# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 607e62dd-6fe4-543f-b81a-6f7fe359cda6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 13.10.2020 S 2019 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2019-28_2020-10-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 28

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis
Richter Meisser, Pedretti 
Aktuar Gross

URTEIL

vom 13. Oktober 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, in X._____,
vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, Rechtsberatung für Ausländer,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ wohnt seit 1981 im Ausland, in X._____, zuvor war er in Y._____ 

im Kanton Graubünden als Waldarbeiter tätig und obligatorisch gegen 

Berufs- und Nichtberufsunfälle bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versichert. Am 6. Mai 1980 verunfallte 

A._____ als Beifahrer in einem Geländefahrzeug, welches rund 17 m über 

eine Böschung hinunterstürzte. A._____ erlitt dabei eine offene, distale, 

intraartikuläre Femurfraktur (Bruch Oberschenkelknochen gegen 

Kniegelenk) rechts.

 

2. Mit rechtskräftiger Verfügung vom 22. Mai 1981 sprach die SUVA A._____ 

ab dem 14. Juni 1981 eine Unfallversicherungs- [UV-]Rente auf der Basis 

eines Invaliditätsgrads von 20 % und eines versicherten Jahresverdiensts 

von Fr. 19'159.-- zu. Mit rechtskräftiger Verfügung vom 24. April 1984 

wurde diese UV-Rente bestätigt.

3. Mit unangefochtenem, rechtskräftigem Einspracheentscheid vom 26. Mai 

1994 schützte die SUVA ihre Verfügung vom 26. August 1993, worin u.a. 

die bisherige Rentenhöhe bestätigt, eine Integritätsentschädigung verneint 

und die psychogene Störung als unfallfremd bezeichnet wurden. 

4. Mit unangefochtener, rechtskräftiger Verfügung vom 22. April 2016 sprach 

die SUVA A._____ eine Integritätsentschädigung von 20 % wegen 

eingetretener Verschlimmerung der Unfallfolgen in der Höhe von Fr. 

13'920.-- zu.

5. Mit (Revisions-)Verfügung vom 7. November 2018 hielt die SUVA fest, dass 

die UV-Rente weiterhin basierend auf dem Invaliditätsgrad von 20 % 

ausgerichtet werde und für die eingetretene Verschlimmerung eine 

zusätzliche Integritätsentschädigung von 5 % (in der Höhe von Fr. 3'480.--

) gewährt werde.

6. Dagegen erhob A._____ am 12. November 2018 Einsprache, welche er am 

19. November 2018 noch ergänzte. 

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7. Mit Einspracheentscheid vom 18. Februar 2019 bestätigte die SUVA die 

UV-Rente von 20 % samt Erhöhung der Integritätsentschädigung um 5 % 

wegen zusätzlicher Integritätseinbusse.

8. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 19. März 

2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

folgenden Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid der SUVA Luzern vom 18. Februar 2019 sei 
aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer eine SUVA-Rente auf 
der Basis von mindestens 40 % sowie eine Integritätsentschädigung auf 
der Basis von mindestens 30 % zuzusprechen oder die Sache erneut 
abzuklären.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Zur Begründung verwies der Beschwerdeführer auf seine mehreren 

Schreiben an die SUVA und auf die Einsprache vom 12. November inkl. 

Ergänzung vom 19. November 2018, worin er ausführlich dargetan habe, 

dass die Voraussetzungen für eine höhere UV-Rente und 

Integritätsentschädigung erfüllt seien. Aus dem Austrittsbericht der 

Rehaklinik B._____ vom 14. August 2018 und der kreisärztlichen 

Beurteilung vom 17. September 2018 gehe hervor, dass eine 

Verschlimmerung der unfallbedingten Beschwerden aus somatischer Sicht 

eingetreten und belegt sei. Es sei nie eine Beurteilung eines Psychiaters 

eingeholt und damit nicht geprüft worden, ob die Adäquanz eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und psychogenen 

Störungen gegeben gewesen wäre. Die SUVA habe sich nicht korrekt und 

diskriminierend gegenüber dem Beschwerdeführer verhalten. 

9. In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. April 2019 beantragte die SUVA 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und 

die Bestätigung ihres angefochtenen Einspracheentscheids vom 18. 

Februar 2019. Zur Begründung brachte sie vor, dass das 

Valideneinkommen (Fr. 63'626.--) zu Recht aufgrund der statistischen 

Tabellenlöhne (LSE 2016, Tabelle [TA] 17/Hilfskräfte in Land-, 

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Fortwirtschaft und Fischerei; umgerechnet auf 42.8 Arbeitsstunden und 

indexiert) berechnet worden sei. Das Invalideneinkommen (Fr. 50'918.--) 

sei zu Recht aufgrund der LSE 2016, TA 1, Kompetenzniveau [KN] 1, 

Männer, umgerechnet auf die zumutbare Arbeitszeit von 35 

Wochenstunden, ermittelt worden. Würden das Validen- und das 

Invalideneinkommen einander gegenübergestellt, ergebe sich ein 

Invaliditätsgrad von 20 %. Die Bestätigung der UV-Rente basierend auf 

jenem Invaliditätsgrad sei daher zu Recht erfolgt. Der Beschwerdeführer 

bringe gegen die obigen Berechnungen keine konkreten Einwände vor. Die 

Voraussetzungen für die beantragte Erhöhung der 

Integritätsentschädigung seien nicht erfüllt. Die Schätzung des 

Integritätsschadens obliege in erster Linie den Ärzten. Im März 2016 sei ein 

Integritätsschaden von 20 % festgestellt worden. In seiner Beurteilung vom 

20. September 2018 habe Dr. C._____, FMH Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, diesem Gesundheitsschaden 

einen Spielraum von 15-30 % gemäss Tabelle 5 zugeordnet; nun 

rechtfertige sich eine Erhöhung um 5 % aufgrund einer Verschlechterung 

des Zustands (Schmerzen und Beweglichkeit). Die Einschätzung von Dr. 

C._____ sei schlüssig begründet. Sein Bericht sei für die streitigen Belange 

umfassend und beruhe auf der Kenntnis der Vorakten sowie einer 

vorangegangenen persönlichen Untersuchung. Ebenfalls seien die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt. Auf seine überzeugende 

Beurteilung sei abzustellen. Der Beschwerdeführer bringe nur generelle 

Einwände gegen den Bericht von Dr. C._____ sowie die vermeintlich 

schlechte Behandlung durch die Beschwerdegegnerin vor; konkrete Rügen 
gegen die vorliegende Integritätsentschädigung fänden sich hingegen 

nicht. Insofern der Beschwerdeführer zum wiederholten Mal auch 

psychische Beschwerden berücksichtigt haben wolle, sei darauf nicht 

weiter einzugehen, zumal die Beschwerdegegnerin zu Recht mehrmals 

darauf hingewiesen habe, dass sie ihre diesbezügliche Leistungspflicht 

(mangels adäquaten Kausalzusammenhangs) bereits rechtskräftig mit 

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Einspracheentscheid vom 26. Mai 1994 verneint habe. Zudem bildeten die 

vorgebrachten Beschwerden nicht Gegenstand des vorliegenden 

Verfahrens.

10. In der Replik vom 16. April 2019 führte der Beschwerdeführer aus, dass 

seit der Verfügung vom 22. Mai 1981 eine wesentliche Verschlimmerung 

bezüglich der offenen und intraartikulären Femurfraktur eingetreten sei. 

Erst 28 (recte: 38) Jahre nach dem Unfallereignis habe sich zum ersten Mal 

die Psychologin lic. phil. D._____ und der Psychiater Dr. med. E._____ in 

der Rehaklinik B._____ dazu geäussert. Mit deren Beurteilung vom 14. 

August 2018 betreffend Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wegen einer 

psychischen Störung sei der Beschwerdeführer zwar nicht einverstanden. 

Er schliesse aber aus diesem Bericht, dass die psychischen Probleme 

Folge des Unfallereignisses seien. Im angefochtenen Einsprache-

Entscheid werde dieser Bericht jedoch überhaupt nicht erwähnt. Die 

Psychologin und der Psychiater hätten die in seinem Gesuch vom 19. 

Oktober 2015 und späteren Schreiben gemachten anamnestischen 

Angaben zu den psychischen Leiden nicht berücksichtigt. Der 

Beschwerdeführer stelle fest, dass die Beschwerdegegnerin diese 

Angaben gar nicht an die Rehaklinik B._____ weitergeleitet habe.

11. Am 8. Mai 2019 verzichtete die Beschwerdegegnerin – unter Verweis auf 

die Begründung in ihrer Beschwerdeantwort vom 10. April 2019 – auf die 

Einreichung einer Duplik.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie auf die 

Verfahrensakten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde 

erhoben werden. Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person im 

Ausland, so ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in 

dem sich ihr letzter schweizerischer Wohnsitz befand. Vorliegendenfalls lag 

der letzte schweizerische Wohnsitz des Beschwerdeführers in 

Y._____/GR, bevor er sich 1981 definitiv ins Ausland begab. Die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden ist damit 

gegeben. Die sachliche Zuständigkeit des Gerichts ergibt sich aus Art. 57 

ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 18. 

Februar 2019, mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des 

heutigen Beschwerdeführers betreffend UV-Rente abgewiesen hat, stellt 

somit ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht dar. Als formeller und materieller Adressat des 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (Art. 

59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht (Art. 60 und 61 ATSG) 

eingereichte Beschwerde samt zulässiger Vertretung (Art. 15 Abs. 1 lit. b 

VRG) ist daher einzutreten.

1.2. Streitig und zu klären ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht 

die bestehende UV-Rente bei einem Invaliditätsgrad von 20 % bestätigt 

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und eine Erhöhung der Integritätsentschädigung bei einer zusätzlichen 

Integritätseinbusse von 5 % auf total 25 % gewährt hat.

1.3. Zum anwendbaren Recht gilt es auf Art. 118 Abs. 1 UVG zu verweisen. 

Danach sind Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 

Inkrafttreten dieses Gesetzes (am 1. Januar 1984) ereignet haben, 

grundsätzlich nach dem bis zum 31. Dezember 1983 geltenden Kranken- 

und Unfallversicherungsgesetz (KUVG; SR 832.01) zu beurteilen. Ist der 

Anspruch auf eine Invalidenrente vor dem Stichtag 1. Januar 1984 

entstanden, so beurteilt sich der UV-Rentenanspruch auch in 

revisionsrechtlicher Hinsicht nach dem alten Recht (Art. 76 bis Art. 82 

KUVG). Vorliegend hat sich der Unfall (Sturz ca. 17 m in die Tiefe als 

Beifahrer im Geländefahrzeug bei Waldarbeiten) am 6. Mai 1980 ereignet, 

was zur Verfügung vom 22. Mai 1981 über eine UV-Rente auf der Basis 

eines Invaliditätsgrades von 20 % ab dem 14. Juni 1981 führte. Die jetzt 

geltend gemachte Revision der aus dieser Verfügung bis heute 

resultierenden und aktuell laufenden UV-Rente ist somit ebenfalls unter 

den altrechtlichen Bestimmungen des ehemaligen KUVG (Art. 76 ff. KUVG) 

zu prüfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_42/2020 vom 19. Mai 2020 E. 

3.2.1).

2.1. Nach Art. 76 KUVG hat ein Versicherter Anspruch auf eine Invalidenrente, 

wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten nicht erwartet 

werden kann und der Unfall eine voraussichtlich bleibende 

Erwerbsunfähigkeit hinterlässt. Das KUVG umschrieb nicht, wie der für die 

Festsetzung des Umfangs des Rentenanspruchs massgebende 

Invaliditätsgrad zu ermitteln ist. Nach damaliger Praxis war eine 

Invaliditätsschätzung, die allein auf das Mass der tatsächlichen 

Erwerbseinbusse abstellte, grundsätzlich unzulässig. Sodann wurden mit 

der Invalidenrente oft auch unfallbedingte Beeinträchtigungen der 

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körperlichen oder psychischen Integrität durch entsprechenden Zuschlag 

beim Invaliditätsgrad abgegolten (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts U 123/06 vom 23. November 2006 E.3 f.). 

2.2. Nach Art. 80 Abs. 1 KUVG ist die Rente für die Folgezeit entsprechend zu 

erhöhen, zu vermindern oder aufzuheben, wenn die Erwerbsunfähigkeit 

nach Festsetzung der Rente erheblich grösser oder geringer geworden ist. 

Ob eine Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des 

Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung 

bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung 

bzw. des darauf basierenden Einspracheentscheids. Nach Art. 80 Abs. 2 

KUVG kann eine Rente während der ersten 3 Jahre nach ihrer Festsetzung 

jederzeit, in der Folge aber nur noch bei Ablauf des 6. und 9. Jahres 

revidiert werden. Über den Wortlaut von Art. 80 Abs. 2 KUVG hinaus ist die 

Erhöhung einer altrechtlichen Rente jedoch rechtsprechungsgemäss trotz 

Ablauf von neun Jahren seit Rentenfestsetzung möglich, wenn die 

Unfallversicherung (SUVA) auf einen Rückfall oder auf Spätfolgen 

einzutreten hatte, die entsprechenden Beschwerden in natürlichem und 

adäquatem Kausalzusammenhang zum ursprünglichen Unfall stehen und 

eine erhebliche Verschlimmerung der Unfallfolgen bewirken (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 8C_42/2020 vom 19. Mai 2020 E.3.2.2 und 

8C_477/2018 vom 4. Dezember 2018 E.3). Einer Revision nicht mehr 

zugänglich sind lediglich geänderte Auswirkungen einer im Wesentlichen 

gleichgebliebenen Gesundheitsbeeinträchtigung (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 106/02 vom 19. November 2002 

E.4). Der Zeitraum (9 Jahre), in dem eine Rentenrevision gemäss Art. 80 

Abs. 2 KUVG hätte stattfinden müssen, ist vorliegendenfalls längstens 

abgelaufen, wenn allein der Zeitpunkt zwischen der ursprünglichen 

Rentenverfügung (1981) und der hier streitigen Revisionsverfügung (2018) 

bzw. der darauf basierende und angefochtene Einspracheentscheid (2019) 

betrachtet worden wäre, weil in der Zwischenzeit 37 bzw. 38 Jahre 

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vergangen sind. Nichts desto trotz hat sich die Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Entscheid mit der Überprüfung der Rentenhöhe 

(revisionsweise) befasst, da ein Rückfall (1992) und eine Verschlimmerung 

des Gesundheitszustands (2015) von Seiten des Beschwerdeführers 

beklagt worden sind, die zu den Verfügungen 1993 (bestätigt mit 

Einspracheentscheid 1994 betreffend UV-Rente; keine 

Integritätsentschädigung) sowie 2016 betreffend Integritätsentschädigung 

20 % geführt haben, die sodann in Rechtskraft erwachsen sind. 

Gegenstand des aktuellen Beschwerdeverfahrens kann daher nur noch die 

(Revisions-)Verfügung vom 7. November 2018 (Bestätigung 

Invaliditätsgrad 20 % für UV-Rente; plus Integritätsentschädigung 5 %; auf 

total 25 %) sein, welche mit Einspracheentscheid vom 18. Februar 2019 

bestätigt wurde.

2.3. Ausgangspunkt für die Überprüfung der Rentenhöhe sind die seit 2016 zu 

den Akten eingereichten Facharzt-, Klinik- und Spezialistenberichte über 

eine Verschlimmerung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers.

2.3.1. Im Kreisarztbericht vom 31. März 2016 hielt Dr. med. C._____, Facharzt für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, – unter Berücksichtigung der ganzen bisherigen Krankengeschichte 

des Beschwerdeführers – fest, die Untersuchung erfolge 35 Jahre nach 

dem Unfallereignis. Die letztmalige kreisärztliche Untersuchung habe im 

April 1993 stattgefunden. Im Vergleich zur damaligen Untersuchung sei 

subjektiv und objektiv eine deutliche Verschlechterung eingetreten. Die 

Hüftproblematik rechts sei nicht unfallkausal. Bezüglich des rechten 

Kniegelenks bestehe ganz klar ein Behandlungsbedarf bei sekundärer 

Gonarthrose. Die aktuelle Belastbarkeit des rechten Knies könne mit 

grosser Wahrscheinlichkeit durch die geeignete Behandlung nochmals 

deutlich gesteigert werden. Nach entsprechender Behandlung sei davon 

auszugehen, dass der Versicherte leistungsfähiger werde und dass ihm 

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eine leichte bis mittelschwere Arbeit ganztags zugemutet werden könne. 

Die Unfallfolgen hätten sich seit 1984 insofern verschlimmert, als sich die 

leichte Gonarthrose in eine mittelschwere Gonarthrose lateral betont 

verschlimmert habe. Dies gehe einher mit einer Zunahme der 

Beschwerden und mit einer Verminderung der Kniegelenksfunktion. 

Gestützt darauf sei eine Integritätsentschädigung zu gewähren. Die 

kardiale Funktion sei gut und es seien keine Pathologien zu finden, welche 

mit dem Unfall vom 6. Mai 1980 möglicherweise zusammenhingen (vgl. 

Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 51/4 f.). 

Gestützt auf diese kreisärztliche Beurteilung gewährte die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. April 

2016 erstmals eine separate Integritätsentschädigung von 20 % (Bg-act. 

57). 

2.3.2. Im Austrittsbericht der Rehaklinik B._____ vom 14. August 2018 (inkl. 

Psychosomatischem Konsilium durch Lic. phil. D._____/Dr. med. E._____) 

wird zu den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und die Zumutbarkeit 

aus psychiatrischer Sicht festgehalten, dass die festgestellte psychogene 

Störung aktuell eine mindestens mittelschwere arbeitsrelevante 

Leistungsminderung begründe. Die berufliche Tätigkeit als Förster sei dem 

Versicherten nicht zumutbar, da die Anforderungen dafür zu hoch seien 

(sehr schwere Tätigkeit in unebenem Gelände). Für andere berufliche 

Tätigkeiten (sehr leichte Arbeit) sei er ganztags einsetzbar. Eine spezielle 

Einschränkung bestehe ad Knie rechts (Pangonarthrose ohne 

Kniegelenkersatz); vorwiegend sitzend ohne längerdauernde Einnahme 

von Zwangshaltungen. Der Patient sei berentet und seit Jahrzehnten nicht 

mehr berufstätig (Bg-act. 187/3). Der Patient, der in X._____ lebe, habe 

von seiner 38-jährigen Leidensgeschichte seit einem Arbeitsunfall bei 

Waldarbeiten (Traktor auf rechtes Bein gestürzt) in der Schweiz berichtet. 

Seither bestehe ein langwieriger klinischer Verlauf mit mehreren operativen 

Eingriffen, teilweise in grösseren zeitlichen Abständen. Seit 2015 sei es zu 

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einer Beschwerdezunahme in Bezug auf die Schmerzen und die 

Bewegungseinschränkung gekommen. Erschwerend sei hinzugekommen, 

dass der Patient in X._____ nicht krankheits- bzw. unfallversichert sei, 

weshalb man ihn bei Behandlungsfragen stets abgewiesen habe. 

Diagnostisch gebe es aktuell in Bezug auf die Symptom-Trias Hinweise auf 

ein Vermeidungsverhalten (beispielsweise bei Erwähnung des Traktors), 

Hyperarousal (grosse psychomotorische Anspannung, Schlafstörung, 

Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit, panikartige Anfälle mit 

Beklemmungsgefühlen) sowie Intrusionen (Unfallträume, 

Nachhallerinnerungen, Flashbacks mit und ohne Erwähnung des Unfalls). 

Aktenanamnestisch sei die Rede von einer seit mindestens 2015 

bestehenden mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1) sowie 

einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10: F43.1). Insgesamt 

bestehe auch der Verdacht auf eine andauernde 

Persönlichkeitsveränderung bei langandauernden Schmerzen (ICD-10: 

F62.8). Der Patient scheine in einer Opferrollenproblematik zu verharren 

(Bg-act. 187/4). Zur somatischen Beurteilung wurde festgehalten, dass die 

offene distale intraartikuläre laterale Femurkondylenfraktur rechts initial 

(1980) osteosynthetisch versorgt und 1992 erneut operativ (Fistelexzision 

am rechten Knie [vgl. Bildaufnahmen Bg-act. 149-150]) behandelt worden 

sei. Darauf habe sich eine Gonarthrose entwickelt, weshalb aktuell 

belastungsabhängige Knieschmerzen rechts im Vordergrund stünden, die 

als Folge der lateral betonten Gonarthrose erklärt werden könnten (Bg-act. 

187/5).  

2.3.3. In seiner letzten ärztlichen Beurteilung vom 17. September 2018 hielt der 

Kreisarzt Dr. med. C._____ fest, dass die Schmerzproblematik im Vergleich 

zur kreisärztlichen Untersuchung vom 6. April 1993 zweifellos 

zugenommen habe. Die Beweglichkeit sei klinisch vor allem bezüglich 

Flexion schlechter geworden (Extensionsdefizit von 20 Grad, maximale 

Flexion 70 Grad). Die Verschlechterung des Zustands erfordere eine 

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Anpassung des Integritätsschadens. Dem Versicherten sei anlässlich der 

Abschlussuntersuchung von 1993 noch eine körperlich wechselbelastende 

Tätigkeit ganztags zumutbar gewesen. Aufgrund der jetzigen Verhältnisse 

im Bereich des rechten Kniegelenks sei dem Versicherten rein aus 

unfallkausaler Sicht nur noch eine sehr leichte Arbeit vorwiegend sitzend 

ohne längerdauernde Einnahme von Zwangshaltungen während maximal 

sieben Stunden täglich zumutbar (zwischenzeitliche Pausen) (Bg-act. 

191/2). Die Schätzung des Integritätsschadens wurde auf total 25 % 

(bereits gutgesprochen März 2016 20 %; [neu] netto 5 %) festgelegt. Es 

liege eine schwere Gonarthrose vor, die in Tabelle 5 

"Integritätsentschädigung gemäss UVG" einem Spielraum von 15 bis 30 % 

zugeordnet sei (Bg-act. 192).

Gestützt auf diese kreisärztliche Beurteilung gewährte die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 7. 

November 2018 eine (zusätzliche zu den 20 %) Integritätsentschädigung 

netto 5 %; nebst Bestätigung der UV-Rente bei Invaliditätsgrad 20 % (Bg-

act. 195) und bestätigte diese mit Einspracheentscheid vom 18. Februar 

2019 (Bg-act. 204).

2.3.4. Wie den eben zitierten Berichten und Beurteilungen entnommen werden 

kann, hat sich der arbeitsfähigkeitsrelevante Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers – ausser den vermehrten Schmerzen und der 

Beweglichkeitsverminderung am rechten Kniegelenk infolge Gonarthrose – 

aus somatischer Sicht seit dem Unfallereignis von 1980 nicht wesentlich 

verändert. Die berufliche Tätigkeit als Förster wurde als nicht zumutbar, da 

körperlich zu anstrengend, eingestuft; für andere sehr leichte Tätigkeiten in 

vorwiegend sitzender Körperhaltung ohne längerdauernde 

Zwangshaltungen wurde der Beschwerdeführer hingegen als noch 

ganztags bzw. zumindest während maximal sieben Stunden pro Tag 

arbeitsfähig eingestuft. Aus revisionsrechtlicher Sicht wird nachfolgend zu 

prüfen sein, ob diese medizinischen Beurteilungen bei der Ermittlung und 

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erneuten Bestätigung des Invaliditätsgrads von 20 % für eine UV-Rente 

einerseits sowie bei der Festsetzung der Integritätsentschädigung von 

insgesamt 25 % andererseits korrekt berücksichtigt wurden. 

2.3.5. Im Schreiben vom 19. Oktober 2015 (Bg-act. 21) liess der 

Beschwerdeführer – ohne weitere Belege oder Hinweise – vorbringen, 

dass alle psychischen Beschwerden, unter denen er leide, auch Folge des 

Unfallereignisses seien und deshalb die Voraussetzungen für eine höhere 

SUVA-Rente als 20 % gegeben seien. Entgegen der Darstellung des 

Beschwerdeführers hat sich die Beschwerdegegnerin bereits früher 

ausdrücklich mit dem Vorbringen psychischer Beschwerden befasst und 

diese mit Verfügung vom 26. August 1993 (Bg-act. 165/2 f., Ziff. 6) und 

Einspracheentscheid vom 26. Mai 1994 (Bg-act. 172/5 f., Ziff. 2d) als 

unfallfremd bezeichnet. Der erwähnte Einspracheentscheid ist 

unangefochten in Rechtskraft erwachsen und damit rechtsverbindlich 

geworden. Die im Jahre 2018 diagnostizierte mittelgradige depressive 

Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) – die seit mindestens 

2015 bestehen soll – sowie die chronifizierte posttraumatische 

Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), differentialdiagnostisch mit 

andauernder Persönlichkeitsveränderung bei chronischem 

Schmerzsyndrom (ICD-10: F62.80) (Bg-act. 187/16) können hingegen 

nach 35 Jahren offensichtlich nicht mehr als unfallkausal bezeichnet 

werden, weil dafür nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein 

geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 

144 V 427 E.3.2, 140 V 356 E.3.1) andere Ereignisse im Leben des 

Beschwerdeführers – wie beispielsweise das Miterleben des Krieges in den 

90-er Jahren in der Heimat des Beschwerdeführers und die Auswirkungen 

der Trennung von seiner Familie (Bg-act. 152 Absatz 2, 162/2) – ursächlich 

sein dürften. Ein Revisionsanspruch für die psychischen Probleme (seit 

2015) besteht nach Ablauf der 9-jährigen Frist seit der ursprünglichen 

Rente (1981) gemäss Art. 80 Abs. 2 KUVG somit aufgrund der von der 

- 14 -

Rechtsprechung festgelegten Voraussetzungen (vgl. hiervor Erwägung 2.2 

mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung) insbesondere 

bereits mangels Kausalität nicht. Weiterungen zum Anliegen des 

Beschwerdeführers vom 19. Oktober 2015 (wie auch zu dessen späteren 

Schreiben) erübrigen sich.

