# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 872b94f2-7649-59ea-a5fd-0c08efccee72
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-07
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 07.04.2022 F 2021 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2021-49_2022-04-07.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz 
lic. iur. Adrian Willimann und lic. iur. Jacqueline Iten-Staub
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 7. April 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), Bahnhofstrasse 12, 
Postfach 27, 6301 Zug
Beschwerdegegnerin 

weiter verfahrensbeteiligt:
1. C.________
2. D.________

betreffend

Kindesschutzrecht 
(Persönlicher Verkehr)

F 2021 49

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Urteil F 2021 49

A. B.________, geb. 2017, ist das gemeinsame Kind der unverheirateten Eltern 
A.________ und C.________. Er steht unter deren gemeinsamer elterlicher Sorge (KESB-
act. 1.30). Mit Entscheid Nr. 2018/1492 vom 11. Dezember 2018 errichtete die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Zug unter anderem eine Beistandschaft gemäss 
Art. 308 Abs. 2 ZGB (Besuchsrecht) für B.________ (KESB-act. 2/6). Der 
Beistandsperson wurde insbesondere die Aufgabe übertragen, zwischen den Eltern im 
Besuchsrechtskonflikt zu vermitteln und diese zu beraten. In der Folge wurde weiter der 
persönliche Verkehr zwischen B.________ und seinem Vater mit KESB-Entscheiden 
Nr. 2020/0121 vom 11. Februar 2020 und Nr. 2021/0383 vom 9. März 2021 für die Jahre 
2020 und 2021 geregelt (KESB-act. 2/2 f.). Mit Entscheid Nr. 2021/1618 vom 9. November 
2021 erfolgte die Regelung für das Jahr 2022. Nebst der Anpassung des bis anhin 
ausgeübten Besuchsrechts wurde C.________ neu berechtigt und verpflichtet, seinen 
Sohn in sechs konkret bezeichneten Wochen während der Schulferien zu sich oder mit 
sich in die Ferien zu nehmen. Der Beiständin wurden die Aufgaben übertragen, zwischen 
den Kindseltern im Besuchsrechtskonflikt zu vermitteln und zu beraten und für sie eine 
Ansprechperson für Fragen zur Besuchsregelung zu sein (BF-act. 1). 

B. Hiergegen erhob A.________ am 22. November 2021 (Poststempel) 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit folgendem Antrag: «Die Ferien für das Jahr 2022 sind 
nicht fix zuzuteilen, sondern sollen nach Absprache zwischen den Eltern festgelegt werden 
können. Zudem soll die maximale Länge einer Ferienperiode für den Kindesvater auf 
2 Wochen beschränkt werden» (act. 1).   

C. Mit Stellungnahme vom 10. Dezember 2021 (Poststempel) äussert sich 
C.________ einer flexiblen Ferienregelung nach Absprache der Eltern gegenüber 
aufgeschlossen, meldet indes hinsichtlich der konkreten Umsetzung Vorbehalte an. 
Ebenso signalisiert er Bereitschaft zur bilateralen Anpassung der Dauer der 
Sommerferien. Weiter ersucht er das Gericht «explizit Ferien im Ausland in diese 
Regelung einzubeziehen». Im Ergebnis schliesst er indes unter Verweis auf die 
Vermeidung von weiterer «Bürokratie» auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung 
der angefochtenen Verfügung (act. 3). 

D. Die KESB beantragt mit Vernehmlassung vom 14. Dezember 2021 die Abweisung 
der Beschwerde. Sie verweist auf die Möglichkeit der Eltern, einvernehmlich eine vom 

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Urteil F 2021 49

angefochtenen Entscheid abweichende Ferienregelung zu treffen. Die von ihr verfügte 
Besuchs- und Ferienregelung gelte, wenn diese sich nicht einigen könnten (act. 4). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 440 Abs. 3 sowie Art. 450 ZGB und § 58 Abs. 1 
lit. a des Gesetzes betreffend die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches für 
den Kanton Zug (EG ZGB; BGS 211.1) kann gegen Entscheide der Kindesschutzbehörde 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerdefrist beträgt 
dreissig Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b Abs. 1 ZGB). Örtlich zuständig ist 
im Verfahren betreffend Kindesschutzmassnahmen die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde bzw. im Beschwerdefall das Gericht am Wohnsitz des Kindes 
(Art. 315 Abs. 1 ZGB; § 58 Abs. 2 EG ZGB). Das Verwaltungsgericht verfügt über volle 
Kognition, also auch über die Ermessenskontrolle (vgl. Art. 450a ZGB). Für das Verfahren 
vor Verwaltungsgericht gelten die Bestimmungen der Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen sind 
gemäss Art. 450f ZGB die Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; 
SR 272) anwendbar, soweit die Kantone nichts anderes bestimmen. Nach § 56 EG ZGB 
ist – unter Vorbehalt abweichender Bestimmungen des EG ZGB und des Bundesrechts – 
auf das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht das Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRG; 
BGS 162.1) anwendbar. 

1.2 Nach Art. 315 Abs. 1 ZGB ist die Kindesschutzbehörde am Wohnsitz des Kindes 
für die Errichtung und Führung von Kindesschutzmassnahmen zuständig. Wechselt der 
Elternteil, für dessen Kind eine Massnahme besteht, seinen Wohnsitz, so übernimmt die 
Behörde am neuen Wohnsitz die Massnahme ohne Verzug, sofern keine wichtigen 
Gründe dagegen sprechen (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 442 Abs. 5 ZGB). Im Falle eines 
Wohnsitzwechsels pendente lite (während laufenden Verfahrens) bleibt die im Zeitpunkt 
der Einleitung des Verfahrens zuständige Behörde weiter befasst (BGer 5A_483/2017 vom 
6. November 2017 E. 2.3; Breitschmid, Basler Kommentar ZGB I, 6. Aufl., Basel 2018, 
Art. 315-315b N. 17). 

1.3 Das betroffene Kind hatte seinen gesetzlichen Wohnsitz sowohl im Zeitpunkt des 
angefochtenen Entscheids als auch der Beschwerde in E.________ mithin im Kanton Zug. 

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Angefochten ist ein Entscheid der KESB Zug, deren Zuständigkeit nach dem soeben 
Ausgeführten während des hängigen Verfahrens erhalten bleibt. Das Verwaltungsgericht 
ist deshalb ungeachtet des zwischenzeitlich erfolgten Wohnsitzwechsels von Kind und 
Kindsmutter nach F.________, Kanton G.________ (act. 6; KESB-act. 1.17 S. 2), zur 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Die 
Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Entscheid berührt und demnach zur 
Beschwerdeerhebung legitimiert. Die Beschwerde ist zudem rechtzeitig eingereicht 
worden und entspricht den übrigen formellen Anforderungen, weshalb sie vom 
Verwaltungsgericht zu prüfen ist. 

2. Strittig ist vorliegend ein Punkt der Regelung des persönlichen Verkehrs durch die 
KESB (Art. 275 Abs. 1 ZGB), nämlich die konkrete Festlegung der Ferienwochen mit dem 
Kindsvater. Nicht bestritten sind insbesondere der Grundsatz eines Ferienrechts des 
Kindsvaters sowie dessen gesamthafter Umfang von sechs Wochen.

2.1 Die von der KESB am 9. November 2021 verfügte Ferienregelung erfolgte nach 
Anhörung von und Übereinkunft zwischen den Eltern am 21. Oktober 2021 bei der KESB, 
wonach der Kindsvater seinen Sohn während je einer Woche in Sport-, Frühlings- und 
Herbstferien zu sich nehmen dürfe sowie während drei Wochen in den Sommerferien 
(Protokoll vom 22. und 25. Oktober 2021 über die Anhörung vom 21. Oktober 2021, 
KESB-act. 1.17).

2.2
2.2.1 Steht das Kind – wie hier – unter gemeinsamer elterlichen Sorge und hat nur ein 
Elternteil – hier die Kindsmutter – die Obhut inne, müssen sich die Eltern über die 
Ausübung des persönlichen Verkehrs grundsätzlich einigen. Bei einem Streit der Eltern ist 
die Kindesschutzbehörde für die Festsetzung zuständig (vgl. etwa Schwenzer/Cottier, 
Basler Kommentar ZGB I, 6. Aufl., Basel 2018, Art. 275 N. 2 f.). Daraus erhellt, dass es 
den Eltern grundsätzlich jederzeit freisteht, einvernehmlich von der behördlichen 
Anordnung abweichende Modalitäten der Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts zu 
vereinbaren, etwa hinsichtlich der Verteilung und konkreten Daten der Ferien des 
Kindsvaters mit seinem Sohn. 

2.2.2 Die Kindsmutter verlangt eine Anpassung der von der KESB am 9. November 
2021 verfügten Ferienregelung. Dies begründet sie mit einem Wunsch nach mehr 
Flexibilität der Eltern in der Ausgestaltung der konkreten Feriendaten sowie – die 
Beschränkung der Ferienlänge betreffend – mit der bisher lediglich für einen Zeitraum von 

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zwei bis drei Tagen am Stück erfolgten Betreuung des Sohnes durch den Kindsvater (act. 
1). Der Kindsvater seinerseits steht sowohl einer flexiblen Vereinbarung der konkreten 
Feriendaten als auch einer Beschränkung der Sommerferien auf zwei Wochen für das 
Jahr 2022 offen gegenüber. Indes meldet er hinsichtlich der konkreten Umsetzung einer 
flexiblen Ferienplanung Bedenken an und schliesst deshalb letztlich auf Abweisung der 
Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Verfügung (act. 3). 

2.2.3 Zunächst ist angesichts der grundsätzlich geäusserten Gesprächsbereitschaft 
beider gemeinsam sorgeberechtigter Eltern zu wiederholen (vgl. bereits E. 2.2.1 hiervor), 
dass der angefochtene Entscheid vom 9. November 2021 diese nicht hindert, die Ferien 
abweichend davon einvernehmlich zu regeln. Mit der KESB (act. 4) handelt es sich nur, 
aber immerhin, um eine behördliche Regelung, die Geltung entfaltet im Falle fehlender 
Einigung. Eine solche ist nach dem Gesagten (oben E. 2.2.1) zu treffen, wenn sich die 
Eltern über den persönlichen Verkehr nicht einigen können. Dies ist hier offensichtlich der 
Fall, konnten sich die Eltern doch aktenkundig erst in der Anhörung vom 21. Oktober 2021 
unter Mitwirkung der unterstützenden Dienste der KESB (KESUD) auf eine mögliche 
Ferienregelung verständigen und wird die am 9. November 2021 durch die KESB verfügte 
Regelung nun dennoch durch die Kindsmutter in Frage gestellt. Dass sich die Eltern bis 
anhin auf eine Ferienregelung einvernehmlich hätten einigen können, machen diese denn 
auch nicht geltend. Eine – zwecks Vermeidung weiterer Konflikte möglichst konkrete – 
Festsetzung des Ferienrechts des Kindsvaters durch die KESB war mithin zweifelsohne 
angezeigt. Inwiefern diese konkrete Ferienregelung für das Jahr 2022 sodann Recht 
verletzen sollte, insbesondere mit dem vorrangigen Kindeswohl unvereinbar oder 
unangemessen wäre, legt die Beschwerdeführerin weder dar noch ist es ersichtlich. 
Insbesondere ist nicht nachvollziehbar, inwiefern die getroffene Regelung sie selbst oder 
den Kindsvater daran hindern sollte, die Ferien mit ihrem Sohn auch «mit anderen Kindern 
und deren Eltern» zu verbringen, dürfte doch gerade die frühzeitige Festlegung der 
Feriendaten es dem Kindsvater erst erlauben, Ferienpläne zu schmieden. Ebenso fehl 
geht der Einwand, der Kindsvater habe seinen Sohn bisher lediglich zwei bis drei Tage am 
Stück betreut, weshalb eine Ferienperiode von drei Wochen am Stück im Sommer zu lang 
sei, ist doch gerade vorgesehen, dass der Sohn zunächst je eine Woche Sport- und 
Frühlingsferien mit seinem Vater verbringen kann vor den dreiwöchigen Sommerferien 
(vorne E. 2.1).  

2.3 Soweit der Kindsvater in seiner Stellungnahme zur Beschwerde verlangt, «explizit 
Ferien im Ausland in diese Regelung einzubeziehen um Konflikte über dieses Thema zu 
vermeiden», verlangt er vom Gericht, dass dieses anstelle der hierfür eigentlich 

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zuständigen KESB (Art. 275 Abs. 1 ZGB) weitergehende Anordnungen über den 
persönlichen Verkehr trifft, was nicht angeht. Sofern er auch unabhängig des vorliegenden 
Verfahrens eine diesbezügliche Regelung wünscht und sich eine Einigung mit der 
Kindsmutter auch unter Mitwirkung der Beiständin nicht erreichen lässt, wird er einen 
entsprechenden Antrag der zuständigen KESB zu unterbreiten haben. 

3. Zusammenfassend besteht kein Anlass zur Aufhebung oder Abänderung des 
KESB-Entscheids Nr. 2021/1618 vom 9. November 2021 im angefochtenen Punkt der 
Ferienregelung. Die Beschwerde ist als unbegründet abzuweisen. 

4. In Kindesschutzfällen sind gemäss § 57 Abs. 2 EG ZGB keine Kosten zu erheben. 
Vorliegend besteht auch kein Anlass zur Zusprache von Parteientschädigungen. Die 
unterliegende Kindsmutter hat hierauf keinen Anspruch (§ 28 Abs. 2 VRG), ebenso wenig 
wie die KESB (§ 28 Abs. 2a VRG). Schliesslich sind dem unvertretenen Kindsvater keine 
Aufwendungen entstanden, die über das für die Besorgung der persönlichen 
Angelegenheiten üblicherweise zumutbare Mass hinausgehen, so dass auch er keinen 
Anspruch hat auf eine Parteientschädigung (e contrario: § 7 Abs. 3 der Verordnung über 
die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht; BGS 162.12; weiter VGer ZG V 
2020 3 E. 7.2; vgl. ausserdem analog zur Rechtsprechung bezüglich des Verfahrens vor 
Bundesgericht etwa BGer 2C_698/2020 vom 3. November 2020 E. 7.3 mit Hinweisen). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an die Beschwerdegegnerin sowie an die 
Verfahrensbeteiligten. 

Zug, 7. April 2022

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am