# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a47eaba3-6ea6-5012-8e51-bcd2d2e4891b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.08.2009 B-992/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-992-2009_2009-08-27.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-992/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richterin Maria Amgwerd (Vorsitz), 
Richter David Aschmann, Richter Bernard Maitre, 
Gerichtsschreiberin Kathrin Bigler.

X._______, 
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Barbara K. Müller, 
Meyer Lustenberger Rechtsanwälte, Forchstrasse 452, 
Postfach 1432, 8032 Zürich,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE,
Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Markeneintragungsgesuch Nr. 52969/2007 BIOMED 
ACCELERATOR.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-992/2009

Sachverhalt:

A.
Mit  Gesuch  Nr.  52969/2007  vom  15.  März  2007 ersuchte  die  Be-
schwerdeführerin  das Eidgenössische Institut  für  Geistiges Eigentum 
(Vorinstanz) um Eintragung der Wortmarke  BIOMED ACCELERATOR 
für verschiedene Dienstleistungen der Klassen 35, 36, 37, 39 und 42.

Die  Vorinstanz  beanstandete  die  Anmeldung  mit  Schreiben  vom 
20. Juli 2007 und 2. November 2007. Sie machte geltend, das hinter-
legte Zeichen stelle Gemeingut dar. Es werde ohne besondere Denk-
arbeit  als  "biomedizinischer Beschleuniger"  verstanden.  Im  Zusam-
menhang mit  den beanspruchten Dienstleistungen werde der Konsu-
ment verstehen, dass es sich um Dienstleistungen handle, welche es 
erlaubten,  die  Biomedizin zu  beschleunigen  (zum  Beispiel  Hilfe  an 
Start-ups  in  diesem  Bereich).  Internet-Recherchen  zeigten  zudem, 
dass der Ausdruck BIOMED ACCELERATOR gebräuchlich sei. Da das 
Zeichen somit beschreibend und anpreisend sei, fehle es ihm an Un-
terscheidungskraft  und müsse auch Dritten zur freien Verfügung ste-
hen. Schliesslich müssten einige Dienstleistungen präzisiert werden.

Mit Eingabe vom 14. Dezember 2007 verneinte die Hinterlegerin den 
Gemeingut-Charakter ihres Zeichens. Denn die Bezeichnung BIOMED 
ACCELERATOR  wecke  im  Zusammenhang  mit  den  beanspruchten 
Dienstleistungen  nicht  mehr  als  eine  unbestimmte  Vorstellung,  dass 
diese Dienstleistungen dazu dienen sollten,  die  Biomedizin vorwärts 
zu bringen. Es werde aber in keiner Weise auf eine bestimmte Eigen-
schaft  der Dienstleistung hingewiesen. Zudem wies die Beschwerde-
führerin darauf hin, dass die Marke  BIOMED ACCELERATOR in den 
USA problemlos zum Markenschutz zugelassen worden sei. Schliess-
lich  reichte  die  Beschwerdeführerin  das  folgende,  überarbeitete 
Dienstleistungsverzeichnis ein:

Klasse  35:  Services  d'administration  d'affaires;  services  de  conseils  en 
matière  d'affaires;  services  d'un  incubateur  d'affaires,  à  savoir  services  de 
marketing d'affaires, de gestion d'affaires et de développement d'affaires sous 
forme  de  soutien  aux  sociétés  en  démarrage  (start-ups)  pour  les  affaires 
d'autrui;  location  de  machines,  de  machineries  et  d'équipements  pour  le 
bureau bureau.

Klasse  36:  Services  de  gestion  d'actifs  immobiliers;  services  financiers,  à 
savoir  consultation  financière,  analyse  financière,  planification  financière, 
gestion financière, services de financement, fourniture de capitaux propres et 
d'emprunt ainsi que financement d'actifs corporels et incorporels et gestion de 

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portefeuilles financiers; services d'un incubateur d'affaires, à savoir fourniture 
de financement propre et d'emprunt aux sociétés en démarrage (start-ups) et 
aux jeunes sociétés; crédit-bail  de machines, machineries et  d'équipements 
de bureau; crédit-bail d'ordinateurs  ainsi que de machinerie, de machines et 
d'équipement de recherche et de laboratoire.

Klasse  37:  Services  de  construction,  à  savoir  services  développement 
immobilier;  services  de  construction,  de  réparation  et  de  maintenance 
d'immeubles,  de  systèmes  électriques,  de  systèmes  de  chauffage  et  de 
climatisation et de systèmes de plomberie relatifs aux immeubles.

Klasse 39: Location d'entrepôts.

Klasse  42:  Services  de  conception  architecturale;  services  d'ingénierie; 
location d'ordinateurs ainsi que location de machinerie et  d'équipements de 
recherche et de laboratoire.

Mit  Schreiben vom 9. April  2008 akzeptierte die Vorinstanz zwar die 
präzisierte Dienstleistungsliste,  vertrat  aber nach wie vor die Auffas-
sung, das Hinterlegungsgesuch sei zurückzuweisen.

Die Beschwerdeführerin hielt mit Eingabe vom 13. Oktober 2008 an ih-
rem Antrag fest, die Marke BIOMED ACCELERATOR sei einzutragen.

Mit Verfügung vom 14. Januar 2009 wies die Vorinstanz das Marken-
eintragungsgesuch  Nr. 52969/2007 BIOMED ACCELERATOR vollum-
fänglich zurück. Zur Begründung hielt sie fest, die englische Kurzform 
"biomed" stehe für Biomedizin. Der ebenfalls englische Begriff "Accele-
rator" heisse "Gaspedal, Beschleuniger", werde aber zunehmend auch 
in anderem Sinne verwendet. Er stehe für Betriebe, die neu gegründe-
te, junge Unternehmen (start-ups) in allen Belangen betreuten und so 
zu einer schnellen Entwicklung verhälfen. "Accelerator" stehe somit für 
ein  Unternehmen,  das  als  Gründer-  respektive  Innovationszentrum 
Dienstleistungen  in  verschiedensten  Geschäftsbereichen  an  Jungun-
ternehmen  anbiete.  Die  Verwendung  des  Begriffes  "accelerator"  im 
Sinne von Gründerzentrum lasse sich mit einer Internet-Recherche zur 
Begriffskombination "business accelerator"  nachweisen. Das Zeichen 
werde von den massgebenden Verkehrskreisen ohne Probleme im Sin-
ne  von  "Biomedizin Gründerzentrum"  verstanden.  In  Verbindung  mit 
sämtlichen  beanspruchten  Dienstleistungen  verstehe  der  Abnehmer 
das Zeichen direkt  und ohne zu zögern als  Hinweis auf  die Art  des 
Dienstleistungserbringers  und  das  Gebiet  der  von  ihm angebotenen 
Dienstleistungen respektive die Branche, auf welche das Gründerzent-
rum spezialisiert  sei,  nämlich  die  Biomedizin. Auf  Grund  seines  be-
schreibenden Charakters und der Üblichkeit des Zeichenelements "ac-

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celerator",  das  als  Synonym  für  "incubator"  gebraucht  werde,  fehle 
dem hinterlegten Zeichen BIOMED ACCELERATOR in Verbindung mit 
sämtlichen beanspruchten Dienstleistungen die Unterscheidungskraft. 
Es gehöre demnach zum Gemeingut gemäss Art. 2 Bst. a MSchG. Zu-
dem sei das Zeichen auch freihaltebedürftig, denn es erschöpfe sich in 
einer sofort verständlichen Aussage über die Art des Dienstleistungs-
anbieters, weshalb es Mitbewerbern auf dem Markt in Bezug zu den 
obigen  Dienstleistungen  freizuhalten  sei,  denn  ein  solches  Zeichen 
könne  nicht  zu  Gunsten  eines  Einzelnen  monopolisiert  werden. 
Schliesslich könne der Umstand, dass der Wortmarke BIOMED ACCE-
LERATOR in den USA Markenschutz gewährt worden sei, nicht als In-
diz für die Schutzfähigkeit in der Schweiz dienen, da es sich um einen 
klaren Fall handle.

B.
Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 16. Februar 
2009 Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, 
Ziffer 1 der Verfügung der Vorinstanz vom 14. Januar 2009 sei aufzu-
heben,  und  es  sei  der  Markenanmeldung  CH  52969/2007  BIOMED 
ACCELERATOR für alle beanspruchten Dienstleistungen der Klassen 
35, 36, 37, 39 und 42 vollumfänglich Schutz zu gewähren. Zur Begrün-
dung führt sie aus, das Zeichen BIOMED ACCELERATOR habe keine 
allgemein  direkt  verständliche  Bedeutung.  Sie  sei  eine  sprachliche 
Neuschöpfung,  die  grammatikalische  Unregelmässigkeiten  aufweise. 
Zudem sei bezüglich der von der strittigen Marke in Anspruch genom-
menen  Dienstleistungen  nicht  ersichtlich,  wie  die  Marke  im  Zusam-
menhang  mit  diesen  Dienstleistungen  beschreibend  sein  solle.  Die 
Kombination des fehlenden eindeutigen Sinngehalts der Marke mit den 
beanspruchten Dienstleistungen führe dazu, dass aus der Marke nicht 
auf  die Eigenschaften der beanspruchten Dienstleistungen geschlos-
sen  werden  könne,  ohne  dass  der  Adressat  (notabene  der  Durch-
schnittskonsument)  seine  Phantasie  mächtig  einsetze.  Selbst  wenn 
das  Zeichen  einen  Hinweis  auf  den  Dienstleistungserbringer  geben 
würde, was indessen zu verneinen sei, könne dies nicht dazu führen, 
dass  der  Marke  der  Schutz  verweigert  würde.  Im  Weiteren  bestehe 
entgegen der Ansicht der Vorinstanz auch kein absolutes Freihaltebe-
dürfnis. Schliesslich sei anzumerken, dass die Marke BIOMED ACCE-
LERATOR in den USA problemlos zum Markenschutz zugelassen wor-
den sei,  und dass  die  Marken LIFE SCIENCE ACCELERATOR und 
SCIENCE ACCELERATOR,  welche  Schutz  für  identische  Dienstleis-

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tungsverzeichnisse beanspruchten, in der Schweiz ohne jegliche ma-
terielle Beanstandung eingetragen worden seien.

C.
Mit Vernehmlassung vom 8. Mai 2009 beantragt die Vorinstanz, die Be-
schwerde sei vollumfänglich abzuweisen. Zur Begründung verweist sie 
insbesondere  auf  ihre  Ausführungen  im  vorinstanzlichen  Verfahren. 
Hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin genannten Voreintragun-
gen bringt sie vor, die Schweizer Marke Nr. 562'483 SCIENCE ACCE-
LERATOR sei auf Grund des Zeichenelements "science" zum Marken-
schutz  zugelassen  worden.  Die  Voreintragung  CH-Nr.  566'200  LIFE 
SCIENCE ACCELERATOR sei demgegenüber als Fehleintrag zu wer-
ten.  Dagegen  habe  sie  weitere  Markeneintragungsgesuche  der  Be-
schwerdeführerin, die über eine identische oder sehr ähnliche Dienst-
leistungsliste und einen vergleichbaren Zeichenaufbau verfügten, zu-
rückgewiesen. Aus der  isolierten  Voreintragung CH-Nr. 566'200 LIFE 
SCIENCE ACCELERATOR könnten somit keine Rückschlüsse betref-
fend die Prüfungspraxis des Instituts gezogen werden. Zudem könne 
die Beschwerdeführerin gemäss konstanter Praxis des Bundesgerichts 
gegenüber sich selbst von vornherein keinen Anspruch auf Gleichbe-
handlung im Unrecht geltend machen. Schliesslich seien auch die Vor-
aussetzungen des Vertrauensschutzes nicht erfüllt.

D.
Die  Beschwerdeführerin  hat  auf  die  Durchführung  einer  öffentlichen 
Verhandlung stillschweigend verzichtet.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht  ist  zur  Beurteilung von Beschwerden 
gegen  Eintragungsverfügungen  der  Vorinstanz  in  Markensachen  zu-
ständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, 
VGG, SR 173.32]).

Die  Beschwerdeführerin  ist  als  Adressatin  der  angefochtenen  Verfü-
gung durch diese beschwert und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
ihrer Aufhebung oder Änderung. Sie ist daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert  (Art. 48  Abs. 1 des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]). Eingabe-
frist und -form sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG), der 

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Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG), die 
Vertreterin hat sich rechtsgenüglich ausgewiesen (Art. 11 VwVG) und 
die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG).

Auf die Verwaltungsbeschwerde ist daher einzutreten.

2.
Nach Art. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 28. August 1992 über den 
Schutz  von  Marken  und  Herkunftsangaben  (Markenschutzgesetz, 
MSchG, SR 232.11) sind Zeichen, die zum Gemeingut gehören, vom 
Markenschutz  ausgeschlossen,  sofern  sie  sich  nicht  im  Verkehr  als 
Marke  für  bestimmte  Waren  oder  Dienstleistungen  durchgesetzt  ha-
ben.

Als Gemeingut gelten einerseits Zeichen, die für den Wirtschaftsver-
kehr freizuhalten sind, und andererseits Zeichen, denen die für die In-
dividualisierung der Ware oder Dienstleistung des Markeninhabers er-
forderliche Unterscheidungskraft fehlt (Eidgenössische Rekurskommis-
sion für geistiges Eigentum [RKGE] in: Zeitschrift für Immaterialgüter-, 
Informations-  und Wettbewerbsrecht  [sic!]  2003 S. 495 E. 2 –  Royal 
Comfort;  CHRISTOPH WILLI,  Markenschutzgesetz,  Kommentar  zum 
schweizerischen  Markenrecht  unter  Berücksichtigung  des  europäi-
schen und internationalen Markenrechts,  Zürich  2002,  Art. 2,  N. 34; 
EUGEN MARBACH,  Markenrecht,  in:  Roland  von  Büren  /  Lucas  David 
[Hrsg.]  Schweizerisches Immaterialgüter-  und Wettbewerbsrecht,  Bd. 
III/1  [nachfolgend:  Marbach,  SIWR III/1],  Basel  2009,  N. 247).  Dazu 
gehören unter anderem Sachbezeichnungen, sowie Hinweise auf  Ei-
genschaften,  wie  die  Beschaffenheit,  die  Bestimmung,  den  Verwen-
dungszweck, die Zeit der Erzeugung oder die Wirkungsweise der Wa-
ren  oder  Dienstleistungen,  für  welche  das  Zeichen  hinterlegt  wurde 
(RKGE in sic! 2003 S. 495 E. 2 – Royal Comfort, mit Verweis auf das 
Urteil  des  Bundesgerichts  vom 23. März  1998 –  Avantgarde,  in  sic! 
1998  S. 397;  BGE 128  III  447  E. 1.5  –  Première;  BGE 127  III  160 
E. 2b/aa – Securitas; vgl. auch Art. 6quinquies Bst. B  Ziff. 2 der  Pariser 
Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums, revi-
diert in Stockholm am 14. Juli 1967 [PVÜ, SR 0.232.04]). Als Gemein-
gut  schutzunfähig sind auch Zeichen,  die sich in  allgemeinen Quali-
tätshinweisen  oder  reklamehaften  Anpreisungen  erschöpfen  (Urteil 
des Bundesgerichts 4A.161/2007 vom 18. Juli 2007 E. 4.3 – we make 
ideas work; BGE 129 III 225 E. 5.1 – Masterpiece I).

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Der Umstand, dass die Marke Gedankenassoziationen weckt oder An-
spielungen enthält, die nur entfernt auf die Waren oder Dienstleistun-
gen hindeuten,  macht  ein Zeichen aber  noch nicht  zum Gemeingut. 
Der gedankliche Zusammenhang mit den Waren oder Dienstleistungen 
muss  vielmehr  derart  sein,  dass  der  beschreibende  Charakter  der 
Marke für einen erheblichen Teil der schweizerischen Markenadressa-
ten ohne besondere Denkarbeit oder besonderen Aufwand an Phanta-
sie zu erkennen ist (BGE 128 III  447 E. 1.5 – Première; BGE 127 III 
160  E.  2b/aa  –  Securitas;  Urteile  des  Bundesgerichts  4A_455/2008 
vom  1.  Dezember  2008  E.  3.2  –  AdRank,  und  4A_265/2007  vom 
26. September 2007 E. 2.1 – American Beauty).

Setzt sich die Marke aus Wörtern einer anderen als einer schweizeri-
schen Landessprache zusammen, so ist auf die Sprachkenntnisse der 
angesprochenen Verkehrskreise abzustellen. Die englische Sprache ist 
dem  schweizerischen  Durchschnittsverbraucher  zumindest  in  den 
Grundzügen vertraut, so dass nicht nur einfache Wörter mit leicht ver-
ständlichem Sinngehalt, sondern auch komplexere Aussagen verstan-
den werden (WILLI, a.a.O., Art. 2, N. 17). Englische Begriffe müssen mit 
anderen Worten berücksichtigt  werden, sofern sie einem nicht unbe-
deutenden Teil  der Bevölkerung unseres Landes bekannt  sind (BGE 
129 III 225 E. 5.1 – Masterpiece I; Urteile des Bundesverwaltungsge-
richts  B-516/2008  vom  23.  Januar  2009  E.  3  –  After  hours,  und 
B-8371/2007 vom 19. Juni 2008 E. 5 – Leader).

Bei  Wortverbindungen oder aus mehreren Einzelwörtern  zusammen-
gesetzten Zeichen ist zunächst der Sinn der einzelnen Bestandteile zu 
ermitteln und dann zu prüfen, ob sich aus ihrer Verbindung im Gesamt-
eindruck ein die Ware oder die Dienstleistung beschreibender, unmit-
telbar  verständlicher  Sinn  ergibt  (Urteile  des  Bundesverwaltungsge-
richts  B-516/2008  vom  23.  Januar  2009  E.  3  –  After  hours,  und 
B-5518/2007 vom 18. April 2008 E. 4.2 – Peach Mallow).

Gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  sind  im  Bereich  der 
Zeichen des Gemeingutes Grenzfälle einzutragen und die endgültige 
Entscheidung dem Zivilrichter zu überlassen (BGE 130 III 328 E. 3.2 – 
Swatch-Uhrband, BGE 129 III 225 E. 5.3 – Masterpiece I).

3.
Die Frage, ob eine Marke eine Beschaffenheitsangabe darstellt, ist aus 
Sicht  der  angesprochenen  Abnehmerkreise  zu  beurteilen  (WILLI, 
a.a.O., Art. 2, N. 41; MARBACH, SIWR III/1, N. 248). Bei der Beurteilung 

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der Freihaltebedürftigkeit eines Zeichens bestehen die massgeblichen 
Verkehrskreise  dagegen aus den Mitgliedern  der  betreffenden Bran-
che, allen voran aus den Konkurrenten des Hinterlegers (WILLI, a. a. O., 
Art. 2, N. 44; MARBACH, SIWR III/1, N. 248). Zur Annahme von Gemein-
gut genügt es, dass bloss ein bestimmter Kreis der Adressaten, z.B. 
die Fachleute, das Zeichen als beschreibend erachtet  (RKGE in sic! 
1999 S. 557 E. 4 - Pedi-Med, mit Verweis u.a. auf  LUCAS DAVID,  Kom-
mentar  zum  Markenschutzgesetz,  in:  Kommentar  zum  schweizeri-
schen  Privatrecht,  Markenschutzgesetz  /  Muster-  und  Modellgesetz, 
Basel  1999  [hiernach:  David,  Kommentar  MSchG],  Art. 2,  N. 9;  vgl. 
auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-3394/2007 vom 29. Sep-
tember 2008 E. 4 – Salesforce.com und RKGE in sic! 2003 S. 806 E. 4 
– SMArt, je mit Verweis auf DAVID, Kommentar MSchG, Art. 2, N. 18).

Das strittige Zeichen ist  hinterlegt  für  verschiedene Dienstleistungen 
der  Klassen  35,  36,  37,  39 und  42  (vgl.  Sachverhalt).  Ein  Teil  der 
Dienstleistungen, nämlich "services d'un incubateur d'affaires, à savoir 
services de marketing d'affaires, de gestion d'affaires et de développe-
ment  d'affaires  sous  forme  de  soutien  aux  sociétés  en  démarrage 
(start-ups) pour les affaires d'autrui" (Klasse 35) sowie "services d'un 
incubateur  d'affaires,  à  savoir  fourniture de  financement  propre  et 
d'emprunt aux sociétés en démarrage (start-ups) et aux jeunes socié-
tés" (Klasse 36),  richtet sich explizit  an Start-ups und Jungunterneh-
men. Bei den übrigen Dienstleistungen handelt es sich um Unterneh-
mensverwaltung und -beratung, Vermietung von Maschinen und Büro-
ausstattung (Klasse 35), diverse Finanzdienstleistungen wie Kapitalbe-
schaffung, verschiedene Immobiliendienstleistungen, Leasing von Ma-
schinen, Büro- und Laborausstattung (Klasse 36), diverse Immobilien-
dienstleistungen  wie  Bau,  Reparatur  sowie  Unterhalt  von Gebäuden 
und Elektro-, Heizungs-, Klima- und Sanitäranlagen (Klasse 37), Ver-
mietung von Lagerhäusern (Klasse 39) sowie Dienstleistungen im Be-
reich Bauplanung und Vermietung von Computern, Maschinen und La-
borausstattung (Klasse 42). Insbesondere für Start-ups und Jungunter-
nehmen,  welche  beispielsweise  im Bereich  der  Naturwissenschaften 
eine Idee ökonomisch umsetzen wollen, denen aber das geschäftliche 
Know-how, die Infrastruktur, die Finanzen und / oder gut ausgestattete 
Arbeitsplätze  fehlen,  sind  derartige  Dienstleistungen  nützlich.  Auch 
ohne  expliziten  Hinweis  richten  sich  diese  Dienstleistungen  somit 
ebenfalls in erster Linie an Start-ups und (junge) Unternehmen.

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4.
Bei der Zeichenkombination BIOMED ACCELERATOR handelt es sich 
um eine Wortneuschöpfung, die aus zwei englischen Wörtern zusam-
mengesetzt ist.

4.1 Das erste Zeichenelement "biomed" enthält selbst zwei Bestand-
teile, nämlich "bio" und "med". "Bio..." ist ein auch im deutschen und 
französischen Sprachraum verwendetes Wortbildungselement mit den 
Bedeutungen  "das  Leben  betreffend;  Lebensvorgänge;  Lebewesen; 
Lebensraum;  gesund,  natürlich,  ohne  chemische  Zusätze"  (Duden, 
Das  Grosse  Fremdwörterbuch,  Mannheim  /  Leipzig  /  Wien  /  Zürich 
1994, S. 203; Le Robert & Collins, Paris 1987, S. 1064). "Med" ist eine 
Kurzform für  "medicine"  und bedeutet  auf  Deutsch "Medizin,  Arznei, 
Heilkunde,  ärztliche  Wissenschaft"  (Langenscheidt  Handwörterbuch 
Englisch, Berlin / München / Wien / Zürich / New York 2005, S. 370; 
RKGE in sic! 1999 S. 557 E. 5 – Pedi-Med), auf Französisch "médeci-
ne" (Le Robert & Collins, a.a.O., S. 1543). Zusammengesetzt bedeutet 
das erste Zeichenelement somit "Biomedizin". Das zweite Zeichenele-
ment  "accelerator"  wird  auf  Deutsch  mit  "Beschleuniger,  Gashebel, 
Gaspedal" übersetzt (Langenscheidt Handwörterbuch Englisch, a.a.O., 
S. 19), auf Französisch mit "accélérateur" (Le Robert & Collins, a.a.O., 
S. 993). Nach den soeben dargestellten Bedeutungen in den Wörter-
büchern  heisst  das  hinterlegte  Zeichen  somit  etwa  "Biomedizin-Be-
schleuniger".

4.2 Die Vorinstanz begründet ihre Rückweisung nicht mit dieser wörtli-
chen Übersetzung,  sondern beruft  sich darauf,  dass das zweite Zei-
chenelement "accelerator" zunehmend in der Bedeutung von Gründer- 
respektive Innovationszentrum gebraucht werde. Die Verwendung des 
Begriffes "accelerator" im Sinne von Gründerzentrum lasse sich denn 
auch mit  einer Internet-Recherche zur Begriffskombination "business 
accelerator" nachweisen.

Die Beschwerdeführerin  entgegnet,  die Ausführungen der Vorinstanz 
zum Markenbestandteil "accelerator" seien nicht schlüssig, weil diese 
die  Begriffskombination  "business  accelerator"  zum Gegenstand  ge-
habt hätten. Zu beurteilen sei indessen die Marke BIOMED ACCELE-
RATOR und nicht  BIOMED BUSINESS ACCELERATOR. Die von der 
Vorinstanz behauptete Zusatzbedeutung des Markenbestandteils "ac-
celerator" im Sinne von "Gründerzentrum" finde sich in keinem aner-
kannten  Wörterbuch.  Ausländische  Homepages  könnten  zwar  einen 

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Rückschluss auf das Zeichenverständnis in der Schweiz erlauben, sie 
müssten jedoch das Zeichen an sich betreffen und nicht in Kombinati-
on mit anderen Worten einen anderen Sinn ergeben. Homepages, die 
den Begriff  "business  accelerator"  aufführten,  könnten entsprechend 
nicht  als  Referenz  für  den  Gemeingutcharakter  der  Marke  BIOMED 
ACCELERATOR beigezogen werden. Ausserdem müssten die beige-
zogenen Webseiten auch ein Mindestmass an autoritativem Charakter 
aufweisen.  Nicht  jede  private  Webseite  könne  als  wissenschaftliche 
Autorität  bemüht werden. Die Kombination  BIOMED ACCELERATOR 
habe demnach keine allgemein direkt verständliche Bedeutung. Sie sei 
eine sprachliche Neuschöpfung, die grammatikalische Unregelmässig-
keiten aufweise.

4.2.1 Um ein  Zeichen vom Markenschutz  auszuschliessen,  muss es 
nicht zwingend in einem Wörterbuch aufgeführt sein (Urteil des Bun-
desgerichts 4C.3/1999 vom 18. Januar 2000 E. 3a – Campus). Auch 
neue,  bisher  ungebräuchliche Ausdrücke können beschreibend sein, 
wenn sie nach dem Sprachgebrauch oder den Regeln der Sprachbil-
dung von den beteiligten Verkehrskreisen als Aussage über bestimmte 
Eigenschaften der Ware oder Dienstleistung aufgefasst werden (RKGE 
in sic! 2006 S. 579 E. 6 – Swisspartners [fig.],  RKGE in sic! 2005 S. 
467 E. 3 – Boysworld; Urteile des Bundesgerichts 4A_265/2007 vom 
26. September  2007 E. 2.1  –  American Beauty, und 4A.5/2003 vom 
22. Dezember 2003 E. 3.1 – Discovery Travel & Adventure Channel; 
DAVID, Kommentar MSchG, Art. 2, N. 10; MARBACH, SIWR III/1, N. 285). 
Es genügt, wenn das Wort heute zwar noch nicht allgemein gebraucht 
wird, dessen Sinn aber für die Kreise, an die es sich richtet, auf der 
Hand liegt (DAVID, Kommentar MSchG, Art. 2, N. 9).

Selbst grammatikalische Unregelmässigkeiten, wie sie die Beschwer-
deführerin  im  strittigen  Zeichen  erkennt,  schliessen  nicht  aus,  dass 
das  Zeichen  von  den  massgebenden  Verkehrskreisen  als  Aussage 
über  bestimmte  Eigenschaften  der  Ware  oder  Dienstleistung  aufge-
fasst wird (vgl. Urteil  des Bundesgerichts 4A.5/2003 vom 22. Dezem-
ber 2003 E. 3.2 – Discovery Travel & Adventure Channel).

4.2.2 Bezüglich  der  Konsultierung  von  ausländischen  Internetseiten 
räumt die Beschwerdeführerin zu Recht ein, dass solche bei der Mar-
kenprüfung herangezogen werden dürfen,  um Hinweise auf  den Be-
kanntheitsgrad von Begriffen für schweizerische Verkehrskreise zu lie-
fern  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-8371/2007  vom 

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19. Juni  2008  E. 5.3  –  Leader,  und  B-181/2007  vom 21.  Juni  2007 
E. 4.4 – Vuvuzela). Vorauszusetzen ist  indessen, dass diese in einer 
der Landessprachen oder Englisch abgefasst sind (MARBACH, SIWR III/
1, N. 228; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-181/2007 vom 21. 
Juni 2007 E. 4.4 – Vuvuzela). 

Sowohl  in-  als  auch ausländische Internetseiten  können Indizien  für 
den Sprachgebrauch liefern. Indessen ist jeweils eine kritische Prüfung 
der  jeweiligen Fundstellen  angezeigt,  unter  anderem weil  Webseiten 
jederzeit  geändert  werden können, nicht  zuletzt  vom jeweiligen Mar-
kenhinterleger  respektive  von  interessierten  Dritten  (vgl.  MATTHIAS U. 
STUDER, Anmerkung zum Urteil B-181/2007 des Bundesverwaltungsge-
richts vom 21. Juni 2007 – Vuvuzela; MARBACH, SIWR III/1, N. 229 f.).

4.2.3 Mit der Beschwerdeführerin ist  dafür zu halten, dass die Inter-
net-Suchergebnisse der Vorinstanz nicht oder nur bedingt verwertbar 
sind, soweit sie den vom hinterlegten Zeichen nicht verwendeten Be-
griff  "business accelerator"  betreffen. Es ist  daher primär auf andere 
Internet-Seiten  und  Dokumente  abzustellen,  auf  welchen der  Begriff 
"accelerator" losgelöst vom Wort "business" gebraucht wird (vgl. etwa 
Interview  mit  Olaf  J.  Böhme,  Präsident  von  IDEE-Suisse,  auf 
www.kmu.admin.ch  [Interviews  2008];  www.theark.ch/de/services/ac-
celerateur/ presentation; www.startzentrum.ch/de/dienstleistungen/lexi-
kon [accelerator]; www.saentis-investment.ch/Glossar;  Artikel  des Ta-
ges-Anzeigers  vom  14.  August  2001  S.  25  "McKinsey:  Kratzer  im 
Lack").

Nach  diesen  Quellen  ist  ein  Accelerator  eine  Institution,  die  durch 
intensives  Coaching  jungen  Unternehmen  zu  einer  schnellen 
Entwicklung  verhilft  (www.startzentrum.ch/de/dienstleistungen/lexikon 
[accelerator], www.saentis-investment.ch/Glossar). Die Vorinstanz ver-
wendet hierfür den Begriff "Gründerzentrum". Die Fondation "The Ark" 
in  Sion  (VS)  definiert  den  von  ihr  betriebenen  Accelerator  etwas 
ausführlicher folgendermassen: "Der Accelerator  von The Ark fördert 
und begleitet die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Er 
sorgt  für  die  Identifizierung  und  Auswahl  zukunftsträchtiger  Tech-
nologien,  fördert  ihre  Entwicklung  und  erarbeitet  zugleich  die 
Grundlage für die Gründung der Unternehmen. Er baut damit Brücken 
zwischen  der  Wissenschaft  und  dem  Markt,  zwischen  dem 
akademischen  Bereich  und  der  Geschäftswelt" 
(www.theark.ch/de/services/accelerateur/   presentation).  In  der 

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http://www.theark.ch/de/services/accelerateur/

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Schweiz  existieren  zahlreiche  Technologie-  und  Gründerzentren, 
welche  derartige  und  ähnliche  Dienstleistungen  anbieten  (Übersicht 
unter www.swissparks.ch).

Wird das zweite Zeichenelement "accelerator" im Sinne von "Gründer-
zentrum" verstanden,  bedeutet  die strittige Marke "Biomedizin Grün-
derzentrum". Sie wird von den angesprochenen start-ups und Jungun-
ternehmern im Bereiche der Biomedizin, welche allesamt über erhöhte 
Englischkenntnisse  verfügen  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsge-
richts B-3394/2007 vom 29. September 2008 E. 4.2 – Salesforce.com), 
auch so verstanden werden. 

5.
Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung aus, in Verbin-
dung mit sämtlichen beanspruchten Dienstleistungen erkenne der an-
gesprochene Abnehmer direkt,  dass die Dienstleistungen von einem 
"Accelerator" erbracht würden, der auf Start-ups im Bereich  Biomedi-
zin spezialisiert  sei. Der Abnehmer verstehe das Zeichen direkt  und 
ohne zu zögern als Hinweis auf die Art des Dienstleistungserbringers 
und das Gebiet der von ihm angebotenen Dienstleistungen respektive 
die Branche, auf welche das Gründerzentrum spezialisiert sei, nämlich 
die Biomedizin.

Dem  hält  die  Beschwerdeführerin  entgegen,  ein  Hinweis  auf  den 
Dienstleistungserbringer  (der  im vorliegenden  Fall  jedoch  auf  Grund 
des unklaren Sinngehalts der Marke ohnehin zu verneinen sei) könne 
nicht dazu führen, dass ein Zeichen gestützt auf Art. 2 Bst. a MSchG 
zurückgewiesen werde, da sonst die Legaldefinition der Marke und die 
gesetzlich  definierten  absoluten  Ausschlussgründe  ignoriert  würden. 
Ein Hinweis auf den Dienstleistungserbringer könne nicht dazu führen, 
dass ein Zeichen nicht geeignet sei, seine gemäss Legaldefinition von 
Art. 1 MSchG vorgesehene Funktion zu erfüllen.

5.1 Nach der Legaldefinition von Art. 1 Abs. 1 MSchG ist  die Marke 
ein  Zeichen,  das  geeignet  ist,  Waren  oder  Dienstleistungen  eines 
Unternehmens von solchen anderer Unternehmen zu unterscheiden. 
Insofern  dient  die  Marke  dem  Zweck,  die  gekennzeichneten  Waren 
oder Dienstleistungen zu individualisieren und von anderen Gütern zu 
unterscheiden,  um  die  Verbraucher  in  die  Lage  zu  versetzen,  ein 
einmal geschätztes Produkt  (oder eine Dienstleistung) in  der Menge 
des  Angebots  wiederzufinden  (BGE  122  III  382  E.  1  –  Kamillosan; 
Urteil  des  Bundesgerichts  4C.3/1999  vom 18.  Januar  2000  E. 2a  – 

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Campus). Darüberhinaus bezweckt  die  Marke,  als  Herkunftsmerkmal 
in unmissverständlicher Weise auf den Hersteller und seinen Betrieb 
(bzw. den Dienstleistungserbringer)  hinzuweisen (Urteil  des Bundes-
verwaltungsgerichts  B-7420/2006  vom  10.  Dezember  2007  E. 2.1  – 
Workplace, mit Verweis auf BGE 128 III 454 E. 2 – Yukon).

Trotz des soeben genannten Zwecks einer Marke, auf einen Hersteller 
und seinen Betrieb respektive auf den Dienstleistungserbringer hinzu-
weisen, ist  indessen nicht ausgeschlossen, dass eine Marke, welche 
selbst einen Hinweis auf den Dienstleistungserbringer oder Produzen-
ten gibt, beschreibend ist. So entschied das Bundesgericht hinsichtlich 
des Zeichens "Ecole internationale d'esthéticiennes-visagistes",  dass 
dieses schlicht und einfach eine internationale Einrichtung zur Ausbil-
dung von Kosmetikerinnen-Visagistinnen bezeichne. Angewendet  auf 
das Waren- und Dienstleistungsverzeichnis, wecke das Zeichen selbst 
eine  Ideenverbindung  zur  Eigenheit  der  beanspruchten  Waren  oder 
zum Inhalt  der beanspruchten Druckereierzeugnisse (Schönheitspfle-
ge  oder  Kosmetik).  Es  entbehre  daher  jeder  Unterscheidungskraft 
(BGE 94 I 74 E. 2 – Ecole internationale d'esthéticiennes-visagistes). 
Die Vorinstanz verweist  zudem auf  zwei  Entscheide der Rekurskom-
mission  für  geistiges  Eigentum.  Im  unveröffentlichten  Entscheid 
"Enterprise" (MA-AA 03/95) wurde das Zeichen "Enterprise" auf Grund 
seiner Freihaltebedürftigkeit als dem Gemeingut zugehörig qualifiziert 
(E. 3 des genannten Entscheids). Es wäre zudem nicht geeignet, die 
mit  ihm gekennzeichneten Waren und Dienstleistungen herkunftsmä-
ssig  zu  unterscheiden,  weshalb  das  Zeichen  auch  mangels  Unter-
scheidungskraft  hätte  zurückgewiesen  werden  können  (vgl.  WILLI, 
a.a.O.,  Art. 1,  N. 17). Im Entscheid "Swiss Business Hub" (RKGE in 
sic! 2004 S. 573) erklärte die Rekurskommission für geistiges Eigen-
tum, die Bezeichnung "Swiss Business Hub" (auf deutsch "Schweizeri-
sches Geschäftszentrum", "Schweizerische Drehscheibe für Geschäf-
te")  sei  eine  direkte  Aussage  über  den  Ort,  wo  die  beanspruchten 
Dienstleistungen erbracht würden. Sie sei nicht geeignet, die entspre-
chend  gekennzeichneten  Dienstleistungen  zu  individualisieren,  wes-
halb  die  nach dem Gesetz  erforderliche Unterscheidungskraft  fehlen 
würde (RKGE in sic! 2004 S. 573 E. 4 – Swiss Business Hub; vgl. auch 
RKGE in sic! 2005 S. 467 E. 8 – Boysworld).

5.2 Das  im  vorliegenden  Fall  strittige  Zeichen  bezeichnet  eine  im 
örtlichen Sinn (wie das in  E. 5.1 erwähnte Beispiel  "Swiss Business 
Hub")  und  /  oder  im funktionellen  Sinn (wie  das  ebenfalls  in  E. 5.1 

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genannte  Beispiel  "Ecole  internationale  d'esthéticiennes-visagistes") 
verstandene  Einrichtung,  nämlich  ein  Gründerzentrum,  welches  auf 
Biomedizin spezialisierte  start-ups  unterstützt  und  Dienstleistungen 
anbietet,  wie sie die Beschwerdeführerin für das hinterlegte Zeichen 
beansprucht. Das Zeichen ist daher beschreibend für die Fachkreise, 
welche auf Grund ihrer erweiterten Englisch-Kenntnisse das Zeichen 
inhaltlich richtig mit "Biomedizin-Gründerzentrum" übersetzen. Für die 
auch angesprochenen Durchschnittskonsumenten, welche die strittige 
Marke,  wenn überhaupt,  mit  "Biomedizin Beschleuniger"  übersetzen, 
beschreibt die strittige Marke dagegen kaum direkt die beanspruchten 
Dienstleistungen,  da  sie  keinen  Zusammenhang  zwischen  dem 
technisch klingenden Begriff  "Beschleuniger" und den beanspruchten 
Dienstleistungen herstellen können.

6.
Die Vorinstanz argumentierte in der angefochtenen Verfügung zusätz-
lich, das strittige Zeichen sei freihaltebedürftig.

Wohl in der Annahme, dass die Vorinstanz damit das absolute Freihal-
tebedürfnis anspricht (was die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 
8. Mai 2009 verneint), hält die Beschwerdeführerin dem entgegen, Zei-
chen des Gemeinguts könnten aus dogmatischen Gründen gar nicht 
absolut  freihaltebedürftig  sein. Denn ein absolutes Freihaltebedürfnis 
gebe es gemäss den gesetzlichen Bestimmungen allein bei den abso-
luten Ausschlussgründen nach Art. 2 Bst. b MSchG. Ein Zeichen, das 
sich  mit  einer  Schutzverweigerung gestützt  auf  Art. 2  Bst. a  MSchG 
konfrontiert  sehe,  könne  immer  kraft  Verkehrsdurchsetzung  Marken-
schutz erlangen.

6.1 Dieser Auffassung ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung ent-
gegenzuhalten, wonach auch Zeichen des Gemeingutes (Art. 2 Bst. a 
MSchG) absolut freihaltebedürftig sein können. So erklärte das Bun-
desgericht, im Gegensatz zur Regelung von Art. 2 Bst. b MSchG, die 
ein absolutes Freihaltebedürfnis vorsehe für Formen, die das Wesen 
der  Ware  ausmachen,  und  Formen  der  Ware  oder  Verpackung,  die 
technisch notwendig sind, behalte Art. 2 Bst. a MSchG für im Gemein-
gut  stehende  Zeichen  einen  markenrechtlichen  Schutz  im  Falle  der 
Verkehrsdurchsetzung ausdrücklich  vor. Während  sich  demnach Zei-
chen,  die als Gemeingut  gälten,  im Verkehr als Marke für  die bean-
spruchten  Waren  oder  Dienstleistungen  durchsetzen  könnten,  lasse 
sich das Schutzhindernis bei den von Art. 2 Bst. b MSchG erfassten 

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Formen auch nicht durch Verkehrsdurchsetzung überwinden. Zeichen, 
die Gemeingut seien, könnten daher grundsätzlich nach Art. 2 Bst. a 
MSchG  mittels  Durchsetzung  im  Verkehr  Kennzeichnungskraft  und 
markenrechtlichen Schutz erlangen, soweit im Einzelfall nicht ein ab-
solutes Freihaltebedürfnis bestehe (BGE 134 III 314 E. 2.3.2 – M, mit 
Verweis  auf  BGE 131 III  121 E. 2 – Smarties und BGE 129 III  514 
E. 2.3 – Lego; Urteil des Bundesgerichts 4A_370/2008 vom 1. Dezem-
ber 2008 E. 5 f. – Post ).

Der Grund für die soeben genannte Differenzierung wird darin gese-
hen, dass bei Farben, Formen, Positionen etc. die Ausweichmöglich-
keiten viel beschränkter seien, und sich die Frage nach der Grenze der 
Verkehrsdurchsetzung  viel  akzentuierter  stelle  als  bei  traditionellen 
Wort- und Bildzeichen. Für Waren- und Verpackungsformen habe der 
Gesetzgeber diese Grenze deshalb unmittelbar im Gesetz (vgl. Art. 2 
Bst. b MSchG) festgehalten (vgl. MARBACH, SIWR III/1, N. 449 f.).

Auch  das  Bundesverwaltungsgericht  setzt  in  ständiger  Rechtspre-
chung  für  die  Überwindung  des  Schutzausschlussgrundes  des  Ge-
meingutes voraus, dass kein absolutes Freihaltebedürfnis vorliegt (vgl. 
Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-3394/2007 vom 29. Septem-
ber  2008  E.  6.1  –  Salesforce.com,  B-958/2007  vom  9.  Juni  2008 
E. 6.1.1 – Post, B-5518/2007 vom 18. April 2008 E. 4.1 – Peach Mal-
low; vgl. auch RKGE in sic! 2004 S. 216 E. 2 – Grimselstrom, mit Hin-
weisen).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführerin auch bei Zeichen des Gemeinguts ein absolu-
tes Freihaltebedürfnis geben kann, obwohl diese durch Verkehrsdurch-
setzung nicht  überwindbare  Art  des  Freihaltebedürfnisses  nicht  aus-
drücklich in der massgebenden Bestimmung (Art. 2 Bst. a MSchG) er-
wähnt ist.

6.2 Die Beschwerdeführerin verneint nicht nur in grundsätzlicher Art, 
sondern auch konkret das Vorliegen eines Freihaltebedürfnisses. Denn 
der Wirtschaftsverkehr sei nicht darauf angewiesen, ein Phantasiewort 
benutzen zu  können,  da  Phantasiewörter  gerade das Gegenteil  von 
Zeichen darstellten, auf die der Verkehr angewiesen sei.

6.2.1 Im Interesse eines  funktionierenden Wettbewerbs  müssen Zei-
chen vom Markenschutz ausgeschlossen und für den Wirtschaftsver-
kehr freigehalten werden, an denen ein überwiegendes Interesse der 

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übrigen aktuellen und potenziellen Konkurrenten besteht. Ein einzelner 
Gewerbetreibender soll  nicht ein Zeichen monopolisieren dürfen, das 
auf  Grund seines Sinngehalts  für  andere Gewerbetreibende von Be-
deutung ist oder in Zukunft  noch werden könnte (Urteil  des Bundes-
verwaltungsgerichts  B-3394/2007  vom 29. September  2008  E. 5.9  – 
Salesforce.com, mit Verweis u.a. auf BGE 131 III 121 E. 4.1 ff. – Smar-
ties).

6.2.2 In  der Schweiz existiert  wie erwähnt  eine Reihe von Gründer-
zentren  (Überblick  unter  www.swissparks.ch).  Sie  unterstützen  start-
ups in den verschiedensten Bereichen, unter anderem in der Biomedi-
zin  (vgl.  die  Technoparks  in  Zürich,  Winterthur  und  Luzern 
[www.technopark.ch  → Firmenindex,  Stichwort  "Biomedizin"]). Wenn 
diese Gründerzentren in ihrem Namen auf ihr Betätigungsfeld hinwei-
sen, wird es den start-ups erleichtert, sich auf Anhieb an das auf sie 
zugeschnittene Gründerzentrum zu wenden. Es besteht daher bezüg-
lich der beanspruchten und auf start-ups zugeschnittenen Dienstleis-
tungen in den Klassen 35, 36, 37, 39 und 42 ein grosses Interesse der 
aktuellen, aber auch der potenziellen Konkurrenten, welche ein Grün-
derzentrum im Bereich der  Biomedizin betreiben respektive zu eröff-
nen  beabsichtigen,  den  Begriff  BIOMED ACCELERATOR  auch  ver-
wenden zu dürfen. Am hinterlegten Zeichen BIOMED ACCELERATOR 
besteht daher entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin ein (re-
latives)  Freihaltebedürfnis.  Da  die  Beschwerdeführerin  zudem  nicht 
geltend macht, das Zeichen habe sich im Verkehr durchgesetzt, stellt 
das strittige Zeichen Gemeingut im Sinne von Art. 2 Bst. a MSchG dar.

7.
Im Weiteren weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass die Marke 
BIOMED ACCELERATOR in den USA eingetragen worden sei.

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kommt ausländischen 
Entscheidungen bei  der  Beurteilung des beschreibenden Charakters 
grundsätzlich  keine  präjudizierende  Wirkung  zu.  Es  ist  auch  kein 
Grenzfall zu beurteilen, der eine Berücksichtigung einer ausländischen 
Praxis unter Umständen rechtfertigen könnte (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 4A.5/2004 vom 25. November 2004 E. 4.3 – Firemaster; BGE 
129 III  229 E. 5.5 – Masterpiece I; Urteil  des Bundesverwaltungsge-
richts B-6910/2007 vom 25. Februar 2008 E. 8 – 2LIGHT; WILLI, a.a.O., 
Art. 2, N. 9). Bei dem von der Beschwerdeführerin zum Vergleich an-
gerufenen identischen Zeichen, welches in den USA eingetragen wor-

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den ist, handelt es sich um eine Eintragung, die in einem Staat erfolg-
te, für den Englisch – im Gegensatz zur Schweiz – als Amtssprache 
gilt und in denen die massgebenden Verkehrskreise deshalb über eine 
grössere Sprachkompetenz verfügen und so allenfalls auch Mehrdeu-
tigkeiten  herauszuhören  vermögen,  die  Markenfähigkeit  indizieren 
könnten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A.5/2004 vom 25. November 
2004  E.  4.3  –  Firemaster;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B-653/2009 vom 14. April 2009 E. 6.1 – Express Advantage). 

Die Beschwerdeführerin kann daher aus der Eintragung des Zeichens 
BIOMED ACCELERATOR im Ausland nichts  zu ihren Gunsten ablei-
ten.

8.
Schliesslich  verweist  die Beschwerdeführerin  auf  die Schweizer Vor-
eintragungen  Nr.  566'200  LIFE  SCIENCE  ACCELERATOR  und 
Nr. 562'483 SCIENCE ACCELERATOR. Die erstgenannte Marke wur-
de am 21. März 2007 von der Beschwerdeführerin hinterlegt und am 
3. Januar  2008 ins  Markenregister  für  verschiedene (und fast  identi-
sche wie die von der strittigen Marke beanspruchten) Dienstleistungen 
der  Klassen 35,  36,  37,  39 und 42 eingetragen. Das zweitgenannte 
Zeichen wurde am 22. März 2007 von der Beschwerdeführerin hinter-
legt und am 18. September 2007 für weitgehend dieselben Dienstleis-
tungen ins Markenregister eingetragen.

8.1 Nachdem  feststeht,  dass  die  Vorinstanz  das  Zeichen  BIOMED 
ACCELERATOR  bundesrechtskonform  dem  Gemeingut  zugeordnet 
hat, kann mit der (sinngemässen) Rüge, das Gleichbehandlungsgebot 
(Art. 8 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
vom 18. April  1999 [BV, SR 101])  sei  verletzt  worden,  nur noch die 
Gleichbehandlung  im  Unrecht  verlangt  werden.  Nach  der  bundes-
gerichtlichen  Rechtsprechung  wird  der  Anspruch  auf  Gleichbe-
handlung im Unrecht ausnahmsweise anerkannt, wenn eine ständige 
gesetzwidrige Praxis  einer rechtsanwendenden Behörde vorliegt  und 
die  Behörde  zu  erkennen  gibt,  dass  sie  auch  in  Zukunft  nicht  von 
dieser  Praxis  abzuweichen gedenke (Urteil  des  Bundesgerichts  vom 
4A.5/2004 vom 25. November 2004 E. 4.3 – Firemaster,  mit  Verweis 
auf  BGE  127  I  1  E.  3a;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B-7412/2006 vom 1. Oktober 2008 E. 10 – Afri-Cola und B-7395/2006 
vom 16. Juli 2007 E. 11 ff. – Projob).

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Hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin genannten Voreintragun-
gen bringt die Vorinstanz vor, die Schweizer Marke Nr. 562'483 SCI-
ENCE ACCELERATOR sei auf Grund des Zeichenelements "science" 
zum Markenschutz zugelassen worden. Der Begriff "Wissenschaft" be-
dürfe eines zusätzlichen präzisierenden Elements,  damit  man in  der 
Kombination mit "accelerator" einen direkt beschreibenden Charakter 
erkennen  würde.  Die  Voreintragung  CH-Nr. 566'200  LIFE  SCIENCE 
ACCELERATOR sei demgegenüber als Fehleintrag zu werten. Dage-
gen habe sie weitere Markeneintragungsgesuche der Beschwerdefüh-
rerin, die über eine identische oder sehr ähnliche Dienstleistungsliste 
und  einen  vergleichbaren  Zeichenaufbau  verfügten,  zurückgewiesen 
(Gesuche  Nr.  52967/2007  BIOMEDICAL  ACCELERATOR  und 
53199/2007 BIOTECHNOLOGY ACCELERATOR).

Auf Grund dieser Äusserungen der Vorinstanz ist nicht davon auszuge-
hen,  dass  die  Vorinstanz  gewillt  ist,  Markeneintragungsgesuche,  die 
wie das vorliegend zu beurteilende hinsichtlich der Dienstleistungsliste 
und des Zeichenaufbaus mit  der  Schweizer  Marke Nr. 566'200 LIFE 
SCIENCE ACCELERATOR vergleichbar sind (identische oder ähnliche 
Dienstleistungsliste  sowie  dem  Begriff  "accelerator"  vorangestellter 
konkreter  Wissenschaftsbereich,  was  auf  die  Voreintragung  CH-Nr. 
562'483 SCIENCE ACCELERATOR nicht zutrifft), gutzuheissen. Damit 
sind die Voraussetzungen für den Anspruch auf Gleichbehandlung im 
Unrecht nicht erfüllt.

Zudem ist  darauf hinzuweisen, dass nach bundesgerichtlicher Praxis 
der Markeninhaber gegenüber sich selbst keinen Anspruch auf Gleich-
behandlung im Unrecht geltend machen kann (Urteile des Bundesge-
richts 4A.5/2003 vom 22. Dezember  2003 E. 4 – Discovery Travel & 
Adventure Channel, und 4A.13/1995 vom 20. August 1996 E. 5c – Elle, 
publiziert in sic! 1997 S. 159).

8.2 Mit  dem Verweis auf  die Schweizer Voreintragungen Nr. 566'200 
LIFE  SCIENCE  ACCELERATOR  und  Nr. 562'483  SCIENCE 
ACCELERATOR beruft sich die Beschwerdeführerin auch sinngemäss 
auf  den  in  Art.  9  BV  verankerte  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben. 
Dieser  verleiht  einer  Person  Anspruch  auf  Schutz  des  berechtigten 
Vertrauens in  behördliche Zusicherungen oder  sonstiges,  bestimmte 
Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden. Vorausgesetzt ist 
weiter,  dass  die  Person,  die  sich  auf  Vertrauensschutz  beruft, 
berechtigterweise auf  diese Grundlage vertrauen durfte  und gestützt 

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darauf  nachteilige  Dispositionen  getroffen  hat,  die  sie  nicht  mehr 
rückgängig machen kann; schliesslich scheitert die Berufung auf Treu 
und  Glauben  dann,  wenn  ihr  überwiegende  öffentliche  Interessen 
gegenüberstehen (BGE 129 I 170 E. 4.1, mit Verweis u.a. auf BGE 126 
II 377 E. 3a und BGE 118 Ia 245 E. 4b; vgl. auch ULRICH HÄFELIN / GEORG 
MÜLLER /  FELIX UHLMANN,  Allgemeines Verwaltungsrecht,  5. A.,  Zürich / 
Basel  /  Genf  2006,  N.  622  ff.).  Präjudizien,  insbesondere  Grund-
satzentscheide,  können  eine  Grundlage  des  Vertrauensschutzes 
bilden. Kein Verlass ist hingegen auf eine schwankende Praxis, die es 
vermeidet,  sich  bezüglich  einer  Streitfrage  eindeutig  zu  äussern 
(HÄFELIN / MÜLLER / UHLMANN, a.a.O., N. 638, mit Verweis auf BGE 117 Ia 
119 E. 2).

Wie bereits ausgeführt, ist lediglich die Voreintragung CH-Nr. 566'200 
LIFE SCIENCE ACCELERATOR mit der hier strittigen Anmeldung ver-
gleichbar, welche indessen von der Vorinstanz als Fehleintrag gewer-
tet worden ist. Dagegen hat die Vorinstanz die ebenfalls vergleichba-
ren  Gesuche  Nr.  52967/2007  BIOMEDICAL  ACCELERATOR  und 
53199/2007 BIOTECHNOLOGY ACCELERATOR der Beschwerdefüh-
rerin zurückgewiesen. Insofern kann sich die Beschwerdeführerin nicht 
auf eine ständige Praxis in vergleichbaren Fällen berufen, sondern le-
diglich  auf  eine  fehlerhafte  Eintragung  in  einem  Einzelfall,  wodurch 
kein berechtigtes Vertrauen geschaffen wird (Urteil des Bundesverwal-
tungsgerichts B-1611/2007 vom 7. Oktober 2008 E. 7.2 – Laura Bia-
giotti Aqua di Roma).

9.
Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  das  strittige  Zeichen  BIO-
MED ACCELERATOR für  sämtliche  beanspruchten  Dienstleistungen 
der Klassen 35, 36, 37, 39 und 42 Gemeingut im Sinne von Art. 2 Bst. 
a MSchG darstellt.

Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzu-
weisen.

10.
Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem 
geleisteten  Kostenvorschuss  zu  verrechnen.  Die  Gerichtsgebühren 
sind nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozess-
führung und finanzieller  Lage der  Parteien festzulegen (Art. 63 Abs. 
4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

Seite 19

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die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]). Bei Markeneintragungen geht es um Vermö-
gensinteressen.  Die  Gerichtsgebühr  bemisst  sich  folglich  nach  dem 
Streitwert (Art. 4 VGKE). Die Schätzung des Streitwertes hat sich nach 
Lehre  und  Rechtsprechung  an  Erfahrungswerten  aus  der  Praxis  zu 
orientieren, wobei bei eher unbedeutenden Zeichen grundsätzlich ein 
Streitwert  zwischen Fr. 50'000.- und Fr. 100'000.- angenommen wer-
den darf (BGE 133 III  490 E. 3.3 - Turbinenfuss). Von diesem Erfah-
rungswert  ist  auch im vorliegenden  Verfahren  auszugehen. Es  spre-
chen keine konkreten Anhaltspunkte für einen höheren oder niedrige-
ren Wert der strittigen Marke.

Eine Parteientschädigung ist  der  unterliegenden Beschwerdeführerin 
nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 3'500.- verrechnet. Der Beschwerdeführerin sind daher nach Eintritt 
der Rechtskraft des vorliegenden Urteils Fr. 1'000.- aus der Gerichts-
kasse zu überweisen.

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

Seite 20

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Rückerstat-
tungsformular)

- die  Vorinstanz  (Ref-Nr.  52969/2007  BIOMED  ACCELERATOR; 
Gerichtsurkunde)

- das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (Gerichtsurkun-
de)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Maria Amgwerd Kathrin Bigler

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt 
werden (Art. 72 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. 
Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift  ist  in  einer 
Amtssprache  abzufassen  und  hat  die  Begehren,  deren  Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 10. September 2009

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