# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a0da5e9-542f-543f-afe8-3e76725f99b0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.08.2008 D-6545/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6545-2006_2008-08-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6545/2006
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Walter Lang Vorsitz,
Richter Hans Schürch, Richter Fulvio Haefeli,
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...),
Togo,
vertreten durch Fürsprecher André Seydoux,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
vormals Bundesamt für Flüchtlinge (BFF)
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFF vom 
26. November 2003 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6545/2006

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer, ein Togolese aus Lomé, verliess sein Heimat-
staat  gemäss  eigenen  Angaben  am 18. August 2001  und  reiste  per 
Motorradtaxi  nach Ghana. Am 29. September 2001 verliess er  Accra 
und gelangte per Flugzeug und Auto via Rom am 4. Oktober 2001 ille-
gal in die Schweiz, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte. 

B.
Am  11. Oktober 2001  erhob  das  BFF  in  der  Empfangsstelle  (heute 
Empfangs- und Verfahrenszentrum [EVZ]) Vallorbe die Personalien des 
Beschwerdeführers und befragte ihn summarisch zum Reiseweg und 
zu den Gründen für  das  Verlassen des Heimatlandes. Am 10. Janu-
ar 2002 hörte ihn der (...) und am 13. Oktober 2003 das BFF zu seinen 
Asylgründen an.

Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen geltend, er sei seit dem Jahre 1990 Mitglied der Opposi-
tionspartei  Comité d'Action pour le Renouveau  (CAR). Wegen seiner 
Teilnahme an einer Demonstration im November 1991 sei er von Sol-
daten verhaftet und geschlagen worden, wovon er noch heute Narben 
habe. 1996 habe er sein Studium in Rechtswissenschaften an der Uni-
versität von Benin in Lomé abgeschlossen und habe fortan Artikel für 
die jeweils montags erscheinende Zeitung "Le Scorpion" geschrieben. 
Da  die  Zeitung  streng geheime Informationen  publiziert  habe,  seien 
sie als Mitarbeiter dieser Zeitung von der Armee, der Polizei, der Gen-
darmerie und vom Geheimdienst gesuchte Leute gewesen. Nachdem 
der Oppositionsführer Agboyibo verhaftet worden sei, habe die Oppo-
sition  am  11. August 2001  eine  Protestkundgebung  organisiert.  Er 
habe  an  dieser  verbotenen  Demonstration  teilgenommen.  sei  dabei 
verhaftet und auf die zentrale Polizeiwache abgeführt  worden, wo er 
misshandelt worden sei. Am 15. August 2001 sei er mit der Auflage, er 
müsse am 18. August 2001 eine Gegendemonstration zu Gunsten der 
Regierung organisieren,  freigelassen worden, sei jedoch ständig von 
der Polizei in Zivil überwacht worden. Er habe die Gegendemonstrati-
on  organisiert  und sei  während  dieser  Demonstration  seinen  Bewa-
chern entwischt und nach Ghana geflüchtet. Daraufhin sei seine Mut-
ter verhaftet worden, welche am folgenden Montag wieder freigelassen 
worden sei.

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Anlässlich der Anhörung vom 13. Oktober 2003 reichte der Beschwer-
deführer ein Diplom, zwei Bestätigungen, einen Notenauszug in Kopie 
der Universität  von Benin,  eine Wochenzeitschrift  "Le Scorpion" vom 
5. August 2001  und  eine  Bestätigung  dieser  Wochenzeitschrift  vom 
30. April 2001 in Kopie ein. 

C.
Mit  Verfügung vom 26. November 2003 stellte  das BFF fest,  der Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht und lehnte das 
Asylgesuch  ab.  Gleichzeitig  verfügte  es  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz und ordnete deren Vollzug an.

D.
Mit Eingabe vom 17. Dezember 2003 liess der Beschwerdeführer ge-
gen diese Verfügung durch seinen Rechtsvertreter bei der Schweizeri-
schen Asylrekurskommission (ARK) Beschwerde erheben und bean-
tragen, die Verfügung des BFF vom 26. November 2003 sei aufzuhe-
ben, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu 
gewähren.

E.
Mit  Verfügung  vom  23. Dezember 2003  verzichtete  der  Instruktions-
richter der ARK aufgrund des Betrags auf dem bestehenden Sicher-
heitskonto auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

F.
Am 3. Mai 2004 reichte der Beschwerdeführer einen von ihm verfass-
ten Text zu der in seiner Heimat verrichteten Tätigkeit mitsamt diversen 
Beilagen ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt 

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nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem 
Bereich  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die Beurtei-
lung  der  bei  der  ARK  am  31. Dezember  2006  hängig  gewesenen 
Rechtsmittel  übernommen. Das  neue  Verfahrensrecht  ist  anwendbar 
(vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG).

2.
2.1 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor dem Bundesamt teil-
genommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung. Damit  ist  er zur  Einreichung der Beschwerde 
legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG).

2.2 Die Beschwerde wurde innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen 
in  gültiger  Form  eingereicht  (Art. 6  AsylG  i.V.m. Art. 50  und  Art. 52 
VwVG). Demzufolge ist auf diese einzutreten.

3.
3.1 Die Schweiz gewährt Flüchtlingen unter Vorbehalt von Ausschluss-
gründen auf  Gesuch hin  Asyl  (vgl. Art. 2  Abs. 1 und Art. 49 AsylG). 
Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 
oder  zumindest  glaubhaft  machen  (Art. 7  Abs. 1  AsylG). Die  Flücht-
lingseigenschaft erfüllen Personen, welche in ihrem Heimatstaat oder 
im Land, wo sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-
nalität,  Zugehörigkeit  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder we-
gen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu 
werden.  Als  ernsthafte  Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung 
von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträg-
lichen  psychischen  Druck  bewirken;  den  frauenspezifischen  Flucht-
gründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

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3.2 Die  im  Gesetz  so  definierte  Flüchtlingseigenschaft  erfüllt  eine 
asylsuchende Person nach Lehre und Rechtsprechung dann, wenn sie 
Nachteile  von bestimmter  Intensität  erlitten  hat  beziehungsweise mit 
beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründe-
terweise befürchten muss, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter 
Verfolgungsmotive durch Organe des Heimatstaates oder durch nicht-
staatliche Akteure zugefügt worden sind beziehungsweise zugefügt zu 
werden drohen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-
schen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2006  Nr. 18  E. 7  und  8 
S. 190 ff.,  2005  Nr. 21  E. 7  S. 193).  Aufgrund  der  Subsidiarität  des 
flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die Zuerkennung der Flüchtlings-
eigenschaft  ausserdem voraus,  dass  die  betroffene  Person  in  ihrem 
Heimatland  keinen  ausreichenden  Schutz  finden  kann  (vgl.  EMARK 
2005 Nr. 21 E. 7 S. 193).

3.3 Glaubhaft sind die Vorbringen eines Asylsuchenden grundsätzlich 
dann, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel 
sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in we-
sentlichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik 
entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfah-
rung widersprechen. Darüber hinaus muss die gesuchstellende Person 
persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der 
Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Be-
weismittel abstützt, aber auch dann, wenn sie wichtige Tatsachen un-
terdrückt oder bewusst falsch darstellt,  im Laufe des Verfahrens Vor-
bringen  auswechselt,  steigert  oder  unbegründet  nachschiebt,  man-
gelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung ver-
weigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner - im Gegensatz zum strik-
ten Beweis - ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für 
gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Gesuchstellers. 
Entscheidend ist, ob im Rahmen einer Gesamtwürdigung die Gründe, 
die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung des Asylsuchenden 
sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte Sicht-
weise abzustellen (vgl. Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG; EMARK 2005 Nr. 7 
E. 6  S. 64 ff.,  EMARK  Nr. 21  E. 6.1.  S. 190 f.,  EMARK  1996  Nr. 27 
E. 3c.aa S. 263 f., EMARK Nr. 28 E. 3a S. 270).

4.
4.1 Das Bundesamt  lehnte  das  Asylgesuch mit  der  Begründung ab, 
die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an 

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die Glaubhaftmachung gemäss Art. 7 AsylG bzw. an die Flüchtlingsei-
genschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten. 

Im Einzelnen führte es aus, es sei  realitätsfremd, dass ein Oppositi-
onsmitglied ohne Bezahlung eine Demonstration gegen die Opposition 
organisiert  habe  und  noch  dazu  ungefähr  100 Oppositionsmitglieder 
gefunden  haben  wolle,  welche  -  ohne  Geld  dafür  erhalten,  sondern 
erst nach der Demonstration Geld in Aussicht gestellt  bekommen zu 
haben  -  an  dieser  Demonstration  teilgenommen  hätten.  Weiter  sei 
nicht  nachvollziehbar,  weshalb  der  Beschwerdeführer  zuerst  etwa 
100 Leute  für  die  angebliche  Demonstration  organisiert  habe,  dann 
aber  plötzlich  geflüchtet  sein  wolle.  Insbesondere  sei  unglaubhaft, 
dass es ihm gelungen sei, so viele Leute für eine Demonstration zu or-
ganisieren, während er stets von Zivilpolizisten, d.h. für die Oppositi-
onsmitglieder  fremde  Personen,  begleitet  worden  sei.  Ferner  könne 
nicht  nachvollzogen  werden,  weshalb  der  Beschwerdeführer  bereits 
seit  1990  Mitglied  der  Oppositionspartei  CAR  gewesen  sein  wolle, 
wenn  es  gemäss  allgemein  zugänglicher  Quelle  die  CAR  erst  seit 
Mai 1991 gegeben habe. Aufgrund dieser realitätsfremden Aussagen 
würden  erste  Zweifel  am  Wahrheitsgehalt  des  geltend  gemachten 
Sachverhalts aufkommen. Die Aussagen des Beschwerdeführers wür-
den in den wesentlichen Punkten erhebliche Widersprüche aufweisen, 
welche an der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen zweifeln lassen wür-
den. Beispielsweise widerspreche er sich bezüglich der Anzahl geltend 
gemachter Festnahmen. Sowohl  an der Empfangsstelle  als auch bei 
der kantonalen Befragung habe er  lediglich von einer einzigen Fest-
nahme  am  11. August 2001  gesprochen,  während  er  anlässlich  der 
Bundesanhörung angegeben habe,  bereits  vor dem 11. August 2001 
mehrmals verhaftet  und wieder frei  gelassen worden zu sein. Weiter 
gebe er an der Empfangsstelle zu Protokoll, er sei als Journalist telefo-
nisch bedroht worden, bei der kantonalen Befragung gebe er jedoch 
an, diese Bedrohungen hätten nicht ihn betroffen, sondern davon sei 
vielmehr der Direktor der Zeitschrift betroffen gewesen. Ferner habe er 
unterschiedliche Angaben hinsichtlich der Art und Weise, wie ihm die 
Auflagen für  die  angebliche Freilassung am 15. August 2003 gestellt 
worden seien, gemacht. So gebe er an der Empfangsstelle sowie bei 
der kantonalen Befragung zu Protokoll, zuerst habe man ihm den Vor-
schlag unterbreitet, gegen die Opposition auszusagen, was er jedoch 
verweigert habe. Zu einem späteren Zeitpunkt habe man ihm den Vor-
schlag gemacht, eine Gegendemonstration zu Gunsten der Regierung 
zu organisieren, welchen er dann angenommen habe. Anlässlich der 

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Bundesanhörung habe er jedoch erklärt, die beiden Vorschläge seien 
ihm gleichzeitig unterbreitet worden, und er habe auswählen können, 
welchem  Vorschlag  er  zustimmen  wolle.  Im  Übrigen  mache  er 
unterschiedliche  Angaben  bezüglich  der  geltend  gemachten  Anzahl 
Personen  in  der  Zelle  sowie  der  Anzahl  Pseudonyme,  die  er  als 
Journalist  verwendet  habe.  Der  Beschwerdeführer  habe  am 
13. Oktober 2003  ein  Bestätigungsschreiben  eingereicht,  um  seine 
Vorbringen  zu  untermauern.  Unabhängig  von  der  Echtheit  dieses 
Dokumentes,  welches  lediglich  die  angebliche  Tätigkeit  des 
Beschwerdeführers  als  Journalist  bestätige,  komme  ihm  für  den 
asylrelevanten Sachverhalt kein Beweiswert zu. Des Weiteren sei nicht 
nachvollziehbar,  weshalb  das  betreffende  Dokument  bereits  am 
30. April 2001, ein paar Monate vor der geltend gemachten Festnahme 
des  Beschwerdeführers,  ausgestellt  worden  sei.  Zudem könne  nicht 
nachvollzogen  werden,  weshalb  der  Beschwerdeführer  dieses 
Bestätigungsschreiben in Form einer beglaubigten Kopie zu den Akten 
gebe, wenn er sich während seiner angeblichen Tätigkeit als Journalist 
auf einfachere Weise eine Bestätigung hätte ausstellen lassen können. 
Nach dem Gesagten vermöge das eingereichte Bestätigungsschreiben 
den  asylrelevanten  Sachverhalt  nicht  zu  belegen  und  könne  somit 
keine  Beweiskraft  entfalten.  Die  weiteren  vom  Beschwerdeführer 
eingereichten,  im  Sachverhalt  erwähnten  Dokumente  würden  den 
asylrelevanten Sachverhalt auch nicht zu belegen vermögen und seien 
somit als untaugliche Beweismittel zu qualifizieren. 

4.2 In der Beschwerde wird demgegenüber geltend gemacht, die an-
gefochtene  Verfügung sei  willkürlich,  weil  sie  den  Beschwerdeführer 
bei  einzelnen,  angeblichen  Widersprüchen  behafte,  ohne  seine  ge-
samten Aussagen zu würdigen. Im richtigen Kontext gewürdigt, seien 
die Aussagen keineswegs realitätsfremd. Die Wahrheit sei die Folgen-
de: Als Bedingung für die Freilassung am 15. August 2001 sei der Be-
schwerdeführer vor die Wahl gestellt worden, entweder eine Demonst-
ration zugunsten der Regierung zu organisieren oder aber gegen die 
Opposition auszusagen. Für den Beschwerdeführer sei eine Aussage 
gegen seine eigenen Leute ausser Diskussion gestanden, möglich sei 
also nur eine Demonstration zugunsten der Regierung gewesen. Dafür 
habe er aber nicht Oppositionelle motiviert - das wäre ihm kaum ge-
lungen - sondern orientierungslose Jugendliche, die der Beschwerde-
führer auf der Strasse gefunden und denen er Geld versprochen habe, 
obwohl er natürlich gewusst habe, dass er nicht in der Lage sei, ihnen 
je welches zu geben. Auch aus diesem Grund sei ihm nichts anderes 

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übrig geblieben als die Flucht aus Togo. Es sei richtig, dass die CAR 
erst im Mai 1991 gegründet worden sei. Die Gründung habe aber von 
einer  Gruppe  von  Leute  vorbereitet  werden  müssen  und  der 
Beschwerdeführer habe dieser seit 1990 angehört. Genau genommen 
-  so  führe  der  Beschwerdeführer  aus  -  gehe  diese  oppositionelle 
Gruppe  auf  den  Tod des  Olympio  Gil  Christ  im Jahre  1967  zurück. 
Richtig gewürdigt, würden sich auch die angeblichen Widersprüche zu 
seinen  Festnahmen  auflösen.  Wie  an  der  Empfangsstelle  und  beim 
Kanton angegeben, sei der Beschwerdeführer nur einmal nämlich am 
11. August  2001  verhaftet  worden.  Bei  den  anderen,  unzähligen 
Malen, sei er lediglich angehalten und geschlagen oder es seien ihm 
Schriften abgenommen worden, aber er sei jeweils umgehend wieder 
freigelassen  worden.  Der  Beschwerdeführer  habe  also  einen 
Unterschied zwischen einer "Verhaftung", die mehrere Tage bis Jahre 
dauern könne, und einer Anhaltung, die nur sehr kurz daure, gemacht. 
Ob der  Übersetzer diesen Unterschied korrekt  wiedergegeben habe, 
wisse  der  Beschwerdeführer  nicht.  Auch  kein  Widerspruch  liege  im 
Zusammenhang mit der Drohung, welche er als Journalist per Telefon 
entgegennehmen  musste.  Diese  Drohung  sei  weder  ausschliesslich 
gegen  ihn  noch  gegen  den  Direktor  persönlich  gerichtet,  sondern 
gegen  die  Zeitung  schlechthin  und  damit  gegen  alle,  die  an  deren 
Herausgabe gearbeitet hätten, gewesen. Der angebliche Widerspruch 
bereffend Anzahl der Personen in der Zelle löse der Beschwerdeführer 
schon beim Bundesamt auf: Es seien immer deren 15 gewesen. Was 
die verwendeten Pseudonyme anbelange, führe der Beschwerdeführer 
aus,  er  habe  deren  zwei  verwendet,  nämlich  "Maurice"  und  "Dieux 
Donné". Im Gegensatz zu seinem richtigen Namen seien diese beiden 
Pseudonyme  im  Impressum  erschienen.  Berücksichtige  man  zudem 
die  umfassenden  Kenntnisse  des  Beschwerdeführers  über  die 
politischen Vorgänge in seiner Heimat, so müsse davon ausgegangen 
werden,  dass  die  von  ihm  vorgebrachte  Verfolgungsgeschichte  der 
Wahrheit entspreche, weshalb ihm allein schon als Mitglied der CAR, 
deren Präsident  bekanntlich  seit  langem inhaftiert  sei,  Asyl  gewährt 
werden müsse.

5.
5.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  gelangt  nach  Prüfung  der  Akten 
übereinstimmend mit  dem Bundesamt zur Auffassung,  dass die vom 
Beschwerdeführer  zur  Begründung seines Asylgesuches geltend ge-
machten Vorbringen den umschriebenen Anforderungen an die Glaub-
haftmachung nicht genügen, und das Bundesamt diese zu Recht und 

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mit zutreffender Begründung als unglaubhaft beurteilt hat. Es trifft zwar 
zu,  dass  wie in  der  Beschwerde vorgebracht,  der  Beschwerdeführer 
über die politischen Vorgänge in seiner Heimat umfassend im Bild ist. 
Aufgrund seiner Aussagen ist zu vermuten, dass er auch Kenntnisse 
im  Bereich  Journalismus  hat.  Hingegen  kann  ihm  aus  dem  vom 
Bundesamt  zutreffend  dargelegten  Gründen  seine  angebliche 
journalistische  Tätigkeit  für  die  Zeitung  "Le  Scorpion"  und  die 
angebliche Verfolgung nicht geglaubt werden. 

Das Bundesamt hat zu Recht festgestellt, dass der Beschwerdeführer 
unterschiedliche  Angaben  zur  Art  und  Weise  der  Unterbreitung  der 
Vorschläge als Bedingung für die Freilassung gemacht hat. Mit der blo-
ssen Wiedergabe der Vorschläge in der Beschwerde wird der Wider-
spruch nicht aufgelöst und insoweit auch nicht dargelegt, warum das 
Bundesamt die Aussagen des Beschwerdeführers falsch gewürdigt ha-
ben soll. Ferner können in der Beschwerde die vom Bundesamt festge-
stellten unterschiedlichen Angaben bezüglich der Anzahl Festnahmen 
nicht mit der Behauptung geklärt werden, der Beschwerdeführer habe 
zwischen  einer  Verhaftung  und  einer  kurzweiligen  Anhaltung  unter-
schieden. So gab der Beschwerdeführer nämlich in der Anhörung vom 
10. Januar 2002 an,  dass er  seit  seiner Tätigkeit  für  die Zeitung "Le 
Scorpion"  persönlich  nie  Probleme  mit  den  Ordnungskräften  gehabt 
habe (vgl. act. A7/21 S. 14). In  der  Anhörung vom 13. Oktober 2003 
gab er aber preis, dass man ihn respektive die Journalisten mehrmals 
verhaftet, befragt, geschlagen und wieder freigelassen habe. Dies sei 
so  oft  passiert,  dass  er  die  Anzahl  gar  nicht  nennen  könne  (vgl. 
act. A10/10 S. 3). Es ist somit unwesentlich, ob es sich dabei nur um 
Anhaltungen oder um Verhaftungen gehandelt hat. Tatsache ist, dass 
der  Beschwerdeführer  keine  übereinstimmenden  Aussagen  darüber 
gemacht hat,  ob er überhaupt in Zusammenhang mit  seiner angebli-
chen Journalistentätigkeit festgenommen wurde. Zudem erwähnt er in 
der  Anhörung  vom  13. Oktober 2003,  dass  er  bereits  im  November 
1991 anlässlich einer Demonstration von Soldaten verhaftet  und ge-
schlagen worden sei und von den Misshandlungen Narben habe (vgl. 
act. A10/10 S. 2). Diese Festnahme wurde aber weder bei der Befra-
gung  im  EVZ noch  bei  der  Anhörung  am 10. Januar 2002  vom Be-
schwerdeführer  erwähnt  und  ist  als  nachgeschoben  zu  werten.  Auf-
grund dieser divergierenden Aussagen ist am Wahrheitsgehalt des gel-
tend gemachten Sachverhalts zu zweifeln. 

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Die  Zweifel  werden  durch  die  vom Beschwerdeführer  anlässlich  der 
Anhörung  am  13. Januar 2003  eingereichten  Zeitung  "Le  Scorpion" 
vom 5. August 2001 und den in diesem Zusammenhang erfolgten Er-
klärungen zu den von ihm verwendeten Pseudonymen  "Dieu Donné" 
und "Maurice"  untermauert. Er  verwies in  der Zeitung  auf  einen von 
ihm unter dem Pseudonym "Dieu Donné" verfassten Artikel über einen 
Dieb auf Seite 5 (vgl. act. A10/10 S. 2 und 5). Dieser Artikel wurde mit 
einem blauen Stift  durch ein Kreuzzeichen markiert.  In  der  gleichen 
Zeitung  auf  Seite  drei  wurde  jedoch  noch  ein  Artikel  unter  dem 
Pseudonym "Maurice"  verfasst,  den der Beschwerdeführer allerdings 
weder in der Anhörung erwähnte, noch markierte, was doch sehr er-
staunt,  da  der  Beschwerdeführer  gemäss  seinen  Angaben  und  laut 
Beschwerde  auch  unter  diesem  Pseudonym  geschreiben  hat  (vgl. 
act. A10/10 S. 5). Darin geht es zudem um den bekannten Prozess ge-
gen den Führer der CAR Yawovi Agboyibo und dessen Urteilsverkün-
dung, weshalb anzunehmen ist,  dass er sich an einen Artikel mit ei-
nem derart  brisanten Inhalt  bestimmt erinnert  hätte, wenn er ihn tat-
sächlich geschrieben hätte. Es ist deshalb zu bezweifeln, dass der Be-
schwerdeführer,  wie  in  der  Beschwerde  behauptet,  unter  beiden 
Pseudonymen für  die Zeitung geschrieben hat. Die eingereichte Zei-
tung eignet sich deshalb nicht, um zu belegen, dass der Beschwerde-
führer als Journalist für die Zeitung "Le Scorpion" gearbeitet hat und 
deswegen verfolgt worden ist.

Schliesslich  ist,  wie  das  Bundesamt  zu  Recht  feststellte,  in  der  Tat 
nicht nachvollziehbar, zu welchem Zweck sich der Beschwerdeführer 
am 30. April 2001 eine Bestätigung vom Direktor der Zeitung hat aus-
stellen und diese auch noch hat  beglaubigen lassen,  obschon er zu 
diesem Zeitpunkt im Besitz eines Presseausweises - dieser soll erst im 
August bei der Verhaftung konfisziert worden sein – gewesen sein will, 
mit dem er sich jederzeit hätten ausweisen können.

5.2 Aufgrund der bisherigen Erwägungen ist somit festzustellen, dass 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine zum Zeitpunkt sei-
ner  Ausreise  aus dem Heimatland asylrechtlich  relevante Verfolgung 
glaubhaft zu machen. Angesichts der obigen Ausführungen erübrigt es 
sich, auf die weiteren Ausführungen in den Eingaben des Beschwerde-
führers  im  Einzelnen  näher  einzugehen,  da  sie  am  Ergebnis  der 
Glaubhaftigkeitsprüfung nichts zu ändern vermögen.

Seite 10

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6.
Für  die  Beurteilung der  Flüchtlingseigenschaft  ist  jedoch nicht  allein 
der Zeitpunkt der Ausreise aus dem Heimatland, sondern die Situation 
im  Zeitpunkt  des  Asylentscheides  massgebend  (vgl.  EMARK  2005 
Nr. 18 E. 7.1 S. 164).

6.1 Vorliegend macht der Beschwerdeführer geltend, er sei ein aktives 
Mitglied der Bewegung "Communauté togolaise en Suisse" (CTS). Die 
CTS sei eine Sektion der togoischen Diaspora, die für Rechtsstaatlich-
keit und Demokratie in Togo eintrete und durch periodische Informati-
on, Sensibilisierung und verfasste Artikel agiere. Der Beschwerdefüh-
rer hat, um dies zu belegen, am 3. Mai 2004 die Statuten der CTS vom 
6. Oktober 2003 eingereicht. 

6.2 Wer sich darauf beruft, dass durch sein Verhalten nach der Ausrei-
se aus dem Heimat - oder Herkunftsstaat - insbesondere durch politi-
sche Exilaktivitäten - eine Gefährdungssituation erst geschaffen wor-
den ist, sich somit auf das Vorliegen subjektiver Nachfluchtgründe be-
ruft, hat begründeten Anlass zur Furcht vor künftiger Verfolgung, wenn 
der  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  mit  erheblicher  Wahrscheinlichkeit 
von den Aktivitäten im Ausland erfahren hat und die Person deshalb 
bei einer Rückkehr in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgt wür-
de (vgl. EMARK 2006 Nr. 1 E. 6.1 S. 10, 2000 Nr. 16 E. 5a S. 141 f.). 
Subjektive  Nachfluchtgründe  begründen  zwar  die  Flüchtlingseigen-
schaft im Sinn von Art. 3 AsylG, führen jedoch nach Art. 54 AsylG zum 
Ausschluss der Asylgewährung. Die vom Gesetzgeber bezweckte Be-
stimmung subjektiver Nachfluchtgründe als Asylausschlussgrund ver-
bietet ein Addieren solcher Gründe mit Fluchtgründen vor der Ausreise 
aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat, die für sich allein nicht zur An-
erkennung der  Flüchtlingseigenschaft  ausreichen (vgl.  EMARK 1995 
Nr. 7 E. 7b und 8 S. 67 und 70). 

6.3 Allein die Mitgliedschaft bei der CTS lässt nicht den Schluss zu, 
der Beschwerdeführer habe sich damit  derart  exponiert,  dass er bei 
den togoischen Behörden den Eindruck erwecken würde, er stelle eine 
Gefahr für  das togoische Regime dar. In diesem Zusammenhang ist 
ferner festzuhalten, dass sich die Lage in Togo inzwischen zusehends 
stabilisiert  hat. Am 20. August 2006 einigten sich die Oppositionspar-
teien und die Regierung auf eine "Allgemeine politische Vereinbarung", 
die Parlamentswahlen im Jahre 2007 vorsah. Seit diesen vorwiegend 
ordnungsgemäss  abgelaufenen  Wahlen  am  30. Oktober 2007  ist  die 

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CAR  im  Parlament  als  zweitstärkste  Oppositionspartei  neben  der 
Partei  Union des Forces du Changement (UFC) vertreten. Seither hat 
sich nach Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts die politische 
Situation in einem Ausmass verbessert, dass nun auch Oppositionelle 
nach  Togo  zurückkehren  und  dort  politisch  weitgehend  ungehindert 
aktiv  sind.  Das  Bundesverwaltungsgericht  geht  deshalb  davon  aus, 
dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner exilpolitischen Tätigkeiten 
für  die  CTS  keine  Nachfluchtgründe  geschaffen  hat,  die  bei  einer 
Rückkehr nach Togo zu einer für die Flüchtlingseigenschaft relevanten 
Verfolgung  führen  könnten.  Der  Beschwerdeführer  erfüllt  somit  die 
Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  auch  aufgrund 
subjektiver Nachfluchtgründe nicht.

7.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keine 
Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG wegen oppositioneller Tä-
tigkeiten  vor  der  Ausreise  aus  dem  Heimatland  glaubhaft  machen 
konnte. Nach dem oben Gesagten droht  ihm auch keine Verfolgung 
wegen exilpolitischer Tätigkeiten. Somit kann er nicht als Flüchtling an-
erkannt werden. Die Vorinstanz hat somit zu Recht die Flüchtlingsei-
genschaft des Beschwerdeführers verneint und sein Asylgesuch abge-
lehnt.

8.
8.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

8.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtli-
che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung ei-
ner  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

9.
9.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember 2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

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9.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei-
nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge-
fahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli 1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der  Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

9.3 Die Vorinstanz wies in  ihrer  angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER, 
Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das 
in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Re-
foulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine 
Rückkehr des Beschwerdeführers nach Togo ist  demnach unter dem 
Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-
rers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall ei-
ner Ausschaffung nach Togo dort  mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 
einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Be-
handlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen  Ge-
richtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Fol-
terausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr 
("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer 
Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde 

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(vgl.  EMARK  2001  Nr. 16  S. 122,  mit  weiteren  Hinweisen;  EGMR, 
Bensaid gegen Grossbritannien,  Urteil  vom 6. Februar 2001,  Recueil 
des  arrêts  et  décisions  2001-I,  S. 327  ff.).  Dies  ist  ihm  nach  den 
vorstehenden  Erwägungen  nicht  gelungen.  Auch  die  allgemeine 
Menschenrechtssituation  in Togo lässt  den Wegweisungsvollzug zum 
heutigen Zeitpunkt als zulässig erscheinen.   Nach dem Gesagten ist 
der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl-  als auch der 
völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

9.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  -  unter  Vorbehalt  von  Art. 83 
Abs. 7  AuG  -  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818).

9.5 Vorliegend  ist  der  Vollzug als  zumutbar  zu  erachten,  weil  keine 
Hinweise dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer bei einer Rück-
kehr  nach  Togo  einer  konkreten  Gefährdung  ausgesetzt  wäre.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  erachtet  den  Wegweisungsvollzug  nach 
Togo gestützt auf die allgemeine Lage als generell zumutbar  (vgl. Ur-
teile  des  Bundesverwaltungsgerichts  (BVGE)  E-6721/2006  vom 
26. Juni 2008, E-4646/2006 vom 16. Juni 2008). Aus den Akten erge-
ben sich sodann keine Anhaltspunkte, die darauf  schliessen liessen, 
der Beschwerdeführer würde im Falle der Rückkehr nach Togo aus in-
dividuellen  Gründen  wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher 
Natur in eine existenzbedrohende Situation geraten. Der Beschwerde-
führer lebte seit seinem fünften Lebenjahr bis zur Ausreise am 18. Au-
gust 2001 in Lomé (vgl. act. A1/9 S. 1). Gemäss eigenen Angaben hat 
der Beschwerdeführer einen Universitätsabschluss und als Lehrer un-
terrichtet (vgl. act. A7/21 S. 6). In der Schweiz arbeitet der Beschwer-
deführer seit  dem 9. September 2002 als  Küchenbursche im (...). Es 
ist  ihm  mithin  zuzumuten,  sich  in  Togo  erneut  um  eine  Arbeit  zu 
bemühen.  Sodann  leben  seine  zwei  Kinder,  seine  Mutter  und  18 
Geschwister  und  Halbgeschwister  in  Togo  (vgl.  act. A1/9  S. 2  f., 
act. A7/21 S. 5). Der Beschwerdeführer verfügt somit über ein soziales 
Beziehungsnetz,  welches  ihm  bei  der  Reintegration  helfen  kann. 
Soweit den Akten zu entnehmen ist, ist der Beschwerdeführer zudem 
gesund. Unter diesen Umständen ist der Vollzug der Wegweisung des 

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Beschwerdeführers  nicht  unzumutbar  im  Sinne  von  Art. 83  Abs. 4 
AuG).

9.6 Festzuhalten  bliebt,  dass  auch  die  nunmehr  bald  siebenjährige 
Anwesenheit  des  Beschwerdeführers  in  der  Schweiz  und  die  damit 
verbundene Integration keine andere Beurteilung der Zumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs zulässt. Nachdem die Bestimmungen betreffend 
vorläufige Aufnahme infolge einer schwerwiegenden persönlichen Not-
lage (insbes. Art. 44 Abs. 3-5 AsylG in der Fassung vom 26. Juni 1998; 
AS 1999 2273) auf den 1. Januar 2007 aufgehoben worden sind, kann 
bei Beschwerden gegen Verfügungen des BFM bzw. des BFF im Ver-
fahren vor dem Bundesverwaltungsgericht das Vorliegen einer schwer-
wiegenden persönlichen Notlage nicht mehr geprüft werden. Die Integ-
ration in der Schweiz war unter altem Recht primär im Rahmen eben 
jener Notlagenprüfung zu berücksichtigen. Nach geltendem Recht ist 
es nun dem Kanton vorbehalten,  mit  Zustimmung des Bundesamtes 
einer ihm nach Gesetz zugewiesenen Person eine Aufenthaltsbewilli-
gung  zu  erteilen,  wenn  wegen  der  fortgeschrittenen  Integration  ein 
schwerwiegender persönlicher Härtefall  vorliegt (Art. 14 Abs. 2 Bst. c 
AsylG). 

9.7 Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwen-
digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 
der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

10.
Zusammenfassend ergibt sich, dass das Bundesamt den Vollzug der 
Wegweisung  zu  Recht  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  erachtet 
hat. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt  somit  ausser Be-
tracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).

11.
Aus  diesen  Erwägungen  geht  hervor,  dass  die  angefochtene  Verfü-
gung  Bundesrecht  nicht  verletzt,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt 
richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). 
Die Beschwerde ist demnach ohne Durchführung eines Schriftenwech-
sels (Art. 111 Abs. 1 AsylG) abzuweisen.

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12.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf insgesamt 
Fr. 600.--  festzusetzen  (Art. 1-3  des  Reglements  vom  21. Febru-
ar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (eingeschrieben; Beila-
gen:  Einzahlungsschein,  Originalverfügung  des  BFF  vom  26. No-
vember 2003)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (...)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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