# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e79c2b0-2901-5add-9066-157ee97c6128
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.09.2009 A-6362/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6362-2008_2009-09-08.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-6362/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Beat Forster (Vorsitz), Richterin Kathrin Dietrich, 
Richterin Marianne Ryter Sauvant, 
Gerichtsschreiber Stefan von Gunten.

A._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Enrico Mattiello, 
Eisenbahnstrasse 41, Postfach, 9401 Rorschach,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Bundesbahnen SBB, Infrastruk-
tur, Recht, Kasernenstrasse 95/97, Postfach, 
8021 Zürich,
Beschwerdegegnerin,

Bundesamt für Verkehr BAV, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Plangenehmigung (HGV-Anschluss St. Gallen –
St. Margrethen, Abschnitt Rorschach – Staad).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-6362/2008

Sachverhalt:

A.
Am 5. September 2008 genehmigte das Bundesamt für Verkehr (BAV) 
im Rahmen der Anbindung der Ost- und Westschweiz an das europäi-
sche  Eisenbahn-Hochleistungsnetz  verschiedene  Anlagenanpassun-
gen  auf  der  Strecke  St. Gallen  –  St. Margrethen  im  Abschnitt  Ror-
schach  –  Staad.  Diese  Anpassungen  sollen  dazu  dienen,  die  Ge-
schwindigkeit  der Neigezüge zu erhöhen und damit die Fahrzeit zwi-
schen St. Gallen und St. Margrethen bzw. zwischen der Schweiz und 
Deutschland zu verkürzen.

Eine gegen dieses Projekt erhobene Einsprache von A._______  hiess 
das BAV insofern gut,  als es anordnete, dessen Liegenschaft  X. sei 
auf  Kosten  der  Schweizerischen  Bundesbahnen  (SBB)  mit  Schall-
schutzfenstern auszurüsten. Im Übrigen wies es die Einsprache und 
damit den Antrag auf weitergehende Schallschutzmassnahmen für die 
benachbarten Liegenschaften X. und Y. ab.

B.
Gegen  die  Verfügung  vom  5. September  2008  führt  A._______ 
(Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 6. Oktober 2008 Beschwerde an 
das Bundesverwaltungsgericht und verlangt die Aufhebung der Plan-
genehmigung, eventuell sei der Entscheid zur Neubeurteilung an das 
BAV zurückzuweisen. Subeventualiter  seien die SBB zu verpflichten, 
entlang der Grundstücke X. und Y. geeignete Lärmschutzmassnahmen 
zu errichten sowie die Kosten für schalldämpfende Baumassnahmen 
zu übernehmen. Seine Anträge begründet er im Wesentlichen damit, 
dass die Liegenschaft auf der Parzelle Y. entgegen der Auffassung des 
BAV  nicht als reines Bürogebäude genutzt werde. Im obersten Stock 
seien  Mietwohnungen  und  die  Ausweitung  der  Wohnnutzung  sei 
geplant. Insofern seien auch die Immissionsgrenzwerte (IGW) zu hoch 
angesetzt und ohnehin nicht korrekt ermittelt worden. Der als Grundla-
ge  dienende  "Emissionsplan  mit  Hochgeschwindigkeitsverbindung 
(HGV)" sei  mangelhaft. Zudem habe  das  BAV das  rechtliche  Gehör 
verletzt, indem es den Antrag auf Einholung einer unabhängigen Ex-
pertise abgewiesen habe. Durch die zu erwartenden erheblichen Über-
schreitungen des IGW werde seine Gesundheit geschädigt. Es seien 
Lärmschutzwände entlang der Liegenschaften X. und  Y. zu erstellen, 
was  auch  seine  privatrechtlichen  nachbarlichen  Abwehrrechte 

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gebieten  würden.  Im  Übrigen  sei  die  gewährte  Erleichterung  der 
Sanierung unangemessen.

C.
Am 17. November 2008 reichten die SBB (Beschwerdegegnerin) ihre 
Beschwerdeantwort ein. Sie entgegnen darin, dass sie bei der Liegen-
schaft  Y. tatsächlich  von  einem  reinen  Bürogebäude  ausgegangen 
seien. Alle vier Gebäudeseiten des obersten Stockes seien aber je 2 
Meter  zurückversetzt  und  von  den  Brüstungen  der  Dachterrasse 
abgeschirmt.  Die  tatsächlichen  Immissionen  seien  deshalb  geringer 
als im Bericht angenommen und schon diese würden die Grenzwerte 
einhalten.  Im  Weiteren  könne  die  vom  Beschwerdeführer  geltend 
gemachte  Ausweitung  der  Wohnnutzung  gemäss  bundegerichtlicher 
Rechtsprechung nicht als Nutzungsreserve berücksichtigt werden. Das 
Projekt gehe von realistischen Verkehrszahlen aus. Die Ermittlung der 
Immissionen sei mittels anerkannter Methodik berechnet und transpa-
rent  dargestellt  worden. Das Bundesamt für Umwelt  (BAFU) und die 
kantonalen Fachstellen hätten die Berechnungen geprüft und nicht in 
Frage gestellt. Die vom Beschwerdeführer geforderte Expertise sei da-
her  nicht  nötig  gewesen. Da  vorliegend  die  umweltschutzrechtlichen 
Bestimmungen eingehalten worden seien, sei nicht ersichtlich, inwie-
weit  der  verfassungsrechtliche Anspruch auf  körperliche Unversehrt-
heit verletzt werde. Die IGW würden eingehalten und bei der Liegen-
schaft X. würden auf ihre Kosten Schallschutzfenster eingebaut.

D.
Das BAV (Vorinstanz) führt in seiner Vernehmlassung vom 20. Novem-
ber 2008 ergänzend zur angefochtenen Verfügung aus, für die Lärm-
schutzfrage sei es letztlich irrelevant, ob die Liegenschaft Y.  als reines 
Bürogebäude  betrachtet  worden  sei.  Die  IGW  würden  überall 
eingehalten,  wo  nicht,  seien  Lärmschutzmassnahmen  angeordnet 
worden. Mit Rücksicht auf die Interessen des Ortsbildschutzes und aus 
Gründen der  mangelnden Wirksamkeit  sei  auf  den Bau einer  Lärm-
schutzwand  verzichtet  und  der  Erleichterungsantrag  genehmigt  wor-
den.

E.
Das BAFU teilt in seiner Stellungnahme vom 20. November 2008 mit, 
dass es als Fachbehörde für die Liegenschaft Y. eine Berechnung der 
Lärmbelastung  nach  dem  Schweizerischen  Emissions-  und 
Immissionsmodell für die Berechnung von Eisenbahnlärm (SEMIBEL) 

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als  notwendig  erachte.  Für  die  Erschütterungs-  oder  Körper-
schallimmissionen  des  Projekts  empfehle  es  die  Ermittlung  mit 
VIBRA 2 oder einem gleichwertigen Verfahren. Es stimme der Vorins-
tanz zu, dass der Bau einer Lärmschutzwand entlang der Parzelle GB-
X. unverhältnismässig sei. Betreffend Lärmschutzmassnahmen für die 
Parzelle Y. sei die empfohlene SEMIBEL-Berechnung abzuwarten.

F.
Auf Verlangen des Bundesverwaltungsgerichts reichte die Beschwer-
degegnerin am 8. Dezember 2009 die vom BAFU empfohlene Berech-
nung nach der SEMIBEL-Methode für die Parzelle Y. ein.

G.
In seiner Stellungnahme vom 16. Januar 2009 ergänzt der Beschwer-
deführer, es sei nun erstellt, dass der Bericht "Überprüfung der Lärm-
situation auf dem Abschnitt Goldach – Rorschach" vom 15. November 
2007 unvollständig sei und die Vorinstanz den Sachverhalt nicht richtig 
festgestellt  habe.  Die  eingereichte  SEMIBEL-Berechnung  anerkenne 
er nicht. Es handle sich dabei um eine Parteibehauptung. Zudem sei 
sie  nicht  nachvollziehbar. Er fordere weiterhin eine unabhängige Ex-
pertise; auch für allfällige Erschütterungs- und Körperschallimmissio-
nen.

H.
Auf Aufforderung des Instruktionsrichters reichte die Beschwerdegeg-
nerin am 20. Juli 2009 einen Bericht über Erschütterungs- und Körper-
schallmessungen ein. Der Beschwerdeführer nahm hierzu am 28. Au-
gust 2009 und das BAFU am 31. August 2009 Stellung. 

I.
Auf  die  weiteren  Vorbringen  und  die  sich  in  den  Akten  befindlichen 
Schriftstücke wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachfol-
genden Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Das BAV gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts. Eine Aus-
nahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). 
Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  zur  Beurteilung  der  Be-
schwerde gegen die Verfügung vom 5. September 2008 zuständig.

1.2 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfah-
ren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat 
(Art. 48  VwVG). Der  Beschwerdeführer  ist  mit  seiner  Einsprache vor 
der Vorinstanz nicht vollständig durchgedrungen. Er ist als Eigentümer 
der Parzellen X. und  Y.,  die an die Bahnlinie  angrenzen,  unmittelbar 
von den geplanten Anlagenanpassungen betroffen. An der Änderung 
bzw. der Aufhebung der vorliegenden Verfügung hat  er  offensichtlich 
ein schutzwürdiges Interesse und er ist zur Beschwerde legitimiert.

