# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07a6048f-4eca-5c28-91bb-341efb9d21e5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.10.2009 D-6683/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6683-2009_2009-10-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6683/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Corinne Krüger.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 22. Oktober 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6683/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein katholischer Igbo mit letztem Wohnsitz 
in R._______ (S._______ State), seinen Heimatstaat Nigeria eigenen 
Angaben zufolge am 30. August 2009 verliess und am 7. September 
2009 illegal in die Schweiz einreiste,

dass er am 8. September 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
T._______  um  Asyl  nachsuchte,  von  wo  aus  er  ins  Transitzentrum 
U._______ transferiert wurde,

dass das BFM am 28. September 2009 im Transitzentrum U._______ 
die  Personalien  des  Beschwerdeführers  erhob  und  ihn  summarisch 
zum Reiseweg sowie zu den Gründen für das Verlassen des Heimat-
landes befragte, 

dass ihn das BFM am 7. Oktober 2009 einlässlich zu seinen Asylgrün-
den anhörte,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte,  er  sei  am (...)  in  R._______ geboren 
und dort aufgewachsen,

dass im Jahre 2000 sein Vater gestorben sei, er ihm aber kurz vor sei-
nem Tod noch gesagt habe, er solle unbedingt weiter die Schule besu-
chen  und  dürfe  seinem Onkel  O._______  (Bruder  des  Vaters)  nicht 
vertrauen,  falls  etwas  passieren  sollte,  da  ihn  dieser  fertig  machen 
wolle,

dass sein Vater zwei Häuser und zwei Geschäfte besessen habe und 
er  die  Dokumente  für  diese  Immobilen  dem  gebildeten  O._______ 
übergeben  habe,  damit  sich  dieser  darum  kümmere,  bis  der 
Beschwerdeführer erwachsen sei,

dass der Onkel, der nach dem Tod seines Vaters bei ihnen einzog, ihn 
jedoch nicht mehr in die Schule habe gehen lassen wollen, sondern 
beabsichtigt habe, dass er für jemandem als Diener arbeiten solle,

dass er  aber habe flüchten können und in die Kirche (...)  gegangen 
sei, die sich in der gleichen Strasse wie sein Elternhaus befinde, 

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dass ihn Pfarrer M._______ dort aufgenommen und zu seinem Onkel 
gesagt  habe,  er  werde nun auf  Kosten der Kirche weiter  die Schule 
besuchen,

dass  er  die  Sekundarschule  in  R._______ abgeschlossen habe und 
von 2002 bis 2005 in V._______ an der (...) das OND (Ordinary Natio-
nal Diploma) gemacht habe,

dass sein Onkel, nachdem er von seinem Schulbesuch in V._______ 
erfahren  habe,  ihn  mit  bösem  Zauber  belegt  und  er  deswegen 
seltsame  Krankheiten  bekommen  habe,  eine  gesegnete  Kette  des 
Pfarrers ihn jedoch vor Schlimmerem bewahrt habe,

dass er einmal nach Hause gegangen sei, um seine kleine Schwester 
zu besuchen,

dass sein Onkel davon erfahren habe und ihn deshalb bei der Polizei 
wegen angeblichen Diebstahls angezeigt habe, 

dass ihn die Polizei deshalb eine Woche lang festgehalten habe, bis 
ihm der Pfarrer geholfen habe, frei zu kommen,

dass er nach seinem Schulaufenthalt in V._______ 2005 wieder nach 
R._______ zurückgekehrt  sei und zusammen mit  zwei Mitbewohnern 
in einem Zimmer der Kirche gewohnt habe,

dass sein Onkel im Jahr 2007 das Haus und die beiden Geschäfte sei-
nes  Vaters  verkauft  habe  und  zusammen mit  seiner  Mutter  und  der 
kleinen Schwester nach W._______ gezogen sei,

dass er 2009 auch das zweite Haus verkauft habe,

dass er zu seinem Onkel gegangen sei und sich dagegen gewehrt und 
den Besitz seines Vaters zurückgefordert habe,

dass es dabei  zu einem Streit  zwischen ihnen und den Kindern des 
Onkels gekommen sei und dieser ihm verbal gedroht habe,

dass ihm nach seiner Rückkehr nach R._______ jemand erzählt habe, 
er werde von der Vigilant Group gesucht,

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dass eines Tages in August 2009 an die Tür seines Zimmers geklopft 
worden sei,

dass einer seiner Mitbewohner die Tür aufgemacht und sich vor den 
Leuten von der Vigilant Group als der Beschwerdeführer ausgegeben 
habe, um ihn zu schützen,

dass die Leute von der Vigilant Group seinen Mitbewohner erschossen 
und die Leiche auf offener Strasse angezündet hätten,

dass er  aus dem Badezimmerfenster geflüchtet und zum Pfarrer ge-
gangen sei, der ihn dann nach X._______ gebracht habe,

dass sein Onkel gemerkt habe, dass er nicht tot sei und ihn der Pfarrer 
deshalb nach Y._______ gebracht habe,

dass sie unterwegs einen Bus gesehen hätte, der verunfallt gewesen 
sei, und er seine Identitätskarte und sein Mobiltelefon dort liegen ge-
lassen habe, damit sein Onkel dachte, er gehöre zu den Verunfallten 
und sei tot,

das ihn ein Bekannter des Pfarrers, der ebenfalls ein katholischer Pfar-
rer sei,  am 30. August 2009 von Y._______ nach Accra (Ghana) ge-
bracht habe,

dass er von dort aus mit einem Flugzeug einer ihm unbekannten Flug-
gesellschaft nach Italien in eine ihm unbekannte Stadt geflogen sei, er 
jedoch nicht wisse, wer sein Flugticket bezahlt habe,

dass ihm der Pfarrer für die Reise einen gefälschten grünen, ghanai-
schen Pass gegeben habe,

dass er von Italien aus mit dem Zug in die Schweiz gereist sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 22. Oktober 2009 – gleichentags er-
öffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
seine Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-

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unmöglicht hätten, innerhalb von 48 Stunden Reise- oder Identitätspa-
piere einzureichen,

dass  das  BFM  zunächst  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  un-
glaubhafte und widersprüchliche Altersangaben gemacht,

dass er  gesagt  habe, er hätte 1990 mit  vier  Jahren die erst  Primar-
schulklasse besucht, er Ende Dezember 1990 jedoch erst drei Jahre 
alt geworden sei,

dass er ausserdem angegeben habe, beim Tod seines Vaters im Jahre 
2000 14 Jahre alt gewesen zu sein, was ebenfalls nicht mit mit seiner 
Altersangabe in Übereinstimmung zu bringen sei,

dass der Beschwerdeführer angegeben habe, in R._______ noch über 
eine Geburtsurkunde und einen Taufschein zu verfügen,

dass die Telefonnummer von M._______ aber nicht funktioniert habe, 
als  er  ihn  zu  kontaktieren  versucht  habe,  weshalb  er  die  Nummer 
weggeworfen habe, 

dass  M._______ ausserdem nicht  gewollt  habe,  dass  er  ihn  anrufe, 
weil  die  Leute  erfahren könnten,  dass  er  noch am Leben sei,  wenn 
jemand anderes ans Telefon gehen würde,

dass er sonst keine Kontaktmöglichkeiten nach Nigeria habe,

dass diese Erklärungsversuche behelfsmässig und als Schutzbehaup-
tungen zu werden seien,

dass die  V._______ (...)  ausserdem über  eine moderne Website mit 
Angaben von Adressen und Telefonnummern verfüge, weshalb es für 
den  Beschwerdeführer  ein  Leichtes  gewesen  wäre,  bei  seiner  ehe-
maligen Universität einen Beleg per Internet anzufordern,

dass  seine  Erklärung  über  das  Fehlen  seiner  Identitätskarte  ferner 
nicht plausibel sei,

dass der Beschwerdeführer zudem nicht anzugeben gewusst habe, ob 
sich ein Visum in dem von ihm benutzten Reisepass befunden habe 
oder was auf dessen Vorderseite abgebildet gewesen sei,

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dass er ebensowenig in der Lage gewesen sei, weder die ungefähre 
Flugdauer von Accra nach Italien noch die Stadt zu nennen, in der das 
Flugzeug gelandet sei,

dass er ausserdem weder das Abflugdatum noch den Namen der Flug-
linie habe angeben können, 

dass  der  Beschwerdeführer  nicht  gewusst  habe,  wie  lange die  Zug-
fahrt  in  die Schweiz gedauert  habe und durch welche Städte dieser 
Zug gefahren sei,

dass er auch nicht habe sagen können, wer seine Reise finanziert und 
was diese gekostet habe,

dass  die  Reiseschilderungen  des  Beschwerdeführers  zudem  ober-
flächlich und auch von daher unglaubwürdig seien,

dass dies im vorliegenden Fall umso mehr zutreffe, da es sich bei dem 
Beschwerdeführer um einen Universitätsabgänger handle, welcher des 
Englischen mächtig sei, und vor diesem Hintergrund davon ausgegan-
gen werden könne, er hätte durchaus konkrete Angaben zu den Reise-
modalitäten machen können,

dass der Beschwerdeführer schliesslich gesagt habe, der von ihm auf 
der Reise benutzte ghanaische Pass sei grün gewesen, und diese An-
gabe tatsachenwidrig sei,

dass das Aussageverhalten des Beschwerdeführers darauf schliessen 
lasse, er habe nicht nur beabsichtigt, die wahren Umstände zu seinem 
Reiseweg zu  verheimlichen,  sondern  er  habe  auch  nicht  offenlegen 
wollen, mit welchen Reisepapieren er in Wirklichkeit in die Schweiz ge-
reist sei,

dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es ihm ver-
unmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass das BFM hinsichtlich der Asylvorbringen des Beschwerdeführers 
ausführte, bezüglich dieser Aussagen ergäben sich erhebliche Wider-
sprüche,

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dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Erstbefragung  erklärt  habe,  sein 
Onkel habe ihn beschuldigt, 200'000 Naira von ihm gestohlen zu ha-
ben, in der Anhörung habe er jedoch von 250'000 Naira gesprochen,

dass  er  in  der  Erstbefragung  gesagt  habe,  er  habe  M._______ 
gerufen, der ihn dann aus der Haft geholt habe, im Widerspruch dazu 
habe  er  in  der  Anhörung  gesagt,  M._______  sei  berichtet  worden, 
dass er im Gefängnis sitze,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  ebenso  widersprüchlich  über  den 
Zeitpunkt bzw. das Jahr seiner Inhaftierung sowie des Gesprächs mit 
O._______ und seiner Mutter über seine Schwester geäussert habe,

dass er ferner einerseits angegeben habe, die Kirche in R._______ am 
28. August  2009  verlassen  zu  haben,  andererseits  in  Widerspruch 
dazu sagte, der Vorfall  mit  der Vigilant  Group sei  Mitte  August  2009 
respektive um den 20. August 2009 gewesen und er sei noch am glei-
chen Tag nach X._______ geflüchtet,

dass  der  Beschwerdeführer  ausserdem  in  der  Erstbefragung  erklärt 
habe, M._______ sei am Tag seiner Flucht nach X._______ von dort 
aus  nach  R._______  zurückgekehrt,  wo  die  Leute  bereits  gewusst 
hätten,  dass  es  sich  bei  dem  Erschossenen  nicht  um  den 
Beschwerdeführer gehandelt habe und sich diese nach ihm erkundigt 
hätten,

dass er dies in der Anhörung hingegen auch auf mehrmaliges Nach-
fragen in keiner Weise erwähnt habe,

dass diese Vorbringen daher nicht glaubwürdig seien,

dass dem Beschwerdeführer auch nicht geglaubt werden könne, dass 
sich seine Mutter nie für ihm eingesetzt und etwas gegen die Machen-
schaften ihres Schwagers unternommen habe,

dass ebenso wenig zu verstehen sei, weshalb sein Vater dem Onkel 
des  Beschwerdeführers  jegliches  Vertrauen  abgesprochen,  ihm  vor 
seinem Tod aber trotzdem die Eigentümerpapiere seiner Häuser und 
Geschäfte übergeben habe,

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dass unplausibel  auch die Vorbringen des Beschwerdeführers seien, 
weshalb ihn sein Onkel nach dem Verkauf des Erbes habe umbringen 
lassen wollen,

dass dies umso unglaubwürdiger  sei,  da  sich  der  Beschwerdeführer 
weder mit rechtlichen Schritten gegen die Veräusserung seines Erbes 
gewehrt noch die Vorfälle den Behörden gemeldet habe,

dass die Vorbringen daher als Konstrukt zu werten seien, womit aus 
dem vorliegenden Sachverhalt  keine Hinweise einer asylbeachtlichen 
Verfolgung entnommen werden könnten, 

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. Oktober 2009 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und sinngemäss beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuhe-
ben und das Verfahren sei  zwecks materieller  Prüfung an die Vorin-
stanz zurückzuweisen, eventualiter sei festzustellen, dass der Vollzug 
der Wegweisung unzulässig,  unzumutbar und unmöglich sei,  und es 
sei die vorläufige Aufnahme in der Schweiz anzuordnen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 26. Oktober 2009 per Telefax beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-34 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 
173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-

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se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Beurtei-
lungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage 
beschränkt ist,  ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht 
eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 

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AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass hierzu vollumfänglich auf die ausführlichen und zutreffenden Er-
wägungen in der angefochtenen Verfügung der Vorinstanz verwiesen 
werden kann,

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde den Ausführungen 
der  Vorinstanz  nichts  Konkretes  entgegenhält,  sondern  lediglich  den 
bereits vorgebrachten Sachverhalt wiederholt,

dass es ihm mit diesen Erklärungen nicht gelingt, entschuldbare Grün-
de für die Nichtabgabe von echten, beweistauglichen Identitätspapie-
ren geltend zu machen,

dass sich der Beschwerdeführer zudem offensichtlich in keiner Weise 
um  den  Erhalt  von  Identitätspapieren  bemühte,  und  auch  weiterhin 
nicht gewillt ist, solche zu beschaffen,

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dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 7. Oktober 2009 präsentierte, unter Ver-
zicht  auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im 
Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen wer-
den  konnte,  er  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  offenkundig  nicht, 
(Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass  der  Beschwerdeführer  auch  den  diesbezüglichen  Erwägungen 
des BFM nichts Konkretes und Substanziiertes entgegenhält, sondern 
lediglich  erklärt,  er  habe  in  seinem  Heimatstaat  wirklich  Probleme, 
weshalb anstelle von Wiederholungen vollumfänglich auf die ausführli-
chen und zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen ist,

dass nebst den bereits von der Vorinstanz richtigerweise festgestellten 
und genannten Widersprüche in den Vorbringen des Beschwerdefüh-
rers noch weitere bestehen,

dass er beispielsweise anlässlich der Kurzbefragung vom 28. Septem-
ber  2009 im Transitzentrum U._______ angab,  seine Festnahme mit 
anschliessender einwöchiger Haft aufgrund der Anzeige seines Onkels 
wegen angeblichen Diebstahls  habe 2004 stattgefunden (vgl. A1/13, 
S. 7), an der direkten Anhörung vom 7. Oktober 2009 jedoch aussagte, 
dies sei 2008 (vgl. A9/13, S. 5) respektive 2005 (vgl. A9/13, S. 7) ge-
wesen und auch diese Aussage noch einmal revidierte und den Vorfall 
ins Jahr 2007 verlegte (vgl. A9/13, S. 7),

dass er sich auch bezüglich der Immobilien seines Vaters widersprach, 
so anlässlich der Kurzbefragung erklärte, ein Haus und die beiden Ge-
schäfte habe der Onkel im Jahr 2007 verkauft  und das zweite Haus 
2009 (vgl. A1/13, S. 4, 7 und 8), bei der einlässlichen Anhörung jedoch 
aussagte, 2007 habe der Onkel zuerst die beiden Häuser und ein Ge-
schäft verkauft und das zweite Geschäft dann zuletzt (vgl. A9/13, S. 3, 
6 und 8),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers somit aufgrund ihrer zahl-
reichen Widersprüche und der fehlenden Realkennzeichen als haltlos 
zu werten sind,

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers  ohne  Weiteres  ausgeschlossen  werden  kann  und 

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auch  zusätzliche  Abklärungen  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 

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ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen und gesunden 
Mann mit einer guten Schulbildung handelt, weshalb er in seinem Hei-
matland vor seiner Ausreise von Geschäftsleuten zur Erstellung ihrer 
Buchhaltung beauftragt wurde,

dass deshalb davon auszugehen ist, er gelinge ihm, sich in seiner Hei-
mat eine Existenz aufzubauen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

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(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  (...)  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, (...) (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N (...), mit der Bitte 
um  Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer  und  um 
Zustellung  der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht)

- (kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Corinne Krüger

Versand:

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