# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5a27ba7-2f83-5a6b-89a3-384fa8922528
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.03.2022 200 2020 669
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-669_2022-03-16.pdf

## Full Text

200 20 669 UV
WIS/ISD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. März 2022

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. Juli 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. März 2022, UV/20/669, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
durch seine vormalige Tätigkeit als … bei der Schweizerischen Unfallversi-
cherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert. Er bezog aufgrund 
der bei einem Verkehrsunfall am 27. November 1988 erlittenen sensomoto-
risch inkompletten Tetraplegie (vgl. Akten der Suva, act. II 1, 21) verschie-
dene, wegen des Verursachens des Unfalls bei Ausübung eines Vergehens 
teilweise gekürzte (vgl. act. II 29), Leistungen der obligatorischen Unfallver-
sicherung, insbesondere ab dem 16. August 1997 eine Invalidenrente nach 
Massgaben eines IV-Grades von 50 % sowie eine Hilflosenentschädigung 
leichten Grades (act. II 120). Der Rentenanspruch wurde wiederholt 
bestätigt (vgl. act. IIA 143 [2002], 157 [2004]); die Hilflosenentschädigung 
wurde ab dem 1. Juli 2011 auf einen mittleren Grad erhöht (act. IIA 197 
bzw. act. IIB 54). Die vom Versicherten wiederholt beantragte Aufhebung 
der Kürzung der Invalidenrente und der Hilflosenentschädigung (act. IIB 64, 
101) wurde von der Suva abgewiesen (act. IIB 65, 102).

Mit Schreiben vom 18. Februar 2019 (act. IIB 124) machte der Versicherte 
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend und ersuchte 
um Revision der UV-Invalidenrente. Die Suva traf medizinische Abklärun-
gen, namentlich holte sie die Akten der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV) ein (vgl. act. IIC 139-141, act. IID 142 [Akten datierend bis am 
5. Juni 2019]) und veranlasste eine kreisärztliche Beurteilung (vgl. 
act. IIE 153). Gestützt darauf verneinte sie mit Verfügung vom 3. Dezember 
2019 (act. IIE 154) – unter Bezugnahme auf ein Urteil des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern vom 26. Juli 2016, IV/2015/191 (siehe dazu 
act. IIC 140/105-117) – das Vorliegen einer zwischenzeitlichen Verände-
rung des Gesundheitszustandes. Die dagegen erhobene Einsprache 
(act. IIE 165) wies sie mit Einspracheentscheid vom 20. Juli 2020 
(act. IIE 177) ab.

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B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe 8. September 2020 Beschwerde und beantragte, 
in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids sei die Beschwer-
degegnerin zu verpflichten, auf das Revisionsgesuch vom 18. Februar 
2019 einzutreten, den Invaliditätsgrad neu zu berechnen und ihm gestützt 
darauf – rückwirkend seit wann rechtens – im Rahmen eines 50 % über-
steigenden Invaliditätsgrades die ihm zustehende Invaliden- bzw. Komple-
mentärrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme wei-
terer Abklärungen und nachfolgend erneuten Verfügung an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2020 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 2. November 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen 
Rechtsbegehren fest und reichte weitere Unterlagen ein. 

Mit Duplik vom 27. November 2020 hielt die Beschwerdegegnerin, unter 
Verweis auf eine weitere kreisärztliche Beurteilung vom 26. November 
2020 (act. IIF 1), am Abweisungsantrag fest. 

Mit Eingaben vom 15. Februar und 2. sowie 10. März 2021 machte der 
Beschwerdeführer zusätzliche Ausführungen und reichte weitere Unterla-
gen ein. 

Mit Schreiben vom 31. März 2021 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf 
eine weitere Stellungnahme.

Mit Eingabe vom 14. September 2021 reichte der Beschwerdeführer einen 
Vorbescheid der IV-Stelle Bern vom 9. September 2021 (Beilagen zur Be-
schwerde [act. I] 19) ein, gemäss welchem eine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes eingetreten sei und ab 1. Dezember 2021 nunmehr 
Anspruch auf eine Dreiviertelrente bestehe.

Mit prozessleitender Verfügung vom 1. Oktober 2021 edierte die Instrukti-
onsrichterin die Akten der IV-Stelle Bern (act. III-IIIB).

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Mit prozessleitender Verfügung vom 14. Oktober 2021 gab die Instruktions-
richterin den Parteien Gelegenheit, zu den edierten IV-Akten, insbesondere 
dem darin enthaltenen MEDAS-Gutachten vom 11. Januar 2021 (act. IIIB 
196.1-196.6), Stellung zu nehmen.

Mit Eingaben vom 11. November 2021 bzw. vom 20. Dezember 2021 nah-
men die Beschwerdegegnerin respektive der Beschwerdeführer zu den 
edierten IV-Akten Stellung.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 20. Juli 
2020 (act. IIE 177). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und in 
diesem Zusammenhang insbesondere das Bestehen einer revisionsrecht-
lich relevanten Veränderung des Gesundheitszustandes, die geeignet ist, 

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den Rentenanspruch zu beeinflussen. Nicht Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens bilden demgegenüber allfällige Auswirkungen der geltend ge-
machten gesundheitlichen Veränderungen auf den Anspruch auf eine Hilf-
losenentschädigung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung über 
die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 (UVV; SR 832.202) in Kraft 
getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten 
der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet haben, und für 
Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden 
nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 
Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung). 

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

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2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewese-
nen Fassung).

2.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung (vgl. BGE 144 I 103 
E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1). 
Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger 
Praxis die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich ge-
bliebenen Sachverhaltes (vgl. BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 11; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.3.2 Die Erheblichkeit der Sachverhaltsänderung, welche Voraussetzung 
für eine Revision der Rente der Unfallversicherung nach aArt. 17 Abs. 1 
ATSG ist, bejaht das Bundesgericht, wenn sich der Invaliditätsgrad um 
5 Prozentpunkte ändert (BGE 145 V 141 E. 7.3.1 S. 148, 140 V 85 E. 4.3 
S. 87; SVR 2018 UV Nr. 37 S. 133 E. 4.3).

2.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-

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stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

2.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Vorab sind die massgebenden Vergleichszeitpunkte für die Frage 
einer revisionsrechtlich relevanten Veränderung des (medizinischen) Sach-
verhaltes festzulegen. In der Verfügung vom 3. Dezember 2019 
(act. IIE 154) stellte die Beschwerdegegnerin dem gegenwärtigen Sachver-
halt den Gesundheitszustand, wie er sich im Zeitpunkt von VGE 
IV/2015/191 vom 26. Juli 2016 (siehe dazu act. IIC 104/105-117) im Be-
reich der Invalidenversicherung präsentierte, gegenüber. Im angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 20. Juli 2020 (act. IIE 177/2 f. Ziff. 1) hingegen 
bezog sie sich "auf den Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung 
bzw. der Rentenverfügung, womit der Invaliditätsgrad letztmals verändert 
wurde", ohne ein Datum zu nennen.

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Auf den mit VGE IV/2015/191 vom 26. Juli 2016 beurteilten Sachverhalt 
kann vorliegend bereits deshalb nicht abgestellt werden, weil die dem Urteil 
zugrundeliegende Verfügung der IV (act. IIC 140/182-184) für die Unfall-
versicherung keine Bindungswirkung entfaltet hat (BGE 131 V 362 E. 2.2 
S. 366). Überdies wurde sie der Beschwerdegegnerin nicht eröffnet. Eine 
entsprechende Verfügung der Beschwerdegegnerin ist zu diesem Zeitpunkt 
nicht auszumachen. Sodann ist auch nicht auf die ursprüngliche Renten-
verfügung vom 16. August 1997 (act. IIA 120) abzustellen. Denn der Be-
schwerdeführer nahm am 24. März 2001 eine selbstständige Erwerbstätig-
keit auf (vgl. act. IIA 139), woraufhin der Rentenanspruch im Jahr 2002 und 
abermals im Jahr 2004 revisionsweise materiell überprüft wurde (vgl. 
act. IIA 143, 157). Die massgebenden Vergleichszeitpunkte bilden dem-
nach die Mitteilung vom 9. August 2004 (act. IIA 157) und der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 20. Juli 2020 (act. IIE 177).

3.2 Die Mitteilung vom 9. August 2004 (act. IIA 157) stützte sich in me-
dizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf den Verlaufsbericht des Zentrums 
C.________ vom 16. Dezember 2003 (act. IIA 150). Darin wurde eine post-
traumatisch sensomotorisch komplette (recte wohl inkomplette; vgl. auch 
act. IIA 130/1) Tetraplegie sub C7 (AISA A; recte wohl AISA B), motori-
sches Niveau Th2, sensibles Niveau C7 mit Teilinnervation bis Th2, mit/bei 
Status nach Verkehrsunfall am 17. (recte: 27.) November 1988, Status 
nach HWK7-Fraktur, Status nach Spinalkanaldekompression, Vertebrekto-
mie HWK7, Spondylodese und Orozcoplatte HWK6-BWK1, autonome Dys-
regulation mit Blasen-, Darm und Sexualfunktionsstörungen, Detrusorhy-
pertrophie, restharnfreie Entleerung, Status nach Urolithiasis 1988 diagnos-
tiziert. Der Beschwerdeführer arbeite zu 50 % als selbstständiger … (siehe 
auch act. IIA 149 Ziff. 4). Er befinde sich insgesamt in einem guten Allge-
mein- und Rehabilitationszustand. Die kardio-pulmonale Untersuchung 
zeige keinen pathologischen Befund. Gastrointestinal zeige sich das Ab-
domen weich, indolent, pathologische Resistenzen seien nicht tastbar ge-
wesen. Am Bewegungsapparat bestünden keine Fehlstellungen und freie 
Beweglichkeit der grossen Gelenke bis auf eine massive Spastik im Hüftge-
lenk sowie in den OSG mit nur schwerer Überwindbarkeit und Tendenz zu 
Spitzfussstellung.

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3.3 Betreffend die Entwicklung des Gesundheitszustandes bzw. der 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit bis zum Zeitpunkt des angefochtenen Ein-
spracheentscheids vom 20. Juli 2020 (act. IIE 177) ergibt sich aus den Ak-
ten im Wesentlichen Folgendes:

3.3.1 Im Bericht der orthopädischen Klinik des Spitals D.________ vom 
24. November 2016 (act. IIB 129) wurde der Verdacht auf Tendinose der 
anterosuperioren Rotatorenmanschette inkl. LBS der rechten Schulter so-
wie leicht symptomatische AC-Gelenksarthrose diagnostiziert.

3.3.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
für Physikalische Medizin und Rehabilitation, hielt im Bericht vom 30. Okto-
ber 2017 (act. IIB 97) fest, der Beschwerdeführer präsentiere sich in einem 
guten Allgemein- und Rehabilitationszustand. Die neurologischen Defizite 
seien, soweit beurteilbar, stationär. Gleiches gelte für die mässiggradigen 
Bewegungseinschränkungen im Bereich der unteren Extremitäten. Insge-
samt bestehe eine Progredienz der Probleme im Sinne einer Altersinvoluti-
on. Der Beschwerdeführer komme hiermit meist zurecht, jedoch träten im-
mer wieder Phasen auf, in welchen er seiner selbstständigen Tätigkeit als 
Goldschmied nicht nachgehen könne.

3.3.3 In einem weiteren Bericht der orthopädischen Klinik des Spitals 
D.________ vom 17. Januar 2019 (act. IIB 122) wurde sodann ein suba-
crominales Impingement Schulter links diagnostiziert. Es wurde eine suba-
cromiale Infiltration vorgenommen und die Durchführung von humeruskopf-
zentrierenden Übungen empfohlen.

3.3.4 In der Stellungnahme vom 18. Februar 2019 (act. IIB 123) bejahte 
der Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie, einen Zusam-
menhang zwischen dem Unfallereignis vom 27. November 1988 und den 
geklagten Beschwerden an der linken Schulter. Zur Begründung gab er an, 
der Beschwerdeführer sei seit dem Unfall rollstuhlpflichtig. Dabei entstehe 
eine dauerhafte Überlastung der Schultern, sodass eine mittelbare Kausa-
lität bestehe. 

3.3.5 Dr. med. G.________, Praktische Ärztin und Fachärztin für Allge-
meine Innere Medizin, hielt im Bericht vom 12. März 2019 (act. IIB 128) 
fest, beim Beschwerdeführer komme es regelmässig zu drei bis vier Harn-

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wegsinfektionen pro Jahr, welche jeweils phasenweise aufträten. Die Anti-
biotika-Therapie werde jeweils gemäss Resistenzprüfung durchgeführt; der 
Beschwerdeführer spreche gut darauf an. Danach gebe es wieder monate-
lange ruhige Phasen. Der letzte Infekt sei im Juli 2018 gewesen. Ansonsten 
sei die Situation unverändert.

3.3.6 Im Bericht des Zentrums C.________ vom 29. April 2019 (act. IIB 
135) wurden unter anderem rezidivierende, teils fieberhafte Harnwegsinfek-
te bei Prostatitis diagnostiziert. Es wurde eine antibiotische Therapie emp-
fohlen. 

Gemäss dem Bericht des Zentrums C.________ vom 13. Mai 2019 (act. 
IIB 136) zur ambulanten Jahreskontrolle vom 25. April 2019 hat sich der 
Beschwerdeführer in ordentlichem Allgemein- und verschlechtertem Reha-
bilitationszustand befunden. In der Untersuchung sei eine deutlich verstärk-
te Spastik aufgefallen, welche der Beschwerdeführer auf den vorhandenen 
Harnwegsinfekt zurückgeführt habe. Nach den Transfers habe er jeweils 
eine deutliche Tachykardie, zum Teil mit kurzen Pausen, gezeigt. Im EKG 
habe sich jedoch der Sinusrhythmus ohne Hinweis auf eine Rhythmuss-
törung gezeigt. Aufgrund der diversen Verschlechterungen sei der Be-
schwerdeführer auf vermehrte Unterstützung seiner Ehefrau angewiesen 
und fehle wiederholt am Arbeitsplatz. Im langjährigen Lähmungsverlauf sei 
oft eine Zunahme der plegiebedingten Begleitbeschwerden zu sehen und 
diese gelte es auch bei der anamnestisch geplanten Rentenrevision der 
Suva zu berücksichtigten.

3.3.7 Dem Bericht der orthopädischen Klinik des Spitals D.________ vom 
13. Mai 2019 (act. IIB 137) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 
von der Infiltration im Januar 2019 (vgl. dazu act. IIB 122) sehr profitiert hat. 
Er sei gemäss eigenen Angaben so gut wie beschwerdefrei. Bei bestimm-
ten Umwendbewegungen spüre er die linke Schulter noch. 

3.3.8 Im Bericht des Zentrums C.________ vom 12. August 2019 (act. IIE 
149) wurden eine zufriedenstellende Lungenfunktion sowie einen (bis auf 
einen Vitamin D-Mangel) unauffälligen Laborbefund beschrieben. Die ver-
stärkte Spastik sei bisher nicht eindeutig geklärt und eine Triggerung im 

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Rahmen der urologischen Beschwerden sei bisher aber nicht ausgeschlos-
sen worden.

3.3.9 PD Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie, Kompetenzzen-
trum für Versicherungsmedizin Suva, hielt in der Beurteilung vom 12. No-
vember 2019 (act. IIE 153) fest, funktionell-motorisch habe bei Austritt aus 
der Erstrehabilitation am 30. Juni 1989 nur noch ein vollständiger Quer-
schnitt unterhalb von Th1 vorgelegen. Dies sei bis zum aktuellen Zeitpunkt 
unverändert so geblieben im Vergleich zum letzten erhobenen neurologi-
schen Befund vom 25. April 2019. Hier werde eine normale Sensibilität bis 
Th1 hinab dokumentiert, nur links sei sie unterhalb von C7 gestört. Die un-
teren Extremitäten würden ohne Motorik dokumentiert, dagegen seien die 
oberen Extremitäten motorisch uneingeschränkt. Motorisch-funktionell ge-
sehen liege daher unverändert keine Tetraplegie, sondern eine Paraplegie 
vor. Lediglich die Sensibilität sei rechtsseitig unterhalb von C7 gestört und 
unterhalb von etwa Niveau Th1 bis Th3 erloschen. Auch habe sich keine 
Zustandsveränderung ergeben, die aus der Dokumentation ersichtlich wä-
re, weder motorisch noch funktionell. Ernsthafte medizinische Komplikatio-
nen seien aus der Dokumentation mit einem letzten kurzstationären Auf-
enthalt 2017 zur koloskopischen Abklärung nicht ersichtlich. Insbesondere 
bestünden keine längeren stationären Aufenthalte zum Beispiel im Rahmen 
von Wundgeschwulstbehandlungen (Dekubitus) oder sonstigen häufigen 
Komplikationen im Rahmen eines Querschnittsleidens. Der erreichte Ge-
sundheitszustand hinsichtlich der Unfallfolgen sei somit sowohl neurolo-
gisch als auch insgesamt medizinisch als unverändert und aussergewöhn-
lich stabil zu beurteilen, dies auch angesichts eines nunmehr über 30-
jährigen Verlaufs eines Querschnittsleidens.

3.3.10 Im Überweisungsschreiben vom 17. Dezember 2019 (act. IIE 
164/21) hielt Dr. med. G.________ fest, beim Beschwerdeführer mit be-
kannter sensomotorischer Tetraplegie sub C8 sei es im Verlauf der letzten 
zwei Jahre zu einer schleichenden Verschlechterung des Allgemeinzustan-
des gekommen. Insbesondere im Verlauf der letzten zwei Monate sei die 
Verschlechterung deutlich gewesen. Es seien gehäuft schwer behandelba-
re Harnwegsinfektionen aufgetreten. Ebenso sei es zunehmend zu Kreis-
laufdysregulationen gekommen. Zusätzlich seien degenerative Verände-

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rungen an beiden Schultern hinzugekommen, welche die Fortbewegung im 
Rollstuhl sowie die Transfers massiv erschweren würden. 

Im Bericht vom 3. September 2020 (act. IIE 181) hielt Dr. med. G.________ 
zum Verlauf fest, im Rahmen der Blasenfunktionsstörung komme es zu 
rezidivierenden Harnwegsinfektionen, welche den Beschwerdeführer je-
weils für mindestens zwei Wochen stark einschränken würden. Die antibio-
tische Therapie sei teilweise schwierig bei speziellen und teilweise auch 
resistenten Keimen.

3.3.11 Gemäss dem Bericht des Zentrums C.________ vom 30. Oktober 
2020 (Beschwerdebeilage [act. I] 14) hat sich der Beschwerdeführer an-
lässlich der ambulanten Jahreskontrolle vom 19. Oktober 2020 in einem 
reduzierten Rehabilitationszustand präsentiert. Es sei eine allgemeine Ver-
schlechterung der verbleibenden Autonomie im Alltag zu verzeichnen. In 
der klinischen Untersuchung sei eine Verschlechterung der Sensibilität im 
Bereich der Hände aufgefallen. Weiter bestehe ein für langjährige Rollstuhl-
fahrer typisches Schulterleiden mit klinisch reduzierter Kraft im Bereich der 
Rotatorenmanschette. Angesichts der Lähmungshöhe mit Rumpfinstabilität 
würden jegliche Schmerzen oder Verschlechterungen im Bereich der obe-
ren Extremitäten erheblich zu Beeinträchtigungen in den Alltagsaktivitäten 
beitragen. Aus medizinisch-paraplegiologischer Sicht sei es absolut nach-
vollziehbar, dass der Alltag des Beschwerdeführers in den letzten Jahren 
beschwerlicher geworden sei.

3.3.12 PD Dr. med. H.________ hielt in der neurologischen Beurteilung 
vom 26. November 2020 (act. IIF 1) zusammenfassend fest, eine rich-
tungsweisende Verschlimmerung des bekannten funktionell unterhalb Th1 
sensomotorischen kompletten unteren Querschnitts, funktionell-
neurologisch und insbesondere auch im Hinblick auf die Feinmotorik der 
oberen Extremitäten lasse sich auch auf Grundlage der ambulanten Ver-
laufskontrolle vom 30. Oktober 2020 (vgl. dazu act. I 14) weiterhin nicht mit 
dem Beweisgrad einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststellen. An 
der Schlussfolgerung der neurologischen Beurteilung vom 12. November 
2019 könne daher vollumfänglich festgehalten werden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom16. März 2022, UV/20/669, Seite 13

3.3.13 In den mit prozessleitender Verfügung vom 1. Oktober 2021 edier-
ten IV-Akten ist insbesondere das interdisziplinäre Gutachten der 
I.________ (nachfolgend: Medas) vom 11. Januar 2021 (act. IIIB 196.1-
196.6) enthalten. Dem Gutachten sind folgende Diagnosen zu entnehmen 
(act. IIIB 196.1/8 Ziff. 4.2):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
Sensomotorische Paraplegie sub C8 (ASIAB) bei St.n. HWK7-Fraktur 
nach Verkehrsunfall am 17. [recte: 27.] November 1988 (ICD-10 
G82.29)
- St.n. Spinalkanaldekompression, Vertebrektomie HWK7, Spondy-

lodese HWK6-BWK1
- autonome Dysregulation mit Blasen-, Darm- und Sexualfunktions-

störungen
- normale Motorik an den oberen Extremitäten
- neurogene Detrusoraktivität und Detrusor Sphinkter Dyssynergie 

(ICD-10 N31.9)
Chronische Schulterbeschwerden beidseits unter Betonung der ado-
minanten linken Seite (ICD-10 M79.61)
- anamnestisch gutes, bis heute anhaltendes Ansprechen auf suba-

kromiale und intraartikuläre Infiltration rechts am 21. November 
2016

- geringes Ansprechen auf subakromiale Infiltration links am 17. Ja-
nuar 2019

- radiologisch leichtgradige Degeneration beidseits

Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
Adipositas (BMI 32.3 kg/m2) (ICD-10 E66.0)

Bei der neurologischen Untersuchung sei eine stabile Situation der Läh-
mung festgestellt worden. Die vom Beschwerdeführer angegebene ver-
mehrte Spastizität habe nicht objektiviert werden können. Insgesamt könne 
eine wahrscheinliche leichte allgemeine Verschlechterung der Körperfunk-
tionen in den letzten Jahren aus neurologischer Sicht bestätigt werden. Aus 
den Angaben des Beschwerdeführers könne geschlossen werden, dass er 
in früheren Jahren zumindest hinsichtlich seiner beruflichen Tätigkeit leis-
tungsfähiger gewesen sei. Bei der urologischen Untersuchung seien eine 
neurogene Detrusorhyperaktivität und Detrusor Sphinkter Dyssynergie 
festgestellt worden. Dadurch benötige der Beschwerdeführer vermehrt Zeit 
beim Wasserlösen. Auch gehäufte Infektionen seien möglich, wobei der 
Explorand aktuell nicht über regelmässige Beschwerden in dieser Hinsicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. März 2022, UV/20/669, Seite 14

geklagt habe. Bei der orthopädischen Untersuchung seien chronische 
Schulterschmerzen beidseits bei radiologisch leichtgradigen Degeneratio-
nen festgestellt worden. Für Tätigkeiten auf Schulterniveau ohne Ge-
wichtsbelastung ergäben sich aus orthopädischer Sicht keine wesentlichen 
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Bei den täglichen Verrichtungen sei 
aufgrund der Schulterbeschwerden ein etwas vermehrter Zeitaufwand not-
wendig, was aus orthopädischer Sicht einen gewissen Pausenbedarf erge-
be. Bei der allgemeininternistischen Untersuchung sei eine Darmentlee-
rungsstörung bei der Paraplegie bestätigt worden. Die allgemeininternisti-
schen Systemfunktionen seien kompensiert. Aufgrund der Problematik 
beim Stuhlgang benötige der Beschwerdeführer aus allgemeininternisti-
scher Sicht für die Alltagsfunktionen etwas vermehrt Zeit. Bei der eigentli-
chen Arbeit als … sei er aus allgemeininternistischer Sicht nicht einge-
schränkt. Aus polydisziplinärer Sicht benötige der Beschwerdeführer auf-
grund der Paraplegie für alle täglichen Verrichtungen einen vermehrten 
Zeitaufwand (act. IIIB 196.1/8 Ziff. 4.3).

In der bereits optimal angepassten Tätigkeit als … bestehe eine zumutbare 
Präsenzzeit von vier bis fünf Stunden mit einem erheblich erhöhten Pau-
senbedarf. Insgesamt bestehe ab September 2019 eine Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit von 40 %; dies nach einer zuvor 50%igen Arbeitsfähigkeit 
(act. IIIB 196.1/9 Ziff. 4.6). Die Arbeitsunfähigkeit sei gesamthaft durch die 
Einschränkungen der Tetraplegie verursacht. Die kleinen Einschränkungen 
der Arbeitsfähigkeit würden gesamthaft in der neurologischen Beurteilung 
zusammengefasst. Die neurologische Situation sei auch die Hauptursache 
der Unfallfolgen. Die Einschränkungen beziehungsweise die Arbeitsun-
fähigkeit in den übrigen Fachgebieten könnten daher nur partiell addierend 
eingeordnet werden (act. IIIB 196.1/9 f. Ziff. 4.8). 

Schliesslich hielten die Gutachter fest, eine wesentliche Veränderung des 
Gesundheitszustandes gegenüber Januar 2015 lasse sich anhand der ob-
jektiven medizinischen Befunde nicht feststellen. Eine langsame, altersbe-
dingte Verschlechterung des Allgemeinzustandes und der körperlichen 
Funktionen sei anzunehmen. Die Arbeitsfähigkeit habe sich gegenüber den 
früheren Einschätzungen deshalb leicht verschlechtert (act. IIIB 196.1/10 
Ziff. 4.11).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom16. März 2022, UV/20/669, Seite 15

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). Der Be-
weiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend 
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 125 V 351 E. 3b/bb S. 353; SVR 2019 IV Nr. 40 S. 128 
E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2). Die Frage, ob ein Gutachten beweis-
kräftig ist oder nicht, beurteilt sich im konkreten Einzelfall danach, ob sich 
gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen 
oder nicht (BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. März 2022, UV/20/669, Seite 16

sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr besonderer 
Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 
objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 
Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu-
kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 
Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern 
ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 
fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-
verhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten 
Person in den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Urteilt 
das Gericht abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem 
Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die Be-
weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur ge-
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Fest-
stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 
5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.5

3.5.1 Vorab ist festzuhalten, dass sowohl die vom Beschwerdeführer im 
Rahmen des Beschwerdeverfahrens ins Recht gelegten Arztberichte 
(act. I 13 ff.) wie auch das instruktionsrichterlich edierte Medas-Gutachten 
vom 11. Januar 2021 (act. IIIB 196.1-196.6) zwar nach Erlass des ange-
fochtenen Einsprachentscheids vom 20. Juli 2020 (act. IIE 177) datieren 
(vgl. zum massgebenden Sachverhalt in zeitlicher Hinsicht: BGE 131 V 242 
E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140), sich daraus jedoch Rückschlüsse 
auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens beste-
hende Situation erlauben (SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4), weshalb sie 
vorliegend zu berücksichtigen sind. 

3.5.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 20. Juli 2020 (act. IIE 177) in medizinischer Hinsicht auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom16. März 2022, UV/20/669, Seite 17

die Aktenbeurteilung von PD Dr. med. H.________ vom 12. November 
2019 (act. IIE 153), in welcher Letzterer den erreichten Gesundheitszu-
stand hinsichtlich der Unfallfolgen sowohl neurologisch als auch insgesamt 
unverändert beurteilte. Soweit den Gesundheitszustand auf dem neurologi-
schen Fachgebiet betreffend, das heisst namentlich hinsichtlich der Läh-
mung, ist die versicherungsmedizinische Beurteilung überzeugend und 
steht in keinem ersichtlichen Widerspruch zu den übrigen medizinischen 
Akten. So wurde auch im neurologischen Teilgutachten der Medas bzw. im 
Rahmen der Konsensbeurteilung retrospektiv seit Januar 2015 eine stabile 
Situation der Lähmung festgestellt, wobei der neurologische Gutachter ge-
stützt auf den klinisch-neurologischen Befund sowie entsprechende bildge-
bende Unterlagen eine vermehrte Spastizität sowie Auswirkungen der vom 
Beschwerdeführer angegebenen Ausweitung des sensiblen Defizits ver-
neinte (vgl. act. IIIB 196.4/5 ff. Ziff. 7 und 8.5). Aus den Angaben der be-
handelnden Ärzte sind keine im Rahmen der kreisärztlichen Aktenbeurtei-
lung respektive des Medas-Gutachtens unberücksichtigt gebliebene neuro-
logische Aspekte ersichtlich. Vielmehr beurteilte auch der behandelnde Arzt 
Dr. med. E.________ im Bericht vom 30. Oktober 2017 (act. IIB 97) die 
neurologischen Defizite als stationär. Insoweit ist auf dem neurologischen 
Gebiet nach Lage der medizinischen Akten keine Verschlechterung des 
unfallkausalen Gesundheitszustandes zu erkennen. 

3.5.3 Soweit Dr. med. H.________ in der Beurteilung vom 12. November 
2019 (act. IIE 153) alleine gestützt auf die Akten und ohne eigene Untersu-
chung des Beschwerdeführers (vgl. dazu vorne E. 3.5) auch ausserhalb 
seines medizinischen Fachgebietes eine zwischenzeitlich eingetretene un-
fallkausale Veränderung des Gesundheitszustandes mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit sowie den Invaliditätsgrad pauschal verneinte, ist ihm mit 
Blick auf die vorliegenden medizinischen Akten nicht zu folgen: So wurde 
im Medas-Gutachten vom 11. Januar 2021 (act. IIIB 196.1/8 Ziff. 4.3) re-
spektive im urologischen Teilgutachten (act. IIIB 196.5/4 f. Ziff. 7.4 und 
8.2.5) zwar eine seit Jahren unveränderte Harnableitung via Urinal-Kondom 
beschrieben, jedoch gleichzeitig seit circa 2017 neu hinzugekommene 
gehäufte Harnwegsinfekte und Unterbauchschmerzen mit Blasenkrämpfen 
erwähnt. Aufgrund dieser Umstände und der dadurch zunehmenden be-
schwerlichen und zeitaufwändigeren Harnblasenentleerung ging der urolo-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. März 2022, UV/20/669, Seite 18

gische Sachverständige – in Übereinstimmung mit der Einschätzung der 
Hausärztin (vgl. act. IIB 128; IIE 181) sowie der Ärzte des Zentrums 
C.________ (vgl. act. IIB 136; act. I 14) – überzeugend begründet von ei-
ner Verschlechterung des Gesundheitszustandes in urologischer Hinsicht 
aus und attestierte neu eine seit circa 2017 bestehende Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit von 20 % (act. IIIB 196.5/5 Ziff. 8.5), während vor diesem 
Zeitpunkt keine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit auf dem 
urologischen Fachgebiet beschrieben wurde. Damit ist mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit von einer zwischenzeitlich eingetretenen Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes auf dem Gebiet der Urologie auszugehen. 
Insoweit bestehen damit zumindest geringe Zweifel (vgl. vorne E. 3.4) an 
der Aktenbeurteilung von PD Dr. med. H.________ vom 12. November 
2019 (act. IIE 153).

3.5.4 Die Frage, inwieweit die urologisch erstellte Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 
27. November 1988 steht oder durch allfällige unfallfremde Ursachen be-
gründet ist, sowie der Umfang der unfallkausalen Arbeitsunfähigkeit im zeit-
lichen Verlauf lassen sich gestützt auf die vorliegen Akten nicht abschlies-
send beantworten. So ist dem Medas-Gutachten zu entnehmen, dass die 
attestierte Arbeitsunfähigkeit gesamthaft durch Einschränkungen der Te-
traplegie verursacht sei, wobei die neurologische Situation auch die "Haup-
tursache der Unfallfolgen" sei, während die Einschränkungen aus den an-
deren Fachgebieten nur partiell addiert werden könnten. Gleichzeitig gin-
gen die Gutachter – mangels entsprechender objektiver medizinischer Be-
funde letztlich gestützt auf die nicht massgebenden subjektiven Beschwer-
deangaben (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 
281) – aber davon aus, dass eine langsame, altersbedingte Verschlechte-
rung des Allgemeinzustandes und der körperlichen Funktionen anzuneh-
men sei und sich die Arbeitsfähigkeit dadurch leicht verschlechtert habe 
(act. IIIB 196.1/9 f. Ziff. 4.8 und 4.11). Dem in der Konsensbeurteilung refe-
renzierten (vgl. act. IIIB 196.1/9 Ziff. 4.8) neurologischen Teilgutachten ist 
denn auch zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seine Defizite in den 
Vordergrund stelle und anzunehmen sei, dass es im Verlauf der Jahre zu 
einer vermehrten Hilfsbedürftigkeit und Abnahme der Funktionsfähigkeit 
gekommen sei, wobei bei fehlenden objektiven neurologischen Befunden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom16. März 2022, UV/20/669, Seite 19

verschiedene Faktoren, namentlich vermehrte Infekte, Probleme mit der 
Darmfunktion, Schulterprobleme – die gemäss Einschätzung des orthopä-
dischen Sachverständigen jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
haben (vgl. act. IIIB 196.1/8 Ziff. 4.3, 196.3/5 f. Ziff. 7.3.1 und 8.1) – aber 
auch die inzwischen stattgefundene Gewichtszunahme sowie ein allgemei-
ner Alterungsprozess zu den Schwierigkeiten beitragen würden (act. IIIB 
196.4/5 Ziff. 7.1). Ebenso ging der behandelnde Arzt Dr. med. E.________ 
im Bericht vom 30. Oktober 2017 (act. IIB 97) von einer Progredienz der 
Beschwerden im Sinne einer Altersinvolution aus. 

Insgesamt ergeben sich damit aus den medizinischen Akten Anhaltspunk-
te, die sowohl für wie auch gegen die Annahme eines (natürlichen) Kausal-
zusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und der nunmehr ausgewie-
senen Verschlechterung des Gesundheitszustandes, namentlich in urologi-
scher Hinsicht, sprechen. Anhand der vorliegenden medizinischen Akten, 
welche sich hierzu lediglich unvollständig und zudem widersprüchlich äus-
sern, lässt sich dies nicht abschliessend beurteilen. 

3.6 Nach dem Dargelegten ist der medizinische Sachverhalt im Lichte 
des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) hinsichtlich der Abgren-
zung von unfallkausalen und unfallfremden Ursachen der urologisch aus-
gewiesenen Verschlechterung des Gesundheitszustandes sowie der allfäl-
lig unfallkausal zu berücksichtigenden, über eine Arbeitsunfähigkeit von 
50 % hinausgehende Einschränkung unvollständig abgeklärt. Die Be-
schwerde ist daher insoweit gutzuheissen, als der angefochtene Einspra-
cheentscheid vom 20. Juli 2020 (act. IIE 177) aufzuheben und die Sache 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie die medizini-
schen Akten durch entsprechende Verlaufsberichte vervollständige und 
anschliessend in der Fachrichtung Urologie sowie bedarfsweise in weiteren 
Fachdisziplinen den medizinischen Sachverhalt aus unfallversicherungs-
rechtlicher Perspektive vollständig abkläre und anschliessend neu über das 
Revisionsgesuch entscheide. Bei dieser Konstellation ist es nicht Sache 
des Verwaltungsgerichts, die gebotenen medizinischen und erwerblichen 
Abklärungen, insbesondere auch eine erstmalige versicherungsexterne 
Begutachtung i.S.v. Art. 44 ATSG hinsichtlich der sich stellenden unfallver-
sicherungsrechtlichen Fragen selber zu veranlassen. Es besteht denn auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. März 2022, UV/20/669, Seite 20

kein grundsätzlicher Anspruch auf eine gerichtliche Expertise (BGE 137 V 
210 E. 2.2.2 S. 232, 136 V 376 E. 4.2.2 S. 379). Vielmehr haben diese Ab-
klärungen – wie vom Beschwerdeführer explizit beantragt (Beschwerde 
S. 1 Ziff. I/2) – durch die originär hierfür zuständige Verwaltung (Art. 43 
Abs. 1 ATSG) zu erfolgen (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.).

4.

4.1 Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 82a ATSG) ist das 
Verfahren für die Parteien kostenlos.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhän-
gig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (SVR 2020 KV 
Nr. 23 S. 112 E. 11.1).

Mit Kostennote vom 20. Dezember 2021 (in den Gerichtsakten) macht 
Rechtsanwalt B.________ einen Aufwand von 34.83 Stunden, entspre-
chend einem Honorar von Fr. 10'413.60 (inkl. Auslagen und MWST) gel-
tend. Der veranschlagte zeitliche Aufwand erscheint mit Blick auf die vor-
liegend im Wesentlichen auf den Revisionsgrund beschränkte Streitsache, 
der sich dabei stellenden lediglich durchschnittlich komplexen tatsächlichen 
und rechtlichen Fragen, der eingedenk der edierten IV-Akten wenig um-
fangreichen einschlägigen medizinischen Akten, dem Umstand, dass 
Rechtsanwalt B.________ den Beschwerdeführer bereits im Verwaltungs-
verfahren vertrat, sowie insbesondere auch im Vergleich zu gleich bzw. 
ähnlich gelagerten Fällen als deutlich zu hoch. Mit Blick auf die gesamten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom16. März 2022, UV/20/669, Seite 21

Umstände und unter Berücksichtigung des erfolgten zweifachen Schriften-
wechsels sowie die ergänzenden Stellungnahmen der Parteien erscheint 
vorliegend eine Parteientschädigung von insgesamt pauschal Fr. 7'000.-- 
(inkl. Auslagen und MWST) als gerechtfertigt. Die Parteientschädigung ist 
demnach ermessensweise auf pauschal Fr. 7'000.-- festzusetzen und die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer diesen Betrag 
zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Suva vom 20. Juli 2020 aufgehoben und die Sache 
an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vor-
nahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer die 
Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 7'000.-- (inkl. Auslagen und 
MWST) zu bezahlen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.