# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eabf0def-d62e-56c3-8e57-5070f235ab82
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-08-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.08.2018 D-5085/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5085-2017_2018-08-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5085/2017 
was 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  A u g u s t  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Hans Schürch (Vorsitz), 

Richterin Daniela Brüschweiler, 

Richter Yanick Felley, 

Gerichtsschreiberin Eva Zürcher. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,   

vertreten durch MLaw Alexander Hedinger,  

Beratungsstelle für Asylsuchende,  

(…) 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 7. August 2017 / N (…). 

 

 

 

D-5085/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, ein eritreischer Staatsangehöriger, verliess sein 

Heimatland gemäss seinen Aussagen am 25. April 2016 als Minderjähriger 

und gelangte am 6. Juni 2016 in die Schweiz, wo er am 8. Juni 2016 sein 

Asylgesuch einreichte. Am 24. Juni 2016 fand die Befragung zur Person 

statt und am 31. Juli 2017 hörte ihn das SEM an.  

Der Beschwerdeführer legte dar, er sei ethnischer Tigrinya aus B._______ 

in der Sub-Zoba C._______ der Zoba D._______, wo er seit seiner Geburt 

mit seinen Eltern und den sechs Geschwistern bis zur Ausreise gelebt 

habe. Bis am 20. beziehungsweise 22. April 2014 habe er das achte Schul-

jahr besucht und anschliessend in B._______ (…) gearbeitet beziehungs-

weise wegen der vielen Razzien im Versteckten gelebt. In der fünften oder 

sechsten Klasse habe er in E._______ seine Tante besuchen wollen. Bei 

einer Grenzkontrolle sei er aufgegriffen, der versuchten illegalen Ausreise 

beschuldigt und ins Gefängnis F._______ gebracht worden. Dort sei er ge-

schlagen, verletzt und zu einem Geständnis gezwungen worden. An-

schliessend sei er ins Gefängnis G._______ verlegt und danach in ein mi-

litärisches Lager in B._______ gebracht worden. Noch vor Beginn der Aus-

bildung sei er geflohen und nach Hause gegangen. Dann habe er weiterhin 

die Schule besucht. Im April 2013 sei er beim Versuch, das Land illegal zu 

verlassen, bei H._______ erwischt, nach I._______ gebracht, zunächst im 

Gefängnis J._______, danach für neun Monate im Gefängnis K._______ 

und schliesslich im Gefängnis L._______ inhaftiert worden. Von dort sei er 

zur militärischen Ausbildung nach M._______ verlegt worden und erneut 

geflohen. Aus Furcht vor Razzien habe er sich bis zur illegalen Ausreise 

aus Eritrea versteckt. 

Der Beschwerdeführer gab zum Nachweis seiner eigenen Identität keine 

Identitätsdokumente zu den Akten. Er gab lediglich eine Kopie der Identi-

tätskarten seiner Eltern ab.  

B.  

Mit Verfügung vom 7. August 2017 stellte das SEM fest, dass der Be-

schwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, lehnte sein Asylge-

such ab, wies ihn aus der Schweiz weg und ordnete den Vollzug der Weg-

weisung an.  

D-5085/2017 

Seite 3 

C.  

Mit Eingabe vom 8. September 2017 reichte der Beschwerdeführer Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein und beantragte in materiel-

ler Hinsicht die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Gewährung 

von Asyl oder der vorläufigen Aufnahme und das Absehen von einer Weg-

weisung. In formeller Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und um Beiordnung der amtlichen Verbeiständung in 

der Person seines Rechtsvertreters. Der Beschwerde wurden die ange-

fochtene Verfügung, eine Vollmacht und eine Fürsorgebestätigung beige-

legt.  

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 13. September 2017 wurde dem Beschwer-

deführer mitgeteilt, dass er den Ausgang des Beschwerdeverfahrens in der 

Schweiz abwarten könne. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung wurde gutgeheissen und auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses wurde verzichtet. Das Gesuch um Beiordnung einer amtli-

chen Rechtsbeistandschaft wurde ebenfalls gutgeheissen und MLaw Ale-

xander Hedinger, IG Offenes Davos, als amtlicher Rechtsbeistand einge-

setzt.  

E.  

Mit Eingabe vom 23. Oktober 2017 reichte der Beschwerdeführer einen 

Geburtsregisterauszug in zwei Sprachen und eine Taufurkunde zu den Ak-

ten.   

 
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

D-5085/2017 

Seite 4 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 

AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

In der Regel entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in der Besetzung 

mit drei Richtern beziehungsweise drei Richterinnen. Gestützt auf Art. 111a 

Abs. 1 AsylG kann auch in diesen Fällen auf die Durchführung eines Schrif-

tenwechsels verzichtet werden. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

  

D-5085/2017 

Seite 5 

5.  

5.1 In der angefochtenen Verfügung legte das SEM dar, dass die Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers teilweise den Anforderungen an die Glaubhaf-

tigkeit und teilweise denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft nicht zu ge-

nügen vermöchten.  

5.2 In Bezug auf die Frage der Glaubhaftigkeit hielt das SEM fest, dass 

sich der Beschwerdeführer in mehrere Widersprüche verstrickt habe: 

5.2.1 So habe er einerseits ausgesagt, er habe als Zwölfjähriger in der fünf-

ten Klasse seine Tante väterlicherseits in E._______ besuchen wollen, 

während er andererseits darlegte, er habe als Elfjähriger in der sechsten 

Klasse zu seiner Tante mütterlicherseits gehen wollen und nach der Haft 

die Schule in der siebten Klasse fortgesetzt. Auf Vorhalt hin habe er ange-

geben, damals gerade von der fünften zur sechsten Klasse gewechselt zu 

haben, was jedoch nicht überzeuge. 

