# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ff09676-2e66-54a0-94d6-b5307d80027f
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 19.11.2021 S 2021 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-116_2021-11-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 19. November 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Ergänzungsleistungen 
(Berechnung und Rückforderung)

S 2021 116

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Urteil S 2021 116

A. Mit Verfügung vom 29. Juni 2021 passte die Ausgleichskasse Zug den Anspruch 
von A.________, Jahrgang 1972, auf Ergänzungsleistungen (EL) von bisher Fr. 447.– 
wegen eines ab Mai 2021 bei B.________ in C.________ erzielten Einkommens per 
1. Mai 2021 auf Fr. 350.– pro Monat an. Gleichzeitig forderte sie wegen der erst im Juni 
2021 erfolgten Einkommensmeldung die für die Monate Mai und Juni 2021 zu viel 
ausbezahlten Ergänzungsleistungen von insgesamt Fr. 194.– zurück und wies darauf hin, 
diese würden direkt mit der Nachzahlung der Krankheitskosten verrechnet (AK-act. 10). 
Mit Verfügung ebenfalls vom 29. Juni 2021 sprach die Ausgleichskasse der Versicherten 
nämlich Krankheitskosten von Fr. 345.40 zu, die jedoch wie erwähnt mit der 
Rückforderung der Ergänzungsleistungen von Fr. 194.– verrechnet wurden, womit noch 
ein Betrag von Fr. 151.40 an die Versicherte ausbezahlt wurde (AK-act. 9). Die dagegen 
erhobene Einsprache (AK-act. 14) wies die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 
6. August 2021 ab (AK-act. 18). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 23. August 2021 (Datum des 
Poststempels 2. September 2021) beantragte A.________ sinngemäss die Aufhebung des 
Einspracheentscheids. Zur Begründung wies sie im Wesentlichen darauf hin, dass die 
Berechnung falsch sei und sie kein Geld habe. Sie habe mehrfach angerufen und 
mitgeteilt, dass sie die Fr. 300.–, die sie zu gute habe, brauche. Sie habe dieses Geld 
jedoch nicht bekommen, weshalb sie die Miete nicht bezahlen könne. Aus diesem Grund 
habe sie auch den Strom abstellen lassen und das Telefon gekündigt. Sie könne sich dies 
nicht mehr leisten (act. 1).

C. Mit Vernehmlassung vom 24. September 2021 beantragte die Ausgleichskasse 
Zug die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Begründend wurde im Wesentlichen 
ausgeführt, der Arbeitsvertrag der Beschwerdeführerin bei B.________ und die 
entsprechende Lohnabrechnung seien bei ihr, der Beschwerdegegnerin, erst am 22. Juni 
2021 eingegangen. Deshalb habe die Beschwerdeführerin unrechtmässig in den Monaten 
Mai und Juni 2021 jeweils Fr. 97.– zu viel EL bezogen. Der daraus resultierende 
Rückforderungsanspruch nach Art. 25 Abs. 1 ATSG von Fr. 194.– sei mit dem 
Krankheitskostenanspruch der Beschwerdeführerin von Fr. 345.40 für das Jahr 2021 
gemäss Verfügung vom 29. Juni 2021 verrechnet worden (Art. 20 Abs. 2 lit. a ELG), womit 
ihr schliesslich noch Fr. 151.40 ausbezahlt worden seien. Die Verrechnung sei nicht zu 
beanstanden, da die von Amtes wegen vorgenommene Erlassprüfung zum Ergebnis 
gelangt sei, dass die Beschwerdeführerin nicht gutgläubig gewesen sei (act. 4). 

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Urteil S 2021 116

D. Mit Schreiben vom 27. September 2021 stellte das Gericht die Vernehmlassung 
der Beschwerdeführerin zur Kenntnisnahme zu und setzte ihr eine Frist für allfällige 
Bemerkungen bis zum 18. Oktober 2021 (act. 5). Nachdem die Beschwerdeführerin dieses 
Schreiben nicht abgeholt hatte, erfolgte am 18. Oktober 2021 eine erneute Zustellung per 
A-Post Plus (act. 6). Die angesetzte Replikfrist liess die Beschwerdeführerin unbenutzt 
verstreichen. 

E. Mit Schreiben vom 20. Oktober 2021 stellte die Ausgleichskasse dem Gericht 
weitere Unterlagen zu, welche die Beschwerdeführerin direkt bei der Ausgleichskasse 
eingereicht hatte (act. 7). 

F. Mit "Negative Feststellungklage" betiteltem Schreiben vom 2. November 2021 
beantragte die Beschwerdeführerin Akteneinsicht sowie die unentgeltliche Prozessführung 
und einen unentgeltlichen Rechtsbeistand (act. 8). 

G. Mit Schreiben vom 5. November 2021 wurden der Beschwerdeführerin die 
Verfahrensakten in Kopie zugestellt. Gleichzeitig wurde sie darauf hingewiesen, dass das 
vorliegende Verfahren betreffend Ergänzungsleistungen kostenlos sei und ein allfälliger 
Rechtsbeistand von ihr selber mandatiert werden müsste. Die der Beschwerdeführerin im 
gleichen Schreiben bis zum 16. November 2021 angesetzte Frist, um mitzuteilen, ob eine 
Mandatierung erfolgt sei, liess sie unbenutzt verstreichen (act. 9). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit ist gestützt auf Art. 58 
Abs. 1 ATSG, wonach das Gericht desjenigen Kantons zuständig ist, in dem die 
versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat, zu bejahen, lebt 
die Beschwerdeführerin doch in D.________. Den Einspracheentscheid erliess die 

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Ausgleichskasse am 6. August 2021. Die Beschwerdeschrift wurde am 2. September 2021 
der Post übergeben. Die Beschwerde gilt folglich als rechtzeitig i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG 
eingereicht. Als vom angefochtenen Entscheid direkt Betroffene ist die 
Beschwerdeführerin sodann zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält 
schliesslich einen Antrag und eine Begründung, genügt somit den wenigen an eine 
Laienbeschwerde gestellten formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

2.
2.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung bzw. eines 
Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung bzw. 
der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. 
Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer 
Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 
164 E. 2.1). 

2.2 Die Beschwerdegegnerin hat sowohl im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
6. August 2021 als auch in den diesem zugrunde liegenden Verfügungen vom 29. Juni 
2021 den Ergänzungsleistungsanspruch rückwirkend ab 1. Mai 2021 angepasst, die zu 
viel ausbezahlten Leistungen zurückgefordert und schliesslich diesen 
Rückforderungsanspruch mit den gleichentags zugesprochenen Krankheitskosten 
verrechnet. Dies kann somit einziger beschwerdeweise weiterziehbarer 
Anfechtungsgegenstand bilden. 

3.
3.1 Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz haben nach 
Art. 4 Abs. 1 ELG Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie eine der 
Voraussetzungen von lit. a bis d erfüllen, also beispielsweise Anspruch auf eine Rente der 
AHV (lit. a) oder aber auf eine Rente oder eine Hilflosenentschädigung der IV haben oder 
ununterbrochen während mindestens sechs Monaten ein Taggeld der IV beziehen (lit. c). 
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten 
Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).

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Die anerkannten Ausgaben sind in Art. 10 ELG, die anrechenbaren Einnahmen in Art. 11 
ELG aufgelistet. Zu den anrechenbaren Einnahmen zählen unter anderem zwei Drittel der 
Erwerbseinkünfte, soweit sie einen Freibetrag von Fr. 1'000.– (Alleinstehende) 
übersteigen (Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG), die Renten, Pensionen und anderen 
wiederkehrenden Leistungen, einschliesslich der Renten der AHV und der IV (Art. 11 
Abs. 1 lit. d ELG), und ein bestimmter Prozentsatz des Vermögens (Art. 11 Abs. 1 lit. c 
ELG).

3.2 In Art. 31 Abs. 1 ATSG und in der ergänzungsleistungsrechtlichen Spezialnorm in 
Art. 24 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung (ELV; SR 831.301) wird dem Leistungsbezüger auferlegt, dem 
Versicherungsträger beziehungsweise der Durchführungsstelle jede wesentliche Änderung 
in den leistungsrelevanten Verhältnissen zu melden. Dabei hat die Meldung der Änderung 
grundsätzlich bei entsprechender Kenntnisnahme und jedenfalls unmittelbar nach Eintritt 
derselben zu erfolgen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 31 N 21). Die 
jährliche Ergänzungsleistung ist sodann bei Eintritt einer voraussichtlich längere Zeit 
dauernden Verminderung oder Erhöhung der vom ELG anerkannten Ausgaben und 
anrechenbaren Einnahmen sowie des Vermögens zu erhöhen, herabzusetzen oder 
aufzuheben (Art. 25, insbesondere Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV). Wie die Akten belegen, wird 
ein Versicherter bei jeder Mitteilung hinsichtlich Anpassung der jährlichen 
Ergänzungsleistung aufgefordert zu überprüfen, ob die Zahlen auf dem Berechnungsblatt 
mit den wirtschaftlichen Verhältnissen übereinstimmten. Auf Seite zwei jeder der jährlichen 
Verfügungen zur betraglichen Festsetzung der jährlichen Ergänzungsleistung sind sodann 
ausführliche Angaben zur Meldepflicht bei Veränderung der Verhältnisse zu entnehmen.

3.3 Nach dem allgemeinen Grundsatz in Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig 
bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen 
hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt. Der gute Glaube als 
Erlassvoraussetzung ist nicht schon mit der Unkenntnis des Rechtsmangels gegeben. Es 
ist zu unterscheiden zwischen dem guten Glauben als fehlendem Unrechtsbewusstsein 
und der Frage, ob sich jemand unter den gegebenen Umständen auf den guten Glauben 
berufen kann und ob er bei zumutbarer Aufmerksamkeit den bestehenden Rechtsmangel 
hätte erkennen sollen. Der Leistungsempfänger darf sich nicht nur keiner böswilligen 
Absicht, sondern auch keiner groben Nachlässigkeit schuldig gemacht haben. Nach der 
Rechtsprechung entfällt der gute Glaube als Erlassvoraussetzung von vornherein, wenn 
der Rückerstattungstatbestand (Melde- oder Auskunftspflichtverletzung) durch ein 

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arglistiges oder grobfahrlässiges Verhalten herbeigeführt wurde. Anderseits kann sich die 
versicherte Person auf den guten Glauben berufen, wenn ihre fehlerhafte Handlung oder 
Unterlassung nur eine leichte Verletzung der Melde- oder Auskunftspflicht darstellt (BGE 
112 V 97 E. 2c mit Hinweisen).

4. Die Ausgleichskasse berechnete aufgrund der am 22. Juni 2021 bei ihr 
eingegangenen Unterlagen (Arbeitsvertrag und Lohnabrechnung Mai 2021 [AK-act. 12 f.]) 
den Ergänzungsleistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu und setzte diesen 
rückwirkend per 1. Mai 2021 auf monatlich Fr. 350.– fest (vgl. Berechnungsblatt vom 
29. Juni 2021 [AK-act. 11]). Dies ist insofern nicht zu beanstanden, geht aus den 
genannten Unterlagen doch hervor, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2021 neu bei 
B.________ als Putzfrau angestellt war und sie dabei ein massgebendes Einkommen 
(Bruttoeinkommen abzüglich Sozialversicherungsbeiträge) von monatlich Fr. 150.– bzw. 
jährlich Fr. 1'800.– erzielte. Nach Berücksichtigung der Berufsauslagen in der Höhe von 
Fr. 590.– und eines Freibetrags von Fr. 1'000.– rechnete die Ausgleichskasse das bei 
B.________ neu erzielte Einkommen zusammen mit dem bereits bis anhin bei der 
E.________ AG erzielten Einkommen (Fr. 6'900.–/Jahr) zu 2/3 als anrechenbares 
Einkommen an, was zu einem Betrag von Fr. 4'740.– führte. Was daran falsch sein sollte, 
erschliesst sich dem Gericht nicht und wird seitens der Beschwerdeführerin denn auch 
nicht geltend gemacht. Die übrigen auf dem Berechnungsblatt vom 29. Juni 2021 
aufgeführten Positionen decken sich sodann mit dem Berechnungsblatt für die Periode ab 
1. Januar 2021 (vgl. AK-act. 3), womit es sein Bewenden hat. Die per 1. Mai 2021 neu auf 
Fr. 350.–/Monat festgesetzten Ergänzungsleistungen sind somit nicht zu beanstanden. Im 
Vergleich zu den der Beschwerdeführerin bis anhin ausbezahlten Ergänzungsleistungen 
von Fr. 447.–/Monat (vgl. AK-act. 3) ergeben sich für die Monate Mai und Juni 2021 
dementsprechend je Fr. 97.– an EL, die ihr zu viel ausbezahlt wurden. Dass die nicht 
vollständig und rechtzeitig gemeldete Veränderung der finanziellen Verhältnisse zu einer 
unzutreffenden Berechnung der Ergänzungsleistungen geführt hat, wodurch die 
Beschwerdeführerin zuviel Leistungen bezogen hat, die zurückzuerstatten sind, versteht 
sich von selbst und ist unbestritten (vgl. Art. 25 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeführerin 
beanstandet den Rückforderungsbetrag in der Höhe von gesamthaft Fr. 194.– (2 x Fr. 97.–
) denn in masslicher Hinsicht auch nicht. Damit erweist sich die Neuberechnung per 1. Mai 
2021 sowie die Rückforderung als rechtens. 

5. Nachdem die Ausgleichskasse über die Rückforderung in der Höhe von Fr. 194.– 
verfügt hatte, verrechnete sie diese Rückforderung gleichentags mit der Nachzahlung der 

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Krankheitskosten im Umfang von Fr. 345.40, womit der Beschwerdeführerin schliesslich 
noch Fr. 151.40 ausbezahlt wurden (vgl. AK-act. 9). Indem diese nun geltend macht, sie 
habe die Fr. 300.– zugute – damit meint sie wohl den Krankheitskostenanspruch über 
Fr. 345.40 – richtet sie sich sinngemäss gegen das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, 
mithin in erster Linie gegen die vorgenommene Verrechnung. Wie sich aus Art. 20 Abs. 2 
lit. a ELG ergibt, können Rückforderungen mit fälligen Ergänzungsleistungen, wozu auch 
die Krankheitskosten nach diesem Gesetz gehören, verrechnet werden. Der 
Beschwerdeführerin ist sodann entgegenzuhalten, dass die Behörden im Rahmen der 
gesetzlichen Vorschriften rechtsprechungsgemäss nicht nur befugt, sondern auch 
verpflichtet sind, solche Rückforderungen mit fälligen Leistungen zu verrechnen (vgl. BGE 
115 V 341 E. 2a mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdeführerin darüber hinaus auf das 
betreibungsrechtliche Existenzminimum verweist, kann sie auch daraus nichts zu ihren 
Gunsten ableiten. Zu beachten ist zwar, dass die Verrechnung grundsätzlich nur insoweit 
zulässig ist, als dem Schuldner das betreibungsrechtliche Existenzminimum gewahrt bleibt 
(vgl. BGE 113 V 280 E. 5b mit Hinweisen). Für die Verrechnung der vergütbaren 
Krankheitskosten mit zurückzuerstattenden Ergänzungsleistungen ist demgegenüber aber 
gerade nicht abzuklären, ob die versicherte Person über das betreibungsrechtliche 
Existenzminimum verfügt. Grund hierfür ist die Tatsache, dass es sich bei den Krankheits- 
und Behinderungskosten nach Art. 14 ELG um Sachleistungen und nicht um 
Geldleistungen handelt, sodass die Vergütung von Krankheitskosten einer ordinären 
Nachzahlung von Leistungen gleichkommt und demnach den laufenden Notbedarf der 
versicherten Person nicht tangiert (vgl. SVR 2002 EL Nr. 9 S. 22 E. 6; s. dazu auch die 
Wegleitung der Ausgleichskasse des Kantons Wallis über die Vergütung von Krankheits- 
und Behinderungskosten bei den Ergänzungsleistungen [WKEL] Rz. 2241). 

Im Einklang mit dem Gesetz (vgl. Art. 20 Abs. 3 ELG) hat die Beschwerdegegnerin vor der 
Verrechnung sodann von Amtes wegen geprüft, ob der Erlass der Rückforderung nach 
Art. 25 Abs. 1 ATSG zu gewähren ist. Gelangte die Beschwerdegegnerin dabei zum 
Ergebnis, dass die Beschwerdeführerin beim Leistungsbezug nicht gutgläubig war, ist dies 
ebenso wenig zu beanstanden. Zu berücksichtigen ist zwar, dass die Beschwerdeführerin 
die Ausgleichskasse anfangs Mai 2021 über ihre neue Erwerbssituation – Anstellung als 
Reinigungskraft – telefonisch in Kenntnis gesetzt hat (vgl. AK-act. 8). Diese Mitteilung 
zeigt aber auch, dass sich die Beschwerdeführerin des Zusammenhangs zwischen neu 
aufgenommener Erwerbstätigkeit und Höhe des ihr zustehenden EL-Anspruchs durchaus 
bewusst war. Aus dem Schreiben vom 16. Juni 2021 an die Beschwerdeführerin ergibt 
sich sodann, dass die Ausgleichskasse nach Kenntnisnahme der neuen Erwerbstätigkeit 

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zusätzliche Abklärungen in die Wege geleitet und die Beschwerdeführerin aufgefordert 
hat, diesbezüglich Unterlagen (Arbeitsvertrag, Lohnabrechnung und/oder 
Gutschriftanzeige der Bank) einzureichen. Dadurch musste der Beschwerdeführerin indes 
wiederum bewusst sein, dass die Ausgleichskasse die wegen der Aufnahme einer neuen 
Erwerbstätigkeit erforderlichen Leistungsanpassungen erst vornehmen kann, wenn sie 
über die entsprechenden Lohnangaben verfügt. Der Arbeitsvertrag und die 
Lohnabrechnung für den Monat Mai 2021 gingen schliesslich erst am 22. Juni 2021 bei 
der Verwaltung ein (vgl. AK-act. 12 f.). Nachdem aber die Auszahlung der 
Ergänzungsleistungen jeweils bis zum 20. des Monats zu erfolgen hat (vgl. Rz. 4210.02 
der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL]), kann der 
Beschwerdeführerin der gute Glaube während des Bezugs der zu hohen 
Ergänzungsleistungen in den Monaten Mai und Juni 2021 nicht anerkannt werden. Von 
einer gutgläubigen Annahme, die ausgerichteten Ergänzungsleistungen würden ihr 
tatsächlich in vollem Umfange zustehen, kann unter den dargelegten Umständen 
jedenfalls nicht gesprochen werden. Vielmehr musste die Beschwerdeführerin mit der 
Rückforderung der zu viel ausbezahlten Ergänzungsleistungen rechnen. Der 
Beschwerdegegnerin ist somit Recht zu geben, dass der gute Glaube zu verneinen ist 
(s. zum Ganzen BGer 9C_19/2018 vom 28. Februar 2018 E. 2). Damit fehlt es aber an 
einer notwendigen Voraussetzung für den Erlass der Rückforderung, weshalb nicht zu 
prüfen ist, ob – als weitere Voraussetzung für den Erlass der Rückerstattung 
unrechtmässig bezogener Leistungen – eine grosse Härte vorliegt. Kann der Erlass der 
Rückforderung nach Art. 25 Abs. 1 ATSG nicht gewährt werden, steht einer Verrechnung 
nichts mehr im Wege. Demnach sind die gesetzlichen Voraussetzungen (vgl. Art. 20 
Abs. 3 ELG) dafür erfüllt, dass die Beschwerdegegnerin die von der Beschwerdeführerin 
zurückgeforderten Ergänzungsleistungen von Fr. 194.– mit dem Nachzahlungsanspruch 
der Beschwerdeführerin hinsichtlich der ihr rückvergüteten Krankheitskosten verrechnen 
konnte. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist somit nicht zu beanstanden. 

6. Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 
6. August 2021 in jeder Hinsicht als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde 
vollumfänglich abzuweisen ist. 

7. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im ELG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG), sodass sich weitere 
Ausführungen zur beantragten unentgeltlichen Prozessführung erübrigen. Eine 
Parteientschädigung ist der ohnehin nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin bei 

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diesem Ausgang des Verfahrens – vollständiges Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. 
Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Ausgleichskasse Zug sowie an das Bundesamt für Sozialversicherungen, 
Bern.

Zug, 19. November 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am