# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2d81895-d7bc-5036-a3d9-f414bb865919
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.08.2010 E-5825/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5825-2010_2010-08-30.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5825/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

A._______
Mongolei,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. August 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5825/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin am 9. August 2000 in der Schweiz erst-
mals ein Asylgesuch einreichte, auf das das Bundesamt für Flüchtlinge 
(BFF, heute: BFM) mit Verfügung vom 5. September 2000 nicht eintrat, 
worauf die damals zusständige Schweizerische Asylrekurskommission 
(ARK) eine dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 26. Februar 
2002 abwies,

dass  das  BFM  am  12.  April  2002  auf  ein  Wiedererwägungsgesuch 
nicht eintrat,

dass die Beschwerdeführerin am 4. August 2004 in ihren Heimatstaat 
zurückgeführt wurde,

dass  die  Beschwerdeführerin  eigenen  Angaben  zufolge  im  August 
2009  erneut  in  die  Schweiz  einreiste  und  im September  2010  nach 
Schweden weiterreiste, wo sie bei einer mongolischen Familie als (...) 
gearbeitet habe,

dass sie im Mai 2010 wiederum in die Schweiz eingereist sei, wo sie  
ebenfalls bei mongolischen Familien als (...) gearbeitet habe,

dass  sie  am  12.  Mai  1010  von  der  Staatsanwaltschaft  B._______ 
wegen  Fälschung  von  Ausweisen  sowie  rechtwidriger  Einreise  und 
Aufenthalt zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt wurde,

dass sie am 14. Mai 2010 in der Schweiz erneut um Asyl nachsuchte,

dass sie anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum C._______ vom 20. Mai  2010 sowie  der direkten Anhörung 
vom 12. August 2010 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentli -
chen geltend machte, sie sei am 4. August 2004 in die Mongolei zu-
rückgekehrt und habe in einer Jurtensiedlung in Bayangol gelebt,

dass sie nicht gearbeitet habe, sondern vom Geld und den Zinsen ge-
lebt habe, die sie durch den Verkauf ihres Grundstückes erzielt habe,

dass sie am 28. April 2005 einen Teil des Geldes auf eine Sparkasse 
einbezahlt  habe, diese jedoch am 1. Mai 2005 in Konkurs gegangen 
sei, weshalb sie ihr ganzes Erspartes verloren habe,

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dass sie in der Folge einen Opferverein für die Geschädigten gegrün-
det und während zwei Jahren gegen den Konkurs protestiert habe,

dass sie zusammen mit anderen Personen in einen Hungerstreik ge-
treten sei,  der  von Ende November  2007 bis  Ende  Dezember  2007 
gedauert habe,

dass der Opferverein täglich Forderungen an das Ministerium gestellt 
habe,

dass  die  Opfer  schliesslich  die  Hälfte  ihres  angelegten  Geldes  zu-
rückerhalten hätten,

dass die  Beschwerdeführerin  sich  zudem bei  den Parlamentswahlen 
von  2008  engagiert  und  bereits  früher  öffentlich  auf  die  politischen 
Missstände in ihrem Heimatland aufmerksam gemacht habe,

dass  ihre  politischen  Gegner  versucht  hätten,  sie  mit  Geld  zum 
Schweigen zu bringen und ihr mit dem Tod gedroht hätten,

dass die Beschwerdeführerin unter der jetzigen Regierung nicht damit 
rechne, ihr restliches Geld zurück zu bekommen, und auf die Wahlen 
von 2012 hoffe,

dass sie sich aus diesen Gründen zur Ausreise entschlossen habe,

dass das BFM auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfü-
gung vom 12. August 2010 -  mündlich eröffnet am gleichen Tag -  in 
Anwendung von Art. 34 Abs. 1  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG,  SR 142.31)  nicht  eintrat, die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Mongo-
lei  sei  vom Bundesrat  mit  Beschluss  vom 28.  Juni  2000  als  verfol -
gungssicherer Staat (safe country) gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG 
bezeichnet  worden,  wobei  es  die  länderspezifischen  politischen  Be-
weggründe  für  diesen  Beschluss  (insbesondere  nachhaltiger  Demo-
kratisierungsprozess seit 1990) nachzeichnete,

dass die Bezeichnung eines Landes als „safe country“ die Regelver-
mutung beinhalte, dass asylrelevante staatliche Verfolgung nicht statt-
finde und Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung gewährleistet sei, 

