# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae9fd658-8b45-5f3c-969c-375d9c36e189
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-22
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 22.08.2025 VBE.2024.586
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-586_2025-08-22.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2024.586 / DB / GM  
Art. 101 

 

Urteil vom 22. August 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Gössi  

Oberrichter Roth  

Gerichtsschreiber Bächli          

 

 
   

Beschwerde- 

führerin  

 A._____,  

vertreten durch lic. iur. Roland Zahner, Neugasse 40, Postfach, 

9000 St. Gallen    

     

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8010 Zürich   

     

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 5. November 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die 1970 geborene Beschwerdeführerin erlitt am 3. Juni 1992 einen Ver-

kehrsunfall, für welchen ihr die damals für den Unfall zuständige Unfallver-

sicherung, die B._____, mit Verfügung vom 26. September 1995 eine Inva-

lidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 50 % sowie mit Verfügung vom 

15. Dezember 1997 eine Integritätsentschädigung von 25 % zusprach. In 

der Folge war die Beschwerdeführerin ab dem 5. April 1993 als Verwal-

tungsangestellte in einem 50 %-Pensum tätig und in dieser Eigenschaft bei 

der C._____ (Rechtsvorgängerin der Beschwerdegegnerin) gegen die Fol-

gen von Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten ver-

sichert. Am 2. November 1996 erlitt sie bei einem erneuten Verkehrsunfall 

unter anderen ein Schleudertrauma. Die C._____ richtete in der Folge Ver-

sicherungsleistungen (Taggelder, Übernahme von Heilungskosten) aus. 

Mit Verfügung vom 2. November 1999 sprach die C._____ der Beschwer-

deführerin unter Berücksichtigung des bereits reduzierten Verdienstes eine 

Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 55 % sowie eine Integritäts-

entschädigung von 10 % zu. Mit Verfügung vom 11. Februar 2005 berech-

nete die nun neu zuständige Beschwerdegegnerin eine Komplementär-

rente zu der der Beschwerdeführerin zugesprochenen Invalidenrente der 

Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV). Mit Verfügung vom 28. Feb-

ruar 2006 berechnete die Beschwerdegegnerin die Komplementärrente 

aufgrund einer Neuberechnung der IV-Rente ebenfalls neu. Diese Verfü-

gungen erwuchsen allesamt unangefochten in Rechtskraft. 

 

1.2. 

Mit Schreiben vom 11. Mai 2009 teilte die B._____ der Beschwerdegegne-

rin mit, dass aufgrund der zwei erlittenen Unfälle allenfalls eine kombinierte 

Rente auszuzahlen sei. In der Folge nahm die Beschwerdegegnerin wei-

tere Abklärungen vor und liess die Beschwerdeführerin polydisziplinär be-

gutachten (Gutachten der MEDAS Ostschweiz [MEDAS] vom 13. Septem-

ber 2010). Daraufhin übernahm die Beschwerdegegnerin gestützt auf 

Art. 100 Abs. 3 UVV (in der damaligen und bereits im Zeitpunkt der Verfü-

gung vom 2. November 1999 gültigen Fassung; im folgenden aUVV) die 

Fallführung auch für den am 3. Juni 1992 erlittenen Unfall und berechnete 

die Unfallinvalidenrente neu. Mit Verfügung vom 18. Juli 2011 zog die Be-

schwerdegegnerin ihre Verfügungen vom 29. Juni 1995 und vom 2. No-

vember 1999 sowie die darauf basierenden Komplementärrentenverfügun-

gen vom 11. Februar 2005 und vom 28. Februar 2006 in Wiedererwägung. 

Sie stellte ihre Versicherungsleistungen gestützt auf das MEDAS-Gutach-

ten aufgrund fehlender natürlicher und adäquater Kausalität per 1. März 

2011 ein. Mit Einspracheentscheid vom 5. November 2024 hiess die Be-

schwerdegegnerin eine dagegen erhobene Einsprache insoweit gut, als die 

 - 3 - 

 

 

Leistungseinstellung erst per 1. August 2011 erfolgte. Darüber hinaus wies 

sie die Einsprache ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 5. November 2024 erhob die Be-

schwerdeführerin mit Eingabe vom 5. Dezember 2024 fristgerecht Be-

schwerde und stellte folgende Anträge: 

 

"1. Es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 5. No-
vember 2024 aufzuheben und der Beschwerdeführerin seien die ihr zu-
stehenden gesetzlichen Leistungen aus UVG über den 31. Juli 2011 
hinaus weiter auszurichten zuzüglich Verzugszins von 5 %. 

 
 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 22. Januar 2025 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungs-

folgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mit Einspracheent-

scheid vom 5. November 2024 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 1265) zu 

Recht die bisherige Invalidenrente der Beschwerdeführerin wiedererwä-

gungsweise aufgehoben und nach durchgeführter Kausalitätsprüfung ihre 

Leistungen per 1. August 2011 eingestellt hat. 

 

2. 

2.1. 

Gelangt ein Unfallversicherer bei laufender Invalidenrente im Nachhinein 

zur Ansicht, der Leistungsbezug erfolge zu Unrecht, bedarf er, um diese 

Rente zu kürzen oder aufzuheben, eines Rückkommenstitels (Revision 

nach Art. 17 ATSG, Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG oder pro-

zessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG; vgl. Urteile des Bundesge-

richts 8C_780/2016 vom 24. März 2017 E. 3 und 8C_620/2016 vom 

21. November 2016 E. 3). 

 

2.2. 

