# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cf3c812b-c2e4-50d4-a6d7-fdea4b18e3b5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.10.2011 C-2706/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2706-2011_2011-10-26.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­2706/2011

U r t e i l   v om   2 6 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Francesco Parrino, 
Richterin Madeleine Hirsig­Vouilloz,   
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.

Parteien A._______, Deutschland, 
Beschwerdeführerin, 

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK, 
avenue Edmond­Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,   
Vorinstanz. 

Gegenstand AHV (Waisenrente).

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Sachverhalt:

A. 
Mit  Verfügung  vom  28. März  2001  sprach  die  Schweizerische 
Ausgleichskasse  (nachfolgend:  SAK)  der  1988  geborenen  A._______ 
(Doppelbürgerin  von  Deutschland  und  der  Schweiz;  vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  C­6567/2009  vom  17. September  2010)  mit 
Wirkung ab dem 1. Februar 1996 eine ordentliche einfache Waisenrente 
zu (act. 4). 

B. 
Am  10. Juli  2009  stellte  die  SAK  die  bisher  gewährte Waisenrente  per 
30. April  2009  ein  (act. 14).  Die  gegen  den  abweisenden 
Einspracheentscheid der SAK vom 24. September 2009 (act. 16 und 23) 
erhobene Beschwerde wies  das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C­
6567/2009  vom  17. September  2010  ab.  Gleichzeitig  wurden  die  Akten 
zur  Prüfung  des  von  A._______  sinngemäss  gestellten  Begehrens  um 
Wiederausrichtung einer Waisenrente an die SAK überwiesen. 

C. 
Mit  Verfügung  vom  11. Januar  2011  wies  die  SAK  das  Gesuch  von 
A._______ um Wiederausrichtung einer Waisenrente ab. Zur Begründung 
führte  sie  im  Wesentlichen  aus,  dass  A._______  gemäss 
Zwischenzeugnis des Abendkurses der Volkshochschule X._______ vom 
4. Februar  2010  seit  dem  5. Oktober  2009  an  einem  Lehrgang  zur 
Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss 2010 teilnahm. Hätte sie nun 
mit  dem  Studium  zum  Hauptschulabschluss  2010  begonnen,  hätte  von 
einer  schulischen  Gesamtkonzeption  ausgegangen  werden  können. 
Stattdessen sei sie gemäss Bestätigung über ein freiwilliges soziales Jahr 
vom 3. September 2010 inzwischen in der B._______ GmbH im Bereich 
Pflegedienst  Orthopädie  beschäftigt.  Zwischen  den  zwei  Ausbildungen 
bestehe  kein  Zusammenhang;  sie  könnten  daher  auch  nicht  als 
Bestandteil  einer  Studienplanung  betrachtet  werden.  Es  werde 
ausserdem  darauf  hingewiesen,  dass  zum  jetzigen  Zeitpunkt  nicht 
hinterfragt  werde,  ob  diese  zwei  Beschäftigungen  tatsächlich  den 
Charakter  einer  Ausbildung  erfüllen  würden.  Da  sich  A._______  ihrer 
Ausbildung nicht mit  dem notwendigen und  ihr  zumutbaren Einsatz und 
Willen  widme,  werde  die  Waisenrente  "ab  November  2009  bis  heute" 
nicht gewährt (act. 24).

D. 
In  ihrer  Einsprache  vom  22. Februar  2011  beantragte  A._______ 

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sinngemäss  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  sowie  die 
Gewährung  einer  Waisenrente.  Als  Beweismittel  reichte  sie  diverse 
Ausbildungsbestätigungen zu den Akten (act. 26). 

E. 
Mit  Entscheid  vom  26. April  2011  wies  die  SAK  die  Einsprache  von 
A._______ ab, da im heutigen Zeitpunkt noch nicht  feststehe, ob sie die 
Ausbildung zur Altenpflegefachkraft im September 2011 beginnen werde, 
denn  es  liege  kein  definitiver  Lehrvertrag  vor;  es  könne  deshalb  nicht 
beurteilt werden, ob das freiwillige soziale Jahr mit dem heute anvisierten 
Ausbildungsziel  in  einem  direkten  Zusammenhang  stehe  oder  sogar 
Bestandteil der zukünftigen Weiterbildung sei; von Oktober 2009 bis Juli 
2010  seien  mehrere  Tätigkeiten  gleichzeitig  ausgeführt  worden;  das 
Abendstudium  für  den Abschluss  der Volkshochschule X._______ habe 
sich  auf  13  Stunden  pro  Woche  beschränkt;  von  einem  strukturierten 
Bildungsgang könne dabei nicht gesprochen werden; ferner werde darauf 
hingewiesen, dass sich die Sachlage bei tatsächlichem Beginn der Lehre 
im Pflegeheim C._______ ändern könnte; dies vor allem dann,  falls das 
freiwillige  soziale  Jahr  als  Vorbereitung  für  die  anschliessende 
Ausbildung angesehen werden könne (act. 30).

F. 
Gegen  diesen  Entscheid  erhob  A._______  (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin)  mit  Eingabe  vom  9. Mai  2011  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht  und  beantragte  die  Gewährung  einer 
Waisenrente,  da  die  entsprechende  Ausbildung  nachgewiesen  worden 
sei. 

Mit Eingabe vom 4. Juli 2011 reichte die Beschwerdeführerin den mit dem 
Landkreis  Y._______  als  Träger  des  Eigenbetriebes  D._______ 
abgeschlossenen  Ausbildungsvertrag  vom  10. Juni  2011  zu  den  Akten. 
Darin  wird  bestätigt,  dass  die  Ausbildung  zur  Altenpflegerin  am 
1. September  2011  beginne  und  am  31. August  2014  ende;  die  ersten 
sechs Monate sind Probezeit. 

G. 
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  6. Juli  2011  beantragte  die  SAK  die 
Abweisung  der  Beschwerde  und  die  Bestätigung  der  angefochtenen 
Verfügung.  Zur  Begründung  führte  sie  im Wesentlichen  aus,  dass  sich 
beim  vorliegenden  Ausbildungsgang  kein  konkretes  Gesamtkonzept  in 
Hinblick auf das Ausbildungsziel erkennen lasse. Die nahezu zwei Jahre 

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dauernde  Zeit  zwischen Mai  2009  und  dem  eventuellen  Lehrbeginn  im 
September 2011 entspreche nicht den Ausbildungskriterien. Bei Vorlage 
eines definitiven Lehrvertrags mit Ausbildungsbeginn im September 2011 
würde  eine  neue  Sachlage  entstehen,  die  gegebenenfalls  zu  einer 
Wiedererwägung führen könnte.

Mit Stellungnahme vom 13. Juli 2011 führte die SAK zudem aus, dass der 
vorliegende  Ausbildungsvertrag,  der  den  Beginn  der  Weiterbildung  ab 
dem  1. September  2011  vorsehe,  an  ihrer  Vernehmlassung  vom  6. Juli 
2011 grundsätzlich nichts ändern könne. Er sei aber ein Hinweis darauf, 
dass  die  Ausbildung  noch  nicht  abgeschlossen  sei;  eine  definitive 
Stellungnahme in Bezug auf die Weiterzahlung der Waisenrente sei erst 
nach  bestätigter  Aufnahme  dieser  Ausbildung  möglich.  Ferner  werde 
darauf hingewiesen, dass der Vertrag erst gültig werde,  falls die Zusage 
einer Fachschule für die Altenpflegeausbildung vorliege.

H. 
Am  1. August  2011  teilte  die  Beschwerdeführerin  mit,  dass  sie  die 
Ausbildung  zur  Altenpflegerin  nur  unter  der  Voraussetzung  des 
erfolgreich  abgeschlossenen  freiwilligen  sozialen  Jahres  absolvieren 
könne.  Um  das  freiwillige  sozial  Jahr  zu  beginnen,  habe  sie  einen 
Schulabschluss  benötigt. Diesen habe  sie  vom 5. Oktober  2009 bis  Juli 
2010  "nachgeholt".  Ohne  diese  zwei  Jahre  Schule  und  das  freiwillige 
soziale Jahr könnte sie ihre Ausbildung somit nicht beginnen. Daher habe 
sie  ab  dem  5. Oktober  2009  Anspruch  auf  eine  Waisenrente.  Als 
Beweismittel reichte sie den Schulvertrag mit der Fachschule E._______ 
vom 13. bzw. 21. Juli 2011 betreffend Ausbildung zur Altenpflegehelferin 
sowie die entsprechende Ausbildungsbeschreibung zu den Akten. 

I. 
Mit Eingabe vom 18. August 2011  teilte die SAK mit, dass sie  im Sinne 
einer  teilweisen  Gutheissung  der  Beschwerde  die  Aufnahme  der 
Rentenzahlung  ab  dem  1. Oktober  2010  vorschlage,  das  heisse  im 
Folgemonat  des  Beginns  des  freiwilligen  sozialen  Jahres.  Die  Zeit  von 
Oktober 2009 bis Juli 2010, in welchem der Volkshochschulabschluss im 
Abendstudium  abgelegt  worden  sei,  erfülle  die  Bedingungen  zur 
Gewährung  einer  Rente  nicht,  denn  in  dieser  Zeit  hätte  auch  einer 
anderen  Tätigkeit  nachgegangen  werden  können.  Dies  garantiere  den 
überwiegenden Zeitaufwand für die Weiterbildung nicht. Die Zusprechung 
der Rente könne anfangs September, nachdem die definitive Aufnahme 
der Weiterbildung belegt sei, erfolgen.

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J. 
Am 2. September 2011 reichte die Beschwerdeführerin eine Bestätigung 
des  Landkreises  Y._______  vom  1. September  2011  betreffend  den 
gleichentags  erfolgten  Ausbildungsbeginn  zur  Altenpflegerin  zu  den 
Akten. 

K. 
Mit Wiedererwägungsverfügung vom 2. September 2011 sprach die SAK 
der  Beschwerdeführerin  mit  Wirkung  ab  dem  1. Oktober  2010  eine 
ordentliche  Waisenrente  zu.  Die  Rente  der  Monate  Oktober  2010  bis 
August  2011  werde  rückwirkend  ausbezahlt,  sobald  die  Bestätigung 
vorliege,  dass  die  Probezeit  erfolgreich  bestanden  worden  sei  und  die 
Ausbildung weitergeführt werde. 

L. 
In  ihrer  Stellungnahme  vom  8.  bzw.  9 September  2011  führte  die 
Beschwerdeführerin  aus,  sie  sei  nicht  damit  einverstanden,  dass  die 
Rente  von  Oktober  2010  bis  August  2011  erst  nach  bestandener 
Probezeit  bezahlt  werde.  Diese  Rente  beziehe  sich  nicht  auf  die  neu 
begonnene  Ausbildung,  sondern  auf  das  bereits  abgeschlossene 
Berufsjahr.  Sie  habe  das  freiwillige  soziale  Jahr  Ende  August  2011 
erfolgreich  abgeschlossen.  Somit  habe  sie  seit  September  2010 
Anspruch  auf  eine  Waisenrente.  Als  Beweismittel  reichte  sie  eine 
Bestätigung  des  F._______  vom  2. September  2011  betreffend 
Teilnahme  an  einem  freiwilligen  sozialen  Jahr  in  der  Einrichtung 
B._______ vom 1. September 2010 bis 31. August 2011 zu den Akten. 

Mit  Eingabe  vom  20. September  2011  machte  die  Beschwerdeführerin 
zudem geltend, dass sie auf die sofortige Nachzahlung der Rente für das 
freiwillige  soziale  Jahr  bestehe,  da  die  SAK  auch  ohne  die  aktuelle 
Ausbildung zur Zahlung der Waisenrente verpflichtet sei.

M. 
Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  und  die  eingereichten 
Unterlagen  wird  –  soweit  erforderlich  –  in  den  nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

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1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und  Art. 85bis 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters­ und 
Hinterlassenenversicherung  (AHVG,  SR 831.10)  beurteilt  das 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland 
gegen Verfügungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Es liegt keine 
Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.2. Aufgrund von Art. 3  lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  findet  das 
VwVG  keine  Anwendung  auf  das  Verfahren  in 
Sozialversicherungsrechtssachen,  soweit  das  Bundesgesetz  vom 
6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts  (ATSG,  SR  830.1)  anwendbar  ist.  Gemäss 
Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten 
Teil geregelte Alters­ und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit 
das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3.  Die  Beschwerdeführerin  ist  durch  den  angefochtenen 
Einspracheentscheid  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an 
dessen  Aufhebung  oder  Änderung,  sodass  sie  im  Sinne  von  Art. 59 
ATSG beschwerdelegitimiert ist.

1.4. Da die Beschwerde im Übrigen frist­ und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 
ATSG  und  Art. 52  Abs. 1  VwVG)  eingereicht  wurde,  ist  darauf 
einzutreten.

2. 

2.1. Nach  der Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht  bei 
der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt 
des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  (hier:  26. April  2011) 
eingetretenen  Sachverhalt  ab  (BGE 129 V 1  E. 1.2  mit  Hinweisen). 
Tatsachen,  die  jenen  Sachverhalt  seither  verändert  haben,  sollen  im 
Normalfall  Gegenstand  einer  neuen  Verwaltungsverfügung  sein 
(BGE 121 V 362 E. 1b).

2.2.  In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze  massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen 
führenden  Sachverhalts  Geltung  hatten  (BGE 130 V 329  E. 2.3).  Ein 
allfälliger  Leistungsanspruch  ist  für  die  Zeit  vor  einem  Rechtswechsel 

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aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem  Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445).

2.3. Die Beschwerdeführerin  ist  Staatsangehörige  von Deutschland  und 
der Schweiz  und hat  in Deutschland  ihren Wohnsitz,  sodass  vorliegend 
die  folgenden  Erlasse  anwendbar  sind:  das  am  1. Juni  2002  in  Kraft 
getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten 
andererseits  über  die  Freizügigkeit  vom  21. Juni  1999 
(Freizügigkeitsabkommen,  nachfolgend  FZA,  SR 0.142.112.681),  die 
Verordnung  (EWG)  Nr. 1408/71  des  Rates  vom  14. Juni  1971  zur 
Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer  und 
Selbständige  sowie  deren  Familienangehörige,  die  innerhalb  der 
Gemeinschaft  zu­  und  abwandern  (nachfolgend:  Verordnung  [EWG] 
Nr. 1408/71;  SR 0.831.109.268.1)  sowie  die  Verordnung  (EWG) 
Nr. 574/72  des  Rates  vom  21.  März  1972  über  die  Durchführung  der 
Verordnung  (EWG)  Nr.  1408/71  (nachfolgend:  Verordnung  [EWG] 
Nr. 574/72;  SR 0.831.109.268.11)  (vgl.  Art. 153a  AHVG).  Das 
Freizügigkeitsabkommen  setzt  die  verschiedenen  bis  dahin  geltenden 
bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union insoweit aus, 
als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA).

Soweit  dieses  Abkommen,  insbesondere  dessen  Anhang  II,  der  die 
Koordinierung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  regelt  (Art. 8  FZA), 
und  dessen  Ausführungserlasse  keine  abweichenden  Bestimmungen 
vorsehen, ist mangels einer einschlägigen gemeinschaftsrechtlichen bzw. 
abkommensrechtlichen  Regelung  die  Ausgestaltung  des  Verfahrens 
sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen 
Waisenrente  grundsätzlich  Sache  der  innerstaatlichen  Rechtsordnung 
(BGE 130 V 51 ff.; SVR 2004 AHV Nr. 16 S. 49; Urteil des EVG H 13/05 
vom  4. April  2005,  E. 1.1).  Daraus  folgt,  dass  die  Verwaltung  und  im 
Beschwerdefall  das  Gericht  den  Leistungsanspruch  der 
Beschwerdeführerin gemäss Art. 3 Abs. 1 der Koordinierungsverordnung 
(EWG)  Nr.  1408/71  grundsätzlich  nach  den  für  schweizerische 
Staatsangehörige  geltenden  Regeln  zu  beurteilen  haben.  Demnach 
bestimmt sich vorliegend der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Waisenrente  der  AHV  ausschliesslich  nach  dem  internen 
schweizerischen Recht.

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3. 
Vorab  ist  zu  prüfen,  inwiefern  aufgrund  der  im  Rahmen  der 
Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG neu erlassenen Verfügung 
vom  2. September  2011  das  vorliegende  Beschwerdeverfahren  als 
gegenstandslos abzuschreiben ist.

3.1. Gemäss Art. 58 Abs. 1 VwVG (vgl. auch Art. 53 Abs. 3 ATSG) kann 
die Verwaltung  bis  zu  ihrer  Vernehmlassung  an  die Beschwerdeinstanz 
die  angefochtene  Verfügung  in  Wiedererwägung  ziehen.  Diese  neue 
Verfügung  beendet  den  hängigen Rechtsstreit  nur  insoweit,  als  sie  den 
Anträgen der Beschwerde führenden Partei entspricht. Insoweit, als damit 
den Anträgen der Beschwerdeführerin nicht stattgegeben wurde, besteht 
der  Rechtsstreit  weiter  und  die  Beschwerdeinstanz  hat  auf  die  Sache 
einzutreten,  ohne  dass  die  Beschwerdeführerin  die  zweite  Verfügung 
anzufechten braucht (ZAK 1992, S. 117).

3.2. Mit der Wiedererwägungsverfügung vom 2. September 2011 hat die 
Vorinstanz  den  Anträgen  der  Beschwerdeführerin  nur  insoweit 
entsprochen,  als  sie  ihr  die  Waisenrente  ab  dem  1. Oktober  2010 
gewährte. Ferner verfügte sie, dass die Rente der Monate Oktober 2010 
bis August  2011  rückwirkend  ausbezahlt werde,  sobald  die Bestätigung 
vorliege,  dass  die  Probezeit  erfolgreich  bestanden  worden  sei  und  die 
Ausbildung weitergeführt werde.

3.3. Die Vorinstanz hat somit den Anträgen der Beschwerdeführerin auf 
Gewährung einer Waisenrente für den Zeitraum vom 5. Oktober 2009 bis 
zum  30. September  2010  und  auf  bedingungslose  Gewährung  einer 
Waisenrente  für den Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis zum 31. August 
2011  nicht  entsprochen;  diese  bilden  daher  Streitgegenstand  im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren.

4. 

4.1. Kinder, deren Vater oder Mutter gestorben  ist, haben Anspruch auf 
eine Waisenrente  (Art. 25 Abs. 1  erster  Satz  AHVG). Der  Anspruch  auf 
die Waisenrente entsteht am ersten Tag des dem Tode des Vaters oder 
der  Mutter  folgenden  Monats.  Er  erlischt  mit  der  Vollendung  des 
18. Altersjahres oder mit dem Tod der Waise (Art. 25 Abs. 4 AHVG). 

Für Kinder, die noch  in Ausbildung sind, dauert der Rentenanspruch bis 
zu  deren  Abschluss,  längstens  aber  bis  zum  vollendeten  25. Altersjahr. 

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Der  Bundesrat  kann  festlegen,  was  als  Ausbildung  gilt  (Art. 25  Abs. 5 
AHVG).

4.2.  Am  1. Januar  2011  ist  Art. 49bis  AHVV  in  Kraft  getretenen.  Nach 
dessen  Absatz  1  ist  ein  Kind  in  Ausbildung,  wenn  es  sich  auf  der 
Grundlage  eines  ordnungsgemässen,  rechtlich  oder  zumindest  faktisch 
anerkannten  Bildungsganges  systematisch  und  zeitlich  überwiegend 
entweder  auf  einen  Berufsabschluss  vorbereitet  oder  sich  eine 
Allgemeinausbildung  erwirbt,  die  Grundlage  bildet  für  den  Erwerb 
verschiedener  Berufe.  Als  in  Ausbildung  gilt  ein  Kind  auch,  wenn  es 
Brückenangebote  wahrnimmt  wie  Motivationssemester  und  Vorlehren 
sowie  Au­pair­  und  Sprachaufenthalte,  sofern  sie  einen  Anteil 
Schulunterricht enthalten (Art. 49bis Abs. 2 AHVV). Nicht als in Ausbildung 
gilt  ein  Kind,  wenn  es  ein  durchschnittliches  monatliches 
Erwerbseinkommen  erzielt,  das  höher  ist  als  die  maximale  volle 
Altersrente der AHV (Art. 49bis Abs. 3 AHVV).

Art. 49bis  AHVV  brachte  keine  vorliegend  relevanten  Änderungen 
gegenüber  der  bis  zum  31. Dezember  2010  gültig  gewesenen 
Rechtslage,  sodass  die  zu  den  altrechtlichen  Regelungen  ergangene 
Rechtsprechung weiterhin massgebend ist.

4.3. Nach der Rechtsprechung gelten Waisen als in Ausbildung begriffen, 
wenn  sie während  einer  bestimmten  Zeit  Schulen  oder  Kurse  (auch  im 
Hinblick  auf  Bildung  oder  Allgemeinbildung)  besuchen  oder  der 
beruflichen  Ausbildung  obliegen.  Unter  beruflicher  Ausbildung  ist  jede 
Tätigkeit  zu  verstehen, welche  die  systematische Vorbereitung  auf  eine 
künftige Erwerbstätigkeit zum Ziel hat und während welcher die Waise mit 
Rücksicht auf den vorherrschenden Ausbildungscharakter ein wesentlich 
geringeres  Erwerbseinkommen  erzielt,  als  ein  Erwerbstätiger  mit 
abgeschlossener Berufsbildung orts­ und branchenüblich erzielen würde. 
Schul­  oder  Kursbesuche  sind  nur  dann  als  Ausbildung  im  Sinne  von 
Art. 25  Abs. 5  AHVG  anzuerkennen,  wenn  sie  entweder  dazu  geeignet 
sind,  als  Vorbereitung  für  eine  Berufsausbildung  im  engeren  Sinne 
(berufliche  Ausbildung)  zu  dienen  oder  wenn  sie  ganz  einfach  auf  ein 
echtes  Bildungsziel  gerichtet  sind.  Letzteres  ist  dann  der  Fall,  wenn 
entweder  von  vornherein  kein  spezieller  Berufsabschluss  beabsichtigt 
und  nur  die  Ausübung  des  betreffenden  Berufes  angestrebt  wird  oder 
wenn  es  sich  um  eine  Ausbildung  handelt,  die  vorerst  nicht  einem 
speziellen  Beruf  dient,  sei  es,  dass  die  fragliche  Massnahme  nur  die 
allgemeine Grundlage für eine Mehrzahl von Berufen bildet, sei es, dass 

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die  anbegehrte  Vorkehr  überhaupt  nur  im  Sinne  der  Allgemeinbildung 
gedacht  ist  (z.B.  Matura).  Dabei  ist  aber  unter  allen  Umständen  eine 
systematische  Vorbereitung  auf  eines  der  genannten  Ziele  hin 
erforderlich,  und  zwar  auf  der  Grundlage  eines  ordnungsgemässen, 
rechtlich oder zumindest  faktisch anerkannten  (üblichen) Lehrganges.  In 
allen  Fällen  muss  sich  sodann  die  strittige  Vorkehr  in  dem  zuvor 
umschriebenen Masse auf die Erwerbseinkünfte auswirken  (BGE 108 V 
54 E. 1 mit Hinweisen; Urteil  des BGer  9C_223/2008 vom 1. April  2008 
E. 1 mit  Hinweisen).  Für  die  Sozialversicherungen  ist  es  im Gegensatz 
zum  Zivilrecht  (BGE  118  II  98  E. 4a)  unerheblich,  ob  es  sich  um  eine 
Erst­  oder  Zweitausbildung  handelt  (THOMAS  LOCHER,  Grundriss  des 
Sozialversicherungsrechts, Bern 2003, S. 350 f.).

4.4. Gemäss Ziffer 3.6.3.2 Rz. 3358 f. der Wegleitung des Bundesamtes 
für  Sozialversicherungen  BSV  über  die  Renten  in  der  Eidgenössischen 
Alters­, Hinterlassenen­ und Invalidenversicherung (RWL) vom 1. Januar 
2003,  Stand  1. Januar  2011,  muss  eine  Ausbildung  mindestens  vier 
Wochen dauern und systematisch auf ein Bildungsziel ausgerichtet sein. 
Dieses  führt  entweder  zu  einem  bestimmten  Berufsabschluss  oder 
ermöglicht eine berufliche Tätigkeit ohne speziellen Berufsabschluss; falls 
die  Ausbildung  nicht  von  vornherein  auf  einen  bestimmten  Beruf 
ausgerichtet  ist, muss  sie  eine allgemeine Grundlage  für  eine Mehrzahl 
von  Berufen  bilden  bzw.  eine  Allgemeinausbildung  beinhalten.  Die 
Ausbildung  muss  auf  einem  strukturierten  Bildungsgang  beruhen,  der 
rechtlich oder zumindest  faktisch anerkannt  ist. Keine Rolle spielt, ob es 
sich  dabei  um  eine  erstmalige  Ausbildung,  eine  Zusatz­  oder 
Zweitausbildung handelt. Die systematische Vorbereitung erfordert, dass 
das  Kind  die  Ausbildung mit  dem  objektiv  zumutbaren  Einsatz  betreibt, 
um  sie  innert  nützlicher  Frist  abschliessen  zu  können.  Während  der 
Ausbildung muss sich das Kind zeitlich überwiegend dem Ausbildungsziel 
widmen.  Dies  gilt  nur  dann  als  erfüllt,  wenn  der  gesamte 
Ausbildungsaufwand  (Lehre  im  Betrieb,  Schulunterricht,  Vorlesungen, 
Kurse,  Vor­  und  Nachbereitung,  Prüfungsvorbereitung,  Selbststudium, 
Verfassen einer Diplomarbeit, Fernstudium etc.) mindestens 20 Stunden 
pro Woche ausmacht.

Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind 
für  das  Sozialversicherungsgericht  nicht  verbindlich.  Dieses  soll  sie  bei 
seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall 
angepasste  und  gerecht  werdende  Auslegung  der  anwendbaren 
gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne 

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triftigen  Grund  von  Verwaltungsweisungen  ab,  wenn  diese  eine 
überzeugende  Konkretisierung  der  rechtlichen  Vorgaben  darstellen. 
Insofern wird  dem Bestreben  der  Verwaltung,  durch  interne Weisungen 
eine  rechtsgleiche  Gesetzesanwendung  zu  gewährleisten,  Rechnung 
getragen  (Urteil  des  BGer  8C_713/2010  vom  23. März  2011  E. 3,  BGE 
133 V 587 E. 6.1, BGE 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen).

4.5. Mit  einem Berufs­  oder  Schulabschluss  ist  die  Ausbildung  beendet 
(Art. 49ter Abs. 1 AHVV). Die Ausbildung gilt auch als beendet, wenn sie 
abgebrochen  oder  unterbrochen wird  oder wenn  ein  Anspruch  auf  eine 
Invalidenrente entsteht (Art. 49ter Abs. 2 AHVV). Nicht als Unterbrechung 
im Sinne von Absatz 2 gelten übliche unterrichtsfreie Zeiten und Ferien 
von  längstens  4  Monaten,  sofern  die  Ausbildung  unmittelbar  danach 
fortgesetzt wird (Art. 49ter Abs. 3 lit. a AHVV). 

5. 

5.1.  Bildungsziel  der  Beschwerdeführerin  ist  die  Berufsausbildung  zur 
Altenpflegerin.  Zugangsvoraussetzung  für  diese  Ausbildung  ist  gemäss 
Ausbildungsbeschreibung  der  Fachschule  E._______  entweder  ein 
Realschulabschluss  oder  zehn  Jahre  Hauptschule  oder  eine 
Werkrealschule  oder  ein  Hauptschulabschluss  und  mindestens  eine 
zweijährige  abgeschlossene  Berufsausbildung  oder  aber  eine  Erlaubnis 
als  Altenpflegehelfer  bzw.  Altenpflegehelferin  oder  Krankenpflegehelfer 
bzw.  Krankenpflegehelferin.  Der  Ausbildungsbeschreibung  für  die 
Ausbildung  zum Altenpflegehelfer  bzw.  zur Altenpflegehelferin  – welche 
die  Beschwerdeführerin  am  1. September  2011  begonnen  hat  –  sind 
ferner  folgende  Zugangsvoraussetzungen  zu  entnehmen:  ein 
Hauptschulabschluss  und  entweder  ein  freiwilliges  soziales  Jahr  oder 
Zivildienst  in der Pflege oder eine einjährige einschlägige Tätigkeit  oder 
Wehrdienst mit Sanitätsprüfung oder eine einjährige berufliche Voll­ oder 
Teilzeitschule  oder  eine  vergleichbare  Ausbildung.  Bei  einem 
Prüfungsergebnis  mit  dem  Durchschnitt  von  2,5  oder  besser  sei  eine 
unmittelbare Weiterführung der Ausbildung bis zum staatlich examinierten 
und  anerkannten  Altenpfleger  bzw.  zur  staatlich  examinierten  und 
anerkannten Altenpflegerin möglich (Z._______).

5.2.  Gemäss  Schulausweis  der  Volkshochschule  X._______  vom 
7. Oktober 2009 nahm die Beschwerdeführerin vom 5. Oktober 2009 bis 
Juli  2010  am  VHS­Lehrgang  zur  Vorbereitung  auf  den 
Hauptschulabschluss  teil  (act. 26).  Am  13. Juli  2010  legte  sie  die 

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Abschlussprüfung  der  Hauptschule  mit  Erfolg  ab  (act. 29).  Vom 
1. September  2010  bis  zum  31. August  2011  leistete  sie  ein  freiwilliges 
soziales Jahr in der B._______ (act. 29). 

Der  von  der  Beschwerdeführerin  erfolgreich  absolvierte 
Hauptschulabschluss,  das  freiwillige  soziale  Jahr  sowie  die  am 
1. September 2011 begonnene Ausbildung zur Altenpflegehelferin bilden 
Zugangsvoraussetzungen,  um  das  angestrebte  Bildungsziel 
(Berufsausbildung  zur  Altenpflegerin)  erreichen  zu  können  (vgl.  E. 5.1 
hiervor).  Entgegen  der  Auffassung  der  Vorinstanz  ist  somit  seit  dem 
5. Oktober 2009 von einer systematischen Vorbereitung auf das verfolgte 
Bildungsziel auszugehen.

5.3.  Weiter  hat  sich  das  Kind  während  seiner  Ausbildung  zeitlich 
überwiegend dem Ausbildungsziel zu widmen (BGE 102 V 162 E. 2 sowie 
Rz. 3359  RWL).  Gemäss  RWL  gilt  dies  nur  dann  als  erfüllt,  wenn  der 
gesamte  Ausbildungsaufwand  (Lehre  im  Betrieb,  Schulunterricht, 
Vorlesungen,  Kurse,  Vor­  und  Nachbereitung,  Prüfungsvorbereitung, 
Selbststudium,  Verfassen  einer  Diplomarbeit,  Fernstudium  etc.) 
mindestens  20 Stunden  pro Woche  ausmacht  (vgl.  E. 4.4  hiervor).  Das 
Bundesverwaltungsgericht  sieht  keinen  Anlass,  von  dieser 
Verwaltungsweisung  und  deren  Anwendung  durch  die  Vorinstanz 
abzuweichen,  zumal  die  wöchentliche  Arbeitszeit  bei  einem 
Arbeitspensum von 100%  in der Regel 42 Stunden beträgt, weshalb ein 
Ausbildungsaufwand  von  mindestens  20 Stunden  pro  Woche  durchaus 
als zeitlich überwiegend betrachtet werden kann. 

Gemäss Schulausweis  der Volkshochschule X._______  vom 7. Oktober 
2009  fand  der  Unterricht  des  Vorbereitungskurses  auf  den 
Hauptschulabschluss  jeweils  von Montag bis Donnerstag  von 18:00 Uhr 
bis  21:15 Uhr  statt  (act. 26).  Dies  entspricht  einer  wöchentlichen 
Unterrichtszeit  von  13 Stunden.  Der  gesamte  Ausbildungsaufwand 
umfasst  jedoch  zusätzlich  die  entsprechende  Vor­  und  Nachbereitung 
sowie  den  Zeitaufwand  für  die  Prüfungsvorbereitung.  Bei  einer 
wöchentlichen Unterrichtszeit von 13 Stunden kann davon ausgegangen 
werden,  dass  der  gesamte  Arbeitsaufwand mindestens  20 Stunden  pro 
Woche  ausmacht.  Die  Wochenarbeitszeit  während  dem  nachfolgenden 
freiwilligen  sozialen  Jahr  betrug  38,5 Stunden  (act. 29).  Die 
Beschwerdeführerin  hat  sich  somit  sowohl  während  der  Teilnahme  am 
VHS­Lehrgang  zur  Vorbereitung  auf  den  Hauptabschluss  wie  auch 

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während  des  freiwilligen  sozialen  Jahres  zeitlich  überwiegend  dem 
Ausbildungsziel gewidmet. 

Entgegen  der  Auffassung  der  Vorinstanz  ist  unbeachtlich,  dass  die 
Beschwerdeführerin  während  des  VHS­Lehrgangs  zur  Vorbereitung  auf 
den  Hauptabschluss  weiteren  Tätigkeiten  (Teilnahme  am  Fernlehrgang 
"Web­Designerin  SGD",  Teilnahme  am  Lehrgang  "Englisch  schnell  und 
sicher" sowie Berufspraktikum bei der Firma G._______; act. 19 und 17) 
nachgegangen ist, zumal aufgrund der Akten nicht davon auszugehen ist, 
dass  sie  dabei  ein  durchschnittliches  monatliches  Erwerbseinkommen 
erzielte,  das  höher  als  die maximale  volle  Altersrente  der  AHV  ist  (vgl. 
E. 4.2 hiervor). 

5.4.  Im  Übrigen  hat  die  Beschwerdeführerin  sowohl  den 
Hauptschulabschluss  als  auch  das  freiwillige  soziale  Jahr  innert  der 
offiziell  vorgesehenen  Ausbildungsdauer  (erfolgreich)  absolviert.  Am 
1. September  2011  hat  sie  ihre  Ausbildung  zur  Altenpflegehelferin 
begonnen.  Bis  dato  hat  sie  sich  somit  ihrem  Ausbildungsziel  mit  dem 
notwendigen und  ihr zumutbaren Einsatz und Willen gewidmet, weshalb 
sie  ab  dem  5. Oktober  2009  im  Sinne  von  Art. 25  Abs. 5  AHVG  als  in 
Ausbildung begriffen zu qualifizieren ist. 

5.5.  Gemäss  Wiedererwägungsverfügung  der  Vorinstanz  vom 
2. September 2011 werde die Zahlung bei Unterbruch des Studiums am 
ersten Tag, des der Wiederaufnahme folgenden Monats ausbezahlt (vgl. 
diesbezüglich  auch  Rz. 3322  RWL,  wonach  die  Rente  bei  18­  bis  25­
jährigen  Waisen,  die  die  Ausbildung  erst  nach  zurückgelegtem 
18. Altersjahr  bzw.  nach  dem  Tode  des  Vaters  oder  der  Mutter 
aufnehmen,  mit  dem  Monat  nach  Beginn  der  Ausbildung  zu  laufen 
beginnt). 

Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  keine  Veranlassung,  in  diese 
Verwaltungspraxis  einzugreifen,  stellt  sie  doch  eine  überzeugende 
Konkretisierung der  rechtlichen Vorgaben dar  (vgl. Art. 21 Abs. 2 Satz 1 
und Art. 25 Abs. 4 Satz 1 AHVG sowie Art. 47 AHVV; E. 4.4 hiervor). Der 
Beschwerdeführerin ist somit ab dem 1. November 2009 eine ordentliche 
Waisenrente zuzusprechen.

5.6. Zu prüfen bleibt, ob die SAK die mit Wiedererwägungsverfügung vom 
2. September 2011 gewährte Rente der Monate Oktober 2010 bis August 
2011 zu Recht unter der Bedingung, diese werde erst dann rückwirkend 

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ausbezahlt, wenn die Bestätigung vorliege, dass die Probezeit erfolgreich 
bestanden  worden  sei  und  die  Ausbildung  weitergeführt  werde, 
zugesprochen hat.

Wie zuvor erwähnt, sind Schul­ und Kursbesuche dann als Ausbildung im 
Sinne von Art. 25 Abs. 2 AHVG anzuerkennen, wenn sie entweder dazu 
geeignet  sind,  als  Vorbereitung  für  eine  Berufsausbildung  im  engeren 
Sinne (berufliche Ausbildung) zu dienen oder wenn sie ganz einfach auf 
ein  echtes  Bildungsziel  gerichtet  sind  (E. 4.3  hiervor).  Gemäss 
bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  ist  bei  der  Vorbereitung  für  eine 
Berufsausbildung weder von Bedeutung, ob eine solche dann folgt, noch, 
ob bei Erlernung eines Berufes auch wirklich die Absicht besteht, diesen 
später effektiv auszuüben (BGE 108 V 54 E. 1c). Demnach erweisen sich 
die  von  der  Vorinstanz  in  ihrer  Wiedererwägungsverfügung  gestellten 
Bedingungen  der  erfolgreich  bestandenen  Probezeit  sowie  der 
Weiterführung der Ausbildung zur Altenpflegehelferin als unrechtmässig. 

5.7.  Die  Beschwerde  ist  somit  gutzuheissen;  der  angefochtene 
Einspracheentscheid  vom  26. April  2011  ist  aufzuheben  und  die 
Wiedererwägungsverfügung  vom  2. September  2011  ist  insoweit 
abzuändern,  als  der  Beschwerdeführerin  bereits  ab  dem  1. November 
2009  eine  ordentliche  Waisenrente  zuzusprechen  ist;  die  bisher 
aufgelaufene  Rente  ist  der  Beschwerdeführerin  innert  30  Tagen  nach 
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auszuzahlen.

6. 
Zu  befinden  bleibt  noch  über  die  Verfahrenskosten  und  eine  allfällige 
Parteientschädigung.

6.1. Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), 
sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.

6.2. Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 
eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 
hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art. 64  Abs. 1  VwVG).  Da  der 
obsiegenden  Beschwerdeführerin,  welche  nicht  vertreten  war,  keine 
unverhältnismässig  hohen  Kosten  entstanden  sind  und  diese  zu  Recht 
keinen  entsprechenden  Antrag  gestellt  hat,  ist  ihr  keine 
Parteientschädigung  zuzusprechen  (vgl.  Art. 64  Abs. 1  VwVG  und 
Art. 7 ff.  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]).

Die  unterliegende  Vorinstanz  hat  keinen  Anspruch  auf 
Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen;  der  angefochtene 
Einspracheentscheid  vom  26. April  2011  wird  aufgehoben  und  die 
Wiedererwägungsverfügung  vom  2. September  2011  wird  insoweit 
abgeändert,  als  der  Beschwerdeführerin  bereits  ab  dem  1. November 
2009 eine ordentliche Waisenrente zugesprochen wird. 

2. 
Die  bisher  aufgelaufene Waisenrente  ist  der  Beschwerdeführerin  innert 
30  Tagen  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils 
auszuzahlen.

3. 
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  es  wird  keine 
Parteientschädigung zugesprochen.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
– die Vorinstanz (Ref­Nr._______)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Lucie Schafroth

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]).  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der 
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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