# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e16f34cd-b980-59f1-8c15-410a66df491f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.01.2015 725 14 264 (725 2014 264)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-264_2015-01-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. Januar 2015 (725 14 255 / 725 14 264) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallkausalität, Beweiswert von Gutachten 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Yves Thommen, Gerichtsschreiber Tobias Rebmann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 1, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Lange Gasse 90, 4052 Basel 
 
 
SUVA, Abteilung Militärversicherung, Postfach 8715, 3001 Bern, 
Beschwerdeführerin 2 

  
 
gegen 
 
 

 Visana Versicherungen AG, Leistungszentrum UVG, Weltpoststras-
se 19, 3000 Bern 15, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1966 geborene A.____ erlitt am 21. Juni 1985 einen Unfall, als er von einer Mauer 
auf ein Trottoir sprang und sich dabei das rechte Knie verletzte. Nachdem er am 15. Juli 1985 in 
die Rekrutenschule eingerückt war, verletzte er sich am 21. September 1985 beim Handball-
spielen erneut am rechten Knie. Am 7. Oktober 1985 wurde sein Knie operiert und eine Ersatz-

 

 
 
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plastik vorgenommen, wobei das damalige Bundesamt für Militärversicherung (seit 1. Juli 2005: 
SUVA [Schweizerische Unfallversicherungsanstalt], Abteilung Militärversicherung) die entspre-
chenden Kosten übernahm. 
 
B. Seit dem 1. Januar 2010 arbeitete A.____ als Project Manager bei der G.____ und war 
durch die Arbeitgeberin bei der Visana Versicherungen AG (Visana) obligatorisch gegen die 
Folgen von Unfällen versichert. Am 23. Juli 2013 erlitt er einen weiteren Unfall, als er sich beim 
Fussballspielen übertrat und hinfiel. Am 26. August 2013 wurde eine MRT-Untersuchung 
durchgeführt und am 1. Oktober 2013 wurde das rechte Knie arthroskopisch operiert. Mit Verfü-
gung vom 22. November 2013 teilte ihm die Visana mit, dass es beim Ereignis vom 
23. Juli 2013 zu einer vorübergehenden schmerzhaften Aktivierung des Vorzustands gekom-
men sei. Da sich im MRT vom 26. August 2013 keine Befunde hätten erheben lassen, die 
überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 23. Juli 2013 zurückzuführen seien, könne 
mit diesem Datum von einem Status quo sine ausgegangen werden. Demnach sei der natürli-
che Kausalzusammenhang nicht mehr gegeben, weshalb die Versicherungsleistungen per 
26. August 2013 eingestellt würden. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Visana mit 
Entscheid vom 21. Juli 2014 ab.  
 
C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella 
Biaggi, am 1. September 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid 
aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin dazu zu verurteilen, weiterhin die gesetzlichen 
Leistungen zu erbringen, eventualiter sei eine gutachterliche Expertise durch das Gericht anzu-
ordnen; unter o/e-Kostenfolge.  
 
D. Am 8. September 2014 erhob die SUVA, Abteilung Militärversicherung, ebenfalls Be-
schwerde gegen den Einspracheentscheid beim Kantonsgericht. Sie beantragte, der angefoch-
tene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Visana sei zu verpflichten, A.____ die ge-
setzlichen Leistungen auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung der Beschwerden 
wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass durch das Unfallereignis vom 23. Juli 2013 ein beste-
hender Vorzustand verschlimmert worden sei und die durch das Ereignis verursachten Be-
schwerden am 26. August 2013 noch nicht behoben gewesen seien. 
 
E. Mit Verfügung vom 15. September 2014 wurden die vorliegenden Beschwerdeverfahren 
zusammengelegt.  
 
F. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 28. Oktober 2014 auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.  Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 

 

 
 
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ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zur Beschwerde ist gemäss Art. 59 ATSG berechtigt, wer durch die angefoch-
tene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ände-
rung hat. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerden zuständig. Auf die – im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobenen – Beschwerden vom 1. September 2014 bzw. 8. September 2014 
ist demnach einzutreten.  
 
2. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungs-
leistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 23. Juli 2013 zu Recht per 26. August 2013  
eingestellt hat.  
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – 
voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen 
einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzu-

 

 
 
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sammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwal-
tung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach 
dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung ei-
nes Leistungsanspruchs nicht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die 
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo si-
ne), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-
schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich feh-
lender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine an-
spruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast – anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Dieser muss jedoch nicht den Beweis 
für unfallfremde Ursachen erbringen. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, 
ist unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-
schadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Ebenso wenig geht 
es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheits-
schaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Sozial-
versicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2008 UV Nr. 11 S. 35 E. 3.3 mit Hinweisen). Beizu-
fügen ist, dass die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer und nicht die versicherte Per-
son die Beweislast für das Dahinfallen der natürlichen Unfallkausalität trägt, erst Platz greift, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes und der Be-
weiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrschein-
lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
3.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau-
salzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig 
auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi-
zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie 
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 

 

 
 
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bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
4. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind im Wesentlichen die folgenden medi-
zinischen Unterlagen zu berücksichtigen:  
 
4.1 Dr. med. B.____, FMH Radiologie, hielt mit Bericht vom 27. August 2013 fest, dass 
eine fortgeschrittene Femoropatellargelenksarthrose mit Knorpeldefekten vorhanden sei, vor 
allem an der lateralen Facette mit Ödem angrenzend im Markraum. Weiter bestünden deutliche, 
wahrscheinlich degenerativ bedingte Signalveränderungen des medialen Meniskushorns mit 
angrenzendem Ganglion auf Höhe der zentralen Fixation posterior. Es sei keine rissverdächtige 
Meniskusläsion nachweisbar.  
 
4.2 Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, hielt in seinem Operationsbericht vom 2. Oktober 2013 fest, dass beim Patienten ein 
Zustand nach offener vorderer Kreuzbandplastik 1985 bestehe und ein Status nach Schrau-
benentfernung am rechten Kniegelenk am 26. April 1988. Es habe sich eine posttraumatische 
Arthrose femoropatellär entwickelt und der Patient habe ebenso Schmerzen am Tibiakopf me-
dial über dem Bohrloch der Kreuzbandplastik, wo eine sehr derbe Resistenz palpabel sei. 
Dr. C.____ hielt fest, dass er sich zur Kontrollarthroskopie, Revision und Exzision der Resistenz 
am medialen Tibiakopf links entschlossen habe. Beim Patienten bestehe eine fortgeschrittene 
Femoropatellararthrose, sowohl retropatellär wie auch im femoralen Gleitlager sei eine Chond-
romalazie Grad III bis IV vorhanden. Im femoralen Gleitlager sei vor allem medialseits ein insta-
biler Randknorpel auszumachen und die Patella sei zentriert. In Bezug auf das mediale Kom-

 

 
 
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partiment hielt Dr. C.____ eine Chondromalazie Grad II in der Belastungszone der medialen 
Femukondylenrolle fest. Weiter bestünden eine oberflächliche Chondromalazie am Tibiaplateau 
sowie eine Läsion des medialen Meniskushinterhornes. Das Intercondylicum sei ziemlich ver-
narbt und eine gute Einsicht sei nicht möglich, weshalb durch den anteromedialen Arbeitszu-
gang mit dem Shaver und dem Arthrocare zuerst ein Narbendebridement durchgeführt werde. 
Das hintere Kreuzband sei suffizient und unauffällig. Das vordere Kreuzband verlaufe anato-
misch und sei revaskularisiert. Bei vorderer Schubladenbewegung bestehe ein leicht verzöger-
tes Anspannen. In Bezug auf das laterale Kompartiment hielt Dr. C.____ Folgendes fest: Im 
lateralen Meniskuscorus bestehe ein kleiner Querriss, sonst unauffälliger lateraler Meniskus. In 
der Belastungszone der lateralen Femurkondylenrolle bestehe eine oberflächliche Chondro-
malazie I. Am Tibiaplateau bestünden schöne Knorperverhältnisse, der Hiatus popliteus und die 
Poplitealsehne seien unauffällig. 
 
4.3  Dr. C.____ teilte der Beschwerdegegnerin am 10. Oktober 2013 auf entsprechende 
Anfrage mit, dass keine Konsultationsberichte bestünden bzw. erstellt würden. Allfällige weitere 
Fragen seien in Form einer detaillierten Zeugnisanfrage zu stellen. 
 
4.4 In seiner vertrauensärztlichen Beurteilung zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 
5. November 2013 kam Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie, nach Konsultation der 
vorhandenen Unterlagen zum Schluss, dass das Ereignis vom 23. Juli 2013 zu Schmerzen im 
rechten Knie geführt habe. Welche konkreten Verletzungen dabei entstanden sein könnten, sei 
leider nicht nachvollziehbar, da der erstbehandelnde Arzt (Dr. C.____) keine diesbezüglichen 
Befunde schriftlich dokumentiert habe. Im MRT vom 26. August 2013 seien erhebliche struktu-
relle Alterationen gefunden worden, welche alle älteren Datums seien. 1985 habe sich der Ver-
sicherte einer Ersatzplastik des vorderen Kreuzbandes unterziehen müssen und seither sei es 
zur kontinuierlichen Entwicklung von arthrotischen Veränderungen femoropatellar und etwas 
geringer auch im medialen Kompartiment gekommen. Auch eine Signalaltera-tion am medialen 
Meniskus werde vom Radiologen in seinem Bericht vom 27. August 2013 als „wahrscheinlich 
degenerativ bedingt“ bezeichnet. Insgesamt liessen sich somit anhand der zur Verfügung ste-
henden Dokumente keine pathologischen Befunde objektivieren, die überwiegend wahrschein-
lich beim Ereignis vom 23. Juli 2013 neu entstanden seien. Dies würde auch durch die im Ope-
rationsbericht vermerkte Indikation bestätigt. Weiter hielt Dr. D.____ fest, dass das Ereignis den 
Vorzustand bloss vorübergehend im Sinne einer schmerzhaften Aktivierung verschlimmert ha-
be. Von einem Status quo sine dürfe ab 26. August 2013 ausgegangen werden, als sich in einer 
MRT keine Befunde mehr hätten erheben lassen, die überwiegend wahrscheinlich auf das Er-
eignis vom 23. Juli 2013 zurückzuführen gewesen seien. 
 
4.5 Der Kreisarzt Militärversicherung Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt in seiner Beurteilung vom 21. Januar 2014 fest, 
dass die Arthroskopie vom 1. Oktober 2013 in einem überwiegend wahrscheinlichen Zusam-
menhang mit dem Ereignis vom 23. Juli 2013 stehe. Bis zu diesem Zeitpunkt sei, gemäss An-
gaben des Versicherten, mit dem Knie alles in Ordnung gewesen. 
 

 

 
 
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4.6 Mit Bericht vom 27. Februar 2014 führte Dr. C.____ aus, bei der Arthroskopie habe die 
mediale Meniskusläsion als lappenförmige Läsion imponiert. Sie dürfte deshalb Folge des am 
23. Juli 2014 erlittenen Unfalls sein. Die laterale Meniskusläsion sei seines Erachtens eher im 
Rahmen einer degenerativen Meniskopathie anzusehen. Der erlittene Unfall habe zu einer rich-
tungsgebenden Verschlimmerung des Vorzustands geführt. Dies bereits darum, weil die media-
le Meniskusläsion bei schon bestehender zweitgradiger Chondromalazie an der Femurkondy-
lenrolle einen negativen Einfluss auf die Progression der posttraumatisch vorbestehenden Arth-
rose haben dürfte. Zusammenfassend sei er deshalb der Meinung, dass der Unfall einerseits zu 
einer medialen Meniskusläsion und andererseits zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung 
des Vorzustands geführt habe. Durch diese Verschlimmerung sei die arthroskopische Operation 
notwendig geworden und der Status quo sine sei frühestens vier bis sechs Monate nach erfolg-
ter Operation erreicht worden. 
 
4.7 Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie, hielt in seiner Beurteilung vom 15. Juli 
2014 zuhanden der Beschwerdegegnerin fest, dass präoperativ keine klinischen Befunde in den 
Akten seien, welche die Möglichkeit einer Überprüfung der Unfallkausalität der beklagten Be-
schwerden eröffnen würden. Es erstaune und sei nicht lege artis, wenn keine Konsultationsbe-
richte erstellt würden, wie von Dr. C.____ am 10. Oktober 2013 mitgeteilt worden sei. Im MRT 
vom 26. August 2013 fänden sich keine Hinweise, welche mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit auf einen schädigenden Krafteinfluss nur gerade knapp fünf Wochen zuvor hindeuten könn-
ten. Die Signalstörung im medialen Meniskus sei überwiegend wahrscheinlich degenerativ, wie 
bereits der Radiologe Dr. B.____ festgehalten habe. Dies überzeuge auch deshalb, weil perifo-
kal ein kleines, an die Meniskusläsion angrenzendes polylobuliertes Ganglion bestehe. Dessen 
Entstehung dauere mindestens mehrere Monate und sei trotz gegensätzlicher Diskussion in der 
Literatur überwiegend wahrscheinlich Ausdruck der Degeneration. Zudem seien in der perifoka-
len Umgebung keine weiteren Signalstörungen (bone bruise, Ödem usw.) nachgewiesen, wel-
che auf die akute Schädigung hinweisen könnten. Tatsache bleibe, dass im Operationsbericht 
im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 23. Juli 2013 eine eindeutig unfallfremde Indikation 
ausgewiesen sei. Daran vermöge die nachträglich gemachte und gegenteilige Behauptung von 
Dr. C.____ vom 27. Februar 2014, die Verschlimmerung des Vorzustandes sei die Indikation 
zur Operation gewesen, nichts zu ändern, insbesondere auch deshalb nicht, weil den Akten 
weder eine hinreichende Dokumentation noch eine nachvollziehbare und überwiegend wahr-
scheinliche Begründung für diese Verschlimmerung zu entnehmen sei. Weshalb bei der gege-
benen Kausalitätsfrage vom Operateur keine aussagekräftigen Unterlagen vorgelegt würden, 
entziehe sich seiner Kenntnis. Dass es sich um eine Lappenläsion am medialen Meniskus ge-
handelt haben solle, sei dem Operationsbericht im Übrigen nicht zu entnehmen und werde erst 
im Bericht vom 27. Februar 2014 erwähnt. Darin bleibe aber unerwähnt, dass die natürliche 
respektive schicksalhafte Entstehung einer Meniskusläsion im Rahmen der perifokalen Chond-
ropathie das Wahrscheinlichste sei und es unwahrscheinlich bleibe, dass die Behandlungsbe-
dürftigkeit auf eine mögliche respektive hypothetische und nicht beweisbare zusätzliche Rissbil-
dung im bereits vorgeschädigten Meniskus zurückgeführt werden könne. Degenerative Menis-
kusrisse entstünden durch chronische und wiederholte Einwirkungen normaler Kräfte im Le-
bensalltag und seien im Alter ab 40 Jahren die Regel.  
 

 

 
 
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Dass bei einem Sturz vorübergehend Schmerzen auftreten könnten (wegen Mikroverletzung in 
schmerzinnervierten Weichteilen), sei hinreichend bekannt, doch würden derartige Verletzun-
gen immer und folgenlos ausheilen, ohne dass eine ärztliche Behandlungsnotwendigkeit dafür 
bestehe oder dass davon eine Funktionsbeschränkung abgeleitet werden könne oder müsse. 
 
4.8 In einer weiteren Beurteilung vom 29. Juli 2014 hielt der Kreisarzt Militärversicherung 
Dr. E.____ fest, dass der MRT-Befund vom 26. August 2013 eine fortgeschrittene Femoropatel-
lararthrose mit stellenweise fehlendem Knorpel sowie ausgeprägten osteophytären Reaktionen 
zeige. Dies sei ein MRT-Befund, wie er aufgrund altersentsprechender Veränderungen durch-
aus auch ohne Unfallereignis bei entsprechenden Beschwerden häufig zu finden sei. Festzuhal-
ten sei jedoch auch, dass bis zum Ereignis vom 23. Juli 2013 das rechte Knie voll belastbar und 
die Beweglichkeit nicht eingeschränkt gewesen sei. Erst das genannte Ereignis habe zu einer 
richtungsgebenden Verschlimmerung geführt. Es sei aus Sicht des kreisärztlichen Dienstes 
auch nach durchgeführter transarthroskopischer Teilmeniskektomie nicht mehr möglich, den 
Status quo sine zu postulieren, denn das Unfallereignis sei eingetreten und habe dazu geführt, 
dass Knieblockaden und entsprechende Beschwerden aufgetreten seien. Insoweit könne die-
ses Ereignis nicht hinweggedacht werden, zumal nach Operationen jeder Art ein Status quo 
sine ohnehin gar nicht mehr erreichbar sei. 
 
In der Aktenbeurteilung von Dr. F.____ werde kein Bezug genommen auf den Unfall aus dem 
Jahre 1985 bzw. auf die entsprechenden Akten. Daher könne davon ausgegangen werden, 
dass Dr. F.____ zum Zeitpunkt seiner Beurteilung die relevanten Vorakten nicht zur Verfügung 
gestanden haben. Dies sei aber eine unabdingbare Voraussetzung, um eine Gesamtbeurteilung 
vornehmen zu können. 
 
5.1.1 Der Beschwerdeführer 1 macht geltend, die Beschwerdegegnerin hätte bei der vorlie-
genden Ausgangslage die Akten des Unfalls aus dem Jahre 1985 beiziehen müssen. Es sei 
unzulässig, dass sie die diesbezügliche Abklärung gänzlich unterlassen habe. Weiter sei die 
Beschwerdegegnerin ursprünglich offensichtlich der Auffassung gewesen, Beurteilungen des 
operierenden Arztes zu benötigen und habe deshalb die entsprechenden Konsultationsberichte 
bei Dr. C.____ angefordert. Dessen Aufforderung, eine offizielle Zeugnisanfrage zu stellen, sei 
sie aber nicht nachgekommen, sondern habe einfach darauf verzichtet. Damit habe sie ihre 
Pflicht zur umfassenden Abklärung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts verletzt. 
Dasselbe gelte für die von Dr. F.____ als unzureichend deklarierte Unfallmeldung. Wenn die 
Beschwerdegegnerin diese als zu wenig detailliert empfunden hätte, so hätte sie beim Be-
schwerdeführer 1 nachfragen müssen.  
 
5.1.2 Die Beschwerdegegnerin führt demgegenüber aus, dass im Oktober 2013 der MRT-
Bericht sowie der Operationsbericht bereits vorlagen. Unter diesen Umständen habe die Einho-
lung der Akten betreffend Ereignisse aus dem Jahre 1985 nicht mehr zu den routinemässig zu 
erhebenden Informationen des Unfallversicherers gehört.  
 
5.2 Die Ansicht der Beschwerdegegnerin ist abzulehnen. Es ist nicht ersichtlich, wie eine 
medizinische Gesamtbeurteilung ohne Beizug der relevanten Vorakten vorgenommen werden 

 

 
 
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kann, zumal vorliegend unter anderem die Frage im Zentrum steht, ob und inwieweit sich der 
vorhandene Vorzustand verschlimmert hat. Das Unfallereignis aus dem Jahre 1985 sowie die 
dazugehörenden Unterlagen können bei der Klärung dieser Frage nicht vernachlässigt werden. 
Dementsprechend ist dem Beschwerdeführer 1 beizupflichten, wenn er geltend macht, das Ak-
tengutachten von Dr. F.____ beruhe nicht auf einer lückenlosen Aktenlage. Das Gutachten von 
Dr. F.____ genügt den Anforderungen an ein taugliches Beweismittel demnach bereits unter 
diesem Aspekt nicht, da es nicht in Kenntnis aller zu beachtenden Vorakten erstellt worden ist 
(vgl. E. 3.1 hiervor). Im Übrigen bestreitet die Beschwerdegegnerin auch nicht, dass das Akten-
gutachten von Dr. F.____ die Vorakten betreffend das Ereignis aus dem Jahre 1985 nicht be-
rücksichtigt und insofern unvollständig ist. 
 
6.1 In Bezug auf die Beurteilung von Dr. F.____ stimmt der Beschwerdeführer 1 zwar mit 
dessen Einschätzung überein, wonach bei einem Sturz einfache Verletzungen entstehen könn-
ten, diese aber immer folgenlos abheilen würden. Vorliegend sei dies jedoch nicht der Fall. Der 
Beschwerdeführer 1 habe sich in ärztliche Behandlung geben müssen, weil die Schmerzen 
auch mehrere Wochen nach dem Unfall nicht nachgelassen hätten und er habe sich operieren 
lassen müssen. Es könne sich damit nicht um eine einfache Kontusion des Knies ohne struktu-
rellen Verletzungen und Verschlimmerung des Vorzustands handeln. Die Beurteilung durch 
Dr. C.____ sei demgegenüber differenziert und nachvollziehbar. Dieser zeige auf, dass einer-
seits ein Riss und somit eine strukturelle, objektive Verletzung am medialen Meniskus durch 
den Unfall entstanden sei, weil es sich um eine lappenförmige Läsion gehandelt habe. Anderer-
seits sei die laterale Meniskusläsion nach Ansicht von Dr. C.____ eher im Rahmen einer dege-
nerativen Meniskopathie zu sehen, wobei der Unfall vom 23. Juli 2013 jedoch zu einer richtung-
gebenden Verschlimmerung des Vorzustands geführt habe. Ebenfalls spreche es für die Serio-
sität von Dr. C.____, dass er die Unfallkausalität erst postoperativ bestätigt hat, habe er die 
strukturelle Verletzung des Meniskus doch erst intraoperativ erkennen können. 
 
6.2 Die Beschwerdeführerin 2 bringt vor, dass das rechte Knie des Versicherten nach Ein-
schätzung des Kreisarztes Militärversicherung Dr. E.____ bis zum Ereignis vom 23. Juli 2013 
voll belastbar gewesen sei. Danach sei ihm Fussballspielen nicht mehr möglich gewesen. Das 
Ereignis habe dazu geführt, dass Knieblockaden mit entsprechenden Beschwerden mindestens 
bis zur Operation vom 1. Oktober 2013 aufgetreten seien. Der Unfall habe somit zu einer Ver-
schlimmerung geführt. Die Beschwerden, welche durch das Unfallereignis verursacht worden 
waren, seien am 26. August 2013 noch nicht behoben gewesen. Es seien nicht nur ärztliche 
Behandlungen notwendig gewesen und Funktionseinschränkungen vorgelegen, sondern es sei 
eine Arthroskopie als indiziert angesehen worden.  
 
6.3 Es ist festzustellen, dass das Aktengutachten von Dr. F.____ nicht den gemäss Recht-
sprechung geforderten Kriterien entspricht (vgl. E. 3.1 hiervor). So setzt sich Dr. F.____ unge-
nügend mit der von Dr. C.____ am 27. Februar 2014 vorgenommenen Beurteilung auseinander 
und nimmt inhaltlich keine Stellung zur Aussage, wonach bei der Arthroskopie die mediale Me-
niskusläsion als lappenförmige Läsion imponiert habe und deshalb wahrscheinliche Folge des 
am 23. Juli 2014 erlittenen Unfalls gewesen sei. Er belässt es lediglich beim Hinweis, dass da-
von im Operationsbericht noch keine Rede sei. Im Weiteren fand auch keine Untersuchung des 

 

 
 
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Beschwerdeführers 1 statt. Dr. F.____ unterlässt es, sich mit der Belastbarkeit des betroffenen 
Knies konkret auseinander zu setzen, was vorliegend aufgrund der unklaren medizinischen 
Sachlage angezeigt gewesen wäre. Soweit Dr. F.____ schliesslich geltend macht, dass ein 
Ganglion überwiegend wahrscheinlich Ausdruck der Degeneration sei, in der Literatur aber 
auch gegensätzliche Meinungen bestünden, so erscheinen weitere Ausführungen in diesem 
Zusammenhang zwingend, zumal Dr. C.____ den vorliegenden Zustand offenbar abweichend 
interpretiert hat.  
 
6.4 Zu beachten ist auch, dass es sich bei der Beurteilung von Dr. D.____ vom 5. Novem-
ber 2013 um eine Einschätzung eines versicherungsinternen Arztes handelt, dessen Schlüssig-
keit mit strengeren Massstäben zu würdigen ist (vgl. E. 3.2 hiervor). Dies spielt vorliegend inso-
fern eine untergeordnete Rolle, als sich die Beschwerdegegnerin in erster Linie auf die Beurtei-
lung von Dr. F.____ stützt. Es sei an dieser Stelle dennoch erwähnt, dass auch die Beurteilung 
von Dr. D.____ weder die Vorakten der Militärversicherung berücksichtigt noch zu den Ausfüh-
rungen von Dr. C.____ Stellung nimmt. Soweit der Beschwerdeführer 1 zumindest sinngemäss 
geltend macht, bei Dr. F.____ handle es sich ebenfalls um eine versicherungsinterne Fachper-
son, so ist dies zwar unzutreffend, aufgrund der bereits festgestellten Mangelhaftigkeit des be-
treffenden Aktengutachtens jedoch ohnehin nicht von Bedeutung.   
 
7.1 Aus dem Gesagten folgt, dass der medizinische Sachverhalt im vorliegenden Falle 
nicht rechtsgenüglich abgeklärt ist. Es stehen sich im Wesentlichen die Beurteilung von Dr. 
C.____ sowie das mangelhafte Aktengutachten von Dr. F.____ gegenüber. Es bleibt damit of-
fen, ob der Unfall vom 23. Juli 2013 mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit per 26. August 2013 jede kausale Bedeutung hinsichtlich der darüber hinaus 
geklagten und behandelten Beschwerden am betroffenen Knie des Beschwerdeführers 1 verlo-
ren hat. Dementsprechend fehlt es an einer rechtsgenüglichen Begründung für die Einstellung 
der Leistungspflicht per 26. August 2013.  
 
7.2 Gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungs-
gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die 
Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Ge-
richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen 
Sachverhalt überhaupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ-
expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 137 V 263 ff. 
E. 4.4.1 ff). Da die Beschwerdegegnerin nicht alle notwendigen Abklärungen zur Beurteilung 
der natürlichen Kausalität vorgenommen hat und es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte 
ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht einer 
Rückweisung an die Vorinstanz auch unter Berücksichtigung der neuen Rechtsprechung des 
Bundesgerichts nichts entgegen. Die Beschwerdegegnerin, an welche die Sache zur ergänzen-
den medizinischen Sachverhaltsabklärung zurückzuweisen ist, wird mittels einer unabhängigen 
medizinischen Untersuchung die Frage zu klären haben, ob und gegebenenfalls ab wann ein 
Status quo sine anzunehmen ist. Dabei sind insbesondere die Vorakten der Militärversicherung 
zu berücksichtigen und es ist zu den Berichten des behandelnden Arztes Dr. C.____ umfas-
send Stellung zu nehmen. 

 

 
 
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7.3 Die Beschwerden sind demnach gutzuheissen und der Einspracheentscheid ist aufzu-
heben. Die Angelegenheit wird im Sinne der Erwägungen zu weiteren Abklärungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Visana zurückgewiesen. 
 
8.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Verfahrensausgang entsprechend ist dem Beschwerdeführer 1 
daher eine Entschädigung für die Vertretungskosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzu-
sprechen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 1 hat in ihrer Honorarnote vom 
17. November 2014 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 8.8 Stunden geltend 
gemacht. Dies ist umfangmässig in Anbetracht der Komplexität der sich stellenden Sachver-
halts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversiche-
rungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stun-
denansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Hono-
rarnote ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 106.--. Dem Beschwerdeführer 1 ist des-
halb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘490.50 (8.8 Stunden à Fr. 250.-- und Aus-
lagen von Fr. 106.-- zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzu-
sprechen.  
 
9. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid her beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weit-
läufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche-
rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endent-
scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch 
für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren 
materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerden werden in dem Sinne gutgeheissen, dass der Ein-
spracheentscheid der Visana Versicherungen AG vom 21. Juli 2014 
aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, 
damit sie, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über 
den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers 1 neu verfüge. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Visana Versicherungen AG hat dem Beschwerdeführer 1 eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘490.50 (inkl. Auslagen und 
8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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