# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4eea9807-1de3-50e7-a083-f74796fa8fd2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-05-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.05.2007 A-2086/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2086-2006_2007-05-08.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-2086/2006
{T 0/2}

Urteil vom 8. Mai 2007 

Mitwirkung: Richter Lorenz Kneubühler (Vorsitz); Richter Beat Forster; 
Richterin Florence Aubry Girardin; Gerichtsschreiber Simon 
Müller.

X._______, 
Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Hans Bertschinger, 
Oberfeldstrasse 158, Postfach 5, 8408 Winterthur,

gegen

Kanton Zürich, 8000 Zürich, Beschwerdegegner, handelnd durch die 
Volkswirtschaftsdirektion Kanton Zürich, Verkehr und Infrastruktur Strasse, 
Europa-Strasse 15, 8152 Glattbrugg,

Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation 
(UVEK), Bundeshaus Nord, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend
Ausführungsprojekt Nationalstrasse N4.2 Winterthur-Schaffhausen.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. Die  Nationalstrasse  N4.2  bedarf  nach  über  vierzig  Betriebsjahren  einer 
umfassenden Sanierung.  Um eine Teilumleitung des Verkehrs  durch die 
anliegenden Dörfer zu vermeiden, die Leistungsfähigkeit der Strasse zu er-
höhen und die Verkehrssicherheit zu verbessern, beabsichtigt der Kanton 
Zürich, die Sanierung mit einem Ausbau zu einer vierspurigen, richtungs-
getrennten  Autostrasse  (Miniautobahn)  zwischen  Kleinandelfingen  und 
Flurlingen zu verbinden.

B. Am 6. September 2004 reichte der Kanton Zürich beim Eidgenössischen 
Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) ein 
Plangenehmigungsgesuch für einen entsprechenden Ausbau der N4.2 ein. 
Gegen  diese  Planvorlage  erhob  X._______  am  22.  November  2004 
Einsprache  und  beantragte  unter  anderem,  es  sei  auf  den  auf  seiner 
Parzelle Kat. Nr. Y projektierten Halbanschluss Trüllikon/Oerlingen zu ver-
zichten. Das UVEK genehmigte das Projekt am 20. Oktober 2006 mit Auf-
lagen.  Der  Antrag  von  X._______  auf  Verzicht  auf  den  Halbanschluss 
wurde abgewiesen.

C. Gegen  diese  Plangenehmigungsverfügung  erhob  X._______  (hiernach: 
Beschwerdeführer)  am  21.  November  2006  Beschwerde  an  die  Eid-
genössische  Rekurskommission  für  Infrastruktur  und  Umwelt 
(REKO/INUM). Er beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und  den  Verzicht  auf  den  geplanten  Halbanschluss  Trüllikon/Oerlingen. 
Statt  dessen sei  der 200 m weiter  südlich bestehende Vollanschluss  an 
das Projekt  anzupassen.  Zur Begründung führt  er  aus,  der verfassungs-
rechtliche  Grundsatz  der  haushälterischen  Nutzung  des  Bodens  werde 
verletzt, wenn aus Kostengründen auf bestem und ebenem landwirtschaft-
lichem Kulturland ein neuer Halbanschluss gebaut werde, statt den beste-
henden  Vollanschluss  dem geänderten Projekt  anzupassen.  Das Projekt 
widerspreche  auch  den  Anliegen  des  Landschaftsschutzes  und  verletze 
den  Grundsatz  der  schonenden  Ausübung  des  Enteignungsrechts.  Falls 
der  bestehende  Anschluss  nicht  angepasst  werden  könne,  solle  darauf 
verzichtet werden, da 900 m südlich ein weiterer Anschluss bestehe.

D. In seiner Vernehmlassung vom 30. Januar 2007 beantragt das UVEK die 
Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie eingetreten werden könne. Für 
einen Neubau des Halbanschlusses spreche neben finanziellen Gründen 
auch  die  Verkehrssicherheit.  Der  Grundsatz  des  haushälterischen  Um-
gangs mit dem Boden sei nicht absolut zu verstehen, sondern in eine Inte-
ressenabwägung einzubeziehen. Eine Verschiebung des Anschlusses wür-
de  den  Landbedarf  nicht  wesentlich  verringern.  Nach  Abwägung  der 
verschiedenen  Interessen  sei  festzustellen,  dass  die  Nachteile  der  vom 
Beschwerdeführer  vorgeschlagenen  Variante  überwiegten.  Da  die 
bestehenden Verkehrsbeziehungen nicht verändert werden sollten, könne 
der bestehende Anschluss nicht aufgehoben werden.

E. Der Kanton Zürich (hiernach: Beschwerdegegner) beantragt in seiner Be-
schwerdeantwort  vom 5.  Februar  2007  die  Abweisung  der  Beschwerde, 

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soweit darauf einzutreten sei. Er macht zunächst geltend, der Beschwer-
deführer lege nicht dar, wieweit er in eigenen, praktischen Interessen be-
troffen sei. Er verfolge ausschliesslich öffentliche Interessen und sei des-
halb nicht legitimiert. In der Sache führt er aus, bei einer Anpassung des 
bestehenden  Anschlusses  käme  die  Beschleunigungsspur  in  Richtung 
Winterthur neben den vier Spuren der Miniautobahn unter der Überführung 
Trüllikon zu liegen. Dies würde den Abbruch und Neubau der Überführung 
notwendig  machen und eine Vollsperrung der  Strasse während zwei  bis 
drei  Tagen bedingen.  Der  Anschluss  Kleinandelfingen  befinde  sich  rund 
1.7 km südlich des Halbanschlusses Trüllikon/Oerlingen. Ein Verzicht auf 
den Halbanschluss Trüllikon/Oerlingen hätte nachteilige Auswirkungen auf 
die Verkehrssicherheit und würde zu vermehrtem Verkehr im Siedlungsge-
biet führen. Um den Landverbrauch zu verringern, sei das Projekt optimiert 
worden. Der Halbanschluss sei nun am südlichen Rand des Grundstücks 
des  Beschwerdeführers  vorgesehen  und  zerschneide  das  Grundstück 
nicht.

F. In seinen Schlussbemerkungen vom 26. März 2007 hält der Beschwerde-
führer an seiner Beschwerde fest. Er führt aus, gemäss einer mündlichen 
Auskunft  eines Brückenfachmannes sei eine Verlängerung der bestehen-
den Brücke über die Strasse möglich, weshalb der Anschluss auch ohne 
die befürchteten Mehrkosten am bestehenden Ort belassen werden könne. 
Der Kulturlandverbrauch bei  einer Aufteilung in  zwei  Halbanschlüsse sei 
unverhältnismässig.  Weiter  weist  er  darauf  hin,  dass  der  Anschluss 
Kleinandelfingen gemäss Signalisation 800 m bis 1'000 m vom Anschluss 
Trüllikon/Oerlingen entfernt sei. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Beschwerde richtet sich gegen eine Plangenehmigungsverfügung des 
UVEK betreffend den Ausbau einer Nationalstrasse.

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht 
vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsge-
richt  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art.  5  des Bundesgesetzes 
vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorin-
stanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu ge-
hören  die  Verfügungen  des  UVEK  in  Plangenehmigungsverfahren  nach 
Art. 26 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 8. März 1960 über die National-
strassen (NSG, SR 725.11).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die Be-
urteilung  der  am 1. Januar  2007 bei  den Eidgenössischen Rekurs-  oder 
Schiedskommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der  Departe-
mente  hängigen  Rechtsmittel.  Das  neue  Verfahrensrecht  ist  anwendbar 
(vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).

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1.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig.

2. Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG berechtigt, wer 
durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat.  Als Eigentümer eines 
vom  Bauprojekt  betroffenen  Grundstückes  ist  der  Beschwerdeführer  in 
seinen schutzwürdigen Interessen betroffen. Bei der von ihm geforderten 
Variante würde sein Grundeigentum in geringerem Masse beansprucht. Er 
hat damit ein aktuelles und praktisches Interesse und ist zur Beschwerde 
legitimiert.  Folglich  kann  er  gemäss  Art.  49  VwVG  die  Verletzung  von 
Bundesrecht, die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes und die Unan-
gemessenheit  des angefochtenen Entscheides  rügen.  Das Interesse des 
Beschwerdeführers  muss dabei  nicht  mit  der als  verletzt  gerügten Norm 
korrespondieren  (ALFRED KÖLZ /  ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und 
Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2.  Aufl.,  Zürich  1998,  Rz.  538). 
Damit  kann  der  Beschwerdeführer  –  entgegen  der  Auffassung  des 
Beschwerdegegners - auch bloss Einwände vorbringen, welche Allgemein-
interessen  wie  den  haushälterische  Umgang  mit  dem  Boden  und  den 
Landschaftsschutz betreffen.

3. Auf  die  frist-  und formgerecht  eingereichte  Beschwerde  (Art.  50 und 52 
VwVG) ist daher einzutreten.

4. Der Beschwerdeführer rügt im Wesentlichen, die Verschiebung des Halb-
anschlusses  Trüllikon/Oerlingen  (Fahrtrichtung  Winterthur)  verstosse  ge-
gen  den  Grundsatz  der  haushälterischen  Bodennutzung.  Die  Vorinstanz 
wendet  dagegen  ein,  dieser  Grundsatz  sei  nicht  absolut  zu  verstehen. 
Vielmehr  seien  die  Interessen  des  Landschaftsschutzes  gegen  andere, 
namentlich finanzielle und verkehrstechnische Interessen abzuwägen. Die 
vom  Beschwerdeführer  verlangte  Anpassung  des  bestehenden 
Anschlusses  würde  den  Abbruch  der  Überführung  Trüllikerstrasse  mit 
anschliessendem Neubau bedingen. Dies würde zu unverhältnismässigen 
Mehrkosten führen. Der Beschwerdegegner bringt vor, das Projekt sei im 
Hinblick  auf  die  haushälterische  Bodennutzung  optimiert  worden,  indem 
der Halbanschluss um 30 m verschoben worden sei. Die Anpassung des 
Anschlusses  am  heutigen  Standort  würde  zu  unverhältnismässigem 
Mehraufwand führen.

4.1 Der Grundsatz der haushälterischen Bodennutzung ist in Art. 75 Abs. 1 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999 (BV, SR 101) vorgesehen. Konkretisiert wird er in Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  22.  Juni  1979  über  die  Raumplanung  (RPG, 
SR 700). Danach sorgen Bund, Kantone und Gemeinden für eine haushäl-
terische  Bodennutzung.  Sie  achten  dabei  auf  die  natürlichen  Gegeben-
heiten  sowie  auf  die  Bedürfnisse  von  Bevölkerung  und  Wirtschaft.  Die 
haushälterische Bodennutzung ist das zentrale Ziel der Raumplanung und 
umfasst  in  quantitativer  Hinsicht  die  Pflicht,  nach  Möglichkeiten  einer 
sparsamen Bodennutzung zu suchen (PIERRE TSCHANNEN in: Kommentar zum 
Bundesgesetz über die Raumplanung,  Zürich  1999,  Art.  1  N.  15).  Diese 

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Pflicht  bedeutet  indessen nicht,  dass von mehreren möglichen Varianten 
stets  diejenige  zu  wählen  ist,  welche  den  geringsten  Flächenbedarf 
aufweist. Vielmehr ist auf eine Auswägung der sozialen und ökonomischen 
Interessen zu achten (TSCHANNEN, a.a.O., Art. 1 N. 24). Die Interessen der 
Raumplanung  sind  im  Rahmen  einer  umfassenden  Interessenabwägung 
zu prüfen (vgl. dazu unten E. 6) 

5. Der Beschwerdeführer rügt ferner, das Projekt verletze den Grundsatz der 
schonenden  Ausübung  des  Enteignungsrechts.  Sinngemäss  macht  er 
geltend,  eine  Enteignung  sei  entbehrlich,  wenn  der  Anschluss  am 
bestehenden Standort belassen werde.

5.1 Die Vorinstanz wendet dagegen ein, die Erstellung eines neuen Halban-
schlusses sei nach Abwägung der Vor- und Nachteile der verschiedenen 
Varianten  die  wirtschaftlichere  und verhältnismässige  Lösung.  Damit  sei 
die Enteignung notwendig.

5.2 Der  Grundsatz  der  Verhältnismässigkeit  bedeutet  im  Enteignungsrecht 
nicht, dass stets die Variante mit der geringsten beanspruchten Fläche zu 
wählen sei.  Der Eigentumseingriff  muss sich nicht  auf  das zur Verwirkli-
chung des Werkes Unabdingbare beschränken, er kann sich vielmehr auf 
alles erstrecken, was die angemessene Ausführung des Werkes erfordert 
(HEINZ HESS /  HEINRICH WEIBEL,  Das  Enteignungsrecht  des  Bundes,  Bern 
1986, Art. 1 N 26 mit Hinweis). Die Notwendigkeit des Eingriffs kann damit 
erst nach einer Interessenabwägung beurteilt werden.

6. Stehen den Anforderungen des Nationalstrassenbaus andere  schutzwür-
dige Interessen entgegen, wie insbesondere die Erfordernisse der militä-
rischen Landesverteidigung und der wirtschaftlichen Nutzung des Grundei-
gentums,  die  Anliegen  der  Landesplanung  oder  des  Gewässer-,  Natur- 
und Heimatschutzes,  so  sind  die  Interessen  gegeneinander  abzuwägen. 
Hierzu sind die berührten Interessen zu ermitteln, zu beurteilen und so ab-
zuwägen,  dass  sie  möglichst  umfassend  berücksichtigt  werden  können 
(Art. 3 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; SR 700.1]; 
PIERRE TSCHANNEN /  ULRICH ZIMMERLI,  Allgemeines Verwaltungsrecht,  2. Aufl. 
Bern 2005, § 26, Rz. 37, BGE 118 Ia 504 E. 6b). 

6.1 Ob die auf dem Spiele stehenden, für und wider das Werk sprechenden In-
teressen richtig gegeneinander abgewogen wurden, ist eine Rechtsfrage, 
welche das Bundesverwaltungsgericht frei zu prüfen hat. Dieses ist als ge-
richtliche Behörde weder Oberplanungsbehörde noch Aufsichtsbehörde in 
Umweltschutzfragen.  Zwar  kann  es  die  Verfügungen  der  Plangenehmi-
gungsbehörden  auch  auf  ihre  Angemessenheit  hin  überprüfen  (  Art.  49 
Bst. c VwVG), es setzt jedoch sein eigenes Gutdünken nicht anstelle des 
Ermessens  der  fachkundigen  Verwaltungsbebehörde  (BGE  129  II  331 
E. 3.2).

Das  UVEK  hat  vorliegend  gestützt  auf  übereinstimmende  Anträge  des 
Beschwerdegegners  und der  Fachbehörden des Bundes (Bundesamt für 
Strassen [ASTRA], Bundesamt für Umwelt [BAFU]) das vorgelegte Projekt 
genehmigt.  Das  Bundesverwaltungsgericht  verfügt  nicht  über  eigenes 

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Fachwissen,  welches  demjenigen  der  Fachbehörden  entspricht.  Es  hat 
daher  in  die Interessenabwägung der  Vorinstanz  nur einzugreifen,  wenn 
das Bundesrecht klar eine andere Lösung verlangt, keine fachtechnischen 
Abklärungen  mehr  nötig  sind  und  kein  Spielraum  des  (Verwaltungs-)
Ermessens besteht, sondern nur eine Lösung als möglich und rechtmässig 
erscheint (BGE 129 II 331 E. 3.2).

6.2 Bei der Abwägung der verschiedenen Varianten für den Anschluss Trülli-
kon/Oerlingen hat die Vorinstanz einerseits in Betracht gezogen, dass ein 
Neubau des Halbanschlusses in Fahrtrichtung Winterthur zu einem gewis-
sen  Mehrverbauch  an  Kulturland  führt.  Demgegenüber  sprechen  gegen 
eine Anpassung des bestehenden Anschlusses die dadurch verursachten 
Mehrkosten von Fr. 800'000.- und der Umstand, dass bei einem Abbruch 
und Neubau der Überführung die Strasse vollständig gesperrt und der Ver-
kehr  durch die benachbarten Dörfer  umgeleitet  werden müsste.  Der  Be-
schwerdegegner weist zudem darauf hin, dass die Fläche des bestehen-
den Anschlusses nach dem Bau des neuen Halbanschlusses rekultiviert 
werde und sich der zusätzliche Flächenbedarf deshalb in Grenzen halte. 
Die  Interessenabwägung  der  Vorinstanz  nennt  die  wesentlichen,  sich 
gegenüberstehenden  Interessen  und  ist  nachvollziehbar.  Sie  ist  damit 
nicht zu beanstanden.

6.3 Daran würde sich auch nichts ändern, wenn mit dem Beschwerdegegner 
davon  ausgegangen  würde,  eine  Anpassung  des  bestehenden  An-
schlusses  sei  ohne  einen  Abbruch  und  einen  Neubau  der  Überführung 
Trüllikerstrasse möglich. Auch in diesem Fall würden die vom Beschwerde-
führer  vorgeschlagenen  Varianten  einen  finanziellen  und  betrieblichen 
Mehraufwand mit sich bringen. So würde auch eine Brückenverlängerung 
Kosten verursachen und bauliche Massnahmen notwendig  machen,  wel-
che zu Einschränkungen  im Betrieb der Autobahn führen dürften.  Ange-
sichts  der  Rekultivierung  der  Fläche des  bestehenden  Anschlusses sind 
keine Nachteile  der  vom Beschwerdegegner  gewählten  Variante  ersicht-
lich, die derart gewichtig wären, dass dieser Mehraufwand als geboten er-
schiene.  Die  Vorinstanz  hätte  sich  damit  auch  dann  innerhalb  ihres 
Ermessensspielraums bewegt, wenn die Variante des Beschwerdeführers 
keinen Neubau der Überführung notwendig machen würde.

7. Schliesslich  stellt  der  Beschwerdeführer  die  Notwendigkeit  eines 
Anschlusses Trüllikon/Oerlingen  generell  in  Frage,  da die Anbindung an 
die  Miniautobahn  durch  den  nahegelegenen  Anschluss  Kleinandelfingen 
gewährleistet sei. Die Vorinstanz wendet dagegen ein, es bestünden keine 
Anhaltspunkte, dass der Anschluss Trüllikon/Oerlingen nicht genutzt wür-
de. Es liege ein Bedürfnis vor, so dass nicht einfach auf einen Anschluss 
verzichtet werden könne. Der Auffassung der Vorinstanz kann gefolgt wer-
den. Gründe für die Annahme, der Anschluss Trüllikon/Oerlingen sei nicht 
notwendig,  macht  der Beschwerdeführer nicht geltend und sind aufgrund 
der  Akten  auch  nicht  ersichtlich.  Auch  hier  besteht  für  das 
Bundesverwaltungsgericht  kein  Anlass,  in  das  Planungsermessen  der 
Vorinstanz einzugreifen (vgl. oben E. 6). 

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8. Der  Beschwerdeführer  stellt  die  Beweisanträge,  einen  Augenschein 
durchzuführen und eine Expertise über die Notwendigkeit eines Abbruchs 
der  bestehenden  Überführung  einzuholen.  Die  Wahrung  des  rechtlichen 
Gehörs  verlangt  grundsätzlich,  die  angebotenen  Beweise  abzunehmen. 
Davon darf im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung abgewichen wer-
den,  wenn  aufgrund  bereits  abgenommener  Beweise  der  rechtlich 
erhebliche Sachverhalt für genügend geklärt erachtet wird und ohne Will-
kür vorweg die Annahme getroffen werden kann, die rechtliche Überzeu-
gung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 130 II 
429 E. 2.1;  KÖLZ/HÄNER,  a.a.O.,  Rz. 111 mit Verweisen). So kann von der 
Erhebung eines beantragten Beweismittels abgesehen werden, wenn der 
Sachverhalt,  den eine Partei beweisen will,  nicht rechtserheblich ist  oder 
wenn  die  Tatsachen  bereits  aus  den  Akten  genügend  ersichtlich  sind 
(KÖLZ/HÄNER, a.a.O., Rz. 320).

8.1 Mit der beantragten Expertise will  der Beschwerdeführer beweisen,  dass 
die Überführung Trüllikerstrasse bei einer Verbreiterung der Spannweite, 
wie sie bei der von ihm geforderten Variante notwendig würde, nicht abge-
brochen werden müsse. Die Interessenabwägung der Vorinstanz wäre, wie 
gezeigt, auch dann nicht zu beanstanden, wenn der bestehende Anschluss 
ohne Neubau der Überführung Trüllikerstrasse angepasst werden könnte. 
Der  durch  eine  Expertise  zu  beweisende  Sachverhalt  wäre  damit  nicht 
rechtserheblich. Der Beweisantrag ist daher abzulehnen. 

Aus  dem  selben  Grund  erübrigt  sich  die  Prüfung  der  vom 
Beschwerdeführer  in  der  Replik  erstmals  eingebrachten  Variante,  die 
Beschleunigungsspur westlich der westlichen Schrägstütze durchzuführen.

8.2 Nicht ersichtlich ist, welche Tatsachen mit dem beantragten Augenschein 
bewiesen werden sollen. Die entscheidwesentlichen Sachverhaltselemente 
sind aus den Akten ersichtlich.  Ein Augenschein ist  damit zur Ermittlung 
des rechtserheblichen Sachverhaltes nicht erforderlich und abzulehnen.

9. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.

10. Die  Kostenfolgen  richten  sich,  da  der  Beschwerdeführer  zu  den  Enteig-
neten  zählt  und  mit  der  Plangenehmigungsverfügung  zugleich  über  die 
enteignungsrechtlichen Einsprachen entschieden wird (vgl. Art. 27d Abs. 2 
und Art. 28 Abs. 1 NSG), nach den Spezialbestimmungen des EntG (vgl. 
BGE  119  Ib  458  E.  15,  BGE  111  Ib  32  E.  2,  Entscheide  des 
Bundesgerichtes  1E.16/2005  vom 14.  Februar  2006 E.  6 und 1E.5/2005 
vom  9.  August  2005  E.  7,  je  mit  Verweisen).  Danach  sind  die  auf  Fr. 
2'000.-  zu bestimmenden Kosten des Verfahrens der Regel  von Art. 116 
Abs. 1 EntG gemäss dem Beschwerdegegner als Enteigner zu überbinden. 
Von  der  Zusprechung  einer  Parteientschädigung  ist  entsprechend  der 
Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  angesichts  des  Ausgangs  des 
Verfahrens abzusehen (Entscheide des Bundesgerichtes 1E.16/2005 vom 
14. Februar 2006 E. 6 und 1E.20/2005 vom 16. Mai 2006 E. 4).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.- werden dem Beschwerdegegner auf-
erlegt  und  sind  dem  Bundsverwaltungsgericht  mit  beiliegendem  Einzah-
lungsschein  innert  dreissig  Tagen  seit  Rechtskraft  des  Entscheides  zu 
überweisen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Dieses Urteil wird eröffnet (mit Gerichtsurkunde): 

- dem Beschwerdeführer

- dem Beschwerdegegner

- der Vorinstanz (Ref-Nr. 533-157 les)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Lorenz Kneubühler Simon Müller

Rechtsmittelbelehrung
Gegen das vorliegende Urteil kann eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten beim Bundesgericht erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit der 
Eröffnung des  angefochtenen Urteils  zu erheben.  Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amts-
sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis-
mittel und die Unterschrift  zu enthalten. Sie muss spätestens am letzten Tag der Frist 
beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer  schweizerischen diplomatischen oder  konsularischen Vertretung übergeben wer-
den (vgl. Art. 42, 48, 54 und 100 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. 
Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BGG], SR 173.110). 

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