# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d630f29-8db7-540e-ac5c-9a21a381128d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.12.2011 D-3105/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3105-2009_2011-12-15.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­3105/2009/wif

U r t e i l   v om   1 5 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi,
mit  Zustimmung von Richter Yanick Felley; 
Gerichtsschreiberin Anna Kühler.

Parteien A._______, geboren B._______,
Sri Lanka, 
C._______
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. April 2009 / N_______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  sri­lankischer  Staatsangehöriger 
tamilischer  Ethnie  aus  D._______,  E._______  (Jaffna  District),  eigenen 
Angaben  zufolge  Colombo  am  12.  August  2008  mit  einem  auf  eine 
andere Person ausgestellten, aber mit seinem Foto versehenen Pass per 
Flugzeug  via  F._______  und  G._______  verliess  und  am  20.  August 
2008  auf  dem  Landweg  illegal  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er 
gleichentags beim Empfangs­ und Verfahrenszentrum  (EVZ) H._______ 
um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im EVZ H._______ vom 26. August 
2008  sowie  der  direkten  Anhörung  vom  3.  September  2008  und  der 
ergänzenden Anhörung vom 6. April 2009 vor dem BFM zur Begründung 
des Asylgesuchs  im Wesentlichen geltend machte, er habe von  (…) bis 
zur Auflösung des Arbeitsvertrages im Jahre (…) in I._______ gelebt und 
dort  (…)  gearbeitet  und  sei  einmal  jährlich  nach  Colombo  gereist,  um 
seine Ehegattin und die Kinder zu besuchen,

dass er seit  (…) ein bis zwei Mal pro Woche einen angeblich wichtigen 
Zeitungsjournalisten bei dessen Arbeit unterstützt habe, indem er ihn bei 
kleineren  Vorfällen  (A19/S.4)  habe  begleiten  und  ihm  habe  assistieren 
dürfen,

dass dieser Zeitungsjournalist regierungskritische Berichte verfasst habe, 
die  im Ausland publiziert worden seien, und deswegen verhaftet worden 
sei,

dass  der  Beschwerdeführer  und  seine  Ehefrau  am  (…)  von  der  sri­
lankischen Armee wegen dessen Tätigkeit für den Journalisten zu Hause 
aufgesucht,  geschlagen  und  bedroht  worden  seien,  die 
Armeeangehörigen  Fotos  von  ihnen  gemacht  und  seine 
Identitätsdokumente beschlagnahmt hätten, er sich in J._______ (Nuwara 
Eliya  District)  für  zehn  Monate  bei  Verwandten  versteckt  habe  und 
während dieser Zeit mehrere Male in Colombo nach ihm gefragt worden 
sei,  worauf  seine  Ehegattin  das  Zuhause  zusammen  mit  den  beiden 
Kindern verlassen habe, 

dass  er  vor  diesem  Hintergrund  und  wegen  der  allgemeinen  Situation 
seine Heimat verlassen habe, zumal er sich vor weiteren Übergriffen der 
heimischen Armeeleute gefürchtet habe,

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dass das BFM mit Verfügung vom 16. April 2009 – eröffnet am 18. April 
2009  –  feststellte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das  Asylgesuch  ablehnte  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  für  die  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung  auf  die  Akten 
und,  soweit  für  den  Entscheid  wesentlich,  auf  die  nachfolgenden 
Erwägungen verwiesen wird,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Mai 2009 (Poststempel) 
gegen  diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erhob und in materieller Hinsicht beantragte, die angefochtene Verfügung 
sei aufzuheben, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und 
Asyl  zu  gewähren,  eventualiter  sei  er  infolge  Unzulässigkeit  oder 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufzunehmen, und in 
prozessualer Hinsicht  sei  ihm die unentgeltliche Rechtspflege   im Sinne 
von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über 
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und es sei 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, 

dass er am 17. Mai 2009  (Poststempel) eine Unterstützungsbestätigung 
der  "AOZ,  Intake  und  Sozialberatung  für  anerkannte  Flüchtlinge" 
einreichte,

dass  der  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom  20.  Mai  2009 
dem Beschwerdeführer mitteilte, er dürfe den Ausgang des Verfahrens in 
der  Schweiz  abwarten,  über  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Prozessführung  werde  zu  einem  späteren  Zeitpunkt 
befunden  und  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  werde 
verzichtet,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  9.  November  2009 
(Poststempel)  zwei  (…)  Bestätigungsschreiben  seiner  Tätigkeit  als 
Assistent des erwähnten Zeitungsjournalisten zu den Akten reichte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 

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Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]  i.V.m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  eine  solche Ausnahme  im Sinne  von Art.  83  Bst.  d  Ziff.1  BGG  in 
casu nicht vorliegt und das Bundesverwaltungsgericht demnach endgültig 
entscheidet,

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111 a Abs. 2 AsylG), 

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 

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sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die  Vorinstanz  ihren  negativen  Entscheid  im  Wesentlichen  damit 
begründete,  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  seien 
realitätsfremd  sowie  unsubstanziiert  ausgefallen  und  müssten  im 
Ergebnis als unglaubhaft qualifiziert werden,

dass  beispielsweise  die  Aussagen  über  die  Ereignisse,  welche  ihn  zur 
Ausreise  bewogen  hätten,  äusserst  vage  geblieben  und  seine 
diesbezüglichen Schilderungen allgemein,  realitätsfremd sowie stereotyp 
ausgefallen seien,

dass  der  Beschwerdeführer  kaum  Angaben  über  den 
Reporter/Journalisten und dessen Festnahme habe machen können, sich 
auf  Informationen gestützt  habe, die  ihm zugetragen worden seien, und 
sich  nicht  um  die  Klärung  der  Sachlage  bemüht  oder  entsprechende 
Nachforschungen veranlasst habe,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  zumutbar  gewesen  wäre,  allenfalls  mit 
Hilfe eines Anwaltes seine Parteirechte wahrzunehmen, um abzuklären, 
was genau gegen ihn vorliege,

dass die diesbezügliche Unbeteiligtheit des Beschwerdeführers nicht mit 
der  Situation  einer  tatsächlich  gefährdeten Person  in Einklang  gebracht 
werden  könne  und  die Vermutung  zulasse,  er  habe  sich  nie  in  der  von 
ihm geschilderten Lage befunden,

dass  der  Beschwerdeführer  nach  der  Festnahme  des 
Zeitungsjournalisten nicht  in die Ermittlungen einbezogen geworden sei, 

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was  das  geringe  Interesse  an  seiner  Person  vermuten  lasse,  seine 
Schilderung bezüglich der Beschlagnahmung seiner Identitätspapiere von 
Seiten  der  Sicherheitskräfte  am  Tage  der  Festnahme  des  Journalisten 
somit  nicht  nachvollziehbar  sei,  zumal  die  Sicherheitskräfte  ohne 
Sicherstellung  von  möglicherweise  belastendem  Material  und  ohne 
Ergreifung  weiterer  Massnahmen  nach  wenigen  Minuten  abgezogen 
seien  und  er  selber  zugegeben  habe,  er  wisse  nicht,  was  die 
Sicherheitskräfte genau von ihm gewollt hätten, 

dass  der  Beschwerdeführer  in Würdigung  der  gesamten  Umstände  die 
geltend  gemachte  Verfolgungssituation  nicht  glaubhaft  habe  darstellen 
können,  weshalb  es  sich  erübrige,  auf  weitere  Ungereimtheiten  in  den 
Ausführungen – wie beispielsweise über die angeblich gemachten Fotos 
– einzugehen,  zumal  sich  keine  Hinweise  auf  eine  gezielt  gegen  ihn 
gerichtete Verfolgung im Sinne des Asylgesetzes ergeben würden,

dass  die Vorbringen  des Beschwerdeführers  den Anforderungen  an  die 
Glaubhaftigkeit  gemäss Art.  7 AsylG nicht  standhalten würden, weshalb 
die Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse,

dass am 2. Januar 2008 das zwischen der sri­lankischen Regierung und 
der  Organisation  der  Liberation  Tigers  of  Tamil  Eelam  (LTTE) 
ausgehandelten Waffenstillstandsabkommen vom Februar 2002 von der 
Regierung  offiziell  aufgekündigt  und  faktisch  der  innerstaatliche 
bewaffnete Konflikt bereits im Sommer 2006 wieder aufgeflammt sei,

dass die Regierung weiterhin auf eine militärische Lösung des Konfliktes 
setze,  die  LTTE  nach  dem  Verlust  der  Ostprovinz  zur  Guerilla­Taktik 
übergegangen  seien  und  gezielte  Anschläge  auf  einflussreiche 
Persönlichkeiten  aus  Politik  sowie  auf  staatliche  militärische 
Einrichtungen  verübten  und  derzeit  kein  Ende  der  gewalttätigen 
Auseinandersetzungen  und  keine  substantielle  Verbesserung  der 
Menschenrechts­ und Sicherheitslage  im Norden und Osten des Landes 
in Aussicht sei,

dass  im  Süden  und  Westen  des  Landes  keine  Situation  allgemeiner 
Gewalt  im  Sinne  von  Art.  83  Abs.  4  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 
142.20)  herrsche,  obwohl  sich  im  Süden  und  Westen  des  Landes  die 
menschenrechts­ und sicherheitspolitische Situation verschärft habe und 

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aufgrund  der  verschärften  Sicherheitsbestimmungen  die 
Lebensbedingungen für die Tamilen erschwert worden seien,

dass der Vollzug der Wegweisung unter den genannten Umständen nicht 
als generell unzumutbar bezeichnet werden könne,

dass  auch  keine  individuellen  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges  sprechen  würden,  da  der  Beschwerdeführer 
beziehungsweise  seine  Frau  seit  (…)  in  Colombo  wohnhaft  gewesen 
seien  und  der  Beschwerdeführer  Verwandte  in  Nuwara­Eliya  habe,  bei 
denen er mehrere Monate gewohnt habe,

dass der Wegweisungsvollzug zumutbar, technisch möglich und praktisch 
durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmittelschrift im Wesentlichen 
auf  das  Grundsatzurteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  BVGE 
E­2775/2007 vom 14. Februar 2008 verweist, welches sich ausführlich zu 
den Schranken des Wegweisungsvollzuges von Tamilen nach Sri Lanka 
äussere  und  dabei  erhöhte  Anforderungen  an  die  Prüfung  des 
Wegweisungsvollzuges  von  Tamilen  nach  Colombo  und  Umgebung 
stelle,

dass er aus Jaffna stamme und sich im Alter von 22 Jahren für kurze Zeit 
nach Colombo begeben habe, um später nach I._______ zu reisen, wo er 
bis im Dezember (…) gearbeitet habe,

dass  er  sich  seine  Existenz  in  Colombo  hauptsächlich  durch  seine 
Einkünfte  im  Ausland  verdient  und  lediglich  ein  Mal  jährlich  seine 
Ehegattin  in  Colombo  besucht  habe,  die  seit  ihrer  Heirat  (…)  dort 
wohnhaft gewesen sei, 

dass er nach seiner Rückkehr aus I._______ und bis zu seiner Ausreise 
aus Sri Lanka in J._______ gewohnt habe und faktisch nur während neun 
Monaten  in  Colombo  gelebt  und  sich  während  rund  elf  Monaten  in 
J._______ aufgehalten habe, weshalb gemäss dem erwähnten Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts  im  vorliegenden Fall  erhöhte Anforderungen 
an die Prüfung seines Wegweisungsvollzugs in den Grossraum Colombo 
gestellt werden müssten,

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dass weder er noch seine Ehegattin in Colombo gearbeitet hätten und die 
Ehefrau  inzwischen  nicht  mehr  in  Colombo  lebe,  weshalb  unterdessen 
kein Zugang mehr zur ehemaligen Wohnung bestehe,

dass er sich in J._______ zwar bei Verwandten aufgehalten habe, es sich 
jedoch nicht um besonders nahe Verwandte handle, die sich womöglich 
nur  für  eine  begrenzte  Zeit  zu  seiner  Beherbergung  verpflichtet  hätten, 
und ihre finanzielle Lage nicht bekannt sei,

dass er keine weiteren Verwandten  im Süden Sri Lankas habe, er keine 
Berufsausbildung  genossen  habe,  nur  für  kurze  Zeit  erwerbstätig 
gewesen sei und über keine Singhalesischkenntnisse verfüge,

dass somit kein tragfähiges Beziehungsnetz vorliege und weder konkrete 
Möglichkeiten  der  Existenzsicherung  noch  die  Wohnsituation  als 
gesichert gelten könnten, weshalb der Wegweisungsvollzug gemäss der 
Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichtes  im  vorliegenden  Fall  als  nicht 
zumutbar zu qualifizieren und ihm eine vorläufige Aufnahme gemäss Art. 
83 Abs. 4 AuG zu erteilen sei,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  nach  der  Prüfung  der  Akten  in 
Übereinstimmung mit der Vorinstanz der Ansicht  ist, die Vorbringen des 
Beschwerdeführers würden den Anforderungen an das Glaubhaftmachen 
gemäss Art.  7 AsylG  nicht  standhalten,  so  dass  ihre Asylrelevanz  nicht 
geprüft werden müsse,

dass die Schilderungen des Beschwerdeführers nicht geeignet sind, eine 
Änderung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  zu  bewirken,  zumal  der 
Vorinstanz  keine  stichhaltigen,  substanziierten  und  belegten  Motive 
entgegengehalten werden, weshalb,  um Wiederholungen  zu  vermeiden, 
vorab  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  des  Bundesamtes  verwiesen 
werden kann,

dass die eingereichten Bestätigungen zum Beweis einer Hilfstätigkeit  für 
einen  Journalisten  nicht  tauglich  sind,  zumal  nicht  begründet  wird, 
inwiefern die Aussteller dieser Schreiben (…) aus eigener Wahrnehmung 
Aussagen über die Arbeit des Beschwerdeführers machen können,

dass  in  beiden,  (…)  datierenden  Bestätigungen  dargelegt  wird,  der 
Beschwerdeführer  sei  seit  dem  (…)  unbekannten  Aufenthaltes, 
möglicherweise  hätten  ihn  die  Sicherheitskräfte  mitgenommen  und  die 
Suche nach ihm sei ergebnislos verlaufen,

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dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen noch im Mai oder 
Juni  (…)  (vgl.  A1/S.  9)  beziehungsweise  bis  ungefähr  (…)  Monate  vor 
seiner Ausreise (vgl. A11/S. 10, F116) Kontakt mit seiner Ehefrau gehabt 
habe, weshalb die Bestätigungen zum Beweis einer Verfolgung ohnehin 
nicht massgebend sind,

dass es sich erübrigt, bezüglich des Asylpunktes auf weitere Vorbringen 
in  der  Beschwerde,  die  sich  hauptsächlich  auf  die  Frage  der 
Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs beschränkt, einzugehen, weil 
sie an der dargelegten Einschätzung nichts zu ändern vermögen,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelingt  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu machen, weshalb  das BFM 
sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewillligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  733),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  zur  Publikation  vorgesehenem 
Urteil  BVGE  E­6220/2006  vom  27. Oktober  2011  angesichts  der 
veränderten Lage nach dem Ende des sri­lankischen Bürgerkriegs im Mai 
2009  kürzlich  eine  neue  Beurteilung  der  Situation  und  der 
entsprechenden  Zumutbarkeitskriterien  vorgenommen  hat  und  dabei  im 
Wesentlichen zur Einschätzung gelangt  ist  (a.a.O., E. 13.2.1),  dass sich 
im  Distrikt  Jaffna  die  Lage  in  den  vergangenen  zwei  Jahren  deutlich 
gebessert hat und die Versorgungslage entspannt ist,

dass  die  Polizei­  und  Zivilbehörden  ihre  Funktionen  und  Tätigkeiten 
wieder  aufgenommen  beziehungsweise  von  den  Militärbehörden 
übernommen haben, keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die 
politische  Lage  nicht  dermassen  angespannt  ist,  dass  eine  Rückkehr 
dorthin als generell unzumutbar eingestuft werden müsste,

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dass  angesichts  der  im  humanitären  und  wirtschaftlichen  Bereich  nach 
wie  vor  fragilen  Lage  im  Hinblick  auf  den  Vollzug  der  Wegweisung  in 
dieses  Gebiet  eine  sorgfältige,  zurückhaltende  Beurteilung  der 
individuellen  Zumutbarkeitskriterien  vorzunehmen  ist,  so  ist  neben 
allgemeinen  Faktoren  (wie  sozio­ökonomischen  und  medizinischen 
Aspekten,  dem  Kindeswohl  usw.)  auch  dem  zeitlichen  Element 
gebührend  Rechnung  zu  tragen  (zum  Folgenden  BVGE  E­6220/2006 
E. 13.2.1.1 f.),

dass für Personen, die aus der Nordprovinz stammen und dieses Gebiet 
erst nach Beendigung des Bürgerkrieges  im Mai 2009 verlassen haben, 
der  Wegweisungsvollzug  zurück  in  dieses  Gebiet  als  grundsätzlich 
zumutbar zu beurteilen ist, wenn davon ausgegangen werden kann, dass 
die  betreffende  Person  auf  die  gleiche  oder  gleichwertige  Lebens­  und 
Wohnsituation zurückgreifen kann, die im Zeitpunkt der Ausreise bestand, 
und dem Wegweisungsvollzug auch anderweitig nichts entgegensteht, 

dass  –  liegt  der  letzte  Aufenthalt  der  betreffenden  Person  in  der 
Nordprovinz  indessen  längere  Zeit  zurück  (vor  Beendigung  des 
Bürgerkriegs  im  Mai  2009)  oder  gehen  konkrete  Umstände  aus  den 
Verfahrensakten hervor, dass sich die Lebensumstände seit der Ausreise 
massgeblich verändert haben könnten – die aktuell vorliegenden Lebens­ 
und Wohnverhältnisse sorgfältig abzuklären sind, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  sodann  bereits  nach  der  früheren 
Rechtsprechung  davon  ausging,  bei  Tamilen,  die  aus  dem  Grossraum 
Colombo oder dessen Umgebung stammen und dort über ein tragfähiges 
Familien­  und  Beziehungsnetz  verfügen  sowie  mit  einer  konkreten 
Unterkunftsmöglichkeit  rechnen  können,  grundsätzlich  von  der 
Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in diese Gebiete auszugehen ist 
(BVGE 2008/2 E. 7.6 S. 20 f.),

dass diese Praxis nunmehr im erwähnten neuen Urteil E­6220/2006 nicht 
bloss  bestätigt,  sondern  sogar  erweitert  worden  ist,  indem  nun  für 
Personen, die aus den Provinzen North Central, North Western, Central, 
Western  (namentlich:  der  Grossraum  Colombo),  Southern, 
Sabarugamuwa und die Uva­Provinz stammen und dorthin zurückkehren, 
der Wegweisungsvollzug grundsätzlich zumutbar ist (E. 13.3), 

dass  weder  das  Bundesverwaltungsgericht  noch  die  Vorinstanz 
angesichts  der  allgemeinen Sicherheitslage  in Sri  Lanka  ausschliessen, 

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dass der Beschwerdeführer und seine Familie aufgrund ihrer tamilischen 
Ethnie  im  Rahmen  von  routinemässigen  Überprüfungen  durch 
Sicherheitskräfte behelligt worden sind, 

dass der Beschwerdeführer aus D._______ stammt, wo noch seine Eltern 
und Geschwister leben, sich sein Lebensmittelpunkt indessen seit seiner 
Heirat (…) in Colombo befindet, wobei der Beschwerdeführer von (…) in 
I._______  erwerbstätig  war,  er  dennoch  einmal  jährlich  nach  Colombo 
reiste, um seine Ehefrau und die gemeinsamen Kinder zu besuchen,

dass er neun Jahre die Schule in D._______ besuchte und er von (…) in 
I._______  bei  einer  (…)  tätig  war,  womit  von  einer  Erwerbstätigkeit  im 
eigentlichen Sinne ausgegangen werden kann und somit aufgrund seiner 
Erfahrungen  eine  Grundlage  für  den  Aufbau  einer  wirtschaftlichen 
Existenz  besteht,  auch wenn  er  für  eine  gewisse  Zeit  nicht  in Colombo 
ansässig war,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmittelschrift  ausführt,  über 
kein familiäres beziehungsweise soziales Beziehungsnetz in Colombo zu 
verfügen und keinen Zugang mehr zur ehemaligen Wohnung zu haben, 
da seine Ehegattin nicht mehr in Colombo wohne,

dass er anlässlich der summarischen Befragung ausführte, seine Ehefrau 
halte sich in Colombo auf (vgl. A1/S. 4 f.), bei der direkten Anhörung vom 
3.  September  2008  beim  BFM  schilderte,  seine  Frau  und  die  Kinder 
hätten  sich  bis  zu  seiner Ausreise  in Colombo  aufgehalten  und würden 
sich  möglicherweise  noch  in  Colombo,  vielleicht  aber  auch  im  Vanni­
Gebiet  befinden,  er  sich  jedoch  nicht  sicher  sei  und  seine  Frau  nicht 
kontaktieren könne, weil das Telefon nicht  funktioniere (vgl. A11/S. 6 f.), 
und  bei  der  ergänzenden  Anhörung  vom  6.  April  2009  beim  BFM 
diesbezüglich zu Protokoll gab, seine Frau habe Colombo Ende Mai (…) 
verlassen  und  sei mit  den Kindern  ins Vanni­Gebiet  geflüchtet,  weil  sie 
sich in Colombo als Frau nicht sicher gefühlt habe (vgl. A 19/S. 3), 

dass die angebliche Flucht seiner Ehegattin  ins Vanni­Gebiet angesichts 
seiner  diesbezüglichen  Schilderungen  (vgl.  A19/S.  3)  und  der  damals 
herrschenden  politischen  und  sozialen  Lage  von  vornherein  als 
unwahrscheinlich einzustufen ist,

dass  seine  Aussagen  betreffend  das  familiäre  Beziehungsnetz  nicht 
einleuchten  und  konstruiert  wirken,  zumal  sein  Verhalten  nicht  darauf 
schliessen  lässt,  er  habe  sich  ernsthaft  um  die  Kontaktaufnahme  zu 

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seiner  Familie  bemüht,  und  seine  Vorbringen  nicht  ausreichen,  um  von 
einem  nicht  bestehenden  tragfähigen  familiären  Beziehungsnetz 
auszugehen, 

dass insgesamt somit davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer 
zwar  nicht  über  ein  grosses,  aber  doch  über  ein  Beziehungsnetz  in 
Colombo verfügt, war er doch beispielsweise  in der Lage, sich während 
des  Beschwerdeverfahrens  Dokumente  aus  seinem  Heimatland  zu 
beschaffen, womit  sich seine Rückkehr nach der aktuellen Lageanalyse 
jedenfalls in den Grossraum Colombo grundsätzlich als zumutbar erweist,

dass  es  daher  offenbleiben  kann,  ob  darüber  hinaus  ebenfalls  die 
Kriterien  einer  zumutbaren  Rückkehr  zu  seinen  Verwandten  nach 
J._______  oder  in  die Region  Jaffna  erfüllt wären, wo  seine Eltern  und 
seine beiden Schwestern leben (vgl. A1/S. 5),

dass  zudem  nicht  nachvollziehbar  ist,  weshalb  kein  Zugang  mehr  zur 
Familienwohnung  in  Colombo  bestehen  sollte,  und  die  diesbezügliche 
Aussage  –  seine  Ehefrau  habe  angeblich  das  gemeinsame  Zuhause 
verlassen – nicht zu überzeugen vermag,

dass auch keine sonstigen gegen die Zumutbarkeit sprechenden Gründe 
vorliegen, da der Beschwerdeführer (soweit aktenkundig) gesund ist, eine 
solide Schulausbildung genossen hat und über Arbeitserfahrung verfügt, 
weshalb Aussichten auf ein gesichertes Einkommen bestehen und nicht 
zu  befürchten  ist,  er  könnte  bei  der  Rückkehr  in  seine  Heimat  in  eine 
konkret  existenzbedrohende  Lage  geraten,  wobei  das 
Bundesverwaltungsgericht  nicht  verkennt,  dass  der  Aufbau  einer  neuen 
Existenz mit Schwierigkeiten verbunden sein kann,

dass weder die allgemeine Lage in Colombo noch individuelle Gründe auf 
eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird,

dass  die  Beschwerde  angesichts  der  vorstehenden  Erwägungen  als 
aussichtslos  zu  bezeichnen  war,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG – 
unabhängig  von  der  Frage  der  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers – 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Anna Kühler

Versand: