# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57189f7a-697e-5911-9bef-89e4609d68b9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.01.2013 UV 2011/94
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-94_2013-01-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/94

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.09.2019

Entscheiddatum: 11.01.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 11.01.2013
Art. 6 UVG. Unfallkausalität von somatischen und psychischen 
Gesundheitsbeschwerden. Leistungseinstellung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Januar 2013, UV 
2011/94).

Präsident Martin Rutishauser, a.o. Versicherungsrichterin Gertrud Condamin, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 11. Januar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Tanja Strauch-Frei, Kriessernstrasse 40, 

9450 Altstätten SG,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ war bei der B.___ AG tätig und dadurch bei der Suva unfallversichert, als am 

30. Juli 1999 das Auto, in welchem er als Beifahrer sass, von der Strasse abkam, 

gegen einen Leitpfosten und eine Werbetafel fuhr und schliesslich mit einer 

Betonfassade kollidierte. Dabei wurde er schwer verletzt. Die Erstbehandlung und 

operative Versorgung erfolgte im Kantonsspital St. Gallen, wo eine distale Femurfraktur 

links, eine Tibiaplateau- und Pilon tibiale Fraktur links, eine Lisfranc-Luxationsfraktur 

und intraartikuläre Basisfraktur Metatarsale I links sowie eine Kompressionfraktur der 

Brustwirbelkörper (BWK) 8 und 9 festgestellt wurden (UV-act. 1-7). Am 18. Januar 2000 

erfolgte am Kantonsspital die Osteosynthesematerialentfernung am linken Fuss (UV-

act. 19) und am 11. Oktober 2000 die Metallentfernung an Tibia und Femur. 

Gleichzeitig wurde eine Valgisations-Innenrotationsfehlstellung am linken Femur 

behoben (UV-act. 28, 29, 30). Nachdem der Versicherte seine Arbeit als Schweisser 

wieder vollumfänglich aufgenommen hatte und weitere Abklärungen durchgeführt 

worden waren, eröffnete ihm die Suva mit Verfügung vom 9. Dezember 2002, dass er 

gestützt auf eine unfallbedingte Integritätseinbusse von 15% Anspruch auf 

Integritätsentschädigung habe (UV-act. 48).

A.b Am 27. April 2005 wurde im Spital D.___ die Metallentfernung am linken Femur 

durchgeführt (UV-act. 56). Am 25. Juli 2005 nahm der Versicherte die Arbeit erneut 

wieder vollständig auf. Am 7. März 2006 wurde die ärztliche Behandlung 

abgeschlossen (UV-act. 62, 63). Am 8. Dezember 2009 meldete die Arbeitgeberin einen 

Rückfall bzw. eine Spätfolge zum Unfall vom 30. Juli 1999 (UV-act. 67). Nach 

Durchführung von Behandlungen gab der Hausarzt Dr. med. C.___, Innere Medizin und 

Onkologie FMH, am 20. September 2010 unter anderem bekannt, dass zeitweise noch 

belastungsabhängige Schmerzen im linken Bein bestehen würden, eine Therapie 

jedoch nicht durchgeführt werde (UV-act. 75). Mit Verfügung vom 14. Juni 2011 stellte 

die Suva die Versicherungsleistungen auf den 20. Juni 2011 ein mit der Begründung, 

dass keine behandlungsbedürftige Unfallfolgen mehr vorliegen würden und bezüglich 

der psychischen Beschwerden die adäquate Unfallkausalität zu verneinen sei (UV-act. 

82). Die gegen diese Verfügung von Rechtsanwältin lic. iur T. Strauch-Frei, Altstätten, 

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für den Versicherten erhobene Einsprache (UV-act. 89) wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 18. Oktober 2011 ab (UV-act. 92).

B.   

B.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwältin Strauch-Frei für den 

Versicherten am 18. November 2011 Beschwerde und ergänzte diese mit Eingabe vom 

9. Januar 2012. Sie stellte die Anträge, der Entscheid und die Verfügung vom 14. Juni 

2011 seien aufzuheben und dem Versicherten seien für sämtliche Folgen des Unfalls 

vom 30. Juli 1999 die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen. Eventualiter 

sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. Zur Begründung legte die Rechtsvertreterin unter anderem dar, die 

Beschwerdegegnerin habe den Beweis zu erbringen, dass die organischen 

Beschwerden nicht mehr auf den Unfall von 1999 zurückzuführen seien. Diesen Beweis 

habe sie bisher nicht erbracht. Es treffe nicht zu, dass keine behandlungsbedürftigen 

Unfallfolgen mehr vorlägen. Vielmehr werde der Beschwerdeführer aktuell wegen seiner 

Krebserkrankung behandelt, so dass die Behandlung der Knieschmerzen momentan 

keine Priorität geniesse. Ferner sei die Beschwerdegegnerin auch für die psychischen 

Beschwerden leistungspflichtig. Beim Unfall von 1999 habe es sich um einen schweren 

Fall der mittleren Gruppe gehandelt. Das Unfallereignis sei als besonders eindrücklich 

einzustufen. Es seien mehrere Adäquanzkriterien in ausgeprägter Weise erfüllt. Die 

Beschwerdegegnerin habe zusätzliche medizinische Abklärungen und ein 

psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben (act. G 1, 3).

B.b In der Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2012 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen 

Entscheids. Zur Begründung verwies sie auf die Ausführungen im angefochtenen 

Entscheid und führte unter anderem aus, die somatischen Unfallfolgen seien im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung gar nicht behandlungsbedürftig gewesen. Seit 20. 

September 2010 sei keine Therapie mehr erfolgt (UV-act. 75). Dementsprechend habe 

Dr. C.___ auch bestätigt, dass das Leiden im linken Bein stabil sei (act. G 3.2). Der 

Beschwerdeführer sei nach der Rückfallmeldung vom Dezember 2009 nie unfallbedingt 

arbeitsunfähig gewesen. Mangels unfallbedingter Behandlungsbedürftigkeit und 

Arbeitsunfähigkeit bestehe kein Anspruch auf vorübergehende Versicherungsleistungen 

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(Heilkosten, Taggeld). Die natürliche Unfallkausalität der psychischen Beschwerden 

lasse sich nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellen, nachdem zwischen dem Unfall vom 30. Juli 1999 und den 

Ende 2010 aufgetretenen psychischen Störungen mehr als ein Jahrzehnt liege. Dies 

gelte umso mehr, als unfallfremde psychische Belastungsfaktoren aktenkundig seien. 

Ferner fehle es bezüglich der psychischen Störungen auch an der adäquaten 

Unfallkausalität. Es habe sich um ein mittelschweres Ereignis im mittleren Bereich 

gehandelt. Kein einziges der in diesem Zusammenhang massgebenden Kriterien sei 

erfüllt.

B.c Mit Replik vom 16. April 2012 bestätigte die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers ihre Anträge und Ausführungen. Zusätzlich hielt sie fest, es gehe 

vorliegend nicht nur um die Ausrichtung von Heilungskosten, sondern auch um die 

Anpassung der Integritätsentschädigung infolge der fortgeschrittenen Arthrosen. Aus 

dem Umstand, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung und auch derzeit die 

Behandlung der Krebserkrankung sowie der stationären Therapie Vorrang habe, dürfe 

nicht geschlossen werden, die Behandlung der posttraumatischen 

Retropatellararthrosen sei abgeschlossen (act. G 11). Am 15. Mai 2012 zog die 

Rechtsvertreterin das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung zurück (act. G 15). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 16).

Erwägungen:

1.

Zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die für die Folgen des Unfalls 

vom 30. Juli 1999 erbrachten Versicherungsleistungen zu Recht auf den 20. Juni 2011 

einstellte oder nicht. Zu klären ist dabei, ob nach dem 20. Juni 2011 unfallbedingte 

physische und psychische Beschwerden vorlagen und ob diese eine ärztliche 

Behandlung erforderten und/oder eine Arbeitsunfähigkeit bewirkten. Die 

Beschwerdegegnerin legte die rechtlichen Voraussetzungen des Bestehens eines 

adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und physischen und psychischen 

Gesundheitsproblemen sowie die Beweisanforderungen im angefochtenen Entscheid 

(E. 1, 2 und 4) zutreffend dar; hierauf ist zu verweisen. Nicht Gegenstand des 

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angefochtenen Entscheids bildete die von der Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers in der Replik angesprochene Anpassung der 

Integritätsentschädigung. Hierauf kann dementsprechend auch im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren nicht eingetreten werden.

2.  

2.1  Die Ärzte des Kantonsspitals vermerkten im Bericht vom 13. September 1999 

unter anderem, im Zusammenhang mit der Arbeitsstelle und den privaten Umständen 

des Beschwerdeführers sei eine psychiatrische Betreuung erfolgt; dies auch in Hinsicht 

auf die kürzlich erfolgte Alkoholentziehungskur des Patienten. Am 1. September 1999 

habe man ihn bei insgesamt reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen 

können (UV-act. 7). Am 14. März und 11. Juli 2000 bestätigten die Ärzte eine 

Arbeitsfähigkeit von weiterhin 50% (UV-act. 23) sowie ab 10. Oktober 2000 

operationsbedingt (Metallentfernung, Behebung der Valgisations-

Innenrotationsfehlstellung am linken Femur) eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 28, 

29). Am 1. März 2001 nahm der Beschwerdeführer seine Arbeit wieder zu 100% auf. 

Anlässlich einer Kontrolluntersuchung im Kantonsspital vom 26. Oktober 2001 erklärte 

er sich als sehr zufrieden mit dem Behandlungsresultat (UV-act. 32-34, 39). Nachdem 

die Arbeitgeberin am 5. September 2002 telefonisch bekannt gegeben hatte, dass der 

Beschwerdeführer seit Anfang August 2002 aus psychischen Gründen im Spital sei 

(UV-act. 42), teilte sie am 25. November 2002 mit, dass er seit 14. Oktober 2002 wieder 

100% arbeite (UV-act. 43). Die ärztliche Abschlussuntersuchung durch Kreisarzt Dr. 

med. E.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, ergab gemäss Bericht vom 

3. Dezember 2002 unter anderem, dass im Vordergrund des Beschwerdebilds das linke 

OSG mit eher progredienten Belastungsschmerzen stehe. Zur Zeit könne dem 

Patienten keine effiziente Therapie angeboten werden; nicht auszuschliessen sei, dass 

zu einem späteren Zeitpunkt eine Arthrodese durchgeführt werden müsse. Nicht im 

Vordergrund stünden im Moment die Beschwerden von Seiten der Veränderungen im 

Bereich der Lisfranc-Gelenkkette; bei progredienten Beschwerden könne eine 

Versorgung dieser Gelenkkette durch eine Versteifung nicht ausgeschlossen werden. 

Hinsichtlich des linken Knies bestehe zur Zeit kein therapeutischer Handlungsbedarf; 

hingegen werde die Entfernung der Gabelplatte am Femur links empfohlen. Von Seiten 

der geringfügigen Wirbelfrakturen bestünden nur gelegentlich Beschwerden. Im 

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Bereich der LWS fänden sich keine posttraumatischen Veränderungen, hingegen 

Veränderungen leichter degenerativer Art. Insgesamt sei der Zustand in Anbetracht der 

multiplen Verletzungen als recht gut zu bezeichnen. Der Patient sei mit dem Resultat 

zufrieden. Er sei voll arbeitsfähig (UV-act. 44). Für die Arthrosen am linken OSG und 

Fuss schätzte der Kreisarzt den Integritätsschaden auf 15%, wobei er für den Fall einer 

möglichen Progredienz der Arthrosen und Durchführung von Arthrodesen die 

Notwendigkeit einer Neuevaluation der Integritätsentschädigung in Aussicht stellte (UV-

act. 45).

2.2  Am 27. April 2005 wurde im Spital D.___ die Metallentfernung am linken Femur 

durchgeführt, weil die Osteotomie am Femur zwar konsolidiert war, das Implantat 

(Gabelplatte) jedoch stark störte (UV-act. 56). Nach Durchführung von Physiotherapien 

und erneuter vollständiger Wiederaufnahme der Arbeit am 25. Juli 2005 wurde die 

Behandlung am 7. März 2006 abgeschlossen (UV-act. 62, 63). In der Folge waren 

gemäss Bericht von Dr. med. C.___ vom 21. Dezember 2009 im März 2009 Schmerzen 

im linken Knie aufgetreten. Radiologisch zeigte sich eine moderate Chondropathie des 

lateralen femoro-tibialen Kompartiments und eine fortgeschrittene Chondropathie des 

femoro-patellären Gelenks bzw. eine beginnende Femoro-Patellar-Arthrose bei im 

Übrigen regelrechtem Kernspintomogramm und ossär stabil konsolidierter 

Trümmerfraktur. Dr. C.___ verordnete Schuheinlagen. Eine Arbeitsunfähigkeit lag nicht 

vor. Der Behandlungsabschluss erfolgte am 21. Dezember 2009 (UV-act. 70 mit 

Beilagen). Anlässlich einer Konsultation bei Dr. C.___ vom 22. März 2010 klagte der 

Beschwerdeführer über OSG-Schmerzen links, worauf - bei weiterhin 

uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit - eine medikamentöse und physiotherapeutische 

Behandlung erfolgte. Am 20. September 2010 teilte Dr. C.___ mit, dass zeitweise 

immer noch belastungsabhängige Schmerzen bestünden. Eine Therapie werde aktuell 

nicht durchgeführt (UV-act. 74, 75). Am 12. Mai 2011 gab Dr. med. F.___, Klinik G.___, 

bekannt, dass sich der Beschwerdeführer vom 11. Oktober bis 3. November 2010 in 

stationärer psychiatrischer Behandlung befunden habe. Es sei zu vermuten, dass der 

Unfall vom 30. Juli 1999 bei der gegenwärtigen Symptomatik eine Rolle spiele, wobei 

der kausale Zusammenhang als gering gewichtet worden sei. Nachdem der Unfall über 

10 Jahre zurückliege, könne die Kausalität klinisch - wenn überhaupt - nur schwer 

beurteilt werden. Dies sei im Rahmen eines gutachterlichen Auftrags möglich (UV-act. 

78).

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3.  

3.1  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt erst, wenn das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich 

dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als 

bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 

gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 

2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für 

unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes 

Leiden hat, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal 

bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob 

unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 

haben, also dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Ebenso wenig 

geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteile des EVG vom 18. Dezember 2003, U 258/02, vom 25. Oktober 

2002, U 143/02, und vom 31. August 2001, U 285/00).

3.2  Nach Lage der Akten und den Vorbringen des Beschwerdeführers selbst fehlte es 

sowohl am 20. Juni 2011 (Einstellungsdatum) als auch im Zeitpunkt des angefochtenen 

Entscheids (18. Oktober 2011) an behandlungsbedürftigen somatischen Folgen des 

Unfalls vom 30. Juli 1999 und es lag somatisch unfallbedingt auch keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (Berichte Dr. C.___ vom 20. September 2010 

und 30. März 2011; UV-act. 75 und act. G 3.2). Wenn der Beschwerdeführer 

einwenden lässt, er werde aktuell wegen seiner Krebserkrankung behandelt, weshalb 

die Behandlung der Knieschmerzen keine Priorität geniesse, wobei Dr. C.___ am 20. 

September 2010 (UV-act. 75) eine unbestimmte Dauer der Behandlung und Arzttermine 

in ca. halbjährlichen Abständen bestätigt habe (act. G 1 S. 3f), ist festzuhalten, dass der 

Arzt im erwähnten Bericht explizit die Durchführung einer Therapie verneinte und eine 

volle Arbeitsfähigkeit bescheinigte (UV-act. 75). Eine zwischenzeitliche gesundheitliche 

Veränderung mit erneuter (aktueller) Behandlungsbedürftigkeit von Unfallfolgen lässt 

sich insbesondere auch dem Bericht von Dr. C.___ vom 30. März 2011 nicht 

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entnehmen. Vielmehr bestätigte der Arzt dort hinsichtlich des Leidens im linken Bein 

eine stabile Situation (act. G 3.2) und damit auch keine Veränderung hinsichtlich der 

von ihm zuvor immer wieder bestätigten, aus Unfallgründen uneingeschränkten 

Arbeitsfähigkeit. Die von Dr. C.___ erwähnte Karzinombehandlung hat offensichtlich 

eine Krankheitsursache und die von ihm erwähnte 50%ige Arbeitsunfähigkeit ist - bei 

stabilen Verhältnissen am linken Bein - auf unfallfremde Gegebenheiten (internistische 

Probleme) zurückzuführen (act. G 3.2). Zeitweise belastungsabhängige Schmerzen 

hatte Dr. C.___ denn auch - bei uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit - bereits am 20. 

September 2010 festgehalten (UV-act. 75). Eine erneute Anfrage bei Dr. C.___ 

betreffend allfällige unfallbedingte Behandlungen und Arbeitsunfähigkeiten im Zeitraum 

bis Oktober 2011 (Datum angefochtener Entscheid), wie sie vom Beschwerdeführer 

beantragt wird, würde in Anbetracht der geschilderten Umstände aller Voraussicht 

nach nicht weitere Erkenntnisse bringen. Unbestritten ist im Übrigen, dass ein 

unfallbedingter (stabiler) Dauerschaden (vgl. act. 3.2) vorliegt, ansonsten keine 

Integritätsentschädigung hätte zugesprochen werden können. In diesem Verfahren sind 

lediglich die Verhältnisse bis zum Datum des angefochtenen Entscheids (18. Oktober 

2011) zu prüfen. Dabei bleibt selbstredend das Rückfallmelderecht für spätere 

Verschlechterungen bzw. eine erneute Behandlungsbedürftigkeit, wie sie von Suva-Arzt 

Dr. med. H.___ bereits im Bericht vom 17. Juni 2004 in Betracht gezogen worden war 

(act. G 3.4. S. 2), sowie für - hier wie erwähnt mangels entsprechendem 

Anfechtungsgegenstand nicht zu prüfende (E. 1) - Anpassungen der 

Integritätsentschädigung infolge fortgeschrittener Arthrosen (act. G 11 S. 3f) gewahrt.

4.  

4.1  Die Frage, ob es sich bei den aus den Akten (UV-act. 7 und 84; act. G 3.5, 3.6) 

ersichtlichen psychischen Beschwerden bzw. Suchtproblemen um eine natürliche 

(Teil-) Folge des versicherten Unfalls handelt, lässt sich nicht mit der erforderlichen 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit beantworten. Eine abschliessende Klärung des 

natürlichen Zusammenhangs erübrigt sich jedoch, wenn es - was nachstehend (E. 4.2) 

zu prüfen sein wird - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs fehlt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. August 2009, 8C_746/2008, E. 5).

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4.2  Beim Ereignis vom 30. Juli 1999 - das Fahrzeug, in welchem der 

Beschwerdeführer als Beifahrer sass, geriet in einer Linkskurve über den rechten 

Strassenrand hinaus, prallte gegen zwei Kunststoffleitpfosten, hob bei einer 

Unebenheit ab, durchschlug mit der Front eine Werbetafel und kollidierte 

anschliessend frontal mit einer Betonfassade - ist in Anbetracht der Unfallumstände 

(UV-act. 85) und der bisherigen Kasuistik von einem mittelschweren Unfall auszugehen 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. August 2007, U 497/06, E. 4.2 mit Hinweis auf 

Urteile des EVG vom 1. Mai 2006, U 370/05, vom 17. Mai 2001, U 434/00, E. 7b, wobei 

die Kollisionsgeschwindigkeit dort nur 50 km/h betrug). Als schwererer Unfall im 

mittleren Bereich wurde ein Ereignis betrachtet, bei dem eine Frontalkollision mit 

anschliessenden weiteren Kollisionen von Drittfahrzeugen erfolgte, wobei sich die 

Mutter der Versicherten Rippenfrakturen zuzog, der Vater im Rahmen einer 

Nachfolgeoperation verstarb und die Versicherte selbst Schürfwunden mit Glassplittern 

im Gesicht und am Thorax, vom Sicherheitsgurt verursachte Prellungen der linken 

Schulter, Schürfwunden und eine Kontusion am linken Unterschenkel, eine Distorsion 

des linken oberen Sprunggelenks sowie einen Unfallschock erlitt. Ebenfalls den 

schwereren Unfällen im mittleren Bereich zugeordnet wurde ein Unfall, bei welchem der 

vom Versicherten gesteuerte Personenwagen mit einer Geschwindigkeit von rund 80 

km/h in einem Tunnel auf die Gegenfahrbahn geriet und mit drei entgegenkommenden 

Fahrzeugen zusammenstiess, der Versicherte mittelschwer verletzt, eine Person getötet 

und drei weitere leicht bis schwer verletzt wurden (Urteil des EVG vom 15. November 

2004, U 334/03 mit Hinweisen). Beim hier zur Diskussion stehenden Unfall vom 30. Juli 

1999, bei welchem die drei Auto-Insassen erheblich verletzt wurden (UV-act. 85 S. 3), 

waren die Gegebenheiten mit Mehrfachkollisionen zwar recht spektakulär. Angesichts 

der vorangehend geschilderten Vergleichs-Sachverhalte rechtfertigen die Umstände in 

ihrer Gesamtheit jedoch keine Zuordnung zu den schwereren Unfällen im mittleren 

Bereich (vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 24. August 2007, U 497/06, und 

vom 14. März 2011, 8C_996/2010, E. 7.1, 7.2). Für eine Bejahung der adäquaten 

Unfallkausalität müssten daher mindestens drei Adäquanz-Kriterien erfüllt sein (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5). 

4.3 

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4.3.1 Eine besondere Eindrücklichkeit oder dramatische Begleitumstände sind nicht 

belegt, zumal das objektive Unfallgeschehen massgebend ist (vgl. die Kasuistik zu 

diesem Kriterium in Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialver­

sicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 58-64, sowie 

Urteile des EVG vom 23. November 2004, U 109/04, E. 2.3 und vom 2. März 2005, U 

309/03, E. 5.1). Die für die Zeit nach dem Unfall bestehende Erinnerungslücke (UV-act. 

85 S. 10) weist zudem darauf hin, dass der Beschwerdeführer das Unfallgeschehen 

nicht nachhaltig wahrgenommen haben dürfte (vgl. Urteil des EVG vom 15. November 

2004, U 334/03, E. 3.2).

4.3.2 Der Beschwerdeführer erlitt anlässlich des Unfalls erhebliche Verletzungen, 

welche in den Jahren 1999, 2000 und 2005 Operationen erforderlich machten und 

einen bleibenden Körperschaden (UV-act. 45) zurückliessen (vgl. dazu Urteile des 

Bundesgerichts vom 17. August 2007, 8C_101/2007, E. 5.2 und 5.3, und vom 21. 

Dezember 2007, U 558/06, E. 4.2.2). In der Gesamtschau kann jedoch nicht als erstellt 

gelten, dass die Verletzungen für sich allein geeignet waren, psychische Beschwerden 

auszulösen. Dies umso weniger, als nach Lage der Akten solche Beschwerden erst 

mehrere Jahre nach dem Unfall explizit in Zusammenhang mit diesem Ereignis 

gebracht wurden (act. G 3.5; UV-act. 84). Im Bericht vom 13. September 1999 hatten 

die Ärzte des Kantonsspitals zwar eine psychiatrische Betreuung erwähnt, dies jedoch 

im Zusammenhang mit privaten Umständen, der Arbeitsstelle und der kürzlich erfolgten 

Alkoholentziehungskur des Beschwerdeführers (UV-act. 7). Am 5. September 2002 

teilte die Arbeitgeberin sodann mit, dass der Beschwerdeführer aus psychischen 

Gründen im Spital sei (UV-act. 42). Dazu liegen keine weiteren Unterlagen vor. Fest 

steht jedoch, dass der Beschwerdeführer danach ab 14. Oktober 2002 wieder voll 

gearbeitet hatte (UV-act. 43). Das erwähnte Kriterium kann somit nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als erfüllt betrachtet werden.

4.3.3 Hinsichtlich der Länge der Behandlungsdauer ist festzuhalten, dass die ärztliche 

Behandlung gut zwei Jahre nach dem Unfall vom 30. Juli 1999 vorerst abgeschlossen 

war (UV-act. 39, 44). In der Folge wurde im April 2005 eine weitere Operation 

durchgeführt und die ärztliche Behandlung am 7. März 2006 erneut abgeschlossen 

(UV-act. 56, 62, 63). Hinsichtlich der daraufhin im März 2009 aufgetretenen Schmerzen 

im linken Knie lag keine Arbeitsunfähigkeit vor. Der Behandlungsabschluss erfolgte am 

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21. Dezember 2009 (UV-act. 70 mit Beilagen). Anlässlich einer Konsultation bei 

Dr. C.___ vom 22. März 2010 klagte der Beschwerdeführer über OSG-Schmerzen links, 

worauf - bei weiterhin uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit - eine medikamentöse und 

physiotherapeutische Behandlung erfolgte. Am 20. September 2010 teilte Dr. C.___ 

mit, dass zeitweise immer noch belastungsabhängige Schmerzen bestünden. Eine 

Therapie werde aber aktuell nicht durchgeführt (UV-act. 74, 75). Vom 11. Oktober bis 

3. November 2010 befand sich der Beschwerdeführer in stationärer (nicht somatischer) 

Behandlung (UV-act. 78). Wenn die vorerwähnten Behandlungszeiträume addiert 

werden, kann eine ungewöhnlich lange Behandlungsdauer nicht in Abrede gestellt bzw. 

muss das Kriterium bejaht werden. Allerdings kann mit Blick auf die erforderlichen 

orthopädischen Therapiemassnahmen nicht gesagt werden, diesem Kriterium komme 

ein besonderes oder ausschlaggebendes Gewicht zu. Ein schwieriger Heilverlauf und 

erhebliche Komplikationen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juni 2010, 

8C_321/2010, E. 5.2.3) sind zu verneinen, zumal die vorgenommenen Operationen und 

Behandlungen für die somatischen Unfallfolgen sich nicht in einem unüblichen Rahmen 

bewegten.

4.3.4 Anlässlich der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom Dezember 2002 wurden 

nur gelegentliche belastungsabhängige Schmerzen bestätigt, wobei der 

Beschwerdeführer mit dem Resultat zufrieden und voll arbeitsfähig sei (UV-act. 44 S. 

4). Der operative Eingriff vom April 2005 war - nach einem mehrjährigen 

beschwerdearmen bzw. -freien Intervall ohne dokumentierte ärztliche Behandlungen - 

unter anderem nötig geworden, weil das Implantat (Gabelplatte) stark störte. 

Dauerschmerzen lassen sich den Akten jedenfalls bis März 2009 (UV-act. 74) nicht 

entnehmen, und auch danach lagen soweit ersichtlich ausschliesslich zeitweise 

auftretende, belastungsabhängige Beschwerden vor (vgl. UV-act. 75 Ziff. 2). Hierbei ist 

auch zu beachten, dass der Beschwerdeführer ab März 2001 im Arbeitsprozess im 

Wesentlichen uneingeschränkt bestehen konnte, was gegen das Vorliegen von 

Dauerschmerzen spricht. Damit lässt sich das erwähnte Kriterium gestützt auf die 

Aktenlage nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejahen. Von einer ärztlichen 

Fehlbehandlung ist ebenfalls nicht auszugehen.

4.3.5 Nach dem Unfall war der Beschwerdeführer im bisherigen Beruf als Schweisser 

ab 1. Februar 2000 zu 50% (UV-act. 21, 23, 27) und ab 1. März 2001 wieder voll 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

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arbeitsfähig und -tätig (UV-act. 32-34). Dies blieb er bis zur Operation im April 2005 

(UV-act. 56), wobei er danach die Arbeit am 25. Juli 2005 wieder uneingeschränkt 

aufnahm und diese Tätigkeit auch nach dem Auftreten von Beschwerden im linken Knie 

im März 2009 weiterhin vollumfänglich ausübte (UV-act. 62, 70 Beilagen, 74, 75). Damit 

kann eine lang dauernde (somatisch begründete) Arbeitsunfähigkeit im Sinn der 

Rechtsprechung (vgl. zusammenfassende Darstellung im Urteil des EVG vom 30. 

August 2001, U 56/00, E. 3d) nicht als nachgewiesen gelten. Wenn somit bezüglich des 

streitigen mittelschweren Unfalls höchstens ein Adäquanzkriterium zu bejahen ist, lässt 

es sich nicht beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die adäquate Unfallkausalität 

der psychischen Beschwerden verneinte.

5.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 18. Oktober 2011 abzuweisen, soweit darauf einzutreten 

ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.01.2013
	Art. 6 UVG. Unfallkausalität von somatischen und psychischen Gesundheitsbeschwerden. Leistungseinstellung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Januar 2013, UV 2011/94).

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