3.1. Da die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 7. November 2018 wie 

auch im angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. Februar 2019 die 

Voraussetzungen für die Prüfung einer Rentenrevision als erfüllt 

betrachtete, bleibt somit, die Rentenhöhe revisionsweise zu überprüfen, da 

der Beschwerdeführer eine UV-Rente auf der Basis von mindestens 40 % 

beantragt, ohne dies jedoch zu begründen. Die Rentenrevision hat sich 

nach dem alten Recht (Art. 76-82 KUVG) zu richten. Ein Versicherter hat 

Anspruch auf eine UV-Rente, wenn der Unfall eine voraussichtlich 

bleibende Erwerbsunfähigkeit hinterlässt und von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes nicht erwartet werden kann (Art. 76 KUVG). Für die 

Invaliditätsbemessung ist nicht die medizinisch-theoretische Schätzung der 

Arbeitsfähigkeit durch den Arzt ausschlaggebend, sondern vielmehr die 

durch die Unfallfolgen bedingte Einschränkung der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem gesamten für den Versicherten in Betracht fallenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. BGE 110 V 275 E. 4). Entscheidend sind 

also die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Aufgabe des Arztes ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 

welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten ein Versicherter 

arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einem 

Versicherten im Hinblick auf seine persönlichen Verhältnisse noch 

zugemutet werden können (BGE 115 V 134 E. 2). Geht ein Versicherter 

keiner Erwerbstätigkeit nach, so lässt sich ein exakter 

Einkommensvergleich nicht anstellen. Fehlen die zur Bezifferung des 

- 15 -

Invalideneinkommens erforderlichen Zahlen, so kann der Invaliditätsgrad 

anhand der medizinischen Fakten und aufgrund der allgemeinen 

Einkommensvergleichsmethode im Rahmen eines bloss 

schätzungsweisen und summarischen Vergleichs der beiden 

hypothetischen Erwerbseinkommen bestimmt werden. Dabei kommt der 

ärztlichen Beurteilung, inwieweit die Leistungsfähigkeit des Versicherten 

durch die Unfallfolgen eingeschränkt ist, praxisgemäss erhöhtes Gewicht 

zu, namentlich was die noch zumutbare Arbeitsleistung betrifft (BGE 114 V 

310 E.3a/b). Aus der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung lässt sich 

ableiten, welche Tätigkeiten für den Versicherten trotz der unfallbedingten 

Einschränkungen noch in Frage kommen. Alsdann ist zu schätzen, wieviel 

der Versicherte bei Ausübung einer solchen Tätigkeit noch verdienen 

könnte (Invalideneinkommen). Dieses Einkommen ist mit demjenigen zu 

vergleichen, welches der Versicherte ohne unfallbedingte Behinderung 

erreichen könnte (Valideneinkommen). Diese Gegenüberstellung ergibt 

den Invaliditätsgrad. Bezüglich der Erwerbsfähigkeit sei noch auf den im 

Sozialversicherungsrecht geltenden Rechtgrundsatz der 

Schadenminderungspflicht hingewiesen, wonach ein Versicherter alles ihm 

Zumutbare vorzukehren hat, um die erwerblichen Auswirkungen eines 

erlittenen Gesundheitsschadens bestmöglich zu mildern (BGE 117 V 394 

E.4.b). 

3.2. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist festzustellen, was der 

Versicherte mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

ohne Unfall verdienen würde. Dabei wird rechtsprechungsgemäss in der 

Regel beim zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft. Laut 

Auskunft des früheren Arbeitgebers des Beschwerdeführers vom 4. Januar 

2018 werden keine Waldarbeiten mehr ausgeführt (Bg-act. 92). Aus 

diesem Grund ist zur Ermittlung des Valideneinkommens – mangels 

konkreter Lohnzahlungen – auf die statistischen Lohnstrukturerhebungen 

- 16 -

(LSE 2016) des Bundes abzustellen. Laut Unfallanzeige vom 8. Mai 1980 

(Bg-act. 119) war der Beschwerdeführer als angelernter Waldarbeiter 

berufstätig. Wie die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid ausführte, stellte sie auf die Tabelle TA 17 der damals 

aktuellsten LSE 2016 (BGE 143 V 295 E.2.3) für Hilfskräfte in der Land-, 

Forstwirtschaft und Fischerei im Alter ab 50 Jahren ab. Sie zog den 

Monatslohn von Fr. 4'911.-- heran, was mittels Indexierung von 0.4 % 

(2017) und 0.5 % (2018) und unter Aufrechnung der wöchentlichen 

Arbeitszeit von 42.8 Stunden für 12 Monate zu einem Valideneinkommen 

von Fr. 63'625.-- führte (Bg-act. 204/9). Diese Berechnung ist nicht zu 

beanstanden und auch der Beschwerdeführer äusserte sich nicht dazu. 

Lediglich nebenbei sei bemerkt, dass der Bruttolohn von Fr. 4'911.— mit 

den Mindestlohnempfehlungen 2018 des Verbands Forstunternehmer 

Schweiz FUS für einen Spezialisten/Maschinisten übereinstimmt, auf die 

abzustellen der ehemalige Arbeitgeber des Beschwerdeführers empfohlen 

hatte (Bg-act. 92, 105). Daraus erhellt, dass sich die Beschwerdegegnerin 

nicht unkorrekt oder diskriminierend gegenüber dem Beschwerdeführer 

verhielt. Dies umso mehr, als dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt 

des Unfalls im Jahre 1980 zu einem Grundlohn von Fr. 11.50 pro Stunde 

angestellt war (Bg-act. 119, 123) und sich sein versicherter Jahresverdienst 

als gesunder Waldarbeiter auf Fr. 19'159.-- belief (Bg-act. 4, 128). 

3.3.1. Für die Ermittlung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung 

des Bundesgerichts in erster Linie von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach 

Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung 

als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich 

erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solch tatsächlich erzieltes 

- 17 -

Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach 

Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können auch hier 

die LSE-Tabellen zur Berechnung herangezogen werden (vgl. BGE 143 V 

295 E.2.2, 142 V 178 E.2.5.7, 135 V 297 E.5.2, 126 V 75 E.3b/bb). Bei den 

LSE-Werten ist praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne 

(Tabellengruppe A) abzustellen, wobei jeweils vom sogenannten 

Zentralwert (Median) auszugehen ist (BGE 129 V 472 E.4.2.1). Persönliche 

und berufliche Merkmale der versicherten Person – wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad – können einen auf höchstens 25 % begrenzten 

Leidensabzug von dem nach den LSE-Tabellen zu ermittelnden 

Invalideneinkommen rechtfertigen, soweit anzunehmen ist, dass die trotz 

des Gesundheitsschadens verbleibende Leistungsfähigkeit infolge eines 

oder mehrerer dieser Merkmale auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden kann (siehe BGE 

146 V 16 E.4.1, 134 V 322 E.5.2, 126 V 75 E.5). 

3.3.2. Im Kreisarztbericht vom 31. März 2016 hielt Dr. med. C._____ zuerst fest, 

dass der Versicherte nach entsprechender Behandlung leistungsfähiger 

werde und dass ihm eine leichte bis mittelschwere Arbeit ganztags 

zugemutet werden könne (vgl. hiervor Erwägung 2.3.1). Im Austrittsbericht 

der Rehaklinik B._____ vom 14. August 2018 wurde zur 

Restarbeitsfähigkeit des Versicherten festgehalten, dass ihm die berufliche 

Tätigkeit als Förster nicht zumutbar sei, da die Anforderungen dafür zu 

hoch seien. Für andere berufliche Tätigkeiten (sehr leichte Arbeit) sei er 

ganztags einsetzbar (siehe hiervor Erwägung 2.3.2). In seiner 

kreisärztlichen Beurteilung vom 17. September 2018 hielt Dr. med. 

C._____ schliesslich fest, dass dem Versicherten nur noch eine sehr leichte 

Arbeit vorwiegend sitzend ohne längerdauernde Einnahme von 

Zwangshaltungen während maximal sieben Stunden täglich zumutbar 

- 18 -

seien (siehe hiervor Erwägung 2.3.3). Diese Zumutbarkeitsbeurteilungen 

waren von der Beschwerdegegnerin rentenrevisionsrechtlich zu würdigen 

(siehe hiervor Erwägung 2.3.4).

3.3.3. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid auf LSE 2016, Tabelle TA1, Kompetenzniveau [KN] 

1, Männer mit einem Bruttolohn von Fr. 5'340.-- bei einer wöchentlichen 

Arbeitszeit von 40 Stunden abgestellt (Bg-act. 204/12). Umgerechnet auf 

die zumutbare wöchentliche Arbeitszeit von 35 Stunden infolge erhöhten 

Pausenbedarfs sowie unter Indexierung von 0.4 % (2017) und 0.5 % (2018) 

ergibt sich unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10 % ein 

jährliches Invalideneinkommen von Fr. 50'917.---. Das Kompetenzniveau 1 

erfasst "einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art". Die 

Beschwerdegegnerin hat folglich das tiefste Niveau von insgesamt vier 

Kompetenzniveaus zu Gunsten des Beschwerdeführers angenommen. 

Diese Einschätzung erscheint dem streitberufenen Gericht 

nachvollziehbar, entspricht das erstellte Zumutbarkeitsprofil des 

Kreisarztes Dr. med. C._____ in seinen beiden Untersuchungsberichten 

vom 31. März 2016 (Bg-act. 51) und 17. September 2018 (Bg-act. 191) wie 

auch dasjenige der Rehaklinik B._____ vom 14. August 2018 (Bg-act. 

187/3) der verbliebenen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten 

Tätigkeit, vorwiegend sitzend und ohne Einnahme längerdauernder 

Zwangshaltungen bei einer Einsatzfähigkeit von maximal 7 Stunden pro 

Tag aufgrund zwischenzeitlicher Pausen. Den festgestellten Mobilitäts- und 

Arbeitseinschränkungen wurde im konkreten Fall durch die Gewährung 

eines zusätzlichen Leidensabzugs von 10 % bei der Festlegung des 

Invalideneinkommens Rechnung getragen. Auch die Berechnung des 

Invalideneinkommens ist vertretbar und korrekt und der Beschwerdeführer 

hat sie auch nicht beanstandet. 

- 19 -

3.4. Werden die beschwerdegegnerisch berechneten Vergleichseinkommen 

mit dem Valideneinkommen von Fr. 63'625.— und dem 

Invalideneinkommen von Fr. 50'917.-- einander gegenübergestellt, ergibt 

sich ein Invaliditätsgrad von 19.97 % und somit eine UV-Rente von 20 %. 

Der Einspracheentscheid erweist sich insofern als rechtens und die 

Beschwerde ist entsprechend abzuweisen. 

4.1. Der Beschwerdeführer beantragt eine Erhöhung der 

Integritätsentschädigung auf mindestens 30 %, ohne aber sein Begehren 

zu begründen. Dieses ist im Folgenden zu überprüfen.

4.2. Nach Art. 118 Abs. 2 lit. c UVG sind in Bezug auf die 

Integritätsentschädigungen die Bestimmungen des seit dem 1. Januar 

1984 geltenden UVG massgebend und anwendbar, sofern der Anspruch 

erst nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes entstanden ist. Vorliegend 

bedeutet das, dass hier bezüglich der Überprüfung der angefochtenen 

Integritätsentschädigung die Vorschriften des UVG (und nicht des KUVG) 

zur Anwendung gelangen, da die erstmalige Integritätsentschädigung in 

der Höhe von 20 % mit Verfügung vom 22. April 2016 (Bg-act. 57) und die 

zusätzliche Integritätsentschädigung von plus netto 5 % mit Verfügung vom 

7. November 2018 (Bg-act. 195), bestätigt mit Einspracheentscheid vom 

18. Februar 2019 (Bg-act. 204/14 ff.), gewährt wurden. Der Antrag des 

Beschwerdeführers um Erhöhung der Integritätsentschädigung auf 

mindestens 30 % von bisher (total) 25 % ist daher nach Art. 24 f. UVG und 

Art. 36 der Unfallversicherungsverordnung (UVV; SR 832.202) zu 

beurteilen. 

4.3. Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat eine versicherte Person Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch einen Unfall eine 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität erleidet. Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVV gilt ein 

- 20 -

Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraussichtlich während des 

ganzen Lebens mindestens im gleichen Umfang besteht. Er ist erheblich, 

wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von 

der Erwerbstätigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_326/2017 vom 13. Oktober 2017 E.4.4). Laut Art 36 

Abs. 2 UVV gelten für die Bemessung dieser Entschädigung die Richtlinien 

des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer nicht abschliessenden 

Skala häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_19/2017 vom 22. Mai 2017 E.4.2; BGE 124 

V 29 E.1b). In Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala hat die SUVA 

weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Nach 

Art. 25 Abs. 1 UVG ist die Höhe der Integritätsentschädigung im Grundsatz 

nach der Schwere des Integritätsschadens zu bestimmen (vgl. so bereits: 

THOMAS FREI, Die Integritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 UVG, Diss. 

Freiburg 1998, S. 68 ff.; Urteile des Bundesgerichts 8C_424/2014 vom 25. 

November 2014 E.2.1, 8C_906/2015 vom 12. Mai 2016 E.5.1).

4.4. In seiner medizinischen Beurteilung des Integritätsschadens vom 20. 

September 2018 (Bg-act. 192) hielt der Kreisarzt Dr. med. C._____, 

Facharzt für orthopädische Chirurgie, fest, es liege eine schwere 

Gonarthrose vor, welche in Tabelle 5 "Integritätsentschädigung gemäss 

UVG" einen Spielraum von 15 bis 30 % vorsehe. Er selbst schätzte den 

Integritätsschaden auf total 25 % (bereits zugesprochen März 2016 20 % 

zzgl. netto 5%). An dieser fachärztlichen Gesamtbeurteilung gibt es aus 

Sicht des Gerichts nichts auszusetzen, zumal nicht erkennbar ist und vom 

Beschwerdeführer auch nicht behauptet, inwiefern die 

Beschwerdegegnerin anhand dieser klaren Fakten in der Ausübung ihres 

pflichtgemässen Ermessens rechtswidrig entschieden haben sollte. Daran 

ändert nichts, dass nach der genannten Tabelle 5 für die Pangonarthrose 

(= Arthrose des Kniegelenks, die alle 3 Gelenksteile betrifft) einem 

Integritätsschaden bei mässig 10-30 % bzw. bei schwer 30-40 % entspricht, 

- 21 -

weil in casu lediglich eine Gonarthrose (Arthrose in einem Gelenksabschnitt 

des Knies; verursacht Schmerzen/ Steifheit im Knie) vom Facharzt 

attestiert wurde. Bloss im Austrittsbericht der Rehaklinik B._____ vom 14. 

August 2018 ist einmal (Bg-act. 187/3) von einer speziellen Einschränkung 

ad Knie rechts (Pangonarthrose ohne Kniegelenkersatz) die Rede, ohne 

jedoch näher auf eine (vermeintliche) Vielzahl der betroffenen Gelenksteile 

einzugehen. Vielmehr wird bei der somatischen Beurteilung (Bg-act. 187/5) 

ebenfalls (nur) von einer lateralen Gonarthrose gesprochen. Eine weitere 

Erhöhung der Integritätsentschädigung über die gesamthaft bereits 

gewährten 25 % erachtet das Gericht daher als unbegründet und sachlich 

nicht gerechtfertigt, weshalb auch diese Rüge letztlich ins Leere läuft. Im 

Übrigen kann das Gericht auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, 

wenn es anhand schon bekannter Fakten seine Überzeugung gebildet hat 

und ohne Willkür annehmen darf, seine Rechtsauffassung werde auch 

durch zusätzliche Beweiserhebungen nicht geändert (vgl. zur antizipierten 

Beweiswürdigung: BGE 136 I 229 E.5.3, 134 I 140 E.5.3). Für weitere 

Abklärungen besteht keine einzelfallrelevante Notwendigkeit.

5.1. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 18. Februar 2019 ist somit 

rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde vom 19. März 2019 führt.  

5.2. Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG – ausser bei leichtsinniger 

oder mutwilliger Prozessführung – für die Parteien kostenlos ist.

5.3. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht gemäss Art. 61 lit. g ATSG 

kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu.

Demnach erkennt das Gericht:

- 22 -

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]