# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa6c3dc8-4f72-58b0-bca0-110382a5a8c5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-06-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.06.2009 UV 2008/67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-67_2009-06-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/67

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 21.04.2020

Entscheiddatum: 18.06.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 18.06.2009
Art. 6 Ziff. 1 EMRK: Anspruch auf Durchführung einer mündlichen 
Verhandlung bei entsprechendem Antrag. Konkludenter Verzicht auf 
mündliche Verhandlung. Art. 4 ATSG, Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: natürlicher 
Kausalzusammenhang von Unfallfolgen, die 3½ Jahre nach dem Unfall als 
Spätfolgen einer Quetschverletzung am Daumen geltend gemacht werden, 
nicht nachgewiesen. Adäquanz der psychischen Unfallfolgen verneint. Neue 
Version Unfallhergang (ebenfalls 3½ Jahre nach dem Unfall erstmals erzählt) 
im Widerspruch zu ereignisnahen Akten nicht überwiegend wahrscheinlich 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Juni 
2009, UV 2008/67). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_646/2009

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Vera 

Holenstein Werz

Entscheid vom 18. Juni 2009

in Sachen

J.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Heidi Koch-Amberg, Stauffacherstrasse 1, 

6020 Emmenbrücke,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a    Der 1968 geborene J.___ war als Hilfsarbeiter bei der Bauunternehmung A.___ 

tätig und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 

13. Dezember 2001 erlitt der Versicherte einen Arbeitsunfall. Laut Unfallmeldung 

klemmte er sich beim Anhängen von Vorlagsteinen den rechten Daumen zwischen der 

Steinkette und einem Vorlagstein ein (UV-act. 1). Die Ärzte am kantonalen Spital Flawil 

diagnostizierten eine Kontusion von Daumen und Handgelenk rechts sowie ein 

subunguales Hämatom, das sie entlasteten. In der Röntgenkontrolle konnten keine 

Knochenverletzungen festgestellt werden (UV-act. 2 und 7). Da dem Hausarzt, Dr. med. 

B.___, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, auch anhaltende Schmerzen über dem 

Handrücken geklagt wurden, veranlasste dieser eine weitere Röntgenkontrolle, die 

ebenfalls keinen Befund ergab. Ursprünglich sah der Hausarzt eine Wiederaufnahme 

der Arbeitstätigkeit per 23. Januar 2002 vor, verlängerte jedoch das 

Arbeitsunfähigkeits-Attest und veranlasste eine Kontrolluntersuchung durch den 

Kreisarzt (UV-act. 5). Gegenüber Dr. med. C.___ klagte der Versicherte am 4. März 

2002 über Schmerzen in der ganzen Hand, im Ellbogen und in der Schulter. Er sei der 

Meinung, dass er nicht in der Lage sei, zu arbeiten. Der Kreisarzt stellte keine 

Einschränkungen der passiven Beweglichkeit fest, aktiv waren nach massivem Zögern 

ein vollständiger Faustschluss sowie das Zu- und Abspreizen der Finger möglich. Er 

veranlasste die Verordnung von Physiotherapie durch den Hausarzt, ordnete eine 

Röntgenkontrolle an und schrieb den Versicherten ab 11. März 2002 50% und ab 

25. März 2002 100% arbeitsfähig (UV-act. 9). Der Betrieb wurde über die 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten und die Tatsache informiert, dass er auch 

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Physiotherapie-Termine habe (UV-act. 10). Am 14. Mai 2002 wiederholte die Suva die 

Rückfrage beim Versicherten, ob die Behandlung abgeschlossen sei. Diese blieb 

offenbar unbeantwortet (UV-act. 11), worauf die Suva die Akten formlos schloss.

A.b   Mit Schreiben vom 7. September 2005 liess der Versicherte durch Rechtsanwältin 

lic. iur. H. Koch-Amberg diverse Unterlagen einreichen und beantragen, auf den Unfall 

sei zurückzukommen, er sei in der Schweiz medizinisch abzuklären und es sei revi­

sionsweise die Rentenfrage zu prüfen (UV-act. 16). Nach Zustellung der Vollmacht be­

stätigte die Suva am 21. September 2005 den Eingang der Unterlagen und gab wegen 

der nötigen Übersetzungen dilatorisch Bescheid (UV-act. 12). Am 21. Mai 2007 forderte 

die Rechtsvertreterin die Suva auf, sie über den Stand der Angelegenheit zu 

informieren, und reichte weitere Unterlagen ein (UV-act. 21). Mit Verfügung vom 9. Juli 

2007 verneinte die Suva einen sicheren oder wahrscheinlichen Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall vom 13. Dezember 2001 und den gemeldeten Schulter-, Arm-, 

Nacken- und Rückenbeschwerden sowie der psychischen Beeinträchtigungen und 

lehnte eine weitere Leistungspflicht ab (UV-act. 23).

A.c   Dagegen liess der Versicherte am 20. Juli 2007 Einsprache erheben, weitere 

Unterlagen einreichen und beantragen, er sei in der Schweiz, eventuell durch einen 

Vertrauensarzt in F.___, fachärztlich bezüglich Kausalität, Arbeitsunfähigkeit und 

Unfallfolgen (Rückfall) zu untersuchen; aufgrund der medizinischen Gutachten sei die 

Rentenfrage zu prüfen und es sei ihm die unentgeltliche Verbeiständung durch die 

bisherige Rechtsvertreterin zu gewähren (UV-act. 24). Am 11. August 2007 liess er 

aktuelle Arztzeugnisse nachreichen und den Antrag auf fachärztliche Untersuchung in 

der Schweiz wiederholen (UV-act. 26). Am 17. Januar 2008 wurde der Versicherte von 

Kreisarzt Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Chirurgie und Executive Master of Business 

Administration untersucht. Dieser setzte sich detailliert mit den eingereichten 

Unterlagen auseinander und empfahl eine Befragung der Zeugen über den 

Unfallhergang (UV-act. 37). Im Anschluss an die kreisärztliche Untersuchung wurde der 

Versicherte selbst ebenfalls befragt (UV-act. 38). Der Bericht des Kreisarztes vom 

17. Januar 2008 und weitere Unterlagen wurden der Rechtsvertreterin am 12. März 

2008 zur Stellungnahme unterbreitet (UV-act. 44). Mit Schreiben vom 8. April 2008 

reichte sie verschiedene Unterlagen ein und hielt an der Einsprache fest (UV-act. 47). 

Am 18. April 2008 nahm Kreisarzt Dr. D.___ nochmals schriftlich Stellung (UV-act. 48). 

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Mit Entscheid vom 15. Mai 2008 wies die Suva die Einsprache schliesslich ab und 

bestätigte die angefochtene Verfügung (UV-act. 49).

B.        

B.a   Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 16. Juni 2008 mit den Anträgen, der 

angefochtene Entscheid sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine Rente 

zuzusprechen. Weiter beantragt die Rechtsvertreterin den Beizug der Vorakten und 

eines zusätzlichen Arztberichts aus F.___, die Befragung der Unfallzeugen in 

Anwesenheit des Beschwerdeführers unter Einräumung der Möglichkeit, selbst Fragen 

an die Zeugen zu richten, sowie die unentgeltliche Verbeiständung durch sie; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung führt die Rechtsvertreterin an, 

Dr. D.___ habe detaillierte und objektivierte Abklärungen gemacht, jedoch zu Unrecht 

auf die Aussagen der Zeugen der Arbeitgeberfirma abgestellt und daher unzutreffende 

Schlüsse gezogen. Der Zeuge R.___ sei befangen, da er sich negativ zum 

Leistungswillen seines ehemaligen Mitarbeiters geäussert habe, und der Zeuge Q.___ 

schütze aus Loyalitätsgründen die Aussage des Zeugen R.___, seines Vorgesetzten. 

Weiter beantragt sie den Beizug eines Berichts von Dr. E.___, dem erstbehandelnden 

Arzt in F.___ ab 2002, und macht geltend, die bereits am 4. März 2002 gegenüber 

Dr. C.___ geklagten Arm- und Schulterbeschwerden seien nicht abgeklärt worden, 

weshalb nicht erwiesen sei, dass sie nicht schon damals bestanden hätten. - Am 

6. August 2008 hat der Beschwerdeführer die Formulare betreffend unentgeltliche 

Verbeiständung einreichen und Arztzeugnisse mit Übersetzungen beilegen lassen.

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 12. August 2008 beantragt die Suva die Abweisung 

der Beschwerde vom 16. Juni 2008. Zur Begründung führt sie an, die Vorbringen in der 

Beschwerde seien unbegründet und vermöchten ihren Standpunkt nicht zu ändern. 

Insbesondere vermöchte die neue Schilderung des Hergangs, die den echtzeitlichen 

Akten widerspreche, keinen Beweis für weitere Unfallfolgen und deren Kausalität zu 

erbringen. Selbst wenn vom neu geschilderten Hergang ausgegangen werde, könnten 

die neu geltend gemachten Gesundheitsprobleme aus medizinischer Sicht nicht 

überwiegend wahrscheinlich als unfallkausal betrachtet werden.

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B.c   Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat die Frist zur Einreichung einer 

Replik unbenützt verstreichen lassen (act. G 9 und 10). Mit Schreiben vom 22. Oktober 

2008 hat sie weitere Unterlagen eingereicht und betont, der Beschwerdeführer 

beantrage seine persönliche Anwesenheit und Aussage bei Gericht (act. G 11). Der 

Präsident des Versicherungsgerichts wies sie am 23. Oktober 2008 darauf hin, dass er 

von Seiten des Gerichts keine Notwendigkeit sehe, den Beschwerdeführer zum 

Unfallhergang persönlich zu befragen. Die Reise- und Aufenthaltskosten müsste er 

deshalb selbst übernehmen und die Kosten für die gewünschte mündliche Verhandlung 

könnten für die beantragte unentgeltliche Rechtsverbeiständung kaum berücksichtigt 

werden (act. G 12). Mit Schreiben vom 11. November 2008 hielt die Rechtsvertreterin 

fest, der Beschwerdeführer wünsche, persönlich angehört zu werden und an der 

Verhandlung teilzunehmen (act. G 13). Das Festhalten an der Durchführung einer 

mündlichen Verhandlung in Kenntnis der Kostenfolgen hat der Gerichtspräsident am 

13. November 2008 bestätigt (act. G 14).

B.d   Mit Schreiben vom 16. März 2009 wies der Gerichtspräsident die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers darauf hin, dass er nach vertiefter Prüfung 

der Akten vorsehe, von einer mündlichen Verhandlung abzusehen (act. G 15). Die 

Beurteilung des konkreten Falls hänge nicht vom persönlichen Eindruck der Partei, 

sondern in erster Linie von den Akten ab. Es werde voraussichtlich sowohl von der 

Befragung des Beschwerdeführers als auch von Zeugen, die er benannt habe, 

abgesehen, da diese acht Jahre nach dem fraglichen Unfallereignis nichts mehr zur 

Klärung beitragen könnten. Ohne einlässliche Begründung, weshalb dennoch eine 

mündliche Verhandlung durchzuführen sei, gehe er vom Einverständnis mit dem in 

Aussicht genommenen Verzicht auf eine solche aus. Auf dieses Schreiben erfolgte 

keine Reaktion.

B.e   Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die 

Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

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Ist ausdrücklich eine mündliche Verhandlung beantragt worden, hat der Antragsteller 

gemäss Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte 

und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) grundsätzlich Anspruch auf deren Durchführung 

(vgl. BGE 122 V 47). Ausnahmen von diesem Grundsatz sind u.a. zulässig, wenn die 

Beurteilung im konkreten Fall nicht vom persönlichen Eindruck der Partei, sondern in 

erster Linie von den Akten abhängt (Entscheide des Bundesgerichts 8C_453/2008 vom 

12. Dezember 2008 E. 1.2.2 und 9C_555/2007 vom 6. Mai 2008 E. 3.3.2). - Die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat auf das Schreiben des 

Gerichtspräsidenten vom 16. März 2009 (act. G 15) nicht reagiert, mit dem der Verzicht 

auf eine mündliche Verhandlung - entgegen der ursprünglichen Inaussichtnahme einer 

solchen - angekündigt wurde. Es ist daher von ihrem bzw. vom Einverständnis des 

Beschwerdeführers mit dem Verzicht auf eine mündliche Verhandlung auszugehen.

2.        

2.1    Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den 

Kausalzusammenhang der ab September 2005 gemeldeten 

Gesundheitsbeeinträchtigungen zum Unfall vom 13. Dezember 2001 verneint und ihre 

diesbezügliche Leistungspflicht abgelehnt hat.

2.2    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Voraussetzungen eines Unfalls, von Unfallfolgen und deren Nachweis als 

Voraussetzung der Leistungspflicht der Unfallversicherung sowie über die Folgen der 

Beweislosigkeit zutreffend dargelegt. Gleiches gilt für die ersten Aussagen, die noch 

unter dem Eindruck des tatsächlichen Geschehens erfolgten, sowie für die 

Glaubwürdigkeit von Aussagen (Erwägung 1). Ebenfalls zutreffend sind die 

Ausführungen der Beschwerdegegnerin zur Leistungspflicht der Unfallversicherung für 

Rückfälle und Spätfolgen, zum natürlichen Kausalzusammenhang sowie zum 

Beweiswert von Arztberichten (Erwägung 3). Darauf kann verwiesen werden.

3.         

3.1    Laut Unfallmeldung klemmte sich der Beschwerdeführer beim Anhängen von 

Vorlagsteinen den rechten Daumen zwischen der Steinkette und einem Vorlagstein ein 

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(UV-act. 1). Die Ärzte am Spital Flawil nahmen als Unfallhergang auf: "Während der 

Arbeit am rechten Daumen von einem gröberen Stein getroffen worden. Danach 

zunehmende Schmerzen und Bewegungseinschränkung." Diese Schilderung weicht 

zwar etwas von derjenigen in der Unfallmeldung ab, passt aber ebenfalls zu den 

geklagten Beschwerden bzw. zum ärztlichen Befund "Schwellung und 

Bewegungseinschränkung im distalen Interphalangealgelenk Dig I re, subunguales 

Hämatom. Leichter Schmerz und Schwellung im Handgelenk rechts, 

Bewegungsumfang voll. Keine Sensibilitätsstörung" (UV-act. 2). Weder beim Hausarzt 

noch beim Kreisarzt wurde ein anderer Unfallhergang geltend gemacht (UV-act. 5 und 

