# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4845802-cfd8-5e85-a0bf-f0595ebe12c5
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 19.10.2020 S 2020 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-12_2020-10-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 19. Oktober 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch B.________ AG

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse des
Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung)

S 2020 12

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Urteil S 2020 12

A. Der 1958 geborene A.________ meldete sich erstmals am 4. Juni 2018 beim 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (AWA-act. 26) 
und stellte Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. September 2018 (AWA-act. 23). 
Da er einen befristeten Arbeitsvertrag mit der C.________ AG ab 1. April bis 30. Juni 2019 
abschloss (AWA-act. 22), meldete er sich per 31. März 2019 von der Arbeitsvermittlung ab 
(AWA-act. 19 und 20). 

Am 30. August 2019 meldete sich A.________ erneut beim RAV zur Arbeitsvermittlung an 
(AWA-act. 18), nachdem ein weiterer befristeter Arbeitsvertrag mit der C.________ AG 
vom 1. Juli bis 31. August 2019 nicht mehr verlängert worden war (AWA-act. 15). Mit 
Schreiben vom 12. September 2019 gewährte das RAV A.________ zufolge qualitativ und 
quantitativ ungenügender Arbeitsbemühungen vor der Anmeldung das rechtliche Gehör 
(AWA-act. 8). Der Versicherte nahm hierzu am 15. September 2019 Stellung (AWA-
act. 6). Das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) verfügte sodann am 26. September 2019 
die Einstellung in der Anspruchsberechtigung um elf Tage, beginnend am 1. September 
2019 (AWA-act. 5). Die dagegen erhobene Einsprache (AWA-act. 2 und 4) wies das AWA 
mit Entscheid vom 12. Dezember 2019 ab (AWA-act. 1).

B. Beschwerdeweise liess A.________ beantragen, es sei die Anzahl der verfügten 
Einstelltage angemessen herabzusetzen (act. 1).

C. Das AWA schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde und 
verzichtete im Übrigen auf eine einlässliche Stellungnahme (act. 3).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 
1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen 
Amtsstelle ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht 

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Urteil S 2020 12

desselben Kantons zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 
837.0], i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die 
Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 
162.1]). Der angefochtene Einspracheentscheid wurde vom AWA erlassen, weshalb das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich 
und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
12. Dezember 2019 wurde am 29. Januar 2020 der Post aufgegeben und gilt folglich unter 
Berücksichtigung des Fristenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG – Stillstand vom 
18. Dezember bis und mit dem 2. Januar – als rechtzeitig. Der Beschwerdeführer ist durch 
die Einstellung in der Anspruchsberechtigung direkt betroffen und somit zur Beschwerde 
legitimiert. Die Eingabe vom 29. Januar 2020 entspricht schliesslich den Anforderungen 
von Art. 61 lit. b ATSG, weshalb auf sie einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem 
Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; 
BGS 162.11).

2.
2.1 Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, muss 
gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles 
Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. 
Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres 
bisherigen Berufes. Zudem ist die versicherte Person verpflichtet, ihre Bemühungen 
nachweisen zu können, dass sie alles Zumutbare unternommen hat, um die 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Diese Pflichten ergeben sich bereits aus 
der allgemeinen Schadenminderungspflicht, wonach die versicherte Person – wie in den 
übrigen Zweigen der Sozialversicherung – ihr Möglichstes zur Schadenminderung von 
sich aus, d.h. ohne besondere Aufforderung durch eine Amtsstelle oder Abgabe eines 
Merkblattes, vorzukehren hat (EVG C 199/05 vom 29. September 2005 E. 2.2). Die Pflicht 
zur Vornahme persönlicher Arbeitsbemühungen stellt also eine elementare 
Verhaltensregel dar, die auch ohne vorgängige Aufklärung oder Verwarnung seitens der 
Verwaltung befolgt werden muss. Im Rahmen dieser Schadenminderungspflicht ist die 
versicherte Person namentlich auch zu rechtzeitig einsetzenden persönlichen 

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Urteil S 2020 12

Arbeitsbemühungen, grundsätzlich bereits während der Kündigungsfrist, aber auch 
generell während der Zeit vor der Anmeldung, verpflichtet, um Beschäftigungslücken nach 
Beendigung des Arbeitsverhältnisses bzw. zum Zeitpunkt der beabsichtigten Aufnahme 
einer Arbeitstätigkeit nach Möglichkeit zu vermeiden (EVG C 14/06 vom 6. September 
2006 E. 2.2; C 144/05 vom 1. Dezember 2005 E. 5.2.1; C 199/05 vom 29. September 
2005 E. 2.1; Jacqueline Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, 1998, S. 
136 f.; Gerhard Gerhards, Kommentar zum AVIG, Bd. I, Art. 17 N 7).

2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist die versicherte Person in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie sich persönlich, qualitativ und quantitativ, 
nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht. Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG hat dabei nicht den 
Charakter einer Strafe im Sinne des Strafrechts, sondern denjenigen einer 
verwaltungsrechtlichen Sanktion mit dem Zweck, im Sinne der Solidarität unter den 
Versicherten eine missbräuchliche Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung zu 
verhindern (vgl. EVG C 90/06 vom 7. August 2006 E. 3.1). Die versicherte Person soll 
dabei am Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der 
Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat, angemessen 
mitbeteiligt werden (BGE 122 V 40 E. 4c/aa). Bestimmte Verhaltensweisen werden zudem 
bereits dann sanktioniert, wenn sie erst ein Schadensrisiko in sich bergen, wie 
insbesondere unzureichende Arbeitsbemühungen oder die Nichtbefolgung von Weisungen 
(Art. 30 Abs. 1 lit. c bzw. lit. d AVIG). Gewisse Einstellungstatbestände sind also (auch) ein 
Instrument der Abwendung oder Minderung drohenden Schadens, indem sie – neben dem 
"generalpräventiven" Schutz der Arbeitslosenversicherung vor missbräuchlichen 
Verhaltensweisen – der vorbeugenden Verhaltenssteuerung im Einzelfall dienen, so etwa 
der Intensivierung unzureichender Arbeitsbemühungen oder der verbesserten 
Wahrnehmung administrativer Mitwirkungspflichten durch die versicherte Person (EVG C 
134/06 vom 19. September 2006 E. 2.2.1 mit Hinweisen).

2.3 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine versicherte Person genügend um 
zumutbare Arbeit bemüht hat, ist sowohl die Quantität als auch die Qualität ihrer 
Bewerbungen von Bedeutung (BGE 124 V 231 E. 4a; Jacqueline Chopard, a.a.O., S. 139 
mit Hinweisen). Massgebend ist dabei einzig die ausreichende Intensität der Bemühungen 
und nicht deren Erfolg (BGE 124 V 225 E. 6; EVG C 347/05 vom 13. März 2006 E. 4). 
Arbeitsbemühungen sind daher unabhängig von den Erfolgsaussichten vorzunehmen 
(Jacqueline Chopard, a.a.O., S. 137 mit Hinweisen). In quantitativer Hinsicht schreiben 

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Urteil S 2020 12

zwar weder Gesetz noch Verordnung eine Mindestanzahl von Bewerbungen vor. 
Allerdings werden nach der Verwaltungspraxis in der Regel durchschnittlich zehn bis zwölf 
Bewerbungen pro Monat verlangt, wobei die Umstände des Einzelfalls, so unter anderem 
das Alter, die Schuldbildung, die Berufserfahrung und auch die Arbeitsmarktlage, zu 
berücksichtigen sind (EVG C 351/05 vom 3. Juli 2006 E. 2 und C 144/05 vom 1. 
Dezember 2005 E. 2.2.3; Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, 2. Aufl. 2007, 
S. 2430 Rz. 839). Ob im Übrigen die Anstrengungen bei der Stellensuche genügend sind, 
muss ebenfalls im Einzelfall beurteilt werden. Bei der Beurteilung der Arbeitsbemühungen 
während eines bestimmten Zeitraums ist entscheidend, ob die zumutbaren Möglichkeiten 
der Stellensuche genutzt worden sind und ob die Bewerbungen sowohl in quantitativer als 
auch in qualitativer Hinsicht als ausreichend betrachtet werden können. Die Quantität der 
Bewerbungen ist auch von der Qualität der Bemühungen abhängig: telefonische 
Bewerbungen im Vergleich zu vollständigen schriftlichen Bewerbungen mit Anschreiben, 
Curriculum vitae, Zeugnisbeilagen, Referenzen usw. oder persönliche Vorsprachen bei 
Arbeitgebern im Vergleich zu blossen telefonischen Anfragen. Das blosse Studieren von 
Stelleninseraten genügt jedenfalls nicht als Arbeitsbemühung und wird als 
selbstverständlich vorausgesetzt (Jacqueline Chopard, a.a.O., S. 139 f.). Da das Gesetz in 
Art. 17 Abs. 1 AVIG die persönliche Stellensuche verlangt, entbindet der Einsatz Dritter bei 
der Arbeitsvermittlung die arbeitslose Person auch nicht von ihrer Pflicht, sich selbst in 
quantitativ und qualitativ ausreichendem Masse um eine zumutbare Arbeit zu bemühen. 
Auch Blindbewerbungen können sinnvoll sein und dienen der Abklärung, ob eine Stelle frei 
ist. Indessen haben sich die Versicherten in erster Linie um ausgeschriebene und damit 
offene Arbeitsgelegenheiten zu bemühen, bei welchen die Erfolgsaussichten auf einen 
Vertragsabschluss erheblich grösser sind (EVG C 347/05 vom 13. März 2006 E. 4).

2.4 Aus der Pflicht, den Eintritt der Arbeitslosigkeit zu verhindern, fliesst die Last für 
die versicherte Person, sich bereits vom Zeitpunkt der Kündigung des früheren 
Arbeitsverhältnisses an und damit vor Eintritt der Arbeitslosigkeit intensiv um eine neue 
Arbeit zu bemühen. Die versicherte Person hat sich dementsprechend während einer 
allfälligen Kündigungsfrist, aber auch generell während der Zeit vor der Anmeldung, 
unaufgefordert um Stellen zu bemühen. Sie kann sich insbesondere nicht damit 
exkulpieren, nicht gewusst zu haben, dass sie schon vor der Anmeldung zum 
Leistungsbezug zur ernsthaften Arbeitssuche verpflichtet war und nicht darauf 
aufmerksam gemacht worden sei. Bei der Anmeldung hat die arbeitslos gewordene 
Person den Nachweis ihrer Bemühungen um Arbeit vorzulegen (Art. 20 Abs. 1 lit. d AVIV). 

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Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird sie sämtliche während der Kündigungsfrist getätigten 
Stellenbewerbungen einzureichen haben (BGE 139 V 524 E. 2.1.2). In diesem Sinne ist 
gemäss den Weisungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco; AVIG-Praxis ALE, Rz. 
B314) jede versicherte Person grundsätzlich bereits vor der Anspruchstellung zur 
Stellensuche verpflichtet, wobei diese Pflicht insbesondere während der Kündigungszeit 
und bei einem befristeten Arbeitsverhältnis mindestens in den drei letzten Monaten zu 
erfüllen ist (BGE 141 V 365 E. 2.2 und 4.5; BGer 8C_863/2014 vom 16. März 2015 E. 2.2).

3. Der Beschwerdeführer stellt die grundsätzliche Verfügung der Einstellung nicht in 
Frage. Er wendet sich einzig gegen die Höhe der Sanktion (act. 1/3). Der 
Einspracheentscheid ist ausführlich und sorgfältig begründet. Darauf wird verwiesen. Im 
Folgenden ist deshalb lediglich zu prüfen, ob die vom Beschwerdeführer erhobenen 
Einwände zu einer vom AWA abweichenden Beurteilung führen. Soweit der 
Beschwerdeführer keine Ausführungen zu einzelnen Punkten im Einspracheentscheid 
vorbringt und die diesbezüglichen Erwägungen des AWA mit den Akten vereinbar sind, hat 
es dabei sein Bewenden.

4. Im Folgenden ist deshalb einzig die Höhe der Einstelldauer zu prüfen.

4.1 Die Dauer der Einstellung richtet sich nach dem Grad des Verschuldens und 
beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage 
bei schwerem Verschulden (Art. 30 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 45 Abs. 3 AVIV). Die 
Bemessung der Einstellungsdauer richtet sich nach dem Verschulden unter 
Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der versicherten Person, wobei alle 
Umstände des konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen sind. Verschuldensmindernde 
Umstände können unter anderem Alter, familiäre Probleme, missliche finanzielle 
Verhältnisse, aber auch die begründete Hoffnung auf eine Neuanstellung sein (Jacqueline 
Chopard, a.a.O., S. 167).

4.2 Der AVIG-Praxis ALE ist unter D79 ein Einstellraster – Einstellraster KAST/RAV – 
für die Einstellung der Anspruchsberechtigung zu entnehmen. Ziffer 1 regelt die 
Sanktionen bei ungenügenden Arbeitsbemühungen; Ziff. 1.A konkretisiert diese für den 
Zeitraum während der Kündigungsfrist. Für ungenügende Arbeitsbemühungen bei einer 
einmonatigen Kündigungsfrist werden drei bis vier Einstelltage, bei einer zweimonatigen 
Kündigungsfrist sechs bis acht Einstelltage und bei einer dreimonatigen Kündigungsfrist 

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neun bis zwölf Einstelltage vorgesehen. Generell wird bei diesen Einstelltatbeständen von 
einem leichten Verschulden im Sinne von Art. 45 Abs. 3 lit. a AVIV ausgegangen.

Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. Dieses soll 
sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall 
angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen 
Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von 
Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der 
rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch 
interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 
getragen (BGE 141 V 365 E. 2.4; BGer 8C_40/2019 vom 30. Juli 2019 E. 5.4). Ein 
Eingreifen des Sozialversicherungsrichters in das Ermessen der Verwaltung rechtfertigt 
sich mithin nur dann, wenn ein Ermessensmissbrauch gegeben ist, d.h. wenn sich die 
Verwaltung von unsachlichen und zweckfremden Erwägungen hat leiten lassen oder 
allgemeine Rechtsprinzipien wie das Willkürverbot oder das Verbot rechtsungleicher 
Behandlung, aber auch das Gebot von Treu und Glauben oder den Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit missachtet hat (vgl. BGE 123 V 150 E. 2 mit weiteren Hinweisen; vgl. 
auch: Urteil EVG C 127/06 vom 14. September 2006 E. 4.2).

4.3 Das AWA hat im angefochtenen Entscheid unter Berufung auf die Weisung des 
SECO (AVIG-Praxis ALE D79) die Einstellung auf elf Tage festgesetzt. Die Verwaltung 
führte hierzu aus, vorliegend sei der Arbeitsvertrag vom 1. April bis 30. Juni 2019 bzw. 
vom 1. Juli bis 31. August 2019 befristet gewesen. Praxisgemäss würden bei befristeten 
Arbeitsverhältnissen die Arbeitsbemühungen für die letzten drei Monate überprüft. Die hier 
verfügte Einstellung in der Höhe von elf Tagen befinde sich im mittleren Bereich des 
vorgesehenen Rasters an zu verhängenden Einstelltagen. Damit erweise sich die 
Verfügung vom 26. September 2019 unter Berücksichtigung der vorliegenden Umstände 
als rechtmässig. Eine Aufhebung oder Reduktion der Einstellung könne daher auch nach 
Würdigung der Vorbringen in der Einsprache vom 16. Oktober 2019 nicht erfolgen (AWA-
act. 1 E. 5).

4.4 Der Beschwerdeführer bringt vor, er sei nicht einfach im Besitz eines befristeten 
Arbeitsvertrages im Wissen darum gewesen, dass es nach dessen Ende nicht mehr 
weitergehe, sondern er habe sich schon in der zweiten Verlängerung befunden und in 
einem Projekt gearbeitet, das noch über mehrere Monate angedauert habe. Nach seinen 
Erfahrungen habe der Einsatzbetrieb wegen ausstehender Budgetentscheide jeweils sehr 

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kurzfristig über eine Verlängerung entschieden. Es seien bei der individuellen 
Verschuldensbeurteilung alle Umstände des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, 
insbesondere die Beweggründe des Versicherten, Begleitumstände wie das Verhalten des 
Arbeitgebers (und im Temporär-Arbeitsverhältnis des Einsatzbetriebes) sowie irrtümliche 
Annahmen über den Sachverhalt, z.B. betreffend Zusicherung einer Neuanstellung. Diese 
Vorgabe habe die Verwaltung nicht erfüllt. Der angefochtene Entscheid habe sich nicht 
wirklich mit der konkreten Situation befasst. Er habe nicht die geringsten Anhaltspunkte 
dafür gehabt, dass der Einsatz nicht wieder verlängert würde. Auch im Einsatzbetrieb 
habe es keine Kehrtwende gegeben und es habe sich auch keine solche abgezeichnet, 
denn das Projekt sei über den 31. August 2019 hinausgeführt worden. Ausserdem scheine 
das AWA davon auszugehen, es sei nicht erlaubt, das Raster gemäss AVIG-Praxis 
Ziff. D79 zu verlassen, wenn es darlege, mit den verfügten elf Einstelltagen habe es das 
Raster nicht ausgeschöpft. Die richtig vorgenommene Gewichtung der persönlichen 
Umstände könne und müsse auch zu Sanktionen führen können, welche das Raster 
verlassen würden, insbesondere innerhalb der jeweiligen Verschuldenskategorie leicht, 
mittel oder schwer. Nach AVIG-Praxis Ziff. B315 komme es bei den persönlichen 
Arbeitsbemühungen nicht nur auf die Quantität der Bemühungen an, sondern auch auf 
deren Qualität. Dies bedeute, dass dem Versicherten nicht zum Vorwurf gemacht werden 
könne, er habe sich zu wenig bemüht, wenn eine genügende Anzahl Bewerbungen nur 
erreicht werden könne, indem sich die versicherte Person auch auf Stellen bewerbe, 
welche nicht seinem Profil und seinen Fähigkeiten entsprächen. Wie auch die Verwaltung 
einräume, seien in den Sommermonaten weniger offene Stellen auf dem Markt. 
Angesichts der gesamten zu berücksichtigenden Umstände schienen die an ihn gestellten 
Anforderungen an die Anzahl Suchbemühungen überzogen. Weitere Suchbemühungen 
wären wohl reine Alibi-Bewerbungen auf unpassende Profile gewesen. Damit stehe fest, 
dass der angefochtene Entscheid die gesetzlichen Vorgaben verletze, wonach bei der 
Bemessung der Anzahl Einstelltage die konkreten Umstände des Einzelfalles zu 
berücksichtigen seien. Ein Maximum von fünf Einstelltagen scheine im konkreten Fall als 
angemessen (act. 1 S. 3 f.).

4.5. Die Einwände des Beschwerdeführers sind nicht stichhaltig. 

Zunächst ist auf den Umstand hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer anlässlich der 
ersten Anmeldung im Juni 2018 das Merkblatt Arbeitsbemühungen ausgehändigt erhielt 
(AWA-act. 25). Darin sind die Bedingungen für die Arbeitsbemühungen genannt. Ebenso 
wurde im Schreiben des RAV betreffend die Abmeldung vom 16. April 2019 darauf 

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hingewiesen, dass bei einem befristeten Arbeitsverhältnis in der Regel für die letzten drei 
Monate vor der Wiederanmeldung erneut die üblichen Arbeitsbemühungen (8–12 pro 
Monat) nachzuweisen sind (AWA-act. 19). Wie das AWA zutreffend erwogen hat, musste 
dem Versicherten deshalb klar gewesen sein, welche Voraussetzungen er bei einer 
Wiederanmeldung zu erfüllen hat, damit er Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung 
erheben kann.

Es mag zwar zutreffen, dass dem Beschwerdeführer seitens des Arbeitgebers mitgeteilt 
wurde, das Projekt würde bis ca. April 2020 dauern. Er wurde dabei bereits darauf 
hingewiesen, aus Budgetgründen würden aber wahrscheinlich die Verträge jeweils nur auf 
drei bis sechs Monate ausgestellt und dann wieder verlängert werden (AWA-act. 6). Der 
Versicherte hatte somit nie eine Zusicherung oder anderweitige Garantie auf eine stetige 
Verlängerung der befristeten Verträge bis zum mutmasslichen Ende des Projekts im April 
2020. Vielmehr musste auch damit gerechnet werden, dass eine Weiterbeschäftigung aus 
finanziellen Gründen nicht mehr zustande kommen könnte. Mit anderen Worten durfte er 
nicht blind auf abermalige Verlängerungen vertrauen. 

Wenn der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben nicht habe damit rechnen müssen, 
dass das Projekt gestoppt wird, bzw. sich keine Kehrtwende abgezeichnet habe, so stellt 
sich unweigerlich die Frage, weshalb er bereits ab April 2019 zahlreiche Bewerbungen 
vorgenommen hat, obschon das Projekt bis April 2020 geplant gewesen war. Aus diesem 
Verhalten lässt sich durchaus der Schluss ziehen, dass der Versicherte der Sache selber 
nie sicher war, ob die befristeten Einsatzverträge auch wirklich verlängert werden.

Was seine Ausführungen zur Qualität und Quantität der Arbeitsbemühungen anbelangt, so 
sind diese unbehelflich. Selbst wenn dem so wäre, dass in den Monaten Juli und August 
weniger offene Stellen vorhanden sind, so hat der Beschwerdeführer im Monat Juni 2019 
keinerlei Bewerbungen getätigt, was für sich allein genommen schon eine mangelhafte 
Quantität begründet. Auch im Juli 2019 bewarb er sich lediglich auf vier Stellen, was klar 
zu wenig ist. Entgegen seiner Auffassung ist er selbstredend auch verpflichtet, seine 
Stellensuche auf weitere Berufsbereiche als seine angestammte Tätigkeit auszuweiten, 
wenn es zu wenig offene hat. Dies ergibt sich ohne weiteres aus der 
Schadenminderungspflicht nach Art. 17 Abs. 1 AVIG (vgl. dazu EVG C 244/05 vom 
22. November 2006 E. 2.1 mit Hinweis).

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4.6 Insgesamt liegen keine Umstände vor, welche das Verschulden des 
Beschwerdeführers milder erscheinen liessen, sodass der Rahmen gemäss AVIG-Praxis 
ALE D79 unterschritten werden könnte. Es besteht für das Gericht kein Anlass, in das 
zulässig ausgeübte Ermessen der Verwaltung einzugreifen.

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das AWA mit dem erlassenen 
Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2019 kein Recht verletzte. Damit gilt die 
Beschwerde als unbegründet und sie ist vollumfänglich abzuweisen.

6. Das Verfahren ist gemäss Art. 61 lit. a ATSG kostenlos. Eine Parteientschädigung 
ist bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an den 
Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für Wirtschaft 
und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 
Bern.

Zug, 19. Oktober 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am