1.3 Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist daher 
unter Berücksichtigung nachfolgender Ausführungen einzutreten.

1.4 Streitgegenstand  in  der  nachträglichen  Verwaltungsrechtspflege 
ist  das  Rechtsverhältnis,  das  Gegenstand  der  angefochtenen  Verfü-
gung bildete, soweit  es im Streit  liegt. Nicht  die Verfügung selbst  ist 
also Streitgegenstand,  sondern  das in  der  Verfügung geregelte oder 
zu regelnde, im Beschwerdeverfahren noch streitige Rechtsverhältnis. 
Anfechtungsobjekt und Streitgegenstand sind identisch, wenn die Ver-
fügung insgesamt angefochten wird. Bezieht  sich demgegenüber  die 
Beschwerde nur auf  einen Teil  des  durch die Verfügung bestimmten 
Rechtsverhältnisses, gehören die nicht beanstandeten Teilaspekte des 
verfügungsweise festgelegten Rechtsverhältnisses zwar wohl zum An-
fechtungsobjekt, nicht aber zum Streitgegenstand. Die Rechtsmittelins-
tanz darf die Verfügung im Rahmen des Rechtsmittelverfahrens nur in-
soweit  überprüfen, als sie  angefochten ist  (Urteil  des Bundesverwal-
tungsgerichts [BVGer] A-1393/2006 vom 10. Dezember 2007 E. 2.2.1; 
ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren vor dem 

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Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, S. 26 Rz. 2.8). In bundesrecht-
lichen  Plangenehmigungsverfahren  kommt  die  Besonderheit  hinzu, 
dass bereits gestützt auf spezialgesetzliche Verfahrensbestimmungen 
sämtliche Einwände gegen ein Projekt innerhalb der Auflagefrist zu er-
heben sind (vgl. Art. 27d des Bundesgesetzes vom 8. März 1960 über 
die Nationalstrassen [NSG, SR 725.11], Art. 18f des Eisenbahngeset-
zes  vom 20. Dezember  1957  [EBG,  SR 742.101],  Art. 37f  des  Luft-
fahrtgesetzes vom 21. Dezember 1948 [LFG, SR 748.0], Art. 16f des 
Elektrizitätsgesetzes vom 24. Juni  1902 [EleG, SR 734.0]). Damit  ist 
gewährleistet, dass im Interesse der Konzentration alle Einwände ge-
samthaft geprüft werden und in den Plangenehmigungsentscheid ein-
fliessen können (vgl. Botschaft vom 25. Februar 1998 zu einem Bun-
desgesetz über die Koordination und Vereinfachung der Plangenehmi-
gungsverfahren, BBl 1998 2591, S. 2620 und 2634). Deshalb müssen 
alle Einwendungen, die während der Auflagefrist erhoben werden kön-
nen,  bereits  im Einspracheverfahren angebracht  werden und können 
im Beschwerdeverfahren nicht  mehr nachgetragen werden. Bestimmt 
sich mithin der Streitgegenstand im Plangenehmigungsverfahren auf-
grund der während der Auflagefrist gestellten Begehren, so kann die-
ser im Anschluss an den Einspracheentscheid bzw. an die Plangeneh-
migungsverfügung  nicht  mehr  erweitert  werden.  Vorbringen  im  Be-
schwerdeverfahren sind  somit  nur  zulässig,  soweit  sie  –  zumindest 
dem Sinne nach – bereits Gegenstand der seinerzeit vom Beschwer-
deführer  erhobenen  Einsprache  bildeten  (BGE 133  II  30  E. 2.2  und 
E. 2.4; Urteil des BVGer A-2517/2008 vom 11. August 2008 E. 2.2).

1.4.1 Die  Frage  der  Erschütterungen  und  Körperschallimmissionen 
war weder Gegenstand im Einspracheverfahren noch in der Beschwer-
de. Die Verletzung seines Rechts auf körperliche und geistige Unver-
sehrtheit (vgl. E. 7) behauptet der Beschwerdeführer auch nur im Zu-
sammenhang mit dem Verkehrslärm. An sich bildet die Problematik der 
Erschütterungen  und  des  Körperschalls,  die  nicht  in  einem  engen 
Sachzusammenhang zur Lärmfrage steht,  im vorliegenden Verfahren 
somit  nicht  Streitgegenstand.  Allerdings  ist  das  Bundesverwaltungs-
gericht an die Begründung der Begehren nicht gebunden und hat das 
Recht von Amtes wegen anzuwenden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Weil das 
BAFU in seiner Stellungnahme vom 20. November 2008 darauf hinge-
wiesen hat, die Frage der Erschütterungen und Körperschallimmissio-
nen sei (fälschlicherweise) im vorinstanzlichen Verfahren gar nicht ge-
klärt worden, besteht hinreichender Anlass dafür, auch ohne entspre-
chende  (rechtzeitige)  Parteivorbringen  die  Plangenehmigung  in  die-

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sem Punkt ebenfalls auf ihre Rechtmässigkeit hin zu überprüfen. Wes-
halb das BAFU seinen Einwand nicht bereits im Rahmen der vorins-
tanzlichen Anhörung als Fachbehörde vorgebracht hat,  wodurch eine 
unnötige Weiterung im Beschwerdeverfahren hätte vermieden werden 
können, ist jedoch schwer verständlich. 

1.4.2 Fraglich ist weiter, ob auf die vom Beschwerdeführer geltend ge-
machte  Wohnnutzung  im  obersten  Stock  der  Liegenschaft  Y. 
eingetreten werden kann.

Im Rahmen des Umweltverträglichkeitsberichts vom 16. Mai 2007 wur-
de  der  Bau  einer  Lärmschutzwand  entlang  der  Parzellen  X.  und  Y. 
geprüft. Die lärmrechtliche Beurteilung ergab, dass die massgeblichen 
Immissionsgrenzwerte  im  Bereich  Z.  eingehalten  werden.  Dabei 
gingen die  Projektverfasser  auch  für  die  beiden Liegenschaften  des 
Beschwerdeführers auf Grund ihrer Zuordnung zur Wohnzohne W3 mit 
der Empfindlichkeitsstufe II von einem IGW von 60 dB(A) am Tag aus 
(vgl. UVB Ziff. 6.4.5). Die  konkrete Nutzung der  Liegenschaft  Y.  war 
aber  nicht  Gegenstand  der  Planauflage.  In  seiner  Einsprache  vom 
14. September 2007 S. 5 hob der Beschwerdeführer hervor, dass die-
se Liegenschaft  ein "Bürogebäude mit vier Geschossen" sei. Bei der 
Überprüfung  der  Lärmsituation  auf  dem  Abschnitt  Goldach  –  Ror-
schach  und  dem  entsprechenden  Bericht  vom  15. November  2007 
qualifizierte  die  Beschwerdegegnerin  die  Liegenschaft  Y.  daher  als 
reines  Bürogebäude  mit  einem  IGW  von  65  dB(A)  am  Tag.  Der 
Beschwerdeführer hat die angenommene Büronutzung weder in seiner 
Stellungnahme  vom  10. Januar  2008  noch  anlässlich  der   Ein-
spracheverhandlung vom 29. Mai 2008 bestritten oder berichtigt.

An sich erfolgt die Beschwerderüge der unrichtigen Sachverhaltsfest-
stellung  daher verspätet und könnte nicht mehr Gegenstand des vor-
liegenden Verfahrens sein. Gestützt auf die nachfolgenden Erwägun-
gen  wird  aber  ersichtlich,  dass  selbst  unter  Berücksichtigung  der 
Wohnnutzung im obersten Stock (vgl. E. 5.4) die Beschwerde als un-
begründet abzuweisen ist. Damit kann die Frage der Eintretensvoraus-
setzung in diesem Punkt letztlich offen bleiben.

2.
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung 
auch auf eine allfällig unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  hin  (Art. 49  Bst. b  VwVG). Es  auferlegt  sich  allerdings 
dann  eine  gewisse  Zurückhaltung,  wenn  unter  anderem  technische 

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Fragen zu beurteilen sind und wenn der Entscheid der Vorinstanz mit 
Amtsberichten bzw. Stellungnahmen der Fachstellen des Bundes über-
einstimmt. Sachkundige Auskünfte einer Amtsstelle werden nur dann 
inhaltlich überprüft und es wird nur dann von ihnen abgewichen, wenn 
dafür stichhaltige Gründe, also etwa offensichtliche Mängel oder inne-
re  Widersprüche,  gegeben  sind  (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwal-
tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zü-
rich 1998, S. 106 Rz. 290; Urteil des BVGer A-2422/2008 vom 18. Au-
gust 2008 E. 7.2). Nichtsdestotrotz muss sichergestellt sein, dass das 
Gericht  auch Verwaltungsentscheide, die überwiegend auf  Ermessen 
beruhen,  wirksam  überprüfen  kann  (Urteil  des  Bundesgerichts 
1C_309/2007 vom 29. Oktober 2008 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Überdies 
ist es ohne weiteres zulässig, bei der Prüfung naturwissenschaftlicher 
und technischer Fragen auf die Berichte und Stellungnahmen der vom 

Gesetzgeber beigegebenen sachkundigen Instanzen abzustellen. Er-

gänzende Beweiserhebungen in Form von Expertisen sind denn auch 

nur  ausnahmsweise und nur  dort  vorzunehmen,  wo die Klärung der 

umstrittenen  Sachverhaltsfrage  für  die  rechtliche  Beurteilung  unab-

dingbar ist (Urteil des Bundesgerichts 1E.1/2006 vom 12. April 2006 E. 

