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**Case Identifier:** f2597339-f1a3-56b0-b679-e16156f3b1c7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-09-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 29.09.2005 R 2005 72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_R-2005-72_2005-09-29.pdf

## Full Text

R 05 72 / R 05 73

4. Kammer 

URTEIL
vom 29. September 2005

in den verwaltungsrechtlichen Streitsachen

betreffend Rodungsbewilligung

1. a) Auf Grund einer Vereinbarung mit der Bürgergemeinde hatte die Politische 

Gemeinde … im Jahre 1950 im Sinne einer Massnahme zur 

Wirtschaftsförderung nach dem zweiten Weltkrieg beschlossen, im 

bewaldeten Gebiet „…“ eine Anzahl Parzellen zu Bauzwecken zu 

verkaufen. Damit sollte dem örtlichen Baugewerbe Arbeit und Verdienst 

gesichert werden. Die Grösse der zum Verkauf ausgeschriebenen 

Parzellen betrug zwischen 1’500 und 4’000 m2, in einem Areal von knapp 

über 14 ha (nachstehend „…“). Mit dem damaligen Verkauf konnten die 

eingegangenen Schulden der Gemeinde für den Ankauf des beim …see 

gelegenen Meierei-Gutes abgetragen werden. Zusätzlich wurde damit ein 

Fonds geäufnet, welcher im Interesse der Erhaltung des Landschaftsbildes 

den Kauf weiterer Grundstücke ermöglichen sollte. Im Weiteren hoffte man, 

mit dieser Massnahme die Bautätigkeit im Ort generell fördern zu können, 

was zu Beginn der Fünfzigerjahre für den Kurort von grösster Bedeutung 

war. Die mit dem Statut verbundenen Auflagen waren recht streng. So 

wurden nebst der Erschliessung mit Strasse, Wasser, Kanalisation, Strom 

und Telefon insbesondere auch die Bauart und die weitgehende 

Beschränkung auf die Wohnnutzung geregelt. Darüber hinaus wurden 

auch die Auflagen über die Erhaltung und Erneuerung des Wald- und 

Baumbestandes gemacht. Dem Quartier sollte der Charakter einer 

geschlossenen Waldsiedlung gegeben werden, mit dem Ziel, die einzelnen 

Häuser in die bestehenden Baumgruppen einzubetten. Für das Pflanzen 

neuer Bäume wurden einheimische Holzarten vorgeschrieben. Die 

Umsetzung dieses Projektes setzte indessen Rodungsbewilligungen 

voraus, welche das Bundesamt für Forstwesen sodann in Form einer 

Generellen Rodungsbewilligung erteilte. Auf Grund einer speziellen 

Abmachung zwischen dem damaligen Kantonsforstinspektorat 

Graubünden und der Gemeinde waren allerdings Teile des Gebiets mit 

einem absoluten Bauverbot belegt worden. 

Im Jahre 1981 bestätigte das Bundesamt für Forstwesen die seinerzeitige 

Rodungsbewilligung aus dem Jahre 1952; es hielt jedoch fest, dass das 

Baugebiet sowie die mit einem absoluten Bauverbot belegten Flächen 

unverzüglich vermarkt werden müssten. Im Rahmen eines 

Beschwerdeverfahrens einigten sich die Gemeinde … und das 

Eidgenössische Departement des Innern im Jahre 1984 schliesslich 

darauf, dass die Generelle Rodungsbewilligung aus dem Jahre 1981 im 

Wesentlichen jene aus dem Jahre 1952 bestätigen sollte. Der Gemeinde 

verblieb dabei das Recht, Bauvorschriften und die örtliche Planung unter 

Berücksichtigung der mit der Generellen Rodungsbewilligung verbundenen 

forstrechtlichen Vorgaben zu erlassen. 

Das …-Statut mitsamt den dazugehörigen Regelungen fand in der Folge 

auch Eingang in die verschiedenen Ortsplanungen der letzten Jahrzehnte. 

Bereits im ersten Zonenplan aus dem Jahre 1965 ist das Gebiet … als 

“Zone mit besonderem Baustatut“ gekennzeichnet. Das betreffende Gebiet 

figurierte dann auch im Zonenplan 1971 als Bauzone, und zwar als 

Villenzone mit besonderem Baustatut. In der 1984 beschlossenen 

Baugesetzrevision blieb das Gebiet von … in einer Bauzone; es wurde als 

Villenzone mit “bestockter Fläche in Bauzone“ ausgeschieden. Gemäss 

Art. 43 des damaligen Baugesetzes durfte jedoch im Gebiet pro 

bestehende Parzelle nur ein Hauptgebäude erstellt werden, welches sich 

in der Grösse nach den umliegenden Bauten zu richten hatte. Zudem war 

vorgegeben, dass “pro Parzelle - in diesem Gebiet unter Berücksichtigung 

der gesamten Parzelle trotz Bewaldung - eine Ausnützung von 0.15 auf 

jeden Fall nicht überschritten werden darf“. Die Bündner Regierung 

genehmigte diese Ortsplanungsrevision mit Beschluss vom 16. Februar 

1987 mit hier nicht näher interessierenden Vorbehalten.

Nachdem sich die Rechtslage mit Bezug auf die baulichen 

Nutzungsmöglichkeiten im Gebiet … mit dem im Jahre 1993 erlassenen 

Bundesgesetz über den Wald (WaG), gemäss dem früher erteilte Generelle 

Rodungsbewilligungen nach einer 2-jährigen Übergangsfrist dahinfielen, 

geändert hatte, stellte sich in … und anderen Bündner Gemeinden mit 

Waldsiedlungen (Arosa, Davos, Mesocco/San Bernardino, Trin) die Frage, 

wie sich das Problem raumplanerisch und forstrechtlich am besten lösen 

liesse. 

Im Jahre 1995 hielt die Regierung des Kantons Graubünden die Gemeinde 

… an, ihre Nutzungsordnung zu überprüfen, insbesondere hinsichtlich der 

Grösse des Baugebiets. Parallel zu diesen Arbeiten wurden in den Jahren 

1996/97 im Gebiet … gestützt auf die einschlägigen waldrechtlichen 

Bestimmungen (Art. 10 und 13 WaG) Waldfeststellungen vorgenommen, 

welche wiederum Grundlage für die nachfolgende Gesamtrevision der 

Ortsplanung 1999/2000 bildeten. Seit Sommer 1998 begleitete das 

kantonale Amt für Raumplanung (ARP) eine Arbeitsgruppe 

„Waldsiedlungen“, welche die Möglichkeiten der raumplanerischen 

Erfassung und Behandlung der Waldsiedlungen in der Richt- und 

Nutzungsplanung unter Berücksichtigung der neuen Waldgesetzgebung 

prüfte, nach Lösungen suchte und die Ergebnisse in einem Schlussbericht 

(datiert vom 29. April 1999) festhielt. Dieser Bericht beeinflusste u.a. auch 

die Vorgaben, welche die Bündner Regierung später im Kantonalen 

Richtplan vom 19. November 2002 (RIP 2000) in Bezug auf 

Waldsiedlungen machte, massgeblich. Der RIP 2000 ist am 15. August 

2003 vom Bund genehmigt worden, und zwar auch mit Bezug auf das 

Waldsiedlungsobjekt „…“. 

Nachdem von den vom Statut erfassten 29 Bauparzellen bereits deren 26 

überbaut waren (die noch verbleibenden drei Grundstücke werden nur in 

einem Fall vom Wald tangiert) und das Gebiet bis dato immer als Bauzone 

behandelt worden war, erschien es als nahe liegend, das Problem 

wiederum über eine spezielle Nutzungszone zu lösen und hiefür wiederum 

auf Rodungsbewilligungen zurückzugreifen, zumal die neue 

Waldgesetzgebung solches im Rahmen von Nutzungsplanungen 

grundsätzlich erlaubt. Ursprünglich sollte die Umsetzung des Anliegens 

dabei im Rahmen der pendenten Gesamtrevision der Ortsplanung … 

erfolgen. Wegen der Komplexität der nutzungsplanerischen Erfassung der 

Waldsiedlung, aber auch um nicht die ganze Revisionsvorlage unnötig zu 

verzögern, wurde die Planung über dieses Teilgebiet zurückgestellt. 

Entsprechend wurde im Zonenplan „Bereich Siedlung“ 1:2'500 im Gebiet 

der bestehenden Waldsiedlung „…“ ein Perimeter bezeichnet, innerhalb 

dessen die Ablösung der bisherigen Grundordnung (von 1984/87) erst in 

einer nächsten Phase erfolgen sollte.

Am 14. März 1999 erliessen die Stimmberechtigten der Gemeinde … daher 

die mit dieser Einschränkung totalrevidierte neue Ortsplanung, welche von 

der Regierung am 29. Februar 2000 genehmigt wurde. Mit dieser neuen 

Ortsplanung wurde die bisherige Ortsplanung vom 8. April 1984, von der 

Regierung genehmigt am 16. Februar 1987, ersetzt. 

b) Nach entsprechenden Vorarbeiten legte die Gemeinde den Stimmbürgern 

am 21. Januar 2001 die noch ausstehende Teilgebietsplanung „…„ 

erstmals vor. Die Vorlage sah eine grössere zusammenhängende Bauzone 

vor, welche ihrerseits die Rodung einer Waldfläche von rund 16‘000 m2 

bedingt hätte. Gemäss dem damaligen Generellem Gestaltungsplan 

wurden den einzelnen Parzellen eine bestimmte BGF zugeschieden, 

welche in Anlehnung an die übrige Villenzone auf Grund einer AZ von 0.2 

ermittelt worden war, berechnet über die gesamte Parzellenfläche, also 

auch über jene Teile, welche bestockt waren. Ziel dieser Zuweisung war 

es, den Grundeigentümern einen angemessenen Ausbau bzw. eine 

angemessene Erweiterung ihrer Liegenschaften zu ermöglichen. Der 

Souverän lehnte die Vorlage jedoch mit grossem Mehr ab, dies nachdem 

im Vorfeld dieses Urnenganges noch eine Kontroverse über das 

Nutzungsmass - pro Parzelle hätten max. 600 m2 BGF realisiert werden 

können - und vor allem über die Grösse der Rodungsfläche stattgefunden 

hatte.

Vor der Ausarbeitung einer neuen Vorlage führten die 

Gemeindeverantwortlichen verschiedene Gespräche mit den von der 

Planung tangierten Kreisen mit dem Zweck, deren Anliegen in Erfahrung 

bringen, um diese bei der Ausarbeitung der neuen Vorlage angemessen 

berücksichtigen zu können. Die Gespräche zeigten, dass bauliche 

Erweiterungen von den Opponenten nicht generell abgelehnt wurden, doch 

sollten solche nur noch in minimalem Umfange möglich sein. Es zeigte sich 

zudem, dass sowohl das zulässige Nutzungsmass als auch die 

Rodungsfläche insgesamt gegenüber der abgelehnten Vorlage wesentlich 

reduziert werden mussten. Im Juni 2001 erfolgte eine Besprechung 

zwischen den Gemeindevertretern und der Arbeitsgruppe “Waldsiedlung“. 

Dabei wurden die bei der Neubearbeitung der Teilgebietsplanung „…“ zu 

beachtenden, übergeordneten rechtlichen und planerischen 

Randbedingungen diskutiert und die Spielräume in der Auslegung des 

Waldsiedlungsberichtes ausgelotet. Die Gemeinde orientierte in der Folge 

die Grundeigentümer über die Ergebnisse dieser Aussprache und über den 

weiteren Verlauf der Planung. Seitens der Grundeigentümer wurde die 

Gemeinde darauf aufmerksam gemacht, dass im Kanton Graubünden 

während und nach der Erarbeitung des Waldsiedlungsberichtes zwei 

Waldsiedlungen rechtskräftig genehmigt geworden seien, für welche mit 

dem Segen von Bund und Kanton weit grössere Waldflächen beansprucht 

und weit grössere Nutzungsmasse zugestanden worden waren 

(Rodungsbewilligungen des Bundes vom 09. Oktober 1997 für San 

Bernardino bzw. vom 08. März 2000 für Trin).  

In der Folge liess die Gemeinde einen neuen Entwurf zur 

Teilgebietsplanung „…“ ausarbeiten, welcher im November 2001 vorlag. 

Danach hätten pro Parzelle max. noch 400 m2 BGF realisiert werden 

können; die Rodungsfläche hätte diesfalls lediglich noch 117 m2 betragen. 

Nach einer ersten positiv ausgegangenen Vorprüfung durch das ARP 

wurde der Entwurf sowohl den Grundeigentümern als auch den 

Opponenten zur Stellungnahme unterbreitet. Währenddem sich Letztere 

mit der vorgesehen Regelung einverstanden erklärten - nicht zuletzt wegen 

der massiv reduzierten Rodungsfläche - wiesen die Grundeigentümer 

darauf hin, dass die vorgesehene BGF-Beschränkung gar keine 

zeitgemässe Nutzung der Liegenschaften, insbesondere keine 

angemessenen Erweiterungen, mehr zulasse, was sie im Vergleich mit den 

anderen Waldsiedlungen unverhältnismässig benachteilige und in einer 

Bauzone auch nicht angehe. 

Aufgrund des Vernehmlassungsergebnisses wurde der Entwurf der 

Teilgebietsplanung teilweise angepasst. Die wesentlichsten Änderungen 

betrafen die Straffung des Planungskonzepts, die Zusammenlegung der 

Teilgebiete A/B sowie C/D, die Erhöhung der maximal zulässigen BGF pro 

Gebäude von 400 auf 500 m2 bzw. die Anhebung der 

Erweiterungsmöglichkeiten, mit dem Hinweis darauf, dass dies zu keiner 

wesentlichen Beeinträchtigung des Waldsiedlungscharakters führen 

würde, weil im Teilgebiet A (neu) nur einige wenige Grundstücke davon 

profitieren könnten, die Regelung der Besitzstandsgarantie in Anlehnung 

an die Bestimmungen im Baugesetz und die Anpassung der Baubereiche. 

In der Zeit vom 27. Juni bis 26. Juli 2002 lag der Entwurf öffentlich auf. Das 

neue Konzept hatte u.a. zur Folge, dass nun für die Zonenausscheidung 

wesentlich weniger Waldfläche beansprucht wurden musste, nämlich 

lediglich noch 856,4 m2 gegenüber rund 16‘000 m2 gemäss der 

abgelehnten ersten Vorlage. Entsprechend lautete auch das 

Rodungsgesuch der Gemeinde, welches in der Zeit vom 27. Juni bis 16. 

Juli 2002 und sodann wegen eines Formfehlers in der Zeit vom 25. Juli bis 

23. August 2002 öffentlich auflag. Dagegen erhoben nebst der Stiftung 

Landschaftsschutz Schweiz auch der heutige Rekurrent … Beschwerde an 

das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement Graubünden mit dem Antrag, 

die auf der Parzelle Nr. 1888 vorgesehene Rodung zu verweigern.

Aufgrund der im Rahmen der öffentlichen Auflage eingereichten Wünsche 

und Anträge überprüfte der Gemeindevorstand den Entwurf erneut und 

passte ihn in der Folge teilweise an. Anschliessend wurden die 

überarbeiteten Planungsunterlagen am 18. November 2002 dem 

Kantonalen Amt für Raumplanung zur zweiten Vorprüfung eingereicht, 

welches am 24. März 2003 seinen Bericht erstattete. Dieser lautete im 

Wesentlichen positiv, was denn auch der Grund dafür war, dass sich der 

Gemeindevorstand dazu entschloss, den betreffenden Entwurf versehen 

mit geringfügigen Änderungen erneut öffentlich aufzulegen, nicht zuletzt 

auch deshalb, weil es im Einvernehmen mit den betroffenen 

Grundeigentümern gelungen war, die Rodungsfläche weiter zu reduzieren 

nämlich auf 700,9 m2. Die öffentliche Auflage des bereinigten Entwurfs der 

Teilgebietsplanung „…“ fand in der Zeit vom 05. Juni bis 04. Juli 2003 statt. 

Von der in Art. 37 KRG vorgesehenen Möglichkeit, Wünsche und Anträge 

einzubringen, machten zahlreiche Grundeigentümer und Opponenten 

Gebrauch, so unter anderem auch ein Teil der heutigen Rekurrenten. 

Demgegenüber blieb von Seiten der übrigen Bevölkerung eine Reaktion 

aus. Parallel dazu erhob … im Juli 2003 gegen die öffentliche Auflage der 

Revisionsvorlage Stimmrechtsbeschwerde, auf welche das 

Verwaltungsgericht in der Folge jedoch nicht eintrat (VGU U 03 76).

c) Am 4. April 2004 beschlossen die Stimmberechtigten von … die noch 

ausstehende, teilgebietsbezogene Nutzungsplanung „…“, welche aus 

folgenden Planungsmitteln besteht:

- Ergänzung Baugesetz (Art. 82a und 86 Abs. 4) 

- Zonenplan Bereich Siedlung (Ergänzung) 1:2'500 „…“ 

- Genereller Gestaltungsplan (GGP) und Genereller Erschliessungsplan 

(GEP) 1:1000 „…“ 

- Vorschriften zum GGP/GEP „…“.

Da die im Zonenplan „…“ ausgeschiedenen Bauzonen („Spezialzonen …“) 

stellenweise auf Flächen ausgeschieden wurden, die gemäss der 

1996/1997 im Vorfeld der Totalrevision der Ortsplanung durchgeführten, 

rechtskräftigen Waldfeststellung als Wald gelten, reichte die Gemeinde … 

in Anwendung von Art. 12 WaG dem Kanton parallel dazu ein 

Rodungsgesuch für total 700,9 m2 Wald ein (vgl. Rodungsplan „…“ 1:1000 

vom 4. April 2004).

Gegen die von den Stimmberechtigten beschlossene Nutzungsplanung 

erhoben u.a. die im Rubrum aufgeführten Personen Planungsbeschwerde 

an die Regierung mit dem Begehren um Aufhebung respektive 

Nichtgenehmigung. Sie machten im Wesentlichen eine Verletzung von Art. 

