# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 84493eee-ac89-594f-aabe-e89b3251b552
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-04
**Language:** de
**Title:** Nach 1 Jahr aufgetretene Rückenbeschwerden nicht unfallkausal; frühere Tätigkeit entspricht adaptiertem Leistungsprofil; Abweisung.
**Docket/Reference:** UV.2014.00223
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2014.00223.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2014.00223
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Käch
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Tiefenbacher
Urteil
vom
4. November 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Christos
Antoniadis
Antoniadis
Advokaturbüro
Badenerstrasse
89, 8004 Zürich
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
weitere Verfahrensbeteiligte:
CSS Versicherung AG
Hauptsitz, Abteilung Recht & Compliance
Tribschenstrasse
21, Postfach 2568, 6002 Luzern
Beigeladene
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1962
, war von 1993 bis Ende Februar 2010 im Dienst der Stadtpolizei Zürich tätig (vgl.
Urk.
6/36/51 S. 1 oben und S. 3 Mitte) und bezog ab März 2010 Arbeitslosenentschädigung (vgl.
Urk.
6/36/1 Mitte). Am 3. August 2011 wurde sie laut ihren Angaben in der Unfallmeldung von zwei Polizisten auf eine Treppe geworfen und zog sich Prellungen am Rücken und eine Verstauchung/Verdrehung der linken Schulter zu (
Urk.
6/1
Ziff.
4, 6 und 8).
Mit Verfügung
vom 27. April 2012
sprach
die
Schweizerische
Unfallversiche
rungsanstalt
(SUVA) der Versicherten Taggelder für die Dauer von 4 Wochen zu und stellte diese ab 4. September 2011 ein (
Urk.
6/43). Dagegen erhob die Versi
cherte am 31. Mai 2012 Einsprache (
Urk.
6/49). Mit Mitteilung vom
2.
November 2012 zog die SUVA die genannte Verfügung zurück und erachtete - unter Hinweis auf Taggeldleistungen bis 14. März 2012 (100 %), 15. März bis 19. September 2012 (50 %) und ab 20. September 2012 (100 %) - das
Ein
spracheverfahren
als formlos abgeschlossen (
Urk.
6/119).
Mit Verfügung vom
1
7. September 2013
verneinte die SUVA einen Rentenanspruch
und sprach der Versicherten eine Integritätsentschädigung entsprechend einer
Integritäts
einbusse
von 5 % zu (
Urk.
6/264 =
Urk.
6/270). Dagegen erhob die Versicherte am 21. Oktober 2013 Einsprache (
Urk.
6/271). Mit Verfügung vom
1
2.
Februar 2014
verneinte die SUVA eine Leistungspflicht bezüglich Rückenbeschwerden ab 30. November 2012
(
Urk.
6/
283
)
. Dagegen erhob die Versicherte am 20. März 2014 Einsprache
(
Urk.
6/
286
)
.
Mit
Einspracheentscheid
2
2.
Juli 2014 (
Urk.
6/
301
=
Urk.
2) wies die SUVA die Einsprachen ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
2.
Juli 2014 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am 15. September 2014 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, wobei hierzu ein
Ge
richtsgutachten
in Auftrag zu geben sei (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1).
Die SUVA beantragte mit Beschwerdeantwort vom 21. Oktober 2014 (
Urk.
5) die Abweisung der Beschwerde.
Der am 30. März 2015 zum Verfahren beigeladene Krankenversicherer CSS Versi
cherungen AG (vgl.
Urk.
7) reichte innert Frist keine Stellungnahme ein, was den Verfahrensbeteiligten am 21. Mai 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht wer
den kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Bei posttraumatischen Lumbalgien und
Lumboischialgien
kann das Erreichen des Status quo sine nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtungsgebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (
Urteile des Bundesgerichts
8C_467/2007 vom 25. Oktober 2007 E. 3.
1,
U 354/04 vom 11. April 2005
E. 2.2).
Diskushernien sind in aller Regel nicht durch den Unfall verursacht. Eine der Bedingungen, damit eine solche Unfallkausalität ausnahmsweise anzunehmen
ist, stellt das Auftreten der Symptome der Diskushernie unmittelbar nach dem Unfall dar (
Urteile des Bundesgerichts 8C_467/2007 vom 25. Oktober 2007
E.
3.2
,
U 138/99 vom 8. Februar 2000 = RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192 E. 2a).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen In
tegrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des
In
tegritätsschadens
abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die Unfallver
sicherung (UVV) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, au
genfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemes
sung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen meh
rere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Un
fällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Be
einträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.5
Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach der Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizinischen Befund. Bei gleichem medizinischem Befund ist der
Integritäts
schaden
für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. Die Integritätsentschädigung der Unfallversicherung unterscheidet sich daher von
der privatrechtlichen Genugtuung, mit welcher der immaterielle Nachteil indivi
duell unter Würdigung der besonderen Umstände bemessen wird. Es lassen sich im Gegensatz zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht (vgl. BGE 112 II 131 E. 2) ähnliche Unfallfolgen miteinander vergleichen und auf medizinischer Grundlage allgemein gültige Regeln zur Bemessung des
Integri
tätsschadens
aufstellen; spezielle Behinderungen der Betroffenen durch den
In
tegritätsschaden
bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung des
Integri
tätsschadens
hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; auch geht es bei ihr nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 218 E. 4b mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 445
S. 555 ff.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) davon aus, dass bezüglich de
s
Rücken
s
rund 4 Monate nach dem Unfallereignis, mithin am 30. November 2012, der Status quo sine erreicht gewesen sei und keine Unfall
folgen mehr vorgelegen hätten (S. 4
Ziff.
2b).
Im Rahmen der Unfallrestfolgen an der linken Schulter sei die Beschwerdeführerin in einer leichten bis mittel
schweren Tätigkeit ganztags arbeitsfähig (S. 5
Ziff.
3b), was auf die bis Ende Februar 2010 ausgeübte angestammte Tätigkeit als Polizistin im Bürodienst zu
treffe, womit diesbezüglich eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 5 f.
Ziff.
3c). Eine von der kreisärztlichen Schätzung des Integritätsschadens auf 5 % abwei
chende ärztliche Beurteilung sei nicht vorhanden, womit die zugesprochene Entschädigung korrekt sei (S. 7
Ziff.
4b).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
(
Urk.
1)
,
die Unfallkausalität der Rückenbeschwerden (S. 9 ff.
Ziff.
7 ff.) sei anhand eines Gerichtsgutachtens abzuklären (S. 11
Ziff.
14
)
. Ihre frühere angestammte Tätig
keit sei nicht mit den noch vorhandenen Schulterbeschwerden vereinbar (S. 11 ff.
Ziff.
15 ff.), womit sich das Invalideneinkommen aufgrund
der
Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung (LSE)
von Niveau 4 (einfache und repetitive Tätig
keiten) ergebe und ein Invaliditätsgrad von 55 % resultiere (S. 13
Ziff.
20-23). Die Höhe der Integritätsentschädigung könne ohne das beantragte Gutachten nicht bemessen werden (S. 14
Ziff.
24).
2.3
Strittig und zu prüfen sind somit die Unfallkausalität der Rückenbeschwerden,
die erwerblichen Auswirkungen verbleibender Schulterbeschwerden und die Höhe des Integritätsschadens.
3.
3.1
Dr.
med.
Y.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
nannte
in seinem
Kurzbericht vom 8. August 2011 über Konsultationen am 3. und 4. Au
gust 2011 als Diagnosen die Kontus
ion von Lendenwirbelsäule (LWS)/
Sacrum
und linke
r
Schulter (
Urk.
6/27
=
Urk.
6/70/1 =
Urk.
6/75/2
=
Urk.
6/102/2
=
Urk.
6/234/15 =
Urk.
6/234/31
).
In seinem
Zeugnis vom 8. November 2011 (
Urk.
6/10)
führte
Dr.
Y.___
aus
, die Erstbehandlung habe am Unfalltag (3. August 2011) stattgefunden (
Ziff.
1). Zum Hergang schrieb er: „Bei Auseinandersetzung mit Polizei auf den Boden gefal
len. Rücken, rechter Unterarm, linke Schulter, Steissbein verletzt“ (
Ziff.
2). Als Diagnose nannte er Kontusionen (
Ziff.
5).
Eine Arbeitsunfähigkeit verneinte er (
Ziff.
8); den Behandlungsabschluss datierte er auf den 15. August 2011 (
Ziff.
10).
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
führte in seinem Zeugnis vom 19. Dezember 2011 (
Urk.
6/16) aus, er habe die Beschwerdeführerin erstmals am 18. August 2011 behandelt (
Ziff.
1). Er nannte als Diagnose eine
Periarthropathia
humero-scapularis
(PHS) posttraumatisch links, protrahierter Verlauf, und eine Rückenkontusion, Restbeschwerden (
Ziff.
5). Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 5. September 2011 (
Ziff.
8).
In seinem Bericht zuhanden der Staatsanwaltschaft vom 15. März 2012 (
Urk.
6/30
=
Urk.
6/234/28-29
)
nannte er als Verletzungen eine solche der lin
ken Schulter (schwere SLAP-Läsion Typ II) sowie - gemäss
Dr.
Y.___
- Prellun
gen und Schürfungen am Rücken, Rötung um die Handgelenke, ein
e
rötliche Stelle mit Schürfung an der linken Schulter (
Ziff.
2). Die Arbeitsunfähigkeit be
zifferte er mit 100 % ab 3. August 2011 und mit 50 % ab 15. März 2012 (
Ziff.
4). Es werde vermutlich eine Operation notwendig sein (
Ziff.
7).
3.2
Kreisärztin
Dr.
med.
A.___
, Fachärztin für Chirurgie, führte am
27. März 2012 zur Arbeitsfähigkeit aufgrund der Schulterverletzung aus, eine ange
passte leichte manuelle Tätigkeit maximal bis zur Horizontalen, vorwiegend Bürotätigkeit, sollte nach Abklingen der akuten Schmerzen in 2-4 Wochen wie
der ganztägig zumutbar sein (
Urk.
6/31).
3.3
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Chirurgie
,
nannte in seinem Bericht vom 30. März 2012 über seine Untersuchung vom 28. März 2012 als Diagnosen ei
nen Verdacht auf AC-Sprengung links und eine SLAP-Läsion mit
Ganglionbil
dung
(
Urk.
6/37/2
=
Urk.
6/234/6
).
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für Neurologie, berichtete am 1
2.
April 2012 über seine gleichentags erfolgte Untersuchung und nannte als Diagnose persis
tierende belastungsve
rstärkte Schmerzen im Schulter-/
Schulterblattbereich links (
Urk.
6/42/2
=
Urk.
6/234/26-27)
.
Dr.
med.
D.___
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
berichtete am 3. September 2012 über seine glei
chentags erfolgte Untersuchung und nannte als Diagnose eine ausgedehnte SLAP-Läsion links und
ein
multilobuläres
Ganglion in der
Fossa
supraspinata
links, sowie eine beginnende AC-Gelenks-Arthrose links (
Urk.
6/80).
Am 20. September 2012 wurde die linke Schulter operiert (
Urk.
6/95/2
=
Urk.
6/234/23
).
3.4
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsapparates
, nannte
in seinem
Krankengeschichte-Eintrag vom 26. Juni 2012 als Diagnose eine
myofasziale
Beschwerdesympto
matik
lumbal und eine
ileosakrale
Überlastung rechts; die
myofasziale
Be
schwerdesymptomatik
werde durch eine insuffiziente Stabilisierung verursacht und unterhalten, die
ileosakrale
Überlastung sei im Rahmen des Treppensturzes verursacht worden (
Urk.
6/9/2
=
Urk.
6/234/9
).
3.5
Ein MRI der Lendenwirbelsäule vom 7. September 2012 ergab ein
e
parazentral gelegene kleine Diskushernie
L2/3 mit Verlagerung beziehungsweise Kontakt zur Wurzel L3
recessal
rechts, wenig
Diskopathie
auf den unteren beiden Ni
veaus, keine Nervenwurzelkompressionen, keine frischen oder älteren Frakturen
thorakolumbal
, lumbal, sakral und am Os
coccygeum
(
Urk.
6/100).
Kreisarzt
Dr.
med.
F.___
führte diesbezüglich am
19. Oktober
2012 aus, das MRI zeige keine traumatische strukturelle Läsion, sondern ausschliess
lich
degenerative Veränderungen. In der Regel sei der Status quo bei einer Prellung innerhalb von 3 bis 6 Monaten erreicht (
Urk.
6/108).
Kreisärztin
Dr.
A.___
führte am 1. November 2012 aus, das am 27. März 2012 postulierte Zumutbarkeitsprofil
(vgl. vorstehend E. 3.2) entspreche auch der Lendenwirbelsäulenproblematik (
Urk.
6/108 unten).
3.
6
Dr.
med.
G.___
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
, führte am 19. Dezember 2012 (
Urk.
6/162/1) aus, es bestehe ein Status nach
arthroskopischer
Bizepssehnen-Tenodese
sowie
subacromialer
Bursektomie
sowie AC-Resektion sowie ventraler und dorsaler
Capsulotomie
vom 20. September 2012; seither absolut zeitge
rechter Verlauf (
Ziff.
1).
Die Arbeitsunfähigkeit betrage aus näher erläuterten Gründen weiterhin 100 % (
Ziff.
4). Mit einer (teilweisen) Arbeitsfähigkeit könne je nach Verlauf gerechnet werden (
Ziff.
5). Die Prognose sei gut (
Ziff.
6).
3.
7
Am 3. Januar 2013
nahm
Dr.
med.
H.___
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
zu den ihm vom Rechts
vertreter der Beschwerdeführerin unterbreiteten
Fragen
(
Urk.
6/174/6-7) Stel
lung
(
Urk.
6/174
/3-4
)
.
Zur Frage, ob das Unfallereignis vom 3. August 2011 eigentliche Ursache der Diskushernie gewesen sei, führte er aus, aufgrund der von der Patientin geschil
derten Geschichte mit Handgreiflichkeiten und einem „Tritt/Wurf“ und entspre
chendem Aufprall sei die Trauma-Adäquanz entsprechend. Man sei immer der Ansicht gewesen, dass eine extrem hohe axiale Kraft benötigt werde, um eine Bandscheibe zu zerstören. Wenn aber ein Rotations- und Distraktionstrauma hinzukomme, würden Bindegewebsphasen der Bandscheibe bereits bei einer Belastung von etwa 10-20 kg reissen. Auch entwickle sich dann die
Beschwer
desymptomatik
zweizeitig, indem momentan ein vorübergehender Schmerz vor
handen sei, der dann erst nach 2-4 Wochen Verzögerung verstärkt auftrete (S. 1
Ziff.
1).
Falls keine Rückenvorgeschichte vorliege, die auf das Segment L2/3 hinweise (80-90 % der Patienten wiesen
lumbosakrale
und nicht hochlumbale Probleme auf), sei aus seiner Sicht das Unfallereignis als kausal zu betrachten
. Der Unfall sei die Ursache für den Bandscheibenvorfall (S. 1 zu Frage 2).
Er denke nicht, dass es sich hier um ein Rezidiv gehandelt habe, sondern dass die Beschwerden durchaus fluktuieren könnten, aber mehr oder weniger ja seit diesem Unfall persistierend seien. Man
müsse
hier
von einer permanenten rich
tungsweisenden Verschlechteru
ng nach Unfallereignis sprechen
(S. 1 f.
Ziff.
3).
Bei
blander
Voranamnese im Bereich des
thorakolumbalen
Übergangs sei
er
der Meinung, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit das Unfallereignis zur jet
zigen
foraminalen
Diskushernie geführt habe (S. 2
Ziff.
4).
3.
8
Eine (im Auftrag von
Dr.
H.___
erstellte) MRT der Lendenwirbelsäule vom
28. Januar 2013 ergab diskrete degenerative LWS-Veränderungen
(minimale bezie
hungsweise diskrete
Diskusprotrusionen
L2/3, L4/54 und L5/S1)
ohne Hinweis auf Wurzelaffektionen und keine
Diskusherniationen
insbesondere auf Höhe L2/3 (
Urk.
6/174/5).
3.9
Kreisärztin
Dr.
A.___
er
stattete am
19. Februar 2013
eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten (
Urk.
6/180).
Sie führte unter anderem aus, bildgebend seien keine strukturellen Läsionen nachweisbar. In den
Physiotherapieverord
nungen
sei zum ersten Mal am 3. Juli 2012 die Rückenproblematik dokumen
tiert
(vgl.
Urk.
6/59 S. 2)
, zuvor sei immer nur eine Behandlung der Schulter vorgesehen gewesen. Sie stimme
Dr.
H.___
darin zu, dass es vor allem ein Rotations- und Distraktionstrauma der Wirbelsäule mit Verletzung der Bänder brauche, damit ein Bandscheibenvorfall traumatisch
/
unfallkausal bedingt sein könne. Im vorliegenden Fall seien in beiden MRI der Lendenwirbelsäule keine strukturellen traumatischen Läsionen nachweisbar, so dass die beschriebenen
Bandscheibenprotrusionen
mit Dehydratationen der Bandscheiben L2/4, L4/5, L5/S1 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativer Natur seien und nur möglicherweise unfallkausal. Aufgrund der vorliegenden medizinischen Unter
lagen und Diagnostik könne man weiterhin von einer Rückenkontusion, Prel
lung, Zerrung ausgehen, welche spätestens nach 3-6 Monaten folgenlos abge
heilt sein sollte, da in der Bildgebung keine strukturellen Verletzungen nach
weisbar seien (S. 4).
3.
10
Am 19. Februar 2013 operierte
Dr.
H.___
die Beschwerdeführerin, worüber er am 15. März 2013 berichtete (
Urk.
6/199 =
Urk.
6/234/16-17). Er nahm eine la
terale Diskektomie und partielle
Facettektomie
L2/3 vor (S. 1 Mitte) und berich
tete, die Patientin habe die Operation relativ gut überstanden. Psychologisch beschäftige sie noch, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Unfallversicherung das Ereignis als Unfall ablehne, wobei es hier wahrscheinlich nicht sehr schwierig sein werde, das Gegenteil zu beweisen (S. 1 unten).
3.11
Dr.
med.
I.___
, Facharzt für Neurologie, berichtete am
15. März 2013
über seine am Vortag erfolgte Untersuchung (
Urk.
6/189)
und nannte als Diag
nose einen Status nach Treppensturz am 3. August 2011 mit unter anderem Commotio cerebri (S. 1 Mitte). Anamnestisch führte er aus, die Patientin sei eine Treppe hinunter gestossen worden und habe dabei das Bewusstsein verloren. So könne sie sich nicht mehr an den Sturz erinnern und sei am unteren Ende der Treppe liegend wieder zu sich gekommen. Die geschätzte Dauer der Bewusstlo
sigkeit betrage 3-4 Minuten. Unmittelbar anschliessend seien starke Kopf
schmerzen sowie Schmerzen an der linken Schulter und im Rücken aufgetreten (S. 1 unten). Die Kopfschmerzen hätten bis zur Rückenoperation vom 20. Feb
ruar 2013 angehalten, seither habe sie nur noch wenig Kopfschmerzen; geblie
ben
seien jedoch Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten sowie eine ständige Müdigkeit (S. 2 oben).
Davon abgesehen sei die neurologische Untersu
chung unauffällig gewesen (S. 3 oben).
3.12
Dr.
A.___
berichtete am 13. August 2013 über die gleichentags erfolgte
kreisärzt
liche
Untersuchung (
Urk.
6/253).
Nach Wiedergabe der Akten (S. 1 ff.), der Angaben der Beschwerdeführerin
(S. 6 f.) und der erhobenen Befunde (S. 7 ff.) nannte sie folgende Diagnosen
(S. 10
Ziff.
5):
-
Restbeschwerden
linkes Schultergelenk/AC-Gelenk bei Status nach knö
cherner AC-Gelenksresektion mit ventraler/dorsaler
Kapsulotomie
,
acro
mialer
Bursektomie
und
Tenodese
September 2012 bei Korbhenkel-SLAP-Läsion und
Acromioclavicular-Arthropathie
Schulter links
-
Restbeschwerden bei Status nach lateraler Diskektomie,
Facettektomie
L2/3 Februar 2013 bei Diskushernie
foraminal
L2/3 und ventraler
Protrusion
L2/3 bei lumbalem und thorakalem Scheuermann
-
mittel- bis hochgradig lateralbetonte Gonarthrose rechts
-
ISG-Arthralgie rechts
Am 3. August 2011 sei es im Rahmen einer Verhaftung zur tätlichen Auseinan
dersetzung zwischen Polizisten und der Versicherten gekommen. Der
erstbehan
delnde
Dr.
Y.___
habe eine Kontusion der Lendenwirbelsäule, des
Sakrums
und der linken Schulter dokumentiert mit mehreren Erosionen im Bereich des LWS/BWS-Übergangs und des
Sakrums
rechts sowie im Bereich der Handge
lenke. Im September 2012 sei die linke Schulter operiert worden. Im Juni 2012 sei bei Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule
Dr.
E.___
konsultiert worden; das sodann veranlasste MRI habe eine parazentrale rechtsgelegene kleine Diskushernie L2/3 mit Kontakt zur Wurzel sowie eine
Diskopathie
auf dem unteren Niveau, ohne Anhalt für eine frische oder ältere Fraktur, gezeigt (S. 10). Am 16. Februar 2012 sei die Beschwerdeführerin mit dem Fahrrad auf das rechte Kniegelenk gestürzt; zurzeit habe sie auch hier immer noch etwas Beschwerden unter Belastung (S. 11).
Zur Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
A.___
aus, aufgrund der heutigen klinischen Untersuchung schätze sie die Beschwerdeführerin aus rein somatischer Sicht in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit ganztags arbeitsfähig ein (S. 11 un
ten).
Bezüglich der linken Schulterbeschwerden/AC-Gelenk seien die beklagten
belas
tungsabhängigen
Beschwerden als unfallkausal bei Status nach
AC-Gelenksre
sektion
anzusehen. Bezüglich der Lendenwirbelsäule werde auf die Beurteilung
vom 19. Februar 2013 (vgl. vorstehend E. 3.10) verwiesen. Die Gonarthrose rechts entspreche eher einer degenerativen Veränderung und sei nur möglich
erweise auf den Fahrradsturz mit Anpralltrauma der Patella zurückzuführen
(S. 12).
Den Integritätsschaden aufgrund der AC-Gelenksresektion schätzte
Dr.
A.___
auf 5 %, dies unter Hinweis darauf, dass dies der in der Tabelle 5.2 vorgesehene Wert sei (
Urk.
6/254 S. 1).
In einer Ergänzung vom 13. August 2013 (
Urk.
6/260) führte
Dr.
A.___
aus, die bezüglich Halswirbelsäule (HWS) geklagten Beschwerden seien, auch gemäss MRI vom 1
2.
August 2013, degenerativer Natur und nicht unfallkausal; Be
schwerden aufgrund der ISG-Arthralgie seien multifaktoriell und nur möglich
erweise unfallkausal (
Ziff.
1). Der Status quo sollte zum Zeitpunkt der MRI-Un
tersuchung ohne traumatische strukturelle Läsionen erreicht sein (
Ziff.
2).
4.
4.1
Dr.
Y.___
, der die Beschwerdeführerin am Unfalltag untersuchte, diagnostizierte unter anderem eine Kontusion der Lendenwirbelsäule und des
Sakrums
(vorste
hend E. 3.1). In den anschliessend erstatteten Berichten wurde
ausschliesslich die Schulterproblematik thematisiert; erst am
3.
Juli 20
1
2, also 11 Monate nach dem Unfall, wurde eine Physiotherapieverordnung mit einer lumbalen
myofas
zialen
Beschwerdesymptomatik begründet (vgl. E. 3.9), und ein MRI vom
7.
September 2012 ergab eine kleine Diskushernie L2/3 (vorstehend E. 3.5).
Die Bildgebung vom 2
8.
Januar 2013 ergab sodann
Diskusprotrusionen
L2/3, L4/5 und L5/S1, und keine
Diskusherniationen
insbesondere auf Höhe L2/3 (vorste
hend E. 3.8).
4.2
Vor diesem Hintergrund erweist sich die von
Dr.
H.___
postulierte
Unfallkausa
lität
der Rückenproblematik (vorstehend E. 3.7) als nicht nachvoll
ziehbar, gibt es doch keinerlei echtzeitliche ärztliche Berichte, die auch nur vermuten liessen, die am
3.
August 2011 erlittene LWS-Kontusion habe zu ir
gendwelchen strukturellen Läsionen geführt. Abgesehen von den Beschwerden unmittelbar nach dem Unfall wurden lumbale Beschwerden zum ersten Mal rund ein Jahr später berichtet und untersucht.
4.3
Die Annahme der Beschwerdegegnerin, diesbezüglich sei der Status
quo nach rund 4 Monaten
erreicht gewesen (vorstehend E. 2.1)
, stimmt mit der akten
mässigen Dokumentation des Gesundheitszustands im Zeitverlauf absolut über
ein
, entspricht der diesbezüglichen gefestigten Rechtsprechung (vorstehend
E. 1.2)
und erweist sich demnach als zutreffend.
Nicht ersichtlich ist, inwiefern
in diesem Punkt eine weitere ärztliche Beurtei
lung zusätzliche und vor allem andere Erkenntnisse zu vermitteln vermöchte, lägen ihr doch die gleichen schon vorhandenen medizinischen Berichte zu
grunde, die zwingend zum schon genannten Schluss führen.
Somit
ist
der Antrag, die Unfallkausalität der Rückenbeschwerden sei anhand eines Gutachtens abzuklären, abzuweisen.
5.
5.1
Gemäss kreisärztlicher Einschätzung wirkt sich
die
Beeinträchtigung der linken Schulter so aus, dass eine
angepasste leichte manuelle Tätigkeit maximal bis zur Horizontalen, vorwiegend Bürotätigkeit, ganztägig zumutbar
ist
(vorstehend
E. 3.2).
5.2
Gemäss
Arbeitszeugnis vom 2
8.
Februar 20
10
(
Urk.
6/36/
51-53
) leistete die Be
schwerdeführerin, nach Absolvierung der zweijährigen Polizeischule, von 1995 bis September 1997 als Streifenwagenfahrerin bewaffneten Schichtdienst in Uniform. Von Oktober 1997 bis September 1999
war sie zwecks Weiterbildung als Protokollführerin bei der (damaligen) Bezirksanwaltschaft eingesetzt. Ab Oktober 1999 leistete sie wieder Streifenwagendienst und ab April 2000 Dienst in einer Quartierwache. Per
1.
Oktober 2001 wurde sie zur Sachbearbeiterin
Re
vierdetek
tiv
ernannt
(S. 1).
Per
1.
Juli 2003 wechselte sie wieder in die Quartierwache, und ab
1.
April 2005
war sie
als Sachbearbeiterin in d
er
Fach
gruppe Vermögensdelikte 2
einge
setzt (S.
2
oben).
Sie befasste sich mit folgen
den, hier leicht verkürzt angeführten Aufgaben (S. 2):
-
Führen von Straf- und Ermittlungsverfahren betreffend strafbare Handlun
gen gegen das Vermögen und verwandte Tatbestände
-
Durchführen von delegierten Befragungen
-
telefonische Abklärungen und Korrespondenz in französischer und engli
scher Sprache
-
Durchführen von Hausdurchsuchungen und Verhaftungen in
Zusam
-
menar
beit
mit der örtlichen Kantonspolizei
-
Erstellen von Schlussberichten zuhanden der Untersuchungsbehörden
-
regelmässige Nachtdienste im Bereich der kriminalpolizeilichen
Grundver
sorgung
; Bearbeiten von Tatbeständen aus allen Fachbereichen
-
regelmässige Frauen-Pikettdienste während der Nachtzeit (Anzeigen
von
Sexualdelikten mit weiblichen Opfern)
-
kommandierte Extradienste wie Sportanlässe und Kundgebungen im Be
reich der kriminalpolizeilichen Aufgaben, vorwiegend Bearbeiten von Haftfällen
-
Anwenden verschiedener IT-Applikationen
-
Nebenaufgabe: Betreuen von Polizeiaspiranten im Kripopraktikum
5.3
In der am 2
6.
Februar 2013 von der ehemaligen Arbeitgeberin erstellten Arbeits
platzbeschreibung (
Urk.
6/200/3-4) wurde der Anteil Innendienst mit 90
%
, der Anteil Aussendienst/
Hausdurchsuchungen etc. mit 5
%
und der Anteil Nacht-/Wochenenddienst mit 5
%
beziffert (S. 1 Mitte). Bezüglich Hebe-/
Tragebelastungen wurde „sehr leicht (bis 5 kg)“ mit „selten“ angegeben
,
alle anderen (höheren) Gewicht
e
bis Lendenhöhe und namentlich das Heben über Brusthöhe
mit „nie“. Bezüglich Arbeiten über Kopfhöhe wurde „nie“ angegeben, Rotation und vorgeneigtes Sitzen „selten“ (S. 2).
5.4
Vergleicht man die über die von der Beschwerdeführerin zuletzt ausgeübte Tätig
keit vorhandenen Informationen mit dem kreisärztlichen Belastungsprofil
(vorstehend E. 5.1)
, so
erweisen sich
die beiden
als sozusagen deckungsgleich. Es handelte sich bei der ausgeübten Tätigkeit ganz offensichtlich um eine kör
perlich leichte Bürotätigkeit ohne Beanspruchung der Arme über der Horizon
talen. Selbst im Rahmen von kommandierten Extradiensten kam die Beschwer
deführerin nicht in vorderer Linie zum Einsatz, sondern bearbeitete Haftfälle, was klar dem administrativen Bereich zuzuordnen ist. Bei den (gemäss Arbeits
platzbeschreibung sehr seltenen) Hausdurchsuchungen und Verhaftungen wurde angegeben, dass sie in Zusammenarbeit mit den örtlichen Polizeikräften statt
fanden, womit plausibel wird, dass sie sich nicht auf die in der Arbeitsplatzbe
schreibung genannten körperlichen Anforderungen auswirkten.
5.5
Die von der Beschwerdeführerin zuletzt ausgeübte Tätigkeit
entsprach vollum
fänglich dem aus ärztlicher Sicht formulierten Belastungsprofil.
Da diesbezüglich eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert wurde, ist die Schlussfolge
rung der Beschwerdegegnerin, dass damit ihre Leistungspflicht entfalle (vorstehend E. 2.1), zutreffend und nicht zu beanstanden.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde in diesem Punkt.
6.
6.1
Bezüglich Integritätsschädigung beantragte die Beschwerdeführerin ebenfalls, es sei auf das von ihr als nötig erachtete Gutachten (betreffend Unfallkausalität der Rückenbeschwerden) abzustellen (vorstehend E. 2.2).
Die Beschwerdeführerin stellte
mithin
die Bezifferung des Integritätsschadens an der linken Schulter nicht in Frage, was nur schon deshalb richtig ist, weil sie auf keinerlei anderslautenden Einschätzung aus - für den Integritätsschaden al
leine massgebender (vorstehend E. 1.5) - medizinischer Sicht verweisen könnte.
6.2
Soweit sie sinngemäss geltend macht,
unfallkausal seien auch
die
Rückenbe
schwerden
und vermöchten allenfalls auch einen Integritätsschaden zu begrün
den, ist darauf zu verweisen, dass das Fehlen der Unfallkausalität
der
Rücken
beschwerden
zuverlässig feststeht (vorstehend E. 4.3), womit sich die Frage ei
nes allfälligen diesbezüglichen Integritätsschadens erledigt.
6.3
Somit erweist sich der angefochtene Entscheid auch in diesem Punkt als zutref
fend, womit die dagegen erhobene Beschwerde insgesamt abzuweisen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Christos
Antoniadis
-
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
-
CSS Versicherung AG
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannTiefenbacher