# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a678d8da-22ec-58af-9f70-1305a81ccfe4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-08-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.08.2008 IV 2007/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-99_2008-08-26.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/99

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.06.2020

Entscheiddatum: 26.08.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2008
Art. 28 IVG. IV-Grad unter 40 %. Weder geltend gemachte grössere 
Arbeitsunfähigkeit noch eine reduzierte wirtschaftliche Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit um mindestens 15 % (Leidensabzug) ausgewiesen 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. 
August 2008, IV 2007/99).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Jürg 

Schutzbach

Entscheid vom 26. August 2008

in Sachen

D.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Rente

Sachverhalt:

A.   

A.a  D.___ meldete sich am 13. April 2004 zum Bezug von Leistungen der IV 

(Medizinische Eingliederungsmassnahmen, Rente) an. Ihr letztes Arbeitsverhältnis als 

Küchenhilfe bei der Y.___ wurde von der Arbeitgeberin per 31. Januar 2004 aufgelöst 

(act. G 3/10.4). Ihre behandelnde Ärztin, Dr. med. A.___, Fachärztin für physikalische 

Medizin und Rehabilitation, Z.___, gab in ihrem Bericht vom 14. Juni 2004 an, die 

Versicherte sei seit 9. April 2003 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. Als 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab sie ein Panvertebralsyndrom 

ausgeprägt zervikal mit schweren degenerativen Veränderungen der HWS mit 

Spinalkanalstenose C5/C6 und grenzwertig C6/C7, bei foraminaler Einengung C3/C4 

rechts, C4/C5 und betont C5/C6 beidseits, medio-lateraler Diskushernie mit 

Wurzelkompression C4 rechts, degenerativen Veränderungen der BWS mit 

mehretagigen Diskushernien (Th 6 bis 10 ohne Kompression) und degenerativen 

Veränderungen der unteren LWS. Im Weiteren diagnostizierte Dr. A.___ eine sekundäre 

Fibromyalgie sowie eine Periarthropathia humero-scapularis rechts mit Irritation des M. 

supraspinatus (act. G 3/14.3 - 4).

A.b In der Folge liess die IV-Stelle des Kantons St. Gallen die Versicherte medizinisch 

abklären. In ihrem Gutachten vom 3. April 2006 diagnostizierte die MEDAS Ostschweiz 

(mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom mit 

pseudoradikulären Ausstrahlungen (M54.5), ein zervikokranial- und 

zervikothorakospondylogenes Syndrom (M54.2) sowie ein PHS tendomyotica rechts 

(M75.0). Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab die MEDAS eine 

Adipositas an. Zur Arbeitsfähigkeit führte die MEDAS aus, dass die Versicherte aus 

somatischer Sicht bei Tätigkeiten, die das häufige Tragen und Heben von schweren 

Gewichten, eine längerdauernde Flexionshaltung oder häufiges Überkopfarbeiten mit 

dem rechten Arm und repetitive Kraftanwendungen im rechten Schultergürtel 

beinhalteten, eingeschränkt sei. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Einschränkung. Unter Berücksichtigung der erwähnten Einschränkungen sei die 

Leistungseinbusse in der angestammten und in einer adaptierten Tätigkeit auf 30 % 

festzulegen. Dabei sei die Arbeitszeit vorzugsweise vollschichtig mit Erholungspausen 

auszuführen (act. G 3/26).

A.c  Mit Vorbescheid vom 15. August 2006 gab die IV-Stelle St. Gallen der Versicherten 

bekannt, dass sie - unter Zugrundelegung eines IV-Grades von 30 % - voraussichtlich 

keinen Anspruch auf eine Rente habe (act. G 3/38). Mit Stellungnahme vom 5. Oktober 

2006 liess die Versicherte durch ihren Rechtsvertreter, RA Werner Bodenmann, 

beantragen, es sei von einem Invaliditätsgrad von 62 %, eventualiter von 46 % 

auszugehen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass die Klinik 

Valens, wo die Versicherte vom 13. August 2003 bis zum 9. September 2003 

hospitalisiert gewesen sei, schon allein aus ergonomisch-funktioneller Sicht von einer 

50 %igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen sei. Unter Berücksichtigung der 

psychischen Symptomatik sei die Klinik Valens sodann von keiner verwertbaren 

Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Da sich der Gesundheitszustand in der Zwischenzeit 

nicht verbessert habe, sei nicht nachvollziehbar, dass das MEDAS-Gutachten nun von 

einer Arbeitsunfähigkeit von lediglich 30 % ausgehe, zumal es den bereits vorliegenden 

Berichten der Klinik Valens und von Dr. A.___ widerspreche. Insgesamt sei auf Grund 

der Aktenlage davon auszugehen, dass die Versicherte allein aus somatischer Sicht in 

ihrer Arbeitsfähigkeit weit mehr eingeschränkt sei, als im MEDAS-Gutachten 

festgehalten. Aus rein somatischer Sicht sei von einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 

mindestens 50 % auszugehen. Im Weiteren sei nicht auszuschliessen, dass die 

Versicherte auch aus psychiatrischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, 

erwähne doch bereits der Austrittsbericht der Klinik Valens eine psychische 

Problematik. Weiter gehe Dr. B.___ in seinem psychiatrischen Teilgutachten zu Handen 

der MEDAS davon aus, dass eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vorliege. 

Das Teilgutachten widerspreche sich jedoch, wenn Dr. B.___ einerseits davon ausgehe, 

dass die Hintergründe dieser Störung alle iv-fremd seien, anderseits aber eine 

psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung als sinnvoll erachte. Bezüglich 

der psychischen Störung drängten sich weitere Abklärungen auf.

Zur Berechnung des Invaliditätsgrades führte der Rechtsvertreter an, das 

Valideneinkommen sei nicht mit Fr. 45'405.-- zu veranschlagen, sondern mit Fr. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

48'750.--. So habe die Versicherte im Jahr 2004 mit einem monatlichen Einkommen 

von Fr. 3'750.-- rechnen können. Dieses Einkommen sei mit 13 und nicht mit 12 zu 

multiplizieren, wie dies die IV-Stelle getan habe. Zur Berechnung des 

Invalideneinkommens sei von der LSE-Tabelle 2004 bzw. von einem monatlichen 

Einkommen von Fr. 3'893.-- auszugehen, was einem jährlichen Einkommen von Fr. 

46'716.-- entspreche. Sodann sei davon auszugehen, dass der Arbeitsunfähigkeitsgrad 

der Versicherten mindestens 50 % betrage. Weiter sei zu berücksichtigen, dass die 

Versicherte lediglich noch adaptierte Tätigkeiten ausüben könne, die kein häufiges 

Heben oder Tragen schwerer Lasten über 20 kg, keine länger dauernden Tätigkeiten in 

unergonomischen Rückenstellungen und keine häufigen repetitiven Arbeiten aus dem 

rechten Schultergürtel elevatorischer oder rotatorischer Art beinhalteten. Schliesslich 

sei zu berücksichtigen, dass es sich bei der Versicherten um eine über 50-jährige 

mazedonische Staatsangehörige handle, die in der Schweiz lediglich über eine 

Aufenthaltsbewilligung verfüge, keine Berufsausbildung vorweisen könne und die 

deutsche Sprache nur schlecht beherrsche. Es sei deshalb ein Leidensabzug von 20 % 

vorzunehmen. Das Invalideneinkommen betrage somit Fr. 18'686.--, der IV-Grad mithin 

62 %. Selbst wenn man davon ausgehen würde, die Versicherte sei zu 70 % 

arbeitsfähig, würde sich noch ein Invalideneinkommen von Fr. 26'161.-- und damit ein 

IV-Grad von 46 % ergeben. Die Versicherte habe somit mindestens Anspruch auf eine 

Viertelsrente (act. G 3/46).