5.2.2 Unterschiedlich habe er auch vorgebracht, wie er nach der Verhaf-

tung in E._______ behandelt worden sei: Während ihm gemäss der einen 

Version seine Hände gebrochen worden seien, habe er gemäss der andern 

Version einen Bruch am rechten Arm erlitten. Seine Erklärung, man habe 

ihn möglicherweise nicht richtig verstanden, da er von Anfang an gesagt 

habe, es sei ihm ein Arm gebrochen worden, vermöge nicht zu überzeu-

gen, zumal nicht nur die Wortwahl an sich, sondern auch die Verwendung 

der Mehrzahl oder der Einzahl die widersprüchlichen Aussagen nicht auf-

zulösen vermöchten. 

5.2.3 Ferner habe er anlässlich der Befragung angegeben, beim Fluchtver-

such in H._______ im April 2013 zuerst während zwei Tagen in einem Ge-

fängnis und danach während zwei Monaten im Gefängnis J._______ bei 

I._______ inhaftiert gewesen zu sein, während er anlässlich der Anhörung 

ausgesagt habe, während eines Monats im Gefängnis gewesen zu sein. 

Seine Erklärung anlässlich der Gewährung des rechtlichen Gehörs, er sei 

vor dem Gefängnisaufenthalt in J._______ noch an einen Versammlungs-

ort gebracht worden, vermöge indessen den Widerspruch nicht aufzulösen. 

5.2.4 Überdies habe er dargelegt, im Gefängnis von L._______ während 

eines Monats inhaftiert gewesen zu sein, was sich indessen nicht verein-

baren lasse mit der Angabe, er sei dort während eines Monats und drei 

Wochen gewesen. Auch diesen Widerspruch habe er nicht ausräumen 

können. 

D-5085/2017 

Seite 6 

5.2.5 Des Weiteren habe er zunächst ausgesagt, beim Ausreiseversuch in 

H._______ erwischt worden zu sein, als er die achte Klasse besucht habe. 

Dies entspreche jedoch nicht seiner späteren Aussage, wonach er bei sei-

ner Festnahme in H._______ in der sechsten Klasse gewesen sei. Sowohl 

der Zeitablauf als auch der Schulstatus seien unterschiedlich dargestellt 

worden.  

5.2.6 Überdies wolle er Eritrea gemäss der einen Variante einen Monat 

nach seiner Flucht von der Ausbildungsstätte verlassen haben, bevor er 

die achte Klasse abgebrochen habe. Diese Aussagen würden aber nicht 

übereinstimmen mit seiner Angabe, er habe nach der Flucht zunächst wie-

der die achte Klasse der Schule besucht, diese erst nach einem Monat 

abgebrochen, anschliessend auf den Feldern der Familie gearbeitet und 

sich schliesslich vor den zahlreichen Razzien versteckt. So habe er sieben 

bis acht Monate gelebt und sich dann zur Ausreise entschlossen.  

5.2.7 Auch wenn aus den teilweise detaillierten Schilderungen des Be-

schwerdeführers nicht auszuschliessen sei, dass er sich in Eritrea in Haft 

befunden habe, könnten seine Aussagen angesichts der Deutlichkeit und 

der Vielzahl von Widersprüchen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nicht geglaubt werden.  

5.3 Hinsichtlich der Flüchtlingseigenschaft hielt das SEM fest, dass ge-

stützt auf das Koordinationsurteil des Bundesverwaltungsgerichts 

D-7898/2015 vom 30. Januar 2017 nicht mit überwiegender Wahrschein-

lichkeit davon auszugehen sei, dass eritreische Staatsangehörige auf-

grund der illegalen Ausreise mit Sanktionen des Heimatstaates konfrontiert 

würden. Andere Anknüpfungspunkte, welche den Beschwerdeführer in den 

Augen des eritreischen Regimes als missliebige Person erscheinen lassen 

könnten, seien nicht ersichtlich. Die unglaubhafte Refraktion beziehungs-

weise Desertion könne nicht als Anknüpfungspunkt betrachtet werden. So-

mit begründe die illegale Ausreise allein keine Furcht vor einer zukünftigen 

asylrelevanten Verfolgung.  

5.4 In der Beschwerde wurde demgegenüber dargelegt, dass die Argu-

mentation der Vorinstanz, wonach die Vorbringen des Beschwerdeführers 

aufgrund unterschiedlicher Daten widersprüchlich seien, zutreffend sei, in-

dessen nur die Jahreszahlen betreffe. In Bezug auf die Tage und Monate 

seien sie weitgehend gleich. Zudem habe der Beschwerdeführer seine bei-

den Aufenthalte in den Gefängnissen sehr genau beschrieben. Daraus sei 

D-5085/2017 

Seite 7 

zu schliessen, dass er wirklich in Haft gewesen sei. Ferner sei er im Zeit-

punkt seiner Ausreise noch minderjährig gewesen und bereits zwei Mal 

zum Militärdienst eingezogen worden; ausserdem seien seine Eltern inhaf-

tiert worden. Unter diesen Umständen würden ihm im Fall einer Rückkehr 

nach Eritrea mit Sicherheit drakonische Strafen drohen, weil er seinen Mi-

litärdienst noch nicht absolviert habe und seine illegale Ausreise als Deser-

tion gesehen werde.  

6.  

