# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9612bdd6-0c6a-56bf-8428-6f70f69eed56
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.07.2023 725 2023 77 / 170 (725 23 77 / 170)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-77---170_2023-07-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. Juni 2023 (725 23 77 / 170) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

Unfall bei Zahnschädigung verneint mangels Nachweisbarkeit eines ungewöhnlichen 

verursachenden Gegenstandes 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin i.V. Banchu 

Madörin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1969 geborene A.____ war bei B.____ angestellt und in dieser Eigenschaft bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs-
unfällen versichert, als er am 19. Oktober 2022 der Suva einen eingetretenen Zahnschaden 
vom 18. Oktober 2022 meldete. Mit Verfügung vom 1. Dezember 2022 lehnte die Suva die Leis-
tungsübernahme mit der Begründung ab, dass vorliegend der erforderliche ungewöhnliche 
äussere Faktor nicht nachgewiesen werden könne. Das blosse Vorliegen eines Zahnbruches 
vermöge den Beweis nicht zu erbringen. Dagegen erhob A.____ am 9. Januar 2023 Einspra-

 

 
 
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che. Im Einspracheentscheid vom 8. Februar 2023 wurde von Seiten der Versicherung an der 
leistungsablehnenden Verfügung festgehalten. 
 
B. Gegen diesen Entscheid reichte A.____ am 3. März 2023 beim Kantonsgericht, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde ein. Darin stellte er die Begehren, 
den angefochtenen Entscheid aufzuheben, die Sache neu zu beurteilen und die Suva zur Ver-
sicherungsleistung zu verpflichten. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. März 2023 hielt die Suva an ihrem Einspracheent-
scheid vom 8. Februar 2023 fest und schloss auf Abweisung der Beschwerde.  
 
D. In einem zweiten Schriftenwechsel replizierte der Beschwerdeführer am 3. April 2023, 
dass die von ihm vorgebrachten Rügen von Seiten der Versicherung erneut nicht berücksichtigt 
worden seien. 
 
E. In ihrer Duplik vom 19. April 2023 hielt die Beschwerdegegnerin nach wie vor an ihrem 
Entscheid fest.  
 
F. Am 20. April 2023 gewährte das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer eine Frist zur 
erneuten Stellungnahme, da er geltend gemacht hatte, bis anhin nicht in vollständiger Kenntnis 
seiner Akten gewesen zu sein.  
 
G. In der am 15. Mai 2023 erfolgten Stellungnahme hielt der Beschwerdeführer weiter an 
seiner Beschwerde fest, wobei er keine weiteren Rügen hervorbrachte. 
 
H. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Antwort vom 24. Mai 2023 weiterhin auf die 
Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 

 

 
 
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zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 3. März 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Laut § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht des Kantonsgerichts durch Präsidialentscheid Streitigkeiten bis zu einem Streit-
wert von 20'000 Franken. Im zur Beurteilung stehenden Fall ist die Kostenübernahme für eine 
Zahnbehandlung strittig. Bei den Akten befindet sich ein Kostenvoranschlag des behandelnden 
Zahnarztes Dr. D.____ vom 11. November 2022, in welchem von Behandlungskosten von 
Fr. 1'994.75 ausgegangen wird. In Anbetracht der Höhe dieses Betrags fällt die Beurteilung der 
Beschwerde des Versicherten in die Kompetenz der präsidierenden Person der Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht des Kantonsgerichts. 
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin als obligatorischer 
Unfallversicherer die Kosten der Behandlung des vom Beschwerdeführer geltend gemachten 
Zahnschadens vom 18. Oktober 2022 zu übernehmen hat. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. 
 
3.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 
134 V 75 E. 2.3). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 
Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzel-
fall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (BGE 134 V 76 E. 4.1, 
129 V 402 E. 2.1, 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung 
bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren 
Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist, 
dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. 
Ausschlaggebend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen 
auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine 
Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 80 E. 4.3.1). 
 
3.3 Im Zusammenhang mit Zahnschädigungen, die sich beim Essen ereignen, ist das Be-
griffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors zu bejahen, wenn sie durch einen 
Gegenstand verursacht werden, welcher üblicherweise nicht in dem betreffenden Nahrungsmit-
tel vorhanden ist (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 1999, UV Nr. 9, S. 28 
E. 3c/cc). In der Rechtsprechung wurden als solche ungewöhnliche Faktoren beispielsweise 
eine Nussschale in einem Nussbrot (BGE 114 V 169 E. 2), ein Knochensplitter in einer Wurst 
(BGE 112 V 201 E. 3b) oder ein Olivenstein in einer Olive, wenn die versicherte Person be-
wusst eine Packung entsteinter Oliven gekauft hat (Urteil L. vom 20. April 2011, 9C_985/2010, 
E. 5.4), anerkannt. Demgegenüber wurde die Ungewöhnlichkeit verneint bei der Figur im Drei-
königskuchen (BGE 112 V 201 E. 3b), bei einem Kirschenstein in einem bewusst mit nichtent-

 

 
 
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steinten Früchten zubereiteten Kirschenkuchen (BGE 112 V 201 E. 3b), bei einem harten Bis-
kuit wie z.B. einem “Totenbeinli“ und bei einem Stück Nuss-Schokolade (BGE 103 V 181 E. 4b) 
oder bei einem Muschelschalensplitter auf einer Meeresfrüchte-Pizza, welche mit Muschelscha-
len zubereitet wurde (Urteil M. vom 2. Februar 2004, U 305/02, E. 2.3).  
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall 
- das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Be-
stehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren 
Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach-
verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 221 f. E. 6 mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrund-
satz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es 
Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die 
Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen 
mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit 
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sach-
verhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als 
unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdi-
gung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 
Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen). 
 
4.2 Was speziell den Unfallbeweis anbelangt, sind die einzelnen Umstände des Unfallge-
schehens vom Leistungsansprecher bzw. der Leistungsansprecherin glaubhaft zu machen. 
Kommt er bzw. sie dieser Forderung nicht nach, indem unvollständige, ungenaue oder wider-
sprüchliche Angaben gemacht werden, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als 
unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Versicherers (SVR 2001, 
KV Nr. 50, S. 146 E. 4c). Das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; heute: 
Bundesgericht, 3. und 4. öffentlich-rechtliche Abteilungen) hat in ständiger Rechtsprechung er-
kannt, dass die blosse Vermutung, der Zahnschaden sei durch einen Fremdkörper verursacht 
worden, nicht für die Annahme eines ungewöhnlichen äusseren Faktors (vgl. dazu E. 3.3 hier-
vor) genügt (TURTÈ BAER, Die Zahnschädigung als Unfall in der Sozialversicherung, in: Schwei-
zerische Juristen-Zeitung [SJZ] 88 [1992], S. 324 mit Hinweisen). In diesen Fällen liegt Beweis-
losigkeit vor, deren Folgen die versicherte Person zu tragen hat, welche aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte, und es besteht keine Leistungspflicht des Un-
fallversicherers (BGE 138 V 222 E. 6; vgl. E. 4.1 hiervor). In diesem Sinne entschied das dama-
lige EVG, wenn die versicherte Person lediglich geltend machen konnte, auf "etwas Hartes" 
oder "einen Fremdkörper" gebissen zu haben, den Gegenstand jedoch nicht genauer beschrei-
ben konnte (vgl. etwa Urteile S. vom 21. Februar 2003, U 229/01; R. vom 26. April 2000, U 
33/00; und N. vom 17. Januar 2000, U 268/99). Eine blosse Vermutung, dass der Schaden 

 

 
 
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durch einen ungewöhnlichen äusseren Faktor (vgl. dazu E. 3.3 hiervor) eingetreten sei, lag 
nach der Rechtsprechung aber auch dann vor, wenn der fragliche Gegenstand zwar benannt 
wurde, der entsprechende Nachweis aber nicht erbracht werden konnte (Urteil R. des Bundes-
gerichts vom 4. Juni 2013, 8C_215/2013, E. 3 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 In der Schadensmeldung vom 19. Oktober 2022 erklärte der Beschwerdeführer, er 
habe einen Nussgipfel gegessen und es habe "hinten rechts oben geknackt". Betreffend den 
verursachenden Gegenstand gab der Beschwerdeführer an, dass er ihn verschluckt habe. Im 
Fragebogen vom 27. Oktober 2022 führte er weiter aus, er denke, auf ein hartes – ev. run-
des/kugelförmiges – Stück Plastik gebissen zu haben. In ihrer Verfügung vom 
1. Dezember 2022 lehnte die Suva eine Leistungsübernahme mit der Begründung ab, es fehle 
am Unfallerfordernis im Sinne von Art. 4 ATSG, da der schädigende Fremdkörper nicht mehr 
vorläge und folglich der Nachweis eines ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht erbracht wer-
den könne. Daran hielt die Suva in ihrem Einspracheentscheid vom 8. Februar 2023 fest.  
 
5.2 Die Schilderungen des Schadenshergangs durch den Beschwerdeführer sind an und 
für sich widerspruchsfrei. Offen bleibt vorliegend jedoch die wesentliche Frage, wodurch sich 
dieser den Zahnschaden effektiv zugezogen hat. Die Suva macht im angefochtenen Ein-
spracheentscheid und in ihrer Vernehmlassung geltend, dass ein äusserer Faktor als Schaden-
sursache vorliegend nicht rechtsgenüglich bewiesen und somit auch eine Aussage über dessen 
Ungewöhnlichkeit nicht möglich sei. Wie oben ausgeführt (E. 4.2 hiervon), handelt es sich nach 
der Rechtsprechung eben auch dann um eine blosse Vermutung, dass der Schaden durch ei-
nen ungewöhnlichen äusseren Faktor eingetreten sei, wenn der fragliche Gegenstand (“ein 
Stück Plastik“) zwar benannt wird, der entsprechende Nachweis aber nicht erbracht werden 
kann. Demnach ist infolge Beweislosigkeit der Unfallbegriff gemäss Art. 4 ATSG nicht erfüllt und 
die Beschwerdegegnerin nicht gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG leistungspflichtig. 
 
6. Des Weiteren nimmt der Beschwerdeführer Bezug auf einen früheren Versicherungs-
fall, bei dem er sich das Kinn am Schreibtisch aufgeschlagen habe. Die Beschwerdegegnerin 
hätte darin das Vorliegen eines Unfallereignisses im Rechtssinne anerkannt, obschon auch 
damals kein Beweis erbracht werden konnte. Im vorliegenden Fall bestünde hingegen die Mög-
lichkeit zur Zeugenbefragung, was die Suva jedoch unterlassen habe. Auf dieses Vorbringen ist 
nicht weiter einzugehen, da es sich um unterschiedliche Sachverhalte handelt, die in keinem 
rechtsrelevanten Zusammenhang stehen. Die Beschwerdegegnerin hat zurecht die in Frage 
stehenden Rechtsfragen unterschiedlich beurteilt. 
 
7. Wie vom Beschwerdeführer richtig erkannt, hätte für die Suva grundsätzlich die Mög-
lichkeit zur Zeugenbefragung bestanden Da in der vorliegenden Ausgangslage der schadens-
verursachende Gegenstand – wie durch den Beschwerdeführer selber bestätigt – verschluckt 
wurde, wäre eine Zeugenbefragung aber nicht zielführend. Anders wäre die Rechtslage zu be-
urteilen gewesen, wenn der Beschwerdeführer den Gegenstand ausgespuckt und den anwe-
senden Zeugen vorgelegt hätte. Da sich der Sachverhalt jedoch nicht wie soeben umschrieben 
abspielte, erübrigt sich eine weitergehende Beweismittelerhebung. Die Beschwerdegegnerin 
hat somit zurecht auf eine Zeugeneinvernahme verzichtet. 

 

 
 
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8. In Würdigung der gesamten Umstände erscheint es somit durchaus möglich, dass die 
Zahnschädigung entsprechend der Darstellung des Versicherten auf einen Unfall im Rechtssin-
ne zurückzuführen ist. Dies reicht jedoch nach der ständigen, klaren Rechtsprechung zum Un-
fallbeweis von Zahnschäden nicht aus, um eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu 
bejahen. Hierzu müsste die Schilderung des Versicherten, wonach er beim Essen eines Nuss-
gipfels auf ein Stück Plastik gebissen habe, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erstellt sein. Die blosse Vermutung reicht in Anlehnung an die Rechtsprechung 
nicht aus.  
 
9. Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Einspracheentscheid der Be-
schwerdegegnerin vom 8. Februar 2023 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Be-
schwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
10. Gemäss § 20 Abs. 2 VPO ist das kantonsgerichtliche Beschwerdeverfahren in Sozial-
versicherungssachen vorbehältlich des hier nicht zu beachtenden Abs. 2bis für die Parteien kos-
tenlos. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben.  
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 
 
 
 
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