# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2025ef5-3a62-50c5-b2db-3b97a7498988
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-16
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 16.04.2024 BK 2024 142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2024-142_2024-04-16.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 24 142

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 16. April 2024

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichterin Hubschmid,
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiberin Beldi

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwältin C.________

Gegenstand Anordnung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Hausfrie-
densbruchs, Betrugs

Beschwerde gegen die Verfügung des Regionalen Zwangsmass-
nahmengerichts Berner Jura-Seeland vom 22. März 2024 
(ARR 24 53)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland (nachfolgend: Staatsan-
waltschaft) führt ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten wegen Diebstahls, 
Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs und Betrugs. Das Regionale Zwangs-
massnahmengericht Berner Jura-Seeland (nachfolgend: Zwangsmassnahmenge-
richt) ordnete mit Entscheid vom 22. März 2024 Untersuchungshaft für eine Dauer 
von sechs Wochen an, d.h. bis am 30. April 2024. Dagegen reichte der Beschuldig-
te (nachfolgend: Beschwerdeführer), amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt 
B.________, am 3. April 2024 bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des 
Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekammer) Beschwerde 
ein und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie seine un-
verzügliche Haftentlassung, eventualiter unter Anordnung einer Ersatzmassnahme 
(Kontaktverbot). Subeventualiter sei die Haftdauer auf vier Wochen zu beschrän-
ken. Im Weiteren ersuchte der Beschwerdeführer um Beiordnung seines amtlichen 
Verteidigers für das Beschwerdeverfahren. 

Mit Verfügung vom 4. April 2024 eröffnete die Verfahrensleitung der Beschwerde-
kammer ein Beschwerdeverfahren und stellte fest, dass die amtliche Verteidigung 
unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ auch für das Beschwerdeverfah-
ren gilt. Im anschliessenden Schriftenwechsel verzichtete das Zwangsmassnah-
mengericht am 5. April 2024 unter Hinweis auf seine Ausführungen im angefochte-
nen Entscheid auf das Einreichen einer Vernehmlassung. Die Staatsanwaltschaft 
beantragte in ihrer delegierten Stellungnahme vom 10. April 2024 die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 11. April 2024 verzichtete die Ver-
fahrensleitung auf die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels und wies darauf 
hin, dass allfällige abschliessende Bemerkungen unverzüglich, d.h. innert zwei Ta-
gen ab Zustellung der Verfügung, einzureichen seien. Auf Nachfrage hin verzichte-
te der Beschwerdeführer bzw. Rechtsanwalt B.________ auf das Einreichen von 
Schlussbemerkungen. 

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Anordnung der Untersu-
chungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde angefochten werden. Zu-
ständig ist die Beschwerdekammer (Art. 35 des Gesetzes über die Organisation 
der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. 
Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 
162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Anordnung der Untersuchungshaft 
unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Be-
schwerdeführung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

3. Die beschuldigte Person bleibt grundsätzlich in Freiheit (Art. 212 Abs. 1 StPO). 
Untersuchungshaft ist nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbre-
chens oder Vergehens dringend verdächtig ist und besondere Haftgründe vorliegen 
(Art. 221 StPO). Die Untersuchungshaft muss überdies verhältnismässig sein 
(Art. 197 Abs. 1 Bst. c und d StPO) und darf nicht länger dauern als die im Falle ei-
ner rechtskräftigen Verurteilung zu erwartende Freiheitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 

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StPO). Das zuständige Gericht ordnet anstelle der Untersuchungshaft eine oder 
mehrere mildere Massnahmen an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfül-
len (Art. 237 Abs. 1 StPO).

4.

4.1 Der Beschwerdeführer wird von der Staatsanwaltschaft dringend verdächtigt, ge-
meinsam mit D.________ an diversen Einbruchdiebstählen/Diebstählen an noch 
nicht vollständig identifizierten Orten resp. auf Baustellen (u.a. in den Kantonen 
Bern und Freiburg [dort auf der Baustelle «E.________» in F.________ (Ortschaft) 
in der Zeit vom 27. September 2023 bis 4. Oktober 2023]) beteiligt gewesen zu 
sein. Die gestohlenen Werkzeuge und Maschinen sollen sie teils über die Internet-
plattform «tutti.ch» verkauft haben. Darüber hinaus werden den beiden vorgenann-
ten Beschuldigten Betrugshandlungen vorgeworfen, indem sie im November und 
Dezember 2023 über «tutti.ch» Werkzeuge zum Verkauf angeboten, jedoch die 
Ware trotz Überweisung des Kaufpreises nicht geliefert haben sollen (siehe Anzei-
gen des Kantons Appenzell Innerrhoden vom 31. Januar 2024 und des Kantons St. 
Gallen vom 3. Februar 2024). Gemäss Berichtsrapport der Kantonspolizei Bern 
vom 23. Februar 2024 wird gestützt auf eine (vorläufige) Sichtung der WhatsApp-
Chats auf dem Mobiltelefon von D.________ davon ausgegangen, dass 
G.________ ebenfalls in die Straftaten verwickelt sein dürfte (dort S. 3). Entspre-
chendes kann auch dem Anzeigerapport der Kantonspolizei Freiburg vom 15. De-
zember 2023 entnommen werden, demgemäss G.________ und D.________ am 
21. Juli 2023 auf einer Baustelle gesichtet und in die Flucht geschlagen worden 
seien und G.________ auch am Deliktserlös partizipiert haben soll.

4.2 Der dringende Tatverdacht (Art. 221 Abs. 1 StPO) betreffend mehrere Einbruch-
diebstähle resp. Diebstähle wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten und ist ge-
stützt auf die Ermittlungsergebnisse (siehe u.a. Anzeigerapport der Kantonspolizei 
Freiburg vom 15. Dezember 2023 und Berichtsrapport der Kantonspolizei Bern 
vom 23. Februar 2024) und insbesondere die Aussagen des Beschwerdeführers 
vom 20. und 21. März 2024 offensichtlich zu bejahen. So räumte dieser die Beteili-
gung an den Einbrüchen/Diebstählen in F.________ (Ortschaft), H.________ 
(Ortschaft), I.________ (Ortschaft) und J.________ (Ortschaft) ein (Anzeigerapport 
der Kantonspolizei Freiburg vom 15. Dezember 2023 S. 6 und Protokoll der dele-
gierten Einvernahme des Beschwerdeführers vom 20. März 2024 Z. 159, 274 und 
361). Am Verkaufserlös habe er ebenfalls partizipiert (Protokoll der delegierten Ein-
vernahme des Beschwerdeführers vom 20. März 2024 Z. 407, wonach sich sein 
persönlicher Gesamtgewinn auf CHF 5'000.00 bis CHF 6'000.00 belaufen habe). 
Anlässlich der Hafteröffnung vom 21. März 2024 ergänzte er, dass er die Anzahl 
der Einbrüche auf «sicher 15» schätze, wobei diese ab ca. Mitte September 2023 
begangen worden seien (Protokoll Hafteröffnung vom 21. März 2024 Z. 62 und 
133). Die Tatorte würde er bei einem Vorhalt entsprechender Fotografien erkennen 
(a.a.O. Z. 76). Nachdem er seine Rolle zunächst auf «Fahrer und Ladehelfer» be-
schränkt hatte, bestätigte er schliesslich auf Vorhalt der Aussagen von 
D.________, dass er hin und wieder auch mit in die Deliktsobjekte gegangen sei 
(a.a.O. Z. 87-94). Ausserdem habe er D.________ zum Teil auch zu den Käufern 
begleitet (a.a.O. Z. 126-130). Die Einbruchsobjekte habe D.________ gekannt oder 

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man sei beim «Herumfahren» auf diese gestossen (a.a.O. Z. 108 f.). Vom Delikts-
erlös habe er von D.________ rund CHF 6’000.00 bis CHF 7’000.00 erhalten 
(a.a.O. Z. 145). 

Hinsichtlich des Betrugsvorwurfs ist festzuhalten, dass im Beschwerdeverfahren 
der Verdacht der Beteiligung des Beschwerdeführers an möglichen Betrugshand-
lungen mangels Dokumentation nicht überprüft werden kann. Gemäss telefonischer 
Auskunft von D.________ gegenüber der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden 
soll der Beschwerdeführer mit dem geschädigten K.________ in Kontakt gestan-
den haben (Anzeigerapport der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden vom 31. Ja-
nuar 2024 S. 4). Obschon der Anzeigerapport der Kantonspolizei Appenzell Innerr-
hoden der bernischen Strafverfolgungsbehörde mit Beilagen zugestellt worden war, 
fanden diese (insbesondere die Chatverläufe) keinen Eingang in die Haftakten. Be-
treffend die Betrugsanzeige aus dem Kanton St. Gallen lässt sich dem Rapport der 
Kantonspolizei St. Gallen vom 3. Februar 2024 lediglich D.________ als tatver-
dächtige Person entnehmen. Dafür, dass auch der Beschwerdeführer involviert 
gewesen wäre, bestehen keine Hinweise. Vor diesem Hintergrund kann der drin-
gende Tatverdacht des Betrugs im vorliegenden Haftverfahren zumindest derzeit 
nicht bejaht werden. 

5.

5.1 Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 StPO voraus. Das Zwangsmassnahmengericht 
stützt sich auf den Haftgrund der Kollusionsgefahr. Dieser liegt vor, wenn ernsthaft 
zu befürchten ist, dass der Beschuldigte Personen beeinflusst oder auf Beweismit-
tel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b 
StPO). Verdunkelung kann nach der bundesgerichtlichen Praxis insbesondere in 
der Weise erfolgen, dass sich die beschuldigte Person mit Zeugen, Auskunftsper-
sonen, Sachverständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie 
zu wahrheitswidrigen Aussagen veranlasst oder dass sie Spuren und Beweismittel 
beseitigt. Untersuchungshaft wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass die be-
schuldigte Person die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts vereitelt oder 
gefährdet. Die theoretische Möglichkeit, dass sie kolludieren könnte, genügt indes-
sen nicht, um Untersuchungshaft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es müssen 
vielmehr konkrete lndizien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen. 
Das Vorliegen des Haftgrunds der Kollusionsgefahr ist nach Massgabe der Um-
stände des jeweiligen Einzelfalls zu prüfen (BGE 137 IV 122 E. 4.2, auch zum Fol-
genden). Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich namentlich aus 
dem bisherigen Verhalten der beschuldigten Person im Strafprozess, aus ihren 
persönlichen Merkmalen, aus ihrer Stellung und ihren Tatbeiträgen im Rahmen des 
untersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihr 
und den sie belastenden Personen ergeben. Bei der Frage, ob im konkreten Fall 
eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung 
droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen 
bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten Straftaten sowie dem Stand des 
Verfahrens Rechnung zu tragen. Je weiter das Strafverfahren vorangeschritten ist 
und je präziser der Sachverhalt bereits abgeklärt werden konnte, desto höhere An-

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forderungen sind an den Nachweis von Verdunkelungsgefahr zu stellen (BGE 132 I 
21 E. 3.2.1 f.; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 7B_69/2024 vom 21. Febru-
ar 2024 E. 3.3.2 mit weiteren Hinweisen). 

Fehlende (vollumfängliche) Geständigkeit kann bei der Beurteilung der Kollusions-
gefahr eine Rolle spielen, auch wenn sie, für sich allein genommen, eine solche 
nicht zu begründen vermag. Dies steht nicht im Widerspruch zum Aussageverwei-
gerungsrecht (Urteil des Bundesgerichts 7B_474/2023 vom 6. September 2023 
E. 4.2.1 f. mit Hinweisen).

5.2 Die Staatsanwaltschaft und das Zwangsmassnahmengericht bejahen das Vorlie-
gen von Kollusionsmöglichkeiten und einer Kollusionsneigung des Beschwerdefüh-
rers und damit den besonderen Haftgrund der Kollusionsgefahr. Zur Begründung 
führte das Zwangsmassnahmengericht im angefochtenen Entscheid aus, dass sich 
die Mobiltelefone des Beschwerdeführers bzw. von D.________ gemäss Randda-
tenauswertung bei mehr als zwei Dutzend Delikten zum Tatzeitpunkt in der nähe-
ren Umgebung befunden hätten. Solange die anlässlich der Hausdurchsuchung ge-
fundenen Gegenstände bzw. die auf Fotografien abgebildeten (mutmasslich ent-
wendeten) Werkzeuge (vgl. Berichtsrapport der Kantonspolizei Bern vom 23. Fe-
bruar 2024 S. 2, wonach auf dem Mobiltelefon von D.________ ca. 600 Bilder von 
Werkzeugen/Maschinen vorgefunden worden seien, wobei derzeit von ungefähr 
100 verschiedenen Objekten ausgegangen werde) noch nicht zugeordnet und die 
Beschuldigten noch nicht vollständig konfrontiert worden seien, müsse befürchtet 
werden, dass sich der Beschwerdeführer im Falle einer Freilassung mit weiteren 
Tatbeteiligten absprechen (so betreffend den Verbleib von noch nicht aufgefunde-
nem Diebesgut und die Gründe für ihre Anwesenheit in Tatortnähe) und/oder bis-
lang noch nicht ermittelte Beweismittel vernichten oder wegschaffen könnte, zumal 
sich in der Vergangenheit bereits eine subjektive Bereitschaft zu Verdunkelungs-
handlungen (durch Löschung eines Fotos von einem Einbruch in J.________ 
(Ortschaft)) gezeigt habe. 

Die Staatsanwaltschaft ergänzt oberinstanzlich, dass mindestens drei Personen an 
den zahlreichen Delikten beteiligt gewesen seien. Diese hätten zwar zu den bereits 
bekannten Vorwürfen befragt werden können, jedoch divergierten die Aussagen 
hinsichtlich der Tatbeteiligung. Hinsichtlich weiterer Delikte seien Abklärungen im 
Gange und die Tatbeteiligten seien mit den entsprechenden Ermittlungsergebnis-
sen, sobald diese vorhanden seien, zu konfrontieren. Solange die Mitbeschuldigten 
nicht parteiöffentlich zu allen Delikten befragt worden seien, bestehe ein hohes Kol-
lusionsrisiko. 

5.3 Der Beschwerdeführer wehrt sich gegen die Annahme einer konkreten Kollusions-
gefahr. Zusammengefasst bringt er vor, dass keine Kollusionsmöglichkeiten mehr 
bestünden. Er verfüge über keine der Polizei nicht bereits bekannten Informationen 
und sein Mobiltelefon sei beschlagnahmt sowie vermutlich bereits gespiegelt und 
ausgewertet worden. Im Weiteren nehme er an, dass G.________, zu welchem er 
nie Kontakt gehabt habe, zwischenzeitlich verhaftet worden sei. Betreffend die an-
gebliche Kollusionsneigung bringt er vor, dass er den ihm vorgeworfenen Sachver-
halt eingeräumt, Aussagen getätigt und den Strafverfolgungsbehörden Zugang zu 
seinem Mobiltelefon verschafft habe. Er sei zu den Anhörungen erschienen und 

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habe stets an der Wahrheitsfindung mitgewirkt. Eine angeblich von ihm ausgehen-
de Kollusionsneigung müsse demnach klar verneint werden. Weiter bringt die Ver-
teidigung vor, dass eine Differenzierung zwischen seinem Mandanten und dem 
Mitbeschuldigten D.________ angezeigt sei. Zum einen scheine Letzterer der 
Haupttäter zu sein und dürfte daher über mehr Wissen als sein Mandant verfügen. 
Zum anderen habe sein Mandant im Gegensatz zu D.________ eine Ausbildung, 
die er gerade abschliesse. Bei seinem Mandanten handle es sich um einen jungen 
Mann, der sich für eine Sekunde verirrt habe. Es sei beunruhigend, dass dessen 
«Zukunft weniger wert sei als die Aussagen des ebenfalls beschuldigten 
D.________» (Beschwerde Rz. 20). 

5.4 Dass das Zwangsmassnahmengericht das Vorliegen von Kollusionsgefahr bejaht 
hat, ist nicht zu beanstanden:

5.4.1 Zunächst ist dem Beschwerdeführer darin beizupflichten, dass die Tatbeteiligten 
hinsichtlich der Voraussetzungen der Untersuchungshaft und damit auch bezüglich 
allfälliger Kollusionsrisiken je einzeln zu beurteilen sind. Dies führt vorliegend indes 
nicht dazu, dass die vom Beschwerdeführer ausgehende Kollusionsgefahr verneint 
werden müsste, weil D.________ angeblich der Haupttäter sein und über mehr de-
liktsspezifisches Wissen verfügen soll. Ebenso wenig stehen die Ausbildung des 
Beschwerdeführers und die bevorstehenden Abschlussprüfungen der Annahme ei-
ner Kollusionsgefahr entgegen (vgl. dazu die Ausführungen zur Verhältnismässig-
keit der Haft [E. 6.5 hiernach]).

5.4.2 Die Strafuntersuchung befindet sich noch in der Anfangsphase, weshalb – wie zu-
vor erwähnt (E. 5.1) und vom Zwangsmassnahmengericht zutreffend festgestellt – 
an den Nachweis der Verdunkelungsgefahr keine hohen Anforderungen zu stellen 
sind. Der Beschwerdeführer ist zwar geständig, an (mindestens) 15 Einbruch-
diebstählen beteiligt gewesen zu sein, und hat sich bereit erklärt, anhand von Foto-
grafien die Tatorte zu identifizieren. Dieser Umstand steht einer Annahme von Kol-
lusionsgefahr indes nicht von vornherein entgegen. So können Geständnisse zum 
einen zurückgenommen werden. Zum anderen sind sie – bzw. die Aussagen des 
Beschwerdeführers – auf ihren Wahrheitsgehalt und ihre Vollständigkeit hin zu 
überprüfen. Sie sind somit durch die Sammlung weiterer Beweise zu überprüfen 
und gegebenenfalls zu erhärten (Art. 160 StPO). Vorliegend fällt auf, dass der Be-
schwerdeführer, auch wenn er später einige Eibruchdiebstähle von sich aus zuge-
geben hat, zunächst mehrheitlich nur auf Vorhalte hin eine Tatbeteiligung ein-
geräumt hat. So machte er zunächst geltend, an keinen weiteren Vorfällen als den-
jenigen in F.________ (Ortschaft) beteiligt gewesen zu sein (Protokoll der delegier-
ten Einvernahme vom 20. März 2024 Z. 122). Auf die Frage, wie er sich zum Ver-
dacht der Beteiligung am Einbruchdiebstahl auf einer Baustelle in H.________ 
(Ortschaft) vom 21./22. September 2023 äussere, antwortete er «ich kann nichts 
dazu sagen» und damit, dass er sich nie ausserhalb seiner Arbeitszeit auf jener 
Baustelle aufgehalten habe (a.a.O. Z. 130 und 141 f.). Erst auf Vorhalt, dass dies 
gemäss rückwirkender Teilnehmeridentifikation seines Handys nicht stimme, räum-
te er ein, am dortigen Einbruchdiebstahl beteiligt gewesen zu sein (a.a.O. Z. 162 ff., 
wonach er dort mehrheitlich beim Auto gewartet habe, D.________ habe machen 
lassen und beim Einladen der Gegenstände geholfen habe). Weiter beschränkte er 

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seine Tatbeteiligung zunächst nur auf die Rolle als Fahrer und Ladehelfer; mit dem 
Verkauf der gestohlenen Waren habe er nichts zu tun gehabt (a.a.O. Z. 182 f. und 
197 f.; Protokoll der Hafteröffnung vom 21. März 2024 Z. 87). Erst auf Vorhalt der 
Aussage von D.________, wonach der Beschwerdeführer auch in die Objekte rein-
gegangen sei, stimmte er dem zu (Protokoll der Hafteröffnung vom 21. März 2024 
Z. 92 f., auch zum Folgenden); dies jedoch nur ab und zu und wenn es sich – wie 
etwa in F.________ (Ortschaft) – um eine Grossbaustelle gehandelt habe. Und 
schliesslich gab er zu, teilweise auch mit dem Verkauf der gestohlenen Ware zu 
tun gehabt zu haben (a.a.O. Z. 126 ff., wonach er ab und zu mit D.________ zu 
den Käufern gegangen sei). Dieses Aussageverhalten zeigt nicht nur, dass der Be-
schwerdeführer zumindest bisher seine Aussagen dem Ermittlungsstand angepasst 
hat, sondern erlaubt derzeit auch den Schluss, dass er versucht, seine Tatbeiträge 
und seine Rolle zu relativieren bzw. möglichst gering zu halten, was sich nicht zu-
letzt auch aus seiner Beschwerde ergibt, wonach er sich «nur für eine Sekunde 
verirrt habe» und D.________ der Haupttäter sei. Dass er sich bereit erklärt hat, 
auf Fotovorhalt hin die Tatorte zu identifizieren, und der Sichtung seines Mobiltele-
fons sofort zugestimmt hat, ändert daran nichts. Jedenfalls kann gestützt auf sein 
bisheriges Aussageverhalten, das sich – wie die Staatsanwaltschaft zu Recht 
festhält – bisher nicht durch besondere Glaubhaftigkeit auszeichnet, nicht gefolgert 
werden, er sei nun zu jeglicher Kooperation bereit. Was der Beschwerdeführer aus 
dem Hinweis, wonach er zu den Anhörungen erschienen sei, ableiten will, er-
schliesst sich der Beschwerdekammer nicht, befand er sich doch bei jeder Befra-
gung in Haft und wurde aus dieser zur Einvernahme gebracht.

Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss die Glaubhaftigkeit der Aussagen von 
D.________ in Frage stellt und die Staatsanwaltschaft in ihrer oberinstanzlichen 
Stellungnahme hinsichtlich der Tatbeiträge auf divergierende Aussagen der Tatbe-
teiligten hinweist, ist festzustellen, dass das Aussageverhalten von D.________ 
mangels Dokumentation im Beschwerdeverfahren keiner Prüfung unterzogen wer-
den kann. Dessen unbesehen lassen die Haftakten – insbesondere das Aussage-
verhalten des Beschwerdeführers – Schlüsse auf die momentane Glaubwürdigkeit 
des Beschwerdeführers zu.

5.4.3 Der der Strafuntersuchung zugrunde liegende Sachverhalt ist noch nicht abschlies-
send geklärt. Insbesondere bedarf es hinsichtlich der Deliktsorte sowie des Ver-
kaufs des Deliktsguts und in diesem Zusammenhang auch der Tatbeteiligung des 
Beschwerdeführers resp. der Rollenverteilung noch weiterer Abklärungen. Bezüg-
lich des Verkaufs des Deliktsguts lässt sich den Ausführungen im Anzeigerapport 
der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden vom 31. Januar 2024 zudem entneh-
men, dass der «tutti.ch»-Account «L.________» dem Beschwerdeführer und 
D.________ gehört. Gemäss telefonischer Auskunft von D.________ hätten beide 
Zugriff auf den Account und der Schnellere nehme jeweils Kontakt mit dem Kunden 
auf (Anzeigerapport der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden vom 31. Januar 
2024 S. 4). Der Beschwerdeführer scheint somit möglicherweise in grösserem Um-
fang in die Verkaufshandlungen involviert gewesen zu sein, als er bisher ein-
geräumt hat (dazu Protokoll der Hafteröffnung vom 21. März 2024 Z. 126 ff., wo-
nach er ab und zu mit D.________ zu den Käufern gegangen sei). Der Beschwer-
deführer dürfte ein grosses Interesse daran haben, seinen Tatbeitrag und seine 

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Rolle möglichst gering zu halten. Aus dem Umstand, dass er (zumindest teilweise) 
geständig ist, kann – insbesondere vor dem Hintergrund seines Aussageverhaltens 
(E. 5.4.2 hiervor) – nicht geschossen werden, dass er in Freiheit nicht doch Perso-
nen zu seinen Gunsten beeinflussen könnte. Dazu gehört auch G.________, wel-
cher gemäss der im Haftantrag wiedergegebenen Aussage von D.________ die 
Waren verkauft haben soll und zu welchem er (der Beschwerdeführer) gemäss 
Ausführungen in der Beschwerde nie Kontakt gehabt haben will. Anlässlich der 
Einvernahmen vom 20. und 21. März 2024 gab er immerhin an, diesen vom «ga-
men» und von «draussen» her zu kennen, auch wenn ihm dessen Rolle im Zu-
sammenhang mit den hier interessierenden Einbruchdiebstählen nicht bekannt sein 
soll (Einvernahmeprotokoll vom 20. März 2024 Z. 410 und Protokoll Hafteröffnung 
vom 21. März 2024 Z. 115 ff.). Ob sie betreffend Einbrüche/Diebstähle und Verkauf 
der Deliktsware tatsächlich keinen Kontakt hatten resp. nie zusammen oder ar-
beitsteilig deliktisch tätig waren, ist Gegenstand der Ermittlung. Jedenfalls lässt sich 
den Akten entnehmen, dass nicht nur der Beschwerdeführer, sondern auch 
G.________ mit D.________ in Einbrüche involviert sein soll (betreffend 
D.________/G.________ vgl. Anzeigerapport der Kantonspolizei Freiburg vom 15. 
Dezember 2023 S. 7, wonach sie beide am 21. Juli 2023 auf einer Baustelle in 
M.________ (Ortschaft) gesichtet und in die Flucht geschlagen worden sowie 
Geldüberweisungen von D.________ an G.________ erfolgt seien). Dasselbe gilt 
hinsichtlich des Verkaufs des Deliktsguts. Aus der Tatsache, dass sich D.________ 
und G.________ in Untersuchungshaft befinden, kann nichts zu Gunsten des Be-
schwerdeführers abgeleitet werden. Auch mit inhaftierten Personen kann – wenn 
auch unter erschwerten Umständen – kolludiert werden. 

Mit der Staatsanwaltschaft darf derzeit auch hinsichtlich des Wegschaffens von De-
liktsguts und Vernichtung von Beweismitteln noch von Kollusionsmöglichkeiten 
ausgegangen werden. Die Beschuldigten wurden – soweit für die Beschwerde-
kammer erkennbar – noch nicht abschliessend mit den sichergestellten und den 
auf Fotografien festgehaltenen (mutmasslich gestohlenen) Werkzeugen/Maschinen 
konfrontiert, resp. deren Zuordnung zu den Deliktsorten ist noch nicht abgeschlos-
sen. Dasselbe gilt bezüglich des Verbleibs der gestohlenen Waren. Soweit diese 
nicht weiterverkauft worden sind, besteht durchaus die konkrete Möglichkeit, dass 
diese im Falle einer Freilassung beiseitegeschafft werden könnten. Der Beschwer-
deführer macht zwar geltend, nicht zu wissen, wo sich das restliche Deliktsgut be-
findet (Protokoll der Hafteröffnung vom 21. März 2024 Z. 174). Sein zuvor be-
schriebenes Aussageverhalten und die Tatsache, dass er D.________ doch hin 
und wieder zur Käuferschaft begleitet hat (womit er möglicherweise auch beim Ab-
holen der Ware dabei gewesen sein dürfte), lassen zumindest im aktuellen Verfah-
rensstadium berechtigte Zweifel an seinem Negieren aufkommen. 

Solange die Tatbeteiligten noch nicht mit den weitergehenden Ermittlungsergebnis-
sen konfrontiert und parteiöffentlich – und damit gerichtsverwertbar – einvernom-
men worden sind, ist die Möglichkeit von konkreten Kollusionshandlungen sicher-
lich zu bejahen. Daran ändert nichts, dass das Mobiltelefon des Beschwerdeführers 
zwischenzeitlich gespiegelt und allenfalls sogar ausgewertet worden sein dürfte. 
Zwar ist dem Beschwerdeführer darin beizupflichten, dass er auf die Auswertung 
seines Mobiltelefons keinen Einfluss nehmen kann. Unbesehen davon darf jedoch 

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die Untersuchung der sich allenfalls daraus ergebenden Ermittlungsansätze (z.B. 
hinsichtlich Verbleibs des Deliktsguts) als gefährdet angesehen werden. Dass beim 
Beschwerdeführer subjektiv eine Neigung zu Verdunkelungshandlungen anzuneh-
men ist, zeigen nicht nur sein Aussageverhalten und sein Interesse, seine Tatbei-
träge und Rolle möglichst gering zu halten, sondern auch der Umstand, dass er am 
19. März 2024, einen Tag vor seiner Verhaftung resp. am Verhaftungstag von 
D.________, auf seinem Mobiltelefon ein Foto von einem Einbruchsobjekt gelöscht 
hat (Protokoll der delegierten Einvernahme vom 20. März 2024 Z. 457 i.V.m. Z. 
363-363).

5.5 Zusammengefasst bestehen im aktuellen Zeitpunkt trotz des (Teil-)Geständnisses 
und der teilweisen Kooperationsbereitschaft des Beschwerdeführers konkrete An-
haltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer – würde er aus der Haft entlassen – 
Kollusionshandlungen begehen könnte. 

6.  

6.1 Die Haft muss überdies verhältnismässig sein. Freiheitsentziehende Zwangsmass-
nahmen sind aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen 
(Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO). Gemäss Art. 31 Abs. 3 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) und Art. 5 Ziff. 3 der Konvention 
zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat eine 
in strafprozessualer Haft gehaltene Person überdies Anspruch darauf, innerhalb ei-
ner angemessenen Frist richterlich abgeurteilt oder während des Strafverfahrens 
aus der Haft entlassen zu werden. Eine übermässige Haftdauer stellt eine unver-
hältnismässige Beschränkung des Grundrechts auf persönliche Freiheit dar. Sie 
liegt dann vor, wenn die Haftfrist die mutmassliche Dauer der zu erwartenden frei-
heitsentziehenden Sanktion übersteigt (vgl. auch Art. 212 Abs. 3 StPO). Bei der 
Prüfung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer ist namentlich der Schwere der 
fraglichen Straftaten Rechnung zu tragen. Der Richter darf die Haft nur so lange 
erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche Nähe zur zu erwartenden Dauer der 
freiheitsentziehenden Sanktion rückt (BGE 145 IV 179 E. 3.1, 143 IV 168 E. 5.1 
und 139 IV 270 E. 3.1, je mit Hinweisen). Ob eine Haftdauer als übermässig be-
zeichnet werden muss, ist aufgrund der konkreten Verhältnisse des einzelnen Falls 
zu beurteilen (BGE 145 IV 179 E. 3.5 und 133 I 168 E. 4.1 mit Hinweisen).

6.2 Über den Beschwerdeführer wurde erstmals Untersuchungshaft für eine Dauer von 
sechs Wochen angeordnet. Mit Blick auf die im Raum stehenden mehrfachen Ein-
bruchdiebstähle auf Baustellen resp. Diebstähle von Werkzeug und Maschinen 
droht hinsichtlich des Strafmasses noch keine Überhaft (vgl. Art. 139 Ziff. 1 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0], wonach der Strafrahmen bei 
einfachem Diebstahl bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe, bei bandenmässiger Tatbe-
gehung gar bis zu zehn Jahren reicht; ferner Art. 144 Abs. 1 und Art. 186 StGB, 
wonach Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch je mit Freiheitsstrafe bis zu drei 
Jahren oder Geldstrafe bestraft werden). Die Frage, ob allenfalls Bandenmässigkeit 
vorliegt, kann mangels Substantiierung nicht beurteilt werden, spielt im jetzigen 
Zeitpunkt mit Blick auf die Gefahr der Überhaft indes keine Rolle. 

10

Ebenfalls unbedeutend ist derzeit ein im Falle einer Verurteilung allenfalls gewähr-
ter (teil-)bedingter Strafvollzug. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist 
bei der Prüfung der zulässigen Haftdauer der Umstand, dass die in Aussicht ste-
hende Freiheitsstrafe bedingt oder teilbedingt ausgesprochen werden kann, wie 
auch die Möglichkeit einer bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug im Grund-
satz nicht zu berücksichtigen (BGE 145 IV 179 E. 3.4, 143 IV 168 E. 5.1 und 143 IV 
160 E. 4.2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 7B_842/2023 vom 9. No-
vember 2023 E. 4.3). Vom Grundsatz der Nichtberücksichtigung der Möglichkeit ei-
ner bedingten Entlassung – bzw. hier der Möglichkeit eines bedingt oder teilbeding-
ten Vollzugs – ist indes dann eine Ausnahme zu machen, wenn es die konkreten 
Umstände des Einzelfalls gebieten, insbesondere dann, wenn absehbar ist, dass 
eine bedingte Entlassung – bzw. hier ein (teil-)bedingter Vollzug der Freiheitsstrafe 
– mit grosser Wahrscheinlichkeit erfolgen dürfte (BGE 143 IV 160 E. 4.2 mit Hin-
weisen). Davon kann vorliegend – zumindest derzeit – noch nicht ausgegangen 
werden, zumal die der Beschwerdekammer vorliegenden Akten noch keine verläss-
liche Prognosebeurteilung erlauben. Die Vorstrafenlosigkeit für sich allein ist jeden-
falls kein absoluter Grund für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs. Negativ 
ins Gewicht fallen dürfte der Umstand, dass der Beschwerdeführer trotz Anhaltung 
und Befragung durch die Kantonspolizei Freiburg weiter delinquiert hat (vgl. Proto-
koll der delegierten Einvernahme des Beschwerdeführers vom 20. März 2024 
Z. 270-274). 

6.3 Die angeordnete Haftdauer von sechs Wochen erscheint schliesslich auch mit Blick 
auf den – ohne Beeinträchtigung der Wahrheitsfindung erforderlichen – Ermitt-
lungsbedarf als verhältnismässig. Die Strafuntersuchung steht erst am Anfang und 
diverse Ermittlungshandlungen stehen noch an. Da nach aktuellem Kenntnisstand 
insgesamt mindestens drei Personen beteiligt waren, wird allein schon die Auswer-
tung der Mobiltelefone, die Zuordnung der sichergestellten bzw. auf Fotografien 
festgehaltenen Werkzeuge/Maschinen zu den Deliktsorten und die Konfrontation 
der Beteiligten einige Zeit in Anspruch nehmen. Im Anschluss daran sind alle Mit-
beschuldigten parteiöffentlich zu befragen. Das Zwangsmassnahmengericht ist be-
reits unter der Prämisse, dass sich der Beschwerdeführer weiterhin kooperativ ver-
hält und keine Hinweise für weitere, bislang nicht bekannte Taten auftauchen, zum 
Schluss gelangt, dass die kollusionsrelevanten Ermittlungshandlungen innerhalb 
von sechs Wochen vorgenommen werden könnten, und hat die von der Staatsan-
waltschaft beantragte Haftdauer von ursprünglich drei Monaten entsprechend 
gekürzt. Eine weitergehende Kürzung auf vier Wochen – wie vom Beschwerdefüh-
rer subeventualiter beantragt – drängt sich nicht auf.

6.4 Weiter gelangt die Beschwerdekammer mit dem Zwangsmassnahmengericht zum 
Schluss, dass vorliegend keine milderen Ersatzmassnahmen gemäss Art. 237 
StPO zu erkennen sind, welche die bestehende Kollusionsgefahr hinreichend zu 
bannen vermögen. Zwecks Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Aus-
führungen des Zwangsmassnahmengerichts im angefochtenen Entscheid (dort E. 5 
am Ende) verwiesen. Das vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Kontaktverbot 
zu D.________ und G.________ ist angesichts der heute zahlreich bestehenden 
(elektronischen) Möglichkeiten der Kontaktaufnahme praktisch nicht durchsetzbar 
resp. mangels wirksamer Überwachungsmöglichkeit der Einhaltung desselben zur 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2022&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=BGE+145+IV+179&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-IV-168%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page168

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Vermeidung von Absprachen ungeeignet. Der Beschwerdeführer begründet denn 
auch die Geeignetheit der von ihm vorgeschlagenen Ersatzmassnahme nicht 
näher.

6.5 Der Beschwerdeführer bringt weiter persönliche Umstände gegen die Haftbelas-
sung vor. So stehe er kurz vor seiner Lehrabschlussprüfung (Anmerkung der Be-
schwerdekammer: gemäss Deckblatt des Protokolls der delegierten Einvernahme 
vom 20. März 2024 befindet sich der Beschwerdeführer im 4. Ausbildungsjahr zum 
Heizungsinstallateur). Am 30. April 2024 müsse er gemeinsam mit einer weiteren 
Person eine Präsentation halten. Im Laufe des Monats Mai stünden die schriftli-
chen und mündlichen Prüfungen an und im Juni folge die praktische Prüfung. Er 
müsse somit nicht nur Lernen, sondern auch die Schweisstechnik üben, wofür er 
spezielle Maschinen und Werkzeuge benötige. Diese Prüfungen dürften nicht durch 
eine Haft gefährdet werden. Die Fortführung der Haft erweise sich mit Blick auf die 
bevorstehenden, lebensverändernden Prüfungen als unangemessen, zumal die 
ihm vorgeworfenen Straftaten in keiner Weise seine wahre Persönlichkeit wider-
spiegelten. 

Anders als der Beschwerdeführer dafürhält, stehen diese Umstände der Anordnung 
von Untersuchungshaft nicht entgegen. Es ist ihm zwar zu Gute zu halten, dass er 
eine Lehre als Heizungsinstallateur absolviert und kurz davorsteht, diese abzusch-
liessen. Mit der Staatsanwaltschaft ist aber auch zu betonen, dass er die Verset-
zung in Untersuchungshaft ganz alleine zu verantworten hat. Im Wissen um seine 
Lehrstelle und um die bevorstehende Lehrabschlussprüfung, bei welcher es sich 
gemäss Ausführungen der Verteidigung um eine «lebensverändernde Prüfung», 
um eine «Chance auf Wiedergutmachung», um «eine Säule, auf der er ein neues 
Leben aufbauen kann» handle, hat er nach seiner Entlassung aus der Polizeihaft 
im Kanton Freiburg (16./17. Oktober 2023) offenbar weitere Einbruchdiebstähle 
begangen und demnach erneut delinquiert. Weiter ist nicht belegt, dass und – be-
jahendenfalls – wann die Prüfungen/Präsentation am 30. April 2024 beginnen. Die 
hier zu beurteilende Haft dauert bis 30. April 2024. Es ist nicht ausgeschlossen, 
dass der Entlassungszeitpunkt – vorbehältlich einer Haftverlängerung – mit der 
Staatsanwaltschaft und den Mitarbeitenden des Gefängnisses so festgelegt werden 
könnte, dass dem Beschwerdeführer ein rechtzeitiges Erscheinen am Prüfungsort 
ermöglicht wird. Die Vorbereitung der Präsentation und der schriftlichen sowie 
mündlichen Prüfungen ist grundsätzlich auch in Untersuchungshaft möglich. Soweit 
der Beschwerdeführer tatsächlich am 30. April 2024 Tag eine Präsentation ge-
meinsam mit einer weiteren Person halten muss, steht dem Beschwerdeführer of-
fen, bei der Staatsanwaltschaft um eine (überwachte) Kontaktaufnahme mit seinem 
und allenfalls eine Besuchsbewilligung für seinen «Präsentationspartner» zu ersu-
chen. Die gegen den Beschwerdeführer angeordnete Untersuchungshaft steht so-
mit einem Absolvieren der Abschlussprüfungen nicht fundamental entgegen.

6.6 Die Anordnung der Untersuchungshaft erweist sich somit insgesamt auch unter 
Verhältnismässigkeitsaspekten als rechtens. 

7. Gestützt auf das Ausgeführte ist festzuhalten, dass sämtliche Haftvoraussetzungen 
erfüllt sind. Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass das Zwangsmassnahmen-

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gericht die Untersuchungshaft für eine Dauer von sechs Wochen angeordnet hat. 
Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuwei-
sen. 

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1'500.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für seine 
Aufwendungen im Beschwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft oder das 
urteilende Gericht im Endentscheid festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO). 

13

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

3. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________

(per Einschreiben)
- Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland

(per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- dem Regionalen Zwangsmassnahmengericht Berner Jura-Seeland, Gerichtspräsi-

dent N.________ (mit den Akten – per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier) 

Bern, 16. April 2024 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Beldi

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.