# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4eb983aa-19ac-5afe-97e4-d407db8f3a1e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.10.2021 200 2021 545
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-545_2021-10-27.pdf

## Full Text

200 21 545 MV
KOJ/SVE/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. Oktober 2021

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Abteilung Militärversicherung, Service Center, Postfach, 6009 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 24. Juni 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2021, MV/21/545, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1990 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 27. Juli 2020 unter Hinweis auf einen geplanten operati-
ven Eingriff betreffend ein Cam-Impingement links bei der Militärversiche-
rung (MV) zum Leistungsbezug an (vgl. Akten der Schweizerischen Unfall-
versicherungsanstalt [Suva], Abteilung Militärversicherung [MV bzw. Be-
schwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 4). In der Folge tätigte die MV me-
dizinische Abklärungen und holte insbesondere bei med. pract. 
B.________, Facharzt für Chirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin, eine 
Aktenbeurteilung (AB 20) ein. Gestützt darauf lehnte sie mit formlosem 
Schreiben vom 1. (AB 29) und mit Verfügung vom 10. Februar 2021 
(AB 32) die Haftung für das femoroacetabuläre Impingement (FAI) vom 
Cam-Typ links und damit die Kostenübernahme der geplanten Operation 
ab, woran sie auf Einsprache (AB 36) hin mit Entscheid vom 24. Juni 2021 
(AB 46) festhielt.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 24. Juli 2021 Beschwer-
de und beantragte sinngemäss, in Aufhebung des Einspracheentscheides 
vom 24. Juni 2021 sei die Suva als Militärversicherung zu verpflichten, die 
Kosten für die Hüftoperation zu übernehmen; unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2. Septem-
ber 2021 auf Abweisung der Beschwerde.

Am 4. Oktober 2021 reichte der Beschwerdeführer eine als „Antwort auf 
Beschwerdeantwort vom 2. September 2021“ bezeichnete Eingabe ein.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2021, MV/21/545, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 24. Juni 
2021 (AB 46). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwer-
degegnerin betreffend das beim Beschwerdeführer bestehende FAI vom 
Cam-Typ links, insbesondere die Hüftoperation links vom 16. Februar 
2021.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Vorab rügt der Beschwerdeführer, die Verfügung vom 10. Februar 
2021 (AB 32) sei ihm mangelhaft eröffnet worden, weil er diese nie erhalten 
habe. Seine Einsprache (AB 36) habe sich hauptsächlich gegen das form-
lose Schreiben vom 1. Februar 2021 (AB 29) gerichtet (Beschwerde S. 5 
Ziff. 37 und S. 6). 

2.2

2.2.1 Die Eröffnung der Verfügung ist eine empfangsbedürftige, nicht aber 
annahmebedürftige einseitige Rechtshandlung; sie entfaltet daher ihre 
Rechtswirkungen vom Zeitpunkt der ordnungsgemässen Zustellung an. Ob 
die betroffene Person vom Verfügungsinhalt Kenntnis nimmt oder nicht, hat 
keinen Einfluss (BGE 119 V 89 E. 4c S. 95).

2.2.2 Aus einer mangelhaften Eröffnung einer Verfügung darf der betrof-
fenen Person kein Nachteil erwachsen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Daraus folgt, 
dass dem beabsichtigten Rechtsschutz schon dann Genüge getan wird, 
wenn eine objektiv mangelhafte Eröffnung trotz ihres Mangels ihren Zweck 
erreicht. Das bedeutet nichts anderes, als dass nach den konkreten Um-
ständen des Einzelfalles zu prüfen ist, ob die betroffene Partei durch den 
gerügten Eröffnungsmangel tatsächlich irregeführt und dadurch benachtei-
ligt worden ist. Richtschnur für die Beurteilung dieser Frage ist der auch in 
diesem prozessualen Bereich geltende Grundsatz von Treu und Glauben, 
an welchem die Berufung auf Formmängel in jedem Fall ihre Grenze findet 
(BGE 122 V 189 E. 2 S. 194; SVR 2019 IV Nr. 64 S. 208 E. 5.3).

2.3 Aufgrund der Akten erstellt ist, dass die Verfügung vom 10. Februar 
2021 (AB 32) dem Beschwerdeführer am 11. Februar 2021 mittels A-Post 
Plus zugestellt wurde (AB 39 S. 2 f.). Insoweit ist im Sinne eines Indizes 
von einer Zustellung in den Briefkasten des Beschwerdeführers auszuge-
hen (vgl. BGE 142 III 599 E. 2.2 S. 602). Zwar liegt nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung, die sich auch auf die Zustellungsart 
A-Post Plus bezieht, ein Fehler bei der Postzustellung nicht ausserhalb 
jeder Wahrscheinlichkeit. Eine fehlerhafte Postzustellung ist allerdings nicht 
zu vermuten, sondern nur anzunehmen, wenn sie aufgrund der Umstände 
plausibel erscheint. Auf die Darstellung des Adressaten, dass eine 

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fehlerhafte Postzustellung vorliegt, ist daher abzustellen, wenn seine 
Darlegung der Umstände nachvollziehbar ist und einer gewissen 
Wahrscheinlichkeit entspricht, wobei sein guter Glaube zu vermuten ist 
(BGE 142 III 599 E. 2.4.1 S. 604). Rein hypothetische Überlegungen des 
Adressaten genügen indes nicht (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 2. Juni 2015, 9C_90/2015, E. 3.2). Unter den vorliegenden Umständen 
erscheint eine fehlerhafte Zustellung allerdings als nicht plausibel, legt der 
Beschwerdeführer doch nicht nachvollziehbar dar, weshalb eine fehlerhafte 
resp. keine Zustellung erfolgt sein soll. Vielmehr schliesst der 
Beschwerdeführer die Möglichkeit, dass die Verfügung „eingeklemmt 
zwischen Werbung oder dergleichen irgendwie im Altpapier gelandet sei“, 
nicht aus (Eingabe vom 4. Oktober 2021 S. 2). Mithin fehlt es an konkreten 
Anzeichen für einen Zustellungsfehler durch die Post (vgl. Entscheid des 
BGer vom 2. Juli 2020, 8C_330/2020, E. 4) und eine mangelhafte 
Eröffnung ist nicht erstellt. Selbst wenn von einer mangelhaften Zustellung 
auszugehen wäre, hätte der Beschwerdeführer dadurch keine 
Rechtsnachteile erlitten, reichte er doch am 11. März 2021 und damit 
innerhalb der 30-tägigen Einsprachefrist eine Einsprache (AB 36) – wenn 
auch gemäss seinen Angaben gegen die formlose Mitteilung vom 
1. Februar 2021 (AB 29) – ein (vgl. E. 2.2.2 hiervor).

3.

3.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1992 über die Militärversicherung (MVG; SR 833.1) haftet die Militärversi-
cherung nach den Bestimmungen dieses Gesetzes für alle Schädigungen 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit des Versicherten 
und für die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen solcher Schädigungen.

3.2 Die Militärversicherung erstreckt sich auf jede Gesundheitsschädi-
gung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder 
sonst wie festgestellt wird (Art. 5 Abs. 1 MVG). Die Haftung ergibt sich ent-
sprechend dem Kontemporalitätsprinzip unmittelbar aufgrund eines zeitli-
chen Kriteriums, nämlich daraus, dass die Gesundheitsschädigung 
während des Dienstes in Erscheinung getreten (und gemeldet oder sonst 

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wie festgestellt worden) ist. Die Militärversicherung haftet unabhängig da-
von, ob die Schädigung durch dienstliche Einwirkungen (d.h. durch den 
Dienstbetrieb) verursacht worden ist oder nicht (JÜRG MAESCHI, Kommentar 
zum Bundesgesetz über die Militärversicherung [MVG], 2000, Art. 5 N. 13). 
Die Kontemporalitätshaftung von Art. 5 Abs. 1 MVG beruht auf der gesetz-
lichen Vermutung eines Kausalzusammenhangs zwischen Einwirkungen 
während des Dienstes und der Gesundheitsschädigung. Nach der Recht-
sprechung des Bundesgerichts bezieht sich die gesetzliche Vermutung 
nicht nur auf den natürlichen, sondern auch auf den adäquaten Kausalzu-
sammenhang zwischen Einwirkungen während des Dienstes und der Ge-
sundheitsschädigung (MAESCHI, a.a.O., Art. 5 N. 14 f.).

3.3 Die Militärversicherung haftet nicht, wenn sie den Beweis erbringt, 
dass die Gesundheitsschädigung sicher vordienstlich ist oder sicher nicht 
während des Dienstes verursacht werden konnte (Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG) 
und dass diese Gesundheitsschädigung sicher während des Dienstes we-
der verschlimmert noch in ihrem Ablauf beschleunigt worden ist (Art. 5 
Abs. 2 lit. b MVG). Wird der nach Abs. 2 lit. a geforderte Beweis erbracht, 
dagegen nicht derjenige nach Abs. 2 lit. b, so haftet die Militärversicherung 
für die Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung. Der nach Abs. 2 lit. b 
geforderte Beweis gilt auch für die Bemessung des versicherten Schadens 
(Art. 5 Abs. 3 MVG).

3.4

3.4.1 Vordienstlich im Sinne von Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG ist eine Gesund-
heitsschädigung, wenn sie bereits vor Beginn des Dienstes bestanden hat. 
Es muss sich um einen Unfall (bzw. Unfallfolgen) oder eine Krankheit han-
deln; eine blosse Krankheitsdisposition stellt noch keine Gesundheitsschä-
digung dar. Die Gesundheitsschädigung muss in irgendeiner Form (Sym-
ptome oder Beschwerden) in Erscheinung getreten oder ärztlich festgestellt 
worden sein. Einer Behandlungsbedürftigkeit oder Arbeits- bzw. Erwerbs-
unfähigkeit bedarf es nicht (MAESCHI, a.a.O., Art. 5 N. 25).

3.4.2 Die Vordienstlichkeit setzt voraus, dass die Gesundheitsschädigung 
in der Zeit vor dem Dienst entstanden ist. Massgebend ist der Krankheits-
beginn, d.h. der Zeitpunkt, in welchem sämtliche Ursachen gegeben sind 

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und der pathologische Prozess seinen Anfang genommen hat. Nicht erfor-
derlich ist, dass die Krankheit vom Versicherten wahrgenommen wird (sub-
jektive Symptome). Es genügt, wenn aufgrund der vom Arzt festgestellten 
Krankheitszeichen (objektive Symptome) auf einen mit der gemeldeten 
Gesundheitsschädigung im Zusammenhang stehenden pathologischen 
Prozess aus der Zeit vor dem Dienst geschlossen werden muss. Hat sich 
die Krankheit vor dem Dienst in einem asymptomatischen (symptomlosen) 
Stadium befunden, so kann sich die Vordienstlichkeit aufgrund medizini-
scher Feststellungen über den Krankheitsbeginn ergeben. Aus der medizi-
nischen Erfahrung gewonnene Erkenntnisse können auch dann ausschlag-
gebend sein, wenn es an konkreten Angaben über den Gesundheitszu-
stand in der Zeit vor dem Dienst fehlt (MAESCHI, a.a.O., Art. 5 N. 26).

3.4.3 Nach der Rechtsprechung genügt eine empirische, d.h. medizi-
nisch-praktische Sicherheit. Danach gilt der Sicherheitsbeweis als geleistet, 
wenn feststeht, dass nach der medizinischen Erfahrung eine Einwirkung 
ursächlicher Faktoren während des Dienstes praktisch ausgeschlossen ist. 
Der Sicherheitsbeweis ist unter Berücksichtigung der Besonderheiten des 
Einzelfalls zu erbringen. Er gilt indessen nur als erbracht, wenn die vom 
Arzt bestätigte empirische Sicherheit der medizinischen Erfahrung ent-
spricht. Andererseits ist der Sicherheitsbeweis nicht schon dann geschei-
tert, wenn im Einzelfall unterschiedliche ärztliche Auffassungen zur Frage 
der Vordienstlichkeit einer Gesundheitsschädigung bestehen (MAESCHI, 
a.a.O., Art. 5 N. 22). 

3.5 Die Haftungsbefreiung gemäss Art. 5 Abs. 2 MVG setzt ferner vor-
aus, dass die dienstliche Gesundheitsschädigung sicher während des 
Dienstes weder verschlimmert noch in ihrem Ablauf beschleunigt worden 
ist (lit. b; vgl. E. 3.3 hiervor). Eine Verschlimmerung liegt vor, wenn anzu-
nehmen ist, dass Einwirkungen während des Dienstes den Verlauf der Ge-
sundheitsschädigung ungünstig beeinflusst haben. Eine ungünstige Beein-
flussung kann auch darin bestehen, dass eine bisher latente Gesundheits-
schädigung zufolge Einwirkungen während des Dienstes in Erscheinung 
tritt. Eine Beschleunigung ist gegeben, wenn anzunehmen ist, eine Ge-
sundheitsschädigung wäre ohne die Einwirkungen während des Dienstes 
später eingetreten (MAESCHI, a.a.O., Art. 5 N. 35 f.). Für den Begriff der 

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Sicherheit gelten die gleichen Regeln wie beim Nachweis der Vordienst-
lichkeit (MAESCHI, a.a.O., N. 38). 

3.6 Die Beurteilung der Haftungsfrage ist primär juristischer Natur und 
obliegt den rechtsanwendenden Behörden. Verwaltung und Richter sind 
mangels eigener Fachkenntnisse jedoch auf die Mitwirkung des Arztes an-
gewiesen. Aufgabe des Arztes ist es, die für den Entscheid wesentlichen 
medizinischen Grundlagen anzugeben und im Rahmen der ihm unterbreite-
ten Fragen zur medizinischen Einschätzung bestimmter Tatsachen Stellung 
zu nehmen (MAESCHI, a.a.O., Art. 5-7 N. 44). Bei der Kausalitätsbeurteilung 
hat sich der Arzt auf Angaben zum natürlichen Kausalzusammenhang zu 
beschränken. Auch die natürliche Kausalität bildet jedoch einen Rechtsbe-
griff, welcher mit dem medizinischen Begriff des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht notwendigerweise übereinstimmt. Die Beweiswürdigung 
bezüglich des natürlichen Kausalzusammenhangs bleibt daher Sache des 
Rechtsanwenders (MAESCHI, a.a.O., Art. 5-7 N. 47).

4.

4.1 Aufgrund der Akten erstellt und von den Parteien denn auch nicht 
bestritten ist, dass der Beschwerdeführer vom 4. Mai 2020 bis 26. Februar 
2021 Militärdienst leistete (AB 46 S. 1 Ziff. 3). Umstritten ist hingegen, ob 
die Beschwerdegegnerin ihre Haftung für das FAI, insbesondere die Hüft-
operation links vom 16. Februar 2021, zu Recht ablehnte.

4.2 Den medizinischen Akten ist im Wesentlichen das Folgende zu ent-
nehmen:

4.2.1 Im Bericht über die allgemeine neurologische Sprechstunde der 
Klinik C.________, Spital D.________, vom 7. Mai 2019 (AB 11) wurden 
als Diagnosen ein Verdacht auf ein muskuloskelettales Schmerzsyndrom 
am linken Bein (DD Musculus piriformis Syndrom, Tractus iliotibialis Syn-
drom), eine symptomatische Temporallappenepilepsie (EM und ED ca. 
2009) und eine episodische Migräne ohne Aura erhoben. 

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Sodann wurden im Bericht über die allgemeine neurologische Sprechstun-
de vom 5. November 2019 (AB 10) als Diagnosen ein muskuloskettales 
Schmerzsyndrom mit vorwiegend Gesäss- und Hüftschmerzen links (DD 
Musculus piriformis Syndrom, Hüftgelenkproblematik), eine symptomati-
sche Temporallappenepilepsie EM und ED ca. 2009, eine episodische Mi-
gräne ohne Aura und ein Status nach Hoden-Karzinom aufgeführt.

Dieselben Diagnosen wurden im Bericht über die Sprechstunde vom 
21. Januar 2020 (AB 9) bestätigt, wohingegen eine deutliche Beschwerde-
besserung eingetreten sei (S. 2).

4.2.2 Im Bericht über die Sprechstunde Hüftchirurgie vom 4. März 2020 
(AB 13) der Klinik E.________, Spital D.________, wurde als Diagnose ein 
Verdacht auf eine symptomatische Cam-Deformität links erhoben. Die Zu-
weisung sei durch die hausinterne Neurologie bei Hüftschmerzen links seit 
ca. zwei Jahren erfolgt. Der Beschwerdeführer gebe an, ohne Trauma 
Hüftschmerzen seit zwei Jahren zu haben.

Im Bericht über die Sprechstunde Hüftchirurgie vom 13. Mai 2020 (AB 1) 
diagnostizierten die Ärzte ein FAI vom Cam-Typ links mit Labrumläsion, 
Knorpelschaden als auch Herniation Pit. Der Beschwerdeführer schildere 
eine deutliche Besserung der Schmerzsymptomatik auf der linken Seite. Er 
habe noch milde Beschwerden auf der rechten Seite, jedoch sei die linke 
Seite weiterhin noch führend trotz Infiltration. Aufgrund der ausgeprägten 
Cam-Deformität bis nah an die retinakulären Gefässe heran sei eine opera-
tive Therapie mittels chirurgischer Hüftluxation und Offsetkorrektur und 
begleitend Adressierung der Labrum- und gegebenenfalls Knorpelpatholo-
gie intraoperativ indiziert.

4.2.3 Dem Rapport der Sanitätspolizei über den Einsatz vom 4. Septem-
ber 2020 (AB 19) ist zu entnehmen, dass es zu einem Sturz von der Lade-
rampe gekommen sei: Der Beschwerdeführer sei seitlich mit der rechten 
Flanke an der Rampenkante aufgeschlagen und anschliessend zu Boden 
gestürzt (S. 3).

4.2.4 In der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 3. Dezember 
2020 (AB 20) hielt med. pract. B.________ fest, die Diagnose eines FAI 
vom Cam-Typ sei gesichert. Neben den entsprechenden positiven klini-

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schen Tests seien eine Taillierungsstörung am Kopf-/Halsübergang der 
linken Hüfte, Labrum- und Knorpelschäden sowie eine Zyste am Übergang 
vom Femurkopf zum Oberschenkelhals, als Herniation Pit bezeichnet, do-
kumentiert. Ein FAI beruhe auf einer anatomischen Veränderung der Hüft-
gelenksmorphologie, die angeboren oder in der Kindheit erworben sei. 
Auch sei ein FAI nach Frakturen im Bereich des Hüftgelenks (vorallem 
Schenkelhalsfrakturen) beschrieben (S. 3). Im vorliegenden Fall seien kei-
ne Verletzungen des linken Hüftgelenks dokumentiert. Die anlagebedingte 
Deformierung der Hüftgelenksanatomie sei daher mit Sicherheit vordienst-
lich entstanden. Als typisch für ein FAI gälten Beschwerden bei der Beu-
gung und Innenrotation im Hüftgelenk. Die Beschwerden könnten lange 
Zeit unspezifisch bleiben und führten oftmals zu einer verspäteten Diagno-
sestellung. Schmerzausstrahlungen in den Oberschenkel aber auch nach 
gluteal und lumbal würden beschrieben. Im vorliegenden Fall seien bereits 
zwei Jahre vor der Diagnosestellung – und damit vordienstlich – Be-
schwerden aufgetreten, die auf das Vorliegen eines FAI hinwiesen 
(Schmerzen gluteal, im Bereich des Oberschenkels und lumbal, Muskel-
verhärtung gluteal, Schmerzen beim Sitzen, die beim Gehen besser wür-
den). Eine Verschlimmerung der Symptomatik eines FAI durch den am 
4. Mai 2020 begonnenen Dienst sei damit nicht dokumentiert. Im Bericht 
vom 3. Juni 2020 würden unveränderte Schmerzen genannt. Besonders 
hüftbelastende Tätigkeiten seien im Militärdienst für den Beschwerdeführer 
nicht dokumentiert. Ein Trauma während des Dienstes oder Belastungen, 
die über die alltägliche Belastung im Zivilleben hinausgingen (Arbeitstätig-
keit als ...), seien nicht dokumentiert. Somit ergebe sich aus medizinischer 
Sicht keinerlei Ereignis (oder Belastung), das eine dienstassoziierte Ver-
schlimmerung hätte bewirken können. Das FAI sei bereits vordienstlich 
symptomatisch gewesen, die Diagnose bereits gestellt (Röntgenbilder vom 
4. März 2020) und mit den (vordienstlich) geplanten Untersuchungen (MRI, 
Infiltration), deren Ausführung in die Dienstzeit gefallen sei, weiter bestätigt 
worden. Gesamthaft sei aus medizinischer Sicht eine dienstassoziier-
te/dienst-bedingte Verschlimmerung nicht nachgewiesen (S. 4). 

