# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dfb713af-793f-5922-b2b2-a13840dfa97c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.08.2025 UE250137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE250137_2025-08-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: UE250137-O/U/BEE>HEI

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i.V., und Dr. iur. P. Klaus, 

Ersatzoberrichterin Dr. iur. C. Schoder sowie Gerichtsschreiberin 

Dr. iur. E. Welte

Beschluss vom 21. August 2025

in Sachen

A._____, 
Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, 

gegen

1. B._____, 
2. Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, 
Beschwerdegegner

betreffend Nichtanhandnahme 

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft Zürich-Sihl vom 27. März 2025

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Erwägungen:

I.

1. Mit Eingabe vom 6. Oktober 2023 liess A._____ (nachfolgend: Beschwerde-

führer) durch seinen Rechtsvertreter bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (nach-

folgend: Staatsanwaltschaft) Strafanzeige gegen B._____ (nachfolgend: Be-

schwerdegegner 1) erstatten wegen Verleumdung, eventualiter übler Nachrede. 

Gemäss Strafanzeige hätten zwei Schreiben von Rechtsanwalt C._____, dem 

Rechtsvertreter des Beschwerdegegners 1, an dessen vormalige Arbeitgeberin, die 

D._____ AG (D._____), ehrverletzende Äusserungen betreffend den Beschwerde-

führer enthalten (Urk. 12/1). 

2. Mit Verfügung vom 27. März 2025 nahm die Staatsanwaltschaft eine Strafun-

tersuchung gegen den Beschwerdegegner 1 nicht an die Hand (Urk. 3/1).

3. Dagegen liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. April 2025 fristge-

recht Beschwerde erheben mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung sei auf-

zuheben und die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, eine Strafuntersuchung ge-

gen den Beschwerdegegner 1 zu eröffnen, und es seien die notwendigen Untersu-

chungshandlungen durchzuführen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zu-

züglich MwSt., zu Lasten der Staatskasse (Urk. 2). 

4. Mit Verfügung vom 16. April 2025 wurde dem Beschwerdeführer aufgegeben, 

zur Deckung der ihn allfällig treffenden Prozesskosten eine Prozesskaution zu leis-

ten, welche Zahlung innert Frist einging (Urk. 5; Urk. 8). Sodann wurde die Be-

schwerdeschrift der Staatsanwaltschaft und dem Beschwerdegegner 1 zur (freige-

stellten) Stellungnahme übermittelt (Urk. 9). Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf 

Äusserung (Urk. 11). Der Beschwerdegegner 1 liess sich nicht vernehmen. Die Un-

tersuchungsakten wurden beigezogen (Urk. 12). Das Verfahren ist spruchreif.

5. Infolge Abwesenheit eines Kammermitglieds und in Nachachtung des Be-

schleunigungsgebots ergeht vorliegender Entscheid – entgegen der Ankündigung 

(vgl. Urk. 5 S. 3) – teilweise in anderer Besetzung bzw. zufolge hoher Geschäftslast 

unter Mitwirkung einer Stellvertretung des Kammerpräsidenten .

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6. Soweit der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift auf seine frühere Ein-

gabe an die Staatsanwaltschaft vom 24. Februar 2025 (ergänzende Anzeigeschrift) 

verweist (vgl. Urk. 2 Rz. 19), ist Folgendes festzuhalten: Derartige Verweise auf 

frühere Rechtsschriften sind grundsätzlich unbeachtlich, da die Begründung in der 

Beschwerdeschrift selbst enthalten sein muss, hat sich doch diese Eingabe mit dem 

Anfechtungsobjekt auseinanderzusetzen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

1B_289/2018 vom 26. Juli 2018 E. 1 und 6B_971/2015 vom 5. April 2016 E. 3, insb. 

mit Verweis auf BGE 140 III 115 E. 2). Somit haben die nicht in den Eingaben im 

vorliegenden Verfahren enthaltenen Ausführungen unberücksichtigt zu bleiben.

II.

1. Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. 

Dagegen ist die Beschwerde bei der III. Strafkammer zulässig (Art. 310 Abs. 2 

i. V. m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG). 

2. Zur Beschwerde legitimiert ist, wer ein rechtlich geschütztes Interesse an der 

Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 382 Abs. 1 

StPO). Das Vorliegen der Beschwerdelegitimation ist von Amtes wegen zu prüfen. 

Die Pflicht zur Begründung der Beschwerde nach Art. 396 Abs. 1 StPO erstreckt 

sich allerdings auch auf die Frage der Legitimation (Urteil des Bundesgerichts 

1B_339/2016 vom 17. November 2016 E. 2.1; vgl. auch GUIDON, Die Beschwerde 

gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Zürich u.a. 2011, N 216). 

Die Beschwerde ist als Rechtsmittel prinzipiell darauf gerichtet, anstelle eines 

für den Betroffenen nachteiligen einen für ihn günstigeren Entscheid herbeizufüh-

ren (JOSITSCH/SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4. Aufl. 

2023, Rz. 1458). Art. 382 Abs. 1 StPO konkretisiert dies dahingehend, dass eine 

Partei ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines 

Entscheids haben, mithin beschwert sein muss, um ein Rechtsmittel ergreifen zu 

können. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 382 Abs. 1 StPO 

verlangt die Beschwerdebefugnis eine direkte persönliche Betroffenheit der recht-

suchenden Person in den eigenen rechtlich geschützten Interessen (BGE 143 IV 

475 E. 2.9). Dies trifft auf die geschädigte Person i.S.v. Art. 115 Abs. 1 StPO zu, 

https://bger.li/1B_339-2016

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die durch die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist. Als durch die 

Straftat unmittelbar verletzt gilt diejenige Person, die Trägerin des durch die ver-

letzte Strafnorm geschützten oder zumindest mitgeschützten Rechtsguts ist 

(BGE  143 IV 77 E. 2.2; 141 IV 380 E. 2.2). Keine Beschwer liegt vor, wenn die 

angefochtene hoheitliche Verfahrenshandlung (nur) für andere nachteilig ist 

(BGE 145 IV 161 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_942/2016 vom 7. Septem-

ber 2017 E. 2.3; GUIDON, a. a. O., Rz. 232 ff. m. H.; JOSITSCH/SCHMID, a. a. O., 

Rz. 1458).

3. Der Beschwerdeführer lässt zu seiner Beschwerdelegitimation ausführen, er 

habe als Geschädigter am 6. Oktober 2023 eine Strafanzeige gegen den Be-

schwerdegegner 1 wegen mutmasslicher Verleumdung, eventualiter übler Nach-

rede erstattet. Mit Schreiben vom 24. Februar 2025 habe er zudem den Vorwurf 

der mutmasslichen Verletzung des Bankgeheimnisses durch den Beschwerdegeg-

ner 1 erhoben. Gegenstand der angefochtenen Verfügung seien die Vorwürfe, die 

er in den genannten Schreiben geltend gemacht habe. Unter Wahrung der Straf-

antragsfrist habe er Strafantrag betreffend die Ehrverletzungsdelikte gestellt und 

sich als Privatkläger sowohl im Straf- als auch im Zivilpunkt konstituiert, womit er 

legitimiert sei, die Nichtanhandnahmeverfügung anzufechten (Urk. 2 Rz. 5 ff.).

4. Wie dargelegt, setzt die strafprozessuale Beschwerdelegitimation eine direkte 

persönliche Betroffenheit der rechtsuchenden Person in ihren eigenen rechtlich ge-

schützten Interessen voraus, was im Bereich des Vorwurfs der Verletzung des 

Bankgeheimnisses auf den betroffenen Geheimnisherrn zutrifft. Art. 47 BankG 

schützt nicht Unternehmensdaten, sondern Persönlichkeitsrechte des Bankkunden 

(vgl. BGE 145 IV 114 E. 3.3.2). Unmittelbar in seinen Rechten verletzt ist mit Bezug 

auf die zur Anzeige gebrachte Verletzung des Bankgeheimnisses mithin allenfalls 

der von den beanstandeten Handlungen des Beschwerdegegners 1 betroffene 

Bankkunde, sollte die in der ergänzenden Anzeigeschrift präsentierte Sachverhalts-

darstellung zutreffen. Es ist demgegenüber nicht ersichtlich und wird vom Be-

schwerdeführer auch nicht aufgezeigt, inwiefern er selber in seinen eigenen Rech-

ten (unmittelbar) geschädigt worden sein soll. Vielmehr macht er einen allfälligen 

Schaden eines Dritten geltend, welcher ihn offensichtlich nicht zur Beschwerdeer-

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hebung legitimiert. Einen solchen Schaden müsste der vom angeblichen Geheim-

nisverrat betroffene Bankkunde selber geltend machen. Somit ist die Geschädig-

tenstellung des Beschwerdeführers mangels Betroffenheit in eigenen Rechten zu 

verneinen und er ist mit Bezug auf den Vorwurf der Verletzung des Bankgeheim-

nisses (als blosser Anzeigeerstatter) nicht zur Beschwerdeerhebung gegen die an-

gefochtene Verfügung legitimiert. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

III.

