# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b434922-4307-5966-bedc-a1e6e57044ec
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.11.2017 725 17 104 / 286
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-104---286_2017-11-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  2. November 2017 (725 17 104 / 286) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Der Beschwerdegegnerin gelingt es nicht, den Wegfall der Kausalität nachzuweisen, 

weshalb sie weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen hat 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin i.V. Anna  
Studinger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 37, Post-
fach, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1959 geborene A.____ stand vom 2. Mai 2000 bis zum 31. März 2001 als Be-
triebsleiter in einem Arbeitsverhältnis mit der B.____ GmbH und war durch die Arbeitgeberin 
obligatorisch bei der SWICA Versicherungen AG (SWICA) gegen die Folgen von Unfälle und 
Berufskrankheiten versichert. Am 5. April 2001 stürzte A.____ aus circa sechs Meter Höhe vom 
Hausdach und erlitt dabei eine traumatische Diskushernie LWK4/5 und Querfortsatzfrakturen 
LWK1-5. Die SWICA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Tag-

 
 
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gelder). Ab 1. Oktober 2006 sprach die SWICA A.____ mittels Verfügung vom 16. Oktober 2006 
– gestützt auf das Gutachten des Zentrums für medizinische Begutachtung (ZMB) vom 
22. August 2006 – eine 25 %ige UVG-Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung von 
15 % zu. Im Gutachten des ZMB vom 22. August 2006 wurde der Unfall als Mitursache für die 
dazumal festgestellten somatischen Beschwerden und die daraus resultierende 50 %ige Ar-
beitsunfähigkeit erachtet. Der Anteil der unfallbedingten Beschwerden wurde auf die Hälfte der 
50 %igen Arbeitsfähigkeit, also auf 25 %, festgesetzt. 
  
Am 27. November 2015 verfügte die SWICA die revisionsweise Aufhebung der Invalidenrente 
auf den 31. Dezember 2015. Gemäss Gutachten des ZMB vom 25. August 2015 lägen zum 
heutigen Zeitpunkt keinerlei Unfallfolgen mehr vor. Auf Einsprache hin hielt die SWICA am 
24. Februar 2017 an ihrem Entscheid fest. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, mit Datum vom 
29. März 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, der Einspracheentscheid vom 
24. Februar 2017 und die Verfügung vom 27. November 2015 seien aufzuheben und es sei 
festzustellen, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Invalidenrente von 25 % 
habe. Weiter sei dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unent-
geltliche Rechtspflege mit Rechtsanwalt Daniel Altermatt als unentgeltlichem Rechtsbeistand zu 
gewähren; alles unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 18. Mai 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab-
weisung der Beschwerde; unter o/e-Kostenfolge. 
 
D. Mit Replik vom 9. August 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren 
und Ausführungen der Beschwerdeschrift vom 29. März 2017 vollumfänglich fest.  
 
E. Mit Duplik vom 8. September 2017 hielt die Beschwerdegegnerin an all ihren Anträgen 
fest und ersuchte um Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde des Versicherten vom 16. März 2017 ist einzutreten.  
 
1.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1984 
sowie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 in Kraft ge-
treten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten 
Bestimmungen ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro-
chen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (vgl. Übergangsbestimmung in Art. 118 

 
 
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Abs. 1 UVG). So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend das bisherige 
Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Anwendung findet.  

 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag-
geldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
2.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Vor-
aussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam-
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Ein 
adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Scha-
den ist nach der Rechtsprechung dann zu bejahen, wenn das Ereignis nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg 
von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig-
nis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis).  
 
2.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nach einiger Zeit über-
haupt keine natürliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also Letzterer 
ausschliesslich von unfallfremden Faktoren beherrscht wird. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf ei-
nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist (vgl. Kranken- und Unfallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspra-
xis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

 
 
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Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Der Beweis des Weg-
falls des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ur-
sachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen 
Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person 
nunmehr bei voller Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Ge-
sundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des 
Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2). Die Beweislast liegt bei der Frage, 
ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, bei der versicher-
ten Person, während sie als leistungsaufhebende Tatsache beim Unfallversicherer liegt (Sozial-
versicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 
E. 2). 
 
