# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09150196-d080-53d5-808e-587f8384f2be
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 14.07.2015 R 2013 234
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2013-234_2015-07-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 13 234

5. Kammer 

Vorsitz Audétat
RichterIn Moser, Racioppi 

Aktuar Gross

URTEIL

vom 14. Juli 2015

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, B._____ und C._____, 

sowie
D._____ und E._____, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E._____,

Beschwerdeführer
gegen 

Gemeinde X._____, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Otmar Bänziger, 

Beschwerdegegnerin 1
und

F._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Hew, 

Beschwerdegegnerin 2

betreffend Baueinsprache

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1. Am 9. Oktober 2012 hatte die Gemeinde X._____ als Baubehörde der 

G._____ AG, die Baubewilligung erteilt, um auf den Parzellen Nr. 615 und 

Nr. 6964 ein umfangreiches Mehrzweckprojekt mit Kommerz, Hotel und 

Wohnen zu realisieren. Da die geplanten Bauten vorhersehbar praktisch 

die gesamte Fläche der zwei Grundstücke beanspruchten, erklärte sich 

die Baubehörde bereit, die Parzelle Nr. 616 und Parzelle Nr. 499 gegen 

entsprechende Gebühren zur vorübergehenden Benützung zur Verfügung 

zu stellen, so insbesondere als Abladestelle und Deponiefläche sowie für 

die Bauinstallationen. Nach dem Bauprogramm sollten die Rohbauarbei-

ten des Baumeisters ca. Ende November 2014 abgeschlossen sein; die 

Bezugsbereitschaft der Gebäulichkeiten war im August 2015 (Kommerz) 

bzw. Herbst/Frühwinter 2015 (Hotel/Wohnen) geplant. Im April 2013 wur-

de mit dem Abbruch der bestehenden Gebäude begonnen. Daraufhin er-

folgten die Bauinstallationen mit diversen Kranen und einer mobilen Be-

tonaufbereitungsanlage; letztere im Bereich der von der Baubehörde zur 

Verfügung gestellten Parzelle Nr. 499.

2. Mit Eingabe vom 30. Juli 2013 gelangten die Eheleute H._____, welche 

Eigentümer einer Wohnung an der I._____-strasse sind, an die kommu-

nale Baubehörde und beklagten sich über das monströse Betonwerk, 

welches ihnen die Aussicht auf die Umgebung versperren würde.

3. Nach einer Orientierung der Anwohner durch die Bauherrin und die Bau-

behörde gelangten mit Eingabe vom 12. August 2013 auch Rechtsanwalt 

Dr. E._____ samt Ehefrau sowie die Erben K._____ (bestehend aus: 

A._____, B._____ und C._____) an die kommunale Baubehörde mit dem 

Antrag das Aufstellen der mobilen Betonaufbereitungsanlage sei für be-

willigungspflichtig zu erklären und somit noch das ordentliche Baubewilli-

gungsverfahren durchzuführen. Sie verwiesen zudem auf eine Dienstbar-

keit, die auf Parzelle Nr. 499 laste und eine Bauinstallation nicht erlaube.

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4. Nach eigenen rechtlichen Abklärungen und Einholung eines Fachberichts 

bei einer Drittfirma forderte die Baubehörde die Bauherrin sodann auf, für 

die umstrittenen Bauinstallationen – insbesondere die mobile Betonaufbe-

reitungsanlage - noch ein Baugesuch einzureichen. Dieser Aufforderung 

kam die Bauherrin mit Baueingabe vom 22. August 2013 nach. Sie beton-

te dabei, dass die strittige Betonmischanlage schon seit dem 16. Juli 2013 

auf Parzelle Nr. 499 in Betrieb sei und dort seither mehr als 1'200 m3 Be-

ton produziert habe. Mit der Betonproduktion vor Ort sollten nicht zuletzt 

die Immissionen für die Nachbarn möglichst gering gehalten werden und 

zwar durch eine erhebliche Verminderung von Lastwagenfahrten und eine 

deutliche Verkürzung der Baudauer auf den Bauparzellen 615 und 6964.

5. Am 18. September 2013 erhoben RA Dr. E._____ samt Mitstreiter (Ehe-

frau und Erben K._____) öffentlich-rechtliche Einsprache gegen die nach-

gereichte Baueingabe vom 22. August 2013 mit den Anträgen:

1. Es seien sämtliche Anlagen und Zweckänderungen auf der Liegen-
schaft Nr. 499 der Baubewilligungspflicht zu unterstellen, nicht nur die 
Betonanlage. 

2. Die Baubewilligung für die Betonanlage sei zu verweigern, ebenfalls 
für die anderen Anlagen und Zweckänderungen auf der Liegenschaft 
Nr. 499.

3. Sämtliche Anlagen seien zu beseitigen, und das Grundstück Nr. 499 
sei in der ursprünglichen natürlichen Bodengestaltung wiederherzu-
stellen und wie ursprünglich als Magerwiese zu begrünen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer.

6. Mit Stellungnahme vom 3. Oktober 2013 beantragte die Bauherrin, dass 

sämtliche Anträge in der Einsprache gegen ihre Baueingabe abzuweisen 

seien und die Aufstellung bzw. Belassung der mobilen Betonmischanlage 

auf Parzelle Nr. 499 für die verbleibende Zeitdauer der Projektrealisierung 

(vgl. Baubewilligung Protokoll Nr. 12-794) zu bewilligen sei.   

7. Mit Eingabe vom 17. Oktober 2013 äusserte sich Dr. E._____ zur Stel-

lungnahme der Bauherrin noch dahingehend, dass die Bewilligungspflicht 

einer derart immissionsträchtigen Baustelleninstallation evident sei, die 

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Betonmischanlage als zonenwidrige Bauindustrieanlage zu qualifizieren 

sei und eine unzulässige Nutzung der Nachbarparzelle Nr. 499 zu den 

Bauparzellen 615 und 6964 bewilligt bzw. eine privatrechtliche Verletzung 

der Bauverbotsdienstbarkeit auf Parzelle Nr. 499 geduldet worden sei.

8. Mit Baubewilligung und Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2013 wies 

die Gemeinde X._____ die gegen die Baueingabe vom 22. August 2013 

erhobenen Einsprachen allesamt ab und erteilte der Bauherrin die nach-

gesuchte Baubewilligung betreffend mobile Betonaufbereitungsanlage mit 

der Einschränkung, dass diese nur für dieses Bauprojekt und nur bis zur 

Fertigstellung desselben auf den zwei Parzellen Nrn. 615 und 6964 gelte.

9. Gegen diesen Entscheid der Gemeinde X._____ vom 22. Oktober 2013 

erhob Rechtsanwalt Dr. iur. E._____ (Beschwerdeführer) mit Eingabe 

vom 28. November 2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kan-

tons Graubünden. Er beantragte darin die Aufhebung der Baubewilligung 

und des Einspracheentscheids, die Unterstellung sämtlicher Anlagen und 

Zweckänderungen auf der Parzelle Nr. 499 der Baubewilligungspflicht, die 

Verweigerung der Baubewilligung für die Betonanlage und für alle ande-

ren Zweckänderungen auf jener Parzelle sowie die Beseitigung sämtlicher 

Anlagen und die Wiederherstellung des Grundstücks Nr. 499 in eine ur-

sprüngliche natürliche Bodengestaltung inkl. Begrünung als Magerwiese; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Gerügt wird im Wesentli-

chen die Verletzung des kantonalen Raumplanungsrechts, indem die strit-

tigen Anlagen fälschlicherweise als Baustelleninstallationen angesehen 

wurden; selbst wenn es sich um Baustelleninstallationen handelte, würde 

es sich um Anlagen handeln, die erhebliche Immissionen verursachten. 