5 mit  weiteren Hinweisen; Urteil  des BVGer A-2016/2006 vom 2. Juli 

2008 E. 15.5.1).  In  diesem Zusammenhang ist  insbesondere auf  die 

Umweltverträglichkeitsprüfung hinzuweisen. Zum Bericht, den der Ge-

suchsteller einzureichen hat (Art. 9 Abs. 2 und 3 des Umweltschutzge-

setzes vom 7. Oktober 1983 [USG, SR 814.01]), nimmt das BAFU als 
Umweltschutzfachstelle  des  Bundes  zu  Handen  der  entscheidenden 

Behörde Stellung und beantragt allenfalls Auflagen und Bedingungen 

(Art. 9 Abs. 5 USG). 

3.
In materieller Hinsicht bringt der Beschwerdeführer zusammenfassend 
vor, der "Emissionsplan mit HGV" sei mangelhaft. Die IGW seien nicht 
korrekt ermittelt und der Beschwerdegegnerin sei zu Unrecht eine Er-
leichterung gewährt  worden. Die lärmschutzrechtlichen Massnahmen 
zum Schutz seiner Parzellen X. und  Y. seien ungenügend. Der Lärm 
verletze  seinen  verfassungsrechtlichen  Anspruch  auf  körperliche 
Unversehrtheit und seine privatrechtlichen nachbarrechtlichen Rechte.

3.1 Gemäss Art. 11 USG ist Lärm durch Massnahmen bei der Quelle 
zu begrenzen (Emissionsbegrenzungen). Unabhängig von der beste-
henden Umweltbelastung sind  Emissionen im Rahmen der  Vorsorge 
so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und 

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wirtschaftlich  tragbar  ist.  Die  Emissionsbegrenzungen  werden  ver-
schärft,  wenn feststeht  oder  zu  erwarten ist,  dass  die  Einwirkungen 
unter  Berücksichtigung  der  bestehenden  Umweltbelastung  schädlich 
oder lästig werden. Für die Beurteilung der schädlichen oder lästigen 
Einwirkungen legt der Bundesrat durch Verordnung IGW fest (Art. 13 
Abs. 1 USG). Das USG sieht die Sanierung von Anlagen vor, die den 
Vorschriften  des  USG  oder  anderer  Bundesgesetze  nicht  genügen 
(Art. 16 Abs. 1 USG; vgl. auch Art. 13 ff. der Lärmschutz-Verordnung 
vom 15. Dezember 1986 [LSV, SR 814.41]). Eine sanierungsbedürftige 
Anlage darf nur umgebaut oder erweitert werden, wenn sie gleichzeitig 
saniert wird (Art. 18 Abs. 1 USG). Wäre eine Sanierung unverhältnis-
mässig, gewähren die Behörden Erleichterungen (Art. 17 Abs. 1 USG).

3.2 Im Bereich des Eisenbahnwesens werden das USG und die LSV 
durch das Bundesgesetz vom 24. März 2000 über die Lärmsanierung 
der Eisenbahnen (BGLE, SR 742.144) und die entsprechenden Aus-
führungsbestimmungen der Verordnung vom 14. November 2001 über 
die  Lärmsanierung  der  Eisenbahnen  (VLE,  SR  742.144.1)  ergänzt. 
Gemäss Art. 3 BGLE müssen bauliche Massnahmen an bestehenden 
Eisenbahnanlagen  und  Schallschutzmassnahmen  an  bestehenden 
Gebäuden bis  zum 31. Dezember  2015 durchgeführt  sein. Als  Basis 
für  die  Lärmermittlung  gilt  der  Emissionsplan  mit  den  für  den  Pla-
nungshorizont 2015 prognostizierten Beurteilungspegeln (Art. 17 VLE). 
Dieser enthält  die bis am 31. Dezember 2015 zu erwartenden Lärme-
missionen und berücksichtigt die bis zu diesem Zeitpunkt erstellte Inf-
rastruktur,  die  voraussichtliche  Menge  und  Zusammensetzung  des 
Verkehrs  sowie  die  von  den  Schienenfahrzeugen  zu  erwartenden 
Lärmemissionen  (Art. 6  BGLE).  Darin  enthalten  sind  beispielsweise 
Projekte wie Bahn 2000 1. Etappe und NEAT, nicht aber die HGV (vgl. 
Anhang 2 der VLE). Bei diesen Ausbauprojekten ist deshalb zu über-
prüfen, ob die im Emissionsplan aufgeführten Beurteilungspegel über-
schritten werden. 

Ist dies – wie hier – der Fall und sind die durch das Projekt verursach-
ten  Emissionen  nicht  im  Emissionsplan  enthalten,  richtet  sich  der 
Schallschutz nicht nach dem BGLE und der VLE, sondern nach dem 
USG bzw. der LSV (vgl. Entscheid der Eidg. Rekurskommission für Inf-
rastruktur und Umwelt  [REKO/INUM] A-2005-220 vom 1. Mai 2006 E. 
6.2). Danach ist  zu  prüfen,  ob  die  Änderung in  Bezug auf  den Ver-
gleich Ist-Zustand vor Baubeginn und Zeitpunkt unmittelbar nach Inbe-
triebnahme der  geänderten Anlage als  wesentlich  zu  betrachten ist. 

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Als  wesentlich  gilt  eine  Änderung  einer  Anlage,  wenn  sie  zu  wahr-
nehmbar  stärkeren  Lärmimmissionen  führt  (Art. 8  Abs. 3  LSV).  Wird 
die Anlage wesentlich geändert,  so müssen die Lärmemissionen der 
gesamten Anlage mindestens so weit begrenzt werden, dass die Im-
missionsgrenzwerte  nicht  überschritten  werden  (Art. 8  Abs. 2  LSV). 
Können bei neuen oder wesentlich geänderten öffentlichen oder kon-
zessionierten ortsfesten Anlagen die Anforderungen nach Art. 8 Abs. 2 
LSV nicht eingehalten werden, so verpflichtet die Vollzugsbehörde die 
Eigentümer  der  lärmbelasteten  bestehenden  Gebäude,  die  Fenster 
lärmempfindlicher  Räume  gegen  Schall  zu  dämmen  (Art. 10  Abs. 2 
LSV).

3.3 Ausgehend vom Emissionsplan 2015 ermittelte  das von der  Be-
schwerdegegnerin  beauftragte  Ingenieurbüro  die  durch  das  HGV– 
Projekt insgesamt und speziell  für die Strecke Goldach – Rorschach 
zusätzlich  verursachte  Lärmbelastung  ("Emissionsplan  mit  HGV"). 
Bei diesen Berechnungen resultierten Emmissionspegel  für  die Stre-
cke Goldach – Rorschach von 68.9 dB(A) am Tag und 56.4 dB(A) in 
der Nacht, was einer Zunahme der Emissionen im Vergleich mit dem 
Emissionsplan um 1.2 bzw. 1.8 dB(A) entspricht. Beim Zugverkehr be-
trägt die Zunahme 56% (vgl. S. 19 ff. und Anhang 6.2 UVB). Aus die-
sen Gründen führt das Projekt zu wahrnehmbar stärkeren Lärmimmis-
sionen und ist als wesentliche Änderung einer Anlage zu betrachten. 
Die Lärmemissionen der gesamten Anlage müssen daher mindestens 
so weit begrenzt werden, dass die Immissionsgrenzwerte nicht über-
schritten werden. Unter  Berücksichtigung des Abstandes der  Parzel-
lengrenzen  zur  Bahnachse  von  mindestens  8  m und  einer  entspre-
chenden Lärmreduktion um 9 dB(A) resultierten im hier strittigen Be-
reich Immissionswerte von maximal 59.9 dB(A) am Tag. Gestützt dar-
auf wurde im UVB festgestellt,  dass der Immissionsgrenzwert für die 
fragliche Empfindlichkeitsstufe II von 60 dB(A) am Tag eingehalten sei. 
Der  Nachtwert  (von 50 dB[A])  sei  deutlicher  eingehalten,  da  bereits 
emissionsseitig  eine  Differenz  von  mehr  als  10  dB(A)  vorliege.  Die 
IGW wurden damit als insgesamt eingehalten und Lärmschutzwände 
als nicht erforderlich erachtet.

