# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b9854eb-2d51-5e09-aa8e-489df96508cc
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.04.2021 S 2020 156
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-156_2021-04-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 16. April 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________ AG
Beschwerdeführerin
vertreten durch B.________, Mitglied des Verwaltungsrates der A.________ 
AG

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 
Postfach 857, 6300 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(Kurzarbeitsentschädigung)

S 2020 156

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Urteil S 2020 156

A. Am 14. April 2020 reichte die A.________ AG beim Amt für Wirtschaft und Arbeit 
des Kantons Zug (nachfolgend AWA) eine Voranmeldung zum Bezug von 
Kurzarbeitsentschädigung betreffend B.________, einziges Mitglied des Verwaltungsrates, 
ab 16. März 2020 ein (ALK-act. 12). Mit Verfügung vom 17. April 2020 teilte das AWA der 
A.________ AG mit, die Voranmeldung von Kurzarbeit sei geprüft worden und gegen die 
Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung werde kein Einspruch erhoben. Sofern die 
übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien, könne die Arbeitslosenkasse des 
Kantons Zug in der Zeit vom 16. April 2020 bis 15. Oktober 2020 
Kurzarbeitsentschädigung ausrichten (ALK-act. 11). Nachdem die A.________ AG am 
1. Mai 2020 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug das ausgefüllte ausserordentliche 
Formular "Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung" betreffend die 
Abrechnungsperiode April 2020 eingereicht hatte (ALK-act. 7), lehnte diese mit Verfügung 
vom 26. Juni 2020 die Anspruchsberechtigung auf Kurzarbeitsentschädigung ab 16. April 
2020 ab mit der Begründung, als Mitglied des Verwaltungsrates gehöre B.________ in 
grundsätzlicher Hinsicht zu den sog. arbeitgeberähnlichen Personen. Aus den Unterlagen 
gehe hervor, dass für die Tätigkeit bei der A.________ AG (4 bis 4 1/2 Stunden pro Tag) 
auch in Berücksichtigung der Mitaktionäre kein Lohn ausgerichtet worden sei. In diesem 
Fall fehle es vorliegend an einer grundsätzlichen Anspruchsvoraussetzung, sodass kein 
Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bestehe (ALK-act. 6). Die von der A.________ 
AG dagegen am 31. Juli 2020 erhobene Einsprache (ALK-act. 2 S. 8) wies die 
Arbeitslosenkasse mit Entscheid vom 23. Oktober 2020 ab (ALK-act. 1). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 20. November 2020 (Poststempel 
22. November 2020) beantragte die A.________ AG die Aufhebung des 
Einspracheentscheids und die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung. Zur 
Begründung stellte sich die Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, die 
Vorinstanz habe den Antrag bereits mit Schreiben vom 17. April 2020 gutgeheissen. 
Zudem seien die Anträge samt den nachgewiesenen Ausfallstunden ordnungsgemäss 
eingereicht worden. Sie, die Beschwerdeführerin, sei ein Einmannbetrieb und kein 
Konzern mit Stempeluhren. Sodann sei nirgends ersichtlich, wie viele Arbeitsstunden für 
einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung wirklich nötig seien. Ebenso bestehe auch 
keine Pflicht, Löhne auszuzahlen und somit Sozialabgaben zu leisten. Eine Firma aus 
einem anderen Kanton, welche dreijährig sei, habe auch nie Löhne oder 
Sozialversicherungsbeiträge bezahlt und trotzdem eine Entschädigung in der Höhe von 
Fr. 4'150.– erhalten. Worin liege denn der Unterschied zwischen selbständig Erwerbenden 
und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung?

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Urteil S 2020 156

C. Mit Vernehmlassung vom 5. Januar 2021 beantragte die Arbeitslosenkasse die 
Abweisung der Beschwerde. Im Übrigen wurde auf eine Stellungnahme verzichtet.

D. Mit Schreiben vom 6. Januar 2021 stellte das Gericht der Beschwerdeführerin die 
Vernehmlassung zur Kenntnisnahme zu. In der Folge gingen bei Gericht keine weiteren 
Eingaben mehr ein. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu: 
23. Oktober 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 22. November 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Gemäss Art. 56 Abs. 1 ATSG kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 
Abs. 1 ATSG). In Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG richtet sich die örtliche 
Zuständigkeit für die Kurzarbeitsentschädigung nach dem Ort des Betriebes (Art. 100 Abs. 
3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die 

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Urteil S 2020 156

Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0], i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 lit. b 
der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die 
Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Im Kanton Zug beurteilt das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 
162.1]). Da die A.________ AG ihren Sitz in C.________ (ZG) hat und ein Entscheid der 
Arbeitslosenkasse des Kantons Zug angefochten ist, ist die örtliche und sachliche 
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben. Die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2020 wurde am 22. November 2020 der Post 
übergeben und gilt somit im Sinne von Art. 60 Abs. 1 ATSG – 30-tägige Frist – als 
rechtzeitig eingereicht. Die Beschwerdeführerin ist durch den Einspracheentscheid direkt 
betroffen und somit zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift entspricht 
schliesslich den formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung 
erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht, wenn der Arbeitsausfall 
anrechenbar sowie voraussichtlich vorübergehend ist und erwartet werden darf, dass 
durch Kurzarbeit die Arbeitsplätze erhalten werden können (Art. 31 Abs. 1 lit. b und d 
AVIG).

3.2 Nach Art. 31 Abs. 1 AVIG haben Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt 
oder deren Arbeit ganz eingestellt ist, Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, wenn sie 
bestimmte, in lit. a bis d näher umschriebene Voraussetzungen erfüllen. Keinen Anspruch 
auf Kurzarbeitsentschädigung haben gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG jene Personen, die 
in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als 
Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidungen des 
Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, sowie ihre 
mitarbeitenden Ehegatten. 

4. Nach dem Ausbruch des SARS-CoV-2-Virus (nachfolgend Coronavirus bzw. 
Covid-19) erliess der Bundesrat am 20. März 2020 zur Bekämpfung der wirtschaftlichen 
Folgen der Corona-Pandemie unter anderem die Verordnung über Massnahmen im 
Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19; 

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Urteil S 2020 156

Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung; AS 2020 877; SR 837.033) und führte 
diverse Erleichterungen in Bezug auf die Kurzarbeitsentschädigung ein. Einerseits wurde 
vom anrechenbaren Arbeitsausfall keine Karenzzeit abgezogen (Art. 3 Covid-19-Ver-
ordnung Arbeitslosenversicherung). Andererseits wurde neu – in Abweichung von Art. 31 
Abs. 3 lit. c AVIG – der Bezug von Kurzarbeitsentschädigung für Personen, die in ihrer 
Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines 
obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidungen des Arbeitgebers 
bestimmen oder massgeblich beeinflussen können (sog. arbeitgeberähnliche Personen), 
und deren Ehegatten oder eingetragene Partnerinnen oder Partner vorgesehen (Art. 2 
Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung). Anlässlich einer erneuten Änderung vom 
8. April 2020 der Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung (AS 2020 1201) wurde 
bestimmt, dass die Verordnung einschliesslich der bisherigen Änderungen rückwirkend 
seit dem 1. März 2020 gilt (Art. 9 Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung). Mit 
Beschluss des Bundesrates vom 20. Mai 2020 wurde die notrechtliche Massnahme, 
wonach in Abweichung von Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG Personen, die in ihrer Eigenschaft als 
Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines obersten 
betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmen 
oder massgeblich beeinflussen können, sowie deren mitarbeitenden Ehegatten oder 
eingetragene Partner und Partnerinnen Anspruch auf Kurzarbeit haben, per 1. Juni 2020 
und entsprechend auch Art. 2 der Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung mit 
Wirkung ab 1. Juni 2020 wieder aufgehoben (AS 2020 1777). 

5. Aufgrund der Akten ist erstellt und unbestritten, dass B.________ als Mitglied des 
Verwaltungsrates der A.________ AG fungiert (vgl. ALK-act. 3), er mithin eine 
arbeitgeberähnliche Stellung innehat, und er deshalb – angesichts der Erweiterung des 
Personenkreises mit Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung infolge der Corona-
Pandemie (vgl. E. 4 vorstehend) – zumindest vorübergehend unter die 
anspruchsberechtigten Personen fiel. Vorbehältlich der anderen 
Anspruchsvoraussetzungen kommt ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung vorliegend 
somit in Betracht, was auch seitens der Beschwerdegegnerin nicht in Abrede gestellt wird. 
Die Beschwerdegegnerin stellt sich jedoch auf den Standpunkt, es fehle an einem 
Nachweis für die Überprüfbarkeit der Bestimmbarkeit des Arbeitsausfalles und der 
ausreichenden Kontrollierbarkeit der Arbeitszeit, weshalb ab 16. April 2020 kein Anspruch 
auf Kurzarbeitsentschädigung bestehe. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die 
Arbeitslosenkasse die Anspruchsberechtigung auf Kurzarbeitsentschädigung ab 16. April 
2020 zu Recht abgelehnt hat. 

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Urteil S 2020 156

5.1 Soweit die Beschwerdeführerin zunächst die Auffassung vertritt, das AWA habe 
den Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung bereits mit Schreiben vom 17. April 2020 
gutgeheissen, kann sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Es trifft zwar zu, dass das 
AWA mit Verfügung vom 17. April 2020 keinen Einspruch gegen die Auszahlung der 
Kurzarbeitsentschädigung erhoben hat (vgl. ALK-act. 11; siehe auch Art. 36 AVIG). 
Allerdings ändert dies nichts am Umstand, dass die Prüfung der weiteren 
Anspruchsvoraussetzungen sowie die massliche Festsetzung und Auszahlung der 
Kurzarbeitsentschädigung einzig der Arbeitslosenkasse obliegt. Dementsprechend hat das 
AWA die Arbeitslosenkasse mit Verfügung vom 17. April 2020 auch angewiesen, dass sie, 
sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, Kurzarbeitsentschädigung 
ausrichten kann. Nach Prüfung der Voranmeldung hat das AWA die 
Kurzarbeitsentschädigung dementsprechend lediglich dem Grundsatz nach ab 16. April 
2020 bewilligt. Wie sich aus Art. 38 Abs. 1 AVIG ergibt, muss der Arbeitgeber den 
Entschädigungsanspruch seiner Arbeitnehmer im Nachgang zur Verfügung des AWA 
jedoch bei der Arbeitslosenkasse für jede Abrechnungsperiode geltend machen und diese 
hat in der Folge insbesondere die persönlichen Voraussetzungen nach Art. 31 Abs. 3 
AVIG zu prüfen (Art. 39 Abs. 1 AVIG). Sofern alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind 
und kein Einspruch der kantonalen Amtsstelle vorliegt, vergütet die Arbeitslosenkasse 
dem Arbeitgeber die rechtmässig ausgerichtete Kurzarbeitsentschädigung (Art. 39 Abs. 2 
AVIG). Das Vorgehen der Arbeitslosenkasse – im Nachgang zur Verfügung des AWA die 
persönlichen Anspruchsvoraussetzungen zu prüfen – ist somit nicht zu beanstanden, steht 
es doch im Einklang mit dem Gesetz. 

5.2 Was sodann die eigentlichen Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 31 AVIG 
anbelangt, ist Folgendes zu beachten:

5.2.1 Wie bereits dargelegt (vgl. E. 4 vorstehend), wurde der Anspruch auf 
Kurzarbeitsentschädigung vorübergehend auch auf arbeitgeberähnliche Personen 
ausgedehnt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin führt dies nun aber nicht 
dazu, dass bisher selbständig tätige Personen Anspruch auf Kurzarbeit erheben können. 
Vielmehr ist zu beachten, dass die Grundvoraussetzung der bisherigen unselbständigen 
Tätigkeit auch von dieser Personenkategorie erfüllt werden muss (vgl. Ueli Kieser, Covid-
19-Erlasse und das Sozialversicherungsrecht, AJP 2020 S. 560). Stellt sich die 
Beschwerdeführerin nun also auf den Standpunkt, bezüglich der Personen in 
arbeitgeberähnlicher Stellung sei von Abgaben an die Sozialversicherungen resp. Lohn 

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keine Rede, kann ihr nicht gefolgt werden. Artikel 31 Abs. 1 lit. a AVIG sieht ausdrücklich 
vor, dass eine Beitragspflicht bestehen muss, um – vorbehältlich weiterer 
Anspruchsvoraussetzungen – in den Genuss von Kurzarbeitsentschädigung zu kommen. 
Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Personen, die nicht der Beitragspflicht gemäss 
Art. 2 AVIG unterstehen, mithin auch Selbständigerwerbende, keinen Anspruch auf 
Kurzarbeitsentschädigung geltend machen können. Der Beschwerdegegnerin ist somit 
zuzustimmen, dass eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgewiesen sein muss, damit 
Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung geltend gemacht werden kann. Der Nachweis, 
dass tatsächlich Lohn ausbezahlt worden ist, ist dabei ein erhebliches Indiz für den Beweis 
der tatsächlich ausgeübten Arbeitnehmertätigkeit (vgl. AVIG-Praxis ALE B32). Um 
Missbrauch zu bekämpfen, muss gerade bei Personen mit einer arbeitgeberähnlichen 
Stellung der Lohnfluss nachgewiesen sein (vgl. AVIG-Praxis ALE B32; siehe dazu auch 
die Antwort des SECO vom 25. Mai 2020 [ALK-act. 9 S. 67]). Soweit die 
Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang geltend macht, ihr sei eine Firma aus 
einem anderen Kanton bekannt, welche dreijährig sei und nie Löhne oder 
Sozialversicherungsbeiträge bezahlt habe und trotzdem den Betrag von Fr. 4'150.– 
erhalten habe, kann sie daraus nichts für sich ableiten. Nach der Rechtsprechung geht der 
Grundsatz der Gesetzmässigkeit der Verwaltung in der Regel der Rücksicht auf die 
gleichmässige Rechtsanwendung vor. Der Umstand, dass das Gesetz in anderen Fällen 
nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt dem Bürger und der Bürgerin 
grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu 
werden (BGE 126 V 390 E. 6a). Daher könnte selbst aus dem Umstand, dass eine 
Arbeitslosenkasse eines anderen Kantons in einem anderen Fall allenfalls entgegen den 
gesetzlichen Bestimmungen Kurzarbeitsentschädigung ausgerichtet hat, ohne dass eine 
beitragspflichtige Beschäftigung ausgewiesen war, kein Anspruch auf eine ebenfalls 
gesetzesabweichende Behandlung abgeleitet werden. Verweist die Beschwerdeführerin 
diesbezüglich sodann auf ein E-Mail des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) 
vom 3. November 2020 (Bf-act. 4A), übersieht sie, dass sich die Antwort des BSV auf die 
Corona Erwerbsersatzentschädigung bezieht. Zur Frage, unter welchen Voraussetzungen 
eine Person mit arbeitgeberähnlicher Stellung Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung 
hat, äussert sich das BSV in der zitierten E-Mail hingegen nicht.  

5.2.2 Damit Arbeitnehmer Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben, sind im 
Weiteren die persönlichen Voraussetzungen nach Art. 31 Abs. 3 AVIG zu prüfen. Dabei ist 
einleitend noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass aufgrund der bundesrätlichen 
Notverordnung zwar vorübergehend und damit in Abweichung von Art. 31 Abs. 3 lit. c 

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AVIG auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung anspruchsberechtigt waren. 
Anderweitige Abweichungen wurden im Rahmen der Covid-19-Verordnung 
Arbeitslosenversicherung in Bezug auf die Anspruchsvoraussetzungen hingegen keine 
gemacht. Daraus folgt, dass auch bei Personen mit arbeitgeberähnlicher Stellung die 
persönlichen Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Dementsprechend haben auch 
arbeitgeberähnliche Personen, deren Arbeitsausfall nicht bestimmbar oder deren 
Arbeitszeit nicht ausreichend kontrollierbar ist, keinen Anspruch auf 
Kurzarbeitsentschädigung (vgl. Art. 31 Abs. 3 lit. a AVIG). Artikel 46b AVIV präzisiert dazu, 
dass die genügende Kontrollierbarkeit des Arbeitsausfalls eine betriebliche 
Arbeitszeitkontrolle voraussetzt und dass der Arbeitgeber die Unterlagen über die 
Arbeitszeitkontrolle während fünf Jahren aufzubewahren hat. Die betriebliche 
Arbeitszeitkontrolle (z.B. Stempelkarten, Stundenrapporte) muss dabei täglich über die 
geleisteten Arbeitsstunden inklusive allfälliger Mehrstunden, die wirtschaftlich bedingten 
Ausfallstunden sowie über sämtliche übrigen Absenzen, wie z.B. Ferien-, Krankheits-, 
Unfall- oder Militärdienstabwesenheiten Auskunft geben (vgl. AVIG-Praxis KAE B34). In 
der Informationsbroschüre des SECO für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen "Info-Service 
Kurzarbeitsentschädigung" (abrufbar unter 
https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/service/publikationen/broschueren.html 
[besucht am 8. April 2021]), auf dem Formular "Voranmeldung von Kurzarbeit" sowie im 
Entscheid der kantonalen Amtsstelle werden die Betriebe ausdrücklich auf das Erfordernis 
einer betrieblichen Arbeitszeitkontrolle hingewiesen. Wie sich aus Art. 38 Abs. 3 lit. a AVIG 
ergibt, muss der Arbeitgeber der Arbeitslosenkasse entsprechende Unterlagen für die 
Überprüfung der Bestimmbarkeit des Arbeitsausfalles und der ausreichenden 
Kontrollierbarkeit der Arbeitszeit einreichen. Dabei sind sowohl die Angaben zu den 
Sollstunden, den wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden sowie zur Lohnsumme durch 
geeignete betriebliche Unterlagen wie z.B. Stundenlisten und Lohnjournale zu belegen, 
worauf im ausserordentlichen Formular "Antrag und Abrechnung von 
Kurzarbeitsentschädigung" explizit hingewiesen wird (vgl. z.B. ALK-act. 10). 

5.2.3 Vorliegend ging bei der Arbeitslosenkasse am 4. Mai 2020 das ausgefüllte 
ausserordentliche Formular "Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung" der 
A.________ AG für die Abrechnungsperiode April 2020 ein. Beigelegt waren das "Beiblatt 
Antrag und Abrechnung Kurzarbeitsentschädigung April 2020", ein Monatsjournal, auf 
dem für den Monat April 2020 täglich 3 1/2 Ausfallstunden eingetragen waren, sowie ein 
beglaubigter Handelsregisterauszug (vgl. ALK-act. 7). Nach Erhalt des Antrags wies die 
Arbeitslosenkasse die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 6. Mai 2020 darauf hin, dass 

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Angaben zu Sollstunden, Ausfallstunden und zur Lohnsumme z.B. mit Stundenlisten, 
Arbeitszeitkontrolle und Lohnjournale 2019 und 2020 zu belegen seien und sie die 
entsprechenden Unterlagen einzureichen habe (vgl. ALK-act. 9 S. 71). Daraufhin erklärte 
B.________, dass er das einzige Mitglied des Verwaltungsrates der A.________ AG sei 
und dass momentan kein Lohn ausbezahlt werde. Die Sollstunden würden ca. 4 bis 4 1/2 
Stunden pro Tag und die Ausfallstunden somit durchschnittlich 3 1/2 Stunden pro Tag 
ausmachen. Stundenlisten und Arbeitszeitkontrolle mache er als einziges 
Verwaltungsratsmitglied nicht (vgl. ALK-act. 9 S. 70). Dass er als Einmannbetrieb keine 
Arbeitsrapporte oder ähnliches führe, hatte B.________ bereits mit Schreiben vom 
17. April 2020 mitgeteilt (vgl. ALK-act. 10 S. 76). 

Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festgestellt hat, wurden die verlangten Nachweise 
seitens der A.________ AG nicht erbracht. Den vorliegenden Akten lassen sich kein 
Arbeitsvertrag oder anderweitige Unterlagen entnehmen, die Auskunft über den Lohn und 
die Sollarbeitszeit geben würden. Vielmehr erklärte B.________ explizit, dass kein Lohn 
geflossen sei. Sodann liegen auch keine rechtsgenüglichen Unterlagen betreffend die 
Zeiterfassung vor. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt stellt, sie habe 
die Ausfallstunden nachgewiesen, kann ihr nicht gefolgt werden. Das eingereichte 
Monatsjournal genügt hierfür jedenfalls nicht, sind darauf doch lediglich 3 1/2 
Ausfallstunden täglich eingetragen ohne weitere Angaben. Die Kontrollierbarkeit des 
Arbeitsausfalles gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. a AVIG ist dadurch nicht gewährleistet. Des 
Weiteren befreit auch die Tatsache, dass es sich bei der Beschwerdeführerin um einen 
Einmannbetrieb handelt, nicht davor, eine Arbeitszeitkontrolle zu führen. Wie oben unter 
Erwägung 5.2.2 aufgezeigt, wird für den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung in jedem 
Fall eine betriebliche Arbeitszeitkontrolle verlangt, da ansonsten die Ausfallstunden nicht 
kontrollierbar sind (vgl. dazu auch die Antwort der Arbeitslosenkasse vom 6. Mai 2020 und 
des SECO vom 25. Mai 2020 [ALK-act. 9 S. 67 und 69 f.]). Dabei müssen insbesondere 
auch kleine Betriebe ein Zeiterfassungssystem führen (vgl. BVGer B-7902/2007, B-
7903/2007 vom 24. Juni 2007 E. 6.2.2). Neben Stempelkarten kommen z.B. auch 
Stundenrapporte in Betracht. Auf die Pflicht, eine betriebliche Arbeitszeitkontrolle zu 
führen, wurde die Beschwerdeführerin im Übrigen bereits auf dem Formular 
"Voranmeldung von Kurzarbeit" hingewiesen, was sie unterschriftlich bestätigt hat (vgl. 
ALK-act. 12). Weiter erwähnte auch die Verfügung betreffend Voranmeldung von 
Kurzarbeit vom 17. April 2020 das Führen einer betrieblichen Arbeitszeitkontrolle (vgl. 
ALK-act. 11). Nach dem Dargelegten kann keine Rede davon sein, dass der Arbeitsausfall 

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ausreichend kontrollier- und bestimmbar ist. Dementsprechend besteht im Einklang mit 
Art. 31 Abs. 3 lit. a AVIG kein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. 

6. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch 
auf Kurzarbeitsentschädigung ab 16. April 2020 zu Recht verneint hat, weshalb der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2020 nicht zu beanstanden ist. Damit 
erweist sich die Beschwerde als unbegründet und sie ist vollumfänglich abzuweisen. 

7. Das Verfahren ist nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos und der vollumfänglich 
unterliegenden Beschwerdeführerin ist in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG keine 
Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (SECO), Bern.

Zug, 16. April 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am