# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab3278dd-fc55-57d9-9615-3c6192c2f11f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.11.2018 NG180001
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_NG180001_2018-11-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: NG180001-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter lic. iur. 

et phil. D. Glur und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichtsschreiber 

Dr. S. Zogg 

Urteil vom 20. November 2018 

in Sachen 

 

A._____,  
Klägerin und Berufungsklägerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ und / oder Rechtsanwältin Dr. iur. 

X2._____, 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. C._____,  
Beklagte und Berufungsbeklagte, 

 

 

betreffend Forderung 
 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Mietgerichtes Zürich vom 
6. November 2017 (MG160025) 

- 2 - 

Ursprüngliche Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

" 1. Die Beklagten seien solidarisch zu verpflichten, der Klägerin CHF 27'337.60 
zu bezahlen, zuzüglich 

  5 % Zins p.a. auf CHF 672.75 seit 01. September 2011, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 2'700.00 seit 01. Oktober 2011, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 2'700.00 seit 01. November 2011, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 2'700.00 seit 01. Dezember 2011, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 3'400.00 seit 27. Dezember 2011, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 2'735.70 seit 01. Januar 2012, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 4'248.85 seit 01. Februar 2012, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 833.30 seit 08. Februar 2012, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 6'980.55 seit 01. April 2012, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 366.45 seit 01. Januar 2013 
  zu bezahlen. 
 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen solidarisch zu Lasten der 

Beklagten." 
 

Anlässlich der Hauptverhandlung modifiziertes Rechtsbegehren: 
(Protokoll der Vorinstanz, S. 12 f., sinngemäss) 

 1. Die Beklagten seien solidarisch zu verpflichten, der Klägerin CHF 27'337.70 
zu bezahlen, zuzüglich 

  5 % Zins p.a. auf CHF 672.75 seit 01. September 2011, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 2'700.00 seit 01. Oktober 2011, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 2'700.00 seit 01. November 2011, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 2'700.00 seit 01. Dezember 2011, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 3'400.00 seit 27. Dezember 2011, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 2'735.70 seit 01. Januar 2012, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 4'248.85 seit 01. Februar 2012, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 833.30 seit 08. Februar 2012, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 6'980.55 seit 01. April 2012, 
  5 % Zins p.a. auf CHF 366.45 seit 01. Januar 2013 
  zu bezahlen. 
 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen solidarisch zu Lasten der 

Beklagten. 
 

- 3 - 

Urteil des Mietgerichts Zürich, Einzelgericht, vom 6. November 2017: 
(act. 57) 

" 1. In teilweiser Gutheissung von Ziffer 1 des modifizierten Rechtsbegehrens 

werden die Beklagten unter solidarischer Haftung verpflichtet, der Klägerin 

Fr. 22'093.– nebst Zins zu 5 % 

  – auf Fr. 672.75 seit 1. September 2011 

  – auf Fr. 2'700.– seit 1. Oktober 2011 

  – auf Fr. 2'700.– seit 1. November 2011 

  – auf Fr. 2'700.– seit 1. Dezember 2011 

  – auf Fr. 1'364.90 seit 27. Dezember 2011 

  – auf Fr. 2'735.70 seit 1. Januar 2012 

  – auf Fr. 4'248.85 seit 1. Februar 2012 

  – auf Fr. 833.30 seit 8. Februar 2012 

  – auf Fr. 3'760.95 seit 1. April 2012 

  – auf Fr. 366.45 seit 1. Januar 2013 

  zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen. 

 2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

  Fr. 4'480.– ; die weiteren Kosten betragen: 

  Fr. 427.50 Übersetzung 

  Fr. 730.–  Entscheid Obergericht vom 6. Juni 2017 

  Fr. 5'637.50  Kosten total 

 3. Die Kosten werden der Klägerin zu 27 % (= Fr. 1'522.10) und den Beklagten 

unter solidarischer Haftung zu 73 % (= Fr. 4'115.40) auferlegt. Sie werden 

von der Klägerin unter Verrechnung ihres Kostenvorschusses von 

Fr. 9'430.– bezogen, sind ihr aber von den Beklagten unter solidarischer 

Haftung im Umfang von Fr. 4'115.40 zu ersetzen. Der Restbetrag von 

Fr. 3'792.50 wird der Klägerin herausgegeben. 

 4. Die Beklagten werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, der Klägerin 

eine Parteientschädigung von Fr. 4'123.– zu bezahlen. 

 [Mitteilung] 

 [Rechtsmittel]" 

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Berufungsanträge: 
(act. 58 S. 2 f.) 

" 1. Das angefochtene Urteil des Mietgerichts Zürich sei aufzuheben, soweit die 
Klage im Mehrbetrag (zum gutgeheissenen Betrag von CHF 22'093.00 zu-
züglich Zinsen zu 5 % p.a. 

  – auf CHF 672.75 seit 01. September 2011 
  – auf CHF 2'700.00 seit 01. Oktober 2011 
  – auf CHF 2'700.00 seit 01. November 2011 
  – auf CHF 2'700.00 seit 01. Dezember 2011 
  – auf CHF 1'364.90 seit 27. Dezember 2011 
  – auf CHF 2'735.70 seit 01. Januar 2012 
  – auf CHF 4'248.85 seit 01. Februar 2012 
  – auf CHF 833.30 seit 08. Februar 2012 
  – auf CHF 3'760.95 seit 01. April 2012 
  – auf CHF 366.45 seit 01. Januar 2013) 
  von CHF 5'244.70 zuzüglich Zinsen zu 5 % p.a. 
  – auf CHF 2'035.10 seit 27. Dezember 2011 
  – auf CHF 3'209.60 seit 01. April 2012) 
  abgewiesen wurde. 

 2. Die Berufungsbeklagten/Beklagten seien solidarisch zu verpflichten, der Be-
rufungsklägerin/Klägerin zusätzlich zu dem im angefochtenen vorinstanzli-
chen Urteil bereits gutgeheissenen Betrag (CHF 22'093.00 zuzüglich Zinsen 
zu 5 % p.a.  

  – auf CHF 672.75 seit 01. September 2011 
  – auf CHF 2'700.00 seit 01. Oktober 2011 
  – auf CHF 2'700.00 seit 01. November 2011 
  – auf CHF 2'700.00 seit 01. Dezember 2011 
  – auf CHF 1'364.90 seit 27. Dezember 2011 
  – auf CHF 2'735.70 seit 01. Januar 2012 
  – auf CHF 4'248.85 seit 01. Februar 2012 
  – auf CHF 833.30 seit 08. Februar 2012 
  – auf CHF 3'760.95 seit 01. April 2012 
  – auf CHF 366.45 seit 01. Januar 2013) 
  CHF 5'244.70 zuzüglich Zinsen zu 5 % p.a. 
  – auf CHF 2'035.10 seit 27. Dezember 2011 
  – auf CHF 3'209.60 seit 01. April 2012 
  zu bezahlen. 

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 3. Eventualiter das angefochtene vorinstanzliche Urteil im Umfang des in Zif-
fer 1 angegebenen, von der Vorinstanz abgewiesenen Mehrbetrags zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

 4. Es seien die Gerichtskosten des angefochtenen Urteils der Vorinstanz (Ge-
schäfts-Nr. MG160025) auf CHF 3'730.00 zu reduzieren und den Beru-
fungsbeklagten/Beklagten unter solidarischer Haftung aufzuerlegen. 

 5. Es sei die Parteientschädigung zu Gunsten der Berufungsklägerin für das 
vorinstanzliche Verfahren (Geschäfts-Nr. MG160025) angemessen zu er-
höhen (insbesondere auch unter Zusprechung eines Zuschlags von 8 % für 
Mehrwertsteuer an die Berufungsklägerin) und zu einem angemessenen 
Teil den Berufungsbeklagten/Beklagten (mit solidarischer Haftung) sowie zu 
einem angemessenen Teil zu Lasten der Staatskasse des Kantons Zürich 
aufzuerlegen. 

 6. Es seien die Kosten- und Entschädigungsfolgen für den Entscheid des 
Obergerichts vom 06. Juni 2017 (im Berufungsverfahren Nr. PD160011) auf 
die Staatskasse des Kantons Zürich zu nehmen bzw. eventualiter den Beru-
fungsbeklagten/Beklagten unter solidarischer Haftung aufzuerlegen, und es 
sei der Berufungsklägerin für das Berufungsverfahren Nr. 160011 eine an-
gemessene Parteientschädigung zuzusprechen (insbesondere unter Be-
rücksichtigung eines Zuschlags von 8 % für die Mehrwertsteuer der An-
waltskosten). 

 7. Eventualiter, es sei das angefochtene Urteil der Vorinstanz (Geschäfts-Nr. 
MG160025) bezüglich der Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben 
und zur Neufestsetzung der Kosten- und/oder Entschädigungsfolgen des 
vorinstanzlichen Verfahrens und der Entschädigungsfolgen und Auferle-
gung der Kosten für das Berufungsverfahren Nr. PD160011 vor dem Ober-
gericht des Kantons Zürich an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

 [Prozessuale Anträge] 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (letztere zuzüglich Mehrwert-
steuer) zu Lasten des Kantons Zürich, eventualiter solidarisch zu Lasten der 
Berufungsbeklagten/Beklagten." 

 

 
Erwägungen: 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1. Mit Vereinbarung vom 26. Oktober 2007 übernahmen die Beklagten und 

Berufungsbeklagten (nachfolgend Beklagten) per 1. Dezember 2007 den Mietver-

trag ihrer Vormieter mit der Klägerin und Berufungsklägerin (nachfolgend Kläge-

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rin) über die streitgegenständliche 4-Zimmerwohnung im zweiten Stock an der 

…strasse … in … Zürich (act. 57 S. 3). Am 4. bzw. 5. Mai 2010 kündigte die Klä-

gerin ordentlich per 30. September 2010 sowie am 20. August 2010 ausseror-

dentlich, ebenfalls per 30. September 2010 (act. 1 Rz. 10 ff.; act. 57 S. 3). Diese 

Kündigungen fochten die Mieter jeweils an. In der Verhandlung vor der Schlich-

tungsbehörde Zürich vereinbarten die Parteien die Gültigkeit der Kündigungen 

sowie eine Erstreckung des Mietverhältnisses bis zum 31. März 2012 (act. 1 

Rz. 11, 17 f., act. 57 S. 3). 

1.2. Im September 2011 verschwanden die Beklagten aus der gemieteten 

Wohnung, ohne vorherige Kündigung und ohne Rückgabe der Wohnung an die 

Klägerin. Nachdem der Mietzins für den Monat September 2011 nicht bezahlt 

worden war, kündigte die Klägerin das erstreckte Mietverhältnis nach vorgängiger 

Ansetzung einer Zahlungsfrist mit Androhung der Kündigung per 30. November 

2011 ausserordentlich. Die jeweiligen Schreiben wurden der Klägerin von der 

Post als unzustellbar retourniert (act. 1 Rz. 22 ff., act. 57 S. 3 f.). 

1.3. Mit Urteil vom 14. Dezember 2011 (Geschäfts-Nr. ER110316-L; act. 3/28) 

verpflichtete das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht Audienz, die Beklagten, die 

Wohnung unverzüglich zu räumen. Dieser Entscheid wurde am 27. Dezember 

2011 rechtskräftig. Da die Beklagten unerreichbar waren und ihrer Rückgabever-

pflichtung nicht nachkamen, wurde die Wohnung am 8. Februar 2012 geräumt. 

Hierzu mussten u.a. die Wohnungstür aufgebrochen und die Schlösser ersetzt 

werden. 

1.4. Mit Eingabe vom 5. August 2016 machte die Klägerin beim Mietgericht Zü-

rich, Einzelgericht (nachfolgend Vorinstanz), eine Klage mit den eingangs erwähn-

ten Rechtsbegehren anhängig. Damit verlangte sie im Wesentlichen ausstehende 

Mietzinsen, Nebenkosten sowie den Ersatz von diversen, im Zusammenhang mit 

dem Mietverhältnis stehenden Kosten, jeweils samt Zinsen. Ferner machte sie 

geltend, die Beklagten seien unbekannten Aufenthaltes. Mit Verfügung vom  

15. August 2016 (act. 5) setzte die Vorinstanz der Klägerin u.a. Frist an, um ihre 

Nachforschungen bezüglich des Aufenthaltsortes der Beklagten zu belegen und 

zur Frage der abgeurteilten Sache in Bezug auf den von ihr geforderten Kosten-

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ersatz und die Parteientschädigung für das Ausweisungsverfahren (Geschäfts-Nr. 

ER110316-L) Stellung zu nehmen. Mit Eingabe vom 18. September 2016 (act. 12) 

legte die Klägerin ihre Nachforschungsbemühungen dar und nahm zur Frage der 

abgeurteilten Sache Stellung. Sie hielt darin an ihrer Forderung von CHF 3'400.– 

für Kostenersatz und Parteientschädigung für das Ausweisungsverfahren fest. 

Zudem änderte sie ihre Klage dahingehend ab, dass sie neu "zumindest eventua-

liter" Schadenersatz für vor- und ausserprozessuale Rechtsverfolgungskosten im 

selben Umfang – für verschiedene Ansprüche im Gesamtwert von CHF 6'997.50 

(recte: CHF 7'027.50) – geltend mache (act. 12 Rz. 27 ff.). 

1.5. Mit Teilentscheid vom 22. September 2016 (act. 15) trat die Vorinstanz auf 

die Klage nicht ein, soweit die Klägerin damit den Ersatz der Kosten und eine Par-

teientschädigung für das Ausweisungsverfahren (Geschäfts-Nr. ER110316-L) ver-

langte (act. 15, Teilentscheid, Dispositivziffer 1). Auf das neue Klagebegehren trat 

sie ebenfalls nicht ein mit der Begründung, dass entweder der Gesamtstreitwert 

der geänderten Klage nun CHF 30'000.– übersteige (und es an der Vorausset-

zung von Art. 227 ZPO mangele, dass der ursprüngliche und der neue Anspruch 

in derselben Verfahrensart zu behandeln seien) oder dass eine unzulässige alter-

native Klagenhäufung vorliege (act. 15, Teilentscheid, Dispositivziffer 2). Eine als 

Berufung entgegengenommene Beschwerde wies die Kammer mit Bezug auf 

Dispositivziffer 1 des vorgenannten Teilentscheids ab, während sie diese mit Be-

zug auf Dispositivziffern 2-4 (Nichteintreten auf die Klageänderung und Kostenre-

gelung) guthiess und die Sache zur Ergänzung des Verfahrens und zur neuen 

Entscheidung an die Vorinstanz zurückwies (Urteil vom 6. Juni 2017, Geschäfts-

Nr. PD160011-O). 

1.6. Mit Verfügung vom 22. September 2016 (act. 15) gab die Vorinstanz die 

rechtshilfeweise Zustellung der Klage und der Klageerweiterung an die Beklagten 

an die Adresse "… Road, …, London, …, UK" in Auftrag. Diesen Zustellversuch 

stoppte sie mit Verfügung vom 15. November 2016 (act. 28), nachdem die Kläge-

rin neue Erkenntnisse bezüglich des Aufenthaltsorts der Beklagten bzw. dessen 

Unbekanntheit mitgeteilt und neue Unterlagen dazu eingereicht hatte. Mit Verfü-

gung vom 16. Juni 2017 (act. 37) setzte die Vorinstanz den Beklagten schliesslich 

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Frist zur Einreichung der Klageantwort an, wobei die Zustellung an dieselben 

durch Publikation im Amtsblatt erfolgte (act. 39, 40). Nachdem sich die Beklagten 

nicht hatten vernehmen lassen, wurde auf den 18. Oktober 2017 zur Hauptver-

handlung geladen, welcher die Beklagten unentschuldigt fernblieben (Protokoll 

der Vorinstanz [nachfolgend Prot. Vi.], S. 10). Der Klägerin wurde das persönliche 

Erscheinen erlassen. Durch ihren Prozessvertreter liess sie die Klage anlässlich 

der Hauptverhandlung vom 18. Oktober 2017 ergänzen und erhöhte diese um 10 

Rappen; zudem nahm ihr Prozessvertreter zu verschiedenen, von der Vorinstanz 

gestellten Fragen Stellung (Prot. Vi., S. 11 ff.). Mit Urteil vom 6. November 2017 

(act. 57) hiess die Vorinstanz die Klage im Umfang von CHF 22'093.– (mitsamt 

Zinsen ab verschiedenen Daten) gut, wies sie im Mehrbetrag aber ab. 

1.7. Dagegen erhob die Klägerin im Umfang des abgewiesenen Mehrbetrags 

rechtzeitig Berufung mit den eingangs erwähnten Anträgen (act. 58). Mit Verfü-

gung vom 24. Januar 2018 (act. 62) wurde von der Klägerin ein Kostenvorschuss 

verlangt und die Prozessleitung delegiert. Der Kostenvorschuss ging rechtzeitig 

ein. Mit Verfügung vom 11. April 2018 (act. 65) wurde den Beklagten Frist zur Er-

stattung der Berufungsantwort angesetzt, wobei die Zustellung an die Beklagten 

durch Publikation im kantonalen Amtsblatt erfolgte. Eine Berufungsantwort ging 

nicht innert Frist ein. 

1.8. Die vorinstanzlichen Akten (act. 1-55) sowie die Akten des Berufungsver-

fahrens PD160011-O (act. 69/1-14) wurden beigezogen. Das Verfahren erweist 

sich als spruchreif. 

2. Prozessuales 

2.1. Gegen erstinstanzliche Endentscheide ist die Berufung in vermögensrecht-

lichen Angelegenheiten nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechter-

haltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.– beträgt (Art. 308 Abs. 1 lit. a 

und Abs. 2 ZPO). Für die Frage der Zulässigkeit der Berufung nicht relevant ist 

hingegen die Differenz zwischen den vor Vorinstanz zuletzt aufrechterhaltenen 

Rechtsbegehren und dem Wert des von der Vorinstanz Zugesprochenen (sog. 

"Gravamen"). Die Klägerin hielt vor Vorinstanz zuletzt Rechtsbegehren mit einem 

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Streitwert von CHF 27'337.70 aufrecht, die von den Beklagten nicht anerkannt 

wurden. Entsprechend ist die Berufung zulässig. 

2.2. Die Berufung ist gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO zu begründen. Beim Be-

gründungserfordernis handelt es sich um eine von Amtes wegen zu prüfende Zu-

lässigkeitsvoraussetzung; fehlt sie, ist auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Die 

Begründung muss hinreichend genau und eindeutig sein, um von der Rechtsmit-

telinstanz ohne Weiteres verstanden werden zu können. Die Berufungsklägerin 

hat sich mit den Erwägungen des vorinstanzlichen Entscheids einlässlich ausei-

nanderzusetzen und im Einzelnen darzulegen, an welchen konkreten Mängeln 

der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet und in welchem Sinne er 

abgeändert werden soll. Es sind die vorinstanzlichen Erwägungen zu bezeichnen, 

die angefochten werden, und die Aktenstücke zu nennen, auf denen die Kritik be-

ruht. Es genügt nicht, bloss auf die vor erster Instanz vorgetragenen Ausführun-

gen zu verweisen, diese in der Berufungsschrift (praktisch) wortgleich wiederzu-

geben oder den angefochtenen Entscheid bloss in allgemeiner Weise zu kritisie-

ren. Was nicht in genügender Weise beanstandet wird, hat Bestand (vgl. BGE 

138 III 374, E. 4.3.1; BGer, 5A_209/2014 vom 2. September 2014, E. 4.2.1; 

5A_387/2016 vom 7. September 2016, E. 3.1). 

2.3. Die Berufungsinstanz verfügt in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht über 

volle Kognition, d.h. es kann sowohl unrichtige Rechtsanwendung wie auch un-

richtige Feststellung des Sachverhalts beanstandet werden (Art. 310 ZPO). Dies 

bedeutet jedoch nicht, dass die Berufungsinstanz gehalten wäre, von sich aus wie 

ein erstinstanzliches Gericht alle sich stellenden tatsächlichen und rechtlichen 

Fragen zu untersuchen, wenn die Parteien diese in oberer Instanz nicht mehr vor-

tragen; vielmehr hat sie sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grund-

sätzlich auf die Beurteilung der in der Berufungsbegründung bzw. in der Beru-

fungsantwort erhobenen Beanstandungen zu beschränken (BGE 142 III 413, 

E. 2.2.4; BGer 4A_418/2017 vom 8. Januar 2018, E. 2.3). Innerhalb des so defi-

nierten Prüfprogramms ist die Berufungsinstanz aber weder an die Argumente, 

welche die Parteien zur Begründung ihrer Beanstandungen vorbringen, noch an 

die Erwägungen der ersten Instanz gebunden; sie wendet das Recht von Amtes 

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wegen an (Art. 57 ZPO) und verfügt über freie Kognition in Tatfragen, weshalb sie 

die Berufung auch mit einer anderen Argumentation gutheissen oder diese auch 

mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung ab-

weisen kann (BGer, 4A_397/2016 vom 30. November 2016, E. 3.1). 

2.4. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Beweismittel 

(Noven) im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug 

vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz 

hätten vorgebracht werden können. Dies gilt auch im Anwendungsbereich der 

(eingeschränkten) Untersuchungsmaxime; eine analoge Anwendung von Art. 229 

Abs. 3 ZPO, wonach vor erster Instanz bei Geltung der Untersuchungsmaxime 

Noven bis zum Beginn der Urteilsberatung voraussetzungslos zugelassen wer-

den, fällt für das obergerichtliche Verfahren grundsätzlich ausser Betracht (vgl. 

BGE 138 III 625, E. 2.2; 142 III 413, E. 2.2.2). 

3. Zulässigkeit der Klage 

3.1. Die Klägerin verlangte vor Vorinstanz ursprünglich (u.a.) CHF 3'400.– als 

Ersatz für Gerichtskosten bzw. als Parteientschädigung für das Ausweisungsver-

fahren (Geschäfts-Nr. ER110316-L) gegen die Beklagten (act. 1 S. 19, 30); auf 

dieses Begehren wurde letztlich nicht eingetreten (act. 36, Dispositivziffer 1). Be-

reits vor diesem Entscheid änderte sie ihre Klage indes dahingehend, dass sie 

diese Summe neu eventualiter auch unter dem Titel "Schadenersatz für vor- und 

ausserprozessuale Kosten des Vorgehens gegen die Beklagten" verlange (act. 12 

Rz. 28 ff.). Dies begründete sie damit, dass ihr erstens zwischen Juli und Sep-

tember 2011 im Zusammenhang mit einem Begehren der Beklagten um Mietzins-

reduktion Anwaltskosten in der Höhe von CHF 1'779.85 entstanden seien (act. 12 

Rz. 29, act. 1 Rz. 20 ff.). Zweitens seien ihr zwischen September und November 

2011 im Zusammenhang mit diversen Schreiben, welche die Klägerin den Beklag-

ten habe zukommen lassen, einem Betreibungsbegehren und Adressnachfor-

schungen Portokosten in der Höhe von CHF 30.– sowie Anwaltskosten in der Hö-

he von CHF 1'334.90 entstanden (act. 12 Rz. 30). Drittens seien ihr im Zusam-

menhang mit Verhandlungen mit der D._____ AG und dem Bankenombudsman 

wegen einer unberechtigten, gestützt auf eine gefälschte Unterschrift erfolgten 

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Auszahlung des Kautionsbetrags an die Beklagten sowie einer Strafanzeige ge-

gen diese Anwaltskosten im Umfang von insgesamt CHF 1'334.90 entstanden 

(act. 12 Rz. 31). Viertens seien ihr im Zusammenhang mit (weiteren) Adressnach-

forschungen, wozu die Klägerin mit Verfügung der Vorinstanz vom 15. August 

2016 aufgefordert worden sei, externe Auslagen in der Höhe von CHF 120.– 

(CHF 80.– für Auslagen gegenüber dem Staatssekretariat für Migration und 

CHF 40.– für Auslagen gegenüber der Stadt Zürich), Kosten von CHF 648.– für 

den Besuch der fraglichen Adresse in London durch die Rechtsvertreterin der 

Klägerin sowie Anwaltskosten in der Höhe von CHF 1'779.85 entstanden. Von 

diesen, sich auf einen Gesamtbetrag von CHF 6'997.50 (recte: CHF 7'027.50) be-

laufenden Kosten mache die Klägerin eventualiter einen Betrag von CHF 3'400.– 

geltend, nämlich für den Fall, dass ihr eine solche Summe nicht für Gerichts- und 

Parteikosten im Ausweisungsverfahren zugesprochen werde (act. 12 Rz. 34; vgl. 

hierzu OGer ZH, PD160011 vom 6. Juni 2017, E. 3.4.2). Da auf den zur Hauptsa-

che eingeklagten Streitgegenstand, nämlich das auf Ersatz von Gerichts- bzw. 

Parteikosten aus dem Ausweisungsverfahren (Geschäfts-Nr. ER110316-L) ge-

richtete Rechtsbegehren in der Höhe von CHF 3'400.–, nicht eingetreten wurde 

und sich somit die Bedingung des Eventualbegehrens verwirklicht hat, ist die Zu-

lässigkeit und Begründetheit dieses Eventualbegehrens zu prüfen. 

3.2. Eine Klageänderung ist zulässig, wenn der geänderte oder neue Anspruch 

nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen ist und mit dem bisherigen An-

spruch in einem sachlichen Zusammenhang steht oder die Gegenpartei zustimmt 

(Art. 227 Abs. 1 ZPO). Die erste Voraussetzung (gleiche Verfahrensart) hat die 

Kammer im Rückweisungsentscheid vom 6. Juni 2017 bereits bejaht (act. 36, 

E. 3.4.2.1). Die zweite Voraussetzung (sachlicher Zusammenhangs zwischen 

dem bisherigen und dem neuen Anspruch) hat die Vorinstanz implizit bejaht. 

Mangels Beanstandung ist im Berufungsverfahren darauf nicht weiter einzugehen. 

3.3. Es stellt sich indes das Problem, dass die nur im Betrag von CHF 3'400.– 

eingeklagten, sich behauptetermassen aber auf einen Gesamtbetrag von 

CHF 7'027.50 belaufenden Forderungen auf mehreren, verschiedenen Lebens-

sachverhalten beruhen, nämlich auf verschiedenen, implizit behaupteten Ver-

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tragsverletzungen oder sonst widerrechtlichen Handlungen der Beklagten, die sie 

(i) durch das Stellen eines Mietzinsherabsetzungsbegehrens, (ii) durch das Fäl-

schen einer Unterschrift zur Auszahlung des Kautionsbetrags, (iii) durch Nichtzah-

lung von Mietzinsen sowie (iv) durch nicht bzw. nicht ordnungsgemässe Rückga-

be des Mietobjekts begangen hätten. In Bezug auf das fragliche, auf Zahlung von 

CHF 3'400.– gerichtete (Eventual-)Begehren liegt folglich eine Teilklage in Kom-

bination mit einer objektiven Klagenhäufung vor. Da die Klägerin nicht angibt, in 

welcher Reihenfolge bzw. in welchem Umfang das Gericht die jeweiligen Ansprü-

che zu prüfen hat, handelt es sich um eine alternative Klagenhäufung. Ob dies zu-

lässig ist oder nicht, wurde im Rückweisungsentscheid der Kammer nicht – jeden-

falls nicht in einer für das vorliegende Verfahren verbindlichen Weise – festgelegt 

(act. 36, E. 3.4.3). Die Vorinstanz ging implizit von der Zulässigkeit eines solchen 

Vorgehens aus. Demgegenüber war nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

eine solche alternative Klagenhäufung bis vor Kurzem unzulässig (BGE 142 III 

683, E. 5; 143 III 254, E. 3; BGer, 4A_15/2017 vom 8. Juni 2017, E. 3.3). Im Urteil 

vom 28. August 2018, 4A_442/2017, änderte das Bundesgericht seine Recht-

sprechung jedoch, liess eine alternative Klagenhäufung unter dem Vorbehalt des 

Rechtsmissbrauchs zu und stellte die Antwort auf die Frage, in welcher Reihen-

folge die verschiedenen (prozessualen) Ansprüche zu prüfen seien, in das Er-

messen des Gerichts (E. 2). Folglich war das – im Berufungsverfahren nicht be-

anstandete – Eintreten der Vorinstanz auf die alternativ gehäuften Streitgegen-

stände im Ergebnis jedenfalls nicht offensichtlich unrichtig, sodass die Berufungs-

instanz dies ohne entsprechende Beanstandung nicht zu prüfen hat. 

4. Materielles 

Die Klägerin macht in ihrer Berufungsschrift, die sich teilweise nahe an der Weit-

schweifigkeit i.S.v. Art. 132 Abs. 2 ZPO bewegt, zunächst diverse, rein theoreti-

sche rechtliche Ausführungen ohne jeden Bezug zur konkreten Streitsache 

(act. 58 Rz. 12 ff., 41 ff.). Sodann behauptet sie pauschal und ohne sich in ir-

gendeiner Form mit dem vorinstanzlichen Urteil auseinanderzusetzen, die Vor-

instanz habe in verschiedener Hinsicht materielles Recht und Verfahrensvorschrif-

ten verletzt und den Sachverhalt unrichtig festgestellt (act. 58 Rz. 37 ff.). Darin ist 

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keine hinreichende Begründung i.S.v. Art. 311 Abs. 1 ZPO zu sehen und es ist 

entsprechend nicht weiter darauf einzugehen. 

4.1. Verletzung der Dispositionsmaxime 

4.1.1. Mit ihrer ersten konkreten Beanstandung macht die Klägerin geltend, die 

Vorinstanz habe ihr in Verletzung der Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO) 

bzw. in Verletzung der (sozialen) Untersuchungsmaxime nach Art. 247 Abs. 2 

lit. b Ziff. 1 ZPO weniger zugesprochen als die Beklagten anerkannt hätten. Weil 

diese die von der Klägerin eingebrachten Forderungen nicht bestritten hätten und 

durchwegs säumig gewesen seien, hätte die Vorinstanz – so die Klägerin – diese 

unbestrittenen Forderungen "in ihren Entscheid aufnehmen müssen" (act. 58 

Rz. 40, 68). 

4.1.2. Dies trifft nicht zu. Die Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO) beschlägt 

nicht die Erstellung von Tatsachen, sondern die Rechtsbegehren, in welchen die 

Parteien zum Ausdruck bringen, welche Rechtsfolgen sie anstreben (Rechts-

folgebehauptung) und inwiefern sie das Gericht hierzu um Rechtsschutz ersuchen 

(Rechtsschutzantrag). Aus ihr folgt einerseits, dass ein Verfahren nur auf Einlei-

tung einer Partei stattfinden kann bzw. bei einem Klagerückzug beendet werden 

muss, sowie andererseits, dass nicht mehr und nichts anderes zugesprochen 

werden darf, als die klagende Partei verlangt hat, und nicht weniger, als die be-

klage Partei anerkannt hat. Soweit die beklagte Partei ein bestimmtes Rechtsbe-

gehren der klagenden Partei anerkennt, hat dies unmittelbar die Wirkungen eines 

rechtskräftigen Entscheids (Art. 241 Abs. 2 ZPO) und es ist das Verfahren als 

durch Klageanerkennung beendet abzuschreiben. In einem solchen Fall kann 

bzw. darf das Gericht streng genommen überhaupt nichts "zusprechen", sondern 

es hat das Urteilssurrogat der Klageanerkennung selbst die Wirkungen eines 

rechtskräftigen Entscheids; insofern ist der Wortlaut von Art. 58 Abs. 1 ZPO un-

genau. Allein der Umstand, dass die beklagte Partei die von der klagenden Partei 

behaupteten Tatsachen nicht bestreitet und/oder keinen Antrag auf Klageabwei-

sung stellt – bzw. es überhaupt versäumt, eine Klageantwort einzureichen oder an 

der Hauptverhandlung zu erscheinen –, bedeutet freilich nicht, dass sie die kläge-

rischen Rechtsbegehren anerkannt hätte (BGer, 5A_749/2016 vom 11. Mai 2017, 

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E. 4; BK ZPO-HURNI, Art. 58 N 35). Eine Klageanerkennung erfordert vielmehr ei-

ne positive Willenserklärung im Prozess, die auf Anerkennung eines bestimmten 

Rechtsbegehrens gerichtet ist; solches kann grundsätzlich nicht durch Schweigen 

oder Säumnis erfüllt werden. 

4.1.3. Soweit die Klägerin in allgemeiner Weise geltend macht, die Vorinstanz ha-

be Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 1 ZPO unrichtig angewendet und hätte, weil die Be-

klagten die von der Klägerin eingeklagten Forderungen nicht bestritten hätten, die 

Klage entsprechend ohne Weiteres gutheissen müssen, so verkennt sie, dass 

selbst bei Geltung der Verhandlungsmaxime (Art. 55 Abs. 1 ZPO) zwar grund-

sätzlich – sofern keine erheblichen Zweifel an der Richtigkeit einer nicht bestritte-

nen Tatsache bestehen (Art. 153 Abs. 2 ZPO) – auf das von der klagenden Partei 

behauptete Tatsachenfundament abzustellen ist, dass aber die Rechtsanwen-

dung dennoch von Amtes wegen zu erfolgen hat. Lässt sich das so erstellte Tat-

sachenfundament nämlich nicht unter eine Rechtsnorm subsumieren, die auf die 

im Rechtsbegehren zum Ausdruck gebrachte Rechtsfolge bzw. den entsprechen-

den Rechtsschutzantrag schliessen lässt, so ist die Klage nicht schlüssig und 

deshalb abzuweisen. Aus der blossen Tatsache einer fehlenden "Bestreitung" ei-

ner Forderung bzw. aus einer Nichtbestreitung des von der klagenden Partei ein-

gebrachten Tatsachenfundaments folgt also in keinem Fall ohne Weiteres, dass 

die Klage gutzuheissen wäre. 

4.2. Anwaltskosten in der Zeit von Juli bis September 2011 

4.2.1. Die nächste Beanstandung der Klägerin betrifft von ihr geforderte Anwalts-

kosten in der Höhe von CHF 1'779.85 für die Zeit von Juli bis September 2011. 

Die Vorinstanz führt aus, diese Kosten seien im Zusammenhang mit einem Miet-

zinsherabsetzungsbegehren der Beklagten wegen eines gesenkten Referenz-

zinssatzes sowie einer von den Beklagten begehrten Offenlegung des Ver-

teilschlüssels betreffend die Nebenkosten für das Jahr 2010 entstanden. Es sei 

nicht ersichtlich, weshalb für diese Angelegenheiten der Beizug eines Anwalts er-

forderlich gewesen sei, da es sich hierbei um Aufgaben gehandelt habe, die dem 

Bereich der Liegenschaftsverwaltung zuzuschreiben seien und die entsprechend 

ohne Weiteres durch die Klägerin selbst oder durch eine von ihr mandatierte pro-

- 15 - 

fessionelle Liegenschaftsverwaltung hätten erledigt werden können (act. 57 

S. 18 f.). 

4.2.2. Die Klägerin lässt hierzu im Wesentlichen ausführen (act. 58 Rz. 46 ff.), 

dass es bei der fraglichen anwaltlichen Korrespondenz nicht um einen herkömm-

lichen Fall einer Mietzinsreduktion gegangen sei, da sich die Beklagten zu jenem 

Zeitpunkt in einem erstreckten Mietverhältnis befunden hätten; auch aufgrund der 

Vorgeschichte sei der Beizug eines Anwalts gerechtfertigt gewesen. Die Vor-

instanz habe ferner den Umstand ausser Acht gelassen, dass es sich bei der Klä-

gerin um eine damals 80-jährige Rentnerin gehandelt habe, die selbst weder über 

Erfahrungen im Bereich der Liegenschaftsverwaltung noch über Rechtskenntnis-

se verfügt habe. Hinzu komme, dass auch die Beklagten einen Anwalt beigezo-

gen hätten. Der Beizug einer professionellen Liegenschaftsverwaltung wäre, so 

die Klägerin, nicht angemessen gewesen, zumal dies zur Einarbeitung derselben 

zusätzlichen Aufwand generiert hätte. Es könne der Klägerin nicht angelastet 

werden, dass sie die Verwaltung der Liegenschaft grundsätzlich selbst besorgt 

habe, jedoch für Aufgaben, die Rechtskenntnisse erfordert hätten (wie etwa die 

Korrespondenz mit den Beklagten betreffend Mietzinsherabsetzungsbegehren 

oder im Zusammenhang mit Nebenkostenabrechnungen), einen Anwalt beigezo-

gen habe. Sollte der Beizug eines Anwalts für nicht notwendig erachtet werden, 

so hätte die Vorinstanz von Amtes wegen einen reduzierten Stundenansatz einer 

Liegenschaftsverwaltung für die Schadensberechnung heranziehen bzw. den gel-

tend gemachten Schaden nach Art. 44 Abs. 1 OR herabsetzen oder aber der Klä-

gerin einen entsprechenden Substantiierungshinweis geben müssen. 

4.2.3. Anwalts- und andere Rechtsverfolgungskosten können nach bundesgericht-

licher Rechtsprechung Bestandteil eines Schadens bilden und mittels zivilrechtli-

cher Ansprüche separat eingeklagt werden, wenn der geltend gemachte Aufwand 

der Durchsetzung der Forderung des Gläubigers diente, gerechtfertigt, notwendig 

und angemessen war und nicht durch eine von einer anwendbaren Prozessord-

nung vorgesehene Parteientschädigung abgedeckt wird (BGE 139 III 190, E. 4; 

133 II 361, E. 4.1; 117 II 101, E. 6b; BGer, 5A_442/2016 und 5A_443/2016 vom 

7. Februar 2017, E. 7.2; 4A_692/2015 vom 1. März 2017, E. 6.1.2; 5D_23/2017 

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vom 8. Mai 2017, E. 4.3.3; 4A_264/2015 vom 10. August 2015, E. 3; 

4A_127/2011, E. 12.2; 4C.55/2006 vom 12. Mai 2006, E. 4; 4C.11/2003 vom 

19. Mai 2003, E. 5). Im Anwendungsbereich der schweizerischen Zivilprozessord-

nung ist eine separate, auf einen materiell-zivilrechtlichen Anspruch gestützte 

Klage für alle Parteikosten ausgeschlossen, die von der Parteientschädigung 

nach Art. 95 Abs. 3 ZPO erfasst werden, und zwar selbst dann, wenn eine solche 

gestützt auf Art. 113 Abs. 1 ZPO oder nach dem in Art. 116 ZPO vorbehaltenen 

kantonalen Recht nicht erhältlich ist. Mit der Festlegung der Parteientschädigung 

oder dem Entscheid, dass eine solche nicht zuzusprechen ist, entscheidet das 

Gericht darüber, welche Entschädigung als Ersatz für die Kosten der Prozessfüh-

rung der obsiegenden Partei geschuldet ist. Dieser prozessuale Anspruch ver-

drängt einen allfälligen materiellen-rechtlichen Anspruch, und zwar selbst dann, 

wenn dieser höher ausfiele als jener (BGE 139 III 190, E. 4; BGer, 5A_442/2016 

und 5A_443/2016 vom 7. Februar 2017, E. 7.2; BGer 5D_23/2017 vom 8. Mai 

2017, E. 4.3.3; 4A_148/2016 vom 30. August 2016, E. 2.4). 

4.2.4. Art. 95 Abs. 3 ZPO sieht eine – nach kantonalem Tarif zu bemessende 

(Art. 96 ZPO) – Parteientschädigung für den Ersatz notwendiger Auslagen (lit. a), 

die Kosten einer berufsmässigen Vertretung (lit. b) und, in begründeten Fällen, für 

Umtriebe einer nicht berufsmässig vertretenen Partei (lit. c) vor. Damit werden 

sämtliche Anwalts- und andere Rechtsverfolgungskosten abgegolten, die auf-

grund oder doch in engem Zusammenhang mit dem Prozess entstanden sind und 

ihre Ursache unmittelbar in der gerichtlichen Rechtsdurchsetzung haben, sei es, 

dass sie zeitlich vor Einleitung des Prozesses (vorprozessuale Kosten) oder da-

nach entstanden sind (prozessuale Kosten). In den "Kosten einer berufsmässigen 

Vertretung" i.S.v. Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO sind alle Aufwendungen enthalten, die 

üblicherweise und unmittelbar im Zusammenhang mit der Vertretung einer Partei 

im gerichtlichen Verfahren entstehen. Dazu gehören auch vorprozessuale An-

waltskosten, die – im Zeitpunkt des Endentscheids retrospektiv betrachtet – für 

die Vorbereitung des Prozesses oder dessen mögliche Verhinderung notwendig 

oder nützlich waren, wie etwa vorprozessuale Vergleichsgespräche, die in kausa-

lem Zusammenhang mit dem Prozess stehen, der Aufwand für Instruktion sowie 

das Studium der Akten oder von Rechtsfragen. Diese Parteikosten gelten als mit 

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der Parteientschädigung nach kantonalem Tarif abgegolten (HGer ZH, HG140250 

vom 31. Januar 2017, E. II.6.9; HG150152 vom 15. März 2017, E. II.1.2.3; 

HG140233 vom 4. Oktober 2017, E. 12; vgl. auch BGer, 4A_148/2016 vom 

30. August 2016, E. 2.4; 4A_692/2015 vom 1. März 2017, E. 6). Andere Partei-

kosten, die nicht in diesem Sinne unmittelbar mit dem Prozess zusammenhängen, 

seien es vor- oder ausserprozessuale Kosten, werden demgegenüber von Art. 95 

Abs. 3 ZPO nicht erfasst und können grundsätzlich Gegenstand eines zivilrechtli-

chen Schadenersatzanspruches sein; dazu zählen etwa Kosten, die im Zusam-

menhang mit einer Aufforderung zur Schulderfüllung (beispielsweise Mahngebüh-

ren) oder der Ausübung eines Gestaltungsrechts (etwa einer Kündigung) entste-

hen (vgl. BGer, 4A_692/2015 vom 1. März 2017, E. 6; 5D_23/2017 vom 8. Mai 

2017, E. 4.3.3). 

4.2.5. Die Partei, die den Ersatz von Anwalts- oder anderen Parteikosten unter 

dem Titel eines materiell-rechtlichen Schadenersatzanspruchs einklagt, hat sub-

stantiiert darzutun, d.h. Umstände zu nennen, die dafür sprechen, dass die gel-

tend gemachten Aufwendungen haftpflichtrechtlich als Bestandteil des Schadens 

zu betrachten sind, mithin gerechtfertigt, notwendig und angemessen waren, der 

Durchsetzung der Schadenersatzforderung dienten und nicht durch eine pro-

zessuale Parteientschädigung gedeckt sind (BGer, 4A_264/2015 vom 10. August 

2015, E. 4.2.2; 4A_692/2015 vom 1. März 2017, E. 6.1; 4A_127/2011 vom 12. Juli 

2011, E. 12.4; OGer ZH, LB160029 vom 7. März 2017, E. II.8.2-8.3). Damit gehö-

ren nicht nur die Notwendigkeit und die Angemessenheit der eingeklagten Partei-

kosten zu den Tatbestandsmerkmalen, deren sachverhaltsmässige Grundlage es 

zu substantiieren gilt, sondern auch die Voraussetzung, dass die entsprechenden 

Kosten nicht durch eine Parteientschädigung gedeckt sind, d.h. dass sie ihre Ur-

sache nicht unmittelbar in einer gerichtlichen Rechtsdurchsetzung haben. Mit an-

deren Worten ist substantiiert darzulegen, welche Aufwendungen im Einzelnen 

angefallen sind (Art der Tätigkeit, Dauer, ausführende Person) und wozu diese im 

Einzelnen gedient haben (insbesondere für welches Mandat und in welchem Zu-

sammenhang anwaltliche Leistungen erbracht wurden). Erst durch die Darlegung 

dieser Umstände kann – was Rechtsfrage ist – beurteilt werden, ob es sich hier-

bei um ausser- bzw. vorprozessuale Parteikosten handelt, die nicht von einer Par-

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teientschädigung nach Art. 95 Abs. 3 ZPO erfasst werden. Daran ändert nichts, 

wenn mandatsrechtlich ein Pauschalhonorar vereinbart wurde; es ist nämlich 

nicht relevant, welche Arbeiten tatsächlich in Rechnung gestellt bzw. vergütet 

wurden, sondern nur, welche Arbeiten tatsächlich verrichtet wurden und wofür 

(BGer, 4A_692/2015 vom 1. März 2017, E. 6.1; 4A_127/2011 vom 12. Juli 2011, 

E. 12.4). 

4.2.6. Dieser Rechtsprechung liegt – ganz selbstverständlich – zugrunde, dass 

überhaupt eine materiell-rechtliche Anspruchsgrundlage bestehen muss, die der 

klagenden Partei einen Anspruch auf Ersatz solcher nichtprozessualer Anwalts- 

oder anderer Rechtsverfolgungskosten einräumt. Hierbei kann es sich etwa um 

einen vertraglichen Anspruch (z.B. gestützt auf Art. 97, Art. 102 ff. oder Art. 368 

Abs. 2 OR; vgl. BGer 4C.11/2003 vom 19. Mai 2003, E. 5; 4A_692/2015 vom 

1. März 2017, E. 6), einen ausservertraglichen Anspruch (z.B. gestützt auf Art. 41 

OR; vgl. BGE 117 II 394, E. 3-4) oder einen familienrechtlichen Unterhaltsan-

spruch handeln (vgl. BGer, 5A_442/2016 und 5A_443/2016 vom 7. Februar 2017, 

E. 7). Stützt die klagende Partei ihren Anspruch auf Art. 41 OR, so hat sie insbe-

sondere Tatsachen zu behaupten, gestützt auf welche sich auf ein widerrechtli-

ches oder sittenwidriges Verhalten des Schuldners schliessen lässt, das die als 

Schaden eingeklagten Parteikosten kausal verursacht hat (vgl. BGer, 

4A_148/2016 vom 30. August 2016, E. 2.4). Auch Prozesshandlungen als solche 

können anspruchsbegründend sein (Art. 41 Abs. 2 OR), nämlich dann, wenn die 

Prozessführung auf sittenwidrigem, absichtlichem oder grobfahrlässigem Verhal-

ten beruht (BGE 117 II 394, E. 4). Stützt die klagende Partei ihren Anspruch auf 

Art. 97 OR, so hat sie Umstände zu behaupten, die auf eine Vertragsverletzung 

schliessen lassen, die ihrerseits kausal zum eingeklagten Schaden geführt hat. 

4.2.7. Diese Selbstverständlichkeit verkennt die anwaltlich vertretene Klägerin, 

wenn sie auch vor der Berufungsinstanz ausschliesslich Ausführungen dazu ma-

chen lässt, dass und inwiefern aus ihrer Sicht die fraglichen anwaltlichen Bemü-

hungen im Zusammenhang mit einer mieterseits beantragten Mietzinssenkung 

bzw. einer Offenlegung eines Nebenkostenverteilschlüssels notwendig und an-

gemessen gewesen sein sollen. Selbst wenn dies zutreffen sollte, folgt aus der 

- 19 - 

blossen Tatsache, dass gewisse anwaltliche Bemühungen einer Partei "notwen-

dig" und "angemessen" waren, noch nicht, dass diese auch materiell-rechtlich von 

der Gegenpartei zu ersetzen wären. Auf welche Rechtsgrundlage sich ein solcher 

Anspruch vorliegend aber stützen sollte, ist schlicht nicht ersichtlich. Namentlich 

kann im Umstand, dass die Beklagten – ob berechtigt oder nicht – eine Mietzins-

herabsetzung oder die Offenlegung einer Abrechnung verlangt haben, keine Ver-

tragsverletzung gesehen werden, die einen Schadenersatzanspruch zur Folge 

hätte. Auch kann darin kein sittenwidriges (Prozess-)Verhalten im Sinne von 

Art. 41 Abs. 2 OR erblickt werden. Dafür, dass die Beklagten in Kenntnis oder in 

grobfahrlässiger Unkenntnis des Nichtbestandes eines solchen Anspruchs mit 

dessen Geltendmachung gerade bezweckt hätten, der Klägerin Schaden zuzufü-

gen (vgl. BGE 117 II 394, E. 4), bestehen keine Anhaltspunkte. Hätten die Beklag-

ten einen solchen Anspruch erfolglos – aber in nicht sittenwidriger Weise – einge-

klagt, so wäre die Klägerin (mangels Widerrechtlichkeit) ausschliesslich durch ei-

ne entsprechende Parteienschädigung entschädigt worden (vgl. BGE 117 II 394). 

Schliesslich kann – ebenso selbstverständlich – auch aus dem Umstand, dass die 

Beklagten (später) eine andere Handlung vorgenommen haben, die als Vertrags-

verletzung bzw. als widerrechtlich i.S.v. Art. 41 OR zu qualifizieren ist, nicht auto-

matisch auf die Ersatzfähigkeit der fraglichen Kosten geschlossen werden. Viel-

mehr ist nur der durch die konkrete, anspruchsbegründende Handlung jeweils 

kausal verursachte Schaden zu ersetzen und nicht – wovon die Klägerin schein-

bar ausgeht – einfach alle, im Mietverhältnis irgendwie und irgendwann einmal 

angefallenen Kosten. Bereits daran scheitert der von der Klägerin geltend ge-

machte Ersatzanspruch. Weder ihre Ausführungen vor Vorinstanz (act. 1 

Rz. 20 f., act. 12 Rz. 29, act. 47 Rz. 10, Prot. Vi., S. 18 ff.) noch jene im Beru-

fungsverfahren (act. 58 Rz. 46 ff.) lassen auf eine Anspruchsgrundlage schlies-

sen, die der Klägerin Anspruch auf Ersatz des fraglichen "Schadens" vermitteln 

würde. Die Beklagten bezahlten zwar ab September 2011 keine Mietzinse mehr, 

dies führte aber offensichtlich nicht zu den hier geltend gemachten Kosten im Zu-

sammenhang mit den beklagtischen Begehren um Mietzinssenkung bzw. Offen-

legung eines Verteilschlüssels. Das Vorbringen der Klägerin ist insofern un-

schlüssig. Weil die Berufungsinstanz nicht an die Begründung der Vorinstanz ge-

- 20 - 

bunden ist, sondern das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat, kann sie die 

Berufung in diesem Punkt auch mit einer anderen Begründung abweisen (s. oben, 

E. 2.3). 

4.2.8. Damit erübrigt es sich auch, die "Notwendigkeit" oder "Angemessenheit" 

der fraglichen Anwaltskosten zu prüfen. Mit diesen beiden Kriterien wird nämlich 

die haftpflichtrechtliche Zurechenbarkeit von Aufwendungen der geschädigten 

Person zu einem schädigenden Ereignis definiert. Fand aber ein solches, scha-

densbegründendes Ereignis gar nicht statt – oder fehlt es von vornherein an der 

Kausalität zu einer anderen anspruchsbegründenden Handlung –, kann auch eine 

durch die Kriterien der Notwendigkeit und Angemessenheit definierte Zurechnung 

nicht erfolgen und entsprechende Aufwendungen von vornherein nicht im haft-

pflichtrechtlichen Sinne "notwendig" oder "angemessen" sein. 

4.2.9. Schliesslich ist – was noch näher auszuführen sein wird (s. unten, E. 4.3.9-

10) – auch hier zu beachten, dass die in Frage stehenden Kosten, die der Kläge-

rin im Zusammenhang mit den mieterseits gestellten Begehren entstanden sind, 

gewöhnlichen Verwaltungsaufwand darstellen, der durch den Mietzins abgegolten 

wird und somit von vornherein nicht als "Schaden" qualifiziert werden kann. Auch 

aus diesem Grund ist die Klage in diesem Punkt abzuweisen. 

4.3. Anwaltskosten in der Zeit von September bis November 2011 

4.3.1. Sodann fordert die Klägerin den Ersatz von Anwaltskosten in der Höhe von 

CHF 1'334.90, die ihr zwischen September und November 2011 entstanden sei-

en. Vor Vorinstanz liess sie hierzu ausführen (act. 1 Rz. 24 ff., act. 12 Rz. 30), 

dass sie den Beklagten folgende Schreiben habe zukommen lassen: Am 22. Sep-

tember 2011 je ein Schreiben betreffend Kündigung des Mietverhältnisses per 

31. Oktober 2011, je mit amtlichem Formular (act. 3/19 – act. 3/21/2). Am 

15. Oktober 2011 je ein Schreiben betreffend (eventuelle) Zahlungsverzugskündi-

gung per 30. November 2011, je mit amtlichem Formular (act. 3/21/3 – 

act. 3/23/2). Am 27. Oktober 2011 je ein Schreiben betreffend Organisation und 

Terminierung der Rückgabe des Mietobjekts (act. 3/25/1 – act. 3/26/2). Ferner 

habe sie am 17. Oktober 2011 ein Betreibungsbegehren gegen den Beklagten 1 

- 21 - 

gestellt (act. 3/24/1) und im November 2011 Adressnachforschungen angestellt 

(act. 3/24/2-3). Hierfür sei insgesamt ein Aufwand für anwaltliche Beratung im 

Umfang von drei Stunden à CHF 400.– pro Stunde angefallen (zzgl. 3 % Klein-

spesenpauschale und 8 % MwSt.), welchen die Klägerin im Einzelnen auswies 

(act. 47 Rz. 11). Auf Nachfrage der Vorinstanz, inwiefern diese Kosten notwendig 

und angemessen gewesen sein sollen, liess sie ausführen, es sei hier "um die 

Mahnungen und Kündigungsandrohungen" gegangen und es habe die Klägerin 

so beraten werden müssen, "dass die Kündigung rechtlich auch [standhalte]"; 

man könne "nicht erwarten, dass ein Laie das so [hinkriege]" (Prot. Vi., S. 19). 

4.3.2. Die Vorinstanz wies die Klage in diesem Punkt mit der Begründung ab, es 

handle sich hierbei um typische Tätigkeiten einer Liegenschaftsverwaltung, die 

den Beizug eines Anwalts nicht erforderlich gemacht hätten, sondern mit bran-

chentypischer Erfahrung zu bewältigen gewesen wären (act. 57 S. 19). Dem hält 

die Klägerin in ihrer Berufung entgegen, dass die Umstände, welche diese 

Schreiben, das Betreibungsbegehren sowie die Adressnachforschungen notwen-

dig gemacht hätten, "nicht den Umständen eines herkömmlichen Mietverhältnis-

ses" entsprochen hätten, sondern es habe sich um einen "komplizierten Fall mit 

wiederholten Rechtsstreitigkeiten und plötzlichem Verschwinden" der Beklagten 

gehandelt. Ferner sei notorisch, dass in einem Ausweisungsverfahren hohe An-

forderungen an den Nachweis klarer Verhältnisse bestünden, sodass es unum-

gänglich gewesen sei, einen Anwalt zur Wahrung ihrer Interessen beizuziehen. 

Von der Klägerin habe nicht erwartet werden können, dass sie die gerichtliche 

Ausweisung und die vorangehenden Schritte ohne anwaltliche Unterstützung vor-

bereite, d.h. insbesondere die dafür erforderlichen Mahnungen und Kündigungen 

selbst verfasse. Dafür habe es ihr an den erforderlichen Rechtskenntnissen ge-

fehlt (act. 58 Rz. 51 ff.). 

4.3.3. Aus den vorinstanzlichen Ausführungen der Klägerin geht hervor, dass der 

hier geltend gemachte Schaden Folge der verspäteten bzw. unterbliebenen Zah-

lung der Mietzinse für die Monate September und Oktober 2011 bzw. Folge einer 

Verweigerung der Besichtigung der Wohnung gewesen sei (act. 1 Rz. 24 ff.). We-

nigstens in Ersterem ist eine Vertragsverletzung zu sehen; der dadurch kausal 

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verursachte Schaden ist nach Art. 103 Abs. 1 bzw. Art. 107 ff. i.V.m. Art. 97 OR 

grundsätzlich ersatzfähig (vgl. ZK-HIGI, Art. 257d OR N 61 ff.). Es stellt sich je-

doch die Frage, ob die vom Bundesgericht für den Ersatz von Anwalts- und ande-

ren Rechtsverfolgungskosten aufgestellten Voraussetzungen (s. oben, E. 4.2.3-6) 

im Einzelnen erfüllt sind. 

4.3.4. Die von der Klägerin geforderten Anwaltskosten für das Stellen eines Be-

treibungsbegehrens gegen den Beklagten 1 sind von vornherein nicht ersatzfähig, 

da Art. 27 Abs. 2 SchKG (früher Art. 27 Abs. 3 SchKG) explizit vorsieht, dass die 

Kosten einer (berufsmässigen) Vertretung im Betreibungsverfahren nicht auf den 

Schuldner überwälzt werden dürfen. Es handelt sich insofern um "prozessuale 

Kosten", die im Zusammenhang mit dem Betreibungsverfahren angefallen sind 

und von einer – im Betreibungsverfahren nach Art. 27 Abs. 2 SchKG eben nicht 

geschuldeten – Parteientschädigung gedeckt sind. Entsprechend können solche 

Kosten auch nicht mittels zivilrechtlicher Ersatzansprüche geltend gemacht wer-

den (vgl. hierzu die in E. 4.2.3 zitierte Rechtsprechung). 

4.3.5. Demgegenüber handelt es sich – was Rechtsfrage ist – bei den anwaltli-

chen Aufwendungen, die für das Verfassen und den Versand der obgenannten 

Schreiben an die Beklagten angefallen sind (drei Kündigungen und ein Schreiben 

betreffend Organisation der Wohnungsrückgabe), um nichtprozessuale Kosten, 

die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit einer gerichtlichen oder vollstre-

ckungsrechtlichen Durchsetzung der Ansprüche standen. Sie werden insofern von 

einer Parteientschädigung im Ausweisungs- oder im Betreibungsverfahren nicht 

erfasst und können grundsätzlich Gegenstand eines zivilrechtlichen Ersatzan-

spruchs sein. Vorausgesetzt ist aber, dass diese Aufwendungen nach ihrer Art 

und ihrem Umfang gerechtfertigt, notwendig und angemessen waren (s. oben, 

E. 4.2.3 und E. 4.2.5).  

4.3.6. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass dies nicht der Fall war. Die 

Kündigung vom 22. September 2011 hat die Klägerin weder in ihrem Schreiben 

noch im amtlichen Formular begründet (act. 3/19-20). Weshalb hierzu ein Anwalt 

beigezogen werden musste, ist nicht ersichtlich. Nichts anderes gilt für die (be-

gründete) eventuelle Zahlungsverzugskündigung vom 15. Oktober 2011, womit 

- 23 - 

eine weitere Eventualkündigung angedroht wurde (act. 3/21/3 – act. 3/22/2), so-

wie für das Schreiben betreffend Organisation und Terminierung der Rückgabe 

der Mietsache vom 27. Oktober 2011, womit eine weitere Eventualkündigung 

ausgesprochen wurde (act. 3/25/1-2). Auch eine (begründete) ausserordentliche 

Kündigung oder eine Aufforderung zur Rückgabe der Mietsache kann mit minima-

ler branchentypischer Erfahrung ohne Weiteres in einer korrekten Form verfasst 

werden, und es ist von einem Vermieter zu erwarten, dass er solche üblichen Er-

klärungen, die zur üblichen Verwaltung gehören, selbst erledigen kann. Dass sich 

das Mietverhältnis in der Vergangenheit als mühsam erwiesen hat, macht weder 

den Fall "kompliziert" noch einen Anwalt notwendig. Ebenfalls unbehelflich ist der 

Hinweis der Klägerin, es bestünden in einem Ausweisungsverfahren als summari-

sches Verfahren nach Art. 257 ZPO (Rechtsschutz in klaren Fällen) besonders 

hohe Anforderungen an den Nachweis klarer Verhältnisse, sodass die Klägerin 

bereits im Vorfeld auf anwaltliche Hilfe angewiesen gewesen sei, um die Kündi-

gung(en) korrekt auszusprechen und eine Beurteilung im summarischen Verfah-

ren zu ermöglichen (act. 58 Rz. 51). Eine Kündigung – ob ordentlich oder ausser-

ordentlich – kann in aller Regel mit minimaler branchenüblicher Erfahrung formell 

korrekt vorgenommen werden; der Beizug eines Anwalts rechtfertigt sich hierfür, 

wenn überhaupt, höchstens in ganz speziell gelagerten Ausnahmekonstellatio-

nen. Demgegenüber hängt eine Parteientschädigung für Anwaltskosten im Aus-

weisungsverfahren grundsätzlich nicht von der Notwendigkeit einer anwaltlichen 

Vertretung ab (BGer, 5A_391/2017 vom 13. Februar 2018, E. 3). 

4.3.7. Auch für die "Adressnachforschungen" der Klägerin, die im Wesentlichen in 

einer blossen Anfrage an das Bevölkerungsamt der Stadt Zürich zu den Mel-

dungsverhältnissen der Beklagten bestanden haben (act. 3/24/2-3), war der Bei-

zug eines Anwalts nicht notwendig. Inwiefern eine solche Anfrage nicht von der 

Vermieterschaft selbst bzw. von einer mandatierten Liegenschaftsverwaltung vor-

genommen werden können sollte, ist nicht ersichtlich. Damit kann offen bleiben, 

ob es sich auch bei diesen Aufwendungen um nichtprozessuale Kosten handelt, 

die weder im Zusammenhang mit dem Betreibungsverfahren noch im Zusam-

menhang mit dem Ausweisungsverfahren angefallen sind und entsprechend nicht 

in den Anwendungsbereich einer prozessualen Parteientschädigung fallen. 

- 24 - 

4.3.8. Die Klägerin hält in ihrer Berufung sinngemäss dafür, es sei für das Abfas-

sen der erwähnten Schreiben und für die Adressnachforschungen wenigstens der 

Beizug einer professionellen Liegenschaftsverwaltung notwendig gewesen, da sie 

selbst nicht über die hierzu erforderliche, branchentypische Erfahrung verfügt ha-

be; entsprechend sei immerhin eine Entschädigung nach Massgabe eines Stun-

denansatzes einer solchen Liegenschaftsverwaltung geschuldet (act. 58 Rz. 47, 

49 f., 52). Im vorinstanzlichen Verfahren machte die Klägerin nur – und auch dort 

erst auf entsprechendes Nachfragen der Vorinstanz – geltend, sie habe bezüglich 

dieser Schreiben "so beraten werden [müssen], dass die Kündigung auch recht-

lich [standhalte]". Man könne nicht erwarten, dass "ein Laie das so hinkrieg[e]" 

(Prot. Vi., S. 19). Damit machte sie der Sache nach zwar geltend, dass sie nicht 

über eine juristische Ausbildung verfüge, nicht aber, dass ihr – obschon sie die 

Liegenschaft weitgehend selbst verwaltete – auch eine hierfür an sich erforderli-

che, minimale Erfahrung in diesem Bereich abgehen würde. Eine solche Behaup-

tung stellte sie (sinngemäss) erst in ihrer Berufungsschrift auf (act. 58 Rz. 47), 

ohne aber darzulegen, inwiefern sie dieses unechte Novum nicht bereits vor Vor-

instanz hätte vorbringen können. Es erweist sich deshalb als unzulässig (Art. 317 

Abs. 1 ZPO; s. oben, E. 2.4). 

4.3.9. Selbst wenn diese Behauptung aber berücksichtigt würde, wäre die Beru-

fung in diesem Punkt aus folgendem Grund dennoch abzuweisen: Als Entgelt für 

die Überlassung und den Gebrauch der Mietsache steht dem Vermieter der Miet-

zins zu (Art. 257 OR). Mit besonderer Abrede kann er zudem Nebenkosten als 

Entgelt für Leistungen verlangen, die er oder ein Dritter erbringt und die mit dem 

Gebrauch der Sache zusammenhängen (Art. 257a und Art. 257b OR). Gewöhnli-

cher Verwaltungsaufwand des Vermieters ist dabei grundsätzlich – abgesehen 

von Kosten für die Erstellung der Nebenkostenabrechnung (Art. 4 Abs. 3 VMWG) 

und für die Verwaltung von Heizung und Warmwasser (Art. 5 Abs. 3 VMWG) – 

nicht nebenkostenfähig und gilt als durch den Mietzins abgegolten (ZK-HIGI, 

Art. 257a OR N 8, Art. 269 OR N 119 ff.; BSK OR I-WEBER, Art. 257a N 3). Bei 

den hier fraglichen Aufwendungen der Klägerin für das Verfassen und den Ver-

sand dreier Schreiben an die Beklagten betreffend (mehrfache) Kündigung des 

Mietverhältnisses und Rückgabe der Mietsache sowie für Adressnachforschungen 

- 25 - 

(Anfrage beim Bevölkerungsamt der Stadt Zürich) handelt es sich um solchen 

gewöhnlichen Verwaltungsaufwand, zu deren Erledigung ein Vermieter mit mini-

maler branchentypischer Erfahrung oder aber eine von ihm mandatierte Liegen-

schaftsverwaltung ohne Weiteres in der Lage sein muss. Dass sich ein Vermieter 

dazu gezwungen sieht, ein Mietverhältnis zu kündigen – allenfalls auch ausseror-

dentlich wegen Zahlungsverzugs – ist jedenfalls nicht unüblich und begründet 

grundsätzlich auch keinen ausserordentlichen (Verwaltungs-)Aufwand. Damit ein-

hergehende Verwaltungskosten gelten als durch den Mietzins abgegolten. Etwas 

anderes könnte nur dann gelten, wenn aufgrund des den Vertrag verletzenden 

Verhaltens der Mieterschaft anwaltliche Beratung notwendig geworden wäre (vgl. 

ZK-HIGI, Art. 269 OR N 121 f.), was hier aber – wie vorhin dargelegt – gerade 

nicht der Fall ist. 

4.3.10. Sind die hier in Frage stehenden Kosten als gewöhnlicher Verwaltungs-

aufwand zu qualifizieren, der als durch den Mietzins abgegolten gilt, so können 

diese keinen Schaden im Sinne des Haftpflichtrechts begründen. Was vertraglich 

geschuldet ist und wofür bereits ein Entgelt geleistet wurde (bzw. geschuldet ist), 

kann nicht ersatzfähiger Schaden sein. Andernfalls würde die Vermieterschaft 

doppelt entschädigt. Die Berufung ist in diesem Punkt folglich abzuweisen. 

4.4. Kosten für Adressnachforschungen im März 2016 bzw. ab August 2016 

4.4.1. Die Klägerin fordert für Aufwendungen, die ihr durch "Adressnachforschun-

gen im Zusammenhang mit der Aufforderung [der Vorinstanz] in der Verfügung 

vom 15. August 2016" entstanden seien, CHF 120.– als Ersatz von Gebühren, die 

dem Staatssekretariat für Migration bzw. der Stadt Zürich zu entrichten gewesen 

seien, CHF 648.– als "Pauschalbetrag" für einen Besuch der vermeintlichen Ad-

resse der Beklagten in London durch die Anwältin der Klägerin sowie 

CHF 1'779.85 für anwaltliche Bemühungen im Zusammenhang mit "verschiede-

nen Schreiben, E-Mails, Telefone, Auskunftsbegehren" (act. 12 Rz. 14, 32 f., 

act. 47 Rz. 14 f.). Auf Nachfrage der Vorinstanz liess die Klägerin zur Notwendig-

keit und Angemessenheit dieser Aufwendungen ausführen, es hätten bei ver-

schiedenen Behörden, Botschaften sowie ehemaligen Arbeitgebern Auskünfte 

eingeholt bzw. Internetrecherchen durchgeführt werden müssen. Die "Überprü-

- 26 - 

fung der Adresse in London" sei nur deshalb so einfach (bzw. günstig) gewesen, 

weil die Vertreterin der Klägerin ohnehin in London gewesen sei. Man habe be-

reits vor Klageeinreichung versucht, die Adresse der Beklagten ausfindig zu ma-

chen (Prot. Vi., S. 19 f.). Auf Nachfrage, inwiefern diese Aufwendungen nicht be-

reits durch die Parteientschädigung des vorliegenden Verfahrens abgedeckt sein 

sollen, liess die Klägerin ausführen, es gebe "diese Rechtsprechung und Lehr-

meinung, dass nicht jeder Aufwand im Zusammenhang mit einem Verfahren be-

reits von der jeweiligen Parteientschädigung abgedeckt" sei (Prot. Vi., S. 20). 

4.4.2. Die Vorinstanz wies dieses Begehren mit der Begründung ab, die entspre-

chenden Aufwendungen würden im Zusammenhang mit der Verfügung vom 

15. August 2016 stehen und deshalb als mit der (erhöhten) Parteientschädigung 

abgegolten gelten. Namentlich habe die Klägerin nicht dargetan, inwiefern dieser 

Aufwand über die Parteientschädigung hinausgehe bzw. notwendig und ange-

messen gewesen sein soll. In Bezug auf die Kosten für den Besuch der Adresse 

in London sei nicht ersichtlich, weshalb eine solche Tätigkeit von einer Anwältin 

habe durchgeführt werden müssen (act. 57 S. 20 f.). Hiergegen wendet die Kläge-

rin in ihrer Berufung im Wesentlichen ein, es habe nur deshalb eine Anwältin die 

fragliche Adresse in London besucht, weil diese ohnehin vor Ort gewesen sei; an-

dernfalls wären die Kosten noch höher ausgefallen. Eventualiter sei die Höhe die-

ser Schadensposition herabzusetzen. In Bezug auf den übrigen anwaltlichen 

Aufwand und die externen Auslagen treffe es nicht zu, dass diese durch die Par-

teientschädigung des vorliegenden Verfahrens abgedeckt seien, da Letztere – 

"gerechnet mit den üblichen Stundensätzen" – nicht einmal ansatzweise den tat-

sächlichen Prozessaufwand der Klägerin abdecke (act. 58 Rz. 54 ff.). 

4.4.3. Es wurde bereits dargelegt (s. oben, E. 4.2.3-5), dass Anwalts- und andere 

Rechtsverfolgungskosten von vornherein nicht im Wege eines zivilrechtlichen Er-

satzanspruchs geltend gemacht werden können, wenn und soweit sie von einer in 

der jeweiligen Prozessordnung vorgesehenen Parteientschädigung erfasst wer-

den. Ob und in welcher Höhe eine solche Parteientschädigung geschuldet ist 

bzw. zugesprochen wird, ist unerheblich. Selbst dann, wenn eine solche nach 

Art. 113 Abs. 1 ZPO oder nach dem in Art. 116 ZPO vorbehaltenen kantonalen 

- 27 - 

Recht überhaupt nicht erhältlich ist oder wenn nach kantonalem Tarif (Art. 96 

ZPO) nur gewisse Leistungen, allenfalls nur in beschränktem Umfang, entschä-

digt werden, können Parteikosten, welche vom Anwendungsbereich von Art. 95 

Abs. 3 ZPO erfasst werden, nicht unter dem Titel eines zivilrechtlichen Schaden-

ersatzanspruchs gefordert werden. Mit anderen Worten entfaltet Art. 95 Abs. 3 

ZPO eine gewisse Sperr- bzw. Ausschliesslichkeitswirkung in Bezug auf sämtli-

che Kosten, die in seinen Anwendungsbereich fallen, und zwar auch dann, wenn 

eine Parteientschädigung nach kantonalem Tarif nur für gewisse dieser Leistun-

gen bzw. nur in beschränktem Umfang vorgesehen ist. Dass einige der effektiv 

angefallenen (und notwendigen) prozessualen Anwaltskosten überhaupt nicht  

oder nur in geringerem Umfang entschädigt werden, ist somit gerade eine Folge, 

die der Gesetzgeber mit Art. 95 Abs. 3 bzw. Art. 96 ZPO in Kauf genommen bzw. 

beabsichtigt hat. Mithin geht das Argument der Klägerin, die hier fraglichen Auf-

wendungen würden nicht von der vorinstanzlich gesprochenen Parteientschädi-

gung erfasst, weil diese die tatsächlichen Prozesskosten nicht einmal ansatzwei-

se abdecke, von vornherein fehl. Es ist vielmehr entscheidend darauf abzustellen, 

ob diese Aufwendungen unter den Begriff bzw. in den Anwendungsbereich der 

Parteientschädigung i.S.v. Art. 95 Abs. 3 ZPO fallen oder nicht. Soweit dies der 

Fall ist, werden die entsprechenden Parteikosten ausschliesslich durch die in der 

Höhe nach kantonalem Tarif zu bemessende Parteientschädigung abgegolten.  

4.4.4. Art. 95 Abs. 3 ZPO erfasst sämtliche Anwalts- und anderen Parteikosten, 

die aufgrund oder doch in engem Zusammenhang mit dem Prozess entstanden 

sind und ihre Ursache somit unmittelbar in der gerichtlichen Rechtsdurchsetzung 

haben, und zwar unabhängig davon, ob sie zeitlich vor oder nach Einleitung des 

Prozesses entstanden sind (s. hierzu oben, E. 4.2.4). Dazu zählen namentlich 

Kosten, die üblicherweise und unmittelbar im Zusammenhang mit der Vertretung 

einer Partei in einem gerichtlichen Verfahren entstehen, sowie Kosten, die zwar 

vor dem Prozess angefallen sind, jedoch – retrospektiv betrachtet – für die Vorbe-

reitung bzw. die Durchführung des Prozesses notwendig oder nützlich waren. 

Ebenfalls darunter fallen grundsätzlich Sachverhaltsabklärungen der Parteien, die 

zur Aufstellung von Tatsachenbehauptungen bzw. zur Substantiierung derselben 

notwendig sind (wie etwa die Kosten für ein Privatgutachten; vgl. HGer ZH, 

- 28 - 

HG140250 vom 31. Januar 2017, E. II.3.1.2.7.3 und E. II.6.9; BSK ZPO-V. RÜ-

EGG/M. RÜEGG, Art. 95 N 17; BK ZPO-STERCHI, Art. 95 N 11). 

4.4.5. Vorliegend stehen Kosten in Frage, die der Klägerin für Adressnachfor-

schungen kurz vor Einleitung der Klage (im März 2016) sowie während des Pro-

zesses – namentlich auf entsprechende Aufforderung der Vorinstanz hin (Verfü-

gung vom 15. August 2016; act. 5) – entstanden sind. Art. 221 Abs. 1 lit. a ZPO 

sieht vor, dass die Parteien des Prozesses zu bezeichnen sind; dazu gehört auch 

die Benennung einer Zustelladresse (OGer ZH, PS110082, Beschluss vom 8. Ju-

ni 2011). Ist der Aufenthaltsort einer Partei unbekannt und kann er trotz zumutba-

rer Nachforschungen nicht ermittelt werden, so erfolgt die Zustellung durch Publi-

kation (Art. 141 Abs. 1 lit. a ZPO). Ohne Kenntnis der Zustelladresse bzw. ohne 

Nachweis zumutbarer Adressnachforschungen kann ein Prozess nicht (erfolg-

reich) durchgeführt werden. Damit werden Aufwendungen, die dadurch entstehen, 

dass im Hinblick auf Art. 221 Abs. 1 lit. a bzw. Art. 141 Abs. 1 lit. a ZPO eine gül-

tige Zustelladresse einer (beklagten) Partei ermittelt bzw. zu ermitteln versucht 

wird, unmittelbar durch den Prozess selbst verursacht, und zwar unabhängig da-

von, ob sie vor oder nach dessen Einleitung – allenfalls auch erst auf gerichtliche 

Aufforderung hin – anfallen. Es handelt sich damit um Kosten, die in den Anwen-

dungsbereich von Art. 95 Abs. 3 ZPO fallen und ausschliesslich unter dem Titel 

einer Parteientschädigung (nach Massgabe des kantonalen Tarifs) abgegolten 

werden können. Ob und inwieweit die von der Vorinstanz gesprochene Parteient-

schädigung für das vorinstanzliche Verfahren aufgrund solcher Aufwendungen im 

Zusammenhang mit Adressnachforschungen zu erhöhen ist, wie es die Klägerin 

verlangt, wird später zu klären sein (dazu unten, E. 5.4). Mittels eines separaten 

zivilrechtlichen Schadenersatzanspruches können solche Aufwendungen aber je-

denfalls nicht geltend gemacht werden, weshalb die Berufung auch in diesem 

Punkt abzuweisen ist.  

- 29 - 

4.5. Zeitaufwand der Klägerin 

4.5.1. Die Klägerin machte vor Vorinstanz einen Schaden von CHF 2'000.– gel-

tend, der ihr "aufgrund des rechtswidrigen Verhaltens der Beklagten" dadurch 

entstanden sei, dass sie "insbesondere sämtliche der durch die Beklagten verur-

sachten Schäden beheben bzw. beheben lassen musste, die von den Beklagten 

mitgenommenen Kleinmaterialien sowie die beschädigten Küchengeräte ersetzen 

musste, den Beklagten diverse Schreiben mehrmals und auch an verschiedene 

Adressen eingeschrieben sowie teilweise auch mit amtlicher Zustellung schicken 

musste […], die Beklagten für die ausstehenden Forderungen betreiben musste, 

[…] aufgrund des unkooperativen Verhaltens der Beklagten amtliche Befunde in 

Auftrag geben musste und […] Auskünfte über den Verbleib der Beklagten einho-

len sowie die Stromrechnung der Beklagten bezahlen musste etc." Aufgrund "all 

dieser Tätigkeiten" habe die Klägerin "einen enormen Aufwand" gehabt, den sie 

"einstweilen mit CHF 2'000.00 in Rechnung" stelle (act. 1 Rz. 66). Auf Nachfrage 

der Vorinstanz liess die Klägerin in der Hauptverhandlung durch ihren Prozess-

vertreter erklären, sie sei nicht erwerbstätig, man könne von ihr aber "nicht ver-

langen, dass sie all diesen Dingen gratis nachrenn[e]." Es müsse auch der "Auf-

wand für die Montage und für den Einkauf dieser Dinge" berücksichtigt werden 

(Prot. Vi., S. 17). Auf weitere Nachfrage der Vorinstanz, ob neben den – bereits 

anderweitig geltend gemachten – Materialkosten keine effektiven Auslagen ange-

fallen seien, antwortete der Vertreter der Klägerin: "Vielleicht noch die Autofahrt 

dorthin". Auf die Frage, wie hoch diese Kosten gewesen seien, erwiderte dieser, 

dies habe "man nicht so spezifiziert". Die Klägerin sei "ja in den … in …" gefah-

ren. Auf die Frage, ob sie einen Betrag pro Kilometer geltend mache, liess die 

Klägerin antworten, es sei "nicht dokumentiert, wie oft man da hin- und hergefah-

ren" sei. Sie mache nur einen zeitlichen Aufwand für die Fahrt und den Einkauf 

geltend (Prot. Vi., S. 17).  

4.5.2. Die Vorinstanz wies dieses Begehren mit der Begründung ab, es handle 

sich beim geltend gemachten zeitlichen Aufwand der Klägerin nicht um Schaden 

im Rechtssinne. Fahrtkosten habe sie weder beziffert noch substantiiert behaup-

tet (act. 57 S. 16 f.). Hiergegen wendet die Klägerin in ihrer Berufung im Wesentli-

- 30 - 

chen ein, es handle sich beim geltend gemachten "Zeitaufwand" um Schaden im 

Rechtssinne. Indem die Vorinstanz für ihre gegenteilige Rechtsauffassung keinen 

Bundesgerichtsentscheid zitiert habe, habe sie ihre Begründungspflicht und damit 

das rechtliche Gehör der Klägerin verletzt. Zudem habe die Klägerin durch die 

Bezifferung dieser Schadensposition auf CHF 2'000.– "indirekt auch ihren Auf-

wand für die Fahrtkosten beziffert, zumal eine konkretere Bezifferung gar nicht 

möglich" gewesen sei, da sie ihre Fahren nicht minuten- und kilometergenau do-

kumentiert habe (act. 58 Rz. 61 ff.). 

4.5.3. Die Klägerin stützt ihren Schadenersatzanspruch auf Art. 267 i.V.m. Art. 97 

OR sowie auf Art. 41 OR. Das schweizerische Obligationenrecht definiert den Be-

griff des (ersatzfähigen) Schadens nicht. Nach ständiger bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung ist der Schaden die ungewollte bzw. unfreiwillige Vermögens-

verminderung, die in einer Vermehrung der Passiven, einer Verminderung der Ak-

tiven oder in entgangenem Gewinn liegen kann. Der haftpflichtrechtlich relevante 

Schaden entspricht hierbei der Differenz zwischen dem gegenwärtigen, nach dem 

schädigenden Ereignis festgestellten Vermögensstand und dem Stand, den das 

Vermögen ohne das schädigende Ereignis hätte (sog. Differenzhypothese; statt 

vieler BGE 132 III 359, E. 4; 127 III 403, E. 4a). Demgegenüber stellt eine Beein-

trächtigung persönlich-ideeller Rechtsgüter, die keine konkreten wirtschaftlichen 

Auswirkungen auf den Vermögensstand im vorgenannten Sinne zeitigt, grund-

sätzlich keinen (ersatzfähigen) Schaden dar. So ist etwa eine Körperverletzung 

als solche kein Schaden im Rechtssinne, sondern es sind allein die wirtschaftli-

chen Nachteile zu ersetzen, die daraus entstehen (BGE 127 III 403, E. 4a). 

4.5.4. Von diesem klassischen, tradierten Schadensbegriff ist die bundesgerichtli-

che Rechtsprechung in zwei eng definierten Ausnahmekonstellationen abgewi-

chen und hat für diese zwei Kategorien nicht-wirtschaftlicher Beeinträchtigungen 

einen "normativen Schadensbegriff" anerkannt. Erstens wird ein normativer 

Schaden, der aus eingeschränkter oder entfallener Fähigkeit zur Haushaltsfüh-

rung entstanden ist, nicht bloss ersetzt, wenn effektive Kosten für eine (externe) 

Haushaltshilfe erwachsen sind, sondern es wird – gleichsam von Gesetzes wegen 

und ohne Nachweis der daraus konkret entstandenen Vermögenseinbusse – 

- 31 - 

auch der abstrakte "Wertverlust", gemessen an den Kosten, die eine externe 

Haushaltshilfe verursachen würde, ausgeglichen (sog. Haushaltsschaden). Der 

Grund liegt darin, dass der Beizug einer aussenstehenden Person für Arbeiten im 

privaten Rahmen eines Haushalts regelmässig nicht zumutbar wäre und dass – 

was heute jedoch nicht mehr in gleichem Masse zutrifft – ein Markt für die typi-

sche Haushaltsarbeit nur beschränkt besteht (BGE 127 III 403, E. 4b). Zweitens 

wird ein normativer Betreuungs- bzw. Pflegeschaden anerkannt, wenn eine ge-

schädigte Person aufgrund eines schädigenden Ereignisses auf Betreuung oder 

Pflege angewiesen ist und diese auf familiärer oder freundschaftlicher Basis un-

entgeltlich geleistet wird. Neben den bereits genannten Gründen kommt hier hin-

zu, dass die Pflege oder Betreuung leistende Person den unentgeltlichen Vorteil 

regelmässig der geschädigten und nicht der schädigenden Person zukommen 

lassen will (BGer, 4C.276/2001 vom 26. März 2002, E. 6b). Andere, in der Lehre 

teilweise postulierte Kategorien eines normativen – d.h. vom klassischen Scha-

densbegriff abweichenden – Schadens lässt das Bundesgericht nicht zu. Nament-

lich wird ein in Deutschland teilweise anerkannter Kommerzialisierungs- bzw. 

Frustrationsschaden (Beeinträchtigung von bereits erworbenen Nutzungsmöglich-

keiten) abgelehnt (BGE 132 III 379, E. 3.3.2; 115 II 474, E. 3a). 

4.5.5. Die Klägerin fordert nicht etwa Ersatz für Erwerbsausfall oder für konkret 

angefallene Kosten, sondern sie will die Zeit, die sie selbst zur Organisation der 

Schadensbehebung, zum Einkauf gewisser Ersatzteile, für die Korrespondenz mit 

den Beklagten sowie für die Rechtsverfolgung aufgewendet habe, "ersetzt" haben 

und stellt hierfür CHF 2'000.– "in Rechnung" (act. 1 Rz. 66). Sie will insofern für 

ihren "Mehraufwand von Zeit und Mühe" bzw. für die "Beeinträchtigung ihrer Zeit 

bzw. Freizeit" nach einer abstrakten Berechnung entschädigt werden (act. 58 

Rz. 64). Nach dem klassischen Schadensbegriff, d.h. der Differenzhypothese, 

stellt ein solcher, reiner Zeitverlust keinen Schaden dar, weil er sich in keiner 

Weise im Vermögen manifestiert. Auch unter eine der in der Rechtsprechung an-

erkannten Kategorien ersatzfähiger normativer Schäden (Hauhalts-, Betreuungs- 

oder Pflegeschaden) fällt diese Art der Beeinträchtigung nicht. Insofern müsste 

gewissermassen eine neue (dritte) Kategorie eines ersatzfähigen normativen 

Schadens geschaffen werden, nämlich für "Zeitverlust im Zusammenhang mit der 

- 32 - 

Schadensbehebung" oder für "Zeitverlust im Allgemeinen". Dies ist abzulehnen. 

Nach geltendem Recht besteht kein Anlass, die Ersatzfähigkeit nicht vermögens-

rechtlicher Schäden auf blossen Zeitverlust auszudehnen. Obschon die vom Bun-

desgericht bisher als ersatzfähig anerkannten Kategorien normativer Schäden 

nicht abschliessend sind und in Zukunft allenfalls auch auf weitere, speziell gela-

gerte Ausnahmefälle ausgedehnt werden können, würde eine allgemeine (abs-

trakte) Vergütung von "verlorener Zeit" oder "erstandener Mühen" sachlich, näm-

lich mit Blick auf den geltenden grundlegenden Schadensbegriff, zu weit führen. 

Im Unterschied zum Haushalts- bzw. Betreuungsschaden ist es hier gerade zu-

mutbar, eine Drittperson mit der Vornahme der fraglichen Tätigkeiten zu betrauen. 

Zudem gebietet sich eine gewisse (unentgeltliche) Eigenleistung zur Schadens-

behebung aus der allgemeinen Schadenminderungsobliegenheit. Schliesslich 

spricht auch das Bereicherungsverbot gegen eine allgemeine, abstrakte Vergü-

tung von investierter Zeit der geschädigten Person, jedenfalls dann, wenn diese 

Zeit nicht anderweitig gewinnbringend eingesetzt worden wäre. 

4.5.6. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz das Recht in diesem Punkt zutref-

fend angewandt. Die Kritik der Klägerin, die Vorinstanz habe hierfür keine bun-

desgerichtlichen Entscheidungen angeführt und dadurch ihren Gehörsanspruch 

verletzt, ist unbegründet. Das sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör erge-

bende Recht auf Begründung verlangt nicht, dass sich die erkennende Instanz mit 

allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vor-

bringen ausdrücklich widerlegt, sondern sie kann sich auf die wesentlichen Punk-

te beschränken. Es müssen zumindest kurz die Überlegungen genannt werden, 

die zum entsprechenden Entscheid geführt haben, sodass dieser sachgerecht 

angefochten werden kann (BGE 133 III 439, E. 3.3). Diesen Anforderungen wird 

der vorinstanzliche Entscheid ohne Weiteres gerecht. Die Vorinstanz hat nach-

vollziehbar dargelegt, auf welche Rechtsregel sie ihren Entscheid gestützt hat. 

Dies genügt. Die Angabe bestimmter bundesgerichtlicher Entscheidungen ist 

nicht erforderlich, zumal es sich beim hier in Frage stehenden Rechtssatz – dem 

klassischen Schadensbegriff und der grundsätzlich fehlenden Ersatzfähigkeit 

nicht vermögensrechtlicher Beeinträchtigungen – um einen elementaren Grund-

- 33 - 

satz des schweizerischen Privatrechts handelt, der gerade gegenüber einer an-

waltlich vertretenen Partei an sich keiner weiteren Erklärung bedürfte. 

4.5.7. Schliesslich macht die Klägerin in ihrer Berufung geltend, es treffe nicht zu, 

dass sie es "gänzlich unterlassen haben soll, [die Fahrtkosten] zu beziffern". Mit 

der "Bezifferung des gesamten ihr durch das Verhalten der Berufungsbeklagten 

entstandenen Schadens von CHF 2'000.00 für ihre persönlichen Aufwendungen 

im Zusammenhang mit der Schadensbeseitigung" habe sie "indirekt auch ihren 

Aufwand für die Fahrtkosten beziffert, zumal eine konkretere Bezifferung gar nicht 

möglich" gewesen sei (act. 58 Rz. 64). Was die Klägerin hiermit im Einzelnen zum 

Ausdruck bringen will, ist nicht leicht verständlich. Sofern sie damit meint, mit den 

geforderten CHF 2'000.– würde (auch) ihr eigener zeitlicher Aufwand für durchge-

führte, umfangmässig aber nicht näher substantiierte Autofahrten entschädigt, so 

ist auf die bereits dargelegte Rechtsprechung zu verweisen, wonach blosser Zeit-

verlust nicht ersatzfähiger Schaden darstellt. Sofern die Klägerin damit letztlich 

aber eben doch effektive Auslagen für bestimmte Autofahrten (namentlich Ben-

zinkosten und Abschreibungen am Fahrzeug) geltend machen will, was aus ihren 

Ausführungen aber nicht klar hervorgeht, so ist ihr einerseits entgegen zu halten, 

dass sie solches im vorinstanzlichen Verfahren gerade nicht gefordert hatte (vgl. 

Prot. Vi., S. 17 unten) und ein erstmaliges Geltendmachen solcher Schadensposi-

tionen im Berufungsverfahren nicht zulässig ist (Art. 317 ZPO). Andererseits un-

terliess es die Klägerin auch im Berufungsverfahren, ihre konkreten Fahrtkosten 

zu beziffern oder in irgendeiner Form zu substantiieren. Dass sie offenbar nicht 

mehr weiss, welche Fahrten im Einzelnen angefallen sind, ändert nichts daran. 

Namentlich berechtigt dies nicht zu einer Schadensschätzung nach Art. 42 Abs. 2 

OR. Dass die Klägerin ihre Fahrten nicht einmal ansatzweise rekonstruieren kann 

oder will, hat sie selbst zu vertreten.  

4.5.8. Auch eine Verletzung der sozialen Untersuchungsmaxime (Art. 247 Abs. 2 

lit. b Ziff. 1 ZPO; s. dazu unten, E. 4.6.2) kann der Vorinstanz nicht zur Last gelegt 

werden, da sie die anwaltlich vertretene Klägerin mehrfach zur Substantiierung 

der Fahrtkosten angehalten hatte (Prot. Vi., S. 17). 

- 34 - 

4.6. Malerarbeiten 

4.6.1. Die Klägerin machte vor Vorinstanz geltend, die Beklagten hätten die Woh-

nung ungenügend gelüftet, sodass sich an den Wänden Schimmelpilz gebildet 

habe und die Wohnung neu habe gestrichen werden müssen. Die Rechnung der 

Malerarbeiten habe sich auf CHF 2'900.– belaufen, was sie als Schadenersatz 

geltend machte (act. 1 Rz. 33). Auf Nachfrage erklärte sie, der letzte Anstrich sei 

"noch vor dem Einzug der Beklagten" erfolgt (Prot. Vi., S. 20). Die Vorinstanz 

sprach ihr für diese Schadensposition nur den Zustandswert zu, den sie – ausge-

hend von einem Alter des bisherigen Anstrichs von 3.25 Jahren im Zeitpunkt des 

Neuanstrichs – auf CHF 1'721.90 (4.75/8 der Malerkosten) bezifferte (act. 57 

S. 15 f.). Die Klägerin stellt in ihrer Berufung weder in Frage, dass nur der Zeit-

wert als Schaden ersatzfähig sei, noch beanstandet sie die von der Vorinstanz 

vorgenommene Bemessung des Zeitwerts als solche. Sie macht einzig geltend, 

die Vorinstanz habe mit diesem Vorgehen die soziale Untersuchungsmaxime 

nach Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 1 ZPO verletzt, da es nicht Sache des Gerichts ge-

wesen sei, die eingereichten Belege nach Sachverhaltselementen zu durchfors-

ten, die von keiner Partei in das Verfahren eingebracht worden seien. Die Beklag-

ten hätten die Höhe der geltend gemachten Malerkosten nicht bestritten und auch 

keine Abnützung geltend gemacht, weshalb die Vorinstanz den gesamten Betrag 

der geltend gemachten Kosten "als unbestritten und damit erstellt" in ihren Ent-

scheid hätte aufnehmen müssen (act. 58 Rz. 65 f.). 

4.6.2. Nach Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 1 ZPO stellt das Gericht in den übrigen (nicht 

unter Art. 243 Abs. 2 lit. c ZPO fallenden) mietrechtlichen Streitigkeiten den Sach-

verhalt von Amtes wegen fest, sofern der Streitwert CHF 30'000.– nicht über-

steigt. Die hier zur Anwendung kommende Untersuchungsmaxime ist jedoch eine 

eingeschränkte, die aus sozialen Gründen dem Schutz der nach gesetzgeberi-

scher Wertung schwächeren Partei (i.e. der Mieterschaft) dient (BGE 141 III 569, 

E. 2.3.1). Damit wird die Verantwortung für die Erstellung des Sachverhalts ge-

wissermassen zwischen den Parteien und dem Gericht verteilt, wobei Letzterem 

eine verstärkte Mitwirkungspflicht zukommt. Die soziale Untersuchungsmaxime 

verpflichtet das Gericht aber nicht, von Amtes wegen zu untersuchen, wenn die 

- 35 - 

Parteien darauf verzichten, ihre Standpunkte zu erklären, sondern sie begründet 

im Grundsatz nur eine – gegenüber Art. 56 ZPO – verstärkte Fragepflicht. Wie un-

ter der im ordentlichen Verfahren geltenden Verhandlungsmaxime müssen die 

Parteien den Prozessstoff grundsätzlich selbst beschaffen und das Gericht auf 

Tatsachen und Beweismittel hinweisen. Das Gericht kommt den Parteien aber mit 

spezifischen Fragen zur Hilfe, damit die erforderlichen Behauptungen aufgestellt 

und die notwendigen Beweismittel bezeichnet werden. Ist eine Partei durch einen 

Anwalt vertreten, so kann und muss sich das Gericht wie im ordentlichen Verfah-

ren eine gewisse Zurückhaltung auferlegen und darf nicht eine Partei zuunguns-

ten der anderen beraten (BGE 141 III 569, E. 2.3; BGer, 4D_87/2017 vom 

20. März, E. 3.3.1; 4A_701/2012 vom 19. April 2013, E. 1.2). Die Geltung der Un-

tersuchungsmaxime führt ferner dazu, dass Noven bis zum Beginn der erstin-

stanzlichen Urteilsberatung unbeschränkt vorgebracht werden können (Art. 229 

Abs. 3 ZPO) und dass das Gericht nicht an Tatsachenbehauptungen bzw. -

bestreitungen oder an Beweisanträge der Parteien gebunden ist; Art. 55 Abs. 1 

und Art. 150 Abs. 1 ZPO gelten insofern nicht (BGE 139 III 457, E. 4.4.3.2; 139 III 

13, E. 3.2; BGer, 4A_360/2015 vom 12. November 2015, E. 4.2). Ein Abweichen 

von einer beidseitig übereinstimmenden oder nicht bestrittenen Tatsachendarstel-

lung bzw. einem Zugeständnis ist im Geltungsbereich der sozialen Untersu-

chungsmaxime jedoch nur dann zulässig, wenn sich aus den eingereichten Akten 

oder dem (übrigen) Parteivorbringen die Unrichtigkeit der fraglichen Tatsache klar 

ergibt oder wenn ernsthafte Zweifel daran bestehen (BGE 139 III 13, E. 3.2; 141 

III 569, E. 2.3.2; BGer, 4A_360/2015 vom 12. November 2015, E. 4.2; 

4A_701/2012 vom 19. April 2013, E. 1.2). Letzteres ist selbst im ordentlichen Ver-

fahren der Fall (Art. 153 Abs. 2 ZPO). Soweit Rechtsfragen und nicht Sachver-

haltsfeststellungen betroffen sind, gilt Art. 57 ZPO (Rechtsanwendung von Amtes 

wegen). 

4.6.3. Die Vorinstanz ist in rechtlicher Hinsicht zutreffend davon ausgegangen, 

dass grundsätzlich nur der Zeitwert einer beschädigten Sache, nicht aber deren 

Neuwert ersatzfähiger Schaden darstellt (sog. Vorteilsanrechnung). Der Zeitwert 

berechnet sich nach den konkreten Kosten der Anschaffung einer gleichen Sache 

im Neuzustand bzw. der Wiederherstellung des Neuzustandes der beschädigten 

- 36 - 

Sache, abzüglich der durch Gebrauch und Abnützung bereits vor der Schädigung 

erlittenen Werteinbusse bzw. Abschreibungen (vgl. BGE 36 II 55, E. 6; ZK-HIGI, 

Art. 267 OR N 109, 111, 113 ff.; CHK-MÜLLER, Art. 41 OR N 30). Dass nur der 

Zeit- und nicht der Neuwert der Ersatzanschaffung bzw. der wiederhergestellten 

Sache zu ersetzen ist, betrifft eine Rechtsfrage und war von der Vorinstanz ent-

sprechend von Amtes wegen zu berücksichtigen. Da sich aus der allgemeinen 

Lebenserfahrung ohne Weiteres ergibt, dass eine neu gestrichene Wohnung ge-

genüber einer solchen mit einem älteren Anstrich einen Mehrwert aufweist, erwies 

sich das Vorbringen der Klägerin, die nur die tatsächlichen Malerkosten (also 

quasi den Neuwert) beziffert hatte, als unvollständig. Entsprechend durfte und 

musste die Vorinstanz im Rahmen der sozialen Untersuchungsmaxime den Par-

teien Fragen zur bisher erlittenen Werteinbusse, d.h. namentlich zum Alter des 

Anstrichs stellen, zumal die Beklagten – als von Art. 247 Abs. 2 ZPO geschützte 

Parteien – nicht anwaltlich vertreten, ja überhaupt säumig waren. Nachdem die 

Klägerin hat ausführen lassen, dass die Wohnung jedenfalls seit dem Einzug der 

Beklagten – dessen Zeitpunkt sich aus den übrigen Ausführungen der Klägerin 

ergibt (act. 1 Rz. 6) – nicht mehr gestrichen worden sei (Prot. Vi., S. 20), durfte 

die Vorinstanz von einem entsprechenden (Mindest-)Alter des Anstrichs ausge-

hen. Die von ihr gestützt auf die allgemeine Lebenserfahrung ermessensweise 

vorgenommene Bewertung der anzurechnenden Wertsteigerung der Wohnung 

durch den Neuanstrich (sog. "Abzug neu für alt") im Verhältnis des bisherigen Al-

ters des Anstrichs (3.25 Jahre) zu einer Lebenserwartung von acht Jahren hat die 

Klägerin als solche nicht beanstandet. Sie erweist sich nicht als offensichtlich un-

richtig. Die Berufung ist in diesem Punkt folglich abzuweisen. 

4.7. Teppichgleiter und Duschschlauch 

4.7.1. Die Klägerin machte vor Vorinstanz diverse Schadenspositionen geltend, 

die ihr aus der nicht vertragsgemässen Rückgabe der Wohnung entstanden sei-

en, so namentlich CHF 2.90 für den Ersatz von entwendeten Teppichgleitern so-

wie CHF 26.50 für den Ersatz eines Duschschlauches (act. 1 Rz. 32, 40, 59). Die 

Vorinstanz wies diese Begehren mit der Begründung ab, es fehle eine diesbezüg-

liche Mängelrüge, weshalb ein Schadenersatzanspruch in diesem Umfang ver-

- 37 - 

wirkt sei (act. 57 S. 16). Die Klägerin rügt einerseits eine Verletzung der sozialen 

Untersuchungsmaxime; die Beklagten hätten die geltend gemachten Kosten nicht 

bestritten, weshalb die Vorinstanz diesen Betrag "als unbestrittenes Tatsachen-

element" in ihren Entscheid hätte aufnehmen müssen (act. 58 Rz. 68 f.). Anderer-

seits rügt sie eine Verletzung der Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO). Der 

letztere Aspekt wurde bereits behandelt; darauf ist nicht zurückzukommen (siehe 

oben, E. 4.1). 

4.7.2. Nach Art. 267 Abs. 1 OR hat der Mieter die Sache in dem Zustand zurück-

zugeben, der sich aus dem vertragsgemässen Gebrauch ergibt. Für Schäden, die 

sich aus vertragswidrigem, namentlich unsorgfältigem Handeln ergeben, haftet 

der Mieter nach Art. 267 Abs. 1 i.V.m. Art. 97 OR. Der Vermieter, der Ansprüche 

auf Schadenersatz aufgrund einer Rückgabe der Mietsache in nicht ordnungsge-

mässem Zustand erhebt, trägt nach Art. 8 ZGB für alle haftungsbegründenden 

Voraussetzungen – abgesehen vom Verschulden (Art. 97 OR) – die Beweislast, 

namentlich für den Mangel, der während der Mietdauer eingetreten sein muss, 

sowie für den kausal dadurch verursachten Schaden (ZK-HIGI, Art. 267 N 119 ff., 

BSK OR I-WEBER, Art. 267 N 5). Nach Art. 267a OR hat der Vermieter den Zu-

stand der Sache zu prüfen und allfällige Mängel, für die der Mieter einzustehen 

hat, diesem sofort zu melden (Abs. 1). Versäumt er dies, so verliert er seine An-

sprüche, soweit es sich nicht um Mängel handelt, die bei übungsgemässer Unter-

suchung nicht erkennbar waren (Abs. 2). Entdeckt er verdeckte Mängel später, so 

hat er diese sofort zu melden (Abs. 3). Die Mängelrüge muss substantiiert sein, 

d.h. es muss einzeln, detailliert, erkenn- und unterscheidbar aufgelistet werden, 

für welche Mängel der Mieter gerade stehen soll. Die Behauptungs- und Beweis-

last für den Bestand, die Vollständigkeit und die Rechtzeitigkeit der Mängelrüge 

liegt beim Vermieter (ZK-HIGI, Art. 267a N 37 [mit Verweis auf BGE 107 II 176]; 

RONCORONI, in: Mietrecht für die Praxis, 9. Aufl. 2016 [mit Verweis auf BGE 118 II 

142]; KUKO OR-BLUMER, Art. 267/267a N 14). Folglich lag es an der Klägerin, zu 

behaupten und zu beweisen, dass sie den Beklagten auch in Bezug auf die hier 

fraglichen Teppichgleiter und den Duschschlauch rechtzeitig eine hinreichend 

substantiierte Mängelrüge hat zukommen lassen. 

- 38 - 

4.7.3. Dass die Klägerin in Bezug auf die Teppichgleiter in irgendeiner Form einen 

Mangel gerügt hätte, behauptet sie in ihrer Klageschrift nicht (vgl. insb. act. 1 

Rz. 32 f.). Auch geht solches weder aus dem amtlichen Befund vom 8. Februar 

2012 (act. 3/30) noch aus der Mängelrüge der Klägerin vom 11. Februar 2012 

(act. 3/31/1) hervor. Auf entsprechende Frage der Vorinstanz liess die anwaltlich 

vertretene Klägerin ohne Vorbehalte ausführen, sie habe "keine Ahnung mehr, 

was mit diesen Teppichgleitern" gewesen sei (Prot. Vi., S. 14 f.). Vor diesem Hin-

tergrund durfte (und musste) es die Vorinstanz auch bei Geltung der sozialen Un-

tersuchungsmaxime dabei bewenden lassen (s. hierzu oben, E. 4.6.2) und davon 

ausgehen, dass in Bezug auf die Teppichgleiter keine Mängelrüge erhoben wor-

den war. Ein entsprechender Schadenersatzanspruch ist damit verwirkt (Art. 267a 

Abs. 2 OR). 

4.7.4. Mit Bezug auf den fraglichen Duschschlauch behauptete die Klägerin in ih-

rer Klageschrift, es sei mit der Räumung der Wohnung am 8. Februar 2012 ein 

amtlicher Befund u.a. darüber abgenommen worden, dass "die Duschbrause und 

der Duschkopf […] nicht vorhanden" gewesen seien, und sie habe in ihrer Män-

gelrüge die im amtlichen Befund festgestellten Mängel gegenüber den Beklagten 

beanstandet (act. 1 Rz. 32 f.). Aus dem zu dieser Behauptung offerierten amtli-

chen Befund geht hervor, es sei die "Duschbrause des Duschkopfes" nicht vor-

handen gewesen (act. 3/30 S. 3). In ihrer Mängelrüge vom 11. Februar 2012, wel-

che sie den Beklagten zugestellt hatte, welche jedoch als nicht abgeholt retour-

niert worden war, hielt die Klägerin Folgendes fest: "Im Badezimmer war die 

Duschbrause beschädigt. Auch die Armatur der Badewanne/Dusche war defekt 

und tropfte […]" (act. 3/31/1 S. 2 Ziff. 11). Da die Klägerin dieses Schreiben zur 

entsprechenden (sehr knappen) Behauptung in ihrer Klageschrift offerierte, durfte 

und musste die Vorinstanz bei Anwendung der sozialen Untersuchungsmaxime – 

die sowohl zugunsten wie auch zulasten der Mieterschaft gilt (vgl. BGer, 

5A_169/2012 vom 18. Juli 2012, E. 3.3 [zu Art. 296 ZPO]) – diese Urkunde be-

achten und den Wortlaut der Mängelrüge direkt aus dieser entnehmen. Auch da-

rin ist aber – genauso wenig wie in den Behauptungen der Klägerin in der Klage-

schrift oder im amtlichen Befund – eine Mängelrüge in Bezug auf den Dusch-

schlauch zu sehen. Nach allgemeinem Sprachgebrauch bezieht sich der Begriff 

- 39 - 

"Duschbrause" ausschliesslich auf denjenigen Teil der Duschvorrichtung, der sich 

auf den Duschschlauch aufschrauben lässt. "Duschbrause" und "Duschschlauch" 

sind zwei verschiedene, voneinander abtrennbare Teile, die sich auch ohne Wei-

teres separat ersetzen lassen. Bei einer Rüge, die "Duschbrause" sei beschädigt, 

muss ein vernünftiger und korrekt handelnder Empfänger nicht davon ausgehen, 

es sei auch der Duschschlauch beschädigt. Dasselbe gilt für die Rüge, es sei "die 

Armatur der […] Dusche" defekt. Die Duscharmaturen umfassen nur diejenigen 

Teile der Duschvorrichtung, die fest in der Wand verankert sind und auf welche 

sich ein Duschschlauch aufschrauben lässt. 

4.7.5. Damit fehlt es auch an einer (hinreichend substantiierten) Mängelrüge in 

Bezug auf den Duschschlauch. Daran ändert nichts, dass die Klägerin auf ent-

sprechenden Hinweis der Vorinstanz ausführen liess, es müsse "am Dusch-

schlauch etwas kaputt gewesen sein" und es sei "schwierig [gewesen], alles zu 

erfassen, da so viele Dinge kaputt" gewesen seien (Prot. Vi., S. 15). 

4.7.6. Der von der Klägerin hier geltend gemachte Schadenersatzanspruch ist im 

entsprechenden Umfang verwirkt (Art. 267a Abs. 2 OR). Die Berufung ist in die-

sem Punkt abzuweisen. 

4.8. Filtermatte für den Dunstabzug 

4.8.1. Schliesslich verlangt die Klägerin CHF 5.45 als Schadenersatz für eine von 

den Beklagten beschädigte bzw. entwendete Filtermatte für den Dunstabzug 

(act. 1 Rz. 33, 59, Prot. Vi., S. 16 f.). Die Vorinstanz sprach für diese Schadens-

position bloss einen Betrag von CHF 3.35 zu, weil sich aus der dazu eingereich-

ten (kaum leserlichen) Kopie der Kaufquittung (act. 3/31/4, Rückseite) ergebe, 

dass die Filtermatte nur CHF 3.35 gekostet habe und dass für den Gesamtbetrag 

von CHF 5.45 zudem ein weiterer Artikel gekauft worden sei (act. 57 S. 15). Die 

Klägerin macht in ihrer Berufungsschrift (act. 58 Rz. 70) nicht geltend, dass dies 

unzutreffend sei, sondern sie beanstandet einerseits eine Verletzung der sozialen 

Untersuchungsmaxime (Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 1 ZPO), wonach es "nicht Sache 

der Vorinstanz [gewesen sei], die von den Parteien eingereichten Belege nach 

Sachverhaltselementen zu durchsuchen, die von keiner Partei in das Verfahren 

- 40 - 

eingebracht" worden seien. Andererseits rügt sie eine Verletzung der Dispositi-

onsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO). Der letztere Aspekt wurde bereits behandelt; 

darauf ist nicht zurückzukommen (s. oben, E. 4.1). 

4.8.2. Nach der hier anwendbaren eingeschränkten Untersuchungsmaxime ist 

das Gericht zwar nicht verpflichtet (und auch nicht berechtigt), von Amtes wegen 

Ermittlungen anzustrengen, sondern es besteht bloss eine verstärkte Fragepflicht. 

Wie im Anwendungsbereich der Verhandlungsmaxime obliegt es grundsätzlich 

den Parteien, das relevante Tatsachenfundament in den Prozess einzubringen, 

wobei das Gericht aber mit geeigneten Fragen auf dessen Vervollständigung hin-

zuwirken hat. Es besteht zwar keine Bindung an Tatsachenbehauptungen bzw.  

-bestreitungen oder an Beweisanträge der Parteien, ein Abweichen von einer 

beidseitig übereinstimmenden oder nicht bestrittenen Tatsachendarstellung ist je-

doch nur dann zulässig, wenn sich aus den eingereichten Akten oder den (übri-

gen) Parteivorbringen die Unrichtigkeit der fraglichen Tatsache klar ergibt oder 

wenn ernsthafte Zweifel daran bestehen (s. hierzu oben, E. 4.6.2). Offensichtliche 

Aktenwidrigkeit ist im Anwendungsbereich der sozialen Untersuchungsmaxime 

also – gleich wie bei Geltung der Verhandlungsmaxime (Art. 153 Abs. 2 ZPO) – 

zu berücksichtigen. 

4.8.3. Aus dem fraglichen Beleg, den die Klägerin zum Beweis ihrer Behauptung 

offeriert hat, ergibt sich offensichtlich, dass für den Gesamtbetrag von CHF 5.45 

nicht nur eine "Filtermatte Dunstabzug" gekauft worden war, sondern auch ein 

weiterer Artikel (der aufgrund der schlechten Qualität der eingereichten Kopie der 

Kaufquittung nicht lesbar ist). Der nur schlecht lesbare Preis der Filtermatte be-

trug entweder CHF 3.30 oder CHF 3.35. Den von der Vorinstanz hierfür einge-

setzten Betrag von CHF 3.35 hat die Klägerin als solchen nicht beanstandet. Auf-

grund dieser offenkundigen Aktenwidrigkeit durfte und musste die Vorinstanz 

auch bei fehlender Bestreitung der klägerischen Tatsachenbehauptung den sich 

aus den Akten ergebenden Ersatzanschaffungspreis von CHF 3.35 bei der Scha-

densberechnung berücksichtigen. Folglich ist die Berufung auch in diesem Punkt 

abzuweisen. 

- 41 - 

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

5.1. Die Klägerin beanstandet die vorinstanzliche Kostenregelung in verschie-

dener Hinsicht. Vorab macht sie geltend, die Vorinstanz habe die Prozesskosten 

des vorinstanzlichen Verfahrens zu Unrecht mit jenen des Berufungsverfahrens 

PD160011-O vermengt und in einer "Gesamtrechnung" verlegt. Diese Kritik ist als 

solche gerechtfertigt (vgl. aber zur Frage der hinreichenden Rechtsmittelanträge 

unten, E. 5.4). Es trifft zu, dass sowohl die Gerichtskosten wie auch die jeweiligen 

Parteientschädigungen für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren je sepa-

rat zu bemessen sind. Dies hat die Vorinstanz nur in Bezug auf die Gerichtskos-

ten (act. 57, Dispositivziffer 2), nicht aber in Bezug auf die Parteientschädigungen 

(act. 57, Dispositivziffer 4) getan. Eine "Gesamtrechnung" – d.h. eine Verteilung 

der erst- und der zweitinstanzlichen Prozesskosten nach Massgabe des gesamt-

haften Unterliegens betreffend alle Rechtsbegehren – kann ferner auch bei der 

Kostenverteilung zu unzutreffenden Ergebnissen führen. Die zweitinstanzlichen 

Prozesskosten, deren Regelung in einem Rückweisungsentscheid dem neuen 

erstinstanzlichen Entscheid vorbehalten wurde, sind zwar auch nach Massgabe 

des Prozessausgangs in der Sache und nicht nach demjenigen im Rechtsmittel-

verfahren zu verteilen; Art. 104 Abs. 4 ZPO relativiert insofern das Unterlieger-

prinzip, indem nicht massgebend ist, welche Partei mit ihren Rechtsmittelanträgen 

obsiegt hat, sondern welche Partei später mit ihren ursprünglichen Begehren in 

der Sache obsiegt (BGer, 4A_364/2013, 4A_394/2013, 4A_396/2013 vom 5. März 

2014, E. 15.4). Hierfür kann aber nur das Obsiegen in Bezug auf diejenigen 

Rechtsbegehren massgebend sein, die auch vor zweiter Instanz im Streit lagen, 

nicht aber das gesamthafte Obsiegen bezüglich aller Rechtsbegehren. Auch 

diesbezüglich hat die Vorinstanz somit eine unzulässige Vermengung vorgenom-

men. Eine Rückweisung zur Neubeurteilung der Prozesskosten rechtfertigt sich 

aber – soweit auf die klägerischen Rechtsmittelanträge überhaupt einzutreten ist 

(vgl. hierzu unten, E. 5.4) – nicht, da die Kammer dies ohne Weiteres selbst vor-

nehmen kann. 

- 42 - 

5.2. Höhe der vorinstanzlichen Gerichtskosten 

5.2.1. Die Klägerin beantragt, es seien die von der Vorinstanz für das vorinstanzli-

che Verfahren auferlegten Gerichtskosten von insgesamt CHF 4'907.50 (Ent-

scheidgebühr von CHF 4'480.–, zzgl. CHF 427.50 für Übersetzungskosten) auf 

CHF 3'730.– zu reduzieren. Zur Begründung lässt sie ausführen, es sei zum ei-

nen die Entscheidgebühr auf CHF 3'730.– zu reduzieren, was der ordentlichen 

Grundgebühr von § 4 Abs. 1 GebV OG entspreche; diese sei entgegen der Vor-

instanz nicht zu erhöhen, namentlich nicht aufgrund eines erhöhten Aufwands im 

Zusammenhang mit dem vorinstanzlichen Teilentscheid vom 22. September 2016 

(act. 15), weil dieser nicht notwendig gewesen sei (act. 58 Rz. 80). Zum anderen 

seien die Übersetzungskosten von der Vorinstanz nicht belegt worden, weshalb 

diese nicht veranschlagt werden dürften (act. 58 Rz. 81 f.). 

5.2.2. Grundlage für die Bemessung der vorinstanzlichen Entscheidgebühr bilden 

der Streitwert bzw. das tatsächliche Streitinteresse, der Zeitaufwand des Gerichts 

sowie die Schwierigkeit des Falles, was der § 2 Abs. 1 GebV OG in grundsätzli-

cher Art festhält. Die Gebührenverordnung konkretisiert diese allgemeinen Grund-

sätze in den §§ 4 ff. noch, bzw. setzt sie um. In vermögensrechtlichen Streitigkei-

ten ist daher anhand des Streitwerts die ordentliche Grundgebühr festzulegen (§ 4 

Abs. 1 GebV OG), wobei diese ermessensweise ermässigt oder um bis zu einem 

Drittel, in Ausnahmefällen auf das Doppelte, erhöht werden kann (§ 4 Abs. 2 

GebV OG). Einen solchen Ermessensentscheid der Vorinstanz hat die Kammer 

zwar zu überprüfen, sie greift aber nicht ohne Not ein und setzt nicht einfach ihr 

eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz. 

5.2.3. Bei einem Streitwert von CHF 27'337.70 beträgt die Grundgebühr rund 

CHF 3'730.–, wovon die Vorinstanz und die Klägerin übereinstimmend ausgehen. 

Die Klägerin beanstandet die von der Vorinstanz vorgenommene Erhöhung um 

20 % auf rund CHF 4'480.–, welche die Vorinstanz damit begründete, dass im 

Zusammenhang mit dem von der Klägerin geforderten Ersatzanspruch für Ge-

richtskosten und Parteientschädigung aus dem Ausweisungsverfahren 

ER110316-L und dem neu gestellten Eventualbegehren ein Teilentscheid not-

- 43 - 

wendig geworden sei (act. 57 S. 24). Der Klägerin ist zwar darin zuzustimmen, 

dass eine Beurteilung dieser Fragen durchaus auch zusammen mit den restlichen 

Ansprüche hätte erfolgen können. Der vorinstanzliche Entscheid, den aus ihrer 

Sicht bereits spruchreifen Teil der Klage vorab zu beurteilen, betrifft aber das von 

ihr auszuübende Prozessleitungsermessen (Art. 124 ff. ZPO) und ist als solcher 

nicht zu beanstanden. 

5.2.4. Nach § 9 Abs. 2 GebV OG beträgt die Gebühr für Zwischenentscheide die 

Hälfte bis drei Viertel der ordentlichen Gebühr. Daraus geht hervor, dass ein we-

gen eines separaten Entscheids erwachsender (Zusatz-)Aufwand zu berücksich-

tigen ist. Sofern sich der Ermessensentscheid, einen separaten Zwischenent-

scheid zu fällen, als sachlich vertretbar erweist, kann es im Rahmen der Kosten-

festsetzung nicht darauf ankommen, ob dieser als solcher zwingend notwendig 

war oder ob letztlich auch alle Fragen zusammen in einem Entscheid hätten beur-

teilt werden können. Nichts anderes kann gelten, wenn in sachlich vertretbarer 

Weise ein Teilentscheid gefällt wurde, der in einem Rechtsmittelverfahren unter 

Rückweisung der Sache aufgehoben wurde. In analoger Anwendung von § 9 

Abs. 2 GebV OG ist auch in einem solchen Fall der durch den separaten Ent-

scheid verursachte Mehraufwand – im Sinne eines Zuschlags zur Grundgebühr – 

zu berücksichtigen. Insofern erscheint eine Erhöhung um 20 % als angemessen. 

Hinzu kommt, dass im vorinstanzlichen Verfahren neben dem Teilentscheid diver-

se prozessleitende Verfügungen im Zusammenhang mit dem unbekannten Auf-

enthalt der Beklagten notwendig wurden (Verfügung vom 15. August 2016 [act. 5], 

Verfügung vom 22. September 2016 [act. 15], Verfügung vom 26. September 

2016 [act. 17] und Verfügung vom 15. November 2016 [act. 28]) und dass die 

Ausführungen der Klägerin – obschon von keiner Gegenpartei bestritten – teilwei-

se langatmig waren. Auch vor diesem Hintergrund rechtfertigt sich eine moderate 

Erhöhung der Grundgebühr um 20 %. 

5.2.5. Die Klägerin macht geltend, die Vorinstanz habe die Übersetzungskosten 

von CHF 427.50 "nicht belegt und auch sonst nicht substantiiert", weshalb darin 

eine Verletzung der Begründungspflicht und des rechtlichen Gehörs der Klägerin 

zu sehen sei. Dies trifft nicht zu. Der Betrag von CHF 427.50 für Übersetzungs-

- 44 - 

kosten ergibt sich ohne Weiteres aus den Akten (Kostennote vom 17. November 

2016 [act. 31] und dazugehöriges Begleitschreiben gleichen Datums [act. 30]). 

Der Klägerin muss bewusst sein, dass es sich hierbei um Kosten für begonnene, 

aber – auf ihren Antrag – abgebrochene Übersetzungsarbeiten im Hinblick auf ei-

ne rechtshilfeweise Zustellung an eine vermeintliche Adresse der Beklagten in 

London handelt (vgl. act. 17, 20, 23, 28, 30, 31). Vor diesem Hintergrund, nament-

lich weil der Grund und die Höhe der Übersetzungskosten klar aus den Akten 

hervorgehen, traf die Vorinstanz keine Pflicht, diese ganz offenkundigen Umstän-

de, die de