# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca1d19be-7e09-57b7-93b8-f16031b9dc96
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 31.01.2018 B 2016/66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-66_2018-01-31.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/11

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/66

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 31.01.2018

Entscheiddatum: 31.01.2018

Zirkulationsentscheid Verwaltungsgericht, 31.01.2018
Art. 13 Abs. 1 und 2 StG (sGS 811.1). Art. 3 Abs. 2 StHG (SR 
642.14).Steuerrechtlicher Wohnsitz. Das Verwaltungsgericht bestätigte die 
Schlussfolgerung im vorinstanzlichen Entscheid, dass sich der 
steuerrechtliche Wohnsitz der Beschwerdegegnerin im Jahr 2014 im Kanton 
St. Gallen und nicht im Kanton Schwyz befunden habe (Verwaltungsgericht, 
B 2016/66).Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht 
wurde mit Urteil vom 29. März 2018 abgewiesen (Verfahren 2C_273/2018).

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Schmid

 

Verfahrensbeteiligte

A.B.,

Beschwerdeführerin,

gegen

 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

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Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

 

Gegenstand

Steuerpflicht 2014

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

a. A.B., geb. 1952, war im Jahr 2014 mit einem Pensum von 80 % bei der 

Stadtverwaltung Z. tätig und bewohnte in X. eine 4-Zimmerwohnung in einem von ihr 

verwalteten, im Eigentum ihrer Tochter stehenden Wohn- und Geschäftshaus. Am 

23. Dezember 2014 meldete sich A.B. beim Einwohneramt X. nach Y./SZ ab. Auf 

Aufforderung des kantonalen Steueramtes St. Gallen reichte sie mit Eingabe vom 

31. Januar 2015 eine Stellungnahme zur Frage ihres Steuerdomizils im Jahr 2014 ein. 

Mit Verfügung vom 20. Februar 2015 stellte das kantonale Steueramt eine 

unbeschränkte Steuerpflicht von A.B. in X. fest (act. G 9/8 1.09).

b. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies das Steueramt mit Entscheid 

vom 30. April 2015 ab (act. G 9/8 1.18). Den hierauf von A.B. erhobenen Rekurs (act. G 

8/1) wies die Verwaltungsrekurskommission des Kanton St. Gallen mit Entscheid vom 

16. Februar 2016 ab (act. G 8/18).

B.

a. Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bissig, Altendorf, für 

A.B. mit Eingabe vom 21. März 2016 Beschwerde mit den Rechtsbegehren, der 

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Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin für die 

Steuerperiode 2014 in Y., Gemeinde Q. SZ, steuerpflichtig sei (act. G 1).

b. In der Vernehmlassung vom 26. April 2016 beantragte die Vorinstanz Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des angefochtenen 

Entscheids (act. G 8). Der Beschwerdegegner verzichtete am 13. Mai 2016 auf eine 

Vernehmlassung und beantragte Abweisung der Beschwerde (act. G 11).

c. RA Bissig teilte am 30. Januar 2017 mit, dass er die Beschwerdeführerin nicht mehr 

vertrete (act. G 13).

d. Auf die Ausführungen in der Beschwerde wird, soweit für den Entscheid relevant, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. (…).

2.

2.1. Streitig ist, ob die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht für die 

Steuerperiode 2014 eine unbeschränkte Steuerpflicht der Beschwerdeführerin im 

Kanton St. Gallen (Gemeinde X.) bejahte. Nach Art. 13 Abs. 1 StG sind natürliche 

Personen aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren 

steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton St. Gallen haben. Im 

interkantonalen Verhältnis steht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zum 

Doppelbesteuerungsverbot die Besteuerung des Einkommens und Vermögens einer 

unselbständig erwerbstätigen Person demjenigen Kanton zu, in dem die Person ihren 

steuerrechtlichen Wohnsitz hat. Nach Art. 13 Abs. 2 StG hat eine Person 

steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton St. Gallen, wenn sie sich hier mit der Absicht 

dauernden Verbleibens aufhält bzw. wenn sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen 

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hier befindet (vgl. BGE 132 I 29 E. 4.1). Diese Regelung entspricht den Vorgaben in Art. 

3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der 

Kantone und Gemeinden (SR 642.14, StHG) und lehnt sich weitgehend (vgl. BGE 138 II 

300 E. 5.3) an den zivilrechtlichen Wohnsitzbegriff an (Art. 23 Abs. 1 des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches, SR 210).

2.2. Bei einem Wohnsitzwechsel innerhalb der Schweiz besteht die Steuerpflicht für 

das ganze laufende Steuerjahr in demjenigen Kanton, in welchem die Person am Ende 

der Steuerperiode ihren steuerrechtlichen Wohnsitz hat. Stichtag ist somit der 

31. Dezember des Steuerjahres (Art. 68 StHG). Der Wechsel von einem alten zu einem 

neuen Wohnsitz ist dann vollzogen, wenn die Absicht des dauernden Verbleibs am 

neuen Wohnort tatsächlich gelebt wird und durch diesen Aufenthalt eine Verschiebung 

des Lebensmittelpunktes stattfindet. Der Lebensmittelpunkt bestimmt sich nach der 

Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, aus denen sich die ideellen 

(Angehörige, Freundes- und Bekanntenkreis) und materiellen Lebensinteressen 

erkennen lassen. In Bezug auf die Beweislast gilt, dass steuerbegründende Tatsachen 

von der Steuerbehörde nachzuweisen sind, während den Steuerpflichtigen die 

Beweislast für Tatsachen trifft, die die Steuerschuld aufheben oder mindern. Die 

Steuerbehörde hat demnach den steuerrechtlichen Wohnsitz, der die persönliche 

steuerrechtliche Zugehörigkeit begründet, als Voraussetzung der Besteuerung 

nachzuweisen. Der Hauptbeweis gilt in der Regel als erbracht, wenn der von der 

Steuerbehörde angenommene Wohnsitz als sehr wahrscheinlich erscheint. Diesfalls 

obliegt es der steuerpflichtigen Person, den Nachweis für den von ihr behaupteten 

Lebensmittelpunkt ausserhalb des Kantons zu erbringen (BGer 2P.186/2004 vom 

15. Februar 2005 E. 2.3). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt eine 

Steuerpflicht dann als sehr wahrscheinlich, wenn sich das Hauptsteuerdomizil bereits 

seit längerer Zeit unangefochten in diesem Kanton befand. Im Zweifel, d.h. wenn der 

Nachweis der Wohnsitzverlegung nicht erbracht ist, ist das bisherige Domizil als 

fortbestehend zu betrachten (vgl. VerwGE B 2015/39 vom 26. Oktober 2016, E. 2.2, mit 

Hinweis auf BGer 2P.186/2004 vom 15. Februar 2005, E. 2.3, BGer 2P.203/2006 vom 

1. März 2007, E. 2.3, und BGer 2C_827/2008 vom 16. Juni 2009, E. 4.3).

3.

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3.1. Im angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz unter anderem fest, obschon die 

Beschwerdeführerin erst ab dem 1. Januar 2011 (wieder) in X. angemeldet gewesen sei 

(act. G 9/8 1.01), habe sie ihr Hauptsteuerdomizil im Jahr 2014 bereits seit acht Jahren 

in X. gehabt (vgl. Feststellungsverfügung vom 11. Januar 2007; act. G 9/16/1). Bei 

dieser Ausgangslage habe das Steuerdomizil im Kanton St. Gallen für das Jahr 2014 

als sehr wahrscheinlich gelten können. Mit dem gemeldeten Wegzug von X. nach Y. 

per 23. Dezember 2014 (act. G 9/8 1.01) allein sei ein neuer steuerrechtlicher Wohnsitz 

noch nicht erstellt. Die Beschwerdeführerin und ihre Tochter seien im Mietvertrag für 

die 3 ½-Zimmerwohnung in Y. beide als Mieterinnen aufgeführt (act. G 9/2/5 und G 9/8 

1.02). Der Mietvertrag sei allerdings bereits im November 2012 unterzeichnet und der 

Mietbeginn darin auf den 1. Januar 2013 festgelegt worden. Da die Beschwerdeführerin 

jedoch nach ihren Ausführungen erst im Dezember 2014 nach Y. gezogen sei, könne 

die Tatsache, dass sie im Mietvertrag als Mieterin aufgeführt sei, nicht als Beleg für 

eine Wohnsitzverlegung angesehen werden. Vielmehr bekräftige dies die Vermutung 

des Beschwerdegegners, dass die Beschwerdeführerin - zumindest ursprünglich - zur 

Sicherung des Mietzinses im Mietvertrag aufgeführt worden sei. Unter den 

vorliegenden Gegebenheiten erscheine es naheliegend, dass sie die Mietzinszahlungen 

- sofern diese tatsächlich von ihr geleistet worden seien - aufgrund der 

Einkommensverhältnisse ihrer Tochter geleistet habe, obgleich sie selbst nicht in der 

Wohnung in Y. gelebt habe. Hinzu komme, dass die von der Beschwerdeführerin in X. 

bewohnte 4-Zimmerwohnung im Eigentum ihrer Tochter stehe und weder ein 

Mietvertrag zwischen ihnen vorliege (vgl. act. G 9/8 1.08) noch Mietzinszahlungen der 

Beschwerdeführerin für die Wohnung in X. ausgewiesen seien. Im Weiteren lägen 

Belege für die Überführung des Hausrats nach Y. nicht vor. Die Beschwerdeführerin 

begründe dies damit, dass der Umzug von X. nach Y. etappenweise privat 

stattgefunden habe (act. G 9/8 1.08). Mithin sei anzunehmen, dass sich ihre 

persönlichen Effekten Ende 2014 jedenfalls teilweise noch in der Wohnung in X. 

befunden hätten und die Verschiebung des Lebensmittelpunktes nach Y. bis Ende 

2014 noch nicht vollzogen worden sei. Obschon ein Verkauf der Liegenschaft in X. im 

Jahr 2010 offensichtlich ein Thema gewesen sei (act. G 9/2/9), sei die Liegenschaft in 

der Folge weder verkauft noch weitervermietet worden. Aktuell seien keine 

entsprechenden Bemühungen ersichtlich. Inwiefern die Liegenschaft in X. vor einer 

Weitervermietung oder einem Verkauf einer Renovierung bedürfe, sei nicht belegt. 

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Ausserdem habe die Beschwerdeführerin die Wohnung in X. nach eigenen Aussagen 

noch bis im Dezember 2014 selbst bewohnt (act. G 9/1 und G 9/12). Dass die 

Wohnung in X. einzig noch für die Verwaltungstätigkeit der Beschwerdeführerin genutzt 

werde, erscheine in wirtschaftlicher Hinsicht nicht nachvollziehbar. Ferner scheine eine 

3 ½-Zimmerwohnung für die gleichzeitige Benutzung durch die Beschwerdeführerin 

und ihrer Tochter sowie deren dreijähriger Tochter eher klein zu sein. Selbst wenn die 

Wohnung in Y. Ende Dezember 2014 leer gestanden sein sollte, wie die 

Beschwerdeführerin geltend mache (act. G 9/1, G 9/12 und G 9/13), sei damit eine 

Verlegung des Lebensmittelpunktes in den Kanton Schwyz in diesem Zeitpunkt nicht 

dargetan. Auch vermöge der Umstand, dass der Arbeitsweg der Beschwerdeführerin 

von Y. nach Z. nur unwesentlich kürzer sei als von X. aus, die Vermutung des 

steuerrechtlichen Wohnsitzes in X. im Jahr 2014 nicht zu entkräften, zumal nicht erstellt 

sei, wie und von welcher Ortschaft aus die Beschwerdeführerin ihren Arbeitsweg nach 

Z. bestreite. Sodann komme der von ihr eingereichten Zusammenstellung der 

Kontaktadressen (act. G 9/2/8) keine entscheidende Rolle zu. Diese Freundschaften 

bestünden nach ihren Angaben bereits seit ihrer Geburt (vgl. act. G 9/1) und könnten 

genauso gut von X. wie von Y. aus gepflegt werden. Ebenso wenig könnten die 

Postadresse der Beschwerdeführerin oder die von ihr geltend gemachte falsche 

Adressierung der Feststellungsverfügung vom 20. Februar 2015 als gewichtiges Indiz 

für einen Wohnsitzwechsel im Jahr 2014 herangezogen werden. Gleiches gelte für den 

vorgebrachten Yoga-Schnupperkurs in Q. (act. G 9/5/2). Ausser der pauschalen 

Teilrechnung der EW S. AG vom 31. März 2015 für die Wohnung in Y. - welche auf den 

Namen der Tochter ausgestellt sei (act. G 9/2/7) - lägen keine Strom- oder 

Wasserabrechnungen im Recht. Weiter habe die Beschwerdeführerin auch keine 

Unterlagen über den Strom- und/oder Wasserverbrauch in der Wohnung in X. 

beigebracht. Der zutreffende Hinweis der Beschwerdeführerin, dass ein 

Telefonbucheintrag für die Frage des Wohnsitzes von untergeordneter Bedeutung sei 

und immer mehr Haushalte (wie derjenige in Y.) einzig über Mobiltelefone verfügen 

würden (act. G 9/1), ändere nichts daran, dass die Beschwerdeführerin gemäss Auszug 

aus dem Telefonbuch zusammen mit ihrer Tochter weiterhin in X. verzeichnet sei 

(Eintrag auf tel.search.ch, abgerufen am 11. Januar 2016). Bei dieser Sachlage habe 

die Beschwerdeführerin den hinreichenden Nachweis für die Verlegung ihres 

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Lebensmittelpunktes in der Steuerperiode 2014 (Stichtag 31. Dezember 2014) von X. 

nach Y. nicht erbracht (act. G 2/2 S. 7-10).

3.2. Die Beschwerdeführerin begründet ihren gegenteiligen Standpunkt unter anderem 

damit, dass die polizeiliche Anmeldung in Y. ein starkes Indiz für den steuerlichen 

Wohnsitz bilde. Aufgrund der Wiederaufnahme des Studiums durch die Tochter in 

Deutschland im Sommer 2015 (mit vorgängigem Besuch von Workshops im Herbst 

2014) sei die Wohnung in Y. ab Herbst 2014 leer gestanden. Die Beschwerdeführerin 

habe ihrer Tochter den Betrag von CHF 1‘500 für die Miete Dezember 2014 

überwiesen. Für die Anmeldung in der Gemeinde Q. bestehe eine restriktive Praxis, 

indem ein Mietvertrag vorgelegt werden müsse und die Wohnung genügend gross sein 

müsse. Aufgrund des Umstands, dass die Tochter nur ungefähr einmal pro Monat in 

die Schweiz zurückkehre, sei die Wohnung in Y. für die Beschwerdeführerin 

ausreichend gross. Dies habe die Vorinstanz ausgeblendet. Die Vorinstanz scheine zu 

übersehen, dass die Liegenschaft in X. im Eigentum der Tochter stehe. Bei ihrem 

Umzug im Dezember 2014 habe die Beschwerdeführerin ihre persönlichen Effekten 

nach Y. mitgenommen. Die Wohnung in Y. sei vollständig möbliert gewesen, so dass 

die Beschwerdeführerin nicht alle Möbel von X. habe mitnehmen können/müssen. Die 

Wohnung in X. müsse zuerst renoviert werden, bevor sie weitervermietet werden könne 

(Fotos in act. G 2/6). Die Tochter sei als Studentin finanziell nicht in der Lage, die 

entsprechenden Investitionen zu tätigen (act. G 2/7). Daher sei es auch 

nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin die (nicht vermietbare) Wohnung als 

Büro für die Verwaltungs- und Hauswartstätigkeit genutzt habe. Sie habe die Wohnung 

entgegen der Auffassung der Vorinstanz per 23. Dezember 2014 aufgegeben. Sie 

wohne und lebe seit Dezember 2014 in Y. Von dort aus sei sie mit dem Zug zur Arbeit 

gegangen. Die von ihr eingereichte Zusammenstellung mit Auflistung von Freunden 

und Bekannten sei von der Vorinstanz zu Unrecht als nicht relevant abqualifiziert 

worden. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz würden auch der in Q. absolvierte 

Yoga-Schnupperkurs dafür sprechen, dass die Beschwerdeführerin ihr Leben in der 

Region Ausserschwyz verbringen wolle. Mit dem Stromverbrauch (act. G 2/8) sei 

belegt, dass die Wohnung in Y. im Jahr 2015 durch die Beschwerdeführerin bewohnt 

gewesen sei. Der Verzicht auf die Befragung der offerierten Zeugen durch die 

Vorinstanz sei aus prozessualer Sicht noch nachvollziehbar. Hingegen sei der Verzicht 

auf die beantragte Befragung der Beschwerdeführerin sowie auf die Durchführung 

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eines Augenscheins in der Wohnung in Y. nicht nur unverständlich, sondern stelle eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Die Vorinstanz habe sodann einerseits den 

Sachverhalt unrichtig festgestellt. Anderseits habe sie durch die Bejahung des 

steuerrechtlichen Wohnsitzes in X. Art. 13 Abs. 1 und 2 StG falsch angewendet (act. G 

1).

4.

4.1. Hinsichtlich des für die Wohnsitzbestimmung massgebenden Mittelpunktes der 

Lebensinteressen kommt es auf die gefühlsmässige Bevorzugung eines Ortes nicht an; 

der steuerrechtliche Wohnsitz ist insoweit nicht frei wählbar. Dem polizeilichen Domizil, 

wo die Schriften hinterlegt sind oder wo die politischen Rechte ausgeübt werden, 

kommt ebenfalls keine entscheidende Bedeutung zu; das sind bloss äussere 

Merkmale, die ein Indiz für den steuerrechtlichen Wohnsitz bilden können, wenn auch 

das übrige Verhalten der Person dafür spricht (vgl. BGer 2C_175/2008 vom 22. August 

2008, E. 3.1). Hält sich eine Person abwechselnd an zwei Orten in der Schweiz auf, ist 

für die Ermittlung des Steuerwohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem sie stärkere 

Beziehungen unterhält (vgl. BGE 125 I 54, 132 I 29 E. 4.2; BGer 2C_26/2012 vom 8. 

Mai 2012, E. 3.1). Bei Unselbständigerwerbenden ist der Lebensmittelpunkt in der 

Regel jener, von dem aus während der Woche der täglichen Arbeit nachgegangen wird, 

ist doch der Zweck des Lebensunterhaltes dauernder Natur (zum Ganzen statt vieler 

BGer 2C_178/2011 vom 2. November 2011, E. 2.2).

4.2. Zu Recht ging die Vorinstanz angesichts des langjährigen Wohnsitzes der 

Beschwerdeführerin in X. von einem sehr wahrscheinlichen Wohnsitz in dieser 

Gemeinde im Jahr 2014 aus, weshalb die Beweislast hinsichtlich einer Verlegung des 

Lebensmittelpunktes in den Kanton Schwyz bei der Beschwerdeführerin liegt. Der 

Meldung des Wegzugs von X. nach Y. per 23. Dezember 2014 (act. G 9/8 1.01) kommt 

dabei - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 4) - insofern 

lediglich eine formelle Bedeutung zu, als sich eine Veränderung des 

Lebensmittelpunktes wie dargelegt vorab in den Gegebenheiten des tatsächlichen 

Lebens manifestieren muss. Für den Dezember 2014 verfügte die Beschwerdeführerin 

sowohl in X. als auch in Y. über eine Wohngelegenheit. Das von der 

Beschwerdeführerin geltend gemachte Leerstehen der von ihr zusammen mit der 

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Tochter gemieteten Wohnung in Y. ab Herbst 2014 macht dabei lediglich eine 

Wohnmöglichkeit der Beschwerdeführerin plausibel; hinsichtlich einer Verlegung des 

Lebensmittelpunktes lässt sich hieraus noch nichts ableiten. Der Umstand, dass die 

Wohnung in Y. bereits per 1. Januar 2013 gemietet worden war, die 

Beschwerdeführerin sich nach ihren Angaben jedoch erst per Ende 2014 dort aufhielt, 

hat - wie bereits im vorinstanzlichen Entscheid ausgeführt - zur Folge, dass der 

Abschluss des Mietvertrags als solcher kein Indiz für eine Verlegung des 

Lebensmittelpunktes der Beschwerdeführerin darstellen kann. Aus dem von ihr 

eingereichten Bankbeleg (act. G 2/4) ergibt sich sodann lediglich, dass Anfang 

Dezember 2014 CHF 1‘500 an die (damals studienhalber in Deutschland weilenden) 

Tochter überwiesen worden waren; der behauptete Zahlungszweck (Miete für die 

Wohnung in Y.) ist daraus nicht ersichtlich. Aus der von der Beschwerdeführerin 

geltend gemachten Nutzung der Wohnung in X. für die Verwaltungs- und 

Hauswartstätigkeit (act. G 1 S. 8) lässt sich für den Nachweis des behaupteten 

Lebensmittelpunktes in Y. nichts ableiten. Zudem steht ihr Vorbringen, die Wohnung in 

X. per 23. Dezember 2014 aufgegeben zu haben (act. G 1 S. 8), mit der gleichzeitig 

geltend gemachten Nutzung dieser Wohnung für Verwaltungstätigkeiten nicht ohne 

weiteres in Einklang. Für Dezember 2014 ist nicht belegt, von welchem Ort (X. oder Y.) 

aus sie ihrer Erwerbstätigkeit nachging. Ihr Hinweis, über ein Generalabonnement der 

SBB verfügt zu haben (act. G 1 S. 8), ändert hieran nichts.

Der weitere Umstand, dass die Beschwerdeführerin in der Region Ausserschwyz 

Freunde und Bekannte hat (act. G 9/2/8), soll nicht in Abrede gestellt werden. Er 

genügt jedoch für die Darlegung eines Lebensmittelpunktes in Y. für sich allein nicht. 

Die von ihr angeführte Ausbildung (act. G 9/1 S. 11) absolvierte sie nicht in der 

erwähnten Region, sondern in D.; ein Argument für einen Lebensmittelpunkt in Y. ergibt 

sich hieraus nicht. Was den Stromverbrauch in der Wohnung in Y. im Jahr 2014 von 

628 kWh (act. G 2/8) betrifft, ist festzuhalten, dass dieser Wert gemäss 

verwaltungsgerichtlicher Praxis lediglich rund der Hälfte des durchschnittlichen 

Stromverbrauchs in einer Wohnung bei Alleinbenützung durch eine beruflich engagierte 

Person entspricht (vgl. VerwGE B 2016/220 vom 6. Dezember 2017, E. 3.1 und 3.3.3, 

Schlussbericht des Bundesamtes für Energie vom 13. September 2013, S. 14 ff., 

abrufbar auf: http://www.bfe.admin.ch). Dieser Umstand spricht nicht für eine dauernde 

Benützung der Wohnung in Y. im Jahr 2014. Belege für den Stromverbrauch 2014 in 

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der Wohnung in X. reichte die Beschwerdeführerin auch in diesem Verfahren nicht 

nach, so dass ein entsprechender Vergleich nicht möglich ist. Der Hinweis der 

Beschwerdeführerin auf den Stromverbrauch 2015 in Y. hilft nicht weiter, da vorliegend 

einzig das Jahr 2014 zur Diskussion steht.

4.3. Aufgrund der geschilderten Fakten vermochte die Vorinstanz im Rahmen des ihr 

zustehenden Ermessensspielraums einen (sehr wahrscheinlichen) tatsächlichen 

Aufenthalt der Beschwerdegegnerin im Sinn eines Lebensmittelpunktes in X. im Jahr 

2014 überzeugend zu begründen. Anhaltspunkte für sachverhaltsmässig unrichtige 

Annahmen im vorinstanzlichen Entscheid sind nicht ersichtlich. Eine Parteibefragung 

der Beschwerdeführerin oder Augenscheine in den Wohnungen in Y. und X. (act. G 1 S. 

6-9) vermöchten hier - wie bereits im vorinstanzlichen Entscheid zutreffend ausgeführt 

(act. G 2/2 S. 10) - aller Voraussicht nach nicht zu neuen Erkenntnissen zu führen. Dies 

gilt auch für die beantragte Einholung eines Amtsberichtes der Gemeinde Q. zur Frage 

der Praxis bei der Anmeldung von Neuzuzügern (act. G 1 S. 6), zumal das Bestehen der 

Wohnmöglichkeit der Beschwerdeführerin per Ende 2014 in Y. unbestritten blieb. 

Dementsprechend kann aus der Nichtabnahme dieser Beweise auch keine 

Gehörsverletzung resultieren. Die vorinstanzliche Ermessensausübung hat das 

Verwaltungsgericht, das nach Art. 61 Abs. 1 VRP zur Rechtskontrolle befugt ist, zu 

respektieren. Eine Ermessenskontrolle steht ihm nicht zu; im Fall der Ausübung 

pflichtgemässen Ermessens ist ihm eine Korrektur verwehrt.

5.

5.1. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen lässt sich die Schlussfolgerung im 

vorinstanzlichen Entscheid, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz der 

Beschwerdegegnerin das (ganze) Jahr 2014 in X. befunden habe, nicht beanstanden. 

Folglich ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von CHF 1'500 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12).

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5.3. Die Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf Entschädigung von 

ausseramtlichen Kosten (Art. 98bis VRP; Cavelti/Vögeli, Rz. 829 ff.); sie stellte auch 

keinen entsprechenden Antrag.

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten von CHF 1‘500, unter 

Verrechnung mit dem von ihr in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss.

 

Der Abteilungspräsident                Der Gerichtsschreiber

Zürn                                               Schmid

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