# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72bce37b-9e81-5f07-9316-d0a3b0350162
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-02-06
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 06.02.2014 RP.2014.6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RP-2014-6_2014-02-06.pdf

## Full Text

Zwischenentscheid  
vom 6. Februar 2014  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Oliver Jucker, 

Gesuchsteller 

 

  

   

Gegenstand  Wiedererwägung des Zwischenentscheids der Be-

schwerdekammer RP.2013.65 vom 24. Januar 2014 

betreffend unentgeltliche Rechtspflege 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RP.2014.6 / RR.2013.369 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- sie mit Zwischenentscheid vom 24. Januar 2014 (Verfahren RP.2013.65) 

das Gesuch von A. (nachfolgend "Gesuchsteller") um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege mangels genügender Substantiierung abwies 

und dem Gesuchsteller eine Frist bis zum 6. Februar 2014 zur Bezahlung 

des Kostenvorschusses von Fr. 4'000.-- ansetzte (RP.2013.65 act. 7); 

 

- der Gesuchsteller mit Eingabe vom 6. Februar 2014 diesbezüglich ein Ge-

such um Wiedererwägung stellt bzw. eventualiter beantragt, die Frist zur 

Bezahlung des Kostenvorschusses sei um 20 Tage zu erstrecken (act. 1); 

 

- das Bundesgericht aus Art. 29 Abs. 1 und 2 BV einen Anspruch auf Wie-

dererwägung bei Vorliegen von Revisionsgründen ableitet, sei es, dass 

sich entweder die Umstände seit dem ersten Entscheid wesentlich geän-

dert haben oder der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen oder Beweismittel 

namhaft macht, die im früheren Verfahren nicht bekannt waren bzw. die 

schon damals geltend zu machen für ihn unmöglich waren oder keine Ver-

anlassung bestand (BGE 136 II 177 E. 6, 124 II 1 E. 3.b); 

 

- ein Wiedererwägungsgesuch nur dann materiell zu behandeln ist, wenn 

sich der Sachverhalt in einer Art geändert hat, dass ein anderes Ergebnis 

ernstlich in Betracht fällt (Urteil des Bundesgerichts 2C_274/2009 vom 

28. Oktober 2009 E. 2.2 m.w.H.); 

 

- der Gesuchsteller neu geltend macht, seine Ehefrau habe zur Zeit weder 

feste Arbeit noch ein Einkommen, mutmasslich sei ihr ganzes Vermögen 

beschlagnahmt und ihre monatlichen Ausgaben seien unbekannt; der ge-

meinsame Sohn sei Student und wohne bei seiner Mutter (act. 1 S. 3); 

 

- sich damit an der mangelnden Substantiierung des Antrags auf unentgeltli-

che Rechtspflege nichts ändert; die fehlende Liquidität des Gesuchstellers 

nach wie vor zwar behauptet, aber nicht rechtsgenüglich dargetan ist; 

 

- somit auf das Wiedererwägungsgesuch nicht einzutreten ist; 

 

- dem Gesuchsteller die Frist zur Leistung des Kostenvorschusses von 

Fr. 4'000.-- letztmals bis zum 17. Februar 2014 erstreckt wird, ansonsten 

auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 63 Abs. 4 VwVG); 

 

- 3 - 

 

 

- die Zahlung in bar, durch ungekreuzten Bankcheck oder durch Überwei-

sung auf das Postkonto 30-756623-9 (IBAN CH46 0900 0000 3075 6623 9) 

der Bundesstrafgerichtskasse erfolgen kann; 

 

- die Kosten dieses Entscheides bei der Hauptsache verbleiben. 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

- 4 - 

 

 

Demnach beschliesst die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf das Wiedererwägungsgesuch wird nicht eingetreten.  

 

2. Dem Gesuchsteller wird die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses von 

Fr. 4'000.-- letztmals bis zum 17. Februar 2014 erstreckt. 

 

3. Die Kosten des vorliegenden Entscheides bleiben bei der Hauptsache.  

 

 

Bellinzona, 6. Februar 2014 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Oliver Jucker 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.