# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ff7afa3-75fb-5290-a169-cd69c49741d7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-07-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.07.2010 IV 2008/469
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-469_2010-07-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/469

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 14.07.2020

Entscheiddatum: 19.07.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 19.07.2010
Art. 17 ATSG; aArt. 28 IVG. Chronische Lumboischialgie bei Diskushernie mit 
anfänglich depressiver Begleiterkrankung hat zu einer vollen Rente geführt. 
Das im Rentenrevisionsverfahren beauftragte ABI hat keine somatische oder 
psychische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit feststellen 
können, weshalb die Rente eingestellt wurde. Der Beschwerdeführer legt ein 
Upright-MRI ins Recht, worin eine weitere Diskusprotrusion mit 
Wurzelkompression zur Darstellung kommt. Weil das ABI keine aktuellen 
bildgebenden Verfahren vorgenommen hat und sich auf ein achtjähriges MRI 
beziehungsweise einjähriges Röntgenbild bezogen hat, sind weitere 
bildgebende Untersuchungen erforderlich (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Juli 2010, IV 
2008/469).

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und 

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Philia Roth

Entscheid vom 19. Juli 2010

in Sachen

M.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K Advokaten, Dorfstrasse 21, 

8356 Ettenhausen TG,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rentenrevision (Einstellung)

Sachverhalt:

A.   

M.___ (Jahrgang 1953) meldete sich am 15. Januar 1999 zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung an. Er habe von 1988 bis 1998 als Baggerführer gearbeitet 

und Fr. 4'390.-- pro Monat verdient. Seit 21. April 1998 sei er wegen einer wieder 

aufgetretenen Lumboischialgie vollumfänglich arbeitsunfähig (IV-act. 3). Dr. med. A.___, 

Facharzt für Neurologie FMH, berichtete der IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 

15. Juni 1999, der Versicherte leide an einer Lumboischialgie S1 links und Schmerzen 

in der linken Piriformisloge. Am 5. Februar 1999 habe man eine Diskushernie L4/5 mit 

Kompression der Wurzel L5 im Recessus lateralis festgestellt. Ohne 

Wurzelkompression bestehe eine Diskushernie L5/S1 subligamentär. Der Versicherte 

habe aus Angst eine Operation abgelehnt. Er benütze zwei Amerikanerstöcke zum 

Gehen. In der bisherigen Tätigkeit bestehe seit 7. Januar 1997 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit. Höchstens leichte Hilfsarbeiten wären denkbar (IV-act. 15). Die IV-

Stelle veranlasste die Begutachtung des Versicherten an der Klinik Valens. Gemäss 

Gutachten der Klinik Valens vom 3. Januar 2000 sei dem Versicherten aus 

rheumatologischer Sicht leichte, wechselbelastende und rückenadaptierte Arbeit ohne 

Gewichtsbelastungen und Überkopfarbeiten zu 100% zumutbar. Aus psychiatrischer 

Sicht bestehe aber zurzeit schmerz- und depressionsbedingt eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit. Der Versicherte bedürfe vorerst einer psychiatrischen Behandlung 

(IV-act. 37). Mit Verfügung vom 11. Mai 2000 sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit 

Wirkung ab 1. April 1999 eine ganze Rente zu (IV-act. 42).

B.   

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B.a Dr. A.___ gab in seinem Verlaufsbericht vom 14. Februar 2002 einen stationären 

Gesundheitszustand an. Der Versicherte gehe noch an einem Amerikanerstock (IV-act. 

47). Am 8. März 2002 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, die Überprüfung des 

Invaliditätsgrades habe keine rentenbeeinflussende Änderung ergeben (IV-act. 49).

B.b Im Fragebogen zur Revision der Invalidenrente gab der Versicherte am 13. April 

2005 an, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. Er habe starke Schmerzen 

im Rücken, beiden Beinen und im Nacken (IV-act. 72). Dr. A.___ bestätigte im Bericht 

vom 25. April 2005 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Neben der 

chronischen Lumboischialgie bei Diskushernie beständen zusätzlich noch ein 

Zervikalsyndrom sowie Gelenksschmerzen (IV-act. 76).

B.c Die IV-Stelle beauftragte die Klinik Valens am 23. September 2005 mit einer 

Verlaufsbegutachtung des Versicherten (IV-act. 84). Im Gutachten vom 10. April 2006 

führten die Ärzte der Klinik Valens aus, der Versicherte leide an einem chronischen 

Panvertebralsyndrom mit Lumboischialgie linksseitig bestehend seit 1993 mit 

Progredienz sowie einer Periarthropathia genu beidseits. Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit beständen psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren (ICD-10: 

F54) bei chronischem Panvertebralsyndrom mit Lumboischialgie, chronischen 

unspezifischen Kopfschmerzen, anamnestisch St. n. mittelgradig ängstlich 

depressivem Zustandsbild 1999/2000, maladaptivem kinesiophobischem, von starker 

somatopsychischer Dekonditionierung und Symptomausweitung gekennzeichnetem 

Zustandsbild, Perspektivenlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt sowie Verdacht auf sonstige 

Probleme in der primären Bezugsgruppe (wahrscheinlich depressive Verstimmung der 

Ehepartnerin). Aus rheumatologischer Sicht sei der Versicherte für eine sehr leichte 

