# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3937f6f-046c-5a13-a6b0-7e8fe055b542
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.09.2008 B-5839/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5839-2008_2008-09-19.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-5839/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Frank Seethaler, 
Gerichtsschreiber Kaspar Plüss.

1. A._______ AG,
2. B._______ AG,
3. C._______ AG,
4. D._______ AG,
5. E._______ AG,
6. F._______ AG,
7. G._______,
8. H._______,
alle vertreten durch Rechtsanwalt André Schlatter 
(St. Gallen),
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Bankenkommission (EBK),
Schwanengasse 12, Postfach, 3001 Bern,

Unerlaubte Entgegennahme von Publikumseinlagen.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-5839/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Vorinstanz mit superprovisorischer Verfügung vom 19. August 
2008 gegen die Beschwerdeführerinnen 1-6 wegen dringendem Ver-
dacht  auf  unbewilligte  gewerbsmässige  Entgegennahme  von  Publi-
kumseinlagen ein bankenaufsichtsrechtliches Verfahren eröffnet, einen 
Untersuchungsbeauftragten eingesetzt und weitere vorsorgliche Mass-
nahmen verfügt hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Beschwerdeführerinnen 1-6  im Rahmen der 
superprovisorischen  Verfügung  zu  einer  Stellungnahme  eingeladen 
und ihnen den Erlass einer anfechtbaren Verfügung über die angeord-
neten vorsorglichen Massnahmen in Aussicht gestellt hat,

dass  die  Beschwerdeführerinnen  1-6  sowie  die  Beschwerdeführer  7 
und 8 (im Rahmen ihrer Organstellung bei den Beschwerdeführerinnen 
1-6) beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 12. September 
2008 (Eingang am 15. September 2008) eine „Stellungnahme“ zur su-
perprovisorischen Verfügung der Vorinstanz eingereicht haben,

dass  die  Beschwerdeführenden  im  Rahmen  dieser  „Stellungnahme“ 
den Erlass einer anfechtbaren Verfügung beantragen und das Bundes-
verwaltungsgericht  ersuchen,  mittels  superprovisorischer  Verfügung 
die gegen die Beschwerdeführerinnen 2, 3, 4 und 6 verfügten Mass-
nahmen sofort einzustellen bzw. rückgängig zu machen,

dass das Bundesverwaltungsgericht  zuständig ist  für  die Beurteilung 
von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  der  Eidgenössischen 
Bankenkommission (vgl. Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] i.V.m. Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 
172.021] sowie Art. 33 Bst. f VGG),

dass sich die Rechtsbegehren der  Beschwerdeführenden gegen An-
ordnungen richten,  die (gestützt  auf  Art. 30 Abs. 2 Bst. e  VwVG) im 
Rahmen einer superprovisorischen Verfügung betreffend vorsorgliche 
Massnahmen ergingen,

dass superprovisorische Verfügungen als solche nicht selbständig an-
fechtbar sind und erst nach Gewährung des rechtlichen Gehörs gege-
benenfalls im Rahmen einer anfechtbaren Verfügung über vorsorgliche 

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Massnahmen zu bestätigen sind (vgl. BGE 132 II  382 E. 1.2.1; BGE 
130 II 351 E. 3.2.1 und 3.2.2),

dass im vorliegenden Fall  somit  (noch)  keine anfechtbare Verfügung 
betreffend vorsorgliche Massnahmen ergangen ist  bzw. kein  zulässi-
ges Beschwerdeobjekt gegeben ist,

dass die Eingabe der Beschwerdeführenden vom 12. September 2008 
auch nicht  als Rechtsverzögerungs-  bzw. -verweigerungsbeschwerde 
i.S.v. Art. 46a VwVG aufgefasst werden kann, da die Vorinstanz – zur 
Wahrung  des  rechtlichen  Gehörs  –  ohnehin  erst  nach  Eingang  der 
Stellungnahme der Beschwerdeführenden eine anfechtbare Verfügung 
hätte erlassen dürfen,

dass die Eingabe der Beschwerdeführenden vom 12. September 2008 
somit  ein  offensichtlich  unzulässiges  Rechtsmittel  darstellt,  weshalb 
der Instruktionsrichter als Einzelrichter entscheidet (Art. 23 Abs. 1 Bst. 
b VGG), 

dass  auf  die  Rechtsbegehren  der  Beschwerdeführenden  demnach 
mangels zulässigem Anfechtungsgegenstand nicht einzutreten ist,

dass  indessen,  weil  die  Eingabe  der  Beschwerdeführenden  vom 
12. September 2008 ein bei der Vorinstanz hängiges Verfahren betrifft, 
diese Eingabe ohne Verzug an die Vorinstanz zu überweisen ist (Art. 8 
Abs. 1 VwVG),

dass die Verfahrenskosten u.a. dann erlassen werden können, wenn 
Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnis-
mässig erscheinen lassen, sie ihr aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reg-
lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass es sich  im vorliegenden Fall  angesichts des frühen Verfahrens-
stadiums rechtfertigt, keine Verfahrenskosten zu erheben,

dass bei diesem Verfahrensausgang keine Parteientschädigung zuzu-
sprechen ist (vgl. Art. 64 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Auf die Rechtsbegehren der Beschwerdeführenden wird nicht  einge-
treten.

2.
Die Eingabe der Beschwerdeführenden vom 12. September 2008 wird 
an die Vorinstanz überwiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

4.
Diese Verfügung geht an: 

- die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)
- die  Vorinstanz  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Stellungnahme  der 

Beschwerdeführenden vom 12. September 2008)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Frank Seethaler Kaspar Plüss

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen 
gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff. und  100  des Bundesgerichtsgesetzes 
vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110)  gegeben  sind.  Die  Rechts-
schrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die  Begehren, 
deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unterschrift 
zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, 
soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 
(vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 22. September 2008

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