# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de64cfa1-8b68-5a06-b14a-b33a7c8dcc02
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 05.11.2015 725 2015 188 (725 15 188)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2015-188_2015-11-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 5. November 2015 (725 15 188) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Abweisung der Beschwerde; die Versicherung hat ihre Leistungen für die Folgen des 

Unfallereignisses zu Recht eingestellt. Psychische Fehlentwicklung nach Unfall; Prüfung 

der adäquaten Kausalität anhand der sogenannten „Psychopraxis“. Bewilligung der un-

entgeltlichen Rechtspflege. 

 

 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Olivia Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 AXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 
357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____ arbeitete bei der B.____ AG als Sales Promotorin im Detailhandel in einem 
51%igen Pensum und war in dieser Tätigkeit bei der AXA Versicherungen AG (AXA) obligato-
risch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Sie erlitt am 5. Juli 2013 
als Lenkerin eines Personenwagens unverschuldet einen Auffahrunfall. Die AXA erbrachte in 

 
 
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der Folge die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Mit Verfügung vom 14. Juli 
2014 stellte die AXA die Leistungen per 14. Juli 2014 ein. Als Begründung führte sie aus, dass 
kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Unfall und den noch geklagten Beschwerden vor-
liege. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Altermatt, am 10. September 
2014 Einsprache. Die AXA hielt mit Einspracheentscheid vom 22. April 2015 an der Einstellung 
der Leistungen fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Daniel Altermatt, am 23. 
Mai 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt). Darin beantragte sie, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und es 
seien ihr infolge des Unfallereignisses vom 5. Juli 2013 die gesetzlichen Versicherungsleistun-
gen über den 14. Juli 2014 hinaus zuzusprechen. In verfahrensmässiger Hinsicht beantragte 
sie, es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung mit Rechtsanwalt Daniel Altermatt als unent-
geltlichem Rechtsbeistand zu gewähren; alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung machte 
sie im Wesentlichen geltend, die Heilbehandlung sei zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses 
noch nicht abgeschlossen gewesen. Folglich sei auch keine Adäquanzprüfung der psychischen 
Beschwerden vorzunehmen. Die AXA habe nach wie vor ihre Leistungen zu erbringen. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 30. Juli 2015 beantragte die AXA die vollumfängliche 
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die somatischen 
Beschwerden könnten keinem organischen Korrelat zugeordnet werden. Zudem könnten sie 
auch nicht mit dem am 5. Juli 2013 erlittenen HWS-Distorsionstrauma erklärt werden. Die Be-
schwerden müssten als Folge der psychiatrischen Problematik betrachtet werden. Diese wiede-
rum könnten nicht mehr auf den Unfall zurückgeführt werden. Des Weiteren sei im Zeitpunkt 
des Verfügungserlasses von einem Endzustand auszugehen. Folglich habe sie die Adäquanz-
prüfung zu Recht vorgenommen. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 23. Mai 2015 ist demnach einzutreten. 
 

 
 
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2. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versiche-
rungsleistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 5. Juli 2013 zu Recht per 14. Juli 
2014 eingestellt hat. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 
UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des 
Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe-
handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person 
durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integri-
tätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenan-
spruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 
E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 
ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 
dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis-
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 
gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wo-
rüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rah-
men der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit ei-
nes Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 
129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 

 
 
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3.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht die natürliche und adäquate Ursache des fortbestehenden Gesundheitsschadens darstellt, 
wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft 
dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar 
vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach 
dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder 
später eingestellt hätte (Status quo sine). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicher-
ten Person, sondern beim Unfallversicherer. Dieser muss jedoch nicht den Beweis für unfall-
fremde Ursachen erbringen. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist uner-
heblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 
ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Ebenso wenig geht es darum, 
vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden 
mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Sozialversiche-
rungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2008 UV Nr. 11 S. 35 E. 3.3 mit Hinweisen). Beizufügen ist, 
dass die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweis-
last für das Dahinfallen der natürlichen Unfallkausalität trägt, erst Platz greift, wenn es sich als 
unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, 
der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
3.4  Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und insbesondere auch der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Be-
reich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, 
die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b 
mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach 
dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozial-
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen-
den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi-
zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin o-

 
 
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der des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 
weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 
E. 1c).  
 
3.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
3.6 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen 
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang be-
steht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu 
gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenser-
fahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der 
Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammen-
hangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 
123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges 
zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch 
der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine 
Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurtei-
len ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 
 
3.7  Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als 
rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haf-
tung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 
natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Als objektivierbar 
gelten Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden 
und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde lediglich auf Ergebnisse klinischer 
Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft ge-
macht, welches eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen liesse. Nach konstanter 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann deshalb von organisch objektiv ausgewiesenen Un-
fallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bild-
gebenden Abklärungen bestätigt werden (für viele: Urteil G. des Bundesgerichts vom 7. August 

 
 
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2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen). Diese Untersuchungsmethoden müs-
sen zudem wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 ff. mit Hinweisen). 
 
3.8  Liegen keine organisch (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat eine 
besondere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss (BGE 127 V 103 
E. 5b/bb mit Hinweisen) wie folgt zu differenzieren: Hat die versicherte Person beim Unfall ein 
Schleudertrauma der Halswirbelsäule, einen äquivalenten Verletzungsmechanismus oder ein 
Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen lassen 
(BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt in der Folge das für diese Verletzung typische bunte 
Beschwerdebild vor (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstö-
rungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 
Wesensveränderung usw., vgl. BGE 119 V 338 E. 1), so ist die Adäquanz nach Massgabe der 
in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten (vgl. die nachfolgen-
de E. 7) Grundsätze zu prüfen. Liegt kein Unfall mit einem Schleudertrauma oder einer adä-
quanzrechtlich äquivalenten Verletzung vor oder fehlt es nach einer solchen Verletzung an dem 
hierfür typischen bunten Beschwerdebild, so hat die Adäquanzbeurteilung psychischer Folge-
schäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien zu erfolgen. Der Un-
terschied besteht darin, dass bei Unfällen mit einem Schleudertrauma der HWS oder einer 
äquivalenten Verletzung auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Unfall-
folgen verzichtet wird (BGE 134 V 117 E. 6.2.1, 117 V 367 E. 6a in fine), während dem bei den 
übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz psychischer Fehlentwicklungen lediglich das 
Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körperlichen Gesundheitsschäden sowie de-
ren objektive Folgen massgebend sind (BGE 115 V 140 E. 6c/aa). Als Ausnahme von diesen 
Regeln greift allerdings die auf die objektiven, physischen Unfallfolgen beschränkte Adäquanz-
beurteilung auch bei Unfällen mit Schleudertrauma oder einer äquivalenten Verletzung Platz, 
wenn die zum hierfür typischen Beschwerdebild (vgl. dazu BGE 119 V 338 E. 1, 117 V 382 
E. 4b) gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zu einer vor-
handenen, ausgeprägten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten 
(BGE 123 V 99 E. 2a mit Hinweisen). 
 
3.9 In jüngerer Zeit hatte sich die Rechtsprechung im Zusammenhang mit der Beurteilung 
von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden öfters mit der Frage zu 
befassen, in welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer die Prüfung des adäquaten Kausalzu-
sammenhangs vornehmen dürfe. Im Grundsatzentscheid BGE 134 V 109 ff. hat sich das Bun-
desgericht nunmehr einlässlich mit dieser Thematik auseinander gesetzt und dabei deutlich 
gemacht, dass nicht danach zu fragen sei, in welchem Zeitpunkt die Adäquanzprüfung vorge-
nommen werden dürfe, sondern wann der Unfallversicherer einen Fall abzuschliessen und den 
Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu prüfen habe (BGE 
134 V 113 E. 3.2). Dies habe, so das Bundesgericht weiter, gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in 
dem Zeitpunkt zu geschehen, in welchem von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden 
könne und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sei-
en (BGE 134 V 113 ff. E. 4). Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes 
zu verstehen sei, umschreibe das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale Unfall-

 
 
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versicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei (vgl. etwa 
Art. 1a und Art. 4 UVG), werde sich dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Stei-
gerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, be-
stimmen. Die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber verdeutliche dabei, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. 
Unbedeutende Verbesserungen genügten nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen). 
 
4.1  Für die Beurteilung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin stehen die 
nachfolgenden medizinischen Unterlagen zur Verfügung: 
 
4.2 Am Unfalltag wurde die Beschwerdeführerin im C.____ erstmals untersucht. Im Doku-
mentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma hielt 
Med. Prakt. D.____, Assistenzarzt Chirurgie, die Verdachtsdiagnose einer HWS-Distorsion 
Grad I (Nackenbeschwerden mit Schmerz, Steifigkeitsgefühl oder nur Schmerzhaftigkeit, keine 
somatischen Befunde, normale Beweglichkeit) nach QTF-Klassifikation fest. Im Austrittsbericht 
vom 8. Juli 2013 berichteten die Ärzte des C.____ über die Hospitalisation der Beschwerdefüh-
rerin vom 5. bis 7. Juli 2013. Sie diagnostizierten ein Dezelerationstrauma nach Verkehrsunfall 
mit massiven LWS-Schmerzen. Sie hielten unter anderem fest, bei Eintreffen auf der Notfallsta-
tion habe sich ein GCS (Glasgow Coma Scale) von 15 gezeigt (15 entspricht der maximalen 
Punktzahl der Skala und bedeutet, dass die Beschwerdeführerin bei vollem Bewusstsein gewe-
sen ist). Die Beschwerdeführerin beklage massive Schmerzen am Rücken. Innerhalb der ersten 
Nacht sei es zu einer kompletten Regredienz der Beschwerden an den Beinen gekommen, le-
diglich starke Schmerzen im Rücken hätten bei Anheben der Beine persistiert. Im Verlauf des 
zweiten Hospitalisationstages habe die Beschwerdeführerin jedoch problemlos mobilisiert wer-
den können. Sie habe muskelkaterartige Schmerzen am gesamten Körper beschrieben, betont 
in der LWS. Sie habe kaum Analgesie benötigt. Die Beweglichkeit der HWS sei uneinge-
schränkt gewesen, es habe lediglich eine geringe Druckdolenz linksseitig über den Dornfortsät-
zen der HWK4 bis 6 bestanden. Insgesamt habe die Beschwerdeführerin am 7. Juli 2013 in 
gebessertem Allgemeinzustand in die ambulante Nachbetreuung entlassen werden können. 
Eine Arbeitsunfähigkeit zu 100% sei vom 5. bis 10. Juli 2013 attestiert worden. 
 
4.3 Am 6. August 2013 wurde bei der E.____ ein MRT des Schädels und der HWS der 
Beschwerdeführerin durchgeführt. Dr. med. F.____, FMH Radiologie, hielt in seiner Beurteilung 
ein unauffälliges MRT des Schädels ohne posttraumatische Veränderungen, eine Streckhaltung 
der HWS ohne ossäre Läsion und ohne ödematöse Veränderungen der Weichteile nuchal, eine 
sehr kleine mediane Diskushernie HWK4/5 ohne Nervenwurzelbeeinträchtigung sowie eine dis-
krete Diskusprotrusion HWK 5/6 ohne Nervenwurzelbeeinträchtigung fest. Ausserdem wurde 
am 28. August 2013 bei der E.____ ein CT der HWS durchgeführt. Dr. F.____ konnte keinen 
Nachweis einer ossären Läsion im kraniozervikalen Übergang finden. 
 
4.4 Die Beschwerdeführerin wurde erstmals vom 10. September 2013 bis 6. November 
2013 in der psychiatrischen Klinik G.____ stationär behandelt. Im Austrittsbericht vom 
22. November 2013 diagnostizierten Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
Oberarzt, und Dr. med. I.____, Assistenzärztin, eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 

 
 
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F32.1), einen V.a. anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie einen V. a. 
dissoziative Bewegungsstörung (ICD-10 F44.4). Ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis sei vom 6. bis 
20. November 2013 ausgestellt worden. 
 
4.5 Am 27. Dezember 2013 nahm Dr. med. J.____, beratender Arzt der AXA, Stellung zur 
Frage, ob die psychischen Beschwerden und der damit verbundene stationäre Aufenthalt mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Unfallereignis stünden. Dr. 
J.____ führte diesbezüglich aus, dass dies anzunehmen sei. Die Beschwerdeführerin habe 
nach dem Unfall hyperventiliert; sei schockiert gewesen, als sie die Beine auf der Unfallstelle 
nicht habe bewegen können. Nicht ausgeschlossen sei eine Art Angstreaktion bei der Be-
schwerdeführerin, die sich in einer dissoziativen Bewegungsstörung äussere. Es gäbe in der 
Biographie keine Hinweise, dass sie je depressiv gewesen wäre. Die Schmerzzustände seien 
sicher unfallkausal. Dr. J.____ hielt jedoch unter dem Abschnitt Bemerkungen fest, man müsse 
darauf achten, dass die Depressivität nicht über Jahre auf den Unfall zurückgeführt werde. Die-
ser Fall sollte aufgrund der intakten familiären Verhältnisse und der intakten Berufsbiographie 
eigentlich wieder bessern, sonst müsse man die Vorgeschichte noch intensiver anschauen. 
 
4.6 Dr. med. K.____, FMH Allgemeine Medizin, und Dr. med. L.____, FMH Innere Medizin, 
diagnostizierten in ihrem Bericht vom 3. Februar 2014 ein Dezelerationstrauma bei Verkehrsun-
fall am 5. Juli 2013 (1.), eine Commotio spinalis im Rahmen der Dg 1, residuell Meralgie des N. 
cutaneus femoris anterior rechts, am ehesten durch Quetschtrauma durch den Sicherheitsgurt 
bei Dg 1 (2.), einen Verdacht auf eine akute Belastungsreaktion (3.), eine mittelgradige depres-
sive Episode (4.), eine somatoforme Schmerzstörung (diese Diagnose sei durch Psychiater zu 
verifizieren), DD Kollagenose, Polymyositis (5.), eine unklare Hypästhesie li Gesichtshälfte, 
Oberarm li (6.), 2002 unklare symmetrische Polyarthralgien beider Handgelenke und MCP Dig. 
II-IV, Thorakolumbalgien, ANF-Titer bis 1280 positiv (7.), 2007 rezidivierende Cystitiden, urolo-
gische Abklärung unauffällig, insgesamt kein Hinweis für Urolithiasis oder anderweitige Patho-
logie (8.) sowie einen St. n. Neuronitis vestibularis 3/06. Die Dres. K.____ und L.____ attestier-
ten der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfallereignis. 
 
4.7 Dr. med. M.____, FMH Neurologie, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 14. Februar 
2014 ein chronisches Schmerzsyndrom mit vegetativer Dysregulation, depressiver Entwicklung 
sowie Angstzuständen. Das chronische Schmerzsyndrom sei durch die Diagnose 2 ausgelöst 
worden. Es bestünden keine Hinweise auf eine zugrundeliegende strukturell neurologische Er-
krankung. Ein am 6. August 2013 durchgeführtes MRI des Schädels und der HWS sei unauffäl-
lig gewesen. Differenzialdiagnostisch bestehe eine somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung 
(1.). Unter Diagnose 2 hielt Dr. M.____ ein HWS-Distorsionstrauma i.R. eines Auffahrunfalles 
am 27. Juni 2013 (recte: 5. Juli 2013) fest (2.). In ihrer zusammenfassenden Beurteilung führte 
Dr. M.____ aus, dass gemäss Aktenlage bereits im Dezember 2004 ein generalisiertes unspezi-
fisches diffuses Schmerzsyndrom diagnostiziert worden sei, ohne Hinweis auf eine zugrunde-
liegende Erkrankung aus dem rheumatologischen Formenkreis. Möglicherweise sei es durch 
die akute Belastungsreaktion i.R. des Unfallereignisses zu einem Wiederaufflackern dieser 
Problematik gekommen. 
 

 
 
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4.8 Am 3. März 2014 hielten Dr. med. N.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und 
M. Sc. O.____, Psychologin FSP, als Diagnosen eine schwere depressive Episode mit psycho-
tischen Symptomen (ICD-10 F32.3), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 
F45.4) sowie eine dissoziative Bewegungsstörung (ICD-10 F44.4) fest. Die massive Reaktion 
auf den Unfall lasse an eine eher instabile Persönlichkeitsstruktur denken. Jedoch gäbe es in 
der Anamnese keinerlei Hinweise auf Instabilität oder psychische Vorerkrankungen. Dr. N.____ 
und M. Sc. O.____ attestierten der Beschwerdeführerin in ihrem Bericht eine 100%ige Arbeits-
unfähigkeit. 
 
4.9 Dr. J.____ nahm am 9. April 2014 erneut Stellung und hielt fest, dass vor allem der 
neue Bericht von Dr. K.____ vom 3. Februar 2014 aufhorchen lasse. Offenbar bestehe seit Jah-
ren eine unklare rheumatologische Affektion, es werde sogar differentialdiagnostisch eine Kol-
lagenose erwähnt, ein unklares Schmerzsyndrom schon 2002 mit Arthralgien und erhöhten 
ANA Titern, offenbar schubweise auftretenden Beschwerden. Im Juni 2001 habe eine PDA 
stattgefunden, nach ziehenden Schmerzen in den Beinen. Das MRI sei unauffällig gewesen. Im 
April 2006 sei die Versicherte wegen Neuritis vestibularis im C.____ hospitalisiert gewesen. Da 
scheine somatisch ein gewichtiger Vorzustand vorgelegen zu haben, vielleicht bestehe diese 
unklare Erkrankung heute immer noch und laufe unter Unfallfolgen. Dazu müsse sich ein 
Rheumatologe äussern. Immerhin werde neuerdings Anfang 2014 von der Neurologin Dr. 
M.____ von einer Schmerzverarbeitungsstörung gesprochen. Diese scheine schon länger vor-
zuliegen, schon vor dem Unfall von 2013. Angesichts der medizinischen Vorgeschichte mit jah-
relangen diagnostischen Abklärungen und Therapien schon Jahre vor dem Unfallereignis zweif-
le er daran, dass – entgegen der Auffassung des behandelnden Psychiaters – keine Hinweise 
auf Instabilität oder psychische Vorerkrankungen vorlägen. Dr. J.____ führte zudem aus, eine 
weitere psychiatrische Hospitalisierung dürfe nur noch wahrscheinlich unfallbedingt angezeigt 
sein. Es müsse spätestens im Sommer 2014, ein Jahr nach dem Unfall, angenommen werden, 
dass die unfallbedingte psychische Störung behoben sein werde. Der Fall zeige schon früher 
somatisch unklare Beschwerdebilder, die immer noch überwiegten. Es müsse fast sicher ein 
gewichtiger psychiatrischer Vorzustand angenommen werden. Viele unklar bleibende unfall-
fremde Faktoren spielten hier mit eine Rolle. 
 
4.10 Am 2. Juli 2014 führte Dr. med. P.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, beratender 
Arzt der AXA, in seiner medizinischen Stellungnahme aus, dass die geklagten Schmerzen meh-
rere Monate nach der leichten HWS-Distorsion nur noch möglicherweise auf den Unfall vom 5. 
Juli 2013 zurückzuführen seien. Keine der geklagten Beschwerden seien organisch nachweis-
bar. Es handle sich um völlig unspezifische und angstbetonte Beschwerden, welche einem 
starken Wechsel unterliegen würden. Auffällig seien die psychotischen Symptome und die dis-
soziativen Störungen, welche sich bereits auf der Notfallstation des C.____ erstmals gezeigt 
hätten, indem die Beschwerdeführerin überzeugt gewesen sei, ihre Beine seien gelähmt. Struk-
turelle Veränderungen seien zwei Mal neurologisch ausgeschlossen worden, nachdem auch 
alle anderen Ärzte keinen medizinisch objektiven Grund für das psychiatrisch auffällige Be-
schwerdebild hätten finden können. Die weitere Behandlung sei seit spätestens Ende Mai 2014 
nicht mehr unfallkausal. Da die bisherigen organischen Abklärungen ausführlich und umfang-
reich durchgeführt worden seien und die psychische Entgleisung keinen kausalen Zusammen-

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

hang mit der leichten HWS-Distorsion habe, müssten keine weiteren Abklärungen mehr ge-
macht werden. Allfällige restliche HWS-Beschwerden müssten auf die angeborene Streckhal-
tung der HWS zurückgeführt werden. Sämtliche anderweitige Beschwerden würden im psychi-
atrischen Bereich liegen. Ein solches Krankheitsbild könne aufgrund der heutigen Erfahrung 
nicht durch eine Auffahrkollision im Kreisverkehr ausgelöst werden. Das jetzige Krankheitsbild 
habe andere Ursachen als das Ereignis vom 5. Juli 2013. 
 
5. Mit Verfügung vom 14. Juli 2014 stellte die AXA ihre Versicherungsleistungen per 
14. Juli 2014 ein und stützte sich dabei insbesondere auf die Stellungnahme ihres medizini-
schen Dienstes. Zur Begründung führte sie aus, dass die noch geklagten Beschwerden weder 
in einem natürlichen noch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stün-
den. Gegen diese Verfügung reichte die Beschwerdeführerin Einsprache ein. 
 
6.1 Im Verlauf des Einspracheverfahrens reichte die Beschwerdeführerin sodann einen 
weiteren medizinischen Bericht ein: 
 
6.2 Im Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik G.____ vom 12. Dezember 2014 berichte-
ten Dr. med. Q.____, FMH Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, und R.____, 
Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, über die zweite stationäre Behandlung der Be-
schwerdeführerin vom 5. September 2014 bis 3. Dezember 2014. Als Diagnosen wurden eine 
schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F32.3) sowie eine chroni-
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) festgehal-
ten. 
 
7.1  Der Zeitpunkt des Fallabschlusses ist unter den Parteien umstritten. Die Beschwerde-
führerin macht geltend, dass der Endzustand am 14. Juli 2014 noch nicht erreicht worden sei. 
Die Beschwerdegegnerin hält demgegenüber fest, dass die Beschwerdeführerin seit dem Unfall 
vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen sei. Eine baldige Wiederherstellung zumindest einer 
Teilarbeitsfähigkeit sei nicht prognostiziert worden. Die bisherige Heilbehandlung habe nicht zu 
einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit geführt. Eine solche sei mittelfristig auch nicht in Aussicht 
gestellt worden. Somit erwarte die behandelnde Ärzteschaft trotz laufender Heilbehandlung kei-
ne Steigerung der Arbeitsfähigkeit und folglich auch keine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes. Deshalb sei von einem Endzustand bereits im Zeitpunkt des Verfügungserlas-
ses am 14. Juli 2014 auszugehen. Folglich habe sie die Adäquanzprüfung zu Recht vorge-
nommen. 
 
7.2  Für die Prüfung der Adäquanz kommt im vorliegenden Fall – wie nachfolgend aufzu-
zeigen sein wird – die sogenannte „Psycho-Praxis“ zur Anwendung. Dabei werden die psychi-
schen Beeinträchtigungen ausser Acht gelassen und nur die somatischen Beschwerden bei der 
Prüfung der besonderen Adäquanzkriterien berücksichtigt. Daher ist an dieser Stelle lediglich 
danach zu fragen, ob bezüglich der somatischen Beschwerden ein Endzustand erreicht ist. Im 
Zeitpunkt, auf welchen die Beschwerdegegnerin die strittige Leistungseinstellung anordnete 
(14. Juli 2014), war die Versicherte fast ausschliesslich psychisch beeinträchtigt. Mit der Be-
schwerdegegnerin kann festgehalten werden, dass eine HWS-Distorsion, wie sie die Be-

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schwerdeführerin anlässlich des Unfallereignisses erlitten hatte, gemäss medizinischen Erfah-
rungswerten und Lehrmeinungen in der Regel innerhalb weniger Wochen folgenlos ausheilt. In 
den Akten sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass bei der Versicherten eine aussergewöhnli-
che HWS-Distorsion vorgelegen hätte. Am 14. Juli 2014 lag der Unfall bereits ein Jahr zurück 
und von einer allfälligen Behandlung der somatischen Beschwerden konnte keine namhafte 
Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden. Dr. P.____ begründete zu-
dem nachvollziehbar, dass allfällige restliche HWS-Beschwerden auf die angeborene Streckhal-
tung der HWS zurückzuführen seien (vgl. E. 4.10 hiervor). Die andauernde Arbeitsunfähigkeit 
der Beschwerdeführerin gründet sodann zur Hauptsache auf den psychischen Beeinträchtigun-
gen. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Beschwerdeantwort geprüft, ob die diesbezügliche 
Heilbehandlung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit und folglich eine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes verspricht. In Anbetracht dessen, dass die psychischen Beschwerden 
im vorliegenden Fall unberücksichtigt bleiben, muss diese Frage allerdings gar nicht beantwor-
tet werden. Es genügt, dass bezüglich der somatischen Beschwerden ein Endzustand erreicht 
ist. Unter diesen Umständen ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegne-
rin den Fallabschluss per 14. Juli 2014 vorgenommen und geprüft hat, ob die bei der Versicher-
ten noch vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen in einem natürlichen und adäqua-
ten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 5. Juli 2013 stehen. Darauf ist im Folgenden 
einzugehen. 
 