A.d Mit Schreiben vom 20. Dezember 2006 nahm die MEDAS zu den vom 

Rechtsvertreter monierten Abweichungen von den früheren Arztberichten der Klinik 

Valens und von Dr. A.___ im Wesentlichen dahingehend Stellung, dass die in diesen 

Berichten erwähnten höheren Arbeitsunfähigkeitsgrade nicht genügend begründet 

worden seien und zudem iv-fremde Faktoren, wie die mangelnde 

Leistungsbereitschaft, berücksichtigten. Ausserdem seien diese Berichte zu einem zwei 

bis drei Jahre früheren Zeitpunkt und unter anderen Umständen abgegeben worden, so 

dass die damalige Situation nicht automatisch auf die Untersuchungssituation 

übertragen werden könne (act. 3/49). Mit Verfügung vom 31. Januar 2007 wies die IV-

Stelle St. Gallen das Rentengesuch ab. Dabei ging sie von einem Valideneinkommen 

von Fr. 49'681.--, einem Invalideneinkommen von Fr. 33'222.-- und damit von einem 

IV-Grad von 33 % aus. In medizinischer Hinsicht sei vollumfänglich auf die 

Schlussfolgerungen im MEDAS-Gutachten abzustellen. Bezüglich des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Valideneinkommens seien die Einwände insoweit berücksichtigt worden, als die 

Validenbasis neu unter Berücksichtigung des 13. Monatslohns festgelegt worden sei. 

Ein Leidensabzug sei dagegen nicht vorzunehmen, da die gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen in der 30 %igen Leistungseinbusse bereits berücksichtigt worden 

seien. Auch ein Ausländerabzug sei nicht gerechtfertigt, da die Tabellenlöhne, auf die 

abgestellt werde, die Einkommen der schweizerischen und ausländischen 

Wohnbevölkerung berücksichtigten (act. G 3/53).

B.  

B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 26. Februar 

2007 mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Der 

Beschwerdeführerin sei sodann eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 60 % zuzusprechen. Ausserdem sei der 

Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Zur Begründung 

werden im Wesentlichen die Ausführungen in der Stellungnahme vom 5. Oktober 2006 

wiederholt. Insbesondere wird nochmals betont, dass die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin nicht nur in somatischer sondern auch in psychischer Hinsicht 

beeinträchtigt sei und dass beim Invalideneinkommen ein Leidensabzug von (neu) 15 

% vorzunehmen sei (act. G 1). 

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 19. März 2007 beantragt die Verwaltung Abweisung 

der Beschwerde. Anlässlich der MEDAS-Untersuchung hätten keine Anhaltspunkte für 

eine relevante psychische Störung gefunden werden können. Vielmehr liege eine nicht 

invalidisierende somatoforme Schmerzstörung vor. Nach der Rechtsprechung könne 

eine solche nur dann berücksichtigt werden, wenn zusätzlich eine psychische 

Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer vorliege. Dies sei bei 

der Beschwerdeführerin nicht der Fall. Daran vermöge auch die abweichende 

Beurteilung der Klinik Valens nichts zu ändern, weil dort der Fokus auf die 

Schmerztherapie gerichtet gewesen sei. Zudem enthalte der Bericht der Klinik Valens 

keine Gesichtspunkte, welche die medizinische Administrativexpertise in Frage zu 

stellen vermöchten. Das Valideneinkommen beziffert die Beschwerdegegnerin neu (und 

im Gleichklang mit der Beschwerdeführerin) mit Fr. 48'750.--; das Invalideneinkommen 

gestützt auf die Tabellenlöhne (neu) mit Fr. 34'009.--. Da die Beschwerdeführerin auch 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

körperlich mittelschwere Tätigkeiten ausüben könne, sei kein Leidensabzug 

vorzunehmen. Weitere Abzüge seien ebenfalls nicht angezeigt. Der Invaliditätsgrad 

betrage somit 30 % (act. G 3).

B.c Mit Replik vom 1. Mai 2007 hält der Rechtsvertreter an den gemachten 

Ausführungen fest und reicht einen vorläufigen Austrittsbericht des Spitals C.___ ein, 

wonach die Beschwerdeführerin vom 21. Februar 2007 bis zum 1. März 2007 habe 

hospitalisiert werden müssen. In diesem Bericht werde der Verdacht auf eine 

Depression geäussert. Es sei somit nicht nachvollziehbar, dass keine Anzeichen für 

eine depressive Verstimmung vorliegen sollen. Im Weiteren treffe nicht zu, dass die 

Beschwerdeführerin körperlich mittelschwere Tätigkeiten ausführen könne. Zudem sei 

zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin 51 Jahre alt sei und lediglich über 

eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz verfüge. Es sei deshalb ein Leidensabzug 

von 15 % vorzunehmen (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik 

(act. G 8).

B.d Mit Präsidialverfügung vom 27. März 2007 wurde die unentgeltliche

Prozessführung bewilligt (act. G 4).

Erwägungen:

1.   

1.1  Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung 

besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie wenigstens zur 

Hälfte invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor, so besteht 

Anspruch auf eine Viertelsrente oder, sofern ein Härtefall gegeben ist, auf eine halbe 

Rente (Art. 28 Abs. 1  IVG). Nach dem revidierten Art. 28 Abs. 1 IVG (ab 1. Januar 

2004; ab 1. Januar 2008: Art. 28 Abs. 2 IVG) besteht der Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Bei der 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beurteilung ist ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung 

eingetretenen Sachverhalt abzustellen (BGE 121 V 366 Erw. 1b).

1.2  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; sog. allgemeine Methode). Die Differenz entspricht der 

invaliditätsbedingten Erwerbseinbusse oder - in Prozenten des Valideneinkommens 

ausgedrückt - dem Invaliditätsgrad.

1.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich 

des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a).

2.   

2.1  Vorliegend ist streitig, ob die Beschwerdeführerin in gesundheitlicher Hinsicht im 

vom MEDAS-Gutachten attestierten Ausmass arbeitsfähig ist und ob bei der 

Berechnung des Invaliditätsgrades (Invalideneinkommen) ein Abzug vom Tabellenlohn 

vorzunehmen ist.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Bezüglich Arbeitsfähigkeit stützt sich die Beschwerdegegnerin vollumfänglich auf das 

MEDAS-Gutachten ab. Dieses diagnostizierte (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie ein chronisches 

lumbospondylogenes Syndrom mit pseudoradikulären Ausstrahlungen (M54.5), bei/mit 

segmentalen Bewegungsstörungen, lumbosakraler Übergangsstörung mit mässig 

degenerativen Veränderungen, flacher Diskusprotrusion L5/S1, medio-lateraler 

Diskusprotrusion L4/L5 links und konzentrischer Diskusprotrusion L3/L4 ohne 

Neurokompression; keine radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik. Weiter 

diagnostizierte die MEDAS ein zervikokranial- und zervikothorakospondylogenes 

Syndrom (M54.2) bei/mit Fehlhaltung mit segmentalen Bewegungsstörungen, reaktiven 

Tendomyosen und muskulärer Dysbalance im Schultergürtel, referred-pain-

Symptomatik, Osteochondrosen C5 und C6, degenerativen Veränderungen C4 - C6 mit 

beginnender sekundäderer Spinalkanalstenose und leichter foraminaler Einengung C4 

und C5 sowie degenerativen Veränderungen mit kleinen medianen Diskusprotrusionen 

Th6 - Th9 ohne Neurokompression. Schliesslich diagnostizierte die MEDAS ein PHS 

tendomyotica rechts (M75.0) mit leichter Impingementsymptomatik. Als Diagnosen 

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab die MEDAS eine Adipositas an (act. G 

3/26.12). Zur Arbeitsfähigkeit führte die MEDAS aus, aus psychiatrischer Sicht bestehe 

keine Einschränkung derselben. Aus somatischer Sicht beständen qualitative 

Einschränkungen bezüglich häufiges Heben und Tragen schwerer Gewichte, 

langdauernden Tätigkeiten in einer Flexionshaltung sowie häufigen Überkopfarbeiten 

mit dem rechten Arm und repetitiven Kraftanwendungen im rechten Schultergürtel. 

Zwar liege keine exakte Arbeitsplatzbeschreibung der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Küchenhilfe im Hotel E.___ vor. Unter Berücksichtigung der genannten 

Einschränkungen und des psychischen Überbaus könne jedoch von einer 

Leistungseinbusse von etwa 30 % ausgegangen werden (act. G 3/26.18).

