# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7977b9a9-5eae-5cb3-af0d-1fdf2bfe76a3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 04.03.2015 810 2014 305 (810 14 305)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2014-305_2015-03-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 4. März 2015 (810 14 305) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung 

 

 
Besetzung Vorsitzender Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret, Kantonsrichterin 
Helena Hess, Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Oliver Borer, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
 

  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 1464 vom 30. September 2014) 
 
 
 
A. Der am 6. Oktober 1990 im Kosovo geborene A.____ reiste am 1. August 1991 im 
Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt am 4. Juni 2002 eine Niederlas-
sungsbewilligung.  
 
B. Bereits in seiner Kindheit bzw. als Jugendlicher ist A.____ mehrfach  
(jugend-)strafrechtlich in Erscheinung getreten. Im Alter von acht Jahren wurde er zweimal we-

 

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gen geringfügiger Vermögensdelikte für fehlbar erklärt, wobei das eine Verfahren eingestellt 
worden ist. Mit elf Jahren ist er wegen Diebstahles für fehlbar erklärt worden, das Verfahren 
musste jedoch wegen Landesabwesenheit sistiert werden.  
 
Mit Schreiben vom 12. Dezember 2001 hat die Primar- und Kreisschulpflege B.____ A.____ per 
sofort aus der Schule ausgeschlossen, weil er – teilweise unter massiver Gewaltanwendung − 
Kinder und Erwachsene bedroht hatte. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 
29. Januar 2002 wurde den Eltern die Obhut über A.____ entzogen. Gemäss Schreiben vom 
26. Februar 2002 wurde er im Rahmen des C.____-Projekts per 6. März 2002 bei einer Pflege-
familie im Kanton Aargau fremdplatziert. 
 
Die Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft (Jugendanwaltschaft) hat der Vormundschaftsbehör-
de am 31. Januar 2002 beantragt, A.____ wegen mehrfachen Diebstahles sowie wegen Betru-
ges für fehlbar zu erklären und ihm eine Arbeitsleistung von sechs halben Tagen à vier Stunden 
aufzuerlegen. Die Vormundschaftsbehörde hat zufolge der bereits erfolgten Fremdplatzierung 
auf diese Bestrafung verzichtet.  
 
Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 25. Juni 2002 wurde A.____ im E.____ plat-
ziert. Die Eltern befürworteten die Fremdplatzierung nicht und haben ihren Sohn aus diesem 
Grund im Juli 2002 kurzerhand und auf unbestimmte Zeit in den Kosovo zu seinen Grosseltern 
geschickt. Ihren Angaben zufolge sei er im November 2002 zurückgekehrt. Am 1. Dezember 
2002 konnte er erneut in das E.____ und am 2. Dezember 2002 in die F.____-Schule eintreten. 
Mit Beschluss vom 16. September 2003 ersuchte die Vormundschaftsbehörde beim Kinderpsy-
chiatrischen Dienst Basel-Stadt (KJUP) um eine kinderpsychiatrische Abklärung von A.____.  
 
Am 26. November 2003 hat er einem 12-jährigen Jungen grundlos einen massiven Faustschlag 
ins Gesicht gegeben, weshalb ihn die Vormundschaftsbehörde gemäss Antrag der Jugendan-
waltschaft der einfachen Körperverletzung für fehlbar erklärte und ihm eine Arbeitsleistung von 
sechs Tagen à vier Stunden auferlegte (vgl. Verfügung der Jugendanwaltschaft vom 23. März 
2004, Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 6. Juli 2004).  
 

Ferner wurde A.____ von der Vormundschaftsbehörde und auf Antrag der Jugendanwaltschaft 
wegen Raubes, geringfügigen Diebstahles, mehrfacher geringfügiger Sachbeschädigung sowie 
Tätlichkeiten für fehlbar erklärt und es wurde ein Verhaltenscoaching und Antiaggressivitätstrai-
ning angeordnet (vgl. Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 14. Februar 2006). Zufolge 
eines jugendstrafrechtlichen Verfahrens wegen sexueller Nötigung im E.____ musste A.____ 
umplatziert werden. Im Sinne einer vorübergehenden Lösung wurde er zunächst im G.____ und 
am 9. November 2006 im H.____ untergebracht (vgl. Beschluss der Vormundschaftsbehörde 
vom 19. September 2006). 
 
Mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft vom 19. April 2007 wurde A.____ wegen versuchten 
Raubes für schuldig erklärt und zu einer persönlichen Leistung von dreissig ganzen Tagen à 
acht Stunden, davon 10 Tage unbedingt und 20 Tage bedingt vollziehbar, verurteilt.  

 

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Am 18. Juni 2007 beantragte die Beiständin der Vormundschaftsbehörde A.____s Austritt aus 
dem H.____ sowie die Aufhebung der Beistandschaft. Die Jugendanwaltschaft schloss demge-
genüber zwecks gutachterlicher psychiatrischer Abklärung von A.____ auf Abweisung der An-
träge. Die Vormundschaftsbehörde folgte dem Antrag der Jugendanwaltschaft und bestätigte 
A.____s weiteren Aufenthalt im H.____. Am 1. Oktober 2007 begann er dort die Anlehre als 
Landwirtschaftsangestellter, welche er am 17. September 2009 erfolgreich abgeschlossen hat. 
 
Mit Urteil des Jugendgerichts Basel-Landschaft vom 9. September 2008 wurde A.____ wegen 
mehrfacher einfacher Körperverletzung teilweise zum Nachteil einer wehrlosen/unter Obhut 
stehenden Person sowie Beschimpfung zu einem bedingten Freiheitsentzug von drei Monaten 
bei einer Probezeit von 18 Monaten verurteilt. Zudem wurde die Unterbringung im H.____ in 
I.____ sowie eine ambulante Behandlung angeordnet. 
 
