# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3417665-7a3a-5a85-8c0f-249d877d32b7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 25.05.2018 110 2018 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2018-13_2018-05-25.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde 

abgewiesen (VGE 2018/187 vom 21.1.2019). 

RA Nr. 110/2018/13 Bern, 25. Mai 2018

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer 1

Frau B.________
Beschwerdeführerin 2

alle per Adresse Herrn A.________

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Heimberg, Gemeindeverwaltung, 
Alpenstrasse 26, Postfach 271, 3627 Heimberg

betreffend Gesamtentscheid der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Heimberg vom 
18. Dezember 2017 (Baugesuch Gemeinde Nr. 928/2008-0064; Mehrfamilienhaus)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführenden reichten am 22. Dezember 2008 bei der Gemeinde 

Heimberg ein Baugesuch ein für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit fünf 

Wohneinheiten und sechs Autoabstellplätzen auf Parzelle Heimberg Grundbuchblatt 

Nr. C.________. Das Grundstück liegt in der Wohn- und Gewerbezone WGb. Infolge von 

Planungszonen war das Baubewilligungsverfahren vom März 2009 bis Dezember 2016 

eingestellt. Die Beschwerdeführenden überarbeiteten ihr Projekt im Verlauf des Jahres 

2017 mehrmals, wobei die Gemeinde diese Projektänderungen teilweise als "schriftliche 

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Ergänzungen und Begründungen" bezeichnete.1 Die Gemeinde teilte ihnen jeweils mit, 

dass die Baueingabe nach wie vor Mängel aufweise und das Vorhaben nicht 

bewilligungsfähig sei. Die Beschwerdeführenden hielten dennoch an ihrem Gesuch fest. 

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 10. Oktober 2017 teilte die Gemeinde ihnen mit, 

dass das Vorhaben zusätzlich ein Ausnahmegesuch für das Unterschreiten des 

Gebäudeabstands benötige. Zudem wies sie auf weitere Mängel hin. Sie gab den 

Beschwerdeführenden eine Frist von 30 Tagen für die Verbesserung, unter Androhung des 

Nichteintretens auf das Baugesuch bzw. der Abschreibung des Baugesuchs. Gegen diese 

Verfügung erhoben die Beschwerdeführenden am 6. November 2017 Beschwerde bei der 

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE), die darauf mit 

Zwischenentscheid vom 11. Dezember 2017 nicht eintrat (Verfahren RA 

Nr. 110/2017/141).

Mit Gesamtentscheid vom 18. Dezember 2017 erteilte die Gemeinde dem Vorhaben den 

Bauabschlag. Die Gemeinde macht zum einen geltend, dass die Gesuchsunterlagen nie 

vollständig eingereicht worden seien, womit die formellen Anforderungen gemäss Art. 10 ff. 

BewD2 nicht erfüllt seien. Zum anderen sei das Bauvorhaben auch hinsichtlich Einhaltung 

der zulässigen Bruttogeschossfläche und der Ausnützungsziffer, sowie der Einhaltung des 

(kleinen) Grenzabstands zur Parzelle Heimberg Grundbuchblatt Nr. D.________ hin, nicht 

bewilligungsfähig. Eine Ausnahmebewilligung werde ausgeschlossen. Auch die Flächen 

der Kinderspielplätze und der Aufenthaltsbereiche entsprächen nicht den gesetzlichen 

Vorgaben. 

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 16. Januar 2018 Beschwerde bei 

der BVE ein. Sie beantragen "eine Feststellung beschränkt auf den Streitgegenstand 

betreffend die Rechtmässigkeit unseres Anspruches eine Ausnahmebewilligung zur 

Reduktion des kleinen Grenzabstandes unter Berücksichtigung der Projektänderung der 

Reduktion der Nutzungsübertragung". Die Beschwerdeführenden weisen darauf hin, dass 

die Gemeinde die "Genehmigung des Ausnahmegesuchs" vom 21. September 2017 zur 

Reduktion des kleinen Grenzabstands (kGA) zu Unrecht verweigert habe. Damit würde 

ihnen die Möglichkeit genommen "nach altem Recht eine Projektanpassung vorzunehmen", 

was in Anbetracht der im August 2017 aufgelegten Überbauungsordnung Heimberg Süd 

1 Vorinstanzlicher Entscheid, Sachverhalt, Ziff. 1.4.21
2 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)

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und der im November 2017 angekündigten Revision der Ortsplanung erhebliche 

Einschränkungen zur Folge haben werde. Eine Projektänderung "im Rahmen des 

ursprünglichen Raumprogrammes" gemäss Projektänderung vom 7. Juli 2017 sei zeitlich 

nicht realisierbar. Wegen der Entscheide der Gemeinde und der BVE werde die 

Bauherrschaft vorliegend gezwungen, eine Projektänderung einzureichen, für die die 

Rechtmässigkeit des Ausnahmegesuchs bezüglich Reduktion des kleinen Grenzabstands 

vorgängig festgestellt sein müsse. Zudem habe die Gemeinde ihr Ausnahmegesuch mit 

unterschiedlichen Begründungen abgelehnt.

3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet3, holte die 

Vorakten ein und führte den Schriftenwechsel durch. Die Gemeinde beantragt mit 

Stellungnahme vom 12. Februar 2018 die Abweisung der Beschwerde und äussert sich nur 

noch zu "einigen auserwählten Rügen der Beschwerde". Sie weist darauf hin, dass die 

Bauherrschaft versuche, über die Ausnahmebewilligung zum "nachbarrechtlich 

minimalsten Grenzabstand" zu gelangen. Im Übrigen sei sie nach wie vor der Ansicht, dass 

keine besonderen Verhältnisse zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung für die 

Unterschreitung des Grenzabstands gegen Westen (zu den Parzelle Nrn. D.________ und 

E.________ hin) gegeben seien. Auch bezüglich Anordnung des grossen Grenzabstands 

auf der Westseite hält sie an ihrem Entscheid fest.4 Die Einsprecher liessen sich nicht 

vernehmen und beteiligten sich somit nicht am Verfahren.

4. Das Rechtsamt nahm mit Verfügung vom 19. März 2018 eine summarische 

Einschätzung vor und wies darauf hin, dass die Beschwerdeführenden nicht geltend 

machten, dass der Bauabschlag zu Unrecht erteilt worden sei. Der gestellte Antrag, dass 

ihr Anspruch auf Erteilung einer Ausnahmebewilligung gemäss Art. 26 BauG5 für die 

Unterschreitung des kleinen Grenzabstands zu beurteilen sei, stelle eine Rechtsfrage dar. 

Diese könne nicht zum Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens gemacht werden. Auf 

die Beschwerde werde daher voraussichtlich nicht eingetreten werden können. Zudem 

3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
4 Vgl. vorinstanzlicher Entscheid, E. 2.7.1
5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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wurde darauf hingewiesen, dass eine Verbesserung des Antrags und der Begründung 

infolge Fristablaufs nicht mehr möglich sei.

Die Beschwerdeführenden nahmen mit Eingabe vom 9. April 2018 (Eingang am 10. April 

2018) dazu Stellung. Sie weisen darauf hin, dass sich ihnen der Sinn der Verfügung des 

Rechtsamtes nicht erschliesse. Dabei handle es sich um "Allgemeinheiten" und die 

Aussagen seien zu wenig konkret. Aus Art. 32 VRPG ergäbe sich zudem ein Verbot 

übertriebener Formstrenge. Aus ihrer Beschwerde werde ihrer Meinung nach ersichtlich, 

dass die Aufhebung der Verfügung der Baubewilligungsbehörde verlangt werde. Der 

Hinweis, dass eine Verbesserung nicht mehr möglich sei, sei unverständlich. Die 

Beschwerdeführenden präzisieren den Streitgegenstand insoweit, als sich dieser aus den 

"drei folgenden Streitpunkten" zusammensetze: "Ausnahmegesuch, Nutzungsübertragung 

und Auslegung grosser Grenzabstand". Im Folgenden begründen die 

Beschwerdeführenden nochmals eingehend, aus welchen Gründen ihnen eine Ausnahme 

für die Unterschreitung des (kleinen) Grenzabstands auf der Westseite des geplanten 

Mehrfamilienhauses zu erteilen und der grosse Grenzabstand entgegen der Ansicht der 

Gemeinde nicht auf dieser Seite anzuordnen sei.

Die Gemeinde liess sich zur summarischen Einschätzung des Rechtsamtes nicht 

vernehmen. Sie reichte am 4. Mai 2018 jedoch Schlussbemerkungen ein. Sie verweist auf 

die Vorgeschichte des umstrittenen Bauvorhabens und die verschiedenen Mitteilungen an 

die Bauherrschaft, wonach das Baugesuch nicht bewilligungsfähig sei. Zum Zeitpunkt ihres 

Bauentscheids wie auch "mit den neuesten Ausführungen" sei nicht erkennbar, dass die 

Baugesuchsteller die Bereitschaft hätten, ein bewilligungsfähiges Projekt vorzulegen. 

5. Auf die Rechtsschriften und die Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, 

in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1. Sachurteilungsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG6. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann 

er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel 

angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im 

vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide 

können nach Art. 40 Abs. 1 BauG7 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei 

der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen 

den Gesamtentscheid zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, 

die Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige 

Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden, 

deren Baugesuch abgewiesen wurde, sind durch den vorinstanzlichen Gesamtentscheid 

beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Die Beschwerde wurde 

fristgerecht eingereicht. 

b) Die Beschwerdeführenden sind der Ansicht, dass ihnen noch Gelegenheit zur 

Verbesserung bzw. zur "Sinnermittlung" ihrer Beschwerde hätte eingeräumt werden 

müssen. Bei fristgebundenen Eingaben müssen Antrag und Begründung innert der Frist 

eingereicht sein (Art. 33 Abs. 3 VRPG). Da die Beschwerde erst am 16. Januar 2018 

eingereicht und damit am letzten Tag der Beschwerdefrist bei der BVE eingegangen ist 

(17. Januar 2018), konnte die Beschwerde nicht rechtzeitig zur Verbesserung an die 

Beschwerdeführenden zurückgewiesen werden. Die Eingabe der Beschwerdeführenden 

vom 9. April 2018 wurde erst nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereicht. Sie wird als 

Stellungnahme im Verfahren entgegen genommen.

2. Streitgegenstand

a) Die Beschwerdeführenden beantragen "eine Feststellung, beschränkt auf den 

Streitgegenstand betreffend die Rechtmässigkeit unseres Anspruches eine 

Ausnahmebewilligung zur Reduktion des kleinen Grenzabstandes unter Berücksichtigung 

6 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
7 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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der Projektänderung der Reduktion der Nutzungsübertragung". Im Antrag formulieren sie 

ihr Begehren wie folgt: "Auf Feststellung, dass unser Anspruch auf eine 

Ausnahmebewilligung berechtigt ist und durch die beantragte Projektänderung die 

massgebenden gesetzlichen Bestimmungen betreffend Nutzungsübertragung (…) 

eingehalten sind".

b) Anfechtungsobjekt ist der Gesamtentscheid der Vorinstanz. Der Streitgegenstand 

braucht sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses 

hinausgehen. Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. 

Die Parteien können den Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, 

sondern nur einschränken.8

c) Gemäss angefochtenem Gesamtentscheid erteilt die Gemeinde den Bauabschlag für 

das Bauvorhaben "Mehrfamilienhaus mit 5 Wohneinheiten und 6 Autoabstellplätze". Der 

Antrag auf Feststellung eines Anspruchs auf Ausnahmebewilligung geht somit über den 

Streitgegenstand hinaus. Auf den Antrag kann schon aus diesem Grund nicht eingetreten 

werden.

d) Wie bereits in der summarischen Einschätzung gegenüber den Beschwerdeführen-

den ausgeführt, kann im Baubewilligungsverfahren um eine ordentliche Baubewilligung  

oder um eine generelle Baubewilligung ersucht werden (vgl. Art. 32 BauG). Die Beschrän-

kung auf die Frage der Erteilung einer generellen Baubewilligung ist geboten, wenn ein 

grösseres Bauvorhaben in Frage steht oder wenn die Rechtslage unklar ist (Art. 32d 

BauG). Gegenstand der generellen Baubewilligung ist ein konkretes Bauvorhaben. Zur Be-

urteilung reiner Rechtsfragen, die nicht ein bestimmtes Bauprojekt betreffen, steht sie nicht 

zur Verfügung.9 Zum Gegenstand des generellen Gesuchsverfahrens können beispiels-

weise die vorgesehene Nutzung, die Erschliessung, die Lage und die äussere Gestaltung 

des Bauobjekts, dessen Einordnung in die Umgebung sowie ähnliche Einzelfragen ge-

macht werden (Art. 32d Abs. 2 BauG).10 Als weitere Bewilligungsarten bzw. -kategorien 

sieht das Baugesetz die ordentliche und die kleine Baubewilligung, sowie die Teilbaube-

willigung vor (Art. 32 – Art. 32c BauG). Eine Teilbaubewilligung, d.h. ein Aufsplitten eines 

8 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 72 N. 6 bis 8
9 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 32-
32d N. 6. Vgl. BVR 1995 S. 62 ff. 
10 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 6 ff.

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Bauvorhabens in mehrere Teile und deren separate Beurteilung, ist dann zulässig, wenn 

dies unter dem Gesichtspunkt der Koordination unbedenklich ist. Einzelne Teile, die sich 

gegenseitig bedingen, dürfen nicht getrennt beurteilt werden.11 Die Beschränkung auf die in 

Art. 32 BauG aufgezählten Bewilligungsarten gilt auch für das nachfolgende (Bau-)Be-

schwerdeverfahren. Vorliegend lässt sich der Antrag der Beschwerdeführenden sowie 

dessen Begründung weder als Antrag auf Erteilung einer generellen Baubewilligung noch 

auf Erteilung einer ordentlichen oder einer (Teil-)Baubewilligung verstehen. Vielmehr 

möchten die Beschwerdeführenden Rechtsfragen zu den Themenbereichen 

Ausnahmegesuch, Nutzungsübertragung, Auslegung grosser Grenzabstand, unabhängig 

von einem konkreten Projekt, vorab im Baubewilligungsverfahren geklärt haben. Dies geht 

nicht nur über den Verfahrensgegenstand hinaus, sondern diese Möglichkeit ist in der 

Baugesetzgebung gar nicht vorgesehen. Das Baubewilligungsverfahren, und zwar sowohl 

das ordentliche, wie auch das generelle, bezwecken (einzig), konkrete Bauvorhaben auf 

ihre Übereinstimmung mit den Vorschriften des Bau- und Planungsrechts und gewissen 

weiteren Vorschriften zu prüfen.12 Diese Verfahren stehen zur Beurteilung reiner 

Rechtsfragen, die nicht ein bestimmtes Bauprojekt betreffen, nicht zur Verfügung. Auch 

aus diesem Grund kann auf den Antrag auf Feststellung eines Anspruchs auf 

Ausnahmebewilligung nicht eingetreten werden.

3. Bauabschlag/Projektänderung

a) Die Beschwerdeführenden beantragen in ihrer Beschwerde weiter "die Rückweisung 

des Bauabschlages". Auch in ihrer Stellungnahme betonen sie, dass aus ihrer Beschwerde 

klar erkennbar sei, dass sie die Aufhebung der Verfügung der Baubewilligungsbehörde 

verlangten.

b) Gemäss Art. 40 Abs. 1 BauG können Bauentscheide schriftlich bei der BVE mit 

Baubeschwerde angefochten werden. Beschwerden haben das Rechtsbegehren und die 

Begründung zu enthalten. Eine Begründung muss sich wenigstens in minimaler Form mit 

der angefochtenen Verfügung auseinandersetzen und sinngemäss darauf schliessen 

lassen, auf welche Beschwerdegründe sich die beschwerdeführende Partei beruft.13

11 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 5a ff
12 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 32-44, N. 1
13 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 32 N. 15

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c) Die Beschwerdeführenden machen nicht geltend, der Bauabschlag sei zu Unrecht 

erteilt worden. Sondern sie bringen zum einen vor, der Teilaspekt 

Grenzabstände/Ausnahmegesuch sei anders zu beurteilen. Zum andern werde eine 

Projektänderung hinsichtlich Nutzungsübertragung beantragt, die das Vorhaben 

gesetzeskonform mache. Sie bringen damit nicht vor, die Nutzungsübertragung und damit 

die Ausnützungsziffer sei in der angefochtenen Verfügung falsch beurteilt worden. 

Die Vorinstanz hat den Bauabschlag im angefochtenen Gesamtentscheid weiter damit 

begründet, dass sich die Parkplätze im Strassenabstand befänden und im Widerspruch mit 

weiteren Bestimmungen des Strassengesetzes und der VSS-Vorschriften stünden (E. 2.3.9 

Ziff. 3), dass die Flächen für Kinderspielplätze und Aufenthaltsbereiche die gesetzlichen 

Bestimmungen nicht einhalten würden (E. 2.5.5, fünftes Lemma) sowie dass das 

Baugesuch den formellen Anforderungen nicht entspreche (E. 2.1.4 und E. 2.8.3). Die 

Beschwerdeführenden begründen in keiner Weise, inwiefern der Bauabschlag mit Blick auf 

diese Aspekte zu Unrecht erteilt worden sei. Im Gegenteil halten sie in ihrer Beschwerde 

fest: "Die übrigen von der Gemeinde beanstandeten Mängel stehen in keinem 

unmittelbaren Zusammenhang zum Ausnahmegesuch und sind unabhängig von diesem 

lösbar. Dies gilt für das Einhalten der VSS-Normen, die Grünflächenziffer, Kinder- und 

Aufenthaltsflächen." Der Antrag auf Aufhebung des Bauabschlags ist daher ungenügend 

begründet und es kann nicht darauf eingetreten werden.

d) Die Beschwerdeführenden bringen in ihrem Antrag schliesslich noch folgendes 

Begehren: "Sollte wider Erwarten unser Standpunkt hinsichtlich Südfassade als 

Hauptwohnseite nicht akzeptiert werden, so beantragen wir eine Projektänderung gemäss 

Beilage 3a-2.1 + 3a.2.2 Normalgeschoss und Fassaden 15.01.18".14

e) Gemäss Art. 43 BewD15 können die Baugesuchsteller während eines 

Baubewilligungsverfahrens oder eines nachfolgenden Beschwerdeverfahrens vor der BVE 

eine Projektänderung einreichen, ohne dass deshalb ein neues Baubewilligungsverfahren 
eingeleitet werden muss. Eine Projektänderungen hat den formellen Anforderungen an ein 

Baugesuch zu genügen (vgl. Art. 10 ff. BewD). Das geänderte Projekt tritt an die Stelle des 

14 Beschwerdeschrift vom 16. Januar 2018, S. 4-1, unten
15 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)

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ursprünglichen Bauvorhabens.16 Eine Projektänderung kann nicht an eine Bedingung 

geknüpft werden und gemäss Praxis nicht in Form eines Eventualbegehrens zum 

Gegenstand des Verfahrens17 gemacht werden.

f) Bei der von den Beschwerdeführenden eingereichten Projektänderung handelt es 

sich um eine bedingte Projektänderung, da sie nur für den Fall gestellt wird, dass die 

Südfassade nicht als "Hauptwohnfassade" akzeptiert werde. Zudem genügen die von ihnen 

eingereichten Unterlagen und Pläne vom 15. Januar 201818 den formellen Anforderungen 

an ein Baugesuch gemäss Art. 10 ff. BewD in keiner Weise. Auf die Projektänderung kann 

daher nicht eingetreten werden.

g) Zusammenfassend ist festzustellen, dass auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 

Den Beschwerdeführenden ist jedoch unbenommen, jederzeit für die gleiche Parzelle ein 

neues Projekt einzureichen.

4. Verfahrenskosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie 

haben die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf 

eine Pauschalgebühr von Fr. 800.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV19).

b) In diesem Verfahren sind keine Parteikosten im Sinne des Gesetzes entstanden. 

Parteikosten sind daher keine zu sprechen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG i.V.m. Art. 2 

Abs. 1 Bst. b VRPG).

16 Vgl. BVR 2012 S. 463 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen
17  Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d, N. 13c
18 Beschwerdeschrift vom 16. Januar 2018, Beilagen 3a-2.1 und 3a-2.2
19 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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III. Entscheid

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden den Beschwerdeführenden zur 

Bezahlung auferlegt. Sie haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine separate 

Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

IV. Eröffnung

- Herrn A.________, eingeschrieben

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Heimberg, Gemeindeverwaltung, 

eingeschrieben

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

Barbara Egger-Jenzer

Regierungsrätin