# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 000dd6a2-342d-5b64-8978-e832d8e98f90
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.05.2024 S 2024 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2024-15_2024-05-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 24 15

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Parolini

Richterinnen Pedretti und von Salis

Aktuarin Kuster

URTEIL

vom 28. Mai 2024

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, IV-Stelle,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, Jahrgang 1962, gelernter Schreiner, meldete sich im Oktober 

2017 bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) 

zum Leistungsbezug an (berufliche Integration / Rente). Mit Verfügung 

vom 27. Februar 2018 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren von 

A._____ ab, da sich sein Gesundheitszustand verbessert hatte und er 

noch vor Ablauf des Wartejahres eine Erwerbstätigkeit aufnehmen konnte.

2. Im März 2019 meldete sich A._____ unter Hinweis auf eine 

Meniskusoperation sowie Hüftprobleme erneut bei der IV-Stelle zum 
Leistungsbezug an (berufliche Integration / Rente). Mit Verfügung vom 

11. Juni 2019 trat die IV-Stelle mangels eines Nachweises über eine 

mögliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes ("keine 

Unterlagen eingegangen") auf das Leistungsbegehren von A._____ nicht 

ein. 

3. Im August 2019 meldete sich A._____ erneut bei der IV-Stelle zum 

Leistungsbezug an (berufliche Integration / Rente). Sein Hausarzt 

Dr. med. B._____, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in 

seinem Bericht vom 28. August 2019 folgende Diagnosen: schwere 

Coxarthrose rechts, OP bisher abgelehnt; lumbospondylogenes 

Schmerzsyndrom bei breitbasigen Diskusprotrusionen L3/4 und L4/5, DD: 

Schonhaltung wegen Coxarthrose und Kniebeschwerden; chronische 

Knieschmerzen rechts bei Status nach Meniskusriss rechts. In der Folge 

klärte die IV-Stelle den Sachverhalt ab. Nach durchgeführtem 

Vorbescheidverfahren wies sie das Leistungsbegehren von A._____ mit 

Verfügung vom 6. März 2020 ab, da beim Einkommensvergleich ein 

Invaliditätsgrad von 0 % resultiere.

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4.1. Im April 2022 meldete sich A._____ erneut bei der IV-Stelle zum 

Leistungsbezug an (berufliche Integration / Rente). Dabei wurde der IV-

Stelle unter anderem ein Bericht des Hausarztes Dr. med. B._____ vom 

24. Mai 2022 eingereicht, worin dieser eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustands (Spondylodiszitis nach Inguinalhernienoperation im 

November 2021) attestierte. In der Folge liess die IV-Stelle A._____ bei 
der GA eins AG polydisziplinär begutachten (Fachdisziplinen: Allgemeine 

Innere Medizin, Neurologie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates, Psychiatrie und Psychotherapie). In dem am 

18. November 2022 erstatteten Gutachten stellten die beteiligten 

Gutachter folgende Diagnosen: 

Diagnosen mit Einfluss auf Arbeitsfähigkeit

1. Symptomatische Coxarthrose und Osteonekrose des Femurkopfes rechts 
mehr als links (ICD-10 M16.0/M87.05)

 radiologisch rechtsbetonte Coxarthrose und Osteonekrose sowie 
Ganglienbildung rechts (MRI 23.08.2022)

2. Chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
 radiologisch multisegmentale Degeneration und im Verlauf weitgehende 

Regredienz einer Spondylodiszitis HWK6/7; Blockwirbelbildung HWK4/5 
(MRI 18.02.2022 und 12.04.2022, CT 12.04.2022)

Diagnosen ohne Einfluss auf Arbeitsfähigkeit

1. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10 F45.41)

2. Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, gegenwärtiger Konsum, 
gemäss den Laborbefunden (ICD-10 F10.2)

3. Chronisch intermittierende ventrale Knieschmerzen rechts (ICD-10 
M79.66/Z98.8)

 St.n. arthroskopischer medialer Teilmeniskektomie am 06.08.2018 
(Dr. C._____, [...])

 intraoperativer Befund: mediale Meniskusläsion, in sämtlichen 
Kompartimenten keine höhergradige chondrale Alteration sowie 
unauffällige Kreuzbänder

4. Intermittierende Schwindelbeschwerden bei Zustand nach peripher 
vestibulärer Störung (ICD-10 R42)

In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Schreiner und Taxifahrer 

attestierten sie ihm eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. In einer körperlich 

leichten, immer wieder sitzenden Tätigkeit ohne längere Gehstrecken und 

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Gewichtsbelastungen über Schulterhöhe erachteten sie ihn wegen 

erhöhten Pausenbedarfs zu 80 % arbeitsfähig.

4.2. Mit Vorbescheid vom 3. Januar 2023 stellte die IV-Stelle A._____ die 

Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht. Ausgehend von einem 

Valideneinkommen von CHF 68'212.85 und einem gestützt auf die Tabelle 

TA1 der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2020, 

Kompetenzniveau 1, ermittelten Invalideneinkommen von CHF 53'072.25 

resultiere ein Invaliditätsgrad von 22 %, womit kein Anspruch auf 

Rentenleistungen bestehe. Nach durchgeführtem Einwandverfahren 

verfügte die IV-Stelle am 1. März 2023 wie vorbeschieden. 

5.1. Am 31. Oktober 2023 liess sich A._____ durch seinen Hausarzt Dr. med. 

B._____ erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug anmelden. Letzterer 

hielt in seinem Schreiben vom 31. Oktober 2023 unter Beilage 

verschiedener Arztberichte fest, A._____ sei zwischenzeitlich in der REHA 

in D._____ gewesen. Die Arbeit als Schreiner sei ihm aufgrund des 

Schwindels, der Gangunsicherheit und der Doppelbilder nicht mehr 

möglich. Es werde postuliert, dass eine wechselbelastende Tätigkeit von 

50 % zumutbar sei. Wegen der Doppelbilder sei noch eine neurologische 

Untersuchung bei Dr. med. E._____ geplant. 

5.2. Mit Vorbescheid vom 2. November 2023 stellte die IV-Stelle A._____ das 

Nichteintreten auf sein Leistungsbegehren in Aussicht. Die Prüfung der 

Aktenlage habe keine Veränderung der Verhältnisse gezeigt. Auch die neu 

aufgetretenen Symptome (ohne spezifische objektive Ursachenfindung) 

sollten sich nicht weiter auf die bereits limitierte Arbeitsfähigkeit auswirken. 

Das bereits erstellte Ressourcenprofil zur Durchführung leichter 

wechselbelastender Tätigkeiten, überwiegend im Sitzen, sollte mit einer 

Arbeitsfähigkeit von 80 % weiterhin Bestand haben. Nach durchgeführtem 

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Einwandverfahren verfügte die IV-Stelle am 12. Januar 2024 wie 

vorbeschieden und trat auf das neue Leistungsbegehren nicht ein.

6. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

12. Februar 2024 (Poststempel) Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden, wobei er sinngemäss die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 12. Januar 2024 beantragte. In seiner 

Begründung wies er zunächst daraufhin, dass ihm mit Verfügung vom 

1. März 2023 ein Invaliditätsgrad von 22 % zugesprochen worden sei. 

Weiter hielt er fest, seine gesundheitliche Situation habe sich verändert: 

Seitdem er bei der Operation des Leistenbruchs am 5. November 2021 

einen Keim eingefangen habe, habe er kein Leben mehr. Er würde gerne 

arbeiten, was in seinem Zustand allerdings unmöglich sei. Wegen der 

Rückenschmerzen könne er kaum gehen, er müsse fast jede Stunde auf's 

WC, sodass er nicht schlafen könne. Er habe Tag und Nacht 

Kopfschmerzen, einen erhöhten Blutdruck, Nackenschmerzen, 

Bauchschmerzen, die kaum auszuhalten seien, und Doppelbilder. 

Ärztliche Kontrollen seien im Gange. Mit Schreiben vom 6. März 2024 

(Poststempel) reichte er sodann ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis des 

Hausarztes Dr. med. B._____ vom 15. Februar 2024, einen 

physiotherapeutischen Bericht vom 29. Februar 2024 sowie einen Bericht 

von Dr. med. F._____, Facharzt für Radiologie, vom 15. Februar 2024 

(MRT LWS vom 15. Februar 2024) ein. 

7. In ihrer Vernehmlassung vom 19. März 2024 (Eingang) beantragte die IV-

Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der 

Beschwerde, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. Für die 

Begründung verwies sie primär auf die angefochtene Verfügung vom 

12. Januar 2024. 

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Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene 

Verfügung sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen 

IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 

anfechtbar. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 12. Januar 2024 

stellt eine solche anfechtbare Verfügung der Invalidenversicherung und 

folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 49 

Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Als Adressat der strittigen Verfügung ist der 

Beschwerdeführer davon berührt und er weist ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 

Art. 59 ATSG). Die Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht 

eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. 

sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist somit einzutreten.

2.1. Der Streitgegenstand erschöpft sich in der Frage, ob die 

Beschwerdegegnerin zu Recht mangels glaubhaft gemachter 

wesentlicher Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen durch den 

Beschwerdeführer nicht auf dessen Leistungsbegehren eingetreten ist. 

2.2. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 

1. Januar 2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) 

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und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in 

Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Die angefochtene Verfügung erging 

nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderungen vom 19. Juni 2020. Da 

die massgebenden Bestimmungen betreffend Voraussetzung des 

Glaubhaftmachens einer Änderung des Gesundheitszustands (vgl. Art. 87 

Abs. 2 f. IVV) unverändert geblieben sind, stellen sich diesbezüglich keine 

intertemporalrechtlichen Fragen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_531/2022 vom 23. August 2023 E.3.1).

3.1. Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, 

so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn damit glaubhaft gemacht 

wird, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch 

erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 IVV). Eine 

solche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse kann namentlich in einer 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit entsprechend 

verminderter Arbeitsfähigkeit oder in geänderten erwerblichen 

Auswirkungen einer im Wesentlichen gleich gebliebenen Beeinträchtigung 

der Gesundheit liegen. Dagegen stellt eine bloss abweichende Beurteilung 

eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts keine relevante 

Änderung dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_477/2020 vom 

25. November 2020 E.4.2, 8C_207/2020 vom 5. August 2020 E.4.1 und 

8C_606/2019 vom 5. Dezember 2019 E.3.2 m.w.H.). 

Es obliegt der versicherten Person, die für den Rentenanspruch erhebliche 

Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft zu machen (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 9C_238/2023 vom 24. Mai 2023 E.3.1, 

9C_552/2022 vom 20. März 2023 E.3.1 und 8C_455/2020 vom 

20. Oktober 2020 E.3.1 m.w.H.). Mit dem Beweismass des 

Glaubhaftmachens sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis 

verbunden; die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im 

Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

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Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein 

des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens 

gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der 

Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die 

behauptete Änderung nicht erstellen lassen (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_531/2022 vom 23. August 2023 E.3.2.2, 8C_619/2022 

vom 22. Juni 2023 E.5.1, 9C_438/2022 vom 24. November 2022 E.2 und 

8C_6/2022 vom 24. Mai 2022 E.3.2). Der Untersuchungsgrundsatz, 

wonach die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat, spielt 

insoweit nicht (vgl. BGE 130 V 64 E.5.2.5; Urteil des 

Bundesgerichts 9C_725/2019 vom 27. Januar 2020 E.2.2). Dieser greift 

rechtsprechungsgemäss erst, wenn die Verwaltung auf ein Gesuch eintritt, 

folglich ein Verfahren eröffnet und verpflichtet ist, den massgeblichen 

Sachverhalt abzuklären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_256/2019 vom 

23. August 2019 E.6.5).

Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung dann, wenn angenommen 

werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) 

sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig 

erweisen sollten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_661/2022 vom 

26 Juni 2023 E.4.7, 9C_725/2019 vom 27. Januar 2020 E.2.2 und 

9C_733/2019 vom 2. Dezember 2019 E.2.2). 

3.2.1. Für die beschwerdeweise Überprüfung einer Nichteintretensverfügung ist 

nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts der Sachverhalt, wie er sich 

der Verwaltung bot, resp. die Aktenlage bei Erlass dieser Verfügung mass-

geblich (vgl. BGE 130 V 64 E.5.2.5; Urteile des Bundesgerichts 

8C_557/2022 vom 4. August 2023 E.6.2.1, 8C_481/2020 vom 

15. Dezember 2020 E.4.1.3, 8C_256/2019 vom 23. August 2019 E.6.1 und 

8C_183/2016 vom 9. Mai 2016 E.2.1). Bei der Frage des Eintretens auf 

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die Neuanmeldung kann somit nur auf jene ärztlichen Berichte abgestellt 

werden, die der Verwaltung im Zeitpunkt ihres Nichteintretensentscheids 

auch vorgelegen haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_256/2019 vom 

23. August 2019 E.6.4). Eine Ergänzung der Aktenlage im Rahmen des 

auf eine Nichteintretensverfügung folgenden Beschwerdeverfahrens fällt 

ausser Betracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2020 vom 

15. Dezember 2020 E.4.1.3).

3.2.2. Die im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten Unterlagen, d.h. 

das Arbeitsunfähigkeitszeugnis des Hausarztes Dr. med. B._____ vom 

15. Februar 2024 (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act. 3]), der 

physiotherapeutische Bericht vom 29. Februar 2024 (vgl. Bf-act. 4) sowie 

der Bericht von Dr. med. F._____ vom 15. Februar 2024 (vgl. Bf-act. 5), 

ergingen nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 12. Januar 2024 

und lagen der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des 

Nichteintretensentscheids nicht vor. Selbst wenn sie sich auf den 

Sachverhalt im Verfügungszeitpunkt bezögen, fiele insofern eine 

Ergänzung der Aktenlage im Rahmen des auf eine 

Nichteintretensverfügung folgenden Beschwerdeverfahrens ausser 

Betracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2020 vom 15. Dezember 

2020 E.4.1.3). Daher ist dem beschwerdegegnerischen Standpunkt zu 

folgen, dass die vorgenannten Berichte unbeachtlich zu bleiben haben. 

