# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61bc6b47-6702-58bc-b824-c10627ab7f5b
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-20
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 20.04.2015 608 2013 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2013-40_2015-04-20.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2013 40

Urteil vom 20. April 2015

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher
Richter: Hugo Casanova, Gabrielle Multone
Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin: Daniela Kiener

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Peter Kaufmann

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz     

Gegenstand Invalidenversicherung (Rente)

Beschwerde vom 12. März 2013 gegen die Verfügung vom 11. Februar 
2013

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1956, ledig, wohnhaft in B.________, war seit dem 1. Januar 
1999 bei der C.________ AG angestellt, zuletzt als Direktorin/Filialleiterin. Aufgrund 
rezidivierender depressiver Störungen erfolgte vom 30. April 2009 bis 29. Juli 2009 ein erster 
stationärer Klinikauf-enthalt. In der Folge bestätigte die behandelnde Ärztin weiterhin eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 Prozent und ab Oktober 2009 eine solche von 70 Prozent. Am 
18. Januar 2010 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per Ende August 2010.

Am 9. November 2009 meldete sich die Versicherte bei der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an und beantragte Unterstützung 
bei der beruflichen Wiedereingliederung. Zu ihrer gesundheitlichen Situation gab sie an, seit dem 
Jahr 2007 unter Depressionen zu leiden. In der Folge führte die IV-Stelle mit der Versicherten am 
16. Dezember 2009 ein Erstgespräch, holte bei den behandelnden Ärzten Berichte ein und 
unterbreitete das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst Bern/Freiburg/Solothurn, Zweigstelle 
Freiburg (nachstehend: RAD) zur Stellungnahme.

Vom 3. Mai 2010 bis 23. Mai 2010 sowie vom 14. Juni 2010 bis 15. August 2010 absolvierte die 
Versicherte im Rahmen der beruflichen Massnahmen eine Abklärung im Bereich kaufmännische 
Berufe sowie vom 16. August 2010 bis 28. Februar 2011 ein Arbeitstraining, beides bei der 
D.________.

Auf Empfehlung des RAD gab die IV-Stelle am 9. Mai 2011 bei Dr. med. E.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag. Dieses wurde am 
20. September 2011 erstattet.

Vom 19. Januar 2012 bis 25. Februar 2012 fand ein zweiter stationärer Klinikaufenthalt statt. In der 
Folge wurde bei der behandelnden Psychiaterin ein Verlaufsbericht eingeholt und der Gutachter 
um Stellungnahme zu den aktuellen Berichten gebeten. 

B. Mit Vorentscheid vom 8. November 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie 
keinen Anspruch auf IV-Leistungen habe. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass aus der 
spezialärztlichen Abklärung hervorgehe, dass sie an einer Dysthymie leide. Diese stelle keinen 
Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes dar, der Anspruch auf Leistungen aus der 
Invalidenversicherung begründe. Invaliditätsfremde Gründe könnten nicht mitberücksichtigt 
werden.

Gegen diesen Vorentscheid erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Kaufmann, 
am 19. Dezember 2012 schriftlich Einsprache, in welcher sie weitere berufliche 
Wiedereingliederungsmassnahmen beantragte. Mit Verfügung vom 11. Februar 2013 bestätigte 
die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens der Versicherten. Berufliche Massnahmen 
seien durchgeführt und ausgeschöpft worden; es bestehe diesbezüglich kein weiterer Anspruch. 
Da die Versicherte an einer Dysthymie leide, liege kein Gesundheitsschaden im Sinne des 
Gesetzes vor; invaliditätsfremde Gründe könnten nicht mitberücksichtigt werden. Damit bestehe 
kein Anspruch auf Leistungen der IV.

Gleichentags wurde der Versicherten mit separater Mitteilung vom 11. Februar 2013 Hilfe bei der 
Arbeitsvermittlung gewährt.

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C. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Peter 
Kaufmann, am 12. März 2013 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie stellt das 
Begehren, es sei ihr rückwirkend ab 1. April 2010 und bis auf Weiteres eine IV-Rente auszurichten; 
eventualiter sei die Streitsache zur Einholung einer neutralen ärztlichen Beurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. Bestritten werden im Wesentlichen die Beweiskraft des 
fachpsychiatrischen Gutachtens sowie die Richtigkeit der Schlussfolgerungen, die die Vorinstanz 
aus diesem Gutachten ziehe.

Es wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt, in welchem beide Parteien an ihren 
Standpunkten festhielten.

Die BVG-Versicherung reichte am 20. März 2015 eine Stellungnahme ein.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 12. März 2013 gegen die Verfügung vom 11. Februar 2013 ist durch 
einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter fristgerecht bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein 
schutzwürdiges Interesse daran, dass das Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, 
prüft, ob sie Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 
1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 
zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG; der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Abs. 2 hat allerdings den bisher geltenden 
Begriff der Erwerbsunfähigkeit nicht modifiziert, BGE 135 V 215, E. 7.3).

Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche 
Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG 
bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit 
invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, 
welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende 
Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Förderbaren wird dabei 

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weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49, E. 1.2; 102 V 165; AHI 2001 S. 228, E. 2b mit 
Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 294, E. 4c).

Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie 
mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine 
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie 
mindestens zu 40 Prozent invalid sind.

b) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch 
das Leiden eingeschränkt, d.h. arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93, E. 4; 115 V 133, E. 2; 107 V 17, 
E. 2b; 105 V 156, E. 1). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird laut der Rechtsprechung nach dem 
Mass bestimmt, in welchem die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen an ihrem 
angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht 
massgebend ist hingegen die bloss medizinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit 
(BGE 111 V 235, E. 1b mit Hinweisen). Bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten 
Beruf hat die versicherte Person andere ihr offen stehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen 
(BGE 115 V 403, E. 2; 114 V 281, E. 1d). Auch die Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor 
allem aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven 
Befundes durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 17, E. 2b; PETER OMLIN, Die Invalidität in der 
obligatorischen Unfallversicherung, Dissertation, Freiburg 1995, S. 201). Insbesondere ist dabei 
nicht auf das subjektive Empfinden der versicherten Person abzustellen, hätte es doch diese 
ansonsten in der Hand, ihren Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen.

c) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen, und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also 
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des 
Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351, E. 3a). In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351, E. 3b/cc mit Hinweisen).

3. Vorliegend ist streitig, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente der 
Invalidenversicherung hat. Hierfür rechtfertigt es sich, die wichtigsten medizinischen Unterlagen 
durchzugehen.

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Als Vorbemerkung ist festzuhalten, dass vorliegend der Zeitraum bis zum Datum der 
angefochtenen Verfügung vom 11. Februar 2013 zu beurteilen ist. Wie noch zu zeigen sein wird, 
wurde die vorliegende Angelegenheit, was den massgebenden Zeitraum anbelangt, genügend 
abgeklärt und das medizinische Dossier ist diesbezüglich komplett. Auf eine zusätzliche ärztliche 
Beurteilung, wie dies von der Beschwerdeführerin beantragt wird, kann verzichtet werden. Was die 
im Herbst 2013 durchgeführten neurologischen Abklärungen anbelangt, so sind diese Ergebnisse 
im Rahmen einer allfälligen Neuanmeldung, nicht aber im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu 
berücksichtigen, da sie erst die Zeit nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. Februar 
2013 betreffen. Das medizinische Dossier ist damit vollständig und es kann abschliessend über 
den Fall entschieden werden.

a) Vom 30. April 2009 bis 29. Juli 2009 wurde die Beschwerdeführerin in der F.________ 
stationär behandelt. Im Austrittsbericht vom 29. Juli 2009 (Vorakten S. 28 ff.) wird die Diagnose 
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F33.1) gestellt und 
der Beschwerdeführerin für die Dauer des Klinikaufenthalts eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit 
attestiert.

Am 23. November 2009 stellte auch die behandelnde Ärztin, Dr. med. G.________, Fachärztin für 
Innere Medizin FMH, welche die Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2005 hausärztlich betreut, die 
Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F33.1). 
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wird ein Migräneleiden sowie Osteopenie 
der LWS erwähnt. Die Ärztin berichtet, dass die Beschwerdeführerin seit Herbst 2007 eine innere 
Unruhe verspüre, einhergehend mit somatischen Symptomen sowie Palpitationen. Sodann 
bestehe eine Selbstwertproblematik. Probleme am Arbeitsplatz, welche die Beschwerdeführerin 
immer bestens gemeistert habe, würden immer mehr Ängste auslösen. In der Folge leide die 
Beschwerdeführerin unter Schlafstörungen, Erschöpfungszeichen und Konzentra-tionsstörungen. 
Trotz grösster Willensanstrengung seien die Beschwerden progredient (Vorakten S. 56 ff.).

Seit Januar 2008 befindet sich die Beschwerdeführerin bei Dr. med. H.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Behandlung. In ihrem Bericht vom 25. Februar 2010 stellt 
die Ärztin die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-
10: F33.1), bestehend seit dem Jahr 2007. Die Beschwerdeführerin leide aktuell unter einem 
labilen psychischen Gleichgewicht mit verminderter Belastbarkeit, Stressintoleranz, 
Konzentrationsstörungen, Selbstunsicherheit und Irritierbarkeit. Sie sei vom 30. April 2009 bis 30. 
September 2009 zu 100 Prozent und vom 1. Oktober 2009 bis 19. Januar 2010 zu 70 Prozent 
arbeitsunfähig gewesen. Seit 20. Januar 2010 bestehe bis auf Weiteres wieder eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 Prozent. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin aus 
medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Sinnvoll seien vorerst eine arbeitsmarktlich-medizinische 
Abklärung (zu 100 Prozent) und/oder ein Arbeitstraining zur Wiedererlangung der psychischen 
Stabilität (zu 50 Prozent). Eine berufliche Neuorientierung sei später angebracht (Vorakten S. 109 
ff.; vgl. auch den Bericht vom 18. Februar 2010, Vorakten S. 203 f.).

Am 8. April 2010 bestätigte der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Medizin 
FMH, die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, mittelgradige Episode (ICD-10: 
F33.1); ein Gesundheitsschaden im Sinne der IV liege vor und es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit 
seit dem 30. April 2009. Die Beschwerdeführerin sei psychisch vermindert belastbar, das 
Konzentrations- und Auffassungsvermögen sei eingeschränkt; zudem bestünden eine 
Stressintoleranz, Selbstunsicherheit und Versagensängste. Die berufliche Wiedereingliederung 

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könne Mitte April 2010 mit einem Arbeitstraining in der D.________ beginnen. Die Arbeitsfähigkeit 
in einer angepassten Tätigkeit sei anfänglich 50 Prozent und könne langsam gesteigert werden, 
voraussichtlich bis auf 100 Prozent (Vorakten S. 113 f.).

Im Verlaufsbericht vom 18. Februar 2011 bestätigte Dr. med. H.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung 
(ICD-10: F33.1); weiter wurde ein St.n. Erschöpfungssyndrom (Burn-out-Syndrom) (ICD-10: Z73.0) 
bei leistungsorientierter Persönlichkeitsstruktur diagnostiziert. Zwar habe durch die 
therapeutischen Massnahmen sowie durch das strukturierte Arbeitstraining der 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert werden können, eine Stabilisierung sei 
jedoch noch nicht erreicht. Auch im geschützten Rahmen zeige die Beschwerdeführerin eine 
erhöhte Vorausgabeneigung bei hoher Leistungsbereitschaft, hohem Pflichtbewusstsein und 
Perfektionismus. Es bestehe nach wie vor eine innere Unruhe bei hohem Selbstanspruch, 
Ängstlichkeit, vermindertem Selbstwertgefühl, Versagensängsten und wechselnder depressiver 
Symptomatik. Der Beschwerdeführerin gelinge es zwar, eigene Bedürfnisse und 
Belastbarkeitsgrenzen besser wahrzunehmen, deren Umsetzung sei jedoch noch nicht gefestigt. 
Infolge des zur Chronifizierung neigenden Verlaufs und den bisherigen Beobachtungen müsse die 
Gefahr eines Rückfalls als hoch eingeschätzt werden. In einem leistungsorientierten Umfeld sei 
eine Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Wie weit zu einem späteren Zeitpunkt eine angepasste 
Tätigkeit zumutbar sei, bleibe offen (Vorakten S. 166 f.).

Am 28. April 2011 bestätigte der RAD-Arzt Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Medizin 
FMH, das Vorliegen eines Gesundheitsschadens im Sinne der IV und empfahl eine psychiatrische 
Begutachtung (Vorakten S. 179).

b) In der Folge wurde die Beschwerdeführerin von Dr. med. E.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, fachpsychiatrisch begutachtet. In seinem Gutachten vom 
20. September 2011 stellt der Gutachter die Diagnose einer Dysthymie (ICD-10: F34.1); diese 
bestehe spätestens seit Ende 2010, zuvor sei seit Ende 2008 vom Vorliegen einer 
Anpassungsstörung (ICD-10: F43) auszugehen. Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit wird eine Persönlichkeit mit akzentuierten narzisstischen, perfektionistischen und 
histrionischen Zügen genannt; die Persönlichkeitszüge würden möglicherweise bereits seit der 
Adoleszenz bestehen (Vorakten S. 244 f.). Trotz der bestehenden Dysthymie sei die 
Beschwerdeführerin aus rein psychiatrischer Sicht grundsätzlich noch in der Lage, eine 
Berufstätigkeit auszuüben. Ihre aktuellen anxiodepressiven Symptome seien allenfalls leicht bis 
intermittierend mittelgradig ausgeprägt und würden ganz überwiegend von äusseren, 
krankheitsfremden Faktoren abhängen. Der Beschwerdeführerin sei ihre bisherige Tätigkeit aus 
rein psychiatrischer Sicht grundsätzlich weiterhin zu mindestens 7 Stunden täglich (2 mal 3,5 
Stunden) zumutbar. Da sie schneller erschöpfbar sei und nur in einem etwas reduzierten Tempo 
arbeiten könne, sei von einer leichten Leistungsminderung von maximal 30 Prozent auszugehen. 
Aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht bestehe für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit 
von maximal 40 bis 50 Prozent. Auch erscheine jede andere, dem Alter und Ausbildungsstand 
entsprechende Tätigkeit grundsätzlich möglich und zumutbar, wobei die Leistungsfähigkeit umso 
höher sei, je einfacher, strukturierter und ruhiger diese Arbeiten seien. Eine derartig angepasste 
Tätigkeit sei vollzeitig (zu 100 Prozent) zumutbar mit einer Leistungsminderung, die jedoch bei 
maximal 20 Prozent liege (Vorakten S. 237 f.).

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c) Vom 19. Januar 2012 bis 25. Februar 2012 befand sich die Beschwerdeführerin in der 
K.________. Im Austrittsbericht vom 9. Mai 2012 (Vorakten S. 300 f.) werden die folgenden 
Diagnosen gestellt: mittelgradige Episode einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: 
F33.1), protrahiertes Burnout-Syndrom (ICD-10: Z73) und Migräne (ICD-10: G43.0). Die 
Beschwerdeführerin würde unter Stressintoleranz, Minderung der Konzentrationsfähigkeit, 
ausgeprägter Verunsicherung mit starken Insuffizienzgefühlen und mangelndem Selbstvertrauen 
leiden; die psychische Belastbarkeit sei mittel- bis hochgradig vermindert. Diese Einschränkungen 
führten zu einem geringen Arbeitstempo, einer hohen Fehlerquote, mangelndem 
Durchsetzungsvermögen und mangelnder Initiative. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer 
Sicht nicht zumutbar, indessen eine einfache, anspruchslose und gut strukturierte Tätigkeit mit 
geringer, gleichbleibender Belastung und einem Arbeitspensum von maximal 4 Stunden pro Tag. 
Durch ein konsequentes Weiterführen der therapeutischen Massnahmen sei die 
Beschwerdeführerin einer angepassten Tätigkeit mit reduziertem Pensum wieder dauerhaft und 
stabil gewachsen (Bericht vom 27. Juni 2012, Vorakten S. 315 ff.).

Am 3. September 2012 reichte Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, einen Verlaufsbericht ein (Vorakten S. 329). Darin bestätigt sie die vom 
Gutachter gestellte Diagnose einer Dysthymie (ICD-10: F34.1) bei einer Persönlichkeit mit 
akzentuierten narzisstischen, perfektionistischen und histrionischen Zügen. Weiter wird ein St.n. 
mittelgradiger Episode einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.1) mit 
Klinikaufenthalt vom 19. Januar 2012 bis 25. Februar 2012 diagnostiziert. Seit Ende 2011 habe 
sich der Gesundheitszustand mit verstärkter depressiver Symptomatik, Erschöpfung, 
Angespanntheit und Nervosität verschlechtert. Der Beschwerdeführerin sei es nicht mehr 
gelungen, die bereits erlangte verbesserte Selbstfürsorge aufrecht zu erhalten, sie habe erneut 
unter Selbstzweifeln, Insuffizienzgefühlen und Zukunftsängsten gelitten. Insbesondere die 
berufliche Situation mit noch nicht geklärter Zukunftsperspektive habe zu Verunsicherung und auf 
Grund der Persönlichkeitsstruktur zu wenig adaptivem Verhalten geführt. Im Anschluss an den 
stationären Aufenthalt bestehe eine verbesserte Selbstfürsorge, mehr Gelassenheit gegen sich 
selbst. Die Beschwerdeführerin habe erstmals etwas innere Ruhe gefunden; bezüglich beruflicher 
Zukunft sei sie jedoch unverändert verunsichert, nicht belastbar und perspektivenlos. Aktuell werde 
eine Erwerbstätigkeit zu 40 Prozent in einer angepassten Tätigkeit (harmonisches Arbeitsumfeld, 
ohne Zeit- und Leistungsdruck und der Möglichkeit zu selbstkontrolliertem Arbeitsbereich) als 
gegeben erachtet. Wie weit sich eine Erwerbstätigkeit zu einem späteren Zeitpunkt realisieren 
lasse, bleibe offen.

In der Folge wurden dem Gutachter eine Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 18. Oktober 
2011 zum Gutachten (Vorakten S. 273 ff.) sowie die aktuellen Arztberichte zur Stellungnahme 
unterbreitet. Am 18. September 2012 teilte der Gutachter mit, dass er an den Schlussfolgerungen 
seines Gutachtens unverändert festhalte (Vorakten S. 336); namentlich sei nicht von einer 
Veränderung im Sinne einer Verschlechterung auszugehen. Eine Neubegutachtung sei nicht 
indiziert (Vorakten S. 334). Am 29. Oktober 2012 bestätigte der Gutachter weiter, dass neben der 
diagnostizierten Dysthymie keine anderen Diagnosen mit invalidisierendem Einfluss bestehen 
würden. Trotzdem scheine es mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung aus 
versicherungsmedizinischer Sicht problematisch und letztlich nicht statthaft, einfach aus einer 
Diagnose allein praktisch „automatisch“ eine vollständige Arbeitsfähigkeit oder –unfähigkeit 
ableiten zu wollen. Bereits im Gutachten sei die zeitliche Zumutbarkeit als nur leicht vermindert 
eingeschätzt worden (7 Stunden täglich), auch die Leistungsminderung sei mit maximal 30 Prozent 

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beurteilt worden; diese Einschätzung habe sich auf die bisherige Tätigkeit und vor allem den 
bisherigen, langjährigen Arbeitsplatz bezogen. Eine dem Alter und Ausbildungsstand 
entsprechende Tätigkeit sei bereits zum Zeitpunkt der Begutachtung als vollzeitig zumutbar 
angesehen worden, mit einer zu berücksichtigenden Leistungsminderung von maximal 20 Prozent. 
Diese Einschätzung erscheine auch heute noch gültig. Die Leistungsminderung hänge von den 
Anforderungen des Arbeitsplatzes ab und sollte sich mit der Zeit durch den Erwerb von 
zunehmender Routine weiter vermindern. Eine höhere und damit tatsächlich invalidisierende 
Beeinträchtigung durch die bestehende Dysthymie liege nicht vor (Vorakten S. 376 ff.).

Am 30. September 2013 äusserte sich der RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, dahingehend, dass das Gutachten vom 20. September 2011 
alle Qualitätsanforderungen erfülle, die gewöhnlich an solche Gutachten gestellt würden. Die 
Ausführungen und vor allem die Schlussfolgerungen seien plausibel und nachvollziehbar. 
Demnach bestehe hier eine Dysthymie. Die Diagnose von Persönlichkeitszügen erfülle die 
Anforderungen an eine Persönlichkeitsstörung nicht. Persönlichkeitszüge würden keine 
gesundheitliche Störung im Sinne der Invalidenversicherung darstellen.

d) Im Rahmen der beruflichen Massnahmen konnten die folgenden Beobachtungen 
gemacht werden:

Vom 3. Mai 2010 bis 23. Mai 2010 sowie vom 14. Juni 2010 bis 15. August 2010 absolvierte die 
Beschwerdeführerin eine Abklärung im Bereich kaufmännische Berufe bei der D.________. Dem 
Bericht vom 18. August 2010 (Vorakten S. 143 ff.) kann entnommen werden, dass der 
Beschäftigungsgrad von anfänglich 50 Prozent auf 70 Prozent habe erhöht werden können. Da die 
Beschwerdeführerin mit dieser erhöhten Präsenzzeit an eine kaum überwindbare 
Hausausforderung gelangt sei, habe das Arbeitspensum, nach Absprache mit der behandelnden 
Psychiaterin, wieder auf 50 Prozent reduziert werden müssen. Die Belastbarkeit der 
Beschwerdeführerin werde als gering eingestuft, das Befinden als instabil. Sie wirke sehr 
verunsichert, ihre Hände würden oft zittern und sie weine häufig. Es brauche scheinbar wenig, 
damit sie ungeduldig-hektisch, traurig-verzweifelt oder handlungsunfähig werde. Ihre 
Selbstsicherheit sei nach wie vor gering. Die Beschwerdeführerin besitze ein sehr gutes 
Auffassungsvermögen und habe durchwegs gute Ergebnisse erreicht. Sie verfüge über eine gute 
Lernfähigkeit und vermöge Erlerntes wieder abzurufen. Es falle ihr aber scheinbar schwer, ihr 
komplexes Denken und ihre Gewohnheit, viel Verantwortung zu tragen, auf eine einfache, 
ausführende Funktion herunter zu brechen; sie stelle sehr hohe Leistungsanforderungen an sich 
und sei enttäuscht über nicht perfekte Ergebnisse. Zwar könne sich die Beschwerdeführerin 
innerhalb eines Auftrages selbständig organisieren, strukturiert vorgehen und mitdenken, die 
Gesamtorganisation hingegen, wie etwa die Planung ihres Arbeitstages, überfordere sie derzeit 
noch. Auch sei ihre Umstellfähigkeit eingeschränkt; sie gerate schnell in Stress und das kurzfristige 
Eindenken in eine andere Arbeit falle ihr schwer (Vorakten S. 141). Obschon die 
Beschwerdeführerin ihre Konzentrationsfähigkeit als eingeschränkt beschreibe, hätten 
diesbezüglich grundsätzlich keine grösseren Auffälligkeiten festgestellt werden können. Die 
Beschwerdeführerin habe Mühe damit, sich abzugrenzen; es bestehe eine unabgegrenzte 
Überidentifizierung mit der Unternehmung (Vorakten S. 142). Für die Beschwerdeführerin sei es 
emotional belastend, langgeprägte Verhaltensmuster anzugehen und ihre Denkmuster zu 
verändern. Sie fühle sich sicher, wenn sie eine Aufgabe mit Verantwortung zu erledigen habe. Sie 
sei gerne produktiv und „wertvoll“ für eine Unternehmung; zudem sei es ihr wichtig, möglichst 
selbständig und exakt arbeiten zu können. Situationen, in denen sie Druck (Leistungsdruck, 

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Zeitdruck) ausgesetzt sei, könne sie kaum aushalten. Dabei setze sie sich selbst rasch unter 
Druck, Aufgaben auf Anhieb zu begreifen und perfekt zu bearbeiten, und sei enttäuscht über sich 
selber, wenn ihr dies nicht gelinge. Zudem gelinge es ihr nur mühsam, Aufgaben gelassen zu 
bearbeiten; sie setze sich oft selber Zeitlimiten (Vorakten S. 140). Es erscheine wichtig, dass die 
Beschwerdeführerin in einem engmaschig begleiteten Aufbautraining weiterhin Gelegenheit 
erhalte, ihre Selbstkompetenzen und Arbeitstechniken im Umgang mit Arbeitsanforderungen zu 
stärken, einen haushälterischen Umgang mit den eigenen Ressourcen und einen liebevolleren 
Umgang mit sich selbst sowie angemessene Leistungsmassstäbe zu entwickeln. Ziel sei das 
Entwickeln von Bewältigungsstrategien im Umgang mit Belastungssituation (Vorakten S. 139).

Vom 16. August 2010 bis 28. Februar 2011 absolvierte die Beschwerdeführerin im Rahmen eines 
Arbeitstrainings diverse Einsätze in verschiedenen Bereichen der D.________. Dabei habe die 
Beschwerdeführerin nicht die gewünschte Stabilisation ihrer Persönlichkeit und Steigerung der 
Belastbarkeit erreichen können. Ihre gesundheitliche Situation habe sich gegen Ende des 
Arbeitstrainings zusehends verschlechtert. Als zusätzliche Belastung sei hinzugekommen, dass in 
der letzten Arbeitswoche ihre Mutter im Sterben gelegen habe und die Beschwerdeführerin nicht 
mehr in der Lage gewesen sei, zur Arbeit zu erscheinen. Aus Sicht der D.________ sei die 
gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin nicht stabil genug, um eine Integration in den 
ersten Arbeitsmarkt ins Auge zu fassen. Es sei aber durchaus vorstellbar, dass sie in der Position 
einer freiwilligen Arbeit tätig werde (Vorakten S. 169).

4. Vorab ist generell festzuhalten, dass sich das fachpsychiatrische Gutachten von Dr. med. 
E.________ vom 20. September 2011 auf eine ausführliche psychiatrische Exploration vom 
15. September 2011 sowie auf das dem Gutachter zur Verfügung gestellte Dossier mit sämtlichen 
bisherigen ärztlichen Zeugnissen stützt. Das Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, 
berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden, wurde in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben und ist in der Beurteilung der medizinischen Situation sowie der 
medizinischen Zusammenhänge einleuchtend.

a) Insbesondere was die vom Gutachter gestellte Diagnose einer Dysthymie (ICD-10: 
F34.1) anbelangt, ist das Gutachten gut begründet, logisch, nachvollziehbar und absolut 
überzeugend. Diesbezüglich wird im Gutachten ausgeführt, dass, wäre die Beschwerdeführerin zu 
einem früheren Zeitpunkt (etwa bereits im Verlauf des Jahres 2009 oder Anfang des Jahres 2010) 
psychiatrisch begutachtet worden, so wäre im Hinblick auf den zeitlichen Zusammenhang 
zwischen den diversen und wiederholten psychosozialen Belastungen (anhaltende Belastungen 
durch die Auseinandersetzungen und den Druck am Arbeitsplatz; Erkrankung und schliesslich Tod 
der Mutter) und der beklagten psychischen Symptomatik, also in Anbetracht des primär reaktiven 
Auftretens der beschriebenen psychischen Symptome, zunächst die Diagnose einer 
„Anpassungsstörung“ zu diskutieren gewesen (Vorakten S. 242). Eine Anpassungsstörung heile in 
der Regel innerhalb von sechs Monaten aus; spätestens nach zwei Jahren sollte selbst eine 
„längere depressive Reaktion“ abgeklungen sein. Da diese Zeitkriterien für die Diagnose einer 
Anpassungsstörung mittlerweile lange überschritten seien, sei die residuale Symptomatik neu zu 
diagnostizieren.

Mittlerweile erfülle die von der Beschwerdeführerin entwickelte Symptomatik eindeutig die von der 
ICD-10 festgelegten Kriterien einer Dysthymie (Vorakten S. 243). Bei kritischer Hinterfragung sei 
die in den Vorberichten gestellte Diagnose einer echten rezidivierenden depressiven Störung 
gemäss dem „major depression“-Konzept im Sinne einer wirklichen „affektiven Psychose“ nicht 

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haltbar. Vielmehr bestätige der Krankheitsverlauf der Beschwerdeführerin geradezu exemplarisch 
die Diagnose der Dysthymie. Wie die ICD-10 ausdrücklich betone, könne eine Dysthymie auch 
dann diagnostiziert werden, wenn die gegenwärtigen Symptome die Diagnose einer depressiven 
Störung nicht rechtfertigen, dieses in der Vergangenheit hingegen zutraf, besonders zu Beginn der 
Störung. Zudem sei die Symptomatik der Beschwerdeführerin stark und ganz überwiegend durch 
äussere Umstände beeinflussbar und habe sich im Anschluss an eine starke psychosoziale 
Belastung entwickelt; die Abgrenzung echter depressiver Episoden im Krankheitsverlauf sei kaum 
möglich. Dies sei durchaus typisch für den späten Beginn einer Dysthymie (Vorakten S. 240). 

Die Kriterien einer echten Persönlichkeitsstörung seien sicher nicht erfüllt; eine solche Diagnose 
sei auch von keinem der behandelnden Ärzte je erwogen worden. Die Beschwerdeführerin 
verneine jegliche psychiatrische Auffälligkeiten oder gar Vorbehandlungen und jedweden 
grösseren Leidensdruck vor Beginn ihrer aktuellen Symptomatik. Sie beschreibe sich als sozial gut 
integrierten Menschen mit einer stetigen und sehr erfolgreich und mit Begeisterung ausgeübten 
Berufstätigkeit für immer die gleiche Firma über rund dreissig Jahre mit einer beachtlichen 
Karriere. Sie beschreibe zudem konstante soziale Beziehungen mit einer langjährigen 
Lebensgemeinschaft. Darüber hinaus unterhalte die Beschwerdeführerin Kontakte zu diversen 
Freunden und Kollegen. Primär verfüge die Beschwerdeführerin im Hinblick auf ihre diversen 
Interessen, Aktivitäten und ihre gute berufliche Karriere über gar überdurchschnittliche Ressourcen 
(Vorakten S. 242 f.).

Allerdings hätten sich bereits im Rahmen der einmaligen gutachterlichen Exploration gewisse 
akzentuierte, einerseits recht rigide und perfektionistische, andererseits vor allem auch sehr 
narzisstische und mitunter gar histrion anmutende Persönlichkeitszüge gezeigt (Vorakten S. 241). 
Mittlerweile seien es vor allem diese akzentuierten Persönlichkeitszüge und narzisstischen 
Kränkungen, die der Beschwerdeführerin eine realistische Auseinandersetzung mit ihrer 
Erkrankung und ihrer psychosozialen Situation erschwert hätten und eine grosse Rolle bei dem 
protrahierten Krankheitsverlauf spielen würden. Es handle sich jedoch lediglich um akzentuierte 
Persönlichkeitszüge, bei denen davon auszugehen sei, dass sie einer willentlichen Kontrolle 
durchaus ein Stück weit zugänglich seien (Vorakten S. 241). Neben ihren akzentuierten 
Persönlichkeitszügen biete die Beschwerdeführerin multiple anxiodepressive Symptome in 
unterschiedlicher Ausprägung. Objektiv sei diese anxiodepressive Symptomatik in Anbetracht des 
bei der klinischen Untersuchung gewonnenen Eindruckes sowie bei Anwendung der 
standardisierten psychometrischen Skalen aktuell jedoch noch als leicht bis allenfalls 
intermittierend mittelgradig zu quantifizieren. Schon zu Beginn der Beschwerden sei diese 
depressive Symptomatik allenfalls mittelgradig ausgeprägt gewesen (Vorakten S. 240). Die 
akzentuierten Persönlichkeitszüge sowie die residuale anxiodepressive Symptomatik seien 
hingegen bei einer entsprechenden Willensanstrengung und ehrlicher Kooperationsbereitschaft 
und Motivation wenn auch nicht gänzlich, so doch zu einem grossen Teil zu kontrollieren und zu 
überwinden, als dass ihr die Wiederaufnahme einer ihrem Alter und Ausbildungsstand 
entsprechenden Tätigkeit grundsätzlich in zeitlich leicht reduzierter Form und unter Anerkennung 
einer gewissen Leistungsminderung weiterhin zumutbar sei (Vorakten S. 239). 

