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**Case Identifier:** 4216b90f-822b-52da-8b72-d1cf6ea78e38
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.05.2020 720 19 294/105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-294-105_2020-05-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. Mai 2020 (720 19 294 / 105) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Medizinische Massnahmen. Geringe Zweifel an der versicherungsinternen medizinischen 

Beurteilung. Rückweisung zur Vornahme von weiteren Abklärungen. 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Daniela Bu-
ser 
 
 

Parteien SWICA Krankenversicherung AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 
8401 Winterthur, Beschwerdeführerin 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 
 
 

Beigeladener A.____, vertreten durch seine Eltern B.____ und C.____ 
 

  
 

Betreff Medizinische Massnahmen 
 
 
 

 
 
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A.a Dem 2000 geborenen A.____ wurden aufgrund der Geburtsgebrechen Ziffern 404 und 
462 bereits mehrfach Kostengutsprachen für medizinische Massnahmen durch die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft (IV-Stelle) erteilt. Zuletzt gewährte sie ihm mit Mitteilung 12. September 2013 die 
Übernahme der Kosten für die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziffer 462 (inklusive Wachs-
tumshormonbehandlung) sowie mit Mitteilung vom 20. Dezember 2018 die Kostengutsprache für 
eine ambulante Psychotherapie im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziffer 404. 
 
A.b Mit Schreiben vom 29. März 2019 ersuchte die SWICA Krankenversicherungs AG 
(SWICA) bei der IV-Stelle um Kostenübernahme für die Behandlung eines femoroazetabulären 
Impingements von A.____ im Sinne einer medizinischen Massnahme. Nach durchgeführtem Vor-
bescheidverfahren lehnte die IV-Stelle dieses Leistungsbegehren mit Verfügung vom 16. Juli 
2019 ab. 
 
B. Dagegen erhob die SWICA am 9. September 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, in Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung vom 16. Juli 2019 sei die IV-Stelle zu verpflichten, die Behandlungskosten 
zu übernehmen und der SWICA die erbrachten Vorleistungen zu erstatten. Eventualiter sei die 
Angelegenheit zur Vornahme von ergänzenden medizinischen Abklärungen und zum neuen Ent-
scheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Oktober 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. Sie begründete ihren Antrag im Wesentlichen damit, dass es sich beim operativen 
Eingriff an der rechten Hüfte um eine Behandlung des Leidens handle, mit welcher keine mass-
gebliche Verbesserung der beruflichen Möglichkeiten erreicht werden könne. Eine Erwerbsunfä-
higkeit sei zudem nicht zu erwarten, da der Versicherte einer leidensadaptierten Tätigkeit nach-
gehen könne. 
 
D. Mit Replik vom 4. November 2019 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest. 
Zu den Ausführungen der IV-Stelle im Rahmen der Vernehmlassung führte sie an, die medizini-
sche Beurteilung der Beschwerdegegnerin beruhe auf ungenügenden Grundlagen. Auch unter-
liege der Versicherte keiner Schadenminderungspflicht, weshalb er mit seiner Berufswahl keine 
Spätfolgen zu verhindern habe. Aus welchem Grund bei einer leidensadaptierten Berufswahl 
nicht von einer teilweisen oder ganzen Erwerbsunfähigkeit ausgegangen werden könne, sei des-
halb nicht nachvollziehbar. Abschliessend verwies sie darauf, dass jede Korrektur eines stabilen 
Defekts am knöchernen Skelett einen Anspruch nach Art. 12 IVG begründe. Massnahmen, die 
pathologische Bewegungsabläufe korrigierten, seien davon nicht ausgenommen. 
 
E. Im Rahmen der Duplik vom 20. November 2019 verwies die IV-Stelle im Wesentlichen 
auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung vom 16. Juli 2019 sowie in der Vernehm-
lassung vom 3. Oktober 2019. Ergänzend führte sie aus, dass sämtliche den pathologischen Be-
wegungsablauf in einem Gelenk korrigierende Massnahmen von der Leistungspflicht der IV aus-
genommen seien, was vorliegend der Fall sei. 
 

 
 
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F. Mit Verfügung vom 27. November 2019 wurde A.____, vertreten durch seine Eltern 
B.____ und C.____, zum Verfahren beigeladen. 
 
G. Mit Schreiben vom 26. Dezember 2019 nahm der Beigeladene Stellung. Die Beschwer-
degegnerin verzichtete mit Eingabe vom 15. Januar 2020 auf eine weitere Stellungnahme und 
verwies vollumfänglich auf ihre Vernehmlassung vom 3. Oktober 2019 sowie die Duplik vom 
20. November 2019. Mit Schreiben vom 20. Januar 2020 nahm die Beschwerdeführerin erneut 
Stellung. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be-
schwerde vom 9. September 2019 ist demnach einzutreten.  
 
2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob die IV-Stelle die Kostenübernahme für die Be-
handlung des femoroazetabulären Impingements des Versicherten zu Recht abgelehnt hat. 
 
2.1 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt gemäss Art. 25 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) vom 18. März 1994 die Kosten für die 
Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen dienen. Nach 
Art. 12 Abs. 1 IVG haben Versicherte bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf medizini-
sche Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf 
die Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die 
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesent-
lich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren.  
 
2.2 Art. 12 IVG bezweckt namentlich, die Aufgabenbereiche der Invalidenversicherung ei-
nerseits und der sozialen Kranken- und Unfallversicherung anderseits gegeneinander abzugren-
zen. Diese Abgrenzung beruht auf dem Grundsatz, dass die Behandlung einer Krankheit oder 
einer Verletzung ohne Rücksicht auf die Dauer des Leidens primär in den Aufgabenbereich der 
Kranken- und Unfallversicherung gehört. Nach der Rechtsprechung sind nur solche Vorkehren 
von der Invalidenversicherung zu übernehmen, die nicht auf die Heilung oder Linderung labilen 
pathologischen Geschehens gerichtet sind. Während dies bei Erwachsenen ohne Weiteres gilt, 
sind bei Jugendlichen - ihrer körperlichen und geistigen Entwicklungsphase Rechnung tragend - 

 
 
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medizinische Vorkehren trotz des einstweilen noch labilen Leidenscharakters von der Invaliden-
versicherung zu übernehmen, wenn ohne diese in absehbarer Zeit eine Heilung mit Defekt oder 
ein sonst wie stabilisierter Zustand einträte, wodurch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit 
oder beide beeinträchtigt würden. Die Invalidenversicherung hat daher bei Jugendlichen nicht nur 
unmittelbar auf die Beseitigung oder Korrektur stabiler Defektzustände oder Funktionsausfälle 
gerichtete Vorkehren zu übernehmen, sondern auch dann Leistungen zu erbringen, wenn es da-
rum geht, mittels geeigneter Massnahmen einem die berufliche Ausbildung oder die künftige Er-
werbsfähigkeit beeinträchtigenden Defektzustand vorzubeugen (Urteil des Bundesgerichts vom 
7. Mai 2015, 9C_912/2014, E. 1.2 mit Hinweisen).  
 
2.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der Eingliederungserfolg bei jüngeren 
Versicherten als dauernd zu betrachten, wenn er wahrscheinlich während eines bedeutenden 
Teils der konkreten Aktivitätserwartung, welche ihrerseits nicht wesentlich herabgesetzt sein darf, 
erhalten bleiben wird. Bestehen Nebenbefunde, welche geeignet sind, die Aktivitätserwartung 
trotz der medizinischen Massnahme wesentlich herabzusetzen, ist die Dauerhaftigkeit des Ein-
gliederungserfolgs zu verneinen. Ob der Eingliederungserfolg dauerhaft sein wird, ist prognos-
tisch zu beurteilen. Massgebend ist der medizinische Sachverhalt vor Durchführung der Mass-
nahme in seiner Gesamtheit (Urteil des Bundesgerichts vom 27. April 2017, 9C_842/2016, E. 4.2 
mit Hinweisen).  
 
2.4 Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) erliess im Kreisschreiben über die me-
dizinischen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (KSME; Version gültig ab 
1. Juli 2019) unter anderem Ausführungen zum Anspruch auf medizinische Massnahmen nach 
Art. 12 IVG bei Leiden an Knochen und Bewegungsorganen (Rz. 731-738/931-938.1). Danach 
können nur Korrekturen von stabilen Defekten des knöchernen Skeletts als Massnahme nach 
Art. 12 IVG anerkannt werden, nicht aber alle Massnahmen, die den pathologischen Bewegungs-
ablauf in einem Gelenk korrigieren. Am Bewegungsapparat sind stabile Defekte nur im Bereich 
des knöchernen Skeletts anzunehmen, nicht aber an Sehnen, Bandscheiben, Bändern oder dem 
Knorpel.  
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Ent-
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrschein-
lichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialver-
sicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des 
Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in 

 
 
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der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Un-
gunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten 
wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rah-
men des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu er-
mitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 
138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG]) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungs-
gericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 125 V 351 E. 3a). Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizini-
scher Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführ-
liche Zusammenstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; 
vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutach-
ten versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichts-
gutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein 
Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt-
lichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am 
Ende, mit Hinweis; Urteil A. des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
4. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts liegen diverse Berichte vor, welche 
durch das Gericht allesamt gewürdigt wurden. Nachfolgend sind diejenigen gelistet, welche sich 
für den vorliegenden Entscheid als relevant erweisen. 
 
4.1 Dr. med. D.____, FMH Kinder- und Jugendmedizin, erhob in ihrem Bericht vom 9. Sep-
tember 2013 (act. 39) die Diagnose Kleinwuchs knapp unter P3 bei hypothalamo-hypophysärer 
Insuffizienz und partiellem HGH-Defizit (Human Growth Hormon [HGH]; Wachstumshormon), 
eine verzögerte Knochenreifung im Handröntgenbild sowie ein sehr gutes Ansprechen auf die 
HGH-Substitutionstherapie mit einer Wachstumsgeschwindigkeit von nunmehr 9.6 cm pro Jahr. 
Die Diagnose des Geburtsgebrechen Ziffer 462 sei bereits im März 2013 erfolgt. Der Versicherte 
wachse unter den elterlichen Vorgaben und der Wachstumsverlauf sei deutlich abgesunken. So 
liege die Knochenreifung im Bereich der Hand bei einem chronologischen Alter von 12.9 Jahren 
bei lediglich 10.6 Jahren. Die Abklärung habe nach Ausschluss anderer Ursachen eine tiefe 

 
 
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Wachstumshormonaktivität und eine retardierende Knochenreifung ergeben. Im April 2013 sei 
deshalb mit einer HGH-Substitutionstherapie begonnen worden, auf welche der Versicherte sehr 
gut anspreche. Die nunmehr erreichte Wachstumsgeschwindigkeit sei als präpuberal sehr gutes 
Wachstum zu werten. Es sei vorgesehen diese Therapie bis längstens nach Abschluss der 
Wachstumsphase fortzuführen. 
 
4.2  Im Operationsbericht vom 11. Mai 2018 (act. 63) diagnostizierte Dr. med. E.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ein femoroacetabuläres 
Impingement rechts sowie eine unvollständige Knochenreifung mit sekundären Verknöcherungs-
zentren am Pfannenrand. Nach Übereinstimmung der Anamnese mit dem klinischen und radio-
logischen Befund bei einem symptomatischen femoroazetabulären Impingement sei die Indika-
tion zur Hüftarthroskopie erstellt. Weitere Ausführungen zum klinischen und radiologischen Be-
fund seien dabei dem Bericht der ambulanten Sprechstunde zu entnehmen. Im Rahmen des Ein-
griffs seien eine Offset-Korrektur, eine partielle Synovektomie sowie eine Kapselnaht durchge-
führt worden. Postoperativ sei während zwei Wochen eine Mobilisation an Stöcken unter Teilbe-
lastung des rechten Beins notwendig. Anschliessend solle ein rascher Übergang zur stockfreien 
Vollbelastung erfolgen.  
 
