# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73f7a417-e910-5c8f-a29b-e7fa0f2c512d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.05.2008 E-2973/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2973-2008_2008-05-09.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2973/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher, 
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

X._______, Iran,
vertreten durch Michel Meier, Beratungsstelle für 
Asylsuchende der Region Basel, _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 25. April 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Gegenstand

Parteien

E-2973/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge den Iran im De-
zember 2006 oder Januar 2007 verliess und nach einem neun- oder 
zehnmonatigen Aufenthalt in der Türkei über Griechenland und Italien 
am 23. November 2007 illegal in die Schweiz gelangte, wo er am glei-
chen Tag um Asyl nachsuchte,

dass er im A._______ am 26. November 2007 summarisch befragt und 
am 12. März 2008 vom BFM zu seinen Asylgründen angehört wurde,

dass er zur Begründung seines Asylgesuches im Wesentlichen geltend 
machte,  er  sei  iranischer  Staatsangehöriger  kurdischer  Ethnie  und 
sunnitischen Glaubens mit letztem Wohnsitz in B._______,

dass er  dort  in seinem Dienstleistungsgeschäft  (_______) gearbeitet 
habe,

dass er sich für die kurdischen Parteien propagandistisch und aufklä-
rerisch engagiert habe und deshalb öfters im Irak gewesen sei,

dass er gegen Ende 2006 eines Tages ein privates Gespräch seiner 
Ehefrau abgehört und herausgefunden habe, dass er von ihr betrogen 
wurde,

dass  er  sie  darauf  angesprochen  habe  und  er  in  der  Folge  in  der 
Stadt, als er im Begriff gewesen sei, Zigaretten zu kaufen, von einem 
Mann angesprochen worden sei und erfahren habe, dass Polizisten bei 
ihm zu Hause seien und belastendes Material  beschlagnahmen wür-
den,

dass er daraufhin zu seinen Brüdern gegangen sei und kurze Zeit spä-
ter den Iran verlassen habe,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass der Beschwerdeführer trotz wiederholter Aufforderungen im erst-
instanzlichen Verfahren keine Reise- oder Identitätspapiere einreichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 25. April 2008 - eröffnet am 29. April 
2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 

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26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, der Beschwerde-
führer  habe den Asylbehörden innerhalb der ihm eingeräumten Frist 
von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, wofür 
keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden,

dass seine Reiseschilderungen unglaubhaft seien und ein beinahe ein-
jähriger Aufenthalt in der Türkei und in anderen Ländern ohne Reise- 
oder Identitätspapiere ausgeschlossen werden könne,

dass sein Unwissen über den Zielhafen des von ihm benutzten Schif-
fes zumindest  erstaunlich  und  nicht  nachvollziehbar  sei,  weshalb  es 
ihm nicht möglich gewesen sein sollte, mit Hilfe seiner zahlreichen Ver-
wandten im Iran gültige Reise- oder Identitätspapiere zu beschaffen,

dass bei Papierlosigkeit zu prüfen sei, ob auf Grund der Anhörung so-
wie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festge-
stellt werden könne oder ob zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig seien,

dass  das  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  der  bereits  im  Jahre 
2005  für  kurze  Zeit  festgenommen  und  dabei  gefoltert  worden  sein 
soll, er habe bei sich zu Hause zahlreiches belastendes Propaganda-
material aufbewahrt,  der allgemeinen Lebenserfahrung widerspreche, 
zumal er sich mit einer solchen Vorgehensweise willentlich dem erhöh-
ten Risiko von Verfolgungsmassnahmen durch die  iranischen Behör-
den ausgesetzt hätte,

dass seine Geschichte vom Mann, der ihn in der Stadt vor der Polizei 
bei  ihm zu Hause gewarnt  habe,  realitätsfremd sei,  weil  nicht  nach-
vollziehbar  sei,  wie  dieser  zu  solchen  Informationen  (Beschlagnah-
mung von belastendem Material) hätte kommen können und aus wel-
chem Grund die Polizei ihn ausgerechnet während seiner kurzen Ab-
wesenheit von zu Hause hätte suchen sollen,

dass  seine  Aussagen  zur  Identität  dieses  Mannes  unstimmig  seien, 
zumal er ein Mal ausgesagt habe, er wisse nicht mehr, wer das gewe-
sen  sei,  und  ein  anderes  Mal  geltend  gemacht  habe,  es  habe  sich 
beim besagten Mann um einen Kollegen gehandelt,

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dass  er  sich  auch  hinsichtlich  seines  Nebenbuhlers  widersprochen 
habe, indem er zuerst geltend gemacht habe, dieser gehöre dem Ge-
heimdienst  „Itlaat“  an,  und  an  anderer  Stelle  zu  Protokoll  gegeben 
habe, er wisse es nicht,

dass er des Weiteren nicht imstande gewesen sei, detaillierte Angaben 
zu seiner  Tätigkeit  für  die  Partei  zu  machen,  sondern  sich  in  Ober-
flächlichkeiten verloren und den Parteinamen falsch beziehungsweise 
unvollständig bezeichnet habe,

dass er diesbezüglich einmal ausgesagt habe, seine Tätigkeiten für die 
Organisation  hätten  sich  auf  das  Drucken von Flugblättern,  das  Ko-
pieren von Dokumenten und das Schneiden und Produzieren von Fil-
men beschränkt, wogegen er ein anderes Mal behauptet habe, er sei 
für den Geheimdienst in seiner Stadt zuständig gewesen und habe ei-
ne führende Stellung innegehabt,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  die  Anforderungen  an  die  Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzli-
che Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  oder ei-
nes Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Akten nicht erfor-
derlich seien,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle und der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 
sei,

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Rechts-
mitteleingabe vom 6. Mai 2008 (Poststempel) die vollumfängliche Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Sache 
an die Vorinstanz zur materiellen Prüfung des Asylgesuchs beantragt,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses, die Anweisung an die Vollzugsbehörden, die Kontaktaufnahme mit 
dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jede Weitergabe von Daten an 
denselben  bis  zum Entscheid  über  die  Beschwerde  zu  unterlassen, 
und die Ansetzung einer Nachfrist zur Beibringung von Beweismitteln 
aus dem Ausland beantragt,

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dass er zur Stützung seiner Vorbringen eine Sozialhilfebestätigung des 
Wohnheims Atlas,  4123 Allschwil,  vom 30. April  2008 zu den Akten 
reichte,

dass auf  die Begründung der  Rechtsbegehren und das eingereichte 
Dokument, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 7. Mai 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]),

dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die diesbezüglich weiterhin 
massgeblichen Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass indessen bei Nichteintretensentscheiden, die gestützt auf Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen werden, das BFM im Rahmen einer sum-
marischen  Prüfung  das  offenkundige  Nichterfüllen  der  Flüchtlingsei-
genschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von 
Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat  (vgl. Entscheide 
des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2007/8 
E. 2.1),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbe-
züglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss dem Urteil  BVGE 2007/7 beim Begriff  "Reise- 
und  Identitätspapiere"  um  Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  ein-
wandfreie Feststellung der Identität als auch die sichere Durchführung 
der Rückschaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),

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dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (a.a.O. E. 5.3. a.E.),

dass  keine  rechtsgenüglichen  Reise-  oder  Identitätspapiere  einge-
reicht wurden und das BFM in der angefochtenen Verfügung überzeu-
gend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder 
Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass aufgrund der unsubstanziierten und haltlosen Ausführungen des 
Beschwerdeführers davon auszugehen ist, dass er für seine Reise au-
thentische Reise- und Identitätspapiere verwendet hat,  welche er  je-
doch in  Verletzung seiner  gesetzlichen Mitwirkungspflicht  (vgl. Art. 8 
Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthält,

dass die diesbezüglichen Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe in kei-
ner Weise zu überzeugen vermögen, zumal davon auszugehen ist, der 
eigenen  Angaben  zufolge  reiseerfahrene  und  in  seiner  Heimat  über 
gültige Reise- und Identitätspapiere verfügende Beschwerdeführer hät-
te diese mitgenommen,

dass  an  dieser  Beurteilung  auch  die  nachträgliche  Einreichung  von 
gültigen Reise- oder Identitätspapieren nichts ändern würde,  weil  es 
bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht 
um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon 
existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht,

dass somit  die Identität  des Beschwerdeführers bis heute nicht  fest-
steht  und  dadurch  auch  seine  persönliche  Glaubwürdigkeit  in  Frage 
gestellt ist,

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses  noch  zur  direkten 
Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3  Bstn. b und c 
AsylG),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu den Verfolgungs- und 
Fluchtgründen als haltlos zu bezeichnen sind und sich die Ausführun-

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gen in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen darin erschöpfen, die 
Authentizität  der  mündlichen Aussagen zur  Begründung des Asylge-
suchs zu bekräftigen, ohne indessen in substanziierter und detaillierter 
Weise zu den von der Vorinstanz festgestellten Unglaubhaftigkeitsele-
menten Stellung zu nehmen,

dass  für  den  Einwand,  das  Bundesamt  habe  die  Ordnungsfrist  von 
20 Arbeitstagen (vgl. Ziff. 3 S. 6 der Beschwerdebegründung) nicht ein-
gehalten,  auf  die  diesbezügliche  Rechtsprechung  der  vormaligen 
Schweizerischen Asylrekurskommission (vgl. Entscheidungen und Mit-
teilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2002 Nr. 15) und in Bezug auf die geltend gemachte Notwendigkeit zu-
sätzlicher  Abklärungen  auf  die  Rechtsprechung  des  Bundesverwal-
tungsgerichts (BVGE 2007/8) zu verweisen ist,

dass die anderen Beschwerdevorbringen nicht geeignet sind, an die-
ser Beurteilung etwas zu ändern, weshalb an dieser Stelle zur Vermei-
dung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vor-
instanz in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass bei dieser Sachlage die Anträge auf Edition der offerierten Be-
weise (S. 6 der Beschwerdeschrift) und Ansetzung einer Nachfrist für 
die Beibringung von Beweismitteln aus dem Ausland abzuweisen sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt  und der Beschwerde-
führer  zudem  keinen  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  hat 
(vgl. EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  vom 
Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behand-
lung  ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  in  seinem  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass entgegen den Ausführungen in der Beschwerde weder die allge-
meine Lage im Heimatstaat des Beschwerdeführers noch individuelle 
Gründe - der Beschwerdeführer verfügt in seinem Heimatstaat eigenen 
Angaben  zufolge  über  ein  verwandtschaftliches  Beziehungsnetz  und 
ist  trotz  seiner  Abhängigkeit  vom  _______  reiseerfahren  -  auf  eine 
konkrete Gefährdung im Falle seiner Rückkehr schliessen lassen, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass die Durchführbarkeit des Vollzugs der Wegweisung zwar grund-
sätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, diese Untersuchungspflicht je-
doch nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht 
der Beschwerde führenden Person findet (Art. 8 AsylG), die auch die 
Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG),

dass sich gezeigt hat, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf die Of-
fenlegung seiner Identität  mittels tauglicher Reise- oder  Identitätspa-
piere nicht gewillt ist, seine diesbezügliche Mitwirkungspflicht zu erfül-
len,

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dass der  Vollzug der  Wegweisung des Beschwerdeführers  in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG) und auch dies-
bezüglich keine zusätzlichen Abklärungen notwendig sind,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass mit dem Entscheid über die Beschwerde die Anträge um Verzicht 
auf  die Erhebung eines Kostenvorschusses und um Erlass vorsorgli-
cher  Massnahmen (vgl.  Ziff.  3  der  Rechtsbegehren)  gegenstandslos 
werden,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen und bei diesem Ausgang des 
Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. 
Art. 1-3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Anträge auf Edition der offerierten Beweismittel und Ansetzung ei-
ner Nachfrist für die Beibringung von Beweismitteln aus dem Ausland 
werden abgewiesen.

3.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

4.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
angefochtene Verfügung im Original und Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- C._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand: 

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