Der Vollständigkeit halber ist jedoch darauf hinzuweisen, dass es dem 

Beschwerdeführer offensteht, die vorgenannten Berichte im Rahmen einer 

erneuten Anmeldung zum Leistungsbezug einzureichen.

3.3. Die zeitliche Vergleichsbasis für die Frage, ob eine rentenrelevante 

Veränderung des Sachverhalts glaubhaft ist, bildet der Zeitpunkt der 

letzten umfassenden materiellen Prüfung (mit rechtskonformer 

Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs). Der Vergleichszeitraum erstreckt sich 

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grundsätzlich bis zur Prüfung und Beurteilung des Gesuchs, d.h. bis zum 

Erlass der Verfügung betreffend die Neuanmeldung (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_572/2022 vom 21. Juni 2023 E.3.2.4.1, 8C_735/2019 

vom 25. Februar 2020 E.3.2 und 8C_256/2019 vom 23. August 2019 

E.6.1).

4.1. Im hier zu beurteilenden Fall ist somit als Vergleichsbasis auf die 

Verfügung vom 1. März 2023 abzustellen, mit welcher das 

Leistungsbegehren des Beschwerdeführers nach einlässlichen 

medizinischen Abklärungen abgewiesen wurde (vgl. IV-act. 141). Diesem 

Entscheid lag neben den Beurteilungen des Arztes des Regionalen 

Ärztlichen Dienstes (RAD) Dr. med. G._____, Facharzt für Chirurgie, vom 

21. Dezember 2022 und 28. März [recte wohl: Februar] 2023 (vgl. IV-

act. 142 S. 15 und S. 19) insbesondere ein polydisziplinäres Gutachten 

der GA eins AG vom 18. November 2022 zugrunde (Explorationsdaten: 

6. und 7. September 2022; vgl. IV-act. 125). Daraus geht im Wesentlichen 

was folgt hervor (vgl. IV-act. 125 S. 8):

Diagnosen mit Einfluss auf Arbeitsfähigkeit

1. Symptomatische Coxarthrose und Osteonekrose des Femurkopfes rechts 
mehr als links (ICD-10 M16.0/M87.05)

 radiologisch rechtsbetonte Coxarthrose und Osteonekrose sowie 
Ganglienbildung rechts (MRI 23.08.2022)

2. Chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
 radiologisch multisegmentale Degeneration und im Verlauf weitgehende 

Regredienz einer Spondylodiszitis HWK6/7; Blockwirbelbildung HWK4/5 
(MRI 18.02.2022 und 12.04.2022, CT 12.04.2022)

Diagnosen ohne Einfluss auf Arbeitsfähigkeit

1. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10 F45.41)

2. Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, gegenwärtiger Konsum, 
gemäss den Laborbefunden (ICD-10 F10.2)

3. Chronisch intermittierende ventrale Knieschmerzen rechts (ICD-10 
M79.66/Z98.8)

 St.n. arthroskopischer medialer Teilmeniskektomie am 06.08.2018 
(Dr. C._____, [...])

 intraoperativer Befund: mediale Meniskusläsion, in sämtlichen 
Kompartimenten keine höhergradige chondrale Alteration sowie 
unauffällige Kreuzbänder

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4. Intermittierende Schwindelbeschwerden bei Zustand nach peripher 
vestibulärer Störung (ICD-10 R42)

4.1.1. In der gesamtmedizinischen Beurteilung hielten die Gutachter fest, als 

Hauptbeschwerden gebe der Beschwerdeführer Schmerzen in der rechten 

Leiste an. Im Weiteren klage er auch über Rückenschmerzen und 

Schwindel nach der Entzündung in der Halswirbelsäule. Bei der 

orthopädischen Untersuchung sei eine symptomatische Coxarthrose 

insbesondere rechts diagnostiziert worden. Die vom Exploranden 

angegebenen Beschwerden in der rechten Leistengegend könnten mit 

den klinischen und radiologischen Befunden erklärt werden. Auch 

Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule seien objektiv erklärbar. Für 

die übrigen Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates habe sich 

allerdings keine vollständig objektivierbare Ursache gefunden. Die 

Belastbarkeit des Bewegungsapparates sei aus orthopädischer Sicht 

erheblich vermindert. Eine Verbesserung wäre mit operativen 

Massnahmen in den Hüftgelenken möglich. Bei der neurologischen 

Untersuchung sei keine neurologische Ausstrahlung im Bereich der HWS 

festgestellt worden. Die vom Beschwerdeführer angegebenen 

Schwindelerscheinungen könnten neurologisch nicht objektiviert werden. 

Aus neurologischer Sicht ergebe sich keine zusätzliche Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit in Anbetracht der orthopädischen Befunde. Bei der 

allgemeininternistischen Untersuchung habe keine Diagnose gestellt 

werden können. [...] Bei der psychiatrischen Untersuchung sei die 

Stimmungslage ausgeglichen gewesen. Eine depressive Symptomatik 

bestehe nicht. Aufgrund der Laborwerte könne eine Verhaltensstörung 

durch Alkohol festgestellt werden. Dies könne gewisse Beschwerden wie 

Schwindelerscheinungen erklären. Auch die chronische Schmerzstörung 

erkläre gewisse Beschwerden, welche bei den somatischen 

Untersuchungen nicht hinreichend hätten objektiviert werden können. 

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Insgesamt habe sich aber aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit gefunden (vgl. IV-act. 125 S. 7 f.).  

4.1.2. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers befanden die 

Gutachter, dass in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Schreiner und 

Taxifahrer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege. Demgegenüber 

bestehe für körperlich leichte, immer wieder sitzende Tätigkeiten ohne 

längere Gehstrecken und Gewichtsbelastungen über Schulterhöhe eine 

Arbeitsfähigkeit von 80 %, da der Explorand aufgrund der Befunde am 

Bewegungsapparat etwas vermehrte Erholungspausen benötige (vgl. IV-

act. 125 S. 9). Sodann hielten sie fest, dass die körperliche Belastbarkeit 

aus orthopädischer Sicht mit operativen Massnahmen an den 

Hüftgelenken verbessert werden könne, sodass eine angepasste Tätigkeit 

ohne Leistungseinschränkung wieder möglich wäre (vgl. IV-act. 125 

S. 10). 

4.2. In der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 12. Januar 2024 trat die 

Beschwerdegegnerin mangels glaubhaft gemachter Veränderung der 

Verhältnisse auf das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers nicht ein 

(vgl. IV-act. 162). Der Beschwerdeführer sowie sein Hausarzt Dr. med. 

B._____ sind demgegenüber der Ansicht, die Verhältnisse hätten sich 

geändert. In seinem Schreiben vom 31. Oktober 2023 (Anmeldung 

Leistungsanspruch) hielt der Hausarzt Dr. med. B._____ fest, der 

Beschwerdeführer sei zwischenzeitlich in der REHA in D._____ gewesen. 

Die Arbeit als Schreiner sei ihm aufgrund des Schwindels, der 

Gangunsicherheit und der Doppelbilder nicht mehr möglich. Es werde 

postuliert, dass eine wechselbelastende Tätigkeit von 50 % zumutbar sei. 

Wegen der Doppelbilder sei noch eine neurologische Untersuchung bei 

Dr. med. E._____ geplant (vgl. IV-act. 152). Der Hausarzt Dr. med. 

B._____ reichte dabei folgende Berichte ein (vgl. IV-act. 153 S. 1 ff.):

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4.2.1. Am 3. Mai 2023 wurde ein MRT Neurokranium durchgeführt. In 

anamnestischer Hinsicht hielt Dr. med. H._____, Facharzt für Radiologie, 

in seinem Bericht vom 3. Mai 2023 fest, es bestünden ein chronischer 

Schwank- und Drehschwindel, neu schräg vertikales Doppelsehen beim 

Blick nach rechts oben. In seiner Beurteilung gelangte er sodann zum 

Schluss, dass das MR Schädel normal sei, insbesondere ohne 

Raumforderung im Bereich der Sehbahn, keine Hirnischämie (vgl. IV-

act. 153 S. 1 f.). 

4.2.2. In seinem Bericht vom 10. Juli 2023 diagnostizierte Dr. med. I._____, 

Facharzt für Ophthalmologie, eine Diplopie beim Blick nach oben temporal 

(rechts mehr als links; 10.07.2023). Dabei hielt er fest, die Ätiologie der 

aktuellen Diplopie beim Blick nach oben temporal (rechts mehr als links) 

sei sehr wahrscheinlich auf die HWS-Problematik zurückzuführen. Als 
weiteres Procedere sei eine Verlaufskontrolle mit Hess Test in drei 

Monaten vorgesehen (vgl. IV-act. 153 S. 3 f.). 

4.2.3. Im Austrittsbericht des Rehazentrums D._____ vom 19. Oktober 2023, wo 

sich der Beschwerdeführer vom 5. Oktober 2023 bis zum 19. Oktober 

2023 zur stationären Rehabilitation aufgehalten hatte, hielt Prof. Dr. med. 

J._____, Facharzt für Neurologie, fest, die Zuweisung des 

Beschwerdeführers sei initial im Mai 2023 wegen Dreh- und 

Schwankschwindels erfolgt. Wegen weiterer gesundheitlicher Probleme 

sei der Eintrittstermin immer wieder verschoben worden. Aufgrund von 

Nackenschmerzen bei rückläufiger Spondylodiszitis sowie Schwank- und 

Drehschwindel bei rückläufiger peripher vestibulärer Untererregbarkeit 

und Z.n. Lagerungsschwindel sei eine erneute Zuweisung durch den 

Hausarzt erfolgt. Zudem sei eine zervikogene Schwindelkomponente 

postuliert worden. Bei Eintritt hätten sodann eine schmerzbedingte 

Kraftminderung an beiden Armen mit Verspannung der Nackenmuskulatur 

sowie eine Gangunsicherheit imponiert (vgl. IV-act. 153 S. 12). Als 

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Rehabilitationsziele seien eine Verbesserung der Schwindelproblematik, 

der Gangsicherheit sowie die Überprüfung der Arbeitsfähigkeit gesetzt 

worden (vgl. IV-act. 153 S. 12). Bei Austritt sei der Beschwerdeführer 

selbständig ohne Hilfsmittel mobil gewesen. Die Gangunsicherheit habe 

sich unter den Therapien verbessert. Sodann habe der Beschwerdeführer 

beide Arme/Hände bei den alltäglichen Verrichtungen gut einsetzen 

können. Während des stationären Aufenthalts habe er über Doppelbilder 

nach oben und unten links geklagt (vgl. IV-act. 153 S. 12; vgl. auch 

Neurostatus bei Austritt, IV-act. 153 S. 13). Darüber hinaus wurde im 

Austrittsbericht festgehalten, ein Arbeitsplatzassessment sei bei nicht 

eindeutig definierbarem Arbeitsfeld (RAV) nicht durchgeführt worden. Eine 

Tätigkeit als Schreiner scheine bei bestehenden Problemen der HWS und 

den Doppelbildern als unrealistisch. Sicher sei der Beschwerdeführer für 

eine leichte und wechselbelastende Tätigkeit zu 50 % belastbar. Zudem 

sei eine medizinische Evaluation der Doppelbilder ausstehend (vgl. IV-

act. 153 S. 13).

4.2.4. Im physiotherapeutischen Bericht vom 20. November 2023 hielt 

Physiotherapeutin K._____ fest, der Beschwerdeführer klage über 

folgende zwei Probleme: Belastungsschmerzen in der rechten Leiste 

sowie rezidivierende Schwindelattacken und Nackenschmerzen (vgl. IV-

act. 160 S. 4 f.). Aus ihrer Sicht sei es zum aktuellen Zeitpunkt undenkbar 

und unrealistisch, den Beschwerdeführer in seinen Beruf als Tischler 

zurückzubringen. Die massiven Schmerzen im rechten Leisten-

/Hüftbereich sowie die täglich auftretenden Schwindelattacken machten 

jegliche körperliche Anstrengung unmöglich (vgl. IV-act. 160 S. 5). 

4.3. In Würdigung der vorerwähnten Berichte gilt es nachfolgend zu prüfen, ob 

der Beschwerdeführer glaubhaft darlegen konnte, dass sich die 

tatsächlichen Verhältnisse seit der Verfügung vom 1. März 2023 in einer 

für den Leistungsanspruch erheblichen Weise verändert haben. Dabei ist 

- 15 -

der im Verfügungszeitpunkt am 12. Januar 2024 gegebene Sachverhalt 

mit demjenigen, wie er sich anlässlich der Verfügung vom 1. März 2023 

bot, zu vergleichen. 

4.3.1. Was die im physiotherapeutischen Bericht vom 20. November 2023 

erwähnten Schmerzen in der rechten Leiste anbelangt (vgl. IV-act. 160 

S. 4 f.; vgl. auch IV-act. 153 S. 14), wurde bereits im polydisziplinären 

Gutachten der GA eins AG vom 18. November 2022 (Explorationsdaten: 

6. und 7. September 2022) festgehalten, dass der Beschwerdeführer als 

Hauptbeschwerden Schmerzen in der rechten Leiste angegeben habe und 

bei der orthopädischen Untersuchung eine symptomatische Coxarthrose 

insbesondere rechts diagnostiziert worden sei. Die vom Beschwerdeführer 

angegebenen Beschwerden in der rechten Leistengegend könnten mit 

den klinischen und radiologischen Befunden (im Sinne einer 

fortgeschrittenen Coxarthrose und Osteonekrose; vgl. IV-act. 125 S. 42) 

erklärt werden. Eine Verbesserung wäre mit operativen Massnahmen in 

den Hüftgelenken möglich (vgl. IV-act. 125 S. 7; vgl. auch IV-act. 125 

S. 45). Auch der behandelnde Arzt Dr. med. L._____, Facharzt für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

hielt in seinem Bericht vom 16. September 2022 in anamnestischer 

Hinsicht fest, der Beschwerdeführer klage hauptsächlich über 

Leistenschmerzen auf der rechten Seite, wobei er eine symptomatische 

Coxarthrose rechts mit symptomatischem kleinem Ganglion im 

Acetabulumbereich rechts diagnostizierte. Er erachtete eine 

Hüfttotalprothese als die einzig sinnvolle Therapie. Eine solche lehne der 

Beschwerdeführer jedoch ab; er wolle lediglich das Ganglion exzidiert 

haben. Bei einer Ganglionresektion handle es sich jedoch um eine rein 

symptomatische Massnahme in einer anatomischen Region, die 

chirurgisch/technisch sehr anspruchsvoll sei. Er sei der Meinung, dass das 

- 16 -

Ganglion die Beschwerden des Beschwerdeführers nicht erkläre (vgl. IV-

act. 137 S. 6 f.; vgl. auch IV-act. 125 S. 45). 

Zwar brachte eine am 11. September 2023 und damit nach Erlass der in 

Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 1. März 2023 vorgenommene 

chirurgische Entfernung eines schmerzenden Lymphknotens inguinal 

rechts nach Angaben des Beschwerdeführers eine teilweise 

Schmerzlinderung (vgl. IV-act. 153 S. 12 und IV-act. 160 S. 4; vgl. auch 

den Einwand des Beschwerdeführers vom 20. November 2023, wonach 

der Schmerz nach der Operation wie weggeblasen gewesen sei [IV-

act. 160 S. 1]). Im Bericht des Rehazentrums D._____ vom 19. Oktober 

2023 wurde jedoch wiederum festgehalten, aufgrund von Schmerzen in 

der rechten Leiste sei das Gangbild hinkend und mit einer Aussenrotation 

des rechten Beins (vgl. IV-act. 153 S. 14 [Kurzbericht Physiotherapie]; vgl. 

auch IV-act. 160 S. 4 [physiotherapeutischer Bericht vom 20. November 

2023]), was bereits Dr. med. L._____ in seinem Bericht vom 

16. September 2022 befundet hatte (vgl. IV-act. 137 S. 6). Ebenso wurde 

sowohl im physiotherapeutischen Bericht vom 20. November 2023 als 

auch im Bericht von Dr. med. L._____ vom 16. September 2022 erwähnt, 

dass die Gehstrecke deutlich reduziert bzw. auf wenige 100 Meter 

begrenzt sei (vgl. IV-act. 160 S. 4 und IV-act. 137 S. 6). Sodann wurde im 

Bericht des Rehazentrums D._____ vom 19. Oktober 2023 die vom 

Beschwerdeführer angegebene schmerzbedingte Kraftminderung in der 

rechten unteren Extremität, welche im Sinne einer verminderten 

körperlichen Belastbarkeit ebenfalls bereits im polydisziplinären 

Gutachten der GA eins AG vom 18. November 2022 ausgewiesen wurde 

(vgl. IV-act. 125 S. 7, S. 10 und S. 45), eher im Rahmen einer schweren 

vorbestehenden Coxarthrose, bei der bereits eine Hüft-Totalprothese 

empfohlen worden sei, interpretiert (vgl. IV-act. 153 S. 13). Als Diagnose 

wurde sodann eine bilaterale fortgeschrittene Coxarthrose rechts mehr als 

- 17 -

links ausgewiesen (MRI Becken 23.08.2022, rechts: reaktivierte 

Coxarthrose mit bekannter Osteonekrose am Acetabulum und cranialen 

Rand des Femurkopfes, links: Coxathrose mit craniomedial lokalisierter 

Osteonekrose des Femurkopfes; vgl. IV-act. 153 S. 12 [Hervorhebungen 

durch das Gericht]). Aus dem Vergleich der im Verfügungszeitpunkt am 

1. März 2023 gegebenen medizinischen Situation mit derjenigen, wie sie 

sich anlässlich der Verfügung vom 12. Januar 2024 bot, ergeben sich 

somit keine Anhaltspunkte für eine wesentliche Veränderung in den 

tatsächlichen Verhältnissen.

4.3.2. Neben den Schmerzen in der rechten Leiste wurden im 

physiotherapeutischen Bericht vom 20. November 2023 unter anderem 

auch Nackenschmerzen erwähnt (vgl. IV-act. 160 S. 4; vgl. auch IV-

act. 153 S. 14 [Kurzbericht Physiotherapie]). Laut Aussagen des 

Beschwerdeführers träten diese seit einer Leistenhernien-Operation im 

Jahr 2021 auf. Damals habe er sich einen nosokomialen Infekt zugezogen, 

welcher zu einer Spondylodiszitis der HWS geführt habe. Radiologisch 

zeigten sich eine deutliche Streckhaltung der HWS, eine ausgeprägte 

Spondylarthrose und eine Verknöcherung/natürliche Versteifung im 

Halswirbelbereich, was die Beweglichkeit der HWS erheblich limitiere (vgl. 

