# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00e12c2f-d28e-50a1-a306-0291c735509a
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-29
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 29.08.2025 SN.2025.16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SN-2025-16_2025-08-29.pdf

## Full Text

Verfügung vom 29. August 2025 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Einzelrichter 
Gerichtsschreiber Tornike Keshelava 
 

Parteien  BANK A., vertreten durch Rechtsanwälte Dominique 
Müller und Nico Ravazzolo,  
 

Gesuchstellerin 
 
gegen 

  1. BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch 
Staatsanwalt des Bundes Michael Schneitter,  

 
2.  B., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Sébas-

tien Moret,  
 
3. C., vertreten durch Rechtsanwältin Laura Jetzer,  
 

Gesuchsgegner 
 

Gegenstand 
 

Akteneinsicht 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: SN.2025.16 
(Hauptgeschäftsnummer: SK.2025.6) 

- 2 - 

SN.2025.16 

Sachverhalt: 

A.  
A.1  Am 7. Februar 2025 erhob die Bundesanwaltschaft Anklage vor der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts gegen B. wegen mehrfachen, teilweise versuchten Aus-
nützens von Insiderinformationen als Sekundär-, eventualiter als Tertiärinsider 
gemäss Art. 154 Abs. 3, eventualiter Abs. 4 FinfraG (SK 29.100.001 ff.). Die 
Anklageerhebung wurde mit Medienmitteilung der Bundesanwaltschaft vom 
11. Februar 2025 öffentlich kommuniziert (SK 19.661.008 f.). 

Die Anklage wirft B. im Wesentlichen vor, als privater Investor in der Zeit von 
September 2018 bis August 2020 beim Handel mit Effekten von schweizerischen 
börsenkotierten Gesellschaften in fünf Fällen Insiderinformationen über geplante 
oder laufende Firmenübernahmen ausgenützt resp. dies versucht und dadurch 
einen unrechtmässigen Vermögensvorteil von insgesamt rund Fr. 10.6 Mio. er-
zielt zu haben. Gemäss Anklage soll B. die Insiderinformationen von seinem 
langjährigen Bekannten C., der in der tatrelevanten Zeit eine Kaderstellung bei 
der Investmentbank A., Zürich innegehabt habe, eventualiter von einer unbe-
kannten Quelle erhalten haben. 

A.2 Die gegen C. im gleichen Sachzusammenhang wegen Verdachts der Weitergabe 
von Insiderinformationen i.S.v. Art. 40 Abs. 1 lit. b aBEHG bzw. Art. 154 Abs.1 
lit. b FinfraG geführte Strafuntersuchung hatte die Bundesanwaltschaft mit – in-
zwischen rechtskräftiger – Verfügung am 16. November 2023 eingestellt 
(BA B07.004.001-0001). 

B. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dominique Müller und Rechts-
anwalt Nico Ravazzolo, vom 14. März 2025 ersuchte die Bank A. (nachfolgend: 
Gesuchstellerin) die Bundesanwaltschaft um Einsicht in die in der Medienmittei-
lung vom 11. Februar 2025 erwähnte Anklageschrift (SK 19.661.005 ff.). Die Bun-
desanwaltschaft leitete das Gesuch am 26. März 2025 zuständigkeitshalber an 
die Strafkammer weiter (SK 19.661.002). 

C. Im Rahmen des von der Strafkammer durchgeführten Schriftenwechsels bean-
tragte der Beschuldigte mit Eingabe seines Verteidigers, Rechtsanwalt Sébastien 
Moret, vom 22. April 2025 die Abweisung des Akteneinsichtsgesuchs, soweit da-
rauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Ge-
suchstellerin (SK 29.521.004 ff.), während die Bundesanwaltschaft mit der Ein-
gabe vom gleichen Tag auf eine Stellungnahme verzichtete (SK 29.510.011 f.). 
Der Beschuldigte und die Gesuchstellerin hielten in der Folge in weiteren – zum 
Teil unaufgefordert erstatteten – Stellungnahmen ihrer jeweiligen Rechtsvertreter 

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SN.2025.16 

(Eingaben von RA Müller und RA Ravazzolo vom 5. Mai und 2. Juni 2025 [SK 
19.661.013 ff.]; Eingaben von RA Moret vom 29. April, 19. Mai und 26. Juni 2025 
[SK 29.521.010 ff.]) an ihren bisherigen Anträgen fest. 

D. Mit Eingabe vom 10. Juni 2025 gelangte die Rechtsvertreterin von C., Rechtsan-
wältin Laura Jetzer, an die Strafkammer. Sie teilte mit, dass ihr Mandant erfahren 
habe, dass die Bank A. in einem bei diesem Gericht hängigen Strafverfahren ein 
Akteneinsichtsgesuch gestellt habe, von dem er betroffen sei. RA Jetzer ersuchte 
die Strafkammer um Fristansetzung zur Einreichung einer Stellungnahme dazu 
sowie um Zustellung des verfahrensgegenständlichen Akteneinsichtsgesuchs zu 
diesem Zweck (SK 29.662.001). Die Strafkammer stellte daraufhin RA Jetzer mit 
Zustimmung der Gesuchstellerin das Akteneinsichtsgesuch sowie weitere in die-
ser Angelegenheit erstatteten Eingaben der Rechtsvertreter der Gesuchstellerin 
zu und lud die Vorgenannte zur Stellungnahme ein (SK 29.662.005). Mit Eingabe 
vom 29. Juli 2025 beantragte RA Jetzer namens ihres Mandanten, es sei das 
Akteneinsichtsgesuch abzuweisen und ihrem Mandanten eine angemessene 
Parteientschädigung zuzusprechen (SK 29.662.008 ff.). Die Gesuchstellerin hielt 
replicando mit Eingabe ihrer Rechtsvertreter vom 25. August 2025 an ihren bis-
herigen Anträgen vollumfänglich fest (SK 19.661.056 ff.). 

Der Einzelrichter erwägt: 

1. Die Gesuchstellerin ist am Hauptverfahren (SK.2025.6) nicht beteiligt.  

2. Gemäss Art. 101 Abs. 3 StPO können Dritte die Akten eines hängigen Strafver-
fahrens einsehen, wenn sie dafür ein wissenschaftliches oder ein anderes schüt-
zenswertes Interesse geltend machen und der Einsichtnahme keine überwiegen-
den öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen. Gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung genügt es dabei nicht, dass die Drittperson ein schüt-
zenswertes Interesse lediglich geltend macht; vielmehr muss sie ein solches 
auch haben. Andernfalls hat sie a priori kein Recht auf Akteneinsicht. Das schüt-
zenswerte Interesse muss nicht notwendigerweise ein rechtlich geschütztes In-
teresse sein; ein tatsächliches Interesse genügt (Urteile des Bundesgerichts 
1B_353/2015 vom 22. April 2016 E. 4.3; 1B_306/2014 vom 12. Januar 2015 
E. 2.1; mit Hinweisen). Die nicht verfahrensbeteiligte Drittperson hat regelmässig 
ein geringeres Interesse an der Akteneinsicht als die Partei, die diese zur Wah-
rung ihrer Rechte im Verfahren benötigt. Ein schützenswertes Interesse der Dritt-
person im Sinne von Art. 101 Abs. 3 StPO ist praxisgemäss nur ausnahmsweise 
und in begründeten Fällen zu bejahen. Andernfalls drohen Missbräuche und Ver-
zögerungen. Als schutzwürdig gilt ein Interesse eines Dritten nur, wenn er 

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SN.2025.16 

zwingend auf die Akteneinsicht angewiesen ist (BGE 147 I 463 E. 3.3.1; Urteil 
des Bundesgerichts 1B_55/2019 vom 14. Juni 2019 E. 3.5 f.). 

Hat die Drittperson ein schützenswertes Interesse, muss dieses gegen öffentli-
che oder private Interessen abgewogen werden, die der Einsichtnahme entge-
genstehen. Überwiegt das öffentliche oder private Interesse, hat die Drittperson 
kein Recht auf Akteneinsicht. Rechnung zu tragen ist dabei insbesondere dem 
öffentlichen Interesse an einer ungestörten Durchführung des Strafverfahrens 
(BGE 147 I 463 E. 3.3.1 mit Hinweisen). 

3. Die Gesuchstellerin begründet das von ihr geltend gemachte schützenswerte In-
teresse an der Akteneinsicht zusammenfassend wie folgt:  

Aufgrund der Medienmitteilung der Bundesanwaltschaft vom 11. Februar 2025 
habe die Gesuchstellerin Grund zur Annahme, dass gemäss Anklageschrift ver-
trauliche Informationen von ihr und/oder ihren Kunden betreffend bestimmte Un-
ternehmenstransaktionen von ihrem ehemaligen leitenden Mitarbeiter C. an den 
Beschuldigten weitergegeben worden seien, welcher gestützt auf diese Informa-
tionen Insiderhandel im grossen Umfang betrieben haben soll. Dies berge für die 
Gesuchstellerin erhebliche Reputationsrisiken, zumal es sich vorliegend um 
eines der bedeutendsten Verfahren in der Schweiz betreffend Insiderhandel mit 
entsprechend grossem Medieninteresse handeln dürfte. Um die betreffenden 
Reputationsrisiken einzuschätzen, ihren regulatorischen Pflichten gegenüber der 
FINMA und ausländischen Finanzmarktaufsichtsbehörden nachkommen und die 
erforderlichen Massnahmen (insbesondere eine allenfalls erforderliche Informa-
tion der betroffenen Kunden) treffen zu können, sei die Gesuchstellerin auf die 
Einsicht in die Anklageschrift bereits vor der Hauptverhandlung angewiesen. 
Hinzu komme, dass C. die Gesuchstellerin auf Leistung einer Zahlung aus dem 
Arbeitsvertrag eingeklagt habe. Das entsprechende Zivilverfahren sei seit April 
2024 vor dem Arbeitsgericht Zürich hängig. Die Gesuchstellerin sei auf die Ein-
sicht in die Anklageschrift auch deswegen angewiesen, um ihre Rechte im ge-
nannten Zivilprozess wahren zu können (SK 19.661.005 f., …13 ff., …56 f.). 

4.  
4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die Gesuchstellerin im Vorverfahren aufgrund 

der Editionsverfügungen der Bundesanwaltschaft vom 31.  August und 30. No-
vember 2022 diverse Auskünfte und Beweismittel u.a. zu den Kontakten zwi-
schen B. und C. sowie zum Geschehenslauf von Beratungsmandaten der Bank 
zu den untersuchten mutmasslich insiderrelevanten Geschäftsvorgängen, darun-
ter den in der vorliegenden Anklage thematisierten Unternehmenstransaktionen, 
erteilen resp. herausgeben musste (BA 07.206-0001 ff.). Den diesbezüglichen 

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SN.2025.16 

Eingaben der Gesuchstellerin an die Bundesanwaltschaft lässt sich entnehmen, 
dass sie interne Ermittlungen im Zusammenhang mit den in den Editionsverfü-
gungen genannten Vorgängen führte (vgl. z.B. 07.206-0032 ff.). Aus der Medien-
mitteilung der Bundesanwaltschaft vom 11. Februar 2025 geht sodann hervor, 
dass sich die Anklage gegen den Beschuldigten auf fünf Fälle des Insiderhandels 
im Zeitraum von 2018 bis 2020 bezieht (SK 19.661.008). In seiner Stellungnahme 
vom 22. April 2025 zum Akteneinsichtsgesuch führte der Verteidiger des Be-
schuldigten die betreffenden fünf Fälle unter Nennung der involvierten Unterneh-
men auf (SK 29.521.003 f.). Die anklagegegenständlichen Fälle sind der Gesuch-
stellerin somit hinreichend bekannt. Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, 
inwiefern die Gesuchstellerin für die Erfüllung ihrer allfälligen (regulatorischen) 
Pflichten gegenüber den Finanzmarktaufsichtsbehörden und den betroffenen 
Kunden resp. für die Wahrnehmung ihrer Interessen im erwähnten Zivilverfahren 
zwingend auf die Einsicht in die Anklageschrift angewiesen sein soll, zumal die 
Anklageschrift aufgrund ihrer Funktion lediglich die staatsanwaltschaftlichen Vor-
halte beinhaltet und per se, d.h. ohne die ihr zugrundeliegenden Beweise und 
deren Würdigung, keinen Nachweis für die darin dargestellten Sachverhalte zu 
erbringen vermag. Zudem bleibt es der Gesuchstellerin unbenommen, Vertreter 
an die (auf den 3. September sowie – als Reservetag – auf den 18. September 
2025 angesetzte) öffentliche Gerichtsverhandlung zu entsenden und sich damit 
allenfalls nähere Kenntnis vom Prozessgegenstand zu verschaffen. Weshalb die 
Gesuchstellerin auf die Kenntnis der Anklageschrift vor Beginn der Hauptver-
handlung angewiesen sein soll, wie sie behauptet, vermag sie in keiner Weise 
plausibel zu erklären. Schliesslich vermag die Gesuchstellerin entgegen ihrer 
Auffassung nichts zu Ihren Gunsten aus dem Umstand ableiten, dass über den 
Gegenstand der Anklage vor dem Gericht öffentlich verhandelt wird (vgl. Art. 69 
Abs. 1 StPO). Das Prinzip der Justizöffentlichkeit bildet keine Grundlage für die 
Gewährung von Einsicht in die Verfahrensakten (Urteil des Bundesgerichts 
1C_33/2020 vom 26. Mai 2021 E. 3.1.3).  

4.2 Zusammenfassend ist das Vorliegen eines schützenswerten Interesses der Ge-
suchstellerin an der Akteneinsicht i.S.v. Art. 101 Abs. 3 StPO zu verneinen. Bei 
dieser Sachlage braucht nicht näher geprüft zu werden, ob einer Einsichtnahme 
in die Anklageschrift überwiegende öffentliche oder private Interessen entgegen-
stünden. Das Gesuch ist abzuweisen. 

5.  
5.1 Die Kosten- und Entschädigungsfolgen richten sich vorliegend in Ermangelung 

einer spezifischen gesetzlichen Grundlage nach dem allgemeinen Kriterium des 
Obsiegens bzw. Unterliegens (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_265/2016 vom 

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SN.2025.16 

1. Juni 2016 E. 2.3; Verfügung des Bundesstrafgerichts SK.2018.24 vom 29. Ja-
nuar 2019 E. 9.1).  

5.2 Gestützt auf Art. 1 Abs. 4, Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstraf-
gerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen 
in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) wird für das Verfahren eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1‘000.– festgesetzt und der Gesuchstellerin als unterlie-
gender Partei auferlegt. 

5.3 Der obsiegende Gesuchsgegner B. hat nach dem vorstehend Dargelegten An-
spruch auf Entschädigung für seine Aufwendungen in diesem Verfahren gegen-
über der unterliegenden Gesuchstellerin. Nachdem sein Rechtsvertreter keine 
Kostennote eingereicht hat, ist die Entschädigung ausgehend von den in 
Art. 11 ff. BStKR normierten Berechnungsgrundlagen nach Ermessen festzuset-
zen (Art. 12 Abs. 2 BStKR analog). Dem notwendigen Aufwand angemessen ist 
vorliegend ein Betrag von Fr. 1’500.– (inkl. MWST). 

5.4 Bei C. handelt es sich um eine am Hauptverfahren (SK.2025.6) nicht beteiligte 
Person. Seine unaufgeforderte Intervention im hiesigen Nebenverfahren war für 
die Entscheidfindung nicht erforderlich. Er hat daher keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. 

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SN.2025.16 

Der Einzelrichter verfügt: 

1. Das Gesuch der Bank A. um Akteneinsicht wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden der Bank A. auferlegt. 

3. Die Bank A. wird verpflichtet, B. Fr. 1’500.– als Entschädigung für seine Aufwendun-
gen in diesem Verfahren zu bezahlen. 

4. C. hat keinen Anspruch auf Entschädigung. 

5. Dieser Entscheid wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

Im Namen der Strafkammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Einzelrichter   Der Gerichtsschreiber 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-
richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 
schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 
(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 
 
Mit der Beschwerde können gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-
brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; die unvollständige oder unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

Einhaltung der Fristen 

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen 
der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im 
Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO). 
 
 
 
 

Versand: 29. August 2025 

	1. Die Gesuchstellerin ist am Hauptverfahren (SK.2025.6) nicht beteiligt.
	2. Gemäss Art. 101 Abs. 3 StPO können Dritte die Akten eines hängigen Strafverfahrens einsehen, wenn sie dafür ein wissenschaftliches oder ein anderes schützenswertes Interesse geltend machen und der Einsichtnahme keine überwiegenden öffentlichen oder...
	Hat die Drittperson ein schützenswertes Interesse, muss dieses gegen öffentliche oder private Interessen abgewogen werden, die der Einsichtnahme entgegenstehen. Überwiegt das öffentliche oder private Interesse, hat die Drittperson kein Recht auf Akten...
	3. Die Gesuchstellerin begründet das von ihr geltend gemachte schützenswerte Interesse an der Akteneinsicht zusammenfassend wie folgt:
	Aufgrund der Medienmitteilung der Bundesanwaltschaft vom 11. Februar 2025 habe die Gesuchstellerin Grund zur Annahme, dass gemäss Anklageschrift vertrauliche Informationen von ihr und/oder ihren Kunden betreffend bestimmte Unternehmenstransaktionen vo...

	4.
	4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die Gesuchstellerin im Vorverfahren aufgrund der Editionsverfügungen der Bundesanwaltschaft vom 31.  August und 30. November 2022 diverse Auskünfte und Beweismittel u.a. zu den Kontakten zwischen B. und C. sowie zum...
	4.2 Zusammenfassend ist das Vorliegen eines schützenswerten Interesses der Gesuchstellerin an der Akteneinsicht i.S.v. Art. 101 Abs. 3 StPO zu verneinen. Bei dieser Sachlage braucht nicht näher geprüft zu werden, ob einer Einsichtnahme in die Anklages...

	5.
	5.1 Die Kosten- und Entschädigungsfolgen richten sich vorliegend in Ermangelung einer spezifischen gesetzlichen Grundlage nach dem allgemeinen Kriterium des Obsiegens bzw. Unterliegens (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_265/2016 vom 1. Juni 2016 E. 2....
	5.2 Gestützt auf Art. 1 Abs. 4, Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) wird für das Verfahren eine Pauschalgebüh...
	5.3 Der obsiegende Gesuchsgegner B. hat nach dem vorstehend Dargelegten Anspruch auf Entschädigung für seine Aufwendungen in diesem Verfahren gegenüber der unterliegenden Gesuchstellerin. Nachdem sein Rechtsvertreter keine Kostennote eingereicht hat, ...
	5.4 Bei C. handelt es sich um eine am Hauptverfahren (SK.2025.6) nicht beteiligte Person. Seine unaufgeforderte Intervention im hiesigen Nebenverfahren war für die Entscheidfindung nicht erforderlich. Er hat daher keinen Anspruch auf eine Parteientsch...