# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67db15fb-51a9-556d-b71d-7a7cb41ce21f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-09-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.09.2020 A-5938/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5938-2019_2020-09-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-5938/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  S e p t e m b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richter Keita Mutombo (Vorsitz), 

Richterin Sonja Bossart Meier, 

Richter Daniel Riedo,    

Gerichtsschreiberin Zulema Rickenbacher. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG, 

[…],   

vertreten durch 

Stefan Emmenegger, Rechtsanwalt, 

[…],  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Zollverwaltung EZV, 

Abteilung Normen und Grundlagen, 

[…],    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Änderung des Verwendungszwecks von Weichweizen. 

 

 

 

A-5938/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Am 6. Juli 2017 meldete die B._______ AG (nachfolgend: Spediteurin) 

bei der Zollstelle St. Margrethen DA Freilager eine Sendung Weizen «zu 

Futterzwecken», Eigenmasse 249'445 kg, unter Verwendung der Tarifnum-

mer 1001.9939 zum Ansatz von Fr. 13.00 je 100 kg brutto zur Einfuhr an 

(e-dec [Nummer]). Die Zollanmeldung wurde gleichentags angenommen 

und die Veranlagungsverfügung Zoll datiert vom 7. Juli 2017. 

A.b Mit Schreiben vom 17. April 2019 ersuchte die A._______ AG als Im-

porteurin (nachfolgend: Beschwerdeführerin) um Änderung des Verwen-

dungszwecks des am 7. Juli 2017 veranlagten Weizens. Dieser sei nach-

träglich als «Brotweizen» (d.h. Weizen zur menschlichen Ernährung) um-

zutarifieren, wobei die Tarifnummer 1001.9921 («innerhalb des Zollkontin-

gents Nr. 27») anzuwenden sei. 

A.c Am 24. April 2019 teilte die Eidgenössische Zollverwaltung (nachfol-

gend: Vorinstanz) der Importeurin mit, eine Umverzollung von Weizen «zu 

Futterzwecken» in Weizen «zur menschlichen Ernährung» zum verlangten 

Kontingentszollansatz (KZA; vgl. nachfolgend E. 2.3.2) könne nur erfolgen, 

sofern im Zeitpunkt der Einfuhr bereits ein Kontingent zur Verfügung stand 

und dieses im Zeitpunkt der neuen Zollanmeldung für den geänderten Ver-

wendungszweck noch nicht ausgeschöpft worden sei. Am 6. Juli 2017 

habe noch eine ausreichende Menge an Kontingent zur Verfügung gestan-

den, doch sei die mit der Tranche vom 6. Juli 2017 freigegebene Kontin-

gentsmenge am 5. Oktober 2017 aufgebraucht worden. Somit habe zum 

Zeitpunkt der neuen Zollanmeldung am 17. April 2019 keine ausreichende 

Kontingentsmenge aus der betroffenen Tranche mehr zur Verfügung ge-

standen. Folglich sei eine nachträgliche Veranlagung des Weizens «zur 

menschlichen Ernährung» zum KZA unter der Tarifnummer 1001.9921 aus-

geschlossen. 

A.d Mit E-Mail vom 30. April 2019 wandte die Beschwerdeführerin ein, mit 

dem «verfügbaren Kontingentsanteil» müsse die aktuelle Tranche gemeint 

sein. Die Bestimmung sei dazu da, im Zeitpunkt der Umverzollung eine 

Umgehung/Erhöhung der Kontingentsmenge zu verhindern. Eine andere 

Auslegung sei praxisfremd und verunmögliche eine Umverzollung generell. 

A.e Mit E-Mail vom 9. Mai 2019 bekräftigte die Vorinstanz gegenüber der 

Beschwerdeführerin ihren Standpunkt.  

A-5938/2019 

Seite 3 

A.f Mit E-Mail vom 10. Mai 2019 ersuchte die Beschwerdeführerin um Er-

lass einer anfechtbaren Verfügung. Diese erging am 4. Oktober 2019. Die 

Vorinstanz hielt darin fest, dass die Zollanmeldung vom 17. April 2019 nicht 

angenommen werden könne und die beantragte Umverzollung entspre-

chend abgewiesen werde. 

B.  

B.a Mit Eingabe vom 11. November 2019 focht die Beschwerdeführerin die 

genannte Verfügung der Vorinstanz vor dem Bundesverwaltungsgericht 

an. Sie beantragt – unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

Vorinstanz – die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die An-

nahme der Zollanmeldung vom 17. April 2019 und dadurch die Verzollung 

des in Frage stehenden Weizens unter der Zolltarifnummer 1001.9921 (vgl. 

vorangehend Bst. A.b). 

B.b Mit Vernehmlassung vom 31. Januar 2020 schliesst die Vorinstanz auf 

Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerde-

führerin. 

B.c Mit Eingabe vom 24. Februar 2020 ersuchte die Beschwerdeführerin 

um Akteneinsicht und Ansetzung einer Frist zur Stellungnahme. Dem Er-

suchen wurde stattgegeben, und am 8. Mai 2020 reichte die Beschwerde-

führerin innert erstreckter Frist eine Stellungnahme zur Vernehmlassung 

der Vorinstanz ein. 

C.  

Auf die einzelnen Vorbringen in den Eingaben der Parteien wird – soweit 

entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt hier nicht vor und die Vorinstanz 

ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG. Das Bundesverwaltungs-

gericht ist somit zur Behandlung der Beschwerde zuständig (vgl. auch 

Art. 116 Abs. 4 des Zollgesetzes vom 18. März 2005 [ZG, SR 631.0]). 

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Seite 4 

1.2 Das Verfahren richtet sich gemäss Art. 37 VGG nach den Bestimmun-

gen des VwVG, soweit das VGG nichts Anderes bestimmt. 

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Entscheid vom 

4. Oktober 2019 (vgl. Sachverhalt Bst. A.f) berührt und hat ein schutzwür-

diges Interesse an dessen Aufhebung (Art. 48 VwVG). Auf die im Übrigen 

frist- und formgerecht (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG) eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Ver-

letzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder 

unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes (Art. 49 

Bst. b VwVG) auch die Rüge der Unangemessenheit erheben (Art. 49 

Bst. c VwVG). 

1.5 Im Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von 

Amtes wegen (Untersuchungsmaxime). Das Bundesverwaltungsgericht ist 

demgemäss verpflichtet, auf den unter Mitwirkung der Verfahrensbeteilig-

ten festgestellten Sachverhalt die richtigen Rechtsnormen und damit jenen 

Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden erachtet, und ihm 

jene Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist (BGE 119 V 347 E. 1a 

mit Hinweis; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Pro-

zessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 1.54). 

2.  

2.1  

2.1.1 Waren, die ins schweizerische Zollgebiet verbracht werden, sind 

grundsätzlich zollpflichtig und nach dem Zollgesetz sowie dem Zolltarifge-

setz vom 9. Oktober 1986 (ZTG, SR 632.10) zu veranlagen (Art. 7 ZG). 

2.1.2 Massgebend für die Entstehung der Zollschuld ist nach schweizeri-

schem Recht das tatsächliche Verbringen von Waren über die Zollgrenze 

(vgl. REMO ARPAGAUS, Zollrecht, in: Koller et al. [Hrsg.], Schweizerisches 

Bundesverwaltungsrecht, 2. Aufl. 2007, Rz. 484). Zollobjekt ist der wirt-

schaftliche Vorgang der Warenein- oder ausfuhr. Folglich entsteht die Zoll-

schuld in dem Zeitpunkt, in welchem nach der Zollgesetzgebung die Ein- 

oder Ausfuhr üblicherweise als vollendet gilt (vgl. Botschaft des Bundesra-

tes vom 15. Dezember 2003 über ein neues Zollgesetz [nachfolgend: Bot-

schaft ZG], BBl 2004 567, 640 m.w.H.). 

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2.1.3 Der Zollbetrag bemisst sich nach Art, Menge und Beschaffenheit der 

Ware im Zeitpunkt, in dem sie der Zollstelle angemeldet wird (Art. 19 Abs. 1 

Bst. a ZG; zur Anmeldung vgl. nachfolgend E. 2.2.1) und nach den Zollan-

sätzen und Bemessungsgrundlagen, die im Zeitpunkt der Entstehung der 

Zollschuld gelten (Art. 19 Abs. 1 Bst. b ZG; vgl. auch Art. 69 Bst. a ZG; zur 

Entstehung der Zollschuld vgl. vorangehend E. 2.1.2). Ein- und Ausfuhr-

zölle werden nach dem Generaltarif festgesetzt (Art. 1 Abs. 1 in Verbindung 

mit den Anhängen 1 und 2 des ZTG). 

2.1.4 Die im Zusammenhang mit dem Beitritt der Schweiz zur Welthandels-

organisation (WTO) per 1. Juli 1995 und der Ratifizierung der entsprechen-

den GATT/WTO-Übereinkommen (Abkommen vom 15. April 1994 zur Er-

richtung der Welthandelsorganisation, SR 0.632.20; Übereinkommen über 

die Landwirtschaft, Anhang 1A.3 zum Abkommen) eingeführte Regelung 

betreffend die Einfuhr von Agrarprodukten erlaubt den Import von Wa-

ren sowohl inner- als auch ausserhalb eines Zollkontingents. Die Einfuhr 

innerhalb eines Kontingents unterliegt gewöhnlich einem geringeren Zoll-

ansatz (KZA) als jene ausserhalb (Ausserkontingentszollansatz, AKZA). 

Kommt der AKZA zur Anwendung, wirkt dieser regelmässig prohibitiv (vgl. 

BGE 129 II 160 E. 2.1, 128 II 34 E. 2b; Urteile des BGer 2C_82/2007 vom 

3. Juli 2007 E. 2.1 f., 2A.1/2004 vom 31. März 2004 E. 2.1; Urteil des 

BVGer A-5936/2016 vom 16. August 2017 E. 2.2.1; zum Ganzen: Urteil 

des BVGer A-983/2018 vom 18. April 2019 E. 2.3.1), denn Sinn und Zweck 

der Zollkontingente für landwirtschaftliche Erzeugnisse besteht im Schutz 

der einheimischen Produktion. Um dieses Ziel zu erreichen, soll verhindert 

werden, dass mehr der jeweiligen Ware importiert wird, als entsprechende 

Kontingente bestehen. Andernfalls würde das System ausgehebelt (vgl. 

Urteil des BGer 2C_201/2013 vom 24. Januar 2014 E. 5.8.3). 

2.1.5 Wenn das Zolltarifgesetz dies vorsieht oder wenn das Eidgenössi-

sche Finanzdepartement (EFD) die im Zolltarifgesetz festgesetzten Zollan-

sätze herabgesetzt hat, werden für bestimmte Verwendungen von Waren 

tiefere Zollansätze angewendet (Art. 14 Abs. 1 ZG, «Zollerleichterungen für 

Waren je nach Verwendungszweck»). Art. 14 Abs. 2 und Abs. 3 ZG regeln 

die Voraussetzungen, unter welchen das EFD die Zollansätze herabsetzen 

und in welchen Fällen die Oberzolldirektion (OZD) diese Ansätze anpassen 

darf. Wer veranlagte Waren nachträglich zu Zwecken verwenden oder ab-

geben will, die höheren Zollabgaben unterliegen, muss vorgängig eine 

neue Zollanmeldung einreichen und die Differenz nachentrichten (Art. 14 

Abs. 4 ZG). Wer veranlagte Waren nachträglich zu Zwecken verwenden 

oder abgeben will, die tieferen Zollabgaben unterliegen, kann in den Fällen 

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und innerhalb der Fristen, die das EFD vorsieht, die Differenz mit einem 

Rückerstattungsgesuch geltend machen (Art. 14 Abs. 5 ZG). 

2.2  

2.2.1 Grundlage der Zollveranlagung ist die Zollanmeldung (Art. 18 Abs. 1 

ZG). Diese nimmt im Schweizerischen Zollwesen eine zentrale Stellung ein 

(BARBARA SCHMID, in: Kocher/Clavadetscher [Hrsg.], Handkommentar Zoll-

gesetz, 2009, [nachfolgend: ZG-Kommentar], Art. 18 N 1). Die anmelde-

pflichtige Person muss die der Zollstelle zugeführten, gestellten und sum-

marisch angemeldeten Waren innerhalb der von der Zollverwaltung be-

stimmten Frist zur Veranlagung anmelden und die Begleitdokumente ein-

reichen (Art. 25 Abs. 1 ZG).  

Die Zollanmeldung basiert auf dem Selbstdeklarationsprinzip. Demnach 

trägt die anmeldepflichtige Person die volle Verantwortung für eine ord-

nungsgemässe – d.h. vollständige und richtige – Zollanmeldung (vgl. 

Art. 25 ZG). Das Zollrecht stellt damit an die anmeldepflichtige Person hin-

sichtlich ihrer Sorgfaltspflichten hohe Anforderungen (BGE 142 II 433 

E. 2.1, 112 IV 53 E. 1a; vgl. statt vieler: Urteile des BVGer A-1777/2019 

vom 23. Januar 2020 E. 2.5.2, A-581/2016 vom 21. März 2017 E. 2.2.1). 

Das Prinzip der Eigenverantwortung gilt ausnahmslos, also sowohl bei Ein-

fuhren innerhalb als auch bei solchen ausserhalb der zugeteilten Kontin-

gente. Sind im Zeitpunkt der Einfuhr nicht sämtliche Voraussetzungen für 

eine Verzollung nach dem KZA erfüllt, gelangt zwingend der AKZA zur An-

wendung, es sei denn, ein allgemeiner Zollbefreiungs- oder ein Zollbe-

günstigungstatbestand liege vor (vgl. Urteil des BGer 2C_177/2018 vom 

22. August 2019 E. 2.2; Urteile des BVGer A-983/2018 vom 18. April 2019 

E. 2.3.2, A-5936/ 2016 vom 16. August 2017 E. 2.2.2, A-5060/2011 und     

A-5064/2011 vom 4. Juni 2012 E. 2.5.1, A-2206/2007 vom 24. November 

2008 E. 2.5.1). 

2.2.2 Mit der Annahme durch die Zollstelle wird die Zollanmeldung für 

die anmeldepflichtige Person verbindlich (Art. 33 Abs. 1 ZG) und grund-

sätzlich unabänderlich. Sie bildet, vorbehältlich der Beschau, die Grund-

lage für die Festsetzung der Zölle und weiteren Abgaben. Dieser Grund-

satz der Unabänderlichkeit der angenommenen Zollanmeldung stellt einen 

Eckpfeiler des schweizerischen Zollrechts dar (PATRICK RAEDERSDORF, 

ZG-Kommentar, Art. 33 N 2 und Art. 34 N 1). Allerdings gilt dieser nicht ab-

solut. Gemäss Art. 34 ZG ist die Berichtigung oder der Rückzug einer Zoll-

anmeldung unter bestimmten Voraussetzungen möglich und auch die Än-

derung des Verwendungszweckes von bereits veranlagten Waren ist nach 

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Seite 7 

Art. 14 Abs. 4 und Abs. 5 ZG nicht ausgeschlossen (vgl. vorangehend 

E. 2.1.5). In Bezug auf Art. 14 Abs. 4 ZG ist indes zu beachten, dass diese 

Bestimmung weniger ein «Recht» auf Änderung des Verwendungszwecks 

statuiert, als eine «Pflicht» zur Anmeldung einer vorgesehenen Änderung 

des Verwendungszwecks und zur Entrichtung der Differenz zwischen den 

neu geschuldeten und der bereits geleisteten Zollabgaben (vgl. Botschaft 

ZG, BBl 2004 567, 599 sowie vorangehend E. 2.1.3). 

2.2.3 Gemäss Art. 54 der Zollverordnung vom 1. November 2006 (ZV, 

SR 631.01) regelt das EFD die Kontroll- und Sicherungsmassnahmen zur 

Einhaltung des Verwendungszweckes sowie die Zollanmeldung und die 

Nachentrichtung oder Rückerstattung von Zollabgaben bei der Änderung 

des Verwendungszweckes nach Art. 14 Abs. 4 und Abs. 5 ZG (vgl. voran-

gehend E. 2.1.3). Als Sicherheit, dass die zum niedrigeren Ansatz verzollte 

Ware nicht zu einem unzulässigen Zweck verwendet wird, dienen die De-

naturierung (für einen bestimmten Zweck unbrauchbar machen), die Ver-

wendungsverpflichtung und der Verwendungsnachweis (vgl. Botschaft ZG, 

BBl 2004 567, 589 f.; vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer A-718/2013 vom 

27. Dezember 2013 E. 2.2.1). Gemäss Art. 7 Abs. 1 der Zollerleichterungs-

verordnung vom 4. April 2007 (ZEV, SR 631.012) muss die zollbegünstigte 

Person der Zollverwaltung auf Verlangen nachweisen, dass sie die Waren 

der Verwendungsverpflichtung entsprechend verwendet hat. 

2.3  

2.3.1 Nach Art. 21 Abs. 1 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 1998 

(LwG, SR 910.1) sind Zollkontingente für landwirtschaftliche Erzeugnisse 

im Anhang 2 des Zolltarifgesetzes (Generaltarif) festgelegt. Der Bundesrat 

kann die Zollkontingente und ihre allfällige zeitliche Aufteilung im Rahmen 

des Generaltarifs ändern (Art. 21 Abs. 2 LwG). Für die Festlegung und Än-

derung von Zollkontingenten und der allfälligen zeitlichen Aufteilung gilt 

Art. 17 LwG – wonach bei der Festsetzung der Einfuhrzölle die Versor-

gungslage im Inland und die Absatzmöglichkeiten für gleichartige inländi-

sche Erzeugnisse zu berücksichtigen sind – sinngemäss (Art. 21 Abs. 3 

LwG). In Art. 22 Abs. 1 LwG wird sodann bestimmt, dass der Wettbewerb 

bei der Verteilung von Zollkontingenten gewahrt bleiben soll. Gemäss 

Art. 22 Abs. 2 LwG werden die Zollkontingente namentlich nach folgenden 

Verfahren und Kriterien verteilt: 

a. durch Versteigerung; 

b. nach Massgabe der Inlandleistung; 

c. aufgrund der beantragten Menge; 

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Seite 8 

d. entsprechend der Reihenfolge des Einganges der Bewilligungsgesuche; 

e. entsprechend der Reihenfolge der Veranlagung; 

f. nach Massgabe der bisherigen Einfuhren der Gesuchsteller. 

2.3.2 In Art. 6 Abs. 1 der Agrareinfuhrverordnung vom 26. Oktober 2011 

(AEV, SR 916.01) wird sodann bestimmt, dass der Zollansatz für Getreide 

des Zollkontingents Nr. 27 mit den Tarifnummern 1001.9921, 1002.9021, 

1007.9021, 1008.1021, 1008.2921, 1008.4021, 1008.5021, 1008.6031 und 

1008.9023 vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) festgelegt wird. Das 

BLW setzt den Zollansatz auf den 1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober 

so fest, dass der Preis für importiertes Getreide zur menschlichen Ernäh-

rung, zuzüglich Zollansatz und Garantiefondsbeitrag, dem Referenzpreis 

von Fr. 53.-- je 100 Kilogramm entspricht (Art. 6 Abs. 2 AEV). Als Berech-

nungsgrundlage für die Festlegung des Zollansatzes dient der Weltmarkt-

preis (vgl. Art. 6 Abs. 4 AEV). 

2.3.3 Die Zollkontingente, die Teilzollkontingente und die Richtmengen 

sind in Anhang 3 der AEV festgelegt. Zu welchem Zollkontingent oder Teil-

zollkontingent eine Tarifnummer gehört, ergibt sich aus Anhang 1 der 

AEV (Art. 10 AEV). Kontingentsperiode bildet das Kalenderjahr (Art. 11 

Abs. 1 AEV), wobei ein Kontingentsanteil nur innerhalb der Kontingentspe-

riode oder der zeitlich beschränkten Freigabe ausgenützt werden kann 

(Art. 11 Abs. 2 AEV). 

2.3.4 Gemäss Art. 31 Abs. 1 AEV werden Anteile am Zollkontingent Nr. 27 

(Brotgetreide) nach der Reihenfolge der Annahme der Zollanmeldung zu-

geteilt. Dieses sogenannte «Windhundverfahren» funktioniert nach dem 

Prinzip «first come, first served» (vgl. REMO ARPAGAUS, a.a.O., Rz. 630). 

Diesbezüglich ist Art. 25 AEV zu beachten, wonach in solchen Fällen die 

Zollanmeldung als Gesuch um einen Kontingentsanteil gilt. In Art. 31 

Abs. 2 AEV wird festgehalten, dass das Zollkontingent «Brotgetreide» ge-

mäss Anhang 4 zur AEV in Tranchen zeitlich gestaffelt und zeitlich be-

schränkt freigegeben wird. Das BLW kann in Anhang 4 die Teilmengen so-

wie die Perioden ändern. Es kann zudem den Beginn der Perioden ändern, 

damit dieser nicht auf einen staatlich anerkannten Feiertag, einen Samstag 

oder einen Sonntag fällt. 

3.  

Im vorliegenden Fall hat die Spediteurin am 6. Juli 2017 eine Sendung 

Weizen «zu Futterzwecken» unter Verwendung der Tarifnummer 

1001.9939 angemeldet, was zu Zollabgaben in Höhe von Fr. 13.-- je 100 kg 

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führte (vgl. Sachverhalt Bst. A.a). Mit Schreiben vom 17. April 2019 – also 

fast zwei Jahre später – ersuchte dann die Beschwerdeführerin um 

eine Änderung des Verwendungszweckes des 2017 eingeführten Wei-

zens. Dieser solle neu unter Verwendung der Tarifnummer 1001.9921 (d.h. 

«zur menschlichen Ernährung», innerhalb des Zollkontingents Nr. 27; 

vgl. TARES) zum (für dieses Kontingent) reduzierten Zollansatz von 

Fr. 18.-- je 100 kg veranlagt werden. Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz dieses 

Gesuch zu Recht abgewiesen hat. 

3.1 Die Vorinstanz legte in der angefochtenen Verfügung dar, eine neue 

Veranlagung der in Frage stehenden Ware im April 2019, unter Verwen-

dung des zollbegünstigten Ansatzes gemäss Zollkontingent Nr. 27 (Tarif-

nummer 1001.9921), sei deshalb nicht mehr möglich, weil die entspre-

chende Tranche des Zollkontingents, welche zum Zeitpunkt der ersten Zoll-

anmeldung am 6. Juli 2017 offen war, am 5. Oktober 2017 ausgeschöpft 

worden und somit im April 2019 nicht mehr verfügbar gewesen sei. Die 

Beschwerdeführerin hingegen vertritt den Standpunkt, ein Ersuchen um 

Umtarifierung wie das ihre sei auch dann gutzuheissen, wenn zum einen 

zum Zeitpunkt der ursprünglichen Zollanmeldung die damals aktuelle Tran-

che des entsprechenden Zollkontingents offen war und zum anderen auch 

zum Zeitpunkt der neuen Veranlagung die aktuelle Tranche des entspre-

chenden Kontingents frei ist (vgl. auch Sachverhalt Bst. A.d). 

3.2 Die Argumentation der Beschwerdeführerin geht aus folgenden Grün-

den fehl:  

3.2.1 Im Jahr 2017 und damit im Jahr der Einfuhr des in Frage stehenden 

Weizens, hatte das BLW das Zollkontingent «Brotgetreide» (Nr. 27) von 

100'000 Tonnen wie folgt in gestaffelte und befristete Tranchen (vgl. 

E. 2.3.4) aufgeteilt (vgl. Anhang 4 zur AEV im fraglichen Zeitpunkt): 

30 000 t brutto  5. Januar – 31. Dezember 

10 000 t brutto  1. Februar – 31. Dezember 

10 000 t brutto  1. März – 31. Dezember 

10 000 t brutto  3. April – 31. Dezember 

10 000 t brutto 2. Mai – 31. Dezember 

15 000 t brutto  6. Juli – 31. Dezember 

15 000 t brutto  5. Oktober – 31. Dezember  

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Seite 10 

Wie in Erwägung 2.3.3 festgehalten, kann ein Kontingentsanteil nur inner-

halb der Kontingentsperiode bzw. der zeitlich beschränkten Freigabe aus-

genützt werden. Jedes Unternehmen, welches über eine Generaleinfuhr-

bewilligung (GEB) der Réservesuisse verfügt, kann im Umfang und bis zur 

Ausschöpfung der jeweils freigegebenen Menge Waren zum KZA importie-

ren. Massgebend ist dabei der Zeitpunkt der Einfuhr bzw. der Einfuhrzoll-

anmeldung (vgl. E. 2.2.1 und E. 2.3.4). Ist die Zollkontingentsteilmenge 

ausgeschöpft, können weitere Zollanmeldungen bis zur Eröffnung der 

nachfolgenden Tranche nur noch zum AKZA vorgenommen werden. 

Aus dem Gesagten wird ersichtlich, dass immer nur auf jene Kontingent-

stranche zugegriffen werden kann, welche zum Zeitpunkt der Einfuhr der 

Ware offen steht und es ergibt sich ohne Weiteres, dass eine nachträgliche 

neue Veranlagung in Anwendung des Kontingentsansatzes nur möglich ist, 

wenn erstens zum Zeitpunkt der ursprünglichen Zollanmeldung – d.h. im 

vorliegenden Fall am 6. Juli 2017 – eine ausreichende Kontingentsmenge 

vorhanden war und zweitens eben diese Tranche des Zollkontingents im 

Zeitpunkt der neuen Zollanmeldung und damit zum Zeitpunkt des Antrags 

auf Umverzollung noch nicht ausgeschöpft worden ist. Diese Bedingungen 

führen entgegen der Rüge der Beschwerdeführerin nicht dazu, dass eine 

nachträgliche Umverzollung in Anwendung des begünstigten Zollansatzes 

generell verunmöglicht wird (vgl. Sachverhalt Bst. A.d). 

Mit ihrer Argumentation, wonach eine Umverzollung in Anwendung des 

KZA möglich sein müsse, wenn sowohl zum Zeitpunkt der Einfuhr der Ware 

als auch zum Zeitpunkt der Umverzollung die jeweils aktuelle Tranche des 

Zollkontingents verfügbar (gewesen) sei, verkennt die Beschwerdeführerin 

vorab und entscheidend, dass es hierfür keinerlei gesetzliche Grundlage 

gibt. Abgesehen davon ist dieser Ansatz schon aufgrund des erheblichen 

Missbrauchspotentials ausgeschlossen. Eine solche Praxis würde nämlich 

dazu führen, dass eine Importeurin Waren – unter Minimierung des wirt-

schaftlichen Risikos – «auf Vorrat» zu einem günstigen Zolltarif einführen 

könnte, um zu einem späteren Zeitpunkt – je nach Lage auf dem Absatz-

markt – über deren anderweitige Verwendung zu entscheiden. Dieses Vor-

gehen würde das hier anwendbare Kontingentssystem, als solches und 

insbesondere die Tranchenregelung, welche auf Wahrung des Wettbe-

werbs bzw. Chancengleichheit ausgerichtet ist (vgl. E. 2.3.1 und E. 2.3.4) 

ad absurdum führen. 

3.2.2 Im hier zu beurteilenden Fall wurde der in Frage stehende Weizen 

am 7. Juli 2017 «zu Futterzwecken» zur Einfuhr veranlagt. Unbestritten ist, 

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dass die damals freigegebene und verfügbare Menge des nun ersuchten 

Tarifkontingents Nr. 27 zu jenem Zeitpunkt ausreichend war. Einer damali-

gen Veranlagung des genannten Weizens als «Brotgetreide» wäre somit 

nichts im Wege gestanden. Aus den Akten geht sodann hervor, dass die 

mit der Tranche vom 6. Juli 2017 freigegebene Kontingentsmenge am 

5. Oktober 2017 aufgebraucht worden ist. Da die korrigierte Zollanmeldung 

der Beschwerdeführerin erst am 17. April 2019 und damit nach dem 5. Ok-

tober 2017 erfolgte, hat die Vorinstanz im Rahmen der angefochtenen Ver-

fügung zu Recht entschieden, dass eine Neuveranlagung des gegenständ-

lichen Weizens unter die Tarifnummer 1001.9921 innerhalb des Zollkontin-

gents Nr. 27 nicht mehr vorgenommen werden kann. Dies entspricht dem 

geltenden Recht (vgl. E. 3.2.1). Von der Verletzung verfassungsmässiger 

Rechte und namentlich von einer willkürlichen und treuwidrigen Rechts-

auslegung oder -anwendung seitens der Vorinstanz kann keine Rede sein, 

weshalb auf die entsprechenden Vorbringen nicht weiter einzugehen ist. 

3.3 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung nicht zu bean-

standen und die Beschwerde entsprechend abzuweisen. 

4.  

4.1 Gemäss Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die Ver-

fahrenskosten zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf 

Fr. 3'000.-- festzusetzen, wobei der in gleicher Höhe einbezahlte Kosten-

vorschuss zur Bezahlung zu verwenden ist. 

4.2 Aufgrund des Unterliegens entfällt die Gewährung einer Parteientschä-

digung für den Beschwerdeführer (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und 

Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario). Die Vorinstanz hat gemäss Art. 7 Abs. 3 

VGKE keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

 

Das Dispositiv befindet sich auf der folgenden Seite. 

  

A-5938/2019 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird vollumfänglich abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.-- werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird für die Be-

zahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Keita Mutombo Zulema Rickenbacher 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

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Seite 13 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 3. September 2020