# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5bd8cca2-f8c2-51e9-8f12-953a4d52b1c2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.03.2010 C-919/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-919-2008_2010-03-24.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-919/2008/frj /fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, Richter Alberto Meuli, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

B._______ AG, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Bernhard Stadelmann, 6048 Horw,
Beschwerdeführerin,

gegen

Suva,
Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,
Vorinstanz.

Einreihung in den Prämientarif BUV und NBUV 2008 
(Einspracheentscheid vom 11. Januar 2008).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-919/2008

Sachverhalt:

A.
Die  B._______  AG  (bis  November  2009:  G._______  AG  [im 
Folgenden: Gartenbau  AG]),  mit  Sitz  in  A._______,  beschäftigt  sich 
gemäss  Handelsregister  mit  der  Ausführung  von  Gartenbau-  und 
Gartenunterhaltsarbeiten.  Seit  dem  1. Januar  2006  ist  sie  für  die 
obligatorische  Unfallversicherung  der  Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt (Suva)  unterstellt und für die Einreihung in 
die Prämientarife der Suva der Klasse 41A, Unterklasse C0 (Garten-
bau)  zugeteilt.  Mit  Verfügung vom 24. Oktober  2007 reihte  die  Suva 
den Betrieb  per  1. Januar  2008  im Prämientarif  für  die Berufsunfall-
versicherung (BUV) neu in  der Stufe 98 und im Prämientarif  für  die 
Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) in der Stufe 096 ein (Akt. 10/2). 
In  der  BUV  erhöhte  sich  der  Nettoprämiensatz  damit  von  1.963 % 
(Stufe 95) auf 2.272 %, in der NBUV stieg der Bruttoprämiensatz von 
2.23 % (Stufe 94) auf 2.38 %. 

Am 22. November 2007 liess die Gartenbau AG gegen die erwähnte 
Verfügung Einsprache erheben und beantragen, sie sei in eine Klasse 
und Stufe einzureihen, deren Bruttoprämiensatz in der BUV höchstens 
2.335 % und in der NBUV höchstens 2.267 % betrage (Akt. 10/3). Mit 
Einspracheentscheid vom 11. Januar 2008 wies die Suva die Einspra-
che ab. Zur Begründung führte sie unter anderem aus, der Betrieb sei  
nach der Ablösung vom Privatversicherer für die Jahre 2006 und 2007 
in eine Stufe eingereiht worden, deren Prämiensatz am nächsten bei 
demjenigen  des  Privatversicherers  gelegen  habe.  Im  dritten  Jahr 
müssten  nun  die  Prämien  schrittweise  in  die  Richtung  des  risiko-
gerechten Satzes des Betriebes gemäss seiner Klasseneinteilung bei 
der Suva angepasst werden (Akt. 10/4). 

B.
Die  Gartenbau  AG  liess,  vertreten  durch  Rechtsanwalt  Bernhard 
Stadelmann,  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  erheben 
und beantragen, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und 
die  Beschwerdeführerin  sei  in  eine  Klasse  und  Stufe  einzureihen, 
deren  Bruttoprämiensatz  in  der  BUV höchstens  2.335 % und  in  der 
NBUV höchstens 2.267 % betrage (Akt. 1). Zur Begründung führte sie 
im  Wesentlichen  aus,  es  sei  nicht  nachvollziehbar,  weshalb  der 
Prämiensatz bei der Suva um 17 % (in der BUV) bzw. 1.9 % (in der 
NBUV) höher sei als beim früheren Privatversicherer. Weiter sei in der 

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Einsprache vorgebracht worden, die Suva habe offen zu legen, wie sie 
die  Prämiensätze  berechne  und  die  einzelnen  Klassen  und  Stufen 
seien  darzulegen.  Aufgrund  des  Einspracheentscheides  könne  die 
Prämienfestsetzung  nach  wie  vor  nicht  nachvollzogen  und  überprüft 
werden,  weshalb  eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  vorliege. 
Zudem verletze der Entscheid Art. 92 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 
20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG, SR 832.20), weil die 
Massnahmen  zur  Unfallverhütung  nicht  berücksichtigt  würden.  Die 
festgesetzte  Klasse  und  Stufe  sei  auch  deshalb  zu  hoch  bzw. ent-
spreche der Unfallgefahr nicht, weil lediglich ein Drittel der Mitarbeiter 
im  Gartenbau  beschäftigt  sei.  Je  ein  Drittel  sei  im  Bereich  Garten-
pflege und im Büro tätig. 

C.
Nach Eingang des mit Zwischenverfügung vom 26. Februar 2008 ein-
verlangten Kostenvorschusses von Fr. 800.- (Akt. 4 und 6), reichte die 
Suva am 29. Mai 2008 die Beschwerdeantwort ein und beantragte die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde (Akt. 10). Sie erläuterte die 
Grundsätze  zur  Klassenzuteilung,  die  besonderen  Regeln  für  die 
Einreihung von Betrieben oder Betriebskategorien,  welche früher bei 
einem  Privatversicherer  versichert  waren,  und  nahm  zu  einzelnen 
Rügen Stellung.

D.
Mit Replik vom 11. Juli 2008 (Akt. 12) und Duplik vom 7. Oktober 2008 
(Akt. 16) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 

E.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021), 
sofern  keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als  Vorinstanzen 

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gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Die Suva ist eine Vor-
instanz  im  Sinne  von  Art. 33  Bst. e  VGG.  Die  Zuständigkeit  des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Beurteilung von Beschwerden gegen 
Einspracheentscheide über die Zuteilung der Betriebe und der Versi -
cherten zu den Klassen und Stufen der Prämientarife  ist  in  Art.  109 
Bst. b UVG ausdrücklich geregelt und vorliegend gegeben.

2.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit  das  Verwaltungsgerichts-
gesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG).  Vorbehalten  bleiben 
gemäss  Art. 3  Bst. dbis VwVG  die  besonderen  Bestimmungen  des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1).

2.1 Die  Beschwerde  wurde  frist-  und  formgerecht  eingereicht  (vgl. 
Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressatin des Ein-
spracheentscheides  ist  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefoch-
tene Verfügung berührt  und sie hat  ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Abänderung (vgl. Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 
VwVG). Auf die Beschwerde ist  deshalb, nachdem auch der Kosten-
vorschuss fristgerecht geleistet wurde, einzutreten.

2.2 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG).

2.2.1 Nach der  Rechtsprechung hat  auch eine Rechtsmittelbehörde, 
der volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidungs-
spielraum der  Vorinstanz  zu  respektieren.  Sie  hat  eine  unangemes-
sene Entscheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl 
unter mehreren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 
E. 3). Das Bundesverwaltungsgericht hat daher nur den Entscheid der 
unteren Instanz zu überprüfen und sich nicht an deren Stelle zu setzen 
(vgl. BGE 126 V 75 E. 6). Insbesondere dann, wenn die Ermessens-
ausübung,  die  Anwendung  unbestimmter  Rechtsbegriffe  oder  die 
Sachverhaltswürdigung  hoch  stehende,  spezialisierte  technische, 
wissenschaftliche  oder  wirtschaftliche  Kenntnisse  erfordert,  ist  eine 
Zurückhaltung  des  Gerichts  bei  der  Überprüfung  vorinstanzlicher 
Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3, BGE 133 II 35 

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E. 3,  BGE  128  V  159  E. 3b/cc).  Es  stellt  daher  keine  unzulässige 
Kognitionsbeschränkung dar, wenn das Gericht – das nicht als Fach-
gericht  ausgestaltet  ist  –  nicht  ohne  Not  von  der  Auffassung  der 
Vorinstanz abweicht,  soweit  es  um die  Beurteilung technischer,  wis-
senschaftlicher oder wirtschaftlicher Spezialfragen geht, in denen die 
Vorinstanz über ein besonderes Fachwissen verfügt (vgl. BGE 135 II 
296 E. 4.4.3,  BGE 133 II  35 E. 3 mit  Hinweisen; siehe zum Ganzen 
auch  YVO HANGARTNER,  Behördenrechtliche  Kognitionsbeschränkungen 
in  der  Verwaltungsrechtspflege,  in:  Benoît  Bovay/Minh  Son  Nguyen 
[Hrsg.], Mélanges en l'honneur de Pierre Moor, Bern 2005, S. 319 ff.; 
RETO FELLER/MARKUS MÜLLER, Die Prüfungszuständigkeit des Bundesver-
waltungsgerichts  – Probleme der  praktischen Umsetzung,  Schweize-
risches  Zentralblatt  für  Staats-  und  Verwaltungsrecht  [ZBl]  110/2009 
S. 442 ff.).

2.2.2 Im Bereich der Prämientarife besteht die Überprüfungsbefugnis 
des Bundesverwaltungsgerichtes einerseits darin, die richtige Anwen-
dung des Tarifs zu kontrollieren; andererseits kann es – im Rahmen 
der konkreten Normenkontrolle – die der Verfügung zu Grunde liegen-
den Tarifpositionen auf ihre Gesetz- und Verfassungsmässigkeit über-
prüfen.

Dem Unfallversicherer steht bei der Festsetzung des Prämientarifs für 
die  Berufsunfallversicherung  ein  weiter  Ermessensspielraum  zu.  In 
diesen  greift  das  Gericht  nur  mit  grosser  Zurückhaltung  ein;  in  der 
Regel  lediglich,  wenn  die  Anwendung  einer  Tarifposition  mit  dem 
Gleichbehandlungsgebot  (Art. 8  Abs. 1  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) 
unvereinbar ist, dem Gedanken der Risikogerechtigkeit (Art.  92 Abs. 1 
UVG)  widerspricht  oder  wenn  der  Tarif  sich  nicht  von  objektiven 
Überlegungen leiten lässt (vgl. BGE 126 V 344 E. 4a; RKUV 1998 Nr. 
U 294 S. 230 E. 1c). In diesem Zusammenhang darf nicht ausser Acht 
gelassen  werden,  dass  bei  der  Festsetzung  von  Tarifen  unter 
Umständen  komplexe und  allenfalls  in  der  Zielrichtung  widersprüch-
liche Aspekte auf einen Nenner zu bringen sind. Das kann zur Folge 
haben,  dass eine bestimmte Tarifposition,  die für  sich  allein  genom-
men  diskutabel  erscheint,  im  Gesamtzusammenhang  trotzdem nicht 
zu beanstanden ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG]  U  240/03  vom 2. Juni  2004,  E.  3.2.2).  Eine  Tarifposition  darf 
deshalb nicht losgelöst von den übrigen Tarifbestimmungen gewürdigt 
werden, sondern ist  im Gesamtzusammenhang zu beurteilen (BVGE 

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2007/27 E. 3.2; Urteil der  Eidgenössischen Rekurskommission für die 
Unfallversicherung [nachfolgend Rekurskommission bzw. REKU]  vom 
13. Dezember 2004, publiziert in VPB 69.73, E. 3).

2.2.3 Das Bundesverwaltungsgericht  überprüft  ansonsten  den  ange-
fochtenen Entscheid frei, dies unter Berücksichtigung der vorgebrach-
ten Rügen. Die Beschwerdeinstanz hat mithin nicht zu untersuchen, ob 
sich die angefochtene Verfügung unter schlechthin allen in Frage kom-
menden Aspekten als korrekt erweist,  sondern untersucht im Prinzip 
nur die vorgebrachten Beanstandungen. Von den Verfahrensbeteiligten 
nicht aufgeworfene Rechtsfragen werden nur geprüft, wenn hiezu auf -
grund  der  Parteivorbringen  oder  anderer  sich  aus  den  Akten  erge-
bender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 119 V 347 
E. 1a; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
Sozialversicherungsrecht,  Bundesgesetz über  die Unfallversicherung, 
3. Aufl., Zürich 2003, S. 348).

3.
In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des 
Anspruchs auf rechtliches Gehör. 

3.1 Das rechtliche Gehör  nach Art. 29  Abs. 2 BV verlangt,  dass die 
Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in  seiner Rechtsstellung 
Betroffenen auch tatsächlich  hört,  prüft  und in  der  Entscheidfindung 
berücksichtigt.  Daraus  folgt  die  Verpflichtung  der  Behörde,  ihren 
Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich 
mit  allen  Parteistandpunkten  einlässlich  auseinandersetzt  und  jedes 
einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf 
die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Punkte  beschränken.  Die 
Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die 
Tragweite  des  Entscheids  Rechenschaft  geben  und  ihn  in  voller 
Kenntnis  der  Sache  an  die  höhere  Instanz  weiterziehen  kann.  In 
diesem  Sinne  müssen  wenigstens  kurz  die  Überlegungen  genannt 
werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich 
ihr Entscheid stützt (BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen).

3.2 Der  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  ist  formeller  Natur. Dessen 
Verletzung  führt  grundsätzlich  ungeachtet  der  Erfolgsaussichten  der 
Beschwerde  in  der  Sache  selbst  zur  Aufhebung  der  angefochtenen 
Verfügung (BGE 132 V 387 E. 5.1, BGE 127 V 431 E. 3d/aa). Nach der 
Rechtsprechung  kann  eine  –  nicht  besonders  schwerwiegende  – 
Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, 

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wenn  die  betroffene  Person  die  Möglichkeit  erhält,  sich  vor  einer 
Beschwerdeinstanz zu äussern,  die sowohl  den Sachverhalt  wie  die 
Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E.  3d/aa). Von einer 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwer-
wiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn 
und  soweit  die  Rückweisung  zu  einem formalistischen  Leerlauf  und 
damit  zu  unnötigen  Verzögerungen  führen  würde,  die  mit  dem (der 
Anhörung gleichgestellten)  Interesse der  betroffenen Partei  an einer 
beförderlichen  Beurteilung  der  Sache  nicht  zu  vereinbaren  wären 
(BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweis, vgl. auch BGE 133 I 201 E. 2.2). 

Bei  Verstössen  gegen  die  Begründungspflicht  wird  der  Mangel  als 
behoben  erachtet,  wenn  die  Rechtsmittelbehörde  eine  hinreichende 
Begründung liefert oder wenn die unterinstanzliche Behörde anlässlich 
der  Anfechtung  ihres  Entscheides  eine  genügende  Begründung 
nachschiebt, etwa in der Vernehmlassung (Urteil BVGer A-5466/2008 
vom 3. Juni  2009  E. 2.1.4  mit  Hinweisen,  Urteil  BVGer  C-676/2008 
vom 21. Juli  2009  E. 3.2;  BERNHARD WALDMANN/JÖRG BICKEL,  in:  Praxis-
kommentar VwVG, Art. 29 N. 118). 

3.3 Die  Beschwerdeführerin  bringt  vor,  die  Vorinstanz  habe  zum 
Vorbringen in der Einsprache, die Suva habe offen zu legen, wie sie 
die  Prämiensätze  berechne  und  die  einzelnen  Klassen  und  Stufen 
seien darzulegen, im Einspracheentscheid nicht hinreichend Stellung 
genommen.  Die  Beschwerdeführerin  könne  nach  wie  vor  nicht 
überprüfen, auf welcher Grundlage die Suva die Prämien festgesetzt 
habe  und  ob  die  massgebenden  Regeln  und  Grundsätze  richtig 
angewendet  worden  seien  (Akt. 1  S. 4).  Aufgrund  der  Publikationen 
der  Suva  sei  auch  nicht  nachvollziehbar,  weshalb  ein  Betrieb  einer 
bestimmten  Klasse  und  Unterklasse  zugewiesen  werde.  Zudem  sei 
das für die Prämienfestsetzung relevante Grundlagenblatt mangelhaft 
und erst nach Erlass des Einspracheentscheides nachgeliefert worden 
(Akt. 12 S. 4). 

3.4 Sofern  die  Beschwerdeführerin  die  Begründungspflicht  auch  auf 
den von der Suva erlassenen Tarif ausdehnen will  (vgl. auch Akt. 12 
S. 2),  ist  sie  darauf  hinzuweisen,  dass sich der  Anspruch auf  recht-
liches  Gehör  nur  auf  Rechtsanwendungsverfahren  und  nicht  auf 
Verfahren zum Erlass von generell  abstrakten Regeln bezieht  (Urteil 
BVGer C-278/2007 vom 26. September 2008 E. 4.1). Grundsätzlich zu 
Recht rügt die Beschwerdeführerin, dass ihr das Grundlagenblatt mit 

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der  BUV-Prämienberechnung  erst  nach  Erlass  des  Einspracheent-
scheides zugestellt  und die Ermittlung des massgebenden Prämien-
satzes  nicht  nachvollziehbar  dargelegt  wurde. Da  vorliegend  jedoch 
das  Grundlagenblatt  (mit  entsprechenden  Erläuterungen)  nicht  ent-
scheiderheblich ist (vgl. nachfolgende E. 6), würde eine Rückweisung 
zu einem formalistischen Leerlauf führen, weshalb davon abzusehen 
ist. 

4.
In materieller Hinsicht streitig und im vorliegenden Verfahren zu prüfen 
ist  die Einreihung in die Prämientarife BUV und NBUV ab 1.  Januar 
2008.  Die  Überprüfungsbefugnis  des  Bundesverwaltungsgerichts 
beschränkt  sich  jedoch  –  jedenfalls  im  Bereich  der  BUV –  auf  den 
Nettoprämiensatz. 

4.1 Die von den Versicherern erhobenen Prämien bestehen aus einer 
dem Risiko entsprechenden Nettoprämie und Zuschlägen, unter ande-
rem für die Verwaltungskosten (vgl. Art. 92 Abs. 1 UVG). Der Verwal-
tungskostenzuschlag ist ein Teil der Prämie, welcher zwar prozentual 
von  der  verfügten  Nettoprämie  abhängt,  dessen  Rechtsgrundlage 
indes nichts mit der in Art. 109 Bst. b UVG genannten und die Zustän-
digkeit des Bundesverwaltungsgerichtes begründenden „Einreihung in 
die Stufen und Klassen“ zu tun hat. Daher ist das Bundesverwaltungs-
gericht  auch  nicht  befugt,  diesen  Prämienzuschlag  zu  überprüfen 
(Urteil BVGer C-3189/2006 vom 5. Mai 2008 E. 1.3 mit Hinweisen).

4.2 Soweit  die  Beschwerdeführerin  eine  Überprüfung  bzw. Neufest-
setzung  des  Bruttoprämiensatzes  in  der  BUV  verlangt,  ist  auf  die 
Beschwerde nicht einzutreten.

5.
Zunächst ist auf die bei der Prämientarifgestaltung und der Einreihung 
der Betriebe in diesen Tarif zu beachtenden wichtigsten gesetzlichen 
Bestimmungen und massgebenden Grundsätze einzugehen.  

5.1 Gemäss  Art. 92  Abs. 2  UVG  werden  für  die  Bemessung  der 
Prämien  in  der  Berufsunfallversicherung  die  Betriebe  nach  ihrer  Art 
und  ihren  Verhältnissen  in  Klassen  des  Prämientarifs  und  innerhalb 
dieser in Stufen eingereiht. Massgebend sind dabei insbesondere die 
Unfallgefahr und der Stand der Unfallverhütung. 

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5.2 Die Betriebe oder Betriebsteile sind so in Klassen und Stufen des 
Prämientarifs  einzureihen,  dass  die  Kosten  der  Berufsunfälle  und 
Berufskrankheiten  einer  Risikogemeinschaft  voraussichtlich  aus  den 
Nettoprämien  bestritten  werden  können  (Art. 113  Abs. 1  der  Verord-
nung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV, SR 
832.202]).  Aufgrund  der  Risikoerfahrungen  kann  die  Zuteilung 
bestimmter  Betriebe  zu  den  Klassen  und  Stufen  des  Prämientarifs 
jeweils auf  den Beginn des Rechnungsjahres ändern (Art. 92 Abs. 5 
UVG).  Die  Betriebe  oder  Betriebsteile  sind  folglich  nach  Massgabe 
ihres Risikos in die Klassen und Stufen des Prämientarifs einzuteilen 
(Grundsatz der risikogerechten Prämien). 

5.3 Für  die  Bemessung  der  Prämien  in  der  Nichtberufsunfallversi-
cherung  können  Tarifklassen  gebildet  werden.  Die  Prämien  dürfen 
nicht  nach  dem  Geschlecht  der  versicherten  Personen  abgestuft 
werden (Art. 92 Abs. 6 UVG).

5.4 Bei der Prämienbemessung ist  weiter das in Art. 61 Abs. 2 UVG 
vorgesehene  Prinzip  der  Gegenseitigkeit  zu  berücksichtigen.  Dieses 
Prinzip  verlangt,  dass  die  Suva  einerseits  keine  Gewinne  aus  dem 
Versicherungsgeschäft  erzielt,  andererseits  finanziell  autonom  sein 
soll. 

5.5 Neben diesen, im Gesetz explizite geregelten Prinzipien müssen 
sich die Versicherer bei der Aufstellung der Tarife an die allgemeinen 
Grundsätze  halten,  welche  aus  dem  Sozialversicherungsrecht  des 
Bundes, dem Verwaltungsrecht und der Bundesverfassung fliessen.

5.5.1 Unter die allgemeinen Prinzipien, welche bei der Tarifgestaltung 
zu berücksichtigen sind, fällt namentlich der Grundsatz der Solidarität. 
Demnach  muss  das  Unfallrisiko  durch  eine  grosse  Zahl  von  Versi-
cherten  getragen  werden  (BGE 112  V  316  E.  5c).  In  eine  ähnliche 
Richtung geht das Versicherungsprinzip, wonach das Risiko durch eine 
Mehrzahl von Versicherten zu tragen ist. Weiter ist der Grundsatz der 
Verwaltungsökonomie zu beachten (Urteil  REKU vom 28. Juni  1996, 
publiziert in VPB 61.23A_I, E. 4d), sollen doch die Prämieneinnahmen 
nicht durch übermässige Verwaltungsaufwendungen geschmälert wer-
den. 

5.5.2 Ein Prämientarif hat sodann den Grundsätzen der Verfassung zu 
entsprechen, insbesondere dem Prinzip der Gleichbehandlung (Art. 8 
Abs. 1 BV) und dem Willkürverbot (Art. 9 BV). Nach ständiger Recht-

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sprechung ist  der Grundsatz der rechtsgleichen Behandlung verletzt, 
wenn rechtliche Unterscheidungen getroffen werden, für  die ein ver-
nünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, 
oder  wenn  Unterscheidungen  unterlassen  werden,  welche  sich  auf 
Grund der Verhältnisse aufdrängen (BGE 133 V 42 E.  3.1 mit Hinwei-
sen). Die Rechtsgleichheit wird insbesondere dann verletzt, wenn Glei-
ches nicht  nach Massgabe seiner  Gleichheit  gleich  oder  Ungleiches 
nicht  nach  Massgabe  seiner  Ungleichheit  ungleich  behandelt  wird. 
Vorausgesetzt  ist,  dass  sich  die  ungerechtfertigte  Gleich-  bzw. 
Ungleichbehandlung auf eine wesentliche Tatsache bezieht (BGE 131 
V 107 E. 3.4.2). Willkürlich ist  eine Bestimmung, wenn sie sich nicht 
auf ernsthafte Gründe stützen lässt oder wenn sie sinn- oder zwecklos 
ist (BGE 132 I 157 E. 4.1).

5.5.3 Das Eidgenössische Versicherungsgericht  hat  im Übrigen fest-
gestellt,  dass  im  Bereich  der  Prämientarifgestaltung  das  Gleichbe-
handlungsgebot  und  das  Prinzip  der  Risikogerechtigkeit  deckungs-
gleich sind (vgl. RKUV 1998 Nr. U 294 S. 228 E. 1c). Lässt sich also für 
eine Betriebsart oder einen Betrieb ein gegenüber anderen Betriebs-
arten  unterschiedliches  Risiko  feststellen,  so  gebietet  dieser  Unter -
schied,  diese  Betriebsart  ungleich  zu  behandeln.  Bei  gleichen  Ver-
hältnissen müssen auch gleiche Leistungen beziehungsweise Prämien 
resultieren (BGE 112 V 291 E. 3b mit Hinweisen), wobei unter Gleich-
heit nicht Identität zu verstehen ist. 

5.6 Einzelne der hier dargelegten Grundsätze können sich widerspre-
chen. So sind das Prinzip der Solidarität und jenes der Risikogerech-
tigkeit  einander  entgegengesetzt.  Grösstmögliche  Solidarität  wäre 
durch  eine  für  alle  Betriebe  geltende  Einheitsprämie  zu  erreichen, 
während  grösstmögliche  Risikogerechtigkeit  eine  für  jeden  Betrieb 
individuell bestimmte Prämie bedingen würde. Die Ausgestaltung des 
Prämientarifs hat sich zwischen diesen zwei Polen zu bewegen. Aus 
dem Gegensatz dieser zwei Grundsätze fliesst denn auch, dass das 
Gleichbehandlungsgebot nicht zur Folge haben kann, dass für jeden 
einzelnen  Betrieb  ein  individueller  Risikosatz  bestimmt  wird,  es 
fliessen zwangsläufig Faktoren anderer – nicht identischer – Betriebe 
für die Einreihung mit ein, sei dies im Rahmen der Zuteilung zu den 
Klassen oder  bei  der  Berücksichtigung von Vergleichswerten  (BVGE 
2007/27 E. 5.6).

Seite 10

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6.
Im  Folgenden  wird  zunächst  geprüft,  ob  die  Suva  die  generell-
abstrakten Regeln und Grundsätze richtig angewendet hat.

6.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht,  dass es sich bei ihr um 
einen  Gartenbaubetrieb  handelt,  der  nach  der  Rechtsprechung  als 
Betrieb im Sinne von Art. 66 Abs. 1 Bst. b UVG zu qualifizieren ist (vgl. 
Urteil BGer 8C_256/2009 vom 8. Juni 2009 [publiziert in SVR 2009 UV 
Nr. 58] E. 4, Urteil EVG U 16/04 vom 15. September 2004 [RKUV 2005 
Nr. U  534]  E. 5  und  6)  und  daher  in  den  Zuständigkeitsbereich  der 
Suva fällt.

6.2 Bei der Suva bestehen die Risikogemeinschaften in der BUV aus 
Klassen, Unterklassen und Unterklassenteilen. Klassen sind Risikoge-
meinschaften,  in  welchen zum Zweck der  langfristigen  Finanzierung 
Unterklassen desselben Wirtschaftszweigs zusammengefasst werden. 
In der Risikogemeinschaft Unterklasse werden zum Zweck der statis-
tischen Auswertung Unterklassenteile derselben Branchen zusammen-
gefasst. Unterklassenteile sind Risikogemeinschaften, in welchen zum 
Zweck der Prämienbemessung gleichartige Betriebe und Betriebsteile 
mit gleichartigem Unfallrisiko zusammengefasst werden. In der NBUV 
entsprechen die Risikogemeinschaften in der Regel den Klassen der 
BUV (zum Ganzen siehe Urteil BVGer C-376/2008 vom 27. November 
2009  E. 5.6  mit  Hinweisen,  vgl.  auch  Prämienbemessung  –  Berufs- 
und Nichtberufsunfallversicherung, Suva-Broschüre 2736.d – 2009 [im 
Folgenden: Broschüre Prämienbemessung] S. 7). 

6.2.1 In der Klasse 41A werden die Betriebe des Bauhauptgewerbes 
zusammengefasst.  Die  Unterklasse  C  „Gartenbauarbeiten“  wird  in 
zwei Unterklassenteile gegliedert: C0 „Gartenbau“ und C4A „Garten-
bau mit überwiegend Gärtnerei“. Die Suva hat die Beschwerdeführerin 
der Klasse 41A, Unterklasse C, Unterklassenteil C0 zugeteilt. 

6.2.2 Die Zuweisung einer  Risikoeinheit  zur  Klasse,  zur  Unterklasse 
und  zum  Unterklassenteil  erfolgt  aufgrund  der  erhobenen  Betriebs-
merkmale.  Eine  Risikoeinheit  besteht  –  abgesehen  von  hier  nicht 
massgebenden  Ausnahmefällen  –  grundsätzlich  in  der  Gesamtheit 
aller Arbeitnehmenden eines Betriebes. In der Regel sind für die Zu-
weisung diejenigen Merkmale massgebend, die exklusive Administra-
tion überwiegende Anteile haben. Weist ein Betrieb mehrere Klassen, 
Unterklassen  oder  Unterklassenteile  betreffende  Merkmale  auf,  so 
wird er in der Regel der Klasse und dem Unterklassenteil zugewiesen,  

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der bzw. dem der überwiegende Teil der Merkmale entspricht. Dabei 
werden die betrieblichen Besonderheiten anteilmässig als besondere 
Betriebsverhältnisse berücksichtigt (Prämien-Wegleitung der Suva für 
das  Jahr  2008 [nachfolgend: Prämien-Wegleitung],  Grundsätze BUV, 
Allgemeines zur Prämienbemessung und Einreihungsregeln).

6.2.3 Gemäss  der  Betriebsbeschreibung  vom  22. Dezember  2005 
(Akt. 10/1) bestehen die Tätigkeiten der Beschwerdeführerin zu 40 % 
aus  Gartenbau / baugewerblichen Tätigkeiten,  zu  35 % aus  Gärtner-
arbeiten  und  zu  25 % aus  Administration / kaufmännischen  Tätigkei-
ten. Es erscheint daher ohne Weiteres nachvollziehbar, dass nicht eine 
Zuteilung  in  den  Unterklassenteil  C4A  „Gartenbau  mit  überwiegend 
Gärtnerei“ erfolgte, sondern in den Unterklassenteil C0 „Gartenbau“. 

Die  Beschwerdeführerin  begründet  ihre  Behauptung,  die  drei  Tätig-
keitsbereiche würden je einen Drittel ausmachen, nicht und legt auch 
keine Beweise vor. Aufgrund der Akten und ihrem Auftritt  im Internet 
(vgl.  www._______  [besucht  am  29. Dezember  2009])  ist  nicht 
ersichtlich,  weshalb  die  von  der  Beschwerdeführerin  unterzeichnete 
Betriebsbeschreibung  unrichtig  sein  soll  oder  inwiefern  sich  die 
Verhältnisse  seit  dem 1. Januar  2006  massgeblich  verändert  haben 
sollen.  Im  Übrigen  wäre  der  Betrieb  der  Beschwerdeführerin  auch 
dann  nicht  als  Gartenbaubetrieb  mit  überwiegend  Gärtnerei  zu 
qualifizieren, wenn die Behauptung zutreffen würde, dass die beiden 
Bereiche  Gartenbau  und  Gärtnerei  je  einen  Drittel  der  gesamten 
Tätigkeiten bildeten, weil  der Anteil  Gärtnerei  damit  nur gleich gross 
wäre  wie  der  Anteil  Gartenbau,  jedoch  –  auch  nach  allgemeinem 
Sprachgebrauch  (vgl.  Urteil  BVGer  C-376/2008  vom  27. November 
2009 E. 6.1.4 f.) – nicht „überwiegend“ wäre. 

6.2.4 Es  trifft  zwar  zu,  dass  für  einen  Betrieb  allenfalls  nicht  nach-
vollziehbar  ist,  weshalb  er  dem  Unterklassenteil  C0  und  nicht  dem 
Unterklassenteil  C4A  zugeteilt  wurde,  was  das  Bundesverwaltungs-
gericht  im erwähnten Urteil  C-376/2008 (E. 6.1.5)  auch kritisiert  hat. 
Dies  betrifft  aber  nur  diejenigen  Fälle,  in  welchen nicht  bereits  auf -
grund der Bezeichnung der Klassen, Unterklassen und Unterklassen-
teile  ersichtlich  ist,  wo ein  bestimmter  Betrieb  (oder  eine bestimmte 
Betriebskategorie) zuzuordnen ist, insbesondere Betriebe, bei welchen 
der  Anteil  Gärtnereiarbeiten  grösser  ist  als  der  Anteil  Gartenbau-
tätigkeiten. Wie soeben ausgeführt,  erscheint  die Zuordnung bei  der 

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Beschwerdeführerin  ohne  Weiteres  klar,  weshalb  die  diesbezügliche 
Rüge einer Gehörsverletzung fehl geht. 

6.3 Der  Betrieb  der  Beschwerdeführerin  wurde  demnach  zu  Recht 
dem Unterklassenteil C0 der Klasse 41A zugeteilt. 

6.3.1 Jedem  Unterklassenteil  wird  im  BUV-Grundtarif  der  Suva  ein 
Prämiensatz als sogenannter Basissatz zugeteilt, bei der NBUV erhält  
in  der  Regel  eine ganze Klasse den gleichen Basissatz. Ein Betrieb 
wird  grundsätzlich  zum  Basissatz  im  Prämientarif  eingereiht,  wenn 
nicht  das Bonus-Malus-System (BMS) oder die Erfahrungstarifierung 
(ET)  zur  Anwendung  kommt.  Insbesondere  neu  bei  der  Suva 
versicherte sowie kleinere Betriebe, bei welchen die Risikoerfahrungen 
infolge  mangelnder  Versicherungsdauer  fehlen  oder  diese  wegen 
mangelnder Grösse nicht aussagekräftig sind, werden zum Basissatz 
eingereiht (Urteil BVGer C-376/2008 vom 27. November 2009 E. 5.7).

6.3.2 Unter das für die BUV entwickelte BMS 03 fallen Betriebe mit ei-
ner durchschnittlichen Basisprämie zwischen Fr. 5'000.- und 300'000.- 
pro  Jahr. Bei  diesem Prämienbemessungsmodell  wird  –  neben  den 
allgemeinen  Risikoerfahrungen  der  Risikogemeinschaft  –  auch  der 
finanzielle Aufwand für die Versicherungsleistungen der letzten sechs 
Unfalljahre  jedes  individuellen  Betriebes  berücksichtigt  (vgl.  dazu 
Bonus-Malus-System  BMS  03,  Berufsunfallversicherung,  Suva-Bro-
schüre Nr. 2846. d – 2007 [im Folgenden: Broschüre BMS 03]).

6.3.3 Im Bereich der NBUV wird das BMS 07 angewendet, sofern die 
durchschnittliche  Basisprämie  pro  Jahr  zwischen  Fr. 60'000.-  und 
300'000.- beträgt (Bonus-Malus-System BMS 07 Nichtberufsunfallver-
sicherung, Suva-Broschüre Nr. 2868.d – 2007).

6.4 Der beschwerdeführende Betrieb ist für die obligatorische Unfall -
versicherung seit  dem 1. Januar 2006 der Suva unterstellt. Aufgrund 
seiner  Grösse  (für  das  Jahr  2006  wird  eine  BUV-Basisprämie  von 
Fr. 29'572.- ausgewiesen) wird der Betrieb bei entsprechender Versi-
cherungsdauer  unter  das  für  die BUV massgebende BMS 03 fallen. 
Solange noch keine aussagekräftigen individuellen Risikoerfahrungen 
für eine Anwendung des BMS 03 vorliegen, wäre er grundsätzlich zum 
Basissatz  im  BUV-Prämientarif  einzureihen.  In  der  NBUV  fällt  der 
Betrieb – unabhängig von der Versicherungsdauer – hingegen nicht in 
den Anwendungsbereich des BMS 07, weil die Basisprämie weit unter 
Fr. 60'000.- pro Jahr liegt. 

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6.4.1 Für  den Unterklassenteil  41A C0 –  welchem die  Beschwerde-
führerin  zugeteilt  wurde  –  gilt  für  das  Jahr  2008  (vgl.  Prämientarif  
2008,  Suva-Broschüre  Nr. 335.d,  November  2007)  als  Basissatz  ein 
Netto-Prämiensatz BUV von 3.2 % (Stufe 105) und für die NBUV ein 
Bruttosatz von 2.62 % (Stufe 98). Die  Beschwerdeführerin  wurde für 
die BUV in der Stufe 98 (Netto-Prämiensatz von 2.272 %) und für die 
NBUV  in  der  Stufe  96  (Brutto-Prämiensatz  von  2.38 %)  eingereiht. 
Trotz Erhöhung liegt der verfügte Prämiensatz damit in der BUV um 
sieben und in  der  NBUV um zwei  Stufen unter  dem massgebenden 
Basissatz. 

6.4.2 Im Einspracheentscheid und in  der  Vernehmlassung führte die 
Suva aus, für Gartenbaubetriebe, die früher bei einer Privatversiche-
rung  versichert  waren,  seien  besondere  Regeln  geschaffen worden, 
um bei  der  Überführung  ins  Prämiensystem der  Suva  Härtefälle  zu 
vermeiden bzw. einen – allenfalls erheblichen – Prämienanstieg über 
mehrere  Jahre  zu  verteilen.  In  den  ersten  zwei  Jahren  nach  dem 
Wechsel zur Suva werde der Prämiensatz gegenüber demjenigen des 
Privatversicherers  grundsätzlich  nur  bei  einem schlechten  Schaden-
rendement  angehoben.  Bei  gutem  Schadenrendement  werde  der 
Betrieb zu demjenigen Brutto-Prämiensatz im Suva-Grundtarif  einge-
reiht,  welcher dem zuletzt gültigen Brutto-Prämiensatz des Privatver-
sicherers  am nächsten  liege. Im  dritten  Jahr  werde  in  der  BUV der 
Netto-Prämiensatz  um  einen  Drittel  der  Differenz  zwischen  dem 
Zielsatz  und  dem  zuletzt  verfügten  Netto-Prämiensatz  verändert, 
höchstens aber um drei Stufen (in der Klasse 41A), sofern nicht eine 
raschere Anpassung vereinbart  worden sei. Der  Zielsatz  entspreche 
dem Prämienbedarf gemäss BMS, aufgerechnet auf sechs Jahre, oder 
dem  Basissatz.  Im  vierten  Jahr  der  Suva-Unterstellung  werde  der 
Netto-Prämiensatz um die Hälfte der Differenz zwischen dem Zielsatz 
und dem zuletzt verfügten Netto-Prämiensatz verändert, wiederum um 
maximal drei Stufen. 

6.4.3 Bei der Beschwerdeführerin kam der Grundsatz zur Anwendung, 
dass die Prämiensätze in  den ersten beiden Jahren nach der Suva-
Unterstellung  kaum  erhöht  werden.  Für  das  Jahr  2008  sollten  die 
Prämiensätze nun – entsprechend der Regel zum dritten Jahr – ange-
hoben werden, um diese schrittweise den Prämiensätzen, welche dem 
Risiko der neuen Risikogemeinschaft bei der Suva entsprechen, anzu-
passen. Im Zeitpunkt, in dem die Suva die Prämiensätze für das dritte  
Jahr nach der Ablösung von einem Privatversicherer verfügt, liegen in 

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der Regel erst die Schadenerfahrungen eines Jahres vor. Das BMS 03 
beruht  hingegen  auf  den  Erfahrungszahlen  der  letzten  sechs  Jahre. 
Die  Suva  hat  die  Werte  des  Jahres  2006  auf  sechs  Jahre  hoch-
gerechnet und nach den Grundsätzen des BMS 03 den Bedarfssatz 
ermittelt.

6.5 Die Beschwerdeführerin  wäre –  wie bereits  ausgeführt  –  grund-
sätzlich  zum Basissatz  für  die  Klasse  41A  C0  im  BUV-Prämientarif 
(Stufe 105) einzureihen. Gegenüber dem Jahr 2007 würde sich damit 
der Netto-Prämiensatz von 1.963 % (Stufe 95) auf 3.2 % (Stufe 105), 
mithin um 63 % erhöhen. Eine solche Erhöhung wäre mit dem Gebot 
der Verhältnismässigkeit  kaum zu vereinbaren. Daher muss der Prä-
miensatz schrittweise angepasst werden.

6.5.1 Nach  der  Rechtsprechung  kann  eine  Prämienerhöhung  von 
20 % noch nicht als unverhältnismässig bezeichnet werden. Bei einer 
Tarifänderung kann allenfalls auch eine über 20 % liegende Prämien-
erhöhung zulässig sein (Urteil BVGer C-2341/2007 vom 16. Juni 2008 
E. 5.4.1, Urteil  BVGer C-1164/2007 vom 6. Juni 2008 E. 6.5.2, je mit 
Hinweisen).  Die  Grenzen  einer  noch  als  verhältnismässig  zu  quali-
fizierenden Erhöhung lassen sich nicht allgemein mit einer bestimmten 
Prozentzahl  festlegen.  Unverhältnismässig  könnte  eine  Prämien-
erhöhung beispielsweise auch dann sein, wenn ein einziger Unfall mit 
Kostenfolgen einen massiven Anstieg der Prämien auf weit über dem 
Basissatz der Branche zur Folge hätte. Dahinter würde dann aber die 
Überlegung stehen, dass die Prämie in einem solchen Fall nicht mehr 
Ausdruck  eines  statistisch  einigermassen  plausiblen  Risikos  wäre 
(Urteil BVGer C-2341/2007 vom 16. Juni 2008 E. 5.4.2). 

6.5.2 Mit  dem Grundsatz,  wonach  die  jährliche Prämienerhöhung in 
der  Klasse  41A  (bzw.  in  den  Stufen  101  bis  150)  –  sofern  die 
Prämienänderung nicht aufgrund einer Änderung der Betriebsart oder 
der  Betriebsverhältnisse  erfolgt  –  maximal  drei  Stufen  im  BUV-
Grundtarif  betragen  darf  (vgl.  Broschüre  Prämienbemessung,  S. 9), 
hat  die  Suva  eine  in  der  Regel  verhältnismässige  Begrenzung  des 
Prämienanstiegs vorgesehen. Im vorliegenden Fall  beträgt  die Erhö-
hung der  BUV-Nettoprämie von 1.963 % auf  2.272 % etwas weniger 
als  16 %.  Eine  solche  Erhöhung  ist  nach  der  Rechtsprechung  ver-
hältnismässig.  Zudem ist  zu  berücksichtigen,  dass  die  Beschwerde-
führerin nach der Neueinreihung immer noch sieben Stufen unter der 
für ihre Branche massgebenden Stufe eingereiht ist. Ein im Vergleich 

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zu gleichartigen Betrieben zu tiefer Prämiensatz steht grundsätzlich im 
Widerspruch zum Prinzip der Risikogerechtigkeit bzw. dem Gleichbe-
handlungsgebot  (vgl.  vorstehende  E. 4.5).  Die  Anpassung  an  den 
risikogerechten  Prämiensatz  hat  zwar  schrittweise,  aber  zugleich 
innerhalb einer nützlichen Zeitperiode zu erfolgen. Die Erhöhung des 
BUV-Prämiensatzes auf 2.272 % ist demnach rechtens.

6.6 Bei  diesem  Ergebnis  erübrigt  sich  eine  weitere  Instruktion  zur 
Frage, ob sich eine – wenn auch nur teilweise – Berücksichtigung des 
Schadenverlaufs eines einzelnen Versicherungsjahres nach analogen 
Prinzipien des BMS 03 aufgrund statistischer Werte rechtfertigen lässt. 
Nach  der  Rechtsprechung können  signifikant  nicht  mehr  im Bereich 
der üblichen Zufallsschwankungen liegende Abweichungen der Kosten 
der  Unfälle  vom  statistisch  zu  erwartenden  Wert  als  sekundäres 
Risikomerkmal  bei der Prämienbemessung für  einen Betrieb berück-
sichtigt werden (siehe BGE 112 V 316 E. 3, Urteil BVGer C-3189/2006 
vom 5. Mai 2008 E. 8.4). Vorliegend würde sich die Frage stellen, ob 
diese Signifikanz gegeben wäre, wenn ein einziges Versicherungsjahr 
massgebend wäre, weil das System des BMS 03 für die Berücksichti -
gung längerer Beurteilungsperioden konzipiert wurde.

6.7 Nicht zu beanstanden ist nach dem Gesagten auch die Prämien-
erhöhung für  die  NBUV. Die  Erhöhung der  Bruttoprämie von 2.23 % 
(Stufe  94)  auf  2.38 % (Stufe  96)  beträgt  weniger  als  7 % und  kann 
keinesfalls als unverhältnismässig bezeichnet werden.

7.
Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die Schaffung von Klassen, Unter-
klassen und Stufen  für  einzelne Betriebe  führe  im Ergebnis  zu  will -
kürlichen Prämiensätzen bzw. dazu, dass die Prämiensätze der Suva 
weit über denjenigen der Privatversicherungen lägen (Akt. 12 S. 2, vgl. 
auch Akt. 1 S. 3). Weiter verletze die Suva Art. 92 Abs. 2 UVG, weil sie 
bei  der  Prämienbemessung lediglich  die  Unfallgefahr,  nicht  aber  die 
Massnahmen zur Unfallverhütung berücksichtige (Akt. 1 S. 4).

7.1 Der Suva steht  bei  der  Bildung von Risikogemeinschaften – die 
vom Gesetz gefordert und Voraussetzung für risikogerechte Prämien-
differenzierungen  sind  (vgl.  E. 5.2  hiervor)  –  ein  erheblicher  Ermes-
sensspielraum  zu.  Die  Einteilung  in  Klassen  hat  nach  sachlichen 
Gesichtspunkten zu erfolgen, die eine rechtsungleiche Behandlung der 
Versicherten ausschliessen. Ist ein Unterscheidungsmerkmal sachlich 
gerechtfertigt, so hält es auch vor dem Erfordernis der Rechtsgleich-

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heit  stand.  Sachlich  gerechtfertigt  ist  das  Unterscheidungsmerkmal, 
wenn es sich auf eine wesentliche Tatsache stützt. Dabei hält  Art. 92 
Abs. 2 UVG namentlich fest, dass das Unterscheidungsmerkmal in der 
Art  und  in  den  Verhältnissen  des  Betriebs  zu  suchen  ist  (BVGE 
2007/27 E. 6 mit Hinweisen auf Literatur und Rechtsprechung).

Nach  welchen  konkreten  Risikogesichtspunkten  im  Einzelnen  aber 
solche Risikogemeinschaften zusammenzufassen sind, wird durch die 
Grundsätze der Gegenseitigkeit (Art. 61 UVG) und der Rechtsgleich-
heit nicht determiniert. Dies kann innerhalb so weit gesteckter Grenzen 
auf unterschiedliche Arten geschehen. Bei der Bestimmung der für die 
Zuteilung wesentlichen  Kriterien  ist  auch  der  Grundsatz  der  Verwal-
tungsökonomie zu beachten, wonach das gewählte Element nicht zu 
einem derart hohen Verwaltungsaufwand führen darf, dass ein unver-
hältnismässig  grosser  Anteil  der  Prämien  für  die  Kosten  der  Ver-
waltung verwendet wird. Es wird also unter Umständen ein gewisser 
Schematismus  notwendig,  da  auf  relativ  einfache  und  praktikable 
Unterscheidungskriterien  abzustellen  ist,  selbst  wenn  daraus  eine 
gewisse  Rechtsungleichheit  erwachsen  kann  (vgl.  BGE  131  I  291 
E. 3.2, 112 V 283 E. 4b; SVR 1995 KV Nr. 60; JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS 
SCHEFER,  Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl.,  Bern 2008, S. 671 ff.); 
allerdings muss die der  Verwaltung geschaffene Erleichterung die in 
einzelnen  Fällen  erfolgende  Abweichung  von  der  Rechtsgleichheit 
aufwiegen (BEATRICE WEBER-DÜRLER, Verwaltungsökonomie und Praktika-
bilität im Rechtsstaat, ZBl 87/1986, S. 212 f.; BGE 107 V 203 E. 3a). 
Auch wenn neben der von der Suva gewählten Lösung andere Eintei -
lungen  vorstellbar  sind  –  Beweis  dafür  sind  die  Tarife  der  Privat-
versicherer  mit  anders  zusammengefassten  Risikogruppen  –,  kann 
daraus noch nicht geschlossen werden, dass diese ihren Ermessens-
spielraum überschreitet (siehe auch vorne E. 2.2.2).

Ideal  wäre  es,  wenn  jeder  Betrieb  für  sich  eine  Risikogemeinschaft 
bilden könnte. Da aber ein einzelner Betrieb meist zu wenig schlüssige  
Risikostatistiken aufweist, müssen mehrere Betriebe zu Risikogemein-
schaften zusammengefasst werden. Dies gilt insbesondere für kleinere 
Betriebe, denn das Risiko eines Berufsunfalls mit Invaliditätsfolge ver-
wirklicht sich beispielsweise durchschnittlich pro Jahr einmal auf 1'500 
Beschäftigte (siehe Broschüre Prämienbemessung, S. 4). In der Reali-
tät  existieren  jedoch keine völlig  identischen Betriebe,  weshalb  jede 
Zusammenfassung von Betrieben zu einer Risikogemeinschaft gewis-
se Schematisierungen mit sich bringt. Dies liegt allerdings in der Natur  

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der Sache begründet. Bei Betrachtung eines konkreten Betriebs sind 
somit  in den meisten Fällen gewisse Merkmale anzutreffen,  die sich 
bei  anderen Betrieben der  gleichen Gemeinschaft  nicht  oder  anders 
ausgestaltet finden (BVGE 2007/27 E. 6 S. 323).

7.2 Allein  der  Umstand,  dass  die  Prämiensätze bei  der  Suva höher 
sind als  bei  der Privatversicherung, lässt  den Prämientarif  der Suva 
noch nicht als willkürlich erscheinen. 

Unter  dem  alten  Bundesgesetz  über  die  Krankenversicherung  vom 
13. Juni 1911 (KUVG) waren einzig Fabriken und Unternehmungen mit 
erhöhten Betriebsgefahren der obligatorischen Unfallversicherung und 
damit der Suva unterstellt (siehe Botschaft des Bundesrates zum Bun-
desgesetz über die Unfallversicherung vom 18. August 1976, BBl 1976 
III  141,  S. 160 ff.). Mit  dem UVG sollten  alle  Arbeitnehmenden dem 
Unfallversicherungsschutz  unterstellt  werden,  wobei  der  Tätigkeits-
bereich der Suva grundsätzlich nicht ausgedehnt werden sollte (a.a.O. 
S. 176 f.). Die bereits früher bei der Suva versicherten Betriebsarten 
sollten  weiterhin  bei  dieser  versichert  bleiben,  währenddem die  neu 
durch das UVG erfassten Betriebe die Unfallversicherungsverträge bei 
Privatversicherern  abschliessen  konnten. Obwohl  damit  keine  strikte 
Besitzstandswahrung  bezweckt  wurde  und  auch  Betriebskategorien, 
die  unter  der  Herrschaft  des  KUVG  nicht  vom  Versicherungsobli -
gatorium  erfasst  wurden,  gemäss  Art. 66  Abs. 1  UVG in  den  Tätig-
keitsbereich  der  Suva fallen  (z.B. Gartenbaubetriebe,  vgl.  BGE 86  I 
155,  Urteil  BGer  8C_256/2009  [publiziert  in  SVR  2009  UV  Nr. 58] 
E. 4.2 mit Hinweisen), führte dies dazu, dass sich die obligatorisch der  
Suva  unterstellten  Branchen  gegenüber  den  Betriebsarten,  die  dem 
Tätigkeitsbereich  der  Privatversicherer  zugeordnet  sind,  durch  eine 
erhöhte  Gefahr  (mithin  auch  durch  ein  erhöhtes  Kostenrisiko)  aus-
zeichnen. Weiter  ist  zu beachten,  dass nicht  nur  der  Suva,  sondern 
auch  den  übrigen  Versicherern  bei  der  Klassenbildung  ein  weiter 
Ermessensspielraum zugestanden  wird.  Ein  Vergleich  zwischen  den 
Klassen bzw. den Prämiensätzen der Privatversicherer und der Suva 
ist  deshalb  nicht  ohne  Weiteres  möglich  (zum  Ganzen  siehe  nicht 
veröffentlichtes  Urteil  REKU  513/02  vom  28. März  2003  E. 6  mit 
Hinweisen).

7.3 Die Zuteilung der Gartenbaubetriebe zur Klasse 41A, in welcher 
die  Betriebe  des  Bauhauptgewerbes  zusammengefasst  werden,  ist 
nachvollziehbar,  fallen  die  Gartenbaubetriebe  doch  nach  der  Recht-

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sprechung  unter  Betriebe  des  Baugewerbes  im  Sinne  von  Art.  66 
Abs. 1 Bst. b UVG bzw. Art. 73 Bst. a UVV (vgl. Hinweise in E. 6.1). 
Weiter wird die Unterklasse Gartenbau in zwei Risikogemeinschaften 
(Unterklassenteil Gartenbau und Unterklassenteil Gartenbau mit über-
wiegend  Gärtnerei)  aufgeteilt.  Betriebe,  die  vorwiegend  baugewerb-
liche Tätigkeiten ausüben, werden der Unterklasse A0 zugeteilt  (vgl. 
Urteil  BVGer  C-376/2008  vom  27. November  2009  E. 6.1.4). Damit 
wird den unterschiedlichen Risiken von Gärtnereiarbeiten und Garten-
bau hinreichend Rechnung getragen. Die Klassen- bzw. Unterklassen-
struktur ist sachlich begründet und daher nicht zu beanstanden.

7.4 Unbehelflich ist  der Vorwurf, die Suva berücksichtige – entgegen 
der  Vorschrift  von Art. 92 Abs. 2 UVG – bei  der  Prämienbemessung 
die von einem Betrieb getroffenen Massnahmen zur  Unfallverhütung 
nicht.  Gleiches  gilt  für  die  Forderung,  die  Prämien  seien  so  festzu-
setzen,  dass  neu  bei  der  Suva  (obligatorisch)  versicherte  Betriebe 
nicht Schadenfälle von den letzten zehn Jahren mitzutragen hätten. 

7.4.1 Zunächst  ist  auf  das  Versicherungsprinzip  hinzuweisen,  dem 
inhärent ist, dass Betriebe mit hohen Kosten durch Betriebe mit nied -
rigen  Kosten  mitfinanziert  werden. Die  Prämie  kann  demnach  nicht 
eine  direkte  Gegenleistung  für  die  Unfallkosten  eines  bestimmten 
Betriebs sein,  sondern eine Gegenleistung dafür,  dass die Versiche-
rung  bei  Verwirklichung  entsprechender  Risiken  auch  sehr  hohe 
Kosten, die weit über den geleisteten Prämien liegen, zu übernehmen 
hat.  Deshalb  sollen  mit  den  Prämien  die  Kosten  einer  Risikoge-
meinschaft (und nicht die Kosten eines einzelnen Betriebes, sofern es 
sich  nicht  um  einen  Grossbetrieb  handelt,  bei  dem die  Erfahrungs-
tarifierung zur Anwendung kommt) finanziert  werden. Weiter sind die 
Betriebe – von Gesetzes wegen – nach Massgabe ihres Risikos und 
nicht  nach  den  Kosten  der  Schadenfälle  in  den  Prämientarif  einzu-
reihen. Kommt ein Bonus-Malus-System zur Anwendung, können zwar 
Betriebe, die wenig Kosten verursachen, von einem Bonus profitieren; 
damit  wird  aber  das  Versicherungsprinzip,  welches  am  Risiko  an-
knüpft, nicht aufgehoben (Urteil BVGer C-1164/2007 vom 6. Juni 2008 
E. 6.5.1). 

7.4.2 Nach  Art. 82  Abs. 1  UVG ist  der  Arbeitgeber  verpflichtet,  zur 
Verhütung  von  Berufsunfällen  und  Berufskrankheiten  alle  Massnah-
men zu treffen,  die nach der Erfahrung notwendig,  nach dem Stand 
der Technik anwendbar und den gegebenen Verhältnissen angemes-

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sen sind. Die Pflichten des Arbeitgebers werden insbesondere durch 
Art. 3 ff. der Verordnung über die Unfallverhütung vom 19. Dezember 
1983  über  die  Verhütung von Unfällen  und Berufskrankheiten  (VUV, 
SR 832.30) konkretisiert. Für einzelne Berufsgruppen hat der Bundes-
rat – gestützt auf Art. 83 Abs. 1 UVG – zudem besondere Schutzvor-
schriften  erlassen  (z.B.  Bauarbeitenverordnung  vom  29. Juni  2005 
[BauAV, SR 832.311.141]). 

Nach  konstanter  Rechtsprechung  der  Rekurskommission  (bis  Ende 
2006  zuständige  Beschwerdeinstanz),  welche  vom  Bundesverwal-
tungsgericht  übernommen  wird,  bildet  die  Beachtung  der  gesetzlich 
verankerten  Pflicht  des  Arbeitgebenden,  die  Arbeitssicherheit  zu 
gewährleisten,  keinen  Grund  für  eine  besondere  bzw. automatische 
Prämienreduktion (vgl. bspw. nicht veröffentlichte Urteile REKU 592/04 
vom  18. November  2005  E. 6b,  REKU  591/04  vom  23. September 
2005 E. 5, REKU 463/00 vom 20. August 2001 E. 7). Hingegen kann 
die  Missachtung  der  Vorschriften  zur  Unfallverhütung  eine  Prämien-
erhöhung  gestützt  auf  Art. 92  Abs. 3  UVG –  unabhängig  von  einer 
Erhöhung im Rahmen der normalen Einreihung gemäss Art. 92 Abs. 2 
UVG – nach sich ziehen (vgl. Urteil BVGer C-4640/2007 vom 9.  März 
2009).  Besondere  Anstrengungen  im  Bereich  Arbeitssicherheit  und 
Unfallverhütung können sich für die Betriebe aber längerfristig insofern 
auszahlen,  dass  die  Unfallhäufigkeit  und damit  auch die  Kosten der 
Risikogemeinschaft sinken. Kommt das BMS 03 zur Anwendung, wird 
der einzelne Betrieb zudem von einem Bonus profitieren können. 

7.4.3 Entgegen der  Ansicht  der  Beschwerdeführerin  verlangt  Art. 92 
Abs. 2 UVG nicht,  dass die individuell  konkreten Massnahmen eines 
einzelnen  Betriebes  bei  der  Einreihung  im  Prämientarif  zu  berück-
sichtigen  sind.  Vielmehr  kann  –  wie  bei  der  Unfallgefahr  –  auf  den 
Stand der Unfallverhütung bei gleichartigen Betrieben abgestellt  wer-
den. Wie das EVG in BGE 112 V 316 festgestellt hat, geht die Suva mit 
Recht  vom Grundsatz  aus,  dass  bei  der  Bestimmung des  Prämien-
bedarfs bei der Mehrzahl der Betriebe im Allgemeinen auf die Risiko-
erfahrungen  aller  gleichartigen  Betriebe  einer  Risikogemeinschaft 
abzustellen  ist.  Davon  ist  gemäss  Art. 92  UVG  dann  abzuweichen, 
wenn sich bei einem Unternehmen die Betriebsart oder die Betriebs-
verhältnisse ändern (Abs. 4),  wenn gegen Vorschriften  über  die Ver-
hütung von Unfällen und Berufskrankheiten verstossen wird  (Abs. 3) 
oder  wenn  aufgrund  von  Risikoerfahrungen  zuverlässig  auf  einen 
andern – höheren oder tieferen – Prämienbedarf geschlossen werden 

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muss (Abs. 5), insbesondere wenn bei einem Unternehmen die Unfall-
kosten  derart  vom  Erwartungswert  abweichen,  dass  sie  ausserhalb 
des  Bereichs  der  üblichen  Zufallsschwankungen liegen (BGE 112  V 
316 E. 3).

7.5 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  der  für  das  Jahr  2008 
verfügte Prämiensatz (BUV und NBUV) rechtens ist. Die Beschwerde 
ist daher – soweit darauf einzutreten ist – im Sinne der Erwägungen 
abzuweisen und der angefochtene Einspracheentscheid zu bestätigen.

8.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

8.1 Laut  Art. 63  Abs. 1  VwVG sind  die  Verfahrenskosten  der  unter-
liegenden Partei  aufzuerlegen, wobei der geleistete Kostenvorschuss 
zu berücksichtigen ist. Da die Beschwerdeführerin unterlegen ist, hat 
sie  die  Verfahrenskosten  zu  tragen.  Diese  bemessen  sich  nach 
Umfang  und  Schwierigkeit  der  Streitsache,  Art  der  Prozessführung 
und finanzieller Lage der Parteien (vgl. Art. 2 Abs. 1 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Bei  Streitigkeiten 
mit  Vermögensinteresse beträgt die Gerichtsgebühr bei einem Streit-
wert bis Fr. 10'000.- zwischen Fr. 200.- und 5'000.- (Art. 4 VGKE). Die 
Verfahrenskosten sind vorliegend auf Fr. 800.- festzulegen.

8.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige  und verhält-
nismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 
Die Vorinstanz hat  als  mit  einer  öffentlichen Aufgabe betraute Orga-
nisation  jedoch  keinen  Anspruch  auf  Parteientschädigung  (vgl.  BGE 
128 V 124 E. 5b, Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird – soweit darauf eingetreten wird – im Sinne der 
Erwägungen abgewiesen.

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2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 800.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Gesundheit, Dienstbereich Kranken- und Unfall-

versicherung

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30  Tagen  nach  Eröffnung  beim 

Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffent-

lich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 

Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Ent-

scheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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