# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8112e82-91bb-532b-8a38-e0feb8a84481
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.11.2025 D-2487/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2487-2025_2025-11-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2487/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Daniela Brüschweiler (Vorsitz), 

Richterin Contessina Theis, 

Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

und die Kinder 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

alle vertreten durch Dr. iur. Eylem Copur,  

(…),  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (Nichteintreten auf Asylgesuch und 

Wegweisung [sicherer Drittstaat]);  

Verfügung des SEM vom 3. April 2025 / N (…). 

 

D-2487/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) und B._______ (nachfol-

gend: Beschwerdeführerin) suchten zusammen mit ihren beiden Kindern 

am 4. März 2025 in der Schweiz um Asyl nach. Sie erteilten am 7. März 

2025 der ihnen zugewiesenen Rechtsvertretung Vollmacht. 

B.  

Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers und der Be-

schwerdeführerin mit der Eurodac-Datenbank ergab, dass sie am 19. De-

zember 2024 in Griechenland Asylgesuche gestellt hatten und ihnen dort 

am 13. Januar 2025 Schutz gewährt worden ist. 

C.  

C.a Am 6. März 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden ge-

stützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Dritt-

staatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) und das Abkommen zwischen 

dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Hellenischen Re-

publik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt 

(SR 0.142.113.729) um Rückübernahme der Beschwerdeführenden. 

C.b Die griechischen Behörden stimmten dem Ersuchen am 17. März 

2025 zu. Sie teilten zudem mit, dass die Beschwerdeführenden in Grie-

chenland am 13. Januar 2025 als Flüchtlinge anerkannt worden seien und 

über bis zum 12. Januar 2028 gültige griechische Aufenthaltstitel verfügen 

würden. 

D.  

Am 18. März 2025 führte das SEM mit dem Beschwerdeführer und der Be-

schwerdeführerin persönliche Gespräche durch und gewährte ihnen in die-

sem Rahmen das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintretensent-

scheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) und einer Weg-

weisung nach Griechenland sowie zum medizinischen Sachverhalt. 

D.a Der Beschwerdeführer gab im Wesentlichen an, er habe in Afghanistan 

als (…) gearbeitet. Nachdem er im Jahr (…) die Beschwerdeführerin ge-

heiratet habe, hätten sie sich gegenseitig versprochen, dass sie, wenn sie 

Kinder hätten, diese in der Schweiz grossziehen würden. Sie hätten Afgha-

nistan im Jahr 2019 verlassen und ihre Kinder seien im E._______ und 

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Seite 3 

F._______ zur Welt gekommen. Auf der Weiterreise seien sie in Griechen-

land aufgegriffen worden. Sie hätten zweieinhalb Monate in einem Flücht-

lingscamp auf der Insel G._______ verbracht und die dortigen Bedingun-

gen seien gar nicht gut gewesen. Sie seien zusammen mit zwei anderen 

Familien in einem Zelt untergebracht worden, hätten weder Zugang zu war-

mem Wasser oder einer Waschmaschine gehabt und nur einmal am Tag 

Verpflegung erhalten. Als sie alle kältebedingt krank geworden seien und 

einen Arzt aufgesucht hätten, hätten sie nur drei oder vier Mal Sirup erhal-

ten, der nicht ausreichend geholfen habe. Auch hätten sie auf einen Impf-

termin für das jüngere Kind warten müssen. Er habe sich im Camp erkun-

digt, ob sein älteres Kind die dortige Schule und er einen Englischkurs be-

suchen könnte. Es habe geheissen, man werde ihn kontaktieren, aber man 

habe sich nicht bei ihm gemeldet. Am 13. Januar 2025 seien sie als Flücht-

linge anerkannt worden und nachdem sie Ende Februar 2025 griechische 

Reisepässe erhalten hätten, sei ihnen gesagt worden, sie müssten das 

Camp verlassen. Weil sie zu diesem Zeitpunkt nicht genügend finanzielle 

Mittel für den Kauf von Tickets gehabt hätten, seien sie in einem grossen 

Zelt untergebracht worden. Er habe bei einem Container mit der Beschrif-

tung «finanzielle Unterstützung» um Hilfe gefragt, aber es habe geheissen, 

dass es für den Ticketkauf keine Unterstützung gebe. Er habe auch keine 

anderweitigen Informationen betreffend Unterstützungsleistungen gehabt. 

