# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8e703e6-41d0-5c00-8b89-d6daff9f666f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-02-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.02.2022 B-2713/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2713-2018_2022-02-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-2713/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  F e b r u a r  2 0 2 2   

Besetzung 
 Richter Ronald Flury (Vorsitz), 

Richterin Eva Schneeberger, Richter Jean-Luc Baechler,    

Gerichtsschreiber Matthias Uffer. 
 

 
 

Parteien 
 C._______,  

(…)   

vertreten durch die Rechtsanwälte 

Dr. iur. Reinhard Oertli und Dr. iur. Reto Luthiger,  

(…)  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA,  

(…)    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Unerlaubte Tätigkeit als Effektenhändler /  

Unterlassungsanweisung und Publikation. 

 

 

 

B-2713/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A._______AG (…) wurde am (…) März 2000 ins Handelsregister des 

Kantons Zürich eingetragen. Sie bezweckt laut Statuten die Erbringung von 

Finanzdienstleistungen, insbesondere (…). Gemäss Angaben, die etwa in 

den Jahren 2010 und 2011 auf ihrer Homepage publiziert waren, bestand 

ihre Tätigkeit darin, kapitalsuchende Wachstumsunternehmen mit Eigen-

kapital zu versorgen sowie durch Beratung des Managements und bei der 

Ausarbeitung der Unternehmensstrategie zu unterstützen (siehe 

G01160390 1/023 und die auf <https://web.archive.org> abrufbaren archi-

vierten Fassungen der Seite (…)).  

C._______ (nachfolgend: der Beschwerdeführer) war in der hier massge-

blichen Zeit von 2008 bis 2016 für die A._______AG tätig, die er gemein-

sam mit B._______, Verwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift, führte 

(z.T. strittig, siehe E. 4.1.3.1 f.). N._______, bis Frühjahr 2018 formell als 

Geschäftsführer der A._______AG eingetragen, hatte gemäss Aussagen 

von B._______ und des Beschwerdeführers keine reale Führungsfunktion 

(vgl. SA 20501008; G01160390 2 S. 188 Rz. 7).  

Von April 2008 bis jedenfalls Mai 2016 vermittelte die A._______AG insbe-

sondere durch Telefonmarketing an über 200 Anleger Effekten der 

D._______AG (DE). Damit nahm sie über EUR 66 Mio. auf. In Verträgen 

mit Anlegern betreffend Kauf der Effekten trat als Verkäuferin die 

E._______Ltd (BVI), mit Sitz auf den britischen Jungferninseln, auf (…). 

Die Anleger erhielten eine Zuteilungsbestätigung, welcher zufolge sie an 

einem Aktien-Globalzertifikat der E._______Ltd (BVI) beteiligt seien. Vom 

Geld, das die Anleger der E._______Ltd (BVI) überwiesen, zog die 

A._______AG Verkaufsprovisionen von durchschnittlich ca. 25 % des Ver-

kaufspreises ab (vgl. SA 50301120).  

Die D._______AG (DE) war per Umwandlungsbeschluss vom 28. August 

2009 aus der im Jahr 2005 gegründeten (GmbH) D._______AG (DE) her-

aus entstanden. Am 21. Juli 2010 wurde sie als Aktiengesellschaft im Han-

delsregister eingetragen. Gemäss Registerbeschrieb bezweckte die 

D._______AG (DE) die industrielle Fertigung und den Vertrieb von innova-

tiven, erstmalig wiederverwertbaren Medizinprodukten. Zum Zeitpunkt der 

Umwandlung zählte sie als Gesellschafter die F._______AG (DE), Berlin 

(…), die E._______Ltd (BVI), die H._______Ltd, London (…), die 

J._______Ltd, London (…), und M._______ (Verfügung Rz. 7). Laut Term-

Sheets der Jahre 2010 bis 2014 setzte sich das Aktionariat der 

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Seite 3 

D._______AG (DE) wie folgt zusammen: 40 % der Aktien waren der 

E._______Ltd (BVI) zugeordnet, 25 % der F._______AG (DE), weitere 25 

% einem «strategische[n] Investor aus Hong Kong» und restliche 10 % wa-

ren der «Geschäftsleitung/Aufsichtsrat» zugeordnet (SA 50802127 ff.; 

50802153, 50802165, 50802170 ff., 50802178). Es fanden im Laufe der 

Jahre mehrere Kapitalerhöhungen statt. 

Im Januar 2018 ordnete das Amtsgericht Charlottenburg die vorläufige In-

solvenzverwaltung über das Vermögen der D._______AG (DE) an. Das In-

solvenzverfahren ist inzwischen abgeschlossen.  

B.  

B.a Wegen Verdachts auf Ausübung einer bewilligungspflichtigen Effekten-

handelstätigkeit ohne entsprechende Bewilligung (Art. 10 Abs. 1 und Art. 2 

lit. d des Bundesgesetzes über die Börsen und den Effektenhandel vom 

24. März 1995; Börsengesetz, BEHG, [AS 1997 68]) eröffnete die Eidge-

nössische Finanzmarktaufsicht FINMA (nachfolgend: «Vorinstanz») gegen 

die A._______AG, den Beschwerdeführer und B._______ ein Verfahren 

nach Art. 53 des Bundesgesetzes über die Eidgenössische Finanzmarkt-

aufsicht vom 22. Juni 2007 (FINMAG, SR 956.1). Am 23. Juni 2017 wurde 

dem Beschwerdeführer die Eröffnung des Verfahrens angezeigt und der 

provisorische Sachverhalt zwecks Stellungnahme zugestellt. Die Vo-

rinstanz warf ihm vor, im Rahmen der Platzierung von Effekten der 

D._______AG (DE) durch die A._______AG und andere, eng verflochtene 

Akteure gruppenweise eine bewilligungspflichtige Emissionshaustätigkeit 

i.S.v. Art. 3 Abs. 2 der Verordnung vom 2. Dezember 1996 über die Börsen 

und den Effektenhandel (Börsenverordnung, BEHV, [AS 1997 85]) ausge-

übt zu haben. 

Dem Enforcementverfahren der FINMA waren Ermittlungen der Staatsan-

waltschaft III des Kantons Zürich u.a. wegen Verdachts auf Betrug, Geld-

wäscherei und Emissionshaustätigkeit ohne Bewilligung i.S.v. Art. 44 Abs. 

1 FINMAG vorausgegangen, im Rahmen welcher es zur gegenseitigen 

Amtshilfe kam. Die angefochtene Verfügung der Vorinstanz stützt sich da-

her massgeblich auf Akten, die von der Staatsanwaltschaft übernommen 

wurden (zit. jeweils mit «SA […]»).  

B.b Nach mehrfacher Fristerstreckung nahm der Beschwerdeführer im Ok-

tober 2017 Stellung zum provisorischen Sachverhalt. Er bestritt seine Be-

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teiligung an einer gruppenweise ausgeübten, bewilligungspflichtigen Emis-

sionshaustätigkeit. Die Tätigkeit der A._______AG sei nicht bewilligungs-

pflichtig gewesen, da diese die Effekten der D._______AG (DE) lediglich 

für Dritte an Anleger vermittelt habe. Es habe keine Primärmarkttätigkeit 

stattgefunden. 

B.c Die Vorinstanz hielt daraufhin im Wesentlichen am provisorisch erstell-

ten Sachverhalt fest und schloss das vorinstanzliche Verfahren mit Endver-

fügung vom 22. März 2018 ab. Gemäss Dispositiv hätten die Parteien ohne 

die erforderliche Bewilligung gewerbsmässigen Effektenhandel betrieben 

und aufsichtsrechtliche Bestimmungen schwer verletzt (Ziff. 1). Die 

A._______AG erfülle nicht die Voraussetzungen einer nachträglichen Be-

willigungserteilung (Ziff. 2). Mit Wirkung ab Rechtskraft wurde die Liquida-

tion der A._______AG sowie die Einsetzung einer Liquidatorin und der Ent-

zug der Vertretungsbefugnis der bisherigen Organe der A._______AG ver-

fügt (Ziff. 3-10). Gegenüber dem Beschwerdeführer und B._______ wurde 

unter Strafandrohung nach Art. 48 FINMAG eine Unterlassungsanweisung 

ausgesprochen (Ziff. 11, 12), mit Anordnung einer fünfjährigen Publikation 

derselben (Ziff. 13). Ferner verfügte die Vorinstanz die Sperrung von Kon-

toverbindungen und Depots (Ziff. 14). Die Verfahrenskosten wurden auf 

CHF 45'000.- festgesetzt und in Berücksichtigung der dem Beschwerde-

führer gewährten unentgeltlichen Rechtspflege auf CHF 35'000.- reduziert 

und in dieser Höhe B._______ und der A._______AG solidarisch auferlegt 

(Ziff. 15). 

C.  

Gegen die Verfügung vom 22. März 2018 erhob der Beschwerdeführer am 

8. Mai 2018 Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Die 

A._______AG und B._______ reichten ebenfalls Beschwerde ein (Verfah-

ren B-2714/2018 bzw. B-2683/2018). Die Vorinstanz nahm in ihrer Ver-

nehmlassung vom  

8. Oktober 2018 Stellung, der Beschwerdeführer per Replik vom 17. De-

zember 2018, die Vorinstanz sodann mit Duplik vom 11. Februar 2019. 

Dabei wurde im Wesentlichen wie folgt argumentiert:  

C.a In seiner Beschwerde beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung 

der Dispositiv-Ziffer 1 (Rechtsbegehren 1) und der Dispositiv-Ziffer 11-13 

(Rechtsbegehren 4), soweit diese den Beschwerdeführer betreffen. Zudem 

beantragt er, es sei festzustellen, dass er keine aufsichtsrechtlichen Be-

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Seite 5 

stimmungen (Börsengesetz) verletzt habe (Rechtsbegehren 2); eventuali-

ter hierzu beantragt er, es sei festzustellen, dass er aufsichtsrechtliche 

Bestimmungen leicht verletzt habe (Rechtsbegehren 3). Eventualiter zum 

Rechtsbegehren 4 beantragt er, es seien die Dispositiv-Ziffern 11 und 12 

der angefochtenen Verfügung für die Dauer von einem Jahr (statt fünf) zu 

publizieren. In prozessualer Hinsicht stellte er die Anträge, es sei ihm die 

unentgeltliche Rechtspflege sowie die unentgeltliche Verbeiständung rück-

wirkend auf den 28. März 2018 zu gewähren, und es seien die Rechtsan-

wälte Dr. Reinhard Oertli und Dr. Reto Luthiger, Meyerlustenberger La-

chenal AG, als Rechtsbeistände zu ernennen (Anträge 7 und 8). 

Der Beschwerdeführer rügt einerseits eine unrichtige Sachverhaltserstel-

lung durch die Vorinstanz. Die Vorinstanz halte im Widerspruch zu den er-

stellten Tatsachen fest, dass der Beschwerdeführer auch nach Frühjahr 

2014 noch Aufgaben für die A._______AG wahrgenommen und damit zu-

sammen mit dieser bis mindestens 6. Mai 2016 gewerbsmässig Effekten 

der D._______AG (DE) auf dem Primärmarkt verkauft habe.  

Zudem wehrt er sich gegen die Annahme einer engen personellen und wirt-

schaftlichen Verflechtung zwischen ihm und anderen Akteuren der von der 

Vorinstanz behaupteten Gruppe im aufsichtsrechtlichen Sinn. Insbeson-

dere bestreitet er eine solche enge Verflechtung und ein gruppenweises 

Zusammenwirken mit der D._______AG (DE) und der F._______AG (DE).  

Der Beschwerdeführer rügt in materieller Hinsicht, dass die Vorinstanz zu 

Unrecht von einer Bewilligungspflicht nach Art. 10 Abs. 1 BEHG i.V.m. Art. 

3 Abs. 2 BEHV (zur Anwendbarkeit dieser Bestimmungen siehe E. 2) aus-

gegangen sei, indem sie von einer Übernahme der Effekten durch die 

E._______Ltd (BVI) zwecks erstmaliger Platzierung auf dem Primärmarkt 

ausgegangen sei. Zudem rügt er, die Publikation der Unterlassungsanwei-

sung unter Angabe seines Namens für die Dauer von fünf Jahren sei un-

verhältnismässig. Er argumentiert dabei, eine allfällige Verletzung sei je-

denfalls nicht schwer und sein wegen des Ausstiegs im Frühjahr 2014 ver-

gleichsweise geringer Beitrag sei zu berücksichtigen; zudem fehle ein adä-

quat-kausal von ihm verursachter Schaden der Anleger. Gegen die Mass-

nahme spreche sodann auch die mit der Publikation einhergehende Stig-

matisierungswirkung, die sein wirtschaftliches Fortkommen faktisch erheb-

lich einschränken könne.  

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C.b Die FINMA beantragt die Abweisung der Beschwerde. Sie äussert sich 

insbesondere zur Anwendbarkeit des aufsichtsrechtlichen Gruppenkon-

zepts und führt mehrere Indizien der Verflechtung der D._______AG (DE) 

und der F._______AG (DE) mit u.a. der A._______AG, dem Beschwerde-

führer und B._______ auf. Zudem legt sie dar, was für die Annahme einer 

bewilligungspflichtigen Tätigkeit auf dem Primärmarkt spreche. Die Vo-

rinstanz, die von einer zentralen Rolle des Beschwerdeführers beim Ge-

schäft mit D._______AG-Effekten ausgeht, bezeichnet die angeordneten 

Massnahmen als verhältnismässig. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde gegen eine Endverfügung auf dem Gebiet der Finanzmarkt-

aufsicht zuständig (Art. 54 Abs. 1 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes vom 

22. Juni 2007 [FINMAG, SR 956.1] i.V.m. Art. 31 f. sowie Art. 33 Bst. e des 

Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 

[VGG, SR 173.32]). 

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt einerseits die Aufhebung der Dispo-

sitiv-Ziff. 1 hinsichtlich der Feststellung der schweren Verletzung aufsichts-

rechtlicher Bestimmungen (Rechtsbegehren 1); zudem beantragt er, es sei 

festzustellen, dass er aufsichtsrechtliche Bestimmungen nicht (Rechtsbe-

gehren 2), eventualiter nur leicht (Rechtsbegehren 3), verletzt habe. An-

derseits stellt er das Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei be-

züglich Dispositiv-Ziff. 11-13 – betreffend Unterlassungsanweisung, Straf-

androhung und Publikation der Ziff. 11 und 12 für die Dauer von fünf Jahren 

– aufzuheben (Rechtsbegehren 4), soweit dies den Beschwerdeführer be-

treffe, respektive es sei die Publikationsdauer auf ein Jahr zu begrenzen 

(Rechtsbegehren 5). 

