# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 232361b0-43ba-5117-9566-ccb839776f77
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.04.2010 E-2132/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2132-2010_2010-04-09.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2132/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______,
Nigeria,
vertreten durch Annelise Gerber,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 25. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2132/2010

Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101),

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge [FK, SR 0.142.30]),

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32),

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110),

des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Aus-
länderinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

der  Asylverordnung  1  über  Verfahrensfragen  vom  11.  August  1999 
(AsylV 1, SR 142.311),

des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2),

stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 23. oder  24. November  2009  auf  dem Seeweg verliess  und  am 
27. Dezember 2009 in die Schweiz gelangte, wo er gleichentags um 
Asyl nachsuchte,

dass er  am 13. Januar  2010  im Transitzentrum Altstätten  zu seinen 
Asylgründen befragt wurde,

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dass  er  anlässlich  der  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  vom 
13.  Januar  2010  auf  entsprechenden  Vorhalt  hin  einräumte,  am 
17.  März  2003  in  Schweden  ein  Asylgesuch  gestellt  zu  haben  und 
nach  der  Abweisung  des  Gesuches  im  August  2004  nach  Nigeria 
zurückgekehrt zu sein,

dass er am 25. März 2010 vom BFM in einer direkten Anhörung er-
gänzend zu seinem Asylgesuch in der Schweiz befragt wurde,

dass  bezüglich  des  vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten  Sachver-
haltes auf die Akten verwiesen werden kann,

dass  das  BFM  mit  -  dem  Beschwerdeführer  mündlich  eröffneter  - 
Verfügung vom 25. März 2010 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
habe  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einreichung  des  Asylgesuchs 
keine rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere abgegeben und 
es lägen keine entschuldbaren Gründe für seine Papierlosigkeit vor,

dass  er  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle  und  aufgrund  der 
Aktenlage  keine  weiteren  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flücht-
lingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig 
seien,

dass deshalb gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf  das Asyl-
gesuch nicht einzutreten sei,

dass  der  Wegweisungsvollzug  in  das  Heimatland  des  Beschwerde-
führers durchführbar (zulässig, zumutbar und möglich) sei,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 1. April 2010 
(vorab  per  Telefax)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
gegen die Verfügung vom 25. März 2010 einreichte und beantragt, es 
sei  auf  das  Asylgesuch  vom  27.  Dezember  2009  einzutreten,  ge-
gebenenfalls  sei  die  Unzulässigkeit  oder  gegebenenfalls  die 
Unzumutbarkeit der Wegweisung festzustellen und als Folge davon die 
vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  gegebenenfalls  das  Dossier  zur  Neubeurteilung  dem  BFM 
zurückzugeben sei,

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dass  in  formeller  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung ersucht wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten am 7.  April  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teil -
genommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert  ist, so  dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art.  105 AsylG 
i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG sowie Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  -  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1.),

dass indessen bei der Anwendung des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a und Abs. 3 AsylG vorweg über das Bestehen beziehungsweise 
Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  abschliessend  materiell  zu 
entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung 

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möglich ist,  wobei das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft  Vor-
aussetzung  zu  einem  Nichteintretensentscheid  nach  dieser  Bestim-
mung  bildet  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwal-
tungsgerichts BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerde-
verfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines 
formellen  Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft - 
allerdings nur  hinsichtlich  der  Überprüfung  deren  offensichtlichen 
Fehlens - Prozessgegenstand ist (vgl. a.a.O., E. 2.1),

dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Vollzugs nach dem 
Nichteintreten auf  ein Asylgesuch materiell  prüft,  weshalb  dem Bun-
desverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend  aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb  der  Beschwerdeentscheid nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(vgl. Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schrif tenwechsel 
verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende 
Person den Behörden nicht  innert  48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgibt, ausser sie könne glaub-
haft  machen, sie  sei  dazu aus entschuldbaren Gründen nicht  in  der 
Lage, oder auf  Grund der Anhörung sowie gestützt auf  Art. 3 und 7 
AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird oder sich auf Grund 
der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshinder-
nisses nötig sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung  ermöglichen"  sollen  (E.  6)  und  unter  Vorbehalt  des  Vor-
liegens  entschuldbarer  Gründe  ein  Nichteintretensentscheid  selbst 
dann  zu  erfolgen  hätte,  wenn  trotz  fehlender  Ausweispapiere  keine 

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Zweifel  über  die  Identität  des  oder  der  Asylsuchenden  bestehen 
(E. 5.3. a.E.),

dass  das  BFM zu  Recht  zum Schluss  gelangt  ist,  der  Beschwerde-
führer  mache  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  versäumte  Ein-
reichen von Identitätspapieren geltend,

dass  der  Beschwerdeführer  am  27.  Dezember  2009  schriftlich  auf-
gefordert  wurde, den schweizerischen Behörden rechtsgültige  Reise- 
oder  Identitätspapiere  einzureichen,  und  der  Beschwerdeführer  das 
entsprechende  Merkblatt  und  somit  die  entsprechende  Verpflichtung 
unterschrieben hat,

dass er anlässlich der Anhörung vom 13. Januar 2010 nochmals aus-
drücklich  auf  die  Verpflichtung  der  Einreichung  von  rechtsgültigen 
Ausweispapieren aufmerksam gemacht wurde, wobei er vorbrachte, er 
habe  bisher  nichts  getan,  wisse  nicht,  was  er  tun  solle  und  müsse 
nachdenken,  wie  er  seinen  Onkel  kontaktieren  könnte  (Akten  BFM 
A1/15 S. 5) sowie auf Nachfrage einräumte, er könnte seinem Onkel 
einen Brief schreiben (A1/15 S. 6),

dass  aufgrund  dieser  Situation  die  Identität  des  Beschwerdeführers 
nach wie vor nicht feststeht,

dass aus der gesamten vorliegenden Aktenlage zu schliessen ist, der 
Beschwerdeführer  habe  mit  der  Absicht  gehandelt,  eine  allfällige 
Rückführung aus der Schweiz zu erschweren und damit den Aufenthalt 
in der Schweiz unrechtmässig zu verlängern,

dass keine entschuldbaren Gründe für das versäumte Einreichen von 
rechtsgültigen Identitätspapieren vorliegen und auf die entsprechende 
Begründung in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass in der Rechtsmitteleingabe hiezu keine Einwendungen erhoben 
werden,

dass in der Beschwerdeschrift  vielmehr fälschlicherweise davon aus-
gegangen wird, das BFM sei aufgrund Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf 
das  Asylgesuch  nicht  eingetreten  und  habe  eine  Wegweisung  nach 
Schweden angeordnet,

dass  auf  die  entsprechenden  Ausführungen  in  der  Rechtsmittelein-
gabe selbstredend nicht einzugehen ist,

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dass weiter - unter Beachtung der in BVGE 2007/8 aufgestellten Richt-
linien (E. 5.6) - vielmehr zu prüfen ist, ob auf Grund der Anhörung (und 
der  Akten)  weitere  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlings-
eigenschaft oder von Wegweisungsvollzugshindernissen nötig sind oder 
gar die Flüchtlingseigenschaft  festzustellen ist  (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
und c AsylG), oder ob bereits aufgrund einer summarischen Prüfung 
festgestellt  werden  kann,  dass  die  asylsuchende  Person  die 
Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt,

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen einer  Gesamtwürdi-
gung der Anhörungsprotokolle in Bestätigung der vorinstanzlichen Er-
kenntnisse zum Schluss gelangt, dass die Flüchtlingseigenschaft des 
Beschwerdeführers offensichtlich nicht besteht und ohne besonderen 
Begründungsaufwand  ausgeschlossen  werden  kann  (vgl.  a.a.O., 
E.  5.6.6.),  zumal  er  in  Bezug  auf  seine  angeblichen  Erlebnisse  in 
zentralen  Aspekten  widersprüchliche  und  im  Weiteren weitgehend 
substanzlose  Angaben  zu  wesentlichen  Sachverhaltselementen  ge-
macht hat und seine Schilderungen kaum Glaubhaftigkeits- und Reali-
tätsmerkmale beinhalten, 

dass auf die überzeugende vorinstanzliche Argumentation in der an-
gefochtenen Verfügung abgestellt werden darf, 

dass  somit  den  wirklichen  Ausreisegründen  des  Beschwerdeführers 
nicht aktenkundige Ursachen zu Grunde liegen dürften,

dass seine Vorbringen bezüglich der Verfolgungs- und Fluchtgründe of-
fensichtlich die Voraussetzungen zur Anerkennung als Flüchtling nicht 
erfüllen und auch keine weiteren Abklärungen notwendig erscheinen,

dass deshalb keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem 
Regelfall des Nichteintretens bei Erfüllen des Tatbestandes von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe vorliegt,  zumal,  wie 
sich im Folgenden zeigt, auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Fest-
stellung von Wegweisungsvollzugshindernissen notwendig sind,

dass das BFM mithin  zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  und  der  Be-

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schwerdeführer keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, wes-
halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen Be-
stimmungen steht und vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass das BFM aufgrund der Aktenlage den Vollzug der Wegweisung zu 
Recht  bezüglich  Nigeria  geprüft  und  die  vom Beschwerdeführer  be-
hauptete  kamerunische  Staatsangehörigkeit  begründeterweise  als 
haltloses Vorbringen bezeichnet hat, zumal er im Anschluss an das in 
Schweden  durchlaufene  Asylverfahren  von  der  nigerianischen  Bot-
schaft als Staatsangehöriger Nigerias identifiziert worden sei und von 
dieser ein Laissez-passer ausgestellt erhalten habe, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG), und keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein 
Land  gezwungen werden  darf,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre 
Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder 
in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen 
zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat dro-
hende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK 
oder Art. 3 FoK ersichtlich sind,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 

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einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass auf die auch diesbezüglich im Resultat zutreffenden Erwägungen 
in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass sich die entsprechenden Entgegnungen in der  Rechtsmittelein-
gabe im Wesentlichen auf das Zitieren der in diesem Zusammenhang 
anzuwendenden  rechtlichen  Bestimmungen  reduzieren  und  keinen 
persönlichen Bezug zum Beschwerdeführer aufnehmen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ersucht, 

dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von Verfahrens-
kosten  abgesehen  werden  kann,  wenn  der  Beschwerdeführer  nicht 
über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt  und  sein  Begehren  nicht  aus-
sichtslos erscheint,

dass sich die Beschwerdebegehren - wie vorstehend aufgezeigt - als 
aussichtslos erwiesen haben, weshalb schon deshalb, das heisst ohne 
Prüfung der angeblichen und nicht belegten Bedürftigkeit, das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen und die 
Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 
VGKE) dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers, 
das BFM und die kantonale Ausländerbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

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