# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c693b8f9-54e4-5c38-8ed3-71d9c20d5200
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 29.05.2013 UE130040
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE130040_2013-05-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UE130040-O/U/BUT 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, lic. iur. W. Meyer und 

Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie der Gerichtsschreiber 

Dr. A. Brüschweiler 

 

Beschluss vom 29. Mai 2013 
 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. X._____  

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,  
Beschwerdegegner 

 

1 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____  

 

betreffend Nichtanhandnahme   
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft Limmattal/Albis vom 24. Januar 2013, B-3/2012/2550 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte 

Nachdem die Beschwerdeführerin mit Eingabe an die Staatsanwaltschaft Limmat-

tal/Albis vom 6. August 2012 Strafanzeige gegen den Beschwerdegegner 1 we-

gen betrügerischen Konkurses, Misswirtschaft, wiederholter und fortgesetzter Un-

terlassung der Buchführung, Urkundenfälschung und ordnungswidriger Führung 

der Geschäftsbücher erstattet hatte (Urk. 7/1), nahm die Staatsanwaltschaft 

Limmattal/Albis eine Untersuchung mit Verfügung vom 24. Januar 2013 nicht an-

hand (Urk. 3). Gegen diese Nichtanhandnahmeverfügung liess die Beschwerde-

führerin mit Eingabe vom 11. Februar 2013 innert Frist Beschwerde erheben und 

Folgendes beantragen (Urk. 2 S. 2): 

"1. In Gutheissung der Beschwerde seien die Ziffern 1 und 2 der Nichtan-

handnahmeverfügung vom 24. Januar 2013 aufzuheben und es sei 

gegen den Beschwerdegegner ein Strafverfahren wegen betrügeri-

schen Konkurses (Art. 163 StGB), wegen Misswirtschaft (Art. 165 

StGB), wegen Urkundenfälschung (Art. 251 StGB) und eventualiter 

wegen weiteren Delikten zu eröffnen. 

2. Es sei die Beschwerdeführerin am Strafverfahren gegen den Be-

schwerdegegner als Privatklägerin mit allen Rechten und Pflichten zu 

beteiligen. 

3. Der Beschwerdeführerin seien im Strafverfahren alle Rechte als Privat-

klägerin und Geschädigte zu gewähren, es sei ihr im Rahmen des 

Strafverfahrens insbesondere die Teilnahme an den Einvernahmen, 

das rechtliche Gehör und die Akteneinsicht zu gewähren, die Be-

schwerdeführerin sei am laufenden Verfahren zu beteiligen, es sei ihr 

und dem Konkursamt C._____ (… [Adresse]) später das Urteil mit der 

ausführlichen Begründung zuzustellen. 

4. Der Beschwerdegegner sei zu bestrafen. 

- 3 - 

5. Der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, der Privatklägerschaft oder 

der Konkursmasse (Konkursamt C._____, ... [Adresse]) den verursach-

ten Schaden nebst Zinsen zu bezahlen, wobei der Bestand und der 

Umfang der Forderung zu späterem Zeitpunkt substantiiert wird." 

Mit Präsidialverfügung vom 14. Februar 2013 wurde dem Beschwerdegegner 1 

und der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis Frist zur freigestellten Stellungnahme 

angesetzt (Urk. 5). Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer Vernehmlassung 

vom 26. Februar 2013 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), und der Be-

schwerdegegner 1 liess in seiner Stellungnahme vom 1. März 2013 ebenfalls den 

Antrag stellen, die Beschwerde sei abzuweisen (Urk. 9 S. 2). Nachdem die Ver-

nehmlassung der Staatsanwaltschaft und die Stellungnahme des Beschwerde-

gegners 1 der Beschwerdeführerin mit Präsidialverfügung vom 12. März 2013 zur 

freigestellten Äusserung übermittelt worden waren (Urk. 12), liess diese am 

24. März 2013 eine Replik einreichen (Urk. 13), welche der Staatsanwaltschaft 

und dem Beschwerdegegner 1 mit Präsidialverfügung vom 12. April 2013 zur frei-

gestellten Äusserung zugesandt wurde (Urk. 15). Am 19. und 22. April 2013 ver-

zichteten der Beschwerdegegner 1 und die Staatsanwaltschaft auf eine solche 

(Urk. 16 und 18). 

 

II. Materielle Beurteilung 

1. Begründung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis zur Nichtanhandnah-
meverfügung 

Die Staatsanwaltschaft begründete ihre Nichtanhandnahmeverfügung im Wesent-

lichen damit, die Beschwerdeführerin werfe dem Beschwerdegegner 1 vor, drei 

Forderungen gegen die D._____ AG (über welche am 1. März 2005 der Konkurs 

eröffnet worden sei) in der Höhe von Fr. 43'079.30, Fr. 90'004.30 und 

Fr. 114'276.60 nicht in der Bilanz des Jahres 2003 aufgeführt zu haben. Der Be-

schwerdegegner 1 habe bereits im Zivilverfahren (Verantwortlichkeitsklage) aner-

kannt, dass die Forderung der E._____ AG in der Höhe von Fr. 43'079.30 trotz ih-

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res Bestehens im Jahre 2003 nicht in der Bilanz aufgeführt worden sei. Grund 

hierfür sei gewesen, dass er den Überblick verloren habe. Bezüglich der übrigen 

Forderungen stütze sich die Beschwerdeführerin hauptsächlich auf den Umstand, 

dass diese im Kollokationsplan der D._____ AG erfasst worden seien, und sie 

mache geltend, dass kollozierte Forderungen, die nicht mit einer Widerspruchs-

klage angefochten worden seien, beweisrechtlich im Bestand und im vollen Um-

fang als fundiert zu gelten hätten, solange der Beschwerdegegner 1 nicht den 

Gegenbeweis erbringen könne. 

Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts seien die Tathandlungen in 

Art. 163 Ziff. 1 StGB abschliessend umschrieben. Dem Beschwerdegegner 1 

werde im vorliegenden Fall weder eine Scheinverminderung der Aktiven noch ei-

ne Scheinerhöhung der Passiven vorgeworfen. Vielmehr verdächtige ihn die Be-

schwerdeführerin, Schulden der D._____ AG nicht in der Bilanz aufgeführt zu ha-

ben. Da eine (Schein-)Verminderung der Passiven nicht vom Tatbestand von 

Art. 163 Ziff. 1 StGB erfasst werde, sei bereits der objektive Tatbestand des be-

trügerischen Konkurses nicht erfüllt. 

Beim Tatbestand der Misswirtschaft seien weniger einzelne Handlungen ent-

scheidend als vielmehr ein allgemein pflichtwidriges Globalverhalten, welches 

krass gegen die (aktienrechtlichen) Sorgfaltspflichten verstosse. Entscheidend sei 

eine einheitliche Grundhaltung (Leichtsinn) für das Tun und Unterlassen des Tä-

ters, welche auf den Erfolg der Gefährdung der Gläubigerrechte ausgerichtet sein 

müsse. Die Beschwerdeführerin mache vorliegend geltend, dass die Strafbehörde 

bei der Überprüfung der Misswirtschaft davon auszugehen habe, dass jede kollo-

zierte Forderung rechtens und ausgewiesen sei.  

Lediglich aus dem Umstand, dass gegen eine im Konkurs geltend gemachte For-

derung keine Widerspruchsklage erhoben worden sei, könne weder geschlossen 

werden, dass diese Forderung zum Zeitpunkt der Bilanzierung bzw. der vorgewor-

fenen Unterlassung von ihrer Bilanzierung genügend ausgewiesen gewesen sei, 

noch dass sie überhaupt Bestand gehabt habe. Es könne daher aus der Tatsa-

che, dass eine Forderung in einem späteren Kollokationsplan aufgeführt worden 

sei, nicht geschlossen werden, dass diese Forderung auch in einem früheren 

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Zeitpunkt in der Bilanz hätte aufgeführt werden müssen. Deshalb sei im Einzelnen 

zu prüfen, ob ein hinreichender Verdacht bestehe, dass der Beschwerdegegner 1 

die oben genannten Forderungen nicht in der Bilanz aufgeführt habe, obwohl er 

hierzu aufgrund von deren Ausgewiesenheit verpflichtet gewesen wäre. Das Be-

zirksgericht Horgen sei in der Begründung seines Urteils vom 28. September 

2011 (Verantwortlichkeitsklage) zum Schluss gekommen, dass lediglich die vom 

Beschwerdegegner 1 anerkannte Forderung in der Höhe von Fr. 43'079.30 derart 

hinreichend ausgewiesen sei, dass dem Beschwerdegegner 1 deren Nichtauffüh-

rung in der Bilanz vorgeworfen werden könne. Bezüglich der übrigen Forderungen 

habe das Bezirksgericht Horgen festgestellt, dass deren Bestand nicht genügend 

ausgewiesen bzw. durch die Beschwerdeführerin unzureichend substanziert wor-

den sei. Auch im Rahmen der vorliegenden Strafanzeige habe die Beschwerde-

führerin die geltend gemachten Forderungen nicht eingehender substanziert, 

weshalb diesbezüglich kein für die Eröffnung einer Strafuntersuchung hinreichen-

der Tatverdacht bestehe. Relevant für die Beurteilung der Frage, ob eine Miss-

wirtschaft vorliege, sei daher einzig die nicht bilanzierte Forderung in der Höhe 

von Fr. 43'079.30. Da es sich hierbei um eine einzelne, nicht bilanzierte Forde-

rung handle, könne nicht von einem pflichtwidrigen Globalverhalten mit einheitli-

cher Ausrichtung auf die Schädigung der Gläubiger gesprochen werden. Es sei 

anzufügen, dass diese Forderung alleine nicht kausal für die Überschuldung der 

Gesellschaft gewesen sei. Aus diesen Gründen sei keine Strafuntersuchung ge-

gen den Beschwerdegegner 1 wegen Misswirtschaft an die Hand zu nehmen. Der 

Vollständigkeit halber sei anzumerken, dass in subjektiver Hinsicht keine Hinwei-

se auf eine vorsätzliche bzw. grobfahrlässige Tatbegehung vorlägen. Die Buch-

führung sei durch die Revision geprüft und für vollständig und regelkonform be-

funden worden. Die rechtmässige Durchführung der Revision schliesse zwar den 

Tatbestand der Misswirtschaft nicht aus, jedoch könne sie als Minimum an 

Pflichtbewusstsein des Beschwerdegegners 1 gewertet werden.  

Bezüglich des Vorwurfs der Unterlassung der Buchführung und (subsidiär) der 

ordnungswidrigen Führung der Geschäftsbücher seien die Verjährungsfristen von 

sieben Jahren für Vergehen und von drei Jahren für Übertretungen zu beachten. 

Da der Tatzeitpunkt bzw. der Zeitpunkt der dem Beschwerdegegner 1 vorgewor-

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fenen Unterlassung im Jahr 2003 (spätestens im Jahr 2004) anzusiedeln sei, sei-

en diese Verjährungsfristen im Zeitpunkt der Anzeigeerstattung bereits abgelau-

fen gewesen.  

Dem Beschwerdegegner 1 werde eine Falschbeurkundung vorgeworfen. Wie be-

reits ausgeführt, sei ausgewiesen, dass der Beschwerdegegner 1 eine Forderung 

in der Höhe von Fr. 43'079.30 nicht in der Bilanz aufgeführt habe. Zudem könne 

sich auch der Falschbeurkundung strafbar machen, wer keine Rückstellungen bi-

lanziere, obwohl streitige Forderungen bestünden. Der objektive Straftatbestand 

der Urkundenfälschung könne vorliegend daher als erfüllt betrachtet werden. Es 

bestünden jedoch keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdegegner 1 vorsätz-

lich auf eine Bilanzierung der erwähnten Forderung bzw. auf Rückstellungen ver-

zichtet habe. Vielmehr sei im vorliegenden Fall von Fahrlässigkeit auszugehen. 

Da die fahrlässige Begehung einer Urkundenfälschung jedoch mangels Vorlie-

gens einer entsprechenden Bestimmung nicht strafbar sei, sei auch bezüglich 

dieses Vorwurfes die Untersuchung nicht anhand zu nehmen (Urk. 3 S. 1 ff.).   

 

1. Begründung der Beschwerde 

Zur Begründung ihrer Beschwerde liess die Beschwerdeführerin im Wesentlichen 

vorbringen, die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis habe im Rahmen der Begrün-

dung ihrer Nichtanhandnahmeverfügung in Verletzung von Bundesrecht behaup-

tet, dass die Beschwerdeführerin alle im Kollokationsplan aufgeführten Forderun-

gen, die vom Konkursamt kolloziert worden seien, hätte im Detail substanzieren 

müssen. Die Staatsanwaltschaft verkenne mit dieser Behauptung, dass der Kollo-

kationsplan als Urkunde des öffentlichen Glaubens (Art. 8 Abs. 2 SchKG i.V.m. 

Art. 9 ZGB) nicht nur im hängigen Konkursverfahren Rechtswirkungen zeige, 

sondern auch im Zusammenhang zwischen den kollozierten Forderungen und 

dem direkten Gesellschaftsschaden (und hiernach dem indirekten Schaden der 

Gläubigerschaft im Konkurs).  

Zudem habe die Staatsanwaltschaft im Rahmen der Begründung ihrer Nichtan-

handnahmeverfügung tatsachenwidrig behauptet, der Beschwerdegegner 1 habe 

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aus dem Grund die Forderung der E._____ AG in der Höhe von Fr. 43'079.30 

nicht in der Jahresbilanz 2003 aufgeführt, weil er den Überblick verloren habe. 

Diese Behauptung sei falsch, denn er habe mit der frisierten Bilanz hierauf bei ei-

ner zweiten Bank einen zusätzlichen Kontokorrentkredit erhalten, den er bei der 

Vornahme der korrekten Bilanzierung nicht erzielt hätte. Zudem habe er bei der 

zusätzlichen Kreditbeschaffung nicht beide Banken darüber informiert, dass es 

nunmehr zwei kreditgewährende Banken gebe. Hätte die zweite Bank erfahren, 

dass eine weitere Bank Kredit gewährt habe, wäre gar nie ein Kredit gesprochen 

worden. 

Die Beschwerdeführerin und F._____ hätten am 20. Februar 2008 eine zivilrecht-

liche Klage gegen den Beschwerdegegner 1 angehoben. Leider seien sie in die-

sem Verfahren unterlegen, was aber keinesfalls zur Folge habe, dass die Straf-

behörden an das zivilrechtliche, nunmehr rechtskräftige Urteil gebunden seien. 

Selbst wenn die Beschwerdeführerin und F._____ das Urteil der II. Abteilung des 

Bezirksgerichts Horgen vom 28. September 2011 vor Obergericht weitergezogen 

und obsiegt hätten, so hätten sie zusätzliche Verfahrenskosten vor zweiter In-

stanz vorschiessen müssen, die im Vollzug gegenüber dem Beschwerdegegner 1 

gar nie hätten erfolgreich erhältlich gemacht werden können (der Beschwerde-

gegner 1 sei heute mittellos).  

F._____ (der Verwaltungsrat der Beschwerdeführerin) besitze als ehemaliger Mit-

arbeiter im Konkurs der D._____ AG in der ersten und dritten Klasse eine Forde-

rung im Betrag von insgesamt Fr. 94'344.05. Diese Forderung dürfe heute im 

Qualitativ und im Quantitativ nicht mehr ohne konkreten Gegenbeweis des Be-

schwerdegegners 1 bestritten werden, weil diese Forderung im Kollokationsplan 

aufgeführt worden sei, weshalb gemäss Art. 8 Abs. 2 SchKG und Art. 9 ZGB da-

von ausgegangen werden müsse, dass diese öffentliche Urkunde die Tatsache 

korrekt festhalte. Die Beschwerdeführerin besitze im Konkurs der D._____ AG in 

der dritten Klasse eine Forderung in der Höhe von Fr. 114'276.60. Auch diese 

Forderung dürfe heute im Qualitativ und im Quantitativ nicht mehr ohne konkreten 

Gegenbeweis bestritten werden, denn auch diese Forderung sei im Kollokations-

plan aufgeführt worden. 

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Bei der Überprüfung des Vorwurfes der Misswirtschaft habe die Strafbehörde da-

von auszugehen, dass jede im Kollokationsplan enthaltene Forderung rechtens 

kolloziert worden sei. Das entsprechende Quantitativ sei bezüglich des Vorwurfes 

der Misswirtschaft zu Lasten des Beschwerdegegners 1 anzurechnen. Indem die 

Forderungen der Gläubigerschaft nicht laufend und korrekt in der Buchhaltung der 

D._____ AG aufgeführt worden seien, habe der Beschwerdegegner 1 die Bilanz 

beschönigt (Falschbeurkundung gemäss Art. 251 StGB) und die Misswirtschaft 

weitergeführt (Art. 165 StGB), worauf er den Konkurs während Jahren betrüge-

risch verschleppt habe (Art. 163 Ziff. 1 StGB).  

Entscheidend sei im vorliegenden Fall die Frage nach der Verteilung der Behaup-

tungs- und Beweislast bei der Überprüfung von kollozierten Forderungen im 

Strafprozess. Die Staatsanwaltschaft habe die Beweisrechtsregel (wonach sich 

die Beweiskraft des Kollokationsplanes auch auf den Inhalt der einzelnen Regis-

tereinträge erstrecke und dieser Inhalt bis zum Beweis des Gegenteils als richtig 

vermutet werden müsse) verletzt. Nicht die Beschwerdeführerin, sondern der Be-

schwerdegegner 1 und die Staatsanwaltschaft seien behauptungs- und beweis-

pflichtig. Sie müssten die Unrichtigkeit des Inhaltes des Kollokationsplanes be-

haupten und hiernach beweisen. Die drei Forderungen, welche die Beschwerde-

führerin in der Höhe von Fr. 43'079.30, Fr. 90'004.30 und Fr. 114'276.60 ins Recht 

lege, seien im Bestand und im Umfang nicht anzuzweifeln, solange nicht liquide 

Beweismittel den rechtskräftigen Kollokationsplan falsifizieren würden. 

Die Staatsanwaltschaft anerkenne die Forderung der E._____ AG gegenüber der 

D._____ AG im Bestand und im Umfang von Fr. 43'079.30 an. Diese Forderung 

hätte im Geschäftsjahr 2003 in der Bilanz aufgeführt werden müssen. Die Staats-

anwaltschaft behaupte jedoch, der Beschwerdegegner 1 habe die betreffende 

Forderung aus Unachtsamkeit fahrlässig nicht in der Bilanz aufgeführt. Die Be-

schwerdeführerin habe die Edition der kompletten Konkursakten im Strafverfahren 

beantragt. Hätte die Staatsanwaltschaft die Konkursakten konsultiert, so wäre es 

nicht zu ihrer falschen Behauptung gekommen, der Beschwerdegegner 1 habe 

nicht vorsätzlich und nicht in Schädigungsabsicht gehandelt, indem er nicht alle 

Forderungen der Gläubiger in der Bilanz aufgeführt habe. Insbesondere die For-

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derung der E._____ AG in der Höhe von Fr. 43'079.30 habe der Beschwerdegeg-

ner 1 sehr genau gekannt und bewusst mit dem Ziel verheimlicht, einen zusätzli-

chen Kontokorrentkredit bei einer weiteren Bank zu erhalten. Im eingeschriebe-

nen Brief vom 18. Februar 2004 (Urk. 7/3/17) anerkenne der Beschwerdegeg-

ner 1 die Illiquidität der D._____ AG sowie den Bestand und den Umfang der For-

derung der E._____ AG an. Die Bilanz und die Erfolgsrechnung für das Ge-

schäftsjahr 2003 seien erst im Monat April 2004 unmittelbar vor dem Revisionsbe-

richt erstellt worden (Urk. 7/3/19). Unter diesen Umständen sei nicht davon aus-

zugehen, dass der Beschwerdegegner 1 die Forderung der E._____ AG verges-

sen habe. Die D._____ AG habe in diesem eingeschriebenen Brief vom 18. Feb-

ruar 2004 betreffend die unbezahlte Forderung einen Vorschlag für Ratenzahlun-

gen an das Konkursamt gemacht, so dass der Beschwerdegegner 1 sehr wohl 

gewusst habe, dass diese Forderung, die im Jahr 2003 entstanden sei, bereits im 

Jahr 2003 in der Bilanz hätte aufgeführt werden müssen. Diese Beweismittel habe 

die Staatsanwaltschaft ungeprüft gelassen. Der Beschwerdegegner 1 könne die 

Forderung der E._____ AG unmöglich aus Versehen und aus Fahrlässigkeit ver-

gessen haben, wenn der eingeschriebene Brief vom 18. Februar 2004 und die 

erst später erstellte Bilanz als Beweismittel gewürdigt würden. 

Mit der beschönigten Bilanz des Jahres 2003 sei der Beschwerdegegner 1 als 

Verwaltungsrat zu den Banken gegangen, um diesen Sicherheit zu verschaffen 

und weitere Kredite zu erwirken. So habe er weitere Schulden und Schäden zu 

Lasten weiterer Gläubiger und der D._____ AG verursachen können. Die Bilanz 

der D._____ AG hätte spätestens ab dem 20. April 2004 beim Konkursrichter hin-

terlegt werden müssen.  

Die D._____ AG habe bei der G._____ und der H._____ Bank einen sog. "Allein-

bankenstatus" innegehabt. Beide Banken hätten nichts voneinander gewusst. Of-

fensichtlich habe der Beschwerdegegner 1 durch das mehrspurige Vorgehen 

(H._____, G._____ und I._____) und das Nichtbilanzieren von hohen Passiven 

mehr Kredit erwirken können, indem er diese gegenseitig nicht über die tatsäch-

lich gewährten Kredite der anderen Banken und nicht vollumfänglich über alle 

Passiven informiert habe, weswegen sich der Beschwerdegegner 1 insbesondere 

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durch leichtsinniges Benützen dieser Kredite der mehrfachen Überschuldung we-

gen Misswirtschaft (Art. 165 StGB) und wegen Falschbeurkundung (Art. 251 

StGB) zu verantworten habe. Jede einzelne Bank habe für sich selbst korrekt ent-

schieden und dem Beschwerdegegner 1 einen Kreditrahmen gewährt, der für sich 

alleine habe gerechtfertigt werden können. Alle drei Kredite zusammen seien aber 

zu hoch gewesen. Wären die Forderung der E._____ AG und die weiteren Forde-

rungen in der Bilanz aufgeführt worden, so hätte der Konkurs nicht verschleppt 

werden können. Weil die "Mehrspurigkeit" der Kredite der H._____ und der 

G._____ im Konkurs aufgefallen wären, hätte dies für den Beschwerdegegner 1 

persönliche finanzielle Folgen gehabt. Er habe deshalb den schon längst notwen-

digen Gang zum Konkursrichter im Jahr 2004 und zu Beginn des Jahres 2005 

aufgeschoben, um die H._____ und die G._____ kurz vor dem Konkurs noch zu 

befriedigen, wobei er noch andere Gläubiger Leistungen im Wissen habe erbrin-

gen lassen, dass diese zukünftig nicht mehr bezahlt werden könnten. Beide Ban-

ken hätten im Konkurs keine Verluste erleiden müssen, wofür andere Gläubiger 

benachteiligt worden seien. Der Beschwerdegegner 1 habe dafür gesorgt, dass 

vor dem Konkurs ausreichende Einzahlungen auf die betreffenden Konti erfolgt 

seien, damit die beiden Banken nicht Konkursgläubigerinnen würden und nicht 

auf ihn privat Regress nähmen. Dies sei zu Lasten aller anderen Gläubiger er-

folgt. Die Nichtzahlung der kollozierten Forderungen der Beschwerdeführerin so-

wie von F._____ und deren Benachteiligung gegenüber den beiden Bankengläu-

bigerinnen stelle einen direkten Schaden in diesem Betrag dar. Hätte der Be-

schwerdegegner 1 in der Bilanz alle Passiven ordnungsgemäss aufgeführt, so 

hätte der Konkurs viel früher erfolgen müssen. Indem er als einziger Verwaltungs-

rat und durch seine leichtsinnige Nutzung von erschlichenen Krediten dafür ge-

sorgt habe, dass den Banken nicht alle gewährten Kredite und alle Passiven of-

fengelegt worden seien, habe er die Überschuldung absichtlich herbeigeführt und 

die Zahlungsunfähigkeit der D._____ AG herbeigeführt. Durch die Verschleppung 

des Konkurses und die Misswirtschaft des Beschwerdegegners 1 sei der Fortfüh-

rungsschaden unweigerlich weiter gewachsen. Die Beschwerdeführerin habe 

mehrfach darauf hingewiesen, dass die kompletten Konkursakten zu den Unter-

suchungsakten geschlagen werden müssten.  

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Der Beschwerdegegner 1 habe dafür gesorgt, dass nicht alle Forderungen der 

Gläubiger der D._____ AG in deren Geschäftsbüchern aufgeführt worden seien. 

Er habe deren Überschuldung letztendlich absichtlich herbeigeführt und durch 

seine weitere Misswirtschaft verschlimmert, wobei er im Bewusstsein von ihrer 

Zahlungsunfähigkeit deren Vermögenslage mit voller Absicht verschlimmert habe, 

was schliesslich zu einer achtfachen Überschuldung geführt habe (Art. 165 

StGB). Alle Gläubiger zusammen hätten einen Verlust von Fr. 888'764.50 erleiden 

müssen (Urk. 2 S. 6 ff.).  

 

2. Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis 

Die Staatsanwaltschaft begründete ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde 

damit, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, sei vollumfänglich auf die 

Ausführungen im Rahmen der ergangenen Nichtanhandnahmeverfügung vom 

24. Januar 2013 zu verweisen, an welchen festgehalten werde. Ergänzend werde 

darauf hingewiesen, dass dem Kollokationsplan keineswegs die Eigenschaft einer 

öffentlichen Urkunde abgesprochen werde. Die Staatsanwaltschaft anerkenne, 

dass gestützt auf den Kollokationsplan eine Beweislastumkehr bezüglich des Be-

standes der kollozierten Forderungen zum Zeitpunkt von deren Kollokation beste-

he. Die Beschwerdeführerin verkenne jedoch, dass der Kollokationsplan keinen 

Aufschluss über den Bestand bzw. die Ausgewiesenheit einer Forderung zu ei-

nem früheren Zeitpunkt (namentlich zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung) gebe 

(Urk. 6 S. 1). 

 

3. Stellungnahme des Beschwerdegegners 1 

Der Beschwerdegegner 1 liess zur Begründung seines Antrags auf Abweisung 

der Beschwerde im Wesentlichen ausführen, die Beschwerdeführerin erschöpfe 

sich in ihrer weitschweifigen Begründung in appellatorischer Kritik an der Vor-

instanz. Eine Analyse der Beschwerdebegründung zeige zudem, dass das einge-

leitete Strafverfahren dazu missbraucht werden solle, eine bereits in einem Zivil-

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prozess erfolglos geltend gemachte Forderung nachträglich durchzusetzen. Die 

Beschwerdeführerin hätte durchaus die Möglichkeit gehabt, das im Verantwort-

lichkeitsprozess zu ihren Ungunsten ergangene Urteil mittels Berufung weiterzu-

ziehen. Dies habe sie jedoch im offensichtlichen Bewusstsein, auch im Rechtsmit-

telverfahren zu unterliegen, nicht getan. Die Einleitung des Strafverfahrens und 

die Anfechtung der Nichtanhandnahmeverfügung mittels einer ungewohnt um-

fangreichen, über weite Teile völlig unsubstanzierten Beschwerdeschrift zeige, 

dass die Beschwerdeführerin nichts unversucht lasse, um dem Beschwerdegeg-

ner 1 einen erheblichen Aufwand zu bescheren und ihm zu schaden. Insbesonde-

re verkenne die Beschwerdeführerin, dass der Zweck eines Strafverfahrens nicht 

darin bestehe, die Thematik eines rechtskräftig verlorenen Zivilprozesses erneut 

aufzurollen (Urk. 9 S. 2 f.).  

 

4. Replik der Beschwerdeführerin 

Replicando liess die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend machen, im 

Kollokationsplan würden – entgegen der Auffassung der Staatsanwaltschaft – 

eben gerade nicht nur die Forderung, sondern auch die damit verbundenen Zin-

sen für die Dauer ab Fälligkeit der Forderung bis zur Konkurseröffnung rechtsver-

bindlich festgehalten. Aus diesem Grund gehe aus dem Kollokationsplan nicht le-

diglich der Bestand der Forderung zum Zeitpunkt von deren Kollokation hervor, 

sondern der Kollokationsplan halte auch rechtsverbindlich fest, ab wann die For-

derung fällig sei und ab wann die Zinsen im Konkurs kolloziert werden müssten. 

Die kollozierten Forderungen hätten spätestens ab dem Zeitpunkt der Fälligkeit 

vom Beschwerdegegner 1 bilanziert werden müssen.  

Das seinerzeitige Zivilverfahren habe für das spätere Strafverfahren keine präju-

dizierende Wirkung. Der Strafrichter sei nicht an die Feststellungen des Zivilrich-

ters gebunden. Der Zivilrichter habe den Kollokationsplan an keiner Stelle als öf-

fentliche Urkunde gewürdigt.  

Der Beschwerdegegner 1 sei in seiner Stellungnahme weder materiell noch recht-

lich auf die Erwägungen der Beschwerdeführerin eingegangen. Er vermöge kei-

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nen einzigen Gegenbeweis vorzutragen, welcher den Inhalt des Kollokationspla-

nes falsifizieren könnte. Im heutigen Zeitpunkt stehe nicht die Kritik am Zivilver-

fahren im Zentrum, sondern einzig das strafbare Verhalten des Beschwerdegeg-

ners 1 (Urk. 13 S. 4 ff.).  

 

5. Rechtliches und Folgerungen 

 a) Gemäss Art. 309 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Eröff-

nung einer Untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der 

Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinrei-

chender Tatverdacht ergibt, wenn sie Zwangsmassnahmen anordnet sowie wenn 

sie von der Polizei über schwere Straftaten oder andere schwer wiegende Ereig-

nisse informiert wurde. Gelangt sie hingegen zum Schluss, dass die fraglichen 

Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind, 

Verfahrenshindernisse bestehen oder gemäss Art. 8 StPO aus Opportunitäts-

gründen auf eine Strafverfolgung zu verzichten ist, verfügt sie die Nichtanhand-

nahme (Art. 310 Abs. 1 StPO). Der Zweck der Untersuchung besteht nach 

Art. 308 Abs. 1 StPO darin, den Sachverhalt so weit zu ermitteln, dass das Vor-

verfahren entweder mit einem Strafbefehl, einer Anklage oder einer Einstellung 

abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks steht der Staats-

anwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Dies bedeutet unter anderem, 

dass die Staatsanwaltschaft nicht jeglicher Spur und jedem Hinweis nachzugehen 

hat, auch wenn sich eine beschuldigte Person oder ein Geschädigter solches vor-

stellt. Die Staatsanwaltschaft darf dann die Untersuchung – z.B. aufgrund einer 

Anzeige – nicht anhand nehmen, wenn mit Sicherheit feststeht, dass der zur Be-

urteilung vorliegende Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt oder wenn mit 

anderen Worten eine Anzeige zum Vornherein aussichtslos ist, weil offensichtlich 

keine Straftatbestände oder Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Ebenso ist kei-

ne Untersuchung anhand zu nehmen, wenn Prozesshindernisse wie z.B. Verjäh-

rung gegeben sind. Eine Nichtanhandnahmeverfügung darf jedoch nicht ergehen, 

wenn es bloss zweifelhaft ist, ob ein Straftatbestand vorliegt (vgl. zum Ganzen: 

Niklaus Schmid, Handbuch des schweiz. Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 

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2009, N 1231; Niklaus Schmid, StPO Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2009, 

Art. 309 N 3 f., Art. 310 N 1 ff.; Nathan Landshut, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, 

Kommentar zur StPO, Zürich 2010, Art. 309 N 11-14, N 19-23, Art. 310 N 2 ff.; 

sowie auch Niklaus Schmid, in: Donatsch/Schmid, Kommentar zur Strafprozess-

ordnung des Kantons Zürich, Zürich 1999, N 4 ff. zu § 38 alt StPO/ZH). 

 b) Nach Art. 163 Ziff. 1 StGB wird der Schuldner, der zum Schaden der 

Gläubiger sein Vermögen zum Scheine vermindert, namentlich Vermögenswerte 

beiseiteschafft oder verheimlicht, Schulden vortäuscht, vorgetäuschte Forderun-

gen anerkennt oder deren Geltendmachung veranlasst, mit Freiheitsstrafe bis zu 

fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, wenn über ihn der Konkurs eröffnet oder ge-

gen ihn ein Verlustschein ausgestellt worden ist. 

Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis hat im Rahmen der Begründung ihrer 

Nichtanhandnahmeverfügung in zutreffender Weise dargelegt, dass die Tathand-

lungen in Art. 163 Ziff. 1 StGB abschliessend umschrieben sind und dem Be-

schwerdegegner 1 von der Beschwerdeführerin weder eine Scheinverminderung 

der Aktiven noch eine Scheinerhöhung der Passiven vorgeworfen wird. Da eine 

(Schein-)Verminderung der Passiven nicht vom Tatbestand von Art. 163 Ziff. 1 

StGB erfasst wird, ist der objektive Tatbestand des betrügerischen Konkurses im 

vorliegenden Fall nicht erfüllt, weshalb diesbezüglich zu Recht eine Untersuchung 

nicht anhand genommen wurde.  

 c) Nach Art. 165 Ziff. 1 StGB wird der Schuldner, der in anderer Weise als 

nach Art. 164 StGB, durch Misswirtschaft, namentlich durch ungenügende Kapi-

talausstattung, unverhältnismässigen Aufwand, gewagte Spekulationen, leichtsin-

niges Gewähren oder Benützen von Kredit, Verschleudern von Vermögenswerten 

oder arge Nachlässigkeit in der Berufsausübung oder Vermögensverwaltung, sei-

ne Überschuldung herbeiführt oder verschlimmert, seine Zahlungsunfähigkeit 

herbeiführt oder im Bewusstsein seiner Zahlungsunfähigkeit seine Vermögensla-

ge verschlimmert, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, 

wenn über ihn der Konkurs eröffnet oder gegen ihn ein Verlustschein ausgestellt 

worden ist. Das Benützen von Kredit ist leichtsinnig bei Überschreitung von Kre-

ditlimiten ohne sorgfältige Finanzplanung unter Berücksichtigung von Vermögen, 

- 15 - 

Eigenmitteln und Ertragslage. Arg nachlässig in der Berufsausübung oder Vermö-

gensverwaltung handelt insbesondere, wer die Überschuldungsanzeige gemäss 

Art. 725 Abs. 2 OR unterlässt; allerdings ist ein Aufschub für wenige Wochen zu-

lässig, wenn eine vernünftige Aussicht auf eine dauerhafte finanzielle Gesundung 

und Wiederherstellung der Ertragskraft besteht, wobei übertriebene Erwartungen 

und vage Hoffnungen nicht ausreichen (Trechsel/Ogg, in Trechsel/Pieth (Hrsg.), 

StGB PK, 2. Auflage, Zürich/St. Gallen 2013, Art. 165 N 8). 

Bezüglich des Tatbestandes der Misswirtschaft erhebt die Beschwerdeführerin die 

folgenden Vorwürfe gegen den Beschwerdeführer 1: Indem er die Forderungen 

der Gläubigerschaft nicht laufend und korrekt in der Buchhaltung der D._____ AG 

aufgeführt habe, habe er die Misswirtschaft weitergeführt. Die drei Forderungen, 

welche die Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 43'079.30, Fr. 90'004.30 und 

Fr. 114'276.60 ins Recht lege, seien im Bestand und im Umfang nicht anzuzwei-

feln, solange nicht liquide Beweismittel den rechtskräftigen Kollokationsplan falsi-

fizieren würden. Mit der beschönigten Bilanz des Jahres 2003 sei der Beschwer-

degegner 1 als Verwaltungsrat zu den Banken gegangen, um diesen Sicherheit 

zu verschaffen und weitere Kredite zu erwirken. Durch sein mehrspuriges Vorge-

hen (H._____, G._____ und I._____) und das Nichtbilanzieren von hohen Passi-

ven habe er mehr Kredit erwirken können, indem er die jeweilige Bank nicht über 

die tatsächlich gewährten Kredite der anderen Bank und nicht über alle Passiven 

vollumfänglich informiert habe, weswegen er sich insbesondere wegen leichtsin-

nigen Benützens dieser Kredite der Misswirtschaft schuldig gemacht habe. Die Bi-

lanz der D._____ AG hätte spätestens ab dem 20. April 2004 beim Konkursrichter 

hinterlegt werden müssen. Er habe den schon längst notwendigen Gang zum 

Konkursrichter im Jahr 2004 und zu Beginn des Jahres 2005 aufgeschoben, um 

die H._____ und die G._____ kurz vor dem Konkurs noch zu befriedigen, wobei 

er noch andere Gläubiger Leistungen im Wissen habe erbringen lassen, dass die-

se zukünftig nicht mehr bezahlt werden könnten. Beide Banken hätten im Konkurs 

keine Verluste erleiden müssen, wofür andere Gläubiger benachteiligt worden 

seien.  

- 16 - 

Die Vorwürfe der Beschönigung der Jahresrechnung 2003 der D._____ AG sowie 

der unterbliebenen Benachrichtigung des Konkursrichters im Januar 2004 wurden 

im Rahmen der Begründung des Urteils der II. Abteilung des Bezirksgerichts Hor-

gen vom 28. September 2011 geprüft und es wurde darin festgehalten, dass die 

Kläger (F._____ sowie die Beschwerdeführerin) nicht vermocht hätten, diese 

Vorwürfe in genügend substanzierter Weise darzutun (Urk. 7/3/3 S. 44). Die Be-

schwerdeführerin vertritt den Standpunkt, dass das rechtskräftig abgeschlossene 

Zivilverfahren für das spätere Strafverfahren keine präjudizierende Wirkung habe; 

der Strafrichter sei nicht an die Feststellungen des Zivilrichters gebunden. 

Liegt ein Zivilurteil vor, so ist der Strafrichter an Gestaltungsentscheide gebunden, 

also etwa an Entscheide bezüglich der objektiven Strafbarkeitsvoraussetzung der 

Konkurseröffnung bei Konkursdelikten. Wie weit darüber hinaus eine Bindung be-

steht, ist unklar. Jedenfalls ist der Strafrichter zum Beispiel bei der Beurteilung ei-

nes Eigentumsdelikts an ein Zivilurteil gebunden, welches die Eigentumsverhält-

nisse an der fraglichen Sache feststellte (Schmid, Handbuch StPO, N 1851). Da 

die II. Abteilung des Bezirksgerichts Horgen die Verantwortlichkeitsklagen von 

F._____ und der Beschwerdeführerin hauptsächlich mangels genügender Sub-

stanzierung abwies und im vorliegenden Beschwerdeverfahren neue Tatsachen-

behauptungen und Beweise zulässig sind (StPO 393 Abs. 2 lit. b; Schmid, Hand-

buch StPO, N 1512), rechtfertigt es sich zu überprüfen, ob die Vorbringen der Be-

schwerdeführerin Anlass für eine andere Beurteilung der Sach- und Rechtslage 

bieten. Zu diesem Zweck ist vorab zu untersuchen, mit welcher Begründung die II. 

Abteilung des Bezirksgerichts Horgen die Verantwortlichkeitsklagen von F._____ 

und der Beschwerdeführerin mangels genügender Substanzierung abwies und 

welche neuen Tatsachenbehauptungen und Beweise die Beschwerdeführerin im 

Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens vorbrachte. 

Die II. Abteilung des Bezirksgerichts Horgen führte in der Begründung ihres Ur-

teils vom 28. September 2011 aus, es sei zu bejahen, dass die D._____ AG im 

Sinne von Art. 725 OR überschuldet gewesen wäre, wenn deren Vermögenslage 

Ende 2003 so gewesen wäre, wie dies von der Beschwerdeführerin und F._____ 

behauptet werde (d.h. wenn die drei – oben aufgeführten – Forderungen Bestand 

- 17 - 

gehabt hätten); die Frage einer Verletzung von Art. 725 Abs. 2 OR sei somit von 

der Beurteilung dieser Bilanzposten abhängig (Urk. 7/3/3 S. 24). 

Bezüglich der von F._____ geltend gemachten Forderungen gegen die konkursite 

D._____ AG im Betrag von insgesamt Fr. 94'344.05 kam die II. Abteilung des Be-

zirksgerichts Horgen aus den folgenden Gründen zum Schluss, diese seien un-

substanziert geblieben: Die Sachverhaltsdarstellungen von F._____ und des Be-

schwerdeführers hätten keine Angaben zum Abschluss und Inhalt eines angebli-

chen Darlehensvertrages enthalten. Es bleibe insbesondere unklar, wann eine 

solche Forderung hätte entstanden sein sollen (Urk. 7/3/3 S. 36). Auch ihre Aus-

führungen bezüglich der geltend gemachten Ferienansprüche seien unvollständig 

und unsubstanziert, weil sie keine Angaben über den Inhalt des Arbeitsvertrages, 

die wesentlichen Umstände im Zusammenhang mit dem Bezug von Ferien sowie 

der Art und Weise der Berechnung der Ferienentschädigungen enthalten würden 

(Urk. 7/3/3 S. 36). Sie hätten auch keine Behauptungen über vertragliche Rege-

lungen betreffend Ersatz von Auslagen vorgebracht (Urk. 7/3/3 S. 37) und sie hät-

ten sich darüber ausgeschwiegen, wann, wo und zwischen wem ein Kaufvertrag 

über eine Pulverkabine abgeschlossen worden sei (Urk. 7/3/3 S. 38). 

Bezüglich der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Forderung gegen 

die konkursite D._____ AG im Betrag von Fr. 114'276.60 legte die II. Abteilung 

des Bezirksgerichts Horgen mit folgenden Argumenten dar, dass nicht von einer 

unberechtigten Nichtbilanzierung ausgegangen werden könne: Im Vertrag zwi-

schen der D._____ AG, der Beschwerdeführerin und der J._____ AG vom 18. Ju-

ni 2000 seien keine Vereinbarungen über das Verhältnis und allfällige gegenseiti-

ge Leistungspflichten zwischen der D._____ AG und der Beschwerdeführerin ent-

halten. Abgesehen von der Behauptung, dass ein Gesellschaftsverhältnis zwi-

schen der D._____ AG und der Beschwerdeführerin bestanden habe, hätte die 

Beschwerdeführerin zu dieser einfachen Gesellschaft keine weiteren Behauptun-

gen aufgestellt. Sie habe sich insbesondere nicht dazu geäussert, ob und allen-

falls wann es vor der Konkurseröffnung über die D._____ AG im Jahre 2005 zu 

einer Liquidation der einfachen Gesellschaft gekommen sein sollte. Es sei nicht 

behauptet worden, dass es einen vom dispositiven Recht abweichenden Gesell-

- 18 - 

schaftsvertrag gegeben habe, der einen Anspruch auf vorzeitige Gewinnauszah-

lung vorgesehen hätte. Es bestünden keine substanzierten Behauptungen, wann 

eine solche Forderung entstanden wäre oder zumindest mit welcher Forderungs-

höhe dereinst hätte gerechnet werden müssen (Urk. 7/3/3 S. 41 ff.). 

Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens hat die Beschwerdeführerin 

keine neuen Tatsachenbehauptungen bezüglich der beiden Forderungen in der 

Höhe von Fr. 94'344.05 und Fr. 114'276.60 aufgestellt, sondern ein einziges Ar-

gument vorgebracht, weshalb vom Bestand dieser Forderungen auszugehen sei: 

Nach ihrer Auffassung dürften diese Forderungen heute im Qualitativ und im 

Quantitativ nicht mehr ohne konkreten Gegenbeweis des Beschwerdegegners 1 

bestritten werden, weil sie im Kollokationsplan aufgeführt worden seien, weshalb 

gemäss Art. 8 Abs. 2 SchKG und Art. 9 ZGB davon ausgegangen werden müsse, 

dass diese öffentliche Urkunde die Tatsache korrekt festhalte. 

Dieses Argument der Beschwerdeführerin hat bereits die II. Abteilung des Be-

zirksgerichts Horgen in der Begründung ihres Urteils vom 28. September 2011 

entkräftet, indem sie in zutreffender Weise dargelegt hat, dass eine rechtskräftige 

Kollokation keine Wirkung über das Konkursverfahren hinaus entfalte; der Kollo-

kationsprozess diene ausschliesslich der Bereinigung des Kollokationsplanes und 

habe so wenig wie dieser irgendwelche Rechtskraftwirkung über das Konkursver-

fahren hinaus; das Schuldverhältnis zwischen Schuldner und Gläubiger werde 

dadurch nicht rechtskräftig festgelegt (Urk. 7/3/3 S. 25). 

Da ein rechtskräftiges Zivilurteil (betreffend Verantwortlichkeitsklage) vorliegt, in 

dessen Begründung festgehalten wird, dass keine unberechtigte Nichtbilanzie-

rung der beiden Forderungen in der Höhe von Fr. 94'344.05 und Fr. 114'276.60 

erfolgt sei, die Beschwerdeführerin im Rahmen des vorliegenden Beschwerdever-

fahrens bezüglich dieser beiden Forderungen keine neue Tatsachenbehauptun-

gen vorgebracht hat und keine Gründe ersichtlich sind, von den im letzten Ab-

schnitt zitierten, zutreffenden rechtlichen Erwägungen des Zivilgerichts abzuwei-

chen, ist auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren eine unberechtigte Nichtbi-

lanzierung der beiden Forderungen zu verneinen. 

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Hingegen kam die II. Abteilung des Bezirksgerichts Horgen in der Begründung ih-

res Urteils vom 28. September 2011 zum Schluss, die Forderung der E._____ AG 

gegen die D._____ AG in der Höhe von Fr. 43'079.30 hätte in der Bilanz per 

31. Dezember 2003 aufgeführt werden müssen (Urk. 7/3/3 S. 33). 

Wie die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis im Rahmen der Begründung ihrer 

Nichtanhandnahmeverfügung in zutreffender Weise ausführte, ist bei dieser Sach-

lage einzig die nicht bilanzierte Forderung in der Höhe von Fr. 43'079.30 für die 

Beurteilung der Frage relevant, ob eine Misswirtschaft vorliegt. Es ist vollumfäng-

lich der Argumentation der Staatsanwaltschaft zuzustimmen, dass diese Forde-

rung alleine nicht kausal für die Überschuldung der D._____ AG gewesen ist (so 

wurde in der Begründung des Urteils der II. Abteilung des Bezirksgerichts Horgen 

explizit ausgeführt, bei der Berücksichtigung des Passivums in der Höhe von 

Fr. 43'079.30 hätte sich noch keine Überschuldung im Sinne von Art. 725 OR er-

geben; Urk. 7/3/3 S. 44) und dass unter diesen Umständen kein hinreichender 

Tatverdacht für ein pflichtwidriges Globalverhalten des Beschwerdegegners 1 mit 

einheitlicher Ausrichtung auf die Schädigung der Gläubiger gegeben ist, weshalb 

bezüglich des Vorwurfes der Misswirtschaft zu Recht eine Untersuchung nicht 

anhand genommen wurde. 

 d) Nach Art. 251 Ziff. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder 

Geldstrafe bestraft, wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an andern 

Rechten zu schädigen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vor-

teil zu verschaffen, eine Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift 

oder das echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkun-

de benützt oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder be-

urkunden lässt.  

Die Beschwerdeführerin wirft dem Beschwerdegegner 1 vor, er habe eine Falsch-

beurkundung begangen, indem er die Forderung der E._____ AG gegen die 

D._____ AG in der Höhe von Fr. 43'079.30 nicht in der Bilanz per 31. Dezember 

2003 aufgeführt habe (bezüglich der beiden oben unter lit. c behandelten Forde-

rungen in der Höhe von Fr. 94'344.05 und Fr. 114'276.60 fällt eine Falschbeur-

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kundung ausser Betracht, da von keiner unberechtigten Nichtbilanzierung dieser 

beiden Forderungen auszugehen ist). 

Gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Inte-

resse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel 

ergreifen. In Art. 104 Abs. 1 lit. a – c StPO wird festgehalten, dass Parteien die 

beschuldigte Person, die Privatklägerschaft sowie (im Haupt- und im Rechtsmit-

telverfahren) die Staatsanwaltschaft sind. Andere Verfahrensbeteiligte sind insbe-

sondere der Geschädigte sowie die Person, die Anzeige erstattet (Art. 105 Abs. 1 

lit. a und b StPO). Gemäss Art. 105 Abs. 2 StPO stehen diesen Verfahrensbetei-

ligten im Fall, dass sie in ihren Rechten unmittelbar betroffen werden, die zur 

Wahrung ihrer Interessen erforderlichen Verfahrensrechte einer Partei zu. Ist der 

Anzeigeerstatter nicht Geschädigter, so kann er aus seiner Anzeige unmittelbar 

keine Rechte ableiten. Zwar stehen ihm gewisse Mitteilungsansprüche hinsichtlich 

des Ausgangs des Verfahrens zu, nicht jedoch weitere Verfahrensrechte und na-

mentlich keine Legitimation zu Rechtsmitteln (Schmid, Handbuch StPO, N 639). 

Als Geschädigter ist nach vorherrschender Auffassung nur der unmittelbar Ge-

schädigte zu verstehen, d.h. der Träger des durch die Strafdrohung geschützten 

Rechtsgutes, gegen das sich die Straftat ihrem Begriff nach richtet (BGE 117 Ia 

137 mit zahlreichen Literaturzitaten). Eine mittelbare Beeinträchtigung hingegen, 

die durch das Hinzutreten weiterer Elemente eintritt, begründet keine Geschädig-

ten-Eigenschaft. 

Im vorliegenden Fall ist entscheidend, dass sich bei der Berücksichtigung des 

Passivums in der Höhe von Fr. 43'079.30 noch keine Überschuldung im Sinne 

von Art. 725 OR ergeben hätte (siehe oben lit. c). Bei dieser Sachlage ist bezüg-

lich des Vorwurfes der Falschbeurkundung festzuhalten, dass es sich bei der Be-

schwerdeführerin wohl um die Anzeigeerstatterin, jedoch nicht um die Geschädig-

te handelt, denn sie wurde durch die Falschbeurkundung (d.h. durch die Nichtbi-

lanzierung der Forderung in der Höhe von Fr. 43'079.30) nicht unmittelbar an ih-

rem Vermögen geschädigt, weshalb bezüglich des Vorwurfes der Urkundenfäl-

schung auf die Beschwerde mangels Legitimation nicht einzutreten ist. 

 

- 21 - 

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ausgangsgemäss sind die Kosten für das Beschwerdeverfahren der Beschwerde-

führerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und diese ist zu verpflichten, dem 

Beschwerdegegner 1 eine Prozessentschädigung von Fr. 1'100.– (zuzüglich 8% 

Mehrwertsteuer) zu bezahlen (Art. 436 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 432 

Abs. 1 StPO). 

 

 

Es wird beschlossen: 

1. Bezüglich des Vorwurfes der Urkundenfälschung wird auf die Beschwerde 

nicht eingetreten. 

2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

3. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird festgesetzt auf 

Fr. 1'500.– und der Beschwerdeführerin auferlegt. 

4. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner 1 eine 

Prozessentschädigung von Fr. 1'188.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− Fürsprecher lic. iur. X._____, in zweifacher Ausfertigung, für sich und 

zuhanden der Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde) 

− Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, in zweifacher Ausfertigung, für sich und 

zuhanden des Beschwerdegegners 1 (per Gerichtsurkunde) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (gegen Empfangsbestätigung) 

sowie - nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel - unter Rücksendung der beigezogenen Akten 

- 22 - 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Zürich, 29. Mai 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. A. Brüschweiler 
 
 
 

	Beschluss vom 29. Mai 2013
	
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte
	II.  Materielle Beurteilung

	1. Begründung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis zur Nichtanhandnahmeverfügung
	1. Begründung der Beschwerde
	2. Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis
	3. Stellungnahme des Beschwerdegegners 1
	4. Replik der Beschwerdeführerin
	5. Rechtliches und Folgerungen
	III. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Bezüglich des Vorwurfes der Urkundenfälschung wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.

	3. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird festgesetzt auf Fr. 1'500.– und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	4. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner 1 eine Prozessentschädigung von Fr. 1'188.– zu bezahlen.
	 Fürsprecher lic. iur. X._____, in zweifacher Ausfertigung, für sich und zuhanden der Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, in zweifacher Ausfertigung, für sich und zuhanden des Beschwerdegegners 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (gegen Empfangsbestätigung) sowie - nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel - unter Rücksendung der beigezogenen Akten