1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men. Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist er durch die ihn betref-

fenden Feststellungen und Anordnungen in deren Dispositiv berührt. Er hat 

insofern ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung 

dieser Verfügungsteile und ist daher in diesen Punkten beschwerdelegiti-

miert (Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 

das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]; vgl. BGE 136 II 304 

E.2.3.1; vgl. auch Urteile des BGer 2C_894/2014 vom 18. Februar 2016 

E.3 und 2A.230/1999 vom 2. Februar 2000 E.1 f.). Dies betrifft zunächst 

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die Unterlassungsanweisung mit Strafandrohung und deren Veröffentli-

chung für die Dauer von fünf Jahren (Dispositiv-Ziff. 11-13; vgl. Urteil des 

BVGer B-6413/2017 vom 21. Januar 2019 E. 1.2.4), gegen welche die 

Rechtsbegehren 4 und 5 des Beschwerdeführers gerichtet sind. Der Dis-

positivcharakter und die Anfechtbarkeit der Feststellungsziffer (Dispositiv-

Ziff. 1) wiederum folgen daraus, dass das Vorliegen einer schweren Verlet-

zung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen die Hauptvoraussetzung der an-

geordneten Massnahmen darstellt. Die entsprechende Feststellung bringt 

das Ergebnis der Prüfung der materiell-rechtlichen Vorfrage zur Beurtei-

lung der verfügten Massnahmen zum Ausdruck. Weil sie damit wesentli-

cher Teil der Begründung in Bezug auf die Dispositiv-Ziff. 11-13 ist, hat sich 

das Gericht bereits zur Überprüfung der angefochtenen Massnahmen mit 

ihr auseinanderzusetzen. Auf die Beschwerde ist folglich auch insoweit ein-

zugehen, als sie sich gegen die Feststellung der schweren Verletzung auf-

sichtsrechtlicher Bestimmungen durch den Beschwerdeführer richtet (vgl. 

Urteile des BVGer B-4354/2016 vom 30. November 2017 E. 1.2.1; B-

6250/2016, B-1592/2017 vom 17. Dezember 2019 E. 1.3; B-6413/2017 

vom 21. Januar 2019 E. 1.2.2; anders etwa B-5688/2016 vom 6. November 

2018 E. 1.2). 

Anders verhält es sich betreffend die Rechtsbegehren 2 und 3, mit welchen 

der Beschwerdeführer beantragt, es sei festzustellen, dass er keine, even-

tualiter lediglich eine leichte Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen 

begangen habe. Die Vorinstanz ist der Ansicht, auf die Feststellungsbe-

gehren sei nicht einzutreten. Der Beschwerdeführer sieht ein Feststel-

lungsinteresse darin, dass bereits mehrere Drittpersonen von den gegen 

ihn laufenden straf- und verwaltungsrechtlichen Verfahren erfahren hätten 

oder diese erahnen könnten, wodurch sein Ruf beschädigt und sein beruf-

liches Fortkommen beeinträchtigt sei. Durch eine positive Feststellung, 

dass er keine aufsichtsrechtlichen Bestimmungen verletzt habe, will er 

seine «persönliche Lage in rechtlicher Hinsicht endgültig klären» und sei-

nen Ruf wiederherstellen, um unter anderem bessere Chancen auf einen 

Neustart ins Berufsleben zu haben. Zudem soll die beantragte Feststellung 

eine positive Auswirkung auf das hängige Strafverfahren zeitigen und ge-

gebenenfalls zu einer Aufhebung von Massnahmen der Staatsanwaltschaft 

III des Kantons Zürich (i.e. Sperrung von Bankkonten, Beschlagnahmung 

von Wertgegenständen und Forderungen) führen, was es ihm erleichtern 

soll, seinen Lebensunterhalt selber zu bestreiten und selbständig am Ge-

schäfts- und Erwerbsleben teilzunehmen. Dem ist entgegenzuhalten, dass 

die Frage der schweren Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen oh-

nehin bereits im Rahmen der Beurteilung der Rechtsbegehren 1, 4 und 5 

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zu beurteilen ist, wobei im Falle der Gutheissung der Beschwerde den vom 

Beschwerdeführer vorgebrachten persönlichen Interessen, soweit mass-

geblich, bereits durch die Aufhebung der Feststellungsziffer der angefoch-

tenen Verfügung (Dispositiv-Ziff. 1), der Unterlassungsanweisung (Dispo-

sitiv-Ziff. 11) und der Anordnung der Publikation (Dispositiv-Ziff. 13) hinrei-

chend Rechnung getragen würde. Im Sinne der Subsidiarität der Feststel-

lungsverfügung gegenüber Leistungs- oder Gestaltungsverfügungen fehlt 

es damit an einem schutzwürdigen Interesse an einer positiven Feststel-

lung (vgl. BGE 126 II 300 E. 2c; Urteil des BGer 2C_729/2020 vom 5. Au-

gust 2021 E. 1.2; Urteile des BVGer B-4354/2016 vom 30. November 2017 

E. 1.2.1.2 und E. 1.2.2.2 m.w.H.; B-4772/2017 vom 19. Dezember 2017 E. 

6; B-5688/2016 vom 6. November 2018 E. 1.3), sodass auf die Rechtsbe-

gehren 2 und 3 nicht eingetreten werden kann.  

Die Anforderungen an Frist und Form der Beschwerdeschrift sind gewahrt 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). Daher ist im Übrigen, mit der ge-

nannten Einschränkung betreffend die Feststellungsbegehren (Rechtsbe-

gehren 2 und 3), auf die Beschwerde einzutreten.  

2.  

Dem streitgegenständlichen Vorwurf der Vorinstanz, der Beschwerdeführer 

habe sich an einer ohne die erforderliche Bewilligung ausgeübten Emissi-

onshaustätigkeit einer Gruppe beteiligt, liegt ein Sachverhalt zugrunde, der 

sich im Wesentlichen zwischen dem Jahr 2008 und Mai 2016 ereignet hat. 

Auf diesen Sachverhalt sind in intertemporaler Hinsicht grundsätzlich die 

in jenem Zeitraum geltenden Rechtssätze, nämlich insbesondere das FIN-

MAG und das Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel vom 

24. März 1995 (Börsengesetz, aBEHG; SR 954.1, in Kraft bis zum 31. De-

zember 2019) anwendbar (Urteile des BVGer B-5540/2018 vom 17. August 

2020 E. 2; B-8363/2007 vom 18. Dezember 2008 E. 3.2; Urteile des BGer 

2C_136/2019 vom 14. Januar 2020 E. 2.1; 2C_122/2018 vom 2. April 2019 

E. 3.1).  

Per 1. Januar 2016 wurde das BEHG zum Grossteil in das neue Finanz-

marktinfrastrukturgesetz vom 19. Juni 2015 (FinfraG, SR 958.1) überführt. 

Die verbleibenden Bestimmungen zu den Effektenhändlern, neu als Wert-

papierhäuser bezeichnet, wurden im Finanzinstitutsgesetz vom 15. Juni 

2018 (FINIG, SR 954.1; in Kraft seit 1. Januar 2020; insb. Art. 2, 41 ff. FI-

NIG) geregelt und das BEHG vollständig aufgehoben (vgl. Botschaft vom 

4. November 2015 zum Finanzdienstleistungsgesetz [FIDLEG] und zum 

Finanzinstitutsgesetz [FINIG] [nachfolgend: Botschaft FIDLEG/FINIG], BBl 

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Seite 9 

2015 8901, 9032 und 9043). Auch die Verordnung über die Börsen und den 

Effektenhandel vom 2. Dezember 1996 (Börsenverordnung, aBEHV; SR 

954.11. in Kraft bis zum 31. Dezember 2019) wurde per 1. Januar 2020 

aufgehoben (AS 2019 4633, 4674) und durch die Verordnung über die Fi-

nanzinstitute vom 6. November 2019 (Finanzinstitutsverordnung, FINIV, 

SR 954.11) ersetzt.  

 

In der Botschaft wies der Bundesrat darauf hin, dass die in Art. 3 Abs. 2 

und 3 aBEHV geregelten Effektenhändlerkategorien des "Emissionshau-

ses" und des "Derivathauses" in der Praxis keine eigenständige Bedeutung 

erlangt hätten. Ihre gesetzlich umschriebenen Tätigkeitsfelder würden von 

Banken oder Kundenhändlern wahrgenommen. Es rechtfertige sich daher 

nicht, für sie einen eigenen Bewilligungsstatus aufrechtzuerhalten (Bot-

schaft FIDLEG/FINIG, BBl 2015 8901, 9032). Was in der Terminologie des 

bisherigen Rechts als Emissionshaustätigkeit einzustufen war, ist im neuen 

Recht den Tätigkeiten von Wertpapierhäusern zugeordnet, ohne dass sich 

an der materialen Definition dieser weiterhin bewilligungspflichtigen Tätig-

keit etwas geändert hätte.  

 

Weil die in der angefochtenen Verfügung der Vorinstanz beschriebenen 

Tätigkeiten der A._______AG, des Beschwerdeführers und der mit ihr ver-

bunden Akteure indessen noch nach dem aBEHG und der aBEHV zu wür-

digen sind, wird im vorliegenden Entscheid auch die Terminologie jener Er-

lasse verwendet. 

 

3.  

Als Aufsichtsbehörde über den Finanzmarkt trifft die Vorinstanz die zum 

Vollzug des Finanzmarktrechts notwendigen Verfügungen und überwacht 

die Einhaltung der gesetzlichen und reglementarischen Vorschriften. Erhält 

sie Kenntnis von Verstössen gegen die Gesetze des Finanzmarktrechts  

oder von sonstigen Missständen, sorgt sie für deren Beseitigung und für 

die Wiederherstellung des ordnungsgemässen Zustands (Art. 31 FIN-

MAG). Ihre Aufsicht ist nicht auf unterstellte Betriebe beschränkt, sondern 

erstreckt sich auf die Abklärung der Bewilligungspflicht und die Ermittlung 

von Personen, die finanzmarktrechtswidrige Tätigkeiten ausüben. Im Falle 

hinreichend konkreter Anhaltspunkte für eine bewilligungspflichtige Ge-

schäftstätigkeit trifft sie die notwendigen Anordnungen (Art. 37 Abs. 3 FIN-

MAG; vgl. BGE 135 II 356 E. 3.1 und BGE 132 II 382 E. 4.2). Bei der Wahl 

des geeigneten Mittels hat die Vorinstanz im Rahmen der allgemeinen Ver-

fassungs- und Verwaltungsgrundsätze (Willkürverbot, Rechtsgleichheits- 

und Verhältnismässigkeitsgebot, Treu und Glauben) in erster Linie den 

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Hauptzwecken der finanzmarktrechtlichen Gesetzgebung, dem Schutz der 

Gläubiger und Anleger einerseits und der Lauterkeit des Kapitalmarkts an-

dererseits, Rechnung zu tragen (Anleger- und Funktionsschutz). Die Auf-

sicht der Vorinstanz ist dabei nicht auf die ihr bereits unterstellten Betriebe 

beschränkt, sondern erfasst auch die Abklärung der finanzmarktrechtlichen 

Bewilligungspflicht und die Ermittlung von Finanzintermediären, die in Ver-

letzung gesetzlicher Bestimmungen tätig sind. Sie ist berechtigt, die in den 

Finanzmarktgesetzen vorgesehenen Mittel auch gegenüber Instituten und 

Personen einzusetzen, deren Unterstellungs- oder Bewilligungspflicht um-

stritten ist. Liegen hinreichend konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass eine 

bewilligungspflichtige Geschäftstätigkeit ausgeübt werden könnte, ist die 

Vorinstanz befugt und verpflichtet, die zur Abklärung erforderlichen Infor-

mationen einzuholen und die nötigen Anordnungen zu treffen. Diese kön-

nen bis zum Verbot der betreffenden Tätigkeit sowie zur Auflösung und Li-

quidation eines Unternehmens reichen (Art. 37 Abs. 3 FINMAG; BGE 135 

II 356 E. 3.1 und BGE 132 II 382 E. 4.2, je m.w.H.). 

4.  

Vorab einzugehen ist auf die vom Beschwerdeführer beantragten respek-

tive offerierten Beweismittel. 

4.1 Der Beschwerdeführer hat die Befragung eines Therapeuten als Zeu-

gen in Bezug auf Fragen zu seiner Gesundheit ab Frühjahr 2014 offeriert. 

Zudem hat er die Edition von E-Mails aus seinem E-Mail-Account bei der 

A._______AG beantragt, um seine Behauptungen zu gewissen Aspekten 

seiner Arbeit für die A._______AG in den Jahren 2012 bis 2014 darzule-

gen. Überdies hat er seine eigene Parteibefragung angeboten. Er sei be-

reit, im Rahmen einer solchen Befragung Personen zu nennen, die, wie er 

gehört habe, direkt von der F._______AG (DE) D._______AG-Aktien ge-

kauft hätten. 

4.2 Das Bundesverwaltungsgericht nimmt die angebotenen Beweismittel 

ab, wenn diese zur Klärung des relevanten Sachverhalts tauglich erschei-

nen (Art. 33 Abs. 1 VwVG; vgl. BGE 137 II 266 E. 3.2). Es kann im Rahmen 

seines Ermessensspielraums auf die Abnahme eines Beweises verzichten, 

wenn es aufgrund bereits erhobener Beweise den rechtserheblichen Sach-

verhalt für genügend geklärt hält und davon ausgehen kann, dass weitere 

Beweiserhebungen an seiner auf Basis der gegebenen Aktenlage gebilde-

ten Überzeugung nichts ändern würden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. 

BGE 141 I 60 E. 3.3; BGE 136 I 229 E. 5.3, BGE 134 I 140 E. 5.3; BGE 

130 II 425 E. 2.1; Urteile des BVGer A 1063/2014 vom 25. März 2015 E. 

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Seite 11 

3.2; B-3459/2012 vom 12. März 2013 E. 7.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, 

Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 3.123c 

und 3.144). Wenn die Voraussetzungen der antizipierten Beweiswürdigung 

nicht erfüllt sind, verletzt die Nichtabnahme rechtzeitig und formrichtig an-

gebotener Beweise zu rechtserheblichen Tatsachen das rechtliche Gehör 

und die Untersuchungspflicht und führt gegebenenfalls zu einer fehlerhaf-

ten Sachverhaltserstellung i.S.v. Art. 49 Bst. b VwVG (vgl. Urteile des 

BVGer A-770/2013 vom 8. Januar 2014 E. 2.2.4; A-5524/2012 vom 16. De-

zember 2013 E. 5.2.1). Weder Art. 33 Abs. 1 VwVG noch die Garantie des 

rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 29 VwVG) gewährleisten jedoch 

einen Anspruch auf mündliche Anhörung einer Partei oder von Zeugen (vgl. 

BGE 130 II 425 E. 2.1, BGE 122 II 464 E. 4; Urteil des BVGer B-3459/2012 

vom 12. März 2013 E. 7.1). Die mündliche Anhörung von Zeugen gilt als 

subsidiäres Beweismittel, auf das ausnahmsweise zurückgegriffen werden 

muss, wenn es an geeigneteren Mitteln fehlt, den rechtserheblichen Sach-

verhalt zu erstellen (Art. 14 Abs. 1 lit. c VwVG; vgl. Urteil des BGer 

5A.15/2006 vom 15. Juni 2006 E. 2.1 m.w.H.). 