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dass  es  sich  dabei  um  eine  relative  Verfolgungssicherheit  handle, 
welche im Einzelfall auf Grund konkreter und substanziierter Hinweise 
umgestossen werden könne,

dass solche Hinweise vorliegend aus den Akten nicht ersichtlich seien, 
sondern die Asylvorbringen unglaubhaft ausgefallen seien,

dass die Vorbringen stets pauschal und vage geblieben seien, und die 
Beschwerdeführerin  trotz  mehrmaligen  Fragens  keine  konkrete  Ver-
folgung habe darlegen können,

dass  sie  eine  asylrelevante  Verfolgung  gestützt  auf  ihre  Vorbringen 
hätte belegen können, zumal sie ausgeführt habe, im Fernsehen auf -
getreten zu sein und über Beweise für die politischen Missstände zu 
verfügen,

dass sie jedoch keinerlei Beweise habe beibringen können,

dass auch kein zeitlicher  Kausalzusammenhang zwischen ihren Vor-
bringen und ihrer Ausreise aus dem Heimatstaat im Jahr 2009 ersicht-
lich sei,

dass auf  das Asylgesuch der Beschwerdeführerin auch aus anderen 
Gründen - fehlende rechtsgültige Ausweise - nicht einzutreten wäre,

dass sich aus den Akten mithin keine Hinweise ergeben würden, wel -
che geeignet wären, die Vermutung fehlender Verfolgung im Sinne von 
Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umzustossen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  zudem  zulässig,  zumutbar  und 
möglich sei,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 17. August 2010 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, 
das  Eintreten  auf  das  Asylgesuch  und  den  Verzicht  auf  die 
Wegweisung und deren Vollzug beantragte, 

dass gleichzeitig ein Zeitungsartikel vom 10. November 2006 in Kopie 
sowie ein Foto vom April 2007 als Beweismittel eingereicht wurden,

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dass auf  die Begründung -  soweit  für  den Entscheid wesentlich -  in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 19.  August  2010  beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen,

dass mit verfahrensleitender Verfügung vom 20. August 2010 der Ein-
gang der Beschwerde bestätigt wurde,

und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert  ist, und somit auf die frist- und formgerecht ein -
gereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art.  
105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG und Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent -
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass vorab festzustellen ist, dass die Vorinstanz mündlich eröffnet und 
summarische begründet hat, 

dass Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG den Parteien grundsätz-
lich schriftlich zu eröffnen und diesfalls als solche zu bezeichnen, zu 
begründen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen sind (vgl.  
Art. 34 Abs. 1 und Art. 35 Abs. 1 VwVG),

dass Verfügungen und Entscheide in Asylverfahren in geeigneten Fäl-
len  mündlich  eröffnet  und  summarisch  begründet  werden  können, 
wobei die mündliche Eröffnung samt Begründung protokollarisch fest-
zuhalten und den Asylsuchenden ein Protokollauszug auszuhändigen 
ist (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 13 Abs. 1 und 2 AsylG),

dass  die  mündliche  Eröffnung  des  Entscheids  im  Anschluss  an  die 
Anhörung vom 12. August 2010 erfolgte und der Beschwerdeführerin 
zusammen  mit  dem  Anhörungsprotokoll  und  den  editionspflichtigen 
Akten das schriftliche Entscheidprotokoll  vom 12. August  2010 über-
geben wurde (vgl. Akten C28 und C30),

dass dieses Vorgehen damit korrekt erfolgt ist,

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dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6A Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-country-Rege-
lung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung 
(Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  eigenen  Angaben zufolge  Staatsange-
hörige  der  Mongolei  ist,  der  Bundesrat  die  Mongolei  mit  Beschluss 
vom 28. Juni 2000 zum "safe country" im obgenannten Sinn erklärt hat 
und auf diese Einschätzung im Rahmen der periodischen Überprüfung 
(vgl. Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht zurückgekommen ist,

dass somit die formelle Voraussetzung für den Erlass eines Nichtein-
tretensentscheides gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG gegeben ist,

dass zu prüfen bleibt, ob das BFM im Weiteren zu Recht erwogen hat,  
aus den Akten würden sich keine Hinweise ergeben, welche die in Be-
zug auf die Mongolei bestehende Vermutung der Verfolgungssicherheit 
widerlegen könnten,

dass  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Verfol-
gungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG zur 
Anwendung  gelangt  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), welcher nicht bloss ernsthafte 
Nachteile nach Art. 3 AsylG, sondern auch von Menschenhand verur-
sachte  Wegweisungshindernisse  im Sinne  von Art. 44  Abs. 2  AsylG 
i.V.m. Art. 83  Abs. 3  und  4  des  Bundesgesetzes vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) um-
fasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 E. 
4.3 S. 247),

dass ausserdem ein im Vergleich zum - bereits erleichterten - Beweis-
mass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzu-
wenden ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfolgungssiche-
ren  Staat  das  Erfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  geprüft  werden 
muss, sobald in den Akten Hinweise auf Verfolgung (im soeben erläu-
terten Sinn) zu verzeichnen sind, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon 
auf  den  ersten  Blick  erkannt  werden  kann  (vgl.  EMARK 2005  Nr. 2 
E. 4.3 S. 16 f.),

dass  das  BFM mit  zutreffender  Begründung  die  Vorbringen  der  Be-
schwerdeführerin als offensichtlich unglaubhaft erachtet hat,

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dass diesbezüglich  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die  Er-
wägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung vom 12. August 
2010 verwiesen werden kann,

dass  insbesondere  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin,  wonach 
sie  wegen  ihres  Engagements  im  Zusammenhang mit  dem Konkurs 
einer Sparkasse, in deren Folge sie und zahlreiche andere Personen 
ihr Geld verloren hätten, verfolgt worden sei, pauschal und vage aus-
gefallen sind, 

dass  sie  auf  Beschwerdeebene  zwar  zwei  Beweismittel  eingereicht 
hat,  welche offenbar  beweisen sollen,  dass sie sich in der Mongolei 
politisch engagiert habe,

dass jedoch weder aus der im April  2007 gemachten Aufnahme von 
Kundgebungsteilnehmern,  auf  der  die  Beschwerdeführerin  ohnehin 
nicht erkennbar ist, noch aus dem Bericht in der Ausgabe einer offen-
bar  mongolischen  Zeitung  vom 10. November  2006  auf  eine  Verfol-
gung geschlossen werden kann,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  den  eingereichten  Beweismitteln 
auch die von ihr anlässlich ihrer Befragung vom 12. August 2010 gel -
tend gemachten, fast täglich erfolgten Auftritte im Fernsehen (vgl. Akte 
C28, S. 8) nicht belegen kann,

dass die Einwände in der Beschwerdeschrift insgesamt nicht geeignet 
sind,  eine Gefährdungssituation der Beschwerdeführerin in der Mon-
golei  zu  belegen,  zumal  diese  erst  im  August  2010  ihr  Heimatland 
verliess, weshalb das BFM richtigerweise den zeitlichen Kausalzusam-
menhang zwischen dieser und den Verfolgungsvorbringen verneinte, 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 
AsylG auf  das Asylgesuch der  Beschwerdeführerin  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein 
Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  ge-
setzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die im Heimat-  
oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  in  der  Mongolei  noch  individuelle 
Gründe auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführerin im Fal-
le einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass  die  Beschwerdeführerin  über  eine  Ausbildung  als  (...)  sowie 
mehrjährige  Berufserfahrungen  als  solche  verfügt  (vgl.  A2  S.  2,  C1 
S. 3),

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dass sie zudem Kenntnisse der deutschen sowie der russischen und 
englischen Sprache hat (vgl. C1 S. 4),

dass es ihr zuzumuten ist, in ihrer Heimat eine neue Existenz aufzu-
bauen,

dass  die  Beschwerdeführerin  überdies  laut  eigenen  Angaben in  der 
Mongolei  mit  ihren  zwei  erwachsenen  Kindern  sowie  sieben  Ge-
schwistern  (vgl.  C1  S.  4  f.)  über  ein  grosses  verwandtschaftliches 
Beziehungsnetz verfügt, 

dass angesichts der in der Mongolei traditionellerweise engen sozialen 
Familienbande davon auszugehen ist, ihre Familie werde sie nötigen-
falls unterstützen,

dass somit der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art.  8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil  geht  an die Beschwerdeführerin,  das BFM und die zu-
ständige kantonale Behörde. 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener

Versand: 

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