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**Case Identifier:** 3c13ce00-0810-51a8-8db0-08113c381115
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-24
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 24.03.2021 S 2019 158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-158_2021-03-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 24. März 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2019 158

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Urteil S 2019 158

A. Wegen eines Rückenleidens gewährte die IV-Stelle Zug der 1984 geborenen 
A.________ im Rahmen von beruflichen Eingliederungsmassnahmen eine Umschulung 
zur Fachfrau Betreuung mit Fachrichtung Kinderbetreuung. Nach deren erfolgreichen 
Abschluss im Sommer 2010 wurde die Versicherte als voll arbeitsfähig erachtet (IV-
act. 24).

Am 15. Mai 2017 meldete sich A.________ erneut zum Leistungsbezug an und machte 
seit Ende September 2016 bestehende Rückenschmerzen im Bereich der 
Lendenwirbelsäule geltend (IV-act. 27). Daraufhin führte die IV-Stelle Zug Abklärungen in 
erwerblicher und medizinischer Hinsicht und zog die Akten des involvierten 
Krankentaggeldversicherers bei. Nachdem die Versicherte am Rücken operiert worden 
war, wurden berufliche Eingliederungsmassnahmen eingeleitet, die zu einer Erhöhung der 
Leistungsfähigkeit bis auf 60 % führten (IV-act. 92). Im Anschluss daran äusserte sich der 
Regionale Ärztliche Dienst Zentralschweiz (nachfolgend: RAD) zum Verlauf der 
Arbeitsfähigkeit (Stellungnahme vom 12. Juli 2019 [IV-act. 99]). Gestützt darauf stellte die 
IV-Stelle Zug mit Vorbescheid vom 3. September 2019 die Zusprache einer abgestuften 
befristeten Invalidenrente in Aussicht (ganze Rente ab 1. November 2017, halbe Rente ab 
1. Februar 2018 und Viertelsrente vom 1. bis 31. März 2018; IV-act. 101). Einwände 
seitens der Versicherten gingen in der Folge nicht ein, weshalb die IV-Stelle Zug am 
21. Oktober 2019 im angekündigten Sinne verfügte (IV-act. 108–110).

B. Dagegen erhob A.________ am 19. November 2018 Beschwerde mit dem 
Rechtsbegehren um Zusprache einer Invalidenrente über den 1. März 2018 hinaus, 
eventualiter um Durchführung eines medizinischen Gerichtsgutachtens, subeventualiter 
um Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks Vornahme eines erneuten 
verwaltungsexternen medizinischen Gutachtens (act. 1 S. 2). Im Wesentlichen rügt sie den 
Beweiswert der Stellungnahmen des RAD vom 12. Juli 2019 und bemängelt die darin 
festgelegte Arbeitsfähigkeit. 

C. Am 2. Dezember 2019 bezahlte die Beschwerdeführerin den ihr auferlegten 
Kostenvorschuss von Fr. 800.– innert Frist (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 16. Januar 2020 schloss die Verwaltung unter Hinweis 
auf die RAD-Stellungnahme vom 12. Juli 2019 auf Abweisung der Beschwerde (act. 5).

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Urteil S 2019 158

E. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an den gestellten 
Anträgen fest. Dabei wies die Beschwerdeführerin mit Replik vom 2. April 2020 auf die 
jüngsten Berichte der behandelnden Ärzte hin und bemängelte die fehlende fachliche 
Qualifikation des RAD-Arztes (act. 8), was von der Beschwerdegegnerin mit Duplik vom 
9. Juni 2020 bestritten wurde (act. 11).

F. Am 28. Januar 2021 wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, sich zu der vom 
Gericht in Aussicht gestellten Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren 
Abklärung und dem damit verbundenen Risiko einer möglichen Schlechterstellung zu 
äussern oder die Beschwerde zurückzuziehen (act. 13). Innert erstreckter Frist liess die 
Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 15. März 2021 ihr Festhalten an der Beschwerde 
mitteilen (act. 16).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu: 21. Oktober 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 20. November 2019 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 

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Urteil S 2019 158

Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [EG AHVIVG; BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des 
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort 
der IV-Stelle – gegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. 
Die Verfügung datiert vom 21. Oktober 2019 (BF-act. 1) und ist frühestens am Folgetag im 
Herrschaftsbereich der Beschwerdeführerin eingetroffen (vgl. auch act. 1 S. 3). In 
Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift trägt das Datum des 
19. November 2019, wurde tags darauf der Post übergeben und ging am 21. November 
2019 beim Verwaltungsgericht ein. Damit ist die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 
ATSG gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt 
betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen 
verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen 
Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten 
oder verbessern können;

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Urteil S 2019 158

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.3 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer 
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und 
andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass 
Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der 
Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a der 
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) festzusetzen ist (vgl. 
BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche 
Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder 
Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des 
Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit 
demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 
V 413 E. 2d; 125 V 368 E. 2; 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 
E. 3.5.2). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird 
beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine 
Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, 
dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert 
bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den 
Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit 
sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (BGer I 526/06 
vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).

