# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6349d4b9-ed16-5b87-8673-e96abe6f1727
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-08
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 08.08.2019 I 2019 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2019-3_2019-08-08.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2019 3

Entscheid vom 8. August 2019 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Unfallereignis; Listendiagnose Art. 6 Abs. 2 UVG)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1969) ist Angestellter der C.________ AG (Stellenvermitt-
lungsbüro) und als solcher bei der Suva obligatorisch unfallversichert. Seit dem 
1. Januar 2018 ist er bei der D.________ AG im Einsatz als Bauarbeiter (C-
Bauarbeiter) mit unbefristetem Einsatzvertrag. Am 13. Juni 2018 ersuchte das 
Spital E.________ die Suva um Kostengutsprache für eine stationäre Behand-
lung von A.________ nach Unfall, die mangels Schadenmeldung durch die Suva 
abgelehnt wurde (Vi-act. 1). Bereits am 15. Juni 2018 erfolgte im Spital 
E.________ eine Kniearthroskopie links mit Teilmeniskektomie lateral und Hospi-
talisation bis 18. Juni 2018 (Vi-act. 4 und 3). Mit Schadenmeldung UVG vom 26. 
Juni 2018 informierte die Arbeitgeberin die Suva über einen Unfall vom 21. Mai 
2018, 14.30 Uhr, auf einer Baustelle in F.________. A.________ habe sich beim 
Laufen auf einer Armierung das linke Knie verdreht. Als Verletzung wurde eine 
Verdrehung/Verstauchung des linken Knies genannt; seit dem 29. Mai 2018 sei 
er arbeitsunfähig (wobei er am 29. und 30.5.2018 gearbeitet habe); erstbehan-
delnde Ärztin sei Dr.med. G.________ gewesen (Vi-act. 5).

B. Nach Einholen der Arztberichte sowie einer Stellungnahme der Suva-
Versicherungsmedizin teilte die Suva A.________ am 10. Juli 2018 mit, es liege 
kein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 
vor und die Voraussetzungen zur Übernahme des Schadenfalles als unfallähnli-
che Körperverletzung seien nicht erfüllt (Vi-act. 19). Nachdem A.________ der 
Suva hierauf über den Regionalsekretären der H.________ (Gewerkschaft) sein 
Missfallen mitteilte und erklären liess, es handle sich um ein Unfallereignis (Vi-
act. 23), verfügte die Suva am 6. September 2018 die Ablehnung von Leistun-
gen; die von A.________ geklagten Beschwerden seien weder auf einen Unfall 
noch auf eine unfallähnliche Körperschädigung zurückzuführen (Vi-act. 36). 

C. Gegen die Verfügung vom 6. September 2018 liess A.________ durch die 
H.________ vorsorglich Einsprache erheben (Vi-act. 40) und am 5. Oktober 2018 
ergänzend durch den Rechtsanwalt (Vi-act. 45). Nach neuerlicher Vorlage des 
Dossiers an die Suva Versicherungsmedizin und ärztliche Beurteilung durch 
Dr.med. I.________ (Facharzt Physikalische Medizin und Rehabilitation) vom 12. 
November 2018 lehnte die Suva die Einsprache mit Entscheid vom 16. Novem-
ber 2018 ab (Vi-act. 53). 

D. Am 7. Januar 2019 lässt A.________ gegen den Einspracheentscheid der 
Suva vom 16. November 2018 (Versand 19.11.2018) beim Verwaltungsgericht 

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des Kantons Schwyz fristgerecht (unter Beachtung des Fristenstillstandes 
gemäss Art. 38 Abs. 4 ATSG) Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. In entsprechender Gutheissung der Beschwerde sei die angefochtene Verfü-
gung aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen zu 
zusätzlichen Sachverhaltsabklärungen (betr. Unfallereignis umfassende med. 
Abklärung, Arbeitsunfähigkeit) und zu neuem Entscheid. Es sei die Leistungs-
pflicht der Unfallversicherung aus dem Unfallereignis vom 21.05.18 festzustel-
len und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen auszu-
richten (Taggelder, Behandlungskosten, Integritätsentschädigung, Rente etc.).

2. Die Verfahrensrechte des Bf seien zu wahren.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin.

E. Mit Vernehmlassung vom 1. Februar 2019 beantragt die Suva die Abwei-
sung der Beschwerde und Bestätigung des Einsprache-Entscheides vom 16. No-
vember 2018. Hierzu nimmt der Beschwerdeführer mit Replik vom 5. März 2019 
Stellung, wobei er an den Anträgen der Beschwerde vom 7. Januar 2019 festhält. 
Mit Duplik vom 14. März 2019 bestätigt die Suva ihren Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde. 

F. Am 27. Mai 2019 ersucht das Gericht die C.________ (Arbeitgeberin des 
Beschwerdeführers) um schriftliche Auskunft. Diese geht beim Gericht am 12. 
Juni 2019 ein, wozu der Beschwerdeführer am 20. Juni 2019 Stellung nimmt.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Vorinstanz lehnt ihre Leistungspflicht ab, da die vom Beschwerdeführer 
geklagten Beschwerden zum einen nicht auf einen Unfall nach Art. 4 ATSG 
zurückgeführt werden könnten und zum andern keine Leistungspflicht aufgrund 
einer Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfall-
versicherung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 bestehe.

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das 
Gesetz nichts Anderes bestimmt. 

2.2.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schä-
digende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli-
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund-
heit oder den Tod zur Folge hat. 

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2.2.2 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Unge-
wöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen 
selbst. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er - nach einem objektiven 
Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebens-
bereich alltäglich und üblich ist (BGE 142 V 219 Erw. 4.3.1). Der äussere Faktor 
ist zentrales Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist Ge-
genstück zur - den Krankheitsbegriff konstituierenden - inneren Ursache. Das 
Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit wurde entwickelt, um die "tausendfältigen 
kleinen und kleinsten Insulte des täglichen Lebens, die als solche gänzlich un-
kontrollierbar sind und deshalb nur beim Hinzutreten von etwas Besonderem 
Berücksichtigung finden sollen", aus dem Unfallbegriff auszuscheiden (BGE 134 
V 72 Erw. 4.1.1). Das Merkmal des Ungewöhnlichen macht den alltäglichen Vor-
gang zum einmaligen Vorfall. Nach der Rechtsprechung kann das Merkmal des 
ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 
1999 S. 199 Erw. 3c/aa und S. 422 Erw. 2b) oder in einer (im Hinblick auf die 
Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden 
Person) ausserordentlichen Überanstrengung (vgl. BGE 116 V 139 Erw. 3b; 
RKUV 1994, S. 38 Erw. 2) bestehen. Bei Körperbewegungen ist das Merkmal der 
Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand wie 
Ausgleiten, Stolpern oder Abwehren eines Sturzes den natürlichen Ablauf einer 
Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (Urteil BGer 
8C_282/2017 vom 22.8.2017 Erw. 3.1.2; vgl. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum UVG, 3. Aufl., S. 27). Hingegen taugen Einwirkungen, die 
aus alltäglichen Vorgängen resultieren, in aller Regel nicht als Ursache einer Ge-
sundheitsschädigung (Urteil BGer 8C_842/2018 vom 6.5.2019 Erw. 3.3.1).

2.2.3 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind nach der höchstrich-
terlichen Rechtsprechung von der den Anspruch erhebenden Person zu bewei-
sen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, unge-
naue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmäs-
sigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungs-
pflicht der Unfallversicherung. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, 
ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersu-
chungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise 
zu erheben. Wird auf Grund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfaller-
eignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt (die blosse Möglichkeit 
genügt nicht), so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der 
den Anspruch erhebenden Person auswirkt (vgl. Urteil EVGer U 6/02 vom 
18.12.2002 Erw. 2.2, mit Hinweisen, u.a. auf BGE 116 V 140). 

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2.2.4 Bei sich widersprechenden Angaben des Versicherten über den Unfallher-
gang ist auf die Beweismaxime hinzuweisen, wonach die sogenannten sponta-
nen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger 
sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 
Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. 
Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt 
den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, daher meistens grösse-
res Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versi-
cherers (BGE 121 V 45 Erw. 2a; Urteil BGer 8C_139/2019 vom 18.6.2019 Erw. 
3.2.2). Der Grundsatz, wonach die ersten Aussagen nach einem schädigenden 
Ereignis in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstel-
lungen, stellt eine im Rahmen freier Beweiswürdigung zu berücksichtigende Ent-
scheidungshilfe dar. Sie kann nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzli-
chen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteile BGer 
8C_696/2013 vom 14.11.2013 Erw. 2; 8C_50/2012 vom 1.3.2012 Erw. 5.1, je mit 
weiteren Hinweisen).

2.3.1 Die Versicherung erbringt ihre Leistungen zudem bei Knochenbrüchen, 
Verrenkungen von Gelenken, Meniskusrissen, Muskelrissen, Muskelzerrungen, 
Sehnenrissen, Bandläsionen sowie Trommelfellverletzungen, sofern diese nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 
UVG).

2.3.2 Liegt eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vor, so besteht die 
Rechtsvermutung, dass eine leistungspflichtige unfallähnliche Körperschädigung 
gegeben ist, auch wenn die Definitionsmerkmale eines Unfalls nicht erfüllt sind. 
Es müssen weder die Ungewöhnlichkeit, noch das äussere Ereignis, noch die 
Plötzlichkeit gegeben sein, sondern lediglich das Vorliegen einer Listendiagnose 
(vgl. Motta et al., Das revidierte Unfallversicherungsgesetz ist in Kraft, in: Soziale 
Sicherheit 1/2017, S. 39; vgl. aber auch Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste 
Änderungen und mögliche Probleme bei der Umsetzung, in: SZS 2017 S. 33 f., 
der zumindest in Frage stellt, ob nicht weiterhin ein Ereignis gefordert werden 
müsse). Der Unfallversicherer kann sich von seiner Leistungspflicht befreien, 
wenn er nachweist, dass die eingetretene Verletzung vorwiegend auf Abnützung 
oder Erkrankung zurückzuführen ist (Heinrich, 1. UVG-Revision - Entwicklung der 
Gesetzgebung, JaSo 2017, S. 21 f.). In diesem Zusammenhang stellt sich die 
Frage, was der Gesetzgeber unter dem Begriff "vorwiegend" versteht. Nach herr-
schender Lehrmeinung ist zur Definition des Begriffs "vorwiegend" auf die Recht-
sprechung zu den Berufskrankheiten nach Art. 9 Abs. 1 UVG zurückzugreifen 
(Hüsler, a.a.O., S. 34; Samuelsson, Neuregelung der unfallähnlichen Körper-

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schädigung, Das Beispiel des Meniskusrisses, in: SZS 2018 S. 348 unten). Da-
nach ist eine vorwiegende Verursachung von Krankheiten durch schädigende 
Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur gegeben, wenn diese mehr als alle anderen 
mitbeteiligten Ursachen wiegen, folglich mehr als 50% ausmachen (vgl. BGE 119 
V 200 Erw. 2a mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit einer degenerativen oder 
krankhaften Schädigung genügt somit den Beweisanforderungen nicht. Der Be-
weis der vorwiegend krankhaften oder degenerativen Pathogenese der Listen-
diagnose ist vielmehr erbracht, wenn für die Richtigkeit einer degenerativ oder 
krankhaft begründeten Listendiagnose mehr Indikatoren vorliegen als für die 
traumatische Pathogenese (vgl. Samuelsson, a.a.O., S. 356 oben mit weiteren 
Hinweisen, u.a. auf BGE 133 III 321 Erw. 3.3; Gehring, in: Kieser/Gehring/ Bol-
linger, OF-Kommentar KVG/UVG, 2018, UVG Art. 6 N 6ff.).

2.4 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 3.A., Art. 43 Rz. 28). Was notwendig ist, er-
gibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen sind, 
und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind die für 
die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in der 
Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als verfügende Instanz und 
im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen an-
nehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

2.5 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Rich-
terin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 
218 Erw. 6; BGE 126 V 353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 2). Der Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast be-
griffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der ver-
fügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials 
besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der 
Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 

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die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 
261 Erw. 3b; Urteil 8C_663/2009 vom 27.4.2010 Erw. 2.2). Auf ein beantragtes 
Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Versicherten 
verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflichtgemässer 
Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine Partei 
beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge 
keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen antizipierten Be-
weiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 
2 BV erblickt werden (BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf BGE 104 V 209 
Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

3.1 Die Suva verneint das Vorliegen eines Unfalles, da am 21. Mai 2018 kein 
ungewöhnlicher äusserer Faktor zur Körperschädigung des Beschwerdeführers 
beigetragen habe. Gemäss der Unfallmeldung der Arbeitgeberin vom 26. Juni 
2018 habe sich der Beschwerdeführer beim Laufen auf Armierungen das linke 
Knie verdreht. Am 6. Juli 2018 habe er selber ausgeführt, die Kniedistorsion habe 
sich beim Laufen auf einer rutschigen Fläche ereignet; Besonderheiten wie Sturz, 
Ausgleiten, Anschlagen habe er explizit verneint. Erst nach der Leistungsableh-
nung vom 10. Juli 2018 habe er am 31. Juli 2018 neu geltend gemacht, die Knie-
distorsion habe sich nach einem Sturz ereignet. Gemäss den Arztberichten habe 
sich der Sturz allerdings nach der Kniedistorsion ereignet. Damit ist laut Suva er-
stellt, dass am 21. Mai 2018 nichts Aussergewöhnliches vorgefallen sei und der 
Sachverhalt erst nachträglich nach der Leistungsablehnung korrigiert worden sei. 

Im Rahmen der Vernehmlassung bekräftigt die Vorinstanz, weder in der Scha-
denmeldung vom 26. Juni 2018 noch im Fragebogen vom 6. Juli 2018 werde an-
gegeben, am Unfalltag habe sich etwas Besonderes ereignet. Unabhängig davon 
falle auf, dass über den Zeitpunkt des angeblichen Ereignisses sehr unterschied-
liche Angaben gemacht würden. Es erscheine daher höchst fraglich, ob sich 
überhaupt an einem bestimmten Tag etwas Besonderes ereignet habe.

3.2 Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, gemäss Unfallmeldung vom 26. 
Juni 2018 sei er im Rahmen der Arbeiten am 21. Mai 2018 auf einer Baustelle in 
F.________ (Armierungsarbeiten) auf rutschigem Untergrund ausgeglitten, ge-
stürzt und er habe sich das linke Knie verdreht. Aufgrund ab Ende Mai zuneh-
mender Schmerzen habe er am 1. Juni 2018 die Ambulanz des Spitals 
E.________ aufgesucht, nach vorgängiger Konsultation der Hausärztin, Dr.med. 
G.________. Gemäss Arztzeugnissen bestehe seit dem 29. Mai 2018 eine volle 
Arbeitsunfähigkeit. Den Sachverhalt habe er sehr wohl als Unfallereignis geschil-
dert, indem er ausgeführt habe, dass sich das Ganze auf rutschiger Fläche ab-
gespielt habe. "Rutschige Fläche" impliziere klar ein ungewolltes Ausrutschen, 

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ansonsten eben der rutschige Untergrund nicht hätte erwähnt werden müssen. 
Dabei sei zu beachten, dass der Beschwerdeführer nicht Deutsch spreche. Die 
unklare Unfallbeschreibung sei auf die Verständigungsproblematik - auch mit den 
berichtenden Ärzten - zurückzuführen. Ebenso klar sei, dass Missverständnisse 
auftreten können. Zudem weise auch die Formulierung der Arbeitgeberin in der 
Unfallmeldung, der Beschwerdeführer habe sich beim Laufen auf einer Armie-
rung das Knie verdreht, auf einen Unfall hin. Denn allein vom Laufen verdrehe 
man sich nicht das Knie. Weshalb die verschiedenen Berichte auf verschiedene 
Unfalldaten verweisen würden, wisse der Beschwerdeführer im Übrigen auch 
nicht. Wesentlich sei, dass das ärztliche Erstprotokoll vom 1. Juni 2018 sowie der 
Unfallschein von Dr.med. G.________ klar von einem Ereignis am 21. Mai 2018 
sprechen würden und von einer Arbeitsunfähigkeit ab 29. Mai 2018. Daran sei 
festzuhalten. Weshalb die Arbeitgeberin das Ereignis erst Ende Juni gemeldet 
habe, entziehe sich seiner Kenntnis, er habe den Unfall der Arbeitgeberin umge-
hend (Ende Mai) gemeldet.

3.3 Damit der Unfallversicherer wegen Unfallfolgen leistungspflichtig wird, 
müssen die geklagten Beschwerden durch einen Unfall verursacht sein. D.h. ein 
Unfallereignis muss überwiegend wahrscheinlich sein. Dazu muss insbesondere 
das Begriffsmerkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors erfüllt sein. Ist das 
Unfallereignis - etwa mangels äusserem Faktor - nicht erstellt (die blosse Mög-
lichkeit genügt nicht), hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten 
des den Anspruch erhebenden Beschwerdeführers auswirkt (vgl. Erw. 2.2).

3.4 Zu dem vom Beschwerdeführer geltend gemachten Unfallereignis ergibt 
sich aus den Akten was folgt:

Am 1. Juni 2018 suchte der Beschwerdeführer wegen Knieschmerzen links not-
fallmässig das Spital E.________ auf (Vi-act. 15). Laut Untersuchungsbericht 
hatte der Beschwerdeführer berichtet, vor drei Wochen das Knie verdreht zu ha-
ben und daraufhin gestürzt zu sein. 

Am 4. Juni 2018 stellt Dr.med. G.________ ein ärztliches Zeugnis aus. Der Be-
schwerdeführer stehe seit dem 29. Mai 2018 wegen Krankheit in ihrer Behand-
lung und sei vom 29. Mai 2018 bis 8. Juni 2018 arbeitsunfähig (Vi-act. 6).

Am 6. Juni 2018 stellt das Spital E.________ ein ärztliches Zeugnis aus, wonach 
der Beschwerdeführer seit dem 1. Juni 2018 wegen Unfall in Behandlung sei und 
ab dem 6. Juni 2018 voraussichtlich für eine Woche arbeitsunfähig sei (Vi-act. 6).

Am 13. Juni 2018 bescheinigt Dr.med. J.________ eine Arbeitsunfähigkeit ab 
dem 11. Juni 2018 für vier Wochen. Der Beschwerdeführer sei seit dem 13. Juni 

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2018 bei ihm in Behandlung (Vi-act. 6). Gemäss seinem Sprechstundenbericht 
vom 13. Juni 2018 ereignete sich der Unfall vor drei Wochen (Vi-act. 14).

Ebenfalls am 13. Juni 2018 ersucht das Spital E.________ die Suva um Kosten-
gutsprache wegen notwendiger Behandlung infolge Unfalls bei Eintrittsgrund S8 
(vgl. ICD-10 S80-89 Verletzungen des Knies und des Unterschenkels) (Vi-act. 1). 
Das Unfallereignis wird nicht beschrieben.

Die Schadenmeldung UVG der Arbeitgeberin vom 26. Juni 2018 verweist auf ein 
Schadendatum vom 21. Mai 2018, 14.30 Uhr auf einer Baustelle in F.________ 
und notiert als Sachverhalt: "Herr A.________ hat sich beim Laufen auf einer 
Armierung das linke Knie verdreht. Zur Kenntnisnahme: 29.5.2018 - 30.5.2018 
hat Herr A.________ gearbeitet". Zur letzten Bemerkung dürfte sich die Arbeit-
geberin veranlasst gesehen haben, da auf dem Formular eine Arbeitsunfähigkeit 
ab dem 29. Mai 2018 vermerkt ist. Erstbehandelnde Ärztin sei Dr.med. 
G.________, die Nachbehandlung erfolge im Spital E.________ (Vi-act. 5).

Im Arztzeugnis UVG vom 27. Juni 2018 datiert Dr.med. G.________ das Unfal-
lereignis auf den 21. Mai 2018; die Erstbehandlung sei am 1. Juni 2018 erfolgt. 
Unter "Angaben des Patienten" hält sie fest: Am 21.5.2018 das linke Knie ver-
dreht und er sei dabei gestürzt. Seither Schmerzen im Knie medial links, ging 
erstmals auf den Notfall Spital E.________ Chirurgie am 1.6.2016". Es bestehe 
der Verdacht auf eine Partialruptur VKB links, ausgedehnte laterale Meniskuslä-
sion, Retropatellararthrose femoralseitig. Die erhobenen Befunde seien mit dem 
vom Beschwerdeführer gemachten Ereignis vereinbar (Vi-act. 13). 

Am 6. Juli 2018 füllte der Beschwerdeführer den Fragebogen der Vorinstanz aus 
(Vi-act. 17), wobei er gemäss eigener Aussage infolge mangelnder Deutsch-
kenntnisse auf Dritthilfe angewiesen war und einfach unterschrieben habe (vgl. 
Vi-act. 34). Das Unfallereignis habe sich am 11. Juni 2018 um 09.30 Uhr in 
F.________, K.________ ereignet, wobei er den Vorfall, auf den die Beschwer-
den zurückzuführen seien, wie folgt schildert: "Auf der Arbeit, bei dem Laufen auf 
einem einer rutschigen Fläche" (gemäss Rückmeldung der H.________ vom 
4.9.2018 impliziere dies einen Sturz, Vi-act. 35). Zeugen gebe es keine, etwas 
Besonderes wie Ausgleiten, Sturz, Anschlagen usw. habe sich nicht ereignet 
(gemäss Rückmeldung der H.________ vom 4.9.2018 sei dies durch die Dritt-
person irrtümlich verneint worden; es solle mit "ja" beantwortet sein, Vi-act. 35). 
Die Beschwerden hätten sich vor Ort bemerkbar gemacht, die Erstbehandlung 
habe im Spital E.________ stattgefunden. 

Im Schreiben vom 19. Juli 2018 opponiert die H.________ gegen die Leistungs-
verweigerung. Der Beschwerdeführer habe sich am 21. Mai 2018 das Knie ver-
dreht und sei dabei gestürzt (Vi-act. 23). 

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Am 31. Juli 2018 füllte der Beschwerdeführer den Fragebogen der Vorinstanz 
noch einmal aus. Betreffend Schilderung des Vorfalles verweist er auf den Be-
richt vom 1. Juni 2018, wobei er den Bericht des Spitals E.________ zur ambu-
lanten Behandlung vom 1. Juni 2018 beilegt. Der Unfall sei am 11. Mai 2018 auf 
einer Baustelle in F.________ passiert (ohne Zeitangabe). Im Moment des Unfal-
les sei er alleine gewesen, aber Arbeitskollegen hätten nachher gesehen, dass er 
nicht gut laufen könne. Die Frage, ob sich etwas Besonderes ereignet habe, be-
antwortet er diesmal mit ja, "Distorsion u. Sturz". Die Beschwerden habe er erst-
mals beim Verdrehen des Knies bemerkt. Am 1. Juni 2018 habe er die Notfallsta-
tion des Spitals E.________ aufgesucht (Vi-act. 24). 

Im Bericht zur Verlaufssprechstunde vom 6. August 2018 wird der Meniskusriss 
als posttraumatisch gewertet bei Status nach Kniebinnentrauma vom 11. Mai 
2018 (Vi-act. 27).

3.5 Die Vorinstanz hält zu Recht fest, dass das vom Beschwerdeführer geltend 
gemachte Unfallereignis sich allein schon datumsmässig nicht festlegen lässt. 
Der am meisten genannte 21. Mai 2018 dürfte ausser Betracht fallen. Einerseits 
handelt es sich dabei um den Pfingstmontag, der allgemeiner Feiertag ist und 
anderseits arbeitete der Beschwerdeführer gemäss Stundennachweis der Arbeit-
geberin für den Monat Mai 2018 vom 19. bis 21. Mai 2018 überhaupt nicht und 
ebenso wenig vom 10. (Auffahrt) bis 13. Mai 2018 und auch nicht am 31. Mai 
2018 (Fronleichnam), jedoch am 28. bis 30. Mai 2018 (Vi-act. 7). Widersprüchli-
che Äusserungen zum Unfalldatum enthalten nicht nur die ärztlichen Berichte, 
sondern auch die Angaben des Beschwerdeführers selbst. Am 6. Juli 2018 be-
zeichnet er den 11. Juni 2018 als Unfalldatum und am 31. Juli 2018 den 11. Mai 
2018, wobei auch die Tageszeiten differieren (einmal geschah es am Morgen, 
einmal am Nachmittag). Zudem soll sich der Unfall einmal in F.________ und 
einmal in K.________ ereignet haben. Gemäss schriftlicher Auskunft der Arbeit-
geberin wiederum ist das korrekte Datum des Ereignisses der 28. Mai 2018 (VG-
act. 14), das sonst von niemandem genannt wird. Aus diesen ungenauen, gar 
widersprüchlichen Angaben muss geschlossen werden, dass das vermeintliche 
Unfallereignis nichts Aussergewöhnliches war, wäre doch sonst anzunehmen, 
dass sich der Beschwerdeführer genauer daran erinnern könnte und zweifelsfreie 
Angaben machen würde. Da für den angeblichen Vorfall keine Zeugen bestehen, 
sind diese widersprüchlichen Angaben die einzigen verfügbaren.

3.6 Gemäss Schadenmeldung der Arbeitgeberin war Dr.med. G.________ die 
erstbehandelnde Ärztin und der Beschwerdeführer seit dem 29. Mai 2018 ar-
beitsunfähig. Tatsächlich stellte Dr.med. G.________ am 4. Juni 2018 ein Arzt-
zeugnis per 29. Mai 2018 aus, allerdings eine Arbeitsunfähigkeit infolge Krank-

11

heit (Vi-act. 6). Wie bereits erwähnt, war der Beschwerdeführer am 29. und 30. 
Mai 2018 jedoch arbeitstätig (der 31.5.2018 war dann Fronleichnam). Zudem be-
zeichnete Dr.med. G.________ in ihrem eigenen Arztzeugnis das Spital 
E.________ als erstbehandelnde Stelle, nachdem der Beschwerdeführer am 1. 
Juni 2018 selbständig die Notfallstation aufgesucht hatte. Gemäss eigener Dar-
stellung in der Beschwerdeschrift suchte der Beschwerdeführer vorgängig jedoch 
bereits die Hausärztin Dr.med. G.________ auf. Das Spital E.________ doku-
mentierte am 1. Juni 2018, der Unfall sei vor 3 Wochen geschehen, seitdem 
(mithin seit 3 Wochen) habe der Beschwerdeführer Schmerzen lateral am Knie, 
in den letzten zwei Tagen stark zunehmend (Vi-act. 15).

Der erste Beschrieb eines Ereignisses enthält der Bericht des Spitals 
E.________ vom 1. Juni 2018; es ist daher davon auszugehen, dass es sich da-
bei um die Erstaussage zu den Ursachen der Kniebeschwerden handelt. Dem-
gemäss hatte der Beschwerdeführer berichtet, vor drei Wochen (d.h. ca. in der 
Woche vom 7. bis 11.5.2018, wobei für den Beschwerdeführer am 10. und 11. 
Mai 2018 keine Arbeitszeit notiert ist) das Knie verdreht zu haben und daraufhin 
gestürzt zu sein (Vi-act. 15). Aus seiner Antwort vom 6. Juli 2018 kann ein Un-
fallhergang keinesfalls genügend hergeleitet werden, hält er doch als Ereignis le-
diglich fest, während der Arbeit beim Laufen auf einer rutschigen Fläche; etwas 
Besonderes habe sich nicht zugetragen (Vi-act. 17). Ob er das Knie verdreht hat, 
oder ausgerutscht und gestürzt ist oder ausgerutscht, gestürzt und verdreht oder 
verdreht und ausgerutscht/gestürzt, bleibt unklar und lässt sich - entgegen der 
Behauptung des Beschwerdeführers - auch nicht implizit feststellen. In seinem 
zweiten ausgefüllten Fragebogen vom 31. Juli 2018 verweist er ausdrücklich auf 
den Bericht vom 1. Juni 2018 (Bericht des Spitals E.________) und bestätigt so-
mit, er habe das Knie verdreht und sei daraufhin gestürzt. Demgemäss wäre der 
Sturz Folge der Knieverdrehung. Das Nämliche schreibt in seinem Auftrag am 
19. Juli 2018 auch die H.________; der Beschwerdeführer habe sich am 21. Mai 
2018 das Knie verdreht und sei dabei gestürzt. Keiner der Berichte oder Meldun-
gen enthält einen Unfallhergang, wie ihn der Beschwerdeführer nun in der Be-
schwerde vom 7. Januar 2019 beschreibt, dass er auf einer Baustelle in 
F.________ gearbeitet habe (Armierungsarbeiten), "hierbei glitt er auf rutschigem 
Untergrund aus, stürzte und verdrehte sich das linke Knie". Auch bestehen keine 
Zeugen, die einen Unfall beschreiben könnten. 

3.7 Der Beschwerdeführer macht weder in der Einsprache vom 5. Oktober 
2018 noch in der vorliegenden Beschwerde vom 7. Januar 2019 weiterführende 
Angaben zum Unfallereignis. Die widersprüchliche Datierung versucht er nicht zu 
klären. Zeugen bestehen keine. Die Schadenmeldung erfolgte durch die Arbeit-

12

geberin; mithin wäre zu erwarten, dass sie genaueres weiss. Entsprechend hat 
sie das Gericht am 27. Mai 2019 um schriftliche Auskunft ersucht (VG-act. 13). 
Diese ergab, dass sich der Beschwerdeführer am 4. Juni 2018 beim Filialleiter te-
lefonisch meldete (mithin nicht Ende Mai, wie vom Beschwerdeführer geltend 
gemacht). Dabei habe der Beschwerdeführer eine Krankheit (Meniskus ab dem 
29.5.2018) gemeldet. Bis dahin habe man nichts von einer Arbeitsunfähigkeit des 
Beschwerdeführers gewusst. Nach einer näheren Überprüfung habe man der 
Suva am 26. Juni 2018 ein Ereignis vom 21. Mai 2018 gemeldet. Das korrekte 
Datum des Ereignisses sei der 28. Mai 2018. Der Beschwerdeführer habe sich 
beim Laufen auf einer Armierung das linke Knie verdreht. Nach Ablehnung der 
Suva habe man den Fall am 3. August 2018 der Krankenversicherung angemel-
det (VG-act. 14).

Mit diesen Angaben stimmt das am 4. Juni 2018 durch Dr.med. G.________ 
ausgestellte Arztzeugnis überein, wonach der Beschwerdeführer seit dem 29. 
Mai 2018 bei ihr in Behandlung sei wegen Krankheit und er seit dem 29. Mai 
2018 arbeitsunfähig sei (Vi-act. 6). Dies erklärt auch, weshalb die Arbeitgeberin 
nach der Meldung vom 4. Juni 2018 eine Krankheit als Ursache der Arbeitsun-
fähigkeit annahm und der Suva als Unfallversicherung erst später Meldung er-
stattete. Anderseits steht dieses Zeugnis in Widerspruch zu dem ebenfalls durch 
Dr.med. G.________ ausgestellten Arztzeugnis UVG vom 27. Juni 2018, wonach 
sich am 21. Mai 2018 ein Unfall ereignet habe, seither Schmerzen bestünden 
und die Erstbehandlung (Notfall Spital E.________) am 1. Juni 2018 erfolgt sei 
(Vi-act. 13). 

Sollte sich der Unfall, wie von der Arbeitgeberin ausgeführt, tatsächlich am 28. 
Mai 2018 zugetragen haben, ist nicht erklärlich, weshalb Dr.med. G.________ 
nach einer Behandlung am 29. Mai 2018 nicht Bezug auf diesen Unfall nimmt, 
sondern eine Behandlung wegen Krankheit notiert. Unerklärlich ist auch - trotz 
etwaiger Sprachschwierigkeiten - dass der Beschwerdeführer im Spital 
E.________ am 1. Juni 2018 auf ein Ereignis vor rund 3 Wochen verweist und 
sich erst am 4. Juni 2018 bei der Arbeitgeberin meldet. Dann mit Bezug auf eine 
Krankheit (Meniskus). 

3.8 Damit aber hat die Suva ein Unfallereignis als Ursache der vom Beschwer-
deführer geklagten Kniebeschwerden zu Recht verneint. Weder lässt sich ein ei-
gentliches Unfallereignis festmachen, noch steht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit fest, wie das Unfallereignis abgelaufen ist, welcher ungewöhnliche äusse-
re Faktor die vom Beschwerdeführer geklagten Kniebeschwerden verursacht ha-
ben soll. Von weiteren Sachverhaltsabklärungen kann abgesehen werden, da 
keine Zeugen bestehen, die Angaben des Beschwerdeführers selbst wider-

13

sprüchlich sind und die den Schaden meldende Arbeitgeberin auch keine genau-
eren Angaben zum Unfallhergang machen kann. Ein Unfall im Sinne von Art. 4 
ATSG wurde daher zu Recht ausgeschlossen.

4.1 Nachdem die Suva ein Unfallereignis ausschloss, prüfte sie die Leistungs-
pflicht gestützt auf eine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG und verneinte 
eine solche. Hierzu ergibt sich aus den medizinischen Akten was folgt:

4.2.1 Das erste ärztliche Zeugnis datiert vom 4. Juni 2018; demgemäss stand 
der Beschwerdeführer seit dem 29. Mai 2018 wegen Krankheit bei Dr.med. 
G.________ in Behandlung und war er vom 29. Mai 2018 bis 8. Juni 2018 ar-
beitsunfähig (Vi-act. 6). Allerdings arbeitete er am 29. und 30. Mai 2018.

4.2.2 Im Bericht zur ambulanten Behandlung vom 1. Juni 2018 wird als Diagnose 
eine Knie-Distorsion links, DD. Meniskopathie genannt (Vi-act. 15). Steinmann I 
und II Knie links seien positiv. Es bestehe ein Druckschmerz über dem lateralen 
Gelenkspalt, Schubladenzeichen negativ, die Seitenbänder stabil. Flexi-
on/Extension 5/0/90, Flexion schmerzbedingt eingeschränkt, minimer Erguss. 
Aufgrund des Röntgen bestehe kein Hinweis auf ossäre Läsionen. 

Im Bericht vom 6. Juni 2018 werden die Beschwerden gemäss Bericht vom 1. 
Juni 2018 bestätigt (Vi-act. 23/10 von 14). Geplant war die Besprechung des Be-
fundes des auf den 5. Juni 2018 geplanten, aber wegen eines Missverständnis-
ses nicht erfolgten MRIs.

4.2.3 Am 8. Juni 2018 erfolgt das MRI Knie links bei klinischen Angaben 
"Schmerzen am lateralen Gelenkspalt. Anhaltspunkt für Meniskusläsion? Status 
nach Kniedistorsion" (Vi-act. 50):

Befund

Bewegungsartefakte mit eingeschränkter Beurteilbarkeit.

Femoropatellares Kompartiment: Deutlich signalalterierter abgeriebener retropatel-
larer Knorpel mit mehreren tiefgreifenden Knorpeldefekten lateral betont bei Late-
ralisation der Patella. Knochenmarködem entlang der lateralen Patellafacette. Die 
Quadrizepssehne sowie das Ligamentum patellae unauffällig. Kleinvolumiger Er-
guss im Recessus suprapatellaris. Geringes Ödem präpatellar.

Zentrales Kompartiment: HKB, VKB intakt, die VKB-Strukturen kommen leicht auf-
getrieben und signalalteriert zur Darstellung. Geringe Flüssigkeitsansammlung im 
Gelenkbinnenraum sowie im Hoffa'schen Fettkörper.

Mediales Kompartiment femorotibiale Osteophyten. Der Knorpel ist breitflächig re-
duziert. Diskrete intrameniskale Signalalterationen am Hinterhorn. Mehrkammerige 
Baker-Zyste in loco typico mit einer max. Ausdehnung von 6,1 x 2,4 cm. Das me-
diale Band ist intakt.

14

Laterales Kompartiment breitflächige Ausdünnung des knorpligen Überzugs. Mu-
koide Degeneration des Aussenmeniskus. Laterales Kollateralband unauffällig. 
Weichteile subkutanes Ödem.

Beurteilung

Trikompartimentäre Gonarthrose retropatellar betont mit mehreren tiefgreifenden 
Knorpeldefekten entlang der lateralen Patellafacette bei Knochenmarködem. Late-
ralisation der Patella. 
Zerrung der VKB.
Mukoide Degeneration beider Menisci, kein Meniskusriss.
Mehrkammerige Baker-Zyste in loco typico. Bursitis pes anserinus.
Kleinvolumiger Erguss im Recessus suprapatellaris.
Bewegungsartefakte mit eingeschränkter Beurteilbarkeit.

4.2.4 Nach der ambulanten Konsultation vom 13. Juni 2018 (mit Besprechung 
des MR-Befundes) werden folgende Diagnosen dokumentiert (Vi-act. 23/7 von 
14):

1. Kniebinnentrauma links mit deutlicher Schmerzsituation lateralseitig
- klinisch hochgradiger V.a. laterale Meniskopathie
- bekannte Gonarthrose rechts, St.n. Infiltrationstherapie

2. Adipositas

Im Seitenvergleich zeige das Knie links eine gute Quadicepsmuskulatur, regel-
rechte Beinachse, periartikulär keine Weichteilschwellung, intraartikulär allenfalls 
einen dezentesten Kniegelenkserguss. Die Seitenbänder seien stabil, VKB in Ex-
tension, 30° Flexion, 90° Flexion stabil ohne verlängertem Weg. Varus-/Valgus-
stress deutliche Schmerzprovokation, Exazerbation bei Valgusstress im lateralen 
Gelenkspalt. Druckdolenz gesamter lateraler Gelenkspalt. Steinmann I, Stein-
mann II positiv für lateralen Gelenkspalt. 

Dr.med. J.________ (FMH Chirurgie) gelangte zu folgender Beurteilung:

Im Rahmen der heutigen Sprechstunde wird das MRT demonstriert. Aus meiner 
Sicht entgegen dem initialen MRT-Befund ergibt sich möglicherweise eine Signal-
aufhellung des VKB's ohne klinisch relevante Instabilität, allerdings korreliert die 
Klinik eindeutig mit dem für mich sichtbaren scharf abgrenzbaren Riss im Bereich 
des lateralen Meniskus. Die retropatelläre Chondropathie ist derzeit nicht führend. 
Aus meiner Sicht empfehle ich dem Patienten eine Kniearthroskopie zur Bilanzie-
rung des Kniebinnenschadens und bei oben genannter Patientenkonstellation eine 
Teilmeniskektomie lateralseitig, sollte sich dieses bestätigen.

4.2.5 Am 15. Juni 2018 führte Dr.med. J.________ eine Kniearthroskopie links 
mit Teilmeniskektomie lateral durch bei Diagnose (Vi-act. 3): Ausgeprägte Retro-
patellararthrose femoralseitig Knie links, V.a. Partialruptur, respektive Irritation 
des VKB's bei erhaltener Kontinuität, ausgedehnter lateraler Meniskusläsion Vor-
derhorn und Pars dorsalis, mediale Meniskopathie am Root bei lateraler Me-

15

niskopathie dorsalseitig mit Luxationstendenz des Meniskus. Im Operationsbe-
richt vom 18. Juni 2018 dokumentiert der Operateur:

Stabilitätsprüfung in Narkose:
Stabiles Kniegelenk.
Anterolaterales Portal, Eingehen problemlos in das Kniegelenk. Wenig Kniege-
lenkserguss. In der Übersicht zeigt sich eine gewisse Synovialitis.

Suprapatellärer Rezessus:
Soweit unauffällig.

Femoropatellärer Rezessus:
Deutliche Retropatellararthrose und vor allen Dingen auch Knorpelulzerationen 
femoralseitig.

Rezessus lateral:
Unauffällig.

Mediales Kompartiment:
Leichte Meniskusirregularität im Bereich des Roots. Anlage des medialen Portals 
unter Sicht. Der Root, respektive der mediale Meniskus wird hier dezent geglättet.
Auch hier bestehen schon dezente degenerative Veränderungen Outerbridge II 
femoralseitig, tibialseitig.

lnterkondylärregion:
VKB in der Ausrichtung erhalten, Synovialschlauch fehlend. Ansatzfasern im Foot-
print leicht aufgespleist. Stabiles VKB unter Testung, keine Schublade, Häkchen-
Test unauffällig. HKB unauffällig.

Laterales Kompartiment:
Hier zeigt sich im lateralen Kompartiment zum einen, dass die Pars dorsalis mobil 
ist. Der Root ist noch fixiert. Der Meniskus hat eine Subluxationstendenz von dor-
sal- nach ventralseitig. Zusätzlich besteht eine ausgeprägte Vorderhornläsion des 
Meniskus. Hier ist der Meniskus aufgefasert.
Auch hier besteht eine Luxationstendenz.

In einem ersten Schritt wird nun eine Ankerfixation unter Berücksichtigung der pop-
litealen Sehne eher in Richtung Root platziert. Zwei gesetzte Anker halten nicht 
korrekt und müssen reseziert und ein dritter muss neu platziert werden. Es besteht 
nun keine Luxationstendenz mehr. Der Randwall wird mittels Shaver geglättet. Nun 
wird ein Portalwechsel durchgeführt und mittels Outside-in-Technik das Vorderhorn 
über zwei nach aussen ausgeleitete PDS-2-0-Fäden fixiert.
Auch hier keine Luxationstendenz mehr. Nun Glättung der Knorpeloberfläche mit-
tels Shaver. Abschluss Bilddokumentation. Rückzug.

Am 18. Juni 2018 konnte der Beschwerdeführer bei reizlosen Wundverhältnissen 
nach Hause entlassen werden (Vi-act. 4). 

4.2.6 Am 10. Juli 2018 antwortete Kreisarzt med.pract. L.________ (Chirurgie 
FMH) gegenüber der Vorinstanz, es liege eine Listendiagnose vor (Art. 6 Abs. 2 
lit. c UVG), sie sei indes vorwiegend und mit dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen, da eine 
Arthrose (degenerative Krankheit) aber keine Unfallfolge vorliege (Vi-act. 18).

16

4.2.7 Nach der Verlaufskontrolle vom 6. August 2018 notierte Dr.med. 
J.________ einen soweit zeitgerechten, regulären postoperativen Verlauf. Auf 
Vorhalt der ablehnenden Haltung der Suva führt er aus (Vi-act. 27):

Die Suva-Versicherungsleistung wird nicht anerkannt gemäss den Berichten. 
Hiermit stelle ich ein Wiedererwägungsgesuch an die Suva. Dieser Sprechstun-
denbericht gilt als Wiedererwägungsgesuch zur Kostenübernahme bei lateralem 
Meniskusriss und Refixation bei oben genanntem Patienten.

Die intraoperative Bilddokumentation zeigt eindeutig die Rissformationen, diese 
sind posttraumatisch zu werten bei Status nach Kniebinnentrauma vom 
11.05.2018. Wir werden weiter berichten. Ich bitte die Suva entsprechende Stel-
lungnahme zu geben.

4.2.8 Mit Verfügung vom 6. September 2018 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht 
ab. Die Beschwerden seien weder auf einen Unfall noch auf eine unfallähnliche 
Körperschädigung zurückzuführen (Vi-act. 36). Hiergegen erhob der Beschwer-
deführer Einsprache (vgl. Ingress Bst. C).

4.2.9 Wegen progredienten Schmerzen im linken Knie wurde am 20. September 
2018 ein weiteres MRI angefertigt und in der Sprechstunde vom 25. September 
2018 besprochen (Vi-act. 44). Dr.med. J.________ führt gegenüber dem Haus-
arzt aus:

Apparative Befunde:
MRI Knie Links vom 20.09.2018:
Befund:
MR-tomografisch zeigt sich im Vergleich zur Voruntersuchung vom 8.6.2018 ein 
progredienter radialer Einriss im Ansatzbereich des lnnenmeniskushinterhornes an 
der Eminentia intercondylaris mit einer Subluxation der Pars intermedia nach aus-
sen. Neu zeigt sich zudem ein diskreter horizontaler Einriss in die Pars intermedia.
Neu im Vergleich zur Voruntersuchung diskreter Spitzendefekt in der Pars inter-
media des Aussenmeniskus mit zudem einem diskreten vertikalen Einriss im Aus-
senmeniskusvorderhorn.
Die Kreuzbänder und die Seitenbänder sind intakt.
Unauffällige Quadrizepssehne und Patellasehne.
Stationär zur Voruntersuchung 14 mm grosses Ganglion vor dem Aussenmenis-
kusvorderhorn.
Stationär mässige Knorpelschäden vom Grad II-III medial. Nur diskrete Knorpel-
schäden vom Grad I-II lateral.
Knorpelschäden vom Grad III-IV zeigen sich femoropatellar.
Im Verlauf zunehmender Gelenkserguss mit Baker-Zyste.
Keine ossären Läsionen.

Beurteilung:
Ausgedehnter radialer Einriss im Ansatzbereich des lnnenmeniskushinterhornes 
an der Eminentia intercondylaris mit progredienter Subluxation der Pars intermedia 
nach aussen.
Diskreter horizontaler Einriss in der Pars intermedia des Innenmeniskus.
Diskreter Spitzendefekt in der Pars intermedia des Aussenmeniskus.

17

Vertikaler Einriss im Aussenmeniskusvorderhorn.
Ventral davon Meniskusganglion.
Mässige Knorpelschäden medial sowie deutliche Knorpelschäden femoropatellar.
Erguss mit Baker-Zyste.

Beurteilung und Procedere:
Die Befunde wurden heute mit dem Patienten besprochen. Vorangängig habe ich 
im Kontakt mit Dr. M.________ die Befunde im MRT erneut betrachtet. Wir gehen 
davon aus, dass nach dezenter TME medialseitig und Naht lateralseitig im Vorder-
hornbereich die Pathologie derzeit mit einem radiären Riss im Hinterhornbereich 
des medialen Meniskus ausgelöst wird.

Wir stellen die Indikation bei schwer körperlich arbeitendem Patienten und per 
adipösen Patienten zur Meniskusrefixation, allenfalls Teilmeniskektomie. Eine Re-
Arthroskopie ist für den 28.09.2018 geplant. Aufenthalt im Spital 3-4 Tage. 
Gemäss dem Ausmass intraoperativ wird das weitere Prozedere festgelegt.

Am 28. September 2018 erfolgte durch Dr.med. J.________ die Re-
Kniearthroskopie links mit dezenter Knorpelglättung tibialseitig mediales Kompar-
timent, eine dezente Knorpelglättung tibialseitig laterales Kompartiment, eine 
Meniskustoilette medialer Meniskus, Outside-in/Inside-out, komplettierende Naht 
Vorderhorn lateral (Vi-act. 49). 

4.2.10 Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte die Suva eine ärztliche Beur-
teilung beim Kreisarzt Dr.med. I.________ (Facharzt für Physikalische Medizin 
und Rehabilitation) ein (Vi-act. 51). Gemäss dessen Beurteilung vom 12. No-
vember 2018 zeigte das MRT vom 8. Juni 2018 ausschliesslich degenerative 
Veränderungen. Die angegebene Zerrung des VKB finde sich im Bericht zur 
Kniearthroskopie vom 15. Juni 2018 nicht, jedoch ein klassischer degenerativer 
Befund mit Ausfaserung von ein paar Fasern am Footprint. Seines Erachtens 
liegt ein fortgeschrittener degenerativer Befund vor, der intraoperativ bestätigt 
worden sei. Typische traumatische Läsionen lägen keine vor. Selbst wenn man 
die Meniskusläsionen als Listendiagnose Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG einordnen wür-
de, wobei hier typisch degenerative Meniskusveränderungen vorlägen, müsste 
man ganz klar sagen, dass die Mensikusläsionen mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nicht nur vorwiegend, sondern überwiegend auf Abnützung 
zurückzuführen seien.

4.3.1 Selbst wenn die vom Beschwerdeführer geklagten Kniebeschwerden links 
auf eine Meniskusläsion zurückzuführen wäre und diese eine Listendiagnose 
gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG (Meniskusrisse) darstellen würde, so ist die Suva 
dann nicht leistungspflichtig, wenn die Meniskusläsion vorwiegend auf Abnützung 
oder Erkrankung zurückzuführen ist. Eine vorwiegende Verursachung durch Ab-
nützung oder Erkrankung ist dabei nur gegeben, wenn diese mehr als alle ande-
ren mitbeteiligten Ursachen wiegen, folglich mehr als 50% ausmachen (vgl. BGE 

18

119 V 200 Erw. 2a mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit einer degenerativen 
oder krankhaften Schädigung genügt somit den Beweisanforderungen nicht, da-
mit die Suva nicht leistungspflichtig ist.

4.3.2 Vorliegend hat die Vorinstanz mit Verweis auf die Beurteilungen ihrer 
Kreisärzte zu Recht erkannt, die vom Beschwerdeführer im linken Knie beklagten 
Beschwerden, namentlich die Meniskusläsion, seien vorwiegend degenerativ be-
dingt. Dafür sprechen folgende Gründe:

Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass die Erstbehandlung effektiv am 
29. Mai 2018 bei Dr.med. G.________ erfolgt ist (vgl. das von ihr ausgestellte 
Arztzeugnis, Vi-act. 6). Gestützt hierauf erfolgte die Behandlung infolge Krankheit 
und die attestierte Arbeitsunfähigkeit ist krankheitsbedingt.

Als traumatisch bedingte Beschwerden werden diese erstmals nach dem Unter-
such in der Notfallstation des Spital E.________ am 1. Juni 2018 bezeichnet. 
Dies aufgrund der Anamnese, wonach sich der Beschwerdeführer das Knie ver-
dreht habe und darauf gestürzt sei (Vi-act. 15). Aufgrund des erhobenen Befun-
des wurde die Differenzialdiagnose einer Meniskopathie gestellt. Die Arbeitsun-
fähigkeit wurde auf einen Unfall zurückgeführt. Wie oben ausgeführt, ist ein Un-
fallereignis indes nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erstellt. Im Gegenteil sind die Aussagen derart widersprüch-
lich, dass kein Ereignis feststeht. Nun braucht es ein solches für die Leistungs-
pflicht des Unfallversicherers gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVG nicht zwingend. Aber 
das Fehlen von Hinweisen auf ein Trauma ist insoweit zu berücksichtigen, als 
dies für eine krankhafte Genese spricht.

Das MRI vom 8. Juni 2018 zeigte ein Kniegelenk links mit starken degenerativen 
Veränderungen. Die Beurteilung lautete (u.a.) auf eine trikompartimentäre Gonar-
throse retropatellar betont mit mehreren tiefgreifenden Knorpeldefekten entlang 
der lateralen Patellafecette bei Knochenmarködem (vgl. oben Erw. 4.2.3). Dies 
spricht für eine krankhafte Genese der Meniskusläsion. Die Häufigkeit von Me-
niskusläsionen, die nicht traumatisch bedingt sind, ist bei Personen mit zusätzli-
chen Verschleisserscheinungen, insbesondere bei vorbestehenden Knorpel-
schäden, sehr hoch (Samuelsson, a.a.O., S. 350). 

Für eine traumatische Genese spricht anderseits das zusätzliche Vorhandensein 
von klassischen Begleitverletzungen wie einer Bänderzerrung. Die Beurteilung 
des MRI vom 8. Juni 2018 listete wohl eine Zerrung des VKB auf. Diese Begleit-
verletzung konnte indes aufgrund der Kniearthroskopie nicht bestätigt werden. 
Die Bänder waren intakt.

19

Der Radiologe gelangte zudem zur Beurteilung, es läge eine mukoide Degenera-
tion beider Mensici vor, jedoch kein Meniskusriss. Nach der klinischen Untersu-
chung vom 13. Juni 2018 widerspricht dem Dr.med. J.________ insofern, als für 
ihn die Klinik eindeutig mit einem scharf abgrenzbaren Riss im Bereich des late-
ralen Meniskus korreliere (vgl. oben Erw. 4.2.4). Die Diagnose eines Meniskus-
risses allein ist aber keine Bestätigung für eine traumatische Genese. Zudem fällt 
auf, dass gemäss Bericht vom 13. Juni 2018 die Kniearthroskopie nicht eindeutig 
wegen einer Meniskusläsion durchgeführt werden sollte, sondern zur Bilanzie-
rung des Kniebinnenschadens und - bei vorliegender Patientenkonstellation - für 
eine Teilmeniskektomie lateralseitig, sollte sich diese bestätigen. Im Operations-
bericht vom 18. Juni 2018 wird sodann als Erstdiagnose die ausgeprägte Retro-
patellarthrose femoralseitig aufgelistet, die eindeutig degenerativ ist.

In der Kniearthroskopie vom 15. Juni 2018 bestätigen sich u.a. Meniskusläsio-
nen. Allerdings wird er im medialen Kompartiment nur als "leichte Meniskusirre-
gularität im Bereich des Roots" beschrieben. Im lateralen Kompartiment zeige 
der Meniskus eine Subluxationstendenz von dorsal- nach ventralseitig; es beste-
he eine ausgeprägte Vorderhornläsion des Meniskus, indem er ausgefasert sei 
(vgl. oben Erw. 4.2.4). Mithin bestätigt der Operateur den klaren Meniskusriss, 
wie er ihn am 13. Juni 2018 beschrieben hatte, im Operationsbericht nicht. Auch 
begründet er in seinem Bericht vom 6. August 2018 nicht, inwiefern die intraope-
rative Bilddokumentation eindeutig eine Rissformation zeige, wo er selber im Be-
richt zur Kniearthroskopie eine Ausfaserung beschreibt. 

Gegen ein relevantes Trauma spricht auch das Fehlen eines wesentlichen Er-
gusses. In seinem Untersuch vom 13. Juni 2018 stellte Dr.med. J.________ le-
diglich "intraartikulär allenfalls einen dezentesten Kniegelenkserguss" fest. 

Zusätzlich zu den medizinischen Berichten spricht auch die berufliche Betätigung 
des Beschwerdeführers auf dem Bau mit starker Beanspruchung der Kniegelen-
ke für eine Meniskusläsion, die auf Abnützung zurück zu führen ist. 

Schliesslich ist bei einer traumatischen Genese nach erfolgtem Eingriff bzw. Re-
paratur zu erwarten, dass die Beschwerden regredient sind. Vorliegend persis-
tierten sie jedoch, was zu weiteren Untersuchen führte. Dabei zeigte das MRI 
vom 20. September 2018 im Vergleich zu jenem vom 8. Juni 2018 weitere neue 
Veränderungen an den Menisci des linken Knies (vgl. oben Erw. 4.2.8). Es han-
delt sich dabei um neue Veränderungen, die nach der Kniearthroskopie vom    
15. Juni 2018 eingetreten sind. Es spricht dies ebenso dafür, dass die Meniskus-
läsionen im linken Knie wie die übrigen Veränderungen im Kniegelenk degenera-
tiver Natur sind.

20

4.3.3 Der Beschwerdeführer verweist einzig auf die Beurteilung von Dr.med. 
J.________, der sich für eine traumatische Ursache aussprach. Zum einen han-
delt es sich dabei jedoch um den behandelnden Arzt, der erfahrungsgemäss im 
Zweifelsfall eher zu Gunsten des Patienten aussagt (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 
4.5). Zum andern begründet er im Bericht vom 6. August 2018 nicht weiter, wes-
halb eindeutig ein Meniskusriss vorliegen soll, beschreibt er im Operationsbericht 
doch lediglich einen aufgefaserten Meniskus. Auch begründet er nicht weiter, 
weshalb die angebliche Rissformation posttraumatisch zu werten sei. Weitere 
medizinische Berichte, welche Zweifel an der Beurteilung der versicherungsinter-
nen Kreisärzte zu begründen vermöchten, legt der Beschwerdeführer nicht ins 
Recht. Von dem vom Beschwerdeführer beantragten Gutachten kann abgesehen 
werden. Das linke Knie wurde genügend untersucht; die entsprechenden Befun-
de liegen vor und lagen auch den Kreisärzten vor. Namentlich stellten auch die 
behandelnden Ärzte wesentliche degenerative Veränderungen des linken Knie-
gelenkes fest, die zudem nach dem Eingriff zunahmen. Von einem Gutachten 
sind daher keine anderen Erkenntnisse zu erwarten.

4.4 Es ist daher überwiegend wahrscheinlich, dass die durch Dr.med. 
J.________ behandelte Meniskusläsion vorwiegend auf Abnützung oder Erkran-
kung zurückzuführen ist, weshalb die Suva dafür nicht leistungspflichtig ist, selbst 
wenn die Meniskusläsion einen Meniskusriss gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG 
darstellen würde. 

5.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen.

5.2 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 8. August 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 22. August 2019