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**Case Identifier:** 76a3acdf-7cdc-57e6-ab1e-b5269e293e2d
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-22
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.03.2021 S 2020 104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-104_2021-03-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 22. März 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung 

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(Schadenersatz gemäss Art. 52 AHVG)

S 2020 104

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Urteil S 2020 104

A. Am 9. Januar 2018 wurde über die C.________ AG, die ihren Sitz in D.________ 
hatte und deshalb der Ausgleichskasse Zug angeschlossen war, der Konkurs eröffnet. Mit 
Entscheid des Einzelrichters des Kantonsgerichts Zug vom 2. August 2018 wurde das 
Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt (AK-act. 1). Am 8. April 2019 erliess die 
Ausgleichskasse gegenüber dem Verwaltungsrat der C.________ AG A.________ eine 
Schadenersatzverfügung in der Höhe von Fr. 50'058.30 (AK-act. 214). Die dagegen 
erhobene Einsprache (AK-act. 215) hiess die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid 
vom 30. Juni 2020 insofern teilweise gut, als die Schadenersatzforderung auf 
Fr. 44'964.90 reduziert wurde. Im Übrigen wurde die Einsprache abgewiesen (AK-
act. 224). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 1. September 2020 liess A.________ die 
Aufhebung des Einspracheentscheids vom 30. Juni 2020 und der 
Schadenersatzverfügung vom 8. April 2019 unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
beantragen. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Sistierung des Verfahrens bis zum 
rechtskräftigen Abschluss des gegen ihn eröffneten Strafverfahrens. Zur Begründung 
stellte er sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, er habe die Abrechnungsverfügungen 
der Ausgleichskasse nie erhalten und daher auch nicht rechtzeitig reagieren können. 
Zudem habe er einen Buchhalter gehabt, welcher sich um die finanziellen 
Angelegenheiten hätte kümmern sollen. Für ihn sei schlicht nicht erklärbar, wie es zu den 
nun geltend gemachten Ausstände habe kommen können. Des Weiteren könne er die 
Lohndeklarationen der Jahre 2016 und 2017 nicht nachvollziehen. Im Übrigen habe er 
weder absichtlich noch grobfahrlässig gehandelt.

C. Mit Verfügung vom 16. September 2020 wies der Vorsitzende der 
sozialversicherungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts den Antrag des 
Beschwerdeführers auf Sistierung des Verfahrens ab.

D. Mit Vernehmlassung vom 20. November 2020 beantragte die Ausgleichskasse die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Begründend wurde im Wesentlichen 
ausgeführt, als Verwaltungsrat der C.________ AG hätten dem Beschwerdeführer 
grundsätzlich unübertragbare und unentziehbare Aufgaben oblegen, wozu auch das 
Beitragswesen gehöre. Durch die Delegation von einzelnen Aufgaben, welche an sich 
möglich sei, könne sich das formelle Organ jedoch nicht seiner Verantwortung entledigen. 
Der Beschwerdeführer als einziger Verwaltungsrat sei folglich für die korrekte Abrechnung 
und Entrichtung der Sozialversicherungsbeiträge verantwortlich gewesen und könne sich 

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somit nicht damit exkulpieren, dass er einen Buchhalter gehabt habe, welcher sich um die 
finanziellen Angelegenheiten hätte kümmern sollen. Des Weiteren sei auch der Einwand, 
er habe die Abrechnungsverfügungen nie erhalten und entsprechend auch nicht 
rechtzeitig reagieren können, unbehelflich. Als verantwortliches Organ habe der 
Beschwerdeführer wissen müssen, dass die Beitragsforderungen zeitgleich mit den 
Lohnzahlungen entstünden. An anderer Stelle wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, 
dass Lohnbescheinigungen grundsätzlich den Beweis erbringen würden, dass die darin 
deklarierten Löhne tatsächlich realisiert worden seien. Dies gelte umso mehr, wenn die 
Richtigkeit der Lohnbescheinigung durch einen Vertreter des Arbeitgebers unterschriftlich 
bestätigt worden sei. Es habe aus ihrer Sicht keine Veranlassung bestanden, an den 
eingereichten Lohndeklarationen zu zweifeln.

E. Die mit Schreiben vom 23. November 2020 angesetzte Replikfrist liess der 
Beschwerdeführer unbenutzt verstreichen, weshalb der Schriftenwechsel per Mitte 
Dezember 2020 als abgeschlossen gilt. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu: 
30. Juni 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 1. September 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

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2. Gegen Schadenersatzverfügungen nach Art. 52 des Bundesgesetzes über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) kann ein Betroffener gemäss 
Art. 52 Abs. 1 ATSG Einsprache erheben. Die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid nach Art. 56 Abs. 1 ATSG ist gemäss Art. 52 Abs. 5 AHVG und in 
Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG beim Sozialversicherungsgericht am Wohnsitz des 
Arbeitgebers, bei einer juristischen Person am Sitz, konkret am letzten Sitz der 
Gesellschaft, zu erheben. Das gleiche Prozedere gilt sinngemäss für die 
Invalidenversicherung (Art. 66 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]), für die Erwerbsersatzordnung (Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den 
Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft [EOG; SR 834.1]), für die 
Arbeitslosenversicherung (Art. 6 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0]) sowie für 
Beiträge nach dem seit 2009 in Kraft stehenden Bundesgesetz über die Familienzulagen 
(FamZG; SR 836.2; Art. 25 lit. c FamZG) resp. unter Vorbehalt der entsprechenden 
Kassenzugehörigkeit nach dem kantonalen Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über 
die Familienzulagen (EG FamZG; BGS 844.4; § 20 EG FamZG). Das Verwaltungsgericht 
des Kantons Zug beurteilt als einzige kantonale Gerichtsinstanz Beschwerden und Klagen 
aus dem Gebiete der eidgenössischen Sozialversicherung, für welche das Bundesrecht 
eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 und § 82 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Wie oben erwähnt, ist für die 
Beurteilung der Beschwerde betreffend Schadenersatz für entgangene bundesrechtliche 
Sozialversicherungsbeiträge wie für FAK-Beiträge das kantonale Versicherungsgericht am 
letzten Sitz der Gesellschaft zuständig, ohne Rücksicht auf den Wohnsitz des in Anspruch 
genommenen Organs (vgl. auch BGE 109 V 97). Die C.________ AG hatte ihren Sitz in 
D.________. Somit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug für die Beurteilung der 
Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Den Einspracheentscheid erliess die 
Ausgleichskasse am 30. Juni 2020. Folglich erweist sich die am 1. September 2020 
verfasste und gleichentags der Post übergebene Beschwerde unter Berücksichtigung von 
Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG – Fristenstillstand vom 15. Juli bis und mit dem 15. August – als 
im Sinne von Art. 60 Abs. 1 ATSG (30-tägige Beschwerdefrist) fristgerecht. Der 
Beschwerdeführer ist als zur Haftung Verpflichteter durch den angefochtenen 
Einspracheentscheid eindeutig berührt und kann sich auf ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung berufen, weshalb seine Legitimation als erstellt gilt. Die 
Beschwerdeschrift entspricht sodann den übrigen formellen Anforderungen, weshalb sie 
zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

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3. Der Beschwerdeführer verlangt, dass der Einspracheentscheid vom 30. Juni 2020 
sowie die Schadenersatzverfügung vom 8. April 2019 aufzuheben seien. Bei der Erhebung 
einer Einsprache wird das Verwaltungsverfahren durch den Einspracheentscheid 
abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Verfügung ersetzt (BGE 132 V 368 E. 6.1 mit 
Hinweis). Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet 
demzufolge allein der Einspracheentscheid. Dieser tritt an die Stelle der vorgängig 
erlassenen Verfügung, und zwar auch dann, wenn er sie bloss bestätigt. Die Verfügung, 
soweit angefochten, hat mit Erlass des Einspracheentscheids jede rechtliche Bedeutung 
verloren (BGE 119 V 347 E. 1b; BGer 8C_592/2012 vom 23. November 2012 E. 3.2). 
Daher ist, soweit die Aufhebung der Verfügung vom 8. April 2019 beantragt wird, kein 
Anfechtungsgegenstand gegeben, weshalb auf diesen Antrag nicht einzutreten ist.

4. Vorliegend ist Anfechtungs- und zugleich Streitgegenstand die subsidiäre Haftung 
des Beschwerdeführers nach Art. 52 AHVG für geschuldete Sozialversicherungsbeiträge, 
welche die ehemalige C.________ AG nicht bezahlt hat.

5. Nach Art. 52 AHVG hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder 
grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften einen Schaden verschuldet, diesen der 
Ausgleichskasse zu ersetzen. Ist der Arbeitgeber eine juristische Person, so können 
subsidiär gegebenenfalls die verantwortlichen Organe in Anspruch genommen werden 
(Art. 52 Abs. 2 AHVG; BGer 9C_789/2018 vom 1. Mai 2019 E. 2).

5.1 Unbestrittenermassen ist die vom 8. April 2019 datierende 
Schadenersatzverfügung der Ausgleichskasse innert der Verjährungsfrist von Art. 52 
Abs. 3 AHVG erfolgt, nachdem der Konkurs über die C.________ AG am 9. Januar 2018 
eröffnet und das Konkursverfahren mangels Aktiven am 2. August 2018 eingestellt wurde 
(vgl. AK-act. 1). 

5.2 Erstellt ist auch, dass der Beschwerdeführer ab 27. April 2015 bis zur Auflösung 
der AG als Verwaltungsrat der C.________ AG mit Einzelzeichnungsberechtigung im 
Handelsregister eingetragen war (vgl. AK-act. 1). Damit kam ihm formelle Organstellung 
zu und ist eine persönliche Haftung für einen Schaden aufgrund von durch die konkursite 
Arbeitgeberin unbezahlt gebliebenen Sozialversicherungsbeiträgen grundsätzlich möglich 
(BGer 9C_347/2013 vom 3. Juli 2013 E. 3). Dies stellt der Beschwerdeführer zu Recht 
nicht in Abrede.

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An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich bei den ausstehenden Beiträgen um Schulden 
der Gesellschaft als Arbeitgeberin handelt. Der Beschwerdeführer haftet als 
verantwortliches Organ anstelle der beitragspflichtigen C.________ AG persönlich und 
subsidiär für den Schaden aus entgangenen Sozialversicherungsbeiträgen, welche bei der 
ehemaligen Gesellschaft nicht mehr eingefordert werden können. Dabei umfasst die 
Haftung nicht nur die während seiner Zeit als Organ der Gesellschaft fällig gewordenen 
Beiträge, sondern auch alle früheren. Etwas anderes würde nur gelten, wenn die 
Gesellschaft bei seinem Antritt des Mandats als Organ bereits zahlungsunfähig und der 
Schaden somit bereits eingetreten gewesen wäre (BGE 119 V 401 E. 4b und c; BGer 
9C_647/2009 vom 15. April 2010 E. 4.2.2; Marco Reichmuth, Die Haftung des 
Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, 2008, N 275). So verhält es sich 
indessen vorliegend nicht. Dergleichen macht der Beschwerdeführer auch nicht geltend.

6.
6.1 Ein Schaden im Sinn von Art. 52 AHVG liegt immer dann vor, wenn der 
Ausgleichskasse als Organ der AHV ein ihr zustehender Betrag entgeht. Dabei entspricht 
die Höhe des Schadens dem Betrag, dessen die Ausgleichskasse verlustig geht. Der 
Schaden, den die Ausgleichskasse geltend zu machen berechtigt ist, umfasst die 
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge an die AHV, die Invalidenversicherung, die 
Erwerbsersatzordnung, die Arbeitslosenversicherung (vgl. SVR 2001 AHV Nr. 6 E. 2b), die 
bundesrechtlichen Beiträge nach FamZG ab 2009 sowie altrechtlich – und bei Vorliegen 
einer diesbezüglich ausreichenden kantonalen gesetzlichen Grundlage – die Beiträge an 
die kantonale Familienausgleichskasse (vgl. BGer 9C_704/2007 vom 17. März 2008 E. 6 
bis E. 6.6), zudem die Verwaltungskostenbeiträge, die Mahn- und Betreibungskosten 
sowie die Verzugszinsen (BGE 121 III 382 E. 3bb). 

Der Schaden gilt als eingetreten, sobald anzunehmen ist, dass die geschuldeten Beiträge 
aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht mehr erhoben werden können. Bei 
Zahlungsunfähigkeit gilt der Schaden als eingetreten, sobald die Beiträge nicht mehr im 
ordentlichen Verfahren erhoben werden können, also wenn der Konkurs eröffnet oder ein 
definitiver Verlustschein ausgestellt wurde (BGE 136 V 268 E. 2.6; 129 V 193 E. 2.2; 123 
V 12 E. 5b).

6.2

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6.2.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich im Rahmen ihrer Schadenersatzforderung auf 
die Lohndeklaration vom 29. März 2017 (Lohnbescheinigung 2016 [AK-act. 116]) und 
diejenige vom 15. Februar 2018 (Lohnbescheinigung 2017 [AK-act. 198]). Daraus geht 
hervor, dass die C.________ AG in der Abrechnungsperiode von Januar bis Dezember 
2016 eine Lohnsumme von Fr. 515'322.45 und von Januar bis Dezember 2017 eine 
solche von Fr. 338'183.– ausbezahlt hat. Im Bericht über die Arbeitgeberkontrolle vom 
25. April 2018 wurde ausserdem ein im Jahr 2017 nicht bescheinigter Lohn von Fr. 213.– 
aufgeführt (vgl. AK-act. 208). Daraus ergibt sich die von der Beschwerdegegnerin in der 
Schadenersatzverfügung für das Jahr 2017 aufgeführte Lohnsumme von Fr. 338'396.–. 

Sodann ist unter Hinweis auf Art. 34 Abs. 3 der Verordnung über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) – wonach die für eine Zahlungsperiode 
geschuldeten Beiträge innert zehn Tagen nach deren Ablauf zu bezahlen sind – festzu-
stellen, dass der Beschwerdeführer nur – aber immerhin – die Abrechnung bzw. die 
Begleichung der Beiträge für die bis Ende November 2017 ausgerichteten Löhne hätte 
veranlassen können. Nachdem am 9. Januar 2018 über die C.________ AG der Konkurs 
eröffnet worden ist, kann der Beschwerdeführer somit für die Beiträge des Monats 
Dezember 2017, welche erst per 10. Januar 2018 fällig geworden sind, nicht mehr haftbar 
gemacht werden, was auch die Beschwerdegegnerin im Rahmen des angefochtenen 
Einspracheentscheids zutreffend anerkannt und die massgebende Lohnsumme für das 
Jahr 2017 entsprechend auf Fr. 320'864.– reduziert hat (vgl. AK-act. 224 E. 4.3). 

6.2.2 Die Lohnmeldungen eines Arbeitgebers werden in Erfüllung seiner gesetzlichen 
Abrechnungspflicht nach AHVG und AHVV erstellt und beruhen auf Aufzeichnungen, die 
der handelsrechtlichen Buchführungspflicht nach Art. 957 ff. OR entspringen. Folglich 
erbringen sie grundsätzlich den Beweis für die erfolgten Lohnzahlungen. Dies trifft umso 
mehr zu, wenn die Lohndeklaration durch einen offiziellen Vertreter der Gesellschaft 
unterschriftlich genehmigt wurde. Dabei kann es sich auch lediglich um einen 
Buchhaltungsmitarbeiter oder um den Treuhänder handeln. Eine im Handelsregister 
ausgewiesene Zeichnungsberechtigung ist mithin nicht vorausgesetzt (vgl. Reichmuth, 
a.a.O., N 446). Zwar steht dem Arbeitgeber der Nachweis offen, dass effektiv tiefere 
Löhne zur Auszahlung gelangten. Allerdings ist dies nicht leichthin anzunehmen (EVG 
H 331/01 vom 5. September 2002 E. 4.4). Schliesslich ist ergänzend festzustellen, dass 
auch den Kontrollergebnissen der Revisionsstelle der Ausgleichskassen in der Regel ein 
höherer Beweiswert zukommt, und dass deren Bestreitung nicht gehört werden kann, 
wenn sie nicht ausreichend substantiiert wurde.

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6.2.3 Stellt sich der Beschwerdeführer nun auf den Standpunkt, er könne die 
Lohndeklarationen der Jahre 2016 und 2017 nicht nachvollziehen, kann ihm unter 
Berücksichtigung des soeben Dargelegten nicht gefolgt werden. Wie die 
Beschwerdegegnerin zu Recht festgestellt hat, hat der Beschwerdeführer die 
Lohnbescheinigung 2016 selber unterzeichnet, was von ihm auch nicht in Abrede gestellt 
wird. Als Kontaktperson über die in AHVeasy erfasste Lohnsumme für das Jahr 2017 
wurde ebenfalls der Beschwerdeführer angegeben. Des Weiteren ist kein Grund 
ersichtlich und ein solcher wird auch vom Beschwerdeführer nicht dargetan, inwiefern die 
Zahlen in der Lohndeklaration 2016 und 2017 nicht der Wahrheit entsprechen sollen. Der 
Beschwerdeführer wurde seitens der Ausgleichskasse bereits mit Schreiben vom 
10. Januar 2020 darauf aufmerksam gemacht, dass eine Korrektur der 
Schadenersatzforderung vorgenommen werden könne, wenn er belegen würde (mittels 
Lohnabrechnungen, Bankkontoauszügen, Bilanz und Erfolgsrechnung), dass effektiv 
tiefere Lohnzahlungen als deklariert erfolgt seien (vgl. AK-act. 216). Trotz in der Folge 
hierfür mehrfach gewährter Fristerstreckungen (vgl. AK-act. 217 ff.) reichte der 
Beschwerdeführer keine entsprechenden Belege ein und merkte mit Schreiben vom 
12. Mai 2020 lediglich an, dass keine weiteren Unterlagen vorhanden resp. greifbar seien 
(vgl. AK-act. 223). Mangels anderweitiger Belege besteht somit keine Veranlassung, an 
den durch den Beschwerdeführer selbst gemeldeten und der anlässlich der 
Arbeitgeberkontrolle festgestellten Lohnsummen zu zweifeln und davon abzuweichen. 

6.3 Der von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte Schadenersatzanspruch von 
Fr. 44'964.90 setzt sich wie folgt zusammen (vgl. AK-act. 224 E. 4.3):

2016 2017 Total

AHV/IV/EO Beiträge Fr. 52'820.55 Fr. 32'888.56 Fr. 85'709.11

Arbeitslosenversicherung Fr. 11'337.10 Fr. 7'059.01 Fr. 18'396.11

Verwaltungskosten Fr. 2'641.05 Fr. 1'644.43 Fr. 4'285.48

Betreibungskosten Fr. 1'243.– Fr. 964.35 Fr. 2'207.35

Mahngebühren Fr. 840.– Fr. 460.– Fr. 1'300.–

Verzugszinsen Fr. 1'560.90 Fr. 888.35 Fr. 2'449.25

übrige Kosten Fr. 0.– Fr. 125.– Fr. 125.–

Zwischentotal Fr. 70'442.60 Fr. 44'029.70 Fr. 114'472.30

abzüglich Zahlungen/Gutschriften Fr. -62'822.60 Fr. -6'684.80 Fr. -69'507.40

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Urteil S 2020 104

Schadenersatzforderung Fr. 7'620.– Fr. 37'344.90 Fr. 44'964.90

Mangels offenkundiger Anhaltspunkte für Berechnungsfehler bzw. einer entsprechenden 
Rüge des Beschwerdeführers ist die Schadensberechnung der Ausgleichskasse zu 
bestätigen. Der Schaden in der Höhe von Fr. 44'964.90 ist demnach ausgewiesen.

7.
7.1 Artikel 14 Abs. 1 AHVG und die Art. 34 ff. AHVV schreiben vor, dass der 
Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und 
zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die 
Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen über die von 
ihnen an ihre Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzustellen, damit die entsprechenden 
paritätischen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- und 
Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene öffentlich-
rechtliche Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser öffentlich-rechtlichen Aufgabe bedeutet eine 
Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG und zieht die volle 
Schadendeckung nach sich (BGE 118 V 193 E. 2a; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).

7.2 Wie bereits ausgeführt wurde (vgl. E. 6.2.1 vorstehend), richtete die C.________ 
AG in der massgebenden Abrechnungsperiode vom 1. Januar 2016 bis 30. November 
2017 Lohnzahlungen von insgesamt Fr. 836'186.45 aus. Aus den Akten ist auch 
ersichtlich, dass die Gesellschaft gleichzeitig der ihr als Arbeitgeberin obliegenden 
Beitragszahlung nur unvollständig nachkam. Letztlich musste die Beschwerdegegnerin 
einen Gesamtschaden von Fr. 44'964.90 verbuchen (vgl. E. 6.3 vorstehend). Es bedarf 
keiner weiteren Ausführungen, dass die C.________ AG Vorschriften im Sinne von Art. 52 
Abs. 1 AHVG verletzt hat, weshalb der von ihr verursachte Schaden grundsätzlich voll zu 
decken ist.

8. Zu prüfen bleibt, inwieweit diese Missachtung öffentlichrechtlicher 
Arbeitgeberpflichten auf grobfahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten des 
Beschwerdeführers zurückzuführen ist.

