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**Case Identifier:** d502434a-ea9d-5338-9f63-5b4e82dc0a42
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 07.06.2017 810 16 294
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-294_2017-06-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 7. Juni 2017 (810 16 294)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuern und Kausalabgaben 

 

 

Direkte Bundessteuer 2012 / Zuordnung eines Vermögenswerts zum Geschäftsvermö-

gen / Steuerruling 

 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Christian  

Haidlauf, Markus Clausen, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, 
Gerichtsschreiberin Chiara Piras 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Fritz Fischer, 
Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), Beschwerdegegner 
 
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerde-
gegnerin 
 

 Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Direkte Bundessteuer 2012  
(Entscheid der Abteilung Steuergericht vom 10. Juni 2016) 

 
 
 

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A. A.____ und B.____ sind Eigentümer verschiedener sukzessive erworbener Wohn- und 

Gewerbehäuser in den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt, die sie vermieten. Aus den 

Erträgen der Liegenschaften bestreiten sie ihren Lebensunterhalt.  

 

B. Am 21. Februar 2008 ersuchten A.____ und B.____ die Steuerverwaltung des Kantons 

Basel-Landschaft (Steuerverwaltung) um Bestätigung, dass alle von ihnen gehaltenen Liegen-

schaften sowie weitere Zukäufe dem Privatvermögen zugerechnet würden und dass eine selb-

ständige Tätigkeit, mit welcher das Liegenschaftsportefeuille ausgebaut und verwaltet würde, 

keine Basis für eine Einstufung als professionelle Liegenschaftshändler bilden würde. Mit 

Schreiben vom 8. Mai 2008 bestätigte die Steuerverwaltung, dass sämtliche per 31. Dezember 

2006 von A.____ und B.____ gehaltenen Liegenschaften ihrem Privatvermögen zugeordnet 

worden seien.  

 

C. Am 2. Dezember 2013 teilten A.____ und B.____, vertreten durch Fritz Fischer, Advo-

kat, der Steuerverwaltung mit, die Immobilien rückwirkend per 1. Januar 2012 in ihr Geschäfts-

vermögen bzw. in die Kollektivgesellschaft C.____ überführen zu wollen.  

 

D. Mit Schreiben vom 21. Februar 2014 nahm die Steuerverwaltung Stellung zur Anfrage 

vom 2. Dezember 2013 und hielt fest, dass sie eine Zuordnung zum Geschäftsvermögen der in 

der Anfrage genannten Liegenschaften sowie der Liegenschaften, die künftig erworben und 

bewirtschaftet würden als vertretbar erachte. Sie hielt zudem fest, die Liegenschaften könnten 

in die aufgrund dieser Neubeurteilung zu erstellende Buchhaltung maximal bis zu den Geste-

hungskosten aufgenommen und allfällige Wertberichtigungen nur dann als steuerwirksam aner-

kannt werden, wenn sie geschäftsmässig begründet seien.  

 

E. Die Kollektivgesellschaft C.____ wurde im Juni 2014 im Handelsregister des Kantons 

Basel-Stadt eingetragen. 

 

F. Am 14. Juli 2014 reichten A.____ und B.____ die Steuererklärung 2012 ein.  

 

G. Am 26. Februar 2015 fand eine Sitzung zwischen A.____, Fritz Fischer und den Vertre-

tern der Steuerverwaltungen Basel-Landschaft und Basel-Stadt statt, an welcher die Einbilan-

zierungswerte der Liegenschaften in die neu gegründete Kollektivgesellschaft für die direkte 

Bundessteuer und die Zulässigkeit von geltend gemachten Abschreibungen besprochen wur-

den. Am 27. Februar 2015 reichten A.____ und B.____ die Einzelbewertungen der Liegenschaf-

ten ein.  

 

H. Mit Schreiben vom 14. April 2015 äusserte sich die Steuerverwaltung zu den als sach-

gerecht erachteten Einbilanzierungswerten für die direkte Bundessteuer sowie zu den als ge-

schäftsmässig begründet geltend gemachten Abschreibungen und forderte A.____ und B.____ 

zur Einreichung einer korrigierten Bilanz auf.  

 

I.  In einer Aktennotiz vom 2. Juni 2015 wurde von der Steuerverwaltung das Ergebnis 

einer tags zuvor gehaltenen Besprechung zwischen A.____, Fritz Fischer und den Vertretern 

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der Steuerverwaltungen Basel-Landschaft und Basel-Stadt festgehalten. Die zur Bestätigung 

der Richtigkeit A.____ und B.____ zur Unterschrift unterbreitete Aktennotiz wurde von diesen 

nicht unterzeichnet. Grund dafür sei gemäss Schreiben vom 16. Juni 2015 unter anderem die 

von ihnen nicht geteilte Auffassung der Steuerverwaltung, wonach die Einbringungswerte für 

die Einkommensbesteuerung der Personengesellschafter für die Kantons- und Gemeindesteuer 

irrelevant seien.  

 

J. Mit Schreiben vom 23. Juni 2015 hielt die Steuerverwaltung fest, dass in der von 

A.____ und B.____ eingereichten Steuererklärung 2012 die Einkommenssteuerwerte der zwi-

schenzeitlich in eine Kollektivgesellschaft eingebrachten Liegenschaften auf Basis einer eige-

nen Verkehrswertschätzung bilanziert und Wertberichtigungen vorgenommen worden seien. 

Die bisherigen Stellungnahmen und die besprochenen Lösungsansätze hätten sich auf eine 

Gesamtbetrachtung der Folgen einer Einbringung in die Kollektivgesellschaft und die Voraus-

setzungen für eine Umwandlung der Kollektivgesellschaft zu Einkommenssteuerwerten in eine 

Kapitalgesellschaft bezogen. Wegen Fehlens eines gegenseitigen Einvernehmens zu den 

Steuerfolgen der Einbringung der Liegenschaften in die Kollektivgesellschaft seien die diskutier-

ten Lösungsansätze in Bezug auf die Prüfung der Veranlagung für das Jahr 2012 als hinfällig zu 

betrachten. Es bestehe auch kein Raum für eine allfällige Anrufung des Grundsatzes von Treu 

und Glauben. Diese Ansicht bestätigte die Steuerverwaltung mit Schreiben vom 7. Juli 2015. 