Dem hält der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin entgegen, dass die Klinik Valens 

in ihrem Austrittsbericht vom 30. September 2003 der Beschwerdeführerin in ihrer 

bisherigen Tätigkeit aus rein ergonomisch-funktioneller Sicht eine theoretisch mögliche 

50- %ige Arbeitsfähigkeit attestiere. Unter Berücksichtigung der psychischen 

Symptomatik gehe die Klinik Valens jedoch von keiner verwertbaren Arbeitsfähigkeit 

mehr aus (vgl. act. G 3/14.10). Zwar ist dieses Resultat in einem "Job Match" eruiert 

worden. Im entsprechenden Teilbericht der Ergonomieabteilung vom 22. August 2003 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

führte die Klinik Valens zur angestammten Tätigkeit aus, die Arbeitsaufgaben der 

Beschwerdeführerin hätten das Waschen von Geschirr und Pfannen sowie das 

Waschen und Rüsten von Gemüse und Salaten beinhaltet. Weiter habe die 

Beschwerdeführerin Fleisch und Gemüse aus dem Frigo (ein Stockwerk tiefer) oder aus 

dem Tiefkühlraum holen müssen. Schliesslich seien der Frigo und die Küche einmal pro 

Woche zu reinigen gewesen. Zum Heben und Tragen von schweren Lasten gab die 

Beschwerdeführerin an, sie habe Warenkörbe und Pfannen heben müssen (ohne 

Gewichtsangabe). Die Küchenarbeiten seien sodann in der Regel stehend und 

vorgeneigt auszuführen gewesen. Sitzen sei nur während der Pausen möglich gewesen 

(act. G. 3/14.15). Indessen geht auch die Klinik Valens - wie auch das MEDAS-

Gutachten - davon aus, dass bei der Beschwerdeführerin eine erhebliche Tendenz zur 

Selbstlimitierung besteht. So sei etwa mit der Beschwerdeführerin vereinbart worden, 

dass sie stufenweise wieder Arbeiten im Haushalt übernehme (act. G 3/14.9 unten), 

implizierend, dass dies der Beschwerdeführerin möglich ist. Die Ergonomieabteilung 

selbst stellte fest, dass die allgemein reduzierte körperliche Belastbarkeit nicht allein 

mit den Funktionsstörungen der Wirbelsäule erklärt werden könnten, und dass die 

Leistungsbereitschaft der Beschwerdeführerin als fraglich beurteilt werde (act. G 

3/14.13). Nachdem es sich gemäss den von der Beschwerdeführerin gemachten 

Angaben zum Arbeitsplatz offensichtlich um eine körperlich eher leichte Arbeit handelte 

und die beobachtete Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ebenfalls einer 

leichten Arbeitsbelastung entsprach (act. G 3/14.13), erscheint die von der Klinik 

Valens getroffene Annahme einer somatisch um 50 % eingeschränkten 

Leistungsfähigkeit nur unter Einbezug der Selbstlimitierung bzw. der demonstrierten 

Leistungsfähigkeit erklärbar. Demgegenüber geht auch die Klinik Valens davon aus, 

dass in Anbetracht des invalidisierenden Verhaltens und den erheblichen 

Inkonsistenzen in den Tests die somatisch-funktionell begründbare Leistungsgrenze 

der Beschwerdeführerin sicher höher sei als die demonstrierte Leistungsfähigkeit (act. 

G 3/14.13).

Zusammenfassend erscheint somit die von der MEDAS getroffene Annahme - unter 

Berücksichtigung des "psychischen Überbaus" - einer 30 %igen Einschränkung in der 

(körperlich eher leichten) angestammten Tätigkeit als plausibel, zumal im Gutachten 

das gelegentliche Tragen oder Heben selbst von schweren Lasten über 20 kg nicht 

ausgeschlossen wurde (act. G 3/26.16).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.2  Im Weiteren macht der Rechtsvertreter geltend, die Beschwerdeführerin sei auch 

in psychischer Hinsicht beeinträchtigt, weshalb diesbezüglich eine weitergehende 

Arbeitsunfähigkeit anzunehmen sei. In der Stellungnahme vom 5. Oktober 2006 (act. G 

3/46.3) hat er dazu lediglich ausgeführt, es sei auf Grund der Aktenlage nicht 

ausgeschlossen, dass nebst der somatischen auch noch eine Arbeitsunfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht vorliege. Dies gestützt auf die Formulierung der Klinik Valens im 

Austrittsbericht vom 30.  September 2003, wonach auf Grund der psychischen 

Problematik von keiner verwertbaren Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (vgl. 

act. G 3/14.10). Im Weiteren sei widersprüchlich, wenn der Konsiliargutachter Dr. B.___ 

einerseits von einer iv-fremd begründeten somatoformen Schmerzstörung - und damit 

von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit - ausgehe, gleichzeitig aber eine psychiatrische 

oder psychotherapeutische Behandlung als sinnvoll erachte. In seiner Replik vom 1. 

Mai 2007 macht der Rechtsvertreter zusätzlich geltend, im vorläufigen Austrittsbericht 

des Spitals C.___ werde ein Verdacht auf eine Depression geäussert (vgl. act. G 6.1).

Diesen Ausführungen ist jedoch mit der Beschwerdegegnerin entgegen zu halten, dass 

die im Rahmen des Gutachtenauftrags durchgeführte psychiatrische Untersuchung der 

Beschwerdeführerin keine entsprechende Beeinträchtigung ergab. So konnte die von 

Dr. A.___ im Arztbericht vom 14. Juni 2004 erwähnte depressive Verstimmung bei der 

gutachterlichen Abklärung nicht erhärtet werden. Vielmehr stellte Dr. B.___ anlässlich 

seiner Untersuchung vom 8. Februar 2006 fest, dass die Beschwerdeführerin 

grundsätzlich keine depressive Symptomatik gezeigt habe. Erst als sie wieder in ihre 

Rolle der kranken Hausfrau und Mutter gerutscht sei, sei auf eher übertriebene Art eine 

depressive Symptomatik gezeigt worden. Dr. B.___ kommt zum Schluss, dass bei der 

Beschwerdeführerin eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vorliege, wobei er 

die Hintergründe dieser Störung als iv-fremd erachtet. Dazu gehörten neben der 

fehlenden Integration und den fehlenden Sprachkenntnissen auch verschiedene 

familiendynamische Aspekte. Schliesslich fehle es der Beschwerdeführerin auch an der 

Arbeitsmotivation. Die Arbeitsfähigkeit beziffert Dr. B.___ mit 100 %. Grundsätzlich sei 

eine psychiatrische, psychotherapeutische Behandlung sinnvoll, eine solche werde 

jedoch kaum durchführbar sein, da diese die Rolle der Beschwerdeführerin als Kranke 

in der Familie in Frage stellen würde (act. G 3/27.8).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die von Dr. B.___ abgegebene Beurteilung erscheint schlüssig. Insbesondere ist es - 

wie auch die MEDAS in ihrem Schreiben vom 20. Dezember 2006 ausführte - kein 

Widerspruch, wenn die Beschwerdeführerin zwar aus psychischer Sicht für voll 

arbeitsfähig erklärt wird, trotzdem aber eine Behandlung als wünschenswert bezeichnet 

wird, verursacht doch nicht jede psychische "Problematik" automatisch eine 

Arbeitsunfähigkeit. Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts gilt eine 

somatoforme Schmerzstörung ohne das Vorliegen einer psychischen Komorbidität von 

erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer ohnehin nicht als Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit (Urteil vom 22. Januar 2007 [I 290/06] Erw. 4.2.1). Schliesslich vermag 

auch die Erwähnung eines Verdachts auf eine Depression im Austrittsbericht des 

Spitals C.___ vom 1. März 2007 keine andere Beurteilung zu bewirken. Abgesehen 

davon, dass dieser Austrittsbericht erst nach Verfügungserlass (wenn auch nur kurze 

Zeit später) verfasst wurde, vermag er die ausführliche Begutachtung durch Dr. B.___ 

nicht zu erschüttern.

Zusammenfassend ist somit mit dem MEDAS-Gutachten von einem 

Arbeitsunfähigkeitsgrad für die angestammte oder eine andere adaptierte Tätigkeit von 

30 % auszugehen.

3.   

3.1  Im Weiteren bestreitet die Beschwerdeführerin die Berechnung des 

Invaliditätsgrades. Insbesondere macht sie geltend, es sei ein Leidensabzug von 

mindestens 15 % vorzunehmen. Unbestritten ist demgegenüber die Festlegung des 

Valideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin.

Mit den Parteien ist das Valideneinkommen auf Fr. 48'750.-- festzulegen. Dies 

entspricht dem zuletzt erzielten Lohn von Fr. 3'750.-- bzw. den Angaben der 

Arbeitgeberin für das Jahr 2004 (x13; vgl. act. G 3/10.2). Mit der Beschwerdegegnerin 

ist bei der Festlegung des Invalideneinkommens sodann auf den arbeitszeitgewichteten 

Tabellenlohn gemäss Lohnstrukturerhebung 2004 (41,6 Stunden pro Woche, TA1, 

Frauen, Lohnniveau 4) abzustellen. Dies entspricht einem Einkommen von Fr. 4'049.-- 

im Monat bzw. Fr. 48'585.-- im Jahr (Anhang 2 IVG-Ausgabe der Informationsstelle 

AHV/IV).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.2  Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht weiter geltend, von diesem 

Einkommen sei ein zusätzlicher Abzug von 15 % vorzunehmen. Er begründet dies 

damit, dass die Beschwerdeführerin nur noch adaptierte Tätigkeiten verrichten könne 

und dass nur Tätigkeiten in Frage kämen, die allgemein wechselbelastend stehend, 

gehend und sitzend auszuüben seien ohne häufiges Heben und Tragen schwerer 

Gewichte über 20 kg. Ebenso kämen keine länger dauernden Tätigkeiten in 

unergonomischen Rückenstellungen und keine häufigen repetitiven Arbeiten aus dem 

rechten Schultergürtel rotatorischer oder elevatorischer Art in Betracht. Die 

Beschwerdeführerin sei mithin im Vergleich zu anderen Arbeitnehmerinnen in ihrer 

Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Des Weiteren sei zu berücksichtigen, dass 

die Beschwerdeführerin nurmehr einer Teilzeittätigkeit nachgehen könne, die 

erfahrungsgemäss, insbesondere auch auf Grund ihres Alters, ihrer mangelnden 

Sprachkenntnisse und ihres Aufenthaltsstatus in der Schweiz (Aufenthaltsbewilligung 

B) unterdurchschnittlich entlöhnt werde.

Dem ist jedoch entgegen zu halten, dass die Beschwerdeführerin gemäss Gutachten 

nicht auf allgemein stehend, gehend und sitzend auszuführende wechselbelastende 

Tätigkeiten reduziert ist. Vielmehr werden die Einschränkungen positiv dahingehend 

umschrieben, dass (nur) Tätigkeiten, die das häufige Tragen und Heben von schweren 

Lasten (über 20 kg) beinhalten, nicht mehr in Frage kämen. Das gelegentliche Tragen 

schwerer Lasten oder das häufige Tragen leichterer Gewichte werden demgegenüber 

nicht ausgeschlossen. Auch die übrigen Einschränkungen beziehen sich spezifisch auf 

die rechte Schulter- und Armregion sowie auf unnatürliche Haltungen mit Arbeiten über 

Kopf oder in Flexionsstellung mit gleichzeitig verbundenen bestimmten 

Bewegungsabläufen (Rotation, Elevation). Demgegenüber besteht keine Einschränkung 

in Bezug auf Tätigkeiten, die - ohne die oben genannten Elemente aufzuweisen - 

sitzend, stehend und/oder gehend auszuführen sind. Zwar erscheint auf Grund der 

objektivierten Wirbelsäulenbefunde (degenerative Veränderungen mit 

Spinalkanalstenose C5/C6, foraminaler Einengung C3/C4 bis C5/C6, Diskushernie mit 

Wurzelkompression C4, Diskusprotrusionen L3/L4 und L4/L5 [act. G3/14.13 und G 

3/26.12]) unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin tatsächlich noch schwerere 

Gewichte heben oder tragen kann. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sie 

körperlich leichte Tätigkeiten ohne ergonomisch ungünstige Haltungen oder 

Bewegungen im Rahmen ihrer 70 %igen Arbeitsfähigkeit ausüben kann. Diesbezüglich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

hält der Arbeitsmarkt eine Reihe von Tätigkeiten bereit. In Betracht fallen etwa Kontroll- 

und Überwachungstätigkeiten in Industrie und Gewerbe, einfache 

Maschinenbedienungsfunktionen sowie Hilfsarbeiten, wie Montage-, Sortierungs-, 

Prüf- und Verpackungstätigkeiten in Produktions- und Dienstleistungsbetrieben. Dies 

gilt umso mehr, als in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft 

erfordern, in zunehmendem Mass durch Maschinen verrichtet werden, während den 

körperlich weniger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen eine stetig 

wachsende Bedeutung zukommt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

[heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen {vgl. Art. 26 Abs. 2 BGerR}] vom 

23. Oktober 2006 [U 42/06] E. 3.2.4; mit Hinweisen auf SVR 1999 IV Nr. 6 S. 15 Erw. 

2b/aa; ZAK 1991 S. 318; Urteil V. vom 27. April 2001, I 259/00, je mit Hinweisen).

Selbst unter der Annahme einer reduzierten wirtschaftlichen Verwertbarkeit der 

Arbeitsfähigkeit - etwa auf Grund der Notwendigkeit zu vermehrten Pausen - erscheint 

ein Leidensabzug von mehr als 10 % nicht gerechtfertigt. Im Weiteren ist auch auf 

Grund des Alters (zum Zeitpunkt der Verfügung: 50 Jahre) kein zusätzlicher Abzug 

vorzunehmen. Würde sich das Alter tatsächlich lohnmindernd auswirken, müsste auch 

das Valideneinkommen entsprechend angepasst werden. Auch das geringe Dienstalter 

von - bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit - rund zweieinhalb Jahren rechtfertigt keinen 

Abzug, da der Beschwerdeführerin kein Karriereknick droht. Ein Abzug wegen 

Teilzeitbeschäftigung ist ebenfalls nicht vorzunehmen (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 13. März 2003 [I 103/02], Erw. 6.4.2). Schliesslich ist auch 

die Ausländereigenschaft nicht speziell zu berücksichtigen, da keine Anhaltspunkte 

bestehen, dass die Beschwerdeführerin in dem für sie in Frage kommenden 

Arbeitsmarkt benachteiligt ist.

Insgesamt erscheint somit ein Abzug vom Tabellenlohn von mehr als 10 % nicht 

gerechtfertigt. Unter Zugrundelegung eines 10 %igen Abzugs ergibt sich ein 

Invalideneinkommen von Fr. 30'609.-- (Fr. 48'585.-- x 0,7 x 0,9). Der Invaliditätsgrad 

beträgt somit 37,2 % ([Fr. 48'750.-- ./. Fr. 30'609.--] : Fr. 48'750.-- x 100).

3.3  Nachdem bei der Beschwerdeführerin keine rentenbegründende Invalidität vorliegt, 

ist die Beschwerde abzuweisen.

4.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.1  Nach Art. 69 Abs.1  IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die 

Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu tragen. Der Beschwerdeführerin wurde jedoch mit 

Verfügung vom 27. März 2007 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt (act. G 4). 

Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin es gestatten, kann sie 

jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten, der Auslagen für die Vertretung und der 

vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 ZPO/SG 

i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).

4.2  Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung durch RA lic. iur. Werner Bodenmann bewilligt. Dieser reichte 

keine Kostennote ein, weshalb das Honorar ermessensweise festzusetzen ist (Art. 61 

lit. f und g ATSG, Art. 98  und 99 VRP/SG, Art. 282 ZPG/SG). Die Entschädigung, 

welche vorliegend nach Aufwand und Bedeutung der Streitsache (Art. 61 lit. g ATSG) 

mit Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bemessen ist, 

muss in Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes (sGS 

963.70) um einen Fünftel auf Fr. 2'800.-- reduziert werden.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Die Beschwerdeführerin wird im Sinne der Erwägungen von der Bezahlung der 

Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

3.  Der Staat hat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Fr. 2'800.-- (inkl. Bar-

auslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

bis

bis

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2008
	Art. 28 IVG. IV-Grad unter 40 %. Weder geltend gemachte grössere Arbeitsunfähigkeit noch eine reduzierte wirtschaftliche Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit um mindestens 15 % (Leidensabzug) ausgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. August 2008, IV 2007/99).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T15:27:26+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen