# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3527a53-d030-579a-af52-3bdb7ed7dc53
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-09-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.09.2008 IV 2007/77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-77_2008-09-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/77

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.06.2020

Entscheiddatum: 18.09.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 18.09.2008
Art. 17 Abs. 1 ATSG. Mögliche Revision einer Invalidenrente aufgrund eines 
Anstiegs des zumutbaren Invalideneinkommens bei unverändertem 
Arbeitsunfähigkeitsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 18. September 2008, IV 2007/77).

Vizepräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei, 

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiber Ralph Jöhl

Entscheid vom 18. September 2008

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.   

S.___ meldete sich am 16. Mai 2003 zum Bezug von IV-Leistungen an. Er gab an, er 

habe den Beruf eines Metzgers A erlernt. Am 5. Juni 2003 teilte er der IV-Stelle mit, 

dass er die Metzgerei und das Restaurant zusammen mit seiner Ehefrau selbständig 

geführt habe. Ende August 2002 hätten sie den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen 

auflösen müssen. Der Betrieb sei unter dem Namen A.___ gelaufen. Das individuelle 

Beitragskonto des Versicherten wies als beitragspflichtige Arbeitgeberin die A.___ aus. 

Dr. med. B.___ berichtete der IV-Stelle am 29. September 2003, der Versicherte leide 

an einer koronaren Dreigefässerkrankung, an einem St. n. aortakoronarem dreifachem 

Bypass am 13. September 2003, an einer anhaltenden geringfügig reduzierten 

linksventrikulären Funktion (EF 50%), an anhaltenden Beschwerden im Bereich des 

Thorax nach Sternumspaltung, an einem St. n. Semicastratio 1989 wegen 

Hodenmischtumor und nachfolgender adjuvanter Chemotherapie und an anhaltender 

schneller Ermüdbarkeit. Seit dem 21. April 2002 sei der Versicherte als Metzger 

wechselnd zwischen 50% und 100% arbeitsunfähig. Nun bestehe bis auf weiteres eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50%. Aufgrund einer entsprechenden Aufforderung der IV-Stelle 

reichte der Versicherte am 27. Oktober 2003 die Jahresabschlüsse 1999, 2000 und 

2001 der A.___ ein. Alle drei Abschlüsse wiesen einen erheblichen Verlust aus. Der 

aktuelle Arbeitgeber des Versicherten, C.___, teilte der IV-Stelle am 7. Juli 2004 mit, er 

beschäftige den Versicherten seit dem 4. Juni 2003 zu 50% als Metzger. Die 

wöchentliche Arbeitszeit des Versicherten betrage 21,5 Std., der Lohn von Beginn an 

Fr. 2250.-. Der Arbeitsleistung des Versicherten entspräche einem Lohn von Fr. 4500.-. 

Er gab für jeden Monat zwischen Juni 2003 und Juni 2004 einen Monatslohn von Fr. 

2250.- an.

B.  

Die IV-Stelle nahm am 4. Mai 2004 eine Selbständigenabklärung an Ort und Stelle vor. 

Gemäss dem Abklärungsbericht gab der Versicherte dabei an, er habe den Betrieb 

wegen der bevorstehenden Operation per August 2002 aufgegeben, denn er sei der 

Belastung nicht mehr gewachsen gewesen. Er hätte heute einen Jahreslohn von Fr. 

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100'000.-, wenn der Betrieb noch bestehen würde. Er habe sämtliche Arbeiten erledigt 

und sich dabei bis zur obersten Grenze belastet. Der abklärende Sachbearbeiter hielt 

dazu fest, eine Umschulung dürfte angesichts des Alters und der Vorbildung des 

Versicherten schwierig sein. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe seit April 2002, aber die AG 

habe schon seit Jahren defizitär gewirtschaftet. Die Unterlagen zeigten klar, dass der 

Konkurs nichts mit der Invalidität zu tun gehabt habe. Mit grosser Wahrscheinlichkeit 

sei der Versicherte gar nicht fähig, einen solchen Betrieb zu führen. Deshalb sei 

anzunehmen, dass der Versicherte auch ohne den Gesundheitsschaden eine andere 

Tätigkeit hätte annehmen müssen. Wenn dem Versicherten als Metzger nur eine 

Arbeitsleistung von 50% zumutbar sei, sollte ihm eine halbe Invalidenrente 

zugesprochen werden. Der Sachbearbeiter stellte einem Valideneinkommen von Fr. 