2.2.1. 

Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) kann die Verwaltung auf 

eine formell rechtskräftige Verfügung zugunsten oder zuungunsten der ver-

sicherten Person zurückkommen, soweit die Verfügung nicht Gegenstand 

 - 4 - 

 

 

materieller gerichtlicher Beurteilung geworden ist, sie zweifellos unrichtig 

ist und ihre Berichtigung als von erheblicher Bedeutung erscheint (BGE 140 

V 77 E. 3.1 S. 79 f.; BGE 133 V 50 E. 4.1 S. 52 mit Hinweis auf BGE 127 

V 466 E. 2c S. 469). 

 

2.2.2. 

Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen 

Rechtsanwendung, unter Einschluss unrichtiger Feststellung im Sinne der 

Würdigung des Sachverhalts (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; vgl. auch DIANA 

OSWALD, in: Kieser/Kradolfer/Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesge-

setz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,  

5. Aufl. 2024 [ATSG-Kommentar], N. 42 zu Art. 53 ATSG mit Hinweis auf 

BGE 127 V 10 E. 4b S. 14). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein ver-

nünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist 

nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – 

möglich (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414 f.; vgl. auch Urteil des Bundesge-

richts 8C_685/2011 vom 25. September 2012 E. 6.2). Das Erfordernis der 

zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn die Leistungszuspra-

che aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erfolgt ist oder 

wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden 

(BGE 140 V 77 E. 3.1 S. 79 f.; BGE 138 V 324 E. 3.3 S. 328). Anders ver-

hält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller An-

spruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung in Bezug auf gewisse 

Schritte und Elemente (z.B. Invaliditätsbemessung, Einschätzungen der 

Arbeitsunfähigkeit, Beweiswürdigungen, Zumutbarkeitsfragen) notwendi-

gerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung solcher An-

spruchsvoraussetzungen (einschliesslich ihrer Teilaspekte wie etwa die 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit) vor dem Hintergrund der Sach- und 

Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszuspre-

chung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtig-

keit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414 f. mit Verweis auf SVR 2014 IV 

Nr. 39 S. 137, 9C_121/2014 E. 3.2.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

8C_685/2011 vom 25. September 2012 E. 6.2). Insbesondere ist auch die 

seinerzeitige Rechtspraxis zu beachten; eine Praxisänderung vermag 

kaum je die frühere Praxis als zweifellos unrichtig erscheinen zu lassen 

(BGE 140 V 77 E. 3.1 S. 79 f.; BGE 138 V 147 E. 2.1 S. 149). 

 

2.2.3. 

Eine allgemein gültige betragliche Grenze für die Voraussetzung der Er-

heblichkeit der Berichtigung lässt sich nicht festlegen. Massgebend sind die 

gesamten Umstände des Einzelfalles, wozu auch die Zeitspanne gehört, 

welche seit Erlass der zu Unrecht ergangenen Verfügung verstrichen ist 

(Urteil des Bundesgerichts 9C_828/2008 vom 25. Februar 2009 E. 6 mit 

Hinweisen). Beträge von wenigen hundert Franken vermögen aber in aller 

Regel keine Erheblichkeit zu begründen, soweit sie punktuell sind. Bei pe-

riodischen Dauerleistungen, mithin bei Renten, ist die Berichtigung jedoch 

 - 5 - 

 

 

regelmässig von erheblicher Bedeutung (BGE 140 V 85 E. 4.4 S. 87 mit 

Verweis auf BGE 119 V 475 E. 1c S. 480; vgl. auch OSWALD, ATSG-Kom-

mentar, N. 62 ff. zu Art. 53 ATSG). 

 

3. 

3.1. 

3.1.1. 

Die Beschwerdegegnerin führte in ihrem Einspracheentscheid vom  

5. November 2024 aus, die Voraussetzungen für eine Anpassung der 

Rente seien im vorliegenden Fall erfüllt. Es liege ein Wiedererwägungs-

grund vor. Im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprache sei weder in der 

Verfügung der B._____ noch derjenigen der C._____ die Adäquanz geprüft 

worden, was gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine Leistungs-

zusprechung auf Grund falscher Rechtsanwendung und damit eine zwei-

fellos rechtsfehlerhafte Verfügung darstelle (VB 1265 S. 7 f.).  

 

Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die Voraussetzungen für eine 

Wiedererwägung seien nicht erfüllt (Beschwerde S. 3 ff.). Folglich habe sie 

über Ende August 2011 (recte: Ende Juli 2011) hinaus Anspruch auf die 

gesetzlichen Leistungen aus UVG (Beschwerde S. 17). 

 

3.1.2. 

Wie die Beschwerdeführerin korrekt ausführt (vgl. Beschwerde S. 11), hat 

das Bundesgericht seine Rechtsprechung in dem Sinne konkretisiert, dass 

eine Leistungszusprache durch einen Unfallversicherer immer auf eine zu-

mindest implizite Adäquanzprüfung schliessen lässt und eine entspre-

chende Rentenverfügung demnach nicht wegen einer später behaupteten 

unterbliebenen Prüfung als zweifellos rechtsfehlerhaft qualifiziert werden 

könne (Urteil des Bundesgerichts 8C_698/2023 vom 27. November 2024 

E. 5.3.4., zur Publikation vorgesehen). Indem die B._____ mit Verfügung 

vom 26. September 1995 und die C._____ mit Verfügung vom 2. November 

1999 sowie mit Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 11. Februar 

2005 und vom 28. Februar 2006 Leistungen zugesprochen hat, ist folglich 

von einer impliziten Prüfung der Adäquanz auszugehen. Daher ist die zwei-

fellose Unrichtigkeit (vgl. E. 2.2.2) dieser Verfügungen aufgrund der angeb-

lich nicht geprüften Adäquanz (VB 1265 S. 7) zu verneinen. 

 

3.2. 

3.2.1. 

Die Beschwerdegegnerin führt weiter aus, Art. 100 Abs. 3 aUVV (heute 

Art. 100 Abs. 6 UVV) sei in seiner im Zeitpunkt der Rentenzusprache gülti-

gen Fassung falsch angewendet worden. Es liege kein bewusstes Abwei-

chen der beiden Versicherern von dieser Bestimmung vor, wodurch es sich 

um einen Rechtsanwendungsfehler handelt, was eine zweifellose Unrich-

tigkeit und somit einen Grund für eine Wiedererwägung darstelle. Zudem 

wäre auch eine bewusste Abweichung von dieser Bestimmung zweifellos 

 - 6 - 

 

 

unrichtig, da dies eine gesetzliche Bestimmung ignorieren würde (VB 1265 

S. 6 f.).  

 

Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die bewusste Abweichung von 

der Regelung von Art. 100 Abs. 3 aUVV habe vergleichsweisen Charakter, 

wodurch bei der Annahme einer zweifellosen Unrichtigkeit besondere Zu-

rückhaltung geboten sei (Beschwerde S. 9). 

 

3.2.2. 

Art. 100 Abs. 3 aUVV lautete in der vorliegend relevanten Fassung wie 

folgt: "Erleidet ein aus einem früheren Unfall Rentenberechtigter einen 

neuen Unfall und führt dieser zu einer Änderung des Invaliditätsgrades, so 

muss der für den zweiten Unfall leistungspflichtige Versicherer sämtliche 

Leistungen ausrichten. Der für den ersten Unfall leistungspflichtige Versi-

cherer vergütet dem anderen Versicherer den Betrag, der dem Barwert des 

Rentenanteils, ohne Teuerungszulagen, aus dem ersten Unfall entspricht. 

Damit ist seine Leistungspflicht abgegolten." 

 

3.2.3. 

Den Akten lässt sich entnehmen, dass der C._____ vom damaligen Vertre-

ter der Beschwerdeführerin bereits mit Schreiben vom 13. November 1997 

mitgeteilt worden war, dass die Beschwerdeführerin eine Invalidenrente der 

B._____ beziehe (VB 1020). Zudem führte der Rechtsvertreter der Be-

schwerdeführerin im Telefonat mit der Beschwerdegegnerin vom 20. Mai 

2009 aus, die Trennung der beiden Unfälle sei bewusst und in Absprache 

mit der B._____ erfolgt, da sich der zweite Unfall ereignet habe, als der 

erste Unfall kurz vor dem Abschluss stand (VB 1109). Dabei handelte es 

sich jedoch lediglich um eine Aussage des Rechtsvertreters der Beschwer-

deführerin. Daraus ergibt sich nicht, dass die beiden Versicherungen unter-

einander eine solche Vereinbarung getroffen hätten. Die Kommunikation 

hat nur über den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin stattgefunden. 

Zudem hat der Rechtsvertreter lediglich ausgeführt, dass die B._____ wei-

terhin die Rente und die C._____ ein Taggeld auf der Basis des versicher-

ten Verdienstes vor dem zweiten Unfallereignis ausrichten würden (vgl. VB 

1020). Dass die beiden beteiligten Versicherungen mit dieser Teilung auch 

in Bezug auf die Rente eine Abmachung getroffen hätten, lässt sich den 

Akten nicht entnehmen. Somit liegt entgegen den Vorbringen der Be-

schwerdeführerin auch kein Vergleich oder ein vergleichsweiser Charakter 

der Verfügung in Bezug auf eine allfällige Rente vor. Folglich ist zu prüfen, 

ob ein Abweichen von Art. 100 Abs. 3 aUVV überhaupt möglich war.  

 

3.2.4. 

Das Gesetz ist in erster Linie nach seinem Wortlaut auszulegen (Auslegung 

nach dem Wortlaut). Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene 

Auslegungen möglich, so muss das Gericht unter Berücksichtigung aller 

Auslegungselemente nach der wahren Tragweite der Norm suchen. Dabei 

 - 7 - 

 

 

hat es insbesondere den Willen des Gesetzgebers zu berücksichtigen, wie 

er sich namentlich aus den Gesetzesmaterialien ergibt (historische Ausle-

gung). Weiter hat das Gericht nach dem Zweck, dem Sinn und den dem 

Text zu Grunde liegenden Wertungen zu forschen, namentlich nach dem 

durch die Norm geschützten Interesse (teleologische Auslegung). Wichtig 

ist auch der Sinn, der einer Norm im Kontext zukommt, und das Verhältnis, 

in welchem sie zu anderen Gesetzesvorschriften steht (systematische Aus-

legung). Die Rechtsprechung befolgt bei der Auslegung von Gesetzesnor-

men einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es ab, die ein-

zelnen Auslegungselemente einer Prioritätsordnung zu unterstellen 

(BGE 146 V 129 E. 5.5.1 S. 136 f. mit Hinweisen). 

 

3.2.5. 

Der klare Wortlaut von Art. 100 Abs. 3 aUVV, wonach der für den zweiten 

Unfall leistungspflichtige Versicherer sämtliche Leistungen ausrichten 

muss, kann nur so verstanden werden, dass eine abweichende Vereinba-

rung nicht möglich ist. Sowohl in der französischen Fassung "doit alluer 

toutes les prestations" als auch in der italienischen Fassung "deve effetuare 

tutte le prestazione" ergibt sich diesbezüglich nichts anderes. Auch in der 

Lehre wird die Ansicht vertreten, dass dem Versicherten eine einzige, 

"kombinierte" Rente auszubezahlen ist, welche der Invalidität aus den ver-

schiedenen Unfallereignissen Rechnung trägt (MARC HÜRZELER/CLAUDIA 

CADERAS, in: Basler Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, 2019, N. 59 

ff. zu Art. 77 UVG). Der Botschaft zu dem Art. 100 UVV zugrunde liegenden 

Gesetzesartikel (Art. 77 UVG) ist zudem zu entnehmen, dass die Entste-

hung doppelter oder mehrfacher Leistungsansprüche vermieden werden 

sollte, indem dem Bundesrat die Möglichkeit eingeräumt wurde, für Fälle, 

in welchen die Invalidität auf mehrere, bei verschiedenen Trägern versi-

cherte Unfälle zurückzuführen ist, ergänzende Bestimmungen zu erlassen 

(BBL 1976 III S. 213). Dies hat der Bundesrat mit Art. 100 aUVV vorgenom-

men. Zudem enthält, der vorangehende Art. 100 Abs. 2 aUVV entgegen 

Art. 100 Abs. 3 aUVV explizit die Möglichkeit, mit einer Vereinbarung von 

der Regelung im Bereich Taggeld von der Leistungspflicht des zweiten Un-

fallversicherers abzuweichen. Mit dem Verzicht auf eine solche Regelung 

in Art. 100 Abs. 3 UVV in Bezug auf die Rentenleistungen ist aus systema-

tischer Sicht von einem Verzicht auf die Möglichkeit zur Teilung der Rente 

auszugehen. Selbst wenn eine solche Vereinbarung möglich gewesen 

wäre, lässt sich den Akten nicht entnehmen, dass die beiden zuständigen 

Versicherungen eine solche getroffen hätten, hat doch die Kommunikation 

stets nur über den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin stattgefunden 

und auch nie explizit die Rentenleistungen umfasst (vgl. E.3.2.2. hiervor). 

Zusammenfassend ergibt sich somit, dass ein Abweichen von Art. 100 Abs. 

3 aUVV nicht möglich war und die Beschwerdegegnerin die bereits lau-

fende Rente der Beschwerdeführerin, welche die B._____ zugesprochen 

hatte, hätte übernehmen und eine gesamte Rente auszahlen müssen. 

 - 8 - 

 

 

Aufgrund der fehlerhaften, zweifellos unrichtigen Rechtsanwendung von 

Art. 100 Abs. 3 aUVV liegt ein Wiedererwägungsgrund vor. 

 

3.3. 

Dass es sich bei Berichtigung der laufenden Rente als Dauerleistung um 

eine Berichtigung von erheblicher Bedeutung handelt, gibt aufgrund der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu der Erheblichkeit von Rentenleis-

tungen (vgl. E. 2.2.3 hiervor) zu keinen Weiterungen Anlass.  

 

3.4. 

Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde mehrmals vorbringt, 

es liege ein im Wesentlichen unveränderter Sachverhalt vor und ihr Ge-

sundheitszustand habe sich nicht verändert (vgl. Beschwerde S. 11, 13), 

nimmt sie damit Bezug auf einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 

ATSG. Die Beschwerdegegnerin hat jedoch mit dem Wiedererwägungs-

grund im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (vgl. E. 3.2.4. hiervor) bereits einen 

Rechtstitel, um auf ihre ursprüngliche Verfügung zurückzukommen. Es se-

hen, wie die Beschwerdegegnerin korrekt ausführt (vgl. VB 1265 S. 5), so-

wohl Revision als auch Wiedererwägung dieselbe Rechtsfolge – eine Neu-

beurteilung des Rentenanspruchs pro futuro – vor. Somit kann die Be-

schwerdeführerin aus diesem Vorbringen nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

 

3.5. 

Demnach ist festzuhalten, dass die leistungszusprechende Rentenverfü-

gung vom 2. November 1999 (und die in der Folge erlassenen Verfügungen 

vom 11. Februar 2005 sowie vom 28. Februar 2006) aufgrund der Nichtan-

wendung von Art. 100 Abs. 3 aUVV als zweifellos unrichtig im wiedererwä-

gungsrechtlichen Sinne zu qualifizieren ist. Da auch das Erfordernis der 

erheblichen Bedeutung der Berichtigung der leistungszusprechenden Ver-

fügung erfüllt ist (BGE 140 V 85 E. 4.4 S. 87; vgl. E. 3.3. hiervor), sind die 

Voraussetzungen für eine allseitige Prüfung ex nunc et pro futuro gegeben. 

Es ist somit, entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin (Be-

schwerde S. 12), der natürliche und der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen den Unfallereignissen vom 3. Juni 1992 sowie vom 2. November 

1996 und den von der Beschwerdeführerin (noch) geltend gemachten Be-

schwerden im Zeitpunkt der Verfügung vom 18. Juli 2011 zu beurteilen 

(vgl. E. 2.2.2. hiervor). 

 

4. 

4.1. 

Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden 

(Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-

stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge-

treten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 

 - 9 - 

 

 

eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 

für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 

dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 

anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-

ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-

dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Stö-

rung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen; vgl. auch 

BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f. und 129 V 402 E. 4.3.1 S. 406). 

 

4.2. 

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt neben dem natürlichen 

Kausalzusammenhang voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem 

eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. 

Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache ei-

nes Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 

und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Er-

folg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfol-

ges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 

V 177 E. 3.2 S. 181; 129 V 402 E. 2.2 S. 405; 125 V 456 E. 5a S. 461 f.). 

 

Im Sozialversicherungsrecht spielt die Adäquanz als rechtliche Eingren-

zung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden 

Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiese-

ner Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitge-

hend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit 

Hinweis auf BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103). Anders verhält es sich bei 

natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Be-

schwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen 

Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbe-

zogene Kriterien einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweis 

unter anderem auf BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.). Bei psychischen Fehl-

entwicklungen nach Unfall werden diese Adäquanzkriterien unter Aus-

schluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; so-

genannte Psycho-Praxis), während bei Schleudertraumen und äquivalen-

ten Verletzungen der HWS sowie Schädel-Hirntraumen auf eine Differen-

zierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet 

wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen; sogenannte Schleuder-

trauma-Praxis [vgl. BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130]).  

 

4.3. 

Nach der Schleudertrauma- (oder HWS-)Praxis ist (analog zu den bei psy-

chischen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen) für die 

Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu verlan-

gen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der 

Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine 

 - 10 - 

 

 

gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 

fällt (Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2021 vom 10. Februar 2022 

E. 4.7). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzu-

knüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf -  

zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen an-

derseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich un-

terschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Re-

gel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen 

verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus 

dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüs-

sig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. 

indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubezie-

hen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Der Katalog der adäquanzrelevanten 

Kriterien lautet wie folgt: 

 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-

keit des Unfalls; 

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 

- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; 

- erhebliche Beschwerden; 

- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert; 

- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen 

 (BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130). 

 

Der Einbezug sämtlicher Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in je-

dem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Be-

urteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium ge-

nügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, 

welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder so-

gar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits 

kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn 

es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem Einzelkrite-

rium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen meh-

rere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich bei-

spielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbe-

reich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu be-

rücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, 

damit die Adäquanz bejaht wird. Diese Würdigung des Unfalles zusammen 

mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adä-

quaten Kausalzusammenhangs (Urteil des Bundesgerichts 8C_375/2010 

vom 4. August 2010 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 117 V 359 E. 6b S. 367 f.; 

vgl. auch BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f. mit Hinweisen). Sofern keines 

der Kriterien in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise gegeben 

 - 11 - 

 

 

ist, bedarf es für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs bei 

einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Fällen des 

Nachweises von vier Kriterien. Demgegenüber müssen bei einem Unfall im 

eigentlich mittleren Bereich drei Kriterien ausreichen (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 8C_897/2009 vom 29. Januar 2010 E. 4.5; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts 8C_476/2010 vom 7. September 2010 E. 2.4 mit Hinwei-

sen). 

 

4.4. 

Sind die anhaltenden Beschwerden wie vorliegend nicht auf einen orga-

nisch hinreichend nachweisbaren Gesundheitsschaden zurückzuführen, so 

ist die Adäquanz eines allfälligen Kausalzusammenhanges zwischen den 

Ereignissen vom 3. Juni 1992 sowie vom 2. November 1996 und diesen 

Beschwerden speziell zu prüfen. Auf weitere Abklärungen zur Frage, ob die 

Beschwerdeführerin Verletzungen erlitten hat, welche eine Prüfung nach 

den Kriterien der sog. "Schleudertrauma-Praxis" (BGE 134 V 109 E. 10.3 

S. 130) rechtfertigen, kann verzichtet werden, da - wie nachfolgende  

Prüfung zeigt - die Adäquanz selbst bei Anwendung dieser für die versi-

cherte Person günstigeren Kriterien zu verneinen ist. Aus demselben 

Grund kann auch auf nähere Abklärungen zum Bestand des natürlichen 

Kausalzusammenhanges verzichtet werden (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_122/2010 vom 21. Mai 2010 E. 4.2). 

 

5. 

5.1. 

5.1.1. 

Die Beschwerdegegnerin liess in ihrem Einspracheentscheid vom 5. No-

vember 2024 offen, ob zwischen den beiden Unfallereignissen vom 3. Juni 

1992 sowie vom 2. November 1996 und den heute noch vorhandenen Be-

schwerden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (VB 1265 S. 8). 

Sie führte jedoch aus, es handle sich bei beiden Unfälle um mittlere Unfälle 

im Grenzbereich zu den leichten Unfällen, wobei maximal zwei Adäquanz-

kriterien der HWS-Praxis gemäss BGE 134 V 109 erfüllt seien und ein adä-

quater Kausalzusammenhang demnach zu verneinen sei (VB 1265 S. 10 

ff.).  

 

Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, es handle sich zumindest 

beim zweiten Unfall vom 2. November 1996 infolge der massiven Ge-

schwindigkeitsänderung um einen mittleren Unfall im engeren Sinn (Be-

schwerde S. 14). Zudem seien zusätzlich zu den von den selbst nach An-

sicht der Beschwerdegegnerin bereits erfüllten Kriterien der erheblichen 

Beschwerden sowie der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiese-

ner Anstrengung ebenfalls die Kriterien der Schwere und der besonderen 

Art der Verletzung sowie der fortgesetzten spezifischen, belastenden ärzt-

lichen Behandlung erfüllt. Da somit mindestens vier der Adäquanzkriterien 

erfüllt seien, sei der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den 

 - 12 - 

 

 

Unfällen vom 3. Juni 1992 sowie vom 2. November 1996 und den gesund-

heitlichen Beschwerden der Beschwerdeführerin rechtsgenüglich festge-

stellt (Beschwerde S. 15 ff.). 

 

5.1.2. 

Die Unfallschwere ist im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise 

auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwi-

ckelnden Kräften zu beurteilen. Nicht relevant sind die Kriterien, welche bei 

der Prüfung der Adäquanz bei mittelschweren Unfällen Beachtung finden. 

Dies gilt etwa für die – ein eigenes Kriterium bildenden – Verletzungen, 

welche sich die versicherte Person zuzog, aber auch für – unter dem Ge-

sichtspunkt der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonde-

ren Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfende – äussere Umstände, wie eine 

allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- respektive gar  

Todesfolgen, die der Unfall für andere Personen nach sich zog (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_66/2010 vom 6. September 2010 E. 4.1 mit Hinweis 

unter anderem auf SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1). 

  

Einfache Auffahrunfälle auf ein haltendes Fahrzeug werden praxisgemäss 

in der Regel als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen 

qualifiziert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2021 vom 11. Januar 

2022 E. 11.2 mit Hinweis auf SVR 2017 UV Nr. 16 S. 53, 8C_425/2016 

E. 4.3.3; Urteil 8C_674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 5.3). Davon ist 

auch dann noch auszugehen, wenn es sich um eine Doppelkollision mit 

primärer Heckkollision und sekundärer Frontkollision handelt (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_651/2016 vom 15. Dezember 2016 E. 5.4 mit Hin-

weisen). Als mittelschweren Unfall im engeren Sinne hat das Bundesge-

richt demgegenüber beispielsweise eine Frontalkollision mit mehrmaligem 

Überschlagen und der Notwendigkeit, den Betroffenen aus dem Auto zu 

befreien, eingeschätzt (Urteil des Bundesgerichts 8C_598/2020 vom  

3. Dezember 2020 E. 9.2). Gleich qualifiziert hat es auch eine Frontalkolli-

sion zweier Personenwagen, wobei die Geschwindigkeit des unfallverursa-

chenden Personenwagens 30 bis 40 km/h betrug und diejenige des betei-

ligten Fahrzeugs auf etwa 70 bis 80 km/h geschätzt wurde (Urteil des Bun-

desgerichts 8C_80/2009 vom 5. Juni 2009 E. 6.1), sowie eine Frontalkolli-

sion, bei der das unfallverursachende Fahrzeug ungebremst mit etwa 

100 km/h in ein mit ca. 80 km/h fahrenden, noch ein Abbrems- und Aus-

weichmanöver einleitenden Personenwagen stiess (vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 8C_1021/2009 vom 3. November 2010 E. 8.3 und Sachverhalt). 

 

5.1.3. 

Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die Beschwerdeführerin bezie-

hen sich für den Unfallhergang auf den Polizeirapport der Kantonspolizei 

Q._____ vom 6. Dezember 1996. Gemäss diesem hat sich der Unfall fol-

gendermassen ereignet: Die Beschwerdeführerin habe bei der Einmün-

dung zur E-Strasse von der F-Strasse her kommend ihr Fahrzeug 

 - 13 - 

 

 

verlangsamt, wobei in der Folge ein aus der gleichen Fahrtrichtung kom-

mender Personenwagen mit ihr kollidierte. Die Fahrerin dieses Personen-

wagens habe angegeben, ihr Tempo habe 80 km/h betragen. Die Be-

schwerdeführerin habe angegeben, sie wisse nicht mehr, ob sie bei der 

Kollision stillgestanden sei oder ob sie noch gerollt sei. Sie wisse nur noch, 

dass sie kurz vor dem Abbiegen in den Rückspiegel geschaut habe und 

nur noch zwei Lichter gesehen habe (Beschwerdebeilage [BB] 5 S. 4).  

 

5.1.4. 

Aufgrund des unbestrittenen Geschehensablaufs und unter Berücksichti-

gung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu vergleichbaren Unfällen 

(vgl. E. 5.1.2. hiervor) ist die durch die Beschwerdegegnerin erfolgte Qua-

lifikation der Auffahrkollision als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu 

den leichten Unfällen nicht zu beanstanden, zumal keine besonderen Um-

stände ersichtlich sind, welche es rechtfertigen würden, den Unfall vom 

2. November 1996 als mittelschwer im eigentlichen Sinne einzustufen. Es 

hat weder eine Doppelkollision mit einem zusätzlichen Fahrzeug stattge-

funden noch ist gleichzeitig ein Fahrzeug von vorne frontal in das Fahrzeug 

der Beschwerdeführerin geprallt (vgl. E. 5.1.3. hiervor). Die Beschwerde-

gegnerin ging damit zurecht davon aus, dass es sich sowohl beim Unfall 

vom 2. November 1996 und unbestrittenermassen beim Unfall vom 3. Juni 

1992 um mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten Unfällen 

handelte. Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem fraglichen 

Unfall und den noch weiterhin anhaltenden Beschwerden könnte somit nur 

bejaht werden, wenn vier der Adäquanzkriterien erfüllt sind oder eines der 

Kriterien besonders ausgeprägt vorliegt (vgl. E. 4.3. hiervor). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder beson-

deren Eindrücklichkeit des Unfalls beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund 

des subjektiven Empfindens der versicherten Person. Weiter ist darauf hin-

zuweisen, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Ein-

drücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für die Bejahung dieses Kri-

teriums ausreichen kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_212/2019 vom 

21. August 2019 E. 4.3.3). Beim Unfall vom 2. November 1996 handelt es 

sich um eine einfache Auffahrkollision. Zudem hat die Beschwerdeführerin 

angegeben, sie habe im Rückspiegel vor dem Aufprall zwei Lichter gese-

hen (vgl. E. 5.1.3. hiervor). Damit ist vorliegend aufgrund der Aussage, 

dass die Beschwerdeführerin selbst angegeben hat, die Lichter des Autos 

bereits im Rückspiegel gesehen zu haben, davon auszugehen, dass sie, 

wenn auch unbewusst, bereits auf die sich ereignende Kollision vorbereitet 

war. Da auch ansonsten keine Anhaltspunkte für Gegebenheiten vorliegen, 

deretwegen der Unfall als besonders eindrücklich zu werten wäre, und die 

Beschwerdeführerin konkret auch nichts dergleichen vorbringt, ist dieses 

Kriterium als nicht erfüllt zu betrachten. 

 - 14 - 

 

 

 

5.2.2. 

Was das Kriterium der besonderen Schwere oder Art der Verletzung anbe-

langt, ist zu betonen, dass die Diagnose einer HWS-Distorsion (oder einer 

anderen, adäquanzrechtlich gleich zu behandelnden Verletzung) für sich 

allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art 

der erlittenen Verletzung genügt. Es bedarf hierzu einer besonderen 

Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder beson-

derer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Diese 

können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen 

Körperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen. Auch 

erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem 

Schleudertrauma, der äquivalenten Verletzung der HWS oder dem Schä-

del-Hirntrauma beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein 

(BGE 134 V 109 E. 6.2.1, 10.2.2 S. 127 f. mit Hinweis auf SVR 2007 

UV Nr. 26 S. 86, E. 5.3, U 339/06; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, E. 5.2.3, 

U 380/04). Zudem kann auch eine erneute HWS-Distorsion in der Heilungs-

phase einer ersten relevant sein (Urteil des Bundesgerichtes 8C_266/2008 

vom 22. August 2008 E. 4.2.3.). 

 

Es entspricht einer allgemeinen Erfahrungstatsache, dass sich pathologi-

sche Zustände nach einer Verletzung der HWS bei erneuter Traumatisie-

rung stark exazerbieren können (Urteil des Bundesgerichts 8C_150/2011 

vom 14. Februar 2012 E. 9.2.3.). So wurde in der auf den ersten Unfall vom 

3. Juni 1992 folgende neurologische und neuropsychologischen Abklärung 

vom 25. August 1994 zwar festgehalten, es hätten im Neurostatus keine 

objektivierbaren Ausfälle festgestellt werden können. Trotzdem wurde bei 

der Beschwerdeführerin nur eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 50 % fest-

gestellt (VB 001 S. 4), obwohl – wie auch von den nachbehandelnden Ärz-

ten – keine weiteren auf den Unfall zurückzuführenden Verletzungen fest-

gestellt werden konnten (VB 001 S. 2, S. 3 f.). In der Folge litt die Be-

schwerdeführerin unter zunehmenden Nackenschmerzen, welche in den 

Okzipitalbereich beidseits sowie in den linken Schulterbereich ausstrahlten. 

Bei Aufnahme der Arbeit verschlimmerte sich die erwähnte Schmerzsymp-

tomatik (VB 001 S. 1 ff.). Mit dem beim Unfall vom 2. November 1996 er-

neut erlittenen Trauma der HWS (vgl. VB 002), durch welchen es zu einer 

Verstärkung der bisherigen Symptomatik gekommen sei (VB 008 S. 1 f.) 

und die Arbeitsunfähigkeit erneut um weitere 25 % im Vergleich zur bereits 

nach dem ersten Unfall vorgelegenen Einschränkung erhöht wurde 

(vgl. VB 029 S. 3), ist das Vorliegen einer Verletzung der besonderen Art 

aufgrund der Verletzung der HWS durch mehrere Unfälle zu bejahen und 

das Kriterium hat in einfacher Weise als erfüllt zu gelten.  

 

5.2.3. 

Zum Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Be-

handlung bis zum Fallabschluss (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128) ist 

 - 15 - 

 

 

festzuhalten, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ärztliche 

Verlaufskontrollen und Abklärungsmassnahmen, manualtherapeutische 

Mass-nahmen sowie medikamentöse Schmerzbekämpfung, wie sie von 

der Beschwerdeführerin in Anspruch genommen wurden, allein nicht genü-

gen, um dieses Kriterium zu erfüllen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_616/2016 vom 4. November 2016 E. 8, 8C_285/2016 vom 22. Juli 2016 

E. 11 und 8C_711/2010 vom 14. Januar 2011 E. 5.3.3). Die Beschwerde-

führerin hatte sich zwar kurz nach dem Unfall in eine stationäre Therapie 

begeben (vgl. VB 009), sie musste sich jedoch nie einer Operation unter-

ziehen und hat auch in der Zwischenzeit lediglich Therapien wie Physiothe-

rapie und Chiropraktik durchgeführt (vgl. VB 039 S. 3), welche überdies 

nicht im Sinne der Rechtsprechung als belastend gelten. Insgesamt waren 

die getroffenen Vorkehren damit nicht mit der durch das fragliche Kriterium 

anvisierten, erheblichen zusätzlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität 

verbunden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_82/2011 vom 9. Juni 2011 

E. 8.4 und 8C_213/2011 vom 7. Juni 2001 E. 8.2.4). Soweit die Beschwer-

deführerin auf die stationären Aufenthalte in der D._____ ab April 2013 hin-

weist (vgl. Beschwerde S. 16; BB 10), haben diese erst knapp zwei Jahre 

nach Erlass der Verfügung vom 18. Juli 2011 stattgefunden und vermögen 

somit keine Einschränkung im vorherigen Zeitpunkt zu begründen. Somit 

ist dieses Kriterium nicht erfüllt. 

 

5.2.4. 

Das Kriterium einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener An-

strengungen gilt erst als erfüllt, wenn die versicherte Person ihrer Schaden-

minderungspflicht nachgekommen ist, d.h. sie nach Eintritt des Schadens 

alle ihr möglichen und zumutbaren Massnahmen getroffen hat, um diesen 

zu mindern oder zu beheben (BGE 129 V 460 E. 4.2 S. 463; BGE 123 V 230 

E. 3c S. 233; BGE 117 V 275 E. 2b S. 278). Nur wer in der Zeit bis zum 

Fallabschluss in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstren-

gungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 

E. 10.2.7 S. 130). 

 

Wie die Beschwerdegegnerin ausführt, wäre dieses Kriterium aufgrund der 

weiterhin ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit von 30 % maximal in einfa-

cher Weise erfüllt, und gibt ausweislich der Akten zu keinen Ausführungen 

Anlass (VB 1265 S. 12 f.). 

 

5.2.5. 

Das Kriterium der Erheblichkeit der Beschwerden beurteilt sich nach den 

glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verun-

fallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 

V 109 E. 10.2.4. S. 128).  

 

Auch dieses Kriterium erkannte die Beschwerdegegnerin maximal in einfa-

cher Weise aufgrund der Schmerzen, welche in den Hinterkopf 

 - 16 - 

 

 

ausstrahlen, sowie den beklagten Konzentrationsstörungen maximal in ein-

facher Weise erfüllt, was zu keinen weiteren Ausführungen Anlass gibt. 

 

5.2.6. 

Für eine ärztliche Fehlbehandlung, erhebliche Komplikationen (zu verste-

hen als Umstände, die den durchschnittlichen Heilungsprozess eines un-

fallbedingten Gesundheitsschadens ungünstig beeinflussen, selbst aber 

nicht auf den Unfall zurückzuführen sein müssen; vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 8C_147/2017 vom 2. August 2017 E. 5.3) oder einen schwierigen 

Heilungsverlauf gibt es in den Akten keine Anhaltspunkte. Aus der blossen 

Dauer der ärztlichen Behandlung und den geklagten Beschwerden darf 

nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Kompli-

kationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, wel-

che die Genesung bis zum Fallabschluss beeinträchtigt oder verzögert ha-

ben (BGE 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129 und SVR 2007 UV Nr. 25, U 479/05 

E. 8.5). Solche sind nicht ersichtlich und werden von der Beschwerdefüh-

rerin auch nicht dargetan. Der Umstand, dass trotz verschiedener Thera-

pien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte, reicht allein für die 

Bejahung des Kriteriums ebenfalls nicht aus (Urteil des Bundesgerichts 

8C_82/2011 vom 9. Juni 2011 E. 8.5). Gründe für die Bejahung dieser Kri-

terien liegen folglich nicht vor. 

 

5.3. 

Zusammenfassend sind somit maximal drei Adäquanzkriterien erfüllt, dies 

aber maximal in einfacher Weise. Somit kommt den beiden mittelschweren 

im Grenzbereich zu den leichten Unfällen vom 3. Juni 1992 sowie vom 

2. November 1996 rechtsprechungsgemäss keine massgebliche Bedeu-

tung für die noch über den 1. August 2011 hinaus geklagten Beschwerden 

zu. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den beiden als mittel-

schwere im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizierenden Un-

fallereignissen und den organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwer-

den der Beschwerdeführerin ist folglich zu verneinen. Die Beschwerdegeg-

nerin hat somit im Ergebnis zu Recht die Verfügungen vom 26. September 

1995, vom 2. November 1999, vom 11. Februar 2005 sowie vom 28. Feb-

ruar 2006 wiedererwägungsweise aufgehoben, den adäquaten Kausalzu-

sammenhang zwischen den Unfällen vom 3. Juni 1992 sowie vom 2. No-

vember 1996 mit den geltend gemachten Beschwerden verneint und ihre 

Leistungen per 1. August 2011 eingestellt. 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

6.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG).  

 

 - 17 - 

 

 

6.3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

 - 18 - 

 

 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 22. August 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Bächli