9). Zusätzlich zu den ursprünglich geklagten Beschwerden - das subunguale Hämatom 

war zwischenzeitlich problemlos abgeheilt und verursachte keine Schmerzen mehr -, 

hatte der Beschwerdeführer beim Hausarzt Schmerzen auf dem Handrücken bzw. am 

Mittelfinger geltend gemacht. Diese waren am 7. Januar 2002 radiologisch abgeklärt 

worden, wobei sich ein unauffälliger Befund ergab. Bei weiterer Schonung beschrieb 

Dr. B.___ einen Rückgang der Beschwerden, jedoch deren erneutes Auftreten nach 

Aufnahme des Krafttrainings und bei alltäglichen Verrichtungen (UV-act. 5). Beim 

Kreisarzt klagte der Beschwerdeführer am 4. März 2002 über Schmerzen in der ganzen 

Hand, im Ellbogen und in der Schulter und führte aus, er könne diese nicht mehr recht 

bewegen und auch nicht mehr gebrauchen. Die Beweglichkeit war in diesen Gelenken 

normal, der Kreisarzt fand keine Hinweise auf Verletzungen, die als Ursache für die 

geklagten Beschwerden in Frage kamen (UV-act. 9).

3.2    In der Schilderung des Unfallhergangs, die der Beschwerdeführer der Eingabe an 

die Suva vom 7. September 2005 beilegen liess (UV-act. 14), führte er aus, er habe den 

"HUKI" gefahren. Sie hätten Steine (bis zu einer Tonne schwer) umgeladen, um einen 

Hof eines Hauses auszubauen. Beim Abladen eines Steins habe er die Kette am Stein 

losgemacht und dabei habe ihn die Kette am rechten Arm gepackt und ihn 

hochgezogen. Der Baggerfahrer habe ihn nicht gesehen, denn er sei unten gewesen 

und habe ihn nicht sehen können. Beim Hochziehen sei der Arbeitshosengürtel am 

"HUKI" an einem Haken stecken geblieben, und der Baggerfahrer habe weiter die Kette 

nach oben gezogen, bis dann endlich der Gürtel kaputt gegangen sei und ihn 

losgelassen habe. Er sei mit dem Rücken auf einen Stein gefallen und bewusstlos 

geworden. Wie lange er da geblieben sei, wisse er nicht mehr. Erst als er aufgewacht 

sei, habe er den Polier hupen gehört und sei auf die Strasse gelaufen. Den rechten Arm 

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habe er mit dem linken gehalten und starke Schmerzen gehabt. Der Polierarbeiter habe 

ihn erst dann gesehen und sei zu ihm auf die Strasse gelaufen und habe sich nach der 

Lage erkundigt. Er habe ihn zum Hausarzt fahren wollen, er habe aber geantwortet, 

dass er sich erholen möchte und Ruhe brauche. Danach sei auch Herr R.___ 

gekommen und habe ihn gebeten, zum Arzt zu fahren. Er habe aber abgelehnt. Er habe 

leider die letzten Tage bei der Firma gehabt und nicht auf diese Weise die Arbeit 

beenden wollen. Als er nach Hause gefahren sei, habe er etwa um 11.00 Uhr in der 

Nacht starke Schmerzen bekommen. Er habe einen Kollegen angerufen, der ihn dann 

ins Krankenhaus in Flawil gefahren habe. Er habe dort den Unfall erklärt, über die 

Schmerzen am Rücken aber nichts gesagt. - Seinem Hausarzt habe er die Schmerzen 

genau geschildert, eine Untersuchung durch diesen habe aber zu keinem Erfolg 

geführt. Er habe die Ursache der Schmerzen nur in der Hand gesucht und nicht am 

Nacken, woher der Schmerz auch tatsächlich komme. -

Suva-Kreisarzt Dr. C.___ habe sich ihm gegenüber auch nicht korrekt gezeigt. Er habe 

ihm die starken Schmerzen genau erklärt, dieser habe ihm aber nicht geglaubt. Er habe 

ihn sogar am Arm gepackt und ihm den Arm nach hinten verdreht. Er sei sofort darauf 

auf den Boden gefallen und fast bewusstlos geworden.

3.3    Aus den echtzeitlichen Akten sprechen mehrere Tatsachen dagegen, dass der 

Beschwerdeführer den Unfall den Ärzten am Spital Flawil so geschildert hatte, wie er es 

im Sommer 2005 tat: Zunächst hätten die Ärzte selbst im Zeugnis vom 14. Februar 

2002 den Unfallhergang anders wiedergegeben. Befund und Diagnose wären anders 

ausgefallen und es hätten umfassendere Untersuchungen stattgefunden. Zudem gaben 

sie als Zeitpunkt der Erstbehandlung 18.00 Uhr am 13. Dezember 2001 an (UV-act. 2), 

was den Ausführungen des Beschwerdeführers, die Schmerzen seien nachts um 11.00 

Uhr aufgetreten, klar widerspricht. - Hausarzt Dr. B.___ führte mit den Schmerzen über 

dem Handrücken bzw. am Mittelfinger weitere Beschwerden, als die ursprünglich 

geklagten, an. Bereits deswegen veranlasste er eine weitere Röntgenkontrolle und 

später eine Beurteilung durch den Kreisarzt (UV-act. 5). Es ist unwahrscheinlich, dass 

ihm auch Schmerzen im Arm, in der Schulter und am Rücken geschildert worden 

waren und er diese weder untersuchte, noch in irgendeiner Weise in seinem 

Zwischenbericht an die Unfallversicherung erwähnte. Auch die Tatsache, dass 

Dr. B.___ im genannten Bericht Krafttraining durch den Versicherten knapp zwei 

Monate nach dem Unfall erwähnte, spricht dagegen, dass der Beschwerdeführer dem 

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Hausarzt Schmerzen im Arm, in der Schulter und am Rücken oder gar den 

