# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a4a508c-de8a-52e0-b285-9352782d90ef
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-21
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 21.09.2017 608 2015 236
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2015-236_2017-09-21.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2015 236

Urteil vom 21. September 2017

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richterinnen: Daniela Kiener,

Anne-Sophie Peyraud
Gerichtsschreiberin: Angelika Spiess 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Tarkan 
Göksu    

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG,
Vorinstanz 

Gegenstand Invalidenversicherung (Anspruch auf IV-Leistungen)

Beschwerde vom 11. Dezember 2015 gegen die Verfügung vom 
9.  November 2015

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1987, ausgebildeter Strassenbauer (EFZ) und wohnhaft in 
B.________, war vom 1. März 2008 bis am 31. Dezember 2010 beim Unternehmen C.________ 
SA als Hotspotleiter der Standorte D.________ und E.________ im Vollzeitpensum tätig.

Am 23. Februar 2011 (Datum des Gesucheingangs) stellte der Versicherte ein Leistungsbegehren 
bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle), nachdem er 
seit dem 16. Juni 2010 wegen Müdigkeit, depressiver Verstimmung und Konzentrationsstörungen 
vom Hausarzt krankgeschrieben war. Ab Mai 2012 arbeitete der Versicherte wieder einige Stunden 
pro Woche als Aushilfskraft beim Unternehmen F.________ in G.________ und mehrmals 
wöchentlich sowie gelegentlich am Wochenende als Hundesitter für Bekannte.

Gestützt auf diverse medizinische Abklärungen – darunter eine Evaluation durch H.________ 
sowie ein fachpsychiatrisches Gutachten des regionalärztlichen Dienstes BE/FR/SO (nachfolgend: 
RAD) – erliess die IV-Stelle am 18. April 2013 einen Vorentscheid, mit welchem sie das 
Leistungsgesuch des Versicherten abwies. Der Versicherte reichte am 14. August 2013 seine 
Einwände gegen den Vorentscheid ein und beantragte unter anderem die Einholung eines 
weiteren psychiatrischen Gutachtens.

Das in der Folge im Auftrag der IV-Stelle durch Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, erstellte weitere Gutachten vom 17. Dezember 2014 hielt fest, dass der 
Versicherte an einer Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.00) sowie an einer leichtgradigen 
depressiven Episode (ICD-10: F32.00) leide. Der Versicherte sei in einer angepassten Tätigkeit zu 
50 Prozent arbeitsfähig und die rasche Einleitung von Eingliederungsmassnahmen sinnvoll.

Gestützt auf zwei Stellungnahmen des RAD zu diesem Gutachten und unter Berücksichtigung der 
Rechtsprechungsänderung zur somatoformen Schmerzstörung im Juni 2015 wies die IV-Stelle mit 
Verfügung vom 9. November 2015 das Leistungsbegehren ab.

B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Tarkan Göksu, 
am 11. Dezember 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg. Der Beschwerdeführer 
beantragt, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, dass die Verfügung aufzuheben und ihm eine 
halbe IV-Rente auszurichten sei. Subsidiär verlangt er die Gewährung von beruflichen 
Wiedereingliederungsmassnahmen und subsubsidiär die Rückweisung der Angelegenheit an die 
Vorinstanz zur Neuentscheidung. Zur Begründung bringt der Beschwerdeführer vor, dass die IV-
Stelle den Sachverhalt unrichtig feststelle und die Beweismittel willkürlich würdige, insbesondere 
indem sie von der Diagnose im Gutachten von Dr. med. I.________ abweiche, das dem 
Beschwerdeführer eine Restarbeitsfähigkeit von 50 Prozent in einer angepassten Tätigkeit 
attestiere.

Ebenfalls mit Eingabe vom 11. Dezember 2015 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um 
Gewährung der vollständigen unentgeltlichen Rechtspflege (608 2015 237). Nach Einholung der 
Stellungnahme der IV-Stelle wurde dieses Gesuch mit Verfügung vom 6. Januar 2016 
gutgeheissen, der Beschwerdeführer von der Pflicht zur Bezahlung des Kostenvorschusses befreit 
und Rechtsanwalt Tarkan Göksu zum amtlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers ernannt. 

Mit Stellungnahme vom 27. Mai 2016 beantragt die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Sie 
macht im Wesentlichen geltend, dass die Somatisierungsstörung alleine nicht als invalidisierend 

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gelten könne, zumal ihr der funktionelle Schweregrad fehle. Die depressive Verstimmung sei nicht 
als Komorbidität, sondern als „regelhaft begleitender Umstand“ zur Somatisierungsstörung zu 
sehen. Gemäss Bundesgericht gelte eine leichte depressive Episode zudem nicht als 
invalidisierend. Daher sei es zulässig, von der im Gutachten vom 17. Dezember 2014 attestierten 
Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent abzuweichen.

Am 3. Februar 2017 reichte die IV-Stelle eine Stellungnahme des Gutachters Dr. med. I.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 19. Juli 2016 und eine Einschätzung des 
RAD vom 23. Januar 2017 ein. Die IV-Stelle hielt auch mit Blick auf diese Stellungnahmen 
weiterhin an der Abweisung der Beschwerde fest. 

Der Beschwerdeführer reichte am 6. Juni 2017 einen Arztbericht seines behandelnden Psychiaters 
ein, der sich auf die Behandlungszeit vom 29. September 2013 bis zum 30. Mai 2017 bezieht. 
Abweichend vom Gutachten vom 17. Dezember 2014 wird darin eine bipolare affektive Störung, 
rapid cycling (ICD-10: F31.81) sowie eine testikuläre Unterfunktion (ICD-10: E29.9) diagnostiziert. 
Angesichts dieser neuen Diagnose beantragt der Beschwerdeführer, diesen Arztbericht dem 
Gutachter  Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zu 
unterbreiten und gegebenenfalls eine psychoendokrinologische Abklärung zu veranlassen. 

Der IV-Stelle wurde diese Eingabe des Beschwerdeführers am 7. Juni beziehungsweise 10. 
August 2017 weitergeleitet. 

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit relevant, aus den rechtlichen 
Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 11. Dezember 2015 gegen die Verfügung vom 9. November 2015 ist 
frist- und formgerecht durch den ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht 
worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse daran, dass der zweite 
Sozialversicherungsgerichtshof des Kantonsgerichts Freiburg prüft, ob er Anspruch auf Leistungen 
der Invalidenversicherung hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend, 
die bei der Erfüllung des zu den Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 132 V 
215 E. 3.1.1). 

Im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur 
Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 IVG kann Invalidität die Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein und einen Anspruch auf Leistungen begründen, 
wenn sie die dafür erforderliche Art und Schwere erreicht.

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Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

Anspruch auf eine IV-Rente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich 
im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder 
herstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 
durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch entsteht 
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs, 
jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). 

Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu 
verbessern; und
b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind  (Art. 8 Abs. 1 
IVG). Die Eingliederungsmassnahmen umfassen unter anderem Massnahmen beruflicher Art 
(Art. 8 Abs. 3 IVG). 

b) Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperli-
che Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 ATSG bewir-
ken. Psychische Störungen gelten grundsätzlich nur dann als invalidisierend, wenn sie schwer und 
therapeutisch nicht (mehr) angehbar sind (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2). Bei leichten bis mittelgradi-
gen depressiven Störungen fehlt es in der Regel an der vorausgesetzten Schwere, unabhängig 
davon, ob diese Depressionen im Auftreten rezidivierend oder episodisch sind (statt vieler: Urteil 
BGer 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2).

Sind depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur allerdings erwiesenermassen 
therapieresistent, dann sind sie als invalidisierende Krankheiten in Betracht zu ziehen (Urteile 
BGer 8C_344/2016 vom 23. Februar 2017 E. 5.2.2; 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2; 
9C_470/2015  vom 7. Januar 2016 E. 4.2). Die Therapie muss in dem Sinne konsequent gewesen 
sein, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären) 
Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wurden. 
Bestehen noch nicht ausgeschöpfte Therapiemöglichkeiten, dann kann nicht von einer 
invalidenversicherungsrechtlich relevanten Therapieresistenz gesprochen werden (statt vieler: 
Urteil BGer 9C_13/2016  vom 14. April 2016 E. 4.2). Eine bloss alle zwei Wochen stattfindende 
ambulante Psychotherapie stellt grundsätzlich keine konsequente Depressionstherapie dar (Urteile 
BGer 8C_444/2016 vom 31. Oktober 2016 E. 6.2.2 mit Hinweisen; 8C_71/2017 vom 20. April 2017 
E. 8.2.2). 

Mit BGE 141 V 281 wurde die Rechtsprechung zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 
und vergleichbaren psychosomatischen Leiden teilweise geändert (vgl. BGE 130 V 352). Anstelle 
des bisherigen Regel/Ausnahme-Modells trat ein strukturiertes, normatives Prüfraster. In dessen 
Rahmen wird anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das 

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tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem 
gleichermassen den äusseren Belastungsfaktoren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung 
getragen wird. Medizinisch muss schlüssig begründet sein, inwiefern sich aus den funktionellen 
Ausfällen bei objektivierter Zumutbarkeitsbeurteilung anhand der Standardindikatoren eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergibt. Wo dies nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
dargetan werden kann, trägt weiterhin die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen. 
Es liegt keine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchtigung vor, wenn 
die Leistungseinschränkung auf Ausschlussgründen wie Aggravation, Simulation, Selbstlimitation, 
einem sekundären Krankheitsgewinn oder einer ähnlichen Konstellation beruht. 

c) Bei der Folgenabschätzung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die 
Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr 
nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie 
aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine wichtige 
Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch 
zugemutet werden können (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.2). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird 
laut der Rechtsprechung nach dem Mass bestimmt, in welchem die versicherte Person aus 
gesundheitlichen Gründen an ihrem angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr 
nutzbringend tätig sein kann (BGE 111 V 235 E. 1b mit Hinweisen). Aus rechtlicher Sicht kann von 
einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abgewichen werden, ohne dass diese 
ihren Beweiswert verliert (statt vieler: Urteile BGer 8C_283/2015 vom 24. Juni 2015 E. 3; 
8C_441/2015 vom 21. August 2015 E. 3). 

Bei Zusammentreffen einer zuverlässig diagnostizierten depressiven Episode und einer 
somatoformen Schmerzstörung sind gemäss ständiger Rechtsprechung in erster Linie die 
(fach)ärztlichen Feststellungen zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der 
Arbeitsunfähigkeit massgeblich (Urteile BGer 8C_413/2016  vom 2. September 2016 E. 4.3; 
8C_654/2014 vom 6. März 2015 E. 5.3 und 6.2; 9C_274/2014 vom 30. September 2014 E. 4.1; 
9C_856/2013 vom 8. Oktober 2014 E. 5.1.2; 8C_251/2013 vom 14. Februar 2014 E. 4.2.2).

Arztberichte zum Krankheitsverlauf nach Verfügungsdatum sind in die Beurteilung 
miteinzubeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des 
Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlauben (BGE 121 V 362 E. 1b; Urteile BGer 
9C_949/2011 vom 30. August 2012 E. 3.2.2; 8C_71/2017 vom 20. April 2017 E. 8.3). 

d) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen, und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und 
der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 

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mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen).

Die medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) und die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) sind 
die gesetzlich vorgesehenen Organe zur Erhebung des medizinischen Sachverhaltes bzw. zur 
Folgenabschätzung der erhobenen medizinischen Befunde – und nicht die behandelnden Ärzte 
(BGE 137 V 210 E. 1.2.1 und 1.2.2). Wenn die behandelnden Ärzte eine abweichende Meinung 
zur Arbeitsunfähigkeit äussern, sind Administrativgutachten und RAD-Stellungnahmen nur dann in 
Frage zu stellen, wenn objektive Anhaltspunkte vorliegen, welche den Sachverständigen der 
MEDAS und/oder den RAD-Ärzten entgangen sind (statt vieler: Urteil BGer 9C_495/2012 vom 
4. Oktober 2012 E. 2.4, auszugsweise publ. in Plädoyer 2012/6 S. 67). Hinsichtlich dem 
Beweiswert und der Aufgabe eines RAD-Berichtes gilt Folgendes: Die Funktion interner RAD-
Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die 
medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den 
Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen 
und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine 
Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder 
aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus 
medizinischer Sicht (Urteile BGer 8C_756/2008 vom 4. Juni 2009 E. 4.4 in SVR 2009 IV Nr. 50 
S. 153; 9C_589/2010 vom 8. September 2010 E. 2). Den Berichten versicherungsinterner Ärzte, 
mithin auch des RAD, kommt zwar nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, 
sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 142 V 58  E. 5.1; 135 V 465 E. 4.2–4.7).

e) Intertemporalrechtlich gilt es in Bezug auf die Praxisänderung zur somatoformen 
Schmerzstörung zu beachten, dass nach altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten ihren 
Beweiswert nicht per se verlieren. Mit Blick auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten 
Anforderungen bei der Einschätzung des funktionellen Leistungsvermögens ist jedoch in jedem 
einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen administrativen und/oder gerichtlichen Sachver-
ständigengutachten, gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten, eine schlüs-
sige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht (BGE 141 V 281 
E. 8).

3. Vorliegend ist streitig, ob der Beschwerdeführer infolge seiner gesundheitlichen 
Beschwerden Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat. Zur Beurteilung dieser 
Frage ist zunächst darzulegen, welche Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit den 
massgebenden medizinischen Akten zu entnehmen sind. 

a) Nach einem Zusammenbruch anfangs Oktober 2009 wurde der Beschwerdeführer von 
verschiedenen Fachspezialisten bezüglich seiner Müdigkeit, Schlafproblemen und einer 
depressiven Verstimmung untersucht. Nach ersten Abklärungen wurde eine Adipositas (ICD-10: 
E66.9) sowie eine Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1) festgestellt (Vorakten S. 252 ff.). Der 
kardiologische und pneumologische Befund waren weitgehend unauffällig (Vorakten S. 233 ff., 202 
f.). Nach vertiefen Analysen der Müdigkeit und Schlafprobleme wurden eine Neurasthenie (ICD-
10: F48.0), ein Schlaf-Apnoe-Syndrom, eine Einschlafinsomnie sowie eine erhöhte Stuhlgang-
Frequenz, ein Derealisationssyndrom (ICD-10: F48.1), eine Hyperhidrose und anamnestisch ein 
ADHD (attention deficit hyperactivity disorder) diagnostiziert (Arztbericht vom 2. September 2011, 
Zentrum für Schlafmedizin, Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 

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FMH, Vorakten S. 240 ff.). Im März 2012 wurden beim Beschwerdeführer ambulant eine Ileo 
Kolonoskopie und Polypektomie durchgeführt (Vorakten S. 437).

Von Juni 2011 bis Januar 2012 war der Beschwerdeführer bei Dr. med. K.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Behandlung. Dieser Fachspezialist diagnostizierte im 
Sommer 2011 eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome und multiple 
Phobien, die zu einer Somatisation führte (Herzklopfen, Atemschwierigkeit, Urindrang, Schwitzen, 
muskuläre Spannungen, Müdigkeit). Weiter wurden neben Bulimie auch eine stark unreife und 
sozial unangepasste Persönlichkeit festgestellt. Im Zuge der Therapie trat allerdings eine fast 
vollständige klinische Remission ein, weshalb der Beschwerdeführer ab Oktober 2011 bis zum 
Behandlungsabbruch im Januar 2012 über eine aus psychiatrischer Sicht 100-prozentige 
Arbeitsfähigkeit verfügte (Arztbericht vom 20. Oktober 2014, Vorakten S. 565 ff.).

Ab Februar 2012 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. L.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, behandelt. Diese Fachärztin diagnostizierte ein ADHS, eine 
Depression sowie ein Schlafapnoe Syndrom mit vorerst 100-prozentiger Arbeitsunfähigkeit. Ab 
Herbst 2012 bescheinigte sie dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 25–50 Prozent, die 
später eventuell noch erhöht werden könnte (Arztbericht auf Formular vom 12. Juni 2012, Vorakten 
S. 343 ff.).

b) Die M.________ AG veranlasste im Juni 2012 eine Evaluation des Beschwerdeführers 
durch H.________. Aus dem Gutachten geht hervor, dass sich die subjektiv beschriebene 
Tagesmüdigkeit nicht objektivieren lasse, zumal keine Antriebs-, Initiations- oder 
Impulskontrollstörung, keine psychomotorische Hemmung oder anderweitige affektpathologische 
Störungsbilder (auch keine Ermüdbarkeit) vorliegen würden. Dem Beschwerdeführer wurde aus 
neuropsychiatrischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit (100 Prozent) für seine angestammte 
Tätigkeit oder eine  „bildungsadäquate Tätigkeit“ attestiert. Diagnostiziert wurde nach Exploration 
ein subklinisches affektpathologisches Beschwerdebild ohne Krankheitswert; aktenanamnestisch 
und ebenfalls ohne Krankheitswert wurde ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, ein 
vorbestehendes Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom und ein hyperplastisches 
Polyposis-Syndrom festgestellt. Im Übrigen wurden keine Anzeichen auf Simulation oder 
Aggravation dokumentiert (H.________-Gutachten vom 29. Juni 2012, Vorakten S. 363 ff.).

Sechs Monate später, am 28. Dezember 2012, wurde ein psychiatrisches RAD-Gutachten von 
Dr. med. N.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, erstellt. Dieses basiert 
auf einer einmaligen zweieinhalbstündigen Exploration, den medizinischen Akten und einem 
Gespräch mit der Mutter des Beschwerdeführers. Die Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit lautete wie folgt: Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.3), komorbide somatoforme 
Störung (ICD-10: F45), komorbides ADHS und komorbides chronisches Fatigue Syndrom (ICD-10: 
G93.3). Weiter attestierte der Gutachter einen Missbrauch von Hypnotika (Zoolpidem) und empfahl 
einen stationären Entzug. Für die bisherige Tätigkeit als Filialleiter sowie für eine angepasste 
Tätigkeit bestehe eine Einschränkung in der Leistungsfähigkeit von 20 Prozent. Eine Tätigkeit im 
erlernten Beruf als Strassenbauer wurde aufgrund der körperlichen Erschöpfbarkeit 
ausgeschlossen. Es wurde darauf hingewiesen, dass zur Vermeidung einer Dekonditionierung ab 
sofort Eingliederungsmassnamen mit anfänglich 2 Stunden täglich einzuleiten seien (Vorakten S. 
470 ff.).

c) Im November 2013 veranlasste die IV-Stelle die Erstellung eines weiteren Gutachtens 
durch Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, das am 17. 

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Dezember 2014 fertiggestellt war. Es stützt sich neben dem Aktenstudium auf eine Exploration an 
sieben ambulanten Terminen (gesamthaft 9,5 Stunden) über einen Zeitraum von fünf Monaten 
(vom 24. April bis am 26. September 2014), eine neuropsychologische Testung an zwei Terminen, 
eine MRI-Untersuchung des Schädels nativ und mit Kontrastmittel, Telefongespräche mit der 
Mutter des Beschwerdeführers und seinem Hausarzt sowie einen Bericht seines früheren 
Psychiaters, Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH.

Der Gutachter hält darin fest, dass der Beschwerdeführer seit mutmasslich 5 Jahren an einer 
Depression leide, die ab einer Dauer von 2 Jahren nach DSM-Klassifikation als chronisch gelte. 
Bislang habe sie sich als therapieresistent erwiesen, zumal die bisherigen zwei adäquaten 
Behandlungsversuche mit Antidepressiva aus verschiedenen Klassen keine deutliche 
Beschwerdeverbesserung gebracht hätten, obwohl deren Wirkstoffe im Serumspiegel in wirksamer 
Dosierung nachgewiesen wurden und auch keine metabolische Anomalie deren Wirksamkeit 
verhindere. Allerdings sei eine psychotherapeutische Begleitung im engeren Sinne bisher nicht 
erfolgt und könnte, sofern künftig fachgerecht durchgeführt, für die Behandlung der chronischen 
Depression erfolgsversprechend sein (Vorakten S. 575 f.). Seit Auftreten der Depression – und im 
hier relevanten Zeitraum ab Juni 2010 – sind gemäss Gutachten eine mittelgradige depressive 
Episode (November 2010) sowie schwere depressive Episode (Juni 2011) aufgetreten. Zum 
Zeitpunkt der Begutachtung von April bis September 2014 war eine leichtgradige depressive 
Episode festzustellen (ICD-10: F32.0) (Vorakten S. 583 f., 579).

In der Differenzialdiagnose zur Depression konnten ein adultes ADHS, eine emotional-instabile 
Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ sowie somatische Ursachen für die depressive 
Symptomatik ausgeschlossen werden (Vorakten S. 581 f.). Weiter wurde auch zu den bisher 
gestellten Diagnosen – Neurasthenie, Chronic Fatigue Syndrom, Derealisationssyndrom, 
pathologisches Spielen sowie Hypnotika-Abhängigkeit – Stellung bezogen und eingehend 
erläutert, wieso diese Diagnosen nicht zutreffend waren (Vorakten S. 577 f.). In Bezug auf das 
H.________-Gutachten vom 29. Juni 2012 stellte der Gutachter verschiedene Ungereimtheiten 
fest und versuchte die beteiligten Fachspezialisten zu kontaktieren, allerdings ohne Erfolg (S. 576 
f., 585, 597). Schliesslich würdigte der Gutachter auch das psychiatrische RAD-Gutachten vom 28. 
Dezember 2012: sowohl für dieses wie auch das andere Vorgutachten (H.________-Gutachten) 
wurde dargelegt, wieso die darin gestellten Diagnosen verfehlt waren (Vorakten S. 576 f.).

Gemäss der Diagnose des Gutachters leidet der Beschwerdeführer an einer depressiven Störung, 
gegenwärtig leichtgradige Episode (ICD-10: F32.00), sowie an einer Somatisierungsstörung (ICD-
10: F45.0) (Vorakten S. 579). Die Prüfung der Förster-Kriterien ergab im Ergebnis eine 
Überwindbarkeit der Somatisierungsstörung (Vorakten S. 573 f.). Die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers für seine bisherige Tätigkeit betrage 50 Prozent (3–4 Stunden pro 
Wochentag), könne aber durch geeignete Massnahmen um 10–20 Prozent gesteigert werden. 
Eine Arbeitsunfähigkeit von 20 Prozent und mehr bestehe aufgrund der depressiven Symptomatik 
mutmasslich seit dem Jahr 2009 (Vorakten S. 572). Der Gutachter empfiehlt 
Wiedereingliederungsmassnahmen von initial
3-4 Stunden pro Wochentag, die seiner Einschätzung nach aktiv zum Behandlungserfolg und 
damit zur Genesung beitragen würden (Vorakten S. 571 ff.). Bei einer konsequenten 
leitlinienkonformen, engmaschigen Therapie inklusive Psychopharmaka bestehe eine positive 
Prognose (Vorakten S. 575).

d) Mit Stellungnahme des RAD vom 16. Februar 2015 wurde das Gutachten I.________ 
durch Dr. med. O.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gewürdigt. Es 

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wurde festgestellt, dass es alle gemeinhin gestellten Qualitätsanforderungen erfülle. Gemäss RAD-
Arzt war die diagnostizierte leichtgradige depressive Episode (ICD-10: F32.00) jedoch nur als 
„leichtgradige depressive Verstimmung“ zu sehen, die ein regelhaft begleitender Umstand zur 
Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0) bilde und daher nicht als Komorbidität gelte (Vorakten
S. 620).

Auf Anfrage der IV-Stelle verfasste derselbe RAD-Arzt am 23. Oktober 2015 im Hinblick auf die 
Rechtsprechungsänderung zur Somatisierungsstörung eine erneute, knapp einseitige 
Stellungnahme. Abweichend zu seinen Einschätzungen vom Februar 2015 ging er nun 
übereinstimmend mit dem Gutachten I.________ von der Diagnose einer leichtgradigen 
depressiven Störung (ICD-10: F32.00) mit einer komorbiden Somatisierungsstörung (ICD-10: 
F45.0) aus. Nach einer nur ansatzweise vorgenommenen Indikatorenprüfung kommt er zum 
Schluss, dass der funktionelle Schweregrad durch die Auswirkungen der Somatisierungsstörung 
(wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen usw.) nicht erfüllt sei, was sich auch darin bestätige, dass 
eine leicht- und nicht eine mittelgradige Depression diagnostiziert worden sei. Ausschlaggebend 
für die Diagnose einer Somatisierungsstörung sei die Überzeugung des Beschwerdeführers 
gewesen, dass seine Beschwerden eine körperliche Ursache hätten. Die leichtgradige depressive 
Störung, die im Gegensatz zu einer rezidivierenden depressiven Störung nach ICD-10: F33.00 
„einmalig“ sei, führe rechtsprechungsgemäss nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit; dies werde selbst 
bei einer mittelgradigen depressiven Episode verneint (Vorakten S. 632).

In seiner Stellungnahme vom 19. Juli 2016 äusserte sich  Dr. med. I.________ zu den 
Kritikpunkten, Argumenten und Schlussfolgerungen des RAD und hält an den Ausführungen in 
seinem Gutachten fest. 

Im Namen des RAD äusserte sich am 23. Januar 2017 Dr. med. P.________, Fachärztin für 
Anästhesiologie, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zur Stellungnahme des Gutachters. 
Basierend auf dem vom Beschwerdeführer geschilderten Tagesablauf gelangt sie zur Erkenntnis, 
dass der Beschwerdeführer keine Konzentrationsstörungen haben könne, wenn er täglich am PC 
spiele. Weiter führt sie aus, dass der Schlafstörung durch einen entsprechenden Lebensstil 
beizukommen wäre, zumal der Blauanteil im PC-Licht und Fernsehen die natürliche 
Einschlafneigung am Abend erwiesenermassen behindern würde. Es wird auch vermerkt, dass die 
Schulden dem Beschwerdeführer die Stimmung und die Motivation zu arbeiten verderben würden. 
Als Fazit hält die RAD-Ärztin fest, dass eine Leistungseinschränkung infolge einer leichten 
Depression oder einer Somatisierungsstörung aufgrund der vom Beschwerdeführer im 
Tagesablauf vorgenommenen Aktivitäten nicht plausibel sei.

e) Anfangs Juni 2017 reichte der Beschwerdeführer einen Arztbericht seines behandelnden 
Psychiaters ein, der sich auf den Zeitraum vom 27. September 2013 bis zum 30. Mai 2017 bezieht. 
Gemäss der Diagnose von Dr. med. Q.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, leidet der Beschwerdeführer an einer bipolaren affektiven Störung, rapid cycling (ICD-
10: F31.81) sowie einer testikulären Unterfunktion (ICD-10: E29.9) und ist zu 100 Prozent 
arbeitsunfähig. Die Diagnosestellung erfolgte basierend auf dem von diesem Facharzt im 
September 2016 entdeckten Testosterondefizit.

4. Im Folgenden sind die vorliegenden Fachgutachten, die Stellungnahmen der RAD-Ärzte 
sowie der nachgereichte Arztbericht vom 30. Mai 2017 zu würdigen. Da alle weiteren relevanten 
Arztberichte im Rahmen der Aktenanamnese Eingang in die Fachgutachten fanden, sind sie für die 
Beweiswürdigung nicht mehr einzeln heranzuziehen.

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a) Betreffend das Gutachten von Dr. med. I.________ ist festzustellen, dass es die 
Vorakten umfassend berücksichtigt, sich auf umfangreiche eigene Explorationen, Tests und 
Laboruntersuchungen stützt und zu den vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden 
ausführlich Stellung nimmt. Es ist in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 
einleuchtend, diskutiert die in den Vorgutachten gestellten Diagnosen hinlänglich und wiederlegt 
diese schlüssig, enthält eine strukturierte nachvollziehbare Argumentation und gelangt zu 
plausiblen Schlussfolgerungen. Es sind keine Lücken in der Aktenanamnese auszumachen und es 
findet sich auch der Hinweis auf den aktuellen behandelnden Psychiater, Dr. med. Q.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH (Vorakten S. 596). 

Für die beiden Vorgutachten gilt folgendes: Die vom Gutachter Dr. med. I.________ im 
H.________-Gutachten festgestellten Unstimmigkeiten konnten trotz Kontaktaufnahme nicht 
geklärt werden. Die Diagnosen des H.________-Gutachtens und RAD-Gutachtens wurden mit 
ausführlicher und schlüssiger Begründung widerlegt. Hinzu kommt, dass beide Vorgutachten in 
ihren Anamnesen betreffend die psychiatrische Behandlung für den Zeitraum 2011–2012 durch Dr. 
med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, eine Lücke aufweisen. 
Schliesslich ist festzustellen, dass sich das Gutachten I.________ im Vergleich zu den 
Vorgutachten auf eine wesentlich umfangreichere Exploration und Testung des 
Beschwerdeführers stützt, aufgrund des späteren Zeitpunkts eine umfassendere und – durch den 
angeforderten Arztbericht von Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH – vollständige Aktenanamnese vorgenommen wurde und die Ausführungen viel detaillierter 
waren. Insgesamt erscheint der Beweiswert der Vorgutachten vermindert, während derjenige des 
Gutachtens I.________ als hoch zu bewerten ist. 

b)  Die beiden RAD-Stellungnahmen vom 16. Februar bzw. 23. Oktober 2015 vermögen 
den Beweisanforderungen an medizinische Aktenstellungnahmen in weiten Teilen nicht zu 
genügen und widersprechen sich zudem auch inhaltlich. Die geäusserte Kritik am Gutachten 
I.________, die teilweise abweichende Diagnosestellung und die daraus resultierenden 
Schlussfolgerungen werden weder angemessen erörtert noch genügend begründet. Durch die 
Stellungnahme von  Dr. med. I.________ vom 19. Juli 2016 zu diesen beiden RAD-
Stellungnahmen wurden die darin gemachten medizinischen Aussagen aus fachlicher Sicht 
weitgehend entkräftet. Die dazu erneut eingeholte RAD-Stellungnahme vom 23. Januar 2017 
vermag den beweisrechtlichen Anforderungen schliesslich nicht zu genügen: die darin gemachten 
Ausführungen wirken unstrukturiert, enthalten zahlreiche Wiederholungen und vereinzelt 
irrelevante Ausführungen. Die RAD-Stellungnahmen sind mit Blick auf die Rechtsprechung (vgl. 
BGE 142 V 58  E. 5.1) im vorliegenden Fall ausser Acht zu lassen. 

c) Der nachgereichte Arztbericht des behandelnden Psychiaters vom 30. Mai 2017, dessen 
abweichende Diagnosen erst nach der hier angefochtenen Verfügung vom 9. November 2015 
gestellt wurden, wäre verfahrensrechtlich nur beachtlich, wenn er berechtigte Zweifel am 
Gutachten I.________ wecken würde oder durch neue diagnostische Erkenntnisse zu 
Rückschlüssen für die relevante Zeitperiode vor Erlass der Verfügung führen würde (vgl. statt 
vieler: Urteil BGer 8C_71/2017 vom 20. April 2017 E. 8.3). Da dieser Arztbericht weder eine 
Auseinandersetzung mit den im Gutachten gestellten Diagnosen noch eine fundierte 
Argumentation in Bezug auf die neuen Diagnosen enthält und das entdeckte Testosterondefizit 
gemäss Vorakten auch kein neuer Befund ist (vgl. Vorakten S. 243), bringt er für das vorliegende 
Verfahren keinen relevanten Erkenntnisgewinn und ist daher nicht weiter beachtlich. 

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d) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem Gutachten von Dr. med. I.________ voller 
Beweiswert zukommt, während der Beweiswert der beiden Vorgutachten in mehrfacher Hinsicht 
vermindert ist und die RAD-Stellungnahmen für die Beweiswürdigung ausser Acht zu lassen sind. 
Demnach ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren – mit den nachfolgend darzulegenden 
Vorbehalten – auf das Gutachten I.________ abzustellen.

5. Zu prüfen ist hingegen, wie die im Gutachten I.________ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 
50 Prozent aus juristischer Sicht zu bewerten ist.

a) Laut Bundesgericht sind für den Fall, dass eine zuverlässig diagnostizierte depressive 
Episode und eine somatoforme Schmerzstörung zusammentreffen, in erster Linie die (fach)ärzt-
lichen Feststellungen zur Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit massgeblich (siehe dazu ausführlich 
Erwägung  2/c). Vorliegend ist zwar zutreffend, dass die Symptomatik der Depression zeitlich vor 
der Somatisierungsstörung auftrat (Vorakten S. 585) und daher nicht eine reaktive 
Begleiterscheinung zur Schmerzstörung ist, sondern ein selbstständiges, vom psychogenen 
Schmerzsyndrom losgelöstes Leiden darstellt. Da es sich aber vorliegend um eine leichtgradige 
depressive Episode handelt, während sich die erwähnte Praxis durchwegs auf mittelgradige 
Depressionen bezieht, ist die zitierte Praxis für den vorliegenden Fall nicht richtungsweisend. 

Massgebend ist demgegenüber, dass das Bundesgericht bei leichten bis mittelgradigen 
depressiven Störungen in der Regel – und solange sie therapierbar sind – eine Invalidisierung 
verneint. Dies unabhängig davon, ob diese Depressionen im Auftreten rezidivierend oder 
episodisch sind (vgl. Urteil BGer 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2).

b) Im vorliegenden Fall erwähnt der Gutachter, dass sich die Depression in Bezug auf die 
bisherige Medikation als therapieresistent erwiesen habe. Eine psychotherapeutische Begleitung 
im engeren Sinne sei bislang aber noch nicht leitliniengerecht durchgeführt worden und wäre 
durchaus erfolgsversprechend, so dass dem Beschwerdeführer für die Zukunft eine gute Prognose 
gestellt werden könne (Vorakten S. 573, 575 f.). Der Gutachter geht demzufolge davon aus, dass 
die Depression therapierbar ist. 

Die diagnostizierte leichtgradige depressive Episode (ICD-10: F 32.00) dauert im Mittel etwa sechs 
Monate und nur selten über ein Jahr (vgl. Urteil EVGer I 152/05 vom 23. Mai 2006 E. 3.3). Da 
rechtsprechungsgemäss auch rezidivierende Depressionen, selbst bei mittelgradiger Schwere, 
nicht invalidisierend sind, muss dies für die vorliegend zu beurteilende leichtgradige depressive 
Episode – a fortifiori – gelten. Daran ist auch mit Blick auf die mittelgradige depressive Episode 
(November 2010) sowie die schwere depressive Episode (Juni 2011) festzuhalten, da auch bei der 
schweren depressiven Episode aufgrund der kurzen Dauer und der fast vollständigen raschen 
Remission der vorausgesetzte Schweregrad für eine Invalidisierung auszuschliessen ist. 

Zusammenfassend steht damit fest, dass die leichtgradige depressive Episode aus juristischer 
Sicht keine Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermag.

c) Neben der leichtgradigen Depression leidet der Beschwerdeführer an einer 
diagnostizierten Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0) (Vorakten S. 579). Für dieses unklare 
Beschwerdebild ist die Arbeitsfähigkeit nach dem funktionellen Schweregrad der Auswirkungen 
und deren gleichmässiger Konsistenz in allen Lebensbereichen zu bestimmen (vgl. BGE 141 V 
281). Diese Indikatoren- und Konsistenzprüfung kann basierend auf den detaillierten und 
umfangreichen Ausführungen im Gutachten I.________ erfolgen, selbst wenn sich dieses noch zu 
den Försterkriterien der nunmehr überholten Rechtsprechung äussert.   

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Zum Komplex „Gesundheitsschädigung“ ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer verschiedene 
körperliche Beschwerden (z.B. Schlaf-Apnoe-Syndrom, Adipositas, starkes Schwitzen, Polyposis-
coli-Syndrom) aufweist, die keine Auswirkung auf seine Arbeitsfähigkeit haben. Er leidet zudem an 
einer leichtgradigen depressiven Episode, die allerdings – wie schon erwähnt – als therapierbar gilt 
und daher mangels Invalidisierung rechtsprechungsgemäss nicht als Komorbidität gilt (vgl. Urteil 
BGer 9C_1040/2010 vom 6. Juni 2011 E. 3.4.2.1). Zusammenfassend zeigt sich im Komplex 
„Gesundheitsschädigung“, dass zwar weitere Beschwerden neben der Somatisierungsstörung 
bestehen, diese aber keinen besonderen Schweregrad aufweisen. 

Im Komplex „Persönlichkeit“ zeigt sich, dass schwerwiegende Störungen – wie namentlich eine 
Persönlichkeitsstörung – im Gutachten ausgeschlossen wurden (Vorakten S. 582). Zwar kann der 
attestierte narzisstische Persönlichkeitsstil durchaus negative Folgen für das Berufsumfeld haben 
(Vorakten S. 579, 573), ist in seinen Auswirkungen aber nicht schwerwiegend, zumal die 
zwischenmenschlichen Beziehungen davon nicht in gleichförmiger Weise beeinträchtigt werden 
(Vorakten S. 579). Daher ist auch in dieser Hinsicht kein besonderer Schweregrad festzustellen.

Weiter ist für den Komplex „Sozialer Kontext“ darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer 
täglich soziale Kontakte pflegt, für seinen Aushilfsjob und als Hundesitter regelmässig das Haus 
verlässt und auch Sportveranstaltungen besucht. Das intakte soziale Netzwerk (Familie, Bekannte, 
Freunde), seine Aktivität als Hundesitter sowie sein Aushilfsjob sind allesamt als Ressourcen zu 
werten. Gleichwohl ist teilweise ein Rückzug aus alterstypischen sozialen Aktivitäten festzustellen 
(Vorakten S. 581, 574). Insgesamt sind im sozialen Umfeld jedoch die Ressourcen überwiegend.

Abschliessend sind die Auswirkungen der Somatisierungsstörung darauf zu prüfen, ob sie eine 
gleichmässige Einschränkung in allen Lebensbereichen zeitigen. Der Vergleich mit dem 
Aktivitätsniveau vor der Erkrankung ergibt – soweit dokumentiert – keine auffälligen Abweichungen 
zur noch ausgeübten Aktivität seit Eintritt der Erkrankung. Es bestehen keine Anzeichen auf 
Aggravation  oder Simulation (Vorakten S. 585). Ressourcen sind wie schon erwähnt darin zu 
erkennen, dass der Beschwerdeführer täglich soziale Kontakte pflegt, für seinen Aushilfsjob und 
als Hundesitter regelmässig das Haus verlässt und auch Sportveranstaltungen besucht. Die 
Therapie- und Medikationscompliance ist insgesamt als gut zu bewerten, zumal keine 
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der wiederholte Wechsel der psychiatrischen Therapeuten 
den Therapieerfolg bislang wesentlich beeinträchtigte (Vorakten S. 596 f.).

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Somatisierungsstörung in ihren Auswirkungen in 
allen Lebensbereichen nicht als inkonsistent zu bewerten ist, aber dennoch den erforderlichen 
Schweregrad nicht aufweist, um invalidenversicherungsrechtlich eine Arbeitsunfähigkeit zu 
begründen. 

d) Gemäss den Ausführungen des Gutachters Dr. med. I.________ ist beim 
Zusammentreffen von mehreren Diagnosen der gegenseitigen Symptomverstärkung bei der 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen (Stellungnahme vom 19. Juli 2016 S. 3). 
Das Bundesgericht hat allerdings für vergleichbare Fälle, in denen ebenfalls die beiden ICD-10 
Diagnosen F32.00 und F45.0 zusammentrafen, wiederholt eine versicherungsrechtlich relevante 
Arbeitsunfähigkeit verneint (vgl. Urteile BGer 8C_71/2017 vom 20. April 2017  E. 4.2 sowie 
8C_698/2014 vom
11. Dezember 2014 E. 3.1). Für den vorliegenden Fall besteht mit Blick auf diese Rechtsprechung 
daher kein Anlass, ausgehend von der Symptomverstärkung eine Arbeitsunfähigkeit anzunehmen, 

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wenn die Einzelbeurteilung der diagnostizierten Beschwerdebilder aus juristischer Sicht keine 
Arbeitsunfähigkeit ergibt.  

e) Die im Gutachten I.________ attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent bezieht sich 
nicht auf die bisherige Tätigkeit mit Büroarbeit und Sach- und Personalverantwortung, sondern auf 
eine Bürotätigkeit mit beschränkter Sachverantwortung (Vorakten S. 572). Dazu ist anzumerken, 
dass der Beschwerdeführer als 22-Jähriger binnen kurzer Zeit die Verantwortung für zwei Filialen 
übertragen bekam, ohne über eine entsprechende fachspezifische Ausbildung zu verfügen. Die 
daraus resultierende Stressbelastung und Überforderung standen am Anfang seiner depressiven 
Störung  (Vorakten S. 585, 587). Da die Tätigkeit als Filialleiter offensichtlich nicht bildungsadäquat 
war,  wurde im Gutachten I.________ eine Büroarbeit mit beschränkter Sachverantwortung 
vorgeschlagen, die dem Bildungsniveau des Beschwerdeführers als gelernter Strassenbauer 
besser entsprechen dürfte. Der Beschwerdeführer ist demzufolge nicht auf eine angepasste 
Tätigkeit angewiesen, sondern kann in seiner bisherigen Tätigkeit – seinem Bildungsstand 
entsprechend – eingesetzt werden.   

f) Zusammenfassend ist aus dem Gesagten zu schliessen, dass dem Gutachten 
I.________ in der attestierten Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent zum Begutachtungszeitpunkt 
2014 und von mutmasslich 20 Prozent und mehr seit 2009 nicht gefolgt werden kann. Es ist für 
den gesamten versicherungsrechtlich relevanten Zeitraum – von Juni 2010 bis November 2015 – 
von einer vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner bisherigen Tätigkeit 
auszugehen. 

6. Vor diesem Hintergrund ist die Beschwerde vom 11. Dezember 2015 abzuweisen und die 
Verfügung vom 9. November 2015 zu bestätigen. In Anwendung der einschlägigen 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist für den versicherungsrechtlich relevanten Zeitraum aus 
juristischer Sicht eine 100-prozentige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für die bisherige 
Tätigkeit gegeben. Er hat somit keinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.

7. Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 6. Januar 2016 die vollständige 
unentgeltliche Rechtspflege gewährt (608 2015 237) und Rechtsanwalt Tarkan Göksu, Freiburg, 
zum amtlichen Rechtsbeistand ernannt. 

Die Gerichtskosten von CHF 800.- zu Lasten des unterliegenden Beschwerdeführers werden 
aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege nicht erhoben. 

Der amtliche Rechtsbeistand des Beschwerdeführers wird durch den Staat Freiburg entschädigt. 
Da er der telefonischen Aufforderung zur Einreichung der Honorarnote nicht nachkam, wird sein 
Honorar von Amtes wegen festgesetzt. Angesichts des getätigten Aufwandes sowie der 
Komplexität der Angelegenheit wird ihm eine pauschale Entschädigung, inklusive allfälliger 
Auslagen, von CHF 2‘700.- (15h à CHF 180.-) zuzüglich der Mehrwertsteuer in der Höhe von
CHF 216.- (8 Prozent von CHF 2‘700.-), ausmachend total CHF 2‘916.-, zugesprochen. 

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde vom 11. Dezember 2015 wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 800.- werden A.________ auferlegt, aber aufgrund der 
gewährten unentgeltlichen Rechtspflege nicht erhoben.

III. Die pauschale Entschädigung für den amtlichen Rechtsbeistand in der Höhe von 
CHF 2‘700.- (15h à CHF 180.-), inklusive allfälliger Auslagen, zuzüglich der Mehrwertsteuer 
in der Höhe von CHF 216.-, ausmachend total CHF 2‘916.-, wird durch den Kanton Freiburg 
ausgerichtet. 

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Ent-
scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht 
ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 21. September 2017/asp

Präsident Gerichtsschreiberin