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**Case Identifier:** 67a284da-904b-5e7f-94b0-15bcdd2b0c54
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.09.2019 200 2018 586
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-586_2019-09-02.pdf

## Full Text

200 18 586 IV
KNB/REL/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. September 2019

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Bischof

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. Juli 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1979 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
wurde durch ihre Arbeitgeberin am 24. November 2010 aufgrund einer seit 
dem 21. September 2010 attestierten Arbeitsunfähigkeit bei der Eidgenös-
sischen Invalidenversicherung (IV) zur Früherfassung angemeldet (Akten 
der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1). 
Am 7. Januar 2011 meldete sie sich unter Hinweis auf „Kopfschmerzen, 
Migräne, Magenbeschwerden, Schlafstörungen, Überlastungssyndrom, 
psychosomatische Symptome“ selber zum Leistungsbezug an (AB 8). 
Nachdem die Versicherte sich ab dem 4. April 2011 wieder vollständig ar-
beitsfähig gemeldet hatte (AB 21), wurden die beruflichen Eingliederungs-
massnahmen am 5. Juli 2011 abgeschlossen (AB 22).

Nach erneuter Meldung zur Früherfassung durch die Arbeitgeberin am 
8. Oktober 2013 (AB 23) und eigener Anmeldung aufgrund einer rezidivie-
renden depressiven Störung am 8. Dezember 2013 (AB 29) nahm die IVB 
Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht vor und gewährte – 
nach Vorlage der Akten an ihren Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD 
[AB 52]) – ein Belastbarkeitstraining als Integrationsmassnahme bei der 
Abklärungsstelle C.________ vom 3. August bis zum 25. Oktober 2015 
(AB 56), welches bis zum 20. Dezember 2015 verlängert wurde (AB 65). 
Danach gewährte sie ein Aufbautraining vom 21. Dezember 2015 bis zum 
13. März 2016 (AB 69) sowie ein Arbeitstraining als berufliche Massnahme 
vom 14. März bis zum 13. Juni 2016 (AB 75) mit Verlängerung bis zum 
15. Juli 2016 (AB 77) und sprach danach der Versicherten ein Arbeitsver-
such mit Coaching vom 16. Juli bis zum 31. August 2016 zu (AB 83). In der 
Zeit von 2014 bis Ende November 2016 absolvierte die Versicherte eine 
Ausbildung zur … und trat per 1. Oktober 2016 eine Arbeitsstelle als … und 
… in einem Pensum von 40 % an (AB 99), wobei das Coaching bis Ende 
Dezember 2016 weitergeführt wurde (AB 103). Am 31. Januar 2017 wurde 
die berufliche Eingliederung abgeschlossen (AB 108).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 3

Zur Prüfung des Rentenanspruchs liess die IVB die Versicherte auf Emp-
fehlung des RAD (AB 133) im Februar 2018 psychiatrisch begutachten 
(AB 136). Gestützt auf das entsprechende Gutachten vom 14. März 2018 
(AB 141.1) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 30. April 2018 (AB 144) die 
Abweisung des Leistungsbegehrens mangels einer gesundheitlichen Ein-
schränkung mit invalidisierender Wirkung im Rechtssinne in Aussicht. Da-
mit zeigte sich die Versicherte – vertreten durch Rechtsanwalt B.________ 
– mit Einwand vom 8. Mai 2018 (AB 145), bzw. 6. Juni 2018 (AB 148) und 
13. Juni 2018 (AB 150) nicht einverstanden und beantragte den Erlass ei-
nes neuen, zumindest in groben Zügen begründeten Vorbescheids. Am 
10. Juli 2018 verfügte die IVB dem Vorbescheid entsprechend und vernein-
te den Anspruch auf IV-Leistungen (AB 151).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte – weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________ – am 22. August 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern. Sie beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzu-
heben und die Angelegenheit sei zur Veranlassung eines neuen psychiatri-
schen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventuali-
ter sei die Verfügung aufzuheben und ihr eine halbe Invalidenrente (IV-
Rente) zuzusprechen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2018 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. Juli 2018 
(AB 151), mit welcher Leistungen der IV abgelehnt worden sind. Die Be-
schwerdeführerin hat den Streitgegenstand vorliegend auf die Rentenfrage 
beschränkt (vgl. Beschwerde vom 22. August 2018, S. 2, Rechtsbegehren 
Ziffer 2).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-

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werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad (IV-Grad) von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG).

2.4.1 Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-
mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-

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beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 
ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2).

2.4.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Die Anerkennung eines rentenbegründenden IV-Grades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand von 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 V 281 E. 6 
S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

2.4.3 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche 
und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil-
derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht, intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in An-
spruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach-
verständigen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im 
Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend 
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Ver-
halten hin. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass nach plausibler ärzt-

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licher Beurteilung die Anhaltspunkte auf eine Aggravation eindeutig über-
wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens klar 
überschritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine ver-
selbständigte, krankheitswertige psychische Störung (vgl. BGE 127 V 294 
E. 5a S. 299) zurückzuführen wäre, fällt eine versicherte Gesundheitsschä-
digung ausser Betracht und ein Rentenanspruch ist ausgeschlossen, selbst 
wenn die klassifikatorischen Merkmale einer psychischen Störung gegeben 
sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). 

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 
S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ist den Akten 
im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Der behandelnde Psychiater Dr. med. D.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in seinem Bericht vom 
8. Januar 2017 (AB 106) eine seit mindestens 2008 bestehende rezidivie-
rende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0), 
eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0) mit asthenischen, 
ängstlich selbstunsicheren und abhängigen Teilen, eine atypische Anorexia 
nervosa (ICD-10: F50.1, BMI aktuell 18,4 kg/m2) sowie ein Alkoholabhän-
gigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10: F10.20). Vom 1. Septem-
ber 2016 bis zum 31. Dezember 2016 habe eine Arbeitsunfähigkeit in der 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als … und … von 60 % bestanden, ab dem 
1. Januar 2017 liege während voraussichtlich acht bis zwölf Monaten eine 

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solche von 40 % vor (S. 4). Prognostisch könne mit einer deutlichen Besse-
rung des psychischen Zustandes und damit auch einer Steigerung der Ar-
beitsbelastung und Arbeitsfähigkeit gerechnet werden, wenn die Be-
schwerdeführerin in eine ambulante Psychotherapie einsteige (S. 3).

3.1.2 Im Bericht vom 11. Juli 2017 (AB 117) wiederholte Dr. med. 
D.________ die bereits gestellten Diagnosen und die durch ihn attestierte 
Arbeitsunfähigkeit von 60 % seit dem 1. September 2016 und 40 % ab dem 
1. Januar 2017 während voraussichtlich acht bis zwölf Monaten (S. 3). Die 
Beschwerdeführerin habe sich auf die ärztliche Psychotherapie eingelas-
sen, jedoch seien die Fortschritte bezüglich Steigerung der Arbeitsfähigkeit 
diskret. Es könne mit einer Erhöhung der Arbeitsfähigkeit in einem langen 
Zeitraum von weiteren ein bis zwei Jahren gerechnet werden. Die Persön-
lichkeitsstörung sei derart, dass die Arbeitsbelastung nur langsam gestei-
gert werden könne.

3.1.3 Die psychiatrische Gutachterin Dr. med. E.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Gutachten vom 
14. März 2018 (AB 141.1) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine Persönlichkeitsakzentuierung mit selbstunsicheren und as-
thenischen Zügen, differentialdiagnostisch emotional instabile Persönlich-
keitszüge (ICD-10: Z73), sowie eine rezidivierende depressive Episode, mit 
erster Episode im Jahr 2008 und zweiter Episode seit 2013 mit deutlichem 
depressivem Residuum auf dem Boden einer Persönlichkeitsakzentuierung 
(S. 25). Die depressive Symptomatik sei momentan eher leicht ausgeprägt 
und erfülle nicht ganz die Kriterien einer mittelgradigen Ausprägung und es 
beständen zurzeit keine leistungseinschränkende Anorexie oder Alkohol-
konsum. Im Rahmen einer Persönlichkeitsstörung träten häufig depressive 
Krisen auf, für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung müsse eine daue-
rhafte, seit der Adoleszenz bestehende Störung des Denkens, Fühlens und 
Handelns, des Selbstbildes und der beruflichen Performance nachgewie-
sen sein. Bei der Beschwerdeführerin sei bis 2013 im Lebenslauf keine 
nennenswerte Beeinträchtigung durch eine erhebliche Affektregulations-
störung und Neigung zu sozialen Konflikten oder Problemen zu rekonstru-
ieren. Die zusätzlich vordiagnostizierte Anorexie werde von der Beschwer-
deführerin als eine jahrelang bestehende Appetitlosigkeit mit sehr geringem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 9

