# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f84582e-8744-5bba-8a10-ffb3cd13e69b
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-09-04
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 04.09.2024 SK.2023.50
**Docket/Reference:** SK.2023.50
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2023-50_2024-09-04

## Full Text

Betrug (Art. 146 Abs. 1 StGB), gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB) sowie Versuch dazu (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB und Art. 22 StGB), gewerbsmässige Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 Bst. c StGB) sowie Versuch dazu (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 Bst. c StGB und Art. 22 StGB);;Betrug (Art. 146 Abs. 1 StGB), gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB) sowie Versuch dazu (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB und Art. 22 StGB), gewerbsmässige Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 Bst. c StGB) sowie Versuch dazu (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 Bst. c StGB und Art. 22 StGB);;Betrug (Art. 146 Abs. 1 StGB), gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB) sowie Versuch dazu (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB und Art. 22 StGB), gewerbsmässige Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 Bst. c StGB) sowie Versuch dazu (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 Bst. c StGB und Art. 22 StGB);;Betrug (Art. 146 Abs. 1 StGB), gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB) sowie Versuch dazu (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB und Art. 22 StGB), gewerbsmässige Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 Bst. c StGB) sowie Versuch dazu (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 Bst. c StGB und Art. 22 StGB)

Urteil vom 4. September 2024 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Einzelrichter 

Gerichtsschreiberin Elena Inhelder  

 

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsan-

wältin des Bundes Simone Meyer-Burger 

 

und 

 

als Privatklägerschaft: 

 

1. BANK B. 

2. C. AG 

3. CASINO D. AG  

 
gegen 

  
A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin Dominique Jud 

 

Gegenstand  
Betrug, gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch ei-

ner Datenverarbeitungsanlage sowie Versuch dazu, ge-

werbsmässige Geldwäscherei sowie Versuch dazu 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2023.50 

- 2 - 

SK.2023.50 

Sachverhalt: 

A. Am 22. November 2022 wurde A. (nachfolgend: der Beschuldigte) von der Kan-

tonspolizei Zürich verhaftet, nachdem er in der Zeit vom 20. bis 22. Novem-

ber 2022 mit Raubstoppfarbe kontaminierte Banknoten im Gesamtwert von 

Fr. 68’800.-- an verschiedenen Geldspielautomaten im Casino D. einbezahlt und 

in der Folge Fr. 66'680.15 via Cashless-Casinokarte u.a. an diversen Auszah-

lungsautomaten bezogen haben soll. Bei seiner Verhaftung führte der Beschul-

digte mit Raubstoppfarbe kontaminierte Banknoten im Wert von  

Fr. 44'000.-- mit sich. Ermittlungen ergaben, dass mutmasslich durch den Be-

schuldigten vorgenommene Einzahlungen von entsprechend kontaminierten 

Bargeldnoten an Geldspielautomaten im Casino I. zwei Tage zuvor scheiterten, 

da die Automaten diese nicht annahmen (BA pag. 6.1.0001 ff.; 10.3.0001 ff.). 

Das ursprünglich von der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl eröffnete und geführte 

Verfahren gegen den Beschuldigten wurde – nach entsprechender Gericht-

standsanfrage – von der Bundesanwaltschaft mit Schreiben vom 23. Ja-

nuar 2023 übernommen (BA pag. 2.2.1 ff.). 

B. Gemäss dem Bericht des Forensischen Instituts Zürich (nachfolgend: FOR) vom 

2. Februar 2023 stammen die vom Beschuldigten in der beschriebenen Weise 

verwendeten und mitgeführten mit Raubstoppfarbe kontaminierten Banknoten 

aus der am 4. November 2022 erfolgten Sprengung zweier Bankomaten der 

Bank B. in X. durch eine unbekannte Täterschaft (BA pag. 11.1.0005 ff.). Letztere 

erbeutete Bargeld im Betrag von Fr. 338'720.-- und Euro 58'850.--, wobei die sich 

in der Geldkassette befindlichen Geldnoten infolge der Detonation mit Raub-

stoppfarbe kontaminiert wurden (BA pag. 2.1.0001 ff.; 10.1.0001 ff.). Insofern las-

sen sich die vom Beschuldigten mutmasslich in eingangs geschilderter Weise 

verwendeten und mitgeführten Banknoten auf die besagte Bankomatenspren-

gung zurückführen. Das in dieser Sache von der Staatsanwaltschaft Basel-Land-

schaft eröffnete Verfahren wurde von der Bundesanwaltschaft am 14. Novem-

ber 2022 übernommen (BA pag. 1.00.0001).  

C. Mit Beschlagnahmebefehl vom 4. September 2023 beschlagnahmte die Bundes-

anwaltschaft u.a. die vom Beschuldigten in die Geldspielautomaten beim 

Casino D. einbezahlten resp. mitgeführten und in der Folge sichergestellten, mit 

Raubstoppfarbe kontaminierten Banknoten im Betrag von Fr. 112'000.-- 

(Fr. 44'000.-- aus Asservat Ass-ID ZH A016’787'487; Fr. 68’000.-- aus Ass-ID 

ZH A016’790’446; [BA pag. 8.01.0025 ff.]). Das mutmasslich vom Beschuldigten 

am 22. November 2022 im Casino D. auf erläuterte Weise gewechselte Bargeld 

wurde der Privatklägerin Casino D. AG noch vor Ort durch die Kantonspolizei 

Zürich nach Rücksprache mit der Verfahrensleitung ausgehändigt (BA 

pag. 6.1.0002). 

D. Mit Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Zürich vom 

26. November 2022 wurde der Beschuldigte in Untersuchungshaft versetzt (BA 

- 3 - 

SK.2023.50 

pag. 6.1.17 ff.). Die Untersuchungshaft wurde in der Folge – nach Übernahme 

des Verfahrens durch die Bundesanwaltschaft (siehe Prozessgeschichte Lit. A.) 

– mit Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Bern vom 

21. Februar 2023 bis am 21. Mai 2023 verlängert (BA pag. 6.1.95 ff.). Mit Antrag 

vom 3. März 2023 ersuchte die Verteidigerin Rechtsanwältin Jud, namens und 

im Auftrag des Beschuldigten, um Versetzung in den vorzeitigen Strafvollzug (BA 

pag. 6.1.116). Das Gesuch wurde seitens der Bundesanwaltschaft mit Verfügung 

vom 7. März 2023 bewilligt (BA pag. 6.1.117). Am 12. Mai 2023 wurde der Be-

schuldigte aus dem vorzeitigen Vollzug entlassen (BA pag. 6.1.132 ff.). 

E. Die Bundesanwaltschaft dehnte das u.a. gegen den Beschuldigten geführte 

Strafverfahren auf die Straftatbestände des qualifizierten Diebstahls (Art. 139 

Ziff. 1 und 3 StGB), der qualifizierten Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 

Abs. 3 StGB), des Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB), der gewerbsmässigen 

Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 und Ziff. 2 lit. c StGB), des betrügerischen Miss-

brauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 StGB) und des Betrugs 

(Art. 146 StGB) aus. Gleichzeitig vereinigte sie die Strafverfolgung in der Hand 

der Behörden des Bundes (Art. 26 Abs. 2 StPO; BA pag. 1.00.2 ff.). Letztlich 

trennte sie das hier gegenständliche Verfahren gegen den Beschuldigten ab (BA 

pag. 3.1.24 ff.). 

F. Mit (Teil-)Einstellungsverfügung vom 14. Juli 2023 stellte die Bundesanwaltschaft 

das Verfahren gegen den Beschuldigten in Bezug auf die Tatbestände der Ge-

fährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht 

(Art. 224 StGB), des qualifizierten Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 und 3 StGB), der 

qualifizierten Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und Abs. 3 StGB) sowie des 

Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB) in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO 

ein (BA pag.3.1.0009 ff.). 

G. Am 11. Dezember 2023 erhob die Bundesanwaltschaft bei der Strafkammer des 

Bundesstrafgerichts Anklage gegen den Beschuldigten wegen Betrugs (Art. 146 

Abs. 1 StGB), gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverar-

beitungsanlage sowie Versuchs dazu (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB teil-

weise i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) und gewerbsmässiger Geldwäscherei sowie 

Versuchs dazu (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 lit. c StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 

Abs. 1 StGB).  

H. Mit Verfügung vom 9. Januar 2024 lud der Vorsitzende die Parteien ein, Beweis-

anträge zu stellen sowie eingereichte Zivilforderungen zu beziffern und zu be-

gründen (TPF pag. 7.400.001 f.). Die Casino D. AG machte mit Eingabe vom 

23. Januar 2024 eine Zivilforderung in Höhe der sichergestellten kontaminierten 

Banknoten von Fr. 72'800.-- geltend und berief sich zusammengefasst auf den 

gutgläubigen Erwerb der kontaminierten Banknoten nach Art. 935 ZGB (TPF 

pag. 7.553.001 ff.). Die Bank B. machte ihrerseits eine Zivilforderung in Höhe von 

mind. Fr. 50'000.-- aus den beschlagnahmten Banknoten geltend und führte aus, 

- 4 - 

SK.2023.50 

diese seien mit Raubstoppfarbe aus der Sprengung des Bank B. Bankomaten 

in X. kontaminiert, stellen somit Deliktsgut dar und unterlägen als solches der 

Vermögenseinziehung von Art. 70 ff. StGB (TPF pag. 7.551.001 ff.). Die C. AG 

machte innert Frist sinngemäss eine Zivilforderung in Höhe der an die Bank B. 

infolge der Bankomatensprengung ausbezahlten Versicherungssumme von 

Fr. 565'000.-- geltend (TPF pag. 7.552.008 ff.). 

I. Im Rahmen der Prozessvorbereitungen holte der Einzelrichter von Amtes wegen 

die erforderlichen Beweismittel zu den persönlichen Verhältnissen sowie diverse 

Führungsberichte über den Beschuldigten ein (Strafregisterauszug, Formular 

persönliche und finanzielle Verhältnisse; Führungsberichte des Gefängnis E., 

Gefängnis F. und der Justizvollzugsanstalt G. [TPF pag. 7.250.001 f.; 7.250.003; 

7.120.001 f.; 7.231.1.001; 7.231.4.001 ff.; 7.231.7.001 ff.]). 

J. Mit Schreiben vom 7. August 2024 ersuchte Rechtsanwältin Jud, namens und im 

Auftrag des im Ausland lebenden und mittellosen Beschuldigten, um dessen Dis-

pensation von der auf den 4. September 2024 angesetzten Hauptverhandlung 

(TPF pag. 7.521.001 f.). Die Parteien wurden eingeladen innert Frist Stellung zu 

nehmen (TPF pag. 7.400.011 f.). Sowohl die Bundesanwaltschaft als auch die 

Bank B. liessen sich innert Frist vernehmen (TPF pag. 7.510.002 f.; 7.551.006). 

Während die Bundesanwaltschaft das Gesuch unterstützte, opponierte die 

Bank B. dagegen (TPF pag. 7.510.002 f.; 7.551.006). Mit Verfügung vom 20. Au-

gust 2024 hiess der Einzelrichter der Strafkammer das Dispensationsgesuch des 

Beschuldigten gut (TPF pag. 7.255.001 ff.).  

K. Die Hauptverhandlung fand am 4. September 2024 in Anwesenheit der Bundes-

anwaltschaft, der Verteidigerin des Beschuldigten sowie der Privatklägerin 

Bank B., vertreten durch H., statt (TPF pag. 7.720.001. ff.). Das Urteil wurde glei-

chentags mündlich eröffnet und begründet. Die Casino D. AG erschien weder zur 

Hauptverhandlung noch zur Urteilseröffnung. 

L. In der Folge verlangt die Privatklägerin Casino D. AG mit Schreiben vom 13. Sep-

tember 2024 die Begründung des Urteils. Mit Schreiben vom 18. Septem-

ber 2024 meldete die soeben genannte Privatklägerin schliesslich Berufung ge-

gen das Urteil an. 

  

- 5 - 

SK.2023.50 

Der Einzelrichter erwägt: 

1. Prozessuales 

1.1 Zuständigkeit 

Das Gericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen. Das gegen den Be-

schuldigten eröffnete und geführte Strafverfahren lautete anfänglich mitunter auf 

Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase (Art. 224 StGB) dessen Verfol-

gung der Bundesgerichtsbarkeit unterliegt (Art. 23 Abs. 1 lit. d StPO). Das in der 

Folge verschiedentlich auf weitere Straftatbestände, mitunter die hier vorliegend 

zur Anklage gebrachten Tatbestände des Betrugs (Art. 146 Abs. 1 StGB), des 

gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage 

sowie Versuchs dazu (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 

Abs. 1 StGB) sowie der gewerbsmässigen Geldwäscherei und Versuchs dazu 

(Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) ausge-

dehnte Strafverfahren, wurde in der Hand der Bundesbehörden vereinigt (Art. 26 

Abs. 2 StPO). Eine so begründete Gerichtsbarkeit bleibt bestehen, auch wenn 

der die Zuständigkeit begründete Teil des Verfahrens – wie vorliegend (siehe 

Prozessgeschichte Lit. F.) – eingestellt wird (sog. perpetuatio fori, Art. 26 Abs. 3 

StPO). 

Die Kompetenz des Einzelrichters der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 

ergibt sich aus Art. 19 Abs. 2 lit. b StPO i.V.m. Art. 36 Abs. 2 des Bundesgesetzes 

über die Organisation der Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 (Straf-

behördenorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71). 

2. Beschränkte Begründungspflicht 

2.1 Gemäss Art. 82 Abs. 1 StPO verzichtet das erstinstanzliche Gericht auf eine 

schriftliche Begründung, wenn es ein Urteil mündlich begründet und u.a. nicht 

eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren ausspricht. Eine Begründung hat 

diesfalls nur zu erfolgen, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach Zustellung 

des Dispositivs verlangt oder ein Rechtsmittel ergreift (Art. 82 Abs. 2 StPO). Ver-

langt indes nur die Privatklägerschaft ein begründetes Urteil oder ergreift diese 

alleine ein Rechtsmittel, ist die Begründungspflicht des erstinstanzlichen Gerichts 

insofern eingeschränkt, als dieses das Urteil nur in jenem Umfang zu begründen 

hat, als es sich auf das strafbare Verhalten zum Nachteil der Privatklägerschaft 

und auf deren Zivilansprüche bezieht (Art. 82 Abs. 3 StPO). 

2.2 Da vorliegend einzig die Casino D. AG innert Frist Berufung angemeldet hat, be-

steht eine im Sinne von Art. 82 Abs. 3 StPO beschränkte Begründungspflicht. 

  

- 6 - 

SK.2023.50 

3. Materielles 

3.1 Gewerbsmässiger Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 

Abs. 1 und 2 StGB) 

3.1.1 Anklagevorwurf 

Dem Beschuldigten wird zulasten der Privatklägerin 3, Casino D. AG, gewerbs-

mässiger betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage gemäss 

Art. 147 Abs. 1 und Abs. 2 StGB vorgeworfen.  

3.2 Rechtliches 

Des Grundtatbestands von Art. 147 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer in der 

Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, durch unrichtige, 

unvollständige oder unbefugte Verwendung von Daten oder in vergleichbarer 

Weise auf einen elektronischen oder vergleichbaren Datenverarbeitungs- oder 

Datenübermittlungsvorgang einwirkt und dadurch eine Vermögensverschiebung 

zum Schaden eines andern herbeiführt oder eine Vermögensverschiebung un-

mittelbar danach verdeckt. 

3.3 Tatsächliches 

Hinsichtlich der vollendeten Taten im Casino D. zeigte sich der Beschuldigte an-

lässlich der Einvernahme bei der Bundesanwaltschaft vom 10. Februar 2023 in 

seinem sog. prestatement geständig. Das Geständnis erweist sich im Lichte der 

aktenkundigen Beweislage (Videoaufnahmen etc.) als glaubhaft im Sinne von 

Art. 160 StPO. Infolgedessen sind die inkriminierten Handlungen, welche die 

Casino D. AG betreffen, wie in der Anklageschrift umschrieben grundsätzlich er-

stellt (zu den Versuchen vgl. E. 3.4.5).  

3.4 Subsumtion 

3.4.1 Als Tathandlung bedarf es der Verwendung von Daten. Letzterer Begriff ist in 

einem weiten Sinne zu verstehen: Erfasst sind sämtliche Informationen über ei-

nen Sachverhalt in Form von Buchstaben, Zahlen, Zeichen, Zeichnungen, die zur 

weiteren Verwendung vermittelt oder verarbeitet werden (MICHAEL MRÁZ, in: 

Damian K. Graf [Hrsg.], Annotierter Kommentar StGB, 2020, Art. 147 N 4). Ins-

besondere auch Abbildungen etc., die einen Sinngehalt aufweisen, fallen darun-

ter (SCHMID, Computer- sowie Check- und Kreditkartenkriminalität, 1994, S. 16). 

Noten wie Münzgeld enthalten Informationen über den angegebenen Wert als 

Zahlungsmittel und implizieren Echtheit und Werthaftigkeit und fallen somit unter 

den für das Tatobjekt massgebenden Begriff «Daten». So wurden vorliegend die 

auf den Banknoten gedruckten Informationen durch die Automaten (als elektro-

nische Datenverarbeitungsanlagen) «gelesen», mithin im Sinne des Tatbestands 

auf dessen Datenübermittlungsvorgang eingewirkt, und dadurch jeder 

- 7 - 

SK.2023.50 

einbezahlten Banknote der jeweilige Wert zugeordnet, wobei deren Summe wie-

derum als Guthaben erschien. 

3.4.2 Bei der Tathandlung stellt sich zunächst die Frage, ob eine unrichtige Verwen-

dung von Daten vorliegt. Diese Tatvariante erfasst die Eingabe von falschen Da-

ten zu manipulativem Zweck (BGE 129 IV 315 E. 2.1). Vorliegend waren die in-

kriminierten Noten – etwa im Unterschied zu gefälschten, d.h. unechten Noten, 

welche wahrheitswidrig die Echtheit vorspiegeln, – nicht falsch. Insofern lag keine 

unrichtige Datenverwendung vor. Die Variante der unvollständigen Verwendung 

von Daten fällt vorliegend a priori ausser Betracht, da die Noten vollständig in die 

Automaten eingegeben wurden. Auch war die Verwendung nicht unbefugt, da es 

etwa im Unterschied zu einem Pin-Code hinsichtlich Noten keine Datenberech-

tigten im juristischen Sinne gibt (vgl. Hinw. in E. 4.3 betreffend Art. 935 ZGB). Die 

Variante des Einwirkens auf vergleichbare Weise soll denkbare (künftige) inkri-

minierte Handlungen sowohl im Bereich Hard- wie Software erfassen, die in ihrer 

Auswirkung mit den umschriebenen Manipulationen gleichzusetzen sind (vgl. 

MRÁZ, a.a.O., N 8 m.Hinw.). In casu wurde ähnlich, d.h. eben vergleichbar wie 

bei der Eingabe von Falschgeld vorgegeben, dass die eingefärbten Noten integ-

ral verkehrsfähig sind, was de facto nicht der Fall ist, weil sie nicht resp. nur sehr 

eingeschränkt (vgl. E. 4.3) vermischungs- und veräusserungsfähig sind.  

3.4.3 Das unrichtige Ergebnis in der Datenverarbeitungsanlage als ungeschriebenes 

Tatbestandsmerkmal (MRÁZ, a.a.O., N 9) lag in der «Annahme» der Datenverar-

beitungsanlage, das echtes, vollständig verkehrsfähiges Geld einbezahlt wurde, 

was gerade nicht der Fall war, weil die Verkehrsfähigkeit eingeschränkt war. Zum 

einen de facto, weil im Zahlungsverkehr solche Banknoten, die offensichtlich aus 

einem Raub oder einem ähnlichen Vermögensdelikt stammen, nicht als Zah-

lungsmittel angenommen werden. Zum anderen war auch die Verkehrsfähigkeit 

de iure eingeschränkt, weil die Noten erkennbar aus einem qualifizierten Vermö-

gensdelikt stammten, und derartige Objekte gestützt auf die öffentlich-rechtliche 

Rechtsordnung – soweit wie möglich – Geschädigten zu restituieren sind (vgl. 

dazu E. 4.2). Gestützt auf die insoweit fehlerhafte Erfassung der eingegangenen 

Noten als uneingeschränkt verkehrsfähige Zahlungsmittel wurden der Cashless-

Karte durch den Automaten zu Unrecht entsprechende Guthabenbeträge gutge-

schrieben. Im Ergebnis verfügte der Beschuldigte fälschlicherweise über eine 

entsprechende Forderung gegenüber der Casino D. AG.  

3.4.4 Die Vermögensdisposition lag in der Zuschreibung des entsprechenden Spiel-

werts der Geldspielautomaten auf der Cashless-Karte. Inhaber solcher Karten 

mit betreffendem Guthaben konnten diese zum Spielen verwenden oder aber 

sich das Guthaben an Automaten resp. an einer Kasse ausbezahlen lassen und 

zwar bis Fr. 10'000.-- ohne Weiterungen, d.h. ohne Abklärung, wie Herkunfts- 

oder Identitätsprüfung (TPF pag. 7.553.003; -010). Bereits die Gutschrift der be-

treffenden Geldwerte auf der Cashless-Karte führte somit zu einer Erhöhung der 

Passiven der Casino D. AG und damit zu einem Vermögensschaden. Die 

- 8 - 

SK.2023.50 

vermeintlich äquivalente Position auf der Aktivseite der Casino D. AG, die einbe-

zahlten Banknoten, waren (analog wie bei einem Verwertungsbetrug von gestoh-

lenem Deliktsgut) wertlos. Stammten diese Noten doch erkennbar aus einem 

Raub oder ähnlichem Delikt und waren infolgedessen zu restituieren resp. ein-

zuziehen (vgl. dazu E. 4.2.1). Durch die Auszahlung des «frischen» Geldes trat 

dann «lediglich» noch die Bereicherung ein, d.h. die sog. Beendigung dieses De-

likts mit überschiessender Innentendenz. 

3.4.5 Bezüglich der bei der Festnahme beschlagnahmten 44 Fr. 1000er-Noten wurde 

von der Bundesanwaltschaft ein Versuch angeklagt. Der Gang ins Casino mit 

diesen Noten ist tatsächlich als letzter entscheidender Schritt im Sinne der Ver-

suchsstrafbarkeit gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB zu betrachten. Es wäre weltfremd 

anzunehmen, dass der Beschuldigte mehr Noten mit ins Casino hineingenom-

men hat als er eventualiter zu «tauschen» beabsichtigte.  

3.4.6 In subjektiver Hinsicht hat der Beschuldigte unbestrittenermassen mit Vorsatz 

und der Absicht der unrechtmässigen Bereicherung gehandelt, die er (mehrheit-

lich), wie bereits dargestellt, auch realisiert hat. 

3.4.7 Indem der Beschuldigte im Rahmen seines betrügerischen Missbrauchs einer 

Datenverarbeitungsanlage innert drei Tagen rund Fr. 66'660.-- umsetzte, hat er 

nach Art eines Berufes gehandelt, weil er einen namhaften Beitrag an die Kosten 

zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung erzielt hat. Mithin hat sich der Beschul-

digte des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbei-

tungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 und Abs. 2 StGB schuldig gemacht. Die 

Versuche gehen in der Gewerbsmässigkeit auf (sog. normative Handlungsein-

heit; BGE 123 IV 113 E. 2c). 

4. Zivilklage der Privatklägerin 3, Casino D. AG 

4.1 Was die Zivilklage der Casino D. AG auf Herausgabe der inkriminierten Noten im 

Betrag von Fr. 72'800.-- gestützt auf Art. 935 ZGB betrifft, gilt es vorab zu prüfen, 

ob nicht die Privatklägerin 1, Bank B., einen Anspruch auf Restitution der betref-

fenden Noten hat.  

4.2 Wie bereits im Rahmen des Tatbestandsmerkmals des Schadens erläutert 

(E. 3.4.3) sind durch Straftaten erlangte Vermögenswerte gemäss Art. 70 Abs. 1 

in fine StGB, primär dem Verletzten zur Wiederherstellung des rechtmässigen 

Zustandes zu restituieren. Diese strafrechtliche Regelung geht als öffentlich-

rechtliche Regelung dem ZGB vor. Ein Restitutionsausschluss ist gemäss Art. 70 

Abs. 2 StGB nur vorgesehen, wenn ein Dritter die Vermögenswerte in Unkenntnis 

der Einziehungsgründe erworben und eine gleichwertige Gegenleistung erbracht 

hat oder die Einziehung ihm gegenüber eine unverhältnismässige Härte darstel-

len würde. Art. 935 ZGB ist insofern relevant, als die Geltendmachung des Drit-

tenprivilegs von Art. 70 Abs. 2 StGB voraussetzt, dass eine zivilrechtlich gültige 

- 9 - 

SK.2023.50 

Eigentumsübertragung stattgefunden hat (SCHOLL, in: Ackermann (Hrsg.), Kom-

mentar Kriminelles Vermögen, Kriminelle Organisationen, Band I, 2018, Art. 70 

N 328 ff.).  

4.3 Es stellt sich somit zunächst die Frage, ob die Spezialbestimmung von Art. 935 

ZGB, die auch einen gutgläubigen Erwerb von gestohlenem Bargeld und derar-

tigen Inhaberpapieren vorsieht, vorliegend Geltung beansprucht. Die ratio legis 

liegt darin, die Verkehrsfähigkeit von Geld und Inhaberpapieren – im Unterschied 

zu anderen abhanden gekommenen Sachen, die gemäss Art. 934 Abs. 1 ZGB 

nicht erworben werden können – zu privilegieren. Deren Herkunft soll zu keinen 

rechtlichen Diskussionen Anlass geben, da der Vermutung der Integrität solcher 

Papiere zentrale Bedeutung für einen funktionierenden Zahlungsverkehr resp. 

Handel zukommt. Diese Regel wurde unter der Prämisse erlassen, dass Geld 

wie Inhaberpapiere i.d.R. kaum individualisier- oder zurechenbar ist. In casu fragt 

sich, ob ein solcher Schutz gerechtfertigt ist. Die Noten waren vorliegend derart 

markiert, dass deren limitierte Verkehrsfähigkeit manifest war. Insoweit ist frag-

lich, ob der Casino D. AG ein guter Glaube im zivilrechtlichen Rechtssinne zuge-

billigt werden kann. Setzt dieser doch voraus, dass der Erwerber das nach der 

Verkehrsübung gebotene Mass an Aufmerksamkeit aufgewendet hat, um die 

rechtmässige resp. nicht unrechtmässige Herkunft der Noten zu erkennen 

(STARK/LINDEMANN, Berner Kommentar, 4. Aufl. 2016, Art. 935 ZGB N 1, Art. 933 

ZGB N 49a ff.). Insbesondere wer es unterlässt, verdächtige Umstände abzuklä-

ren – wie Hinweise auf die verbrecherische Herkunft – handelt nicht gutgläubig 

(vgl. HOMBURGER, Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch [Zürcher 

Kommentar], Bd. IV, Art. 935 ZGB N 6 m.Hinw. auf BGE 47 II 264). Wie bereits 

erwähnt (Prozessgeschichte Lit. A.) waren etwa die Automaten des Casinos I. – 

wie seit geraumer Zeit auch Bankeinzahlungsautomaten und Bankchangeoma-

ten – offensichtlich mit Farbdetektoren ausgerüstet und nahmen die inkriminier-

ten Banknoten infolgedessen nicht an. Unter diesen Umständen ist zumindest 

zweifelhaft, ob die Casino D. AG bei der Ausstattung ihrer Automaten den erfor-

derlichen Kontrollstandard etabliert hatte, um unter diesem Aspekt als gutgläubig 

zu gelten. Dass in den letzten Jahren schweizerischen Bankomaten sukzessive 

mit Raubstoppfarbmechanismen «aufgerüstet» wurden, um dem grassierenden 

Phänomen der Bankomatensprengungen generalpräventiv zu begegnen, hätte 

auch der Casino D. AG bekannt sein können.  

4.4 Selbst bei Bejahung eines gutgläubigen zivilrechtlichen Erwerbs i.S. von Art. 935 

ZGB, war ein Erwerb in Unkenntnis der Einziehungsgründe, wie ihn Art. 70 Abs. 2 

StGB für das erwähnte sog. Drittenprivileg verlangt, ausgeschlossen. Wegen der 

Einfärbung war spätestens bei der visuellen Triage ersichtlich, dass die Noten 

aus einem raubähnlichen Delikt stammten. Dies war denn auch der Fall, als die 

Kassiererin des Casinos die Noten kontrollierte. Diese Anforderungen hinsicht-

lich der Unkenntnis resp. Kenntnisnahme gelten auch im Falle, dass zunächst 

Automaten Gelder «entgegennehmen», wie in casu. Die Entgegennahme durch 

- 10 - 

SK.2023.50 

Automaten erfolgt lediglich vorgelagert für die natürliche oder in diesem Fall ju-

ristische Person, die sie «vertreten». Für die Kenntnisnahme eventueller Einzie-

hungsgründe ist naturgemäss die Wissens- und Willensbildung der natürlichen 

Person, die den Erwerber vertritt, massgebend. Aus diesem Grund blieben die 

Vermögenswerte auch Originalwerte und konnten nicht mittels Vermischung Sur-

rogate werden.  

4.5 Zivilrechtlich sind solche mit Raubstoppfarbe versehene Banknoten nicht per de-

finitionem verkehrsunfähig, doch müssen sie de facto durch die Nationalbank in 

nicht eingefärbte Noten umgetauscht werden. Ein solcher Umtausch kann indes 

auch im Lichte von Art. 935 ZGB (vgl. E. 4.3) nur durch nachweislich rechtmäs-

sige Inhaber erfolgen. Soweit die Herkunft von Noten oder Bargeld, die Spur und 

die Geschädigten von Vermögensdelikten identifizierbar sind, gehen dessen 

Rechte den Rechten von Erwerbern nach dem Gesagten grundsätzlich vor. 

4.5.1 Aus diesem Grund sind die bei der Bankomatensprengung erbeuteten Vermö-

genswerte im Betrag von Fr. 112'000.-- im Sinne von Art. 70 Abs. 2 in fine StGB 

der Geschädigten Bank B. zu restituieren. 

4.5.2 Die über den Selbstbehalt von Fr. 50’0000.-- hinausgehenden Ansprüche sind 

indes bereits von der C. AG gedeckt worden. Nach Umtausch der betreffenden 

kontaminierten Noten via SNB – was aufgrund des Ausgeführten durch die 

Bank B. zu erfolgen hat – besteht mithin ein zivilrechtlicher Anspruch der C. AG 

gegenüber der Bank B. im Betrag von brutto rund Fr. 62'000.--. Dieser Anspruch 

basiert auf der Subrogation, d.h. Zession infolge der versicherungsvertraglichen 

Schadensdeckung. Dieser anderweitige vertragliche, nicht auf dem Straffall ba-

sierende, zivilrechtliche Anspruch ist aus Gründen der Rechtssicherheit entspre-

chend vorzumerken. 

4.5.3 Die von den Privatklägern Bank B. und der C. AG adhäsionsweise geltend ge-

machten Schadenersatzforderungen sind damit durch die Restitution abgedeckt 

und damit gegenstandslos. 

4.6 Nach dem Gesagten geht der Restitutionsanspruch der Bank B. dem eventuellen 

Anspruch auf Herausgabe der inkriminierten Noten durch die Casino D. AG vor, 

sodass die betreffende Zivilklage abzuweisen ist.  

Unter der Prämisse eines Begründungsverzichts war das Gericht davon ausge-

gangen, dass die Beurteilung der Zivilklage nur minimale Kosten verursacht und 

hat auf eine Kostenauflage gegenüber der unterlegenen Zivilklägerin 

Casino D. AG verzichtet. 

  

- 11 - 

SK.2023.50 

5. Ersatzforderung 

Schliesslich stellt sich noch die Frage nach einer möglichen Ersatzforderung für 

die nicht mehr vorhandenen Noten, die durch den gewerbsmässigen betrügeri-

schen Missbrauch der Datenverarbeitungsanlage durch den Beschuldigten zum 

Nachteil der Geschädigten Casino D. AG erlangt worden waren (Art. 71 Abs. 1 

StGB).  

Vorliegend wird gemäss Art. 71 Abs. 2 StGB wegen Uneinbringlichkeit darauf 

verzichtet, eine solche zu begründen. Der Beschuldigte hat seinen Wohnsitz in 

den Niederlanden und ist mittellos (vgl. TPF pag. 7.250.003).  

- 12 - 

SK.2023.50 

Der Einzelrichter erkennt: 

1. A. wird freigesprochen vom Vorwurf der gewerbsmässigen Geldwäscherei sowie 

des Versuchs dazu (Art. 305bis Ziff. 1 und Ziff. 2 lit. c StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 

Abs. 1 StGB). 

2. A. wird schuldig gesprochen des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs 

einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 und Abs. 2 StGB). 

3. A. wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, bedingt vollziehbar bei 

einer Probezeit von 2 Jahren. 

Die ausgestandene Untersuchungshaft von insgesamt 105 Tagen und der vor-

zeitige Strafvollzug von insgesamt 67 Tagen werden auf die Freiheitsstrafe an-

gerechnet. 

4. A. wird für die Dauer von 5 Jahren des Landes verwiesen (Art. 66a lit. c StGB). 

5. Der Kanton Zürich wird als Vollzugskanton bestimmt. 

6.  

6.1 Die nachfolgenden beschlagnahmten Vermögenswerte werden der Bank B. her-

ausgegeben: 
 

Ass-ID Gegenstand Total 

51091 - Bargeld Fr. 44'000.-- (Ass-ID ZH A016'787’487) bestehend aus: 

• 2 x Fr. 1'000.-- (Ass-ID ZH A016'792'599) 

• 42 x Fr. 1’000.-- (Ass-ID ZH A016'792'602) 

- Bargeld Fr. 68'000.-- (Teilbetrag aus Asservat Ass-ID ZH A016'790'446) 
bestehend aus: 

• 53 x Fr. 1'000.-- (Ass-ID ZH A016'792'680) 

• 5 x Fr. 1’000.-- (Ass-ID ZH A016’792’737) 

• 10 x Fr. 1'000.-- (Teilbetrag aus Asservat Ass-ID ZH A016'792'748) 

Fr. 112'000.-- 

 

6.2  Die nachfolgenden beschlagnahmten Vermögenswerte werden eingezogen und 

zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet:  
 

Ass-ID Gegenstand Total 

51091 - Bargeld Fr. 800.-- (Teilbetrag aus Asservat Ass-ID ZH A016'790'446) be-
stehend aus: 

• 8 x Fr. 100.-- (Teilbetrag aus Asservat Ass-ID ZH A016'792'680) 

Fr. 800.-- 

- 13 - 

SK.2023.50 

7. Die Verfahrenskosten betragen insgesamt Fr. 16'139.95 (Vorverfahren Gebühr: 

Fr. 7'500.--, auferlegbare Auslagen: Fr. 6'639.95; Gerichtsverfahren Gebühr: 

Fr. 2'000.--). Davon werden A. in reduziertem Umfang Fr. 6'000.-- auferlegt. 

Wird seitens A. keine schriftliche Urteilsbegründung verlangt, so reduziert sich 

die Gerichtsgebühr um die Hälfte. 

8. Rechtsanwältin Dominique Jud wird für die amtliche Verteidigung von A. von der 

Eidgenossenschaft mit Fr. 17'865.60 (inkl. MWST) entschädigt. 

A. hat der Eidgenossenschaft für die Entschädigung seiner amtlichen Verteidi-

gung Ersatz zu leisten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

9.  

9.1 Die Zivilklagen der Bank B. und der C. AG sind gegenstandslos und werden ab-

geschrieben. 

9.2 Die Zivilklage der Casino D. AG wird abgewiesen. 

10. Es wird Vormerk genommen, dass die Bank B. nach Abzug von Fr. 50'000.-- 

(siehe Ziff. 6.1), den darüber hinausgehenden Betrag (nach Wechsel der inkrimi-

nierten Noten bei der Schweizerischen Nationalbank in Ersatznoten) der C. AG 

(Subrogation) aushändigen wird. 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter  Die Gerichtsschreiberin 

- 14 - 

SK.2023.50 

Mündliche Eröffnung / Zustellung im Dispositiv an: 

− Bundesanwaltschaft, Frau Simone Meyer-Burger, Staatsanwältin des Bundes (brevi 

manu) 

− Frau Rechtsanwältin Dominique Jud, Verteidigerin von A. (Beschuldigter) (brevi manu) 

− Bank B., z. Hd. Herrn H. (Privatklägerschaft) (brevi manu) 

− C. AG (Privatklägerschaft) (Gerichtsurkunde) 

− Casino D. AG (Privatklägerschaft) (Gerichtsurkunde) 

− Justizvollzugsbehörde des Kantons Zürich (Einschreiben) 

Zustellung in vollständiger schriftlicher Ausfertigung an: 

− Bundesanwaltschaft, Frau Simone Meyer-Burger, Staatsanwältin des Bundes (Ge-

richtsurkunde) 

− Frau Rechtsanwältin Dominique Jud, Verteidigerin von A. (Beschuldigter) (Gerichtsur-

kunde) 

− Bank B., z. Hd. Herrn H. (Privatklägerschaft) (Gerichtsurkunde) 

− C. AG (Privatklägerschaft) (Gerichtsurkunde) 

− Casino D. AG (Privatklägerschaft) (Gerichtsurkunde) 

− Justizvollzugsbehörde des Kantons Zürich (Einschreiben) 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 

− Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde  

− Justizvollzugsbehörde des Kantons Zürich 

− Meldestelle für Geldwäscherei (MROS; Art. 29a Abs. 1 GWG) 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Das Gericht verzichtet auf eine schriftliche Begründung, wenn es das Urteil mündlich begründet und nicht eine 

Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren, eine Verwahrung nach Artikel 64 StGB, eine Behandlung nach Ar-

tikel 59 StGB oder, bei gleichzeitig zu widerrufenden bedingten Sanktionen, einen Freiheitsentzug von mehr 

als zwei Jahren ausspricht (Art. 82 Abs. 1 StPO). Das Gericht stellt den Parteien nachträglich ein begründetes 

Urteil zu, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach der Zustellung des Dispositivs verlangt oder eine Partei 

ein Rechtsmittel ergreift (Art. 82 Abs. 2 StPO). 

Berufung an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Urteile der Strafkammer des Bundesstrafgerichts, die das Verfahren ganz oder teilweise abschliessen, 

sowie gegen selbstständige nachträgliche Entscheide und gegen selbstständige Einziehungsentscheide kann 

innert 10 Tagen seit Eröffnung bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts mündlich oder schriftlich Beru-

fung angemeldet werden (Art. 399 Abs. 1 i.V.m. Art. 398 Abs. 1 StPO; Art. 38a StBOG). 

 

Mit der Berufung kann das Urteil in allen Punkten umfassend angefochten werden. Mit der Berufung können 

gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, 

- 15 - 

SK.2023.50 

Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung, die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachver-

haltes sowie Unangemessenheit (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO). 

 

Beschränkt sich die Berufung auf den Zivilpunkt, so wird das Urteil der Strafkammer nur so weit überprüft, als 

es das am Gerichtsstand anwendbare Zivilprozessrecht vorsehen würde (Art. 398 Abs. 5 StPO). 

 

Die Berufung erhebende Partei hat innert 20 Tagen nach Zustellung des begründeten Urteils der Berufungs-

kammer des Bundesstrafgerichts eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Sie hat darin anzugeben, 

ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht, welche Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils 

sie verlangt und welche Beweisanträge sie stellt. Werden nur Teile des Urteils angefochten, ist verbindlich 

anzugeben, auf welche sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO). 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

Rechtsmittel der amtlichen Verteidigung und der Wahlverteidigung 

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung das Rechtsmittel ergreifen, das gegen 

den Endentscheid zulässig ist (Art. 135 Abs. 3 StPO). 

 

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die Wahlverteidigung das Rechtsmittel ergreifen, das gegen den 

Endentscheid zulässig ist (Art. 429 Abs. 3 StPO). 

Einhaltung der Fristen 

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen 

der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im 

Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versand: 26. November 2024