# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d196f960-d1c5-5d50-9827-8e742440c940
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 29.06.2017 ZK1 2016 152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-152_2017-06-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 29. Juni 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 152 03. Juli 2017

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Schnyder
RichterInnen Michael Dürst und Pedrotti
Aktuar Nydegger

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula 
Strässler, Obere Gasse 24, 7002 Chur, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 13. September 
2016, mitgeteilt am 28. September 2016, in Sachen der Y._____, Berufungsbe-
klagte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 
8, 7000 Chur, gegen den Berufungskläger,

betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____, geboren am _____ 1965, und X._____, geboren am _____ 1956, 
haben am _____ April 1989 vor dem Zivilstandsamt O.1_____ geheiratet. Aus der 
Ehe sind die Kinder A._____, geboren am _____ 1990, B._____, geboren am 
_____ 1993, und C._____, geboren am _____ 1996, hervorgegangen. Der vor-
eheliche Sohn von X._____, D._____, geboren am _____ 1986, ist ebenfalls bei 
den Parteien aufgewachsen.

B. Am 3. Juli 2015 reichte X._____ beim Bezirksgericht Plessur (seit 1. Januar 
2017: Regionalgericht Plessur) eine Scheidungsklage ein.

C. Am 14. August 2015 stellte Y._____ beim Einzelrichter am Bezirksgericht 
Plessur ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit folgenden Rechts-
begehren:

"1. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Ehefrau 
mit Wirkung ab 01. August 2014 einen monatlichen, monatlich im Vor-
aus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 4'500.00, allenfalls 
einen Betrag nach richterlichem Ermessen zu bezahlen.

Der Ehemann kann die von ihm bezahlten Unterhaltsbeiträge zur Ver-
rechnung bringen. Der Betrag ist in das Urteilsdispositiv aufzunehmen.

2. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, einen allfälligen Gerichtskos-
tenvorschuss haftend auch für die Ehefrau zu erbringen sowie an die 
mutmasslichen aussergerichtlichen Kosten eine Akontozahlung in 
Höhe von CHF 6'000.00, zuzüglich 8% MwSt., somit CHF 6'480.00 zu 
bezahlen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

D. In seiner Stellungnahme vom 11. September 2015 beantragte X._____, 
was folgt:

"1. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Ehefrau 
mit Wirkung ab 1. Oktober 2015 für die Dauer des Scheidungsverfah-
rens, längstens bis und mit Juni 2016, einen monatlichen im Voraus 
zahlbaren Betrag von CHF 1'458.00 zu bezahlen.

2. Darüber hinaus sei das Gesuch abzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchsteller-
in."

E. In der Folge fand ein zweiter Schriftenwechsel statt, in dessen Rahmen 
Y._____ den Betrag gemäss Ziff. 1 des Rechtsbegehrens auf Fr. 4'407.00 redu-
zierte und das Rechtsbegehren Ziff. 2 fallen liess. X._____ bezifferte den Unter-
haltsbeitrag gemäss Ziff. 1 seines Rechtsbegehrens auf Fr. 1'441.00 - neu mit 

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Wirkung ab dem 1. Januar 2016 für die Dauer des Scheidungsverfahrens, längs-
tens bis und mit Juni 2016.

F. Auf die Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung wurde verzichtet. 
Mit Entscheid vom 7. Dezember 2015, mitgeteilt am 17. Dezember 2015, ent-
schied der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur, was folgt:

"1. a) Es wird festgestellt, dass X._____ seiner Unterhaltsverpflichtung ge-
genüber Y._____ für den Zeitraum vom 14. August 2014 bis und mit 
31. August 2015 nachgekommen ist.

    b) X._____ wird verpflichtet, Y._____ für die Dauer des Scheidungsver-
fahrens mit Wirkung ab 1. September 2015 an ihren Unterhalt jeweils 
monatlich im Voraus einen Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 
3'150.00 pro Monat zu bezahlen.