 

K. Mit definitiver Veranlagungsverfügung vom 24. September 2015 wurden A.____ und 

B.____ für die direkte Bundessteuer 2012 mit einem steuerbaren und einem satzbestimmenden 

Einkommen in der Höhe von Fr. 1‘074‘100.-- veranlagt.  

 

L. Am 28. Oktober 2015 reichten A.____ und B.____ bei der Steuerverwaltung Einspra-

che ein. Sie beantragten, das steuerbare Einkommen für die direkte Bundessteuer 2012 sei auf 

Fr. 178‘493.-- festzusetzen (Ziff. 1; unter Berücksichtigung eines steuerbaren Einkommens 

2012 in der Höhe von Fr. -312‘756.--, der Jahresrechnung der Kollektivgesellschaft 2012 in der 

Höhe von Fr. 177‘365.42 und der Korrektur der Jahresrechnung der Kollektivgesellschaft in der 

Höhe von Fr. 313‘884.--); alles unter o/e-Kostenfolge (Ziff. 2). Im Wesentlichen machten sie 

geltend, sie seien ab dem 1. Januar 2012 als Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 18 des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 zu qualifizie-

ren. Folglich seien ihre Liegenschaften per 1. Januar 2012 vom Privat- ins Geschäftsvermögen 

zu übertragen, die von ihnen berechneten Einbringungswerte zu übernehmen und der von 

ihnen angewendete Abschreibungssatz zu akzeptieren.  

 

M. Mit Entscheid der Steuerverwaltung vom 18. Januar 2016 wurde die Einsprache von 

A.____ und B.____ abgewiesen. Dies mit der Begründung, dass die Liegenschaften von A.____ 

und B.____ als Privatvermögen zu qualifizieren seien, weshalb darauf keine Abschreibungen 

zugelassen werden könnten.  

 

N. Gegen den Einsprache-Entscheid der Steuerverwaltung reichten A.____ und B.____ 

am 12. Februar 2016 Beschwerde beim Steuer- und Enteignungsgericht Basel-Landschaft, Ab-

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teilung Steuergericht (Steuergericht), ein und beantragten, das steuerbare Einkommen 2012 sei 

auf Fr. 178‘493.-- festzusetzen (Ziff. 1); unter o/e-Kostenfolge (Ziff. 2). 

 

O. Am 10. Juni 2016 wies das Steuergericht die Beschwerde von A.____ und B.____ im 

Wesentlichen mit der Begründung ab, dass trotz aufwendigen Verhandlungen mit der Steuer-

verwaltung keine Vereinbarung zustande gekommen sei, aus welcher A.____ und B.____ 

Rechte ableiten könnten. Ferner gelte die reine Vermietung von Liegenschaften als private 

Vermögensverwaltung und nicht als selbständige Erwerbstätigkeit.  

 

P. Mit Eingabe vom 29. September 2016 führten A.____ und B.____, stets vertreten 

durch Fritz Fischer, Advokat, dagegen Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfas-

sungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit den Anträgen, der Entscheid der Vorinstanz 

vom 10. Juni 2012 (recte: 2016) sei aufzuheben (Ziff. 1); das steuerbare Einkommen 2012 von 

A.____ und B.____ sei auf Fr. 178‘493.-- festzusetzen (Ziff. 2); eventualiter sei die Angelegen-

heit zur neuen Beurteilung an das Steuergericht Basel-Landschaft zurückzuweisen (Ziff. 3); al-

les unter o/e-Kostenfolge (Ziff. 4).  

 

Q. Mit Vernehmlassungen vom 28. Oktober 2016 und 31. Oktober 2016 schlossen die 

Steuerverwaltung und das Steuergericht auf Abweisung der Beschwerde. 

 

R. Am 30. November 2016 schloss sich die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) 

den Abweisungsanträgen der Steuerverwaltung und des Steuergerichts an. 

 

S. Mit Präsidialverfügung vom 19. Dezember 2016 wurde der Fall der Kammer zur Beur-

teilung überwiesen und verfügt, dass das vorliegende Verfahren Nr. 810 16 294 zusammen mit 

dem Beschwerdeverfahren Nr. 810 16 293 (Staats- und Gemeindesteuer 2012) behandelt wer-

de. Der Beweisantrag der Beschwerdeführer auf Befragung von Zeugen wurde abgewiesen.  

 

T. Mit Replik vom 18. Januar 2017 hielten die Beschwerdeführer an ihren Anträgen fest.  

 
 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 

1.1 Gemäss Art. 145 DBG i.V.m. § 3 der kantonalen Vollzugsverordnung zum DBG 

(VV DBG) vom 13. Dezember 1994 können Entscheide des Steuergerichts betreffend direkte 

Bundessteuer mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht angefochten werden. 

Die formellen Voraussetzungen nach Art. 140 ff. DBG, Art. 145 Abs. 2 DBG sowie §§ 43 ff. des 

Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 

1993 sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist.  

 

1.2 Mit der Beschwerde in Steuersachen können alle Mängel des angefochtenen Ent-

scheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden (§ 45 Abs. 2 VPO).  

 

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2.1 Die Beschwerdeführer erblicken vorerst eine Verletzung ihrer Verfahrensrechte: Sie 

beanstanden eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil Beweismittel in uner-

laubter antizipierter Beweiswürdigung nicht abgenommen worden seien. So habe die 

Vorinstanz ohne Begründung die von den Beschwerdeführern angerufenen Zeugen nicht ange-

hört (Beschwerde vom 29. September 2016, Rz. 21). Schliesslich monieren die Beschwerdefüh-

rer, die Vorinstanz habe ihre verfassungsrechtliche Begründungspflicht verletzt, indem sie nicht 

ausgeführt habe, ob und weshalb sich die Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den mit 

der Steuerverwaltung getroffenen Abreden nicht auf den Vertrauensschutz gemäss Art. 9 der 

Bundesverfassung (BV) vom 18. April 1999 berufen dürften (Beschwerde vom 29. September 

2016, Rz. 19).  

 

2.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 BV. Er umfasst die 

Rechte der Parteien auf Teilnahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der 

Entscheidfindung. In diesem Sinne dient das rechtliche Gehör einerseits der Sachaufklärung, 

andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Ent-

scheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Zum rechtlichen Gehör ge-

hört insbesondere das Recht des Betroffenen, an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder 

mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, 

den Entscheid zu beeinflussen (BGE 124 I 241 E. 2; BGE 127 I 54 E. 2b; BGE 132 V 368 

E. 3.1; BGE 138 V 125 E. 2.1). Formrichtig angebotene Beweisanträge sind zu prüfen und zu 

berücksichtigen. Allerdings kann eine Behörde das Beweisverfahren schliessen, wenn die An-

träge nicht erhebliche Tatsachen betreffen oder offensichtlich untauglich sind (ULRICH HÄFELIN/

GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich 2016, N 1016). 

Beweisanträge können somit in vorweggenommener, antizipierter Beweiswürdigung zurückge-

wiesen werden (BGE 124 I 208 E. 4a; BGE 130 II 425 E. 2.1; BGE 134 I 140 E. 5.3; BGE 136 I 

229 E. 5.3). Dies bedarf einer sorgfältigen Prüfung und Begründung (vgl. GEROLD STEINMANN, 

in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], Die schweizerische Bundesverfassung – 

St. Galler Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel 2014, N 48 zu Art. 29 BV). Aus dem in Art. 29 

Abs. 2 BV verankerten Grundrecht auf rechtliches Gehör ergibt sich auch das Recht bzw. die 

Pflicht, dass die verfügende Behörde ihre Verfügung begründet. Dabei muss die Begründung 

einer Verfügung – im Sinne einer Minimalanforderung – jedenfalls so abgefasst sein, dass sich 

der Betroffene über deren Tragweite Rechenschaft geben und sie sachgerecht anfechten kann. 

Es sind wenigstens kurz die Überlegungen zu nennen, von denen sich die Behörde hat leiten 

lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 138 I 232 E. 5.1). Welchen Anforderungen 

eine Begründung zu genügend hat, ist im Einzelfall anhand der konkreten Umstände und der 

Interessen der Betroffenen festzulegen. Die Begründungsdichte ist dabei insbesondere abhän-

gig von der Entscheidungsfreiheit der Behörde, der Eingriffsintensität des Entscheids sowie der 

Komplexität des Sachverhalts und der sich stellenden Rechtsfragen (BGE 129 I 232 E. 3.3). 

 

2.3 Vorliegend ist festzustellen, dass die streitgegenständliche Angelegenheit keine Sach-

verhalts- oder Rechtsfragen aufwirft, die nicht aufgrund der Akten und der schriftlichen Vorbrin-

gen der Parteien hätten beurteilt werden können. Bei der gegebenen Aktenlage durfte die 

Vorinstanz deshalb zum Schluss kommen, dass durch die Befragung der beiden von den Be-

schwerdeführern angerufenen Zeugen keine neuen Erkenntnisse hätten erlangt werden kön-

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nen, ohne dass sie dabei eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung erkennen liess. Im 

Übrigen ist die entsprechende Beweiswürdigung auch inhaltlich nicht zu beanstanden: Die 

Vorinstanz hat die verschiedenen Einwände der Beschwerdeführer zur Kenntnis genommen 

und geprüft. Da von den Zeugenaussagen keine entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten 

waren, hat die Vorinstanz zu Recht darauf verzichtet. Eine Verletzung der behördlichen Unter-

suchungspflicht liegt dementsprechend nicht vor. Soweit die Beschwerdeführer rügen, die 

Vorinstanz habe ihr Urteil in punkto Vertrauensschutz ungenügend begründet und damit ihren 

Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, ist die Beschwerde ebenfalls unbehelflich. Die 

Vorinstanz hat sich mit den Vorbringen der Beschwerdeführer hinreichend auseinandergesetzt. 

Die Beschwerdeführer haben im vorinstanzlichen Verfahren in Bezug auf den Grundsatz des 

Vertrauensschutzes keine begründeten Tatsachen vorgebracht, zu denen die Vorinstanz Fest-

stellungen zu treffen gehabt hätte (vgl. Beschwerde an das Steuergericht vom 12. Februar 

2016, ad. E. 1.2 und Rz. 17 f.). Wenn sich die Vorinstanz auf die für ihr Urteil wesentlichen Ge-

sichtspunkte beschränkt hat, ist das nicht zu beanstanden (BGE 140 II 262 E. 6.2). Es ist somit 

festzustellen, dass es vorliegend an einer Verletzung des rechtlichen Gehörs fehlt. 

 

3.1 Vorliegend ist streitig und zu prüfen, ob die Tätigkeit der Beschwerdeführer als selb-

ständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist und folglich die von den Beschwerdeführern gehal-

tenen Liegenschaften als Geschäftsvermögen zu behandeln sind.  

 

3.2 Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die Beschwerdeführer das Immobilienportefeuille 

seit 1995 kontinuierlich aufgebaut und 2008 die Steuerverwaltung ersucht hätten, sie nicht als 

professionelle Liegenschaftshändler einzustufen (Entscheid des Steuergerichts vom 10. Juni 

2016 E. 4a). Ab 2012 hätten die Beschwerdeführer begonnen, Grundstücke zu überbauen und 

eigene Immobilienprojekte zu realisieren. Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, dass 

sich die Tätigkeit der Beschwerdeführer auf den Kauf von Immobilien sowie deren Verwaltung 

und Bewirtschaftung und – später auch – auf die Erstellung von Neubauten und deren an-

schliessenden Vermietung beschränkt habe. Dieser Dauersachverhalt habe sich bis heute nicht 

substantiell geändert (Entscheid des Steuergerichts vom 10. Juni 2016 E. 4c). Da die reine 

Vermietung von Liegenschaften als private Vermögensverwaltung und nicht als selbständige 

Erwerbstätigkeit gelte, sei kein Grund ersichtlich, weshalb die Immobilien zwischenzeitlich dem 

Geschäftsvermögen der Beschwerdeführer angehören sollen (Entscheid des Steuergerichts 

vom 10. Juni 2016 E. 4c, S. 13). Bis zum heutigen Tag hätten die Beschwerdeführer keine Lie-

genschaften verkauft, sondern ihren Immobilienbestand erhöht und die Erträge aus den Vermie-

tungen und nicht aus den Gewinnen aus Verkäufen in neue Liegenschaften investiert (Ent-

scheid des Steuergerichts vom 10. Juni 2016 E. 5b). Gestützt auf die bundesgerichtliche Praxis 

stelle das von den Beschwerdeführern verwaltete Immobilienportefeuille deshalb weiterhin Pri-

vatvermögen dar (Entscheid des Steuergerichts vom 10. Juni 2016 E. 5a und 5b). Folglich wur-

de sowohl die Frage, wie die Höhe der Einbringungswerte der Liegenschaften in die Kollektiv-

gesellschaft festzulegen sei, als auch diejenige nach der Höhe der damit verbundenen jährli-

chen Abschreibungen von der Vorinstanz offen gelassen (Entscheid des Steuergerichts vom 

10. Juni 2016 E. 5b, S. 15).  

 

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3.3 Die Beschwerdeführer bringen demgegenüber vor, Arbeitsleistung und Kapital in die 

Bewirtschaftung und in die Projekt- und Liegenschaftsentwicklung einzubringen, um ihren Le-

bensunterhalt zu bestreiten (Beschwerde vom 29. September 2016, Rz. 25). Die hohe Fremdfi-

nanzierung und die jährlichen Zinspflichten in der Höhe von Fr. 679‘000.-- zeigten das damit 

verbundene unternehmerische Risiko auf (Beschwerde vom 29. September 2016, Rz. 25 und 

27). Als Vermieter, Käufer von Liegenschaften, Auftraggeber sowie Bauherren und Projektent-

wickler nähmen sie gegen aussen am wirtschaftlichen Verkehr teil und seien im Rahmen einer 

kaufmännischen Kollektivgesellschaft organisiert (Beschwerde vom 29. September 2016, 

Rz. 25). Die Liegenschaften seien ferner in die Buchführung der Kollektivgesellschaft aufge-

nommen und für den geschäftlich benötigten Rahmenkredit verpfändet worden (Beschwerde 

vom 29. September 2016, Rz. 34). Ihre Aktivität gehe über eine reaktive Verwaltung ihres Ver-

mögens hinaus (Beschwerde vom 29. September 2016, Rz. 27), weshalb sie die vorinstanzliche 

Feststellung beanstanden, wonach ihre Tätigkeit auch nach 2012 nicht als gewerbsmässig qua-

lifiziert werden könne. Sie stellen sich ferner auf den Standpunkt, der Begriff der Gewerbsmäs-

sigkeit gehe über den Begriff des Liegenschaftshändlers, der An- und Verkauf von Liegenschaf-

ten betreibe, hinaus. Es sei somit unzutreffend, dass die Vorinstanz mangels Liegenschaftsver-

käufen keine Gewerbsmässigkeit angenommen habe (Beschwerde vom 29. September 2016, 

Rz. 28 ff.). 

 

4.1 Die Zuordnung eines Vermögenswerts zum Geschäftsvermögen setzt eine selbständi-

ge Erwerbstätigkeit voraus (BGE 134 V 250 E. 4.2). Während das Privatvermögen gesetzlich 

nicht definiert ist und als jenes Vermögen der steuerpflichtigen Person gilt, das nicht Geschäfts-

vermögen ist (MARTIN ARNOLD, Geschäfts- und Privatvermögen im schweizerischen Einkom-

menssteuerrecht, in: Archiv für schweizerisches Abgaberecht [ASA] 75 [2006/2007] S. 265-293, 

S. 271), gelten als Geschäftsvermögen alle Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der 

selbständigen Erwerbstätigkeit dienen oder damit in einem unmittelbaren Zusammenhang ste-

hen (Art. 18 Abs. 2 DBG; BGE 120 Ia 349 E. 4c/aa; BGE 133 II 420 E. 3.2; FELIX RICHNER/

WALTER FREI/STEFAN KAUFMANN/HANS ULRICH MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., 

Zürich 2016, N 94 ff. zu Art. 18 DBG).  

 

4.2 Für den Begriff der selbständigen Erwerbstätigkeit kennzeichnend ist die Tätigkeit einer 

natürlichen Person, mit der diese auf eigenes Risiko, unter Einsatz der Produktionsfaktoren 

Arbeit und Kapital, in einer von ihr frei gewählten Arbeitsorganisation, dauernd oder vorüberge-

hend, haupt- oder nebenberuflich, in jedem Fall aber mit der Absicht der Gewinnerzielung am 

Wirtschaftsverkehr teilnimmt (BGE 125 II 113 E. 5b; MARKUS REICH/JULIA VON AH, in: Zweifel/

Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte 

Bundessteuer, 3. Aufl., Basel 2017, N 14 zu Art. 18 DBG). Untergeordnete Anhaltspunkte sind 

etwa die Beschäftigung von Personal, das Ausmass der Investitionen, ein vielfältiger, wech-

selnder Kundenstamm und das Vorliegen eigener Geschäftsräumlichkeiten (BGE 138 II 251 

E. 2.4.2). Die Prüfung ist von Fall zu Fall aufgrund einer umfassenden Würdigung der tatsächli-

chen Umstände vorzunehmen. Die einzelnen Merkmale dürfen dabei nicht isoliert betrachtet 

werden und können auch in unterschiedlicher Intensität auftreten (BGE 125 II 113 E. 5b; 

BGE 138 II 251 E. 2.4.2; REICH/VON AH, a.a.O., N 15 zu Art. 18 DBG). 

