# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9dd8eb73-65c6-5b09-9ee5-c4a71e3c76fb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-05-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.05.2021 B-4137/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4137-2019_2021-05-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-4137/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  M a i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), 

Richter David Aschmann, Richter Pietro Angeli-Busi,    

Gerichtsschreiberin Katharina Niederberger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,    

vertreten durch Dr. iur. X._______, Rechtsanwalt 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

B._______ AG in Liquidation,   

c/o Konkursamt Dübendorf,  

Bettlistrasse 28, 8600 Dübendorf,   

vertreten durch lic. iur. Y._______, Rechtsanwalt,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE, 

Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 

 

 Markenübertragung CH (Marken-Nr. 1–6, Marken-Nr. 7). 

 

B-4137/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 1. Dezember 2016 beantragte die A._______ (nachfolgend: Beschwer-

deführerin) beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (nachfol-

gend: Vorinstanz) die Registereintragung für die Übertragung der Schwei-

zer Marken (Nr. / Marke 1), (Nr. / Marke 2), (Nr. / Marke 3), (Nr. / Marke 4), 

(Nr. / Marke 5), (Nr. / Marke 6) und (Nr. / Marke 7) von der C._______ AG 

auf die Beschwerdeführerin.  

B.  

Die Vorinstanz hiess die Eintragung der Beschwerdeführerin als neue Mar-

keninhaberin antragsgemäss per 1. Dezember 2016 gut. Die Registerän-

derung wurde den Verfahrensparteien mit Mitteilung vom 5. Dezember 

2016 schriftlich angezeigt und gleichentags auf www.swissreg.ch veröffent-

licht. 

C.  

Mit E-Mail vom 9. Februar 2017 ersuchte die B._______ AG in Liquidation, 

vormals C._______ AG, handelnd durch das Konkursamt Dübendorf 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin), die Vorinstanz um Rückgängigma-

chung der am 1. Dezember 2016 vorgenommenen Änderung im Marken-

register. Die Beschwerdegegnerin machte geltend, dass über sie am 7. Mai 

2015 der Konkurs eröffnet worden sei. Die Berechtigung an den Marken-

rechten sei umstritten und die Eintragung der Beschwerdeführerin als In-

haberin sei ohne ihr Wissen und zu Unrecht erfolgt.  

D.  

Nach einem doppelt geführten Schriftenwechsel sistierte die Vorinstanz 

das Verfahren mit Zwischenverfügung vom 4. Oktober 2017. Als Sistie-

rungsgrund nannte sie die von der Beschwerdeführerin vor dem Bezirks-

gericht Uster erhobene Aussonderungsklage, deren Ausgang für die er-

suchte Rückgängigmachung der Registeränderung von präjudizieller Be-

deutung sei.  

E.  

Nachdem die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich in zwei-

ter Instanz mit Urteil NE180008-O vom 4. Dezember 2018 die gegen die 

Konkursmasse der Beschwerdegegnerin erhobene Aussonderungsklage 

abgewiesen hatte, beantragte die Beschwerdegegnerin am 5. Februar 

2019 die Aufhebung der Sistierung und die Fortsetzung des Verfahrens. 

B-4137/2019 

Seite 3 

F.  

Mit Stellungnahme vom 5. Februar 2019 wandte sich die Beschwerdefüh-

rerin gegen die Aufhebung der Sistierung bis am 1. April 2019.  

G.  

Mit Eingabe vom 7. Februar 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin er-

neut die Aufhebung der Sistierung und die Rückgängigmachung der am 

1. Dezember 2016 im Register eingetragenen Übertragung der Marken-

rechte auf die Beschwerdeführerin. 

H.  

Aufgrund der ihr zugetragenen neuen Sachumstände hiess die Vorinstanz 

den Antrag der Beschwerdegegnerin auf Rückgängigmachung der am 

1. Dezember 2016 im Register eingetragenen Übertragung der Marken-

rechte auf die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 12. Juli 2019 gut. 

Das Dispositiv dieser Verfügung lautet wie folgt: 

"1. Die Sistierung der Verfahren betreffend der Übertragung der Schweizer Mar-

ken Nr. (Marken-Nr. 1), (Marken-Nr. 2), (Marken-Nr. 3), (Marken-Nr. 4), (Mar-

ken-Nr. 5), (Marken-Nr. 6) und (Marken-Nr. 7) vom 4. Oktober 2018 wird auf-

gehoben. 

2. Die Schweizer Marken Nr. (Marken-Nr. 1), (Marken-Nr. 2), (Marken-Nr. 3), 

(Marken-Nr. 4), (Marken-Nr. 5), (Marken-Nr. 6) und (Marken-Nr. 7) werden im 

Markenregister auf die B._______ AG in Liquidation übertragen. 

3. Es werden keine Gebühren erhoben."  

 

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die streitigen Marken gehörten ge-

mäss rechtskräftigem Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich zur Kon-

kursmasse der Beschwerdegegnerin und nicht der Beschwerdeführerin, 

die seit dem 1. Dezember 2016 im Markenregister eingetragen sei. Unter 

diesen Umständen überwiege das Interesse der Öffentlichkeit an der Spie-

gelung dieser Rechtslage im (deklaratorischen) Registereintrag.  

I.  

Am 12. Juli 2019 beantragte das Konkursamt Dübendorf bei der Vorinstanz 

die Eintragung einer Verfügungsbeschränkung für alle (Marken 1—7) in-

folge Konkurses über die Beschwerdegegnerin. Die im Markenregister ein-

getragene Verfügungsbeschränkung wurde den Verfahrensbeteiligten mit 

Datum vom 22. Juli 2019 mitgeteilt und gleichentags auf www.swissreg.ch 

veröffentlicht. 

B-4137/2019 

Seite 4 

J.  

Am 14. August 2019 erhob die Beschwerdeführerin vor dem Bundesver-

waltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung vom 12. Juli 2019. Sie 

beantragt deren Aufhebung und die definitive Eintragung der Inhaberschaft 

an den Marken (Nr. / Marke 1), (Nr. / Marke 2), (Nr. / Marke 3), (Nr. / Marke 

4), (Nr. / Marke 5), (Nr. / Marke 6), (Nr. / Marke 7) auf die Beschwerdefüh-

rerin, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-

schwerdegegnerin und der Vorinstanz. 

Die Beschwerdeführerin rügt eine unrichtige und unvollständige Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts, eine Verletzung des Untersu-

chungsgrundsatzes sowie eine Überschreitung des Ermessens bzw. einen 

Ermessensmissbrauch.  

Die Beschwerdeführerin begründet ihre Beschwerde im Wesentlichen mit 

dem Argument, sie habe im Herbst 2016 im Archiv der Beschwerdegegne-

rin, das sich in den Räumlichkeiten des Konkursamtes Dübendorf befinde, 

einen Abtretungsvertrag aus dem Jahr 2009 gefunden. Aus diesem Vertrag 

gehe unmissverständlich hervor, dass die Beschwerdegegnerin die streiti-

gen Marken im Jahr 2009 an die Beschwerdeführerin übertragen habe. 

Nach Vorlage dieses Dokuments habe die Vorinstanz die Marken rechts-

gültig als Eigentum der Beschwerdeführerin im Markenregister eingetra-

gen. Sowohl im angehobenen SchKG-Beschwerdeverfahren als auch im 

Aussonderungsverfahren sei die Frage offengelassen worden, ob der wie-

dergefundene Abtretungsvertrag gültig sei. Auch die Vorinstanz habe die 

Frage nach der Rechtswirksamkeit des Abtretungsvertrages zu Unrecht 

unbeantwortet gelassen.  

K.  

Mit Beschwerdeantwort vom 19. September 2019 beantragt die Beschwer-

degegnerin die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen zulasten der Beschwerdeführerin.  

Zur Begründung ihres Antrages macht die Beschwerdegegnerin im We-

sentlichen geltend, die streitgegenständlichen Marken seien seit Kon-

kurseröffnung vom 7. Mai 2015 Teil der Konkursmasse der Beschwerde-

gegnerin gewesen und im Konkursinventar entsprechend aufgeführt wor-

den. Im Zeitpunkt der Konkurseröffnung seien die Marken im 

Markenregister auf die Beschwerdegegnerin eingetragen gewesen. Die 

streitigen Marken seien im Mai/Juni 2016 in einem Steigerungsverfahren, 

an welchem die Beschwerdeführerin vorbehaltlos teilgenommen habe, 

B-4137/2019 

Seite 5 

rechtsgültig an einen Dritten verkauft worden. Eine gegen den Versteige-

rungsprozess angehobene SchKG-Beschwerde sei mit zweitinstanzlichem 

Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 9. Januar 2017 definitiv 

abgewiesen worden. Am 30. November 2016 habe die Beschwerdeführe-

rin ausserdem eine Aussonderungsklage anhängig gemacht. Mit Urteil des 

Obergerichts des Kantons Zürich vom 4. Dezember 2018 sei auch diese 

Klage zweitinstanzlich abgewiesen worden. Während der Rechtshängig-

keit dieser Verfahren habe die Beschwerdeführerin am 1. Dezember 2016 

bei der Vorinstanz die Eintragung der Übertragung der Marken auf sich 

selbst beantragt, allerdings ohne die Beschwerdegegnerin zu informieren 

oder die Vorinstanz über die streitige Berechtigung an den Marken in 

Kenntnis zu setzen.  

L.  

Am 3. Oktober 2019 reichte die Vorinstanz ihre Akten ein. Sie beantragt die 

Abweisung der Beschwerde unter Verzicht auf eine Vernehmlassung. 

M.  

Nachdem die Beschwerdeführerin am 7. November 2019 das Bundesver-

waltungsgericht um Fristansetzung zur Einreichung einer Stellungnahme 

ersucht hatte, und diesem Gesuch mit Verfügung vom 13. November 2019 

stattgegeben wurde, replizierte sie am 13. Dezember 2019. Die Beschwer-

deführerin hält an ihren Anträgen fest und führt im Wesentlichen aus, die 

Markenrechte seien im Zeitpunkt der Konkurseröffnung vom 7. Mai 2015 

nicht Teil der beschwerdegegnerischen Konkursmasse gewesen. Die strei-

tigen Marken seien weder in den Geschäftsbüchern noch in den Bilanzen 

der Beschwerdegegnerin aufgeführt und im Markenregister auf den Namen 

C._______ AG eingetragen gewesen. Am Steigerungsverfahren habe sie 

sich nur deswegen beteiligt, weil sie zu diesem Zeitpunkt den Übertra-

gungsvertrag nicht habe auffinden können. 

N.  

Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 29. Januar 2020 auf die Ein-

reichung einer Stellungnahme zur Replik der Beschwerdeführerin. 

O.  

Die Beschwerdegegnerin hält mit Duplik vom 29. Januar 2020 an ihren 

Rechtsbegehren fest. Sie führt im Wesentlichen aus, der Zweck des Be-

schwerdeverfahrens liege darin, die materielle Ausgangslage registerrecht-

lich korrekt abzubilden.  

B-4137/2019 

Seite 6 

P.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit sie rechtserheblich 

sind, im Folgenden eingegangen. 

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die angefochtene Verfügung der Vorinstanz ist eine Verfügung im 

Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das Bundesverwaltungsgericht 

ist zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen der Vorinstanz in 

Markensachen zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. e des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).  

1.2 Die Beschwerdeführerin hat am Registerverfahren vor der Vorinstanz 

teilgenommen. Sie ist durch die Wiedereintragung der Beschwerdegegne-

rin als Markeninhaberin besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung vom 12. Juli 2019. 

Sie ist daher zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 Bst. a–c 

VwVG). Die Beschwerdefrist (Art. 50 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 22a Abs. 1 

Bst. b) sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwerdeschrift 

(Art. 52 Abs. 1 VwVG) sind gewahrt. Der Kostenvorschuss wurde fristge-

recht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG), der Vertreter hat sich rechtsgenüglich 

ausgewiesen (Art. 11 Abs. 2 VwVG) und die übrigen Sachurteilsvorausset-

zungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG).  