Sie hätten in Griechenland keine Familienangehörigen oder Bekannte. 

Schliesslich hätten ihnen aber Freunde aus H._______, die er telefonisch 

kontaktiert habe, 800 Euro geliehen. Mit diesem Geld seien sie am 2. März 

2025 nach Athen und von dort aus am 4. März 2025 in die Schweiz gereist. 

Ihr Ziel sei von Anfang an die Schweiz gewesen und sie hätten von ihrem 

Vorhaben, ihren Kindern hierzulande eine bessere Zukunft zu ermöglichen, 

auch nicht abgesehen, wenn sie in Griechenland mehr Unterstützung er-

halten hätten. Er habe keine gesundheitlichen Beschwerden und es gehe 

ihm auch psychisch gut. Das ältere Kind sei gesund. Das jüngere sei er-

kältet und habe eine Wunde hinter dem Ohr, für die sie eine Crème bekom-

men hätten.  

D.b Die Beschwerdeführerin bestätigte im Wesentlichen die Angaben ihres 

Ehemannes. 

E.  

Am 18. März 2025 holte das SEM Informationen zum medizinischen Sach-

verhalt beim Gesundheitsdienst des betreffenden Bundesasylzentrums 

ein.  

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Seite 4 

 

F.  

F.a Am 1. April 2025 händigte das SEM den Beschwerdeführenden bezie-

hungsweise der Rechtsvertretung den Entscheidentwurf zur Stellung-

nahme aus. 

F.b Die Stellungnahme erfolgte mit Schreiben vom 2. April 2025. 

G.  

Mit Verfügung vom 3. April 2025 (gleichentags eröffnet) trat das SEM in 

Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf die Asylgesuche nicht ein 

(Dispositivziffer 1), wies die Beschwerdeführenden aus der Schweiz weg 

(Dispositivziffer 2) und forderte sie auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt 

der Rechtskraft zu verlassen, ansonsten sie in Haft genommen und unter 

Zwang nach Griechenland zurückgeführt werden könnten (Dispositivzif-

fer 3). Es beauftragte den Kanton I._______ mit dem Vollzug der Wegwei-

sung (Dispositivziffer 4) und händigte den Beschwerdeführenden die editi-

onspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus (Dispositivziffer 5). Für 

die Begründung wird auf die Ausführungen der Vorinstanz in der Verfügung 

verwiesen. 

H.  

Mit Eingabe vom 9. April 2025 erhoben die Beschwerdeführenden durch 

die rubrizierte Rechtsvertretung beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde. Sie beantragten, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben 

und die Vorinstanz sei anzuweisen, sie wegen Unzumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs in der Schweiz vorläufig aufzunehmen. Eventualiter sei 

die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur vollständigen 

Feststellung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen. Sube-

ventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, von den griechischen Behörden 

individuelle Garantien betreffend den Zugang zu Unterbringung und sozi-

ale Unterstützung zur Deckung der elementaren Grundbedürfnisse einzu-

holen. Zudem ersuchten sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses.  

Auf die Begründung der Rechtsbegehren wird – soweit für den Entscheid 

wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

I.  

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte am 10. April 2025 den Eingang 

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Seite 5 

der Beschwerde. Gleichentags lagen dem Gericht die vorinstanzlichen Ak-

ten in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Hinsichtlich des Prozessgegenstands ergibt sich aus den Beschwerdean-

trägen und deren Begründung, dass sich die Beschwerde ausschliesslich 

gegen den von der Vorinstanz angeordneten Vollzug der Wegweisung rich-

tet. Die Dispositivziffern 1 und 2 der vorinstanzlichen Verfügung (Nichtein-

treten auf die Asylgesuche und Wegweisung aus der Schweiz) sind man-

gels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen und bilden nicht Gegenstand 

des Verfahrens. 

3.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

4.  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

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Seite 6 

5.  

Vorab ist festzustellen, dass die formelle Rüge der Beschwerdeführenden, 

das SEM habe den Sachverhalt unvollständig festgestellt, indem es bei der 

Prüfung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs ihre individuellen 

Umstände nicht gebührend berücksichtigt habe (vgl. Beschwerde S. 7 f. 

Ziff. 4), nicht zu greifen vermag. Das SEM hat sich einlässlich mit den ent-

sprechenden Vorbringen und der konkreten Situation der Beschwerdefüh-

renden auseinandergesetzt (vgl. hierzu auch die nachfolgenden Ausfüh-

rungen unter E. 7.2.2 und 7.3.4). Es besteht keine Veranlassung, die vor-

instanzliche Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben und die Sache 

zwecks weiterer Sachverhaltsfeststellung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen. Das entsprechende (Eventual-)Begehren ist abzuweisen. 

6.  

6.1 Das SEM bezeichnete den Wegweisungsvollzug als zulässig, zumut-

bar und möglich. Es wies darauf hin, dass sich die Beschwerdeführenden 

als Schutzberechtigte in Griechenland auf die Garantien der Richtlinie 

2011/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezem-

ber 2011 (sogenannte Qualifikationsrichtlinie) berufen können (insbeson-

dere Zugang zu Beschäftigung, Bildung, Sozialleistungen, Wohnraum und 

zur Gesundheitsversorgung). Zudem seien sie als anerkannte Flüchtlinge 

den griechischen Bürgerinnen und Bürgern gleichgestellt, etwa beim Zu-

gang zu Gerichten, Erwerbstätigkeit, Fürsorge oder sozialer Sicherheit. Sie 

hätten Griechenland nur wenige Wochen nach der Schutzgewährung res-

pektive nur wenige Tage nach der Ausstellung der Reisedokumente verlas-

sen und seien in die Schweiz gereist. Sie hätten es demnach unterlassen, 

sich in Griechenland – notfalls mit Unterstützung der griechischen Behör-

den und/oder gemeinnütziger Organisationen – um eine langfristige wirt-

schaftliche und gesellschaftliche Integration zu bemühen. Allein mit der An-

gabe, im Camp vergeblich um finanzielle Unterstützung gefragt zu haben, 

vermöchten sie nicht darzutun, dass ihnen der Zugang zum Arbeitsmarkt, 

zu Sozialleistungen und Wohnraum ausserhalb der asylrechtlichen Auf-

nahmestrukturen nach Erhalt des Schutzstatus nicht freigestanden habe. 

Ihre ausbleibenden Bemühungen dürften darauf zurückzuführen sein, dass 

es nie ihre Absicht gewesen sei, sich in Griechenland eine Existenz aufzu-

bauen. Es sei ihnen zuzumuten, sich bei einer Rückkehr dorthin eine Un-

terkunft zu verschaffen oder sich mit diesem Anliegen an die zuständigen 

Behörden oder andere nichtstaatliche Stellen zu wenden. Nachdem die 

Beschwerdeführenden bis zur Weiterreise in die Schweiz durchgehend in 

den griechischen Asylstrukturen untergebracht gewesen seien, erweise 

sich der Vorwurf der Rechtsvertretung in der Stellungnahme zum Ent-

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scheidentwurf, wonach die Beschwerdeführenden keine Unterstützung bei 

der Unterbringung in Griechenland erhalten hätten, als unbegründet. An-

gesichts der vorbestandenen Absicht, in die Schweiz weiterzureisen, laufe 

auch das Vorbringen der Rechtsvertretung, die Beschwerdeführenden hät-

ten Griechenland aus einer existenziellen Notlage heraus verlassen, ins 

Leere. Es dürfe von den Beschwerdeführenden erwartet werden, dass sie 

sich bei Unterstützungsbedarf an die griechischen Behörden wenden und 

die erforderliche Hilfe nötigenfalls auf dem Rechtsweg einfordern würden. 

Es handle sich mit Blick auf die Rechtsprechung um eine Familie, bei der 

grundsätzlich von der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auszuge-

hen sei, sofern günstige Voraussetzungen oder Umstände vorlägen, was 

in casu zu bejahen sei. Das Ehepaar sei jung, gesund und im erwerbsfähi-

gen Alter. Sie könnten sich in Griechenland als anerkannte Flüchtlinge um 

den Erhalt einer Arbeitstätigkeit bemühen, ohne zuerst administrative Hür-

den bewältigen zu müssen. Der Beschwerdeführer verfüge über Arbeitser-

fahrung und es stehe ihm frei, sich in Griechenland, wo der Tourismus und 

das Transportwesen bedeutende Wirtschaftszweige seien, um eine Tätig-

keit als (…) zu bemühen. Fortgeschrittene Sprachkenntnisse seien in die-

sen Branchen weniger entscheidend. Zudem sollte es den Beschwerde-

führenden möglich sein, die Landessprache allmählich zu erlernen. Die 

Kinder seien gesund und würden von der in Griechenland ab dem Alter von 

fünf Jahren gesetzlich – auch für Schutzberechtigte – vorgeschriebenen 

Schulpflicht profitieren, sobald sie das entsprechende Alter erreicht hätten. 

Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren könnten in Griechenland 

zudem eine Kindertagesstätte besuchen, was den Betreuungsbedarf redu-

zieren würde. Bei Problemen, den Lebensunterhalt selbständig zu bestrei-

ten, sei zudem ein Antrag beim griechischen Staat auf das Garantierte Min-

desteinkommen (EEE) möglich, einem umfassenden Unterstützungskon-

zept im finanziellen, sozialen und beruflichen Bereich, womit eine allfällige 

Notlage verhindert werden könnte. Schliesslich bestehe auch die Möglich-

keit von Hilfe durch karitative Organisationen und Unterstützung durch Mig-

rantenorganisationen wie der «Afghan Migrants & Refugees Community in 

Greece». 

6.2 Die Beschwerdeführenden bestritten in der Rechtsmitteleingabe das 

Vorliegen günstiger Voraussetzungen oder Umstände, welche den Weg-

weisungsvollzug zumutbar machen würden. Sie hätten sich in Griechen-

land, wo sie über kein familiäres oder soziales Unterstützungsnetz verfü-

gen würden, nur zweieinhalb Monate aufgehalten. Während ihres Aufent-

halts hätten sie im Camp erfolglos versucht, Sprachkurse und einen Schul-

besuch für das ältere Kind zu organisieren. Sie könnten kein Griechisch 

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und seien in Griechenland nicht berufstätig gewesen. Allein aus dem Um-

stand, dass karitative Organisationen Schutzberechtigte bei der Arbeitssu-

che unterstützen würden, sei nicht ersichtlich, inwiefern sie davon profitie-

ren könnten. Der Beschwerdeführer sei aufgrund von Erlebnissen auf der 

Reise psychisch belastet und leide unter Konzentrationsstörungen. Die Be-

schwerdeführerin sei gesundheitlich angeschlagen, was sich durch häufige 

Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte zeige. Die Kinder hätten in Grie-

chenland Medikamente für Erwachsene erhalten und seien nicht geimpft 

worden. Die Gewährung des Mindesteinkommens (EEE) sei an den Nach-

weis eines Wohnsitzes gebunden. Da Schutzsuchende mit griechischen 

Bürgerinnen und Bürgern um staatliche oder von NGOs betriebene Unter-

künfte konkurrieren würden, sei davon auszugehen, dass sie keine Woh-

nung finden würden. Zudem sei das jüngere Kind noch ein Kleinkind und 

die Eltern könnten sich mangels Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Grie-

chenland nicht der Arbeitssuche widmen. Entsprechend bestehe die Ge-

fahr, dass sie in eine existenzielle Notlage geraten würden.  

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG).  

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2  

7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG).  

7.2.2 Der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden nach Grie-

chenland, bei dem es sich um einen sicheren Drittstaat handelt, erweist 

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sich in Beachtung der genannten völker- und landes-rechtlichen Bestim-

mungen als zulässig, wie vom SEM in der angefochtenen Verfügung aus-

führlich und zutreffend dargelegt (vgl. dort S. 6 f.). Dem wird in der Be-

schwerde (zu Recht) nichts entgegengehalten. Das Bundesverwaltungs-

gericht anerkennt zwar, dass die Lebensbedingungen in Griechenland für 

dort anerkannte Schutzberechtigte schwierig sind, aber es ist nicht von ei-

ner Situation auszugehen, in der eine unangemessene und erniedrigende 

Behandlung im Sinne einer Verletzung von Art. 3 EMRK drohen würde (vgl. 

Referenzurteil des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 

E. 11.2). 

7.2.3 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach als zulässig zu qualifizie-

ren. 

7.3  

7.3.1 Beim Vollzug von Wegweisungen in Mitgliedstaaten der EU besteht 

sodann die Vermutung der Zumutbarkeit (Art. 83 Abs. 5 Satz 2 AIG). 

7.3.2 Die Regelvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung 

in den EU-Staat Griechenland kann im Einzelfall umgestossen werden, wo-

bei es der betroffenen Person obliegt, ernsthafte Anhaltpunkte dafür vorzu-

bringen, dass sie in Griechenland aufgrund individueller Umstände sozia-

ler, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage 

geraten würde (vgl. Referenzurteil des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 

vom 28. März 2022 E. 11.4). 

7.3.3 Die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

nach Griechenland gilt grundsätzlich auch für vulnerable Personen, wie 

zum Beispiel Personen, welche an gesundheitlichen Problemen leiden, die 

nicht als schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind (vgl. Referenzurteil 

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.5.1).  

Sind Familien mit Kindern betroffen – welche auch als vulnerable Personen 

bezeichnet werden können –, erachtet das Bundesverwaltungsgericht den 

Vollzug der Wegweisung als zumutbar, falls günstige Voraussetzungen 

oder Umstände vorliegen. In jedem Fall sind im Rahmen der Abwägung 

sämtliche konkreten Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, wie Al-

ter, Gesundheitszustand, Ausbildung, Fremdsprachenkenntnisse und Be-

rufserfahrung der Betroffenen, aber auch ob und inwieweit sie eigene, 

ihnen zumutbare Anstrengungen unternommen beziehungsweise bereits 

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versucht haben, in Griechenland Hilfe in Anspruch zu nehmen (vgl. a.a.O. 

E. 11.5.2).  

Diese Rechtsprechung hat das Gericht jüngst im zur Publikation als Refe-

renzurteil vorgesehenen Entscheid D-2590/2025 vom 11. September 2025 

präzisiert. Dabei hat es festgehalten, dass die Situation für Familien mit 

Kindern, die in Griechenland internationalen Schutz erhalten haben, nach 

wie vor schwierig sei und diesem Umstand bei der Prüfung der Frage, ob 

im konkreten Einzelfall die Vermutung der Zumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs umgestossen wird, Rechnung zu tragen sei. Allerdings könne und 

dürfe auch von in Griechenland schutzberechtigten Familien erwartet wer-

den, dass sie konkrete Anstrengungen unternehmen würden, um sich in 

der Aufnahmegesellschaft zu integrieren und sich bei Bedarf an staatliche 

Einrichtungen oder karitative Organisationen zu wenden. Einzig der Ver-

weis auf schwierige Aufnahme- und Lebensbedingungen genüge nicht, um 

den Wegweisungsvollzug unzulässig oder unzumutbar erscheinen zu las-

sen. Nur wenn es den Familienmitgliedern trotz glaubhafter, konkreter An-

strengungen und unter Ausschöpfung der vorhandenen Ressourcen nicht 

gelungen sei, in Griechenland eine Existenzgrundlage im Sinne von Art. 83 

Abs. 4 AIG aufzubauen, könne von der Unzumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs gesprochen werden (vgl. a.a.O., E. 9.8). 

7.3.4 Vorliegend hat die Vorinstanz mit überzeugender Begründung aufge-

zeigt, weshalb sie unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zur Er-

kenntnis gelangt ist, dass der Wegweisungsvollzug für die Beschwerdefüh-

renden zumutbar ist. Zudem liess sie ebenfalls im Sinne der bundesver-

waltungsgerichtlichen Rechtsprechung miteinfliessen, ob und inwieweit die 

Beschwerdeführenden eigene, ihnen zumutbare Anstrengungen unter-

nommen beziehungsweise bereits versucht hatten, in Griechenland Hilfe 

in Anspruch zu nehmen. Die Beschwerdeführenden müssen sich dabei 

vorhalten lassen, dass sie Griechenland nur wenige Wochen nach der 

Schutzgewährung respektive nur wenige Tage nach Erhalt der Reisepa-

piere verlassen haben. Mit ihren Vorbringen vermögen sie nicht darzutun, 

dass sie sich dort nach der Schutzgewährung ausserhalb der asylrechtli-

chen Aufnahmestrukturen um Integration und langfristig um Verbesserung 

ihrer Situation bemüht hätten. Ihren Angaben zufolge haben sie sich vor 

der Ausreise aus Griechenland weder um eine Unterkunft ausserhalb der 

Asylstrukturen noch um eine Verdienstmöglichkeit bemüht. Die ausführli-

chen Erwägungen der Vorinstanz enthalten zahlreiche Hinweise darauf, 

wie die Beschwerdeführenden in Griechenland zu Unterstützungsleistun-

gen gelangen können (bspw. mit Blick auf Arbeit, Spracherlernung, allfällig 

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Seite 11 

notwendige finanzielle, soziale oder medizinische Unterstützung). Auch hat 

die Vorinstanz auf die in Griechenland bestehende Schulpflicht für Kinder 

ab dem Alter von fünf Jahren – welches das erstgeborene Kind bald er-

reicht – sowie die Möglichkeit, bis dahin eine Kindertagesstätte zu besu-

chen, hingewiesen. Dass die ältere Tochter während des relativ kurzen 

Zeitraums des Aufenthalts im Camp keine Schule besuchen konnte, ver-

mag angesichts ihres Alters – sie wird erst im kommenden (…) 5 Jahre alt 

– nicht zu erstaunen und erweist sich für die Frage der Zumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzug als nicht relevant. Es ist nicht davon auszugehen, 

dass die Beschwerdeführenden bei einer Rückkehr nach Griechenland 

trotz den von der Vorinstanz detailliert aufgezeigten Unterstützungsmög-

lichkeiten und den von den Beschwerdeführenden in diesem Zusammen-

hang zu erwartenden Anstrengungen mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit dennoch in eine existenzielle Notlage geraten werden, die sie nicht aus 

eigener Kraft abwenden können. Weder die bislang noch fehlenden Grie-

chischkenntnisse noch das Fehlen eines familiären Beziehungsnetzes vor 

Ort sollte die Eltern dauerhaft davon abhalten, Arbeitsstellen zu finden. Aus 

dem Fehlen eines Sprachkursangebotes im Camp, wo sich die Beschwer-

deführenden nur rund zweieinhalb Monate aufgehalten haben, lässt sich 

nichts zu ihren Gunsten ableiten. Auch wenn die Kinder noch klein sind, 

darf erwartet werden, dass sich zumindest ein Elternteil um eine Arbeits-

stelle bemüht. Ein ausserordentlicher Betreuungsbedarf der Kinder ist nicht 

ersichtlich. Mit ihren Aufenthaltsbewilligungen haben die Beschwerdefüh-

renden Zugang zu Sozialleistungen, zum griechischen Stellenmarkt und 

zur Gesundheitsversorgung sowie Anspruch auf diesbezügliche Gleichbe-

handlung mit griechischen Staatsangehörigen. Insofern darf von ihnen er-

wartet werden, sich bei Unterstützungsbedarf und zur Geltendmachung ih-

rer Ansprüche an die griechischen Behörden zu wenden und die erforder-

liche Hilfe (nötigenfalls auf dem Rechtsweg) einzufordern. 

Hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts ist festzustellen, dass sowohl 

der Beschwerdeführer als auch die Beschwerdeführerin am 18. März 2025 

zu Protokoll gaben, dass sie keine gesundheitlichen Beschwerden hätten, 

es ihnen psychisch gut gehe und auch die Kinder – abgesehen von einer 

hartnäckigen Erkältung und einer mit einer Salbe behandelten Wunde hin-

ter dem Ohr beim jüngeren Kind – gesund seien (vgl. SEM-Akten […]-26 

S. 2 F3-F8 und […]-27 S. 2 F3-F7). Die vom SEM am 18. März 2025 beim 

zuständigen Gesundheitsdienst des Bundesasylzentrums in dieser Hin-

sicht eingeholten Informationen ergaben, dass die Beschwerdeführenden 

nicht vorstellig geworden sind wegen gesundheitlicher Beschwerden und 

abgesehen von der Grundimmunisierung durch Impfung des jüngsten 

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Seite 12 

Kindes keine Arzttermine ausstehend seien (vgl. SEM-Akte […]-29). Auch 

in der Stellungnahme zum Entscheidentwurf vom 2. April 2025 wurden 

keine aktuellen gesundheitlichen Beschwerden geltend gemacht (vgl. 

SEM-Akte […]-38). Die Vorbringen in der nur wenige Tage später erfolgten 

Rechtsmitteleingabe vom 9. April 2025, der Beschwerdeführer sei psy-

chisch belastet und die Beschwerdeführerin sei gesundheitlich angeschla-

gen, was sich durch häufige Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte 

zeige (vgl. Beschwerde S. 6 2. Abschnitt), sind vage und im Übrigen nicht 

belegt. Diese sind als nachgeschoben zu qualifizieren. Eine weitergehende 

Abklärung hierzu ist aufgrund der Aktenlage nicht vonnöten. Es ist nur dann 

auf Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu schliessen ist, wenn 

eine notwendige medizinische Behandlung im Zielstaat nicht zur Verfügung 

steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährdenden Beein-

trächtigung des Gesundheitszustandes der betroffenen Person führen 

würde. Dabei wird als wesentlich die allgemeine und dringende medizini-

sche Behandlung erachtet, welche zur Gewährleistung einer menschen-

würdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls 

noch nicht vor, wenn im Zielstaat eine nicht dem schweizerischen Standard 

entsprechende medizinische Behandlung möglich ist (vgl. BVGE 2011/50 

E. 8.3, 2009/2 E. 9.3.2). Die im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens 

vorgebrachten gesundheitlichen Beschwerden lassen nicht darauf schlies-

sen, dass die Beschwerdeführenden auf eine dringende medizinische Be-

handlung angewiesen wären, die in Griechenland nicht erbracht werden 

könnte. Es ist an ihnen, sich bei Bedarf an die dort vorhandenen Gesund-

heitsinstitutionen zu wenden. 

In Bezug auf das Kindeswohl bleibt an dieser Stelle zu ergänzen, dass aus 

der KRK kein Anspruch auf einen Aufenthalt im Staat mit den für ein Kind 

vorteilhaftesten Lebensbedingungen abgeleitet werden kann (vgl. Urteil 

des BVGer E-1306/2024 vom 7. März 2024 E. 8 m.w.H.). Bei der Prüfung 

des Kindeswohls steht vielmehr das grundlegende Bedürfnis von Kindern 

im Vordergrund, in möglichst engem Kontakt mit ihren Eltern aufwachsen 

zu können, soweit es ihrem Wohl nicht schadet. Den vorliegenden Akten 

sind keine Hinweise darauf zu entnehmen, dass die Kinder in Griechenland 

von ihren Eltern getrennt werden könnten.  

Insgesamt betrachtet gelingt es den Beschwerdeführenden somit nicht, die 

geltende Legalvermutung umzustossen. Es ist nicht davon auszugehen, 

sie würden bei einer Rückkehr nach Griechenland in eine existenzbedro-

hende Situation oder eine medizinische Notlage geraten. 

D-2487/2025 

Seite 13 

7.3.5 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich somit als zumutbar. 

7.3.6 Bei dieser Sachlage besteht auch kein Anlass zur Einholung indivi-

dueller Zusicherungen seitens der griechischen Behörden betreffend Zu-

gang der Beschwerdeführenden zu Unterbringung und soziale Unterstüt-

zung zur Deckung der elementaren Grundbedürfnisse. Das entsprechende 

(Subeventual-)Begehren ist demnach ebenfalls abzuweisen. 

7.4 Es ist schliesslich auch ohne Weiteres von der Möglichkeit des Weg-

weisungsvollzugs auszugehen (Art. 83 Abs. 2 AIG), da die griechischen 

Behörden der Rückübernahme der Beschwerdeführenden ausdrücklich 

zugestimmt haben und sie in Griechenland über gültige Aufenthaltstitel ver-

fügen. 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug nach 

Griechenland zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. 

Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist. Die 

Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

9.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

gutzuheissen, da sich die Begehren nicht von vornherein als aussichtlos 

im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG erwiesen haben. Demzufolge sind keine 

Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-2487/2025 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird gut-

geheissen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Susanne Burgherr 

 

 

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