Derartige Anlagen seien an ihrem Standort nicht zonenkonform. Zudem 

könnten Anlagen, die für eine Zeitdauer von ca. 3 Jahren aufgestellt wer-

den, nicht mehr als Provisorien gelten. Weiter sei die Parzelle Nr. 499 mit 

einem im Grundbuch als Dienstbarkeit eingetragenen Bauverbot belastet, 

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welches vorliegend verletzt werde. Schliesslich wird die teilweise Kosten-

anlastung im angefochtenen Entscheid als rechtswidrig gerügt.

10. In der Vernehmlassung vom 19. Dezember 2013 beantragt die Gemeinde 

X._____ (Beschwerdegegnerin 1) die Abweisung der Beschwerde, soweit 

darauf eingetreten werden könne. Sie ist der Ansicht, dass sich sämtliche 

Einwände der Beschwerdeführer als unbegründet erweisen würden. Ihren 

Standpunkt untermauert sie damit, dass mobile Bauinstallationen keinen 

selbständigen Charakter hätten, sondern dem Bauvorhaben zuzurechnen 

seien, welchem sie dienten. Sie seien somit grundsätzlich zonenkonform, 

wenn das Bauvorhaben es sei. Die Gemeinde habe die mobile Betonauf-

bereitungsanlage nur darum als bewilligungspflichtig erklärt, weil auch sie 

zum Schluss gelangt sei, dass von dieser erhebliche Immissionen ausge-

hen können. 

11. Die Bauherrschaft (Beschwerdegegnerin 2) liess sich am 24. Januar 2014 

zur Beschwerde vernehmen und beantragte ebenfalls deren Abweisung, 

soweit überhaupt darauf eingetreten werden könne. Weiter beantragte 

sie, dass das Gericht Rechtanwalt Dr. iur. E._____ auffordere, die fehlen-

den Anwaltsvollmachten nachzureichen. In der Sache selbst argumentie-

ren die beiden Beschwerdegegnerinnen (1 und 2) beinahe gleich.

12. In der Replik vom 10. März 2014 vertieften die Beschwerdeführer ihre 

Argumentation. Die Beschwerdegegnerinnen verzichteten mit Eingaben 

vom 12. März bzw. 20. März 2014 auf eine Duplik, verlangten aber beide 

die Beibringung der Anwaltsvollmachten.

13. Mit Schreiben vom 24. März 2014 forderte der Instruktionsrichter Rechts-

anwalt Dr. iur. E._____ auf, die Anwaltsvollmachten sämtlicher Be-

schwerdeführer beizubringen. Innert erstreckter Frist teilte der genannte 

Rechtsanwalt dem Verwaltungsgericht mit, dass die Herren A._____ und 

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C._____ das öffentlich-rechtliche Verfahren vor Verwaltungsgericht nicht 

weiter verfolgen möchten; hierfür legte er eine Vollmacht vor mit der Be-

zeichnung des Rechtsgeschäfts 'Verletzung der Bauverbotsdienstbarkeit 

Parzelle Nr. 499 an der I._____-strasse, X._____, datiert vom 15. April 

2014. Eine weitere Vollmacht legte der besagte Rechtsanwalt nicht ein.

14. Zwischenzeitlich legte Rechtsanwalt lic. iur. Christian Hew als Rechtsver-

treter der Beschwerdegegnerin 2 eine Honorarnote ein, mit welcher ein 

Aufwand von 27.75 Stunden à Fr. 250.-- geltend gemacht wird, was mit 

Spesen von 3% und MWST einen Gesamtbetrag von Fr. 7'717.30 ergibt.

15. Am 4. September 2014 setzte die Beschwerdegegnerin 1 das Verwal-

tungsgericht darüber in Kenntnis, dass die umstrittene Betonanlage in der 

Zwischenzeit abgebrochen und auch schon abgeführt worden sei.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend die Baubewilligung und der Einspra-

cheentscheid vom 22. Oktober 2013, worin die Gemeinde (Beschwerde-

gegnerin 1) das Baugesuch vom 22. August 2013 betreffend Bewilligung 

einer mobilen Betonaufbereitungsanlage samt weiterer Bauinstallationen 

(Baracken, Zäune, Abschrankungen usw.) auf der in der Wohnzone gele-

genen Parzelle 499 für die möglichst rasche Bebauung der distanzmässig 

unweit davon entfernt gelegenen Parzellen 6964 und 615 (beide in der 

Kurbetriebszone) zu Gunsten der Bauherrschaft (Beschwerdegegnerin 2) 

erteilte und damit gleichzeitig u.a. auch die Einsprache von Dr. E._____ 

(Eigentümer zweier Stockwerkeinheiten auf der westlich direkt an die Pa-

rzelle 499 angrenzenden Parzelle 500, die ebenfalls in der Wohnzone 

liegt) samt Mitstreiter abwies, soweit darauf eingetreten wurde. Be-

schwerdethema bildet dabei die Frage, ob das Vorgehen der Beschwer-

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degegnerin 1 korrekt war oder die - zeitlich bis zur Realisation der Neu-

bauten auf Parzelle 6964 und 615 befristete - Bewilligung für die erwähn-

ten Bauinstallationen - vor allem für die mobile Betonmischanlage - nicht 

hätte erfolgen dürfen.

2. a) In formeller Hinsicht nimmt das streitberufene Verwaltungsgericht vorab 

zur Kenntnis, dass die mobile Betonaufbereitungsanlage spätestens seit 

dem 4. September 2014 nicht mehr auf Parzelle 499 steht (vgl. im Sach-

verhalt Ziff. 15) und somit ein aktuelles Rechtschutzinteresse des/der Be-

schwerdeführer – so wie in Art. 50 des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtpflege (VRG; BR 370.100) für die Beschwerdelegitimation vor Ge-

richt verlangt – inzwischen weggefallen ist. Nach Art. 20 Abs. 1 VRG hat 

eine Abschreibung des Streitfalles (infolge Gegenstandslosigkeit) zu er-

folgen, sofern das rechtserhebliche Interesse am Erlass eines Entscheids 

im Laufe des Verfahrens in der Sache entfällt. Auf die Beschwerde betref-

fend Aufstellung und Belassung der mobilen Betonaufbereitungsanlage 

auf Parzelle 499 tritt das Gericht somit nicht ein, da diese Rüge in der 

Zwischenzeit offensichtlich hinfällig geworden ist. Die Bewilligungsertei-

lung bezüglich der übrigen Bauinstallationen und Terrainveränderungen, 

die unbestritten heute noch auf Parzelle 499 existieren, ist aber noch ma-

teriell zu beurteilen, weshalb auf die Beschwerde insofern einzutreten ist.

b) In Bezug auf die Legitimation beantragt die Beschwerdegegnerin 2, auf 

die Beschwerde sei nicht einzutreten, wenn Rechtsanwalt Dr. iur. E._____ 

keine rechtsgenüglichen Vollmachten der Beschwerdeführer einreiche. 

Trotz entsprechender mehrfacher Aufforderungen hierzu unterliess es 

Rechtsanwalt Dr. iur. E._____, eine Auftragsvollmacht für seine 

Bemühungen im Interesse seiner Ehefrau sowie der Erben K._____ (be-

stehend aus: A._____, B._____ und C._____) für dieses vorliegend rein 

öffentlich-rechtliche Verfahren vor Verwaltungsgericht einzureichen. Die 

Tatsache, dass der bezeichnete Anwalt die entsprechenden Vollmachten 

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für ein zivilrechtliches bzw. privatrechtliches Verfahren vor Bezirksgericht 

(Verletzung Bauverbotsdienstbarkeit) nachreichte (vgl. im Sachverhalt 

Ziff. 13), ist dazu unerheblich, weil es vorliegend einzig auf die Prozess-

voraussetzungen gemäss VRG ankommt. Dass Rechtsanwalt Dr. iur. 

E._____ als Rechtsvertreter für seine Ehefrau sowie die Erben K._____ 

im vorinstanzlichen Einspracheverfahren akzeptiert wurde, bedeutet an-

gesichts Art. 15 Abs. 1 lit. a VRG  für das Verfahren vor Verwaltungsge-

richt allerdings nichts. Aufgrund der nicht nachgewiesenen Vertretungsbe-

fugnis von Rechtsanwalt Dr. iur. E._____ für seine Mitstreiter für das vor-

liegende Beschwerdeverfahren (Art. 15 Abs. 3 VRG), verbleibt Dr. iur. 

E._____ in seiner Eigenschaft als Miteigentümer einer der betroffenen 

Liegenschaften als einziger Beschwerdeführer im Verfahren zurück – dies 

dank der Tatsache, dass die Wahrnehmung von Abwehrrechten im Rah-

men von Miteigentum nicht zwingend einheitlich und somit in der Form ei-

ner notwendigen Streitgenossenschaft wahrgenommen werden muss. Auf 

die Beschwerde in Bezug auf Frau D._____ und die Erben K._____ kann 

somit nicht eingetreten werden. Nachfolgend ist deshalb (recte) nur noch 

von einem Beschwerdeführer die Rede.

3. a) In materieller Hinsicht bestreitet der Beschwerdeführer als Erstes die Zo-

nenkonformität der bewilligten Bauinstallationen und Terrainveränderun-

gen (Deponielagerhaufen; Erdreichaufschüttungen wegen Baugruben-

aushub und dgl.), da sich sowohl die benachbarte (Bauinstallations-) Par-

zelle 499 als auch die den Beschwerdeführer interessierende Parzelle 

500 in der Wohnzone befinden, während die beiden auf der gegenüber-

liegenden Strassenseite (also nur getrennt durch einen Weg auf Parzelle 

603) unweit daran anstossenden Bauparzellen 6964 und 615 rechtskräftig 

der Zone für Kurbetriebe zugewiesen sind. Diese zonenfremde Verwen-

dung der Parzelle 499 im Dienste der Parzellen 6964 und 615 wird 

grundsätzlich in Frage gestellt.

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b) Der Beschwerdeführer argumentiert für seinen Standpunkt, dass Baustel-

leninstallationen in Anwendung von Art. 40 Ziff. 22 der Raumplanungs-

verordnung für den Kanton Graubünden (KRVO; BR 801.110) als Einrich-

tung auf der Baustelle definiert werde. Im konkreten Fall seien diese In-

stallationen auf einer nicht zur Baustelle gehörenden Parzelle, welche erst 

noch in einer anderen Zone liege, aufgestellt worden. Es handle sich da-

bei – jedenfalls teilweise - um räumlich selbständige, fest mit dem Boden 

verbundene Anlagen. Weil die Baustelle auf eine Dauer von mehreren 

Jahren angelegt sei, könne auch nicht mehr von einem zeitlich begrenz-

ten Bauvorhaben gemäss Art. 86 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für 

den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) die Rede sein. Die beiden 

Beschwerdegegnerinnen halten dem entgegen, dass eine Baustellenin-

stallation nicht begrenzt sei auf eine Einrichtung auf einer Baustelle, son-

dern generell als Installation auf einer Baustelle zu qualifizieren sei. Alles 

andere würde in der Realität teilweise zu absurden Ergebnissen führen. 

c) Das streitberufene Verwaltungsgericht hält die Auffassung der Beschwer-

degegnerinnen für überzeugend, wonach die Baustelle der zu erstellen-

den Anlage anzurechnen ist und nur dann als eigenständige Anlage zu 

qualifizieren ist, wenn sie von einer gewissen Dauerhaftigkeit ist (ROBERT 

WOLF, USG-Kommentar, N 29 zu Art 25). Hingewiesen wird auf besonde-

re, auf dem Baustellenareal eingerichtete Anlagen, z.B. Betonwerke, wel-

che dort für längere Zeit, konkret 1-2 Jahre betrieben werden und so als 

ortsfeste Anlagen zu qualifizieren seien. Eine Baustelle selber sei baube-

willigungspflichtig, wenn sie erstens auf längere Dauer eingerichtet und 

betrieben würde und zweitens erhebliche Emissionen oder optische Be-

einträchtigungen verursachen würde (so wurde z.B. eine Bewilligungs-

pflicht bei einer für längstens 5 Jahre installierten Bauschutt-Sortieranlage 

auf einer Nationalstrassenbaustelle bejaht; vgl. Solothurnische Gerichts-

praxis SOG 1992 Nr. 36; ferner Aufsatz: CHRISTOPH SCHAUB, Systematik 

des Baustellenrechts, in: URP 2002 E.2a-c, S. 290f.; vgl. zudem BGE 113 

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Ib 315f. E.2b). Im vorliegenden Fall ist dazu erstellt, dass die mobile Be-

tonaufbereitungsanlage für rund 13 Monate auf Parzelle 499 im Einsatz 

stand. Damit ist sie am untersten Ende der Zeitspanne anzusiedeln, wel-

che für die „längere Dauer“ (1-2 Jahre) genannt wird; dass die Anlage er-

hebliche Emissionen und auch optische Beeinträchtigungen verursachte, 

liegt demgegenüber funktionsbedingt auf der Hand. Aufgrund der kumula-

tiven Bewilligungsvoraussetzungen (Benutzungsdauer mind. 1-2 Jahre 

und hohe Verwendungsintensität mit Störpotential) hätte die Beschwer-

degegnerin 1 wohl sogar – ihrer bisherigen Praxis folgend – auch hier auf 

eine Baubewilligungspflicht verzichten können. Damit ergibt sich als Zwi-

schenergebnis, dass die verschiedenen Einrichtungen, welche mehrheit-

lich zweifellos als Baustelleninstallationen zu qualifizieren sind, grundsätz-

lich keiner Baubewilligungspflicht unterstehen. Dies gilt insbesondere 

auch für die vom Beschwerdeführer in seiner Replik vom 10. März 2014 

(S. 4 und 5) fotografisch und mit einer Bildlegende versehenen Baustelle-

ninstallationseinrichtungen (typische Beispiele: Abschrankungen, Baukra-

ne, Leiter, Gerüste, Bürocontainer, WC, Baureklamen und dgl.). Dabei 

kann es selbstverständlich nicht darauf ankommen, ob die Bauinstallatio-

nen auf dem Baugrundstück selber oder auf einem räumlich nahen, ande-

ren Grundstück stehen, andernfalls in lokal engen oder städtischen Ver-

hältnissen wohl kaum je effizient gebaut werden könnte, da Baugrundstü-

cke in dicht besiedelten Gebieten selten über genügend eigenen Um-

schwung verfügen, um die benötigten Installationen und Hilfsmittel gleich 

auch noch auf der Bauparzelle abzustellen. Die Argumente des Be-

schwerdeführers erweisen sich in diesem Punkt offensichtlich als verfehlt 

und als in der Baubranche nicht praktikabel. Daran ändert auch nichts, 

dass die Parzellen 499 (Reservation für Bauinstallationen) und 500 (mit 

zwei Stockwerkeinheiten des Beschwerdeführers bestückt) der Wohnzo-

ne, die beiden eigentlichen Bauparzellen 6964 und 614 aber der Zone für 

Kurbetriebe und damit gemäss Zonenplan vom 29. April 2014 einer ande-

ren Grundnutzung zugeordnet sind, da es sich bei allen vier Parzellen im 

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Grundsatz um Grundstücke in einer Bauzone handelt und daher von einer 

Zonenwidrigkeit keine Rede sein kann, ermöglichen solche Hilfsfunktio-

nen benachbarter Baugrundstücke doch erst die künftig einwandfreie und 

zonenkonforme Verwendung der gemäss rechtskräftigem Zonenplan 

festgelegten Grundnutzungen.

Im konkreten Fall ist allerdings nicht zu beanstanden, dass die Beschwer-

degegnerin 1 – nicht zuletzt gestützt auf ein eigens dazu eingeholtes 

Lärmgutachten vom 20. August 2013 durch eine Drittfirma (vgl. im Sach-

verhalt Ziff. 4) – die mobile Betonaufbereitungsanlage dennoch der Bau-

bewilligungspflicht unterstellt hat. Dies trifft jedoch gerade für die übrigen 

Bauinstallationen und Deponiestellen (inkl. Erdreichhügel vom Bauaushub 

bzw. zeitlich befristeter Terrainveränderungen) nicht zu, da sie die von der 

Lehre und Rechtsprechung kumulativ geforderten Bewilligungsvorausset-

zungen für mobile Bauinstallationsanlagen oder Fahrnisbauten zum vorn-

herein – zumindest nicht vollständig – erfüllen und daher auch keiner Be-

willigungspflicht im Sinne von Art. 86 Abs. 1 KRG in Verbindung mit Art. 

40 Ziff. 22 KRVO (Bewilligungspflicht für Bauinstallationen nur bei Nach-

weis erheblicher Immissionen) unterstellt werden können. Einzige Aus-

nahme sind Arbeiterunterkünfte, wovon hier aber nirgends die Rede war.

d) Der Beschwerdeführer ist weiter der Ansicht, dass die auf Parzelle 499 

befindlichen Einrichtungen eine massive industrielle lärmige und staubige 

Betriebsamkeit mit unzulässigen baulichen Anlagen, Installationen, Con-

tainern und Materialablagerungen darstellten. Dem halten die beiden Be-

schwerdegegnerinnen entgegen, dass die Zonenkonformität des Bauvor-

habens als auf die Baustelleninstallationen übertragen gelte, jedenfalls 

solange die involvierten Parzellen benachbart oder sonst in einem räumli-

chen Konnex zueinander stehen würden. Wie bereits in E.3c ausgeführt, 

sind die anderen Bauinstallationen - im Gegensatz zu der von der Be-

schwerdegegnerin 1 aus nachvollziehbaren Gründen als bewilligungs-

pflichtig erklärten mobilen Betonaufbereitungsanlage - auf der Baustelle 

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auf Parzelle 499 von Beginn weg nicht bewilligungspflichtig. Ein Verstoss 

gegen kommunale Bau- oder kantonale Raumplanungsvorschriften ist 

damit aber aus baupolizeilicher Sicht zum vornherein nicht möglich. Die 

ebenfalls schon unter E.3c aufgeworfene und dort beantwortete Frage der 

Bewilligungsfähigkeit der mobilen Betonaufbereitungsanlage muss vorlie-

gend nicht weiter vertieft werden, da die mobile Betonmischanlage inzwi-

schen wieder entfernt wurde und von ihr deshalb inskünftig keine fallrele-

vanten Störungen (u.a. Lärm/Staub) ausgehen können. 

e) Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass auf Parzelle 499 ein 

Bauverbot zu Gunsten verschiedener umliegender Parzellen laste, ist 

darauf mangels sachlicher Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts nicht 

näher einzugehen (vgl. dazu vorn E.2b).

f) Der Beschwerdeführer wehrt sich noch dagegen, dass ihm im vorinstanz-

lichen Verfahren Kosten auferlegt worden sind (vgl. Entscheid-Dispositiv 

Ziff. 3). Die dort erfolgte Kostenverteilung sei nicht gerechtfertigt, da bloss 

die Bewilligungspflicht für die Bauinstallationen verlangt worden sei. Die-

sem Ansinnen habe die Beschwerdegegnerin 1 (nach Einholung eines 

Fachgutachtens) sodann teilweise entsprochen. Wie die Beschwerdegeg-

nerin 1 in diesem Zusammenhang korrekt festhält, erfolgte die Einsprache 

des Beschwerdeführers im Zuge des Baubewilligungsverfahrens für die 

mobile Betonmischanlage. Die Vorinstanz hat sich damit aber nachweis-

lich bereits vor der Einsprache des Beschwerdeführers für die Unterstel-

lung jener Mischanlage als „bewilligungsfähige und bewilligungspflichtige 

Anlage“ entschieden. Der Beschwerdeführer beantragte im Übrigen, es 

seien sämtliche Bauinstallationen der behördlichen Baubewilligungspflicht 

zu unterstellen; damit ist er allerdings (zu Recht) nicht durchgedrungen 

(vgl. vorn E.3c. in fine), weshalb es an der kritisierten Kostenauflage samt 

Kostenverteilung gestützt auf Art. 96 KRG nichts auszusetzen gibt.

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4. a) Die angefochtene Baubewilligung und der zugehörige Einspracheent-

scheid vom 22. Oktober 2013 sind demnach in jeder Beziehung rechtens 

und verhältnismässig, was zu ihrer Bestätigung und zur Abweisung der 

dagegen erhobenen Beschwerde führt, soweit sie nicht bereits von selbst 

gegenstandslos geworden ist (vgl. vorn E.2a) und auf sie überhaupt ein-

getreten werden kann (vgl. vorn E.2b). Die Bewilligung für die mobile Be-

tonaufbereitungsanlage auf Parzelle 499 wurde von der Beschwerdegeg-

nerin 1 zu Recht erteilt, während für die übrigen Bauinstallationen über-

haupt keine Bewilligungspflicht bestand und somit auch keine Baupolizei-

vorschriften oder übergeordnete Raumplanungsbestimmungen verletzt 

werden konnten (vgl. vorn E.3a-c).

b) Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten 

gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich dem einzigen Beschwer-

deführer aufzuerlegen. 

c) Aussergerichtlich hat der gleiche Beschwerdeführer die Bauherrin (Be-

schwerdegegnerin 2) noch gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG angemessen zu 

entschädigen. Nach Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung 

des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarver-

ordnung [HV]; BR 310.250) setzt die urteilende Instanz die Parteientschä-

digung der (anwaltlich vertretenen) obsiegenden Partei nach Ermessen 

fest. Ausgangspunkt ist dabei üblicherweise die Honorarnote des profes-

sionellen Rechtsvertreters der obsiegenden Partei. Mit Eingabe vom 

1. April 2014 reichte der Anwalt der Beschwerdegegnerin 2 die Honorar-

note über total Fr. 7‘717.30 (gegliedert in: 27.75 Stunden à CHF 250.00 

[Fr. 6‘937.50] plus 3% Barauslagen [Fr. 208.15] und 8% Mehrwertsteuer 

[Fr. 571.65]) ein. Nach Ansicht des streitberufenen Gerichts muss diese 

Abrechnung aber noch gekürzt werden, da die einzelnen Aufwandpositio-

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nen zum Teil das vorinstanzliche Einspracheverfahren betroffen haben 

und die übrigen Positionen (ab „Prüfung und Weiterleitung Baubewilli-

gungsentscheid“) zu wenig detailliert ausgewiesen wurden, als dass eine 

sachgerechte Überprüfung durch die urteilende Instanz hätte vorgenom-

men werden können. Aus diesem Grunde erachtet das Gericht hier er-

messensweise eine aussergerichtliche Entschädigung von pauschal Fr. 

3‘500.-- als ausreichend und angemessen. Im Übrigen gilt es bezüglich 

der geltend gemachten Mehrwertsteuer noch festzuhalten, dass der be-

sagte Rechtsvertreter auch nicht aufzeigte, dass es seiner Mandantin 

(Beschwerdegegnerin 2) rechtlich verwehrt gewesen wäre, die Mehrwert-

steuer (MWST) als Vorsteuerabzug geltend zu machen (vgl. dazu insbe-

sondere VGU R 2014 87 vom 14. April 2015 E.4). Die Parteientschädi-

gung ist folglich ohne MWST zuzusprechen, was im Resultat zur erwähn-

ten Parteientschädigung zu Lasten des Beschwerdeführers bzw. zu 

Gunsten der Beschwerdegegnerin 2 geführt hat. Der Beschwerdegegne-

rin 1 steht nach Art. 78 Abs. 2 VRG keine aussergerichtliche Entschädi-

gung zu, da sie lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegte.    

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist und die 

Beschwerde nicht infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 333.--

zusammen Fr. 2'333.--

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gehen zulasten von E._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. Aussergerichtlich hat E._____ die F._____ mit gesamthaft Fr. 3'500.-- 

(ohne MWST) zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]