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.   

 

2.   

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe die Frage nach der 

Gültigkeit des Abtretungsvertrages aus dem Jahr 2009 zu Unrecht unbe-

antwortet gelassen. Dadurch habe die Vorinstanz den Sachverhalt nicht 

rechtsgenügend erstellt, den Untersuchungsgrundsatz verletzt sowie ihr 

Ermessen überschritten bzw. missbraucht. 

B-4137/2019 

Seite 7 

2.2 Im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 12 VwVG) sind die 

rechtserheblichen Tatsachen abzuklären, also jene faktischen Entscheid-

grundlagen, die für die Regelung des in Frage stehenden Rechtsverhält-

nisses relevant sind (BGE 143 II 425 E. 5.1; 138 II 465 E. 8.6.4; 130 II 449 

E. 6.6.1; AUER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundes-

gesetz über das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, N. 16 und 20 ff. zu 

Art. 12 VwVG; KRAUSKOPF/EMMENEGGER/BABEY, in: Waldmann/Weissen-

berger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz [VwVG], 

2. Aufl. 2016, N. 1 zu Art. 12 VwVG). Die Untersuchungsmaxime wird ge-

mäss Art. 13 VwVG namentlich in Verfahren, welche die Parteien selbst 

einleiten bzw. in welchen sie selbständige Begehren stellen, durch die Mit-

wirkungspflicht der Parteien ergänzt (BGE 143 II 425 E. 5.1; 138 II 465; 

BVGE 2013/32 E. 3.4.2). Eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung 

liegt vor, wenn nicht über alle für den Entscheid rechtswesentlichen Sa-

chumstände Beweis geführt oder wenn eine entscheidrelevante Tatsache 

zwar erhoben, indes nicht berücksichtigt wird (BVGE 2015/1 E. 4.7, mit 

Hinweisen).  

Die Rüge der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe den Sachverhalt 

unvollständig festgestellt, weil sie die materiell-rechtliche Gültigkeit des 

"Trade Mark Assignment" aus dem Jahr 2009 nicht geprüft habe, ist unbe-

gründet. Das "Trade Mark Assignment" ist eine Entscheidgrundlage im 

Sinne von Art. 28 Abs. 1 Bst. a der Markenschutzverordnung vom 23. De-

zember 1992 (MSchV, SR 232.111). Die Vorinstanz hat das ins Recht ge-

legte "Trade Mark Assignment" als Beweismittel für den rechtsgeschäftli-

chen Erwerb der Markenrechte abgenommen und in ihren Erwägungen be-

rücksichtigt (Verfügung vom 12. Juli 2019, Ziffern 1, 17, 18). Die Rüge der 

Beschwerdeführerin betrifft demnach nicht eine Verletzung des Untersu-

chungsgrundsatzes bei der Feststellung des entscheidwesentlichen Sach-

verhalts, sondern zielt vielmehr auf den Umfang und die Intensität der vor-

instanzlichen Prüfbefugnis bei der Beurteilung der vorgelegten Beweisur-

kunde. 

2.3 Die Registereintragung einer rechtsgeschäftlichen Übertragung von 

Markenrechten erfolgt auf Grundlage einer formalen und summarischen 

Prüfung (Urteile des BVGer B-5122/2011 vom 8. August 2012 "Secretan 

Troyanov [fig.]", E. 3.3; B-5482/2009 vom 19. April 2011 "Flamant Vert 

[fig.]", E. 4.3; MARBACH, in: von Büren/David [Hrsg.], Markenrecht, SIWR, 

Bd. III/1, 2. Aufl. 2009, Rz. 1746; BÜHLER, in: Noth/Bühler/Thouvenin 

[Hrsg.], Markenschutzgesetz, Handkommentar, 2. Aufl. 2017, N. 40 zu 

B-4137/2019 

Seite 8 

Art. 17 MSchG). Im Fall einer bestrittenen Inhaberschaft ist es dem Zivil-

gericht vorbehalten, diese umfassend materiell-rechtlich zu prüfen (Urteile 

des BVGer B-7311/2010 vom 10. Mai 2011 "Alpenswiss", E. 2.2; 

B-5122/2011 vom 8. August 2012 "Secretan Troyanov [fig.]", E. 3.3; 

B-5482/2009 vom 19. April 2011 "Flamant Vert [fig.]", E. 4.3; MANUEL BIG-

LER, in: David/Frick [Hrsg.], Basler Kommentar zum Markenschutzge-

setz/Wappenschutzgesetz, 3. Aufl. 2017, N. 27 zu Art. 17 MSchG). 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist die materiell-rechtli-

che Beurteilung des "Trade Mark Assignment" gemäss ständiger Recht-

sprechung nicht der Vorinstanz, sondern der umfassenden Entscheidkog-

nition des zuständigen Zivilgerichts anheim zu stellen. Eine solche Rechts-

kontrolle wäre nicht zu vereinbaren mit der summarischen und auf formale 

Aspekte beschränkten Kognition der Vorinstanz bei der Eintragung von 

Markenübertragungen. Die Vorinstanz hat ihre auf Art. 28 Abs. 1 Bst. a 

MSchV gestützte Prüfung zu Recht auf die Frage beschränkt, ob die ihr 

vorgelegten Beweisurkunden eine genügende Grundlage für die sichere 

Registerführung bilden. Inwiefern sich die Vorinstanz dabei durch sach-

fremde Erwägungen hat leiten lassen und deswegen einen Ermessensfeh-

ler bzw. einen Ermessenmissbrauch begangen haben soll, ist nicht ersicht-

lich und wurde von der Beschwerdeführerin auch nicht substantiiert darge-

legt.  

 

3.   

3.1 Die Vorinstanz hiess die seitens der Beschwerdeführerin ersuchte Re-

gisteränderung vom 1. Dezember 2016 gut, ohne die bisher eingetragene 

Markeninhaberin vorgängig anzuhören und ohne ihr den Eintragungsent-

scheid förmlich zu eröffnen. Die Beschwerdegegnerin hat aufgrund dessen 

erst am 9. Februar 2017 Kenntnis über den geänderten Registerinhalt er-

halten. In der Folge beantragte sie umgehend die Rückgängigmachung der 

Registeränderung. Diesem Gesuch hat die Vorinstanz mit Verfügung vom 

12. Juli 2019 entsprochen. 

3.2 Unter welchen Voraussetzungen eine Registereintragung wegen for-

meller oder materieller Fehlerhaftigkeit rückgängig gemacht werden kann, 

ist im Markenschutzgesetz nicht geregelt. Die Rechtsprechung hat für sol-

che Fälle allgemeine Grundsätze entwickelt, unter denen ein Zurückkom-

men auf einen Verwaltungsakt zulässig ist (BGE 143 II 1 E. 4.1; 137 I 69 

B-4137/2019 

Seite 9 

E. 2.3; 127 II 306 E. 7a; 103 Ib 87 E. 2, je mit Hinweisen; TSCHANNEN/ZIM-

MERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 31 N. 37 ff.; 

HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, 

Rz. 1226). Von diesen Grundsätzen lässt sich die Rechtsprechung auch 

beim Widerruf von Eintragungen in den Registern des gewerblichen 

Rechtsschutzes leiten (BGE 99 IB 336 E. 2.a "MilColor"; für Patente und 

Patentlizenzen: Urteil des BGer 4A_447/2009 vom 9. November 2009, 

E. 2, nicht publ. Erwägung in BGE 135 III 656; Urteil des BGer 4A.3/1994 

vom 11. Juli 1994, E. 3; Urteil des BGer vom 11. Oktober 1976, in: PMMBl 

1977 I S. 15 ff.).  

3.3 Ein Widerruf ist nach Ablauf der Rechtsmittelfrist grundsätzlich unzu-

lässig, wenn das Interesse am Vertrauensschutz demjenigen an der richti-

gen Durchführung des objektiven Rechts vorgeht: Dies trifft in der Regel 

dann zu, wenn durch die Verwaltungsverfügung ein subjektives Recht be-

gründet worden oder die Verfügung in einem Verfahren ergangen ist, in 

dem die sich gegenüberstehenden Interessen allseitig zu prüfen und ge-

geneinander abzuwägen waren, oder wenn der Private von einer ihm durch 

die Verfügung eingeräumten Befugnis bereits Gebrauch gemacht hat. 

Diese Regel gilt allerdings nicht absolut; auch in diesen drei Fällen kann 

ein Widerruf in Frage kommen, wenn er durch ein besonders gewichtiges 

öffentliches Interesse geboten ist (BGE 144 III 285 E. 3.5; 143 II 1 E. 5.1; 

137 I 69 E. 2.3; 135 V 215 E. 5.2; 127 II 307 E. 7a; 121 II 273 E. 1a/aa; je 

mit Hinweisen). Interventionen vor Ablauf der Rechtsmittelfrist sind hinge-

gen nicht denselben strengen Voraussetzungen unterworfen, wie sie für 

den Widerruf formell rechtskräftiger Verfügungen gelten (BGE 134 V 257 

E. 2.2; 121 II 273 E. 1a/aa, mit Hinweisen; Urteil des BGer 4A_447/2009 

vom 9. November 2009, E. 2.1). Die Frage des Zurückkommens auf einen 

Verwaltungsakt hat auch die Eigenart und die Besonderheiten des konkre-

ten Verfahrens miteinzubeziehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

4A_447/2009 vom 9. November 2009, E. 2.1).  

3.3.1 Mit der Praxis der Vorinstanz, vorgenommene Registeränderungen 

den Parteien erst nachträglich und nach deren Publikation auf www.swiss-

reg.ch mitzuteilen, hat sich das Bundesgericht bereits im Urteil 

4A_447/2009 vom 9. November 2009 befasst. Das Bundesgericht erwog 

unter Hinweis auf Art. 39 Bst. b VwVG, eine durch Beschwerde mit auf-

schiebender Wirkung (Art. 55 VwVG) anfechtbare Verfügung dürfe nicht 

schon vor Eintritt der formellen Rechtskraft vollzogen werden (E. 2.2). 

B-4137/2019 

Seite 10 

3.3.2 Ungeachtet dieser bundesgerichtlichen Vorgabe informierte die 

Vorinstanz die Beschwerdegegnerin erst nachträglich über die vorgenom-

mene Registeränderung mit schriftlicher Mitteilung vom 5. Dezember 2016 

(Poststempel vom 6. Dezember 2016). Die an die C._______ AG adres-

sierte Mitteilung wurde von der Schweizerischen Post mit dem Vermerk 

retourniert, der Empfänger habe unter der angegebenen Adresse nicht er-

mittelt werden können. Die Unzustellbarkeit der Mitteilung war dem Um-

stand geschuldet, dass der Vorinstanz weder die Rückumfirmierung von 

C._______ AG auf B._______ AG noch der am 7. Mai 2015 eröffnete Kon-

kurs über die Beschwerdegegnerin, welcher unter anderem auch einen 

Adresswechsel nach sich zog, angezeigt worden ist. Die Beschwerdegeg-

nerin ist damit ihrer Obliegenheit nicht nachgekommen, der Vorinstanz die 

aktuelle Firmenbezeichnung und Anschrift nach Massgabe von Art. 40 

Abs. 3 Bst. h MSchV anzuzeigen.  

3.3.3 Dieses Versäumnis entbindet die Vorinstanz jedoch nicht davon, der 

Beschwerdegegnerin, die unbekannten Aufenthaltes war, die Registerän-

derung rechtsfehlerfrei zu eröffnen (Art. 34 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 36 

Bst. a VwVG). Obwohl ein solcher Eintragungsentscheid keine subjektiven 

Ausschliesslichkeitsrechte zu begründen vermag, berührt er die Beschwer-

degegnerin namentlich in verfahrens- und beweisrechtrechtlicher Hinsicht 

doch erheblich. Aufgrund der mangelhaften Eröffnung begann die Rechts-

mittelfrist folglich erst zu laufen, als die Beschwerdegegnerin nach dem 

Grundsatz von Treu und Glauben im Besitze aller für die erfolgreiche Wah-

rung ihrer Rechte wesentlichen Elemente war (vgl. BGE 143 IV 40 E. 3.3.3; 

102 Ib 91 E. 3). Die Eintragung der Übertragung der Markenrechte auf die 

Beschwerdeführerin vom 1. Dezember 2016 war im Zeitpunkt des Ge-

suchs um Rückgängigmachung der Registeränderung vom 9. Februar 

2017 folglich noch nicht in formelle Rechtskraft erwachsen. Aus diesem 

Grund war der Widerruf an keine besonderen Voraussetzungen geknüpft 

und einer Abwägung des Interesses an der richtigen Durchführung des ob-

jektiven Rechts und desjenigen an der Wahrung der Rechtssicherheit be-

durfte es nicht. Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass der Be-

schwerdeführerin wegen des bereits erfolgten Vollzugs der Eintragung eine 

gewisse Rechtssicherheitsposition zuzugestehen und eine entsprechende 

Interessenabwägung vorzunehmen wäre, müsste die Zulässigkeit des Wi-

derrufs der ersten Registeränderung aus den nachfolgend dargelegten 

Gründen bejaht werden.  

3.3.4 Der Auffassung der Beschwerdeführerin, sie sei mit Blick auf die um-

strittene Inhaberschaft "zu keinerlei Offenlegung verpflichtet gewesen", 

B-4137/2019 

Seite 11 

vermag namentlich mit Blick auf ihre Vertrauensschutzinteressen nicht zu 

überzeugen. Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin wusste oder 

musste wissen, dass gemäss ständiger Rechtsprechung ein Rechtsüber-

gang bei umstrittener Inhaberschaft nicht eingetragen werden darf und der 

Entscheid in solchen Fällen dem Zivilgericht vorbehalten bleibt (BGE 99 Ib 

340 E. 2b; Urteile des BVGer B-7311/2010 vom 10. Mai 2011 "Alpenswiss", 

E. 2.2; B-5122/2011 vom 8. August 2012 "Secretan Troyanov [fig.]", E. 3.3; 

B-5482/2009 vom 19. April 2011 "Flamant Vert [fig.]", E. 4.3; Urteil der 

RKGE vom 24. Oktober 2006 in: sic! 6/2007, S. 453 ff., E. 6). Angesichts 

des Zustandekommens der Registereintragung durch Verschweigen einer 

wesentlichen Voraussetzung hat die Beschwerdeführerin keine gefestigte 

Vertrauensgrundlage in deren Rechtsbeständigkeit bilden können. Die Ein-

wirkung auf die Verfügung durch unvollständige oder unrichtige Angaben 

stellt denn auch eine Konstellation dar, in der typischerweise die Gesetz-

mässigkeitsinteressen überwiegen (BGE 98 Ib 241 E. 4b; Urteil des BGer 

4A_447/2009 vom 9. November 2009, E. 2.2; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜL-

LER, a.a.O., § 31 Rz. 57). Zudem beeinflussen die Auswirkungen des Re-

gistereintrages auf die Parteirollen und auf die Beweislast in einem allfälli-

gen Zivilprozess die Rechtssicherheit nicht (vgl. BGE 99 Ib 336 E. 2.c; Ur-

teil des BGer vom 10. Oktober 1976, in: PMMB 1977 I S. 15 ff.).  

3.4 Die Vorinstanz wäre folglich selbst unter Annahme einer gewissen 

Rechtssicherheitsposition seitens der Beschwerdeführerin berechtigt ge-

wesen, die Registereintragung vom 1. Dezember 2016 zurückzunehmen 

und durch eine neue Eintragung zu ersetzen.  

3.5 Damit ist nachfolgend die Frage zu beantworten, ob die am 12. Juli 

2019 verfügte Wiedereintragung der Beschwerdeführerin als Inhaberin der 

Markenrechte zu Recht erfolgt ist. 

 

4.  

4.1 Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die erneute Eintragung der Be-

schwerdegegnerin als Inhaberin der Markenrechte sei aufgrund des ihr zu-

getragenen neuen Sachverhalts erfolgt. Die Aussonderungsklage sei eine 

Vollstreckungsklage mit Reflexwirkung auf das materielle Recht und es er-

scheine daher viel wahrscheinlicher, dass diese Situation der tatsächlichen 

Rechtslage entspreche. 

B-4137/2019 

Seite 12 

4.2 Die Beschwerdeführerin wendet ein, dem in Rechtskraft erwachsenen 

Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich im Aussonderungsverfahren 

käme keine Wirkung über das laufende Konkursverfahren hinaus zu. Die 

Rechtskraft des Urteils erstrecke sich nur auf die Parteien der Aussonde-

rungsklage, d.h. auf die Beschwerdeführerin und auf die Beschwerdegeg-

nerin. Die Beschwerdeführerin sei seit dem Jahr 2009 rechtmässige Eigen-

tümerin der Marken. Zudem habe der Zuschlagsempfänger im Steige-

rungsverfahren die Markenrechte nicht gutgläubig erworben. Ungeachtet 

des im Aussonderungsprozess ergangenen Urteils sei die Beschwerde-

gegnerin ausserhalb des Konkursverfahrens als Nichtberechtigte anzuse-

hen. 

4.3 Die Beschwerdegegnerin führt aus, es sei gerichtlich erstellt, dass die 

strittigen Marken zur Konkursmasse der Beschwerdegegnerin gehörten 

und verwertet werden durften. Die Verfügungsberechtigung der Beschwer-

degegnerin über die Marken sei damit unwiderruflich festgestellt worden 

und die Beschwerdeführerin habe allfällig vorbestehende Rechte definitiv 

eingebüsst.  

4.4 Mit Urteil der II. Zivilrechtlichen Abteilung des Obergerichts des Kan-

tons Zürich vom 9. Januar 2017 (PS160183-O/U) wurde eine auf Art. 17 

des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG, 

SR 281.1) gestützte Beschwerde abgewiesen und die Rechtmässigkeit 

des Zuschlags vom 27. Juni 2016 bestätigt. Die umstrittenen Markenrechte 

sind demnach per Freihandverkauf in Form einer internen Steigerung an 

den Zuschlagsempfänger übertragen worden. Ein Erwerber wird durch den 

Verwertungsakt unbesehen vom Eintrag im Register unmittelbar Eigentü-

mer der Marke (BIGLER, a.a.O., N. 21 zu Art. 19 MSchG; JAQUES DE 

WERRA, in: de Werra/Gilliéron [éd.], Propriété intellectuelle, Commentaire 

romand, 2013, N. 34 zu Art. 19 LPM). Insoweit die Beschwerdeführerin in 

vorliegendem Registerverfahren trotz rechtskräftigem Entscheid in dieser 

Sache erneut die Rechtmässigkeit des Zuschlags in Frage stellen möchte, 

ist darauf nicht weiter einzugehen.  

4.5 Mit Urteil der II. Zivilrechtlichen Abteilung des Obergerichts des Kan-

tons Zürich vom 4. Dezember 2018 (NE180008O-U) wurde eine durch die 

Beschwerdeführerin angehobene Aussonderungsklage (Art. 242 Abs. 2 

SchKG) wegen Rechtsmissbräuchlichkeit abgewiesen. Die Markenrechte 

unterlagen folglich dem Konkursbeschlag und durften durch das Kon-

B-4137/2019 

Seite 13 

kursamt Dübendorf verwertet werden. Dieses vollstreckungsrechtliche Ur-

teil ist in Rechtskraft erwachsen und nicht nachträglich in einem Register-

verfahren wieder in Frage zu stellen.  

4.6 Ob die angesprochene Reflexwirkung auf das materielle Recht aus-

serhalb des Konkursverfahrens bis in das Registerrecht hineinreicht, kann 

vorliegend offen bleiben. Denn es erweist sich, dass die Wiedereintragung 

der Beschwerdegegnerin als Rechteinhaberin im Markenregister bereits 

aus prozessualen Gründen gerechtfertigt ist.  

 

5.  

5.1 Nach Art. 17 des Markenschutzgesetzes vom 28. August 1992 

(MSchG, SR 232.11) kann der Markeninhaber die Marke für die Waren 

oder Dienstleistungen, für die sie beansprucht wird, ganz oder teilweise 

übertragen (Abs. 1). Die Übertragung bedarf zu ihrer Gültigkeit der schrift-

lichen Form. Sie ist gegenüber gutgläubigen Dritten erst wirksam, wenn sie 

im Register eingetragen ist (Abs. 2).  

5.2 Eine Markenübertragung im Sinne von Art. 17 MSchG gilt nach herr-

schender Lehre und Rechtsprechung als Rechtsgeschäft sui generis, auf 

welches weder das Zessionsrecht noch die Regeln der sachenrechtlichen 

Tradition direkte Anwendung finden (Urteil des BVGer B-7311/2010 vom 

10. Mai 2011 "Alpenswiss", E. 3.2; BÜHLER, a.a.O., N. 7 zu Art. 17 MSchG; 

DE WERRA, a.a.O., N. 11 zu Art. 17 LPM). Mit Ausnahme der Übertragung 

von Kollektiv- oder Garantiemarken (Art. 27 MSchG) ist die Registereintra-

gung des Erwerbers keine Voraussetzung für einen wirksamen Rechtser-

werb. Ein solcher Registereintrag entfaltet folglich keine konstitutive Wir-

kung (vgl. Urteil des BVGer B-7311/2010 vom 10. Mai 2011 E. 3.3.1 "Al-

penswiss"; BÜHLER, a.a.O. N. 18 und N. 22 zu Art. 17 MSchG). 

5.3 Nach Art. 28 Abs. 1 MSchV ist der Antrag auf Eintragung der Übertra-

gung vom bisherigen Markeninhaber oder vom Erwerber zu stellen und 

muss folgende Angaben umfassen: eine ausdrückliche Erklärung des bis-

herigen Inhabers oder eine andere genügende Urkunde, nach der die 

Marke auf den Erwerber übergegangen ist (Bst. a); den Namen und Vor-

namen oder die Firma, die Adresse des Erwerbers und gegebenenfalls 

sein Zustellungsdomizil in der Schweiz (Bst. b); und bei teilweiser Übertra-

gung die Angabe der Waren und Dienstleistungen, für welche die Marke 

übertragen worden ist (Bst. c).  

B-4137/2019 

Seite 14 

5.3.1 Nebst dem für die Anzeige einer Rechtsübertragung vorgesehenen 

Formular hat die Beschwerdeführerin der Vorinstanz am 1. Dezember 

2016 ein Begleitschreiben zukommen lassen. In diesem erklärt sie, die 

B._______ AG sei in C._______ AG umfirmiert und im Jahr 2015 wieder 

auf B._______ AG zurückfirmiert worden. Als Beilage wurde ein zwischen 

der B._______ AG (heutige Beschwerdegegnerin) und der Beschwerde-

führerin geschlossenes, nicht näher datiertes "Trade Mark Assignment" 

aus dem Jahr 2009 eingereicht. Dieses Beweismittel wurde ergänzt durch 

einen Internet-Handelsregisterauszug der Beschwerdegegnerin vom 

30. November 2016.  

5.3.2 Weil der Antrag auf Eintragung einer Übertragung sowohl vom bishe-

rigen Markeninhaber als auch vom Erwerber gestellt werden kann (Art. 28 

Abs. 1 MSchV), ist der seitens der Beschwerdeführerin einseitig gestellte 

Antrag grundsätzlich zulässig. Das durch den Veräusserer unterzeichnete 

"Trade Mark Assignment" hat die Rechtsübertragung der Markenrechte auf 

die Beschwerdeführerin zum Inhalt. Dieser Übertragungsvertrag genügt 

der verlangten Schriftform (Art. 17 Abs. 2 MSchG). Ausreichend ist auch 

die alleinige Unterschrift des Markenveräusserers. Eine ausdrückliche An-

nahmeerklärung des Erwerbers ist nicht erforderlich (Urteil des BVGer 

B-7311/2010 vom 10. Mai 2011, E. 3.3.1 "Alpenswiss"; BÜHLER, a.a.O., 

N. 21 zu Art. 17 MSchG). Diese Voraussetzungen für die Registereintra-

gung hat die Vorinstanz geprüft, ohne einen Rechtsfehler zu begehen.  

5.3.3 Ohne den Prüfumfang über Art. 28 Abs. 1 Bst. a MSchV hinaus aus-

zuweiten, ist auch der eingereichte Handelsregisterauszug als Beweismit-

tel geeignet, als Grundlage für die sichere Führung des Markenregisters zu 

dienen (vgl. BGE 99 Ib 336 E. 1; Urteil der RKGE vom 24. Oktober 2006 

in: sic! 6/2007, S. 453 ff., E. 8). Dem Handelsregisterauszug lässt sich 

nebst den zwei angesprochenen Umfirmierungen (E. 5.3.1) entnehmen, 

dass über die Beschwerdegegnerin mit Urteil vom 7. Mai 2015 der Konkurs 

eröffnet und die Gesellschaft aufgelöst worden ist. Auch wenn die 

Vorinstanz nur die formalen Voraussetzungen gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. a 

MSchV zu prüfen hatte, so musste sie dennoch zur Kenntnis nehmen, dass 

die im Register eingetragene Rechteinhaberin und Übertragende im Zeit-

punkt der Gesuchstellung konkursit war. Die Vorinstanz hätte daher in ihre 

Beurteilung miteinbeziehen müssen, dass eine Marke gemäss Art. 19 

MSchG Gegenstand von Vollstreckungsmassnahmen sein kann. Die Be-

schwerdegegnerin hat in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hinge-

wiesen, dass der Konkursit nach Konkurseröffnung die Verfügungsfähig-

keit über seine Vermögenswerte und mit der Verwertung zugunsten der 

B-4137/2019 

Seite 15 

Gläubiger seine Rechtsträgerschaft verliert, weil die Vermögenswerte auf 

diesen Zeitpunkt hin auf die einzelnen Erwerber übergehen (vgl. KURT 

STÖCKLI/PHILIPP POSSA, in: Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, N. 1 

zu Art. 204 SchKG; RUSSENBERGER, in: Stähelin/Bauer [Hrsg.], Basler 

Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 

2010, N. 50 zu Art. 242 SchKG). Der Umstand, dass das vorgelegte "Trade 

Mark Assignment" rund eineinhalb Jahre nach Eröffnung des Konkursver-

fahrens über die im Register eingetragene (umfirmierte) Markeninhaberin 

vorgelegt worden ist, hätte bei der Vorinstanz bei sorgfältiger Prüfung erste 

Zweifel an der ersuchten Registereintragung wecken müssen. 

5.3.4 Ferner hat die Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass der Vertragsab-

schluss des nicht näher datierten "Trade Mark Assignment" aus dem Jahr 

2009 im Zeitpunkt der Antragstellung vom 1. Dezember 2016 bereits rund 

sieben Jahre zurücklag. Auch die lange Zeitspanne zwischen dem Ver-

tragsabschluss und dem Antrag auf Eintragung der Beschwerdeführerin als 

Markeninhaberin hätte Anlass zu Zweifeln an einer unbestrittenen Marken-

inhaberschaft geben müssen. Während eines so langen Zeitraums ist rea-

listischerweise auch die Möglichkeit weiterer, zeitlich nachgelagerter 

Rechtsübergänge in Betracht zu ziehen.  

5.3.5 Das Argument der Vorinstanz, es sei aufgrund der eingereichten Do-

kumente und abgegebenen Erklärungen für sie nicht erkennbar gewesen, 

dass die Markeninhaberschaft strittig sein könnte, vermag angesichts die-

ser Umstände nicht zu überzeugen. Die Vorinstanz hätte bei sorgfältiger 

Sachverhaltsabklärung erkennen müssen, dass die vorgelegte Urkunde 

bereits aufgrund ihres Alters und wegen des laufenden Konkursverfahrens 

keine genügende Grundlage für eine sichere Registerführung bildet.  

5.4 Eine Beweisurkunde ist ausserdem ungenügend, wenn sich die Erklä-

rungen des bisherigen Markeninhabers und die Ausweise des Gesuchstel-

lers über den Erwerb der Marke widersprechen (Urteil des Bundesgerichts 

vom 23. Juli 1990 E. 1 in: PMMBl 1990 I "Partagas", S. 58; Urteil des Bun-

desgerichts vom 16. März 1971, in: PMMBl 1971 I S. 43). Sind Urkunden 

jedoch wegen ihrer Form oder aus anderen Gründen nicht hinreichend ein-

deutig, so hat die erwerbende Partei eine zweifelsfreie Zustimmungserklä-

rung der übertragenden Partei einzuholen (Urteile des BVGer B-7311/2010 

vom 10. Mai 2011 "Alpenswiss", E. 2.2; B-5122/2011 vom 8. August 2012 

"Secretan Troyanov [fig.]", E. 3.3; B-5482/2009 vom 19. April 2011 "Fla-

mant Vert [fig.]", E. 4.3).  

B-4137/2019 

Seite 16 

5.5 Um eine Verletzung der Rechte des eingetragenen Inhabers zu vermei-

den, hat sich die Vorinstanz im Zweifelsfall gestützt auf Art. 12 VwVG 

(E. 2.2) zu vergewissern, wie es sich mit der angeblich unbestrittenen Mar-

keninhaberschaft verhält. Diese Sachverhaltsabklärung wäre hier ohne 

Weiteres möglich gewesen. Als Gesuchstellerin ist die Beschwerdeführerin 

aufgrund ihrer Mitwirkungspflicht (Art. 13 VwVG) in einem solchen Fall ge-

halten, die erforderliche Erklärung vorzulegen. Auf diese Weise hätte die 

Vorinstanz den Sachverhalt hinreichend abklären können und der Regis-

terinhalt hätte sich vor Vollzug der Registeränderung kontrollieren lassen.  

5.6 Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Vorinstanz den Sachverhalt un-

genügend erstellt hat und damit revisionsähnliche Gründe vorliegen (vgl. 

Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG).  

 

6.  

6.1 Die Gewährung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV i.V.m. Art. 29 

und Art. 30 VwVG) setzt voraus, dass die Parteien genügend Kenntnisse 

über den Verfahrensverlauf haben, was bedeutet, dass sie in geeigneter 

Weise über die entscheidenden Vorgänge vorweg orientiert werden 

(BGE 140 I 99 E. 4.3, mit Hinweisen). Der Anspruch auf Gewährung des 

rechtlichen Gehörs umfasst insbesondere das Recht, sich vor Erlass eines 

in die Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, er-

hebliche Beweise vorzubringen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu 

werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken 

oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeig-

net ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 137 II 266 E. 3.2; 135 III 670 

E. 3.3.1; Urteil des BVGer B-4820/2012 "Absinthe, Fée verte, La bleue", 

E. 3.1.1). 

6.2 Der im Markenregister eingetragene Markeninhaber gilt als Partei für 

alle Verfahren im Zusammenhang mit einer Änderung des Registers (Richt-

linien in Markensachen, S. 21). Im Fall, dass wie hier bei einem einseitig 

gestellten Antrag auf Eintragung einer Markenübertragung begründete 

Zweifel an einer unbestrittenen Markeninhaberschaft bestehen oder bei 

richtiger Rechtsanwendung hätten aufkommen müssen (E. 5.3.5), ist es 

aus Gründen des verfassungsrechtlich garantierten Gehörsanspruchs an-

gezeigt, die eingetragene Markeninhaberin nicht erst nach, sondern bereits 

B-4137/2019 

Seite 17 

vor dem Vollzug der Registeränderung am Verfahren zu beteiligen und an-

zuhören. Zwar ist das Registerverfahren nach Art. 17 MSchG in Verbin-

dung mit Art. 28 MSchV im Grundsatz nicht kontradiktorisch ausgestaltet 

und eine Anhörung des bisherigen Markeninhabers ist in der Regel ent-

behrlich. Dennoch ist zu berücksichtigen, dass in denjenigen Ausnahme-

fällen, in welchen sich wie hier begründete Zweifel an einer unbestrittenen 

Rechtsübertragung aufdrängen, die Vorinstanz den Verfahrensbeteiligten 

diese mitzuteilen sowie eine zweifelsfreie Zustimmungserklärung einzuho-

len hat (E. 5.4).  

6.3 Durch dieses Versäumnis hat die Vorinstanz den Anspruch der Be-

schwerdegegnerin auf Gewährung des rechtlichen Gehörs verletzt. Denn 

der Beschwerdegegnerin war es aufgrund des Vorgehens der Vorinstanz 

tatsächlich unmöglich, rechtzeitig erhebliche Tatsachen und Beweismittel 

in das Verfahren einzubringen und geltend zu machen (E. 6.1). Die vorge-

nommene Registereintragung vom 1. Dezember 2016 beruht damit nebst 

der unvollständigen Sachverhaltserstellung ursächlich auch auf diesem 

Verfahrensfehler. Ist wie hier das rechtliche Gehör nicht rechtzeitig gewährt 

worden, so sprechen gewichtige Gründe dafür, die Beschwerdegegnerin 

wieder in die Lage zurückzuversetzen, wie sie vor Verletzung ihres Gehörs-

anspruchs bestand. Das öffentliche Interesse an der Durchsetzung des ob-

jektiven Rechts (Legalitätsprinzip) ist angesichts der Schwere dieses Ver-

fahrensfehlers als gewichtig einzustufen.  

6.4 Die am 12. Juli 2019 verfügte Wiedereintragung der Beschwerdegeg-

nerin als Rechteinhaberin ist nach dem Ausgeführten zu Recht erfolgt. Die 

Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

7.    

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kos-

ten- und entschädigungspflichtig (Art. 63 Abs. 1 und Art. 64 Abs. 1 VwVG 

sowie Art. 1 ff. des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, 

SR 173.320.2]). Die Gerichtsgebühr ist nach Umfang und Schwierigkeit der 

Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien fest-

zulegen (Art. 63 Abs. 4bis VwVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 VGKE). Dem vorliegen-

den Rechtsstreit liegt kein Vermögensinteresse zugrunde, da er nicht die 

materielle Berechtigung an den Markenrechten, sondern deren Eintragung 

B-4137/2019 

Seite 18 

im Markenregister betrifft und insofern sein wirtschaftlicher Wert für die Par-

teien nicht beziffert werden kann. Die Gerichtsgebühr ist damit gemäss 

Art. 3 Bst. b VGKE auf Fr. 4'500.– festzusetzen und aus dem geleisteten 

Kostenvorschuss zu entnehmen. 

7.2 Für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht hat die anwalt-

lich vertretene Beschwerdegegnerin als obsiegende Partei Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1, Art. 9 

Abs. 1 und Art. 10 Abs. 1 VGKE). Die Parteientschädigung umfasst die 

Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendige Auslagen der 

Partei (Art. 8 VGKE). Gemäss Art. 14 VGKE setzt das Gericht die Partei-

entschädigung aufgrund einer detaillierten Kostennote fest, sofern eine sol-

che eingereicht wird. Vorliegend war die Beschwerdegegnerin anwaltlich 

vertreten, hat dem Gericht vor dem Entscheid jedoch keine detaillierte Kos-

tennote vorgelegt. Daher setzt das Gericht die Entschädigung aufgrund der 

Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Der Stundenansatz beträgt für Anwälte 

mindestens Fr. 200.– und höchstens Fr. 400.– (Art. 10 Abs. 2 VGKE). Unter 

Berücksichtigung der Komplexität des Rechtsstreits und des Umfangs der 

Rechtsschriften und eingereichten Akten erachtet das Bundesverwaltungs-

gericht eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.– (inkl. MWST) als ange-

messen.   

B-4137/2019 

Seite 19 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 4'500.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnommen. 

3.  

Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'000.– (inkl. MWST) zu entrichten.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Vera Marantelli Katharina Niederberger 

 

  

B-4137/2019 

Seite 20 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt werden 

(Art. 72 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde 

spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder 

zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 

48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 

hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-

tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule-

gen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 21. Mai 2021