    c) Für den Zeitraum vom 1. September 2015 bis 30. November 2015 hat 
X._____ bereits Unterhaltszahlungen in Höhe von insgesamt CHF 
9'675.00 an Y._____ entrichtet. Dieser Betrag kann mit den Unter-
haltsbeträgen gemäss Ziff. 1b verrechnet werden.

    d) Y._____ hat rückwirkend per 1. September 2015 für die Hypothekar-
kosten sowie die übrigen mit der Liegenschaft an der _____strasse in 
O.2_____ zusammenhängenden Kosten (Nebenkosten, Versicherun-
gen) aufzukommen.

    e) Die Kosten der gemeinsamen Kinder A._____, geboren am _____ 
1990, B._____, geboren am _____ 1993, und C._____, geboren am 
_____ 1996, haben die Parteien je zur Hälfte zu tragen.

2. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'000.00 (Entscheidgebühr) ge-
hen je hälftig zu Lasten der Parteien. Der Betrag ist dem Bezirksge-
richt Plessur innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu 
bezahlen.

    b) Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]"

G. Dagegen liess Y._____ mit Eingabe vom 23. Dezember 2015 Berufung an 
das Kantonsgericht von Graubünden erheben. Sie beantragte im Wesentlichen, 
der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und X._____ sei anzuweisen, an ih-
ren Unterhalt mit Wirkung ab 14. August 2014 monatlich Fr. 4'333.50 zu bezahlen.

H. Mit Urteil vom 28. April 2016 hiess das Kantonsgericht von Graubünden die 
Berufung wegen (im Berufungsverfahren nicht heilbarer) Verletzung des rechtli-
chen Gehörs durch die Vorinstanz gut, hob den Entscheid des Einzelrichters am 
Bezirksgericht Plessur auf und wies die Sache zur Neuentscheidung an die Vor-
instanz zurück (ZK1 15 184).

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I. Am 16. August 2016 fand eine gemeinsame Anhörung der Parteien statt. 
Y._____ verlangte unverändert monatlichen Unterhalt in Höhe von Fr. 4'407.00, 
X._____ gestand einen Betrag von Fr. 1'681.00 zu.

J. Mit Entscheid vom 13. September 2016, mitgeteilt am 28. September 2016, 
entschied der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur, was folgt:

"1. a) X._____ hat Y._____ an ihren Unterhalt für den Zeitraum vom 14. 
August 2014 bis und mit 31. August 2015 CHF 10'695.00 zu bezah-
len.

    b) X._____ hat Y._____ an ihren Unterhalt für den Zeitraum vom 1. Sep-
tember 2015 bis 31. März 2016 monatlich CHF 3'150.00 und damit 
insgesamt CHF 22'050.00 zu bezahlen.

    c) X._____ wird verpflichtet, Y._____ für die Dauer des Scheidungsver-
fahrens mit Wirkung ab 1. April 2016 an ihren Unterhalt jeweils mo-
natlich im Voraus einen Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 3'990.00 
pro Monat zu bezahlen.

    d) Für den Zeitraum vom 1. September 2015 bis 31. August 2016 hat 
X._____ bereits Unterhaltszahlungen in Höhe von insgesamt CHF 
37'398.00 an Y._____ entrichtet. X._____ ist berechtigt, diesen Be-
trag mit den Unterhaltsbeiträgen gemäss Ziff. 1a bis 1c hiervor zu 
verrechnen.

    e) Y._____ hat rückwirkend per 1. September 2015 für die Hypothekar-
kosten sowie die übrigen mit der Liegenschaft an der _____strasse in 
O.2_____ zusammenhängenden Kosten (Nebenkosten, Versicherun-
gen) aufzukommen.

2. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'000.00 (Entscheidgebühr) ge-
hen je hälftig zu Lasten der Parteien. Der Betrag in Höhe von je CHF 
1'000.00 ist dem Bezirksgericht Plessur innert 30 Tagen mit beilie-
genden Einzahlungsscheinen zu bezahlen.

    b) Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]"

K. Dagegen erhob X._____ (nachfolgend: Berufungskläger) mit Eingabe vom 
10. Oktober 2016 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden und beantrag-
te, was folgt:

"1. Ziff. 1 lit. c des angefochtenen Entscheides sei aufzuheben.

2. X._____ sei zu verpflichten, Y._____ ab dem 1. April 2016 für die 
Dauer des Scheidungsverfahrens monatlich im Voraus einen Unter-
haltsbeitrag von Fr. 1'821.00 pro Monat zu bezahlen.

3. Er sei unverändert für berechtigt zu erklären, für den Zeitraum vom 1. 
September 2015 bis 31. August 2016 bereits geleistete Unterhaltszah-
lungen von Fr. 37'398.00 zu verrechnen.

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4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsklä-
gerin [recte: Berufungsbeklagten]."

L. Mit Eingabe vom 18. Oktober 2016 reichte der Berufungskläger diverse Un-
terlagen ein.

M. In ihrer Berufungsantwort vom 31. Oktober 2016 beantragte Y._____ (nach-
folgend: Berufungsbeklagte) die Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zu Lasten des Berufungsklägers.

N. Mit Eingabe vom 10. März 2017 reichte der Berufungskläger einen neuen 
Wohnungsmietvertrag ein.

O. In ihrer Stellungnahme vom 6. April 2017 machte die Berufungsbeklagte 
geltend, dass der Berufungskläger nach wie vor in einem Konkubinat lebe.

P. Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im angefochtenen Ent-
scheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) Erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen können 
gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO mit Berufung angefochten werden. Die Berufung 
gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid ist unter Beilage 
des Entscheids innert 10 Tagen seit der Zustellung desselben beim Kantonsge-
richt von Graubünden schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 ZPO und 
314 Abs. 1 ZPO sowie Art. 7 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). Innerhalb des 
Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem 
Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 der Verordnung 
über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]). In vermögens-
rechtlichen Angelegenheiten, wie sie hier zur Diskussion stehen, ist die Berufung 
allerdings nur zulässig, wenn der - für das vorliegende Massnahmeverfahren 
selbständig zu bestimmende - Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbe-
gehren Fr. 10'000.00 übersteigt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Massgebend ist somit nicht 
der Streitwert, welcher sich anhand der Berufungsanträge der Parteien und dem 
vor-instanzlichen Entscheid errechnet. Abzustellen ist vielmehr auf den Betrag, 
welcher nach den Begehren der Parteien bei Erlass des erstinstanzlichen Urteils 
noch streitig war.

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b) An der Verhandlung vom 16. August 2016 berechnete der Berufungskläger 
für den Zeitraum ab April 2016 einen monatlichen Unterhalt von Fr. 1'681.00. Die 
Berufungsbeklagte verlangte unverändert Fr. 4'407.00 (vgl. KG act. B.4). Daraus 
resultiert eine monatliche Differenz von Fr. 2'726.00. In Anbetracht des nach wie 
vor hängigen Scheidungsverfahrens vor der Vorinstanz ist die Streitwertgrenze 
nach Art. 308 Abs. 2 ZPO damit ohne weiteres erreicht (vgl. auch Art. 92 Abs. 2 
ZPO), sodass auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung vom 10. Okto-
ber 2016 einzutreten ist.

2. Angefochten und strittig sind vorliegend einzig die vom Berufungskläger an 
seine Ehefrau ab April 2016 zu leistenden Unterhaltsbeiträge (vgl. KG act. A.1, S. 
3). Auf die übrigen Punkte ist somit nicht mehr zurückzukommen.

