# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2672ceb1-9779-56d1-a5c2-10f51e095e21
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-02-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.02.2021 D-236/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-236-2021_2021-02-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-236/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  F e b r u a r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richterin Roswitha Petry; 

Gerichtsschreiberin Regula Frey. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am  

(…), Jordanien,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 17. Dezember 2020 / N (…). 

 

 

 

D-236/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Beschwerdeführer – im Besitz eines von den schweizerischen 

Behörden in B._______ ausgestellten Schengen-Visums – sein Heimat-

land am 29. November 2018 auf dem Luftweg Richtung C._______ ver-

liess, wo er – gemäss Stempelung im Reisepass – gleichentags in 

D._______ ankam, 

dass er eigenen Angaben zufolge nach einem kurzen Aufenthalt in der 

Schweiz nach E._______ weiterreiste, 

dass er E._______ nach einem ungefähr einjährigen Aufenthalt verliess 

und via F._______ und C._______ illegal in die Schweiz gelangte, 

dass aus den Akten hervorgeht, dass er beim Migrationsdienst des Kan-

tons Bern am 24. Januar 2020 um (…) ersuchte, wobei er den vorgenann-

ten Behörden mitteilte, am 17. Januar 2020 in die Schweiz eingereist zu 

sein, 

dass er am 8. April 2020 beim SEM um Asyl ersuchte und am 14. April 2020 

die Mitarbeitenden des Rechtsschutzes für Asylsuchende im Bundesasyl-

zentrum Region Bern für seiner Vertretung bevollmächtigte,  

dass am 14. April 2020 die Personalienaufnahme (PA) erfolgte und am 

15. Mai 2020 die Anhörung zu den Asylgründen nach Art. 29 AsylG durch-

geführt wurde, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der PA angab, am 4. Januar 2020 

in die Schweiz eingereist zu sein, 

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, aufgrund seiner Bisexualität sei er in seinem Heimatland diskrimi-

