# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6044b89-b9e8-58f0-9614-5d45b96b14a1
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-04
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.10.2021 S 2020 93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-93_2021-10-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 4. Oktober 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 93

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Urteil S 2020 93

A. Die 1966 geborene und zuletzt als Anwaltsassistentin in einem Pensum von 80 % 
tätige Versicherte meldete sich am 18. April 2017 unter Hinweis auf eine am 24. Februar 
2016 durchgeführte Bauchoperation erstmals bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug 
an (IV-act. 11). Die IV-Stelle holte daraufhin bei den behandelnden Ärzten aktuelle 
Berichte ein und legte das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor. Vom 
27. August 2018 bis 26. Februar 2019 fand schliesslich ein Belastbarkeitstraining beim 
Verein C.________ statt. Nachdem sich im Rahmen des Belastbarkeitstrainings die Frage 
nach Leistungsfähigkeit und Pensum nicht schlüssig beantworten liess (vgl. IV-act. 77 
S. 3) und der dringende Verdacht auf Symptomausweitung im Raum stand (vgl. IV-
act. 79), gab die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine Innere Medizin, 
Chirurgie, Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie) in Auftrag (IV-act. 85). Das Gutachten 
des BEGAZ Begutachtungszentrums BL (nachfolgend BEGAZ) datiert vom 3. Oktober 
2019 (IV-act. 101). Gestützt darauf sah die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 10. Dezember 
2019 die Zusprache einer befristeten Viertelsrente vom 1. Oktober 2017 bis 30. November 
2018 vor. Was die Statusfrage anbelangte, ging die IV-Stelle von einer Teilerwerbstätigkeit 
der Versicherten im Gesundheitsfall aus (IV-act. 109). Nachdem die Versicherte dagegen 
Einwand erhoben hatte (IV-act. 117), wurden die Gutachter mit den im Einwand 
vorgebrachten Kritikpunkten konfrontiert (IV-act. 122). Mit Stellungnahme vom 26. März 
2020 hielten die Gutachter an ihrer Einschätzung fest (IV-act. 125). Daraufhin sprach die 
IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 6. Juli 2020 eine befristete halbe Rente vom 
1. Oktober 2017 bis 30. No-vember 2018 zu, wobei sie den Status im Gesundheitsfall von 
teil- auf vollerwerbstätig änderte (IV-act. 128 und 142). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 4. August 2020 liess A.________ 
beantragen, die Verfügung vom 6. Juli 2020 sei aufzuheben und es sei ihr eine Rente bei 
einer Invalidität von mindestens 65 % zuzusprechen; unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der IV-Stelle. Zur Begründung stellte sich die 
Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, das Gutachten des BEGAZ sei 
aufgrund fehlender Gutachterqualifikation, mangelhafter neurologischer Abklärung und 
Nichtberücksichtigung der Erkenntnisse der beruflichen Abklärung nicht schlüssig, 
weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. Folglich sei von der 
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des Vereins C.________ – vier Stunden an vier Tagen pro 
Woche, was einer Arbeitsfähigkeit von 38,36 % entspreche – auszugehen. Unter 
Mitberücksichtigung eines angemessenen Leidensabzugs von mindestens 10 % liege eine 
Invalidität von mindestens 65 % vor (act. 1). 

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Urteil S 2020 93

C. Der mit Verfügung vom 5. August 2020 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 3. September 2020 beantragte die IV-Stelle Zug die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 5).

E. Im Rahmen des weiteren Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 7, 9, 11 und 13). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
6. Juli 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in 
zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 4. August 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 

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Urteil S 2020 93

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 6. Juli 2020. In Anwendung von 
Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungs-
gericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 4. August 2020 der Post 
übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 
ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist ist somit eingehalten. Die 
Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. 
Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). Der 
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe-
tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 
gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs).

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Urteil S 2020 93

Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des 
Einkommensvergleichs gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG grundsätzlich 
Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt 
werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (BGer 
8C_768/2009 vom 1. Februar 2010 E. 3.1.1 mit Hinweis auf BGE 128 V 29 E. 1). Wird 
eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen 
Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine 
Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare 
hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das 
Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so 
dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; BGer 
8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a). 

3.3 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer 
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und 
andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass 
Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der 
Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 
121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den 
Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für 
die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich 
durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des 
Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung 
der Rente. Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und 
wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht 
eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur 
Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung 
ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung 
hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum 
und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen 
(EVG I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).

3.4 Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die 
anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung 

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Urteil S 2020 93

von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie 
voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem 
sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich 
weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit.

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc mit weiteren Hinweisen). 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit 
dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf 
bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung aufzustellen. So ist namentlich den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. 
Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug auf Berichte von Hausärzten – wie auch 
von behandelnden Fachärzten (EVG I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4) – der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Berichte der behandelnden 
Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und Therapie grundsätzlich mit 

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Urteil S 2020 93

Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt, den 
behandelnden Spezialarzt und namentlich für den therapeutischen Psychiater mit seinem 
besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, welcher die geklagten Beschwerden als 
Faktum hinzunehmen hat (BGer 9C_420/2008 vom 23. September 2008 E. 3 mit 
Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede substanziiert vorgetragene Einwendung den 
Richter, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung 
folgend zu prüfen, ob sie in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und 
Schlussfolgerungen eines vom Gericht oder von der Verwaltung förmlich bestellten 
Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen 
BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen).

4. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

4.1 Am 24. Februar 2016 musste sich die Versicherte in Folge eines polyzystischen 
Adnextumors links einer komplexen Bauchoperation (Laparotomie, Adhäsiolyse, 
Appendektomie, Adnexektomie links) unterziehen (IV-act. 15 S. 25). Nach postoperativer 
Rehabilitation ging es der Versicherten einigermassen gut, sodass sie ihre angestammte 
Tätigkeit als Anwaltssekretärin wieder aufnehmen konnte. Im Verlauf klagte sie jedoch 
über zunehmende Schmerzen über der linken Gesässhälfte, weiter entlang der hinteren 
Seite des Oberschenkels bis in die Wade ziehend. Es folgte vom 11. bis 20. Oktober 2016 
eine stationäre Behandlung in der Klinik D.________ in E.________ (IV-act. 7 S. 4 f.). 
Seither persistierten die Schmerzen und der Versicherten wurde eine Arbeitsunfähigkeit 
attestiert (IV-act. 7 S. 8; siehe zur gesundheitlichen Situation auch die Ausführungen der 
Versicherten beim Erstgespräch vom 21. März 2017 [IV-act. 9 S. 1]). Bei chronischen 
Schmerzen im Abdomenbereich erfolgte am 7. März 2018 eine weitere Operation 
(laparoskopische Adhäsiolyse, diagnostische Laparoskopie und offene 
Leistenhernienplastik). Der postoperative Verlauf gestaltete sich unauffällig (IV-act. 43). Im 
Anschluss daran folgte ein stationärer Aufenthalt in der Klinik F.________ (16. März bis 
26. April 2018), währenddessen sowohl der somatische als auch der psychische 
Gesundheitszustand stabilisiert werden konnte (IV-act. 41). Bei einem Standortgespräch 
mit der Versicherten am 22. Juni 2018 wurde aufgrund der deutlich verbesserten 
Schmerzsymptomatik im Abdomen- und Lumbalbereich sowie eindeutig vorhandener 
Bereitschaft zur beruflichen Wiedereingliederung die Durchführung einer 
Integrationsmassnahme als sinnvoll und empfehlenswert erachtet (IV-act. 48). 

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4.2 Um die Belastbarkeit und Einsatzfähigkeit der Versicherten zu erproben und 
schrittweise wiederherzustellen, wurde ab dem 27. August 2018 ein Belastbarkeitstraining 
beim Verein C.________ durchgeführt. Dabei wurde die Versicherte im kaufmännischen 
Bereich eingesetzt. Sie erledigte allgemeine Bürotätigkeiten und arbeitete im Einkauf 
sowie Verkauf (IV-act. 58). Nachdem das Zielpensum (vier Stunden an vier Tagen pro 
Woche) in den ersten sechs Wochen nicht erreicht werden konnte (IV-act. 62), wurde die 
Massnahme am 16. Oktober 2018 um drei Monate verlängert (IV-act. 64). Zum Ende der 
Massnahme per 26. Februar 2019 verfassten die Eingliederungsberater einen 
Abschlussbericht. Diesem kann entnommen werden, dass das vereinbarte Ziel einer 
Arbeitstätigkeit von vier Stunden an vier Tagen pro Woche aufgrund vieler Absenzen nur 
an vereinzelten Tagen erreicht worden sei. Eine Integration im ersten Arbeitsmarkt sei nur 
bedingt möglich. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass sich die 
Versicherte selber unter Druck gesetzt habe. Unter emotionalem Stress und durch ihre 
Schmerzsituation sei sie nur bedingt in der Lage gewesen, eine gleichmässige hohe 
Leistung in Qualität und Quantität abzurufen. Gleichzeitig wurde angemerkt, dass ihre 
Schmerzen zum Teil so stark gewesen seien, dass sie sich vor der Heimreise für ca. eine 
Stunde habe hinlegen müssen. Die Eingliederungsberater kamen zum Schluss, dass sie 
keine verbindliche Empfehlung der momentanen Leistungsfähigkeit und des erforderlichen 
Rahmens formulieren könnten. Das Arbeitstempo der Versicherten habe sich mit der 
Tagespräsenzzeit verlangsamt und die Konzentration habe kontinuierlich abgebaut. 
Gestützt auf die Beobachtungen und aufgrund der antrainierten Strategien der 
Versicherten (nützen von Kurzpausen, Wechselbelastung von sitzend zu stehend und 
etwaigen Arbeitsplatzanpassungen) lasse sich die Frage nach Leistungsfähigkeit und 
Pensum nicht schlüssig beantworten. Deshalb konnten die Eingliederungsberater keine 
verbindliche und konkrete Aussage über die Leistungsfähigkeit innerhalb des ersten 
Arbeitsmarktes formulieren (IV-act. 77). Daraufhin wurde die Unterstützung durch die 
Eingliederungsberatung abgeschlossen (IV-act. 78 S. 15). 

4.3 Mit Stellungnahme vom 3. Mai 2019 merkte RAD-Ärztin G.________, Fachärztin 
Physikalische Medizin und Rehabilitation, an, es sei aus versicherungsmedizinischer Sicht 
gar nicht nachvollziehbar, dass das Zielpensum trotz prolongierten sechsmonatigen 
Belastbarkeitstrainings nicht habe erreicht werden können. Sie äusserte den dringenden 
Verdacht einer Symptomausweitung. Da die persistierende, nicht überwindbare (?) 
Schmerzsymptomatik ihrer Auffassung nach mittels polydisziplinären MEDAS-Gutachtens 
mit Symptomvalidierung ausführlich abgeklärt werden sollte (IV-act. 79), veranlasste die 
IV-Stelle in der Folge eine entsprechende Begutachtung (IV-act. 82). 

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4.4 Zwischen dem 30. Juli und dem 26. August 2019 wurde die Versicherte in den 
Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie 
begutachtet. Das entsprechende Gutachten erstattete das BEGAZ am 3. Oktober 2019. 
Dabei wurde als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein gemischtes 
Schmerzsyndrom des Abdomens und des unteren Rückenbereichs, mit 
Generalisierungstendenz, zeitweise mit Ausstrahlung und Parästhesien im linken Bein 
mehr als im rechten, genannt. Demgegenüber wurden die Diagnosen eines lumbo-
spondylogenen Syndroms bei geringen degenerativen LWS-Veränderungen, eines Status 
nach Schulterkontusion links nach Sturz im Jahr 2017 und eines Verdachts auf 
episodischen Spannungskopfschmerz als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eingestuft. 
Was die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anbelangt, stellten sich die Sachverständigen auf 
den Standpunkt, die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei unter gesamtmedizinischen 
Gesichtspunkten angepasst. Diesbezüglich könne der Versicherten eine Einschränkung 
von 25 % bezogen auf ein vollschichtiges Arbeitspensum attestiert werden. Dabei würden 
ein erhöhter Pausenbedarf und die vorzeitige Ermüdung berücksichtigt. Diese 
Einschätzung gelte ab dem 1. Oktober 2018 (sechs Monate postoperativ). Retrospektiv 
wurde aus neurologischer Sicht ab dem 9. Februar 2016 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit 
angenommen (IV-act. 101). 

4.5 Am 10. Oktober 2019 nahm der neu zuständige RAD-Arzt Dr. med. H.________, 
Facharzt Allgemeine Innere Medizin FMH, zum polydisziplinären Gutachten Stellung und 
kam zum Schluss, dass dieses der IV-Stelle als Entscheid-Grundlage empfohlen werden 
könne (IV-act. 104). 

4.6 Zusammen mit dem Einwand vom 7. Januar 2020 reichte die Versicherte eine 
Stellungnahme von Dr. med. I.________, Vertrauensarzt SGV und ehemaliger Leiter des 
RAD J.________, vom 15. Dezember 2019 zum Gutachten des BEGAZ ein. Darin führte 
Dr. I.________ aus, die Einschätzung der Gutachter, wonach das Belastbarkeitstraining zu 
keiner schlüssigen Aussage geführt habe, sei nicht nachvollziehbar. Aus dem Bericht des 
Belastbarkeitstrainings vom 26. Februar 2019 [recte: 5. März 2019] gehe schlüssig und 
nachvollziehbar hervor, dass gesundheitliche Beschwerden zu starken 
Leistungsschwankungen geführt hätten. Dies sei in Kenntnis der medizinischen 
Vorgeschichte mühelos nachvollziehbar. Warum dann diese Erkenntnisse, die eine 
maximale Leistungsfähigkeit von 40 % eines Vollzeitpensums als maximale 
Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar auswiesen, keinen Eingang in das MEDAS-Gutachten 

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Urteil S 2020 93

gefunden hätten, sei unverständlich. Wie das Gutachten vor dem Hintergrund einer 
maximal 40%igen Leistung in dem halbjährigen Training zu einer theoretischen 
Arbeitsfähigkeit von 75 % komme, werde nicht nachvollziehbar dargelegt (IV-act. 117 
S. 12 f. und Bf-act. 2). 

4.7 Mit Schreiben vom 17. Februar 2020 konfrontierte die IV-Stelle die Gutachterstelle 
BEGAZ mit den im Einwand vorgebrachten Kritikpunkten (IV-act. 122). Am 26. März 2020 
teilte das BEGAZ mit, dass sie an ihrer Einschätzung festhalte. Die Sachverständigen 
wiesen darauf hin, Dr. K.________ habe im Rahmen des neurologischen Fachgutachtens 
ausführlich dargelegt, dass im Rahmen des gemischten Schmerzsyndroms mit 
organischen und nicht organischen Faktoren eine nozizeptive und eine im Verlauf 
regrediente neuropathische Schmerzkomponente bestehe. Diese Einschätzung decke sich 
auch mit der Aktenlage. Die im Rahmen der Behandlung involvierte Neurologin 
Dr. M.________ habe neben dem organischen Beschwerdekern auch eine gewisse 
schmerzbedingte Symptomausweitung konstatiert. Die zugezogenen Prof. L.________ 
und Prof. N.________ hätten keine Hinweise für eine lumboradikuläre Problematik 
gefunden. Im Schweizerischen Paraplegikerzentrum O.________ seien die Diagnosen 
eines postoperativen Unterbauchschmerzes mit ausgeprägten sensorischen positiv 
Phänomen ventral und dorsal sowie eines neurologisch nicht zuordenbaren sensiblen 
Hemisyndroms des linken unteren Quadranten sowie eines nozizeptiv myofaszialen 
Gesässschmerzes mit Ausstrahlung in das linke Bein und einen nozizeptiven 
Leistenschmerz gestellt worden. Diagnostisch sei im Paraplegikerzentrum von einer 
chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren ausgegangen 
worden. Es seien Zweifel an der vorgenannten Diagnose einer Plexus-Lumbalis-
Neuropathie geäussert worden. Die ausgedehnte Schmerzsymptomatik mit Ausdehnung 
auch bis in den oberen Rücken und zum Schulterblatt beidseits sei als neurologisch nicht 
zuordenbar beurteilt und eher von einem nozizeptiven Schmerz ausgegangen worden. Die 
neurologische Aktenlage sei durch Dr. K.________ eingehend und umfangreich 
berücksichtigt worden, sie decke sich auch mit der fachlichen Einschätzung durch 
Dr. K.________. Im Fachgutachten sei bezüglich Konsistenz festgehalten worden, dass 
das Verhalten der Explorandin im Begutachtungstext kooperativ gewesen sei und sich 
keine Zeichen einer Aggravation gefunden hätten. Als inkonsistent sei das präsentierte 
sensomotorische Defizit der linken unteren und auch oberen Extremität zu nennen 
gewesen, welches sich keinem neurogenen Muster habe zuordnen lassen und auch nicht 
mit entsprechenden Muskelatrophien einhergegangen sei. Ebenfalls inkonsistent sei die 
bei der Untersuchung aufgefallene ausgeprägte Empfindlichkeit bereits auf leichte Druck- 

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und Berührungsreize gewesen. Diese Aspekte hätten auf eine nicht organische 
Beschwerdeüberlagerung verwiesen. Mit neurologischen Faktoren (im Verlauf regrediente 
neuropathische Schmerzkomponente) habe Dr. K.________ eine generelle 
Leistungsreduktion im Bereich von 25 % begründet. Aus rein fachchirurgischer Sicht sei 
keine zusätzliche Einschränkung zu attestieren. Die Einschränkung von 25 % aus 
neurologischer Sicht berücksichtige die geklagten Beschwerden aus rein chirurgischer 
Sicht gebührend, zumal nicht eine isolierte persistierende chirurgische Problematik 
bestehe. Wie dem psychiatrischen Teilgutachten zu entnehmen sei, seien keine klaren 
Hinweise dafür gefunden worden, dass die Beschwerden durch den psychischen Zustand 
primär wesentlich beeinträchtigt wären. Natürlich stelle sich bei ungenügenden so-
matischen Erklärungsmodellen die Frage nach psychischen Faktoren, die aber sowohl von 
ihnen, den Sachverständigen, als auch schon in der Vergangenheit durch das Sanatorium 
P.________ als nicht ursächlich entscheidend eingestuft worden seien. Die sekundären 
Verstimmungen würden ebenfalls nicht ausreichen und seien als normalpsychologische 
Reaktion im Rahmen der Belastung einzustufen. Weiter wiesen die Sachverständigen 
darauf hin, dass der Abschlussbericht betreffend Belastbarkeitstraining im neurologischen 
Teilgutachten eingehend in die Überlegungen mit einbezogen worden sei. Doktor 
I.________ klammere aus, dass im Abschlussbericht keine verbindliche und konkrete 
Aussage über die Leistungsfähigkeit innerhalb des ersten Arbeitsmarktes habe formuliert 
werden können und sich die Frage nach einer Steigerung der Leistungsfähigkeit nicht 
schlüssig beantworten liesse. Was schliesslich die retrospektive Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit (50 % ab 9. Februar 2016 bis 7. März 2018) anbelange, unterschlage 
Dr. I.________ grosszügig den im gleichen Abschnitt genannten Bezug auf die 
durchgeführten Operationen (IV-act. 125). 

4.8 Am 28. Juli 2020 nahm Dr. I.________ nochmals Stellung zum BEGAZ-
Gutachten. Doktor I.________ blieb dabei, dass die Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit 
von 75 % in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht nachvollzogen werden könne. Dies sei 
eine unbegründete Schätzung ohne dargelegte Grundlage basierend auf einem 
mangelhaften Gutachten mit basalen Mängeln im entscheidenden Teilbereich der 
Neurologie (Bf-act. 5).

5. Die Beschwerdegegnerin stellt in der Beurteilung des Leistungsbegehrens auf das 
Gutachten des BEGAZ vom 3. Oktober 2019 (IV-act. 101) ab, wonach in der 
angestammten Tätigkeit als Anwaltsassistentin, die zugleich auch einer körperlich 
angepassten Tätigkeit entspreche, seit dem 9. Februar 2016 eine 50%ige 

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Urteil S 2020 93

Arbeitsunfähigkeit bestehe und ab dem 1. Oktober 2018 (sechs Monate postoperativ) von 
einer Arbeitsunfähigkeit von 25 % auszugehen sei. Wie unter Erwägung 3.5 ausgeführt, ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, 
welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 
die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen.

5.1 Das MEDAS-Gutachten ist umfassend, basiert auf Kenntnis der Vorakten und 
beruht auf einer eingehenden internistischen, orthopädischen, psychiatrischen, 
neurologischen und chirurgischen Abklärung. Zudem enthält das Gutachten 
anamnestische Angaben, es berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten 
Beschwerden und vermittelt ein vollständiges Bild ihres Gesundheitszustandes. Die 
Schlussfolgerungen sind zudem begründet, einleuchtend und nachvollziehbar. Dem 
Gutachten kommt damit grundsätzlich voller Beweiswert zu. Im Folgenden bleibt zu 
prüfen, ob die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Rügen und Einwendungen 
gegen das Gutachten stichhaltig sind und an dessen Beweiswert etwas zu ändern 
vermögen. 

5.1.1 Soweit die Beschwerdeführerin die Auffassung vertritt, auf das Gutachten könne 
bereits in formeller Hinsicht nicht abgestellt werden, da die chirurgische Beurteilung nicht 
von einem fachlich ausgewiesenen Viszeralchirurgen stamme, ist ihr insofern Recht zu 
geben, dass die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche Würdigung einer 
Expertise eine erhebliche Rolle spielt. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines 
Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten 
verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer 
bestimmten medizinischen Disziplin ein entsprechender, dem Nachweis der erforderlichen 
Fachkenntnisse dienender, spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des 
den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (BGer I 142/07 vom 20. November 2007 
E. 3.2.3). Vorliegend wurde eine polydisziplinäre Begutachtung in Auftrag gegeben, wobei 
eine der verlangten Disziplinen die Chirurgie war. Die chirurgische Begutachtung wurde 
dabei durch Dr. med. Q.________ durchgeführt, der Facharzt FMH für Chirurgie ist. 
Zusätzlich verfügt Dr. Q.________ über einen Schwerpunkttitel in Allgemeinchirurgie und 
Traumatologie (vgl. https://www.medregom.admin.ch; zuletzt besucht am 26. August 
2021). Wie RAD-Arzt Dr. H.________ mit Stellungnahme vom 13. Februar 2020 (IV-
act. 121) zutreffend darauf hingewiesen hat, umfasst der Schwerpunkt Allgemeinchirurgie 

13

Urteil S 2020 93

und Traumatologie als Kernkompetenz die Akutchirurgie (Notfallchirurgie) von häufigen 
Erkrankungen und Verletzungen aller Organsysteme (vgl. Anhang I zum FMH-Weiterbil-
dungsprogramm, Schwerpunkt Allgemeinchirurgie und Traumatologie 
[https://www.siwf.ch/files/pdf19/act_version_internet_d.pdf; zuletzt besucht am 26. August 
2021]). Angesichts dessen darf davon ausgegangen werden, dass dem Sachverständigen 
im Rahmen der genannten Weiterbildung auch Grundzüge eines chirurgischen 
Baucheingriffs vermittelt wurden. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin wurde 
die Weiterbildung im Bereich der Allgemeinchirurgie und Traumatologie denn auch nicht 
bereits im Jahr 1986 – in diesem Jahr erwarb Dr. Q.________ vielmehr den Facharzttitel 
für Chirurgie –, sondern erst im Jahr 2005 abgeschlossen. Die Weiterbildung liegt 
demnach nicht so weit zurück, wie dies die Beschwerdeführerin mit ihrer Aussage zu 
suggerieren versucht. Darüber hinaus kann die Beschwerdeführerin auch aus dem von ihr 
zitierten Urteil des EVG (I 779/01 vom 16. Oktober 2002) nichts zu ihren Gunsten ableiten, 
ging es dort doch um eine Wirbelsäulenproblematik, die von einem Facharzt FMH für 
Chirurgie und nicht wie notwendig von einem Orthopäden beurteilt wurde. Mit dem 
vorliegenden Sachverhalt ist der genannte Fall daher nicht vergleichbar, geht es doch bei 
der seitens der Beschwerdeführerin geforderten Viszeralchirurgie lediglich um eine 
Spezialisierung der Chirurgie. Nach dem soeben Dargelegten ist somit nicht ersichtlich, 
inwiefern der Sachverständige – auch wenn er unbestrittenermassen keinen 
Weiterbildungstitel der Viszeralchirurgie hat – nicht über die notwendige fachliche 
Qualifikation und Erfahrung verfügen sollte, um die Beschwerden der Beschwerdeführerin 
nach komplexen Bauchoperationen zu beurteilen. Es kann in diesem Zusammenhang 
auch auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. H.________ vom 13. Februar 2020 
verwiesen werden, der die fachliche Qualifikation von Dr. Q.________ ebenfalls als 
ausgewiesen erachtet (vgl. IV-act. 121). Im Übrigen darf nicht unberücksichtigt bleiben, 
dass die Beschwerdeführerin sowohl seitens der IV-Stelle als auch seitens der MEDAS 
vor Durchführung der Begutachtung über die Person von Dr. Q.________ als chirurgischer 
Sachverständiger informiert wurde, ohne dass sie daraufhin Vorbehalte oder Einwände 
dagegen vorgebracht hätte. Schliesslich ist anzumerken, dass die Beschwerdeführerin 
nicht aufzeigt, inwiefern das chirurgische Teilgutachten in materieller Hinsicht mangelhaft 
sein sollte. Die Qualität des chirurgischen Teilgutachtens wird zu guter Letzt auch von 
Dr. I.________, dem beratenden Arzt der Beschwerdeführerin, nicht in Zweifel gezogen. 

5.1.2 Zum Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Gutachter hätten es unterlassen, die 
Erkenntnisse der Fachleute des Vereins C.________ in ihre Beurteilung miteinzubeziehen, 
ist festzustellen, dass den Gutachtern die Ergebnisse des vom 27. August 2018 bis 

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Urteil S 2020 93

26. Februar 2019 durchgeführten Belastbarkeitstrainings bekannt waren. Aktenkundig ist, 
dass die Beschwerdegegnerin der Gutachterstelle mit Gutachtensauftrag vom 5. Juni 2019 
zusammen mit einer Fallzusammenfassung, in der explizit die Ergebnisse der 
Eingliederung erwähnt wurden (vgl. IV-act. 87 S. 9), sämtliche IV-Akten zur Verfügung 
gestellt hat (vgl. IV-act. 85). Darin befand sich unzweifelhaft auch der Abschlussbericht der 
Eingliederungsberater vom 5. März 2019 (IV-act. 77), wurde dieser doch in der durch die 
Gutachterstelle erstellten Aktenzusammenfassung aufgelistet (vgl. IV-act. 101 S. 39). 
Sowohl im Rahmen der Konsensbeurteilung als auch im neurologischen Teilgutachten 
wurden denn auch Angaben zum durchgeführten Belastbarkeitstraining gemacht (vgl. IV-
act. 101 S. 31, 87, 93 und 103). Dabei wurden die Ergebnisse der beruflichen 
Eingliederung nicht nur korrekt wiedergegeben, sondern der neurologische Teilgutachter 
Dr. med. K.________, FMH für Neurologie, hat sich mit den Erkenntnissen auch 
eingehend auseinandergesetzt (vgl. IV-act. 101 S. 103). Angesichts der Tatsache, dass 
die Eingliederungsberater keine verbindliche und konkrete Aussage über die 
Leistungsfähigkeit innerhalb des ersten Arbeitsmarktes machen konnten und sich die 
Frage nach einer Steigerung der Leistungsfähigkeit nicht schlüssig beantworten liess, 
kann der Einschätzung des Sachverständigen, wonach das Belastbarkeitstraining keine 
schlüssige Konklusion ergeben habe, gefolgt werden. Inwiefern diese Aussage, wie von 
Dr. I.________ kritisiert, nicht nachvollziehbar sein sollte, erschliesst sich dem Gericht 
jedenfalls nicht. Darüber hinaus merkte Dr. K.________ an, dass das Resultat einer 
erheblich eingeschränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit in diesem Ausmass nicht mit 
neurologischen Faktoren begründet werden könne. Entgegen der Auffassung von 
Dr. I.________ wurde das Ergebnis des Belastbarkeitstrainings daher sehr wohl in die 
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung miteinbezogen und ausreichend gewürdigt. Ergänzend ist 
darauf hinzuweisen, dass die Arbeitsfähigkeit rechtsprechungsgemäss primär gestützt auf 
ärztliche Befunde zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und den daraus folgenden 
körperlich-funktionellen Belastbarkeitsgrenzen festzulegen ist (BGer 9C_187/2018 vom 
18. Mai 2018 E. 3.2). Der unerwartet ungünstige und versicherungsmedizinisch nicht 
nachvollziehbare Verlauf der beruflichen Eingliederungsmassnahme gab vorliegend denn 
auch gerade Anlass dazu, eine polydisziplinäre Begutachtung in die Wege zu leiten (vgl. 
RAD-Stellungnahme vom 3. Mai 2019 [IV-act. 79]). Zu guter Letzt ist in diesem 
Zusammenhang auf das Schreiben des BEGAZ vom 26. März 2020 zu verweisen, mit 
welchem die Gutachterstelle zur soeben widerlegten Kritik von Dr. I.________ Stellung 
genommen hat (vgl. IV-act. 125 S. 5 insbesondere). Wie die IV-Stelle im Rahmen ihrer 
Vernehmlassung zutreffend festgestellt hat, ist davon auszugehen, dass Dr. I.________ 
diese Stellungnahme nicht zur Kenntnis genommen hat. In seiner darauffolgenden 

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Urteil S 2020 93

Stellungnahme vom 28. Juli 2020 (Bf-act. 5) erwähnte er das Schreiben der 
Gutachterstelle vom 26. März 2020 jedenfalls mit keinem Wort und setzte sich damit 
dementsprechend auch nicht auseinander. Vielmehr wiederholte er die seinerseits bereits 
am 15. Dezember 2019 geäusserte Kritik. Dabei scheint er zu verkennen, dass seine Kritik 
vom 15. Dezember 2019 für die IV-Stelle gerade Anlass dazu gegeben hat, bei der 
Gutachterstelle nachzufragen (vgl. IV-act. 122). Anders sind seine Ausführungen, wonach 
die IV-Stelle bei der Gutachterstelle gezielt Rückfragen hätte stellen müssen, um die 
Ungereimtheiten des Gutachtens auszuräumen, nicht erklärbar. Mit der Aktenlage stimmt 
dies jedenfalls nicht überein. 

5.1.3 Was das neurologische Teilgutachten anbelangt, stellt sich die 
Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dieses könne infolge Mangelhaftigkeit nicht 
verwertet werden. Soweit die Beschwerdeführerin dies damit begründet, dass der 
neurologische Experte die in den medizinischen Akten belegte objektivierbare 
neurologische Verletzung nicht berücksichtigt habe, kann ihr nicht gefolgt werden. Wie 
sich unter Ziff. 7.1 des neurologischen Teilgutachtens zeigt (vgl. IV-act. 101 S. 99 ff.), hat 
sich Dr. K.________ im Rahmen der Diagnoseherleitung eingehend mit der im Oktober 
2016 durchgeführten neurologischen Abklärung (IV-act. 15 S. 15 ff.) von dipl. Ärztin 
M.________, Fachärztin für Neurologie, auseinandergesetzt. Dabei hat er nicht nur zur 
Kenntnis genommen, dass Dr. M.________ eine Schädigung des Plexus lumbalis links 
objektiviert und bestätigt hat, sondern er ist selbst davon ausgegangen, dass eine 
zeitweise vorhandene neuropathische Schmerzkomponente, am ehesten im Rahmen der 
von Dr. M.________ diagnostizierten Plexus lumbalis-Neuropathie, vorhanden gewesen 
sei. Dass es zeitweise zu einer neuropathischen Beschwerdekomponente bei Plexus 
lumbalis Läsion links gekommen ist, wird von Dr. K.________ somit nicht bestritten. Im 
gleichen Zusammenhang hat Dr. K.________ aber auch darauf hingewiesen, dass 
Dr. M.________ neben dem organischen Beschwerdekern auch eine gewisse 
schmerzbedingte Symptomausweitung konstatiert habe und dass die zugezogenen Ärzte 
keine Hinweise für eine lumboradikuläre Problematik hätten finden können. Darüber 
hinaus hätten auch die Ärzte des Paraplegikerzentrums O.________ die ausgedehnte 
Schmerzproblematik als neurologisch nicht zuordenbar beurteilt und seien eher von einem 
nozizeptiven Schmerz ausgegangen. Weiter wies Dr. K.________ auf den 
Abdominaleingriff vom 7. März 2018 und die seit diesem letzten Eingriff verzeichnete 
partielle Besserung des Schmerzsyndroms hin, indem die elektrisierende 
Schmerzkomponente seither regredient sei. Angesichts dessen kam Dr. K.________ zum 
Schluss, dass der neuropathische Beschwerdeanteil seit dem Eingriff vom 7. März 2018 

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Urteil S 2020 93

gegenüber dem nozizeptiven Schmerzanteil weitgehend in den Hintergrund getreten sei. 
Die bei der aktuellen neurologischen Untersuchung präsentierten sensomotorischen 
Defizite konnte Dr. K.________ keinem bestimmten neurogenen Substrat zuordnen. 
Neben dem Fehlen einer radikulären Reiz- und Ausfallsymptomatik konnte auch eine 
persistierende Plexus lumbalis-Neuropathie nicht mehr zwanglos festgestellt werden. 
Doktor K.________ nahm eine verbleibende nozizeptive Schmerzkomponente an. Nach 
dem soeben Ausgeführten ist somit festzustellen, dass der neurologische Sachverständige 
ausführlich und nachvollziehbar dargelegt hat, weshalb im Rahmen des chronifizierten 
Schmerzsyndroms mit organischen und nicht organischen Faktoren eine nozizeptive und 
eine im Verlauf regrediente neuropathische Schmerzkomponente bestehe. Was daran 
nicht nachvollziehbar sein sollte, erschliesst sich dem Gericht nicht, zumal die 
neurologischen Vorakten durch Dr. K.________ eingehend berücksichtigt und gewürdigt 
wurden. Mit der soeben dargelegten Problematik hat sich die Gutachterstelle im Übrigen 
auch noch einmal im Rahmen ihrer Stellungnahme vom 26. März 2020 (IV-act. 125 S. 3 f. 
insbesondere) auseinandergesetzt und dabei völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass 
sich die Einschätzung von Dr. K.________ mit der Aktenlage decke. Entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführerin leuchtet das neurologische Teilgutachten somit in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation ein. 

Darüber hinaus kann die Beschwerdeführerin auch aus dem Umstand, dass 
Dr. K.________ keine EMG-Abklärungen durchgeführt hat, nichts zu ihren Gunsten 
ableiten. Nach der Rechtsprechung kommt den Gutachtern, was die Wahl der 
Untersuchungsmethoden betrifft, ein weiter Ermessensspielraum zu (statt vieler: BGer 
8C_831/2018 vom 23. Januar 2019 E. 3.2.5). Der Neurologe hatte Kenntnis von den 
elektromyografischen Vorbefunden und führte eine eingehende klinische Exploration 
durch. Dass Dr. K.________ bei dieser Ausgangslage die Durchführung von erneuten 
EMG-Abklärungen als nicht erforderlich erachtete, ist für sich allein nicht geeignet, Zweifel 
an seiner fachärztlichen Beurteilung zu begründen, namentlich da die erfolgte einlässliche 
klinische Untersuchung für das Gutachten ohnehin die wichtigste Grundlage darstellt (statt 
vieler: BGer 9C_190/2019 vom 14. Mai 2019 E. 3.1). Für das Gericht bestehen jedenfalls 
keine Anhaltspunkte, dass weitere Untersuchungen angezeigt gewesen wären. 

Schliesslich ist auch die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar. Mit 
neurologischen Faktoren begründete Dr. K.________ eine generelle Leistungsreduktion 
im Bereich von 25 %. Aus rein fachchirurgischer Sicht ist keine zusätzliche Einschränkung 

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Urteil S 2020 93

zu attestieren, da die neurologische Einschränkung von 25 % die geklagten Beschwerden 
aus rein chirurgischer Sicht bereits gebührend berücksichtigt (vgl. IV-act. 101 S. 103 f. 
sowie 32 und IV-act. 125 S. 4). 

5.1.4 Gegen die anderen Teilgutachten wurden keine Einwände vorgebracht, sodass in 
internistischer, orthopädischer und psychiatrischer Hinsicht ohne weiteres auf die 
nachvollziehbaren und schlüssigen Ausführungen der jeweiligen Sachverständigen 
abgestellt werden kann. Nachdem in internistischer, orthopädischer und psychiatrischer 
Hinsicht keine Diagnosen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gestellt werden konnten, 
ist diesbezüglich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. 

5.2 Nach dem soeben Dargelegten ist festzuhalten, dass sich die Vorbringen der 
Beschwerdeführerin insgesamt als nicht stichhaltig erwiesen haben, um die 
ausschlaggebende Beweiskraft des polydisziplinären MEDAS-Gutachtens in Frage zu 
stellen. Dementsprechend ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das 
genannte Gutachten vom 3. Oktober 2019 als beweiskräftig angesehen und darauf 
abgestellt hat. Daraus folgt, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit 
ab dem 9. Februar 2016 als 50 % und ab dem 1. Oktober 2018 (sechs Monate 
postoperativ) als 25 % arbeitsunfähig zu gelten hat. Daran ändert zu guter Letzt auch der 
im vorliegenden Verfahren neu aufgelegte Bericht von Frauenärztin Dr. med. R.________ 
vom 24. September 2020 (Bf-act. 11) nichts. Wie Dr. R.________ selbst darauf hinweist, 
ist ihr die Beschwerdeführerin erst seit April 2020 bekannt, weshalb eine ausreichende 
Stellungnahme zum BEGAZ-Gutachten gemäss eigenen Aussagen nicht möglich ist. 
Damit ist der genannte Bericht aber nicht geeignet, die ausschlaggebende Beweiskraft des 
polydisziplinären Gutachtens in Frage zu stellen. 

6. Was die Ermittlung des Invaliditätsgrades anbelangt, ist nunmehr unbestritten, 
dass die gemischte Methode vorliegend nicht zur Anwendung gelangt, nachdem die 
Beschwerdegegnerin im Rahmen der angefochtenen Verfügung den Status der 
Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall von teil- auf vollerwerbstätig geändert hat. Der 
ordentliche Einkommensvergleich erübrigt sich sodann, weil die Beschwerdeführerin in der 
angestammten Tätigkeit weiterhin – wenn auch eingeschränkt – arbeitsfähig ist und daher 
für das Validen- und das Invalideneinkommen dieselbe Bemessungsgrundlage 
herangezogen werden darf. Völlig zu Recht hat die Beschwerdegegnerin den 
Invaliditätsgrad denn auch anhand des Prozentvergleichs ermittelt. Aufgrund dessen sind 
die tatsächlichen Einkommen nicht zu ermitteln, da der Arbeitsunfähigkeitsgrad dem 

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Invaliditätsgrad entspricht. Dementsprechend fällt auch die Vornahme eines 
leidensbedingten Abzugs ausser Betracht, zumal die Einschränkungen ohnehin bereits bei 
der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden sind. Es resultiert somit ein Invaliditätsgrad von 
50 % bzw. 25 %. Dementsprechend hat die Beschwerdeführerin ab Rentenbeginn im 
Oktober 2017 (vgl. zum Beginn des Anspruchs Art. 29 Abs. 1 IVG) bis zum 30. November 
2018 (vgl. zum Doppelanspruch auf Taggeld und Rente sowie zu dessen Ende Art. 47 
IVG) Anspruch auf eine halbe Rente. Nach Abschluss der Integrationsmassnahme per 
Februar 2019 besteht bei einem IV-Grad von 25 % (ab 1. Oktober 2018 25%ige 
Arbeitsunfähigkeit gemäss MEDAS-Gutachten) kein Rentenanspruch mehr. Es ist somit 
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine 
befristete halbe Rente vom 1. Oktober 2017 bis 30. November 2018 zugesprochen hat. 
Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und sie ist abzuweisen. 

7. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d). 

Mit dem voll beweiskräftigen MEDAS-Gutachten ist der medizinische Sachverhalt 
umfassend geklärt und von einer weiteren Begutachtung der Beschwerdeführerin sind 
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, sodass der diesbezügliche Antrag auf 
Neubegutachtung in zulässiger Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung 
abzuweisen ist. Schliesslich ist festzuhalten, dass der Beschwerdegegnerin auch keine 
Verletzung der Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 ATSG vorgehalten werden kann.

8. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 4. Oktober 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am