# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d963e23c-5db7-5960-973c-75a2299328cb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 14.05.2025 SR1 2024 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR1-2024-59_2025-05-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 14. Mai 2025
mitgeteilt am 22. Juli 2025

Referenz SR1 24 59

Instanz Erste strafrechtliche Kammer

Besetzung Moses, Vorsitz
Cavegn und Righetti
Fleisch, Aktuar

Parteien A._____
Beschuldigter
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli
Aquasanastrasse 8, 7000 Chur

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

Gegenstand Fahren in fahrunfähigem Zustand etc.

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Plessur vom 22. Oktober 2023, mitgeteilt 
am 6. November 2024 (Proz. Nr. 515-2023-43)

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Sachverhalt

A. Das Regionalgericht Plessur sprach A._____ (nachfolgend: Beschuldigter) 
am 22. November 2023 des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 
Abs. 2 lit. a SVG, der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der 
Fahrunfähigkeit gemäss Art. 91a Abs. 1 SVG, der Verletzung der Verkehrsregeln 
gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Abs. 1 SVG und des 
pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall gemäss Art. 51 Abs. 3 SVG in Verbindung mit 
Art. 92 Abs. 1 SVG schuldig. Es bestrafte ihn mit einer Geldstrafe von 30 
Tagessätzen zu je CHF 220.00, aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 
drei Jahren, und einer Busse von CHF 1'500.00 bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von 
sechs Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung. Zudem wurden ihm die 
Verfahrenskosten auferlegt.

B. Gegen dieses Urteil erhob der Beschuldigte Berufung. Die 
Staatsanwaltschaft erhob Anschlussberufung.

C. Die Berufungsverhandlung fand am 14. Mai 2025 statt. Anlässlich der 
Verhandlung beantragte der Beschuldigte, er sei vollumfänglich freizusprechen. Die 
Staatsanwaltschaft beantragte die Bestrafung des Beschuldigten mit einer 
Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je CHF 360.00 und einer Busse von CHF 
10'000.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse sei auf 28 Tage festzusetzen.

D. Nach Beratung wurde den Parteien das Urteil am 15. Mai 2025 im Dispositiv 
schriftlich mitgeteilt.

Erwägungen

1. Prozessuales

Gegen das angefochtene Urteil des Regionalgerichts Plessur vom 22. November 
2023 ist die Berufung zulässig (Art. 398 Abs. 1 StPO). Die 
Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die frist- 
und formgerecht erhobene Berufung des Beschuldigten und Anschlussberufung der 
Staatsanwaltschaft ist einzutreten.

2. Sachverhalt

2.1. Anklagevorwurf

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, am 29. Juli 2022 mit seinem 
Personenwagen bei der Avia Tankstelle an der B._____ in O.1._____ mit einer 

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Glaswand kollidiert zu sein. Durch die Kollision sei an der Glaswand ein 
Sachschaden in Höhe von CHF 1'000.00 und am Fahrzeug des Beschuldigten ein 
solcher in Höhe von CHF 500.00 entstanden. Obwohl der Beschuldigte die Kollision 
bemerkt habe und davon habe ausgehen müssen, dass er die Glaswand beschädigt 
habe, habe er in der Folge pflichtwidrig die Unfallstelle verlassen, ohne den 
Geschädigten oder die Polizei zu verständigen. Aufgrund des Unfallhergangs hätte 
der Beschuldigte zudem damit rechnen müssen, dass die Polizei ihn zwecks 
Prüfung der Fahrfähigkeit einer Atemalkohol- bzw. Blutkontrolle unterzogen hätte. 
Indem er sich, ohne sich um den Schaden zu kümmern respektive die Polizei zu 
verständigen, von der Unfallstelle entfernt habe, habe er zumindest in Kauf 
genommen, dass er sich einer Kontrolle der Fahrfähigkeit entziehe respektive ein 
aussagekräftiges Ergebnis derselben vereitle. Schliesslich sei der Beschuldigte an 
seinem Wohnort in O.2._____ von der Polizei kontrolliert worden. Die Auswertung 
der gleichentags abgenommenen Blut- und Urinprobe habe beim Beschuldigten für 
die rechtlich relevante Zeit eine minimale Blutalkoholkonzentration von 2.37 
Gewichtspromille ergeben. Der Beschuldigte habe somit zumindest in Kauf 
genommen, dass sein Blutalkoholgehalt über der kritischen Grenze von 0.8 
Gewichtspromille lag und er das Fahrzeug in angetrunkenem Zustand lenkte (RG-
act. 5).

2.2. Standpunkt des Beschuldigten

Nach Ansicht des Beschuldigten sei nicht erstellt, dass er mit der Glasscheibe 
kollidiert sei, da eine Kollision auf den Videoaufnahmen nicht erkennbar sei. Er sei 
davon ausgegangen, dass er den Betonsockel touchiert habe. Unter diesen 
Umständen könne ihm auch nicht vorgeworfen werden, er hätte eine Beschädigung 
der Glasscheibe bemerken müssen und in der Folge die angebliche Unfallstelle 
nicht verlassen dürfen. In Bezug auf die gemessene Blutalkoholkonzentration 
behauptet der Beschuldigte, er habe nach dem Vorfall zu Hause sechs Dosen Bier 
à 5 dl getrunken. Es sei durchaus plausibel, dass eine Person innerhalb von zwei 
Stunden drei Liter Bier konsumiere. Dass er im Rahmen der polizeilichen 
Einvernahme erst ausgesagt habe, nur drei bis vier Dosen getrunken zu haben, sei 
nachvollziehbar, da er überrascht und nervös gewesen sei. Zum Ereigniszeitpunkt 
habe die Blutalkoholkonzentration nur 0.22 ‰ betragen (act. H.3).

2.3. Grundsätze der Beweiswürdigung

Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren 
gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen unüberwindliche 
Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, 

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so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus 
(Art. 10 Abs. 3 StPO).

3. Erstellung des Sachverhalts

3.1. Fahren in fahrunfähigem Zustand

Unbestritten ist, dass sich der Vorfall um ca. 16:05 Uhr bei der Avia Tankstelle in 
O.1._____ ereignet hat und beim Beschuldigten um 19:41 Uhr eine 
Blutalkoholkonzentration von 2.33 ‰ gemessen wurde (StA-act. 9). Bei einem 
Nachtrunk von vier Dosen Bier à 5 dl ergäbe sich für den Ereigniszeitpunkt eine 
minimale Blutalkoholkonzentration von 0.94 ‰. Geht man hingegen von einem 
Nachtrunk von sechs Dosen Bier à 5 dl aus, läge die minimale 
Blutalkoholkonzentration nur bei 0.22 ‰ und somit unter dem gesetzlichen 
Grenzwert (StA-act. 42). Im Rahmen der polizeilichen Einvernahme sagte der 
Beschuldigte aus, er habe vor der Fahrt nichts getrunken. Zu Hause habe er dann 
ungefähr drei oder vier Bier à 5 dl getrunken (StA-act. 11 Fragen 5 ff.). Bei der 
Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft sagte der Beschuldigte hingegen aus, 
dass er vor dem Unfall ein Bier à 5 dl und nach dem Unfall sechs Bier à 5 dl 
getrunken habe (StA-act. 27 Fragen 9 ff.). Auch in der Hauptverhandlung der 
Vorinstanz machte er einen Nachtrunk von sechs Bier à 5 dl geltend (RG-act. 21 
Frage 4.4).

Die Verteidigung argumentiert, dass der Beschuldigte vom Besuch der Polizei völlig 
überrascht und nervös gewesen sei. Zudem sei er auch noch angetrunken 
gewesen. Unter diesen Umständen sei es nachvollziehbar, dass der Beschuldigte 
aus Selbstschutz die getrunkene Menge zuerst herunterspielen wollte. Korrekt sei 
die später getätigte Aussage, wonach er zu Hause das ganze "Sixpack" getrunken 
habe. Dass eine Person innerhalb von zwei Stunden drei Liter Bier trinke, sei 
durchaus plausibel (act. H.3 S. 5 f.).

Der Argumentation der Verteidigung kann nicht gefolgt werden. Zwar scheint es 
plausibel, dass der Beschuldigte vom Besuch der Polizei überrascht wurde und 
nervös war. Allerdings fand die Befragung der Polizei in O.1._____ statt, weshalb 
der Beschuldigte während der Fahrt von O.2._____ nach O.1._____ genügend Zeit 
hatte, sich auf die Einvernahme einzustellen (StA-act. 11). Zudem dürfte bei den 
meisten einvernommenen Personen anfangs eine gewisse Nervosität vorhanden 
sein. Würde man der Argumentation der Verteidigung folgen, wären "Aussagen der 
ersten Stunde" somit tendenziell unglaubhafter als spätere Aussagen. Dies ist 
jedoch nicht der Fall, im Gegenteil. Den "Aussagen der ersten Stunde" kommt 

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(wenn überhaupt) tendenziell eine höhere Beweiskraft zu (vgl. BGE 143 V 168 E. 
5.2.2; Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden SK1 2016 32 vom 14. Dezember 
2016 E. 4d). Auch der angetrunkene Zustand des Beschuldigten mindert die 
Glaubhaftigkeit seiner ersten Aussage bei der Polizei nicht.

Unglaubhaft wirkt dagegen die spätere Aussage bei der Einvernahme durch die 
Staatsanwaltschaft, wonach er das ganze Pack von sechs Bier à 5 dl zu Hause 
getrunken habe. Diese Einvernahme fand ungefähr vier Monate nach dem Unfall 
statt. Zu diesem Zeitpunkt dürfte dem Beschuldigten klar gewesen sein, dass sich 
die Angabe eines höheren Nachtrunkes positiv für ihn auswirken würde. Somit ist 
es wahrscheinlich, dass der Beschuldigte aus diesem Grund seine Aussage 
verändert hat. Es bleibt aber unwahrscheinlich, dass der Beschuldigte in solch 
kurzer Zeit ganze drei Liter Bier getrunken hat, unabhängig davon, ob man nun von 
1 – 1.5 Stunden oder von 1.5 – 2 Stunden ausgeht. Darüber hinaus reichen selbst 
die angegeben sechs Dosen Bier zusammen mit dem einen Bier, welches der 
Beschuldigte vor der Fahrt getrunken haben will, nicht aus, um die gemessene 
Blutalkoholkonzentration von 2.33 ‰ zu erklären (StA-act. 42). Somit ist erstellt, 
dass die Aussage des Beschuldigten nicht der Wahrheit entspricht. Die Vorinstanz 
konnte sich korrekterweise nicht auf diese Aussage abstützen. Daher verbleibt als 
einzig plausible und glaubhafte Aussage jene, welche der Beschuldigte im Rahmen 
der polizeilichen Einvernahme abgab und in welcher von einem Nachtrunk von drei 
oder vier Bier à 5 dl die Rede ist (StA-act. 11 Frage 5). Bei dieser Trinkmenge 
verbleibt für den Ereigniszeitpunkt eine minimale Blutalkoholkonzentration von 0.94 
‰. Der Vorinstanz kann folglich keine unrichtige Sachverhaltsfeststellung 
vorgeworfen werden.

3.2. Verkehrsregelverletzung

Nach Ansicht der Verteidigung sei nicht bewiesen, dass der Beschuldigte mit der 
Glaswand kollidiert sei. Der Beschuldigte selbst hat zugegeben, etwas gestreift zu 
haben. Er sei aber von einer Berührung mit seinem Reifen ausgegangen. Was er 
mit seinem Reifen gestreift habe, könne er allerdings nicht sagen (StA-act. 11 Frage 
2 und 3). Fakt ist, dass die Glaswand einen Schaden aufweist und das Fahrzeug 
des Beschuldigten auf (ungefähr) der gleichen Höhe Kratzspuren aufweist (StA-
act. 2). Der Schaden befindet sich zudem ca. an der Stelle, an welcher der 
Beschuldigte sein Fahrzeug zurücksetzen musste (StA-act. 3). Im Weiteren liegt 
auch noch eine Zeugenaussage von C._____ vor, welcher gesehen haben will, wie 
der Beschuldigte mit der Glaswand kollidiert sei (StA-act. 12 Frage 1). Selbst wenn 
dessen Aussage in einzelnen Punkten vom tatsächlichen Geschehen abweichen 
sollte, ist die Aussage doch glaubhaft. Augenzeugen können das Geschehene 

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selten absolut korrekt wiedergeben. Es ist allerdings kein Grund ersichtlich, weshalb 
der Zeuge die Kollision an sich erfunden haben sollte. Anhand der 
Gesamtwürdigung der Beweise bestehen somit keine Zweifel, dass der 
Beschuldigte mit seinem Fahrzeug die Glaswand beschädigt hat.

3.3. Pflichtwidriges Verhalten bei einem Unfall

Gemäss der Verteidigung habe der Beschuldigte nicht mit einer Kollision der 
Glasscheibe rechnen müssen, da gar nicht erstellt sei, dass eine solche Kollision 
überhaupt stattgefunden habe. Wie unter E. 3.2 dargestellt, bestehen jedoch 
entgegen der Ansicht der Verteidigung keine Zweifel an der Kollision und dem 
verursachten Schaden. Im Rahmen der polizeilichen Einvernahme bestätigte der 
Beschuldigte (nach anfänglicher Verneinung) zudem, dass er bemerkt habe, wie er 
etwas gestreift habe. Er sei aber davon ausgegangen, dass er mit seinem Reifen 
etwas gestreift habe. Er sei auch sofort ausgestiegen um sich nach einem Schaden 
zu erkundigen, habe aber nichts gefunden (StA-act. 11 Fragen 2 und 3). Bei der 
Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft führte der Beschuldigte ergänzend aus, 
dass sich bei der Glasscheibe und bei der Tanksäule ein Bürgersteig befinde. 
Dadurch würde man davon ausgehen, dass man aufgrund der Erhöhung gar nicht 
mit der Glaswand kollidieren könne (StA-act. 27 Fragen 1 ff.).

Anhand der Aufzeichnungen der Überwachungskamera lässt sich erkennen, dass 
der Beschuldigte entgegen seiner Aussage an der Unfallstelle nicht ausgestiegen 
ist. Auch wenn der vordere Teil des Fahrzeugs kurzzeitig nicht zu sehen ist, lässt 
sich erkennen, wie das Fahrzeug immer in Bewegung ist. Es ist folglich 
ausgeschlossen, dass der Beschuldigte bereits an der Unfallstelle sein Fahrzeug 
verlassen und sich nach einem allfälligen Schaden erkundigt hat. Zu sehen ist 
weiter, wie der Beschuldigte anschliessend auf den Parkplatz des Hotels D._____ 
fährt (StA-act. 3). Erst dort kann der Beschuldigte ausgestiegen sein, um sich nach 
einem möglichen Schaden zu erkundigen. Allerdings war es ihm auf dem Parkplatz 
nur möglich, sich nach Schäden am eigenen Fahrzeug zu erkundigen. Ob er bei der 
Tankstelle etwas beschädigt haben könnte, konnte er damit aber nicht feststellen. 
Allein schon aus diesem Grund konnte vom Beschuldigten nicht zweifelsfrei 
ausgeschlossen werden, dass ein Schaden verursacht wurde. Darüber hinaus ist 
es auch unglaubhaft, dass der Beschuldigte den Schaden am eigenen Fahrzeug 
nicht erkannt hatte, obwohl er extra ausgestiegen war und sein Fahrzeug inspiziert 
hatte. Hat er den Schaden aber am eigenem Fahrzeug erkannt, hätte er auch von 
einem Schaden bei der Tankstelle ausgehen müssen. Auch aus diesem Grund 
schlussfolgerte die Vorinstanz korrekt, dass dem Beschuldigten die Kollision und 

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der Schaden bewusst gewesen seien. Der Vorinstanz kann folglich keine unrichtige 
Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden.

3.4. Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit

Es ist erwiesen, dass der Beschuldigte einen Unfall verursacht und sich pflichtwidrig 
von der Unfallstelle entfernt hat (vgl. E. 3.2 und 3.3). Bei einem Unfall muss generell 
mit einer Atemalkoholkontrolle gerechnet werden. Im vorliegenden Fall erhöht sich 
die Wahrscheinlichkeit einer solchen Kontrolle noch dadurch, dass der Beschuldigte 
während des Unfalls nachweislich alkoholisiert war (vgl. E. 3.1) und sich in seinem 
Fahrzeug ein gekauftes Sechserpack Bier befand. Unter diesen Umständen hätte 
dem Beschuldigten klar sein müssen, dass die Polizei auf jeden Fall eine 
Alkoholkontrolle durchgeführt hätte. Indem er sich jedoch von der Unfallstelle 
entfernte, nahm er bewusst in Kauf, die drohende Kontrolle zu verhindern. Die 
Sachverhaltsermittlung der Vorinstanz erweist sich folglich als korrekt.

4. Rechtliche Würdigung

4.1. Fahren in fahrunfähigem Zustand

Bezüglich des Fahrens in fahrunfähigem Zustand kann auf die zutreffenden 
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. B.2 E. 3.5 f.). Der 
Beschuldigte hatte zum Ereigniszeitpunkt eine minimale Blutalkoholkonzentration 
von 0.94 ‰. Damit lag eine qualifizierte Blutalkoholkonzentration gemäss Art. 91 
Abs. 2 lit. a SVG vor.

4.2. Verkehrsregelverletzung

Auch in Bezug auf die Verkehrsregelverletzung kann auf die korrekten 
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Act. B.2 E. 3.11 f.). Der 
Beschuldigte hat durch die Kollision bzw. Beschädigung der Glaswand den 
Tatbestand von Art. 31 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 90 Abs. 1 SVG zweifelsfrei 
erfüllt. Allenfalls könnte die Frage aufgeworfen werden, ob Art. 31 Abs. 1 SVG im 
vorliegenden Fall durch den Tatbestand des Fahrens in fahrunfähigem Zustand 
gemäss Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG konsumiert wird. Dies wäre dann der Fall, sofern 
das Nichtbeherrschen des Fahrzeugs ausschliesslich auf die Trunkenheit 
zurückzuführen wäre (Urteil des Bundesgerichts 6A.82/2001 vom 12. September 
2001 E. 2c/cc). Davon ist jedoch nicht auszugehen. Vielmehr dürfte die Kollision auf 
eine allgemeine Unachtsamkeit und allenfalls auf eine unnötige Hektik 
zurückzuführen sein. Somit liegt ein Fall von echter Konkurrenz vor.

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4.3. Pflichtwidrige Verhalten bei einem Unfall

Gemäss Art. 51 Abs. 3 SVG hat der Unfallverursacher im Falle der Entstehung eines 
Sachschadens den Geschädigten zu benachrichtigen und Namen und Adresse 
anzugeben oder alternativ die Polizei zu verständigen. Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung entfällt diese Melde- oder Benachrichtigungspflicht nur, wenn 
zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann, dass ein Sachschaden eingetreten ist 
(Urteil des Bundesgerichts 6P.56/2005 und 6S.182/2005 vom 6. September 2005 
E. 5.1 m.w.H.). Wie unter E. 3.3 festgehalten wurde, konnte der Beschuldigte im 
vorliegenden Fall jedoch nicht ausschliessen, dass ein Sachschaden entstanden 
ist. Somit hat er seine Melde- oder Benachrichtigungspflicht zumindest 
eventualvorsätzlich verletzt und den Tatbestand von Art. 51 Abs. 3 in Verbindung 
mit Art. 92 Abs. 1 SVG erfüllt.

4.4. Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit

Der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit (Art. 91a 
Abs. 1 SVG) macht sich strafbar, wer sich als Motorfahrzeugführer vorsätzlich einer 
Blutprobe, einer Atemalkoholprobe oder einer anderen vom Bundesrat geregelten 
Voruntersuchung, die angeordnet wurde oder mit deren Anordnung gerechnet 
werden musste, oder einer zusätzlichen ärztlichen Untersuchung widersetzt oder 
entzogen oder den Zweck dieser Massnahmen vereitelt hat. Nach der neueren 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss grundsätzlich bereits mit der Anordnung 
einer Alkoholkontrolle gerechnet werden, wenn ein Fahrzeugführer in einen Unfall 
verwickelt ist (BGE 142 IV 324 E. 1.1.2 f.; Urteil des Bundesgerichts 6B_531/2020 
vom 7. Juli 2020 E. 1.3; vgl. Art. 55 Abs. 1 SVG). Art. 91a SVG ist als Erfolgsdelikt 
ausgestaltet. Der Tatbestand ist demnach nur dann vollendet, wenn es definitiv nicht 
mehr gelingt, die Fahrfähigkeit bzw. Fahrunfähigkeit des Täters zum Zeitpunkt der 
Fahrt zuverlässig festzustellen (RIEDO, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, Art. 91a N. 229).

Wie dargelegt wurde, musste der Beschuldigte mit der Anordnung einer 
Alkoholkontrolle rechnen (vgl. E. 3.4), weshalb er sich der Massnahme nicht hätte 
entziehen dürfen und der Tatbestand grundsätzlich erfüllt wäre. Da die Polizei 
jedoch den Beschuldigten später zu Hause antreffen konnte und die Fahrunfähigkeit 
im Nachhinein noch festgestellt werden konnte, ist der Taterfolg ausgeblieben. Der 
Beschuldigte ist somit nur wegen Versuchs schuldig zu sprechen.

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5. Strafzumessung

5.1. Grundsätze der Strafzumessung

Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu, wobei sich das 
Verschulden wiederum nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des 
betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 
Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter 
nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 
Verletzung zu vermeiden (Art. 47 StGB). Verschuldensmindernde und 
verschuldenserhöhende Gründe des konkreten Falles sind zu würdigen und die 
objektive und subjektive Tatschwere zu bewerten, um zu einer 
Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu gelangen. Dem Tatverschulden 
kommt bei der Strafzumessung eine entscheidende Rolle zu. Es ist zu qualifizieren 
und ausdrücklich zu benennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen nach 
Schweregrad auszugehen ist (beispielsweise sechsstufig: sehr leicht, leicht, nicht 
mehr leicht, mittelschwer, schwer und sehr schwer). Basierend darauf sind – sofern 
verschiedene Strafarten alternativ angedroht werden – die Strafart zu wählen und 
das Strafmass festzulegen (tatangemessene Strafe). Die so ermittelte Strafe kann 
aufgrund wesentlicher Täterkomponenten, wie dem Vorleben des Täters, seinen 
persönlichen Verhältnissen sowie der Wirkung der Strafe auf sein Leben, angepasst 
werden (täterangemessene Strafe). Ergebnis ist eine tat- und täterangemessene 
Strafe (Art. 47 StGB; BGE 136 IV 55 E. 5.4 f. und 5.7; 144 IV 313 E. 1.1.1; MATHYS, 
Leitfaden Strafzumessung, 2. Aufl. 2019, N. 487 f.).

Im Falle mehrfacher Verletzung desselben Straftatbestands oder der Verletzung 
mehrerer verschiedener Straftatbestände (Konkurrenz) ist für die Tat mit der 
abstrakt schwersten Strafandrohung, dem dargelegten Vorgehen folgend, Art und 
Höhe der Einsatzstrafe zu bestimmen. In Anwendung der konkreten Methode ist 
dies sodann für jede weitere Tat zu tun, d.h. es ist für jede weitere Tat separat die 
objektive und subjektive Tatschwere zu ermitteln und eine Gesamteinschätzung des 
Tatverschuldens für die jeweilige Tat (sog. Einzeltatverschulden) vorzunehmen. 
Ferner ist wiederum – bei alternativ angedrohten Strafarten – die Strafart zu 
bestimmen und schliesslich die Höhe der hypothetischen Einzelstrafe festzulegen. 
So ist für jede weitere Tat zu verfahren.

Wurde für die weiteren Taten eine andere Strafart gewählt, als für die schwerste 
Straftat, so sind die Einsatzstrafe und die weiteren Strafen zu kumulieren, d.h. 
nebeneinander auszusprechen. Ist hingegen die Strafart der Einsatzstrafe und der 
weiteren Strafen (oder eines Teils derselben) die gleiche ("gleichartig"), so sind die 

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Strafen nicht zu kumulieren, sondern die Einsatzstrafe in Anwendung des 
Asperationsprinzips bloss – die Deliktsmehrheit wirkt sich nur unproportional 
straferhöhend aus – zu verschärfen, d.h. zu einer einzigen Gesamtstrafe zu erhöhen 
(Art. 49 StGB). 

5.2. Strafzumessung in casu

Sowohl Art. 91 Abs. 2 lit. a als auch Art. 91a Abs. 1 SVG sehen eine Freiheitsstrafe 
bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist 
die Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im 
vorliegenden Fall als schwerstes Delikt qualifizieren, da gemäss den 
Strafmassempfehlungen SVG der schweizerischen Staatsanwaltschaftskonferenz 
SSK das Fahren in fahrunfähigem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von 
0.94 ‰ mit einer Sanktion ab 20 Strafeinheiten zu bestrafen sei, bei der Vereitelung 
der Blutprobe die Empfehlung aber bei 80 und mehr Strafeinheiten liege. Dies werde 
damit begründet, dass jemand der sich einer Blutprobe entziehe oder auf eine 
andere Weise vereitle, nicht besser fahre, als jemand der sich der Massnahme 
korrekt unterziehe (act. H.5 S. 4). Die Strafmassempfehlungen der SSK sind jedoch 
nicht rechtsverbindlich. Zudem dürfte sich die relativ hohe Strafmassempfehlung 
von 80 oder mehr Strafeinheiten an jenen Fällen orientieren, bei welchen die 
Entziehung erfolgreich war und die tatsächliche Blutalkoholkonzentration nicht mehr 
nachgewiesen werden konnte. Im vorliegenden Fall konnte jedoch die tatsächliche 
Blutalkoholkonzentration beim Beschuldigten im Nachgang noch festgestellt 
werden. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, weshalb die (versuchte) 
Vereitelung der Massnahme eine viermal höhere Strafe als das Fahren in 
fahrunfähigem Zustand rechtfertigen würde. Deshalb ist vorliegend das Fahren in 
fahrunfähigem Zustand als schwerstes Delikt zu qualifizieren, da das dadurch 
geschützte Rechtsgut (Verkehrssicherheit) höher zu gewichten ist als bei der 
Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, welches als 
Rechtspflegedelikt ausgestaltet ist. Zudem blieb es bei Letzterem beim Versuch. 
Folglich ist in einem ersten Schritt die Einsatzstrafe für das Fahren in fahrunfähigem 
Zustand festzulegen.

5.3. Fahren in fahrunfähigem Zustand

5.3.1. Strafart

Die Vorinstanz erachtete eine Freiheitsstrafe nicht als notwendig, um den 
Beschuldigten von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten, und verhängte 
folglich eine Geldstrafe. Dieser Ansicht schliessen sich sowohl die Verteidigung als 

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auch die Staatsanwaltschaft an. Damit besteht kein Anlass, darauf 
zurückzukommen.

5.3.2. Tatkomponenten

Die Vorinstanz siedelte die objektive Tatschwere gerade noch im unteren Bereich 
an. Das subjektive Tatverschulden gewichtete sie neutral und verhängte in der 
Folge eine hypothetische Einsatzstrafe von 20 Tagessätzen. Die 
Staatsanwaltschaft erachtet eine Strafe von 30 Tagessätzen als angemessen, da 
der Beschuldigte sowohl innerorts als auch ausserorts gefahren sei und eine 
beträchtliche Strecke über die Autobahn zurückgelegt habe. Die festgestellte 
Blutalkoholkonzentration von 0.94 ‰ bewegt sich klar im unteren Bereich. 
Straferhöhend wirkt sich dagegen die Länge der zurückgelegten Strecke inklusive 
Autobahnabschnitten aus. Trotzdem ist die objektive Tatschwere noch als leicht zu 
qualifizieren. Das subjektive Tatverschulden gibt zu keinen besonderen 
Anmerkungen Anlass. Diese ist, wie die Vorinstanz festgestellt hat, strafneutral zu 
werten. Insgesamt erweist sich anhand des Gesamtverschuldens eine Einsatzstrafe 
von 30 Tagessätzen als angemessen.

5.3.3. Täterkomponenten 

Bezüglich der Täterkomponenten kann grundsätzlich auf die Ausführungen der 
Vorinstanz verwiesen werden (act. B.2 E. 4.6). Zwar wurden beim Beschuldigten in 
der Vergangenheit bereits Administrativmassnahmen wegen Neigung zur 
Trunksucht angeordnet (StA-act. 15 und 37). Da im Strafregister allerdings keine 
einschlägigen Vorstrafen verzeichnet sind (StA-act. 14 und 38), rechtfertigt es sich, 
die Täterkomponenten strafneutral zu werten und die Einsatzstrafe bei 30 
Tagessätzen zu belassen.

5.4. Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit

5.4.1. Strafart

In Bezug auf die zu wählende Strafart kann auf E. 5.3.1 verwiesen werden. Eine 
Freiheitsstrafe erscheint nicht notwendig, um den Beschuldigten von der Begehung 
weiterer Straftaten abzuhalten, weshalb eine Geldstrafe auszusprechen ist.

5.4.2. Tatkomponenten

Die Tathandlung des Beschuldigten bestand darin, den von ihm verursachten Unfall 
nicht gemeldet zu haben. In Bezug auf die dafür notwendige kriminelle Energie sind 
weitaus schwerwiegendere Tatvarianten denkbar. Die objektive Tatschwere ist 

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folglich im unteren Bereich anzusiedeln. Strafmildernd ist zudem der Versuch zu 
werten. Subjektiv handelte der Beschuldigte zumindest mit Eventualvorsatz, was 
jedoch strafneutral zu gewichten ist. Im Übrigen liegen keine besonderen Umstände 
vor, welche das Tatverschulden beeinflussen könnten. Eine Einsatzstrafe von 50 
Tagessätzen, welche aufgrund des Versuchs auf 30 Tagessätze zu reduzieren ist, 
erweist sich bei einer Einzelbetrachtung vorliegend als angemessen. In Anwendung 
des Asperationsprinzips ist die Einsatzstrafe von 30 Tagessätzen hingegen (nur) 
um weitere 20 Tagessätze auf insgesamt 50 Tagessätze zu erhöhen.

5.4.3. Täterkomponenten 

Bezüglich Täterkomponenten kann auf E. 5.3.3 verwiesen werden. Diese wirken 
sich strafneutral aus.

5.5. Tagessatzhöhe

Die Vorinstanz hat die Kriterien für die Bemessung des Tagessatzes korrekt 
dargelegt; darauf kann verwiesen werden (act. B.2, E. 4.7). Die Vorinstanz ging von 
der Steuerveranlagung im Jahr 2020 aus (StA act. 16). Dieser zufolge rechnete die 
Vorinstanz dem Beschuldigten ein Jahresnettoeinkommen von CHF 208'737.00 an. 
Gemäss der aktuellsten Steuerveranlagung aus dem Jahr 2023 hat sich das 
Jahresnettoeinkommen auf CHF 258'736.00 erhöht (act. D.15), was einem 
Monatseinkommen von CHF 21'561.33 entspricht. Nach Abzug des 
Pauschalabzugs von 20 % sowie der Unterstützungsabzüge für die Ehepartnerin 
(15 %) und die drei Kinder (15 %, 12,5 % und 10 %) ergibt sich ein massgebliches 
Monatseinkommen von CHF 8'193.31 und eine Tagessatzhöhe von rund CHF 
270.00. 

5.6. Vollzug

Der Vollzug der Geldstrafe ist aufzuschieben (Art. 42 Abs. 1 StGB), zumal 
vorliegend keine Umstände – insbesondere keine Vorstrafen – ersichtlich sind, die 
für eine ungünstige Prognose sprechen. Die Probezeit wird entsprechend der 
vorinstanzlichen Anordnung auf drei Jahre festgesetzt.

5.7. Busse

Die bedingte Geldstrafe kann mit einer Busse verbunden werden (Art. 42 Abs. 4 
i.V.m. Art. 106 StGB). Die Busse darf höchstens ein Fünftel der in der Summe 
schuldangemessenen Sanktion – bestehend aus einer bedingt ausgesprochenen 
Hauptstrafe kombiniert mit einer Verbindungbusse – betragen (BGE 149 IV 321 

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E. 1.3.2). Die Strafe und die Verbindungsbusse müssen in ihrer Summe 
schuldangemessen sein (BGE 134 IV 1 E. 4.5.2). Die schuldangemessene Strafe 
von 50 Tagessätzen ist demnach auf eine bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen 
zu je CHF 270.00 und eine Verbindungsbusse von CHF 2'700.00 (CHF 270.00 x 
10) zu verteilen.

Die vorinstanzliche Busse von CHF 400.00 für das pflichtwidrige Verhalten bei 
einem Unfall gemäss Art. 51 Abs. 3 SVG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 1 SVG und 
von CHF 100.00 für die Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG 
in Verbindung mit Art. 90 Abs. 1 SVG ist zu bestätigen (act. B.2 E. 4.11). Insgesamt 
ist also eine Busse von CHF 3'200.00 auszusprechen. Diese ist zu bezahlen. Die 
Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung wird auf 11 Tage festgesetzt 
(Art. 106 Abs. 2 StGB).

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen

6.1. Untersuchung und Vorinstanz

Nach Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die Verfahrenskosten, 
wenn sie verurteilt wird. Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt sich eine 
Anpassung des vorinstanzlichen Kostenentscheids. Dementsprechend gehen die 
Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft in Höhe von CHF 4'290.00 und die 
Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von CHF 4'000.00 zulasten des 
Beschuldigten.

6.2. Rechtsmittelverfahren

In Anwendung von Art. 6 VGS (BR 350.210) ist die Gerichtsgebühr für das 
Berufungsverfahren auf CHF 4'000.00 festzulegen. Die Kosten des 
Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder 
Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Vorliegend unterliegt der Beschuldigte 
vollständig mit seinen Anträgen. Die Staatsanwaltschaft unterliegt lediglich mit ihren 
Anträgen betreffend die Strafzumessung. Unter diesen Umständen rechtfertigt es 
sich, die Kosten zu vier Fünfteln bzw. CHF 3'200.00 dem Beschuldigten und zu 
einem Fünftel bzw. CHF 800.00 dem Kanton Graubünden (Obergericht) 
aufzuerlegen.

Im selben Umfang hat der Beschuldigte Anspruch auf Entschädigung für seine 
anwaltliche Vertretung. Die mit Honorarnote vom 14. Mai 2025 geltend gemachte 
Entschädigung in Höhe von CHF 7'770.85 (inkl. 3 % Spesen und 8.1 % MWST) 
erscheint angemessen und ist nicht zu beanstanden (act. G.2). Entsprechend ist 

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der Beschuldigte mit CHF 1'554.15 (inkl. Barauslagen und MWST) zu Lasten des 
Kantons Graubünden (Obergericht) zu entschädigen. Der Entschädigungsanspruch 
steht direkt seiner Verteidigung zu, unter Vorbehalt der Abrechnung mit ihrer Klient-
schaft (Art. 429 Abs. 3 StPO).

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Es wird erkannt:

1. A._____ ist schuldig des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 
Abs. 2 lit. a SVG, der versuchten Vereitelung von Massnahmen zur 
Feststellung der Fahrunfähigkeit gemäss Art. 91a Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 22 
Abs. 1 StGB, der Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG 
in Verbindung mit Art. 90 Abs. 1 SVG sowie des pflichtwidrigen Verhaltens 
bei Unfall gemäss Art. 51 Abs. 3 SVG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 1 SVG.

2.1. A._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 
CHF 270.00 und einer Busse von CHF 3'200.00.

2.2. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre 
festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.

2.3. Bezahlt A._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 
Ersatzfreiheitsstrafe von 11 Tagen.

3.1. Die Untersuchungskosten von CHF 4'290.00 gehen zu Lasten von A._____.

3.2. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 4'000.00 gehen zu 
Lasten von A._____.

3.3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 4'000.00 gehen im Umfang 
von CHF 3'200.00 zu Lasten von A._____ und im Umfang von CHF 800.00 
zu Lasten des Kantons Graubünden (Obergericht).

3.4. Rechtsanwalt Tobias Brändli wird für das Berufungsverfahren mit 
CHF 1'554.15 zu Lasten des Kantons Graubünden (Obergericht) 
entschädigt.

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