# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c1094a0-9281-522e-aa36-ff17e6918bb6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 19.10.2015 HE150433
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE150433_2015-10-19.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE150433-O U/ee 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. George Daetwyler, Vizepräsident, sowie Gerichts-

schreiberin Claudia Feier 

 

Urteil vom 19. Oktober 2015 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  

Klägerin 

 

gegen 

 

B._____,  

Beklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 sinngemäss) 

Es sei das Grundbuchamt C._____ ohne Anhörung der Gegenseite 
anzuweisen, auf dem Grundstück GBBl. ..., Kat.-Nr. ... an der ...strasse 
…, …, …, …, …, … Winterthur ein Bauhandwerkerpfandrecht für die 
Pfandsumme von CHF 107'705.43 zzgl. Betriebsschädigung und Zin-
sen zu Gunsten der Gesuchstellerin vorläufig vorzumerken. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Gesuchsgegne-
rin. 

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Die Klägerin verlangte mit Eingabe vom 16. September 2015 (Datum Post-

stempel) die superprovisorische Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts 

gemäss vorgenanntem Rechtsbegehren (act. 1). Das Gesuch um superprovisori-

sche Eintragung wurde mit Verfügung vom 17. September 2015 gutgeheissen 

und der Beklagten wurde Frist angesetzt, um zum klägerischen Begehren Stel-

lung zu nehmen (act. 4). Mit Eingabe vom 8. Oktober 2015 verkündete die Be-

klagte der D._____ Schweiz AG den Streit. Die Beklagte stellte sodann in Aus-

sicht, dass die D._____ Schweiz AG dem Handelsgericht Zürich das Original ei-

ner bereits in Kopie vorliegenden Solidarbürgschaft einreichen werde. Im Übrigen 

verzichtete die Beklagte auf eine Stellungnahme im summarischen Verfahren 

(act. 12).  

Das in Aussicht gestellte Original der Solidarbürgschaft ist bis dato nicht beim Ge-

richt eingetroffen, weshalb das Urteil ohne Berücksichtigung einer Sicherheit zu 

fällen ist. Es ist jedenfalls nicht Aufgabe des Einzelgerichts, für die Beibringung 

dieser Originalsicherheit zu sorgen; dies wäre Sache der Beklagten gewesen. 

2. Die Beklagte hat der D._____ Schweiz AG den Streit verkündet, was vorzu-

merken ist. 

3. Gestützt auf die Eingabe der Klägerin und die eingereichten Unterlagen (act. 

1, 2 und 3/1-9) erscheint als glaubhaft bzw. ist unbestritten geblieben, dass die 

- 3 - 

Klägerin gestützt auf einen Werkvertrag auf dem Grundstück der Beklagten im 

Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Arbeit und Material geliefert hat. Ebenso ist 

die Höhe der Pfandsumme glaubhaft bzw. unbestritten. Da die letzten Arbeiten 

nach unbestrittenen Angaben der Klägerin am 1. Juni 2015 (vgl. act. 3/2) erbracht 

wurden, wurde die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB gewahrt. Die 

einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ gemäss Verfügung vom 

17. September 2015 ist daher zu bestätigen. 

4. Der Klägerin ist Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung des 

Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Die Prosequierungsfrist ist praxis-

gemäss auf 60 Tage festzulegen, wobei allfällige Gerichtsferien bei der Fristan-

setzung berücksichtigt werden. Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, bedarf 

aber eines gesonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); die-

ses würde in einem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende 

Gründe für eine Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur die Zu-

stimmung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht be-

einflussbare Hinderungsgründe anerkannt. 

5. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in 

erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 

Abs. 1 lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 107'705.43 auszuge-

hen, wobei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 

Abs. 1 GebV OG auf CHF 4'500.– festzusetzen ist. 

Über den Pfandanspruch der Klägerin ist noch nicht definitiv entschieden. Es wird 

im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Klägerin endgültig obsiegt. 

Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren lediglich eine einstweilige 

Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des Einzelgerichts des Handelsge-

richts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im Verfahren betreffend die vor-

läufige Eintragung des Pfandrechts von der Klägerin zu beziehen, wobei der end-

gültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren vorbehalten bleibt.  

- 4 - 

Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen 

Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Klägerin ihren Anspruch jedoch 

nicht prosequieren sollte, ist der Beklagten in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 

sowie § 9 AnwGebV OG eine Parteientschädigung von CHF 4'000.– zuzuspre-

chen.  

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Die Streitverkündung der Beklagten an die D._____ Schweiz AG wird vor-

gemerkt. 

2. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt 

als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu-

figer Eintragung gemäss Verfügung vom 17. September 2015 bis zur rechts-

kräftigen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 3 einzuleitenden Prozes-

ses 

auf Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., 

...strasse …, …, …, …, …, … Winterthur 

für eine Pfandsumme von CHF 107'705.43. 

3. Der Klägerin wird – auch unter Berücksichtigung allfälliger Gerichtsferien – 

eine Frist bis 5. Januar 2016 angesetzt, um eine Klage auf definitive Eintra-

gung des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Bei Säumnis kann 

die Beklagte den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 2) löschen lassen. 

4. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'500.–. 

Allfällige weitere Kosten (insbesondere Rechnung des Grundbuchamtes) 

bleiben vorbehalten. 

5. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 4 werden von der Klägerin bezogen. 

Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss 

Dispositiv-Ziffer 3 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die Kosten de-

finitiv auferlegt. 

- 5 - 

6. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten. Versäumt die Klägerin jedoch die ihr in 

Dispositiv-Ziffer 3 angesetzte Frist zur Anhängigmachung der Klage, wird sie 

verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von CHF 4'000.– zu 

bezahlen. 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____. 

8. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 

90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert 

beträgt CHF 107'705.43. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).  

 

Zürich, 19. Oktober 2015 
 
 

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht 

 
Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Claudia Feier 

 

 

 
 

	Urteil vom 19. Oktober 2015
	
	Rechtsbegehren: (act. 1 sinngemäss)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Die Streitverkündung der Beklagten an die D._____ Schweiz AG wird vorgemerkt.
	2. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 17. September 2015 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gemäss Di...
	3. Der Klägerin wird – auch unter Berücksichtigung allfälliger Gerichtsferien – eine Frist bis 5. Januar 2016 angesetzt, um eine Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Bei Säumnis kann die Beklagte den vorläufige...
	4. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'500.–. Allfällige weitere Kosten (insbesondere Rechnung des Grundbuchamtes) bleiben vorbehalten.
	5. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 4 werden von der Klägerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 3 die Kla...
	6. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden ordentlichen Verfahren vorbehalten. Versäumt die Klägerin jedoch die ihr in Dispositiv-Ziffer 3 angesetzte Frist zur Anhängigmachung der Klage, wird sie verpflichtet, der Bekla...
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____.
	8. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...
	Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).