# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6fa3d981-be97-59fa-aa1a-8c97bd80ac1a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-05-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 11.05.2005 B 2004/81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2004-81_2005-05-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2004/81

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 11.05.2005

Entscheiddatum: 11.05.2005

Entscheid Verwaltungsgericht, 11.05.2005
Abbauplan Steinbruch Campiun, Art. 28quater BauG (sGS 731.1), Art. 6 NHG 
(SR 451). Beschwerde der Anwohner. Leitsatz siehe oben 
(Verwaltungsgericht, B 2004/81).

B 2004/81

 

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ST.GALLEN

11.05.2005

Abbauplan Steinbruch Campiun, Art. 28quater BauG (sGS 731.1), Art. 6 NHG (SR 

451). Beschwerde der Anwohner. Leitsatz siehe oben (Verwaltungsgericht, B 

2004/81).

 

Urteil vom 11. Mai 2005

 

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin Dr. R. Hirt

_______________

In Sachen

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Einwohnerverein Rans-Oberräfis, vertreten durch den Präsidenten Max Hagmann, 

Rans, 9475 Sevelen,

M. und G.D.,

W.H.,

H.Sch.,

T.A. und 117 Mitbeteiligte,

Beschwerdeführer,

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Titus Marty, Obere Bahnhofstrasse 11, 

Postfach, 9501 Wil,

gegen

Regierung des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Basaltstein AG, Rheinaustrasse 6, 9470 Buchs,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Walter Locher, Museum-

strasse 35, 9000 St. Gallen,

sowie

Politische Gemeinde Sevelen, vertreten durch den Gemeinderat, 9475 Sevelen,

Beschwerdebeteiligte I,

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sowie

Ortsgemeinde Sevelen, 9475 Sevelen,

Beschwerdebeteiligte II,

betreffend

Steinbruch Campiun

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Die Ortsgemeinde Sevelen ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 2503 im Gebiet 

Campiun/Eschalär in der Politischen Gemeinde Sevelen. Das Grundstück liegt am 

westlichen Talhang des Rheintals, oberhalb der Bauzonen von Rans und Oberräfis. 

Nach dem Zonenplan Talgebiet (1:5'000) der Politischen Gemeinde Sevelen vom 6. 

März 1998 ist das Grundstück teils der Landwirtschaftszone, teils dem übrigen 

Gemeindegebiet zugeteilt. Ausserdem stellen Teile der Parzelle Nr. 2503 gemäss 

Waldfeststellung des Volkswirtschaftsdepartements vom 14. Januar 1997 Wald dar.

Die Basaltstein AG, Buchs, hat auf einem Teil der Parzelle Nr. 2503 etwa 70 m oberhalb 

von Rans und Oberräfis von 1927 bis 1996 den Steinbruch Campiun betrieben. Die 

Zufahrt zum Steinbruchareal führte durch das Wohngebiet von Rans. Nachdem die 

Abbaukonzession am 1. Juli 1996 abgelaufen ist und der Abbau eingestellt wurde, 

beabsichtigt die Basaltstein AG, den Steinbruch in südliche Richtung zu erweitern. Das 

Abbauvolumen soll auf einer Fläche von 9,5 ha rund 2,5 Mio. m3 oder 7 Mio. t 

Gesteinsmaterial betragen. Beim Gestein handelt es sich um Hartgestein, d.h. um kalk-

armen, stark quarzhaltigen Sandstein der Brisi- und Gamserschichten. Die jährliche 

Abbaumenge ist bedarfsabhängig und soll etwa 200'000 t betragen, woraus sich eine 

Abbaudauer von rund 35 Jahren ergibt. Die Gesteinsgewinnung soll mit sechs bis zehn 

Grossbohrlochsprengungen pro Jahr im Tagbau und in fünf von Nord nach Süd 

aufeinanderfolgenden Abbau-etappen erfolgen. Um das Wohngebiet von Rans vor 

Lärmimmissionen zu schützen, soll das Abbaugebiet neu erschlossen werden. Zu 

diesem Zweck ist vorgesehen, südlich von Rans eine Umfahrungsstrasse zu bauen und 

diese durch einen Tunnel ins alte Steinbruchareal zu führen. Für die Erweiterung und 

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Erschliessung des Steinbruchs müssten insgesamt 39'588 m2 Wald gerodet werden. 

Nach der Stillegung des Steinbruchs ist gemäss dem Umweltverträglichkeitsbericht 

vom 14. Februar 2000 (abgekürzt UVB) geplant, das alte und das neue Abbaugebiet zu 

rekultivieren und als ökologische Vorrangfläche zu gestalten. Als zusätzliche 

ökologische Ersatzmassnahme ist die Extensivierung der Bewirtschaftung auf rund 13 

ha an den Steinbruch angrenzenden Wiesen vorgesehen, die im Eigentum der 

Ortsgemeinde Sevelen stehen.

B./ Nachdem die Bürgerschaft der Ortsgemeinde Sevelen der Erweiterung des 

Steinbruchs zugestimmt hatte, wurden der Abbauplan mit UVB, Strassenprojekt und 

Rodungsgesuch vom 8. Januar bis 6. Februar 1997 öffentlich aufgelegt. Gegen das 

Vorhaben wurden zahlreiche Einsprachen von Anwohnern und Umweltorganisationen 

erhoben.

Entsprechend der damals gültigen Zuständigkeitsregelung stellte das Kantonsforstamt 

dem Bundesamt für Umwelt Wald und Landschaft (abgekürzt BUWAL) am 2. Juli 1997 

den Antrag auf Erteilung der Bewilligung für die Rodung von 39'588 m2 Wald. Mit 

Schreiben vom 27. April 1998 teilte das BUWAL mit, die Rodungsbewilligung könne 

nicht in Aussicht gestellt werden. Am 14. März 2000 zog die Basaltstein AG das 

Gesuch beim Gemeinderat Sevelen vollumfänglich zurück, nachdem sie bereits am 14. 

Februar 2000 das gesamte, gegenüber der ersten öffentlichen Auflage unveränderte 

Gesuch ein zweites Mal eingereicht hatte. Am 6. März 2000 erliess der Gemeinderat 

Sevelen Abbauplan und Teilstrassenplan. Diese Planerlasse sowie der UVB und das 

Rodungsgesuch wurden vom 27. März bis 26. April 2000 erneut öffentlich aufgelegt.

Nachdem zwischenzeitlich die Zuständigkeit für die Erteilung einer Rodungsbewilligung 

vom BUWAL auf die kantonale Forstbehörde übergegangen war, übermittelte das 

kantonale Forstamt das Rodungsgesuch mit Schreiben vom 28. März 2000 dem 

BUWAL zur Anhörung.

Innert der Auflagefrist erhoben nahezu sämtliche Einwohner von Rans und Oberräfis 

beim Gemeinderat Sevelen Einsprache gegen Abbauplan und Strassenprojekt und 

beim kantonalen Forstamt gegen das Rodungsgesuch.

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Am 25. April 2000 erhoben der Einwohnerverein Rans-Oberräfis, M. und G.D., W.H. 

sowie H.Sch. beim Gemeinderat Sevelen gemeinsam durch ihren Rechtsvertreter 

Einsprache gegen den Abbauplan und das Strassenprojekt. Gleichentags erhoben 

dieselben Einsprecher beim kantonalen Forstamt auch gegen das Rodungsgesuch 

Einsprache.

Am 14. April 2001 teilte das BUWAL dem kantonalen Forstamt mit, der Abbauplan 

beruhe nicht auf einer kantonalen oder überregionalen Abbauplanung. Zudem befinde 

sich der Abbauperimeter im Objekt Nr. 1613 "Speer-Churfirsten-Alvier" des 

Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung 

(abgekürzt BLN). Die hohe Bedeutung des Waldes und die Erhaltung des BLN-

Objektes würden das Interesse am Hartschotterabbau überwiegen, weshalb beantragt 

werde, das Rodungsgesuch der Basaltstein AG abzuweisen. Entgegen diesem Antrag 

erteilte das kantonale Forstamt am 24. April 2001 die Rodungsbewilligung und 

übermittelte diese dem Planungsamt (heute: Amt für Raumentwicklung, abgekürzt ARE) 

als federführender Stelle des Staates.

Mit Gesamtentscheid vom 28. Mai/25. Juni 2001 stellte der Gemeinderat Sevelen die 

Umweltverträglichkeit des geplanten Abbaus fest. Der Abbau- und Teilstrassenplan 

wurden bestätigt und die Einsprachen dagegen abgewiesen, soweit darauf eingetreten 

wurde. Der Gemeinderat erwog, das Vorhaben sei unter Auflagen umweltverträglich.

C./ Gegen die Gesamtverfügung des Gemeinderates Sevelen erhoben der 

Einwohnerverein Rans-Oberräfis, M. und G.D., W.H. sowie H.Sch. durch ihren 

Rechtsvertreter am 6. Juli 2001 gemeinsam Rekurs bei der Regierung. Sie beantragten 

die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Nichtgenehmigung bzw. 

Abweisung des Abbauplans, des Rodungsgesuchs sowie des Stras-senplans. 

Eventuell sei die Streitsache zur Neubeurteilung an die Vorinstanzen zurückzuweisen. 

Zur Begründung wurde im wesentlichen geltend gemacht, der Sachverhalt sei 

unzutreffend und unvollständig festgestellt worden. Insbesondere sei der Bedarf an 

Hartschotter von den Vorinstanzen völlig ungenügend abgeklärt worden. Im weiteren 

erweise sich der Steinbruch in der Landwirtschaftszone als zonenfremd und die 

Erteilung einer Ausnahmebewilligung komme mit Blick auf die Grösse des Vorhabens 

nicht in Frage. Der Abbauplan und der UVB seien unvollständig und unklar. Schliesslich 

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würden sämtliche Gründe, die gegen den Abbauplan sprächen, auch gegen die 

Rodungsbewilligung und die naturschutzrechtliche Bewilligung sprechen.

Gegen die Gesamtverfügung des Gemeinderates Sevelen erhoben im weiteren auch 

T.A. und 120 Mitunterzeichner, alle Sevelen, am 11. Juli 2001 Rekurs bei der 

Regierung. Sie beantragten die Aufhebung des angefochtenen Gesamtentscheides 

sowie der Rodungsbewilligung und der naturschutzrechtlichen Bewilligung. Die 

Bewilligung zur Erweiterung des Steinbruches Campiun sei nicht zu erteilen. Zur 

Begründung wurde im wesentlichen geltend gemacht, auf die Gesuche hätte nicht 

eingetreten werden dürfen, weil sie in rechtsmissbräuchlicher Weise zuerst 

zurückgezogen und dann in unveränderter Form erneut eingereicht worden seien, nur 

um die Zuständigkeit des BUWAL für die Erteilung der Rodungsbewilligung zu 

umgehen. Die Gegend müsse als unersetzbares Naherholungsgebiet für die 

Bevölkerung unverändert erhalten bleiben, zumal das Abbaugebiet in der kommunalen 

Schutzverordnung vom 22. November 1996 als Landschaftsschutzgebiet Ranserholz-

Valcupp aufgeführt sei. Die zu erwartenden Staub- und Lärmimmissionen seien für die 

Bevölkerung nicht zumutbar. Zudem seien die Gefährdungspotentiale nicht hinreichend 

geklärt und keine alternativen Abbaustandorte untersucht worden. Schliesslich beruhe 

die Beurteilung des Bedarfsnachweises und der regionalen Versorgung mit Gestein auf 

äusserst schwachen Argumenten und trage vor allem der aktuellen regionalen 

Verfügbarkeit von Gestein keine Rechnung.

Im Amtsbericht vom 20. Dezember 2001 nahm das Tiefbauamt zur Qualität des im 

Steinbruch Campiun gewinnbaren Gesteinsmaterials und zum Bedarf nach dem 

Material Stellung.

Mit Vernehmlassung vom 22. Dezember 2001 stellte das ARE als federführende Stelle 

des Staates im Namen aller beteiligten kantonalen Amtsstellen den Antrag, die Rekurse 

seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

Am 4. März 2002 reichte der Vertreter der Basaltstein AG ein vom 2. Oktober 2001 

datiertes Schreiben des Bundesamtes für Strassen (abgekürzt ASTRA) an den Verband 

Schweizerischer Hartsteinbrüche (abgekürzt VSH) ein. Aus dem Schreiben ergibt sich, 

dass der VSH anlässlich einer Besprechung im Juni 2001 die Vertreter von BUWAL, 

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eidgenössischer Natur- und Heimatschutzkommission (abgekürzt ENHK), Bundesamt 

für Raumentwicklung, ASTRA und SBB über die Versorgung mit felsgebrochenem 

Hartgestein dahingehend informiert hat, dass die bewilligten Abbaureserven 

gesamtschweizerisch bei gleichbleibendem Bedarf noch für rund zehn Jahre 

ausreichten. Derzeit förderten noch acht bis zehn Steinbrüche Hartgestein. Das ASTRA 

zeigte sich darüber beunruhigt und erklärte, die Bemühungen des VSH zu unterstützen, 

die bestehenden Hartsteinbrüche der Schweiz zu erhalten, weil diese von nationaler 

Bedeutung seien.

Auf Aufforderung durch die Rechtsabteilung des Baudepartements hin teilte der 

Fachverband für Sand und Kies (abgekürzt FSK) mit Schreiben vom 28. Februar 2002 

mit, dass es derzeit noch rund acht wichtigere Hartsteinbrüche in der Schweiz gebe. 

Bei sechs dieser Steinbrüche werde der jährliche Ausstoss auf über 200'000 t 

geschätzt; weder über die Abbaumenge noch über die Reserven gebe es aber 

verlässliche Angaben. Allerdings könne aufgrund verschiedener Unterlagen davon 

ausgegangen werden, dass die bewilligten Abbaureserven gesamtschweizerisch bei 

gleichbleibendem Bedarf nur noch für rund zehn Jahre reichten. Die Betreiber der 

Hartsteinbrüche verfügten bei den SBB über geschätzte jährliche Lieferkontingente 

zwischen 40'000 und 50'000 t. Die Gesamtliefermenge an die SBB liege bei rund 

500'000 t Schotter pro Jahr, wovon etwa 92% Hartschotter erster Qualität seien.

Am 5. Juni 2002 führte die Rechtsabteilung des Baudepartements in Anwesenheit der 

Verfahrensbeteiligten sowie je eines Mitarbeiters des ARE und des AFU einen 

Augenschein an Ort und Stelle durch. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass 

sowohl der Abbauplan als auch das Strassenprojekt Mängel aufweisen, weil das Ende 

der geplanten Erschliessungsstrasse in einem Felskopf zu liegen käme, dessen Abbau 

nicht vorgesehen war. Die Basaltstein AG passte in der Folge den Abbauperimeter und 

das Strassenprojekt an und reichte dem Gemeinderat Sevelen am 26. Juli 2002 die 

Korrekturpläne ein. Danach ist vorgesehen, die nördliche Abbaugrenze auf die 

tatsächlichen Verhältnisse anzupassen. Dadurch soll einerseits das Vorantreiben des 

Gesteinsabbaus vom alten Steinbruchareal gegen Süden ermöglicht und anderseits der 

westliche Teil des Felskopfs abgebaut werden, damit über die neue 

Erschliessungsstrasse ungehindert bis in den alten Steinbruch gefahren werden kann. 

Die Fläche des neuen Abbaus wird damit um 25'000 m3 oder ca. 0,2 ha vergrössert. 

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Die Gesamtfläche umfasst somit 9,7 ha. Das Abbauvolumen wurde indes nicht 

verändert, weil die fünfte Abbauetappe im gleichen Umfang reduziert wurde. Die 

Änderungen wurden vom 13. August bis 12. September 2002 öffentlich aufgelegt. Mit 

Gesamtentscheid vom 13. Dezember 2002 wies der Gemeinderat Sevelen alle gegen 

die Änderungen eingereichten Einsprachen ab, soweit er darauf eintrat.

Am 24. Oktober 2002 führte die Rechtsabteilung des Baudepartements in Anwesenheit 

einer Dreierdelegation der Regierung, der Verfahrensbeteiligten sowie von Mitarbeitern 

des Kantonsforstamtes, des ARE und des AFU einen weiteren Augenschein durch. 

Anlässlich dieses Augenscheins stellte das ARE den nach dem ersten Augenschein 

erarbeiteten Amtsbericht "Beurteilung der ökologischen Wertigkeit der für das 

Erweiterungsprojekt Steinbruch Campiun vorgesehenen Fläche sowie vergleichbare 

Standorte im Hangbereich zwischen Buchs und Wartau" vor. Auf Intervention des 

Vertreters der Basaltstein AG wurde der Amtsbericht im Anschluss an den 

Augenschein vom ARE ergänzt und auf die Gebiete "Schollberg" und "Malanser Berg" 

ausgeweitet.

Am 3. Juni 2003 forderte die Rechtsabteilung des Baudepartements die Basaltstein AG 

auf, den Sachverhalt zur Frage der Hartschotterqualität und der abbaubaren 

Hartschottermengen im geplanten Abbauperimeter zu ergänzen. Am 17. Dezember 

2003/8. Januar 2004 reichte die Basaltstein AG der Rechtsabteilung des 

Baudepartements das Gutachten der Baugeologie Chur betreffend qualitative und 

quantitative Untersuchungen zur Gesteinsqualität/Hartgesteinsvorkommen/

Sondierbohrungen 2003 ein.

Die Regierung entschied über die Rekurse an der Sitzung vom 27. April 2004. Der 

Rekurs des Einwohnervereins Rans-Oberräfis, von M. und G.D., W.H. sowie H.Sch. 

wurde im Sinne der Erwägungen abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde 

(Beschluss Nr. 245). Ebenso wurde der Rekurs von T.A. und den Mitbeteiligten im Sinn 

der Erwägungen abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (Beschluss Nr. 243). Die 

Regierung erwog in beiden Entscheiden im wesentlichen, dass mit dem 

Abbauvorhaben zwar ein schwerer Eingriff in das BLN-Objekt Nr. 1613 verbunden sei, 

der - bezogen auf ein prioritäres Schutzziel - umfangreiche Beeinträchtigungen mit sich 

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bringe. Allerdings bestehe in Anbetracht der angespannten Eigenversorgungssituation 

der Ostschweiz mit Hartgestein bester Qualität und des Mangels an geeigneten 

anderweitigen Abbaustandorten nach Auffassung der Regierung ein das 

Einhaltungsinteresse überwiegendes Interesse von ebenfalls nationaler Bedeutung am 

Abbauvorhaben. Auch die anderen im Rahmen der Interessenabwägung 

berücksichtigten Interessen würden insgesamt gesehen für den Abbau sprechen, 

zumal er einerseits bei weitem keinen vollständigen Verlust eines ganzen 

Lebensraumtyps zur Folge habe und sich der Standort anderseits infolge seiner in 

verschiedener Hinsicht optimalen Lage und der neuen Erschliessung auch mit den 

berechtigten Anliegen der angrenzenden Wohnbevölkerung in Einklang bringen lasse. 

Hinzu komme, dass sehr umfangreiche Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen 

verlangt würden. Diese gewährleisteten, dass langfristig gesehen der spezielle 

Lebensraumtyp flächenmässig grösser und vielfältiger werde, weil die Massnahmen 

nicht nur für das Abbaugebiet selbst, sondern auch für das Areal des alten Steinbruchs 

und das gesamte Umland gelten würden. Folglich sei das Abbauvorhaben vom 

Gemeinderat Sevelen zu Recht als umweltverträglich beurteilt worden. Abbauplan, 

Strassenprojekt, naturschutzrechtliche Bewilligung und Rodungsbewilligung würden 

sich - zumindest nach den vom Gemeinderat Sevelen mit Gesamtentscheid vom 13. 

Dezember 2002 bewilligten Korrekturen - als rechtmässig erweisen.

D./ Mit Eingabe vom 19. Mai 2004 erhoben der Einwohnerverein Rans-Oberräfis, M. 

und G.D., W.H., H.Sch., T.A. sowie 117 Mitbeteiligte gemeinsam Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht. In der Beschwerdeergänzung vom 18. Juni 2004 stellen sie 

folgenden Antrag:

"1. Es seien aufzuheben:

a) Der Rekursentscheid der Regierung des Kantons St. Gallen vom 27. April 2004, Nr. 

243, in den Ziffern 1 und 2;

b) Der Rekursentscheid der Regierung des Kantons St. Gallen vom 27. April 2004, Nr. 

245, in den Ziffern 1, 2 und 3.

2. Es sei die Streitsache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

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Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Zur Begründung wird im wesentlichen geltend gemacht, die Zuständigkeit betreffend 

Rodungsbewilligung sei in rechtsmissbräuchlicher Weise umgangen worden. 

Ausserdem verstosse der Abbauplan gegen den Zonenplan und das Projekt sei daher 

ohne Zonenplanänderung unzulässig. Sodann sei der UVB in mehrfacher Hinsicht 

mangelhaft und unvollständig. Gleiches gelte in bezug auf die Interessenabwägung, 

welche in verschiedenen Punkten auf unzutreffenden Annahmen und Feststellungen 

sowie unzureichenden Grundlagen beruhe. Schliesslich wird eingewendet, die 

Regierung sei auf die Rügen der falschen Einteilung der Zufahrtsstrasse zum neuen 

Steinbruch und der fehlenden Verpflichtung und rechtlichen Sicherung eines 

Strassenrückbaus zu Unrecht nicht eingetreten.

Die Regierung beantragt in der Vernehmlassung vom 28. Juni 2004 die Abweisung der 

Beschwerde.

Die Basaltstein AG trägt in der Vernehmlassung vom 23. August 2004 auf Abweisung 

der Beschwerde an, soweit darauf einzutreten ist, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdeführer.

Mit Schreiben vom 15. September 2004 nahm der Vertreter der Beschwerdeführer zur 

Eingabe der Basaltstein AG vom 23. August 2004 bzw. zum neu eingereichten 

Aktenstück "Runder Tisch Hartsteinbrüche-Landschaftsschutz, Schlussbericht des 

Mediators vom 31. Januar 2003" Stellung.

Die Politische Gemeinde Sevelen und die Ortsgemeinde Sevelen liessen sich innert 

Frist nicht vernehmen.

Am 11. April 2005 wurde vorgängig ein Augenschein an Ort und Stelle durchgeführt, an 

dem das Verwaltungsgericht durch eine Delegation vertreten war. Die 

Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen und erhielten Gelegenheit zur 

Stellungnahme. Im Anschluss wurden den Beteiligten das Augenscheinprotokoll sowie 

der vom Vertreter der Beschwerdegegnerin anlässlich des Augenscheins ins Recht 

gelegte Bericht "Konfliktanalyse bezüglich Vermeidung eines Versorgungsnotstandes 

der schweizerischen Bauwirtschaft mit felsgebrochenen Hartgesteinen zur Herstellung 

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hochwertiger Beläge und Bahnschotter" des ASTRA vom September 2004 (abgekürzt 

Bericht ASTRA) zur Vernehmlassung zugestellt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1./ a) Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 

1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP).

b) Die Beschwerdeführer sind, soweit sie mit ihren Anträgen im Rekursverfahren 

unterlegen sind, zur Ergreifung der Beschwerde legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung 

mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Der angefochtene Beschluss Nr. 243 betrifft ausschliesslich 

T.A. sowie die 117 Mitbeteiligten und der angefochtene Beschluss Nr. 245 

ausschliesslich den Einwohnerverein Rans-Oberräfis sowie M. und G.D., W.H. und 

H.Sch. Dies bedeutet, dass auf die Beschwerde insoweit mangels Legitimation nicht 

eingetreten werden kann, als T.A. und die 117 Mitbeteiligten nicht zur Anfechtung des 

Beschlusses Nr. 245 und der Einwohnerverein Rans-Oberräfis sowie M. und G.D., W.H. 

und H.Sch. nicht zur Anfechtung des Beschlusses Nr. 243 berechtigt sind. Soweit den 

Beschwerdeführern die Rechtsmittelberechtigung in bezug auf materielle Rügen fehlt, 

wird darauf im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Auf die nähere 

Abklärung der Legitimation der 117 Mitbeteiligten von T.A. wird verzichtet, nachdem 

deren Berechtigung von keiner beteiligten Partei in Zweifel gezogen wurde und die 

Legitimation der Einwohner von Rans und Oberräfis sowie der unmittelbaren 

Umgebung unbestritten ist.

c) Die Beschwerdeerhebung vom 19. Mai 2004 sowie die Beschwerdeergänzung vom 

28. Juni 2004 erfüllen die gesetzlichen Anforderungen an die Beschwerdeführung in 

zeitlicher, formaler und inhaltlicher Hinsicht (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 

Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist - unter dem erwähnten 

Vorbehalt sowie den nachfolgenden Einschränkungen - einzutreten.

2./ a) In der Vernehmlassung vom 9. Mai 2005 zum Bericht ASTRA machen die 

Beschwerdeführer geltend, der vom Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin am 

Augenschein eingereichte Bericht müsse als verspätet aus dem Recht gewiesen 

werden.

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b) Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 50 Abs. 1 VRP bestimmt, dass der 

Beschwerdeeingabe auch die entsprechenden Beweismittel beizulegen sind. Dabei 

handelt es sich nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung indes lediglich um 

eine Ordnungsvorschrift. Soweit keine Frist im Sinne von Art. 50 Abs. 2 VRP angesetzt 

worden ist, ist ein nachträgliches Einreichen von weiteren Beweismitteln ohne weiteres 

zulässig (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 

2003, Rz. 930 mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung; vgl. ferner GVP 1978 

Nr. 25 in bezug auf das Rekursverfahren).

c) Vorliegend wurde keine Frist im Sinne von Art. 50 Abs. 2 VRP zur Einreichung der 

Beweismittel angesetzt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer besteht 

deshalb keine Veranlassung, den Bericht ASTRA aus dem Recht zu weisen. Hinzu 

kommt, dass die Sachverhaltsfeststellung im Zeitpunkt des Augenscheins noch nicht 

abgeschlossen war.

3./ a) Zunächst rügen die Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin habe die 

Zuständigkeit des BUWAL für die Erteilung der Rodungsbewilligung 

rechtsmissbräuchlich umgangen, indem sie ihr Gesuch am 14. März 2000 

vollumfänglich zurückgezogen, das Projekt aber am 14. Februar 2000 ein zweites Mal 

in unveränderter Form eingereicht habe, nur um die Zuständigkeit des kantonalen 

Forstamtes zu erwirken. Diese Rüge sei bereits im Rekursverfahren erhoben worden, 

wobei die Regierung mit keinem Wort darauf eingetreten sei. Darin liege eine 

unzulässige Verweigerung des Anspruchs auf rechtliches Gehör.

b) Bei der ersten öffentlichen Projektauflage vom 8. Januar bis 6. Februar 1997 lag die 

Prüfung des Rodungsgesuchs gestützt auf die damals gültige Fassung von Art. 5 Abs. 

3 der Waldverordnung (SR 921.01, abgekürzt WaV) in der Zuständigkeit des BUWAL. 

Die Änderung der Zuständigkeit zugunsten des kantonalen Forstamtes erfolgte durch 

das Bundesgesetz vom 18. Juni 1999 über die Koordination und Vereinfachung von 

Entscheidverfahren (AS 1999, S. 3'122). Demnach liegt die Zuständigkeit für die 

Erteilung von Rodungsbewilligungen seit dem 1. Januar 2000 bei den kantonalen 

Behörden, wenn sie über die Errichtung oder Änderung eines Werkes, für das gerodet 

werden soll, entscheiden (Art. 6 Abs. 1 lit. b des Waldgesetzes, SR 921.0, abgekürzt 

WaG).

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c) aa) Die Rechtsmittelberechtigung setzt nach Art. 45 Abs. 1 VRP die Schutzwürdigkeit 

der geltend gemachten Interessen voraus. Die Schutzwürdigkeit kann dabei 

tatsächlicher oder rechtlicher Natur sein. Sie liegt im "praktischen Nutzen", den ein 

erfolgreich geführtes Rechtsmittel dem Betroffenen in seiner rechtlichen oder 

tatsächlichen Situation einträgt, bzw. in der Abwendung materieller, ideeller oder 

sonstiger Nachteile, den ein Bestand der angefochtenen Verfügung oder des 

Entscheids mit sich bringen würde (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 389 f.).

bb) Es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht dargelegt, inwiefern die 

Beschwerdeführer ein schutzwürdiges Interesse daran haben, dass das BUWAL und 

nicht die kantonale Behörde entscheidet. Im Umstand, dass das BUWAL eine 

Ablehnung des Rodungsgesuchs in Aussicht gestellt hat, kann jedenfalls kein 

schutzwürdiges Interesse erblickt werden. Dementsprechend ist auf den Einwand der 

Beschwerdeführer, die Zuständigkeitsordnung sei in rechtsmissbräuchlicher Weise 

umgangen worden, mangels Legitimation nicht einzutreten.

d) Selbst wenn die Rechtsmittelberechtigung zur Rüge der unzulässigen Umgehung 

der Zuständigkeitsordnung gegeben wäre, erwiese sich der Einwand als nicht 

stichhaltig. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer kann im Rückzug des 

ersten Gesuchs im Hinblick auf die veränderte Zuständigkeit kein Rechtsmissbrauch 

erblickt werden. Das Rechtsmissbrauchsverbot ist Teil des Grundsatzes von Treu und 

Glauben. Rechtsmissbrauch liegt namentlich dann vor, wenn ein Rechtsinstitut 

zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen verwendet wird, die dieses 

Rechtsinstitut nicht schützen will (Häfelin/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. 

Aufl., Zürich 2002, Rz. 715 f.). Dies ist vorliegend nicht der Fall; es verhält sich nicht 

wesentlich anders, als wenn im Hinblick auf eine lex mitior ein Gesuch zurückgezogen 

wird, was ebenfalls ohne weiteres zulässig ist. Am Gesagten vermögen auch die 

übergangsrechtlichen Regelungen nichts zu ändern, welche für am 1. Januar 2000 

hängige Gesuche die Zuständigkeit des BUWAL vorsehen. Sinn und Zweck dieser 

Übergangsregelungen ist die Vermeidung von unnötigen Verzögerungen von 

Bewilligungsgesuchen. Sie schliessen aber den Rückzug von bereits anhängigen 

Gesuchen keineswegs aus. Als unbegründet erweist sich im weiteren der Einwand der 

Beschwerdeführer, das Rodungsgesuch sei nach wie vor beim BUWAL hängig. Den 

Akten kann entnommen werden, dass die Beschwerdegegnerin am 23. März 2000 

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beim kantonalen Forstamt ein neues Rodungsgesuch gestellt hat. Daraufhin hat das 

Forstamt mit Schreiben vom 28. März 2000 das BUWAL gestützt auf Art. 6 Abs. 2 lit. a 

WaG zur Stellungnahme aufgefordert. Unter diesen Umständen kann nicht von einer 

andauernden Zuständigkeit des BUWAL ausgegangen werden.

e) aa) Zu prüfen bleibt der Einwand der Beschwerdeführer, die Vorinstanz sei auf die 

Rüge der unzulässigen Umgehung der Zuständigkeitsordnung betreffend 

Rodungsbewilligung nicht eingegangen und habe dadurch das rechtliche Gehör 

verletzt.

bb) Ein Mindestanspruch auf Begründung folgt aus dem Anspruch auf rechtliches 

Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 

SR 101, abgekürzt BV; Art. 15 f. VRP). Der Anspruch auf Begründung verlangt, dass die 

Behörde die Vorbringen der vom Entscheid Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und 

ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Den Anforderungen ist 

Genüge getan, wenn die Betroffenen in die Lage versetzt werden, die Tragweite der 

Entscheidung zu beurteilen und sie in voller Kenntnis der Umstände an eine höhere 

Instanz weiterzuziehen. Die Behörde ist aber nicht verpflichtet, sich zu jedem 

Rechtsvorbringen der Parteien zu äussern. Vielmehr kann sie sich auf die für den 

Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. Es genügt, wenn ersichtlich ist, 

von welchen Überlegungen sich die Behörde leiten liess (Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 

1'706 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Der Gehörsanspruch 

ist formeller Natur und führt bei einer Verletzung grundsätzlich zur Aufhebung des 

betreffenden Entscheides (kritisch: H. Seiler, Abschied von der formellen Natur des 

rechtlichen Gehörs, in: SJZ 2004, S. 377 ff.). Eine Heilung des Mangels im 

Rechtsmittelverfahren wird aber in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als 

zulässig erachtet, wenn die Rechtsmittelinstanz über die gleiche Kognition verfügt wie 

die Vorinstanz und wenn dem Betroffenen die gleichen Mitwirkungsrechte zustehen. Im 

Kanton St. Gallen gilt die gleiche Praxis (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 990 mit Hinweisen 

auf die bundesgerichtliche und kantonale Rechtsprechung).

cc) Es trifft zu, dass die Vorinstanz im Beschluss Nr. 243 den Einwand der Rekurrenten, 

die Zuständigkeitsordnung sei in bezug auf die Rodungsbewilligung in unzulässiger 

Weise umgangen worden, nicht behandelt hat. Ob es sich dabei um eine 

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Gehörsverletzung handelt, kann indes offen bleiben. Eine solche wäre nämlich im 

Beschwerdeverfahren geheilt worden, nachdem sich das Verwaltungsgericht in den 

vorstehenden Ausführungen mit dem Einwand der Beschwerdeführer 

auseinandergesetzt hat und es sich dabei um eine Rechtsfrage handelt, welche das 

Verwaltungsgericht mit voller Kognition überprüft (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 732).

4./ a) Die Beschwerdeführer machen geltend, der Abbauplan verstosse gegen den 

Zonenplan und sei ohne vorgängige Zonenplanänderung unzulässig. Indem nur das 

bisherige Steinbruchareal dem übrigen Gemeindegebiet, das gesamte angrenzende 

Gebiet aber der Landwirtschaftszone zugeteilt worden sei, enthalte der Zonenplan eine 

raumplanerische Grundordnung, die eine Erweiterung bzw. einen neuen Steinbruch 

bewusst nicht vorsehe und nicht gestatte. Der Erlass und das Inkrafttreten des 

Zonenplanes zu einem Zeitpunkt, als das Vorhaben für einen weiteren Steinbruch 

bereits bekannt gewesen sei, begründe in jeden Fall ein berechtigtes Vertrauen der 

Bevölkerung, dass ohne Zonenplanänderung ein Steinbruch in der 

Landwirtschaftszone nicht zulässig sei. Im weiteren würde der angefochtene 

Abbauplan auch eine Änderung der kommunalen Schutzverordnung bedingen. Daran 

vermöge auch die fehlende Genehmigung durch das Baudepartement nichts zu 

ändern. Schliesslich wird geltend gemacht, das Sondernutzungsplanverfahren trage 

der Mitsprache der Bevölkerung im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über die 

Raumplanung (SR 700, abgekürzt RPG) nicht genügend Rechnung, soweit der 

Abbauplan von der raumplanerischen Grundordnung abweiche. Dazu sei ein 

fakultatives Referendum wie beim Zonenplanverfahren erforderlich.

b) aa) Gemäss Art. 28quater Abs. 1 des Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG) 

werden Kies- und Lehmgruben sowie Steinbrüche aufgrund eines Abbauplans 

bewilligt. Der Plan ordnet den Abbau und in den Grundzügen die Endgestaltung. Beim 

Abbauplan handelt es sich um einen Sondernutzungsplan im Sinne von Art. 22 ff. 

BauG. Als solcher untersteht er im Gegensatz zum Zonenplan (vgl. Art. 30 BauG) nicht 

dem fakultativen Referendum. Ein spezielle Zone für Abbaugebiete kennt das st. 

gallische Baugesetz nicht.

bb) Der geplante neue Steinbruch liegt in der Landwirtschaftszone, wo er sich 

unbestrittenermassen als nicht zonenkonform erweist. Grundsätzlich können 

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zonenfremde Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone nur aufgrund der 

Ausnahmebestimmungen von Art. 24 ff. RPG bewilligt werden. Allerdings dürfen nach 

der Rechtsprechung des Bundesgerichts für Anlagen, die ihrer Natur nach nur in einem 

Planungsverfahren angemessen erfasst werden können, keine Ausnahmebewilligungen 

erteilt werden. Unter die Planungspflicht fallen insbesondere auch grössere 

Abbauvorhaben (BGE 123 II 93 mit weiteren Hinweisen; unveröffentlichter BGE vom 23. 

Februar 2004 1A. 115/2003 Erw. 2.3 mit weiteren Hinweisen). In bezug auf die 

Anforderungen an die Planungspflicht hat das Bundesgericht entschieden, dass eine 

umfassende Beurteilung sämtlicher raum- und umweltschutzrelevanter Gesichtspunkte 

vorzunehmen ist und vorsorglich auch die Anliegen des Umweltschutzes 

mitzuberücksichtigen sind. Dabei sind mindestens dieselben Anforderungen zu 

beachten, die auch zu berücksichtigen wären, wenn Art. 24 RPG zur Anwendung 

gelangen würde. Massgeblich ist, ob die Planungsmassnahme den Zielen und 

Grundsätzen der Nutzungsplanung gemäss RPG entspricht. Daneben ist der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Koordinationspflicht in geeigneter Weise 

Rechnung zu tragen (BGE 124 II 393, 120 Ib 213). In formeller Hinsicht ist neben der 

Festsetzung des Standortes auf Richtplanstufe auch die Festsetzung in einem 

kantonalen Nutzungsplan erforderlich. Dabei kommt nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts wohl am ehesten ein Sondernutzungsplan in Frage (unveröffentlichter 

BGE vom 23. Februar 2004 1A. 115/2003 Erw. 2.4; BGE 116 Ib 55 in bezug auf eine 

Deponie).

cc) Mit Blick auf die dargelegte bundesgerichtliche Rechtsprechung ist es nicht 

nachvollziehbar, inwiefern die Überlagerung der Landwirtschaftszone durch einen 

Abbauplan im Sinne von Art. 28quater BauG nicht bundesrechtskonform sein soll. 

Wesentlich ist nach der dargelegten bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass eine 

umfassende Beurteilung sämtlicher raum- und umweltschutzrelevanter Gesichtspunkte 

vorgenommen wird. Diesen Anforderungen genügt der Abbauplan nach Art. 28quater 

BauG. Auch in anderen Kantonen sind Sondernutzungspläne vielfach Voraussetzung 

für die Realisierung von Abbauvorhaben (vgl. P. Hänni, Planungs-, Bau- und 

besonderes Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002, S. 227; vgl. ferner § 44a des 

zürcherischen Planungs- und Baugesetzes betreffend Gestaltungspläne, welche die 

Materialgewinnung und -ablagerung regeln). Folglich steht der Umstand, dass sich das 

Steinbruchareal in der Landwirtschaftszone befindet, der Verwirklichung des Projektes 

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nicht entgegen. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass beim Abbauplan anders als 

beim Überbauungs- und Gestaltungsplan die Grenzen der materiellen 

Zonenplanänderung überschritten werden und kein Referendum möglich ist. Wie 

bereits die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, verlangt das Bundesgericht nicht, 

dass jeder Nutzungsplan im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren beschlossen 

werden muss. Das Verfahren des Sondernutzungsplanes trägt der Mitsprache der 

Gemeinden und der Bevölkerung im Sinne von Art. 2 und 4 RPG ausreichend 

Rechnung und genügt auch den Rechtsschutzanforderungen von Art. 33 RPG (BGE 

117 Ia 362). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer entspricht somit der 

Abbauplan nach Art. 28quater BauG den bundesrechtlichen Anforderungen gemäss 

der höchstrichterlichen Rechtsprechung (ABl 1994 S. 2258; B. Heer, St. Gallisches 

Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 166); der Einwand der Beschwerdeführer, 

wonach das Projekt eine Zonenplanänderung voraussetze, erweist sich somit als 

unbegründet.

c) Die kommunale Schutzverordnung der politischen Gemeinde Sevelen von 1990 

wurde vom Baudepartement bezüglich des Abbauplangebiets unbestrittenermassen 

noch nicht genehmigt (vgl. Art. 31 BauG) und ist damit noch nicht rechtsgültig (Art. 6 

Abs. 1 des Gemeindegesetzes, sGS 151.2, abgekürzt GG). Die kantonale 

Genehmigung von rechtssetzenden Erlassen der Gemeinden ist nach st. gallischem 

Recht konstitutiv, d.h., die genehmigungspflichtigen Erlasse der Gemeinde werden erst 

rechtsgültig, wenn sie die departementale Genehmigung erhalten haben. Dies ergibt 

sich insbesondere aus dem Wortlaut von Art. 6 Abs. 1 und Art. 233 Abs. 1 GG, wonach 

die Rechtsgültigkeit des Erlasses mit der departementalen Genehmigung eintritt, und 

wird zum anderen bestätigt durch die Gesetzesmaterialien (H.R. Arta, Die 

Zuständigkeitsordnung nach st. gallischem Gemeindegesetz in der politischen 

Gemeinde mit Bürgerversammlung, Diss. St. Gallen 1990, S. 92 f. mit weiteren 

Hinweisen). Indem die Rechtsgültigkeit eines Erlasses an die departementale 

Genehmigung geknüpft ist, kann ein kommunaler Erlass vor der Genehmigung keine 

Rechtswirkungen entfalten (VerwGE vom 10. Juni 2004 i.S. politische Gemeinde St.G.). 

Somit erweist sich auch der Hinweis der Beschwerdeführer auf die kommunale 

Schutzverordnung als nicht stichhaltig.

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5./ a) Die Beschwerdeführer machen im weiteren geltend, der UVB sei in verschiedener 

Hinsicht mangelhaft und unvollständig. Diese Rüge sei bereits im Einspracheverfahren 

erhoben worden, wobei der Gemeinderat in seinem Entscheid vom 25. Mai/25. Juni 

2001 darauf überhaupt nicht eingegangen sei. In der Folge seien die Rügen im 

Rekursverfahren unter Angabe von konkreten Verweisen auf die 

Einsprachebegründung erneut vorgebracht worden. Trotzdem habe die Vorinstanz die 

entsprechenden Rügen nicht behandelt und beurteilt. Die Streitsache sei deshalb unter 

Aufhebung der angefochtenen Entscheide an die Vorinstanz zurückzuweisen. In 

materieller Hinsicht gehöre zu einem vollständigen UVB die Beurteilung der 

Auswirkungen des mit dem Abbau verbundenen Werkverkehrs, wobei bekannt sein 

müsse, wohin sich dieser abwickle und wo das abgebaute Material weiter aufbereitet 

werde. Ohne diese Angaben könne zur Prüfung der Umweltverträglichkeit jedenfalls 

nicht mit einer Werkverkehrsverteilung von 80% nach Buchs gerechnet werden, 

sondern es müsse auch davon ausgegangen werden, dass sich der gesamte 

Werkverkehr nach und durch Sevelen zu einem allenfalls möglichen, jedoch nicht 

abgeklärten Bahnverlad bzw. weiteren Strassentransport abwickeln werde. Sodann 

schwiegen sich der UVB, die UVP und die angefochtenen Rekursentscheide darüber 

aus, in welchen Mengen Materialbeschaffungen zwecks Wiederauffüllung und 

Rekultivierung des Abbaugebietes erforderlich seien, wie es sich mit einer 

diesbezüglichen Sicherstellung des erforderlichen Materials innert nützlicher Frist 

verhalte, mit welchem Zeitraum bis zum Vorliegen der geplanten Endgestaltung zu 

rechnen sei und welche Verkehrsimmissionen der nötige Materialzutransport mit sich 

bringe. Weder der Gemeinderat noch die Vorinstanz hätten sich mit den 

entsprechenden Rügen befasst. Schliesslich wird gerügt, der UVB und die 

Rodungsbewilligung verletzten Art. 6 Abs. 1 lit. b WaV (richtig: Art. 6 Abs. 2 lit. b WaV), 

weil nur die mit dem neuen Abbau verbundenen Rodungsflächen und nicht auch die 

Rodungsflächen, welche vom alten Steinbruch herrührten, miteinberechnet worden 

seien. Ausserdem würden zur Berechnung der Ersatzaufforstungsflächen auch solche 

Flächen hinzugezogen, welche aufgrund der Rodungen im alten Steinbruch bereits 

vorgeschrieben seien und daher nicht ein zweites Mal als Ersatzaufforstungsfläche 

gerechnet werden dürften. Die Vorinstanz sei auf die entsprechende Rüge nur 

unvollständig und unzutreffend eingegangen, weshalb auch in dieser Hinsicht eine 

Rückweisung der Streitsache an die Vorinstanz notwendig sei.

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b) aa) Das Verwaltungsgericht lehnt es in ständiger Rechtsprechung ab, dass anstelle 

einer Begründung pauschal auf die vorinstanzlichen Eingaben verwiesen wird. Ein 

solcher Verweis ist ungenügend, da aus ihm nicht hervorgeht, in welchen Punkten und 

weshalb der Entscheid der Vorinstanz angefochten wird. Es ist nicht Aufgabe der 

Rechtsmittelinstanz, in vorinstanzlichen Eingaben der Beteiligten nach Gründen zu 

suchen, weshalb der angefochtene Entscheid unrichtig sein könnte. Dies hat der 

Rechtssuchende durch die Begründung zumindest in groben Zügen zu bezeichnen. Für 

einzelne Punkte kann es jedoch genügen, auf bestimmte, genau bezeichnete 

Ausführungen in den früheren Eingaben zu verweisen (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 921 

mit Hinweis auf GVP 2000 Nr. 49).

bb) In der Eingabe vom 30. August 2001 an die Vor-instanz wurde geltend gemacht, in 

der Einsprache vom 25. April 2000 sei in den Kapiteln B und C, S. 5 bis 12, in 

mehrfacher Hinsicht die Unvollständigkeit und das Ungenügen des UVB und des 

Abbauplanes gerügt worden. Der Gemeinderat sei in seinem Gesamtentscheid darauf 

nicht eingegangen, was eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstelle. Im weiteren 

wurde festgehalten, dass die in der Einsprache vom 25. April 2000 erhobenen Rügen 

erneuert würden und in der Rekursbegründung darauf als integrierender Bestandteil 

verwiesen werde.

cc) Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde vom 18. Juni 2004 genügt der 

Verweis in der Eingabe vom 30. August 2001 den dargelegten Anforderungen an die 

Begründungspflicht nicht. Die Erneuerung der Rügen und der Verweis erfolgten 

pauschal im Hinblick auf die Einsprache vom 25. April 2000. Bestimmte, genau 

bezeichnete Angaben, für welche der Verweis gelten sollte, fehlen. Die Ausführungen 

zu den Rügen in den Kapiteln B und C, S. 5 bis 12, in der Einspracheschrift beziehen 

sich auf die geltend gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs. Angesichts der 

strengen Voraussetzungen, die an die Zulässigkeit von Verweisen auf vorinstanzliche 

Eingaben zu stellen sind, war die Regierung nicht gehalten, weitere Einwände als die in 

der Rekursschrift erhobenen zu behandeln. Die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör erweist sich deshalb als unbegründet.

c) Die Vorinstanz hat im Beschluss Nr. 245 vom 27. April 2004 klargestellt, dass der 

Abbauplan keine Weiterverarbeitung des Gesteins im Steinbruch vorsieht und zulässt 

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(Erw. 11 b). Gemäss UVB werden Vorgrundsteine, Mauersteine für Lärmschutzwälle 

sowie Koffer- und Planiermaterial direkt zum Verbraucher gefahren. Dementsprechend 

wird davon ausgegangen, dass sich der Verkehr auf der Kantonsstrasse Sevelen-

Buchs zu 10% Richtung Sevelen und zu 90% Richtung Buchs abwickeln wird. Im 

weiteren wird angenommen, dass 70% der Fahrten zum Werk Buchs und 30% direkt 

zum Verbraucher unternommen werden. Gründe, die zu Zweifeln an den Grundlagen 

und Annahmen im UVB berechtigen würden, werden von den Beschwerdeführern nicht 

geltend gemacht und sind auch nicht ersichtlich; letzteres gilt um so mehr, als 

bezüglich der Anzahl Fahrten keine Änderung gegenüber dem früheren 

Steinbruchbetrieb geplant ist (vgl. Ziff. 6.2 des UVB vom 14. Februar 2000, S. 19 f.). 

Wesentlich ist indes, dass die Beschwerdeführer über kein schutzwürdiges Interesse 

an der Klärung der Frage verfügen, wie sich der Verkehr auf der Hauptstrasse im 

einzelnen aufteilen wird. Zum einen sind die Beschwerdeführer vom Verkehr auf der 

Kantonsstras-se nicht stärker betroffen als die Allgemeinheit. Zum andern sind 

entsprechend dem UVB auf der Kantonsstrasse in lärmmässiger Hinsicht keine 

Änderungen zu erwarten (vgl. UVB vom 14. Februar 2000, Ziff. 12.1.1, S. 42). Insofern 

ist der Einwand der Beschwerdeführer, der UVB erweise sich hinsichtlich der weiteren 

Materialaufbereitung und des zu erwartenden Werkverkehrs als mangelhaft, 

unbegründet.

d) Als nicht stichhaltig erweist sich sodann die Rüge der Beschwerdeführer, der UVB 

befasse sich ausschliesslich mit den Auswirkungen des Gesteinsabbaus selbst. So 

wird im UVB unter Ziff. 2.3, S. 6, das Konzept der Endgestaltung erläutert und auf den 

zeitlichen Ablauf wird unter Ziff. 5.1 f., S. 15 f., eingegangen. Dabei wird zwischen dem 

zukünftigen Abbau sowie der Endgestaltung unterschieden. Die Arbeiten für die 

Endgestaltung sind im UVB in den Jahren 2010 bis 2055 vorgesehen (vgl. Ziff. 4 

"Vorgenommene Aktualisierungen", S. 5), wobei sich dieser Zeitplan im Zuge der 

Rechtsmittelverfahren entsprechend verschieben dürfte. Im weiteren wird in bezug auf 

den Bodenschutz ausgeführt, dass aufgrund des Abbaus und der Rekultivierung in 

Etappen die Möglichkeit bestehe, vor Ort gewachsenes Bodenmaterial direkt, d.h. ohne 

Zwischenlagerung, von der Abbau- in die Rekultivierungszone zu transferieren. Bei der 

Rekultivierung soll kein nährstoffreiches Oberbodenmaterial aus 

Landwirtschaftsflächen der Tallagen verwendet werden, weil die Entwicklung von 

Vegetationsbeständen auf Magerstandorten angestrebt wird (Ziff. 7.2, S. 22). Von den 

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Beschwerdeführern befürchtete Verkehrsimmissionen im Zusammenhang mit 

Materialzutransporten können somit ausgeschlossen werden. Schliesslich kann der 

Vorinstanz keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vorgeworfen werden, 

nachdem diese erwogen hat, dass sich alle wesentlichen Elemente der Endgestaltung 

in ihren Einzelheiten aus dem UVB bzw. den Plänen ergeben würden (vgl. Erw. 11 a des 

Beschlusses Nr. 245 vom 27. April 2004).

e) Art. 6 Abs. 2 lit. b WaV besagt, dass zur Rodungsfläche, nach der sich die Pflicht zur 

Anhörung des Bundesamtes bestimmt (Art. 6 Abs. 2 WaG), alle Rodungen zu rechnen 

sind, die in den letzten fünfzehn Jahren vor der Einreichung des Rodungsgesuchs für 

das gleiche Werk ausgeführt wurden oder noch ausgeführt werden dürfen. Gemäss Art. 

6 Abs. 2 WaG ist das BUWAL vor der Erteilung einer Rodungsbewilligung durch eine 

kantonale Behörde anzuhören, wenn die Rodungsfläche grösser als 5'000 m2 ist. 

Letzteres ist vorliegend unbestrittenermassen der Fall, weshalb das BUWAL 

vorschriftsgemäss zur Stellungnahme eingeladen wurde. Eine Verletzung von Art. 6 

Abs. 2 lit. b WaV liegt somit nicht vor. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer 

stellt Art. 6 Abs. 2 lit. b WaV keine Grundlage für Wiederaufforstungsverpflichtungen für 

bereits erfolgte Rodungen im Zusammenhang mit dem alten Steinbruch dar. 

Ausserdem ist nicht nachvollziehbar, inwiefern zur Berechnung der 

Ersatzaufforstungsfläche auch solche Flächen miteingerechnet worden sein sollen, 

welche aufgrund der Rodungen im alten Steinbruch bereits vorgeschrieben seien. Im 

gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine konkreten Flächen für die Aufforstung des alten 

Steinbruchs ausgeschieden (vgl. Verfügung des Gemeinderates Sevelen vom 18. 

August 1998). Schliesslich liegt auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör vor, nachdem die Vorinstanz in den angefochtenen Entscheiden (vgl. Beschluss 

Nr. 245 Erw. 12 a bb bzw. Beschluss Nr. 243 Erw. 8 a bb) zur Auffassung gelangt ist, 

dass die Ausnahmebewilligung für die etappenweise Rodung und Ersatzaufforstung im 

Gebiet des bestehenden Steinbruchs und des neuen Abbaustandortes rechtmässig sei.

6./ a) Die Beschwerdeführer beanstanden im weiteren, die von der Vorinstanz 

vorgenommene Interessenabwägung zwischen der Zulassung des angefochtenen 

Abbauplans und des Gebotes der ungeschmälerten Erhaltung des Schutzgebietes und 

BLN-Objektes nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Natur- und 

Heimatschutz (SR 451, abgekürzt NHG) sei in mehrfacher Hinsicht unvollständig, nicht 

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sachgerecht und mangelhaft. Namentlich müsse der Abbau auf Hartsteingewinnung 

der ersten Qualität beschränkt werden, da nur darin allenfalls ein Interesse von 

nationaler Bedeutung liege, welches den Abbau rechtfertige. Ein weitergehender Abbau 

und eine damit verbundene sachlich und zeitlich grössere Zerstörung und 

Beeinträchtigung des Schutzgebietes sei zum vornherein nicht zu bewilligen. Sodann 

seien in Verletzung von Art. 2 lit. b der Verordnung über die Raumplanung (SR 700.1, 

abgekürzt RPV) keine alternativen Standorte für den Abbau von Hartgestein der ersten 

Qualität geprüft worden. Entsprechend den Ergebnissen des Gutachtens Baugeologie 

erweise sich das Abbauplangebiet im südlichen bzw. südöstlichen Bereich des 

Abbaugebiets und darüber hinaus für einen Hartgesteinsabbau der ersten Qualität als 

besonders geeignet. Unhaltbar sei in diesem Zusammenhang der Hinweis der 

Vorinstanz auf das kantonale Abbaukonzept und den kantonalen Richtplan. Das 

Abbaukonzept und in der Folge der kantonale Richtplan folgten ausschliesslich den 

Abklärungen und Planungen der Beschwerdegegnerin. Sodann habe die Vorinstanz bei 

ihrer Interessenabwägung für die Beurteilung des Interesses am Steinbruch Campiun 

ausschliesslich auf Stellungnahmen des FSK, VSH, ASTRA und TBA abgestellt. All 

diese Organisationen, Verbände und Amtsstellen hätten in einem hohen Masse eigene 

Interessen wirtschaftlicher Natur an einer Bewilligung möglichst vieler Hartsteinbrüche. 

Auch habe die Vorinstanz bei der Interessenabwägung zu Unrecht auf den UVB und die 

Stellungnahme der kantonalen UVP-Fachstelle abgestellt. Insbesondere sei die 

Regierung zu Unrecht davon ausgegangen, die Beschwerdeführer würden die 

Behauptung nicht bestreiten, Rans und Oberräfis würden durch den neuen Steinbruch 

entlastet. Schliesslich werde im angefochtenen Entscheid unzutreffend ausgeführt, die 

Rekultivierung des alten Steinbruchareals sei ohne den Abbauplan im Hinblick auf 

langwierige Rechtsmittelverfahren nicht absehbar. Nachdem die Verfügung des 

Gemeinderates Sevelen vom 18. August 1998 rechtskräftig geworden sei, sei über die 

Renaturierungspflicht und -möglichkeit im alten Steinbruch längst rechtskräftig 

entschieden worden. In der Replik vom 15. September 2004 stellen sich die 

Beschwerdeführer auf den Standpunkt, der von der Beschwerdegegnerin eingereichte 

Schlussbericht des Mediators "Runder Tisch Hartsteinbrüche – Landschaftsschutz" 

vom 31. Januar 2003 (Beilage 1 der Beschwerdegegnerin, abgekürzt Schlussbericht 

des Mediators) stelle keinen Beweis dar für einen drohenden Versorgungsnotstand mit 

Hartgestein erster Qualität. Aus-serdem sei das Versorgungsinteresse in bezug auf den 

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geplanten Steinbruch völlig unbedeutend, da der Beitrag von Campiun bei einer 

gesamtschweizerischen Sichtweise vernachlässigbar sei.

b) Das Verwaltungsgericht ist nur zur Rechtskontrolle befugt (Art. 61 Abs. 1 VRP); eine 

Ermessenskontrolle gegenüber den Verwaltungsbehörden steht ihm dagegen nicht zu. 

Dies bedeutet, dass es den Ermessensspielraum der Verwaltungsbehörden zu 

respektieren hat. Das Verwaltungsgericht darf daher in einem Planerlassverfahren nur 

eingreifen, wenn Rechtsnormen und -grundsätze verletzt werden. Soweit es um die 

Ausübung des pflichtgemässen Ermessens geht, ist ihm eine Korrektur hingegen 

verwehrt. Das Verwaltungsgericht ändert einen sachlich haltbaren und zweckmässigen 

Planungsentscheid selbst dann nicht ab, wenn es eine andere Lösung als ebenso 

zweckmässig erachtet oder sogar bevorzugen würde (vgl. GVP 1996 Nr. 9; VerwGE 

vom 17. November 1997 i.S. P.M. und andere sowie VerwGE vom 16. März 2000 i.S. 

M.W.).

c) aa) Gemäss Art. 6 Abs. 1 NHG wird durch die Aufnahme eines Objektes von 

nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes dargetan, dass es in besonderem 

Masse die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von 

Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche 

Schonung verdient. Ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne der 

Inventare darf nach Art. 6 Abs. 2 NHG bei Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in 

Erwägung gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwertige Interessen 

von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen.

bb) Grundsätzlich ist festzuhalten, dass zwischen den Beteiligten nicht mehr umstritten 

ist, dass das Abbauvorhaben zu einem Abweichen vom Gebot der ungeschmälerten 

Erhaltung nach Art. 6 Abs. 1 NHG führen würde. Es ist sodann unwidersprochen, dass 

das Projekt nur zulässig ist, wenn einerseits ein gleich- oder höherwertiges, ebenfalls 

nationales Interesse am Abbau des Hartschotters besteht und anderseits eine 

Gesamtinteressenabwägung zwischen dem Eingriffs- und Erhaltungsinteresse den 

Ausschlag zugunsten des Abbaus gibt. Die Beschwerdeführer bestreiten hingegen das 

Vorhandensein eines Versorgungsnotstandes in bezug auf Hartschotter der ersten 

Qualität und ein Versorgungsinteresse von nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 6 

Abs. 2 NHG am geplanten Abbau in Campiun. Ausserdem machen sie mit dem 

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Hinweis, der Abbau sei - wenn schon - auf den Abbau von Hartgestein der ersten 

Qualität zu beschränken, sinngemäss geltend, der Grundsatz der grösstmöglichen 

Schonung gemäss Art. 6 Abs. 1 NHG sei nicht eingehalten.

cc) Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer hat der Versorgungsnotstand in 

bezug auf Hartgestein der ersten Qualität als ausgewiesen zu gelten. Gemäss 

Schreiben des FSK vom 28. Februar 2002 reichen die bewilligten Reserven 

gesamtschweizerisch bei gleichbleibendem Verbrauch noch rund zehn Jahre (vorinst. 

act. 23 bzw. 27). Von ähnlichen Werten wird im Schlussbericht des Mediators 

ausgegangen (S. 12). Die Zweifel der Beschwerdeführer hinsichtlich der 

Beweistauglichkeit der Angaben und Feststellungen im Schlussbericht des Mediators 

sind unbegründet. Am "runden Tisch" war neben Produzenten und Abnehmern mit 

dem BUWAL und der ENHK auch die Schutzseite vertreten, weshalb von der 

inhaltlichen Ausgewogenheit des Berichts ausgegangen werden kann. Dem Einwand, 

der Steinbruch Campiun vermöchte nur einen bescheidenen Beitrag zur nationalen 

Versorgung zu leisten, ist entgegenzuhalten, dass in erster Linie auf die regionale 

Versorgung abzustellen ist. So beruht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

die Landesversorgung mit Kies auf der Versorgung der Regionen (unveröffentlichter 

BGE vom 27. Juni 1984 i.S. Einwohnergemeinde Neuheim, Erw. 5b bb). Dies hat auch 

hinsichtlich der Versorgung mit Hartgestein erster Qualität zu gelten, auf welche die 

SBB und die Bauwirtschaft angewiesen sind. Gerade für die SBB sind Schotterbezüge 

über grosse Distanzen mit Blick auf die umständlichen und teuren Transporte sowie 

Lagerhaltungen problematisch. Hinzu kommt, dass lange Transportwege die Umwelt 

belasten (vgl. Schreiben der SBB vom 28. Oktober 1997, Anhang 3 zum UVB, S. 3). 

Auch im Schlussbericht des Mediators ist festgehalten, dass eine gute geografische 

Verteilung der Abbaustandorte erforderlich ist, wenn Wert auf kurze Transportdistanzen 

gelegt wird (S. 12), und im Bericht ASTRA wird ausgeführt, dass die Transportkosten in 

den nächsten Jahren unter ökologischen Gesichtspunkten steigen werden, weshalb 

der regionalen Versorgung grössere Bedeutung erwächst (S. 27). Campiun ist für die 

Ostschweiz, wo unwidersprochen ein erhebliches Manko an Abbaustandorten besteht 

(Schlussbericht des Mediators, S. 12; Bericht ASTRA, S. 105), und damit für die 

Versorgung der Region von entscheidender Bedeutung. Hinzu kommt, dass die 

heutigen Abbaureserven bei gleichbleibendem Bedarf, wie dargelegt, nur noch für die 

nächsten zehn bis zwölf Jahre ausreichen. Vor diesem Hintergrund ist der Beitrag von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/32

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Campiun auch im Rahmen einer gesamtschweizerischen Betrachtung nicht 

vernachlässigbar. Unter diesen Umständen kann der Vorinstanz keine 

Rechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie dem zu beurteilenden Abbauvorhaben 

nationale Bedeutung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG zugemessen hat.

dd) Art. 6 NHG schliesst nicht jede Veränderung der Inventarobjekte aus. Ein Eingriff 

kann aber in jedem Fall nur dann erlaubt werden, wenn neben allen anderen 

Voraussetzungen auch das Gebot der grösstmöglichen Schonung erfüllt wird (J. 

Leimbacher, Kommentar NHG, Zürich 1997, N 8 zu Art. 6). Grösstmögliche Schonung 

verlangt dabei nach der bundesgerichtlichen Praxis in erster Linie, dass sich das 

Projekt in Ausmass und Gestaltung an die unumgänglich notwendigen Mindestmasse 

hält. Der geplante Eingriff in das Inventarobjekt darf mit anderen Worten nicht weiter 

gehen, als dies zur Erreichung des Ziels erforderlich ist, und es dürfen keine 

ungeeigneten oder überflüssigen schädigenden Massnahmen ergriffen werden 

(Leimbacher, a.a.O., N 9 zu Art. 6; URP 2003, S. 241 mit Hinweis auf BGE 127 II 282 ff. 

und 115 Ib 145).

ee) Dem geologischen Gutachten vom 23. September 1998/9. Oktober 1998 kann 

entnommen werden, dass das Projekt in der engeren Umgebung in hohem Masse an 

den Standort gebunden ist und der projektierte Perimeter das örtliche Vorkommen an 

nutzbaren Gesteinen optimal abdeckt. Das Vorkommen wird bergseits (gegen Westen) 

und gegen Süden praktisch vollständig ausgeschöpft; eine Erweiterung gegen Norden 

fällt wegen der mangelnden Gesteinsqualität ausser Betracht. Weitere nutzbare 

Gesteine liegen nur zwischen dem jetzigen Steinbruchprojekt und der Siedlung Rans 

(S. 4). Auch das Gutachten der Baugeologie Chur vom 28. November 2003 bestätigt 

das Vorhandensein der abbauwürdigen Gesteinsschichten südlich des alten 

Steinbruchs. Hinsichtlich Lage und Fläche ist deshalb davon auszugehen, dass der 

neue Steinbruch die Voraussetzung der grösstmöglichen Schonung gemäss Art. 6 Abs. 

1 NHG erfüllt. Bezüglich der von den Beschwerdeführern angesprochenen Tiefe des 

geplanten Abbaus fällt in Betracht, dass der Hartgesteinsanteil erster Qualität etwa 

42% des Abbauvolumens ausmacht. Der Rest betrifft im wesentlichen Gestein der 

zweiten Qualität in tiefer liegenden Schichten. In bezug auf die Frage, ob neben dem 

Abbau von Gesteinsmaterial der ersten Qualität, welcher im nationalen Interesse steht, 

im Hinblick auf die grösstmögliche Schonung auch ein Abbau von Gestein der zweiten 

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Qualität gestattet ist, ist zu berücksichtigen, dass sich die grösstmögliche Schonung 

entsprechend dem Wortlaut von Art. 6 Abs. 1 NHG ausdrücklich "unter Einbezug von 

Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen" beurteilt. Dabei fällt in 

Betracht, dass vorliegend mit Blick auf die mit dem Inventar verfolgten Schutzziele 

(Erhaltung der vielfältig strukturierten Natur- und Kulturlandschaften mit ihren 

charakteristischen Elementen, Erhaltung der wertvollen Wälder und der mosaikartig 

vernetzten Lebensräume) die vom Abbauvorhaben betroffene Fläche und nicht die 

Tiefe des Bruchs im Vordergrund steht. Wie vorstehend dargelegt, ist beabsichtigt, den 

Boden durch vor Ort gewachsenes Bodenmaterial wieder aufzufüllen. Für das Resultat 

der Endgestaltung ist die Menge des aufgeschütteten Materials von untergeordneter 

Bedeutung. Hinzu kommt, dass teilweise auch das Gesteinsmaterial der Oberen 

Gamserschichten und Niederischichten für Anwendungen mit einem hohen 

Anforderungsgrad verwendet werden kann (Gutachten Baugeologie Chur vom 28. 

November 2003, S. 9). Das nationale Interesse beschränkt sich somit nicht 

ausschliesslich auf die Brisischicht. Schliesslich fällt in Betracht, dass die Erweiterung 

eines bestehenden Steinbruchs, wo in der Regel zumindest ein Teil der nötigen 

Infrastruktur bereits vorhanden ist, in ökologischer Hinsicht generell verträglicher ist als 

der Abbau in einem bislang gänzlich intakten Gebiet. Auch in dieser Hinsicht ist somit 

das Erfordernis der grösstmöglichen Schonung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 NHG erfüllt, 

und der Einwand der Beschwerdeführer, der Abbau sei auf Gestein der ersten Qualität 

zu beschränken, erweist sich als unbegründet.

d) aa) Gemäss Art. 2 lit. b RPV sind bei der Nutzungsplanung Alternativen und 

Varianten zu prüfen. Ferner darf auch gemäss Art. 5 Abs. 2 lit. a WaG eine 

Rodungsbewilligung nur erteilt werden, wenn der Gesuchsteller nachweist, dass das 

Werk, für das gerodet werden soll, auf den vorgesehenen Standort angewiesen ist. 

Soweit die Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang Versäumnisse geltend 

machen, fällt zunächst in Betracht, dass, wie vorstehend ausgeführt, namentlich im 

geologischen Gutachten vom 23. September 1998/9. Oktober 1998 festgestellt wurde, 

dass der projektierte Perimeter das örtliche Vorkommen an nutzbaren Gesteinen 

optimal abdeckt. Das Vorkommen wird bergseits, d.h. gegen Westen, und gegen 

Süden praktisch vollständig erschöpft, gegen Norden musste wegen mangelnder 

Gesteinsqualität auf eine Erweiterung verzichtet werden. Der Einwand der 

Beschwerdeführer, die Interessenabwägung sei unvollständig und könne ohne die 

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Prüfung der Lagen im südlichen bzw. südöstlichen Bereich des geplanten 

Abbaugebietes nicht gutgeheissen werden, entbehrt unter diesen Umständen einer 

sachlichen Grundlage.

bb) Im weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Regierung am 19. November 1996 das 

kantonale Abbaukonzept für Steine und Erden erliess. Die Ergebnisse dieses 

Konzeptes wurden im Nachtrag 1997 zum Richtplan übernommen, der von der 

Regierung am 3. Juni 1998 erlassen und vom Bundesrat am 20. Januar 1999 

genehmigt wurde. Im Abbaukonzept werden die bewilligten Abbaustellen aufgeführt 

und die geplanten und vermuteten Vorkommen einer raumplanerischen Grobbewertung 

hinsichtlich relevanter Nutzungskonflikte unterzogen. Die Aufnahme der 

Abbaustandorte in den Richtplan erfolgte aufgrund der Grobbewertung im 

Abbaukonzept und in Berücksichtigung des Planungsstandes der Vorhaben. Damit 

wurde bezweckt, dass die zuständigen Behörden keine Entscheide treffen, die den 

späteren Abbau an diesen Orten zum vornherein verhindern oder schwerwiegend 

einschränken. Als Zwischenergebnis wurden die geplanten Abbaustandorte – darunter 

auch der Steinbruch Campiun - erfasst. Die Vorkommen, zu denen noch weniger klare 

Vorstellungen bestehen (vermutete Abbaustandorte), wurden als Vororientierung 

aufgenommen (Nachtrag 1997 zum Richtplan 1987, S. 43). Die Grundlagen des 

Abbaukonzeptes bezüglich der vermuteten Abbaustellen stammen aus Erhebungen 

des Planungsamtes (kantonales Abbaukonzept vom 19. November 1996, Ziff. 2.2, S. 3). 

Der Einwand der Beschwerdeführer, das Abbaukonzept bzw. der kantonale Richtplan 

beruhten ausschliesslich auf Abklärungen und Planungen der Beschwerdegegnerin, 

findet deshalb keine Grundlage.

cc) Schliesslich genügt die raumplanerische Grobbeurteilung im Abbaukonzept und 

Richtplan den Anforderungen von Art. 2 Abs. 1 lit. b RPV bzw. Art. 5 Abs. 2 lit. a WaG 

(vgl. URP 2001, S. 297). Dies ergibt sich, wie die Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid zutreffend ausgeführt hat, auch aus dem Schreiben des Bundesamtes für 

Raumplanung vom 19. Dezember 1997, wo bestätigt wurde, dass der Kanton mit dem 

Richtplannachtrag 1997 die planerischen Voraussetzungen für die Festlegung und 

Bewilligung von Abbaustandorten geschaffen habe. Auf der Basis des breit 

abgestützten Abbaukonzepts habe der Kanton die für die Behandlung von 

Abbaugesuchen massgeblichen Grundsätze festgelegt und die planerische Sicherung 

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künftiger Abbaustandorte im Richtplan vorgenommen. Im übrigen nennen die 

Beschwerdeführer keine Standorte, die ihrer Auffassung nach mit Blick auf Art. 2 Abs. 

1 lit. b RPV hätten zusätzlich geprüft werden müssen.

e) Im weiteren kann der Vorinstanz entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer im 

Hinblick auf die Würdigung der beteiligten Interessen keine unkritische Haltung 

vorgeworfen werden. Es trifft auch nicht zu, dass es sich bei ASTRA und TBA um 

Interessenvertreter handelt, die alleine an billigen Beschaffungskosten für 

Hartgesteinskomponenten interessiert wären. In den verschiedenen im Recht liegenden 

Stellungnahmen wird übereinstimmend und überzeugend ausgeführt, dass Hartgestein 

in hoher Qualität in der Schweiz ein knappes Gut ist. Weshalb diese Feststellung und 

die Angaben über die Abbaureserven nicht zutreffen sollten, wird von den 

Beschwerdeführern nicht dargelegt.

f) Als unbegründet erweist sich im weiteren der Einwand, die Vorinstanz habe die 

Anliegen der Anwohner nicht bzw. nicht genügend berücksichtigt. Es ist nicht zu 

beanstanden, wenn die Vorinstanz zur Beurteilung der zu erwartenden Immissionen 

auch auf die Belastungen im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Betrieb 

hingewiesen hat, auch wenn für die Beurteilung der Auswirkungen der Emissionen auf 

die Bevölkerung vom Ist-Zustand auszugehen ist. Wesentlich bei der 

Interessenabwägung ist, dass sämtliche gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden. 

Hinzu kommt, dass in luft- und lärmmässiger Hinsicht verschiedene projektintegrierte 

Massnahmen vorgesehen sind, welche die Beeinträchtigungen für die betroffene 

Bevölkerung wesentlich mindern. Die Forschung hat bezüglich der Reduzierung von 

Lärm- und Erschütterungsemissionen in den letzten Jahren wesentliche Fortschritte 

gemacht (vgl. Bericht ASTRA, S. 74). Schliesslich legen die Beschwerdeführer nicht 

konkret dar, inwiefern ihre Interessen bei der Abwägung ungenügend berücksichtigt 

worden sein sollen. Eine unsorgfältige oder gar rechtswidrige Interessenabwägung ist 

unter diesen Voraussetzungen nicht auszumachen.

g) Es stellt auch keine Rechtsverletzung dar, wenn die Vorinstanz den Umstand, dass 

die Renaturierungspflicht im Zusammenhang mit dem alten Steinbruchareal im Rahmen 

des umstrittenen Abbauplans geregelt werden kann, bei der 

Gesamtinteressenabwägung berücksichtigt hat. Entgegen der Auffassung der 

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Beschwerdeführer ist die Frage der Renaturierung des alten Steinbruchareals nicht 

abschliessend geklärt. Auch in der Verfügung des Gemeinderates Sevelen vom 18. 

August 1998 wurde nur eine Teilrenaturierung für den nördlichen Teil des alten 

Steinbruchs beschlossen. Im übrigen wurde die Renaturierung ausdrücklich auch vom 

Entscheid über das hängige Gesuch der Beschwerdegegnerin betreffend den neuen 

Abbauplan abhängig gemacht.

h) Zusammenfassend steht somit fest, dass mit dem Abbauvorhaben zwar ein 

schwerer Eingriff in das BLN-Objekt Nr. 1613 verbunden ist, der umfangreiche 

Beeinträchtigungen für ein prioritäres Schutzziel mit sich bringt. Indes besteht in 

Anbetracht der prekären Eigenversorgungssituation in der Schweiz im allgemeinen und 

in der Ostschweiz im speziellen ein Interesse von ebenfalls nationaler Bedeutung am 

Abbauvorhaben. Hinzu kommt, dass der Abbau aufgrund des Standorts und der neuen 

Erschliessung den berechtigten Anliegen der betroffenen Wohnbevölkerung so weit als 

möglich Rechnung trägt. Schliesslich werden sehr umfangreiche Wiederherstellungs- 

und Ersatzmassnahmen verlangt, die zumindest langfristig einen Ersatz schaffen. Unter 

diesen Umständen kann der Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden, 

wenn sie im Rahmen einer Gesamtinteressenabwägung die Interessen an der 

Verwirklichung des Projektes schwerer gewichtet hat als die Interessen an der 

Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes.

7./ a) Die Beschwerdeführer sind der Auffassung, die Vorinstanz sei zu Unrecht auf ihre 

Vorbringen im Zusammenhang mit dem Strassenplan nicht eingetreten, soweit die 

Einteilung der Strasse als öffentliche Strasse gerügt und die Sicherstellung des 

Rückbaus verlangt worden sei. Die Realisierbarkeit und Zulässigkeit sei bei einer 

Privatstrasse anders zu beurteilen als bei einer Gemeindestrasse. Ausserdem müsse 

durch den Rückbau sichergestellt werden, dass die das Schutzgebiet 

beeinträchtigende Strasse nicht länger als nötig und zu anderen Zwecken weiter 

bestehen bleiben dürfe.

b) Die Rechtsmittelberechtigung nach Art. 45 Abs. 1 VRP setzt, wie bereits vorstehend 

(vgl. Erw. 3./ c) ausgeführt worden ist, die Schutzwürdigkeit der geltend gemachten 

Interessen voraus. Ausserdem wird verlangt, dass der Rechtsmittelkläger "eigene 

Interessen" geltend macht. Dadurch wird zum Ausdruck gebracht, dass der Zweck der 

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Verwaltungsrechtspflege vorab dem Schutz des einzelnen Bürgers dient. Gegen 

staatliches Handeln soll nur einschreiten können, wer selbst davon betroffen ist. 

Dementsprechend wird die Rechtsmittelbefugnis grundsätzlich verneint, wenn jemand 

bei der Prozessführung nicht eigene, sondern Dritt- oder Allgemeininteressen verfolgt. 

Schliesslich muss das Rechtsschutzinteresse für jede Rechtsbehauptung vorliegen 

(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 387 ff.).

c) Es ist nicht einzusehen, welche schützenswerten Interessen betroffen sind, wenn die 

Beschwerdeführer geltend machen, die Erschliessungsstrasse hätte richtigerweise als 

Privatstrasse und nicht als öffentliche Strasse aufgelegt werden müssen. Die 

Strassenführung berührt das Grundeigentum der Beschwerdeführer nicht. Auch der 

Einwand, die Einteilung beschlage die Realisierbarkeit bzw. Zulässigkeit, ist nicht 

stichhaltig, da die Einteilung als Gemeinde- oder Privatstrasse für die 

Beschwerdeführer weder mit Vor- noch Nachteilen verbunden ist. Im weiteren ist die 

Vorinstanz auch auf das Vorbringen, im Plan müsse eine Verpflichtung zum Rückbau 

sichergestellt werden, zu Recht nicht eingetreten. Zum einen ist es sachlich durchaus 

vertretbar, wenn die Frage eines allfälligen Rückbaus der Erschliessungsstrasse nicht 

im heutigen Zeitpunkt entschieden wird. Es ist nicht auszuschliessen, dass der Strasse 

auch nach der Beendigung des Abbaus ein Verwendungszweck, z.B. im 

Zusammenhang mit der Pflege des geschützten Gebiets, zukommen könnte. Zum 

andern ist nicht einzusehen und wird von den Beschwerdeführern auch nicht 

substantiiert dargelegt, inwiefern sie vom Rückbau der Strasse mehr betroffen sind als 

die Allgemeinheit. Wie bereits ausgeführt worden ist, führt die Strasse nicht über 

Grundeigentum der Beschwerdeführer. Die Interessenlage der Anwohner am Rückbau 

der Strasse kann nicht mit derjenigen an der Rekultivierung des Abbaugebiets 

verglichen werden. Auch wenn die Strasse bestehen bleiben sollte, stünde den 

Anwohnern nach erfolgter Rekultivierung ihr Naherholungsgebiet wieder zur Verfügung.

8./ Zusammenfassend steht somit fest, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit 

darauf einzutreten ist. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen 

Kosten des Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 

1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 5'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des 

Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Sie ist mit dem einbezahlten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe zu verrechnen.

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Die Beschwerdegegnerin hat für das Beschwerdeverfahren Anspruch auf 

ausseramtliche Entschädigung durch die Beschwerdeführer (Art. 98 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 98bis VRP). Da der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin keine 

Honorarnote eingereicht hat, ist das Honorar nach Ermessen festzusetzen (Art. 6 der 

Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). 

Mit Blick auf den Umstand, dass der Rechtsvertreter die Beschwerdegegnerin in drei 

weiteren, gleich gelagerten Beschwerdeverfahren vertritt, ist eine Entschädigung von 

Fr. 3'000.-- (zuzügl. MWSt) angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 19 

HonO). Die Parteientschädigung wird den Beschwerdeführern je zu gleichen Teilen und 

unter solidarischer Haftung auferlegt (Art. 98ter VRP in Verbindung mit Art. 271 des 

Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 5'000.-- bezahlen die 

Beschwerdeführer unter Verrechnung mit dem einbezahlten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe.

3./ Die Beschwerdeführer haben die Beschwerdegegnerin für das 

Beschwerdeverfahren unter solidarischer Haftung und zu gleichen Teilen mit Fr. 

3'000.-- (zuzügl. MWSt) ausseramtlich zu entschädigen.

V. R. W.

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

 

Zustellung dieses Entscheides an:

 

die Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt–

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lic. iur. Titus Marty, 9501 Wil)

 

Dr. Walter Locher, 9000 St. Gallen)

 

am:

 

Rechtsmittel:

 

Soweit eine Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht wird, kann gegen diesen 

Entscheid innert dreissig Tagen seit der Eröffnung Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, eingereicht werden.

die Vorinstanz–

die Beschwerdegegnerin (durch Rechtsanwalt–

die Beschwerdebeteiligte I–

die Beschwerdebeteiligte II–

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 11.05.2005
	Abbauplan Steinbruch Campiun, Art. 28quater BauG (sGS 731.1), Art. 6 NHG (SR 451). Beschwerde der Anwohner. Leitsatz siehe oben (Verwaltungsgericht, B 2004/81).

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