niert worden und er habe in Jordanien nicht so leben können wie er dies 

möchte, 

dass er in der Folge von der befragenden Person auf seinen Anspruch, in 

einem reinen Männerteam angehört zu werden, hingewiesen wurde, wobei 

er darauf verzichtete, von seinem Anspruch Gebrauch zu machen, und ex-

plizit erklärte, die Anhörung im bestehenden Rahmen weiterführen zu wol-

len (vgl. A19/20 S. 5),  

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Seite 3 

dass er sodann weiter ausführte, aufgrund seiner sexuellen Orientierung 

würde ihm in Jordanien eine Haftstrafe drohen, 

dass sich selbst seine Freunde von ihm abgewendet hätten, ihm kein Res-

pekt entgegengebracht werde und sein Leben in Jordanien am Ende sei, 

sogar den Tod hätte er zu befürchten, 

dass seine Frau im Jahr 2017 von seiner Bisexualität und seiner Aussen-

beziehung mit einem Arbeitskollegen erfahren habe, worauf die Schwierig-

keiten angefangen hätten, 

dass er sich von diesem Mann habe trennen wollen, alsdann dieser ver-

sucht habe, ihn zu erpressen, und mit der Bekanntgabe seiner homosexu-

ellen Beziehung gedroht habe, 

dass er auf die Erpressungsversuche nicht eingegangen sei, worauf sein 

damaliger Partner seinen Schwiegervater kontaktiert und ihm alles erzählt 

habe,  

dass seine Ex-Frau zu ihrer Familie zurückgekehrt sei und ihm wegen sei-

ner Bisexualität verboten habe, den gemeinsamen Sohn zu sehen, was 

sein grösstes Problem darstelle, 

dass ihm seitens der Familie seiner Ex-Frau mit dem Tod gedroht worden 

sei, falls er nicht aufhören würde, den Kontakt zu seinem Sohn zu suchen, 

dass er von ihren Familienangehörigen als «gay» bezeichnet und blossge-

stellt worden sei, sein Ruf ruiniert sei und er nicht mehr respektiert werde, 

dass mehrere Personen in sein Haus eingebrochen seien und dieses zer-

stört hätten, worauf er sich bis zu seiner Ausreise bei seinem Bruder auf-

gehalten habe, 

dass er in Jordanien den berühmtesten G._______ im ganzen Land beses-

sen habe, zwischenzeitlich aber seine Angestellten gekündigt hätten, die 

Kundschaft weggeblieben sei und er seinen G._______ habe verkaufen 

und als Angestellter weiterarbeiten müssen, 

dass er bei einer Rückkehr mit Diskriminierung, Unterdrückung und Belei-

digungen zu rechnen hätte und sein Leben dort «am Ende» sei,   

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Seite 4 

dass der Migrationsdienst des Kantons Bern mit Verfügung vom 15. Mai 

2020 auf das Gesuch um (…) nicht eintrat, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer am 27. Mai 2020 mitteilte, sein Asyl-

gesuch werde fortan im erweiterten Verfahren behandelt und er werde dem 

Kanton Wallis zugeteilt, 

dass die dem Beschwerdeführer zugeteilte Rechtsvertreterin dem SEM am 

3. Juli 2020 die Beendigung des Mandatsverhältnisses mitteilte, 

dass eine neue Rechtsvertreterin der Vorinstanz am 28. Juli 2020 die Man-

datsübernahme anzeigte,  

dass der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren unter anderem 

seinen Pass (Original) sowie Unterlagen zu seiner Scheidung (Kopien) zu 

den Akten reichte, 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

17. Dezember 2020 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 

den Vollzug anordnete, 

dass es zur Begründung im Wesentlichen anführte, Homosexualität/Bise-

xualität sowie homo- oder bisexuelle Handlungen seien – entgegen den 

vom Beschwerdeführer gemachten Äusserungen – nach dem jordanischen 

Strafgesetzbuch nicht strafbar, 

dass das soziale Umfeld für Homosexuelle in Jordanien als toleranter als 

in vielen anderen Teilen des Nahen Ostens gelte, auch wenn es teilweise 

zu einer gesellschaftlichen Stigmatisierung kommen könne, 

dass es eine aktive «Homosexuellen-Community» gebe, welche in der 

Kunstszene sowie im Nachtleben aktiv sei, Magazine veröffentliche und 

Organisationen gegründet habe, welche in verschiedenen Formen Unter-

stützung anbieteten,  

dass Homosexualität, und demzufolge erst recht Bisexualität, nicht verbo-

ten, nicht illegal und damit auch nicht strafbar seien, weshalb Homosexua-

lität und Bisexualität in Jordanien nicht per se zu einer flüchtlingsrelevanten 

Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG führten, 

dass die geltend gemachten gesellschaftlichen Nachteile nicht hinreichend 

intensiv und damit nicht genügend ernsthaft im Sinne von Art. 3 AsylG 

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seien, und ihm zudem als jordanischer Staatsangehöriger der vorhandene 

und zugängliche staatliche Schutz gegen allfällige Verfolgungsmassnah-

men durch Drittpersonen offenstehe,  

dass sodann der Umstand, dass er erst über eineinhalb Jahre nach seiner 

Ausreise, nach einem etwa einjährigen Aufenthalt in einem sicheren 

Schengen-Staat (E._______) und nachdem er sich erfolglos um eine 

H._______ bemüht habe, einen Asylantrag gestellt habe, gegen eine un-

mittelbar drohende, generelle Gefährdung seiner Person aufgrund seiner 

sexuellen Orientierung spreche,  

dass demnach festzuhalten sei, dass vorliegend keine objektive begrün-

dete Furcht vor einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung aufgrund 

seiner sexuellen Orientierung in Jordanien bestehe und ihm der staatliche 

Schutz gegen allfällige Übergriffe gegen ihn offenstehe, weshalb seine Vor-

bringen als flüchtlingsrechtlich nicht relevant zu qualifizieren seien, 

dass dem familienrechtlichen Sorgerechtsstreit an sich keine flüchtlings-

rechtliche Relevanz zukomme, und es im Übrigen keine Hinweise gebe, 

ihm sei diesbezüglich der staatliche Schutz versagt worden oder würde ihm 

versagt, 

dass weder aufgrund der gesellschaftlichen Diskriminierungen gegenüber 

homo- oder bisexuellen Personen noch aufgrund der familienrechtlichen 

Probleme von einem unerträglichen psychischen Druck auszugehen sei, 

der dem Beschwerdeführer ein Verbleib im Heimatland verunmöglichen 

würde, 

dass der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Januar 2021 gegen den 

vorinstanzlichen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

erhob und sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und 

die Asylgewährung beantragte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht den Eingang der Beschwerde am 

19. Januar 2021 bestätigte,  

dass die Instruktionsrichterin dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfü-

gung vom 20. Januar 2021 zur Bezahlung eines Kostenvorschusses in der 

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Seite 6 

Höhe von Fr. 750.– eine Frist bis zum 4. Februar 2021 ansetzte und gleich-

zeitig festhielt, er dürfe den Abschluss des Verfahrens gestützt auf Art. 42 

AsylG (SR 142.31) in der Schweiz abwarten, 

dass der Kostenvorschuss am 28. Januar 2021 geleistet wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem zuständig für die Be-

handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM ist, wobei das 

Gericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig entscheidet, ausser – was vor-

liegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG) 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG oder 

AsylG nichts Anderes bestimmen (Art. 37 VGG; Art. 6 und Art. 105 ff. 

AsylG), 

dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht worden ist und der 

Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat, 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdi-

ges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und da-

her zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 2 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Auslän-

derrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt,  

dass daher auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Beschwer-

deentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 

AsylG), 

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Seite 7 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, des 

Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen gelten, die einen unerträgli-

chen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 17. Dezember 2020 ausführlich 

dargelegt hat, wieso sie zum Schluss gelangte, der Beschwerdeführer er-

fülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, weshalb – um unnötige Wiederholun-

gen zu vermeiden – vorab auf die zu bestätigende Verfügung verwiesen 

werden kann, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift wiederholt den be-

reits aktenkundigen Sachverhalt aufführt und ergänzend ausführt, dass er 

klarstellen wolle, dass die «Heteroehe» in Jordanien eine Pflicht sei und es 

keine gesellschaftliche Akzeptanz für unverheiratete Frauen und Männer 

gebe, 

dass der Druck enorm sei und man schliesslich nicht seinen Status verlie-

ren möchte, was denn auch das Wichtigste sei, 

dass er die aufgrund seiner sexuellen Orientierung erlittenen Übergriffe 

nicht bei der Polizei habe melden können, da er sonst für sechs Monate 

inhaftiert worden wäre, was beweise, dass die Menschenrechte in Jorda-

nien keine Gültigkeit hätten, 

dass die jordanischen Behörden im Jahre (…) ein Konzert seiner Lieblings-

band abgesagt hätten, was unter anderem daran gelegen habe, dass sich 

der Sänger der Band offen zu seiner Homosexualität bekannt habe, 

dass vorab festzuhalten ist, dass mit der erneuten Wiedergabe des akten-

kundigen Sachverhalts lediglich sinngemäss appellatorische Kritik am vor-

instanzlichen Entscheid geübt wird, worauf nicht weiter einzugehen ist, 

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Seite 8 

dass sodann aus dem Verweis auf den gesellschaftlichen Druck zur Ehe-

schliessung kein Verfolgungsmotiv im Sinne von Art. 3 AsylG ersichtlich ist, 

dass sich die Erklärung, er habe die erlittenen Übergriffe nicht polizeilich 

gemeldet, da er mit einer sechsmonatigen Haftstrafe hätte rechnen müs-

sen, als nicht ausschlaggebend erweist, zumal Homo- beziehungsweise 

Bisexualität in Jordanien nicht strafbar ist, 

dass er sich im Fall von weiteren Behelligungen oder befürchteten Über-

griffen an die zuständigen Behörden seines Heimatlandes wenden kann 

und es ihm zuzumuten ist, den dort vorhandenen staatlichen Schutz in An-

spruch zu nehmen, zumal von der grundsätzlichen Schutzfähigkeit und 

Schutzwilligkeit der jordanischen Behörden auszugehen ist, 

dass er auch aus dem Hinweis auf ein im Jahr (…) – unter anderem auf-

grund der sexuellen Orientierung des Sängers – abgesagten Konzerts sei-

ner Lieblingsband nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, 

dass weder vom SEM noch vom Bundesverwaltungsgericht in Abrede ge-

stellt wird, dass es im Heimatland des Beschwerdeführers zu Behelligun-

gen und gesellschaftlicher Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orien-

tierung kommen kann, 

dass sich das Bundesverwaltungsgericht – ohne die geltend gemachte ge-

sellschaftliche Stigmatisierung zu verkennen – der Auffassung des SEM 

anschliesst, dass diese Behelligungen keine asylrelevante Intensität errei-

chen, weshalb vorliegend keine objektiv begründete Furcht vor einer flücht-

lingsrechtlich relevanten Verfolgung besteht, 

dass sich die Vorinstanz auch zutreffend zu den vom Beschwerdeführer 

geltend gemachten Ereignissen im Zusammenhang mit seiner Ex-Frau be-

ziehungsweise deren Familienangehörigen geäussert hat, 

dass darauf verzichtet werden kann, auf die weiteren Darlegungen in der 

Beschwerdeschrift sowie die angeführten Internet-Links einzugehen, da 

sie nicht geeignet sind, zu einer anderen Beurteilung zu führen,  

dass das SEM nach dem Gesagten die Flüchtlingseigenschaft des Be-

schwerdeführers zu Recht verneint und sein Asylgesuch abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

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Seite 9 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4, 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-

nach vom SEM zu Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie 

sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we-

nigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung  

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

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Seite 10 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass die allgemeine Lage in Jordanien weder von Bürgerkrieg noch von 

allgemeiner Gewalt gekennzeichnet ist, so dass der Vollzug der Wegwei-

sung dorthin grundsätzlich zumutbar erscheint, 

dass der, gemäss Akten, gesunde Beschwerdeführer über eine sehr gute 

Schulbildung, eine langjährige Arbeitserfahrung als I._______ sowie über 

ein familiäres und soziales Beziehungsnetz im Heimatland als auch im Aus-

land verfügt, weshalb die wirtschaftliche und soziale Reintegration als ge-

sichert gelten dürfte, 

dass selbst bei Annahme, einige Familienmitglieder hätten sich wegen sei-

ner sexuellen Orientierung von ihm abgewandt (vgl. SEM-act. 1064768 

19/20 S.10), angesichts der konkreten Verhältnisse noch vom Bestehen 

eines genügenden familiären und sozialen Beziehungsnetzes auszugehen 

ist,  

dass aus diesen Gründen nicht zu befürchten ist, er würde bei einer Rück-

kehr an seinen Herkunftsort in eine existenzbedrohende Situation geraten, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass auch das in fast allen Staaten der Welt bestehende Risiko einer Infi-

zierung mit SARS-CoV-2 für sich allein der Durchführbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs nicht entgegensteht, 

dass der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der Wegweisung demnach 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwer-

de abzuweisen ist, 

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Seite 11 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–   

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG), 

wobei der am 28. Januar 2021 in gleicher Höhe geleistete Kostenvor-

schuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-236/2021 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Regula Frey 

 

 

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