# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 55f54b5b-3e4b-56ad-aac6-ffd606ee2538
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 27.03.2014 725 11 446 (725 2011 446)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_725-11-446_2014-03-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
Vom 27. März 2014 (725 11 446) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Natürlicher Kausalzusammenhang; Anordnung eines gerichtlichen Gutachtens; Nichter-

reichen des Status quo ante vel sine bei vorbestehenden degenerativen Komponenten 

nach Schenkelhalsfraktur. Kostenfolge bei Gerichtsgutachten zu Lasten des Unfallversi-

cherers. 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Roman Felix, Advokat, 
Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 Basler Versicherung AG, vertreten durch Dr. Manfred Bayerdörfer, 
Advokat, Rathausstrasse 40/42, 4410 Liestal 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Die 1953 geborene A.____arbeitete seit 26 Jahren im Kantonsspital B.____ als C.____ 
und war in dieser Eigenschaft bei der Basler Versicherung AG (Basler) gegen die Folgen von 
Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 4. April 2008 erlitt sie einen Unfall, als sie nach 
einem Schwindelanfall stürzte und sich eine Schenkelhalsfraktur rechts zuzog. Im Januar 2009 

 
 
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nahm sie ihre Arbeit im Rahmen einer angepassten, leichteren Tätigkeit im Umfang von 50% 
wieder auf. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse stellte die  Basler ihre Leistun-
gen mit Verfügung vom 17. Februar 2001 mangels natürlicher Kausalität per 15. Oktober 2010 
ein. Eine dagegen gerichtete Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 10. November 
2011 ab.  
 
B. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Roman Felix, Advokat, am 12. De-
zember 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei die Basler in Aufhebung des an-
gefochtenen Einspracheentscheids zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. 
Zusammengefasst liess sie vorbringen, dass das von der Basler eingeholte Gutachten vom 
16. Oktober 2010 nicht geeignet sei, die Unfallkausalität zu verneinen. Die Basler, vertreten 
durch Dr. Manfred Bayerdörfer, Advokat, schloss mit Vernehmlassung vom 2. März 2012 auf 
Abweisung der Beschwerde. 
 
C. Anlässlich einer ersten Urteilsberatung vom 31. Mai 2012 gelangte das Kantonsgericht 
zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung gestützt auf die vorhandene medizini-
sche Aktenlage nicht möglich sei und weitere Abklärungen vorzunehmen seien. Mit Beschluss 
des Kantonsgerichts vom 31. Mai 2012 wurde der Fall deshalb ausgestellt und es wurde der 
Gutachter Dr. D.____ um Präzisierung und Erläuterung seiner gutachterlichen Antworten er-
sucht sowie das Institut E.____ beauftragt, eine MR-Arthographie der Hüftgelenke der Versi-
cherten anzufertigen. Der Bericht des E.____ erging am 26. Juni 2012, die Erläuterung von 
Dr. D.____ am 5. Juli 2012. Nachdem beide Parteien hierzu Stellung genommen hatten und die 
Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 1. Oktober 2012 einen neuen Bericht ihres behandelnden 
Chirurgen vom 29. September 2012 eingereicht hatte, gelangte der instruierende Präsident des 
Kantonsgerichts mit verfahrensleitender Verfügung vom 15. November 2012 zum Ergebnis, 
dass die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren trotz eingeholter Erläuterungen 
und Berichte durch das Gericht weiterhin nicht ausreichend beweiskräftig genug seien und des-
halb die Einholung eines Gerichtsgutachtens angeordnet werde. Die Parteien einigten sich in 
der Folge darauf, die gerichtliche Begutachtung durch die Klinik F.____ in G.____ durchführen 
zu lassen. Das entsprechende Gerichtsgutachten erging am 20. Dezember 2013. 
 
D. Die Basler beantragte in ihrer Stellungnahme vom 20. Januar 2014, das Rechtsbegeh-
ren der Beschwerdeführerin sei gutzuheissen, da eine Fortdauer der Leistungspflicht des UVG-
Versicherers den gutachterlichen Schlussfolgerungen zufolge über das Datum der verfügten 
Leistungseinstellung hinaus grundsätzlich zu bejahen sei. Der Kostenentscheid werde dem Ge-
richt anheim gestellt. Die Beschwerdeführerin hielt mit Stellungnahme vom 3. Februar 2014 an 
ihren Rechtsbegehren fest. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten. 
 

 
 
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2.1 Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer 
Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesge-
setztes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 
2000), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu 
mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente 
(Art. 18 Abs. 1 UVG). Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistun-
gen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 
eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 
V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheit-
lichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs ge-
nügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 
335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 
 
2.3 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V  158 f. E. 1b mit zahlreichen 
Hinweisen). Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversiche-
rungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie 
alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-
send und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entschei-
den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, 
ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Ex-
perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebe-

 
 
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nen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c 
mit Hinweisen). Auch einem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern 
ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines 
an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95; nicht 
publ. E. 5b des Urteils BGE 114 V 109, veröffentlicht in RKUV 1988 Nr. U 56 S. 366). Wider-
sprechen sich medizinische Berichte, darf das Gericht den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 
122 V 160 E. 1c).  
 
2.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So führte das Bundesgericht 
zu den Gerichtsgutachten aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Ein-
schätzungen des medizinischen Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkennt-
nisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizi-
nisch zu erfassen (vgl. BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa). Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, 
wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Ober-
gutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende 
Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen ande-
rer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgut-
achtens in Frage zu stellen, sei es, dass er die Überprüfung durch einen Oberexperten für an-
gezeigt hält, sei es, dass er ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abwei-
chende Schlussfolgerungen zieht (vgl. BGE 118 V 290 E. 1b, 112 V 32 f. mit Hinweisen). 
 
2.5 Schliesslich ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht noch darauf zu verweisen, dass der So-
zialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist. Danach hat das Gericht 
von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachver-
halts zu sorgen (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). 
 
3.1 Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Stellungnahme vom 20. Januar 2014 beantragt, 
das Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin sei gutzuheissen, da eine Fortdauer der Leis-
tungspflicht des UVG-Versicherers den gutachterlichen Schlussfolgerungen zufolge über das 
Datum der verfügten Leistungseinstellung hinaus grundsätzlich zu bejahen sei. Die Beschwer-
deführerin ihrerseits hat mit Stellungnahme vom 3. Februar 2014 an ihrem Rechtsbegehren 
festgehalten, wonach die Basler in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids zu 
verpflichten sei, weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Im Ergebnis liegen damit 
übereinstimmende Parteianträge vor, wonach der Versicherten mit Wirkung über den 15. Okto-
ber 2010 hinaus die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen seien. Gemäss § 58 Abs. 1 des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 bzw. gemäss Art. 61 lit. d ATSG ist das Kantonsgericht zwar nicht an die Parteibegehren 
gebunden. Vorliegend sind jedoch keine Gründe ersichtlich, weshalb den übereinstimmenden 
Parteianträgen nicht stattzugeben wäre.  
 

 
 
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3.2 In materieller Hinsicht kann zusammenfassend festgehalten werden, dass das gerichtli-
che Gutachten vom 20. Dezember 2013 die übereinstimmenden Parteistandpunkte offensicht-
lich bestätigt. In ihrer Beurteilung kamen die Gerichtsgutachter der Klinik F.____ zum Schluss, 
dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen der erlittenen Schenkelhalsfraktur und der 
frakturbedingten Heilung in leichter Fehlstellung mit Schenkelhalsverkürzung, Rotationsfehlstel-
lung sowie Verschlechterung des Offsets bestehe. Dies habe bei vorstehender Coxa profunda 
Morphologie zu einer verstärkten Konfliktsituation mit Impingement und damit zu einer richtung-
gebenden Verschlechterung der vorbestehenden Veranlagung geführt. Durch die Verkürzung 
des Schenkelhalses sei es zu einer leichten Beinverkürzung und damit zu einer Beeinflussung 
der Beckenstatik gekommen, was sich ebenfalls negativ auf die vorbestehende degenerative 
Veränderung auswirken könne. Damit bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 
Wechselwirkung zwischen der in Fehlstellung verheilten Schenkelhalsfraktur und der vorbeste-
henden Degeneration einer Coxa profunda. Der Status quo ante vel sine sei nicht erreicht. 
Vielmehr sei von einer richtunggebenden Verschlechterung mit anhaltender Impingementsymp-
tomatik und allmählicher Progredienz der Coxarthrose auszugehen. 
 
3.3. Diese gutachterlichen Ausführungen überzeugen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 2.4 hie-
vor), ist den im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingeholten Expertisen externer Spezial-
ärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten ihr Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
keine zwingenden Gründe gegen die Zuverlässigkeit des Gerichtsgutachtens sprechen. Die 
Fachärzte der Klinik F.____ haben die Versicherte eingehend untersucht. Sie gehen in ihrem 
ausführlichen Gerichtsgutachten vom 20. Dezember 2013 einlässlich auf deren Beschwerden 
ein, setzen sich sowohl mit ihrer gesundheitlichen Entwicklung als auch mit den bei den Akten 
liegenden widersprüchlichen, medizinischen Unterlagen auseinander und vermitteln so ein um-
fassendes Bild über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin. Sie nehmen eine 
schlüssige Einschätzung der vorliegend strittigen Kausalität vor und gelangen dabei zum nach-
vollziehbaren Ergebnis, dass infolge einer Wechselwirkung zwischen der unfallkausal in Fehl-
stellung verheilten Schenkelhalsfraktur und der vorbestehenden Degeneration einer Coxa pro-
funda von einer richtunggebenden Verschlechterung mit anhaltender Impingementsymptomatik 
und allmählicher Progredienz der Coxarthrose auszugehen ist. Mit Blick auf das erlittene Unfall-
ereignis vom 4. April 2008 erhellt deshalb, dass der Status quo ante vel sine nicht erreicht ist.  
 
3.4 Gründe, von dieser überaus detaillierten begründeten Kausalitätsbeurteilung der Ge-
richtsgutachter abzuweichen, sind keine ersichtlich. Nachdem bis zum Erlass des Gerichtsgut-
achtens nach Lage der zuvor vorhandenen Akten noch Widersprüche und Unklarheiten bestan-
den hatten (vgl. Beschluss des Kantonsgerichts vom 31. Mai 2012 sowie Präsidial-Verfügung 
des Kantonsgerichts vom 15. November 2012), ist nunmehr gemäss den ebenso profunden wie 
umfangreichen Erläuterungen der Klinik F.____ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, 
dass über den 15. Oktober 2010 hinaus auch weiterhin ein natürlicher Kausalzusammenhang 
zwischen dem erlittenen Unfallereignis vom 4. April 2008 und den im Zusammenhang mit der 
Heilung des Schenkelhalses geklagten Beschwerden der Versicherten besteht. Es kann an die-
ser Stelle auf die umfassenden Ausführungen im gerichtlichen Gutachten verwiesen werden. 

 
 
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Damit folgt, dass die Beschwerde gutzuheissen und die Angelegenheit an die Beschwerdegeg-
nerin zur Festlegung und Spezifizierung der gesetzlichen Leistungen zurückzuweisen ist. 
 
4. Es verbleibt, über die Kosten zu befinden. 
 
4.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Für das vorliegende Verfahren sind deshalb keine Kosten zu 
erheben. Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtlichen Abklärungen und die gerichtli-
che Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der 
Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen an-
geordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu über-
nehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder 
Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in 
BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur Durchführung der vom 
Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, 
eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der 
durch das Gericht in Auftrag gegebenen MEDAS-Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen. 
Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG 
durchaus vereinbar (vgl. BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). In BGE 138 V 318 ff. hat das Bundesge-
richt diese Rechtsprechung auch auf das unfallversicherungsrechtliche Verfahren für anwend-
bar erklärt. Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 
31. Mai 2012 zum Ergebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhande-
ne Aktenlage nicht möglich war. Hintergrund bildete der Umstand, dass die damaligen Akten 
zur massgebenden Frage der Unfallkausalität sich widersprechende medizinische Berichte ent-
halten hatten. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind rechtsprechungsgemäss aber ergänzen-
de Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 135 V 465 E. 44 S. 470). Solche Zweifel am Verwal-
tungs-Gutachten von Dr. D.____ vom 16. Oktober 2010 vermochten die Ausführungen von 
Dr. H.____, Klinik I.____ gemäss dessen Gutachten vom 2. September 2009 bzw. gemäss Stel-
lungnahme von Dr. D.____ vom 25. September 2011 aber ohne weiteres zu begründen 
(vgl. Beschluss des Kantonsgerichts vom 31. Mai 2012). Trotz des in der Folge eingeholten  
Berichts des Instituts E.____ vom 26. Juni 2012 und der erneuten Erläuterung von Dr. D.____ 
vom 5. Juli 2012 erwiesen sich die Abklärungsergebnisse jedoch weiterhin als nicht ausrei-
chend beweiskräftig genug (vgl. Verfügung des Kantonsgerichts vom 15. November 2012; 
vgl. auch Stellungnahmen der Basler vom 9. August 2012 sowie jene der Beschwerdeführerin 
vom 31. August 2012), weshalb sich das im Anschluss in Auftrag gegebene Gerichtsgutachten 
vom 20. Dezember 2013 als unerlässlich erwiesen hat. Im Lichte der geschilderten bundesge-
richtlichen Rechtsprechung sind die resultierenden Kosten, welche sich insgesamt auf 
Fr. 20‘104.10 belaufen (vgl. Rechnung Institut E.____ vom 2. Juli 2012 über Fr. 1‘514.65; 
Rechnung Spital J.____vom 16. Juli 2012 über Fr. 300.—; Rechnungen K.____ für Dolmet-
scherdienste vom 8. Mai 2013, 3. Juli 2013 sowie 12. September 2013 über total Fr. 1‘095.70; 
Rechnung Klinik L.____ vom 13. November 2013 über Fr. 524.10; Rechnung Klinik F.____ vom 
21. Januar 2014 über Fr. 16‘668.65), demnach der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 
 

 
 
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4.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin mit ihrem Rechts-
begehren vollumfänglich durchgedrungen, weshalb ihr eine Parteientschädigung zusteht. Deren 
Rechtsvertreter hat in seinen Honorarnoten vom 3. April 2012 und 21. Februar 2014 für seine 
Bemühungen insgesamt eine Parteientschädigung im Umfang von 17,5 Stunden sowie Ausla-
gen in Höhe von Fr. 130.— ausgewiesen. Dieser Aufwand erweist sich angesichts der sich stel-
lenden Rechtsfragen, der vorliegenden gerichtlichen Abklärungen und Begutachtung sowie an-
gesichts der damit verbundenen, diversen Stellungnahmen ohne weiteres als angemessen. 
Nichts anderes gilt hinsichtlich der geltend gemachten Auslagen. Die Basler hat der Beschwer-
deführerin daher entsprechend dem geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 250.-- (vgl. § 3 
Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003) eine Partei-
entschädigung im Umfang von Fr. 4‘865.40 (17,5 Stunden x Fr. 250.- zuzüglich Auslagen von 
Fr. 130.— und 8% Mehrwertsteuer) auszurichten.  
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Einspracheentscheid der 
Basler Versicherung AG vom 10. Oktober 2011 und deren Verfügung 
vom 17. Februar 2011 aufgehoben. Es wird festgestellt, dass die Bas-
ler Versicherungen AG die gesetzlichen Leistungen über den 15. Ok-
tober 2010 hinaus zu erbringen hat und die Angelegenheit wird an die 
Basler Versicherung AG zur Festlegung und Spezifizierung der gesetz-
lichen Leistungen zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3.  Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung und die gerichtlichen 
Abklärungen in der Höhe von insgesamt Fr. 20‘104.10 werden der 
Basler Versicherung AG auferlegt. 

  4. Die Basler Versicherung AG hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 4‘865.40 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) auszurichten.