# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 495a36d3-b8c7-5455-9fa7-5467221ad570
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-12
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 12.01.2021 605 2020 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2020-82_2021-01-12.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2020 82

Urteil vom 12. Januar 2021

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marianne Jungo 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch die Assista Rechts-
schutz AG

gegen

AXA VERSICHERUNGEN AG, Vorinstanz

Gegenstand Unfallversicherung – Kausalität

Beschwerde vom 14. Mai 2020 gegen den Einspracheentscheid vom 
25. März 2020

Kantonsgericht KG
Seite 2 von 9

Sachverhalt

A. A.________, geboren 1972, verheiratet, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 
1. September 2008 als Arztsekretärin bei der C.________ SA mit Sitz in D.________. Sie war im 
Rahmen dieser Anstellung bei der Axa Versicherungen AG (nachfolgend: Axa), Winterthur, gegen 
Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Gemäss Unfallmeldung vom 19. September 2019 rutschte sie am 15. September 2019 beim stei-
len Abstieg von der Kaiseregg auf den Steinen aus. Sie wollte sich mit den Stöcken auffangen, 
drehte dann aber mit dem rechten Knie nach innen ab und stürzte. Die Axa übernahm die gesetzli-
chen Leistungen.

Nachdem die Beschwerden auch nach vier Wochen vorhanden waren, konsultierte A.________ 
ihren Arbeitgeber, Dr. med. E.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, welcher am 31. Oktober 2019 aufgrund einer Komplexläsion des 
medialen Meniskus in seinem Hinterhorn eine Arthroskopie vornahm.

Mit Verfügung vom 13. Januar 2020, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 25. März 2020, 
verneinte die Axa ihre Leistungspflicht ab dem 16. Oktober 2019, da ab diesem Datum die 
Beschwerden nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 15. September 
2019 zurückzuführen seien. 

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch die Assista 
Rechtsschutz AG, am 14. Mai 2020 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg und stellt den 
Antrag, der Einspracheentscheid vom 25. März 2020 sei aufzuheben und ihr seien bis zum 
Abschluss der unfallbedingten medizinischen Behandlungen die gesetzlichen Leistungen betref-
fend den Unfall vom 15. September 2019 auszurichten, eventualiter sei ein fachärztliches Gutach-
ten anzuordnen. Zur Begründung bringt sie vor, aus den Ausführungen des behandelnden Arztes 
ergäben sich Zweifel an der Sichtweise der Axa, weshalb ein Gutachten notwendig sei.

Die Axa bestätigt in ihren Bemerkungen vom 13. August 2020 ihre Ausführungen im Einsprache-
entscheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Der Unfall habe zu einer Zerrung des 
Innenbandes geführt, welche spätestens nach sechs Wochen (27. Oktober 2019) abgeheilt war, 
weshalb die Leistungspflicht der Axa spätestens an diesem Tag ende.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 14. Mai 2020 gegen den Einspracheentscheid der Axa vom 25. März 2020 
ist fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Vertreter bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdi-

Kantonsgericht KG
Seite 3 von 9

ges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Axa zu 
Recht ihre Leistungspflicht ab dem 16.  bzw. 27. Oktober 2019 verneint hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Nach Art. 6 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier nach Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwendung 
kommt, gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnli-
chen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

2.2. Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher Kausal-
zusammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen 
einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweis-
würdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Gericht 
hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die Wahrscheinlichste würdigt (Urteil BGer 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3 
mit Hinweis auf BGE 138 V 218 E. 6). Dabei kommt die Formel "post hoc, ergo propter hoc", 
wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn 
sie nach diesem aufgetreten ist, nicht zur Anwendung (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

2.3. Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürli-
che und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krank-
hafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), 
oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 
Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein, die Beweislast liegt hierfür beim Unfallversicherer. Dieser muss nicht den 
Nachweis unfallfremder Ursachen erbringen. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen 
des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil 
BGer 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E. 2 mit Hinweisen). Dabei können medizinische Erfah-
rungssätze, zumindest soweit sie der herrschenden Lehrmeinung entsprechen, berücksichtigt 
werden (Urteil BGer 8C_346/2008 vom 11. November 2008 E. 3.2.1).

Kantonsgericht KG
Seite 4 von 9

2.4. Weiter muss zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal-
zusammenhang bestehen. Ein Ereignis hat dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, 
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an 
sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). Lehre 
und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer für Schäden nur dann einstehen, wenn 
diese sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem 
schädigenden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt 
dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E. 3.3 mit Hinweisen).

2.5. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a; 112 V 160 E. 1c). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf 
und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc). Dies gilt auch für den behandelnden Spezialarzt und erst recht 
für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem 
Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Urteil BGer 
8C_913/2013 vom 11. April 2014 E. 4.4.3 mit Hinweisen). Auch Gutachten, welche der Unfallversi-
cherer während des Administrativverfahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistaug-
lich, solange ihre Richtigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird (BGE 125 V 351 
E. 3b/ee). Ebenso sind ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten nicht an sich unzuverlässig, 
wenn genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorhanden sind (Urteil EVG 
U 198/06 vom 31. August 2006 E. 3.3 mit Hinweisen).

Auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für 
Menschenrechte besteht kein förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine 
solche ist indessen aber anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4).

Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der Rich-
ter im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die Versi-
cherten die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen 
Zumutbaren zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 
126 V 319 E. 5a; ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

3.

Es ist streitig, ob die Axa zu Recht ihre Leistungspflicht für die geltend gemachte Meniskusverlet-
zung verneint hat.

3.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Axa habe den Wegfall des Kausalzusammenhangs 
nicht genügend belegt. Der Vertrauensarzt äussere sich dazu nur kurz. Zudem würden dessen 
Ausführungen vom behandelnden Arzt in Zweifel gezogen. Es wäre deshalb an der Axa, ein fach-
medizinisches Gutachten anzuordnen.

Kantonsgericht KG
Seite 5 von 9

3.2. Gemäss der Unfallmeldung vom 19. September 2019 (UV-Akten A1) rutschte die 
Beschwerdeführerin beim steilen Abgang auf den Steinen aus. Sie wollte sich mit den Stöcken 
auffangen, sei aber dann mit dem rechten Knie nach innen abgedreht und zuletzt doch gestürzt. 
Als Verletzung wurde eine Verdrehung des rechten Knies angegeben und zudem vermerkt, sie 
behandle sich momentan selbst (Salben und Gehstöcke). Falls die Schmerzen andauern würden, 
werde sie sich bei ihrem Chef (Dr. med. E.________) behandeln lassen.

3.3. Die Axa stützte sich für ihren Entscheid auf die Stellungnahme ihres beratenden Arztes 
Dr. med. F.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, vom 6. Dezember 2019 (UV-Akten M6). Dieser hielt fest, aus dem Bericht zum MRI vom 
15. Oktober 2019 (UV-Akten M2) ergebe sich als Hauptbefund eine vorwiegend horizontal orien-
tierte Komplexläsion des medialen Meniskus in seinem Hinterhorn und dorsalem Korpusanteil, teil-
weise mit Ausläufern bis ins Vorderhorn, ohne Hinweise auf eine mechanisch störende Komponen-
te. Begleitet werde diese Pathologie von einer fokalen Ausdünnung des Knorpels, ohne dass aber 
ein bis auf den Knochen reichender Defekt oder ein subchondraler Bone Bruise erkennbar wären. 
Auch an der medialen Patellafazette zeigten sich leichte oberflächliche Alterationen des Knochens, 
der im lateralen femorotibialen Kompartiment lediglich ausgedünnt wirke ohne erkennbare Läsio-
nen. Die Kreuzbänder seien intakt und auch die Kollateralbänder liessen sich durchgehend 
abgrenzen, allenfalls mit einer leichten ödematösen Zone der tiefen Schicht des medialen Kollate-
ralbandes (MCL), was sich wegen der nicht optimalen Qualität der Bilder nicht eindeutig abgrenzen 
lasse. Bei fehlendem intraartikulärem Erguss ergäben sich keine Hinweise auf ein funktionell rele-
vantes intraartikuläres Geschehen mechanischer oder entzündlicher Genese. Diese Befunde 
hätten sich anlässlich der Operation (vgl. Operationsbericht vom 31. Oktober 2019; UV-Akten M3) 
weitestgehend bestätigt. Eine Läsion am medialen Meniskusvorderhorn werde zwar vom Opera-
teur als posttraumatisch bezeichnet, was aber als spekulativ eingestuft werden müsse, da sich 
eine solche Abgrenzung sechs Wochen nach dem hier zur Diskussion stehenden Trauma und vor 
allem unter der Berücksichtigung der deutlichen Degeneration im Korpus und Hinterhorn nicht 
ausreichend begründen lasse. Zusammenfassend habe die Versicherte ein distorsionelles Trauma 
des rechten Knies erlitten und verspürte anschliessend verstärkte Beschwerden. Im MRI zeigten 
sich als Hauptbefund degenerative Veränderungen im medialen femoropatellaren Kompartiment, 
wohingegen sich keine strukturellen Hinweise auf das zu diesem Zeitpunkt vier Wochen zurücklie-
gende Trauma mehr finden liessen. Entsprechend belege diese Untersuchung einen morphologi-
schen Status quo sine und sämtliche in der Folge durchgeführten Abklärungen und Behandlungen 
seien überwiegend wahrscheinlich als ausschliesslich unfallfremd zu beurteilen. Es sei von einer 
vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes auszugehen im Sinne einer schmerzhaften 
Aktivierung des erwähnten pathologischen Vorzustandes, wohingegen eine richtungsgebende 
Veränderung in Form eines neuen morphologischen Schadens ausgeschlossen werden könne.

Nachdem der behandelnde Arzt und Operateur Dr. med. E.________ am 14. April 2020 
(Beschwerdebeilage Nr. 6) eine Stellungnahme zum Fall einreichte, auf welche später genauer 
eingegangen werden wird, legte die Axa das Dossier Dr. med. G.________, Facharzt für orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vor. Dieser erklärte am 14. Juni 
2020 (UV-Akten M8), aus dem MRI vom 15. Oktober 2019 ergebe sich der Befund eines horizontal 
zerrissenen Meniskushinterhorns ohne Dislokation von Menikusgewebes, eine proximale Innen-
bandläsion II mit Ödem in der oberflächlichen Schicht und Wellung in der tiefen Schicht sowie 
beginnenden Knorpelschäden medial und femoropatellär, demgegenüber liege kein Bone Bruise 
vor. Es gebe deutliche Hinweise auf eine traumatisch entstandene Innenbandläsion im Sinne einer 
Zerrung proximal, topographisch jedoch meniskusfern. Der klinische Befund der Druckschmerzhaf-

Kantonsgericht KG
Seite 6 von 9

tigkeit über dem Innenband sei kongruent mit den (frischen) ödematösen Veränderungen im proxi-
malen Innenbandbereich, was die die sofortigen Schmerzen und die sofortige Gehbehinderung 
erkläre, auch wenn nicht vom Abbruch der Wanderung berichtet werde. Derartige Zerrungen 
würden spontan nach ca. sechs Wochen ausheilen. Die Beschreibung, das Knie sei beim Ereignis 
vom 15. September 2019 gegen innen weggeknickt, passe gut zu einer Valgusstressbelastung mit 
Überdehnung der Innenbandstrukturen. Bezüglich der Meniskusschädigung gebe es keine Hinwei-
se auf einen sogenannten Drehsturz, der eine isolierte Meniskusruptur allenfalls hätte bewirken 
können. Eine komplexe Innenmeniskusschädigung entspreche in der Regel, speziell wenn keine 
Bone Bruises und keine Innenbandschädigungen in der unmittelbaren Nachbarschaft in den ersten 
sechs Wochen im MRI erkennbar seien, einer längeren degenerativen Vorgeschichte, die asym-
ptomatisch oder sporadisch episodenhaft symptomatisch sein könne. Horizontal gerichtete Zusam-
menhangstrennungen im Meniskus hätten klar und undiskutabel eine degenerative Ursache. 
Insgesamt sei eine partielle Innenbandschädigung proximal am medialen Femurcondylus als 
frische Unfallfolge überwiegend wahrscheinlich. Der Status quo ante sei nach sechs Wochen 
erreicht. Eine frische Meniskusruptur sei überwiegend wahrscheinlich nicht aufgetreten. Alle 
geprüften Kriterien seien in Anlehnung an die versicherungsmedizinische Standardliteratur kongru-
ent charakteristisch für eine vorwiegend degenerative chronische Meniskusschädigung. Die arthro-
skopische Therapie habe sich also allein auf eine vorbestehende Meniskusschädigung und nicht 
auf Unfallfolgen fokussiert. Die Aussage des behandelnden Arztes, es handle sich klar um eine 
traumatische Veränderung, lasse sich aus medizinischer Sicht nicht nachvollziehen, sei in keiner 
Weise medizinisch begründet und stehe im Widerspruch zur versicherungsmedizinischen Stan-
dardliteratur. Es müsste eigentlich bekannt sein, dass nur schon das Fehlen eines Bone Bruise 
beweisend gegen eine traumatische Entstehung einer Meniskusschädigung spreche. Ebenso 
wenig gehe der behandelnde Arzt auf den Schadensmechanismus und das funktionelle Schadens-
bild ein. Er berufe sich ohne zu hinterfragen auf die Beschwerdefreiheit vor dem Ereignis und 
unterliege somit dem bekannten Bias des "post hoc ergo propter hoc". Insgesamt vermöge der 
Bericht des behandelnden Arztes die Einschätzung von Dr. med. F.________ nicht zu entkräften.

Weiter wies Dr. med. G.________ darauf hin, der behandelnde Arzt habe die klinische Verdachts-
diagnose einer Innenbandläsion in der Überweisung an den Radiologen als Erstes zum Ausdruck 
gebracht, eventuell sei auch eine Meniskusschädigung denkbar. Nach Kenntnisnahme der MRI-
Bilder habe er keine Überlegungen mehr zur Wertigkeit der Innenbandveränderungen mehr 
gemacht, obwohl im klinischen Zwischenverlauf die Tendenz zur Verbesserung der Beweglichkeit 
und zur Beruhigung des synovialen Reizzustandes aus den Berichten nachvollziehbar sei. Es sei 
davon auszugehen, dass die Schmerzen anfänglich wegen der Innenbandschädigung und nicht 
ausschliesslich wegen der degenerativen Meniskusschädigung aufgetreten seien. Die Innenband-
ausheilung falle also beinahe in die Phase der Sanierung der Meniskusproblematik, wobei nicht 
prinzipiell in Abrede gestellt werden soll, dass die Entfernung des geschädigten Meniskusgewebes 
auch zu einer Linderung der subjektiven Schmerzproblematik beigetragen haben könnte. Jedoch 
überzeuge das Argument des behandelnden Arztes, der gute Verlauf nach der Operation gebe 
rückwirkend die Erklärung für die traumatische Entstehung der Meniskusschädigung, nicht.

3.4. Den Ausführungen der beratenden Ärzte kann gefolgt werden. Sie berücksichtigen die 
vorhandenen medizinischen Akten und begründen ihre Sichtweise ausführlich und nachvollzieh-
bar. Dr. med. G.________ berücksichtigte ferner die versicherungsmedizinische Literatur.

Zudem decken sich die Ausführungen mit den Unterlagen. So ergeben sich aus dem Bericht zum 
MRI vom 15. Oktober 2019 folgende Angaben: "Déchirure de la corne postérieure et du corps du 
ménisque interne avec une orientation horizontale, sans déplacement du tissu méniscal. Lésion de 

Kantonsgericht KG
Seite 7 von 9

grade II du ligament collatéral interne avec œdème entourant la partie superficielle du ligament et 
aspect ondulé de la partie profonde proximale. Chondropathie débutante fémoro-patellaire et 
amincissement diffus du cartilage fémoro-tibial interne, sans défect profond."

Diese Befunde bestätigte der behandelnde Arzt in seinem Operationsbericht, in welchem er das 
Vorhandensein einer namentlich im Corpus und Hinterhorn komplexen horizontalen Läsion mit 
multiplen kleinen Lappen sowie Knorpelschäden tibial Outerbridge Grad III und femoral Outer-
bridge Grad II bestätigte.

Zwar erkannte er darüber hinaus eine Läsion im Meniskusvorderhorn mit interponierenden freiem 
Lappen, welche er als posttraumatisch ansah. Dr. med. F.________ erachtete diese Ansicht 
jedoch als spekulativ, da sich eine solche Abgrenzung sechs Wochen nach dem Trauma und unter 
Berücksichtigung der deutlichen Degeneration im Korpus und Hinterhorn nicht ausreichend 
begründen lasse. Zudem wurde im vorerwähnten MRI eine Läsion des Meniskusvorderhorns nicht 
erkannt.

Somit liegt bezüglich des Meniskus als Hauptbefund eine horizontale Schädigung des Hinterhorns 
vor. Eine horizontale Schädigung ist gemäss der versicherungsmedizinischen Literatur (vgl. 
SCHÖNBERGER/MEHRTENS/VALENTIN, Arbeitsunfall und Berufskrankheit, 9. Aufl. 2017, S. 655 ff.), 
welche die Axa in ihren Bemerkungen ausführlich darstellt, worauf verwiesen werden kann, jedoch 
in der Regel durch vorbestehende Texturstörungen verursacht. Ein unfallbedingter Meniskusriss 
könne als Radiärris oder Längsriss imponieren, jedoch seien auch solche Rissschädigungen über-
wiegend schicksalhafter Natur. Überdies seien isolierte Meniskusschädigungen nur in Begleitung 
nachweisbarer Kapselschäden zu erwarten. Solche Begleitschäden ergeben sich aber eben gera-
de nicht aus dem MRI, worauf bereits Dr. med. F.________ hingewiesen hatte. Zudem werde eine 
isolierte Meniskusverletzung einzig infolge eines wuchtigen Drehsturzes, bei dem das gebeugte 
und rotierte Kniegelenk bei fixiertem Unterschenkel/Fuss plötzlich passiv in die Streckung gezwun-
gen werde, diskutiert. Ein solcher liegt aber gemäss den überzeugenden Darstellungen von 
Dr. med. G.________ nicht vor. Diese Angaben finden sich bestätigt bei LUDOLPH, Der Unfallmann, 
13. Aufl. 2013, S. 386 ff., wonach isolierte Meniskusverletzungen unter Berücksichtigung ihrer nur 
nachrangigen funktionellen Beanspruchung eine Rarität seien, diese einhergehen mit Begleitver-
letzungen am Kapsel-Band-Apparat bzw. an den Knochen-/Knorpelstrukturen und als Schadens-
mechanismus einer isolierten Meniskusverletzung nur der so genannte Drehsturz, das Abspringen 
von einer fahrenden Maschine/Gerät und alle Mechanismen, die – bedingt durch eine äussere 
Krafteinwirkung – zu einer unkontrollierten Streckung im Kniegelenk aus der Beugung führen unter 
maximaler Anspannung der Oberschenkelmuskulatur in Frage komme.

Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlich die Meniskusverletzung nicht traumatischer, sondern 
degenerativer Natur. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin sportlich 
sehr aktiv ist und gemäss ihren Angaben in einer E-Mail vom 27. Dezember 2019 (UV-Akten A19) 
vor dem Sturz fit gewesen sei und x-Kilometer Velo gefahren sei und Berge bestiegen habe und 
sie voll im Training für ein Inferno- und Vertikal Rennen gewesen sei.

Demgegenüber bejahrte Dr. med. G.________ eine unfallbedingte Innenbandläsion, welche spon-
tan innerhalb von sechs Wochen ausheile. Wie erwähnt, ging auch der behandelnde Arzt zunächst 
primär von einer Bandläsion aus. Anlässlich der Konsultation vom 11. Oktober 2019 (vgl. Bericht 
vom 11. November 2019; UV-Akten M5) notierte er Schmerzen über dem Gelenksspalt und dem 
Innenband und eine Mobilität des rechtens Knies für Flexion/Extension von 115-0-0 (linkes Knie 
135-0-5). Die Mobilität hatte sich bis zur Operation wieder normalisiert. Gemäss den Angaben im 

Kantonsgericht KG
Seite 8 von 9

Operationsbericht ergab eine präoperative Testung eine Mobilität für Flexion/Extension von 130-0-
0, womit von einer Ausheilung der Innenbandläsion zu diesem Zeitpunkt auszugehen ist, wie es 
deshalb zu Recht auch von Dr. med. G.________ festgehalten wurde.

3.5. Zu keiner anderen Einschätzung führt, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin, der 
Bericht des behandelnden Arztes vom 14. April 2020. Darin erklärte er, das MRI zeige Unregel-
mässigkeiten im Bereich des Knorpels des Innenkodylus, eine Läsion des Innenmeniskus hinten, 
das externe Kompartiment sowie der Aussenmeniskus seien unauffällig, im Bereich der Knieschei-
be lägen degenerative Veränderungen des unteren Patellapols sowie eine Plica vor. Es bestehe 
ein Ödem im Bereich des femoralen Ansatzes des Innenbandes, das Aussenband sowie die 
Kreuzbänder seien korrekt. Zusammenfassend könne festgestellt werden, dass es bei vorliegen-
den degenerativen Veränderungen zu einem traumatisch bedingten Meniskusriss gekommen sei, 
welcher akute Symptome ausgelöst habe. Zwar könnten degenerative Veränderungen chronische 
Beschwerden auslösen. Es bleibe jedoch zu vermerken, dass die Beschwerdeführerin ihren sportli-
chen Aktivitäten bis zum Sturz vom 15. September 2019 schmerzfrei habe nachgehen können. 
Bezugnehmend auf die Stellungnahme von Dr. med. F.________ vertrat der behandelnde Arzt die 
Ansicht, es dürfe als kausal erwiesen betrachtet werden, dass die Meniskusverletzung traumati-
scher Natur sei und der Funktionszustand dekompensiert habe, da die Beschwerdeführerin seit 
ihrer Kniearthroskopie und der nachfolgenden Physiotherapie schmerzfrei sei und sie ihren sportli-
chen- und beruflichen Tätigkeiten nachgehen könne.

Diese Ansicht überzeugt nicht. Wie es Dr. med. G.________ zu Recht kritisiert, geht der behan-
delnde Arzt nicht weiter auf den Unfallmechanismus ein, sondern stellt trotz der auch von ihm 
bestätigten degenerativen Veränderungen die These auf, der Meniskusschaden sei traumatischer 
Natur. Als einzige Begründung bringt er vor, die Beschwerdeführerin sei vorher beschwerdefrei 
gewesen. Dies mag aus der Optik des behandelnden Arztes zwar durchaus richtig sein. Wie 
dargestellt genügt jedoch die Formel "post hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche 
Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, 
eben gerade nicht zur Bejahung der Kausalität, auch wenn die Ärzte die Kausalität mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit bejahen. Ferner bedeutet der Begriff "posttraumatisch" nicht zwingend 
unfallkausal, sondern kann ebenso auf erst nach dem Unfall entstandene Beschwerden hinweisen 
(vgl. Urteil BGer 8C_856/2017 vom 2. Mai 2018 E. 5.3 mit Hinweis), wovon hier auszugehen ist. 
Zudem überzeugt auch der Schluss nicht, da sich die Beschwerden nach den Knieoperation 
gebessert hätten, sei die Meniskusläsion traumatischer Natur gewesen, da Dr. med. G.________ 
überzeugend aufgezeigt hat, dass die Ausheilung der unfallkausalen Innenbandläsion bis zur Knie-
operation erfolgt ist, auch wenn die Entfernung des beschädigten Meniskusmaterials durchaus zu 
einer subjektiven Schmerzlinderung habe beitragen können.

3.6. Somit hat die Axa zu Recht ihre Leistungspflicht für den Meniskusschaden und damit für die 
Knieoperation vom 31. Oktober 2019 verneint. Auch wenn sie in ihren Bemerkungen, gestützt auf 
die Ansicht von Dr. med. G.________, nun von einer Leistungspflicht bis spätestens den 27. Okto-
ber 2019, anstatt bis zum 15. Oktober 2019 wie noch im Einspracheentscheid, ausgeht, ändert 
sich im Ergebnis nichts, da die Knieoperation, wie dargestellt, auf jeden Fall nicht zu Lasten der 
Axa geht.

Insofern die Axa ihre Leistungspflicht ursprünglich aus Unfall bejaht hat, stellt sich die Frage einer 
Leistungspflicht aufgrund einer Listenverletzung i. S. v. Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegend nicht und 
wurde auch zu Recht nicht geltend gemacht (vgl. BGE 146 V 51 E. 9.1).

Kantonsgericht KG
Seite 9 von 9

4.

Zusammenfassend hat die Axa zu Recht ihre Leistungspflicht für die Meniskusverletzung verneint.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Die mit ihren Anträgen unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf Parteientschä-
digung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesge-
richt ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 12. Januar 2021/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: