# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 672e2bae-9c0a-54cb-b154-2c326ab12d8b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.05.2020 IV 2018/204
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-204_2020-05-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/204

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.09.2020

Entscheiddatum: 20.05.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 20.05.2020
Art. 28 IVG. Würdigung des psychiatrischen Teils eines polydisziplinären 
Gutachtens, welches eine Aggravation postuliert. Das Gutachten ist 
beweiskräftig. Rentenanspruch verneint (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Mai 2020, IV 
2018/204).

Entscheid vom 20. Mai 2020

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt

Geschäftsnr.

IV 2018/204

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun, Oberdorfstrasse 6, Postfach 29, 

8887 Mels,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) stellte im April 1996 wegen Rückenproblemen 

bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) ein Gesuch um berufliche 

Massnahmen (vgl. IV-act. 2 und 7). Nach entsprechenden Abklärungen sprach ihm die 

IV-Stelle am 27. Januar 1997 eine Umschulung zum Metallbearbeiter zu (IV-act. 31). 

Diese absolvierte der Versicherte vom 3. Februar 1997 bis 2. Mai 1999 bei der B.___ 

und schloss sie erfolgreich ab (vgl. IV-act. 31, 45 und 51). Vom 1. September 1999 bis 

anfangs 2002 war der Versicherte als CNC-Maschinenbediener arbeitstätig (IV-act. 

52-4 und 72-1).

A.a. 

Am 2. April 2002 zog sich der Versicherte bei einem Verkehrsunfall ein HWS-

Distorsionstrauma zu (IV-act. 60-1). Für die Folgen des Unfalls war die Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) zuständig (IV-act. 63-46). Auf deren 

Veranlassung hin absolvierte er vom 25. Juli bis 22. August 2002 einen stationären 

Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation des 

Bewegungsapparates, Valens (IV-act. 60-1, 3). Dieser beinhaltete Physio- und 

Ergotherapie, Instruktionen zu ergonomischen Techniken in Alltag und Beruf sowie 

Rückenschule und Basistests der körperlichen Leistungsfähigkeit (IV-act. 60-1 f., 11). 

Dem Austrittsbericht vom 23. August 2002 sind die Diagnosen chronisches 

zervikozephales Syndrom und chronisches thorako- und lumbospondylogenes 

Syndrom und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für mittelschwere, wechselbelastende 

Tätigkeiten zu entnehmen (IV-act. 60-1). Der zuständige Suva-Arzt bestätigte am 23. 

Dezember 2002 eine volle Arbeitsfähigkeit bezüglich der HWS-Befunde ab 18. 

November 2002 (IV-act. 63-27 ff.).

A.b. 

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Am 15. Januar 2003 nahm der Versicherte eine Tätigkeit als Hilfsbodenleger auf 

(IV-act. 65-1). Am 23. Juli 2003 liess er der Suva unter Hinweis auf einen erneuten 

Schub eines Zervikalsyndroms und eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem 7. Juli 

2003 durch seinen damaligen Hausarzt Dr. med. C.___ einen Rückfall melden (IV-act. 

63-24). Per 31. Oktober 2003 wurde er wegen Krankheit als Hilfsbodenleger entlassen 

(IV-act. 65-1). Am 20. November 2003 ersuchte er wegen Rücken- und 

Nackenschmerzen seit 2002 um Leistungen der IV, wenn möglich um eine Umschulung 

in eine Bürotätigkeit (IV-act. 52). Mit Verfügung vom 14. August 2003 verneinte die 

Suva das Vorhandensein von Unfallfolgen (IV-act. 63-19; vgl. auch Kreisärztlicher 

Untersuchungsbericht vom 12. August 2003 in IV-act. 63-21 sowie Einsprache in IV-

act. 63-15 und Einspracherückzug in IV-act. 63-12). Dr. C.___ erläuterte mit Bericht 

vom 4. Dezember 2003, der Versicherte sei seit dem 7. Juli 2003 zu 100 % 

arbeitsunfähig für die Arbeit auf dem Bau. In körperlich leichten Arbeiten wäre er zu 

100 % arbeitsfähig. Der Arzt stellte die Diagnosen chronisches zervikozephales 

Syndrom bei Status nach HWS-Distorsion und chronisches thorakolumbales 

spondylogenes Syndrom (IV-act. 64-1, 4). Mit Verfügung vom 31. März 2004 verneinte 

die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche Massnahmen bei voller Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten (IV-act. 77; bestätigt mit Einspracheentscheid vom 15. 

November 2004 in IV-act. 89).

A.c. 

Ab dem 1. Juni 2007 arbeitete der Versicherte als Polymechaniker mit 

vollzeitlichem Pensum für die D.___ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin), wo er Bauteile 

anfertigte und diverse Arbeiten in der Fertigung erledigte (IV-act. 93-6, 102-2 und 113-1 

f.). Im August 2008 anerkannte die Suva in Zusammenhang mit dieser Tätigkeit an der 

CNC-Maschine und gegebener Exposition zu Kühlschmiermitteln ein toxisch-irritatives 

Handekzem als berufsbedingt an. Ein Facharzt aus der Abteilung Arbeitsmedizin der 

Suva konnte der Arbeitgeberin und dem Versicherten Hilfestellung bei der Anpassung 

seiner Tätigkeit an diese Einschränkung geben (Fremdakten 3-17; IV-act. 107-163 bis 

166). Die Suva stand fortan in stetigem Kontakt mit dem Versicherten, um die 

Entwicklung bezüglich des Ekzems zu beobachten (vgl. IV-act. 107-49 bis 181). Am 14. 

Mai 2013 informierte die nunmehrige Hausärztin des Versicherten, Dr. med. E.___, über 

einen unveränderten Verlauf des chronischen Handekzems. Neu berichte der 

Versicherte über einen akzentuierten Reizhusten am Arbeitsplatz, weshalb eine 

A.d. 

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pneumologische Abklärung bei Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin und 

Pneumologie, stattgefunden habe (IV-act. 107-46).

Vom 6. Dezember 2013 an attestierte Dr. E.___ dem Versicherten wegen eines 

"massiven psychischen Einbruchs" eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 103-11 

und 262-2). Anlässlich einer Besprechung vom 27. Februar 2014 zwischen einem 

Arbeitsarzt der Suva und dem Versicherten wurde letzterem eine Anmeldung bei der IV 

nahegelegt (IV-act. 107-19). Am 25. März 2014 ersuchte der Versicherte die IV unter 

Hinweis auf eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome, eine 

generalisierte Angststörung und eine Schlafapnoe sowie die seit Dezember 2013 

bestehende Arbeitsunfähigkeit um Leistungen (IV-act. 93).

A.e. 

Zum Zeitpunkt dieser Anmeldung befand sich der Versicherte seit dem 4. März 

2014 in stationärer Behandlung in der Klinik G.___, St. Gallische Psychiatrische-Dienste 

H.___ (IV-act. 104-2). Dieser Aufenthalt dauerte bis zum 15. April 2014 und wurde vom 

zuständigen Oberarzt dahingehend zusammengefasst, dass erstmalig eine 

Hospitalisation erfolgt sei aufgrund einer sekundären psychischen Dekompensation bei 

anhaltender Belastung durch ein berufsbedingtes Ekzem. Der stationäre 

Behandlungsversuch sei frustran verlaufen (IV-act. 117-3). Dem Austrittsbericht sind 

die Diagnosen schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome, 

generalisierte Angststörung, berufsbedingtes toxisch-irritatives Handekzem sowie 

sonstige Schlafapnoe zu entnehmen (IV-act. 117-1).

A.f. 

Am 19. Mai 2014 eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten, dass zurzeit keine 

beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (IV-act. 116; vgl. auch 

Fallübersicht Eingliederung in IV-act. 132).

A.g. 

Am 24. Juli 2014 berichtete Dr. med. I.___ vom Psychiatrie-Zentrum J.___ 

(nachfolgend: Psychiatrie-Zentrum), der Versicherte leide an einer schweren 

depressiven Episode ohne psychotische Symptome und an einer Schlafapnoe und es 

bestehe der Verdacht auf eine generalisierte Angststörung. Mehrere Versuche einer 

antidepressiven und anxyolitischen Behandlung seien entweder ergebnislos oder 

nebenwirkungsbehaftet gewesen. Aus verhaltenstherapeutischer Beobachtung wolle 

der Patient keine Psychopharmaka einnehmen, wirke passiv und habe hohe Ansprüche 

A.h. 

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an den involvierten Behandler/Therapeuten (IV-act. 123-5). Vom 11. August bis 2. 

September 2014 wurde der Versicherte erneut in der Klinik G.___ stationär behandelt. 

Dem diesbezüglichen Bericht vom 19. September 2014 sind die Diagnosen schwere 

depressive Episode ohne psychotische Symptome, postschizophrene Depression 

sowie sonstige Schlafapnoe zu entnehmen (IV-act. 122-1), wobei dem berichtenden 

Arzt zufolge das eindeutig depressive Zustandsbild diagnostisch unklar geblieben sei 

(IV-act. 122-4). Er empfahl die weitere psychiatrische Behandlung resp. Begleitung des 

Patienten und eine feinere diagnostische Abklärung (IV-act. 122-1). Vom 15. bis 17. 

September 2014 war der Versicherte in der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. 

Gallen (nachfolgend: KSSG) hospitalisiert zur Abklärung seit sechs Monaten 

bestehender, jedoch seit einem Monat zunehmender Bewegungsunruhe (IV-act. 

262-31). Die zuständigen Ärzte diagnostizierten Frühdyskinesien DD Akathisie im 

Rahmen der Neuroleptika-Behandlung (IV-act. 262-30). Aus dem Konsilium 

Psychosomatik vom 17. September 2014 resultierte die Empfehlung einer stationären 

psychiatrischen Behandlung und die Bitte um die Aufnahme einer antidepressiven 

Kombinationsbehandlung (IV-act. 262-32).

Am 2. Dezember 2014 startete der Versicherte einen Arbeitsversuch von zwei 

Stunden an je zwei Tagen bei der Arbeitgeberin. Dabei wurde er von einer Care 

Managerin von der Swica Krankenversicherung AG (nachfolgend: Swica), welche 

Krankentaggelder ausrichtete, und seinem behandelnden Psychiater, Dr. I.___, 

begleitet (IV-act. 125-2). Am 22. Januar 2015 berichtete letzterer, es liege nach wie vor 

eine anhaltende schwere Depression und eine generalisierte Angststörung vor. Der 

Patient leide an geringer Konzentrationsfähigkeit, Stresstoleranz und Belastbarkeit. Er 

leide auch an innerer Unruhe und Gedankenkreisen. Auf den Arbeitsversuch habe er 

mit zunehmender Unruhe und Überforderung reagiert (IV-act. 129-3 f.). Einem 

Gesprächsprotokoll vom 10. Februar 2015 der Swica ist zu entnehmen, dass von der 

Arbeitgeberin im Laufe der therapeutischen Beschäftigungsmassnahme Fortschritte 

festgestellt worden seien (IV-act. 130-3; vgl. auch IV-act. 135-7, 9).

A.i. 

Am 29. April 2015 wurde der Versicherte erneut durch Dr. F.___ untersucht. Dem 

diesbezüglichen Bericht vom 5. Mai 2015 ist ein weitgehendst normaler Befund zu 

entnehmen, höchstens mit minim verminderten kleinen Flusswerten. Einzig habe die 

bronchiale Hyperreagibilität im Vergleich zur Voruntersuchung im Dezember 2013 

A.j. 

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zugenommen und sei jetzt mittelschwer. Dem Arzt zufolge berichtete der Versicherte 

über einen Reizhusten am Arbeitsplatz, der 30 bis 60 Minuten anhalte, wenn er in die 

Halle trete. Zusammen mit den lungenfunktionellen Werten spreche dies höchstens für 

eine unspezifische irritative Reizung (IV-act. 133-5 f.). Am 12. Mai 2015 berichtete Dr. 

I.___, der Versicherte befinde sich bei unveränderten Diagnosen und Befunden nach 

wie vor in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Diese bestehe 

aus wöchentlichen unterstützenden Gesprächen und medikamentöser antidepressiver 

Therapie (IV-act. 137-2). Es sei jedoch bislang kein medikamentöser Therapieversuch 

toleriert worden (IV-act. 137-4).

Die zuständige Ärztin vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) sah am 28. Mai 

2015 Eingliederungspotential beim Versicherten (IV-act. 139-2). Am 14. August 2015 

fand ein Gespräch zwischen diesem und der zuständigen IV-Eingliederungsberaterin 

statt (IV-act. 147-1). Im September 2015 unterzeichneten der Versicherte, seine 

Arbeitgeberin, seine Hausärztin, sein behandelnder Psychiater und die IV-Stelle einen 

Eingliederungsplan für Integrationsmassnahmen (Wirtschaftsnahe Integration mit 

Support am Arbeitsplatz; WISA). Diese umfassten den Zeitraum vom 1. September 

2015 bis 26. Februar 2016 und hatten als Ziel eine stabile 50%ige Arbeitsfähigkeit (IV-

act. 160; vgl. auch Mitteilung vom 22. Oktober 2015 in IV-act. 163 sowie 

Taggeldverfügungen vom 30. Oktober 2015 in IV-act. 169 und vom 18. Dezember 2015 

in IV-act. 175).

A.k. 

Nach einer am 28. Oktober 2015 erfolgten Untersuchung stellte Dr. F.___ am 3. 

November 2015 fest, die bronchiale Hyperreagibilität habe seit der letzten Konsultation 

Ende April 2015 zugenommen, auch habe sich die Lungenfunktion tendenziell 

verschlechtert (IV-act. 177-16 f.). Am 6. November 2015 wurde der Versicherte mit 

hyperglykämer Entgleisung und bei Erstdiagnose eines Diabetes mellitus Typ 2 

notfallmässig dem Spital K.___, Klinik für Innere Medizin, zugewiesen, wo mit der 

Einstellung der Blutzuckerwerte begonnen wurde. Am Folgetag verliess der Versicherte 

das Spital ohne Abmeldung, nachdem er wegen eines fälschlicherweise zugeteilten 

Essens sehr aggressiv und ausfallend geworden sei (IV-act. 262-20 f.). Vom 11. bis 18. 

November 2015 war er in der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Osteologie und 

Stoffwechselerkrankungen am KSSG hospitalisiert, um die Diabetestherapie zu 

etablieren (IV-act. 201-4; vgl. Austrittsbericht in IV-act. 262-12 ff.). Anlässlich eines 

A.l. 

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psychosomatischen Konsiliums vom 17. November 2015 wurde eine depressive 

Symptomatik verneint und der Verdacht auf eine bipolare Störung mit aktuell 

hypomanischer Episode geäussert (IV-act. 262-13). Am 1. Dezember 2015 berichtete 

Dr. med. L.___, welcher den Versicherten ab Auftreten des Handekzems im Jahr 2008 

als Hautarzt betreute, dieses Ekzem sei vom Verlauf her hochchronisch, heile jedoch 

unter Arbeitskarenz vollständig ab. Eine ideale Lösung wäre, wenn der Versicherte nur 

zu 50 % in seinem Betrieb arbeiten müsste, da das Handekzem unter dieser 

Arbeitsbelastung nur mässig exazerbiere (IV-act. 173-1 f.). Die zuständigen Ärzte vom 

Psychiatrie-Zentrum berichteten am 3. Februar 2016 anhaltend über eine schwere 

depressive Episode und erklärten, der Versicherte halte die Arbeitstätigkeit im Rahmen 

der Integrationsmassnahme einigermassen aus (IV-act. 187-2 f.).

Die zuständige Ärztin vom RAD hielt am 16. Februar 2016 fest, medizinisch-

theoretisch sei aus psychiatrischer Sicht in Anbetracht der innerhalb des letzten Jahres 

langsam erfolgten Steigerung der Arbeitsfähigkeit eine weitere Steigerung auf zirka 

50 % möglich. Der Schweregrad der von Dr. I.___ diagnostizierten Depression 

entspreche nicht mehr demjenigen von vor einem Jahr, da der Versicherte aktuell eine 

40%ige Arbeitsleistung in einer Tätigkeit erbringe, welche gemäss Akten auch kognitive 

Ansprüche stelle. Dies erscheine mit einer schwergradigen depressiven Episode nicht 

vereinbar, mit einer mittelgradigen jedoch möglich (IV-act. 194-2).

A.m. 

Am 4. März 2016 zog die IV-Eingliederungsberaterin bezüglich der WISA den 

Schluss, dass in der Zeit vom 1. September 2015 bis 26. Februar 2016 vom 

Versicherten nur eine Arbeitsplatzpräsenz von 3.5 Stunden pro Tag erreicht worden sei. 

Eine Verlängerung der Massnahme mache keinen Sinn, zumal eine der 

Voraussetzungen eine tägliche Mindestpräsenz von 4 Stunden gewesen wäre (IV-act. 

197-10). Gestützt hierauf teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 9. März 2016 mit, 

dass die beruflichen Massnahmen abgeschlossen würden und kein Anspruch auf 

weitere berufliche Massnahmen bestehe (IV-act. 200). Diese Mitteilung widerrief die IV-

Stelle nach entsprechendem Ersuchen durch Dr. E.___ (IV-act. 201-1) und 

Rücksprache mit der Arbeitgeberin (IV-act. 202) am 1. April 2016 und nahm die 

beruflichen Massnahmen wieder auf (IV-act. 203). Mit im April 2016 vom Versicherten, 

von der IV-Stelle, der Arbeitgeberin und einem Jobcoach von der M.___ AG 

unterzeichnetem Eingliederungsplan für Integrationsmassnahmen bei einem 

A.n. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/21

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Arbeitgeber für WISA wurde das Ziel vereinbart, bis zum 31. August 2016 eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit zu erreichen (IV-act. 204; vgl. auch Mitteilung vom 8. April 2016 in IV-

act. 206 sowie Taggeldverfügungen vom 15. resp. 29. April 2016 in IV-act. 208 und 

209). Dr. L.___ berichtete am 27. Juli 2016, die aktuelle Arbeitsbelastung von 50 % 

werde der Situation des Versicherten gerecht. Das leichte Aufflammen des 

Handekzems werde zugunsten der Aufrechterhaltung der Arbeitstätigkeit toleriert (IV-

act. 225-1 f.).

Gemäss Zwischenbericht Coaching / WISA des Jobcoaches vom 26. August 2016 

konnte der Versicherte seine Präsenz am Arbeitsplatz im August 2016 auf 4.5 Stunden 

bei stabiler Leistung von 30 % steigern (IV-act. 232-3). Am 29. August 2016 wurde der 

Arbeitsvertrag zwischen der Arbeitgeberin und dem Versicherten dahingehend 

angepasst, dass letzterer ab 1. September 2016 zu einem 50 %-Pensum (Präsenzzeit) 

mit etwa 30%iger Leistung eingesetzt werde (IV-act. 233). Vor diesem Hintergrund 

schloss die IV-Stelle mit Mitteilung vom 2. September 2016 die beruflichen 

Massnahmen ab (IV-act. 236; vgl. auch Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung in IV-

act. 234).

A.o. 

Am 31. Oktober 2016 hielten die zuständigen Ärzte vom Psychiatrie-Zentrum fest, 

der Versicherte leide an einer anhaltenden schweren Depression. Er arbeite drei bis vier 

Stunden am Vormittag und erreiche dadurch seine Grenze der Belastbarkeit. Danach 

fühle er sich überfordert bzw. am Limit seiner Kraft, werde müde, sehr unruhig und 

verliere die Konzentration. Es sei kritisch und fraglich, ob die bisherige Tätigkeit noch 

zumutbar sei. Die Therapie finde aktuell alle drei Wochen statt. Bislang sei aufgrund 

starker Nebenwirkungen kein medikamentöser Therapieversuch toleriert worden. 

Aufgrund des komplexen psychopathologischen Zustandes des Versicherten, der 

schlechten Medikamentenverträglichkeit sowie des schlechten Krankheitsverlaufs 

gingen sie von einer ungünstigen Prognose aus und empfahlen eine Rente der IV (IV-

act. 257-3 ff.). Im November 2016 schilderte Dr. E.___ ausführlich den Verlauf der 

gesundheitlichen Beschwerden des Versicherten seit 2013 (IV-act. 262-2 ff.) und 

erklärte, dieser könne nur stundenweise mit reduzierter Leistungsfähigkeit als 

Hilfsarbeiter im altbekannten Betrieb arbeiten. Diese Einschätzung basiere auf 

Beobachtungen von über zwei Jahren. Die Prognose sei wahrscheinlich schlecht, es 

handle sich um eine chronifizierte schwere psychische Störung (IV-act. 262-4 f.).

A.p. 

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Mit Verfügung vom 23. Januar 2017 verneinte die Suva einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente der Unfallversicherung (IV-act. 266).

A.q. 

Am 13. Februar 2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass eine 

medizinische Abklärung (Allgemeine/Innere Medizin, Psychiatrie, Dermatologie, 

Pneumologie) notwendig sei (IV-act. 271). Das in der Folge in Auftrag gegebene 

Gutachten wurde nach zusätzlicher orthopädischer und neuropsychologischer 

Untersuchung am 13. November 2017 durch die Medizinische Abklärungsstelle Bern, 

ZVMB GmbH (nachfolgend: MEDAS), erstattet (IV-act. 287). Dabei wurde einzig der 

Diagnose chronisches, kumulativ-toxisches, keratotisch-rhagadiformes Kontaktekzem 

an den Händen und zweitweise unteren Extremitäten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

zugebilligt (IV-act. 287-50). Die Diagnosen Persönlichkeitsakzentuierung, Probleme in 

Bezug auf die Lebensführung, sozioökonomische oder psychosoziale Umstände, 

Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen, COPD bei Zustand 

nach langjährigem Nikotinabusus, schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom, 

lateraler komplexer Meniskusriss links, Diabetes mellitus Typ II, Steatosis hepatis 

Stadium II, aktuell Übergewicht, Verdacht auf Refluxgastritis, lumbospondylogenes 

Syndrom ohne radikuläre Zeichen, Status nach HWS-Schleudertrauma von 2002 ohne 

Beschwerden und nicht authentische neuropsychologische Störung in mehreren 

kognitiven Bereichen hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 287-50). In 

der angestammten Tätigkeit als Polymechaniker wäre der Versicherte an seinem zurzeit 

noch aufrechterhaltenen Arbeitsplatz aus rein dermatologischer Sicht 50 % arbeitsfähig 

aufgrund der toleranten Haltung der Arbeitgeberin. An fremden, durchschnittlichen 

Arbeitsplätzen dürfte er wegen des Handekzems höchstens 30-50 % Arbeitsfähigkeit 

erreichen (IV-act. 287-51). Die Gutachter kamen interdisziplinär zum Schluss, dass der 

Versicherte in adaptierten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig sei (IV-act. 287-52; zum 

positiven und negativen Fähigkeitsprofil vgl. IV-act. 287-51).

A.r. 

Die zuständige Ärztin vom RAD stellte am 22. November 2017 fest, dass auf 

dieses Gutachten abgestellt werden könne (IV-act. 288). Dem folgend teilte die IV-

Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 3. Januar 2018 mit, es bestehe kein 

Anspruch auf eine Invalidenrente (IV-act. 296). Am 28. Februar 2018 nahm der 

Rechtsvertreter des Versicherten Stellung zum Vorbescheid (IV-act. 305) und am 12. 

März 2018 (IV-act. 306) reichte er eine Stellungnahme von Dr. E.___ vom 26. Februar 

A.s. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/21

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B.  

2018 zum psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS nach (IV-act. 307). Die zuständige 

Ärztin vom RAD äusserte sich am 15. Mai 2018 wiederum zu diesen Stellungnahmen 

(IV-act. 308). Am 17. Mai 2018 verfügte die IV-Stelle im Sinne des Vorbescheids und 

wies das Rentenbegehren des Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 3 % ab (IV-

act. 309 = act. G 1.1).

Gegen die Verfügung vom 17. Mai 2018 richtete sich die Beschwerde vom 14. 

Juni 2018 mit dem Antrag, dem Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) sei 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen eine Invalidenrente auszurichten. Des 

Weiteren wurden die unentgeltliche Prozessführung und die Bestellung von 

Rechtsanwalt Rainer Braun als Vertreter beantragt. Auch seien die Akten der Suva 

beizuziehen. Zur Begründung wurde vorgebracht, das psychiatrische Teilgutachten der 

MEDAS widerspreche sämtlichen bisherigen fachärztlichen Beurteilungen diametral. Es 

könne nicht darauf abgestellt werden. Vielmehr müssten die übereinstimmenden 

fachärztlichen Einschätzungen massgebend sein. Allenfalls sei von einer unabhängigen 

psychiatrischen Fachstelle eine gründliche Begutachtung und Beobachtung vornehmen 

zu lassen (act. G 1).

B.a. 

Mit Einspracheentscheid vom 27. Juli 2018 wies die Suva eine gegen ihre 

Verfügung vom 23. Januar 2017 erhobene Einsprache ab (act. G 1.2 in UV 2018/62).

B.b. 

Mit Beschwerdeantwort vom 2. August 2018 beantragte die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und erklärte, das 

Gutachten der MEDAS sei beweistauglich. Eine Aggravation sei ausgewiesen und eine 

solche könne nicht invalidisierend sein (act. G 4).

B.c. 

Am 7. August 2018 gewährte das Gericht dem Beschwerdeführer die 

unentgeltliche Rechtspflege (act. G 5).

B.d. 

Mit Replik vom 6. September 2018 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

fest (act. G 7).

B.e. 

Am 10. September 2018 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid der Suva vom 27. Juli 2018 (act. G 1 in UV 2018/62).

B.f. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/21

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Erwägungen

1.  

Am 11. März 2020 unterrichtete das Gericht die Parteien über den Beizug der 

Unfallakten der Suva (act. G 10), und am 17. März 2020 verzichtete die 

Beschwerdegegnerin auf die Einsicht in die beigezogenen Akten und auf eine 

Stellungnahme dazu (act. G 11).

B.g. 

Mit Urteil vom heutigen Tag wurde die Beschwerde betreffend Leistungen der 

Unfallversicherung abgewiesen (act. G 9 in UV 2018/62).

B.h. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

1.1. 

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt 

1.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/21

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2.  

der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a).

1.4. 

Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren die Frage, ob beim 

Beschwerdeführer eine invaliditätsrelevante Arbeitsunfähigkeit nachgewiesen ist. Die 

Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung gestützt auf das MEDAS-

Gutachten vom 13. November 2017 von einer vollen Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers aus. Dieser erachtet das psychiatrische Teilgutachten der MEDAS 

als nicht beweistauglich und beruft sich auf Berichte seiner behandelnden Ärzte 

(zuständige Ärzte des Psychiatrie-Zentrums, der Klinik G.___, des Spitals K.___ und 

des KSSG, Dr. E.___; vgl. act. G 1 S. 6 f.). Bezüglich der übrigen Fachrichtungen 

(Allgemeine Innere Medizin, Dermatologie, Pneumologie, Orthopädie) besteht Einigkeit 

zwischen den Parteien, dass der Beschwerdeführer keine Tätigkeiten mit Kontakt zu 

Kühlschmiermitteln ausüben soll, weshalb in seiner angestammten Tätigkeit an der 

CNC-Maschine lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 30 - 50 % attestiert wird und für 

adaptierte Tätigkeiten eine solche von 100 %. Aus dermatologischer Sicht sollten auch 

andere Arbeiten im feuchten Milieu oder mit Kontakt zu aggressiven Chemikalien oder 

überdurchschnittlicher physikalischer Beanspruchung gemieden werden. Aufgrund der 

pulmonalen Beschwerden seien Tätigkeiten im Schichtdienst sowie Tätigkeiten mit 

Wechsel zwischen warmer und kalter Atmosphäre, mit Nässe, Dämpfen, Stäuben 

eingeschränkt. Aufgrund des Knieleidens seien das Heben und Tragen von schweren 

Lasten dauerhaft über 15 kg beidseits nicht zumutbar. Arbeiten in gebückter Haltung, 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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kniend, mit ständigem Treppensteigen oder mit Gehen auf unebenem Boden seien 

ebenfalls nicht zumutbar (IV-act. 287-51 f.). Diese Einschätzungen lassen sich aufgrund 

der medizinischen Aktenlage ohne weiteres nachvollziehen (vgl. IV-act. 287-57 bis 87) 

und sind nicht zu beanstanden. Zu prüfen gilt es demgegenüber, ob der Sachverhalt 

auch aus psychiatrischer Sicht hinreichend abgeklärt wurde.

Der Beschwerdeführer wurde ab Dezember 2013 wegen psychischer 

Beschwerden von seiner Hausärztin krankgeschrieben und zur Behandlung ans 

Psychiatrie-Zentrum überwiesen (vgl. IV-act. 262-2). Die zuständigen Ärzte legten ihm 

eine stationäre Behandlung nahe, welche vom 4. März bis 15. April 2014 in der Klinik 

G.___ erfolgte. Nach diesem Aufenthalt lauteten die psychiatrischen Diagnosen 

schwere depressive Episode und Verdacht auf eine generalisierte Angststörung (IV-act. 

117-1). Diese Diagnosen wurden von den behandelnden Psychiatern übernommen (vgl. 

IV-act. 123-5). Nach der zweiten stationären Behandlung, welche vom 11. August bis 2. 

September 2014 dauerte, erhoben die zuständigen Ärzte der Klinik G.___ die Diagnose 

einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome, erwähnten eine 

postschizophrene Depression und empfahlen eine feinere diagnostische Abklärung, da 

das eindeutig depressive Zustandsbild diagnostisch unklar geblieben sei (IV-act. 122-1, 

4). Am 2. Dezember 2014 startete der Beschwerdeführer einen Arbeitsversuch (IV-act. 

125-2), welcher anfangs von der Swica und ab 1. September 2015 bis 31. August 2016 

von der Beschwerdegegnerin als WISA unterstützt wurde und in einer Anpassung des 

Arbeitsvertrages des Beschwerdeführers mit der Arbeitgeberin mündete. Dabei wurde 

das Pensum von vollzeitlich auf 50 % reduziert mit etwa 30%iger Leistung (IV-act. 160, 

204, 233). Während dieser Zeit diagnostizierte der behandelnde Psychiater am 22. 

Januar und 12. Mai 2015 unverändert eine schwere depressive Episode ohne 

psychotische Symptome und einen Verdacht auf eine generalisierte Angststörung (IV-

act. 129-2 und 137-2) und am 3. Februar und 31. Oktober 2016 berichtete er über eine 

anhaltende schwere Depression (IV-act. 187-3 und 257-5). Dazwischen hatte anlässlich 

der Hospitalisation am KSSG am 17. November 2015 ein psychosomatisches 

Konsilium stattgefunden, welches einen aktuell leicht angetriebenen, unruhig wirkenden 

Beschwerdeführer beschrieb, ohne depressive Symptomatik und ohne Suizidabsichten 

(IV-act. 262-13). Am 16. Februar 2016 berichtete ein Vorgesetzter des 

Beschwerdeführers der IV-Eingliederungsverantwortlichen, letzterer arbeite 

gewissenhaft und zuverlässig. Habe er einen schlechten Tag, spreche er kaum mehr. 

Dennoch habe er keine Leistungseinbusse. Insgesamt arbeite er gleich wie die anderen 

Mitarbeiter (IV-act. 197-7). Kurze Zeit später, am 31. März 2016, schätzte ein anderer 

Vorgesetzter des Beschwerdeführers dessen Leistungsfähigkeit etwa mit 20 - 30 % 

eines vollen Pensums ein und erklärte, die Leistung hänge sehr stark von der 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/21

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Tagesform des Beschwerdeführers ab (IV-act. 234-2). Es ist vor diesem Hintergrund 

nachvollziehbar, dass die zuständige Ärztin vom RAD am 16. Februar 2016 zum 

Schluss kam, dass die Diagnose einer schweren Depression nicht mit der effektiven 

Arbeitsleistung des Versicherten vereinbar erscheine. Sie stellte bereits zu diesem 

Zeitpunkt fest, dass in den Akten immer wieder von Aggressionen und aggressiven 

Impulsdurchbrüchen berichtet werde, die nicht unbedingt den vorliegenden Diagnosen 

zuzuordnen seien bzw. die Frage nach einer allfälligen Pathologie der Persönlichkeit 

oder aber der Mitwirkung aufwerfen würden. Aufgrund dieser Umstände empfahl die 

RAD-Ärztin denn auch eine psychiatrische Begutachtung (IV-act. 194-2).

Der umstrittene psychiatrische Teil des MEDAS-Gutachtens wurde von Dr. med. 

N.___ erstellt, nachdem dieser die Vorakten studiert (vgl. IV-act. 287-7 bis 20 sowie 36 

bis 41), den Beschwerdeführer am 27. Juni 2017 untersucht (IV-act. 287-25 ff.) und 

vom Resultat der am 5. September 2017 durchgeführten neuropsychologischen 

Untersuchung durch lic. phil. O.___ (IV-act. 287-88 bis 94) Kenntnis genommen hatte. 

Dr. N.___ stellte fest, der Beschwerdeführer könne zu seiner Biografie zum Teil keine 

Auskunft geben, selbst sein eigenes Alter und das Alter seiner Kinder könne er nicht 

spontan nennen, müsse lange überlegen. Später, in einem anderen Zusammenhang, 

könne er einige zuvor nicht beantwortete Fragen spontan beantworten (IV-act. 287-25). 

Während der Exploration hat der Beschwerdeführer dem Facharzt zufolge zu keinem 

Zeitpunkt depressiv herabgestimmt gewirkt, die Stimmung sei indifferent gewesen. 

Bezüglich Persönlichkeit bestehe eine deutliche histrionische und narzisstische 

Akzentuierung, jedoch wirke das Verhalten auch nicht authentisch und aufgesetzt (IV-

act. 287-26). Der durchgeführte REY-Test sprach für deutlich suboptimales 

Antwortverhalten (IV-act. 287-27). Dr. N.___ stellte nicht konsistente 

Verhaltensauffälligkeiten sowie unpräzise und diskrepante Antworten zur Biografie und 

zum Verlauf der geschilderten Beschwerden fest. Die Auskünfte seien ungenau, bei 

Ablenkung oder zu einem späteren Zeitpunkt hätten diese jedoch problemlos oder 

sogar detailliert wiedergegeben werden können. Auffällig war dem Psychiater zufolge, 

dass der Beschwerdeführer in den somatischen Fachgebieten ein anderes Verhalten 

gezeigt hatte. Da habe er gut kooperiert und erschöpfend und chronologisch zu seinen 

Leiden berichten können. Es habe keine Spur von kleinkindlichem oder aufgesetztem 

Verhalten gegeben. Zusammenfassend habe der Beschwerdeführer in der 

psychiatrischen Untersuchung eine Symptom-Konstellation von nicht 

zusammengehörigen Krankheitszeichen gezeigt, die offensichtlich einer fehlgeleiteten 

Vorstellung von einem gültigen psychiatrischen Zustandsbild entsprechen würden, 

welches es in der präsentierten Konstellation real jedoch nicht gebe (IV-act. 287-32). 

Beim Beschwerdeführer sei davon auszugehen, dass psychisch keine relevanten 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/21

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Abweichungen im Denken und Erleben im Vergleich zu anderen Gleichaltrigen des 

gleichen Familien- und Bildungsstandes und derselben Ethnie vorliegen würden und 

somit auch keine versicherungspsychiatrisch bedeutsame Störung bestehe (IV-act. 

287-35). Die motivational bedingten Schwächen und Schwierigkeiten sowie das 

Vermeidungsverhalten könnten dank seiner sonst guten Ressourcen durchaus 

überwunden werden (IV-act. 287-40). Der Fachpsychologe für Neuropsychologie hielt 

in Zusammenhang mit den Vorbefunden fest, 2002 habe eine neuropsychologische 

Untersuchung des Beschwerdeführers stattgefunden. Leider könne nicht auf diese 

Daten abgestützt werden, da schon damals Bedenken bezüglich der Glaubwürdigkeit 

der Resultate geäussert worden seien. Im Rahmen von psychischen Störungen, wie 

z.B. Depressionen und Angststörungen, seien leichte kognitive Einschränkungen 

möglich - man würde jedoch keine schweren Defizite erwarten, ausser, es bestehe 

gleichzeitig eine schwere psychische Störung (IV-act. 287-90). Die Kontaktaufnahme 

war dem Fachpsychologen zufolge auffällig (der Beschwerdeführer vermeide zeitweise 

den Blickkontakt, starre den Untersucher dann wieder an, grüsse diesen nicht, sei von 

Beginn weg einsilbig, abweisend, leicht aggressiv), ebenso die 

Anstrengungsbereitschaft. Die Aufmerksamkeit sei in der 1-zu-1-Situation 

schwankend, der Beschwerdeführer wirke internal abgelenkt. Die Initiierung von 

Handlungen und die Aufrechterhaltung derselben sei in der gut strukturierten 

Untersuchungssituation schwankend: teilweise deutliche Antwortlatenzzeiten, dann 

prompte Initiierung, langsames Vorgehen, dann wieder unauffällig. Die Affektivität wirke 

etwas bedrückt, die affektive Schwingungsfähigkeit sei reduziert. Motorisch sei der 

Beschwerdeführer deutlich auffällig: wippe fortwährend mit den Beinen, zittere an den 

Armen, dann sei er wieder völlig ruhig (IV-act. 287-91). In dieser neuropsychologischen 

Teilbegutachtung seien keine validen Resultate erzielt worden, die erhaltenen 

Testwerte mit über allem gesehen schwer defizitären Leistungen seien nicht gültig. Als 

Begründung hierfür wurde angeführt, dass ein gut standardisierter 

Performancevalidierungstest auffällig gewesen sei und sich Diskrepanzen zwischen 

den klinischen Beobachtungen und den Testergebnissen einerseits wie auch innerhalb 

und zwischen einzelnen Testverfahren gezeigt hätten. Unter Anwendung eines 

Entscheidungsalgorithmus sei auf eine Aggravation zu schliessen, sofern dies nicht 

psychiatrischerseits besser erklärt werden könne. Wären die Resultate valide, dann 

könnte sich der Beschwerdeführer Einfachstes nicht merken, würde es praktisch sofort 

vergessen oder mit anderen Erinnerungen vermischen. Er wäre massiv verlangsamt 

(könnte nicht mehrmals "notfallmässig" auf die Toilette rennen, wie dies während der 

Untersuchung drei Mal geschehen sei), wäre weder zeitlich, noch örtlich-geographisch 

noch situativ orientiert. Er könnte höchstens sehr eingeschränkt auf zuvor gemachte 

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Äusserungen Bezug nehmen und wäre komplett unfähig, auch nur einfache Arbeiten zu 

erledigen (IV-act. 287-93).

Bei den in Erwägung 2.2 dargelegten psychiatrischen Vorakten, welche grosse 

Schwierigkeiten bei der Diagnosestellung und bei der Etablierung einer 

medikamentösen Therapie dokumentieren und teilweise den tatsächlichen 

Begebenheiten wie der effektiven Arbeitstätigkeit widersprechen (vgl. hierzu ausführlich 

die RAD-Stellungnahme vom 15. Mai 2018 in IV-act. 308-2), ist nachvollziehbar, dass 

sich bei der psychiatrischen Untersuchung und bei der neuropsychologischen Testung 

Hinweise für Befundinkonsistenzen und Verhaltensauffälligkeiten zeigten, welche zum 

Schluss einer Aggravation führten. Die durchgeführte neuropsychologische Testung 

lieferte keine validen Ergebnisse, sondern ergab eine nicht authentische 

neuropsychologische Störung in mehreren kognitiven Bereichen. Der Psychologe 

veranschaulichte seine Beurteilung dahingehend, dass der Beschwerdeführer, wenn 

die Resultate valide wären, unter anderem weder zeitlich, örtlich-geographisch noch 

situativ orientiert wäre und komplett unfähig wäre, auch nur einfache Arbeiten zu 

erledigen (IV-act. 287-94). In dieses Bild fügt sich auch die 

Medikamentenspiegelbestimmung ein, welche ergab, dass das Sedativa/Hypnotika 

Lorazepam ausserhalb der Nachweisgrenze liege und der Blutspiegel vom 

Antidepressiva Paroxetin gegen eine hinreichende Einnahme dieser Substanz spreche 

(IV-act. 287-26). Dies erstaunt vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer von 

Behandlungsbeginn weg Unverträglichkeiten bezüglich Medikamenteneinnahme angab 

(vgl. Berichte des Psychiatrie-Zentrums in IV-act. 123, 129, 137, 187 und 257), nicht. 

Angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdeführer eine ungewöhnliche und 

widersprüchliche Symptom-Konstellation zeigte von nicht zusammengehörigen 

Krankheitszeichen (IV-act. 287-32), ist entgegen dessen Ansicht nachvollziehbar, dass 

keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden 

konnte. Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, die Beschwerdegegnerin mache zu 

Unrecht geltend, medizinische Fachpersonen hätten bereits im Vorfeld den Verdacht 

auf eine Symptomausweitung geäussert (act. G 7 Ziff. III/3). Es ist zwar korrekt, dass 

die stationäre Rehabilitation in Valens vom 23. März bis 11. April 1998 sehr lange her 

ist, anlässlich welcher die zuständigen Ärzte im Austrittsbericht vermerkt hatten, dass 

der Patient eine Inkonsistenz der Beschwerden zeige (IV-act. 59-2). Auch sind die 

Basistests der körperlichen Leistungsfähigkeit in der Klinik Valens lange her, welche 

während eines stationären Aufenthalts gemacht wurden, der vom 25. Juli bis 22. 

August 2002 dauerte (vgl. IV-act. 60-1). Dabei handelte es sich jedoch neben der 

vorliegend strittigen um die einzige entsprechende Testung und neuropsychologische 

Untersuchung, weshalb ihr nicht jegliche Bedeutung abgesprochen werden kann. 

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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Damals wurde von der Ergonomieabteilung eine im Vergleich zur getesteten 

Leistungsfähigkeit zu tiefe Selbsteinschätzung beobachtet. Die Leistungsbereitschaft 

wurde als fraglich eingeschätzt, die Konsistenz hingegen als gut (IV-act. 60-11 f.). Die 

berichtenden Ärzte erklärten damals bezüglich der durchgeführten 

neuropsychologischen Untersuchung, die Testung habe leichte bis mittelschwere 

Defizite in der geteilten Aufmerksamkeit, dem Antrieb und Raumsinn gezeigt. In den 

Tests habe der Beschwerdeführer verlangsamt gewirkt. Diesbezüglich müsse jedoch 

auch eine fluktuierende Motivation diskutiert werden, da die Verlangsamung in der 

Eintrittsuntersuchung nicht vorhanden und während des gesamten Therapieverlaufs 

nicht ständig zu bemerken gewesen sei (IV-act. 60-2). Inkonsistenzen wurden auch 

anlässlich zweier kreisärztlicher Untersuchungen durch Dr. med. P.___, Facharzt für 

Chirurgie sowie orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

beschrieben. Der Arzt stellte am 23. Dezember 2002 fest, die anamnestischen Angaben 

und Befunde seien sehr uneinheitlich. Es bestehe eine erhebliche Diskrepanz zwischen 

den geltend gemachten und vorgebrachten Beschwerden. Ob allenfalls vorbestehende 

krankhafte Veränderungen manifest seien, bleibe offen (IV-act. 63-29). Und auch 

anlässlich einer Untersuchung vom 12. August 2003 ergab sich eine Uneinheitlichkeit 

zwischen der aktuellen Beschwerdesymptomatik und den klinischen Befunden. Das 

gegenwärtige Beschwerdebild des Zervikalsyndroms sei uneinheitlich und teilweise 

atypisch. Es bestünden Hinweise für eine gewisse Ausweitungstendenz und eine 

deutliche Überlagerungssymptomatik (IV-act. 63-22). Und der Augenarzt Dr. med. 

Q.___, welchen der Versicherte bei der Diagnose postcommotionelles Syndrom am 5. 

Juni und 2. Juli 2002 konsultiert hatte, äusserte das Gefühl, dass eine gewisse 

Aggravation vorliege. Es sei sehr schwierig gewesen, einen vernünftigen Visus zu 

bestimmen (IV-act. 63-45).

Bei dieser Aktenlage gelingt dem Beschwerdeführer der Nachweis, dass aus 

psychiatrischer oder neuropsychologischer Sicht die Arbeitsfähigkeit mindernde 

Beeinträchtigungen bestehen, offenkundig nicht. Auch ist nicht davon auszugehen, 

dass diesbezüglich weitere Abklärungen eine Objektivierung ermöglichen könnten. 

Fachärztlicherseits standen im Begutachtungszeitpunkt insbesondere die Diagnosen 

der behandelnden Psychiater im Raum sowie die während der stationären 

psychiatrischen Aufenthalte in Valens gestellten Diagnosen.  Bei der vom 

Beschwerdeführer angerufenen Dr. E.___ handelt es sich demgegenüber nicht um eine 

psychiatrische Fachärztin, und dem Austrittsbericht des Spitals K.___ sind keine 

eigenen psychiatrischen Diagnosen zu entnehmen (vgl. IV-act. 262-20). Die von den 

Behandlern gestellte Diagnose wurde seit dem ersten stationären Aufenthalt in Valens 

anfangs 2014 einzig in dem Sinne angepasst, dass während zweier Jahre von einer 

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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schweren depressiven Episode und ab anfangs 2016 dann von einer schweren 

Depression gesprochen wurde. In diesem Zeitraum der unveränderten 

Diagnosestellung war der Beschwerdeführer jedoch wie gesagt ab Dezember 2014 bis 

sicher September 2016 arbeitstätig, und anlässlich einer Hospitalisation am KSSG im 

November 2015 konnten in einem psychiatrischen Konsilium keinerlei depressive 

Symptome festgestellt werden (IV-act. 262-13; vgl. insbesondere diesbezügliche 

Ausführungen der RAD-Ärztin in IV-act. 308). Der anlässlich dieses Konsiliums 

geäusserte Verdacht auf eine bipolare Störung mit aktuell hypomanischer Episode (IV-

act. 262-13) wird von den behandelnden Psychiatern aktenkundig nicht diskutiert. 

Diese verweisen sodann in sämtlichen Berichten hinsichtlich der Befunde insbesondere 

auf die Angaben des Versicherten, und teilweise der Hausärztin (vgl. IV-act. 123-5, 

187-2 ff., 129-2 ff., 137-4 ff., 257-3 ff.). Einzig am 22. Januar 2015 hatte Dr. I.___ einen 

etwas umfassenderen Befund erhoben und den Beschwerdeführer als 

bewusstseinsklar und allseits orientiert beschrieben. Konzentration und Gedächtnis 

schienen beeinträchtigt und er berichte über Vergesslichkeit. Im formalen Denken wirke 

der Beschwerdeführer verlangsamt, blockiert und sehr fixiert auf seine Beschwerden. 

Es gebe keine Hinweise für Sinnestäuschungen, Wahnwahrnehmungen oder Ich-

Störungen. Im Affekt wirke der Patient deprimiert, niedergeschlagen und ratlos, 

andererseits sei eine Gereiztheit und innere Unruhe beobachtbar. Der Antrieb sei 

deutlich reduziert (IV-act. 129-3). Dieser Bericht wurde kurze Zeit nach Aufnahme des 

Arbeitsversuchs nach einjähriger Abstinenz vom Arbeitsplatz und damit zu einem für 

den Beschwerdeführer sicher belasteten Zeitpunkt erstellt. Dem jüngsten Bericht sind 

keinerlei Befunde zu entnehmen (IV-act. 257-3 bis 5), in jenem vom 3. Februar 2016 

hatten die behandelnden Fachärzte - identisch wie bereits am 12. Mai 2015 - 

zumindest erklärt, der Beschwerdeführer wirke immer noch deprimiert, 

niedergeschlagen, ratlos und labil (IV-act. 187-2 sowie 137-2). Die im Bericht vom 22. 

Januar 2015 erwähnte zukünftige Behandlung mit Elektrokonvulsionstherapie (EKT; IV-

act. 129-3) hat laut den nachfolgenden Berichten wohl nicht stattgefunden oder ist 

jedenfalls nicht aktenkundig. Dem zweiten Austrittsbericht von Valens ist explizit die 

Schwierigkeit einer Diagnosestellung zu entnehmen (IV-act. 122-1). Eine 

Persönlichkeitsveränderung, wie sie der Beschwerdeführer geltend macht und Dr. 

E.___ erwähnt (IV-act. 262-4), wurde von den behandelnden Psychiatern in allen diesen 

Berichten nie thematisiert, weshalb es nachvollziehbar erscheint, dass auch Dr. N.___ 

eine solche nicht feststellen konnte. Vor diesem Hintergrund vermögen die Berichte der 

behandelnden Psychiater keinerlei Zweifel am schlüssigen psychiatrischen 

Teilgutachten der MEDAS aufkommen zu lassen. Der psychiatrische Facharzt stellte 

sodann die behandelnden Fachärzte keinesfalls als inkompetent dar, wie dies Dr. E.___ 

ausdrückt (IV-act. 307-1), sondern vermutet ein vorhandenes Wohlwollen (vgl. IV-act. 

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3.

Unstreitig ist die Invaliditätsbemessung nach der Methode des Einkommensvergleichs 

gemäss Art. 16 ATSG vorzunehmen. Der Beschwerdeführer verdiente im Jahr 2012, 

dem Jahr vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, gemäss Angaben der Arbeitgeberin 

Fr. 67'600.-- (IV-act. 113-2). Sein Einkommen lag folglich leicht über dem statistischen 

Durchschnittseinkommen von männlichen Hilfsarbeitern von Fr. 65'177.-- im Jahr 2012 

(vgl. Anhang 2 der von der Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen Textausgabe 

zum IVG, Ausgabe 2019). Angesichts der vollständigen Arbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten und des praxisgemäss höchstzulässigen Abzugs vom Tabellenlohn von 

25 % (vgl. etwa BGE 126 V 25) kann die genaue Bemessung des Invaliditätsgrades 

offenbleiben. Denn dieser erreicht selbst bei Vornahme des Maximalabzugs (für 

welchen vorliegend keine genügenden Gründe vorhanden sind) die in der IV 

rentenbegründende Schwelle von 40 % bei Weitem nicht. Folglich hat die 

Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint.

4.  

287-33 und 287-40). Dies wiederum entspricht der Erfahrungstatsache, wonach 

behandelnde Ärztinnen und Ärzte nicht nur in der Funktion als Hausärzte, sondern auch 

als spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer 

Patienten aussagen (Urteil des Bundesgerichts vom 27. September 2017, 

8C_295/2017, E. 6.4.2, mit weiteren Verweisen). Sie stehen in auftragsrechtlichem 

Verhältnis zur versicherten Person. Da sie sich zudem in erster Linie auf die 

Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer 

den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden 

objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes (BGE 135 V 470, E. 4.5).

Nach dem Gesagten ist beim Beschwerdeführer im vorliegend relevanten Zeitraum 

mit Ausnahme der Zeiten von stationären Aufenthalten und Hospitalisationen auch aus 

psychiatrischer Sicht von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten 

auszugehen (vgl. zum Leistungsprofil IV-act. 257-51).

2.6. 

Gemäss den vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen.4.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der 

4.2. 

bis

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5.  

Da die Gerichtsschreiberin verhindert ist, wird der Entscheid für diese stellvertretend 

von einer mitwirkenden Richterin unterzeichnet (Art. 39  Abs. 2 VRP).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von 

Fr. 600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der 

Bezahlung zu befreien.

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat 

keine Honorarnote eingereicht. In vergleichbaren Fällen spricht das 

Versicherungsgericht regelmässig eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

zu. Eine solche erscheint für den vorliegenden Fall ebenfalls angemessen. Sie ist um 

einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat 

der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2'800.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4.3. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO/CH; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

4.4. 

ter

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unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.05.2020
	Art. 28 IVG. Würdigung des psychiatrischen Teils eines polydisziplinären Gutachtens, welches eine Aggravation postuliert. Das Gutachten ist beweiskräftig. Rentenanspruch verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Mai 2020, IV 2018/204).

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		2025-07-19T03:53:39+0200
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