# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f8c6e72-ddf9-52ed-ab6a-c28369338b66
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.08.2008 D-3968/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3968-2008_2008-08-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3968/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller,
Gerichtsschreiber Jonathan Brünggel.

A._______, geboren (...),
Sri Lanka,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 13. März 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3968/2008

Sachverhalt:

A.
Die  Beschwerdeführerin,  eine  srilankische  Staatsangehörige  tamili-
scher  Ethnie  ersuchte  mit  Schreiben  vom  15.  Mai  2007 
(Eingangsstempel) an die Schweizerische Botschaft in (...) um Asyl in 
der Schweiz.

Sie machte im Wesentlichen geltend, dass ihr Haus am 21. März 2007 
von  bewaffneten  Unbekannten  gestürmt  worden  sei  und  dabei  ihr 
Mann,  B._______,  wie  auch  ihr  Cousin  C._______  getötet  worden 
seien. Daraufhin sei sie am 15. Mai 2007 telefonisch bedroht worden 
und  man  habe  Geld  von  ihr  verlangt.  Am 14.  Juni  2007  sei  sie  zu 
Hause von Unbekannten aufgesucht  worden,  woraufhin  sie  zu ihren 
Verwandten nach Colombo gezogen sei. Sie fürchte um ihr Leben und 
das ihrer Kinder

B.
Mit  Schreiben vom 13. Juli  2007 teilte  die Schweizerische Botschaft 
der  Beschwerdeführerin  mit,  ihre  Eingabe  werde  als  Asylgesuch 
entgegengenommen. Sie  wurde  aufgefordert,  sofern  sie  am Gesuch 
festhalten wolle, ihre Vorbringen ("grievances") und allfällige unterstüt-
zende Dokumente sowie Kopien von Identitätspapieren als letzte und 
bindende Eingabe ("your final  and binding submission")  bis zum 25. 
August 2007 einzureichen.

C.
Mit  Eingabe  vom  22.  August  2007  an  die  Botschaft  reichte  die 
Beschwerdeführerin mehrere Dokumente in Kopie mit englischer Über-
setzung  ein,  so  unter  anderem  den  Todesschein  ihres  Mannes, 
Polizeirapporte betreffend die telefonische Drohung und den tödlichen 
Überfall,  ein  Schreiben  des  Internationalen  Komitees  des  Roten 
Kreuzes IKRK, ärztliche Untersuchungsberichte, Fotos, Zeitungs- und 
Internetartikel.

D.
Mit Schreiben vom 30. August 2007 wandte sich die Botschaft an die 
Beschwerdeführerin  mit  der  Bitte,  einige  im  Schreiben  aufgeführten 
Fragen detailliert zu beantworten. 

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E.
Mit  Eingabe  vom  11.  September  2007  (Eingangsstempel:  19. 
September  2007)  antwortete  die  Beschwerdeführerin  auf  das 
Schreiben  der  Botschaft  und  wiederholte  im  Wesentlichen  die 
Vorbringen.

F.
Mit  Schreiben  vom  16.  Oktober  2007  überwies  die  Schweizerische 
Botschaft dem BFM die von der Beschwerdeführerin eingereichten Un-
terlagen mit einem kurzen Kommentar und dem Hinweis, dass auf eine 
Anhörung  verzichtet  worden  sei,  da  die  Beschwerdeführerin  die 
Fragen  im  Schreiben  vom 30. August  2007  nicht  habe  beantworten 
können.

G.
Mit  Verfügung vom 13. März  2008 wies  das BFM das Einreise-  und 
Asylgesuch ab. Im Wesentlichen stützte es seinen Entscheid auf eine 
alternative Aufenthaltsmöglichkeit  innerhalb von Sri  Lanka sowie auf 
eine fehlende einreise- und asylrelevante Verfolgungsgefahr.

Mit  Schreiben vom 2. April  2008 informierte die Schweizerische Bot-
schaft  das  BFM  über  die  Versendung  der  Verfügung  am 
31. März 2008.

H.
Mit  englischsprachigem Schreiben vom 3. Juni  2008 (Eingangsstem-
pel)  an  die  Schweizerische  Botschaft  erhob  die  Beschwerdeführerin 
sinngemäss  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung.  Die  Beschwerde 
wurde  am  17.  Juni  2008  (Eingangsstempel)  an  das  Bundesverwal-
tungsgericht weitergeleitet.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 

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Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem 
Bereich  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die Beschwerde wurde 63 Tage nach Versendung in (...) bei der 
Schweizerischen Botschaft eingereicht, was auch unter Einbeziehung 
des  Postwegs  bis  zur  Beschwerdeführerin  eindeutig  über  der 
Beschwerdefrist von 30 Tagen liegt. Das BFM trägt jedoch als Behörde 
des Bundes die Beweislast, dass und wann die Zustellung einer Verfü-
gung erfolgte. Haben die Behörden zu verantworten, dass der Beweis 
der Rechtzeitigkeit nicht erbracht werden kann, geht dies nicht zu Las-
ten der beschwerdeführenden Partei (vgl. ALFRED KÖLZ / ISABELLE HÄNER, 
Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2. 
Auflage, Zürich 1998, Rz. 341 ff.). In den Akten ist nur ein Schreiben 
der Schweizerischen Botschaft  enthalten, welches den Versendungs-
zeitpunkt  in  Colombo angibt; ein  Rückschein,  welcher die Zustellung 
an die Beschwerdeführerin beweisen würde, liegt hingegen nicht vor. 
Es kann daher nicht  genau eruiert  werden,  wann die Verfügung des 
BFM der  Beschwerdeführerin  effektiv  zugegangen  ist.  Aufgrund  des 
Gesagten ist die Beschwerde daher als form- und fristgerecht einge-
reicht zu betrachten. 
Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung berührt 
und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung. Die  Beschwerdeführerin  ist  daher  zur  Einrei-
chung der Beschwerde legitimiert  (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 
sowie Art. 50 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.3 Amtssprachen des Bundes sind das Deutsche, Französische und 
Italienische (vgl. Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999  [BV, SR  101]).  Die  in 
englischer Sprache eingereichte Beschwerde ist jedoch praxisgemäss 
aufgrund  ihrer  Verständlichkeit  und  der  Dringlichkeit  der  Sache  im 
Interesse  aller  am  Verfahren  Beteiligten  ohne  präjudizielle  Wirkung 
entgegen zu nehmen.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

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3.
3.1 Über offensichtlich begründete Beschwerden wird in einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst.  e 
AsylG). Wie  nachstehend aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um 
eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

3.2 Gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung des Schriftenwechsels verzichtet.

4.
Gemäss  Art.  19  Abs. 1  AsylG  kann  ein  Asylgesuch  im  Ausland  bei 
einer schweizerischen Vertretung gestellt werden, welche es mit einem 
Bericht  an  das  Bundesamt  überweist  (Art.  20  Abs.  1  AsylG).  Die 
schweizerische Vertretung führt  mit der asylsuchenden Person in der 
Regel eine Befragung durch (Art. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 
11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311]).  Ist 
dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person von der Vertre-
tung  aufgefordert,  ihre  Asylgründe  schriftlich  festzuhalten  (Art.  10 
Abs. 2  AsylV  1).  Die  schweizerische  Vertretung  überweist  dem 
Bundesamt das Befragungsprotokoll oder das schriftliche Asylgesuch 
sowie  weitere  zweckdienliche  Unterlagen  und  einen  ergänzenden 
Bericht, der ihre Beurteilung des Asylgesuchs enthält  (Art. 10 Abs. 3 
AsylV 1).

Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, 
wenn die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft machen 
können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet wer-
den kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 
Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt Asylsuchenden die Einreise zur 
Abklärung  des  Sachverhaltes,  wenn  ihnen  nicht  zugemutet  werden 
kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein ande-
res Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eid-
genössische  Justiz-  und  Polizeidepartement  (EJPD)  schweizerische 
Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, 
die  glaubhaft  machen,  dass  eine  unmittelbare  Gefahr  für  Leib  und 
Leben oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 
bestehe. 

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5.
5.1 Gemäss Praxis ist im Auslandverfahren die asylsuchende Person 
in der Regel zu befragen. Davon kann nur abgewichen werden, wenn 
eine Befragung faktisch oder  aus organisatorischen oder kapazitäts-
mässigen Gründen unmöglich ist. Falls die Befragung nicht durchge-
führt werden kann, muss die gesuchstellende Person - soweit möglich 
und  notwendig  -  mittels  eines  individualisierten  und  konkretisierten 
Schreibens  aufgefordert  werden,  ihre  Gründe  für  das  Asylgesuch 
schriftlich  einzureichen.  Dabei  ist  sie  auf  die  allfällige  Konsequenz 
eines negativen Entscheids infolge Verletzung ihrer Mitwirkungspflicht 
aufmerksam zu machen. Ist der Sachverhalt schon aufgrund des ein-
gereichten Asylgesuchs entscheidreif erstellt, kann sich eine persönli-
che  Befragung  ebenfalls  erübrigen;  zeichnet  sich  ein  negativer  Ent-
scheid ab, ist der asylsuchenden Person diesbezüglich das rechtliche 
Gehör  zu  gewähren.  Das  Bundesamt  ist  gehalten,  den  Verzicht  auf 
eine Befragung im Ausland in der Verfügung zu begründen (vgl. BVGE 
2007/30 E. 5 S. 362 ff.).

5.2 Vorliegend  ist  davon  auszugehen,  dass  eine  Befragung  der 
Beschwerdeführerin  durch  die  Schweizerische  Botschaft  in  (...) 
möglich gewesen wäre. In  der angefochtenen Verfügung wird darauf 
hingewiesen, dass gestützt auf die Aktenlage die Gefährdungssituati-
on abschliessend beurteilt  werden könne. Selbst  wenn diese Auffas-
sung zutreffend wäre - dies kann erst nach der Gewährung des rechtli-
chen  Gehörs  zuverlässig  beurteilt  werden  -,  hätte  das  BFM  der 
Beschwerdeführerin gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungs-
gerichts das rechtliche Gehör zu dem sich abzeichnenden negativen 
Entscheid  gewähren  müssen  (vgl.  vorstehend  5.1),  was  indessen 
unterlassen wurde. 

5.3 Aufgrund des oben Gesagten ergibt sich, dass die Vorinstanz der 
Beschwerdeführerin  zu  Unrecht  das  gemäss  Rechtsprechung  zwin-
gend zu gewährende rechtliche Gehör nicht gewährte. Dieser Mangel 
ist  auf  Beschwerdeebene  nicht  zu  heilen,  zumal  es  nicht  Sinn  und 
Zweck des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht 
ist, während diesem von der Vorinstanz unterlassene Verfahrenshand-
lungen nachzuholen.

6.
Die Feststellung, dass das BFM der Beschwerdeführerin  das rechtli-
che Gehör nicht gewährte, führt indessen nicht dazu, dass ihr die Ein-

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reise in die Schweiz bereits aus diesem Grund zu bewilligen wäre. Aus 
dem Umstand, dass sie bisher nicht befragt - respektive ihr das rechtli-
che  Gehör  nicht  gewährt  -  wurde,  kann  nicht  geschlossen  werden, 
dass ihr zur persönlichen Anhörung oder der Gewährung des rechtli-
chen  Gehörs  die  Einreise  in  die  Schweiz  bewilligt  werden  müsste. 
Angesichts der Aktenlage bestehen nicht genügend konkrete Anhalts-
punkte  für  die  Annahme,  ihr  wäre  ein  Verbleib  in  Sri  Lanka  für  die 
Dauer  der  weiteren,  noch erforderlichen Verfahrenshandlungen nicht 
zumutbar im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG.

7.
7.1 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  den 
Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt  hat. 
Da eine Heilung dieses Verfahrensmangels im Rahmen des Beschwer-
deverfahrens nicht möglich erscheint  und jedenfalls nicht angebracht 
wäre, ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur Gewährung 
des rechtlichen Gehörs sowie zur Neubeurteilung im Sinne der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Nach der Gewährung des 
rechtlichen Gehörs wird das BFM zudem zu beurteilen haben, ob sich 
gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts eine 
Befragung der Beschwerdeführerin als notwendig erweist oder nicht. 

7.2 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, die vorins-
tanzliche Verfügung vom 13. März 2008 aufzuheben und die  Vorins-
tanz  anzuweisen,  der  Beschwerdeführerin  das  rechtliche  Gehör  zu 
gewähren,  den  rechtserheblichen Sachverhalt  gegebenenfalls  ergän-
zend vollständig festzustellen und in der Sache neu zu entscheiden.

8.
8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerle-
gen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).

8.2 Da die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren nicht anwalt-
lich vertreten wurde, ist nicht davon auszugehen, ihr seien durch die 
Beschwerdeführung Kosten erwachsen. Daher ist ihr keine Parteient-
schädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 ff. 
des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Die Verfügung des BFM vom 13. März 2008 wird aufgehoben und das 
BFM  angewiesen,  der  Beschwerdeführerin  das  rechtliche  Gehör  zu 
gewähren,  gegebenenfalls  den rechtserheblichen Sachverhalt  ergän-
zend vollständig festzustellen und in der Sache neu zu entscheiden.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Es wird keine Parteientschädigung entrichtet.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (durch  Vermittlung  der  Schweizerischen 
Botschaft  in  (...)  mit  der  Bitte,  der  Beschwerdeführerin  das 
beiliegende Urteil  durch Aushändigung des Originals [gegen Emp-
fangsbestätigung]  oder  Zustellung  desselben  per  Post  [Einschrei-
ben  mit  Rückschein]  zu  eröffnen  und  dem  Bundesverwaltungs-
gericht  die  Empfangsbestätigung  bzw.  den  Rückschein  zu 
übermitteln; Beilage: vorinstanzliche Verfügung im Original)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Jonathan Brünggel

Versand: 

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