3.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in 
Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

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Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. 
Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, 
dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden, woraufhin sich aus der 
Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des 
Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 115 V 133 E. 2 mit Hinweisen).

3.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es 
für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen 
allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit 
diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinandersetzt – was vor allem 
bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in 
Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der 
medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der 
medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende 
Person sie prüfend nachvollziehen kann und ob der Experte oder die Expertin nicht 
auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen 
erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1 
mit Hinweisen; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c).

3.7 Die RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen 
Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die 
Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der 
Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich 
auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig 
(Art. 59 Abs. 2bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen 
Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im 

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Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen 
des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber 
ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; 
BGer 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 
E. 3.3.2).

4.
4.1 Unbestrittenermassen leidet die Beschwerdeführerin an einem im Herbst 2016 
exazerbierten und zur 100%igen Arbeitsunfähigkeit führenden lumbospondylogenen 
Schmerzsyndrom rechts, weshalb sie sich am 24. August 2017 einer 
Repositionsspondylodese L5/S1 mit Laminektomie L5 unterziehen musste 
(Operationsbericht der Klinik C.________ vom 24. August 2017 [IV-act. 46/5–7] und 
Austrittsbericht vom 1. September 2017 [IV-act. 46/3–4]). 

4.2 Die Beschwerdegegnerin anerkennt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zur 
Konsultation vom 23. November 2017 bei den operierenden Wirbelsäulenchirurgen (vgl. 
Bericht der Klinik C.________ vom 1. Dezember 2017 [IV-act. 50/1–2]). Mit Bezug auf den 
weiteren Verlauf der Arbeitsfähigkeit stellt sie auf die Stellungnahmen des RAD-Arztes 
Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, ab (vgl. Verfügung vom 
21. Oktober 2019 und deren Begründung [IV-act. 106 und 108; BF-act. 1]).

4.2.1 In der Stellungnahme vom 12. März 2018 (IV-act. 51) umschrieb der RAD-Arzt das 
zumutbare Leistungsprofil als eine körperlich leichte bis höchstens gelegentlich 
mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne Hebe- oder Tragebelastung von mehr 
als 10 kg, ausnahmsweise 15 kg, ohne Zwangshaltungen und ohne Schläge oder 
Vibrationen auf das Achsenskelett. Für eine solche Tätigkeit attestierte er der bisher zu 
100 % arbeitsunfähigen Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab 
24. November 2017 mit schrittweiser Steigerung auf ein volles Arbeitspensum innerhalb 
von zwei bis drei Monaten.

4.2.2 Im Verlauf verblieben Schmerzen, welche die Leistungsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin während der inzwischen eingeleiteten beruflichen 
Eingliederungsmassnahmen einschränkten, weshalb die Behandlung im Fachbereich 
Manuelle Medizin der Klinik C.________ fortgesetzt wurde. In Würdigung der dortigen 
Berichte kam der RAD-Arzt in der Stellungnahme vom 12. Juli 2019 (IV-act. 99) zum 
Schluss, dass den Neuakten vordergründig persistierende belastungs-/arbeitsabhängige 

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Schmerzen thorakolumbal entnommen werden könnten, die zuletzt im Kontext einer 
vordergründigen Schwäche der Rumpfstabilisatoren erklärt worden seien. Zu keinem 
Zeitpunkt hätten sich Anhaltspunkte oder Hinweise für eine neurologische Reiz- und/oder 
Ausfallsymptomatik gefunden. Von den behandelnden Ärzten sei darauf hingewiesen 
worden, dass vordergründig ein Belastungsaufbau angezeigt wäre. Dabei werde mit den 
bildgebenden Befunden stationärer Veränderungen insbesondere auch im Anschluss-
Segment ohne Hinweise für ein Fortschreiten der Degeneration trotz Belastung 
argumentiert. Wenn es jeweils um die Arbeitsunfähigkeitsattestierung gegangen sei, seien 
die behandelnden Ärzte indes den Wünschen der Beschwerdeführer nachgekommen und 
würden die andauernde Selbstlimitierung stützen. 

Aus diesen Überlegungen schloss der RAD-Arzt, dass sich die attestierte 
Arbeitsunfähigkeit von 40 %–50 % mit objektiven Befunden und hieraus resultierenden 
funktionellen Einschränkungen nicht begründen lasse. Es werde auch nicht diskutiert, ob 
die zuletzt ausgeübten Tätigkeiten das in der Stellungnahme vom 12. März 2018 (IV-
act. 51) formulierte Belastungsprofil zu erfüllen vermöchten. In einer optimal angepassten 
Tätigkeit könne von einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. 
Schmerzbedingt sei allenfalls mit einem erhöhten Pausenbedarf zu rechnen, welcher eine 
Leistungsreduktion von maximal 20 % zu begründen vermöge.

Rückblickend schätzte er die Arbeitsfähigkeit ab 24. November 2017 auf 50 %, ab 
25. Dezember 2017 auf 40 %, ab 25. Januar 2018 auf 30 % und ab 25. Februar 2018 auf 
20 %.

4.3 Zum Verlauf des Arbeitsversuchs gab die für den Betrieb personalverantwortliche 
Person anlässlich des Schlussgesprächs vom 25. Februar 2019 an, die 
Beschwerdeführerin sei als vollwertige Mitarbeiterin angeschaut worden. Sie hätten als 
Arbeitgeber von ihrem Fachwissen profitieren können. Die Beschwerdeführerin habe 
durch ihr Vorwissen die Kunden auch gut beraten. Sie habe ein freundliches Auftreten und 
ihr Schmerzverhalten habe nichts mit ihrer Persönlichkeit zu tun. Es sei sichtbar gewesen, 
dass sie körperlich angestanden sei. Sie habe die Leistung erbracht, habe aber pro Tag 
vier bis fünf Pausen von teilweise 20 bis 30 Minuten gebraucht (IV-act. 92/11). 

5.
5.1 Die Funktion interner RAD-Berichte besteht rechtsprechungsgemäss darin, aus 
medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in 

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Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu 
entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu 
würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine 
Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht 
abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die 
vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (BGer 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 
E. 3.5 mit Hinweisen). 

Vorliegend waren lediglich die verschiedenen Berichte der behandelnden Fachärzte der 
Klinik C.________ zu würdigen. Diese begleiteten die Beschwerdeführerin während der 
gesamten postoperativen Rehabilitation und des Arbeitsversuchs sehr engmaschig und 
nahmen jeweils zur echtzeitlich zumutbaren Arbeitsleistung Stellung. Indem 
Dr. D.________ in seinen beiden Stellungnahmen (E. 4.2.1 und 4.2.2; IV-act. 51 und 99) 
eine eigene Schätzung der Arbeitsfähigkeit im Verlauf gab, beschränkte er sich nicht auf 
eine Zusammenfassung und Würdigung des Sachverhaltes, sondern stellte – gleichsam 
eines Gutachters – seine eigene Einschätzung anstelle derjenigen der behandelnden 
Ärzte. Bei seinen beiden Stellungnahmen handelt es sich allerdings lediglich um 
Aktenbeurteilungen. Sie beruhen daher nicht auf einer persönlichen Untersuchung der 
Beschwerdeführerin. Angesichts der Tatsache, dass der RAD-Arzt weder klinische 
Befunde selber erhoben hatte, noch – als Allgemeinmediziner – über die Fachkenntnisse 
eines Wirbelsäulenchirurgen bzw. eines Rheumatologen verfügt, kommt seinen 
Aktenbeurteilungen nicht der Beweiswert einer auf allseitigen Untersuchungen 
beruhenden Expertise zu (BGer 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4; BGE 137 V 210 
E. 1.2.1; 134 V 231 E. 5.1).

5.2 Bei der Würdigung der beiden RAD-Stellungnahmen ist weiter zu berücksichtigen, 
dass die im Rahmen der fachärztlichen Behandlung aufgrund der erhobenen Befunde 
festgestellten Einschränkungen der Beschwerdeführerin während des Arbeitsversuchs 
grundsätzlich geeignet sind, gewisse Zweifel an der medizinischen Zumutbarkeit und 
tatsächlichen Realisierbarkeit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 50 % auf 80 % 
innerhalb von drei Monaten zu begründen. Zwar kann nicht von der Hand gewiesen 
werden, dass die überwiegend stehend auszuübende Tätigkeit im Detailhandel dem 
Rückenleiden der Beschwerdeführerin möglicherweise nicht optimal angepasst war. Es ist 
jedoch zu bedenken, dass es sich um einen Arbeitsversuch handelte, weshalb die 
Beschwerdeführerin mit einem gewissen Verständnis und auch Entgegenkommen seitens 
der Vorgesetzen und der anderen Mitarbeiter rechnen durfte. So habe sie keine schweren 

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Gegenstände heben müssen (IV-act. 92/7) und in den Pausen auf einer Matte mit Decke 
Dehnungsübungen machen dürfen (IV-act. 92/8). Obwohl sie am Arbeitsplatz viel 
Engagement gezeigt hatte, was seitens der Arbeitgeberin immer wieder festgehalten 
wurde (vgl. dazu E. 4.3 sowie die verschiedenen Leistungsbeurteilungen [IV-act. 77, 86, 
87 und 92/6–7]), vermochte die Beschwerdeführerin das gemäss der Vereinbarung für den 
Arbeitsversuch (IV-act. 64) angestrebte Arbeitspensum von 100 % nicht zu erreichen.

Eine Erklärung für die verfehlte Zielerreichung sehen die behandelnden Ärzte in einer 
nach wie vor bestehenden muskulären Schwäche (vgl. Konsultationsberichte vom 3. Sep-
tember 2018 [IV-act. 65] und 9. November 2018 [IV-act. 74]). Auch sie aber betonten 
immer wieder die gute Compliance der Beschwerdeführerin in der medizinischen 
Rehabilitation (vgl. Konsultationsberichte vom 28. Dezember 2018 [IV-act. 81/3–4] und 
30. Januar 2019 [IV-act. 85]). Dass sie die zumutbare körperliche Belastung auf die 
Rückmeldungen der Patientin jeweils angeglichen haben, begründen sie 
nachvollziehbarerweise mit der Verhinderung von Rückschritten durch Überbelastung (vgl. 
Konsultationsbericht vom 9. November 2018 [IV-act. 74] und Versicherungsbericht vom 
8. Juli 2019 [IV-act. 96]). Unter diesen Umständen vermag die hohe, von Dr. D.________ 
attestierte Arbeitsfähigkeit sowie die dafür gelieferte Begründung nicht vollends zu 
überzeugen. Vielmehr wäre er gehalten gewesen, zusätzliche (externe) Abklärungen zu 
empfehlen oder die Beschwerdeführerin (zumindest) persönlich zu untersuchen. Beides 
wurde unterlassen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen, kann darauf nicht abgestellt 
werden (BGer 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 
225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

5.3 Obwohl die verschiedenen Konsultationsberichte der behandelnden Ärzte der 
Klinik C.________ wertvolle Informationen zum Rehabilitationsverlauf enthalten, kann 
darauf mit Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus 
juristischer Sicht nicht abgestellt werden. Darin finden sich verschiedene Hinweise darauf, 
dass die Beschwerdeführerin ihre Wirbelsäule im (Berufs-)Alltag aufgrund der Schmerzen 
nicht bis zum medizinisch-theoretisch erlaubten Mass belastet. Dies führt dazu, dass die 
Ärzte – zum Erhalt der guten Compliance – tiefere Arbeitsfähigkeiten attestierten (vgl. 
Konsultationsberichte vom 1. Dezember 2017 [IV-act. 50/1–2], 3. Januar 2019 [IV-
act. 81/1–2] und 8. Juli 2019 [IV-act. 96]) bzw. auf eine zumutbar erachtete Steigerung 
verzichten (vgl. Konsultationsberichte vom 18. Januar 2019 [IV-act. 84] und 30. Januar 
2019 [IV-act. 85], sowie Bericht vom 19. November 2019 [BF-act. 4; ferner BF-act. 5]). 

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Vor diesem Hintergrund ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass 
behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 
465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc), weshalb zur abschliessenden Beantwortung der Frage 
nach der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin eine objektive fachärztliche 
Beurteilung einzuholen ist.

5.4 Aus dem Gesagten folgt, dass die vorliegenden medizinischen Akten keine hinrei-
chende beziehungsweise rechtsgenügende Grundlage zur Klärung der Frage nach der 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin darstellen. Die Sache ist daher unter Aufhebung 
der angefochtenen Verfügungen vom 21. Oktober 2019 (IV-act. 108-110) an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die notwendigen, fachärztlichen 
Abklärungen veranlasse und hernach über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
Leistungen der Invalidenversicherung neu verfüge.

6. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.– festzulegen und ausgangsgemäss 
von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Der Beschwerdeführerin ist 
der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– vollumfänglich zurückzuerstatten und es ist 
ihr zulasten der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG 
auszurichten, welche unter Berücksichtigung der Honorarnote vom 2. April 2020 
ermessensweise auf Fr. 3'000.– (inkl. Barauslagen und MWST; BF-act. 11) festzusetzen 
ist. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In Gutheissung der Beschwerde werden die angefochtenen Verfügungen vom 
21. Oktober 2019 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle Zug 
zurückgewiesen, damit sie nach Ergänzung der Abklärungen im Sinne der 
Erwägungen über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu verfügt.

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben, welche der 
Beschwerdegegnerin auferlegt wird. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.– zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 
im Betrage von Fr. 3'000.– (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die 
IV-Stelle des Kantons Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das 
Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 24. März 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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