul gefahren seien, wo 
sie nach einer Woche einen Schlepper gefunden hätten, in dessen Be-
gleitung sie am 14. Mai 2009 auf dem Luftweg ausgereist seien, 

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dass sie nicht in der Türkei habe bleiben können, weil die türkischen 
Behörden von ihrem Aufenthalt bei der PKK im Nordirak erfahren hät-
ten und ihr  deshalb in  der  Türkei  eine längere Gefängnisstrafe oder 
gar die Todesstrafe drohe, 

dass das BFM mit Verfügung vom 15. Juni 2009 – an diesem Datum 
persönlich ausgehändigt – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylge-
such  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  des  Nichteintretens  auf  das 
Asylgesuch  zusammenfassend  festhielt,  die  Beschwerdeführenden 
hätten innert 48 Stunden nach Gesuchseinreichung ohne entschuldba-
re Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, sie erfüllten 
die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses seien aufgrund der Aktenlage 
nicht erforderlich,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 22. Juni 2009 gegen 
diesen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhe-
ben und dabei beantragen liessen, die vorinstanzliche Verfügung sei 
aufzuheben  und  den  Beschwerdeführenden  sei  Asyl  zu  gewähren; 
eventualiter  sei  die  Unzulässigkeit,  allenfalls  die  Unzumutbarkeit  der 
Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  sie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um Verzicht  auf  die  Erhe-
bung eines Kostenvorschusses ersuchen liessen, 

dass für den Inhalt der Beschwerdebegründung auf die Akten zu ver-
weisen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 23. Juni 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht per Fax eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-

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setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde – 
unter  nachfolgend  aufgeführter  Einschränkung  –  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52   VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch der 
Beschwerdeführenden nicht eingetreten ist (Ziffer 1),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(vgl. Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts 
[BVGE] 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48  Stunden  nach  Einreichung  des  Asylgesuchs  sachverhaltsmässig 
erstellt ist,

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dass es nämlich die Beschwerdeführenden unterliessen, im Zeitpunkt 
der Einreichung ihres Asylgesuchs im Empfangs- und Verfahrenszent-
rum Basel beziehungsweise in den 48 Stunden nach der diesbezügli-
chen Aufklärung mittels eines Informationsblattes ein Dokument zu ih-
rer zweifelsfreien Identifizierung (vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) 
abzugeben,

dass somit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere erfüllt ist,

dass die Beschwerdeführenden sodann keine entschuldbaren Gründe 
(vgl. hierzu BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa 
S. 109 f.) für die Nichtabgabe eines rechtsgenüglichen Identitätsdoku-
ments innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylge-
suchs namhaft zu machen vermögen,

dass die Beschwerdeführerin angab, ihre Identitätskarte auf der Flucht 
aus Angst, damit festgenommen zu werden, zerrissen und weggewor-
fen habe (A8 S. 14 Fragen 118 f.), 

dass sie nicht erklären konnte, warum sie die Identitätskarte überhaupt 
erst mitgenommen habe, als sie die PKK im Irak verlassen habe (A8 
S. 14 Frage 120), 

dass sie ihre Untätigkeit bei der Beschaffung von Reise- oder Identi-
tätspapieren damit begründete, sich in den letzten zwei Jahren in den 
irakischen Bergen aufgehalten und mit der Türkei keinen Kontakt mehr 
gehabt zu haben (A1 S. 4), 

dass sie seit ihrer Flucht aus den Bergen ihre Mutter nicht kontaktiert 
habe, weil sie keine Telefonnummer von ihr habe und nicht wisse, ob 
sie noch am Leben sei (A8 S. 8 f. Fragen 55 ff.), 

dass sie in der Türkei vermutlich gesucht werde, weshalb sie nicht wis-
se, wen sie kontaktieren solle, 

dass auch in der Beschwerde vom 22. Juni 2009 die Untätigkeit  der 
Beschwerdeführerin  hinsichtlich der Beschaffung von Identitätspapie-
ren mit ihrer behaupteten Verfolgung begründet wird, gleichzeitig aber 
angegeben wird, sie habe alles versucht und werde auch weiterhin al-
les daran setzen, Identitätspapiere zu beschaffen und nachzureichen, 

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dass diese Argumentation einerseits widersprüchlich ist und anderer-
seits die Vorbringen der Beschwerdeführerin zu ihrer behaupteten Ver-
folgung – wie nachfolgend gezeigt wird – nicht glaubhaft sind, weshalb 
die Vorinstanz zu Recht ausführt, auch die Begründung der Untätigkeit 
bezüglich der Papierbeschaffung sei nicht glaubhaft, 

dass daher auf  die zutreffenden Ausführungen in  der angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass in Würdigung aller Umstände das BFM somit in der angefochte-
nen Verfügung zu Recht zum Schluss gekommen ist, es sei den Be-
schwerdeführenden nicht gelungen, den Umstand, wonach die Nicht-
einreichung von rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapieren auf 
entschuldbaren  Gründen  basiere,  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  Art.  32 
Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass nach dem Gesagten zu prüfen bleibt, ob das BFM zu Recht vom 
offensichtlichen Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft sowie davon 
ausgegangen ist, es seien aufgrund der Anhörung keine zusätzlichen 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungshindernisses nötig (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass,  wie  die  Vorinstanz  zu  Recht  feststellt,  bereits  aufgrund  der 
unrealistischen Angaben bezüglich des Reiseweges in die Schweiz an 
der persönlichen Glaubwürdigkeit der Beschwerdeführerin Zweifel an-
zubringen sind, 

dass sodann die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Asylgrün-
de in ihrer Gesamtheit von einem Mangel an Substanz und Realitäts-
kennzeichen geprägt sind, 

dass die Beschwerdeführerin über die PKK, deren Mitglied (A1 S. 5, 
A8 S. 18 Frage 154) bzw. Anhängerin (A8 S. 18 Frage 155) sie zu sein 
behauptet, keine substanziierten Angaben machen kann (A 1 S. 5), 

dass nach Angaben der Beschwerdeführerin weder sie selbst noch ihr 
Mann je  Probleme mit  den türkischen Behörden gehabt  hätten  (A 1 
S. 5 f.), abgesehen davon, dass sie bei Newroz-Feiern von der Polizei 
manchmal mit  Knüppeln geschlagen worden seien (A8 S. 16 Fragen 
133 ff.), 

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dass ihr persönliches Engagement für die PKK in der Türkei sich nach 
eigenen Angaben darauf beschränkt habe, an Newroz-Feiern und an 
Begräbnissen  teilzunehmen,  bei  Kundgebungen zu  marschieren  und 
"den Leuten in den Bergen" Geld zu spenden (A8 S. 18 Frage 156), 

dass aufgrund dieses als minim zu bezeichnenden Engagements für 
die PKK in der Türkei nicht nachvollziehbar ist, wie sich ein Ehepaar 
dazu entscheiden kann, die Heimat in der Türkei zu verlassen und mit 
einem vierjährigen  Kind  für  die  PKK in  die  irakischen  Berge  in  den 
Krieg zu ziehen,

dass die Beschwerdeführerin über die Aufenthaltsorte in den Bergen 
keine  substanziierten  Angaben  machen  konnte  (A8  S.  4  ff.  Fragen 
23 ff.), 

dass  sie  zudem die  Lebensumstände und ihren Alltag  während des 
zweijährigen  Aufenthalts  in  den  Bergen  mit  ihrem  Mann  und  einem 
Kleinkind nicht konkret und detailliert zu beschreiben vermochte, 

dass die Vorinstanz zu Recht  festhielt,  die Beschwerdeführerin habe 
nicht plausibel zu erklären vermocht, weshalb ihr Mann nicht zusam-
men mit ihr geflohen sei, obschon er bereit gewesen sei, den Tod in 
Kauf zu nehmen,

das  die  Angaben  zur  Flucht  aus  den  Bergen  tatsächlich  zu  wenig 
substanziiert  sind und schliesslich auch nicht  glaubhaft  ist,  dass ein 
Ehemann und Vater seine Frau und sein Kind alleine auf eine gefährli-
che Reise über Minenfelder und durch Zäune aus Stacheldraht über 
die irakisch-türkische Grenze schicken sollte,

dass  demnach  die  von der  Beschwerdeführerin  vorgebrachten  Asyl-
gründe in ihrer Gesamtheit unglaubhaft sind,

dass sich die Beschwerdeführenden in ihrer Rechtsmittelschrift weitge-
hend  darauf beschränken, die Ausführungen aus den Anhörungen zu 
wiederholen  und  mangels  substanzieller  Einwände  die  zutreffenden 
Erwägungen der Vorinstanz offensichtlich nicht entkräftet werden,

dass vor diesem Hintergrund der festgestellten Haltlosigkeit der Asyl-
vorbringen der Beschwerdeführenden das Bestehen der Flüchtlingsei-
genschaft  ohne weiteres  ausgeschlossen werden kann und sich  zu-

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sätzliche Abklärungen, auch in Bezug auf allfällige Wegweisungsvoll-
zugshindernisse, erübrigen,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführen-
den nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrecht-
lich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-

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handlung ersichtlich  sind,  die den Beschwerdeführenden im Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder  die allgemeine Lage im Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat  der  Beschwerdeführenden  noch  individuelle  Gründe  auf 
eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass die erstmals in der Beschwerde geltend gemachte schwere Trau-
matisierung der Beschwerdeführenden nicht weiter substanziiert  wird 
und zudem den Angaben der Beschwerdeführerin in der direkten An-
hörung,  wonach  sie  ausser  niederem  Blutdruck  keine  Beschwerden 
habe, widerspricht (A8 S. 21 Frage 185), 

dass die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben an ihrem Heimat-
ort Z._______ über ein familiäres Beziehungsnetz sowohl zu ihrer Her-
kunftsfamilie (Mutter, drei Tanten, ein Onkel, zehn bis fünfzehn Cousi-
nen und Cousins) als auch zur Familie ihres Ehemannes (drei Schwä-
gerinnen und zwei Schwager) verfügt (vgl. A8 S. 9 f.),

dass  somit  die  schwangere  Beschwerdeführerin  und ihr  fünfjähriges 
Kind auf  die Unterstützung eines grossen Beziehungsnetzes zurück-
greifen können und auch ihre Betreuung bei und nach der Geburt in ei-
ner vertrauten Umgebung gewährleistet ist,

dass überdies aufgrund der als unglaubhaft erkannten Asylvorbringen 
ohnehin erheblich zu bezweifeln ist, dass sich der Ehemann und Vater 
der Beschwerdeführenden bei der PKK in den irakischen Bergen auf-
hält,

dass die Beschwerdeführerin überdies nach eigenen Angaben zusam-
men mit ihrem Mann in der Türkei in der Landwirtschaft gearbeitet hat 
(A8 S. 12 Frage 95),

dass  unter  den  gegebenen Umständen  nicht  davon auszugehen ist, 
die Beschwerdeführenden gerieten bei einer Rückkehr in eine Existenz 

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bedrohende Situation,  die  als  konkrete  Gefährdung im Sinne der  zu 
beachtenden Bestimmung zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere für sich und ihr Kind mitzu-
wirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzu-
tun,  inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass mit dem Entscheid in der Sache selbst das Gesuch um Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden 
ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens die  Kosten von Fr.  600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter  der Beschwerdeführenden (vorab per Telefax; 
Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel (per Telefax zu 
den Akten Ref.-Nr. [...])

- [...] (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand:

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