# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f12e821b-155e-5718-bbbf-27d98d74bd22
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-20
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 20.12.2022 101 2022 312
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2022-312_2022-12-20.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2022 312
101 2022 348

Urteil vom 20. Dezember 2022

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Dina Beti, Laurent Schneuwly
Gerichtsschreiberin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Gesuchsteller und Berufungskläger, vertreten durch 
Rechtsanwältin Anette Hegg

gegen

B.________, Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte, vertreten 
durch Fürsprecherin Annemarie Lehmann-Schoop

Gegenstand Eheschutzmassnahmen (Obhut, Unterhaltsbeiträge)

Berufung vom 19. August 2022 gegen den Entscheid der Präsidentin 
des Zivilgerichts des Sensebezirks vom 12. Mai 2022

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Sachverhalt

A. A.________, geb. 1984, und B.________, geb. 1981, heirateten 2010. Der Ehe entsprossen 
die Kinder C.________, geb. 2012, und D.________, geb. 2015.

Am 4. November 2021 stellte A.________ ein Eheschutzgesuch bei der Präsidentin des Zivilgerichts 
des Sensebezirks (nachstehend: die Präsidentin; act. 1 f.).

B.________ nahm am 31. Dezember 2021 Stellung (act. 8 f.).

Die Präsidentin hörte die Kinder am 2. Februar 2022 an (act. 15).

Am 22. Februar 2022 reichte A.________ auf Aufforderung der Präsidentin hin die Krankenkassen-
police 2022 und seinen aktuellen Mietvertrag ein (act. 18 f.).

Mit Schreiben vom 3. März 2022 reichte B.________ weitere Unterlagen ein (act. 20 f.).

Die Präsidentin hörte die Parteien am 15. März 2022 persönlich an. Die Vergleichsverhandlungen 
scheiterten. Die Parteien reichten weitere Unterlagen ein. B.________ präzisierte ihre Rechtsbe-
gehren betreffend die Unterhaltsbeiträge (act. 23).

B. Am 12. Mai 2022 entschied die Präsidentin namentlich das Folgende:

4. Für die Dauer der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes werden die gemeinsamen Kinder 
C.________, geb. 2012, und D.________, geb. 2015, unter die alleinige Obhut von B.________ 
gestellt.
Mangels anderweitiger Parteivereinbarung steht dem Vater ein Besuchsrecht jeweils von Montag-
abend, 18.00 Uhr bis Dienstagabend, 18.00 Uhr sowie an jedem zweiten Wochenende von Freitag, 
18.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr, zu. Er hat zudem das Recht, die Kinder in die Ferien zu nehmen. 
Das Ferienrecht ist auf vier Wochen pro Kalenderjahr während der Schulferien festzulegen, wobei 
dessen Ausübung zwei Monate im Voraus anzukündigen ist. Die Feiertage verbringen die Kinder alter-
nierend bei der Mutter oder beim Vater.

Der Vater übt das Besuchs- und Ferienrecht jeweils auf eigene Kosten aus.

5. A.________ zahlt für die Kinder die folgenden monatlichen Unterhaltsbeiträge:
- Ab dem 20. September bis Dezember 2021: 

Für C.________: CHF 488.00

Für D.________: CHF    1'587.00, wovon CHF 769.00 Betreuungsunterhalt.

Es wird festgestellt, dass der gebührende Bedarf von D.________ (Betreuungsunterhalt) für diesen 
Zeitraum zu einem Betrag von CHF 705.00 nicht gedeckt ist.

- Für Januar bis Juli 2022:

Für C.________: CHF 488.00

Für D.________: CHF    1'612.00, wovon CHF 658.50 Betreuungsunterhalt

Es wird festgestellt, dass der gebührende Bedarf von D.________ (Betreuungsunterhalt) für diesen 
Zeitraum zu einem Betrag von CHF 547.50 (recte: CHF 574.50) nicht gedeckt ist.

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- Ab August 2022:

Für C.________: CHF 723.50

Für D.________: CHF    2'208.50, wovon CHF 1'255.00 Betreuungsunterhalt.

Allfällige Kinder- und Familienzulagen sind zusätzlich geschuldet.

Die Eltern haben je zur Hälfte für die Kosten für nicht vorgesehene ausserordentliche Bedürfnisse 
ihrer Kinder aufzukommen (Art. 286 Abs. 3 ZGB).

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 sind ab dem 20. September 2021 geschuldet, jeweils im 
Voraus am Ersten jeden Monats zu bezahlen und ab Fälligkeit mit 5 % zu verzinsen.

7. Es wird festgestellt, dass die Parteien sich mangels finanzieller Leistungsfähigkeit gegenseitig keinen 
Ehegattenunterhalt schulden.

8. Diesem Entscheid liegen folgende monatliche Nettoeinkommen zugrunde:

A.________: CHF 5'406.00, inkl. 13. Monatslohn, ohne Kinderzulagen, bei einem Pensum von 100 % 
(100 % als Landschaftsgärtner CHF 5'156.00, als Tätowierer CHF 250.00)     

B.________: CHF 1'816.00, inkl. 13. Monatslohn, ohne Kinderzulagen, bei einem Pensum von 40 %, 
ab Januar 2022 CHF 2'100.00 bei 50 %

9. Es wird festgestellt, dass A.________ seit dem 1. November 2021 bereits CHF 9'588.00 an den Unter-
halt der Kinder bezahlt hat.

Diese Beträge sind an die in Ziff. 5 festgesetzten Unterhaltsbeträge anzurechnen.

C. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 19. August 2022 Berufung. Er stellt folgende 
Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge:

1. Ziffer 4, 5, 6 und 8 des Entscheides des Gerichts des Sensebezirks vom 12.05.2021 seien aufzuhe-
ben.

2. Für die Dauer der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes seien die gemeinsamen Kinder 
C.________, geb. 2012 und D.________, geb. 2015 unter die alternierende Obhut beider Ehegatten 
zu stellen.

3. Die Betreuungsanteile seien wie folgt aufzuteilen: Der Berufungskläger sei zu berechtigen und 
verpflichten, die gemeinsamen Kinder jeweils von Montag 18.00 Uhr bis Mittwochmorgen Schulbeginn 
sowie jedes zweite Wochenende von Freitag 18.00 bis Sonntag 19.00 Uhr zu betreuen; die Berufungs-
beklagte sei zu berechtigen und verpflichten, die gemeinsamen Kinder während der restlichen Zeit zu 
betreuen.

Beide Parteien seien zu berechtigen und verpflichten, pro Kalenderjahr vier Wochen Ferien sowie 
alternierend die Feiertage mit den Kindern zu verbringen.

4. Der Berufungskläger sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten für die beiden gemeinsamen Kinder 
einen monatlich zum Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag (Barunterhalt) von wie folgt zu bezahlen:

Vom 20.09.2021 bis und mit Februar 2022:

Für C.________: CHF 774.00

Für D.________: CHF 774.00

Anschliessend bis und mit Mai 2022:

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Für C.________: CHF 258.00

Für D.________: CHF 258.00

Anschliessend bis und mit JuIi 2022:

Für C.________: CHF 239.00

Für D.________: CHF 217.00

Anschliessend:

Für C.________: CHF 0.00

Für D.________: CHF 0.00

5. Es sei festzustellen, dass der Berufungskläger ein Nettoeinkommen inkl. Anteil 13. Monatslohn, ohne 
Kinderzulagen, von CHF 4'125.00 (BG 80%) und die Berufungsbeklagte ein Nettoeinkommen inkl. 
Anteil 13. Monatslohn, ohne Kinderzulagen, von CHF 2'397.00 (BG 50%) erwirtschaftet.

6. Es sei festzustellen, dass der Berufungskläger seiner Unterhaltspflicht in der Vergangenheit vollum-
fänglich nachgekommen ist.

Gleichzeitig stellte er ein Gesuch um Gewährung der vollständigen unentgeltlichen Rechtspflege für 
das Berufungsverfahren. 

B.________ schloss mit Berufungsantwort vom 13. September 2022 auf Abweisung der Berufung, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Gleichzeitig beantragte sie ebenfalls die vollständige 
unentgeltliche Rechtspflege für das Berufungsverfahren.

A.________ reichte am 2. November 2022 spontan weitere Unterlagen ein.

D. Das Gesuch von A.________ um vollständige unentgeltliche Rechtspflege für das Berufungs-
verfahren wurde mit Urteil des Präsidenten des I. Zivilappellationshofs vom 2. September 2022 
gutgeheissen (101 2022 313).

Erwägungen

1.

1.1. Mit Berufung anfechtbar sind namentlich erstinstanzliche Endentscheide, sofern der Streit-
wert in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens CHF 10'000.- beträgt (Art. 308 Abs. 1 
Bst. a und Abs. 2 ZPO). Stehen – wie vorliegend – sowohl vermögensrechtliche als auch nicht 
vermögensrechtliche Fragen im Streit, so gilt das Streitwerterfordernis nicht (vgl. Urteil BGer 
5A_991/2015 vom 29. September 2016 E. 1, nicht publ. in BGE 142 III 612).

1.2. Auf Eheschutzmassnahmen ist das summarische Verfahren anwendbar (Art. 271 Bst. a 
ZPO), wobei das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen feststellt (Untersuchungsmaxime, 
Art. 272 ZPO). Die Parteien sind indes verpflichtet, am Verfahren mitzuwirken. Für Fragen betreffend 
Kinderbelange erforscht das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen und entscheidet ohne 
Bindung an die Parteianträge (uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime, Art. 296 Abs. 
1 und 3 ZPO). 

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1.3. Die Berufungsfrist beträgt 10 Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO). Der begründete Entscheid wurde 
dem Berufungskläger am 11. August 2022 zugestellt (act. 36b). Die am 19. August 2022 eingereichte 
Berufung erfolgte somit fristgerecht. 

1.4. Die Berufung ist schriftlich bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen und muss eine Begrün-
dung enthalten (Art. 311 Abs. 1 ZPO), was vorliegend erfüllt ist. Auf die Berufung ist somit einzutre-
ten.

1.5. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige Fest-
stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

1.6. Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung durchführen 
oder aufgrund der Akten entscheiden. Vorliegend befinden sich die zur Entscheidung nötigen Infor-
mationen in den Akten, weshalb auf eine Verhandlung verzichtet wird. 

1.7. Gemäss BGE 144 III 349 E. 4.2.1 sind bei der vorliegend anwendbaren uneingeschränkten 
Untersuchungsmaxime neue Tatsachen und Beweismittel ohne Weiteres zu berücksichtigen. 

2.

Strittig ist zunächst die Obhut.

2.1. Der Berufungskläger macht geltend, dass die Vorinstanz die Kinder anlässlich der Anhörung 
hätte fragen müssen, was sie von einer alternierenden Obhut bzw. von mehr Zeit beim Vater halten 
würden.

