# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8ea95cb-a66d-55b5-b4b9-9c2284a7fc81
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 27.06.2018 810 18 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-18-25_2018-06-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 27. Juni 2018 (810 18 25)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenrecht 

 

 

Regelung des persönlichen Verkehrs  

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Claude  

Jeanneret, Markus Clausen, Daniel Ivanov, Niklaus Ruckstuhl,  
Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Elisabeth Vogel, Advoka-
tin  

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Dr. Marcel Keller, Rechts-
anwalt  
 

  
  
Betreff Regelung des persönlichen Verkehrs  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
21. Dezember 2017) 

 
 
 

A. D.____, geboren 2012, und E.____, geboren 2014, sind die gemeinsamen Kinder von 
A.____, geboren 1988, und C.____, geboren 1983. Die Kindseltern sind unverheiratet und 

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wohnen nicht mehr zusammen. Inhaber der elterlichen Sorge über D.____ sind beide Elternteile 
gemeinsam, die elterliche Sorge über E.____ hat die Kindsmutter alleine. Ihr wurde das Ob-
hutsrecht für beide Kinder zugeteilt.  
 
B. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) F.____ errichtete mit Entscheid 
vom 9. Oktober 2013 für D.____ und mit Entscheid vom 22. Januar 2015 für E.____ eine Erzie-
hungsbeistandschaft.  
 
C. Der Kindsvater verbüsste von Januar 2015 bis Mai 2017 eine Gefängnisstrafe wegen 
Drogenhandels.  
 
D. Nachdem die Kindsmutter im Juli 2016 nach G.____ umgezogen war, übernahm die 
KESB B.____ die bestehende Erziehungsbeistandschaft per 1. Februar 2017 zur Weiterführung 
und ernannte als Beiständin H.____.  
 
E. Mit Entscheid vom 24. März 2017 ordnete die KESB B.____ 14-täglich jeweils am Mon-
tagnachmittag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr vorsorglich begleitete Besuche für den Kindsvater 
an. Nach einer Anhörung aller Beteiligten am 30. Juni 2017 verfügte die KESB B.____ mit Ent-
scheid vom 11. Juli 2017, die bestehende Regelung bis zum 31. Dezember 2017 weiterzufüh-
ren.  
 
F. Am 19. September 2017 fand eine Anhörung mit der Kindsmutter statt. 
 
G. Am 1. Oktober 2017 zog die Kindsmutter nach I.____. Die KESB B.____ beauftragte in 
der Folge J.____ damit, schnellstmöglich begleitete Besuchskontakte bzw. begleitete Über-
gaben zwischen dem Kindsvater und den Kindern zu organisieren.  
 
H. Mit Schreiben vom 13. Oktober 2017 informierte die Kindsmutter die KESB B.____ 
darüber, dass sich der Vater nicht an die festgelegten Besuchstermine halten würde und sie 
nicht mehr bereit sei, die Besuchsdaten ständig hin- und herzuschieben.  
 
I. Mitte Dezember 2017 zog die Kindsmutter nach K.____ im Kanton L.____ um. 
 
J. Mit Entscheid der KESB B.____ vom 21. Dezember 2017 wurde verfügt: 
 
1. Der persönliche Verkehr zwischen D.____, E.____ und dem Vater wird wie folgt geregelt: 

1.1 grundsätzlich:  

a. alle 14 Tage (ungerade Kalenderwochen) von Samstag 9.00 Uhr bis Sonntag 

18.00 Uhr, erstmals am 6./7. Januar 2018, 

b. 3 Wochen Ferien pro Jahr, 

c. Die Feiertage sind alternierend aufzuteilen, 

d. Die Übergaben haben an einem neutralen Ort zu erfolgen. 

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1.2 Die Eltern werden ermahnt, sich betreffend die Ausübung der Besuchs- und Ferien-

rechtsregelung miteinander auszutauschen und die erforderlichen Daten unter Mitwirkung 

der Mandatsperson gemeinsam festzulegen.  

1.3 Verbringt die Mutter mit den Kindern Ferien auswärts, fallen allfällige Kontaktzeiten zwi-

schen dem Vater und den Kindern ersatzlos aus. Dies aber begrenzt auf vier Kontaktzei-

ten im Jahr. 

1.4 Die Kindseltern sind angewiesen, sich so zu organisieren, dass auch bei allfälligen Hin-

dernissen der persönliche Verkehr wie angeordnet und vereinbart vollzogen werden 

kann.  

a. Krankheit oder Unfall des Kindes haben nur dann eine Änderung einer konkreten Be-

suchszeit zur Folge, wenn das Kind nicht mehr angemessen reisefähig wäre. 

b. Der Kindsvater ist bei Ausfällen rechtzeitig zu informieren. Kommt die Kindsmutter 

dieser Pflicht nicht nach, findet die ausgefallene Besuchszeit zusätzlich zu den nor-

malen Besuchen zu einem anderen Zeitpunkt statt. 

c. Fallen – unabhängig von der Ursache – Besuchszeiten so gehäuft aus, dass der an-

gemessene Kontakt zwischen Vater und Tochter (recte: den Söhnen) beeinträchtigt 

ist, so vereinbaren die Eltern zusätzliche Besuchszeiten, die zeitnahe stattfinden; im 

Streitfall legt die Beiständin das Nötige fest. 

1.5 Für Änderungen und zur Streitbeilegungen gilt: 

a. Die Eltern sind befugt, einvernehmlich von den obigen Regeln abzuweichen. 

b. Wo aus praktischen Gründen im Einzelfall ein Termin oder eine Modalität geändert 

oder präzisiert werden soll, tauschen sich die Eltern immer zunächst direkt miteinan-

der aus. 

c. Im Streitfall kann der interessierte Elternteil bei der Beiständin Antrag stellen. Diese 

gibt, wenn zeitlich möglich, den Eltern kurz die Möglichkeit, (in der Regel schriftlich) 

Stellung zu nehmen. Anschliessend setzt sie verbindlich die Termine und Modalitäten 

fest.  

d. Wer anderes will, kann bei der KESB begründet Antrag stellen. Es wird darauf hin-

gewiesen, dass entsprechende Entscheide eine gewisse Verfahrensdauer bedingen.  

 

2. Die Beiständin erhält die Aufgabe, gemäss den obigen Vorgaben dieses Entscheids betreffend die 

persönlichen Kontakte zu vermitteln und, soweit nötig und zulässig, verbindlich über Daten und Modalitä-

ten zu entscheiden. 

 

3. Den Eltern wird bei Widerhandlung gegen den vorliegenden Entscheid die Ungehorsamsstrafe nach 

Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) vom 21. Dezember 1937 angedroht. Art. 292 

StGB lautet wie folgt: Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter 

Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet, wird mit 

Busse bestraft. 

 

4. Die obigen Anordnungen werden sofort vollstreckt; einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende 

Wirkung entzogen. 

 

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5. Die Kindsmutter wird darauf hingewiesen, dass eine Verhinderung der angemessenen Kontakte des 

Kindsvaters zu den gemeinsamen Kindern Grund für eine Prüfung der Umteilung der Obhut zum Vater 

sein kann. 

 

6. Das Friedensgericht M.____ Kanton L.____ wird als Kindesschutzbehörde mit vorliegendem Entscheid 

für die Übernahme der Erziehungsbeistandschaft angefragt. Das Gericht wird gebeten, der KESB B.____ 

mitzuteilen, per wann diese Massnahme übernommen wird. 

 

K. Dagegen erhob die Kindsmutter, vertreten durch Elisabeth Vogel, Advokatin in Basel, 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsge-
richt), mit den Rechtsbegehren:  
 
1. Es sei der Entscheid der KESB B.____ vom 21. Dezember 2017 vollumfänglich aufzuheben und es sei 

die Angelegenheit mit der Weisung um Klärung der örtlichen Zuständigkeit an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. 

 

2. Eventualiter sei der Entscheid der KESB B.____ vom 21. Dezember 2017 aufzuheben und es sei fol-

gende Regelung zu verfügen:  

 a. Das Besuchsrecht zwischen dem Vater und den Kindern wie folgt festzulegen:  

  i.  Bis am 30. Juni 2018 14-täglich am Montagnachmittag von 14.00 Uhr (verpflegt)  

   bis 18.00 Uhr (verpflegt) 

  ii.  Sollte das Besuchsrecht regelmässig ausgeübt werden ab 9. Juli 2018 in den  

   geraden Kalenderwochen an einem vom Vater zu wählenden Wochentag, jeweils  

   von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Die Mutter ist berechtigt, eine Person ihres Ver- 

   trauens für die Übergaben der Kinder an deren Wohnort beizuziehen. 

  iii. Ab 1. Oktober 2018 unter Überwachung durch die Beistandsperson einmal  

   probeweise und, sofern es dem Kindeswohl entspricht, anschliessend jedes  

   zweite Wochenende (gerade Kalenderwochen) von Samstagmorgen 9.00 Uhr bis  

   Sonntagabend 18.00 Uhr. Der Vater holt und bringt die Kinder. 

  iv. Ausgefallene Besuchstage werden nicht nachgeholt. 

  v. Sofern die Besuchskontakte vom Vater regelmässig wahrgenommen werden und  

   Übernachtungen der Kinder beim Vater etabliert sind, zwei Wochen Ferien pro  

   Jahr, davon eine in den Schulsommerferien, erstmals ab Herbstferien 2018. 

 b. Die Beistandsperson erhält die Aufgabe, gemäss den obigen Vorgaben betreffend persön- 

    liche Kontakte zu vermitteln und sofern notwendig, die bestehende Regelung zu  

    präzisieren und anzupassen. Im Streitfalle entscheidet die KESB. 

 

3. Es seien die Ziffern 1.1 lit. a und c sowie Ziffer 4 des Entscheids der KESB B.____ vom 21. Dezember 

2017 superprovisorisch aufzuheben und es sei der Beschwerde superprovisorisch die aufschiebende 

Wirkung zu erteilen sowie ein Besuchsrecht jeden Montagnachmittag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr anzu-

ordnen. Es sei die Beschwerdeführerin zu ermächtigen, die Übergaben durch ihren Onkel, N.____, be-

gleiten zu lassen.  

 

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4. Es sei die Vorinstanz zu verpflichten, die örtlich zuständige KESB (Friedensgericht M.____ Kanton 

L.____) um Übernahme des Kindesschutzverfahrens zu ersuchen. 

 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner.   
 
L. Mit präsidialer Verfügung vom 29. Januar 2018 wurde das Gesuch um Erlass super-
provisorischer Massnahmen abgewiesen. 
 
M. Am 9. Februar 2018 liess sich die KESB B.____ vernehmen und beantragt die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde, unter o/e-Kostenfolge.  
 
N. Mit Eingabe vom 12. Februar 2018 stellt der Kindsvater das Rechtsbegehren, es sei 
der Entscheid der KESB B.____ vom 21. Dezember 2017 zu bestätigen, unter o/e-Kostenfolge, 
wobei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei.  
 
O. Am 4. April 2018 reichte die Beschwerdeführerin ein weiteres Schreiben ein.  
 
P. Mit präsidialer Verfügung vom 9. April 2018 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen und angeordnet, dass über das Gesuch des Beschwerdegegners um unentgeltliche 
Prozessführung und Verbeiständung mit der Hauptsache entschieden werde.  
 
Q. Am 20. April 2018 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners seine Honorar-
note ein.  
 
R. Mit Eingabe vom 23. April 2018 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 
ihre Honorarnote ein.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer Kindesschutzbe-
hörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Ge-
setzes über die Einführung des Zivilgesetzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für 
die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 
Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts 
anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde 
befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) 
oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochte-
nen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als direkte Verfahrensbeteiligte zur 
Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist 
auf die Beschwerde einzutreten.  
 

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2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu.  
 
3.1 Umstritten ist vorab die örtliche Zuständigkeit der KESB B.____ zum Erlass der ange-
fochtenen Massnahmen. Die Beschwerdeführerin macht diesbezüglich geltend, aufgrund der 
Wohnsitznahme in O.____ im Kanton I.____ (per 1. Oktober 2017) und später in K.____ im 
Kanton L.____ (per 22. Dezember 2017) sei nicht mehr die KESB B.____, sondern das Frie-
densgericht M.____ zuständig. Die Vorinstanz sei über die Wohnsitzwechsel seit Ende Sep-
tember 2017 informiert gewesen. Da die KESB B.____ trotz des Hinweises der Beschwerdefüh-
rerin die Sache nicht an die zuständige Behörde übertragen habe, liege eine Verletzung von 
Art. 442 ZGB vor und die angefochtene Verfügung sei aufzuheben. 
 
3.2 Zuständig für den Erlass einer Massnahme ist die Kindesschutzbehörde am Wohnsitz 
der betroffenen Person (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 442 Abs. 1 ZGB). Wechselt eine Person, für 
die eine Massnahme besteht, ihren Wohnsitz, so übernimmt die Behörde am neuen Ort die 
Massnahme ohne Verzug, sofern keine wichtigen Gründe dagegen sprechen (Art. 314 Abs. 1 
i.V.m. Art. 442 Abs. 5 ZGB). Der Gesetzgeber hat bewusst auf eine gesetzliche Frist für die 
Übertragung einer Massnahme, nachdem die betroffene Person den Wohnsitz gewechselt hat, 
verzichtet, um den betroffenen Behörden die erforderliche Flexibilität einzuräumen, um auf die 
vielfältigen und unterschiedlichen Bedürfnisse des Alltags angemessen reagieren zu können. 
Den kantonalen Behörden kommt daher beim Entscheid, wann eine Massnahme übertragen 
wird, ein gewisses Ermessen zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_483/2017 vom 6. November 
2017 E. 2.1; Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
[Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht], Bundesblatt [BBl] 2007 7001 ff., 
S. 7075). Mit dem letzten Halbsatz in Art. 442 Abs. 5 ZGB hat der Gesetzgeber eine wichtige 
Relativierung des Grundsatzes der unverzüglichen Übertragung vorgenommen. Damit unter-
streicht er, dass die Interessen und das Wohl der betroffenen Person den Massstab bei der 
Übertragung einer Massnahme bilden. Als wichtige Gründe für ein Zuwarten mit der Übertra-
gung kommen die bevorstehende Aufhebung der Massnahme, die Erledigung einzelner Ge-
schäfte, die im Einzelfall fehlende Stabilität des Aufenthaltsortes sowie die Kontinuität der Be-
treuung in Frage. Dies namentlich, wenn die Übertragung mit einem Beistandswechsel verbun-
den wäre (vgl. CHRISTOPH HÄFELI, Wohnsitzwechsel der betreuten Person und Zuständigkeit 
der KESB, in Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 2016, S. 337; CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 2. Auflage, Bern 2016, § 31, N 31.10; PETER BREIT-
SCHMID, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1 - 456 ZGB, 
5. Auflage, Basel 2014, N 18 zu Art. 315 - 315b ZGB m.w.H.; URS VOGEL, in: Honsell/Vogt/
Geiser [Hrsg.], a.a.O., N 21 f. zu Art. 442 ZGB). 
 
3.3 Unstrittig ist, dass im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids der KESB 
B.____ vom 21. Dezember 2017 die Kindsmutter nicht mehr in G.____ wohnhaft war. Den Ver-
fahrensakten lässt sich in diesem Zusammenhang entnehmen, dass die KESB B.____ nach 
dem Umzug der Kindsmutter nach I.____ die KESB P.____ sowie das J.____ darum ersuchte, 

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schnellstmöglich begleitete Besuchskontakte bzw. begleitete Übergaben zwischen dem Kinds-
vater und seinen Söhnen zu organisieren. Dem J.____ war es bis im Dezember 2017 jedoch 
nicht möglich, begleitete Besuche bzw. begleitete Übergaben zu organisieren. Zum einen führte 
das J.____ diesbezüglich aus, die Kindsmutter sei nicht erreichbar gewesen und zum anderen 
sei neben ihrem unkooperativen Verhalten hinzugekommen, dass sie per 20. Dezember 2017 
nach K.____ in den Kanton L.____ umgezogen sei und deshalb die Zuständigkeit nicht mehr 
gegeben sei (vgl. E-Mail von Q.____ an H.____ vom 7. Dezember 2017 und E-Mail von R.____ 
an S.____, H.____ vom 19. Dezember 2017). Wie sich den vorstehenden Ausführungen ent-
nehmen lässt, leitete die KESB B.____ die Übertragung der Massnahmen grundsätzlich ein. Die 
Kindsmutter hat sich nach dem Umzug nach I.____ jedoch der Kontaktaufnahme durch die neu 
zuständige Behörde mehrfach entzogen und ist per 20. Dezember 2017 erneut umgezogen. 
Der KESB B.____ kann deshalb – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – nicht 
vorgeworfen werden, dass sie die bestehenden Kindsschutzmassnahmen im massgebenden 
Zeitpunkt (d.h. am 20. Dezember 2017) noch nicht zuständigkeitshalber an das Friedensgericht 
M.____ übertragen hatte. Dies gilt umso mehr als das Besuchsrecht im vorliegenden Fall ledig-
lich bis zum 31. Dezember 2017 geregelt war und somit eine weiterführende Regelung unmit-
telbar getroffen werden musste. Vorliegend ist zu beachten, dass die Besuche zwischen 
D.____, E.____ und ihrem Vater (nach der rund zweijährigen Abwesenheit des Kindsvaters) 
erst im Sommer 2017 stattfinden konnten. Eine sofortige Übertragung der Massnahmen hätte – 
nachdem die verfügten Besuche erst seit wenigen Monaten organisiert werden konnten – dem-
zufolge einen erneuten längeren Unterbruch des Besuchsrechts nach sich gezogen, was ange-
sichts des Alters der Kinder nicht deren Interessen entsprochen hätte. Mit Blick auf das der  
Vorinstanz zukommende Ermessen ist nicht zu beanstanden, dass diese einen wichtigen Grund 
im Sinne von Art. 442 Abs. 5 ZGB annahm, welcher der umgehenden Übertragung der Mass-
nahme auf das Friedensgericht M.____ entgegenstand. Der Vollständigkeit halber sei in diesem 
Zusammenhang vermerkt, dass der Einwand der Beschwerdeführerin, die KESB B.____ habe 
bereits am 19. September 2017 Kenntnis von ihrem Wohnsitzwechsel gehabt und es sei des-
halb nicht nachvollziehbar, weshalb die Übernahme durch die KESB P.____ bis im November 
2017 nicht habe vollzogen werden können, zwar nicht von der Hand zu weisen ist. Dennoch 
ändert dies nichts an den vorstehenden Ausführungen, weil die Zuständigkeit des Kantons 
I.____ zwischenzeitlich unbestrittenermassen nicht mehr gegeben ist. Damit war die KESB 
B.____ zum Erlass der angefochtenen Regelungen zuständig und eine Verletzung von Art. 442 
ZGB liegt nicht vor. 
 
4.1 Des Weiteren rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Sie 
moniert, vor Erlass der angefochtenen Massnahmen nicht angehört worden zu sein (Beschwer-
debegründung vom 22. Januar 2018, Rz. 17).  
 
4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999) ist formeller Natur. Wird er verletzt, führt 
dies ohne Prüfung der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Be-
schwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 137 I 195 E. 2.2). Nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für die Gewährung des rechtlichen Gehörs die Um-
stände des Einzelfalls massgebend. Wegleitend muss der Gedanke sein, einer Partei zu er-

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möglichen, ihren Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen (Urteil des Bundesgerichts 
8C_158/2009 vom 2. September 2009 E. 5.2, nicht publ. in: BGE 136 I 39).  
 
4.3 Aus den Verfahrensakten geht hervor, dass die Vorinstanz die Kindseltern, insbeson-
dere die Kindsmutter, mit Verfügung vom 12. Dezember 2017 zur Stellungnahme aufforderte 
(Ziff. 4) und verfügte, dass im Falle des Ausbleibens einer Stellungnahme aufgrund der Akten-
lage entschieden werde (Ziff. 4.1). Damit ist erstellt, dass der anwaltlich vertretenen Beschwer-
deführerin Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt wurde. Ihre Begründung, sie sei davon 
ausgegangen, das rechtliche Gehör sei ihr lediglich in Bezug auf den bevorstehenden Besuchs-
termin vom 19. Dezember 2017 gewährt worden, ist nicht nachvollziehbar. Zunächst fällt in die-
sem Zusammenhang auf, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift selber aus-
führt, sie habe "insbesondere" zum bevorstehenden Besuchstermin Stellung genommen, d.h. 
sie ist gemäss ihrer eigenen Aussage nicht davon ausgegangen, sich ausschliesslich zum be-
vorstehenden Besuchstermin äussern zu müssen. Nichts anderes ergibt sich aus dem Um-
stand, dass die Besuchsrechtsanordnung befristet verfügt worden war und die Anordnung einer 
weiterführenden Regelung des persönlichen Verkehrs unmittelbar bevorstand. Dabei ist zu be-
achten, dass die Vorinstanz die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin bereits am 
31. August 2017 kontaktierte und sie darauf hinwies, dass das bis Ende Dezember 2017 verfüg-
te Besuchsrecht im Falle eines Umzugs der Kindsmutter angepasst werden müsste. Weitere 
Kontaktaufnahmen zur Klärung der Sachlage blieben zunächst erfolglos (vgl. Aktennotizen der 
KESB B.____ vom 31. August 2017 und vom 8. September 2017). In der Folge fand eine Anhö-
rung statt, an der die Beschwerdeführerin in Begleitung ihrer Rechtsvertreterin insbesondere 
über das weitere Vorgehen nach dem Umzug informiert wurde (vgl. Aktennotiz der KESB 
B.____ vom 19. September 2017). Die Beschwerdeführerin wurde somit im Beisein ihrer Anwäl-
tin vor dem Erlass des angefochtenen Entscheids durch die KESB B.____ erstmals zum weite-
ren Vorgehen betreffend den persönlichen Verkehr angehört und bereits im Vorfeld über den 
Grund und den Inhalt dieser Anhörung durch die KESB informiert, was ihr sowie ihrer Anwältin 
eine genügende Vorbereitung ermöglichte. Anlässlich dieser Anhörung wurde vereinbart, dass 
weiterhin ein Besuchsrecht alle zwei Wochen stattfinden soll, und die Vorinstanz weitere Abklä-
rungen zur Umsetzung einer Besuchsbegleitung vornehmen und die Kindseltern im Anschluss 
darüber informieren und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme gewähren werde (vgl. Aktennotiz 
der KESB B.____ vom 19. September 2017, S. 2). Die darauffolgende Aufforderung zur Stel-
lungnahme ist entsprechend mit "Vollzug begleitete Besuche" betitelt. Vor dem geschilderten 
Hintergrund kann der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin demnach nicht gefolgt werden, 
wenn sie geltend macht, sie sei davon ausgegangen, das rechtliche Gehör sei ihr ausschliess-
lich in Bezug auf den bevorstehenden Besuchstermin gewährt worden. Damit erweist sich die 
Rüge der fehlenden Anhörung als unbegründet und eine Verletzung des Anspruchs auf rechtli-
ches Gehör liegt nicht vor. 
 
5.1 In materieller Hinsicht ist vorliegend zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht ein unbeglei-
tetes und ausgedehnteres Besuchsrecht von Samstagmorgen bis Sonntagabend zwischen dem 
Kindsvater und seinen Söhnen sowie ein Ferienrecht im Umfang von drei Wochen im Jahr an-
geordnet hat.  
 

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5.2 Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz insbesondere ein widersprüchliches Ver-
halten vor, weil diese zunächst selber davon ausgegangen sei, dass eine Übernachtung beim 
Vater ohne vorherigen Wiederaufbau von Kontakten unrealistisch sei, dann aber – nur wenige 
Tage später im angefochtenen Entscheid – festgehalten habe, es seien der Behörde keine 
Gründe bekannt, welche gegen unbegleitete Besuche inklusive Übernachtungen beim Kindsva-
ter sprechen würden. Dabei habe die Vorinstanz auch unberücksichtigt gelassen, dass der 
Kindsvater am Wochenende arbeite, weshalb die angeordnete Besuchsrechtsregelung unan-
gemessen und unpassend sei. Ferner sei sie, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, koope-
rativ gewesen und habe sich stets an die mit Entscheid vom 11. Juli 2017 angeordnete Be-
suchsrechtsregelung gehalten. Sie habe die Besuche zwischen dem Vater und den Kindern 
nicht verunmöglicht, sondern der Kindsvater habe die verfügten Termine in nicht zulässiger 
Weise wahrgenommen. Aus diesem Grund sei ein stufenweiser Kontaktaufbau unabdingbar.  
 
5.3 Die Vorinstanz stellte sich im angefochtenen Entscheid auf den Standpunkt, es würden 
keine Gründe vorliegen, welche unbegleiteten Besuchen in gewöhnlichem Umfang beim Vater 
entgegenstehen würden. Im Bericht der Beiständin vom 4. Juli 2017 werde festgehalten, dass 
der Kindsvater im Umgang mit den Kindern keine pädagogische Begleitung benötige. Aufgrund 
der Bedenken der Kindsmutter sei seitens der Behörde aber eine kurze Weiterführung der Auf-
bauphase mit begleiteten Übergaben unterstützt worden. Diese hätten jedoch aufgrund der 
Wohnortswechsel der Kindsmutter und ihrer fehlenden Erreichbarkeit nie umgesetzt werden 
können. Insbesondere aufgrund des letzten Umzugs der Kindsmutter nach K.____ sei die Or-
ganisation der Übergabebegleitungen erneut unverhältnismässig verlängert und der Kontakt 
zwischen dem Kindsvater und den Kindern verunmöglicht worden. Aufgrund des Alters der Kin-
der dürfe auf keinen Fall ein weiterer Unterbruch des Besuchsrechts mehr hingenommen wer-
den.  
 
5.4 Der Beschwerdegegner bestreitet, kein Interesse an seinen Kindern zu haben. Viel-
mehr sei es auf das Verhalten und die Umzüge der Kindsmutter zurückzuführen, dass das Be-
suchsrecht nicht ordentlich habe ausgeübt werden können. Es hätten sich insbesondere 
Schwierigkeiten in Bezug auf die angeordneten Besuche ergeben, weil die Kindsmutter nur ein 
begleitetes Besuchsrecht zugelassen habe, dieses aufgrund ihrer Umzüge jedoch nicht mehr 
mit der ernannten Begleitperson habe umgesetzt werden können. Die Kindsmutter versuche mit 
ihren Umzügen offensichtlich das Besuchsrecht zu verhindern. Die Reisezeit von seinem Woh-
nort bis zum neuen Wohnort der Kinder in K.____ betrage mit dem Auto zirka zwei Stunden und 
mit den öffentlichen Verkehrsmitteln knapp drei Stunden. Er besitze kein Auto, was bedeute, 
dass er rund sechs Stunden Reisezeit für vier Stunden Besuchszeit aufwenden müsste, wozu 
er auch aufgrund seiner finanziellen Situation kaum in der Lage sei. Zutreffend sei zwar, dass er 
am Wochenende arbeite, er habe jedoch die (schriftliche) Zustimmung des Arbeitgebers, dass 
er sich die Wochenenden frei nehmen könne, an welchen er seine Kinder sehen könne. Dem-
zufolge stelle dies kein Hindernis für die verfügte Besuchsrechtsregelung dar. 
 
5.5 Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das minderjährige 
Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 Abs. 1 
ZGB). Persönlicher Verkehr ist ein Recht der Eltern und des Kindes (sog. Pflichtrecht). Zweck 

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des Besuchsrechts ist vor allem die Aufrechterhaltung regelmässiger Kontakte des Kindes zu 
seinen Eltern (vgl. PETER BREITSCHMID, in: Breitschmid/Rumo-Jungo [Hrsg.], Handkommentar 
zum Schweizer Privatrecht, Personen- und Familienrecht, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2016, 
N 3 zu Art. 273 ZGB). Dieses Recht steht dem Betroffenen um seiner Persönlichkeit willen zu 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_50/2013 vom 19. März 2013 E. 6.1). Verpflichtet, den per-
sönlichen Verkehr zwischen Eltern und Kind zu dulden bzw. zu ermöglichen, ist die die elterli-
che Sorge oder Obhut innehabende Person, d.h. in der Regel der andere Elternteil. So haben 
auch der Vater und die Mutter alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum ande-
ren Elternteil beeinträchtigt oder die Aufgabe der erziehenden Person erschwert (Art. 274 
Abs. 1 ZGB; vgl. INGEBORG SCHWENZER/MICHELLE COTTIER, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], 
a.a.O., N 5 zu Art. 273 ZGB). Als sog. Pflichtrecht dient es freilich in erster Linie dem Interesse 
des Kindes. Bei der Festsetzung des Besuchsrechts geht es nicht darum, einen gerechten Inte-
ressenausgleich zwischen den Eltern zu finden, sondern den elterlichen Kontakt mit dem Kind 
in dessen Interesse zu regeln, wobei die Bedürfnisse des Kleinkindes nicht denjenigen eines 
Jugendlichen entsprechen. Als oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des Besuchsrechts 
gilt somit immer das Kindeswohl, das anhand der gegebenen Umstände zu beurteilen ist. Allfäl-
lige Interessen der Eltern haben zurückzustehen. Welche Ordnung des persönlichen Verkehrs 
zwischen Eltern und Kindern angemessen ist, entscheidet sich im konkreten Einzelfall nach 
gerichtlichem Ermessen. Immerhin hat der persönliche Verkehr in den vergangenen Jahren 
eine zunehmende Ausdehnung erfahren. Die allgemeine Tendenz zur Ausweitung fusst auf der 
Erkenntnis, dass der Kontakt zum getrennt lebenden Elternteil für das Kind von grosser Bedeu-
tung ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_450/2015 vom 11. März 2016 E. 3.3; 5A_719/2013 
vom 17. Oktober 2014 E.4.2 und 5A_50/2013 vom 19. März 2013 E. 6.1; BGE 130 III 585 
E. 222; BGE 131 III 209 E. 4; BGE 127 III 295 E. 4a).  
 
5.6 Der aus Art. 273 Abs. 1 ZGB fliessende Anspruch kann gestützt auf Art. 274 Abs. 2 
ZGB verweigert oder entzogen werden, wenn das Wohl des Kindes durch den persönlichen 
Verkehr gefährdet wird, wenn ihn der betreffende Elternteil pflichtwidrig ausgeübt hat, wenn sich 
dieser nicht ernsthaft um das Kind gekümmert hat oder wenn andere wichtige Gründe vorlie-
gen. Eine Gefährdung des Wohls des Kindes im genannten Sinn liegt dann vor, wenn dessen 
ungestörte körperliche, seelische oder sittliche Entfaltung durch ein auch nur begrenztes Zu-
sammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist (Urteil des Bundesgerichts 
5A_719/2013 vom 17. Oktober 2014 E. 4.3).  
 
5.7 Bei der Beschränkung des persönlichen Verkehrs ist stets das Gebot der Verhältnis-
mässigkeit zu beachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_404/2015 vom 27. Juni 2016 
E. 5.2.4). Das Bundesgericht hat ausdrücklich festgehalten, dass es unhaltbar wäre, wenn der 
obhutsberechtigte Elternteil es in der Hand hätte, gewissermassen durch Zwistigkeiten mit dem 
anderen Teil den Umfang des Besuchsrechts zu steuern. So darf der persönliche Verkehr in der 
Regel nicht allein wegen elterlichen Konflikten dauerhaft eingeschränkt werden, jedenfalls so-
weit das Verhältnis zwischen dem besuchsberechtigten Elternteil und dem Kind gut ist (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts 5A_79/2014 vom 5. März 2015 E. 5; BGE 130 III 585 E. 2.2.1; Urteil 
des Bundesgerichts 5C.221/2006 vom 16. Januar 2007 E. 2.2). Es ist allgemein anerkannt, 
dass die Beziehungspflege zu beiden Elternteilen für die gedeihliche Entwicklung des Kindes 

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sehr wichtig ist und bei dessen Identitätsfindung eine entscheidende Rolle spielen kann 
(vgl. BGE 130 III 585 E. 2.2.2; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht [KGE VV] vom 10. Mai 2017 [810 17 12] E. 7.4). 
 
5.8 Zusammenfassend ergibt sich aus den obigen Ausführungen, dass der Kindsvater 
grundsätzlich ein Recht auf persönlichen Verkehr mit seinen Söhnen hat, die Kindsmutter die-
ses Recht zu ermöglichen hat, die Beziehung zu beiden Elternteilen für die Entwicklung der 
Kinder wesentlich ist und dieses Recht bei einer drohenden Kindswohlgefährdung beschnitten 
werden kann. Es ist daher zu prüfen, ob eine allfällige Kindeswohlgefährdung dem Besuchs-
recht entgegensteht. 
 
5.9 Im vorliegenden Fall wurde nach einem längeren Kontaktunterbruch aufgrund des Ge-
fängnisaufenthalts des Kindsvaters vorsorglich ein begleitetes Besuchsrecht alle zwei Wochen, 
jeweils am Montagnachmittag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr angeordnet (vgl. Entscheid der 
KESB B.____ vom 24. März 2017). Das Besuchsrecht wurde mit Entscheid der KESB B.____ 
vom 11. Juli 2017 – soweit es dessen Umfang betrifft – bestätigt. Hinsichtlich der Begleitung 
wurde demgegenüber verfügt, dass lediglich noch der erste Besuch Mitte August 2017 durch-
gängig durch die Besuchsbegleitung zu beaufsichtigen sei, die darauffolgenden Besuche hin-
gegen seien einzig bei der Übergabe am Anfang und am Schluss zu begleiten. Die in diesem 
Entscheid festzustellende Lockerung der Besuchsbegleitung stützt sich mitunter auf das Proto-
koll der Anhörung vom 30. Juni 2017. Aus diesem geht hervor, die drei durchgeführten Besuche 
seien für die Kontaktanbahnung gut gewesen und es habe sich gezeigt, dass der Kindsvater 
sich adäquat um die Söhne kümmern könne, weshalb die Besuche künftig nicht mehr durch-
gängig begleitet werden müssten. Nichts anderes ergibt sich aus dem Bericht der Beiständin 
vom 4. Juli 2017, in welchem bei regelmässigem Kontakt zum Beziehungsaufbau von einem 
Ausbau der Besuchsregelung die Rede ist. Der Bericht der Begleitperson von Mai bis Juni 2017 
hält ferner fest, dass sich der Kindsvater eigenständig und umsichtig um die Kinder gekümmert 
habe, und er grundsätzlich keine pädagogische Begleitung brauche. Überdies hielt die  
Vorinstanz bereits im Rahmen der Anhörung vom 19. September 2017 fest, dass keine Gründe 
ersichtlich seien, welche die Begleitung der Besuche erfordern würden. Auch war bereits von 
einer allfälligen Übernachtung der Söhne beim Kindsvater die Rede. Damals war vorgesehen, 
dass die Besuche alle zwei Wochen mit Begleitung am neuen Wohnort stattfinden sollen, wobei 
lediglich die ersten beiden Besuche durchgängig hätten begleitet werden sollen. Aus den vor-
stehenden Ausführungen ergibt sich, dass keine der von der KESB beauftragten Fachpersonen 
eine Kindswohlgefährdung feststellen konnte. Im Gegenteil haben die involvierten Fachperso-
nen jeweils eine stufenweise Ausweitung des Besuchsrechts empfohlen. Demzufolge sind keine 
Gründe ersichtlich, welche im vorliegenden Fall gegen die Ausübung eines Besuchsrechts 
sprechen.  
 
5.10 Die Beschwerdeführerin wendet sich insbesondere gegen die fehlende stufenweise 
Ausdehnung des Besuchsrechts. Als nächstes sind deshalb die Modalitäten des persönlichen 
Verkehrs zwischen dem Kindsvater und seinen Söhnen zu prüfen. Die Häufigkeit, Dauer und 
der Ort richten sich vor allem nach dem Alter des Kindes, seiner bisherigen Bindung an den 
anderen Elternteil, der Entfernung und Erreichbarkeit der Wohnungen der Eltern und der Le-

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bensgestaltung des Kindes und beider Eltern in Beruf, Schule und Freizeit (vgl. SCHWENZER/
COTTIER, a.a.O., N 13 ff. zu Art. 273 ZGB; CLAUDIA M. MORDASINI-ROHNER, in: Kren Kostkie-
wicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 
3. Auflage, Zürich 2016, N 9 zu Art. 273 ZGB). Die Beschwerdeführerin spricht sich zwar grund-
sätzlich für ein Besuchsrecht aus, stellt sich aber auf den Standpunkt, dass ein stufenweiser 
Kontaktaufbau notwendig sei. Grundsätzlich würde sich in einer Konstellation wie der vorlie-
genden ein stufenweiser Aufbau des Kontakts zwischen dem Vater und seinen Söhnen anbie-
ten. Aus diesem Grund wurde im Entscheid vom 11. Juli 2017 die Möglichkeit einer Ausweitung 
bei regelmässig stattfindenden Besuchen festgehalten. Ein solches Vorgehen wurde erneut im 
Rahmen der Anhörung der Kindsmutter vom 19. September 2017 besprochen. Gestützt auf die 
Akten konnte eine entsprechende Ausdehnung des Besuchsrechts jedoch nicht umgesetzt wer-
den, weil die festgelegten Besuche nicht (regelmässig) stattfinden konnten, was insbesondere 
auf die Wohnsitzwechsel der Kindsmutter zurückzuführen war. Wenn die Beschwerdeführerin 
nun geltend macht, ein sorgfältiger Aufbau des Kontaktes zwischen dem Kindsvater und den 
Söhnen sei unabdingbar, kann ihr vor diesem Hintergrund nicht gefolgt werden, weil ein stufen-
weiser Aufbau des Kontaktes vornehmlich aufgrund ihres Verhaltens (Wohnsitzwechsel) nicht 
umgesetzt werden konnte. Eine Kindeswohlgefährdung ist darin jedenfalls nicht erkennbar. Es 
ist somit nicht ersichtlich, und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht weiter geltend ge-
macht, inwiefern das Kindeswohl durch die angeordnete Besuchsrechtsregelung gefährdet sein 
soll. Der Entscheid der KESB B.____ ist somit insgesamt nicht zu beanstanden. Dies führt zur 
Abweisung der Beschwerde.  
 
6.1 Es bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrens-
kosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der un-
terliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang 
des Verfahrens entsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- der unter-
legenen Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 1'800.-- zu verrechnen. Der zu viel geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 400.-- ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.  
 
6.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei zugespro-
chen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist dem anwaltlich vertretenen Be-
schwerdegegner als obsiegende Partei antragsgemäss eine Parteientschädigung zu bezahlen. 
Der vom Rechtsvertreter des Beschwerdegegners in der Honorarnote vom 20. April 2018 gel-
tend gemachte Aufwand von 19:35 Stunden à Fr. 200.--, zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer, ist 
nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner für das vorliegende 
Verfahren demzufolge eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'218.25 zu bezahlen. Im 
Übrigen sind die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 2 VPO). Das vom Beschwerde-
gegner gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird bei diesem Verfahrensausgang 
gegenstandslos.  
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'800.-- verrechnet. Der zu viel geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 400.-- wird der Beschwerdeführerin zurücker-
stattet. 

   
 3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner eine Parteient-

schädigung in der Höhe von Fr. 4'218.30 (inkl. 7.7 % MWST) zu bezah-
len. Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen. 

 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin