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**Case Identifier:** 9c9e377e-929f-576a-93f0-1d5c0ac7875f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.05.2021 200 2020 529
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-529_2021-05-25.pdf

## Full Text

200 20 529 EL
KOJ/LUB/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 25. Mai 2021

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin C.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 8. Juni 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Mai 2021, EL/20/529, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1979 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
bezieht seit Jahren Ergänzungsleistungen (EL) zur Hilflosenentschädigung 
bzw. Rente der Invalidenversicherung (IV; Akten der Ausgleichskasse des 
Kantons Bern [AKB bzw. Beschwerdegegnerin, act. II] u.a. 8, 14, 38, 42, 
49 f., 54, 57, 61, 66, Akten der AKB [act. IIA] 79 f., 84). Mit Verfügung vom 
11. März 2019 (act. IIA 91) prüfte die AKB die EL infolge Zusprache einer 
(erneuten) Rente der IV ab 1. Oktober 2017 bzw. einer Rente der berufli-
chen Vorsorge (BV) ab 1. März 2019 rückwirkend neu und forderte die im 
Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 31. März 2019 zu viel bezogenen EL 
von Fr. 8'549.-- zurück. Nach hiergegen erhobener Einsprache (act. IIA 92) 
ersetzte die AKB die Verfügung vom 11. März 2019 (act. IIA 91) durch die-
jenige vom 13. August 2019 (act. IIA 102), mit welcher sie die EL ab 1. Ok-
tober 2017 wiederum neu festsetzte und die Rückerstattungsforderung auf 
Fr. 5'869.-- korrigierte. Die hiergegen erhobene Einsprache (act. IIA 103) 
wies die AKB mit Entscheid vom 8. Juni 2020 (act. IIA 110) ab.

B.

Mit Eingabe vom 6. Juli 2020 erhob die Versicherte, vertreten durch den 
B.________, Rechtsanwältin C.________, Beschwerde. Sie beantragte die 
Aufhebung des Einspracheentscheides vom 8. Juni 2020 (Rechtsbegehren 
Ziff. 1) und die Anpassung des Erwerbseinkommens für die Zeit vom 1. Ok-
tober bis am 31. Oktober (recte: Dezember) 2017, vom 1. Januar bis am 
30. Juni 2018, vom 1. Juli bis am 31. Oktober 2018 und vom 1. März bis 
am 31. Mai 2019 (Rechtsbegehren Ziff. 2) sowie die Anpassung des Ver-
mögens per 6. August 2019 (Rechtsbegehren Ziff. 3).

Mit Beschwerdeantwort vom 21. September 2020 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentschei-
des sowie die Neufestsetzung der jährlichen EL unter Berücksichtigung 
korrigierter Erwerbseinkommen für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezem-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Mai 2021, EL/20/529, Seite 3

ber 2017, vom 1. Januar bis 30. April 2018, vom 1. Mai bis 30. Juni 2018, 
vom 1. Juli bis 31. Oktober 2018 und vom 1. März bis 31. Mai 2019 sowie 
die Anrechnung eines Freizügigkeitsguthabens für die Zeit vom 1. Mai 2018 
bis 31. Dezember 2019, wobei sich insgesamt eine Schlechterstellung der 
Beschwerdeführerin ergebe und dieser Gelegenheit zum Rückzug der Be-
schwerde zu geben sei.

Mit Replik vom 13. Oktober 2020 hielt die Beschwerdeführerin – unter Hin-
weis, dass sie sich der Möglichkeit der Schlechterstellung bewusst sei – an 
der Beschwerde fest und stimmte mehreren in der Beschwerdeantwort vor-
genommenen Berechnungsmodalitäten zu.

Auf Aufforderung des Instruktionsrichters betreffend die Bestimmung des 
(verbleibenden) Streitgegenstandes (vgl. prozessleitende Verfügung vom 
30. Oktober 2020) teilte die Beschwerdeführerin in der Ergänzung zur Re-
plik vom 18. Dezember 2020 mit, Streitgegenstand bilde weiterhin die Fra-
ge der Höhe des anzurechnenden Vermögens sowie wann welcher Ver-
mögensbetrag anzurechnen sei, so etwa die Frage des Zeitpunkts der An-
rechnung der Freizügigkeitsleistung. Sie beantragte – unter Neuformulie-
rung ihres bisherigen Rechtsbegehrens Ziff. 3 – die Anrechnung der Frei-
zügigkeitsleistung per 1. November 2018 und die Anpassung des Vermö-
gensstandes per 1. Januar 2019 sowie per 1. Januar 2020 an das in diesen 
Zeitpunkten tatsächlich vorhandene Vermögen.

Mit Duplik vom 20. Januar 2021 hielt die Beschwerdegegnerin grundsätz-
lich an ihren in der Beschwerdeantwort vom 21. September 2020 gestellten 
Anträgen und Ausführungen (namentlich hinsichtlich die Berücksichtigung 
der Erwerbseinkommen) fest, beantragte jedoch, es sei das Freizügigkeits-
guthaben erst ab 1. November 2018 (statt ab 1. Mai 2018) zu berücksichti-
gen (S. 3 Ziff. 3).

Erwägungen:

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1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. 
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 8. Juni 2020 
(act. IIA 110), mit welchem die Beschwerdegegnerin die EL der Beschwer-
deführerin ab 1. Oktober 2017 neu festsetzte und eine Rückforderung von 
Fr. 5'869.-- anordnete. Die Beschwerdeführerin beantragte mit der Be-
schwerde vom 6. Juli 2020 u.a. die Anpassung des Erwerbseinkommens 
für den Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 31. Oktober 2018 und für denje-
nigen vom 1. März bis 31. Mai 2019 (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. I Rechtsbe-
gehren Ziff. 2). Im Rahmen der Beschwerdeantwort vom 21. September 
2020 nahm die Beschwerdegegnerin neue EL-Berechnungen vor, wobei 
sie hinsichtlich dem beschwerdeweise beantragt zu berücksichtigenden 
Erwerbseinkommen für die Zeiträume vom 1. Oktober bis 31. Dezember 
2017, vom 1. Juli bis 31. Oktober 2018 und vom 1. März bis 31. Mai 2019 
zustimmte, nicht hingegen mit demjenigen für die Zeit vom 1. Januar bis 
30. April 2018 und vom 1. Mai bis 30. Juni 2018 (Beschwerdeantwort S. 4 f. 
Ziff. 2.4). In der Replik vom 13. Oktober 2020 erklärte sich daraufhin die 
Beschwerdeführerin mit verschiedenen Berechnungsmodalitäten der Be-
schwerdegegnerin, namentlich mit den berechneten Erwerbseinkünften für 
die Zeit vom 1. Januar bis 1. April 2018 [recte: wohl 30. April 2018], vom 

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1. Mai bis 30. Juni 2018 und vom 10. März (recte: wohl 1. März) bis 31. Mai 
2019 einverstanden. Auf Aufforderung des Instruktionsrichters um entspre-
chende Klarstellung (vgl. prozessleitende Verfügung vom 30. Oktober 
2020) bezeichnete die Beschwerdeführerin in der Ergänzung zur Replik 
vom 18. Dezember 2020 als verbleibenden Streitgegenstand explizit "die 
Frage der Höhe des anzurechnenden Vermögens sowie wann welcher 
Vermögensbetrag anzurechnen ist". Daraus folgt, dass sie mit den Er-
werbseinkommen, wie sie im in der Beschwerdeantwort gestellten Antrag 
(S. 7 Ziff. 3) aufgelistet werden, einverstanden ist, womit insoweit ein ge-
meinsamer Antrag der Parteien vorliegt (vgl. E. 3.1-3.3 hiernach). In der 
Ergänzung zur Replik vom 18. Dezember 2020 formulierte die Beschwer-
deführerin sodann ein neues Rechtsbegehren Ziff. 3 (S. 2) und beantragte 
u.a. die Anrechnung der Freizügigkeitsleistung per 1. November 2018. Die-
sem Antrag hat sich die Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 20. Januar 
2021 (S. 2 Ziff. 3) angeschlossen, womit insoweit ebenfalls ein gemeinsa-
mer Antrag vorliegt (vgl. E. 3.1-3.3 hiernach). Streitig und zu prüfen bleibt 
somit einzig noch die Anpassung des Vermögensstands (Sparguthaben) 
per 1. Januar 2019 und 1. Januar 2020 (vgl. das in der Ergänzung zur Re-
plik vom 18. Dezember 2020 neu formulierte Rechtsbegehren Ziff. 3; S. 2). 
Die richterliche Beurteilung hat sich praxisgemäss auf diese Punkte zu be-
schränken, wenn – wie hier – aufgrund der Akten kein Anlass besteht, die 
übrigen unbestritten gebliebenen Punkte in die Prüfung miteinzubeziehen 
(BGE 131 V 329 E. 4 S. 330).

1.3 Mit Blick darauf, dass ein Entscheid betreffend EL in zeitlicher Hin-
sicht von vornherein nur für ein Kalenderjahr Rechtsbeständigkeit entfalten 
kann (BGE 141 V 255 E. 1.3 S. 258, 128 V 39 E. 3b S. 41; SVR 2019 EL 
Nr. 9 S. 20 E. 2.3) und die Beschwerdeführerin nunmehr einzig noch die 
Berücksichtigung eines Sparguthabens von Fr. 21'367.-- statt Fr. 17'218.49 
(Differenz Fr. 4'148.51) pro 2019 bzw. Fr. 53'163.-- statt Fr. 49'110.40 (Dif-
ferenz Fr. 4'052.60) pro 2020 beanstandet (vgl. Ergänzung zur Replik vom 
18. Dezember 2012 S. 2), liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.--. Die Beur-
teilung der Beschwerde fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 
Abs. 1 und 4 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2021 sind die Änderung vom 22. März 2019 des Bun-
desgesetzes vom 6. Oktober 2006 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) und die Än-
derung vom 29. Januar 2020 der Verordnung vom 15. Januar 1971 über 
die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (ELV; SR 831.301) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht – 
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des recht-
lich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung 
haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 140 V 41 E. 6.3.1 S. 44, 132 V 215 
E. 3.1.1 S. 220; SVR 2018 KV Nr. 2 S. 14 E. 2), ist der vorliegende Fall 
aufgrund der bis zum 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Rechtslage zu 
prüfen.

2.2 Gemäss Art. 4 Abs. 1 ELG haben Personen mit Wohnsitz und ge-
wöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz Anspruch auf Ergänzungsleistungen, 
wenn sie eine Rente der AHV oder IV beziehen oder nach lit. b oder d der 
genannten Bestimmung Anspruch auf eine solche Rente hätten. Die Er-
gänzungsleistungen bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung sowie 
der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1 
ELG). Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die 
anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (aArt. 9 
Abs. 1 ELG [in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung]).

2.3 Als Einnahmen anzurechnen sind die Erwerbseinkünfte, die Ein-
künfte aus Vermögen sowie unter dem Titel Vermögensverzehr ein Fünf-
zehntel, bei Altersrentnerinnen und -rentnern ein Zehntel des Reinvermö-
gens, soweit es bei Alleinstehenden Fr. 37'500.-- und bei Ehepaaren 
Fr. 60'000.-- übersteigt (aArt. 11 Abs. 1 lit. a - c ELG [in der bis 31. Dezem-
ber 2020 gültig gewesenen Fassung]). Insbesondere sind Freizügigkeits-

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guthaben der beruflichen Vorsorge bei der Berechnung des EL-Anspruchs 
als Vermögen entsprechend aArt. 11 Abs. 1 lit. c ELG (in der bis 31. De-
zember 2020 gültig gewesenen Fassung) zu berücksichtigen, wenn sie 
bezogen werden können (BGE 140 V 201 E. 2.2 S. 203 und E. 4.3 S. 205). 
Der Anspruch auf Auszahlung des Guthabens eines Freizügigkeitskontos 
bei rückwirkender Zusprache einer ganzen Rente der Invalidenversiche-
rung entsteht mit deren Rechtskraft. Erst ab diesem Zeitpunkt kann das 
Guthaben als verzehrbarer Vermögenswert angerechnet werden (BGE 146 
V 331 E. 5.5 S. 339). Anrechenbar im Sinne von aArt. 11 Abs. 1 ELG (in 
der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung) sind nur die 
tatsächlich vereinnahmten Einkünfte und vorhandenen Vermögenswerte, 
über welche die versicherte Person im Zeitpunkt der EL-Beanspruchung in 
rechtlich ungeschmälerter Weise verfügen kann; vorbehalten bleibt die Er-
füllung eines allfälligen Verzichtstatbestandes (BGE 127 V 248 E. 4a S. 
249; SVR 2017 EL Nr. 1 S. 2 E. 3, 2009 EL Nr. 3 S. 9 E. 5.1 f.; Entscheid 
des Bundesgerichts vom 16. Oktober 2009, 9C_533/2009, E. 1.3).

3.

3.1 Betreffend die zu berücksichtigenden Erwerbseinkommen von jähr-
lich Fr. 49'678.-- von 1. Oktober bis 31. Dezember 2017 bzw. Fr. 49'278.-- 
von 1. Januar bis 30. April 2018 bzw. Fr. 33'607.-- von 1. Mai bis 30. Juni 
2018 bzw. Fr. 32'959.-- von 1. Juli bis 31. Oktober 2018 bzw. Fr. 6'000.-- 
von 1. März bis 31. Mai 2019 sowie betreffend Anrechnung der Freizügig-
keitsleistung von Fr. 61'531.-- per 1. November 2018 liegen gemeinsame 
Anträge der Parteien vor (vgl. E. 1.2 hiervor).

3.2 Die von den Parteien im Verlaufe des gerichtlichen Verfahrens 
gemeinsam vertretenen Standpunkte gelten nach der Rechtsprechung als 
übereinstimmende Anträge der Parteien an das Gericht und sind von die-
sem auf ihre Übereinstimmung mit dem Tatbestand und Gesetz zu über-
prüfen (vgl. SVR 2007 KV Nr. 8 S. 32 E. 2.1). 

3.3 Den gemeinsamen Anträgen der Parteien betreffend Erwerbsein-
kommen und Anrechnung der Freizügigkeitsleistung ist in Anbetracht der 
Sach- und Rechtslage zu entsprechen. Im Rahmen der Einnahmenberech-

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nung wurde in den verschiedenen Zeiträumen insbesondere auf die hoch-
gerechneten Jahreseinkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit (pro 
Kalenderjahr) abgestellt und jeweils die ebenfalls auf ein Jahr hochgerech-
neten Rückforderungen der Taggeldversicherung bzw. der Arbeitgeberin 
(wegen Überentschädigung) in Abzug gebracht sowie die ebenso auf ein 
Jahr hochgerechnete Rente der IV berücksichtigt. Sodann wurde das Frei-
zügigkeitsguthaben unter Berücksichtigung der Steuerlast per 1. November 
2018 beim Vermögen angerechnet, was mit Blick auf die mit Verfügung 
vom 14. September 2018 (act. IIA 93, 96 S. 10) rückwirkend zugesproche-
ne ganze IV-Rente, den Zeitpunkt des Eintritts der Rechtskraft dieser Ver-
fügung und die bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht zu beanstanden 
ist (vgl. E. 2.2 f. hiervor).

3.4 Was die Anpassung des Vermögensstands anbelangt (vgl. E. 1.2 
hiervor), macht die Beschwerdeführerin geltend, das Sparguthaben betrage 
gemäss den Saldi der verschiedenen Konti Fr. 17'218.-- per 1. Januar 2019 
sowie Fr. 49'110.40 per 1. Januar 2020 (Ergänzung zur Replik vom 18. De-
zember 2020 S. 2; Akten der Beschwerdeführerin [act. I] Beilage 5 und 6). 
Dem hält die Beschwerdegegnerin entgegen, dass die Beschwerdeführerin 
der Ergänzung zur Replik nicht die Auszüge sämtlicher vorhandener Konti 
beigelegt habe, wie ein Vergleich mit den gegenüber der Steuerverwaltung 
des Kantons Bern deklarierten Vermögenswerten zeige. Gemäss dieser 
habe die Beschwerdeführerin per 31. Dezember 2018 ein Sparguthaben in 
der Höhe von Fr. 21'367.-- und per 31. Dezember 2019 von Fr. 53'163.-- 
(act. IIA 111 S. 4) deklariert (Duplik S. 2 Ziff. 2).

3.5 Aufgrund der Akten erstellt ist, dass die Beschwerdeführerin in der 
Steuererklärung 2018 ein Vermögen von total Fr. 21'367.-- (Fr. 10'265.-- + 
Fr. 3'389.-- + Fr. 5'352.-- + Fr. 429.-- + Fr. 1'632.-- [jeweils Postkonti] + 
Fr. 300.-- [Guthaben gegenüber Steuerverwaltung]; act. IIA 96 S. 3 Ziff. 3 
[Formular 3, Ziff. 3 Wertschriftenverzeichnis und Rückerstattungsantrag 
Verrechnungssteuer]) per 31. Dezember 2018 bzw. in der Steuererklärung 
2019 ein solches von total Fr. 53'163.-- (Fr. 6'271.-- + Fr. 2'506.-- + 
Fr. 278.-- + Fr. 69.-- + Fr. 1'557.-- + Fr. 39'238.-- + Fr. 1'696.-- [jeweils 
Post-Konti] + Fr. 1'548.-- [Guthaben gegenüber Steuerverwaltung]; 
act. IIA S. 111 S. 4 [Formular 3, Ziff. 3 Wertschriftenverzeichnis und Rück-

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erstattungsantrag Verrechnungssteuer]) per 31. Dezember 2019 angab und 
unterschriftlich bestätigte. Mit der Ergänzung zur Replik vom 18. Dezember 
2020 hat die Beschwerdeführerin jedoch im Vergleich zur Steuererklärung 
2018 den Auszug des Postkontos Nr. … mit einem Jahresendsaldo von 
Fr. 3'389.-- sowie den Beleg mit einem Guthaben (zu ihren Gunsten) von 
Fr. 300.-- gegenüber der Steuerverwaltung bzw. im Vergleich zur Steuerer-
klärung 2019 den Auszug des Postkontos Nr. … mit einem Jahresendsaldo 
von Fr. 2'506.-- sowie den Beleg mit einem Guthaben (zu ihren Gunsten) 
von Fr. 1'548.-- gegenüber der Steuerverwaltung nicht ausgewiesen (vgl. 
act. I 4 und 5). Die Beschwerdegegnerin hält damit in der Duplik vom 
20. Januar 2021 zu Recht fest, dass hinsichtlich des Vermögensstands per 
Januar 2019 und 2020 auf die jeweiligen Steuererklärungen abzustellen ist. 
Die darin ausgewiesenen Sparguthaben wurden sodann für die EL-
Berechnungen korrekt übernommen (vgl. die der Beschwerdeantwort vom 
21. September 2020 beigelegten Berechnungsblätter [in den Gerichtsak-
ten]). Die in der Ergänzung zur Replik erhobene Rüge erweist sich somit 
als unbegründet.

3.6 Insgesamt ergeben sich für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis zum 
Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 8. Juni 2020 
(act. IIA 110) bzw. in den jeweiligen Zeitabschnitten folgende monatliche 
EL-Ansprüche der Beschwerdeführerin (im Vergleich zum angefochtenen 
Einspracheentscheid; vgl. die der Beschwerdeantwort vom 21. September 
2020 beigelegten Berechnungsblätter [in den Gerichtsakten] und die Duplik 
vom 20. Januar 2021 Ziff. 4 inkl. beigelegter Berechnungsblätter [act. IIB]):

1. Okt. - 31. Dez. 2017 Fr. 753.--/Mt. (statt Fr. 567.--/Mt.; Diff. + Fr. 558.--)

1. Jan. - 30. Apr. 2018 Fr. 773.--/Mt. (statt Fr. 1'175.--/Mt.; Diff. - Fr. 1'608.--)

1. Mai - 30. Jun. 2018 Fr. 327.--/Mt. (statt Fr. 0.--/Mt.; Diff. + Fr. 654.--)

1. Jul. - 31. Okt. 2018 Fr. 363.--/Mt. (statt Fr. 0.--/Mt.; Diff. + Fr. 1'452.--)

1. Nov. - 31. Dez. 2018 Fr. 0.--/Mt. (statt Fr. 0.--/Mt.; Diff. Fr. 0.--)

1. Jan. - 28. Feb. 2019 Fr. 196.--/Mt. (statt Fr. 423.--/Mt.; Diff. - Fr. 454.--)

1. Mär. - 31. Mai 2019 Fr. 0.--/Mt. (statt Fr. 378.--/Mt.; Diff. - Fr. 1'134.--)

1. Jun. - 31. Dez. 2019 Fr. 196.--/Mt. (statt Fr. 378.--/Mt.; Diff. - Fr. 1'274.--)

1. Jan. - 30. Jun. 2020 Fr. 295.--/Mt. (statt Fr. 382.--/Mt.; Diff. - Fr. 522.--)

Total - Fr. 2'328.--

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Mai 2021, EL/20/529, Seite 10

Im Vergleich mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. Juni 
2020 (act. IIA 110) resultiert damit per Saldo ein tieferer EL-Anspruch (zu 
Ungunsten) der Beschwerdeführerin von insgesamt Fr. 2'328.--. In der Re-
plik vom 13. Oktober 2020 hat die Beschwerdeführerin ausdrücklich er-
wähnt, dass sie sich der Möglichkeit der Schlechterstellung bereits im Zeit-
punkt der Beschwerdeerhebung bewusst gewesen sei, jedoch aus Grün-
den der Rechtssicherheit (ihrem Hauptanliegen) trotzdem an der Be-
schwerde festhält. Damit erübrigt sich eine formelle Androhung wegen 
Schlechterstellung (reformatio in peius) mit entsprechender Fristansetzung 
zur allfälligen Stellungnahme und zum Rückzug der Beschwerde gemäss 
Art. 61 lit. d. ATSG. Unter diesen Umständen wird die Beschwerdegegnerin 
sodann auf der hiervor dargelegten Basis die Rückforderung aus bereits 
bezogenen Leistungen neu festzusetzen bzw. zur Verrechnung zu bringen 
haben.

3.7 Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde abzuweisen. Gleichzei-
tig ist der angefochtene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 
vom 8. Juni 2020 (act. IIA 110) aufzuheben und sind der Beschwerdeführe-
rin EL von Fr. 753.--/Mt. vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2017, von 
Fr. 773.--/Mt. vom 1. Januar bis 30. April 2018, von Fr. 327.--/Mt. vom 
1. Mai bis 30. Juni 2018, von Fr. 363.--/Mt. vom 1. Juli bis 31. Oktober 
2018, von Fr. 196.--/Mt. vom 1. Januar bis 28. Februar 2019, von Fr. 196.--
/Mt. vom 1. Juni bis 31. Dezember 2019 und von Fr. 295.--/Mt. vom 1. Ja-
nuar bis 30. Juni 2020 zuzusprechen. Für die Zeit vom 1. November bis 
31. Dezember 2018 und vom 1. März bis 31. Mai 2019 hat sie keinen An-
spruch auf EL.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. aArt. 61 lit. a ATSG (in 
der bis 31. Dezember 2020 gültigen Fassung; vgl. Art. 83 ATSG) sind keine 
Verfahrenskosten zu erheben. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der angefochtene Einspracheentscheid der Ausgleichskasse des Kan-
tons Bern vom 8. Juni 2020 wird aufgehoben und der Beschwerdefüh-
rerin werden Ergänzungsleistungen von Fr. 753.--/Mt. vom 1. Oktober 
bis 31. Dezember 2017, von Fr. 773.--/Mt. vom 1. Januar bis 30. April 
2018, von Fr. 327.--/Mt. vom 1. Mai bis 30. Juni 2018, von Fr. 363.--/Mt. 
vom 1. Juli bis 31. Oktober 2018, von Fr. 196.--/Mt. vom 1. Januar bis 
28. Februar 2019, von Fr. 196.--/Mt. vom 1. Juni bis 31. Dezember 
2019 und von Fr. 295.--/Mt. vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 zugespro-
chen.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.