Die Berufungsbeklagte bringt dagegen vor, dass die Kinder anlässlich der Anhörung mitgeteilt 
hätten, dass sie die getroffene Lösung gut fänden. Beide hätten nicht von sich aus mitgeteilt, dass 
sie mehr Betreuung durch den Berufungskläger wünschen. Dass die Vorinstanz nicht noch nach-
gefragt habe, ob die Kinder mehr Betreuung durch den Vater wünschen, könne nicht zum Vorwurf 
gemacht werden. Es sei nicht Ziel der Kinderanhörung, die Kinder zu verunsichern, sondern zu 
spüren, ob die Kinder mit der getroffenen Lösung wohl sind. 

2.2. Nach Art. 298 Abs. 1 ZPO wird das Kind durch das Gericht oder durch eine beauftragte 
Drittperson in geeigneter Weise persönlich angehört, sofern sein Alter oder andere wichtige Gründe 
nicht dagegen sprechen. 

Die Anhörung des Kindes ist zum einen Ausfluss seiner Persönlichkeit und dient zum anderen der 
Sachverhaltsfeststellung. In seinem Leitentscheid ist das Bundesgericht davon ausgegangen, dass 
die Anhörung im Sinn einer Richtlinie ab dem vollendeten sechsten Altersjahr möglich ist, wobei es 
nicht ausgeschlossen ist, je nach den konkreten Umständen auch ein etwas jüngeres Kind anzuhö-
ren, etwa wenn bei Geschwistern das jüngere Kind kurz vor dem genannten Schwellenalter steht. 
Während bei älteren Kindern der persönlichkeitsrechtliche Aspekt im Vordergrund steht und das 
Kind ein eigenes Mitwirkungsrecht hat, ist die Anhörung bei kleineren Kindern im Sinn eines Beweis-
mittels zu verlangen. Nach der Rechtsprechung ist von wiederholten Anhörungen abzusehen, wo 
dies für das Kind eine unzumutbare Belastung bedeuten würde und überdies keine neuen Erkennt-
nisse zu erwarten wären oder der erhoffte Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis zu der durch 
die erneute Befragung verursachten Belastung stünde. Um eine solche Anhörung um der Anhörung 
willen zu vermeiden, besteht die Pflicht, ein Kind anzuhören, in der Regel nur einmal im Verfahren, 
und zwar grundsätzlich nicht nur auf die einzelne Instanz gesehen, sondern einschliesslich Instan-
zenzug. Ein Verzicht auf eine erneute Anhörung setzt allerdings voraus, dass das Kind zu den 

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entscheidrelevanten Punkten befragt worden und das Ergebnis der Anhörung noch aktuell ist. 
Schliesslich ist nach der Rechtsprechung vor dem oberen kantonalen Gericht keine erneute Anhö-
rung erforderlich, wenn sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Anhörung nicht wesentlich 
verändert haben (BGE 146 III 203 E. 3.3.2; 133 III 553 E. 4; 131 III 553 E. 1.1 und 1.2.3; Urteile 
BGer 5A_1066/2020 vom 23. Juli 2021 E. 3.2; 5A_721/2018 vom 6. Juni 2019 E. 2.4.1; je m.H.). 

Dabei ist zu beachten, dass sich die emotionale und kognitive Reife zu überdauernder eigener 
Meinungsbildung sowie die Differenzierungs- und Abstraktionsfähigkeit und damit die Möglichkeit zu 
formal-logischen Denkoperationen erst ab etwa elf bis zwölf Jahren ausbildet. Je abstrakter die 
Fragestellung ist, desto weniger kann eine Urteilsfähigkeit angenommen werden. Die Tragweite der 
Fragen der Obhut, der elterlichen Sorge oder von Kindesschutzmassnahmen ist auch für ein älteres 
Kind schwerlich überblickbar. Deshalb geht es bei jüngeren Kindern nicht um eine konkrete Befra-
gung über Zuteilungswünsche, sondern in erster Linie darum, dass sich das urteilende Gericht ein 
persönliches – mithin aktuelles und unmittelbar eigenes – Bild vom Kind machen kann und über ein 
zusätzliches Element bei der Sachverhaltsfeststellung und Entscheidfindung verfügt. Es geht somit 
nicht um eine "Quasi-Abwälzung" der Entscheidungslast auf das Kind (BGE 142 III 153 E. 5.2.4; 133 
III 146 E. 2.4; 131 III 553 E. 1.2.2; Urteil BGer 5A_2/2016 vom 28. April 2016 E. 2.3; je m.H.).

2.3. Vorliegend wurden die Kinder am 2. Februar 2022 durch die Präsidentin angehört. 
C.________ war damals 9 Jahre und D.________ 6 Jahre alt. Dem Protokoll kann namentlich 
entnommen werden, dass die Kinder von den sie betreffenden Punkten der Anträge ihrer Eltern 
informiert worden sind und sie die von ihren Eltern getroffene Lösung gut finden würden. Es ist 
demnach davon auszugehen, dass die Kinder altersentsprechend über die Anträge des 
Berufungsklägers informiert wurden. Die Präsidentin musste die Kinder aufgrund ihres Alters 
ausserdem nicht konkret dazu befragen, was sie von einer alternierenden Obhut bzw. von mehr Zeit 
beim Vater halten würden. Die Kinderanhörung ist damit nicht zu beanstanden. Schliesslich ist 
festzuhalten, dass der Berufungskläger keine erneute Anhörung der Kinder im Berufungsverfahren 
beantragt. Es wäre denn auch nicht ersichtlich, inwiefern die Voraussetzungen hierfür erfüllt sein 
sollen. Die Berufung ist somit betreffend die Kinderanhörung abzuweisen.

3.

3.1. Der Berufungskläger macht weiter geltend, dass er während dem Zusammenleben mehr als 
nur ein Wochenendvater gewesen sei. Er habe aktiv am (Schul-)alltag der Kinder teilgenommen und 
zu beiden eine tragfähige und stabile Alltagsbeziehung gelebt. Ausserdem habe das Gericht die seit 
der Trennung gelebte Situation falsch sowie unvollständig festgestellt. Das nach der Trennung 
gelebte Besuchsrecht entspreche keiner einvernehmlichen Übereinkunft der Ehegatten, vielmehr 
habe die Berufungsbeklagte nach seinem Auszug einseitig vorgegeben, zu welchen Zeiten er die 
Kinder betreuen durfte; mehr Betreuungszeit als jedes zweite Wochenende habe sie ihm – trotz 
wiederholter Nachfragen und Bitten – nicht gewährt. Die vom Bundesgericht genannten Kriterien für 
eine alternierende Obhut, d.h. die Erziehungsfähigkeit der Eltern, die Kommunikations- und Koope-
rationsfähigkeit, die Kontinuität und Stabilität der Verhältnisse, die geografischen Verhältnisse, die 
Möglichkeit der persönlichen Betreuung und das Alter des Kindes und die Beziehung zu Geschwis-
tern, seien erfüllt. Ausserdem liege auch bei der Betreuungsregelung gemäss dem angefochtenen 
Entscheid eine alternierende Obhut vor, da er einen Betreuungsanteil von 30% habe gemäss der 
Tabelle in der Berufungsbeilage 2. Zur beantragten Betreuungsregelung sei festzuhalten, dass er 
jeden Dienstag frei habe und daher die Kinderbetreuung von Montag, 18.00 Uhr, bis am Mittwoch-
morgen gewährleisten könne und wolle. Stossend und nicht nachvollziehbar sei, dass die Kinder am 
Vater-Wochenende am Sonntagabend jeweils bereits um 17.00 Uhr zur Berufungsbeklagten zurück-

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kehren sollen. Es sei kein Grund ersichtlich, warum die Kinder nicht jedes zweite Wochenende bei 
ihrem Vater das Sonntagabendessen einnehmen können sollten. Soweit die Vorinstanz auf die Hoff-
nung abstelle, die Berufungsbeklagte werde ihm nach einer Beruhigung der Situation entgegen 
kommen und ihn wieder mehr am Leben der Kinder teilhaben lassen, so sei festzuhalten, dass sie 
bislang noch keinen Millimeter von ihrer Haltung abgewichen sei und ihm die Kinder keine Sekunde 
länger als nötig überlasse.

Die Berufungsbeklagte bringt dagegen namentlich vor, dass es sich um eine klassische Rollenver-
teilung gehandelt habe. Er habe nur Verantwortung für die Kinder übernommen, wenn sie dies von 
ihm gefordert habe. Aktuell stehe ihm ein erweitertes Besuchsrecht zu. Die Wochenenden würden 
von ihm derzeit alle zwei Wochen übernommen, jedoch immer in Anwesenheit seiner Freundin und 
deren Tochter – sehr zum Leidwesen der Kinder. Der Berufungskläger habe sich nach seinem 
Auszug im September 2021 sechs Wochen lang nicht gemeldet und sei abgetaucht. Erst Ende Okto-
ber 2021 habe ein Besuchswochenende der Kinder beim Berufungskläger stattgefunden und dies 
erst auf Drängen der Berufungsbeklagten hin. Er habe nach der Trennung kein Interesse an den 
Kindern gezeigt und sich lieber auf seine neue Beziehung konzentriert. Die zusätzliche Betreuung 
von Montag- bis Dienstagabend nehme er momentan nicht wahr. Er frage auch nicht nach. Auf ihre 
Anfragen, ob er die Kinder am Dienstag übernehmen könne, gehe er nicht ein. Weiter sei ungeklärt, 
wie er die Ausweitung von Dienstagabend auf Mittwochmorgen überhaupt organisieren will, müsse 
er doch bereits vor 7.00 Uhr jeweils an seinem Arbeitsplatz sein. Weiter sei der Entscheid der Vorin-
stanz, die Besuchswochenenden bereits um 17.00 Uhr enden zu lassen, dringend beizubehalten. 
Es sei für die Kinder jeweils sehr wichtig, das Abendessen bei ihr einzunehmen und zur Ruhe zu 
kommen, bevor am Montag die Schule beginne. Nach dem Programm mit dem Berufungskläger 
(z.B. Streetparade) seien die Kinder jeweils aufgekratzt. Auch entspreche die von der Vorinstanz 
getroffene Regelung nicht einer alternierenden Obhut. Die Zeitabschnitte in der vom Berufungsklä-
ger erstellten Tabelle seien willkürlich gewählt. Sollen die Betreuungsanteile mittels Stunden ermit-
telt werden, so wäre es sachgerechter und korrekter, eine globale Berechnung vorzunehmen. Die 
Betreuungsanteile würden in dieser Berechnung pauschal nach der Anzahl zu betreuenden Stunden 
in einem Monat berechnet (x Stunden von 720 Stunden im Monat). Der Berufungskläger betreue die 
Kinder demnach 192 Stunden im Monat, womit er 26.7% der Betreuung übernehme. Es liege damit 
keine alternierende Obhut vor.

3.2. Bei der alternierenden Obhut betreuen beide Elternteile das Kind während mehr oder weni-
ger gleich viel Zeit, wobei das Gesetz aber nicht definiert, ab wann von einer alternierenden Obhut 
auszugehen ist (Urteile BGer 5A_312/2019 vom 17. Oktober 2019 E. 2.1.1; 5A_46/2015 vom 26. Mai 
2015 E. 4.4.3 m.H.). Eine genau hälftige Aufteilung der Betreuung ist damit nicht notwendig, wobei 
in der Praxis ab einem Betreuungsanteil von 30% von einer alternierenden Obhut ausgegangen wird 
(vgl. auch BGE 147 III 265 E. 5.5 m.H.). Auch wenn die gemeinsame elterliche Sorge nunmehr die 
Regel ist (Art. 296 Abs. 2 ZGB) und grundsätzlich das Recht einschliesst, den Aufenthaltsort des 
Kindes zu bestimmen (Art. 301a Abs. 1 ZGB), geht damit nicht notwendigerweise die Errichtung 
einer alternierenden Obhut einher. Unabhängig davon, ob sich die Eltern auf eine alternierende 
Obhut geeinigt haben, muss der mit dieser Frage befasste Richter prüfen, ob dieses Betreuungs-
modell möglich und mit dem Wohl des Kindes vereinbar ist. Denn nach der Rechtsprechung gilt das 
Kindeswohl als oberste Maxime des Kindesrechts; es ist für die Regelung des Eltern-Kind-Verhält-
nisses demnach immer der entscheidende Faktor, während die Interessen und Wünsche der Eltern 
in den Hintergrund zu treten haben. Ob die alternierende Obhut überhaupt in Frage kommt und ob 
sie sich mit dem Kindeswohl verträgt, hängt von den konkreten Umständen ab. Das bedeutet, dass 
der Richter gestützt auf festgestellte Tatsachen der Gegenwart und der Vergangenheit eine sach-

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verhaltsbasierte Prognose darüber zu stellen hat, ob die alternierende Obhut als Betreuungslösung 
aller Voraussicht nach dem Wohl des Kindes entspricht. Bei dieser Beurteilung kommt es insbeson-
dere auf die Erziehungsfähigkeit der Eltern an, deren Fähigkeit und Bereitschaft in Kinderbelangen 
miteinander zu kommunizieren und zu kooperieren, die geographische Situation, namentlich die 
Distanz zwischen den Wohnungen der beiden Eltern, und die Stabilität, welche die Weiterführung 
der bisherigen Regelung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt. In diesem Sinne fällt die alter-
nierende Obhut eher in Betracht, wenn die Eltern das Kind schon vor ihrer Trennung abwechselnd 
betreuten. Weitere Gesichtspunkte sind die Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich zu betreuen, 
das Alter des Kindes, seine Beziehungen zu (Halb- oder Stief-)Geschwistern und seine Einbettung 
in ein weiteres soziales Umfeld. Auch dem Wunsch des Kindes ist Beachtung zu schenken, selbst 
wenn es bezüglich der Frage der Betreuungsregelung (noch) nicht urteilsfähig ist. Während die alter-
nierende Obhut in jedem Fall die Erziehungsfähigkeit beider Eltern voraussetzt, sind die weiteren 
Beurteilungskriterien oft voneinander abhängig und je nach den konkreten Umständen des Einzel-
falls von unterschiedlicher Bedeutung. Der Sachrichter ist damit in vielfacher Hinsicht auf sein 
Ermessen verwiesen (BGE 142 III 612 E. 4.2 ff. m.H.). 

3.3. Vorliegend wurde dem Berufungskläger ein Besuchsrecht jeweils von Montagabend, 
18.00 Uhr, bis Dienstagabend, 18.00 Uhr, sowie an jedem zweiten Wochenende von Freitag, 
18.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr, und vier Wochen Ferien zugesprochen. Die Feiertage verbringen 
die Kinder alternierend bei der Mutter oder beim Vater. Der Berufungskläger beantragt die Auswei-
tung des Besuchsrechts von Montagabend, 18.00 Uhr, bis Mittwochmorgen Schulbeginn sowie am 
Sonntag jeweils bis 19.00 Uhr.

Der Berufungskläger bestreitet jedoch die Ausführungen der Berufungsbeklagten nicht substantiiert, 
wonach er das zugesprochene Besuchsrecht unter der Woche gar nicht wahrnimmt. Er behauptet 
zwar, dass die Berufungsbeklagte ihm entgegen seinen Bitten nur ein Besuchsrecht jedes zweite 
Wochenende habe gewähren wollen und bisher keinen Millimeter von ihrer Haltung abgewichen sei. 
Diese Ausführungen scheinen jedoch noch die Zeit vor dem angefochtenen Entscheid zu betreffen. 
Ausserdem erscheinen sie nicht glaubhaft. So hat er anlässlich der Sitzung vom 15. März 2022 noch 
selber ausgesagt, dass er die Kinder nach seinem Auszug eine Weile nicht mehr gesehen hat und 
dann von der Gegenseite angestossen worden sei, dass er diese jedes zweite Wochenende sehen 
konnte (act. 23/4). Dies bestätigt die Behauptungen der Berufungsbeklagten, wonach sie nach der 
Trennung auf ein Besuchsrecht gedrängt habe. Darüber hinaus hat sie sich mit dem Besuchsrecht 
am Dienstag einverstanden erklärt (act. 8/3). Ausserdem erzählte C.________ an der 
Kinderanhörung, dass er an einem Freitag vom Vater abgeholt worden sei (act. 15). Es kann damit 
nicht zutreffen, dass die Berufungsbeklagten ihm die Kinder «keine Sekunde länger als nötig» 
überlasse. Der Berufungskläger bestreitet auch nicht, dass er selbst auf Anfragen der 
Berufungsbeklagten, ob er die Kinder am Dienstag übernehmen könne, nicht eingeht. Es ist somit 
davon auszugehen, dass der Berufungskläger das ihm zugesprochene Besuchsrecht unter der 
Woche gar nicht wahrnimmt. Es besteht damit kein Grund, das Besuchsrecht unter der Woche zu 
erweitern, wenn er noch nicht einmal das zugesprochene Besuchsrecht wahrnimmt. Vielmehr ist es 
von Amtes wegen aufzuheben, da das Besuchsrecht nicht ausgeübt wird. Lediglich subsidiär ist 
festzuhalten, dass sich auch ansonsten keine Erweiterung gerechtfertigt hätte, da er nicht darlegt, 
wie er sich die Betreuung am Mittwochmorgen vorstellt, muss er doch bereits um 6.45 Uhr mit der 
Arbeit beginnen und hat einen Arbeitsweg von 25 min. mit dem Auto (act. 23/5). Die 
ausserschulische Betreuung öffnet ausserdem erst um 07.00 Uhr (Berufungsantwortbeilage 10). Er 
behauptet auch nicht, er habe mittlerweile mit seinem Chef vereinbaren können, dass er am 

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Mittwoch jeweils später beginnt. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, inwiefern eine 
Ausweitung des Besuchsrechst bis Mittwochmorgen Schulbeginn überhaupt durchführbar sein soll.

Was das beantragte Abendessen jeden zweiten Sonntag betrifft, so bestreitet der Berufungskläger 
ebenfalls nicht, dass die Kinder am Sonntagabend zur Ruhe kommen müssen, da sie nach den 
Besuchen bei ihm jeweils sehr aufgekratzt sind, da er z.B. die Streetparade mit ihnen besucht. 

Zusammenfassend ist das Dienstagsbesuchsrecht aufzuheben und die Zeiten des Wochenendbe-
suchsrechts nicht abzuändern. Da dem Berufungskläger somit nur ein übliches Besuchsrecht am 
Wochenende zukommt, liegt keine alternierende Obhut vor. Die Berufung ist demnach betreffend 
die Obhut abzuweisen. 

4.

Strittig ist weiter der Kindesunterhalt. 

4.1. Der Berufungskläger rügt, dass ihm ein hypothetisches Einkommen angerechnet wurde. Er 
sei berechtigt und verpflichtet worden, seine beiden Kinder jede Woche von Montagabend bis Diens-
tagabend zu betreuen. Es widerspreche dem Grundsatz der Gleichwertigkeit von Eigen- und Fremd-
betreuung und stelle zudem ein unverhältnismässiges Einmischen des Gerichts in die Wahrneh-
mung seiner Betreuungsaufgaben dar, wenn er trotzdem in einem 100%-Pensum arbeiten müsse. 
Auszugehen sei ab März 2022 von einem Einkommen von monatlich CHF 4'125.-, welches auf einer 
80%-igen Erwerbstätigkeit beruhe.

Die Berufungsbeklagte ist hingegen der Ansicht, dass dem Berufungskläger zu Recht ein hypothe-
tisches Einkommen von CHF 4'760.- zzgl. Anteil 13. Monatslohn von CHF 396.- in einem 
100%-Pensum angerechnet wurde. Weiter sei auf den neu eingereichten Unterlagen im Juni 2022 
eine Prämie von CHF 1'500.- ersichtlich, welche ebenfalls zu berücksichtigen sei.

4.2. Bei der Berechnung des Unterhaltsbeitrags ist grundsätzlich vom tatsächlich erzielten 
Einkommen des Unterhaltspflichtigen auszugehen. Soweit dieses Einkommen allerdings nicht 
ausreicht, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann ein hypothetisches Einkommen ange-
rechnet werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und möglich ist. Dabei handelt es sich um 
zwei Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein müssen. Damit ein Einkommen überhaupt oder 
höheres Einkommen als das tatsächlich erzielte, angerechnet werden kann, genügt es nicht, dass 
der betroffenen Partei weitere Anstrengungen zugemutet werden können. Vielmehr muss es auch 
möglich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein höheres Einkommen zu erzielen. Mit Bezug auf 
das hypothetische Einkommen ist Rechtsfrage, welche Tätigkeit aufzunehmen als zumutbar 
erscheint. Tatfrage bildet hingegen, ob die als zumutbar erkannte Tätigkeit möglich und das ange-
nommene Einkommen effektiv erzielbar ist. Dies wird anhand von Faktoren wie Alter, Gesundheit, 
Ausbildung, Berufserfahrung, Arbeitsmarktlage, Erziehungspflichten, usw. bestimmt, wobei im 
Verhältnis zum minderjährigen Kind besonders hohe Anforderungen an die Ausnützung der 
Erwerbskraft zu stellen sind, namentlich wo enge finanzielle Verhältnisse vorliegen. Dem unterhalts-
pflichtigen Elternteil steht es insofern nicht frei, nach Belieben ganz oder teilweise auf ein bei zumut-
barer Anstrengung erzielbares Einkommen zu verzichten, um sich andere persönliche oder berufli-
che Wünsche zu erfüllen. Bei der Festsetzung des hypothetischen Einkommens ist das Gericht 
gehalten, z.B. auf der Basis von Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik oder ande-
rer Quellen konkret festzustellen, welche Tätigkeiten bzw. welche Stellen beim angenommenen 
Lohn tatsächlich möglich und der verpflichteten Person zumutbar sind (BGE 137 III 118 E. 2.3 f.; 
Urteil BGer 5A_899/2019 vom 17. Juni 2020 E. 2.2.2; je m.H.). Dem Unterhaltspflichtigen ist eine 

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angemessene Frist zur Umstellung einzuräumen, wenn die Pflicht zur Aufnahme oder Ausweitung 
der Erwerbstätigkeit grundsätzlich bejaht wird; er muss hinreichend Zeit dafür haben, die rechtlichen 
Vorgaben in die Wirklichkeit umzusetzen (BGE 129 III 417 E. 2.2 m.H.).

4.3. Vorliegend hat der Berufungskläger sein Pensum per 1. März 2022 auf 80% im Hinblick auf 
die Kinderbetreuung reduziert, was ihm nicht vorgeworfen werden kann, womit die Pensumsreduk-
tion zu berücksichtigen ist. Sein Besuchsrecht unter der Woche wurde jedoch von Amtes wegen 
aufgehoben, da er es in der Folge nicht wahrnahm. Er bringt keine weiteren Gründe vor, die gegen 
die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens sprechen. Es ist ihm daher ohne Weiteres 
zumutbar und möglich, einem Vollzeit-Pensum nachzugehen. Ihm ist hierfür jedoch eine Übergangs-
frist seit Erlass des angefochtenen Entscheids bis Ende Dezember 2022 zu gewähren. 

4.4. Es ist somit zu berechnen, welches Einkommen dem Berufungskläger anzurechnen ist. 

4.4.1. Der Berufungskläger macht geltend, dass die Spesenentschädigung von CHF 200.- aufgrund 
der Zweckgebundenheit nicht als Lohn anzurechnen seien. Im Gegenzug seien im Bedarf keine 
Auslagen für die auswärtige Verpflegung zu berücksichtigten.

Die Vorinstanz hat die Spesen nicht dem Lohn des Berufungsklägers angerechnet, sondern hat 
CHF  220.- für die auswärtige Verpflegung berücksichtigt und davon die Spesen von CHF 200.- 
abgezogen. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden und für den Berufungskläger sogar 
vorteilhafter als die von ihm gewünschte Vorgehensweise.

4.4.2. Der Berufungskläger bringt weiter vor, dass er bis und mit Juli 2022 die Kinderzulagen von 
CHF 230.- pro Kind bezogen habe. Seit August 2022 würden diese von der Berufungsbeklagten 
bezogen.

Die Berufungsbeklagte bestreitet dies nicht. Allerdings ist nicht ersichtlich, welchen Einfluss dies auf 
den angefochtenen Entscheid haben soll, da die Kinderzulagen ohnehin nicht beim Einkommen der 
Eltern berücksichtigt werden.

4.4.3. Der Berufungskläger hat im Jahr 2021 einen Nettolohn von rund CHF 5'205.- pro Monat, inkl. 
13. Monatslohn, exkl. Kinderzulagen und Spesen, in einem 100%-Pensum erzielt (Lohnausweis 
2021; Berufungsbeilage 6).

Im Januar 2022 erzielte er rund CHF 4'978.- und im Februar 2022 rund CHF 5'183.-, inkl. 13. Monats-
lohn, exkl. Kinderzulagen und Spesen, in einem 100%-Pensum. Seit März 2022 verdient er rund 
CHF 4'097.- pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinderzulagen und Spesen, in einem 
80%-Pensum (Berufungsbeilage 5). In einem 100%-Pensum würde er demnach rund CHF 5'121.- 
verdienen. Zusätzlich erhielt er im Juni 2022 eine Prämie von CHF 1'500.-, welche abzgl. der Sozial-
versicherungsbeiträge von 8.645%, d.h. im Umfang von rund CHF 1'370.-, als Lohn zu berücksich-
tigen ist. Im Jahr 2022 ist dem Berufungskläger demnach ein durchschnittlicher Lohn von rund 
CHF  4'375.- pro Monat ([CHF 4'978.- + CHF 5'183.- + [10 x CHF 4’097.-] + CHF 1'370.-] / 12) 
anzurechnen. Hätte er allerdings in einem 100%-Pensum gearbeitet, so hätte er einen 
durchschnittlichen Lohn von rund CHF 5'228.- pro Monat ([CHF 4'978.- + CHF 5'183.- + [10 x 
CHF  5’121.-] + CHF 1'370.-] / 12) erzielt.

Der Berufungskläger äussert sich nicht zur erhaltenen Prämie. Jedoch ist einerseits ersichtlich, dass 
er auch im Jahr 2021 eine Prämie erhalten haben muss, belief sich doch der Nettolohn gemäss den 
Lohnabrechnungen nur auf CHF 5'159.- pro Monat (act. 2/2), während er gemäss dem Lohnausweis 
rund CHF 5'205.- pro Monat betrug, dies jeweils inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinderzulagen und 

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Spesen. Andererseits hat der Berufungskläger gemäss dem Lohnausweis 2020 in jenem Jahr einen 
Nettolohn von rund CHF 5'186.- pro Monat, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinderzulagen und Spesen, 
erzielt (act. 2/3). Sein Einkommen ist damit in den letzten Jahren stets gestiegen, womit auch für die 
Zukunft vom zuletzt erzielten Lohn auszugehen ist (vgl. BGE 143 III 617 E. 5.1; Urteil BGer 
5A_125/2020 vom 31. August 2020 E. 4.2.1 f.), was in einem 100%-Pensum CHF 5'228.- pro Monat 
entspricht. Ihm ist demnach ab Januar 2023 ein hypothetisches Einkommen von CHF 5'228.- pro 
Monat in einem 100%-Pensum anzurechnen.

5.

5.1. Der Berufungskläger macht weiter geltend, dass er mit dem Tätowieren kein regelmässiges 
Erwerbseinkommen generiere. Dies sei vielmehr ein Hobby, bei welchem die Einnahmen mehr oder 
weniger die anfallenden Kosten decken. Ein Tattoo koste CHF 150.-, die von ihm zu tragenden 
Kosten würden sich auf CHF 147.- belaufen. Wie seinem Kassenbuch entnommen werden könne, 
gebe es zudem zahlreiche Monate, in welchen er gar keine Kunden habe. Zudem sei zu beachten, 
dass ein allfälliges unregelmässiges Einkommen aus dem Tätowieren so oder anders überobligato-
risch und daher im Rahmen der Unterhaltsberechnung nicht zu berücksichtigen sei. Mit Eingabe 
vom 2. November 2022 macht er ausserdem neu geltend, dass er dem Studio 1/3 seiner Einnahmen 
abgeben müsse. Im letzten halben Jahr habe er praktisch keine Einnahmen erzielen können. Diesen 
Monat habe er einen fixen Auftrag in Aussicht, welcher ihm CHF 133.- einbringen werde.

Die Berufungsbeklagte bringt dagegen vor, dass er selber angegeben habe, plus minus regelmässig 
an den Samstagen tätowiert zu haben. Er habe selber nie behauptet, in zahlreichen Monaten gar 
keine Einkünfte aus dem Tätowieren gehabt zu haben. Die entsprechenden von ihm selbst erstellten 
«Kassenbücher» würden nicht als Beleg genügen. Er habe selber den Betrag von CHF 250.- für das 
Tätowieren anerkannt. Die «Kassenbücher» gebe es erst seit Kurzem. Während des Zusammenle-
bens habe er rund CHF 300.- (oftmals bis zu CHF 600.-) netto pro Samstag verdient, nun soll er 
diesen Betrag plötzlich pro Monat verdienen. Pro Kunde behaupte er Auslagen von CHF 147.- zu 
haben – nutze er das Auto nicht, reduzieren sich die Auslagen auf CHF 98.-. Er verlangte im Übrigen 
CHF 150.- pro Stunde (und nicht pro Tattoo). Es sei somit nicht korrekt, dass das Tätowieren nur 
kostendeckend sein soll. Im September 2021 habe er z.B. sogar Nettoeinkünfte von rund CHF 710.- 
gehabt. Die ihr bekannte Abmachung mit dem Inhaber des Studios vor der Trennung sei gewesen, 
dass er 25% der Einkünfte abzugeben habe und damit die Auslagen gedeckt seien. Der Rest sei 
sein Nettoeinkommen gewesen.

5.2. Die Stufe der Einkommensermittlung betrifft in erster Linie die unterhaltsverpflichteten Eltern-
teile. Einzubeziehen sind sämtliche Erwerbseinkommen, Vermögenserträge und Vorsorgeleistun-
gen; soweit es die besonderen Verhältnisse des Einzelfalles rechtfertigen, kann ausnahmsweise 
auch ein gewisser Vermögensverzehr zumutbar sein. Eine Individualisierung aufgrund spezieller 
Situationen wie etwa eine "Vorabzuteilung für überobligatorische Arbeitsanstrengung", namentlich 
die Sonderbehandlung von Einkommen aus einer über das Schulstufenmodell hinausgehenden 
Beschäftigungsquote ist abzulehnen. Den Besonderheiten des Einzelfalles ist im Sinn einer Bündel-
ung der Ermessensbetätigung nicht bereits auf der Stufe der Einkommensermittlung, sondern viel-
mehr erst bei der Überschussverteilung Rechnung zu tragen, mithin dort, wo finanziell überhaupt 
Spielraum besteht. Ferner ist es auch nicht Aufgabe des Unterhaltsrechts, vermeintliche oder 
tatsächliche Arbeitsanreize zu schaffen; vielmehr obliegt den Eltern in Bezug auf den Kindesunter-
halt eine besondere Anstrengungspflicht und muss im Übrigen jeder Elternteil selbst wissen, ob er 
mit Blick auf die weitere Karriere, die Äufnung von Pensionskassenguthaben und anderem mehr 

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über die unterhaltsrechtlich gebotene Anstrengungspflicht hinaus erwerbstätig sein will (BGE 147 III 
265 E. 7.1).

5.3. Das Einkommen aus dem Tätowieren kann somit sehr wohl bei der Einkommensermittlung 
berücksichtigt werden. Erst bei einer allfälligen Überschussverteilung kann beachtet werden, dass 
der Berufungskläger damit mehr als 100% erwerbstätig ist.

Der Berufungskläger hat gemäss seinem Kassenbuch von Juli 2021 bis Dezember 2021 einen 
Gewinn von CHF 1'464.18, d.h. durchschnittlich pro Monat CHF 244.-, erzielt (Einnahmen: 
CHF  3'950.-, Auslagen: CHF 2'485.82), wobei es zutrifft, dass er nicht CHF 150.- pro Tattoo, 
sondern pro Stunde verlangt (act. 23/5). Von Januar 2022 bis Juli 2022 will er nur noch Einnahmen 
von insgesamt CHF 950.- und Auslagen von CHF 876.-, d.h. einen Gewinn von insgesamt lediglich 
CHF 74.- bzw. pro Monat rund CHF 11.-, gehabt haben (Berufungsbeilage 7). Anlässlich der Sitzung 
vom 15. März 2022 hat er allerdings noch selber ausgesagt, dass er, wenn es gut läuft, pro Monat 
CHF 400.- bis CHF 500.- einnimmt (ohne Auslagen; act. 23/5). Ausserdem hat er selber noch ein 
Einkommen von CHF 250.- anerkannt (act. 23/3). Der Berufungskläger bringt keine Beweise vor, 
dass er fast keine Einnahmen mit dem Tätowieren mehr erzielt. Gemäss der Bestätigung von 
E.________, Besitzer des Studios, gibt er dem Studio jeweils 1/3 bzw. 33% der Einnahmen ab 
(Berufungsbeilage 24). Das Studio müsste demnach über die Einnahmen Auskunft geben können. 
Der eingereichten Bestätigung kann jedoch nichts zur Höhe der Einnahmen entnommen werden. 
Dem anwaltlich vertretenen Berufungskläger wäre es aber ohne Weiteres zumutbar gewesen, eine 
entsprechende Bestätigung bzw. Abrechnung einzureichen. Es ist damit nicht glaubhaft, dass der 
Berufungskläger fast nichts mehr durch das Tätowieren einnimmt. 

Was die Auslagen betrifft, so macht er in seiner Berufung Kosten von CHF 146.97 mit Auto bzw. 
CHF 97.97 ohne Auto geltend. Dabei handelt es sich jedoch um eine blosse Schätzung und nicht 
um die konkreten Auslagen (vgl. Berufungsbeilage 7). Diese ist zudem voller Rechnungsfehler. So 
kostet bspw. ein Rasierer nicht CHF 6.25, wenn 100 Stück CHF 16.- kosten. Er macht ausserdem 
jeweils CHF 37.- (150/4) pro Kunde für die Platzmiete geltend, wobei er diese nur einmal verrechnet, 
auch wenn das Tattoo CHF 300.- kostet, obwohl sich die Platzmiete offenbar gestützt auf den Stun-
densatz von CHF 150.- berechnet. Die Berufungsbeklagte behauptet hingegen, dass der Berufungs-
kläger jeweils 25% der Einkünfte abgeben müsse, womit nicht nur die Platzmiete, sondern sämtliche 
Auslagen gedeckt seien. Schliesslich liegt noch die Bestätigung von E.________ vor, wonach er seit 
Beginn seiner Tätigkeit dem Studio jeweils 1/3 bzw. 33% seiner Einnahmen abgeben muss. Dabei 
präzisiert er nicht, wofür diese Abgabe erfolgt bzw. welche Kosten dadurch gedeckt werden. Die 
verschiedenen Angaben zu den Auslagen des Berufungsklägers sind demnach widersprüchlich. 

Zusammenfassend vermag der Berufungskläger nicht glaubhaft zu machen, dass er weniger 
Einnahmen als die von ihm selber im vorinstanzlichen Verfahren anerkannten CHF 250.- pro Monat 
durch das Tätowieren erzielt. Die Berufungsbeklagte bringt ihrerseits ebenfalls keine Belege für die 
behaupteten Nettoeinnahmen von CHF 300.- bis CHF 600.- pro Samstag vor. Es ist damit nicht zu 
beanstanden, dass die Vorinstanz in Ausübung ihres Ermessens dem Berufungskläger Einnahmen 
von CHF 250.- pro Monat angerechnet hat.

Kantonsgericht KG
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6.

Strittig ist auch der Bedarf des Berufungsklägers.

6.1.

6.1.1. Der Berufungskläger bringt vor, dass er nicht wie beabsichtigt per August 2022 mit seiner 
Freundin zusammengezogen sei, sondern sie sich getrennt hätten. Mit Eingabe vom 2. November 
2022 reichte er zudem den Mietvertrag, das Sozialhilfebudget November 2022 sowie einen Austritts-
bericht betreffend seine Freundin ein.

Die Berufungsbeklagte führt dagegen aus, dass die Freundin immer noch jedes Wochenende mit 
ihm (und den Kindern) verbringe bzw. der Berufungskläger bei ihr. Es sei deshalb davon auszuge-
hen, dass es sich um eine Behauptung handle, die einmal mehr der Optimierung des Unterhaltsbei-
trages diene. Auch die Bestätigung seiner angeblichen Ex-Freundin erwecke den Anschein, als wäre 
diese vorgeschoben und wohl aufgrund der Wortwahl anwaltlich redigiert. Es sei damit zu rechnen, 
dass der Berufungskläger nach der Festlegung des Unterhaltsbeitrages mit seiner Freundin zusam-
menziehen werde. Sie arbeite schliesslich seit April 2022 in F.________. 

6.1.2. Es ist somit unbestritten, dass der Berufungskläger und seine Freundin nicht zusammen-
gezogen sind. Der Berufungskläger bestreitet seinerseits nicht, dass er diese weiterhin jedes 
Wochenende sieht, obwohl er behauptet, dass sie sich getrennt hätten. Ausserdem würde er wohl 
kaum über die genannten Unterlagen seiner angeblichen Ex-Freundin verfügen, wenn sie nicht 
zumindest noch in Kontakt stehen würden. Aus den Akten geht jedoch hervor, dass der Berufungs-
kläger und seine Freundin offenbar das Zusammenziehen vorziehen wollten, damit sie ihn in der 
Kinderbetreuung unterstützen kann (act. 23/5 f.). Das vom Berufungskläger gewünschte Betreu-
ungsmodell hat sich in der Folge allerdings nicht realisiert und er ist nicht verpflichtet, mit seiner 
Freundin zusammenzuziehen. Darüber hinaus kennen sie sich offenbar noch nicht so lange (act. 
23/6). Selbst wenn sich der Berufungskläger und seine Freundin noch jedes Wochenende sehen, 
erscheint es damit nicht als rechtsmissbräuchlich, dass sie nicht zusammengezogen sind. Dabei 
kann offenbleiben, ob die angebliche Ex-Freundin ihre Stelle in F.________ angetreten ist oder nicht. 
Sollten sie in Zukunft tatsächlich zusammenziehen, kann die Berufungsbeklagte eine Abänderung 
des Unterhaltsbeitrages beantragen. Es bleibt damit bei der Berücksichtigung eines Grundbetrags 
von CHF 1'200.- sowie Wohnkosten von CHF 1'540.-.

6.2.

6.2.1. Der Berufungskläger macht weiter geltend, dass ihm monatlich CHF 665.- als Arbeitsweg-
kosten anzurechnen seien (27 km x 2 x 17.6 Tage x CHF 0.70). Er sei für die Bewältigung seines 
Arbeitsweges und die Wahrnehmung seiner Kinderbetreuungspflichten zwingend auf ein Auto ange-
wiesen, da er morgens jeweils sehr früh mit der Arbeit beginnen müsse und es ihm sonst schlicht 
nicht möglich sei, die Kinder am Montag- und jeden zweiten Freitagabend um 18.00 Uhr abzuholen. 
Infolge Kompetenzcharakter des Autos seien ihm auch die Parkplatzkosten von monatlich CHF 120.- 
anzurechnen.

6.2.2. Die Vorinstanz hat dem Berufungskläger die Parkplatzkosten von CHF 120.- sowie Fahrkos-
ten von CHF 265.- (20 Tage x 2 x 21 km x 0.08l x CHF 1.70 + CHF 150.- Pauschalbetrag Unterhalt 
und Steuern Fahrzeug) angerechnet. 

Der Berufungskläger setzt sich nicht mit der verwendeten Formel auseinander, sondern setzt dieser 
einfach seine eigene Formel gegenüber. Dies genügt den Begründungsanforderungen nicht. Aller-

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dings beträgt die Strecke G.________ gemäss Google Maps 22.5 km. Weiter ist gemäss der 
Rechtsprechung des hiesigen Hofs derzeit von einem Benzinpreis von CHF 2.- auszugehen (Urteil 
KG FR 101 2021 330 vom 2. Mai 2022 E. 3.4.4 m.H.). Die Fahrkosten des Berufungsklägers 
betragen demnach CHF 294.- (20 Tage x 2 x 22.5 km x 0.08l x CHF 2.- + CHF 150.- Pauschalbetrag 
Unterhalt, Versicherung und Steuern Fahrzeug).

6.3. Der Berufungskläger bringt weiter vor, dass die Krankenkassenprämien monatlich CHF 154.- 
betragen würden (KVG CHF 271.- minus IPV CHF 117.-). 

Dies wurde von der Vorinstanz ab Januar 2022 bereits so berücksichtigt. Für die Zeit vor Januar 
2022 hat die Vorinstanz eine KVG-Prämie von CHF 280.45 sowie die Prämienverbilligung von 
CHF  94.- angerechnet, was nicht zu beanstanden ist (act. 2/6, 9/8).

6.4. Zusammenfassend beläuft sich das betreibungsrechtliche Existenzminimum des Berufungs-
klägers bis Dezember 2021 auf rund CHF 3'360.- pro Monat (Grundbetrag: CHF 1'200.-, Wohnkos-
ten: CHF 1'540.-, Mietkosten Garage: CHF 120.-, KVG-Prämie: CHF 280.45, abzgl. Prämienverbilli-
gung: CHF 94.-, Arbeitsweg: CHF 294.-, auswärtiges Essen: CHF 220.-, abzgl. Spesen Essen: 
CHF  200.-). Bei einem monatlichen Einkommen von CHF 5'455.- (CHF 5'205.- + CHF 250.-) 
resultiert ein Saldo von CHF 2'095.- pro Monat.

Von Januar bis Dezember 2022 beträgt sein betreibungsrechtliches Existenzminimum CHF 3'328.- 
pro Monat (Grundbetrag: CHF 1'200.-, Wohnkosten: CHF 1'540.-, Mietkosten Garage: CHF 120.-, 
KVG-Prämie: CHF 271.-, abzgl. Prämienverbilligung: CHF 117.-, Arbeitsweg: CHF 294.-, auswärti-
ges Essen: CHF 220.-, abzgl. Spesen Essen: CHF 200.-). Er verfügt über ein durchschnittliches 
Einkommen von CHF 4’625.- (CHF 4’375.- + CHF 250.-), womit ein Saldo von CHF 1’297.- resultiert.

Ab Januar 2023 ist weiterhin von einem betreibungsrechtlichen Existenzminimum von CHF 3'328.- 
auszugehen. Ausserdem ist ihm ein Einkommen von CHF 5'478.- (CHF 5'228.- + CHF 250.-) anzu-
rechnen, so dass ein Saldo von CHF 2'150.- entsteht. 