4.3 Der Vertrauensarzt der SWICA, Dr. med. F.____, FMH Rechtsmedizin, führte in seiner 
Stellungnahme vom 21. Mai 2019 (Beilage zur Replik) aus, dass beim Versicherten gemäss Ope-
rationsbericht vom 11. Mai 2018 ein femoroazetabuläres Impingement der rechten Hüfte und eine 
unvollständige Knochenreifung mit sekundären Verknöcherungszentren am Pfannenrand be-
stehe. Im Rahmen des operativen Eingriffs werde nahe der Gelenklippe eine partielle Synovek-
tomie aufgrund einer bestehenden Synovitis vorgenommen. Anschliessend werde zur Behebung 
des femoroazetabulären Impingements eine Offset-Korrektur mittels Burr durchgeführt. Der ent-
standene Knochendebris werde entfernt. Mit der Offset-Korrektur liege zweifelsfrei ein Eingriff am 
knöchernen Skelett vor, weswegen es sich klar um eine medizinische Massnahme nach Art. 12 
IVG handle. Die Synovektomie stelle lediglich einen Nebeneingriff von untergeordneter Bedeu-
tung dar. Im Vordergrund stehe die Offset-Korrektur zur Behebung des femoroazetabulären Im-
pingements, welches unbehandelt zur vorzeitigen Hüftarthrose geführt hätte. 
 
4.4 Nach den Ausführungen von Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, Regionaler ärztlicher Dienst (RAD), im Bericht vom 13. Juni 
2019 (act. 74) sei die Operationsindikation gleichwohl eine symptomatische und damit belas-
tungsabhängige Beschwerdesymptomatik, auch wenn im Rahmen des operativen Eingriffs knö-
cherne Strukturen wie etwa der Pfannenrand korrigiert worden seien. Begründet werde dieser 
Eingriff primär mit den aktuellen Beschwerden und nicht mit einer zentral im Fokus stehenden 
Verbesserung der beruflichen Möglichkeiten. Damit stehe die Behandlung des Leidens im Vor-
dergrund. Das Behandlungsziel sei vorliegend die Korrektur des pathologischen Bewegungsab-
laufs im betroffenen Hüftgelenk, welcher durch die knöchern-weichteilige, anlagebedingte Patho-
logie eingeschränkt gewesen sei. Darauf würden sich schliesslich auch die therapeutsch-invasi-
ven Massnahmen konzentrieren. Massnahmen zur Behandlung von pathologischen Bewegungs-
abläufen seien jedoch entsprechend den Ausführungen im KSME von einer Kostenübernahme 
durch die Invalidenversicherung ausgeschlossen. Auslöser der Symptomatik seien in diesem Fall 

 
 
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am ehesten die leistungssportlichen Ambitionen des Versicherten, welche aber sowohl somatisch 
als auch aufgrund von psychischen Faktoren in Frage zu stellen seien. Ein Zusammenhang mit 
dem vorbekannten Geburtsgebrechen Ziffer 404 sei nicht gegeben. 
 
4.5 Dr. F.____ hielt anlässlich der Aktenbeurteilung vom 14. Oktober 2019 (Beilage zur Rep-
lik) fest, dass er den Ausführungen von Dr. G.____ nicht folgen könne, denn seine fachärztlichen 
Folgerungen seien nicht mit entsprechenden Untersuchungsbefunden aus den medizinischen 
Akten belegbar. So lasse die Aktenlage keinen eindeutigen Schluss auf einen pathologischen 
Bewegungsablauf im betroffenen Hüftgelenk zu, welcher zu Schmerzen geführt haben soll. Viel-
mehr könne auch ein völlig normaler Bewegungsablauf vorgelegen haben, welcher schmerzhaft 
gewesen sei. Damit wäre die Diagnose eines femoroacetabulären Impingements ebenfalls gege-
ben, auch wenn sich intraoperativ morphologische Veränderungen am knöchernen Skelett ge-
zeigt hätten, welche die Schmerzen hinreichend erklären würden. Weiter sei den Akten nicht zu 
entnehmen, dass die beim Versicherten erhobenen organischen Veränderungen mit entspre-
chender Beschwerdesymptomatik auf sportliche Ambitionen oder psychische Faktoren zurückzu-
führen seien. Dr. G.____ habe sich insbesondere auch nicht mit der Berufswahl des Versicherten 
und deren längerfristigen Kompatibilität mit einem femoroacetabulären Impingement sowie allfäl-
ligen Spätfolgen auseinandergesetzt. Ausserdem würden Angaben zu den präoperativ klinisch 
erhobenen Befunden und den präoperativ geklagten Beschwerden fehlen. Zusammenfassend 
könne über einen denkbaren pathologischen Bewegungsablauf erst dann befunden werden, 
wenn ein solcher mit entsprechenden Befunderhebungen belegt worden sei. 
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 16. Juli 2019 auf den 
Bericht von Dr. G.____ vom 13. Juni 2019. Demzufolge vertrat sie die Auffassung, dass es sich 
bei der Hüftarthroskopie vom 11. Mai 2018 um eine Behandlung des Leidens handle, welche 
nicht als medizinische Massnahme anzuerkennen sei. Trotz Beteiligung knöcherner Strukturen 
verbleibe als Operationsindikation letztlich eine belastungsabhängige Beschwerdesymptomatik. 
Ziel der Operation sei die Korrektur des pathologischen Bewegungsablaufes im betreffenden 
Hüftgelenk gewesen. Eine Verbesserung der beruflichen Möglichkeiten habe dabei nicht im Vor-
dergrund gestanden.  
 
