# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23d474e6-c4c3-500d-b06c-65a05d6eac4e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 10.04.2025 ZR1 2025 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-24_2025-04-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Verfügung vom 10. April 2025
mitgeteilt am 10. April 2025

Referenz ZR1 25 24

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Michael Dürst, Vorsitz
Bazzell, Aktuarin

Parteien A._____
Gesuchstellerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg
Bündtistrasse 3, 7220 Schiers

gegen

B._____
Gesuchsgegner
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Suter
Bahnhofstrasse 6, 5610 Wohlen AG

Gegenstand Schuldneranweisung

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Sachverhalt

A. Auf Gesuch von C._____, vertreten durch ihre Mutter A._____, verpflichtete 
der Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos den Vater B._____ mit Urteil 
vom 3. Oktober 2023 zur Zahlung vorsorglichen Unterhalts für die Dauer des 
Unterhaltsklageverfahrens (Proz. Nr. 135-2023-274). Auf Berufung von B._____ 
passte das Kantonsgericht von Graubünden den vorsorglichen Unterhalt mit Urteil 
vom 4. Juli 2024 an (ZK1 23 139). In der Folge stellte A._____ am 26. November 
2024 beim Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos ein Gesuch um 
Vollstreckung des vorsorglichen Unterhalts durch eine Schuldneranweisung. Zu 
diesem Zeitpunkt war das Hauptverfahren am Obergericht des Kantons 
Graubünden hängig, da B._____ gegen den im Hauptverfahren gefällten Entscheid 
des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 29. August 2024 (Proz. Nr. 115-2023-
19) Berufung eingelegt hatte (ZR1 24 208). Das Regionalgericht Prättigau/Davos 
hiess das Gesuch von A._____ um Vollstreckung des vorsorglichen Unterhalts 
durch eine Schuldneranweisung mit Entscheid vom 10. Januar 2025 gut. Auf 
Berufung von B._____ hob das Obergericht mit Urteil vom 21. Februar 2025 diesen 
Entscheid auf und trat auf das Gesuch von A._____ nicht ein, da dem Einzelrichter 
am Regionalgericht Prättigau/Davos angesichts des beim Obergericht des Kantons 
Graubünden hängigen Hauptverfahrens (ZR1 24 208) die Zuständigkeit zur 
Beurteilung des Gesuchs fehlte (ZR1 25 9).

B. Mit Eingabe vom 26. Februar 2025 reichte A._____ (nachfolgend: 
Gesuchstellerin) erneut ein Gesuch um Schuldneranweisung gegen B._____, 
diesmal beim Obergericht, ein und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Die D._____, sei als Arbeitgeberin von B._____ gerichtlich anzuweisen, 
vom Lohn, den sie zu Gunsten von B._____ ausrichtet, ab sofort 
monatlich CHF 1'759.00 in Abzug zu bringen und diesen Geldbetrag auf 
das Konto von A._____ bei der G._____, 
_______________________________, zu überweisen.

Die Verpflichtung gegenüber der E.._____ sei für solange 
auszusprechen, als dass über die Unterhaltsklage von C._____ 
gegenüber B._____ nicht rechtskräftig entschieden worden ist.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von B._____.

C. B._____ bezog mit Eingabe vom 28. März 2025 Stellung und beantragte, auf 
das Gesuch sei mangels Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons Graubünden 
nicht einzutreten, eventualiter sei das Gesuch abzuweisen, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchstellerin.

D. Die erst- und zweitinstanzlichen Akten des Hauptverfahrens (ZR1 24 208; 
Proz. Nr. 115-2023-19), des Verfahrens betreffend Festlegung vorsorglichen 

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Unterhalts (ZK1 23 139; Proz. Nr. 135-2023-274) und des Verfahrens betreffend 
Schuldneranweisung (ZR1 25 9; Proz. Nr. 135-2024-401) wurden zusammen mit 
den jeweiligen Akten zu den Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege 
beigezogen.

Erwägungen

1.1. Der Gesuchsgegner begründet seinen Antrag auf Nichteintreten mit der 
fehlenden sachlichen und örtlichen Zuständigkeit des Obergerichts. Die Beurteilung 
des Obergerichts im Urteil vom 21. Februar 2025 (ZK1 25 9) überzeuge ihn nicht; 
anders als die bloss vorläufige provisorische Fixierung von Unterhaltsbeiträgen für 
die Dauer des Berufungsverfahrens sei das Gesuch um Schuldneranweisung ein 
gänzlich neuer Antrag und zur Wahrung aller Rechte, insbesondere des zweifachen 
Instanzenzugs auf kantonaler Ebene, vom Regionalgericht erstinstanzlich zu 
beurteilen (vgl. act. A.2, zu 2.).

1.2. Die gesetzliche Regelung, wonach das mit der Hauptsache befasste Gericht 
auch die mit dem Erlass vorsorglicher Massnahmen zusammenhängenden 
vorsorglichen Anordnungen treffen soll, stellt eine der Ausnahmen dar, in welchen 
der Grundsatz des doppelten Instanzenzugs nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung keine Geltung hat (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Graubünden 
ZK1 24 23 vom 24. Mai 2024 E. 2.1 u.a. mit Verweis auf Urteil des Bundesgerichts 
5A_17/2017 vom 25. Oktober 2017 E. 1.1). Die Berufung gegen den Entscheid des 
Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 29. August 2024 in der Hauptsache ist 
aktuell beim Obergericht hängig (ZR1 24 208). Damit liegt, wie im Urteil des 
Obergerichts vom 21. Februar 2025 (ZK1 25 9) eingehend dargelegt, die 
Zuständigkeit für die Anordnung einer Schuldneranweisung für den mit Urteil vom 
4. Juli 2024 (ZK1 23 139) festgelegten vorsorglichen Kinderunterhalt, d.h. einer 
Vollstreckungsmassnahme sui generis, welcher während hängigem 
Hauptsacheverfahren ihrerseits der Charakter einer vorsorglichen Massnahme 
zukommt, ebenfalls beim Obergericht. Es entscheidet in einzelrichterlicher 
Kompetenz (Art. 7 Abs. 4 EGzZPO [BR 320.100] i.V.m. Art. 9 GOG [BR 173.000]). 
Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf 
das Gesuch um Schuldneranweisung ist einzutreten.

2.1. Das Gericht kann den Schuldner des Unterhaltspflichtigen anweisen, seine 
Zahlungen ganz oder teilweise an den gesetzlichen Vertreter des Kindes zu leisten, 
wenn der Unterhaltspflichtige seine Unterhaltspflichten gegenüber dem Kind 
vernachlässigt (Art. 291 ZGB). Die Anweisung knüpft an eine 
verschuldensunabhängige Vernachlässigung der Unterhaltspflicht. Dabei ist eine 

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gewisse Schwere der Pflichtvergessenheit erforderlich. Die Anweisung ist 
namentlich dann unzulässig, wenn nur ausnahmsweise ein Unterhaltsbeitrag ganz 
oder teilweise ausbleibt oder sich verzögert und darin kein Indiz für künftige 
Wiederholungen erblickt werden kann. Sind die Voraussetzungen aber erfüllt, ist die 
Anweisung für den im Unterhaltstitel festgesetzten Betrag grundsätzlich 
auszusprechen, ohne dass sich der Anweisungsrichter mit dem Sachverhalt und 
den rechtlichen Themen des Verfahrens über die Festsetzung der Unterhaltsschuld 
erneut befasst. Gleichwohl dürfen die grundlegenden Persönlichkeitsrechte des 
Rentenschuldners nicht verletzt werden. Im Rahmen der Anweisung sind deshalb 
die Grundsätze über das pfändbare Einkommen und der Schutz des 
Existenzminimums zu beachten. In diesem Sinne ist es unzulässig, auf ein 
hypothetisches Einkommen des Schuldners abzustellen, wenn die 
Schuldneranweisung bei Zugrundelegung des tatsächlichen Einkommens einen 
(unzulässigen) Eingriff in dessen Existenzminimum bewirkt. Ebenso hat der 
Anweisungsrichter seit der Vollstreckbarkeit des Unterhaltstitels eingetretene 
Veränderungen zu berücksichtigen, namentlich wenn sich die finanzielle Lage des 
Unterhaltsschuldners seit Erlass des Unterhaltstitels in einer Weise verschlechtert 
hat, dass die Anweisung in sein Existenzminimum eingreift (BGE 145 III 255 
m.w.H.). Ein Eingriff in das betreibungsrechtliche Existenzminimum eines 
Schuldners ist im Zwangsvollstreckungsrecht sowie bei der Schuldneranweisung 
zugunsten von unterhaltsberechtigten Familienmitgliedern zulässig (FOUNTOULAKIS, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 291 N. 4d). (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_301/2021 vom 21. Juni 2021 
E. 4.2). Der Eingriff ins Existenzminimum des Schuldners ist so zu bemessen, dass 
sich Gläubiger und Schuldner im selben Verhältnis einschränken müssen (BGE 110 
II 9 E. 4b mit Verweis auf BGE 110 III 48).

2.2. Beim Entscheid über die Schuldneranweisung für (vorsorglichen) 
Kindesunterhalt kommen dieselben Verfahrensmaximen zum Tragen, wie beim 
Erlass des (vorsorglichen) Kindesunterhalts; es gelten die Untersuchungs- und 
Offizialmaxime (Art. 303 Abs. 1 i.V.m. Art. 296 ZPO; vgl. Urteil des Kantonsgerichts 
von Graubünden ZK1 18 144 vom 5. Mai 2020 E. 4.2 und ZK1 19 120 vom 10. März 
2020 E. 2.1 f.). Das Gericht erforscht den Sachverhalt von Amtes wegen und 
entscheidet ohne Bindung an die Parteianträge (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Die 
uneingeschränkte Untersuchungsmaxime (Art. 296 Abs. 1 ZPO) enthebt die 
Parteien zwar von der subjektiven Beweislast oder Beweisführungslast, entbindet 
sie aber nicht von ihrer Mitwirkungspflicht (Urteil des Bundesgerichts 5A_920/2023 
vom 28. November 2024 E. 2.4.7 mit Verweis auf BGE 140 III 485 E. 3.3). 
Entsprechend haben die Parteien das Tatsächliche vorzutragen und bei der 

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Sammlung des massgebenden Prozessstoffs mitzuwirken. Insbesondere obliegt es 
ihnen, dem Gericht das Tatsachenmaterial mit vollständigen und bestimmten 
Behauptungen zu unterbreiten und die Beweismittel zu bezeichnen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_357/2015 vom 19. August 2015 E. 4.2). Dies gilt verstärkt bei 
anwaltlicher Vertretung beider Parteien (vgl. auch BGE 141 III 569 E. 2.3.1 und 
E. 2.3.2; 128 III 411 E. 3.2.1). Sodann ändern Untersuchungsgrundsatz und 
Mitwirkungspflicht nichts an der objektiven Beweislast, wonach grundsätzlich 
diejenige Partei die Folgen der Beweislosigkeit einer Tatsachenbehauptung zu 
tragen hat, die daraus Vorteile ableitet (vgl. Art. 8 ZGB; Urteil des Bundesgerichts 
5A_920/2023 vom 28. November 2024 E. 2.4.7). Für die Tatsachen, aus denen ein 
Anspruch auf Schuldneranweisung abgeleitet wird, liegt die objektive Beweislastbei 
bei der Gesuchstellerin. Für rechtsvernichtende oder rechtshindernde Tatsachen 
trägt hingegen der Gesuchsgegner die Beweislast.

3.1. Die Gesuchstellerin ersucht die Schuldneranweisung für die mit Urteil vom 
4. Juli 2024 (ZK1 23 139) festgelegten vorsorglichen Kinderunterhaltsbeiträge von 
monatlich CHF 1'759.00. Deren Zusprechung sei als definitiv erworbene 
Regelungsmassnahme zu qualifizieren, die nicht mehr rückwirkend abgeändert 
werden könne. Sie seien vollstreckbar. Diese insbesondere ab heute bis zur 
Rechtskraft des Urteils im Hauptverfahren geltenden Unterhaltsbeiträge habe der 
Gesuchsgegner nicht angefochten und damit anerkannt. Der Gesuchsgegner sei 
bei der E._____ tätig und verdiene aktuell CHF 4'961.95 netto. Er weigere sich 
konstant den vollen Unterhaltsbeitrag an seine Tochter zu bezahlen und überweise 
pro Monat nur CHF 800.00. Gegen die für Unterhaltsausstände eingeleitete 
Betreibung habe der Gesuchsgegner Rechtsvorschlag erhoben; auch die 
Aufforderung an den Rechtsvertreter des Gesuchsgegners sei erfolglos geblieben 
(vgl. act. A.1, C; vgl. act. B.5 ff.). Die gestützt auf die vom Regionalgericht 
Prättigau/Davos mit Entscheid vom 10. Januar 2025 angeordnete 
Schuldneranweisung von der Arbeitgeberin des Gesuchsgegners überwiesene 
Zahlung habe der Gesuchsgegner nach der Aufhebung der Schuldneranweisung 
durch das Obergericht wieder zurückgefordert (vgl. act. A.1, D.2; vgl. act. B.9).

3.2. Der Gesuchsgegner bestreitet nicht, mit Urteil vom 4. Juli 2024 zur Leistung 
von Unterhaltszahlungen von CHF 1'759.00 verpflichtet worden zu sein. Auch stellt 
er ausdrücklich nicht in Abrede, dass er der Klägerin seit Januar 2023 nur 
CHF 800.00 überweist. Die Anweisung gestützt auf Art. 291 ZGB sei daher 
grundsätzlich möglich (vgl. act. A.2, zu 1-4). 

3.3. Das Obergericht verpflichtete den Gesuchsgegner mit Urteil vom 4. Juli 2024 
(ZK1 23 139), der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt der gemeinsamen Tochter 

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monatlich CHF 1'759.00 zu bezahlen. Dieses Urteil ist vollstreckbar (vgl. act. B.3). 
Wie erwähnt ist unbestritten, dass der Gesuchsgegner lediglich CHF 800.00 pro 
Monat überwies (vgl. act. A.1, C.4; vgl. act. A.2, zu 4). Dies ist zudem durch die 
Akten belegt (act. B.7 f.). Dies sowie der Umstand, dass der Gesuchsgegner trotz 
bestehender Schuldpflicht beglichene Unterhaltsleistungen zurückfordert, lässt den 
Schluss zu, dass er auch in Zukunft seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommen wird. 
Es liegt somit eine erhebliche Vernachlässigung der Unterhaltspflicht vor, womit die 
Voraussetzung für eine Schuldneranweisung erfüllt ist. Auf den Umfang derselben 
ist im Folgenden einzugehen.

4.1. Der Gesuchsgegner erklärt sinngemäss, die Schuldneranweisung greife in 
sein Existenzminimum ein. Gemäss Effektivitätsgrundsatz sei auf den effektiven 
Bedarf und nicht auf hypothetischen Zahlungen abzustellen. In seinen Bedarf 
rechnet er einen Grundbetrag von CHF 1'200.00, Wohnkosten von CHF 1'790.00 
sowie Kosten für die Miete eines Parkplatzes von CHF 125.00, 
Krankenkassenprämien von CHF 407.00, Kosten für auswärtige Verpflegung von 
CHF 160.00, Leasingkosten von CHF 965.35, und Kosten für den Arbeitsweg von 
CHF 837.50. Diesem Gesamtbedarf von CHF 5'984.85 stellt er einmal ein 
Einkommen ohne Anteil am 13. Monatslohn von CHF 5'004.25 und einmal ein 
solches mit Anteil am 13. Monatslohn von CHF 5'428.00 gegenüber. Er erklärt, bei 
Berücksichtigung des 13. Monatslohns sei auch ein Steueranteil von CHF 500.00 
im Bedarf zu berücksichtigen. Es resultiere daher je nach Einbezug oder Ausschluss 
dieser beiden Elemente ein Fehlbetrag von CHF 480.60 (Berechnung mit 
Einkommen ohne Anteil 13. Monatslohn und Steuern) bzw. CHF 556.85 
(Berechnung mit Einkommen inkl. Anteil 13. Monatslohn und Steuern). Angesichts 
der Gefahr, die angewiesene Arbeitgeberin könne aufgrund der Anweisung sein 
Arbeitsverhältnis kündigen, sei einem Gesuch um Schuldneranweisung nur 
stattzugeben, wenn zwischen den rechnerisch möglichen und den effektiv 
geleisteten Unterhaltsbeiträgen eine erhebliche Differenz von mindestens einigen 
CHF 100.00 bestehe. Schliesslich sei die Anweisung nur bei schuldhaftem 
Vernachlässigen der Unterhaltspflicht zulässig; der Gesuchsgegner komme jedoch 
nur aufgrund fehlender Leistungsfähigkeit seinen Verpflichtungen nicht nach (vgl. 
act. A.2, zu 4 f.).

4.2. Die Gesuchstellerin legt der Schuldneranweisung den Bedarf und die 
Einkommenszahlen zugrunde, wie sie im Urteil vom 4. Juli 2024 (ZK1 23 139) 
festgehalten wurden. Demzufolge setzt sich der Bedarf des Gesuchsgegners von 
insgesamt CHF 3'382.00 aus dem Grundbetrag von CHF 1'200.00, den reduzierten 
Wohnkosten von CHF 1'500.00, den Krankenkassenprämien von CHF 182.00, den 

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Kosten für auswärtige Verpflegung von CHF 160.00 und den Kosten für den 
Arbeitsweg mit ÖV von CHF 340.00 zusammen. Die Gesuchstellerin stellt diesem 
Bedarf das Einkommen des Gesuchsgegners von CHF 5'326.00 (inkl. Anteil 
13. Monatslohn) gegenüber, entsprechend dem erwähnten Urteil (vgl. act. A.1, 
D.4).

4.3. Der Gesuchsgegner geht in seiner Bedarfsrechnung von höheren Zahlen und 
zusätzlichen Positionen (Parkplatzkosten, Leasingkosten) aus, als der Berechnung 
des Unterhalts im Verfahren betreffend Festlegung der vorsorglichen 
Unterhaltsbeiträge zugrunde lagen (ZK1 23 139; vgl. act. A.2, S. 6). Er behauptet 
jedoch nicht, seine Verhältnisse hätten sich in der Zwischenzeit verschlechtert und 
er reicht auch keine Belege zu seinen aktuellen Verhältnissen ein. Er verweist bloss 
auf die Akten des Verfahrens betreffend Festlegung der vorsorglichen 
Unterhaltsbeiträge (ZK1 23 139). Da aufgrund der knappen Verhältnisse bereits in 
jenem Verfahren der Bedarf des Gesuchsgegners in Anwendung der 
betreibungsrechtlichen Grundsätze, insbesondere der Richtlinien der Konferenz der 
Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz zur Berechnung des 
Existenzminimums vom 1. Juli 2009 (nachfolgend: Richtlinie) festgelegt wurde (vgl. 
Situation in Urteil des Bundesgerichts 5A_814/2009 vom 31. März 2010 E. 2.4.5) 
und der Gesuchsgegner keine seither eingetretenen Veränderungen geltend macht, 
besteht im Allgemeinen und – wie im Folgenden gezeigt wird – auch im Einzelnen 
kein Anlass, diesen Bedarf abweichend festzulegen.

4.4. Der Schuldner hat seine Wohnkosten so tief als möglich zu halten. 
Entsprechen sie der familiären Situation des Schuldners und den ortsüblichen 
Mietzinsen nicht, sind sie den für die Berechnung des Existenzminimums 
massgebenden Verhältnissen anzupassen (VONDER MÜHLL,, in: 
Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, Art. 93 N. 26). Vorliegend wurden die 
Wohnkosten bereits im Urteil vom 4. Juli 2024 (ZK1 23 139) entsprechend den 
Richtlinien auf CHF 1'500.00 reduziert (a.a.O, E. 2.5.6 f.). Die tieferen Wohnkosten 
wurden dem Gesuchsgegner erst nach einer Übergangsfrist von vier Monaten nach 
dem erstmöglichen Kündigungstermin angerechnet. Angesichts dessen sowie der 
verstrichenen Zeit ist dem Gesuchsgegner keine weitere Übergangsfrist zu 
gewähren. Der Betrag von CHF 1'500.00 lag preislich am oberen Ende der 
ausgeschriebenen Wohnungen und wurde mit den Kosten für den Umzug in eine 
günstigere Wohnung gerechtfertigt. Seit April 2024 lag dieser Betrag dem 
Unterhaltsbeitrag zugrunde, mithin nunmehr ein Jahr. Die Umzugskosten sind damit 
abgegolten, womit sogar eine Anpassung der Wohnkosten nach unten 

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vorgenommen werden könnte. Dass er erfolgslos versucht hätte, eine günstigere 
Wohnung zu finden, bringt der Gesuchsgegner im vorliegenden Verfahren nicht vor. 
Dem Gesuchsgegner sind daher keine höheren Wohnkosten als CHF 1'500.00 
anzurechnen.

4.5. Kosten für ein Fahrzeug sind im betreibungsrechtlichen Existenzminimum 
nur zu berücksichtigen, wenn dem Fahrzeug Kompetenzcharakter zukommt, es 
mithin zur Berufsausübung notwendig ist, andernfalls ist bloss Auslagenersatz, wie 
bei der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel, in den Bedarf einzurechnen 
(Richtlinie). Wie im Urteil vom 4. Juli 2024 (ZK1 23 139) dargelegt, kommt dem 
Fahrzeug des Gesuchsgegners vorliegend kein Kompetenzcharakter zu, weshalb 
unter den Arbeitswegkosten auch nur die Auslagen für die Benützung öffentlicher 
Verkehrsmittel berücksichtigt wurden (a.a.O, E. 2.4.4). Die behaupteten höheren 
Arbeitswegkosten, die Leasingkosten sowie die Kosten für einen Parkplatz können 
entsprechend nicht berücksichtigt werden.

4.6. Im Urteil vom 4. Juli 2024 (ZK1 23 139) wurden dem Gesuchsgegner 
reduzierte Krankenkassenprämien von CHF 182.00 (CHF 372.00 abzüglich einer 
Prämienverbilligung von CHF 200.00) angerechnet, da gemäss Prämienrechner der 
SVA Aargau ein Anspruch auf Prämienverbilligung bestand und der Gesuchsgegner 
diese auch beantragt hatte (a.a.O, E. 2.6). Weder macht der Gesuchsgegner 
geltend, keine Prämienverbilligung erhalten zu haben, noch weist er aktuell die 
Bezahlung von Prämien von CHF 407.00 nach. Die Krankenkassenprämien 
gehören zu den Zuschlägen zum Grundbedarf und sind nur zu berücksichtigen, 
wenn sie effektiv bezahlt werden. Wie erwähnt verweist der Gesuchsgegner auch 
in diesem Punkt bloss auf die Akten des Verfahrens über die Festlegung der 
vorsorglichen Unterhaltsbeiträge (ZK1 23 139). Vor dem Hintergrund, dass diese 
bereits für die Festlegung eines den betreibungsrechtlichen Grundsätzen 
entsprechenden Bedarfs gewürdigt wurden und sich die Verhältnisse in der 
Zwischenzeit nicht geändert haben, bleibt es bei den reduzierten Prämien von 
CHF 182.00.

4.7. Schliesslich fordert der Gesuchsgegner den Einschluss eines Steueranteils 
von CHF 500.00 im Bedarf, zumindest, wenn von seinem Einkommen samt 
13. Monatslohn ausgegangen werde (vgl. act. A.2, S. 6). Steuern sind gemäss den 
Richtlinien nicht im betreibungsrechtlichen Existenzminimum zu berücksichtigen, 
weshalb sie auch vorliegend ausser Betracht fallen. Das betreibungsrechtliche 
Existenzminimum des Gesuchsgegners beläuft sich somit auf CHF 3'382.00.

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4.8. Schliesslich ist auf den einer Anweisung zugänglichen Lohn einzugehen. Wie 
erwähnt hat das Gericht bei der Schuldneranweisung die für das Betreibungsamt 
geltenden Normen betreffend das pfändbare Einkommen zu beachten. 
Entsprechend darf nicht auf ein hypothetisches Einkommen des 
Unterhaltspflichtigen abgestellt werden, wenn bei Zugrundelegung des effektiven 
Einkommens ein (unzulässiger) Eingriff in dessen Existenzminimum resultiert (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 5A_490/2012 vom 23. November 2012 E. 3). Es 
entspricht gängiger Praxis und der Rechtsprechung des Bundesgerichts, das 
monatliche Einkommen nicht isoliert nach Kalendermonaten, sondern als 
Durchschnitt des jährlichen Gesamteinkommens festzulegen, womit nicht ein 
hypothetisches Einkommen angenommen, sondern auf das effektiv erzielte 
Einkommen abgestellt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_466/2015 vom 
8. März 2016 E. 4.2.1; Obergericht Solothurn ZKBER.2021.62 vom 6. Januar 2022 
E. 5). Dies ist sachgerecht, da weder sämtliche Einnahmen noch sämtliche 
Ausgaben vollständig deckungsgleich mit den Kalendermonaten anfallen (vgl. Urteil 
des Obergerichts Solothurn ZKBER.2018.64 vom 19. November 2018 E. 4; vgl. 
Urteil des Obergerichts Zürich LD200003 vom 10. November 2020 E. 4.1) und 
entspricht auch der Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden (vgl. Urteile des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 19 120 vom 10. März 2020 E. 5.2; ZK1 23 
94/98 vom 14. Dezember 2023 E. 4.1 f., 3.1.5, 3.3.4). 

4.9. Zwar ist nicht zu verkennen, dass die anteilsmässige Einrechnung des 
13. Monatslohnes in Mankofällen zeitweilig zu einem Eingriff in das 
Existenzminimum des Unterhaltsschuldners führen kann, sofern ihm eine 
Überbrückung mittels eigenem Vermögen nicht möglich ist. Vorliegend wurde dem 
Gesuchsgegner jedoch Ende 2024 der 13. Monatslohn bereits ausbezahlt. Er bringt 
auch nicht vor, dass ihm derzeit keine finanziellen Reserven mehr zur Verfügung 
stünden, um allfällige kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Darüber 
hinaus hätte der Gesuchsgegner die Möglichkeit, gemäss Art. 323 Abs. 4 OR seine 
Arbeitgeberin um eine ratenweise Auszahlung des 13. Monatslohnes zu ersuchen. 
Der Gesuchsgegner ist daher in der Lage, sein betreibungsrechtliches 
Existenzminimum zu decken.

4.10. Da eine erhebliche Vernachlässigung der Unterhaltspflichten vorliegt und das 
Existenzminimum des Gesuchsgegners auch bei Anweisung für den gesamten 
Unterhaltsbeitrag gewahrt bleibt, ist das Gesuch gutzuheissen und die 
Arbeitgeberin des Gesuchsgegners, D._____, anzuweisen, monatlich mit Wirkung 
ab sofort vom Lohn von B._____ den Betrag von CHF 1'759.00 direkt auf das Konto 
von A._____ bei der G._____, __________________, zu überweisen.

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4.11. Die Gesuchstellerin beantragt, die Anweisung sei bis zum rechtskräftigen 
Entscheid über die Unterhaltsklage von C._____ (Hauptverfahren ZR1 24 208) 
anzuordnen (vgl. act. A.1, A.1). Der Gesuchsgegner beantragte für den Eventualfall 
keine Befristung einer allfälligen Anweisung (vgl. act. A.2, Rechtsbegehren 2). Die 
Schuldneranweisung kann grundsätzlich unbefristet angeordnet werden (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 5A_479/2018 vom 6. Mai 2019 E. 3.2). Sie gilt solange, bis sie 
gerichtlich oder einvernehmlich wieder aufgehoben oder abgeändert wird, 
insbesondere durch den Scheidungsrichter bzw. Massnahmerichter im 
Scheidungsverfahren. Die Gültigkeitsdauer ist festzuhalten.

5.1. Beide Parteien beantragen die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
unter Einsetzung ihrer jeweiligen Rechtsvertreter als unentgeltliche 
Rechtsbeistände (vgl. act. A.2, IV; act. M.1). Beiden Parteien wurde für das 
Berufungsverfahren gegen den Entscheid in der Hauptsache (ZR1 24 208 
[Berufungsverfahren]; ZK1 24 209 [Gesuchsgegner]; ZK1 24 212 [Tochter der 
Parteien]) sowie andererseits für das Berufungsverfahren gegen den Entscheid des 
Einzelrichters am Regionalgericht Pättigau/Davos betreffend Schuldneranweisung 
(ZR1 25 9) die unentgeltliche Rechtspflege samt unentgeltlichem Rechtsbeistand 
gewährt. Die Mittellosigkeit der Parteien ist damit offensichtlich gegeben. Das 
vorliegende Gesuch um Schuldneranweisung ist sodann nicht aussichtslos, womit 
die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege erfüllt 
sind und diese beiden Parteien zu gewähren ist. Ferner erscheint die Bestellung 
von Rechtsvertretungen notwendig, weshalb Rechtsanwalt Christoph Suter als 
unentgeltlicher Rechtsbeistand des Gesuchsgegners und Rechtsanwältin Rita 
Marugg als unentgeltliche Rechtsbeiständin der Gesuchstellerin einzusetzen sind.

5.2. Grundsätzlich werden die Prozesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO der 
unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, werden die 
Prozesskosten gemäss Art. 106 Abs. 2 ZPO nach dem Ausgang des Verfahrens 
verteilt. Über die Prozesskosten vorsorglicher Massnahmen kann gemäss Art. 104 
Abs. 3 ZPO zusammen mit der Hauptsache entschieden werden, wobei es dem 
Gericht auch erlaubt ist, die Kostenverteilung im vorausgehenden 
Massnahmeentscheid vorzunehmen. Dabei hatte der Gesetzgeber mit der 
Regelung in Art. 104 Abs. 3 ZPO offenbar insbesondere jene Fälle vorsorglicher 
Massnahmen im Auge, bei denen das Hauptverfahren bereits rechtshängig ist. 
Praxisgemäss liegt es in diesen Fällen im Ermessen des Massnahmegerichts, ob 
es die Kostenfolge direkt und endgültig oder sie als Teil der Gesamtkosten erst im 
Hauptentscheid regeln will, indem es einstweilen auf eine Kostenregelung 
vollständig verzichtet oder eine vorläufige Kostenregelung unter Vorbehalt einer 

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anderen Verteilung im Hauptprozess trifft (vgl. PKG 2018 Nr. 7 E. 4.2.1; PKG 2013 
Nr. 22 E.2b/aa; bestätigt in Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 2022 
47 vom 17. Oktober 2022 E. 9.2).

5.3. Vorliegend rechtfertigt sich eine direkte und definitive Regelung der Kosten 
des Anweisungsverfahrens. Die Entscheidgebühr ist auf CHF 1'000.00 festzulegen 
(Art. 16 Abs. 1 VGZ [BR 320.210]). Entsprechend dem Verfahrensausgang ist sie 
dem Gesuchsgegner aufzuerlegen. Aus Billigkeit oder unter Verweis auf die 
Kostenverteilung nach Ermessen in familienrechtlichen Verfahren (Art. 107 Abs. 1 
lit. c und f) von diesem Grundsatz abzuweichen, gebietet sich vorliegend nicht. Der 
Gesuchsgegner ist zu verpflichten, der Gesuchstellerin eine Parteientschädigung 
zu bezahlen, die nach Ermessen festzusetzen ist (Art. 1 Abs. 1 HV [BR 310.250]). 
Ausgehend von einem für das Gesuch um Schuldneranweisung und das Gesuch 
auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege angemessenen anwaltlichen 
Aufwand von vier Stunden und dem mittleren Stundenansatz von CHF 240.00 (Art. 
3 Abs. 1 HV; RÜEGG/RÜEGG, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 118 N. 16) ist 
die Parteientschädigung auf CHF 1'068.90 (Honorar inkl. Spesen und 
Mehrwertsteuer) festzulegen. Die Gerichtskosten gehen unter Vorbehalt der 
Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO zulasten des Kantons Graubünden und 
werden aus der Gerichtskasse des Obergerichts bezahlt. Zudem ist angesichts der 
dem Gesuchsgegner gewährten unentgeltlichen Rechtspflege von der 
Uneinbringlichkeit der Parteientschädigung auszugehen, weshalb die unentgeltliche 
Rechtsvertreterin der Gesuchstellerin vom Kanton angemessen zu entschädigen 
ist. Unter Anwendung des für die unentgeltliche Rechtsvertretung massgeblichen 
Stundenansatzes von CHF 200.00 (Art. 5 Abs. 1 HV) ist die angemessene 
Entschädigung auf CHF 890.75 festzusetzen. Mit der Zahlung geht der Anspruch 
auf die Parteientschädigung im entsprechenden Umfang auf den Kanton über 
(Art. 122 Abs. 2 Satz 2 ZPO).

5.5. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Gesuchsgegners, Rechtsanwalt 
Christoph Suter, hat ebenfalls Anspruch auf eine angemessene Entschädigung 
durch den Kanton (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO). Ausgehend von einem für die 
Stellungnahme samt Antrag um unentgeltliche Rechtspflege angemessenen 
anwaltlichen Aufwand von ebenfalls vier Stunden und dem Tarif für unentgeltliche 
Vertretung von CHF 200.00 (Art. 5 Abs. 1 HV) ist die angemessene Entschädigung 
auf CHF 890.75 (Honorar inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) festzulegen. Die 
Entschädigung geht unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO 

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zulasten des Kantons Graubünden und ist aus der Gerichtskasse des Obergerichts 
zu bezahlen (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO).

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Es wird erkannt:

1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die Arbeitgeberin von B._____, die 
D._____, wird angewiesen, monatlich mit Wirkung ab sofort vom Lohn von 
B._____ den Betrag von CHF 1'759.00 direkt auf das Konto von A._____ bei 
der G._____, _________________, zu überweisen.

Die E._____ wird darauf hingewiesen, dass sie bei Nichtbefolgen dieser 
Anweisung das Risiko einer doppelten Zahlungspflicht trägt.

2. Die Schuldneranweisung gilt bis zu ihrer Aufhebung oder Abänderung.

3.1. Der Antrag von B._____ auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
wird gutgeheissen und es wird ihm Rechtsanwalt Christoph Suter als 
unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt.

3.2. Das Gesuch von A._____ um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen 
und es wird ihr Rechtsanwältin Rita Marugg als unentgeltliche 
Rechtsvertreterin bestellt.

3.3. Die Kosten des Verfahrens von CHF 1'000.00 gehen zulasten von B._____.

3.4. B._____ wird verpflichtet, A._____ eine Parteientschädigung von 
CHF 1'068.90 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

3.5. Da sich die Parteientschädigung voraussichtlich als uneinbringlich erweist, 
wird die unentgeltliche Rechtsvertreterin von A._____, Rechtsanwältin Rita 
Marugg, für das Berufungsverfahren mit CHF 890.75 (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) zulasten des Kantons Graubünden aus der Gerichtskasse des 
Obergerichts entschädigt. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf die 
Parteientschädigung im entsprechenden Umfang auf den Kanton 
Graubünden über (Art. 122 Abs. 2 Satz 2 ZPO).

3.6. Die B._____ auferlegten Verfahrenskosten von CHF 1'000.00 und die Kosten 
seines Rechtsvertreters, Rechtsanwalt Christoph Suter, von CHF 890.75 
(inkl. Barauslagen und MwSt.) gehen unter Vorbehalt der Rückforderung 
gemäss Art. 123 ZPO zulasten des Kantons Graubünden und werden aus 
der Gerichtskasse des Obergerichts bezahlt.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

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