Zufolge Erreichens der Volljährigkeit ist die Beistandschaft am 6. Oktober 2008 erloschen, wo-
bei A.____ erst per 30. September 2009 aus dem H.____ ausgetreten ist. Danach hat er für 
verschiedene Firmen gearbeitet und ist seit dem 16. Juni 2014 als Bauarbeiter bei der J.____ 
AG angestellt. 
 
Im Erwachsenenalter erfolgte am 26. Januar 2011 eine Verurteilung durch die Staatsanwalt-
schaft Basel-Landschaft (Staatsanwaltschaft) zu einer Busse von Fr. 300.-- wegen einfacher 
Verletzung von Verkehrsregeln. Mit Urteil der Staatsanwaltschaft vom 29. April 2011 wurde 
A.____ wegen Fahrens ohne Haftpflichtversicherung, widerrechtlicher Aneignung von Kontroll-
schildern, einfacher Verletzung der Verkehrsregeln, Fahrens ohne Führer- bzw. Fahrzeugaus-
weis, Übertretens der Verkehrsregelverordnung, mehrfacher Widerhandlung gegen das Über-
tretungsstrafgesetz des Kantons Basel-Stadt zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 
Fr. 100.--, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren, sowie einer Busse in der Höhe von 
Fr. 1‘400.--, verurteilt. Am 8. Februar 2012 wurde A.____ wegen grober Verletzung der Ver-
kehrsregeln, Fahrens in angetrunkenem Zustand zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 
40 Tagessätzen zu Fr. 80.-- bei einer Probezeit von 3 Jahren und einer Busse von Fr. 1‘100.-- 
verurteilt.  
 
C. Nachdem A.____ am 18. September 2012 das rechtliche Gehör zu seiner Niederlas-
sungsbewilligung gewährt wurde, ist er mit Schreiben des Amtes für Migration Basel-Landschaft 
(AfM) vom 24. September 2012 verwarnt worden. Darin wurden ihm weitere Massnahmen 
(Wegweisung) angedroht, sollte er erneut in irgendeiner Weise zu Klagen Anlass geben oder 
straffällig werden und/oder sein Verhalten im allgemeinen und seine Handlungen darauf 
schliessen liessen, dass er nicht gewillt oder fähig sei, sich in die in der Schweiz geltende Ord-
nung einzufügen. Explizit wurde er aufgefordert, sich an die Rechtsordnung zu halten und sei-
nen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 
 
D. Mit Strafbefehl vom 10. Oktober 2013 wurde A.____ wegen mehrfacher einfacher und 
grober Verkehrsregelverletzung zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 70 Tagessätzen 
zu Fr. 30.-- sowie einer Busse in der Höhe von Fr. 80.-- verurteilt. Gleichzeitig wurden die mit 

 

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Urteil der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt vom 29. April 2011 bzw. vom 8. Februar 2012 ausge-
sprochenen Strafen für vollstreckbar erklärt.  
 
E. Gemäss Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes B.____ vom 31. März 2014 
weist A.____ Betreibungen in der Höhe von Fr. 58‘946.30 sowie offene Verlustscheine in der 
Höhe von Fr. 47‘218.80 auf. Nach dem Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes 
K.____ vom 10. April 2013 sind auf A.____ Betreibungen in der Höhe von Fr. 1‘734.00 regis-
triert.  
 
F. Am 11. März 2014 gewährte das AfM A.____ das rechtliche Gehör zum beabsichtigten 
Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung sowie seiner Wegweisung. Dieses nahm er mit 
Schreiben vom 26. März 2014 wahr. Mit Verfügung vom 7. April 2014 widerrief das AfM die 
Niederlassungsbewilligung von A.____ und wies ihn aus der Schweiz weg.  
 
G. Am 22. August 2014 hat A.____ das Betreibungsamt L.____ unter Vorlage des neuen 
Arbeitsvertrags freiwillig um eine Lohnpfändung ersucht (vgl. Schreiben der Zivilverwaltung 
L.____ vom 22. August 2014, Arbeitsvertrag vom 16. Juni 2014). 
 
H. Die von A.____, vertreten durch Oliver Borer, Advokat in Basel, gegen die Verfügung 
des AfM vom 7. April 2014 erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft (Regierungsrat) mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 1464 vom 30. September 
2014 ab. 
 
I. Gegen den RRB Nr. 1464 vom 30. September 2014 liess A.____, wiederum vertreten 
durch Oliver Borer, Advokat in Basel, Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), erheben, mit den Rechtsbegehren, es sei in Gutheis-
sung der Beschwerde der Entscheid des Regierungsrats des Kantons Basel-Landschaft vom 
30. September aufzuheben und demgemäss dem Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilli-
gung zu belassen und die Wegweisung aufzuheben. In seiner Begründung vom 9. Dezember 
2014 beantragte der Beschwerdeführer zusätzlich die Anordnung einer mündlichen Anhörung.  
 
J. Der Regierungsrat schloss in seiner Vernehmlassung vom 8. Januar 2015 auf kosten-
fällige Abweisung der Beschwerde.  
 
K. Mit Präsidialverfügung vom 12. Januar 2015 wurde der Fall der Kammer zur Beurtei-
lung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch den ange-
fochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder 
Aufhebung hat. Der Beschwerdeführer ist als Adressat vom angefochtenen Beschluss berührt 

 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung. Da auch die übri-
gen formellen Voraussetzungen erfüllt sind und sowohl die örtliche als auch die sachliche Zu-
ständigkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetre-
ten werden.  
 
2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die 
Kognition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den 
angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschrei-
tung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des Sachverhalts zu überprüfen. Die Überprüfung der Angemessenheit ist dem 
Kantonsgericht dagegen verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und die damit einhergehende Wegweisung 
zu Recht erfolgten. 
 
3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt, wenn sie eine 
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit 
dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne 
Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Bewilligung hat die ausländische 
Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Verpflichtungen 
sehen dies vor (BGE 135 II 1 E. 1.1; PETER UEBERSAX, in: Peter Uebersax/Beat Rudin/Thomas 
Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 
3.2 Im vorliegenden Fall ist zunächst festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und dem 
Kosovo keine staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen 
Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde.  
 
3.3 Gemäss Art. 34 Abs. 1 AuG verleiht die Niederlassungsbewilligung ihrem Inhaber 
grundsätzlich einen zeitlich unbefristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der 
Schweiz. Es ist somit von einem grundsätzlichen gesetzlichen Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen.  
 
3.4 Des Weiteren machte der Beschwerdeführer einen Anwesenheitsanspruch aus dem 
Grundrecht auf Achtung des Privat- und Familienlebens geltend. Der Beschwerdegegner ver-
neinte im angefochtenen Beschluss einen entsprechenden grundrechtlichen Anspruch, da der 
Beschwerdeführer erwachsen und kinderlos sei und er über keine Kernfamilie in der Schweiz 
verfüge. Hinweise auf ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zu seiner Familie würden nicht 
bestehen, da er finanziell unabhängig von seinen Eltern lebe. Damit sei der Schutzbereich die-
ses Grundrechts nicht eröffnet.  
 

 

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3.5 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 sowie dem 
inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft (BV) vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienle-
bens können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufent-
halt oder Verbleib in einem anderen Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnah-
me zur Trennung von Familienmitgliedern führt (ANDREAS ZÜND/ THOMAS HUGI YAR, Aufent-
haltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, in: Europäische Grundrech-
te-Zeitschrift [EuGRZ] 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Wie der Beschwerdegegner 
grundsätzlich zutreffend festhält, ist der Anspruch auf Familienleben auf die Kernfamilie be-
schränkt, welche bei erwachsenen Personen deren Ehepartner und die eigenen Kinder umfasst 
(BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1). Der nicht verheiratete und kinderlose Be-
schwerdeführer ist volljährig, weshalb er sich im Verhältnis zu seinen Eltern und zu seinen bei-
den Schwestern sowie seinem Bruder – mangels Abhängigkeitsverhältnis (vgl. hierzu BGE  
137 I 154 E. 3.4.2; Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) Ezzo-
uhdi gegen Frankreich [47160/99] vom 13. Februar 2011 § 34) – nicht auf den Schutzbereich 
des Anspruchs auf Familienrecht berufen kann. Indessen gehen der EGMR und das Bundesge-
richt in ihrer Rechtsprechung in Fällen von aufenthaltsbeendenden Massnahmen erwachsener 
Ausländer der zweiten Generation von einem kombinierten Schutzbereich von Privat- und Fami-
lienleben aus (BGE 130 II 281 E. 3.2.2; BGE 129 II 193 E. 5.4; Urteil des Bundesgerichts 
2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.4.1; Urteil des EGMR M.P.E.V. et al. gegen die 
Schweiz [3910/2013] vom 8. Juli 2014 § 32; Urteil des EGMR Maslov gegen Österreich 
[1638/03] vom 23. Juni 2008 § 63). Dabei wird nicht verlangt, dass notwendigerweise die Be-
dingungen für einen allein aus dem Schutz des Privatlebens abgeleiteten Bewilligungsanspruch 
(überdurchschnittliche, besondere Integration) vorliegen müssten (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.2; 
Urteil des Bundesgerichts 2C_451/2009 vom 7. Dezember 2009 E. 2.2). Nach der Rechtspre-
chung fallen die sozialen Bindungen eines Ausländers im Aufenthaltsstaat und zur Gemein-
schaft, in der er lebt – insbesondere wenn er im Aufenthaltsstaat geboren wurde –, in den 
Schutzbereich des Privatlebens. Unabhängig vom Bestehen eines Familienlebens wird deshalb 
bei im Aufenthaltsstaat geborenen und aufgewachsenen (erwachsenen) Ausländerinnen und 
Ausländern der zweiten Generation insbesondere dann ein Anspruch aus der kombinierten Ga-
rantie des Privat- und Familienlebens angenommen, wenn eine aufenthaltsbeendende Mass-
nahme die Trennung von den hier lebenden Eltern und Geschwistern bedeutet (vgl. z.B. Urteil 
des Bundesgerichts 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 
2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_551/2013 vom 
24. Februar 2014 E. 2.4; Urteil des EGMR Emre gegen die Schweiz [42034/04] vom 23. Juni 
2008 § 60; Urteil des EGMR Üner gegen die Niederlande [46410/99] vom 18. Oktober 2006 
§ 59; MARTIN BERTSCHI/THOMAS GÄCHTER, Der Anwesenheitsanspruch aufgrund der Garantie 
des Privat- und Familienlebens, in: Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungs-
recht [ZBl] 2003, S. 231). Vorliegend hat es die Vorinstanz versäumt, zu prüfen, ob der Be-
schwerdeführer einen Anspruch aus dem kombinierten Schutzbereich aufweist. Die Delinquenz 
einer ausländischen Person lässt – bei ansonsten gegebenen Voraussetzungen – den grund-
rechtlichen Schutz ihrer sozialen Bindungen nicht dahinfallen. Dem deliktischen Verhalten und 

 

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den übrigen Umständen ist vielmehr im Rahmen der vorzunehmenden Interessenabwägung 
(Art. 96 AuG, Art. 8 Ziff. 2 EMRK) angemessen Rechnung zu tragen. 
 
3.6 Der 24-jährige Beschwerdeführer ist mit knapp einjährig im Rahmen des Familien-
nachzugs in die Schweiz eingereist und hat – mit Ausnahme eines Unterbruchs von rund fünf 
Monaten – sein ganzes bisheriges Leben hier verbracht. Aufgrund seiner ausgesprochen lan-
gen Anwesenheitsdauer befinden sich demnach seine sozialen Bindungen im Aufenthaltsstaat. 
Daran ändert nichts, dass er die ersten elf Monate seines Lebens im Kosovo gelebt hat. Es 
handelt sich bei ihm zwar nicht um einen “Ausländer der zweiten Generation“, doch kommt auf-
grund des Gesagten in seinem Fall der kombinierte Schutzbereich von Privat- und Familienle-
ben entsprechend zur Anwendung. Zudem verfügt er mit der Niederlassungsbewilligung über 
einen gefestigten Anwesenheitsanspruch. Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerde-
führer nach schwierigen Jugendjahren sowohl zur hier lebenden Mutter als auch zu seinen Ge-
schwistern ein gutes Verhältnis pflegt. Auch sein Freundes- und Bekanntenkreis befindet sich in 
der Schweiz. Im Kosovo leben zwar weitere Familienmitglieder, doch kennt er diese nicht nä-
her. Obwohl er mit der kosovarischen Sprache und Kultur vertraut ist, stellt für ihn die Schweiz 
seine Heimat dar. Unabhängig davon, dass er kinderlos und unverheiratet ist und wie oben 
ausgeführt eine rechtsrelevante Abhängigkeit von seinen Familienangehörigen nicht besteht, 
kann sich der Beschwerdeführer – auch angesichts des Fehlens einer namhaften Beziehung zu 
irgendeinem anderen Staat – gleich wie ein Ausländer der zweiten Generation zumindest auf 
seinen Anspruch aus dem kombinierten Schutzbereich von Privat- und Familienleben gemäss 
Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV berufen.  
 
4.1 Der von der Niederlassungsbewilligung grundsätzlich eingeräumte gesetzliche An-
spruch auf Anwesenheit (Art. 34 AuG) gilt indes nicht absolut. Gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG 
kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die ausländische Person in 
schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im 
Ausland verstossen oder diese gefährdet hat. Der Widerrufsgrund gilt auch für Niederlassungs-
bewilligungen ausländischer Personen, die sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und 
ordnungsgemäss in der Schweiz aufhalten (Art. 63 Abs. 2 AuG) und ist selbst dann möglich, 
wenn die ausländische Person in der Schweiz geboren wurde und ihr ganzes bisheriges Leben 
hier zugebracht hat (BGE 139 I 31 E. 2.3.1; BGE 139 I 16 E. 2.2.1). Gemäss Art. 80 der Ver-
ordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 liegt 
ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung unter anderem vor bei einer Miss-
achtung von gesetzlichen Vorschriften und behördlichen Verfügungen (Abs. 1 lit. a) sowie bei 
mutwilliger Nichterfüllung der öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen 
(Abs. 1 lit. b; vgl. SILVIA HUNZIKER, in: Martina Caroni/Thomas Gächter/Daniela Thurnherr 
[Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, Art. 62 N 36 f. 
mit Hinweisen). Der Widerruf muss zudem verhältnismässig sein (Art. 96 Abs. 1 AuG, BGE  
139 I 145 E.2.2).  
 
4.2 Im Gegensatz zum Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 62 lit. c AuG, 
welcher voraussetzt, dass der Ausländer "erheblich oder wiederholt" gegen die öffentliche Si-
cherheit und Ordnung verstossen hat, setzt der Widerruf der Niederlassungsbewilligung nach 

 

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Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG voraus, dass ein solcher Verstoss "in schwerwiegender Weise" erfolgt 
ist. Damit werden vergleichsweise erhöhte Anforderungen an einen Bewilligungswiderruf ge-
stellt, was sich eindeutig aus dem französischen Wortlaut der genannten Bestimmungen ergibt. 
Während Art. 62 lit. c AuG von einem Verstoss "de manière grave ou répétée" spricht, wird in 
Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG die qualifizierte Formulierung "de manière très grave" verwendet (BGE 
137 II 297 E. 3.2). Zur Abgrenzung zwischen Art. 62 lit. c und Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG ist in ers-
ter Linie auf den Stellenwert des beeinträchtigten Rechtsguts abzustellen. Die Praxis geht von 
der Erfüllung der qualifizierten Formulierung aus, wenn der Ausländer durch sein Handeln be-
sonders hochwertige Rechtsgüter namentlich die körperliche, psychische und sexuelle Integrität 
eines Menschen verletzt oder in Gefahr gebracht hat. Indes können auch vergleichsweise we-
niger gravierende Pflichtverletzungen als "schwerwiegend" im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b 
AuG bezeichnet werden (BGE 137 II 297 E. 3.3). Namentlich kann auch eine Summierung von 
Verstössen, die für sich genommen für einen Widerruf nicht ausreichen würden, einen Bewilli-
gungsentzug rechtfertigen. Diesfalls ist nicht die Schwere der verhängten Strafen, sondern die 
Vielzahl der Delikte entscheidend. Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist somit auch 
dann möglich, wenn sich eine ausländische Person von strafrechtlichen Massnahmen nicht be-
eindrucken lässt und damit zeigt, dass sie auch zukünftig weder gewillt noch fähig ist, sich an 
die Rechtsordnung zu halten. Ob ein Ausländer willens und in der Lage ist, sich in die hier gel-
tende Ordnung einzufügen, ist anhand einer Gesamtbetrachtung seines Verhaltens zu beurtei-
len (Urteil des Bundesgerichts 2C_846/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 2.1; BGE 137 II 297 
E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_160/2013 vom 15. November 2013 E. 2.1.1; siehe auch 
ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Peter Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas 
Geiser [Hrsg.], a.a.O. N 8.29; HUNZIKER, a.a.O., Art. 63 N 19; MARC SPESCHA, in: Marc Spe-
scha/Hanspeter Thür/Andreas Zünd/Peter Bolzli [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, Zürich 
2012, Art. 63 AuG N 10).  
 
4.3 Aus den Verfahrensakten sowie dem Strafregisterauszug des Beschwerdeführers wird 
ersichtlich, dass dieser zwischen 1998 und 2013 regelmässig delinquiert hat. Als Kind bzw. Ju-
gendlicher hat er sich namentlich des (geringfügigen) Diebstahles, des Raubes, der (mehrfa-
chen) einfachen Körperverletzung, der mehrfachen geringfügigen Sachbeschädigung und der 
Beschimpfung schuldig gemacht. Ein jugendstrafrechtliches Verfahren wegen sexueller Nöti-
gung wurde eingestellt. Im Erwachsenenalter wurde er wegen einfacher und grober Verletzung 
der Verkehrsregeln, Fahrens ohne Haftpflichtversicherung, widerrechtlicher Aneignung von 
Kontrollschildern, Fahrens ohne Führer- bzw. Fahrzeugausweis, Übertretens der Verkehrsre-
gelverordnung, mehrfacher Widerhandlung gegen das Übertretungsstrafgesetz des Kantons 
Basel-Stadt sowie Fahrens in angetrunkenem Zustand verurteilt. Im Übrigen wurde der Be-
schwerdeführer auch nach erfolgter Verwarnung durch das AfM am 24. September 2012 im 
Jahr 2013 erneut wegen mehrfacher einfacher und grober Verletzung von Verkehrsregeln ver-
urteilt, womit er auch die körperliche Integrität Dritter gefährdete. Selbst wenn einzelne dieser 
Delikte als geringfügig erscheinen mögen, ist deren Vielzahl bedenklich. Es ist unbestritten, 
dass der Beschwerdeführer seit seinem Kindesalter Anlass zu Klagen gegeben hat. Dies offen-
bart zweifelsohne auch eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber der schweizerischen Rechts-
ordnung. Dazu kommt, dass gegen den Beschwerdeführer (namentlich wegen ihm in strafrecht-
lichen Verfahren auferlegten Verfahrenskosten, Geldstrafen, Bussen, Steuerausständen, Lea-

 

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sing sowie nichtbezahlten Krankenkassenbeiträgen) gemäss Betreibungsregisterauszug vom 
31. März 2014 32 Betreibungen über Fr. 58‘946.30 und 19 offene Verlustscheine in der Höhe 
von Fr. 47‘218.80 bestehen. Er ist somit seinen öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Ver-
pflichtungen über einen längeren Zeitraum und in einem nicht unbedeutenden Ausmass nicht 
nachgekommen. Demgegenüber ist festzuhalten, dass der Grossteil der verübten Delikte im 
Kindes- bzw. Jugendalter verübt worden ist und diese mittlerweile 6 ½ Jahre zurückliegen. Die 
Straftaten haben zudem vergleichsweise eher milde Konsequenzen nach sich gezogen: im Ju-
gendalter wurde er zu Arbeitsleistungen von maximal 30 Tagen sowie einmal bedingt zu drei 
Monaten Freiheitsentzug und im Erwachsenenalter ausschliesslich wegen Strassenverkehrsde-
likten zu (teilweise bedingten) Bussen und Geldstrafen verurteilt. Das Fehlverhalten des Be-
schwerdeführers soll nicht bagatellisiert werden, doch ist fraglich, ob er den Widerrufsgrund von 
Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG erfüllt. Diese Frage kann vorliegend offen bleiben, zumal sich der Wi-
derruf der Niederlassungsbewilligung – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird (vgl. E. 5.1 ff.) – 
als unverhältnismässig erweist.  
 
5.1 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung soll nur verfügt werden, wenn diese Mas-
snahme im Einzelfall gestützt auf eine umfassende Güterabwägung verhältnismässig erscheint 
(vgl. Art. 96 AuG; Urteil des Bundesgerichts 2C_846/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 2.2; BGE 
139 I 145 E. 2.2). Dabei sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentli-
chen und privaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: Marti-
na Caroni/Thomas Gächter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], a.a.O., Art. 51 N 3; ANDREAS 
ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, a.a.O., N 8.48). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich ge-
genüberstehenden privaten Interessen am weiteren Aufenthalt und der öffentlichen Interessen 
an dessen Beendigung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff 
als notwendig erweist. Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf 
einen Eingriff in Art. 13 BV und aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK im Hinblick auf einen Eingriff in Art. 8 
EMRK (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des EGMR zu 
Art. 8 EMRK sind zur Beurteilung der Zulässigkeit aufenthaltsbeendender Massnahmen bei 
ausländischen Personen der zweiten Generation dieselben Kriterien heranzuziehen, die das 
Bundesgericht landesrechtlich anwendet (ZÜND/HUGI YAR, a.a.O., S. 13; BGE 139 I 31 E. 2.3.3). 
Daraus folgt, dass eine Massnahme, die sich im Sinne von Art. 96 Abs. 1 AuG als verhältnis-
mässig erweist, grundsätzlich auch der Prüfung nach Art. 8 EMRK standhält (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 4). 
 
5.2 Die Niederlassungsbewilligung eines Ausländers, der sich während langer Zeit in der 
Schweiz aufgehalten hat, ist nur mit besonderer Zurückhaltung zu widerrufen (BGE 139 I 16 
E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_904/2013 vom 20. Juni 2014 E. 2.2). Bei jungen Erwach-
senen, welche im Aufnahmestaat sozialisiert wurden, aber noch keine eigene Familie gegründet 
haben, besteht im Falle überwiegend nicht gewalttätiger Delikte grundsätzlich nur wenig Raum 
für die Rechtfertigung einer Aufenthaltsbeendigung. Es bedarf in der Regel sehr gewichtiger 
Gründe, um die aufenthaltsbeendende Massnahme bei dieser Ausgangslage nicht als konven-
tionswidrig erscheinen zu lassen. Die Wiedereingliederungschancen, die gefährdet erscheinen, 
wenn die familiären und sozialen Banden aufgelöst werden und die Person im Gaststaat ihre 
Wurzeln verliert, ist bei der Interessenabwägung jeweils von besonderem, aber nicht allein aus-

 

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schlaggebendem Gewicht, falls die ausländische Person mit ihrem Heimatstaat nicht viel mehr 
verbindet als lediglich (noch) eine reine (weitgehend nicht mehr gelebte) Staatsbürgerschaft 
(Urteil des Bundesgerichts 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2.5; Urteil des Bundesge-
richts 2C_166/2013 vom 12. November 2013 E. 2.3; für eine Übersicht über die Rechtspre-
chung zur Interessenabwägung bei Ausländern der zweiten Generation vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 2C_28/2012 vom 18. Juli 2012 E. 3.4). Die anzuwendenden Kriterien bestehen nach 
der Rechtsprechung zunächst aus der Art und Schwere der vom Betroffenen begangenen Straf-
taten, wobei besonders ins Gewicht fällt, ob er diese als Jugendlicher oder als Erwachsener 
begangen und es sich dabei um Gewaltdelikte gehandelt hat oder nicht. Weiter sind die Dauer 
des Aufenthalts im Land, die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das seitherige Verhal-
ten des Betroffenen zu berücksichtigen. Zu beachten sind sodann die sozialen, kulturellen und 
familiären Bindungen zum Aufenthaltsstaat und zum Herkunftsland, der gesundheitliche Zu-
stand sowie die mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme verbundene Dauer der Fernhal-
tung (Urteil des Bundesgerichts 2C_846/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 2.3; BGE 139 I 145 
E. 2.4; BGE 139 I 31 E. 2.3.3; Urteil des EGMR Gablishvili gegen Russland [39428/12] vom 
26. Juni 2014 § 47; Urteil des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz [38005/07] vom 
15. November 2012 § 63; Urteil des EGMR Emre gegen die Schweiz [42034/04] vom 23. Juni 
2008 § 65 ff.). 
 
6. Somit bleibt nachfolgend anhand der dargelegten Rechtslage zu prüfen, wie unter Be-
rücksichtigung der konkreten Umstände des vorliegenden Einzelfalles die öffentlichen Interes-
sen an einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung und einer Wegweisung des Beschwerde-
führers im Gegensatz zu den privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in 
der Schweiz zu gewichten sind. 
 
6.1 Der Beschwerdeführer weist eine beachtliche Anzahl von strafrechtlichen Verurteilun-
gen auf. Die Mehrzahl der Delikte konzentriert sich dabei auf einen Zeitraum zwischen dem 
8. und 17. Altersjahr des Beschwerdeführers, d.h. er ist somit überwiegend als Kind und Ju-
gendlicher straffällig geworden. Im Erwachsenenalter hat er ausschliesslich Strassenverkehrs-
delikte verübt, wobei er dafür jeweils zu Bussen und Geldstrafen verurteilt wurde. Seine letzte 
Verkehrsregelverletzung (Geschwindigkeitsüberschreitung) hat er am 13. Juni 2013 begangen 
(vgl. Strafbefehl der Staatsanwaltschaft vom 10. Oktober 2013,S. 2).  
 

6.2.1 Hinsichtlich dessen Legal-Biographie zeichnet der Beschwerdegegner vom Beschwer-
deführer das Bild eines notorischen Gewohnheitsdelinquenten, der weder gewillt noch fähig 
erscheine, die hiesige Rechtsordnung zu respektieren und damit die öffentlichen Interessen klar 
überwiegen würden. Diese Betrachtungsweise greift jedoch aus heutiger Sicht zu kurz. 
 

6.2.2 Wie sich aus den Akten ergibt, verletzte der Beschwerdeführer seit seiner Kindheit 
wiederholt soziale Normen. Bereits als 8-jähriger Schüler beging er geringfügige Vermögensde-
likte, wurde von der Schule ausgeschlossen, da er seine Mitschüler und Erwachsene – zum Teil 
unter massiver Gewaltanwendung – bedroht hatte. Schliesslich wurde den Eltern die elterliche 
Sorge entzogen, der Beschwerdeführer zunächst in einer Pflegefamilie und anschliessend im 
E.____ platziert. Zufolge eines Vorwurfs der sexuellen Belästigung im Heim musste er in den 

 

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H.____ umplatziert werden, wo er die Anlehre als Landwirtschaftsangestellter absolvierte. Nach 
seinem dortigen Austritt hat er für verschiedene Firmen gearbeitet und ist erst seit dem 16. Juni 
2014 bei der J.____ AG als Bauarbeiter angestellt. Die Verfahrensakten zeichnen das Bild ei-
nes halt- und orientierungslosen jungen Menschen, der auch mit dem Übergang von schwieri-
gen Jugendjahren in die Erwachsenenwelt überfordert war. Wie er anlässlich der heutigen Ver-
handlung selbst ausführte, legte er selbst in diesem Lebensabschnitt noch immer ein ausge-
prägtes Fehlverhalten in mehreren Lebensbereichen an den Tag. Im Rahmen seiner Temporär-
stellen hat er immerhin ab und zu ein Einkommen erzielt, doch ist es ihm nicht gelungen, für 
seinen eigenen Lebensunterhalt aufzukommen und ein geregeltes Einkommen zu erzielen, da 
er die Anstellungen bereits nach kurzer Zeit immer wieder aufgegeben hatte. Zudem lebte er 
weit über seine finanziellen Möglichkeiten hinaus und häufte dadurch Schulden an. Offensicht-
lich bekundete der Beschwerdeführer grosse Mühe beim Anpassungsprozess an die Normen 
und Erwartungen der Erwachsenenwelt. Gemäss seinen heutigen Ausführungen fühlte er sich 
oft falsch verstanden, schlecht behandelt und alleine. Die von ihm in dieser Zeit begangenen 
leichten Strassenverkehrsdelikte sind als typisch für die Delinquenz von Jugendlichen und jun-
gen Erwachsenen in dieser Lage zu bewerten (vgl. MICHAEL STUDER, Jugendliche Intensivtäter 
in der Schweiz, Zürich 2013, S. 4; PETER AEBERSOLD, Schweizerisches Jugendstrafrecht, Bern 
2007, S. 18). Bemerkenswert ist dabei, dass der Beschwerdeführer trotz seiner Vergehen ge-
wisse Grenzen nie überschritt, insbesondere, dass keine Steigerung der an den Tag gelegten 
kriminellen Energie erkennbar ist und dass er keine Taten beging, die eine besorgniserregende 
Geringschätzung von besonders hohen Rechtsgütern oder eine niederträchtige Gesinnung of-
fenbaren würden. Obwohl die von ihm zu verantwortenden Verkehrsdelikte nicht zu verharmlo-
sen sind, so zeugen sie doch in erster Linie von einem mangelhaft ausgebildeten Verantwor-
tungsbewusstsein und damit einer unreifen Persönlichkeit. Bei einer vertieften Gesamtwürdi-
gung der vorliegenden Sachlage weisen die Delinquenz des Beschwerdeführers und dessen 
Probleme mit der Integration in den Arbeitsmarkt vor allem auf Defizite in der Persönlichkeits-
entwicklung hin. 
 

6.2.3 Die überwiegende Mehrheit der Frühdelinquenten tritt später nicht mehr als Straftäter 
in Erscheinung und die überwiegende Zahl selbst der stark delinquenzbelasteten Jugendlichen 
und jungen Erwachsenen bricht ihre Delinquenzkarriere als Erwachsene ab (vgl. Botschaft zur 
Änderung des Schweizerischen Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes sowie zu einem 
Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht vom 21. September 1998, Bundesblatt [BBl] 1999 II 
1979, S. 2081 mit weiteren Hinweisen; AEBERSOLD, a.a.O., S. 14 f.). Im vorliegenden Fall be-
stehen verschiedene konkrete Anzeichen dafür, dass der Beschwerdeführer seit Juni 2013 eine 
beachtenswerte charakterliche Reifung durchgemacht hat, dass er ernsthaft den Abbruch der 
kriminellen Karriere anstrebt und dass ihm der Ausstieg aus der Delinquenz nachhaltig gelun-
gen sein könnte. So hat er sich in den letzten 1 ¾ Jahren deliktfrei verhalten. Zudem sei die 
Beziehung zu seiner Familie eng, er wohne wieder bei den Eltern und die Geschwister besuche 
er regelmässig. Auch an der heutigen Parteiverhandlung bringt er seinen Willen mehrfach zum 
Ausdruck, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich eine neue, deliktfreie Zukunft auf-
zubauen. In beruflicher Hinsicht ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer seit Juni 2014 
in einer unbefristeten Anstellung befindet, die ihm sehr gefalle. Zudem hat ihn sein aktueller 
Arbeitgeber im Juni 2014 zum zweiten Mal angestellt. Im ersten Anlauf im Jahr 2009 hatte sich 

 

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der Beschwerdeführer – wie er heute selbst einräumte – nicht bewährt. Er sei oft zu spät ge-
kommen und habe schliesslich die Kündigung erhalten. Sein Fehlverhalten habe er in der Folge 
sehr bedauert habe. Dass der Arbeitgeber ihn nun wieder einstellt, zeugt doch von einem ge-
wissen Vertrauen in den Beschwerdeführer. Gemäss heutiger Aussage anlässlich der Partei-
verhandlung laufe es bei der Arbeit sehr gut und der Beschwerdeführer sei bestrebt, beruflich 
aufzusteigen. Diese positive Entwicklung wird untermauert durch die vom Beschwerdeführer 
freiwillig beim Betreibungsamt beantragte Lohnpfändung (vgl. Schreiben des Betreibungsamtes 
L.____ vom 22. August 2014). Im heutigen Verfahren hat er die regelmässige Abzahlung seiner 
Schulden bestätigt. Er zahle jeden Monat einen relevanten Betrag seiner Schulden ab. Dazu 
kommt, dass er sich seit Dezember 2014 vom M.____ beraten lässt (vgl. Schreiben M.____ 
vom 11. Februar 2015). Auch wenn ein Wohlverhalten unter dem Druck von strafrechtlichen 
und ausländerrechtlichen Verfahren mit Vorsicht zu würdigen ist, so darf vorliegend bei einer 
Gesamtbetrachtung davon ausgegangen werden, dass sich beim Beschwerdeführer ein Reso-
zialisierungsprozess in Gang gesetzt hat und dass er heute gewillt und fähig ist, sich an die gel-
tende Rechtsordnung zu halten. Als Stabilisierungsfaktoren sind seit der Phase der regelmässi-
gen Delinquenz insbesondere die (wieder) intakte Verbindung zu seiner Familie sowie der ge-
lungene Schritt in eine geregelte Erwerbstätigkeit hinzugekommen. Aufgrund der genannten 
Umstände ist zum heutigen Zeitpunkt – entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners – von 
einer positiven Legalprognose auszugehen. 
 

6.3 Bei der Ermittlung der sozialen, kulturellen und familiären Bindungen zum Aufenthalts-
staat und zum Herkunftsland des heute 24-jährigen Beschwerdeführers ist dem Umstand, dass 
er mit knapp einjährig in die Schweiz eingereist, hier aufgewachsen und sich sein Lebensmittel-
punkt – bis auf einige wenige Monate − nie woanders befunden hat, grosses Gewicht beizu-
messen. Der Beschwerdeführer spricht schweizerdeutsch und pflegt ausschliesslich zu hier 
lebenden Personen soziale Kontakte, seine gesamte nähere Familie – die Eltern und die Ge-
schwister – lebt in der Region. Er scheint inzwischen in den Arbeitsmarkt integriert zu sein. Ne-
ben seiner Staatsbürgerschaft verbindet ihn nur wenig mit dem Kosovo. Er spricht zwar die 
Sprache, das Land kennt er aber nur aus sporadischen Ferienaufenthalten bzw. aus dem ein-
maligen, längeren und unfreiwilligen Aufenthalt mit elf Jahren. Zu den im Kosovo lebenden ent-
fernten Verwandten pflegt er praktisch keinen Kontakt. Die Schweiz und das hiesige familiäre 
Umfeld verlassen zu müssen, würde ihn und sein soziales Umfeld somit hart treffen. Er würde 
sein Einkommen verlieren, wodurch auch seine Gläubiger zu Schaden kämen. Er müsste sich 
in einer für ihn fremden Gesellschaft zurechtfinden. Seine Berufsausbildung (Anlehre als Land-
wirtschaftsangestellter) würde ihm den Einstieg in den Arbeitsmarkt zusätzlich erschweren. 
Auch wenn der Beschwerdeführer noch jung, ledig, kinderlos und gesund ist, zudem die Spra-
che seines Heimatlandes spricht und den Kosovo von seinen wenigen Aufenthalten her kennt, 
wäre eine Rückkehr aufgrund der heutigen Sachlage zweifellos mit gravierenden persönlichen 
und wirtschaftlichen Nachteilen verbunden. Des Weiteren wäre die Wegweisung dauerhaft, 
denn der Beschwerdeführer verfügt nach dem Entzug der Niederlassungsbewilligung über kei-
nen Rechtsanspruch auf Bewilligung des Aufenthalts, der es ihm erlauben würde, nach einer 
angemessenen Dauer klaglosen Verhaltens im Ausland eine Neubeurteilung der in der Schweiz 
ausgesprochenen Entfernungsmassnahme zu verlangen. 
 

 

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6.4 Zusammenfassend ist zunächst daran zu erinnern, dass in Fällen, in denen Ausländer 
praktisch ihr gesamtes Leben in der Schweiz verbracht haben, von der Wegweisung nur be-
sonders zurückhaltend Gebrauch zu machen und diese umso weniger zulässig ist, je geringfü-
giger der Aufenthaltsbeendigungsgrund, namentlich die allfällige Straffälligkeit, der ausländi-
schen Person ist. Vorliegend handelt es sich bei den vom Beschwerdeführer begangenen Straf-
taten nicht um schwere Gewalt-, Sexual- oder Betäubungsmitteldelikte. Die Umstände seiner 
Delinquenz offenbaren ebenso wenig eine Gemeingefährlichkeit. Mittlerweile kann aufgrund 
seiner positiven Entwicklung auch nicht mehr von einer notorischen Uneinsichtigkeit oder 
schlechten Legalprognose ausgegangen werden. Die äusserst gewichtigen Gründe, welche die 
Rechtsprechung für eine aufenthaltsbeendende Massnahme bei Ausländern der zweiten Gene-
ration fordert, welche – wie ausgeführt – auch auf den Beschwerdeführer anzuwenden ist, lie-
gen nicht vor. Es besteht deshalb kein öffentliches Sicherheitsinteresse an der Wegweisung 
des Beschwerdeführers, welches das private Interesse des Beschwerdeführers an einem Ver-
bleib in der Schweiz überwiegt. Dieses private Interesse ist erheblich, denn der Beschwerdefüh-
rer ist wie ein Ausländer der zweiten Generation zu behandeln, und ihn verbindet nur wenig mit 
dem Kosovo. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung erweisen sich 
im vorliegenden Einzelfall als unverhältnismässig. Die Beschwerde ist nach dem Gesagten gut-
zuheissen und der angefochtene Entscheid ist aufzuheben. Erweist sich die Beschwerde als 
begründet, muss auch der Entscheid über die Kosten im vorinstanzlichen Verfahren neu gefällt 
werden. 
 

7. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. 
 

7.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass, nicht jedoch der Vorinstanz, auf-
erlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Da vorliegend der Beschwerdegegner als Vorinstanz unterlegen ist, 
werden keine Verfahrenskosten erhoben.  
 

7.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten 
der Gegenpartei zugesprochen werden. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in 
seiner Honorarnote vom 25. Februar 2015 einen Zeitaufwand von 22.40 Stunden à Fr. 250.-- 
sowie von 2.1 Stunden à Fr. 120.-- (Volontär) geltend. Dieser Aufwand betrifft sowohl das regie-
rungsrätliche als auch das kantonsgerichtliche Verfahren. Von der Gerichtskasse können je-
doch nur die Aufwendungen für das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren übernom-
men werden. Der ab dem 4. Oktober 2014 aufgeführte Zeitaufwand beträgt 10.85 Stunden, wo-
bei davon 8.85 Stunden à Fr. 250.-- und 2 Stunden à Fr. 120.-- zu vergüten sind. Dazu bean-
tragt er den Ersatz von Auslagen in der Höhe von Fr. 59.--. Für die heutige Parteiverhandlung 
ist dem Rechtsvertreter ein zusätzlicher Aufwand von 3 Stunden auszurichten. Demzufolge hat 
der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von ins-
gesamt Fr. 3‘517.95 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
  

 

Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Regierungsrates 

des Kantons Basel-Landschaft Nr. 1464 vom 30. September 2014 auf-
gehoben. 

   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

   
 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 1‘800.-- zurückerstattet. 

 
 4. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwerde-

führer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘517.95 (inkl. Aus-
lagen und 8 % MWSt) auszurichten. 

 
 
 
 
 
Vorsitzender  
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin