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**Case Identifier:** ad4e407c-b76a-51a6-980e-7524f729342f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.12.2025 200 2023 791
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-791_2025-12-08.pdf

## Full Text

IV 200 2023 791 
KNB/PES/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Dezember 2025

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt MLaw C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Oktober 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Dez. 2025, IV 200 2023 791

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Sachverhalt:

A.

Die 1973 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich erstmals im September 2008 bei der Invaliden-
versicherung zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfol-
gend IV-Stelle bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 2). Die IV-Stelle nahm 
medizinische und berufliche Abklärungen vor; dabei holte sie u.a. das Gut-
achten vom 9. Juli 2009 bei der MEDAS D.________ (act. II 28), den Ab-
klärungsbericht Haushalt vom 28. August 2009 (act. II 30 S. 2 ff.) sowie 
eine bidisziplinäre Abklärung vom 19. Januar 2011 (act. II 44.1 – 46) und 
eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 53 f.) 
dazu ein. Am 2. März 2012 forderte die IV-Stelle die Versicherte auf, ihre 
Schadenminderungspflicht zu erfüllen, indem sie ihre Therapie intensiviere 
(act. II 56). Gestützt auf verschiedene medizinische Berichte (act. II 58 f., 
80 f, 84, 91), weitere Abklärungen (act. II 66, 73, 75) und eine Standort-
bestimmung (act. II 92) beauftragte die IV-Stelle die MEDAS E.________ 
mit der Erstellung eines Gutachtens (act. II 101), welches am 7. April 2017 
erstattet wurde (act. II 122.1). 

Aufgrund einer anonymen Meldung (vgl. act. II 117) veranlasste die IV-
Stelle bereits vor dem Begutachtungsauftrag die Observation der Versi-
cherten. In der Zeit von April bis Dezember 2016 wurde die Versicherte an 
mehreren Tagen observiert. Mit Schreiben vom 25. April 2017 (act. II 124) 
legte die IV-Stelle den entsprechenden Bericht vom 14. Februar 2017 
(act. II 116) den Experten der MEDAS E.________ zur medizinischen Wür-
digung vor. Gestützt darauf widerriefen die Ärzte am 24. Mai 2017 
(act. II 127) ihr Gutachten vom 7. April 2017. Aufgrund der Beweissiche-
rung vor Ort sei eine ausgeprägte Aggravation erstellt und davon auszuge-
hen, dass zumindest während des Beobachtungszeitraumes keine psychia-
trische Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorgelegen ha-
ben dürfte (act. II 127 S. 2). Die Versicherte erhielt in der Folge Gelegen-
heit, sich in einem Gespräch zur Sache zu äussern (vgl. act. II 129). Mit 
Verfügung vom 12. März 2018 (act. II 142) sprach ihr die IV-Stelle bei ei-
nem Status von 84 % Erwerbstätigkeit und 16 % Aufgabenbereich Haushalt 

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ab 1. September 2007 bis 30. November 2008 eine Viertelsrente und von 
1. Dezember 2008 bis 31. März 2016 eine ganze Invalidenrente zu. 

Mit Urteil vom 17. Juni 2019 (IV 200 2018 326; act. II 151) hiess das Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern die dagegen erhobene Beschwerde 
(act. II 145 S. 3 ff.) teilweise gut und sprach der Versicherten bereits ab 
1. November 2008 eine bis 31. März 2016 befristete ganze Rente der Inva-
lidenversicherung zu. Die von der Versicherten dagegen erhobene Be-
schwerde (act. II 154 S. 2 ff.) wies das Bundesgericht mit Urteil vom 
22. November 2019 (8C_529/2019; act. II 157) ab, soweit darauf einzutre-
ten war. 