15 RPG (fehlende Eignung für Überbauungszwecke; die - abgesehen von 

den überbauten Flächen - bestehende Bewaldung) geltend. Die nunmehr 

vorgesehenen Bauzonenteile seien entsprechend denn auch auf 

Rodungen (701 m2) sowie auf zum Teil massive Reduzierungen des 

Waldabstandes angewiesen. Weder die erforderlichen Rodungen noch die 

vorgesehenen, reduzierten Waldabstände seien zulässig. Ferner machten 

sie einen Verstoss gegen raumplanerische Prinzipien (Planbeständigkeit, 

Verbot von Punktbauzonen, unzutreffende Gewichtung der öffentlichen 

Interessen an einer Einzonung) geltend. Insbesondere sei das von der 

Gemeinde vorgegebene Ziel der Entflechtung zwischen Wald- und 

Bauzone zu relativieren, weil dieses Ziel auch ohne Gewährung von 

Erweiterungsmöglichkeiten erreicht werden könne. Sodann machten sie 

einen Verstoss gegen den kantonalen Richtplan geltend. Das von der 

Gemeinde vorgesehene Konzept für Erweiterungen (absolute 

Nutzungsbegrenzung von 500 m2 BGF; relative Beschränkung auf das 

Doppelte der bestehenden BGF) führe zu Gebäudeerweiterungen, die den 

dafür festgelegten Grundsätzen des kantonalen Richtplanes krass 

widersprächen. Neu hinzu kämen noch zulässige Erweiterungen mit nicht 

BGF-pflichtigen Nutzungen (Garagen etc.), sowie Erweiterungen aufgrund 

von Nutzungsübertragungen. Letzteres sei ohnehin unzulässig. Unstatthaft 

sei auch, Waldflächen für die Ermittlung der zulässigen BGF 

heranzuziehen. Unzulässig sei aber auch die in der Planvorlage z.B. für die 

Parzelle Nr. 1888 vorgesehene neue, unterirdische Erschliessung. Im 

Übrigen sei der kantonale Richtplan seinerseits bundesrechtswidrig, weil er 

Erweiterungsmöglichkeiten im Sinne der Vorschriften über Bauten und 

Anlagen ausserhalb der Bauzone vorsehe, was für ein Waldgebiet zu 

grosszügig sei. Die angefochtene Planung verstosse aber auch gegen das 

im WaG verankerte Walderhaltungsgebot. Die Rodungsvoraussetzungen 

seien jedenfalls nicht erfüllt. Die Planung verstosse aber auch noch gegen 

die im kantonalen Waldrecht enthaltenen Regelungen über den 

Waldabstand. Es lägen vorliegend überhaupt keine Ausnahmegründe vor, 

die bei 13 Parzellen zum Teil massive Unterschreitungen des ordentlichen 

Waldabstandes von 10 m zu rechtfertigen vermöchten. Die vorgeschlagene 

Lösung stelle an sich nichts anderes dar als eine Umgehung des 

Rodungsverbots.

Nach Durchführung eines doppelten Schriftenwechsels und eines 

Augenscheins wies die Regierung des Kantons Graubünden die 

Planungsbeschwerde mit ausführlich begründetem Entscheid vom 10. Mai 

2005, mitgeteilt am 12. Mai 2005, ab. Gleichentags entsprach das Bau-, 

Verkehrs- und Forstdepartement dem Gesuch der Gemeinde … zur 

Rodung von 701 m2 Waldareal zwecks Trennung von Wald und Bauzone 

im Rahmen der Revision der Ortsplanung und wies die dagegen von … 

erhobene Einsprache im Sinne der Erwägungen ab.

2. a) Gegen den für sie abschlägigen Beschwerdeentscheid liessen die im 

Rubrum erwähnten Personen am 1. Juni 2005 beim Verwaltungsgericht 

frist- und formgerecht Rekurs (R 05 72) erheben mit den Anträgen, es seien 

der Entscheid der Regierung des Kantons Graubünden vom 10./12. Mai 

2005 (Protokoll Nr. 559) sowie der Entscheid vom 10./12. Mai 2005 

(Protokoll Nr. 557) vollumfänglich aufzuheben (Ziff. 1). Es sei die 

Teilrevision Ortsplanung … bzw. der entsprechende gemeindliche 

Beschluss vom 4. April 2004 nicht zu genehmigen und vollumfänglich 

aufzuheben (Ziff. 2). Eventualiter seien die angefochtenen Entscheide 

aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeuteilung an die Regierung 

des Kantons Graubünden zurückzuweisen. Zur Begründung liessen sie im 

Wesentlichen die bereits ihrer Planungsbeschwerde an die Regierung 

zugrunde liegenden Überlegungen vertiefen und ergänzen.

b) Gegen die Erteilung der Rodungsbewilligung liess … am 2. Juni 2005 beim 

Verwaltungsgericht frist- und formgerecht Rekurs (R 05 73) erheben mit 

dem Antrag, es sei der Entscheid des Bau-, Verkehrs- und 

Forstdepartementes vom 9./12. Mai 2005 aufzuheben (Ziff. 1); der Rodung 

auf Parzelle Nr. 1888 sei die Bewilligung zu verweigern (Ziff. 2).

c) Mit Schreiben vom 15. Juni teilte der Rechtsvertreter der Rekurrenten 1 

mit, dass die Erbengemeinschaft ... am Rekurs R 05 72 nicht mehr 

festhalten wolle und sich vom Verfahren zurückziehe.

3. a) Die Regierung des Kantons Graubünden beantragte unter Verweis auf ihre 

Erwägungen im angefochtenen Entscheid die Abweisung des Rekurses R 

05 72.

b) Denselben Antrag stellte auch das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement 

(BVFD) im Rekursverfahren R 05 73 unter Hinweis auf seine Ausführungen 

in der angefochtenen Verfügung.

c) Mit im Wesentlichen übereinstimmender Argumentation liessen die 

rekursbeklagte Gemeinde … einerseits und … anderseits Abweisung der 

beiden Rekursverfahren, soweit auf diese überhaupt eingetreten werden 

könne, beantragen.

4. Am 29. September 2005 führte eine Delegation der IV. Kammer des 

Verwaltungsgerichts einen Augenschein durch, an welchem für die 

Rekurrenten 1 … mit ihrem Rechtsvertreter, Mitglieder der 

Gemeindebehörden mit ihrem Rechtsvertreter, der Raumplanungsjurist der 

Regierung, der Vertreter des BVFD begleitet von einem Mitarbeiter des 

kantonalen Amtes für Wald sowie der Rechtsvertreter von … teilnahmen. 

Allen Anwesenden wurde dabei Gelegenheit erteilt, sich anhand der 

Örtlichkeiten an verschiedenen Standorten auch noch mündlich zu allen 

aufgeworfenen Fragen zu äussern.

Auf die Ausführungen am Augenschein, wie auch auf die weiteren 

Darlegungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die beiden Rekurse R 05 72 und R 05 73 richten sich gegen drei formell 

koordinierte Entscheide. Weil die Rekurse sachlich in einem engen 

Zusammenhang stehen, rechtfertigt es sich, sie gestützt auf Art. 32 VGG 

zu vereinigen und mit einem einzigen Urteil zu erledigen.

b) Vorab ist sodann festzuhalten, dass der Rekurs R 05 72, soweit er von der 

Erbengemeinschaft … erhoben wurde, zufolge Rückzuges gegenstandslos 

geworden ist.

2. a) Anfechtungsobjekt bildet zum einen die von der Regierung mit Beschluss 

Nr. 557 vom 10./12. Mai 2005 genehmigte (im Sinne einer 

Vervollständigung der bereits am 14. März 1999 verabschiedeten, 

totalrevidierten)   Nutzungsplanung für das Teilgebiet „…“ auf Gebiet der 

Gemeinde …, bestehend aus einer Ergänzung des Baugesetzes, dem 

Zonenplan Bereich Siedlung (Ergänzung) 1:2'500 „…“, dem Generellen 

Gestaltungsplan und dem Generellen Erschliessungsplan 1:1'000 „…“ und 

den Vorschriften zum GGP/GEP „…“ sowie der gleichentags mit separatem 

Beschluss (Nr. 559) mitgeteilte Entscheid, mit welchem die Beschwerde 

der heutigen Rekurrenten abgewiesen worden ist, soweit darauf 

eingetreten wurde. 

Angefochten ist ferner auch die mit Departementsverfügung vom 9./12. Mai 

2005 erteilte Rodungsbewilligung von 701 m2 Waldareal angefochten. 

Gegen den Genehmigungs- und Beschwerdeentscheid kann gestützt auf 

Art. 61 Abs. 2 KRG, gegen die Rodungsbewilligung gestützt auf Art. 9 

KWaG Rekurs an das Verwaltungsgericht erhoben werden. 

Die Überprüfungsbefugnis des Verwaltungsgerichtes erstreckt sich im 

Rekursverfahren praxisgemäss auf Rechtsverletzungen einschliesslich 

Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des Sachverhaltes (Art. 53 lit. a VGG). Das 

Gericht prüft mithin den Sachverhalt und die Rechtsfragen frei. 

Insbesondere in Ortsplanungssachen, wo das Gericht in aller Regel - wie 

vorliegend - zweite kantonale Rechtsmittelinstanz ist, beurteilt es hingegen 

nicht, ob der angefochtene Entscheid zweckmässig oder angemessen sei 

(vgl. zur Kognition in Ortplanungssachen PVG 1999 Nr. 44, 1997 Nr. 49, 

1996 Nr. 42). 

b) Gemäss Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG ist im kantonalen Nutzungsplanverfahren 

die Rechtsmittellegitimation mindestens im Umfang von Art. 103 des 

Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) 

vorzusehen (PVG 2003 Nr. 34 mit weiteren Hinweisen). Dieselbe 

Umschreibung gilt gemäss Art. 46 WaG auch für die 

Rechtsmittellegitimation im Rechtsmittelverfahren betreffend 

Rodungsbewilligungen. Mithin sind alle diejenigen zum Rekurs gegen die 

streitige Ortsplanung und/oder die Rodungsbewilligung berechtigt, welche 

dadurch berührt sind und ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung haben. Erforderlich ist mithin ein besonderes Interesse, das nur 

Einzelnen oder nur einem eingeschränkten Personenkreis eigen ist. Ein 

Rekurrent muss durch eine Planungsmassnahme oder eine Verfügung in 

höherem Masse als eine beliebige Drittperson betroffen sein. Diese 

besondere Betroffenheit grenzt die Drittbeschwerde von der unzulässigen 

Popularbeschwerde ab (vgl. statt vieler BGE 121 II 177 f., 120 Ib 51). Es 

muss sich entsprechend um eine hinreichende Beschwer handeln, um ein 

Interesse, das intensiv genug ist, um als unmittelbares und eigenes 

(persönliches) anerkannt zu werden und das zudem einen ausreichenden 

Anlass zur Überprüfung der streitigen Verfügung bietet (BGE 122 II 369; 

121 II 361 f., 177 ff.). Das Interesse wiederum besteht letztlich im 

praktischen Nutzen, den eine erfolgreiche Anfechtung ihm einbringen 

würde, d.h. in der Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils, 

den der angefochtene Entscheid für ihn hätte (PVG 1996 Nr. 29; BGE 120 

Ib 487f.). Das Interesse muss in der Regel aktuell sein (vg. z.B. BGE 120 

Ib 308), wobei unter bestimmten Voraussetzungen auch ein virtuelles 

Interesse genügt. Im Lichte dieser Umschreibung ist vorweg auf die von 

den Rekursgegnern 3 und 4 gestellten Nichteintretensanträge einzugehen 

und die Legitimation der einzelnen Rekurrenten für beide Verfahren 

separat zu prüfen.

3.

3.1 R 05 72 (Ortsplanung)

a) Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die Rekurslegitimation des 

Rekurrenten …, welcher als Eigentümer der im Gebiet „…“ gelegenen, mit 

einem Wohnhaus überbauten Parzelle Nr. 1783 von der 

Teilgebietsplanung betroffen ist, zu bejahen ist. Im Lichte der neueren 

verwaltungsgerichtlichen Praxis betrachtet (PVG 2003 Nr. 34), ist er 

berechtigt, alle Rügen vorzubringen, welche den Streitgegenstand 

betreffen und für seine Position Vorteile erwarten lassen.

b) Den Erben … hat bereits die Vorinstanz die Beschwerdelegitimation 

abgesprochen und einen Nichteintretensentscheid gefällt, weil sie als 

Eigentümer relativ weit vom Planungsgebiet entfernter Parzellen nicht 

mehr als irgendein anderer Eigentümer oder Einwohner von der Planung 

betroffen seien. Diese Einschätzung erweist sich im Lichte der eingangs 

umschriebenen legitimationsrechtlichen Voraussetzungen offensichtlich 

als zutreffend, weshalb sich der vorinstanzliche Nichteintretensentscheid 

diesbezüglich auch ohne weiteres als korrekt erweist. Der Rekurs R 05 72 

ist bereits daher, soweit er von den Erben … erhoben worden ist, 

abzuweisen.

c) Fraglich ist im Lichte der oben gemachten Umschreibung der 

Legitimationsvoraussetzungen auch die Legitimation der Rekurrenten … 

und … als Eigentümer einer ausserhalb des Planungsperimeters 

gelegenen Liegenschaft. Wie seitens der rekursbeklagten Gemeinde zu 

Recht dargelegt worden ist, ist schwer nachvollziehbar, inwiefern sie in 

gestalterischer und/oder erschliessungsmässiger Hinsicht durch die 

streitige Planung in rechtlich entscheidendem Masse betroffen und 

beschwert sein könnten. Dies umso weniger, als sich für sie die Situation 

gegenüber heute angesichts der künftig möglichen, relativ geringfügigen 

Veränderungen im Planungsperimeter praktisch überhaupt nicht verändern 

wird. Sowohl die Nutzungsintensität als auch das Verkehrsaufkommen im 

Gebiet werden aufgrund der beschlossenen Planungsmassnahmen 

(geringfügige bauliche Erweiterungen, einige wenige neue 

Zufahrtsmöglichkeiten) keine relevanten Änderungen erfahren. 

Insbesondere wird auch die geänderte (unterirdische) Erschliessung der 

Parzelle Nr. 1888 für die Rekurrenten … weder zu relevanten neuen, 

zusätzlichen Immissionen noch zu der befürchteten Verkehrsgefährdung 

führen und es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern die Rekurrenten … durch 

die angefochtene Planung mehr als jeder Dritte betroffen sein könnten. Im 

Lichte des Dargelegten spräche daher einiges dafür, den Rekurrenten die 

Rekurslegitimation abzusprechen. Davon kann vorliegend aber abgesehen 

und die Frage damit letztlich offen gelassen werden, weil - wie oben 

ausgeführt - bereits auf den Rekurs des Mitrekurrenten … eingetreten 

werden muss.

3.2 Soweit die Rekurrenten … und … zur Begründung ihrer Begehren die 

Rechtskraft der in den Jahren 1996/1997 durchgeführten 

Waldfeststellungen als Basis für die streitige Ortsplanung beanstanden, 

kann auf ihren Rekurs nicht eingetreten werden. Im Zuge der Vorarbeiten 

für die am 14. März 1999 erlassene Ortsplanung ist von den zuständigen 

Behörden das im Sinne von Art. 10 Abs. 2 WaG und Art. 13 Abs. 2 KWaG 

vorgesehene Verfahren zur Feststellung des Waldes im Bereich von Wald 

und Bauzonen von den hiefür zuständigen Instanzen korrekt durchgeführt 

und abgeschlossen worden. Die entsprechenden Waldfeststellungspläne 

wurden nach der erforderlichen Publikation im Kantonsamtsblatt öffentlich 

aufgelegt und die darin enthaltenen erstmaligen Abgrenzungen zwischen 

Wald und den Bauzonen, welche sich offenkundig an Art. 2 WaG 

orientierten, sind - nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist - längst 

rechtskräftig geworden. Gestützt auf die rechtskräftigen Waldfeststellungen 

und den nunmehr feststehenden Verlauf wurden die Waldgrenzen korrekt 

in den Plänen eingetragen (vgl. Art. 13 Abs. 1 WaG), was auch seitens der 

Rekurrenten nicht in Abrede gestellt wird. Dem Sinn und Zweck der 

erwähnten Bestimmungen entsprechend, aufgrund welchem der 

dynamische Waldbegriff im Bereich von Bauzonen aus Gründen der 

Rechtssicherheit und zwecks Sicherstellung der Überbaubarkeit von 

Bauzonenland in beschränktem Umfang durch einen statischen 

Waldbegriff ersetzt worden ist (vgl. Peter Hänni, Planungs-, Bau- und 

besonderes Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002, S. 413 f.; Heribert 

Rausch/Arnold Marti/ Alain Griffel, Umweltrecht, Zürich/Basel/Genf 2004, 

Rz. 466), geht es nun nicht an, die rechtskräftigen Waldfeststellungen, 

welche im Rahmen der Gesamtrevision der Ortsplanung korrekt 

durchgeführt worden sind, wiederum mit irgendwelchen Einwänden in 

Frage zu stellen. Abgesehen von Gründen der Rechtssicherheit, ist es im 

Übrigen auch bereits aufgrund der Höhenlage und der relativ kurzen 

Zeitspanne zwischen Waldfeststellung und Genehmigung der Ortsplanung 

unwahrscheinlich, dass sich im Planungsperimeter neuer Wald bilden 

konnte. Was die Rekurrenten im Zusammenhang mit den damaligen 

Waldfeststellungen 1996/1997 vorbringen, vermag nicht zu überzeugen 

und insgesamt betrachtet kein Zurückkommen zu rechtfertigen. Auf die 

Einwendungen ist daher im vorliegenden Rekursverfahren nicht 

einzutreten.

3.3 R 05 73 (Rodungsbewilligung) 

Die Rekursgegner stellen allesamt die Rekurslegitimation des Rekurrenten 

4 in Frage, im Wesentlichen mit der Überlegung, es sei unerfindlich, 

welchen praktischen Nutzen er überhaupt daran haben sollte, dass auf der 

Parzelle Nr. 1888 eine Rodung im Umfang von lediglich rund 71 m2 

unterbleibe. Zwar sei das auf der erwähnten Parzelle befindliche Gebäude 

(Dachbereich) von der rekurrentischen Liegenschaft aus erkennbar, doch 

trete das Gebäude selbst nach einem möglichen Ausbau kaum anders als 

bisher in Erscheinung. Zudem spiele sich die Rodung in einem Bereich ab, 

welcher von der rekurrentischen Liegenschaft nicht eingesehen werden 

könne, weshalb auch an einer ins Gewicht fallenden Beschwer mangle. 

Auch wenn im Lichte der eingangs umschriebenen 

Legitimationsvoraussetzungen einiges für die von den Rekursgegnern 

vertretene Rechtsposition spricht, kann angesichts des 

Verfahrensausganges (vgl. nachstehende E.4.) offen gelassen werden, wie 

es sich im konkreten Fall verhält. Auf den Rekurs ist daher in diesem Sinne 

einzutreten.

4. R 07 72 (Ortsplanung)

4.1 Die Rekurrenten beanstanden im Wesentlichen, dass die streitige 

Teilgebietsplanung, mit welcher die im Gebiet „…“ seit Jahren bestehenden 

Wohnbauten (samt etwas Umschwung) einer speziellen Nutzungszone 

(Bauzone) zugewiesen wurden, in verschiedener Hinsicht übergeordnetem 

Recht (RPG, WaG, Verfassungsrecht) widerspreche. Sie stehe zudem im 

Widerspruch zu Vorgaben im Kantonalen Richtplan, wobei dieser selbst 

dem übergeordneten Recht nicht in jeder Hinsicht entspreche. Ihnen kann, 

wie nachstehend noch darzulegen ist, nicht gefolgt werden.

4.2 Die Regierung hat im angefochtenen Beschwerdeentscheid unter 

Würdigung der Entstehungsgeschichte der Waldsiedung „…“ in einer 

umfassenden und sorgfältigen Interessenabwägung die für den konkreten 

Fall massgebenden Gesichtspunkte (so u.a. historische Entwicklung der 

Waldsiedlung; planerische Ausgangslage, insbesondere aufgrund der 

Vorgaben der OP 1984/87; Änderungen im übergeordneten Wald- und 

Planungsrecht; Wegfall der Generellen Rodungsbewilligungen; Bedarf 

nach Revision der Planungsmittel mit dem Ziel der Entflechtung der 

Nutzungskonflikte zwischen Wald und Raumplanung; konkreter 

Überbauungs- und Erschliessungsstand unter Einbezug der von den 

Grundeigentümern und dem Gemeinwesen hiefür getätigten Investitionen; 

der ausgewiesene Bedarf, Planung und Wirklichkeit in Übereinstimmung 

zu bringen; gewählte nutzungsplanerische Lösung mit der Zuordnung der 

Waldsiedlung in eine Spezialbauzone mit angemessenen 

Erweiterungsmöglichkeiten; Vertrauensschutz; Rechtsgleichheitsgebot) 

gewichtet, die Vorlage als mit der übergeordneten Planungs- und 

Waldgesetz in Einklang stehend qualifiziert und sie unter gleichzeitiger 

Abweisung der dagegen erhobenen Planungsbeschwerde genehmigt. Auf 

die entsprechenden Ausführungen und Schlüsse im angefochtenen 

Beschwerdeentscheid (RB Nr. 559, Ziff. 5, S. 12 ff.) kann uneingeschränkt 

verwiesen werden. Die Rekurrenten bringen in ihrer weitschweifigen 

Rekurseingabe dagegen nichts vor, was sie nicht auch schon im 

Planungsbeschwerdeverfahren vor der Regierung geltend gemacht haben 

und worauf diese in zutreffender Weise im angefochtenen Entscheid 

eingegangen ist. Es drängen sich diesbezüglich daher nur noch einige 

ergänzende Überlegungen auf.

4.3 Die Rekurrenten beanstanden die angefochtene Planung wiederum mit 

dem Einwand, dass das Gebiet „…“ zu Unrecht als weitgehend überbautes 

Gebiet im Sinne von Art. 15 lit. a RPG qualifiziert worden sei und dass ihm 

überdies auch die Eignung als Bauland abzusprechen sei. Bereits der 

Umstand, dass die Bauten mitten im Wald lägen und das Gebiet von 

diesem geprägt würde, stünde der vorinstanzlichen Annahme als 

weitgehend überbautes Gebiet entgegen. Unerheblich sei dabei, dass die 

grosse Streuung der Bauten auf das ursprüngliche Baustatut 

zurückzuführen sei. Ihnen kann nicht gefolgt werden. 

a) Wie sich aufgrund der bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts 

zurückreichenden Entstehungsgeschichte der Waldsiedlung „…“ leicht 

erkennen lässt, steht vorliegend keine Neueinzonung „im Wald“ zur 

Diskussion; eine solche wäre unbestrittenermassen gar nicht zulässig. 

Gegenstand bildet vielmehr die nutzungsplanerische Behandlung einer seit 

Jahrzehnten bestehenden und gestützt auf bisherige Nutzungsordnungen, 

locker überbauten Waldsiedlung. In diesem Zusammenhang interessiert 

vorweg deren rechtliche Qualifikation als (bereits) weitgehend überbautes 

Gebiet i.S. von Art. 15 lit. a RPG und die Zuweisung der bereits überbauten 

(und gegenüber dem Wald mittels rechtskräftigen Waldfeststellungen 

abgegrenzten) Teilflächen in die Spezial(bau)zone „…“. Wie sich bereits 

dem Zonenplan entnehmen lässt und der verwaltungsgerichtliche 

Augenschein bestätigt hat, wird das Gebiet - zusammen mit den bestockten 

Flächen -  durch ca. 27 villenartige Gebäude mit etwas Umschwung sowie 

mit den erforderlichen Erschliessungsanlagen (Sammel- und 

Erschliessungstrassen, Hauszufahrten, Wasser- und Energieversorgung, 

Abwasserentsorgung) geprägt. Baulücken im Rechtssinne fehlen, zumal 

die Lage „mitten im Wald“ Ausdruck der bereits mit dem Baustatut vom 12. 

September 1950 und den in den folgenden Jahren gestützt darauf von der 

Gemeinde beschlossenen und genehmigten Nutzungsordnungen 

verfolgten Ziele bzw. der darin vorgeschriebenen Bauweise ist. Die Lage 

und aufgelockerte Bauweise spricht letztlich nicht gegen die vorinstanzliche 

Bejahung des Siedlungscharakters des Gebietes. Zum selben Schluss ist 

auch die in den Akten mehrfach erwähnte Arbeitsgruppe Waldsiedlungen 

in ihrem Bericht vom 29. April 1999 (S. 2, Ziff. 3) gelangt, indem sie 

ausführte, dass die Waldsiedlung als Ausgangspunkt für die Ausscheidung 

einer Grundnutzungszone mit Bauzonencharakter betrachtet werden 

müsse. Diese Auffassung liegt denn auch dem von der Regierung 

erlassenen und vom Bundesrat genehmigten KRIP 2000 vom 19. 

November 2002 zugrunde. Die Qualifikation des Gebietes als weitgehend 

überbaut erweist sich somit als zutreffend.

 

b) Auch soweit die Rekurrenten mit ihrem Einwand die Eignung des Gebietes 

als Bauzone in Frage stellen wollen, kann ihnen aufgrund der eben 

geschilderten faktischen und rechtlichen Gegebenheiten nicht gefolgt 

werden. Dies umso weniger, als das Gebiet im KRIP 2000 als Waldsiedlung 

mit dem Koordinationsstand „Festsetzung“ aufgeführt (vgl. Anhang 3, S. 5) 

und damit als zur Besiedelung/Überbauung geeignete Fläche bzw. zum 

Baugebiet gehörend qualifiziert worden ist. Was die Rekurrenten dagegen 

vorbringen, ist unbehelflich.

 

c) Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzuhalten, dass die 

Vorinstanzen dem Gebiet zu Recht die Eignung als Bauland  

zugesprochen, es als weitgehend überbaut qualifiziert haben und die 

unbestrittenermassen vorhandenen Nutzungskonflikte Wald/Bauzone für 

die bereits überbauten Flächen und die Erweiterungsbereiche zu Recht 

mittels der Ausscheidung einer Spezialbauzone (und nicht etwa über 

Ausnahmerecht i.S. von Art. 24 ff. RPG) angegangen haben.

d) Die Rekurrenten stören sich unter Hinweis auf BGE 119 Ia 300 ff. an der 

Ausscheidung einer Bauzone, weil der Konzentrationsgrundsatz verlange, 

dass Bauzonen möglichst kompakt ausgeschieden würden; die Schaffung 

von - wie vorliegend - Punktbauzonen sei jedenfalls unzulässig und die 

Notwendigkeit Punktbauzonen auszuscheiden, zeige auf, dass kein 

weitgehend überbautes Gebiet i.S. von Art. 15 RPG vorliegen könne. Auch 

aus diesem Einwand können sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Wie 

seitens der Rekursgegner zu Recht erkannt worden ist, gilt das 

Punktbauzonenverbot bei der Ausscheidung von neuen Bauzonen, nicht 

aber bei der planerischen Behandlung von Bauten in bereits erschlossenen 

und im Rahmen der bisherigen Grundordnungen überbauten Gebieten, in 

welchen aufgrund von geänderten wald- und planungsrechtlichen 

Vorgaben eine den neuen, rechtlichen Rahmenbedingungen 

entsprechende adäquate planerische Grundlage geschaffen werden muss. 

Hier macht es zweifellos Sinn, die bereits überbauten Flächen sowie die für 

massvolle Erweiterungen noch in Frage kommenden Flächen einer 

Bauzone zuzuweisen, und zwar unabhängig davon, ob diese Flächen 

grösser oder kleiner sind bzw. mehr oder weniger zusammenhängen. Im 

Spannungsfeld zwischen Wald/Raumplanung umso mehr dann, wenn - wie 

vorliegend - mit nutzungsplanerischen Massnahmen grossflächige 

Rodungen (statt 16'000 m2, wie ursprünglich mal vorgesehen, sind nur 

noch rund 701 m2 nötig) vermieden und die angestrebten Planungsziele 

trotzdem erreicht werden können.

e) Im Lichte des oben Dargelegten kann offen bleiben, ob die vormalige 

Ortsplanungsrevision (1984/1987) bereits bundesrechtskonform war (mit 

guten Gründen bejahend: Rechtsgutachten Professor Dr. A. Ruch) oder 

nicht. Ebenso braucht nicht näher geprüft zu werden, ob die generelle 

Rodungsbewilligung bereits Ende 1990 oder (in Analogie zu den generellen 

Rodungsbewilligungen in anderen Bündner Gemeinden) erst 1995 dahin 

gefallen ist. 

4.4 Die Rekurrenten rügen, die angefochtene Planung verstosse gegen den 

kantonalen Richtplan und verlangen die akzessorische Prüfung desselben 

im Rahmen des vorliegenden Verfahrens. Dass letzteres grundsätzlich 

möglich ist, trifft zu (vgl. ZSGV 105/2005 S. 107 ff.), doch können die 

Rekurrenten daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

a) Ihre Auslegung von Ziff. 5.4.2 KRIP 2000, wonach die baulichen 

Erweiterungsmöglichkeiten durch den Rahmen der BAB-Grundsätze 

beschränkt seien und zudem auch ein Verbot von neuen 

Erschliessungsanlagen vorsehe, zielt, wie sich bereits aus dem oben 

Dargelegten (zu Art. 15 RPG) und dem nachstehend noch Auszuführenden 

(u.a Nutzungsmass, Problematik Nutzungszone/Wald, …) ohne weiteres 

ergibt, ins Leere. Dies umso mehr, als mit der Planung im Wesentlichen 

lediglich eine (altrechtliche) Bauzone in einem teils bewaldeten Gebiet 

bestätigt wird und damit nicht etwa Erweiterungsmöglichkeiten für Bauten 

im Wald (i.S. von Ausnahmerecht) geschaffen werden. Entsprechend ist 

davon auszugehen, dass die angefochtene Nutzungsplanung 

richtplankonform ist.

b) Soweit die Rekurrenten in ihrer Eingabe die Bundesrechtskonformität des 

KRIP 2000 selbst in Frage stellen (Orientierung an BAB-Grundsätzen für 

Bauten im Waldgebiet sei unsachgemäss und zu weitgehend, weil damit 

solche Bauten mit Bauten in einer gewöhnlichen Nichtbauzone 

gleichgestellt würden; Kriterium der Ortsüblichkeit), erweisen sich ihre 

Einwände ebenfalls als unbegründet. Anstelle von Wiederholungen kann 

auf die zutreffenden Ausführungen der Gemeinde in ihrer Vernehmlassung 

vor Verwaltungsgericht (S. 20 f.) verwiesen werden. Ebenso ist mit dieser 

festzuhalten, dass das Gebiet einer Spezialzone zugeschieden werden 

musste, weil es bereits im Rahmen der bisherigen Nutzungsordnungen 

überbaut und erschlossen worden ist und weil Planung und Wirklichkeit 

damit in Übereinstimmung gebracht werden können. 

4.5. Unbehelflich ist ferner der rekurrentische Einwand, die Rodungsfläche sei 

in Tat und Wahrheit rund 3000 m2 grösser, weil die angefochtene Planung 

auf den Waldfeststellungsplänen 1996/1997 beruhe, die den Wald um ca. 

3000 m2 zu klein angegeben hätten. Diesbezüglich kann vollumfänglich auf 

die Ausführungen im angefochtenen Entscheid (S. 14) verwiesen werden, 

denen nichts beizufügen ist.

4.6. Soweit die Rekurrenten der angefochtenen Planung ein unzulässiges 

Nutzungsmass entgegenhalten, kann ihnen ebenfalls nicht gefolgt werden. 

a) Das von der Gemeinde in der Planung vorgesehene Konzept (absolute 

Nutzungsbegrenzung auf 500 m2 BGF, relative Beschränkung auf das 

Doppelte der bestehenden BGF; begrenzte Anbauten für 

Nebennutzungen) steht, wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 

mit ihrer Einschätzung und die Gemeinde in ihrer Vernehmlassung vor 

Verwaltungsgericht zutreffend dargelegt haben, ebenfalls in Einklang mit 

den im KRIP 2000 festlegten Grundsätzen. Bei der Neufestlegung des 

zulässigen Nutzungsmasses ist an die bisherige Ordnung (Villenzone 

gemäss OP 1984, abgedeckt durch die damaligen Generellen 

Rodungsbewilligungen, bestehender Überbauungs- und 

Erschliessungsstand) angeknüpft worden und der neuen Festlegung liegt 

die Auffassung zugrunde, dass dieses auch nach neuem WaG im Rahmen 

einer Interessenabwägung mit Rodungsbewilligungen möglich ist. Wie die 

Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (S. 15) nachvollziehbar dargelegt 

hat, liegen die zugelassenen baulichen Erweiterungen bezogen auf das 

gesamte bewaldete Gebiet „…“ in der Summe bei ca. 17 - 20% und damit 

noch unterhalb des Rahmens der (objektbezogenen) BAB-Vorschriften, 

mithin so oder anders auch in dem vom KRIP 2000 vorgesehenen 

Nutzungsmass. 

b) Dass bei einzelnen Gebäuden ausnahmsweise grössere Erweiterungen 

realisiert werden können, kann bereits aus den im angefochtenen 

Entscheid zutreffend dargelegten Überlegungen, denen die für eine 

Bauzone übliche gebietsbezogene Betrachtungsweise zugrunde liegt, 

akzeptiert werden. Angesichts der Entstehungsgeschichte der 

Waldsiedlung sprechen aber auch Überlegungen des Vertrauensschutzes, 

sowie - wenn auch in eingeschränkterem Masse - des Anspruchs auf 

rechtsgleiche Behandlung (vgl. Waldsiedlungsbericht, S. 5, lit. C, Ziff. 1) für 

die getroffene Regelung.

c) Aus dieser Sicht betrachtet, lässt es sich auch nicht beanstanden, wenn die 

baulichen Erweiterungsmöglichkeiten u.a. von der gesamten 

Parzellengrösse abhängig gemacht worden sind, obwohl die Parzellen 

abgesehen von der Gebäudegrundfläche und etwas Umschwung zum 

Waldareal gehören (so bereits vorgesehen in Art. 43 Abs. 2 aBG; bestätigt 

in VGE 135/88). Dem rekurrentischen Ansinnen, dass für die Festlegung 

des zulässigen Nutzungsmasses lediglich von den nicht bestockten 

Flächen ausgegangen werden dürfe, kann bereits daher, wie auch 

angesichts der mehrfach geschilderten Entstehungsgeschichte und den im 

Waldsiedlungsbericht sowie im KRIP 2000 vorgesehenen 

Festlegungen/Rahmenbedingungen zur planerischen Ausgestaltung des 

Nutzungsmasses, nicht gefolgt werden. Im konkreten Fall umso weniger, 

als diesfalls selbst bei einer Erhöhung der AZ von 0,15 auf 0,2 (AZ in einer 

„normalen“ Villenzone) auf den einzelnen Parzellen im Gebiet nur noch 

BGF in der Grössenordnung von 75 - 150 m2 zulässig wären, was 

wiederum der ortsüblichen Siedlungsstruktur und Bauweise in 

vergleichbaren (Villen)Zonen in der Gemeinde krass widersprechen würde. 

Darüber hinaus würden damit nicht nur bauliche Erweiterungen 

ausgeschlossen, sondern bestehende Bauten, die bereits heute weit 

grössere BGF konsumiert haben, gar auf einen Schlag rechtswidrig. Im 

Lichte des Gesagten erweist sich daher die Rüge der zu Unrecht 

einbezogenen Waldflächen bei der Bemessung der zulässigen 

Erweiterungsmöglichkeiten als unbehelflich.

d) Auch der rekurrentische Einwand, dass das Nutzungsmass der 

bestehenden Bauten nie erhoben worden sei und dass z.B. bei der 

Bestimmung des Nutzungsmasses auf der Parzelle Nr. 1760 sogar weitere 

denselben Grundeigentümern gehörenden Waldparzellen miteinbezogen 

worden seien, lässt die angefochtene Planung nicht als rechtswidrig 

erscheinen. Anstelle von Wiederholungen kann vollumfänglich auf die 

zutreffenden Darlegungen der Gemeinde in ihrer Vernehmlassung (S. 26, 

Ziff. 89 - 98) verwiesen werden.

4.7 Als unbegründet erweist sich der Rekurs auch soweit damit die Zulässigkeit 

von Nutzungstransporten in Frage gestellt wird. Die Rekurrenten scheinen 

übersehen zu haben, dass selbst bei Nutzungstransporten zwischen zwei 

angrenzenden Parzellen die mit der Planung vorgegebenen Höchstmasse 

nicht überschritten werden dürfen (vgl. Art. 4 Abs. 2 der Vorschriften zum 

GEP und GGP). Zusammen mit den relativ eng begrenzten bebaubaren 

Flächen und der maximal zulässigen Gebäudehöhe besteht Gewähr, dass 

diese Vorgaben eingehalten und die Planungsziele nicht beeinträchtigt 

werden.

4.8 Nicht gefolgt werden kann den Rekurrenten auch insofern, als sie die 

Voraussetzungen zur Rodung von rund 701 m2 Wald sowie zur punktuellen 

Unterschreitung des ordentlichen gesetzlichen Waldabstandes von 10 m 

(gemäss Art. 26 ABzKWaG) als nicht gegeben erachten. 

a) Auf die zutreffenden Ausführungen der Rekursgegner 3 (S. 31, Ziff. 102 ff.) 

und 4 (S. 26 ff.) in ihren Vernehmlassungen kann verwiesen werden. Im 

Lichte ihrer Darlegungen zeigt sich auch, dass der vorinstanzliche Schluss, 

wonach das von der Gemeinde anvisierte Planungsziel (Herbeiführung 

einer klaren, verlässlichen Trennung zwischen Bauzone und Wald 

respektive zwischen den Einflussbereichen der Waldgesetzgebung und der 

raumplanerischen Erlasse; Ermöglichung einer bescheidenen baulichen 

Weiterentwicklung der Siedlung angesichts der bereits erfolgten 

Bebauungen und getätigten Erschliessungsinvestitionen) gewichtig genug 

sei, um im Sinne von Art. 5 WaG die zur Debatte stehende Rodung von 

rund 701 m2 zu rechtfertigen, richtig ist. Entsprechend hat das 

Walderhaltungsinteresse hinsichtlich dieser Fläche zurückzutreten; ebenso 

hinsichtlich jener Fläche, welche infolge Reduzierung des Waldabstandes 

(„kalte Rodung“) dem Wald indirekt noch zusätzlich entzogen wird. 

Hinsichtlich letzterer auch deshalb, weil die Reduktion des Waldabstandes 

gegenüber einer möglichen Rodung die mildere Massnahme darstellt, 

zumal unbestritten ist, dass die übrigen wald- und planungsrechtlichen 

Vorgaben (i.S. von Art. 27 ABzKWaG) erfüllt sind.

b) Was die Rekurrenten sonst noch im Zusammenhang mit den reduzierten 

Waldabständen gegen die angefochtene Planung vorbringen (u.a. 

Beeinträchtigung oder gar Zerstörung des Waldes; Rechtmässigkeit der für 

das Wohnhaus auf Parzelle Nr. 1888 geplanten neuen Erschliessung), ist 

ebenfalls nicht geeignet, die angefochtene Planung als rechtswidrig 

erscheinen zu lassen. 

4.9 Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Gebiet … angesichts der 

faktischen und planerischen Besonderheiten zu Recht einer Spezial(-

Bau)zone zugewiesen worden ist. Die für die Zone vorgesehenen 

baulichen Möglichkeiten (Nutzungsmass) liegen innerhalb des vom KRIP 

2000 und vom Waldsiedlungsbericht vorgesehenen Rahmens, sind 

angemessen und von der Vorinstanz zu Recht genehmigt worden. Zur 

Erreichung der mehrfach geschilderten Planungsziele wird zudem nicht 

mehr Waldfläche beansprucht, als unbedingt nötig; die für Rodungen 

beanspruchte Fläche ist zudem im Vergleich zu anderen, bereits 

rechtskräftig bewilligten Waldsiedlungen im Kanton sehr gering (vgl. 

nachstehend 4.3 a). Die angefochtenen Planungs- und 

Beschwerdeentscheide der Vorinstanzen sind daher in jeder Hinsicht zu 

schützen, was zur Abweisung des Rekurses R 05 72 führt, soweit auf ihn 

einzutreten ist.

5. R 05 73 (Rodungsbewilligung)

5.1 Vorweg ist pro memoria festzuhalten, dass - abgesehen von der vorliegend 

angefochtenen Rodungsbewilligung von 70,7 m2 Wald auf der Parzelle Nr. 

1888 -  alle übrigen, im Zusammenhang mit der vorliegenden Teilrevision 

der Ortsplanung erteilten Rodungsbewilligungen im Gebiet … 

unangefochten geblieben und damit in Rechtskraft erwachsen sind. Soweit 

der Rekurrent mit seinen Darlegungen die Rechtmässigkeit der bereits 

rechtskräftigen Rodungsbewilligungen in Frage stellen will, sind seine 

Einwände nicht zu hören (vorstehend 3.2). Rekursgegenstand kann 

lediglich die zugunsten der Parzelle Nr. 1888 erteilte Rodungsbewilligung 

im Umfang von 70,7 m2 sein; richtigerweise hat er denn auch nur die 

Aufhebung dieser Bewilligung beantragt.

5.2 Der Rekurrent macht eine Verletzung des Koordinationsprinzips geltend. 

Eine solche erblickt er darin, weil nach der ersten Auflage des 

Rodungsgesuches im 2002 trotz Überarbeitung der 

Ortsplanungsrevisionsvorlage (so seien verschiedene gestalterische 

Regelungen anders gefasst und die Abgrenzung der Haupt- und 

Nebenbereiche anders vorgesehen worden) das Rodungsgesuch im 

Sommer 2003 nicht noch einmal aufgelegt worden sei. Aus diesen 

Einwänden vermag er nichts zu Gunsten seiner Begehren abzuleiten. 

a) Abgesehen davon, dass die im gesamten Planungsperimeter 

beanspruchte Rodungsfläche zu Gunsten des Waldes von 856 m2 (Auflage 

2002) auf 701 m2 (Auflage 2003) reduziert worden ist (so auf den Parzellen 

Nr. 1763, 1780 und 1787), ist die Rodungsfläche auf der im Streit liegenden 

Parzelle Nr. 1888 unverändert geblieben. 

b) Der Rekurrent verkennt zudem, dass mit der geänderten Fassung der 

gestalterischen Regelung (i.c. die Änderung von Art. 5 Abs. 2 der 

Vorschriften zum GGP) lediglich ein zusätzliches gestalterisches 

Erfordernis (An- und Nebenbauten müssen gestalterisch auf das 

Hauptgebäude abgestimmt sein und dieses gut ergänzen) eingefügt 

worden ist, welches aber mit Blick auf die im Streit liegende Rodung und 

den mit ihr verfolgten Zweck (Schaffung einer zeitgemässen Erschliessung 

des Gebäudes mittels einer unterirdischen Zufahrt) keinerlei Auswirkungen 

zeitigt und auf das konkrete Rodungsgesuch auch keinen Einfluss hatte. 

Dies umso weniger, als auch die in den Plänen vorgenommene 

Ausscheidung der Haupt- und Nebenbereiche auf der fraglichen Parzelle 

keine Veränderungen nach sich gezogen hat. Der einzige Unterschied liegt 

darin, dass in der Auflage 2003 im Bereich der Rodung im Generellen 

Erschliessungsplan auch noch der Zufahrtspfeil ab der Via Alpina 

eingezeichnet wurde, der in der Auflage 2002 noch vergessen worden war. 

Auf diese geringfügige Änderung wurde im GEP anlässlich der 2003 mit 

einem roten Kreis (E.1) und im Kurzbericht zu den aufgelegten Änderungen 

(vgl. Ziff. 2.2, E.1) hingewiesen. Auch aus dieser Sicht betrachtet lässt es 

sich daher nicht beanstanden, wenn keine Neuauflage des 

Rodungsgesuches erfolgt ist.

c) Hinsichtlich des vom Rekurrenten pauschal angerufenen in Art. 25a RPG 

statuierten Koordinationsgebotes kann im Übrigen auch auf das bereits in 

PVG 2001 Nr. 37 Ausgeführte verwiesen werden. Dort hat das Gericht in 

E.4. festgestellt:

„Sind für die Verwirklichung eines Projektes verschiedene 
materiellrechtliche Vorschriften anzuwenden und besteht zwischen diesen 
Vorschriften ein derart enger Sachzusammenhang, dass sie nicht getrennt 

und unabhängig voneinander angewendet werden dürfen, so muss diese 
Rechtsanwendung materiell koordiniert erfolgen (vgl. BGE 114 Ib 129 f. E. 
4). Dies wird am besten erreicht, wenn dafür eine einzige erste Instanz 
zuständig ist. Sind zur Beurteilung einzelner der materiellen Koordination 
bedürftiger Rechtsfragen verschiedene erstinstanzliche Behörden 
zuständig, so müssen diese die Rechtsanwendung in einer Weise 
abstimmen, dass qualitativ ein gleichwertiges Koordinationsergebnis erzielt 
wird. Die koordinierte Anwendung des materiellen Rechts kann durch die 
Kantone somit auf verschiedene Weise sichergestellt werden. Die in der 
Regel wohl zweckmässigste Möglichkeit besteht darin, die verschiedenen 
anwendbaren bundes- und kantonalrechtlichen Vorschriften durch eine 
Instanz erstinstanzlich beurteilen zu lassen. Werden - wie im vorliegenden 
Fall - die anwendbaren Vorschriften nicht durch eine Instanz erstinstanzlich 
beurteilt, so müssen die verschiedenen zuständigen kantonalen und 
kommunalen Behörden die Rechtsanwendung im erstinstanzlichen 
Verfahren zunächst materiell koordinieren und anschliessend 
verfahrensmässig so vorgehen, dass die verschiedenen getrennt 
erlassenen Entscheide in einem einheitlichen Rechtsmittelverfahren 
angefochten werden können (BGE 116 lb 57 E. 4a).“
Vorliegend ergibt sich bereits aus den tatbeständlichen Ausführungen ohne 

weiteres, dass die zuständigen kommunalen und kantonalen Behörden die 

Rechtsanwendung im erstinstanzlichen Verfahren im Lichte von Art. 25a 

RPG betrachtet sowohl materiell als auch formell korrekt koordiniert haben 

und dafür gesorgt haben, dass die getrennt erlassenen, zeitlich aber 

gleichentags eröffneten Entscheide (Ortsplanungsgenehmigungsentscheid 

durch Regierung; Rodungsbewilligung durch Departement) in einem 

einheitlichen Rechtsmittelverfahren angefochten werden konnten. Damit ist 

vorliegend dem Koordinationsgebot i.S. von Art. 25a RPG hinreichend 

Rechnung getragen worden und die gerügte Verletzung ist nicht ersichtlich.

5.3 Der Rekurrent stellt sich sodann auf den Standpunkt, die Rodung verstosse 

gegen Art. 5 WaG, weil keine die Walderhaltung überwiegenden Interessen 

ersichtlich und zudem auch die Voraussetzungen der Raumplanung nicht 

gegeben seien. Ihm kann nicht gefolgt werden. 

a) Wie bereits oben unter Ziff. 3 ff. ausgeführt, bestehen aus planerischer 

Sicht gewichtige öffentliche Interessen an der für die Waldsiedlung „…“ 

gewählten Nutzungsordnung, welche das Interesse an der Walderhaltung 

der fraglichen Flächen im Gebiet im allgemeinen und auf der 

streitbezogenen Parzelle im Speziellen bei weitem überwiegen. Wie bereits 

dargelegt, soll in dem überbauten Gebiet die planerische Grundlage 

geschaffen werden, damit nicht nur der Weiterbestand der bestehenden 

Bauten und Anlagen gewährleistet ist (Legalisierung des bestehenden 

Zustandes), sondern auch noch zeitgemässe, der altrechtlichen Zonierung 

sowie der der bestehenden Siedlungsstruktur und dem Überbauungs-

/Erschliessungsstand Rechnung tragende angepasste Erneuerungen und 

Erweiterungen möglich sind. Dass die planerische Behandlung der 

Waldsiedlung massvolle Rodungen nach sich ziehen muss, ist offenkundig 

und wird vom Rekurrenten an sich denn auch nicht in Abrede gestellt. 

Vorliegend bewegen sich die im Gebiet erforderlichen Rodungen mit knapp 

701 m2 an der untersten Grenze dessen, was seitens der zuständigen 

Forstorgane des Kantons und des Bundes in anderen Bündner Gemeinden 

mit bestehenden Waldsiedlungen (Trin: 16'642 m2; San Bernardino: 38'721 

m2) und damit mit vergleichbarer Ausgangslage bewilligt worden ist. 

b) Hinzukommt, dass - wie erwähnt - im vorliegenden Verfahren im Lichte der 

geschilderten planerischen Situation lediglich noch Raum bleibt für eine 

Interessenabwägung mit Bezug auf die kleinräumige Rodungsfläche auf 

der Parzelle Nr. 1888. Hierfür sind nun - wie bereits erwähnt - hinreichende 

Gründe, insbesondere planerische, ersichtlich. Nicht übersehen werden 

darf ferner, dass damit erstmals eine zeitgemässe Erschliessung 

(unterirdische Zufahrt) für die mit einem Wohnhaus überbaute und in einer 

Bauzone gelegene Parzelle Nr. 1888 geschaffen werden kann. Wie der 

Augenschein bestätigt hat, eignet sich jedenfalls der heute bestehende, 

unbefestigte Zufahrtsweg - welcher übrigens teilweise ebenfalls über 

Waldareal führt - weder als zeitgemässe Erschliessung zum Wohnhaus 

noch verfügt die Liegenschaft bis anhin über eine zonengemässe 

Parkierungsmöglichkeit. Der Weg vermag derzeit bestenfalls als 

Fusswegerschliessung der Liegenschaft ab der Via Alpina zu dienen; 

insofern erweist sich auch der rekurrentische Einwand der unnötigen 

Doppelerschliessung als unzutreffend. 

c) Generell gilt sodann, dass im gesamten Gebiet auf einen Ausbau der 

öffentlichen Erschliessungen verzichtet worden ist; hingegen sollen auf den 

einzelnen Grundstücken (u.a. auf den Parzellen 1786, 1787, 1779 und 

1888) ausreichende Parkierungsmöglichkeiten geschaffen werden. Mit der 

neuen unterirdischen Erschliessung auf der Parzelle Nr. 1888 wird in 

rechtsgleicher Anwendung diesem Planungsziel nachgelebt und die 

Rodung ist dabei unabdingbarer Bestandteil. Gleichzeitig wird aber auch 

eine Verbesserung für den Wald auf der fraglichen Parzelle herbeigeführt, 

weil inskünftig keine Fahrzeuge mit all den damit verbundenen negativen 

Konsequenzen (Verdichtung des Wurzelbereichs, Ölrückstände, etc.) 

zwischen den Bäumen parkiert werden. Insgesamt betrachtet zeigt es sich, 

dass das Interesse an der Erhaltung des betroffenen Waldteiles auf der 

Parzelle Nr. 1888 hinter die umschrieben öffentlichen Interessen 

zurückzutreten hat. 

5.4 Auch soweit der Rekurrent die Zulässigkeit der Rodung mit dem Einwand 

der übermässigen Nutzungserhöhung auf der Parzelle Nr. 1888 in Frage 

stellt, kann ihm nicht gefolgt werden. 

a) Abgesehen davon, dass kein direkter Zusammenhang zwischen 

Nutzungsmass und Walderhaltungsgebot besteht, wird im vorliegenden 

Fall für die mögliche bauliche Erweiterung des Wohnhauses gar kein 

zusätzliches Waldareal beansprucht. Die - dem Planungskonzept für die 

Waldsiedlung entsprechende - mögliche Verdoppelung der BGF (von 

aktuell 153 m2 BGF auf 306 m2 BGF) hat auf das Mass der (für die 

Realisierung der unterirdischen Erschliessung erforderlichen) Rodung 

keinen Einfluss und es ist auch nicht ersichtlich, dass sie die Erhaltung, 

Pflege und Nutzung des Waldes negativ beeinträchtigen würde (Art. 17 

Abs. 1 WaG). 

b) Nur nebenbei sei sodann noch erwähnt, dass die mögliche bauliche 

Nutzung auf der Parzelle im Quervergleich zu den übrigen Parzellen im 

Planungsgebiet eher gering ist; dies bereits deshalb, weil bis anhin erst 

relativ wenig realisiert worden ist und sich sie nun die Zonenbeschränkung 

(max. 500 m2 BGF oder Verdoppelung der bestehenden BGF) entgegen 

halten lassen muss.

5.5 Unbehelflich ist sodann auch die gegen die Rodungsbewilligung ins Feld 

geführte rekurrentische Argumentation, wonach die Parzelle Nr. 1888 seit 

jeher einen Sonderfall dargestellt habe, weil sie als einzige von Anfang an 

in einer Zone mit absolutem Bauverbot gelegen habe und sich letztlich auch 

nicht auf das bundesrechtliche Gleichbehandlungsgebot berufen könne. 

Der Rekurrent übersieht, dass eine ursprünglich rechtswidrige Rodung mit 

der nachträglichen Rodungsbewilligung vom 18. Februar 1981 legalisiert 

worden ist und dass die Grundeigentümerin nun - wie alle anderen 

Grundeigentümer im Gebiet - im Lichte des der Planung zugrunde 

liegenden Konzepts und unter Bezugnahme auf den aktuellen baulichen 

Zustand - einen Anspruch auf Gleichbehandlung hat. Von einem 

Sonderfall, welcher eine im Vergleich mit den übrigen Parzellen im Gebiet 

abweichende planerische Behandlung der Parzelle Nr. 1888 rechtfertigen 

und/oder einer Rodungsbewilligung entgegenstehen würde, kann 

jedenfalls keine Rede sein. Was der Rekurrent sonst noch gegen die 

Rodungsbewilligung vorbringt (reduzierter Waldabstand), vermag an 

diesem Ergebnis nichts zu ändern. 

5.6 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass keine Gründe ersichtlich 

sind, welche mit Blick auf die streitige Rodungsbewilligung für 70,7 m2 auf 

der Parzelle Nr. 1888 das Walderhaltungsinteresse als überwiegend 

erscheinen liessen. Die Rodungsbewilligung ist somit zu Recht erteilt 

worden, was zur Abweisung des Rekurses R 05 73 führt.

6. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zu einem Zweitel 

zulasten von … und zu je einem Sechstel zulasten der Mitrekurrierenden. 

Die Rekurrenten haben darüber hinaus die anwaltlich vertretene Gemeinde 

sowie die Rekursgegnerin 4 für beide Verfahren angemessen 

aussergerichtlich zu entschädigen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Rekursverfahren R 05 72 und R 05 73 werden vereinigt.

2. a) Der Rekurs R 05 72 wird abgewiesen, soweit auf ihn eingetreten werden 

kann.

b) Der Rekurs R 05 73 wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 10'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 740.--

zusammen Fr. 10'740.--

gehen unter solidarischer Haftung zu einem Zweitel zulasten von … und zu 

je einem Sechstel zulasten von …, der Erbengemeinschaft … und ... Die 

entsprechenden Kostenanteile sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

4. … und die übrigen Rekurrenten haben im selben Verhältnis die Gemeinde 

… und … mit total Fr. 4'000.-- (inkl. MWST) aussergerichtlich zu 

entschädigen.

Die dagegen an das Bundesgericht erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerden 

wurden am 3. November 2006 abgewiesen bzw. es wurde nicht darauf eingetreten. 

Auf die staatsrechtliche Beschwerde wurde nicht eingetreten (1A.23/2006 und 

1P.65/2006).