Aufgrund der knappen finanziellen Verhältnisse ist das familienrechtliche Existenzminimum nicht zu 
berücksichtigen.

7.

Strittig ist weiter das Einkommen der Berufungsbeklagten.

7.1. Der Berufungskläger ist der Ansicht, dass aufgrund der alternierenden Obhut nicht einfach 
auf das Schulstufenmodell abgestellt werden könne. Die beiden Kinder würden an zwei Tagen pro 
Woche nicht von der Berufungsbeklagten betreut (am Dienstag vom Berufungskläger und am Freitag 
von der Tagesschule) und seien zudem mindestens jeden Vormittag in der Schule. Der Berufungs-
beklagten sei daher ein Pensum von 70% (zwei ganze Tage und drei Vormittage) zumutbar. Sie 
habe die Möglichkeit, halbtagesweise zu arbeiten. Es sei ihr eine Übergangsfrist von 3 Monaten zu 
gewähren. Sollte eine Aufstockung nicht möglich sein, müsse sie sich eine neue Arbeitsstelle 
suchen, was infolge der vielen ausgeschriebenen Stellen im Bereich Administration ohne Weiteres 
möglich sei. Weiter erziele die Berufungsbeklagte bei ihrem aktuellen Pensum von 50% CHF 2'272.- 
pro Monat inkl. 13. Monatslohn. Die Festlegung des Einkommens durch die Vorinstanz auf rund 
CHF  2'100.- sei somit falsch. Die als Betreuungszulage deklarierte monatliche Zahlung von 
CHF  125.- werde ohne Zweifel für die betreuende Berufungsbeklagte ausgerichtet und sei dieser 
daher anzurechnen. 

Kantonsgericht KG
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Die Berufungsbeklagte bringt dagegen vor, dass sie selbst wenn er die Verantwortung für die Kinder 
an einem Tag pro Woche übernehmen würde, sie die Verantwortung an den restlichen vier Tagen 
trage. Gemäss dem Schulstufenmodell könne ihr kein höheres Pensum angerechnet werden. Das 
angerechnete Einkommen sei nicht zu beanstanden. Eine Aufstockung am jetzigen Arbeitsplatz 
wäre zurzeit gar nicht möglich. Es sei nicht zu korrigieren, dass die Vorinstanz die Betreuungszulage 
den Kindern als Einkommen aufgerechnet hat.

7.2. Für den Normalfall ist dem hauptbetreuenden Elternteil ab der (je nach Kanton mit dem 
Kindergarten- oder mit dem eigentlichen Schuleintritt erfolgenden) obligatorischen Beschulung des 
jüngsten Kindes eine Erwerbsarbeit von 50 %, ab dessen Eintritt in die Sekundarstufe I eine solche 
von 80 % und ab dessen Vollendung des 16. Lebensjahres einen Vollzeiterwerb zuzumuten, wobei 
der massgebende Zeitpunkt der Beginn der entsprechenden Schulstufe ist, d.h. der 1. September. 
Davon kann aufgrund pflichtgemässer richterlicher Ermessensausübung im Einzelfall abgewichen 
werden. Beispielsweise darf Berücksichtigung finden, dass bei vier Kindern die verbleibende ausser-
schulische Betreuungslast (Aufgabenhilfe, Vorkehrungen im Krankheitsfall, Kindergeburtstage, 
Hilfestellung bei der Ausübung von Hobbys etc.) deutlich grösser als bei nur einem Kind und deshalb 
eine Erwerbstätigkeit von 50 % bzw. 80 % gemäss Schulstufen allenfalls nicht zumutbar ist. Eine 
erhöhte Betreuungslast kann sich auch durch eine Behinderung eines Kindes ergeben (BGE 144 III 
481 E. 4.7.6 ff.; Urteil KG FR 101 2019 355 vom 4. Februar 2020 E. 3.1, in FZR 2020 25).

7.3. Vorliegend besucht das jüngste Kind die 2. Klasse der Primarschule und die Berufungsbe-
klagte hat ihr Erwerbspensum bereits per 1. Januar 2022 von 40% auf 50% erhöht. Sie geht damit 
bereits dem ihr gemäss Schulstufenmodell zumutbaren Erwerbspensum nach. Im Übrigen besteht 
vorliegend keine alternierende Obhut. Der Berufungskläger kam seinen Betreuungspflichten unter 
der Woche nicht nach und die Betreuung durch den Berufungskläger am Dienstag wurde aufgeho-
ben. Die Kinder gehen am Montag, Dienstag und Freitag in die ausserschulische Betreuung (Beru-
fungsbeilage 17, Berufungsantwortbeilagen 8 f.), wenn die Berufungsbeklagte arbeitet. Es ist nicht 
ersichtlich, inwiefern derzeit eine Ausweitung des Erwerbspensums ohne zusätzliche Fremdbetreu-
ung möglich sein soll. Die Berufungsbeklagte hat ihr Erwerbspensum demnach nicht auszuweiten.

Die Berufungsbeklagte erzielte in einem 40%-Pensum ein Nettoeinkommen von rund CHF 1'817.- 
inkl. 13. Monatslohn ohne Betreuungszulage (act. 2/10). Im 50%-Pensum erzielt sie seit Januar 2022 
ein Nettoeinkommen von rund CHF 2'272.- inkl. 13. Monatslohn ohne Betreuungszulage (Berufungs-
beilage 13 f.). Dabei ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Betreuungszulage nicht bei 
der Berufungsbeklagten als Einkommen angerechnet, sondern beim Bedarf der Kinder abgezogen 
hat (vgl. Art. 285a Abs. 2 ZGB). Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern es für den Berufungskläger 
vorteilhafter sein soll, wenn die Betreuungszulage der Berufungsbeklagten als Einkommen ange-
rechnet würde. Die Betreuungszulage betrug im Jahr 2021 CHF 100.- und im Jahr 2022 CHF 125.-
pro Monat. Diese ist gemäss der Vorinstanz bei den Kindern je hälftig zu berücksichtigen (nachste-
hend E. 9.6). Allerdings ist im Dispositiv vom Amtes wegen zu präzisieren, dass die Betreuungszula-
ge zusätzlich zum Unterhalt geschuldet ist.

8.

Strittig sind weiter die Auslagen der Berufungsbeklagten.

8.1. Der Berufungskläger macht geltend, dass die Krankenversicherungsprämien der Berufungs-
beklagten monatlich CHF 208.- betragen würden. Die Vorinstanz hat denn auch ab dem 1. Januar 
2022 bereits nur CHF 208.45 berücksichtigt (KVG-Prämie: CHF 325.45, abzgl. Prämienverbilligung: 

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CHF 117.-). Für die Zeit davor hat sie CHF 216.85 angerechnet, was nicht zu beanstanden ist (vgl. 
act. 2/11). 

8.2.

8.2.1. Der Berufungskläger bringt weiter vor, dass der Berufungsbeklagten unter dem Titel auswär-
tige Verpflegung nur CHF 88.- anzurechnen seien, da sie nur an zwei Tagen pro Woche ganztags 
arbeite und sich auswärts verpflegen müsse.

Die Berufungsbeklagte bringt dagegen vor, dass sie an drei Tagen arbeite. Selbst wenn sie einen 
halben Tag arbeite, nehme sie das Mittagessen noch bei der Arbeit ein. Die Kinder essen im Übrigen 
auch am Montag am Mittagstisch. Somit nehme sie an drei Tagen das Mittagessen extern ein, was 
einem Pensum von 60% und praxisgemäss CHF 132.- entspreche.

8.2.2. Die Berufungsbeklagte arbeitet nur an zwei Tagen pro Woche ganztags. Am Montag bzw. 
ab und zu am Donnerstag arbeitet sie nur einen halben Tag (act. 23/9). Im betreibungsrechtlichen 
Existenzminimum können nur die unumgänglichen Berufsauslagen berücksichtigt werden. Die Beru-
fungsbeklagte legt nicht dar, warum sie darauf angewiesen sein soll, das Essen ausserhalb einzu-
nehmen, wenn sie nur einen halben Tag arbeitet. Diese Kosten können somit nicht berücksichtigt 
werden und es sind ihr nur Kosten von CHF 88.- für die auswärtige Verpflegung anzurechnen. 

8.3.

8.3.1. Die Berufungsbeklagte beanstandet ihrerseits, dass die Vorinstanz den Kompetenzcharakter 
ihres Autos verneint habe. Sie habe unterschiedliche Dienste. Einer beginne um 07.30 Uhr. Sie 
könne die Kinder jeweils erst um 07.00 Uhr in die ausserschulische Betreuung (ASB) bringen. Mit 
dem Auto schaffe sie es knapp, um 07.30 Uhr mit der Arbeit zu beginnen. Mit dem öffentlichen 
Verkehr sei dies nicht möglich. Die Auslagen für das Auto sowie die Parkplatzkosten in H.________ 
und F.________ seien entsprechend durchgehend im Bedarf der Berufungsbeklagten zu 
berücksichtigen. Im Übrigen habe selbst der Berufungskläger anlässlich der Sitzung vom 15. März 
2022 den Kompetenzcharakter des Autos bejaht.

8.3.2. Es trifft zu, dass der Berufungskläger an der Sitzung vom 15. März 2022 den Kompetenz-
charakter des Autos bejaht hat (act. 23/7). Die ASB beginnt erst um 07.00 Uhr (Berufungsantwort-
beilage 10). Eine Konsultation des SBB-Online Fahrplans ergibt, dass es nicht möglich ist, die Kinder 
um 07.00 Uhr in die ASB zu bringen und um 07.30 Uhr in H.________ pünktlich mit der Arbeit zu 
beginnen. Selbst für den Dienst, der erst um 08.00 Uhr beginnt, dürfte es knapp sein. Das Auto hat 
somit Kompetenzcharakter. Die Kosten sind ausserdem von Amtes wegen dem aktuellen 
Benzinpreis anzupassen. Demnach sind bis Dezember 2021 CHF 183.30 (8 Tage x 2 x 13 km x 
0.08l x CHF 2.- + CHF 150.- Pauschalbetrag Unterhalt, Versicherung und Steuern Fahrzeug) und 
ab Januar 2022 rund CHF 191.60 (10 Tage x 2 x 13 km x 0.08l x CHF 2.- + CHF 150.- 
Pauschalbetrag Unterhalt, Versicherung und Steuern Fahrzeug) zu berücksichtigen.

8.4. Zusammenfassend beträgt das betreibungsrechtliche Existenzminimum der Berufungsbe-
klagten bis Dezember 2021 rund CHF 3'295.- (Grundbetrag: CHF 1'350.-, Wohnkosten abzgl. Anteil 
Kinder: CHF 1'211.-, Parkplatz H.________: CHF 145.50, Parkplatz F.________: CHF 100.-, KVG-
Prämie: CHF 216.85, Arbeitsweg: CHF 183.30, auswärtiges Essen: CHF 88.-). Beim 
Nettoeinkommen von CHF 1'817.- resultiert ein Minus von CHF 1'478.- pro Monat.

Ab Januar 2022 hat die Berufungsbeklagte erneut ein betreibungsrechtliches Existenzminimum von 
rund CHF 3'295.- (Grundbetrag: CHF 1'350.-, Wohnkosten: CHF 1'211.-, Parkplatz H.________: 

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CHF 145.50, Parkplatz F.________: CHF 100.-, KVG-Prämie abzgl. IPV: CHF 208.45, Arbeitsweg: 
CHF 191.60, auswärtiges Essen: CHF 88.-). Dem steht ein Nettoeinkommen von CHF 2'272.- 
gegenüber, womit ein Fehlbetrag von CHF 1'023.- pro Monat resultiert. 

9.

Strittig ist ferner der Bedarf der Kinder.

9.1. Der Berufungskläger scheint der Ansicht zu sein, dass den Kindern ein Wohnkostenanteil 
von je 20% anzurechnen ist. Praxisgemäss sind jedoch bei zwei Kindern je 15% anzurechnen 
(BASTONS BULLETTI, L'entretien après divorce: méthodes de calcul, montant, durée et limites, in SJ 
2007 II 77, S. 102 N. 140). Der angefochtene Entscheid ist somit diesbezüglich nicht zu bean-
standen.

9.2. Der Berufungskläger macht weiter geltend, dass lediglich die KVG-Prämien minus Prämien-
verbilligung berücksichtigt werden können. Dies ist unbestritten und wurde von der Vorinstanz betref-
fend das betreibungsrechtliche Existenzminimum auch bereits so gehandhabt (vgl. auch 2/7, 9/8).

9.3.

9.3.1. Der Berufungskläger ist weiter der Ansicht, dass die aktuellen Drittbetreuungskosten je Kind 
nur CHF 179.- betragen.

Die Berufungsbeklagte bringt dagegen vor, dass der Berufungskläger lediglich die Belege der ASB 
F.________ eingereicht habe, die sich bis Dezember 2021 auf CHF 128.- pro Kind beliefen und seit 
Januar 2022 CHF 179.- pro Kind betragen. Es würden aber die Kosten der ASB I.________ fehlen. 
Die Kinder würden dort jeweils nach der Schule betreut. Die Kosten der ASB I.________ würden 
sich auf CHF 86.- pro Kind belaufen.

9.3.2. Aus den Akten geht hervor, dass zwei verschiedene Betreuungsvereinbarungen bestehen. 
Die Kosten betrugen bis Dezember 2021 CHF 85.60 + CHF 128.-, d.h. rund CHF 214.-, pro Kind. 
Seit Januar 2022 betragen sie CHF 85.60 + CHF 179.20, d.h. CHF 265.-, pro Kind (Berufungsant-
wortbeilage 8 f.). Diese Kosten sind entgegen dem angefochtenen Entscheid den Kindern je indivi-
duell anzurechnen. Sie gehören zum Barunterhalt (BGE 147 III 265 E. 7.2; 144 III 481 E. 4.3 m.H.). 
Nur der Betreuungsunterhalt der Berufungsbeklagten ist lediglich beim jüngsten Kind, d.h. bei 
D.________, zu berücksichtigen.

9.4.

9.4.1. Der Berufungskläger macht weiter geltend, dass keine Hobby-Kosten angerechnet werden 
dürfen, solange kein Überschuss resultiert.

Die Berufungsbeklagte ist hingegen der Ansicht, dass die Kosten für das Eishockey sehr hoch seien. 
C.________ betreibe dieses Hobby in einem Umfang, das nicht mit anderen Hobbys vergleichbar 
sei. Die Kosten dafür seien entsprechend hoch. Da es ein gemeinsamer Entscheid gewesen sei, 
dass C.________ Eishockey spiele, könnten die Kosten nun nicht ihr alleine auferlegt werden.

9.4.2. Der Berufungskläger setzt sich mit seinem pauschalen Vorbringen nicht konkret damit 
auseinander, welchen Einfluss die Berücksichtigung der Hobby-Kosten im gebührenden Unterhalt, 
wobei es sich um ein abstraktes Konzept handelt, auf die Unterhaltsbeiträge haben, womit nicht 
darauf einzutreten ist (vgl. Urteil BGer 5A_712/2021 vom 23. Mai 2022 E. 6.1.2.2).

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9.4.3. Die Berufungsbeklagte hat ihrerseits diverse Rechnungen betreffend das Eishockey-Hobby 
eingereicht (Jahresbeitrag: CHF 820.14, Lager: CHF 480.-, Sportausrüstung: CHF 588.20; Beru-
fungsantwortbeilage 11). Sie setzt sich dabei nicht mit der Erwägung der Vorinstanz auseinander, 
wonach aufgrund der angespannten finanziellen Situation nicht sämtliche Kosten berücksichtigt 
werden, zumal Sportausrüstung durchaus auch gebraucht gekauft werden kann und einige Vereine 
auch Vergünstigungen für den Jahresbeitrag und die Lager anbieten. Es ist damit nicht zu beanstan-
den, dass die Vorinstanz nur CHF 100.- pro Monat berücksichtigt hat. Diese sind allerdings bereits 
im betreibungsrechtlichen Existenzminimum von C.________ zu berücksichtigen.

9.4.4. Die Berufungsbeklagte hat ausserdem eine Rechnung für einen Schwimmkurs für 
D.________ eingereicht (Berufungsantwortbeilage 11), ohne sich in ihrer Berufungsantwort dazu zu 
äussern. Es ist damit nicht klar, seit wann D.________ einen Schwimmkurs besucht und ob er dies 
weiterhin tut. Aus der Abrechnung der ASB geht hervor, dass C.________ offenbar ebenfalls einen 
Schwimmkurs besuchte und für diese Zeit eine Gutschrift in der Höhe von jeweils rund CHF 13.- von 
der ASB erfolgte. Da der Schwimmkurs gemäss der eingereichten Abrechnung CHF 14.- pro Mal 
kostet, ist davon auszugehen, dass die Kosten des Schwimmkurses durch die Gutschrift der ASB 
gedeckt sind (act. 29). Es sind somit keine Kosten für den Schwimmkurs zu berücksichtigen.

9.5. Von Amtes wegen ist schliesslich zu korrigieren, dass sich der Grundbetrag von C.________ 
bereits ab Juni 2022 (Vollendung des 10. Lebensjahres) auf CHF 600.- beläuft und nicht erst ab 
August 2022.

9.6.

9.6.1. Zusammenfassend beträgt der Bedarf von C.________ bis Dezember 2021 rund CHF 700.- 
(Grundbetrag: CHF 400.-, Wohnkosten: CHF 260.-, KVG-Prämie abzgl. IPV: CHF 8.-, Hobby: 
CHF  100.-, Drittbetreuungskosten: CHF 214.-, abzgl. Kinderzulage: CHF 230.-, abzgl. 
Betreuungszulage: CHF 50.-).

Von Januar bis Mai 2022 beträgt er rund CHF 740.- (Grundbetrag: CHF 400.-, Wohnkosten: 
CHF  260.-, KVG-Prämie abzgl. IPV: CHF 8.-, Hobby: CHF 100.-, Drittbetreuungskosten: CHF 265.-, 
abzgl. Kinderzulage: CHF 230.-, abzgl. Betreuungszulage: CHF 62.50).

Ab Juni 2022 beträgt er rund CHF 940.- (Grundbetrag: CHF 600.-, Wohnkosten: CHF 260.-, KVG-
Prämie abzgl. IPV: CHF 8.-, Hobby: CHF 100.-, Drittbetreuungskosten: CHF 265.-, abzgl. Kinder-
zulage: CHF 230.-, abzgl. Betreuungszulage: CHF 62.50).

9.6.2. Der Bedarf von D.________ beträgt hingegen bis Dezember 2021 CHF 2'080.- (Grundbetrag: 
CHF 400.-, Wohnkosten: CHF 260.-, KVG-Prämie abzgl. IPV: CHF 8.-, Drittbetreuungskosten: 
CHF  214.-, Betreuungsunterhalt: CHF 1'478.-, abzgl. Kinderzulage: CHF 230.-, abzgl. 
Betreuungszulage: CHF 50.-).

Ab Januar 2022 beträgt er rund CHF 1'665.- (Grundbetrag: CHF 400.-, Wohnkosten: CHF 260.-, 
KVG-Prämie abzgl. IPV: CHF 8.-, Drittbetreuungskosten: CHF 265.-, Betreuungsunterhalt: 
CHF  1'023.-, abzgl. Kinderzulage: CHF 230.-, abzgl. Betreuungszulage: CHF 62.50).

10.

Der Berufungskläger verfügt bis Dezember 2021 über einen Überschuss von CHF 2’095.- pro Monat. 
Er hat damit für C.________ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 700.- und für 
D.________ einen solchen von CHF 1'395.-, wovon CHF 793.- Betreuungsunterhalt, zu bezahlen. 

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Es verbleibt damit ein Manko von CHF 685.- im Betreuungsunterhalt von D.________, welches zu 
Lasten des Berufungsklägers geht.

Ab Januar 2022 verfügt der Berufungskläger über einen Überschuss von CHF 1’297.-. Er hat 
demnach von Januar bis Mai 2022 für C.________ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von 
CHF  690.- und für D.________ CHF 600.- zu leisten. Das Manko beträgt somit CHF 50.- für 
C.________ und CHF 1'065.-, wovon CHF 1'023.- Betreuungsunterhalt, für D.________, was zu 
Lasten des Berufungsklägers geht.

Von Juni bis Dezember 2022 hat der Berufungskläger mit seinem Überschuss von CHF 1’297.- für 
C.________ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 790.- und für D.________ von CHF 500.- 
zu bezahlen. C.________ verbleibt demnach ein Manko von CHF 150.- und D.________ von 
CHF  1’165.-, wovon CHF 1'023.- Betreuungsunterhalt, was zu Lasten des Berufungsklägers geht.

Ab Januar 2023 beträgt der Überschuss des Berufungsklägers CHF 2'150.- und die Unterhaltsbei-
träge für C.________ CHF 940.- und für D.________ CHF 1’210.-, wovon CHF 568.- 
Betreuungsunterhalt. Das Manko im Betreuungsunterhalt beläuft sich demnach auf CHF 455.- für 
D.________. Es geht zu Lasten des Berufungsklägers.

11.

11.1. Der Berufungskläger macht schliesslich geltend, dass er von Oktober 2021 bis zum Verhand-
lungstermin vor erster Instanz Unterhaltsbeiträge von insgesamt CHF 9'588.- bezahlt habe. Seit dem 
Verhandlungstermin zahle er monatlich CHF 1'100.-. Damit sei er seiner Unterhaltspflicht vollum-
fänglich nachgekommen. Zudem sei festzuhalten, dass eine allfällige Nachzahlung von Unterhalts-
beiträgen für ihn infolge fehlender finanzieller Mittel schlicht nicht möglich wäre.

Die Berufungsbeklagte bringt dagegen vor, dass der Berufungskläger seit August 2022 nur noch 
CHF 640.- bezahle. In den CHF 1'100.- seien die Kinderzulagen von CHF 460.- enthalten, welche 
nun nicht mehr vom Berufungskläger bezogen werden.

11.2. Gemäss dem Kontoauszug des Berufungsklägers hat er vom 27. Oktober 2021 bis 26. Juli 
2022 Unterhaltsbeiträge in der Höhe von insgesamt CHF 15'612.20 bezahlt (Berufungsbeilage 19). 
Es ist zudem unbestritten, dass er seit August 2022 weiterhin CHF 640.- pro Monat bezahlt. Es ist 
somit davon auszugehen, dass er bis zum vorliegenden Urteil noch zusätzlich CHF 2'560.- 
(4  x  CHF  640.- bezahlt hat. Der Berufungskläger belegt nicht, dass er höhere Unterhaltsbeiträge 
geleistet hätte. Er hat somit vom 27. Oktober 2021 bis zum 20. Dezember 2022 bereits 
CHF  18’172.20 an Unterhalt bezahlt, was an die festgesetzten Unterhaltsbeiträge anzurechnen ist 
(BGE 138 III 583 E. 6.1.1; 135 III 315 E. 2.3 ff.). Die Differenz zum festgesetzten Unterhaltsbeitrag 
hat der Berufungskläger nachzuzahlen. Er setzt sich nicht substantiiert damit auseinander, dass die 
Unterhaltsbeiträge gemäss dem angefochtenen Entscheid ab dem Trennungszeitpunkt bzw. dem 
20. September 2021 geschuldet sind, was auch nicht zu beanstanden ist. Der Berufungskläger 
wusste um seine Unterhaltspflicht gegenüber seinen Kindern Bescheid und es wäre an ihm gelegen, 
entweder entsprechende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen oder zumindest genügend hohe 
Rückstellungen zu tätigen. 

Zusammenfassend ist die Berufung demnach teilweise gutzuheissen.

12. 

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Die Berufungsbeklagte beantragt für das Berufungsverfahren die vollständige unentgeltliche Rechts-
pflege.

Gemäss Art. 117 ZPO hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wer nicht über die notwendigen 
Mittel verfügt und wessen Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. 

Gemäss den vorstehenden Erwägungen verfügt die Berufungsbeklagte offensichtlich nicht über die 
notwendigen Mittel. Ihre Rechtsbegehren können auch nicht als aussichtslos bezeichnet werden. Ihr 
ist demnach die vollständige unentgeltliche Rechtspflege für das Berufungsverfahren zu gewähren, 
unter Beiordnung von Fürsprecherin Annemarie Lehmann-Schoop als amtliche Rechtsbeiständin. 
Sie wird darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage 
ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO).

13.

Dem Ausgang dieses Verfahrens entsprechend sind die Prozesskosten zu ¾ dem Berufungskläger 
und zu ¼ der Berufungsbeklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 2 ZPO).

13.1. Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 1‘200.- festgesetzt (Art. 96 ZPO i.V.m. Art. 19 
des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). Der Berufungskläger hat davon 
CHF 900.- und die Berufungsbeklagte CHF 300.- zu tragen, unter Vorbehalt der unentgeltlichen 
Rechtspflege. 

13.2. Nach Art. 105 Abs. 2 ZPO spricht das Gericht die Parteientschädigung nach den Tarifen, d.h. 
nach dem Justizreglement zu. Bei globaler Festsetzung – wie vorliegend – berücksichtigt die Behör-
de namentlich Art, Schwierigkeit und Umfang des Verfahrens sowie die notwendige Arbeit der 
Anwältin oder des Anwalts, das Interesse und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien (Art. 63 
Abs. 2 JR). Bei Beschwerden gegen Urteile des Einzelgerichts ist der Höchstbetrag CHF 3'000.-, 
welcher bis auf das Doppelte erhöht werden kann, wenn besondere Umstände es rechtfertigen (Art. 
64 Abs. 1 Bst. e und Abs. 2 JR).

Nach den erwähnten Kriterien kann die Entschädigung der Berufungsbeklagten und des Berufungs-
klägers auf jeweils CHF 2'500.- inkl. Auslagen festgesetzt werden. Hinzu kommen 7.7% MwSt., d.h. 
CHF 192.50. Die Entschädigung beläuft sich somit auf CHF 2'692.50. Der Berufungskläger hat der 
Berufungsbeklagten demnach CHF 2'019.40 und die Berufungsbeklagte dem Berufungskläger 
CHF  673.10 zu bezahlen. Nach Verrechnung schuldet der Berufungskläger der Berufungsbeklagten 
noch CHF 1'346.30.

13.3. Die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens wurden den Parteien je zur Hälfte aufer-
legt und es wurden keine Parteientschädigungen gesprochen. Da der Entscheid nur betreffend die 
Unterhaltsbeiträge korrigiert wurde, rechtfertigt sich eine andere Auferlegung nicht (Art. 318 Abs. 3 
ZPO).

Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen.

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Ziff. 4, 5, 8 und 9 des Entscheids der Präsidentin des Zivilgerichts des Sensebezirks vom 
12. Mai 2022 werden abgeändert. Sie lauten neu wie folgt:

4. Für die Dauer der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes werden die gemeinsamen 
Kinder C.________, geb. 2012, und D.________, geb. 2015, unter die alleinige Obhut von 
B.________ gestellt.

Mangels anderweitiger Parteivereinbarung steht dem Vater ein Besuchsrecht jeweils an 
jedem zweiten Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr, zu. Er hat 
zudem das Recht, die Kinder in die Ferien zu nehmen. Das Ferienrecht ist auf vier Wochen 
pro Kalenderjahr während der Schulferien festzulegen, wobei dessen Ausübung zwei 
Monate im Voraus anzukündigen ist. Die Feiertage verbringen die Kinder alternierend bei 
der Mutter oder beim Vater.

Der Vater übt das Besuchs- und Ferienrecht jeweils auf eigene Kosten aus.

5. A.________ zahlt für die Kinder die folgenden monatlichen Unterhaltsbeiträge:

- Ab dem 20. September 2021 bis 31. Dezember 2021: 

Für C.________: CHF 700.-

Für D.________: CHF 1'395.-, wovon CHF 793.- Betreuungsunterhalt.

Es wird festgestellt, dass der gebührende Bedarf von D.________ (Betreuungsunterhalt) 
für diesen Zeitraum zu einem Betrag von CHF 685.- nicht gedeckt ist. Das Manko geht zu 
Lasten von A.________.

- Vom 1. Januar 2022 bis 31. Mai 2022:

Für C.________: CHF 690.-

Für D.________: CHF 600.-, wovon CHF 0.- Betreuungsunterhalt.

Es wird festgestellt, dass für diesen Zeitraum der gebührende Bedarf von C.________ zu 
einem Betrag von CHF 50.- und von D.________ zu einem Betrag von CHF 1'065.-, wovon 
CHF 1'023.- Betreuungsunterhalt, nicht gedeckt ist. Das Manko geht zu Lasten von 
A.________.

- Vom 1. Juni 2022 bis 31. Dezember 2022:

Für C.________: CHF 790.-

Für D.________: CHF 500.-, wovon CHF 0.- Betreuungsunterhalt.

Es wird festgestellt, dass für diesen Zeitraum der gebührende Bedarf von C.________ zu 
einem Betrag von CHF 150.- und D.________ zu einem Betrag von CHF 1'165.-, wovon 
CHF 1'023.- Betreuungsunterhalt, nicht gedeckt ist. Das Manko geht zu Lasten von 
A.________.

- Ab dem 1. Januar 2023

Für C.________: CHF 940.-

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Für D.________: CHF 1’210.-, wovon CHF 568.- Betreuungsunterhalt.

Es wird festgestellt, dass der gebührende Bedarf von D.________ (Betreuungsunterhalt) 
für diesen Zeitraum zu einem Betrag von CHF 455.- nicht gedeckt ist. Das Manko geht zu 
Lasten von A.________.

Allfällige Kinder-, Familien- und Betreuungszulagen sind zusätzlich geschuldet.

Die Eltern haben je zur Hälfte für die Kosten für nicht vorgesehene ausserordentliche 
Bedürfnisse ihrer Kinder aufzukommen (Art. 286 Abs. 3 ZGB).

8. Diesem Entscheid liegen folgende monatliche Nettoeinkommen zugrunde:

A.________: bis zum 31. Dezember 2021: CHF 5'455.-, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinder-
zulagen und Spesen (100 % als Landschaftsgärtner CHF 5'205.-, als Tätowierer CHF  250.-
); vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022: CHF 4'625.- inkl. 13. Monatslohn, exkl. 
Kinderzulagen und Spesen (100 % bzw. ab März 2022 80% durchschnittlich als Land-
schaftsgärtner CHF 4’375.-, als Tätowierer CHF 250.-); ab dem 1. Januar 2023: 
CHF  5'478.-, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinderzulagen und Spesen (100 % als 
Landschaftsgärtner CHF 5'228.-, als Tätowierer CHF 250.-)

B.________: bis zum 31. Dezember 2021: CHF 1'817.-, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinder- 
und Betreuungszulagen, bei einem Pensum von 40 %; ab dem 1. Januar 2022: CHF  2'272.-
, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Kinder- und Betreuungszulagen, bei einem Pensum von 50 %

9. Es wird festgestellt, dass A.________ seit dem 27. Oktober 2021 bis zum 20. Dezember 
2022 bereits CHF 18’172.20 an den Unterhalt der Kinder bezahlt hat.

Diese Beträge sind an die in Ziff. 5 festgesetzten Unterhaltsbeiträge anzurechnen.

Des Weiteren wird der Entscheid der Präsidentin des Zivilgerichts des Sensebezirks vom 
12. Mai 2022 bestätigt.

II. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege von B.________ wird gutgeheissen.

Folglich wird B.________ die vollständige unentgeltliche Rechtspflege für das Berufungs-
verfahren gewährt, unter Beiordnung von Fürsprecherin Annemarie Lehmann-Schoop als 
amtliche Rechtsbeiständin.

III. Die Prozesskosten werden zu ¾ A.________ und zu ¼ B.________ auferlegt.

IV. Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 1'200.- festgesetzt. A.________ hat davon 
CHF  900.- und B.________ CHF 300.- zu tragen, unter Vorbehalt der ihnen gewährten unent-
geltlichen Rechtspflege.

V. Die von A.________ an B.________ geschuldete Parteientschädigung wird nach Verrechnung 
auf CHF 1'346.30, inkl. CHF 96.30 MwSt., festgesetzt.

VI. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvorausset-

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zungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 
2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, einzureichen.

Freiburg, 20. Dezember 2022/sig

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: