# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 87974e87-cb8f-508b-a968-b8f1cc351ca8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-04-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.04.2014 D-1813/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1813-2014_2014-04-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1813/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  11 .  A p r i l  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Robert Galliker, 

mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;   

Gerichtsschreiberin Sandra Min. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Georgien,  

B._______, geboren (…), 

und deren Kinder 

C._______, geboren (…), 

D._______, geboren (…), 

Ukraine,  

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 24. März 2014 / N (…). 

 

 

D-1813/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden am 25. November 2013 in der Schweiz 

um Asyl nachsuchten, 

dass die Fingerabdrücke der Beschwerdeführenden am 26. November 

2013 mit der "EURODAC"-Datenbank abgeglichen wurden und sich dabei 

herausstellte, dass sie am 7. November 2012 in Polen und am 12. De-

zember 2012 in Deutschland Asylgesuche eingereicht hatten, 

dass am 10. Dezember 2013 die Befragungen zur Person (BzP) stattfan-

den und den Beschwerdeführenden dabei das rechtliche Gehör in Bezug 

auf eine allfällige Wegweisung nach Polen oder Deutschland gewährt 

wurde, 

dass das BFM die polnischen Behörden am 13. Dezember 2013 um 

Übernahme der Beschwerdeführenden gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. c 

der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur 

Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitglied-

staats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in ei-

nem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist (Dublin-II-Verord-

nung) ersuchte, 

dass die polnischen Behörden am 19. Dezember 2013 dem Übernahme-

ersuchen in Bezug auf die Beschwerdeführenden und das ältere Kind ge-

stützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. d Dublin-II-Verordnung zustimmten, 

dass die polnischen Behörden – nach mehrmaligem Schriftenwechsel mit 

dem BFM – schliesslich am 12. März 2014 auch (vorbehaltslos) dem 

Übernahmeersuchen in Bezug auf das jüngere Kind der Beschwerdefüh-

renden zustimmten,  

dass das BFM mit Verfügung vom 24. März 2014 – eröffnet am 29. März 

2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b des Asylgesetzes vom 

26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche der Beschwerde-

führenden nicht eintrat, ihre Wegweisung aus der Schweiz nach Polen 

anordnete und die Beschwerdeführenden aufforderte, die Schweiz (spä-

testens) am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

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Seite 3 

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die Be-

schwerdeführenden verfügte, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 4. April 2014 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben und 

dabei in materieller Hinsicht beantragten, die angefochtene Verfügung sei 

vollumfänglich aufzuheben und ihre Asylgesuche seien materiell mit 

Selbsteintrittsrecht der Schweiz zu überprüfen, indem die Angelegenheit 

zur Neubearbeitung und zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen sei, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege sowie um "Anerkennung" der aufschiebenden Wir-

kung der Beschwerde ersuchten, 

dass die zuständige fremdenpolizeiliche Behörde anzuweisen sei, ihre 

Wegweisung nach Polen bis zum Endentscheid des Bundesverwaltungs-

gerichts nicht zu vollziehen, 

dass auf die Begründung der Beschwerdebegehren und die eingereichten 

Beweismittel – soweit für den Entscheid wesentlich – in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen wird,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 8. April 2014 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 

1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

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Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass es sich vorliegend um eine sogenannte Laienbeschwerde handelt, 

an die keine hohen formellen Anforderungen zu stellen sind, 

dass die Beschwerdeschrift zwar nur vom Beschwerdeführer unterzeich-

net wurde, jedoch aufgrund des Inhalts davon auszugehen ist, dass die-

ser im Namen seiner ganzen Familie Beschwerde erhoben hat, weshalb 

auch die Beschwerdeführerin (mit den Kindern) als Partei dieses Verfah-

rens geführt wird, 

dass somit auf die frist- und (ansonsten) formgerecht eingereichte Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um 

eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch 

zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts sowie die Rüge-

möglichkeiten nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen, die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich 

auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylge-

such nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 

2004 (DAA, SR 0.142.392.68) zur Anwendung gelangt und das BFM die 

Zuständigkeitsfrage gestützt auf die Dublin-II-Verordnung geprüft hat, 

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Seite 5 

dass die Schweiz seit dem 1. Januar 2014 einen Grossteil der Bestim-

mungen der Dublin-III-Verordnung (Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festle-

gung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlo-

sen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz 

zuständig ist [Neufassung, ABl. L 180/31 vom 29. Juni 2013]) vorläufig 

anwendet,  

dass vorliegend jedoch aufgrund der Übergangsbestimmungen der Dub-

lin-III-Verordnung nach wie vor die Bestimmungen der Dublin-II-Verord-

nung Anwendung finden (Art. 49 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung), da die 

Beschwerdeführenden vor dem 1. Januar 2014 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchten und auch die Übernahmeersuchen des BFM an Polen vor 

diesem Datum erfolgten, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Satz 2 Dublin-II-Verordnung jeder Asylantrag 

von einem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des 

Kapitels III als zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass derjenige Mitgliedstaat zuständig ist, welcher einem Familienange-

hörigen das Recht auf Aufenthalt in seiner Eigenschaft als Flüchtling ge-

währt hat, welcher dem Asylbewerber einen gültigen Aufenthaltstitel oder 

ein gültiges Visum ausgestellt hat, dessen Land-, See- oder Luftgrenze 

der Asylbewerber aus einem Drittstaat kommend legal oder illegal über-

schritten hat, oder in welchem der erste Asylantrag gestellt wurde (Art. 5 

i.V.m. Art. 6‒13 Dublin-II-Verordnung), 

dass sodann jedem Mitgliedstaat, in Abweichung von den vorgenannten 

Zuständigkeitskriterien, die Möglichkeit zur Prüfung eines Asylgesuchs 

eingeräumt wird (vgl. zur Souveränitätsklausel Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-

Verordnung und zur humanitären Klausel Art. 15 Dublin-II-Verordnung; 

vgl. auch Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über 

Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]), 

dass die Beschwerdeführenden ihren ersten Asylantrag gemäss der 

"EURODAC"-Datenbank in Polen stellten und die polnischen Behörden 

den Übernahmeersuchen des BFM zustimmten, 

dass die Zuständigkeit Polens somit grundsätzlich gegeben ist, 

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dass der Umstand beziehungsweise die Behauptung des Beschwerde-

führers, sie hätten in Polen kein Asylgesuch einreichen wollen (vgl. Akten 

BFM A 6/11 S. 5), nichts an der grundsätzlichen Zuständigkeit Polens än-

dert, zumal Asylsuchende den zuständigen Mitgliedstaat, in welchem sie 

das Asylverfahren durchlaufen möchten, nicht selber wählen können, 

dass sich die Beschwerdeführenden bereits im vorinstanzlichen Verfah-

ren gegen eine Rückkehr nach Polen aussprachen und dabei vorbrach-

ten, sie könnten mit zwei Kindern nicht dort leben beziehungsweise sie 

hätten in Polen keine guten Lebensbedingungen (vgl. A 6/11 S. 8, A 7/10 

S. 7), 

dass sie auf Beschwerdeebene sodann im Wesentlichen geltend mach-

ten, aus den Verfahrensakten gehe hervor, dass sie von den polnischen 

Behörden ohne Überprüfung ihrer Asylgesuche in ihre Heimat abgescho-

ben würden, 

dass sich der Beschwerdeführer aktuell in einer Therapie (Methadon-

Programm) befinde, 

dass mit einer Wegweisung nach Polen eine Kettenabschiebung in die 

Ukraine erfolgen würde und der Beschwerdeführer einen Therapieunter-

bruch hinnehmen müsste, 

dass aus den Verfahrensakten nicht hervorgehe, dass die polnischen Be-

hörden über die laufende Therapie des Beschwerdeführers genügend in-

formiert seien, 

dass vorab festzuhalten ist, dass es nicht in der Verantwortung der 

schweizerischen Asylbehörden liegt auszumachen, ob die Beschwerde-

führenden nach einer Überstellung zufriedenstellende Lebensbedingun-

gen vorfinden, 

dass sodann darauf hinzuweisen ist, dass Polen Vertragspartei des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30), der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), des Überein-

kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, 

SR 0.105) und des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die 

Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) ist, 

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dass Polen als zuständiger Dublin-Staat zudem gehalten ist, unter ande-

rem die Richtlinie 2013/32/EU des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung 

und Aberkennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) 

und die Richtlinie 2013/33/EU des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von 

Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtli-

nie), anzuwenden respektive umzusetzen, 

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür bestehen und von den Be-

schwerdeführenden auch nicht geltend gemacht wurden, Polen würde 

sich in ihrem Falle nicht an die aus diesen Übereinkommen und Richtli-

nien resultierenden Verpflichtungen, insbesondere das Rückschiebungs-

verbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, halten, 

dass sich aus dem Schreiben des BFM vom 18. Februar 2014 an die pol-

nischen Behörden – entgegen dem entsprechenden Beschwerdevorbrin-

gen – kein Hinweis ergibt, die polnischen Behörden würden die Be-

schwerdeführenden ohne Überprüfung ihrer Asylgesuche in die Ukraine 

abschieben, zumal darin von einer (allenfalls) "möglichen" Ausschaffung 

in die Ukraine gesprochen wird, 

dass es den Beschwerdeführenden offen steht und obliegt, allfällige Kla-

gen hinsichtlich ihrer Aufenthaltsbedingungen und ihre Einwände gegen 

eine allfällige Überstellung in die Ukraine bei den zuständigen polnischen 

Behörden respektive beim Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) 

oder beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gel-

tend zu machen (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.6.4),  

dass sich die Beschwerdeführenden ferner auf den Gesundheitszustand 

des Beschwerdeführers berufen, der einer Überstellung entgegenstehe, 

dass aus den vorinstanzlichen Akten und dem ärztlichen Bericht des 

E._______ vom 4. April 2014 hervorgeht, dass der Beschwerdeführer an 

einem Methadon-Programm teilnimmt, 

dass bei ihm zudem eine chronische Hepatitis C diagnostiziert wurde, 

dass festzuhalten ist, dass eine zwangsweise Rückweisung von Perso-

nen mit gesundheitlichen Problemen nur dann einen Verstoss gegen 

Art. 3 EMRK darstellen kann, wenn die betroffene Person sich in einem 

fortgeschrittenen oder terminalen Krankheitsstadium und bereits in To-

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desnähe befindet (vgl. Urteil des EGMR N. gegen Vereinigtes Königreich 

vom 27. Mai 2008, 26565/05),  

dass dies in Bezug auf den Beschwerdeführer – soweit aus den Akten er-

sichtlich – nicht zutrifft, 

dass die Aufnahmerichtlinie die medizinische Versorgung garantiert und 

davon ausgegangen werden darf, dass der Beschwerdeführer in Polen, 

das grundsätzlich über eine ausreichende medizinische Infrastruktur und 

insbesondere auch über ein Methadon-Programm verfügt, adäquate me-

dizinische und fachärztliche Betreuung findet, 

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, sich auch hinsichtlich seiner ge-

sundheitlichen Beschwerden und mit allfälligen Klagen bezüglich der ihm 

zuteilwerdenden Betreuung wie auch bezüglich eines befürchteten The-

rapieunterbruchs im Falle einer Ausschaffung in die Ukraine an die zu-

ständigen polnischen Behörden vor Ort zu wenden, 

dass somit der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers einer 

Überstellung nach Polen nicht entgegensteht, 

dass allerdings seiner gesundheitlichen Situation bei der Ausgestaltung 

der Vollzugsmodalitäten Rechnung zu tragen ist, 

dass es der Praxis des BFM entspricht, den zuständigen Dublin-Staat vor 

der Überstellung auf bestehende Krankheiten von rückkehrenden Perso-

nen aufmerksam zu machen, und das BFM auch vorliegend in diesem 

Sinne einzuladen ist, die polnischen Behörden vorgängig über die ge-

sundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers und den indizierten Be-

handlungsbedarf zu informieren, so dass die notwendigen Vorkehrungen 

getroffen werden können, 

dass einer allfälligen Akzentuierung gesundheitlicher Beschwerden bei 

einem zwangsweisen Wegweisungsvollzug bei der Ausgestaltung der 

Überstellungsmodalitäten beziehungsweise durch geeignete Massnah-

men, die im Zeitpunkt der Überstellung notwendig erscheinen (beispiels-

weise dem Heranziehen medizinischen Fachpersonals bei der Rückfüh-

rung), gebührend Rechnung getragen werden kann, 

dass unter diesen Umständen keinerlei Hindernisse, insbesondere auch 

keine humanitären Gründe im Sinne von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, eine 

Überstellung der Beschwerdeführenden als unzulässig erscheinen lassen 

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(vgl. dazu den Unzulässigkeitsentscheid des EGMR D. und andere gegen 

Deutschland vom 7. Oktober 2004 , Nr. 33743/03, angeführt in Entschei-

dungen und Mitteilungen der [vormaligen] Schweizerischen Asylrekurs-

kommission [EMARK] 2005 Nr. 23 E. 5.1),  

dass es demnach keinen Grund für die Anwendung der Souveränitäts-

klausel (Art. 3 Abs. 2 erster Satz Dublin-II-Verordnung) gibt,  

dass nach dem Gesagten Polen somit zuständig und entsprechend ver-

pflichtet ist, die Beschwerdeführenden gemäss Art. 20 Dublin-II-Ver-

ordnung wieder aufzunehmen, 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht einge-

treten ist und – da die Beschwerdeführenden nicht im Besitz einer gülti-

gen Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung sind – in Anwendung 

von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Polen angeordnet hat (Art. 32 

Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu prü-

fen sind, da das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen bereits 

Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des BFM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen 

ist, weshalb sich die Anträge auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen 

wie Erteilung der aufschiebenden Wirkung und entsprechender Anwei-

sung der zuständigen Vollzugsbehörden, welche ohnehin nur für die 

Dauer des Beschwerdeverfahrens wirksam sind, als gegenstandslos er-

weisen, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich 

aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeich-

nen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht 

erfüllt sind, 

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Seite 10 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

und 5 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu-

gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Robert Galliker Sandra Min 

 

 

Versand: