# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 125f9cd8-e977-53f4-afd1-9dfdb778c9cf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2025 D-6135/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6135-2025_2025-09-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6135/2025 

law/blp 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler; 

Gerichtsschreiber Patrick Blumer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka, 

vertreten durch MLaw Janine Carmona, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 16. Juli 2025. 

 

 

 

D-6135/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.a  

Der Beschwerdeführer reichte am 22. März 2024 ein Asylgesuch in der 

Schweiz ein und wurde dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region (…) 

zugewiesen. 

A.b Das SEM hörte den Beschwerdeführer am 18. Juni 2024 gemäss 

Art. 29 AsylG (SR 142.31) vertieft zu seinen Asylgründen an. Am 24. Juni 

2024 verfügte das SEM, das Asylgesuch werde im erweiterten Verfahren 

behandelt. 

B.  

B.a Der Beschwerdeführer machte zur Begründung seines Asylgesuches 

anlässlich der Anhörung vom 18. Juni 2024 im Wesentlichen geltend, er sei 

tamilischer Ethnie und stamme aus B._______, einer Ortschaft im Distrikt 

C._______. Nach der Schule habe er als Dachdecker und als Chauffeur 

gearbeitet. Seine Eltern würden weiterhin in B._______ leben. 

Am (…) 2021 habe er an einer Demonstration bei der Universität in 

C._______ teilgenommen. Singhalesen hätten damals eine Statue, die an 

die tamilischen Opfer des Bürgerkrieges und insbesondere an das Massa-

ker im (…) 2009 in D._______ erinnern würde, zu zerstören versucht. Er 

habe – wie rund weitere 150 oder 200 tamilische Personen – versucht, dies 

zu verhindern. Er sei er im (…) und im (…) 2021 zuhause von Armeeange-

hörigen abgeholt und befragt worden. Wiederholt sei er dabei geschlagen 

und ihm sei auch vorgeworfen worden, dass er ein Unterstützer der Libe-

ration Tiger von Tamil Eelam (LTTE) sei, was er verneint habe. Er habe 

wegen dieser Probleme vorübergehend in E._______ und F._______ ge-

lebt, sich teilweise auch versteckt, aber seine Familie gleichwohl regelmäs-

sig besucht. 

Im (…) 2021 habe er beziehungsweise seine Familie eine interne Notiz der 

Polizei erhalten, dass er sich im Zusammenhang mit den Demonstrationen 

bei der Terrorist Investigation Division (TID) in F._______ erklären müsse. 

Er sei aber nicht nach F._______ ins Büro der TID gegangen. Im 

Jahre 2022 sei sein älterer Bruder an seiner Stelle festgehalten und ge-

schlagen worden. Seine Familie sei wiederholt von den Behörden aufge-

sucht worden und sei deswegen in B._______ umgezogen. 

Sein Vater habe für ihn mit Hilfe seiner Kontakte einen Schlepper gefun-

den. Am (…) 2022 sei er (der Beschwerdeführer) mit seinem Pass ohne 

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Seite 3 

Probleme aus Sri Lanka ausgereist. Er sei zunächst nach G._______ ge-

reist und von dort nach H._______, wo er sich eine gewisse Zeit aufgehal-

ten habe. Dort habe der Schlepper seinen Pass behalten. In einem Auto 

sei er (der Beschwerdeführer) am 21. März 2024 in die Schweiz eingereist. 

Die Reise habe 22'000.– Euro gekostet. Auch nach seiner Ausreise sei 

seine Familie mehrmals von den Behörden aufgesucht worden, es sei da-

bei nach ihm gefragt worden. 

B.b Im Rahmen des Asylverfahrens reichte der Beschwerdeführer seine 

sri-lankische Identitätskarte, seinen Geburtsschein, diverse Zeitungsartikel 

des Tamil Guardian, in denen über die Auseinandersetzungen am (…) 

2021 in C._______ berichtet werde, und eine Kopie einer am 10. Mai 2021 

ausgestellten «Police Message» ein. 

C.  

Das SEM stellte mit Verfügung vom 16. Juli 2025 (eröffnet am 17. Juli 

2025) fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

lehnte sein Asylgesuch vom 22. März 2024 ab, wies ihn aus der Schweiz 

weg und stellte fest, er sei verpflichtet, das Staatsgebiet der Schweiz sowie 

den Schengen-Raum bis am Tag nach Eintritt der Rechtskraft dieser Ver-

fügung zu verlassen, dies zur Rückreise in seinen Heimatstaat beziehungs-

weise seinen Herkunftsstaat oder zur Weiterreise in ein Land, das sich aus-

serhalb des Schengen-Raumes befindet und in dem er aufgenommen 

würde, verbunden mit dem Hinweis, wenn er seiner Verpflichtung nicht in-

nert Frist nachkomme, könne die Wegweisung unter Zwang vollzogen wer-

den. Gleichzeitig beauftragte das SEM den Kanton I._______ mit dem Voll-

zug der Wegweisung. 

D.  

Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 14. August 2025 liess der Be-

schwerdeführer gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde erheben. In dieser wurde beantragt, die Verfügung der Vor- 

instanz sei vollumfänglich aufzuheben und (die Sache) zur neuen Beurtei-

lung an das SEM zurückzuweisen, eventualiter sei die Flüchtlingseigen-

schaft des Beschwerdeführers festzustellen und das SEM anzuweisen, 

ihm Asyl zu gewähren, subeventualiter sei das SEM anzuweisen, die vor-

läufige Aufnahme anzuordnen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde be-

antragt, es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten und seine Rechtsver-

treterin als unentgeltliche Rechtsbeiständin einzusetzen. 

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Seite 4 

E.  

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte der Rechtsvertreterin mit Schrei-

ben vom 15. August 2025 den Eingang der Beschwerde. 

F.  

Der Instruktionsrichter stellte mit Zwischenverfügung vom 28. August 2025 

fest, der Beschwerdeführer dürfe den Ausgang des Verfahrens in der 

Schweiz abwarten, wies die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung, amtliche Verbeiständung und Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses ab, und forderte den Beschwerdeführer auf, bis 

zum 12. September 2025 einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– einzuzah-

len, mit dem Hinweis, bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht 

eingetreten. 

G.  

Der Beschwerdeführer zahlte den Kostenvorschuss am 9. September 

2025 ein. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls – 

in der Regel und auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). 

1.2 Wie bereits in der Zwischenverfügung vom 28. August 2025 festgehal-

ten wurde, ist das Bundesverwaltungsgericht für die Behandlung der vor-

liegenden Beschwerde zuständig. Festgestellt wurde darin ebenfalls, dass 

die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht wurde und der Be-

schwerdeführer zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (vgl. a.a.O. 

E. 1). Nachdem der einverlangte Kostenvorschuss innert angesetzter Frist 

bezahlt wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

 

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2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im einzelrichterlichen Verfahren mit Zustimmung einer zweiten Richterin 

(Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und 

mit summarischer Begründung, zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 

AsylG). 

4.  

4.1 Das SEM führt in der angefochtenen Verfügung zur Begründung seines 

Entscheides im Wesentlichen aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers, 

er werde durch das sri-lankische Militär in C._______ oder durch die TID 

im ganzen Land verfolgt, seien flüchtlingsrechtlich nicht mehr relevant. 

Hinsichtlich der Frage, ob er im Falle der Rückkehr nach Sri Lanka den-

noch begründete Furcht vor künftigen Verfolgungsmassnahmen im Sinne 

von Art. 3 AsylG habe, hält das SEM fest, es sei gemäss bundesverwal-

tungsrechtlicher Rechtsprechung diesbezüglich eine Prüfung anhand so-

genannten Risikofaktoren vorzunehmen. Es gelte dabei auch die neuesten 

Entwicklungen in Sri Lanka und die entsprechende Rechtsprechung zu be-

rücksichtigen. Als Teilnehmer an den Kundgebungen sei der Beschwerde-

führer verglichen mit anderen Teilnehmern an der Demonstration in keiner 

Weise prominent aufgetreten und habe dadurch auch nicht die Aufmerk-

samkeit der Behörden besonders auf sich gezogen. Er sei legal mit seinem 

eigenen Pass ausgereist. Dies sei ein klarer Hinweis, dass er auch zum 

Zeitpunkt der Ausreise, also auch unter der damaligen Regierung, nicht 

landesweit gesucht worden sei. Es sei aufgrund der Aktenlage nicht er-

sichtlich, weshalb er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka nunmehr in den 

Fokus der Behörden geraten und in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise 

verfolgt werden sollte. Diese Vorbringen, namentlich die Probleme von ihm 

und seiner Familie nach seiner Teilnahme an der Demonstration am (…) 

2021 in C._______, würden demnach den Anforderungen an die Flücht-

lingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten. Es erübrige sich 

deshalb auf vorhandene Ungereimtheiten einzugehen. 

Beweismittel seien – so das SEM weiter – untauglich, wenn sie den asyl-

relevanten Sachverhalt nicht glaubhaft machen könnten. Der Beschwerde-

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führer habe zur Stützung seiner Vorbringen eine Kopie einer am 10. Mai 

2021 ausgestellten internen Polizei Nachricht eingereicht. Mit diesem aus-

gefüllten Formular soll die TID Station von F._______ die TID Station in 

C._______ aufgefordert haben, ihn zu informieren, dass er sich am (…) 

2021 um 9.00 Uhr im Büro der TID in F._______ einfinden sollte. Solche 

interne Police Message Formulare könnten einfach gefälscht werden, aber 

auch authentische Formulare würden ausserhalb der Polizeibehörden zir-

kulieren und könnten für jede beliebige Person ausgefüllt werden. Die Vor-

instanz sei immer wieder mit solchen Fälschungen konfrontiert. Es erübrige 

sich im Rahmen einer Würdigung seiner gesamten Vorbringen deshalb, die 

eingereichten Kopie dieses Dokuments intern zu analysieren. Die Zei-

tungsartikel des Tamil Guardian vom (…) und (…) 2021 würden die dama-

ligen Umstände während den Ausschreitungen im Zusammenhang mit den 

Denkmälern in der Universität in C._______ beschreiben. Sie hätten kei-

nerlei Bezug zum Beschwerdeführer und hätten deshalb – wie auch die 

eingereichten Police Message – keinerlei Beweiswert. Seine Vorbringen 

seien teilweise auch widersprüchlich. So habe er erwähnt, dass sein Bru-

der wegen ihm ebenfalls festgenommen worden sei. Zunächst habe der 

Beschwerdeführer zu Protokoll gegeben, dies im (…) 2022 gewesen. Dann 

habe er sich korrigiert und gesagt, dies sei im (…) 2022 gewesen und habe 

dies in Zusammenhang mit der Police Message gebracht. Diese habe er, 

beziehungsweise seine Familie, aber bereits im (…) 2021 erhalten. Diese 

Diskrepanz werfe weitere Fragen auf und verstärke die Zweifel an seinen 

Asylvorbringen. 

Seine Vorbringen würden – so das SEM zusammenfassend – weder den 

Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG, noch 

den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG standhal-

ten. Demzufolge erfülle er die Flüchtlingseigenschaft nicht, so dass sein 

Asylgesuch abzulehnen sei. 

4.2 In der Beschwerde wird im Wesentlichen geltend gemacht, die Ausfüh-

rungen der Vorinstanz zur allgemeinen Lage in Sri Lanka würden den An-

forderungen an eine sorgfältige und nachvollziehbare Begründung nicht 

genügen und im Widerspruch zur aktuellen Einschätzung des angerufenen 

Gerichts stehen. Diese mangelhafte Beurteilung verletze in mehrfacher 

Hinsicht die Untersuchungs- und Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 1 

BV sowie Art. 35 VwVG. Auch die Prüfung anhand individueller Risikofak-

toren sei gemäss gefestigter bundesverwaltungsgerichtlicher Praxis unge-

nügend ausgefallen. Denn die Vorinstanz begnüge sich damit, auszufüh-

ren, dass der Beschwerdeführer bei der Demonstration nicht prominent 

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aufgefallen sei und zudem legal habe ausreisen können, weshalb damit 

eine eigentliche Prüfung anhand der Risikofaktoren nicht stattgefunden 

habe. Für die angeblich teilweise Widersprüchlichkeit der Vorbringen er-

wähne die Vorinstanz einen einzigen Widerspruch. Zusätzlich erkläre sie, 

die eingereichte «Police Message» könne einfach gefälscht werden, wes-

halb sie keinen Beweiswert aufweise. Dadurch lasse sie eine eigentliche 

Glaubhaftigkeitsprüfung der Aussagen des Beschwerdeführers vermissen. 

Die von der Vorinstanz beanstandeten Abweichungen würden im zeitlichen 

Ablauf der Festnahmen zudem Nebenaspekte betreffen. Unter Berücksich-

tigung der belastenden Gesamtsituation – inklusive traumatischer Erfah-

rungen und Flucht – seien sie nicht geeignet, die gesamte Darstellung als 

unglaubhaft zu qualifizieren, zumal der Beschwerdeführer während der An-

hörung mehrere Male, auch spontan und unaufgefordert, wiederholt habe, 

dass sein Bruder im September 2022 mitgenommen worden sei. Bei seiner 

Aussage, die Vorladung sei im Mai 2022 gekommen, handle es sich sehr 

wahrscheinlich um einen Versprecher oder eine falsche Übersetzung der 

Jahreszahl. Die pauschale Unterstellung der Fälschbarkeit der sogenann-

ten «Police Message», die in Sri Lanka ein übliches Instrument der polizei-

lichen Vorladung sei, ohne dass konkrete Zweifel oder Nachweise zur Echt-

heit im Einzelfall vorgebracht worden seien, verletze die Pflicht zur objekti-

ven Beweiswürdigung. Gemäss gefestigter Rechtsprechung komme es 

flüchtlingsrechtlich nicht auf die Prominenz des Betroffenen an, sondern ob 

staatliche Repressionsmassnahmen erfolgt seien, zumal der Beschwerde-

führer zweimal festgenommen, körperlich misshandelt und zur Befragung 

vorgeladen worden sei, seine Familie wiederholt aufgesucht und sein Bru-

der seinetwegen ebenfalls festgenommen worden sei. Der Beschwerde-

führer passe in das vom Bundesverwaltungsgericht festgehaltene Risi-

koprofil, da er wegen Teilnahme an einer regierungskritischen Demonstra-

tion verfolgt, registriert und misshandelt worden sei, ihm eine Verbindung 

zu den LTTE unterstellt werde, seine Eltern weiterhin unter Beobachtung 

der Behörden stünden und er zudem aus der Nordprovinz stamme – einer 

Region, deren Rückkehrer besonders unter Generalverdacht stehen wür-

den. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

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Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Begründete Furcht vor Verfolgung besteht nach konstanter Rechtspre-

chung nur dann, wenn hinreichend Anlass zur Annahme besteht, die be-

hauptete Verfolgung werde sich mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in 

absehbarer Zukunft verwirklichen – eine bloss entfernte Möglichkeit künfti-

ger Verfolgung genügt nicht (vgl. BVGE 2011/51 E. 6.2). 

5.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

6.  

6.1 Vorab ist festzuhalten, dass sich der Einwand der Verletzung der Be-

gründungspflicht als unbegründet erweist. Das SEM hat in der angefoch-

tenen Verfügung die wesentlichen Überlegungen genannt, von denen es 

sich hat leiten lassen. Es hat sich namentlich auch mit den sogenannten 

Risikofaktoren auseinandergesetzt (vgl. Verfügung Ziff. II. 1. S. 4 f.). Die 

Einwände in der Beschwerde vermögen mithin nicht zu überzeugen. Allein 

im Umstand, dass die Vorinstanz die betreffenden Sachverhaltselemente 

anders gewürdigt hat, als vom Beschwerdeführer beziehungsweise seiner 

Rechtsvertreterin erhofft, ist keine Verletzung der Begründungspflicht zu 

erblicken. Es war dem Beschwerdeführer denn auch möglich, sich anhand 

der Begründung der angefochtenen Verfügung ein Bild über die Tragweite 

des angefochtenen Entscheides zu machen und diesen sachgerecht anzu-

fechten beziehungsweise durch seine Rechtsvertreterin anfechten zu las-

sen. Es besteht demnach kein Anlass, die angefochtene Verfügung wegen 

Verletzung der Begründungspflicht aufzuheben, und die Sache an die Vor-

instanz zurückzuweisen. Das entsprechende Hauptbegehren ist abzuwei-

sen. 

6.2 In der Zwischenverfügung vom 28. August 2025 wurde festgehalten, 

die Vorinstanz sei mit überzeugender Begründung zum Ergebnis gelangt, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers weder den Anforderungen an 

die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG noch den Anforderungen 

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an die Glaubhaftigkeit nach Art. 7 AsylG standhalten würden. Diese Ein-

schätzung ist auch nach einer erneuten Prüfung der Akten zu bestätigen. 

Zur Vermeidung von Wiederholungen kann vorweg auf die zutreffenden 

Erwägungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. Ziff. II) und die obige 

Zusammenfassung derselben (vgl. E. 4.1) verwiesen werden. Es ist fest-

zuhalten, dass es sich beim Einwand, es habe sich bei der Monatsangabe 

(Mai 2022) sehr wahrscheinlich um einen Versprecher oder eine falsche 

Übersetzung der Jahreszahl gehandelt, als Schutzbehauptung erscheint, 

wurde dem Beschwerdeführer das Protokoll doch rückübersetzt (vgl. SEM-

act. […]-17/25, S. 25). Im Übrigen hat die Vorinstanz «nur am Rande» er-

wähnt, seine Vorbringen seien auch widersprüchlich ausgefallen und un-

missverständlich festgehalten, diese würden den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG nicht standhalten. 

6.3 Anzufügen bleibt, dass die Asylgewährung nicht der Genugtuung für in 

der Vergangenheit erlittenes Unrecht, sondern dem Schutz vor künftiger 

Verfolgung dient (vgl. etwas das Urteil des BVGer E-2426/2020 vom 5. Juni 

2024 E. 7.1; WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt 

a. M. 1990, S. 127). Der Beschwerdeführer ist am 2. Dezember 2022 legal 

mit seinem eigenen Pass aus Sri Lanka ausgereist. Dies ist ein deutliches 

Indiz, dass die (behaupteten) Einvernahmen im (…) und im (…) 2021, die 

er wegen seiner Teilnahme an der Demonstration vom (…) 2021 bei der 

Universität in C._______ über sich hat ergehen lassen müssen und insbe-

sondere der dabei ihm gegenüber erhobene – von ihm bestrittene – Vor-

wurf, er sei ein Unterstützer der LTTE, offenbar keine weiteren ernsthaften 

Konsequenzen für ihn nach sich gezogen hat, und er – wie das SEM zu-

treffend festhält – zum Zeitpunkt der Ausreise nicht landesweit gesucht 

wurde. Es sind entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung 

und in Einklang mit dem SEM auch keine in der Person des Beschwerde-

führers begründeten Risikofaktoren ersichtlich, die zur Annahme führen, er 

könnte bei einer Rückkehr nach Sri Lanka in den Fokus der Behörden ge-

raten und dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zu-

kunft in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgt werden. 

6.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht die 

Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und das Asylge-

such abgelehnt hat. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

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Seite 10 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50, je m.w.H.). 

7.2 Das SEM führt in der angefochtenen Verfügung zudem unter Berück-

sichtigung der aktuellen Lage in Sri Lanka und der persönlichen Situation 

des Beschwerdeführers ausführlich und zutreffend aus, weshalb der Voll-

zug der Wegweisung vorliegend zulässig, zumutbar und möglich ist (vgl. 

angefochtene Verfügung, Ziff. III). In der Beschwerde wird diesbezüglich 

nichts Substantielles vorgebracht, was zu einer von derjenigen der Vor-

instanz abweichenden Beurteilung führen könnte. So kann der Beschwer-

deführer insbesondere aus dem Verkauf des Familienfahrzeugs, welcher 

angeblich für die Finanzierung der Ausreise getätigt wurde, nichts zu sei-

nen Gunsten ableiten (vgl. Beschwerde, Ziff. II 6., S. 14). Die vorinstanzli-

chen Erwägungen, auf die verwiesen werden kann, sind nicht zu beanstan-

den. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt nach dem Gesagten 

ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im 

Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG und Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden 

ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten desselben dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der am 9. September 2025 in gleicher Höhe ge-

leistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver-

wenden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zu deren Be-

zahlung verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

Walter Lang Patrick Blumer 

 

 

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