# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b5ff983-2424-58b3-a579-05181de4741b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.11.2016 SB160287
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160287_2016-11-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB160287-O/U/cw-cs 
 

Mitwirkend: der Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, die Oberrichterin lic. iur. 

Wasser-Keller, der Ersatzoberrichter lic. iur. Wenker sowie der Ge-

richtsschreiber lic. iur. Hafner 

Urteil vom 11. November 2016 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Diebstahl etc.   

 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, III. Abteilung, vom 

19. Februar 2016 (DG150034) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 28. September 

2015 (Urk. 20) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des mehrfachen, teilweise versuchten, bandenmässigen Diebstahls im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 1 und Abs. 2 

StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklageziffern 

1 - 11), 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

(Anklageziffern 1 - 11), 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB  
(Anklageziffern 1 - 11),  

− der Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 

Abs. 1 lit. b SVG (Anklageziffer 12). 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren, 

wovon bis und mit heute 377 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen 

Strafantritt erstanden sind.  

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.  

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. 

September 2015 beschlagnahmten Ohrstecker (Asservat-Nr. A007'924'029 

und A007'924'052, lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen, 

werden der Privatklägerin 5 von der Kasse des Bezirksgerichts Horgen nach 

Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben. Verlangt die 

Privatklägerin 5 die Ohrstecker nicht bis spätestens 30 Tage nach 

-   3   - 

Rechtskraft des Urteils, werden sie eingezogen und der zuständigen 

Behörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. 

September 2015 beschlagnahmten Handnotizen mit Telefonnummern 

(Asservat-Nr. A007'925'771, lagernd beim Bezirksgericht Horgen) werden 

eingezogen und vernichtet. 

6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 

8. September 2015 beschlagnahmten Bargeldbeträge werden eingezogen 

und zur Verfahrenskostendeckung verwendet: 

− USD 251.01 zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'639); 

− GBP 170.– zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'673); 

− Fr. 20.10 zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'708 und A008'171'741); 

− Euro 44.30 zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'753 und A008'173'124); 

− CZK 100.– zu 1/3 (Asservat-Nr. A007'948'723); 

lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen. 

7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 

8. September 2015 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und 

der Kasse des Bezirksgerichts Horgen zur gutscheinenden Verwendung 

überlassen: 

− Venezuela 10 Bolivares (Asservat-Nr. 007'924'325); 

− Herrenjacke 'Woolrich' mit Innenfutter, grau/schwarz, Grösse S, An-
rechnung eines allfälligen Verwertungserlöses zu 1/3 (Asservat-Nr. 

A'007'982'789); 

lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen. Ein allfälliger 

Verwertungserlös wird zur Verfahrenskostendeckung verwendet. 

8. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 

8. September 2015 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen 

-   4   - 

zwecks Bereithaltung für allfällige Drittansprecher für die Dauer von 5 

Jahren ab Rechtskraft des Urteils: 

− Schmuckanhänger Goldbarren, Silberbarren, Goldbarren, Kantonal-
bank …, 2g FINE GOLD, 999.9 (Asservat-Nr. A007'923'719); 

− Schmuckanhänger goldfarben, Würfel, Kantenlänge 5mm (Asservat-
Nr. A007'923'764); 

− Schmuckanhänger goldfarben, Motiv 'Herz' (Asservat-

Nr. A007'923'866); 

− Schmuckanhänger goldfarben, Motiv 'PAULUS VI', Rückseite Maria mit 

Jesuskind und zwei Engeln (Asservat-Nr. A007'923'899); 

− Schmuckanhänger goldfarben, Motiv 'Kreuz', Grösse 11mm x 15mm 
(Asservat-Nr. A007'923'902); 

− Schmuckanhänger goldfarben, Motiv 'Kreuz', Grösse 13mm x 21mm 

(Asservat-Nr. A007'923'935); 

− 2 Ohrringe Gold, mit je einem Diamant, zu 1/3 (Asservat-

Nr. A008'171'775); 

− 1 Ohrstecker Gold, mit Blatt-Anhänger Gold/schwarz, zu 1/3 (Asservat-

Nr. A008'171'833); 

− Fingerring Rotgold, Gravur '…', zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'171'991); 

− Fingerring Gold, mit 3 Diamanten, zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'172'132); 

− Fragmente aus Armkette, Gold, zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'172'314); 

− Fragmente aus Armkette, Gold, zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'173'347); 

lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen. Nach Ablauf von 5 

Jahren werden die Gegenstände zugunsten der Staatskasse verwertet.  

9. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber den Privatklägern 3, 

4, 5 und 6 aus dem eingeklagten Ereignis in solidarischer Haftung mit den 

Mittätern B._____ und C._____ dem Grundsatze nach schadenersatz-

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pflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatz-

anspruches werden die Privatkläger 3, 4, 5 und 6 auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen. 

10. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger 4, 5 und 6 werden abgewiesen. 

11. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, wird für seine 

Bemühungen und Auslagen mit Fr. 8'681.05 (inkl. Fr. 643.05 Mehrwert-

steuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

12. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'000.00  Gerichtsgebühr; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 7'069.95  Kosten Vorverfahren 

Fr. 165.60  Abschlepp-/Überführungskosten zu 1/3 

Fr. 8'681.05  Amtliche Verteidigung RA X._____ 

Fr. 18'916.60  Total 
 

Weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

13. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt, aber abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt 

eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

14. [Mitteilungssatz] 

15. [Rechtsmittel] 

 
 

-   6   - 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 67 S. 1) 

1. Der Beschuldigte sei des mehrfachen Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 

StGB und im Übrigen anklagegemäss schuldig zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte sei unter Anrechnung der Untersuchungshaft und des 

vorzeitigen Strafvollzugs von total 606 Tagen mit einer bedingten Frei-

heitsstrafe von maximal 18 Monaten zu bestrafen. 

 Im Falle einer Verurteilung wegen bandenmässigen Diebsstahls sei 

eventualiter eine bedingte Strafe von maximal 24 Monaten auszufällen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

b) Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis:  

(Urk. 55; sinngemäss) 

Verzicht auf Berufung und Anschlussberufung und Bestätigung des 

vorinstanzlichen Urteils. 

 

_________________________________ 

 

Erwägungen: 

I.  Prozessgeschichte / Prozessuales 

1. Gegen das eingangs wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, 

III. Abteilung, vom 19. Februar 2016 (DG150034), liess der Beschuldigte mit Ein-

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gabe vom 2. März 2016 (Urk. 43) innert Frist Berufung anmelden. Das vollständig 

begründete Urteil (Urk. 46) wurde vom Beschuldigten am 22. Juni 2016 (Urk. 

47/2) entgegengenommen. Am 12. Juli 2016 (Datum Poststempel) reichte der 

amtliche Verteidiger die Berufungserklärung fristgerecht ein (Urk. 52). Mit Präsidi-

alverfügung vom 18. Juli 2016 wurde der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis so-

wie den Privatklägern 1-6 unter Hinweis auf die Berufungserklärung des Beschul-

digten Frist zur Erhebung einer Anschlussberufung bzw. zum Antrag auf Nichtein-

treten auf die Berufung angesetzt (Urk. 53). Mit Eingabe vom 25. Juli 2016 ver-

zichtete die Staatsanwaltschaft auf Anschlussberufung (Urk. 55). Die Privatkläger 

liessen sich nicht vernehmen. 

2. Mit Eingabe vom 28. September 2016 (Urk. 58) stellte die Verteidigung das 

Gesuch, das Verfahren sei an die Vorinstanz zurückzuweisen, da das Verfah-

rensprotokoll der Vorinstanz nicht durch die Verfahrensleitung unterzeichnet wor-

den sei und in der Strafzumessung der Strafenvergleich mit den Mittätern des Be-

schuldigten fehle. Mit Präsidialverfügung vom 7. Oktober 2016 wurde der Antrag 

abgewiesen (Urk. 59). Gleichzeitig wurden der Verfahrensleiter des vorinstanz-

lichen Verfahrens sowie die Gerichtsschreiberin als Zeugen vorgeladen (Urk. 57) 

und am 4. November 2016 einvernommen (Urk. 64 und Urk. 66; Prot. II S. 4 ff.) 

sowie die Akten des bezirksgerichtlichen Verfahrens gegen den Mitbeschuldigten 

C._____ (DG150035) beigezogen (Urk. 61/1-2). 

Während die fehlende Unterschrift nicht nachträglich beigebracht werden kann, 

konnten die Zeugen bestätigen, dass die erstinstanzliche Verhandlung und die 

Beratung so abliefen, wie es im Protokoll festgehalten worden war (Urk. 64 S. 4 f., 

Urk. 66 S. 3 ff.; Prot. II S. 4 ff.). Gemäss Bundesgericht ist der Nachweis, dass 

das Verfahren korrekt durchgeführt wurde, auf diese Weise erbracht (BGE 

6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 3.4). Dass das Protokoll unrichtig sei, wurde 

vom Beschuldigten ohnehin nie behauptet. Auf die Rüge des fehlenden 

Strafenvergleichs mit den Mittätern ist im Rahmen der Strafzumessung einzuge-

hen, da eine inkorrekt vorgenommene Strafzumessung ohne Weiteres im Beru-

fungsverfahren korrigiert werden kann, ohne dass das Double-Instance-Prinzip 

verletzt werden würde, da dies keinen so gravierenden Verfahrensmangel dar-

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stellt, der eine Rückweisung nach sich ziehen würde (vgl. BGer 6B_859/2013 vom 

02. Oktober 2014 E. 3.3.3 f. und BGer 6B_401/2015 vom 16. Juli 2015 E. 1.1. f.). 

Auch heute ist daher von einer Rückweisung abzusehen.  

3. Beweisanträge wurden keine gestellt. Das Verfahren erweist sich als spruch-

reif. 

4. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung 

aufschiebende Wirkung. Die Rechtskraft des angefochtenen Urteils wird somit im 

Umfang der Berufungsanträge gehemmt, während die von der Berufung nicht 

erfassten Punkte in Rechtskraft erwachsen (vgl. BSK StPO-Eugster, Art. 402 

N 1 f.). 

Der Beschuldigte lässt Dispositivziffern 1 teilweise (Schuldspruch betreffend 

mehrfachen bandenmässigen Diebstahls), 2 (Strafe) und 3 (Vollzug) anfechten. 

Damit erwächst das vorinstanzliche Urteil in Dispositivziffern 1 teilweise 

(Schuldspruch betreffend mehrfache Sachbeschädigung, mehrfachen 

Hausfriedensbruchs sowie Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch), 4-8 

(Beschlagnahmungen), 9 und 10 (Zivilansprüche), 11 (Entschädigung amtlicher 

Verteidiger) sowie 12 und 13 (Kostendispositiv) in Rechtskraft, was vorab mit 

Beschluss festzustellen ist. 

5. Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung liessen die Parteien die 

eingangs erwähnten Anträge stellen. 

II.   Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Der Beschuldigte hat den Sachverhalt gemäss Anklageschrift vollumfänglich 

anerkannt (Urk. 8/7; Prot. I S. 39 und Prot. II S. 17). Sein Geständnis ist glaubhaft 

und deckt sich mit dem übrigen Untersuchungsergebnis. Der Sachverhalt gemäss 

Anklageschrift ist somit rechtsgenügend erstellt. 

2. Die Vorinstanz erachtete den Tatbestand des mehrfachen, teilweise versuchten 

bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 3 

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Abs. 1 und Abs. 2 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB 

(Anklageziffern 1-11), als erfüllt. Den Vorwurf des gewerbsmässigen Diebstahls 

im Sinne von Art. 139 Ziff. 2 StGB verwarf sie mit einleuchtender Begründung, auf 

welche vollumfänglich verwiesen werden kann (Urk. 49 S. 11-14). Die 

Verteidigung ficht einzig die Qualifikation der Bandenmässigkeit im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 3 Abs. 1 und Abs. 2 StGB an (Urk. 67 S. 2 ff.).  

3. Gemäss dem Bundesgericht ist Bandenmässigkeit anzunehmen, wenn 

mehrere Täter sich mit dem ausdrücklich oder konkludent geäusserten Willen 

zusammenfinden, inskünftig zur Verübung mehrerer selbstständiger, im Einzelnen 

möglicherweise noch unbestimmter Straftaten zusammenzuwirken (BGE 

6b_510/2013 vom 3. März 2014 E. 3.3.). Durch die Zusammenarbeit und die 

dadurch mögliche Arbeitsteilung wird den Tätern sowohl das fortgesetzte 

Delinquieren erleichtert und gefördert als auch der Ausstieg aus der Kriminalität 

erschwert, da es ihnen naturgemäss schwerer fällt, eine solche enge Bindung 

aufzugeben oder sich gegen ihre Mittäter, die über ihre Delikte Bescheid wissen, 

zu stellen (vgl. BGE 135 IV 158 E. 2, 3.1 und 3.3 a.E., 132 IV 132 E. 5.2, 124 IV 

86 E. 2b, 122 IV 265 E. 2b, 100 IV 219 E. 2 sowie Niggli/Riedo, in: Basler 

Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, Art. 139 N 119/127).  

4. Die Verteidigung bringt diesbezüglich vor, da die eingeklagten Delikte nur an 

einem Wochenende begangen worden seien, liege keine Bandenmässigkeit vor, 

weil die deliktische Tätigkeit sich dafür über einen längeren Zeitraum erstrecken 

müsse. Ferner fehle es an einem festen, stabilen und beständigen Zusammen-

schluss, weshalb nur von Mittäterschaft auszugehen sei (Urk. 37 S. 3 und Urk. 67 

S. 2 f.). 

5. Entgegen der Ansicht der Verteidigung ist die tatsächliche Dauer der Diebes-

tour des Beschuldigten und seiner Mittäter nicht relevant (vgl. BGer 6b_42/2016 

vom 26. Mai 2016 E. 2.2.). Bandenmässigkeit ist vielmehr anzunehmen, wenn ei-

ne fortgesetzte Delinquenz wahrscheinlich ist. Vorliegend hörten der Beschuldigte 

und seine Mittäter denn auch nicht freiwillig mit ihren Einbrüchen auf, sondern 

wurden erst durch ihre Verhaftung gestoppt. Der Beschuldigte machte in der Un-

tersuchung diesbezüglich geltend, er habe bereits einen Flug nach Hause ge-

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bucht und das Ticket gehabt, mithin nicht geplant, noch weitere Delikte zu bege-

hen (Urk. 8/7 S. 16). Gleichzeitig brachte er aber auch vor, er habe die Delikte nur 

begangen, um sich das für den Heimflug nötige Geld zu beschaffen (Urk. 8/4 S. 2 

und S. 14 und S. 30). Entsprechende Belege für eine Buchung konnte er aber 

keine vorweisen und solche wurden auch anlässlich der Verhaftung und der Si-

cherstellung seiner Effekten nicht gefunden. Zudem konnte er nicht erklären, wa-

rum er, nachdem er das nötige Geld bereits nach einem Tag erbeutet hatte, am 

nächsten Tag weiter delinquierte, anstatt sich auf den Heimweg zu begeben. Er 

sagte ferner aus, dass er die Delikte hätte begehen müssen, um einen Kredit zu-

rückzuzahlen (Urk. 8/6 S. 20). Angesichts dieser Widersprüche erweisen sich sei-

ne Aussagen als unglaubhaft. Auch die Aussagen der Mitbeschuldigten, wonach 

diese keine Absicht gehabt hätten, weitere Einbrüche zu begehen, überzeugen 

nicht und werden durch keine weiteren Beweismittel gestützt (Prot. I S. 38 f. und 

S. 54). Dass der Beschuldigte und seine Mittäter nur zwei Übernachtungen im Ho-

tel bezahlt hatten, stellt ebenfalls keinen Beweis dafür dar, dass das Delinquieren 

nur für diesen Zeitraum geplant war, da ursprünglich nur für eine Nacht bezahlt 

worden war, es ihnen also ohne Weiteres möglich gewesen ist bzw. wäre, den 

Aufenthalt zu verlängern oder auch auf ein anderes Hotel auszuweichen (Urk. 3 

S. 8). Angesichts des beträchtlichen, nachfolgend aufgeführten Aufwandes, der 

betrieben wurde, und in Anbetracht der Tatsache, dass während ihrer zwei 

Streifzüge durch die Schweiz in jede Liegenschaft, die ihnen passend erschien, 

eingebrochen wurde (Urk. 8/6 S. 9), ist davon auszugehen, dass noch weitere De-

likte geplant waren. Die Aussage des Beschuldigten, er habe am nächsten Tag 

nach D._____ [Staat in Südosteuropa] zurückkehren wollen, erweist sich daher 

als blosse Schutzbehauptung. 

6. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt (Urk. 49 S. 7-10), ist aufgrund des Un-

tersuchungsergebnisses erstellt, dass der Beschuldigte sich mit B._____ und 

C._____, welche aus D._____ angereist waren, in Barcelona getroffen hatte (Urk. 

8/4 S. 29, Urk. 9/7 S. 6 f.; Prot. I S. 30, S. 41 und S. 49 f.). Sie fassten dort den 

Entschluss, gemeinsam Einbruchsdiebstähle zu begehen, und setzten diesen 

dann mit beachtlicher Planung und Geschick als auch grossem Einsatz um: Mit 

einem gestohlenen Auto fuhren sie am 6. Februar 2015 zusammen nach Frank-

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reich, wo sie in E._____ [Ortschaft in Frankreich] am 7. Februar 2015 zuvor ge-

stohlene Schweizer Kontrollschilder an das Fahrzeug montierten und gemeinsam 

zwei Zimmer im Hotel … im französischen F._____ bezogen. Sie trugen die Kos-

ten dafür zu gleichen Teilen und hatten auch geplant, den Erlös vom Verkauf des 

Diebesgutes gleichmässig aufzuteilen (Urk. 8/4 S. 31 f., Urk. 9/4 S. 12, Urk. 9/7 S. 

4 und S. 6 f., Urk.10/4 S. 5, S. 15 und S. 20 f.; Prot. I S. 31, S. 34, S. 36 f., S. 44 

und S. 51 f.). Vom Hotel aus reisten sie dann in die Schweiz weiter, wo sie am 7. 

und 8. Februar 2015 die Einbruchsdelikte gemäss Anklageziffern 1-11 verübten. 

Dabei gingen sie gut organisiert und arbeitsteilig, aber ohne hierarchische Unter-

ordnungen vor. Nachdem sie sich jeweils vergewissert hatten, dass sich niemand 

in den ausgewählten Liegenschaften aufhielt, brachen zwei von ihnen ein, wäh-

rend der Dritte, meist C._____, Schmiere stand.  

Ihr Vorgehen zeugt von einem hohen Organisationsgrad und einer sehr engen 

Zusammenarbeit. Von einem spontanen oder gar lockeren Zusammenschluss 

kann angesichts des betriebenen Aufwandes keine Rede sein. Die zwei Mittäter 

des Beschuldigten flogen von D._____ nach Spanien, ehe alle drei hunderte 

Kilometer weit gemeinsam in die Schweiz reisten und zur Verwischung ihrer 

Spuren ein gestohlenes Auto verwendeten, das überdies zur besseren Tarnung 

mit Schweizer Kennzeichen, die ebenfalls gestohlen waren, ausgestattet wurde. 

In Frankreich wurde sodann ein Hotelzimmer als Basis für ausgedehnte, intensive 

Diebeszüge in die Schweiz genutzt.  

Die drei Personen reisten, wohnten und delinquierten zusammen im Ausland, wo 

sie sich nur aufeinander verlassen konnten. Das dabei gezeigte, gegenseitige 

Vertrauen und die intensive Delinquenz zeugen von der engen Bindung des 

Beschuldigten zu seinen Mittätern, aus der sich offensichtlich auch eine Dynamik 

entwickelte, welche bei einem losen Zusammenschluss von Mittätern nicht 

vorhanden gewesen wäre und einem Ausstieg aus der Delinquenz zusätzlich 

entgegenwirkte.  

7. Die Voraussetzungen für die Annahme der Bandenmässigkeit sind daher 

vorliegend erfüllt und der Beschuldigte ist auch des mehrfachen, teilweise 

versuchten bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 3 Abs. 1 und 

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Abs. 2 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, schuldig zu 

sprechen.  

III. Strafzumessung 

1. Das Gericht bemisst die Strafe nach dem Verschulden des Täters. Es 

berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 

Strafe auf das Leben des Täters. Nach Art. 47 Abs. 2 StGB bestimmt sich die 

Bewertung des Verschuldens nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung 

des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 

Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach, wie weit der Täter nach den 

inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 

Verletzung zu vermeiden. 

2. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 

mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der 

schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass 

der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen und ist an das ge-

setzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Da vorliegend 

indessen keine ausserordentlichen Gegebenheiten im Sinne der Rechtsprechung 

bestehen, ist ein Verlassen des ordentlichen Strafrahmens nicht erforderlich (BGE 

136 IV 55 ff.). Mit der Vorinstanz sind diese Strafzumessungsfaktoren innerhalb 

des ordentlichen Strafrahmens straferhöhend bzw. strafmindernd obligatorisch zu 

berücksichtigen. Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB hat 

der Richter in einem ersten Schritt den Strafrahmen für die schwerste Straftat zu 

bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe für diese Tat, unter Einbezug aller straf-

erhöhenden und strafmindernden Umstände, innerhalb dieses Strafrahmens fest-

zusetzen. In einem zweiten Schritt hat er diese Einsatzstrafe unter Einbezug der 

anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu einer 

Gesamtstrafe zu erhöhen, wobei er ebenfalls den jeweiligen Umständen Rech-

nung zu tragen hat (BGE 127 IV 101 E. 2b mit Hinweis und Urteil 6B_460/2010 

vom 4. Februar 2011 E. 3.3.4 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 137 IV 57). 

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3. Als schwerste Tat gilt grundsätzlich jene, die mit dem schärfsten Strafrahmen 

bedroht ist, und nicht jene, die nach den konkreten Umständen verschuldens-

mässig am schwersten wiegt (BSK Strafrecht I-Ackermann, 3. Aufl., Basel 2013, 

Art. 49 N 116 mit weiteren Hinweisen). Bandenmässiger Diebstahl als schwerste 

Tat wird mit Freiheitsstrafe bis 10 Jahre oder Geldstrafe nicht unter 180 

Tagessätzen bestraft. Da die mehrfache Sachbeschädigung und der mehrfache 

Hausfriedensbruch lediglich zur Durchführung der verschiedenen Einbrüche 

vorgenommen wurden und einen integralen Teil dieser Delikte darstellen, drängt 

es sich auf, die Strafzumessung für diese Taten gemeinsam durchzuführen. 

Auszugehen ist deshalb für die eigentliche Verschuldensbemessung von diesem 

Tatkomplex. 

4. Bei der objektiven Tatschwere fällt zunächst der hohe Deliktsbetrag und die 

intensive Delinquenz auf. In nur zwei Tagen wurden bei insgesamt elf Einbrüchen 

Geld und andere Wertsachen im Betrag von ca. Fr. 102'000.– entwendet und ein 

Sachschaden von ca. Fr. 26'500.– angerichtet. Dies zeugt von einer hohen 

kriminellen Energie. Die Diebestour war sodann sorgfältig geplant, auch wenn die 

spezifischen Tatobjekte nach kurzem Observieren relativ spontan ausgewählt 

wurden. So reisten der Beschuldigte und seine Mittäter in einem gestohlenen 

Auto an, bei dem die Kontrollschilder gegen Schweizerische ausgewechselt 

worden waren, um weniger aufzufallen, und es wurde in Frankreich eine 

eigentliche Basis für ihre Diebestouren eingerichtet. In diese Planung waren alle 

involviert; der Beschuldigte selbst gab an, er habe die Idee gehabt, die 

Kennzeichen des gestohlenen Fahrzeuges auszuwechseln (Prot. I S. 44). Bei den 

jeweiligen Einbrüchen gingen die Täter dann mit grosser Professionalität vor, 

indem einer Schmiere stand und die anderen rasch die Räumlichkeiten 

durchsuchten. Dabei lag der Fokus auf Bargeld und leicht transportierbarer und 

veräusserbarer Beute wie Schmuck und elektronischen Geräten. Der beim 

Eindringen angerichtete Schaden war für solche Delikte allerdings nicht gross, 

was im Einklang mit der Verteidigung (Urk. 67 S. 6) zu Gunsten des Beschuldig-

ten zu werten ist. Es ist jedoch nicht zu übersehen, dass der Beschuldigte bei 

zehn von elf Einbrüchen in die jeweiligen Liegenschaften eindrang. Eine gewisse 

Hartnäckigkeit ist ebenfalls offensichtlich, liessen sich der Beschuldigte und seine 

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Mittäter doch nur durch äussere Umstände - einen Einbruchsalarm bzw. eine 

bereits ausgeräumte Wohnung - davon abhalten, die Delikte durchzuziehen. Dass 

es in diesen beiden Fällen beim blossen Diebstahlsversuch blieb, kann daher nur 

marginal zu Gunsten des Beschuldigten gewertet werden. Dass die Bande nur in 

Liegenschaften einbrach, in denen sich zur Tatzeit niemand aufhielt, mindert das 

Verschulden nur unwesentlich, diente dieses Vorgehen doch primär dazu, das 

eigene Risiko, ertappt und verhaftet zu werden, zu vermindern. Das objektive 

Tatverschulden wiegt somit auch im Rahmen der bandenmässigen Begehung 

keinesfalls mehr leicht. 

Zur subjektiven Tatschwere ist auszuführen, dass der Beschuldigte mit direktem 

Vorsatz und aus rein finanziellen Interessen handelte. Dass er sich nur das Geld 

für ein Flugticket für die Rückreise nach D._____ zusammenstehlen wollte, ist, 

wie bereits dargelegt, eine blosse Schutzbehauptung. Ihm ging es, wie seine 

fortgesetzte Delinquenz belegt, vielmehr darum, eine möglichst grosse Beute zu 

machen. Eine eigentliche finanzielle Notlage war ebenfalls nicht vorhanden; die 

geltend gemachten Schulden von Fr. 50'000.– für die Renovation eines Hauses 

(Prot. I S. 19) genügen hierfür jedenfalls nicht. Ebenso wenig liegen - entgegen 

der Ansicht der Verteidigung (Urk. 67 S. 10) - Anhaltspunkte für eine verminderte 

Schuldfähigkeit durch Drogenkonsum vor. Zwar machte der Beschuldigte in der 

Untersuchung geltend, er habe ununterbrochen zwei Tage lang Drogen 

konsumiert (Urk. 8/6 S. 21). Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung 

und in einer anderen Einvernahme jedoch sagte er aus, er habe vor der Abfahrt in 

Spanien bzw. zwei Tage vor der Verhaftung letztmals Drogen konsumiert (Urk. 

8/3 S. 6; Prot. I S. 46). Eine eigentliche Drogensucht erwähnte er nicht. Seine 

diesbezüglichen Aussagen sind somit widersprüchlich und ausweichend. Ohnehin 

machte er nie geltend, sein Drogenkonsum habe solche Ausmasse angenommen, 

dass seine Delinquenz als Beschaffungskriminalität anzusehen wäre. Die von der 

Verteidigung angeführten Erinnerungslücken des Beschuldigten (Urk. 37 S. 5 ff.) 

wiederum stellen entgegen ihrer Ansicht keine Anzeichen für eine diesen 

zugrunde liegende Drogensucht dar, sondern sind vielmehr auf den Versuch des 

Beschuldigten in der Untersuchung, seine Teilnahme an mehreren Delikten zu 

bestreiten und generell seine Tatbeteiligung herunterzuspielen, zurückzuführen. 

-   15   - 

Solche plumpen Schutzbehauptungen führen nicht dazu, an seiner 

Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln. Im Einklang mit der Vorinstanz ist daher 

festzuhalten, dass es keinen Anlass gibt, ein Gutachten zur Schuldfähigkeit des 

Beschuldigten anzuordnen.  

Das subjektive Tatverschulden vermag folglich das objektive nicht zu relativieren. 

Die von der Vorinstanz festgelegte Einsatzstrafe von 36 Monaten ist demnach 

nicht zu beanstanden. 

Auch ein Vergleich der Verschuldensbewertung mit den Mitangeschuldigten 

B._____ und C._____ führt zu keinem anderen Ergebnis. Die Rollen aller 

Tatbeteiligten waren gemäss ihren eigenen Angaben austauschbar (Prot. I S. 33). 

So wurde das gestohlene Auto auf der Reise in die Schweiz von allen drei 

Beschuldigten gelenkt (Prot. I S. 35, S. 43), die Kontrollschilder wurden vom 

Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ gemeinsam ausgetauscht 

(Prot. I S. 44) und die Tatobjekte gemeinsam beobachtet (Prot. I S. 54). Dass der 

Mitbeschuldigte C._____ bei den eigentlichen Einbrüchen meist Schmiere stand, 

während der Beschuldigte – mit einer Ausnahme – immer in die jeweiligen 

Objekte einbrach (Prot. I S. 45), wirkt sich ohnehin nicht zu seinen Gunsten aus, 

da dies, wenn überhaupt, auf eine stärkere Tatbeteiligung des Beschuldigten, 

sicherlich aber nicht auf eine geringfügigere, schliessen lassen würde. Bezüglich 

des subjektiven Tatverschuldens ist festzuhalten, dass bei keinem der drei Täter 

eine eigentliche Notlage oder eine verminderte Schuldfähigkeit vorliegt. Da die 

Tatbeiträge aller drei Mittäter und das jeweilige objektive und subjektive 

Tatverschulden nicht wesentlich voneinander abweichen, ist die von der 

Vorinstanz festgelegte Einsatzstrafe von 36 Monaten für alle Beschuldigten 

(Urk. 49 S. 18, Urk. 61/2/54 und Urk. 68 S. 24 f. im Verfahren SB160286) nicht zu 

beanstanden (vgl. BGE 135 IV 191 E. 3.2. f.). 

5. Diese verschuldensangemessene Strafe ist aufgrund von Umständen, die mit 

der Tat grundsätzlich nichts zu tun haben, zu erhöhen oder herabzusetzen. Mass-

gebend hierfür sind im Wesentlichen täterbezogene Komponenten wie die 

persönlichen Verhältnisse, Vorstrafen, Leumund, Strafempfindlichkeit und 

Nachtatverhalten (Geständnis, Einsicht, Reue etc.; vgl. BSK StGB I-Wiprächtiger/ 

-   16   - 

Keller, Art. 47 N 120 ff; Trechsel/Affolter-Eijsten, Schweizerisches Strafgesetz-

buch, Praxiskommentar, 2. Aufl., Art. 47 StGB N 22 ff.).  

6. Bezüglich der persönlichen Verhältnisse kann auf die diesbezüglichen 

Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 49 S. 19 f.). Demnach 

wurde der Beschuldigte in G._____, D._____, geboren und wuchs mit seiner 

Familie im … H._____ [Ortschaft in D._____] auf, wo er auch heute noch mit 

seinem Bruder, seiner Mutter und seiner Ehefrau lebt. Er verdient dort als Kellner 

ca. Euro 150.– im Monat und im Sommer durch Handel mit landwirtschaftlichen 

Erzeugnissen noch ca. Euro 800.– dazu. Er gab an, er unterstütze seine kranke 

Mutter. Heute ergänzte der Beschuldigte, seine Frau verdiene noch ca. Euro 

110.– dazu. Seine Familie besitze Grundstücke, aber sonst verfüge er über kein 

Vermögen und habe ca. Fr. 8‘000.– Schulden (Prot. II S. 15 f). Aus diesen 

persönlichen Verhältnissen ergeben sich keine strafzumessungsrelevanten 

Umstände. 

7. Der Beschuldigte weist in der Schweiz keine Vorstrafen auf (Urk. 16/2). 

Demgegenüber verfügt er gemäss Interpol-Auskunft unter dem Namen A1._____ 

über zwei Vorstrafen in Italien. Mit Urteil des Kollegialgerichts Verona vom 

29. November 2011 wurde er für Raub und Körperverletzung mit einer bedingten 

Freiheitsstrafe von 2 Jahren und einer Geldstrafe von Euro 600.– bestraft. Mit Urteil 

des Einzelgerichts Lodi vom 14. Dezember 2012 folgte eine bedingte 

Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 2 Monaten und eine Geldstrafe von Euro 500.– 

wegen eines Einbruchdiebstahls (Urk. 16/3/1-2 und Urk. 30/1). 

Der Beschuldigte bestritt konstant, dass er mit der verurteilten Person identisch 

sei (Prot. I S. 20 ff. und S. 59 f.). Die Verteidigung macht diesbezüglich geltend, 

die Auskunft von Interpol Roma über den Fingerabdruckabgleich (Urk. 25) könne 

nicht gegen den Beschuldigten verwendet werden, da sie anonym und nicht 

unterzeichnet sei (Urk. 37 S. 6). Ferner finde sich im Pass des Beschuldigten kein 

Einreisestempel Italiens (Urk. 67 S. 9). Dem ist entgegenzuhalten, dass solche 

Auskünfte, die praxisgemäss - im Gegensatz zu ausländischen Strafregister-

auszügen - nicht unterzeichnet sind, der freien Beweiswürdigung unterliegen. Im 

vorliegenden Fall liegt aber nicht nur ein Fingerabdruckabgleich aus Italien vor, 

-   17   - 

sondern zudem eine - wenn auch ebenfalls nicht unterzeichnete - Auskunft von 

Interpol I._____, wonach der Beschuldigte seinen Namen von A1._____ in 

A._____ ändern liess (Urk. 3 S. 19, Urk. 6/5 und Urk. 7/3). Sowohl "A1._____" als 

auch "A._____" weisen nicht nur den gleichen Vornamen, sondern auch die 

gleiche Nationalität und das gleiche Geburtsdatum auf. In den Auskünften wird 

ferner auf die erkennungsdienstlichen Daten (Fingerabdrücke, DNA) Bezug 

genommen. Zudem stimmt die Nummer des anlässlich der Verhaftung des 

Beschuldigten sichergestellten … [des Staates D._____] Reisepasses sowie sein 

Wohnort mit denjenigen in der Meldung von Interpol I._____ überein. Die 

entsprechenden Anfragen und die Antworten wurden von den Unter-

suchungsbehörden dokumentiert. Hinweise darauf, die auf ein Versehen oder gar 

eine bewusste Manipulation der Auskünfte zum Nachteil des Beschuldigten 

hindeuten würden, liegen keine vor und werden auch nicht geltend gemacht. Die 

von der Verteidigung erwähnten Widersprüche bezüglich der Frage, ob ein 

Falschname oder eine Namensänderung vorliege (Urk. 37 S. 6), sind 

unbeachtlich, da die Bezeichnung durch die untersuchenden Polizisten nicht 

verbindlich ist. Der Hinweis auf fehlende Einreiseangaben nach Italien im aktuel-

len Pass des Beschuldigten vermag sich auch nicht zu seinen Gunsten auszuwir-

ken, da dem Beschuldigten nach seiner Namensänderung ein neuer Pass ausge-

stellt wurde und er sich damals illegal in Italien aufgehalten hatte. Zur Frage des 

rechtlichen Gehörs hat sich bereits die Vorinstanz geäussert, auf deren 

entsprechende Erwägungen vollumfänglich zu verweisen ist (Urk. 49 S. 21). 

Zusammengefasst ist rechtsgenügend erstellt, dass der Beschuldigte mit der 

unter dem Namen A1._____ in Italien verurteilten Person identisch ist. 

Die zwei teilweise einschlägigen und erst wenige Jahre zurückliegenden Vorstrafen 

des Beschuldigten sind daher bei der Strafzumessung zu berücksichtigen und 

erheblich straferhöhend zu werten (vgl. BGer 1B_88/2015 vom 7. April 2015 betr. 

Verwertbarkeit ausländischer Vorstrafen). 

8. Was das Nachtatverhalten angeht, so ist der Versuch des Beschuldigten, sich 

der Verhaftung durch Flucht - zuerst im Auto, dann nach einem Unfall zu Fuss - 

zu entziehen, im Einklang mit der Vorinstanz und entgegen der Ansicht der Ver-

-   18   - 

teidigung, wonach es sich lediglich um das Verlassen des Tatorts gehandelt habe 

(Urk. 67 S. 10), als straferhöhend zu werten, allerdings nur äusserst leicht.  

Die dem Beschuldigten von der Vorinstanz attestierte Einsicht und Reue (Urk. 49 

S. 21) ist hingegen bei näherer Betrachtung nicht auszumachen. In seiner 

Einvernahme vom 4. Mai 2015 bot der Beschuldigte zwar an, sich bei den 

Geschädigten zu entschuldigen, wobei aber aufgrund des Umstandes, dass er die 

Behörden unmittelbar darauf bat, ihn so schnell wie möglich nach Hause zu 

schicken, offensichtlich ist, dass er dies nur tat, um möglichst schnell nach 

D._____ zu kommen (Urk. 8/4 S. 8). In der Einvernahme vom 27. Mai 2015 

entschuldigte er sich zwar für seine Taten, versuchte aber gleichzeitig, seine 

Verantwortung hierfür wieder zu relativieren, indem er erklärte, er sei zu den 

Einbrüchen gezwungen worden und dies nur getan zu haben, um die Zinsen für 

seinen Kredit zu zahlen. Gleichzeitig führte er an, er leide darunter, dass er 

fremde Sachen beschädigt habe, er sei im Gefängnis dafür (Urk. 8/6 S. 20). Auch 

aus seinen in der Haft verfassten Briefen geht klar hervor, dass der Beschuldigte 

die Folgen seiner Taten einzig für sich und seine Familie bereut (Urk. 12/18). 

Ebenso sind seine Aussagen in der vorinstanzlichen Befragung entweder auf sich 

bezogen, indem er um Vergebung bittet (Prot. I S. 23), oder erscheinen als 

einstudierte pathetische Phrasen, indem er sich bei allen, auch den Geschädigten 

und dem ganzen Schweizer Volk, entschuldigte (Prot. I S. 47). Demnach liegt in 

casu keine auch nur leicht strafmindernd zu berücksichtigende Einsicht und Reue 

vor. 

Bezüglich seines Geständnisses hat die Vorinstanz zutreffend und ausführlich 

dargelegt, dass die Zugaben des Beschuldigten nur schleppend und unter dem 

Druck des übrigen Beweisergebnisses, namentlich gestützt auf das 

sichergestellte Diebesgut und die Aussagen seiner Mitbeschuldigten, erfolgten 

(Urk. 49 S. 22 f.). Es ist offensichtlich, dass er sich konstant bemühte, seine 

Delinquenz und seinen Tatbeitrag als so gering wie möglich darzustellen. So gab 

er anlässlich der Verhaftung am 8. Februar 2015 zunächst an, er und seine 

Mittäter hätten drei bis vier Einbrüche verübt (Urk. 8/1 S. 3). Als ihm in der 

Hafteinvernahme am 10. Februar 2015 vorgehalten wurde, der Mitbeschuldigte 

-   19   - 

B._____ spreche von sieben oder acht Einbrüchen, erklärte der Beschuldigte 

wörtlich, dann werde er sich diesem anschliessen (Urk. 8/2 S. 3). Anlässlich der 

Einvernahme vom 5. Mai 2015 erklärte er, die Gruppe sei in drei bis vier Gebäude 

eingebrochen, habe aber dort nichts gefunden, wohingegen sie in zwei, drei 

anderen Gold und Geld gefunden hätten (Urk. 8/4 S. 10). Den Sachverhalt 

gemäss Anklageschrift anerkannte er erst in der Schlusseinvernahme am 

6. August 2015 (Urk. 8/7). Von einem Geständnis, dass die Untersuchung 

erleichtert hätte, kann unter diesen Umständen keine Rede sein. Das Gegenteil 

ist der Fall: Indem er wiederholt falsche Angaben zu den Hintergründen der Taten 

und deren Vorbereitung machte und Erinnerungslücken vorschob (Urk. 8/1 S. 1 f., 

Urk. 8/2 S. 3 f., Urk. 8/4 S. 13-20; Prot. I S. 39-44), erschwerte der Beschuldigte 

die Untersuchung vielmehr. Sein Geständnis ist daher nur geringfügig straf-

mindernd zu berücksichtigen. 

Weitere Straferhöhungs- oder Strafminderungsgründe sind nicht ersichtlich. 

Namentlich liegt keine besondere Strafempfindlichkeit vor, lebt seine kranke 

Mutter doch seinen eigenen Angaben zufolge mit seinem Bruder und seiner 

Ehefrau zusammen, weshalb davon auszugehen ist, dass deren Betreuung 

gewährleistet ist. 

9. Unter Berücksichtigung der erwähnten Strafzumessungsgründe ist die 

Einsatzstrafe für die Einbruchdiebstähle gemäss Dossiers 1-11 um 6 auf 42 

Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen.  

10. Wie bereits erwähnt, ist diese Einsatzstrafe in einem zweiten Schritt unter 

Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips 

angemessen zu einer Gesamtstrafe zu erhöhen, wobei ebenfalls den jeweiligen 

Umständen Rechnung zu tragen ist.  

11. Vorliegend hat der Beschuldigte sich zusätzlich des Mitfahrens in einem 

entwendeten Fahrzeug gemäss Art. 94 Abs. 1 lit. b SVG schuldig gemacht, 

welche Bestimmung einen Strafrahmen von einem Tagessatz Geldstrafe bis drei 

Jahren Freiheitsstrafe vorsieht. Wie bereits die Vorinstanz zur objektiven 

Tatschwere zutreffend festhielt, hat er dieses Fahrzeug nicht nur vorübergehend, 

-   20   - 

sondern für zwei ausgedehnte Diebestouren in der Schweiz benutzt. Zudem hat 

er persönlich die Kontrollschilder durch gestohlene Schweizer Kontrollschilder 

ersetzt und damit die Herkunft des Fahrzeuges verschleiert, was geeignet war, 

dessen Auffinden zu erschweren. Verschuldenserschwerend ist zu 

berücksichtigen, dass das Fahrzeug im Rahmen einer sorgfältig geplanten 

Einbruchsserie als Transport- und Fluchtfahrzeug genutzt wurde. Subjektiv fällt 

ins Gewicht, dass er mit direktem Vorsatz handelte. Es ist vor dem Hintergrund 

des weiten Strafrahmens aber insgesamt von einem noch leichten Tatverschulden 

auszugehen, wofür eine hypothetische Einsatzstrafe von 4 Monaten angemessen 

erscheint. 

Wie bereits erwähnt, sind die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten 

strafzumessungsneutral zu werten. Aufgrund seiner Vorstrafen, seines 

Nachtatverhaltens sowie der Tatsache, dass es ihm angesichts der Umstände 

seiner Verhaftung unmöglich war, seine Beteiligung abzustreiten, was die 

Bedeutung seines Geständnisses erheblich relativiert, ist die hypothetische 

Einsatzstrafe für das Mitfahren in einem entwendeten Fahrzeug mit Verweis auf 

die obigen Erwägungen bei 4 Monaten zu belassen. 

12. Bei der Asperation ist das Verhältnis der einzelnen Taten untereinander, ihr 

Zusammenhang, ihre grössere oder geringere Selbständigkeit sowie die 

Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und 

Begehungsweisen zu beachten. Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Delikts 

wird dabei geringer zu veranschlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, sachlich 

oder situativ in einem engen Zusammenhang stehen (BGer 6B_323/2010, Urteil 

vom 23. Juni 2010). 

Da der Verstoss gegen das SVG eng mit den Einbruchsdelikten, für die das 

entwendete Fahrzeug gebraucht wurde, zusammenhängt, würde sich vorliegend 

eine Asperation der Strafe um 2 Monate zu einer Freiheitsstrafe von 44 Monaten 

als gerechtfertigt erweisen. Einer entsprechenden Erhöhung des Strafmasses der 

Vorinstanz steht jedoch das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 

StPO im Wege. 

-   21   - 

13. Die von der Vorinstanz ausgefällte Strafe erweist sich auch im Vergleich mit 

der gegen den Mitbeschuldigten C._____ ausgesprochenen und bereits 

rechtskräftigen vorinstanzlichen Freiheitsstrafe von 42 Monaten (vgl. Urk. 61/2/54) 

als angemessen. C._____ beteiligte sich im höchstens gleichen Ausmass an den 

verübten Taten, weist jedoch weitaus mehr und schwerwiegendere Vorstrafen 

auf, ohne dass dies durch stärker zu gewichtende Strafminderungsgründe 

ausgeglichen worden wäre. Auch die heute gegen den Mitbeschuldigten B._____ 

auszufällende Strafe von 48 Monaten lässt die Bestrafung des Beschuldigten 

nicht als unangemessen erscheinen, da diese Strafe nur aufgrund des 

Verschlechterungsverbots nicht deutlich erhöht wurde.  

14. Der Beschuldigte ist demnach mit einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten zu 

bestrafen. Daran anzurechnen sind bis und mit heute insgesamt 643 Tage 

Untersuchungshaft und vorzeitiger Strafvollzug.  

15. Der (teil)bedingte Strafvollzug fällt vorliegend von vorneherein ausser 

Betracht, da eine Strafe von über 3 Jahren Freiheitsstrafe ausgesprochen wird 

(vgl. Art. 42 und Art. 43 StGB). 

IV.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Der Beschuldigte unterliegt mit seiner Berufung vollumfänglich. Dementsprechend 

sind ihm die Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen diejenigen der 

amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 426 Abs. 1 

StPO). Eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, III. 

Abteilung, vom 19. Februar 2016 bezüglich der Dispositivziffern 1 teilweise 

(Schuldspruch betreffend mehrfache Sachbeschädigung, mehrfachen 

Hausfriedensbruch sowie Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch),  

-   22   - 

4-8 (Beschlagnahmungen), 9 und 10 (Zivilansprüche), 11 (Entschädigung 

amtlicher Verteidiger) sowie 12 und 13 (Kostendispositiv) in Rechtskraft 

erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des mehrfachen, teilweise 

versuchten bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in 

Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 1 und Abs. 2 StGB, teilweise in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

und mit heute 643 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie 

vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'200.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 9'000.–   amtliche Verteidigung 

 
4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten. 

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  

− die Privatkläger 1-6 
 
(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer 

-   23   - 

eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur 
zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.) 

 sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.  

6. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 

-   24   - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 11. November 2016 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Hafner 
 

 

 

	Urteil vom 11. November 2016
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des mehrfachen, teilweise versuchten, bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 1 und Abs. 2 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklageziffern 1 - 11),
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (Anklageziffern 1 - 11),
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB  (Anklageziffern 1 - 11),
	 der Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 Abs. 1 lit. b SVG (Anklageziffer 12).

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren, wovon bis und mit heute 377 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind.
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. September 2015 beschlagnahmten Ohrstecker (Asservat-Nr. A007'924'029 und A007'924'052, lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen, werden der Privatklägerin 5 von der Kasse des...
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. September 2015 beschlagnahmten Handnotizen mit Telefonnummern (Asservat-Nr. A007'925'771, lagernd beim Bezirksgericht Horgen) werden eingezogen und vernichtet.
	6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. September 2015 beschlagnahmten Bargeldbeträge werden eingezogen und zur Verfahrenskostendeckung verwendet:
	 USD 251.01 zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'639);
	 GBP 170.– zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'673);
	 Fr. 20.10 zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'708 und A008'171'741);
	 Euro 44.30 zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'753 und A008'173'124);
	 CZK 100.– zu 1/3 (Asservat-Nr. A007'948'723);
	lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen.

	7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. September 2015 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und der Kasse des Bezirksgerichts Horgen zur gutscheinenden Verwendung überlassen:
	 Venezuela 10 Bolivares (Asservat-Nr. 007'924'325);
	 Herrenjacke 'Woolrich' mit Innenfutter, grau/schwarz, Grösse S, Anrechnung eines allfälligen Verwertungserlöses zu 1/3 (Asservat-Nr. A'007'982'789);

	lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen. Ein allfälliger Verwertungserlös wird zur Verfahrenskostendeckung verwendet.
	8. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. September 2015 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen zwecks Bereithaltung für allfällige Drittansprecher für die Dauer von 5 Jahren ab Rechtskraft des Urteils:
	 Schmuckanhänger Goldbarren, Silberbarren, Goldbarren, Kantonalbank …, 2g FINE GOLD, 999.9 (Asservat-Nr. A007'923'719);
	 Schmuckanhänger goldfarben, Würfel, Kantenlänge 5mm (Asservat-Nr. A007'923'764);
	 Schmuckanhänger goldfarben, Motiv 'Herz' (Asservat-Nr. A007'923'866);
	 Schmuckanhänger goldfarben, Motiv 'PAULUS VI', Rückseite Maria mit Jesuskind und zwei Engeln (Asservat-Nr. A007'923'899);
	 Schmuckanhänger goldfarben, Motiv 'Kreuz', Grösse 11mm x 15mm (Asservat-Nr. A007'923'902);
	 Schmuckanhänger goldfarben, Motiv 'Kreuz', Grösse 13mm x 21mm (Asservat-Nr. A007'923'935);
	 2 Ohrringe Gold, mit je einem Diamant, zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'775);
	 1 Ohrstecker Gold, mit Blatt-Anhänger Gold/schwarz, zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'833);
	 Fingerring Rotgold, Gravur '…', zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'171'991);
	 Fingerring Gold, mit 3 Diamanten, zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'172'132);
	 Fragmente aus Armkette, Gold, zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'172'314);
	 Fragmente aus Armkette, Gold, zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'173'347);

	lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen. Nach Ablauf von 5 Jahren werden die Gegenstände zugunsten der Staatskasse verwertet.
	9. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber den Privatklägern 3, 4, 5 und 6 aus dem eingeklagten Ereignis in solidarischer Haftung mit den Mittätern B._____ und C._____ dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststel...
	10. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger 4, 5 und 6 werden abgewiesen.
	11. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, wird für seine Bemühungen und Auslagen mit Fr. 8'681.05 (inkl. Fr. 643.05 Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	12. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	13. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt, aber abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135...
	14. [Mitteilungssatz]
	15. [Rechtsmittel]
	Berufungsanträge:
	Verzicht auf Berufung und Anschlussberufung und Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
	Erwägungen:
	I.   Prozessgeschichte / Prozessuales
	II.   Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	III.  Strafzumessung
	IV.   Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, III. Abteilung, vom 19. Februar 2016 bezüglich der Dispositivziffern 1 teilweise (Schuldspruch betreffend mehrfache Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfriedensbruch sowie Entwendung e...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des mehrfachen, teilweise versuchten bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 1 und Abs. 2 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 643 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten.
	5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Privatkläger 1-6  (Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	6. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.