# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f22cf111-d504-5957-b25d-03dd4def22da
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-12-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.12.2018 F-7034/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7034-2018_2018-12-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7034/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  D e z e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;   

Gerichtsschreiber Daniel Grimm. 

   

Parteien 

 
X._______, geboren (…), 

Algerien,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 3. Dezember 2018 / (…). 

 

 

 

F-7034/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 5. September 2018 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass er – gemäss den Erkenntnissen aus einem Abgleich mit der europäi-

schen Fingerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit Eurodac) – am 2. Juni 

2018 illegal nach Italien eingereist war,  

dass das SEM dem Beschwerdeführer im Rahmen der Befragung zur Per-

son (BzP) vom 10. September 2018 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 

(EVZ) in Kreuzlingen das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Italiens für die 

Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens, zum beabsichtigten 

Nichteintretensentscheid sowie zu einer allfälligen Wegweisung in dieses 

Land gewährte, 

dass der Beschwerdeführer hierzu erklärte, in Italien eine Wegweisungs-

verfügung erhalten zu haben, weshalb ihn die dortigen Behörden bei einer 

allfälligen Rückführung nicht aufnehmen, sondern inhaftieren und ihm eine 

neue Wegweisungsfrist ansetzen würden,  

dass das SEM die italienischen Behörden am 24. September 2018 um 

Übernahme des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 13 Abs. 1 der Ver-

ordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestim-

mung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaats-

angehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags 

auf internationalen Schutz zuständig ist, Abl. L 180/31 vom 29. Juni 2013 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) ersuchte,  

dass die italienischen Behörden innerhalb der dafür vorgesehenen zwei- 

monatigen Frist des Art. 22 Abs. 1 Dublin-III-VO keine Stellung nahmen, 

dass das SEM mit Verfügung vom 3. Dezember 2018 – eröffnet am 6. De-

zember 2018 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Italien anordnete und den Beschwerdeführer – unter Androhung von 

Zwangsmassnahmen im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz spä-

testens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es den Kanton Solothurn mit dem Vollzug der Wegweisung beauf-

tragte, gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

F-7034/2018 

Seite 3 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-

deführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Dezember 2018 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und das SEM 

anzuweisen, sein Recht zum Selbsteintritt auszuüben und sich für das 

Asylgesuch zuständig zu erklären,  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Anordnung des Vollzugs-

stopps, Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung sowie um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte,  

dass dem Rechtsmittel drei medizinische Berichte und eine Notiz der 

Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom 12. November 2018 zur aktu-

ellen Situation in Italien beilagen, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. Dezember 2018 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

dass die Instruktionsrichterin den Vollzug der Überstellung mit superprovi-

sorischer Massnahme vom 14. Dezember 2018 vorsorglich stoppte, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

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Seite 4 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-

geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt 

wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort 

aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; 

vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und dabei von der Situ-

ation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der Asylsuchende 

erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dub-

lin-III-VO; vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2; FILZWIESER/SPRUNG, Dublin III-Verord-

nung, Wien 2014, K4 zu Art. 7), 

dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) 

demgegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach 

Kapitel III stattfindet (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 

m.w.H.), 

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dass – wenn ein Antragsteller aus einem Drittstaat kommend die Land-, 

See- oder Luftgrenze eines Mitgliedstaats illegal überschritten hat – dieser 

Mitgliedstaat gemäss Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO für die Prüfung des An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

dass die Zuständigkeit gemäss Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO zwölf Monate 

nach dem Tag des illegalen Grenzübertritts endet, 

dass der Beschwerdeführer gemäss dem am 6. September 2018 vorge-

nommenen Abgleich der Fingerabdrücke am 2. Juni 2018 in Italien dakty-

loskopisch erfasst wurde und er diesen Sachverhalt nicht bestreitet, 

dass nicht von Belang ist, dass der Beschwerdeführer in Italien bislang kein 

Asylgesuch gestellt hat, 

dass das SEM die italienischen Behörden am 24. September 2018 um 

Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-

VO ersuchte, 

dass Italien seine Zuständigkeit implizit anerkannte, indem es das Über-

nahmeersuchen der Schweiz innert der in Art. 22 Abs. 1 Dublin-III-VO vor-

gesehenen Frist unbeantwortet liess (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO), 

dass mit Blick auf die Äusserung des Beschwerdeführers anlässlich der 

BzP, er habe in Italien keinen Asylantrag stellen wollen, klarzustellen ist, 

dass er den zuständigen Mitgliedstaat, in welchem er sich registrieren und 

das Asylverfahren durchlaufen möchte, nicht selber bestimmen kann (vgl. 

BVGE 2010/45/ E. 8.3), 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Italiens somit gegeben ist, 

dass der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene geltend macht, infolge 

einer Suchterkrankung und wegen Selbstverletzungen („Ritzen“) speziali-

sierter medizinischer Behandlung zu bedürfen, 

dass er eine besonders verletzliche Person sei, Italien der Schweiz gegen-

über keine individuelle Zusicherung abgegeben habe und das italienische 

Asylsystem ohnehin stark überlastet sei, 

dass sich der Beschwerdeführer explizit auf Mängel des italienischen Asyl-

systems beruft, 

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dass es entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keine Gründe 

für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für 

Antragsteller in Italien würden systemische Schwachstellen im Sinne von 

Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO aufweisen (vgl. BVGE 2015/4 

E. 4.1), 

dass Italien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 

0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt,  

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben,  

dass diese Ansicht durch den Europäischen Gerichtshof für Menschen-

rechte (EGMR) bestätigt wird, indem dieser in seiner bisherigen Rechtspre-

chung festhält, dass in Italien kein systemischer Mangel an Unterstützung 

und Einrichtungen für Asylsuchende bestehe, obwohl die allgemeine Situ-

ation und insbesondere die Lebensumstände von Asylsuchenden, aner-

kannten Flüchtlingen und Personen mit einem subsidiären Schutzstatus in 

Italien gewisse Mängel aufweisen würden (vgl. EGMR: Entscheidung A.S 

gegen Schweiz vom 30. Juni 2015 [Beschwerde Nr. 39350/13]),  

dass der Beschwerdeführer als junger, alleinstehender Mann ohnehin nicht 

zu den besonders schutzbedürftigen Personen im Sinne der Rechtspre-

chung des EGMR (vgl. Urteil i.S. Tarakhel gegen Schweiz vom 4. Novem-

ber 2014, Grosse Kammer, Nr. 29217/12, § 114 f.; siehe auch BVGE 

2016/2 E. 5) gehört, deren Rücküberstellung eine individuelle Garantieer-

klärung der italienischen Behörden hinsichtlich der Unterbringung erfor-

dert, 

dass der Beschwerdeführer, der anlässlich der BzP angegeben hatte, ge-

sund zu sein (vgl. Akten der Vorinstanz [SEM act.] A9/11), sich seither zwar 

mehrere Male Selbstverletzungen zugefügt hat, allein deswegen jedoch 

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kein Anlass besteht, eine entsprechende Garantieerklärung einzuholen 

(siehe dazu BVGE 2017 VI/10 E. 5.5 - 5.7),  

dass es aufgrund der aktenkundigen medizinischen Unterlagen, denen zu-

folge der Patient an einer Suchtsprechstunde teilgenommen hat (siehe 

SEM act. A13) und sich immer wieder ritzt (SEM act. A25, A26 und A28), 

abgesehen davon auch an der notwendigen Schwere fehlt, um ihn als be-

sonders verletzliche Person im Sinne der Rechtsprechung zu betrachten,  

dass der Beschwerdeführer aus der eingereichten SFH-Notiz ebenfalls 

nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag,  

dass sich der Beschwerdeführer, wie erwähnt, vor allem auf seinen Ge-

sundheitszustand beruft, der einer Überstellung entgegenstehe,  

dass er damit implizit geltend macht, die Überstellung nach Italien setze 

ihn einer Gefahr für seine Gesundheit aus und verletze damit Art. 3 EMRK,  

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK 

darstellen kann,  

dass dies insbesondere der Fall ist, wenn die betroffene Person sich in 

einem fortgeschrittenen oder terminalen Krankheitsstadium und bereits in 

Todesnähe befindet, nach einer Überstellung mit dem sicheren Tod rech-

nen müsste und dabei keinerlei soziale Unterstützung erwarten könnte (vgl. 

BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die damalige Praxis des Europäi-

schen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR]),  

dass ein Verstoss gegen Art. 3 EMRK gemäss neuerer Praxis des EGMR 

aber auch vorliegen kann, wenn eine schwer kranke Person durch die Ab-

schiebung – mangels angemessener medizinischer Behandlung im Ziel-

staat – mit einem realen Risiko konfrontiert würde, einer ernsten, raschen 

und unwiederbringlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands 

ausgesetzt zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen 

Verkürzung der Lebenserwartung führen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, 

§§ 180–193 m.w.H.),  

dass mit Blick auf die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Be-

schwerdeführers, soweit sie aktenmässig erstellt sind (Suchtprobleme, 

Selbstverletzungen), keine derartige Konstellation vorliegt,   

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dass es im Übrigen festzuhalten gilt, dass Italien über eine ausreichende 

medizinische Infrastruktur verfügt und gemäss Art. 19 Abs. 1 der Aufnah-

merichtlinie verpflichtet ist, dem Beschwerdeführer die erforderliche medi-

zinische Versorgung, welche zumindest die Notversorgung und die unbe-

dingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schweren psychi-

schen Störungen umfasst, zu gewähren,  

dass keine Hinweise vorliegen, wonach Italien dem Beschwerdeführer eine 

adäquate medizinische Behandlung künftig verweigern würde, 

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochte-

nen Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Be-

stimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung des Beschwerdefüh-

rers Rechnung tragen und die italienischen Behörden vorgängig in geeig-

neter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände informieren 

werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO),  

dass den in Frage stehenden individuellen Bedürfnissen mit dem Informa-

tionsaustausch zum Gesundheitszustand gemäss Art. 32 Abs. 1 Dublin-III-

VO Genüge getan wird (BVGE 2017 VI/10 E. 5.6),  

dass zusammengefasst kein konkretes und ernsthaftes Risiko besteht, die 

Überstellung des Beschwerdeführers nach Italien würde gegen Art. 3 

EMRK oder andere völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz oder ge-

gen Landesrecht verstossen,  

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass der Beschwerdeführer mit seinem Hauptbegehren die Anwendung 

der Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive der – das 

Selbsteintrittsrecht im Landesrecht konkretisierenden – Bestimmung von 

Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 

142.311) fordert, gemäss welcher das SEM das Asylgesuch "aus humani-

tären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür gemäss Dublin-III-

VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die italienischen Behörden würden sich weigern, ihn wieder aufzu-

nehmen und einen allfälligen Antrag auf internationalen Schutz (der Be-

troffene wollte dort bislang kein Asylgesuch stellen [SEM act. A9/6]) unter 

Einhaltung der Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen,  

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Seite 9 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Italien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement missach-

ten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben 

oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist 

oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land ge-

zwungen zu werden,  

dass der Beschwerdeführer keine konkreten Hinweise für die Annahme 

dargetan hat, Italien würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnahmericht-

linie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und er sich 

bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls an die 

italienischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedin-

gungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnahmericht-

linie), 

dass hinsichtlich seiner gesundheitlichen Probleme auf die vorstehenden 

Erwägungen verwiesen werden kann,   

dass es insgesamt keinen Grund für eine Anwendung der Ermessensklau-

seln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,   

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-  

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist, und die Verfü-

gung des SEM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist, 

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Seite 10 

dass der am 14. Dezember 2018 angeordnete Vollzugsstopp mit dem vor-

liegenden Urteil dahinfällt, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.- (Art. 1 - 

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

 

 (Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regula Schenker Senn Daniel Grimm 

 

 

Versand: 

  

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Seite 12 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein) 

– das SEM, Abt. Dublin, mit den Akten (…)  

– das Migrationsamt des Kantons Solothurn