# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3aa4841-bf2f-5f3d-8dd7-62baa56afa39
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.11.2016 IV 2014/355
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-355_2016-11-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/355

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 17.12.2019

Entscheiddatum: 25.11.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 25.11.2016
Art. 16 ATSG. Art. 28 IVG. Festlegung der Höhe der Arbeitsunfähigkeit im 
Verlauf. Bestimmung der Vergleichseinkommen. Keine aussagekräftige 
Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens. Prozentvergleich 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. 
November 2016, IV 2014/355).

Besetzung

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Katja Meili

Geschäftsnr.  

IV 2014/355

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Rahel John, MLaw, Sartorial AG,

Lerchentalstrasse 27, 9016 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente (Einkommensvergleich)

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter), gelernter Sanitärinstallateur, stürzte am 16. Mai 

1992 bei der Arbeit als Bodenleger eine Treppe hinunter. Die behandelnden Ärzte des 

Kantonsspitals Frauenfeld diagnostizierten unter anderem eine traumatische 

Diskushernie L5/S1 links mit abgeschwächtem Zehengang links und Dysästhesie im 

Dermatom S1 links (Bericht des Kantonsspitals Frauenfeld vom 1. Juni 1992, IV-act. 8). 

Im August 1992 wurde im Kantonsspital St.Gallen eine lumbale Hemilaminektomie und 

Diskektomie L5/S1 links sowie eine Erweiterung des Recessus lateralis S1 links 

durchgeführt (vgl. IV-act. 7-2). Der Versicherte meldete sich am 7. September 1992 

erstmals zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 13). Von Mai bis Juli 1993 nahm der 

Versicherte im Rahmen beruflicher Massnahmen an einem Vorkurs zur Vorbereitung auf 

eine Umschulung im kaufmännischen Bereich teil (IV-act. 17). Die Weiterführung der 

kaufmännischen Umschulung wurde ihm für den Zeitraum von August 1993 bis Juli 

1995 zugesprochen (IV-act. 26). Im August 1993 wurde beim Versicherten wegen einer 

Rezidivhernie eine Spondylodese durchgeführt, worauf er die Umschulung per Ende 

Dezember 1993 abbrechen musste (IV-act. 29, vgl. IV-act. 38, IV-act. 41-2). Mit 

Beschluss vom 15. Juni 1994 legte die IV-Kommission des Kantons Thurgau den 

Invaliditätsgrad auf 100% seit 1. Januar 1994 fest und verfügte einen entsprechenden 

Rentenanspruch bis 31. August 1994 (IV-act. 40, vgl. auch IV-act. 64). Im August 1994 

nahm der Versicherte die Umschulung wieder auf (IV-act. 42 f., IV-act. 48), brach diese 

aufgrund anhaltender nervlicher Störungen und Schmerzen im November 1994 aber 

erneut ab (IV-act. 52). Darauf wurde die Rentenprüfung eingeleitet (IV-act. 53 f.). Vom 6. 

bis 9. Februar 1996 wurde der Versicherte durch Ärzte der Medas Zentralschweiz 

polydisziplinär begutachtet. Sie beurteilten, in der angestammten und früher 

ausgeübten Tätigkeit als selbständiger Parkettleger oder Sanitärinstallateur sei der 

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Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden 

Tätigkeit, vorwiegend im Büro- und Verwaltungsbereich, bestehe ab 6. März 1996 eine 

Arbeitsfähigkeit von 80% (IV-act. 85).

A.b  Mit Verfügung vom 15. Oktober 1997 legte die Suva die Erwerbsunfähigkeit auf 

30% fest und sprach dem Versicherten ab 1. Juni 1997 eine Rente sowie eine 

Integritätsentschädigung zu (IV-act. 114). Mit Verfügung vom 30. November 1998 

sprach die IV-Stelle des Kantons Thurgau dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Mai 

1995 bis 31. März 1996 eine ganze IV-Rente zu und verneinte ab 1. April 1996 bei 

einem Invaliditätsgrad von 30% den Anspruch auf eine IV-Rente (IV-act. 125). Die vom 

Versicherten dagegen erhobene Beschwerde (IV-act. 139) wies die AHV/IV-

Rekurskommission des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 31. Mai 1999 ab (IV-act. 

143).

A.c  In den folgenden Jahren war der Versicherte vorwiegend als Bodenleger tätig, 

teilweise selbständigerwerbend (IV-act. 169, IV-act. 107). Im April 2006 gründete der 

Versicherte zusammen mit einem weiteren Gesellschafter die B.___ GmbH und war für 

diese tätig (IV-act. 163). Zudem führte er für die C.___ GmbH Arbeiten aus (IV-act. 164).

A.d  Am 19. Juni 2006 stürzte der Versicherte bei seiner Tätigkeit für die B.___ GmbH in 

einen Treppenschacht und schlug dabei mit den Oberarmen gegen einen Stahlträger. 

Dr. med. D.___ und Dr. med. E.___, Kantonsspital St.Gallen, diagnostizierten am 5. Juli 

2006 eine undislozierte Fraktur Tuberculum majus links, eine Lumboischialgie rechts 

und einen Status nach zweimaliger Rückenoperation lumbal (IV-act. 180-70). Dr. med. 

F.___, Kantonsspital St.Gallen, diagnostizierte am 6. September 2006 eine 

Spinalkanalstenose L3/4, einen Status nach transforaminaler Verschraubung L4/5 und 

L5/S1 1992/93, eine progrediente Lumboischialgie rechtsbetont seit Sturz vom 19. Juni 

2006 sowie ein subacromiales Impingement Schulter links bei bekannter 

Tendinidiskalkaria und AC-Gelenksarthrose links (IV-act. 180-64). Am 2. November 

2006 wurde eine Dekompression L3/4 durchgeführt (IV-act. 180-63), eine Woche 

später erfolgte eine Nachdekompression L3/4 (IV-act. 180-57). Am 19. Dezember 2006 

wurde eine Facettengelenksinfiltration L3/4 vorgenommen (IV-act. 180-54). Am 11. 

April 2007 unterzog sich der Versicherte einer weiteren Rückenoperation. Dabei wurde 

das Osteosynthesematerial L4-S1 entfernt sowie eine transforaminale lumbale 

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interkorporelle Fusion L3/4 und eine dorsale Spondylodese L3/4 durchgeführt mit 

Beckenkammspongiosaentnahme dorsal rechts (IV-act. 180-46).

B. 

B.a  Am 13. Mai 2008 meldete sich der Versicherte unter Angabe des Unfalls vom 19. 

Juni 2006 zum Bezug einer IV-Rente an (IV-act. 150). Am 21. Mai 2008 wurde eine 

Osteosynthesematerialentfernung L3/4, eine Reinstrumentierung L3/4, eine 

Dekompression L2/3 beidseits und eine transforaminale lumbale interkorporelle Fusion 

L2/3 monoportal links durchgeführt (IV-act. 180-27 f.). Mit Bericht vom 20. August 2008 

stellte Dr. med. G.___, Kantonsspital St.Gallen, fest, eine Arbeitswiederaufnahme im 

angestammten Beruf als Platten-/Bodenleger sei nicht zu erwarten. Grundsätzlich sei 

eine theoretische Arbeitsfähigkeit von 50% (2x2 Stunden) in einer unbelastenden 

Tätigkeit in wechselnd sitzender und stehender Position, ohne Heben von Lasten über 

10kg, unter Vermeidung lediglich statischer Tätigkeiten im Sitzen oder nur im Stehen, 

möglich (IV-act. 159).

B.b  Mit Verfügung vom 10. März 2009 wies die IV-Stelle den Anspruch auf berufliche 

Eingliederungsmassnahmen ab, da solche aufgrund des Gesundheitszustandes derzeit 

nicht möglich seien (IV-act. 173). Am 25. März 2009 erfolgte eine Dekompression L1/2, 

ein TLIF L1/2 (Harmscage) und eine dorsale Aufrichtespondylodese Th10-L2 mit 

Reinstrumentierung bis L4 sowie Laminotomien Th10-L2 (IV-act. 180-15 f.).

B.c  Am 30. Juni 2009 berichteten Dr. G.___ und Dr. med. H.___, Kantonsspital 

St.Gallen, die Durchführung einer unbelastenden Tätigkeit, in wechselnd sitzender oder 

stehender Stellung sei wieder zu 50% möglich (IV-act. 180-11 f.). Mit Bericht vom 26. 

April 2010 führte Dr. G.___ aus, auf Basis der multiplen Operationen im Bereich der 

Lendenwirbelsäule mit anschliessender Versteifung von Th10-S1 bestünden 

gravierende Einschränkungen für körperliche Tätigkeiten sowie das Heben von Lasten 

über 10kg. Ebenfalls bestünden Einschränkungen für statische Verrichtungen wie 

langes Stehen und Sitzen. Insgesamt präsentiere sich eine Situation, welche nicht 

daran denken lasse, den Versicherten in seinem angestammten Beruf als Bodenleger 

wieder einsetzen zu können. Eine Integration in einer unbelastenden Tätigkeit mit 

wechselnd sitzend und stehender Position mit freier Positionswahl der Arbeitshaltung 

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durch den Versicherten, ohne Heben von Lasten über 10kg wäre zu mindestens 50% 

möglich, diese 50% könnten in der Folge wohl ausgebaut werden. Zu vermeiden seien 

klar lediglich statische Verrichtungen nur im Sitzen oder im Stehen, ebenfalls vornüber 

geneigte Arbeiten sowie Über-Kopf-Arbeiten (IV-act. 180-4). Dr. med. I.___, Facharzt 

FMH für Chirurgie, Kreisarzt Suva St.Gallen, untersuchte den Versicherten am 3. Juni 

2010 und beurteilte, er sei für leichte Tätigkeiten einsetzbar, welche aufgrund der 

deutlichen Bewegungseinschränkung und der verlangsamten Bewegungsabläufe auch 

zu einer zeitlichen Reduktion führten. Es wären Hilfsmittel wie höhenverstellbare 

Ablagen, Tische und Stühle notwendig, um bei optimaler Umgebungsgestaltung eine 

etwa 60 bis 70%ige Präsenz zu ermöglichen. Erreichbar sei Gewichte heben und 

tragen von ca. 5kg vom Boden ohne Einnahme bückender Stellung und 10kg ab 

Tischhöhe ohne über Gehstrecken zu tragen (Bericht vom 3. Juni 2010, bei den Suva-

Akten). RAD-Arzt Dr. J.___ beurteilte am 11. August 2010, für die angestammte 

Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100%. Bei ideal adaptierter Arbeit und 

ebensolchem Arbeitsplatz bestehe entsprechend der Beurteilung der Zumutbarkeit der 

Suva und der Möglichkeit zur Einnahme von Wechselpositionen ca. alle 20 Minuten 

eine Arbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 185-2).

B.d  Auf Veranlassung der IV-Stelle befand sich der Versicherte vom 20. Juni bis 10. 

Juli 2011 in einer beruflichen Abklärung (vgl. IV-act. 193, IV-act. 198, IV-act. 202, IV-

act. 204). Gemäss Schlussbericht der Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) vom 12. 

August 2011 wurde die Arbeitszeit während der Abklärung beschwerdebedingt auf 6 

Stunden täglich verkürzt. Bei adaptierten Tätigkeiten habe die Leistung des 

Versicherten bei 50% gelegen, was einer Tagesleistung von 30% entspreche. Unter 

optimalen Arbeitsbedingungen erscheine das Erreichen einer 50% 

Gesamtarbeitsleistung bei ca. 60% Präsenzzeit eventuell realisierbar. Seine 

Resterwerbsfähigkeit könne vermutlich nur im Rahmen einer Heimarbeit verwertet 

werden (IV-act. 215). Nachdem die IV-Eingliederungsberaterin festgehalten hatte, der 

Versicherte wünsche keine weitere Unterstützung bei der Eingliederung (IV-act. 219), 

teilte ihm die IV-Stelle mit Schreiben vom 21. September 2011 mit, sie weise das 

Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab (IV-act. 221).

B.e  Am 5. April 2012 führte Dr. med. K.___, Klinik L.___, beim Versicherten eine 

Hüfttotalprothesen-Implantation rechts durch (IV-act. 242-3). Dr. K.___ berichtete, 

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frühestens ein halbes Jahr nach der Operation könne wieder eine adaptierte Tätigkeit 

ausgeführt werden. Dabei seien aber lediglich leichte Belastungen möglich mit 

wechselnd sitzend-stehender Tätigkeit oder rein sitzender Tätigkeit. Langes Gehen 

oder Stehen sei nicht möglich, auch kein Tragen von Lasten schwerer als 10kg. Der 

Arbeitsumfang sollte unter Einhaltung der genannten Belastungseinschränkungen 

wieder zu 100% möglich sein. Diese Angaben bezögen sich lediglich auf die Hüfte, 

nicht die lumbovertebrale Schmerzproblematik (IV-act. 242-1).

B.f  RAD-Arzt Dr. M.___ führte in seiner Stellungnahme vom 14. Mai 2013 aus, bei der 

BEFAS-Abklärung sei festgestellt worden, dass die medizinisch-theoretische 

Restarbeitsfähigkeit von 50% auf dem freien Arbeitsmarkt kaum zu realisieren sei und 

vermutlich nur im Rahmen von Heimarbeit verwertet werden könne. Die Suva sei dieser 

Einschätzung gefolgt und habe eine Rente im Rahmen von 82% Erwerbsunfähigkeit 

zugesprochen. Versicherungsmedizinisch stehe dieser Einschätzung nichts entgegen 

(IV-act. 251-2). Am 17. Juli 2013 beurteilte Dr. M.___ sodann, der Gesundheitszustand 

sei erst im Frühjahr 2010 stabil gewesen und es habe dann ab der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung vom 3. Juni 2010 medizinisch-theoretisch eine 50%-ige 

Arbeitsfähigkeit vorgelegen (IV-act. 252).

B.g  Mit Vorbescheid vom 28. August 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Zusprache einer Viertelsrente ab 1. November 2007 in Aussicht (IV-act. 255). Der 

Versicherte erhob am 1. Oktober 2013 Einwand und beantragte, es sei ihm ab dem 1. 

November 2007 bis zum 11. August 2011 eine halbe Rente und ab dem 12. August 

2011 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ihm ab dem 1. November 2007 

eine halbe Rente zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (IV-act. 258). 

Mit Entscheid vom 23. Juni 2014 verfügte die IV-Stelle basierend auf einer 

Arbeitsfähigkeit von 50% und einem Invaliditätsgrad von 48% einen Anspruch auf eine 

Viertelsrente ab 1. November 2007 (IV-act. 260).

C.

C.a Gegen die Verfügung vom 23. Juni 2014 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 28. Juli 2014. Der Beschwerdeführer beantragt, die angefochtene Verfügung vom 

23. Juni 2014 sei insoweit aufzuheben, als sie ihm eine höhere als die Viertelsrente 

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versage. Dem Beschwerdeführer sei ab 1. November 2007 eine ganze Rente, 

eventualiter eine Dreiviertelsrente, zuzusprechen. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Er führt aus, vor dem Unfall im 

Jahr 2006 habe er als Geschäftsführer der B.___ GmbH und in seiner leitenden Position 

bei der C.___ GmbH vor allem qualifizierte Arbeiten geleistet. Es sei mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er – wäre er nicht invalid geworden – 

diese Tätigkeiten weitergeführt hätte. Da er in den Jahren 1994 bis 1996 teilweise IV-

Renten bzw. IV-Taggelder bezogen habe, sei dieser Zeitraum für die Berechnung des 

Valideneinkommens nicht massgebend. Infolge seiner Invalidität von 30% könnten 

auch die Folgejahre nicht für die Berechnung des Valideneinkommens herbeigezogen 

werden. In den Jahren 2000 bis 2004 weise er gar kein eigenes Einkommen aus und im 

Jahr 2005 sei er im Strafvollzug gewesen. Eine Bemessung des Valideneinkommens 

basierend auf dem Durchschnittseinkommen mehrerer vergangener Jahre könne 

insgesamt nicht aussagekräftig sein. Erst als er im Jahr 2006 als Geschäftsführer der 

B.___ GmbH bzw. als Stellvertreter des Geschäftsführers der C.___ GmbH eine für ihn 

adaptierte Tätigkeit gefunden habe, habe er seine noch vorhandene Arbeitsfähigkeit 

optimal ausnutzen können. Die Berechnung des Valideneinkommens habe daher – 

unter Berücksichtigung der zuletzt ausgeführten, adaptierten Tätigkeit – analog den 

Berechnungen der Suva basierend auf den Lohnstrukturerhebungen 2010 zu erfolgen. 

Die Suva sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50% bei einer Präsenz von 60 bis 70% 

ausgegangen, was also einer Arbeitsfähigkeit von 30 bis 35% entspreche. Dieser 

Umstand sei bei der Einschätzung durch den RAD, wonach der Beschwerdeführer eine 

50%-ige Arbeitsfähigkeit aufweise, nicht berücksichtigt worden. Das 

Invalideneinkommen sei daher analog der Suva zu berechnen, womit ein 

Invaliditätsgrad von 80% resultiere. Dem Beschwerdeführer sei folglich eine ganze 

Rente zuzusprechen (act. G1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 5. September 2014 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, die 

invalidisierenden Leiden des Beschwerdeführers seien bereits seit Juni 1996 

aufgetreten. Sein Valideneinkommen könne abstrakt, gestützt auf die schweizerische 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik von 1996, erhoben werden. Die 

Arbeitsfähigkeit sei ausschliesslich medizinisch-theoretisch zu bestimmen. Es gehe 

nicht an, die Arbeitsfähigkeit eines Versicherten aufgrund der Ergebnisse einer 

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beruflichen Abklärung festzulegen. Der Beschwerdeführer weise eine Arbeitsfähigkeit 

von mindestens 50% in einer angepassten Tätigkeit auf. Davon gehe auch das 

Kantonsspital St.Gallen aus. Das Invalideneinkommen sei anhand der Tabellenlöhne 

des Jahres 1996 zu bestimmen. Ein Leidensabzug sei nicht gerechtfertigt, da die 

gesundheitlichen Einschränkungen mit der attestierten Arbeitsfähigkeit von nur noch 

50% in einer adaptierten Tätigkeit bereits grosszügig berücksichtigt worden seien. Es 

resultiere damit ein Invaliditätsgrad von 47% und der Beschwerdeführer habe 

Anspruch auf eine Viertelsrente (act. G4).

C.c Mit Replik vom 7. Oktober 2014 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

fest. Er führt aus, er habe im Jahr 2006 qualifizierte Arbeit geleistet, weshalb mit dem in 

der Beschwerde erwähnten Valideneinkommen zu rechnen sei. Es sei gestützt auf den 

kreisärztlichen Bericht vom 3. Juni 2010 und den BEFAS-Bericht von einer 

Arbeitsfähigkeit bei einer adaptierten Tätigkeit von 30% auszugehen. Beim 

Invalideneinkommen sei vom Tabellenwert für Hilfsarbeiter auszugehen. Es sei ein 

Leidensabzug von 25% vorzunehmen, da auch im Bereich der Hilfsarbeiten aufgrund 

der gesundheitlichen Einschränkungen kaum Anstellungsmöglichkeiten für den 

Beschwerdeführer vorhanden seien. Erschwerend kämen das Alter und die Vorstrafen 

des Beschwerdeführers hinzu (act. G6).

C.d Die mit Schreiben vom 9. Oktober 2014 (act. G7) zur Einreichung einer Duplik 

aufgeforderte Beschwerdegegnerin liess sich innert Frist nicht mehr vernehmen (act. 

G8). 

Erwägungen

1. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers gegenüber der Invalidenversicherung.

1.1  Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird unter Invalidität die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit 

verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine 

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Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach 

zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch 

massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen 

Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person 

nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und 

zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das 

die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad 

von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

1.2  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine 

zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

2. 

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Der Beschwerdeführer hat sich am 13. Mai 2008 zum Bezug einer Invalidenrente 

angemeldet (IV-act. 150). Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch 

frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des 

Leistungsanspruchs. Sofern das sogenannte Wartejahr vor dem 1. Januar 2008 zu 

laufen begonnen hat und die Anmeldung noch in der ersten Jahreshälfte 2008 erfolgt 

ist, ist jedoch die altrechtliche Regelung des Rentenbeginns weiter anzuwenden (vgl. 

IV-Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007 sowie BGE 138 V 475). Nach aArt. 

29 Abs. 1 lit. b IVG entsteht der Rentenanspruch unmittelbar mit der Erfüllung des 

Wartejahres, wobei eine Nachzahlung gemäss aArt. 48 Abs. 2 IVG grundsätzlich 

lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangegangenen Monate möglich ist. Da dem 

Beschwerdeführer erstmals nach seinem Unfall im Juni 2006 eine Arbeitsunfähigkeit 

attestiert wurde, ist ein Rentenanspruch ab Juni 2007 zu prüfen. Eine im Mai 2006 

bestehende relevante Arbeitsunfähigkeit (über 20%), welche das Wartejahr eröffnet 

hätte, ist nicht ausgewiesen. Entsprechende medizinische Berichte sind nicht 

aktenkundig und seine Tätigkeiten für die B.___ GmbH und die C.___ GmbH lassen 

nicht auf eine relevante Arbeitsunfähigkeit schliessen.

3. 

Zunächst ist zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt 

worden ist.

3.1  Die Beschwerdegegnerin geht in einer adaptierten Tätigkeit bei maximaler Präsenz 

von 60-70% von einer Arbeitsfähigkeit von 50% aus (act. G1.2). Sie stützt sich dabei 

auf die Einschätzung der RAD-Ärzte sowie nachfolgend erwähnte medizinische Akten.

3.1.1  Der erstbehandelnde Dr. med. N.___, FMH Allgemeine Medizin, schätzte den 

Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 19. Juni 2006 als zu 100% arbeitsunfähig ein 

(vgl. Unfallschein UVG, IV-act. 157-7, Arztzeugnis vom 25. September 2006; bei den 

Suva-Akten). Dr. F.___ und Dr. med. O.___, Kantonsspital St.Gallen, attestierten dem 

Beschwerdeführer nach einer Dekompressions-Operation L3/4 am 2. November 2006 

(IV-act. 180-63) vom 31. Oktober bis 18. November 2006 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit, die weitere Beurteilung erfolge durch den Hausarzt (Bericht vom 8. 

November 2006; IV-act. 180-60 f., vgl. IV-act. 180-55 f.). Bereits am 9. November 2006 

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wurde jedoch eine operative Nachdekompression L3/4 und Wundrevision 

vorgenommen (IV-act. 180-57), am 19. Dezember 2006 erfolgte eine 

Facettengelenksinfiltration L3/4 (IV-act. 180-54). Am 11. April 2007 kam es zur 

operativen Fusion L3/4 (IV-act. 180-46). Dr. G.___ und Dr. med. P.___, Kantonsspital 

St.Gallen, erachteten den Beschwerdeführer vom 10. April 2007 bis 10. Mai 2007 als zu 

100% arbeitsunfähig (IV-act. 180-48 f.). Mit Schreiben vom 23. Mai 2007 attestierte Dr. 

G.___ dem Beschwerdeführer bis zur nächsten Kontrolle 6 Wochen später eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 44 f.). Am 3. Juli 2007 führte Dr. G.___ aus, der 

Beschwerdeführer sei als Bodenleger zu 100% arbeitsunfähig. Für alternative 

Tätigkeiten in wechselnd stehend oder sitzender Position mit freier Positionswahl der 

Arbeitshaltung durch den Beschwerdeführer, ohne Heben von Lasten über 10kg, wäre 

er ab sofort wieder arbeitsfähig (IV-act. 180-42). Mit Schreiben vom 30. Januar 2008 

schätzte Dr. G.___ den Beschwerdeführer bis zur geplanten Durchführung einer 

lumbalen Myelographie mit Funktionsaufnahmen sowie Myelo-CT zu 100% 

arbeitsunfähig ein (IV-act. 180-35; Durchführung Myelographie am 26. März 2008, IV-

act. 180-33). Nach einer weiteren Operation vom 21. Mai 2008 (betreffend die 

Segmente L2-4; insbesondere Dekompression und Fusion L2/3; IV-act. 180-29) 

attestierten Dr. G.___ und Dr. med. Q.___, Kantonsspital St.Gallen, dem 

Beschwerdeführer bis zum 1. Juli 2008 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 

180-27 f.). Dr. G.___ berichtete am 20. August 2008 eine Arbeitswiederaufnahme im 

angestammten Beruf als Platten-/Bodenleger sei nicht zu erwarten. Grundsätzlich sei 

ab dem momentanen Zeitpunkt eine theoretische Arbeitsfähigkeit von 50% (2x2 

Stunden) in einer unbelastenden Tätigkeit in wechselnd sitzender und stehender 

Position “mit freier Position“, ohne Heben von Lasten über 10kg, unter Vermeidung 

lediglich statischer Tätigkeiten im Sitzen oder nur im Stehen möglich (IV-act. 159). Der 

Beschwerdeführer berichtete bei einer Nachkontrolle vom 27. Januar 2009 über seit ca. 

zweieinhalb Monaten zunehmende Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule mit 

ischialgieformer Ausstrahlung rechtsseitig (vgl. IV-act. 180-21), worauf eine 

Anschlussdegeneration L1/2 festgestellt wurde (IV-act. 180-19). Diese wurde am 25. 

März 2009 operativ angegangen (Verlängerungsspondylodese L1/2 mit 

Dekompression, IV-act. 180-17). Mit Schreiben vom 13. Mai 2009 berichteten Dr. G.___ 

und Dr. med. Q.___, Kantonsspital St.Gallen, seit der Operation vom 25. März 2009 

und bis in 6 Wochen sei der Beschwerdeführer zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 180-13 

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f., vgl. auch IV-act. 180-15 f.). Am 30. Juni 2009 berichteten Dr. G.___ und Dr. H.___ 

sodann, die Durchführung einer unbelastenden Tätigkeit, in wechselnd sitzender oder 

stehender Stellung sei wieder zu 50% möglich (IV-act. 180-11 f.). Am 28. Oktober 2009 

berichtete Dr. G.___, für die Tätigkeit als Bodenleger bestehe weiterhin eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit. Für eine unbelastende Tätigkeit in wechselnd sitzender und 

stehender Position mit selbständiger Bestimmung der Arbeitshaltung durch den 

Beschwerdeführer, ohne Heben von Lasten über 10kg würde eine mindestens 50%-ige 

Arbeitsfähigkeit wiederum bestehen, welche wohl auch ausgedehnt werden könnte (IV-

act. 180-9 f.). Seine Einschätzung wiederholte er mit Schreiben vom 31. März 2010 (IV-

act. 180-7 f.). Am 26. April 2010 führte Dr. G.___ aus, auf Basis der multiplen 

Operationen im Bereich der Lendenwirbelsäule mit anschliessender Versteifung von 

Th10-S1 bestünden gravierende Einschränkungen für körperliche Tätigkeiten sowie das 

Heben von Lasten über 10kg. Ebenfalls bestünden Einschränkungen für statische 

Verrichtungen wie langes Stehen und Sitzen. Über das Ausmass der 

Restarbeitsfähigkeit müsse ein Belastungsversuch durchgeführt werden. Auf Basis der 

guten Jahreskontrolle vom 30. März 2010 wäre eine Integration in einer unbelastenden 

Tätigkeit mit wechselnd sitzender und stehender Position mit freier Positionswahl der 

Arbeitshaltung, ohne Heben von Lasten über 10kg zu mindestens 50% möglich; diese 

50% könnten in der Folge wohl ausgebaut werden. Zu vermeiden seien klar lediglich 

statische Verrichtungen, welche nur im Sitzen oder im Stehen verrichtet werden sollten, 

ebenfalls vornüber geneigte Arbeiten sowie Über- Kopf-Arbeiten (IV-act. 180-4). Am 22. 

März 2011 bestätigten Dr. G.___ und R.___, Kantonsspital St.Gallen, für eine 

unbelastende Tätigkeit mit den genannten Einschränkungen bestehe nach wie vor eine 

mindestens 50%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 196).

3.1.2  RAD-Arzt Dr. J.___ beurteilte am 30. Juni 2008, es bestehe noch eine instabile 

Situation mit ausstehenden Abklärungen und unklaren Therapieoptionen (IV-act. 

155-2). Am 24. September 2009 führte er aus, seit Juli 2009 bestehe eine 50%-ige 

Arbeitsfähigkeit für sehr leichte Tätigkeiten (bis 5kg) in Wechselbelastung und 

rückenergonomischen Stellungen ohne Zwangshaltungen oder Verdrehungen/

Verbiegungen im Rücken und ohne Knien. Für sämtliche andere, also auch 

angestammte Tätigkeiten, bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (IV-act. 176). In 

seiner Stellungnahme vom 11. August 2010 führte Dr. J.___ aus, es bestünden stabile 

Verhältnisse mit persistierenden Einschränkungen. Für angestammte Tätigkeiten 

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bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Die Suva habe beurteilt, der 

Beschwerdeführer sei für leichte Tätigkeiten einsetzbar, welche aufgrund der 

deutlichen Bewegungseinschränkung und der verlangsamten Bewegungsabläufe auch 

zu einer zeitlichen Reduktion führten. Bei optimaler Umgebungsgestaltung wäre eine 

etwa 60 bis 70%ige Präsenz möglich. Dr. J.___ ging bei einer ideal adaptierten Arbeit 

und ebensolchem Arbeitsplatz entsprechend der Zumutbarkeitsbeurteilung der Suva 

und Einnahme von Wechselpositionen ca. alle 20 Minuten von einer Arbeitsfähigkeit 

von 50% aus (IV-act. 185-2). RAD-Arzt Dr. M.___ führte am 14. Mai 2013 aus, bei der 

BEFAS-Abklärung sei festgestellt worden, dass die medizinisch-theoretische 

Restarbeitsfähigkeit von 50% auf dem freien Arbeitsmarkt kaum zu realisieren sei und 

vermutlich nur im Rahmen von Heimarbeit verwendet werden könne. Die Suva sei 

dieser Einschätzung gefolgt und habe eine Rente im Rahmen von 82% 

Erwerbsunfähigkeit zugesprochen. Versicherungsmedizinisch stehe dieser 

Einschätzung nichts entgegen (IV-act. 251-2). Dr. M.___ beurteilte am 17. Juli 2013 

sodann, laut den Suva-Akten und den bisherigen RAD-Stellungnahmen sei der 

Gesundheitszustand nach dem Unfall 2006 längere Zeit instabil gewesen, so dass eine 

definitive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit noch nicht habe 

erfolgen können. Erst im Frühjahr 2010 sei der Gesundheitszustand stabil gewesen und 

es habe dann ab der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung am 3. Juni 2010 

medizinisch-theoretisch eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit vorgelegen (IV-act. 252).

3.1.3  Zusammengefasst ist ausgewiesen, dass während des seit 19. Juni 2006 

laufenden Wartejahrs bis zu dessen Ablauf in der angestammten, nicht 

rückenadaptierten Tätigkeit durchgehend eine volle Arbeitsunfähigkeit bestand. Im Juni 

2007 war der Beschwerdeführer wegen der Operation vom 11. April 2007 noch voll 

arbeitsunfähig. Am 3. Juli 2007 betrachtete Dr. G.___ zwar eine (im Pensum nicht 

quantifizierte) Arbeitstätigkeit adaptiert als möglich (IV-act. 180-42). Bereits ungefähr im 

August 2007 kam es jedoch wiederum zu verstärkten lumbalen Schmerzen (vgl. IV-act. 

180-41), die weitere Abklärungen nötig machten (u.a. Bildgebung am 2. und 10. 

Oktober 2007, IV-act. 180-40, 180-38; diagnostisch/therapeutische Hüftinfiltration am 

17. Dezember 2007; IV-act. 180-37; Myelographie am 26. März 2008, IV-act. 180-35, 

180-33) und schliesslich zur Operation vom 21. Mai 2008 führten. Erst im Rahmen der 

3-Monats-Nachkontrolle vom 19. August 2008 wurde dem Beschwerdeführer eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% in rückenadaptierten Tätigkeiten attestiert (IV-act. 180-23). 

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Bei diesem Verlauf ist überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer 

zwischen 1. Juni 2007 und 18. August 2008 durchgehend für jegliche Tätigkeiten 

arbeitsunfähig war.

3.1.4  Offenbar seit ca. November 2008 traten wiederum vermehrte Schmerzen lumbal 

auf (vgl. den Bericht über die Nachkontrolle vom 27. Januar 2009, IV-act. 180-21); 

ärztliche Angaben zu einer deswegen eingetretenen weiteren Reduktion der 

Restarbeitsfähigkeit fehlen jedoch. Damit ist erst seit dem Spitaleintritt für die 

Operation vom 25. März 2009 einen Tag zuvor wiederum eine volle Arbeitsunfähigkeit 

für jegliche Tätigkeiten belegt, dies bis Ende Juni 2009. Ab Juli 2009 stabilisierte sich 

der Zustand bei weiterhin bestehenden Restbeschwerden, sodass ab 1. Juli 2009 

wiederum von einer Arbeitsfähigkeit adaptiert von 50% auszugehen ist (vgl. IV-act. 

180-11). Die Einschätzungen der behandelnden Ärzte des Kantonsspitals St.Gallen 

sind nachvollziehbar und widerspruchsfrei. Sie untersuchten den Beschwerdeführer 

seit seinem Unfall im Jahre 2006 regelmässig und waren über seinen gesundheitlichen 

Zustand umfassend orientiert. Der RAD stützte sich seinerseits auf die medizinischen 

Unterlagen des Kantonsspitals St.Gallen und die Berichte der Kreisärzte (s. unten).

3.2  Der Beschwerdeführer stellt sich gestützt auf den BEFAS-Bericht und die 

Einschätzung der Suva auf den Standpunkt, er sei nur zu 30% arbeitsfähig für eine 

adaptierte Tätigkeit (act. G1).

3.2.1  Suva-Kreisarzt Dr. I.___ untersuchte den Beschwerdeführer am 3. Juni 2010. Er 

führte aus, der Beschwerdeführer sei für leichte Tätigkeiten einsetzbar, welche 

aufgrund der deutlichen Bewegungseinschränkung und der verlangsamten 

Bewegungsabläufe auch zu zeitlicher Reduktion führten. Es wären Hilfsmittel wie 

höhenverstellbare Ablagen, Tische und Stühle notwendig, um bei optimaler 

Umgebungsgestaltung eine etwa 60 bis 70%ige Präsenz zu erreichen. Gewichte heben 

und tragen vom Boden ohne Einnahme einer bückenden Stellung sei bis zu ca. 5kg 

erreichbar. Ab Tischhöhe und ohne über Gehstrecken zu tragen, sei das Gewicht auf 

10kg zu begrenzen (Bericht vom 3. Juni 2010, bei den Suva-Akten). Der Bericht 

verweist unter dem Titel “Anamnese/Aktenlage“ unter anderem auf die Kontrolle vom 

30. März 2010 im Kantonsspital St.Gallen, anlässlich derer eine mind. 50%ige 

Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten festgestellt wurde. Entgegen den 

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Ausführungen des Beschwerdeführers (vgl. act. G1) enthält der Bericht weder eine 

eigene Schätzung des Grads der Arbeitsunfähigkeit, noch hat Dr. I.___ festgestellt, es 

resultiere bei einer Präsenz von 60 bis 70% eine Arbeitsfähigkeit von 30 bis 35%.

3.2.2  Am 29. April 2011 erfolgte eine Untersuchung des Beschwerdeführers durch 

Suva Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. S.___. Dieser führte aus, seit der Implantation 

des Neurostimulators im Dezember 2010 sei von den beiden Schmerzqualitäten 

Lumbago und neuralgieformer Ischias-Problematik rechtsbetont letztere nach Angaben 

des Beschwerdeführers um 50% reduziert worden. Die Arbeitsfähigkeit und die 

Zumutbarkeit hätten sich durch die Implantation nicht grundlegend verändert, da noch 

ein erheblicher Anteil an Rückenschmerzen bleibe (bei den Suva-Akten). Auch Dr. S.___ 

äusserte sich nicht konkret zum Grad der Arbeitsunfähigkeit.

3.2.3  Gemäss Schlussbericht der BEFAS vom 12. August 2011 sollte der 

Beschwerdeführer möglichst ebenerdig und bei manuellen Verrichtungen überwiegend 

auf Tischhöhe an ergonomisch einrichtbarem Arbeitsplatz tätig sein, bei Möglichkeit zu 

Wechselpositionen nach Bedarf sitzend/stehend/gehend, wobei möglichst 

ununterbrochenes Verharren in der gleichen Körperposition über mehr als 20 Minuten 

nicht gefordert werden sollte. Eine behinderungsadaptierte Tätigkeit müsse körperlich 

nur leicht belastend und rückenschonend ausgeführt werden können, unter 

Vermeidung des Tätigseins in stärker rückenbelastenden Körperpositionen. Nur 

kurzzeitig und gelegentlich, in rumpfnaher rückengerechter Körperposition, seien 

leichtere Gewichtsbelastungen (bis max. ca. 10 kg) zumutbar. Nicht gefordert werden 

sollten Besteigen von Leitern und Gerüsten ebenso wie häufiges Treppengehen. 

Zusammenfassend könne bei behinderungsadaptierten Arbeitsverhältnissen eine 

täglich 5-stündige Präsenzzeit zugemutet werden, entsprechend einer ca. 60% 

Gesamtarbeitszeit resp. ca. 60% Präsenz am Arbeitsplatz. Zur Schmerzlinderung sei er 

gezwungen, häufige Pausen einzulegen und müsste sich über Mittag auch hinlegen 

können, was seine Leistung innerhalb der verkürzten Arbeitszeit aktuell auf 50% 

reduziere. Unter optimalen Arbeitsbedingungen erscheine bei aktuell gezeigter 

durchschnittlicher 30% Gesamttagesleistung das Erreichen einer 50% Gesamtleistung 

bei ca. 60% Präsenzzeit eventuell realisierbar, bei Gelegenheit zu zusätzlichen kurzen 

Entlastungspositionen resp. einem etwas verlangsamten Arbeitstempo. Die 

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Resterwerbsfähigkeit bei maximal 50% Gesamtarbeitsleistung könne vermutlich nur im 

Rahmen einer Heimarbeit verwertet werden (IV-act. 215-9 ff.).

3.2.4  In ihrer Verfügung vom 20. Dezember 2012 führte die Suva aus, entsprechend 

den medizinischen und erwerblichen Abklärungen könne die angestammte Tätigkeit als 

Geschäftsführer/manueller Mitarbeiter im Bereich Bodenbeläge wegen der 

unfallbedingten Rückenbeschwerden nicht mehr ausgeübt werden. Zumutbar seien 

noch körperlich leichte Tätigkeiten bei maximaler Präsenz von rund 60% respektive 

eine diesbezügliche Arbeitsleistung von 50% (bei den Suva-Akten). Aus der 

Berechnung des Invalideneinkommens geht hervor, dass die Suva von einer 

Gesamtarbeitsleistung bzw. einer Arbeitsfähigkeit von 30% ausging. Sie sprach dem 

Beschwerdeführer basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 82% eine Monatsrente 

von Fr. 4‘336.-- zu (bei den Suva-Akten).

3.2.5  Nachdem die Kreisärzte sich nicht zum Grad der Arbeitsunfähigkeit äusserten, 

stützt sich die Annahme der Suva, wonach die Arbeitsfähigkeit nur 30% beträgt, wohl 

vorwiegend auf den Bericht der BEFAS. Mangels Begründung für die Festsetzung des 

Grads der Arbeitsfähigkeit ist nicht nachvollziehbar, wie die Suva zu ihrer Einschätzung 

kam. Dies insbesondere deshalb, weil den weiteren aktenkundigen Arztberichten, 

namentlich des Kantonsspitals St.Gallen, ab Juli 2009 durchgehend eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% für eine adaptierte Tätigkeit zu entnehmen ist. Auch die 

BEFAS hielt eine Gesamtleistung von 50% bei einer Präsenzzeit von 60% mindestens 

für eventuell realisierbar. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass zwischen Medizinern und 

Berufsberatern eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich 

ist. Der Arzt sagt, inwiefern der Versicherte in seinen körperlichen bzw. geistigen 

Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist. Der Berufsberater sagt hingegen, 

welche konkreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der ärztlichen Angaben und unter 

Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten des Versicherten in Frage kommen, wobei 

unter Umständen entsprechende Rückfragen beim Arzt erforderlich sind (BGE 107 V 20 

E.2b). Abklärungen, wie sie in der BEFAS vorgenommen werden, sind in erster Linie 

dazu bestimmt, im Rahmen der Berufsberatung eine geeignete 

Umschulungsmöglichkeit oder die den persönlichen Fähigkeiten und Beschränkungen 

der versicherten Person entsprechende Arbeit zu definieren. Sie erweisen sich aber in 

der Regel als ungeeignet, den Arbeitsfähigkeitsgrad objektiv zu bestimmen (vgl. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/24

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Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 9. August 2010, IV 

2008/508 E. 2.3, abrufbar unter http://www.gerichte.sg.ch/home/dienstleistungen/

rechtsprechung/aktuelle_entscheide1/entscheide_2010/iv_-_invalidenversicherung/

iv_2008_508.html). Obwohl beim BEFAS-Bericht neben Berufsberatern auch Dr. med. 

T.___ mitgewirkt hatte (vgl. IV-act. 215), ist die Aussagekraft bezüglich des Grads der 

Arbeitsunfähigkeit damit gering.

3.3  Dr. med. U.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, Klinik V.___, diagnostizierte mit 

Bericht vom 9. Dezember 2011 einen Status nach Treppensturz 1992 mit x-fachen 

Rückenoperationen mit Spondylodese Th12 bis S1, ein Failed back surgery Syndrom 

und Flatback Syndrom, ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, einen 

Status nach Implantation eines Neurostimulators 2010 und Coxarthrose beidseits 

rechtsbetont. Der Versicherte sei bis auf weiteres 100% arbeitsunfähig (IV-act. 226-3 

f.). Die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit bezieht sich soweit ersichtlich auf die 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit des Beschwerdeführers. Dr. U.___ vermerkte zwar, es sei 

dem Beschwerdeführer eine 100% IV-Rente zuzusprechen, er nahm jedoch nicht zu 

einer allenfalls zumutbaren adaptierten Tätigkeit Stellung.

3.4  Dr. med. K.___, Klinik L.___, führte beim Beschwerdeführer am 5. April 2012 eine 

Hüfttotalprothesenimplantation rechts durch. Mit Schreiben vom 17. Juli 2012 

berichtete er, nach dem Hüfteingriff bestehe nach wie vor eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit. Langfristig sei davon auszugehen, dass frühestens ein halbes Jahr 

nach der Operation eine adaptierte Tätigkeit wieder ausgeführt werden könne. Dabei 

seien aber lediglich leichte Belastungen möglich mit wechselnd sitzend-stehender 

Tätigkeit oder rein sitzender Tätigkeit. Auch das Tragen von Lasten schwerer als 10kg 

sei nicht möglich. Der Arbeitsumfang sollte unter Einhaltung der genannten 

Belastungseinschränkungen wieder zu 100% möglich sein, ob dies ein halbes Jahr 

oder erst ein Jahr postoperativ möglich sei, müsse im Einzelfall entschieden werden. 

Diese Aussagen bezögen sich lediglich auf die Hüfte und nicht auf die bekannte 

lumbovertebrale Schmerzproblematik (IV-act. 242-1). Es ist somit davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer aufgrund der Hüftoperation rund ein halbes Jahr, von April 

2012 bis Ende September 2012, zu 100% arbeitsunfähig war und sich die 

Hüftproblematik bei bereits durch die Rückenbeschwerden eingeschränkter 

Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten danach nicht weiter auswirkte.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/24

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3.5  Dr. med. X.___, Praktischer Arzt FMH, berichtete am 27. Februar 2013, die 

bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Ob und in welchem zeitlichen Rahmen 

dem Beschwerdeführer andere Tätigkeiten zumutbar wären, müsste im gegebenen Fall 

ausprobiert werden. Ob in diesem Rahmen eine verminderte Leistungsfähigkeit 

bestehe, hänge vom Probeversuch ab. Zumutbar seien ihm seit 2006 

wechselbelastende Tätigkeiten. Der Beschwerdeführer habe gemäss eigenen Angaben 

eine 82% Erwerbsunfähigkeit von der Suva (IV-act. 248-3). Dem Bericht lässt sich 

keine Begründung für die Beurteilung entnehmen. Zudem scheint Dr. X.___ keine 

umfassende Aktenkenntnis gehabt zu haben, zumal er bei der Angabe der 

Erwerbsunfähigkeit auf die Aussagen des Beschwerdeführers verwies. Die vagen 

Äusserungen bezüglich einer allfälligen Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit 

ohne Quantifizierung derselben lassen keine Rückschlüsse auf die tatsächliche 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu.

3.6  Nach dem Gesagten ist bei der Beurteilung des Rentenanspruchs mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit von folgenden verwertbaren Arbeitsfähigkeiten für 

leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen: 0% von Juni 2007 bis 18. August 2008, 

50% von 19. August 2008 bis 23. März 2009, 0% von 24. März 2009 bis 30. Juni 2009, 

50% von 1. Juli 2009 bis 3. April 2012, 0% von 4. April 2012 bis 30. September 2012 

(Hüftoperation) und 50% seit 1. Oktober 2012. Eine durch das Implantieren und 

Ersetzen eines Neurostimulators im Dezember 2010 bzw. November 2011 ausgelöste 

längerfristige Veränderung der Arbeitsfähigkeit ist nicht ausgewiesen (vgl. IV-act. 218, 

IV-act. 226-3, Berichte vom 24. März 2011 und 29. April 2011 bei den Suva-Akten).

4. 

Zu bestimmen bleibt die Höhe der umstrittenen Vergleichseinkommen. Die Parteien 

sind sich uneinig, ob bei der Ermittlung des Valideneinkommens auf den Verdienst als 

Hilfsarbeiter basierend auf den LSE-Tabellenlöhnen von 1996 (act. G3) oder das 

Einkommen eines Mannes im privaten Sektor im Baugewerbe für Arbeiten mit Berufs- 

und Fachkenntnissen basierend auf den Tabellenlöhnen von 2010 (act. G6) abzustellen 

sei.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/24

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4.1  Gemäss Art. 16 ATSG richtet sich das Valideneinkommen danach, was eine 

versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Bei der 

Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die betroffene Person im 

massgebenden Zeitpunkt (frühestmöglicher Rentenbeginn) nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. September 2009, 8C_143/2009, E. 2.2.1).

4.2  Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 1977 eine 

Ausbildung zum Sanitärinstallateur abschloss (act. G6.1). Danach war er jedoch 

vorwiegend als Bodenleger tätig, so unter anderem auch bei seinem Unfall im Jahr 

1992 (IV-act. 13-3, IV-act. 15). Zwischenzeitlich war er auch als Gerüstbauer oder 

Eisenleger tätig (IV-act. 51-4). Die Validenkarriere des Beschwerdeführers ist die eines 

Bodenlegers bzw. gegebenenfalls eines Sanitärinstallateurs. Beide Tätigkeiten kann er 

aufgrund des Rückenschadens offenkundig und unstrittig nicht mehr ausführen. Nach 

dem Unfall von 1992 bezog der Beschwerdeführer aufgrund der gesundheitlichen 

Einschränkungen Taggelder und zeitweise eine IV-Rente (IV-act. 40 ff., IV-act. 67). Eine 

Umschulung musste er im November 1994 gesundheitsbedingt abbrechen (IV-act. 50, 

IV-act. 52). Auch ein Arbeitsversuch von Februar bis Mai 1995 scheiterte (IV-act. 65, IV-

act. 70). Mit Verfügung vom 15. Oktober 1997 legte die Suva die Erwerbsunfähigkeit 

auf 30% fest und sprach ihm ab 1. Juni 1997 eine Rente sowie eine 

Integritätsentschädigung zu (IV-act. 114). Mit Verfügung vom 30. November 1998 

sprach die IV-Stelle des Kantons Thurgau dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Mai 

1995 bis 31. März 1996 eine ganze IV-Rente zu und verneinte ab 1. April 1996 bei 

einem Invaliditätsgrad von 30% den Anspruch auf eine IV-Rente (IV-act. 125). Von 1992 

bis 1996 war die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers somit unfallbedingt stark 

eingeschränkt. Per 1. Juni 1997 wurde der Beschwerdeführer unbefristet bei der Firma 

Y.___, für Baustellenüberwachung, Ausmassarbeiten und Offertwesen zu 84 Stunden 

pro Monat, mithin rund 50%, angestellt (IV-act. 107). In der Zeit vom 1. Juni 1997 bis 1. 

Juni 2005 erhielt er eine IV-Rente der Suva von 30% und war daneben teilweise 

selbständig-, teilweise unselbständigerwerbend tätig. Dem Auszug aus dem 

individuellen Konto sind auch in den Jahren 1997 bis 2005 stark schwankende 

Einkommen zu entnehmen (IV-act. 209-3). Zudem enthält die Auflistung im 

Kundenberechnungsblatt vom 3. Februar 2014 für die Jahre 2000 bis 2004 kein 

eigenes Einkommen des Beschwerdeführers, sondern nur seiner Partnerin (IV-act. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/24

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270-6). Dies obwohl er von 2002 bis 2005 für die eigene Z.___ GmbH tätig gewesen 

war (Gesprächsnotiz der Suva vom 8. Februar 2011, bei den Suva-Akten). Im Jahr 2005 

befand sich der Beschwerdeführer sodann im Strafvollzug (IV-act. 1). 

Zusammengefasst bilden die Jahre seit 1992 bis 2005 keine verlässliche Grundlage zur 

Festsetzung des Valideneinkommens.

4.3  Im April 2006 gründete er zusammen mit einem weiteren Gesellschafter die B.___ 

GmbH und war für diese tätig (IV-act. 163). Im April 2006 erhielt er von der B.___ 

GmbH einen Lohn von brutto Fr. 4850.--, im Mai und Juni 2006 (anteilsmässig) einen 

solchen von Fr. 5‘670.-- (bei den Suva-Akten). Daneben arbeitete er in den Jahren 2006 

bis 2008 für die C.___ GmbH, mit monatlich schwankendem Einkommen (IV-act. 164). 

Durch die parallele Tätigkeit für beide Gesellschaften erwirtschaftete er im Jahr 2006 

trotz des Unfalls vom 19. Juni 2006 und der seitherigen 100% Arbeitsunfähigkeit ein 

Einkommen von Fr. 70‘390.--, was in keinem Verhältnis zu den bisher massiv tieferen 

Einkommen steht. Nach der kurzen Tätigkeit von rund 2 Monaten für die neu 

gegründete B.___ GmbH kann nicht ohne weiteres von einer gleichbleibenden oder gar 

steigerungsfähigen Auftragslage und einem entsprechenden Einkommen im Validenfall 

ausgegangen werden. Zudem hat bereits das Bundesgericht (vgl. Entscheid vom 23. 

August 2011, 8C_156/2011, E. 4.3, bei den Suva-Akten) festgestellt, dass das vom 

Beschwerdeführer geltend gemachte Pensum für die C.___ GmbH von über 200 

Stunden neben der Tätigkeit als Geschäftsführer der B.___ GmbH wenig glaubwürdig 

erscheint. Das Bundesgericht stützte sich deshalb bei der Festlegung des versicherten 

Verdienstes für die Bemessung der Taggelder einzig auf das bei der C.___ GmbH 

erzielte Einkommen. Der Beschwerdeführer war gemäss eigenen Angaben vorwiegend 

als Geschäftsführer der B.___ GmbH tätig (act. G1, act. G6). Im Handelsregister war er 

jedoch nicht als solcher eingetragen (vgl. den entsprechenden Eintrag auf 

www.zefix.ch). Zudem gab der Beschwerdeführer am 20. August 2007 gegenüber der 

Suva an, die Büroarbeiten im Zweimannbetrieb seien sehr klein und würden zur 

Hauptsache am Abend oder Wochenende ausgeführt (bei den Suva-Akten). Es kann 

somit auch nicht von einer hauptsächlichen Tätigkeit als Geschäftsführer ausgegangen 

werden. Bei diesem Sachverhalt ist nicht von einem Wechsel der Validenkarriere 

auszugehen. Alle Tätigkeiten seit 1992 waren vom Rückenschaden beeinflusst, 

erlaubten dem Beschwerdeführer keine uneingeschränkte Tätigkeit und erreichten nie 

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eine verlässliche Stabilität. Die effektiven Zahlen seit Beginn der Rückenprobleme 

können zur Berechnung des Valideneinkommens folglich nicht verwendet werden.

4.4  Die Einkommenszahlen vor 1992 bilden ebenfalls keine taugliche 

Bemessungsgrundlage, waren sie doch sehr schwankend und bilden das 

Erwerbspotential bzw. die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers als Bodenleger 

oder Sanitärinstallateur nicht ab (vgl. IV-act. 177, IV-act. 270).

5. 

5.1  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es an einer repräsentativen Grundlage für 

die Bestimmung eines Valideneinkommens fehlt. Somit ist entsprechend der 

Bestimmung des Invalideneinkommens auf die Tabelle TA1 der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik, Total sämtlicher 

Wirtschaftszweige, Anforderungsniveau 4 Männer, abzustellen. Betreffend die 

Bestimmung des Invalideneinkommens ist mit den Parteien (act. G4, act. G6) ebenfalls 

der genannte Tabellenlohn für Hilfsarbeiter heranzuziehen. Da das Valideneinkommen 

somit auf derselben Grundlage wie das Invalideneinkommen zu berechnen ist, kann ein 

Prozentvergleich vorgenommen werden. Zu klären ist damit lediglich noch die Frage 

der Höhe des Tabellenlohnabzugs bei der Bestimmung des Invalideneinkommens.

5.2  Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, 

im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden 

Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, 

Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2).

5.3  Der Beschwerdeführer ist unfallbedingt selbst bei körperlich leichten Tätigkeiten 

eingeschränkt und es sind dabei weitere qualitative Anforderungen zu beachten 

(wechselbelastende Tätigkeiten mit Positionswechsel rund alle 20 Minuten, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/24

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selbständiges Bestimmen der Arbeitshaltung, keine Zwangshaltungen, Heben von 

Lasten nur unter 5 bzw. 10kg, kein Knien, keine Verbiegung des Rückens, etc.). Er 

benötigt immer wieder Pausen, ist verlangsamt und kann bei Präsenz von 60-70% nur 

eine Gesamtleistung von 50% erbringen. Er ist im Vergleich zu voll leistungsfähigen 

Arbeitnehmern damit lohnmässig benachteiligt und muss mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen. Weiter zu berücksichtigen ist das fortgeschrittene Alter des 

Beschwerdeführers (Jahrgang 1959) und dass er nur noch als Teilzeitbeschäftigter tätig 

sein kann (vgl. zum Ganzen PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, in Ueli 

Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 

ff.). Es rechtfertigt sich damit, den Tabellenlohnabzug auf 15% festzusetzen.

5.4  Ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

im Zeitraum von 19. August 2008 bis 23. März 2009, von 1. Juli 2009 bis 3. April 2012 

sowie ab 1. Oktober 2012 und unter Berücksichtigung eines 15%igen 

Tabellenlohnabzugs resultiert im Rahmen eines Prozentvergleich ein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von 57.5% (50% + [50% x 15%]). Von 1. Juni 

2007 bis 18. August 2008, 24. März 2009 bis 30. Juni 2009 sowie von 4. April 2012 bis 

30. September 2012 ist von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten auszugehen, womit der Invaliditätsgrad 100% beträgt.

5.5  Demnach hat der Beschwerdeführer nach Ablauf des Wartejahres i.S.v. Art. 29 

Abs. 1 lit. b IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Fassung) ab 1. Juni 2007 

Anspruch auf eine ganze Rente. Die im August 2008 eingetretene gesundheitliche 

Verbesserung, die bis März 2009 fortgedauert hat, führt unter Berücksichtigung der bei 

der Rentenanpassung gemäss Art. 88a Abs. 1 und 2 der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) geltenden dreimonatigen Frist und mit Blick 

darauf, dass gemäss Art. 19 Abs. 3 ATSG Renten für den ganzen Kalendermonat im 

Voraus ausbezahlt werden, für die Dauer ab 1. Dezember 2008 bis 30. Juni 2009 zu 

einem befristeten Anspruch auf eine halbe Rente. Die zwischen 24. März 2009 und 30. 

Juni 2009 ausgewiesene gesundheitliche Verschlechterung führt zu einem befristeten 

Anspruch auf eine ganze Rente von 1. Juli 2009 bis 30. September 2009. Aufgrund der 

gesundheitlichen Verbesserung vom 1. Juli 2009 bis 3. April 2012 besteht sodann von 

1. Oktober 2009 bis 31. Juli 2012 ein befristeter Anspruch auf eine halbe Rente. Die 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes von 4. April 2012 bis 30. September 2012 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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führt zu einem befristeten Anspruch auf eine ganze Rente von 1. August 2012 bis 31. 

Dezember 2012. Ab dem 1. Januar 2013 hat der Beschwerdeführer wiederum 

Anspruch auf eine halbe Rente. 

6. 

6.1  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 23. Juni 2014 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung vom 1. Juni 2007 bis 30. 

November 2008 eine ganze, vom 1. Dezember 2008 bis 30. Juni 2009 eine halbe, vom 

1. Juli 2009 bis 30. September 2009 eine ganze, vom 1. Oktober 2009 bis 31. Juli 2012 

eine halbe, vom 1. August 2012 bis 31. Dezember 2012 eine ganze und ab 1. Januar 

2013 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Leistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Ausgangsgemäss 

hat die Beschwerdegegnerin die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. 

Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten.

6.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--. Die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers verzichtete auf das Einreichen einer 

Kostennote. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

angemessen.

Entscheid

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 23. Juni 2014 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung vom 1. Juni 2007 bis 30. 

November 2008 eine ganze, vom 1. Dezember 2008 bis 30. Juni 2009 eine halbe, vom 

1. Juli 2009 bis 30. September 2009 eine ganze, vom 1. Oktober 2009 bis 31. Juli 2012 

eine halbe, vom 1. August 2012 bis 31. Dezember 2012 eine ganze und ab 1. Januar 

2013 eine halbe Invalidenrente zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Leistung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3‘500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.11.2016
	Art. 16 ATSG. Art. 28 IVG. Festlegung der Höhe der Arbeitsunfähigkeit im Verlauf. Bestimmung der Vergleichseinkommen. Keine aussagekräftige Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens. Prozentvergleich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. November 2016, IV 2014/355).

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		2025-07-19T07:47:18+0200
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