# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc818ce1-0d55-53df-8c01-fe6669907f5e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.02.2018 725 17 322 / 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-322---37_2018-02-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  1. Februar 2018 (725 17 322 / 37) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG / Die gesetzliche Vermutung 

kann anhand vorliegender medizinischer Berichte nicht widerlegt werden / Rückweisung 

zur erneuten Abklärung 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Yves Thommen, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin i.V. Anna 
Studinger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Elips Versicherungen AG, Landstrasse 40, 9495 Triesen, Be-
schwerdegegnerin, vertreten durch Martin Bürkle, Rechtsanwalt 
LL.M., Thouvenin Rechtsanwälte KLG, Klausstrasse 33, 8024 Zürich 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1969 geborene A.____ arbeitet seit dem 1. Januar 2013 im B.____ als Pflegehelfer 
SRK. Gestützt auf dieses Arbeitsverhältnis ist er bei der Elips Versicherungen AG (Elips) obliga-
torisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 4. März 2017 
konnte A.____ reflexartig den Sturz einer Bewohnerin verhindern, was ihm einen Stich in den 
Rücken und ins Knie versetzte. Am 8. März 2017 suchte er seine Hausärztin auf. Sie diagnosti-

 

 
 
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zierte einen Meniskusriss medial sowie eine Knorpelläsion retropatellär am linken Knie als Sta-
tus nach einer Kontusion/Distorsion. 
 
Mit Verfügung vom 2. Juni 2017 lehnte es die Elips ab, für die Heilkosten aufzukommen. Ihre 
beratende Ärztin sei zum Schluss gekommen, dass ein Zusammenhang zwischen dem Ereignis 
und den Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich sei. Die Beschwerden seien vorwie-
gend degenerativ bedingt.  
 
Die von A.____ und der EGK-Gesundheitskasse erhobenen Einsprachen wies die Elips mit 
Entscheid vom 28. August 2017 ab. Der Einspracheentscheid wurde im Wesentlichen damit 
begründet, dass es im vorliegenden Fall an der Voraussetzung der Ungewöhnlichkeit fehle und 
daher kein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG vorläge. Zudem seien die Kniebeschwerden vor-
wiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen.  
 
B. Am 24. September 2017 erhob A.____ Einsprache (recte Beschwerde) beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er begründete 
seine Beschwerde unter anderem damit, dass die Elips nicht auf seine Argumente – die klar 
gegen eine degenerative und krankhafte Ursächlichkeit sprechen würden – eingegangen sei. 
Zudem widerspräche er der Elips entschieden, soweit sie dem Unfall den Unfallcharakter abzu-
sprechen versuche.  
 
C. Am 13. Dezember 2017 reichte die Elips, vertreten durch Rechtsanwalt Martin Bürkle, 
die Vernehmlassung ein. Die versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. C.____, 
FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 6. April 2016 – worauf sich der Einspracheentscheid 
stützt – sei stichhaltig und überzeugend. Beim Beschwerdeführer würden eine Chondrokalzino-
se, d.h. eine Stoffwechselerkrankung mit Gelenkbeteiligung und diverse degenerative Verände-
rungen vorliegen. Das Leiden am Knie sei vorwiegend, d.h. zu mehr als 50 %, auf diese Verän-
derungen zurückzuführen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde des Versicherten vom 24. September 2017 ist einzutreten.  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld.  
 
2.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-

 

 
 
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trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der äusse-
re Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegen-
stück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache (BGE 134 V 72 E. 4.1.1). 
Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich 
Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. 
 
2.3 Seit 1. Januar 2017 ist das revidierte UVG in Kraft. Gemäss dem überarbeiteten Art. 6 
Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei den folgenden Körperschädi-
gungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: 
a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; 
e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. Trommelfellverletzungen. Bei den auf-
gelisteten Körperschädigungen wird davon ausgegangen, dass eine unfallähnliche Körperschä-
digung vorliegt, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Diese neue Regelung 
stellt auf Gesetzesstufe eine Vermutung auf, wonach der Unfallversicherer den Schadenfall bei 
erfüllter Listendiagnose übernehmen muss, sofern er keinen Befreiungsbeweis vorlegen kann 
(SZS 2017 S. 26, 33). Die Widerlegung gelingt ihm, indem er den Nachweis erbringt, dass die 
Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Auf das Kri-
terium des äusseren Faktors wird explizit verzichtet (Zusatzbotschaft vom 19. September 2014 
zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [Unfallversicherung und Unfall-
verhütung; Organisation und Nebentätigkeiten der Suva], BBl 2014 7922). Zur Definition des 
Begriffs "vorwiegend" ist auf die Rechtsprechung zu den Berufskrankheiten nach Art. 9 Abs. 1 
UVG zurückzugreifen (vgl. auch KILIAN RITLER, Die unfallähnliche Körperschädigung [UKS], in: 
Kieser/Landolt, Unfall? Novembertagung 2015 zum Sozialversicherungsrecht, 2016, S. 115 ff.). 
Danach ist eine vorwiegende Verursachung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder 
bestimmte Arbeiten nur gegeben, wenn diese mehr als alle anderen mitbeteiligten Ursachen 
wiegen, folglich mehr als 50 % ausmachen (vgl. BGE 119 V 200 E. 2a mit Hinweisen). Diesen 
Nachweis muss der Unfallversicherer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit erbringen (SZS 2017 S. 26, 34).  
 
In casu ist von einer Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG auszugehen, da beim 
Versicherten ein Meniskusriss vorliegt. Es ist somit am Unfallversicherer den Nachweis zu er-
bringen, dass der Meniskusriss überwiegend wahrscheinlich zu mehr als 50 % auf Abnützung 
oder Erkrankung zurückzuführen ist. 
 
3. Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist die rechtsanwendende Behörde auf 
Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 
122 V 157 E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese Unterlagen nach dem für 
den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c 
ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversiche-
rungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wider-
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Be-

 

 
 
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weismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes 
ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, 
122 V 157 E. 1c mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist es dem Sozialversicherungsge-
richt demnach nicht verwehrt, gestützt ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische 
Unterlagen zu entscheiden. Wie das Bundesgericht präzisiert hat, sind in solchen Fällen jedoch 
strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen sind (Urteil des Bundesgerichts, I. sozialrechtliche Abteilung, 
vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweisen). 
  
4. Der Angelegenheit liegen folgende relevante Unterlagen zu Grunde: 
 
4.1 Gemäss der "Sunetmeldung" vom 13. März 2017 habe der Versicherte am 4. März 
2017 durch seine schnelle Reaktion den Sturz einer Bewohnerin verhindert, was ihm jedoch 
einen Stich in den Rücken und in das Knie versetze. Als Schädigung ist eine Verdre-
hung/Verstauchung des linken Knies aufgeführt.  
 
4.2 Am 15. März 2017 fand eine MRT im Imamed Radiologie Nordwest statt. Frau Dr. med. 
D.____, FMH Radiologie, hielt gleichentags Folgendes fest: Beim medialen Kompartiment sei 
eine Hyperintensität an der Unterfläche des Meniskushinterhornes, vereinbar mit einem kleinen 
horizontalen Einriss, sichtbar. Der Knorpelbelag sei unauffällig mit diskreter Chondrokalzinose. 
Das laterale Kollateralband sei intakt und die ossären Strukturen unauffällig. Interkondylär zeige 
sich ein intaktes vorderes und hinteres Kreuzband, eine ödematöse Imbibierung der capsuloli-
gamentären Strukturen dorsal, wenig Gelenkerguss, kein freier Gelenkkörper sowie kein Nach-
weis einer Baker-Zyste. Das vordere Kreuzband zeige kleine intraligamentäre ganglionartige 
Veränderungen. Das laterale Kompartiment weise einen intakten lateralen Meniskus auf, keinen 
Nachweis einer Knorpelläsion bei diskreter Chondrokalzinose tibial, ein intaktes laterales Kolla-
teralband, eine unauffällige Popliteussehne sowie eine ganglionartige Flüssigkeitskollektion im 
distalen Anteil der Popliteussehne auf Höhe des proximalen Tibiofibulargelenkes. Femoropa-
tellär finde sich eine intakte Quadrizeps- und Patellarsehne, fissurartige Knorpelläsionen, ma-
ximal 50 % der Knorpeldicke betreffend retropatellär medial und zentral (Outerbridge 2) sowie 
ein unauffälliger Knorpelbelag trochleär.  
 
4.3 Mit dem Versicherungsformular "Unfallhergang" schilderte der Versicherte am 
20. März 2017 das Ereignis. Eine Bewohnerin habe am Rollator das Gleichgewicht verloren und 
sei umgekippt. Reflexartig habe er sie – da er noch einen Arm unter ihrem gehabt habe – vom 
Sturz bewahren können. Das Auffangen habe ihm einen Schlag durch die angespannte Musku-

 

 
 
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latur versetzt. Zunächst sei ein Muskelschmerz an der Lendenwirbelsäule spürbar gewesen. Ab 
dem Abend sei es zu Missempfindungen, dann steigernd zu einem Schmerz und zu einer 
Schwellung am linken Knie gekommen.  
 
4.4 Am 20. März 2017 berichtete Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, von 
der Erstbehandlung des Versicherten, welche am 8. März 2017 stattfand. Sie berichtete von 
lumbalen Schmerzen und Knieschmerzen links bei Status nach Kontusion/Distorsion und diag-
nostizierte einen Meniskusriss medial sowie eine Knorpelläsion retropatellar am Knie.  
 
4.5 Am 6. April 2017 nahm Dr. C.____, der beratende Arzt der Elips, eine versicherungs-
medizinische Beurteilung vor. Ein Kausalzusammenhang sei, zumal die Beschwerden im linken 
Knie erst Stunden später aufgetreten seien, möglich, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. 
Das Schädigungsbild, welches der MRI-Bericht des linken Knies zeige, passe nicht zu dem ge-
schilderten Ereignismechanismus. Zudem widerspräche die spätere ärztliche Darstellung, es 
habe eine Kniedistorsion stattgefunden, der Ereignisschilderung des Versicherten. Gemäss 
dem radiologischen Befund sei beim medialen Kompartiment eine Hyperintensität an der Unter-
fläche des Meniskushinterhornes, vereinbar mit einem kleinen horizontalen Einriss, gegeben. 
Der Knorpelbelag sei unauffällig mit diskreter Chondrokalzinose. Das laterale Kollateralband sei 
intakt und die ossären Strukturen unauffällig. Dieser Zustand sei eindeutig degenerativ bzw. 
krankhaft (Chondrokalzinose). Das laterale Kollateralband sei intakt und die ossären Strukturen 
unauffällig. Interkondylär zeige sich ein intaktes vorderes und hinteres Kreuzband, eine öde-
matöse Imbibierung der capsuloligamentären Strukturen dorsal, wenig Gelenkerguss, kein freier 
Gelenkkörper sowie kein Nachweis einer Baker-Zyste. Dieser radiologische Befund zeige ein 
eindeutig degenerativ verändertes vorderes Kreuzband mit Reizerguss auf. Das vordere Kreuz-
band zeige kleine intraligamentäre ganglionartige Veränderungen. Das laterale Kompartiment 
weise einen intakten lateralen Meniskus auf, keinen Nachweis einer Knorpelläsion bei diskreter 
Chondrokalzinose tibial, ein intaktes laterales Kollateralband, eine unauffällige Popliteussehne 
sowie eine ganglionartige Flüssigkeitskollektion im distalen Anteil der Popliteussehne auf Höhe 
des proximalen Tibiofibulargelenkes. Diese Feststellung weise auf eine krankhafte Veränderung 
durch Chondrokalzinose und auf einen Reizzustand hin. Femoropatellär finde sich eine intakte 
Quadrizeps- und Patellarsehne, fissurartige Knorpelläsionen, maximal 50 % der Knorpeldicke 
betreffend retropatellär medial und zentral (Outerbridge 2) sowie ein unauffälliger Knorpelbelag 
trochleär. Damit zeige sich femoropatellär eine krankhafte Veränderung durch beginnende ret-
ropatelläre und femorale Arthrose. Der Versicherte habe eine Stoffwechselerkrankung mit Ge-
lenkbeteiligung (Chondrokalzinose), sowie diverse degenerative Veränderungen. Das Leiden 
am Knie sei vorwiegend – zu mehr als 50 % – darauf zurückzuführen.  
 
4.6 Dr. E.____  bestätigte mit Schreiben vom 18. April 2017, dass der Versicherte vor dem 
aktuellen Ereignis noch unter keinen Kniebeschwerden gelitten habe und auch (aktenanamnes-
tisch) in den letzten zehn Jahre keine Konsultation deshalb erfolgt sei. Dass der Patient erst 
nach Abklingen der Rückenschmerzen – ein paar Stunden verzögert – Schmerzen im Bereich 
des Knies wahrgenommen habe, heisse nicht, dass diese nicht durch das gleiche Ereignis aus-
gelöst worden seien. Schmerzreize könnten sich, bis der stärkere abgeklungen sei, überde-
cken. Eine Ergussbildung baue sich posttraumatisch jeweils innert Tagen auf. Im MRI liessen 

 

 
 
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sich zudem im Bereich des Meniskusrisses keine Hinweise auf eine degenerative Veränderung 
finden (keine Knorpelläsion im lateralen/medialen Kompartiment, keine Degeneration des Knor-
pels). Aufgrund des Unfallmechanismus, der im MRI gestellten Diagnosen und der Erklärung 
des Symptomablaufes liesse sich aus ihrer Sicht ein Kausalzusammenhang finden.  
 

4.7 Am 1. Juni 2017 nahm Dr. med. F.____, FMH für Physikalische Medizin und Rehabili-
tation, als beratende Ärztin der Versicherung Stellung. Sie wies darauf hin, dass die vom Versi-
cherten zusätzlich zur Verfügung gestellten Arztberichte keine neuen versicherungsmedizinisch 
relevanten Aspekte gegenüber der Beurteilung von Dr. C.____  vom 6. April 2017 ergeben wür-
den. Die versicherungsmedizinische Beurteilung sei korrekt und ausführlich begründet. Sie 
empfehle am Entscheid festzuhalten.  
 
4.8 Mit Schreiben vom 21. Juni 2017 teilte Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, H.____  AG, mit, dass es sich bei dem vorhan-
denen Meniskusschaden klar um einen Unfallschaden nach Verdrehtrauma vom 4. März 2017 
handle.  
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der Verfügung vom 2. Juni 2017 sowie im Ein-
spracheentscheid vom 28. August 2017 auf den Standpunkt, dass das Leiden des Beschwerde-
führers am Knie vorwiegend, das heisse zu mehr als 50 %, auf die Chondrokalzinose (Stoff-
wechselerkrankung) sowie auf diverse degenerative Veränderungen zurückzuführen sei. Dabei 
stützte sie sich auf die ihrer Meinung nach einleuchtenden und in ihren Schlussfolgerungen de-
tailliert, nachvollziehbar und schlüssig begründeten Beurteilungen von Dr. C.____ und 
Dr. F.____. Zudem würde das Schädigungsbild (MRI vom 15. März 2017) nicht zum geschilder-
ten Ereignismechanismus passen. Die spätere ärztliche Darstellung, wonach eine Kniedistorsi-
on stattgefunden habe, widerspreche der ursprünglichen Ereignisschilderung des Beschwerde-
führers.  
 
5.2 Der Auffassung der Beschwerdegegnerin kann nicht gefolgt werden. Dr. C.____  hielt 
zwar in seinem Bericht fest, dass die jeweiligen bildgebenden Befunde eindeutig degenerativ 
bzw. krankhaft begründet seien. Er zitierte jeweils aus dem MRI-Bericht und führte anschlies-
send auf, ob die Ursache dafür degenerativ bzw. krankhaft sei. Diesen Aussagen liegt aber kei-
ne Erklärung zu Grunde, insbesondere legt er nicht dar, inwiefern gestützt auf die diskreten Be-
funde von einer "eindeutigen" degenerativen bzw. krankhaften Ursache auszugehen ist. Die 
weitere Begründung, dass das vom Versicherten ursprünglich geschilderte Ereignis den späte-
ren ärztlichen Darstellungen widersprechen würde, überzeugt nicht. Die Ereignisschilderung 
des Beschwerdeführers steht in keinem Widerspruch zu einer Kniedistorsion. Seine Ausführun-
gen beinhalten zwar nicht explizit, dass eine Verdrehung des Knies stattgefunden habe, aber 
schliessen auch nicht aus, dass eine Distorsion hätte vorgefallen sein können. Zudem ist für 
eine Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG der Unfallhergang von untergeordneter Be-
deutung. Dr. F.____  lag der Bericht von Dr. E.____  vom 18. April 2017 vor, in dem Dr. E.____ 
unter anderem erklärte, wie es zu den verzögerten Knieschmerzen gekommen sei und dass 
sich im Bereich des Meniskusrisses keine Hinweise auf eine degenerative Veränderung finden 
würden. Dr. F.____ setzte sich damit nicht auseinander, obwohl die Beurteilung von Dr. E.____ 

 

 
 
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Fragen bezüglich der Zuverlässigkeit der Beurteilung von Dr. C.____ aufwirft und eine vertiefte 
Auseinandersetzung geboten gewesen wäre. Stattdessen bestätigte Dr. F.____ lediglich die 
Aussagen von Dr. C.____, ohne aber ihrerseits eine Begründung für dessen Feststellungen zu 
liefern. Anhand der versicherungsmedizinischen Berichte werden die medizinischen Zusam-
menhänge nicht einleuchtend dargelegt. Dass die Kniebeschwerden überwiegend wahrschein-
lich über 50 % auf den degenerativen und krankhaften Vorzustand zurückzuführen sind, kann 
damit nicht zuverlässig begründet werden (vgl. hiervor E. 2.3). 
 
5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass vorliegend Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingeholten und als massgeblich erachteten 
versicherungsinternen Beurteilungen von Dr. C.____ und Dr. F.____ bestehen. Nach dem oben 
Gesagten (vgl. auch E. 3 hiervor) kann bei diesem Beweisergebnis nicht auf die betreffenden 
versicherungsinternen Beurteilungen abgestellt werden. Da die Abklärungsergebnisse aus dem 
Verwaltungsverfahren nicht ausreichend beweiskräftig sind, wird die Beschwerdegegnerin den 
medizinischen Sachverhalt abklären zu lassen und die Kausalität neu zu beurteilen haben.  
 
5.4 Gestützt auf die obigen Ausführungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der Ein-
spracheentscheid vom 28. August 2017 aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin ist gehalten, 
erneute Abklärungen vorzunehmen und anschliessend erneut zu verfügen.  
 
6. Abschliessend ist über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es 
sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Gemäss Art. 61 lit. g 
ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. 
Der Beschwerdeführer ist zwar obsiegende Partei, da er jedoch nicht vertreten ist, entfällt ein 
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten im Sinne der genannten Bestimmung. Die ausserordentli-
chen Kosten des Verfahrens sind demnach wettzuschlagen.  
 
7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-
rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 

 

 
 
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7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 28. August 2017 aufgehoben und die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Elips Versicherungen AG 
zurückgewiesen wird.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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