IV-act. 160 S. 4). Auch im Bericht des Rehazentrums D._____ vom 

19. Oktober 2023 wurde ein Status nach Spondylodiszitis HWK6/7 mit 

begleitender Spondylitis der angrenzenden Wirbelkörper, 

Erstmanifestation 31. Dezember 2021, diagnostiziert. Anlass der 

Zuweisung seien unter anderem Nackenschmerzen bei rückläufiger 

Spondylodiszitis gewesen. Bei Eintritt habe unter anderem eine 

Verspannung der Nackenmuskulatur imponiert, zu deren Verbesserung 

Physiotherapie verordnet worden sei (vgl. IV-act. 153 S. 11 f. und S. 14). 

Dass sich die Nackenbeschwerden seit der Verfügung vom 1. März 2023 

verändert hätten, geht aus dem Vergleich der im Verfügungszeitpunkt am 

- 18 -

12. Januar 2024 gegebenen medizinischen Situation und derjenigen, wie 

sie sich anlässlich der Verfügung vom 1. März 2023 bot, indessen nicht 

hervor. So hielt bereits der orthopädische Teilgutachter Dr. med. M._____ 

im polydisziplinären Gutachten der GA eins AG vom 18. November 2022 

fest, dass nach im Januar 2022 festgestellter zervikaler Spondylodiszitis 

Nackenbeschwerden persistierten und bei der Untersuchung der 

Wirbelsäule die Beweglichkeit sämtlicher Abschnitte deutlich 

eingeschränkt sei (vgl. IV-act. 125 S. 41). Als Diagnose mit Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit wurde sodann ein chronisches zervikovertebrales 

Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5) bei radiologisch multisegmentaler 

Degeneration und im Verlauf weitgehender Regredienz einer 

Spondylodiszitis HWK6/7, Blockwirbelbildung HWK4/5, ausgewiesen (vgl. 

IV-act. 125 S. 8 und S. 43). Auch der Hausarzt Dr. med. B._____ hielt in 

seinem Bericht vom 23. Februar 2023 fest, das Hauptproblem seien unter 

anderem Schmerzen bei Kopfdrehung. Der Bewegungsumfang der HWS 

sei stark eingeschränkt. Konventionellradiologisch sehe man eine 

"natürliche" Versteifung des betroffenen C6/7 und eine 

Anschlussdegeneration C4/5. Die Beschwerden seien therapierefraktär 

und schränkten den Beschwerdeführer im Alltag stark ein (vgl. IV-act. 137 

S. 13; vgl. auch IV-act. 137 S. 10 f.).

Abgesehen von den beklagten Nackenschmerzen wurden im 

physiotherapeutischen Bericht vom 20. November 2023 unter anderem 

auch lumbale Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen im Dermatom L4 

rechts erwähnt (vgl. IV-act. 160 S. 4). Auch im Bericht des Rehazentrums 

D._____ vom 19. Oktober 2023 hielt Physiotherapeutin N._____ fest, der 

Beschwerdeführer gebe Schmerzen im Rücken an (vgl. IV-act. 153 S. 14 

[Kurzbericht Physiotherapie]), während Prof. Dr. med. J._____ ein 

lumbovertebrales Syndrom (MRI LWS 28.06.2019, Becken 22.03.2023 

multisegmentale lumbale Diskopathie und Spondyloarthrosen, 

- 19 -

fortgeschrittene Osteochondrose LWK3/4 und LWK5/SWK1) 

diagnostizierte (vgl. IV-act. 153 S. 12). Auch insofern liegt jedoch keine 

wesentliche Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit der 

Verfügung vom 1. März 2023 vor. So wies bereits der Hausarzt Dr. med. 

B._____ in seinem Bericht vom 23. Februar 2023 die Diagnose eines 

lumbospondylogenen Schmerzsyndroms bei breitbasigen 

Diskusprotrusionen L3/4 und L4/5 aus (MRI LWS 6/19: Generalisierte 

leichte Diskopathien der LWS. Rechtsbetonte Diskusprotrusion L3/L4 mit 

mögl. Reizung NW L4 bds spinal und breitbasige Diskusprotrusion L4/L5 

mit NW-Kompression L5 bds spinal [IV-act. 137 S. 12]). Auch im 

orthopädischen Teilgutachten der GA eins AG vom 18. November 2022 

wurde festgehalten, der Beschwerdeführer habe immer wieder tieflumbale 

Rückenbeschwerden (vgl. IV-act. 125 S. 41 und S. 7). Die Gutachter 

gelangten jedoch zum Schluss, dass sich für diese Rückenbeschwerden 

keine vollständig objektivierbare Ursache finde (vgl. IV-act. 125 S. 7 und 

S. 42). Die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (ICD-10 F45.41), welche als Diagnose ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit ausgewiesen wurde, erkläre jedoch gewisse 

Beschwerden, welche bei den somatischen Untersuchungen nicht 

hinreichend hätten objektiviert werden können (vgl. IV-act. 125 S. 8).

4.3.3. Was den vom Hausarzt Dr. med. B._____ in seinem Schreiben vom 

31. Oktober 2023 (Anmeldung Leistungsanspruch) erwähnten Schwindel 

und die von ihm angesprochene Gangunsicherheit anbelangt, gilt es 

darauf hinzuweisen, dass auch diese Beschwerden bereits im Zeitpunkt 

der Begutachtung durch die GA eins AG am 6. und 7. September 2022 

bekannt waren. So gab der Beschwerdeführer gegenüber dem 

neurologischen Teilgutachter Dr. med. O._____ an, die Beweglichkeit der 

HWS sei insbesondere für Inklination und Reklination stark eingeschränkt. 

Dabei komme es zur Provokation von Schwindel, weshalb er auch schon 

- 20 -

zweimalig auf der Treppe gestürzt sei. Auch beim Bücken komme es zu 

Schwindel und Gleichgewichtsverlust (vgl. IV-act. 125 S. 46 f.; vgl. auch 

IV-act. 125 S. 22, S. 27 f. und S. 37). Zwar konnte gemäss Dr. med. 

O._____ während der klinischen Untersuchung ein entsprechender 

Schwindel nicht provoziert werden. Die Gleichgewichtsfunktionen seien 

normal gewesen. Auch bei der Verhaltensbeobachtung seien 

Einschränkungen der Gleichgewichtsfunktionen nicht erkennbar gewesen 

(vgl. IV-act. 125 S. 50). In Würdigung des Berichts von Dr. med. P._____, 

Facharzt für Otorhinolaryngologie, vom 27. Juli 2022 (benigner 

paroxysmaler Lagerungsschwindel links, abklingende Neuropathia 

vestibularis rechts; vgl. IV-act. 125 S. 66) hielt er jedoch fest, es sei 
möglich, dass gewisse Restbeschwerden von Seiten der peripher 

vestibulären Störung noch vorhanden seien, welche jedoch keinen 

relevanten Einfluss auf die Alltagsfunktionen hätten. Letztlich stellte er 

denn auch folgende Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

Intermittierende Schwindelbeschwerden bei Zustand nach peripher 

vestibulärer Störung (ICD-10 R42; vgl. IV-act. 125 S. 50 f.). In der 

interdisziplinären Konsensbeurteilung hielten die Gutachter sodann fest, 

die vom Beschwerdeführer angegebenen Schwindelerscheinungen 

könnten (auch) durch die Verhaltensstörung durch Alkohol sowie die 

chronische Schmerzstörung erklärt werden (vgl. IV-act. 125 S. 8). Im 

Nachgang zur polydisziplinären Begutachtung bzw. im Rahmen des 

Einwandverfahrens liess der Beschwerdeführer sodann weitere Berichte 

ins Recht legen, welche sich ebenfalls zu Schwindelbeschwerden 

äusserten. So diagnostizierte Dr. med. E._____, Facharzt für Neurologie, 

in seinem Bericht vom 15. Dezember 2022 einen kombinierten Schwindel 

bei unveränderter peripher vestibulärer Untererregbarkeit rechts mit 

Übergang in einen benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel rechts, 
möglicherweise auch einen zervikalen Schwindel bei Status nach 

operativer HWS-Versteifung (vgl. IV-act. 137 S. 10), während der 

- 21 -

Hausarzt Dr. med. B._____ in seinem Bericht vom 23. Februar 2023 

festhielt, das Hauptproblem seien insbesondere die Gangunsicherheit und 

das ständige Schwindelgefühl (vgl. IV-act. 137 S. 13). 

Vergleicht man die vorstehend dargelegte, im Verfügungszeitpunkt am 

1. März 2023 gegebene medizinische Situation mit derjenigen, wie sie sich 

anlässlich der Verfügung vom 12. Januar 2024 bot, sind keine 

Anhaltspunkte für eine wesentliche Veränderung in den tatsächlichen 

Verhältnissen ersichtlich. So lässt sich dem Austrittsbericht des 

Rehazentrums D._____ vom 19. Oktober 2023, worin eine 

Gangunsicherheit seit 2022 bei peripherer vestibulärer Untererregbarkeit 
rechts diagnostiziert wurde, entnehmen, dass der Beschwerdeführer 
insbesondere wegen Schwank- und Drehschwindels zugewiesen wurde. 

Bei Eintritt habe unter anderem eine Gangunsicherheit imponiert. Als 

Rehabilitationsziele seien eine Verbesserung der Schwindelproblematik, 

der Gangsicherheit sowie die Überprüfung der Arbeitsfähigkeit gesetzt 

worden (vgl. IV-act. 153 S. 12). Bei Austritt sei der Beschwerdeführer 

selbständig ohne Hilfsmittel mobil gewesen und die Gangunsicherheit 

habe sich unter den Therapien verbessert (vgl. IV-act. 153 S. 12; vgl. auch 
IV-act. 153 S. 13). Auch im Kurzbericht Physiotherapie wurde 

festgehalten, der Beschwerdeführer sei selbständiger Fussgänger und 

nicht sturzgefährdet (vgl. IV-act. 153 S. 14). Soweit die Physiotherapeutin 

K._____ in ihrem Bericht vom 20. November 2023 bemerkte, die 

Schwindelattacken würden durch schnelle Kopfbewegungen und 

Positionswechsel ausgelöst (vgl. IV-act. 160 S. 4), gilt es sodann 

festzuhalten, dass dies bereits im neurologischen Teilgutachten von 

Dr. med. O._____ vom September bzw. November 2022 und im Bericht 

von Dr. med. E._____ vom 15. Dezember 2022 festgestellt wurde (vgl. IV-

act. 125 S. 46 f., IV-act. 137 S. 10 f. sowie vorstehenden Absatz).

- 22 -

4.3.4. Im Gegensatz zu den Schmerzen in der rechten Leiste, den Nacken- und 

Rückenschmerzen sowie dem Schwindel und der Gangunsicherheit waren 

die Doppelbilder (Diplopie) im Zeitpunkt der Verfügung vom 1. März 2023 

noch nicht bekannt (vgl. etwa IV-act. 125 S. 6 ff. sowie IV-act. 137 S. 6 f., 

S. 10 f. und S. 12 f.). Die Doppelbilder wurden erstmals im Schreiben des 

Hausarztes Dr. med. B._____ vom 31. Oktober 2023 (Anmeldung 

Leistungsanspruch; vgl. IV-act. 152) bzw. im Arztbericht von Dr. med. 

H._____ vom 3. Mai 2023 (vgl. IV-act. 153 S. 1) und jenem von Dr. med. 

I._____ vom 10. Juli 2023 erwähnt (vgl. IV-act. 153 S. 3). Bei den 

klinischen Angaben eines chronischen Schwank- und Drehschwindels und 

neu schräg vertikalem Doppelsehen beim Blick nach rechts oben gelangte 

Dr. med. H._____ in seiner Beurteilung zum Schluss, das MR des 

Schädels sei normal, insbesondere ohne Raumforderung im Bereich der 

Sehbahn, keine Hirnischämie (vgl. IV-act. 153 S. 1 f.). Dr. med. I._____ 

diagnostizierte eine Diplopie beim Blick nach oben temporal (rechts mehr 

als links) und hielt fest, die Ätiologie der aktuellen Diplopie sei sehr 
wahrscheinlich auf die HWS-Problematik zurückzuführen. Als weiteres 

Procedere sei eine Verlaufskontrolle mit Hess Test in drei Monaten 

vorgesehen (vgl. IV-act. 153 S. 4). Auch im Bericht des Rehazentrums 

D._____ vom 19. Oktober 2023, worin festgehalten wurde, während des 

stationären Aufenthalts habe der Beschwerdeführer über Doppelbilder 

nach oben und unten links geklagt, wurde festgehalten, dass 

diesbezüglich eine weitere Diagnostik empfohlen werde und eine 

medizinische Evaluation der Doppelbilder ausstehend sei (vgl. IV-act. 153 

S. 12 f.). Darüber hinaus hielt auch der Hausarzt Dr. med. B._____ in 

seinem Schreiben vom 31. Oktober 2023 (Anmeldung Leistungsanspruch) 

fest, wegen der Doppelbilder sei noch eine neurologische Untersuchung 

bei Dr. med. E._____ geplant (vgl. IV-act. 152). In der Folge reichte der 

Beschwerdeführer jedoch keine entsprechenden Verlaufs-, 

Untersuchungs- bzw. Abklärungsberichte ein. Im physiotherapeutischen 

- 23 -

Bericht vom 20. November 2023 wurden die Doppelbilder nicht erwähnt 

(vgl. IV-act. 160 S. 4 f.). Vor diesem Hintergrund und angesichts dessen, 

dass die letzte rechtskräftige Verfügung vom 1. März 2023 weniger als ein 

Jahr zurückliegt (vgl. dazu BGE 109 V 108 E.2b), ist es somit nicht zu 

beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin zum Schluss gelangte, der 

Beschwerdeführer habe nicht glaubhaft darlegen können, dass sich sein 

Gesundheitszustand in einer für den Leistungsanspruch erheblichen 

Weise verschlechtert hätte (vgl. IV-act. 162 und IV-act. 163 S. 8). 

