# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ee02bbb-8e2a-5108-b628-a3d5b5929ffb
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-14
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Strafrechtliche Abteilung 14.05.2025 2025_OG S 25 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_003_2025-OG-S-25-4_2025-05-14.pdf

## Full Text

1 
 

 

 

 

 OBERGERICHT 

 Strafrechtliche Abteilung 

__________________________ 

OG S 25 4 

 

 

Ver fügung  vom 14.  Mai  2025  

 

__________________________ 

Besetzung 

 

 

Vizepräsidentin Lenka Ziegler 

Gerichtsschreiberin Serena Simmen 

__________________________ 

Verfahrensbeteiligte 

 

 

A.____,   

amtlich verteidigt durch RA lic. phil. et lic. iur. Karl Stadler, 

Belmité 7, 6460 Altdorf UR 

Beschuldigter/Berufungskläger 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft des Kantons Uri, Bahnhofstrasse 1, 

Postfach, 6460 Altdorf 

Berufungsbeklagte 

 

und 

 

B.____, 

Privatkläger 

__________________________ 

Gegenstand 

 

Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie 

rechtswidrige Einreise  

(Berufung gegen Urteil Landgerichtspräsidium I Uri [PSA 24 

28] vom 14.01.2025) 

  
Erwägungen: 

 

2 
 

1. 

Wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, kann dieses bis zum Abschluss der Parteiverhandlungen bezie-

hungsweise bis zum Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweis- oder Aktenergänzungen 

zurückziehen (Art. 386 Abs. 2 Schweizerische Strafprozessordnung [StPO, SR 312.0]). Der Rückzug ist 

endgültig, es sei denn, die Partei sei durch Täuschung oder eine unrichtige behördliche Auskunft zu 

ihrer Erklärung veranlasst worden (Art. 386 Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 37g i.V.m. Art. 25a Abs. 3 lit. b 

Gesetz über die Organisation der richterlichen Behörden (GOG, RB 2.3221) ist der Vorsitzende der 

strafrechtlichen Abteilung zuständig, Prozessentscheide ohne Sachurteil zu fällen. Dies betrifft na-

mentlich die Erledigung des Prozesses durch Rückzug. Der Entscheid über die Abschreibung ergeht in 

Form einer Verfügung (Art. 80 Abs. 1 StPO). 

2. 

Am 20. Januar 2025 meldete A.____ gegen das Urteil des Landgerichtspräsidiums I Uri vom 14. Januar 

2025 Berufung an (act. 01.21 LG). Am 10. April 2025 wurde die Berufung innert der Frist zur Einreichung 

der Berufungserklärung (Art. 399 Abs. 3 StPO) zurückgezogen (act. 2.1). Damit ist das Urteil des Land-

gerichtspräsidiums I Uri vom 14. Januar 2025 (PSA 24 28) in Rechtskraft erwachsen (Art. 437 Abs. 1 lit. 

b StPO) und das Verfahren wird als erledigt abgeschrieben. 

3. 

Während der Frist zur Einreichung der Berufungserklärung im Sinne von Art. 399 Abs. 3 StPO führt das 

Obergericht in der Regel, abgesehen vom Versand der Eingangsbestätigung, keine Verfahrenshandlun-

gen aus. Bei einem Rückzug innerhalb der Berufungserklärungsfrist entsteht beim Obergericht zusätz-

lich ein geringer Aufwand für die Abschreibungsverfügung. Aus rechtsstaatlichen Gründen sollen die 

Parteien die Abschätzung der Weiterzugsrisiken unbeeinträchtigt von Kostenüberlegungen vorneh-

men können. Daher ist auf die Erhebung von Kosten zu verzichten. Bei diesem Verfahrensausgang ent-

stehen keine Entschädigungs- oder Genugtuungsansprüche des Berufungsklägers (Art. 429 StPO). 

  

3 
 

Das Obergericht verfügt: 

1. Die Berufung wird als durch Rückzug erledigt am Geschäftsprotokoll abgeschrieben. 

Das Urteil des Landgerichtspräsidiums I Uri vom 14. Januar 2025 (PSA 24 28) wird rechtskräftig. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. Eine Entschädigung oder Genugtuung wird nicht entrichtet. 

4. Eröffnung 

- Beschuldigter/Berufungskläger, vertr. durch RA lic. phil. et lic. iur. Karl Stadler 

- Berufungsbeklagte 

- Privatkläger 

Mitteilung  

- Vorinstanz 

 

Altdorf, 14. Mai 2025 

 

OBERGERICHT DES KANTONS URI 

Strafrechtliche Abteilung 

Die Vorsitzende Die Gerichtsschreiberin 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. Bundesgerichtsgesetz 

(BGG, SR 173.110) erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der voll-

ständigen Ausfertigung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, in der in Art. 42 BGG vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die zulässigen Beschwerdegründe 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes. 

 

Versand:

4