4.3 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wurde ein doppelter Schriften-

wechsel geführt. Zudem konnte sich der Beschwerdeführer bereits am  

11. Oktober 2017 gegenüber der Vorinstanz zum provisorisch erstellten 

Sachverhalt äussern, der sich von jenem gemäss der angefochtenen End-

verfügung nicht wesentlich unterscheidet. Die im vorinstanzlichen Verfah-

ren beigezogenen, umfassenden Akten aus den Strafverfahren der Staats-

anwaltschaft III des Kantons Zürichs liegen dem Gericht ebenfalls vor; in 

diesen finden sich unter anderem zahlreiche Aussagen des Beschwerde-

führers in Anhörungen sowie Auszüge der E-Mail-Korrespondenz des Be-

schwerdeführers insbesondere mit Anlegern und Geschäftspartnern. Die 

Beweisanträge respektive -offerten des Beschwerdeführers sind vor die-

sem Hintergrund zu beurteilen:  

Die Befragung des Therapeuten erscheint nicht erforderlich, da zur Erstel-

lung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers von Frühjahr 2014 

bis Ende Mai 2016 zum einen bereits hinreichend andere Belege (u.a. Aus-

sagen des Beschwerdeführers anlässlich von Anhörungen) vorliegen; zum 

anderen wäre eine solche Zeugenbefragung im Unterschied etwa zum Be-

weis des Gesundheitszustands durch Arztzeugnisse oder durch Belege der 

Krankenkassen nur bedingt geeignet zur Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhalts. Auf die (grundsätzlich ohnehin subsidiäre) Zeugenbefragung 

in Form der Befragung des vom Beschwerdeführer genannten Therapeu-

ten, der beruflich auch als Coach und Berater für Führungskräfte tätig war 

B-2713/2018 

Seite 12 

und für dessen Unternehmen sich der Beschwerdeführer teilweise in füh-

render Funktion betätigte (vgl. SA 41101043 f.), ist mangels Erforderlichkeit 

daher zu verzichten. Dies rechtfertigt sich auch dadurch, dass seitens der 

Vorinstanz nicht bestritten wird, dass der Beschwerdeführer ab Mitte 2014 

aus gesundheitlichen Gründen zumindest in geringerem Umfang als zuvor 

für die A._______AG tätig war; umgekehrt zeigt der Beschwerdeführer 

nicht auf, inwiefern sich diese ab diesem Zeitpunkt möglicherweise redu-

zierte Beteiligung auf die Gesamtbeurteilung seiner Beteiligung am Effek-

tenhandel der Gruppe oder zumindest auf die Prüfung der Verhältnismäs-

sigkeit der angeordneten Massnahmen auswirken soll. Soweit der Be-

schwerdeführer mit der offerierten Zeugenbefragung indes den Nachweis 

hätte erbringen wollen, dass er in den Jahren 2014 bis 2016 angeblich aus 

gesundheitlichen Gründen vollkommen arbeitsunfähig gewesen sei, ist auf 

das offerierte Beweismittel in antizipierter Beweiswürdigung auch zu ver-

zichten, weil es sich als untauglich erweist, die vom Gericht auf Basis der 

umfassenden Aktenlage gewonnene gegenteilige Überzeugung (vgl. E. 

5.1.3.2) umzustossen. 

Unklar ist sodann, was der Beschwerdeführer mit der beantragten Edition 

von E-Mails zu belegen hofft. Sofern er damit seine sinngemässe Behaup-

tung stützen will, dass er sich von 2012 bis 2014 mit grossem Aufwand um 

einen «Exit» im Interesse der Kunden bemüht habe, ist anzumerken, dass 

weder die Beteiligung an einer Gruppe im aufsichtsrechtlichen Sinn noch 

die von der Vorinstanz allegierte Ausübung einer unbewilligten Emissions-

haustätigkeit eine Absicht der Beteiligten voraussetzen, die Anleger zu 

schädigen (vgl. E. 5.1.2.1 betr. die Umgehungsabsicht). Der überdies sehr 

breit formulierte Editionsantrag ist aber auch bereits deshalb abzuweisen, 

weil der Beschwerdeführer nicht substantiiert darlegt, welche der Sachver-

haltsfeststellungen der Vorinstanz er mithilfe zusätzlicher E-Mails umzu-

stossen gedenkt, und was er konkret mithilfe solcher E-Mails zu belegen 

hofft. Aus der umfassenden Aktenlage wird jedenfalls deutlich, dass der 

Beschwerdeführer sich nicht wie behauptet im Sommer 2014 vom Ge-

schäft mit D._______AG-Aktien gänzlich losgelöst hätte (dazu E. 5.1.3.2). 

Zwar kam es punktuell zu Missstimmungen und zu Äusserungen von Kritik 

gegenüber B._______ und G._______; dies hatte jedoch vor allem die von 

ihm empfundene Laienhaftigkeit und Unvorsichtigkeit der Partner respek-

tive Uneinigkeiten in Bezug auf Geldzahlungen zum Anlass (vgl. SA 

30701054 ff.; 50802199; 50301203; 50301168; 50301004; 50301116 ff.). 

Dafür, dass sich der Beschwerdeführer gegenüber B._______ oder 

G._______ jemals für die Interessen der von ihm respektive der 

B-2713/2018 

Seite 13 

A._______AG angeworbenen Anleger eingesetzt hätte, fehlt es in den vor-

handenen Akten vollständig an Anhaltspunkten. Demgegenüber blieb er 

um seine Einnahmen besorgt: Nach Aussagen des Beschwerdeführers im 

Beschwerdeverfahren ist davon auszugehen, dass er auch noch nach dem 

behaupteten Rückzug von der Tätigkeit für die A._______AG gegen Ende 

Frühjahr 2014 bemüht war, finanziell für seine Tätigkeit entschädigt zu wer-

den. Dass er im Sinne einer «tätigen Reue» die FINMA auf Probleme beim 

Geschäft mit D._______AG-Effekten hingewiesen hätte, behauptet der Be-

schwerdeführer im Übrigen selber nicht. Angesichts des Gesagten und mit 

Blick auf die Aktenlage ist festzuhalten, dass die Edition allfälliger E-Mails 

des Beschwerdeführers nicht geeignet ist, die Überzeugung des Gerichts 

in Bezug auf die streitgegenständliche Tätigkeit zu ändern. Die vorliegen-

den Akten enthalten vielmehr alles, was zur Überprüfung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts erforderlich ist. Der Beweisantrag ist daher abzuwei-

sen.  

Zuletzt ist auf die offerierte Parteianhörung einzugehen, im Rahmen wel-

cher der Beschwerdeführer bereit gewesen wäre, Personen zu nennen, die 

D._______AG-Effekten direkt von der F._______AG (DE) gekauft haben 

sollen. Diesbezüglich ist zunächst festzuhalten, dass der Beschwerdefüh-

rer nicht erklärt, weswegen er den damit angestrebten Zweck nicht im Rah-

men einer schriftlichen Eingabe hätte erfüllen können. Der Beweiswert ei-

ner mündlichen Parteiäusserung ist jedenfalls nicht grösser als jener der 

schriftlichen Stellungnahme einer Partei, zu der vorliegend hinlänglich Ge-

legenheit bestand. Die mündlichen Aussagen, mit denen der Beschwerde-

führer die Behauptung direkter Verkäufe durch die F._______AG (DE) stüt-

zen wollte, wären zudem a priori wenig glaubwürdig, weil der Beschwerde-

führer gegenüber der Staatsanwaltschaft anlässlich der Konfrontationsein-

vernahme und anlässlich einer Einzelanhörung noch gesagt hatte, er wisse 

nicht, ob abgesehen von der A._______AG weitere Personen die Aktien 

der D._______AG (DE) an Anleger vermittelt hätten (SA 50301128; 

50801031). Die erst in der Replik angebotene Parteianhörung ist auch aus 

diesem Grund als Beweismittel untauglich, zumal sie nur auf unnötig um-

ständliche Weise – nach zusätzlicher Befragung der erst in einer solchen 

Anhörung genannten Personen – zu Aussagen mit hinreichendem Beweis-

wert führen könnten. Hinzu kommt, dass das mündliche Nennen von Per-

sonen, die D._______AG-Effekten direkt von der F._______AG (DE) ge-

kauft haben sollen, nicht beweistauglich ist, weil die damit zu beweisende 

Tatsache – dass angeblich unabhängig von der A._______AG 

D._______AG-Effekten an Dritte verkauft worden sein sollen – nicht rechts-

B-2713/2018 

Seite 14 

erheblich ist (vgl. hinten, E. 5.1.3, 5.3.2 und 5.5.3): Eine Emissionshaustä-

tigkeit kann auch vorliegen, wenn das Emissionshaus nur einen Teil der 

neu geschaffenen Effekten zwecks Platzierung im Publikum übernimmt; 

zudem ändern allfällige partielle Alleingänge von bestimmten Akteuren 

nichts an der Zugehörigkeit dieser Akteure zu einer Gruppe im aufsichts-

rechtlichen Sinn, solange enge Verflechtungen und das praxisgemäss er-

forderliche koordinierte Vorgehen gegeben sind (dazu hiernach, E. 5.1). 

5.  

Streitgegenstand ist, ob der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der 

Vermittlung von D._______AG-Effekten durch die A._______AG an einer 

ohne Bewilligung ausgeübten, bewilligungspflichtigen Effektenhandelstä-

tigkeit nach Art. 10 aBEHG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 aBEHV in der Form einer 

Emissionshaustätigkeit beteiligt war, indem er zusammen mit anderen Akt-

euren einer Gruppe im aufsichtsrechtlichen Sinn handelte, die gewerbs-

mässig die von einer Drittperson ausgegebenen Effekten fest oder in Kom-

mission übernahm und öffentlich auf dem Primärmarkt anbot (vgl. Art. 3 

Abs. 2 aBEHV). 

5.1 Die vorinstanzliche Feststellung des Vorliegens der Gruppe im auf-

sichtsrechtlichen Sinn, der unter anderem der Beschwerdeführer angehört 

habe, sowie dessen Rolle im Rahmen der allegierten Gruppe, ist vorab zu 

überprüfen. Trifft die vorinstanzliche Sachverhaltserstellung betreffend die 

Gruppe im aufsichtsrechtlichen Sinn zu, wird bei Prüfung der Kriterien der 

Unterstellungspflicht für Emissionshäuser nach Art. 10 aBEHG i.V.m. Art. 2 

Abs. 1 aBEHV und Art. 3 Abs. 2 aBEHV (E. 5.2-5.6) eine Gesamtbetrach-

tung einzunehmen sein: 

5.1.1 Die Vorinstanz und der Beschwerdeführer äussern sich wie folgt:  

5.1.1.1 Die Vorinstanz zählt zur Gruppe im aufsichtsrechtlichen Sinn, in de-

ren Rahmen sich der Beschwerdeführer an einer unerlaubten Emissions-

haustätigkeit beteiligt haben soll, namentlich auch die A._______AG, 

B._______, die E._______Ltd (BVI), die K._______Corp (BVI) (…), die 

F._______AG (DE), die D._______AG (DE) sowie wohl G._______ (vgl. 

angefochtene Verfügung Rz. 7, 8, 19-23, 27, 29 und 30). Sie führt zum 

Nachweis der Verflechtung mit der F._______AG (DE) und der 

D._______AG (DE) mehrere Indizien einer koordinierten Mitwirkung der 

genannten Gesellschaften am Verkauf von D._______AG-Effekten an Pri-

vatanleger an, der unter Vermittlung der A._______AG in den Jahren 2008 

B-2713/2018 

Seite 15 

bis 2016 durchgeführt wurde. Sie weist darauf hin, dass die vom Beschwer-

deführer und B._______ beherrschte E._______Ltd (BVI) zu gewissen Zei-

ten die anteilsmässig grösste Aktionärin der D._______AG (DE) gewesen 

sei und mit der ebenfalls von den Organen der A._______AG beherrschten 

K._______Corp (BVI) über die Mehrheit der Aktien verfügt habe. Weitere 

Indizien sieht sie in der Korrespondenz der A._______AG respektive der 

E._______Ltd (BVI) mit der F._______AG (DE) und der D._______AG 

(DE), in welcher im Zusammenhang mit dem Geschäft mit D._______AG-

Effekten wiederholt auf eine vorgängige Besprechung oder Abstimmung 

der F._______AG (DE) mit den Organen der A._______AG Bezug genom-

men wird (vgl. angefochtene Verfügung Rz. 22-33 und 50-52). Die Vo-

rinstanz weist dabei in ihrer Vernehmlassung insbesondere auf: ein Schrei-

ben G._______s vom 6. November 2009 betreffend einen Pool-Vertrag zur 

Kontrolle der D._______AG (DE); eine von G._______ angesprochene Re-

gelung von Verbindlichkeiten durch Ausgleichsvereinbarungen von Aktio-

nären mit der D._______AG (DE); den Widerruf durch die E._______Ltd 

(BVI) eines Optionsvertrags auf den Erwerb von Anteilen an der 

D._______AG (DE), zu dem die F._______AG (DE) ihr Exemplar «wie mit 

Herrn Yilmaz besprochen» vernichtet habe; die Korrespondenz betreffend 

einen Rückgriff der F._______AG (DE) auf die E._______Ltd (BVI) im Zu-

sammenhang mit Steuernachforderungen in Deutschland resultierend aus 

Kapitalerhöhungen der D._______AG (DE), wobei G._______ dem Be-

schwerdeführer und B._______ von seiner F._______AG-E-Mail-Adresse 

aus schrieb, der vom Finanzamt geforderte Betrag sei auf das Konto der 

D._______AG (DE) zu überweisen, einen Options-Aktienkaufvertrag für 

D._______AG-Effekten vom Oktober 2009, der zwischen der 

A._______AG (für die E._______Ltd (BVI)) und der F._______AG (DE) 

«einvernehmlich abgestimmt worden sei» und den es seitens der Direkto-

rin der E._______Ltd (BVI) gegenzuzeichnen galt. Auf eine Gruppenver-

bindung deuten aus Sicht der Vorinstanz überdies die Provisionseinnah-

men der A._______AG von i.d.R. 20-25 % und manchmal bis zu 30 % am 

Verkaufspreis für die D._______AG-Effekten und die übrigen Kapitalflüsse 

zugunsten der Organe der A._______AG aus dem Kapital der angeworbe-

nen Anleger (vgl. angefochtene Verfügung Rz. 50).  

5.1.1.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Beteiligung am Ge-

schäft mit D._______AG-Effekten sei sowohl in zeitlicher als auch in qua-

litativer Hinsicht im Vergleich zur Rolle von B._______ von geringerer Be-

deutung gewesen. Seine Tätigkeit für die A._______AG habe sich auf die 

Beratung und Betreuung von Kunden beschränkt. Er sei weder als Organ 

noch als Zeichnungsberechtigter der A._______AG im Handelsregister 

B-2713/2018 

Seite 16 

eingetragen gewesen und habe auch faktisch keine solche Stellung inne-

gehabt. Seit Frühjahr 2014 sei er nicht mehr in die operativen Tätigkeiten 

der A._______AG involviert gewesen. Er macht dafür gesundheitliche 

Gründe im Zusammenhang mit einer Trennung und einem Burnout gel-

tend, derentwegen er zwei Jahre lang ununterbrochen in ärztlicher Be-

handlung gewesen sei und seit dem 12. Juli 2015 eine aufwändige Thera-

pie verfolgt habe. Eine Rückkehr zur A._______AG sei für ihn überdies 

auch nach weitgehender Überwindung der gesundheitlichen Probleme 

ausgeschlossen gewesen. Denn zwischen B._______ und ihm habe seit 

dem Frühjahr 2014 kein gutes Einvernehmen mehr bestanden. Es sei zu 

einem schweren Zerwürfnis gekommen, da seine «Exit-Bemühungen» für 

die D._______AG (DE) durch Vertrauensbrüche von B._______ und durch 

das Verhalten des Geschäftsführers der F._______AG (DE) und der 

D._______AG (DE), G._______, «torpediert» worden seien. Schon von 

2012 bis 2014 habe er sich mit grossem Aufwand um einen Börsengang 

(IPO) oder «Trade Sale» der D._______AG (DE) bemüht, doch seien diese 

Bemühungen jedes Mal von G._______ verhindert worden, indem dieser 

beispielsweise mit seinem sofortigen Rücktritt als CEO der D._______AG 

(DE) gedroht habe. Der Beschwerdeführer habe deshalb die Interessen 

der von ihm betreuten D._______AG-Aktionäre nicht mehr optimal wahren 

können. Als Beispiele von Vertrauensbrüchen erwähnt der Beschwerdefüh-

rer, dass «exklusive Übernahmegespräche» G._______s für die 

D._______AG (DE) mit (…) in Hamburg im Oktober 2014 stattgefunden 

hätten, die nicht mit ihm abgesprochen gewesen seien; seitens 

B._______s sei ein Vertrauensbruch erfolgt, als dieser angeblich gegen 

den Willen des Beschwerdeführers ca. EUR 2'000'000 aus Konten der 

E._______Ltd (BVI) der D._______AG (DE) überwies, um der 

D._______AG (DE) den Erwerb einer Gesellschaft mit «erheblichem Rest-

rukturierungs- und Integrationsbedarf», der (…) in (…), zu ermöglichen. 

Der Zukauf dieser Gesellschaft inmitten von Übernahmeverhandlungen mit 

(…) habe die D._______AG (DE) für einen Gesamtverkauf unattraktiver 

gemacht bzw. einen solchen praktisch ausgeschlossen. Weiter wendet der 

Beschwerdeführer ein, bei den von ihm gemäss Lohnausweis der 

A._______AG für das Jahr 2015 eingenommenen Beträgen handle es sich 

in Wirklichkeit um verspätet erfolgte Provisionszahlungen für gewisse noch 

im Jahr 2014 erbrachte Leistungen an «Kunden» (i.e. an von ihm angewor-

bene Anleger). Die verzögerte Lohnauszahlung erklärt der Beschwerdefüh-

rer mit Liquiditätsschwierigkeiten seitens der A._______AG und damit, 

dass die zahlungsauslösenden Investitionen der Kunden teilweise später 

erfolgten. Für die nach dem Frühjahr 2014 von der A._______AG getätig-

B-2713/2018 

Seite 17 

ten Effektenverkäufe habe er keine Anteile an den Provisionen mehr erhal-

ten, obwohl ihm solche für die ihm zugeteilten Kunden nach interner Rege-

lung auch dann zustanden, wenn er selbst beim Abschluss der Transaktio-

nen nicht persönlich involviert war. Nach dem Frühjahr 2014 habe er sich 

zudem nur noch in die Räumlichkeiten der A._______AG begeben, um ihm 

geschuldete Zahlungen anzumahnen. Er habe seine Kunden nicht mehr 

aktiv betreut, obwohl er noch deren Anrufe erhalten habe; es sei auch nicht 

mehr zum Abschluss neuer Transaktionen gekommen. Den Aussagen des 

Rechtsvertreters von B._______ hinsichtlich der Beteiligung des Be-

schwerdeführers an der A._______AG nach dem Frühjahr 2014 komme 

kein eigener Beweiswert zu, da ein Interessenkonflikt vorliege. 

Darüber hinaus wehrt sich der Beschwerdeführer gegen den Vorwurf einer 

engen personellen und wirtschaftlichen Verflechtung zwischen ihm und an-

deren Akteuren der von der Vorinstanz dargelegten Gruppe. Insbesondere 

habe keine enge Verflechtung von ihm oder der A._______AG mit der 

D._______AG (DE) und der F._______AG (DE) bestanden; respektive er 

selbst sei jedenfalls an allfälligen Verflechtungen mit diesen Gesellschaften 

nicht beteiligt gewesen. Dass dem Beschwerdeführer und B._______ be-

stimmte Dokumente von der D._______AG (DE) zur Kenntnisnahme, Kon-

trolle, Bestätigung oder Besprechung durch G._______ zugestellt worden 

seien, belege keine enge Verflechtung. Es sei unklar, in welcher Kapazität 

die Anfragen an ihn und B._______ gelangten und ob sie überhaupt beant-

wortet wurden. Deren Beantwortung durch den Beschwerdeführer sei nicht 

dokumentiert. Darüber hinaus macht der Beschwerdeführer geltend, es sei 

nicht unüblich, dass sich die Organe einer Gesellschaft bei Anker-Aktionä-

ren und Vertretern von grossen Aktionärsgruppen vorab versichern wollten, 

dass diese gegen gewisse Massnahmen keinen Widerspruch einlegen 

würden. Dies schaffe noch keine unübliche Verbindung. Gemäss Be-

schwerdeführer hat die Vorinstanz nicht aufgezeigt, inwieweit eine als 

«eng» zu qualifizierende wirtschaftliche, organisatorische oder personelle 

Verflechtung von ihm oder der A._______AG mit F._______AG (DE), 

D._______AG (DE) oder G._______ bestanden habe.  

Zudem soll trotz der Beteiligung der vom Beschwerdeführer und 

B._______ kontrollierten E._______Ltd (BVI) an der D._______AG (DE) 

dabei in strategischer und operativer Hinsicht kein Einfluss auf die 

D._______AG (DE) ausgeübt worden sein. Die E._______Ltd (BVI) habe 

ihre Beteiligung an der D._______AG (DE) grösstenteils als Treuhänder 

(nominee shareholder) für Investoren gehalten. Der Beschwerdeführer be-

streitet die Existenz eines Planes, mit einem Poolvertrag zwischen 

B-2713/2018 

Seite 18 

F._______AG (DE), A._______AG und E._______Ltd (BVI) die Ausübung 

der gemeinsamen Kontrolle über die D._______AG (DE) zu regeln. Ein 

solcher sei nie abgeschlossen worden. Dass ihn G._______ offenbar für 

notwendig befunden habe, spreche dafür, dass ohne Poolvertrag keine 

Grundlage bestünde, diese Gesellschaften zu einer Gruppe zusammenzu-

fassen. Der Beschwerdeführer bringt bezüglich des Schreibens zu Aus-

gleichsvereinbarungen von G._______ an die Direktorin der E._______Ltd 

(BVI) vom 4. Oktober 2010 vor, G._______ habe mittels Verrechnung 

wechselseitige Zahlungsverpflichtungen zwischen der D._______AG (DE), 

den wirtschaftlichen Aktionären mit E._______Ltd (BVI) als Treuhänder 

und dem «nominee Aktionär E._______Ltd (BVI)» zu bereinigen versucht, 

die aus nicht ausgeübten bzw. weiter übertragenen Optionen aus Wandel-

anleihen resultierten. Die Zahlungsverpflichtungen seien jedoch nach ei-

nem Gespräch mit G._______ «anders bereinigt» worden. Dass die 

D._______AG (DE) und die E._______Ltd (BVI) es laut Beschwerdeführer 

für nötig befanden, verschiedene Zahlungsverpflichtungen bilateral zu be-

reinigen, soll für ein Verhältnis nach arm’s length zwischen dem Beschwer-

deführer, B._______ und der E._______Ltd (BVI) einerseits und der 

D._______AG (DE) anderseits sprechen; es belege keine enge Verbin-

dung der beteiligten Parteien. Dass ein Teil der Steuernachforderung des 

deutschen Finanzamtes von der F._______AG (DE) auf die E._______Ltd 

(BVI) überwälzt worden sei, sei ebenfalls kein Indiz einer engen Verflech-

tung. Es stehe im Zusammenhang mit einer vertraglichen Regelung des 

Verwässerungsschutzes unter bestehenden Aktionären der D._______AG 

(DE) im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung durch Sacheinlage der 

F._______AG (DE). Für die Ausgabe neuer Aktien an die bestehenden 

D._______AG-Aktionäre im Rahmen des vereinbarten Verwässerungs-

schutzes hätten sich diese im Gegenzug verpflichten müssen, die aus die-

ser Ausgabe resultierenden steuerlichen Risiken zu übernehmen. Solche 

Risiken hätten sich dann materialisiert, was zum anteilsmässigen Rückgriff 

der primär vom Steueramt belangten F._______AG (DE) u.a. auf die 

E._______Ltd (BVI) geführt haben soll; der entsprechende Kontakt mit 

G._______ betreffe daher gewöhnliche wirtschaftliche Vorgänge. Dazu, 

dass ein Options-Aktienkaufvertrag gemäss einem Fax der F._______AG 

(DE) vom 14. Oktober 2010 an die Direktorin der E._______Ltd (BVI) «ein-

vernehmlich» zwischen A._______AG und F._______AG (DE) «abge-

stimmt wurde», sagt der Beschwerdeführer, der Vertrag sei für die Kunden 

der A._______AG mit der F._______AG (DE) und G._______ ausgehan-

delt worden, da die E._______Ltd (BVI) deren Aktien nominell hielt. Dieser 

Sachverhalt deute nicht auf eine Gruppenverbindung zwischen der 

A._______AG und der F._______AG (DE) hin. Das Schreiben der 

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Seite 19 

F._______AG (DE) an den Beschwerdeführer betreffend einen Vertrag 

vom 21. April 2008 zur Übertragung von Geschäftsanteilen der 

D._______AG (DE) von der F._______AG (DE) auf die E._______Ltd 

(BVI), das im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung der 

D._______AG (DE) im Frühjahr 2008 steht, zeuge wenn überhaupt nur von 

einer engen Verbindung zwischen der E._______Ltd (BVI) und dem Be-

schwerdeführer respektive B._______. Dass die F._______AG (DE) bei 

dieser Gelegenheit die E._______Ltd (BVI) vor dem Notar vertrat, sei nor-

male Geschäftspraxis und kein Indiz enger Verflechtungen. 

Laut Beschwerdeführer hätten die F._______AG (DE) respektive hätte 

G._______ auch unabhängig von der A._______AG und der E._______Ltd 

(BVI) D._______AG-Aktien an Dritte verkauft, ohne dies preislich, termin-

lich oder hinsichtlich der Kaufinteressenten mit der A._______AG abzu-

sprechen. Allgemein hätten die F._______AG (DE) und die D._______AG 

(DE) Interessen verfolgt, die nichts mit jenen der A._______AG, des Be-

schwerdeführers und der Kunden der A._______AG zu tun gehabt hätten. 

Gegen einen Gruppensachverhalt spreche zudem, dass die F._______AG 

(DE) die Stammanteile an der D._______AG (DE) (GmbH) bzw. die Aktien 

an der D._______AG (DE) bereits zu frühen Zeitpunkten gezeichnet habe 

und dass sie  

– so der Beschwerdeführer – zum Zeitpunkt der Zeichnung der Beteiligung 

jeweils noch nicht gewusst habe, was sie mit den Effekten machen werde. 

Die Willensbildung über die weitere Verwendung der Aktien sei erst später 

erfolgt. Aufgrund des langen Zeitablaufs zwischen Zeichnung und Weiter-

verkauf und der zwischenzeitlichen unternehmerischen Entwicklung der 

D._______AG (DE) hätten die Bedingungen des Verkaufs von 

D._______AG-Effekten von der F._______AG (DE) an die E._______Ltd 

(BVI) in keinem Verhältnis zu den Bedingungen der ursprünglichen Zeich-

nung dieser Effekten durch die F._______AG (DE) gestanden. Die 

F._______AG (DE) und die D._______AG (DE) seien für die A._______AG 

reine Lieferanten von Aktien gewesen, die sie weitervermitteln konnte.  

5.1.2 In Bezug auf das aufsichtsrechtliche Gruppenkonzept und auf die be-

weiswürdigungsrechtlichen Grundsätze bei der Erstellung des gruppenre-

levanten Sachverhalts ist folgendes festzuhalten: 

5.1.2.1 Der Unterstellung von Gruppen im aufsichtsrechtlichen Sinn unter 

die Aufsicht der FINMA gründet in der Überlegung, dass die Bewilligungs-

pflicht und die finanzmarktrechtliche Aufsicht nicht dadurch umgangen wer-

den sollen, dass einzelne Unternehmen bzw. Personen für sich allein nicht 

B-2713/2018 

Seite 20 

alle Voraussetzungen für die Unterstellungspflicht erfüllen, im Resultat 

aber gemeinsam dennoch eine bewilligungspflichtige Tätigkeit ausüben. 

Trotz formaljuristischer Trennung der Strukturen rechtfertigt sich zum 

Schutz des Finanzmarktes und der Anleger jedenfalls dann finanzmarkt-

rechtlich eine einheitliche, wirtschaftliche Betrachtungsweise, wo zwischen 

den einzelnen involvierten Personen und/oder Gesellschaften enge wirt-

schaftliche, organisatorische oder personelle Verflechtungen bestehen und 

vernünftigerweise nur eine Gesamtbetrachtung den faktischen Gegeben-

heiten und der Zielsetzung der Finanzmarktaufsicht gerecht werden (vgl. 

BGE 136 II 43 E. 4.3 und E. 6.3.3; BGE 135 II 356 E. 3.2; Urteile des BVGer 

B-2188/2016 vom 4. Dezember 2017 E. 3.1.4 und B-6736/2013 vom 22. 

Mai 2014 E. 4.2). 

Ein gruppenweises Vorgehen liegt praxisgemäss vor, wenn die Beteiligten 

gegen aussen als Einheit auftreten oder wenn aufgrund der Umstände an-

zunehmen ist, dass ausdrücklich oder stillschweigend koordiniert – arbeits-

teilig und zielgerichtet – eine gemeinsame Aktivität im aufsichtsrechtlichen 

Sinn verfolgt wird. Die Praxis nennt als Indizien solcher Gruppenverhält-

nisse das Verwischen der rechtlichen und buchhalterischen Grenzen zwi-

schen den Beteiligten, faktisch gleiche Geschäftssitze, undurchsichtige Be-

teiligungsverhältnisse und das Zwischenschalten von Treuhandstrukturen 

(vgl. BGE 136 II 43 E. 4.3.1; BGer 2C_89/2010 vom 10. Februar 2011 E. 

3.1 und 3.2; je m.H.). Blosses Parallelverhalten reicht nicht aus. Umgekehrt 

ist eine gemeinsame Umgehungsabsicht gemäss ständiger Praxis nicht er-

forderlich, da die von der Gruppe ausgehende Gefahr nicht von den Inten-

tionen der einzelnen Gruppenmitglieder abhängt (vgl. BVGE 2019 IV/4 E. 

4.3.6.1; Urteil des BVGer B-2188/2016 vom 4. Dezember 2017 E. 3.1.4; 

Urteile des BGer 2C_89/2010 vom 10. Februar 2011 E. 3.2; 2C_898/2010 

vom 29. Juni 2011 E. 2.2 und 3.1 f., je m.w.H.). Die Voraussetzung einer 

solchen Absicht liesse sich nicht mit den Zwecken des Anleger- und Markt-

schutzes vereinbaren (statt vieler etwa Urteil des BGer B-6736/2013 vom 

22. Mai 2014 E. 4.2). Daraus folgt auch, dass diese Praxis nicht so zu ver-

stehen ist, als wäre eine Umgehungsabsicht wenigstens einzelner Grup-

penakteure erforderlich (vgl. Urteil des BVGer B-3776/2009 vom 7. Okto-

ber 2010 E. 4.1.2, wo es hiess, es sei «keine Umgehungsabsicht» erfor-

derlich). Einem solchen Erfordernis fehlte letztlich die gesetzliche Grund-

lage. Denn während die Unterstellung aufsichtsrechtlicher Gruppen einer 

konstanten, teleologisch fundierten Praxis zu Art. 10 aBEHG i.V.m. Art. 2 

Abs. 1 aBEHV entspricht, ist keine Grundlage für eine richterliche Ergän-

zung der Voraussetzungen der Bewilligungspflicht um das subjektive Kri-

terium der Umgehungsabsicht ersichtlich.  

B-2713/2018 

Seite 21 

5.1.2.2 Geht die FINMA von einem Gruppenverhältnis aus, hat sie die Ge-

gebenheiten darzulegen, auf denen die Annahme einer gruppenweisen Ko-

ordination im aufsichtsrechtlichen Sinn gründet. Umgekehrt trifft die Beauf-

sichtigten eine Auskunfts- und Mitwirkungspflicht (Art. 29 Abs. 1 FINMAG), 

die praxisgemäss im Zweifelsfall weit auszulegen ist (BGE 126 II 111 E. 3b; 

BGer-Urteil 2C_1097/2014 vom 6. Oktober 2015 E. 2.2). Sie umfasst die 

Erteilung sämtlicher Auskünfte sowie die Herausgabe aller Unterlagen, die 

zur Ausübung der Aufsichtstätigkeit und Abklärung einer Unterstellungs-

pflicht benötigt werden (BGE 121 II 147 E. 3a, Urteil des BGer 2A.509/1999 

vom 24. März 2000 E. 3b; Urteil des BVGer B-5540/2018 vom 17. August 

2020 E. 4.9.4). Während den Betroffenen bei Vorabklärungen der FINMA 

nur eingeschränkt Mitwirkungsrechte zukommen (vgl. BGE 136 II 304 E. 

6.3; MANUEL BLATTER, Rechtsstaatliche Garantien im Enforcementverfah-

ren der FINMA, Zürich 2019, S. 17; EVA SCHNEEBERGER, Verfahrensfragen, 

in: Eidgenössische Finanzmarktaufsicht finma [Hrsg.], Sonderbulletin, 

2/2013 [70-88], S. 73; ZULAUF/WYSS ET AL., Finanzmarktenforcement, 2. 

Aufl. 2014, S. 67), sind gemäss Art. 29 Abs. 1 FINMAG die Beaufsichtigten 

respektive die eine bewilligungspflichtige Tätigkeit ausübenden Personen 

bereits im Vorabklärungsverfahren gehalten, der FINMA auf Anfrage wahr-

heitsgemäss und vollständig Auskunft zu erteilen (CAROLE C. BECK, En-

forcementverfahren der FINMA und Dissonanz zum nemo tenetur-Grund-

satz, Zürich 2019, S. 34 f. Rz. 88 ff.; vgl. CLAUDIA M. FRITSCHE/NADINE STU-

DER, Arbeitsprodukte interner Untersuchungen, in: AJP 2018 S. 168, S. 172 

f.; BLATTER, a.a.O., S. 115 und S. 239; vgl. auch PIERRE TSCHANNEN, Sys-

teme des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 2008, S. 92 f.). Wird unvollstän-

dig oder ungenau Auskunft erteilt, ist dies bei der Beweiswürdigung zu be-

rücksichtigen (vgl. Urteile des BVGer B-5540/2018 vom 17. August 2020 

E. 4.9.4; B-561/2014 vom 19. September 2017 E. 3.7.3.3; vgl. auch Urteile 

des BGer 2C_558/2019 vom 26. Mai 2020 E. 2.3.3 und 2A.324/1993 vom 

2. März 1994 E. 3c; MÜLLER/HAAS/STAUBER, a.a.O., S. 394). Betroffene, 

die irreführend Auskunft erteilen, schaden letztlich der eigenen Kredibilität. 

Sie tragen in der Folge das Risiko, dass ihre zur Entlastung vorgebrachten 

Ausführungen nicht überzeugen und aus der Indizienlage zu ihrem Nach-

teil Schlüsse gezogen werden, die sich in einer solchen Konstellation ge-

rade auch aufgrund allgemeiner Regeln der Plausibilität aufdrängen (vgl. 

Urteil des BVGer B-8227/2007 vom 20. März 2009 E. 7.3.2; Urteil des 

BVGer B-5540/2018 vom 17. August 2020 E. 4.9.4, vgl. auch BGE 130 II 

482 E. 3.2).  

Besonderes Gewicht hat die Mitwirkung in Bezug auf Umstände, die eine 

Partei besser kennt als die Behörden und die diese ohne Mitwirkung nicht 

B-2713/2018 

Seite 22 

oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnten, und auf Fakten, die 

dem äusseren Anschein oder der allgemeinen Lebenserfahrung widerspre-

chen und für deren Bestand die Behörde ohne Hinweis der Parteien keine 

Anhaltspunkte hätte (CHRISTOPH AUER/ANJA M. BINDER, in: Auer/Mül-

ler/Schindler [Hrsg.], Kommentar VwVG, 2. Aufl., Zürich 2019, S. 247 Rz. 

4 m.H.). Verstärkte Bedeutung erfährt die Mitwirkungspflicht dabei nament-

lich dort, wo von den Betroffenen mitverursachte Umstände die Sachver-

haltserstellung notorisch erschweren. So ist bei ungewöhnlichen Geschäf-

ten (Kriterium des Drittvergleichs), komplexen internationalen Geschäfts- 

und Rechtsbeziehungen oder der Zwischenschaltung von betrieblich über-

flüssigen, ausländischen Sitzgesellschaften von einer aufsichtsrechtlichen 

Gruppe auszugehen, wenn die Indizienlage mangels fundierter Darlegun-

gen der Partei keine andere plausible Erklärung nahelegt (vgl. analog dazu 

die Steuerrechtspraxis des Bundesgerichts: BGer 2C_16/2015 vom 6. Au-

gust 2015 E.2.5.1-2.5.5, wonach bei Vorliegen ungewöhnlicher Geschäfts-

vorgänge von einer verdeckten Vergütung an den wirtschaftlich Berechtig-

ten auszugehen ist, wenn es keine andere plausible Erklärung gibt; Urteile 

des BGer 2C_88/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 2.1.2; 2C_199/2009 vom 

14. September 2009 E.3.2 und 2C_524/2010 vom 16. Dezember 2010 

E.2.4, betr. die umfassende Mitwirkungspflicht der Steuerpflichtigen bei in-

ternationalen Geschäfts- und Rechtsbeziehungen und die hiermit verbun-

denen Folgen der Beweiswürdigung; vgl. auch, bezüglich der Mitwirkungs-

pflicht nach Art. 29 FINMAG, Urteil des BGer 2C_829/2013 vom 7. März 

2014, E. 4.4.3 f.). 

5.1.3 Abzuklären ist, ob die vorinstanzliche Annahme des Vorliegens einer 

Gruppe im aufsichtsrechtlichen Sinn, die koordiniert ein Geschäft mit 

D._______AG-Effekten betrieben und an der sich der Beschwerdeführer 

massgeblich beteiligt habe, auf einer richtigen und vollständigen Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts beruht.   

5.1.3.1 Zunächst ist der Verbindung des Beschwerdeführers zur 

A._______AG und zur E._______Ltd (BVI) sowie seiner Rolle hierbei 

nachzugehen:  

Der Beschwerdeführer war von 2008 bis 2016 mit einem Anteil von 1001 

der insgesamt 3000 Namenaktien an der A._______AG beteiligt. 

B._______ hielt deren 1530, respektive 1999 nach Übernahme des Anteils 

von N._______ im Jahr 2015. Gegen aussen trat der Beschwerdeführer 

als Partner der A._______AG auf (SA 50301168, 50301182, 50301201, 

50301203 f., 50802150 und 30601142: E-Mail-Signatur als «Managing 

B-2713/2018 

Seite 23 

Partner» der A._______AG; vgl. SA 30601005: gemäss Wahrnehmung ei-

nes Anlegers war der Beschwerdeführer Chef des Kundenbetreuers und 

eine Art Partner bei der A._______AG; vgl. auch SA 30601087 ff.; 

41101061 f.). Der Beschwerdeführer war operativ von Anfang an massge-

blich am Geschäft mit D._______AG-Effekten beteiligt (vgl. SA 50301168, 

E-Mail an G._______ vom 2. Juli 2014, in der der Beschwerdeführer diesen 

kritisiert und sich als Person bezeichnet, die G._______ durch die 

D._______AG (DE) «einen Neuanfang ermöglicht» habe). Die Akten liefern 

keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass B._______ im Vergleich zum Be-

schwerdeführer mehr Einfluss auf das Geschäft mit D._______AG-Effek-

ten gehabt hätte oder dass er ihm in anderer Weise hierarchisch vorstand. 

Auch der Inhalt und die Form der Kommunikation des Beschwerdeführers 

mit B._______ erwecken den Eindruck eines freundschaftlichen Verhält-

nisses auf Augenhöhe (vgl. SA 50802207; 30701056; 50802189). Auf eine 

gleichberechtigte, führende Stellung deutet auch die Kommunikation Drit-

ter mit dem Beschwerdeführer und B._______ respektive betreffend die 

beiden (vgl. SA 50301202; SA 50301325; 50802219; 50301387; 50301189; 

vgl. auch SA 50301168). Obwohl formell nur B._______ Verwaltungsrat 

war und Einzelunterschrift hatte, traf der Beschwerdeführer zusammen mit 

B._______ die strategischen und operativen Entscheidungen der 

A._______AG und war damit als faktischer Geschäftsführer massgeblich 

in das Geschäft mit D._______AG-Effekten involviert. Zudem war er ver-

antwortlich für die Auswahl der Titel, die an Anleger – vom Beschwerdefüh-

rer oft «Kunden» genannt – vermittelte, während sich B._______ mehr um 

Personal- und Banksachen gekümmert haben soll (SA 50802006 f.). Aller-

dings hatte auch der Beschwerdeführer Einfluss auf Personalfragen, was 

sich etwa an der Kündigung eines Mitarbeiters der A._______AG auf sei-

nen Wunsch hin zeigt (SA 50802206); aufgrund einer Auskunftsvollmacht 

konnte er zudem die Zahlungseingänge auf Konten mitverfolgen, auf wel-

che die angeworbenen Anleger nach abgeschlossenem Vertrag zum Kauf 

von D._______AG-Effekten das Kapital einbezahlten (SA 40101028; 

50301139; 50301114 f.). Darüber hinaus war der Beschwerdeführer anders 

als B._______ selbst an Verkaufsgesprächen beteiligt, insbesondere bei 

grösseren potenziellen «Kunden», die eine besonders bedeutende Inves-

tition getätigt hatten oder in Erwägung zogen (vgl. SA 30601190; 

30601089). Bei erfolgreichem Verkauf von Effekten durch andere Mitarbei-

ter verdiente er an den Provisionen mit.  

Der Beschwerdeführer und B._______ waren zudem zu je gleichen Teilen 

an der E._______Ltd (BVI) wirtschaftlich berechtigt. Gegenüber Dritten 

liessen sie eine andere Person als wirtschaftlich berechtigt angeben, z.T. 

B-2713/2018 

Seite 24 

auch in beglaubigter Form, etwa gegenüber Banken, die um Kredite gebe-

ten wurden (SA 40101012, betr. Establishment of the Beneficial Owner’s 

Identity vom (…) Dezember 2010; vgl. SA 41305082, Falschangabe des 

wirtschaftlich Berechtigten mit Beglaubigung des Fürstlichen Landgerichts 

vom (…)  Oktober 2013; vgl. überdies SA 41305338; 41307009; 41305037 

ff. und 41305089; ferner SA 41305453). Die E._______Ltd (BVI) wurde 

vom Beschwerdeführer und von B._______, mithin also von den massge-

blichen Organen der A._______AG, indirekt kontrolliert, wobei sie nament-

lich von einer Treuhänderin aus dem Fürstentum Liechtenstein unterstützt 

wurden. Diese betätigte sich als einziges Stiftungsratsmitglied zweier Stif-

tungen, deren Begünstigte der Beschwerdeführer und B._______ waren 

(vgl. die Darstellung der angefochtenen Verfügung unter Rz. 35). Die Treu-

händerin fungierte auch als Direktorin der E._______Ltd (BVI) und führte 

als solche die vom Beschwerdeführer und B._______ angeordneten 

(Rechts-)Handlungen in der jeweils gewünschten Weise aus. Dabei stand 

sie auch in regelmässigem Kontakt mit der D._______AG (DE) und der 

F._______AG (DE) (vgl. SA 50802243 ff., 50802300, 50802311; 30601078, 

30401001; 50802297 ff.; vgl. SA 41305383 ff.).  

Die wirtschaftliche Berechtigung der beiden Organe der A._______AG an 

der E._______Ltd (BVI) zeigt sich vor allem auch daran, dass sie sich ins-

gesamt knapp EUR 20 Mio. der von Anlegern zum Kauf der D._______AG-

Effekten überwiesenen Gelder zufliessen liessen (vgl. SA 31201039-

31201086). Die Treuhänderin führte die entsprechenden Transaktionen zu-

gunsten des Beschwerdeführers und B._______s aus (SA 50802218; 

50802292; vgl. SA 50802228). Wesentliche Beträge flossen dabei indirekt, 

via Konten einer auf den britischen Jungferninseln domizilierten Gesell-

schaft der fraglichen Treuhänderin, auf Konten der Organe der 

A._______AG. Signifikante Ausschüttungen erfolgten auch über die Abhe-

bung und Übergabe von Bargeld im Umfang von insgesamt über CHF 10 

Mio. sowie über Kassentransaktionen (vgl. SA 31201020 ff.). Der Be-

schwerdeführer und B._______ liessen sich aus den Geldern unter ande-

rem Ferienrechnungen begleichen, wobei sie sich etwa je eine Luxusreise 

auf die Malediven (z.T. via Dubai) leisteten, für die insgesamt ca. eine Vier-

telmillion CHF an den Reiseveranstalter überwiesen wurde (vgl. SA 

50802275 ff.). Der Beschwerdeführer und B._______ waren dabei jeweils 

zu gleichen Teilen die Begünstigten der fraglichen Zahlungsflüsse und Zu-

wendungen (vgl. SA 31201023).  

Zudem ergibt sich aus den Akten, dass die beiden Organe der 

A._______AG die E._______Ltd (BVI) aktiv führten, einerseits indem die 

B-2713/2018 

Seite 25 

Direktorin gemäss Weisungen der Organe der A._______AG oder nach 

Rücksprache mit ihnen handelte (vgl. SA 41319029 f.; 41319073; 

41319033; 41101061 f.; vgl. auch SA 50301177), anderseits indem sie mit 

und ohne förmliche Bevollmächtigung auch direkt die Führung und Vertre-

tung der Gesellschaft wahrnahmen (vgl. SA 50301175; 50301056; vgl. 

auch SA 50802028). Folglich ist in Bezug auf die A._______AG und die 

E._______Ltd (BVI) von einer einheitlichen Führung und von letztlich iden-

tischen Interessen auszugehen. Damit ist eine enge Verflechtung der 

A._______AG und ihrer Organe mit der E._______Ltd (BVI) erwiesen. 

5.1.3.2 Anders als nun behauptet, war der Beschwerdeführer keineswegs 

nur als Kundenberater und -betreuer tätig gewesen. Aus dem Vorausge-

henden folgt vielmehr, dass dem Beschwerdeführer bei der A._______AG 

und bei der E._______Ltd (BVI) eine führende Rolle zukam. Gemeinsam 

mit B._______ leitete er das Geschäft der A._______AG mit der Vermitt-

lung von D._______AG-Effekten an Anleger. Beide standen dabei regel-

mässig in Kontakt mit G._______, der D._______AG (DE) und der 

F._______AG (DE). Aus den Akten geht auch hervor, dass der Beschwer-

deführer eine solche Führungsrolle für sich beanspruchte. Er störte sich 

beispielsweise daran, dass B._______ sich einmal vor Veranlassung einer 

grösseren Zahlung an G._______ offenbar nicht vorgängig mit ihm ab-

sprach (SA 50802199, Nachricht des Beschwerdeführers vom 28. April 

2014; vgl. SA 50802026, in Bezug auf die von der F._______AG (DE) auf 

die E._______Ltd (BVI) überwälzte Steuerforderung; SA 50301360). Nicht 

nur B._______ war in den vorliegend massgeblichen Jahren nachweislich 

ein führendes Organ der A._______AG, sondern (faktisch) auch der Be-

schwerdeführer. Dessen leitende Funktion manifestierte sich dabei nicht 

nur intern, sondern auch gegenüber den angeworbenen Anlegern, wie 

etwa die erwähnte E-Mail-Signatur als «Managing Partner» zeigt. Sie 

wurde auch gegenüber der FINMA anlässlich der Voruntersuchung im Jahr 

2010 offengelegt (G01160390 1 S. 041, Ziff. 4, ausgefüllter FINMA-Frage-

bogen mit Angabe des Beschwerdeführers nebst B._______ als Kontakt-

person für Rückfragen und der Bezeichnung seiner Funktion als «Mitgl. 

Geschäftsleitung/Projektleiter»).   

Eine von der qualitativen Beteiligung des Beschwerdeführers unabhängige 

Frage lautet, ob und in welchem Umfang er in quantitativer (zeitlicher) Hin-

sicht auch noch nach Frühjahr 2014 am Geschäft mit D._______AG-Effek-

ten beteiligt war. Der Beschwerdeführer bestreitet dies unter Verweis auf 

seinen gesundheitlichen Zustand und ein angeblich zerrüttetes Verhältnis 

zu B._______ und G._______. Aus den Akten ergibt sich, dass vereinzelte 

B-2713/2018 

Seite 26 

Misstöne und Spannungen im sonst guten Verhältnis zu B._______ vorka-

men; so etwa zu einer Zeit, als zugleich der Druck seitens einzelner Anle-

ger zunahm (vgl. SA 30601164 ff. und SA 30101011). In einer Textnachricht 

an B._______ im Herbst 2014 beklagt sich der Beschwerdeführer, er werde 

von ihm umgehend kontaktiert, wenn Probleme zu lösen seien, doch beim 

«Geldverdienen» werde er nicht einbezogen (SA 50802207). Eine spätere 

Nachricht an B._______ vom 6. Oktober 2014 erweckt den Eindruck, der 

Beschwerdeführer denke über einen Rücktritt aus dem Geschäft mit 

D._______AG-Effekten nach (SA 50802207: «Was wotsch no berede… 

Nehmed all das scheissgeld und werdet glücklich demit… Ich verchauf nöd 

mini seel für es lumpigi paar nuttedollars»). Dies zeigt aber erstens, dass 

der Beschwerdeführer nicht wie behauptet «seit Frühjahr 2014» nicht mehr 

beteiligt war. Zweitens ergibt sich aus den übrigen Akten, dass es trotz all-

fälliger Zweifel im Oktober 2014 nicht zum Rücktritt des Beschwerdeführers 

vom gemeinsamen Geschäft kam. Ein konkreter Schritt in Richtung einer 

förmlichen Beendigung seiner Tätigkeit für die A._______AG erfolgte erst 

mit dem vom Beschwerdeführer verfassten Entwurf einer Austrittsverein-

barung vom 29. Februar 2016. Allerdings kam es trotz Entwurf nicht zur 

formellen Loslösung des Beschwerdeführers von der A._______AG (SA 

50802007 f.). Vielmehr kommunizierte er bis zur Verhaftung im Mai 2016 

öfters mit B._______ in Bezug auf die D._______AG (DE) (SA 50802208 

ff.; SA 30502001 ff.; SA 30701004 ff.). Ausserdem hätte ein allfälliges Zu-

standekommen einer Austrittsvereinbarung keineswegs zum Ende der Be-

teiligung des Beschwerdeführers am D._______AG-Geschäft geführt, da 

er entsprechend der ihm von der A._______AG im März 2016 zugestellten 

Liste mehrere Anleger hätte weiter «betreuen» sollen (SA 50802011).  

Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. So ist na-

mentlich anzumerken, dass B._______ nicht erst über seinen Anwalt, son-

dern bereits anlässlich einer Konfrontationseinvernahme der Staatsanwalt-

schaft aussagte, der Beschwerdeführer sei bis im Januar oder Februar 

2016 für die A._______AG tätig gewesen (SA 50802007 f.). Auf die Be-

hauptung des Beschwerdeführers hin, dieser sei seit Mitte 2014 nicht mehr 

operativ für die A._______AG tätig gewesen, reagierte B._______ mit 

Kopfschütteln (SA 50802009). Der Beschwerdeführer selbst gab bei der 

Einvernahme an einer Stelle an, er sei seit Mitte 2014 lediglich «weniger» 

tätig gewesen, respektive physisch nicht vor Ort, in den Räumen der 

A._______AG (SA 50802007, 50802010). Überdies räumte er angesichts 

entsprechender Belege ein, bis Ende 2015 und im Frühjahr 2016 noch 

Kontakte mit Anlegern («Kunden») gehabt zu haben (SA 50802009-11). 

Nach anfänglichem Bestreiten gab er ferner zu, auch noch mit G._______ 

B-2713/2018 

Seite 27 

in Kontakt gewesen zu sein, dies angeblich aber «nur wenig» (SA 

50802010; vgl. SA 50802011; 30701055 und 50301168). Somit ist festzu-

halten, dass der Beschwerdeführer selbst nach seinen früheren Aussagen 

noch von Sommer 2014 bis jedenfalls anfangs 2016 am Geschäft mit der 

Platzierung von D._______AG-Effekten beteiligt war. Soweit er einen 

Rücktritt gegen Ende Frühjahr 2014 geltend machen will, ist ihm schon auf-

grund der Widersprüchlichkeit seiner eigenen Aussagen nicht zu folgen.  

5.1.3.3 Die mit der Vermittlung der Effekten betrauten Angestellten der 

A._______AG gingen bei der Anwerbung von «Kunden» (Anlegern) vor al-

lem per Kaltakquise vor (SA 31201017; vgl. G01160390 2 S. 189 Rz. 18). 

Sie waren eigens geschult worden, wie die Verkaufsgespräche abzulaufen 

hätten (SA 50201010). B._______ und der Beschwerdeführer äusserten 

sich in Anhörungen dahingehend, dass es für die neuen Mitarbeiter ein 

Training-Programm respektive Verkaufsschulungen gab. B._______ habe 

diese geleitet (vgl. SA 50301124, 50301126; 50201010; allerdings z.T. be-

stritten in G01160390 2 S. 190 Rz. 20), während der Beschwerdeführer, 

der selber Verkaufsgespräche führte, insbesondere bei schwierigen Fra-

gen half (SA 50301126; 50201010; vgl. SA 50301177; 30101011 ff.; 

30101003). Die Verkaufstechnik wurde zudem durch Imitation des Vorge-

hens erfahrener Mitarbeiter erlernt (vgl. SA 50401012). Die Verkäufer konn-

ten sich ausserdem an detaillierten und zum Teil spezifisch auf den Verkauf 

von D._______AG-Effekten ausgerichteten Leitfäden orientieren (vgl. SA 

50802087; 50201146 ff.; 50802078).  

Das Verhalten der verkaufsbeteiligten Mitarbeiter der A._______AG ist 

dem Beschwerdeführer aufgrund seiner Funktion als faktisches Organ der 

Gesellschaft und seiner Tätigkeit als führender «Kundenberater», an den 

sich die übrigen Telefonverkäufer bei Schwierigkeiten wandten, zuzurech-

nen. 

5.1.3.4 Die am Handel mit Aktien der D._______AG (DE) beteiligte 

K._______Corp (BVI) wurde am 18. Juni 2010 auf den britischen Jungfern-

inseln eingetragen. An ihr waren der Beschwerdeführer und B._______ 

wirtschaftlich berechtigt, was gegenüber Dritten nicht offengelegt wurde. 

Formell wurde die Gesellschaft von zwei im Fürstentum Liechtenstein do-

mizilierten Direktoren geführt, die gemäss den Weisungen des Beschwer-

deführers und B._______s handelten. Analog zum bereits zur 

E._______Ltd (BVI) Gesagten (E. 5.1.3.1 f.) sowie entsprechend der dies-

bezüglich weitgehend unbestrittenen Sachverhaltsfeststellungen der Vo-

rinstanz ist folglich von einer engen Verflechtung auch der K._______Corp 

B-2713/2018 

Seite 28 

(BVI) mit der A._______AG, ihren beiden führenden Organen sowie damit 

der E._______Ltd (BVI) auszugehen.  

5.1.3.5 Einzugehen ist auf die Frage nach der engen Verflechtung der 

F._______AG (DE), der D._______AG (DE) und deren Geschäftsführer 

G._______ einerseits mit der A._______AG, der E._______Ltd (BVI), 

B._______ und dem Beschwerdeführer anderseits.  

Die F._______AG (DE) war die grösste Gründungsgesellschafterin der 

D._______AG (DE) und bis zuletzt einer ihrer Hauptaktionäre. Sie wurde 

ihrerseits beherrscht und geführt durch G._______ (SA 50201163, 

50301206 f.), dem Geschäftsführer der D._______AG (DE) (SA 50301003, 

50301057). Dieser war auch schon an zwei anderen «Jungunternehmen» 

massgeblich beteiligt, deren Effekten die A._______AG Anlegern verkauft 

hatte (vgl. SA 31201017; 41101013; 41101056 ff.; vgl. auch SA 30101013). 

Die D._______AG (DE) und die F._______AG (DE) hatten zudem seit 2009 

denselben Geschäftssitz. Gemäss dem «Update 10/2009»-Dokument zur 

D._______AG (DE) sollte das Team der D._______AG (DE) in die Ge-

schäftsräume der F._______AG (DE) integriert werden, um Synergiepoten-

zial zu nutzen und in den Bereichen Qualitätsmanagement, Forschung und 

Entwicklung und Finanz- und Rechnungswesen «Ressourcen» der 

F._______AG (DE) in Anspruch zu nehmen (G01160390 1 S. 222). Damit 

ist die enge Verflechtung der beiden Gesellschaften klar belegt. 

5.1.3.6 Für das Verhältnis der E._______Ltd (BVI) und der A._______AG 

zur D._______AG (DE) und zur F._______AG (DE) ist relevant, dass 

B._______ und der Beschwerdeführer über die E._______Ltd (BVI) und 

die K._______Corp (BVI) indirekt stets eine wesentliche Beteiligung an der 

D._______AG (DE) hielten. Zur Beurteilung des Einflusses der Organe der 

A._______AG auf die D._______AG (DE) kann die Summe der Beteiligun-

gen der fraglichen Gesellschaften berücksichtigt werden, die im Oktober 

2010 mehr als 45 % und im August 2012 etwa 58 % betrug (vgl. SA 

50301171 f., 50301275, 41305047, 50201186). B._______ und der Be-

schwerdeführer waren damit nicht nur Inhaber der A._______AG, sondern 

gleichzeitig «Hauptaktionäre» der D._______AG (DE) (vgl. SA 41305036). 

Weiter ist zu beachten, dass die von der A._______AG angeworbenen An-

leger gemäss «Beteiligungsverträgen» zum Erwerb von D._______AG-Ef-

fekten grundsätzlich nicht selbst ins Aktienregister eingetragen wurden; als 

Bescheinigung ihrer Beteiligung erhielten sie vielmehr eine «Zuteilungsbe-

stätigung» über die erworbene Anzahl Aktien in Form eines Anteils an ei-

nem bei der E._______Ltd (BVI) hinterlegten bzw. von der E._______Ltd 

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Seite 29 

(BVI) gehaltenen Globalzertifikats (SA 30901088 ff.; 30602306; vgl. ange-

fochtene Verfügung Rz. 13 f.); dabei ist es gemäss Vorinstanz fraglich, ob 

tatsächlich ein Aktien-Globalzertifikat zugunsten der E._______Ltd (BVI) 

ausgefertigt wurde (vgl. angefochtene Verfügung Rz. 15 m.H.). Jedenfalls 

solange die Anleger nicht explizit forderten, direkt als Aktionäre eingetra-

gen zu werden, übten sie auch ihre Beteiligungsrechte an der 

D._______AG (DE) nicht selbst aus; diese Rechte wurden vielmehr von 

der A._______AG ausgeübt. Da die A._______AG und ihre Organe be-

achtliche Beiträge vom von den Anlegern einbezahlten Geld vereinnahm-

ten, ist anzunehmen, dass die im Zusammenhang mit dem «Globalzertifi-

kat» ausgeübten Stimmrechte im Einklang mit dem evidenten Ziel der in-

volvierten Akteure ausgeübt wurden, möglichst viele D._______AG-Effek-

ten bei bestehenden oder weiteren unabhängigen Anlegern zu platzieren. 

So stimmte die E._______Ltd (BVI) jeweils für die Kapitalerhöhungen der 

D._______AG (DE) und bestätigte G._______ als Geschäftsführer der 

D._______AG (DE), obschon die (faktischen) Organe der A._______AG 

und Inhaber der E._______Ltd (BVI) erhebliche Zweifel an seiner Zuver-

lässigkeit hegten (SA 30701054 Nachricht des Beschwerdeführers an 

B._______, 30. Juli 2014: «Wieso schicksch denn’s ganze geld immer am 

[G._______]…. Ohni vertrag??? Find ich absolut riskant»; vgl. SA 

50802026; 50401011; 50301360; ferner SA 30601164 ff., E-Mail eines An-

legers an den Beschwerdeführer mit kritischen Fragen zu G._______; 

G01160390 2 S. 192 Rz. 33). Was die von der F._______AG (DE) auf die 

E._______Ltd (BVI) übertragenen, jedoch laut Vertrag «treuhänderisch» 

von der F._______AG (DE) für die E._______Ltd (BVI) gehaltenen Aktien 

der D._______AG (DE) anbelangt, ist als Indiz der Gruppenzugehörigkeit 

der F._______AG (DE) überdies festzuhalten, dass die Treuhandvereinba-

rung mit einer Verpflichtung der F._______AG (DE) einherging, Weisungen 

der E._______Ltd (BVI) für die fraglichen Aktien zu befolgen (vgl. SA 

41305229; 41305298).  

Für die enge Verflechtung spricht auch, dass die E._______Ltd (BVI) ge-

mäss Angaben der Direktorin nur zwecks Handels mit D._______AG-Ef-

fekten geschaffen wurde und stets nur Beteiligungen an der D._______AG 

(DE) hielt (SA 41305341). Ein Mitarbeiter der A._______AG beschrieb die 

E._______Ltd (BVI) sodann als Konstrukt der A._______AG, der 

D._______AG (DE) und der F._______AG (DE) (SA 50401016 f.). Im Un-

terschied zu den Anlegern wusste die F._______AG (DE), dass es sich da-

bei um eine Gesellschaft der Organe der A._______AG handelte. Bereits 

bei der Vermittlung von Effekten anderer Gesellschaften hatte sich die 

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Seite 30 

A._______AG in ähnlicher Weise betrieblich überflüssiger Sitzgesellschaf-

ten auf den britischen Jungferninseln bedient. Zwar sind jene Geschäfte 

nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung, doch deutet dieses wie-

derholte Vorgehen darauf hin, dass die Gründung der E._______Ltd (BVI) 

ein koordinierter Vorbereitungsschritt der A._______AG im Hinblick auf den 

Verkauf der in grossen Teilen von der F._______AG (DE) übernommenen 

D._______AG-Effekten bei unabhängigen Anlegern war (dazu ausführlich 

hinten, E. 5.5.3).  

Die Ähnlichkeit der Aktienkauf- und Treuhandverträge zwischen der 

F._______AG (DE) und der E._______Ltd (BVI) einerseits (SA 41305105 

ff.) mit analogen Verträgen der E._______Ltd (BVI) mit der K._______Corp 

(BVI) anderseits (SA 41305114 ff.) ist ebenfalls ein Indiz der Gruppenver-

bindung. Vor diesem Hintergrund ist auch das Argument des Beschwerde-

führers, solche Verträge zwischen der A._______AG und der 

F._______AG (DE) seien nach dem «arm’s length»-Prinzip verhandelt wor-

den, zurückzuweisen.  

Schliesslich zeigt sich die enge Verflechtung und Koordination der am Ge-

schäft mit den D._______AG-Effekten Beteiligten an der regelmässigen 

Korrespondenz betreffend die Geschäftsführung der D._______AG (DE) 

und an der weitgehend reibungslosen, fortlaufenden Bereitstellung von 

zum Weiterverkauf bestimmten Effekten durch die F._______AG (DE). Von 

spätestens Februar 2008 bis Mai 2016 standen die (faktischen) Organe der 

A._______AG und Eigentümer der E._______Ltd (BVI) regelmässig in 

Kontakt mit der F._______AG (DE), der D._______AG (DE) und mit 

G._______. In einem Schreiben vom 6. November 2009 an die Direktorin 

der E._______Ltd (BVI) nimmt G._______ Bezug auf einen Pool-Vertrag 

zwischen der F._______AG (DE) und der E._______Ltd (BVI), den er mit 

dem Beschwerdeführer und B._______ besprochen habe und dessen 

Zweck es sei, «über die gemeinsame Stimmenzahl entsprechend der 

Stückaktien die Geschicke der [D._______AG (DE)] stets in die intendierte 

Richtung lenken zu können» (SA 41305274). Dass ein solcher Vertrag exis-

tiert, wird vom Beschwerdeführer bestritten. Den Akten lassen sich jedoch 

mehrere deutliche Indizien einer mit G._______ koordinierten Kontrolle der 

D._______AG (DE) entnehmen. So konnten etwa aufgrund der Eintragung 

der angeworbenen Anleger auf ein Aktien-Globalzertifikat der 

E._______Ltd (BVI) trotz fortlaufender Vergrösserung des unabhängigen 

Streuaktionariats auch die Stimmrechte aller von der A._______AG ange-

worbenen Anleger, die nicht eigens eine Eintragung als Aktionäre im eige-

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Seite 31 

nen Namen verlangt hatten, durch die E._______Ltd (BVI) ausgeübt wer-

den. Ein weiteres Indiz ist die Tatsache, dass in Options-Aktienkaufverträ-

gen der E._______Ltd (BVI) mit der F._______AG (DE) von einer Aktio-

närsvereinbarung die Rede ist, aus der sich Einschränkungen der Verfü-

gung über die fraglichen Aktien ergeben könnten (SA 50802226 § 4 des 

Options-Aktienkaufvertrags vom 14. Oktober 2009). Von koordinierter Füh-

rung der D._______AG (DE) zeugt sodann auch, dass die F._______AG 

(DE) einen Teil der von ihr an die E._______Ltd (BVI) verkauften Aktien 

dennoch «treuhänderisch» für diese hielt respektive die Aktienübertragung 

«im Außenverhältnis vorerst nicht erfolgen» sollte; zugleich wurde die 

F._______AG (DE) bevollmächtigt, die E._______Ltd (BVI) in der Aus-

übung der mit den übertragenen Aktien verbundenen Beteiligungsrechte 

soweit gesetzlich zulässig zu vertreten (SA 41305085, Aktienkauf- und -

treuhandvertrag vom 17. Juni 2013, § 2 Ziff. 1; ebd. lit. e, betr. die Voll-

macht; vgl. SA 41305106; 41305175). Diese Regelung deutet auf gleich-

gelagerte Interessen und die Verfolgung eines gemeinsamen Zieles im Zu-

sammenhang mit dem Handel mit D._______AG-Effekten hin. Hierfür 

spricht weiter, dass G._______ von der wirtschaftlichen Berechtigung der 

Organe der A._______AG an der E._______Ltd (BVI) stets wusste, sich 

jedoch hütete, diese Tatsache Dritten mitzuteilen (SA 50301203 f.; vgl. SA 

50301325; 50301004; 50301118; 50301168; 50301189; 50301387; 

50802219). Schliesslich ist in den Akten ein Vertrag aus dem Frühjahr 2016 

dokumentiert, gemäss welchem die E._______Ltd (BVI), die 

K._______Corp (BVI) und die F._______AG (DE) als die «Hauptaktionäre» 

der D._______AG (DE) eine Grossbank damit beauftragten, nach Interes-

senten für einen «Trade Sale» bzw. eine Gesamtübernahme der 

D._______AG (DE) zu suchen: Dabei war gemäss diesem Vertragsdoku-

ment vorgesehen, dass G._______ alle Instruktionen der drei «Hauptakti-

onäre» an die Bank vornehmen sollte und dass die Bank dabei jeweils vom 

Einverständnis der anderen Hauptaktionäre würde ausgehen dürfen (SA 

41306013 f.). Aus den dargelegten Indizien folgt, dass der Beschwerdefüh-

rer, die A._______AG und B._______ zusammen mit G._______ und der 

F._______AG (DE) in der für den Handel mit D._______AG-Effekten mas-

sgeblichen Zeit die «Geschicke» der D._______AG (DE) tatsächlich ge-

meinsam bestimmten.  

Hinzu kommt, dass die E._______Ltd (BVI) die Effekten zu einem im Vo-

raus fest-gelegten und in den Jahren 2008 bis 2016 fortlaufend steigenden 

Preis an die von der A._______AG angeworbenen Anleger verkaufte (SA 

31301001 ff. inkl. der Belegstellen). Sie bezahlte für die im Wesentlichen 

parallel zur Platzierung erfolgende Übernahme der Aktien im Durchschnitt 

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Seite 32 

ca. die Hälfte des Platzierungspreises. Scheinbar liess sich die 

F._______AG (DE) damit grosse Gewinne entgehen. Erklären lässt sich 

die Übergabe zu vermeintlich zu tiefen Preisen nur dann, wenn die fortlau-

fende Übertragung der Aktien von der F._______AG (DE) auf die 

E._______Ltd (BVI) als Teil der Vorbereitung eines durch eine Gruppe ko-

ordinierten Verkaufs von Effekten begriffen wird (vgl. dazu hinten, E. 

5.5.3.1).  

Sodann ist der frühe Beginn der Koordination der A._______AG mit der 

F._______AG (DE) in Bezug auf die D._______AG (DE) und deren Aktien 

hervorzuheben: Ein Geschäftsanteil an der D._______AG (DE) von 33 %, 

den die F._______AG (DE) infolge einer Kapitalerhöhung im Februar 2008 

gezeichnet hatte, wurde bereits im April 2008 auf die eben erst gegründete 

E._______Ltd (BVI) übertragen. Bei der Beurkundung der Übertragung 

wurde die E._______Ltd (BVI) durch G._______ vertreten. Ebenfalls an-

fangs April 2008 verkaufte die A._______AG erstmals D._______AG-Ef-

fekten, zu diesem Zeitpunkt also künftige Aktien, an Anleger (angefochtene 

Verfügung Rz. 17 m.H.). An der Gesellschafterversammlung der 

D._______AG (DE) vom 28. August 2009, an der die schon 2008 angekün-

digte Formumwandlung der D._______AG (DE) in eine AG und die Erhö-

hung des Gesellschaftskapitals von EUR 100'000 auf EUR 5'190'000 be-

schlossen wurden, nahmen der Beschwerdeführer und B._______ teil, ers-

terer als Vertreter der E._______Ltd (BVI). Die enge Zusammenarbeit der 

beiden massgeblichen Organe der A._______AG, zugleich Inhaber der 

E._______Ltd (BVI), mit der F._______AG (DE) und G._______ in Bezug 

auf die D._______AG (DE) setzte sich in den Folgejahren fort. G._______ 

besuchte dabei mehrmals den Sitz der A._______AG in Zürich, um sich mit 

dem Beschwerdeführer und B._______ in Bezug auf die D._______AG 

(DE) zu besprechen. Dokumentiert ist zumindest in einem Fall, dass er ein 

solches Treffen ein «Strategiemeeting» nannte (SA 50301173). Als Indiz 

einer engen Koordination der D._______AG (DE) und der F._______AG 

(DE) mit der A._______AG ist sodann auch die Korrespondenz dieser Ge-

sellschaften mit der Direktorin der E._______Ltd (BVI) einzustufen (SA 

41305033 f., 41319050, 41305048 ff., 50301357, 41305473 f.). Dabei ging 

es regelmässig um die Abwicklung der Übertragung von D._______AG-

Aktien auf die E._______Ltd (BVI), die dabei mit sogenannten Aktienkauf- 

und -treuhandverträgen geregelt wurde, die dabei vom Beschwerdeführer 

und B._______ vorgängig mit G._______ abgesprochen worden waren 

(vgl. etwa SA 50301353; angefochtene Verfügung Rz. 19-21, 30 und 51 je 

m.V.). Zur Vermarktung der Effekten leisteten ebenfalls beide Seiten einen 

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Seite 33 

wesentlichen, koordinierten Beitrag. Die A._______AG gewährleistete un-

ter führender Beteiligung des Beschwerdeführers (vgl. u.a. SA 30601089; 

30101011 und 30101015) die eigentliche Verkaufstätigkeit (siehe auch E. 

5.1.3.2 f.); zudem bewarb sie die D._______AG (DE) auf ihrer Internetseite 

(vgl. G01160390 1/018). Die Geschäftsführung der D._______AG (DE) ih-

rerseits trug zum Verkauf der Effekten bei, indem sie die Gesellschaft in 

ansprechend gestalteten, regelmässig in Absprache mit dem Beschwerde-

führer und B._______ erstellten Dokumenten als ein seriöses, innovatives 

Jungunternehmen mit attraktiven Zahlen und grossem Wachstumspoten-

zial präsentierte (SA 50301324, Argumentarium für Verkaufsgespräche 

[Weitere Gründe/Ziff. 5]: «Volle Auftragsbücher, schreibt schwarze Zahlen, 

Expansion nach Asien und USA»; vgl. der Executive Summary der 

D._______AG (DE), G01160390 1 S. 133 ff., S. 135 ff., S. 146 ff. und S. 

205). Auch Quartalsberichte bzw. Versionen hiervon erstellte die 

D._______AG (DE) in Koordination mit den Organen der A._______AG 

(angefochtene Verfügung Rz. 29 m.w.V. [Fn. 88]); diese vom Beschwerde-

führer bestrittene Zusammenarbeit ergibt sich dabei aus den Akten (SA 

50301368 betr. Zustellung eines «vorläufig letzten», zu finalisierenden 

Drafts des Quartalsberichts I/2014 an den Beschwerdeführer und an 

B._______; SA 50301189, betr. Zustellung der «Endversion» des Quartals-

berichts IV/2012; vgl. SA 50802199; SA 50301366 f. betr. Quartalsbericht 

I/2016). Wenn der Beschwerdeführer nun behauptet, es sei unklar, in wel-

cher Kapazität entsprechende Anfragen von G._______ an ihn und an 

B._______ zugestellt worden seien und ob sie überhaupt beantwortet wur-

den, überzeugt dies nicht. Einerseits werden im Geschäftsleben kaum je 

wiederholte Anfragen um Rückmeldung bzw. Bestätigung gerichtet, wenn 

diese nie beantwortet werden. Zudem ist der gegenseitige Austausch in-

klusive der Kenntnisnahme und Beantwortung der Schreiben von 

G._______ durch die A._______AG durchaus auch aus den Akten erkenn-

bar (statt vieler vgl. SA 50301376; vgl. auch SA 50301168, E-Mail des Be-

schwerdeführers vom 2. Juli 2014 an G._______: «Ich möchte gerne von 

dir wissen, wer diese Broschüre, wann und im Auftrag von wem verfasst 

hat?»). Aus den Akten geht dabei namentlich hervor, dass die inhaltliche 

und formale Ausgestaltung von Quartalsberichten als wichtiger Teil der ge-

meinsamen Arbeit eingeschätzt wurde, die auf Seiten der A._______AG 

wie auch von F._______AG (DE) und der D._______AG (DE) als Chefsa-

che behandelt wurde. Dies weist auf eine enge Koordination im Rahmen 

einer Tätigkeit hin, deren aufsichtsrechtliche Einordnung vorliegend noch 

abzuklären sein wird (insb. hinten, E. 5.5.3). Vorab ist festzuhalten, dass 

dies dem Verkauf diente: Die A._______AG stellte den von ihr angeworbe-

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Seite 34 

nen Anlegern regelmässig Quartalsberichte und andere Dokumente mit In-

formationen zur D._______AG (DE) (Executive Summary, Term Sheets 

etc.) zu. Die Verantwortlichen der A._______AG gingen dabei davon aus, 

dass die Zustellung solcher Dokumente verkaufsentscheidend war. Ge-

mäss einer auf Nachfrage explizit bestätigten Aussage des Beschwerde-

führers gegenüber der Staatsanwaltschaft war dieser überzeugt, dass 

ohne die Zustellung der fraglichen Dokumente keiner der Anleger eine In-

vestition in die D._______AG (DE) getätigt hätte (SA 50401012; 

50802017). 

G._______ leistete seinerseits einen direkten Beitrag am Verkauf, indem 

er sich als Geschäftsführer der D._______AG (DE) mit einigen grösseren 

potenziellen Anlegern in Zürich und in Berlin traf und ihnen das Unterneh-

men präsentierte (vgl. SA 50301168, 50301204, 50401014; 30601089; vgl. 

auch SA 30601089, Aussage eines Anlegers: «[ein] Cold-Call von Herrn 

[C._______]. Dann ein Treffen mit Herrn [G._______]. Danach habe ich 

mich dazu entschieden, das zu machen.»). 

Der Kontakt der A._______AG mit G._______ zwecks Koordination des 

Geschäfts mit D._______AG-Effekten dauerte bis im Mai 2016 an (vgl. E. 

5.1.3.1 f.). Für B._______ sind in der Zeit vom 18. Mai 2015 bis zum 11. 

Mai 2016 über 250 Anrufe mit G._______ nachgewiesen (SA 50802179 ff.; 

vgl. SA 50802208); der Beschwerdeführer unterhielt ebenfalls bis zumin-

dest im Frühjahr 2016 noch Kontakte mit G._______ (vgl. SA 50802057 ff., 

50802200-50802211; 50802208 ff.; 50802061 ff.; 30502066; 30701055). 

Die dargelegten Indizien belegen die von der Vorinstanz festgestellte enge 

Verflechtung zwischen der D._______AG (DE) und der F._______AG (DE) 

einerseits und der A._______AG, ihren Organen und den von diesen kon-

trollierten Offshore-Entitäten anderseits; sie zeugen von der koordinierten 

gemeinsamen Aktivität dieser Akteure in Bezug auf den von der Vorinstanz 

als Emissionshaustätigkeit qualifizierten Handel mit D._______AG-Effek-

ten (siehe dazu hinten, E. 5.2 bis 5.6). Zur zusätzlichen Abstützung der 

Feststellung eines Vorgehens im Rahmen einer Gruppe im aufsichtsrecht-

lichen Sinn mit Beteiligung der F._______AG (DE) und der D._______AG 

(DE) ist nun auf bestimmte weitere Informationen zu G._______ und zu 

dessen Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer und B._______ ein-

zugehen: 

G._______ war auch der Gründer und Geschäftsführer zweier Unterneh-

men, deren Effekten die A._______AG ebenfalls an Anleger «vermittelte» 

B-2713/2018 

Seite 35 

(SA 50301007, 50301116 ff.; G01160390 1 S. 187). Auch bei diesen vom 

Volumen her etwas weniger bedeutsamen Geschäften kam es zu einer en-

gen, ähnlich organisierten Zusammenarbeit von G._______s Gesellschaf-

ten mit der A._______AG; diese Zusammenarbeit verdeutlicht ebenfalls die 

enge Verbindung der beteiligten Akteure:  

Bei einer dieser Gesellschaften (L._______AG) wurden im Laufe des Jah-

res 2009 grössere Probleme betreffend die Geschäftsführung durch 

G._______ bekannt. Im Zuge der Zuwahl eines neuen CFO kam es Medi-

enberichten zufolge (vgl. insb. SA 30601166 ff., (…)) anlässlich der Über-

prüfung der Bücher zur Aufdeckung von über (…) Scheinrechnungen für 

ein Gesamtvolumen von mehr als EUR (…) Mio.; daraufhin wurde 

G._______ als Vorstandsvorsitzender mit sofortiger Wirkung abberufen 

und in der Folge vom Unternehmen wegen Untreue und Betrug angezeigt. 

Von diesen Vorwürfen hatte die A._______AG Kenntnis, doch soweit sie 

die fraglichen Vorgänge innerhalb der L._______AG mit Anlegern be-

sprach, beschrieb sie sie als eine Art feindliche Übernahme, der 

G._______ zum Opfer gefallen sei (vgl. SA 50301168; 30601164; 

50301004; 50301116 ff.). In den Akten finden sich keine Hinweise auf eine 

kritische Beschäftigung der A._______AG mit diesen Vorwürfen oder ge-

nerell mit der Frage nach der Eignung von G._______ als Geschäftsführer 

der D._______AG (DE). Angesichts der Tatsache, dass die A._______AG 

den Anlegern in diesem Fall Effekten eines Unternehmens (L._______AG) 

verkaufte, dessen Erfolg offenbar (mit Scheinrechnungen) vorgetäuscht 

worden war, zeugt der Umgang der A._______AG mit den Vorwürfen eben-

falls von einer Gruppenverbindung zur F._______AG (DE), zur 

D._______AG (DE) und zu G._______. Dass die A._______AG im grossen 

Umfang Effekten der L._______AG, der D._______AG (DE) und einer wei-

teren von G._______ kreierten Gesellschaft ohne kritische Auseinander-

setzung mit dieser entscheidenden Personalie an Privatanleger vermittelte, 

liesse sich anders nicht nachvollziehen. 

Inzwischen wurde G._______ im Zusammenhang mit seiner Rolle bei der 

D._______AG (DE) von einem deutschen Strafgericht wegen Insolvenz-

verschleppung, Bankrotts, Betruges und Untreue zu einer mehrjährigen 

Haftstrafe verurteilt (siehe (…)). Es habe bei der D._______AG (DE) wie-

derholt unterschiedliche Jahresabschlüsse für dasselbe Jahr gegeben, ein-

mal mit geringerem und einmal mit viel höherem Gewinn. Die Abschlüsse 

mit den höheren Erfolgszahlen wurden in Präsentationen potenziellen An-

B-2713/2018 

Seite 36 

legern gezeigt, während die tieferen Gewinnbeträge offiziell im Bundesan-

zeiger auftauchten. Gemäss einer Sachverständigen war die 

D._______AG (DE) dabei seit Mitte 2016 überschuldet (siehe (…)).  

Angesichts der Tatsache, dass das Anlegerinteresse an bestimmten Aktien 

stark von der Einschätzung des Werts des Unternehmens abhängt, und mit 

Blick auf die bereits besprochenen Indizien sowie insbesondere die Tatsa-

che, dass G._______ in Absprache mit dem Beschwerdeführer und 

B._______ Entwürfe von Quartalsberichten und andere Dokumente zur 

D._______AG (DE) erstellte, ist unausweichlich von der engen Koopera-

tion mit der G._______ zugehörigen F._______AG (DE) und der 

D._______AG (DE) bei der Vermarktung der D._______AG-Effekten aus-

zugehen.  

5.1.3.7 Der Beschwerdeführer vermag demgegenüber mit seiner Behaup-

tung, es fehle an einer massgeblichen Koordination respektive engen Ver-

flechtung mit der F._______AG (DE) und der D._______AG (DE), nicht 

durchzudringen. 

Seine wiederholten, spezifischen Einwände dahingehend, dass bestimmte 

von der Vorinstanz hervorgehobene Kontakte zwischen der A._______AG 

einerseits und der F._______AG (DE) und D._______AG (DE) anderseits 

Ausdruck wirtschaftlich gewöhnlicher Vorgänge seien, ändern am Ergebnis 

der gebotenen Gesamtbetrachtung nichts. Selbst wenn die Erklärungen 

des Beschwerdeführers isoliert betrachtet zum Teil überzeugen könnten, 

lässt sich der Sachverhalt nur bei Annahme einer aufsichtsrechtlichen 

Gruppe unter Einschluss der D._______AG (DE) und der F._______AG 

(DE) in seiner Gesamtheit schlüssig begreifen. Ginge man nicht von einer 

engen Verflechtung mit der F._______AG (DE) aus, wäre unverständlich, 

warum die F._______AG (DE) trotz Kenntnis des Werts der Effekten der 

von ihrem Inhaber geführten D._______AG (DE) mehrmals jährlich 

D._______AG-Effekten zu Preisen auf die E._______Ltd (BVI) übertragen 

hätte, die ungefähr die Hälfte der Preise betrugen, welche die 

E._______Ltd (BVI) praktisch gleichzeitig durch Platzierung der Effekten 

bei den Anlegern realisierte. Wegen der entgangenen Gewinne hätte die 

F._______AG (DE) damit systematisch einen Schaden erwirtschaftet, wäh-

rend sich die wirtschaftlich Berechtigten der E._______Ltd (BVI), also der 

Beschwerdeführer und B._______, Einnahmen in zweistelliger Mio.-Höhe 

aus dem Geschäft mit D._______AG-Effekten zuführen liessen.  

B-2713/2018 

Seite 37 

Eine weitergehende Auseinandersetzung mit den spezifischen Einwänden 

und Deutungen von Sachverhaltselementen des Beschwerdeführers erüb-

rigt sich angesichts der klaren Indizienlage. Es ist nicht zu beanstanden, 

dass die Vorinstanz von einem im aufsichtsrechtlichen Sinn gruppenweise 

koordinierten Vorgehen im Zusammenhang mit dem Geschäft mit Effekten 

der D._______AG (DE) ausging, an dem sich namentlich einerseits die 

A._______AG und ihre Organe und anderseits die F._______AG (DE) und 

die D._______AG (DE) beteiligten.  

5.1.3.8 Ein Teil der von der E._______Ltd (BVI) vermittels der 

A._______AG an Anleger verkauften Effekten ist auf ursprüngliche Beteili-

gungen der H._______Ltd und der J._______Ltd an der D._______AG 

(DE) zurückzuführen. Der Beschwerdeführer bestreitet jedenfalls in allge-

meiner Weise das Vorliegen einer Gruppenverbindung zur H._______Ltd, 

zur J._______Ltd und zu M._______. Die Vorinstanz hält zwar keine Grup-

penzugehörigkeit dieser Gesellschaften fest, nimmt aber gleichwohl an, 

deren Erwerbsgeschäfte mit D._______AG-Effekten könnten nicht als wirt-

schaftlich real eingestuft werden.  

Die H._______Ltd ist eine Gründungsgesellschafterin der D._______AG 

(DE). Sie verfügte nach deren Formumwandlung über 492'737 

D._______AG-Aktien, wovon sie 100'000 anfangs 2010 auf die 

E._______Ltd (BVI) und 392'737 im Dezember 2010 auf die F._______AG 

(DE) übertrug, wobei letztere die Effekten später ebenfalls der 

E._______Ltd (BVI) abtrat. Ein Indiz für eine Gruppenverbindung ist die 

Tatsache, dass die H._______Ltd ebenso wie die F._______AG (DE) an 

der Gesellschafterversammlung der D._______AG (DE) vom 28. August 

2009 aufgrund von Bestimmungen des deutschen GmbH-Rechts nicht an 

der Abstimmung zur Entlastung von G._______ als Geschäftsführer teil-

nehmen durfte (SA 50301056 ff.). Ein weiteres ist die Tatsache, dass ge-

mäss Term-Sheet zur D._______AG (DE) aus dem Jahr 2010 eine Beteili-

gung von 10 % der «Geschäftsleitung/Aufsichtsrat» der D._______AG 

(DE) zugeordnet wird, womit die Beteiligung der H._______Ltd gemeint 

sein musste; daneben waren 25 % der F._______AG (DE), 40 % der 

E._______Ltd (BVI) und 25 % einem «strategischen Investor» aus Hong 

Kong (d.h. der J._______Ltd, dazu sogleich) zugeordnet. Noch deutlicher 

illustriert sich die enge Verflechtung der H._______Ltd mit der 

F._______AG (DE) und damit die Zugehörigkeit zur Gruppe daran, dass 

die E._______Ltd (BVI) den Preis für die ihr von der H._______Ltd über-

tragenen Aktien nicht an die H._______Ltd überwies, sondern gemäss ei-

nem Vertrag vom 3. Februar 2010 auf ein Konto der F._______AG (DE) 

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Seite 38 

(SA 41305370 und 41305373 § 3). Sodann erhielt die H._______Ltd infolge 

der Kapitalerhöhung vom 28. August 2009 durch Sacheinlagen der 

F._______AG (DE) trotz einer damit verbundenen Regelung des Verwäs-

serungsschutzes keine neuen Aktien zugeteilt (SA 40801203 f.), dies im 

Unterschied zur E._______Ltd (BVI), zu M._______ und zur J._______Ltd; 

die H._______Ltd wurde diesbezüglich gleich behandelt wie die 

F._______AG (DE) selbst. Dies ergibt nur Sinn, wenn die H._______Ltd 

wirtschaftlich der gleichen Person zuzurechnen ist wie die F._______AG 

(DE), also G._______. Aufgrund dieser Umstände und in Betrachtung des 

zur F._______AG (DE) und zu G._______ Gesagten (E. 5.1.3.5-5.1.3.7) ist 

festzuhalten, dass auch die H._______Ltd zur Gruppe im aufsichtsrechtli-

chen Sinn gehörte, im Rahmen welcher die A._______AG und ihre führen-

den Organe gemeinsam mit anderen Akteuren ein Geschäft mit 

D._______AG-Effekten betrieben (dieses Geschäft wird in aufsichtsrecht-

licher Hinsicht hinten zu beurteilen sein, siehe E. 5.2-5.7).  

Auch die J._______Ltd ist Gründungsgesellschafterin der D._______AG 

(DE) (GmbH). Ihre Beteiligung von 25 % übertrug sie auf die vom Be-

schwerdeführer und B._______ beherrschte K._______Corp (BVI) (vgl. SA 

50301171 f.). Diese übertrug die Beteiligung für EUR 8'693'250.- auf die 

ebenso dem Beschwerdeführer und B._______ gehörende E._______Ltd 

(BVI), welche sie sodann mithilfe der vom Beschwerdeführer und 

B._______ kontrollierten A._______AG bei unabhängigen Privatanlegern 

verkaufte. Bereits dies ist ein Indiz auf die Gruppenzugehörigkeit. Weiter 

schrieb der Beschwerdeführer in einer E-Mail an G._______ im Juli 2014, 

er habe ihm mit der D._______AG (DE) einen Neuanfang ermöglicht; damit 

spielte er auf die Probleme G._______s bei der L._______AG an (dazu 

vorne, E. 5.1.3.6). Das lässt vermuten, dass der Beschwerdeführer be