3.1 Die rechtsanwendende Behörde ist zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie 
der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung na-
türlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin – regelmässig auf Unterlagen ange-
wiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Das Gericht hat 
diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grund-
satz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrecht [ATSG] vom 6. Oktober 2000) – wie alle anderen Beweismit-
tel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 
würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbeson-
dere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledi-
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 
125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 

3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 

 
 
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sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
4. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einsprache-
entscheid vom 24. Februar 2017 die Rente zu Recht revisionsweise aufgehoben hat. 
 
4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Invalidenrenten der Unfallversicherung für die 
Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für 
den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Ände-
rung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Ände-
rung des Gesundheitszustandes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber 
auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge 
sundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). 
  
4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf  
einer anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von 
revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfol-
gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv 
nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens 
zurückzuführen (vgl. dazu BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3, Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 
2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prü-
fung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und 
Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den er-
werblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4; vgl. auch 
BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend hatte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit 
Verfügung vom 16. Oktober 2006 eine Invalidenrente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit 
von 25 % zugesprochen. Mit Verfügung vom 27. November 2015, welche sie in der Folge mit 
Einspracheentscheid vom 24. Februar 2017 bestätigte, stellte die Beschwerdegegnerin fest, 
dass der Versicherte infolge der nicht mehr vorhandenen Unfallfolgen keinen Anspruch auf 
Rentenleistungen mehr habe. Sie stützte sich dabei auf das Gutachten des ZMB vom 
25. August 2015. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Einstellung der bis anhin ausgerichteten Rente 
rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der rentenzusprechenden 
Verfügung vom 16. Oktober 2006 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt des vorliegend 
angefochtenen Einspracheentscheids vom 24. Februar 2017, welcher gestützt auf das Gutach-
ten vom 25. August 2015 ergangen ist. 
 

 
 
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5.1 Bei ihrer ursprünglichen Rentenzusprache vom 16. Oktober 2006 stützte sich die Be-
schwerdegegnerin bei der Beurteilung der Unfallfolgen und deren Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit des Versicherten auf das Gutachten des ZMB vom 22. August 2006.  
 
Dr. C.____, FMH Rheumatologie, stellte folgende Diagnosen: Sturz aus circa sechs bis sieben 
Meter Höhe auf das Gesäss mit posttraumatischer Diskushernie LWK4/5 links mit Status nach 
Operation am 28. August 2001 wegen therapieresistentem lumboradikulärem Reizsyndrom und 
Status nach Querfortsatzfrakturen LWK2-4, persistierendes Lumbovertebralsyndrom, Spondyli-
tis ankylosans (Morbus Bechterew, Diagnose 2004), HLA B-27 positiv, Sakroilitis beidseits, 
Spondylitis anterior im Bereiche der LWS und lumbosakrale Übergangsanomalie mit Neathrose 
der Querfortsätze LWK5 zum Sakrum. Dr. C.____  erklärte in seinem Teilgutachten, dass die 
lokalen Beschwerden im Kreuzbereich nach der Diskushernie-Operation persistiert hätten. 
Ebenfalls seien seit dem Unfall Gesässschmerzen vorhanden, welche sich nicht zurückgebildet 
hätten. Im Jahre 2004 sei aufgrund radiologischer Kontrolluntersuchungen zusätzlich die Diag-
nose eines Morbus Bechterew gestellt worden. Retrospektiv habe die Diagnose aufgrund der 
radiologischen Abklärungen im Jahre 2001 nicht gestellt werden können. Es müsse davon aus-
gegangen werden, dass sich diese Spondyloarthropathie erst im weiteren Verlauf entwickelt 
habe. Circa ab dem Jahr 2003/2004 seien frühmorgendliche tief lumbale Kreuzschmerzen vor-
handen gewesen, die den Exploranden weckten. Dabei handle es sich um ein typisches Symp-
tom einer Spondyloarthropathie, bzw. eines entzündlichen Schmerzens. Es müsse aufgrund der 
Anamneseerhebung und der aktuellen Untersuchungsbefunden davon ausgegangen werden, 
dass ein Mischbild bezüglich der Beschwerden vorläge. Einerseits bestünden weiterhin post-
traumatische Veränderungen und andererseits lägen doch auch eindeutige krankheitsbedingte, 
das heisst entzündliche Beschwerden vor.  
 