a) Der Berufungskläger bringt zunächst vor, bei ihm sei ein Grundbetrag von 
Fr. 1'200.00 (statt Fr. 850.00) einzusetzen und es sei ihm der gesamte Mietzins 
von Fr. 2'190.00 (statt Fr. 1'095.00) anzurechnen. Es treffe zwar zu, dass er nach 
wie vor in einer Partnerschaft lebe, allerdings habe seine Partnerin E._____ - 
nachdem ihr ihre Stelle in O.2_____ auf Ende Juni 2016 gekündigt worden sei - im 
Februar 2016 in O.3_____ eine Wohnung bezogen, da es für sie dort eher möglich 
sei, eine Anstellung als Grafikerin zu finden. Auf diese sich abzeichnenden Ver-
hältnisse habe er bereits in seiner Klageantwort vom 15. Dezember 2015 hinge-
wiesen. Ebenfalls habe er damals ausgeführt, dass er eine kleinere, günstigere 
Wohnung werde mieten müssen. Da es sich als sehr schwierig erwiesen habe, 
eine solche Wohnung zu finden, und sein Sohn D._____ eine neue Wohnung ge-
braucht habe, habe er sich entschieden, in der Wohnung zu bleiben und D._____ 
als Untermieter aufzunehmen. Die daraus gewonnenen Einnahmen von Fr. 700.00 
lasse er sich anrechnen (KG act. A.1, S. 3 f.). Die Vorinstanz ging demgegenüber 
davon aus, dass das Konkubinat (in gleicher Form) fortbestehe, und erwog, dass 
der Mietvertrag vom 25. Februar 2016, in welchem nur noch der Berufungskläger 
als Mieter aufgeführt ist, einzig zu Prozesszwecken erstellt worden sei (angefoch-
tener Entscheid, E. 18a). Die Berufungsbeklagte ihrerseits bringt vor, das Konku-
binatsverhältnis zwischen dem Berufungskläger und seiner Partnerin bestehe wei-
ter und der Lebensmittelpunkt von E._____ sei in O.2_____, auch wenn sie die 
Schriften in O.3_____ hinterlegt habe (KG act. A.3, S. 3).

Unbestritten ist, dass der Berufungskläger bis zu Beginn des Jahres 2016 in ei-
nem Konkubinatsverhältnis gelebt hat und der Lebensmittelpunkt beider Konkubi-
natspartner in O.2_____ lag. Insofern ist es am Berufungskläger, die Auflösung 
des Konkubinatsverhältnisses bzw. eine Veränderung bezüglich des Lebensmit-

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telpunktes nachzuweisen. Diesen Beweis vermag er nicht zu erbringen. Weder 
reicht er die Kündigung der Arbeitsstelle von E._____ ein, noch erbringt er den 
Nachweis dafür, dass diese sich in O.3_____ angemeldet oder eine Stelle dort 
angetreten hat. Im Übrigen weist der Berufungskläger mehrmals darauf hin, dass 
sich das Atelier von E._____ nach wie vor in O.2_____ an der _____strasse be-
finde (vgl. KG act. A.1 [S. 3] und KG act. B.7). Der Wegzug von E._____ nach 
O.3_____ stellt vor diesem Hintergrund eine blosse Behauptung des Berufungs-
klägers dar, welche von der Gegenseite bestritten wird. Der Vorderrichter ist beim 
Berufungskläger somit zu Recht von einem Grundbetrag in Höhe von Fr. 850.00 
bzw. von Mietkosten in Höhe von Fr. 1'095.00 ausgegangen.

b) Mit Eingabe vom 10. März 2017 (KG act. A.4) macht der Berufungskläger 
geltend, er sei per März 2017 in eine kleinere Wohnung gezogen, deren Miete sich 
monatlich auf Fr. 1'385.00 belaufe. Der entsprechende Mietvertrag ist der Eingabe 
beigelegt (KG act. B.8) und im Hinblick auf Art. 317 Abs. 1 ZPO als echtes Novum 
zu berücksichtigen. Gemäss eigenen Angaben ist der Berufungskläger alleine in 
diese Wohnung gezogen. Sein Sohn D._____ habe sich eine neue Bleibe suchen 
müssen; dementsprechend falle das vereinbarte Kostgeld von D._____ in Höhe 
von Fr. 700.00 weg. Dass der Sohn D._____ beim Berufungskläger nicht mehr zur 
Untermiete wohnt, wird von der Gegenpartei nicht bestritten. Folglich ist ab März 
2017 - nebst dem zuvor festgelegten Grundbetrag von Fr. 850.00 - von Mietkosten 
in Höhe von gerundet Fr. 695.00 (Fr. 1'385.00 / 2) auszugehen. Das Kostgeld von 
Fr. 700.00 fällt demgegenüber weg.

c) Der Berufungskläger macht weiter geltend, sollte sein Grundbetrag auf Fr. 
850.00 belassen werden, sei auch derjenige der Berufungsbeklagten auf diesen 
Betrag zu reduzieren, zumal sie ebenfalls mit ihrem erwachsenen Sohn, welcher 
ein gutes Einkommen erziele, zusammenlebe (KG act. A.1, S. 4). Der tiefere 
Grundbetrag für den Ehemann resultiert jedoch aus dem Umstand, dass er nach 
dem zuvor Dargelegten und im Unterschied zur Ehefrau nicht als alleinstehende 
Person anzusehen ist, sondern in einem Konkubinat lebt. Darüber hinaus erhalten 
beide Ehegatten von den jeweiligen, bei ihnen lebenden Kindern beinahe dassel-
be Kostgeld (Fr. 700.00 bzw. Fr. 750.00), sodass dieser Umstand weder beim 
Ehemann noch bei der Ehefrau einen Einfluss auf die Höhe des Grundbetrages 
haben kann, sondern ihnen die Kostgelder jeweils als Einkommen anzurechnen 
sind. Eine entsprechende Korrektur des Grundbetrages erscheint insofern nicht 
angebracht.

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d) Der Berufungskläger moniert sodann, der Vorderrichter habe bei ihm irrtüm-
licherweise Fr. 477.00 statt Fr. 447.00 für Steuern veranschlagt (KG act. A.1, S. 
4). Die Kritik ist berechtigt (vgl. RG act. 4/3; ferner angefochtener Entscheid, E. 
17a) und es ist somit von einer monatlichen Steuerlast des Berufungsklägers von 
Fr. 447.00 auszugehen.

e) Der Berufungskläger ist schliesslich der Ansicht, der Berufungsbeklagten 
sei nach einer Trennungszeit von mehr als drei Jahren ein Einkommen von min-
destens Fr. 2'000.00 anzurechnen (KG act. A.1, S. 4 ff.). Der Vorderrichter hielt 
dafür, angesichts des Alters der Berufungsbeklagten sei es für sie schwierig, kurz-
fristig eine Anstellung zu finden, zumal sie lediglich die Handelsmittelschule absol-
viert habe und damit über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfüge. Aus-
serdem vermöge sie kaum Berufserfahrung vorzuweisen. Darüber hinaus sei sie 
nicht deutscher Muttersprache und gesundheitlich angeschlagen, was sie mittels 
eines ärztlichen Attests zu belegen vermöge. Die gelebte Rollenverteilung, wo-
nach sich die Ehefrau vorwiegend um die Erziehung der Kinder und den Haushalt 
gekümmert habe, entspreche dem Parteiwillen während intakter Ehe, weshalb der 
Berufungsbeklagten im vorliegenden Massnahmeverfahren kein hypothetisches 
Einkommen anzurechnen sei (angefochtener Entscheid, E. 16d). Die Berufungs-
beklagte macht geltend, ihr sei kein hypothetisches Einkommen anzurechnen. 
Nebst den Erwägungen des Vorderrichters sei zu beachten, dass sie Jahrgang 
1965 habe und in diesem Alter bzw. mit ihrer angeschlagenen Gesundheit zurzeit 
keine Anstellung finden werde (KG act. A.3, S. 3 f.).

aa) Was den Gesundheitszustand der Berufungsbeklagten betrifft, so weist der 
Berufungskläger zu recht darauf hin, dass sich die Berufungsbeklagte im Juni 
2015 einer Operation am Gehirn hat unterziehen müssen, wobei ihr gemäss ent-
sprechendem Austrittsbericht vom 23. Juni 2015 eine anschliessende Arbeitsun-
fähigkeit von 6 Wochen bescheinigt worden war (RG act. 7/8). Zwar mag es zu-
treffen, dass in der Folgezeit sich im Rahmen des Üblichen bewegende Kontrollen 
stattgefunden haben; allerdings ist eine über die genannte sechswöchige Arbeits-
unfähigkeit hinausgehende Einschränkung nicht belegt. Die Berufungsbeklagte 
bringt dagegen lediglich vor, es sei mit ärztlichen Zeugnissen belegt, dass sie ge-
sundheitlich angeschlagen sei (KG act. A.3, S. 4). Dass ihre Arbeitsunfähigkeit 
noch andauern sollte, ist jedoch nach dem Dargelegten gerade nicht ausgewie-
sen. Folglich ist davon auszugehen, dass die Berufungsbeklagte jedenfalls seit 
April 2016 grundsätzlich arbeitsfähig ist.

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bb) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist einem haushaltsführen-
den Ehegatten die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit dann nicht mehr zuzu-
muten, wenn er im Zeitpunkt der Trennung das 45. Altersjahr erreicht hat. Diese 
Alterslimite ist jedoch nicht als starre Regel anzusehen. Es handelt sich um eine 
Vermutung, die durch andere, für die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit spre-
chende Anhaltspunkte umgestossen werden kann. Die Tendenz geht zudem da-
hin, die Alterslimite auf 50 Jahre anzuheben (vgl. zum Ganzen BGE 137 III 102 E. 
4.2.2.2; Urteil des Bundesgerichts 5A_71/2013 vom 28. März 2013, E. 1.3).

cc) Vorliegend war die Berufungsbeklagte im Zeitpunkt der Trennung (Juli 
2013) knapp 48 Jahre alt. Wie aus ihrem Lebenslauf (Proz.-Nr. 135-2015-589 act. 
III.2) hervorgeht, war die Berufungsbeklagte zwar bis im Jahr 2003 vorwiegend für 
die Betreuung und Erziehung von vier Kindern zuständig und dementsprechend 
kaum erwerbstätig. In den Jahren 2003 bis 2008 hatte sie indessen diverse, spo-
radische Arbeitseinsätze und ab dem Jahr 2011 war sie als Mitarbeiterin in einer 
Bibliothek tätig. Vor diesem Hintergrund sind grundsätzlich keine Gründe ersicht-
lich, die gegen eine Wiederaufnahme bzw. eine Ausweitung der Arbeitstätigkeit 
sprechen würden. Eine solche erscheint vielmehr grundsätzlich als zumutbar. Al-
lerdings ist anzumerken, dass das Scheidungsverfahren - zumindest in erster In-
stanz - nicht mehr lange währen dürfte und die Ehefrau in der Trennungszeit vor-
übergehend schwer erkrankt war. Aufgrund der Tatsache, dass es sich vorliegend 
noch um vorsorgliche Massnahmen während des Scheidungsverfahrens handelt, 
bei denen - im Unterschied zum nachehelichen Unterhalt - den während der Ehe 
gelebten Verhältnissen eine grössere Bedeutung zuzumessen ist, erscheint ein 
Arbeitspensum von 50% (vorerst) angemessen.

Hinsichtlich der Möglichkeit der Arbeitsaufnahme dürften die Perspektiven für eine 
besser bezahlte Stelle wegen der fehlenden Berufsausbildung und den etwas ein-
geschränkten Deutschkenntnissen nicht allzu hoch sein. Dennoch dürften sich - 
wie denn auch die bisherige Erwerbstätigkeit der Berufungsbeklagten zeigt - ge-
wisse Möglichkeiten finden lassen. Damit wären die Voraussetzungen gegeben, 
der Berufungsbeklagten ein hypothetisches Einkommen anzurechnen. Was den 
Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme betrifft, ist zu beachten, dass die Berufungsbeklag-
te im Sommer 2015 eingeschränkt arbeitsfähig war. Da sich die Berufung aber 
lediglich gegen die ab April 2016 zu leistenden Unterhaltsbeiträge richtet, ist die-
sem Umstand ohnehin bereits Rechnung getragen. Mit der Möglichkeit, dass sie 
sich ein Einkommen würde anrechnen lassen müssen, hat die Berufungsbeklagte 
ausserdem spätestens seit der Stellungnahme des Ehemannes im Massnahme-
verfahren vom 11. September 2015 (Proz.-Nr. 135-2015-589 act. I.2) rechnen 

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müssen. Damit ist bis zum April 2016 auch eine gewisse Übergangsfrist mit-
berücksichtigt. Was die Höhe des (hypothetischen) Einkommens betrifft, so ist bei 
einem zumutbaren und möglichen Arbeitspensum von 50% während des Schei-
dungsverfahrens ermessensweise von einem monatlichen Betrag von Fr. 1'500.00 
auszugehen, ohne dass dies aber ein einschlägiges Präjudiz für den nacheheli-
chen Unterhalt bilden würde. Daraus resultiert eine monatliche Steuerlast von rund 
Fr. 35.00.

f) Der Vorderrichter lehnte die externe Vermietung eines Zimmers der Woh-
nung der Berufungsbeklagten mit der Begründung ab, eine solche sei unzumutbar, 
da ein einzelnes Zimmer räumlich nicht von den übrigen Wohneinheiten getrennt 
werden könne (angefochtener Entscheid, E. 18b). Der Berufungskläger führt dies-
bezüglich eine Vermietung über Airbnb ins Feld (vgl. KG act. A.1, S. 6). Eine tem-
poräre Vermietung über Airbnb mit ständig wechselnden Mietern erscheint indes 
nicht zumutbar. Was die dauerhafte Vermietung eines Zimmers anbelangt, so 
kann auch eine solche nicht verlangt werden, da - wie bereits der Vorderrichter 
festgehalten hat - ein einzelnes, allenfalls zu vermietendes Zimmer nicht von den 
übrigen Wohneinheiten abgetrennt werden könnte.

g) Damit resultiert folgende Unterhaltsberechnung für den Zeitraum von April 
2016 bis Februar 2017:

Ehemann Ehefrau
A. Berechnung des Minimalbedarfs
Grundbetrag    850 1'200
Wohnung 1'095 1'850
Parkplatz    130
auswärtige Verpflegung    500
Lebensversicherung    150
Krankenkasse    186    194
Steuern    447      35
Minimalbedarf 3'358 3'279

B. Massgebliches Einkommen
Nettoeinkommen 7'800 1'500
Kostgelder    700    750
Vermietung Parkplätze    120    120
Gesamteinkommen 8'620 2'370

C. Berechnung der Unterhaltsbeiträge
Nettoeinkommen des Ehemannes 8'620
Nettoeinkommen der Ehefrau 2'370
Gemeinsames Einkommen            10'990
./. Minimalbedarf Ehemann 3'358
./. Minimalbedarf Ehefrau 3'279
Überschuss/Fehlbetrag Einkommen 4'353
Minimalbedarf 3'358 3'279

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Anteil Überschuss/Fehlbetrag Einkommen 2'176 2'177
Total Anspruch 5'534 5'456
./. Eigeneinkommen 8'620 2'370

Von Ehemann an Ehefrau
zu bezahlen Fr. -3'086 3'086

h) Ab März 2017 ergibt sich folgende Unterhaltsberechnung:
Ehemann Ehefrau

A. Berechnung des Minimalbedarfs
Grundbetrag    850 1'200
Wohnung    695 1'850
Parkplatz    130
auswärtige Verpflegung    500
Lebensversicherung    150
Krankenkasse    186    194
Steuern    447      35
Minimalbedarf 2'958 3'279

B. Massgebliches Einkommen
Nettoeinkommen 7'800 1'500
Kostgelder    750
Vermietung Parkplätze    120    120
Gesamteinkommen 7'920 2'370

C. Berechnung der Unterhaltsbeiträge
Nettoeinkommen des Ehemannes 7'920
Nettoeinkommen der Ehefrau 2'370
Gemeinsames Einkommen            10'290
./. Minimalbedarf Ehemann 2'958
./. Minimalbedarf Ehefrau 3'279
Überschuss/Fehlbetrag Einkommen 4'053
Minimalbedarf 2'958 3'279
Anteil Überschuss/Fehlbetrag Einkommen 2'026 2'027
Total Anspruch 4'984 5'306
./. Eigeneinkommen 7'920 2'370

Von Ehemann an Ehefrau
zu bezahlen Fr. -2'936 2'936

i) Zusammenfassend ergibt sich somit, dass der Berufungskläger der Beru-
fungsbeklagten für den Zeitraum von April 2016 bis Februar 2017 monatlichen 
Unterhalt von Fr. 3'086.00 bzw. für die Zeit ab März 2017 bis zum Abschluss des 
Scheidungsverfahrens monatlichen Unterhalt von Fr. 2'936.00 schuldet.

3. a) Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, die vorinstanzlichen 
Gerichtskosten in Höhe von Fr. 2'000.00 den Parteien je hälftig zu auferlegen. Die 
Parteikosten sind bei diesem Verfahrensausgang praxisgemäss wettzuschlagen.

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b) Im Berufungsverfahren beantragt der Berufungskläger, die ab April 2016 zu 
leistenden Unterhaltsbeiträge seien von Fr. 3'990.00 auf Fr. 1'821.00 zu reduzie-
ren. Da die Unterhaltsbeiträge auf Fr. 3'086.00 bzw. Fr. 2'936.00 festgelegt wer-
den, obsiegt er mit seinem Antrag rund zur Hälfte. Somit sind auch die Kosten des 
Berufungsverfahrens - welche in Anwendung von Art. 9 der Verordnung über die 
Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf Fr. 2'500.00 festzuset-
zen sind - den Parteien je hälftig zu auferlegen. Sie werden mit dem vom Beru-
fungskläger geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 2'500.00 verrechnet. Die 
Berufungsbeklagte hat den Berufungskläger mit Fr. 1'250.00 direkt zu entschädi-
gen. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und die Ziff. 1 lit. c des Dispositivs 
des angefochtenen Entscheides wird aufgehoben.

2. a) X._____ hat Y._____ an ihren Unterhalt für den Zeitraum vom 1. April 2016 
bis 28. Februar 2017 monatlich im Voraus Fr. 3'086.00 zu bezahlen.

    b) Ab dem 1. März 2017 bis zum Abschluss des Scheidungsverfahrens wird 
X._____ verpflichtet, Y._____ jeweils monatlich im Voraus einen Unter-
haltsbeitrag von Fr. 2'936.00 zu bezahlen.

    c) Für den Zeitraum vom 1. September 2015 bis 31. August 2016 hat X._____ 
bereits Unterhaltszahlungen in Höhe von insgesamt Fr. 37'398.00 an 
Y._____ geleistet. X._____ ist berechtigt, diesen Betrag mit den Unterhalts-
beiträgen gemäss Ziff. 2a und 2b hiervor zu verrechnen, soweit nicht bereits 
mit Unterhaltsbeiträgen für die Zeit vom 14. August 2014 bis zum 31. März 
2016 verrechnet.

3. a) Die Kosten des Bezirksgerichts Plessur von Fr. 2'000.00 gehen je hälftig zu 
Lasten von X._____ und Y._____.

    b) Die aussergerichtlichen Kosten für das erstinstanzliche Verfahren werden 
wettgeschlagen.

4. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'500.00 gehen je hälftig zu 
Lasten von X._____ und Y._____. Sie werden mit dem von X._____ geleis-
teten Kostenvorschuss von Fr. 2'500.00 verrechnet. Y._____ wird verpflich-
tet, X._____ den Betrag von Fr. 1'250.00 direkt zu ersetzen.

    b) Die aussergerichtlichen Kosten für das Berufungsverfahren werden wettge-
schlagen.

5. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens Fr. 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 

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und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

6. Mitteilung an: