# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3348443-9a8c-5162-b4b4-3b5f45bd0352
**Source:** Wettbewerbskommission ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-07-24
**Language:** de
**Title:** Cross-Border Interchange Fees: Anregungen des Sekretariats für Transaktionen mit Visa-Karten aus dem EWR vom 24. Juli 2025
**Docket/Reference:** Anregungen%20betreffend%20Crossborder
**URL:** https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2025/cross_border_interchange_fees_anregungen_des_sekretariats_fuer_transaktionen.pdf.download.pdf/Anregungen%20betreffend%20Crossborder.pdf

## Full Text

Wettbewerbskommission WEKO 
Commission de la concurrence COMCO 
Commissione della concorrenza COMCO 
Competition Commission COMCO 

22-0500: Credit-Interchange Fees im Cross-Border-Bereich – Anregungen des Sekreta-
riats gemäss Art. 26 Abs. 2 KG vom 24. Juli 2025 zu den Interchange Fees von Visa 

Diese Anregungen ergänzen die mit Genehmigungsverfügung der WEKO vom 24. Juli 2025 
beschlossene Regelung betreffend domestische CP-Transaktionen mit Debitkarten von Visa. 

Am 25. April 2019 eröffnete das Sekretariat der Wettbewerbskommission («Sekreta-
1. 
riat») die Vorabklärung «22-0500: Credit-Interchange Fees im Cross-Border-Bereich» gemäss 
Art. 26 KG1 gegen Visa Europe Services LLC und konzernmässig mit dieser verbundene Un-
ternehmen  sowie  gegen  Mastercard  Europe  SA  und  konzernmässig  mit  dieser  verbundene 
Unternehmen  («Mastercard»).  Auslöser  der  Vorabklärung  war  eine  Anzeige  des  Verbands 
Elektronischer Zahlungsverkehr («VEZ») vom 29. März 2019, wonach die Interchange Fees 
im  Cross-Border-Bereich  aufgrund  ihrer  Höhe  unzulässige  Wettbewerbsbeschränkungen  im 
Sinne von Art. 5 und 7 KG darstellten. Namentlich sei nicht nachvollziehbar, warum die grenz-
überschreitenden Gebühren ein Vielfaches der domestischen Gebühren betragen. 

In den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschafsraums (EWR) dürfen für grenz-

2. 
überschreitende Transaktionen höchstens folgende Interchange Fees angewendet werden: 

•  Grenzüberschreitende Zahlungen bei Händlern in einem EWR-Mitgliedsstaat mit Kar-
ten aus einem anderen EWR-Mitgliedsstaat (sog. «Intra-EEA Interchange Fees»):2 

o  0,2 %   
o  0,3 %   

für Debitkartentransaktionen 
für Kreditkartentransaktionen 

•  Grenzüberschreitende Zahlungen bei Händlern in einem EWR-Mitgliedsstaat mit einer 
Karte aus einem Staat ausserhalb des EWR (sog. «Interregionale Interchange Fees»), 
beispielsweise bei Zahlungen mit einer Schweizer Bezahlkarte im EWR:3 

o  0,2 %   
o  1,15 %  
o  0,3 %   
o  1,5 %   

für Card-Present-Debitkartentransaktionen 
für Card-not-Present-Debitkartentransaktionen 
für Card-Present-Kreditkartentransaktionen 
für Card-not-Present-Kreditkartentransaktionen 

3. 
Als Card-Present-Transaktionen im Sinne der Verpflichtungszusage gelten Zahlungen 
des Karteninhabers in einem Geschäft, als Card-not-Present-Transaktion Online-Zahlungen. 

1   Bundesgesetz vom 6.10.1995 über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen (Kartellge-

setz, KG; SR 251). 

2   Verordnung (EU) 2015/751 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.4.2015 über In-
terbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge, ABl. L 123 vom 19.5.2015, S. 1 ff. (In-
terchange Fee Regulation, IFR). 

3   Separate Verpflichtungszusagen von Visa und Mastercard gegenüber der EU-Kommission vom 

29. April 2019 (vgl. «Kartellrecht: Kommission akzeptiert Verpflichtungsangebote von Mastercard 
und Visa zur Senkung der interregionalen Interbankenentgelte»; https://ec.europa.eu/commis-
sion/presscorner/detail/de/ip_19_2311), verlängert am 5.7.2024, so dass sie bis November 2029 
weitergelten (vgl. «Commission takes note of the voluntary continuation by Visa and Mastercard of 
their antitrust commitments on inter-regional interchange fees beyond November 2024»; 
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/mex_24_3663). 

Wettbewerbskommission Sekretariat 
Hallwylstrasse 4, CH-3003 Bern 
Tel. +41 58 462 20 40, Fax +41 58 462 20 53 
weko@weko.admin.ch 
www.weko.admin.ch 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Noch vor Abschluss der Vorabklärung haben sich die Wettbewerbsbehörden in einem 
4. 
anderen  Bereich  mit  der  Frage  der  Zulässigkeit  von  Interchange  Fees  auseinandergesetzt, 
nämlich in Bezug auf domestische Interchange Fees («DMIF») für Debitkartentransaktionen.  

Am 29. September 2022 eröffnete das Sekretariat die Vorabklärung «22-0514: Debit-
5. 
karten  Interchange  Fees»  gegen  Mastercard  und  Visa  Europe  Ltd.  (konzernmässig  mit  der 
unter  Rz  1  genannten  Gesellschaft  Visa  Europe  Services  LLC  verbunden,  nachfolgend  ge-
meinsam als «Visa» bezeichnet), mit dem Ziel, in kurzer Zeit eine einvernehmliche Nachfolge-
lösung für die Festsetzung der DMIF für Debitkarten zu finden. Diese Vorabklärung wurde mit 
der  Eröffnung  der  beiden folgenden  Untersuchungen  gemäss  Art.  27  KG  am  27.  Juni  2023 
abgeschlossen, weshalb praxisgemäss kein Schlussbericht erstellt wurde: 

•  22-0522: Interchange Fees für Debitkarten von Mastercard; 
•  22-0523: Interchange Fees für Debitkarten von Visa. 

6. 
Gegenstand der beiden Untersuchungen sind die Interchange Fees, die bei Transakti-
onen im Präsenzgeschäft, d.h. bei Transaktionen mit physischen Debitkarten am physischen 
Point of Sale, zur Anwendung gelangen (Card-Present [«CP»]-Interchange Fees; «CP IF»). 

7. 
Die Untersuchung 22-0522 gegen Mastercard konnte mit einer einvernehmlichen Re-
gelung («EVR») gemäss Art. 29 KG abgeschlossen werden, welche von der WEKO mit Ver-
fügung vom 6. Mai 2024 genehmigt wurde.4 Für das von dieser Verfügung nicht erfasste Dis-
tanzgeschäft  (Card-not-Present  [«CnP»]-Geschäft),  d.h.  für  Transaktionen  im  Internet  (E-
Commerce)  oder  mit  mobilen  Endgeräten  (M-Commerce),  wurde  mit  Mastercard  vorgängig 
eine aktualisierte einvernehmliche Lösung gefunden, die auf den Schlussfolgerungen der Vor-
abklärung  betreffend  Mastercard  Secure  Digital  Debit  Interchange  Fee  (SDDIF)5  basiert.6 
Mastercard  hat  für  die  Interchange  Fees  im  CnP-Bereich  («CnP  IF»)  Zusagen  abgegeben, 
welche die Grundlage für Anregungen des Sekretariats nach Art. 26 Abs. 2 KG bildeten.7 

8. 
Im Rahmen der in der Untersuchung 22-0523 geführten Gespräche zwischen Visa und 
dem Sekretariat über eine mögliche EVR für die CP IF für Debitkarten wurde die Thematik der 
Interchange Fees breiter diskutiert, um allenfalls weitere Verfahren abschliessen zu können. 
Neben der Frage, ob analog zur Mastercard-Lösung auch Anregungen für die CnP-IF getroffen 
werden sollten8, wurden insbesondere die Cross-Border Interchange Fees thematisiert. Das 
Sekretariat hat unter anderem dargelegt, dass es nicht nachvollziehbar sei, weshalb für grenz-
überschreitende Transaktionen mit einer Bezahlkarte ausaus einem EWR-Mitgliedsstaat in die 
Schweiz ein höherer Satz gerechtfertigt sein sollte als für grenzüberschreitende Transaktionen 
innerhalb  des  EWR,  mit  Ausnahme  des  für  Kreditkarten  festgelegten  domestischen  Satzes 
von durchschnittlich 0,44 %. 

Als Folge dieser Gespräche wird die vorliegende Vorabklärung bezüglich der intraregi-
9. 
onalen Interchange Fees (grenzüberschreitende Zahlungen bei Händlern in der Schweiz mit 
Karten aus einem EWR-Mitgliedsstaat) mit den nachfolgenden Anregungen abgeschlossen. 
Hingegen  wird  die  Vorabklärung  in  Bezug  auf  die  interregionalen  Interchange  Fees 

4   RPW 2024/4, 1285 ff., Interchange Fees für Debitkarten von Mastercard. 
5   RPW 2017/4, 542 ff. insbesondere 557 f.  
6   Mit Visa wurde keine Aktualisierung vereinbart, so dass die Anregungen gemäss den Schlussfolge-
rungen der Vorabklärung betreffend einer DMIF für das Debitkartensystem Visa V PAY, Ergänzung 
vom 16. August 2017, in: RPW 2017/4, 559 ff. insbesondere 563 f., nach wie vor Bestand haben. 

7   RPW 2024/4, 1085 ff., Debitkarten Interchange Fees – Anregungen des Sekretariats gemäss 
Art. 26 Abs. 2 KG vom 27. Juni 2023 für CnP-Transaktionen mit Debitkarten von Mastercard. 
8   Vgl. die diesbezüglichen separaten Anregungen des Sekretariats gemäss Art. 26 Abs. 2 KG vom 

24.07.2025 für CnP-Transaktionen mit Debitkarten von Visa. 

2 

 
 
 
 
 
 
 
 
(grenzüberschreitende  Zahlungen  bei  Händlern  in  der  Schweiz  mit  Karten  aus  einem  Staat 
ausserhalb des EWR) fortgeführt.9 Ebenso wird das Verfahren gegenüber Mastercard fortge-
führt. 

Vorliegend hat Visa das Verfahren durch ihr Verhalten ausgelöst und wird auf Anre-
10. 
gung des Sekretariats ihr mutmasslich unzulässiges und vom Sekretariat beanstandetes Ver-
halten anpassen. Damit ist eine Gebührenpflicht von Visa zu bejahen. Die bisher aufgelaufe-
nen Verfahrenskosten dieser Vorabklärung entfallen je zur Hälfte auf Visa und auf Mastercard. 
Da  die  Vorabklärung  nur  in  Bezug  auf  die  intraregionalen  Interchange  Fees  abgeschlossen 
wird, nicht aber auf die ebenfalls Gegenstand der Vorabklärung bildenden interregionalen In-
terchange Fees, hat Visa nur die Hälfte der auf sie anfallenden Verfahrenskosten zu tragen. 
Die andere Hälfte verbleibt in der Vorabklärung und ist je nach Ausgang derselben entweder 
in eine nachfolgende Untersuchung zu übernehmen oder durch die Staatskasse zu tragen. 

11. 

Die von Visa zu tragenden Verfahrenskosten belaufen sich auf CHF […].–. 

12. 

Die Anregungen des Sekretariates lauten wie folgt: 

Anregungen 

Das Sekretariat der Wettbewerbskommission, gestützt auf die bisherige Praxis und die Abklä-
rungen in der aktuellen Vorabklärung, 

1.  stellt  fest,  dass  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  die  intraregionalen  Interchange 
Fees  (grenzüberschreitende  Zahlungen  bei  Händlern  in  der  Schweiz  mit  Karten  aus 
einem EWR-Mitgliedsstaat) von Visa für Kredit- und Debitkarten erhebliche Preisabre-
den  gemäss  Art.  5  Abs. 3  Bst.  a  i.V.m.  Abs.  1  KG  sowie  erhebliche  Preisbindungen 
zweiter Hand gemäss Art. 5 Abs. 4 i.V.m. Abs. 1 KG darstellen; 

2.  stellt  fest,  dass  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  die  intraregionalen  Interchange 
Fees von Visa für Kredit- und Debitkarten aus Gründen der wirtschaftlichen Effizienz 
gemäss Art. 5 Abs. 2 KG gerechtfertigt werden können; 

3.  verzichtet darauf, im Einverständnis mit einem Mitglied des Präsidiums eine Untersu-

chung zu eröffnen, solange Visa: 

a.  ab dem 1. April 2026 für grenzüberschreitende Zahlungen mit Debitkarten an 
Händler  in  der  Schweiz  mit  Karten  aus  einem  EWR-Mitgliedsstaat  dieselben 
Interchange  Fee-Sätze  anwendet  wie  bei  grenzüberschreitenden  Zahlungen 
mit in der Schweiz herausgegebenen Karten in einem EWR-Mitgliedstaat (kon-
kret 0,2 % für CP- und 1,15 % für CnP-Transaktionen mit Consumer Cards); 

b.  ab dem 1. April 2026 für grenzüberschreitende Zahlungen mit Kreditkarten an 
Händler  in  der  Schweiz  mit  Karten  aus  einem  EWR-Mitgliedsstaat  dieselben 
Sätze anwendet wie bei grenzüberschreitenden Zahlungen mit in der Schweiz 
für  CP-
herausgegebenen  Karten 
Transaktionen der domestische Satz von 0,44 % zur Anwendung gelangt (kon-
kret 0,44 % für CP- und 1,5 % für CnP-Transaktionen mit Consumer Cards); 

in  einem  EWR-Mitgliedstaat,  wobei 

c.  die  jeweils  aktuellen  intraregionalen  Interchange  Fees  gemäss  vorstehender 

Ziffer 3a und 3b auf ihrer Webseite veröffentlicht; 

4.  dass die obigen Anregungen unbefristet gelten,  

9   Mit Schreiben vom 28.01.2020 wurde die Vorabklärung 22-0500 gegenüber Visa in Bezug auf die 
Erhöhung bzw. Einführung diverser Card Scheme Fees in den Bereichen Debit und Kredit erwei-
tert. Dieser Gegenstand bleibt ebenfalls offen. 

3 

 
 
 
 
 
 
 
5.  setzt fest, dass die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF […].– durch Visa zu tragen 

sind; 

6.  beabsichtigt, diese Anregungen in geeigneter Form zu publizieren. 

4