Dr. D.____, FMH Neurologie, führte folgende Diagnosen auf: Chronisches Lumbovertebralsyn-
drom, Status nach Diskushernieoperation LWK4/5 links, chronisches linksbetontes muskuläres 
Cervikalsyndrom, Status nach Sturz vom Dach mit Rückenkontusion, resp. -distorsion und Frak-
turen der Querfortsätze LWK1-5 sowie paramedian linksseitiger Diskushernie LWK4/5 und 
möglicher Commotio cerebri. Klinischer Hauptbefund sei ein Lumbovertebralsyndrom. Inwieweit 
die vorliegende Spondylitis ankylosans Bechterew zu diesem Zustand beitrage, müsse rheuma-
tologischerseits entschieden werden. Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sich Dr. D.____ nicht. 
 
Dr. E.____, FMH Psychiatrie und Psychologie, stellte beim Beschwerdeführer akzentuierte nar-
zisstische Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z37.1) sowie eine Schmerzfehlverarbeitung fest, welche 
jedoch keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten.  
 
In der Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter fest, dass der Unfall als eine Mitursache der 
heute festgestellten gesundheitlichen Störungen zu betrachten sei. Die Prognose der unfallbe-
dingten Gesundheitsschädigung sei ungewiss. Wegen der gleichzeitig vorliegenden Schmerzen 
durch den Morbus Bechterew beständen sowohl krankheits- als auch unfallbedingte Beschwer-
den, welche die Arbeitsfähigkeit zu 50 % einschränken. Dabei seien die krankheits- und unfall-
bedingten Anteile je etwa hälftig festzusetzen. Daraus ergebe sich medizinisch-theoretisch eine 
25 %ige Arbeitsunfähigkeit im Sinne der Unfallfolge, welche vorerst als dauernd anzusehen sei. 

 
 
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Demzufolge sei die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit rein unfallbedingt um 25 % 
reduziert.  
 
5.2 Die rentenaufhebende Verfügung vom 27. November 2015 stützte sich auf das Gut-
achten des ZMB vom 25. August 2015. Es wird im Folgenden nur auf jene Teilgutachten einge-
gangen, welche für die Beurteilung des vorliegenden Falls von Relevanz sind.  
 
Dr. F.____, FMH Rheumatologie, diagnostizierte: HLA B-27 positive axiale Spondyloarthritis 
Typ Sponylitis ankylosans -ED 2004, mit Verdacht auf periphere Gelenkbeteiligung, Status nach 
Arbeitsunfall mit Querfortsatzfrakturen LWK1-4 und Rippenfrakturen 3-5 links, abgeheilt, inter-
mittierendes lumbospondylogenes Syndrom links, Status nach Operation bei Diskushernie 
LWK4/5 links, MRI LWS: Discusprotrusion LWK4/5 und hypertrophe Spondylarthrose LWK4/5, 
keine Spinalkanalstenose. Aus seiner Sicht seien leichte wechselbelastete Tätigkeiten ohne 
körperliche Zwangshaltungen und ohne repetitives Lastenheben zumutbar.  
 
