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**Case Identifier:** 41006c76-37d1-5ac9-8790-71806c93218a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.09.2017 200 2017 387
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-387_2017-09-28.pdf

## Full Text

200 17 387 UV
FUR/LUB/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 28. September 2017

Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________ 
vertreten durch B.________, lic. iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
Direktion Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern
vertreten durch Fürsprecherin D.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. April 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Sept. 2017, UV/17/387, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1955 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihren Arbeitgeber bei der Schweizerischen Mobiliar Versiche-
rungsgesellschaft AG (Mobiliar bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch 
unfallversichert, als sie sich gemäss Unfallmeldung am 28. Juli 2005 bei 
einem Sturz eine distale Femurschrägfraktur rechts zuzog (Akten der Mobi-
liar [act. IIA] 1 f., 4). Im Zusammenhang mit diesem Ereignis gewährte die 
Mobiliar zunächst die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form 
von Heilbehandlung und Taggeld (act. IIA 44 f., 75). Mit Schreiben vom 
19. Juni 2008 (act. IIA 125) setzte sie die Versicherte darüber in Kenntnis, 
dass gestützt auf die von der Invalidenversicherung (IV) eingeholten Gut-
achten in der bisher ausgeübten beruflichen Tätigkeit sowie jeder anderer 
angepassten Tätigkeit von einer 100 %-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen 
sei. Der Invaliditätsgrad betrage weniger als 10 %, weshalb kein Rentenan-
spruch bestehe. Da von weiteren medizinischen Massnahmen keine nam-
hafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden könne, 
bestehe kein Anspruch mehr auf Taggeld und weitere Heilbehandlungs-
massnahmen. Weiter stünden die nicht unmittelbaren Unfallfolgen (genera-
lisiertes Schmerzsyndrom bzw. anhaltende somatoforme Schmerzstörung) 
in keinem adäquat ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall. Die Leis-
tungen würden mit dem 30. Juni 2008 eingestellt. Mit Verfügung vom 
20. August 2008 (act. IIA 127) stellte die Mobiliar die Versicherungsleistun-
gen entsprechend ihrem Schreiben per 30. Juni 2008 ein. Diese Verfügung 
blieb unangefochten.

B.

Am 18. Juni 2012 (act. IIA 153) teilte die Versicherte der Mobiliar mit, ihr 
Gesundheitszustand habe sich unfallbedingt verschlechtert und ersuchte 
zugleich um Akteneinsicht, welche ihr mit Schreiben vom 20. Juni 2012 
(act. IIA 151) gewährt wurde.

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Die Versicherte wandte sich erst wieder am 23. August 2016, bezugneh-
mend auf eine Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) 
vom 2. August 2016, an die Mobiliar und wies daraufhin, dass sie sich bis 
zu ihrer Ausreise aus der Schweiz (30. September 2012; act. IIA 147) we-
gen der Unfallfolgen in ständiger ärztlicher Behandlung befunden habe und 
auch danach die Behandlung wegen der unfallbedingten Beschwerden 
weitergeführte habe. Sie schlug der Mobiliar vor, bei der besagten IV-Stelle 
die übersetzten medizinischen Unterlagen anzufordern, eine Beurteilung 
ihres Vertrauensarztes einzuholen und ihr danach eine anfechtbare Verfü-
gung hinsichtlich des Gesuchs vom 18. Juni 2012 zuzustellen 
(act. IIA 148). In der Folge räumte die Mobiliar der Versicherten am 21. No-
vember 2016 eine 30-tägige Frist ein, um die anspruchsrelevante Änderung 
des Gesundheitszustands zu begründen – unter Hinweis, dass nach Ablauf 
dieser Frist Nichteintreten beschlossen werde (act. IIA 155). Am 24. No-
vember 2016 liess die Versicherte die Mobiliar wissen, sofern sie nicht ein-
verstanden sei, nach ihrem Vorgehensvorschlag vom 23. August 2016 zu 
verfahren, ersuche sie baldmöglichst um Zustellung einer Nichteintretens-
verfügung (act. IIA 157). Mit Verfügung vom 2. Dezember 2016 
(act. IIA 158) trat die Mobiliar auf das Gesuch nicht ein. Daran hielt sie auf 
Einsprache vom 14. Dezember 2016 (act. IIA 162) hin mit Entscheid vom 
20. April 2017 (act. IIA 163) fest.

C.

Mit Eingabe vom 21. April 2017 erhob die Versicherte, vertreten durch lic. 
iur. C.________, B.________, Beschwerde. Sie beantragt, der Einspra-
cheentscheid vom 20. April 2017 sei aufzuheben, auf die Rückfallmeldung 
vom 18. Juni 2012 sei einzutreten bzw. ihr seien Unfallversicherungsleis-
tungen zuzusprechen oder die Sache sei erneut abzuklären.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 26. Juni 2017 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der die Nichteintretensverfügung vom 
2. Dezember 2016 (act. IIA 158) bestätigende Einspracheentscheid vom 
20. April 2017 (act. IIA 163). Streitig und zu prüfen kann damit einzig sein, 
ob die Beschwerdegegnerin auf die (Rückfall/Spätfolgen-)Meldung vom 
18. Juni 2012 (act. IIA 153) hätte eintreten müssen. Soweit sich das 
Rechtsbegehren auf materielle Leistungsansprüche bezieht (Beschwerde 
S. 2), stehen diese ausserhalb des Anfechtungs- und Streitgegenstandes, 
weshalb darauf nicht einzutreten ist.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln Beschwerden 
gegen Nichteintretensverfügungen oder -entscheide als Einzelrichterin oder 
Einzelrichter (Art. 57 Abs. 2 lit. c GSOG). Daran ändert nichts, dass der 
Einspracheentscheid vom 20. April 2017 (act. IIA 163) auf Abweisen lautet, 
denn in der Sache bleibt es bei einem Nichteintretensentscheid.

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Die Versicherungsleistungen werden grundsätzlich auch für Rück-
fälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 der Verordnung vom 20. Dezember 
1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Bei einem Rückfall 
handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten 
Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 
(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein 
scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psy-
chische Veränderungen bewirkt, die zu einem völlig anders gearteten 
Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 2003 
U 487 S. 341 E. 2).

2.3 Ein verfügter Fallabschluss durch Einstellung sämtlicher Leistungen 
steht unter dem Vorbehalt einer Anpassung an geänderte unfallkausale 
Verhältnisse. Dieser in der Invalidenversicherung durch das Institut der 
Neuanmeldung von Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201; bis 31. Dezember 
2011 Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV) geregelte Grundsatz gilt auch im Unfallver-
sicherungsrecht, indem es einer versicherten Person jederzeit frei steht, 
einen Rückfall oder Spätfolgen eines rechtskräftig beurteilten Unfallereig-
nisses geltend zu machen und erneut Leistungen der Unfallversicherung zu 
beanspruchen. In Analogie zu dem in Art. 87 Abs. 3 IVV (bis 31. Dezember 

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2011 Art. 87 Abs. 4 IVV) geregelten Verfahren und zum Vorgehen bei der 
Anmeldung eines leistungsbegründenden Unfalles hat die leistungsanspre-
chende Person das Vorliegen einer rechtserheblichen Tatsachenänderung, 
d.h. eines Rückfalles oder einer Spätfolge, glaubhaft zu machen. Gegebe-
nenfalls ist der Unfallversicherer verpflichtet, auf das neue Leistungsgesuch 
einzutreten. Im Eintretensfalle ist zu prüfen, ob seit Erlass des früheren 
rechtskräftigen Entscheides auch tatsächlich ein Rückfall oder Spätfolgen 
eingetreten sind. Rückfälle und Spätfolgen stellen besondere revisions-
rechtliche Tatbestände dar. Diesem Umstand ist auch dann Rechnung zu 
tragen, wenn zu einem früheren Zeitpunkt ein (Renten-)Leistungsanspruch 
verneint wurde. Unter diesen Titeln kann daher nicht eine uneingeschränk-
te neuerliche Prüfung vorgenommen werden. Vielmehr ist von der rechts-
kräftigen Beurteilung auszugehen, und die Anerkennung eines Rückfalls 
oder von Spätfolgen setzt eine nachträgliche Änderung der anspruchsrele-
vanten Verhältnisse voraus (Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht; BGer] vom 13. November 2007, 
U 55/07, E. 4.1 mit Hinweisen; vgl. auch Alexandra Rumo-Jungo/André 
Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, 
S. 79; Lukas Oetiker, Rückfälle im Unfallversicherungsrecht – Eine Be-
trachtung aus praktischer Sicht, in: Kieser/Lendfers [Hrsg.], Jahrbuch zum 
Sozialversicherungsrecht 2014, S. 225 ff.).

2.4 Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen wer-
den kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei 
begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen 
sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Diese Eintretensvoraussetzung 
soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden 
und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts 
darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 
S. 112).

Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte Anforde-
rungen an den Beweis verbunden; der Sachverhalt muss also nicht nach 
dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Es genügt, dass für den geltend gemach-
ten rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse Anhaltspunkte 

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bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei 
eingehender Abklärung werde sich die behauptete Sachverhaltsdarstellung 
nicht erstellen lassen. Grundsätzlich unterliegt das Glaubhaftmachen weni-
ger strengen Anforderungen als im Zivilprozessrecht. Dort muss – im Ge-
gensatz zum vollen Beweis – das Gericht von der Richtigkeit der behaupte-
ten Sachdarstellung immerhin überzeugt sein, wenn auch nicht vollständig 
und unter Ausschluss jeden Zweifels (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2).

2.5 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur 
Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt 
glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere 
Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu 
berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon 
längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung 
höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein 
gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter grundsätzlich zu re-
spektieren hat. Die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung 
ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist 
(BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

Die versicherte Person muss mit der Neuanmeldung (oder dem Revisions-
gesuch) die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen. Der Un-
tersuchungsgrundsatz, wonach das Gericht von Amtes wegen für die richti-
ge und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sor-
gen hat, spielt insoweit nicht. Wird in der Neuanmeldung (oder dem Revisi-
onsgesuch) kein Eintretenstatbestand geltend gemacht, sondern bloss auf 
ergänzende Beweismittel, insbesondere Arztberichte, hingewiesen, die 
noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, ist 
der versicherten Person eine angemessene Frist zur Einreichung der Be-
weismittel anzusetzen. Diese Massnahme setzt voraus, dass die ergän-
zenden Beweisvorkehren geeignet sind, den entsprechenden Beweis zu 
erbringen. Sie ist mit der Androhung zu verbinden, dass ansonsten gege-
benenfalls auf Nichteintreten zu erkennen sei. Ergeht eine Nichteintretens-
verfügung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens, das diesen Erforder-
nissen betreffend Fristansetzung und Androhung der Säumnisfolgen 
genügt, legen die Gerichte ihrer beschwerdeweisen Überprüfung den 

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Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot (BGE 130 V 64 E. 
5.2.5 S. 69; vgl. auch Entscheid des BGer vom 31. August 2012, 
8C_263/2012, E. 3.3).

3.

3.1 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die (Rück-
fall/Spätfolgen-)Meldung der Beschwerdeführerin vom 18. Juni 2012 
(act. IIA 153) nicht eintrat.

Aus den Akten geht hervor, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführe-
rin im Schreiben vom 18. Juni 2012 (act. IIA 153) gegenüber der Be-
schwerdegegnerin festhielt, gemäss der Beschwerdeführerin habe sich der 
Gesundheitszustand unfallbedingt verschlechtert. Neben der Vollmacht 
liess sie keine zusätzlichen Unterlagen einreichen. Dem gleichzeitigen Er-
suchen um Akteneinsicht kam die Beschwerdegegnerin am 20. Juni 2012 
nach (act. IIA 154). Mit Schreiben vom 23. August 2016 (act. IIA 148) liess 
die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin dann vorschlagen, diese 
solle bei der IVSTA die übersetzten medizinischen Unterlagen anfordern, 
eine Beurteilung ihres Vertrauensarztes einholen und danach eine anfecht-
bare Verfügung in Bezug auf das Gesuch vom 18. Juni 2012 zuzustellen. 
Die Beschwerdeführerin verwies dabei auf eine Verfügung der IVSTA vom 
2. August 2016, wonach seit dem 1. Januar 2010 ein Invaliditätsgrad von 
40 % vorliege, und auf seit der Verfügung vom 20. August 2008 weiterge-
führte ärztliche Behandlungen der unfallbedingten Beschwerden. Als Beila-
ge stellte sie der Beschwerdegegnerin die Abmeldebestätigung der Ein-
wohnergemeinde vom 13. Juni 2012 (act. IIA 147) zu.

3.2 Es ist Sache der versicherten Person, mit der Meldung eines Rück-
falls oder von Spätfolgen substanzielle Anhaltspunkte für eine allfällige 
neue Prüfung des Leistungsanspruchs darzulegen (vgl. E. 2.3 und E. 2.5 
hiervor). Die Beschwerdeführerin führte im Schreiben vom 18. Juni 2012 in 
Bezug auf den Gesundheitszustand einzig aus, dass sich dieser unfallbe-
dingt verschlechtert habe. Für das Glaubhaftmachen einer tatsächlichen 
Veränderung genügt es nicht, wenn die geltend gemachte unfallbedingte 
Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der Leistungseinstellung 

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einzig auf subjektiven Angaben der versicherten Person beruht, da solche 
Angaben losgelöst von der klinischen-objektiven Ebene erfolgen und sich 
jeglicher Überprüfbarkeit und insbesondere Vergleichbarkeit verschliessen 
(vgl. OETIKER, a.a.O., S. 226). Dies gilt auch hinsichtlich der Äusserungen 
im Schreiben vom 23. August 2016 (act. IIA 148), wonach sie seit der Ver-
fügung vom 20. August 2008 (mit welcher die Beschwerdegegnerin die 
Unfallversicherungsleistungen einstellte) in ärztlicher Behandlung wegen 
der unfallbedingten Beschwerden stehe. Auch der weitere Verweis auf die 
Verfügung der IVSTA vom 2. August 2016 und daraus selbst gezogene 
Schlussfolgerungen sowie die Aufforderung die übersetzten medizinischen 
Akten der IVSTA beizuziehen, ersetzen nicht das Vorlegen überprüfbarer 
Befunde, woraus zumindest Anhaltspunkte für eine anspruchserhebliche 
Veränderung ersichtlich sind. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach von 
Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts zu sorgen ist, spielt hier gerade nicht (vgl. E. 2.5 hier-
vor). Der beschwerdeführerische Einwand, sie habe in mehreren Schreiben 
vorgeschlagen sämtliche medizinische Akten von der IVSTA anzufordern 
und danach eine vertrauensärztliche Beurteilung einzuholen, was die Be-
schwerdegegnerin jedoch unterlassen habe (Beschwerde S. 3 Ziff. 6), geht 
damit ins Leere. Selbst nachdem die Beschwerdegegnerin die Beschwer-
deführerin, unter Hinweis auf die Säumnisfolgen, aufgefordert hatte, der ihr 
obliegenden Mitwirkungspflicht nachzukommen (act. IIA 155), unterliess sie 
es Belege einzureichen. Vielmehr hielt die Beschwerdeführerin an ihrem im 
Schreiben vom 23. August 2016 erwähntem Vorgehen fest und verlangte, 
soweit dem nicht Folge geleistet werde, den baldmöglichen Erlass einer 
Nichteintretensverfügung (act. IIA 157).

In diesem Lichte hat die Beschwerdeführerin das Bestehen einer rechtser-
heblichen Tatsachenänderung – d.h. eines Rückfalles oder einer Spätfolge 
(vgl. Entscheid des BGer vom 20. April 2010, 8C_41/2010, E. 3 mit Hinwei-
sen) – seit der unangefochten gebliebenen Verfügung vom 20. August 
2008 (act. IIA 127) nicht glaubhaft dargetan.

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Brief vom 
21. November 2016 (act. IIA 155) zur Mitwirkung aufgefordert bzw. ge-
mahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen, sollte sie der Aufforderung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Sept. 2017, UV/17/387, Seite 10

zur Mitwirkung nicht innert 30 Tagen nachkommen. Noch während dieser 
Frist verlangte die Beschwerdeführerin den Erlass einer Nichteintretensver-
fügung. Die Beschwerdegegnerin hat damit das Mahn- und Bedenkzeitver-
fahren korrekt durchgeführt (vgl. E. 2.5 Abs. 2; Art. 43 Abs. 3 ATSG). 

3.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass weder mit Schreiben vom 
18. Juni 2012 (act. IIA 153) bzw. 23. August 2016 (act. IIA 148) noch 
demjenigen vom 24. November 2016 (act. IIA 157) Unterlagen, die geeig-
net gewesen wären, die bloss behauptete unfallbedingte Verschlechterung 
des Gesundheitszustands glaubhaft zu machen, eingereicht wurden. Es 
wurde der Beschwerdeführerin eine angemessene Frist zur Einreichung 
von Beweismitteln unter Androhung der Säumnisfolgen angesetzt 
(act. IIA 155). Für das Gericht besteht somit kein Anlass, in den Beurtei-
lungsspielraum der Beschwerdegegnerin einzugreifen (vgl. E. 2.5 Abs. 1 
hiervor). Bei dieser Sach- und Rechtslage ist die Beschwerdegegnerin zu 
Recht mit Einspracheentscheid vom 20. April 2017 (act. IIA 163) auf die 
Meldung der Beschwerdeführerin nicht eingetreten. 

4.

4.1 Entgegen der Ausführungen der Beschwerdeführerin hat die Be-
schwerdegegnerin die Akten der IVSTA noch im Verwaltungsverfahren 
eingeholt (Beschwerde S. 3 Ziff. 6; Akten der Mobiliar [act. IIB] und 
[act. IIC]). Wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, lässt sich selbst unter 
Berücksichtigung dieser Akten eine erhebliche Änderung des Sachverhalts, 
die geeignet ist, den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung zu 
beeinflussen, nicht in zureichender Weise glaubhaft machen.

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für Invaliditätsgrad bzw. 
für die Anerkennung eines Rückfalls oder von Spätfolgen erheblichen Tat-
sachen eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, 
wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung und rechtskräftigen 
Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen 
Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 
1999 S. 84 E. 1b; EVG U 55/07, E. 4.1).

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4.2 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Verfügung vom 20. August 
2008 (act. IIA 127) auf das von der IVB veranlasste interdisziplinäre Gut-
achten der Dres. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, sowie F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, vom November und Dezember 2007 (act. IIA 119 f.). Die 
Gutachter hielten aus interdisziplinärer Sicht die folgenden Diagnosen fest 
(S. 8):

1. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
- Längere depressive Episode (ICD-10 F43.21)
- Mässige kulturelle Integration (ICD-10 F60.3)
- Eheprobleme (ICD-10 Z63)

2. Chronisch sich generalisiertes Schmerzsyndrom
- nicht ausreichend somatisch abstützbar nach Sturzereignissen im Juli 

2005
- generalisierte Druckdolenz
- lumbalbetontes Panvertebralsyndrom ohne Hinweis für radikuläre Reiz- 

oder Ausfallkomponente
- Rücken-Becken-Beinschmerzen
- diffuse Sensibilitätsstörungen
- diffuse Beschwerden am Körperstamm
- Anamnestisch Reizmagen-Syndrom

3. Sturz von einer Treppenleiter mit Kniekontusion rechts (20. Juli 2005) und 
Stolpersturz am 28. Juli 2005 mit distaler Femurspiralfraktur rechts
- Verschraubungs- und DCS-Plattenosteosyndthese wegen einer distalen 

Femurschrägfraktur rechts (28. Juli 2005)
- Anamnestisch Thrombose des rechten Beins
- Osteosynthesematerialentfernung einer distalen Femurfraktur rechts

4. Adipositas mit Body Mass Index von 38
5. Laborchemische Hepatopathie
6. Arterielle Hypertonie
7. Penicillin-Allergie
8. Subklinische Hypothyreose möglich

Aus interdisziplinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, dass unter 
Berücksichtigung der somatisch-rheumatologischen als auch der psychia-
trischen Komponente für eine angepasste leichte Verweistätigkeit keine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Die ideale Tätigkeit liege in 
einem temperierten Raum (Raumluft), beschränke sich auf leicht- bis mäs-
siggradig körperlich belastende Tätigkeiten und lasse die Möglichkeit zu, 
Wechselpositionen (sitzend/stehend/gehend) einzunehmen. Für das repeti-
tive Bewegen von Gewichten bestehe eine Limite von 10 kg. Zudem sei 
das Einhalten der Rückenergonomie wünschenswert. Allerdings sei es der 
Beschwerdeführerin aktuell aufgrund ihres Übergewichts nicht immer mög-
lich, diese Regeln einzuhalten (act. IIA 119 S. 9; act. IIA 120 S. 15).

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4.3 Den von der Beschwerdegegnerin bei der IVSTA eingeholten Akten 
lässt sich hinsichtlich der Entwicklung des Gesundheitszustandes der Be-
schwerdeführerin im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

4.3.1 Im interdisziplinären Gutachten des G.________ (MEDAS 
G.________) vom 23. März 2010 (act. IIB 36) wurde als Diagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig mittelschwere Episode (DD: Angst und depressive Störung 
gemischt), festgehalten (S. 35). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit be-
zeichneten die Gutachter die Diagnosen arterielle Hypertonie, Adipositas 
(BMI 39), Schilddrüsenunterfunktion, chronische Schmerzen im rechten 
Bein (bei Status nach distaler Femurfraktur sowie nach Entfernung des 
Osteosynthesematerials August 2006 im Rahmen einer anhaltenden soma-
toformen Schmerzstörung, Streckausfall rechtes Knie von 20° bei Verkür-
zung der ischiocruralen Muskulatur), chronisches Lumbovertebralsyndrom, 
leichte Agoraphobie, Probleme in der Beziehung zum Ehepartner und 
Schwierigkeiten in der kulturellen Eingewöhnung (S. 36).

Im Rahmen der Gesamtbeurteilung führten die Gutachter aus, dass die 
multiplen geklagten Beschwerden im Bewegungsapparat und die darüber 
hinaus gehenden psychovegetativen Beschwerden wie Luftmangel, Span-
nungskopfschmerzen, „Nebelsehen vor den Augen“, pseudoneurologische 
Phänomene, Schmerzausstrahlung in die Bauchgegend und Schmerzen in 
der ganzen rechten Körperhälfte eindeutig ein psychosomatisches Ge-
schehen bzw. eine psychosomatische Ausdehnungssymptomatik nach dem 
erlittenen Unfall dokumentierten. Die Symptomatik sei bei Dominanz von 
Schmerzen im Bewegungsapparat als anhaltende somatoforme Schmerz-
störung zusammengefasst worden, wobei aber auch andere Diagnosen im 
Rahmen von psychosomatischen Krankheiten gestellt werden könnten. In 
psychiatrischer Hinsicht sei eine konstant vorhandene, vorwiegend agitier-
te, ängstliche und dysphorische Depressivität festgestellt worden, welcher 
ein gewisser Krankheitswert beigemessen werden müsse, wobei der Grad 
derselben aktuell als mittelschwer beurteilt werde (S. 37). Aufgrund der 
umschriebenen depressiven Symptomatik bestehe in der angestammten 
Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % (S. 38). Aus 
rein somatischer Sicht seien sämtliche leichten bis mittelschweren körperli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Sept. 2017, UV/17/387, Seite 13

chen Tätigkeiten zumutbar. Die psychiatrische Problematik wirke sich in 
allen möglichen Verweistätigkeiten in gleicher Art aus, so dass diesbezüg-
lich kein spezifisches Belastungsprofil genannt werden könne (S. 39). Zum 
Verlauf seit der psychiatrischen Erstbegutachtung bei Dr. med. E.________ 
hielten die Gutachter fest, dass eine eindeutige Verschlechterung des psy-
chischen Zustandes eingetreten sei. Im Rahmen der Beurteilung und der 
Diskussion abweichender Meinungen sei auch dem Umstand Rechnung 
getragen worden, dass neben der eigentlichen psychiatrischen Symptoma-
tik – bei Fehlen von objektiv somatischen Befunden und der Dominanz ei-
ner psychosomatischen Ursache der geklagten Schmerzen – deutliche 
soziale Faktoren vorlägen, was von den behandelnden Ärzten offenbar 
nicht berücksichtigt worden sei. Deshalb sei die Beschwerdeführerin aus 
rein medizinischen Gründen aktuell allein zu 40 % in der Arbeitsfähigkeit 
eingeschränkt (S. 40). Auf Nachfrage präzisierte die MEDAS G.________ 
am 28. Januar 2011 (act. IIB 38), bei der aufgrund objektivierbarer depres-
siver Symptome diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung, ge-
genwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1; mit der diffe-
rentialdiagnostischen Überlegung einer Angst- und depressiven gemisch-
ten Störung [ICD-10 F41.2]) handle es sich um eine von der psychosomati-
schen Problematik getrennte Diagnose. Diese Diagnose sei als Hauptdia-
gnose festgehalten worden, um einen vom Schmerzsyndrom losgelösten, 
eigenständigen diagnostischen Komplex festzuhalten.

4.3.2 Im polydisziplinären Gutachten der H.________ (MEDAS 
H.________) vom 28. Mai 2014 (act. IIC 99), welches auf Untersuchungen 
in den Fachgebieten Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie 
und Psychotherapie und orthopädische Chirurgie beruht, führten die Gut-
achter die folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
auf (S. 49 f.):

1. Nicht näher bezeichnete Angststörung mit Tendenz zur Agoraphobie und 
episodischer Panikstörung möglich

2. Angedeutete degenerative Veränderungen der rechten Hüfte, beginnende 
Coxarthrose (Röntgen vom 29. April 2014)

3. Peritendinose rechte Schulter mit beginnender Steifigkeit und Impingement
4. Lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit pseudoradiculärer Ausstrahlung 

rechts
- kein Nachweis eines lumboradikulären Reiz- und Ausfallssyndroms
- degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule mit spondylotischen 

Veränderungen und Discarthrose L5/S1
- Insuffizienz und Dysbalance der Rumpfmuskulatur bei leichter Skoliose

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5. Schulter- und Armschmerz rechts
- kein Nachweis eines cervicoradiculären Reiz- und Ausfallssyndroms
- deutliches Carpaltunnelsyndrom rechts

6. Chronische Kopfschmerzen
- Spannungskopfschmerz
- V.a. Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜKS)

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die Fol-
genden angegeben (S. 50):

7. V.a. beginnende / grenzwertige Polyneuropathie
- am ehesten bei bekanntem Diabetes melituse

8. St.n. Problemen in Verbindung mit Ausbildung und Bildung (ICD-10 Z55), 
keine Berufsausbildung

9. Probleme in Verbindung mit ökonomischen Verhältnissen (ICD-10 Z59); 
Gatte 2010 in der Schweiz ohne Stelle, deswegen Rückkehr nach ...

10. Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung (ICD-10 Z60.3) wegen 
spezifischen transkulturell schwierigen Umgebungsfaktoren

11. St.n. distaler Femurfraktur mit Osteosynthese und Metallentfernung (Unfall 
vom 28. Juli 2005)

12. Beidseitiges chronisches Schmerzsyndrom der Kniegelenke
- klinisch und bildgebend beidseitige Patellachondropathie
- klinisch und bildgebend keine Anzeichen einer Gonarthrose
- St.n. Kniegelenks-Distorsion rechts (Mitte Juli 2005)

13. Muskuläre Schwäche und Fussfehlstellung rechts unklarer Genese
14. Knick-, Senk- und Spreizfuss links, Hallux valgus links
15. V.a. initiales Carpaltunnelsyndrom rechts
16. Diabetes mellitus

In der zusammenfassenden Beurteilung wurde hinsichtlich der neurologi-
schen Untersuchung von Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie, 
ausgeführt, aufgrund des lumbospondylogenen Syndroms und der doku-
mentierten degenerativen LWS-Veränderung seien Arbeiten mit körperlich 
schwerer Trage- und Hebebelastung nicht zumutbar. Körperlich leichte und 
mittelschwere Arbeiten seien aus neurologischer Sicht jedoch vollumfäng-
lich zumutbar. Diese Einschätzung stehe nicht im Widerspruch zu den 
früheren somatisch-gutachterlichen Einschätzungen. Aus neurologischer 
Sicht sei auch die angestammte Tätigkeit als .../... vollumfänglich zumutbar. 
Der chronische Spannungskopfschmerz lasse zusammen mit dem chroni-
schen lumbospondylogenen Schmerzsyndrom allenfalls eine schmerzbe-
dingte Leistungseinschränkung von 10 % begründen. Das diagnostizierte 
Carpaltunnelsyndrom rechts lasse eine vorübergehende Einschränkung für 
körperlich schwere manuelle sowie auch überwiegend feinmotorische ma-
nuelle Verrichtung begründen; die Arbeitsfähigkeit in einer angestammten 
Tätigkeit werde dadurch nicht tangiert. Die beginnende leichte Polyneur-
opathie führe zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 53 f.). Nach 
der spezialärztlichen psychiatrisch-psychotherapeutischen Beurteilung von 

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Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sei die 
Versicherte seit 2010 noch 60 % arbeitsfähig. Sie könne fünf Stunden täg-
lich in einer kognitiven überschaubaren, mehrheitlich sitzenden wechselbe-
lastenden Tätigkeit eingesetzt werden. Zur orthopädischen Untersuchung 
führte Dr. med. K.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie, aus, die 
aktuelle Statuserhebung habe, wie schon oftmals zuvor, nur sehr spärliche 
objektivierbare organische Veränderungen ergeben. Die degenerativen 
Veränderungen am lumbosacralen Übergang und die beginnenden dege-
nerativen Veränderungen der rechten Hüfte, ermöglichten der Versicherten 
nicht, repetitive schwere körperliche Tätigkeiten mit Heben und Tragen von 
Lasten, die mehr als 10 kg wiegen und die mit häufigem Bücken oder mit 
Kauern einhergingen auszuführen. Auch repetitive Überkopfarbeiten seien 
der Versicherten nicht zuzumuten. Dagegen seien leichte bis mittelschwere 
Tätigkeiten vollschichtig möglich. Bis zur Metallentfernung am 8. August 
2006 habe eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Erfahrungs-
gemäss könne davon ausgegangen werden, dass etwa sechs Monate 
später, also ab März 2007 eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit für leichte bis 
mittelschwere körperliche Tätigkeiten bestanden habe. Gesamtmedizinisch 
ergäbe sich, dass die Versicherte schwere nicht adaptierte körperliche Ar-
beiten dauernd nicht mehr ausüben könne. Leichte bis intermittierend mit-
telschwere adaptierte Tätigkeiten seien der Versicherten vollschichtig mög-
lich mit einer Einschränkung von 40 %. Die aus somatisch neurologischer 
Sicht und aus psychiatrischer Sicht gemachten Einschränkungen seien 
nicht additiv zu sehen (S. 54).

4.3.3 Dr. med. L.________ (..., ohne Angabe eines Facharzttitels) dia-
gnostizierte im Bericht vom 7. Oktober 2014 (act. IIC 113) eine rezidivie-
rende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10 F33.3). 
Der Gesundheitszustand der Patientin habe sich in letzter Zeit zusehends 
verschlechtert, vor allem seit ihrem letzten Aufenthalt in der Schweiz, wo 
sie eine Stresssituation gehabt habe. Am 16. Januar 2015 (act. IIC 120) 
bestätigte er die erwähnte Diagnose und führte auf, die Patientin melde 
sich wegen starker Schmerzen, die während des Sprechens aufgetreten 
seien und wegen Erinnerungsverlust. Seit fünfzehn Tagen habe sie auch 
Schwindel. Der Rombergtest sei positiv. In Wiederholung der bekannten 
Diagnose führte er am 30. Juli 2015 aus, die Patientin komme zur ärztli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Sept. 2017, UV/17/387, Seite 16

chen Untersuchung, weil sei gelegentlich unter starker Atemnot leide. Ver-
glichen mit der letzten Untersuchung, habe sich ihr Zustand deutlich ver-
schlechtert. Die Glukosewerte seien ebenfalls erhöht (act. IIC 139). In ei-
nem weiteren Bericht vom 18. Dezember 2015 (act. IIC 148) berichtete 
Dr. med. L.________ über einen verschlimmerten Zustand. Die Stimmung 
sei intensiv gefallen, dunkle Gedanken herrschten vor und die Bewegungs-
freiheit sei erschwert. Sie werde auch orthopädisch und internistisch be-
handelt. Die Patientin sei zur Ausübung jeglicher Tätigkeiten unfähig.

4.3.4 Dr. med. M.________ (...), Facharzt für orthopädische (unleserlich) 
und Traumatologie (unleserlich), nannte im Bericht vom 21. Januar 2015 
(act. IIC 121) als Diagnosen einen St. post fracturam et osetosynthesis 
femoris dex, eine Abreviatio extra (unleserlich) inferioris dex, eine Coxar-
throsis secundaris dex, eine Coxarthrosis bilateralis, eine Spondylosis lum-
balis, und einen Diabetes mellitus cum polyneuropathia. Der Oberschen-
kelknochen sei verheilt. Es bestünden mässig degenerative Veränderungen 
der rechten Hüfte und beider Knie sowie ausgeprägte degenerative Verän-
derungen des Lendenwirbelsäulenbereichs. Die Patientin sei nicht fähig 
körperliche Arbeit auszuführen und über einen längeren Zeitraum zu Ste-
hen und Gehen. Diese Ausführungen bestätigte er am 30. Juli 2015 
(act. IIC 138). In einem weiteren Bericht notierte er, in Bezug auf die vorhe-
rige Untersuchung liege nun eine Verschlechterung des gesamten gesund-
heitlichen Zustands vor. Es lägen ausgeprägte Schmerzen im Nacken und 
im gesamten rechten Arm vor. Die Patientin sie nicht fähig, körperliche 
Tätigkeiten auszuführen, Lasten zu tragen, länger zu sitzen, zu stehen oder 
ähnliche Verrichtungen vorzunehmen (Bericht vom 17. Dezember 2015; 
act. IIC 147). 

4.3.5 Dr. med. N.________ (...), Facharzt für Innere Medizin, hielt in ei-
nem undatierten Bericht (act. IIC 136) als Diagnose eine Hyperthyreosis 
primaria, einen Diabetes mellitus Typ II und eine sensomotorische Poly-
neuropathie fest. Die Patientin sei erwerbsfähig, wobei eine Besserung der 
Grunderkrankung nicht zu erwarten sei.

4.4 Es ergeben sich weder aus den von der IV eingeholten Gutachten 
noch aus den von der Beschwerdeführerin der IV eingereichten Berichten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Sept. 2017, UV/17/387, Seite 17

der behandelnden ... Ärzte substanzielle Anhaltspunkte für eine unfallkau-
sale Veränderung des Gesundheitszustands bzw. der Arbeitsfähigkeit.

In psychiatrischer Hinsicht kam die Beschwerdegegnerin in der fallabsch-
liessenden und rechtskräftigen Verfügung vom 20. August 2008 
(act. IIA 127), unter Verweis auf das interdisziplinäre Gutachten der 
Dres. med. E.________ und F.________, u.a. zum Schluss, dass die dia-
gnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit 
längerer depressiver Episode (ICD-10 F43.21; act. IIA 119 S. 5, act. IIA120 
S. 8) in keinem adäquat ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall steht. 
Im Gutachten der MEDAS G.________ vom 23. März 2010 (act. IIB 36) 
wurden die genannten psychiatrischen Diagnosen bestätigt (S. 33, 35 f.) 
und im Gutachten der MEDAS H.________ vom 28. Mai 2014 (act. IIC 99), 
das in Nachachtung des Entscheides des BGer vom 15. Januar 2013, 
8C_217/2012, eingeholt wurde, hielt Dr. med. J.________ fest, dass allein 
aus psychiatrischer Sicht der Gesundheitszustand seit 2011 sich nicht ver-
schlechtert habe. Die aktuelle Klinik sei praktisch dieselbe wie im März 
2010 (act. IIC 99 S. 37). Es liegen damit keine Hinweise für eine unfallkau-
sale Veränderung des psychischen Gesundheitszustands vor. Daran än-
dern auch die Berichte der in ... tätigen Ärzte nichts, zumal diese keine we-
sentlichen Aspekte enthalten, die im Rahmen der Begutachtungen uner-
kannt oder unberücksichtigt geblieben wären. Sodann ist darauf hinzuwei-
sen, dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers nebst anderem zwi-
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden einen adäqua-
ten Kausalzusammenhang voraussetzt (BGE 129 V 177 E. 3.2), welcher 
die Beschwerdegegnerin zwischen dem Unfall vom 28. Juli 2005 und den 
genannten psychischen Beschwerden ausdrücklich verneinte. Eine Verän-
derung dieser psychischen Beschwerden wäre damit in unfallversiche-
rungsrechtlicher Sicht ohnehin von keiner Bedeutung. 

In somatischer Sicht ergab die bei Fallabschluss herangezogene rheumato-
logische Beurteilung von Dr. med. F.________ keine Einschränkung für 
eine angepasste, leichte Verweistätigkeit (Gutachten vom 15. Dezember 
2007 (act. IIA 120 S. 15). Die Gutachter der MEDAS G.________ konnten 
im März 2010 im Bereiche des Bewegungsapparates keine somatisch, pa-
thologischen Befunde objektivieren, die die multiplen von der Beschwerde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Sept. 2017, UV/17/387, Seite 18

führerin geklagten Beschwerden mit Schmerzen in der rechten unteren 
Extremität erklären könnten (act. IIB 36 S. 36). Sie hielten fest, dass rein 
somatisch alle leichten bis mittelschweren körperlichen Tätigkeiten in Frage 
kämen (act. IIB 36 S. 39). Im Gutachten der MEDAS H.________ vom 
28. Mai 2014 (act. IIC 99) erachteten die somatischen Experten Dres. med. 
I.________ und K.________, körperlich leichte und mittelschwere Arbeiten 
vollumfänglich zumutbar. Ausserdem erwähnte der Neurologe, dass seine 
Einschätzung nicht im Widerspruch zu den früheren somatisch-
gutachterlichen Einschätzungen stehe (act. IIC 99 S. 53) und der Orthopä-
de vermerkte namentlich, dass auch die aktuelle Statuserhebung, wie 
schon oftmals zuvor, nur sehr spärlich objektivierbare organische Verände-
rungen ergeben hätten. Zudem wies er auf die degenerativen Veränderun-
gen am lumbosacralen Übergang und der rechten Hüfte hin (act. IIC 99 
S. 54). In Anbetracht dieser Gegebenheiten liegen keine Hinweise für eine 
unfallbedingte Veränderung des somatischen Gesundheitszustands bzw. 
der Arbeitsfähigkeit vor. Auch aus den von der Beschwerdeführerin der IV 
zugestellten Berichten lassen sich keine substanziellen Anhaltspunkte für 
geänderte unfallkausale Verhältnisse entnehmen. Einerseits sprechen sich 
diese mehrheitlich über die psychischen Beschwerden aus (act. IIC 113, 
120, 139, 148), andererseits bestätigen sie die Heilung des Oberschenkel-
knochens sowie die degenerativen Veränderungen (act. IIC 121).

Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass aus dem Umstand, dass der 
Beschwerdeführerin von der IV eine Rente zugesprochen worden ist 
(act. IIC 158), nicht abgeleitet werden kann, es bestehe auch Anspruch auf 
eine Invalidenrente der Unfallversicherung. Während es sich bei der Invali-
denversicherung um eine finale Versicherung handelt, bei der grundsätzlich 
sämtliche Gesundheitsschäden zu berücksichtigen sind, haftet die Unfall-
versicherung – wie erwähnt – nur für Schäden, die in einem natürlichen und 
adäquaten Kausalzusammenhang mit einem bei ihr versicherten Unfall 
stehen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Sept. 2017, UV/17/387, Seite 19

5.

Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde-
gegnerin mangels glaubhaft gemachter unfallbedingter Veränderung der 
tatsächlichen Verhältnisse auf die Meldung der Beschwerdeführerin vom 
18. Juni 2012 (act. IIA 153) nicht eintrat. Die Beschwerde ist daher abzu-
weisen, soweit darauf einzutreten ist.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für die unter-
liegende Beschwerdeführerin noch für die obsiegende Beschwerdegegne-
rin ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Fürsprecherin D.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.