# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e9c3264-ad1e-534d-8322-72851f641fa6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 22.10.2025 VR1 2025 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2025-47_2025-10-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 22. Oktober 2025
mitgeteilt am 24. Oktober 2025

Referenz VR1 25 47

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Vorsitz
Pedretti und von Salis
Hemmi, Aktuarin

Parteien A.________
Beschwerdeführerin
gesetzlich vertreten durch die Eltern B.________

gegen

Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement 
Graubünden
Beschwerdegegner

Steuerungsgruppe Aufnahmeprüfungen an den Bündner 
Mittelschulen
Beigeladene

Gegenstand Aufnahmeprüfung Mittelschule

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Sachverhalt

A. A.________ absolvierte am _____ die Aufnahmeprüfung für den Eintritt in 
die dritte Gymnasialklasse bzw. erste Klasse der Fach-, Handels- oder 
Informatikmittelschule und erzielte dabei einen Notendurchschnitt von 3.87, womit 
sie die Aufnahmebedingungen nicht erfüllte. Dies wurde ihr bzw. ihren Eltern seitens 
der Steuerungsgruppe Aufnahmeprüfungen an den Bündner Mittelschulen 
(nachfolgend: Steuerungsgruppe) mit Prüfungsentscheid vom _____ mitgeteilt.

B. Dagegen erhoben die Eltern von A.________ am 3. April 2025 Beschwerde 
an das Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden 
(nachfolgend: EKUD). Zur Begründung brachten sie im Wesentlichen vor, dass die 
von ihrer Tochter erbrachten Leistungen infolge fehlerhafter und willkürlicher 
Korrektur, irreführender bzw. unpräziser Aufgabenstellungen sowie einseitiger 
Korrekturanweisungen in sämtlichen Prüfungsteilen unvollständig und zu tief 
bewertet worden seien. 

C. Mit Entscheid vom 27. Mai 2025 hiess das EKUD die Beschwerde teilweise 
gut. Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus, dass sich die 
Steuerungsgruppe und die entsprechenden Fachpersonen umfassend mit den 
beanstandeten Bewertungen auseinandergesetzt und die diesbezüglichen 
Leistungen von A.________ erneut überprüft hätten. Die Ausführungen dazu seien 
nachvollziehbar und in wohlwollender Weise hätten Letzterer im Rahmen dieser 
Überprüfung insgesamt fünf Punkte mehr in den Fächern Romanisch, Englisch 
sowie Arithmetik und Algebra zugesprochen werden können. Zusammenfassend 
ergebe sich, dass infolge der Notenerhöhung von 3.75 auf 4.0 im Prüfungsfach 
Englisch sich der Gesamtnotendurchschnitt auf 3.92 erhöhe. Der 
Gesamtnotendurchschnitt von 4.0 für den Eintritt in die erste Klasse der Fach-, 
Handels- oder Informatikmittelschule werde damit aber immer noch nicht erreicht. 
Daher erfülle A.________ die Voraussetzungen für das erfolgreiche Bestehen der 
Aufnahmeprüfung trotz erfolgter Notenanpassung nicht. 

D. Dagegen erhoben B.________ im Namen ihrer Tochter A.________ 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 1. Juli 2025 Beschwerde an das 
Obergericht des Kantons Graubünden und beantragten, ergänzend zu den bereits 
zugestandenen fünf Punkten seien mindestens zwei weitere Punkte zuzugestehen 
und die Aufnahmeprüfung sei in der Folge als bestanden zu beurteilen. Eventualiter 
sei die Angelegenheit an das EKUD zurückzuweisen, damit vollständig auf die 
gerügten Punkte eingegangen werde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 
vorgebracht, dass in Bezug auf die Aufgaben Geometrie 1.b), Arithmetik und 

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Algebra 2.c) sowie Romanisch 7 offensichtlich von den Lösungsanweisungen 
abgewichen worden sei. Insofern könne nicht von einer rechtsgleichen Behandlung 
gesprochen werden. Mit drei zusätzlichen Punkten und den bereits vom EKUD 
zugestandenen fünf Punkten erhöhten sich die Noten in Englisch auf 4.0, in 
Arithmetik und Algebra auf 3.5, in Romanisch auf 4.25 sowie in Geometrie auf 3.5, 
womit die Aufnahmeprüfung insgesamt als bestanden zu beurteilen sei. 

E. Mit Verfügung vom 3. Juli 2025 erklärte der Instruktionsrichter die 
Angelegenheit für dringlich.

F. Das EKUD (nachfolgend: Beschwerdegegner) beantragte in seiner 
Vernehmlassung vom 16. Juli 2025 die vollumfängliche Abweisung der 
Beschwerde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass keine 
Veranlassung bestehe, von der Beurteilung der Prüfungsresultate der 
Beschwerdeführerin durch die erstinstanzlichen Prüfungsorgane abzuweichen. 

G. Die Steuerungsgruppe schloss in ihrer Stellungnahme vom 17. Juli 2025 
(Datum Poststempel) auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung hielt sie im 
Wesentlichen fest, dass – wenn in der Korrekturanweisung betreffend die 
Geometrieaufgabe 1.b) vermerkt sei, dass ein Punkt für eine "korrekte Konstruktion" 
vergeben werde – dies bedeute, dass eine sichtbare Ungenauigkeit, welche die 
Konstruktion erkennbar beeinträchtige, zu einem Punktabzug führe. Das Vorbringen 
der Beschwerdeführerin, wonach in der Lösungsanweisung kein 
Genauigkeitskriterium genannt sei, überzeuge daher nicht. Zudem habe die 
Beschwerdeführerin im Rahmen der Arithmetik- und Algebraaufgabe 2.c) die 
Brüche nicht korrekt erweitert und entsprechend auch keinen Punkt für diese 
Teilaufgabe erhalten. Dies stimme mit der Korrekturanweisung überein, wonach der 
erste Punkt nur dann vergeben werde, wenn beide Brüche korrekt erweitert worden 
seien. Da ausserdem der zweite Punkt dieser Aufgabe laut Korrekturanweisung für 
ein "korrektes, gekürztes Schlussresultat" erteilt werde und der Beschwerdeführerin 
ein Vorzeichenfehler unterlaufen sei, habe ihr auch dieser Punkt nicht gewährt 
werden können. Sodann sei hinsichtlich der Romanisch-Aufgabe 7 festzuhalten, 
dass die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Antwort kein nachvollziehbares 
Motiv aus dem Text genannt habe, weshalb ihr zu Recht kein Punkt erteilt worden 
sei. 

H. Am 29. Juli 2025 replizierte die Beschwerdeführerin und vertiefte ihre 
Argumentation. 

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I. Der Beschwerdegegner verzichtete am 4. August 2025 auf das Einreichen 
einer Duplik.

J. Am 7. August 2025 (Datum Poststempel) nahm die Steuerungsgruppe zur 
Replik der Beschwerdeführerin Stellung.

K. Die Beschwerdeführerin verzichtete am 20. August 2025 (Datum 
Poststempel) auf eine weitere Stellungnahme.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 
Entscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. c VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht 
Entscheide der kantonalen Departemente, soweit diese nicht nach kantonalem oder 
eidgenössischem Recht endgültig sind oder bei einer anderen Instanz angefochten 
werden können. Der vorliegend angefochtene Entscheid des Beschwerdegegners 
vom 27. Mai 2025 ist weder endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz 
angefochten werden. Folglich stellt er ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein 
Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubünden dar. Als formelle und 
materielle Adressatin des angefochtenen Entscheids ist die Beschwerdeführerin 
davon überdies berührt und sie weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung bzw. Änderung auf (Art. 50 VRG). Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 38 Abs. 1 und 2 sowie Art. 52 Abs. 1 
VRG) ist demnach einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Beschwerdegegner den 
ablehnenden Prüfungsentscheid der Steuerungsgruppe im Ergebnis zu Recht 
bestätigt hat. 

3.1. Mit der Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden können 
Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 51 Abs. 1 lit. a und b 
VRG). Demgegenüber ist die umfassende Ermessenskontrolle durch das 
angerufene Gericht ausgeschlossen (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden U 22 98 vom 6. Juni 2023 E. 3.1). 

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3.2.1. Das streitberufene Gericht auferlegt sich – ebenso wie das Bundesgericht 
(vgl. BGE 136 I 229 E. 6.2 und 131 I 467 E. 3.1 m.w.H.) – eine gewisse 
Zurückhaltung bei der Überprüfung von Prüfungsleistungen, indem es in Fragen, 
die durch gerichtliche Behörden naturgemäss schwer überprüfbar sind, nicht ohne 
Not von den Beurteilungen der vorinstanzlichen Prüfungsorgane und Experten 
abweicht. Der Grund hierfür liegt darin, dass der Rechtsmittelbehörde zumeist nicht 
alle mass-gebenden Faktoren der Bewertung bekannt sind und es deshalb nicht 
möglich ist, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen der 
beschwerdeführenden Person sowie der Leistungen der übrigen Kandidierenden zu 
machen. Hinzu kommt, dass Prüfungen oftmals Spezialgebiete zum Gegenstand 
haben, in denen die Rechtsmittelbehörde in der Regel über keine eigenen 
Fachkenntnisse verfügt. Eine freie und umfassende Überprüfung der 
Examensbewertung würde zudem die Gefahr von Ungerechtigkeiten und 
Ungleichheiten gegenüber anderen Kandidierenden in sich bergen, und es ist auch 
nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz, die Bewertung der Prüfungsleistungen 
gewissermassen zu wiederholen (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden U 22 98 vom 6. Juni 2023 E. 3.1 und U 14 99 vom 12. Januar 2016 
E. 3a m.H.a. BGE 121 I 225 E. 4b, 118 Ia 488 E. 4c und 106 Ia 1 E. 3c).

3.2.2. In einem Beschwerdeverfahren nimmt der Experte, dessen Notengebung 
beanstandet wird, im Rahmen der Vernehmlassung der Prüfungskommission 
Stellung. In der Regel überprüft er seine Bewertung nochmals und gibt bekannt, ob 
er eine Korrektur als gerechtfertigt erachtet oder nicht. Solange konkrete Hinweise 
auf Befangenheit fehlen und die Beurteilung nicht als offensichtlich fehlerhaft 
erscheint, ist auf die Meinung des Experten abzustellen. Voraussetzung dafür ist 
jedoch, dass die Stellungnahme insofern vollständig ist, als darin die substantiierten 
Rügen der beschwerdeführenden Person beantwortet werden, und dass die 
Auffassung des Experten, insbesondere soweit sie von den erhobenen Rügen 
abweicht, nachvollziehbar und einleuchtend ist. Die dargelegte Zurückhaltung gilt 
indessen nur für die materielle Bewertung der Prüfungsleistungen. Ist dagegen die 
Auslegung oder Anwendung von Rechtsvorschriften streitig oder werden 
Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, hat das streitberufene Gericht die 
erhobenen Einwände mit umfassender Kognition zu prüfen, andernfalls es eine 
formelle Rechtsverweigerung beginge (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden U 22 98 vom 6. Juni 2023 E. 3.1 m.w.H.).

4.1. Für den Eintritt in die Abteilung Gymnasium, Handels-, Informatik- oder 
Fachmittelschule einer Mittelschule ist namentlich für Bündner Schülerinnen und 
Schüler ein Aufnahmeverfahren zu durchlaufen (vgl. Art. 1 Abs. 1 der Verordnung 

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über das Aufnahmeverfahren an den Mittelschulen [AufnahmeV; BR 425.060], 
vorliegend in der bis Ende Juli 2025 gültig gewesenen Fassung). Mit dem 
Aufnahmeverfahren wird geprüft, ob die Kandidatinnen und Kandidaten dem 
Unterricht in einer Mittelschulabteilung folgen können (Art. 2 Abs. 1 AufnahmeV). 
Dazu werden im Rahmen des Aufnahmeverfahrens für Bündner Schülerinnen und 
Schüler die Aufnahmeprüfungsresultate stark gewichtet. In bestimmten Fällen 
werden die Übertrittsnote sowie die Leistungen in dem der kantonalen 
Aufnahmeprüfung folgenden Ausbildungsjahr berücksichtigt (Art. 2 Abs. 2 
AufnahmeV). Für den Eintritt namentlich in die dritte Gymnasialklasse sowie in die 
erste Klasse der Handels-, Informatik- oder Fachmittelschule haben Bündner 
Schülerinnen und Schüler eine kantonale Aufnahmeprüfung zu bestehen (Art. 3 
Abs. 1 AufnahmeV). Für die Zulassung in die dritte Gymnasialklasse und die erste 
Klasse der Handels-, Informatik- oder Fachmittelschule wird ausschliesslich 
schriftlich geprüft in der bei der Prüfungsanmeldung bezeichneten Erstsprache, in 
Englisch, in Arithmetik und Algebra sowie in Geometrie (Art. 18 Abs. 1 Ziff. 2 
AufnahmeV). Die Leistungen in den Prüfungsfächern werden mit Viertelsnoten 
bewertet. Mit Ausnahme der Prüfungsnote in der Erstsprache bei der kantonalen 
Aufnahmeprüfung in die erste Gymnasialklasse ergibt jedes Prüfungsfach eine 
Prüfungsfachnote (Art. 19 Abs. 1 AufnahmeV). Die Übertrittsnote zählt als 
Prüfungsfachnote (Art. 20 Abs. 1 AufnahmeV). Der Prüfungsdurchschnitt berechnet 
sich als auf zwei Dezimalstellen gerundeter Durchschnitt aus den 
Prüfungsfachnoten (Art. 21 Abs. 1 AufnahmeV). Bestanden ist die kantonale 
Aufnahmeprüfung in die dritte Gymnasialklasse, wenn der Prüfungsdurchschnitt 
den Wert von 4.5 erreicht und die Abweichungen der Prüfungsfachnoten von der 
Note 4 nach unten nicht mehr als 1.5 Notenpunkte betragen (Art. 22 Abs. 1 Ziff. 2 
AufnahmeV); weiter ist die kantonale Aufnahmeprüfung in die erste Klasse der 
Handels-, Informatik- und Fachmittelschule bestanden, wenn der 
Prüfungsdurchschnitt den Wert von 4 erreicht und die Abweichungen der 
Prüfungsfachnoten von der Note 4 nach unten nicht mehr als 1.5 Notenpunkte 
betragen (Art. 22 Abs. 1 Ziff. 3 AufnahmeV). 

4.2. Das Amt für Höhere Bildung legt die Prüfungstermine, die 
Prüfungsanforderungen und die Prüfungsstandorte fest (Art. 5 Abs. 1 AufnahmeV) 
und bestimmt eine Steuerungsgruppe und namentlich eine Prüfungsgruppe pro 
geprüftes Fach für die dritte Gymnasialklasse sowie für die erste Klasse der 
Handels-, Informatik- und Fachmittelschule (Art. 8 Abs. 1 Satz 1 AufnahmeV). Die 
Steuerungsgruppe ist für die Vorbereitung, Durchführung und Evaluation der 
kantonalen Aufnahmeprüfungen verantwortlich. Sie regelt den Einsatz der 
Prüfungsgruppen, stellt die Übersetzung und die Verteilung der Prüfungsaufgaben 

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sicher, bestimmt die Noten- und Punkteskala, organisiert die Korrektur sowie die 
Nachkorrektur und erstellt die Liste aller Kandidatinnen und Kandidaten (Art. 9 
Abs. 2 Satz 1 und 2 AufnahmeV). Die Prüfungsgruppe für die dritte 
Gymnasialklasse und die erste Klasse der Handels-, Informatik- und 
Fachmittelschule setzt sich pro geprüftes Fach in der Regel aus zwei Lehrpersonen 
der kantonalen Mittelschule am Standort Chur, zwei Lehrpersonen der privaten 
Mittelschulen und zwei Sekundarlehrpersonen zusammen (Art. 10 Abs. 2 
AufnahmeV). Die Prüfungsgruppen erarbeiten die Aufgabenstellungen mit 
verbindlichen Lösungen und Korrekturanweisungen und erstatten Bericht zuhanden 
der Steuerungsgruppe (Art. 10 Abs. 3 AufnahmeV). Die Korrektur der Prüfungen 
erfolgt durch Fachlehrpersonen der Prüfungsstandorte für jedes Prüfungsfach 
gemeinsam an einem durch die Steuerungsgruppe bezeichneten Ort nach den 
Vorgaben der Prüfungsgruppen. Die Leitenden der Prüfungsgruppen übermitteln 
der Steuerungsgruppe die Prüfungsergebnisse als Grundlage für den 
Prüfungsentscheid (Art. 13 Abs. 1 AufnahmeV). Die Steuerungsgruppe fällt für die 
Kandidatinnen und Kandidaten auf der Grundlage der Prüfungsergebnisse und 
unter Beachtung der Angaben bei der Anmeldung die Prüfungsentscheide und teilt 
diese denjenigen Personen mit, welche die elterliche Sorge der Kandidatinnen und 
Kandidaten innehaben (Art 14 Abs. 1 Satz 1 AufnahmeV). 

5. Soweit die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht sinngemäss eine 
Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV rügt, 
da der Beschwerdegegner unvollständig auf ihre Ausführungen eingegangen sei, 
kann ihr nicht gefolgt werden. Damit übersieht sie, dass der Beschwerdegegner 
nicht gehalten war, sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich 
auseinanderzusetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich zu widerlegen. 
Er durfte sich vielmehr auf die wesentlichen Einwände beschränken (vgl. BGE 146 
II 335 E. 5.1, 141 III 28 E. 3.2.4, 141 V 557 E. 3.2.1 und 134 I 83 E. 4.1). Im Rahmen 
des Beschwerdeverfahrens vor dem Beschwerdegegner haben die 
Steuerungsgruppe bzw. die Fachpersonen zu den einzelnen Beanstandungen 
ausführlich Stellung genommen und dabei dargelegt, weshalb diese begründet bzw. 
unbegründet sind (vgl. Stellungnahme der Steuerungsgruppe vom 24. April 2025 
samt Stellungnahmen der Fachpersonen [act. C.3 samt Beilagen 1 ff.]). Der 
Beschwerdegegner hat sodann im angefochtenen Entscheid vom 27. Mai 2025 die 
Anträge bzw. Begründungen der Beschwerdeführerin den entsprechenden 
Stellungnahmen der Fachpersonen gegenübergestellt und ist zum Schluss 
gekommen, dass die umfassenden und detaillierten Ausführungen der 
Fachpersonen nachvollziehbar seien, weshalb keine Veranlassung bestehe, davon 
abzuweichen (vgl. act. C.7 S. 7 ff.). Daneben hat sich der Beschwerdegegner im 

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angefochtenen Entscheid mit den Vorwürfen einer fehlerhaften und willkürlichen 
Korrektur, der irreführenden bzw. unpräzisen Aufgabenstellung sowie von 
einseitigen Korrekturanweisungen und mit der Rüge betreffend Bewertung der 
Prüfungsteile Arithmetik und Algebra sowie Geometrie mit nur ganzen Punkten 
befasst (vgl. act. C.7 S. 6). Die Überlegungen, von denen sich der 
Beschwerdegegner leiten liess, können deshalb nachvollzogen werden. Die Pflicht 
zur Entscheidbegründung bezweckt denn auch, dass sich die betroffene Person 
über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und diesen in voller 
Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann, falls sie damit nicht 
einverstanden ist (vgl. BGE 145 III 324 E. 6.1, 143 III 65 E. 5.2 und 142 III 433 
E. 4.3.2). Da vorliegend die Motive des Beschwerdegegners mit genügender 
Klarheit aus dem angefochtenen Entscheid vom 27. Mai 2025 hervorgehen, war die 
Beschwerdeführerin denn auch in der Lage, diesen sachgerecht anzufechten. Eine 
Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt somit nicht vor.

6. In materieller Hinsicht ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin gemäss 
dem Prüfungsentscheid der Steuerungsgruppe vom _____ bei der 
Aufnahmeprüfung vom _____ einen Notendurchschnitt von 3.87 (Übertrittsnote 
5.08, Romanisch 4.0, Englisch 3.75, Arithmetik und Algebra 3.25, Geometrie 3.25) 
erzielte, womit sie die Aufnahmebedingungen für den Eintritt in die dritte Klasse des 
Gymnasiums bzw. in die erste Klasse der Fachmittel-, Handelsmittel- oder 
Informatikmittelschule gemäss Art. 22 Abs. 1 Ziff. 2 und 3 der AufnahmeV nicht 
erfüllte (vgl. act. C.1). Dagegen erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde, welche 
vom Beschwerdegegner mit Entscheid vom 27. Mai 2025 insoweit gutgeheissen 
wurde, als ihr fünf zusätzliche Punkte zugesprochen wurden, was aber lediglich im 
Prüfungsfach Englisch zu einer Notenanpassung von 3.75 auf 4.0 führte. Insgesamt 
erhöhte sich damit der Notendurchschnitt von 3.87 auf 3.92 (Übertrittsnote 5.08, 
Romanisch 4.0, Englisch 4.0, Arithmetik und Algebra 3.25, Geometrie 3.25) (vgl. 
angefochtener Entscheid vom 27. Mai 2025 S. 19 [act. C.7]; siehe auch 
Stellungnahme der Steuerungsgruppe vom 24. April 2025 samt Beilagen 1 ff. [act. 
C.3]). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren sind einzig noch die 
Prüfungsbewertungen in Bezug auf die Aufgaben Geometrie 1.b), Arithmetik und 
Algebra 2.c) sowie Romanisch 7 umstritten (vgl. Beschwerde vom 1. Juli 2025 [act. 
A.1]). Während die Beschwerdeführerin die Zusprechung von mindestens zwei 
weiteren Punkten fordert, lehnen dies der Beschwerdegegner und die 
Steuerungsgruppe ab. Im Rahmen dieser materiellen Bewertung der 
Prüfungsleistungen auferlegt sich das angerufene Gericht – wie dargelegt – eine 
gewisse Zurückhaltung (vgl. Erwägung 3.2.1 f. hiervor).

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7.1. In Bezug auf die Aufgabe Geometrie 1.b) bringt die Beschwerdeführerin vor, 
dass hier von den Lösungsanweisungen abgewichen worden sei. In der 
Stellungnahme der Fachperson werde dem nicht widersprochen. Stattdessen 
werde der Abzug mit "Ungenauigkeiten" begründet. Dies sei in den 
Lösungsanweisungen nicht als Kriterium festgehalten, weshalb der Abzug nicht 
statthaft sei. 

7.2. Die Aufgabe 1.b) der Geometrieprüfung lautete wie folgt: "Der Punkt P ist im 
Koordinatensystem eingezeichnet. Das Dreieck wird an der Mittelsenkrechten der 
Strecke AP gespiegelt. Konstruiere das Bilddreieck A′B′C′. Wie lauten die 
Koordinaten des Bildpunktes B′?" (vgl. act. C.3, Beilage 8). Bei der Aufgabe 1 
konnten insgesamt drei Punkte erzielt werden (vgl. act. C.3, Beilage 8). Neben der 
allgemeinen Anweisung, dass nur ganze Punkte vergeben werden, negative 
Punktzahlen nicht möglich sind und 1-Punkteaufgaben nur richtig (1 Punkt) bzw. 
falsch (0 Punkte) korrigiert werden, sah die entsprechende Korrekturanweisung 
Folgendes vor: "1 Punkt: Teilaufgabe a); 1 Punkt: korrekte Konstruktion 
Achsenspiegelung; 1 Punkt: Lösung B′ korrekt (Folgefehler berücksichtigt)" (vgl. 
act. C.3, Beilage 12). Die Geometrieprüfung der Beschwerdeführerin wurde von 
zwei Fachlehrpersonen korrigiert bzw. kontrolliert, wobei sie für die Aufgabe 1 
insgesamt zwei von drei möglichen Punkten erhielt (vgl. act. C.3, Beilage 8). Wenn 
die Fachperson nach erneuter Überprüfung dieser Bewertung in ihrer 
Stellungnahme im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren ausführte, die 
Beschwerdeführerin habe sowohl die Mittelsenkrechte der Strecke AP unsauber 
eingezeichnet als auch die anschliessende Spiegelung des Punktes B an dieser 
Mittelsenkrechten ungenau durchgeführt (vgl. act. C.3, Beilage 4; siehe auch act. 
C.3, wonach die Steuerungsgruppe in ihrer Stellungnahme vom 24. April 2025 
insbesondere festhielt, dass die Konstruktion der Beschwerdeführerin ungenau 
gewesen sei), erscheint dies mit Blick auf die von der Beschwerdeführerin 
konstruierte Achsenspiegelung nachvollziehbar (vgl. act. B.3, Beilage 8). Auch ist 
weder dargetan noch ersichtlich, dass die Fachperson befangen gewesen wäre. 
Der Beschwerdeführerin ist zwar insoweit beizupflichten, als in der 
Korrekturanweisung die Genauigkeit nicht explizit als Bewertungskriterium 
aufgeführt wurde (vgl. act. C.3, Beilage 12). Abgesehen davon, dass die 
Korrekturanweisung keinen Hinweis darauf enthält, dass Ungenauigkeiten bei der 
Bewertung nicht zu berücksichtigen sind (vgl. act. C.3, Beilage 12), erscheint 
allerdings plausibel, wenn die Steuerungsgruppe festhält, dass bei 
Konstruktionsaufgaben in der Geometrie implizit erwartet werde, dass die Lösung 
mit den üblichen geometrischen Hilfsmitteln korrekt und genau durchgeführt werde, 
bzw. die Fachpraxis bei Geometriekonstruktionen immer auch Genauigkeit 

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voraussetze (vgl. act. A.3; siehe auch act. A.6, wonach die Genauigkeit für die 
Erteilung eines Punktes vorausgesetzt werde). Insofern ist nicht zu beanstanden, 
wenn die korrigierenden bzw. kontrollierenden Fachlehrpersonen in Kenntnis dieser 
Fachpraxis sichtbare und die Konstruktion beeinträchtigende Ungenauigkeiten – 
wie die vorliegenden – berücksichtigt und hierfür einen Punkt abgezogen bzw. 
keinen Punkt erteilt haben (vgl. auch act. C.3, Beilage 4, wonach die Fachperson 
nach erneuter Überprüfung der Bewertung in ihrer Stellungnahme ausführte, dass 
diese Ungenauigkeiten in der Summe einen Punktabzug bei der Bewertung der 
"korrekten Konstruktion der Achsenspiegelung" zur Folge gehabt hätten). Sodann 
dient die Berücksichtigung der dargelegten Fachpraxis im Rahmen der hier 
umstrittenen Korrekturanweisung ("1 Punkt: korrekte Konstruktion 
Achsenspiegelung") und damit die Bewertung anhand derselben Vorgaben der 
rechtsgleichen Behandlung der Kandidatinnen und Kandidaten. Nach dem 
Gesagten verfängt der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach in Bezug auf die 
Aufgabe 1.b) ihrer Geometrieprüfung von den Korrekturanweisungen abgewichen 
worden sei, weshalb eine rechtsungleiche Behandlung vorliege und der Punktabzug 
nicht gerechtfertigt sei, nicht. Auch kann ihr mit Blick auf die Stellungnahme der 
Steuerungsgruppe vom 17. Juli 2025 nicht gefolgt werden, wenn sie vorbringt, darin 
werde argumentiert, dass darauf vertraut werde, dass die Fachpersonen bei Bedarf 
von den Korrekturanweisungen abweichen würden (vgl. act. A.3). Eine 
offensichtlich widersprüchliche Argumentation ist somit nicht auszumachen. Soweit 
die Beschwerdeführerin des Weiteren beanstandet, dass Ungenauigkeiten zum 
Verlust der gesamten Punktzahl führen und keine halben Punkte vergeben würden, 
ist sie darauf hinzuweisen, dass die konkrete Punktevergabe bei der 
Aufnahmeprüfung grundsätzlich im Ermessen der zuständigen Prüfungsgruppe 
liegt (vgl. act. C.3 und Erwägung 4.2 hiervor). Dass Letztere dieses Ermessen in 
rechtswidriger Art und Weise ausgeübt hätte, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht 
substanziiert geltend gemacht. Somit bleibt es hinsichtlich des Prüfungsfachs 
Geometrie bei insgesamt 11 Punkten und damit bei der Note 3.25 (vgl. act. C.3 samt 
Beilagen 4, 8 und 15).

8.1. Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin betreffend die Aufgabe 
Arithmetik und Algebra 2.c) vor, dass auch hier klar formulierte 
Lösungsanweisungen vorlägen, von denen bei der Korrektur jedoch abgewichen 
worden sei. In der Stellungnahme sei festgehalten worden, dass für einen weiteren 
Folgefehler zusätzlich ein zweiter Punkt abgezogen worden sei. Dies stehe im 
Widerspruch zu den verbindlichen Korrekturanweisungen. 

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8.2. Die Aufgabe 2.c) der Arithmetik- und Algebraprüfung lautete 

folgendermassen: 
5u + 8v

7  − 
6v ― 9u

9  = (vgl. act. C.3, Beilage 7). Bei dieser Aufgabe 

konnten zwei Punkte erzielt werden (vgl. act. C.3, Beilage 7). Neben der 
allgemeinen Anweisung, dass nur ganze Punkte vergeben werden, negative 
Punktzahlen nicht möglich sind und 1-Punkteaufgaben nur richtig (1 Punkt) bzw. 
falsch (0 Punkte) korrigiert werden, sah die diesbezügliche Korrekturanweisung bei 
einem Total von zwei Punkten was folgt vor: "1. Punkt: beide Brüche korrekt 
erweitert (Vorzeichenfehler werden nicht beachtet); 2. Punkt: korrektes, gekürztes 
Schlussresultat (Folgefehler berücksichtigt)" (vgl. act. C.3, Beilage 11). Auch die 
Arithmetik- und Algebraprüfung der Beschwerdeführerin wurde von zwei 
Fachlehrpersonen korrigiert bzw. kontrolliert, welche ihr für die besagte Aufgabe null 
Punkte erteilten (vgl. act. C.3, Beilage 7). Unter den Verfahrensbeteiligten ist 
unbestritten, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der Erweiterung der Brüche 
die Parameter "u" und "v" vertauscht hat (vgl. act. C.3, Beilagen 7 und 11). Mit Blick 
auf die dargelegte Korrekturanweisung ("1. Punkt: beide Brüche korrekt erweitert") 
ist somit nicht zu beanstanden, wenn die korrigierenden bzw. kontrollierenden 
Fachlehrpersonen der Beschwerdeführerin für diesen Teil der Aufgabe keinen 
Punkt erteilt haben. Diese Bewertung wurde denn auch anlässlich des 
vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens von der Fachperson nochmals überprüft, 
welche im Rahmen ihrer nachvollziehbaren Stellungnahme die Bewertung für 
korrekt erachtet hat (vgl. act. C.3, Beilage 3). Sodann ist in diesem Zusammenhang 
darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführerin zusätzlich ein Vorzeichenfehler 
unterlaufen ist, der jedoch in Übereinstimmung mit der Korrekturanweisung 
("Vorzeichenfehler werden nicht beachtet") nicht der Grund für die Nichterteilung 
eines Punktes im Rahmen der korrekten Erweiterung der beiden Brüche war (vgl. 
act. C.3, Beilagen 7 und 11). Was den zweiten Teil der Aufgabe 2.c) betrifft, ist 

festzuhalten, dass das Endresultat der Beschwerdeführerin (
𝑢 + 3𝑣

21 ) infolge des 
Vertauschens der Parameter "u" und "v" und eines Vorzeichenfehlers nicht der 

korrekten Lösung (
36𝑢 + 10𝑣

21 ) entsprach (vgl. act. C.3, Beilagen 7 und 11). Da 
Folgefehler gemäss Korrekturanweisung bei der Bewertung nicht berücksichtigt 
werden dürfen, führte das Vertauschen der Parameter im Rahmen dieses Teils der 
Aufgabe zu Recht zu keinem Punktabzug. Demgegenüber ist nicht zu beanstanden, 
wenn der Beschwerdeführerin für das nicht korrekt gekürzte Schlussresultat infolge 
eines Vorzeichenfehlers kein Punkt erteilt wurde. Auch diese Bewertung wurde von 
der Fachperson im Rahmen einer plausiblen Stellungnahme im vorinstanzlichen 
Beschwerdeverfahren nochmals überprüft und für korrekt erachtet (vgl. act. C.3, 
Beilage 3). Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang geltend 
macht, dass Vorzeichenfehler gemäss Lösungsanweisung ausdrücklich nicht zu 

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beachten seien (vgl. act. A.4), scheint sie zu übersehen, dass dies lediglich in Bezug 
auf den ersten Teil der Aufgabe (korrekte Erweiterung der beiden Brüche) gilt (vgl. 
act. C.3, Beilage 11). Auch kann ihr nicht gefolgt werden, wenn sie den 
Vorzeichenfehler als Folgefehler betrachtet (vgl. act. A.4). Denn die 
Steuerungsgruppe legt nachvollziehbar dar, dass der Vorzeichenfehler der 
Beschwerdeführerin in Bezug auf den ersten Punkt nicht beachtet worden und erst 
im Rahmen der Bewertung des zweiten Punktes als Fehler gewertet worden sei und 
damit zur Nichterteilung dieses Punktes geführt habe, weshalb es sich dabei nicht 
um einen Folgefehler handle. Der Beschwerdeführerin wäre es nämlich trotz 
Vorzeichenfehler möglich gewesen, den ersten Punkt zu erhalten, wäre ihr nicht der 
Fehler mit dem Vertauschen der Parameter unterlaufen (vgl. act. A.6). 
Gleichermassen hielt die Fachperson in ihrer Stellungnahme im Rahmen des 
vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens fest, dass die Beschwerdeführerin einen 
zweiten Fehler gemacht habe, der nicht als Folgefehler des Vertauschens der 
Parameter angesehen werden könne und daher zu einem zweiten Punktabzug 
führe (vgl. act. C.3, Beilage 3). Insofern verfängt der Einwand der 
Beschwerdeführerin, wonach in dieser Stellungnahme ausgeführt worden sei, dass 
für einen weiteren Folgefehler zusätzlich ein zweiter Punkt abgezogen worden sei, 
was im Widerspruch zu den verbindlichen Korrekturanweisungen stehe (vgl. act. 
A.1), nicht. Da nach dem Gesagten in Bezug auf die Aufgabe 2.c) der Arithmetik- 
und Algebraprüfung der Beschwerdeführerin kein Abweichen von den 
Korrekturanweisungen auszumachen ist, kann entgegen ihrer Auffassung auch 
nicht von einer rechtsungleichen Behandlung gesprochen werden. Vielmehr stellt 
die Aufstellung und die einheitliche Anwendung eines Korrekturschemas eine 
rechtsgleiche Behandlung der Kandidatinnen und Kandidaten sicher, indem alle 
Prüfungen anhand derselben Vorgaben bewertet werden. Somit sind die erhaltenen 
null Punkte nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerdeführerin im 
Prüfungsfach Arithmetik und Algebra insgesamt 18 Punkte erreicht. Damit bleibt die 
Note 3.25 unverändert (vgl. act. C.3 samt Beilagen 3 und 15). 

9.1. Ferner stellt sich die Beschwerdeführerin in Bezug auf die Romanisch-
Aufgabe 7 auf den Standpunkt, dass in der Stellungnahme der Fachperson darauf 
hingewiesen worden sei, dass in allen Prüfungen stringent das Motiv verlangt 
worden sei. Dieses ("dass Leonardo Speedy dabeihaben will") sei von ihr genannt 
resp. aus dem Text zitiert worden. Der Umstand, dass die zwei sich (schon lange) 
kennen, werde im Text zwar erwähnt und sei wohl eine (natürlich kausale) 
Voraussetzung, werde aber nirgends als Motiv genannt. 

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9.2. Die Aufgabe 7 der Romanisch-Prüfung lautete wie folgt: "Leonardo Notarbar-
tolo enconuscha quella fleivlezia. Pertgei resca el quei e periclitescha aschia l`entira 
acziun?" (vgl. act. C.3, Beilage 5). Bei dieser Aufgabe konnte ein Punkt erzielt 
werden (vgl. act. C.3, Beilage 5). In den Lösungen zur Romanisch-Prüfung wurde 
betreffend die Aufgabe 7 Folgendes festgehalten: "1 punct: El vuless ch`el saja era 
da la partida, perquai ch`els èn buns amis dapi onns (lingia 21) (vgl. act. C.3, Beilage 
9). Die Beschwerdeführerin beantwortete die Frage der Aufgabe 7 wie folgt: "El leva 
ch`el seigi era dalla partida" (übersetzt: er wollte, dass er auch dabei ist) (vgl. act. 
C.3, Beilage 5). Auch die Romanisch-Prüfung der Beschwerdeführerin wurde von 
zwei Fachlehrpersonen korrigiert bzw. kontrolliert, welche ihr für diese Antwort null 
Punkte erteilten (vgl. act. C.3, Beilage 5). Im Rahmen des vorinstanzlichen 
Beschwerdeverfahrens überprüfte die Fachperson diese Bewertung erneut und 
führte in ihrer Stellungnahme aus, die Aussage "er wollte, dass er auch dabei ist" 
sei keine Antwort auf die Frage, weshalb Speedy trotz seiner offensichtlichen 
Schwächen und der damit verbundenen Risiken Teil der Gruppe sein könne. Es sei 
stringent in allen Prüfungen das Motiv verlangt worden. Der erste Teil der Antwort 
in der Lösung sei nur als Einführungsfloskel für das Argument zu verstehen. Daher 
gebe es keine Veränderung der Punktzahl (vgl. act. C.3, Beilage 1). Zudem führte 
die Steuerungsgruppe im vorliegenden Beschwerdeverfahren insbesondere aus, 
dass in der Aufgabe 7 die Frage beantwortet werden sollte, warum Leonardo 
Speedy als Teil in die Gruppe einbeziehe und damit das Risiko eingehe, obwohl ihm 
die Panikattacken von Speedy bekannt gewesen seien. Gefragt worden sei somit 
nicht einfach nach der Feststellung, dass Leonardo Speedy in die Gruppe 
einbeziehe, sondern nach dem Motiv für Leonardos Entscheidung – also nach dem 
"Warum" dieser Entscheidung. Die Antwort der Beschwerdeführerin, Leonardo 
habe gewollt, dass Speedy auch dabei sei, beantworte nicht die Frage nach dem 
Motiv. Die Antwort sei zu oberflächlich und wiederhole lediglich eine offensichtliche 
Tatsache, ohne auf das zugrundeliegende Motiv einzugehen. Damit werde die 
eigentliche Fragestellung verfehlt. Wie bereits in der Stellungnahme der 
Fachperson Romanisch dargelegt worden sei, lasse sich aus dem Text durchaus 
ein plausibles Motiv ableiten: Leonardo und Speedy seien (Schul-)Freunde, was im 
Text mehrfach erwähnt werde. Daraus lasse sich schliessen, dass Leonardo ihn 
trotz der bekannten Panikattacken einbeziehe, weil er sich der Freundschaft 
verpflichtet fühle oder weil er Speedy helfen oder ihn in die Gruppe integrieren wolle. 
Selbst wenn die Beschwerdeführerin diesen Zusammenhang als reine Mutmassung 
betrachtet hätte, hätte sie dies in ihrer Antwort entsprechend kundtun und damit 
dennoch eine plausible, textnahe Begründung liefern können (vgl. act. A.3). Die 
Ausführungen der Fachperson und der Steuerungsgruppe erscheinen mit Blick auf 
die gestellte Frage samt dazugehörigem Text, die Antwort der Beschwerdeführerin 

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sowie die entsprechende Lösung plausibel und nachvollziehbar. Insofern ist 
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden, wenn ihr 
für ihre Antwort im Rahmen der Aufgabe 7 kein Punkt erteilt wurde. Im Übrigen stellt 
der Umstand, dass in sämtlichen Prüfungen das Motiv verlangt wurde (vgl. 
Stellungnahme der Fachperson [act. C.3, Beilage 1]) und damit alle Prüfungen nach 
derselben Vorgabe korrigiert wurden, die rechtsgleiche Behandlung der 
Kandidatinnen und Kandidaten sicher. Der gegenteiligen Auffassung der 
Beschwerdeführerin kann daher nicht gefolgt werden. Soweit sie vorbringt, der 
Wunsch, einen Menschen dabeizuhaben, sei klar ein Motiv warum und nicht nur 
eine Feststellung dass, bzw. jemanden dabeihaben zu wollen, sei ein soziales 
Bedürfnis, hier also als Motiv zu werten, und keineswegs nur eine Feststellung, 
verfängt ihr Einwand nicht. Denn abgesehen davon, dass insofern nicht von einer 
inhaltlich unklaren Fragestellung auszugehen ist, legt die Steuerungsgruppe 
nachvollziehbar dar, dass es zwar durchaus möglich sei, dass die 
Beschwerdeführerin mit ihrer Antwort das soziale Bedürfnis gemeint habe. 
Allerdings könne dies nicht Gegenstand der Bewertung sein. Vielmehr müsse sich 
die Bewertung immer am schriftlich Festgehaltenen orientieren, nicht an möglichen 
Interpretationen oder weiterführenden Gedanken der Kandidatinnen und 
Kandidaten (vgl. act. A.6). Somit erreicht die Beschwerdeführerin in der Romanisch-
Prüfung 55.5 bzw. aufgerundet 56 Punkte, womit die Note 4.0 unverändert bleibt 
(vgl. act. C.3 samt Beilagen 1 und 15). Selbst wenn die Beschwerdeführerin für ihre 
Antwort im Rahmen der Aufgabe 7 der Romanisch-Prüfung einen Punkt erhalten 
würde, wären die Voraussetzungen für das Bestehen der Aufnahmeprüfung 
gemäss Art. 22 Abs. 1 Ziff. 2 und 3 der AufnahmeV nicht erfüllt (Geometrie 3.25, 
Arithmetik und Algebra 3.25, Romanisch 4.25 [vgl. act. C.3, Beilage 15, wonach für 
57 Punkte die Note 4.25 erteilt wird], Englisch 4.0, Übertrittsnote 5.08 = 
Gesamtdurchschnitt von 3.97). Damit erübrigen sich Weiterungen dazu.

10. Zusammenfassend kommt das angerufene Gericht zum Schluss, dass die 
Noten der Beschwerdeführerin in den Prüfungsfächern Geometrie (3.25), Arithmetik 
und Algebra (3.25) sowie Romanisch (4.0) unverändert bleiben. Unter Einbezug 
ihrer Note in der Englischprüfung (4.0) und der Übertrittsnote (5.08) erreicht sie 
damit bei 1.5 Minuspunkten einen Gesamtnotendurchschnitt von 3.92, womit die 
kantonale Aufnahmeprüfung für die dritte Gymnasialklasse bzw. für die erste Klasse 
der Handels-, Informatik- und Fachmittelschule als nicht bestanden gilt (vgl. Art. 22 
Abs. 1 Ziff. 2 und 3 AufnahmeV). Folglich hat der Beschwerdegegner den 
ablehnenden Prüfungsentscheid der Steuerungsgruppe im Ergebnis zu Recht 
bestätigt. Die gegen den Entscheid vom 27. Mai 2025 erhobene Beschwerde ist 
damit abzuweisen. Der Vollständigkeit halber ist schliesslich festzuhalten, dass die 

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Steuerungsgruppe auf Verlangen der Beschwerdeführerin bzw. ihrer Eltern 
aufgrund der Notenanpassung im Prüfungsfach Englisch einen neuen 
Prüfungsentscheid zuzustellen hat (vgl. angefochtener Entscheid vom 27. Mai 2025 
S. 19 [act. C.7]).

11.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt auf 
Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten der Beschwerdeführerin bzw. ihrer Eltern, unter 
solidarischer Haftbarkeit (Art. 72 Abs. 2 VRG). Die Staatsgebühr wird vorliegend auf 
CHF 1'500.00 festgesetzt (vgl. Art. 75 Abs. 2 VRG). 

11.2. Eine aussergerichtliche Entschädigung wird nicht zugesprochen, da die 
kantonale Behörde in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt (Art. 78 Abs. 2 VRG).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 1'500.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 390.00

Total CHF 1’890.00

gehen, unter solidarischer Haftbarkeit, zulasten von B.________.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen] 

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Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Der Vorsitzende

Audétat

Die Aktuarin

Hemmi