# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd7fbcf5-66de-53fa-a79b-171f4fbe83b2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.10.2008 D-4712/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4712-2008_2008-10-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4712/2008/<ABR>  
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), 
Richter Maurice Brodard, Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

X._______, geboren _______,
und Y._______, geboren _______,
Sri Lanka,
wohnhaft _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asylgesuche aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 7. Mai 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4712/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest:

A.
Mit Eingabe vom 2. November 2007 an die Schweizerische Botschaft 
in  Colombo  (Eingang  Botschaft:  6.  November  2007)  ersuchten  die 
Beschwerdeführer um Bewilligung der Einreise in die Schweiz und um 
Gewährung  von  Asyl.  Am  29.  November  2007  kamen  sie  einer 
schriftlichen Aufforderung der Botschaft vom 12. November 2007 nach 
und  ergänzten  ihre  Asylbegründung. Mit  Schreiben  vom  22.  Januar 
2008  wurde  die  Beschwerdeführerin  für  eine  Befragung  durch  die 
Botschaft  vorgeladen,  welche  in  der  Folge  am  14.  Februar  2008 
stattfand. 

Zur Begründung ihrer Asylgesuche machten die Beschwerdeführer in 
den Eingaben beziehungsweise die Beschwerdeführerin anlässlich der 
Befragung  im  Wesentlichen  geltend,  tamilischer  Ethnie  zu  sein  und 
aus  _______  zu  stammen.  Im  April  2006  habe  sie  in  _______  an 
einem Landwirtschafts-College ihre Ausbildung fortgesetzt. Weder sie 
noch ihre Familie hätten sich für die LTTE eingesetzt; sie selbst habe 
durch diese Gruppierung keinerlei Probleme gehabt. Am 18. November 
2006  hätten  die  Sicherheitskräfte  nach  einer  Bombenexplosion  das 
College gestürmt und auf eine Gruppe von Studierenden geschossen. 
Dabei seien fünf Personen ums Leben gekommen. Sie selbst sei durch 
einen Schuss an der Hand schwer verletzt  worden. Unter dieser gut 
sichtbaren  Verletzung  leide  sie  nach  wie  vor. Im  Anschluss  an  den 
erwähnten  Vorfall  sei  sie  während  drei  Tagen  im  _______-Spital 
medizinisch versorgt  worden. In  dieser  Zeit  sei  sie  wiederholt  durch 
Vertreter  der  Ermittlungsorgane  verhört  worden.  Man  habe  ihr 
einzureden  versucht,  dass  die  Verletzung  auf  die  Bombenexplosion 
zurückzuführen  sei.  Sie  habe  aber  wahrheitsgemäss  erklärt,  durch 
einen  Soldaten  der  srilankischen  Armee  angeschossen  worden  zu 
sein. Sie habe sich geweigert, eine ihr nicht verständliche Erklärung in 
singhalesischer  Sprache  zu  unterschreiben.  Durch  eine  dieser 
Sprache  mächtige  Patientin  habe  sie  später  erfahren,  dass  die  sie 
verhörenden  Männer  wegen  ihrer  Weigerung,  das  Dokument  zu 
unterschreiben,  in  ihr  ein  Gefährdungspotenzial  ausgemacht  hätten. 
Auch  nach  der  Verlegung  ins  _______-Spital  sei  sie  wegen  der 
verweigerten  Unterschrift  behelligt  worden. Vom 19. Dezember  2006 
an sei  sie  für  10 Tage in  einem Spital  in  _______ gepflegt  worden. 
Dort  habe sie der Polizei  erneut  den Tatablauf  schildern  müssen. In 
der  Folge  habe  sie  in  _______  gelebt.  Im  Oktober  2007  sei  der 

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Beschwerdeführer  durch  vier  Männer  in  Zivilkleidung  nach  ihrer 
Adresse gefragt worden. Er habe diese aber nicht bekannt gegeben. 
Die  besagten  Männer  hätten  dem  Beschwerdeführer  überdies 
mitgeteilt, dass die Beschwerdeführerin die einzige sei, welche nicht in 
ihrem Sinne ausgesagt habe. Das Verfahren wegen der Vorfälle vom 
18. November 2006 sei mutmasslich nach wie vor hängig. Sie sei  in 
der  Lage,  die  Täter  zu  identifizieren. Die  Schüler  des College seien 
aufgefordert  worden,  als  Zeugen  auszusagen.  Sie  selbst  sei  nicht 
konkret  zu  einer  Zeugenaussage  angehalten  worden.  Wegen  der 
Begegnung mit den vier Unbekannten hätten sie kurz darauf ein neues 
Haus bezogen. Dort  seien sie behördlich  angemeldet. In  Anbetracht 
der geschilderten Situation habe sie fortan nicht gewagt, dieses Haus 
zu  verlassen.  Nach  der  formellen  Aufkündigung  des 
Friedenabkommens  der  Konfliktparteien  habe  sie  indes  versucht 
auszureisen.  Sie  sei  am  16.  Januar  2008  nach  _______  zu  einem 
Onkel geflogen, habe aber nach zwei Wochen wieder in ihr Heimatland 
zurückkehren  müssen.  Wegen  der  erlittenen  Verletzung  gehe  es  ihr 
physisch  und  psychisch  sehr  schlecht.  Sie  befürchte,  durch  die 
Sicherheitskräfte umgebracht zu werden. 

Zur Stützung ihrer Vorbringen reichten die Beschwerdeführer mehrere 
Beweismittel  (darunter  Zeitungsartikel,  Internetauszüge,  ein  IKRK-
Schreiben, ein Dokument der Human Rights Commission of Sri Lanka 
sowie medizinische Unterlagen) ein. 

B.
Mit  Begleitschreiben  vom  26.  Februar  2008  übermittelte  die 
Schweizerische  Botschaft  in  Colombo  dem  BFM  das 
Befragungsprotokoll,  die  durch  die  Beschwerdeführer  eingereichten 
Unterlagen sowie eine die Beschwerdeführerin betreffende E-mail des 
IKRK. 

C.
Mit Verfügung vom 7. Mai 2008 erteilte das BFM die Bewilligung zur 
Einreise  in  die  Schweiz  nicht  und  lehnte  die  Asylgesuche  der  Be-
schwerdeführer ab. Zur Begründung führte es vorab aus, gestützt auf 
die  bestehende  Aktenlage  könne  die  Gefährdungssituation 
abschliessend  beurteilt  werden.  Die  Beschwerdeführerin  sei  zwar 
unbestrittenerweise  am  18.  November  2006  durch  die 
Sicherheitskräfte verletzt worden. Die von ihr geltend gemachte Angst 
vor einer erneuten Verfolgung vermöge jedoch die Wahrscheinlichkeit 

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einer einreisebeachtlichen Bedrohung im aktuellen Zeitpunkt nicht zu 
begründen.  Auch  nach  der  Aufkündigung  des 
Waffenstillstandsabkommens  herrsche  im  Süden  und  Westen  des 
Landes  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt.  Die  Beschwerdeführerin 
halte sich seit Monaten in _______ beziehungsweise _______ auf und 
sei dort registriert. Zudem habe sie im Januar 2008 eine Auslandsreise 
angetreten  und  anschliessend  unbehelligt  wieder  einreisen  können. 
Eine relevante Verfolgung durch die heimatlichen Behörden sei mithin 
nicht  zu  befürchten.  Aus  den  Akten  ergäben  sich  auch  keine 
Anhaltspunkte  dafür,  dass  der  Beschwerdeführer  einreiserelevante 
Nachteile  erlitten  hätte  oder  ihm  solche  drohen  würden.  Die 
eingereichten  Dokumente  rechtfertigten  keine  andere  Einschätzung, 
zumal sie sich auf nicht bestrittene Vorbringen bezögen.

Der vorinstanzliche Entscheid wurde den Beschwerdeführern gemäss 
Aktenlage nach dem 30. Mai 2008 eröffnet. 

D.
Mit Eingabe vom 23. Juni 2008 (Eingang Botschaft Colombo: 24. Juni 
2008; Eingang Bundesverwaltungsgericht: 16. Juli  2008) beantragten 
die Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids,  die  Bewilligung  zur  Einreise  in  die  Schweiz  und  die 
Asylgewährung.  Zur  Begründung  wurde  geltend  gemacht,  dass 
diejenigen  Personen,  welche  für  den  Vorfall  im  College  vom  18. 
November 2006 verantwortlich seien, versucht hätten, ihre Spuren zu 
verwischen. Sie hätten die Augenzeugen des Vorfalls beziehungsweise 
die  Beschwerdeführerin  eingeschüchtert,  um  sie  von  belastenden 
Aussagen abzuhalten. Sie und ihr Bruder hätten die Aufmerksamkeit 
der Polizei auf sich gezogen. Die Verantwortlichen des Vorfalls vom 18. 
November 2006 hätten sich bei der Familie eines anderen Studenten 
nach  der  aktuellen  Adresse  der  Beschwerdeführerin  erkundigt. 
Entsprechend  befürchte  sie,  an  ihrer  neuen  Adresse  in  _______ 
wiederum behördlich behelligt  zu werden. Dies um so mehr, als ihre 
nach  wie  vor  sichtbaren  Verletzungen  den  Argwohn  der 
Sicherheitskräfte zusätzlich wecken würden. 

E.
Im Rahmen des angeordneten  Schriftenwechsels  hielt  das  BFM mit 
Vernehmlassung  vom  22.  Juli  2008  an  seinen  Vorbringen  fest  und 
beantragte die Abweisung der Beschwerde.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Ju-
ni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Be-
hörden nach  Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundes-
verwaltungsgerichts. Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgeset-
zes  vom 26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerdeschrift  ist  nur  von  der  Beschwerdeführerin 
eigenhändig unterzeichnet worden. Da der Beschwerdeführer aber auf 
Seite 1 der Beschwerde bei der Adresse namentlich aufgeführt und in 
der  Eingabe  Bezug  auf  ihn  genommen  wird,  rechtfertigt  sich  die 
Annahme,  seine  Schwester  sei  durch  ihn  zumindest  implizit 
bevollmächtig worden. 

1.3 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Die  Be-
schwerdeführer  sind  durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  und 
haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung.  Die  Beschwerdeführer  sind  daher  zur 
Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 6 
AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist 
einzutreten.

1.4 Amtssprachen des Bundes sind das Deutsche, Französische und 
Italienische (vgl. Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999  [BV, SR  101]).  Die  in 
englischer  Sprache  abgefasste  Beschwerde  ist  aufgrund  ihrer  Ver-
ständlichkeit und im Interesse aller am Verfahren Beteiligten trotzdem 
- ohne präjudizielle Wirkung - entgegen zu nehmen.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 

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oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
Die  Vernehmlassung  des  BFM  vom  22.  Juli  2008  wurde  den  Be-
schwerdeführern bis anhin nicht zur Kenntnis gebracht oder zur Stel-
lungnahme unterbreitet. Da der Beschwerde im Sinne der nachstehen-
den Erwägungen entsprochen wird,  sieht  das Bundesverwaltungsge-
richt  aus  Gründen  der  Prozessökonomie  von  einer  diesbezüglichen 
vorgängigen Gewährung des rechtlichen Gehörs ab (vgl. Art. 30 Abs. 2 
Bst. c VwVG) und bringt die Vernehmlassung den Beschwerdeführern 
zusammen mit dem vorliegenden Urteil zur Kenntnis.

4.
Gemäss Art. 19 Abs. 1 AsylG kann ein Asylgesuch im Ausland bei ei-
ner Schweizerischen Vertretung gestellt werden, welche es mit einem 
Bericht  an  das  Bundesamt  überweist  (Art.  20  Abs.  1  AsylG).  Die 
Schweizerische Vertretung führt mit der asylsuchenden Person in der 
Regel eine Befragung durch (Art. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 
11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311]).  Ist 
dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person von der Vertre-
tung  aufgefordert,  ihre  Asylgründe  schriftlich  festzuhalten  (Art.  10 
Abs. 2 AsylV 1). Die Schweizerische Vertretung überweist  dem Bun-
desamt das Befragungsprotokoll oder das schriftliche Asylgesuch so-
wie  weitere  zweckdienliche  Unterlagen  und  einen  ergänzenden  Be-
richt,  der  ihre  Beurteilung  des  Asylgesuchs  enthält  (Art.  10  Abs.  3 
AsylV 1).

Das Bundesamt kann ein im Ausland eingereichtes Asylgesuch ableh-
nen,  wenn  die  gesuchstellende  Person  keine  Verfolgung  glaubhaft 
machen oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden 
kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Umgekehrt führt es 
(noch) nicht zur Anerkennung als Flüchtling und zur Gewährung von 
Asyl durch die Schweiz, wenn die bei einer Vertretung im Ausland um 
Asyl nachsuchende Person glaubhaft zu machen vermag, dass für sie 
eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus 
einem Grund nach  Art.  3  Abs. 1  AsylG besteht.  Diesfalls  kann  dem 
Asylsuchenden lediglich von der durch das Eidgenössische Justiz- und 
Polizeidepartement (EJPD) dazu ermächtigten schweizerischen Vertre-
tung die Einreise in die Schweiz im Hinblick auf die Zuerkennung der 
Flüchtlingseigenschaft  und  die  Asylgewährung  bewilligt  werden 

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(Art. 20 Abs. 3 AsylG). Die Einreise in die Schweiz wird einer im Aus-
land um Asyl  nachsuchenden Person ausserdem zur  Abklärung des 
Sachverhaltes bewilligt,  wobei die Bewilligung durch das Bundesamt 
und nur unter der Bedingung erteilt wird, dass der Person nicht zuge-
mutet  werden  kann,  im  Wohnsitz-  oder  Aufenthaltsstaat  zu  bleiben 
oder in ein anderes Land auszureisen (Art. 20 Abs. 2 AsylG). Gemäss 
einem völkerrechtlichen Grundsatz kann eine Person, die eine Staats-
angehörigkeit  besitzt,  die  Flüchtlingseigenschaft  nur  dann  erlangen, 
wenn sie sich ausserhalb des Staates aufhält, dem sie angehört. Be-
findet sich die um Asyl nachsuchende Person noch in ihrem Heimat-
staat,  stellt  sich mit  anderen Worten die Frage der Flüchtlingseigen-
schaft  nicht. Folgerichtig  ist  bei  einem Verbleib im Heimatstaat  nicht 
über  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  befinden,  auch  dann nicht,  wenn 
eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG an sich glaubhaft gemacht 
ist  (vgl. zum Ganzen BVGE 2007/30 E. 2  S. 360 f.,  Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
1997 Nr. 15 E. 2b und 2c S. 129 f. mit weiteren Hinweisen).

5.

5.1 Gemäss  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  ist  die  asylsu- 
chende Person im Auslandverfahren in der Regel zu befragen. Davon 
kann nur abgewichen werden, wenn eine Befragung faktisch oder aus 
organisatorischen oder kapazitätsmässigen Gründen nicht möglich ist. 
Falls die Befragung nicht durchgeführt werden kann, muss die ein Ge-
such stellende Person - soweit möglich und notwendig - mittels eines 
individualisierten und konkretisierten Schreibens aufgefordert werden, 
ihre Gründe für das Asylgesuch schriftlich einzureichen. Dabei ist sie 
auf die allfällige Konsequenz eines negativen Entscheids infolge Ver-
letzung ihrer Mitwirkungspflicht aufmerksam zu machen. Ist der Sach-
verhalt  schon  aufgrund  des  eingereichten  Asylgesuchs  entscheidreif 
erstellt,  kann  sich  eine  persönliche  Befragung  ebenfalls  erübrigen; 
zeichnet sich ein negativer Entscheid ab, ist  der asylsuchenden Per-
son diesbezüglich das rechtliche Gehör zu gewähren. Das Bundesamt 
ist gehalten, den Verzicht auf eine Befragung im Ausland in der Verfü-
gung zu begründen (vgl. Entscheide des Schweizerischen Bundesver-
waltungsgerichts  BVGE  E-6148/2006  vom  27. November  2007  E.  5 
S. 7 ff.).

5.2 Das BFM hält  in der angefochtenen Verfügung vom 7. Mai 2008 
fest,  die  Gefährdungssituation  der  Beschwerdeführerin  könne 

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aufgrund  der  Aktenlage  abschliessend  beurteilt  werden.  Diese 
Einschätzung  bezieht  sich  offensichtlich  auch  auf  den 
Beschwerdeführer,  da  dessen  Gefährdung  im  vorinstanzlichen 
Entscheid ebenfalls beurteilt wird. In seiner Vernehmlassung vom 22. 
Juli  2008  hält  das  BFM  vollumfänglich  an  den  Erwägungen  in  der 
angefochtenen  Verfügung  fest  und  beantragt  die  Abweisung  der 
Beschwerde.  Selbst  wenn  diese  Auffassung  bezüglich  des 
Beschwerdeführers  zutreffend wäre  -  was erst  nach der  Gewährung 
des rechtlichen Gehörs zuverlässig beurteilt werden kann -, hätte auch 
der  Beschwerdeführer  gemäss  Rechtsprechung  des 
Bundesverwaltungsgerichts  zu  seinen  Asylgründen  angehört 
beziehungsweise hätte ihm das rechtliche Gehör zu dem sich abzeich-
nenden negativen Entscheid gewährt werden müssen (vgl. vorstehend 
5.1).

5.3 Aufgrund  des  vorstehend  Gesagten  ergibt  sich,  dass  die  Vorin-
stanz  in  Bezug  auf  den  Beschwerdeführer  den  Sachverhalt  nicht 
genügend  erstellt  hat.  Befragt  wurde  einzig  die  Beschwerdeführerin 
und  dabei  wurde  kaum  auf  eine  mögliche  Gefährdung  des 
Beschwerdeführers  oder  ein  entsprechendes  Verfolgungsmotiv 
eingegangen. Dieser Mangel kann auf Beschwerdeebene nicht geheilt 
werden,  zumal  es  nicht  Sinn und  Zweck des  Beschwerdeverfahrens 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ist,  von  der  Vorinstanz 
unterlassene Verfahrenshandlungen nachzuholen. Gegen eine Heilung 
der  festgestellten  Verfahrensmängel  spricht  insbesondere  auch  der 
Umstand,  dass  andernfalls  dem  Beschwerdeführer  eine  Instanz 
verloren  ginge  (vgl.  dazu  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
[vormaligen]  Schweizerischen  Asylrekurskom-mission  [EMARK]  1998 
Nr. 34 E. 10d S. 292). Dies wiegt umso schwe-rer, als es vorliegend 
einerseits  um  die  zentrale  Frage  der  Prüfung  des  Vorliegens 
einreiserelevanter  Verfolgung  geht,  und  anderseits  dieser  Entscheid 
des  Bundesverwaltungsgerichts  durch  ein  ordentliches  Rechtsmittel 
nicht mehr angefochten werden könnte, was für den Beschwerdeführer 
einen erheblichen Nachteil  darstellen würde. An dieser Einschätzung 
ändert  auch der Umstand, wonach die Beschwerdeführerin ihrerseits 
befragt wurde, nichts, da der erwähnte Anspruch auf rechtliches Gehör 
bezüglich seiner Person verletzt wurde.

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6.

6.1 Die  Feststellung,  dass  in  Bezug  auf  den  Beschwerdeführer  der 
Sachverhalt  als  nicht  genügend  erstellt  zu  betrachten  ist,  führt 
indessen nicht dazu, dass ihm die Einreise in die Schweiz bereits aus 
diesem Grund zu bewilligen wäre. Aus dem Umstand, dass er bisher 
nicht befragt respektive ihm das rechtliche Gehör nicht gewährt wurde, 
kann  nicht  geschlossen  werden,  ihm  müsste  zur  persönlichen 
Anhörung oder der Gewährung des rechtlichen Gehörs die Einreise in 
die  Schweiz  bewilligt  werden.  Aus  den  Akten  ergeben  sich  seine 
Person betreffend nicht genügend konkrete Anhaltspunkte für die An-
nahme, ihm wäre ein Verbleib in Sri Lanka für die Dauer der weiteren, 
noch  erforderlichen  Verfahrenshandlungen  nicht  zumutbar  im  Sinne 
von Art. 20 Abs. 2 AsylG. An dieser Einschätzung vermögen auch die 
nachfolgenden  Erwägungen  nichts  zu  ändern,  zumal  bisher  nicht 
nachvollziehbar  dargelegt  werden  konnte,  weshalb  der 
Beschwerdeführer  aufgrund  der  Gefährdung  seiner  Schwester 
seinerseits  Nachteile  zu  befürchten  hätte,  während  die  übrigen 
Geschwister offenbar unbehelligt in der Heimatregion verblieben sind.

6.2 Zusammenfassend ist  festzuhalten,  dass die Vorinstanz den An-
spruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt hat. Da 
eine Heilung dieses Verfahrensmangels im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens nicht angebracht wäre, ist der angefochtene Entscheid auf-
zuheben  und  bezüglich  des  Beschwerdeführers  zur  Erhebung  des 
massgeblichen Sachverhalts  sowie zur  Neubeurteilung im Sinne der 
Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

7.

7.1 Bezüglich der Beschwerdeführerin ist zu prüfen, ob die Vorinstanz 
zurecht  ihre  Schutzbedürftigkeit  im Sinne  von Art.  3  AsylG verneint 
beziehungsweise  die  Einreise  verweigert  hat.  Dabei  weist  das  BFM 
zutreffend  darauf  hin,  dass  die  allfällige  Flüchtlingseigenschaft  erst 
dann  bejaht  werden  kann,  wenn  die  betroffene  Person  das  Land 
verlassen hat. 

7.2 Entsprechend der  Lehre und Praxis  ist  für  die  Anerkennung der 
einreisebeachtlichen  Verfolgung  erforderlich,  dass  die  asylsuchende 
Person ernsthafte Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat be-
ziehungsweise  solche  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  und  in 
absehbarer  Zukunft  befürchten  muss.  Die  Nachteile  müssen  der 

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asylsuchenden  Person  gezielt  und  aufgrund  bestimmter 
Verfolgungsmotive drohen oder  zugefügt  worden sein.  Nach neuerer 
Rechtsprechung kann eine Verfolgungshandlung im Sinne von Art. 3 
AsylG von staatlichen oder nichtstaatlichen Akteuren ausgehen (vgl. 
den Grundsatzentscheid EMARK 2006 Nr. 18).  Die Anerkennung der 
relevanten  Gefahr  setzt  zudem  voraus,  dass  die  betroffene  Person 
einer landesweiten Verfolgung ausgesetzt ist und sich nicht in einem 
anderen  Teil  ihres  Heimatstaates  in  Schutz  bringen  kann  (EMARK 
2006 Nr. 18).  

7.3 Die Vorinstanz ging im angefochtenen Entscheid von der Glaub-
haftigkeit  des  geltend  gemachten  Sachverhalts  aus.  Dieser 
Einschätzung  ist  vollumfänglich  beizupflichten  (vgl.  dazu  auch  das 
Übermittlungsschreiben der Botschaft). Es ist mithin unbestritten, dass 
die  Beschwerdeführerin  im  November  2006  Opfer  einer  Schiesserei 
durch die SLSF an der Schule für Agrikultur in _______ geworden ist. 
Die  Beschwerdeführerin  machte  diesbezüglich  auch  detaillierte  und 
mit  Realkennzeichen  versehene  Aussagen  und  vermochte  die 
Situation, wie sie gegenüber den Angreifern um ihr Leben flehte, diese 
aber dennoch auf sie schossen und dabei ihre Studienkollegen töteten 
und  sie  selbst  schwer  verletzten,  lebensnah  zu  schildern.  Ebenso 
nachvollziehbar und glaubhaft ist, dass sie daraufhin unter Druck der 
Ermittlungsorgane  beziehungsweise  möglicherweise  sogar  der  Täter 
stand.  Aufgrund  der  gesamten  Umstände  musste  die 
Beschwerdeführerin befürchten, verhaftet oder gar getötet zu werden. 
Der erlittene Angriff und die anschliessenden Pressionen stellen damit 
zweifellos asylrelevante Nachteile im Sinne des Asylrechts dar. 

7.4 Weiter  stellt  sich  jedoch  die  Frage,  ob  die  Beschwerdeführerin 
aktuell  begründete  Furcht  vor  ernsthaften  Nachteilen  hat,  zumal  sie 
sich inzwischen in _______ aufhält, dort bei den Behörden registriert 
ist  und  sogar  eine  Reise  nach  _______  unternahm.  Das 
Bundesverwaltungsgericht hat sich in seinem Urteil E-2775/2007 vom 
14.  Februar  2008  einlässlich  mit  der  aktuellen  Lage  in  Sri  Lanka 
befasst. Es kam dabei zum Schluss, dass sich seit Januar 2006 die 
dortige  Sicherheitslage  kontinuierlich  verschlechtert  habe  (vgl.  auch 
NZZ  vom 12.  September  2008). Vor  diesem Hintergrund  wirken  die 
Beschwerdevorbringen,  wonach  gewisse  Kreise  nach  wie  vor 
versuchen würden, die Adresse der Beschwerdeführerin ausfindig zu 
machen und sie  erneut  unter  Druck  zu  setzen,  plausibel. Anlässlich 
der Befragung hatte sie überdies angegeben, sie sei in der Lage, die 

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Täter  zu  identifizieren,  was  sie  zu  einer  wichtigen  und  gefährlichen 
Zeugin  werden  lässt.  Entsprechend  stellt  sie  auch  im  aktuellen 
Zeitpunkt  eine  akute  Bedrohung für  die  Täter  dar,  zumal  den Akten 
nicht  entnommen  werden  kann,  das  entsprechende  Verfahren  sei 
mittlerweile  definitiv  abgeschlossen oder eingestellt  worden. Aus der 
Botschaftsantwort  geht  auch  hervor,  dass  möglicherweise  versucht 
werde,  den  Hintergrund  des  Angriffs  zu  vertuschen.  Hinzu  kommt, 
dass  die  Beschwerdeführerin  offenbar  kaum das  Haus  verlässt  und 
wenn,  dann  nur  unter  Abdeckung  ihrer  immer  noch  gut  sichtbaren 
Verletzung.  Angesichts  der  oben  beschriebenen  politischen 
Entwicklung in Sri  Lanka allgemein und in Colombo im Besonderen, 
dürfte  die  Beschwerdeführerin  aufgrund  ihrer  sichtbaren 
Schussverletzung  besonders  Ziel  von  Kontrollmassnahmen  werden 
(vgl.  auch  NZZ  vom  22.  September  2008,  S.  2).  Solche  Eingriffe 
können leicht eine asylrechtlich relevante Intensität erreichen, was im 
Falle  der  Beschwerdeführerin,  die  bereits  Vorverfolgung  erlebt  hat, 
umso schwerer wiegt. Damit bestehen insgesamt klare Hinweise dafür, 
dass der Beschwerdeführerin in ihrer Heimat eine Gefährdung droht. 
An  dieser  Einschätzung  vermag  auch  die  Reise  der 
Beschwerdeführerin  nach  _______  nichts  zu  ändern,  zumal  sie 
offenbar  von  der  Hoffnung  getragen  wurde,  mit  dem  Onkel  nach 
Europa reisen zu können,  und das Risiko insofern  abschätzbar  war, 
als  sie  nicht  einer  landesweiten  Fandung  ausgesetzt  ist.  Eine 
Gefährdung  geht  vielmehr  insbesondere  von  einzelnen 
Behördenmitgliedern  aus  und  kann  sich  je  nach  Stand  des 
Ermittlungsverfahrens  zum  Vorfall  vom  November  2006  neu 
akzentuieren. 

7.5 Im  Ergebnis  ist  es  der  Beschwerdeführerin  gelungen,  eine  un-
mittelbare und auf einem relevanten Verfolgungsmotiv beruhende Ge-
fahr für Leib, Leben oder Freiheit, wie sie in Art. 20 Abs. 3 AsylG als 
Grundvoraussetzung für eine Bewilligung der Einreise in die Schweiz 
statuiert wird, glaubhaft zu machen.

7.6 Aufgrund  der  Akten  kann  schliesslich  auch  nicht  davon 
ausgegangen werden, die Beschwerdeführerin verfüge, vorrangig zur 
Schweiz,  zu  irgendeinem  anderem  Staat  über  eine  besondere 
Beziehung,  respektive sie hätte tatsächlich die Möglichkeit,  in einem 
anderen  Staat  um  Schutz  nachzusuchen.  Daran  vermag  auch  der 
angeblich  in  _______  lebende  Onkel  nichts  zu  ändern,  zumal  der 
entsprechende Anknüpfungspunkt  als  zu schwach zu bezeichnen ist 

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(vgl.  dazu  EMARK  2005  Nr.  19).  Insgesamt  hat  die  Vorinstanz  der 
Beschwerdeführerin  diesen  Erwägungen  gemäss  die  Einreise  zu 
Unrecht nicht bewilligt.

8.
Nach dem Gesagten  ist  die  Beschwerde  im Sinne  der  Erwägungen 
gutzuheissen.  Die  vorinstanzliche  Verfügung  vom  7.  Mai  2008  ist 
aufzuheben  und  die  Vorinstanz  bezüglich  des  Beschwerdeführers 
anzuweisen,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  vollständig 
festzustellen beziehungsweise ihm das rechtliche Gehör zu gewähren 
und  in  der  Sache  neu  zu  entscheiden.  Die  Beschwerdeführerin 
betreffend ist das BFM anzuweisen, ihr die Einreise in die Schweiz zur 
Durchführung des Asylverfahrens zu bewilligen. 

9.

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerle-
gen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).

9.2 Da die  Beschwerdeführer  im Beschwerdeverfahren  nicht  anwalt-
lich vertreten wurden, ist nicht davon auszugehen, ihnen seien durch 
die  Beschwerdeführung  verhältnismässig  hohe  Kosten  erwachsen 
sein. Daher ist  keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 
Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen.

2.
Die Verfügung vom 7. Mai 2008 wird aufgehoben. Das BFM wird ange-
wiesen,  betreffend  den  Beschwerdeführer  den  rechtserheblichen 
Sachverhalt  vollständig  festzustellen  beziehungsweise das  rechtliche 
Gehör zu gewähren und in der Sache neu zu entscheiden.

3.
Das BFM wird angewiesen, der Beschwerdeführerin die Einreise in die 
Schweiz zur Durchführung des Asylverfahrens zu bewilligen. 

4.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

5.
Es wird keine Parteientschädigung entrichtet.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (durch Vermittlung der Schweizerischen Bot-
schaft  in  Colombo;  wir  bitten  Sie,  den  Beschwerdeführern  das 
beiliegende  Urteil  durch  Aushändigung  des  Originals  [gegen 
Empfangsbestätigung]  oder  Zustellung  desselben  per  Post 
[Einschreiben mit Rückschein] zu eröffnen; bitte übermitteln Sie uns 
die  Empfangsbestätigung  bzw.  den  Rückschein;  Beilage: 
vorinstanzliche Vernehmlassung vom 22. Juli 2008)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

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Versand: 

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