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**Case Identifier:** fc10b594-5875-51c4-8dc4-fe627fb0e559
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.02.2007 UV 2006/53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-53_2007-02-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/53

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 14.02.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 14.02.2007
Art. 18 ff. / Art. 19 Abs. 1 UVG; HWS-Distorsion; Adäquanz von organisch 
nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallschäden (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Februar 2007, UV 
2006/53). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2007.

Präsident Martin Rutishauser, Christiane Gallati Schneider, Lisbeth Mattle Frei; 

Gerichtsschreiberin Susanne Bertschler

Entscheid vom 14. Februar 2007

In Sachen

W.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Postgasse 5, Postfach, 9620 Lichte

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Die 1965 geborene W.___ war als kaufmännische Angestellte bei der A.___ 

angestellt und in dieser Funktion bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als ihr am 11. 

September 2002, nachdem sie das von ihr gelenkte Motorfahrzeug vor einem 

Fussgängerstreifen angehalten hatte, von hinten ein Personenwagen auffuhr. Dr. med. 

B.___, Allgemeine Medizin FMH, den die Versicherte am 17. September 2002 

aufsuchte, diagnostizierte im Arztbericht vom 1. Oktober 2002 ein Schleudertrauma mit 

Verspannungssyndrom der HWS sowie Konzentrationsstörungen und attestierte ab 13. 

September 2002 bis auf weiteres eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Bei der 

kreisärztlichen Untersuchung vom 22. Oktober 2002 klagte die Versicherte über 

vermehrte Ermüdbarkeit und Übelkeit. Zudem würden Kribbelparästhesien im Gesicht 

auftreten. Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule sei nicht eingeschränkt, jedoch bereite 

die Reklination Übelkeit. Radiologisch waren keine Hinweise auf ossäre Läsionen oder 

Luxationen vorhanden. In der biomechanischen Kurzbeurteilung vom 5. Dezember 

2002 errechneten die Spezialisten eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung 

(Delta-V) von 10 - 15 km/h, was bei Heckkollisionen innerhalb der 

Harmlosigkeitsgrenze für nicht unerhebliche HWS-Beschwerden liege. Da keine 

biomechanisch relevante Besonderheiten bekannt seien, könnten die nach dem 

Ereignis festgestellten Beschwerden und Befunde nicht ohne weiteres durch die 

Kolli¬sionseinwirkung erklärt werden. Sollte ein relevanter Vorzustand bestanden 

haben, worauf die frühere Atlaslogiebehandlung hinweise, wären die Beschwerden 

eher erklärbar.

b) Nachdem auf Anraten des Kreisarztes vorerst auf eine stationäre Rehabilitation 

verzichtet worden war, hielt sich die Versicherte vom 11. Dezember 2002 bis 29. 

Januar 2003 in der Rehaklinik C.___ auf. Es wurde ein linksbetontes Zerviko- und 

Thorakovertebralsyndrom, eine leichte, überwiegend durch Schmerz und übermässige 

vegetative Reaktionen bedingte Hirnfunktionsstörung und ein leichtes 

Lumbovertebralsyndrom diagnostiziert. Die angestammte Tätigkeit als kaufmännische 

Angestellte sei der Versicherten wegen der hohen Anforderung nicht mehr zumutbar. 

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Eine andere, leichte Arbeit, ohne erhöhte Anforderung an die Konzentration und die 

Stresstoleranz könne sie ab 30. Januar 2003 halbtags mit zusätzlicher Pause 

ausführen. In absehbarer Zeit könne mit einer kontinuierlichen Steigerung der 

Arbeitsleistung gerechnet werden (Austrittsbericht vom 14. Februar 2003, UV act. 9 - 

14). Am 29. April 2003 berichtete Kreisarzt Dr. med. D.___ von einer Verbesserung der 

Situation einschliesslich der Konzentrationsstörungen. Weiterhin seien an der Brust- 

und Lendenwirbelsäule keine pathologischen Befunde zu erheben und die 

Halswirbelsäulenfunktion sei nicht mehr eingeschränkt. Aus therapeutischer Sicht sei 

die Atlaslogiebehandlung, die der Versicherten vorab durch die Gespräche nützlich 

erscheine, während mindestens weiteren drei Monaten bzw. solange die Versicherte 

davon profitiere, weiter zu führen. Zur Zeit bringe die Versicherte bei halbtägiger 

Anwesenheit am Arbeitsplatz eine Leistung von 30%. Es sei vorgesehen, dass sie die 

angestammte Tätigkeit mehr und mehr wieder aufnehmen könne. Am 22. Juli 2003 

beurteilte Dr. D.___ die Belastbarkeit der Versicherten nach wie vor als vermindert, was 

zum Teil durch einen Magen-/Darminfekt begründet sei. Die vegetativ bedingt 

verminderte Belastbarkeit therapeutisch anzugehen, erscheine schwierig. Die Arbeit 

könne die Versicherte nach den Ferien im Umfang von 40% wieder aufnehmen. Prakt. 

med. E.___, Allgemeine Medizin und Komplementärmedizin berichtete am 3. November 

2003 vom Abbruch der bisher erfolglos verlaufenen Akupressur- und 

Akupunkturbehandlung. Er empfahl dringend ein gut geführtes, medizinisches 

Aufbautraining der durch Schock und konsekutive Schonhaltung dekonditionierten 

Nackenmuskulatur (UV act. 30).

c) Mit Verfügung vom 21. November 2003 teilte die SUVA der Versicherten sinngemäss 

mit, dass sich nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber ab 1. Dezember 2003 eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% rechtfertige. In diesem Umfang würden während der 

beruflichen Eingliederung durch die Invalidenversicherung weiterhin Leistungen 

ausgerichtet. Dr. med. F.___, Spezialarzt FMH für Neurologie konnte bei seiner 

Untersuchung kein organneurologisches Leiden zentraler oder peripherer Art 

diagnostizieren. Im Bericht vom 23. Dezember 2003 wies er darauf hin, dass ihm bei 

der Untersuchung die fast durchwegs recht unbestimmten Angaben der Versicherten 

zu den geklagten Beschwerden im linken Arm und/oder Bein, den Rückenschmerzen 

und dem Durchfall bei psychischer Belastung, den ab und zu auftretenden 

Nackenbeschwerden und den als Migräne bezeichneten Kopfschmerzen aufgefallen 

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seien. Diese Angaben würden zum Teil ausgesprochen funktionell und/oder 

stressinduziert wirken. Unter Berücksichtigung der Anamnese und der Befunde im 

Zusammenhang mit dem Unfall vom 22. März 1996 könne allenfalls eine 

Vestibularisprüfung und bei nicht erklärendem Befund ein erneutes psychiatrisches 

oder psychosomatische Konsil Licht in die sehr undurchsichtige Situation bringen. Das 

von prakt. med. E.___ empfohlene medizinische Aufbautraining der Nackenmuskulatur 

sei wesentlich näher an der Realität, werde aber offenbar nicht durchgeführt (UV act. 

37). Das nach dem Unfall mit einem Pensum von 50% weitergeführte Arbeitsverhältnis 

als Sekretariatsmitarbeiterin bei der A.___, wurde per 31. Januar 2004 aufgelöst (UV 

act. 45). Bei subjektiv grösstenteils normalisiertem Befinden zeigte die von Dr. med. 

G.___, Facharzt FMH Otorhinolaryngologie am 2. Februar 2004 durchgeführte 

otoneurologische Untersuchung normale Resultate und insbesondere keine 

objektivierbraren Folgen einer früher erwähnten Lärmempfindlichkeit oder Übelkeit bei 

Kopfreklination. Ein Lagerungsschwindel sei nicht vorhanden. Es hätten sich lediglich 

Zeichen einer kraniomandibulären Dysfunktion mit verhärteter Schläfenmuskulatur und 

Wangensaumleisten beidseits gezeigt, so dass sich für die Zukunft keine weiteren 

Massnahmen aufdrängen würden (UV act. 47).

d) Prakt. med. E.___ attestierte am 10. November 2004, nachdem er bereits im Bericht 

vom 9. März 2004 (UV act. 49) aus rein medizinischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 

75% angenommen und am 28. Mai 2004 (UV act. 56) im Wesentlichen bestätigt hatte, 

eine Arbeitsfähigkeit von 70-80% in einer adaptierten Tätigkeit. Die Reklination des 

Kopfes sei zwar symptombedingt ab 45 Grad eingeschränkt und der Kinn-Sternum 

Abstand betrage 4,5 cm, die Seitenneigung sei aber normal und palpatorisch würden 

sich in der oberflächlichen sowie in der tiefen cervicalen und cervicocephalen 

Muskulatur keine druckdolenten Punkte und keine kontrakten Muskelanteile finden. 

Auch im lumbalen Bereich sei der Muskeltonus unauffällig. Der Heilungsverlauf sei 

nach Angaben der Versicherten abgeschlossen, da weitere Trainingstherapien keinen 

zusätzlichen Nutzen bringen würden (UV act. 60). Mit Verfügung vom 19. November 

2004 wies die IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Leistungsgesuch ab. Bei einer 

Arbeitsunfähigkeit von 25% ergebe sich ein IV-Grad von weniger als 40%, weshalb 

kein Rentenanspruch bestehe (UV act. 61). Am gleichen Tag wurde von Seiten der 

Invalidenversicherung auch der Abschluss der beruflichen Massnahmen verfügt. Als 

Antwort auf die dagegen gerichtete Einsprache vom 22. Dezember 2004 mit dem 

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Antrag, es seien weitere medizinische Gutachten zu erstellen, verfügte die IV-Stelle am 

3. März 2005 die Aufhebung der Verfügung vom 19. November 2004 und stellte weitere 

Abklärungen in Aussicht.

B.- Mit Verfügung vom 25. November 2004 stellte die SUVA die Taggeldleistungen ab 

29. November 2004 ein. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 25% und weniger, bestehe 

kein Anspruch auf Taggelder des Unfallversicherers (UV act. 63). Der Einsprache vom 

22. Dezember 2004, mit welcher die Versicherte unter anderem die Sistierung des 

Verfahrens bis zum Vorliegen der Rentenentscheidung der IV-Stelle beantragte, wurde 

insoweit mit Zwischenentscheid vom 28. April 2005 stattgegeben. Die vom 

Rechtsvertreter der Einsprecherin am 9. März 2005 und 6. April 2005 verlangte 

Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Einsprache bzw. vorsorgliche 

Weiterausrichtung der Taggelder wurde im gleichen Entscheid abgelehnt (UV act. 74). 

Die gegen diesen Zwischenentscheid gerichtete Beschwerde vom 9. Mai 2005 mit dem 

Antrag auf Weiterausrichtung der Taggelder wies das kantonalen Versicherungsgericht 

mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Entscheid vom 13. September 2005 

(UV 2005/35) ab.

C.- Nach Eingang des Gutachtens der Medizinischen Abklärungsstelle Ostschweiz 

(MEDAS) vom 5. Januar 2006 (UV act. 81) und der Stellungnahme des Rechtsvertreters 

der Einsprecherin vom 20. Februar 2006 (UV act. 89) wies die SUVA die Einsprache 

vom 22. Dezember 2004 mit Entscheid vom 6. März 2006 ab (UV act. 90). Aufgrund der 

medizinischen Unterlagen sei davon auszugehen, dass für die von der Versicherten 

geklagten Beschwerden kein auf den Unfall vom 11. September 2002 

zurückzuführendes organisches Substrat mehr objektiviert werden könne. Die nach 

dem Unfall aufgetretene psychische Problematik stehe nicht in einem adäquaten 

Kausalzusammenhang mit dem Unfall, weshalb ein Anspruch auf 

Versicherungsleistungen über den 29. November 2004 hinaus zu verneinen sei. Mit 

Verfügung vom 12./26. Mai 2006 sprach die IV-Stelle der Versicherten bei einem IV-

Grad von 49% ab 1. September 2003 eine Viertelsrente zu.

D.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 6. März 2006 richtet sich die von 

Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Lichtensteig, für die Betroffene eingereichte 

Beschwerde vom 8. Juni 2006 mit dem Antrag auf Weiterausrichtung der gesetzlichen 

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Leistungen. Die Beschwerdegegnerin sei im Einsprache-Entscheid nicht auf die 

Vorbringen in der Einsprache eingegangen. Damit habe sie das rechtliche Gehör 

verletzt. Gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstosse auch das Vorgehen 

der Beschwerdegegnerin, entgegen der Zusage im Zwischenentscheid vom 28. April 

2005, vor der Entscheidung der IV-Stelle den eigenen Einsprache-Entscheid zu 

erlassen. Dieser Entscheid sei daher aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, unter Berücksichtigung des Entscheids der Invalidenversicherung neu 

über die Einsprache zu entscheiden. Gemäss der sich auf die Beurteilung der MEDAS 

abstützenden IV-Verfügung vom 12./26. Mai 2006 sei die Beschwerdeführerin in ihrer 

angestammten Tätigkeit 50% arbeitsunfähig. In einer der Behinderung angepassten 

Erwerbstätigkeit betrage die Arbeitsunfähigkeit 30%. Hausarzt prakt. med. E.___ 

vertrete nach wie vor die Ansicht, dass lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, 

welche höchstens um 20% erhöht werden könnte. Die Beschwerdeführerin habe daher 

ab 29. November 2004 das Taggeld weiter auszurichten. Da die Invalidenversicherung 

die beruflichen Massnahmen für abgeschlossen halte, habe die Beschwerdeführerin 

Anspruch auf eine IV-Rente der Beschwerdegegnerin, zumal die Invalidenversicherung 

den IV-Grad auf 49% festgesetzt habe. Aufgrund der in der biomechanischen 

Kurzbeurteilung erwähnten Unsicherheiten bei der technischen Bewertung des Unfalls, 

könne darauf nicht abgestellt werden. Die Ausführungen im Gutachten der MEDAS zur 

Kausalität seien nicht aussagekräftig und präzis, weil das Gutachten eigentlich zur 

Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit erstellt worden sei. Es müsse daher eine neue 

medizinische Begutachtung zur Kausalität durchgeführt werden. Dies dränge sich 

umso mehr auf, als die in der Stellungnahme vom 20. Februar 2006 von Seiten der 

Beschwerdeführerin an die Gutachter gestellten Fragen in Verletzung des rechtlichen 

Gehörs nicht beantwortet worden seien. Diese Fragen seien von den Gutachtern 

zwingend zu beantworten. Auch zu den in der Stellungnahme gegen den Inhalt des 

Gutachtens vorgebrachten Punkten müsse Stellung genommen werden. Im Gutachten 

würden sodann durchaus organische und nicht rein psychogene Beschwerden 

aufgeführt. Eine neuropsychologische (hirnorganisch bedingte) Funk¬tionsstörung 

habe nicht ausgeschlossen werden können. Um behaupten zu können, es sei kein 

organisches Substrat für die weiterhin geklagten Beschwerden vorhanden, müsse die 

Beschwerdegegnerin beweisen, dass diese rein psychogen unterhalten würden. 

Nachdem weder die Beschwerdegegnerin noch das MEDAS-Gutachten diesen 

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Nachweis liefere, könne nicht von rein psychogen begründeten Beschwerden 

ausgegangen werden. Sodann sei die Feststellung der Beschwerdegegnerin, die 

Adäquanzbeurteilung habe nach der Rechtsprechung in BGE 117 V 359 zu beurteilen, 

falsch, da die Beschwerdeführerin weiter unter ärztlich hinreichend nachgewiesenen 

behandlungsbedürftigen organischen Unfallfolgen leide. Vor dem Unfall sei die 

Beschwerdeführerin beschwerdefrei und 100% arbeitsfähig gewesen. Zwischen dem 

Unfall vom 11. September 2002 und den danach aufgetretenen Beschwerden bestehe 

somit eindeutig ein natürlicher Kausalzusammenhang. Diesen habe die 

Beschwerdegegnerin mit der Leistungsausrichtung bis 29. November 2004 auch 

anerkannt. Da die Beschwerdeführerin weiter unter behandlungsbedürftigen 

Unfallfolgen leide, sei nicht nur der adäquate, sondern auch der natürliche 

Kausalzusammenhang weiter gegeben. Die Behandlung der Unfallfolgen dauere an, 

weshalb die Beschwerdegegnerin auch die Heilkosten weiter zu übernehmen habe. 

Sodann müssten Taggelder ausgerichtet, eine IV-Rente festgesetzt und für die 

dauernde und erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität eine 

Integritätsentschädigung zugesprochen werden. Auf die weiteren Vorbringen wird - 

soweit erforderlich - in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

E.- In der Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2006 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Der Einsprache-Entscheid sei rechtsgenüglich begründet 

und eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs sei als geheilt zu betrachten, 

nachdem sich die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren in jeder Hinsicht habe 

äussern können. Nachdem das Gutachten der MEDAS vorgelegen und die 

Beschwerdeführerin dazu Stellung genommen habe, habe kein Anlass bestanden, das 

Einspracheverfahren weiter sistiert zu halten. Der Entscheid der finalen 

Invalidenversicherung zur Rentenhöhe habe auf die Beurteilung der 

Leistungseinstellung durch den Unfallversicherer keinen Einfluss. Der Vorwurf, die 

Sistierung sei voreilig aufgehoben worden, entbehre jeglicher Berechtigung. Der 

Auffahrunfall vom 11. September 2002 habe bei der Beschwerdeführerin weder aus 

neurologischer noch aus orthopädischer Sicht irgendwelche organisch/strukturelle 

Schäden bewirkt. Blosse Muskelverspannungen und -verhärtungen (Myogelosen) 

sowie Bewegungseinschränkungen im Schulter-/Nacken-bereich würden kein 

fassbares organisches Korrelat des Beschwerdebildes begründen. Es sei eine 

medizinische Erfahrungstatsache, dass der Status quo sine bei HWS-Distorsionen 

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ohne strukturelle Schädigung der Wirbelsäule innert drei bis spätestens zwölf Monaten 

erreicht werde. Die von der Beschwerdeführerin als weiter bestehend geklagten 

Beschwerden würden daher nicht in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem 

Unfall stehen. Von einem Schleudertrauma oder einer äquivalenten Verletzung könne 

im Weiteren nur dann die Rede sein, wenn das gesamte typische Beschwerdebild mit 

einer Häufung von Beschwerden in den ersten 72 Stunden nach dem Unfall aufgetreten 

sei. Davon könne vorliegend, wo die Beschwerdeführerin den Hausarzt erst sechs Tage 

nach dem Unfall aufgesucht habe, nicht ausgegangen werden. Bereits am 22. Oktober 

2002 habe die Beschwerdeführerin dem Kreisarzt zudem erklärt, in Ruhe unter keinerlei 

Beschwerden mehr zu leiden. Das Gesamtbild typischer Schleudertraumabeschwerden 

sei auch in den späteren Unterlagen nicht beschrieben worden. Eine Adäquanzprüfung 

nach BGE 117 V 359 entfalle, nachdem nicht von einem Schleudertrauma oder einer 

äquivalenten Verletzung auszugehen sei. Ob die natürliche Unfallkausalität angesichts 

der akzentuierten Persönlichkeit der Beschwerdeführerin mit perfektionistischen und 

anankastischen Zügen gegeben wäre, könne offen bleiben, nachdem die psychische 

Störung nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall stehe, weil 

keines der in BGE 115 V 139 aufgestellten Kriterien in auffallender oder in gehäufter 

Weise erfüllt sei. Weitere Abklärungen würden sich erübrigen.

F.- Die Beschwerdeführerin lässt replicando an ihren Anträgen festhalten. Unter 

Verweis auf die Vorbringen in der Beschwerde macht sie zusätzlich geltend, dass im 

Zwischenentscheid vom 28. April 2005 festgehalten worden sei, das Verfahren bleibe 

bis zu einer neuen Entscheidung der Invalidenversicherung über die Arbeitsfähigkeit 

sistiert. Wenn die Beschwerdegegnerin nun bereits entscheide, wenn das Gutachten 

über die Arbeitsfähigkeit vorliege, handle sie klar voreilig und treuwidrig. Bei den 

körperlichen Leiden der Beschwerdeführerin handle es sich keineswegs um blosse 

Muskelverspannungen. Abgesehen davon sei es nachvollziehbar, wenn eine früher 

unternehmungslustige und leistungsfähige Person unter den vielen Einschränkungen 

leide. Da dem Unfallereignis auf Grund der geltenden Rechtsprechung massgebende 

Bedeutung für die heute noch andauernden Beschwerden zukomme, sei der natürliche 

und der adäquate Kausalzusammenhang gegeben. Wie im MEDAS-Gutachten 

festgehalten, habe sich das gesamte typische Beschwerdebild einer HWS-Distorsion 

bereits am 12. September 2002 manifestiert, als es der Beschwerdeführerin während 

der Arbeit plötzlich schlecht geworden sei und sie zudem eine ausgeprägte Müdigkeit 

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verspürt habe. Es könne ihr nicht vorgeworfen werden, dass sie nicht gleich den Arzt 

aufgesucht habe. Dr. B.___ habe am 1. Oktober 2006 ein Schleudertrauma der HWS 

diagnostiziert. Um das vollständige Beschwerdebild zu notieren, habe es auf dem 

Formular nicht genügend Platz gehabt. Es sei aber bekannt, dass die Diagnose 

Schleudertrauma alle weiteren Symptome beinhalte. Im Übrigen gehe aus der Literatur 

hervor, dass die HWS-Symptome oft verspätet einsetzen würden. Davon, dass die 

Beschwerdeführerin beschwerdefrei sei, sei nie die Rede gewesen.

G.- Die Beschwerdegegnerin hat in der Duplik vom 20. Oktober 2006 unter Verweis auf 

ihre Rechtsschriften auf neue Vorbringen verzichtet.

H.- Beide Parteien haben auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung 

verzichtet.

II.

1.- Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen für die Folgen 

des Unfalls vom 11. September 2002 mangels adäquaten Kausalzusammenhangs 

zwischen den weiter geklagten Beschwerden und dem Unfall zu Recht auf den 29. 

November 2004 eingestellt hat.

2.- Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin verletzte die Beschwerdegegnerin 

weder das rechtliche Gehör noch den Grundsatz von Treu und Glauben, wenn sie im 

Einsprache-Entscheid nicht auf jedes Vorbringen der Einsprecherin eingegangen ist 

und nach Vorlage der polydisziplinären Abklärung das bis dahin sistierte Verfahren 

wieder aufnahm. Zwar müssen sich die betroffene Person und die Rechtsmittelinstanz 

über die Tragweite eines Entscheids ein Bild machen können, weshalb im Entscheid 

die Überlegungen genannt werden müssen, auf die sich die Behörde abstützt. Dies 

bedeutet allerdings nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen 

Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann 

sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 

V 181 Erw. 1a). Die Beschwerdegegnerin hat die Abweisung der Einsprache im 

Wesentlichen mit dem ihrer Meinung nach fehlenden adäquaten Kausalzusammenhang 

begründet. Aus der Begründung gehen die entscheidwesentlichen Überlegungen 

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hervor, die es der Beschwerdeführerin ermöglicht haben, den Einsprache-Entscheid 

sachgerecht anzufechten. Es liegt daher kein Begründungsmangel vor. Da keine 

Bindungswirkung zwischen Entscheiden der Invalidenversicherung und der 

Unfallversicherung besteht (BGE 131 V 366 Erw. 2.2 mit Hinweisen), war es der 

Beschwerdegegnerin unbenommen, nach Vorliegen des MEDAS-Gutachtens auf die 

verfügte Sistierung formlos zurückzukommen und einen materiellen Entscheid zu 

treffen, bevor der Entscheid der Invalidenversicherung vorlag. Auch materiellrechtlich 

und als Ergebnis der freien Beweiswürdigung lassen sich die Schlussfolgerungen der 

Beschwerdegegnerin - wie noch zu zeigen sein wird - nicht beanstanden.

3.- a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 

Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der diesen Instanzen obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 

V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Weiter hat ein adäquater 

Kausalzusammenhang vorzuliegen. Die adäquate Kausalität dient der rechtlichen 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers (BGE 127 V 102 Erw. 5b/aa mit Hinweisen). Auch bei 

Schleudermechanismen der Halswirbelsäule oder äquivalenten Verletzungen haben 

zuallererst die medizinischen Fakten wie die fachärztlichen Erhebungen über 

Anamnese, objektiven Befund, Diagnose, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren, 

Vorzustand usw. die massgeblichen Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung durch 

Verwaltung und Gericht zu bilden. Das Vorliegen eines Schleudertraumas oder einer 

äquivalenten Verletzung wie seine Folgen müssen somit durch zuverlässige ärztliche 

Angaben gesichert sein (BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa).

b) Bei Unfällen mit Schleudertrauma der HWS oder äquivalenter Verletzung spielt bei 

klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung 

der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung jedoch 

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praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu 

bejahen (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 123 V 102 Erw. 3b, 118 V 291 Erw. 3a, 117 V 365 

Erw. 5d/bb mit Hinweisen). Dagegen ist bei der Beurteilung der Adäquanz von 

organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden wie folgt zu 

differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein 

Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente 

Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die 

Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erwähnten 

Verletzungen erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild 

einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im 

Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies 

zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa für 

Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 

V 99 Erw. 2a); andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 

117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten Kriterien (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb). 

Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei 

Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem 

Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls 

auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 

2000 Nr. U 397 S. 328 Erw. 3b).

c) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt erst, wenn der Unfall nicht die 

natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 

letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft 

dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 

dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich 

nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. 

U 206 S. 328 Erw. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende 

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Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 

2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen 

erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es 

Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen sind, ist 

unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter 

Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte 

Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b). Ebenso wenig geht es 

darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i.S. Z. vom 18. 

Dezember 2003, U 258/02, i.S. L. vom 25. Oktober 2002, U 143/02, Erw. 3.2 und i.S. O. 

vom 31. August 2001, U 285/00). Die Adäquanz als Rechtsfrage ist nicht von den 

Ärzten zu beurteilen. Diese haben sich nur zur Tatfrage der natürlichen Kausalität 

auszusprechen (BGE 117 V 382 Erw. 4a mit Hinweisen).

d) Die Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie 

nach diesem aufgetreten ist, kann nicht als Beweis betrachtet werden und erlaubt 

nicht, einen natürlichen Kausalzusammenhang mit der im Unfallversicherungsrecht 

geforderten überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (BGE 119 V 340 Erw. 2b/

bb).

4.- a) Beim Unfall vom 11. September 2002 zog sich die Beschwerdeführerin gemäss 

den Angaben des am 17. September 2002 erstmals aufgesuchten Dr. B.___ ein 

Schleudertrauma mit Verspannungssyndrom der HWS zu und litt danach an 

Konzentrationsstörungen. Zuvor war sie bereits bei H.___, Praxis für Atlaslogie, in 

Behandlung. Es wird von einem am 12. September 2002 aufgetretenen Kribbeln im 

Gesicht, um den Mundbereich, von einem Schmerzpunkt an der rechten Schulter, 

grosser Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Geräuschwahrnehmungen von 

weit her berichtet. Ab 20. September 2002 traten offenbar zusätzlich 

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Rückenschmerzen (Lende/Kreuz) auf. Während am 9. Oktober 2002 noch von einem 

massiv besseren Befinden die Rede war, musste die Arbeit wenig später wegen der 

gleichen Symptome bereits nach einer Stunde niedergelegt werden (UV act. 4). Ossäre 

Läsionen oder Luxationen konnten auch bei der kreisärztlichen Untersuchung 29. April 

2003 anhand der bildgebenden Abklärungen nicht gefunden werden. Damit ist davon 

auszugehen, wie dies auch von der Beschwerdegegnerin im Einsprache-Entscheid 

ausdrücklich anerkannt wurde, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 11. 

September 2002 zwar ein Schleudertrauma der HWS mit einem dafür typischen 

Beschwerdebild erlitten hat. Gleichzeitig steht aber auch fest - und daran lässt auch 

das Gutachten der MEDAS vom 5. Januar 2006 keine Zweifel -, dass den Beschwerden 

kein unfallbedingtes organisches Substrat zugeordnet werden kann. Was der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin dagegen einwendet, ist unbehelflich. Die 

Akten geben umfassenden und zuverlässigen Aufschluss über die sich stellenden 

medizinischen Sachverhaltsfragen. Soweit in der Beschwerde Kritik an der Beurteilung 

durch die MEDAS geübt wird, ist diese, mit Blick auf die in den wesentlichen Punkten 

übereinstimmenden weiteren ärztlichen Stellungnahmen von prakt. med. E.___, Dr. 

F.___, Dr. G.___ und der Rehaklinik C.___, unbegründet. Somit ist das typische 

Beschwerdebild nach einer HWS-Distorsion, das bei der Beschwerdeführerin noch 

vorliegt, auf andere als somatische Ursachen (psychosomatische, psychische oder 

ähnliche) zurückzuführen. Die Tatsache, dass noch Beschwerden bestehen, die auf das 

Unfallereignis beziehungsweise die dabei erlittene Verletzung (HWS-Distorsionstrauma) 

zurückgeführt werden können, gibt nun aber noch keinen vorbehaltlosen Anspruch auf 

Versicherungsleistungen des UVG-Versicherers. Vielmehr muss zwischen diesen 

Beschwerden und dem Unfall neben dem natürlichen auch der adäquate 

Kausalzusammenhang gegeben sein. Hierzu hat das höchste Versicherungsgericht 

eine Rechtsprechung entwickelt, die es erlaubt, die Adäquanz von Beschwerden, die 

keinem organischen Substrat zugeordnet werden können, zu beurteilen (vgl. 

vorstehende Erwägung 3b).

b) Sodann trifft auch der Einwand der Beschwerdeführerin, das Gutachten der MEDAS 

sei lediglich zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erstellt worden und somit bezüglich 

Kausalität nicht aussagekräftig, nicht zu. Vielmehr haben die Gutachter zusätzlich den 

von der Beschwerdegegnerin zur Kausalität erstellten Fragenkatalog ausführlich 

beantwortet. Dabei sind sie zum Schluss gekommen, dass nicht nur keine organische, 

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insbesondere hirnorganische Verletzungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

auf den Unfall zurückzuführen sind, sondern sie führen die bestehende 

Leistungsminderung ausdrücklich auf neuropsychologische Funktionsstörungen und 

behandlungsbedürftige psychiatrische Leiden zurück. Es ist in diesem Zusammenhang 

überdies zu betonen, dass sich die beteiligten Fachärzte jeweils nach eingehenden 

eigenen und in Kenntnis der mittels bildgebenden Verfahren erhobenen Befunde ihre 

Meinung gebildet haben. Von medizinischen Beweisergänzungen ist abzusehen, da 

hiervon keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte 

Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4; 2002 

Nr. U 469 S. 527 Erw. 2c). Nach dem Gesagten bleibt es auch unter Beizug des 

MEDAS-Gutachtens bei der Feststellung, dass die bestehende, die 

Beschwerdeführerin weiterhin einschränkende Symptomatik, soweit nicht ohnehin 

unfallfremd, mit einer psychischen Problematik zu erklärt werden muss. Die Beurteilung 

des adäquaten Kausalzusammenhangs wäre somit grundsätzlich nach der in BGE 115 

V 133 ff. begründeten Rechtsprechung zu psychogenen Unfallfolgen durchzuführen 

gewesen.

5.- a) Zugunsten der Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin vorliegend die 

Adäquanzbeurteilung anhand der Rechtssprechung in BGE 117 V 366 ff. 

vorgenommen, bei der nicht zwischen organischen und psychisch bedingten 

Beschwerden unterschieden wird. Warum der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

die Anwendbarkeit dieser für seine Mandantin günstigere Methode bestreitet, ist nicht 

nachvollziehbar.

b) Aufgrund des Geschehensablaufs, wie er sich aus den Beschreibungen der 

Beschwerdeführerin und den Erhebungen im biomechanischen Gutachten ergibt, wäre 

das Unfallereignis eigentlich als leicht zu qualifizieren, sodass der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und verbleibenden Gesundheitsstörungen 

mangels objektivierbarer organischer Unfallfolgen von vornherein zu verneinen wäre. 

Mit der Beschwerdegegnerin kann das Unfallereignis allerdings auch zu den 

mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen gezählt werden 

(vgl. die Zusammenfassung der Rechtsprechung in RKUV 2003 Nr. U 481 S. 204 Erw. 

3.3.2). Damit müssen rechtsprechungsgemäss (BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV 

Nr. 10 S. 31 Erw. 2, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder 

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in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Die 

Beschwerdegegnerin hat im Einsprache-Entscheid und auch in der 

Beschwerdeantwort ausführlich dargelegt, dass die für die Bejahung der Adäquanz 

erforderlichen Zusatzkriterien (BGE 115 V 140 6c/aa, 117 V 366 f. Erw. 6) mit 

hinreichender Klarheit weder in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind, noch 

eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist. Bei einer klaren 

Abwägung aller Kriterien ist, selbst wenn bestenfalls entgegenkommenderweise mit der 

Beschwerdegegnerin von einem mittelschweren Ereignis ausgegangen wird, die 

Adäquanz nicht gegeben, wie dies im Einsprache-Entscheid zutreffend dargelegt 

wurde. Dem ist nichts hinzuzufügen, und es kann auf die diesbezüglich zutreffenden 

Ausführungen der Beschwerdegegnerin verwiesen werden. Damit besteht ungeachtet 

der Zusprache einer Viertelsrente durch die final haftende Invalidenversicherung 

gegenüber dem nur für Unfallfolgen haftenden UVG-Versicherer kein 

Leistungsanspruch mehr.

c) Mangels Adäquanz des Kausalzusammenhangs besteht für den Unfall vom 11. 

September 2002 über den 29. November 2004 hinaus kein Anspruch auf Leistungen 

der Beschwerdegegnerin.

6.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.02.2007
	Art. 18 ff. / Art. 19 Abs. 1 UVG; HWS-Distorsion; Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallschäden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Februar 2007, UV 2006/53). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2007.

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