8. In der Prüfungsabfolge wäre zunächst die natürliche Kausalität der noch geklagten 
Beschwerden im Zusammenhang mit dem fraglichen Ereignis vom 5. Juli 2013 zu untersuchen. 
Die AXA stützte sich in ihrer Verfügung sowie im Einspracheentscheid bei der Beurteilung die-
ser Fragestellung insbesondere auf die vertrauensärztlichen Ausführungen von Dr. J.____ und 
Dr. P.____. Sie ging demzufolge davon aus, dass bei der Versicherten im Zeitpunkt, auf den sie 
die strittige Leistungseinstellung anordnete (14. Juli 2014), keine Unfallfolgen mehr vorlagen, 
die mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Unfaller-
eignis vom 5. Juli 2013 zurückgeführt werden konnten. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung 
ist grundsätzlich nicht zu beanstanden. Nach der Rechtsprechung kommt zwar dem Bericht 
eines versicherungsinternen Arztes nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten, ein solcher Bericht ist aber, wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.5 hiervor), soweit zu berück-
sichtigen, als keine - auch nur geringe - Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolgerungen 
bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Vorliegend besteht wohl kein Anlass, an der Richtigkeit 
der Feststellungen von Dr. J.____ oder Dr. P.____ zu zweifeln. Es ist festzuhalten, dass sich 
die Berichte hinreichend mit den bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen auseinan-
dersetzten und eine schlüssige Kausalitätsbeurteilung vorgenommen wird. Die Frage nach dem 
natürlichen Kausalzusammenhang muss an dieser Stelle nicht abschliessend beantwortet wer-
den, denn nach der Rechtsprechung kann sie in jenen Fällen offen gelassen werden, in wel-
chen der für die Bejahung einer Leistungspflicht erforderliche adäquate Kausalzusammenhang 
ohnehin verneint werden muss, was vorliegend – wie sogleich aufzuzeigen ist – der Fall ist 
(SVR 1995 U 23 S 68 E. 3c; ebenso: Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juli 2010, 8C_182/2010, 
E. 3.2). 
 

 
 
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9.1 Es ist unbestritten, dass die Versicherte am 5. Juli 2013 eine Distorsion der HWS erlit-
ten hat. Die medizinischen Akten halten indessen fest, dass keine objektivierbaren strukturellen 
Veränderungen bildgebend ausgewiesen sind. Da aufgrund der vorliegenden Akten, insbeson-
dere dem Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach kranio-zervikalem Beschleuni-
gungstrauma vom 7. Juli 2013 Beschwerden wie Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel und 
Übelkeit echtzeitlich nachgewiesen sind, ist das Vorliegen eines typischen Beschwerdebildes zu 
bejahen. Dies wird auch von der Beschwerdegegnerin nicht in Abrede gestellt, sie ist aber der 
Meinung, dass bei der Versicherten rasch eine psychische Alteration im Vordergrund gestanden 
habe, welche später angedauert und dominiert habe. Die Adäquanzbeurteilung sei deshalb 
nicht nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifi-
zierten Grundsätzen, sondern nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien vorzuneh-
men. Dieser Auffassung kann gefolgt werden, zumal die Beschwerdeführerin anlässlich des 
Auffahrunfalles lediglich eine HWS-Distorsion ersten Grades erlitten hat, welche in der Regel 
innerhalb weniger Wochen folgenlos verheilt. Stattdessen traten bei der Versicherten schon 
sehr bald psychische Beschwerden in den Vordergrund. Nur zwei Monate nach dem Unfaller-
eignis wurde sie das erste Mal in der psychiatrischen Klinik G.____ stationär behandelt. Im wei-
teren Verlauf wurde der Schwerpunkt der Heilbehandlung auch sehr stark auf die psychische 
Problematik gelegt. Deswegen erscheint die Anwendung der sogenannten „Psycho-Praxis“ für 
die Adäquanzprüfung als angemessen (BGE 123 V 99 E. 2a mit Hinweisen). 
 
9.2  Nach dieser Rechtsprechung setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusammen-
hangs zwischen einem Unfallereignis und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehl-
entwicklung im Einzelfall voraus, dass dem Unfallereignis für die Entstehung der psychisch be-
dingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft 
dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft 
ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an 
das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - 
folgende Einteilung der Unfälle in drei Gruppen zweckmässig erscheint: banale bzw. leichte 
Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere 
Bereich (BGE 115 V 138 E. 6). Während bei leichten bzw. banalen Unfällen der adäquate Kau-
salzusammenhang in der Regel ohne weiteres verneint werden kann, weil auf Grund der allge-
meinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon 
ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Ge-
sundheitsschaden zu verursachen, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall 
und Folgen bei schweren Unfällen in der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf 
der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisie-
rende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken. Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich 
lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang be-
steht, nicht auf Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als 
direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als 
wichtigste Kriterien sind nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 140 E. 6c/aa) zu nennen: 
 

• besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

 
 
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• die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfah-
rungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 

• ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 
• körperliche Dauerschmerzen; 
• ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
• schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
• Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. 

 
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall er-
forderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Das trifft einerseits dann zu, wenn es sich um 
einen Unfall handelt, der zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar 
als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittle-
ren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 
ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müs-
sen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise 
um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu-
zuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallen-
der Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht wird. Diese Würdigung des Unfalls zusammen 
mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusam-
menhangs. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglich-
erweise, die psychische Fehlreaktion mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 140 E. 6c/bb). 
 
9.3 Auffahrkollisionen werden regelmässig als mittelschweres, im Grenzbereich zu den 
leichten Unfällen liegendes Ereignis qualifiziert. In einzelnen Fällen, insbesondere bei einer 
niedrigen kollisionsbedingten Geschwindigkeitsveränderung (Delta-v unter 10 [bis 15] km/h) 
und – zusätzlich – weitgehendem Fehlen von unmittelbar im Anschluss an den Unfall auftreten-
den Beschwerden, wurde auch das Vorliegen eines leichten Unfalles angenommen (Urteil des 
Bundesgerichts vom 9. November 2009, 8C_626/2009, E. 4.2.2 mit zahlreichen Hinweisen). 
 
9.4 In seiner Unfallanalyse vom 30. Oktober 2013 hielt S.____, Dipl. Ing. HTL, Unfallanaly-
tiker, fest, dass die überwiegend wahrscheinliche kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung 
(Delta-v, Geschwindigkeitszunahme) des Personenwagens der Beschwerdeführerin beim 
Heckanstoss durch den Lieferwagen 9,8 bis 15 km/h betragen habe. Gemäss dem Dokumenta-
tionsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma traten bei der 
Beschwerdeführerin sofort nach dem Unfallereignis Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, 
Übelkeit sowie Schlafstörungen auf. Unter diesen Umständen ist der Auffahrunfall im vorliegen-
den Fall als mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegendes Ereignis zu 
qualifizieren. Demnach sind weitere Kriterien in die Beurteilung einzubeziehen, von denen für 
eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders 
ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein 
müssten (BGE 134 V 126 E. 10.1). Gehäuft im genannten Sinne liegen die Kriterien bei einem 
Grenzfall zu den leichten Unfällen vor, wenn deren vier erfüllt sind (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 18. April 2011, 8C_46/2011, E. 5.1). 

 
 
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9.5 Beim Auffahrunfall vom 5. Juli 2013 handelte es sich um ein mittelschweres, im Grenz-
bereich zu den leichten Unfällen liegendes Ereignis. Die niedrige kollisionsbedingte Geschwin-
digkeitsveränderung spricht sogar eher für einen leichten Unfall. Dass sich der Unfall unter be-
sonders dramatischen Begleitumständen ereignet hätte oder dass er von besonderer Eindrück-
lichkeit gewesen wäre, ist aufgrund der Aktenlage nicht ersichtlich. Ebenso hat sich die Versi-
cherte keine schweren Körperverletzungen oder Verletzungen besonderer Art zugezogen. Im 
Weiteren kann vorliegend weder von einem schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Kom-
plikationen noch von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-
schlimmert hat, die Rede sein. Hinsichtlich der Kriterien der Dauer der unfallbedingten Be-
schwerden, der ärztlichen Behandlung und der Arbeitsunfähigkeit ist massgeblich, wie lange die 
entsprechenden Unfallfolgen durch den erlittenen körperlichen Gesundheitsschaden in erhebli-
chem Ausmass mitverursacht worden sind. Aufgrund der medizinischen Aktenlage kann nicht 
gesagt werden, dass die Beschwerdeführerin an physisch bedingten Dauerschmerzen leidet. 
Ebenso liegt keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung vor, denn bei der Ver-
sicherten stand schon früh die Behandlung psychisch bedingter Beschwerden im Vordergrund, 
was im Rahmen der Adäquanzbeurteilung unberücksichtigt zu bleiben hat. Schliesslich kann 
auch davon ausgegangen werden, dass das einzig zu berücksichtigende somatische Be-
schwerdebild keine lange dauernde Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte. Aus den medizinischen 
Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin bereits zwei Monate nach dem Unfallereignis 
das erste Mal in der psychiatrischen Klinik G.____ stationär behandelt wurde. Auch im weiteren 
Verlauf trat die psychische Symptomatik in den Vordergrund und war somit die Hauptursache 
für die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten. 
 
9.6 Zusammenfassend kann nach dem Ausgeführten keines der sieben Kriterien als erfüllt 
betrachtet werden. Die Beschwerdegegnerin hat demnach den adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfallereignis vom 5. Juli 2013 und den von der Versicherten über den 
14. Juli 2014 hinaus geklagten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu Recht verneint. 
 
10.  Insgesamt ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Versi-
cherungsleistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 5. Juli 2013 per 14. Juli 2014 ein-
gestellt hat. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie ab-
gewiesen werden muss. 
 
11.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 
 
11.2 Abschliessend bleibt über den Antrag der Beschwerdeführerin zu befinden, wonach ihr 
die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter zu bewilligen sei. Gemäss Art. 61 
lit. f Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, 
ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Gemäss Rechtsprechung ist die unentgeltliche 
Verbeiständung im kantonalen Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht 
offensichtlich aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung 

 
 
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notwendig oder doch geboten ist (Urteil des EVG vom 7. Juli 2003, U 356/02, E. 3.1; RUMO-
JUNGO, a.a.O., S. 451 mit Hinweisen auf BGE 100 V 62 E. 3 und 98 V 117 E. 2; vgl. auch UELI 
KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2003, Art. 61 Rz. 88). Die vorliegende Be-
schwerde kann nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden und die anwaltliche Ver-
tretung erscheint sachlich geboten. 
 
11.3 Für den Entscheid über die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung ist grund-
sätzlich die gesamte wirtschaftliche Situation der gesuchstellenden Person massgebend. Dabei 
hat diese ihre aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzustellen und 
soweit als möglich zu belegen. Verweigert sie die zur Beurteilung ihrer aktuellen Gesamtsituati-
on erforderlichen Angaben oder Belege, so kann die Bedürftigkeit ohne Verletzung des verfas-
sungsmässigen Anspruchs auf unentgeltliche Prozessführung verneint werden. Mit Eingabe 
vom 26. August 2015 reichte die Beschwerdeführerin ein aktuelles Zeugnis zur Erlangung der 
unentgeltlichen Prozessführung ein. Gestützt auf die darin enthaltenen Angaben und die einge-
reichten Unterlagen ist im Folgenden anhand einer Grundbedarfsberechnung zu prüfen, ob die 
Beschwerdeführerin prozessual bedürftig ist. In diesem Zusammenhang ist vorab festzuhalten, 
dass die Versicherte zusammen mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern (geb. 1995 und 
2001) in einem gemeinsamen Haushalt lebt. Die 1995 geborene und somit volljährige Tochter 
wird im Folgenden bei der Berechnung ausser Acht gelassen, zumal sie auch eine Lehre absol-
viert und somit über eigenes Einkommen verfügt. Der Ehemann ist im Rahmen der ehelichen 
Beistandspflicht der Versicherten gegenüber unterstützungspflichtig, weshalb sein Einkommen 
bei der Bedarfsberechnung im vollen Umfang zu berücksichtigen ist. Aus den eingereichten 
Unterlagen (Abrechnung der T.____ Arbeitslosenkasse vom Mai 2015) geht hervor, dass der 
Ehemann monatlich ein Ersatzeinkommen von Fr. 2‘395.50 erhält. Ausserdem führt die Be-
schwerdeführerin in ihrem Gesuch beim Ehemann ein Erwerbseinkommen von Fr. 730.-- auf. 
Gemäss den eingereichten Belegen bezieht die Ehefrau ein monatliches Krankentaggeld von 
Fr. 2‘229.50. Dieses Einkommen ist jedoch bei der aktuellen Berechnung nicht mehr zu berück-
sichtigen, denn die Versicherung hat das Krankentaggeld per Ende Juni 2015 eingestellt. Dies 
ergibt ein Gesamteinkommen von Fr. 3‘125.50. 
 
Der Grundbetrag für Ehepaare beträgt Fr. 1‘700.--, für Kinder bis zehn Jahre beträgt er Fr. 400.- 
und für Kinder über zehn Jahre Fr. 600.--. Auf den Grundbetrag wird praxisgemäss ein Zu-
schlag von 15% erhoben. Weiter ist der effektive Mietzins zuzüglich Nebenkosten zu berück-
sichtigen, jedoch ohne Auslagen für Beleuchtung, Kochstrom und/oder Gas, da diese Positio-
nen im Grundbedarf inbegriffen sind. Vorliegend beträgt der Mietzins mit Nebenkosten 
Fr. 1‘495.--. Die Krankenkassenprämien werden jeweils im Umfang der Grundversicherung be-
rücksichtigt. Die weiteren Ausgaben, welche die Beschwerdeführerin im Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege geltend macht (Berufsauslagen von Fr. 500.-- und Unterhaltsbeiträge von 
Fr. 2‘000.--), können an dieser Stelle nicht berücksichtigt werden, da in den Unterlagen keine 
Belege dafür vorhanden sind. Dies ergibt einen Grundbedarf in der Höhe von Fr. 5‘030.60. 
 
Aus den eingereichten Unterlagen der Versicherten und den obigen Ausführungen ergibt sich 
folgende Berechnung: 
 

 
 
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Monatlicher Grundbetrag    

Ehegatten CHF 1'700

Kinder (ein Kind im Alter von über zehn Jahren) 600

Erweiterung des betreibungsrechtlichen Grundbetrages von 15 %  345

Zuschläge zum monatlichen Grundbetrag  

Miet- oder Hypothekarzins, ohne Beleuchtung, Kochstrom, Gas 1‘495

Sozialbeiträge und obligat. Versicherungen soweit nicht vom Lohn abgezogen (z.B. AHV/IV-

EO, Krankenkasse, Unfallvers.), Krankenkasse ganze Familie 

890.60

Steuern 

Steuerausscheidung 

 

0

Grundbedarf 5‘030.60

Monatliches Netto- oder Ersatzeinkommen  3‘125

Unterdeckung CHF -1‘905

 

 
Insgesamt führt die Berechnung zu einer Unterdeckung von Fr. 1‘905.--. Angesichts dieser Ein-
kommensverhältnisse ist die prozessuale Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin zu bejahen. 
Gestützt auf die monatliche Unterdeckung ist es ihr nicht zuzumuten, die im vorliegenden Ver-
fahren anfallenden ausserordentlichen Kosten selbst zu tragen. Die Voraussetzungen für die 
Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung sind somit gegeben, weshalb dem entspre-
chenden Gesuch der Versicherten entsprochen werden kann. 
 
11.4 Da der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertre-
ter zu bewilligen ist, ist dieser für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. 
Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 
beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsver-
treter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 2. Oktober 2015 für das vorlie-
gende Verfahren einen Zeitaufwand von 8,25 Stunden geltend gemacht, was umfangmässig in 
Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erscheint. 
Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ist deshalb ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘845.20 (inkl. Auslagen von Fr. 58.50 sowie 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse 
auszurichten. 
 
11.5 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist. 
  

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘845.20 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.