# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78d5f2f0-6650-5fd7-b666-19fd464103e8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 03.09.2019 ZK2 2018 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2018-60_2019-09-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Urteil vom 3. September 2019

Referenz ZK2 18 60

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Pritzi, Vorsitzender
Brunner und Michael Dürst
Landolt, Aktuar ad hoc

Parteien X.1_____
Berufungskläger

X.2_____
Schellenbergstrasse 6, 7000 Chur
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

X.3_____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

X.4_____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

X.5_____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

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X.6_____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

X.7_____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

X.8_____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

X.9_____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

gegen

Y.1_____/Y.2__________
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Suenderhauf
Gäuggelistrasse 29, Postfach, 7001 Chur 

Gegenstand Aufhebung der Betreibung im Sinne von Art. 85a SchKG

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Surselva vom 4.9.2018, mitgeteilt am 
4.10.2018 (Proz. Nr. 115-2017-22)

Mitteilung 07. November 2019

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I. Sachverhalt

A. A._____ mit letztem Wohnsitz in O.1_____ verstarb am _____ 2011 in 
O.2_____. Gesetzliche Erben sind seine Kinder X.5_____, X.1_____, X.6_____, 
X.2_____, X.7_____, X.8_____, X.4_____ und Y.1_____. Als weitere Erben wur-
den sein Enkel X.3_____ und seine Enkelin X.9_____ eingesetzt.

B. Am 21. September 2016 ersuchte Y.1_____ das Bezirksgericht Surselva 
(heute: Regionalgericht Surselva) um Einsetzung eines gesetzlichen Erbenvertre-
ters gemäss Art. 602 Abs. 3 ZGB für die Erbengemeinschaft A._____. Mit Ent-
scheid vom 10. November 2016 wurde lic. oec. publ. B._____ als Erbenvertreter 
eingesetzt.

C. Mit Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Surselva vom 12. Juni 2017 liess 
das Ehepaar Y.1_____/Y.2__________ den Nachlass bzw. die Erbschaft von 
A._____, vertreten durch den Erbenvertreter, für den Betrag von CHF 150'000.00 
nebst Zins zu 5 % seit dem 7. Juni 2017 betreiben. Als Grundlage für die Forde-
rung wurde eine von A._____ unterzeichnete Schuldanerkennung vom 9. Juli 
2007 geltend gemacht. Dagegen wurde am 13. Juni 2017 Rechtsvorschlag erho-
ben. Schliesslich erteilte das Regionalgericht Surselva mit Entscheid vom 8. Au-
gust 2017 auf Antrag die provisorische Rechtsöffnung. Dieser Entscheid erwuchs 
in Rechtskraft.

D. Mit Eingabe vom 11. Oktober 2017 reichten X.5_____, X.1_____, 
X.6_____, X.2_____, X.7_____, X.8_____, X.4_____ und Y.1_____, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, beim Regionalgericht Surselva 
eine Klage sowie ein Gesuch um Erlass einer vorsorglichen/superprovisorischen 
Massnahme ein. Das Rechtsbegehren lautete wie folgt: 

A Hauptbegehren

1. Es sei festzustellen, dass die Schuld des Nachlasses bzw. der Erb-
schaft von A._____ gegen Y.1_____/Y.2__________, für welche 
Rechtsöffnung erteilt wurde, nicht besteht, resp. nicht bestand.

2. Es sei die Betreibung Nr. _____ des Betreibungsamtes Surselva auf-
zuheben, resp. einzustellen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

B Vorsorgliche Massnahmen

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1. Die Betreibung Nr. _____ des Betreibungsamtes Surselva sei vorläufig 
einzustellen.

2. Es sei eine superprovisorische Verfügung zu erlassen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

E. Mit Entscheid des Regionalgerichts Surselva vom 16. Oktober 2017 wurde 
das Gesuch um Erlass einer superprovisorischen Massnahme abgewiesen. 