Gewicht (BMI 18 kg/m2) bagatellisiert (S. 24). Von einer Anorexie sei aber 
erst bei einem BMI von 17 kg/m2 und entsprechenden Bemühungen um 
Gewichtsverlust und Unzufriedenheit mit dem Körper auszugehen. Dieser 
Punkt könne angesichts der Diskrepanz zwischen den Angaben im Bericht 
und denjenigen der Beschwerdeführerin nicht ganz geklärt werden. Ähnlich 
verhalte es sich mit der vordiagnostizierten Alkoholabhängigkeit: Die Be-
schwerdeführerin berichte, lediglich über wenige Monate zwischen der 
Kündigung und dem Klinikeintritt zur Selbstmedikation getrunken zu haben, 
im Bericht sei jedoch eine Alkoholabhängigkeit mit einer doch längeren 
Anamnese dokumentiert. Da die Beschwerdeführerin seit 2014 keinen Al-
kohol mehr trinke, sei eher von einem vorübergehenden schädlichen Ge-
brauch im Rahmen einer schweren psychischen Krise auszugehen, die 
Kriterien einer Alkoholabhängigkeit nach ICD-10 seien nicht erfüllt. Die bis-
herige Therapie sei leitliniengerecht gewesen und es seinen diverse Mass-
nahmen der IV zur Arbeitsabklärung und Belastungssteigerung durchge-
führt worden, wobei die Beschwerdeführerin durchgehend hohe Motivation 
bewiesen, dabei aber auch zur Selbstüberschätzung geneigt habe (S. 26). 
Die Motivation habe sie auch bei den durchgeführten Eingliederungsmass-
nahmen unter Beweis gestellt und sich sehr um die Verbesserung ihrer 
Leistungsfähigkeit bemüht. Es sei der Eindruck entstanden, dass die Res-
sourcen weitestgehend erschöpft seien, was auch der Bericht der Ab-
klärungsstelle C.________ gezeigt habe. Die asthenische Leistungsminde-
rung sei zum Teil sehr wahrscheinlich auch psychodynamisch zu erklären. 
Die Kooperation mit der Beschwerdeführerin sei durchwegs gut und glaub-
haft gewesen. Bezüglich der Würdigung der Fähigkeiten, Ressourcen und 
Belastungen seien die Ausbildung, die Berufserfahrung sowie die Lernbe-
reitschaft zu nennen. Bei einer strukturellen Psychotherapie würden psy-
chische Ressourcen benötigt, die zeitweise auf Kosten der beruflichen Be-
lastbarkeit gehen könnten, was im beschriebenen Leistungsfähigkeitsprofil 
bereits einberechnet sei. Bei einem positiven Effekt der Therapie sei mit 
einer Festigung der Persönlichkeitsstruktur, des Selbstbildes und damit 
einhergehender besserer Abgrenzungsfähigkeit zu rechnen. Damit könnte 
sich die 25 % Einschränkung der Sozialkompetenz medizinisch-theoretisch 
auf 0 % reduzieren. Ob das depressiv-kognitive Residuum sich bessere, 
sei unklar. Problematisch wirke sich die psychophysische Schwäche (As-
thenie) mit Reizüberflutung aus. Aus fachpsychiatrischer Sicht sei das ak-

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tuelle Pensum von 50 % zumutbar. Es sei dabei von Vorteil, die jetzige 
Anstellung fortzuführen. Grundsätzlich könne die Beschwerdeführerin in 
einer ähnlich gestalteten Tätigkeit (wie in der Abklärungsstelle 
C.________), aber auch in anderen vergleichbaren Tätigkeiten in der Ad-
ministration oder einfachen wechselbelasteten Tätigkeiten ohne anstren-
genden Kundenkontakt, ohne hohe Verantwortung, Akkordarbeit, belasten-
des Umfeld und ohne hohe Anforderungen an die psychophysische Belast-
barkeit arbeiten. Das maximale Pensum liege zwischen 60 % und 80 %. 
Diese Einschätzung gelte ab dem Datum der Begutachtung und für die 
nächsten zwei Jahre.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E.  2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 10. Juli 2018 (AB 151) auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. 
E.________ vom 14. März 2018 (AB 141.1) gestützt. Dieses Gutachten 
erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 

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eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (E. 3.2 hiervor), 
weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Ab-
klärungen und einer ausführlichen Befragung der Beschwerdeführerin. 
Damit war es der Gutachterin möglich, an die für ihre Expertise massge-
benden Informationen zu gelangen und sich in ihrer ärztlichen Beurteilung 
in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen 
Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinander zu setzen. Die Aus-
führungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind ein-
leuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand nachvollziehbar begründet. Somit ist – wie nachfolgend dargelegt 
wird – auf das Gutachten vom 14. März 2018 (AB 141.1) abzustellen.

3.3.1 Dr. med. E.________ hat einlässlich begründet, dass die Be-
schwerdeführerin an einer Persönlichkeitsakzentuierung mit selbstunsiche-
ren und asthenischen Zügen (ICD-10: Z73) und einer rezidivierenden de-
pressiven Episode leidet (S. 25). Diese Beurteilung ist nicht nur nachvoll-
ziehbar und überzeugend, sondern steht insbesondere hinsichtlich des 
depressiven Geschehens auch in Übereinstimmung mit den Berichten des 
behandelnden Psychiaters Dr. med. D.________ (AB 106 und AB 117). Die 
zuvor – auch von Dr. med. D.________ in seinen Berichten – genannten 
Diagnosen einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0), ei-
ner atypischen Anorexia nervosa (ICD-10: F50.1) und eines Alkoholabhän-
gigkeitssyndroms (ICD-10: F10.20) konnte die Psychiaterin hingegen nicht 
(mehr) feststellen. Vielmehr konnte sie ausführlich und überzeugend darle-
gen, dass die zur Annahme der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung 
notwendige dauerhafte, seit der Adoleszenz bestehende Störung des Den-
kens, Fühlens und Handelns, des Selbstbildes und der beruflichen Perfor-
mance bei der Beschwerdeführerin nicht vorliegt oder vorgelegen hat 
(S. 23). So finden sich im Lebenslauf bis zum Jahr 2013 weder nennens-
werte Beeinträchtigungen durch erhebliche Affektregulationsstörung oder 
Neigung zu sozialen Konflikten, noch schwere Störungen des Sozialverhal-
tens mit Nähe-Distanz-Regulationsstörungen oder Hinweise auf eine ab-
hängige Persönlichkeitsstörung (S. 24). Hingegen legte die Gutachterin 
überzeugend dar, dass eine asthenische Leistungsminderung im Rahmen 
der Persönlichkeitsakzentuierung vorliegt (S. 26). Ebenfalls nachvollziehbar 

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führte Dr. med. E.________ aus, dass einige Voraussetzungen zu Stellung 
der Diagnose einer Anorexie nicht gegeben waren und auch im Zeitpunkt 
der Begutachtung keine klaren Symptome hierfür vorgelegen haben. 
Schliesslich waren auch die Kriterien einer Alkoholabhängigkeit gemäss 
ICD-10 nicht erfüllt, so dass die Gutachterin diese Diagnose nachvollzieh-
bar nicht mehr aufgeführt hat. 

3.3.2 Die in der Beschwerde gegen diese Einschätzung von Dr. med. 
E.________ vorgebrachte Kritik verfängt nicht. Soweit die Beschwerdefüh-
rerin geltend macht, dass einige Ereignisse ihrer Vorgeschichte (wie zum 
Beispiel die offenbar auf Druck des Kindsvaters abgebrochene Schwanger-
schaft [Beschwerde S. 5]) unberücksichtigt geblieben seien, kann dem 
nicht gefolgt werden, denn die Gutachterin hat die entsprechenden Anga-
ben – auch wenn sie im Begutachtungsgespräch nicht Thema waren – den 
Akten entnehmen können und in ihre Beurteilung eingebunden (vgl. z.B. 
AB 141.1 S. 23 und S. 26). So hat sie zum Beispiel ausgeführt, dass mit 
der Trennung vom Partner und der Abtreibung wichtige Ressourcen verlo-
ren gegangen seien (S. 26). Auch dass das Gutachten „nebulös“ geblieben 
sei und die Psychiaterin selber festhalte, dass einige Kriterien der in Frage 
stehenden Diagnosen „fast, aber nicht ganz“ erfüllt seien, weshalb bezüg-
lich der endgültigen Diagnosestellung keine endgültige Beurteilung abge-
geben werden könne (Beschwerde S. 5), ändert am Beweiswert des Gut-
achtens nichts. Denn auch wenn Unklarheiten bezüglich der Diagnosen 
bestanden, war es Dr. med. E.________ dennoch möglich, deren Nichtvor-
liegen festzustellen. Auf die Diagnose allein kann es denn auch nicht an-
kommen, ist mit dieser noch nicht gesagt, dass der entsprechende Ge-
sundheitsschaden auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 
beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut vielmehr nach dem 
Einfluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit hat (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110, vgl. E. 4 nachfolgend).

3.3.3 Schliesslich vermögen auch die Einschätzungen des behandeln-
den Psychiaters Dr. med. D.________ vom 8. Januar 2017 (AB 106) bzw. 
vom 11. Juli 2017 (AB 117) den Beweiswert des psychiatrischen Gutach-
tens von Dr. med. E.________ nicht zu schmälern. Nach der Rechtspre-
chung ist ein Administrativgutachten nicht stets in Frage zu stellen, bloss 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 13

weil es zu anderen Einschätzungen als die behandelnden Ärzte gelangt; 
vorbehalten bleiben Fälle, in welchen sich eine klärende Ergänzung oder 
direkt eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärz-
te wichtige, nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende 
Aspekte benennen (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Mai 
2018, 8C_55/2018, E. 6.2). Solche Aspekte werden in den erwähnten Be-
richten nicht genannt und sind auch anderweitig nicht ersichtlich, zumal der 
behandelnde Psychiater zwar bei abweichender Diagnose eine Arbeitsun-
fähigkeit von 60 % bzw. 40 % in der bisherigen Tätigkeit attestiert und inso-
fern im Wesentlichen mit dem Gutachten übereinstimmt. Überdies ist in 
diesem Zusammenhang auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, 
dass Hausärzte wie auch behandelnde Spezialärzte – wie vorliegend 
Dr. med. D.________ (Entscheid des EVG vom 20. März 2006, I 655/05, 
E. 5.4) – mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung 
in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 
E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3).

3.3.4 Nach dem Dargelegten erweist sich das psychiatrische Gutachten 
von Dr. med. E.________ vom 14. März 2018 (AB 141.1) als voll beweis-
kräftig, so dass darauf abgestellt werden kann. Von weiteren medizinischen 
Abklärungen – wie sie die Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 
22. August 2018 beantragt (S. 2) – sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu 
erwarten, weshalb auf deren Durchführung in antizipierter Beweiswürdi-
gung verzichtet wird (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4 Zu klären bleibt hingegen die Relevanz der erhobenen psychischen 
Störungen und dabei insbesondere die Massgeblichkeit der gutachterlich 
attestierten Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit. Die Frage, ob und in 
welchem Umfang die Feststellungen in einem medizinischen Gutachten 
anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf die Arbeitsunfähigkeit 
schliessen lassen, ist rechtlicher Natur und damit frei überprüfbar (BGE 141 
V 281 E. 7 S. 308). 

3.4.1 Vorab ist festzuhalten, dass hier keine Ausschlussgründe im Sinne 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung vorliegen (BGE 141 V 281 E. 2.2 
S. 287 f. unter Hinweis auf BGE 131 V 49). Insbesondere fand die Gutach-
terin keine Hinweise auf Aggravation und ähnliche Erscheinungen, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 14

hielt eher eine Neigung zur Selbstüberschätzung der Beschwerdeführerin 
fest (AB 141.1 S. 26). 

3.4.2 Zum Komplex Gesundheitsschädigung ist – was die Ausprägung 
der diagnoserelevanten Befunde und Symptome anbelangt (vgl. BGE 141 
V 281 E. 4.3.1.1 S. 298 f.) – festzuhalten, dass zwar nicht eine Persönlich-
keitsstörung, aber immerhin eine Persönlichkeitsakzentuierung attestiert 
wurde (AB 141.1 S. 25). Diesbezüglich hält die Gutachterin auch fest, dass 
es wahrscheinlich sei, dass eine schwere Problematik im Bereich einer 
Borderline-Konstellation vorhanden sei (S. 25). Die ebenfalls diagnostizier-
te depressive Symptomatik wird zwar als „momentan eher leicht ausge-
prägt“ beurteilt und erfüllt nur knapp nicht die Kriterien für eine mittelgradige 
Ausprägung, doch besteht ein deutliches Residuum auf dem Boden der 
Persönlichkeitsakzentuierung, was im Lichte der Untersuchungsbefunde 
sowie des geschilderten Tagesablaufs bzw. der (wenigen) Aktivitäten 
(AB 141.1 S. 16) sowie der zwei Suizidversuche (S. 18) überzeugt. Die 
diagnostizierten psychischen Befunde sind damit leicht bis immerhin mittel-
gradig ausgeprägt, was in Anbetracht der Untersuchungsbefunde nachvoll-
ziehbar ist.

Bezüglich „Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz“ (vgl. 
BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist anzumerken, dass die bisherige 
Therapie bei Dr. med. D.________ von Dr. med. E.________ als leitlinien-
gerecht eingeschätzt wird (S. 26 Ziff. 7.2). Dennoch konnten bezüglich der 
Steigerung der Arbeitsfähigkeit erst diskrete Fortschritte erzielt werden 
(AB 117 S. 3 Ziff. 1.4). Entsprechend hat Dr. med. D.________ seine ur-
sprünglich positive Prognose (vgl. AB 106 S. 3) deutlich herunterkorrigiert 
(AB 117 S. 3). Zudem hat die Beschwerdeführerin an verschiedenen Ein-
gliederungsmassnahmen bei der Abklärungsstelle C.________ mit gutem 
Einsatz und grosser Motivation teilgenommen und dort zwar „grosse Ent-
wicklungsschritte“ gemacht, jedoch nie auch nur annähernd eine vollzeitli-
che Tätigkeit ausüben oder ihr Pensum bedeutend steigern können 
(AB 107 S. 2). Vielmehr ist sie dort bereits mit einer Tätigkeit von 40 % of-
fenbar an ihre Leistungsgrenze gestossen. Diese trotz guter Kooperation 
nur teilweise gelungene Eingliederung und nur zögerlichen Erfolge der 
Psychotherapie sind bei der Beurteilung des Komplexes „Gesundheits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 15

schädigung“ als gewichtiges Indiz für eine rechtserhebliche invalidisierende 
Gesundheitseinschränkung zu werten.

Hinsichtlich des Indikators der „Komorbiditäten“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 
S. 300 ff.) handelt es sich bei der diagnostizierten Persönlichkeitsakzentu-
ierung (ICD-10: Z73) – nebst dem depressiven Geschehen – um eine Dia-
gnose aus der Z-Kategorie (Kapitel XXI) des ICD-10 Klassifikations-
Systems, welche keine rechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchtigung 
darstellt. Aus der entsprechenden Diagnose lässt sich daher im Hinblick auf 
eine invalidisierende Gesundheitsschädigung nichts ableiten (Urteil des 
BGer vom 16. April 2018, 9C_271/2017, E. 4.5)

3.4.3 Mit Bezug auf den Komplex „Persönlichkeit“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3.2 S. 302) nennt die Gutachterin als Ressourcen einzig Ausbildung, 
die Berufserfahrung sowie die Lernbereitschaft (AB 141.1 S. 26). Daneben 
kann der Faktor der attestierten Persönlichkeitsakzentuierung – auch wenn 
sie als Z-Kodierung nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesund-
heitsschadens fällt (E. 3.4.2 hiervor) – den Gesundheitszustand und das 
Leistungsvermögen dennoch beeinflussen (Urteil des BGer vom 1. Februar 
2018, 8C_300/2017, E. 5.3). So ist bei der Beschwerdeführerin die Persön-
lichkeitsakzentuierung Auslöser für eine starke Einschränkung der Sozial-
kompetenz (AB 141.1 S. 26 Ziff. 7.5) und als ein erschwerendes Moment 
zu werten. 

3.4.4 Der Komplex „sozialer Kontext“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) 
zeigt, dass die Beschwerdeführerin über geringe mobilisierbare Ressour-
cen verfügt. Dr. med. E.________ hielt in ihrem Gutachten vom 14. März 
2018 (AB 141.1) eindrücklich fest, dass die Ressourcen der Beschwerde-
führerin weitestgehend erschöpft sind (S. 26). Insbesondere mit der Tren-
nung vom Partner und der erzwungenen Abtreibung seien wichtige Res-
sourcen verloren gegangen und die Beschwerdeführerin habe sich offen-
sichtlich bis zum Zeitpunkt der Begutachtung von dieser Krise nicht erholt. 
Sie lebe sehr zurückgezogen, habe keinen Partner, keine Haustiere, weni-
ge Freunde und brauche ihre Freizeit, um nach der anstrengenden Arbeit 
wieder Kraft zu schöpfen (S. 16). Sie berichte von ausgeprägtem Ruhebe-
dürfnis und Rückzug in der Freizeit (S. 21). Ähnliches ist auch den Berich-
ten der Abklärungsstelle C.________ zu entnehmen (z.B. AB 101 S. 2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 16

Wenn die Beschwerdegegnerin ausführt, dass die Beschwerdeführerin 
über gute Ressourcen verfüge, da sie einen mehrwöchigen Aufenthalt in 
den USA gemacht und einen weiteren längeren Auslandsaufenthalt geplant 
habe, ist dies den Akten nicht zu entnehmen. Im Übrigen würden gelegent-
liche Ferien nicht auf aussergewöhnliche Ressourcen hinweisen. Dies um-
so weniger, als den Akten zu entnehmen ist, dass die Beschwerdeführerin 
nach den Ferien kaum erholt gewesen und am ersten Arbeitstag danach 
ohnmächtig zusammengebrochen sei (AB 82 S. 3). 

3.4.5 Des Weiteren ist in der Kategorie „Konsistenz“ in Bezug auf die 
Einschränkung des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen 
(BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) keine Ungleichmässigkeit ersichtlich. 
Die Schilderungen der Beschwerdeführerin zu ihrem Tagesablauf und ihren 
sozialen Kontakten, welche sich wie dargelegt in engen Grenzen halten, 
stehen im Einklang. Hier ist im Übrigen auch zu beachten, dass aus psych-
iatrischer Sicht lediglich eine teilweise Arbeitsunfähigkeit attestiert wird, 
was ein bestimmtes Mass an (Freizeit-)Aktivitäten zulässt (vgl. Urteil des 
BGer vom 11. Januar 2019, 9C_658/2018, E. 4.4.1). Der ebenfalls zur Ka-
tegorie Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304) gehörende Indikator 
„behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens-
druck“ ist als erfüllt zu betrachten, nachdem die Beschwerdeführerin länge-
rer Zeit therapeutische Optionen in Anspruch nahm und an Eingliede-
rungsmassnahmen der IV teilnahm.

3.5 Nach dem Dargelegten besteht im Rahmen einer umfassenden 
Betrachtung der massgebenden Indikatoren kein Anlass, von der Beurtei-
lung der psychiatrischen Gutachterin abzuweichen. Es ist folglich bezüglich 
der diagnostizierten leichten depressiven Episode im Zusammenspiel mit 
der Persönlichkeitsakzentuierung von einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit in 
der angestammten Tätigkeit bzw. von einer solchen von 20 % bis 40 % – 
d.h. einer durchschnittlich 70 %igen Arbeitsfähigkeit – in einer angepassten 
(vergleichbaren Tätigkeit in der Administration oder einfachen, wechselbe-
lastenden Tätigkeit ohne anstrengenden Kundenkontakt, ohne hohe Ver-
antwortung, Akkordarbeit, belastendes Umfeld und ohne hohe Anforderun-
gen an die psychophysische Belastbarkeit [AB 141.1 S. 27]) auszugehen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 17

4.

4.1 Auf der Grundlage des festgestellten Zumutbarkeitsprofils (E. 3.5 
hiervor) ist der IV-Grad der Beschwerdeführerin anhand der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den LSE herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). 

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222, 143 V 
295, E. 4.1.3 S. 300)

Unter Berücksichtigung der Neuanmeldung im Dezember 2013 (vgl. AB 29) 
und der verschiedenen durchgeführten beruflichen Massnahmen (Belast-
barkeitstraining, Aufbautraining, Arbeitstraining, Arbeitsversuch mit Coa-
ching bis zum 31. August 2016, während derer die Beschwerdeführerin 
Taggelder der IV bezog [vgl. AB 89]), ist der frühest mögliche Rentenbe-
ginn hier in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 2 IVG auf 
September 2016 festzusetzen, entsteht doch der Anspruch nicht, solange 
die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 18

4.3

4.3.1 Die Beschwerdeführerin ist ausgebildete … bzw. … und arbeitete 
vor Eintritt des Gesundheitsschadens zuletzt bei der F.________ AG 
(AB 35). Diese angestammte Tätigkeit hat sie aus gesundheitlichen Grün-
den verloren (AB 46). Es ist anzunehmen, dass sie im September 2016 mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin in dieser angestammten An-
stellung in unverändertem Umfang tätig wäre. Das Valideneinkommen ist 
deshalb aufgrund des zuletzt – ohne Invalidität – erzielten Lohnes festzu-
setzen (E. 4.1.1 vorstehend). 

Gemäss dem Fragebogen für Arbeitgebende vom 23. Dezember 2013 
(AB 35) bzw. den Lohnabrechnungen für das Jahr 2013 (AB 37.1) hat die 
Beschwerdeführerin zuletzt Fr. 80‘730.– (Fr. 6‘210.– x 13) verdient. Aufge-
rechnet auf das Jahr 2016 beträgt das massgebliche Valideneinkommen 
Fr. 83‘769.05 pro Jahr (Fr. 80‘730.– / 103.6 x 107.5 [vgl. Bundesamt für 
Statistik, www.bfs.admin.ch, Nominallohnindex nach Geschlecht, Tabelle 
T1.2.10, Periode 2010 bis 2016, Ziffer K „Finanz- und Versicherungsleis-
tungen“, Frauen: Index Jahr 2013: 103.6 Punkte, Index Jahr 2016: 107.5 
Punkte]).

4.3.2 Zwar konnte die Beschwerdeführerin im Rahmen der durchgeführ-
ten Integrationsmassnahmen eine Ausbildung zur diplomierten … absch-
liessen und eine feste Anstellung als … und … antreten (AB 123). In dieser 
Tätigkeit schöpft sie jedoch die ihr verbleibende Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit nicht vollständig aus. Denn in einer leidensangepassten Beschäf-
tigung könnte sie in einem Pensum von 60 % bis 80 % – bzw. durchschnitt-
lich 70 % – tätig sein, in der Stelle als … gemäss dem beweiskräftigen 
psychiatrischen Gutachten lediglich zu 50 % (vgl. E. 3.5 hiervor). Damit ist 
bei der Berechnung des Invalideneinkommens grundsätzlich das hypothe-
tisch höhere Einkommen in einer Verweistätigkeit zu berücksichtigen. Mit 
Blick auf das ärztlicherseits definierte Anforderungsprofil an eine Ver-
weistätigkeit ist zudem klar, dass der Beschwerdeführerin auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt noch ein weites Feld an Beschäftigungsmöglichkei-
ten offen steht, womit das Total der Tabelle TA1 der LSE 2014, Kompe-
tenzniveau 1, Frauen, zu Grunde zu legen ist (vgl. statt vieler: Entscheid 
des BGer vom 11. Januar 2018, 9C_621/2017, E. 2.3.1). Der so ermittelte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 19

Wert von Fr. 51‘600.– (Fr. 4‘300.– x 12) ist an die betriebsübliche Wochen-
arbeitszeit von 41.7 Stunden anzupassen (BFS, Betriebsübliche Arbeits-
zeit, Total, 2014) und auf das Jahr 2016 zu indexieren (BFS, Tabelle 
T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, Total [vgl. E. 4.3.1 vorstehend], Index 
2014: 103.6 bzw. Index 2016: 105.0), woraus ein jährliches Einkommen 
von Fr. 54‘519.95 resultiert (Fr. 51‘600.– / 40 x 41.7 / 103.6 x 105.0). Unter 
Berücksichtigung der 30 %igen Einschränkung in der Leistungsfähigkeit 
(vgl. E. 3.5 vorstehend) beträgt das hypothetische jährliche Invalidenein-
kommen Fr. 38‘163.95 (Fr. 54‘519.95 x 0.7).

4.4 Bei einem hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 83‘769.05 
und einem hypothetischen Invalideneinkommen Fr. 38‘163.95 resultiert 
eine Einkommenseinbusse von Fr. 45‘605.10, was einem IV-Grad von ge-
rundet 54 % (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und E. 3.3 S. 123) ent-
spricht ([Fr. 83‘769.05 ./. Fr. 38‘163.95] / Fr. 83‘769.05 x 100). Wird im Üb-
rigen von der 50 %-igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit in der angestamm-
ten Tätigkeit als … im … ausgegangen, resultiert eine hälftige Einkom-
menseinbusse (Invaliditätsgrad 50 %), was ebenfalls Anspruch auf eine 
halbe Rente gibt. Die Beschwerdeführerin hat somit ab dem 1. September 
2016 Anspruch auf eine halbe IV-Rente (vgl. E. 2.2 vorstehend).

5.

Die Beschwerde ist gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 
10. Juli 2018 (AB 151) aufzuheben. Der Beschwerdeführerin ist ab dem 
1. September 2016 eine halbe IV-Rente zuzusprechen. Es steht der Be-
schwerdeführerin frei, sich zur Prüfung allfälliger konkreter beruflicher 
Massnahmen bei der Beschwerdegegnerin zu melden.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 20

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1‘000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.–, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.– ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat der obsiegenden Be-
schwerdeführerin die Parteikosten zu ersetzen. Diese werden vom Versi-
cherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 
der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses 
bemessen (Art. 61 lit. g ATSG).

In seiner Kostennote vom 30. Oktober 2018 macht Rechtsanwalt 
B.________ ein Honorar von Fr. 3‘752.–, Auslagen in der Höhe von 
Fr. 131.30 sowie die Mehrwertsteuer im Betrag von Fr. 299.– geltend. Die-
se Beträge sind nicht zu beanstanden. Der gesamte Parteikostenersatz 
wird somit auf Fr. 4‘182.30 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festge-
setzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin 
zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 10. Juli 2018 aufgehoben und der Beschwerdefüh-
rerin ab 1. September 2016 eine halbe IV-Rente zugesprochen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird ihr nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sep. 2019, IV/18/586, Seite 21

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4‘182.30 (inkl. Auslagen und Mehrwert-
steuer), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Pensionskasse für die Mitarbeitenden der Gruppe Mobiliar, Bundes-

gasse 35, 3011 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.