# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6bb91900-2664-5d07-ab0d-9781596c396e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.01.2022 UV 2021/24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-24_2022-01-17.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/24

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.05.2022

Entscheiddatum: 17.01.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 17.01.2022
Art. 6 UVG. Der (natürliche) Kausalzusammenhang zwischen einem Skiunfall 
und dem Gesundheitsschaden in der Schulter ist gestützt auf die 
kreisärztliche Beurteilung und dem aktenkundigen Beschwerdeverlauf mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 17. Januar 2022, UV 2021/24).

Entscheid vom 17. Januar 2022

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Miriam 

Lendfers und Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2021/24

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Vera Häne, Grossenbacher Rechtsanwälte AG, 

Zentralstrasse 44, 6003 Luzern,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 1. Juni 2012 bei der B.___ AG als C.___ 

angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten 

versichert. Mit Bagatellunfall-Meldung UVG vom 4. Februar 2020 liess der Versicherte 

der Suva melden, er sei am 1. Januar 2019 beim Skifahren gestürzt und habe dabei 

eine Prellung an der linken Schulter erlitten (Suva-act. 1).

A.a. 

Gemäss Arztzeugnis UVG hatte sich der Versicherte am 3. Februar 2020 zur 

Erstbehandlung zu seiner Hausärztin, Dr. med. D.___, Innere Medizin, begeben. 

Gemäss dieser hatte am Tag der Erstbehandlung nochmals eine Kontusion der linken 

Schulter stattgefunden (Suva-act. 18). Am 6. Februar 2020 wurde eine MRT 

Arthrographie des linken Schultergelenks durchgeführt. Diese ergab eine deutliche, 

über 50%-ige Partialruptur der Supraspinatussehne, keine fettige Muskeldegeneration 

sowie eine leichte AC-Arthrose und eine Bursitis subacromialis (Suva-act. 13). 

Aufgrund dieser Befunde wurde die Indikation für einen operativen Eingriff gestellt 

(Suva-act. 20), welcher am 17. September 2020 durch Dr. med. E.___, Facharzt 

Orthopädie, in der Klinik F.___ – bei diagnostiziertem posttraumatischem 

subacromialem Impingement Schulter links nach Skisturz vom 1. Januar 2019 mit 

hochgradiger PASTA-Läsion, Tendinose mit Partialruptur und Tendinitis der langen 

Bizepssehne sowie leichter, asymptomatischer AC-Arthrose ohne subacromiale 

Einengung bei CSA von knapp 40 Grad – durchgeführt wurde (Schulterarthroskopie mit 

Tenotomie der langen Bizepssehne, Triple-Row-Rekonstruktion der Supraspinatus- 

A.b. 

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B.

und kranialen Infraspinatussehne, subacromiale Dekompression mit Bursektomie und 

ventrolateraler Acromioplastik sowie Reduktion des lateralen Acromionrandes; Suva-

act. 5, 12). In der Folge wurde dem Versicherten bis 12. Oktober 2020 eine 100%-ige, 

danach bis 29. Oktober 2020 eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (Suva-act. 7, 

14).

Mit Schadenmeldung UVG vom 1. Oktober 2020 hatte der Versicherte der Suva 

per Operationsdatum (17. September 2020) einen Rückfall zum Ereignis vom 1. Januar 

2019 gemeldet (Suva-act. 6).

A.c. 

Mit Beurteilung vom 18. November 2020 führte Dr. med. G.___, Facharzt FMH 

Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Kreisarzt, aus, dass die 

geltend gemachten Beschwerden an der linken Schulter inklusive Operation vom 17. 

September 2020 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 1. 

Januar 2019 zurückzuführen, sondern degenerativer Natur seien (Suva-act. 22-2).

A.d. 

Mit Schreiben vom 19. November 2020 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

die medizinischen Unterlagen keinen sicheren oder wahrscheinlichen 

Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 1. Januar 2019 und den 

Schulterbeschwerden zeigen würden, weshalb keine Versicherungsleistungen erbracht 

werden könnten (Suva-act. 25).

A.e. 

Nachdem der Versicherte Einwände gegen die kreisärztliche Beurteilung 

vorgetragen hatte (Suva-act. 34), wurde der Fall nochmals Dr. G.___ vorgelegt. Mit 

Aktenbeurteilung vom 27. November 2020 hielt dieser an seiner Einschätzung vom 18. 

November 2020 fest, wonach die Gesundheitsschäden an der linken Schulter 

(Partialruptur der Supraspinatussehne, AC-Gelenksarthrose, Bursitis subacromialis) 

nicht auf das Ereignis vom 1. Januar 2019 zurückzuführen seien, sondern überwiegend 

wahrscheinlich degenerative Pathologien darstellten. Der Gesundheitszustand, wie er 

auch ohne den Unfall vorliegen würde (Status quo sine), sei bei einer Prellung des 

linken Schultergelenks nach vier bis sechs Wochen erreicht gewesen (Suva-act. 35).

