# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5af705f0-d52f-5159-8967-b5f554b44535
**Source:** Basel-Stadt (BS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Stadt Appellationsgericht 22.08.2014 BES.2014.98 (AG.2014.491)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BS_Omni/BS_APG_001_BES-2014-98_2014-08-22.html

## Full Text

Appellationsgericht

  
  des Kantons Basel-Stadt

  

  Einzelgericht

   

  

 

BES.2014.98

 

ENTSCHEID

 

vom 22.
August 2014

 

 

Mitwirkende

 

Dr. Marie-Louise Stamm   

und Gerichtsschreiberin
lic. iur. Barbara Noser Dussy 

 

 

 

Beteiligte

 

A_____ ,
geb. [...]                                                                  Beschwerdeführer

c/o Untersuchugsgefängnis, 

[...] 

vertreten durch [...], Advokat, 

[...]   

 

gegen

 

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt                              Beschwerdegegnerin

Binningerstrasse 21, 4001 Basel

 

 

Gegenstand

 

Beschwerde gegen eine Verfügung
der Staatsanwaltschaft 

vom 23. Juni 2014

 

betreffend Abweisung des Antrages
auf Entfernung von Aktenstücken

Das
Einzelgericht zieht in Erwägung, 

 

dass   die Staatsanwaltschaft gegen A_____ ein
Strafverfahren wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz
führt, 

 

dass   A_____ am 26. April 2014 verhaftet wurde und
sich seither in Untersuchungshaft befindet,

 

dass   er mit Eingabe vom 18. Juni 2014 er
beantragen liess, dass das Protokoll seiner ersten Einvernahme als beschuldigte
Person vom 27. April 2014 sowie seine Aussagen im Polizeirapport vom 26. April
2014 und im Bericht der am 27. April 2014 durchgeführten Hausdurchsuchung aus
den Akten entfernt würden,

 

dass   die Staatsanwaltschaft mit Verfügung vom 23.
Juli 2014 diesen Antrag abwies,

 

dass   A_____, amtlich vertreten durch Advokat [...],
hiergegen mit Eingabe vom 4. Juli 2014 Beschwerde erhob,

 

dass   die Staatsanwaltschaft mit Schreiben vom 29.
Juli 2014 unter Hinweis auf die Begründung der angefochtenen Verfügung und
Verzicht auf eine weitere Stellungnahme die kostenfällige Abweisung der
Beschwerdebeantragt,

 

dass   gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a
in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO Verfahrenshandlungen und
Verfügungen der Staatsanwaltschaft grundsätzlich der Beschwerde an das
Appellationsgericht als Einzelgericht (§ 4 lit. b und § 17 lit. b EG
StPO; § 73a Abs. 1 lit. b GOG) unterliegen,

 

dass   die vorliegende Beschwerde gemäss
Art. 396 StPO form- und fristgemäss eingereicht und begründet worden ist,

 

dass   indessen, wie das Bundesgericht in BGer 1B_2/2013
E. 1.2 erkannt hat, das Gesetz vor rechtskräftigem Abschluss des
Strafverfahrens keine definitive Entfernung von Beweismitteln vorsieht, deren
Verwertbarkeit streitig ist (vgl. Art. 141 Abs. 5 StPO; BGer 1B_584/2011
vom 12. Dezember 2011 E. 3.2),

 

dass   daher der Entscheid, ob ein Verwertungsverbot
besteht, dem Sachgericht obliegt (BGer 1B_2/2013 E. 1.2), 

 

dass   die diesbezügliche Verfügung der
Staatsanwaltschaft somit nicht mit Beschwerde anfechtbar ist, sondern der
Beschwerdeführer – wenn er damit nicht einverstanden ist – sein Begehren um Entfernung
von Aktenstücken zunächst beim Sachgericht vorbringen muss, dessen Entscheid in
der Folge mit ordentlichen Rechtsmitteln angefochten werden kann,

 

dass   auf die Beschwerde daher nicht einzutreten
ist, 

 

dass   bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens
dessen Kosten gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen und dem amtlichen Verteidiger – unter Vorbehalt der
Rückerstattungspflicht des Beschwerdeführers unter den Voraussetzungen von Art.
135 Abs. 4 StPO – eine angemessene Entschädigung aus der Gerichtskasse
auszurichten ist, wobei sein Arbeitsaufwand auf 2 Stunden geschätzt wird,

 

 

und erkennt:

 

://:        Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

 

            Der Beschwerdeführer trägt die Kosten des
Beschwerdeverfahrens von CHF 300.–, einschliesslich Auslagen.

 

            Der amtlichen Verteidiger, [...], wird
aus der Gerichtskasse ein Honorar von CHF 400.– (einschliesslich Auslagen),
zuzüglich 8 % MWST von CHF 32.– zugesprochen. Art. 135 As. 4 StPO wird vorbehalten.

 

 

APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT

 

Die Präsidentin                                                         Die
Gerichtsschreiberin

 

 

Dr. Marie-Louise Stamm                                          lic.
iur. Barbara Noser Dussy

 

 

Rechtsmittelbelehrung

 

Gegen diesen
Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes
[BGG] innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung Beschwerde in Strafsachen
erhoben werden. Die Beschwerdeschrift ist fristgerecht dem Bundesgericht (1000
Lausanne 14) einzureichen. Für die Anforderungen an deren Inhalt wird auf Art.
42 BGG verwiesen. Über die Zulässigkeit des Rechtsmittels entscheidet das
Bundesgericht.