5.2 Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Wie bereits in Erwägung 3.2 hiervor aus-
geführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungs-
fall wie vorliegend ohne die Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Be-
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinter-
nen ärztlichen Feststellung, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Derartige Zweifel lie-
gen hier vor, wie sich im Folgenden ergibt. 
 
5.3.1 Die Invalidenversicherung hat – wie vorstehend erwähnt – nur diejenigen Kosten für me-
dizinischen Massnahmen zu übernehmen, welche auf die Beseitigung oder Korrektur von stabilen 
Defektzuständen oder Funktionsausfällen gerichtet sind. Vorkehren, welche die Heilung oder Lin-
derung eines labilen pathologischen Geschehens bezwecken, stellen dagegen keine medizini-
schen Massnahmen im erwähnten Sinne dar. Nach den Ausführungen im KSME (vgl. Erwägung 

 
 
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2.2 und 2.4 hiervor) können bei Gelenkschäden nur Korrekturen von stabilen Defekten des knö-
chernen Skeletts als medizinische Massnahme nach Art. 12 IVG anerkannt werden, nicht aber 
alle Massnahmen, die den pathologischen Bewegungsablauf in einem Gelenk korrigieren. Wie 
sich vorliegend aus der angefochtenen Verfügung vom 16. Juli 2019 ergibt, vertritt die Beschwer-
degegnerin den Standpunkt, dass Korrekturen eines pathologischen Bewegungsablaufes gene-
rell von der Anerkennung als medizinische Massnahme ausgeschlossen seien, was sich aus Rz. 
731-738/931-938.1 des KSME ergebe. Dieser Auslegung kann jedoch nicht gefolgt werden. Nach 
ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung gelten als stabile oder mindestens relativ stabili-
sierte Defektzustände oder Funktionsausfälle bei Gelenksschäden nur solche im knöchernen Be-
reich, also Anomalien des Skelettes selbst. Nur die der Korrektur oder Beseitigung eines stabilen 
Skelettdefekts und dessen unmittelbaren mechanischen Folgen dienenden Eingriffe sind medizi-
nische Massnahmen der IV. Diesen Massnahmen zugängliche Fehlstellungen im knöchernen 
Bereich sind nur solche der Knochen, die durch Defekte dieser selber verursacht sind, nicht auch 
solche, die durch Mängel der Knorpelpartien oder des Bänder- und Muskelsystems hervorgerufen 
werden (BGE 105 V 139 E. 3a mit Hinweisen; ZAK 1988 S. 84). Bei Mischformen ist jeweils zu 
prüfen, ob der Defekt vorwiegend auf die Knochenmissbildung oder auf andere Ursachen zurück-
geführt werden muss (ZAK 1988 S. 84). Soweit die Beschwerdegegnerin nun Eingriffe zur Kor-
rektur eines pathologischen Bewegungsablaufs per se von einer Anerkennung als medizinische 
Massnahme im Sinne von Art. 12 IVG ausschliesst, geht sie fehl. Schliesslich ist bei der Frage 
nach einer Anerkennung als medizinische Massnahme vielmehr massgebend, dass es sich um 
einen zu behandelnden, stabilen knöchernen Defekt oder um einen Defekt handelt, welcher über-
wiegend auf eine Missbildung der Knochen zurückzuführen ist. Demnach gilt es vorliegend zu-
nächst zu prüfen, ob es sich beim operativen Eingriff vom 11. Mai 2018 um eine Massnahme zur 
Behebung eines knöchernen Defekts im hiervor erwähnten Sinne handelt. 
 
5.3.2 Im Zentrum der medizinischen Aktenlage steht der Operationsbericht von Dr. E.____ 
vom 11. Mai 2018. Weitere medizinischen Unterlagen in Bezug auf die Impingement-Problematik 
sind den Akten nicht zu entnehmen. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend darlegt, gehen aus 
dem Operationsbericht weder ein präoperativer Befund noch Angaben zu allfälligen, präoperativ 
vorhandenen Beschwerden hervor. Insofern lassen sich auch die Ausführungen der Beschwer-
degegnerin, wonach ein pathologischer Bewegungsablauf bestanden habe, welcher mit dem ope-
rativen Eingriff korrigiert worden sei, nicht nachvollziehen. Dasselbe gilt für die leistungssportli-
chen Ambitionen des Versicherten, die angeblich zur Symptomatik beigetragen hätten. Diese 
Ausführungen sind somit nicht mit entsprechenden medizinischen Befunden belegbar. In diesem 
Zusammenhang verweist Dr. E.____ im erwähnten Operationsbericht ausdrücklich auf einen Be-
richt der ambulanten Sprechstunde, welchem weitere Ausführungen zum klinischen und radiolo-
gischen Befund zu entnehmen seien. Dieser Bericht wurde durch die Beschwerdegegnerin je-
doch nicht eingeholt. 
 
5.3.3 Betreffend die Frage, ob im vorliegenden Fall ein knöcherner Defekt am Skelett bestan-
den hat, sind sich die Parteien insofern einig, als dass im Rahmen des operativen Eingriffs vom 
11. Mai 2019 knöcherne Strukturen beteiligt gewesen sind. Die IV-Stelle geht von einer knöchern-
weichteiligen, anlagebedingten Pathologie aus, durch welche das rechte Hüftgelenk einschrän-

 
 
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kend verändert gewesen und welche operativ therapiert worden sei. Die Beschwerdeführerin ver-
tritt – gestützt auf die Stellungnahme von Dr. F.____ vom 21. Mai 2019 – die Auffassung, dass 
die Offset-Korrektur als Eingriff am knöchernen Skelett zur Behandlung des femoroazetabulären 
Impingements im Vordergrund stehe. Bei der Synovektomie handle es sich lediglich um einen 
Nebeneingriff von untergeordneter Bedeutung. Damit liege ihrer Ansicht nach eine medizinische 
Massnahme zur Behandlung eines knöchernen Skelettdefeks im Sinne des IVG vor. Sie verkennt 
dabei jedoch, dass nicht der Anteil des operativen Eingriffs am knöchernen Skelett jenen an den 
Weichteilen zu überwiegen hat, sondern dass der im Rahmen der Operation zu behebende De-
fekt überwiegend auf eine Missbildung der Knochen zurückzuführen sein muss, damit diese als 
medizinische Massnahme anerkannt werden kann. Diesbezüglich werden im Operationsbericht 
vom 11. Mai 2018 zwar Angaben zu den Operationsmethoden und dem entsprechenden Vorge-
hen während des Eingriffes gemacht. Ob im Rahmen der Operation ein Defekt im Sinne der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung behoben worden ist, geht aus dem Bericht nicht eindeutig her-
vor. Folglich sind weitere medizinische Abklärungen notwendig. In diesem Zusammenhang hat 
die IV-Stelle insbesondere abzuklären, ob ein Defekt am knöchernen Skelett vorgelegen hat, der 
anlässlich der Operation vom 11. Mai 2018 behoben worden ist, und ob dieser Defekt überwie-
gend auf eine Missbildung der Knochen zurückzuführen ist. 
 
5.4 Medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 Abs. 1 IVG werden – wie bereits in 
Erwägung 2.1 hiervor ausgeführt – nur gewährt, wenn diese unmittelbar auf die Eingliederung ins 
Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit o-
der die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesentlich zu verbessern 
oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Bei Jugendlichen ist diese Voraussetzung 
bereits dann erfüllt, wenn mittels geeigneter Massnahmen ein Defektzustand verhindert wird, der 
die berufliche Ausbildung oder die künftige Erwerbsfähigkeit beeinträchtigen würde (vgl. Erwä-
gung 2.2 hiervor). Vorliegend hielt die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung fest, dass die 
Massnahme zur Behandlung des femoroazetabulären Impingements nicht unmittelbar auf die 
Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich ausgerichtet sei. Die Beschwerde-
führerin macht dagegen geltend, die Impingement-Problematik hätte ohne den operativen Eingriff 
vom 11. Mai 2018 eine die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigende Schädigung des rechten Hüftge-
lenks in Form einer Arthrose oder einer Vergrösserung des Labrumabrisses zur Folge gehabt. Im 
Falle einer Nichtbehandlung des Impingements in Verbindung mit der unvollständigen Knochen-
reifung mit sekundären Verknöcherungszentren am Pfannenrand könne mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit von einem die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Gesundheitsschaden 
ausgegangen werden. Auch diese Ausführungen der Parteien stehen ohne entsprechende me-
dizinische Befunde im Raum und sind folglich keiner Prüfung zugänglich. Ob es beim Versicher-
ten ohne Behandlung des Impingements zu einem Defektzustand gekommen wäre und ob dieser 
zu einer Einschränkung der Berufsbildung bzw. der Erwerbsfähigkeit geführt hätte, kann gestützt 
auf die vorhandenen Unterlagen nicht abschliessend beurteilt werden. In diesem Zusammenhang 
fehlen namentlich Angaben zur Operationsindikation und möglichen Spätfolgen ohne entspre-
chende Behandlung. 
 
5.5 Nach Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) gelten als me-
dizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG namentlich chirurgische, physiotherapeutische 

 
 
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und psychotherapeutische Vorkehren, die eine als Folgezustands eines Geburtsgebrechens, ei-
ner Krankheit oder eines Unfalls eingetretene Beeinträchtigung der Körperbewegung, der Sin-
neswahrnehmung oder der Kontaktfähigkeit zu beheben oder zu mildern trachten, um die Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu bestätigen, dauernd und wesent-
lich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Beim Versicherten wur-
den im vorliegenden Fall die Geburtsgebrechen Ziffern 404 und 462 diagnostiziert. Unbestritten 
ist, dass zwischen dem femoroazetabuläre Impingement und dem Geburtsgebrechen Ziffer 404 
kein Zusammenhang besteht. Fraglich ist jedoch, ob es sich bei der Impingement-Problematik 
um einen Folgezustand des Geburtsgebrechens Ziffer 462 handelt. Schliesslich diagnostizierte 
Dr. D.____ im Bericht vom 9. September 2013 beim Versicherten Kleinwuchs bei hypothalamo-
hypophysärer Insuffizienz und partiellem Wachstumshormondefizit sowie eine verzögerte Kno-
chenreifung. Zur Behandlung sei eine Substitutionstherapie mit Wachstumshormonen begonnen 
worden. Im Operationsbericht vom 11. Mai 2018 erhob Dr. E.____ wiederum eine unvollständige 
Knochenreifung mit sekundären Verknöcherungszentren am Pfannenrand. Den Ausführungen 
des Beigeladenen in seiner Stellungnahme vom 26. Dezember 2019 ist letztlich zu entnehmen, 
dass die Hüftproblematik auf die Ausübung des Kampfsportes Judo im Zusammenhang mit der 
Wachstumshormonbehandlung und dem daraus resultierenden schnellen Wachstum zurückzu-
führen sei. Die massive Veränderung im Hüftgelenk wäre ohne die Kombination der erwähnten 
Faktoren nicht in diesem Ausmass entstanden. Möglich sei aber auch eine familiäre Disposition. 
Aufgrund der vorstehende Ausführungen ist unklar, ob es sich beim femoroazetabulären Impin-
gement um einen Folgezustand des Geburtsgebrechens Ziffer 462 handelt, oder ob allenfalls ein 
Zusammenhang mit dessen Behandlung durch Wachstumshormone besteht. Der Bereinigung 
dieser Unklarheiten dienende medizinische Ausführungen sind den Akten nicht zu entnehmen. 
Auch wurde diese Frage in der angefochtenen Verfügung nicht diskutiert. 
 
6. Zusammenfassend ergibt sich, dass vorliegend Zweifel an den Ausführungen von 
Dr. G.____ in seinem Bericht vom 13. Juni 2019 bestehen. Bei dieser Sachlage kann nicht auf 
diese versicherungsinterne Beurteilung abgestellt werden, denn die Beschwerdegegnerin hat es 
unterlassen, im Rahmen der ihr obliegenden Untersuchungspflicht ergänzende Abklärungen im 
Rahmen eines unabhängigen Gutachtens im Sinne von Art. 44 ATSG einzuholen, um die beste-
henden Unklarheiten auszuräumen. Die angefochtene Verfügung ist somit aufzuheben und es 
sind weitere medizinischen Abklärungen vorzunehmen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung können die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsa-
che an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die 
nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erho-
benen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administ-
rativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 139 V 100 
E. 1.1, 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt un-
vollständig abgeklärt hat und es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungs-
verfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Beschwerde-
gegnerin auch unter Berücksichtigung der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts 
entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur Einholung eines versicherungsexternen medizi-
nischen Gutachtens nach Art. 44 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit die 

 
 
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in den vorstehenden Erwägungen (E. 5.3.2 bis 5.5) erwähnten offenen Fragen geklärt werden 
können. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
7.1 Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-
- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand 
entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtli-
chen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf 
§ 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. 
Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 800.-- aufzuerlegen sind. Die Beschwerdeführerin erhält ihren bereits geleisteten Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 
7.2.1 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Der Wortlaut der genannten Bestimmung schränkt den Anspruch somit 
auf die Beschwerde führende Person ein. Es stellt sich deshalb die Frage, ob damit einzig die 
Beschwerde führende versicherte Person gemeint ist oder ob auch ein obsiegender Beschwerde 
führender Sozialversicherer eine Parteientschädigung zu Lasten des unterliegenden Versiche-
rungsträgers beanspruchen kann. Nach Lehre und Rechtsprechung ist Art. 61 lit. g ATSG in Über-
einstimmung mit Art. 68 Abs. 3 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 auszulegen (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 61 
Rz. 218 f.; Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [SVR] 2009 IV Nr. 
33). Die letztgenannte Bestimmung sieht vor, dass Bund, Kantonen und Gemeinden sowie mit 
öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Parteientschädigung 
zugesprochen wird, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Sozialversicherer ge-
hören zu den im Sinne von Art. 68 Abs. 3 BGG mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten 
Organisationen (UELI KIESER, a.a.O., Art. 61 Rz. 219). Daraus folgt, dass vorliegend die obsie-
gende KPT Krankenkasse AG als Beschwerde führender, in seinem amtlichen Wirkungskreis 
tätiger Krankenversicherer keine Parteientschädigung zu Lasten der unterliegenden Invaliden-
versicherung beanspruchen kann.  
 
7.2.2 Wenn eine Beiladung erfolgt, kann der beigeladenen versicherten Person bei Obsiegen 
ein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zustehen. Diese Kosten sind grundsätzlich vom unter-
liegenden Versicherungsträger zu übernehmen (UELI KIESER, a.a.O., Art. 61 Rz. 220 mit Hinweis). 
Zu den Parteikosten zählen insbesondere die Kosten, die einer versicherten Person im gerichtli-
chen Verfahren für den Beizug einer Rechtsanwältin bzw. eines Rechtsanwaltes entstanden sind. 
Vorliegend hat der nicht anwaltlich vertretene Beigeladene keinen Anspruch auf Ersatz der Par-
teikosten. 
 

 
 
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8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid 
handelt es sich um einen derartigen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen 
ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter 
den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entschei-
det das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrück-
lichen Vorbehalt. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 16. Juli 2019 aufgeho-
ben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-
Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.