# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a6b6557-cd8a-593f-90fa-2d151e08bdf2
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 17.06.2019 II 2018 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-110_2019-06-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2018 110

Entscheid vom 17. Juni 2019 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________ AG,
Vorinstanz,

Gegenstand Krankenversicherung (Prämienausstände; Rechtsöffnung)

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Sachverhalt:

A. C.________, Sohn von A.________, war seit Geburt (________2014) bei 
der B.________ AG (Nachfolgend B.________) obligatorisch krankenpflegever-
sichert (Vi-act. 1 und 2). 

B. Am 2. Dezember 2017 resp. 23. Dezember 2017 mahnte die B.________ 
A.________ für Prämienausstände der Monate September bzw. November 2017 
(Vi-act. 7 und 8). Da keine Zahlung erfolgte, leitete B.________ gegen 
A.________ die Betreibung ein. Am 22. März 2018 wurde der Zahlungsbefehl 
zugestellt, wonach sich die Forderung auf Fr. 140.70 zzgl. 5% Zins seit 2. Okto-
ber 2017 für die Prämien September und November 2017, Fr. 140.-- für Um-
triebs- und Mahnspesen sowie Fr. 25.30 Betreibungskosten belief (Vi-act. 10). 
Da A.________ am 7. April 2018 Rechtsvorschlag erhob (Vi-act. 10), hob die 
B.________ diesen mit Verfügung vom 13. April 2018 auf und verpflichtete 
A.________ zu einer Zahlung von Fr. 309.80 (Vi-act. 11). Hiergegen erhob 
A.________ am 26. April 2018 (verbessert mit Eingabe vom 13.7.2018) Einspra-
che (Vi-act. 12). 

C. Mit Einsprache-Entscheid vom 28. November 2018 wies B.________ die 
Einsprache ab und bestätigte die Verfügung vom 13. April 2018 (Vi-act. 13).

D. Am 21. Dezember 2018 erhebt A.________ gegen den Einsprache-
Entscheid vom 28. November 2018 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Schwyz mit dem sinngemässen Antrag, den Einsprache-
Entscheid ersatzlos aufzuheben.

Mit Vernehmlassung vom 22. Januar 2019 beantragt die B.________:

1. Die Beschwerde vom 21. Dezember 2018 sei abzuweisen.

2. Der Einspracheentscheid vom 28. November 2018 (Referenz-Nr. 885'725) sei 
vollumfänglich zu bestätigen.

3. Es sei die Rechtsöffnung im Umfang von CHF 284.50 (Grundforderung inkl. 
Mahn- und Umtriebsspesen, zzgl. 5% ab dem 2. Oktober 2017 auf der Grund-
forderung von CHF 140.70) zu erteilen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.

E. Am 25. Januar 2019 gehen beim Gericht zwei weitere Eingaben des Be-
schwerdeführers ein. Zudem nimmt er am 13. Februar 2019 Stellung zur Ver-
nehmlassung der Vorinstanz.

F. Am 13. März 2019 ersucht das Gericht die Parteien um schriftliche Beant-
wortung verschiedener Fragen. Der Beschwerdeführer beantwortet diese am 

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28. März 2019 und er teilt mit, dass er selber die Schweiz per 25. März 2019 ver-
lassen habe. Die Vorinstanz antwortet am 29. April 2019. Weitere Stellungnah-
men hierauf gehen keine ein.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer infolge von Prämienausständen 
der Versicherung des Sohnes für die Monate September und November 2017 
gemahnt und die Forderung, nachdem diese nicht beglichen wurde, in Betrei-
bung gesetzt. Der Beschwerdeführer bestreitet die Zahlungspflicht mit der Be-
gründung, der Sohn habe die Schweiz bereits zuvor verlassen, weshalb er gar 
nicht mehr versichert gewesen sei; es seien damit auch keine Prämien geschul-
det gewesen. Mithin ist vorliegend strittig und zu prüfen, ob der Sohn des Be-
schwerdeführers in den Monaten September und November 2017 versichert und 
der Beschwerdeführer zur Zahlung von Versicherungsprämien verpflichtet war.

2.1 Jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz muss sich innert drei Monaten 
nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz für Krankenpflege ver-
sichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise ihrer gesetzli-
chen Vertreterin versichern lassen (Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Krankenversicherung [KVG; SR 832.10] vom 18.3.1994). 

2.2 Die Versicherung endet, wenn die versicherte Person der Versicherungs-
pflicht nicht mehr untersteht (Art. 5 Abs. 3 KVG). Dies ist namentlich der Fall, 
wenn die versicherte Person den Wohnsitz ins Ausland verlegt (SBVR-Eugster, 
KVG, S. 432 Rz. 105). Diesfalls tritt das Ende automatisch, ohne Kündigungs-
formalitäten ein; es bedarf keiner besonderen Erklärung an den Krankenversi-
cherer (Kieser, OFK/KVG/UVG-Kieser, KVG Art. 5 Rz. 3). Immerhin aber hat die 
ausgereiste Person mit dem im Sozialversicherungsrecht anwendbaren Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, dass sie im strittigen 
Zeitraum in einem anderen Land Wohnsitz begründet hat, andernfalls der bishe-
rige (schweizerische) Wohnsitz bestehen bleibt (Urteile BGer 9C_212/2019 vom 
1.4.2019; 9C_272/2016 vom 14.6.2016 Erw. 2.2).

2.3 Nach Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 bestimmt sich 
der Wohnsitz einer Person nach den Art. 23 bis 26 des Schweizerischen Zivilge-
setzbuches (ZGB; SR 210) vom 10. Dezember 1907. Der Wohnsitz einer Person 
befindet sich an dem Orte, an welchem sie sich mit der Absicht des dauernden 
Verbleibens aufhält (Art. 23 Abs. 1 ZGB). Zur Begründung des Wohnsitzes müs-

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sen somit zwei Merkmale kumulativ erfüllt sein, ein objektives äusseres Merkmal, 
d.h. der tatsächliche Aufenthalt im Sinne eines Wohnens ist erforderlich zur Be-
gründung eines Lebensmittelpunktes, der blosse Wille zur Wohnsitznahme 
genügt nicht (vgl. BGE 133 V 309 Erw. 3.1 und 125 V 76 Erw. 2a, je mit Hinwei-
sen), sowie ein subjektives inneres Merkmal. Die Absicht des dauernden Ver-
bleibens muss aufgrund von erkennbaren Umständen objektiv bestimmt werden 
(vgl. Urteil BGer 9C_546/2017 vom 30.4.2018; Staehlin, BSK Zivilgesetzbuch I, 
5. Aufl., Rz. 5 ff. und 20 zu Art. 23 ZGB; Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Rz. 
15 f. zu Art. 13). Für die subjektiv vorausgesetzte, äusserlich erkennbare Absicht 
des dauernden Verbleibens ist entscheidend, wo sich - unter Würdigung aller 
Umstände - der Mittelpunkt der Lebensbeziehungen befindet. Indizien für die Be-
urteilung der Wohnsitzfrage sind die Anmeldung und Hinterlegung der Schriften, 
die Ausübung der politischen Rechte, die Bezahlung der Steuern, fremdenpoli-
zeiliche Bewilligungen sowie die Gründe, die zur Wahl eines bestimmten Wohn-
sitzes veranlassen. Die nach aussen erkennbare Absicht muss auf einen dau-
ernden - d.h. im Sinne von "bis auf Weiteres" - Aufenthalt ausgerichtet sein (vgl. 
Urteil EVG K 34/04 vom 2.8.2005 Erw. 3; Urteil BGer 9C_546/2017 vom 
30.4.2018 Erw. 2). Nach Art. 24 Abs. 1 ZGB bleibt der Wohnsitz an einem Ort 
bestehen, solange nicht anderswo ein neuer begründet wird. 

3.1 Strittig ist, ob der Sohn des Beschwerdeführers in den Monaten September 
und November 2017 in der Schweiz Wohnsitz hatte und damit nach wie vor obli-
gatorisch krankenpflegeversichert war, oder ob er zusammen mit seiner Mutter 
die Schweiz bereits früher verliess und dabei im Ausland einen neuen Wohnsitz 
begründete, wodurch die Krankenpflegeversicherung automatisch endete. 

3.2 Der Beschwerdeführer führt aus, seine Frau habe gegen seinen Willen mit 
dem Sohn die Schweiz verlassen und sei in die Ukraine gereist, wo sie vorerst 
bei ihrer Mutter gelebt und später eine eigens gekaufte Wohnung in D.________ 
bezogen habe. Er habe die Versicherung über den Wegzug informiert und zur 
Ant-wort erhalten, der Sohn geniesse im Ausland keinen Versicherungsschutz. In 
der Schweiz abmelden habe er den Sohn nicht können, da die Frau alle Papiere, 
auch jene des Sohnes, mitgenommen habe. Im August 2017 sei sie dann mit 
dem Sohn wieder in die Schweiz eingereist, worauf er für diesen bei der 
E.________ (F.________) innert drei Monaten per Oktober 2017 eine Versiche-
rung abgeschlossen habe. Ebenfalls im Oktober 2017 habe er der B.________ 
nochmals offene Rechnungen bezahlt, weil er mit dieser Versicherung definitiv 
habe abschliessen wollen. Im Dezember 2017, nachdem die Frau im ________ 
2017 einen weiteren Sohn in der Schweiz geboren habe, habe sie die Schweiz 
wieder verlassen. Diesmal habe er darauf bestanden, dass die Abmeldung erfol-

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gen könne. Für ihn sei erstellt, dass die Frau mit dem Sohn die Schweiz im De-
zember 2016 verlassen habe; dass er die Versicherung darüber unterrichtet ha-
be; dass die Versicherung seinem Sohn von diesem Moment an keinen Versi-
cherungsschutz mehr geboten habe und dass von diesem Moment an auch kei-
ne Prämien mehr geschuldet waren. 

3.3 Demgegenüber trägt die Vorinstanz vernehmlassend vor, der Beschwerde-
führer habe nie einen Nachweis für ein behauptetes Wegzugsdatum des Sohnes 
erbracht. Werde ein Wegzugsdatum weder vorgebracht noch nachgewiesen, bil-
de die Abmeldung bei der Einwohnergemeinde ein Indiz für die Wohnsitzaufga-
be. Gemäss Mitteilung der Wohnsitzgemeinde habe sich der Sohn per 20. De-
zember 2017 ins Ausland (Ukraine) abgemeldet. Per dieses Datum habe die 
Versicherung geendet, bis dahin sei er jedoch prämienpflichtig. 

4.1 Die Vorinstanz hat die Versicherung des Sohnes des Beschwerdeführers 
beendet, nachdem dieser im Dezember 2017 in der Wohnsitzgemeinde abge-
meldet wurde. Sie macht geltend, es sei auf das Indiz der An- bzw. Abmeldung 
bei der Einwohnerkontrolle abzustellen, solange ein Versicherter den Wegzug 
aus der Schweiz weder vorbringe noch nachweise. Tatsächlich ist die Meldung 
bei der Einwohnerkontrolle ein Indiz für die erkennbare Absicht des dauernden 
Verbleibens. Entscheidend ist letztlich aber eine Würdigung aller Umstände (vgl. 
Erw. 2.3). Eine solche ergibt, dass der Sohn des Beschwerdeführers die Schweiz 
überwiegend wahrscheinlich bereits vor September 2017 verlassen und in der 
Ukraine Wohnsitz genommen hatte, wodurch die obligatorische Krankenpflege-
versicherung bereits vor September 2017 erloschen ist (Art. 5 Abs. 3 KVG).

4.2 Strittig ist die Versicherung des Sohnes des Beschwerdeführers resp. des-
sen Wohnsitz. Als unmündiges Kind (Jg. 2014) unter elterlicher Sorge hat es sei-
nen Wohnsitz am Wohnsitz der Eltern oder, wenn die Eltern keinen gemeinsa-
men Wohnsitz haben, am Wohnsitz des Elternteils, unter dessen Obhut das Kind 
steht; in den übrigen Fällen gilt sein Aufenthaltsort als Wohnsitz (Art. 25 Abs. 1 
ZGB). 

Es ist nicht bekannt, ob die Eltern die elterliche Sorge gemeinsam inne hat-
ten/haben und ob eine Regelung der Obhut bestand/besteht. Es kann dies vor-
liegendenfalls indes offenbleiben. Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers 
- die seitens Vorinstanz nicht bestritten werden - erhellt, dass der Sohn stets den 
Aufenthalt seiner Mutter teilte. Auch steht fest, dass er wie die Mutter die ukraini-
sche Staatsangehörigkeit hat, die Muttersprache der Mutter (und damit besser 
russisch als deutsch) spricht und die Mutter auch erpicht war/ist, den Sohn in ih-
rer Kultur und in ihrem Glauben (russisch-orthodox) zu erziehen. Im Wissen, 

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dass der Vater mit der Ausreise aus der Schweiz nicht einverstanden war, ist sie 
dennoch mit dem Sohn in die Ukraine ausgereist und dortgeblieben. Zur Festle-
gung des Wohnsitzes des Sohnes ist daher auf den Wohnsitz der Mutter abzu-
stellen.

4.3 Die Ehefrau des Beschwerdeführers ist ukrainische Staatsangehörige. Den 
Wohnsitz in der Ukraine hat sie - nach Darstellung des Beschwerdeführers - nie 
aufgegeben. Dies erscheint aufgrund der weiteren Ausführungen glaubhaft. So 
hatte die Ehefrau in der Ukraine Medizin studiert, darf den Beruf in der Schweiz 
indes nicht ausüben. Für den Sohn, mit welchem sie russisch spricht, konnte in 
der Wohnsitzgemeinde und näheren Umgebung keine Betreuung gefunden wer-
den. Auch sei es für sie als Angehörige des russisch-orthodoxen Glaubens in der 
Schweiz schwierig gewesen, ihren Glauben zu praktizieren. Sie habe in der 
Schweiz keine sozialen Kontakte knüpfen können und sich gefangen gehalten 
gefühlt. Pro Jahr habe sie daher mehr als sechs Monate in der Ukraine ver-
bracht. 

Im Dezember 2016 ist die Frau mit dem Sohn, der ebenfalls über die ukrainische 
Staatsbürgerschaft verfügt, in die Ukraine ausgereist. Dies entgegen dem Willen 
des Beschwerdeführers. Die Frau habe vorerst bei ihrer Mutter gewohnt. Im März 
2017, als sie beabsichtigt habe, nur kurz in die Schweiz zu kommen, sei ein 
Streit eskaliert, worauf sie beschlossen habe, mit dem Sohn ganz in der Ukraine 
zu bleiben. Er habe sich erfolglos um eine Rückführung des Sohnes bemüht. Sie 
habe in D.________ eine eigene Wohnung gekauft und bezogen. Eine Rückkehr 
in die Schweiz habe sie ausgeschlossen. Die Ehefrau selber habe ihren Wohn-
sitz in der Ukraine nie aufgegeben. Ob sie den Sohn auch direkt angemeldet ha-
be, weiss der Beschwerdeführer nicht, er geht aber davon aus. Denn seines Er-
achtens ist ein Indiz dazu und dafür, dass er Wohnsitz in der Ukraine begründe-
te, die Tatsache, dass der Sohn vorerst im Pass der Mutter eingetragen war, 
dann aber einen eigenen Pass erhielt, was einen Wohnsitz in der Ukraine vor-
aussetze.

4.4 Im März 2017 sei es zu einer ernsthaften Auseinandersetzung zwischen 
ihm und seiner Frau gekommen, nachdem diese entschieden habe, definitiv nicht 
mehr in die Schweiz zurückzukehren. In der Folge habe er auch die Vorinstanz 
über die Ausreise des Sohnes informiert.

Diese Information wird durch die Vorinstanz explizit bestätigt. Der Beschwerde-
führer habe auf der Agentur in Schwyz vorgesprochen, als ihm bewusst gewor-
den sei, dass sein Sohn nicht mehr in die Schweiz zurückkehren werde. Ein Mit-
arbeiter habe ihm mitgeteilt, dass er den Sohn bei der Gemeinde abmelden müs-

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se, ansonsten die Versicherung nicht beendet werden könne. Dies stimmt so mit 
den Ausführungen des Beschwerdeführers überein. Seinerseits trägt er aber vor, 
er habe die Abmeldung nicht vornehmen können, da die Gemeinde auf dem 
Vorweisen von Personaldokumenten bestanden habe, die er aber nicht habe 
vorweisen können, weil die Frau diese bei der Ausreise mitgenommen habe. 

Ein weiteres Indiz dafür, dass diese Ausführungen so zutreffen, ist die Tatsache, 
dass die Vorinstanz die Prämien für den Sohn bis und mit April 2017 per LSV 
durchführen konnte, ab dann jedoch der Beschwerdeführer gegen alle automati-
schen Belastungen per LSV Widerspruch eingelegt habe. Auch selber führt er 
aus, Prämien bezahlt zu haben, bis klar gewesen sei, dass der Sohn nicht mehr 
in die Schweiz zurückkehren werde. Mit anderen Worten stellte der Beschwerde-
führer die Zahlungen nicht ein, als der Sohn keinen Wohnsitz mehr in der 
Schweiz hatte, sondern als klar war, dass er seinen Lebensmittelpunkt bei der 
Mutter in der Ukraine hat.

Anzufügen ist, dass die von der Vorinstanz erteilte Information, der Beschwerde-
führer müsse zur Beendigung der Versicherung eine Abmeldung der Einwohner-
kontrolle vorweisen können, in dieser Absolutheit nicht zutreffend ist. Wie bereits 
dargelegt, stellt die An- resp. Abmeldung nur ein Indiz dar. Nachdem der Be-
schwerdeführer erklärt hat, die Abmeldung mangels Dokumenten nicht vorneh-
men zu können, hätte die Vorinstanz nicht darauf bestehen dürfen, sondern an-
dere Indizien erfragen und ggf. anerkennen müssen (vgl. Untersuchungsgrund-
satz, Art. 43 ATSG). 

4.5 Der Beschwerdeführer legt eine Email vom 22. Juni 2017 an die Vorinstanz 
ins Recht. Darin teilt er mit, seine Frau befinde sich mit dem Sohn seit Mitte Fe-
bruar 2017 in der Ukraine. Sie habe mitgeteilt, sie komme in der Schweiz nicht 
klar und habe daher entschieden, die Schweiz zu verlassen. Sie habe sich selbst 
und den Sohn in der Ukraine angemeldet und lebe dort. Da die Versicherung im 
Ausland keine Leistungen erbringe, habe er die Prämienzahlung für den Sohn bis 
auf weiteres eingestellt. Sollten sich die Umstände wieder normalisieren, werde 
er die Versicherung informieren. 

Daraus ergibt sich nicht zwingend, dass der Sohn in der Schweiz keinen Wohn-
sitz mehr hatte. Die Formulierung liesse ebenso den Schluss zu, es handle sich 
nur um einen vorübergehenden Auslandaufenthalt und keine auf Dauer angeleg-
te Begründung des Lebensmittelpunktes in der Ukraine. Auch hat der Beschwer-
deführer offengelegt, dass die Ausreise gegen seinen Willen erfolgt ist und er 
stets die Hoffnung hatte, dass Frau und Sohn wieder zurückkehren würden. Wie 
bereits ausgeführt, teilt der Sohn betreffend die Wohnsitzfrage aber das Schick-
sal der Mutter. Ihr Wohnsitz ist auch sein Wohnsitz. Es ist daher irrelevant, wel-

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che Ansicht der Beschwerdeführer hatte und welche Hoffnung ihn trug. Relevant 
ist die Tatsache, dass die Mutter mit dem Sohn ausgereist ist mit der Absicht, 
den Lebensmittelpunkt fortan in der Ukraine zu haben und dies dem Vater resp. 
Beschwerdeführer auch so offenbart hat. Auch wenn keine Anmeldung in der Uk-
raine als Beleg vorliegt, ist diese Wohnsitznahme des Sohnes bei der Mutter in 
D.________ aufgrund der Hintergründe der Mutter, des Wohnungskaufes in der 
Ukraine, der engen Beziehung zwischen Mutter und Sohn und der Ausstellung 
des Ukrainischen Passes für den Sohn, des Zwistes der Eltern betreffend Ver-
bleib in der Ukraine sowie der unbestrittenen Orientierung der Vorinstanz über-
wiegend wahrscheinlich.

4.6 Im Sommer 2017 reiste die Ehefrau mit dem Sohn erneut in die Schweiz 
ein. Auch die Umstände dieser Reise sind glaubhaft. Die Ehefrau ist mit dem 
Sohn nicht zwecks Wohnsitznahme eingereist, oder weil sich der Wohnsitz bzw. 
der Lebensmittelpunkt ohnehin in der Schweiz befand. Vielmehr stand eine wei-
tere Geburt an. Sie wollte noch einreisen, solange dies schwangerschaftsbedingt 
per Flugzeug möglich war (Einreise im August 2017), um dann im ihr bekannten 
Geburtshaus mit den ihr bekannten Hebammen am ________ 2017 einen weite-
ren Sohn zu gebären. Nach Vorliegen der ukrainischen Reisedokumente ist sie 
noch vor Weihnachten 2017 mit den Kindern wieder zurück in die Ukraine ge-
reist. Dieser Aufenthalt zwecks Geburt in der Schweiz bleibt für die bereits zuvor 
erfolgte Beendigung des Wohnsitzes in der Schweiz ohne Belang. Es ändert 
nichts daran, dass die Ehefrau die Schweiz mit dem Sohn zwecks dauerhaften 
Verbleibs in der Ukraine und dortigen Aufbaus des Lebensmittelpunktes bereits 
im Frühjahr 2017 verlassen hatte. 

4.7 Wenn der Sohn des Beschwerdeführers die Schweiz zusammen mit der 
Mutter verliess und sein Lebensmittelpunkt ab Frühjahr 2017 bei der Mutter in 
der Ukraine war, so endete die Versicherung des Sohnes automatisch in dem 
Moment, wo er keinen Wohnsitz mehr in der Schweiz hatte (Art. 5 Abs. 3 KVG). 
Da dies aufgrund der gesamten Umstände überwiegend wahrscheinlich vor Sep-
tember 2017 der Fall war, bestand im September bzw. November 2017 für den 
Beschwerdeführer keine Prämienzahlungspflicht mehr. 

5.1 Damit erweist sich die Beschwerde als begründet und ist gutzuheissen. Der 
Einspracheentscheid vom 28. November 2018 und die Verfügung vom 13. April 
2018 werden aufgehoben.

5.2 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG); der nicht 
anwaltschaftlich vertretene Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Einspracheentscheid vom 
28. November 2018 und die Verfügung vom 13. April 2018 aufgehoben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 17. Juni 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 15. Juli 2019