6.1 Grundsätzlich sind Vorbringen dann glaubhaft, wenn sie genügend 

substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in 

vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punkten widersprüchlich 

sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder 

der allgemeinen Erfahrung widersprechen. Darüber hinaus muss die asyl-

suchende Person persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere 

dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abstützt (vgl. Art. 7 Abs. 3 AsylG), aber auch dann, 

wenn sie wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im 

Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt, steigert oder unbegründet 

nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mit-

wirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner im Gegensatz zum 

strikten Beweis ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für 

gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen der gesuchstellenden 

Person. Ein Vorbringen gilt bereits als glaubhaft gemacht, wenn das Ge-

richt von dessen Wahrheit nicht völlig überzeugt ist, es aber überwiegend 

für wahr hält, obwohl nicht alle Zweifel beseitigt sind. Für die Glaubhaftma-

chung reicht es demgegenüber nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbringen 

zwar möglich ist, aber in Würdigung der gesamten Aspekte wesentliche 

und überwiegende Umstände gegen die vorgebrachte Sachverhaltsdar-

stellung sprechen. Entscheidend ist im Sinne einer Gesamtwürdigung, ob 

die Gründe, die für eine Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung sprechen, 

überwiegen oder nicht; dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustel-

len (vgl. BVGE 2012/5 E. 2.2, 2010/57 E. 2.3). 

6.2 Nach der Durchsicht der Protokolle gelangt das Bundesverwaltungsge-

richt zur gleichen Einschätzung wie das SEM. Insbesondere hat sich der 

Beschwerdeführer in Bezug auf die relevanten Vorbringen in zahlreiche 

Ungereimtheiten und Aussagen, welche sich nicht miteinander vereinbaren 

lassen, verstrickt, weshalb seine Vorbringen nicht zu überzeugen vermö-

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Seite 8 

gen. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, ist auf die insgesamt zu-

treffenden und sorgfältigen Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen. In 

Ergänzung dazu wird Folgendes festgehalten: 

 

6.2.1 Zunächst fällt auf, dass der Beschwerdeführer ungereimte Angaben 

über den geltend gemachten Schulabbruch zu Protokoll gegeben hat. An-

lässlich der Befragung sagte er aus, er habe die achte Klasse nach zwei 

Monaten am 22. April 2014 abgebrochen (vgl. Akte A5/12 S. 4). Anlässlich 

der Anhörung gab er an, der Schulabbruch sei am 20. April 2014 gewesen, 

er habe die Schule nur während eines Monats besucht (vgl. Akte A19/18 

S. 5). Damit liegen bereits zweifach widersprüchliche Angaben vor. Hätte 

der Beschwerdeführer die achte Klasse im April 2014 abgebrochen und 

diese davor während eines oder zwei Monaten besucht, müsste das Schul-

jahr im Februar oder März begonnen haben, was sich indessen mit seiner 

Aussage, wonach das Schuljahr in seinem Heimatdorf gewöhnlich im vier-

ten Monat beginne (vgl. Akte A19/18 S. 5), nicht in Einklang bringen lässt. 

Diese mehrfach ungereimten Angaben lassen sich indessen auch nicht mit 

den allgemein bekannten Erkenntnissen über das eritreische Schuljahr in 

Einklang bringen: Dieses beginnt – entgegen der Angaben des Beschwer-

deführers und entgegen der Schlussfolgerungen, welche sich aus seinen 

Aussagen ergeben – weder im Februar noch im März oder im April des 

Jahres (vgl. World Bank 2014: Eritrea, National Education Profile, 2014 

Update, gefunden auf https://www.epdc.org/sites/default/files/docu-

ments/EPDC%20NEP _Eritrea.pdf, aufgesucht am 13. August 2018). Folg-

lich erweist sich seine Aussage, er habe das achte Schuljahr ein oder zwei 

Monate nach Schulbeginn im April abgebrochen, nicht als glaubhaft.  

6.2.2 Darüber hinaus sagte der Beschwerdeführer aus, er habe zwei Klas-

sen übersprungen (vgl. Akte A19/18 S. 8), wobei dies in den Klassen 1 bis 

6 geschehen sei (vgl. Akte A19/18 S. 12). Da er auch darlegte, die Schule 

im üblichen Alter von sieben Jahren begonnen zu haben (vgl. Akte A19/18 

S. 6), hätte er folglich in der achten Klasse zwei Jahre jünger als seine 

Mitschüler sein müssen, nämlich (…) Jahre alt. Dem ist aber nicht so, weil 

er auch vorbrachte, dass er die achte Klasse im Jahr 2014 abgebrochen 

habe. In diesem Jahr war er gemäss seiner Angabe, er sei (…) geboren, 

zwischen (…) Jahre alt. Seine dazu gemachten Erklärungen anlässlich der 

Anhörung haben die fehlende Vereinbarkeit der Aussagen nicht beseitigen 

können (vgl. Akte A19/18 S. 8). Aufgrund dieser mehrfach ungereimten 

Aussagen bestehen ernsthafte Zweifel an den geltend gemachten Vorbrin-

gen. Diese werden durch weitere Unvereinbarkeiten und Ungereimtheiten 

erhärtet. 

https://www.epdc.org/sites/default/files/docu-ments/EPDC%20NEP%20_Eritrea.pdf
https://www.epdc.org/sites/default/files/docu-ments/EPDC%20NEP%20_Eritrea.pdf

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Seite 9 

 

6.2.3 Der Beschwerdeführer gab einerseits an, als 12-Jähriger in der fünf-

ten Klasse auf dem Weg zu seiner Tante väterlicherseits in E._______ fest-

genommen worden zu sein (vgl. Akte A5/12 S. 7). Andererseits will er nach 

seinen Aussagen anlässlich der Anhörung damals ungefähr 11 Jahre alt 

gewesen sein, die sechste Klasse (vgl. Akte A19/18 S. 7) und seine Tante 

mütterlicherseits in E._______ besucht haben wollen (vgl. Akte A19/18 S. 

4). Abgesehen von diesen mehrfach widersprüchlichen Angaben soll er 

mangels Passierschein unter dem Vorwurf, das Land illegal verlassen zu 

wollen, festgenommen, während mehrerer Monate inhaftiert und anschlies-

send den Militärbehörden zur Absolvierung des Militärdienstes übergeben 

worden sein. Dass ein elf- oder zwölfjähriges Kind, das im Besitz eines 

gültigen Schülerausweises ist, wovon angesichts des vom Beschwerdefüh-

rer dargelegten Schulbesuches auszugehen ist und was sich auch mit sei-

nen Aussagen vereinbaren lässt, (vgl. Akte A19/18 S. 6), während Monaten 

inhaftiert und anschliessend zum Militärdienst gezwungen wird, scheint 

auch in Berücksichtigung der in Eritrea teilweise herrschenden Willkür und 

in Anbetracht, dass der Schülerausweis allenfalls nur regional beschränkt 

als Passierschein gültig sein mag, realitätsfremd, zumal es sich bei einer 

mehrmonatigen Inhaftierung einer so jungen Person und der damit verbun-

denen geltend gemachten Misshandlungen um massiven Eingriffe handelt. 

Es ist nicht bekannt, dass minderjährige Schüler und Schülerinnen im Alter 

von 11 oder 12 Jahren, welche – wie im Fall des Beschwerdeführers – die 

Schule noch besuchen und über einen gültigen Schülerausweis verfügen, 

ohne zusätzliche belastende Vergehen während Monaten inhaftiert und da-

nach zur Absolvierung der Militärdienstpflicht in ein Militärlager überstellt 

werden. Es mag zwar sein, dass der Beschwerdeführer anlässlich seiner 

Reise zur Tante nach E._______ von den Sicherheitsbehörden überprüft, 

befragt und allenfalls wegen des fehlenden Passierscheins gerügt wurde; 

indessen erscheinen die monatelange Inhaftierung deswegen, verbunden 

mit Misshandlungen, und die Überstellung an die militärischen Einheiten in 

diesem jungen Alter fern jeder Realität.  

 

6.2.4 Darüber hinaus widersprach sich der Beschwerdeführer, indem er zu-

erst darlegte, man habe ihn geschlagen, bis seine Hände gebrochen ge-

wesen seien (vgl. Akte A5/12 S. 7), um später darzulegen, der Arm sei ihm 

gebrochen worden (vgl. Akte A19/18 S. 10). Die anlässlich der Gewährung 

des rechtlichen Gehörs vorgebrachten Erklärungen des Beschwerdefüh-

rers tragen nichts zur Auflösung des markanten Widerspruches bei. Folg-

lich kann ihm auch nicht geglaubt werden, dass er anlässlich einer allfälli-

gen Festnahme misshandelt worden ist.  

D-5085/2017 

Seite 10 

 

6.2.5 Unterschiedlich legte er auch die Haftdauer dar: Gemäss seinen Aus-

sagen anlässlich der Befragung gab er an, zuerst während eines Monats 

festgehalten und anschliessend in G._______ weitere zwei Monate inhaf-

tiert gewesen zu sein (vgl. Akte A5/12 S. 7). Demgegenüber legte er an-

lässlich der Anhörung dar, er sei in einem Gefängnis namens „N._______“ 

in E._______ während eines Monats und anschliessend in G._______ 

während eines weiteren Monats inhaftiert gewesen (vgl. Akte A19/18 S. 6).  

 

6.2.6 Mehrfach unterschiedlich und widersprüchlich hat der Beschwerde-

führer auch dargelegt, was im April 2013 bei seinem Versuch, Eritrea zu 

verlassen, passiert sein soll. Er sei damals bei H._______ von den Sicher-

heitskräften erwischt worden. Gemäss der einen Version sagte er Folgen-

des aus: Nach seiner Festnahme sei er nach zwei Tagen im Gefängnis von 

H._______ nach I._______ transferiert und während zwei Monaten im Ge-

fängnis J._______ inhaftiert gewesen. Danach sei er ins Gefängnis 

K._______ verlegt worden und dort für neun Monate geblieben. Im An-

schluss daran sei er ins Gefängnis L._______ bei M._______ gekommen, 

wo er während eines Monats festgehalten und anschliessend zur militäri-

schen Ausbildung in der Nähe überstellt worden sei. Von dort aus habe er 

nach zwei Tagen im Mai 2014 fliehen können, sei nach Hause zurückge-

kehrt und habe im Juni 2014 Eritrea verlassen (vgl. Akte A5/12 S. 7). Dem-

gegenüber brachte er in einer zweiten Version vor, er sei vor dem Ab-

schluss der achten Klasse im Jahr 2013, als er die sechste Klasse besucht 

habe, in H._______ festgenommen, ins Gefängnis gebracht, nach 

I._______ verlegt und im Gefängnis von J._______ während eines Mona-

tes inhaftiert gewesen (vgl. Akte A19/18 S. 7. f.). Nach seiner Verlegung ins 

Gefängnis K._______ sei er dort während neun Monaten und im Anschluss 

daran im Gefängnis L._______ während eines Monates und drei Wochen 

inhaftiert gewesen. Danach sei er zur militärischen Ausbildung in der Nähe 

geschickt worden, und von dort habe er nach etwa drei Tagen im Zeitpunkt 

20 Tage vor dem Neujahr 2014 fliehen können, sei in sein Dorf zurückge-

kehrt und habe erneut die achte Klasse besucht. Nach etwa einem Monat 

habe er diese abgebrochen und in der Folge auf dem Land seiner Familie 

gearbeitet (vgl. Akte A19/18 S. 8 ff.). Nicht nur eine unterschiedlich lange 

Haftdauer im Gefängnis von L._______ ist erkennbar; vielmehr sind aus 

seinen Aussagen auch gänzlich andere Zeitangaben der Flucht nach 

Hause und schliesslich unvereinbare Aussagen darüber, was er nach der 

Flucht getan habe, erkennbar.  

D-5085/2017 

Seite 11 

6.2.7 Schliesslich gab der Beschwerdeführer auch mehrfach unterschied-

lich an, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Zusammenhang er sein Hei-

matland verlassen haben will. Anlässlich der Befragung sagte er zunächst 

aus, er sei am 25. April 2016 illegal aus Eritrea ausgereist (vgl. Akte A5/12 

S. 8). Kurz danach erklärte er aber, er habe sein Heimatdorf am 22. April 

2015 verlassen und habe drei Tage später zu Fuss die Grenze überquert 

(vgl. Akte A5/12 S. 8), weshalb nicht ausgeschlossen werden kann, dass 

er von Anfang an das Jahr 2015 statt 2016 meinte. In einer dritten Version 

indessen brachte er vor, sein Heimatland im Juni 2014 verlassen zu haben 

(vgl. Akte A5/12 S. 7) und anlässlich der Anhörung verlegte er den Ausrei-

sezeitpunkt auf den 20. Mai 2015 (vgl. Akte A19/18 S. 6). Auch diese mehr-

fach unterschiedlichen Ausreisezeitpunkte sprechen gegen die Glaubhaf-

tigkeit seiner Aussagen. Darüber hinaus sagte er in Bezug auf das, was 

nach seiner letzten Flucht aus der Militärbasis geschehen sei, einerseits 

aus, er habe etwa einen Monat danach sein Heimatland verlassen (vgl. 

Akte A5/12 S. 7). Andererseits will er 20 Tage vor Neujahr 2014 geflohen 

und anschliessend in seinem Dorf die Schule wieder während eines oder 

zwei Monaten besucht sowie danach auf dem Land seiner Eltern gearbeitet 

haben (vgl. Akte A19/18 S. 10). In einer weiteren Variante legte er dar, er 

habe nach dem Schulabbruch im März oder April 2014 aufgrund der vielen 

Razzien, welche stattgefunden hätten, etwa sieben bis acht Monate mehr-

heitlich in der Wildnis gelebt und sich dann zur Ausreise entschieden und 

sei im fünften Monat 2015 ausgereist (vgl. Akte A19/18 S. 7). Diese eben-

falls mehrfach unterschiedlichen Angaben bestätigen die Unglaubhaftigkeit 

seiner Aussagen.  

6.2.8 Angesichts der zahlreichen Widersprüche, Unvereinbarkeiten und 

unrealistischen Angaben kann darauf verzichtet werden, noch weitere Un-

gereimtheiten darzustellen. Dem Beschwerdeführer kann nicht geglaubt 

werden, dass er im Heimatland als Minderjähriger mehrmals festgenom-

men, während mehrerer Monate inhaftiert und mehrmals den Militärbehör-

den zur Absolvierung des National- beziehungsweise Militärdienstes über-

geben wurde. Folglich sind auch die in diesem Zusammenhang geltend 

gemachten Misshandlungen sowie der Zwang, die illegale Ausreise den 

eritreischen Behörden gegenüber zuzugeben, nicht als glaubhaft zu be-

trachten. An dieser Einschätzung vermögen die eingereichten Beweismittel 

sowie die übrigen Vorbringen und die Einwände in der Beschwerde nichts 

zu ändern.  

6.3 Im Sinne eines Zwischenfazits kann zusammenfassend festgehalten 

werden, dass dem Beschwerdeführer im Zeitpunkt seiner Ausreise seitens 

D-5085/2017 

Seite 12 

der eritreischen Behörden keine asylrechtlich relevante Verfolgung drohte 

und er eine solche auch nicht zu befürchten hatte.  

7.  

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangte im Referenzurteil  

D-7898/2015 vom 30. Januar 2017 zum Schluss, dass die bisherige Praxis, 

wonach eine illegale Ausreise aus Eritrea per se zur Flüchtlingseigenschaft 

führt, nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Es sei nicht mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass einer Person einzig 

aufgrund ihrer illegalen Ausreise aus Eritrea eine asylrelevante Verfolgung 

drohe, womit die geltend gemachte Furcht vor ernsthaften Nachteilen im 

Sinne von Art. 3 AsylG allein aufgrund einer illegalen Ausreise nicht als ob-

jektiv begründet erscheine. Es sei fraglich, inwiefern die Strafbestimmun-

gen der illegalen Ausreise überhaupt noch zur Anwendung gelangten, zu-

mal ein gewisses Umdenken der Behörden stattgefunden zu haben 

scheine und gegen Rückkehrer nicht mehr rigoros vorgegangen werde. 

Unbestritten und auch von regimekritischen Quellen bestätigt sei, dass 

Personen aus der Diaspora in nicht unerheblichem Ausmass (für kurze Auf-

enthalte) nach Eritrea zurückkehrten. Es sei anzunehmen, dass sich unter 

diesen Personen auch solche befänden, die Eritrea illegal verlassen hät-

ten. Vor diesem Hintergrund lasse sich die Annahme, dass sich Eritreer 

aufgrund der unerlaubten Ausreise mit Sanktionen ihres Heimatstaates 

konfrontiert sehen, die bezüglich ihrer Intensität und der politischen Moti-

vation des Staates ernsthafte Nachteile gemäss Art. 3 Abs. 2 AsylG dar-

stellen würden, nicht mehr aufrechterhalten. Es fehle insbesondere an ei-

nem politischen Motiv, da bei einer problemlosen Rückkehr, sei es auch 

nur für einen kurzen Aufenthalt, nicht davon gesprochen werden könne, 

illegal ausgereiste Personen würden generell als Verräter betrachtet. Dafür 

spreche, dass illegal ausgereiste Personen nach einer gewissen Zeit den 

Diaspora-Status erhielten, der eine gefahrlose (vorübergehende) Rückkehr 

ermögliche. Ferner gehe eine etwaige Bestrafung aufgrund des Umstan-

des, dass der Status mit den eritreischen Behörden vor der Rückkehr nicht 

geregelt worden sei, insbesondere die 2%-Steuer nicht entrichtet worden 

sei, nicht auf ein asylrelevantes Motiv (Politmalus) zurück. Ebenfalls nicht 

asylrelevant sei die Möglichkeit einer Einziehung in den Nationaldienst 

nach der Rückkehr, da es sich dabei ebenfalls nicht um eine Massnahme 

handle, die aus asylrechtlich relevanten Motiven erfolge. Ob eine drohende 

Einziehung in den Nationaldienst unter dem Aspekt von Art. 3 EMRK oder 

des Verbots der Sklaverei und der Zwangsarbeit gemäss Art. 4 EMRK re-

levant sein könnte, betreffe die Frage der Zulässigkeit beziehungsweise 

Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs.  

D-5085/2017 

Seite 13 

7.2 Das Bundesverwaltungsgericht geht davon aus, ein erhebliches Risiko 

einer Bestrafung bei einer Rückkehr gestützt auf asylrelevante Motive sei 

nur dann anzunehmen, wenn nebst der illegalen Ausreise weitere Faktoren 

hinzuträten, welche die asylsuchende Person in den Augen der eritrei-

schen Behörden als missliebige Person erscheinen liessen. 

7.3 Vorliegend machte der Beschwerdeführer zwar Behördenkontakte gel-

tend, wie den vorangehenden Erwägungen entnommen werden kann. Ins-

besondere legte er dar, anlässlich des Besuchs seiner Tante in E._______ 

und beim ersten Ausreiseversuch in H._______ angehalten, festgenom-

men und inhaftiert worden zu sein. Diese Vorbringen sind indessen, wie 

das SEM zu Recht in der angefochtenen Verfügung feststellte und das 

Bundesverwaltungsgericht in den vorangehenden Erwägungen bestätigte, 

insgesamt nicht als überwiegend glaubhaft zu betrachten.  

7.4 Somit konnte der Beschwerdeführer nicht glaubhaft machen, dass er 

in die Hände der eritreischen Sicherheitsbeamten gefallen ist, weshalb da-

von auszugehen ist, dass in seinem Fall kein Behördenkontakt stattgefun-

den hat, der ihn als missliebige Person erscheinen liess. Allein eine allfäl-

lige Kontrolle anlässlich der Reise nach E._______ zur Tante, verbunden 

mit einer Rüge wegen eines allfällig fehlenden Passierscheins, kann nicht 

als Behördenkontakt im oben erwähnten Sinn betrachtet werden, zumal 

aus einem solchen Kontakt nicht auf eine missliebige Person zu schliessen 

wäre. Dies ist vorliegend umso mehr der Fall, als der Beschwerdeführer 

zum geltend gemachten Zeitpunkt erst 11 oder 12 Jahre alt war und damit 

für die eritreischen Behörden selbst in der Annahme, diese würden auch 

Minderjährige in den Dienst einziehen, noch nicht im fraglichen Alter für 

den Militärdienst. Damit konnte er abgesehen von der illegal erfolgten Aus-

reise aus seinem Heimatland keine weiteren Anknüpfungspunkte glaubhaft 

machen, welche ihn in den Augen der eritreischen Behörden als missliebig 

erscheinen lassen könnten. Allein die Möglichkeit, aufgrund der inzwischen 

eingetretenen Volljährigkeit bei seiner Rückkehr in den Nationaldienst ein-

gezogen zu werden, lässt ihn nicht als missliebige Person erscheinen. So-

mit bleibt festzuhalten, dass die geltend gemachte illegale Ausreise allein 

selbst im Fall ihrer Glaubhaftigkeit keine Furcht vor einer zukünftigen asyl-

relevanten Verfolgung zu begründen vermag, weshalb die Frage der 

Glaubhaftigkeit diesbezüglich offenbleiben kann.   

7.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Vorliegen von subjekti-

ven Nachfluchtgründen ebenfalls zu verneinen ist. Es erübrigt sich, auf die 

weiteren Ausführungen in der Beschwerde im Einzelnen einzugehen, da 

D-5085/2017 

Seite 14 

sie an der vorgenommenen Würdigung des Sachverhalts nichts zu ändern 

vermögen. Das SEM hat zu Recht die Flüchtlingseigenschaft des Be-

schwerdeführers verneint. 

 

8.  

8.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.3 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis 

nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, er würde im Fall einer Rückkehr 

nach Eritrea sofort inhaftiert, weil er das Land illegal verlassen habe und 

seine Eltern bereits inhaftiert worden seien. Unter diesen Umständen sei 

der Vollzug der Wegweisung unzulässig oder zumindest unzumutbar.  

8.5 In Bezug auf die geltend gemachte illegale Ausreise ist auf die voran-

gehenden Erwägungen zu verweisen. Bezüglich der im Beschwerdever-

fahren vorgebrachten Inhaftierung der Eltern ist festzuhalten, dass diese 

erst nachträglich geltend gemacht und nicht belegt wurde, weshalb Zweifel 

an diesem nachgeschobenen Vorbringen angebracht erscheinen. Es 

wurde auch nicht ausgeführt, wann, unter welchen Umständen und aus 

welchem Grund dies geschehen sein soll. Somit spricht die Substanzlosig-

keit gegen die Glaubhaftigkeit.  

D-5085/2017 

Seite 15 

8.6 Aufgrund des Alters des Beschwerdeführers im heutigen Zeitpunkt er-

scheint seine Befürchtung, bei einer Rückkehr nach Eritrea in den Natio-

naldienst eingezogen zu werden, als plausibel (vgl. zur eritreischen Mus-

terungspraxis auch das Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts D-

2311/2016 vom 17. August 2017 E. 13.2-13.4).  

9.  

9.1 Die Frage der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs bei anstehender 

Einziehung in den eritreischen Nationaldienst ist vom Bundesverwaltungs-

gericht in einem jüngst ergangenen Grundsatzurteil geklärt worden (vgl. 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-5022/2017 vom 10. Juli 2018 

[BVGE-Publikation vorgesehen], E.6.1). Das Gericht hat die Zulässigkeit 

des Wegweisungsvollzugs im genannten Urteil sowohl unter dem Ge-

sichtspunkt des Zwangsarbeitsverbots (Art. 4 Abs. 2 EMRK; vgl. dazu 

nachfolgend, E. 6.2.2) als auch unter jenem des Verbots der Folter und der 

unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung (Art. 3 EMRK; vgl. dazu 

nachfolgend, E. 6.2.3) geprüft. 

 

9.1.1 Nach einer umfassenden Analyse der verfügbaren Quellen gelangte 

das Bundesverwaltungsgericht im genannten Urteil in tatsächlicher Hin-

sicht zum Ergebnis, dass die Bemessung der Dienstdauer und die Gewäh-

rung von Urlauben im eritreischen Nationaldienst für die Einzelperson 

kaum vorhersehbar seien. Die durchschnittliche Dienstdauer lasse sich 

nicht genau beziffern, auszugehen sei jedoch davon, dass sie zwischen 

fünf und zehn Jahre betrage und in Einzelfällen darüber hinausgehen 

könne. Die Lebensbedingungen gestalteten sich sowohl in der Grundaus-

bildung als auch im militärischen und im zivilen Nationaldienst schwierig; 

im zivilen Nationaldienst insbesondere deshalb, weil Verpflegung und Un-

terkunft nicht immer zur Verfügung gestellt würden und der Nationaldienst-

sold – trotz einzelner Verbesserungen in jüngster Zeit – kaum ausreiche, 

um den Lebensunterhalt zu decken. Darüber hinausgehend stellte das 

Bundesverwaltungsgericht fest, dass es im eritreischen Nationaldienst – 

insbesondere in der Grundausbildung und im militärischen National-

dienst – zu Misshandlungen und sexuellen Übergriffen komme (vgl. zum 

Ganzen Urteil des BVGer E-5022/2017, a.a.O., E. 6.1.5.2).  

9.1.2 In rechtlicher Hinsicht führte das Bundesverwaltungsgericht aus, 

Art. 4 Abs. 2 EMRK stehe dem Wegweisungsvollzug nur dann entgegen, 

wenn das ernsthafte Risiko einer flagranten Verletzung des Zwangsarbeits-

verbots anzunehmen wäre. Der im eritreischen Nationaldienst effektiv zu 

befürchtende Nachteil, auf unabsehbare Zeit eine niedrig entlöhnte Arbeit 

D-5085/2017 

Seite 16 

für den Staat ausführen zu müssen, sei zwar als unverhältnismässige Last 

zu qualifizieren. Der Nachteil beraube jedoch Art. 4 Abs. 2 EMRK nicht sei-

nes essenziellen Gehalts; insofern sei keine flagrante Verletzung anzuneh-

men. Nicht erstellt sei zudem, dass die kolportierten Misshandlungen und 

sexuellen Übergriffe derart systematisch stattfänden, dass jede National-

dienstleistende und jeder Nationaldienstleistende dem ernsthaften Risiko 

ausgesetzt wäre, selbst solche Übergriffe zu erleiden. Auch insofern sei 

eine Verletzung von Art. 4 Abs. 2 EMRK durch den Wegweisungsvollzugs 

zu verneinen (vgl. zum Ganzen Urteil des BVGer E-5022/2017, a.a.O., 

E. 6.1.5.2). 

9.1.3 Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte 

(EGMR) müsste der Beschwerdeführer mit Blick auf Art. 3 EMRK das ernst-

hafte Risiko ("real risk") nachweisen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung 

Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse 

Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Nr. 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Im Grundsatzurteil E-5022/2017 führte das Bundes-

verwaltungsgericht diesbezüglich aus, dass keine hinreichenden Belege 

dafür existieren, dass Misshandlungen und sexuellen Übergriffe im Natio-

naldienst derart flächendeckend stattfänden, dass jede Dienstleistende 

und jeder Dienstleistende dem ernsthaften Risiko ausgesetzt wäre, selbst 

solche Übergriffe zu erleiden. Es besteht daher kein ernsthaftes Risiko ei-

ner Verletzung von Art. 3 EMRK im Falle einer Einziehung in den eritrei-

schen Nationaldienst (a.a.O., E. 6.1.6). Abschliessend stellte das Bundes-

verwaltungsgericht fest, dass die drohende Einziehung in den eritreischen 

Nationaldienst mangels einer hinreichend konkreten Gefährdung auch 

nicht generell zur Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zugs gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG führt (vgl. a.a.O. E. 6.2).  

9.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, 

dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Personen 

D-5085/2017 

Seite 17 

schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerde-

führer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nach-

zuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte 

Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine An-

wendung finden.  

9.3 Nach dem oben Ausgeführten stehen einerseits das Verbot der Skla-

verei und der Leibeigenschaft (Art. 4 Abs. 1 EMRK) dem Vollzug der Weg-

weisung des Beschwerdeführers auch bei einer anstehenden Einziehung 

in den Nationaldienst nicht entgegen. Andererseits ist aufgrund der verfüg-

baren Quellen auch nicht davon auszugehen, es bestehe generell das 

ernsthafte Risiko einer krassen Verletzung des Verbots der Zwangs- und 

Pflichtarbeit während des Nationaldienstes (Art. 4 Abs. 2 EMRK).  

Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte für die Annahme, der Be-

schwerdeführer müsste bei einer Rückkehr in den Heimatstaat dort mit be-

achtlicher Wahrscheinlichkeit eine nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK ver-

botenen Strafe oder Behandlung befürchten. Auch die problematische all-

gemeine Menschenrechtssituation in Eritrea lässt den Wegweisungsvoll-

zug zum heutigen Zeitpunkt praxisgemäss nicht als unzulässig erscheinen.  

Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers erweist sich damit – 

sowohl im Sinn der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen – 

als zulässig.  

10.  

10.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

 

10.1.1 Gemäss aktueller Rechtsprechung kann in Eritrea nicht von einem 

Krieg, Bürgerkrieg oder einer Situation allgemeiner Gewalt beziehungs-

weise einer generellen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs ausge-

gangen werden. In jüngster Zeit haben sich die Lebensbedingungen in ei-

nigen Bereichen verbessert. Zwar ist die wirtschaftliche Lage nach wie vor 

schwierig. Die medizinische Grundversorgung, die Ernährungssituation, 

der Zugang zu Wasser und zur Bildung haben sich aber stabilisiert. Der 

D-5085/2017 

Seite 18 

Krieg ist seit Jahren beendet und ernsthafte ethnische oder religiöse Kon-

flikte sind nicht zu verzeichnen. Zu erwähnen sind an dieser Stelle auch 

die umfangreichen Zahlungen aus der Diaspora, von denen ein Grossteil 

der Bevölkerung profitiert. Angesichts der schwierigen allgemeinen Lage 

des Landes muss jedoch in Einzelfällen nach wie vor von einer Existenz-

bedrohung ausgegangen werden, wenn besondere Umstände vorliegen. 

Anders als noch unter der früheren Rechtsprechung sind begünstigende 

individuelle Faktoren jedoch nicht mehr zwingende Voraussetzung für die 

Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs (vgl. Referenzurteil des BVGer  

D-2311/2016 vom 17. August 2017 E. 16 f.). 

10.1.2 Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen jungen Mann, der 

vor seiner Ausreise in seinem Familienverband gelebt und die Schule be-

sucht sowie in der eigenen (…) mitgeholfen hat. Besondere Umstände, 

aufgrund derer von einer Existenzbedrohung ausgegangen werden 

müsste, sind vorliegend keine ersichtlich. Der Einwand, das Haus der El-

tern sei zerstört worden, vermag an dieser Einschätzung nichts zu ändern, 

zumal sich die Eltern gemäss den Aussagen des Beschwerdeführers in-

zwischen in einer Mietwohnung aufhalten sollen (vgl. Akte A19/18 S. 3). 

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung nicht als un-

zumutbar. Auch die allgemeine Situation in Eritrea spricht aufgrund der ak-

tuellen Länderpraxis nicht gegen den Wegweisungsvollzug. Seit Einrei-

chung der Beschwerde haben sich überdies weitere Verbesserungen er-

geben; namentlich haben Äthiopien und Eritrea jüngst ein Friedensabkom-

men geschlossen (vgl. Neue Zürcher Zeitung, Trotz Friedensabkommen in 

Eritrea – Asylpraxis bei Eritreern ändert sich vorerst nicht, 11. Juli 2018). 

An dieser Einschätzung vermögen die weiteren Einwände in der Be-

schwerde nichts zu ändern.  

10.1.3 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich somit nicht als unzumut-

bar i.S.v. Art. 83 Abs. 4 AuG.  

10.2 Zwar ist darauf hinzuweisen, dass derzeit die zwangsweise Rückfüh-

rung nach Eritrea generell nicht möglich ist. Die Möglichkeit der freiwilligen 

Rückkehr steht jedoch praxisgemäss der Feststellung der Unmöglichkeit 

des Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 Abs. 2 AuG entgegen. Es 

obliegt daher dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung 

des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu 

beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist 

(Art. 83 Abs. 2 AuG). 

D-5085/2017 

Seite 19 

10.3 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 

11.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

12.  

12.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das mit der Be-

schwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung wurde jedoch mit Zwischenverfügung vom 13. September 2017 

gutgeheissen, weshalb keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind.  

 

12.2 Der amtliche Rechtsbeistand reichte keine Kostennote ein. Aufgrund 

der Akten lässt sich der Parteiaufwand hinreichend zuverlässig abschätzen 

(Art. 14 Abs. 2 in fine VKGE). Gestützt auf die in Betracht zu ziehenden 

Bemessungsfaktoren (Art. 9–13 VGKE) ist dem amtlichen Rechtsbeistand 

des Beschwerdeführers, MLaw Alexander Hedinger, IG Offenes Davos, zu-

lasten des Bundesverwaltungsgerichts ein amtliches Honorar von insge-

samt Fr. 700.– (inkl. Auslagen) zuzusprechen.  

  

(Dispositiv nächste Seite)   

D-5085/2017 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  

3.  

Dem amtlichen Rechtsbeistand wird vom Bundesverwaltungsgericht ein 

Honorar in der Höhe von Fr. 700.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Hans Schürch Eva Zürcher 

 

 

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