4.4. Wie nachfolgend dargelegt wird, vermochte der Beschwerdeführer 

darüber hinaus auch keine geänderten erwerblichen Auswirkungen seines 

Gesundheitszustands glaubhaft zu machen. 

4.4.1. Im Bericht des Rehazentrums D._____ vom 19. Oktober 2023 hielt Prof. 

Dr. med. J._____ hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

fest, eine Tätigkeit als Schreiner scheine bei bestehenden Problemen der 

HWS und den Doppelbildern als unrealistisch (vgl. IV-act. 153 S. 13; vgl. 

auch IV-act. 152 S. 1). Auch die Physiotherapeutin K._____ hielt in ihrem 

Bericht vom 20. November 2023 fest, aus ihrer Sicht sei es zum aktuellen 

Zeitpunkt undenkbar und unrealistisch, den Beschwerdeführer in seinen 

Beruf als Tischler zurückzubringen (vgl. IV-act. 160 S. 5). Dies deckt sich 

mit der Beurteilung der Gutachter der GA eins AG, welche bereits im 

polydisziplinären Gutachten vom 18. November 2022 zum Schluss 

gelangten, der Beschwerdeführer sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 

als Schreiner und Taxifahrer zu 100 % arbeitsunfähig (vgl. IV-act. 125 

S. 9; vgl. auch Beurteilungen des RAD-Arztes Dr. med. G._____ vom 

21. Dezember 2022 und 28. März [recte wohl: Februar] 2023 [IV-act. 142 

S. 15 f. und S. 19]). Insofern ist somit keine wesentliche Veränderung in 

den tatsächlichen Verhältnissen ersichtlich.

- 24 -

4.4.2. Betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hielt 

Physiotherapeutin K._____ in ihrem Bericht vom 20. November 2023 

weiter fest, die massiven Schmerzen im rechten Leisten-/Hüftbereich 

sowie die täglich auftretenden Schwindelattacken machten jegliche 

körperliche Anstrengung unmöglich (vgl. IV-act. 160 S. 5). Auch dies deckt 

sich mit der Beurteilung der Gutachter der GA eins AG, welche dem 

Beschwerdeführer im polydisziplinären Gutachten vom 18. November 

2022 lediglich in einer körperlich leichten, immer wieder sitzenden 

Tätigkeit ohne längere Gehstrecken und Gewichtsbelastungen über 

Schulterhöhe eine Arbeitsfähigkeit von 80 % attestierten (vgl. IV-act. 125 

S. 9 [Hervorhebung durch das Gericht]; vgl. auch Beurteilungen des RAD-

Arztes Dr. med. G._____ vom 21. Dezember 2022 und 28. März [recte 

wohl: Februar] 2023 [IV-act. 142 S. 15 f. und S. 19]: kein Heben und 

Tragen schwerer und mittelschwerer Lasten, keine überwiegend 

gehenden und stehenden Tätigkeiten, keine knienden, kauernden oder 

gebückten Tätigkeiten, keine Arbeiten auf Leitern und Gerüsten oder zu 

unebener Erde). Zwar äusserte sich Prof. Dr. med. J._____ im Bericht des 

Rehazentrums D._____ vom 19. Oktober 2023 zur Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer körperlich leichten, wechselbelastenden 

Tätigkeit. Er hielt jedoch einzig fest, dass der Beschwerdeführer für eine 

leichte und wechselbelastende Tätigkeit sicher zu 50 % belastbar sei (vgl. 

IV-act. 153 S. 13; Hervorhebung durch das Gericht). Ein 

Arbeitsplatzassessment wurde nicht durchgeführt und es fand auch keine 

Auseinandersetzung mit der Arbeitsfähigkeits-Beurteilung der Gutachter 

der GA eins AG statt. Insbesondere gab Prof. Dr. med. J._____ nicht an, 

dass bzw. inwiefern die neue Diagnose der Doppelbilder (Diplopie) zu 

einer abweichenden Arbeitsfähigkeits-Beurteilung führen müsste. Auch 

insofern scheint eine wesentliche Veränderung in den tatsächlichen 

Verhältnissen seit der Verfügung vom 1. März 2023 nicht glaubhaft 

gemacht (vgl. so auch die Beurteilungen des RAD-Arztes Dr. med. 

- 25 -

G._____ vom 2. November 2023 und 5. Januar 2024 [IV-act. 163 S. 4 und 

S. 8]). Hieran ändern die Ausführungen des Beschwerdeführers in dessen 

Einwand vom 20. November 2023 nichts, wonach er massive Schmerzen 

habe, nach der Physiotherapie oftmals zwei bis drei Tage nur liegen könne 

und er beim Aufstehen aus dem Sitzen fast umfalle (vgl. IV-act. 160 S. 3). 

Denn aus dem Bericht des Rehazentrums D._____ vom 19. Oktober 2023, 

wo sich der Beschwerdeführer zur stationären Rehabilitation vom 

5. Oktober 2023 bis zum 19. Oktober 2023 aufhielt, ergibt sich, dass er 

nach dem Austritt selbständig ohne Hilfsmittel mobil war, beide 

Arme/Hände bei den alltäglichen Verrichtungen gut einsetzen konnte und 

die Gangunsicherheit verbessert war (vgl. IV-act. 153 S. 12 f.). 

5. In Gesamtwürdigung der Umstände ist es somit nicht zu beanstanden, 

wenn die Beschwerdegegnerin mangels glaubhaft gemachter 

wesentlicher Veränderungen in den tatsächlichen Verhältnissen durch den 

Beschwerdeführer nicht auf dessen Leistungsbegehren eingetreten ist. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

6. Laut Art. 61 lit. fbis ATSG i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen aus der 

Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.-- bis CHF 1'000.-- 

festgelegt. Im vorliegenden Fall rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten in 

Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf CHF 500.-- 

festzulegen, wobei der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig 

wird (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG). Der obsiegenden Beschwerdegegnerin 

steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e 

contrario).

- 26 -

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 500.-- gehen zulasten von A._____.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

[Mit Urteil 8C_692/2024 vom 9. Dezember 2024 ist das Bundesgericht auf die gegen 

diesen Entscheid erhobene Beschwerde nicht eingetreten.]