b) In seiner Stellungnahme vom 18. September 2012 hält der Gutachter erneut fest, dass 
bei der Beschwerdeführerin in Anbetracht der mittlerweile nur noch leicht bis allenfalls 
intermittierend mittelgradig ausgeprägten depressiven Symptomatik, der kaum möglichen 
Abgrenzbarkeit einzelner Episoden und der starken Beeinflussbarkeit der Symptomatik durch 
äussere Faktoren und Ereignisse nicht vom Vorliegen einer rezidivierenden depressiven Störung 

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im Sinne eines „major depression“-Konzeptes auszugehen sei. Vielmehr bestätige der 
Krankheitsverlauf der Beschwerdeführerin geradezu exemplarisch die Diagnose der Dysthymie 
(Vorakten S. 339).

In der Stellungnahme vom 29. Oktober 2012 bestätigt der Gutachter erneut, dass es sich bei der 
Beschwerdeführerin nach Überschreiten des Zeitkriteriums zur Diagnose einer Anpassungsstörung 
diagnostisch seit spätestens Ende 2010 um eine Dysthymie handle. Zusätzlich biete die 
Beschwerdeführerin akzentuierte Persönlichkeitszüge, die hingegen keinen eigentlichen 
Krankheitswert hätten (Vorakten S. 376). Bei der Beschwerdeführerin würden auf psychiatrischem 
Fachgebiet keine anderen Diagnosen mit invalidisierendem Einfluss bestehen (Vorakten S. 375). 

c) Anlässlich der psychiatrischen Begutachtung führte der Gutachter zwei psychometrische 
Testungen durch: die Hamilton Depression Scale (17 items) ergab 18 von 52 Punkten (wobei 
Werte zwischen 8 und 17 Punkten für ein leichtes und Werte zwischen 18 und 25 Punkten für ein 
mittelgradiges depressives Syndrom sprechen), die Depressionsskala M.A.D.R.S. ergab 19 von 
60 Punkten (wobei Werte zwischen 16 und 20 Punkten für ein leichtes und Werte zwischen 21 und 
40 Punkten für ein mittelgradiges depressives Syndrom sprechen) (Gutachten, Vorakten S. 245). 
Weiter wurde eine Persönlichkeitstestung „FPI Freiburger Persönlichkeitsinventar“ durchgeführt. 
Die Testauswertung ergab für die Bereiche „soziale Orientierung“, „Leistungsorientierung“, 
„Aggressivität“, „körperliche Beschwerden“ und die Sekundärskalen „Extraversion“ und 
„Emotionalität“ Werte innerhalb der Normalverteilung. Leicht unterhalb der Normalverteilung mit 
einem Stanine-Wert von 3 lagen die Aussagen zu den Bereichen „Lebenszufriedenheit“, 
„Gehemmtheit“, „Gesundheitssorgen“ und „Offenheit“. Deutlich erhöht mit einem Stanine-Wert von 
8 beziehungsweise 9 waren die Aussagen zu den Bereichen „Beanspruchung“ und „Erregbarkeit“ 
(Vorakten S. 245). Zusammenfassend spiegle das Testergebnis den klinisch gewonnenen 
Eindruck von der Beschwerdeführerin mit einer erhöhten Erregbarkeit und Beanspruchung 
durchaus wieder (Vorakten S. 244).

Das Ergebnis der Laboruntersuchungen sprach entweder für eine schnelle Metabolisierung und 
eine zu geringe Dosierung oder eine eher unregelmässige Einnahme der Medikamente. Bei völlig 
fehlendem Plasmaspiegel für das Antidepressivum Cymbalta scheine in Anbetracht der 
angegebenen Dosierung von 120mg täglich eine fehlende Einnahme und damit ungenügende 
Compliance sehr wahrscheinlich. Weitere Kontrollen und gegebenenfalls Dosisanpassungen seien 
eventuell zu empfehlen (Vorakten S. 244).

d) Nachdem die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. H.________, zunächst eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F33.1) sowie einen St.n. 
Erschöpfungssyndrom (Burnout-Syndrom) (ICD-10: Z73.0) bei leistungsorientierter 
Persönlichkeitsstruktur diagnostiziert hatte (Berichte vom 25. Februar 2010 [Vorakten S. 109 ff.], 
vom 18. Februar 2010 [Vorakten S. 203 f.], und vom 18. Februar 2011 [Vorakten S. 166 f.]), 
bestätigte sie am 3. September 2012 die vom Gutachter gestellte Diagnose einer Dysthymie (ICD-
10: F33.1); weiter wurden die folgenden Diagnosen gestellt: Persönlichkeit mit akzentuierten 
narzisstischen, perfektionistischen und histrionischen Zügen sowie St.n. mittelgradiger Episode 
einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.1) (Vorakten S. 329). Dabei wurde weder 
die ursprüngliche Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung noch die neue Diagnose 
einer Dysthymie näher begründet. Die Berichte von Dr. med. H.________ sind insofern 
widersprüchlich. Da die Ärztin die vom Gutachter gestellte Diagnose übernommen hat, lässt aber 

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darauf schliessen, dass sie sich seiner fachärztlichen Meinung anschliesst. Ihre Aussagen stehen 
damit nicht in Widerspruch zu denjenigen des Gutachters.

e) Was den Bericht der K.________ vom 9. Mai 2012 anbelangt, so wird auch hier die 
diagnostizierte mittelgradige Episode einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.1) 
nicht weiter begründet; eben sowenig wird die Differentialdiagnose einer Dysthymie diskutiert. Das 
Burnout-Syndrom (ICD-10: Z73) wiederum wurde bislang von keinem anderen Arzt diagnostiziert. 
Hierzu führt der Gutachter aus, dass selbst wenn das Burnout-Syndrom initial als erfüllt zu 
erachten wäre, allenfalls zu diskutieren wäre, ob die initiale, primär reaktiv aufgetretene 
Symptomatik zunächst als Burnout-Syndrom oder als Anpassungsstörung zu interpretieren 
gewesen wäre, welche im Laufe der Zeit dann in eine depressive Episode übergegangen sei bzw. 
nach zwei Jahren nach den Regeln der ICD-10 als Dysthymie neu zu diagnostizieren sei. Dabei 
seien die Diagnosen einer Anpassungsstörung oder einer depressiven Episode vorzuziehen. Auf 
keinen Fall aber handle es sich bei den Diagnosen eines Burnout-Syndroms einerseits und einer 
rezidivierenden depressiven Störung andererseits um zwei unterschiedliche, nebeneinander 
bestehende Erkrankungen im Sinne einer echten Komorbidität (Vorakten S. 337). Es liegt damit 
auch in diesem Bericht kein Grund, die Aussagen des Gutachters in Zweifel zu ziehen.

f) Was die von der Beschwerdeführerin kritisierte Dauer der psychiatrischen Exploration 
vom 15. September 2011 anbelangt, welche gemäss Angaben der Beschwerdeführerin nur knapp 
eine Stunde gedauert habe, so ist diese nicht zu beanstanden. Gemäss höchstrichterlicher 
Rechtsprechung kommt es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens grundsätzlich 
nicht auf die Dauer der Untersuchung an; massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich 
vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 
8C_639/2011 vom 5. Januar 2012, E. 4.3.1). Immerhin muss der für eine psychiatrische 
Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden 
Psychopathologie angemessen sein. Dabei kann bei der Beurteilung einer somatoformen 
Schmerzstörung und deren Überwindbarkeit eine zwanzigminütige Untersuchung ausreichen, 
wenn keine konkreten Hinweise vorliegen, dass sich die kurze Untersuchungsdauer negativ auf die 
Qualität des Gutachtens ausgewirkt hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_942/2009 vom 29. März 
2010, E. 5.2). Solche Umstände sind hier aber nicht ersichtlich.

Was die Stellungnahme des Gutachters vom 18. September 2012 anbelangt, so wurde der 
Gutachter gebeten, sich dazu zu äussern, ob er aufgrund der aktuellen ärztlichen Berichte 
weiterhin an seinem Gutachten festhalte oder ob eine Nachbegutachtung indiziert sei. Dies wurde 
vom Gutachter nach nochmaliger Lektüre des Gutachtens vom 20. September 2011 sowie der ihm 
unterbreiteten Unterlagen (Schreiben der Beschwerdeführern vom 18. Oktober 2011, zwei Berichte 
der K.________ vom 9. Mai 2012 sowie 27. Juni 2012, ein Bericht der behandelnden Psychiaterin 
Dr. med. H.________ vom 3. September 2012) verneint; dies mit der Begründung, es sei nicht von 
einer Veränderung im Sinne einer Verschlechterung auszugehen. Da dem Gutachter aktuelle 
Berichte der behandelnden Ärzte vorlagen, konnte er anhand der ihm zur Verfügung gestellten 
Unterlagen ohne weiteres zu diesem Schluss kommen, ohne ein persönliches Gespräch mit der 
Beschwerdeführerin zu führen. Die Beschwerdeführerin führt denn auch nicht aus, inwiefern ein 
persönliches Gespräch mit dem Gutachter dessen Stellungnahme beeinflusst hätte. 

In seiner Stellungnahme vom 29. Oktober 2012 bestätigte der Gutachter einmal mehr die gestellte 
Diagnose einer Dysthymie; des Weiteren äusserte er sich zur diesbezüglichen bundesgerichtlichen 

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Rechtsprechung. Auch für diese Aussagen war kein weiteres Gespräch mit der 
Beschwerdeführerin notwendig.

g) Damit kann zusammenfassend festgehalten werden, dass das fachpsychiatrische 
Gutachten von Dr. med. E.________ bezüglich der Diagnose einer Dysthymie (ICD-10: F34.1) 
umfassend, gut begründet, logisch, nachvollziehbar und absolut überzeugend ist; die Diagnose 
einer Dysthymie wird auch von der behandelnden Psychiaterin, Dr. med. H.________, bestätigt. 
Aus den übrigen medizinischen Akten ergeben sich keine Gründe, die die Aussagen des Experten 
in Frage zu stellen vermögen. Damit genügt das fachpsychiatrische Gutachten ohne Weiteres den 
formellen Anforderungen in Bezug auf die Beweiskraft. Die Vorinstanz hat damit zu Recht auf das 
fachpsychiatrische Gutachten abgestellt, welches eine Dysthymie diagnostiziert, bestehend 
spätestens seit Ende des Jahres 2010. Zuvor ist seit Ende des Jahres 2008 vom Vorliegen einer 
Anpassungsstörung (ICD-10: F43) auszugehen.

5. a) Nach der im gebräuchlichen Klassifikationssystem ICD-10 enthaltenen Umschreibung ist 
Dysthymie eine chronische depressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner 
Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten 
rezidivierenden depressiven Störung zu erfüllen (Ziffer F34.1). Das Bundesgericht hat in 
konstanter Rechtsprechung angenommen, eine Dysthymie sei den jeweiligen Umständen nach 
nicht invalidisierend (Urteile des Schweizerischen Bundesgerichts 8C_33/2014 vom 21. Februar 
2014, E. 3.2.3, 8C_806/2013 vom 6. März 2014, E. 6.2, 8C_1025/2012 vom 13. März 2013, E. 3.1, 
und 9C_98/2010 vom 28. April 2010, E. 2.2.2). Diese Schlussfolgerung, die sich auf medizinische 
Empirie abstützt und damit eine Rechtsfrage darstellt, ist freilich nicht absolut zu setzen; eine 
dysthyme Störung kann die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall erheblich beeinträchtigen, wenn sie 
zusammen mit anderen Befunden – wie etwa einer ernsthaften Persönlichkeitsstörung – auftritt 
(Urteil des ehemaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 653/04 vom 19. April 2006, E. 3). 
Findet sich im Psychostatus indes nur eine Dysthymie, so kann das wohl eine Einbusse an 
Leistungsfähigkeit mit sich bringen, kommt aber für sich allein nicht einem Gesundheitsschaden im 
Sinne des Gesetzes gleich (Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts I 649/06 vom 13. März 
2007, E. 3.3.1 mit Hinweisen). Auch wenn bei der Dysthymie eine Arbeitsunfähigkeit bestehen 
kann, wird die Entschädigungswürdigkeit eben dieser Arbeitsunfähigkeit aberkannt und werden die 
betroffenen Versicherten vom Leistungsbezug in der Invalidenversicherung ausgeschlossen 
(KASPAR GEHRING, Sozialversicherungsrechtlicher Spardruck und privates Versicherungsrecht, in: 
HAVE 2014 S. 270 ff., S. 272; SANER/GEHRING, Überwindbarkeitsrechtsprechung zur 
Sozialversicherung – ein Irrläufer im Haftpflichtrecht, in: AJP 2012 S. 815 ff., S. 816 f.).

b) Im vorliegenden Fall kann eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, 
Ausprägung und Dauer ohne weiteres ausgeschlossen werden. Eine solche wurde von Dr. med. 
E.________ in seiner Stellungnahme vom 29. Oktober 2012 (Vorakten S. 376 ff.) mit Bezugnahme 
auf die Stellungnahme vom 18. September 2012 sowie das Gutachten vom 20. September 2011 
glaubhaft begründet verneint. Auf psychiatrischem Fachgebiet würden keine anderen Diagnosen 
mit invalidisierendem Einfluss bestehen, die Kriterien einer echten Persönlichkeitsstörung seien 
sicher nicht erfüllt (Vorakten S. 375 und S. 241; vgl. hierzu auch die vorstehenden Ausführungen 
unter E. 4). Die Beschwerdeführerin biete nebst der Diagnose einer Dysthymie akzentuierte 
Persönlichkeitszüge, die hingegen keinen eigentlichen Krankheitswert hätten (Stellungnahme vom 
29. Oktober 2012, Vorakten S. 376), sondern bei einer entsprechenden Willensanstrengung und 
ehrlicher Kooperationsbereitschaft und Motivation wenn auch nicht gänzlich, so doch zu einem 
grossen Teil zu kontrollieren und zu überwinden wären, handle es sich doch keinesfalls um eine 

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echte Persönlichkeitsstörung (Stellungnahme vom 18. September 2012, Vorakten S. 335, und 
Gutachten vom 20. September 2011, S. 241). Auch der RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, äusserte sich in seiner Stellungnahme vom 30. 
September 2013 dahingehend, dass die Diagnose von Persönlichkeitszügen die Anforderungen an 
eine Persönlichkeitsstörung nicht erfülle; Persönlichkeitszüge würden keine gesundheitliche 
Störung im Sinne der IV darstellen.

Auch ergeben die fachmedizinischen Akten keine Anhaltspunkte für ein gewichtiges Vorliegen 
eines oder mehrerer der übrigen rechtsprechungsgemäss relevanten Kriterien, welche 
ausnahmsweise eine invalidisierende Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermögen (vgl. BGE 131 V 
49, E. 1.2): Weder liegt nach Lage der Akten ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr 
beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden 
Konfliktbewältigung vor (primärer Krankheitsgewinn; „Flucht in die Krankheit“), noch kann von einer 
Ausschöpfung der möglichen psychotherapeutischen Massnahmen respektive vom Scheitern einer 
konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung trotz kooperativer Haltung 
der versicherten Person ausgegangen werden. Ebenso wenig ist ein sozialer Rückzug in allen 
Belangen des Lebens ersichtlich. Des Weiteren sind keine chronischen körperlichen 
Begleiterkrankungen ausgewiesen. Ein chronifizierter Krankheitsverlauf mit rezidivierender 
Symptomatik lässt sich zwar nicht von der Hand weisen. Dies reicht jedoch aus 
invalidenversicherungsrechtlicher Sicht alleine nicht aus, um in der bisherigen Tätigkeit eine 
Leistungsminderung von 40 Prozent oder mehr zu begründen. Der Umstand, dass die 
Beschwerdeführerin aufgrund der anhaltenden beruflichen und privaten Belastungen 
augenscheinlich in einen Überforderungs- und Erschöpfungszustand geraten ist, ist angesichts der 
fachärztlich beschriebenen akzentuierten, leistungsorientierten Persönlichkeitsstruktur der 
Beschwerdeführerin mit hoher Leistungsbereitschaft, hohem Pflichtbewusstsein und 
Perfektionismus wohl nachvollziehbar, invalidenversicherungsrechtlich jedoch mangels eines 
rechtserheblichen psychischen Gesundheitsschadens nicht versichert.

c) Da bei der Beschwerdeführerin spätestens seit Ende des Jahres 2010 eine Dysthymie 
vorliegt, ist ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden ab 1. Januar 2011 
zu verneinen. Da nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung versicherte Personen vom 
Leistungsbezug in der Invalidenversicherung auch dann ausgeschlossen sind, wenn eine 
diagnostizierte Dysthymie zu einer Arbeitsunfähigkeit führt, ist bei diesem Ergebnis auf die 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht weiter einzugehen. Aus dem gleichen Grund ist kein 
Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) vorzunehmen.

d) Für die Zeit von Ende 2008 bis Ende 2010 ist von einer Anpassungsstörung (ICD-10: 
F43) auszugehen. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde der Beschwerdeführerin ab 30. April 2009 
attestiert; am 9. November 2009 hat sich die Beschwerdeführerin bei der IV-Stelle zum 
Leistungsbezug angemeldet. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Fristen (Einjahresfrist ab 
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit: Art. 28 Abs. 1 IVG; 6-Monatsfrist ab Geltendmachung des 
Leistungsanspruchs: Art. 29 Abs. 1 IVG) hätte die Beschwerdeführerin damit frühestens ab Mai 
2010 Anspruch auf eine IV-Rente. Da sich die Beschwerdeführerin vom 3. Mai 2010 bis 28. 
Februar 2011 in beruflichen Massnahmen befand und hierfür ein Taggeld der IV-Stelle erhielt, hat 
sie nicht zusätzlich Anspruch auf eine Rente (Art. 29 Abs. 2 IVG). Die Frage, in welchem Umfang 
die Beschwerdeführerin in diesem Zeitraum arbeitsunfähig war, kann demnach ebenfalls offen 
bleiben.

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6. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die angefochtene Verfügung der Vor-
instanz vom 11. Februar 2013 nicht zu beanstanden ist, weshalb sie zu bestätigen und die 
vorliegende Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.

7. Die Gerichtskosten zu Lasten der unterliegenden Beschwerdeführerin werden auf 800 
Franken festgesetzt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in der gleichen Höhe 
verrechnet.

Da die Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen unterliegt, hat sie keinen Anspruch auf 
Parteientschädigung.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Es werden Gerichtskosten in der Höhe von 800 Franken zu Lasten von A.________ erhoben 
und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 20. April 2015/dki

Präsident Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin