# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51a3ca32-0828-5f27-8a36-33051c8f8b7a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 05.02.2013 S 2012 64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-64_2013-02-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 12 64

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuar Trümpler

URTEIL
vom 5. Februar 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,
Beschwerdeführerin 1

und

B._____ Krankenversicherung AG, 
Beschwerdeführerin 2

gegen 

C._____ Kranken- und Unfallversicherungen AG, 
vertreten durch MLaw Severin Riedi,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. Am 21. Januar 2001 stürzte A._____, geboren 1980, beim Snowboarden 

auf den Kopf und verletzte sich im mittleren Bereich der Halswirbelsäule 

(HWS). Zur Zeit des Unfalles arbeitete sie als Laborantin und Arztgehilfin 

im Ospidal X._____ und war über dieses bei der C._____ Kranken- und 

Unfallversicherungen AG obligatorisch unfallversichert. Noch am Unfalltag 

erfolgte die Erstbehandlung durch Dr. med. E._____, Allgemeine Innere 

Medizin FMH, mit dem Befund einer sehr schmerzhaften HWS im 

mittleren Bereich mit starker Verspannung der Paravertebralmuskulatur 

beidseits und Schmerzen bis in den Schulterbereich besonders links. 

Neurologisch stellte Dr. med. E._____ keine Ausfälle fest. Die 

bildgebenden Verfahren zeigten sodann keine Frakturen im HWS-

Bereich, jedoch sei im Bereich des Segmentes 4/5 eine Knickung der 

HWS ersichtlich, welche wahrscheinlich auf den Unfall zurückzuführen 

sei. Eine eigentliche Luxation bestehe aber nicht. Als Diagnose wurde ein 

HWS-Distorsionstrauma mit Bänderläsion im mittleren HWS-Bereich 

festgehalten und die Ruhigstellung sowie Analgetika und danach eine 

Physiotherapie verordnet. A._____ blieb in der Folge ab 21. Januar 2001 

für einige Wochen zu 100 % arbeitsunfähig. Mit Unfallmeldung vom 

30. Januar 2001 zeigte ihre Arbeitgeberin das Unfallereignis vom 

21. Januar 2001 der C._____ an, welche danach Versicherungs-

leistungen erbrachte. Am 19. März 2001 nahm A._____ ihre Arbeit zu 

50 % wieder auf. Nach Abschluss der Behandlungen bei 

Dr. med. E._____, das heisst ab dem 1. Mai 2001, war sie wieder zu 

100 % arbeitsfähig.

2. Im Juni 2003 begab sich A._____ wegen Gefühlsstörungen im rechten 

Arm erneut in medizinische Behandlung und liess − veranlasst durch 

ihren damaligen Arbeitgeber, Dr. med F._____, Allgemeine Medizin FMH, 

− durch das Kantonsspital Chur am 10. Juni 2003 eine Magnet-

resonanztomographie der HWS erstellen. Diese Abklärungen ergaben 

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einen rechtsintraforaminalen Bandscheibenvorfall C4/C5. Dr. med. 

G._____, Allgemeine Medizin FMH, hielt in seinem Zwischenbericht vom 

3. September 2003 zum Rückfall vom Juni 2003 die Diagnose einer 

Diskushernie cervikal fest und verordnete bei einer Arbeitsfähigkeit von 

100 % eine Physiotherapie. Nach der Abklärung durch ihren 

vertrauensärztlichen Dienst richtete die C._____ weiterhin die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen aus.

3. In verschiedenen Zwischenberichten von Dr. med. G._____ und Dr. med. 

E._____ in den Jahren 2004 bis 2008 wurde bei A._____ eine zervikale 

Diskushernie mit wellenförmigem beziehungsweise intermittierendem 

Verlauf diagnostiziert und jeweils eine Physiotherapie sowie bei Bedarf 

Analgetika verordnet. Dr. med. H._____ vom vertrauensärztlichen Dienst 

der C._____ bezeichnete in dieser Zeit die Unfallkausalität stets als 

wahrscheinlich. 

4. Mit Schreiben vom 27. Oktober 2010 teilte die C._____ mit, dass sie von 

A._____ letztmals vor zwei Jahren über eine medizinische Behandlung 

unterrichtet worden sei, weshalb sie den Unfall vom 21. Januar 2001 

abschliesse. Dr. med. H._____ vom vertrauensärztlichen Dienst der 

C._____ führte in seiner Beurteilung vom 13. Dezember 2010 sodann 

aus, dass bei A._____ eine sogenannte Defektheilung mit Instabilität der 

HWS vorliege. Weiterhin würden bei ihr Schmerzattacken auftreten, 

welche eine ärztliche und physiotherapeutische Behandlung nötig 

machten, um einen erträglichen Zustand zu erreichen. In seiner 

Beurteilung vom 30. Januar 2012 ergänzte Dr. med. H._____, dass keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten sei. 

Gestützt auf diese Einschätzung teilte die C._____ am 2. Februar 2012 

mit, dass sie die Übernahme weiterer Heilungskosten ablehne. Seit 

Oktober 2008 fänden bei A._____ nur noch Behandlungen bei 

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Exazerbation der Beschwerden statt. Dies sei gemäss einem Bericht von 

Dr. med. G._____ vom 2. Dezember 2010 nur etwa einmal im Jahr der 

Fall. Eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes sei durch 

weitere Heilbehandlungen sodann nicht mehr zu erreichen. Mit Schreiben 

vom 7. Februar 2012 erklärte sich A._____ mit dem Vorgehen der 

C._____ nicht einverstanden und verlangte eine anfechtbare Verfügung. 

Mit Verfügung vom 15. Februar 2012 lehnte die C._____ weitere 

Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung per Februar 2012 

ab.

5. Am 3. und 8. März 2012 erhoben A._____ sowie deren 

Krankenversicherung, die B._____ Krankenversicherungen AG, 

Einsprache gegen die Verfügung der C._____ vom 15. Februar 2012. Mit 

Entscheid vom 23. April 2012 wies diese sodann die beiden Einsprachen 

ab.

6. Gegen den Einspracheentscheid der C._____ vom 23. April 2012 

erhoben am 18. Mai 2012 A._____ (Beschwerdeführerin 1) und am 

21. Mai 2012 die B._____ (Beschwerdeführerin 2) Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Teils sinngemäss 

verlangten die Beschwerdeführerinnen die Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheides. Die C._____ sei zu verpflichten, weiterhin 

Leistungen für die HWS-Beschwerden der Beschwerdeführerin 1 zu 

erbringen. Insbesondere sei aufgrund der medizinischen Akten erstellt, 

dass durch Physiotherapien weitere Beeinträchtigungen vermieden 

werden könnten. Auch unter dem Titel des Rückfalles seien weitere 

Heilbehandlungen geschuldet, da die Exazerbation der Beschwerden nur 

etwa einmal pro Jahr stattfinde. Demgegenüber verlangte die C._____ in 

ihrer Beschwerdeantwort die Beschwerden abzuweisen. Die 

Exazerbationen seien nicht als einzelne, voneinander unabhängige 

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Rückfälle zu betrachten. Ferner könne auch nicht von verordneten 

Massnahmen zur namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der 

Beschwerdeführerin 1 ausgegangen werden, sondern nur von 

präventiven Massnahmen zur Vermeidung einer temporären 

Verminderung der Arbeitsfähigkeit, was allerdings zu keiner 

Leistungspflicht des Unfallversicherers führe. Replicando hielt die 

Beschwerdeführerin 2 sodann an ihren Anträgen fest. Was ihr die 

Beschwerdegegnerin in Bezug auf ihre Anträge duplicando gleich tat.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

im Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der 

Einspracheentscheid der C._____ vom 23. April 2012. Zur Zeit der 

Beschwerdeerhebung hatte die Beschwerdeführerin 1 ihren Wohnsitz in 

O._____. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist aufgrund 

von Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 57 ATSG i.V.m. 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100) vorliegend zur Beurteilung der Beschwerde örtlich und 

sachlich zuständig. Sodann erfüllt die Beschwerdeführerin 2 als 

Krankenversicherer der Beschwerdeführerin 1 die Legitimationsvor-

aussetzungen gemäss Art. 59 ATSG, da der Leistungsansprüche 

verneinende Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin unmittelbar 

ihre prinzipielle Leistungspflicht begründet (vgl. BGE 134 V 153 E.5.3.1). 

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Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden 

kann eingetreten werden.

2. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdeführerin 1 über 

den Februar 2012 hinaus Anspruch auf Versicherungsleistungen hat. 

Vornehmlich geht es um die Weiterführung der von der 

Beschwerdegegnerin seit der Rückfallmeldung im Jahre 2003 

übernommenen Kosten für Physiotherapien. Nicht streitig ist in diesem 

Zusammenhang das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs 

zwischen den von der Beschwerdeführerin 1 geklagten Beschwerden und 

dem Unfall vom 21. Januar 2001. So wurde die natürliche Kausalität von 

Dr. med. H._____ vom vertrauensärztlichen Dienst der Beschwerde-

gegnerin stets als wahrscheinlich angesehen (vgl. etwa die 

beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 13, 17, 21 und 27) und von der 

Beschwerdegegnerin anerkannt (vgl. etwa Ziffer 2.5 im angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 23. April 2012).

3. a) Zunächst machen die Beschwerdeführerinnen teilweise sinngemäss 

geltend, es handle sich bei den circa jährlich auftretenden Exazerbationen 

der Beschwerden jeweils um Rückfälle, weshalb der Beschwerde-

führerin 1 unter diesem Titel weitere Heilbehandlungen auszurichten 

seien.  Der Krankheitsverlauf zeige klar auf, dass es sich nicht um eine 

Dauerbehandlung handle, sondern um kurzzeitige Interventionen, welche 

in grossen Abständen notwendig werden. In diesem Sinne sei von einem 

Rückfall beziehungsweise von der Behandlung von Spätfolgen 

auszugehen.

b) Versicherungsleistungen werden gemäss Art. 6 ATSG bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten und nach Art. 11 der 

Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202] auch für 

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Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Bei einem Rückfall handelt es sich um 

ein Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es 

zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) 

Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein 

scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder 

auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem andersgearteten 

Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen an ein 

bestehendes Unfallereignis an, weshalb die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers auch das Vorliegen eines natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen den erneut geltend gemachten 

Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung bedingt (vgl. BGE 118 V 293 E.2c mit 

Hinweisen). Ein Leistungsanspruch ist sodann unter dem Aspekt des 

Grundfalls und nicht etwa unter demjenigen des Rückfalls zu prüfen, 

wenn die versicherte Person während einer leistungsfreien Zeit weiterhin 

an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden litt. Dies ist der Fall, 

wenn beispielsweise Brückensymptome gegeben sind, die das 

Geschehene über das betreffende Intervall hinweg als Einheit 

kennzeichnen (Urteil des Bundesgerichts 8C_433/2007 vom 26. August 

2008 E.2.3). Hierbei ist aber zu erkennen, dass ein vorhersehbares 

Wiederauftreten von Beschwerden aus einem stationären 

Gesundheitszustand nicht mit dem Rückfall kennzeichnenden 

Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit gleichgesetzt 

werden kann (Urteil des Bundesgerichts U 244/04 vom 20. Mai 2005 

E.3.2 mit Hinweisen).

c) Vorliegend wurde zwar im ärztlichen Zwischenbericht von Dr. med. 

G._____ vom 3. September 2003 (Bg-act. 11) von einem Rückfall im Juni 

2003 ausgegangen − was Dr. med. H._____ vom medizinischen Dienst 

der Beschwerdegegnerin am 18. September 2003 grundsätzlich 

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bestätigte (vgl. Bg-act. 13) − doch sind im weiteren Verlauf keine 

Rückfälle zu erkennen, respektive wurden keine Rückfälle von den 

behandelnden Ärzten oder von der Beschwerdeführerin 1 gemeldet (vgl. 

dazu die Aktennotizen der Beschwerdegegnerin zu den entsprechenden 

Telefongesprächen mit der Beschwerdeführerin 1 [Bg-act. 19, 20, 23 und 

25]). Es ist vorliegend davon auszugehen, dass bei der 

Beschwerdeführerin 1 konstante Behandlungsintervalle mit jährlich 

auftretender Behandlungsbedürftigkeit der Beschwerden vorlagen, die 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 2 nicht als sporadisch 

bezeichnet werden können. So wurde auch von ärztlicher Seite die 

Situation bei der Beschwerdeführerin 1 als „seit Juni 03 in etwa stationär“ 

angesehen und infolgedessen eine „Dauerphysiotherapie“ 

beziehungsweise eine „Dauertherapie“ verordnet (vgl. den ärztlichen 

Zwischenbericht von Dr. med. G._____ vom 28. November 2007 [Bg-

act. 26] sowie die Aktennotizen der Beschwerdegegnerin zu den 

entsprechenden Telefongesprächen [Bg-act. 19, 20, 23 und 25]). Am 

2. Dezember 2010 erwähnte Dr. med. G._____ gegenüber der 

Beschwerdegegnerin, dass es sich bei den Beschwerden der 

Beschwerdeführerin 1 um ein chronisches Leiden handle (vgl. Bg-

act. 32a). Aufgrund der medizinischen Aktenlage sind die jeweiligen 

Behandlungen bei Exazerbation der Beschwerden somit als Einheit zu 

betrachten und stellen nicht einzelne Rückfälle dar. Ferner liegen auch 

deshalb keine Rückfälle vor, weil das vorhersehbare Wiederauftreten von 

Beschwerden aus einem stationären Gesundheitszustand nicht mit dem 

Rückfall kennzeichnenden Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten 

Krankheit gleichgesetzt werden darf (vgl. auch das Urteil des 

Bundesgerichts U 244/04 vom 20. Mai 2005 E.3.2 mit Hinweisen). Dass 

es sich vorliegend also nicht um eine Dauerbehandlung handeln soll, 

sondern nur um kurzzeitige Interventionen, welche in grossen Abständen 

notwendig werden, trifft nicht zu. Sodann stellen die geltend gemachten 

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Exazerbationen der Beschwerden keine Spätfolgen dar. Vorliegend geht 

es nicht um ein scheinbar geheiltes Leiden, welches im Verlaufe längerer 

Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt hat. Die 

Beschwerdeführerin 1 leidet denn auch nicht an einem andersgearteten 

Krankheitsbild. Damit ist das Vorliegen von Rückfällen und Spätfolgen im 

Sinne von Art. 11 UVV zu verneinen.

4. a) Die Beschwerdeführerinnen berufen sich ferner − teilweise sinngemäss − 

für die Übernahme der Kosten von weiteren Physiotherapien auf Art. 19 

UVG. Die Beschwerdeführerin 1 leide an rezidivierenden Nacken-Arm-

Schmerzen sowie an rezidivierenden Verspannungen im Bereich von 

Nacken und Schulter links bei Discopathie der distalen HWS. Bei 

Exazerbation der Beschwerden werde ihr immer mit Erfolg eine Serie von 

Physiotherapiesitzungen verschrieben. Sie melde sich nur bei 

Exazerbation der Beschwerden, was in etwa einmal pro Jahr der Fall sei. 

Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten sei klar erstellt, dass 

durch die Physiotherapien weitere Beeinträchtigungen vermieden werden 

könnten. Dr. med. G._____ gehe in seinem Arztbericht vom 

28. November 2007 davon aus, dass die Beschwerdeführerin 1 dank den 

Physiotherapiesitzungen nie ganz schmerzfrei werde, jedoch arbeitsfähig 

bleibe. Damit sei ein Tatbestand im Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG 

erfüllt und Heilbehandlungen seien auch nach Fallabschluss 

beziehungsweise nach Erreichen des medizinischen Endzustandes 

geschuldet. 

b) Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung statuiert Art. 19 UVG 

bis zu welchem Zeitpunkt Heilbehandlung und Taggeld durch den 

Unfallversicherer zu gewähren sind. Gemäss Art. 19 UVG entsteht ein 

Rentenanspruch, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 

keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten 

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mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Abs. 1 erster Satz). Mit dem 

Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin 

(Abs. 1 zweiter Satz). Nach konstanter Rechtsprechung bedeutet dies, 

dass der Versicherer die Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu 

gewähren hat, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden 

kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs 

auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 

abzuschliessen (BGE 134 V 109 E.4.1 mit zahlreichen Hinweisen). An 

diese Regelung schliesst Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach sollen 

Heilbehandlungen nach Festsetzung der Rente durch den 

Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen gewährt 

werden, etwa bei Berufskrankheit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur 

wesentlichen Besserung oder Bewahrung vor wesentlicher 

Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (lit. b), zur Erhaltung der 

verbleibenden Erwerbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen 

Verbesserung oder zur Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung des 

Gesundheitszustandes im Falle der Erwerbsunfähigkeit (lit. d). Im 

dazwischen liegenden Bereich, wenn nämlich einerseits von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im 

Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet werden kann und 

andererseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt 

sind, hat der Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu 

übernehmen. An seine Stelle tritt der obligatorische 

Krankenpflegeversicherer (BGE 134 V 109 E.4.2). Was als namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes angesehen wird, ergibt sich 

ebenfalls aus der Rechtsprechung des Bundesgerichts. So bestimmt sich 

dies namentlich aufgrund der zu erwartenden Steigerung oder 

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Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, 

wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins 

Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen hingegen 

nicht (vgl. BGE 134 V 109 E.4.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_402/2007 

vom 23. April 2008 E.5.1.2.1). Entsprechend bezieht sich die namhafte 

Verbesserung des Gesundheitszustandes in erster Linie auf die 

Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der betroffenen Person. Ist eine 

versicherte Person in der Lage, in ihrer angestammten Tätigkeit 

vollzeitlich erwerbstätig zu sein, so ist der Fall deshalb grundsätzlich 

abzuschliessen. Dies ist selbst dann der Fall, wenn die Befindlichkeit der 

versicherten Person durch die Fortsetzung von medizinischen 

Behandlungen noch verbessert werden könnte (vgl. ALEXANDRA RUMO-

JUNGO/ANDRÉ P. HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

[UVG], 4. Aufl., Zürich 2012, S. 144; im Ergebnis auch das Urteil des 

Bundesgerichts 8C_402/2007 vom 23. April 2008 E.5.1.2.2). Der 

Abschluss des Falles durch den Unfallversicherer setzt lediglich voraus, 

dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte 

Besserung mehr zu erwarten ist, nicht aber, dass eine ärztliche 

Behandlung nicht länger erforderlich ist (Urteil des Bundesgerichts 

8C_432/2009 vom 2. November 2009 E.3.2). Eine namhafte Besserung 

muss sodann nicht nur möglich, sondern überwiegend wahrscheinlich 

sein, was das Bundesgericht bei einer über zwei Jahre dauernden 

physiotherapeutischen Behandlung ohne entsprechende Besserung 

beispielsweise auch schon verneint hat (Urteil des Bundesgerichts 

8C_346/2010 vom 21. Juli 2010 E.2.2).

c) In Anbetracht der soeben dargestellten bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung und Praxis zu Art. 19 UVG, ist mit der 

Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass der Fallabschluss gestützt 

auf die Beurteilungen des Vertrauensarztes Dr. med. H._____ vom 13. 

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Dezember 2010 (Bg-act. 33) und vom 30. Januar 2012 (Bg-act. 36), 

wonach keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu 

erwarten ist und eine Defektheilung mit erhöhter Anfälligkeit für 

Schmerzschübe bestehe, vorliegend zu Recht erfolgt ist. Vorliegend war 

die Beschwerdeführerin 1 nach ihrem Unfall am 21. Januar 2001 bereits 

wieder im Mai 2001 voll arbeitsfähig. Eine weitere Arbeitsunfähigkeit ist 

nicht aktenkundig. Somit waren die verordneten Physiotherapien und 

Massagen − zumindest nach Mai 2001 − nicht zur Wiederherstellung der 

Arbeitsfähigkeit nötig. In diesem Zusammenhang hielt lediglich 

Dr. med. G._____ in einem ärztlichen Zwischenbericht vom 28. November 

2007 fest, dass die rezidivierenden Nacken- und Armschmerzen mit 

Gefühlsstörungen im rechten Arm beziehungsweise die entsprechenden 

Parästhesien der Beschwerdeführerin 1 mit ein- bis zweiwöchentlichen 

Physiotherapiesitzungen erträglich wären und sie zwar nie ganz 

schmerzfrei, mit der Therapie jedoch arbeitsfähig bleibe (vgl. Bg-act. 26). 

Diese Aussage ist so zu verstehen, dass die Physiotherapie bei der 

Beschwerdeführerin 1 eine präventive Wirkung zeigt und zur Vermeidung 

einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit beitragen kann. Damit ist aber nicht 

gesagt − und mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad, 

das heisst überwiegend wahrscheinlich, erstellt −, dass eine 

Arbeitsunfähigkeit ohne Physiotherapie auch tatsächlich eingetreten wäre 

beziehungsweise eintreten würde (vgl. diesbezüglich auch das Urteil des 

Bundesgerichts 8C_346/2010 vom 21. Juli 2010 E.2.2). In diesem 

Zusammenhang ist sodann erwähnenswert, dass die Beschwerde-

führerin 1 in der Vergangenheit auch schon selbstständig Übungen 

anstelle von Physiotherapien gemacht hat und insofern mit eigenen 

Massnahmen und ohne Physiotherapien zugange kam (vgl. dazu die 

Aktennotiz der Beschwerdegegnerin zu einem entsprechenden 

Telefongespräch vom 12. Dezember 2003 [Bg-act. 14]). An dieser 

Ausgangslage ändert auch die Aussage im Arztbericht von 

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Dr. med. G._____ vom 2. Dezember 2010 nichts, dass die 

Beschwerdeführerin 1 mit regelmässigen Kräftigungsübungen und 

Stabilisierungsübungen der HWS im Rahmen der Physiotherapie 

praktisch immer arbeitsfähig gewesen sei (Bg-act. 32 und 32a). 

Insgesamt haben die verordneten therapeutischen Massnahmen lediglich 

einen präventiven Charakter. Es ist − auch in Anbetracht der 

einschlägigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung − hier durch die 

Physiotherapien nicht von einer namhaften Besserung des 

Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin auszugehen. Eine solche 

namhafte Besserung im Sinne der Rechtsprechung wird im Übrigen auch 

von den Beschwerdeführerinnen nicht geltend gemacht. Wie bereits 

eingangs erwähnt wurde, hat die Beschwerdegegnerin entsprechend den 

Fall zu Recht abgeschlossen.

d) Die Beschwerdeführerin 2 sieht ferner den Tatbestand von Art. 21 Abs. 1 

lit. c UVG als erfüllt an. Dr. med. G._____ gehe in seinem Arztbericht vom 

28. November 2007 davon aus, dass die Beschwerdeführerin 1 dank den 

Physiotherapiesitzungen nie ganz schmerzfrei werde, jedoch arbeitsfähig 

bleibe. Dass Art. 21 UVG vorliegend einschlägig sein soll, trifft nicht zu. 

Die Norm ist nach ihrem klaren Wortlaut nur in Fällen nach einer 

Rentenzusprechung anwendbar. Gemäss Wortlaut der Bestimmung ist 

vorausgesetzt, dass die entsprechenden Leistungen „nach der 

Festsetzung der Rente“ einem „Bezüger“ ausgerichtet werden. Wenn wie 

vorliegend gar nie eine Rente zugesprochen respektive ausgerichtet 

worden ist, besteht demnach von vornherein kein Anspruch einer 

versicherten Person unter diesem Titel (statt vieler: Urteil des 

Bundesgerichts 8C_191/2011 vom 16. September 2011 E.5.2 f.; vgl. 

ferner auch ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallrecht, Bern 1985, S. 

382 ff.).

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5. a) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Fallabschluss per 

Februar 2012 zu Recht erfolgt ist und die Beschwerdegegnerin weder 

unter dem Titel des Rückfalles oder der Spätfolgen noch aufgrund von 

Art. 19 UVG oder Art. 21 UVG zur weiteren Übernahme von 

Pflegeleistungen verpflichtet ist. 

b) Die Beschwerdegegnerin hat in Ziffer 2.7 in ihrem Einspracheentscheid 

vom 23. April 2012 eine Adäquanzprüfung vorgenommen und dabei in 

Anwendung der Schleudertrauma-Praxis des Bundesgerichts den 

adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden der 

Beschwerdeführerin 1 und dem Unfallereignis vom 21. Januar 2001 

verneint. Die Beschwerdeführerin 2 beanstandete dieses Vorgehen in 

ihrer Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin habe in mehreren faktischen 

Leistungsentscheiden im formlosen Verfahren die Adäquanz bejaht und 

könne deshalb nur im Wiedererwägungsverfahren gemäss Art. 53 ATSG 

darauf zurückkommen. Auch faktische Entscheide seien nach gewisser 

Zeit rechtskräftig. Die Rügen der Beschwerdeführerin 2 erweisen sich als 

unbegründet. Zwar wurde der Beschwerdeführerin 1 mit einem Schreiben 

am 27. Oktober 2010 (vgl. Bg-act. 30) der Fallabschluss angezeigt. Im 

gleichen Schreiben wurde sie allerdings auch darauf hingewiesen, dass 

sie bis zum 30. November 2010 eine Mitteilung an die 

Beschwerdegegnerin machen könne, falls sie mit dem Vorgehen nicht 

einverstanden sei. Am 18. November 2010 meldete sich die 

Beschwerdeführerin 1 telefonisch bei der Beschwerdegegnerin (vgl. Bg-

act. 31), worauf diese weitere Abklärungen tätigte, das heisst den Fall 

eben gerade nicht abschloss. Dass die Adäquanzprüfung erst bei 

Fallabschluss − im vorliegenden Fall per Februar 2012 (vgl. vorne 

Erwägung 4c) − erfolgen kann, wie die Beschwerdegegnerin in ihrer 

Vernehmlassung ausführt, trifft zu. Die von ihr in casu vorgenommene 

Adäquanzprüfung gemäss bundesgerichtlicher Schleudertrauma-Praxis 

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(BGE 134 V 109) ist nicht zu beanstanden. Im Ergebnis wurde denn auch 

in Ziffer 2.7 des angefochtenen Einspracheentscheids die adäquate 

Kausalität − bei Vorliegen nur eines Kriteriums − zu Recht verneint, 

worauf verwiesen werden kann. Weitere Ausführungen hierzu erübrigen 

sich. 

6. Damit erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 23. April 

2012 als rechtens, was zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der 

Beschwerden führt. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale 

Beschwerdeverfahren in Sozialversicherungssachen − ausser bei 

leichtsinniger oder mutwilliger Prozessführung − kostenlos, weshalb 

vorliegend keine Kosten erhoben werden. Der obsiegenden Beschwerde-

gegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g 

ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerden werden abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]