# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe9def4f-1f52-5d93-9235-13c032be1ee8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 05.10.2016 PQ160049
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ160049_2016-10-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 

 

Geschäfts-Nr.: PQ160049-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter Dr. P. 

Higi und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Kröger 

Beschluss und Urteil vom 5. Oktober 2016 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____,  

Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

sowie 

 

C._____,  

Verfahrensbeteiligte 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ 

 

- 2 - 

betreffend Kindesschutzmassnahmen 

 

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Winterthur vom 7. Juli 2016; 
VO.2016.46 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-

Andelfingen) 

 

 

Erwägungen: 

1. Ausgangslage/Verfahrensgang 

1.1. A._____ und B._____ sind die Eltern von C._____, geboren tt.mm.2005. 

Nach der Trennung ihrer Eltern, die im Sommer 2007 erfolgte, verblieb C._____ 

im Haushalt ihres Vaters. Während des nachfolgenden Eheschutzverfahrens 

schlossen die Parteien eine Vereinbarung, die mit Verfügung des Einzelrichters 

des Bezirksgerichts Andelfingen vom 5. Oktober 2009 vorgemerkt und genehmigt 

wurde. Danach wurde C._____ für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut 

des Vaters gestellt und der Mutter ein Besuchsrecht eingeräumt. Im Weiteren 

wurde eine Beistandschaft zur Überwachung des Besuchsrechts im Sinne von 

Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet (KESB-act. 4). 

1.2. Am 27. Januar 2012 reichte B._____ beim Bezirksgericht Andelfingen die 

Scheidungsklage ein (LC160023-act. 1). Die Belange von C._____ − allen voran 

das Besuchsrecht, aber auch die Zuteilung der Obhut und die elterliche Sorge − 

sind hochstrittig. Das Bezirksgericht Andelfingen hatte sich im Rahmen vorsorgli-

cher Massnahmen und deren Vollstreckung wiederholt damit zu befassen, ebenso 

die Kammer, welche regelmässig über Rechtsmittel der Parteien zu befinden hat-

te. Es kann diesbezüglich auf die Geschäfte Nrn. LY140013 (LC160023-

act. 190/1-37), PF140043 (LC160023-act. 490/1-72), LY150023 (LC160023-

act. 488/1-51) und LY160009 (LC160023-act. 489/1-17) verwiesen werden. Wäh-

rend der ganzen Dauer des erstinstanzlichen Verfahrens erfolgte keine Änderung 

der Zuteilung der Obhut über C._____. Das Besuchsrecht erfuhr gewisse Anpas-

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sungen, wobei der Anspruch der Mutter auf einen Kontakt zu C._____, der auch 

Übernachtungen bei ihr beinhaltet, von beiden Instanzen wiederholt bejaht wurde. 

Die Durchführung der Übernachtungen scheiterte jedoch immer wieder am Wi-

derstand von C._____. 

 Mit Urteil vom 5. Februar 2016 schied die Vorinstanz die Ehe der Parteien 

und regelte die Nebenfolgen der Scheidung. Was die Kinderbelange betrifft, wur-

de an der bis dahin geltenden vorsorglichen Regelung nichts Grundlegendes ge-

ändert (LC160023-act. 474 = [act. 473/2 = act. 468]). Sowohl der Vater als auch 

die Mutter erhoben Berufung gegen dieses Urteil. Gegenstand der Berufungen 

sind die Kinderbelange. Das Verfahren ist pendent (vgl. Geschäft Nr. LC160023). 

1.3. Der seit Jahren andauernde Streit ihrer Eltern wirkt sich massiv auf das Be-

finden von C._____ aus. Nach wiederholten Krisen in den vergangenen Jahren, 

welche sich namentlich in Ängsten und Schulverweigerung äusserten, ist die Si-

tuation im Mai 2016 eskaliert. Anlässlich eines Termins bei Dr. med. D._____, 

dem damaligen Psychotherapeuten von C._____, machte der Vater in Anwesen-

heit seiner Tochter Suizidäusserungen. Daraufhin entzog die Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde der Bezirke Winterthur und Andelfingen (KESB) den 

Parteien mit Entscheid vom 12. Mai 2016 superprovisorisch das Aufenthaltsbe-

stimmungsrecht über ihre Tochter und platzierte C._____ bis auf weiteres im Kan-

tonsspital Winterthur. Gleichzeitig ernannte die KESB E._____, F._____ [Arbeit-

geber von E._____], zur neuen Beiständin von C._____ und ordnete für ihr Ver-

fahren betreffend Unterbringung eine Verfahrensvertretung für C._____ im Sinne 

von Art. 314abis Abs. 1 ZGB an. Mit dieser Aufgabe betraute die KESB Rechtsan-

wältin lic. iur. G._____ (KESB-act. 361). 

 Die KESB nahm in der Folge Abklärungen vor, namentlich hörte sie den Va-

ter, die Mutter und C._____ persönlich an (KESB-act. 430, 434, 437). 

 Am 27. Mai 2016 fällte die KESB folgenden Entscheid (KESB-act. 459  

S. 21 ff.): 

"1. In Bestätigung des superprovisorischen Entscheids des Behördenmitglieds 

vom 12. Mai 2016 bleibt das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern, 

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B._____, geb. tt. Juli 1972, von H._____ [Staat], und A._____, geb. tt. Okto-

ber 1966, von I._____ [Ortschaft], für ihr Tochter C._____, geb. tt.mm.2005, 

von I._____, gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB im Sinne einer vorsorglichen 

Massnahme nach Art. 445 Abs. 1 ZGB aufgehoben. 

2. C._____, geb. tt.mm 2005, von I._____, wird gestützt auf Art. 310 Abs. 1 

ZGB im Sinne einer vorsorglichen Massnahme nach Art. 445 Abs. 1 ZGB 

vom Kantonsspital Winterthur per sofort bis auf weiteres über den Verein 

L._____ in der Familie MN._____, … [Adresse], untergebracht. 

3. Das Besuchsrecht des Vaters, A._____, geb. 10. Oktober 1966, von I._____, 

wird im Sinne einer vorsorglichen Massnahme nach Art. 445 Abs. 1 ZGB wie 

folgt geregelt: 

a) Der Vater wird für berechtigt erklärt, seine Tochter C._____ jeden zweiten, 

vierten und gegebenenfalls fünften Samstag eines jeden Monats am 

Samstagnachmittag für vier Stunden, von 13.30 Uhr bis 17:30 Uhr, sowie 

jeden ersten und dritten Sonntagnachmittag für vier Stunden, von 13.30 

Uhr bis 17:30 Uhr, zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Die Über-

gaben werden begleitet. Die Übergaben finden am Hauptbahnhof I._____ 

statt. 

b) Weiter wird der Vater für berechtigt erklärt, seine Tochter C._____ am 

Dienstag oder an einem anderen geeigneten Wochentag in Absprache mit 

der Beiständin für zwei Stunden nach der Schule von 16.00 Uhr bis 18.00 

Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Die Übergaben werden 

begleitet. Die Übergaben finden am Hauptbahnhof I._____ statt. 

c) Zudem können täglich telefonische Kontakte auf Wunsch von C._____ 

zwischen 17.30 Uhr und 18.00 Uhr erfolgen. 

4. Die Mutter, B._____, geb. tt. Juli 1972, von H._____, wird in Abänderung der 

Verfügung des Bezirksgerichts Andelfingen vom 18. November 2015 im Sin-

ne einer vorsorglichen Massnahme nach Art. 445 Abs. 1 ZGB für berechtigt 

erklärt, ihre Tochter C._____, in Abhängigkeit der Bedürfnisse von C._____, 

jeden ersten und dritten Samstag eines jeden Monats von 09.00 Uhr bis 

18.00 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Weiter wird die Mut-

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ter für berechtigt erklärt, mit C._____ einmal pro Woche für eine halbe Stun-

de zu telefonieren. 

5. Der Vater, A._____, wird eingeladen, dem Obergericht des Kantons Zürich 

bis am 30. Juni 2016 schriftlich mitzuteilen, welche Entlastungsmassnahmen 

und persönliche Unterstützung er sich organisiert hat oder zu organisieren 

gedenkt. 

6. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Beiständin nach Art. 308 

Abs. 1 ZGB gemäss Verfügung des Bezirksgerichts Andelfingen vom  

30. März 2015, Dispositivziffer 5, beauftragt wurde, 

a) die Eltern in ihrer Sorge um C._____ mit Rat und Tat zu unterstützen, 

b) die Eltern - soweit es C._____ betrifft - bei Bedarf zu Sitzungen mit Behör-

den und dergleichen zu begleiten, 

c) dafür zu sorgen, dass C._____ geeignete kinderpsychologische Unterstüt-

zung erhält, wobei davon Vormerk genommen wird, dass C._____ zurzeit 

bei Dr. med. D._____, I._____, in psychotherapeutischer Behandlung ist, 

d) abzuklären, ob die Gespräche von C._____ bei Frau J._____, Zentrum 

K._____, O._____ [Ortschaft], noch sinnvoll sind, wenn ja, unter welchen 

Voraussetzungen diese wieder aufgenommen werden können und diese 

soweit möglich - neu zu implementieren, 

e) die KESB und das Gericht bei relevanten Problemen bei der Ausübung der 

Beistandschaft zu informieren. 

7. Die Beiständin erhält im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB die besonderen Be-

fugnisse, 

a) die Unterbringung von C._____ zu begleiten und für deren Finanzierung 

besorgt zu sein, 

b) für den regelmässigen Schulbesuch von C._____ in der Schule P._____ 

besorgt zu sein, 

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c) gemeinsam mit C._____ Freizeitbeschäftigungen zu organisieren und für 

deren Finanzierung besorgt zu sein (bspw. Reiten, Oboe spielen, Tanzen), 

d) für die Begleitung der Besuchsübergaben sowie deren Finanzierung be-

sorgt zu sein. 

8. Zur Erziehungsbeiständin nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird E._____, 

F._____ GmbH, ernannt mit der Einladung, 

a) nötigenfalls umgehend Antrag auf Anpassung der behördlichen Massnah-

men an veränderte Verhältnisse zu stellen, 

b) erstmals per 30. November 2016 in einem ausserordentlichen Zwischen-

bericht über den Verlauf der Mandatsführung zu berichten und eine Ein-

schätzung hinsichtlich der Notwendigkeit der Weiterführung der Massnah-

me und einer allfälligen Anpassung der Massnahme im Sinne einer Erwei-

terung des Aufgabenkataloges abzugeben und zu prüfen, ob die Beistand-

schaft durch ein Kinder- und Jugendhilfezentrum geführt werden kann, 

c) per 31. Mai 2017 ordentlicherweise Bericht zu erstatten, 

d) der KESB Winterthur-Andelfingen frühzeitig mitzuteilen, wenn sich ab-

zeichnet, dass die Kosten für die Führung der Beistandschaft 

CHF 10'000.00 pro Jahr übersteigen (unter Aufstellung der bis dahin auf-

gewendeten Stunden und Auslagen). 

9. Der Antrag der Mutter auf Einholung eines Gutachtens zum gesundheitlichen 

Zustand von C._____ und zur Beurteilung des Aufenthaltsbestimmungs-

rechts wird abgewiesen. 

10. Für C._____, geb. tt.mm.2005, von I._____, wird für das vorliegende Verfah-

ren eine Kindesverfahrensvertretung nach Art. 314abis Abs. 1 ZGB ange-

ordnet. 

11. Als Kindesverfahrensvertreterin von C._____, geb. tt.mm.2005, von I._____, 

wird Rechtsanwältin lic. iur. G._____ ernannt, mit dem Auftrag, die rechtli-

chen Interessen von C._____, geb. tt.mm.2005, von I._____, im vorliegen-

den Verfahren zu wahren. 

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12./13. (Grundsätze der Entschädigung von RAin G._____) 

14./15. (Bewilligung URB für A._____, Grundsätze der Entschädigung) 

16./17. (Bewilligung URB für B._____, Grundsätze der Entschädigung) 

18. (Regelung der Kosten der Kindesschutzmassnahmen) 

19. (Ersuchen an Gemeinde O._____ um Kostengutsprache) 

20. (Kosten, Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege) 

21. (Rechtsmittel) 

22. (Entzug der aufschiebenden Wirkung) 

23./24. (Mitteilung)" 

1.4. Die Kindsvertreterin und der Vater erhoben Beschwerde an den Bezirksrat 

Winterthur. Beide beantragten im Wesentlichen die Wiederherstellung des Auf-

enthaltsbestimmungsrechts der Eltern und die Rückführung von C._____ in die 

Obhut des Vaters. Weitere Anträge der beiden Beschwerdeführer bezogen sich 

unter anderem auf das Besuchsrecht, die Beistandschaft und die Kosten. In pro-

zessualer Hinsicht wurden das Einholen diverser Berichte und der Beizug der 

Scheidungsakten verlangt. Zum genauen Umfang der angefochtenen Anordnun-

gen der KESB und zum konkreten Wortlaut der Anträge sei auf die Beschwerde-

schrift der Kindsvertreterin vom 3. Juni 2016 (BR-act. 1 S. 1 f., VO.2016.46) und 

die Beschwerdeschrift des Vaters vom 6. Juni 2016 (BR-act. 1 S. 1 ff., 

VO.2016.47) verwiesen. 

 Der Bezirksrat holte die Stellungnahmen der Verfahrensbeteiligten und die 

Vernehmlassung der KESB ein. Weitere Stellungnahmen folgten. 

 Am 7. Juli 2016 fällte der Bezirksrat folgendes Urteil (act. 5 [= act. 3/1 = BR-

act. 23, VO.2016.46]): 

"I. Die Verfahren VO.2016.46 und VO.2016.47 werden vereinigt und unter der 

Verfahrensnummer VO.2016.46 geführt. 

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II. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege wird 

gutgeheissen und es wird RAin lic. iur. X._____ als unentgeltliche Rechtsver-

treterin eingesetzt. 

III. Das Gesuch der Beschwerdegegnerin um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege wird gutgeheissen und es wird RA lic. iur. Y._____ als unent-

geltlicher Rechtsvertreter eingesetzt. 

IV. Die Beschwerden der Kindesverfahrensvertreterin und des Beschwerdefüh-

rers werden abgewiesen, soweit überhaupt darauf eingetreten wird. 

V. (Kosten) 

VI. (Parteientschädigung) 

VII. (Entzug aufschiebende Wirkung) 

VIII. (Zustellung und Weiterleitung von Eingaben) 

IX. (Rechtsmittel) 

X. (Mitteilung)" 

1.5. Mit Eingabe an die Kammer vom 21. Juli 2016 erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksrats und stellte die 

folgenden Anträge (act. 2): 

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"I. 

Infolge Ablehnungsgesuch vom 19.7.16 gegen Herrn Ersatzrichter Meister, Refe-

rent im Verfahren LC160023/24, II. ZK Eheleute AB._____ sei diese Beschwerde 

ohne Mitwirkung von Herrn Meister zu entscheiden 

II. Hauptantrag 

Es sei das angefochtene Urteil ersatzlos aufzuheben und C._____ unverzüglich 

in die Obhut des Beschwerdeführers zurückzubringen, unter Wiederherstellung 

seines Aufenthaltsbestimmungsrechtes 

III. Eventualanträge 

1. eventuell 

a) Es sei das angefochtene Urteil vom Obergericht aufzuheben und es sei 

C._____ unverzüglich in die Obhut des Beschwerdeführers zu entlassen, 

unter Wiederherstellung des Aufenthaltsrechtes des Beschwerdeführers 

über C._____ 

b) Es sei Ziff. 7 und 8 a-d aufzuheben und der Beiständin die einzige Aufgabe 

zu übertragen, die von Q._____ empfohlene sozialpädagogische Familien-

begleitung zu organisieren 

2. subeventuell 

Es sei das angefochtene Urteil aufzuheben und zur Neuentscheidung an den Be-

zirksrat zurückzuweisen mit der Auflage, die Eingabe RA G._____ vom 1.7.16 

erneut beizuziehen und auch darüber zu entscheiden 

IV. Prozessuale Anträge 

1. Es seien die Verfahrensakten des Scheidungsverfahrens LC160023/24 

AB._____, II. ZK samt Vorakten des BG Andelfingen vom Obergericht Zü-

rich, die gesamten KESB-Akten sowie die bezirksrätlichen Verfahrensakten 

in den Verfahren VO.2016/46 und VO.2016/47 beizuziehen 

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2. Es seien Dr. D._____, … [Adresse] und R._____, c/o Q._____, Kantonsspi-

tal Winterthur, 8400 Winterthur anzuhören 

V. 

Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und 

in der Person von RA lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsvertreterin zu 

bestellen 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gegenparteien." 

 Auch B._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) erhob Beschwerde ge-

gen den Entscheid des Bezirksrats. Ihre Beschwerde, welche allein die Kosten- 

und Entschädigungsregelung zum Gegenstand hat, wird ebenfalls von der Kam-

mer im Geschäft Nr. PQ160048 behandelt. 

 Die Akten des Bezirksrates (BR-act. 1-30, VO.2016.46, und BR-act. 1-14, 

VO.2016.47) und der KESB (KESB-act. 1-537) wurden beigezogen. Dem Antrag 

des Beschwerdeführers, auch die Akten des pendenten Berufungsverfahrens 

LC160023 betreffend Ehescheidung beizuziehen, steht nichts entgegen. Es sind 

dieselben Parteien in das Berufungsverfahren involviert, und dieses steht mit dem 

vorliegenden Beschwerdeverfahren in engem Zusammenhang: Im Berufungsver-

fahren sind vorsorgliche Massnahmen pendent, die auf dem Entscheid der KESB 

bzw. des Bezirksrats, das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern aufzuheben, 

beruhen und damit zusammenhängende Fragen wie die Befugnisse der Beistän-

din oder das Besuchsrecht des Beschwerdeführers zum Gegenstand haben. Auf-

grund dieses Zusammenhangs drängt es sich auf, in der gleichen Besetzung und 

zeitgleich sowohl über die vorliegende Beschwerde PQ160049 als auch über die 

pendenten vorsorglichen Massnahmen im Berufungsverfahren LC160023 zu ent-

scheiden. Der Entscheid über die Beschwerde der Beschwerdegegnerin wird 

ebenfalls in gleicher Besetzung zu fällen sein. Da dieses Beschwerdeverfahren 

nicht dringlich ist, wird der Entscheid im Geschäft PQ160048 allerdings erst spä-

ter erfolgen. 

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 Mit Verfügung vom 26. August 2016 räumte der Vorsitzende den Parteien 

und der KESB Gelegenheit ein, um zum Wechsel der Person der Kindsvertretung 

Stellung zu nehmen (act. 17). Mit Eingabe vom 5. September 2016 teilte die 

KESB mit, dass sie auf eine Stellungnahme verzichte (act. 20). Die Beschwerde-

gegnerin erklärte mit Eingabe vom 7. September 2016, mit dem Wechsel der Per-

son der Kindsvertreterin einverstanden zu sein und im Übrigen auf eine Stellung-

nahme zu verzichten (act. 21). Der Beschwerdeführer nahm mit Eingabe vom 

9. September 2016 Stellung. Er beantragte, es sei nicht RAin Z._____,  sondern 

eine andere Rechtsanwältin zur Vertreterin von C._____ zu bestellen (act. 24). 

 Eine Beschwerdeantwort einzuholen, ist nicht erforderlich (§ 66 Abs. 1 EG 

KESR). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. Ausstand 

 Mit Eingabe vom 25. Juli 2016 verlangte der Beschwerdeführer den Aus-

stand von Ersatzrichter lic. iur. H. Meister, nachdem er bereits bei Einreichen der 

Beschwerde beantragt hatte, es sei über diese Beschwerde ohne Mitwirkung von 

Ersatzoberrichter Meister zu entscheiden (act. 8 und act. 2). Dasselbe Aus-

standsgesuch hatte der Beschwerdeführer schon am 19. Juli 2016 im Berufungs-

verfahren betreffend Scheidung gestellt (LC160023-act. 525). Mit Beschluss vom 

27. September 2016 wies die Kammer das Ausstandsgesuch ab (act. 29). Somit 

besteht kein Anlass, Ersatzrichter Meister von der weiteren Mitwirkung in diesem 

Verfahren zu entbinden. 

3. Unentgeltliche Rechtspflege 

 In den bisherigen Verfahren ist die Kammer jeweils davon ausgegangen, 

dass der Beschwerdeführer mittellos im Sinne von Art. 117 lit. a ZPO ist. Daran 

scheint sich zwischenzeitlich nichts geändert zu haben (vgl. act. 2 S. 15 f. und 

act. 3/7-10). 

 Dass der Beschwerdeführer den Entscheid des Bezirksrats anfocht und 

durch das Obergericht überprüft haben will, ist in Anbetracht der Bedeutung der in 

Frage stehenden Kindesschutzmassnahme verständlich. Wenig stichhaltig sind 

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allerdings − wie noch zu zeigen sein wird − die Beanstandungen des anwaltlich 

vertretenen Beschwerdeführers. Dennoch erscheinen seine Beschwerdeanträge 

noch nicht als aussichtslos im Sinne von Art. 117 lit. b ZPO, so dass ihm die un-

entgeltliche Rechtspflege im umfassend beantragten Sinne bewilligt werden kann 

(Art. 118 Abs. 1 ZPO). 

4. Vertretung von C._____ 

4.1. Wie bereits erwähnt, ordnete die KESB für ihr Verfahren betreffend Unter-

bringung eine Verfahrensvertretung für C._____ im Sinne von Art. 314abis Abs. 1 

ZGB an und betraute mit dieser Aufgabe Rechtsanwältin lic. iur. G._____ (vgl. 

Erw. 1.3). Dies nahm die Kammer zum Anlass, im Berufungsverfahren betreffend 

Ehescheidung auch eine Verfahrensvertretung für C._____ zu bestellen. Dabei 

drängte es sich auf, diese Aufgabe ebenfalls Rechtsanwältin lic. iur. G._____ zu 

übertragen (vgl. LC160023-act. 486). 

 Am 27. Juni 2016 teilte Rechtsanwältin lic. iur. G._____ der Kammer mit, 

dass sie per Ende 2016 ihr Tätigkeit als selbständig praktizierende Rechtsanwäl-

tin aufgebe (LC160023-act. 498). Da sie, wie ihrem Schreiben entnommen wer-

den kann, sich in die Scheidungsmaterie noch nicht eingearbeitet hatte und eine 

längere Dauer des Berufungsverfahrens nicht ausgeschlossen werden konnte, 

entschied sich die Kammer für einen Wechsel in der Person der Kindsvertreterin 

und betraute mit Beschluss vom 11. Juli 2016 für das Berufungsverfahren neu 

Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ mit dieser Aufgabe (LC160023-act. 519). 

 Am 18. August 2016 regte Rechtsanwältin lic. iur. G._____ an, auch im vor-

liegenden Beschwerdeverfahren betreffend Unterbringung von C._____ dieselbe 

Person mit der Vertretung von C._____ zu beauftragen, wobei es sich aufdränge, 

Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ mit dieser Aufgabe zu betrauen; diese habe sich 

dazu bereit erklärt. Auf Anfrage bestätigte Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ die An-

gaben von Rechtsanwältin lic. iur. G._____ (act. 12/2). 

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4.2. Die Beschwerdegegnerin stimmte dem Vorschlag von Rechtsanwältin 

lic. iur. G._____ zu (act. 21). Die KESB verzichtete auf eine Stellungnahme 

(act. 20). 

 Auch der Beschwerdeführer scheint mit der Entlassung von RAin lic. iur. 

G._____ einverstanden zu sein. Er wehrt sich aber dagegen, dass RAin lic. iur. 

Z._____ zur neuen Vertreterin von C._____ bestellt wird. Zur Begründung führte 

er im Wesentlichen aus, dass RAin lic. iur. Z._____ im Berufungsverfahren betref-

fend Ehescheidung ohne Anhörung der Parteien zur Kindsvertreterin bestellt wor-

den sei, und zwar durch den befangenen Ersatzrichter Meister. In diesem Beru-

fungsverfahren habe RAin lic. iur. Z._____ am 13. August 2016 eine Eingabe an 

die Kammer gemacht. Diese Eingabe enthalte Vorwürfe und negative Bemerkun-

gen über ihn, obschon RAin lic. iur. Z._____, wie sie selber schreibe, die wichti-

gen Akten noch gar nicht gelesen habe. Über die Interessen und das Wohl von 

C._____ sei in dieser Eingabe wenig bis nichts zu erfahren. Die Eingabe entbehre 

jeder Sachlichkeit und stelle keine sorgfältige Anwaltsarbeit dar (act. 24). 

4.3. Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst die Auswahl der Nachfolgerin 

von RAin lic. iur. G._____, wie sie zuerst im Berufungsverfahren betreffend 

Scheidung erfolgte. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nahm das 

Kollegium und nicht Ersatzrichter Meister allein die Ernennung von RAin lic. iur. 

Z._____ vor (vgl. LC160023-act. 519). Eine Befangenheit des mitwirkenden Er-

satzrichters liegt zudem nicht vor (vgl. Erw. 2). Richtig ist, dass der Beschwerde-

führer (wie auch die Beschwerdegegnerin) im Berufungsverfahren nicht vorgängig 

zur Person von RAin lic. iur. Z._____ angehört wurde. Das hinderte ihn selbstver-

ständlich nicht, nach Bekanntwerden dieser Bestellung (der Beschwerdeführer 

nahm den Ernennungsbeschluss am 18. Juli 2016 entgegen [LC160023-

act. 520/2]) allfällige Einwände gegen RAin lic. iur. Z._____ vorzubringen. Dies tat 

der Beklagte nicht, was nichts anderes heisst, als dass er im Zeitpunkt der Bestel-

lung zur Kindsvertreterin die Qualifikation und Neutralität von RAin lic. iur. 

Z._____ nicht in Zweifel zog. Erst nachdem er von der (ersten) Stellungnahme der 

neuen Kindsvertreterin vom 13. August 2016 Kenntnis erlangt hatte, brachte er 

am 9. September 2016 erstmals Einwände gegen ihre Person vor (vgl. 

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LC160023-act. 544, 562, 564 und 567). Seine Einwände, RAin lic. iur. Z._____ sei 

befangen ("von wem auch immer beeinflusst") und unqualifiziert (unsachliche, un-

sorgfältige Arbeit), sind unberechtigt. Es kann dazu auf die entsprechenden Er-

wägungen (Erw. 3) im ebenfalls heute zu fällenden Beschluss im Berufungsver-

fahren betreffend Ehescheidung verwiesen werden (LC160023). 

4.4. Die Vereinigung der Vertretungsaufgaben betreffend C._____ in einer Per-

son drängt sich auf. Dazu braucht es keine weiteren Erklärungen. RAin lic. iur. 

Z._____ ist für diese Aufgabe ausreichend qualifiziert (vgl. Art. 299 Abs. 1 ZPO 

und Art. 314abis Abs. 1 ZGB), an ihrer Unbefangenheit bestehen keine Zweifel. Es 

ist daher RAin lic. iur. G._____ als Vertreterin von C._____ zu entlassen und RAin 

lic. iur. Z._____ auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren zur neuen Kindsver-

treterin zu bestellen. 

5. Beschwerdevoraussetzungen 

 Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist im 

EG KESR geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der 

Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften 

des EG KESR (insbes. die §§ 63, 65 ff. EG KESR) anzuwenden und – soweit das 

EG KESR etwas nicht regelt – ergänzend die Vorschriften des GOG sowie der 

ZPO als kantonales Recht zu beachten (vgl. § 40 EG KESR und dazu ebenfalls 

Art. 450f ZPO). Der Kanton Zürich kennt seit dem Inkrafttreten des revidierten 

Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes im ZGB zudem zwei gerichtliche Be-

schwerdeinstanzen, als erste Beschwerdeinstanz den Bezirksrat und als zweite 

das Obergericht. Gegenstand des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens kön-

nen daher stets nur Entscheide des Bezirksrates sein, nicht hingegen solche der 

KESB. 

 Mit der Beschwerde i.S. der §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. den Art. 450-450c 

ZGB können eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhaltes, Unangemessenheit sowie Rechtsver-

weigerung und Rechtsverzögerung gerügt werden (vgl. Art. 450a ZGB). Für das 

zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren gilt daher eine Begründungsobliegenheit 

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analog derjenigen in den Art. 308 ff. bzw. Art. 319 ff. ZPO: Von der Beschwerde 

führenden Partei ist jeweils darzulegen, weshalb der angefochtene Entscheid des 

Bezirksrates unrichtig sein soll (vgl. auch Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG KESR 

sowie BGE 138 III 374, E. 4.3.1 und z.B. OGer ZH NQ110031 vom 9. August 

2011, E. 2, m.w.H. [= ZR 110/2011 Nr. 81]). Blosse Wiederholungen des vor dem 

Bezirksrat ausgeführten oder Verweise darauf genügen diesen minimalsten An-

forderungen an eine Begründung nicht. 

 Wie bei jedem Rechtsmittel ist sodann mit der Beschwerde nicht bloss die 

Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides zu verlangen, sondern es ist mit 

wenigstens sinngemässen Anträgen darzutun, wie in der Sache selbst zu ent-

scheiden ist, soweit nicht die Aufhebung des Entscheides zugleich zur Entschei-

dung in der Sache führt. Soweit es an einem derart konkreten Antrag und/oder an 

dessen minimaler Begründung fehlt, ist auf ein Rechtsmittel und damit auch auf 

eine Beschwerde i.S.v. § 64 EG KESR nicht einzutreten (vgl. wiederum 

ZR 110/2011 Nr. 81). 

6. Ungenügende Anträge und Begründung, fehlende(s) Legitimation und Inte-
resse 

6.1. Der Beschwerdeführer stellt Haupt- und Eventualanträge (act. 2). Mit sei-

nem Hauptantrag verlangt er die ersatzlose Aufhebung des vorinstanzlichen Ur-

teils. Gemäss den Eventualanträgen soll einzig die von der KESB angeordnete 

und dem Bezirksrat bestätigte Beistandschaft bestehen bleiben, wenn auch mit 

geänderten Aufgaben. 

6.2. In Dispositiv-Ziff. I. des angefochtenen Entscheids ordnete der Bezirksrat 

die Vereinigung der Beschwerden der Kindsvertreterin und des Beschwerdefüh-

rers an. Was daran falsch bzw. unzweckmässig sein soll, führte der Beschwerde-

führer nicht aus. Das genügt den Anforderungen an eine Beschwerde nicht, wes-

halb in diesem Punkt darauf nicht einzutreten ist. 

6.3. In Dispositiv-Ziffer II. bewilligte der Bezirksrat dem Beschwerdeführer die 

unentgeltliche Prozessführung und bestellte ihm Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

zur unentgeltlichen Rechtsbeiständin. Mit dieser Anordnung folgte die Vorinstanz 

- 16 - 

dem Antrag des Beschwerdeführers (BR-act. 1 S. 3, VO.2016.47), so dass eine 

Beschwer nicht auszumachen ist. Auch in diesem Punkt ist auf die Beschwerde 

nicht einzutreten. 

6.4. Das Anfechtungsinteresse bzw. die Anfechtungslegitimation fehlt dem Be-

schwerdeführer auch, was Dispositiv-Ziffer III. des angefochtenen Entscheids be-

trifft, in welcher sich der Bezirksrat mit dem Gesuch der Beschwerdegegnerin um 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege befasste. Diesbezüglich ist auf die 

Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten. 

6.5. Der Bezirksrat entzog in Dispositiv-Ziffer VII. des angefochtenen Ent-

scheids der Beschwerde gegen sein Urteil die aufschiebende Wirkung. Eine Be-

gründung, weshalb diese prozessuale Anordnung aufgehoben werden soll, liefert 

der Beschwerdeführer nicht. Auch in diesem Punkt führt dies zum Nichteintreten 

auf die Beschwerde. 

6.6. Der Beschwerdeführer verweist auf die Eingabe der Beiständin an die 

KESB vom 1. Juli 2016 (KESB-act. 508 und BR-act. 16/2) und beanstandet, dass 

der Bezirksrat über die darin enthaltenen Anträge nicht entschieden, sondern die 

Eingabe auf das Ansinnen von Ersatzrichter Meister hin zum Entscheid an das 

Obergericht weitergeleitet habe. Damit sei der gesetzliche Rechtsweg verletzt und 

ihm das rechtliche Gehör verweigert worden. Dieselbe Kritik trägt er bezüglich ei-

ner Eingabe der Kindsvertreterin an den Bezirksrat vom 1. Juli 2016 vor. Zusätz-

lich moniert er, dass sich diese Eingabe der Kindsvertreterin nicht mehr in den Ak-

ten des Bezirksrats befinde, und zwar ohne jeden Hinweis auf deren Verbleib 

(act. 2 S. 5 f.). 

6.6.1. In den Akten des Bezirksrats befindet sich tatsächlich keine Eingabe der 

Kindsvertreterin, welche vom 1. Juli 2016 datiert. Das dürfte allerdings nicht auf 

Unsorgfalt beim Führen der Akten oder gar Manipulation beruhen, wie der Be-

schwerdeführer dem Bezirksrat zwischen den Zeilen vorzuwerfen scheint, son-

dern auf einer schlicht versehentlichen Annahme des Beschwerdeführers bzw. 

seiner Vertreterin selbst. Bei sorgfältigem Studium der Akten wird nämlich rasch 

ersichtlich: Die Eingabe der Kindsvertreterin, welche der Beschwerdeführer offen-

- 17 - 

bar meint, datiert vom 5. Juli 2016. Darin bezieht sich die Kindsvertreterin auf die 

Eingabe der Beiständin vom 1. Juli 2016. Die Eingabe der Kindsvertreterin vom 

5. Juli 2016 ist in den vorinstanzlichen Akten (VO.2016.46) enthalten und trägt die 

Aktorennummer 17. 

6.6.2. Die Anträge der Beiständin, welche von der Kindsvertreterin vollumfänglich 

unterstützt worden waren, bestanden in einer Einschränkung der elterlichen Sor-

ge zu Gunsten der Befugnisse der Beiständin und damit in einer Einschränkung 

der Rechte des Beschwerdeführers (BR-act. 16/2 und BR-act. 17 i.V.m. BR-

act. 17/2, VO.2016.46). Wie aus seinen Anträgen in der Beschwerde an den Be-

zirksrat geschlossen werden kann (BR-act. 1 S. 1 ff., VO.2016.46), wäre er mit ei-

ner weiteren Einschränkung der elterlichen Sorge nicht einverstanden gewesen. 

Indem der Bezirksrat diese Anträge nicht behandelte und im Ergebnis keine nach-

teilige Anordnung für den Beschwerdeführer traf, sondern die Eingaben zum Ent-

scheid an das Obergericht weiterleitete, verletzte er weder materielle noch pro-

zessuale Rechte des Beschwerdeführers. Seine Rügen, ihm seien der gesetzliche 

Rechtsweg verweigert und das rechtliche Gehör verletzt worden, werden von der 

Kammer im Berufungsverfahren betreffend Ehescheidung zu behandeln sein, in 

dem gestützt auf die erwähnten Eingaben der Beiständin und der Kindsvertreterin 

bereits Anordnungen getroffen wurden (vgl. LC160023-act. 519) und in welchem 

der Beschwerdeführer dieselben Einwände erhob (vgl. LC160023-act. 547). 

 Dasselbe trifft zu auf die Anträge der Kindsvertreterin in ihrer Eingabe an 

den Bezirksrat vom 5. Juli 2016, soweit sie über jene der Beiständin vom 1. Juli 

2016 hinausgehen, nämlich die Anträge auf Herausgabe der ID von C._____ und 

auf Ersatzunterbringung von C._____ während einer allfälligen Ferienabwesen-

heit der Pflegeeltern (BR-act. 17 S. 2, VO.2016.46). Auch hier handelte es sich 

nicht um Anträge des Beschwerdeführers, und indem der Bezirksrat nicht darüber 

entschied, konnten ihm auch keine Rechte vorenthalten werden. 

 Mangels einer Beschwer ist hinsichtlich dieser Beanstandungen auf die Be-

schwerde ebenfalls nicht einzutreten. 

- 18 - 

6.6.3. Vom Beschwerdeführer nicht angesprochen wurden die Eingaben ("Stel-

lungnahme") der Beschwerdegegnerin vom 4. Juli 2016, soweit sie damit beim 

Bezirksrat die (superprovisorische) Sistierung des Besuchsrechts des Beschwer-

deführers beantragte (BR-act. 14 S. 3, VO.2016.46, und BR-act. 13 S. 3, 

VO.2016.47). Auch hinsichtlich dieser Eingaben, welche vom Bezirksrat ebenfalls 

an die Kammer weitergeleitet wurden (vgl. act. 5 Dispositiv Ziff. VIII. und 

LC160023-act. 517/3 f. und 517/4 f.), führte das Unterlassen eines Entscheids 

des Bezirksrates zu keiner Verletzung der Rechte des Beschwerdeführers. 

6.7. In den übrigen Punkten erscheinen die Beschwerdevoraussetzungen als 

erfüllt. 

7. Unterbringung von C._____ 

7.1. Der Bezirksrat hat in seinem Entscheid die allgemeinen Voraussetzungen 

vorsorglicher Massnahmen im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes 

zutreffend dargelegt. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann darauf verwiesen 

werden (act. 5 Erw. 4.1 - 4.3). 

 Die Einwendungen, die der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang 

vorbringt − bei korrekter summarischer Prüfung der Verhältnisse, insbesondere 

bei gebührender Berücksichtigung der aktenkundigen Fachmeinungen, hätte der 

Bezirksrat den Entscheid der KESB aufheben und C._____ wieder unter seine 

Obhut stellen müssen (act. 2 S. 7) −, enthalten keine Kritik an den für massge-

blich bezeichneten rechtlichen Vorgaben für den Erlass vorsorglicher Massnah-

men, sondern betreffen die Anwendung dieser Vorgaben durch den Bezirksrat  

im vorliegenden Fall. Darauf ist gesondert einzugehen (vgl. nachfolgende  

Erw. 7.4 ff.). 

7.2. Der Bezirksrat stützte seinen Entscheid in tatsächlicher Hinsicht auf die Ak-

ten der KESB. Weitere Abklärungen, die beantragt worden waren − die Edition 

weiterer Akten, das Einholen zusätzlicher Berichte, die Anhörung des Beschwer-

deführers und von Dr. med. D._____ sowie lic. phil. R._____ − hielt er für nicht 

notwendig. Da über die Kinderbelange das Obergericht im Rahmen des Schei-

- 19 - 

dungsverfahrens definitiv zu entscheiden und sich auch mit den dringlichen Mas-

snahmen, welche die Beiständin am 1. Juli 2016 beantragte, zu befassen habe, 

sei sodann das Einholen eines psychologischen Gutachtens und der Beizug der 

(erst- und zweitinstanzlichen) Akten des Scheidungsverfahrens nicht prozessöko-

nomisch und wegen dem zeitlichen Aufwand mit dem Institut vorsorglicher Mass-

nahmen nicht vereinbar (act. 5 Erw. 4.4). 

 Der Beschwerdeführer nahm dazu Stellung, beschränkte seine Kritik aber 

primär auf den Entscheid des Bezirksrats, die Eingabe der Beiständin vom 1. Juli 

2016 nicht zu behandeln, sondern an das Obergericht weiterzuleiten (act. 2 S. 8 

Ziff. 4). Dazu wurde bereits Stellung genommen, so dass darauf verwiesen wer-

den kann (vgl. Erw. 6.6 und 6.6.2). 

 Was die einzelnen Beweismittel betrifft, welche der Bezirksrat für entbehrlich 

erachtete, erwähnte der Beschwerdeführer in seinen Beanstandungen einzig die 

Scheidungsakten. Um den Elternkonflikt ausreichend zu dokumentieren, so der 

Beschwerdeführer sinngemäss, würden die KESB-Akten nicht ausreichen, son-

dern wären die Scheidungsakten nötig gewesen (act. 2 S. 8 f. Ziff. 5.). Die Fest-

stellung des Bezirksrats, dass die Beziehung der Eltern hoch konfliktreich sei und 

zu diversen Polizeieinsätzen geführt habe, bestritt der Beschwerdeführer indes-

sen nicht. Welche konkreten Aspekte des Elternkonflikts für den Entscheid des 

Bezirksrats über die Unterbringung von C._____ bedeutsam gewesen wären und 

allein aus den Scheidungsakten hervorgehen, lässt sich der Kritik des Beschwer-

deführers nicht entnehmen. Die Beschwerde ist in diesem Punkt nicht (ausrei-

chend) begründet bzw. das Vorgebrachte von fehlender Relevanz, weshalb da-

rauf nicht weiter einzugehen ist. 

7.3. Der Bezirksrat erachtete für seinen Entscheid als relevant, ob sich im Zeit-

punkt der Entscheidfindung durch die KESB eine Gefahrenlage für C._____ als 

derart dringlich präsentierte, dass sich schliesslich die vorsorgliche Unterbringung 

in einer Pflegefamilie aufdrängte (act. 5 S. 20 Ziff. 5.1). Diese Auffassung ist zu 

präzisieren. 

- 20 - 

 Die Verhältnisse, wie sie sich im Zeitpunkt der Entscheidfindung durch die 

KESB präsentierten, waren vom Bezirksrat selbstverständlich in seine Beurteilung 

miteinzubeziehen. Aufgrund der Untersuchungsmaxime (vgl. Art. 446 Abs. 1 ZGB, 

Art. 296 Abs. 1 ZPO), welche nach der Praxis der Kammer auch im Beschwerde-

verfahren gilt, waren allerdings auch Tatsachen und Beweismittel, welche sich 

erst im Laufe des Verfahrens verwirklichten bzw. bekannt wurden, zu berücksich-

tigen. Insofern kam es, wie der Beschwerdeführer zu Recht einwendet (act. 5 S. 8 

f. Ziff. 5.1), nicht allein auf die Verhältnisse im Zeitpunkt der Entscheidfindung der 

KESB, sondern auch auf die Situation bei Urteilsfällung durch den Bezirksrat an. 

 Falsch liegt der Beschwerdeführer mit seiner Kritik, der Bezirksrat habe auf 

die Verhältnisse per 12. Mai 2016 abgestellt und insbesondere die Fachmeinun-

gen von Dr. med. D._____ und von lic. phil. R._____ ausser Acht gelassen. Am 

12. Mai 2016 erging der Präsidial-Entscheid des Behördemitglieds, mit welchem 

die Fremdplatzierung von C._____ superprovisorisch angeordnet wurde (KESB-

act. 361). Danach folgten verschiedene Abklärungen durch die KESB. Insbeson-

dere wurden der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin und C._____ per-

sönlich angehört (KESB-act. 430, 434, 437). Weiter wurden Berichte von lic. phil. 

R._____ von der Opferberatungsstelle Q._____, welche den Beschwerdeführer 

während der Zeit der Unterbringung von C._____ im Kantonsspital Winterthur 

kennenlernte, eingeholt (KESB-act. 415 und 440), und es gingen bei der KESB in 

dieser Phase auch Stellungnahmen und Empfehlungen von Dr. med. D._____ ein 

(act. 379, 384 und 399). Am 27. Mai 2016 folgte der Entscheid der KESB (Kolle-

gium) über die Unterbringung von C._____ (KESB-act. 459), und dieser bildete 

Gegenstand der Beschwerde des Beschwerdeführers an den Bezirksrat. 

 Die erwähnten Abklärungen, welche nach dem 12. Mai 2016 stattfanden, wa-

ren aktenkundig und lagen dem Bezirksrat bei Fällung seines Urteils vor (vgl. BR-

act. 7, VO.2016.46; act. 5 S. 14 Ziff. 5.2). Aufgrund der Ausführungen des Be-

schwerdeführers bleibt offen, welche anderen tatsächlichen Entwicklungen nach 

dem 12. Mai 2016 und welche anderen erst ab diesem Zeitpunkt eingereichten 

Beweismittel der Bezirksrat ausser Acht gelassen haben soll. Dem Einwand des 

Beschwerdeführers, der Bezirksrat habe bei der Feststellung und Würdigung der 

- 21 - 

tatsächlichen Verhältnisse nicht auf den richtigen Zeitpunkt abgestellt, ist deshalb 

nicht weiter nachzugehen. 

7.4. Was die Gefährdung von C._____ ("Gefahrenlage") betrifft, erwähnte der 

Bezirksrat zunächst die Gefährdungsmeldung der Primarschule S._____, wonach 

befürchtet werden müsse, dass C._____ getötet werden könnte, und Mitarbeiter 

der Schule sich aufgrund seines Auftretens und seiner Drohungen vor dem Be-

schwerdeführer fürchten würden. Die Beziehung zwischen dem Beschwerdefüh-

rer und C._____, so der Bezirksrat weiter, sei zwar eng, aber laut KESB hochdys-

funktional. Der Beschwerdeführer habe mehrfach, in immer kürzeren Abständen, 

Suizidäusserungen getätigt, zuletzt gar im Beisein von C._____. Deswegen und 

aufgrund seines hartnäckig renitenten Verhaltens gegenüber anderweitigen be-

hördlichen Interventionen (der Bezirksrat verwies bezüglich letzterem auf Berichte 

in den Akten, welche dem Beschwerdeführer mangelnde Kooperation und ein 

aufbrausendes Temperament bescheinigen), erachtete der Bezirksrat den Entzug 

des Aufenthaltsbestimmungsrechts für verhältnismässig (act. 5 S. 14 f. Ziff. 5.2 - 

5.4) 

 Nach Auffassung des Beschwerdeführers bestehen keine Anhaltspunkte da-

für, dass von ihm eine Gefährdung für C._____ ausgeht, wenn sie bei ihm lebt. 

Der Bezirksrat habe sich über die Meinung der Fachleute hinweggesetzt und da-

mit den Sachverhalt falsch festgestellt. Der Bezirksrat verweise auf die Gefähr-

dungsmeldung der Primarschule S._____, ohne seinen Einwand zu berücksichti-

gen, dass er, der Beschwerdeführer, wiederholt bei der KESB vorstellig geworden 

sei, diese aber nicht reagiert habe, auch nach der Meldung der erwähnten Ge-

fährdungsmeldung nicht. Er sei in seinem Leben noch nie handgreiflich geworden, 

weshalb nicht nachvollziehbar sei, dass sich die Schulmitarbeiter vor ihm fürchte-

ten. Die Behauptung der KESB, die Beziehung zwischen ihm und C._____ sei 

hochdysfunktional, entbehre jeder Grundlage und sei frei erfunden. Die Suizi-

däusserungen seien der KESB längst bekannt gewesen und von ihr zu Recht 

nicht ernst genommen worden. Weder am 11. April 2016 noch am 12. Mai 2016 

hätten die beigezogenen Ärzte ihn oder Dritte als gefährdet erachtet. Damit fehle 

jede Grundlage für die Annahme der KESB und des Bezirksrates, er sei für sich 

- 22 - 

oder Dritte gefährlich. Keine der angefragten Fachstellen würden den Obhutsent-

zug und die Fremdplatzierung unterstützen. Ein renitentes Verhalten gegenüber 

behördlichen Interventionen liege nicht vor und stelle, selbst wenn es vorliegen 

würde, keine Kindswohlgefährdung dar. Mit diesem Vorwurf werde nur das Ver-

sagen der KESB beschönigt. Das Handeln der KESB sei unnötig und unverhält-

nismässig gewesen. Die Empfehlung der Fachstelle Q._____, eine sozialpädogi-

sche Familienbegleitung anzuordnen, sei von der KESB und dem Bezirksrat igno-

riert worden. Indem der Bezirksrat den Argumenten der KESB und der Beschwer-

degegnerin mehr Gewicht beigemessen habe als der Empfehlung einer Fachstel-

le, habe es den Sachverhalt unrichtig festgestellt (act. 2 S. 9 ff. Ziff. 6 - 13). 

7.5. Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat 

die Kindesschutzbehörde es den Eltern wegzunehmen und in angemessener 

Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 ZGB). Die Gefährdung des Kindeswohls 

liegt darin, dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht in der für seine körperli-

che, geistige und sittliche Entwicklung nötigen Weise geschützt und gefördert 

wird. An die Würdigung der Umstände ist ein strenger Massstab zu legen. Die 

Entziehung ist nur zulässig, wenn andere Massnahmen ohne Erfolg geblieben 

sind oder von vornherein als ungenügend erscheinen (Urteil BGer 5C.117/2002 

vom 1.7.2002, Erw. 3.1; Urteil BGer 5A_979/2013 vom 28.3.2014, Erw. 4.3). Auf 

die besondere Situation der Anordnung von Kindesschutzmassnahmen im Rah-

men vorsorglicher Massnahmen wurde bereits eingegangen (vgl. Erw. 7.1). 

7.6. Gefährdung von C._____ 

7.6.1. Was die Belange von C._____ betrifft, liegen die Parteien seit Jahren im 

Streit. Der Umfang der Akten der KESB und des Scheidungsverfahrens sowie die 

Anzahl behördlicher und gerichtlicher Entscheide, die in den letzten Jahren be-

züglich der Belange von C._____ gefällt werden mussten, verdeutlichen die Di-

mension des elterlichen Konflikts − allein im Scheidungsprozess hatte der erstin-

stanzliche Richter im Rahmen vorsorglicher Massnahmen drei umfangreiche Ent-

scheide zu fällen (LC160023-act. 139, -act. 303 und -act. 405, mit jeweils voran-

gegangenen superprovisorischen Anordnungen), welche alle an die Kammer wei-

- 23 - 

tergezogen wurden (vgl. LC160023-act. 190 [LY140013], -act. 488 [LY150023] 

und -act. 489 [LY160009]). 

 Ein derart massiver und andauernder Streit seiner Eltern stellt bekanntlich 

eine schwere psychische Belastung für ein Kind dar, jedenfalls für Kinder im Alter 

von C._____; sie war bei Einleitung der Scheidungsklage 6 ½ Jahre alt und wird 

in Kürze elf. Im Fall von C._____ äusserte sich diese Belastung bisher vor allem 

in Angstgefühlen und Schulverweigerung (KESB-act. 243A/2; KESB-act. 444/2 

S. 2 Ziff. 5 f.). In derartigen Krisensituationen kam es jeweils zum Abbruch des 

Kontakts zur Mutter (vgl. LC160023-act. 214 S. 2 f. und -act. 362 S. 2), wie es 

auch heute der Fall ist. Gemäss dem Gutachten des Kinder- und Jugendpsychiat-

rischen Dienstes vom 31. August 2015 stellt die hoch strittige Auseinanderset-

zung zwischen den Eltern denn auch ein mittel- und langfristiges Entwicklungsri-

siko für C._____ dar (KESB-act. 375 S. 40). 

7.6.2. C._____ lebte ab der Trennung ihrer Eltern bis zur Aufhebung des Aufent-

haltsbestimmungsrechts im Mai 2016 unter der Obhut des Beschwerdeführers. 

Ihm wird im bereits erwähnten Gutachten eine enge Beziehung zu C._____ und 

das Bemühen, für C._____ ein sicheres Umfeld zu schaffen, attestiert. Erwähnt 

wird allerdings auch sein Unvermögen, sich vom elterlichen Streit und den damit 

verbundenen behördlichen und gerichtlichen Verfahren zu lösen und C._____ da-

vor zu schützen. Im Gegenteil, wie er den Gutachtern gegenüber erklärte, kon-

frontiere er C._____ bewusst mit diesem Thema in der Meinung, sie sei alt genug 

und müsse Wissen, was die Beschwerdegegnerin tue (KESB-act. 375 S. 45 f.). 

Ein solches Verhalten dient dem Wohl von C._____ offensichtlich nicht. 

7.6.3. Der Beschwerdeführer verwahrt sich gegen die Qualifizierung der Bezie-

hung zwischen ihm und seiner Tochter als "hochdysfunktional". Dabei handle es 

sich um eine frei erfundene Behauptung der KESB (act. 5 S. 10 Ziff. 7). 

 Richtig ist, dass die KESB den Begriff "hochdysfunktionale Beziehung" ver-

wendete, ohne auf eine entsprechende Aktenstelle zu verweisen (KESB-act. 459 

S. 13 Abs. 5), und der Bezirksrat darauf Bezug nahm (act. 5 S. 15). Um eine halt-

lose Behauptung handelt es sich allerdings nicht, sofern man sie in den richtigen 

- 24 - 

Kontext setzt: So besteht gemäss Gutachten des KJPD, auf welches sich die 

KESB unter anderem bezog (KESB-act. 459 S. 2 und S. 11 f.), eine ausgeprägte 

Sorge des Kindsvaters, C._____ könnte bei ihrer Mutter durch äussere Einfluss-

faktoren gefährdet sein. Diese Sorge, die laut den Gutachtern unbegründet sei, 

übertrage sich auf C._____, die im Rahmen ihrer loyalen Bindung zu ihrem Vater 

entsprechende Ängste entwickle (KESB-act. 375 S. 45 f. und S. 51 Ziff. 4). Und 

Dr. med. D._____, der ehemalige Therapeut von C._____, bezeichnete die Be-

ziehung zwischen Tochter und Vater als symbiotisch (KESB-act. 398; KESB-

act. 430 S. 6). Auch darauf wies die KESB in ihren Erwägungen hin (KESB-

act. 459 S. 6 und S. 12). 

7.6.4.  

7.6.4.1. Am 23. September 2015 erstattete die Schulpflege der Primarschule 

S._____ eine Gefährdungsmeldung (KESB-act. 241, Anhang). Diese war in gros-

ser Sorge um das Wohl von C._____ und fürchtete gar um ihr Leben. Die Schul-

pflege berichtete über mehrere Vorfälle in der Schule, in denen der Beschwerde-

führer ausfällig geworden sei oder schwere Drohungen ausgestossen habe, und 

über Angaben von C._____ gegenüber ihrer Lehrperson, welche die enorme An-

spannung des Beschwerdeführers belegen (a.a.O. S. 3: "…dass sie Angst habe, die 

Mutter hole sie. Zudem habe sie aber auch grosse Angst, dass ihr Vater etwas Schlim-

mes mache, auch ihr selber gegenüber. Der Vater habe gesagt, jetzt lange es ihm, er 

mache allem ein Ende, er wolle sterben und bringe sich um."). 

 Der Beschwerdeführer geht in seiner Beschwerde auf den Inhalt dieser Ge-

fährdungsmeldung nicht ein. Für ihn dient sie als Beispiel für seinen Vorwurf, dass 

ihm seitens der KESB die nötige Hilfe verweigert werde (act. 5 S. 9 Ziff. 6). Den 

Akten lässt sich demgegenüber entnehmen, dass die KESB nach Eingang dieser 

Meldung umgehend mit dem Bezirksgericht Andelfingen, das sich im Rahmen des 

Scheidungsverfahrens mit den Kinderbelangen zu befassen hatte, Kontakt auf-

nahm und die Auskunft erhielt, dass sich der Scheidungsrichter dieser Gefähr-

dungsmeldung annehmen werde (KESB-act. 240). Der Scheidungsrichter wurde 

in der Folge vom Rechtsvertreter der Schulpflege ersucht, die Gefährdungsmel-

dung einstweilen nicht zu bearbeiten, die Schule wolle zuerst ein Standortge-

- 25 - 

spräch durchführen. Dieses Gespräch fand Ende Oktober 2015 statt, und die 

Schulpflege zog danach die Gefährdungsmeldung zurück (LC160023-act. 433/1-

11). Daraus darf geschlossen werden, dass sich die Situation einstweilen beruhigt 

hatte und in schulischer Hinsicht für C._____ eine Lösung gefunden werden konn-

te. 

7.6.4.2. Anfangs April 2016 kam es zu weiteren Suizidäusserungen des Be-

schwerdeführers, und zwar gegenüber Mitarbeitern der KESB. Unmittelbarer Aus-

löser scheinen finanzielle Probleme (Anwalts- und Gerichtskosten) gewesen zu 

sein. Die KESB bot einen Notfallpsychiater auf, der den Beschwerdeführer auf-

suchte (KESB-act. 330 f.). Eine fürsorgerische Unterbringung sprach er nicht aus. 

7.6.4.3. Rund einen Monat später, am 12. Mai 2016, machte der Beschwerdefüh-

rer erneut eine Suiziddrohung, dies anlässlich eines Termins in der Praxis von 

Dr. med. D._____. Laut Schilderung von Dr. med. D._____ soll sich Folgendes 

zugetragen haben (KESB-act. 379): 

"Am 12.05.2016 um ca. 9 Uhr erschien der A._____ sehr aufgebracht mit seiner Tochter 

C._____ in meiner Praxis. Er informierte mich, dass C._____ erneut nicht in die Schule 

gehen wolle und er so nicht weitermachen könne. Er wolle sie nicht mehr bei sich haben. 

Er wolle jetzt eine Lösung für C._____, wir sollen uns um C._____ kümmern. Ich 

(D._____) schlug dem A._____ vor, dass C._____ vorläufig mal in der Praxis bleiben sol-

le und ich mich später mit ihm zum weiteren Vorgehen besprechen will. C._____ machte 

einen massiv eingeschüchterten, starren Eindruck. Ein Gespräch mit C._____ war nicht 

möglich, sie schaute zu Boden und reagierte auf Ansprechen nicht. Da C._____ nicht oh-

ne ihren A._____ in der Praxis bleiben wollte, ging der A._____ zu seinem Auto und 

C._____ folgte ihm. Ich bat unsere Praxisassistentin Frau T._____, welche mehrmals ei-

nen guten Kontakt zu C._____ herstellen konnte, mit den beiden zu gehen und C._____ 

beim Auto des A._____ erneut einzuladen, in die Praxis zu kommen und hier an ihren 

Schulsachen zu arbeiten. C._____ reagierte nicht auf diese Einladung/Aufforderung und 

wehrte sich, auszusteigen und mit Frau T._____ mitzukommen. Der A._____ äusserte 

gemäss Schilderung von Frau T._____ anschliessend: "Ich fahre jetzt nach Hause und 

hänge mich auf. Und C._____ kann dabei zuschauen." Der A._____ fuhr anschliessend 

mit C._____ weg. Frau T._____ informierte mich über die Ereignisse und ich beauftragte 

- 26 - 

sie, über den Polizeinotruf die Ereignisse und Aussagen des A._____ der Polizei mitzu-

teilen und deren Instruktionen abzuwarten." 

 Der Beschwerdeführer und C._____ konnten wenig später in O._____ von 

der Polizei angetroffen werden. Der aufgebotene Notfallarzt, Dr. med. U._____, 

führte ein längeres Gespräch mit dem Beschwerdeführer. Die Voraussetzungen 

einer fürsorgerischen Unterbringung des Beschwerdeführers erachtete dieser als 

nicht erfüllt. Auf Empfehlung von Dr. med. U._____ begab sich der Beschwerde-

führer anschliessend zusammen mit C._____ in die Praxis von Dr. med. D._____ 

(KESB-act. 449). Dort erschien wenig später das zuständige Mitglied der KESB, 

das nach Anhörung des Beschwerdeführers und von Dr. med. D._____ dem Be-

schwerdeführer und C._____ seinen Entscheid eröffnete, den Eltern das Aufent-

haltsbestimmungsrecht zu entziehen und C._____ fremd zu platzieren (KESB-

act. 360). 

7.6.4.4. Der Beschwerdeführer erklärte dazu, der KESB seien seine Suizidäusse-

rungen längst bekannt gewesen und sie habe diese - zu Recht - nicht ernst ge-

nommen. Sowohl am 11. April 2016 als auch am 12. Mai 2016 sei von den beige-

zogenen Ärzten keine Gefährdung seiner Person oder Dritter festgestellt worden, 

ebenso wenig von Dr. med. D._____ (act. 2 S. 10 f. Ziff. 9). Der gegenteiligen An-

nahme der KESB und des Bezirksrats fehle jede Grundlage. 

7.6.4.5. Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, nahm die KESB die wieder-

holten Suizidäusserungen sehr wohl ernst, und zwar zu Recht. Ob eine Suizidan-

kündigung in die Tat umgesetzt wird, ist schwierig zu beurteilen. Darauf kommt es 

letztlich aber gar nicht an. Aufgrund der geschilderten Umstände musste die 

KESB diese Äusserungen zumindest als Ausdruck massiver Belastung und Mani-

festation eines grossen Leidensdrucks verstehen und dementsprechend handeln. 

Nach Eingang der Gefährdungsmeldung der Primarschule S._____ nahm die 

KESB denn auch umgehend Kontakt mit dem Bezirksgericht Andelfingen auf, das 

ihr beschied, dass sich der Scheidungsrichter dieser Meldung annehme. Am 11. 

April 2016 bot die KESB umgehend einen Notfallpsychiater auf. Auch am 12. Mai 

2016 war die Äusserung ernst zu nehmen, ansonsten der Therapeut von 

C._____, der auch den Beschwerdeführer behandelt (KESB-act. 399 S. 1), nicht 

- 27 - 

die Benachrichtigung der Polizei veranlasst hätte. Anlässlich der Anhörung vom 

12. Mai 2016 erklärte Dr. med. D._____ den Anruf bei der Polizei denn auch da-

mit, dass er sich ernsthaft Sorgen um den Beschwerdeführer und C._____ ge-

macht habe (KESB-act. 360). 

 Berichte der Ärzte über den Zustand des Beschwerdeführers, welche im Ap-

ril und Mai aufgeboten worden waren und den Beschwerdeführer untersuchten, 

sind soweit ersichtlich keine vorhanden. Es steht aber fest, dass diese keine für-

sorgerische Unterbringung anordneten und damit die entsprechenden Vorausset-

zungen als nicht erfüllt betrachteten. Daraus kann entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers aber nicht abgeleitet werden, es habe keine Gefährdung des 

Wohls von C._____ bestanden. 

 Der Beschwerdeführer übt die Obhut über C._____ aus und ist deren primä-

re Bezugsperson. Die Beziehung ist eng, der Therapeut von C._____ bezeichnet 

sie sogar als symbiotisch. Die Verfassung des Beschwerdeführers hat auf seine 

Erziehungsfähigkeit und das Befinden von C._____ somit grossen Einfluss (was 

auch so wäre, wenn die Beziehung nicht als symbiotisch zu bezeichnen wäre). 

Die Entwicklung ab Herbst 2015 zeigt, dass der Beschwerdeführer, wie bereits die 

KESB zutreffend festhielt (KESB-act. 459 S. 11 Ziff. 2.4), an die Grenze seiner 

Belastbarkeit gelangte. Dies entsprach auch der Einschätzung von Dr. med. 

D._____ (KESB-act. 360 S. 2: "Dr. D._____ erklärt, dass es Herr A._____ zurzeit nicht 

gut gehe, dass er am Limit sei.") und auch der Beschwerdeführer selber äusserte 

sich in diesem Sinne, sowohl gegenüber Dr. med. D._____ (KESB-act. 379 S. 1: 
"Er informierte mich, dass C._____ erneut nicht in die Schule gehen wolle und er so nicht 

weitermachen könne. Er wolle sie nicht mehr weiter bei sich haben. Er wolle jetzt eine 

Lösung für C._____, wir sollen uns um C._____ kümmern.") als auch gegenüber dem 

Mitglied der KESB (KESB-act. 360 S. 1: "In seinem Leben gebe es zurzeit viele Mo-
saiksteine, die er wieder zusammensetzen und festigen müsse. Es wachse ihm gerade 

alles über den Kopf. Da sei das Honorar der Anwältin, welches er nicht bezahlen könne, 

da sei die Situation mit seiner Ex-Frau, welche sich ihm wieder angenähert habe und nun 

wieder Geld habe erpressen wollen, der Druck der KESB, da sei dass C._____ nicht 

mehr zur Schule gehen wolle, etc."). 

- 28 - 

 Diese schlechte Verfassung des Beschwerdeführers stellte für C._____ eine 

zusätzliche enorme Belastung dar. Das geht aus den Akten eindeutig hervor, und 

dafür bedarf es keiner Feststellung durch einen Experten. Explizit erwähnt sei zu-

nächst die Gefährdungsmeldung der Primarschule S._____. Ihr lässt sich ent-

nehmen, dass C._____ in grösster Sorge um ihren Vater war und grosse Angst 

hatte, dass er sich oder gar ihr etwas antue (KESB-act. 241, Anhang S. 3). Am 

12. Mai 2016, als der Beschwerdeführer mit C._____ um 9.00 Uhr in der Praxis 

erschien, weil diese sich weigerte, in die Schule zu gehen, und er seine Überfor-

derung mit dieser Situation kund tat, war C._____ bereits in besorgniserregendem 

Zustand. Dr. med. D._____ hielt fest, dass C._____ einen massiv eingeschüchter-

ten, starren Eindruck gemachte habe und ein Gespräch mit ihr nicht möglich ge-

wesen sei (KESB-act. 379 S. 1). Zur Suizidäusserung gegenüber C._____, wel-

che erst später erfolgte, hielt Dr. med. D._____ am selben Tag fest, dass diese 

eine enorme Belastung für C._____ darstelle und total deplatziert sei (KESB-

act. 379 S. 3). 

7.6.5. Zusammenfassend ist zur Gefährdung von C._____ Folgendes festzuhal-

ten: Die seit Jahren andauernde hochstrittige Auseinandersetzung der Parteien 

über die Kinderbelange setzt C._____ einem schweren Loyalitätskonflikt aus, der 

mittel- und langfristig ein Entwicklungsrisiko darstellt. Ihr Befinden ist erheblich 

beeinträchtigt und äusserte sich bisher in Ängsten und wiederholten Phasen der 

Schulverweigerung. Der Beschwerdeführer sieht nicht ein, dass es seine Aufgabe 

wäre, C._____ aus dem elterlichen Streit herauszuhalten, und so fehlt denn auch 

jegliches Bemühen, dieser Aufgabe nachzukommen. Im Gegenteil, der Be-

schwerdeführer hält es für angebracht, C._____ über die Auseinandersetzung 

laufend zu informieren, angeblich in der Meinung, sie sei dafür alt genug. Das wi-

derspricht einer kindswohlgerechten Betreuung. (Wie die Beschwerdegegnerin 

diese Aufgabe wahrnimmt, kann im Rahmen dieses Entscheids offen bleiben. Ei-

ne Unterbringung von C._____ bei ihr steht zur Zeit nicht zur Debatte [vgl. KESB-

act. 434 S. 3].) Hinzu kommen Suizidäusserungen des Beschwerdeführers, wel-

che im Herbst 2015 und dann vermehrt im Frühling 2016 erfolgten und als Zei-

chen massiver Überforderung und zunehmenden Leidensdrucks gewertet werden 

müssen. Solche Äusserungen, welche teils in Anwesenheit von C._____ erfolgten 

- 29 - 

und gar beinhalteten, sie werde in die beabsichtigte Tötung als Zeugin miteinbe-

zogen, wirken sich auf die seelische Verfassung und Entwicklung eines 10 ½-

jährigen Kindes, das wie C._____ am Vater hängt, fatal aus. Eine massive Ge-

fährdung des Wohls von C._____ ist damit eindeutig zu bejahen. 

7.7. Verhältnismässigkeit der Fremdplatzierung 

7.7.1. Als zentrales Argument, das der Beschwerdeführer gegen den Entscheid 

des Bezirksrats aufführt, erscheint sein wiederholter Einwand, keine der in den 

Fall involvierten Fachpersonen habe die Fremdplatzierung befürwortet (act. 2 

S. 7, 9 und 11). 

7.7.2. Der Beschwerdeführer verweist zunächst auf die Eingaben von RAin 

G._____ im Rahmen des Verfahrens vor der KESB (act. 2 S. 7 Ziff. 3 i.V.m. 

KESB-act. 383/1 S. 2 und KESB-act. 468). 

7.7.2.1. Richtig ist, dass RAin G._____ in den erwähnten Eingaben an die KESB 

die Rückführung von C._____ unter die Obhut des Beschwerdeführers verlangt 

hatte. Liest man diese Eingaben aber genau, hatte sie mit diesem Antrag den 

(subjektiven) Willen von C._____ zum Ausdruck gebracht. Aus Sicht des (objektiv 

verstandenen) Kindeswohls ersuchte die damalige Kindsvertreterin primär um 

weitere Abklärungen. 

7.7.2.2. Vom Beschwerdeführer unerwähnt blieben die Eingaben der Kindsvertre-

terin im Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksrat. Nachdem (auch) sie gegen 

den Entscheid der KESB vom 27. Mai 2016 Beschwerde erhoben und die Wie-

derherstellung des elterlichen Aufenthaltsbestimmungsrechts und die Rückfüh-

rung von C._____ unter die Obhut ihres Vaters beantragt hatte (BR-act. 1 S. 1 f., 

VO.2016.46), distanzierte sie sich im Laufe des vorinstanzlichen Verfahrens deut-

lich von diesem Antrag (BR-act. 18, insbes. S. 3, BR-act. 17). 

7.7.3. Unter den Fachpersonen, welche der Beschwerdeführer erwähnte, befindet 

sich auch R._____, lic. phil. I, Pädagogin (act. 2 S. 7 Ziff. 3 i.V.m. KESB-act. 414 

und 440). R._____ arbeitet für Q._____, eine Fachstelle für Opferhilfeberatung 

und Kinderschutz, und war in der ersten Phase der Fremdplatzierung, als 

- 30 - 

C._____ vorübergehend im Kantonsspital Winterthur untergebracht war, Bezugs-

person von C._____ und lernte in dieser Zeit den Beschwerdeführer kennen, ins-

besondere anlässlich von Besuchen bei C._____ im Spital. Sie hat ihre Feststel-

lungen, Beurteilung und Empfehlungen schriftlich festgehalten. Von ihrer Einver-

nahmen als Zeugin, wie es vom Beschwerdeführer beantragt wurde (act. 2 S. 3 

Ziff. 2), kann daher abgesehen werden. 

7.7.3.1. Ihrem Bericht vom 20. Mai 2016 samt Ergänzung vom 24. Mai 2016 

(KESB-act. 423 (= 415) und 440) kann entnommen werden, dass die Besuche 

zwischen dem Vater und der Tochter gut verliefen und sie den Eindruck erhielt, 

dass zwischen den beiden eine starke, innige Beziehung bestehe. Vater und 

Tochter verfügten (väterlicherseits) über ein stabiles Familiennetz, das als Res-

source betrachtet werden könne. Eine längere Trennung von ihrem Vater, der 

wichtigste Bezugsperson bleibe, hätte für C._____ schwerwiegende traumatische 

Folgen. Sinnvoll sei, mit dem Vater gemeinsam zu arbeiten, sein Vertrauen durch 

Beziehungsarbeit zu gewinnen und ihn tatkräftig zu unterstützen, damit er und 

C._____ zusammenbleiben können. Neben einer anfänglichen, evt. engen sozial-

pädagogischen Familienbegleitung empfehle sie eine therapeutische Begleitung 

sowohl von C._____ als auch des Beschwerdeführers. 

7.7.3.2. R._____s Bericht überzeugt, soweit sie von den Schilderungen des Va-

ters ihr gegenüber berichtet, die Besuche des Vaters sowie von Verwandten und 

Freunden im Spital beschreibt, über den Schulbesuch von C._____ informiert und 

ihren Eindruck über das Verhältnis zwischen C._____ und ihrem Vater festhält. In 

diesen Punkten kann sie sich auf eigene Wahrnehmungen stützen. Soweit sie zu 

den familiären Ressourcen und zur Zweckmässigkeit einer (dauerhaften) Zusam-

menarbeit mit dem Beschwerdeführer Stellung nimmt und Empfehlungen für das 

weitere Vorgehen macht, ist unklar, auf welcher Grundlage ihre Einschätzung er-

folgte. Es ist nicht anzunehmen, dass sie über die notwendigen Informationen ver-

fügte, um sich dazu ein verlässliches Bild machen zu können. Selbst wenn dies 

der Fall gewesen sein sollte, könnte ihren Empfehlungen nicht gefolgt werden. 

