# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a436851e-a7de-58b6-935e-66d374d973dc
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-11
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 11.11.2016 601 2016 218
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2016-218_2016-11-11.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2016 218

Urteil vom 11. November 2016

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Marianne Jungo 
Richter: Christian Pfammatter 

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Estelle Seiler

Parteien A.________, Beschwerdeführerin     

gegen

DIREKTION FÜR ERZIEHUNG, KULTUR UND SPORT, Vorinstanz     

Gegenstand Amtsträger der Gemeinwesen

Bewilligung einer Kandidatur für den Grossen Rat

Beschwerde vom 30. September 2016 gegen den Entscheid vom 
5. September 2016

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführerin) ist von Beruf Primarlehrerin und seit 17 Jahren ins-
besondere als Schulleiterin der Primarschule Düdingen tätig. Mit Schreiben vom 22. August 2016 
teilte sie dem Schulinspektorat mit, dass sie sich entschlossen habe, für den Grossen Rat des 
Kantons Freiburg zu kandidieren; da sie als Staatsangestellte hierfür die Bewilligung von der 
Dienststelle benötige, ersuche sie die Schulinspektorin um Prüfung dieses Antrages und Weiter-
leitung an das zuständige Amt. 

B. Mit Entscheid vom 5. September 2016 hat die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport 
(EKSD) die Erteilung der Bewilligung verweigert. 

Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass sie erwarte, dass sich Schulleitungen voll-
ständig auf ihre Leitungsfunktion konzentrierten und nicht regelmässig für ein politisches Amt ab-
wesend seien. In der anspruchsvollen und verantwortungsvollen Tätigkeit als Schulleiterin treffe 
die Beschwerdeführerin Entscheidungen, welche stark mit den gesetzlichen und politischen Ent-
scheidungen des Grossen Rates verknüpft seien. Die Erfahrungen mit einem früheren OS-Schul-
direktor hätten aufgezeigt, dass die beiden Tätigkeiten schwerlich miteinander vereinbar seien. 
Namentlich könnten Interessen- und Loyalitätskonflikte entstehen, wenn schulleitende Grossräte 
Vorstösse einreichen, die sich gegen die Praxis oder die Haltung der EKSD richten oder die deren 
eigene Tätigkeit betreffen. Es stehe der Beschwerdeführerin dennoch offen, sich als Kandidatin für 
den Grossen Rat aufstellen zu lassen. Bei einer Annahme der Wahl in den Grossen Rat würde sie 
indes aus dem Amt ausscheiden und könnte folglich ihre Funktion als Schulleiterin nicht weiter 
ausüben.  

C. Trotz diesem Entscheid hat sich die Beschwerdeführerin fristgerecht als Kandidatin für den 
Grossen Rat im Wahlkreis Sense, auf der Liste 02, Sozialdemokratische Partei Sense, aufstellen 
lassen (Nr. bbb, A.________, Schulleiterin). 

D. Am 30. September 2016 hat die Beschwerdeführerin gegen den Entscheid der EKSD vom 
5. September 2016 Beschwerde an das Kantonsgericht erhoben. Sie beantragt insbesondere die 
Aufhebung des angefochtenen Entscheides; ihr sei die Bewilligung zu erteilen, im Falle einer Wahl 
in den Grossen Rat ihre Funktion als Schulleiterin weiter auszuüben. Eventualiter sei der Ent-
scheid über die Erteilung der Bewilligung dem Grossen Rat vorzubehalten.

Zur Begründung führt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, dass die EKSD gar nicht zu-
ständig gewesen sei, über die Unvereinbarkeit eines Grossratsmandats mit einem Schulleitungs-
amt zu entscheiden; dieser Entscheid obliege ggf. vielmehr dem Grossen Rat. Weiter habe der 
Gesetzgeber mit Art. 49 des kantonalen Gesetzes vom 6. April 2001 über die Ausübung der politi-
schen Rechte (PRG; SGF 115.1) den Kreis der Staatsangestellten, welche nicht Mitglieder des 
Grossen Rates sein könnten, präzise und eng umschrieben. Das Amt der Schulleiterin werde von 
dieser Definition nicht erfasst; dies bereits aufgrund der hierarchischen Stellung, die weit tiefer sei 
als beispielsweise jene des Dienstchefs, welcher nach Art. 49 Abs. 2 lit. a PRG dem Grossen Rat 
ausdrücklich nicht angehören darf. Zudem sei auch das Argument des Interessen- und Loyalitäts-
konfliktes nicht stichhaltig. Ein solcher Konflikt könne bei jedem Staatsangestellten entstehen, der 
Mitglied des Grossen Rates sei. Falls der Gesetzgeber solche Konflikte generell ausschliessen 
wollte, hätte er den Kreis der Unvereinbarkeit bedeutend weiter gezogen und allenfalls gar auf alle 

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Staatsangestellten ausgeweitet. Sicher sei nicht auszuschliessen, dass eine theoretische Möglich-
keit eines Interessen- oder Loyalitätskonfliktes entstehen könnte. Letztlich sei dies jedoch eine 
Frage, wie die betroffene Person ihr Amt ausübe. Ferner widerspreche der Entscheid auch der 
Antwort des Staatsrates vom 27. März 2012 zur Motion Emanuel Waeber/Charly Brönnimann, 
M 1137.11, Unvereinbarkeit der politischen Mandate als Mitglied des Grossen Rates und der Bun-
desversammlung. Auch stehe es dem Staat schlecht an, Mitarbeiter des Kaders von politischen 
Ämtern mit dem Argument auszuschliessen, dass sich "Schulleitungen vollständig auf ihre Lei-
tungsfunktion konzentrieren und nicht regelmässig für ein politisches Amt abwesend" sein dürften. 
Wenn der Kanton als Arbeitgeber ein solches Beispiel abgebe, sei es wohl schwierig, private Ar-
beitgeber zu motivieren, ihre Arbeitnehmer für Aufgaben im öffentlichen Dienst zur Verfügung zu 
stellen. 

E. Mit Stellungnahme vom 17. Oktober 2016 beantragt die EKSD die Abweisung der Be-
schwerde. Betreffend die Zuständigkeit der EKSD zur Bewilligung führt diese im Wesentlichen aus, 
dass es sich um ein zweistufiges "Doppelbewilligungsverfahren" handle. Es sei unbestritten, dass 
der Grosse Rat für die Prüfung der Vereinbarkeit einer gewählten Person zuständig sei. Für 
Staatsangestellte, die an einer Kandidatur interessiert sind, müsse aber vorerst die Anstellungsbe-
hörde eine Bewilligung erteilen, wobei sie dies in erster Linie aus der Perspektive als Arbeitgeberin 
mache und staatsrechtliche bzw. politische Erwägungen nicht in gleichem Mass berücksichtige wie 
der Grosse Rat. Entsprechend habe sich die EKSD primär aus personalrechtlichen Gründen ge-
weigert, die Bewilligung zu erteilen. Subsidiär habe sie in ihrem Entscheid auch staatsrechtliche 
bzw. politische Gründe vorgebracht, nämlich das Auftreten von Interessenkonflikten. 

F. Am 31. Oktober 2016 hat sich die Beschwerdeführerin erneut vernehmen lassen. Insbeson-
dere trägt sie vor, dass ein zweistufiges "Doppelbewilligungsverfahren" gesetzlich nicht vorgese-
hen sei. Die EKSD weite den in Art. 49 PRG gesetzten Kreis der Unvereinbarkeit eigenmächtig 
aus. Weiter legt sie dar, dass sie gegenwärtig "zu fast 100 %" arbeite. Zu 57 % sei sie als Schul-
leiterin tätig. Die übrigen ca. 38 % teilten sich auf in Unterricht und zwei Zusatzmandate des Staa-
tes. Die weiteren Schulleitungsaufgaben würden zurzeit von einer Co-Leiterin wahrgenommen. Ab 
2018 werde eine Co-Leitung nicht mehr zulässig sein und es sei vorgesehen, dass eine Schul-
leitung an einer grossen Schule in einem Pensum von mindestens 80 % arbeiten müsse und die 
weiteren Schulleitungsaufgaben an eine Stellvertretung delegiert würden. Sie würde bei einer Wahl 
in den Grossen Rat ihr Pensum im kommenden Schuljahr selbstverständlich reduzieren, sei es 
durch die Abgabe der Unterrichtstätigkeit oder das Ablegen eines Mandats, zumal diese Mandate 
bisher ohnehin nur für jeweils ein Jahr gesprochen worden seien. Somit sei es ihr zeitlich ohne 
weiteres möglich, neben ihrem heutigen oder allenfalls aufgestockten Pensum als Schulleiterin ein 
Grossratsmandat auszuüben.      

G. Anlässlich der Wahlen für den Grossen Rat vom 6. November 2016 hat die Beschwer-
deführerin 2'125 Stimmen erhalten und wurde damit – als Drittplatzierte auf ihrer Liste – neu ge-
wählt (siehe die Ergebnisse auf sygev.fr.ch/resultate, unter 6. November 2016, "Grosser Rat").

H. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die Ent-
scheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.   

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Erwägungen

1. Die EKSD stützte den angefochtenen Entscheid ausdrücklich insbesondere auf das PRG 
sowie auf die kantonalen Richtlinien vom 19. August 2008 über den bezahlten Urlaub für Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter, die ein nicht obligatorisches öffentliches Amt ausüben (nachfolgend 
auch: Richtlinien; nicht in der SGF publiziert). Diese Richtlinien stützen sich ihrerseits namentlich 
auf Art. 12 des kantonalen Gesetzes vom 17. Oktober 2001 über das Staatspersonal (StPG; SGF 
122.70.1) sowie auf dessen Art. 119, ferner auf die Art. 10 und 72 bis 74 des kantonalen Regle-
ments vom 17. Dezember 2002 über das Staatspersonal (StPR; SGF 122.70.11).  

Nach Art. 132 Abs. 1 StPG (in der seit dem 1. Juli 2016 gültigen Fassung) kann jeder Entscheid, 
der in Anwendung dieses Gesetzes gegenüber einem Mitarbeiter getroffen wird, mit Beschwerde 
nach dem kantonales Gesetz vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 
150.1) angefochten werden. Soweit sich der angefochtene Entscheid auf das StPG bzw. dessen 
Ausführungsgesetzgebung stützt, ist demnach das Kantonsgericht gemäss Art. 132 Abs. 1 StPG in 
Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. a VRG für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu-
ständig. Soweit sich der angefochtene Entscheid auf das PRG bzw. die entsprechende Ausfüh-
rungsgesetzgebung stützt bzw. soweit die Beschwerdeführerin einen entsprechenden Entscheid 
durch das Kantonsgericht beantragt, wird indes auf die weiteren Erwägungen verwiesen. 

Die Beschwerdeführerin ist ferner durch den angefochtenen Entscheid berührt und sie hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 76 VRG). Die Beschwerde-
frist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt 
(Art. 128 VRG). 

Auf die Beschwerde ist daher vorbehältlich der nachfolgenden Erwägungen einzutreten. 

2. Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliess-
lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit 
ist vorliegend ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG). 

3. In casu ist streitig, ob die EKSD mit dem angefochtenen Entscheid das Gesuch der Be-
schwerdeführerin um Bewilligung ihrer Kandidatur für den Grossen Rat zu Recht abgelehnt hat.

4. a) Nach Art. 39 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
vom 18. April 1999 (BV; SR 101) richtet sich die Stimmberechtigung in kantonalen und kommuna-
len Angelegenheiten – vorbehältlich bestimmter bundesrechtlicher Minimalanforderungen bzw. 
Einschränkungen (vgl. hierzu insbesondere Art. 39 Abs. 2 bis 4 BV und Art. 51 BV) – nach dem 
kantonalen Recht. Die einschlägigen Grundsätze sind in der Verfassung des Kantons Freiburg 
vom 16. Mai 2004 (KV; SGF 10.1) geregelt. Laut Art. 39 KV sind in kantonalen Angelegenheiten 
stimm- und wahlberechtigt mündige a) Schweizerinnen und Schweizer, die im Kanton Wohnsitz 
haben, und b) Auslandschweizerinnen und -schweizer, die über das freiburgische Bürgerrecht 
verfügen oder im Kanton Wohnsitz hatten (Abs. 1). Das Gesetz regelt den Ausschluss vom Stimm- 
und Wahlrecht (Abs. 2). Art. 40 KV bestimmt weiter, dass das Volk (unter anderem) die Mitglieder 
des Grossen Rates wählt (Abs. 1). Wählbar sind in kantonalen Angelegenheiten Stimmberechtigte, 
die im Kanton Wohnsitz haben (Abs. 2; vgl. auch Art. 86 Abs. 1 KV, wonach den Behörden in 

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kantonalen Angelegenheiten Stimmberechtigte angehören können, die im Kanton Wohnsitz ha-
ben). Auf formell-gesetzlicher Ebene wird in Art. 48 PRG hinsichtlich des passiven Wahlrechts für 
den Grossen Rat spezifisch festgehalten, dass (grundsätzlich) jede stimmberechtigte Person in 
dem Kreis, in dem sie ihren politischen Wohnsitz hat, in den Grossen Rat wählbar ist.

b) Der Grundsatz der Gewaltenteilung wird im Kanton Freiburg – wie auch in allen anderen 
Kantonen – gewährleistet (vgl. hierzu Urteil BGer 1C_251/2014 vom 27. Januar 2015 E. 2.2). So 
hält Art. 85 KV ausdrücklich fest, dass sich die Organisation der Behörden nach dem Grundsatz 
der Gewaltenteilung richtet. 

Zur Gewährleistung der Gewaltenteilung können bzw. müssen für bestimmte öffentliche Mandate 
Unvereinbarkeiten vorgesehen werden. Die Regeln zur Unvereinbarkeit führen indes (unter ande-
rem) zu einer Einschränkung des passiven Wahlrechts. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung 
lässt eine solche Einschränkung politischer Rechte – damit namentlich auch des passiven Wahl-
rechts – nur zu, wenn a) die Einschränkung auf einem Gesetz im formellen Sinn beruht (vgl. hierzu 
Urteil BGer 1C_251/2014 vom 27. Januar 2015 E. 2.2, mit Hinweisen), b) sie durch ein überwie-
gendes öffentliches Interesse begründet ist, wobei dieses öffentliche Interesse grundsätzlich darin 
besteht, die personelle Gewaltenteilung zu verwirklichen (BGE 116 Ia 242 E. 3b.aa), und wenn 
zudem c) der Grundsatz der Verhältnismässigkeit eingehalten wird (REINERT, Ausstand im Parla-
ment, Zürich 1991, S. 112; ARN, Die Ausstandspflicht im bernischen Gemeinderecht, in Bernische 
Verwaltungsrechtsprechung 1989, S. 138; vgl. zum Ganzen auch BGE 123 I 97 E. 4a). 

5. Auf kantonaler Ebene sind die Grundregeln zur personellen Gewaltenteilung – und damit zu 
den Unvereinbarkeiten – in Art. 87 KV festgehalten. Gemäss dieser Bestimmung sind insbeson-
dere die Mitgliedschaft im Grossen Rat, im Staatsrat und die Funktion des Berufsrichters nicht mit-
einander vereinbar (Abs. 1). 

Das Gesetz kann nach Art. 87 Abs. 4 KV weitere Unvereinbarkeiten vorsehen. Entsprechende 
weitere formell-gesetzliche Bestimmungen zu den Unvereinbarkeiten finden sich zum einen im 
PRG, zum andern aber auch im StPG. 

a) Art. 49 PRG sieht unter dem Titel "Unvereinbarkeiten" folgendes vor: 

"1 Dem Grossen Rat können nicht angehören:

a. die Mitglieder des Staatsrates;

b. die Generalsekretärin oder der Generalsekretär und die übrigen Mitglieder des Sekretariats des Grossen 
Rates; 

c. die Oberamtmänner;

d. die Berufsrichterinnen und -richter sowie die Gerichtsschreiberinnen und -schreiber;

e. die vom Staatsrat oder einer seiner Direktionen angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des 
Staates, die an der Ausübung der vollziehenden Gewalt teilhaben oder in bedeutendem Ausmass an der 
Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für den Grossen Rat beteiligt sind.

2 Zu den Personen nach Absatz 1 Bst. e gehören insbesondere:

a. die Staatskanzlerin oder der Staatskanzler, die Vizekanzlerin oder der Vizekanzler, die 
Generalsekretärinnen und -sekretäre und die Dienstchefinnen und -chefs;

b. die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatskanzlei;

c. die Mitglieder des Polizeikommandos;

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d. das Kader der kantonalen Anstalten und der Betriebe, an deren Gesellschaftskapital der Staat zu mindes-
tens 50 % beteiligt ist.

3 Der Grosse Rat entscheidet auf Antrag seiner für die Erwahrung zuständigen Instanz über die Unverein-
barkeit der in den Grossen Rat gewählten Personen.

4 Nimmt eine Person, die ein als unvereinbar erklärtes Amt innehat, ihre Wahl in den Grossen Rat an, so 
scheidet sie aus dem Amt aus.

5 Nimmt ein Mitglied des Grossen Rates ein als unvereinbar erklärtes Amt an, so scheidet es aus dem 
Grossen Rat aus."

b) Betreffend das personalrechtliche Verhältnis für Staatsangestellte sieht sodann Art. 119 
StPG unter dem Titel "öffentliche Ämter" folgendes vor: 

"1 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben für die Ausübung eines gemäss eidgenössischer und kantona-
ler Gesetzgebung nicht obligatorischen öffentlichen Amtes Anspruch auf höchstens 15 Arbeitstage bezahlten 
Urlaub pro Jahr.

2 Die Ausübung eines öffentlichen Amtes bedarf der Bewilligung. Diese kann nur dann verweigert werden, 
wenn das Amt mit der beim Staat ausgeübten Funktion nicht vereinbar ist. Um die Bewilligung muss recht-
zeitig nachgesucht werden, so dass die Situation im Fall einer Wahl klar ist, bevor die Kandidatur eingereicht 
wird.

3 Erfordert die Ausübung des öffentlichen Amtes eine über die Dauer des bezahlten Urlaubs hinaus gehende 
Abwesenheit der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters, so wird der Saldo der Abwesenheit von den Ferien 
abgezogen oder als unbezahlter Urlaub behandelt. Ist mit einer regelmässig über die Dauer des bezahlten 
Urlaubs hinausgehenden Abwesenheit zu rechnen, so kann eine Verringerung des Beschäftigungsgrads 
oder die Versetzung angeordnet werden."

c) Gemäss den vorgenannten formell-gesetzlichen Regelungen ist für Staatsangestellte – 
wie die EKSD in ihrer Stellungnahme vom 17. Oktober 2016 im Grundsatz zu Recht dargelegt hat 
und entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – ein zweistufiges Bewilligungsverfahren vorge-
sehen:

So muss der Betroffene vorerst – d.h. "rechtzeitig (…), so dass die Situation im Fall einer Wahl klar 
ist, bevor die Kandidatur eingereicht wird" – um die Bewilligung im Sinne von Art. 119 Abs. 2 StPG 
nachsuchen. Erst im Falle einer Wahl entscheidet sodann gestützt auf Art. 49 Abs. 3 PRG der 
Grosse Rat auf Antrag seiner für die Erwahrung zuständigen Instanz über die Unvereinbarkeit der 
in den Grossen Rat gewählten Personen. Diese Zweistufigkeit ergibt sich nach Ansicht des Kan-
tonsgerichtes bereits aus dem Gesetzeswortlaut deutlich, namentlich auch aus den zeitlichen An-
gaben zu den jeweiligen Bewilligungen bzw. Entscheiden. Zudem ist zu berücksichtigen, dass Art. 
119 StPG im Bereich des öffentlichen Personalrechts angesiedelt ist, Art. 49 PRG jedoch im Be-
reich der politischen Rechte. Während das öffentliche Personalrecht insbesondere die Grundsätze 
der Personalpolitik und der Personalbewirtschaftung des Staates sowie die Rechte und Pflichten 
der Mitarbeiter festlegt, die im besonderen Umfeld des öffentlichen Dienstes tätig sind (vgl. Art. 1 
StPG), gewährleistet und regelt das PRG die politischen Rechte, nämlich die Volksabstimmungen 
und -wahlen auf Kantons- und Gemeindeebene, die Ausübung des Initiativ- und Referendums-
rechts auf Kantons- und Gemeindeebene, die Ausübung des Volksmotionsrechts sowie die Orga-
nisation der eidgenössischen Abstimmungen und Wahlen, sofern sie nicht unter das Bundesrecht 

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fällt (vgl. Art. 1 PRG). Soweit die Beschwerdeführerin argumentiert, dass ein zweistufiges Bewilli-
gungsverfahren ausgeschlossen sei, da sich Art. 119 StPG generell auf öffentliche Ämter beziehe 
und Art. 49 PRG spezifisch auf Unvereinbarkeiten betreffend den Grossen Rat, kann dem nicht 
gefolgt werden: So setzt doch das Bestehen eines Spezialitätsverhältnisses rechtstheoretisch 
voraus, dass eine Rechtsnorm alle Tatbestandsmerkmale einer anderen Vorschrift sowie zusätz-
lich mindestens ein weiteres Tatbestandsmerkmal auf sich vereint. Die fraglichen Normen müssen 
dabei demselben Rechtsgut dienen, d.h., beide Vorschriften müssen dieselben Zwecke mit dersel-
ben Intensität verfolgen (vgl. LARENZ, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 6. Aufl. 1991, S. 
267, mit Hinweisen). Dies ist nach dem Vorerwähnten nicht der Fall, so dass die Auslegungsregel 
lex specialis derogat legi generali diesbezüglich nicht zur Anwendung kommen kann.

Die Beschwerdeführerin benötigt demnach im Ergebnis für ihre Mitgliedschaft im Grossen Rat so-
wohl eine Bewilligung nach Art. 119 Abs. 2 StPG als auch einen positiven Entscheid nach Art. 49 
Abs. 3 PRG. 

6. Es ist weiter zu klären, wer für die jeweilige Bewilligung nach Art. 119 Abs. 2 StPG einerseits 
und nach Art. 49 Abs. 3 PRG anderseits zuständig zeichnet, und nach welchen materiell-rechtli-
chen Kriterien sich diese Prüfungen richten. 

7. a) Betreffend die politischen Rechte ergibt sich bereits aus dem Wortlaut von Art. 49 Abs. 3 
PRG und der Gesetzessystematik deutlich, dass der Grosse Rat auf Antrag seiner für die Erwah-
rung zuständigen Instanz (d.h. der Validierungskommission) über die Unvereinbarkeit der in den 
Grossen Rat gewählten Personen entscheidet. Entsprechend hält auch Art. 42 des kantonalen 
Grossratsgesetzes vom 6. September 2006 (GRG; SGF 121.1) fest, dass die Validierungskom-
mission überprüft, ob die Wahlen ordnungsgemäss abgelaufen sind und ob die Personen, die in 
der konstituierenden Session vereidigt werden, gültig gewählt sind (Abs. 2). Stellt die Validierungs-
kommission einen Fall von Unvereinbarkeit oder einen anderen Grund zur Bestreitung der Wahl 
fest, so hört sie unverzüglich die betreffende Person an und holt die Informationen ein, damit der 
Grosse Rat über den Fall entscheiden kann (Abs. 3). 

b) In materiell-rechtlicher Hinsicht prüft der Grosse Rat im Rahmen von Art. 49 Abs. 3 
PRG, ob die Voraussetzungen von Art. 49 Abs. 1 bzw. 2 PRG erfüllt sind oder ob eine in dieser 
Bestimmung erwähnte Unvereinbarkeit vorliegt. Die Grundregel von Art. 87 Abs. 1 KV findet sich in 
Art. 49 PRG integriert und bedarf demnach keiner separaten Prüfung. Mit Blick auf die politischen 
Rechte sind weitere Unvereinbarkeiten hinsichtlich der Mitglieder des Grossen Rates nicht vorge-
sehen (vgl. auch die Antwort des Staatsrates vom 27. März 2012 zur Motion Emanuel 
Waeber/Charly Brönnimann, M 1137.11, Unvereinbarkeit der politischen Mandate als Mitglied des 
Grossen Rates und der Bundesversammlung). 

c) Nach dem Vorgesagten ist mithin vorliegend der Grosse Rat zuständig zur Prüfung, ob 
die Beschwerdeführerin dem Grossen Rat aufgrund einer Unvereinbarkeit im Sinne von Art. 49 
PRG nicht angehören dürfte. Dabei wird bei der Beschwerdeführerin – welche gemäss ihrer Stel-
lungnahme vom 31. Oktober 2016 derzeit zu 57 % als Schulleiterin der Primarschule Düdingen 
arbeitet und zudem im Umfang von insgesamt 38 % unterrichtet und zwei Zusatzmandate des 
Staates wahrnimmt – insbesondere die Tatbestandsvariante von Art. 49 Abs. 1 lit. e PRG in Ver-
bindung mit dessen Abs. 2 zu prüfen sein; die weiteren Tatbestandsvarianten von Art. 49 Abs. 1 lit. 
a bis d PRG erscheinen im hier zu beurteilenden Fall von vornherein nicht einschlägig. 

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Da ein entsprechender Entscheid des Grossen Rates zur Unvereinbarkeit im Sinne von Art. 49 
PRG noch aussteht, kann sich das Kantonsgericht im Rahmen des vorliegenden Verfahrens zur 
Anwendbarkeit dieser Bestimmung derzeit nicht weiter äussern.

8. a) Bezüglich des öffentlichen Personalrechts bestimmt Art. 119 Abs. 2 StPG, dass eine 
Bewilligung nur verweigert werden kann, wenn das Amt mit der beim Staat ausgeübten Funktion 
"nicht vereinbar" ist. Auf formell-gesetzlicher Ebene wird dieser Begriff nicht näher spezifiziert. Ge-
stützt namentlich auf Art. 119 StPG in Verbindung mit dessen Art. 12 sowie auf Art. 10 StPR und 
dessen Art. 72 bis 74 hat indes das Amt für Personal und Organisation (POA) die kantonalen 
Richtlinien über den bezahlten Urlaub für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein nicht obligatori-
sches öffentliches Amt ausüben, erlassen. 

Diese Richtlinien halten in Ziff. 5.1 zum Bewilligungsverfahren unter dem Titel "Grundsätzliches" 
folgendes fest: 

"Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter reicht bei der Dienstchefin oder beim Dienstchef einen schriftlichen 
Bewilligungsantrag für die Ausübung eines öffentlichen Amts ein. Der Antrag muss gestellt werden, bevor sie 
oder er sich um das öffentliche Amt bewirbt. 

Die Dienstchefin oder der Dienstchef nimmt zum Gesuch Stellung und leitet es der betroffenen Anstellungs-
behörde weiter, die den Bewilligungsentscheid nach Einholen der Stellungnahme der Fachstelle für die Per-
sonalbewirtschaftung (Personalfachstelle) oder – falls es keine solche gibt – des POA fällt. 

Die Ausübung eines öffentlichen Amts kann nur dann verweigert werden, wenn dieses Amt für den Arbeitge-
ber mit der im Staatsdienst ausgeübten Funktion unvereinbar ist. Als unvereinbar kann ein öffentliches Amt 
gelten, das mit erheblicher Mehrarbeit sowie häufiger Arbeitsabwesenheit verbunden ist, und wenn die im 
Staatsdienst ausgeübte Funktion von der Stelleninhaberin oder vom Stelleninhaber bereits einen besonders 
grossen Einsatz verlangt. Die allfälligen Bedingungen für eine Bewilligung (Voraussetzung einer Reduktion 
des Beschäftigungsgrads, Änderung des Pflichtenhefts gegebenenfalls mit einer anderen Einreihung) müs-
sen im Entscheid aufgeführt sein. 

Eine Kopie des Entscheids ist der Dienstchefin oder dem Dienstchef sowie der Personalfachstelle oder – 
falls es keine solche gibt – dem POA zuzustellen."

b) Hinsichtlich der Zuständigkeit für die Bewilligung nach Art. 119 Abs. 2 StPG ergibt sich 
aus Ziff. 5.1 Abs. 2 der Richtlinie, dass die Bewilligung durch die betroffene Anstellungsbehörde – 
in casu demnach durch die EKSD (vgl. Art. 110 des kantonalen Reglements vom 19. April 2016 
zum Gesetz über die obligatorische Schule [SchR; SGF 411.0.11]) – erfolgt.  

c) Zu den materiell-rechtlichen Kriterien spezifizieren die Richtlinien in Ziff. 5.1 Abs. 3, dass 
als unvereinbar ein öffentliches Amt gelten kann, das "mit erheblicher Mehrarbeit sowie häufiger 
Arbeitsabwesenheit verbunden ist, und wenn die im Staatsdienst ausgeübte Funktion von der 
Stelleninhaberin oder vom Stelleninhaber bereits einen besonders grossen Einsatz verlangt". Dies 
versteht sich insbesondere vor dem Hintergrund der Art. 56 und 58 StPG: Nach der erstgenannten 
Bestimmung führen die Mitarbeiter ihre Arbeit sorgfältig, beruflich kompetent und loyal zu ihrem 
Arbeitgeber aus. Sie verpflichten sich, durch die Qualität ihrer Leistungen den Interessen des 
Staates und des öffentlichen Dienstes zu dienen (Abs. 1). Sie planen und organisieren ihre Arbeit 
und zeigen Initiative, um die festgelegten Ziele zu erreichen (Abs. 2), und erweisen sich mit ihrem 
Verhalten des Ansehens und Vertrauens würdig, die mit ihrer Funktion im öffentlichen Dienst ver-

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bunden sind (Abs. 3). Nach Art. 58 Abs. 1 StPG widmen sie ihrer Arbeit die ganze Zeit, die in den 
Vorschriften über die Arbeitsdauer und Arbeitszeit, in den Reglementen und im Anstellungsvertrag 
dafür vorgesehen ist. Mit Ziff. 5.1 Abs. 3 der Richtlinien werden demnach keine neuen Unverein-
barkeiten bestimmt – ohnehin bedürfte dies wie aufgezeigt einer formell-gesetzlichen Grundlage; 
vielmehr handelt es sich lediglich um eine Präzisierung bzw. Erinnerung an die gesetzlichen 
Pflichten des Personals und namentlich an die Treuepflicht und die Pflicht, sich während der Ar-
beitszeiten im gesetzlich geregelten bzw. vereinbarten Ausmass seiner Arbeit zu widmen (vgl. 
auch Urteil BGer 1C_251/2014 vom 27. Januar 2015 E. 2.5; VERNIORY/WAELTI, Le devoir de 
réserve des fonctionnaires, in AJP 2008 S. 810 [812]). 

d) Es ist damit nachfolgend zu prüfen, ob die EKSD gestützt auf Art. 119 Abs. 2 StPG und 
die erwähnten Spezifizierungen in Ziff. 5.1 der Richtlinien die Unvereinbarkeit einer Kandidatur für 
den Grossen Rat mit der Schulleitung zu Recht verneint hat. Hinsichtlich Ziff. 5.2 der Richtlinien sei 
bereits an dieser Stelle auf die nachfolgende lit. e verwiesen.   

Die EKSD begründet ihren Entscheid vorliegend im Wesentlichen damit, dass sie erwarte, dass 
sich Schulleitungen vollständig auf ihre Leitungsfunktion konzentrieren und nicht regelmässig für 
ein politisches Amt abwesend sind. In der anspruchsvollen und verantwortungsvollen Tätigkeit als 
Schulleiterin treffe die Beschwerdeführerin Entscheidungen, welche stark mit den gesetzlichen und 
politischen Entscheidungen des Grossen Rates verknüpft seien. Die Erfahrungen mit einem frühe-
ren OS-Schuldirektor hätten aufgezeigt, dass die beiden Tätigkeiten schwerlich miteinander ver-
einbar seien. Namentlich könnten Interessen- und Loyalitätskonflikte entstehen, wenn schullei-
tende Grossräte Vorstösse einreichen, die sich gegen die Praxis oder die Haltung der EKSD rich-
ten oder die deren eigene Tätigkeit betreffen. Anlässlich der Stellungnahme vom 17. Oktober 2016 
führt die EKSD weiter aus, dass sie die Bewilligung – vor dem Hintergrund des gesetzlich vorge-
sehenen zweistufigen Bewilligungsverfahrens – in erster Linie deshalb verweigert habe, weil sie 
der Auffassung sei, dass eine Primarschulleiterin, der gemäss neuer Schulgesetzgebung eine 
grosse Fülle von Aufgaben und Entscheidungsbefugnissen zukomme, sich ihrer Rolle vollständig 
widmen müsse und sie nicht regelmässig mehr als 15 Tage pro Jahr von ihrer Tätigkeit abwesend 
sein solle. So hänge doch von den Schulleitern das gute Funktionieren einer Primarschule wesent-
lich ab. Eine regelmässige Abwesenheit der Schulleiterin könne sich damit auf alle Anspruchs-
gruppen der Schule, namentlich die Schüler, die Lehrpersonen, die schulischen Fachpersonen, die 
Eltern und somit auch auf die Qualität des Unterrichts generell nachteilig auswirken. Aus diesen 
Gründen sei die EKSD der Ansicht, dass Schulleitungspositionen (Primarschulleiter, OS-Schul-
direktor, S2-Rektor bzw. Direktor) aus Arbeitgebersicht nicht mit einem Grossratsmandat vereinbar 
seien. 

Die Beschwerdeführerin legt insbesondere anlässlich ihrer Replik vom 31. Oktober 2016 dar, dass 
sie gegenwärtig zu fast 100 % arbeite, davon 57 % als Schulleiterin; die übrigen ca. 38 % teilten 
sich auf in Unterricht und zwei Zusatzmandate des Staates. Die weiteren Schulleitungsaufgaben 
würden zurzeit von einer Co-Leiterin wahrgenommen. Ab 2018 werde eine Co-Leitung nicht mehr 
zulässig sein und es sei vorgesehen, dass eine Schulleitung an einer grossen Schule in einem 
Pensum von mindestens 80 % arbeiten müsse und die weiteren Schulleitungsaufgaben einer 
Stellvertretung delegiert würden. Falls sie als Grossrätin gewählt würde, würde sie ihr Pensum im 
kommenden Schuljahr selbstverständlich reduzieren, sei es durch die Abgabe der Unterrichtstätig-
keit oder das Ablegen eines Mandats, zumal diese Mandate bisher eh jeweils nur für ein Jahr ge-
sprochen worden seien. Somit sei es ihr zeitlich ohne weiteres möglich, neben ihrem heutigen oder 
allenfalls aufgestockten Pensum als Schulleiterin ein Grossratsmandat auszuüben.

Kantonsgericht KG

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Die Meinung der EKSD, wonach die Beschwerdeführerin aus personalrechtlicher Sicht bzw. insbe-
sondere aus zeitlichen Gründen nicht Mitglied des Grossen Rates sein könne, überzeugt nach 
Ansicht des Kantonsgerichtes nicht. Das Kantonsgericht geht vielmehr davon aus, dass das er-
wähnte Arbeitspensum und namentlich die Anstellung als Schulleiterin im Umfang von 57 % einer 
Mitgliedschaft im Grossen Rat nicht entgegenstehen. Zwar nimmt die Schulleitung in der Tat eine 
Vielzahl wichtiger Funktionen und Aufgaben wahr, welche insbesondere in Art. 51 SchG des kan-
tonalen Gesetzes vom 9. September 2014 über die obligatorische Schule (SchG; SGF 411.0.1) 
beschrieben sind. Gleich wie der Direktor der Orientierungsschule ist eine Schulleiterin der Primar-
schule verantwortlich für die Organisation, den Betrieb, die administrative und pädagogische Lei-
tung, die Personalführung, die Qualität des Unterrichts und der Erziehung sowie für die Zusam-
menarbeit mit den Partnern der Schule, gegenüber denen sie die Schule vertritt (Abs. 1). Sie führt 
ihre Schule nach den Grundsätzen des SchG und dem vom Staatsrat genehmigten Funktionsbe-
schrieb (Abs. 2). Sie achtet insbesondere auf ein gutes Schulklima und auf das Wohlbefinden der 
an der Schule tätigen Personen. Ggf. behebt sie auftretende Schwierigkeiten (Abs. 3). Für die 
Ausübung kommunaler Aufgaben arbeitet sie eng mit den Gemeinden zusammen (Abs. 4). Indes 
ist in casu die Beschwerdeführerin bereits seit 17 Jahren Schulleiterin der Primarschule Düdingen, 
und verfügt folglich über eine grosse und langjährige Erfahrung. Mit dieser Erfahrung ist davon 
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch die gesetzlich neu definierten Funktionen der 
Schulleitung wahrnehmen kann, zumal keine konkreten gegenteiligen Anhaltspunkte ersichtlich 
sind. Zudem ist die Beschwerdeführerin lediglich zu 57 % als Schulleiterin tätig und teilt sich der-
zeit die Schulleitung mit einer weiteren Person. Gemäss den Angaben auf der Website der Primar-
schule Düdingen ist die Beschwerdeführerin für die Mittel- und Oberstufe zuständig und die Co-
Leiterin für den Kindergarten und die Unterstufe. Es erscheint damit grundsätzlich durchaus mög-
lich und adäquat, dass sich die beiden Co-Leiterinnen bei Abwesenheiten gegenseitig vertreten 
bzw. dass die Co-Leiterin auch bei Abwesenheit der Beschwerdeführerin das gute Funktionieren 
der Primarschule sicherstellen kann. Auch dürfte sich jedenfalls ein Teil der Tätigkeiten der Schul-
leitung zeitlich flexibler und selbständiger einteilen lassen als beispielsweise die Unterrichtstätig-
keit. Das Kantonsgericht geht überdies davon aus, dass in der Regel bei Teilzeitpensen aus per-
sonalrechtlicher Sicht eine Unvereinbarkeit im Sinne von Ziff. 5.1 der Richtlinien nur zurückhaltend 
bejaht werden kann, wobei jedoch ggf. auch allfällige weitere Verpflichtungen der betroffenen Per-
sonen zu berücksichtigen sind. Nach den Angaben der Beschwerdeführerin verfügt sie insgesamt 
über ein Arbeitspensum von 95 % (57 % als Schulleiterin und weitere insgesamt 38 % für Unter-
richtstätigkeit und zwei Zusatzmandate); dabei handelt es sich zwar um ein sehr grosses Teilzeit-
pensum, aber nicht um ein Vollzeitpensum, was ebenfalls bekräftigt, dass eine Mitgliedschaft im 
Grossen Rat zeitlich möglich ist. Schliesslich erwähnte die EKSD auch in keiner Weise, dass aus 
personalrechtlicher Sicht die Unterrichtstätigkeit der Beschwerdeführerin bzw. ihre Zusatzmandate 
nicht mit dem öffentlichen Amt als Grossrätin vereinbar wären. Mangels einschlägiger Anhalts-
punkte kann deshalb auf eine weitere Prüfung der Vereinbarkeit dieser Unterrichtstätigkeit und der 
Zusatzmandate mit dem Mandat als Grossrätin aus personalrechtlicher Sicht verzichtet werden. 

Soweit die EKSD namentlich in ihrer Stellungnahme vom 17. Oktober 2016 weiter vorbringt, dass 
subsidiär auch staatsrechtliche bzw. politische Gründe, nämlich das Auftreten möglicher Interes-
senkonflikte, vorlägen, ist nochmals darauf hinzuweisen, dass die Bewilligung im Sinne von Art. 49 
PRG und die Prüfung entsprechender Unvereinbarkeiten dem Grossen Rat obliegt. Einschlägige 
treffende spezifisch personalrechtliche Gründe hat die EKSD in casu nicht vorgebracht. Zwar ist es 
grundsätzlich nicht ausgeschlossen, dass durch die Annahme eines öffentlichen Amtes aus perso-
nalrechtlicher Sicht relevante Interessen- bzw. Loyalitätskonflikte entstehen, welche über das vor-

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erwähnte Problem der zeitlichen Verfügbarkeit hinausgehen. Gerade mit Blick auf eine Mitglied-
schaft im Grossen Rat ist jedoch zu beachten, dass in Art. 49 PRG eine gesetzliche Bewertung der 
möglichen Interessenkonflikte bereits mitenthalten ist; das Ergebnis dieser Bewertung kann aus 
Sicht des Personalrechts kaum je anders ausfallen als aus Sicht der politischen Rechte; nament-
lich ist im vorliegenden Fall nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin beispielsweise aufgrund 
ihrer Befassung mit einer bestimmten Materie im Rahmen ihrer Tätigkeit als Schulleiterin aus per-
sonalrechtlicher Sicht einen relevanten Interessen- bzw. Loyalitätskonflikt haben könnte, nicht aber 
aus Sicht der politischen Rechte. Aufgrund der einschränkenden Regelung in Ziff. 5.1 Abs. 3 der 
Richtlinien, wonach aus personalrechtlicher Sicht als unvereinbar (nur) ein öffentliches Amt gelten 
kann, "das mit erheblicher Mehrarbeit sowie häufiger Arbeitsabwesenheit verbunden ist, und wenn 
die im Staatsdienst ausgeübte Funktion von der Stelleninhaberin oder vom Stelleninhaber bereits 
einen besonders grossen Einsatz verlangt", und da Ziff. 5.2 der Richtlinien im Wesentlichen nur 
eine "Erinnerung" an Art. 49 PRG darstellt (vgl. hierzu sogleich), wird der Grosse Rat die Bewer-
tung entsprechender (in Art. 49 PRG angelegter) Interessen- bzw. Loyalitätskonflikte vorzunehmen 
haben. Gegen den Entscheid des Grossen Rates steht sodann ggf. wieder die Beschwerde an das 
Kantonsgericht offen. 

   e) Schliesslich halten die Richtlinien in Ziff. 5.2 zum Bewilligungsverfahren unter dem Titel 
"Unvereinbarkeit mit dem Amt einer Grossrätin bzw. eines Grossrats" folgendes fest: 

"Das Amt einer Grossrätin oder eines Grossrats ist unvereinbar mit der im Staatsdienst ausgeübten Funk-
tion, wenn die betreffende Mitarbeiterin oder der betreffende Mitarbeiter an der Ausübung der vollziehenden 
Gewalt teilhat oder in bedeutendem Ausmass an der Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für den 
Grossen Rat beteiligt ist (Art. 49 Abs. 1 Bst. e des Gesetzes vom 6. April 2001 über die Ausübung der politi-
schen Rechte, PRG, SGF 115.1). 

Dem Grossen Rat können insbesondere nicht angehören: 

- die Staatskanzlerin oder der Staatskanzler, die Vizekanzlerin oder der Vizekanzler, die Generalsekretärin-
nen und -sekretäre und die Dienstchefinnen und -chefs; 

- die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatskanzlei; 

- die Mitglieder des Polizeikommandos; 

- das Kader der kantonalen Anstalten und der Betriebe, an deren Gesellschaftskapital der Staat zu mindes-
tens 50 % beteiligt ist. 

Nimmt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter, die oder der eine als unvereinbar erklärte Funktion im Staats-
dienst ausübt, die Wahl in den Grossen Rat an, so scheidet sie oder er aus der als unvereinbar erklärten 
Funktion aus. Übernimmt ein Mitglied des Grossen Rates eine als unvereinbar erklärte Funktion, so scheidet 
es aus dem Grossen Rat aus. 

Ist sich die Anstellungsbehörde in einem solchen Fall von Unvereinbarkeit nicht sicher, so erwähnt sie dies 
in der Bewilligung, die sie gemäss Ziffer 5.1 erteilt. Der Grosse Rat entscheidet über die Unvereinbarkeit."

Diese Bestimmung gibt in ihrem Abs. 1 bis 3 wörtlich beinahe identisch Art. 49 PRG wieder, mit 
unwesentlichen sprachlichen Umformulierungen. Bei deren Auslegung ist wiederum im Auge zu 
behalten, dass die Einschränkung des passiven Wahlrechts einer formell-gesetzlichen Grundlage 
bedarf. Es geht demnach nicht an, durch den Erlass von nicht durch den ordentlichen Gesetzgeber 

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erlassenen "Richtlinien" die politischen Rechte weiter (bzw. anders) einzuschränken, als dies im 
Gesetz angelegt ist; eine entsprechende Ermächtigung ergibt sich auch nicht aus Art. 72 Abs. 2 
StPR, wonach das POA eine Liste der als öffentliche Ämter anerkannten Funktionen erstellt und 
Richtlinien für die Dauer des bezahlten Urlaubs erlässt, oder aus den weiteren gesetzlichen 
Grundlagen, auf die sich die Richtlinien stützen. Wie aufgezeigt, obliegt der Entscheid über die 
Vereinbarkeit im Sinne von Art. 49 PRG laut dessen Abs. 3 ausdrücklich dem Grossen Rat. 

Vor diesem Hintergrund kann Ziff. 5.2 Abs. 1 bis 3 der Richtlinien nur im Sinne einer "Erinnerung" 
an Art. 49 PRG bzw. deklaratorisch verstanden werden; lediglich obliegt es der Anstellungsbe-
hörde gemäss Ziff. 5.2 Abs. 4 der Richtlinien, in ihrer Bewilligung den Grossen Rat im Sinne eines 
Hinweises darauf aufmerksam zu machen, wenn aus ihrer Sicht unklar ist, ob die Voraussetzun-
gen von Art. 49 PRG erfüllt sind. Es steht der Anstellungsbehörde jedoch nicht zu, gestützt auf Ziff. 
5.2 der Richtlinien die in Art. 49 Abs. 3 PRG klar geregelte Zuständigkeit des Grossen Rates an 
sich zu ziehen bzw. eine weitere eigene Prüfung im Sinne von Art. 49 PRG vorzunehmen und die 
Bewilligung zu verweigern, wenn sie die einschlägigen Voraussetzungen als nicht erfüllt erachtet; 
dies gilt selbst in Fällen, in denen die Anstellungsbehörde klar von einer Unvereinbarkeit im Sinne 
von Art. 49 PRG ausgeht.  

9. a) Im Ergebnis ist die Beschwerde damit in dem Sinn gutzuheissen, dass der angefochtene 
Entscheid aufgehoben wird; der Beschwerdeführerin wird die personalrechtliche Bewilligung zur 
Kandidatur bzw. (aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Wahl) zur Mitgliedschaft im Grossen Rat 
im Sinne von Art. 119 Abs. 2 StPG erteilt. 

Sofern sich indes zukünftig bei den Ämtern der Beschwerdeführerin relevante Änderungen erge-
ben – namentlich bei den bevorstehenden Änderungen betreffend die Co-Schulleitung –, hat die 
EKSD bzw. die zuständige Anstellungsbehörde eine erneute Prüfung der Vereinbarkeit aus perso-
nalrechtlicher Sicht vorzunehmen und ggf. Bedingungen für eine Bewilligung zu erlassen (vgl. Ziff. 
5.1 Abs. 3 der Richtlinien, wonach die allfälligen Bedingungen für eine Bewilligung [Voraussetzung 
einer Reduktion des Beschäftigungsgrads, Änderung des Pflichtenhefts ggf. mit einer anderen Ein-
reihung] im Entscheid aufgeführt sein müssen). Die Beschwerdeführerin ist ihrerseits verpflichtet, 
den Bewilligungsantrag rechtzeitig neu zu stellen, wenn sich die Voraussetzungen seit der Gewäh-
rung der ursprünglichen Bewilligung ändern (vgl. Ziff. 5.1 Abs. 5 und Ziff. 5.3 der Richtlinien). 

b) Hinsichtlich des Entscheides nach Art. 49 Abs. 3 PRG kann auf die Beschwerde nicht 
eingetreten werden. Vielmehr ist der Grosse Rat zuständig, auf Antrag seiner für die Erwahrung 
zuständigen Instanz über die Unvereinbarkeit der in den Grossen Rat gewählten Personen ge-
mäss Art. 49 PRG zu entscheiden, was insbesondere auch eine Prüfung möglicher entsprechen-
der Interessen- bzw. Loyalitätskonflikte beinhaltet (vgl. insbesondere oben Erwägungen 7 und 8d 
letzter Absatz).

10. Bei diesem Verfahrensausgang gilt die Beschwerdeführerin als obsiegende Partei. Es wer-
den demnach keine Gerichtskosten erhoben (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 133 VRG). Der Kostenvor-
schuss ist ihr zurückzuerstatten. Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (Art. 137 VRG).

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der angefochtene Entscheid aufge-
hoben wird; der Beschwerdeführerin wird hiermit die personalrechtliche Bewilligung zur Kan-
didatur bzw. zur Mitgliedschaft im Grossen Rat im Sinne von Art. 119 Abs. 2 StPG erteilt. 

Betreffend den Entscheid nach Art. 49 Abs. 3 PRG kann auf die Beschwerde nicht eingetre-
ten werden. Der Grosse Rat ist zuständig, auf Antrag seiner für die Erwahrung zuständigen 
Instanz über die Unvereinbarkeit der in den Grossen Rat gewählten Personen gemäss Art. 
49 PRG zu entscheiden. 

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kos-
tenvorschuss in der Höhe von CHF 1'000.- wird dieser zurückerstattet.

III. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. 

Freiburg, 11. November 2016/dgr

Präsidentin Gerichtsschreiberin-Praktikantin