# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3034ff09-962a-5ee8-83d4-0c0557e638a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-05-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.05.2007 C-2892/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2892-2006_2007-05-29.pdf

## Full Text

Abtei lung III
C-2892/2006

{T 0/2}

Urteil vom 29. Mai 2007 

Mitwirkung: Richterin Franziska Schneider (Vorsitz)
Richter Francesco Parrino, Eduard Achermann 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann

X.______
Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprecher Daniel Jaccard, 
Christoffelgasse 7, Postfach 6826, 3001 Bern,

gegen

IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, Postfach, 3001 Bern,
Beschwerdegegnerin,

betreffend
Invalidenversicherung, Rentenanspruch.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

2

Sachverhalt:

A. Die seit August 2002 von ihrem Ehemann gerichtlich getrennt lebende und 
seit  anfangs  Februar  2006  in  Y.______  wohnende  Schweizerbürgerin 
X._______ meldete sich am 9. Juni 2005 bei der IV-Stelle Bern zum Bezug 
einer  schweizerischen  Invalidenrente  an  (act.  1).  Im  entsprechenden 
Formular hielt die Versicherte fest, dass sie an Depressionen leide. 

B. Die  mit  der  Prüfung  des  Leistungsgesuchs  befasste  IV-Stelle  Bern  zog 
folgende  Unterlagen  versicherungstechnischen,  wirtschaftlichen  und 
medizinischen Inhalts bei:
- einen Bericht der Privatklinik M.______ vom 8. März 2005 (act. 5a);
- zwei Arztberichte für Erwachsene betreffend berufliche Massnahmen und 
Renten vom 21.  Juni 2005 (act.  5)  respektive vom 14. Juli  2005 (act.7), 
woraus  hervorgeht,  dass  bei  der  Versicherten  eine  rezidivierende 
depressive Störung mit  Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit  diagnostiziert 
worden  sei,  wobei  sie  im  Büro  nach  Besuch  von  PC-Kursen  ein 
Halbtagespensum erledigen könne, obgleich sie dazu wenig motiviert sei;
- einen Abklärungsbericht Haushalt der IV-Stelle Bern vom 15. November 
2005 (act.  8),  woraus hervorgeht,  dass die Versicherte,  welche vor ihrer 
beabsichtigten Ausreise nach Y.______ in der Schweiz nicht mehr arbeiten 
wolle,  die  Haushaltsarbeit  zu  100% selbst  erledigen könne,  so  dass  die 
Voraussetzungen zur Ausrichtung einer IV-Rente nicht erfüllt seien.

C. Mit Verfügung vom 7. Dezember 2005 (vgl. act. 9) wies die IV-Stelle Bern 
das Leistungsbegehren der Gesuchstellerin ab. Dabei stützte sich die IV-
Stelle  im  Wesentlichen  auf  den  Abklärungsbericht  Haushalt  vom  15. 
November  2005  (act  8),  welcher  einen  integrierenden  Bestandteil  der 
Verfügung bildete.

D. Mit Eingabe vom 19. Januar 2006 (act.  14) erhob die Versicherte gegen 
die Verfügung der IV-Stelle Bern Einsprache. Sie beantragte unter Kosten- 
und  Entschädigungsfolge  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung 
und  die  Zusprechung  einer  ganzen  oder  eventualiter  reduzierten  Rente. 
Dabei machte sie im Wesentlichen geltend, die Abklärung sei einengend 
nur  unter  dem Aspekt  der  Haushaltsführung  durchgeführt  worden,  ohne 
dass geprüft worden sei, ob bei ihr eine Behinderung bestehe, welche sie 
an  der  Verwertung  ihrer  Arbeitsfähigkeit  hindere,  etwa  ihre  dissoziale 
Unverbundenheit  zur Umgebung respektive pathologische Vereinsamung. 
Ohne  ein  gründliches,  psychiatrisches  Gutachten  lasse  sich  über  ihr 
Gesuch nicht entscheiden. 

Die IV-Stelle zog die Stellungnahme ihres Abklärungsdienstes bei, welcher 
mit  Bericht  vom  1.  Februar  2006  (act.  18)  daran  festhielt,  dass  die 
Versicherte  zu  100%  den  Haushalt  führen  könne.  Sie  sei  als  Hausfrau 
bemessen worden, weil für sie auch eine Hilfsarbeit ausser Haus nicht in 
Frage  käme.  Es  sei  nicht  mit  dem  notwendigen  Beweisgrad  der 
überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  erstellt,  dass  die  Versicherte  ausser 
Haus arbeiten würde. 

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E. Mit Einspracheentscheid vom 21. Februar 2006 (act. 19) wies die IV-Stelle 
Bern  die  Einsprache  ab  und  führte  im  Wesentlichen  aus,  dass  bei 
Nichterwerbstätigen (z.B. Hausfrau) die tatsächliche Behinderung, sich im 
bisherigen  Aufgabenbereich  zu  betätigen,  für  die  Bemessung  des 
Invaliditätsgrades  massgebend  sei.  Diese  Bemessung  erfolge  im 
Haushaltsbereich  nach  weitgehend  vereinheitlichten  Kriterien.  Nach 
gründlicher  Anhörung  der  Versicherten  und  unter  Berücksichtigung  der 
persönlichen,  wirtschaftlichen  und familiären  Umstände  bemesse  die  IV-
Stelle  Bern  die  Versicherte  als  Hausfrau.  Auch  mit  einer  depressiven 
Episode  sei  die  Versicherte  in  der  Haushaltführung  nicht  anspruchs-
relevant  behindert.  Die  von  ihr  geforderte  medizinische  Begutachtung 
erscheine nicht notwendig, da sich die IV-Stelle Bern vor Ort ein Bild habe 
machen  können,  ob  die  Versicherte  bei  ihren  gewohnten  Tätigkeiten 
Einschränkungen  erleide.  Im  Übrigen  sei  im  Abklärungsbericht  vom 15. 
November 2005 bereits berücksichtigt worden, dass sie immer alleine sei, 
sehr  wenig  soziale  Kontakt  habe  und  in  der  Schweiz  nicht  mehr  leben 
wolle.

F. Gegen  den  abweisenden  Einspracheentscheid  liess  die  Versicherte  (im 
Folgenden:  Beschwerdeführerin)  am  24.  März  2006  Beschwerde  beim 
Verwaltungsgericht  des  Kantons  Bern  erheben.  Sie  beantragte  unter 
Kosten-  unter  Entschädigungsfolge,  der  angefochtene  Entscheid  sei 
aufzuheben  und  die  IV-Stelle  Bern  sei  anzuweisen,  die  berufliche 
Erwerbstätigkeit  der  Beschwerdeführerin  gutachterlich  zu  erheben  und 
anschliessend sei über IV-Leistungen neu zu befinden. Sie machte dabei 
im Wesentlichen geltend, dass aus ihrer deklarierten Arbeitsverweigerung 
in der Schweiz nicht unmittelbar darauf geschlossen werden könne, dass 
eine Erwerbstätigkeit ausser Haus nicht denkbar sei, sondern dass diese 
Blockade  pathologischen  Ursprungs  sei.  Deren  Auswirkungen  auf  die 
Erwerbstätigkeit  bedürften  der  profunden  fachärztlichen  Untersuchung. 
Diese  könne  nicht  mit  Betrachtungen  zur  Haushaltführung  übergangen 
werden. 

G. Mit Vernehmlassung vom 27. April 2006 beantragte die IV-Stelle Bern die 
Abweisung  der  Beschwerde  und  verwies  vollumfänglich  auf  ihren 
angefochtenen Einspracheentscheid.

H. Mit  Zwischenverfügung vom 29. August 2006 entschied der Einzelrichter 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, dass das angerufene Gericht 
zur  Behandlung  der  Beschwerde  nicht  zuständig  sei,  da  sich  die 
Beschwerdeführerin bereits vor der Beschwerdeerhebung nach Y.______ 
abgemeldet  habe  und  seither  dort  wohne.  Über  Beschwerden  von 
Personen  im  Ausland  entscheide  vielmehr  die  Eidgenössische 
Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 
für die im Ausland wohnenden Personen, der die Akten deshalb von Amtes 
wegen überwiesen wurden. 

I. Am  1.  Januar  2007  ging  das  Beschwerdeverfahren  auf  das  Bundes-
verwaltungsgericht  über,  das  den  Parteien  am  19.  März  2007  die 
Zusammensetzung  des  Spruchkörpers  bekannt  gab.  Es  gingen  keine 

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Ausstandsbegehren ein. 

J. Auf die Vorbringen der Parteien ist – soweit erforderlich – in den folgenden 
Erwägungen einzugehen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig  ist,  die 
Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- oder 
Schiedskommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der  Departe-
mente  hängigen  Rechtsmittel.  Das  neue  Verfahrensrecht  ist  anwendbar 
(Art. 53 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. 
Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss  Art.  31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das 
Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  (VwVG,  SR  172.021), 
sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Die  angefochtene 
Anordnung  ist  zweifellos  als  Verfügung  im  Sinne  von  Art.  5  VwVG  zu 
qualifizieren, und eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.3 Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 
Vorliegend ist eine Verfügung der IV-Stelle Bern angefochten. Es ist daher 
zu  prüfen,  ob  das  Bundesverwaltungsgericht  zur  Beurteilung  der 
Beschwerde befugt ist.

1.3.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben,  sofern 
keine  spezialgesetzlichen  Übergangsbestimmungen  zur  Anwendung 
kommen (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.3.2 Art. 69 Abs. 1 Bst. b  des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 
vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) in der Fassung gemäss Ziff. IV 2 der 
Änderung  vom  16.  Dezember  2005,  in  Kraft  seit  dem  1.  Januar  2007, 
knüpft  die  Zuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  an  die 
Voraussetzung, dass das Anfechtungsobjekt eine Verfügung der IV-Stelle 
für  Versicherte  im  Ausland  ist.  Damit  ist  das  Bundesverwaltungsgericht 
grundsätzlich  nicht  zuständig  zur  Beurteilung  von  Beschwerden,  deren 
Anfechtungsobjekt eine Verfügung einer kantonalen IV-Stelle ist. 

1.3.3 Die  Beschwerdeführerin  hat  ihren  Wohnsitz  am  31.  Januar  2006,  und 
damit  kurz  vor  Erlass  des  Einspracheentscheids  vom 21.  Februar  2006, 
vom  Kanton  Bern  ins  Ausland  verlegt  hat.  Gemäss  Art.  40  Abs.  3  der 
Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 
831.201)  bleibt  die  einmal  begründete  Zuständigkeit  der  IV-Stelle  im 
Verlauf des Verfahrens erhalten. Damit war die IV-Stelle des Kantons Bern 
zuständig zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids.

1.3.4 Nach der bis am 31. Dezember 2006 geltenden Fassung von Art. 69 Abs. 
2  IVG  war  die  Eidgenössische  Rekurskommission  der  Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland wohnenden 

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Personen  die  zuständige  Beschwerdeinstanz  bei  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  und  Einspracheentscheide  "von  Personen  im  Ausland". 
Anknüpfungspunkt  für  die  Zuständigkeit  der  Eidgenössischen 
Rekurskommission  war  der  Wohnsitz  der  Beschwerdeführerin  oder  des 
Beschwerdeführers  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdeerhebung.  Das 
Verwaltungsgericht  des  Kantons  Bern  hat  daher  mit  Zwischenverfügung 
vom  29.  August  2006  zu  Recht  festgestellt,  es  sei  zur  Beurteilung  der 
Beschwerde nicht zuständig, und es hat die Beschwerde mit in Rechtskraft 
erwachsener  Verfügung  an  die  Eidgenössische  Rekurskommission 
überwiesen.