4.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 

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ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. 
Gleiches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung 
wiederholt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf 
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 
Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 
3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Soll ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2021, MV/21/545, Seite 12

versicherungsinternen ärztlichen Fest-stellungen, so sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten 
Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der 
versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren 
Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der 
pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 
E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das 
Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 
65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

4.4 Die versicherungsmedizinische Beurteilung von 
med. pract. B.________ vom 3. Dezember 2020 (AB 20) erfüllt die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung gestellten Anforderungen an medizini-
sche Berichte (vgl. E. 4.3 hiervor) und erbringt vollen Beweis. 
Med. pract. B.________ setzte sich in seiner Beurteilung in Kenntnis der 
medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkun-
gen des Beschwerdeführers auseinander und berücksichtigte dabei insbe-
sondere die bildgebenden Untersuchungen. Er nahm zur streitigen Frage 
umfassend Stellung und legte seine Schlussfolgerung, dass das FAI vom 
Cam-Typ links einen vordienstlichen Gesundheitsschaden darstellt, wel-
cher durch den Militärdienst weder verschlimmert noch beschleunigt wurde, 
überzeugend dar. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass es sich um 
eine reine Aktenbeurteilung handelt, zumal vorliegend bei an sich festste-
hendem medizinischem Sachverhalt die direkte fachärztliche Befassung mit 
der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Entscheid des BGer vom 
14. März 2019, 8C_855/2018, E. 6.1). 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 11, Ein-
gabe vom 4. Oktober 2021 S. 6) ist vorliegend nicht von Bedeutung, dass 
die Verdachtsdiagnose Cam-Deformität links erstmals im März 2020 fest-
gehalten wurde (AB 13) und die definitive Diagnosestellung und damit die 
Operationsindikation erstmals im Mai 2020 – mithin während dem Militär-
dienst – erfolgte (AB 1). Auch der Umstand, wonach zunächst ein Verdacht 

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auf ein muskuloskettales Schmerzsyndrom linkes Bein (DD Musculus piri-
formis Syndrom, Tractus iliotibialis Syndrom) diagnostiziert worden war 
(AB 9 ff.), vermag keine Zweifel am Bestehen einer bereits vordienstlich 
bestehenden Gesundheitsschädigung zu wecken, ist doch die diagnosti-
sche Zuordnung nicht ausschlaggebend. Stattdessen zeugen diese objektiv 
seit 2018 in Erscheinung getretenen Beschwerden von einem bereits vor-
dienstlich begonnenen, pathologischen Prozess im Zusammenhang mit 
dem im Mai 2020 diagnostizierten FAI Cam-Typ links, welcher schliesslich 
zur Operation vom 16. Februar 2021 (AB 36 S. 6; vgl. E. 3.4.2 hiervor) führ-
te. So gab der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin 
denn auch selbst an, bereits seit Februar 2018 an Beschwerden zu leiden 
(AB 4, vgl. AB 16). Daran ändert auch das beschwerdeweise Vorbringen, 
wonach es sich bei jenen Beschwerden um extrem starke Rückenschmer-
zen gehandelt habe und fraglich sei, inwiefern diese überhaupt mit der Hüf-
te und der Operation in Zusammenhang stünden (Beschwerde S. 6), 
nichts. Denn im Sozialversicherungsrecht gilt die Beweismaxime, wonach 
die sogenannten spontanen „Aussagen der ersten Stunde“ in der Regel 
unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die be-
wusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs-
rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 143 V 168 
E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47). Dies umso mehr als aufgrund der 
linkseitigen, lumbalen Beschwerden mit Ausstrahlung über das Gesäss und 
in die Ober- und Unterschenkelseite bis in die Ferse schon im Jahr 2018 
ärztliche Konsultationen bei Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, erfolgten (vgl. Akten des Beschwerdeführers, Beschwerde-
beilage [BB] 3). 

Gestützt auf die versicherungsmedizinische Beurteilung (AB 20) kann der 
vorliegend interessierende, vordienstlich bestehende Gesundheitsschaden 
ferner auch nicht durch den Dienst verschlimmert oder beschleunigt wor-
den sein (vgl. E. 3.5 hiervor). So zeigte med. pract. B.________ für den 
Rechtsanwender nachvollziehbar auf, dass kein Trauma oder sonstige Be-
lastungen während des Dienstes dokumentiert seien, die über die alltägli-
che Belastung im Zivilleben hinausgingen (AB 20 S. 4). Damit überein-
stimmend wurde im Abschlussbericht Mil Az D (AB 45 S. 4) explizit festge-
halten, dass der Beschwerdeführer nur für besondere Funktionen mit Auf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2021, MV/21/545, Seite 14

lagen militärdiensttauglich sei. Ebenso stelle sein Büroeinsatz keine Ge-
fährdung der Hüftproblematik dar. Auch der Sturz des Beschwerdeführers 
am 4. September 2020 (vgl. AB 18, 19 S. 3, 36 S. 7, BB 3) vermag daran – 
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 8, Eingabe 
vom 4. Oktober 2021 S. 2) – nichts zu ändern, schlug er doch dabei mit der 
rechten Körperseite zunächst auf der Rampe und dann auf dem Boden auf. 
Mithin war die linke Körperseite nicht vom Sturz betroffen. Allfällige diesbe-
zügliche Auswirkungen auf die linke Hüfte sind denn auch nicht ausgewie-
sen.

Schliesslich sind nach dem Gesagten sowohl der Zeitpunkt der Operation 
als auch die Umstände, die zu deren Verschiebung führten, unerheblich 
(vgl. Beschwerde S. 9 f., Eingabe vom 4. Oktober 2021 S. 1).

4.5 Zusammenfassend erbrachte die Beschwerdegegnerin gestützt auf 
die beweiskräftige Beurteilung von med. pract. B.________ vom 3. Dezem-
ber 2020 (AB 20) den Nachweis, dass es sich beim FAI vom Cam-Typ links 
um einen vordienstlich bestehenden Gesundheitsschaden handelt, welcher 
durch den Dienst weder verschlimmert noch beschleunigt wurde. Mithin 
lehnte sie ihre diesbezügliche Haftung, insbesondere auch was die am 
16. Februar 2021 (vgl. AB 36 S. 6) durchgeführte Hüftoperation betrifft, zu 
Recht ab. 

5.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
24. Juni 2021 (AB 46) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 MVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2021, MV/21/545, Seite 15

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 MVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva, Abteilung Militärversicherung, Service Center (samt Doppel der 

Eingabe des Beschwerdeführers vom 4. Oktober 2021)
- Bundesamt für Gesundheit, Aufsicht Militärversicherung, 3003 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.