# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 682eac2f-b1f6-53a1-8df9-ec68763e023a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.08.2019 720 19 111/198
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-111-198_2019-08-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 15. August 2019 (720 19 111 / 198) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Würdigung des medizinischen Sachverhalts; Überprüfung der Beweistauglichkeit des 
bidisziplinären Verwaltungsgutachtens sowie Beurteilung des leidensbedingten Abzugs; 
Einfluss einer Verweistätigkeit in geschütztem Umfeld auf den Invaliditätsgrad; 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrich-

ter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Franziska Abt, Advoka-
tin, Aeschengraben 13, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
A.1 A.____ arbeitete bei der B.____ als Montagearbeiterin. In dieser Eigenschaft war sie 
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsgesellschaft (Suva) obligatorisch gegen die Folgen 
von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 3. September 2013 stürzte sie eine Treppe 
hinunter und verletzte sich an der rechten Schulter. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leis-
tungen und sprach der Versicherten mit Verfügung vom 28. Oktober 2015 eine Invalidenrente 
aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 34 % und eine Integritätsentschädigung aufgrund einer 

 

 
 
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Einbusse in der Integrität von 20 % in Höhe von Fr. 25'200.-- zu. Die gegen den Rentenent-
scheid erhobene Einsprache wurde durch Vergleich vom 13. Februar 2018 erledigt. Demnach 
richtet die Suva der Versicherten nunmehr eine 44%ige Invalidenrente aus.  
 
A.2 Am 19. März 2014 meldete sich A.____ unter Hinweis auf die beim Unfall erlittenen 
Schulterverletzungen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. 
Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse sprach die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) der Versicherten mit Verfügung vom 26. Februar 2019 vom 1. September 
2014 bis 30. Juni 2015 eine ganze Invalidenrente, vom 1. Juli 2015 bis 31. Dezember 2015 eine 
halbe Invalidenrente, vom 1. Januar 2016 bis 31. Mai 2016 keine Invalidenrente, vom 1. Juni 
2016 bis Ende August 2016 eine ganze Invalidenrente und ab 1. September 2016 eine unbefris-
tete Viertelsrente zu.  
 
B. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Advokatin Franziska Abt Lindner, am 
1. April 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, die IV-Stelle sei in Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Weiter seien ergän-
zende medizinische Gutachten einzuholen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung liess sie im 
Wesentlichen geltend machen, dass sich die IV-Stelle in ihrem Entscheid auf unzureichende 
medizinische Unterlagen stütze. Zudem rechtfertige es sich, vom Invalideneinkommen einen 
leidensbedingten Abzug von 25 % vorzunehmen. 
 
C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 15. Mai 2019 unter Hinweis auf eine 
Aktenbeurteilung ihres Regionalen ärztlichen Diensts (RAD) vom 9. Mai 2019 auf Abweisung 
der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde der Versicherten vom 1. April 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2. Materiell strittig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend für diese 
Beurteilung sind die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung 
vom 26. Februar 2019. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis).  

 

 
 
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3.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist 
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach-
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu 
verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.2 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert 
schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls 
bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens wil-
lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 
299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchti-
gung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht 
hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der 
Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vorausset-
zung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in 
fine). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe 
Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % 
invalid ist.  
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 

 

 
 
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4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutba-
rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität 
in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundes-
gericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturier-
ten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden 
entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die -  unter Berücksichtigung von 
leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentia-
len (Ressourcen) anderseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig 
von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs-
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, 
wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 
mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
4.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 

 

 
 
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Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.5 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Hingegen kommt Berichten und Gutachten 
versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen. An die Beweiswürdigung 
sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung 
eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 in fine mit Hinweis; Urteil des 
Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
5.1 Im vorliegenden Fall geben im Wesentlichen nachfolgende Berichte Auskunft über den 
Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin.  
 
5.2 Unter Berücksichtigung der entsprechenden medizinischen Berichte der Suva ist zu-
nächst davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab dem Unfallzeitpunkt am 
3. September 2013 zu 100 % arbeitsunfähig war. Gemäss Ausführungen des Kreisarztes 
Dr. med. C.____, FMH Chirurgie, vom 26. August 2014 lag bei der Versicherten ein Status nach 
schraubenosteosynthetischer Versorgung nach Schultertrauma rechts im Kindesalter, ein Sta-
tus nach Sturz auf die rechte Schulter mit Schraubenbruch, ein Status nach offener Metallent-
fernung mit anschliessender Reizung des Nervus axillaris rechts sowie Wundrevision mit Arthro-
lyse, Neurolyse und subacromialer Mobilisation vor. Es bestünde eine deutliche Einschränkung 
der Schulterbeweglichkeit bei Rechtsdominanz. Am 16. März 2015 kam Dr. C.____ zum 
Schluss, dass von einer weiteren Behandlung im Schulterbereich keine namhafte Besserung 
mehr erwartet werden könne. Der Beschwerdeführerin sei eine körperliche Tätigkeit bei einer 
50%igen (halbtags) Belastbarkeit zumutbar, sofern sie im geschützten Umfeld stattfinde. Hier-

 

 
 
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bei sei darauf zu achten, dass Arbeiten mit dem rechten Arm über der Horizontalen konsequent 
zu vermeiden seien. Zu berücksichtigen sei auch, dass die dominante rechte Hand aufgrund 
der erheblichen Bewegungseinschränkungen des rechten Arms nur eingeschränkt einsetzbar 
sei. Am 21. September 2015 fand erneut eine kreisärztliche Untersuchung statt. Dr. C.____ 
diagnostizierte eine zum Teil unfallunabhängige vorbestehende Glenohumeralarthrose bei Sta-
tus nach nicht Suva-versichertem Unfall 1994, bei Status nach Treppensturz im September 
2013 mit Ausriss einer Schraube, die bei der Scapulahalsfraktur angebracht worden sei, bei 
Status nach Schulterarthroskopie und offener Arthrotomie mit Schraubenentfernung rechts am 
27. September 2013 mit resultierender Nervus axillaris-Irritation und letztlich nachgewiesener 
Axillaris-Schädigung, bei Status nach Operation am 2. Dezember 2013 mit ausgedehnter Adhä-
siolyse im Bereich des Plexus und Darstellung des Nervus axillaris sowie nachfolgender regre-
dienter neuropathischer Komponente, bei Status nach Operation am 1. Oktober 2014 mit Schul-
terarthroskopie und vollständiger anteroinferiorer Arthrolyse, Bicepstenotomie und glenoidaler 
Mikrofrakturierung sowie Ostenil-Injektion bei Omarthrose und Frozen Shoulder-Problematik. 
Dr. C.____ attestierte nunmehr den Endzustand, da von weiteren Behandlungen keine namhaf-
te Besserung des rein unfallbedingten Gesundheitszustands mehr erwartet werden könne. In 
seiner Zumutbarkeitsbeurteilung hielt er fest, dass aufgrund der erheblichen Bewegungsein-
schränkung der rechten Schulter mit entsprechender Schmerzhaftigkeit eine leichte körperliche 
Tätigkeit ganztags unter folgenden Prämissen zumutbar sei: kein Heben und Tragen von Las-
ten mit dem dominanten rechten Arm und keine Vibrationsbelastungen. Idealerweise sollte der 
rechte Unterarm auf einem Tisch ruhen können, denn diese Stellung könne von der Versicher-
ten eingenommen werden. In einer solchen ganztägig ausgeübten Tätigkeit sollte die Be-
schwerdeführerin eine Leistung von 70 % erreichen. Die verbleibenden 30 % (entsprechend ca. 
2,4 Stunden) wären als zusätzliche über den Tag zu verteilende Pausen zu verstehen, die zu-
sätzlich zu der regulären Pause zu zählen seien. Die Gesamtarbeitsleistung läge demnach bei 
70 %. 
 
5.3 Die IV-Stelle beauftragte Dr. med. D.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, 
und Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit einer Begutachtung der Be-
schwerdeführerin. In seinem Teilgutachten vom 26. Juni 2016 diagnostizierte Dr. D.____ mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine ausgeprägte Frozen Shoulder rechts mit aufgehobener 
Abduktion und Innenrotation bei retraktiler Kapsulose/Kapsulitis (ICD-10 M75.0). Die Be-
schwerdeführerin sei in der angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig. Sie sei in einer 
Verweistätigkeit sitzend, stehend, gehend und durch Vermeidung der Belastung des rechten 
Arms zu 100 % arbeitsfähig und könne eine Tätigkeit leichten Ausmasses wechselbelastend 
problemlos ganztags ausüben. Durch das verlangsamte Arbeitstempo und den erhöhten Pau-
senbedarf ergebe sich jedoch eine Einschränkung von 40 %. Dadurch sei die Beurteilung leicht 
abweichend von jener des Kreisarztes, welcher primär eine 50%ige, später jedoch eine volle 
Arbeitsfähigkeit mit einer Einschränkung von 30 % attestiert habe in einer adaptierten Tätigkeit. 
Dr. E.____ nannte keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit; ohne Einfluss bestünde 
eine rezidivierende depressive Störung, derzeit remittiert (ICD-10 F33.4). Im Rahmen der Un-
tersuchung habe die Beschwerdeführerin angegeben, psychisch stabil zu sein, weshalb sie die 
ab März 2015 durchgeführte psychiatrische Behandlung per Ende Dezember 2015 aufgegeben 
und nicht wiederaufgenommen habe. Dr. E.____ hielt fest, dass aktuell nicht von einer durch-

 

 
 
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gängig vorhandenen depressiven Symptomatik ausgegangen werden könne. Während der Ex-
ploration sei die Beschwerdeführerin weitgehend euthym und lebensbejahend gewesen; eine 
Reduktion des Antriebs oder des Interesses habe nicht festgestellt werden können. Beim The-
matisieren der konkreten Auswirkungen der Schulterverletzung werde sie jedoch vorüberge-
hend sehr traurig und weinerlich. Sie fände aber während der Exploration wieder aus dieser 
Phase heraus. Aus diesem Grund könne gegenwärtig wegen des Fehlens wichtiger Diagnose-
kriterien nicht vom Vorliegen einer depressiven Symptomatik gemäss ICD-10 ausgegangen 
werden. Dies zeige auch die Auswertung der Hamilton Depressions-Skala. Da in der Vergan-
genheit jedoch depressive Episoden festgehalten worden seien, sei diagnostisch eine rezidivie-
rende depressive Störung, zurzeit remittiert (ICD-10 F33.4) zu bejahen. Hingegen könne bei der 
Beschwerdeführerin keine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert werden, weil 
beim Entstehen der Problematik des rechten Arms nicht ausreichend psychosoziale Belas-
tungsfaktoren vorgelegen hätten. Explizit sei die Beschwerdeführerin an ihrem neuen Wohnort, 
in ihrer neuen Beziehung und in ihrem neuen Job sehr glücklich gewesen. Auch heute würden 
die Schmerzen im rechten Arm hauptsächlich durch körperliche und nicht durch emotionale 
Anstrengungen ausgelöst.  
 
In der Konsensbesprechung kamen die Gutachter zum Schluss, dass nach eingehender Dis-
kussion aller Befunde, dem bisherigen Verlauf und der Aktenlage, die rheumatologische Beur-
teilung der Arbeits- und Leistungseinschränkung und deren künftiger Verlauf im Rahmen der 
Wiedereingliederung massgebend sei.  
 
5.4 Zum Gutachten liess sich die RAD-Ärztin Dr. med. F.____, Fachärztin für Physikalische 
und Rehabilitative Medizin, am 8. August 2016 vernehmen. Sie hielt fest, dass auf das Gutach-
ten abgestellt werden könne, da die formalen und die inhaltlichen Kriterien erfüllt seien sowie 
die Beurteilung schlüssig und nachvollziehbar sei. Betreffend die Standardindikatoren führte 
Dr. F.____ aus, dass deren Prüfung summarisch vorgenommen worden sei. Die somatisch und 
psychiatrisch gutachterlich festgestellten Krankheiten seien hinsichtlich ihrer Symptomatologie, 
des Krankheitsverlaufs und ihren Auswirkungen auf den Alltag anhand der fachärztlich erhobe-
nen ausgeprägten Befunden nachvollziehbar festgestellt und bewertet worden. Zur Behebung 
des vorliegenden Gesundheitsschadens seien bereits die hierfür indizierten Therapien durchge-
führt worden und die Versicherte habe hierbei ausreichend mitgewirkt. Hinweise auf eine Ag-
gravation oder Simulation hätte die Begutachtung nicht ergeben. Die gutachterlich festgestellte 
Arbeitsfähigkeit sei auch nach Prüfung der Standardindikatoren vollumfänglich nachvollziehbar. 
 
5.5 Den Berichten der Kliniken G.____ vom 25. Juli 2017 und 15. Juni 2017, wo die Be-
schwerdeführerin vom 18. Mai 2017 bis 13. Juni 2017 ambulant behandelt wurde, ist als Diag-
nose ein Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung, differentialdiagnostisch mittel-
gradige depressive Episode mit Somatisierungsstörung zu entnehmen.  
 
5.6 Dr. F.____ und Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, führten zum 
Bericht der Kliniken G.____ am 13. September 2017 aus, dass sich daraus keine richtungswei-
sende Veränderung des Gesundheitszustands seit der Begutachtung durch Dr. E.____ am 1. 
Juli 2016 plausibel nachvollziehen lasse. Der behandelnde Arzt habe beim Behandlungsab-

 

 
 
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schluss am 13. Juni 2017 keinen objektiven Psychostatus dokumentiert, sondern lediglich auf 
eine Verbesserung der depressiven Symptomatik, des Schlafs und der Konzentration hingewie-
sen. Die Behandlung sei zudem beendet worden, weil die Beschwerdeführerin für drei Monate 
in ihre Heimat gereist sei.  
 
5.7 Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, führte am 8. Dezember 2017 
aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem 11. Oktober 2017 bei ihm in ambulanter psychiatri-
scher Behandlung wegen psychischer Folgen ihres traumatisch bedingten, dauernden Schulter-
leidens sei. Er habe die Behandlung jedoch nur vorübergehend übernommen. Es bestehe eine 
chronifizierte depressive Störung in der Ausprägung einer leichten bis mittelgradigen Episode. 
Die Arbeitsunfähigkeit sei im Grunde durch den Funktionsausfall des rechten Arms und der 
rechten Hand bei Rechtshändigkeit bedingt. Der psychische Anteil könne nicht isoliert beurteilt 
werden. Es zeige sich jedoch das Gesamtbild einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit.  
 
5.8 Die Psychotherapeutin Dr. sc. nat., lic. Phil. J.____, bei welcher die Beschwerdeführerin 
seit dem 12. Januar 2018 in psychotherapeutischer Behandlung steht, diagnostizierte am 
5. April 2018 eine sonstige Reaktion auf schwere Belastung bei dissimulierter posttraumatischer 
Belastungsstörung (PTBS) und eine leichte depressive Episode.  
 
5.9 Am 9. Mai 2018 liessen sich Dr. F.____ und Dr. H.____ erneut vernehmen und hielten 
betreffend den Bericht von Dr. J.____ fest, dass sie keine Angaben zum Psychostatus mache, 
so dass die angegebene leichte bis mittelgradige depressive Episode nicht validiert werden 
könne. 
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeits-
fähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen die Dres. D.____ und 
E.____ in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 1. Juli 2016 gelangten. Sie ging demzufolge 
davon aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem Unfall im September 2013 nicht mehr in der 
angestammten Tätigkeit als Logistikerin arbeitsfähig sei, ihr jedoch seit der Begutachtung im 
Juni 2016 eine leichte adaptierte Verweistätigkeit zu 60 % zumutbar sei. Diese vorinstanzliche 
Beweiswürdigung ist trotz der Kritik der Beschwerdeführerin an den Ausführungen von 
Dr. E.____ im Ergebnis nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.5 hiervor), ist den 
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -
ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 
die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien liegen hier keine 
vor. Das Gutachten von Dr. D.____ und Dr. E.____ weist weder formale noch inhaltliche Män-
gel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.4 hiervor) - für die streitigen 
Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten 
Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es leuchtet in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein und 
es ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Die Versicherte wurde eingehend somatisch 

 

 
 
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und psychiatrisch exploriert. Die entsprechenden, vorstehend (vgl. E. 5.3 hiervor) wiedergege-
benen Darlegungen vermögen zu überzeugen, sodass darauf verwiesen werden kann. 
 
6.2.1 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, welche sich gegen das Teilgutachten von 
Dr. E.____ vom 1. Juli 2016 richten, sind nicht geeignet, das vorstehende Beweisergebnis in 
Frage zu stellen. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Beschwerdegegnerin sowohl 
in Bezug auf die medizinische Beurteilung wie auch betreffend die Arbeitsfähigkeit auf die Aus-
führungen der behandelnden Ärzte hätte abstellen müssen. Im Verfügungszeitpunkt lagen drei 
fachärztliche Berichte von behandelnden Ärzten vor, welchen die Diagnose einer Depression zu 
entnehmen ist. Im Bericht der Kliniken G.____ vom 25. Juli 2017 wird diese Diagnose jedoch 
nur als Differentialdiagnose erwähnt. Dr. I.____, der die Beschwerdeführerin lediglich vorüber-
gehend behandelte, diagnostizierte am 8. Dezember 2017 eine chronifizierte depressive Episo-
de. Dr. J.____ erwähnte am 5. April 2018 das Vorliegen einer depressiven Verstimmung, ohne 
weitere Ausführungen hierzu zu machen. In diesem Zusammenhang ist auf die Erfahrungstat-
sache hinzuweisen, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auf-
tragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten und Patien-
tinnen aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5). Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende 
und umfassende Betreuung durch die behandelnde Ärzteschaft oft wertvolle Erkenntnisse zeiti-
gen, doch übersieht die Beschwerdeführerin bei ihrer Kritik, dass es die unterschiedliche Natur 
von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutach-
tungsauftrag des oder der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten bzw. Expertinnen an-
derseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte und Ärztinnen zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, 
in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige - und nicht rein sub-
jektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Gesichtspunkte benennen, die bei der Begut-
achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. 
September 2013, 9C_425/2013, E. 4.1 und vom 14. Februar 2011, 8C_642/2102, E. 5.2). Sol-
che Aspekte legt die Beschwerdeführerin nicht substantiiert dar und sind auch nicht ersichtlich. 
Zunächst fällt auf, dass sich weder die Kliniken G.____ noch Dr. I.____ mit den Einschätzungen 
von Dr. E.____ auseinandergesetzt haben. Zudem haben sie keine Zumutbarkeitsbeurteilung in 
einer Verweistätigkeit vorgenommen. Soweit dem Bericht der Kliniken G.____ die Verdachtsdi-
agnose einer PTBS zu entnehmen ist, wird verkannt, dass für diese Diagnose ein belastendes 
Ereignis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmas-
ses vorliegen muss (kurz oder langanhaltend), die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervor-
rufen würde (vgl. BGE 142 V 342 E. 5.1). Ein solches Ereignis ist den vorliegenden Akten je-
doch nicht zu entnehmen. Weiter hat sich Dr. J.____ zwar mit den Ausführungen von 
Dr. E.____ auseinandergesetzt. Sie bringt dagegen insbesondere vor, dass dieser die Be-
schwerdeführerin nicht auf den Tod ihres ersten Kindes angesprochen habe. Es trifft zu, dass 
Dr. E.____ die Beschwerdeführerin nicht dazu befragte und in seinem Gutachten Angaben dazu 
fehlen. Dies vermag den Beweiswert seines Teilgutachtens jedoch nicht zu schmälern. In die-
sem Zusammenhang ist festzustellen, dass sich die Beschwerdeführerin allgemein nicht zu die-
sem Ereignis äussert, enthalten doch auch die übrigen Akten keinen Hinweis dazu. Die behan-
delnde Therapeutin geht zudem fehl, wenn sie behauptet, dass Dr. E.____ die Begutachtung 

 

 
 
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ohne Dolmetscherin durchgeführt habe. Gemäss Angaben im Gutachten (Seite 34) wurde die 
Untersuchung mit Hilfe einer Übersetzerin der K.____ durchgeführt, womit auch sprachliche 
Missverständnisse bei der Begutachtung ausgeschlossen werden können. Zu beachten ist fer-
ner, dass den Berichten der behandelnden Ärzte auch Stellungnahmen zu den somatischen 
Beschwerden und zur funktionellen Einarmigkeit zu entnehmen sind, obwohl sie nicht über die 
entsprechende fachärztliche Qualifikation verfügen. Unter diesen Umständen ist nicht zu bean-
standen, dass die Beschwerdegegnerin die Beurteilungen und Einschätzungen der behandeln-
den Ärzte im vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigte.  
 
6.2.2 Das Gutachten hält entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch einer Indika-
torenprüfung (vgl. oben E. 4.3) stand. Dabei ist der Schweregrad der Krankheit und die Konsis-
tenz des Verhaltens der versicherten Person von zentraler Bedeutung, wobei namentlich die 
Ressourcen im Alltag ausschlaggebend sind. Zu diesen Aspekten enthält das Gutachten von 
Dr. E.____ vom 1. Juli 2016 hinreichende und überzeugende Antworten. So wird deutlich, dass 
die Beschwerdeführerin im Untersuchungszeitpunkt nicht (mehr) an einer Depression litt. Sie 
führte im Rahmen der Begutachtung selbst aus, dass sie nicht mehr in einer psychiatrischen 
Behandlung stehe und keine Medikamente mehr einnehme, weil sie dies als nicht mehr not-
wendig empfunden habe. Dr. E.____ beschrieb die Versicherte denn auch als affektiv euthym, 
schwingungsfähig und gut spürbar. Zudem seien die Interessen gut ausgebildet. Damit ent-
spricht die Konsistenz des Verhaltens der Beschwerdeführerin der Befunderhebung durch den 
Gutachter. Die Darstellung der Symptomatik ist demnach kohärent und plausibel und Dr. 
E.____ schliesst auch Anhaltspunkte für eine Aggravation oder eine Verdeutlichungstendenz 
aus (vgl. S. 39 des Gutachtens). Weiter ging Dr. E.____ zu Recht davon aus, dass die Be-
schwerdeführerin über genügend persönlichen Ressourcen verfüge. Sie lebt in einer intakten 
Beziehung, pflegt ausreichende soziale Kontakte mit ihrer Familie und ihren Freudinnen und ein 
sozialer Rückzug liegt nicht vor. Dies wird im Übrigen auch von Dr. J.____ bestätigt, welche in 
ihrem Bericht ausführt, dass die Beschwerdeführerin gut im sozialen Umfeld integriert sei und 
aktuell in einer guten Ehesituation lebe. Gesamthaft ist daher mit der Beschwerdegegnerin da-
von auszugehen, dass eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit, welche über die im Gutach-
ten der Dres. D.____ und E.____ genannte hinausgeht, nicht plausibel ist. Damit ist die Zumut-
barkeitsbeurteilung im Gutachten nachvollziehbar, welche die Beschwerdeführerin ab Juni 2016 
in einer angepassten Tätigkeit als 60 % arbeitsfähig erachtet. 
 
6.3 Gestützt auf die obigen Erwägungen ergibt sich, dass das Gutachten der Dres. D.____ 
und E.____ vom 2. August 2016 genügend Aufschluss über den Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin gibt. Die von den Gutachtern vorgenommene Zumutbarkeitsbeurteilung er-
weist sich als überzeugend. Das fragliche Gutachten lässt mithin eine zuverlässige Beurteilung 
der verbleibenden Arbeitsfähigkeit der Versicherten ab Juni 2016 zu, weshalb in antizipierter 
Beweiswürdigung (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf allfällige zusätzliche 
Abklärungen verzichtet werden kann. Insgesamt resultiert in medizinischer Hinsicht, dass die 
Beschwerdeführerin ab Juni 2016 in einer adaptierten Tätigkeit eine Leistungsbeeinträchtigung 
von 40 % aufweist. Zuvor war sie gemäss den zu Recht unbestrittenen Angaben des Suva-
Kreisarztes Dr. C.____ (vgl. oben E. 5.2) ab dem Zeitpunkt des Unfalls im September 2013 
vollständig arbeitsunfähig. Aufgrund seiner Ausführungen vom 16. März 2015 hatte sich der 

 

 
 
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Gesundheitszustand ab diesem Zeitpunkt verbessert und der Beschwerdeführerin war eine 
50%ige Beschäftigung im geschützten Umfang zumutbar. Ab September 2015 war die Be-
schwerdeführerin bis zur Begutachtung bei den Dres. D._____ und E.____ aufgrund ihrer Rest-
beschwerden sodann wieder zu 70 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit arbeitsfähig. 
 
7.1 Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 3.4 hiervor) ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen 
Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 16 ATSG). Die Be-
schwerdeführerin bestreitet im vorliegenden Verfahren zu Recht weder die Höhe des der Be-
rechnung zugrunde gelegten Valideneinkommens von Fr. 49'269.-- noch das gestützt auf die 
Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik (LSE) berechnete Invalideneinkommen 
von Fr. 54'062.--. Diesbezüglich kann auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung 
vom 26. Februar 2019 und im Vorbescheid vom 22. Februar 2017 verwiesen werden. Hingegen 
bringt sie vor, dass der von der IV-Stelle vom Invalideneinkommen vorgenommene Abzug zu 
tief sei.  
 
7.2 Von dem gestützt auf die LSE erhobenen statistischen Wert sind praxisgemäss ver-
schiedene Abzüge zulässig. Im Entscheid 126 V 75 ff. hat das damalige Eidgenössische Versi-
cherungsgericht (EVG) seine Rechtsprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und 
weiterentwickelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellen-
löhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des kon-
kreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, 
Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Er-
messen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Be-
rücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). Zu beachten ist ferner, dass allfällige bereits in 
der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen 
nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer 
doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 20. April 2018, 9C_833/2017, E. 2.2 mit Hinweis).   
 
7.3 Vorliegend hat die IV-Stelle in Ausübung ihres Ermessens in der angefochtenen Verfü-
gung einen grosszügigen Abzug vom Tabellenlohn von 20 % gewährt, was in Würdigung der 
gegebenen Umstände sowie unter Berücksichtigung aller in Betracht fallenden Merkmale ent-
gegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin, die einen Abzug von 25 % forderte, nicht zu 
beanstanden ist. Dabei ist insbesondere zu beachten, dass den gesundheitlichen Beschwerden 
bereits mit der Leistungseinbusse Rechnung getragen wird. Zudem ist auch mit Blick auf die 
Rechtsprechung des Bundesgerichts kein höherer als der vorliegend gewährte leidensbedingte 
Abzug bei einer funktionellen Einarmigkeit zu gewähren (Urteil des Bundesgerichts vom 
23. März 2009, 8C_971/2008, E. 4.2.6.2).  
 
7.4 Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 49'269.-- mit dem Invali-
deneinkommen von Fr. 54'062.-- ergibt sich entsprechend der ärztlich attestierten Arbeitsfähig-
keit Folgendes: Beim Ablauf des Wartejahrs im September 2014 war die Beschwerdeführerin in 
sämtlichen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig und hatte damit ab 1. September 2014 An-

 

 
 
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spruch auf eine ganze Rente (Art. 29 Abs. 3 IVG). Ab März 2015 bestand zwar in einer adap-
tierten Verweistätigkeit "im geschützten Umfeld" eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. Bericht von 
Dr. C.____ oben E. 5.2). Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf diese Zumutbarkeitsbeur-
teilung des Kreisarztes davon aus, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten ab März 
2015 rentenwirksam verbessert hatte. Unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV richtete 
sie der Beschwerdeführerin gestützt auf eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab Juli 2015 eine halbe 
Rente aus. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Wie oben in E. 3.4 ausgeführt, ist der 
Berechnung des Invaliditätsgrads nach Art. 16 ATSG ein Invalideneinkommen zugrunde zu le-
gen, welches die versicherte Person bei Ausübung einer ihr zumutbaren Tätigkeit bei ausgegli-
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Da im vorliegenden Fall der Kreisarzt der Beschwer-
deführerin ab März 2015 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einem geschützten Umfeld und nicht 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt attestierte, durfte die Beschwerdegegnerin gestützt auf 
diese Zumutbarkeitsbeurteilung keine Neuberechnung des Invaliditätsgrads vornehmen. Unter 
diesen Umständen hat die Beschwerdeführerin auch über den 30. Juni 2015 hinaus Anspruch 
auf eine ganze Rente (vgl. auch Art. 88a Abs. 1 IVV). Dr. C.____ attestierte sodann ab Septem-
ber 2015 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit, weshalb der Beschwerdeführerin in Anwendung von 
Art. 88a Abs. 1 IVV ab Januar 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 39 % keine Invalidenrente 
mehr ausgerichtet werden konnte. Unstrittig hat die Beschwerdeführerin sodann von Juni 2016 
bis August 2016 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Schliesslich steht ihr gestützt auf die 
Ergebnisse der bidisziplinären Begutachtung durch die Dres. D.____ und E.____ bei einer Ar-
beitsunfähigkeit von 60 % unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV bei einem Invalidi-
tätsgrad von 47 % ab September 2016 eine unbefristete Viertelsrente zu.  
 
7.5 Zusammenfassend ist gestützt auf die vorstehenden Ausführungen festzustellen, dass 
die Beschwerdeführerin - entgegen den Angaben in der angefochtenen Verfügung - auch in der 
Zeit von anfangs Juli 2015 bis Ende Dezember 2015 Anspruch auf eine ganze und nicht auf 
eine halbe Rente hat. In diesem Umfang ist die Beschwerde gutzuheissen. Darüber hinaus er-
weist sich angefochtene Verfügung vom 26. Februar 2019 als rechtens, weshalb die Beschwer-
de unbegründet ist. 
 
8.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.  
 
8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. Beim Entscheid über die Verlegung der Pro-
zesskosten ist somit grundsätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. In casu ist die Be-
schwerdeführerin mit ihrem Rechtsbegehren insofern durchgedrungen, als die IV-Stelle ihr vom 
1. Juli 2015 bis Ende Dezember 2015 eine ganze und nicht nur eine halbe Rente auszurichten 
hat. Da das Obsiegen damit lediglich einen untergeordneten Teil des Rechtsbegehrens aus-

 

 
 
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macht, rechtfertigt es sich, der Beschwerdeführerin Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 600.-- 
und die übrigen in Höhe von Fr. 200.-- der IV-Stelle aufzuerlegen. Der Beschwerdeführerin ist 
der zu viel geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 200.-- zurückzuerstatten. 
 
8.3 In Anbetracht des Prozessausgangs ist der Beschwerdeführerin eine reduzierte Partei-
entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen (vgl. § 21 Abs. 1 VPO, wonach der ganz 
oder teilweise obsiegenden Partei eine angemessene Parteientschädigung zugesprochen wer-
den kann). Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat im kantonalen Verfahren keine 
Honorarnote eingereicht. Das Gericht setzt die Parteientschädigung folglich androhungsgemäss 
nach Ermessen fest (§ 18 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 
17. November 2003). In Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen und 
auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Rechtsbe-
gehren mehrheitlich nicht durchgedrungen ist, erachtet das Gericht eine Parteientschädigung in 
Höhe von pauschal Fr. 500.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-
Stelle als angemessen. 
 

 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als festge-
stellt wird, dass die Beschwerdeführerin auch in der Zeit vom 1. Juli 
2015 bis 31. Dezember 2015 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente 
hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten werden der Beschwerdeführerin in Höhe von 
Fr. 600.-- und der IV-Stelle in Höhe von Fr. 200.-- auferlegt. 

Der zu viel geleistete Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 200.-- ist der 
Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine redu-
zierte Parteientschädigung in der Höhe von pauschal Fr. 500.-- 
(inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
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