# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1851da0e-854d-5ac5-9694-68deeba21ca4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.04.2010 D-2116/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2116-2010_2010-04-26.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2116/2010
law/bah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A.___________E.___________, geboren (...),
Irak,
vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt, 
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2116/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  den  Irak  eigenen  Angaben  zufolge  am 
25. September 2007 verliess und am 15. Oktober 2007 in der Schweiz 
zum ersten Mal um Asyl nachsuchte,

dass er bei  der Erstbefragung im Empfangs-  und Verfahrenszentrum 
Chiasso vom 18. Oktober 2007 und der Anhörung zu den Asylgründen 
vom  6.  November  2007  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  in 
seiner Heimat zusammen mit seinem Bruder im Autohandel tätig ge-
wesen,

dass  ohne  sein  Wissen  gestohlene  Autos  mit  gefälschten  Papieren 
verkauft worden seien, was dazu geführt habe, dass er von der Polizei, 
den Asaisch und den Autokäufern gesucht worden sei,

dass sich der Geschäftspartner seines Bruders  mit  40'000 US-Dollar 
abgesetzt  habe  und  die  Autokäufer  mit  Anzeigeerstattung  gedroht 
hätten,

dass das BFM mit Verfügung vom 14. November 2007 feststellte, der 
Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das  Asyl -
gesuch ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den 
Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass das Bundesverwaltungsgericht  eine gegen diese Verfügung ge-
richtete Beschwerde vom 13. Dezember 2007 mit Urteil D-8441/2007 
vom 20. März 2008 vollumfänglich abwies,

dass  der  Beschwerdeführer  von  der  Vorinstanz  am  27.  März  2008 
aufgefordert wurde, die Schweiz bis zum 10. April 2008 zu verlassen,

dass  der  Beschwerdeführer  am  12.  Juni  2008  unter  der  Identität 
B.__________,  geboren  (...),  in  der  Schweiz  erneut  um  Asyl  nach-
suchte,

dass er bei  der Erstbefragung im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
Basel vom 17. Juni 2008 und der Anhörung zu den Asylgründen vom 
1. Juli 2008 im Wesentlichen erklärte, er habe den Irak am 5. Mai 2008 
aufgrund der bürgerkriegsähnlichen Zustände verlassen,

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dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3. Februar 
2010  mitteilte,  aufgrund  der  Abklärungen  im  Rahmen  des  Asylver-
fahrens  stehe  fest,  dass  er  die  Behörden  über  seine  Identität  ge-
täuscht  habe,  da  er  (in  der  Schweiz)  unter  der  Identität 
A.___________E._________,  geboren (...),  bereits  ein  Asylverfahren 
durchlaufen habe, und ihm zur Einreichung einer Stellungnahme Frist 
bis zum 15. Februar 2010 setzte,

dass der Beschwerdeführer  durch seinen Rechtsvertreter mit  Schrei-
ben vom 15. Februar 2010 mitteilen liess, er ersuche um Akteneinsicht  
und um Erstreckung der Frist zur Einreichung einer Stellungnahme,

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 17. Februar 2010 die Frist 
zur Einreichung einer Stellungnahme bis zum 4. März 2010 erstreckte 
und am 19. Februar  2010 die Akten des zweiten Asylverfahrens zu-
stellte,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. März 2010 eingestand, 
unter seiner wahren Identität in der Schweiz bereits ein Asylverfahren 
durchlaufen zu haben,

dass  er  vor  Kurzem  erfahren  habe,  dass  die  irakischen  Behörden 
weiterhin  nach  ihm  suchten  und  er  diesbezüglich  einen  Haftbefehl 
(Kopie) vom 3. Januar 2010 mitsamt Übersetzung einreiche, 

dass  das  Original  des  Haftbefehls  nachgereicht  werde  und  danach 
eine Dokumentenanalyse durchgeführt werden müsse,

dass  somit  Hinweise  auf  eine  asylrelevante  Verfolgung  bestünden, 
weshalb auf das Asylgesuch einzutreten sei,

dass er ausdrücklich um Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer 
korrigierten  Übersetzung  und  zur  Nachreichung  des  Originals  des 
Haftbefehls ersuche,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  18.  März  2010  – eröffnet  am 
24. März  2010 –  in  Anwendung von Art. 32  Abs. 2  Bst.  b  des  Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das zweite Asyl-
gesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  in  der  Schweiz  unter  einer  anderen  Identität 
bereits ein Asylverfahren durchlaufen, was sich aufgrund des daktylos-
kopischen Vergleichs herausgestellt habe, und von ihm in der Stellung-
nahme vom 4. März 2010 anerkannt worden sei,

dass er die Behörden im Rahmen des Asylverfahrens über seine Iden-
tität getäuscht habe, womit seinen Vorbringen jegliche Grundlage ent -
zogen sei,

dass daran auch der in Kopie eingereichte Haftbefehl nichts zu ändern 
vermöge,  zumal  dieser  offenbar  nicht  auf  den  Namen  des  Be-
schwerdeführers ausgestellt sei, 

dass der Haftbefehl sich offenbar auf den Tatbestand der Urkunden-
fälschung beziehe, der bereits Gegenstand des ersten Asylverfahrens 
gewesen  sei,  weshalb  sich  weitere  Instruktionsmassnahmen zu  die-
sem Beweismittel erübrigten,

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe 
vom  31. März 2010  (Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen liess, 
es sei ihm vollumfängliche Einsicht in die Akten betreffend das Asyl-
gesuch vom 15. Oktober 2007 – insbesondere in den Entscheid des 
BFM vom 24. November 2007 und das Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts vom 20. März 2008 (Verfahren D-8441/2007) – zu gewähren, 
eventualiter  sei  ihm  das  rechtliche  Gehör  betreffend  die  Akten  des 
Asylgesuchs  vom  15. Oktober  2007  zu  gewähren,  nach  erfolgter 
Akteneinsicht  bzw. Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  sei  ihm eine 
angemessene Frist zur Beschwerdeergänzung anzusetzen, die Verfü-
gung vom 18. März 2010 sei aufzuheben und auf das Asylgesuch vom 
13. Januar 2009 sei einzutreten, eventualiter sei die angefochtene Ver-
fügung  aufzuheben  und  zur  Neubeurteilung  und  vollständigen  und 
richtigen  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zurückzu-
weisen, eventualiter sei  die angefochtene Verfügung aufzuheben und 
es  sei  die  Unzulässigkeit  oder  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungs-
vollzugs festzustellen, und dem unterzeichnenden Anwalt  sei  vor der 
Gutheissung  der  Beschwerde  beziehungsweise  vor  einem  anderen 
Endentscheid  eine  angemessene  Frist  zur  Einreichung  einer  detail-
lierten  Kostennote  zur  Bestimmung  der  Parteientschädigung  einzu-
räumen,

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dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 8. April 2010 
die Gesuche, dem Beschwerdeführer sei vollumfängliche Akteneinsicht 
in die Akten des ersten Asylverfahrens und dazu das rechtliche Gehör 
zu gewähren sowie eine Frist zur Beschwerdeergänzung anzusetzen, 
abwies,

dass  er  zur  Begründung  festhielt,  dem  Beschwerdeführer  seien  im 
ersten Asylverfahren sowohl  die Akten des BFM als auch das Urteil  
des Bundesverwaltungsgerichts D-8441/2007 vom 20. März 2008 zu-
gestellt worden, weshalb er im Besitz aller das erste Asylverfahren be-
treffender, relevanter Akten sein müsse,

dass der Beschwerdeführer mit  derselben Zwischenverfügung aufge-
fordert  wurde,  bis  zum  19.  April  2010  einen  Kostenvorschuss  von 
Fr. 600.-- zu leisten, unter der Androhung, bei ungenutzter Frist werde 
auf die Beschwerde nicht eingetreten,

dass der Kostenvorschuss am 19. April 2010 eingezahlt wurde,

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 21. April 2010 mitteilte, 
der in Kopie eingereichte Haftbefehl betreffe offensichtlich ihn, da sein 
Vater C.___________ und sein Grossvater D.__________ geheissen 
hätten und E.__________ sein Nachname sei, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1  VwVG),  und  der  einverlangte  Kostenvorschuss  innert  Frist 
eingezahlt wurde,

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dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  mate-
riellen  Prüfung enthält,  die  angefochtene Verfügung aufhebt  und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent -
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende die 
Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund 
der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer 
Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG),

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dass der  Begriff  der Identität  im asylrechtlichen Sinn unter  anderem 
Namen, Vornamen und Geburtsdatum umfasst (Art. 1 Bst. a  der Asyl-
verordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1, 
SR 142.311]),

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 19. Februar 2010 die Akten 
des zweiten Asylverfahrens zustellte (act. A28/3),

dass ihm mit Verfügung vom 3. Februar 2010 (act. A25/3) die Möglich-
keit  gewährt  wurde,  sich  zur  festgestellten  Identitätstäuschung  zu 
äussern,

dass somit weder eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts noch eine 
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vorliegt,

dass im Zusammenhang mit den erhobenen Rügen betreffend Akten-
einsicht  in  die  Akten  des  ersten  Asylverfahrens  und  das  Recht  zur  
Stellungnahme vollumfänglich auf die Ausführungen in der Zwischen-
verfügung vom 8. April 2010 zu verweisen ist,

dass  die  erhobenen  Rügen,  das  BFM  habe  den  Sachverhalt  nicht 
richtig und vollständig abgeklärt beziehungsweise seine Begründungs-
pflicht verletzt, nicht stichhaltig sind, 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung in der Sachverhalts-
feststellung  festgehalten  hat,  dass  der  Beschwerdeführer  in  der 
Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  hat  und 
sowohl seine Verfügung vom 14. November 2007 als auch das Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  D-8441/2007  vom  20. März  2008 
erwähnte, 

dass das BFM in seinen Erwägungen hinsichtlich des im zweiten Asyl -
verfahrens  eingereichten  Haftbefehls  festhielt,  dieser  beziehe  sich 
offenbar  auf  den  Tatbestand  der  Urkundenfälschung,  der  bereits 
Gegenstand des ersten Asylverfahrens gewesen sei,

dass  somit  nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern  zwischen  Feststellung  des 
Sachverhalts und materiellen Erwägungen ein Widerspruch in der an-
gefochtenen Verfügung bestehen beziehungsweise das BFM die Be-
gründungspflicht verletzt haben soll,

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dass  der  Beschwerdeführer  entgegen  der  in  der  Beschwerde  ver-
tretenen Auffassung von der Vorinstanz nicht erneut angehört werden 
musste, da der rechtserhebliche Sachverhalt sich nach Abschluss des 
ersten Asylverfahrens nicht  wesentlich veränderte und als  erstellt  zu 
erachten ist,

dass gestützt auf die erkennungsdienstliche Behandlung die durch den 
Beschwerdeführer  begangene  Identitätstäuschung  (Angabe  eines 
falschen Namens, Vornamens und Geburtsdatums im zweiten Asylver-
fahren [act. A1/8 S. 1]) feststeht und er diese in seiner Stellungnahme 
vom 4. März 2010 (act. A29/2) auch eingestand,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch gestützt auf Art. 32 Abs. 2 
Bst. b  AsylG die  Sanktion  für  eine Verletzung der  Mitwirkungspflicht 
darstellt,

dass die vom Beschwerdeführer gegenüber den Asylbehörden began-
gene Identitätstäuschung eine grobe Verletzung der gesetzlichen Mit-
wirkungspflicht darstellt (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. a AsylG),

dass  in  der  Beschwerde  bezeichnenderweise  mit  keinem  Wort  auf 
diesen Sachverhalt eingegangen wird,

dass im Falle der Täuschung über die Identität im Sinne von Art. 32 
Abs. 2 Bst. b AsylG nach der gesetzlichen Konzeption nicht zu prüfen 
ist, ob es Hinweise auf eine Verfolgung gebe und diesbezüglich auch 
keine weiteren Abklärungen zu treffen sind, was der Beschwerdeführer 
in seiner Stellungnahme vom 4. März 2010 zu verkennen scheint, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  ge-
setzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

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dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zu-
mutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da  es  dem  Beschwerdeführer  (bereits  im  ersten  Asylverfahren) 
nicht  gelungen ist,  eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzu-
weisen oder glaubhaft  zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG ver-
ankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vor-
liegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte 
für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die dem 
Beschwerdeführer im Irak droht,

dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil D-8441/2007 vom 
20.  März  2008  E.  5  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  als  un-
glaubhaft  wertete und zusätzlich festhielt,  diesen käme, selbst  wenn 
sie der Wahrheit entsprächen, keine asylrechtliche Relevanz zu,

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dass es den Vollzug der Wegweisung unter dieser  Prämisse als  zu-
lässig, zumutbar und möglich erachtete (vgl. Urteil  D-8441/2007 vom 
20. März 2008 E. 7),

dass  der  vom Beschwerdeführer  im  zweiten  Asylverfahren  in  Kopie 
eingereichte Haftbefehl, selbst wenn er sich als authentisch erweisen 
sollte,  woran  auch  in  Anbetracht  der  Eingabe  vom  21.  April  2010 
erhebliche  Zweifel  bestehen,  an  dieser  Beurteilung  nichts  ändern 
würde,

dass das BFM aus diesem Grund zu Recht darauf verzichtete, die Ein-
reichung  des  Originals  des  Haftbefehls  abzuwarten,  um eine  Doku-
mentenanalyse vornehmen zu können,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage Nordirak noch individuelle Gründe auf 
eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rück-
kehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  vor-
liegend zumutbar ist,

dass diesbezüglich vollumfänglich auf die heute noch zutreffenden Er -
wägungen des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil D-8441/2007 vom 
20. März 2008 E. 7.4 und 7.5 zu verweisen ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 

Seite 10

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SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG),

dass  die  Kosten  durch  den  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvor-
schuss gedeckt und mit diesem zu verrechnen sind,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Ausrichtung einer Partei-
entschädigung nicht in Betracht fällt, weshalb der Antrag, es sei dem 
Rechtsvertreter  Gelegenheit  zur  Einreichung  einer  detaillierten 
Kostennote zu geben, abzuweisen ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss gedeckt und 
werden mit diesem verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie) 

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Christoph Basler

Versand: 

Seite 12