# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** edcb1534-63eb-54ab-96ec-feca2f7d9a1c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.02.2022 PS220021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS220021_2022-02-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS220021-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. A. 

Strähl sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch 

Urteil vom 22. Februar 2022 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt und Notar Dr. X._____, 

 

gegen 

 

B._____,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 20. Januar 2022 (EK212040) 
 
  

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Erwägungen: 

1. 

1.1. Die Schuldnerin und Beschwerdeführerin (fortan Schuldnerin) ist seit dem 

tt. November 1963 im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Gemäss 

Handelsregistereintrag bezweckt sie den Erwerb, Kauf und Verkauf, die Vermitt-

lung, Vermietung und Verwaltung von Immobilien in der Schweiz und im Ausland 

(act. 6).  

1.2. Mit Urteil vom 20. Januar 2022 eröffnete das Konkursgericht des Bezirksge-

richts Zürich den Konkurs über die Schuldnerin für eine Forderung der Gläubige-

rin und Beschwerdegegnerin (fortan Gläubigerin) von Fr. 31'950.50 nebst Zins zu 

5% seit 21. Januar 2021 sowie Betreibungskosten von Fr. 305.70 (act. 9/8 = 

act. 3 = act. 8 S. 1). 

1.3. Gegen diesen Entscheid erhob die Schuldnerin mit Eingabe vom 4. Februar 

2022 (Datum Poststempel) rechtzeitig Beschwerde (act. 9/11 zur Rechtzeitigkeit, 

act. 2). Mit Verfügung vom 7. Februar 2022 wurde der Beschwerde gegen die 

Konkurseröffnung einstweilen aufschiebende Wirkung zuerkannt (act. 10). Mit 

Eingabe vom 7. Februar 2022 (Datum Poststempel) und damit innert Rechtsmit-

telfrist reichte die Schuldnerin eine Beschwerdeergänzung samt Beilagen nach 

(act. 12 sowie act. 13/16-24). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen 

(act. 9/1-13). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. 

2.1. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Beschwerde-

verfahren aufgehoben werden, wenn die Schuldnerin mit der Einlegung des 

Rechtsmittels ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden einen 

der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hinterle-

gung oder Gläubigerverzicht) nachweist. Neue Behauptungen und Urkundenbe-

weise über konkurshindernde Tatsachen sind im Beschwerdeverfahren unbe-

schränkt zugelassen, unabhängig davon, ob sie vor oder nach dem erstinstanzli-

chen Entscheid ergangen sind. Jedoch muss die Begründung samt Belegen voll-

ständig innert der zehntägigen Beschwerdefrist erfolgen (Art. 321 ZPO). Da es 

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sich bei der Beschwerdefrist um eine gesetzliche Frist handelt, ist die Gewährung 

einer Fristerstreckung bzw. einer Nachfrist ausgeschlossen (Art. 144 Abs. 1 ZPO). 

2.2. Die Schuldnerin hat am 28. Januar 2022 bei der Obergerichtskasse einen 

Betrag von Fr. 35'000.00 hinterlegt. Dies deckt die Konkursforderung samt Zinsen 

und Betreibungskosten über Fr. 33'849.35 (Forderung von Fr. 31'950.50 + Zins 

vom 21. Januar 2021 bis 20. Januar 2022 über Fr. 1'593.15 + Betreibungskosten 

von Fr. 305.70) und auch die Kosten von Fr. 750.00 für das Beschwerdeverfahren 

(act. 5/5, act. 7). Im Weiteren hat die Schuldnerin mit Zahlung vom 31. Januar 

2022 beim Konkursamt Enge-Zürich zur Deckung der Kosten des Konkursverfah-

rens und des Konkursgerichts Fr. 3'000.00 sichergestellt (act. 5/7). Die Schuldne-

rin hat somit den Konkursaufhebungsgrund der Hinterlegung im Sinne von 

Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG nachgewiesen. 

2.3.1. Um die Aufhebung der Konkurseröffnung zu erreichen, hat die Schuldne-

rin überdies ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen. Zahlungsfähigkeit be-

deutet, dass ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, mit denen die Gläubiger 

bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden können. Die Schuldnerin hat 

deshalb aufzuzeigen, dass sie in der Lage ist, in näherer Zukunft ihren laufenden 

Verbindlichkeiten nachzukommen sowie die bestehenden Schulden abzutragen. 

Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen die Schuldnerin noch 

nicht als zahlungsunfähig erscheinen. Anders verhält es sich jedoch, wenn keine 

Anhaltspunkte für eine Verbesserung der finanziellen Lage zu erkennen sind und 

die Schuldnerin deshalb auf unabsehbare Zeit hinaus als illiquid erscheint. Auch 

wenn die Schuldnerin die Zahlungsfähigkeit nicht strikt beweisen, sondern nur 

glaubhaft machen muss, so genügen ihre Behauptungen allein nicht. Sie muss 

die Angaben durch objektive Anhaltspunkte untermauern, so dass das Gericht 

den Eindruck hat, die Behauptungen seien zutreffend, ohne das Gegenteil aus-

schliessen zu müssen (BGE 132 III 715 E. 3.1.; BGE 132 III 140 E. 4.1.2; BGer 

5A_297/2012 vom 10. Juli 2012 E. 2.3). Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache be-

reits dann, wenn für deren Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, selbst 

wenn sich nicht ausschliessen lässt, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte. 

Im Hinblick auf die Aufhebung der Konkurseröffnung bedeutet dies, dass die Zah-

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lungsfähigkeit des Konkursiten wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungsun-

fähigkeit. Insbesondere wenn die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des schuldneri-

schen Unternehmens nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann, dürfen 

keine allzu strengen Anforderungen an die Glaubhaftmachung gestellt werden 

(BGer 5A_335/2014 vom 23. Juni 2014, E. 3.1 m.w.H.). 

2.3.2. Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle 

Lage eines Schuldners gibt insbesondere das Betreibungsregister. Der von der 

Schuldnerin eingereichte Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes Zü-

rich 2 vom 27. Januar 2022 weist insgesamt 16 zwischen dem 16. April 2018 und 

dem 25. November 2021 eingeleitete Betreibungen aus (act. 5/9). Gemäss dem 

Auszug wurden davon zwei Betreibungen durch Bezahlung an das Betreibungs-

amt erledigt. In ihrer Beschwerdeergänzung weist die Schuldnerin die Bezahlung 

von vier weiteren Betreibungen nach (Nr. 1, act. 13/16; wobei hier aufgrund der 

belegten Zahlungen ein offener Differenzbetrag von Fr. 122.90 resultiert; Nr. 2, 

act. 13/19; Nr. 3, act. 13/24; Nr. 4, act. 13/23). Neben der Betreibung der nun hin-

terlegten Konkursforderung sind dem Betreibungsregisterauszug damit noch 

9 offene Betreibungen zu entnehmen. Die Schuldnerin macht hinsichtlich der vor 

dem Jahr 2021 eingeleiteten Betreibungen geltend, dass diese nicht weiterverfolgt 

oder bezahlt worden seien (act. 2 S. 4). Bei der Betreibung Nr. 5 vom 1. Juli 2019 

handle es sich um eine ungerechtfertigte Betreibung. In Bezug auf die Betreibun-

gen Nr. 6 vom 14. Februar 2019, Nr. 7 vom 18. April 2019 und Nr. 8 vom 22. Juli 

2019 macht sie die Bezahlung geltend (act. 2 S. 4 f.; act. 12 S. 1 f.). Die zur be-

haupteten Bezahlung eingereichten Belege weisen zwar aus, dass Zahlungsauf-

träge bei der Graubündner Kantonalbank erteilt wurden. Der Status der Zahlun-

gen wird aber als "Ausführbereit" angegeben, was keine effektive Ausführung 

resp. Kontobelastung belegt (vgl. act. 13/17-18 und act. 13/20). Jedoch ist der 

Schuldnerin dahingehend zuzustimmen, dass in den sieben Betreibungen aus 

den Jahren 2018/2019 aufgrund des vermerkten Betreibungsbeginns (16. April 

2018 bis 2. Dezember 2019) davon ausgegangen werden kann, dass die Fristen 

nach Art. 88 und Art. 166 SchKG verstrichen sind. Vor diesem Hintergrund er-

scheint die Behauptung der ungerechtfertigten Betreibungseinleitung resp. Bezah-

lung der Betreibungsforderungen als plausibel. Zumindest ist glaubhaft, dass die 

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Betreibungen – wie behauptet – auf dem Betreibungsweg nicht weiterverfolgt 

