# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38efe5b7-fb06-533b-89a7-318d1b7bfac3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 17.11.2025 SBK 2025 93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SBK-2025-93_2025-11-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 17. November 2025
mitgeteilt am 18. November 2025

Referenz SBK 25 93

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz
Guetg, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Dario Giovanoli
Via da Ftan 408, Postfach 9, 7550 Scuol

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Visana Services AG
Weltpoststrasse 19, 3000 Bern

Gegenstand Konkurseröffnung

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Engiadina Bassa/Val Müstair, 
Einzelrichter, vom 10. Oktober 2025, mitgeteilt am 13. Oktober 
2025 (Proz. Nr. 335-2025-50)

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Sachverhalt

A. Mit Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes der Region Engiadina Bassa/Val 
Müstair vom 31. März 2025 wurde A._____ (Inhaber des im Handelsregister 
eingetragenen Einzelunternehmens "A._____" []) von der B._____ für einen Betrag 
von CHF 3'655.35 nebst Zins zu 5% seit dem 30. März 2025 und CHF 724.40 sowie 
amtliche Kosten von CHF 74.00 betrieben (Betreibung Nr. C._____). A._____ erhob 
dagegen keinen Rechtvorschlag. Am 3. Juni 2025 wurde ihm nach Eingang des 
Fortsetzungsbegehrens die Konkursandrohung zugestellt. 

B. Das Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair eröffnete auf Gesuch der 
B._____ hin mit Entscheid vom 10. Oktober 2025, mitgeteilt am 13. Oktober 2025, 
den Konkurs über A._____. Als Zeitpunkt der Konkurseröffnung wurde der 9. 
Oktober 2025 um 10:00 Uhr festgelegt.

C. Gegen die Konkurseröffnung erhob A._____ (fortan: Beschwerdeführer), 
vertreten durch Rechtsanwalt Dario Giovanoli, mit Eingabe vom 20. Oktober 2025 
Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden. Darin beantragt er das 
Folgende:

1. Der Entscheid des Regionalgerichts Engiadina Bassa/Val Müstair vom 
9. Oktober 2025, mit welchem über A._____, Firmennummer CH-
D._____, E._____, O.1._____, der Konkurs eröffnet wurde, sei 
aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass die Voraussetzungen für eine 
Konkurseröffnung gemäss Art. 171 ff. SchKG nicht mehr gegeben sind.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 
Beschwerdegegnerin. 

D. Die B._____ nahm mit Eingabe vom 28. Oktober 2025 zur Beschwerde 
Stellung. Darin beantragt sie die Beschwerdeabweisung.

E. Am 31. Oktober 2025 erkundigte sich der Vorsitzende der 
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer telefonisch beim Betreibungs- und 
Konkursamt Engiadina Bassa/Val Müstair nach allfälligen noch offenen Gebühren 
im Konkursverfahren. Ihm wurde mitgeteilt, dass noch Kosten von rund CHF 600.00 
ausstehen. Die dazu erstellte Aktennotiz sowie die Stellungnahme der B._____ 
wurden dem Beschwerdeführer weitergeleitet, der sich mit weiterer Eingabe vom 
12. November 2025 dazu äusserte.

F. Der vom Beschwerdeführer mit Verfügung vom 21. Oktober 2025 
einverlangte Kostenvorschuss in Höhe von CHF 500.00 wurde innert Frist geleistet. 

G. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Das Verfahren ist spruchreif.

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Erwägungen

1. Der Entscheid über die Konkurseröffnung kann innert zehn Tagen mit 
Beschwerde nach der ZPO angefochten werden (Art. 174 Abs. 1 SchKG). 
Beschwerdeinstanz ist das Obergericht, welches in Summarsachen wie der 
vorliegenden in einzelrichterlicher Kompetenz entscheidet (Art. 7 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO [BR 320.100]). Zuständig ist die Schuldbetreibungs- und 
Konkurskammer (Art. 11 Abs. 2 OGV [BR 173.010] i.V.m. Art. 251 lit. a ZPO). Die 
Beschwerde ist schriftlich und begründet, unter Beilage des angefochtenen 
Entscheides, einzureichen (Art. 321 Abs. 1─3 ZPO). Vorliegend wurde die 
Beschwerde gegen den vorinstanzlichen Konkurseröffnungsentscheid vom 
10. Oktober 2025, mitgeteilt am 13. Oktober 2025, am 20. Oktober 2025 innert der 
zehntägigen Frist eingereicht. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt 
sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.1. Der Beschwerdeführer macht in der Beschwerde geltend, dass der 
geschuldete Gesamtbetrag von CHF 4'924.35 am 20. Oktober 2025, während der 
Beschwerdefrist, beim Betreibungs- und Konkursamt Engiadina Bassa/Val Müstair 
hinterlegt worden und er zudem zahlungsfähig sei (vgl. act. A.1, S. 4). 

2.2. Das obere kantonale Gericht, an das der Entscheid, den Konkurs zu eröffnen, 
weitergezogen werden kann, kann nach Art. 174 Abs. 2 SchKG die 
Konkurseröffnung aufheben, wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft 
macht und durch Urkunden beweist, dass inzwischen die Schuld, einschliesslich der 
Zinsen und Kosten, getilgt ist (Ziff. 1), der geschuldete Betrag beim oberen Gericht 
zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist (Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die 
Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3). Tilgung und Hinterlegung müssen 
einschliesslich Zinsen und Kosten erfolgt sein, was auch die Gerichtskosten des 
angefochtenen Konkurserkenntnisses samt einer allfälligen Parteientschädigung 
sowie die Kosten des Konkursamtes umfasst (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
5A_217/2024 vom 14. Juni 2024 E. 2.1; 5A_672/2022 vom 4. April 2023 E. 2.1; 
5A_829/2014 vom 9. Februar 2015 E. 3.3 und 3.5). Die nach dem erstinstanzlichen 
Entscheid eingetretenen Konkursaufhebungsgründe von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1-3 
SchKG müssen sich innert der zehntägigen Beschwerdefrist verwirklicht haben und 
sind innerhalb derselben vorzubringen (BGE 139 III 491 E. 4; 136 III 294 E. 3.2). 
Nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereichte Urkunden sind unzulässig und 
unbeachtlich (Urteile des Bundesgerichts 5A_827/2024 vom 10. Februar 2025 E. 
3.1.1; 5A_83/2024 vom 13. März 2024 E. 4.1). Trotz der Formulierung als "Kann-
Vorschrift" muss die Konkurseröffnung aufgehoben werden, wenn die gesetzlichen 

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Voraussetzungen dafür gegeben sind (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 
5A_375/2025 vom 11. August 2025 E. 3.1). 

3. Der Beschwerdeführer zahlte gemäss Einzahlungsquittung vom 20. Oktober 
2025 (act. B.5) beim Betreibungsamt Engiadina Bassa/Val Müstair einen Betrag von 
CHF 4'924.35 ein. Dieser Betrag entspricht der Summe, welche das Regionalgericht 
Engiadina Bassa/Val Müstair in der Vorladung zur Konkursverhandlung als zur 
Abwendung des Konkurses bis zum Verhandlungstermin zu begleichende 
Forderung genannt hatte. Die Vorladung führt folgende Aufstellung an (vgl. RG-act. 
V/1):

- CHF 4'624.35 = CHF 3'655.35 Forderung zuzüglich Zinsen und amtliche 
Kosten von CHF 821.00

- CHF 300.00 Kosten Regionalgericht

Zwar hat der Beschwerdeführer diesen Betrag fristgerecht während laufender 
Beschwerdefrist an das Betreibungsamt überwiesen; in seiner Beschwerdeschrift 
legt er jedoch nicht dar, dass mit dieser Zahlung sämtliche Forderungen samt 
Zinsen und Kosten – einschliesslich jener des Konkursamtes – vollständig gedeckt 
worden wären. Dies war auch tatsächlich nicht der Fall. Nach telefonischer Auskunft 
des Betreibungs- und Konkursamtes vom 31. Oktober 2025 (act. D.5) bestanden im 
Konkursverfahren noch zusätzliche, seit der Konkurseröffnung aufgelaufene 
Ausstände in Höhe von rund CHF 600.00. Ein für diesen Ausstand bestimmter 
Betrag von CHF 600.00 wurde erst am 11. November 2025 und damit nach Ablauf 
der Rechtsmittelfrist beim Konkursamt Engiadina Bassa/Val Müstair eingezahlt (act. 
A.3 und act. B.6). Da die nach dem erstinstanzlichen Entscheid eingetretenen 
Konkursaufhebungsgründe nach Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1–3 SchKG innerhalb der 
zehntägigen Beschwerdefrist verwirklicht und in dieser Frist geltend gemacht 
werden müssen (vgl. E. 2.2) und verspätete Urkunden nicht mehr berücksichtigt 
werden dürfen (Urteil des Bundesgerichts 5A_646/2024 E. 3.1), bleibt diese 
nachträgliche Zahlung unbeachtlich. Damit ist der Nachweis einer rechtzeitigen und 
vollständigen Hinterlegung gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG nicht erbracht. Die 
Auffassung des Beschwerdeführers, das Betreibungs- und Konkursamt Engiadina 
Bassa/Val Müstair hätte ihn über den noch offenen Betrag informieren müssen (vgl. 
act. A.3, S. 1), geht fehl. Es obliegt ihm, sich selbst rechtzeitig die erforderlichen 
Informationen zu beschaffen, um die Voraussetzungen von Art. 174 Abs. 2 SchKG 
fristgerecht erfüllen zu können. Auch die Beschwerdeinstanz trifft diesbezüglich 
keine Hinweis- bzw. Informationspflicht, zumal der Beschwerdeführer anwaltlich 
vertreten ist (vgl. BGer 5A_762/2024 vom 13. November 2024 E. 4.1 m.w.H.; 
ebenso Urteil des Bundesgerichts 5A_709/2024 vom 23. Oktober 2024 E. 4). Im 
vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer den ersten Betrag in Höhe von 

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CHF 4'924.35 beim Betreibungsamt Engiadina Bassa/Val Müstair eingezahlt (act. 
B.5), sich jedoch offenbar nicht beim Konkursamt nach allfälligen weiteren 
konkursamtlichen Ausständen erkundigt.

4. Da demnach der geschuldete Betrag gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG 
nicht bis zum Ablauf der Rechtsmittelfrist vollständig gedeckt worden ist, kann das 
Obergericht die Konkurseröffnung nicht aufheben. Eine Prüfung der 
Zahlungsfähigkeit des Beschwerdeführers, die Art. 174 Abs. 2 SchKG für die 
Konkursaufhebung weiter voraussetzt, erübrigt sich damit. 

5. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens gehen ausgangsgemäss zulasten 
des Beschwerdeführers (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten sind bei 
vorliegendem Streitwert und angesichts des verursachten Aufwands mit 
CHF 500.00 zu bemessen (Art. 52 i.V.m. Art. 61 GebV SchKG [SR 281.35]). Die 
Parteien haben im Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung verlangt. Im 
Geltungsbereich der Zivilprozessordnung wird eine Parteientschädigung nur auf 
Antrag hin festgesetzt (Art. 105 Abs. 2 ZPO; BGE 139 III 334 E. 4.3). Die 
Zusprechung von Parteientschädigungen erübrigt sich somit. 

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 500.00 gehen 
zulasten von Robert Kaschin. Sie werden mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss von CHF 500.00 verrechnet. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung] 

5. [Mitteilung an:]