# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 425a93be-c2dc-5ce2-acb7-085a9bff08ca
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.02.2013 PP120053
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP120053_2013-02-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PP120053-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Hodel und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichtsschreiberin Prof. 

Dr. I. Jent-Sørensen. 

Urteil vom 21. Februar 2013 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Klägerin und Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. X._____  

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____  

 

gegen 

 

Konkursmasse des B._____,  
Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Konkursamt C._____ 

 

betreffend Kollokationsklage  
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im vereinfachten 
Verfahren des Bezirksgerichtes Horgen vom 12. Dezember 2012; Proz. 
FV120044 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Im Konkursverfahren des B._____, der vom 6. Januar 2006 bis zum 6. Sep-

tember 2007 Verwaltungsrat der Klägerin gewesen war (act. 5/3/5), wies das 

Konkursamt C._____ mit Kollokationsverfügung vom 26. September 2012 eine 

von der Klägerin in die 3. Klasse im Betrage von Fr. 11'510'000.-- angemeldete 

Forderung teilweise ab und kollozierte sie als Drittklassforderung im reduzierten 

Betrag von Fr. 2'135'500.-- (act. 5/3/3 S. 25 Ord.-Nr. 66). Beim abgewiesenen Be-

trag soll es sich insbesondere um Schadenersatz wegen einer Solidarbürgschaft 

handeln, die der Konkursit eigenmächtig unterzeichnet hatte. Deshalb erhob die 

Klägerin am 18. Oktober 2012 bei der Vorinstanz Kollokationsklage i.S.v. Art. 250 

Abs. 1 SchKG (act. 5/1). Die geschätzte Konkursdividende beträgt für 3. Klass-

Forderungen 0 % (act. 5/3/3 S. 31). Die Vorinstanz hat im Zusammenhang mit 

dem zu leistenden Kostenvorschuss einen Streitwert von Fr. 1'350'000.-- ange-

nommen und der Klägerin daher einen Kostenvorschuss von Fr. 34'250.-- aufer-

legt (act. 5/4 S. 2 und 3, Dispositiv-Ziff. 1). Dagegen richtet sich die vorliegende, 

rechtzeitig erhobene Beschwerde (act. 2).  

 Die Beklagte ist in Streitigkeiten betreffend Höhe des Kostenvorschusses 

nicht anzuhören, da damit die endgültige Festlegung der Gerichtskosten nicht prä-

judiziert wird (KuKo ZPO-Schmid, N. 9 zu Art. 98). Die Sache ist spruchreif.   

 2. Die Bemessung des Kostenvorschusses nach Art. 98 ZPO richtet sich 

nach den mutmasslichen Gerichtskosten (KuKo ZPO-Schmid, N. 12 zu Art. 98; 

ZK ZPO-Suter/von Holzen, N. 13 zu Art. 98), wie sie im Zeitpunkt der Vorschuss-

verfügung antizipiert werden können und werden auf Grund der kantonalen Tarife 

berechnet (Art. 96 ZPO i.V.m. der zürcherischen Gebührenverordnung des Ober-

gerichts vom 8. September 2010 [LS 211.11]). Der Entscheid über den Vorschuss 

zu Beginn des Prozesses ist mit gewissen Unsicherheiten verbunden. Die Streit-

wertberechnung richtet sich nach Art. 91 ff. ZPO und ist bundesrechtlich geregelt 

(ZK ZPO-Suter/von Holzen, N. 12 zu Art. 96); für die SchK-Klagen sind zusätzlich 

die zwangsvollstreckungsrechtlichen Besonderheiten zu berücksichtigen.  

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 Kollokationsklagen sind vermögensrechtliche Streitigkeiten. Im vorliegenden 

Fall handelt es sich um eine sog. positive Kollokationsklage nach Art. 250 Abs. 1 

SchKG und sie richtet sich gegen die Masse, weil der (grössere) Teil des zur Kol-

lokation in der 3. Klasse angemeldeten Gesamtbetrages von 11'510'000.-- aus 

dem Kollokationsplan abgewiesen und lediglich Fr. 2'135'500.-- (act. 5/3/3 S. 25 

Ord.-Nr. 66) zugelassen wurden. Bei der Kollokationsklage nach Art. 250 Abs. 1 

SchKG prozessiert der ganz oder teilweise abgewiesene Gläubiger ausschliess-

lich im eigenen Interesse. Da der Erlös der Aktiven den Konkursgläubigern ent-

sprechend der Höhe ihrer zugelassenen Konkursforderungen zugewiesen wird, 

erhöht sich die Konkursdividende bei erfolgreichem Prozessieren entsprechend 

und die Dividenden der Mitgläubiger werden entsprechen gekürzt (vgl. BSK 

SchKG II-Hierholzer, N. 82 zu Art. 250). Wird die mutmassliche Konkursdividende 

in der 3. Klasse, wie hier, auf 0 % geschätzt (act. 5/3/3 S. 31), so wird durch die 

Klage zwar der kollozierte Betrag der Klägerin erhöht, jedoch entfällt darauf mut-

masslich nach wie vor keine Dividende. Diesbezüglich stellt sich imperativ die 

Frage, ob und inwieweit an einer solchen Klage ein schützenswertes Interesse 

besteht. Die Kammer hatte im Entscheid vom 7. Dezember 2011 (PS110182, pu-

bliziert unter www.gerichte-zh.ch) eine negative Kollokations- bzw. Wegweisungs-

klage nach Art. 250 Abs. 2 SchKG zu beurteilen, in der die Konkursdividende 

ebenfalls auf 0 % geschätzt worden war. Der Fall PS110182 wurde ans Bundes-

gericht weitergezogen (BGer 5A_84/2012, Urteil vom 19. September 2012 mit 

weiteren Hinweisen, zur Publikation bestimmt) und das Bundesgericht hat diesen 

Entscheid aufgehoben. Es wies darauf hin, dass – wenn die Konkursdividende  

0 % betrage – "mit der Kollokationsklage im laufenden Konkurs kein geldwerter 

Prozessgewinn erzielt werden" könne (BGer 5A_84/2012 E. 3.3). Im Konkurs na-

türlicher Personen könne in dieser Situation der Kollokationsstreit z.B. mit Blick 

auf den Verlustschein dennoch Sinn machen. Bei juristischen Personen stelle sich 

die Frage nach dem rechtlich geschützten Interesse des Klägers an einer solchen 

Klage (a.a.O., E. 3.3). Weil es bei einer 0 %-Dividende für Niemanden, weder die 

klagende Partei noch für die Masse, einen (Prozess-) Gewinn gebe, könne in die-

ser Situation das Interesse des Klägers (und der Masse) nur ein mittelbares sein 

(a.a.O., E. 3.4). Das Bundesgericht geht (a.a.O., E. 3.4.1) weiter davon aus, dass 

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ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse auch bei einer Nulldividende vorliegen 

könne, z.B. wenn die Wegweisung eines Gläubigers mit Blick auf die Führung ei-

nes Verantwortlichkeitsprozesses verlangt werde. Wenn gemäss BGE 82 III 96 

nur ein mittelbares Interesse bestehe, so sei nur "ein minimaler Streitwert, ent-

sprechend dem mehr nur symbolischen, jedenfalls ausserhalb des unmittelbaren 

Prozesserfolgs liegenden Streitinteresse anzunehmen. Die blosse Möglichkeit, 

dass der zu Verlust gekommene Betrag sich später doch noch einbringen lasse, 

kann nur in solcher Weise berücksichtigt werden". Die Kammer wurde angewie-

sen, "einen minimalen Streitwert, entsprechend dem mehr nur symbolischen, je-

denfalls ausserhalb des unmittelbaren Prozesserfolgs liegenden Streitinteresses 

anzunehmen" (BGer 5A_84/2012, E. 3.4.2 und 3.5).  

 Anders als im zitierten Fall handelt es sich hier um eine sog. positive Kollo-

kationsklage, für die eine 0%-Dividende in Aussicht steht, so dass die Klägerin – 

gleich wie alle anderen 3. Klass-Gläubiger – voraussichtlich leer ausgehen wird. 

Die Klägerin begründet ihr Rechtsschutzinteresse mit der Tatsache, dass sie ei-

nen Konkursverlustschein erhältlich machen wolle, welcher als provisorischer 

Rechtsöffnungstitel diene und ermögliche, den Verlust in einem späteren Zeit-

punkt doch noch einzutreiben (act. 5/1 Rz 8). Mit der Kollokationsklage gegen die 

Beklagte wolle sie verhindern, dass der Beklagten ebenfalls ein Konkursverlust-

schein ausgestellt werde, der später in Konkurrenz zum eigenen Verlustschein 

der Klägerin treten würde (act. 5/1 Rz 7; act. 2 Rz 6). 

 3. Die Vorinstanz hat den genannten Entscheid des Bundesgerichts (BGer 

5A_84/2012. E. 3.5) zitiert und darauf verwiesen. Bei der vorliegend beantragten 

Kollokation handle es sich um die Kollokation eines zusätzlichen Forderungsbe-

trages von Fr. 9 Mio., so dass es angemessen erscheine, von einem symboli-

schen Streitwert von Fr. 1'350'000.-- auszugehen, was zu mutmasslichen Ge-

richtskosten von Fr. 34'250.-- und entsprechend zu einem Vorschuss in derselben 

Höhe führe (act. 5/4 S. 2 und S. 3 Dispositiv-Ziff. 1).  

 4. Die Klägerin weist im Beschwerdeverfahren darauf hin, dass sie – wegen 

der Bedeutung des Verlustscheins gegenüber einer natürlichen Person – ein 

Rechtsschutzinteresse am vorliegenden Verfahren habe (act. 2 Rz 6). Die Vor-

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instanz hätte einen minimalen Streitwert, entsprechend dem mehr nur symboli-

schen, jedenfalls ausserhalb des unmittelbaren Prozesserfolges liegenden Streit-

interesses annehmen müssen. Ein Streitwert von Fr. 1'350'000.-- sei aber keines-

falls symbolisch und minimal (act. 2 Rz 8). Die Vorinstanz habe ihr Ermessen un-

terschritten und die Umstände des Einzelfalles nicht genügend berücksichtigt  

(act. 2 Rz 11; vgl. a.a.O., E. 3.4.2 und 3.5). Was die Höhe des Kostenvorschus-

ses anbelangt, erinnert die Klägerin an das Kostendeckungsprinzip und an das 

Äquivalenzprinzip. Der mutmassliche Aufwand für die Kollokationsklage entspre-

che jedenfalls nicht dem erhobenen Kostenvorschuss von Fr. 34'250.--, was das 

Kostendeckungsprinzip verletze. Und auch der wirtschaftliche Nutzen sei gering, 

so dass auch das Äquivalenzprinzip verletzt sei, weil völlig offen sei, ob vom Kon-

kursiten je etwas erhältlich gemacht werden könne (act. 2 Rz 19, 20). Ausserdem 

sei nicht nachvollziehbar, warum die Vorinstanz bei ähnlich hohem Aufwand im 

Parallelfall einen Kostenvorschuss von Fr. 7'550.-- und hier einen solchen von  

Fr. 34'250.-- angesetzt habe (act. 2 Rz 21). Die Klägerin bezieht sich zudem auf 

die Bemerkung des Bundesgerichts, dass ein minimaler symbolischer Streitwert 

höchstens Fr. 10'000.-- betragen könne (a.a.O., E. 3.5; act. 2 Rz 22), so dass in 

Anwendung von § 4 GerGebV eine maximale Gerichtsgebühr von Fr. 1'750.-- an-

gemessen sei. 

 5. Unstreitig ist, dass in besonderen Fällen auch bei einer mutmasslichen 

Dividende von 0 % ein Rechtsschutzinteresse an der Führung eines positiven wie 

auch eines negativen Kollokationsprozesses bestehen kann. Der Fall, dass zwei 

Gläubiger des gleichen Konkursiten – weil sie in einer späteren Phase um neues 

Vermögen desselben konkurrieren – ein schützenswertes Interesse haben, dass 

eine unberechtigte Forderung vorab weggewiesen und daher auch kein Verlust-

schein ausgestellt wird, ist als eine dieser besonderen Situationen ausdrücklich in 

BGE 82 III 96 erwähnt. "Freilich ist ein Kollokationsstreit wegen der Wirkungen 

des Verlustscheins auch dann zulässig, wenn das auf den bestrittenen Anspruch 

entfallende Konkursbetreffnis voraussichtlich Null sein wird. In diesem Fall ist aber 

nur ein minimaler Streitwert, entsprechend dem mehr nur symbolischen, jeden-

falls ausserhalb des unmittelbaren Prozesserfolges liegenden Streitinteresse, an-

zunehmen. Die geringe Möglichkeit, dass der zu Verlust kommende Betrag sich 

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später doch noch einbringen lasse, kann nur in solcher Weise berücksichtigt wer-

den". An diese Aussage hat das Bundesgericht in 5A_84/2012, E. 3.4.2 ange-

knüpft. Im Falle des positiven Kollokationsprozesses ist die Situation nicht grund-

sätzlich anders. Wie aus dem Kollokationsplan ersichtlich (act. 5/3/3), werden ge-

gen B._____ eine grössere Anzahl Verlustscheine ausgestellt werden. Die Ver-

lustscheingläubiger stehen deshalb zur Deckung ihrer Forderungen in Konkurrenz 

um zukünftiges Einkommen und Vermögen des Konkursiten, und zwar unabhän-

gig davon, ob er der Konkursbetreibung unterliegen wird oder nicht. Im Konkurs 

ist die Konkurrenz direkter, weil daran sämtliche (angemeldeten) Forderungen 

des Konkursiten teilnehmen. Aber auch in der Einzelzwangsvollstreckung kann es 

zu Konkurrenzsituationen kommen, wenn mehrere Gläubiger gemäss Art. 111 

SchKG der gleichen Gläubigergruppe angehören. Weil der Zwangsvollstre-

ckungserlös in beiden Fällen nach der Höhe der Forderungen der einzelnen 

Gläubiger zugewiesen wird, kann eine höhere Verlustscheinforderung ein Vorteil 

sein – wenn es dann etwas zu verteilen geben sollte.  

 Zu ermitteln ist demnach ein minimaler symbolischer Streitwert. Nach wel-

chen Kriterien dies zu geschehen hat, erwähnt das Bundesgericht allerdings nicht. 

Bei der vom Bundesgericht (a.a.O. E. 3.5) für den konkreten Fall genannten 
"Grössenordnung von Fr. 10'000.-- (wie der Beschwerdeführer im Ergebnis 
verlangt)" (Hervorhebung durch die Kammer), sind letztlich keine allgemein for-
mulierten und allgemeingültigen Kriterien ersichtlich, so dass der Klägerin nicht 

zugestimmt werden kann, wenn sie davon ausgeht, dass in BGer 5A_84/2012  

E. 3.5 ein allgemeingültiger Höchststreitwert von Fr. 10'000.-- festgesetzt worden 

sei. Denkbar ist es, dass sich das Bundesgericht – obwohl es die eigene kollozier-

te Forderung des Kollokationsklägers ausdrücklich als unmassgeblich ansieht 

(a.a.O., E. 3.4.2 a.E.; BGE 82 III 95) – an der "Offerte" des Beschwerdeführers 

jenes Falles orientierte, der seine eigene kollozierte Forderung in der Höhe von 

Fr. 11'098.-- (vgl. Sachverhalt A. Aa) als Massstab für den Streitwert nehmen 

wollte.  

 Gibt es für ein zu lösendes Problem keine Regeln, so ist nach Art. 1 Abs. 2 

ZGB vorzugehen. In der ZPO findet sich für die Fälle, in denen kein direktes, son-

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dern nur ein mittelbares Streitinteresse besteht, keine Anweisung. Die Regel 

muss deshalb so aufgestellt werden, dass sie nicht nur den aktuellen pendenten 

Fall löst, sondern dass eine verallgemeinerungsfähige Regel geschaffen wird. 

Können keine nachvollziehbaren Grundsätze, wie ein minimales, symbolisches 

und mittelbares Interesse zu ermitteln ist, aufgestellt werden, so bleibt in den völ-

lig vagen und offenen Fällen nur – allgemeingültig und entsprechend dem übli-

chen Wortverständnis – den Streitwert mit einem Franken zu beziffern. Das trägt 

grosser Unsicherheit und erheblichen Unwägbarkeiten Rechnung, ermöglicht aber 

auch, den nicht interessenlosen Prozess führen zu können. 

 Anzumerken bleibt, dass die Sichtweise der Vorinstanz jedenfalls nicht ge-

teilt werden kann. Ein Streitwert von Fr. 1'350'000.-- ist jenseits vernünftiger An-

nahmen und weder symbolisch noch minimal, wie die Vorinstanz behauptet, ohne 

mit einem Wort zu erwähnen, warum der Streitwert gerade bei Fr. 1'350'000.-- 

angesetzt wurde (vgl. act. 5/4 S. 2). Den Kostenvorschuss auf Grund dieser 

Streitwerthöhe anzusetzen, ist offensichtlich willkürlich und er ist daher aufzuhe-

ben.  

 6. Im vorliegenden Zusammenhang geht es um den Kostenvorschuss, der 

(wie erwähnt) auf der Basis der Gerichtskosten zu erheben ist. Die Gerichtskosten 

basieren ihrerseits auf dem Streitwert bzw. – bei nicht Vermögensrechtlichem – 

auf einer Bandbreite (Fr. 300.-- bis Fr. 13'000.--), bei der das tatsächliche Streitin-

teresse, der Zeitaufwand des Gerichts und die Schwierigkeit des Falles berück-

sichtigt werden (§ 5 GerGebV). Obwohl ein Prozess mit einem symbolischen 

Streitwert von Fr. 1.-- streng genommen vermögensrechtlich ist, passt die Unter-

scheidung auf diesen Fall nicht. Dies schon deshalb, weil der symbolische Betrag 

im Wesentlichen dazu dient, dass ein Prozess mit mittelbarem Interesse über-

haupt geführt werden kann und nicht gemäss Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO durch 

Nichteintreten beendet wird. Wenn das mittelbare Interesse nach Ansicht des 

Bundesgerichts im Kollokationsprozess nicht als Grundlage der Streitwertberech-

nung herangezogen werden kann, entspricht dieser praktisch einer nicht vermö-

gensrechtlichen Streitigkeit. Die Klägerin weist zu Recht auf die allgemeinen 

Grundsätze des Gebührenrechts hin (act. 2 Rz 14 ff.). Gebühren sind eine öffent-

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lich-rechtliche Gegenleistung für die Veranlassung einer Amtshandlung oder für 

die Benützung einer öffentlichen Anstalt, mit denen die dadurch verursachten 

Kosten ganz oder teilweise gedeckt werden (vgl. Hauser/Schweri/Lieber, GOG, 

Zürich 2012, N. 4 zu Vorbem. zu §§ 199 ff. GOG).  

 Der angestrengte Kollokationsprozess unterscheidet sich bezüglich Aufwand 

und Schwierigkeit nicht von einem vergleichbaren Fall, in dem eine namhafte Di-

vidende zu erwarten ist. Für die Berücksichtigung der drei Kriterien von § 5 Ger-

GebV (tatsächliches Interesse, Aufwand, Schwierigkeit) spricht auch die Situation 

der Beklagten. Von einem unangemessen tiefen Streitwert ist nämlich auch die 

Beklagte betroffen, die den Prozess nicht freiwillig aufnimmt, sondern gegen ihren 

Willen eingeklagt wird, und im Falle ihres Obsiegens angemessen entschädigt 

werden muss. Besonders deutlich wird dies bei der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung (einer natürlichen Partei), deren Rechtsbeistand – gäbe es keine Korrektur – 

für einen allenfalls doch aufwändigen Kollokationsprozess nur höchst minimal 

entschädigt werden könnte. 

 7. Der von der Klägerin eingeleitete Kollokationsprozess betrifft offenbar die 

Frage, ob sich B._____ schadenersatzpflichtig gemacht hat, wenn er – wie be-

hauptet wird – als einer von mehreren Verwaltungsräten eigenmächtig und ohne 

Rückversicherung im Verwaltungsratsgremium eine Solidarbürgschaft zu Lasten 

der Klägerin eingegangen ist. Das ist zunächst eine Rechtsfrage. Allerdings könn-

te – wie das Beweisanerbieten der Klägerin vermuten lässt – auch ein Beweisver-

fahren erforderlich werden, da möglicherweise die Frage der Eigenmacht bzw. der 

fehlenden Zustimmung des Verwaltungsratsgremiums zu beweisen sein könnte. 

Das dürfte zu einem etwas höheren Aufwand führen. Es erscheint daher als an-

gemessen, den Vorschuss auf Fr. 3'500.-- anzusetzen, wobei – wie in jedem Pro-

zess – eine nachträgliche Erhöhung vorbehalten werden muss.   

 8. Die Klägerin obsiegt im vorliegenden Beschwerdeverfahren praktisch voll-

ständig, so dass die zweitinstanzliche Entscheidgebühr auf die Gerichtskasse zu 

nehmen ist. Der Beklagten ist kein Aufwand erwachsen, wobei es für eine Ent-

schädigung aus der Staatskasse ohnehin keine gesetzliche Grundlage gibt.  

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Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde der Klägerin wird die Verfügung des  

Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren des Bezirks Horgen  

(Geschäft-Nr. FV120043) aufgehoben.  

2. Der Klägerin wird eine Frist von 10 Tagen ab Zustellung dieses Entscheids 

angesetzt, um für die erstinstanzlichen Entscheidkosten einen Vorschuss in 

der Höhe von Fr. 3'500.-- zu leisten. Die spätere Erhöhung des Vorschusses 

bleibt vorbehalten.  

Der Vorschuss ist bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen, Postkonto  

80-5645-8 zu leisten.  

Die Frist ist eingehalten, wenn der Betrag spätestens am letzten Tag der 

Frist zugunsten des Gerichts der Schweizerischen Post übergeben oder ei-

nem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 143 

Abs. 3 ZPO).   

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz.  

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage eines 

Doppels von act.  2 und 3/1-3, sowie an das Einzelgericht im vereinfachten 

Verfahren des Bezirksgerichtes Horgen und an die Bezirksgerichtskasse 

Horgen, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt  
Fr. 1.00. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Prof. Dr. I. Jent-Sørensen 
 
 
versandt am: 

 

 

	Urteil vom 21. Februar 2013
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde der Klägerin wird die Verfügung des  Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren des Bezirks Horgen  (Geschäft-Nr. FV120043) aufgehoben.
	2. Der Klägerin wird eine Frist von 10 Tagen ab Zustellung dieses Entscheids angesetzt, um für die erstinstanzlichen Entscheidkosten einen Vorschuss in der Höhe von Fr. 3'500.-- zu leisten. Die spätere Erhöhung des Vorschusses bleibt vorbehalten.
	Der Vorschuss ist bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen, Postkonto  80-5645-8 zu leisten.
	Die Frist ist eingehalten, wenn der Betrag spätestens am letzten Tag der Frist zugunsten des Gerichts der Schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 143 Abs. 3 ZPO).
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz.
	4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage eines Doppels von act.  2 und 3/1-3, sowie an das Einzelgericht im vereinfachten Verfahren des Bezirksgerichtes Horgen und an die Bezirksgerichtskasse Horgen, je gegen Empfangs...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...