Mit E-Mail vom 25. März 2021 (act. II 162) nahm die Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwältin lic. iur. F.________, eine Neuanmeldung vor. Nach 
Eingang eines Berichts des Zentrums G.________ vom 16. September 
2021 (act. II 171 S. 3 ff.) trat die IV-Stelle mit Schreiben vom 23. November 
2021 (act. II 173) auf die Neuanmeldung ein. Nach ersten Abklärungen 
(act. II 174, 177, 180, 183, 185) holte sie die Krankenversicherungsakten 
über die Versicherte (act. II 192) und in der Folge bei sämtlichen Leis-
tungserbringern seit 2018 Berichte ein (vgl. act. II 192 – 197, 202 f., 205 ff., 
210, 214 f., 217, 220). Nach Rücksprache mit dem RAD (act. II 228) teilte 
die IV-Stelle der Versicherten mit Schreiben vom 18. Mai 2022 (act. II 234) 
mit, dass sie eine bidisziplinäre medizinische Untersuchung in den Fach-
disziplinen Orthopädie und Psychiatrie als notwendig erachte. Trotz der 
hiergegen erhobenen Einwände (act. II 243) hielt die IV-Stelle nach Rück-
sprache mit dem RAD (act. II 245) daran fest, worauf der Neurologie 
H.________ der entsprechende Gutachtensauftrag erteilt wurde 
(act. II 247 f.). Aufgrund der Vorbringen der Versicherten, dass ihre Reise-
fähigkeit eingeschränkt und der Anfahrtsweg zur Gutachterstelle unzumut-
bar sei (vgl. act. II 253 f., 258 ff.), bot Dr. med. I.________ vom RAD an, 
die psychiatrische Begutachtung selbst durchzuführen (act. II 262). Mit Auf-
forderung zur Schadenminderung vom 5. Januar 2023 (act. II 265) wurde 
die Versicherte aufgefordert, an der Untersuchung mitzuwirken. Am 11. Ja-
nuar 2023 fand die entsprechende Untersuchung statt. Mit Untersuchungs-
bericht vom 27. Januar 2023 (act. II 275) verneinte Dr. med. I.________ 
eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands seit April 2016 

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und attestierte der Versicherten gleichzeitig eine Arbeitsfähigkeit von 30 % 
in einer optimal angepassten Tätigkeit (S. 14). Mit Aktennotiz vom 19. Juni 
2023 (act. II 280) hielt er zudem fest, hinsichtlich der im Untersuchungsbe-
richt erfolgten Beurteilung sei zu korrigieren, dass die von ihm festgestellte 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seit April 2017 vorliege. 

Mit Vorbescheid vom 6. Juli 2023 (act. II 283) stellte die IV-Stelle der Versi-
cherten in Aussicht, das Leistungsbegehren abzuweisen. Die Abklärungen 
hätten ergeben, dass seit der Verfügung vom 12. März 2018 (act. II 142), 
mit der ein Rentenanspruch ab 1. April 2016 verneint wurde, keine wesent-
liche Veränderung ausgewiesen sei. Dagegen liess die Versicherte Ein-
wand erheben (act. II 292 f., 300). Am 13. Oktober 2023 verfügte die IV-
Stelle wie angekündigt (act. II 301).

B.

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsan-
walt C.________, am 7. November 2023 Beschwerde mit den Rechtsbe-
gehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Angelegen-
heit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Invali-
ditätsgrad bemesse und gestützt darauf eine neue Verfügung erlasse. Dies 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2023 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
13. Oktober 2023 (act. II 301). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwer-
deführerin im Rahmen der Neuanmeldung vom 25. März 2021 (act. II 162) 
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 150 V 
89 E. 3.2.1 S. 95, 323 E. 4.2 S. 328, 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 
E. 4.3.1 S. 213). Zwar datiert die angefochtene Verfügung vom 13. Oktober 
2023 (act. II 301), womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 
19. Juni 2020 erging. Indessen liegt der Zeitpunkt der potentiellen Entste-
hung des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022 (siehe act. II 162 
i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG), weshalb vorliegend die Bestimmungen des IVG 
und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenver-
sicherung (IVV; SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fas-
sung (fortan: aArt.) massgebend sind (vgl. auch Rz. 9101 f. des Kreis-
schreibens des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität 
und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwal-
tungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 
147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

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wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss 
aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die 
versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 
wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der 
Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ab-
lauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-
dung des 18. Altersjahres folgt.

2.4 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 IVV). Die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwal-
tung ist vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist (BGE 
109 V 108 E. 2b S. 114).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-

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gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.5 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 
durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-
standes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein (oder 
Nichtvorhandensein) einer entscheidungserheblichen Differenz in den den 
medizinischen Unterlagen zu entnehmenden Tatsachen. Der Beweiswert 
eines zwecks Rentenrevision (oder Beurteilung einer Neuanmeldung) er-
stellten Berichts hängt folglich wesentlich davon ab, ob sich dieser ausrei-
chend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – 
bezieht (vgl. SVR 2018 IV Nr. 13 S. 39, 9C_244/2017 E. 4.2 und 4.2.1). 
Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger 
Praxis die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich ge-
bliebenen Sachverhaltes (BGE 147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 
S. 105). 

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 25. März 
2021 (act. II 162) eingetreten und hat über den Leistungsanspruch materiell 
entschieden (act. II 301). Die Frage des Eintretens auf die Neuanmeldung 
ist deshalb – da nicht streitig – vom Gericht nicht zu beurteilen (E. 2.4 ers-
ter Absatz in fine hiervor). Zu vergleichen ist der Sachverhalt zur Zeit der 
Verfügung vom 12. März 2018 (act. II 142) mit demjenigen, der sich bis 
zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 13. Oktober 2023 entwickelt 
hat (vgl. E. 2.4 dritter Absatz hiervor), wobei Gegenstand des Beweises in 

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medizinischer Hinsicht das Vorhandensein (oder Nichtvorhandensein) einer 
entscheidungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen 
zu entnehmenden Tatsachen ist (vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 12. März 2018 (act. II 142) basiert in medizini-
scher Hinsicht für die Zeit bis 31. März 2016 im Wesentlichen auf dem Gut-
achten der MEDAS D.________ vom 9. Juli 2009 (act. II 28) und der bidis-
ziplinären Abklärung vom 19. Januar 2011 (act. II 45.1) sowie für die Zeit 
ab 1. April 2016 auf dem Gutachten der MEDAS E.________ vom 7. April 
2017 (act. II 122.1) und der Stellungnahme der Gutachter vom 24. Mai 
2017 – mit Widerrufung der bisher attestierten Arbeitsunfähigkeit – 
(act. II 127) zum Ergebnis der Beweissicherung vor Ort an mehreren Tagen 
in der Zeit von April bis Dezember 2016 (vgl. act. II 116).

3.2.1 Gemäss Gutachten der MEDAS D.________ vom 9. Juli 2009 
(act. II 28) lagen im Zeitpunkt der damaligen Begutachtung als Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome so-
wie ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom rechts bei medianer 
Diskusprotrusion L5/S1 vor (S. 22 f.). Im Gefolge eines Sturzes am 
10. April 2006 sei es nicht zur erwarteten Rückbildung der Schmerzen, 
sondern im Gegenteil zu einer Symptomausweitung und parallel dazu zu 
einer depressiven Entwicklung gekommen. Die depressive Symptomatik 
stehe für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Vordergrund (S. 23). An-
lässlich der Begutachtung sei das depressive Syndrom ausgeprägter ge-
wesen, als in den Akten je beschrieben. In Anbetracht dieser Umstände 
könne man die früher gestellten psychiatrischen Diagnosen einer anhalten-
den somatoformen Schmerzstörung oder einer reinen Dysfunktion im 
Rahmen der Schmerzkrankheit, aber auch die Diagnose einer Angst-
störung, nicht mehr stellen. Die gesamte Symptomatik entspringe vielmehr 
der depressiven Störung. Aus somatischer Sicht könnten die degenerativen 
Veränderungen der unteren Lendenwirbelsäule, insbesondere am lumbo-
sakralen Übergang, bestätigt werden. Das Hauptproblem sei aber das de-
pressive Schmerzerleben, das die Versicherte letztlich immobilisiere. Aus 
somatischer Sicht könne die Versicherte keine schweren Lasten tragen 
oder heben oder repetitive 

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Arbeiten in Zwangshaltungen verrichten. Leichte bis mittelschwere Tätig-
keiten in Wechselhaltung seien ihr aber vollschichtig zumutbar. Aus psych-
iatrischer Sicht könne gesagt werden, dass das depressive Syndrom aktu-
ell derart schwer ausgeprägt sei, dass die Versicherte in der freien Wirt-
schaft vorderhand nicht einsetzbar sei. Es bestehe eine fast vollständige 
Antriebslosigkeit. Die 50%ige Arbeitsunfähigkeit ab Juni 2007 sei zu 
bestätigen; ca. seit August 2008 bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr 
(S. 24).

3.2.2 Im bidisziplinären Gutachten vom 19. Januar 2011 (act. II 45.1) 
nannten Dr. med. J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
und für Rheumatologie, und Dr. med. K.________, Fachärztin für Psychia-
trie und Psychotherapie, als Diagnosen eine schwere depressive Episode 
ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2), eine anhaltende somato-
forme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) bei chronifiziertem lumbospondylo-
genem Schmerzsyndrom mit Ausweitung in unabhängige Körperregionen 
(ICD-10: M54.4) sowie bei medianer Diskusprotrusion L5/S1 und wahr-
scheinlichen Spannungskopfschmerzen (ICD-10: G44.2; S. 4). In somati-
scher Hinsicht wurde dargelegt, mehrere klinische Befunde seien bei unter-
schiedlicher Testung diskordant. Eine offensichtliche Aggravation könne 
zwar nicht beobachtet werden, die Hinweise für eine Selbstlimitierung seien 
aber unübersehbar. Die Lumbalschmerzen seien nur zu einem kleinen Teil 
durch die bekannten (geringen) degenerativen Veränderungen und die me-
diane Diskusprotrusion L5/S1 zu erklären. Während die Schmerzen im 
rechten Bein zumindest partiell als mögliche lumbospondylogene Ausstrah-
lungen angesehen werden könnten, liessen sich die Beschwerden im rech-
ten Arm nicht eindeutig erklären. Es fänden sich keine somatischen Befun-
de, die auf eine leistungslimitierende Beeinträchtigung hinweisen würden 
(S. 2). Aus psychiatrischer Sicht finde sich ein schwer regressiver und inva-
lidisierender Krankheitsverlauf nach initialem "Bagatelltrauma" im April 
2006, ohne nachweisbare Läsionen. Der Verlauf sei zunächst geprägt ge-
wesen von der Entwicklung einer chronischen Schmerzstörung, spätestens 
ab 2007 aber von einer (zunehmend im Vordergrund stehenden) depressi-
ven Symptomatik. Die Versicherte befinde sich in einem psychopatholo-
gisch schwer alterierten Zustand, zeige eine schwer depressive Symptoma-
tik und sei in diesem Zustand nicht nur vollkommen arbeitsunfähig, sondern 

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an der Grenze zur Pflegebedürftigkeit, wobei die Pflege von den Angehöri-
gen gewährleistet werde (S. 3). Interdisziplinär seien Inkonsistenzen und 
Ungereimtheiten ausführlich besprochen worden. Ob die gemachten Anga-
ben der Realität entsprächen, müsste gemäss Gutachterinnen gegebenen-
falls mit anderen als medizinischen Mitteln abschliessend geklärt werden 
(S. 4). 

3.2.3 Gemäss Gutachten der MEDAS E.________ vom 7. April 2017 
(act. II 122.1) waren anlässlich der Begutachtung als Diagnosen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schwere depressive Episode ohne 
psychotische Symptome (ICD-10: F32.2) und eine generalisierte Angst-
störung (ICD-10: F41.1) zu stellen und als Diagnosen ohne Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit ein chronifiziertes generalisiertes Ganzkörperschmerzsyn-
drom ohne erklärbares anatomisches Korrelat bei massiver Dekonditionie-
rung, eine Gonalgie links bei Status nach Kniedistorsion am 13. Mai 2016, 
ein chronisches lumbovertebrales, teilweise lumbospondylogenes 
Schmerzsyndrom beidseits, linksbetont, bei Osteochondrose L5/S1 und 
Diskusprotrusion median L5/S1 ohne Neurokompression, eine arterielle 
Hypertonie, ungenügend eingestellt, mit rezidivierenden hypertensiven 
Entgleisungen, eine Adipositas Grad I, eine Hypercholesterinämie, ein Ni-
kotinabusus sowie eine chronische Dyspepsie bei Status nach laparoskopi-
scher Cholezystektomie am 14. Mai 2013, Nachweis einer Antrum Gastritis 
und Status nach endoskopischer Resektion eines benignen Dickdarmpoly-
pen im Colon transversum im Juni 2016 (S. 50). Die allgemein-internisti-
sche Untersuchung ergab das Bild einer 43-jährigen, adipösen und dekon-
ditionierten Versicherten. Trotz kardiovaskulären Risikofaktoren (Adiposi-
tas, Hypercholesterinämie, arterielle Hypertonie, Nikotinabusus) konnte aus 
rein internistischer Sicht keine die Arbeitsfähigkeit limitierende Diagnose 
gestellt werden (S. 56). Bei der rheumatologischen Untersuchung imponier-
ten vor allem ein sehr demonstratives Schmerzverhalten, eine Selbstlimitie-
rung und eine ausgeprägte Dekonditionierung. Eine organische Ursache für 
die diffusen und ubiquitären Schmerzen am Bewegungsapparat konnte 
nicht objektiviert werden. Die Versicherte wurde in der Folge aus rein 
rheumatologischer Sicht als in ihrer angestammten Tätigkeit und in ver-
gleichbaren Verweistätigkeit vollständig arbeitsfähig beurteilt (S. 56 f.). Im 
Rahmen der psychiatrischen Exploration imponierte die Versicherte deut-

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lich depressiv. Der Schweregrad der Depression wurde klinisch als schwer 
eingestuft. Auch bestünden Ängste. Ob noch zusätzlich eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung vorliege, bleibe unklar, da die depressive 
Symptomatik alles andere überlagere (S. 57). Aus versicherungspsychiatri-
scher Sicht wurde die Versicherte als vollständig arbeitsunfähig beurteilt 
(S. 58). Retrospektiv könne davon ausgegangen werden, dass die Versi-
cherte seit ihrer Erstanmeldung (2008) durchgehend zu 100 % arbeitsun-
fähig sei (S. 59). Die nach wie vor als schwerwiegend und inzwischen als 
weitgehend chronifiziert zu beurteilende psychiatrische Problematik führe 
zu einer vollständigen und wahrscheinlich dauerhaften Arbeitsunfähigkeit 
für alle Tätigkeitsbereiche. 

3.2.4 Anlässlich der Beweissicherung vor Ort an mehreren Tagen in der 
Zeit von April bis Dezember 2016 zeigte die Versicherte abseits von 
zuhause resp. wenn sie sich unbeobachtet gefühlt habe, keinerlei Ein-
schränkungen in den Aktivitäten des Alltags, hatte umfangreiche Kontakte 
zu Mitmenschen, sass über Stunden hinweg mit Bekannten zusammen, 
unterhielt sich mit diesen, gestikulierte, lachte, umarmte ihre Gesprächs-
partner, stand über Stunden auf den Beinen und bückte sich auch un-
zählige Male ohne erkennbare Probleme und zeigte zu keiner Zeit 
Schmerzsymptome, persönlichen Rückzug oder ähnliche Tendenzen (vgl. 
act. II 116). Mit Blick darauf hielten die Gutachter der MEDAS E.________ 
in ihrer Stellungnahme vom 24. Mai 2017 (act. II 127) fest, dass es sich bei 
dieser Diskrepanz zwischen dem anlässlich der Begutachtung gezeigten 
und dem Verhalten der Versicherten, wenn sie sich unbeobachtet fühle, um 
eine doch ausgeprägte Aggravation handle, sodass an den Diagnosen 
nicht mehr festgehalten werden könne. Letztendlich müssten die Aussagen 
der Versicherten bezüglich ihrer Symptome aufgrund der Aggravation sehr 
kritisch gesehen werden. Es könne deshalb keine Diagnose mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Damit liege natürlich auch 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. Letztendlich sei aufgrund 
der Videoaufnahmen davon auszugehen, dass zumindest während des 
Beobachtungszeitraums keine psychiatrische Erkrankung mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit vorgelegen haben dürfte (S. 2).

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3.3 Die angefochtene Verfügung vom 13. Oktober 2023 (act. II 301) 
basiert in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf dem zur Glaubhaft-
machung einer relevanten Veränderung seit der letzten rechtskräftigen Be-
urteilung eingereichten Bericht des Zentrums G.________ vom 16. Sep-
tember 2021 (act. II 171 S. 3 ff.), den bei sämtlichen die Versicherte seit 
2018 behandelnden Ärzten eingeholten Berichten (vgl. act. II 203, 205 ff., 
210, 214 f., 217, 220) sowie dem RAD-Untersuchungsbericht von Dr. med. 
I.________ vom 27. Januar 2023 (act. II 275).

3.3.1 Im Rahmen ihrer Neuanmeldung vom 25. März 2021 machte die 
Versicherte eine deutliche Zunahme der Schwere praktisch aller Diagno-
sen, insbesondere der Schmerzen und der Depression geltend, wobei im 
Bericht des Zentrums G.________ vom 16. September 2021 (act. II 171 
S. 3 ff.) sämtliche aktenkundigen Diagnosen seit dem Arbeitsunfall 2006 
aufgeführt sind (S. 1 f.). Die zusätzlichen Ängste und die zunehmenden 
Schmerzen hätten die Versicherte im Haushalt weiter invalidisiert. Unre-
gelmässige leichte Tätigkeiten im Haushalt seien noch möglich, ansonsten 
bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis heute (S. 2). Gemäss dem 
von der Versicherten eingereichten Anmeldeformular vom Dezember 2021 
(act. II 174) bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit April 2006 bis 
heute (S. 4).

3.3.2 In somatischer Hinsicht ergibt sich aus den Akten in Bezug auf die 
angefochtene Verfügung vom 13. Oktober 2023 (act. II 301) was folgt: Den 
zahlreichen bildgebenden (act. II 183 S. 7 ff., act. II 205 S. 2, act. II 206 
S. 5 f. und S. 9 ff.) und klinischen (act. II 183 S. 5 f., act. II 203 S. 1 ff., 
act. II 206 S. 2 ff., act. II 207 S. 1 ff., act. II 214 S. 6 f., act. II 215 S. 2 ff. 
und S. 9 ff., act. II 217 S. 2 f., act. II 220 S. 2 ff.) Abklärungen seit März 
2018 lässt sich keine für die Arbeitsfähigkeit relevante körperliche Patholo-
gie entnehmen. So hielt Dr. med. L.________, Facharzt für Neurologie, in 
seinem Bericht vom 21. Januar 2022 (act. II 215 S. 9 ff.) nach umfassender 
neurologischer Untersuchung der Versicherten als Diagnose ein chronifi-
ziertes multilokuläres Schmerzsyndrom, am ehesten im Sinne einer soma-
toformen Schmerzerkrankung fest. Die Versicherte schildere seit 14 Jahren 
chronische Schmerzen der rechten Körperhälfte inklusive des Kopfes und 
nun seit acht Jahren auch auf der linken Seite (S. 9). In der klinisch-neuro-

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logischen Untersuchung fänden sich etwas eigenartig verteilte Sensibi-
litätsstörungen an beiden Beinen etwas rechtsbetont, welche von der Ver-
teilung her kaum organisch bedingt sein könnten. Die übrige neurologische 
Untersuchung sei unauffällig und zusammen mit dem normalen Vibrations-
empfinden und den eher lebhaften Muskeleigenreflexen würden sich auch 
keine Hinweise auf eine relevante Polyneuropathie ergeben. Eine relevante 
Polyneuropathie der grobkalibrigen Fasern habe elektrophysiologisch aus-
geschlossen werden können. Die Klinik passe auch nicht zu einer small 
fibre Polyneuropathie und für eine zentrale oder radikuläre Pathologie fän-
den sich klinisch ebenfalls keinerlei Anhaltspunkte. Insgesamt sei am ehes-
ten von einer somatoformen Schmerzerkrankung auszugehen. Für eine 
neurologische Erkrankung fänden sich keine Anhaltspunkte (S. 11). In der 
Folge hielt Dr. med. M.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
sowie für Rheumatologie, in ihrem Bericht vom 8. Februar 2022 (act. 217 
S. 2 f.) zusammenfassend über das Ergebnis des Konsiliums bei ihr und 
bei Dr. med. L.________ fest, "dass wirklich nichts kaputt" sei (S. 3), son-
dern im Wesentlichen von einem chronifizierten multilokulären Schmerz-
syndrom seit vielen Jahren im Sinne einer wahrscheinlichen Schmerz-
krankheit auszugehen sei (S. 2).

3.3.3 Im RAD-Untersuchungsbericht von Dr. med. I.________ vom 
27. Januar 2023 (act II 275) sind als psychiatrische Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) mit Herausbildung 
chronischer Persönlichkeitsänderungen in diesem Zusammenhang (ICD-
10: F62.80) sowie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
mittelgradig (ICD-10: F33.1), festgehalten (S. 9). Es bestünden insofern 
Diskrepanzen zum psychiatrischen Vorgutachten aus dem Jahr 2017 (vgl. 
act. II 122.1 S. 46 ff.), als aufgrund der Kürze der Begutachtung damals 
keine Stellungnahme zum Vorliegen einer chronischen Schmerzerkrankung 
habe abgegeben werden können (S. 12). Unter Verweis auf die Begutach-
tung im Jahr 2017 sei festzustellen, dass damals bereits eine aus psychia-
trischer Sicht vollständig aufgehobene Arbeitsfähigkeit beurteilt worden sei. 
Damals sei diese Feststellung aufgrund der Diagnosen einer schweren 
depressiven Episode einhergehend mit einer generalisierten Angststörung 
und den daraus resultierenden Fähigkeitsbeeinträchtigungen begründet 

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worden. Hinzu trete die im Rahmen der aktuellen Begutachtung objektivier-
te chronische Schmerzerkrankung und die sich daraus ergebende Persön-
lichkeitsänderung. Es sei aufgrund der psychiatrisch-gutachterlichen Aus-
sagen im Gutachten 2017 auch vom damaligen Gutachter eine chronische 
Schmerzerkrankung nicht explizit ausgeschlossen worden. Die nicht mögli-
che Objektivierung habe an der zeitlichen Begrenzung der damaligen Be-
gutachtung gelegen. Es sei davon auszugehen, dass bereits damals eine 
chronische Schmerzerkrankung aber auch eine Persönlichkeitsänderung 
im Rahmen der chronischen Schmerzen vorgelegen hätten. Es sei damals 
festgestellt worden, dass rückwirkend seit Jahren eine aufgehobene Ar-
beitsfähigkeit im Rahmen der angestammten Tätigkeit vorgelegen habe. 
Das bedeute, dass auch hinsichtlich der konkreten Anfrage, ob seit April 
2016 eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten 
sei, dieses bezüglich der angestammten Tätigkeit zu verneinen sei. Im 
Rahmen einer optimal angepassten Tätigkeit liege seit April 2016 eine Ar-
beitsfähigkeit von 30 % vor (S. 14). Mit Aktennotiz vom 19. Juni 2023 
(act. II 280) korrigierte Dr. med. I.________ hinsichtlich des Beginns der 
Einschränkung der festgestellten Arbeitsfähigkeit, dass diese seit April 
2017 – d.h. vor der letzten Verfügung vom 12. März 2018 (act. II 142) – 
vorliege.

3.4 Hinsichtlich der vorliegend vorab strittigen Frage, ob zwischen der 
rechtskräftigen Rentenverfügung vom 12. März 2018 (act. II 142) und der 
angefochtenen Verfügung vom 13. Oktober 2023 (act. II 301) eine revisi-
onsbegründende Veränderung in den für den Invaliditätsgrad erheblichen 
Tatsachen eingetreten ist, erweist sich der medizinische Sachverhalt mit 
den bei sämtlichen die Versicherte seit 2018 behandelnden Ärzten einge-
holten Berichten (vgl. act. II 183 S. 5 ff., act. II 203 S. 1 ff., act. II 205 S. 2, 
act. II 206 S. 2 ff., act. II 207 S. 1 ff., act. II 214 S. 6 f., act. II 215 S. 2 ff., 
act. II 217 S. 2 f., act. II 220 S. 2 ff. sowie E. 3.3.2 hiervor) und dem RAD-
Untersuchungsbericht vom 27. Januar 2023 (act II 275; vgl. E. 3.3.3 hier-
vor) als rechtsgenüglich abgeklärt. Etwas anderes wird denn auch be-
schwerdeweise nicht geltend gemacht. 

3.4.1 Da trotz umfassender somatischer Abklärungen nach wie vor keine 
für die Arbeitsfähigkeit relevante körperliche Pathologie festgestellt werden 

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konnte (vgl. E. 3.3.2 hiervor), ist eine diesbezügliche Veränderung in den 
für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen unstrittig nicht erstellt. Eine 
solche wird beschwerdeweise denn auch ausschliesslich in psychischer 
resp. psychosomatischer Hinsicht geltend gemacht.

3.4.2 Im RAD-Untersuchungsbericht vom 27. Januar 2023 wurde von 
Dr. med. I.________ unter Ausserachtlassung der Erkenntnisse der Be-
weissicherung vor Ort in der Zeit zwischen 20. April und 14. Dezember 
2016 (vgl. act. II 116) und der Stellungnahme der Gutachter der MEDAS 
E.________ vom 24. Mai 2017 (act. II 127; vgl. E. 3.2.4 hiervor) die konkre-
te Anfrage, ob seit April 2016 eine wesentliche Veränderung des Gesund-
heitszustandes eingetreten sei, explizit verneint (act. II 275 S. 14). Dies, da 
die Beschwerdeführerin selbst angab, aufgrund der vorliegenden Schmer-
zen seit etwa 16 Jahren arbeitsunfähig zu sein (vgl. act. II 275 S. 3; siehe 
auch act. II 174 S. 4) und sie anlässlich der RAD-Untersuchung im Wesent-
lichen dieselben Symptome klagte und zeigte, wie sie bereits dem Gutach-
ten vom 7. April 2017 (act. II 122.1) und den medizinischen Akten davor zu 
entnehmen waren (siehe act. II 275 S. 3 ff.) und welche später (nach der 
Beweissicherung vor Ort) von den damaligen Gutachtern aufgrund der 
ausgeprägten Aggravation als nicht glaubhaft verworfen wurden. Für eine 
glaubwürdige psychische Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen 
seit 12. März 2018 finden sich im gesamten ausführlichen Untersuchungs-
bericht vom 27. Januar 2023 (act. II 275) keine Anhaltspunkte. Daran än-
dert nichts, dass im Vergleichszeitpunkt vom 12. März 2018 – anders als 
von Dr. med. I.________ unter Ausserachtlassung der Erkenntnisse der 
Beweissicherung vor Ort angenommen (vgl. act. II 116, act. II 127 sowie 
E. 3.2.4 hiervor) – keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
mehr zu stellen waren. Vielmehr ist aufgrund der im Vergleich zum Gutach-
ten vom 7. April 2017 (act. II 122.1) von der Beschwerdeführerin im We-
sentlichen unverändert geklagten und gezeigten Symptomatik, den Anga-
ben der Beschwerdeführerin, deswegen seit 2006 vollständig arbeitsun-
fähig zu sein und dem Fehlen anderweitiger objektiver Befunde mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass zwischen 
der rechtskräftigen Rentenverfügung vom 12. März 2018 (act. II 142) und 
der angefochtenen Verfügung vom 13. Oktober 2023 (act. II 301) auch in 
psychischer Hinsicht keine revisionsbegründende Veränderung in den für 

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den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist. Dies umso 
mehr, als (auch) anlässlich der RAD-Untersuchung eine Tendenz zur nega-
tiven Beschwerdevalidierung objektivierbar war und sich im Self-Report 
Symptom Inventory (SRSI) deutliche Hinweise auf negative Antwortverzer-
rungen fanden (siehe act. II 275 S. 9 und S. 13). 

3.5 Zusammenfassend ist trotz umfassender Abklärungen nicht mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass zwischen 
der rechtskräftigen Rentenverfügung vom 12. März 2018 (act. II 142) und 
der angefochtenen Verfügung vom 13. Oktober 2023 (act. II 301) in medi-
zinischer Hinsicht eine revisionsbegründende Veränderung in den für den 
Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist. Anhaltspunkte für 
eine anderweitige (insbesondere erwerbliche) relevante Veränderung seit 
der Verfügung vom 12. März 2018 finden sich in den gesamten Akten nicht 
und werden denn auch nicht geltend gemacht. Folglich lässt sich die ange-
fochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 13. Oktober 2023 
(act. II 301), mit der ein Rentenanspruch mangels einer wesentlichen Ver-
änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit der letzten rechtskräfti-
gen, einen Rentenanspruch für die Zeit ab 1. April 2016 verneinenden Ver-
fügung vom 12. März 2018 (act. II 142) wiederum verneint wurde, nicht 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

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4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, Rechtsanwalt MLaw C.________ z.H. der Beschwerde-

führerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

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Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.