3.4 Im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens wurde festgestellt, 
dass die  Emissionsdaten für  die  Lärmbeurteilung auf  dem Abschnitt 
Goldach – Rorschach um 3 dB(A) zu tief angenommen wurden, weil 
die  Fahrbahnkorrektur  für  das Schienenprofil  VI  unberücksichtigt  ge-
blieben war. Mit dem Bericht "Überprüfung der Lärmsituation auf dem 

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Abschnitt Goldach – Rorschach" vom 15. November 2007 trug die Be-
schwerdegegnerin diesem Umstand Rechnung. Darin wurde im stritti-
gen Abschnitt mit korrigierten Emissionen von 71.9 dB(A) am Tag und 
59.4 dB(A) in der Nacht gerechnet und es wurde in der Empfindlich-
keitsstufe II von einem kritischen Gebäudeabstand zur Gleisachse von 
15.5 m ausgegangen. Weil mehrere Liegenschaften im Bereich der kri-
tischen Distanz  liegen,  wurden für  diese Gebäude –  unter  anderem 
auch für jene des Beschwerdeführers – Immissionsberechnungen ge-
stützt  auf  das  Grobverfahren  zur  Bestimmung  von  Eisenbahnlärm 
(Schriftenreihe Nr. 114 des BUWAL) durchgeführt. 

Diese Berechnungen ergaben für die Parzelle X. einen Immissionswert 
von 60.2 dB(A) tagsüber und für die Parzelle Y. einen Tageswert von 
59.6  dB(A).  Lediglich  auf  der  Parzelle  X.  wurde  der  Grenzwert  als 
überschritten  erachtet,  weshalb  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen 
Plangenehmigung  der  Beschwerdegegnerin  eine  Erleichterung  ge-
währte.  Der  Bau  einer  Lärmschutzwand  entlang  der  Parzelle  X. 
erachtete sie hingegegen aus Gründen der mangelnden Wirksamkeit 
sowie des Ortschutzes als ungeeignet und  unverhältnismässig.

4.
Bezogen auf den "Emissionsplan mit HGV" bringt der Beschwerdefüh-
rer im Einzelnen vor, dieser weise Mängel auf, sei lediglich ein Partei-
gutachten, unvollständig und entspreche nicht  den tatsächlichen Ge-
gebenheiten. Der Plan beachte den Zusatzlärm der Hochgeschwindig-
keitsschienen, die Verkehrszunahmen, die Lärmdauer der immer län-
ger werdenden Güterzüge, die Erhöhung der Achsenlast und den min-
deren Standard der ausländischen Züge nicht. Zudem verschweige die 
Beschwerdegegnerin  die  täglichen  Fahrten  schwer  lärmbelastender 
Güter- und Kieszüge (ca. 30-35 Zugfahrten). 

4.1 Die Beschwerdegegnerin teilt hierzu mit, dass der erwartete Mehr-
verkehr,  die  höheren  Geschwindigkeiten  und  der  Emissionszuschlag 
von 3 dB(A) des Schienenprofils VI berücksichtigt  worden seien. Der 
Güterverkehr sei mit heute durchschnittlich 9 Güterzügen pro Tag rela-
tiv  gering. Die  Strecke sei  aufgrund der  grossen Steigung für  lange 
und schwere Güterzüge ohnehin von geringer Bedeutung. 

Im Plangenehmigungsverfahren  hat  sich  das  BAFU mit  Bericht  vom 
9. Januar 2008 der Beurteilung der Beschwerdegegnerin angeschlos-

Seite 11

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sen. In der Vernehmlassung vom 20. November 2008 beanstandet sie 
den "Emissionsplan mit HGV" ebenfalls nicht. 

4.2 Im Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) wird ausgeführt, dass mit 
dem vorliegenden Projekt Veränderungen im Vergleich mit dem Emis-
sionsplan 2015 erfolgen würden: Namentlich resultiere eine Geschwin-
digkeitszunahme um 10 – 30%, Neigezüge ersetzten IC/EC-Rollmate-
rial, der Kanton St.Gallen bestelle zusätzlichen Regionalverkehr, wobei 
SBB-Rollmaterial  durch lärmarme Fahrzeuge des Typs FLIRT ersetzt 
würden, und auf der Strecke Goldach – Rorschach nehme der Güter-
verkehr leicht zu (S. 24 Ziff 6.4 UVB). Für den hier fraglichen Strecken-
bereich weist der UVB S. 52 in Anhang 6.2 den prognostizierten Zug-
verkehr im Jahr 2015 aus. Dabei wird ersichtlich, dass im Vergleich zu 
den  Annahmen  im  Emissionsplan  2015  täglich  rund  66  Zugfahrten 
(+56%) hinzu kommen. Ins Gewicht  fallen  dabei  die 58 zusätzlichen 
Regionalzüge. Demgegenüber kommen bei den Neigezugskompositio-
nen nur gerade 4 Zugfahrten hinzu, welche 5 Eurocity/Intercity Fahrten 
ersetzen. Weiter werden 9 "Güterzüge im Nahbereich" zusätzlich ver-
kehren. Aufgrund des Schienenprofils  wurden in der Ergänzung vom 
15. November 2007 bei der Ermittlung des "Emissionsplans mit HGV" 
3 dB(A) addiert, wodurch sich Emissionswerte von 71.9 dB(A) am Tag 
und 59.4 dB(A) in der Nacht ergeben haben (S. 2 des Berichts "Über-
prüfung der  Lärmsituation  auf  dem Abschnitt  Goldach – Rorschach" 
vom 15. November 2007). 

4.3 Aus diesen Erwägungen geht hervor, dass die aus Sicht des Be-
schwerdeführers nicht in Betracht gezogenen Lärmfaktoren bei der Er-
mittlung des "Emissionsplans mit HGV" von der Beschwerdegegnerin 
berücksichtigt  worden  sind.  Sowohl  der  zusätzliche  Lärm  durch  die 
Hochgeschwindigkeitsschienen wie auch die Lärmbelastungen durch 
den Mehrverkehr  sind  in  die  Berechnungen eingeflossen. Der  Erhö-
hung der Achsenlast und der Lärmdauer wurde insoweit Rechnung ge-
tragen, als der "Emissionsplan mit HGV" mit einer Zunahme der Güter-
züge im Nahbereich auf rund 13 Kompositionen pro Tag rechnet. Was 
hingegen  die  vom  Beschwerdeführer  ins  Feld  geführten  besonders 
langen, schwereren, auch mit ausländischem Rollmaterial versehenen 
und deshalb lärmigeren Zugskompositionen angeht, so kann dem UVB 
unwidersprochen entnommen werden, dass nach dem Emissionsplan 
auf der Strecke mit und ohne Berücksichtigung HGV weder Ferngüter-
züge im Transit  (FG) noch Transitgüterzüge (TGZ) verkehren werden 
(UVB Anhang 6.2). Schliesslich hat die Beschwerdegegnerin gestützt 

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auf ihre nicht bestrittene Betriebsstatistik (durchschnittlich 9 Güterzü-
ge pro Tag im Jahr 2007) den Einwand widerlegt, bereits heute würden 
30 bis 35 Güter- und Kieszüge auf der Strecke verkehren. 

Das BAFU als Fachbehörde hat zudem keine Zweifel geäussert.  Die 
Rügen des Beschwerdeführers,  die Emissionspegel  würden den Gü-
terverkehr nicht ausreichend berücksichtigen, sind damit als unbegrün-
det abzuweisen.

Das Bundesgericht hat im Übrigen (wenn auch im Zusammenhang mit 
dem Flug- und Strassenverkehr) festgestellt, dass Verkehrs- und damit 
auch Lärmprognosen erfahrungsgemäss mit  beträchtlichen Unsicher-
heiten  behaftet  sind.  Die  Verkehrsentwicklung  hänge  stark  von  wirt-
schaftlichen, demographischen sowie von verkehrs- und umweltpoliti-
schen Voraussetzungen ab. Letztlich  müsse man sich  mit  Aussagen 
über  Entwicklungstendenzen  zufrieden  geben.  Zusätzliche  Untersu-
chungen und weitere Gutachten könnten in der Regel  keine Klärung 
bringen. Insofern entzögen sich die Prognosen weitgehend der Kritik, 
soweit sie sich nicht schon im Laufe des Bewilligungsverfahrens als of-
fensichtlich und erheblich unrichtig herausstellten. Diese Unzulänglich-
keiten  seien  hinzunehmen,  solange  sich  die  getroffenen  Annahmen 
nicht als unbrauchbar erwiesen und es daher an der vom Gesetz ge-
forderten vollständigen Sachverhaltsabklärung fehle (BGE 126 II  522 
E. 14 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des BVGer A-6985/2007 
vom 10. Juli 2008  E. 3.2). 

4.4 Der  "Emissionsplan  mit  HGV"  ist  deshalb  entgegen  der  Auffas-
sung  des  Beschwerdeführers  und  im  Rahmen  der  zurückhaltenden 
Überprüfung  des  Bundesverwaltungsgerichts  (E. 2)  nicht  als  offen-
sichtlich und erheblich unrichtig zu beurteilen. Er ist aus diesem Grund 
nicht zu bemängeln und als Grundlage für die Berechnung der Belas-
tungsgrenzwerte als geeignet zu betrachten.

5.
Der  Beschwerdeführer  bringt  weiter  vor,  die  künftige  Lärmbelastung 
sei  nicht  korrekt  ermittelt  worden  und  diese  würde  die  Grenzwerte 
überschreiten. Die von der  Beschwerdegegnerin nachgereichten SE-
MIBEL-Berechnungen seien lediglich  eine nicht  nachvollziehbar  Par-
teibehauptung. An der SEMIBEL-Methode könne ohnehin nicht festge-
halten  werden.  Die  von  der  Beschwerdegegnerin  angewandte  Ab-
standsregel entspreche nicht der Realität. Er fordere aktuelle (konkret-
e) Messungen.

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5.1 Die Beschwerdegegnerin  hält  hierzu  zusammenfassend fest,  die 
Berechnung nach der SEMIBEL-Methode sei von Fachbehörden und 
vom Bundesgericht  anerkannt. Die  Parameter  für  die  Berechnungen 
seien transparent  dargestellt  worden. Das BAFU und die kantonalen 
Fachstellen hätten die Berechnungen geprüft  und nicht  in  Frage ge-
stellt. 

Die Vorinstanz schliesst sich in ihrer Vernehmlassung diesen Ausfüh-
rungen sinngemäss an. Das BAFU empfiehlt in seiner Vernehmlassung 
explizit  die Berechnung der Immissionswerte nach der SEMIBEL-Me-
thode.

5.2 Mit dem Antrag, es seien konkrete Messungen durchzuführen, ver-
kennt der Beschwerdeführer, dass die baulichen Sanierungsmassnah-
men auf den hier  korrigierten Emissionsplan 2015 (mit  HGV) auszu-
richten sind. Art. 38 Abs. 1 LSV sieht wohl vor, dass Lärmimmissionen 
anhand von Berechnungen oder Messungen ermittelt werden. Bei der 
eisenbahnrechtlichen Lärmsanierung sind jedoch prognostizierte Wer-
te  massgebend,  die  auf  Grund  verschiedener  Kriterien  wie  der 
Emissionen der sanierten Schienenfahrzeuge sowie der Verkehrsmen-
ge und -zusammensetzung errechnet  werden. Unter  diesen Umstän-
den ist es gar nicht möglich, die massgebenden Lärmimmissionen im 
Jahr  2015  zu  messen.  Bei  einer  heutigen  Messung  könnte  es  sich 
demzufolge höchstens um eine Kontrollmessung handeln; es würde le-
diglich  geprüft,  ob  die  Ergebnisse  des  Schweizerischen  Emissions- 
und Immissionsmodells für die Berechnung von Eisenbahnlärm korrekt 
sind.  Ergänzende  Lärmmessungen  werden  aber  nur  in  speziellen 
Lärmsituationen oder unter besonderen Ausbreitungsbedingungen vor-
genommen. Solche Messungen sind dann angezeigt, wenn die Lärm-
pegel (mit dem SEMIBEL) nicht mit ausreichender Genauigkeit ermit-
telt  werden  können  (z.B.  hohe  Reflexionsanteile)  oder  wenn  neben 
dem Fahrlärm andere Lärmquellen aus dem Bahnbetrieb  –  z.B. bei 
grösseren  Rangierbahnhöfen  – einen  relevanten  Anteil  am Gesamt-
lärm ausmachen (vgl. Lärmsanierung der Eisenbahnen – Leitfaden für 
die Projektierung baulicher Massnahmen, BAV, Dezember 2003, S. 13; 
Entscheide der REKO/INUM A-2005-284 vom 27. Juli 2006 E. 9.6 und 
A-2005-216 vom 24. März 2006 E. 7.2 f.). Im vorliegenden Fall  sind 
keine solchen besonderen Umstände ersichtlich und werden vom Be-
schwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Es besteht daher kein An-
spruch auf die Durchführung konkreter Messungen (vgl. zum Ganzen 

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Urteile  des  BVGer  A-8698/2007  vom  4. Juli  2008  E. 5.3  f.  und 
A-1841/2006 vom 3. November 2008 E. 6.2).

5.3 Hinsichtlich der Methodik empfiehlt das BAFU nach Anhang 2 Zif-
fer 1 Abs. 2 LSV den Vollzugsbehörden entsprechend dem Stand der 
Technik  geeignete  Berechnungsverfahren. Die  SEMIBEL-Methode ist 
ein standartisiertes Verfahren, das von der Eidgenössischen Material-
prüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) in Zusammenarbeit mit dem 
BAFU und einem Ingenieurbüro entwickelt worden ist und von der Be-
schwerdegegnerin und der Vorinstanz bereits jahrelange angewendet 
wird. Gemäss konstanter Rechtsprechung erfüllt die SEMIBEL-Metho-
de die gesetzlichen Anforderungen an das Verfahren zur Berechnung 
von  Lärmimmissionen  gemäss  Anhang  2  LSV  (vgl.  Entscheide  der 
REKO/INUM A-2002-10 vom 11. Februar 2003 E. 11.4, A-2002-60 vom 
17. Dezember  2003  E. 7.1  und  A-2004-117  vom  26. April  2006 
E. 21.1.1;  Urteil  des  BVGer  A-1841/2008  vom  3. November  2008 
E. 6.1). Wie seiner Stellungnahme vom 20. November 2008 zu entneh-
men ist,  erachtet  das  BAFU die  Berechnung der  Lärmbelastung mit 
SEMIBEL immer noch als geeignet. Ein triftiger  Grund,  weshalb von 
der Auffassung der Fachbehörde abgewichen werden soll, ist nicht er-
sichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. 
Gewisse Ungenauigkeiten – zuungunsten wie auch zugunsten der Be-
troffenen – sind unvermeidbar und hinzunehmen. Mit Verweis auf die 
zurückhaltende  Überprüfung  des  Bundesverwaltungsgerichts  (E. 2) 
würde ohnehin nicht ohne Not eine andere Berechnungsmethode be-
vorzugt.

5.4 Nachdem das Grobverfahren zur Bestimmung von Eisenbahnlärm 
für  den hier  fraglichen Streckenabschnitt  einen Wert  von 59.6 dB(A) 
ergeben hat (vgl. Bericht "Überprüfung der Lärmsituation auf dem Ab-
schnitt Goldach – Rorschach" vom 15. November 2007 S. 3) und das 
BAFU mit seiner Stellungnahme vom 20. November 2008 die genaue-
re Berechnung der Lärmbelastung mit  SEMIBEL empfohlen hat,  for-
derte das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerdegegnerin auf, die 
Lärmimmissionen für  die  Parzelle  Y. zu  berechnen. Hieraus  ergaben 
sich folgende Werte:

• 4. Stock 52.7 dB(A) tagsüber, 40.2 dB(A) in der Nacht

• 3. Stock 58.6 dB(A) tagsüber, 46.1 dB(A) in der Nacht

• 2. Stock 59.2 dB(A) tagsüber, 46.7 dB(A) in der Nacht

• 1. Stock 59.5 dB(A) tagsüber, 47.0 dB(A) in der Nacht

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Die  Liegenschaft  Y. ist  der  Empfindlichkeitsstufe  II  zugeordnet.  Für 
Betriebsräume gelten  demnach  Immissionsgrenzwerte  von 65  dB(A) 
am Tag und 55 dB(A) in der Nacht (Anhang 4 LSV i.V.m. Art. 42 Abs. 1 
LSV). Selbst  unter  Berücksichtigung der  behaupteten  Wohnnutzung 
im  4. Stock  (Attika)  und  der  geltend  gemachten  Ausweitung  der 
Wohnnutzung  wären  die  IGW  von  60  dB(A)  tagsüber  und  bzw.  50 
db(A) in der Nacht eingehalten. Bezüglich der Umnutzung ist ohnehin 
festzuhalten,  dass solche Absichten nach Art. 36 Abs. 2 LSV nur zu 
berücksichtigen  sind,  wenn  entsprechende  Projekte  bereits  bewilligt 
oder öffentlich aufgelegt worden sind (BGE 131 II 616 E. 3.4.2), was 
vorliegend offensichtlich nicht der Fall ist.

5.5 Mit  den nachgereichten  SEMIBEL-Berechnungen hat  sich  einer-
seits  der  im Grobverfahren  ermittelte  Tageswert  (59.6  dB[A]) für  die 
unteren  3  Stockwerke  bestätigt,  andererseits  hat  sich  die  Prognose 
der  Beschwerdegegnerin  bewahrheitet,  wonach  die  Immissionen  bei 
den zu Wohnzwecken genutzten Räumen im obersten Geschoss auf-
grund des grösseren Abstandes (zurückversetztes Attikageschoss) zur 
Bahnlinie und der Abschirmung durch die Brüstung tiefer sein würden 
(52.7  und 40.2  dB[A]; Beschwerdeantwort  S. 2). Insofern  erscheinen 
die dargelegten Werte unter Berücksichtigung der gebotenen Zurück-
haltung (vgl. E. 2) in sich kohärent, schlüssig und nachvollziehbar. Es 
ist zudem nicht Aufgabe des Bundesverwaltungsgerichts, die gesam-
ten komplexen Berechnungen zu kontrollieren, zumal es sich wie be-
reits ausgeführt um ein standartisiertes Verfahren handelt und der Be-
schwerdeführer es im Weiteren unterlässt, konkrete Kritikpunkte anzu-
bringen. Im Übrigen hat auch das BAFU als zuständige Fachbehörde 
des  Bundes  in  seiner  ergänzenden  Stellungnahme  vom  31.  August 
2009 keine Einwände gegen die nachgereichten Berechnungen vorge-
bracht. 

5.6 Die von der Beschwerdegegnerin angewandte und von der Vorins-
tanz genehmigte Abstandsregel, wonach mit der jeweiligen Verdoppe-
lung des Abstandes der Lärm um 3 dB(A) abnimmt, mithin bei 8 Me-
tern Abstand zur Lärmquelle die Reduktion 9 dB(A) beträgt (vgl. UVB 
S. 26), wurde vom BAFU weder in der Stellungnahme vom 9. Januar 
2008 noch in derjenigen vom 20. November 2008 in Zweifel gezogen. 
Der  Beschwerdeführer  erklärt  hingegen,  diese  Regelung  entspreche 
nicht der Realität. Laut eines Vernehmlassungsentwurf der Baudirekti-

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on des Kantons Zürichs entstehe bei einem Abstand von 15 Meter le-
diglich eine Pegelreduktion von 10 dB(A). 

Weder reicht der Beschwerdeführer diesen Entwurf ein noch begrün-
det  er  seinen Einwand weiter. Im Übrigen verkennt  er,  dass es sich 
vorliegend um ein bundesrechtliches und nicht um ein kantonalrechtli-
ches Verfahren handelt. Die Regelung des Kantons Zürich ist  daher, 
soweit  sie  sich  überhaupt  auf  den  Eisenbahnlärm  beziehen  sollte, 
nicht massgebend.

5.7 Die  Ermittlung der  künftigen Lärmbelastung ist  somit  rechtskon-
form erfolgt und die dagegen erhobenen Rügen sind unbegründet. Für 
die  Vorinstanz  bestand  demnach  keine  Veranlassung,  die  vom  Be-
schwerdeführer verlangte unabhängige Expertise über die Lärmbelas-
tung  durchführen  zu  lassen. Ohnehin  darf  die  Behörde ohne  Verlet-
zung des Anspruchs auf rechtliches Gehör einen Beweisantrag ableh-
nen, wenn sie ohne Willkür in antizipierter Würdigung der beantragten 
zusätzlichen Beweise zur Auffassung gelangt, dass weitere Beweisvor-
kehren an der Würdigung der bereits abgenommenen Beweise voraus-
sichtlich nichts mehr ändern würden, oder wenn sie den Sachverhalt 
aufgrund  eigener  Sachkenntnis  ausreichend  würdigen  kann  (PATRIK 
SUTTER in:  Auer/Müller/Schindler (Hrsg.), Kommentar zum Bundesge-
setz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/St.Gallen 2008, Rz. 1 f. zu 
Art. 33). Gleiches gilt  für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungs-
gericht (vgl.  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  S. 159 Rz. 3.125),  wes-
halb die im Beschwerdeverfahren gestellten Beweisanträge ebenfalls 
abzuweisen sind.

6.
Der  Beschwerdeführer  verlangt  für  die  Parzellen  X.  und  Y. 
weitergehende Lärmschutzmassnahmen. Konkret  fordert  er  den  Bau 
einer Lärmschutzwand.

6.1 Wie aus den vorstehenden Ausführungen ersichtlich geworden ist, 
werden  die  massgebenden  IGW  bei  der  Parzelle  Y. – selbst  unter 
Beachtung  der  verspätet  vorgebrachten  Rüge  der  Wohnnutzung  im 
obersten Stock  – eingehalten. Für diese Liegenschaften hat  der Be-
schwerdeführer  somit  keinen  Anspruch  auf  emissionsbegrenzende 
oder bauliche Schallschutzmassnahmen.

6.2 Bei  der  Liegenschaft  X.  werden  die  IGW  hingegen  unbestritten 
nicht  eingehalten,  weshalb  die  Vorinstanz  der  Beschwerdegegnerin 

Seite 17

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Erleichterungen  gewährt  und  den  Einbau  von  Lärmschutzfenstern 
angeordnet  hat.  Zu  prüfen bleibt,  ob  die  Vorinstanz  stattdessen den 
Bau einer Lärmschutzwand (LSW) hätte anordnen müssen.

6.2.1 Die  Vorinstanz  hat  den  Bau  einer  LSW  für  die  Parzelle  X. 
geprüft  und  abgewiesen  (Plangenehmigung  vom 5. September  2008 
S. 26).  Sie  begründete  ihren Entscheid  damit,  dass  die  Wirksamkeit 
einer  LSW  eingeschränkt  wäre,  weil  diese  aufgrund  des  Bahn-
übergangs W. nicht genügend weit in Richtung Osten gezogen werden 
könne. Es wäre zudem eine 2 Meter übersteigende LSW notwendig, 
um die Liegenschaft  des Beschwerdeführers genügend zu schützen. 
Die Stadt  Rorschach lehne den Bau von LSW auf ihrem Gebiet  aus 
Gründen  des  Ortsbildschutzes  grundsätzlich  ab.  Zudem  habe  eine 
LSW  aus  Glas  keine  absorbierende  Wirkung  und  sei  daher 
ungeeignet. Obwohl die VLE und die Kosten-Nutzen-Index (KNI)-Rege-
lung gemäss Art. 20  VLE im vorliegenden Fall  nicht  zur  Anwendung 
kämen, entstünde bei einer 2 Meter hohen und 40 Meter langen LSW 
ein  KNI  von  210,  womit  der  Grenzwert  von  80  bei  Weitem  über-
schritten sei. Damit wären aber bloss die IGW im Erdgeschoss und im 
1. Obergeschoss  eingehalten  und  zum  Schutz  der  Räume  im 
2. Obergeschoss wären weiterhin Lärmschutzfenster nötig.

6.2.2 Der Beschwerdeführer hält demgegenüber fest, die Gutheissung 
des Erleichterungsantrages erfolge  allein  gestützt  auf  eine  Parteibe-
hauptung  der  Beschwerdegegnerin.  Mit  dem  vorliegenden  Projekt 
würden eine massive Geschwindigkeitserhöhung und Verkehrszunah-
men  entstehen,  die  von  der  Vorinstanz  nicht  berücksichtigt  worden 
seien. Die IGW würden massiv überschritten. Eine LSW kumuliert mit 
Schallschutzfenstern  sei  wirksam  und  verhältnismässig  und  die 
gewährte Erleichterung daher unangemessen.

6.2.3 Die Behörde gewährt  Erleichterungen,  wenn die  Sanierung im 
Einzelfall  unverhältnismässig  wäre  (Art.  17  Abs.  1  USG). Bauliche 
Lärmschutzmassnahmen müssen insbesondere  wirtschaftlich tragbar 
sein (Art. 8 Abs. 1 LSV). Deren Kosten haben zur Lärmreduzierung in 
einem vernünftigen Verhältnis zu den erzielbaren Wirkungen zu stehen 
(ROBERT WOLF, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl., N. 80 zu 
Art. 25). Selbst wenn der KNI hier nicht direkt anwendbar ist, weil die 
Spezialgesetzgebung  (VLE)  nicht  zur  Anwendung  kommt,  so  deutet 
doch der errechnete und vom Beschwerdeführer nicht in Zweifel gezo-
gene KNI von 210 deutlich auf die Unverhältnismässigkeit einer LSW 

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hin. Der Grenzwert von 80 wird denn auch weit überschritten. Wie aus 
den vorstehenden Erwägungen ersichtlich wird,  wurde entgegen der 
Auffassung  des  Beschwerdeführers  der  Geschwindigkeitserhöhung 
(10–30%; UVB S. 22) und der Verkehrszunahme (+56%; UVB S. 52) im 
"Emissionsplan mit HGV" Rechnung getragen. Der IGW von 60 dB(A) 
wird im Weiteren nur unwesentlich überschritten (+0.2 dB[A]; vgl. Be-
richt  "Überprüfung  der  Lärmsituation  auf  dem  Abschnitt  Goldach  – 
Rorschach", S. 3). Das BAFU hat den Entscheid der Vorinstanz zudem 
bestätigt und den Bau einer LSW ebenfalls als unverhältnismässig be-
zeichnet (Vernehmlassung vom 20. November 2008, Ziff. 4.2). 

6.2.4 Der Bau einer LSW ist damit wegen der schlechten Kosten-Nut-
zen-Wirkung als wirtschaftlich nicht tragbar und damit als unverhältnis-
mässige  Lärmsanierungsmassnahme  zu  betrachten.  Der  Entscheid 
der  Vorinstanz,  der  Beschwerdegegnerin  in  diesem Punkt  Erleichte-
rungen zu gewähren und (bloss) den Einbau von Schallschutzfenstern 
anzuordnen, verstösst damit nicht gegen Bundesrecht.

6.3 Ebenfalls im Zusammenhang mit  Lärmschutzmassnahmen bean-
tragt der Beschwerdeführer, es seien die Kosten für schalldämpfende 
Baumassnahmen zu übernehmen. Die Frage des Baulärms war eben-
falls  Gegenstand  der  umweltrechtlichen  Abklärungen  (vgl.  UVB 
S. 21 f.). Die Vorinstanz hat gestützt auf diese Untersuchungen und im 
Einvernehmen mit dem BAFU darauf verzichtet, Auflagen anzuordnen, 
aber in der Plangenehmigung festgehalten,  die Beschwerdegegnerin 
habe die Immissionen der Baulärm-Richtlinie des BAFU vom 24. März 
2008 zu minimieren. Der Beschwerdeführer setzt sich mit den Ausfüh-
rungen im UVB und in  der Plangenehmigung nicht  auseinander und 
geht in der Beschwerde auf den Baulärm auch sonstwie nicht weiter 
ein. Sein Antrag ist damit mangels Substantiierung abzuweisen.

7.
Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, das Projekt verletzte sein ver-
fassungsmässiges  Recht  auf  körperliche  Unversehrtheit  (Art. 10 
Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Wie bereits festgehalten, behauptet 
der  Beschwerdeführer  diese Rechtsverletzung einzig  im Zusammen-
hang mit dem Eisenbahnlärm (E. 1.4.1). 

7.1 Nach Art. 10 Abs. 2 BV hat jeder Mensch das Recht auf persönli-
che Freiheit, insbesondere auf körperliche und geistige Unversehrtheit 
und auf Bewegungsfreiheit. Das Recht auf persönliche Freiheit ist nicht 

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absolut geschützt, sondern kann eingeschränkt werden, wenn der Ein-
griff  verhältnismässig ist  (Art. 36 Abs. 3 BV; BGE 134 I 140 E, 6.2). 
Hinsichtlich des hier interessierenden Schutzes  vor schädlichen oder 
lästigen Einwirkungen hat der Bund gestützt auf Art. 74 BV das USG 
erlassen. Nach Art. 13 USG legt der Bundesrat für die Beurteilung der 
schädlichen oder lästigen Einwirkungen Immissionsgrenzwerte durch 
Verordnung fest. Diesem Auftrag hat er mit Bezug auf den Eisenbahn-
lärm mit dem Erlass der LSV (Anhang 4) Folge geleistet. 

7.2 Die lärmrechtliche Prüfung hat ergeben, dass das Projekt mit den 
gewährten Erleichterungen und den angeordneten Lärmschutzmass-
nahmen nicht  gegen Bundesrecht  verstösst. Dem Anspruch des Be-
schwerdeführers auf körperliche Unversehrtheit ist damit Genüge ge-
tan und ein Verstoss gegen das verfassungsmässige Recht  auf  per-
sönliche  Freiheit  nach  Art. 10  BV  liegt  nicht  vor. Die  Rüge  des  Be-
schwerdeführers geht daher fehl.

8.
Nach  Ansicht  des  Beschwerdeführers  bewirkt  das  Projekt  nicht  ge-
rechtfertigte  Lärmeinwirkungen.  Diese  seien,  weil  sie  die  bundesge-
richtlichen Erfordernisse der Unvorhersehbarkeit und Spezialität erfüll-
ten  und  der  dadurch  verursachte  Schaden  schwer  sei,  übermässig, 
was zu einer Verletzung von Art. 684 des Schweizerischen Zivilgesetz-
buchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) führe. 

8.1 In Bezug auf das Verhältnis zwischen privatrechtlichem und öffent-
lichrechtlichem Schutz von Lärmimmissionen gilt  die Regel, dass bei 
der  Beurteilung des  privatrechtlich  zu  duldenden Masses die  öffent-
lichrechtlichen Belastungsgrenzwerte heranzuziehen sind (BGE 126 III 
223 E. 3c; vgl. auch BGE 132 III 49 E. 2.2). Weil das Lärmschutzrecht 
für den hier interessierenden Bereich des Eisenbahnlärms die im An-
hang 4 der LSV aufgeführten Belastungsgrenzwerte für verbindlich er-
klärt, gilt dieser Massstab auch in Anwendung von Art. 684 ZGB. Dem 
Beschwerdeführer stehen somit  im Plangenehmigungsverfahren über 
den öffentlichen Immissionsschutz hinaus keine Lärmschutzansprüche 
zu.

8.2 Aus enteignungsrechtlicher Sicht ist hingegen zu beachten, dass 
ein Nachbar, der sich mit seiner Einsprache im eisenbahnrechtlichen 
Plangenehmigungsverfahren  gegen  übermässige  Lärmimmissionen 
zur  Wehr  setzt,  zusätzliche  Schallschutzmassnahmen  verlangt  und 
eine (Minderwert-)Entschädigung geltend macht, gegen die Unterdrü-

Seite 20

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ckung nachbarlicher Abwehrrechte (Art. 679 und 684 ZGB) ankämpft 
und damit zumindest sinngemäss eine enteignungsrechtliche Einspra-
che erhebt (BGE 133 II 30 E. 2.3, mit Hinweisen). Die Plangenehmi-
gungsbehörde hat in einem solchen Fall gestützt auf Art. 18h Abs. 1 
EBG das Vorhandensein der Voraussetzungen des Enteignungsrechts 
zu prüfen und damit zu beurteilen, ob die übermässigen Einwirkungen 

zulässig und unvermeidbar  sowie Lärmschutzvorkehrungen anzuord-

nen sind (BGE 130 II 394 E. 6). Lediglich die Entschädigungsforderun-

gen,  die  bei  übermässigen  Einwirkungen  von  den  Bedingungen  der 

Unvorhersehbarkeit und Spezialität der Immissionen sowie der Schwe-

re des Schadens abhängen (vgl. BGE 134 II 172 E. 5 mit Hinweisen), 

sind weiterhin in einem gesonderten Verfahren von der  Schätzungs-

kommission zu behandeln (Botschaft vom 25. Februar 1998 zu einem 

Bundesgesetz über die Koordination und Vereinfachung der Plangen-

ehmigungsverfahren,  BBl  1998 2591 S. 2600;  vgl.  Urteil  des BVGer 

A-5466/2008 vom 3. Juni 2009 E.  1.2.2 und 14.3). Nur wenn über-
mässige  Beeinträchtigungen  durch  das  Werk  von vornherein  ausge-
schlossen werden können, fällt  die Durchführung eines Enteignungs-
verfahrens ausser Betracht und ist auf die enteignungsrechtliche Ein-
sprache  gar  nicht  einzutreten  (Urteil  des  Bundesgerichts  1E.2/2004 
vom 21. April 2004 E. 3 mit Hinweisen).

8.3 Vorliegend hat die Vorinstanz die Zulässigkeit und Unvermeidbar-
keit  der  Lärmimmissionen  geprüft  und  –  soweit  erforderlich  –  Lärm-
schutzmassnahmen angeordnet. Insoweit  ist  sie  auf  die  sinngemäss 
erhobene  enteignungsrechtliche  Einsprache  eingetreten  und  hat  sie 
teilweise gutgeheissen. Soweit  sie  hingegen auf  das eigentliche Be-
gehren  um  Entschädigung  wegen  übermässigen  Immissionen  nicht 
eingetreten ist, hat sie übersehen, dass sie verpflichtet gewesen wäre, 
diese angemeldete und nicht von vornherein unbegründete Forderung 
dem Präsidenten der zuständigen Schätzungskommission zu überwei-
sen (Art. 18k Abs. 2 EBG). In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzu-
heissen und die Vorinstanz anzuweisen,  die angemeldete Forderung 
zusammen mit  den  benötigten  Unterlagen  an  die  zuständige Schät-
zungskommission zu überweisen. 

9.
Was schliesslich die von Amtes wegen zu prüfende Frage der Erschüt-
terungen und Körperschallimmissionen angeht (vgl. E. 1.4.1), so liess 
die Beschwerdegegnerin am 6. und 7. Juli 2009 die vom BAFU gefor-
derten Messungen sowie computergestützte Immissionsberechnungen 

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nach dem Verfahren VIBRA durchführen. Aus den Resultaten geht her-
vor,  dass  bei  der  Liegenschaft  X.  sowohl  im  heutigen  wie  auch  im 
zukünftigen Zustand am Tag und in  der Nacht  die nach DIN 4150/2 
massgebenden Anhaltswerte  für  bestehende Anlagen in  Wohnzonen 
(Ar  Tag = 0.10 mm/s, Ar  Nacht = 0.07 mm/s sowie A0  Tag = 5 mm/s, A0 
Nacht = 0,6 mm/s) eingehalten sind. Ebenso werden die Körperschall-
Immissionsrichtwerte LK für Wohnzonen von 40 dB(A) tagsüber und 30 
dB(A) in der Nacht nicht überschritten (Bericht "Erschütterungen und 
Körperschall" vom 19. Juli 2009 S. 8).

9.1 Das Bundesverwaltungsgericht  sieht  keine Veranlassung,  an der 
Richtigkeit der Messungen und Berechnungen zu zweifeln, zumal die 
Daten vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt  werden und das 
BAFU als zuständige Fachinstanz ebenfalls keine Einwände dagegen 
erhoben hat.

9.2 Der  Beschwerdeführer  erachtet  hingegen  die  Folgerung  im  Be-
richt, die Grenzwerte seien eingehalten, als nicht zulässig. Diese Be-
urteilung sei vom Gericht vorzunehmen. Weil gesetzliche Grenzwerte 
fehlten und das Gericht an private Grenzwertrichtlinien nicht gebunden 
sei,  müsse  im  Einzelfall  bestimmt  werden,  ob  die  Immissionen 
schädlich  und  lästig  im  Sinne  des  Umweltrechts  seien.  Gemäss 
Bericht würden Erschütterungen von 0.6 mm/s als störend empfunden. 
Vorliegend hätten die Messungen bereits im heutigen Zustand solche 
Werte ergeben. Weil gemäss Bericht die Erschütterungen wegen den 
höheren Zugsfrequenzen und Fahrgeschwindigkeiten  um 21 bzw. 55 
Prozent zunähmen, seien sie mit Sicherheit in Zukunft störend und da-
mit  schädlich  oder  zumindest  lästig,  auch  wenn  private  Grenzwerte 
eventuell  eingehalten würden. Die Emissionsbegrenzungen seien da-
mit gestützt auf Art. 11 Abs. 3 USG zu verschärfen.

9.2.1 Zwar trifft  es zu,  dass die Messungen bei der Liegenschaft  X. 
einen vertikalen Maximalwert von 0.655 mm/s ergeben haben (Bericht 
"Erschütterungs- und Körperschallmessungen" vom 19. Juli 2009 S. 7). 
Für die Beurteilung der Erschütterungsimmissionen sind  gemäss der 
Weisung des BAFU vom 20. Dezember 1999 für die Beurteilung von 
Erschütterungen  und  Körperschall  bei  Schienenverkehrsanlagen 
(BEKS) hingegen die daraus abgeleiteten Beurteilungs-Schwingstärke 
KBFTr und maximale Schwingstärke KBFmax massgebend, die deutlich 
tiefer liegen (vgl. Messbericht S. 16).

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9.2.2 Die von Art. 13 Abs. 1 und Art. 15 USG für Erschütterungen und 
Körperschall  geforderten,  durch Verordnung festzulegenden Immissi-
onsgrenzwerte liegen noch nicht vor. Deshalb hat das BAFU in Zusam-
menarbeit mit der Vorinstanz die bereits zitierte BEKS im Sinne einer 
Übergangsregelung erlassen. Dieses Regelwerk basiert auf den in der 
Norm 4150 "Erschütterungen im Bauwesen, Teil 2: Einwirkungen auf 
Menschen in  Gebäuden"  des  Deutschen Instituts  für  Normung (DIN 
4150/2,  Ausgabe  Juni  1999)  festgehaltenen  Erkenntnissen  aus  wis-
senschaftlichen Untersuchungen.

Fehlen  durch  Verordnung  festgelegte  Immissionsgrenzwerte,  ist  im 
Einzelfall  zu  beurteilen,  ob  die  Immissionen  im  Sinne  von  Art.  11 
Abs. 3 USG schädlich oder lästig sind (Art. 12 Abs. 2 USG). Für die 
Beurteilung der Immissionen im Einzelfall darf die Verwaltung fachlich 
genügend  abgestützte  private  Grenzwertrichtlinien  berücksichtigen 
(BGE 117 Ib 28 E. 4b; BGE 124 II 219 E. 7b.aa). Die Beurteilung von 
Erschütterungen  und  Körperschall  bei  Schienenverkehrsanlagen  er-
folgt in der Fachwelt  gestützt auf die BEKS, was auch in der Recht-
sprechung anerkannt ist  (Beschwerdeentscheid der Rekurskommissi-
on für Infrastruktur und Umwelt [REKO INUM] A-2005-231 vom 31. Mai 
2006 E. 5.4). Im Hinblick auf eine rechtsgleiche Anwendung der mass-
gebenden Bestimmungen des USG ist  demnach auch hier  zu Recht 
nach  BEKS vorgegangen  worden  und  es  ist  festzustellen,  dass  die 
massgebenden Richtwerte sowohl im heutigen wie auch im künftigen 
Zustand  eingehalten  werden.  Damit  verstösst  die  Plangenehmigung 
auch  hinsichtlich  der  Erschütterungen  und  Körperschallimmissionen 
nicht gegen Bundesrecht.  

10.
Gestützt  auf  vorstehende  Erwägungen  ist  die  Beschwerde  über  die 
Gutheissung gemäss E. 8.3 hinausgehend abzuweisen, soweit darauf 
eingetreten werden kann.

11.
Das Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  die  Verfahrenskosten in  der 
Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG). In kombinier-
ten Plangenehmigungsverfahren richtet sich die Kosten- und Entschä-
digungsregelung hingegen nach den enteignungsrechtlichen Spezial-

bestimmungen. Danach trägt der Enteigner die im Zusammenhang mit 

der  Geltendmachung  des  Enteignungsrechts  stehenden  Kosten  vor 

dem Bundesverwaltungsgericht, einschliesslich einer Parteientschädi-

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gung an den Enteigneten. Werden die Begehren des Enteigneten ganz 

oder zum grösseren Teil abgewiesen, so können die Kosten auch an-

ders verteilt werden. Unnötige Kosten trägt in jedem Fall, wer sie ver-

ursacht hat (Art. 116 Abs. 1 EntG).

11.1 Weil  die  Beschwerde  verfahrensmässig  als  enteignungsrechtli-
che Einsprache zu betrachten ist (E. 8.2 f.), gelten für die Kostenfolge 

die  Spezialbestimmungen  des  Enteignungsrechts.  Diese  Erfassung 

gälte  selbst  dann,  wenn keine Einsprache gegen die Enteignung im 

engeren Sinne erhoben, also deren Zulässigkeit bzw. die Unvermeid-

barkeit der übermässigen Einwirkungen nicht angezweifelt worden wä-

ren (vgl. Urteil des BVGer A-5466/2008 vom 3. Juni 2009 E. 14.3). Die 

auf  Fr. 2'000.-  festzusetzenden  Verfahrenskosten  (Art. 3  des  Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) sind somit 
der  Beschwerdegegnerin  aufzuerlegen.  Der  vom  Beschwerdeführer 
geleistete  Kostenvorschuss ist  ihm nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des 
vorliegenden Urteils zurückzuerstatten.

11.2 Der  Beschwerdeführer  ist  selber  Rechtsanwalt,  liess  sich  aber 
vertreten. Weil die Rechtssache nicht eine spezialisierte Rechtsvertre-
tung verlangt, sind die dadurch entstandenen Kosten nicht als notwen-
dig im Sinne von Art. 116 Abs. 1 EntG zu erachten. Zudem dürfte der 
Rechtsvertreter,  der  Partner  in  der  Anwaltskanzlei  des  Beschwerde-
führers  ist,  die  ihren Sitz  in  der  Streitgegenstand bildenden Liegen-
schaft Y. hat, auch ein eigenes Interesse am Ausgang des Verfahrens 
haben,  was  ebenfalls  einer  Parteientschädigung  für  eine 
berufsmässige  Vertretung  entgegen  stünde  (vgl.  Urteil  des  BVGer 
A-1923/2008  vom  26.  Mai  2009  E.  13.2.1).  Demzufolge  ist  keine 
Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Vorinstanz wird angewiesen, die angemeldete Forderung des Be-
schwerdeführers zusammen mit den notwendigen Unterlagen an den 
Präsidenten der zuständigen Eidgenössischen Schätzungskommission 
zu überweisen. 

2.
Darüber hinaus wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf ein-
zutreten ist.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdegegnerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist  innert  30 Tagen nach Eintritt  der Rechts-
kraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu über-
weisen. Die  Zustellung des Einzahlungsscheins  erfolgt  mit  separater 
Post.

4.
Dem  Beschwerdeführer  wird  der  geleistete  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'000.-- nach Eintritt  der Rechtskraft  des vorliegenden Urteils zu-
rückerstattet. Hierzu hat er dem Bundesverwaltungsgericht einen Ein-
zahlungsschein zuzustellen oder seine Kontonummer bekannt zu ge-
ben. 

5.
Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Stellungnahme 
des BAFU vom 31. August 2009)

- die Beschwerdegegnerin  (Gerichtsurkunde; Beilagen: Stellungnah-
men des Beschwerdeführers vom 28. August 2009 und des BAFU 
vom 31. August 2009)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. 341.4 bw I; Einschreiben; Gerichtsurkunde; 
Beilagen: Stellungnahmen des Beschwerdeführers vom 28. August 
2009 und des BAFU vom 31. August 2009)

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- das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde)
- das BAFU (A- Post)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Forster Stefan von Gunten

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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