58'500.- ein Invalideneinkommen von Fr. 29'250.- gegenüber. Mit einer Verfügung vom 

11. Oktober 2004 sprach die IV-Stelle dem Versicherten rückwirkend ab April 2003 eine 

halbe Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 50% zu.

C.  

Am 21. Juli 2006 füllte der Versicherte den Fragebogen für die Rentenrevision aus. 

Darin gab er an, sein Gesundheitszustand habe sich nicht verändert. Der Arbeitgeber 

C.___ teilte der IV-Stelle am 17. August 2006 mit, er beschäftige den Versicherten seit 

dem 1. Juni 2003 für leichtere Arbeiten wie sortieren, entbeinen, spritzen usw. in der 

Metzgerei. Ebenfalls seit dem 1. Juni 2003 betrage die wöchentliche Arbeitszeit nach 

dem Eintritt des Gesundheitsschadens 43 Std. Der beitragspflichtige Lohn belaufe sich 

auf Fr. 55'000.- pro Jahr bzw. Fr. 3800.- pro Monat. Der Arbeitsleistung des 

Versicherten entspräche ein Jahreslohn von Fr. 50'000.-. Ohne den 

Gesundheitsschaden würde der Versicherte Fr. 80'000.- verdienen. Ergänzend führte 

C.___ aus, er habe den Versicherten zunächst im Ladenverkauf, in der Hotelrichterei, 

im Telephondienst usw. beschäftigen wollen. Das sei nicht gegangen. Daraufhin habe 

er dem Versicherten leichtere Hilfsarbeiten zugewiesen. Später habe er versucht, dem 

Versicherten die Aufgabe zu übertragen, die Mitarbeiter richtig einzuteilen und zu 

delegieren. Dazu habe der Versicherte eine Weiterbildung absolviert. Aber auch das sei 

erfolglos geblieben. Er sei überzeugt, dass der Versicherte arbeiten wolle. Deshalb 

bezahle er ihm einen Lohn von Fr. 3800.- monatlich. Das sei zwar zuviel, aber der 

Versicherte sei nicht nur körperlich angeschlagen. Gemäss dem IK-Auszug hatte der 

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Versicherte von Juni bis Dezember 2003 Fr. 15'750.- und in den Jahren 2004 und 2005 

je Fr. 49'400.- verdient. Dr. med. B.___ berichtete der IV-Stelle am 21. August 2006, der 

Gesundheitszustand des Versicherten sei stationär, die Diagnose unverändert. Kardial 

sei der Versicherte gut kompensiert. Es bestehe eine Leistungsverminderung im 

Ausmass von 50-60%.

D.  

Die IV-Stelle fragte C.___ am 11. Oktober 2006, welcher Monatslohn der Leistung des 

Versicherten entsprechen würde. C.___ antwortete am 23. Oktober 2006, der Lohn von 

Fr. 3800.- sei zu hoch. Es wäre sinnvoll, wenn der Hausarzt dem Versicherten 

empfehlen würde, kürzer zu treten. Wenn er als Arbeitgeber den Lohn entsprechend 

der Leistung kürzen müsste, käme für den Versicherten noch eine psychische 

Belastung hinzu. Dies hätte einen weiteren Rückschlag zur Folge. Die IV-Stelle 

erkundigte sich beim Schweizerischen Metzgermeisterverband nach dem Lohn eines 

51-jährigen Metzgers A. Der Mitarbeiter des Verbandes antwortete am 14. November 

2006 telephonisch, er könne nur den Durchschnittslohn für A-Metzger aller 

Altersklassen und Dienstjahre angeben. Dieser Durchschnittslohn betrage Fr. 5500.- 

(inklusive 13. Monatslohn). Gemäss einer telephonischen Auskunft der D.___ verdiente 

ein 55-jähriger Metzger dort durchschnittlich Fr. 5000.- bis Fr. 5500.-. In einer internen 

Notiz hielt die IV-Stelle am 16. November 2006 fest, es bestehe nach wie vor eine 

Arbeitsfähigkeit von 50%. Bei der erstmaligen Rentenzusprache habe der Versicherte 

schon im selben Betrieb als Metzger gearbeitet. Der Einkommensvergleich habe auf 

der Annahme beruht, dass der Versicherte bei 50% einen Lohn von Fr. 2500.- erhalte. 

Dies entspreche jedoch nicht der Wahrheit. Der Versicherte beziehe seit dem 1. Juni 

2003 einen Monatslohn von Fr. 3800.-. Dies entspreche einem Einkommen von Fr. 

49'400.-. Der Versicherte hätte so nie einen Rentenanspruch gehabt. Der Arbeitgeber 

habe ausgeführt, der Lohn entspreche nicht der Leistung. Gerechtfertigt wäre ein Lohn 

von Fr. 50'000.-, effektiv würden Fr. 49'400.- ausbezahlt. Also könne nicht von einem 

Soziallohn gesprochen werden. Gemäss den Abklärungen würde ein Metzger A Fr. 

66'000.- verdienen. Es bestehe deshalb bei gleichbleibendem Gesundheitszustand ein 

Revisionsgrund aus wirtschaftlichen Gründen. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 

66'000.- und einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 49'400.- resultiere ein 

Invaliditätsgrad von 25%.

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E.  

Mit einem Vorbescheid vom 20. November 2006 teilte die IV-Stelle dem Versicherten 

mit, dass sie beabsichtige, die laufende halbe Invalidenrente aufzuheben. Dr. med. 

B.___ reichte einen Bericht des Kardiologen Dr. med. E.___ vom 4. Dezember 2006 ein, 

laut dem sich der Zustand des Versicherten verschlechtert hatte. Keiner der beiden 

Ärzte leitete daraus aber eine weitere Reduktion der Arbeitsfähigkeit ab. Der 

Versicherte liess am 4. Januar 2007 einwenden, der Gesundheitszustand habe sich 

nicht verbessert, das zumutbare Erwerbseinkommen von Fr. 66'000.- sei rein 

hypothetisch und entspreche nicht den tatsächlichen Gegebenheiten und die gesamten 

Berechnungen seien rein theoretischer Natur. Mit einer Verfügung vom 11. Januar 2007 

hob die IV-Stelle die laufende halbe Invalidenrente auf. Sie begründete dies mit dem 

effektiv ausbezahlten Lohn von Fr. 49'400.-, der als Revisionsgrund aus 

wirtschaftlichen Gründen zu werten sei.

F.   

Der Versicherte liess am 9. Februar 2007 Beschwerde erheben. Er machte geltend, die 

Arbeitsfähigkeit sei unverändert und das zumutbare Erwerbseinkommen von 

Fr. 66'000.- entspreche nicht der effektiven arbeitsmässigen Leistungsfähigkeit ohne 

Behinderung. Am 4. Mai 2007 liess der Versicherte ergänzend ausführen, das Validen­

einkommen sei anhand des bei der A.___ bezogenen Lohnes von Fr. 100'000.- zu 

bemessen. Damit wäre selbst bei einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 

49'400.- noch ein Invaliditätsgrad von über 50% gegeben. Wenn der bei der A.___ 

erzielte Lohn nicht massgebend sei, müsse auf die Löhne gemäss dem GAV für das 

Metzgereigewerbe abgestellt werden. Bei einer Berufserfahrung von 37 Jahren und der 

Fähigkeit, besondere Verantwortung zu tragen, sei von einem Valideneinkommen von 

mindestens Fr. 68'980.60 auszugehen. Bei dem effektiv ausbezahlten Lohn von Fr. 

3800.- handle es sich um einen Soziallohn. Auszugehen sei von einem zumutbaren 

Invalideneinkommen von höchstens Fr. 33'000.-. Der Invaliditätsgrad betrage somit 

52%. Der Versicherte beantragte dem Gericht die Aufhebung der Verfügung vom 11. 

Januar 2007 und die Weiterausrichtung einer Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 50%.

G.   

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Die IV-Stelle beantragte am 22. Juni 2007 die Abweisung der Beschwerde. Sie machte 

geltend, ein Abstellen auf die letzten Löhne falle nicht in Betracht, da der Versicherte 

als Inhaber der Metzgerei quasi sein eigener Arbeitgeber gewesen sei und seinen Lohn 

frei habe festsetzen können. Dieser Lohn sei deshalb nicht zwangsläufig Abbild der 

effektiven Arbeitsleistung gewesen. Zudem habe der Betrieb seit längerer Zeit Verluste 

eingefahren. Das lasse nur den Schluss zu, dass sich der Versicherte einen zu hohen 

Lohn ausbezahlt habe. Die Betriebsliquidation wäre auch ohne Erkrankung 

unausweichlich gewesen. Der Versicherte wäre also auch ohne die 

Gesundheitsbeeinträchtigung unselbständig. Dabei wäre er nicht in leitender Stellung 

tätig, da er dazu nicht fähig sei, wie der aktuelle Arbeitgeber bestätigt habe. Das 

Valideneinkommen von Fr. 66'000.- liege innerhalb des Ermessensspielraums. Der 

erbrachten Arbeitsleistung entspreche gemäss den Angaben des aktuellen 

Arbeitgebers ein Einkommen von Fr. 50'000.-. Der Invaliditätsgrad betrage somit 25%. 

Da der Versicherte ein höheres Einkommen erzielen könne als erwartet, liege eine 

erhebliche Veränderung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens 

vor, weshalb die Rente zu Recht eingestellt worden sei.

H.  

Der Versicherte liess am 17. August 2007 einwenden, er habe als Inhaber der A.___ 

rund elf Angestellte beschäftigt. Deshalb könne es nicht angehen, ihm die Eignung zur 

Betriebsführung abzusprechen. Die Behauptung des aktuellen Arbeitgebers, er habe 

die Weiterbildung nicht umsetzen können, belege nicht, dass er bereits vor der 

Erkrankung nicht dazu in der Lage gewesen wäre. Deshalb sei von einem 

Valideneinkommen von mindestens Fr. 68'980.60 auszugehen. Bei dem effektiv 

ausbezahlten Lohn von Fr. 3800.- handle es sich um einen viel zu hoch angesetzten 

Soziallohn.

I.   

Die IV-Stelle verzichtete am 30. August 2007 auf eine Stellungnahme zur Replik.

Erwägungen:

1.   

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Mit der angefochtenen Verfügung vom 11. Januar 2007 hat die Beschwerdegegnerin 

die laufende halbe Invalidenrente gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG revisionsweise 

aufgehoben. Sie hat diesen Entscheid mit dem Vorliegen eines "wirtschaftlichen" 

Revisionsgrundes erklärt. Gemeint hat sie das vom Beschwerdeführer effektiv erzielte 

Einkommen, das in der angefochtenen Verfügung mit Fr. 49'000.- beziffert worden ist. 

In ihrer internen Notiz vom 16. November 2006 hat die Beschwerdegegnerin 

festgehalten, der Beschwerdeführer beziehe einen Lohn von Fr. 49'400.-. Der Leistung 

entsprechend würde er Fr. 50'000.- verdienen, so dass kein Soziallohn vorliege. Die 

revisionsweise Rentenaufhebung beruht also auf der Überlegung, dass eine Erhöhung 

des Invalideneinkommens von Fr. 29'250.- auf Fr. 49'000.- den Invaliditätsgrad von 

50% auf erheblich weniger als 40% habe sinken lassen. Der aktuelle Arbeitgeber zahlt 

dem Beschwerdeführer tatsächlich seit anfangs 2004 einen Monatslohn von Fr. 3800.-. 

Allerdings steht entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht fest, ob es 

sich dabei tatsächlich um das zumutbare Invalideneinkommen handelt. Der Arbeitgeber 

hat nämlich auf die Frage, welcher Lohn der Leistung des Beschwerdeführers 

entsprechen würde, unklar und widersprüchlich geantwortet. Im 

Arbeitgeberfragebogen hat er zwar am 17. August 2006 tatsächlich angegeben, der 

Arbeitsleistung des Beschwerdeführers entspräche ein Lohn von Fr. 50'000.-. In der 

"Stellungnahme zu Punkt 15" vom gleichen Tag hat er aber ausgeführt, der Lohn von 

Fr. 3800.- sei grundsätzlich zuviel. Auf die explizite Nachfrage der Beschwerdegegnerin 

hat er am 23. Oktober 2006 geantwortet, es wäre für den Beschwerdeführer eine 

psychische Belastung und ein weiterer Rückschlag, wenn der Lohn entsprechend der 

Arbeitsleistung gekürzt würde. Dies deutet darauf hin, dass die Antwort "Fr. 50'000.-" 

auf einem Missverständnis beruht. Die Angaben des Arbeitgebers zur Höhe des der 

Arbeitsleistung entsprechenden Lohnes sind deshalb zu unklar, als dass von einem mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit belegten Fehlen einer Soziallohnkomponente 

ausgegangen werden könnte. Demnach steht entgegen der Auffassung der 

Beschwerdegegnerin nicht fest, dass das zumutbare Invalideneinkommen des 

Beschwerdeführers tatsächlich von Fr. 29'250.- auf Fr. 49'000.- angestiegen ist. Im 

übrigen entspräche dies bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% einem Einkommen 

von Fr. 98'000.-, was offensichtlich viel zu hoch ist für einen Metzger A, der weder 

Führungsaufgaben noch andere qualifizierte Aufgaben erfüllen kann. Die angefochtene 

Verfügung erweist sich somit als rechtswidrig, da sie in Verletzung der Pflicht, den 

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Sachverhalt vollständig abzuklären, ergangen ist. Die Sache ist zur weiteren Abklärung 

im Rahmen des Rentenrevisionsverfahrens an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Dabei wird die Beschwerdegegnerin zu beachten haben, dass auch 

die Berücksichtigung eines Valideneinkommens, das nicht mit demjenigen im 

ursprünglichen Einkommensvergleich übereinstimmt, eine entsprechende nachträgliche 

Sachverhaltsveränderung voraussetzt.

2.   

Die bereits erwähnte interne Notiz der Beschwerdegegnerin vom 16. November 2006 

enthält auch den Verdacht, dass das dem ursprünglichen Einkommensvergleich 

zugrunde gelegte zumutbare Invalideneinkommen von Fr. 2250.- falsch gewesen sei, 

da der Beschwerdeführer seit dem 1. Juni 2003 einen Lohn von Fr. 3800.- bezogen 

habe. Demnach hätte der Beschwerdeführer nie einen Rentenanspruch gehabt. 

Tatsächlich weist der am 17. August 2006 ausgefüllte Arbeitgeberfragebogen bereits 

für 2003 einen Monatslohn von Fr. 3800.- aus. Das im Rahmen der erstmaligen 

Rentenprüfung eingereichte Lohnblatt gab aber für 2003 noch einen Monatslohn von 

Fr. 2250.- an. Dasselbe trifft auf den am 7. Juli 2004 ausgefüllten 

Arbeitgeberfragebogen zu. Auch der am 27. Juli 2006 erstellte IK-Auszug enthält für 

Juni bis Dezember 2003 ein Einkommen von Fr. 15'750.- (sieben Monate à Fr. 2250.-). 

Erst ab Januar 2004 ist dort ein Lohn von Fr. 49'400.- verbucht. Sollte das zumutbare 

Invalideneinkommen ab 1. Januar 2004 tatsächlich Fr. 3800.- betragen, also keine 

Soziallohnkomponente enthalten haben, so wäre bereits die Zusprache einer halben 

Invalidenrente mit der Verfügung vom 11. Oktober 2004 falsch gewesen. Denn mit 

dieser Verfügung war dem Beschwerdeführer nicht nur für April bis Dezember 2003, 

sondern auch für die Zeit ab 1. Januar 2004 eine halbe Invalidenrente bei einem 

Invaliditätsgrad von 50% zugesprochen worden. Sollten die von der 

Beschwerdegegnerin noch vorzunehmenden Sachverhaltsabklärungen im Rahmen des 

Rentenrevisionsverfahrens also ergeben, dass der Beschwerdeführer bereits ab 

1. Januar 2004 ein zumutbares Invalideneinkommen (ohne Soziallohnkomponente) von 

Fr. 3800.- erzielt hat, so würde die in Art. 17 Abs. 1 ATSG vorausgesetzte nachträgliche 

Veränderung des Invaliditätsgrades fehlen, denn die Erhöhung des zumutbaren 

Invalideneinkommens und die entsprechende Reduktion des Invaliditätsgrades wäre ja 

bereits vor dem Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung am 11. Oktober 2004 

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eingetreten. Die Einstellung der laufenden halben Invalidenrente wäre also nur auf dem 

Weg der Aufhebung der formell rechtskräftigen Verfügung vom 11. Oktober 2004 

mittels einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder einer Wiedererwägung 

(Art. 53 Abs. 2 ATSG) möglich. Bei einer Verfügung zur prozessualen Revision oder zur 

Wiedererwägung der Verfügung vom 11. Oktober 2004 würde es sich nicht mehr um 

ein Ergebnis des aufgrund des vorliegenden Rückweisungsentscheides 

fortzusetzenden Rentenrevisionsverfahrens handeln. Vielmehr müsste das 

Rentenrevisionsverfahren durch eine Verfügung abgeschlossen werden, mit der die 

halbe Rente beibehalten würde. Das Verfahren zur prozessualen Revision oder zur 

Wiedererwägung der formell rechtskräftigen Verfügung vom 11. Oktober 2004 müsste 

also formal unabhängig vom Rentenrevisionsverfahren eröffnet und durchgeführt 

werden. Dabei dürfte aber natürlich auf das im Rahmen des Rentenrevisionsverfahrens 

gewonnene Sachverhaltswissen abgestellt werden.

3.   

Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist die angefochtene Verfügung vom 11. 

Januar 2007 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist 

zur weiteren Abklärung eines allfälligen nachträglichen Anstiegs der erwerblichen 

Leistungsfähigkeit und damit des zumutbaren Invalideneinkommens und zur 

anschliessenden neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die 

Rückweisung zur weiteren Abklärung ist praxisgemäss im Hinblick auf den Anspruch 

auf eine Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen zu qualifizieren. Der 

Beschwerdeführer hat deshalb einen Anspruch auf eine ungekürzte 

Parteientschädigung. Diese bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 61 lit. g ATSG). Diese beiden Kriterien 

rechtfertigen im vorliegenden Fall eine Parteientschädigung von Fr. 3500.- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer). Auch im Hinblick auf die Verfahrenskosten (Art. 69 

Abs. 1  Satz 1 IVG) ist praxisgemäss von einem vollumfänglichen Unterliegen der 

Beschwerdegegnerin auszugehen. Die Beschwerdegegnerin trägt deshalb die 

Verfahrenskosten. Diese sind unter Berücksichtigung des Verfahrensaufwandes im 

Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 1000.- festzulegen (Art. 69 Abs. 1  Satz 2 IVG). Der 

Verfahrensaufwand rechtfertigt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-. Diese ist von der 

bis

bis

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Beschwerdegegnerin zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- wird 

dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 11. Januar 2007 

aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Sachverhaltsabklärung und zur 

anschliessenden neuen Verfügung im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr 3500.-.

3.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-; der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

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