1.3.5 In den Übergangsbestimmungen des VGG nicht geregelt ist der Fall, dass 
ein  Verfahren  am  31.  Dezember  2006  zuständigkeitshalber  bei  der 
Eidgenössischen Rekurskommission hängig war, das Bundesverwaltungs-
gericht  aber aufgrund einer Änderung der spezialgesetzlichen Grundlage 
per  1.  Januar  2007 nicht  zuständig  ist.  Da jedoch die Rückweisung des 
Beschwerdeverfahrens  an  das  Verwaltungsgericht  des  Kantons  Bern  zu 
einem  formalistischen  Leerlauf  führen  und  dem  Grundsatz  der 
Prozessökonomie  widersprechen  würde  (dazu  auch  Urteile  des 
Bundesgerichts I 8/02 vom 16. Juni 2002, E. 1.1 und 2.4 sowie I 817/05 
vom  5.  Februar  2007;  BGE  121  V  116)  sowie  mit  Blick  auf  den 
rechtskräftigen  Nichteintretensentscheid  des  kantonalen  Verwaltungs-
gerichts,  wird  das  Beschwerdeverfahren  vorliegend  vom  Bundes-
verwaltungsgericht an die Hand genommen. 

1.4 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  legitimiert,  wer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren 
teilgenommen hat,  durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 
hat.  Als  Gesuchstellerin  hat  die  Beschwerdeführerin  am vorinstanzlichen 
Verfahren  teilgenommen,  sie  ist  als  Adressatin  durch  die  angefochtene 
Verfügung besonders berührt und hat an ihrer Aufhebung bzw. Änderung 
ein schutzwürdiges Interesse. 

1.5 Auf die Beschwerde wird daher eingetreten. 

2.

2.1 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  im 
Wesentlichen  nach  den  Vorschriften  des  VwVG,  des  VGG  sowie  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1).

2.2 Mit  der  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  gerügt 
werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliesslich 
der  Überschreitung  oder  des  Missbrauchs  von  Ermessen),  beruhe  auf 
einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

2.3 In materiellrechtlicher  Hinsicht  sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 
massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden 
Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3).

6

3.

3.1 Aufgrund  der  Beschwerdebegehren streitig  (BGE 125 V 414 E.  1b)  und 
daher  zu  prüfen  ist,  ob  und  gegebenenfalls  in  welchem  Umfang  die 
Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 

3.2 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, 
wer invalid im Sinne der Vorschriften des ATSG und IVG ist und bei Eintritt 
der  Invalidität  während  mindestens  eines  vollen  Jahres  Beiträge  an  die 
Alters-,  Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV)  geleistet  hat 
(Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein.

Die Beschwerdeführerin hat während mehr als einem Jahr Beiträge an die 
schweizerische  AHV/IV  geleistet,  so  dass  die  Voraussetzung  der 
Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente 
gemäss Art.  36 Abs.  1 IVG erfüllt  ist  (act.  4).  Zu prüfen bleibt,  ob sie in 
rentenberechtigendem Ausmass invalid geworden ist. 

3.3 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Nach Art. 4 
IVG  kann  die  Invalidität  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder 
Unfall  sein  (Abs.  1);  sie  gilt  als  eingetreten,  sobald  sie  die  für  die 
Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und 
Schwere erreicht hat (Abs. 2).

3.4 Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen  oder 
geistigen Gesundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und 
Eingliederung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der 
Erwerbsmöglichkeiten  auf  den  in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt  (Art.  7  ATSG).  Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  eine 
Beeinträchtigung  der  körperlichen  und  geistigen  Gesundheit  bedingte, 
volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 
zumutbare  Arbeit  zu  leisten.  Bei  langer  Dauer  wird  auch die  zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 
6 ATSG).

3.5 Nach  Art.  28  Abs.  1  IVG  in  der  seit  dem  1.  Januar  2004  geltenden 
Fassung  hat  ein  Versicherter  Anspruch  auf  eine  Rente,  wenn  er  zu 
mindestens  40%  invalid  ist.  Diese  wird  nach  dem  Grad  der  Invalidität 
abgestuft  in eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
40  %,  eine  halbe  Rente  bei  einem  solchen  von  mindestens  50%,  eine 
Dreiviertelsrente  bei  mindestens  60%  und  eine  ganze  Rente  bei 
mindestens 70%. Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG werden Renten, die einem 
Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50%  entsprechen,  jedoch  nur  an 
Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt 
(Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. 

3.6 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das  die  versicherte  Person  nach  Eintritt  der  Invalidität  und  nach 
Durchführung  der  medizinischen  Behandlung  und  allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei 

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ausgeglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte,  in  Beziehung  gesetzt 
zum Erwerbseinkommen,  das sie erzielen könnte,  wenn sie nicht  invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). 

Der  Begriff  der  Invalidität  ist  demnach  nach  dem  ATSG/IVG nicht  nach 
medizinischen  Kriterien  definiert,  sondern  nach  der  Unfähigkeit, 
Erwerbseinkommen  zu  erzielen  (BGE  110  V  275  E.  4a)  oder  sich  im 
bisherigen  Aufgabenbereich  zu  betätigen.  Dabei  sind  die  Erwerbs-  bzw. 
Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bisherigen 
Tätigkeit,  sondern auch in zumutbaren Verweistätigkeiten zu prüfen.  Der 
Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich nach wirtschaftlichen und nicht nach 
medizinischen  Grundsätzen  zu  ermitteln.  Das  heisst,  dass  es  bei  der 
Bemessung  der  Invalidität  einzig  und  allein  auf  die  objektiven 
wirtschaftlichen  Folgen  der  funktionellen  Behinderung  ankommt,  welche 
nicht  unbedingt  mit  dem  vom  Arzt  festgelegten  Grad  der  funktionellen 
Einschränkung übereinstimmen müssen. Trotzdem ist die Verwaltung (und 
im Beschwerdefall auch das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die der 
Arzt  und  gegebenenfalls  auch  andere  Fachleute  zur  Verfügung  gestellt 
haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und  zur  Frage  Stellung  zu  nehmen,  in  welchem  Umfang  und  bezüglich 
welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im Weiteren  sind 
die ärztlichen Auskünfte  eine wichtige Grundlage für  die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden  können  (BGE  125  V  256  E.  4).  Die  rein  wirtschaftlichen  und 
rechtlichen  Beurteilungen,  insbesondere  im  Zusammenhang  mit  der 
Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, obliegt dagegen der Verwaltung und im 
Beschwerdefall dem Gericht. 

Während der Invaliditätsgrad einer erwerbstätigen Person nach dem in Art. 
16 ATSG vorgesehenen  Einkommensvergleich  bestimmt  wird,  ist  für  die 
Bemessung  der  Invalidität  Nichterwerbstätiger,  insbesondere  der  im 
Haushalt  tätigen  Personen  darauf  abzustellen,  in  welchem  Masse  sie 
behindert sind,  sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art.  28 
Abs. 2bis  IVG und Art. 27 IVV). Dabei ist nach dem Wortlaut von Art. 8 Abs. 
3  ATSG  die  Invalidität  nach  der  Unmöglichkeit  der  Betätigung  im 
Aufgabenbereich zu bestimmen, wenn die betreffende versicherte Person 
bereits  vor  Eintritt  der  gesundheitlichen  Beeinträchtigung  nicht 
erwerbstätig  war  und  ihr  zugleich  die  Aufnahme  einer  Erwerbstätigkeit 
nicht zugemutet werden kann (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich 2003, 
Art. 8 Rz. 16). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten 
gilt nach Art. 27 IVV die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Erziehung 
der Kinder. 

Der  Vollständigkeit  halber  sei  erwähnt,  dass  der  in  der 
Invalidenversicherung  allgemeingültige  Grundsatz  der  Schaden-
minderungspflicht auch die invalide Hausfrau betrifft (vgl. BGE 130 V 101 
E. 3.3.3). Sie hat im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren Verfahrens-
weisen  zu  entwickeln,  welche  die  Auswirkungen  ihrer  Behinderung  im 

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hauswirtschaftlichen  Aufgabenbereich  reduzieren  und  die  ihr  eine 
möglichst  vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten 
ermöglichen.  Kann  die  Hausfrau  wegen  ihrer  Behinderung  gewisse 
Haushaltarbeiten  nur  noch  mühsam  und  mit  viel  höherem  Zeitaufwand 
erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem 
Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.

3.7 Das Gericht darf eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
es  von  ihrem  Bestehen  überzeugt  ist  (MAX KUMMER,  Grundriss  des 
Zivilprozessrechts,  4.  Aufl.,  Bern  1984  S.  136).  Im  Sozialversicherungs-
recht  hat  das  Gericht  seinen  Entscheid,  sofern  das  Gesetz  nicht  etwas 
Abweichendes  vorsieht,  nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit  zu  fällen.  Die  blosse  Möglichkeit  eines  bestimmten 
Sachverhalts  genügt  den  Beweisanforderungen  nicht.  Das  Gericht  hat 
vielmehr  jener  Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  sie  von  allen 
möglichen  Geschehensabläufen  als  die  wahrscheinlichste  würdigt  (BGE 
126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes 
wegen  vorzunehmende  Abklärungen  das  Gericht  bei  pflichtgemässer 
Beweiswürdigung  zur  Überzeugung,  ein  bestimmter  Sachverhalt  sei  als 
überwiegend  wahrscheinlich  zu  betrachten  und  es  könnten  weitere 
Beweismassnahmen  an  diesem  feststehenden  Ergebnis  nichts  mehr 
ändern,  so  ist  auf  die  Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten 
(antizipierte  Beweiswürdigung;  UELI KIESER,  Das  Verwaltungsverfahren  in 
der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, Rz. 450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE 
HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. 
Aufl.,  S.  39  Rz.  111  und  S.  117  Rz.  320;  ULRICH GYGI, 
Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 
E. 4a, 122 III 223 E. 3c, 120 Ib 229 E. 2b, 119 V 344 E. 3c mit Hinweis). 

4.

4.1 Aus  den  Akten  geht  hervor,  dass  die  heute  50-jährige,  aus  Y._____ 
stammende Beschwerdeführerin seit mehreren Jahren, jedenfalls seit ihrer 
Trennung von ihrem Ehemann im Jahre  2001,  an depressiven Episoden 
leidet. Unbestritten ist ferner, dass die Beschwerdeführerin seit spätestens 
1990  bis  zu  ihrer  Ausreise  aus  der  Schweiz  Ende  Januar  2006  im 
Wesentlichen als Mutter zweier Töchter im Haushalt tätig war. Nur in den 
Jahren 1992 und 1994 war sie für kurze Zeit ausser Haus im Bürobereich 
erwerbstätig  (vgl.  act.  4).  Da  für  die  Beschwerdeführerin  nach  eigenen 
Angaben  ausschliesslich  die  Tätigkeit  im  Haushalt,  nicht  aber  eine 
Erwerbstätigkeit  ausser  Haus  in  Frage  kam,  untersuchte  der 
Abklärungsdienst  der  IV-Stelle  Bern  in  der  Folge  die  möglichen  Ein-
schränkungen ihrer Haushaltarbeit durch die diagnostizierte Depression. 

4.2 Dem Abklärungsbericht der IV-Stelle Bern vom 15. November 2005 ist zu 
entnehmen,  dass  sich  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  des 
Abklärungsgesprächs  zur  Statusfrage  in  dem  Sinne  äusserte,  dass  sie 
wegen der Kinder die ausserhäusliche Tätigkeit niederlegte. Auch erklärte 
sie  hinsichtlich  einer  Erwerbstätigkeit  ohne  Behinderung,  dass  eine 

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ausserhäusliche Tätigkeit in der Schweiz für sie nicht in Frage käme, und 
sie beabsichtige,  nach Y._____ zurückzukehren.  In  der  Folge wurde sie 
vom  Abklärungsdienst  zu  100%  als  Hausfrau  bemessen.  Aus  dem 
Abklärungsbericht  geht  weiter  hervor,  dass der Abklärungsdienst  vor  Ort 
untersucht hat, ob die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen 
Beschwerden in der Haushaltführung eingeschränkt sei. Dabei kam er zum 
Schluss,  dass  die  Versicherte  auch in  einer  depressiven Episode  in  der 
Haushaltführung  nicht  anspruchsrelevant  behindert  sei.  Im  Gegenteil 
präsentierte  sich  die  Wohnung  anlässlich  des  Abklärungsgesprächs 
sauber  und  aufgeräumt.  Des  Weiteren  liessen  sich  auch  keine 
Einschränkungen  bezüglich  der  Kinderbetreuung  feststellen.  Die 
Sachverständigen kamen nach gründlicher Abklärung zum Schluss, dass 
die  Beschwerdeführerin  die  Haushaltarbeit  erledigen  könne  und 
demzufolge nicht invalid im Sinne des IVG sei. 

4.3 Die Befunde der IV-Stelle  Bern sind umfassend und unmissverständlich, 
und es  sind  keine  Gründe  ersichtlich,  entscheidend  davon  abzuweichen 
oder  eine weitere  Begutachtung  der  Beschwerdeführerin  in  der  Schweiz 
über die pathologische Natur ihrer Unwilligkeit,  ausser Haus erwerbstätig 
zu  sein,  anzuordnen.  Die  depressive  Verstimmung  und  die  damit 
zusammenhängenden gesundheitlichen Beschwerden sind nicht von einer 
derartigen Schwere, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit 
im Haushalt in massgebender Weise beeinträchtigt wäre. 

Offen bleiben kann vorliegend,  ob die Beschwerdeführerin,  die seit  ihrer 
Ausreise nach Y._____ ihre beiden Töchter nicht mehr betreut,  aufgrund 
der  Veränderung  der  familiären  Verhältnisse  teilweise  oder  voll 
erwerbsfähig  wäre,  wenn  sie  gesundheitlich  nicht  beeinträchtigt  wäre. 
Denn zumindest für die Zeit bis zum Einspracheentscheid, bis zu dem die 
Beschwerdeführerin  ihre  beiden  Töchter  betreut  hat,  kann  aufgrund  der 
Vorbringen  und  des  Verhaltens  der  Beschwerdeführerin  nicht  von  der 
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall ausgegangen werden 
(vgl. BGE 125 V 146 E. 2c; 117 V 194 E. 3b). 

4.4 Der  vorinstanzliche  Entscheid  ist  damit  rechtens  und zu bestätigen.  Die 
Beschwerde vom 24. März 2006 ist daher abzuweisen. 

5.

5.1 Zu  befinden  bleibt  noch  über  die  Verfahrenskosten  und  eine  allfällige 
Parteientschädigung.

5.2 Verfahrenskosten  werden  keine  erhoben,  da  im  vorliegenden  Verfahren 
über  eine  Streitigkeit  betreffend  die  Bewilligung  bzw.  Verweigerung  von 
Versicherungsleistungen  zu  entscheiden  ist  (vgl.  die 
Übergangsbestimmung  vom  16.  Dezember  2005  [AS  2006  2004]  zur 
Änderung des IVG, Bst. c sowie Art. 4b der  Verordnung über Kosten und 
Entschädigungen im Verwaltungsverfahren,  SR 172.041.0,  in  der bis  am 
30. April 2007 geltenden Fassung). 

5.3 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung 

10

zuzusprechen (Art. 64 Abs. VwVG e contrario). 

11

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der IV-Stelle Bern vom 
21. Februar 2006 wird abgewiesen.

2. Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  keine 
Parteientschädigung zugesprochen.

3. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- dem Vertreter der Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)

- der Vorinstanz (Ref-Nr._____, Gerichtsurkunde)

- Bundesamt für Sozialversicherung (Gerichtsurkunde)

Die Instruktionsrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Rechtsmittelbelehrung
Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  dreissig  Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Schweizerischen  Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,   Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., Art. 90 ff. und Art. 100 
BGG).  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 
BGG).  

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