 

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4.3 Im hier interessierenden Zusammenhang ist auch der gewerbsmässige Liegenschaf-

tenhandel als Sonderform der selbständigen Erwerbstätigkeit zu berücksichtigen. Die bundes-

gerichtliche Praxis hat hierfür bereichsspezifische Merkmale umschrieben. Solche bestehen im 

systematischen bzw. planmässigen Vorgehen, in der Häufigkeit der Transaktionen, der Nähe 

des Liegenschaftenhandels zur hauptberuflichen Tätigkeit der steuerpflichtigen Person, im Ein-

satz spezieller Fachkenntnisse, der Besitzdauer, dem Einsatz erheblichen Fremdkapitals zur 

Finanzierung der Transaktionen oder deren Vornahme im Rahmen einer Personengesellschaft 

(zum Liegenschaftenhandel, vgl. BGE 125 II 113 E. 6a; Urteile des Bundesgerichts 

2C_713/2012 vom 3. März 2013 E. 3.1 und 2C_834/2012 vom 19. April 2013 E. 5.5). Ähnliche, 

wenn auch bereichsspezifisch abweichende Merkmale hat das Bundesgericht für den ge-

werbsmässigen Wertschriftenhandel entwickelt (Urteile des Bundesgerichts 2C_868/2008 vom 

23. Oktober 2009 E. 3.2 und 2C_115/2012, 2C_116/2012 vom 25. September 2012 E. 2.1.2 

und E. 2.2). 

 

4.4 Die Verwaltung des eigenen Vermögens stellt demgegenüber keine selbständige Er-

werbstätigkeit dar, wenn sie nicht über die gewöhnliche Verwaltung des Privatvermögens hin-

ausgeht und ein Gewinn nur in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit erlangt 

wird. Selbständige Erwerbstätigkeit liegt jedoch vor, wenn eine Tätigkeit entfaltet wird, die in 

ihrer Gesamtheit auf Erwerb gerichtet ist (BGE 112 Ib 79 E. 2a; Urteil des Bundesgerichts 

2A.66/2002 vom 17. September 2002 E. 2.1 mit Hinweisen auf BGE 122 II 446 E. 3). Ob einfa-

che Vermögensverwaltung oder auf Erwerb gerichtete Tätigkeit vorliegt, ist gemäss bundesge-

richtlicher Praxis immer unter Berücksichtigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu 

beurteilen. Als Indiz für eine über die blosse Vermögensverwaltung hinausreichende Erwerbstä-

tigkeit fällt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts etwa die systematische oder plan-

mässige Art und Weise des Vorgehens in Betracht, namentlich dass die steuerpflichtige Person 

aktiv wertvermehrend tätig wird, dass sie ein Vermögensobjekt nicht bloss zum Zweck der pri-

vaten Vermögensanlage oder in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit, sondern 

in der offenkundigen Absicht erwirbt, es möglichst rasch mit Gewinn weiter zu veräussern 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Mai 1970 E. 2b, in: ASA 39 [1970/1971] S. 267-276, 

S. 269; Urteil des Bundesgerichts vom 17. Februar 1986 E. 2b, in: ASA 56 [1987/1988] S. 366-

370, S. 368 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 1988 E. 2, in: ASA 58 [1989/1990] 

S. 666-670, S. 668 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 9. November 1990 E. 5b, in: ASA 59 

[1990/1991] 709-716, S. 713 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 2. Oktober 1992 E. 3a, in: ASA 

63 [1994/1995] S. 43-49, S. 46 f. Urteil des Bundesgerichts 2C_819/2011 vom 20. April 2012 

E. 3.2) oder dass sie sich bemüht, wie eine haupt- oder nebenberuflich selbständig erwerbstäti-

ge Person die Entwicklung eines Marktes zur Gewinnerzielung auszunützen (BGE 104 Ib 164 

E. 1b). Entscheidend für die Annahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit ist somit, ob mit 

Gewinnabsicht am Wirtschaftsverkehr teilgenommen wird (Urteil des Bundesgerichts 

2C_869/2008 vom 7. April 2009 E. 4.2). 

 

4.5 Die Vermietung eigener Liegenschaften stellt nach bundesgerichtlicher Praxis grund-

sätzlich ─ d.h. bei Nichtliegenschaftshändlern ─ regelmässig Verwaltung privaten (Anlage-) 

Vermögens dar (Urteile des Bundesgerichts 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004 E. 2.5 und 

2C_475/2008 vom 1. Juli 2009 E. 3.3), weshalb bei der Annahme, die Vermietung eigener Lie-

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genschaften sei Gegenstand eines geschäftlichen Betriebes, grösste Zurückhaltung geboten ist 

(BGE 110 Ib 17 E. 3a). Der Eigentümer, der seine Liegenschaft(en) mit Wohn- oder Geschäfts-

bauten überbaut, um aus deren Vermietung einen Ertrag zu erzielen, verwaltet normalerweise 

privates Vermögen (Urteil des Bundesgerichts 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004 E. 2.5 mit wei-

teren Hinweisen zur Vermietung von Wohnblöcken, möblierter Wohnungen und Geschäftsräum-

lichkeiten). Dagegen erhält die Vermietertätigkeit dann betrieblichen Charakter, wenn sie die 

blosse Gebäudeverwaltung übersteigt (BGE 110 V 83 E. 5a). Auch bei einer Liegenschaft mit 

rund 30 Wohnungen handelt es sich um private Vermögensverwaltung, wenn sich der Eigentü-

mer ─ ohne Verkaufsbemühungen ─ darauf beschränkt, die Wohnungen zu verwalten, um dar-

aus ein regelmässiges Einkommen zu erzielen (Urteil des Bundesgerichts 9C_591/2016 vom 

21. März 2017 E. 6.1.6 mit Hinweisen auf das Urteil des Bundesgerichts 2A.488/1998 vom 

26. Juli 1999 E. 3b). Die Vermietung eigener Liegenschaften wird auch nicht allein dadurch zu 

einem Geschäftsbetrieb, weil das zu verwaltende Vermögen umfangreich ist, so dass der Ei-

gentümer eine kaufmännische Buchhaltung führt (BGE 110 Ib 17 E. 3a; REICH/VON AH, a.a.O., 

N 16a zu Art. 18 DBG).  

 

5.1 Unbestritten ist vorliegend, dass die Tätigkeit der Beschwerdeführer bis 2012 von der 

Steuerverwaltung nicht als gewerbsmässig qualifiziert wurde und die Liegenschaften folglich 

dem Privatvermögen der Beschwerdeführer zugeordnet wurden (vgl. Entscheid des Steuerge-

richts vom 10. Juni 2016 E. 4a und Beschwerde vom 29. September 2016, Rz. 22 in fine). Im 

Jahr 2012 begannen die Beschwerdeführer sich nicht mehr nur auf weitere Zukäufe und die 

Administration von Liegenschaften zu konzentrieren, sondern Grundstücke zu überbauen und 

Immobilienprojekte zu realisieren (vgl. Schreiben der Beschwerdeführer an die Steuerverwal-

tung Baselland vom 2. Dezember 2013, S. 2). Fraglich ist nun, ob aufgrund der neu ab 2012 

aufgenommenen Aktivitäten die Tätigkeit der Beschwerdeführer insgesamt als gewerbsmässig 

zu qualifizieren ist. Die Beschwerdeführer legen dar, wie sie sich durch ihre Arbeitsleistung und 

ihr Kapital in die Bewirtschaftung und in die Projekt- und Liegenschaftsentwicklung einbringen 

und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Ein Zusammenhang ihres Geschäfts mit der beruf-

lichen Tätigkeit der Beschwerdeführer ist damit nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Auch 

deutet die Aufnahme der Liegenschaften in die Buchführung der Kollektivgesellschaft auf eine 

systematische oder zumindest planmässige Art und Weise des Vorgehens der Beschwerdefüh-

rer hin. All dem sind allerdings auch die übrigen Gesichtspunkte gegenüber zu stellen: Einer-

seits konnten die Beschwerdeführer nicht nachweisen, dass sie die Liegenschaften planmässig 

im Hinblick auf einen späteren gewinnstrebigen Verkauf oder offenkundig mit der Absicht er-

worben bzw. umgebaut haben, diese möglichst rasch mit Gewinn weiter zu veräussern. Ande-

rerseits erscheint die Tätigkeit der Beschwerdeführer (Realisation von Immobilienprojekten, 

Erstellung von Neubauten und deren anschliessenden Vermietung, Aufbau und Verwaltung des 

Immobilienbestandes) Gewinn vielmehr in Ausnützung der sich aus den Vermietungen bieten-

den Gelegenheit zu erlangen, als in ihrer Gesamtheit auf einen professionellen Liegenschaften-

handel ausgerichtet zu sein, zumal die Beschwerdeführer bis anhin keine Liegenschaften ver-

kauft haben. Diesbezüglich ist vorliegend aber auch darauf hinzuweisen, dass gemäss bundes-

gerichtlicher Rechtsprechung Nichtliegenschaftshändler, die ihre Liegenschaft(en) ohne Ver-

kaufsbemühungen mit Wohn- oder Geschäftsbauten überbauen, um aus deren Vermietung ei-

nen Ertrag und daraus ein regelmässiges Einkommen zu erzielen, in der Regel privates Vermö-

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gen verwalten (vgl. E. 4.5 hiervor). Auch die – von den Beschwerdeführern vorgenommene – 

Wiederanlage allfälliger Gewinne in weitere Liegenschaften gilt nach der Praxis des Bundesge-

richts als private Vermögensverwaltung (vgl. E. 4.5 hiervor). Die Verwaltung des eigenen Ver-

mögens stellt, auch wenn das Vermögen – wie bei den Beschwerdeführern – erheblich ist, pro-

fessionell verwaltet oder eine Buchhaltung geführt wird, keine selbständige Erwerbstätigkeit dar 

(Urteil des Bundesgerichts 2C_1273/2012 vom 13. Juni 2013 E. 2.1 m.w.H.). Das Vermieten 

von Wohnblöcken gilt ferner als Vermögensverwaltung, auch wenn der Vermieter die Wohnun-

gen instand halten muss und die damit im Zusammenhang stehenden Arbeiten hauptsächlich 

dazu dienen, den Mietgegenstand zur Erzielung des Ertrages bereitzustellen (Urteil des Bun-

desgerichts 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004 E. 2.5). Folglich kann bei der Tätigkeit der Be-

schwerdeführer, auch durch die seit 2012 aufgenommene Realisation von Immobilienprojekten 

und Erstellung von Neubauten, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, nicht von einer selbständigen 

Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 18 Abs. 1 DBG gesprochen werden. Daran ändert auch der 

Umstand nichts, dass die Beschwerdeführer ihren Lebensunterhalt aus den Erträgen der Lie-

genschaften bestreiten.  

 

5.2 Zusammenfassend ist deshalb festzustellen, dass aufgrund einer umfassenden Würdi-

gung sämtlicher Faktoren die Liegenschaften der Beschwerdeführer Privatvermögen darstellen 

und die vorinstanzliche Zuordnung der Liegenschaften nicht zu beanstanden ist. 

 

6.1 Strittig und zu prüfen ist vorliegend noch, ob sich die Beschwerdeführer auf eine zwi-

schen ihnen und der Steuerverwaltung geschlossene Vereinbarung stützen können, welche 

ihnen aufgrund des Vertrauensgrundsatzes einen gegenteiligen Anspruch gewährt.  

 

6.2 Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid – wie bereits die Steuerverwaltung 

(vgl. Einsprache-Entscheid vom 18. Januar 2016 E. 1.2) – aus, dass trotz aufwendigen Ver-

handlungen keine Vereinbarung zustande gekommen sei, aus welcher die Beschwerdeführer 

Rechte ableiten könnten. Der von der Steuerverwaltung ausgearbeitete Vorschlag vom 2. Juni 

2015 sei von den Beschwerdeführern nicht unterzeichnet und eine neue Vereinbarung sei der 

Steuerverwaltung sodann nicht vorgelegt worden. Die Zusicherung der Steuerverwaltung vom 

21. Februar 2014 könne indes nicht als Einigung qualifiziert werden, da diese nicht isoliert, son-

dern unter Einhaltung weiterer Prämissen ausgesprochen worden sei (Entscheid des Steuerge-

richts vom 10. Juni 2016 E. 2c und 2d). 

 

6.3 Die Beschwerdeführer stellen sich demgegenüber auf den Standpunkt, ihre Tätigkeit 

sei von der Steuerverwaltung mit Rulingantwort vom 21. Februar 2014 als gewerbsmässig und 

damit als selbständige Erwerbstätigkeit qualifiziert worden (Beschwerde vom 29. September 

2016, Rz. 13). Eine Einigung über die Einbringungswerte sei hierfür nicht vorausgesetzt; die 

Frage der Einbringungswerte sei ohnehin keine Sachverhalts- sondern eine Frage der Rechts-

folgen (Beschwerde vom 29. September 2016, Rz. 16 f. und Rz. 22). Die Qualifikation der Tä-

tigkeit der Beschwerdeführer sei von der Steuerverwaltung mehrmals ausdrücklich und unab-

hängig von einer Einigung über die Einbringungswerte der Liegenschaften bestätigt worden 

(Beschwerde vom 29. September 2016, Rz. 16). Entgegen der vorinstanzlichen Feststellung 

habe – so die Beschwerdeführer – das Schreiben vom 2. Juli (recte: Juni) 2015 einzig einen 

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Vorschlag über die Einbringungswerte enthalten, über welche sich die Parteien aufgrund unter-

schiedlicher Rechtsauffassungen nur für die direkte Bundessteuer hätten einigen können (Be-

schwerde vom 29. September 2016, Rz. 20). Vertreter der Steuerverwaltung hätten in der Sit-

zung vom 26. Februar 2015 ausdrücklich bestätigt, dass die Frage der Einbringungswerte 

nichts an der Qualifikation vom 21. Februar 2014 ändern würde (Beschwerde vom 29. Septem-

ber 2016, Rz. 21). Schliesslich rügen die Beschwerdeführer sinngemäss, dass die Vorinstanz in 

diesem Zusammenhang den Sachverhalt unzutreffend erhoben habe (Beschwerde vom 

29. September 2016, Rz. 19). 

 

7. Ungeachtet des im Steuerrecht ansonsten strikt einzuhaltenden Prinzips der Gesetz-

mässigkeit ist eine Verständigung zwischen der Veranlagungsbehörde und der steuerpflichtigen 

Person betreffend die Umschreibung und Würdigung des für die Veranlagung massgebenden 

Sachverhalts zulässig, soweit sie sich im Rahmen des Gesetzes bewegt und diesem nicht wi-

derspricht. Eine Einigung kann sich aber nur auf unsichere Sachverhaltsfeststellungen bezie-

hen; Auslegungsfragen sind davon ausgeschlossen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

2A.52/2003 vom 23. Januar 2004 E. 4.2; 2A.227/2006 vom 10. Oktober 2006 E. 3.1 m.w.H. und 

2C_296/2009 vom 11. Februar 2010 E. 3.1; RENÉ SCHREIBER/ROGER JAUN/MARLENE KOBIERSKI, 

Steuerruling - eine systematische Auslegeordnung unter Berücksichtigung der Praxis, in: ASA 

80 [2011/212] S. 293-335, S. 300 ff.). Die Beantwortung einer Rulinganfrage in Steuersachen ist 

inhaltlich im Ergebnis faktisch nichts anderes als eine vorgezogene Veranlagungshandlung, 

geht es doch stets darum, zu beurteilen, wie ein konkreter Sachverhalt zukünftig beurteilt wird 

bzw. wie die Veranlagung eines konkreten, zukünftigen Sachverhalts vorgenommen werde 

(BGE 141 I 161 E. 3.2; SCHREIBER/JAUN/KOBIERSKI, a.a.O., S. 330).  

 

8.1 Die Beschwerdeführer machen geltend, dass eine durch die Steuerverwaltung an sie 

erteilte Auskunft bei ihnen berechtigtes Vertrauen erweckt habe, dass die Liegenschaften in 

steuerlicher Hinsicht als Geschäftsvermögen zu qualifizieren seien. Sie berufen sich damit auf 

den in Art. 9 BV verankerten Grundsatz von Treu und Glauben. Der Grundsatz von Treu und 

Glauben zählt nach schweizerischem Rechtsverständnis zu den grundlegendsten Rechtsprinzi-

pien. Er gilt als Richtschnur für das Handeln der Privaten untereinander (Art. 2 Schweizerisches 

Zivilgesetzbuch [ZGB] vom 10. Dezember 1907) und bestimmt die Beziehungen zwischen Staat 

und Privaten (Urteil des Bundesgerichts 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004 E. 5.2). Der Grund-

satz ist im Sinne einer grundlegenden Handlungsmaxime in Art. 5 Abs. 3 BV verankert und ver-

leiht dem Privaten in Form des sog. Vertrauensschutzes im Sinne von Art. 9 BV einen Anspruch 

auf Schutz seines berechtigten Vertrauens in das bestimmte Erwartungen begründende Verhal-

ten der Behörden, dabei bilden Steuerrulings einen Anwendungsfall des allgemeinen Vertrau-

ensschutzes (Urteil des Bundesgerichts 2C_529/2014 vom 24. August 2015 E. 2.1 m.w.H.). 

Das in Art. 9 BV verankerte Recht auf Vertrauensschutz bewirkt unter anderem, dass eine 

(selbst unrichtige) Zusicherung einer Behörde unter bestimmten Umständen eine vom materiel-

len Recht abweichende Behandlung des Rechtsuchenden gebietet. Zu den Voraussetzungen 

gehört, dass es sich um eine vorbehaltlose Auskunft der Behörden handelt, die Auskunft sich 

auf eine konkrete, den Bürger berührende Angelegenheit bezieht, die Behörde, welche die Aus-

kunft gegeben hat, hierfür zuständig war (oder der Betroffene sie aus zureichenden Gründen 

als zuständig betrachten durfte), der Betroffene die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weite-

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res hat erkennen können, er im Vertrauen hierauf nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende 

Dispositionen getroffen hat, die Rechtslage zur Zeit der Verwirklichung noch die gleiche ist wie 

im Zeitpunkt der Auskunftserteilung und das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objek-

tiven Rechts dasjenige des Vertrauensschutzes nicht überwiegt (BGE 127 I 31 E. 3a m.w.H.; 

BGE 137 II 182 E. 3.6.2; BGE 141 I 161 E. 3.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., N 667 ff.; 

STEFAN OESTERHELT, Wann wird ein Ruling zum Steuerabkommen? – Voraussetzungen an den 

Vertrauensschutz, in: Der Schweizer Treuhänder 2013, S. 846-849, S. 846 f.; BEATRICE WEBER-

DÜRLER, Vertrauensschutz im öffentlichen Recht, Basel 1983, S. 204 ff.). Die aufgeführten 

Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein; ist bereits eine nicht gegeben, erübrigt es sich 

die anderen zu prüfen (BGE 137 II 182 E. 3.6.3).  

 

8.2 Vorliegend ist somit zu beurteilen, ob zwischen der Steuerverwaltung und den Be-

schwerdeführern eine Einigung zustande gekommen ist, auf die sich letztere unter dem Ge-

sichtspunkt von Treu und Glauben berufen können. In diesem Zusammenhang ist vorweg fest-

zustellen, dass die Steuerverwaltung im Schreiben vom 21. Februar 2014 ausführte, dass sie 

eine Zuordnung der in der Anfrage der Beschwerdeführer vom 2. Dezember 2013 genannten 

Liegenschaften sowie der Liegenschaften, welche von den Beschwerdeführern künftig erwor-

ben und bewirtschaftet würden, zu Geschäftsvermögen als vertretbar erachte. Bereits die von 

der Steuerverwaltung verwendete Ausdrucksweise (‟vertretbar”) zeigt auf, dass die Steuerver-

waltung keine vorbehaltlose Auskunft erteilen wollte. Sie brachte dies auch zum Ausdruck, in-

dem sie sich im selben Schreiben auf den Standpunkt stellte, dass bei einer Zuordnung zum 

Geschäftsvermögen die Liegenschaften in die zu erstellende steuerliche Buchhaltung maximal 

bis zur Höhe der Gestehungskosten aufgenommen und allfällige Wertberichtigungen nur dann 

als steuerwirksam anerkannt werden könnten, wenn sie geschäftsmässig begründet seien und 

sich nach dem Zeitpunkt, ab dem eine Steuerbilanz geführt werde, ereigneten. Die Steuerver-

waltung hat im umstrittenen Schreiben vom 21. Februar 2014 damit offenbar die Ansicht vertre-

ten, die von den Beschwerdeführern dargelegte Konstellation könnte die Voraussetzungen der 

Überführung der Liegenschaften vom Privat- in das Geschäftsvermögen erfüllen, diese jedoch 

an weitere Auflagen in Bezug auf die Einbringungswerte geknüpft. Abgesehen davon ist im Zu-

sammenhang mit dem angerufenen Grundsatz des Vertrauensschutzes vorliegend von Bedeu-

tung, dass weder ersichtlich noch von den Beschwerdeführern geltend gemacht wird, dass die-

se gestützt auf die behauptete Zusicherung nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende Dis-

positionen getroffen haben. Die Beschwerdeführer können folglich aus dem Vertrauensgrund-

satz nichts zu ihren Gunsten ableiten. Im Übrigen bleibt auch noch darauf hinzuweisen, dass 

den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführern bewusst sein musste, dass die vorliegend inte-

ressierende Frage, ob die Liegenschaften zu ihrem Privat- oder Geschäftsvermögen gehören, 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung keine einer Einigung zugängliche Unsicherheit 

über den Sachverhalt, sondern vielmehr eine Rechts- oder Auslegungsfrage darstellt 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004 E. 4.3; 2A.439/2005 vom 

8. Mai 2006 E. 3.2 und 2A.667/2006 vom 16. Februar 2007 E. 1.3). In diesem Zusammenhang 

sind zusätzliche Erkenntnisse durch eine Befragung der von den Beschwerdeführern angerufe-

nen Zeugen nicht ernsthaft zu erwarten, wie schon die Vorinstanz annahm und annehmen durf-

te (vgl. E. 2.3 hiervor), weshalb der entsprechende Beweisantrag abzuweisen und auf die bean-

tragte Durchführung einer Zeugenbefragung auch im vorliegenden Verfahren zu verzichten ist. 

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Schliesslich kann unter diesen Umständen der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden, den 

Sachverhalt unzutreffend bzw. ungenügend festgestellt zu haben. Die Beschwerdeführer be-

schränken sich in diesem Zusammenhang darauf, die bereits vor der Vorinstanz erhobenen, 

von dieser jedoch verworfenen Einwände zu wiederholen und zu behaupten, die Vorinstanz 

habe die Beweismittel nicht hinreichend gewürdigt und den Sachverhalt unzutreffend festge-

stellt (vgl. Beschwerde vom 29. September 2016, Rz. 15 und Rz. 20). Ihre Beschwerde ist des-

halb auch unter diesem Titel abzuweisen. 

 

9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Für die Beschwerde an das Kantonsgericht als 

weitere kantonale Beschwerdeinstanz im Bereich der direkten Bundessteuer gelten laut Art. 145 

Abs. 2 DBG die Vorschriften von Art. 140 bis Art. 144 DBG sinngemäss. Gemäss Art. 144 

Abs. 1 DBG werden die Kosten der unterliegenden Partei auferlegt. Die Höhe der Kosten des 

Verfahrens wird durch das kantonale Recht bestimmt (Art. 144 Abs. 5 DBG). Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- den unterle-

genen Beschwerdeführern aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 

von Fr. 1‘400.-- zu verrechnen. Ausgangsgemäss sind die Parteikosten wettzuschlagen 

(Art. 145 Abs. 2 DBG i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes [VwVG] vom 20. Dezember 1968).  
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.   

    

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 1‘400.-- verrechnet.  

 

    

 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.   

 

 

 

 

Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 

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