Dr. G.____, FMH Neurologie, hielt fest, dass objektiv feststellbare Befunde im Sinne einer zent-
ralnervösen, einer radikulären bzw. peripher-neurogenen Läsion fehlen. Im Vordergrund stän-
den die Schmerzen im Bereiche von Achsenskelett, Schulter- und Beckengürtel, welche das 
rheumatologische bzw. orthopädische Fachgebiet betreffen. Inwieweit diese Schmerzen durch 
die bestehende Spondylitis ankylosans bedingt seien, müsse an den rheumatologischen Fach-
gutachter überwiesen werden. Zumindest aus neurologischer Sicht seien heute, nach rund 14 
Jahren, Residuen des Unfallereignisses nicht mehr abgrenzbar. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit 
verwies Dr. G.____ ebenfalls auf die Beurteilung des rheumatologischen Fachgutachters. 
 
Dr. H.____, FMH Orthopädie, stellte folgende Diagnosen: Chronisches vertebrogenes 
Schmerzsyndrom mit aktiver lumbosakraler Facetten- und IS-Arthrose sowie gering aktiver 
Iliosacralarthritis, Tendomyosen und Insertionstendinosen cervical und thorakal bei Status nach 
lumbalem Kontusionstrauma mit Frakturen der Querfortsätze LWK1-5 links, folgenlos ausge-
heilt, Status nach Diskushernien-Operation LWK4/5 links, breitbasiger Protrusion des Diskus 
LWK4/5 recessal links mit minimaler Wurzelkompression von LWK5 links, lumbosakraler Seg-
mentationsstörung, Fehlstatik bei Skoliose, Hohl-/Rundrückenform und Haltungsinsuffizienz, 
Morbus Bechterew mit geringer Aktivität im ISG und mässiggradiger Funktionseinschränkung 
der Wirbelsäule bei Möglichkeit einer peripheren Gelenkbeteiligung, Status nach Distorsions-
trauma der HWS folgenlos ausgeheilt und Fussinsuffizienz bds. mit Sprunggelenksirritation late-
ral links. In seiner Beurteilung hielt er insbesondere fest, dass die Röntgenaufnahmen der LWS 
die lumbosakrale Hyperlordosierung, die Beinverkürzung rechts sowie den klinischen Eindruck 
einer ausgeprägten Facettenarthrose bestätigten. Radiologisch lägen eindeutige Hinweise auf 
eine Spondarthritis ankylosans vor mit Befall der LWS im Sinne einer Begradigung der Wirbel-
körpervorderkanten am thorakalen Übergang und einem "bunten Bild" der ISG. Das MRI der 
LWS habe eine breitbasige Protrusion LWK4/5 recessal links mit minimaler Wurzelkompression 
von LWK5 links ergeben. Es stellten sich diskrete floride Veränderungen der ISG rechts dar. 
Sichere Folgeerscheinungen nach Querfortsatz-Frakturen seien weder klinisch noch radiolo-
gisch fassbar. Schmerzen würden auch auf die BWS, diffus auf die Rippen sowie auf das Ster-
num lokalisiert. Es werde eine diffuse Schmerzhaftigkeit thorakal in allen Bereichen genannt, 

 
 
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welche wohl überwiegend durch Insertionstendinosen und Myosen bedingt sei. Das MRI ergebe 
einen Nachweis verstärkter Sklerosezonen am thorakolumbalen Übergang ohne frische ent-
zündliche Veränderungen. Im Schulterbereich würde eine Schmerzhaftigkeit bei Arbeiten über 
Schulterhöhe genannt. Die Untersuchungen zeigen eine ausgeprägte Haltungsinsuffizienz mit 
Protraktion der Schultergelenke. Die Symptomatik an der linken Hüfte sei als Ausdruck einer 
Adduktorentendomyose bei Beckenassymetrie interpretierbar. Die Schmerzhaftigkeit des linken 
Fusses sei als Ausdruck einer Fussinsuffizienz bei Rückfussvalgus und resultierender Fehlbe-
lastung interpretierbar. Der leicht schmerzhafte Achillessehnenansatz sei einerseits durch die 
Spondarthritis, andererseits durch die Fussinsuffizienz bei Rückfussvalgus unter Belastung in-
terpretierbar. Zusammengefasst sei der Versicherte durch ein chronisches vertebrales 
Schmerzsyndrom in seiner körperlichen Funktion deutlich beeinträchtigt. Ursächlich hierfür sei 
vor allem die Spondylitis ankylosans. Floride Arthritiden seien aktuell klinisch und bildgebend 
lediglich diskret ausgeprägt und an den Iliosakralgelenken fassbar. Einfluss auf das Schmerz- 
und Degenerationsgeschehen hätten überwiegend die Fehlstellung der Wirbelsäule bei relevan-
ter Beinlängendifferenz, die Skoliose, die Hohl- und Rundrückenform und die muskuläre Insuffi-
zienz. Des Weiteren bestehe eine lumbolsakrale Segmentationsstörung. Als schmerzerzeugen-
de Strukturen seien lumbal in erster Linie die lumbosakralen Facetten und die Iliosakralgelenke 
zu nennen. An der Halswirbelsäule dominieren suboccipitale Insertionstendinosen, an der BWS 
flächige Insertionstendinosen und Tendomyosen. Der Befall der peripheren Gelenke seitens der 
Spondarthritis sei allenfalls gering bzw. klinisch nicht erkennbar. Periphere Degenerationser-
scheinungen beschränkten sich in den Schultern auf eine mögliche symptomatische AC-
Arthrose, an der linken Hüfte auf eine Adduktorentendomyose und am linken Fuss auf einen 
Reizzustand submalleolär lateral. Eine Disposition und Realisation von Gelenks- und Sehnen-
ansatzschmerzen peripher im Rahmen der Spondarthritis könne jedoch nicht ausgeschlossen 
werden. Folgen des Traumas vom 5. April 2001 liessen sich keine mehr erkennen.  
 
Zudem führte Dr. H.____  entgegen den im Gutachten des ZMB vom 22. August 2006 (und be-
reits im Gutachten des ZMB vom 20. Februar 2003) gemachten Ausführungen aus, dass eine 
überwiegende Traumagenese eines Bandscheibenvorfalles wenig wahrscheinlich sei. Ein trau-
matischer Bandscheibenvorfall erfordere stets knöcherne und/oder ligamentäre Begleitverlet-
zungen der massgebenden Wirbelkörper selbst oder zumindest der den massgebenden Ab-
schnitt der Wirbelsäule begleitenden Muskel- und Bandstruktur. Die ligamentären und knöcher-
nen Bewegungssegmente hätten etwa den halben Bewegungsumfang des Bewegungsspiel-
raums der Bandscheibe. Käme es mithin zu einem schädigenden Bewegungsausschlag eines 
Bewegungssegments, würde zuerst eine Schädigung der begrenzenden ligamentären und knö-
chernen Strukturen eintreten. Zudem käme es bei der Kompressionsbelastung in einem Bewe-
gungssegment mit einer Erhöhung des intradiskalen Druckes zunächst zu einer Frakturschädi-
gung im Deck- und Grundplattenbereich, jedoch ohne Schädigung der Bandscheibe selbst. Es 
sei sehr wahrscheinlich, dass zum Zeitpunkt des Unfalls bereits eine fortgeschrittene Band-
scheibenzermürbung vorgelegen habe.  
 
Die Abklärungen von Dr. I.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ergaben, dass kein psy-
chisches Leiden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliege. Es bestehe lediglich ein Verdacht 
auf akzentuierte narzisstisch-neurotische Persönlichkeitszüge.  

 
 
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Aus der Gesamtbeurteilung ergeben sich für den vorliegenden Fall folgende relevante Ausfüh-
rungen der Gutachter: Aus orthopädischer Sicht finde sich eine Fehlstatik der Wirbelsäule bei 
Beckentiefstand rechts infolge einer Beinverkürzung von 1.5-2cm. Zusätzlich zu den Bechter-
ew-bedingten Veränderungen an der Wirbelsäule kämen Facettenarthrosen im unteren LWS-
Abschnitt sowie eine Übergangsstörung mit Nearthrose L5/S1 beidseits hinzu. Sichere Folgeer-
scheinungen nach den Processus transversi-Frakturen (Unfall) seien radiologisch nicht fassbar.  
Die aktuelle Gesundheitsschädigung sei weitestgehend die Folge des im Jahre 2004 diagnosti-
zierten Morbus Bechterew, komplexer degenerativer Veränderungen und auch angeborener 
Komponenten. Die Unfallfolgen seien bereits circa sechs Monate nach dem Ereignis abgeklun-
gen. Der Versicherte sei aufgrund dieser krankheitsbedingten Beeinträchtigungen zu 40 % ar-
beitsfähig.  
 
6.1 In Würdigung der medizinischen Aktenlage steht unbestrittenermassen fest, dass sich 
der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers seit der letzten Begutachtung verschlech-
tert hat. Zweifelsfrei ist dafür vordergründig der Morbus Bechterew verantwortlich, welcher sich  
im Achsenskelett zuerst lumbal und dann thorakal ausgebreitet hat. Inzwischen ist auch das 
ISG betroffen und es besteht der Verdacht auf eine periphere Gelenksbeteiligung. Seit dem 
Unfall leidet der Beschwerdeführer an Kreuzbeschwerden mit Ausstrahlung in die linke Hüfte/ in 
das linke Bein und an Gesässschmerzen. Circa im Jahr 2003/2004 sind frühmorgendliche tief 
lumbalen Kreuzschmerzen und weitere Beschwerden, insbesondere hochlokalisierte Nacken-
schmerzen, Schmerzen an der Hüftaussenseite links, an der Leiste, an den Schultergelenken, 
Schmerzen im Thorakalbereich, in der unteren Rippenregion, am Sternum und ein Taubheitsge-
fühl im rechten Bein im Sitzen, hinzugekommen.  
 
6.2 Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht entschie-
den hat, dass die rentenrelevanten, seit dem Unfall andauernden (vgl. E. 6.1 hiervor) Be-
schwerden nicht mehr auf die Ereignisse vom 5. April 2001 zurückzuführen sind.   
 
6.3 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass es zu einer wesentlichen Veränderung 
des Gesundheitszustands gekommen sei, für welche der Unfall jede kausale Bedeutung verlo-
ren habe. Im Gutachten des ZMB vom 22. August 2006 seien noch akzentuierte narzisstische 
Persönlichkeitszüge sowie eine Schmerzfehlverarbeitung diagnostiziert worden und im Gutach-
ten des ZMB vom 25. August 2015 habe lediglich noch der Verdacht auf akzentuierte narzissti-
sche Persönlichkeitszüge bestanden. Auch aus orthopädischer Sicht liessen sich die Folgen 
des Traumas vom 5. April 2001 nicht mehr erkennen. Die Frakturen der Querfortsätze seien 
folgenlos ausgeheilt. Es bestehe zwar noch ein chronisches vertebrogenes Schmerzsyndrom 
mit aktivierter lumbosakraler Facetten- und IS-Arthrose. Ursächlich hierfür sei aber die Spondyli-
tis ankylosans. Das Schmerzsyndrom sei daher nicht auf den Unfall, sondern auf die Spondylitis 
ankylosans, komplexe degenerative Veränderungen und auf angeborene Komponenten zu-
rückzuführen. 
 
6.4 Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zunächst ist auf das Argument bezüglich 
des Wegfalls psychischer Diagnosen einzugehen. Im Gutachten vom 22. August 2006 wurde 

 
 
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klar festgehalten, dass die diagnostizierten akzentuierten narzisstischen Persönlichkeitszüge 
sowie die Schmerzfehlverarbeitung keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Da die 
psychische Gesundheit des Beschwerdeführers dazumal keinen Einfluss auf die Rentenzuspre-
chung hatte, kann entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin deren Veränderung revisi-
onsrechtlich keine Bedeutung zukommen.  
 
6.5 Weiter führt die Beschwerdegegnerin gestützt auf das Gutachten des ZMB vom 
25. August 2015 aus, dass die somatischen Unfallfolgen bereits nach sechs Monaten abge-
klungen seien. Diese Auffassung widerspricht dem Gutachten des ZMB vom 22. August 2006, 
welches aufzeigt, dass die begutachtenden Ärzte noch fünf Jahre nach dem Unfall von unfall-
kausalen Beschwerden ausgegangen sind. Auch wenn die Frakturen der Querfortsätze LWK1-
5, die sich der Beschwerdeführer beim Sturz zugezogen hatte, inzwischen verheilt sind, kann 
nicht ohne weiteres geschlussfolgert werden, dass alle Unfallfolgen abgeklungen sind. Die Be-
schwerdegegnerin stützt sich hier offensichtlich auf die Aussage der Gutachter in ihrer Ge-
samtwürdigung, wonach die Unfallfolgen circa sechs Monate nach dem Ereignis ausgeheilt sei-
en. Doch diese Feststellung ist nicht kongruent mit anderen Angaben, die zuvor im Gutachten 
gemacht worden sind. Zum einen ist auf die Aussage von Dr. G.____ hinzuweisen, wonach 
heute, nach rund 14 Jahren, Residuen des Unfallereignisses vom 5. April 2001 nicht abgrenz-
bar seien. Zum anderen auf die des Orthopäden Dr. H.____, welcher angibt, dass die "sichere" 
Folge der Querfortsatzfrakturen (Unfall) weder klinisch noch radiologisch messbar sei. Mit ande-
ren Worten kann gegenwärtig – viele Jahre nach dem Unfall – die Reichweite der sich beim 
Sturz zugezogenen Frakturen nicht mehr festgestellt werden. Damit geben die beiden Gutach-
ter zum Ausdruck, dass eine klare Abgrenzung zwischen unfall- und krankheitsbedingten Be-
schwerden schwierig ist. Bereits im Gutachten des ZMB vom 22. August 2006 haben die Ärzte 
die Aufteilung der krankheits- und unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit arbiträr auf je etwa hälftig 
beurteilt. Eine klare Abgrenzung war offensichtlich dazumal schon schwierig. Trotz Unsicherheit 
der beiden Gutachter und entgegen der Einschätzung im Gutachten vom 22. August 2006 
kommen die Gutachter in der Gesamtbetrachtung zum Schluss, dass die Unfallfolgen circa 
sechs Monate nach dem Ereignis abgeklungen seien und die nur 40 %ige Arbeitsfähigkeit aus-
schliesslich krankheitsbedingt sei. Ohne weitere Begründung ist diese Aussage jedoch nicht 
nachvollziehbar. Gerade weil die Unfallfolgen bei einem Bandscheibenvorfall schwierig festzu-
stellen sind, drängt sich eine eingehende Auseinandersetzung mit der Frage der "abgeheilten" 
Unfallfolgen auf. In gleicher Weise ist der Standpunkt der Beschwerdegegnerin, wonach für das 
heute vorliegende chronische vertebrogene Schmerzsyndrom mit aktivierter lumbosakraler Fa-
cetten- und IS-Arthrose ausschliesslich die Spondylitis ankylosans ursächlich sei, medizinisch 
nicht begründet. Aus dem Gutachten des ZMB vom 25. August 2015 ist die Ursache der Facet-
tenarthrose nicht ersichtlich. Gerade diesbezügliche Ausführungen wären vorliegend notwendig 
gewesen, zumal erfahrungsgemäss ein Bandscheibenvorfall als Ursache für eine Facettenarth-
rose wahrscheinlicher ist als eine entzündliche Erkrankung, wie der Morbus Bechterew (vgl. 
PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, Berlin 2007, S. 581). Vor dem Hintergrund, dass gemäss 
Gutachter unter anderem die lumbosakralen Facetten für die Schmerzen verantwortlich sind, 
bekommt die Relevanz der Klärung der Ursache noch mehr Gewicht. Zwar ist eine Diskusher-
nie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Kausalität von Bandscheibenvorfällen in 
der Regel auf degenerative Veränderungen zurückzuführen und folglich krankheitsbedingt. Ist 

 
 
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jedoch das Unfallereignis mit seiner äusseren Einwirkung derart intensiv, dass es geeignet ist, 
eine gesunde Wirbelsäule zu verletzen, kann die Diskushernie auch durch den Unfall ausgelöst 
werden und dementsprechend unfallbedingt sein (vgl. das Urteil des Bundesgerichts vom 
12. Juli 2012, 8C_151/2012, E. 4 mit weiteren Hinweisen). Ausgangspunkt jeder Kausalitätsbe-
urteilung in diesem Gebiet bildet somit die Frage, ob der konkrete Unfallmechanismus auch 
eine gesunde Bandscheibe schädigen könnte. Dies trifft auf den vorliegenden Fall zu. Nach 
dem Unfallhergang ist der Beschwerdeführer aus circa sechs Meter Höhe auf das Gesäss ge-
stürzt. Er erlitt dabei eine Diskushernie LWK4/5 links und Querfortsatzfrakturen LWK1-5, muss-
te circa drei Wochen stationär im Spital verbringen und insgesamt sechs Wochen ein Korsett 
tragen. Es ist festzustellen, dass dieses Ereignis im Lichte der bisherigen bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung zur Unfallkausalität von Bandscheibenvorfällen den intensiven oder schweren 
zuzuweisen ist (vgl. dazu DAVID WEISS, Bemerkungen zum Urteil des EVG vom 
3. Oktober 2005, U 163/05, in: AJP 2006, S. 880 f., mit einer Zusammenstellung verschiedener 
Bundegerichtsurteile zu dieser Frage). Die mehrfachen Querfortsatzfrakturen bestätigen die 
enorme Krafteinwirkung. Das Unfallereignis war somit geeignet die Diskushernie zu verursa-
chen. Bei den Einschätzungen von Dr. H.____  bezüglich Ursache der Diskushernie handelt es 
sich zudem um eine andere Würdigung des gleichen medizinischen Sachverhalts, worüber be-
reits rechtskräftig entschieden worden ist. Die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli-
chen gleich gebliebenen Sachverhalts ist revisionsrechtlich unbeachtlich. 
 
6.6 Nachdem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für die erste Zeit nach dem 
Unfall – gestützt auf das Gutachten des ZMB vom 22. August 2006 – bis 27. November 2015 
bejaht hat, liegt es an ihr, den Wegfall der Kausalität nachzuweisen (vgl. oben E. 3.3). Sie hat 
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzulegen, weshalb die Be-
schwerden nicht mehr auf den Unfall zurückzuführen sind. Gestützt auf das ZMB-Gutachten 
vom 25. August 2015 ist der Wegfall der Unfallkausalität nicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit nachgewiesen. Die Beschwerdegegnerin hat somit über den 31. Dezember 2015 hinaus 
die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Demgemäss ist die Beschwerde gutzuheissen.  
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben.  
 
7.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer dem 
Prozessausgang entsprechend eine Parteientschädigung zu bezahlen. Der mit Honorarnote 
vom 16. Oktober 2017 geltend gemachte Aufwand von 9.25 Stunden erweist sich umfangmäs-
sig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. Eben-
falls nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Auslagen im Umfang von insgesamt  
Fr. 112.--. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer somit eine Parteientschädigung 
in der Höhe von Fr. 2‘618.40 (9.25 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 112.-- und 
8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
24. Februar 2017 aufgehoben und die SWICA Versicherungen AG 
verpflichtet, die bisherige Invalidenrente über den 31. Dezember 2015 
hinaus auszurichten. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die SWICA Versicherungen AG hat dem Beschwerdeführer eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘618.40 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.