Unfallhergang in der Version vom Sommer 2005 geschildert haben könnte, ohne dass 

dieser etwas davon erwähnte. - Dem Kreisarzt hatte der Beschwerdeführer am 4. März 

2002 Schmerzen in der ganzen Hand, im Ellbogen und in der Schulter geschildert. 

Hätte sich der Unfall gemäss seiner Version vom Sommer 2005 zugetragen, hätte er 

jedes Interesse gehabt, den Hergang bereits bei dieser kreisärztlichen Untersuchung so 

zu berichten, um damit die Glaubwürdigkeit seiner aktenkundig erstmals angeführten 

Ellbogen- und Schulterbeschwerden zu unterstreichen, was offenbar nicht der Fall war 

(UV-act. 9).

3.4     

3.4.1     Weitere Details bzw. Hergangsversionen gab der Beschwerdeführer bei der 

kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. D.___ an, wo er von Erbrechen sprach, 

nachdem er wieder zu sich gekommen sei. Als er die Werkzeuge zum Aufräumen habe 

zusammennehmen wollen, habe er die Hand nicht mehr bewegen können. Ins Spital 

Flawil sei er vom Notfallarzt geschickt worden, der ihn zuerst behandelt habe. - Eine 

Konsultation beim Notfallarzt ist weder auf der Unfallmeldung noch in einem der beiden 

Berichte des Spitals Flawil verzeichnet und somit nicht wahrscheinlich (UV-act. 1, 2 

und 7).

3.4.2     Bei der Befragung durch den Suva-Mitarbeiter im Anschluss an die 

kreisärztliche Untersuchung gab der Beschwerdeführer an, der Polier habe ihm nach 

dem Unfall die rechte Schulter eingehängt. Zur Klärung dieser Version sowie des 

Unfallhergangs wurden der Polier Q.___ und der Firmeninhaber R.___ am 29. Januar 

2008 befragt (UV-act. 40). Das Protokoll unterzeichneten sie am 18. Februar 2008 (UV-

act. 43). Danach hat der Beschwerdeführer nach dem Vorfall um ca. 15.30 Uhr normal 

bis Feierabend (ca. 17 Uhr) weitergearbeitet und sich beim zuständigen Polier nicht 

über grosse Schmerzen beklagt oder ein Pflaster verlangt. Herrn R.___ gegenüber habe 

er wenig später erwähnt, dass er den Finger eingeklemmt habe. Dieser habe ihm 

angeraten, einen Arzt aufzusuchen, was aber während der Arbeit nicht geschehen sei. 

Sonstige Beschwerden seien nicht geäussert worden. Der Beschwerdeführer sei weder 

bewusstlos gewesen, noch habe er sich übergeben müssen. Von einer Rücken- oder 

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Schulterverletzung hätten sie keine Kenntnis und die Schulter hätte nicht eingerenkt 

werden müssen. Sie verneinten auch sprachliche Probleme.

3.5    Mit Schreiben vom 8. April 2008 reichte die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers neben weiteren Unterlagen auch dessen übersetzte Stellungnahme 

vom 28. März 2008 zum Bericht von Dr. D.___ sowie zu den Hergangsschilderungen 

ein (UV-act. 47). Er beschrieb nochmals die Örtlichkeiten beim Unfall vom 

13. Dezember 2001 und dessen Hergang und führte aus, der Baggerfahrer habe ihn 

dabei nicht sehen können, da der "HUKI" dazwischen die Sicht verdeckt habe. Er 

machte weitere Ausführungen zum Hergang und gab an, er habe nur die 

Arbeitssprache gekonnt. Dem Gericht liess er auch eine bildliche Darstellung der 

Örtlichkeiten beim Unfall vom 13. Dezember 2001 einreichen (act. G 11/8).

3.6    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der echtzeitlichen Akten von 

einem Einklemmen oder einer Quetschung des Daumens und von Schmerzen an 

Daumen und Hand auszugehen ist. Der Beschwerdeführer vermochte durch seine 

Ausführungen, die er erstmals im Sommer 2005, dreieinhalb Jahre nach dem Unfall, 

und danach in immer wieder neuer Form machte, den neuen Hergang nicht 

überwiegend wahrscheinlich zu schildern. Es ist ihm insbesondere nicht gelungen, die 

in Erwägung 3.3 diskutierten Schlüsse aufgrund der echtzeitlichen Akten durch seine 

neuen Darstellungen zu widerlegen. Weiter verstrickte er sich bei den neueren 

Schilderungen selbst in Widersprüche. Es ist daher auf die spontanen Aussagen der 

ersten Stunde abzustellen. Von weiteren Beweiserhebungen, insbesondere 

Zeugenbefragungen, kann abgesehen werden, da diese nicht geeignet sind, nach so 

langer Zeit den Hergang vom 13. Dezember 2001 weiter zu erhellen (antizipierte 

Beweiswürdigung, vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, BGE 124 V 90 E. 4b S. 94 und 

Entscheid des Bundesgerichts 8C_588/2007 vom 27. August 2008 E. 3.2).

4.         

4.1    Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 4. März 2002 fand Dr. C.___ einen 

klinisch normalen Zustand 12 Wochen nach einer Kontusion resp. Einklemmung des 

rechten Daumens mit subungualem Hämatom sowie nach distorsioneller Schädigung 

des Daumennagelgelenks und wahrscheinlich auch des Handgelenks rechts und keine 

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Funktionsdefizite. Auch Ellbogen- und Schultergelenk waren normal beweglich. Die 

rechte Hand zeigte keine Hautfarbendifferenz, keinen Temperaturunterschied, keine 

Kapselverdickungen oder synoviale Schwellungen und die Fältelungen waren 

seitengleich. Es bestand somit eine sehr grosse Diskrepanz bzw. Inkongruenz zu den 

Angaben des Beschwerdeführers, der die Schmerzhaftigkeit von rechter Hand, Arm 

und Schulter durch deren Nichtgebrauch demonstrierte (UV-act. 9). Die 

Röntgenaufnahmen des Handgelenks vom gleichen Tag zeigten keinerlei Auffälligkeiten 

(UV-act. 8). Aus den echtzeitlichen Akten ergibt sich kein Hinweis, wonach die 

kreisärztlich attestierte Arbeitsfähigkeit (50% ab 11. März und voll ab 25. März 2002) 

nicht hätte eingehalten werden können.

4.2    Der Beschwerdeführer reichte zahlreiche medizinische Berichte der 

behandelnden Ärzte aus F.___ ein. Daraus geht im wesentlichen hervor, dass bei ihm 

eine posttraumatische Läsion des Plexus brachialis rechts, eine lumbale 

Vertebralkontusion sowie Diskushernien C3/C4 und C5/C6 diagnostiziert wurden 

(Berichte Dr. E.___ vom 30. Juli 2005 [UV-act. 19], vom 21. Dezember 2006 [UV-act. 

20], vom 23. Februar 2008 [UV-act. 47], vom 25. Juli 2007 [UV-act. 26] und vom 24. Juli 

2008 [act. G 6.2]; Berichte Dr. G.___ vom 1. Juni und 13. Juli 2005 [UV-act. 13], vom 

11. Oktober 2006 [UV-act. 20 bzw. 24] und vom 2. Juli 2008 [act. G 6.3]; Berichte 

Dr. H.___ vom 20. Juli 2005 [UV-act. 13 bzw. 24] und vom 18. Juli 2007 [UV-act. 26]; 

Berichte Dr. I.___ vom 1. Juni 2005 [UV-act. 13] und vom 26. März 2008 [UV-act. 47]; 

Bericht Dr. J.___ vom 2. Dezember 2005 [UV-act. 19]; Bericht Dr. K.___ vom 19. Juli 

2007 [UV-act. 26]; Bericht der neurochirurgischen Kommission vom 20. Juli 2007 [UV-

act. 26]). Am 2. Juni 2005 war durch Dr. L.___ eine Elektromyographie und am 11. Juni 

2005 durch Dr. S.___ eine Magnetresonanztomographie durchgeführt worden, die die 

vorstehenden Diagnosen bestätigten (UV-act. 13). Dr. H.___ erwähnte im Bericht vom 

20. Juli 2005 zusätzlich einen Status nach Hüftkontusion sowie nach Fraktur L5 (UV-

act. 13 bzw. 24). Im Bericht vom 18. Juli 2007 diagnostizierte er erstmals eine Avulsion 

der Wurzeln C3 bis C7 (UV-act. 26). Die erwähnten Berichte von Dr. E.___ enthalten 

auch eine Bestätigung, dass der Beschwerdeführer seit 20. Oktober 2002 in der Kartei 

eingetragen sei. Der Bestätigung vom 24. Juli 2008 liegt eine Kopie der Kartei bei (act. 

G  6.2). Zusätzlich zu den physischen Beeinträchtigungen diagnostiziert Dr. K.___ im 

Bericht vom 19. Juli 2007 erstmals auch eine depressive Angststörung (UV-act. 26). - 

Wo in den genannten Arztberichten aus F.___ der Arbeitsunfall (mit oder ohne 

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Jahresangabe 2001) erwähnt wird, wird kein Unfallhergang angegeben, und werden 

lediglich Diagnosen und zum Teil subjektive Beschwerden des Beschwerdeführers 

festgehalten (UV-act. 13 und 26). Keiner dieser Arztberichte setzt sich mit der Frage 

auseinander, inwiefern die erhobenen Diagnosen auf den Unfall vom 13. Dezember 

2001 zurückzuführen seien. Ebenfalls in keinem Bericht wird aufgelistet, welche 

(medizinischen) Vorakten den berichtenden Ärzten zur Verfügung standen.

4.3    Dr. D.___ lagen die bis dahin eingereichten bzw. zusammengetragenen Akten vor, 

als er den Beschwerdeführer am 17. Januar 2008 kreisärztlich untersuchte. In seinem 

Bericht (UV-act. 37) hielt er fest, die Untersuchungsbefunde seiner 

Standortbestimmung seien widersprüchlich. Es sei praktisch keine aktive Mobilität des 

rechten Armes gegeben. Im Gegensatz dazu sei jedoch passiv der ROM (Range of 

Motion) von Schulter, Ellenbogen, Handgelenk und Finger in keiner Art und Weise 

beeinträchtigt. Aufgrund der allgemeinen Erfahrung müsse festgehalten werden, dass 

nicht regelmässig, d.h. täglich, durchbewegte Gelenke in der Regel zu zunehmender 

Einschränkung des ROM neigten, wobei vor allem Schulter und Ellenbogen von 

solchen Entwicklungen betroffen seien. Nach allgemeiner Erfahrung genüge einmal 

monatlich durchgeführte Physiotherapie, d.h. Elektrophysiotherapie, nicht, um den 

vollen Bewegungsumfang dieser Gelenke zu erhalten, viel eher müsse in der Schweiz 

jeweils praktisch täglich oder mindestens zwei- bis dreimal pro Woche eine intensive 

Bewegungstherapie durchgeführt werden, um das Ziel der Erhaltung der vollen 

Beweglichkeit während dieser Zeitdauer zu erreichen. Daran, dass die Hand rechts für 

manuelle gröbere Arbeiten im Alltag nicht eingesetzt werde, sei aufgrund der 

Beschaffenheit der Haut in der rechten Hand wie auch wegen der fehlenden 

Beschwielung nicht zu zweifeln. Allerdings sprächen die fehlenden 

Bewegungseinschränkungen in allen Gelenken, wie auch die fehlende Umfangdifferenz 

zur Gegenseite für einen aktiven Einsatz von Hand und Arm im Alltag. Unstimmigkeiten 

stellte der Kreisarzt auch für das rechte Bein fest. - In der Aktenbeurteilung vom 

18. April (UV-act. 48) führte Dr. D.___ aus, es müsse grundsätzlich festgehalten 

werden, dass sich Avulsionsverletzungen der Nervenwurzeln, bzw. Läsionen des 

Nervenplexus, in der Regel sofort deutlich manifestierten. Es sei deshalb 

unverständlich, warum eine derart schwere Verletzung der Untersuchung beim 

Hausarzt, im kantonalen Spital Flawil den behandelnden Kollegen bzw. dem 

untersuchenden Kreisarzt Dr. C.___ entgangen sein sollte. Dr. C.___ beschreibe die 

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Beweglichkeit im Arm, welche zwar schmerzhaft erfolgte, jedoch vorhanden gewesen 

sei; eine Erscheinung, welche mit dem beschriebenen Muster der Verletzung, hätte 

diese zum Zeitpunkt nach dem Trauma vorgelegen, nicht erklärbar sei. Er zweifle nicht 

am Vorliegen der in F.___ beschriebenen Läsionen. Er sehe sich jedoch ausserstande, 

diese beschriebenen Läsionen in einen natürlichen Kausalzusammenhang mit dem in 

den zeitnahen Dokumenten geschilderten und durch Einvernahmen bestätigten 

Traumamechanismus und den auf das Trauma folgenden Verlauf zu bringen. Er halte 

deshalb in Bestätigung seiner Beurteilung im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung 

fest, dass aufgrund der ihm vorliegenden Informationen und des dokumentierten 

Krankheitsverlaufs in der Schweiz die in F.___ festgestellten organischen 

Verletzungsfolgen und das sich präsentierende klinische Bild aus ärztlicher Sicht nicht 

in natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 13. Dezember 2001 

gebracht werden könnten.

4.4    Zusätzlich zu den bereits erwähnten Berichten von Dr. E.___ vom 24. Juli 2008 

(act. G 6.2) und von Dr. G.___ vom 2. Juli 2008 (act. G 6.3) liess der Beschwerdeführer 

am 6. August 2008 auch einen "Antrag auf Gutachten mit dem Bericht und der 

Meinung über den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit" von Dr. M.___ vom 

15. Juli 2008 (act. G 6.4) sowie den fachärztlichen Bericht der Neurochirurgen 

Prof. Dr. N.___, Dr. O.___ und Dr. P.___ vom 11. Juli 2008 (act. G 6.5) einreichen. Diese 

Berichte bestätigen die bereits bekannten Diagnosen. Aus letzterem geht zusätzlich 

hervor, dass der Zustand nicht verbessert werden könne und als definitiv eingestuft 

werde. Der Bericht von Dr. M.___ hält ausserdem fest, dass der Beschwerdeführer auf 

die Pflege und Fürsorge durch Drittpersonen angewiesen sei. Auch für diese 

Arztberichte treffen die Ausführungen unter Erwägung 4.2 zu, dass sie keinen 

Unfallhergang wiedergeben und nicht ausführen, inwiefern die Verletzungen auf den 

Unfall vom 13. Dezember 2001 zurückzuführen sind.

4.5    Aus F.___ liegt zusammengefasst kein Arztbericht vor, der einen natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 13. Dezember 2001, wie er mit 

Einklemmung bzw. Quetschung des rechten Daumens ursprünglich geschildert wurde 

und gemäss Erwägung 3 massgebend ist, und der posttraumatischen Läsion des 

Plexus brachialis rechts, der lumbalen Vertebralkontusion, der Diskushernien C3/C4 

und C5/C6 sowie der Avulsion der Wurzeln C3 bis C7 herstellen kann. Es kann von 

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keinem dieser Berichte gesagt werden, er sei in Kenntnis der Vorakten erstellt worden, 

leuchte in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

ein und die Schlussfolgerungen des Experten seien begründet, weshalb ihnen geringer 

Beweiswert zukommt. Demgegenüber erfüllen die Berichte von Dr. D.___ vom 

17. Januar und 18. April 2008 (UV-act. 37 und 48) die Erfordernisse beweiskräftiger 

Arztberichte. Auf diese Berichte ist daher abzustellen und der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen den Gesundheitsbeeinträchtigungen, die der 

Beschwerdeführer seit seiner Rückkehr nach F.___ im Juli 2002 klagt, und dem Unfall 

vom 13. Dezember 2001 zu verneinen. - Selbst wenn von der Unfallversion mit 

Anhängen des Armes und Sturz auf den Rücken ausgegangen würde, ist der natürliche 

Kausalzusammenhang der ab Sommer 2005 geltend gemachten bzw. attestierten 

Gesundheitsbeeinträchtigungen zum Ereignis vom 13. Dezember 2001 nicht erstellt, da 

in den Berichten aller initial behandelnden bzw. abklärenden Ärzte keinerlei Hinweis auf 

eine Plexusläsion am rechten Arm oder eine Rückenverletzung zu finden ist, obwohl 

diese nach einleuchtender Darstellung durch Dr. D.___ unmittelbar nach dem Ereignis 

hätten massive Beschwerden verursachen müssen.

5.         

Bezüglich psychischer Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers kann der natürliche 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 13. Dezember 2001 offenbleiben, da es am 

adäquaten Kausalzusammenhang fehlt. Wie die Beschwerdegegnerin in Erwägung 5 

des Einspracheentscheids in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht zutreffend ausführt, 

ist das Quetschtrauma am rechten Daumen des Beschwerdeführers als leichter Unfall 

zu qualifizieren und der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen.

6.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG; SR 830.1).

7.         

Der Beschwerdeführer lässt die unentgeltliche Verbeiständung durch seine bisherige 

Rechtsvertreterin beantragen. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen (besonders act. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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G 11/7) kann ihm diese bewilligt werden. Wenn es die wirtschaftlichen Verhältnisse des 

Beschwerdeführers gestatten, kann er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung 

und der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 des 

st. gallischen Zivilprozessgesetzes, systematische Gesetzessammlung des Kantons 

St. Gallen [sGS] 961.2, i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des st. gallischen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1). Der Staat ist zufolge unentgeltlicher 

Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die Kosten der Rechtsvertretung des 

Beschwerdeführers aufzukommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dem 

unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% reduziertes Honorar zusteht (vgl. 

Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Mangels Kostennote ist 

die Entschädigung vom Gericht ermessensweise festzusetzen. Ein Betrag von 

Fr. 2'800.-- (80% von Fr. 3'500.--; inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) scheint 

der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat hat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit Fr. 2'800.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.06.2009
	Art. 6 Ziff. 1 EMRK: Anspruch auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung bei entsprechendem Antrag. Konkludenter Verzicht auf mündliche Verhandlung. Art. 4 ATSG, Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: natürlicher Kausalzusammenhang von Unfallfolgen, die 3½ Jahre nach dem Unfall als Spätfolgen einer Quetschverletzung am Daumen geltend gemacht werden, nicht nachgewiesen. Adäquanz der psychischen Unfallfolgen verneint. Neue Version Unfallhergang (ebenfalls 3½ Jahre nach dem Unfall erstmals erzählt) im Widerspruch zu ereignisnahen Akten nicht überwiegend wahrscheinlich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Juni 2009, UV 2008/67). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_646/2009

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		2025-07-19T14:44:38+0200
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