F. Mit Entscheid des Regionalgerichts Surselva vom 7. November 2017 wurde 
das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen abgewiesen.

G. Die Beklagten reichten mit Eingabe vom 14. Dezember 2017 fristgerecht 
die Klageantwort ein. Darin wird begehrt, was folgt:

1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger.

H. Mit Klageantwort, Replik, Duplik und Triplik folgten weitere Parteieingaben. 
Die Hauptverhandlung, an der die Rechtsvertreter der klägerischen Partei sowie 
der beklagten Partei wie auch mehrere Kläger teilnahmen, fand am 4. September 
2018 statt. Es wurde an den Rechtsbegehren festgehalten.

I. In seinem Entscheid vom 4. September 2018, mitgeteilt am 4. Oktober 
2018, entschied das Regionalgericht Surselva, auf die Klage nicht einzutreten. 

J. Mit Eingabe vom 1. November 2018 reichte Rechtsanwalt lic. iur. et oec. 
Pius Fryberg für die Klägerschaft beim Kantonsgericht von Graubünden zivilrecht-
liche Berufung ein. Diese wurde der Gegenpartei am 3. Dezember 2018 zugestellt 
und enthielt folgende Rechtsbegehren:

A Materielles

1. Das angefochtene Urteil des Regionalgerichtes Surselva sei aufzuhe-
ben.

2. In Gutheissung der Klage sei festzustellen, dass die Schuld des Nach-
lasses beziehungsweise der Erbschaft von A._____ gegen 
Y.1_____/Y.2__________ in Höhe von CHF 150'000.00 nebst Zins zu 
5 % seit 07.07.2017, für welche Rechtsöffnung erteilt wurde, nicht be-
steht, respektive nicht bestand.

3. Es sei die Betreibung Nr. _____ des Betreibungsamtes Surselva auf-
zuheben, respektive einzustellen.

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4. Die Kosten des Regionalgerichtes Surselva seien den Beklagten auf-
zuerlegen, welche zudem zu verpflichten seien, die Kläger ausseramt-
lich mit CHF 12'000.00, allenfalls einem Betrag nach richterlichem Er-
messen, zu entschädigen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren zu 
Lasten der Berufungsbeklagten.

B Beweisanträge

1. Es seien die Klägerinnen X.5_____, X.7_____ und X.8_____ zur Be-
weisaussage zuzulassen.

K. In einem Schreiben an das Kantonsgericht von Graubünden vom 5. No-
vember 2018 teilte Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg mit, dass sein Man-
dant X.1_____ die Vollmacht widerrufen habe.

L. Die Berufungsantwort von Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Suenderhauf er-
folgte fristgerecht am 30. November 2018 und mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Auf die Berufung sei nicht einzutreten, allenfalls sei sie abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren zu 
Lasten der Berufungskläger

M. Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Er-
wägungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfol-
genden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Beim angefochtenen Entscheid, welcher offensichtlich eine vermögens-
rechtliche Angelegenheit mit einem Streitwert von über CHF 10‘000.00 zum Ge-
genstand hat, handelt es sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid, welcher 
mit Berufung angefochten werden kann (vgl. Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Zudem 
wird auch der für den Weiterzug an das Bundesgericht massgebliche Streitwert 
von CHF 30'000.00 (vgl. Art. 74 Abs. 1 lit. b des Bundesgerichtsgesetztes [BGG; 
SR 173.110]) erreicht, womit gegen das vorliegende Urteil die zivilrechtliche Be-
schwerde gemäss Art. 72 ff. BGG offensteht. Die Zuständigkeit des Kantonsge-
richts von Graubünden ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). Gemäss Art. 311 
ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen Entscheids innert 30 Ta-
gen seit Zustellung des begründeten Entscheids beziehungsweise seit der 
nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet ein-

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zureichen. Der Entscheid des Regionalgerichts Surselva vom 4. September 2018 
wurde den Parteien am 4. Oktober 2018 mitgeteilt. Die Berufung vom 1. Novem-
ber 2018 erweist sich als fristgerecht (vgl. Art. 142 Abs. 3 ZPO). Da das Rechtmit-
tel zudem den übrigen Formerfordernissen entspricht, ist darauf einzutreten.

1.2. Mit Berufung kann gemäss Art. 310 ZPO die unrichtige Rechtsanwendung 
(lit. a) sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) geltend gemacht 
werden. Die Kognition der Berufungsinstanz ist damit umfassend. Dies hat zur 
Folge, dass die Rechtsmittelinstanz sämtliche gerügten Mängel frei und unbe-
schränkt prüft. Aufgrund der umfassenden Kognition ist die Berufungsinstanz nicht 
an die im Berufungsverfahren vorgebrachten Argumente der Parteien oder an die 
Erwägungen der Vorinstanz gebunden, weshalb sie Rügen mit abweichenden Er-
wägungen gutheissen oder abweisen kann. Mit der Berufung als vollkommenes 
Rechtsmittel können sodann nicht nur die in Art. 310 ZPO explizit genannten Beru-
fungsgründe der unrichtigen Rechtsanwendung und der unrichtigen Sachverhalts-
feststellung gerügt werden; vielmehr kann auch die Unangemessenheit des erstin-
stanzlichen Entscheids geltend gemacht werden (vgl. Peter Reetz/Stefanie Thei-
ler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweize-
rischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 6 zu Art. 310 ZPO). 
Die Beanstandungen am angefochtenen Entscheid haben gemäss Art. 311 Abs. 1 
ZPO begründet zu erfolgen. Begründen im Sinne der genannten Vorschrift bedeu-
tet, aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet 
wird. Dies setzt voraus, dass der Berufungskläger im Einzelnen die vorinstanzli-
chen Erwägungen, die er anficht, genau bezeichnet, sich mit diesen argumentativ 
auseinandersetzt und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht (BGE 
138 III 374 E. 4.3.1; Urteile des Bundesgerichts 4A_258/2015 vom 21. Oktober 
2015, E. 2.4.1; 4A_68/2016 vom 7. November 2016, E. 4.2).

2.1. Die Berufungsbeklagte Y.1_____ ist Erbin von A._____ und bildet Teil sei-
ner Erbengemeinschaft. Die restlichen Erben streben mit dem hier gegenständli-
chen Verfahren die Feststellung an, dass die oben erwähnte Schuld, für welche 
Rechtsöffnung erteilt worden ist, nicht existiert. Die eingereichte Klage ist von der 
Vorinstanz als negative Feststellungsklage i.S.v. Art. 85a SchKG beurteilt worden. 
Diese Beurteilung hatte zur Folge, dass die Vorinstanz nicht auf die Klage einge-
treten ist, da für die Erbengemeinschaft ein Erbenvertreter eingesetzt worden sei 
und diesem die Prozessführung obliege. Im Rahmen des Verwaltungsauftrages 
komme den Erben keine Berechtigung zur Prozessführung zu in Prozessen be-
züglich Forderungen gegen den Nachlass, auch wenn diese von Erben ausgehen. 
Die materielle Prüfung der Klage erfolgte ausschliesslich aus prozessökonomi-

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schen Gründen, ohne Einfluss auf die Erkenntnis. Die Berufungskläger qualifizie-
ren ihre Klage auf negative Feststellung als Erbteilungsklage, zu welcher die Er-
ben einzeln zur Prozessführung befugt seien. Entsprechend hätte die Vorinstanz 
nach Ansicht der Berufungskläger auf die Klage eintreten und diese antrags-
gemäss gutheissen müssen. 

Nachfolgend gilt es nun, die negative Feststellungsklage  von den Klägern auf 
Feststellung des Nichtbestandes der Forderung, für welche die Rechtsöffnung in 
Höhe von CHF 150'000.00 erteilt wurde (so Ziff. 1 des Klagebegehrens), erhoben 
 rechtlich zu qualifizieren und die daraus abzuleitenden Folgen für das vorliegen-
de Verfahren zu bestimmen.

2.2. Eine negative Feststellungsklage nach Art. 85a Abs. 1 SchKG zielt auf die 
materiellrechtliche Feststellung ab, dass eine Schuld nicht (mehr) besteht oder 
gestundet wurde. Das gutheissende Urteil entfaltet volle Rechtskraft und führt von 
Gesetzes wegen zur Einstellung oder Aufhebung der Betreibung. 

Wer eine Klage nach Art. 85a SchKG einreicht, hat ein Feststellungsinteresse dar-
zulegen. Dabei trägt der Kläger stets die Behauptungs- und Beweislast. Aus dem 
Wortlaut der Bestimmung ergibt sich das Feststellungsinteresse allein aus der 
Tatsache des gültigen Betriebenseins; es ist somit gesetzlich definiert. Der Nach-
weis eines besonderen Feststellungsinteresses ist nicht erforderlich. Entgegen der 
Auffassung in BGE 110 II 352 begründet nach dem Gesagten der Betriebene je-
denfalls ein hinreichendes Feststellungsinteresse (Bernhard Bodmer/Jan Bangert, 
in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs I, Art. 1-158 SchKG, 2. Aufl., Basel 2010, N 4 f.  zu 
Art. 85a SchKG; Luca Tenchio, Feststellungsklagen und Feststellungsprozess 
nach Art 85a SchKG, Zürich 1999, S. 60 und 147).

Betreibungsschuldner kann grundsätzlich nur sein, wer über eine eigene Rechts-
persönlichkeit verfügt und damit parteifähig ist. Obwohl einer Erbschaft keine ei-
gene Rechtspersönlichkeit zukommt, kann  im Sinne einer Ausnahme und ge-
stützt auf Art. 49 SchKG  gegen sie als Partei eine Betreibung angehoben wer-
den. Diesfalls gilt die Erbschaft als solches als Betreibungsschuldnerin, deren 
Rechte von der Erbengemeinschaft nach dem Prinzip des gemeinsamen Han-
delns bzw. von einem gesetzlichen Vertreter der Erbschaft (wie beispielsweise 
einem Erbenvertreter) geltend gemacht werden können (BGE 116 III 4 E. 2; Sabi-
ne Kofmel Ehrenzeller, in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Art. 1-158 SchKG, 2. Aufl., 
Basel 2010, N 29 und 36 zu Art. 67 SchKG).

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2.3. Scheitert eine einvernehmliche Teilung unter den Miterben, so kann ge-
stützt auf Art. 604 Abs. 1 ZGB jeder einzelne Miterbe Erbteilungsklage erheben. 
Für die Erbteilungsklage besteht kein einheitlicher Streitgegenstand, vielmehr 
können mit ihr eine Vielzahl unterschiedlicher Rechtsbegehren erhoben werden. 
Inhalt einer Erbteilungsklage bilden unter anderem die Verurteilung zur Mitwirkung 
an der Erbteilung, die Vornahme der Erbteilung, die Feststellung des Umfangs des 
Nachlasses, die Feststellung der Erbquoten, die Zuweisung von Erbschaftssachen 
und die Bestimmung von Anrechnungswerten (Stephan Wolf, in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Die Teilung der 
Erbschaft, Art. 602-619 ZGB, Bern 2014, N 34 zu Art. 604 ZGB). Passivlegitimiert 
sind alle nicht auf der Klägerseite auftretenden Miterben, und zwar als notwendige 
Streitgenossenschaft (Stephan Wolf, a.a.O., N 49 zu Art. 604 ZGB).

2.4. Die beim Regionalgericht Surselva eingereichte Klage hat zum Zweck, den 
Nichtbestand der Schuld des Nachlasses gegen Y.1_____/Y.2__________, für 
welche Rechtsöffnung erteilt wurde, feststellen zu lassen und die in diesem Zu-
sammenhang geführte Betreibung aufzuheben resp. einzustellen. Die Klage be-
schlägt keinen erbrechtlichen Streitgegenstand, sondern zielt einzig auf die Fest-
stellung des Nichtbestandes einer Forderung gegen den Nachlass ab. Der Betreff 
gemäss Vorinstanz lautete auf Aufhebung der Betreibung. Weiter werden auf der 
Passivseite jene Personen ins Recht gefasst, welche für sich die Rechtsöffnung in 
der Betreibung Nr. _____ erwirkt haben. Die ins Recht gefassten Personen de-
cken sich des Weiteren nicht (ausschliesslich) mit Miterben bezüglich des Nach-
lasses von A._____, ist doch auch Y.2_____ eingeklagt worden.

2.5. Aus dem Gesagten erhellt, dass vorliegend, wie dies die Vorinstanz zu 
Recht festgehalten hat, Streitgegenstand eine negative Feststellungsklage nach 
Art. 85a SchKG bildet und keine Erbteilungsklage. Der blosse Hinweis, dass der 
Ausgang dieses Verfahrens sich auf den Nachlass auswirken werde, was selbst-
redend der Fall sein wird, wenn der Nachlass den Eheleuten Y.1_____/Y.2_____ 
CHF 150'000.00 zahlen muss, begründet bei weitem noch keine Erbteilungsklage.

Die Berufungskläger begründen ihre Befugnis zur Prozessführung ausschliesslich 
mit der behaupteten Erbteilungsklage, bei welcher jeder Erbe einzeln aktivlegiti-
miert ist. Dass sie zur Führung eines Klageverfahrens im Sinne einer negativen 
Feststellungsklage neben dem eingesetzten Erbenvertreter nicht befugt sind, wird 
nicht in Abrede gestellt resp. gar nicht thematisiert.

Mit der Vorinstanz ist somit festzustellen, dass es sich bei der am 11. Oktober 
2017 eingereichten Klage um eine negative Feststellungsklage nach Art. 85a 

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SchKG handelt, mit dem Zweck der Aufhebung der Betreibung, für welche den 
Klägern nach erfolgter Einsetzung eines Erbenvertreters die Berechtigung zur 
Prozessführung fehlt, wodurch auf die Klage zu Recht nicht eingetreten worden 
ist. Die Kompetenz für die Vertretung des Nachlasses in solchen Verfahren kommt 
ausschliesslich dem Erbenvertreter zu.

2.6. Mit Entscheid vom 10. November 2016 wurde in der Erbschaftssache des 
verstorbenen A._____ eine Erbenvertretung gemäss Art. 602 Abs. 3 ZGB bestellt 
und als Erbenvertreter lic. oec. publ. B._____ eingesetzt. Es wurde festgehalten, 
dass dem eingesetzten Erbenvertreter sämtliche dem Erbenvertreter gemäss Ge-
setz zustehenden Rechte, Pflichten und Vollmachten zukommen. Vorliegend han-
delt es sich um einen generellen Auftrag (Generalerbenvertreter).

Das Zivilgesetzbuch regelt die Aufgaben und Befugnisse des Erbenvertreters nur 
rudimentär; ergänzend ist Auftragsrecht (Art. 394 ff. OR) beizuziehen. Sofern der 
Erbenvertreter nicht nur für eine bestimmte Massnahme ernannt wurde, steht er 
grundsätzlich in der gleichen Stellung wie der Willensvollstrecker (Art. 517 ZGB) 
und der amtliche Erbschaftsverwalter (Art. 554 und 595 ZGB). Als gesetzlicher 
Vertreter der Erbengemeinschaft verpflichtet und berechtigt er diese unmittelbar, 
auch ohne Zustimmung der Erben. Dies gilt sowohl im rechtsgeschäftlichen Ver-
kehr als auch in Prozessen und Betreibungen. Der Erbenvertreter hat die Interes-
sen der Erbengemeinschaft, nicht aber diejenigen der einzelnen Erben zu wahren. 
In die internen Auseinandersetzungen zwischen den Erben hat er sich nicht ein-
zumischen, stattdessen soll er die Rechte der Erbengemeinschaft nach aussen 
wahren und an Stelle der uneinigen Erben handeln (Peter Tuor/Vito Picenoni, 
Berner Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, Das Erbrecht, 2. Abtei-
lung: Der Erbgang, Zürich 1960, N 54 zu Art. 602 ZGB). Nicht zu seinen Aufgaben 
gehören die Erbteilung (z.B. die Erbteilungsklage) oder die Liquidation (Peter C. 
Schaufelberger/Katrin Keller Lüscher, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], Zivilgesetzbuch II, 6. 
Aufl., Basel 2019, N 47 zu Art. 771 ZGB). Im Weiteren hat der Erbenvertreter die 
laufenden Geschäfte der Erbschaft zu besorgen und ist für die Erhaltung und (vor-
sichtige) Mehrung der Erbschaftswerte, zur Bezahlung der Erbschaftsschulden, 
zur Ausrichtung der Vermächtnisse und zur Vorbereitung der Teilung befugt (Ste-
phan Wolf, a.a.O., N 137 ff. zu Art. 602 ZGB; Thomas Weibel, in: Abt/Weibel 
[Hrsg.], Praxiskommentar Erbrecht, 3. Aufl., Basel 2015, N 71 f. zu Art. 602 ZGB).

2.7. Entsprechend ist die Berufung abzuweisen. Bei dieser Erkenntnis erübrigt 
es sich, auf die Ausführungen und Anträge der Kläger bezüglich der ergänzenden, 
materiellen Begründung (Erwägung 3) der Vorinstanz einzugehen, welche aus 

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prozessökonomischer Sicht ergangen ist, um eine mögliche, diesbezügliche Klage 
des Erbenvertreters zu vermeiden resp. abzuwenden.

3.1. Da die Berufungskläger mit ihren Anträgen im Berufungsverfahren vollstän-
dig unterliegen, werden sie hierfür entsprechend kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 
ZPO). Gestützt auf den geltenden Gebührenrahmen für Berufungsentscheide 
(Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 
320.210]) erscheint eine Gerichtsgebühr in der Höhe von CHF 4'000.00 angemes-
sen. Diese wird mit dem von den Berufungsklägern geleisteten Kostenvorschuss 
in Höhe von CHF 10'000.00 verrechnet. Der Restbetrag des Kostenvorschusses 
von CHF 6'000.00 wird den Berufungsklägern durch das Kantonsgericht zurücker-
stattet.

3.2. Die Berufungskläger haben überdies die anwaltlich vertretenen Berufungs-
beklagten ausseramtlich zu entschädigen. Die Entschädigung des Rechtsanwalts 
der Berufungsbeklagten ist mangels Einreichen einer Honorarnote nach richterli-
chem Ermessen festzulegen (vgl. Art. 105 Abs. 2 Satz 2 ZPO). In Berücksichti-
gung der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen erscheint eine ausseramtliche 
Entschädigung von CHF 1'000.00 (inkl. Barauslagen und MWSt.) angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten für das Berufungsverfahren von CHF 4'000.00 gehen unter soli-
darischer Haftbarkeit zu Lasten von X.1_____, X.2_____, X.3_____, 
X.4_____, X.5_____, X.6_____, X.7_____, X.8_____ und X.9_____ und 
werden mit dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss von CHF 10'000.00 
verrechnet. Der Restbetrag des Kostenvorschusses von CHF 6'000.00 wird 
durch das Kantonsgericht zurückerstattet.

3. X.1_____, X.2_____, X.3_____, X.4_____, X.5_____, X.6_____, X.7_____, 
X.8_____ und X.9_____ werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, 
Y.1_____/Y.2__________ ausseramtlich mit CHF 1'000.00 (inkl. Barausla-
gen und MWSt.) zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: