# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78eca26b-3d68-505a-9450-525a1e65d2b9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.10.2025 F-6632/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-6632-2025_2025-10-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-6632/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Christa Preisig (Vorsitz), 

Richterin Susanne Genner, Richter Sebastian Kempe,   

Gerichtsschreiberin Evelyn Heiniger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geboren am (…),  

alias A._______, geboren am (…), 

alias A._______, geboren am (…), 

alias A._______, geboren am (…), 

alias A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

 

vertreten durch MLaw Cyril Treichler,  

Rechtsschutz für Asylsuchende, Bundesasylzentrum Region  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin- 

Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG) und Datenände-

rung im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS); 

Verfügung des SEM vom 13. August 2025 / N (…) 

 

F-6632/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer ersuchte am (…) 2025 in der Schweiz um Asyl. 

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) 

ergab, dass er zuvor am (…) 2024 in Griechenland und am (…) 2025 in 

Kroatien Asyl beantragt hatte.  

A.b Die Vorinstanz gewährte dem Beschwerdeführer am 4. Juli 2025 im 

Rahmen der Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende 

(Erstbefragung UMA) unter anderem das rechtliche Gehör zu einem allfäl-

ligen Nichteintretensentscheid und der Möglichkeit der Überstellung nach 

Kroatien, dessen Zuständigkeit für die Behandlung des Asylgesuchs 

grundsätzlich in Frage komme. 

A.c Sodann gewährte sie ihm am 8. Juli 2025 das rechtliche Gehör zur be-

absichtigten Änderung seines Geburtsdatums im Zentralen Migrationsin-

formationssystem (ZEMIS) auf den (…). Am 11. Juli 2025 nahm der Be-

schwerdeführer Stellung. Gleichentags passte die Vorinstanz sein Ge-

burtsdatum im ZEMIS auf den (…) an und versah den Eintrag mit einem 

Bestreitungsvermerk. 

A.d Am 17. Juli 2025 reichte der Beschwerdeführer Kopien seines Impf-

scheins und dreier Identitätsbestätigungen seiner Mutter und Brüder ein.    

A.e Die kroatischen Behörden hiessen das Wiederaufnahmegesuch der 

Vorinstanz gestützt auf das Dublin-Abkommen am 22. Juli 2025 gut.  

B.  

Mit Verfügung vom 13. August 2025 (eröffnet am 25. August 2025) hielt die 

Vorinstanz fest, dass das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS 

auf den(…)  lautet und mit einem Bestreitungsvermerk versehen ist (Dis-

positivziffer 1). Sie trat auf sein Asylgesuch nicht ein, ordnete seine Weg-

weisung nach Kroatien an, forderte ihn auf die Schweiz am Tag nach Ablauf 

der Beschwerdefrist zu verlassen und beauftragte den zuständigen Kanton 

mit dem Wegweisungsvollzug (Dispositivziffern 2–5). Abschliessend hielt 

sie fest, eine allfällige Beschwerde habe keine aufschiebende Wirkung 

(Dispositivziffer 7).  

C.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 1. September 2025 gelangte der Beschwer-

deführer an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die vorinstanz-

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Seite 3 

liche Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur vollständigen Abklä-

rung des Sachverhalts und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen. Eventualiter sei diese anzuweisen, sein Geburtsdatum im ZEMIS auf 

den (…) zurückzusetzen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er darum, die 

zuständigen Behörden seien unverzüglich anzuweisen, bis zum Beschwer-

deentscheid von jeglichen Vollzugshandlungen abzusehen, und ihm sei die 

unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.  

Als Beweismittel reichte er die Kopie einer Identitätsbestätigung der Afgha-

nischen Botschaft in Teheran zu den Akten. 

D.  

Am 2. September 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovi-

sorischen Vollzugsstopp an. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die Beschwerde richtet sich sowohl gegen den Nichteintretensent-

scheid betreffend das Asylgesuch des Beschwerdeführers und seine Weg-

weisung nach Kroatien (Dispositivziffern 2–5) als auch gegen sein im 

ZEMIS eingetragenes Geburtsdatum (Dispositivziffer 1).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG und dem VGG (Art. 37 

VGG). In Bezug auf den Nichteintretens- und Wegweisungsentscheid ist 

Art. 6 AsylG (SR 142.31) anwendbar. 

1.3 Die Beschwerde ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übri-

gen Sachurteilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist 

[Art. 108 Abs. 3 AsylG bzw. Art. 50 Abs. 1 VwVG] und Form [Art. 52 Abs. 1 

VwVG]) sind erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht verzichtet gestützt auf Art. 111a Abs. 1 

AsylG bzw. Art. 57 Abs. 1 VwVG auf die Durchführung eines Schriften-

wechsels. 

2.  

2.1 Mit asylrechtlicher Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens sowie die 

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Seite 4 

unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-

verhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Hinsichtlich der datenschutzrechtlichen Beschwerde (ZEMIS-Berichti-

gung) entscheidet das Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich mit unein-

geschränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen ‒ einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Er-

messensausübung ‒ sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). 

3.  

3.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt die Vorinstanz in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

Zur Bestimmung des staatsvertraglich zuständigen Staates prüft die Vor-

instanz die Zuständigkeitskriterien nach der Dublin-III-VO (vollständige Re-

ferenz: Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren 

zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem 

Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten 

Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist). 

3.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8-15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. Art. 7 

Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Fall einer minderjährigen Person ohne familiäre 

Anknüpfungspunkte (zu einem anderen Mitgliedstaat) ist gemäss Art. 8 

Abs. 4 Dublin-III-VO der Staat zuständig, in dem sie ihren Antrag gestellt 

hat. Soweit in mehr als einem Mitgliedstaat ein Asylantrag gestellt wurde, 

ist derjenige Mitgliedstaat zuständig, in dem sich die minderjährige Person 

aufhält, nachdem sie dort einen Asylantrag gestellt hat (Urteil des EuGH 

vom 6. Juni 2013 C-648/11, M.A., B.T. und D.A. gegen Vereinigtes König-

reich, Rn. 66). Unbegleitete Minderjährige sind damit vom Wiederaufnah-

meverfahren ausgenommen und es besteht bei festgestellter Minderjährig-

keit eine vorrangige Zuständigkeit der Schweiz.  

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung der Untersuchungspflicht 

durch die Vorinstanz, da diese trotz widersprüchlicher, aber plausibler 

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Seite 5 

Angaben zu seinem Alter kein Altersgutachten angeordnet habe. Demnach 

ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die Minderjährigkeit des Beschwerdefüh-

rers verneinen durfte, ohne zur weiteren Abklärung des diesbezüglichen 

Sachverhalts ein medizinisches Altersgutachten erstellen zu lassen. 

4.2 Die Behörde nimmt die ihr angebotenen Beweise ab, wenn diese zur 

Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheinen (Art. 33 Abs. 1 VwVG). 

Daraus folgt im Umkehrschluss, dass die Behörde nur dann von der Ab-

nahme beantragter Beweismittel absehen darf, wenn sie auf Grund der be-

reits abgenommenen Beweise ihre Überzeugung gebildet hat und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgehen durfte, dass ihre Erkennt-

nis durch die beantragten weiteren Beweiserhebungen nicht geändert 

würde (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3 m.H.). Gleichsam er-

schöpft sich die behördliche Pflicht zur Sachverhaltsabklärung von Amtes 

wegen (Art. 12 VwVG), wenn der rechtserhebliche Sachverhalt bewiesen 

ist oder in antizipierter Beweiswürdigung ausgeschlossen werden kann, 

dass weitere Abklärungen zu einem entscheidenden Erkenntnisgewinn 

führen würden (BVGE 2015/1 E. 4.2; jüngst Urteile des BVGer 

F-1590/2025 vom 7. April 2025 E. 4.1, F-4529/2024 vom 13. Januar 2025 

E. 5.2). 

4.3 Die Minderjährigkeit ist von der asylsuchenden Person ‒ der allgemei-

nen asylrechtlichen Beweisregel (Art. 7 AsylG) folgend ‒ zumindest glaub-

haft zu machen (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.3). Als glaubhaft gemacht ist die 

Minderjährigkeit dann zu erachten, wenn für deren Vorhandensein gewisse 

Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit 

rechnet, dass die asylsuchende Person bereits volljährig ist (vgl. BVGE 

2023 VI/4 E. 6.3 m.H.a. BGE 140 III 610 E. 4.1, 130 III 321 E. 3.3). 

Liegen ‒ wie hier ‒ keine rechtsgenügenden Reise- oder Identitätspapiere 

vor, ist bei der Einschätzung des Alters von angeblich minderjährigen Per-

sonen eine Gesamtwürdigung vorzunehmen (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.5). 

Hierbei sind alle Anhaltspunkte, die für oder gegen die Richtigkeit der be-

treffenden Altersangabe sprechen, abzuwägen (vgl. BVGE 2018 VI/3 

E. 4.2.3, 2009/54 E. 4.1; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-

rischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30 E. 5.3.3). Namentlich 

sind dabei die protokollierten Aussagen zu den persönlichen Lebensum-

ständen zu berücksichtigen. Ausschlaggebend sind insbesondere die An-

gaben zum Alter, zu Identitätspapieren respektive den Gründen für deren 

Nichteinreichung, zu den familiären Umständen, zum Schulbesuch, zur Be-

rufsbildung und -tätigkeit, zu den Ausreiseumständen sowie gegebenen-

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Seite 6 

falls länderspezifische Angaben zum behaupteten Herkunftsgebiet (vgl. 

BVGE 2023 VI/4 E. 6.5 m.w.H.). 

Im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung kann mit Unterstützung wissen-

schaftlicher Methoden abgeklärt werden, ob die Altersangabe der asyl-

suchenden Person ihrem tatsächlichen Alter entspricht (Art. 7 Abs. 1 der 

Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1; 

SR 142.311]; vgl. auch Art. 17 Abs. 3bis AsylG). Das Resultat eines 

Altersgutachtens stellt bei der Beurteilung der Frage der Glaubhaftigkeit 

einer geltend gemachten Minderjährigkeit ein im Rahmen der Gesamt-

betrachtung zu berücksichtigendes Element dar (vgl. Urteil des BVGer 

F-3255/2020 vom 2. Juli 2020 E. 7.2; ferner BVGE 2019 I/6 E. 6.1 ff.). 

4.4 Wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, vermag der Beschwerdeführer 

sein geltend gemachtes Geburtsdatum nicht anhand rechtsgenüglicher 

Identitätsdokumente zu belegen. Wie sie zudem zu Recht bemerkt, sind 

die Aussagen des Beschwerdeführers nicht vollständig widerspruchsfrei 

und weisen Ungereimtheiten auf. So gab er in der Erstbefragung UMA zu-

nächst an, den Iran sieben bis acht Jahre nach Ende seines dreijährigen 

Schulbesuchs verlassen zu haben. Damit wäre er bei der Ausreise (…) 

oder (…)jährig gewesen. Allerdings korrigierte er sich bei der Rücküberset-

zung dahingehend, dass er fünfeinhalb Jahre nach Ende seiner Schulzeit 

aus dem Iran ausgereist sei. Dies deckt sich insoweit mit seiner Aussage, 

nach der Schule fünf Jahre mit seinem Onkel in einer (…)fabrik gearbeitet 

zu haben. Auch seine Ausführungen zum Schulbesuch im Iran erscheinen 

klar und konsistent. Betreffend seinen Reiseweg erscheinen die Schilde-

rungen seiner Erlebnisse mit den Grenzbeamten nicht von Vornherein als 

unglaubhaft. So erklärte er, bei der Ankunft in Griechenland sei ihnen ge-

sagt worden, die Minderjährigen müssten sich auf eine Seite stellen, die 

Volljährigen und Verheirateten auf die andere Seite. Entsprechend habe er 

in Griechenland zunächst eine Woche in einer Unterkunft für Minderjährige 

verbracht. Als er danach zur Registrierung gebracht worden sei, habe er 

aber das Geburtsdatum (…) angegeben. Alle Minderjährigen würden sich 

dort als volljährig ausgeben, denn die Unterkunft sei geschlossen, schmut-

zig und sehr klein gewesen. Danach habe er sich zu einem Freund, der 

sich in B._______ aufgehalten habe, verlegen lassen, um zu arbeiten. Als 

er später mit seinem Freund in Kroatien aufgegriffen worden sei, hätten die 

Beamten zunächst nur den Freund weiterreisen lassen wollen, da er (der 

Beschwerdeführer) sein richtiges Geburtsdatum angegeben und damit 

seine Minderjährigkeit preisgegeben habe. Um weiterreisen zu können, sei 

er deshalb mit dem Geburtsjahr (…) registriert worden.  

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Seite 7 

Entgegen der Einschätzung der Vorinstanz kann aus diesen Ausführungen 

und der Tatsache, dass er in Griechenland und Kroatien als volljährig re-

gistriert wurde, nicht eindeutig auf die Volljährigkeit des Beschwerdeführers 

geschlossen werden. Vielmehr ergeben sich aus deren Plausibilität und in-

nerer Geschlossenheit gewisse Hinweise darauf, dass er tatsächlich noch 

minderjährig sein könnte. Einen solchen bildet, trotz ihres rechtspre-

chungsgemäss sehr geringen Beweiswerts, auch die vom Beschwerdefüh-

rer eingereichte Kopie seiner Impfkarte, die sein Geburtsdatum (im afgha-

nischen Kalender) zeigt.  

4.5 Es gilt weiter zu berücksichtigen, dass die Verneinung der vom Be-

schwerdeführer behaupteten Minderjährigkeit einen gravierenden Eingriff 

in dessen Rechtsposition darstellt. Nebst den Sonderbehandlungsansprü-

chen für Minderjährige nach Dublin-III-VO und Asylgesetz – namentlich 

nach Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO, dessen Anwendbarkeit auf die vorlie-

gende Streitsache eine vorrangige Zuständigkeit der Schweiz begründen 

würde – verliert er seine durch das Übereinkommen über die Rechte des 

Kindes (Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107) geschützte Stellung als 

Kind. Entsprechend akzentuiert sich die behördliche Untersuchungspflicht 

und gebietet – im Grundsatz – einen möglichst adäquaten Einbezug der 

zur Verfügung stehenden Untersuchungsmittel (vgl. zum Ganzen Urteil des 

BVGer E-5167/2019 vom 14. Oktober 2019 E. 5.2; vgl. auch Comittee on 

the Rights of the Child [CRC], A.M. gegen die Schweiz vom 25. Juni 2024 

CRC/C/96/D/80/2019 para. 4.11). Gleichsam ist aus gehörsrechtlicher Per-

spektive ein graduell erhöhtes Mass an Zurückhaltung geboten, wenn es 

darum geht, anerbotene Beweismittel für die Minderjährigkeit in antizipier-

ter Beweiswürdigung aus dem Recht zu weisen.  

4.6 Vor diesem Hintergrund ist der Einschätzung der Vorinstanz, dass auf-

grund der Aktenlage auf das vom Beschwerdeführer in seiner Stellung-

nahme zum rechtlichen Gehör beantragte Altersgutachten habe verzichtet 

werden können, nicht zu folgen. Die Indizienlage spricht nicht eindeutig ge-

gen die behauptete Minderjährigkeit des Beschwerdeführers. Die in seinen 

Aussagen festgestellten Widersprüche reichen nicht aus, um mit der not-

wendigen Zuverlässigkeit auf ein bestimmtes Geburtsdatum zu schliessen 

und von der Volljährigkeit ausgehen zu können. Es ist demnach nicht da-

von auszugehen, dass ein Altersgutachten ungeachtet seines Ergebnisses 

von vornherein nichts mehr an dieser Beurteilung zu ändern vermöchte. 

Dies umso mehr, als sich nach Ansicht des Gerichts die Indizienlage, ver-

glichen mit ähnlich gelagerten Fällen, in welchen die Vorinstanz jeweils von 

sich aus ein Altersgutachten veranlasst hat, nicht dergestalt anders 

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Seite 8 

präsentiert, um vorliegend ein Abweichen von besagter Verwaltungspraxis 

zu rechtfertigen (vgl. Urteile des BVGer F-2566/2025 vom 23. April 2025, 

E. 6.3, F-1590/2025 vom 7. April 2025 E. 4.5.1).  

4.7 Die Vorinstanz hätte demnach ein medizinisches Altersgutachten ver-

anlassen müssen. Indem sie in antizipierter Beweiswürdigung davon ab-

sah, hat sie die ihr obliegende Pflicht zur vollständigen Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts verletzt. In Anbetracht dessen ist auf die 

mit der Beschwerde eingereichten Kopie einer «Identitätsbescheinigung» 

der afghanischen Botschaft in Iran nicht näher einzugehen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsge-

richt in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen 

Weisungen an die Vorinstanz zurück. Eine Kassation und Rückweisung an 

die Vorinstanz ist insbesondere dann angezeigt, wenn weitere, potentiell 

rechtserhebliche Tatsachen festgestellt werden müssen und ein umfassen-

des Beweisverfahren durchzuführen ist (vgl. BVGE 2012/21 E. 5 m.w.H.). 

In casu ist dies der Fall, weshalb eine Kassation der angefochtenen Verfü-

gung angezeigt ist.  

5.2 Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, die angefochtene Verfü-

gung aufzuheben und die Sache zur vollständigen Erhebung des rechtser-

heblichen Sachverhalts und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzu-

weisen.  

5.3 Der am 2. September 2025 verfügte Vollzugsstopp fällt mit dem vorlie-

genden Urteil dahin. 

6.  

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen 

(vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Daher wird das Gesuch um unentgeltli-

che Rechtspflege (recte: unentgeltliche Prozessführung) gegenstandslos.  

6.2 Dem vertretenen Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung aus-

zurichten, da es sich vorliegend um eine zugewiesene unentgeltliche 

Rechtsvertretung im Sinne von Art. 102h AsylG handelt, deren Leistungen 

vom Bund nach Massgabe von Art. 102k AsylG entschädigt werden (vgl. 

auch Art. 111ater AsylG).  

  

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Seite 9 

7.  

Dieses Urteil ist betreffend den asylrechtlichen Nichteintretens- und Weg-

weisungsentscheid endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG) und betreffend 

die Datenänderung im ZEMIS mit Beschwerde beim Bundesgericht an-

fechtbar, sofern die Voraussetzungen gemäss vgl. Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG erfüllt sind.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde betreffend den asylrechtlichen Nichteintretens- und Weg-

weisungsentscheid wird gutgeheissen. Die Dispositivziffern 2–5 der vor-

instanzlichen Verfügung vom 13. August 2025 werden aufgehoben und die 

Sache wird zur weiteren Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung im 

Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.  

2.  

Die Beschwerde betreffend die Datenänderung im ZEMIS wird gutgeheis-

sen. Die Dispositivziffer 1 der vorinstanzlichen Verfügung vom 13. August 

2025 wird aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Sachverhaltsab-

klärung und Neubeurteilung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zu-

rückgewiesen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz, das Eidge-

nössische Justiz- und Polizeidepartement und die kantonale Migrationsbe-

hörde. 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Preisig Evelyn Heiniger 
  

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Seite 11 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen Dispositivziffer 2 dieses Entscheids kann innert 30 Tagen nach Er-

öffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG erfüllt sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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