8.1 Der Umstand, dass der Ausgleichskasse als Folge der Missachtung von 
Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG ein Schaden entstanden ist, erlaubt nicht 
ohne Weiteres den Schluss auf ein qualifiziertes Verschulden (Absicht oder grobe 
Fahrlässigkeit) des Arbeitgebers oder seiner Organe (BGE 121 V 243 E. 5). Die Haftung 

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Urteil S 2020 104

nach Art. 52 AHVG ist keine Kausalhaftung, sondern setzt nach klarem Wortlaut und Sinn 
des Gesetzes ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten voraus (BGE 136 V 268 E. 3). 
Vorausgesetzt ist ein Normverstoss von gewisser Schwere. Dabei gilt ein objektiver 
Verschuldensmassstab. Es ist danach zu fragen, inwiefern der Beschwerdeführer als 
verantwortliches Organ seinen Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit der Einhaltung 
der Beitragszahlungspflicht nachgekommen ist. Bei feststehender Widerrechtlichkeit gilt 
jedoch die Vermutung eines absichtlichen oder grobfahrlässigen Verhaltens des 
Arbeitgebers resp. seiner Organe (BGE 108 V 183 E. 1b; BGer 9C_228/2008 vom 
5. Februar 2009 E. 4.2.1). Die Ausgleichskasse, welche feststellt, dass sie einen durch 
Missachtung von Vorschriften entstandenen Schaden erlitten hat, darf davon ausgehen, 
dass der Arbeitgeber oder dessen Organ die Vorschriften absichtlich oder mindestens 
grobfahrlässig verletzt hat, sofern keine Anhaltspunkte für die Rechtmässigkeit des 
Handelns oder die Schuldlosigkeit des Arbeitgebers bestehen. Es obliegt grundsätzlich 
dem Arbeitgeber oder seinen Organen, Gründe zu behaupten, diesbezügliche Beweise zu 
liefern oder zu beantragen, welche eine Widerrechtlichkeit resp. ein Verschulden im Sinne 
von Absicht oder Grobfahrlässigkeit ausschliessen. Werden solche entlastende Umstände 
nicht geltend gemacht oder nicht hinreichend substanziiert, sind solche nicht ohne 
weiteres ersichtlich oder führen die Abklärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat die 
ins Recht gefasste Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (Art. 8 ZGB; BGer 
9C_861/2018 vom 12. März 2019 E. 4.2.2 mit weiteren Hinweisen; Reichmuth, a.a.O., N 
741 ff.). Diese Regelung gilt auch in Bezug auf allfällige Rechtfertigungs- oder 
Exkulpationsgründe.

8.2  Vorab ist grundsätzlich festzustellen, dass die Gründe, die für die Nichtbezahlung 
der Beiträge ausschlaggebend waren, für die Klärung des Verschuldens eines 
verantwortlichen Gesellschaftsorgans nach Art. 52 AHVG völlig unbedeutend sind. Ebenso 
wenig relevant erscheint die Frage, wieso es schliesslich zum Konkurs der Gesellschaft 
kam, bzw. ob den Organen der Gesellschaft hierfür ein Vorwurf gemacht werden könnte. 
Die Frage schliesslich, ob die Illiquidität sich schon länger abgezeichnet hatte oder aber 
ob sich dies eher kurzfristig ergeben hat, ist höchstens im Zusammenhang mit der Frage 
des kurzfristigen Beitragsausstands von Belang, ansonsten aber wenig erheblich. Zu 
betonen ist im Weiteren aber, dass ein Arbeitgeber, der sich in einem Liquiditätsengpass 
befindet, nach der konstanten Praxis des Bundesgerichts prinzipiell ohnehin nur so viel 
massgebenden Lohn zur Auszahlung bringen darf, als die darauf unmittelbar ex lege 
entstandenen Beitragsforderungen gedeckt sind (SVR 1995 AHV Nr. 70 E. 5). 

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Weiter ist zu beachten, dass formellen Organen einer AG gestützt auf Art. 716a Abs. 1 OR 
unübertragbare und unentziehbare Aufgaben wie die Überwachung des Geschäftsgangs 
im Sinne der Oberaufsicht und die Pflicht zur Ausgestaltung des Rechnungswesens, der 
Finanzkontrolle und der Finanzplanung obliegen. Ist jemand formelles Organ, so hat 
dieser sich auch um die Einhaltung der Gesetze und Weisungen – darunter fallen auch die 
Bestimmungen von Art. 14 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV – zu kümmern und 
im Bedarfsfalle selbst einzugreifen. Dies gilt rechtsprechungsgemäss ganz besonders für 
Organe eher kleiner Gesellschaften mit einfacher und leicht überschaubarer 
Verwaltungsstruktur (EVG H 39/01 vom 24. Mai 2002 E. 4a und H 64/05 vom 
12. September 2005 E. 5.1). Mit anderen Worten kann sich ein formelles Organ den im 
Gesetz, in Art. 716a Abs. 1 OR, ausdrücklich als unübertragbar und unentziehbar 
bezeichneten Pflichten auch durch Delegation an eine andere Person nicht entziehen. 
Jedenfalls muss sich eine Ausgleichskasse gesellschaftsinterne 
Verantwortlichkeitsregelungen nicht entgegenhalten lassen und ein im Rahmen der 
Bestimmungen über die Solidarhaftung ins Recht gefasstes Organ ist hinsichtlich seiner 
Regressansprüche nach der nachgerade unverrückbaren Praxis im Bereich der Haftung 
nach Art. 52 AHVG auf den Zivilweg verwiesen. Macht ein Organ, insbesondere ein 
formelles Organ geltend, es sei gegen seinen Willen von der Geschäftsführung 
ausgeschlossen bzw. an der Pflichterfüllung im Sinne der obgenannten Bestimmungen 
gehindert worden, entbindet es dies nicht von seiner Verantwortlichkeit und Haftung. Die 
Rechtsprechung verlangt auch von den faktisch ausgeschlossenen Organen, dass sie sich 
ernsthaft um die Erfüllung ihrer gesetzlichen Pflichten bemühen. Will ein Organ in einer 
solchen Situation der Gefahr einer Haftung entgehen, so muss es umgehend 
demissionieren (vgl. Reichmuth, a.a.O., N 563 mit Hinweisen).

8.3 Wie bereits festgestellt wurde (vgl. E. 6.2.3 vorstehend), hat der Beschwerdeführer 
die Lohnbescheinigung 2016 selber unterzeichnet und am 29. März 2017 bei der 
Ausgleichskasse Zug eingereicht. Ebenfalls hat er am 15. Februar 2018 die Lohnsumme 
für das Jahr 2017 über AHVeasy erfasst und der Ausgleichskasse zukommen lassen. 
Folglich hätte der Beschwerdeführer als Verwaltungsrat der C.________ AG auch besorgt 
sein müssen, dass die entsprechenden Beiträge fristgerecht bezahlt werden. Dies gilt 
umso mehr, als es sich bei der C.________ AG in Bezug auf die Anzahl der Mitarbeiter 
um eine Gesellschaft von kleinerer Grösse mit einer einfachen Verwaltungsstruktur 
handelte. Bei derart leicht überschaubaren Verhältnissen muss vom Beschwerdeführer als 
damals alleiniger Verwaltungsrat der C.________ AG verlangt werden, dass er den 
Überblick über alle wesentlichen Belange des Unternehmens hat, wozu auch die 

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Abrechnung mit den Sozialversicherungen gehört. Soweit der Beschwerdeführer zu seiner 
Entlastung vorbringt, er habe einen Buchhalter gehabt, der sich um die finanziellen 
Angelegenheiten hätte kümmern sollen, kann er nicht gehört werden. Auch wenn die 
Funktion im Bereich des Rechnungs- und Zahlungswesens an eine bestimmte Person 
delegiert worden ist, trägt der Beschwerdeführer als Verwaltungsrat die letzte 
Verantwortung (vgl. E. 8.2 vorstehend). Wenn er die Kontrolle und Überwachung der 
Buchhaltungsführung vernachlässigte, so ist diese Unterlassung als pflichtwidriges und 
schuldhaftes Verhalten zu werten. Insofern kann sich der Beschwerdeführer mit der 
Begründung, sein Buchhalter sei allein für die finanziellen Angelegenheiten zuständig 
gewesen, nicht entlasten. 

Ebenfalls fehl geht schliesslich der Einwand des Beschwerdeführers, er habe die 
Abrechnungsverfügungen der Ausgleichskasse nie erhalten und daher auch nicht 
rechtzeitig reagieren können. Wie die Ausgleichskasse in diesem Zusammenhang 
zutreffend festgestellt hat, erfolgte sämtliche Korrespondenz mit der C.________ AG über 
die offizielle im Handelsregister eingetragene und vom Beschwerdeführer im Fragebogen 
zur Abklärung der Beitragspflicht vom 21. August 2015 angegebene Adresse – 
C.________ AG, c/o E.________ GmbH, ________ – (vgl. AK-act. 7). Selbiges hat 
insbesondere auch in Bezug auf die unangefochten in Rechtskraft erwachsenen 
Veranlagungsverfügungen der im vorliegenden Verfahren massgebenden Jahre 2016 und 
2017 zu gelten. Mit der Zustellung dieser Veranlagungsverfügungen an die 
Gesellschaftsadresse der C.________ AG gelten diese auch dem Beschwerdeführer als 
Verwaltungsrat und damit Verantwortlicher der Gesellschaft zugestellt und von diesem zur 
Kenntnis genommen. Der Einwand des Beschwerdeführers erweist sich somit als 
unbegründet und ist als blosse Schutzbehauptung zu sehen. Im Übrigen ist der 
Beschwerdegegnerin zuzustimmen, wonach der Beschwerdeführer als formelles Organ 
hätte wissen müssen, dass die Beitragsforderungen zeitgleich mit den Lohnzahlungen 
entstehen würden. Daraus folgt, dass er selbst dann für die Bezahlung der 
Sozialversicherungsbeiträge hätte besorgt sein müssen, wenn einzelne 
Abrechnungsverfügungen nicht bis zu ihm gelangt wären. 

Weitere Ausführungen in Bezug auf die vorgebrachten Rechtfertigungsgründe erübrigen 
sich. Vielmehr kann diesbezüglich als Ergänzung auf die ausführlichen und korrekten 
Erwägungen der Ausgleichskasse im angefochtenen Einspracheentscheid verwiesen 
werden (vgl. AK-act. 224 E. 6), zumal sich der Beschwerdeführer damit nicht weiter 

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auseinandergesetzt, sondern lediglich die bereits im Verwaltungsverfahren dargelegten 
und im Übrigen weitgehend unbegründet gebliebenen Einwände vorgebracht hat. 

8.4 Erweisen sich die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Exkulpations- und 
Rechtfertigungsgründe als unbeachtlich, so ist ihm gestützt auf die höchstrichterliche 
Praxis und im Rahmen einer Gesamtwürdigung vorzuhalten, dass er als Verwaltungsrat 
seine Pflichten verletzte, wenn er die ex lege anfallenden paritätischen 
Sozialversicherungsbeiträge nicht an die Ausgleichskasse abführen resp. für diese 
sicherstellen liess. Zu bedenken ist, dass bereits Passivität nach der ohnehin strengen 
höchstrichterlichen Praxis den Tatbestand der grobfahrlässigen Schädigung des 
Sozialversicherers gemäss Art. 52 AHVG erfüllt. Zusammenfassend ergibt sich 
demzufolge, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der Missachtung der Abrechnungs- 
und Zahlungspflicht der Vorwurf der grobfahrlässigen Verletzung von Bestimmungen im 
Sinne von Art. 52 AHVG nicht erspart bleiben kann, weshalb er prinzipiell für den 
entstandenen Schaden miteinzustehen hat. Es ist ihm vorzuhalten, dass er nicht alles 
beachtete, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter gleichen 
Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Sein Verschulden gilt somit als nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.

9. Soweit aus den Akten ersichtlich, ist auch der natürliche sowie adäquate 
Kausalzusammenhang zu bejahen. Hinweise, die auf Gegenteiliges schliessen liessen, 
insbesondere solche, welche einen Unterbruch bewirken könnten, sind keine erkennbar.

10. Abschliessend ist noch einmal festzustellen, dass die Rechtswidrigkeit des Tuns 
resp. Unterlassens des Beschwerdeführers sowie die Kausalität dessen für den 
entstandenen Schaden als erstellt gelten und dass beachtbare Rechtfertigungs- und 
Exkulpationsgründe, die ihn zu entlasten vermöchten, nicht ersichtlich sind. Die 
Vernachlässigung der beitragsrechtlichen Vorschriften muss im Lichte der einschlägigen 
Praxis mindestens als grobfahrlässig beurteilt werden. Was den Schaden anbelangt, so ist 
für die Beitragsperiode vom 1. Januar 2016 bis 30. November 2017 ein solcher von 
Fr. 44'964.90 zweifelsohne ausgewiesen. Hierfür ist der Beschwerdeführer haftbar. Die 
Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.

11. Nach Art. 61 lit. a ATSG ist das Verfahren kostenlos. Eine Parteientschädigung ist 
ausgangsgemäss nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Ausgleichskasse Zug sowie an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern.

Zug, 22. März 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am