wurden. Zur Betreibung Nr. 9 der C._____ AG vom 5. Juli 2021 über 

Fr. 11'405.60 führt die Schuldnerin aus, die Forderung sei bezahlt, aber die Be-

treibung noch nicht zurückgezogen worden (act. 2 S. 5 und act. 12 S. 2). Gemäss 

dem von der Schuldnerin eingereichten Beleg wurde von einem auf die D._____ 

SA lautenden Konto bei der Zürcher Kantonalbank ein Zahlungsauftrag über 

Fr. 11'387.30 zugunsten der C._____ AG erteilt. Der Auftrag wird als in Verarbei-

tung angegeben und es wird auf dem Beleg ausdrücklich festgehalten, dass die-

ser keine Ausführungsbestätigung darstelle (act. 13/22). Die Bezahlung der Be-

treibungsforderung durch die Schuldnerin kann damit nicht als belegt angesehen 

werden. In Bezug auf die Betreibung Nr. 10 der E._____ Ges.m.b.H. vom 

25. November 2021 über Fr. 27'241.56 macht die Schuldnerin geltend, die ausge-

führten Arbeiten noch kontrollieren zu müssen. Sofern diese sich als abnahmefä-

hig und einwandfrei erweisen würden, werde der Betrag umgehend bezahlt (act. 2 

S. 5).  

Zusammengefasst ist nach dem Gesagten folglich von noch zwei offenen Betrei-

bungen in gesamthafter Höhe von rund Fr. 38'650.00 (Betreibungen Nr. 9 und 

Nr. 10) auszugehen. Beide Betreibungen sind bereits bis zur Konkursandrohung 

fortgeschritten (Code "KA").   

2.3.3. Die Schuldnerin führt aus, die Konkursforderung der Gläubigerin aus 

Werkvertrag nicht (früher) bezahlt zu haben, weil sie mit dem Rechnungsbetrag 

nicht einverstanden gewesen sei. Eine Verkettung unglücklicher Umstände (CO-

VID-Erkrankungen verschiedener Mitarbeiter) habe dazu geführt, dass kein 

Rechtsvorschlag erhoben und das Konkursverfahren weitergeführt worden sei. Im 

Betreibungsregister seien verschiedene Betreibungen gegen sie noch offen, was 

einerseits mit ungerechtfertigten Forderungen und andererseits mit kurzfristigen 

Organisationsschwierigkeiten zusammenhänge. Für die (offenen) Forderungen 

gemäss Betreibungsregister bestehe eine genügende finanzielle Sicherheit, wie 

aus ihrer Jahresrechnung 2020 und den aktuellen Kontoständen hervorgehe 

(act. 2 S. 4). Die Schuldnerin bezeichnet ihr Unternehmen als solide und verweist 

auf ihre Bilanzsumme von fast Fr. 40 Mio. per 31. Dezember 2020, den Gewinn-

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vortrag von Fr. 9'868'425.00 per Ende 2020 (Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 

2019 von Fr. 8'427'891.00 und Gewinn des Jahres 2020 von Fr. 1'440'534.00), ihr 

Aktienkapital von Fr. 50'000.00, die gesetzlichen Gewinnreserven von 

Fr. 65'000.00 und ihren Aufwand von rund Fr. 1.4 Mio., welchem ein Ertrag von 

über Fr. 2.8 Mio. gegenüberstehe. Sie erklärt zudem, es würden in nächster Zeit 

zwei grosse Verkäufe von Liegenschaften anstehen, woraus ihr wiederum flüssige 

Mittel zufliessen würden. Ihre Liegenschaft in F._____ (Grundstück Nr. …) solle 

für Fr. 15 Mio. verkauft werden. Bei ihrer Liegenschaft in G._____ sei der Kauf-

preis auf Fr. 2.25 Mio. veranschlagt worden, wie aus dem Reservationsvertrag 

hervorgehe. Die Schuldnerin macht weiter geltend, aus der E-Mail von H._____ 

von der I._____ gehe hervor, dass sie über mehrere Firmenkonten bei der 

I._____ mit einem Freibetrag von Fr. 3 Mio. verfüge. Gemäss E-Mail des Treu-

händers J._____ vom 2. Februar 2022 weise die Bilanz per 31. Dezember 2021 

sodann wesentliche stille Reserven auf dem Immobilien-Anlagevermögen aus. 

Gemäss dem Treuhänder werde der Aktionär und Verwaltungsrat K._____ im 

Sinne einer Realisation von stillen Reserven und zur Erzielung einer soliden Li-

quiditätsbasis Liegenschaften aus dem Anlagevermögen verkaufen. Dem "KK 

K._____" von Fr. 9'904'171.28 könne ebenfalls Eigenkapitalcharakter bescheinigt 

werden (act. 2 S. 5 f. und 7 f.).  

2.3.4. Die Schuldnerin reicht keinen Zwischenabschluss sowie keine Kreditoren-

liste ein, was die Prüfung ihrer aktuellen Liquiditätslage erschwert. Eingereicht hat 

die Schuldnerin aber die Steuererklärung 2020 sowie die Jahresrechnung 2020. 

Daraus geht insbesondere der geltend gemachte Gewinn in Millionenhöhe (Ge-

winnvortrag per 1. Januar 2020 von rund Fr. 8.43 Mio. und Jahresgewinn 2020 

von rund 1.44 Mio.) hervor (act. 5/10 und act. 5/15 S. 2 f.). Zu beachten ist zu-

dem, dass die Schuldnerin in der Lage war, innert kurzer Zeit genügend flüssige 

Mittel aufzubringen, um die Konkursforderung samt Zinsen und Betreibungskos-

ten über fast Fr. 34'000.00 zu begleichen, beim Konkursamt Enge-Zürich 

Fr. 3'000.00 zu hinterlegen und die Kosten für das Beschwerdeverfahren vorzu-

schiessen (vgl. act. 5/5-7). Im vorliegenden Fall ist – damit es nach Aufhebung 

der vorliegenden Konkurseröffnung nicht sogleich zur nächsten Konkurseröffnung 

kommt – in Bezug auf die Zahlungsfähigkeit vor allen Dingen entscheidend, dass 

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zunächst kurzfristig abrufbare finanzielle Mittel in der Höhe von rund Fr. 39'000.00 

vorhanden sind, um die zwei Betreibungen (umgehend) zu begleichen, in welchen 

bereits die Konkursandrohung erging.  

Gemäss E-Mail des dipl. Treuhandexperten J._____ seien in der Bilanz per 

31. Dezember 2020 wesentliche stille Reserven auf dem Immobilien-

Anlagevermögen vorhanden, welche der Aktionär und Verwaltungsrat der 

Schuldnerin, K._____, durch einen Verkauf von Liegenschaften aus dem Anlage-

vermögen realisieren werde (act. 5/14). Aus den eingereichten Belegen geht ins-

besondere hervor, dass die Schuldnerin über eine in ihrem Alleineigentum ste-

hende Liegenschaft in G._____ sowie eine solche in F.____ verfügt (act. 5/11-13). 

Die Absicht der Schuldnerin, diese Liegenschaften in naher Zukunft zu verkaufen, 

ist vor dem Hintergrund der eingereichten E-Mail des Treuhandexperten J._____ 

vom 2. Februar 2022 sowie der E-Mail des I._____ Mitarbeiters H._____ vom 

24. Januar 2022 betreffend die Anlage der aus dem Liegenschaftsverkauf zuflies-

senden Gelder glaubhaft (act. 5/14). Wann der Verkauf der Liegenschaft in 

F._____ realisiert werden kann, erwähnt die Schuldnerin allerdings nicht. Ein Da-

tum für den Verkauf und einen Geldzufluss aus dem Verkauf dieser Liegenschaft 

in F._____ geht auch aus dem E-Mail des I._____ Mitarbeiters H._____ vom 

24. Januar 2022 nicht hervor. Auch fehlt zur behaupteten Höhe des Verkaufsprei-

ses von Fr. 15 Mio. ein Beleg. Jedoch reichte die Schuldnerin betreffend die Lie-

genschaft in G._____ eine am 12. Januar 2022 unterzeichnete Kaufabsichtserkä-

rung und Reservierungsvereinbarung ins Recht. Darin wird ein Kaufpreis von 

Fr. 2.25 Mio. festgehalten, der Beurkundungstermin werde im Februar 2022 statt-

finden (act. 5/11). Damit ist glaubhaft, dass der Schuldnerin ein Mittelzufluss in 

besagter Höhe aus diesem Liegenschaftsverkauf unmittelbar bevorsteht. Im Wei-

teren macht die Schuldnerin geltend, über Fr. 3 Mio. auf ihren Firmenkonten zu 

verfügen (act. 2 S. 5). Zwar reichte die Schuldnerin keine Kontobelege ein, wel-

che über ihren aktuellen Kontostand Aufschluss gegeben hätten. Sie verweist in-

des auf die Angaben des I._____ Mitarbeiters H._____ in der E-Mail vom 

24. Januar 2022 betreffend den Verkauf der Liegenschaft in F._____. Dort wird 

erwähnt, "Stand heute haben wir pro Firmenkonto CHF 1 Mio. Freibetrag" 

(act. 5/14). Die Schuldnerin wird darin nicht ausdrücklich erwähnt und es wird 

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auch nicht ausdrücklich von ihren Konten gesprochen. Die E-Mail ging jedoch an 

den einzigen Verwaltungsrat der Schuldnerin (vgl. act. 6). Aufgrund der Empfän-

ger-Mailadresse sowie des Betreffs der E-Mail ist es gerade noch glaubhaft, dass 

sich die Angaben auf die Firmenkonten der Schuldnerin beziehen und sich darauf 

namhaftes Guthaben befinden soll.  

2.3.5. Vor dem genannten Hintergrund bestehen somit objektive Anhaltspunkte 

dafür, dass die Schuldnerin ihre aktuell dringendsten laufenden Verbindlichkeiten 

wird decken und sie (künftig) ihre Gläubiger bei Fälligkeit von deren Forderungen 

wird befriedigen können. Die bloss temporäre Illiquidität bzw. die Zahlungsfähig-

keit der Schuldnerin erweist sich als hinreichend glaubhaft im Sinne von Art. 174 

Abs. 2 SchKG.  

In einer Gesamtbetrachtung erscheint die Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin folg-

lich als glaubhaft gemacht. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde und zur 

Aufhebung des am 20. Januar 2022 über die Schuldnerin eröffneten Konkurses. 

3. 

Obschon die Beschwerde gutgeheissen wird, sind die Gerichtsgebühren beider 

Instanzen der Schuldnerin aufzuerlegen, weil sie das Verfahren durch ihre Zah-

lungssäumnis verursacht hat. Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen. 

  

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Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des 

Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. Januar 2022 aufge-

hoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen.  

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.00 festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Entscheidge-

bühr von Fr. 400.00 wird bestätigt und der Schuldnerin auferlegt. 

3. Das Konkursamt Enge-Zürich wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahl-

ten Totalbetrag von Fr. 4'400.00 (Fr. 3'000.00 Zahlung der Schuldnerin so-

wie Fr. 1'400.00 Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleiste-

ten Vorschusses) der Gläubigerin Fr. 1'800.00 und der Schuldnerin einen 

nach Abzug seiner Kosten allfällig verbleibenden Restbetrag auszuzahlen. 

4. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, von dem bei ihr von der Schuldne-

rin einbezahlten Betrag in Höhe von Fr. 34'250.00 (= Fr. 35'000.00 – 

Fr. 750.00), Fr. 33'849.35 an die Gläubigerin und den Rest (Fr. 400.65) an 

die Schuldnerin auszubezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage der 

Doppels von act. 2 und act. 12, sowie an das Konkursgericht des Bezirksge-

richtes Zürich (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das 

Konkursamt Enge-Zürich, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsre-

gisteramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Zürich 2 sowie an 

die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Würsch 
 
 
versandt am:

	Urteil vom 22. Februar 2022
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. Januar 2022 aufgehoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.00 festgesetzt, der Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 400.00 wird bestä...
	3. Das Konkursamt Enge-Zürich wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 4'400.00 (Fr. 3'000.00 Zahlung der Schuldnerin sowie Fr. 1'400.00 Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten Vorschusses) der Gläubigerin ...
	4. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, von dem bei ihr von der Schuldnerin einbezahlten Betrag in Höhe von Fr. 34'250.00 (= Fr. 35'000.00 – Fr. 750.00), Fr. 33'849.35 an die Gläubigerin und den Rest (Fr. 400.65) an die Schuldnerin auszubezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage der Doppels von act. 2 und act. 12, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zürich (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Enge-Zürich, fe...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...