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**Case Identifier:** d04cbb03-d74d-535b-aec5-63ab206d34e7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.09.2020 IV 2018/372
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-372_2020-09-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/372

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 22.06.2021

Entscheiddatum: 21.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 21.09.2020
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG. Voraussetzungen, unter denen die 
Rechtsanwendung von der medizinischen Arbeitsfähigkeitsschätzung 
abweichen darf. Diese sind vorliegend nicht gegeben, somit ist mit den 
Gutachtern von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Der 
Beschwerdeführer hat gemäss Einkommensvergleich Anspruch auf eine 
Viertelsrente. Zudem besteht aufgrund vollständiger Arbeitsunfähigkeit nach 
einer Operation ein befristeter Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. September 2020, 
IV 2018/372).

Entscheid vom 21. September 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz),

Marie-Theres Rüegg Haltinner und Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2018/372

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot,

GN Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach,

9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 7. März 2016 wegen 

chronischer Achillessehnenentzündung links und rechts und sehr starker 

Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-

act. 1). Er hatte zuletzt vom 1. Januar bis 31. Juli 2015 als Abkanter (Blechbearbeitung) 

bei der Firma B.___ gearbeitet (Angaben Arbeitgeberin vom 4. April 2016, IV-act. 17).

A.a. 

Ein MRI von LWS und ISG vom 25. April 2016 zeigte Diskushernien L4/5 und L5/

S1 mit knapper Tangierung der Nervenwurzeln L5 links und S1 rechts sowie leichte bis 

moderate degenerativ imponierende Veränderungen des ISG (IV-act. 92-12; IV-

act. 65-18 f.). Dr. C.___ berichtete am 9. Mai 2016, die Achillessehnen seien stark 

geschwollen und druckdolent. Die Schmerzen und Schwellungen hätten weiter 

angehalten, aktuell links deutlich stärker als rechts. Diesbezüglich diagnostizierte er 

eine chronische Tendinopathie beider Achillessehnen. Weiter leide der Versicherte bei 

jeder kleinsten Belastung unter akuten lumbo-sacralen Schmerzen, so dass ein 

Einsatzprogramm des RAV habe abgebrochen werden müssen. Bei der Untersuchung 

habe er ein lumbal-betontes Panvertebralsyndrom bei muskulären Verspannungen und 

segmentalen Dysfunktionen gefunden (IV-act. 65-9 ff.). Im Arztbericht vom 16. Juni 

A.b. 

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2016 beschrieb Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, starke Schwellungen des (wohl linken) 

Sprunggelenkes mit Synovialitis klinisch und einem Impingement. Er diagnostizierte 

eine Gichtarthropathie linkes OSG und eine Achillodynie links bei Verdacht auf 

intratendinöse Degeneration und attestierte spätestens ab 15. Februar 2016 keine 

Arbeitsunfähigkeit mehr. Der Versicherte habe im August 2015 und im Februar 2016 

Arthritisschübe mit starken Schmerzen gehabt, sodass er nicht mehr habe gehen, aber 

habe sitzen können (IV-act. 31).

RAD-Ärztin Dr. med. E.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, nahm 

am 4. Juli 2016 Stellung, in der körperlich schweren Tätigkeit als Abkanter bestehe seit 

Mai 2015 keine Arbeitsfähigkeit mehr. In einer wechselbelastenden leichten Tätigkeit 

ohne Einnahme von Zwangshaltungen der Wirbelsäule in gebückter Stellung und ohne 

Arbeiten mit Hyperextension der Halswirbelsäule bestehe spätestens ab 11. April 2016 

eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-act. 33). Gestützt darauf und nach Vorbescheid vom 

11. Juli 2016 (IV-act. 37) sowie nach Eingang eines weiteren Berichts von Dr. C.___ 

vom 22. August 2016 (IV-act. 65-7 f.) wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch um 

berufliche Massnahmen und Rentenleistungen mit Verfügung vom 3. Oktober 2016 ab, 

da der Versicherte in adaptierten Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig und bei der 

Stellensuche nicht gesundheitsbedingt eingeschränkt sei (IV-act. 38). Hiergegen erhob 

der Versicherte am 28. Oktober 2016 Beschwerde (IV-act. 41-2 f.), worauf die 

angefochtene Verfügung gestützt auf einen Konsiliarbericht von Dr. med. F.___, 

Facharzt FMH für Neurochirurgie, vom 27. Januar 2017 (IV-act. 70-2 f.) und eine 

Stellungnahme des Rechtsdienstes vom gleichen Tag (IV-act. 51) am 16. Februar 2017 

zugunsten der Prüfung des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung widerrufen wurde (IV-

act. 54) und das Versicherungsgericht am 20. Februar 2017 das hängige Verfahren (IV 

2016/370) einstellte (IV-act. 57).

A.c. 

Beim Versicherten wurde am 17. Februar 2017 ein Sakralblock unter BV-Kontrolle 

und eine Facettengelenksinfiltration L5/S1 durchgeführt, die zu keiner 

Schmerzlinderung führten (Operationsbericht IV-act. 71; Bericht Dr. F.___ vom 7. März 

2017, IV-act. 72).

A.d. 

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Dr. G.___, Chiropraktor, hielt im Arztbericht vom 20. März 2017 fest, die 

Behandlungen erfolgten normalerweise wöchentlich. Hauptsymptomatik seien 

Schmerzen und muskuläre Verkrampfungen paraspinal. Die körperliche Belastbarkeit 

der Wirbelsäule sei mässig reduziert. Rezidive könnten rasch ausgelöst werden. Der 

Versicherte arbeite zur Zeit als Aufsichtsperson während einiger Stunden pro Tag in 

einem Fitnessstudio. Dies scheine zur Zeit angemessen. Es bestehe eine gewisse 

Diskrepanz zwischen subjektivem und objektivem Befund. Wechselbelastende 

Tätigkeiten seien während 5 bis 6 Stunden steigernd möglich (IV-act. 66-2 ff.).

A.e. 

Am 27. März 2017 wurde eine operative Mikrodiskektomie und Dekompression L5/

S1 rechts vorgenommen, wobei der Versicherte postoperativ über starke, auf Opiate, 

Fentanyl und PDA-Schmerzkatheter ungenügend reagierende Rücken- und 

Beinschmerzen mit massiv eingeschränkter Bewegungsfähigkeit klagte (Austrittsbericht 

Wirbelsäulenchirurgie Ostschweiz AG vom 3. April 2017, IV-act. 74; Operationsbericht 

IV-act. 73).

A.f. 

Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte 

gemäss Arztbericht vom 8. Mai 2017 eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.1), sowie 

eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 

F45.41). Es finde eine integrierte psychotherapeutisch-psychiatrische Behandlung mit 

wöchentlich bis zweiwöchentlich stattfindenden Behandlungseinheiten statt. Aufgrund 

des komplexen Beschwerdebildes mit auch kurzzeitig rezidiviert auftretenden 

depressiven Episoden im Rahmen der Schmerzsymptomatik bestünden öfter kurzfristig 

auftretende 100%ige Arbeitsunfähigkeiten. Ein Arbeitsversuch sei vom Arbeitgeber 

abgebrochen worden, da der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen nicht in der 

Lage gewesen sei, die geforderten Tätigkeiten auszuführen. Mit medizinischen 

Massnahmen könnte in einer angepassten Tätigkeit die Arbeitsfähigkeit um maximal 

20 % gesteigert werden. Eine zeitlich und örtlich symptomangepasste Tätigkeit auf 

dem zweiten Arbeitsmarkt wäre sinnvoll. Eine vollständige Reintegration erscheine aus 

aktueller Sicht wenig wahrscheinlich (IV-act. 82).

A.g. 

RAD-Ärztin Dr. E.___ konstatierte am 7. Juni 2017, aufgrund des Rückenleidens 

sei es zu einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit 

A.h. 

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- Diskusprotrusion C3/4 mit Nervenwurzeldeviation C4 links sowie C5/6 mit 

Nervenwurzeldeviation C6 rechts

- SLAP-Läsion II der rechten Schulter

- chronische Cephalgie: Spannungskopfschmerzen, seltene Migräne

- chronische Cervicobrachialgie rechts, akute Symptomatik links ab Januar 2018

einer vollen Arbeitsunfähigkeit vom 27. März bis 10. Mai 2017 gekommen. Die strenge 

körperliche Tätigkeit als Abkanter sei nicht mehr möglich. In einer leichten 

wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangshaltungen der LWS und der HWS sei der 

Versicherte ab 11. Mai 2017 voll arbeitsfähig. Die aktuelle Tätigkeit als Aufsichtsperson 

in einem Fitnessstudio sei adaptiert (IV-act. 85). Med. pract. I.___, Allgemeinmedizin 

FMH, hielt im Arztbericht vom 18. September 2017 (Eingang) fest, der Versicherte gebe 

an, aufgrund der Konzentrationsschwäche, rascher Erschöpfbarkeit und psychischer 

Erkrankungen nicht leistungsfähig zu sein (IV-act. 92-2 ff.). Die 

Eingliederungsverantwortliche führte aus, nach der Operation habe sich der Zustand 

des Versicherten verschlechtert. Aufgrund des instabilen Gesundheitszustands bei 

100 %iger Arbeitsunfähigkeit mache die Stellensuche bzw. berufliche Integration 

keinen Sinn. Sie schloss den Fall am 20. September 2017 ab (Assessmentprotokoll, IV-

act. 93-3 f.).

Im Verlaufsbericht des Psychiatriezentrums Rorschach wurde in einer ideal 

angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 0 % bis 20 % attestiert (Verlaufsbericht 

vom 13. Oktober 2017, IV-act. 94). RAD-Ärztin Dr. E.___ nahm am 23. Oktober 2017 

Stellung, die Attestierung einer vollen Arbeitsunfähigkeit sei nicht nachvollziehbar; es 

sei ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen (IV-act. 102).

A.i. 

Der Auftrag wurde der Medizinisches Gutachterzentrum Region St. Gallen GmbH 

(MGSG) zugeteilt (Gutachten vom 28. Februar 2018; Dr. med. J.___, Allgemeine Innere 

Medizin; Dr. med. K.___, Neurologie; Dr. med. L.___, Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates; Dr. med. M.___, Psychiatrie und 

Psychotherapie; Untersuchungen 20. Dezember 2017, 3. Januar und 1. Februar 2018; 

IV-act. 114). Die Gutachter diagnostizierten folgende Gesundheitsschäden mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 114-61 f.):

A.j. 

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- paracervicale radikuläre Ausstrahlungsschmerzen C6 rechts und C4 links

- foraminale Bandscheibenprotrusion mit Nervenwurzeldeviation C6 rechts und C4 

links

- rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: 

F33.1).

Als diagnostizierte Gesundheitsbeeinträchtigungen ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit wurden unter anderem festgehalten (IV-act. 114-62 f.)

- eine Achillodynie beidseits

- ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, Erstmanifestation ca. 2013, 

mit seinerzeit radikulärem L5-Syndrom rechts, Laminotomie L5/S1 rechts (März 2017) 

und postoperativer Lumbago und bis dato anhaltendem residuellem, diskret sensibel 

radikulärem S1-Syndrom rechts und geringer Facettengelenksarthrose ohne Hinweis 

auf eine Spinalkanalstenose und/oder Neurokompression

- der Verdacht auf eine sich etablierende leichtgradige Polyneuropathie, 

differenzialdiagnostisch Hinterstrangsymptomatik mit plantarer Hyp- und 

Thermanästhesie beidseits, prätibialen elektrisierenden Nachhallphänomen bei 

Perkussion und linksseitig diffusen, teils neuropathischen Beinschmerzen ohne 

eindeutig erkennbares (radikuläres) Muster

- eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)

- eine Arthritis urica.

Im interdisziplinären Konsens kamen die Gutachter zum Schluss, in der angestammten 

Tätigkeit bestehe aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode, seit November 2016 gesamthaft bei voller Stundenpräsenz eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 %. Leidensadaptierte Tätigkeiten, d.h. Arbeiten ohne erhöhte 

emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, 

ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung 

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sowie körperlich leichte Tätigkeiten, abwechselnd sitzend und stehend, ohne häufige 

inklinierte, reklinierte und rotierte Kopfhaltungen und ohne Arbeiten über der 

Horizontalen könnten dem Versicherten seit November 2016 gesamthaft bei voller 

Stundenpräsenz zu 60 % zugemutet werden. Von März bis Juni 2017 habe im Rahmen 

der postoperativen Rehabilitation (in der angestammten und in angepassten 

Tätigkeiten) eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden (IV-act. 114-63).

A.k. RAD-Arzt N.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am 10. April 

2018 Stellung, die im psychiatrischen Teilgutachten attestierte Arbeitsfähigkeit von 

50 % angestammt und 60 % adaptiert könne übernommen werden. Die ICD-10 

Kriterien für eine depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und eine 

somatoforme Schmerzstörung seien erfüllt, beruhten aber zum Teil auf subjektiven 

Angaben des Versicherten. Es zeige sich eine Verdeutlichungstendenz. Der vom 

Gutachter vorgeschlagenen Therapieintensivierung sei zu folgen, sie sei dem 

Versicherten zumutbar. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei unter diesen 

Auflagen innerhalb eines Jahres eine etwa 70%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit zu erwarten. Zur Evaluierung des Therapieerfolges sei eine 

Verlaufsbegutachtung in einem Jahr angezeigt (IV-act. 115). RAD-Ärztin Dr. E.___ 

äusserte am 30. Mai 2018, in der Gesamtschau könne auf die somatischen 

Teilgutachten abgestellt werden. Gestützt auf die stattgehabte interdisziplinäre 

Fallbesprechung könne im Rahmen der Indikatorenprüfung von einer vollen 

Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden, zumal der Versicherte die verordnete 

psychiatrische Medikation nicht eingenommen habe. Es sei daher aus juristischer Sicht 

in einer dem somatischen Leiden angepassten Tätigkeit von einer vollen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 115-5).

A.l. Mit Mitteilung vom 11. Mai 2018 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren um 

berufliche Massnahmen ab, da sich der Versicherte nicht in der Lage fühle, an 

Eingliederungsmassnahmen mitzuwirken (IV-act. 118).

A.m. In einer Stellungnahme vom 6. Juli 2018 legte der Rechtsdienst der IV-Stelle dar, 

es sei aus Sicht des Rechtsanwenders im Lichte der Indikatoren zu prüfen, ob die 

gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeiten auch rechtlich relevant seien. Aus 

rechtlicher Sicht könne von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit 

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abgewichen werden, ohne dass diese ihren Beweiswert verliere. Vorliegend gehe aus 

dem psychiatrischen MGSG-Teilgutachten klar hervor, dass der Versicherte unter 

psychosozialen Faktoren wie Arbeitslosigkeit, fehlendem Einkommen und Abhängigkeit 

vom Sozialamt leide. Diese liessen sich nicht klar vom medizinischen Leiden selbst 

trennen, was gegen eine invalidisierende Wirkung der diagnostizierten depressiven 

Störung spreche. Zusammengefasst erlaube die medizinische Aktenlage eine 

schlüssige Beurteilung im Lichte der Standardindikatoren. In Gesamtbetrachtung seien 

die im MGSG-Gutachten postulierten funktionellen Auswirkungen der erhobenen 

Befunde, namentlich des nicht adäquat behandelten depressiven Leidens, auf die 

Arbeitsfähigkeit beweismässig nicht hinreichend erstellt. Damit sei kein 

invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen (IV-

act. 121).

A.n. Mit Vorbescheid vom 17. August 2018 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 

das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Leistungsbegehrens. Die im 

Gutachten postulierten funktionellen Auswirkungen der erhobenen Befunde, namentlich 

des nicht adäquat behandelten depressiven Leidens, auf die Arbeitsfähigkeit seien 

beweismässig nicht hinreichend erstellt. Damit sei aus psychiatrischer Sicht kein 

invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen. Aus dem 

Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 4 % (IV-act. 124). Mit Einwand 

vom 22. August 2018 brachte der Versicherte vor, er leide unter einer schwergradigen 

Depression mit mehrfachen körperlichen Schmerzen, sodass im Moment eine 

Berufstätigkeit von wirtschaftlichem Wert aus seiner Sicht nicht möglich sei. Er bitte 

erneut um eine Abklärung in einer geschützten Arbeitsstelle wie der O.___ (IV-act. 125). 

Am 13. September 2018 reichte der Versicherte ein Arztzeugnis von med. pract. I.___ 

ein, wonach er ab 10. September 2018 zu 100 % arbeitsunfähig sei (IV-act. 126).

A.o. Mit Verfügung vom 8. Oktober 2018 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. 

Mit der durchgeführten Begutachtung und Indikatorenprüfung habe die Arbeitsfähigkeit 

abschliessend beurteilt werden können. Weitere Abklärungen seien nicht erforderlich 

und zielführend. Die beschriebene subjektive Arbeitsunfähigkeit entspreche keinem 

invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden. Im Arztzeugnis von 

med. pract. I.___werde die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit nicht begründet und 

eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht erkennbar, so dass es sich 

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hierbei um eine andere Einschätzung desselben medizinischen Sachverhalts handle 

(IV-act. 127).

B.

B.a. Mit am 7. November 2018 eingereichter und am 5. Dezember 2018 ausführlich 

begründeter Beschwerde beantragt A.___ (im Folgenden: Beschwerdeführer), vertreten 

durch Rechtsanwältin lic. iur. A. Guyot, die Verfügung der IV-Stelle 

(Beschwerdegegnerin) vom 8. Oktober 2018 sei unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge aufzuheben und die Beschwerdegnerin sei zu verpflichten, ihm ab 

1. September 2016 eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Sache 

zu weiteren medizinischen Abklärungen, insbesondere für eine neuropsychologische 

Abklärung, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese zu verpflichten, ein 

neues, polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Es sei ihm die unentgeltliche 

Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren. Das MGSG-Gutachten genüge 

den Anforderungen der Rechtsprechung nicht und sei somit nicht beweiskräftig. Da 

aus den übrigen Akten eine dauerhafte, volle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

hervorgehe, sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter seien weitere 

medizinische Abklärungen, insbesondere eine neuropsychologische Abklärung sowie 

eine neue polydisziplinäre Begutachtung, zu veranlassen. Da auch gemäss RAD eine 

psychiatrische Verlaufsbegutachtung angezeigt sei, handle es sich um einen instabilen 

Gesundheitszustand. Es bestehe vorliegend kein Spielraum, um von der ärztlichen 

Beurteilung abzuweichen. Unter Berücksichtigung der gutachterlich attestierten 

Arbeitsfähigkeit von 60 % resultiere beim entsprechenden Einkommensvergleich ein 

Invaliditätsgrad von 47 %. Zudem sei ein Teilzeitabzug von 10 % und aufgrund der 

einem potentiellen Arbeitgeber sofort ins Auge fallenden Einschränkungen ein 

Leidensabzug von 15 % zu gewähren. Somit ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 60 % 

(act. G 1; act. G 3).

B.b. Mit Beschwerdeantwort vom 15. Februar 2019 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 5).

B.c. Die vorsitzende Richterin heisst am 21. Februar 2019 das Gesuch um Bewilligung 

der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten, unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung) gut (act. G 6).

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B.d. Mit Replik vom 28. Februar 2019 macht der Beschwerdeführer geltend, der 

behandelnde Psychiater habe aktenkundig festgehalten, dass formal der Denkablauf 

leicht beschleunigt mit Gedankendrängen und Grübelneigungen sei. Überdies habe er 

auch im Rahmen der Begutachtung über Konzentrationsschwierigkeiten geklagt. Bei 

dieser Ausgangssituation würden auch die Qualitätsleitlinien eine testpsychologische 

Zusatzuntersuchung empfehlen. Im Gutachten fehle eine schlüssige und 

nachvollziehbare Auseinandersetzung mit den Diagnosekriterien der somatoformen 

Schmerzstörung. Sodann seien deren Auswirkungen nicht gemäss der 

Indikatorenrechtsprechung gewürdigt worden. Das Gutachten genüge den 

Anforderungen der Rechtsprechung nicht. Die fehlende Therapierbarkeit sei für eine 

invalidenversicherungsrechtlich relevante Gesundheitsbeeinträchtigung nicht mehr 

zwingend vorausgesetzt. Ob die mittelgradige depressive Störung verselbständigt sei, 

spiele für die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome keine Rolle. 

Eine stationäre oder halbstationäre Behandlung sei medizinisch nie angezeigt 

gewesen, er befinde sich in einer lege artis durchgeführten Therapie. Die Gutachter 

hätten Wechselwirkungen zwischen der somatoformen Schmerzstörung und der 

depressiven Erkrankung nicht ausgeschlossen, sondern überhaupt nicht geprüft. Das 

Kriterium der "zumutbaren Willensanstrengung" sei mit der Indikatorenrechtsprechung 

nicht mehr relevant (act. G 8).

B.e. Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 8. März 2019 auf eine Duplik (act. G 10).

Erwägungen

1.  

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

1.1. 

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Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte 

Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, 

auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

1.3. 

Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf 

objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 396 E. 5.3 und 

E. 6, BGE 141 V 289 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2016, 

8C_1/2016, E. 4.3). Die Diagnose führt nur zur Feststellung einer 

1.4. 

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invalidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung, soweit sie 

nicht auf Aggravation oder ähnlichen Ausschlussgründen beruht (BGE 141 V 287, 

E. 2.2 a.E., E. 2.2.1 f.). Die medizinischen Gutachter haben sich nicht auf die 

Diagnosestellung zu beschränken, sondern die Leistungsfähigkeit bzw. die 

funktionellen Auswirkungen unter Beachtung der einschlägigen Indikatoren 

einzuschätzen (BGE 141 V 307 E. 5.2.1; BGE 143 V 427 E. 6). Für somatisch unklare 

Beschwerdebilder (somatoforme Schmerzstörung und gleichgestellte Diagnosen) sowie 

psychische Erkrankungen wie namentlich Depressionen ist der Beweis nach dem 

strukturierten Verfahren mittels Indikatoren zu führen (vgl. dazu BGE 141 V 281 und 

BGE 143 V 428, E. 7.1). Der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche 

gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit kann nur dann als geleistet betrachtet werden, 

wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden 

Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen 

(Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 V 427, E. 6 a. E.).

Die Rechtsanwender prüfen insbesondere, ob die Ärzte ausschliesslich funktionelle 

Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 

sind (Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG), sowie, ob die versicherungsmedizinische 

Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter 

Satz ATSG). Recht und Medizin tragen je nach ihren fachlichen und funktionellen 

Zuständigkeiten zur Festlegung ein und derselben Arbeitsunfähigkeit bei. Es soll keine 

losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten 

Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft 

werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren 

schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen 

Vorgaben Rechnung tragen (BGE 141 V 307, E. 5.2.2 f.; BGE 144 V 54, E. 4.3).

1.5. 

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

1.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/25

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2.

Zunächst ist die Beweistauglichkeit des der angefochtenen Verfügung zugrunde 

liegenden MGSG-Gutachtens vom 28. Februar 2018 zu prüfen.

pflichtgemäss zu würdigen. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 

Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b; 

BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

 2.1. 

Der Beschwerdeführer schilderte anlässlich der Begutachtungen im 

Wesentlichen, er habe seit Jahren, verstärkt seit drei bis vier Jahren, LWS-

Beschwerden. Diese hätten nach dem Eingriff im März 2017 zugenommen und 

strahlten inzwischen in beide Beine aus mit Kribbelparästhesien. Damit könne er nur 

zehn Minuten sitzen oder stehen oder ca. 50 m gehen, Bücken und Heben und Tragen 

von Lasten sei schmerzbedingt nicht möglich. Analgetika würden täglich gebraucht. 

Gelegentlich trete eine Gefühlslosigkeit des gesamten Beins rechts mehr als links auf 

(IV-act. 114-3 f., 20, 40). Die Schmerzen strahlten rechts bis in die Fusssohle, links bis 

zum Oberschenkel aus. Ihr Charakter sei dumpf, tiefliegend, drückend, reissend, aber 

auch brennend-elektrisierend. Die Schmerzstärke liege bei 4-5/10 Punkten auf der 

visuellen Analogskala (VAS) mit Exazerbationen bis 10/10 Punkten. Im Sitzen würden 

die Beine rasch "einschlafen", weshalb er Mühe beim Aufstehen habe. Schmerzbedingt 

sei er bis zu 48 Stunden wach mit intermittierend fraktioniert zwei Stunden Schlaf. 

Nach der Einnahme von 40 Tropfen Tramal könne er sechs bis zwölf Stunden 

durchschlafen (IV-act. 114-39 f.). Infolge der Schmerzen könne er den Haushalt nicht 

mehr besorgen und müsse nach dem Staubsaugen eines Zimmers etwa zwei Stunden 

liegen (IV-act. 114-19).

2.1.1. 

Seit einer Frontalkollision im Jahr 1994 leide er an deutlich zunehmenden Kopf- 

und HWS-Schmerzen mit deutlich palpablen muskulären knotigen Veränderungen. 

Zwischen 2006 und 2010 habe er mehrere Unfälle beim Snowboarden erlitten. Durch 

chiropraktische Behandlungen hätten sich diese Beschwerden gebessert (IV-

act. 114-41, 49). Er habe grosse Probleme, die HWS bzw. den Kopf zu bewegen; 

Drehung nach links, Inklination und Reklination seien schmerzhaft, blockierten und 

führten zu schwindelartigen und beengenden Exazerbationen (IV-act. 114-39). Seit 

Wochen bzw. etwa zwei Monaten manifestierten sich Schmerzen und 

Bewegungseinschränkungen in der rechten Schulter, die sich gelegentlich in den 

2.1.2. 

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Oberarm rechts bzw. intermittierend bis in die rechte Hand fortsetzten. Etwa seit 

Oktober oder November 2017 sei eine leichte Kraftminderung in der rechten Hand 

vorhanden. Das Heben und Tragen von Lasten und das Arbeiten über der Horizontalen 

seien schmerzhaft (IV-act. 114-4, 20, 39). Neu sei seit dem 26. Januar 2018 die linke 

Hand kraftlos, vom Gefühl her leicht geschwollen und schmerzhaft. Es sei damals zu 

Hustenattacken mit einem vernichtenden, lanzierenden pfählenden Schmerz mit 

stärksten brennenden Missempfindungen über der Schulterkuppe links gekommen. In 

der Folge seien die Schmerzen zurückgegangen und es sei zu einer massiven 

Bewegungseinschränkung/Schwäche des Arms gekommen. Die Schmerzen strahlten 

von paracervikal links über die vordere Schulterregion in den Arm und teilweise die 

Finger aus (IV-act. IV-act. 114-40, 42). Aktuell bestehe weiterhin ein diffuser 

Dauerkopfschmerz, holocran, von meist geringer Schmerzintensität, die zunehme, 

wenn er rasche Kopfbewegungen ausführe (IV-act. 114-40, 41).

Der Beschwerdeführer beklagt weiter seit dem 17. Lebensjahr bestehende 

Schmerzen in der Achillessehne rechts und links (IV-act. 114-4; vgl. IV-act. 114-20: 

Achillessehnenentzündungen). Seit ca. sechs Jahren leide er an Gichtbeschwerden, 

anfangs an den Zehen und Fussgelenken und inzwischen an den Fingergelenken 

beidseits (IV-act. 114-20).

2.1.3. 

Im Zusammenhang mit den zunehmenden körperlichen Beschwerden und 

psychosozialen Problemen habe sich das psychische Zustandsbild seit etwa 

September 2015 verschlechtert und er habe seit ca. November 2016 keine Kraft mehr. 

Bis dahin habe er versucht zu kämpfen und einen Ausweg gesucht. Eine anfängliche 

Wut sei inzwischen in Resignation übergegangen (IV-act. 114-20). Er habe keine Lust, 

keine Freude, keine Unternehmungslust und brauche für alle Tätigkeiten eine extreme 

Überwindung. Er habe keine Kraft mehr, nachdem er das Leben lang gekämpft und 

inzwischen alles verloren habe. Infolge der starken Schmerzen sei er wiederholt unruhig 

und reagiere vor Terminen mit Panikattacken mit thorakaler Enge und Atemnot. Die 

Konzentration sei schwierig, da er im Denken durch die Schmerzen abgelenkt und 

eingeengt sei. Er sei inzwischen nicht mehr vermehrt nachdenklich und habe keine 

Zukunfts- oder Existenzängste mehr, da er alles verloren habe. Er habe ausgeprägte 

Ein- und Durchschlafstörungen und sei mitunter die ganze Nacht wach. Dann schlafe 

er aus Erschöpfung zwischen einer und 24 Stunden. Sein Selbstwertgefühl sei stark 

vermindert und er habe kein Selbstvertrauen mehr (IV-act. 114-19). Er sei seit etwa 

November 2016 in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung etwa einmal 

pro Monat (IV-act. 114-20, 24).

2.1.4. 

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Der orthopädische Gutachter führt zu den ausstrahlenden Beschwerden der LWS 

aus, im MRI-Befund seien lediglich leichte Spondylarthrosen L4 bis S1 sichtbar. Bei 

radiologisch fehlender neuraler Kompression könne weder die Ausstrahlung der 

Schmerzen in die Achillessehne beidseits noch die gelegentliche Gefühllosigkeit beider 

Beine erklärt werden (IV-act. 114-10). Der neurologische Gutachter beschrieb klinisch 

ein S1-Ausstrahlungsmuster rechts und ordnete die geklagten Beschwerden infolge 

fehlender Neurokompression einem Residualsymptom einer älteren, dorsalen sensiblen 

S1-Nervenkompromittierung zu. Nachvollziehbar seien die dorsalen Anteile der klinisch 

erfassten Sensibilitätsstörungen, nicht aber die angegebenen diffusen Beinschmerzen 

links (IV-act. 114-50 f.). Hinsichtlich der Nacken- und Schulterbeschwerden wurden 

bildgebend Nervenwurzeldeviationen C4 links und C6 rechts sowie eine SLAP-Läsion II 

in der rechten Schulter objektiviert (IV-act. 114-10). Die Schmerzen in der Schulter und 

die pathologischen objektiven Befunde könnten durch die im MRI dargestellte SLAP-

Läsion II mindestens teilweise objektiviert werden. Das Ausmass der pathologischen 

objektiven Befunde sei jedoch mit dem MRI-Befund nur unvollständig nachvollziehbar 

(IV-act. 114-10). Der neurologische Gutachter äussert hierzu, aufgrund der MRI-

Untersuchung sei eine radikuläre Schmerzkomponente im Bereich des rechten Armes 

nachvollziehbar (IV-act. 114-50). Die beklagte Symptomatik gehe aber darüber hinaus. 

Sie sei klinisch nahezu vollständig überlagert von einer diffusen, gesamthaften 

Schmerzausweitung im Bereich der oberen rechten und neu seit Januar 2018 auch 

linken Extremität, indem als diffus zu bewertende Ausstrahlungsbeschwerden in Form 

von fluktuierend schmerzhaft sakkadierten und allesamt submaximalen muskulären 

Willkürinnervationen beider Arme beklagt und präsentiert würden (IV-act. 114-50 f.). 

Der orthopädische und der neurologische Gutachter kommen übereinstimmend zur 

Einschätzung, in der bisherigen Tätigkeit bestehe aufgrund der diagnostizierten 

Gesundheitsschäden eine Arbeitsfähigkeit von 60 %, wobei der neurologische 

Gutachter hierbei auch die (orthopädisch nicht zu berücksichtigende) S1-

Residualsymptomatik mit einbezieht (IV-act. 114-11, IV-act. 114-51). In angepassten 

Tätigkeiten attestieren beide Gutachter eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (IV-act. 114-11; 

IV-act. 114-52). Der orthopädische Gutachter bezeichnet körperlich leichte Tätigkeiten, 

abwechselnd sitzend und stehend, ohne häufig inklinierte, reklinierte und rotierte 

Kopfhaltungen und ohne Arbeiten über der Horizontalen als adaptiert (IV-act. 114-11). 

Der neurologische Experte umschreibt schwere, die Wirbelsäule statisch und 

dynamisch sowohl im Bereich der oberen als auch der unteren Extremität belastende 

Arbeiten als unzumutbar (IV-act. 114-50 f.). Leidensangepasst seien Tätigkeiten mit 

geringem Belastungsprofil vor allem im Bereich der oberen Extremität mit nur 

kurzzeitigen, leichten Hebe-/Tragearbeiten, zumeist sitzend und mit stetiger 

Möglichkeit zur Wechselhaltung (IV-act. 114-52). Hinsichtlich der Schmerzen in den 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/25

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Achillessehnen bemerkt der orthopädische Gutachter, diese könnten nicht näher 

definiert werden (IV-act. 114-4). Von Seiten behandelnder Ärzte waren eine Verdickung 

beziehungsweise Druckdolenzen im Bereich der Achillessehnen (Bericht Dr. D.___ vom 

8. Februar 2016, IV-act. 15-3 f.; Berichte Dr. C.___ vom 9. Mai 2015, IV-act. 65-9 ff. 

und vom 22. August 2016, IV-act. 65-7 f.) sowie Schwellungen und Schmerzen bzw. 

Arthritisschübe im rechten und nach vorübergehender Besserung nach Infiltration auch 

wieder im linken Sprunggelenk (Arztbericht Dr. D.___ vom 16. Juni 2016, IV-act. 31; 

Berichte Dr. C.___ vom 22. August 2016, IV-act. 65-7 f., und vom 16. März 2017, IV-

act. 65-2 ff.) beschrieben worden. Klinisch erhob der orthopädische Gutachter 

Druckdolenzen der Peronealsehnen, Achillessehnen und der Tibialis posterior Sehnen 

rechts und links, jedoch eine ungestörte Funktionalität dieser Sehnen und keine OSG-

Bandinstabilitäten (IV-act. 114-7) und diagnostizierte eine Achillodynie beidseits sowie 

eine Gicht (IV-act. 114-9 f.). Der internistische Gutachter führt aus, trotz jetzt 

normalisierter Harnsäure im Serum träten gemäss Angaben des Beschwerdeführers 

immer wieder akute Arthritisschübe in beiden Grosszehengrundgelenken und im linken 

OSG auf. Er diagnostiziert eine Arthritis urica (Gicht), welche die Arbeitsfähigkeit nicht 

einschränke (IV-act. 114-55). Letzteres erscheint auch hinsichtlich der 

Achillessehnenbeschwerden plausibel, da diese gemäss Angaben des 

Beschwerdeführers seit seinem 17. Lebensjahr bestehen, ohne seine Arbeitsfähigkeit 

bis zum Mai 2015 längerfristig eingeschränkt zu haben. Die das internistische, 

orthopädische und neurologische Fachgebiet betreffenden Einschätzungen erscheinen 

schlüssig und nachvollziehbar. Dabei können, wie aufgezeigt, die angegebenen 

Beschwerden aus rein somatischer Sicht nur teilweise objektiviert werden.

Der Beschwerdeführer bringt gegen das psychiatrische Gutachten vor, dieses sei 

unvollständig bzw. der Gesundheitszustand sei ungenügend abgeklärt worden. 

Zunächst hätte eine neuropsychologische Abklärung erfolgen müssen. Weiter seien die 

massiven Schlafstörungen nicht berücksichtigt worden. Es fehle eine schlüssige 

Begründung, weshalb die diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung keine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben sollte. Schliesslich finde die integrierte 

psychotherapeutisch-psychiatrische Behandlung nicht einmal monatlich, sondern in 

ein- bis zweiwöchentlichen Intervallen statt.

2.3. 

Der psychiatrische Gutachter diagnostiziert eine rezidivierende depressive 

Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), 

die keine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit begründe (IV-act. 114-26 f., 62 f.). Die 

Diagnosen erscheinen mit Blick auf den Befund (IV-act. 114-25 f.) und die vom 

2.3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/25

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Beschwerdeführer angegebenen, somatisch teilweise nicht objektivierbaren Schmerzen 

(vgl. IV-act. 114-28 f.) schlüssig und nachvollziehbar. Der Gutachter führt aus, im 

Zusammenhang mit einer zunehmenden LWS-Schmerzsymptomatik und 

psychosozialen Problemen mit Arbeitslosigkeit habe der Beschwerdeführer etwa im 

September 2015 eine rezidivierende depressive Störung mit anhaltender mittelgradiger 

depressiver Episode seit etwa November 2016 entwickelt. Damit bestehe keine von 

den Schmerzen unabhängige oder verselbständigte depressive Erkrankung (IV-

act. 114-28 f.). Es liessen sich an psychosozialen Faktoren Arbeitslosigkeit mit 

fehlendem Einkommen und Abhängigkeit vom Sozialamt erheben, die negative 

funktionelle Folgen zeigten und sich ungünstig auf die depressive Störung auswirkten, 

jedoch nicht als alleinige Ursache in Betracht kämen (IV-act. 114-30). Somit ist ein 

invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden nicht deswegen zu verneinen, weil 

er überwiegend durch psychosoziale Faktoren verursacht oder unterhalten werde. 

Auch berücksichtigt der psychiatrische Gutachter das Vorhandensein von 

Komponenten der Verdeutlichung bzw. Hinweisen auf eine Aggravation (IV-

act. 114-29), jedoch ohne diesen ein Ausmass zuzuschreiben, welches eine Invalidität 

ausschliessen würde.

Der Beschwerdeführer beklagte mehrfach kognitive Einschränkungen wie 

mangelnde Konzentrationsfähigkeit und Vergesslichkeit, so auch anlässlich der 

Begutachtung (Konsiliarische Beurteilung Dr. med. P.___, Neurologie FMH, vom 

26. August 2015, IV-act. 92-19 f.; Bericht Dr. C.___ vom 9. Mai 2016, IV-act. 65-9 ff.; 

Arztbericht med. pract. I.___vom 18. September 2017 [Eingang], IV-act. 92-2 ff.). 

Dr. P.___ hielt fest, falls die beklagten neuropsychologischen Funktionsstörungen sich 

mit Rückgang der Schmerzen nicht zurückbilden würden, sei eine 

neuropsychologische Untersuchung zu empfehlen (IV-act. 92-20), Dr. C.___ wies 

darauf hin, dass eine solche in Frage komme (IV-act. 65-12). Die Ärzte des 

Psychiatriezentrums Rorschach berichteten am 8. Mai 2017, die Aufmerksamkeit sei 

ungestört, es bestünden keine ausgeprägten mnestischen Defizite, wobei 

anamnestisch mnestische Störungen beschrieben würden (IV-act. 82-3). Eine 

neuropsychologische Untersuchung wurde nicht vorgeschlagen. Im Bericht vom 

13. Oktober 2017 wurde der aktuelle psychopathologische Befund als unverändert 

angegeben (IV-act. 94-2). RAD-Ärztin Dr. E.___ hielt in der Stellungnahme vom 23. Ok­

tober 2017 fest, die vom Rheumatologen und der Neurologin vorgeschlagene 

neuropsychologische Abklärung sei nicht durchgeführt worden, der Beschwerdeführer 

beklage jedoch weiterhin Konzentrationsstörungen und Erschöpfung. Ob eine 

neuropsychologische Abklärung nötig sei, liege im Ermessen der Gutachter (IV-

2.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/25

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act. 99-1; IV-act. 102). Der psychiatrische Gutachter erhob eine weitgehend intakte 

Auffassung, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit trotz subjektiver 

Konzentrationsschwierigkeiten (IV-act. 114-26, 28). Somit erscheint nachvollziehbar, 

dass er keine neuropsychologische Abklärung veranlasste. In seine Beurteilung 

einbezogen hat er sodann auch, dass der Beschwerdeführer ausgeprägte Ein- und 

Durchschlafstörungen angebe, indem er wiederholt die ganze Nacht über wach sei und 

tagsüber schlafe, wobei Biorhythmusstörungen verneint würden (IV-act. 114-29), 

wenngleich er die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausschliesslich mit den Folgen 

der rezidivierenden depressiven Störung begründet (IV-act. 114-31). Indem der 

Gutachter die Schlafstörungen im Kontext der Depressionssymptomatik erwähnt (IV-

act. 114-28 f.), ist anzunehmen, dass er sie in der Beurteilung der durch die Depression 

begründeten Funktionseinschränkungen einbezogen hat. Was die Auswirkung der 

somatoformen Schmerzstörung anbelangt, führt der psychiatrische Gutachter aus, 

dass die depressive Erkrankung nicht von den Schmerzen unabhängig oder 

verselbständigt sei (IV-act. 114-29). Es erscheint daher schlüssig, dass die 

somatoforme Schmerzstörung die Arbeitsfähigkeit nicht weitergehend einschränkt als 

die Depression.

Was die Häufigkeit der ambulanten Therapien im Psychiatriezentrum Rorschach 

anbelangt, wurden im Arztbericht vom 8. Mai 2017 wöchentlich bis zweiwöchentlich 

stattfindende Behandlungseinheiten angegeben (IV-act. 82-3). Dem Verlaufsbericht 

vom 13. Oktober 2017 ist diesbezüglich lediglich zu entnehmen, dass die ambulante 

Therapie fortzuführen sei (IV-act. 94-3). Der psychiatrische Gutachter erhob 

anamnestisch, der Beschwerdeführer befinde sich seit etwa November 2016 in 

psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung beim psychiatrischen Zentrum 

Rorschach, etwa einmal pro Monat (IV-act. 114-20). Demnach ist davon auszugehen, 

dass das Therapieintervall spätestens zwischen Oktober 2017 und der Begutachtung 

am 20. Dezember 2017 reduziert wurde. Da sich jedoch der psychologische Befund 

zwischen Mai und Oktober 2017 nicht veränderte (vgl. Bericht Psychiatriezentrum 

Rorschach vom 13. Oktober 2017, IV-act. 94), kann aus der Abnahme der 

Therapiehäufigkeit nicht auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands geschlossen 

werden.

2.3.3. 

Zu den funktionellen Einschränkungen führt der psychiatrische Gutachter aus, 

aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgrade Episode, 

seien emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität, Antrieb, Interessen, Motivation 

und Dauerbelastbarkeit erheblich beeinträchtigt (IV-act. 114-31). Als Komorbidität 

kommen die Schmerzen hinzu, soweit sie somatisch erklärbar sind, wobei aber die 

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/25

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Arbeitsfähigkeit primär durch das psychische Leiden eingeschränkt ist (vgl. IV-

act. 114-64), was aufgrund dessen, dass die körperlichen Beschwerden lediglich 

teilweise durch objektive Befunde erklärbar sind, einleuchtet. Zur Persönlichkeit hält 

der Gutachter fest, es liessen sich keine Hinweise für eine Persönlichkeitsstörung 

erheben. Damit erschienen die Selbst- und Fremdwahrnehmung, Realitätsprüfung und 

Urteilsbildung, Affektsteuerung, Impulskontrolle, Intentionalität und Antrieb vor allem 

durch die depressive Störung beeinträchtigt (IV-act. 114-28, 29). Der Beschwerdeführer 

berichtet über eine sehr zurückgezogene Lebensweise bei unregelmässigem Tag-/

Nachtrhythmus. Er lebe alleine und sei seit Sommer 2016 mit einer als Hotelfachfrau 

tätigen Italienerin befreundet, die in Italien lebe und ihn tage- oder wochenweise 

besuche. Die Beziehung sei durch die gesundheitlichen Probleme belastet. Weiter habe 

er gute Kontakte zu einer Nachbarin und seiner Mutter, die ihn beim Einkaufen bzw. im 

Haushalt unterstützten (vgl. IV-act. 114-22, 30, 42, 44). Somit sei doch von gewissen 

Ressourcen auszugehen (vgl. IV-act. 114-32).

Zur Konsistenz wird ausgeführt, die berichteten und beklagten Beschwerden seien 

in sich überwiegend konsistent und es liessen sich keine wesentlichen Diskrepanzen 

oder Widersprüche erheben. Der Beschwerdeführer erwecke einen leidenden Eindruck 

und weise wiederholt demonstrativ auf seine Beschwerden hin (IV-act. 114-42). Es 

bestünden Verdeutlichungstendenzen und damit Hinweise für eine Aggravation mit 

Verdacht auf einen sekundären Krankheitsgewinn (IV-act. 114-29). Der orthopädische 

Gutachter führte aus, der Beschwerdeführer habe die lumbalen Schmerzen, die 

Schulterschmerzen und die Schmerzen in der Achillessehne nicht näher beschreiben 

können (IV-act. 114-4). Bei der Untersuchung habe er sich äusserst 

schmerzempfindlich präsentiert und teilweise ungenügend mitgearbeitet (IV-

act. 114-6 f.). Weiter sei ihm aufgefallen, dass die Flexion/ Extension der Hüfte 

während der Untersuchung schlechter gezeigt worden sei als beim anschliessenden 

Ankleiden (IV-act. 114-7). Er kommt zum Schluss, insgesamt zeigten sich Zeichen einer 

Aggravation (IV-act. 114-10). Im Gegensatz zum orthopädischen Gutachter beschreibt 

der neurologische Experte die Beschwerden recht detailliert (IV-act. 114-40 ff.), was auf 

genauere Angaben des Beschwerdeführers zumindest auf Nachfrage hin schliessen 

lässt. Auch er berichtet jedoch, der Beschwerdeführer habe während der Untersuchung 

gestöhnt und sei aufgestanden (IV-act. 114-45 f.). Beim so genannten Rombergversuch 

habe sich die Standsicherheit unter Ablenkung normalisiert (IV-act. 114-48). Aus 

psychiatrischer Sicht sei eine relativ gleichmässige Einschränkung in allen 

Lebensbereichen zu erheben gewesen (IV-act. 114-31). Schliesslich waren die 

angegebenen Medikamente Cipralex, Indocid und Pregabalin im Serumspiegel kaum 

oder nicht nachweisbar (vgl. IV-act. 114-26, 30). Insgesamt stellen die Gutachter somit 

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/25

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3.  

Diskrepanzen zwischen den geltend gemachten Beschwerden einerseits und den 

objektivierbaren Beschwerden, der Angemessenheit der Behandlung und dem 

Verhalten anlässlich der Untersuchungen andererseits fest. Für einen Leidensdruck 

spricht, dass der Beschwerdeführer die Infiltrationen ins rechte OSG vom 31. August 

2015 (Fremdakten act. 1-6) und den Sakralblock und die Facettengelenksinfiltration L5/

S1 vom 17. Februar 2017 (IV-act. 71) wegen seiner Angst vor Spritzen unter Narkose 

durchführen liess. Unter Berücksichtigung der beschriebenen Inkonsistenzen bzw. 

Hinweisen auf eine Aggravation und der beteiligten psychosozialen Faktoren erscheint 

die Attestierung einer 60%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

nachvollziehbar.

RAD-Psychiater N.___ nahm zunächst Stellung, die im psychiatrischen Gutachten 

attestierte Arbeitsunfähigkeit könne übernommen werden. Im Rahmen einer 

interdisziplinären Besprechung mit der beteiligten RAD-Ärztin Dr. E.___ sowie der 

Sachbearbeitung und dem Rechtsdienst vom 30. Mai 2018 wurde festgehalten, im 

Rahmen der Indikatorenprüfung könne von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen 

werden, da der Versicherte die verordnete psychiatrische Medikation nicht 

eingenommen habe (IV-act. 115). Der Rechtsdienst äusserte in einer für die 

Rentenprüfung zusätzlich verfassten juristischen Stellungnahme am 6. Juli 2018 im 

Wesentlichen, aus Sicht der Rechtsanwendung sei im Lichte der Indikatoren zu prüfen, 

ob die von den Gutachtern attestierten Arbeitsfähigkeiten auch rechtlich relevant seien. 

Aus rechtlicher Sicht könne von der medizinischen Einschätzung abgewichen werden, 

ohne dass diese ihren Beweiswert verliere. Vorliegend erlaube die medizinische 

Aktenlage eine schlüssige Beurteilung im Lichte der Standardindikatoren. In 

Gesamtbetrachtung seien die im MGSG-Gutachten postulierten funktionellen 

Auswirkungen der erhobenen Befunde, namentlich des nicht adäquat behandelten 

depressiven Leidens, auf die Arbeitsfähigkeit nicht hinreichend erstellt. Damit sei kein 

invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen (IV-

act. 121).

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin weicht damit von der gutachterlichen Einschätzung ab, 

welche unter Zugrundelegung des strukturierten Beweisverfahrens bzw. der nach 

diesem massgeblichen Indikatoren erfolgte. Hierzu ist anzumerken, dass eine 

juristische Parallelbeurteilung der Arbeitsfähigkeit nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung ausgeschlossen ist, wenn die Gutachter in ihrer Beurteilung die 

Standardindikatoren berücksichtigt haben: Die Rechtsanwender prüfen insbesondere, 

ob die Ärzte ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/25

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der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG), sowie, ob 

die versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage 

erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG). Zwar obliegt somit die abschliessende 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Rechtsanwendung (BGE 144 V 53 E. 4.3; Urteile 

vom 15. März 2018, 8C_604/2017, E. 3.2 und vom 24. Mai 2018, 8C_431/2017, E. 3.4). 

Recht und Medizin tragen (jedoch) je nach ihren fachlichen und funktionellen 

Zuständigkeiten zur Festlegung ein und derselben Arbeitsunfähigkeit bei. Es soll keine 

losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten 

Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft 

werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren 

schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen 

Vorgaben Rechnung tragen (BGE 141 V 281, E. 5.2., E. 5.5 und E. 8; BGE 144 V 54, 

E. 4.3). Ärztlicherseits ist substanziiert darzulegen, aus welchen medizinischen Gründen 

die erhobenen Befunde das funktionelle Leistungsvermögen und die Ressourcen in 

qualitativer, quantitativer und zeitlicher Hinsicht zu schmälern vermögen. 

Berücksichtigen die Experten die in BGE 141 V 281 normierten Beweisthemen 

überzeugend, hat ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung auch aus Sicht des 

Rechtsanwenders Bestand. Andernfalls liegt ein triftiger Grund vor, der rechtlich ein 

Abweichen davon gebietet (BGE 145 V 368 f., E. 4.3). Solche sind vorliegend nicht 

ersichtlich gemäss den vorstehenden Erwägungen bzw. der dort wiedergegebenen 

nachvollziehbaren Indikatorenprüfung sowie Schlussfolgerungen der Gutachter.

Zuletzt weicht der RAD auch in eigentlich medizinischer Hinsicht von den 

Gutachtern ab: Während gemäss psychiatrischem Gutachten unter optimaler 

Behandlung lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 70 % erreicht werden könne, scheint der 

RAD interdisziplinär davon auszugehen, es könne bei adäquater Behandlung von der 

Wiedererlangung einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (vgl. IV-act. 115-5), 

ohne dies zu begründen. Hierfür wäre aber eine Stellungnahme der Gutachter und 

gegebenenfalls ein weiteres Gutachten einzuholen gewesen (Urteil des Bundesgerichts 

vom 14. Februar 2014, 8C_874/2013, E. 3.3). Schliesslich führt eine Aggravation nur 

insoweit zur Verneinung einer versicherten Gesundheitsschädigung, als die 

Leistungseinschränkung auf der Aggravation beruht (Urteil des Bundesgerichts vom 

12. März 2019, 9C_501/2018, E. 5.1). Mithin ist gesamthaft entgegen der Auffassung 

der Beschwerdegegnerin nicht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit bzw. vom Fehlen 

eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschadens auszugehen.

3.3. 

Es bleibt darüber zu befinden, ob gestützt auf die gutachterlichen Ausführungen 

von einer 60%igen oder einer 70%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen ist. Der 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/25

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4.  

psychiatrische Gutachter führt aus, die Verbesserung des Gesundheitszustandes 

könne unter Intensivierung der therapeutischen Massnahmen innerhalb eines Jahres, 

allerdings in Abhängigkeit von weiteren psychosozialen Faktoren, erwartet werden (IV-

act. 114-35). Dabei handelt es sich um eine längerfristige und entsprechend unsichere 

Prognose. Zudem ist der psychiatrische Gutachter offenbar davon ausgegangen, dass 

seit jeher lediglich monatlich Therapiesitzungen stattgefunden hätten, während diese 

jedoch über längere Zeit in wöchentlich bis zweiwöchentlichem Rhythmus erfolgten 

(vgl. IV-act. 82-3; E. 2.3.2). Ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von 

Art. 21 Abs. 4 ATSG wurde nicht durchgeführt. Demzufolge ist mit den Gutachtern von 

einer 60%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Erst nach Durchführung eines Mahn- und 

Bedenkzeitverfahrens und einer Revision gemäss Art. 17 ATSG kann gegebenenfalls 

von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden.

Der Beschwerdeführer war ab 26. Mai 2015 zu 100 % bzw. 50 % arbeitsunfähig 

(Fremdakten, act. 1-3) und meldete sich am 7. März 2016 zum Leistungsbezug an (IV-

act. 1). Demnach besteht ein allfälliger Rentenanspruch ab 1. September 2016 (Art. 28 

Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG).

4.1. 

In seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Abkanter bei der Firma B.___ erzielte der 

Beschwerdeführer ab 1. Januar 2015 ein Jahreseinkommen von 13 x Fr. 5'350.-- = 

Fr. 69'550.-- (Angaben Arbeitgeberin vom 4. April 2016, IV-act. 17-3). Die Kündigung 

erfolgte durch die Arbeitgeberin aus wirtschaftlichen Gründen, wobei sie angab, es sei 

ihr keine Einschränkung bekannt gewesen, die zum Antrag einer IV-Rente veranlassen 

würde (IV-act. 17-7 f.). Somit kann nicht angenommen werden, der Beschwerdeführer 

wäre ohne Eintritt des Gesundheitsschadens weiterhin an dieser Arbeitsstelle tätig 

gewesen. Gemäss seinem Lebenslauf schloss der Beschwerdeführer eine Lehre als 

Bäcker/Konditor ab, arbeitete aber danach nie in diesem Beruf, sondern als 

Dachdecker, Chauffeur, Lagerist, als Material- und Transportverantwortlicher und im 

Bereich Arbeits-/Auftragsvorbereitung (AVOR; IV-act. 26). Gemäss Auszug aus dem 

individuellen Konto (IK) erzielte er unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 

bis zum Jahr 2015 folgende Jahreseinkommen: 2014: (Fr. 275.-- + Fr. 6'363.-- + 

Fr. 56'361.--) : 2220 x 2226 = Fr. 63'169.--; 2013: (Fr. 11'773 + Fr. 64'611.-- + 

Fr. 2'577.--) : 2204 x 2226 = Fr. 79'749.--; 2012: (Fr. 42'683.-- + Fr. 10'356.-- + 

Fr. 21'518.--) : 2188 x 2226 = Fr. 75'881.--; 2011: (Fr. 50'879.-- + Fr. 8'580.--) : 2171 x 

2226 = Fr. 60'965.--, was unter Einbezug des Jahreseinkommens 2015 von 

Fr. 69'550.-- einen Durchschnitt von Fr. 69'857.-- ergibt.

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

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5.  

Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist vom Tabellenlohn gemäss 

Lohnstrukturerhebung (LSE)/Lohnenwicklung 2015 des Bundesamtes für Statistik 

(BFS), Median Kompetenzniveau 1, Männer, auszugehen. Er beträgt Fr. 66'633.-- 

Informationsstelle AHV/IV, IV 2019, Bern 2019, Anhang 2). Entsprechend einer 

60%igen Arbeitsfähigkeit beläuft er sich auf Fr. 39'980.--. Aus Sicht der Gutachter ist 

eine körperlich leichte Tätigkeit ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne 

Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne vermehrte 

Kundenkontakte, ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung sowie abwechselnd 

sitzend und stehend, ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Kopfhaltungen und 

ohne Arbeiten über der Horizontalen angepasst (IV-act. 114-63). Aufgrund dieser 

somatischen und psychischen Einschränkungen erscheint ein Tabellenlohnabzug von 

höchstens 10 % begründet. Damit beträgt das Invalideneinkommen Fr. 35'982.--, und 

es resultiert ein Invaliditätsgrad von 48,5 %. Damit hat der Beschwerdeführer ab 

1. September 2016 Anspruch auf eine Viertelsrente.

4.3. 

Aus orthopädischer Sicht lag vom 27. März bis 30. Juni 2017 infolge 

postoperativer Rehabilitation eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten vor 

(IV-act. 114-11). Der Beschwerdeführer hat daher in Anwendung von Art. 88a der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) befristet vom 1. Juli bis 

30. September 2017 Anspruch auf eine ganze Rente.

4.4. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die 

angefochtene Verfügung vom 8. November 2018 aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer vom 1. September 2016 bis 30. Juni 2017 eine Viertelsrente, vom 

1. Juli bis 30. September 2017 eine ganze Rente und ab 1. Oktober 2017 eine 

Viertelsrente zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung und Ausrichtung der 

geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. 

Hinsichtlich der Beschwerde gegen die Rentenverfügung gilt es zu beachten, dass 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zur Überklagung in 

sozialversicherungsrechtlichen Rentenfällen im vorliegenden Fall von einem 

vollständigen Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen ist (Urteil des 

5.2. 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

8. Oktober 2018 aufgehoben und dem Beschwerdeführer wird vom 1. September 2016 

bis 30. Juni 2017 eine Viertelsrente, vom 1. Juli bis 30. September 2017 eine ganze 

Rente und ab 1. Oktober 2017 eine Viertelsrente zugesprochen. Die Sache ist zur 

Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

Bundesgerichts vom 7. Januar 2016, 9C_288/2015, E. 4.2). Die Beschwerdegegnerin 

hat daher die gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (Sgs 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat eine Kostennote eingereicht. Sie macht 

einen Aufwand von 20,32 Stunden und ein Honorar von Fr. 5'690.-- geltend und führt 

zur Begründung des Aufwands den Umfang des 123 Seiten umfassenden 

medizinischen Gutachtens an. Hierzu ist festzuhalten, dass das eigentliche Gutachten 

66 Seiten umfasst und danach die Teilgutachten mit identischem Inhalt nochmals 

abgedruckt sind. Der Umfang ist jedoch gegenüber dem Üblichen insoweit erhöht, als 

das Gutachten keinen seitenlangen Aktenauszug enthält und der Beschwerdeführer 

verschiedene Beschwerden aufweist. Insgesamt ist aufgrund der gegenüber einem 

üblichen Fall leicht erhöhten Komplexität aufgrund der Bedeutung der Streitsache und 

des Aufwands des Beschwerdeführers eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Bei diesem Ergebnis 

erübrigt sich die Festsetzung einer Entschädigung aus der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung.

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.09.2020
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG. Voraussetzungen, unter denen die Rechtsanwendung von der medizinischen Arbeitsfähigkeitsschätzung abweichen darf. Diese sind vorliegend nicht gegeben, somit ist mit den Gutachtern von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Der Beschwerdeführer hat gemäss Einkommensvergleich Anspruch auf eine Viertelsrente. Zudem besteht aufgrund vollständiger Arbeitsunfähigkeit nach einer Operation ein befristeter Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. September 2020, IV 2018/372).

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