# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f31fef66-2241-5ec4-9242-f4f771eca682
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.05.2010 C-5365/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5365-2008_2010-05-31.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5365/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  M a i  2 0 1 0

Richter Andreas Trommer (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richter Antonio Imoberdorf, 
Gerichtsschreiber Lorenz Noli.

K_______,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Greiner, 

gegen

Bundesamt für Migration BFM,
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung erleichterte Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5365/2008

Sachverhalt:

A.
Der aus Ghana stammende Beschwerdeführer (geb. 1968) stellte im 
April 1991 in der Schweiz ein Asylgesuch. Nach dessen definitiver Ab-
weisung durch die damals zuständige Rekursinstanz wurde er im Ja-
nuar 1993 als verschwunden gemeldet.

B.
Am  22.  Dezember  1997  verheiratete  sich  der  Beschwerdeführer  in 
Bern mit der Schweizer Bürgerin R_______ (geb. 1964). Gestützt auf 
den Eheschluss erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung im Kanton Bern. 

C.
Am  12. August 1998  wurde  die  gemeinsame  Tochter  N_______  ge-
boren.

D.
Am 8. Januar 2003 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um er-
leichterte  Einbürgerung nach Art.  27  des Bürgerrechtsgesetzes vom 
29. September 1952 (BüG, SR 141.0).

Im Rahmen des folgenden Einbürgerungsverfahrens unterzeichneten 
die Eheleute am 8. Mai 2003 eine gemeinsame Erklärung, wonach sie 
in einer tatsächlichen, ungetrennten, stabilen ehelichen Gemeinschaft 
an  derselben Adresse zusammenlebten  und dass weder  Trennungs- 
noch Scheidungsabsichten bestehen würden. Gleichzeitig nahmen sie 
zur  Kenntnis,  dass  die  erleichterte  Einbürgerung  nicht  möglich  ist, 
wenn vor oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehe-
gatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsäch-
liche eheliche Gemeinschaft mehr besteht. Ebenso bestätigten sie ihre 
Kenntnisnahme davon, dass die Verheimlichung solcher Umstände ge-
mäss Art. 41 BüG zur Nichtigerklärung der Einbürgerung führen kann.

Am  18. Juni 2003  wurde  der  Beschwerdeführer  gestützt  auf  Art.  27 
BüG erleichtert eingebürgert. Er erwarb nebst dem Schweizer Bürger-
recht  das  kantonale  Bürgerrecht  von  Schwyz  und  das  Gemeinde-
bürgerrecht von Einsiedeln.

E.
Mit  Schreiben  vom 20. Juni 2006  informierte  das  Migrationsamt  des 

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Kantons Zürich die Vorinstanz darüber, dass zurzeit  ein Gesuch des 
Beschwerdeführers um Familiennachzug geprüft  werde. Aus den Un-
terlagen  ergebe  sich,  dass  er  am  25.  November  2005  von  seiner 
Schweizer  Ehefrau geschieden worden sei  und am 9. März  2006 in 
Ghana  die  ghanaische  Staatsangehörige  A_______  (geb.  16. April 
1980) geheiratet habe. Vom Gesuch um Familiennachzug seien  unter 
anderem  zwei  Kinder  (G_______,  geb.  11. August 1999  und 
S_______, geb. 17. Oktober 2001) erfasst, die er mit der ghanaischen 
Staatsangehörigen F_______ gezeugt habe.

F.
Mit  Verfügung  vom 11. Dezember 2006  bewilligte  das  Migrationsamt 
des Kantons Zürich das Familienachzugsgesuch für  die Ehefrau des 
Beschwerdeführers.  Die  Bewilligung  wurde  jedoch  vor  dem  Hinter-
grund eines möglichen Verfahrens betreffend Nichtigerklärung der er-
leichterten Einbürgerung bloss unter Vorbehalt erteilt.

G.
Mit Schreiben vom 14. März, 8. Mai und 4. Juni 2008 informierte die 
Vorinstanz den Beschwerdeführer über die Eröffnung eines Verfahrens 
auf  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung,  äusserte  sich 
ausführlich zum relevanten Sachverhalt, gab Akteneinsicht und räumte 
Frist ein zur schriftlichen Stellungnahme. Davon machte der Beschwer-
deführer mit einer Eingabe vom 12. Juni 2008 Gebrauch.

H.
Mit Beschluss vom 10. Juni 2008 erteilte der Regierungsrat des Kan-
tons  Schwyz  als  zuständiges  Organ  des  Heimatkantons  seine  Zu-
stimmung zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

I.
Mit  Verfügung  vom  17.  Juni  2008  erklärte  die  Vorinstanz  die  er-
leichterte Einbürgerung für nichtig. 

J.
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  20.  August  2008  beantragt  der  Be-
schwerdeführer  beim  Bundesverwaltungsgericht,  die  vorinstanzliche 
Verfügung  sei  aufzuheben  und  das  Verfahren  betreffend  Nichtig-
erklärung der erleichterten Einbürgerung sei einzustellen. 

K.
Die  Vorinstanz  schliesst  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  29. Okto-

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ber 2008 auf Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer hält 
in einer Replik vom 9. Januar 2009 an seinen Begehren und deren Be-
gründung fest.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden ge-
gen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von 
einer der in Art. 33 VGG aufgeführten Behörden erlassen wurden. Dar-
unter  fallen  gemäss  Art.  51  Abs. 1  BüG Verfügungen  des  BFM be-
treffend Nichtigerklärung einer erleichterten Einbürgerung nach Art. 41 
Abs. 1 BüG.

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, sofern das Verwaltungsgerichts-
gesetz nichts anderes bestimmt.

1.3 Als  Verfügungsadressat  ist  der  Beschwerdeführer  durch  die  an-
gefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  er  hat  ein  schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 
im übrigen frist-  und formgerecht  eingereichte Beschwerde ist  daher 
einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Rechtsmittelinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum Zeitpunkt  seines  Ent -
scheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Ur-
teils 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

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3.
3.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach 
der Eheschliessung mit  einem Schweizer Bürger ein Gesuch um er-
leichterte Einbürgerung stellen, wenn sie insgesamt fünf Jahre in der 
Schweiz gewohnt hat (Bst. a), seit einem Jahr hier wohnt (Bst. b) und 
seit drei Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger 
lebt  (Bst.  c).  Sämtliche  Einbürgerungsvoraussetzungen  müssen  so-
wohl im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung als auch anlässlich der Ein-
bürgerungsverfügung erfüllt  sein. Fehlt  es insbesondere im Zeitpunkt 
des Einbürgerungsentscheids an der ehelichen Gemeinschaft, darf die 
erleichterte  Einbürgerung  nicht  ausgesprochen  werden  (BGE  135  II 
161 E. 2 S. 164 f.; BGE 132 ll 113 E. 3.2 S. 115; BGE 130 II 482 E. 2 S. 
483 f. mit Hinweisen; BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403 mit Hinweisen; BGE 
128 II 97 E. 3a S. 98 f.).

3.2 Der  Begriff  der  ehelichen  Gemeinschaft  im  Sinne  des  Bürger-
rechtsgesetzes  bedeutet  mehr  als  nur  das  formelle  Bestehen  einer 
Ehe.  Verlangt  wird  eine  tatsächliche  Lebensgemeinschaft,  getragen 
vom Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten (BGE 130 ll 482 
E. 2 S. 483 f.; BGE 130 II 169 E. 2.3.1 S. 171 f.; BGE 128 II 97 E. 3a S. 
98 f.; BGE 121 II 49 E. 2b S. 52). Denn der Gesetzgeber wollte dem 
ausländischen  Ehegatten  eines  Schweizer  Bürgers  die  erleichterte 
Einbürgerung ermöglichen, um die Einheit des Bürgerrechts der Ehe-
gatten im Hinblick auf ihre gemeinsame Zukunft zu fördern (vgl. Bot-
schaft  des Bundesrats zur Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 
27. August  1987,  BBl  1987 III  310). Ein  Hinweis  auf  den fehlenden 
Willen der Ehegatten, die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, 
kann im Umstand liegen, dass schon kurze Zeit nach der erleichterten 
Einbürgerung  die  Trennung  erfolgt  oder  das  Scheidungsverfahren 
eingeleitet wird (BGE 135 II 161 E. 2 S. 164 f. mit Hinweisen).

3.3 Gemäss Art. 41 Abs. 1 BüG kann die erleichterte Einbürgerung mit 
Zustimmung  der  Behörde  des  Heimatkantons  innert  fünf  Jahren  für 
nichtig  erklärt  werden,  wenn  sie  durch  falsche  Angaben  oder  Ver-
heimlichung erheblicher Tatsachen "erschlichen", d.h. mit einem unlau-
teren oder täuschenden Verhalten erwirkt worden ist. Arglist im Sinne 
des  strafrechtlichen  Betrugstatbestandes  wird  nicht  verlangt.  Es  ge-
nügt,  wenn der Betroffene bewusst  falsche Angaben macht bzw. die 
mit dem Einbürgerungsbegehren befasste Behörde bewusst in einem 
falschen Glauben lässt  und so den Vorwurf  auf  sich zieht,  es unter-
lassen zu haben, über eine erhebliche Tatsache zu informieren (vgl. 

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BGE 135 II 161 E. 2 S. 164 f. mit  Hinweisen). Weiss der Betroffene, 
dass die Voraussetzungen für  die erleichterte Einbürgerung auch im 
Zeitpunkt  der  Verfügung vorliegen müssen,  so  muss er  die  Behörde 
unaufgefordert  über  eine  nachträgliche  Änderung  in  seinen  Verhält-
nissen orientieren, von der er weiss oder wissen muss, dass sie einer 
Einbürgerung  entgegensteht.  Die  Pflicht  dazu  ergibt  sich  aus  dem 
Grundsatz von Treu und Glauben und aus der verfahrensrechtlichen 
Mitwirkungspflicht  gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG. Die Behörde 
darf sich ihrerseits darauf verlassen, dass die vormals erteilten Aus-
künfte  bei  passivem Verhalten  des Gesuchstellers  nach wie  vor  der 
Wirklichkeit entsprechen (BGE 132 II 113 E. 3.2 S. 115 f.).

4.
Die Zustimmung des Heimatkantons Schwyz zur Nichtigerklärung der 
erleichterten Einbürgerung liegt vor. Strittig ist, ob mit der Wahrung der 
fünfjährigen Verwirkungsfrist  gemäss Art. 41 Abs. 1 BüG die andere 
formelle  Voraussetzung  erfüllt  ist,  von  der  das  Gesetz  die  Nichtig -
erklärung der erleichterten Einbürgerung abhängig macht. 

4.1 Die  Verfügung  über  die  erleichterte  Einbürgerung  des  Be-
schwerdeführers datiert vom 18. Juni 2003 und wurde – aus einem auf 
dem  Exemplar  der  Vorinstanz  angebrachten  Ausgangsstempel  zu 
schliessen – noch gleichentags versendet. Die Nichtigerklärung erging 
am 17. Juni 2008 und wurde am 18. Juni 2008 eingeschrieben und mit 
Rückschein versehen der schweizerischen Post übergeben. Adressat 
war der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, der die Sendung am 
19. Juni 2008 in Empfang nahm. Der Beschwerdeführer vertritt die Auf-
fassung, das Datum dieser Empfangnahme sei für die Fristberechnung 
massgeblich und führe vorliegend dazu,  dass  die  fünfjährige Verwir-
kungsfrist nicht gewahrt worden sei.

4.2 Das Bundesverwaltungsgericht  kann sich dem Rechtsstandpunkt 
des  Beschwerdeführers  nicht  anschliessen. Zwar  trifft  zu,  dass  eine 
Verfügung  erst  mit  ihrer  Eröffnung  Rechtswirkungen  entfaltet.  Das 
heisst jedoch nicht, dass gewisse Verfügungswirkungen nicht auf einen 
früheren Zeitpunkt zurückbezogen werden. So verhält es sich bei der 
Frage  der  Fristwahrung.  Nach  der  Rechtsprechung  des  Bundes-
gerichts zu Art. 41 Abs. 1 BüG muss die Behörde über den gesamten 
zeitlichen Handlungsspielraum verfügen können, den ihr  das Gesetz 
einräumt. Es ist allein ihr Tätigwerden, das für die Fristwahrung mass-
gebend  ist  (vgl.  dazu  grundlegend  Urteil  des  Bundesgerichts 

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5A.3/2002 vom 29. April  2002 E. 3). Daraus ergibt sich, dass es bei 
der Eröffnung einer Verfügung durch postalische Zustellung nicht auf 
das Eröffnungsdatum ankommen kann, denn der vom Adressaten be-
einflussbare  Zustellvorgang  ginge  auf  Kosten  des  zeitlichen  Hand-
lungsspielraums der Behörde. Als mögliche Anknüpfungspunkte fallen 
das Ausstellungsdatum der Verfügung oder das Versanddatum in Be-
tracht.  Dabei  muss  der  Berechnungsansatz  nicht  nur  für  das  Ende, 
sondern in gleicher Weise auch für  den Beginn des Fristenlaufs An-
wendung finden (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-3333/2007 
vom 28. Mai 2010 E. 6.2, C-2887/2007 vom 2. Februar 2010 E. 5 und 
C-1192/2006 vom 11. Juni 2009 E. 7).

4.3 Auf den vorliegenden Fall übertragen bedeutet dies, dass die fünf-
jährige Verwirkungsfrist eingehalten wurde; dies unbesehen der Frage, 
ob auf  das  Verfügungs-  oder  auf  das  Versanddatum abgestellt  wird. 
Entsprechend sind die formellen Voraussetzungen von Art. 41 Abs. 1 
BüG  erfüllt  (vgl.  p.a.  Art.  132  i.V.m.  Art.  77  Abs.  1  Zif.  3  des 
Obligationenrechts vom 30. März 1911 [OR, SR 220]). 

5.
Im Verfahren auf  Erteilung der erleichterten Einbürgerung untersteht 
ein  Gesuchsteller  einer  besonderen  Mitwirkungspflicht.  Diese  setzt 
voraus,  dass  die  Behörden  selbst  ohne  spezielle  Aufforderung  über 
Tatsachen informiert werden, von denen der Gesuchsteller weiss oder 
wissen muss, dass sie für den Einbürgerungsentscheid von Bedeutung 
sind. Die Pflicht zur umfassenden Information trifft  den Gesuchsteller 
selbst  dann,  wenn sich die Auskünfte zu seinem Nachteil  auswirken 
könnten (BGE 132 II 113 E. 3.2 S. 115).

5.1 Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 
8. Januar  2003 ein  Gesuch um erleichterte  Einbürgerung stellte. Im 
entsprechenden  Gesuchsformular  wird  die  Frage  nach  der  Existenz 
unverheirateter  ausländischer  Kinder  unter  18  Jahren  gestellt.  Der 
Beschwerdeführer brachte bei Ausfüllen des Formulars unter der ent-
sprechenden  Rubrik  keinen  Vermerk  an.  Von  den  Einbürgerungs-
behörden  in  Auftrag  gegebene  Erhebungsberichte  des  städtischen 
Polizeiinspektorats  Bern  vom 12. März  2003 und  der  Kantonspolizei 
Bern  vom 22. März  2003 lassen erkennen,  dass  auch diese Stellen 
keine Kenntnis von der Existenz der ausserehelichen Kinder des Be-
schwerdeführers hatten. 

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5.2 Hätte  die  Vorinstanz  davon  Kenntnis  gehabt,  dass  der  Be-
schwerdeführer  während  der  Dauer  seiner  Ehe  in  einem  zeitlichen 
Abstand  von  zwei  Jahren  mit  derselben  Frau  zwei  aussereheliche 
Kinder zeugte, hätte sie ihn mit Sicherheit nicht, jedenfalls nicht ohne 
zusätzliche  Abklärungen  erleichtert  eingebürgert  (vgl.  Urteil  des 
Bundesgerichts  1C_379/2007  vom  7.  Dezember  2007  E.  7).  Diese 
Folge  lässt  sich  weder  mit  der  behaupteten  Einmaligkeit  ausser-
ehelicher Sexualkontakte noch mit pauschalen Hinweisen auf angeb-
lich gewandelte Moralvorstellungen in Frage stellen. Die gegenseitige 
Treue stellt nach wie vor einen Grundpfeiler der Ehe dar (vgl. Art. 159 
Abs. 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 
[ZGB, SR 210], vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 1C_340/2008 vom 
18.  November  2008  E.  2.3.2).  Erhebliche  Zweifel  am Bestand  einer 
intakten  ehelichen  Gemeinschaft  wären  trotz  eines  gemeinsamen 
Kindes und der Dauer der Ehe ohne weiteres gerechtfertigt gewesen. 
Auch  die  Tatsache,  dass  die  eheliche  Gemeinschaft  erst  rund  20 
Monate nach der  erleichterten Einbürgerung aufgegeben wurde und 
der  Beschwerdeführer  schliesslich  eine  andere  Frau  als  die  Kinds-
mutter  heiratete,  ist  nicht  geeignet,  diese  Zweifel  zu  zerstreuen. 
Daraus  ergibt  sich,  dass  die  erleichterte  Einbürgerung  des  Be-
schwerdeführers in Unkenntnis einer im Sinne von Art. 41 Abs. 1 BüG 
erheblichen Tatsache ausgesprochen wurde.

5.3 Nun  aber  bestreitet  der  Beschwerdeführer,  den  Einbürgerungs-
behörden  seine  beiden  im August  1999  bzw. Oktober  2001  ausser-
ehelich geborenen Kinder  bewusst  verschwiegen zu haben. Er  habe 
selbst  erst  anfangs  2004  und  damit  nach  Abschluss  des  Ein-
bürgerungsverfahrens von deren Existenz erfahren. Die Kinder seien 
Frucht  zweier  zufälliger  und einmaliger  Begegnungen mit  der  Kinds-
mutter,  ohne  dass  sonstige  Kontakte  zwischen  ihnen  bestanden 
hätten.  Die  Kindsmutter  habe  ihm  die  Existenz  der  Kinder  ver-
schwiegen,  dies  offensichtlich  im  Bestreben,  ihn  nicht  zu  belasten. 
Denn sie  habe gewusst,  dass  er  in  der  Schweiz  lebe und  dort  ver-
heiratet  sei.  Erst  unter  dem  Druck  ihrer  Familie  habe  sie  sich  ihm 
schliesslich offenbart. Solches Verhalten sei zwar ungewöhnlich, aber 
keineswegs unglaubhaft  oder lebensfremd. Für die Richtigkeit dieses 
Sachverhalts  spreche  nicht  zuletzt  die  verspätete  Registrierung  der 
Vaterschaft am 5. Juli 2005. 

5.4 Die  Schilderungen  des  Beschwerdeführers  erweisen  sich  als 
lebensfremd. Da ist nicht nur die Häufung unglaublicher Zufälle, indem 

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der Beschwerdeführer bei Reisen in sein Heimatland dort im Abstand 
von zwei Jahren zweimal eine ihm ansonsten nicht bekannte Frau ge-
troffen und mit ihr bei zweimaligem Sexualkontakt auch gerade je ein 
Kind  gezeugt  haben  will.  Dies  alles,  ohne  mit  ihr  zwischendurch 
irgendwelche Kontakte gehabt zu haben. Bar jeglicher Realität scheint 
auch  die  behauptete  Verhaltensweise  der  Kindsmutter  dem  Be-
schwerdeführer gegenüber. Diese soll ihm selbst bei der zweiten Be-
gegnung  die  Existenz  des  ersten  gemeinsamen Kindes  verheimlicht 
haben; angeblich um seine Ehe in der  Schweiz zu schützen. Davon 
aber, dass diese Ehe in Gefahr gebracht werden konnte, musste die 
Kindsmutter gar nicht ausgehen, denn das treuwidrige Verhalten des 
Beschwerdeführers seiner Ehefrau gegenüber war bereits ein Faktum 
und es ging nicht etwa um eine Information an die betrogene Ehefrau, 
sondern einzig um die Bekanntgabe der Folgen der ausserehelichen 
Kontakte an den Bescherdeführer selbst. Tritt hinzu, dass die gleiche 
Kindsmutter,  die  sich  dem  Beschwerdeführer  gegenüber  solcher-
massen rücksichtsvoll  verhalten haben soll,  die gemeinsamen Kinder 
anfangs 2004 ihrem Schicksal  überlassen haben soll,  um sich einer 
neuen  Beziehung  widmen  zu  können,  womit  der  Beschwerdeführer 
wiederum vor grosse Probleme gestellt worden sein will (so aus seinen 
Äusserungen in einem Schreiben an das Migrationsamt des Kantons 
Zürich  vom 12. Juni  2006 zu schliessen). Schlussendlich  ist  die  be-
hauptete Verheimlichung auch unter einem wirtschaftlich-existentiellen 
Aspekt  nicht  nachvollziehbar. Mit  seiner  Darstellung,  wonach  er  die 
Kinder  seit  Kenntnisnahme  seiner  Vaterschaft  finanziell  unterstützt 
habe,  lässt  der  Beschwerdeführer  erkennen,  dass  entsprechender 
Bedarf bestand und es der Kindsmutter nicht egal sein konnte, wer für 
den Unterhalt aufkommt.

5.5 Dass sich die Umstände nicht wie von ihm behauptet abgespielt 
haben können, ergibt sich auch aus gewissen Äusserungen des Be-
schwerdeführers  im  Zusammenhang  mit  seinem  Bestreben,  seine 
ausserehelich  gezeugten  Kinder  in  die  Schweiz  zu  bringen.  In  der 
bereits  erwähnten,  in  diesem Zusammenhang  abgegebenen  schrift -
lichen  Auskunft  vom 12. Juni  2006  äusserte  er  an die  Adresse  des 
kantonalen  Migrationsamtes,  bei  der  Mutter  der  beiden  ausser-
ehelichen Kinder handle es sich um seine ehemalige Freundin und er 
habe  seit  Geburt der beiden Kinder für deren Unterhalt  gesorgt. Die 
Zahlungen seien via Western-Union, aber auch über Bekannte erfolgt, 
die nach Ghana gereist seien. Der Versuch des Beschwerdeführers in 
seiner  schriftlichen  Stellungnahme  an  die  Vorinstanz  vom  12.  Juni 

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2008,  letztere  Ausführungen  zu  "berichtigen"  und  zu  behaupten,  er 
habe nicht ab Geburt der Kinder, sondern ab Anfang 2004 rückwirkend 
Unterhaltszahlungen geleistet,  überzeugt  in  keiner  Weise und wurde 
im Übrigen auch nicht mit irgendwelchen Dokumenten untermauert.

5.6 Die  Darstellungsweise  des  Beschwerdeführers  lässt  sich  ins-
besondere nicht mit dem Umstand stützen, dass seine Vaterschaft am 
5. Juli  2005 und damit lange nach Abschluss des Einbürgerungsver-
fahrens  in  Ghana  amtlich  registriert  wurde.  Dieser  Akt  steht  ganz 
offensichtlich  ursächlich  im  Zusammenhang  mit  dem  unmittelbar 
darauf beim Migrationsamt des Kantons Zürich deponierten Familien-
nachzugsgesuch für die beiden ausserehelich geborenen Kinder.

6.
Nach dem bisher Gesagten ist  nicht  zu beanstanden, wenn die Vor-
instanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  davon  ausging,  dass  dem 
Beschwerdeführer  die  Existenz  seiner  beiden  ausserehelich  ge-
zeugten  Kinder  im  Zeitpunkt  der  Einreichung  seines  Gesuches  um 
Gewährung  der  erleichterten  Einbürgerung  bekannt  war.  Indem  er 
seine  Kinder  gegenüber  den  zuständigen  Behörden  bewusst  ver-
schwiegen  hat,  hat  er  sich  die  erleichterte  Einbürgerung  durch  un-
zutreffende Angaben bzw. durch die Verheimlichung wesent licher Tat-
sachen erschlichen. Die materiellen Voraussetzungen für die Nichtig-
erklärung der erleichterten Einbürgerung gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG 
sind somit erfüllt.

7.
Aus  vorstehenden  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene 
Verfügung rechtmässig ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher 
abzuweisen.

8.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  wird  der  unterliegende  Be-
schwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrens-
kosten sind auf Fr. 800.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b 
des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

Seite 10

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  im  Betrag  von  Fr. 800.-  werden  dem  Be-
schwerdeführer  auferlegt. Sie  sind mit  dem in  gleicher  Höhe  geleis-
teten Kostenvorschuss gedeckt und werden verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (gegen Empfangsbestätigung, 

Beilage: Akten Ref-Nr. K [...])
- das Departement des Innern des Kantons Schwyz, Bürgerrechts-

dienst

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Lorenz Noli

Seite 11

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14  Beschwerde  in  öffentlichrechtli-
chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die  Be-
gehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand am:

Seite 12