A.f. 

Am 7. Dezember 2020 erliess die Suva eine ablehnende Verfügung (Suva-act. 40).A.g. 

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Gegen die Verfügung vom 7. Dezember 2020 erhob der Versicherte am 17. Dezember 

2020 Einsprache (Suva-act. 42). Am 27. Dezember 2020 reichte er der Suva Sprech­

stundenberichte von Dr. D.___ ein, woraus hervorging, dass der Versicherte sich unter 

anderem aufgrund der Schulterproblematik links am 21. Januar und 11. Februar 2019 

bei seiner Hausärztin in Behandlung begeben hatte (Suva-act. 45). Der Fall wurde 

erneut Dr. G.___ vorgelegt. Dieser hielt mit Beurteilung vom 28. Dezember 2020 an 

seiner Einschätzung fest (Suva-act. 47). Am 29. Dezember 2020 nahm der Operateur 

Dr. E.___ zur Verfügung der Suva Stellung und empfahl, den Fall des Versicherten 

nochmals zu evaluieren (Suva-act. 50). Mit Entscheid vom 31. März 2021 wies die Suva 

die Einsprache ab (Suva-act. 56).

C.  

Erwägungen

1.

Zur Prüfung steht ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der 

Unfallversicherung gründend auf dem Ereignis vom 1. Januar 2019.

Gegen den Einspracheentscheid vom 31. März 2021 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 9. April 2021 Beschwerde. Sinngemäss 

beantragte er die Aufhebung des Einspracheentscheids bzw. Versicherungsleistungen 

aus dem Unfall vom 1. Januar 2019 (act. G 1).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin, 

vertreten durch Rechtsanwältin Vera Häne, Grossenbacher Rechtsanwälte AG, Luzern, 

die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 

31. März 2021 (act. G 3).

C.b. 

Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 5).C.c. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den (medizinischen) Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.d. 

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

1.1. 

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Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: 

Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019; Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich 

Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. 

Aufl. 2012, S. 53 ff.).

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz 

und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht 

hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht 

(BGE 138 V 221 f. E. 6 mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine 

Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast grundsätzlich nur 

insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 

ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. 

Diese Beweisregel greift indessen erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im 

Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 221 f. E. 6 mit Hinweisen).

1.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

1.3. 

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2.  

gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweisen). Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die Tatsache allein, 

dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, 

lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit 

der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee).

Umstritten ist die Unfallkausalität bzw. Rückfallkausalität (aus dem Ereignis vom 1. 

Januar 2019) der mittels Operation vom 17. September 2020 behandelten 

Gesundheitsschäden in der linken Schulter.

2.1. 

Der medizinische Sachverhalt nach dem unbestrittenen Unfallereignis vom 

1. Januar 2019 präsentiert sich wie folgt. Am 21. Januar 2019 suchte der 

Beschwerdeführer unter anderem wegen Schulterbeschwerden seine Hausärztin auf. 

Diese notierte Schmerzen in der linken Schulter sowie auch eine leichte 

Bewegungseinschränkung. Eine Abduktion ab 90 Grad sei immer noch möglich, jedoch 

unter Schmerzen. Auch bestünden Schmerzen im Bereich der langen Bizepssehne 

(Suva-act. 45-5). Anlässlich eines Untersuchs vom 11. Februar 2019 hielt die 

Hausärztin fest, dass nach der ersten Woche NT (Neuraltherapie) keine Besserung 

eingetreten sei. Allgemein fühle sich der Beschwerdeführer nicht massiv eingeschränkt. 

Er sei wieder Skifahren gewesen, habe aber weiterhin Beschwerden. Es werde eine 

zweite NT im Bereich der Schulter links ventral an alle Triggerpunkte im Bereich der 

Ansätze der Bizepssehne mit insgesamt fünf Millilitern Procain durchgeführt. Es seien 

keine weiteren Kontrollen vorgesehen. Der Beschwerdeführer wolle den Verlauf in den 

nächsten ein bis zwei Wochen beobachten. Bei gleichbleibendem Zustand werde ein 

MRI durchgeführt (Suva-act. 45-6). Ein MRI wurde in der Folge nicht veranlasst und der 

2.2. 

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Beschwerdeführer suchte erst am 3. Februar 2020, rund ein Jahr nach der besagten 

Behandlung der Schulterproblematik, wieder seine Hausärztin auf. Diese notierte seit 1. 

Januar 2019 persistierende chronische Schulterschmerzen links in Ruhe, Abduktion 

und drauf liegen. Am 3. Februar 2020 sei es nochmals zu einer Kontusion der linken 

Schulter gekommen (Suva-act. 18). Aufgrund dieser Befunde wurde am 6. Februar 

2020 eine MRT Arthrographie des linken Schultergelenks durchgeführt, welche eine 

deutliche Partialruptur der Supraspinatussehne, eine leichte AC-Arthrose und eine 

Bursitis subacromialis zeigte (Suva-act. 13), welche die am 17. September 2020 

durchgeführte Schulterarthroskopie notwendig machte (Suva-act. 12-2 ff.).

Dr. G.___ führte anlässlich seiner kreisärztlichen Kausalitätsbeurteilungen, letztlich 

in Würdigung der gesamten medizinischen Aktenlage (inklusive der 

Sprechstundenberichte von Januar und Februar 2019 von Dr. D.___) aus, dass die am 

6. Februar 2020 erstmals bildgebend dargestellte Partialruptur der Supraspinatussehne 

nur möglich unfallkausal sei. Gleiches gelte für die Pathologien AC-Gelenksarthrose 

und Bursitis acromialis. Bildgebend hätten keine strukturellen Läsionen, welche nach 

derzeitigem Wissensstand überwiegend wahrscheinlich unfallkausal seien, dargestellt 

werden können. Es handle sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um bereits vor 

dem Ereignis vorhandene pathologische Veränderungen, welche vorübergehend 

verschlimmert worden seien. Die Lokalisation würde der Prädilektionsstelle für ein 

degeneratives Verschleissleiden der Sehne entsprechen. Risikofaktor für ein 

degeneratives Verschleissleiden sei das knöcherne, intrinsische Impingement. 

Bildgebend werde gesamthaft ein degeneratives Verschleissleiden des Schultergelenks 

dargestellt. Es würden sich Akromionosteophyten und eine AC-Gelenksarthrose mit 

daraus folgender subacromialer Enge finden. Die Tendinopathie der 

Supraspinatussehne, die Kontinuitätsunterbrechung, im Befund als Partialruptur 

bezeichnet, finde sich an der Prädilektionsstelle für Degeneration, der Stelle der 

geringen Durchblutung der Sehne. Es handle sich überwiegend wahrscheinlich um eine 

kontinuierliche Delaminierung der Sehne und nicht um eine traumatische 

Teilzerreissung der Sehne durch Überschreiten der physiologischen Zuglast an ihr. Die 

durchgeführte Operation habe nebst der degenerativen Sehnenläsion an der 

Supraspinatus- und Infraspinatussehne der krankheitsbedingten Tendinitis der langen 

Bizepssehne und Knochenspornbildung mit Schleimbeutelentzündung gegolten. 

Chirurgisch würden die Schleimbeutelentfernung, die Entfernung vom CA-Ligament, 

das Abfräsen der Knochenanlagerungen am Schulterblatt und die Durchtrennung der 

degenerativ veränderten langen Bizepssehne samt Lösung ihrer Verwachsungen als 

Hinweis für eine Degeneration der Supraspinatus- und Infraspinatussehne gesehen. Die 

Operation ergebe ebenfalls das Gesamtbild eines degenerativen Verschleissleidens, 

2.3. 

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überwiegend wahrscheinliche unfallkausale Pathologien würden sich intraoperativ nicht 

erheben lassen. Auch habe der Beschwerdeführer das Prädilektionsalter für Verschleiss 

erreicht (Suva-act. 22-2, 35, 47).

Vorab ist festzuhalten, dass Kreisarzt Dr. med. G.___ über einen Facharzttitel in 

orthopädischer Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates verfügt und 

somit fachlich geeignet ist, vorliegende medizinische Fragestellungen zu beantworten. 

Es handelt sich bei Kreisarzt Dr. G.___ nicht um Dr. med. H.___, welcher, wie in der 

Beschwerde richtig ausgeführt ist, in einer Hals-Nasen-Ohren Praxis in Sursee tätig ist 

(vgl. www.doctorfmh.ch; eingesehen am 17. Januar 2022). Kreisarzt Dr. G.___ hat zur 

streitigen Frage der Unfallkausalität umfassend Stellung genommen und die 

vorhandenen medizinischen Unterlagen berücksichtigt. Er begründet seine 

Schlussfolgerung, dass es infolge des Sturzes vom 1. Januar 2019 gemäss seiner 

Einschätzung überwiegend wahrscheinlich lediglich zu einer vorübergehenden 

Verschlimmerung vorbestehender Pathologien im linken Schultergelenk nach Prellung 

gekommen sei, eingehend und nachvollziehbar. Damit erfüllen seine Beurteilungen die 

Anforderungen an beweiskräftige Arztberichte. Daran ändert der Umstand nichts, dass 

es sich dabei um Aktenbeurteilungen handelt, zumal vorliegend bei einem an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalt die direkte fachärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. 

November 2016, 9C_558/2016, E. 6.1, mit Hinweis). Zwar führt der Operateur Dr. E.___ 

mit Bericht vom 29. Dezember 2020 aus, dass eine traumatische Genese der 

Rotatorenmanschettenläsion nicht auszuschliessen sei und sich rund 1 ¾ Jahre nach 

einem Trauma mit Partialruptur häufig Veränderungen der Sehne – meist begleitend mit 

einer subacromialen Bursitis – zeigen würden, welche nicht zwingend degenerativer 

Genese sein müssten (Suva-act. 50). Mit diesen Ausführungen vermag Dr. E.___ aber 

keine auch nur geringen Zweifel an der Einschätzung von Dr. G.___ zu wecken, zumal 

auch Dr. G.___ nicht in Frage stellt, dass eine Rotatorenmanschettenläsion, wie sie 

beim Beschwerdeführer vorliegt, traumatischer Genese sein kann. Wahrscheinlicher ist 

aber, wie Dr. G.___ anhand vieler Anhaltspunkte überzeugend begründet, ein 

degenerativer Ursprung. Nebst der medizinischen Begründung durch Dr. G.___ spricht 

auch der dokumentierte Beschwerdeverlauf dafür, dass es anlässlich des 

Unfallereignisses vom 1. Januar 2019 zu keiner (relevanten) organischen 

Gesundheitsschädigung gekommen war. Bei den ersten Behandlungen nach dem 

Unfall Ende Januar und Anfang Februar 2019 bei Dr. D.___ wurde konventionell 

radiologisch keine relevante Pathologie festgestellt (Suva-act. 20-1) und das 

angedachte MRI (relativ) zeitnah zum Unfallereignis bei allfälligem Status idem nicht 

durchgeführt (Suva-act. 45-5 f.). Dies deutet auf einen innert relativ kurzer Zeit 

2.4. 

http://www.doctorfmh.ch

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3.  

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 31. März 2021 

nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. 

dazu Art. 61 lit. f  ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

verbesserten Zustand, wie es bei einer Prellung dem typischen Heilungsprozess 

entspricht, hin. In der Folge suchte der Beschwerdeführer erst am 3. Februar 2020 

wieder seine Hausärztin auf, womit mangels ausgewiesener Brückensymptome im 

Zeitraum Februar 2019 bis Februar 2020 der von Dr. G.___ bescheinigte Status quo 

sine innert weniger Monate plausibel erscheint. Im Übrigen scheint die erneute 

Konsultation der Hausärztin nicht wegen einer Persistenz der Beschwerden aus dem 

Ereignis vom 1. Januar 2019 stattgefunden zu haben, sondern weil am 3. Februar 2020 

offenbar eine weitere Kontusion der linken Schulter stattgefunden hatte (vgl. Suva-act. 

12-2, 18). Soweit der Beschwerdeführer für die Annahme einer Unfallkausalität angibt, 

vor dem Ereignis vom 1. Januar 2019 bezüglich der linken Schulter keine Beschwerden 

gehabt zu haben, ist festzuhalten, dass die Formel "post hoc ergo propter hoc" nach 

ständiger Rechtsprechung für sich allein nicht ergiebig ist (BGE 119 V 340 ff.E. 2b/bb; 

vgl. ferner nebst vielen das Urteil des Bundesgerichts vom 17. April 2020, 

8C_158/2020, E. 3.2).

Gestützt auf das Gesagte ist die Beurteilung von Dr. G.___ nicht in Zweifel zu 

ziehen und ein (natürlicher) Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 1. Januar 

2019 und der mittels MRI vom 6. Februar 2020 festgestellten behandlungsbedürftigen 

Schädigung im linken Schultergelenk zu verneinen. Damit ist auch der Nachweis 

erbracht, dass das Ereignis vom 1. Januar 2019 keine auch nur geringe Teilursache der 

vorgenannten Schädigung bildet und die Beschwerdegegnerin auch gestützt auf Art. 6 

Abs. 2 UVG nicht leistungspflichtig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. 

September 2019, 8C_22/2019, E. 9.2). In diesem Verfahren nicht zu klären ist, ob das in 

den Akten erwähnte Ereignis vom 3. Februar 2020 (Kontusion der linken Schulter; 

Suva-act. 12-2, 18) allenfalls zu einer Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin führt. 

Diesbezüglich steht es dem Beschwerdeführer frei, eine Unfallmeldung einzureichen.

2.5. 

bis

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Art. 6 UVG. Der (natürliche) Kausalzusammenhang zwischen einem Skiunfall und dem Gesundheitsschaden in der Schulter ist gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung und dem aktenkundigen Beschwerdeverlauf mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Januar 2022, UV 2021/24).

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