7.7.3.3. Den Akten kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer mit 

C._____ viele Jahre im Haus seiner Eltern lebte und diese, vor allem als C._____ 

- 31 - 

noch jünger war, sich intensiv an der Betreuung beteiligten (KESB-act. 40 S. 9 f.). 

Vor rund drei Jahren zog er zusammen mit C._____ in eine Wohnung in O._____, 

wobei die Grosseltern weiterhin regelmässig Betreuungsaufgaben übernahmen 

(KESB-act. 375 S. 6 und S. 24; KESB-act. 437 S. 3). Diese Unterstützung ver-

mochte allerdings nicht zu verhindern, dass der Beschwerdeführer je länger je 

mehr an die Grenze seiner Belastbarkeit gelangte und den Bedürfnissen seiner 

Tochter nicht mehr ausreichend genügen konnte. Unter diesen Umständen das 

"stabile Familiennetz" als Ressource zu bezeichnen, ohne klarzustellen, wer in 

welchen Bereichen künftig welche (Mehr-)Aufgaben übernimmt, vermag die 

Kammer nicht zu überzeugen, und es verwundert denn auch nicht, dass der Be-

schwerdeführer selber bis heute keine weiteren Ausführungen zu dieser Res-

source machte. 

7.7.3.4. Die Empfehlung von R._____, C._____ therapeutische Unterstützung zu-

kommen zu lassen, ist zweifellos richtig. Auf den Umstand, dass C._____ sich be-

reits während zwei Jahren bei Dr. med. D._____, einem Facharzt, in Therapie be-

fand und sich ihre Verfassung trotzdem nur zeitweise besserte, insgesamt aber 

nicht stabilisierte, und es immer wieder zu schweren Krisen kam, geht sie indes-

sen nicht ein. Dasselbe trifft auf den Beschwerdeführer zu. Auch dieser befand 

sich zu jenem Zeitpunkt bereits seit längerer Zeit in regelmässiger psychothera-

peutischer Behandlung, und zwar beim gleichen Arzt wie C._____ (vgl. KESB-

act. 399 S.1). 

7.7.3.5. Zur tatkräftigen Begleitung des Beschwerdeführers mittels behördlich an-

geordneter Unterstützung, R._____ empfahl konkret eine sozialpädagogische 

Familienbegleitung, sei nachfolgend näher eingegangen (vgl. Erw. 7.7.6.). 

7.7.4. Schliesslich verweist der Beschwerdeführer auf die Stellungnahmen von 

Dr. med. D._____, dem Psychotherapeuten von C._____, in welchen dieser das 

Verhalten des Beschwerdeführers vom 12. Mai 2016 und die anschliessende Re-

aktion des Mitglieds der KESB kommentierte und ebenfalls Empfehlungen zum 

weiteren Vorgehen aussprach (act. 2 S. 7 Ziff. 3 i.V.m. KESB-act. 379 und 384). 

- 32 - 

7.7.4.1. Dem Schreiben vom 13. Mai 2016 kann entnommen werden, dass 

Dr. med. D._____ trotz der enormen Belastung, welche die Suizidäusserung vom 

12. Mai 2016 für C._____ darstellt, eine Fremdplatzierung von C._____ als un-

verhältnismässig ("unangemessene Notfallübung") erachtete und dem Mitglied 

der KESB von einer solchen Massnahme daher abriet. Eine Notfallplatzierung, so 

Dr. med. D._____, würde eine erneute massive Traumatisierung für C._____ be-

deuten (KESB-act. 379 S. 3). Am 17. Mai 2016 teilte er der KESB mit, dass mit 

der erfolgten Fremdplatzierung seine Befürchtung einer Traumatisierung von 

C._____ tatsächlich eingetroffen sei. Da ihm keine Gründe für eine Kindswohlge-

fährdung im Falle einer Rückkehr zum Vater bekannt seien, empfehle er dringend, 

C._____ zu ihrem Vater zurückkehren zu lassen, gegebenenfalls unter der Aufla-

ge zu Lasten des Vaters und der Mutter, regelmässig geeignete Unterstützung 

wahrzunehmen, z.B. Termine bei einem Psychiater (KESB-act. 384 S. 3). Im 

Schreiben vom 19. Mai 2016 empfahl er zudem die Installation einer familienthe-

rapeutischen resp. sozialpädagogischen Unterstützung. Weiter sei der Beschwer-

deführer aufzufordern, gemeinsam mit qualifizierten Vertrauenspersonen (z.B. mit 

Frau R._____, mit ihm, Dr. med. D._____, oder anderen) Entlastungsstrategien 

zu erarbeiten, um unbedachte Äusserungen wie am 12. Mai 2016 in Zukunft mög-

lichst zu vermeiden (KESB-act. 399). 

7.7.4.2. Eine Fremdplatzierung, die in Notsituationen gezwungenermassen immer 

überraschend und ohne Vorbereitung für die Betroffenen erfolgt, ist für ein Kind 

wie C._____, das eine enge Beziehung zum Obhut innehabenden Elternteil hat, 

zweifellos eine schwere Belastung. Verhältnismässig und damit zulässig ist sie 

deshalb nur, wenn andere Kindesschutzmassnahmen nicht bzw. nicht innert nütz-

licher Frist die Gefährdung des Kindes zu beseitigen oder zumindest massiv zu 

reduzieren vermögen. 

7.7.4.3. Wie schon zu den Empfehlungen von R._____ ausgeführt, erscheint die 

vorgeschlagene Unterstützung des Beschwerdeführers in Form einer Therapie 

nicht ausreichend, um der Gefährdung von C._____ wirksam zu begegnen. Der 

Beschwerdeführer ist bereits seit längerem bei Dr. med. D._____ in Behandlung. 

An ihn hatte er sich jeweils gewendet, wenn er Unterstützung in der Betreuung 

- 33 - 

und Erziehung von C._____ brauchte (KESB-act. 430 S. 3). Eine anhaltende, we-

sentliche Verbesserung seiner Verfassung bzw. Änderung seines Verhaltens 

konnte damit allerdings nicht erreicht werden, so dass nicht damit zu rechnen ist, 

dass sich dies innert nützlicher Frist ändert. (Damit sei nicht gesagt, dass die psy-

chotherapeutische Unterstützung und Beratung nutzlos war und nicht weiterge-

führt werden soll.) Beim Vorfall vom 12. Mai 2016 handelt es sich nämlich nicht 

um eine einmalige Entgleisung des Beschwerdeführers, wie aufgrund der Stel-

lungnahme von Dr. med. D._____ angenommen werden könnte ("unbedachte 

Äusserungen wie am 12. Mai 2016"), sondern um eine Wiederholung. Bereits im 

September 2015 informierte C._____ ihre Lehrperson über Suizidäusserungen ih-

res Vaters (vgl. obige Erw. 7.6.4.1). Die Häufung der Suizidäusserungen im Früh-

jahr 2016 zeigt zudem, dass die Überforderung bzw. enorme Anspannung des 

Beschwerdeführers über längere Zeit anhielt (vgl. obige Erw. 7.6.4.2 f.). 

7.7.4.4. Auch in der Beurteilung der Bedeutung der Suizidäusserung des Be-

schwerdeführers überzeugt die Stellungnahme von Dr. med. D._____ nicht. So 

vertrat er gegenüber der KESB wenige Stunden nach dem Vorfall den Stand-

punkt, die Suizidäusserung sei nicht ernst gemeint gewesen, er kenne den Be-

schwerdeführer, der bei ihm in die Therapie gehe, gut, er würde sich und C._____ 

nie was antun (KESB-act. 379 S. 3). Im Widerspruch dazu steht allerdings seine 

Reaktion, die unmittelbar auf die Suizidäusserung des Beschwerdeführers folgte: 

Er veranlasste die Avisierung der Polizei (KESB-act. 379 S. 2). Dies kann nicht 

anders gedeutet werden, als dass er sich tatsächlich Sorgen machte und die 

Äusserung sehr wohl ernst nahm. 

7.7.4.5. Der Vollständigkeit halber drängt sich sodann eine Bemerkung zum Ver-

hältnis zwischen C._____ und Dr. med. D._____ auf. Anlässlich ihrer Anhörung 

vom 23. Mai 2016 sagte C._____ aus, sie sei nie gerne zu Dr. med. D._____ ge-

gangen (KESB-act. 437 S. 2). Diese Aussage ist nicht Folge der Ereignisse vom 

12. Mai 2016, als es wegen der Suizidäusserung ihres Vater zu einem Polizeiein-

satz und anschliessend zur Intervention der KESB kam, wie Dr. med. D._____ 

(vgl. KESB-act. 384 S. 1 ff.) und der Beschwerdeführer (KESB-act. 380 S. 1 ff.) 

annehmen, jedenfalls nicht primäre Folge. Bereits im September 2015, also über 

- 34 - 

ein halbes Jahr vorher, bemerkte sie gegenüber ihrer Lehrperson, dass sie sich 

nicht getraut habe, Dr. D._____ über die (bereits damals getätigten) Suiziddro-

hungen ihres Vater zu informieren (KESB-act. 241, Anhang S. 3). Dies zeugt nicht 

von einem tragenden Vertrauensverhältnis zwischen C._____ und ihrem Thera-

peuten. 

7.7.4.6. Abschliessend sei festgehalten, dass auf eine Einvernahme von Dr. med. 

D._____ als Zeuge, wie es der Beschwerdeführer beantragt (act. 2 S. 3 Ziff. 2), 

verzichtet werden kann. Wie vorstehenden Erwägungen zu entnehmen ist, kön-

nen seine Feststellungen, Beurteilung und Empfehlungen diversen schriftlichen 

Stellungnahmen entnommen werden. 

7.7.5. Die Einschätzung und Empfehlungen der vom Beschwerdeführer aufgeführ-

ten Fachleute sind in wesentlichen Punkten nicht überzeugend. Der Bezirksrat 

(und zuvor die KESB) sind ihnen zu Recht nicht gefolgt. 

7.7.6. Das Verhalten des Beschwerdeführers nach dem Vorfall vom 12. Mai 2016 

verstärkt sodann die bereits bestehenden Zweifel, dass mildere Kindesschutz-

massnahmen genügen. 

7.7.6.1. Anlässlich seiner Anhörung am Nachmittag des 12. Mai 2016 erklärte er, 

die Suizidäusserung nicht ernst gemeint zu haben und einzusehen, dass es ein 

Fehler gewesen sei, sich gegenüber C._____ so zu äussern (KESB-act. 360 

S. 1). Von einem Fehler ist in den folgenden Stellungnahmen gegenüber der 

KESB keine Rede mehr. In der Eingabe vom 16. Mai 2016 lässt er seine Vertrete-

rin ausschliesslich Unverständnis und Vorwürfe vortragen (KESB-act. 380). An-

lässlich der Anhörung vom 23. Mai 2016 wiederholte er, die Suizidäusserung nicht 

ernst gemeint zu haben. Er sei nicht gefährlich (KESB-act. 430 S. 2). Die Beant-

wortung der Frage nach den Wirkungen dieser Äusserung auf das Befinden von 

C._____ beschränkte er auf den Hinweis, die Wirkungen der Fremdplatzierung 

seien schlimmer (KESB-act. 430 S. 3). Mit der Äusserung von C._____ konfron-

tiert, ihr Vater sei traurig und sie mache sich Sorgen um ihn, erklärte er, jedes 

Kind mache sich Sorgen um seine Eltern, das sei normal (KEBS-act. 430 S. 4). 

- 35 - 

7.7.6.2. Zeigte sich der Beschwerdeführer vor dem Bezirksrat noch damit einver-

standen, dass eine sozialpädagogische Familienbegleitung installiert wird (BR-

act. 1 S. 2 Ziff. 5), hält er dies laut seinen Anträgen in der Beschwerde an die 

Kammer bereits nicht mehr für notwendig. Die Installation einer sozialtherapeuti-

schen Familienbegleitung wird von ihm nur noch eventualiter beantragt (act. 2 

S. 2 f.). Seine Vorstellung zu den Aufgaben einer sozialtherapeutischen Familien-

begleitung scheint sich in seinem Fall vor allem darin zu erschöpfen, einen Fahr-

dienst für C._____ zur Verfügung zu stellen, um den Besuch der Schule zu ge-

währleisten (BR-act. 1 S. 7 lit. d). Dieselbe Forderung stellt er an die neue Bei-

ständin, und zwar mit der Bemerkung, dabei könne er schauen, ob sie sich be-

währe (KESB-act. 430 S. 7). 

7.7.6.3. Echte Selbstkritik und Einsicht in die Notwendigkeit, das eigene Verhalten 

zu analysieren, hinterfragen und zu ändern, lässt sich darin nicht erkennen. Die 

zeitweise Weigerung von C._____, die Schule zu besuchen, ist Ausdruck der 

grossen seelischen Not, in der sie sich befindet. Dass es dem Beschwerdeführer 

in solchen Situationen nicht immer gelingt, sie zum Schulbesuch zu bewegen, ist 

nachvollziehbar, und es kann deswegen auch durch den Einsatz noch so bewähr-

ter Familienbegleiter oder Beistände nicht garantiert werden, dass sie C._____ 

immer umzustimmen vermöchten. 

 Anzusetzen ist deshalb primär an den Ursachen der Schulverweigerung. 

Neben dem anhaltenden elterlichen Konflikt ist es namentlich das Unvermögen 

des Beschwerdeführers, C._____ aus diesem Konflikt herauszuhalten und sie als 

eigenständige Person mit von ihm unabhängigen Bedürfnissen zu behandeln (vgl. 

Erw. 7.6.5). Hier hätten allfällige mildere Massnahmen anzusetzen. Mit seinem 

Verhalten hat der Beschwerdeführer bislang indessen nicht zu erkennen gege-

ben, für Empfehlungen geschweige denn Anweisungen empfänglich zu sein. Dies 

ist aber elementare Voraussetzung für jede Unterstützungsmassnahme, soll sie 

erfolgsversprechend sein, sei es eine Beistandschaft, sei es eine sozialpädagogi-

sche Familienbegleitung oder ähnliches. Die Akten machen deutlich, dass der 

Beschwerdeführer mit Unverständnis, Widerstand und Vorwürfen reagiert, sobald 

eine Meinung vertreten wird und Anregungen oder Anweisungen erfolgen, die 

- 36 - 

nicht seiner Auffassung entsprechen (so im Fall des Beistandes V._____: vgl. 

KESB-act. 5, 7, 8, 22 und 36; so im Fall des Beistandes W._____: vgl. KESB-

act. 132, 137, 140, 147/2; 179, 184, 191 u.a.; im Fall des Beistandes AA._____, 

der nach V._____ und vor W._____ Mandatsträger war [KESB-act. 39] und sein 

Amt in einer Phase antrat, als es zwischen den Eltern von C._____ zu einer An-

näherung gekommen war, verlief die Zusammenarbeit anfänglich gut [vgl. KESB-

act. 74]. Nachdem sich die Beziehung zwischen den Kindseltern wieder ver-

schlechtert hatte, nahm der Beschwerdeführer auch gegenüber AA._____ eine 

Anspruchs- und Widerspruchshaltung ein [vgl. KESB-act. 90]; so im Fall von 

AC._____ vom Schulpsychologischen Dienst [vgl. KESB-act. 176]). Und selbst 

wenn der Beschwerdeführer die Tätigkeit von Mandatsträgern oder Behörden in 

einzelnen Punkten zu Recht kritisiert haben sollte, vermag dies nichts am Ein-

druck zu ändern, dass der Beschwerdeführer keine (ausreichende) Bereitschaft 

zur Kooperation zeigt, also zu einer einvernehmlichen oder wenigstens verständi-

gen Zusammenarbeit bei den Problemlösungen, sondern im Gegenteil die Arbeit 

der behördlich eingesetzten Mandatsträger bekämpft. Dafür, dass auf die Anlie-

gen des Beschwerdeführers nicht eingegangen und er nicht ernst genommen 

wurde, fehlen jegliche Anhaltspunkte. 

7.7.7. Die Fremdplatzierung von C._____ erweist sich nach dem Gesagten auch 

als verhältnismässig. 

7.8. Geeignetheit der Massnahme 

7.8.1. Nachdem C._____ anfänglich notfallmässig im Kantonsspital Winterthur un-

tergebracht war, ordnete die KESB mit Entscheid vom 27. Mai 2016 die Unter-

bringung von C._____ bei der Pflegefamilie MN._____ an, welche am Rand der 

Altstadt von I._____ lebt. 

7.8.2. Was diesen Pflegeplatz betrifft, beanstandet der Beklagte die Wohnverhält-

nisse. Er bemängelt die hygienischen Verhältnisse (Dusche) und beklagt sich 

über weitere nicht kindsgerechte Zustände (Treppe, Heizung, Schlafverhältnisse 

u.a.). Bei C._____ seien bereits Schlafstörungen eingetreten (act. 2 S. 13 f.). 

- 37 - 

 Weder Rechtsanwältin lic. iur. G._____, die bisherige Kindsvertreterin, noch 

E._____, die aktuelle Beiständin, noch die Beschwerdegegnerin sind mit densel-

ben oder ähnlichen Beanstandungen an den Bezirksrat (oder die KESB) gelangt, 

geschweige denn mit der Warnung, dass die Wohnverhältnisse der Familie 

MN._____ das Wohl von C._____ gefährden. Im Gegenteil, sie sprechen sich alle 

für einen Verbleib von C._____ bei der Familie MN._____ aus (vgl. dazu auch 

Erw. 8.4 lit. f im ebenfalls heute zu erlassenden Beschluss der Kammer im Beru-

fungsverfahren LC160023). 

 Damit erübrigt es sich, auf die genannten Beanstandungen des Beschwer-

deführers weiter einzugehen und weitere Abklärungen vorzunehmen. Anhalts-

punkte dafür, dass die Wohnverhältnisse bei der Familie MN._____ für C._____ 

unzumutbar sind und für diese eine Gefährdung darstellen, liegen jedenfalls nicht 

vor. 

7.9. Der Vorfall vom 12. Mai 2016, so das Fazit, war nicht der Grund der Inter-

vention der KESB, sondern ihr unmittelbarer Auslöser. Grund der Fremdplatzie-

rung war und ist die schwere Beeinträchtigung der seelischen Verfassung und die 

damit verbundene massive Gefährdung der Entwicklung von C._____, die bereits 

seit langer Zeit andauern und mit den wiederholten Suizidäusserungen des Be-

schwerdeführers, zuletzt am 12. Mai 2016, ein Mass erreichten, die der KESB 

schlicht keine andere Wahl liessen. An der Notwendigkeit der Weiterführung die-

ser Massnahme hat sich bis heute nichts geändert. Ebenso erweist sich der Platz 

bei der Pflegefamilie MN._____ als geeignet. Dies führt zur Abweisung der Be-

schwerde, soweit auf sie überhaupt einzutreten ist. 

8. Kosten- und Entschädigungsfolgen: 

8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-

pflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Kosten des zweitinstanzlichen Beschwerde-

verfahrens, dazu gehören auch allfällige Kosten der Vertretung von C._____, sind 

deshalb ihm aufzuerlegen. Die Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 5 Abs. 1 

GebV OG auf Fr. 2'500.− festzusetzen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Sa-

che rechtlich keine Schwierigkeiten bot, hingegen dem Gericht einen nicht uner-

- 38 - 

heblichen Zeitaufwand abverlangte. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzuspre-

chen, dem Beschwerdeführer nicht, weil er unterliegt, der Beschwerdegegnerin 

nicht, weil ihr keine Kosten entstanden sind, die es zu entschädigen gölte. 

 Da dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen 

ist, sind die Kosten einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, und es wird 

seine Vertreterin nach Vorliegen ihrer Aufstellung über den Zeitaufwand (vgl. § 23 

AnwGebV) und die Auslagen mit separatem Beschluss zu entschädigen sein. 

Diese wird nach den Grundsätzen von § 13 Abs. 1-2 und § 5 Abs. 1 AnwGebV zu 

bemessen sein. Der Beschwerdeführer sei darauf hingewiesen, dass er zur 

Nachzahlung dieser Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist 

(Art. 123 ZPO). 

8.2. Was den Entscheid des Bezirksrats zu den Kosten- und Entschädigungs-

folgen im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren betrifft, ist auf das Geschäft 

Nr. PQ160048 zu verweisen, in welchem die Kammer über die Beschwerde der 

Beschwerdegegnerin noch zu entscheiden haben wird. Im vorliegenden Verfahren 

kann es beim Hinweis sein Bewenden haben, dass aufgrund des Unterliegens 

des Beschwerdeführers kein Anlass besteht, den Entscheid des Bezirksrats zu 

den Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Gunsten des Beschwerdeführers zu 

ändern. 

Es wird beschlossen: 

1. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt, und 

es wird ihm in der Person von RAin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche 

Rechtsbeiständin bestellt. 

2. Rechtsanwältin lic. iur. G._____ wird als Vertreterin von C._____ entlassen. 

3. Zur neuen Vertreterin von C._____ wird Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ er-

nannt. 

- 39 - 

4. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem 

Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 

2. Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren wird 

auf Fr. 2'500.− festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens, insbe-

sondere allfällige Kosten der Kindsvertretung, werden dem Beschwerdefüh-

rer auferlegt, zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege jedoch 

einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

Die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers gemäss Art. 123 ZPO 

bleibt vorbehalten. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an 

− den Beschwerdeführer, unter Beilage von act. 20 und 21, 
− die Beschwerdegegnerin, unter Beilage von act. 2, 3/2-10 und 24, 
− die Kindsvertreterin, unter Beilage von act. 2, 3/2-10 und 24 

− die ehemalige Kindsvertreterin (RAin lic. iur. G._____), 
− die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirke Winterthur und 

Andelfingen, 

− die Beiständin E._____, F._____ GmbH, … [Adresse], 
− die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zü-

rich), 
− an den Bezirksrat Winterthur, mit dem Hinweis, dass die Akten bis auf 

weiteres von der Kammer benötigt werden, 

je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

- 40 - 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 5. Oktober 2016
	Erwägungen:
	1. Ausgangslage/Verfahrensgang
	1.1. A._____ und B._____ sind die Eltern von C._____, geboren tt.mm.2005. Nach der Trennung ihrer Eltern, die im Sommer 2007 erfolgte, verblieb C._____ im Haushalt ihres Vaters. Während des nachfolgenden Eheschutzverfahrens schlossen die Parteien eine...
	1.2. Am 27. Januar 2012 reichte B._____ beim Bezirksgericht Andelfingen die Scheidungsklage ein (LC160023-act. 1). Die Belange von C._____ − allen voran das Besuchsrecht, aber auch die Zuteilung der Obhut und die elterliche Sorge − sind hochstrittig. ...
	Mit Urteil vom 5. Februar 2016 schied die Vorinstanz die Ehe der Parteien und regelte die Nebenfolgen der Scheidung. Was die Kinderbelange betrifft, wurde an der bis dahin geltenden vorsorglichen Regelung nichts Grundlegendes geändert (LC160023-act. ...
	1.3. Der seit Jahren andauernde Streit ihrer Eltern wirkt sich massiv auf das Befinden von C._____ aus. Nach wiederholten Krisen in den vergangenen Jahren, welche sich namentlich in Ängsten und Schulverweigerung äusserten, ist die Situation im Mai 201...
	Die KESB nahm in der Folge Abklärungen vor, namentlich hörte sie den Vater, die Mutter und C._____ persönlich an (KESB-act. 430, 434, 437).
	Am 27. Mai 2016 fällte die KESB folgenden Entscheid (KESB-act. 459  S. 21 ff.):
	"1. In Bestätigung des superprovisorischen Entscheids des Behördenmitglieds vom 12. Mai 2016 bleibt das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern, B._____, geb. tt. Juli 1972, von H._____ [Staat], und A._____, geb. tt. Oktober 1966, von I._____ [Ortschaf...
	2. C._____, geb. tt.mm 2005, von I._____, wird gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB im Sinne einer vorsorglichen Massnahme nach Art. 445 Abs. 1 ZGB vom Kantonsspital Winterthur per sofort bis auf weiteres über den Verein L._____ in der Familie MN._____, …...
	3. Das Besuchsrecht des Vaters, A._____, geb. 10. Oktober 1966, von I._____, wird im Sinne einer vorsorglichen Massnahme nach Art. 445 Abs. 1 ZGB wie folgt geregelt:
	a) Der Vater wird für berechtigt erklärt, seine Tochter C._____ jeden zweiten, vierten und gegebenenfalls fünften Samstag eines jeden Monats am Samstagnachmittag für vier Stunden, von 13.30 Uhr bis 17:30 Uhr, sowie jeden ersten und dritten Sonntagnach...
	b) Weiter wird der Vater für berechtigt erklärt, seine Tochter C._____ am Dienstag oder an einem anderen geeigneten Wochentag in Absprache mit der Beiständin für zwei Stunden nach der Schule von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch...
	c) Zudem können täglich telefonische Kontakte auf Wunsch von C._____ zwischen 17.30 Uhr und 18.00 Uhr erfolgen.
	4. Die Mutter, B._____, geb. tt. Juli 1972, von H._____, wird in Abänderung der Verfügung des Bezirksgerichts Andelfingen vom 18. November 2015 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme nach Art. 445 Abs. 1 ZGB für berechtigt erklärt, ihre Tochter C.____...
	5. Der Vater, A._____, wird eingeladen, dem Obergericht des Kantons Zürich bis am 30. Juni 2016 schriftlich mitzuteilen, welche Entlastungsmassnahmen und persönliche Unterstützung er sich organisiert hat oder zu organisieren gedenkt.
	6. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Beiständin nach Art. 308 Abs. 1 ZGB gemäss Verfügung des Bezirksgerichts Andelfingen vom  30. März 2015, Dispositivziffer 5, beauftragt wurde,
	a) die Eltern in ihrer Sorge um C._____ mit Rat und Tat zu unterstützen,
	b) die Eltern - soweit es C._____ betrifft - bei Bedarf zu Sitzungen mit Behörden und dergleichen zu begleiten,
	c) dafür zu sorgen, dass C._____ geeignete kinderpsychologische Unterstützung erhält, wobei davon Vormerk genommen wird, dass C._____ zurzeit bei Dr. med. D._____, I._____, in psychotherapeutischer Behandlung ist,
	d) abzuklären, ob die Gespräche von C._____ bei Frau J._____, Zentrum K._____, O._____ [Ortschaft], noch sinnvoll sind, wenn ja, unter welchen Voraussetzungen diese wieder aufgenommen werden können und diese soweit möglich - neu zu implementieren,
	e) die KESB und das Gericht bei relevanten Problemen bei der Ausübung der Beistandschaft zu informieren.
	7. Die Beiständin erhält im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB die besonderen Befugnisse,
	a) die Unterbringung von C._____ zu begleiten und für deren Finanzierung besorgt zu sein,
	b) für den regelmässigen Schulbesuch von C._____ in der Schule P._____ besorgt zu sein,
	c) gemeinsam mit C._____ Freizeitbeschäftigungen zu organisieren und für deren Finanzierung besorgt zu sein (bspw. Reiten, Oboe spielen, Tanzen),
	d) für die Begleitung der Besuchsübergaben sowie deren Finanzierung besorgt zu sein.
	8. Zur Erziehungsbeiständin nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird E._____, F._____ GmbH, ernannt mit der Einladung,
	a) nötigenfalls umgehend Antrag auf Anpassung der behördlichen Massnahmen an veränderte Verhältnisse zu stellen,
	b) erstmals per 30. November 2016 in einem ausserordentlichen Zwischenbericht über den Verlauf der Mandatsführung zu berichten und eine Einschätzung hinsichtlich der Notwendigkeit der Weiterführung der Massnahme und einer allfälligen Anpassung der Mas...
	c) per 31. Mai 2017 ordentlicherweise Bericht zu erstatten,
	d) der KESB Winterthur-Andelfingen frühzeitig mitzuteilen, wenn sich abzeichnet, dass die Kosten für die Führung der Beistandschaft CHF 10'000.00 pro Jahr übersteigen (unter Aufstellung der bis dahin aufgewendeten Stunden und Auslagen).
	9. Der Antrag der Mutter auf Einholung eines Gutachtens zum gesundheitlichen Zustand von C._____ und zur Beurteilung des Aufenthaltsbestimmungsrechts wird abgewiesen.
	10. Für C._____, geb. tt.mm.2005, von I._____, wird für das vorliegende Verfahren eine Kindesverfahrensvertretung nach Art. 314abis Abs. 1 ZGB angeordnet.
	11. Als Kindesverfahrensvertreterin von C._____, geb. tt.mm.2005, von I._____, wird Rechtsanwältin lic. iur. G._____ ernannt, mit dem Auftrag, die rechtlichen Interessen von C._____, geb. tt.mm.2005, von I._____, im vorliegenden Verfahren zu wahren.
	12./13. (Grundsätze der Entschädigung von RAin G._____)
	14./15. (Bewilligung URB für A._____, Grundsätze der Entschädigung)
	16./17. (Bewilligung URB für B._____, Grundsätze der Entschädigung)
	18. (Regelung der Kosten der Kindesschutzmassnahmen)
	19. (Ersuchen an Gemeinde O._____ um Kostengutsprache)
	20. (Kosten, Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege)
	21. (Rechtsmittel)
	22. (Entzug der aufschiebenden Wirkung)
	23./24. (Mitteilung)"
	1.4. Die Kindsvertreterin und der Vater erhoben Beschwerde an den Bezirksrat Winterthur. Beide beantragten im Wesentlichen die Wiederherstellung des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern und die Rückführung von C._____ in die Obhut des Vaters. Weite...
	Der Bezirksrat holte die Stellungnahmen der Verfahrensbeteiligten und die Vernehmlassung der KESB ein. Weitere Stellungnahmen folgten.
	Am 7. Juli 2016 fällte der Bezirksrat folgendes Urteil (act. 5 [= act. 3/1 = BR-act. 23, VO.2016.46]):
	"I. Die Verfahren VO.2016.46 und VO.2016.47 werden vereinigt und unter der Verfahrensnummer VO.2016.46 geführt.
	II. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen und es wird RAin lic. iur. X._____ als unentgeltliche Rechtsvertreterin eingesetzt.
	III. Das Gesuch der Beschwerdegegnerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen und es wird RA lic. iur. Y._____ als unentgeltlicher Rechtsvertreter eingesetzt.
	IV. Die Beschwerden der Kindesverfahrensvertreterin und des Beschwerdeführers werden abgewiesen, soweit überhaupt darauf eingetreten wird.
	V. (Kosten)
	VI. (Parteientschädigung)
	VII. (Entzug aufschiebende Wirkung)
	VIII. (Zustellung und Weiterleitung von Eingaben)
	IX. (Rechtsmittel)
	X. (Mitteilung)"
	1.5. Mit Eingabe an die Kammer vom 21. Juli 2016 erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksrats und stellte die folgenden Anträge (act. 2):
	"I.
	Infolge Ablehnungsgesuch vom 19.7.16 gegen Herrn Ersatzrichter Meister, Referent im Verfahren LC160023/24, II. ZK Eheleute AB._____ sei diese Beschwerde ohne Mitwirkung von Herrn Meister zu entscheiden
	II. Hauptantrag
	Es sei das angefochtene Urteil ersatzlos aufzuheben und C._____ unverzüglich in die Obhut des Beschwerdeführers zurückzubringen, unter Wiederherstellung seines Aufenthaltsbestimmungsrechtes
	III. Eventualanträge
	1. eventuell
	a) Es sei das angefochtene Urteil vom Obergericht aufzuheben und es sei C._____ unverzüglich in die Obhut des Beschwerdeführers zu entlassen, unter Wiederherstellung des Aufenthaltsrechtes des Beschwerdeführers über C._____
	b) Es sei Ziff. 7 und 8 a-d aufzuheben und der Beiständin die einzige Aufgabe zu übertragen, die von Q._____ empfohlene sozialpädagogische Familienbegleitung zu organisieren
	2. subeventuell
	Es sei das angefochtene Urteil aufzuheben und zur Neuentscheidung an den Bezirksrat zurückzuweisen mit der Auflage, die Eingabe RA G._____ vom 1.7.16 erneut beizuziehen und auch darüber zu entscheiden
	IV. Prozessuale Anträge
	1. Es seien die Verfahrensakten des Scheidungsverfahrens LC160023/24 AB._____, II. ZK samt Vorakten des BG Andelfingen vom Obergericht Zürich, die gesamten KESB-Akten sowie die bezirksrätlichen Verfahrensakten in den Verfahren VO.2016/46 und VO.2016/4...
	2. Es seien Dr. D._____, … [Adresse] und R._____, c/o Q._____, Kantonsspital Winterthur, 8400 Winterthur anzuhören
	V.
	Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und in der Person von RA lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen
	Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gegenparteien."
	Auch B._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) erhob Beschwerde gegen den Entscheid des Bezirksrats. Ihre Beschwerde, welche allein die Kosten- und Entschädigungsregelung zum Gegenstand hat, wird ebenfalls von der Kammer im Geschäft Nr. PQ160048 behan...
	Die Akten des Bezirksrates (BR-act. 1-30, VO.2016.46, und BR-act. 1-14, VO.2016.47) und der KESB (KESB-act. 1-537) wurden beigezogen. Dem Antrag des Beschwerdeführers, auch die Akten des pendenten Berufungsverfahrens LC160023 betreffend Ehescheidung ...
	Mit Verfügung vom 26. August 2016 räumte der Vorsitzende den Parteien und der KESB Gelegenheit ein, um zum Wechsel der Person der Kindsvertretung Stellung zu nehmen (act. 17). Mit Eingabe vom 5. September 2016 teilte die KESB mit, dass sie auf eine S...
	Eine Beschwerdeantwort einzuholen, ist nicht erforderlich (§ 66 Abs. 1 EG KESR). Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

	2. Ausstand
	Mit Eingabe vom 25. Juli 2016 verlangte der Beschwerdeführer den Ausstand von Ersatzrichter lic. iur. H. Meister, nachdem er bereits bei Einreichen der Beschwerde beantragt hatte, es sei über diese Beschwerde ohne Mitwirkung von Ersatzoberrichter Mei...

	3. Unentgeltliche Rechtspflege
	In den bisherigen Verfahren ist die Kammer jeweils davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer mittellos im Sinne von Art. 117 lit. a ZPO ist. Daran scheint sich zwischenzeitlich nichts geändert zu haben (vgl. act. 2 S. 15 f. und act. 3/7-10).
	Dass der Beschwerdeführer den Entscheid des Bezirksrats anfocht und durch das Obergericht überprüft haben will, ist in Anbetracht der Bedeutung der in Frage stehenden Kindesschutzmassnahme verständlich. Wenig stichhaltig sind allerdings − wie noch zu...

	4. Vertretung von C._____
	4.1. Wie bereits erwähnt, ordnete die KESB für ihr Verfahren betreffend Unterbringung eine Verfahrensvertretung für C._____ im Sinne von Art. 314abis Abs. 1 ZGB an und betraute mit dieser Aufgabe Rechtsanwältin lic. iur. G._____ (vgl. Erw. 1.3). Dies ...
	Am 27. Juni 2016 teilte Rechtsanwältin lic. iur. G._____ der Kammer mit, dass sie per Ende 2016 ihr Tätigkeit als selbständig praktizierende Rechtsanwältin aufgebe (LC160023-act. 498). Da sie, wie ihrem Schreiben entnommen werden kann, sich in die Sc...
	Am 18. August 2016 regte Rechtsanwältin lic. iur. G._____ an, auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren betreffend Unterbringung von C._____ dieselbe Person mit der Vertretung von C._____ zu beauftragen, wobei es sich aufdränge, Rechtsanwältin lic. iu...
	4.2. Die Beschwerdegegnerin stimmte dem Vorschlag von Rechtsanwältin lic. iur. G._____ zu (act. 21). Die KESB verzichtete auf eine Stellungnahme (act. 20).
	Auch der Beschwerdeführer scheint mit der Entlassung von RAin lic. iur. G._____ einverstanden zu sein. Er wehrt sich aber dagegen, dass RAin lic. iur. Z._____ zur neuen Vertreterin von C._____ bestellt wird. Zur Begründung führte er im Wesentlichen a...
	4.3. Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst die Auswahl der Nachfolgerin von RAin lic. iur. G._____, wie sie zuerst im Berufungsverfahren betreffend Scheidung erfolgte. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nahm das Kollegium und nicht Ersa...
	4.4. Die Vereinigung der Vertretungsaufgaben betreffend C._____ in einer Person drängt sich auf. Dazu braucht es keine weiteren Erklärungen. RAin lic. iur. Z._____ ist für diese Aufgabe ausreichend qualifiziert (vgl. Art. 299 Abs. 1 ZPO und Art. 314ab...

	5. Beschwerdevoraussetzungen
	Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist im EG KESR geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften des EG KESR (insbes. d...
	Mit der Beschwerde i.S. der §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. den Art. 450-450c ZGB können eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes, Unangemessenheit sowie Rechtsverweigerung und Rechtsverzöger...
	Wie bei jedem Rechtsmittel ist sodann mit der Beschwerde nicht bloss die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides zu verlangen, sondern es ist mit wenigstens sinngemässen Anträgen darzutun, wie in der Sache selbst zu entscheiden ist, soweit nicht d...

	6. Ungenügende Anträge und Begründung, fehlende(s) Legitimation und Interesse
	6.1. Der Beschwerdeführer stellt Haupt- und Eventualanträge (act. 2). Mit seinem Hauptantrag verlangt er die ersatzlose Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils. Gemäss den Eventualanträgen soll einzig die von der KESB angeordnete und dem Bezirksrat bes...
	6.2. In Dispositiv-Ziff. I. des angefochtenen Entscheids ordnete der Bezirksrat die Vereinigung der Beschwerden der Kindsvertreterin und des Beschwerdeführers an. Was daran falsch bzw. unzweckmässig sein soll, führte der Beschwerdeführer nicht aus. Da...
	6.3. In Dispositiv-Ziffer II. bewilligte der Bezirksrat dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und bestellte ihm Rechtsanwältin lic. iur. X._____ zur unentgeltlichen Rechtsbeiständin. Mit dieser Anordnung folgte die Vorinstanz dem Antr...
	6.4. Das Anfechtungsinteresse bzw. die Anfechtungslegitimation fehlt dem Beschwerdeführer auch, was Dispositiv-Ziffer III. des angefochtenen Entscheids betrifft, in welcher sich der Bezirksrat mit dem Gesuch der Beschwerdegegnerin um Bewilligung der u...
	6.5. Der Bezirksrat entzog in Dispositiv-Ziffer VII. des angefochtenen Entscheids der Beschwerde gegen sein Urteil die aufschiebende Wirkung. Eine Begründung, weshalb diese prozessuale Anordnung aufgehoben werden soll, liefert der Beschwerdeführer nic...
	6.6. Der Beschwerdeführer verweist auf die Eingabe der Beiständin an die KESB vom 1. Juli 2016 (KESB-act. 508 und BR-act. 16/2) und beanstandet, dass der Bezirksrat über die darin enthaltenen Anträge nicht entschieden, sondern die Eingabe auf das Ansi...
	6.6.1. In den Akten des Bezirksrats befindet sich tatsächlich keine Eingabe der Kindsvertreterin, welche vom 1. Juli 2016 datiert. Das dürfte allerdings nicht auf Unsorgfalt beim Führen der Akten oder gar Manipulation beruhen, wie der Beschwerdeführer...
	6.6.2. Die Anträge der Beiständin, welche von der Kindsvertreterin vollumfänglich unterstützt worden waren, bestanden in einer Einschränkung der elterlichen Sorge zu Gunsten der Befugnisse der Beiständin und damit in einer Einschränkung der Rechte des...
	Dasselbe trifft zu auf die Anträge der Kindsvertreterin in ihrer Eingabe an den Bezirksrat vom 5. Juli 2016, soweit sie über jene der Beiständin vom 1. Juli 2016 hinausgehen, nämlich die Anträge auf Herausgabe der ID von C._____ und auf Ersatzunterbr...
	Mangels einer Beschwer ist hinsichtlich dieser Beanstandungen auf die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten.
	6.6.3. Vom Beschwerdeführer nicht angesprochen wurden die Eingaben ("Stellungnahme") der Beschwerdegegnerin vom 4. Juli 2016, soweit sie damit beim Bezirksrat die (superprovisorische) Sistierung des Besuchsrechts des Beschwerdeführers beantragte (BR-a...
	6.7. In den übrigen Punkten erscheinen die Beschwerdevoraussetzungen als erfüllt.

	7. Unterbringung von C._____
	7.1. Der Bezirksrat hat in seinem Entscheid die allgemeinen Voraussetzungen vorsorglicher Massnahmen im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes zutreffend dargelegt. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann darauf verwiesen werden (act. 5 Erw. 4.1 - 4...
	Die Einwendungen, die der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorbringt − bei korrekter summarischer Prüfung der Verhältnisse, insbesondere bei gebührender Berücksichtigung der aktenkundigen Fachmeinungen, hätte der Bezirksrat den Entscheid der K...
	7.2. Der Bezirksrat stützte seinen Entscheid in tatsächlicher Hinsicht auf die Akten der KESB. Weitere Abklärungen, die beantragt worden waren − die Edition weiterer Akten, das Einholen zusätzlicher Berichte, die Anhörung des Beschwerdeführers und von...
	Der Beschwerdeführer nahm dazu Stellung, beschränkte seine Kritik aber primär auf den Entscheid des Bezirksrats, die Eingabe der Beiständin vom 1. Juli 2016 nicht zu behandeln, sondern an das Obergericht weiterzuleiten (act. 2 S. 8 Ziff. 4). Dazu wur...
	Was die einzelnen Beweismittel betrifft, welche der Bezirksrat für entbehrlich erachtete, erwähnte der Beschwerdeführer in seinen Beanstandungen einzig die Scheidungsakten. Um den Elternkonflikt ausreichend zu dokumentieren, so der Beschwerdeführer s...
	7.3. Der Bezirksrat erachtete für seinen Entscheid als relevant, ob sich im Zeitpunkt der Entscheidfindung durch die KESB eine Gefahrenlage für C._____ als derart dringlich präsentierte, dass sich schliesslich die vorsorgliche Unterbringung in einer P...
	Die Verhältnisse, wie sie sich im Zeitpunkt der Entscheidfindung durch die KESB präsentierten, waren vom Bezirksrat selbstverständlich in seine Beurteilung miteinzubeziehen. Aufgrund der Untersuchungsmaxime (vgl. Art. 446 Abs. 1 ZGB, Art. 296 Abs. 1 ...
	Falsch liegt der Beschwerdeführer mit seiner Kritik, der Bezirksrat habe auf die Verhältnisse per 12. Mai 2016 abgestellt und insbesondere die Fachmeinungen von Dr. med. D._____ und von lic. phil. R._____ ausser Acht gelassen. Am 12. Mai 2016 erging ...
	Die erwähnten Abklärungen, welche nach dem 12. Mai 2016 stattfanden, waren aktenkundig und lagen dem Bezirksrat bei Fällung seines Urteils vor (vgl. BR-act. 7, VO.2016.46; act. 5 S. 14 Ziff. 5.2). Aufgrund der Ausführungen des Beschwerdeführers bleib...
	7.4. Was die Gefährdung von C._____ ("Gefahrenlage") betrifft, erwähnt