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**Case Identifier:** b606d8d5-3481-52e1-b945-df6eae4a9904
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.08.2018 IV 2016/313
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-313_2018-08-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/313

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 13.08.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 13.08.2018
Würdigung von zwei bidisziplinären Gutachten und verschiedener ärztlicher 
Berichte (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
13. August 2018, IV 2016/313). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
9C_668/2018.

Besetzung

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Versicherungs-richterin Monika 

Gehrer-Hug, Versicherungsrichter Ralph Jöhl; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.  

IV 2016/313

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hardy Landolt,

Schweizerhofstrasse 14, Postfach 568, 8750 Glarus,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 30./31. Juli 2013 bei der Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. 

Sie sei gelernte Coiffeuse und seit Februar 2010 als Kassiererin tätig. Über ihre 

gesundheitliche Beeinträchtigung würden ihre Ärzte Auskunft geben (IV-act. 1). - Die 

Arbeitgeberin gab am 20. August 2013 (IV-act. 7) an, vor Eintritt des 

Gesundheitsschadens sei die Versicherte in der Verkaufsberatung tätig gewesen, 

seither sei sie an der Kasse, beides sei sie auch weiterhin. Sie könne keine schweren 

Lasten heben und nicht in einem vollen Pensum, sondern nur stundenweise an der 

Kasse arbeiten. - Dr. med. B.___, Allgemeine Medizin FMH, erklärte im Arztbericht vom 

19. August 2013 (IV-act. 11), die Versicherte leide an starken Schmerzen an der 

gesamten Wirbelsäule, Schmerzen an beiden Schultern und Vorderarmen sowie an 

Oberschenkel bis Unterschenkel. Die Schmerzen würden durch längeres Sitzen und 

längeres Stehen ausgelöst. Die Versicherte sollte die Arbeit auch nicht gebückt 

ausüben oder schwere Lasten heben müssen. Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe nicht, 

die Versicherte habe stets gearbeitet. Eine Arbeit an etwa viereinhalb Stunden wäre 

möglich. - Dr. med. C.___, Rheumatologie FMH, diagnostizierte bei der Versicherten 

gemäss Bericht vom 10. September 2013 (IV-act. 27) hauptsächlich eine Lumbago bei 

deutlicher Spondylarthrose mit Einengung der L4-Wurzeln beidseits. Er habe keine 

Arbeitsunfähigkeit attestiert, könne sich aber gut vorstellen, dass wegen der LWS-

Befunde eine stärker rückenbelastende Tätigkeit kaum noch zumutbar sein werde. Das 

sei abzuklären. Die Versicherte habe am 2. April 2013 angegeben, in den Ferien 

beschwerdefrei gewesen zu sein. - Gemäss einem Verlaufsprotokoll der IV-Stelle 

Glarus (die Abklärung war offenbar an sie delegiert worden) vom 20. September 2013 

(IV-act. 16) gab die Versicherte unter anderem an, die Schmerzen am ganzen Körper 

bestünden seit etwa vier bis fünf Jahren. Sie habe keine Arbeitsunfähigkeit attestiert 

bekommen wollen, um ihren Arbeitsplatz nicht zu gefährden. Sie wisse nicht, wie lange 

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sie das volle Pensum mit den Schmerzen noch werde durchhalten können. Velofahren 

könne sie wegen der Schmerzen nicht mehr. - Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der 

Invalidenversicherung hielt am 11. November 2013 (IV-act. 29) fest, die vorhandenen 

Befunde würden keine Pensenreduktion rententangierenden Ausmasses rechtfertigen. 

- In einem Strategie-Protokoll vom 15. November 2013 (IV-act. 28) wurde als 

medizinische Stellungnahme festgehalten, die Versicherte sei zu 50 % arbeitsfähig, 

steigerungsfähig auf 100 %. Im Übrigen könne eine ergonomische 

Arbeitsplatzabklärung durchgeführt werden. In der angepassten Tätigkeit sei keine 

relevante Einschränkung zu erwarten. - Im IV-Arztbericht vom 29. November 2013 (IV-

act. 33) benannte Dr. B.___ als Diagnose ein Panvertebralsyndrom bei degenerativen 

Veränderungen mit breitbasiger Diskushernie Segment HWK 5/6. Seit 25. Oktober 2013 

sei die Versicherte zu 50 % arbeitsfähig (nur morgens). - Am 16. Dezember 2013 

erfolgte eine ergonomische Arbeitsplatzabklärung (vgl. IV-act. 38-16 f.). Im 

entsprechenden Bericht vom 19. Dezem-ber 2013 (IV-act. 38-3 ff.) wurde später 

festgehalten, der Arbeitsplatz der Versicherten sei insgesamt wenig belastend; sie 

beurteile dies gleich. - Die Versicherte teilte am 16. Dezember 2013 mit, sie fühle sich 

gemobbt. Die Vertreterin der Arbeitgeberin gab an, die Versicherte wäre - wie es 

allgemein im Detailhandel geschehen könne - schnell gekündigt, wenn sie nicht 

kooperiere, sondern reklamiere und mit Einsatzplänen nicht einverstanden sei (IV-act. 

38-18). Eine IV-Eingliederungsberaterin erwähnte, es handle sich bei der Versicherten 

um eine schwierige Person - es bestünden Differenzen mit den Vorgesetzten. Der 

Integrationsberater der IV-Stelle Glarus hielt am 27. Januar 2014 (Druckdatum) als 

Schluss fest, die Versicherte sei subjektiv nicht eingliederbar und es mangle an 

Mitwirkung (vgl. IV-act. 38-19). Im Schreiben an die Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle des Kantons St. Gallen vom gleichen Tag (IV-act. 38-1 f.) teilte er unter anderem 

mit, die Versicherte sei seit 17. Dezember 2013 durch ihren Psychotherapeuten voll 

arbeitsunfähig geschrieben. Anfänglich hätten die körperlichen Beschwerden im 

Vordergrund gestanden; im Verlauf seien zunehmend psychische Aspekte ins Zentrum 

gerückt. Bei der Abklärung und bei einem späteren Anruf habe der Arbeitsergonom 

fehlende Mitwirkung der Versicherten festgestellt. - Die IV-Eingliederungsberaterin 

berichtete am 4. März 2014, die Versicherte habe die Kündigung bekommen (vgl. auch 

IV-act. 43-2). - Am 10. März 2014 (IV-act. 47) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten mit, ihr Gesuch um berufliche 

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Massnahmen werde abgewiesen, weil sie sich nicht in der Lage fühle, an 

Eingliederungsbemühungen teilzunehmen. 

A.b  Mit Verlaufsbericht vom 28. März 2014 (IV-act. 49) teilte Dr. B.___ mit, der 

Gesundheitszustand der Versicherten habe sich verschlechtert. Es lägen ein schweres 

"Paravertebralsyndrom" und eine schwere Depression vor. Beides habe nicht 

gebessert, obwohl die Versicherte beim Rheumatologen und auch schon bei 

verschiedenen Psychiatern gewesen sei und in regelmässiger psychologischer 

Betreuung/Beratung stehe. Die Rückenschmerzen seien sehr ausgeprägt und die 

depressive Symptomatik verhindere jegliche Tätigkeit.

A.c  Der Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie D.___, Kantonsspital E.___, 

gab im IV-Arztbericht vom 3. Juli 2014 (IV-act. 67) bekannt, es lägen eine depressive 

Episode, mittelgradig bis schwer (seit ca. eineinhalb Jahren, sukzessiv verstärkt 

entwickelt), und eine starke psychische Belastung durch chronische Schmerzen vor. 

Die depressive Symptomatik sei vermutlich durch die Situation am Arbeitsplatz mit 

starker Belastung, vor allem durch konflikthafte Konstellationen ausgelöst worden, die 

als persönliche Ablehnung bzw. Mobbing erlebt worden seien. Aufgrund ihres 

ausgeprägten Pflichtbewusstseins, hohen Engagements und perfektionistischer 

Persönlichkeitsmerkmale habe die Versicherte längere Zeit versucht, mit 

Überengagement entgegenzuwirken. Insbesondere im Zusammenhang mit den schon 

viel länger bestehenden stark belastenden chronischen Rückenschmerzen habe das zu 

einer massiven Überlastung, Erschöpfungszuständen und depressivem Erleben 

geführt. Die Versicherte habe über einige Monate hinweg weiter versucht, ihre 

Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten und tapfer durchzu¬halten. Das habe schliesslich 

um den Jahreswechsel 2013/2014 zu einer psychischen Dekompensation - mit voller 

Arbeitsunfähigkeit ab 23. Dezember 2013 - geführt. Die Symptomatik manifestiere sich 

unter anderem in Konzentrationsstörungen, Erschöpfungsgefühl, Schlafstörungen mit 

chronischer Müdigkeit und starker innerer Unruhe und Agitiertheit, 

Überforderungsgefühl, Zukunfts- und Existenzängsten, Selbstentwertung und starken 

Stimmungsschwankungen. Bis auf weiteres sei nicht mit einer Wiederaufnahme der 

beruflichen Tätigkeit zu rechnen. Es finde zweiwöchentlich Psychotherapie (wohl: durch 

lic. phil. F.___, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, eidg. anerkannter 

Psychotherapeut) statt, hingegen wegen Unverträglichkeit zurzeit keine Medikation.

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A.d  Dr. med. G.___, Facharzt für Rheumatologie, Spital H.___, gab am 4. September 

2014 (IV-act. 69) bekannt, es bestehe bei der Versicherten ein chronisches 

muskuloskelettales Schmerzsyndrom mit zervikobrachialer Schmerzsymptomatik, 

lumbalem Schmerzsyndrom und peripheren Arthralgien. Die Versicherte sei seit einigen 

Jahren arbeitsunfähig; seit mindestens 19. März 2014 seien ihr nur noch zwei Stunden 

pro Tag wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar. Unabhängig von der 

Unverträglichkeit zahlreicher Medikamente sei davon auszugehen, dass die üblichen 

Analgetika ohnehin nicht relevant wirken würden. Bessere Chancen bestünden beim 

Einsatz von Co-Analgetika. 

A.e  Auf Veranlassung des RAD (vgl. IV-act. 72) wurde ein Verlaufsbericht eingeholt. 

Der Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie I.___, Kantonsspital E.___, gab 

zusammen mit lic. phil. F.___ am 29. Januar 2015 (IV-act. 75) bekannt, Diagnose und 

Arbeitsunfähigkeit der Versicherten seien unverändert. Sporadisch seien kurze Phasen 

leichter Stimmungsaufhellung aufgetreten (vor allem nach Veränderung der 

Lebenssituation bei Trennung und Umzug), aber es sei zu keiner nachhaltigen 

Stabilisierung gekommen. Seit Ende September 2014 werde eine medikamentöse 

Unterstützung eingesetzt. Es sei äusserst fraglich, ob die Versicherte zurzeit die für 

Integrationsmassnahmen nötige Konstanz in der körperlichen und psychischen 

Belastbarkeit aufzubringen vermöge. Schon kleinere Irritationen oder Störungen 

könnten zu emotionalen Einbrüchen führen. Später könnten Integrationsmassnahmen 

jedoch in Betracht gezogen werden, zumal die Versicherte über eine hohe 

Leistungsbereitschaft und Arbeitswilligkeit verfüge.

A.f  In der Folge veranlasste die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. 

Gallen eine bidisziplinäre Begutachtung (IV-act. 79 ff.). Die Versicherte meldete 

daraufhin, sie sei im Oktober 2014 bereits im Auftrag der Krankentaggeldversicherung 

begutachtet worden (vgl. IV-act. 86). Dem Gutachten des Zentrums für Arbeitsmedizin, 

Ergonomie und Hygiene AG (AEH) vom 11. November 2014 (Fremdakten, kurz act. I, 

act. I-34 ff.) war zu entnehmen, dass ein panvertebrales Schmerzsyndrom bei 

degenerativen Wirbelsäulenveränderungen (HWS, BWS, LWS) von Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit sei. Ohne diesbezügliche Wirkung seien Nebendiagnosen. 

Psychiatrische Diagnosen seien eine mittelschwere depressive Anpassungsstörung im 

Rahmen medizinalfremder psychosozialer Belastungsfaktoren und 

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leistungspsychologisch mittelschwere bis schwere berufsrelevante neurokognitive 

Funktionsdefizite. Die zuletzt ausgeübte mittelschwere Tätigkeit sei der Versicherten - 

wie schwere Tätigkeiten - aufgrund einer verminderten Belastbarkeit der Wirbelsäule 

nicht mehr zumutbar. Interdisziplinär bestehe in der angestammten Tätigkeit dauernd 

eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für leichte bis knapp mittelschwere, wechselbelastende 

Tätigkeit mit ergonomischen Arbeitsabläufen sei die Versicherte (sc. rheumatologisch-

orthopädisch) medizinisch theoretisch arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht bestehe 

zurzeit eine Arbeitsunfähigkeit von 80 bis 100 %. Es werde eine Kontrolle in zwei bis 

drei Monaten mit Neubeurteilung der Arbeitsfähigkeit empfohlen. Welche 

Arbeitsunfähigkeit interdisziplinär gesehen in Zukunft vorhanden sein werde, werde 

diese psychiatrische Verlaufskontrolle ergeben.

A.g  Der RAD hielt am 9. Juni 2015 (IV-act. 90) dafür, zum Zeitpunkt der Begutachtung 

hätten psychosoziale Belastungsfaktoren das Zustandsbild beherrscht. Bei einer 

Anpassungsstörung sei medizinisch-theoretisch nicht von einer anhaltenden 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Es sei an der Begutachtungsnotwendigkeit 

festzuhalten.

A.h  Das Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) gab im Gutachten 

vom 23. September 2015 (IV-act. 100) als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit bekannt: (erstens) eine Anpassungsstörung, längere depressive 

Reaktion, und (zweitens) mehrsegmentale degenerative Veränderungen von HWS, 

BWS und LWS (MRI 2013). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien 

psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten 

Krankheiten und ein polymyalgisches Schmerzsyndrom mit Zeichen der 

Symptomausweitung. In der bisherigen Tätigkeit sei die Versicherte nicht arbeitsfähig, 

in einer leidensadaptierten Tätigkeit aber zu 80 %.

A.i Mit Vorbescheid vom 9. Februar 2016 (IV-act. 108) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der Versicherten eine Abweisung des 

Rentengesuchs bei einem Invaliditätsgrad von 14 % (Valideneinkommen Fr. 59'948.--, 

Invalideneinkommen Fr. 51'444.--) in Aussicht. Invalidenversicherungsrechtlich sei von 

einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen. - Mit Einwand vom 1. März/11. April 2016 (IV-

act. 113, 121) liess die Versicherte die Zusprache einer Invalidenrente bei einer 

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Invalidität von nicht weniger als 50 % ab 31. Juli 2013 beantragen. - Am 31. Mai 2016 

(IV-act. 125) verfügte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen 

im Sinn des Vorbescheids. Selbst bei Berücksichtigung eines Abzugs ergäbe sich kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad. 

B. 

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hardy Landolt, 

LL.M., für die Betroffene am 24. Juni 2016 beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Glarus erhobene und von diesem mit Verfügung vom 29. Juni 2016 dem 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen überwiesene Beschwerde. Der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50 % mit Wirkung ab 31. Juli 2013 (unter 

Berücksichtigung allfälliger Wartefristen) zu gewähren, eventuell sei die Angelegenheit 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zu Unrecht sei von geringfügigen 

psychiatrischen Beeinträchtigungen ausgegangen worden. Die Diagnose einer 

Anpassungsstörung, die nach Wochen, eventuell nach einigen wenigen Monaten 

abklinge, treffe nicht zu. Der SMAB-Gutachter habe nicht nachvollziehbar begründet, 

weshalb die bestrittenen Vorfälle von Schikane und Mobbing eine Anpassungsstörung 

begründet haben sollten. Entgegen der gutachterlichen Einschätzung sei die 

Depression nicht abgeklungen. Hausarzt Dr. B.___ bestätige mit beigelegtem Bericht 

vom 15. Februar 2016, dass nach wie vor eine mittelgradige bis schwere depressive 

Episode bestehe. Die Depression sei eine eigenständige und von einer blossen 

Anpassungsstörung zu unterscheidende psychiatrische Diagnose. Art und Umfang 

sowie ICD-10-Klassifikation der vorhandenen psychiatrischen Beschwerden seien 

durch einen - durch das angerufene Gericht, eventuell durch die Beschwerdegegnerin 

bestellten - neutralen Gutachter bzw. Obergutachter festzustellen. Zudem sei zu rügen, 

dass die vom Hausarzt gestellte, gemäss ICD-10 eigenständige Diagnose einer 

Fibromyalgie gutachterlich nicht überprüft worden sei. Die SMAB-Begutachtung 

entspreche auch nicht den Anforderungen der neueren bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung und biete keine hinreichende Beurteilungsgrundlage. 

Unbestrittenermassen hätten die gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit geführt. Die psychiatrischen 

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Beschwerden hätten das funktionelle Leistungsvermögen im erwerblichen Bereich 

gemäss SMAB-Gutachten mindestens zu 20 bis 50 % beeinträchtigt. Im 

rheumatologischen Teilgutachten sei festgehalten worden, dass die vom Hausarzt 

attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 25. Oktober 2013 auch bei der 

Begutachtung noch nachvollziehbar sei. Es sei unverständlich, weshalb in der 

angefochtenen Verfügung lediglich von einer psychiatrisch und somatisch bedingten 

Beeinträchtigung des Leistungsvermögens von 20 % (recte: von keiner 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit) ausgegangen werde. Die Beschwerdeführerin 

vermöge schon angesichts der gutachterlich bestätigten Leistungsfähigkeit von 80 % 

für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten kein Invalideneinkommen von Fr. 51'444.-- 

zu erzielen. Mit dem verfassungsmässigen Gebot der Gleichbehandlung sei nicht zu 

vereinbaren, bei versicherten Personen mit unterschiedlichem Zumutbarkeitsprofil für 

die monetäre Bewertung den ungekürzten Tabellenlohn heranzuziehen. Dass 

versicherte Personen, die nur noch adaptierte leichte Verweisungstätigkeiten ausführen 

könnten, in den Erwerbsmöglichkeiten weitergehend eingeschränkt seien als solche, 

die zusätzlich adaptierte schwere oder allenfalls mittelschwere Verweisungstätigkeiten 

uneingeschränkt ohne die für die Beschwerdeführerin massgeblichen zusätzlichen 

Arbeitsbedingungen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt bewältigen könnten, sei 

offensichtlich. Es sei deshalb von vornherein eine Kürzung des Tabellenlohns 

vorzunehmen. Der Tabellenlohn als Medianlohn - nicht Durchschnittslohn - der 

gesunden erwerbstätigen Bevölkerung im fraglichen Arbeitssegment könne, wenn 

überhaupt, nur herangezogen werden, wenn eine repräsentative Anzahl 

Verweisungstätigkeiten ausgeführt werden könnten, was hier nicht der Fall sei. Mit den 

Anforderungen des rechtlichen Gehörs sei nicht vereinbar, in der Verfügung bloss die 

Lohngrössen zu nennen, ohne zu begründen, ob es sich um den Tabellenlohn oder 

eine andere Lohngrösse handle. Der Vergleichslohn sei entsprechend der 

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 50 % zu kürzen. Die 

Beschwerdeführerin könne aufgrund ihres Alters, der mittlerweile jahrelangen 

Abwesenheit vom konkreten Arbeitsmarkt und der schweren psychischen 

Beschwerden das Leistungsvermögen, wenn überhaupt, nur sehr geringfügig, 

realistischerweise gar nicht mehr verwerten. Es hätte ihr daher ausserdem der 

maximale leidensbedingte Abzug von 25 % gewährt werden müssen.

C.

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In ihrer Beschwerdeantwort vom 9. November 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Gemäss dem lege artis abgefassten, beweiskräftigen 

Gutachten des SMAB bestehe aus somatischer Sicht uneingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten. Dabei bleibe es insgesamt, denn der 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion sei angesichts der normativen 

Rahmenbedingungen keine invalidisierende Wirkung beizumessen.

D.

Anstelle einer Replik legt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 5. Dezember 

2016 drei ärztliche Berichte ein, nämlich (nebst IV-act. 69) ein Schreiben von Dr. B.___ 

an ihn (den Rechtsvertreter) vom 29. November 2016 und einen Bericht von Dr. med. 

J.___, FMH Rheumatologie, an Dr. B.___ vom 1. Februar 2016. - Mit Eingabe vom 7. 

Dezember 2016 reicht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin fünf weitere 

Berichte ein. Neu sind ein Bericht von Prof. Dr. med. K.___, Facharzt für Allgemeine 

Innere Medizin und Nephrologie, Kantonsspital L.___, vom 13. August 2015, ein Bericht 

vom 15. März 2016 über eine Mehrphasenskelettszintigraphie einschliesslich SPECT/

CT Hals-Thorax vom Vortag und ein Bericht von Dr. med. M.___, FMH Innere Medizin 

und Rheumatologie, an die Beschwerdeführerin vom 6. Dezember 2016.

E. 

Die Beschwerdegegnerin hat mit Schreiben vom 16. Dezember 2016 an ihrem Antrag 

festgehalten und im Übrigen auf eine Stellungnahme verzichtet.

Erwägungen

1. 

1.1  Die angefochtene Verfügung vom 31. Mai 2016 stammt von der IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen, so dass gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG (in Abweichung von Art. 52 

und 58 ATSG) das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zuständig ist, nämlich 

das Gericht am Ort der verfügenden IV-Stelle (zu deren Zuständigkeit vgl. Art. 40 Abs. 

1 lit. a und Abs. 3 IVV).

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1.2  Mit der im Streit liegenden Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 14 % 

abgelehnt. Die Beschwerdeführerin lässt (im Hauptstandpunkt) die Zusprache einer 

Invalidenrente beantragen. Streitgegenstand bildet daher der allfällige Rentenanspruch. 

Ergäbe sich allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in 

Frage stünde, so gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob 

die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige 

Pflicht der Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.

2. 

2.1  Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.2  Nach Art. 7 Abs. 1 ATSG ist Erwerbsunfähigkeit der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. 

Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die 

Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.3  Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen 

von Bedeutung. Der Arzt sagt, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen 

bzw. geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist (BGE 107 V 17 = ZAK 

1982 S. 34). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind im 

Weiteren eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

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Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 

99 f. E. 4, vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2.1).

2.3.1  Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann zunächst nur relevant sein, 

wenn sie Folge einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten 

Gesundheitsbeeinträchtigung ist (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 15. Mai 2017, 

8C_95/2017, BGE 130 V 396). Es sind danach die funktionellen Folgen der 

Gesundheitsschädigung qualitativ zu erfassen und quantitativ einzuschätzen (vgl. BGE 

141 V 281 E. 3.1). Denn die diagnostische Einordnung einer psychischen Störung allein 

legt das (dennoch) objektiv bestehende tatsächliche Leistungsvermögen nicht fest (vgl. 

BGE 143 V 418 E. 4.1.2).

2.3.2  Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1 f.) 

sind grundsätzlich (bei Ausnahmen nach dem jeweiligen Beweisbedarf) sämtliche 

psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 

zu unterziehen. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind gemäss 

BGE 141 V 281 (vom 3. Juni 2015) also in der Regel diverse Standardindikatoren 

beachtlich, die in zwei Kategorien systematisiert werden, nämlich einerseits in der 

Kategorie des funktionellen Schweregrads und anderseits in jener der Konsistenz. Vor 

BGE 141 V 281 erstattete medizinische Gutachten verlieren ihren Beweiswert aber 

nicht per se. Vielmehr ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die 

Sachverständigengutachten, gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen 

Berichten, eine schlüssige Beurteilung im Licht der massgeblichen Indikatoren erlauben 

oder nicht (vgl. BGE 141 V 281 E. 8; vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 18. Mai 2017, 

8C_842/2016). 

3. 

3.1  Der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin wurden 

zweimal begutachtet; daneben liegen diverse weitere ärztliche Berichte bei den Akten.

3.2  Dem AEH-Gutachten vom 11. November 2014 - also vor BGE 141 V 281 erstellt 

(basierend auf Abklärungen von September/Oktober 2014) - ist zu entnehmen, dass die 

Untersuchung der Beschwerdeführerin mittels einer Funktionsorientierten 

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Medizinischen Abklärung (FOMA) erfolgt sei, die ein strukturiertes Interview, eine 

klinische Untersuchung, eine angepasste Form der Evaluation der arbeitsbezogenen 

funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL; verteilt auf zwei Tage) und die Beurteilung der 

bildgebenden Untersuchungen und der Akten umfasse.

3.2.1  Bei der somatischen Begutachtung durch eine Fachärztin FMH für Physikalische 

Medizin und Rehabilitation wurden die Vorakten zur Kenntnis genommen und die 

Anamnese sowie die geklagten Beschwerden (Schmerzen im Nacken bds., in der 

Schultergürtelpartie dorsal, in der LWS mit Ausstrahlung in Gesäss und Oberschenkel 

bds. bis ca. zum Knie sowie ein Ziehen bds. in den Händen) erfragt. Die 

rheumatologischen Untersuchungsbefunde wurden erhoben. Ausserdem wurden die 

Röntgenbefunde berücksichtigt, namentlich das MRI der LWS vom 11. Februar 2013 

und dasjenige der HWS und BWS vom 23. Oktober 2013 (beide act. I-43). Im ersten 

waren unter anderem bei L3/4 und L4/5 Diskushöhenverminderungen, breitbasige 

Bulging (L4/5 mit leichter foraminaler Ausdehnung) und Spondylarthrosen mit leichtem 

Gelenkserguss, ausserdem Flavohypertrophien, insgesamt ohne Spinalkanalstenose, 

eine bilaterale Einengung der Foramina mit leichter Kompression der L4-Wurzeln 

bilateral, auf Höhe L5/S1 eine kleine mediane Hernie, eine Einengung des 

Neuroforamens links mit Tangierung der Wurzel L5 links, mögliche Reizung rechts, und 

eine degenerative ISG-Veränderung gefunden worden. Das zweite Bild hatte unter 

anderem eine breitbasige, bilateral das Neuroforamen gering einengende Diskushernie 

C5/6 ohne sichere Nervenwurzelkompression, und an der BWS mehrsegmentale 

mässige Osteochondrosen und Schmorl'sche Deckplattenhernien Th9-12, vereinbar 

mit einem Status nach Morbus Scheuermann gezeigt. Bei der EFL wurden alle Tests 

durchgeführt. Die Leistungsbereitschaft war jedoch gemäss dem Gutachten nicht 

zuverlässig und die Konsistenz war schlecht (wobei die Belastungswerte am zweiten 

Tag reproduziert worden seien). Es habe eine Selbstlimitierung infolge Schmerzes 

gegeben, die funktionell bedingte Leistungsgrenze sei nicht beobachtet worden. 

Aufgrund des Schmerz- und Schonverhaltens der Beschwerdeführerin hätten keine 

relevanten funktionellen Einschränkungen beobachtet werden können. Die 

Selbsteinschätzung ihrer Leistungsfähigkeit im - konsistenten - PACT-Test war 

hingegen mit der getesteten Leistungsfähigkeit vergleichbar (Belastbarkeitsniveau für 

leichte bis mittelschwere Lasten). Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei als mittelschwer 

klassifiziert worden. Insgesamt wurde festgehalten, aufgrund der Beobachtungen in der 

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EFL spreche nichts gegen eine mindestens leichte, wechselbelastende Tätigkeit. Eine 

Belastbarkeit für eine mittelschwere Tätigkeit sei hingegen auch bei guter 

Leistungsbereitschaft nicht anzunehmen. - Die Begutachtung erscheint diesbezüglich 

vollständig und ihr Ergebnis nachvollziehbar begründet. Im Übrigen ist eine 

weitgehende Übereinstimmung mit der rheumatologischen SMAB-Begutachtung (unten 

E. 3.3.1) festzustellen. 

3.2.2  Die versicherungsmedizinische Evaluation des neuropsychiatrischen 

Funktionspotenzials durch eine psychiatrisch-psychopathologische und 

verhaltensneurologische, neuro- und leistungspsychologische Untersuchung (durch Dr. 

med. N.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und eine Fachärztin für 

Neurologie der Neuropsychiatrisch-Leistungspsychologischen Abklärungs- und 

Begutachtungsstelle NLAB) für das AEH ergab, dass die Versicherte interaktionell 

kooperativ, auf ihre Schmerzen und Alltagsprobleme fixiert und davon kaum 

distanzierungsfähig, emotional vermindert auslenkbar und angetrieben wirkend 

gewesen sei. In Bezug auf Ausmass und Relevanz der kognitiven Defizite habe sie 

dissimuliert. Phänomenologisch habe sich eine schwere (vgl. act. I-60) bzw. 

mittelschwere (vgl. act. I-61) affektpathologische Veränderung feststellen lassen: die 

Gedankengänge seien eingeengt und die psychische und kognitive Belastbarkeit sowie 

die Kontroll- und Steuerungsfähigkeit seien erheblich beeinträchtigt gewesen. Es 

hätten auch Planungs- und Strukturierungsdefizite, eine Einschränkung der 

sprachlichen Lern- und Gedächtnisfunktionen, ein eingeschränktes Arbeitstempo und 

eine verminderte Reaktions- und Verarbeitungsgeschwindigkeit vorgelegen. Für eine 

Tätigkeit als Verkäuferin oder eine andere bildungsadäquate Tätigkeit bestehe - 

aufgrund einer Störung der handlungsbezogenen Kognition wegen Ablenkbarkeit, 

kognitiver Rigidität und verminderter Fehlerkontrolle - eine Arbeitsunfähigkeit von 80 

bis 100 %. Die affektpathologische Komponente gelte als reaktiv und überwindbar und 

qualifiziere deshalb normativ nicht für eine langfristige Arbeitsunfähigkeit. Insgesamt sei 

die Beschwerdeführerin vorderhand störungsbedingt, vor allem aufgrund der 

leistungspsychologischen Befunde, (noch) keinem Arbeitgeber zumutbar. Die 

Fahreignung sei zurzeit nicht gegeben. Vorzuschlagen sei eine psychiatrisch-

leistungspsychologische Verlaufskontrolle in zwei bis drei Monaten mit allfälliger 

Anpassung der Arbeitsfähigkeitsgrade. - In dieser Hinsicht ist zunächst festzuhalten, 

dass von guter Mitarbeit und Leistungsbereitschaft der Beschwerdeführerin 

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ausgegangen wurde, was als Unterschied zu den Feststellungen bei der EFL auffällt. 

Wenn auch, wie im psychiatrischen Teilgutachten festgehalten wurde, sich keine 

Hinweise für simulative Tendenzen oder bewusstseinsnahe Antwortverfälschungen 

ergeben haben, was durchaus zutreffen mag, so wäre doch eine ausdrückliche 

Auseinandersetzung damit zu erwarten gewesen. Soweit ersichtlich wurde zudem unter 

dem Aspekt einer Symptomvalidierung zur Objektivierung einzig ein Pseudo- 

(Motivations-) Gedächtnistest erwähnt, den die Beschwerdeführerin korrekt bearbeitet 

hat. Die Befunde sind schliesslich auch (damals noch) nicht mit den Alltagsaktivitäten 

verglichen worden, was für eine Objektivierung ebenfalls wichtig gewesen wäre. Bei 

einem Teil der beschriebenen Beeinträchtigungen des arbeitsbezogenen 

Funktionspotenzials (wie etwa den deutlichen Planungs- und Strukturierungsdefiziten) 

ist die Beurteilung ausserdem dadurch erschwert, dass sich kein Vergleich mit der 

neuropsychologischen Leistung ziehen lässt, welche die Beschwerdeführerin erbringen 

konnte, als sie noch (ohne Anhaltspunkt für Arbeitsunfähigkeit) im Erwerbsleben stand. 

Nach der Aktenlage ist des Weiteren insbesondere anzunehmen, dass die Ausprägung 

der erhobenen klinisch-objektiven Befunde (wie etwa Affektlabilität, verminderte 

affektive Modulations- und Resonanzfähigkeit, zum depressiven Pol geneigte 

Stimmung, formal eingeengtes Denken, verminderte Belastbarkeit, Ablenkbarkeit, vgl. 

act. I-59) auch wesentlich mit der damaligen akuten (zwei Wochen nach Trennung vom 

Partner bestehenden) sozialen Situation zusammenhing. Jedenfalls wurde bei der 

Begutachtung mit einer möglichen baldigen Änderung der Arbeitsunfähigkeit gerechnet 

(vgl. act. I-61). Das Begutachtungsergebnis einer vollen Arbeitsunfähigkeit aus 

psychiatrischen Gründen erscheint daher nicht ausreichend beweiskräftig, jedenfalls - 

wie der RAD am 9. Juni 2015 festgehalten hatte - nicht für eine längere Zeit dauernde 

Arbeitsunfähigkeit (vgl. auch unten E. 3.4.2 und 3.5).

3.3  Gemäss dem Gutachten des SMAB vom 23. September 2015 (nach BGE 141 V 

281), das auf einer knapp ein Jahr nach dem AEH-Gutachten (im August 2015) 

erfolgten Begutachtung beruht, wurden die Vorakten und zusätzliche Berichte zur 

Kenntnis genommen und es wurden Untersuchungen in (federführender) 

psychiatrischer und rheumatologischer Hinsicht durchgeführt.

3.3.1  Im Gutachten wurden zunächst die (oben in E. 3.2.1 erwähnten) Befunde des 

MRI der LWS vom 11. Februar 2013 umschrieben als deutliche hypertrophe 

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Spondylarthrose, die zu einer bilateralen Einengung der Neuroforamina auf Höhe L4/5 

mit Kompression der L4-Wurzeln bilateral führe. Auf Höhe L5/S1 führe eine 

linksbetonte Spondylarthrose zu einer Tangierung der linken L5-Wurzel foraminal. Bei 

Nachweis eines leichten Gelenksergusses in den Facettengelenken L4/5 bestehe der 

Verdacht auf eine segmentale Instabilität. Das MRI der HWS (und BWS) vom 23. 

Oktober 2013 habe eine mehrsegmentale zervikal akzentuierte osteodiskoligamentäre 

degenerative Veränderung mit breitbasiger Diskushernie im Segment C5/6 ohne 

Hinweis auf eine Myelopathie, jedoch eine mögliche Affektion der Wurzel C6 beidseits 

gezeigt. Der Gutachter der Rheumatologie erhob die Befunde und hielt unter anderem 

fest, die Rumpf- und Extremitätenmuskulatur sei gut ausgebildet gewesen. Es sei eine 

Symptomausweitung mit Selbstlimitierung zu beobachten gewesen, derentwegen es 

schwierig gewesen sei, sicher eine Funktionsstörung des Bewegungsapparates zu 

objektivieren. Eine neurologische Symptomatik in Form eines Reiz- oder 

Ausfallsyndroms sei nicht nachweisbar gewesen. Es bestehe zweifellos "eine 

Diskrepanz zwischen den klinisch objektiven Befunden und der Interpretation der als 

eindrücklich bewerteten bildgebenden degenerativen Veränderungen am Achsenskelett 

und der subjektiven Schmerzwahrnehmung" durch die Beschwerdeführerin. Die 

generalisierten polymyalgischen Schmerzen seien im klinischen Kontext durch die 

degenerativen Veränderungen ungenügend erklärt und als Ausdruck der 

Symptomausweitung mit Fokussierung auf die Schmerzproblematik zu verstehen. Aus 

rheumatologischer Sicht sei medizinisch theoretisch mindestens eine leichte bis 

intermittierend mittelschwere wechselbelastende körperliche Tätigkeit ganztags (mit 

voller Produktionsleistung) zumutbar. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit an der Kasse 

dürfte wegen der Bewegungsstereotypie und der Obliegenheit, auch mit Lasten zu 

hantieren, als mittelschwer einzustufen und deshalb nicht mehr zumutbar sein. Auf 

diese unter Berücksichtigung der bildgebenden wie der klinischen Befunde 

abgegebene, begründete Beurteilung kann abgestellt werden.

3.3.2  Bei der psychiatrischen SMAB-Begutachtung wurde festgehalten, die 

Beschwerdeführerin habe berichtet, besondere Probleme mit Stresssituationen und 

aussergewöhnlichen Belastungen zu haben. Wenn sie ohne solche Situationen den 

gewohnten Tagesablauf habe, gehe es einigermassen. Doch auch dann wache sie 

wegen der Schmerzen, besonders an den Schultern und vom linken Unterschenkel bis 

zu den Zehenspitzen, nachts ein- bis zweimal auf. Sie grüble dann wie auch tagsüber 

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über ihre Zukunft nach und habe diesbezüglich grosse Ängste. Sie habe (2014) nach 

Schikanen und Mobbing am Arbeitsplatz die Stelle verloren, eine verletzende Trennung 

erlebt und deshalb auch die Wohnung verloren. Auf dem Arbeitsmarkt rechne sie sich 

in ihrem Alter und angesichts der Schmerzen und psychischen Probleme wenig 

Chancen aus. Auf Anraten ihres Hausarztes und ihres HNO-Arztes (der Tinnitus 

festgestellt habe) habe sie vor etwa drei Jahren eine psychiatrische Behandlung 

aufgenommen, mit sehr unterschiedlicher Therapiehäufigkeit (mal alle ein bis zwei 

Monate, dann wieder häufiger), seit längerem mit nur noch seltenen Konsultationen, 

vielleicht etwa alle drei bis vier Monate (bei Dr. I.___). Seit etwa drei Monaten habe sie 

wegen der Trennung alle zwei Wochen ein Gespräch (bei F.___). Bei der 

gutachterlichen Befunderhebung zeigte sich sodann einzig eine leichte 

Antriebsminderung (vgl. IV-act. 100-23 f.). Der Gutachter erklärte, im Wesentlichen 

liege eine depressive Symptomatik mit ängstlicher Komponente vor, jedoch nicht im 

Schweregrad einer depressiven Episode. Selbst für eine nur leichte depressive Episode 

müssten mindestens zwei der drei Hauptsymptome (depressive Stimmung, Verlust von 

Interesse und Lebensfreude, Antriebsminderung) deutlich ausgeprägt sein. Ein Verlust 

von Interesse und Freude sei jedoch aus dem geschilderten Tagesablauf nicht 

erkennbar. Der nur geringfügig ausgeprägten Antriebsminderung vermöge die 

Beschwerdeführerin mit einer strukturierten Tagesgestaltung ausreichend zu 

begegnen. Da die Symptomatik in eindeutiger Beziehung zu einer belastenden 

Lebenssituation (Verlust des Arbeitsplatzes, unsichere berufliche Perspektive) stehe, 

ergebe sich die Diagnose einer Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion. Am 

ehesten sei ausserdem anzunehmen, dass die im Wesentlichen organisch erklärbare 

Schmerzsymptomatik zusätzlich im Sinn der Diagnose F54 psychogen überlagert sei. 

Die Diagnose komme in Frage, wenn psychosoziale Belastungen zu einer psychogenen 

Überlagerung beitragen würden, ohne dass diesen Faktoren entscheidender Einfluss 

auf Entstehung und Verlauf des Schmerzsyndroms zukäme (vgl. IV-act. 25). Der 

Gutachter setzte sich ferner mit den Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 

auseinander und hielt unter anderem fest, was den Ausprägungsgrad der 

diagnoserelevanten Befunde betreffe, sei (anstelle von F54) die Diagnose einer 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zu diskutieren, doch liege der hierfür 

vorausgesetzte erhebliche Mindestschweregrad nicht vor. Es bestünden keine 

ressourcenhemmenden persönlichkeitsbezogenen Auffälligkeiten, dagegen mehrere 

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soziale Belastungsfaktoren, die das psychiatrische Krankheitsbild bis zu einem 

gewissen Grad mitbestimmten und erklärten. Darüber hinaus liege aber eindeutig ein 

psychiatrisches Krankheitsbild mit Eigendynamik (und nicht allein eine soziale 

Problematik) vor. Da die Beschwerdeführerin (wie schon vor der IV-Anmeldung) die ihr 

angebotenen therapeutischen Optionen wahrnehme, sei ein relevanter Leidensdruck 

anzunehmen. Bezüglich der Frage nach gleichmässiger Einschränkung des 

Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen bestehe indessen eine 

erhebliche Inkonsistenz (vgl. IV-act. 100-25 ff.). Der Gutachter der Psychiatrie schloss, 

aufgrund der schon seit langem bestehenden Anpassungsstörung bestünden 

Fähigkeitsstörungen in den Bereichen Durchhaltevermögen, Flexibilität, 

Umstellungsfähigkeit und emotionale Belastbarkeit. Eine berufliche Tätigkeit könnte die 

Beschwerdeführerin in vollem zeitlichem Umfang (8.5 Stunden pro Tag) ausüben, doch 

bestehe ein erhöhter Pausenbedarf entsprechend einer Leistungsminderung um 20 %. 

Die Arbeitsfähigkeit betrage daher 80 %. Des Weiteren setzte sich der Gutachter auch 

nachvollziehbar mit den in IV-act. 100-28 f. erwähnten psychiatrischen Beurteilungen 

(von Dr. med. O.___ [vgl. IV-act. 100-6], Dr. D.___, Dr. I.___) auseinander. Das 

neuropsychiatrische Teilgutachten vom 4. November 2014 für die AEH hingegen ist 

zwar im SMAB-Gutachten bei den Vorakten erwähnt (vgl. IV-act. 100-8), scheint dem 

SMAB-Gutachter der Psychiatrie aber nicht vorgelegen zu haben (vgl. IV-act. 100-28). 

Er konnte sich diesbezüglich lediglich mit dem Bericht des betreffenden NLAB-

Psychiaters Dr. N.___ vom 21. Mai 2014 befassen, in dem eine volle Arbeitsunfähigkeit 

attestiert worden war (allerdings offenbar ohne Angabe von ICD-10-Diagnose oder 

psychischem Befund; vgl. IV-act. 100-28, 7), im Übrigen ausserdem mit dem AEH-

Gutachten vom 11. November 2014 als solchem. Die psychiatrische SMAB-Beurteilung 

erscheint insgesamt gut nachvollziehbar begründet und überzeugend. Namentlich hat 

der Gutachter - im Unterschied zum AEH - die psychischen Beschwerden der 

Beschwerdeführerin wie erwähnt anhand der Standardindikatoren objektiviert und 

plausibel gewertet. Auf die bei diesen Gegebenheiten gutachterlich festgestellte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 20 % ist (zunächst für die Begutachtungszeit; 

im Weiteren unten E. 3.4) daher - auch in rechtlicher Hinsicht - abzustellen. 

3.4 

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3.4.1  Was den (retrospektiven) Verlauf der gesundheitlichen Beeinträchtigung betrifft, 

hat der SMAB-Gutachter der Rheumatologie dargelegt, die hausärztlich bescheinigte 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 25. Oktober 2013 sei unter Berücksichtigung der 

Arbeitsplatzabklärung von Januar 2014 - also bezogen auf die (für die 

Invaliditätsbemessung schliesslich nicht relevante) bisherige Tätigkeit - (auch bei der 

Begutachtung vom August 2015) noch immer nachvollziehbar. Die AEH-Feststellung 

einer Zumutbarkeit mindestens leichter wechselbelastender Tätigkeit treffe unverändert 

zu (vgl. IV-act. 100-35 f.).

3.4.2  Psychiatrisch gesehen ist gemäss dem SMAB-Gutachter am ehesten davon 

auszugehen, dass ab Beginn des Jahres 2014 eine psychiatrisch bedingte 

Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % vorlag. Zeitweilig möge diese auch höher 

gelegen haben, vermutlich aber nicht über 50 %. Ab Ende September 2014 sei eine 

Medikation eingesetzt worden, was zu einer Besserung der Depression der 

Beschwerdeführerin und einer Abnahme der psychiatrisch bedingten Arbeitsunfähigkeit 

bis hin zum aktuellen Wert von 20 % geführt haben dürfte.

3.5  Die (zeitnäheren) psychiatrischen Berichte sind nach Auffassung des SMAB-

Gutachters eher problematisch (vgl. IV-act. 100-29); der Beweiswert ist denn auch 

mangels ausreichender Objektivierung wie erwähnt kritisch (vgl. oben E. 3.2.2). Es ist 

daher auf die Beurteilung des SMAB-Gutachters abzustellen und mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit insgesamt anzunehmen, dass der Beschwerdeführerin eine 

adaptierte Tätigkeit (wie massgebend) ab Beginn des Jahres 2014 psychiatrisch 

gesehen nicht mehr voll, sondern höchstens noch zu 80 % zumutbar war. Eine 

zeitweilig in höherem Ausmass, nämlich zu höchstens 50 % beeinträchtigte 

Arbeitsfähigkeit hielt der Psychiater wie erwähnt für möglich, doch traf er keine 

präzisen zeitlichen Eingrenzungen. Dass er durch den Einsatz des Medikaments ab 

Ende September 2014 eine Besserung hin zu den 20 % Arbeitsunfähigkeit zum 

Zeitpunkt seiner Begutachtung annahm, lässt schliessen, dass er von einem 20 % 

übersteigenden Wert für die betreffende Phase vor September 2014 ausging (vgl. auch 

AEH-Gutachten anfangs Oktober 2014). Innert welcher Frist eine rentenerhebliche 

Besserung anzunehmen ist, lässt sich wiederum nicht eruieren. Dazu wären auch bei 

ergänzenden Abklärungen keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten. Da es sich 

nach der Aktenlage bei den höheren Arbeitsunfähigkeitsphasen aber lediglich um 

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vorübergehendes Geschehen handelte, rechtfertigt es sich insgesamt nicht, ab 

Oktober 2014 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer längerdauernden, 20 % 

relevant übersteigenden Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit auszugehen (vgl. 

unten E. 4.4). Ob die von den SMAB-Gutachtern bis ca. Ende 2015 erwartete relevante 

weitere Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin (vgl. IV-act. 

100-29) eingetreten sei, kann offengelassen werden, da schon bei der 

Arbeitsunfähigkeit von 20 % kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vorliegt. 

3.6  Die Beschwerdeführerin lässt einwenden, die Depression sei nicht abgeklungen, 

wie sich aus dem Bericht von Dr. B.___ vom 15. Februar 2016 ergebe, und die 

Diagnose einer Fibromyalgie sei nicht gutachterlich geprüft worden. Dr. B.___ hat im 

betreffenden ärztlichen Zeugnis - ohne weitere Angaben - eine mittelgradige bis 

schwere depressive Episode und eine ausgeprägte Fibromyalgie genannt. Dr. J.___ hat 

im Bericht vom 1. Februar 2016 ebenfalls eine Fibromyalgie diagnostiziert; 15/18 

Tenderpoints seien druckschmerzhaft gewesen. Auch Dr. G.___ hatte am 4. September 

2014 beim Status berichtet, bei nahezu allen Tenderpoints habe ein Druckschmerz 

bestanden. Die Kontrollpunkte sind allerdings jeweils nicht beschrieben worden. Prof. 

K.___ und Dr. M.___ nennen die Diagnose lediglich als Differenzialdiagnose (bzw. als 

sekundäres Leiden). Die beschriebenen chronischen ausgedehnten muskuloskelettalen 

Schmerzen dagegen sind, was wesentlich ist, im Gutachten mit entsprechender 

objektivierender Bewertung gewürdigt worden. Gegen die überzeugenden 

fachärztlichen rheumatologischen und psychiatrischen Ausführungen des SMAB 

vermögen die abweichenden Berichte im Beweiswert nicht anzukommen. Die gemäss 

dem Bericht von Prof. K.___ vom 13. August 2015 diagnostizierte ausgeprägte AL-

Amyloidose (Lambda Leichtketten) der zervikalen Lymphknoten und des perinodalen 

Fettgewebes war im Übrigen nicht Anlass, eine Arbeitsunfähigkeit zu attestieren. Dass 

eine Lymphknotenexzision erfolgt war und Amyloidablagerungen gefunden worden 

waren, ist bei der SMAB-Begutachtung bereits bekannt gewesen (vgl. act. I-9).

4. 

4.1  Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/23

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Gesunde tatsächlich verdienen würde. Dabei ist in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn 

anzuknüpfen (vgl. etwa Bundesgerichtsentscheid 9C_422/2015 vom 7. Dezember 

2015). - Im Jahr 2012, dem Jahr vor jenem mit Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, hat die 

Beschwerdeführerin gemäss IK-Auszug (IV-act. 6-1) Fr. 59'948.-- verdient. Es kann mit 

der Beschwerdegegnerin angenommen werden, dass dieser Betrag das 

Valideneinkommen 2012 repräsentiert. Der interne Wechsel des Arbeitsplatzes hat, wie 

nach dem IK-Auszug zu schliessen ist, keine gesundheitsbedingte Lohneinbusse mit 

sich gebracht. Ein weiterer Einkommensvergleich für die Zeit nach 2012 erübrigt sich, 

da angesichts des minimen Anstiegs des tatsächlichen Einkommens von 2011 auf 

2012 nicht mit einer relevant anders als der allgemeinen Nominallohnentwicklung 

entsprechend verlaufenden Einkommensentwicklung zu rechnen ist.

4.2  Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.

4.2.1  Da die Beschwerdeführerin im massgeblichen Zeitraum keine Erwerbstätigkeit 

mehr ausgeübt hat, sind rechtsprechungsgemäss (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 

7. April 2016, 9C_783/2015; BGE 139 V 592 E. 2.3) grundsätzlich statistische Werte 

(Tabellenlöhne) beizuziehen. Der durchschnittliche Bruttolohn von Frauen für einfache 

Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) im privaten 

Sektor lag im Jahr 2012 bei Fr. 51'441.-- (vgl. Anhang 2 der Textausgabe 

Invalidenversicherung, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Gesetze und 

Verordnungen, 2018, herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV, S. 222, 

basierend auf der Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE des 

Bundesamtes für Statistik). Der grundsätzlichen Zumutbarkeit einer Arbeitstätigkeit der 

Beschwerdeführerin auf dem Arbeitsmarkt - als Voraussetzung für die Anrechnung 

eines solchen statistischen Einkommens - steht nach dem oben Dargelegten 

medizinisch nichts entgegen. Es ist zudem davon auszugehen, dass ein ausgeglichener 

Arbeitsmarkt, wie er zur Abgrenzung zum Risiko der Arbeitslosigkeit für die 

Invaliditätsbemessung massgeblich ist, für die Beschwerdeführerin mit ihren erwähnten 

krankheitsbedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit noch zureichend viele 

Arbeitsmöglichkeiten bietet, das Finden einer Anstellung also nicht realitätsfremd ist. 

Die Restarbeitsfähigkeit hat auch nicht etwa wegen ihres Alters als unverwertbar zu 

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gelten. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene 

Leistungsvermögen auf einem solchen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, 

hängt rechtsprechungsgemäss nämlich von den Umständen des Einzelfalls ab. 

Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner 

Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem 

Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und 

Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von 

Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (vgl. 9C_358/2014 vom 21. 

November 2014 E. 7.1). Für die Annahme einer Unverwertbarkeit infolge eines höheren 

Lebensalters bestehen verhältnismässig hohe Hürden (vgl. Bundesgerichtsentscheid 

vom 9. Juli 2015, 9C_118/2015; Kasuistik etwa in den Bundesgerichtsentscheiden 

9C_847/2015 vom 30. Dezember 2015 und 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009). Zu 

berücksichtigen ist namentlich, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Erwerbsleben 

bereits in verschiedensten Tätigkeiten gearbeitet hat (vgl. IV-act. 16-9) und verträglich, 

kontaktfreudig und sehr leistungsorientiert ist (vgl. IV-act. 100-24).

4.2.2  Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre 

gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur 

mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den 

Tabellenlöhnen zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss 

aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der 

Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % 

des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). Die 

gesundheitlich bedingten Einschränkungen der Beschwerdeführerin sind mit der 

medizinisch begründeten Arbeitsunfähigkeitsschätzung berücksichtigt. Ein Abzug 

wegen nicht mehr zumutbarer Schwerarbeit fällt, da der Tabellenlohn des 

Kompetenzniveaus 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten 

umfasst, nicht in Betracht (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 24. Mai 2018, 

8C_884/2017 E. 4.2, zu den Faktoren Alter sowie Schwerarbeit auch 

Bundesgerichtsentscheid vom 26. April 2018, 8C_699/2017 E. 3.2 f.). Ebenso wenig 

abzugsrelevant ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Umstand, dass 

bei vollzeitlicher Präsenz nur ein eingeschränktes Rendement möglich ist (vgl. 

Bundesgerichtsentscheid vom 4. April 2012, 8C_20/2012) oder dass Frauen teilzeitlich 

tätig sind (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 30. November 2012, 8C_712/2012 E. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/23

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4.2.2). - Eine Herabsetzung des Tabellenlohns ausserhalb eines Abzugs gemäss BGE 

134 V 322 fällt schliesslich ebenfalls nicht in Betracht.

4.3  Zu berücksichtigen ist die Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin um 20 %, womit sich ein Invalideneinkommen von rund Fr. 

41'153.-- ergibt. Im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 59'948.-- zeigt sich damit 

ein Invaliditätsgrad von rund 31 %. Selbst wenn ein Abzug von 10 % zugestanden 

werden könnte (Invalideneinkommen Fr. 37'038.--), bestünde im Übrigen (mit 38 %) 

kein Invaliditätsgrad rentenbegründenden Ausmasses.

4.4  Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, 

erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) 

sind (lit. c). Unter dem Aspekt von Art. 29 Abs. 1 IVG (Rentenanspruch frühestens nach 

Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 

29 Abs. 1 ATSG) könnte ein Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bei Anmeldung 

im Juli 2013 frühestens im Januar 2014 entstehen. Es ist jedoch davon auszugehen, 

dass ein mögliches Wartejahr erst am 25. Oktober 2014 ablief. Für jenen Zeitpunkt ist 

allerdings nach der Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht von einer 

noch längere Zeit dauernden (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) mindestens 40 % betragenden 

Erwerbsunfähigkeit (und Invalidität) auszugehen (vgl. E. 3.5), so dass kein 

Rentenanspruch besteht.

5. 

5.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als 

unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit 

dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr 

getilgt. 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen, unter 

Anrechnung des bezahlten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.08.2018
	Würdigung von zwei bidisziplinären Gutachten und verschiedener ärztlicher Berichte (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. August 2018, IV 2016/313). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_668/2018.

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		2025-07-19T05:54:23+0200
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