Arbeit mit wechselnden Körperpositionen im Stehen und Sitzen, leichte 

Kontrollarbeiten ohne repetitiven schnellen Charakter zu 50% arbeitsfähig. Eine 

berufliche Eingliederung scheine nach den Beobachtungen in der klinischen 

Untersuchung sowie der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit aus Gründen 

der langen Arbeitsunfähigkeit nicht mehr realisierbar zu sein. Aus psychischer Sicht 

zeige sich ebenfalls, dass eine Eingliederungsfähigkeit aufgrund des bisherigen 

Krankheitsverlaufs und der aktuellen Untersuchungsergebnisse nicht mehr gegeben 

sei. Auch wenn zur Zeit kein ängstlich depressives Zustandsbild mehr bestehe und die 

Diagnose von psychologischen Faktoren und Verhaltensfaktoren bei anderenorts 

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klassifizierten Krankheiten gewählt worden sei, bestehe beim Versicherten eindeutig 

eine fehlende Voraussetzung für eine zumutbare Willensanstrengung gemäss den 

Försterkriterien. Deshalb sei der Versicherte insgesamt für jegliche Tätigkeit zu 100% 

arbeitsunfähig (IV-act. 87). Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz erachtete 

das Verlaufsgutachten in seiner Stellungnahme vom 19. Oktober 2006 als 

widersprüchlich betreffend die psychiatrische Diagnose und 

Arbeitsfähigkeitsschätzung (IV-act. 89). Auf Nachfrage der IV-Stelle teilte die Klinik 

Valens mit, dass beim Versicherten Erschwernisse für eine Willensanstrengung 

vorlägen, die bei Aufbringen allen guten Willens ermöglichen würden, mit und trotz der 

Beschwerden und der Schmerzen einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Insgesamt 

könne dem Versicherten aber aus medizinisch-theoretischer Sicht eine 

leidensangepasste Tätigkeit zu 50% zugemutet werden, auch wenn es nicht mehr 

realistisch erscheine, ihn wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren (IV-act. 91).

B.d Mit Vorbescheid vom 29. November 2006 stellte die IV-Stelle in Aussicht, die 

bisherige ganze Rente auf eine Dreiviertelsrente zu reduzieren. Nach den zur Verfügung 

stehenden Unterlagen sei die ursprüngliche Rente aufgrund des psychischen Leidens 

zugesprochen worden. Bei der Begutachtung am 7. Februar 2006 sei kein ängstlich-

depressives Zustandsbild mehr feststellbar gewesen. In der angestammten Tätigkeit 

als Bauarbeiter sei der Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. In einer sehr leichten 

adaptierten Tätigkeit sei es ihm zumutbar 50% zu arbeiten. Ohne Behinderung betrage 

das zumutbare Erwerbseinkommen Fr. 61'120.--. Mit Behinderung sei bei einem 50%- 

Pensum sowie einem zusätzlichen Abzug von 25% (Teilzeit- und Leidensabzug) ein 

Einkommen von Fr. 21'870.-- erzielbar. Daraus resultiere eine Einkommenseinbusse 

von

Fr. 39'250.-- beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von 64%, weshalb noch ein 

Anspruch auf eine Dreiviertelsrente bestehe (IV-act. 97).

B.e Dagegen liess der Versicherte am 12. Februar 2007 einwenden, er sei mit einer 

Kürzung der Rente nicht einverstanden. Wie aus dem psychiatrischen Teilgutachten 

hervorgehe, gelte er weiterhin zu 100% als arbeitsunfähig (IV-act. 104). Mit Verfügung 

vom 7. März 2007 reduzierte die IV-Stelle mit Wirkung ab 1. Mai 2007 die ganze Rente 

auf eine Dreiviertelsrente. Zu den Einwänden des Versicherten führte sie aus, die 

100%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht beziehe sich lediglich auf die 

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Eingliederungsfähigkeit. Diese sei jedoch klar von der medizinisch-theoretischen 

Arbeitsfähigkeit zu unterscheiden. Rein medizinisch sei die Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht nicht beeinträchtigt (IV-act. 107 und 109).

B.f  Nachdem der Versicherte gegen diese Verfügung am 17. April 2007 am 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen Beschwerde erhoben hatte (IV-act. 113), 

widerrief die IV-Stelle am 15. Mai 2007 ihre Verfügung vom 8. März 2007. Aufgrund der 

Beschwerde würden weitere Abklärungen durchgeführt, bevor erneut eine 

beschwerdefähige Verfügung zugestellt werde (IV-act. 125). Der zuständige 

Einzelrichter des Versicherungsgerichts schrieb in der Folge am 5. Juli 2007 das 

Beschwerdeverfahren ab (IV-act. 135).

C.   

C.a Am 17. September 2007 beauftragte die IV-Stelle das Aerztliche 

Begutachtungsinstitut GmbH (ABI), Basel, mit der Begutachtung des Versicherten (IV-

act. 141). Gemäss ABI-Gutachten vom 28. Mai 2008 leide der Versicherte 

hauptsächlich an einem panvertebralen Schmerzsyndrom ohne radikuläre Ausfälle. 

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beständen eine 

Schmerzverarbeitungsstörung, eine Adipositas und ein hypertoner Blutdruckwert. Aus 

polydisziplinärer Sicht sei dem Versicherten seit April 2006 (Begutachtung Valens) eine 

körperlich leichte und adaptierte Tätigkeit zu 100% zumutbar. Damals sei keine 

mittelschwere Depression mehr nachweisbar gewesen. Dem Versicherten sei die 

Willensanstrengung zumutbar, sich trotz der geklagten Beschwerden beruflich zu 

reintegrieren. Bei der Untersuchung seien Inkonsistenzen aufgefallen. Es bestehe eine 

deutliche Diskrepanz zwischen der subjektiven Beschwerdeschilderung und den nur 

geringen objektivierbaren Befunden. Entgegen den Angaben des Versicherten seien die 

Medikamente Remeron und Tramadol gemäss der Wirkstoffspiegelbestimmungen im 

Blut nicht oder nur sporadisch eingenommen worden. Aus psychiatrischer Sicht 

bestehe insofern eine gute Übereinstimmung zum Gutachten der Klinik Valens vom 

10. April 2006, als auch dort keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

hätten festgestellt werden können. Hingegen könne die Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

Klinik Valens von 50% aus orthopädischer Sicht aufgrund der Untersuchung nicht 

nachvollzogen werden, weil weitgehend ein unveränderter Befund vorliege. Eine gute 

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Übereinstimmung bestehe mit der Beurteilung zum früheren Gutachten der Klinik 

Valens vom 3. Januar 2000. Berufliche Massnahmen könnten aufgrund der 

Krankheitsüberzeugung, der Entwöhnung von der Arbeit, der geringen Bildung sowie 

fehlender Berufsausbildung nicht empfohlen werden (IV-act. 149).

C.b Mit Vorbescheid vom 26. August 2008 stellte die IV-Stelle die Einstellung der Rente 

in Aussicht. Das Resultat der erneuten medizinischen Begutachtung des Versicherten 

habe ergeben, dass sich sein Gesundheitszustand seit April 2006 verbessert habe, so 

dass ihm eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne Heben und Tragen 

von Lasten über 10kg und ohne Arbeiten oberhalb des Schulterniveaus zu 100% 

zumutbar sei. Das zumutbare Erwerbseinkommen ohne Behinderung betrage Fr. 

62'596.-- und mit Behinderung bei einem maximalen Abzug von 25% Fr. 44'931.--. 

Daraus resultiere eine Erwerbseinbusse von Fr. 17'665.-- beziehungsweise ein 

Invaliditätsgrad von 28%. Da der Invaliditätsgrad unter 40% liege, bestehe kein 

Rentenanspruch mehr (IV-act. 152 und 155). Dagegen liess der Versicherte am 23. 

September 2008 einwenden, das ABI-Gutachten setze sich nicht detailliert mit den 

vorgängigen psychiatrischen Gutachten auseinander. Aufgrund der unterschiedlichen 

psychiatrischen Begutachtungen werde ein Obergutachten beantragt. Zudem sei eine 

EFL-Abklärung durchzuführen (IV-act. 158).

C.c Mit Verfügung vom 13. Oktober 2008 stellte die IV-Stelle die ganze Rente des 

Versicherten auf Ende des Folgemonats ein. Zu den Einwänden führte sie aus, seit April 

1998 habe aufgrund der vorliegenden Diagnosen nachvollziehbar eine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit bestanden, weshalb der Anspruch auf eine ganze Rente ab April 

1999 gerechtfertigt gewesen sei. Gemäss ABI-Gutachten vom 28. Mai 2008 habe sich 

der Gesundheitszustand ab April 2006 verbessert. Demgemäss sei dem Versicherten 

eine leidensangepasste Tätigkeit zu 100% zumutbar. Bei Verwertung dieser 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit sei es dem Versicherten möglich, in der freien Wirtschaft 

ein Erwerbseinkommen über Fr. 44'931.-- zu erzielen. Da im Vergleich zum 

Valideneinkommen von Fr. 62'596.-- ein Invaliditätsgrad von unter 40% resultiere, 

bestehe kein Rentenanspruch mehr (IV-act. 159).

D.   

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D.a Gegen diese Verfügung lässt der Versicherte am 14. November 2008 Beschwerde 

erheben. Er beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 13. Oktober 2008. Sodann sei 

die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente 

auszurichten. Eventualiter sei die Streitsache zur ergänzenden Sachverhaltsermittlung 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Er führt aus, der im psychiatrischen 

Teilgutachten geäusserte Vorwurf, er nehme die verordneten Medikamente nicht ein, 

sei unzutreffend. Er habe die Medikamente kurzzeitig nicht eingenommen, weil er an 

einem Tag der Begutachtung mit dem Auto angereist und dafür erhebliche Schmerzen 

in Kauf genommen habe. Die (erstmals) gestellte Diagnose einer 

Schmerzverarbeitungsstörung sei nicht nachvollziehbar. Aufgrund der zusätzlich 

erhobenen Befunde der Dres. A.___ und B.___ könne ohne weiteres nachvollzogen und 

belegt werden, dass im Bereich der Wirbelsäule durchaus somatische Beschwerden 

beständen. Diese verursachten erhebliche Schmerzen und wirkten sich auf die 

Arbeitsfähigkeit aus. Im Rahmen eines Upright-MRI der LWS habe festgestellt werden 

können, dass eine bilaterale Diskushernie bestehe, welche in die Gesässhälften 

ausstrahlende Schmerzen verursache (G act. 1.4). Zudem habe man 

Sensibilisierungsstörungen mit Taubheit am linken Bein feststellen können. Damit lägen 

objektivierbare Befunde vor, welche den Untersuchungsergebnissen und Beurteilungen 

des ABI widersprächen. Dr. A.___ habe dazu in seinen Berichten vom 17. Oktober und 

11. November 2008 ausführlich Stellung genommen, worauf verwiesen werde (G act. 

1.2 und 1.3). Sodann fehle eine vertiefte Auseinandersetzung der Ärzte des ABI mit den 

früheren Begutachtungen des Beschwerdeführers. Das ABI habe auch keine aktuellen 

bildgebenden Verfahren durchgeführt. Nicht nachvollziehbar sei, weshalb keine 

eigenständige depressive Störung oder Angststörung mehr vorliegen sollte. Daher sei 

eine erneute Begutachtung erforderlich. Aus den Akten ergebe sich keine 

Verbesserung des Gesundheitszustandes beziehungsweise keine massgebliche 

Verbesserung der Arbeitsfähigkeit. Eine bloss unterschiedliche Beurteilung des im 

Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts rechtfertige hingegen keine 

Rentenrevision. Schliesslich bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass die Zusprache 

der ganzen Rente bereits von Beginn an zweifellos unrichtig gewesen wäre (G act. 1).

D.b Das Versicherungsgericht bewilligte mit Zwischenentscheid vom 12. Februar 2009 

das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und 

Rechtsverbeiständung (G act. 9).

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D.c In der Beschwerdeantwort vom 11. Februar 2009 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die neuen Arztberichte der Dres. 

A.___ und B.___ seien dem RAD sowie dem ABI zur Stellungnahme vorgelegt worden. 

Die entsprechenden Berichte vom 6. und 27. Januar 2009 lägen bei, worauf verwiesen 

werde (G act 7.1 und 7.3). Die Gutachter hielten an ihrer Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit fest. Die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers seien im 

Rahmen einer Symptomausweitung zu sehen. Aufgrund der anamnestischen Angaben 

und klinischen Untersuchung sei nicht von einer Wurzelkompression L5 auszugehen. 

Würde eine solche bildgebend dargestellt werden können, könnten damit keinesfalls 

die den ganzen Körper umfassenden Schmerzen erklärt werden und es würde daraus 

auch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultieren (G act. 7.3). Insgesamt zeige 

sich, dass auf das Gutachten abgestellt werden könne und es den Anforderungen der 

Rechtsprechung entspreche. Die mit der Beschwerde eingereichten Berichte würden 

am Gutachten keine Zweifel zu erheben vermögen. Eine Verbesserung des 

Gesundheitszustandes im Vergleich zur Situation im Jahr 2000 sei daher ausgewiesen. 

Bereits im Gutachten der Klinik Valens vom 10. April 2006 sei keine psychische 

Störung mit Krankheitswert mehr festgestellt worden und aus somatischer Sicht sei 

eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert worden. Die Einstellung der Rente sei daher zu 

Recht erfolgt (G act. 7).

D.d Mit Replik vom 23. März 2009 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen und 

entsprechenden Ausführungen fest. Gemäss der beiliegenden Stellungnahme des 

behandelnden Neurologen Dr. A.___ vom 6. März 2009 hätten pathologische Befunde 

erhoben werden können. Beim Upright-MRI handle sich um eine anerkannte Methode, 

die offenbar schon mehrfach mit der funktionellen MRIS aus München verwechselt 

worden sei. Eine Auseinandersetzung der Ärzte des ABI mit diesen klinisch sowie 

bildgebend erhobenen Befunde fehle (G act. 12.1). Somit lägen sich widersprechende 

Expertenmeinungen vor, weshalb sich eine erneute Begutachtung aufdränge (G act. 

12).

D.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 2. April 2009 auf eine Duplik (G act. 14).

Erwägungen:

1.  

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Angefochten ist eine Verfügung, die das im April 2005 von Amtes wegen eingeleitete 

Revisionsverfahren abschloss und nach Inkrafttreten der 5. IV-Revision am 1. Januar 

2008 ergangen ist. Mangels einer übergangsrechtlichen Norm rechtfertigt es sich 

allerdings, für die vor diesem Zeitpunkt massgebenden Verhältnisse (Einleitung des 

Rentenrevisionsverfahrens unter altem Recht) die im Folgenden zitierten, bis zum 

31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen anzuwenden.

2.  

2.1  Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität 

von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG 

anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.

2.2  Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 

erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur 

Rentenrevision gibt nach der auch unter dem ATSG massgeblichen Rechtsprechung 

jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den 

Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 

nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands, sondern auch 

dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich 

gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). 

Eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 

Sachverhaltes stellt dagegen praxisgemäss keine revisionsbegründende Änderung dar 

(BGE 112 V 372 E. 2b). Ob eine revisionsbegründende Änderung eingetreten ist, 

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beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten (der 

versicherten Person eröffneten) rechtskräftigen Verfügung bestand, die auf einer 

umfassenden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 

Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen 

Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108), mit dem Sachverhalt 

zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 E. 2).

2.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach 

zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Gutachtens 

ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob er für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Gutachters begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).

3.  

3.1  Im Zeitpunkt der umfassenden Sachverhaltsabklärung bei der ersten Prüfung des 

Rentenanspruchs haben die begutachtenden Ärzte der Klinik Valens am 3. Januar 2000 

festgestellt, der Beschwerdeführer leide hauptsächlich an einer chronischen 

therapieresistenten Lumboischialgie bei/mit einer Diskushernie L4/5 mit 

Nervenwurzelkompression L5 und Diskushernie L5/S1 mit Tangieren der Nervenwurzel 

S1 ohne Verlagerung oder Kompression, degenerativen Wirbelsäulenveränderungen, 

leichter rechtskonvexer Torsionskoliose, Wirbelsäulenfehlhaltung (Schonhaltung), 

ausgeprägter muskulärer Dysbalance mit Dekonditionierung sowie einer 

Schmerzverarbeitungsstörung mit Somatisierung. Sodann beständen ein depressives 

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Syndrom mittleren Grades mit Somatisierung, angstgefärbt, sowie chronische 

Kopfschmerzen. Die Arbeitsfähigkeit betrage aus rheumatologischer Sicht für eine 

leichte, wechselbelastende und rückenschonende Tätigkeit ohne Gewichtsbelastungen 

und Überkopfarbeiten 100%. Aus psychiatrischer Sicht bestehe aber zurzeit schmerz- 

und depressionsbedingt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 37). Mit Verfügung 

vom 11. Mai 2000 ist dem Beschwerdeführer deshalb mit Wirkung ab 1. April 1999 eine 

ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen worden (IV-act. 42). Im Rahmen 

des im April 2005 eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens berichtete der behandelnde 

Neurologe von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes, worauf eine 

bidisziplinäre Verlaufsbegutachtung in Auftrag gegeben wurde. Das Ergebnis dieser 

Begutachtung wurde schliesslich als widersprüchlich beurteilt, weshalb die 

Beschwerdegegnerin ein weiteres Gutachten erstellen liess. Im vorliegenden Verfahren 

ist deshalb der Sachverhalt zum Zeitpunkt der Verfügung vom 11. Mai 2000 mit dem 

Sachverhalt zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung vom 13. Oktober 2008 zu 

vergleichen.

3.2  Der Beschwerdeführer leidet an einer chronischen Lumboischialgie bei bekannter 

Diskushernie L4/5 und L5/S1, weshalb ihm die bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter im 

Tiefbau nicht mehr zumutbar ist. Streitig ist, ob ein Revisionsgrund nachgewiesen ist. 

Aus dem Verlaufsgutachten der Klinik Valens vom 10. April 2006 geht hervor, dass die 

Röntgenuntersuchung vom 7. Februar 2006 eine ventrale Spondylose C3/4 ohne 

signifikante Verschmälerung der Bandscheibe, vermutlich degenerative Verkalkungen 

im Bereich des vorderen Längsbandes auf Höhe C5/6 ebenfalls ohne Verschmälerung 

der Bandscheibe sowie eine kleine vordere Randleistenhernie an der Unterkante von 

HWK6 gezeigt hat. Im Segment L5/S1 hat man Zeichen einer Osteochondrose mit 

Verschmälerung der Bandscheibe und geringgradiger subchondraler Sklerose sowie 

angedeutet spondylotische Ausziehungen ventral festgestellt. Die Bandscheibe L4/5 

hat sich ebenfalls etwas verschmälert im Sinn einer initialen Chondrose gezeigt. Man 

hat einen Verdacht auf degenerative Veränderungen der kleinen Wirbelbogengelenke 

L3 bis S1 im Sinn von Spondylarthrosen angegeben. Bei auffallend kurzen Pedikeln 

wurde auf einen wahrscheinlich kongenital engen Spinalkanal mit auch engen 

knöchernen Neuroforamina L4/5 und L5/S1 hingewiesen (IV-act. 87-16/57). Als 

Diagnose haben die Ärzte der Klinik Valens ein chronisches Panvertebralsyndrom mit 

Lumboischialgie linksseitig bestehend seit 1993 mit Progredienz aufgeführt. Auch die 

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degenerativen Wirbelsäulenveränderungen, eine Wirbelsäulenfehlform und eine 

Fehlhaltung der Wirbelsäule sind berücksichtigt worden. Aus rheumatologischer Sicht 

hat man rein medizinisch-theoretisch eine sehr leichte Arbeit mit wechselnden 

Körperpositionen im Stehen und Sitzen, leichte Kontrollarbeiten ohne repetitiven 

schnellen Charakter, zu 50% zumutbar erachtet. Kriechen, Hockstellung, vorgeneigte 

Körperhaltungen im Stehen und Sitzen sowie Gewichte heben über 5 kg sollten 

vermieden werden (IV-act. 87-21/57).

3.3  Das ABI hat keine neuen bildgebenden Untersuchungen vorgenommen, sondern 

sich auf diejenigen vom Februar 2006 gestützt. Jedoch hat der begutachtende 

Orthopäde ausgeführt, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Ärzte von Valens nicht 

nachvollziehbar sei, da sich die klinischen Befunde an Wirbelsäule und Extremitäten im 

Verlauf nach den Akten weitgehend nicht verändert hätten. Die Untersuchung 

betreffend die Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie der oberen und unteren 

Extremitäten sei durch eine massive Gegenspannung erschwert worden. Neurologisch 

habe man keine Hinweise für das Vorliegen einer Pathologie im Bereich des peripheren 

Nervensystems finden können. Eine spinale Kompressionsproblematik oder die Läsion 

eines grösseren peripheren Nervs habe man klinisch weitestgehend ausschliessen 

können. Zusammenfassend hat der Orthopäde angegeben, dass sich die vom 

Beschwerdeführer beschriebenen diffusen Beschwerden durch die objektivierbaren, 

deutlich inkonsistenten Befunde sowie die vorliegenden Bilddokumente kaum 

begründen liessen. Insgesamt beständen massive Anzeichen einer Ausweitung der 

Schmerzproblematik. Aus rein orthopädischer Sicht seien dem Beschwerdeführer 

körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von 

Gewichten über 10kg sowie ohne Tätigkeiten oberhalb des Schulterniveaus 

uneingeschränkt zumutbar (IV-act. 149-20/25 f.). Damit liegen zwei unterschiedliche 

gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzungen vor. Aus dem Verlaufsgutachten der Klinik 

Valens 2006 geht nicht schlüssig hervor, inwiefern sich seit der Erstbegutachtung im 

Jahr 2000 der Gesundheitszustand aus körperlicher Sicht verschlechtert hat, sodass 

nur noch eine 50%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar wäre. Unstreitig hat sich die 

Krankheitsproblematik des Beschwerdeführers massiv chronifiziert und prägt dessen 

Gesamtverhalten, so dass eine Abgrenzung der krankheitstypischen Symptomatik 

schwierig wird, wie selbst der behandelnde Neurologe Dr. A.___ in seiner 

Stellungnahme vom 17. Oktober 2008 angibt (G act. 1.2). Diesbezüglich jedoch auf 

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einem unveränderten Gesundheitszustand seit 2000 zu beharren und von einer 

vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit auszugehen, vermag das Versicherungsgericht nicht 

zu überzeugen, wie nachfolgend zu zeigen ist.

3.4  Der Beschwerdeführer hat mit Einreichen von Arztberichten von Dr. A.___ sowie 

dem Bericht über ein Upright-MRI geltend gemacht, dass durchaus objektivierbare 

Befunde vorlägen, welche seine Beschwerden teilweise erklären würden. Dr. A.___ hat 

in seinem Bericht vom 11. November 2008 angegeben, im Upright-MRI der LWS 

komme eine bilaterale Diskushernie bis in die Rezessi zur Darstellung. Dass der 

Beschwerdeführer vornübergebeugt gehe, habe zwei Gründe: Rückenschmerzen 

genau in Höhe L4/5, die bis in die Gesässhälften ausstrahlten und das Gefühl, 

respektive die Furcht, nach hinten zu fallen, und sich nicht mehr halten zu können, 

wenn er aufrecht gehen würde (G act. 1.3). Aus dem Bericht des Upright-MRI-Zentrum 

Zürich vom 6. November 2008 geht hervor, dass eine Diskusprotrusion L3/4 und eine 

Diskushernie L4/5 und L5/S1 samt jeweils beidseitiger Kompromittierung der Wurzel L4 

und L5 vorliege (G act. 1.4). Das ABI hat in seiner Stellungnahme vom 27. Januar 2009 

unter Verweis auf die Bundesgerichtspraxis darauf verzichtet, sich mit dem Ergebnis 

dieses Upright-MRI's auseinanderzusetzen. Die erwähnte Bundesgerichtspraxis 

bezieht sich auf den Entscheid BGE 134 V 231. Das Bundesgericht hat in diesem 

Entscheid in der Erwägung 5.2 im Zusammenhang mit der Kausalität von Beschwerden 

nach einem Unfall mit HWS-Trauma die fMRT-Untersuchungen als nicht 

wissenschaftlich anerkannt bezeichnet. Somit hat es die so zur Darstellung gebrachten 

Befunde in der Beweiswürdigung nicht berücksichtigt. In seinem Urteil vom 

3. November 2009 i/S. W. (8C_238/2009), E. 3.2, hat das Bundesgericht sodann darauf 

hingewiesen, dass betreffend Upright-MRI-Untersuchungen keine Differenzierung zur 

vorgenannten Rechtsprechung vorzunehmen sei, weil auch diese Methode 

wissenschaftlich betreffend die Beantwortung der Kausalitätsfrage noch nicht 

anerkannt sei. Vorliegend sind jedoch keine Kausalitätsfragen von Unfallfolgen zu 

beantworten. Der Beschwerdeführer legt mit dem Bericht des Uprigth-MRI's vom 6. 

November 2008 dar, dass die bereits bekannten Diskushernien L4/5 und L5/S1 

weiterhin die Nervenwurzel L4 und L5 drücken würden. Sodann komme eine 

Diskusprotrusion L3/4 hinzu, die ebenfalls die Nerven kompromittiere. Das ABI hat 

lediglich darauf hingewiesen, dass klinisch keine radikulären Ausfälle hätten festgestellt 

werden können. Die Untersuchung war jedoch durch das Verhalten des 

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Beschwerdeführers, der sich wohl vor Schmerzen durch die Untersuchungshandlung 

fürchtete, massiv behindert. Dass damit eine verwertbare klinische Untersuchung 

möglich gewesen war, ist zu bezweifeln. Bildgebende Untersuchungen hat das ABI 

nicht durchgeführt. Das letzte beurteilte MRI stammt aus dem Jahr 1999 und das letzte 

beurteilte Röntgenbild vom Februar 2006. Vor dem Hintergrund, dass der 

Beschwerdeführer möglicherweise an einer weiteren Diskusprotrusion bei 

degenerativen Wirbelsäulenveränderungen leidet, kann auch bei einer wissenschaftlich 

(noch) nicht anerkannten Methode nicht auf weitere Untersuchungen verzichtet 

werden. Mit dem Upright-MRI ist immerhin der Nachweis erbracht, dass aus 

orthopädischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein unveränderter 

Gesundheitszustand seit dem Jahr 2000 vorliegt. Sodann ist allein der Umstand, dass 

das Bundesgericht die Untersuchungsmethode betreffend Kausalitätsfragen bei 

Unfallverletzungen als nicht massgebend bezeichnet, kein Grund, einen solchen 

Bericht nicht als Beweismittel zu würdigen. Wie Dr. B.___ vom Upright-MRI Zentrum 

Zürich an der Unfallversicherungstagung vom 27. November 2008 referiert hat, handelt 

es sich bei der Upright-MRI-Methode nicht um die im Bundesgerichtsurteil genannte 

fMRT-Methode (vgl. Jaroslav Naxera / Jean Pierre Elsig, Multiposition Magnetresonanz 

Imaging: Upright-MRI, genannt auch kinematische, dynamische oder positionelle MR-

Bildgebung (kMRI, pMRI), S. 225, in René Schaffhauser / Ueli Kieser; Unfall und 

Unfallversicherung, St. Gallen 2009). Jedenfalls ist zu vermuten, dass die neu 

entdeckte Diskusprotrusion auf der Höhe L3/L4 mit Wurzelkompression auch mittels 

konventionellem MRI objektiviert werden könnte. Ob diese Tatsache einen Einfluss auf 

die zumutbare Arbeitsfähigkeit hat, ist nach erfolgter Untersuchung erneut zu 

beurteilen.

3.5  Die ursprüngliche Rentenzusprache erfolgte aufgrund psychischer Beschwerden 

(schmerz- und depressionsbedingt), die eine vorläufige vollumfängliche Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit zur Folge hatten. Bereits im Verlaufsgutachten der Klinik Valens ist 

festgehalten worden, dass eine signifikante Depressivität nicht mehr habe festgestellt 

werden können. Im psychiatrischen Teilgutachten vom 23. März 2006 hat der 

begutachtende Psychiater der Klinik Valens angegeben, der Beschwerdeführer leide an 

psychologischen Faktoren und Verhaltensfaktoren (ICD-10 F54). Die Diagnose einer 

somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) hat er sinngemäss verneint, weil 

relevante somatische Beschwerden beständen (IV-act. 87-46-57 ff.). Das 

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Vorhandensein einer (Rest-) Arbeitsfähigkeit hat der begutachtende Psychiater verneint 

mit der Begründung, der bisherige Krankheitsverlauf und die aktuellen 

Untersuchungsergebnisse liessen klar erkennen, dass eine Eingliederungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers definitiv nicht mehr gegeben sei. Das Zusammenspiel der 

rheumatologischen Problematik, des soziokulturellen Hintergrunds, des Verlaufs in der 

Zeitachse und des festgefahrenen Krankheitskonzeptes liessen jeden 

Eingliederungsversuch von vornherein frustran erscheinen. Die Willensanstrengung zur 

Überwindung seiner Beschwerden sei dem Beschwerdeführer nicht zuzumuten, 

obwohl keine Komorbidität psychischer Störungen vorliege, weil eine chronische 

körperliche Krankheit, ein mehrjähriger Verlauf mit unveränderter oder progredienter 

Symptomatik, unbefriedigende Behandlungsergebnisse, eine gescheiterte 

Rehabilitation sowie ein Verlust der sozialen Integration vorlägen (IV-act. 87-49/57). Der 

begutachtende Psychiater des ABI hat bestätigt, dass die Diagnose einer 

somatoformen Schmerzstörung nicht erfüllt sei, weil schwere psychosoziale sowie 

deutliche emotionale Belastungsfaktoren fehlten. Weil sich das Ausmass der 

Beschwerden und die subjektive Überzeugung, nicht mehr arbeiten zu können, nicht 

durch somatische Befunde objektivieren liessen, müsse eine psychische Überlagerung 

angenommen werden. Diagnostisch handle es sich um eine 

Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10: F54). Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es bestünden keine Hinweise auf eine manifeste 

depressive Erkrankung, eine Angststörung oder auf unbewusste Konflikte. Ein primärer 

Krankheitsgewinn sei nicht gegeben. Daher könne dem Beschwerdeführer zugemutet 

werden, trotz der geklagten Beschwerden ganztags einer seinen körperlichen 

Einschränkungen angepassten Tätigkeit nachzugehen (IV-act. 149-14/25 f.). Zwar 

haben die Gutachter beide die Diagnose ICD-10: F54 gewählt, jedoch anders benannt. 

Man kann also eine Übereinstimmung der psychiatrischen Diagnose annehmen. 

Hingegen ist der vorbegutachtende Psychiater der Klinik Valens von einer 

Unzumutbarkeit der Willensanstrengung ausgegangen, trotz der Schmerzen einer 

Arbeitstätigkeit nachzugehen. Dagegen ist dem Beschwerdeführer vom ABI-Gutachter 

diese Willensanstrengung zugemutet worden. Der ABI-Gutachter begründet jedoch 

nicht, inwiefern er zu diesem gegenteiligen Schluss kommt, weshalb die psychiatrische 

Begutachtung unvollständig ist. Sodann rechtfertigt es sich nicht, aufgrund der 

Serumsspiegelmessungen dem Beschwerdeführer vorzuwerfen, er habe (vorsätzlich) 

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Fehlangaben gemacht. Denn Schlüsse aus Serumspiegelmessungen können ohnehin 

nur mit besonderer Vorsicht gezogen werden, da der Blutspiegel aus individuellen 

Gründen um einen Faktor 20 variieren kann (vgl. J. John Mann, Drug Therapy, The 

Medical Management of Depression, in New England Journal of Medicine, October 27, 

2005, 1829). Daher ist erneut abzuklären, inwiefern dem Beschwerdeführer die 

Willensanstrengung ganz oder teilweise zumutbar ist, einer leidensangepassten 

Tätigkeit nachzugehen.

3.6  Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Sachverhalt unvollständig abgeklärt 

worden ist. Die Sache ist deshalb zur Klärung des medizinischen Tatbestands 

(bildgebende Untersuchung, Diagnose, Bemessung der Arbeitsfähigkeit) und 

gegebenenfalls - im Hinblick auf ein Verfahren gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG - einer 

fachärztlichen Stellungnahme zur Eingliederungskapazität des Beschwerdeführers 

zurückzuweisen, bevor allenfalls im Sinn von Art. 17 ATSG eine überwiegend 

wahrscheinliche anspruchserhebliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen 

angenommen werden kann. Sodann sind je nach Ergebnis der zusätzlichen 

medizinischen Abklärung Massnahmen zur beruflichen Eingliederung an die Hand zu 

nehmen. Der Grundsatz "Eingliederung vor Rente" kommt nicht bloss bei der 

erstmaligen Anspruchsprüfung, sondern auch anlässlich einer Leistungsrevision zum 

Tragen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2008 i/S. S. [9C_720/2007] E 4. mit 

Hinweisen).

4.  

4.1  Im Sinn der vorstehenden Ausführungen ist die angefochtene Verfügung vom 

13. Oktober 2008 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Die Sache ist 

zu weiteren Abklärungen des Sachverhalts im Sinn der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt. Da sie gemäss Art. 3 

Abs. 1 lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die 

bis

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Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der 

Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen 

Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme 

amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb 

die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

4.3  Bei diesem Verfahrensausgang ist praxisgemäss von einem vollen Obsiegen 

auszugehen (vgl. etwa ZAK 1987 S. 266 E. 5a), weshalb der Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine Parteientschädigung hat. Die Parteientschädigung bemisst sich 

gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit 

des Prozesses. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat eine Kostennote in der 

Höhe von Fr. 4'878.15 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) eingereicht. Diese 

Honorarnote scheint etwas übersetzt im Vergleich zum mittleren Pauschalhonorar von 

Fr. 3'500.-- sowie in Anbetracht der getätigten Arbeiten im ersten 

Beschwerdeverfahren im Jahr 2007. Auf ein weiteres Erstgespräch konnte damit 

verzichtet sowie beim Sachverhalt weitgehend auf die erste Beschwerde 

zurückgegriffen werden. In Anbetracht dessen, dass sich der Beschwerdeführer jedoch 

ausführlich hat vernehmen lassen (inklusive mehreren Arztberichten), scheint ein 

Honorar von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) gerechtfertigt. Bei 

diesem Verfahrensausgang wird die bereits bewilligte unentgeltliche Prozessführung 

gegenstandslos.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 13. Oktober 2008 

aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--.

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3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 4'000.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.07.2010
	Art. 17 ATSG; aArt. 28 IVG. Chronische Lumboischialgie bei Diskushernie mit anfänglich depressiver Begleiterkrankung hat zu einer vollen Rente geführt. Das im Rentenrevisionsverfahren beauftragte ABI hat keine somatische oder psychische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit feststellen können, weshalb die Rente eingestellt wurde. Der Beschwerdeführer legt ein Upright-MRI ins Recht, worin eine weitere Diskusprotrusion mit Wurzelkompression zur Darstellung kommt. Weil das ABI keine aktuellen bildgebenden Verfahren vorgenommen hat und sich auf ein achtjähriges MRI beziehungsweise einjähriges Röntgenbild bezogen hat, sind weitere bildgebende Untersuchungen erforderlich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Juli 2010, IV 2008/469).

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