1. Die Staatsanwaltschaft erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli-

chen, das Schreiben vom 6. Juli 2023 von Rechtsanwalt C._____ als Rechtsvertre-

ter des Beschwerdegegners 1 an die D._____ bzw. deren Verwaltungsratsvorsit-

zenden E._____ sei vor dem Hintergrund des beendeten Arbeitsverhältnisses und 

der geltend gemachten missbräuchlichen Kündigung zu sehen. Dabei müsse es 

den Parteien in einem Rechtsstreit möglich sein, im Rahmen einer Begründung ihre 

Standpunkte darzulegen, sofern sie sich auf das Notwendige beschränkten, sich 

sachbezogen äusserten, Behauptungen nicht wider besseres Wissen aufstellten 

und blosse Vermutungen als solche bezeichneten. Um eine Rechtsposition auf den 

Punkt zu bringen, sollten innerhalb dieser Grenzen Standpunkte auch etwas poin-

tierter vertreten werden dürfen, ohne dabei jedoch völlig sachwidrig oder unnötig 

beleidigend zu sein. Im vorliegenden Kontext dürfe der Beschwerdegegner 1 zur 

Substantiierung der von ihm behaupteten missbräuchlichen Kündigung seinen 

Standpunkt in den Grenzen der Rechtsordnung grundsätzlich darlegen. In diesem 

Lichte sei daher die Äusserung fehlender "checks and balances" und eines struk-

turellen Problems "einer überhöhten Machtposition des CEO, in welche die MROS-

Meldung nicht passte" noch nicht als ehrverletzend im Sinne von Art. 173 f. StGB 

zu qualifizieren, zumal dies im Schreiben ausdrücklich als "Eindruck" und damit als 

Vermutung bezeichnet werde. Der Äusserung der fehlenden Bereitschaft zur 

MROS-Meldung gebe der zitierte CEO-Bericht einen Kontextbezug. Im Rahmen 

eines Rechtsstreits um eine missbräuchliche Kündigung sei einer Partei auch die 

Behauptung zuzugestehen, man sei mit sofortiger Wirkung freigestellt worden, da 

man sich nicht gescheut habe, seine aufsichtsrechtlichen Pflichten zu erfüllen. 

Noch weniger lasse sich eine ehrverletzende Äusserung erkennen im allgemeinen 

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Hinweis auf die strenge Gerichtspraxis, "wenn es darum ging, Arbeitnehmer 'loszu-

werden', welche sich für die Umsetzung der gesetzlichen Compliance-Vorgaben 

einsetzen" (Urk. 3/1). 

2. Der Beschwerdeführer entgegnet zusammengefasst, mit den Äusserungen im 

Schreiben von Rechtsanwalt C._____ an die D._____ vom 6. Juli 2023 werfe der 

Beschwerdegegner 1 ihm vor, er habe zu einem Zeitpunkt, als er noch CEO der 

D._____ gewesen sei, eine angeblich erforderliche MROS-Meldung unterlassen. 

Dieser Vorwurf unterstelle ein strafrechtlich relevantes Verhalten, zumal sowohl die 

vorsätzliche als auch die fahrlässige Verletzung der Meldepflicht nach Art. 9 GwG 

i.V.m. Art. 37 Abs. 1 und Abs. 2 GwG strafbar sei. Die Staatsanwaltschaft setze 

sich in der angefochtenen Verfügung mit den Voraussetzungen einer Ehrverletzung 

sowie mit den konkreten Äusserungen bloss summarisch auseinander und sie habe 

dabei das Recht unrichtig angewendet. So verkenne sie, dass die von ihr zitierten 

Quellen die Zulässigkeit einer pointierten Ausdrucksweise nur für Prozessparteien 

in einem Gerichtsverfahren befürworteten. Die zitierten Quellen thematisierten pro-

zessuale Darlegungs- und Begründungspflichten, die hier aber nicht bestanden 

hätten. Zudem belegten sie keineswegs, dass ehrverletzende Äusserungen zum 

Nachteil aller Personen, die in irgendeiner Weise mit einem Rechtsstreit in Verbin-

dung stünden, getätigt werden dürften. Er und der Beschwerdegegner 1 seien am 

6. Juli 2023 keine Prozessparteien gewesen. Zu diesem Zeitpunkt habe es bloss 

einen aussergerichtlichen Rechtsstreit im Zusammenhang mit einer arbeitsrechtli-

chen Kündigung zwischen dem Beschwerdegegner 1 und seiner ehemaligen Ar-

beitgeberin, der D._____, gegeben. Inwiefern ein solcher aussergerichtlicher 

Rechtsstreit mutmasslich ehrverletzende Äusserungen gegenüber Drittpersonen 

rechtfertigen solle, erschliesse sich nicht. Die gesetzliche Vorgabe, wonach die 

Nichterfüllung eines Tatbestands eindeutig feststehen müsse, damit eine Nichtan-

handnahme gerechtfertigt sei, sei somit bei Weitem nicht befolgt worden. Zudem 

hätten sich zumindest eine Einvernahme des Beschwerdegegners 1 zu den streit-

gegenständlichen Äusserungen und eine Abklärung des Informationsaustauschs 

zwischen diesem und Rechtsanwalt C._____ hinsichtlich der fraglichen MROS-An-

zeige aufgedrängt (Urk. 2).

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3. Gemäss Art. 310 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichtan-

handnahme u.a., sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports fest-

steht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen ein-

deutig nicht erfüllt sind (lit. a). Die Staatsanwaltschaft eröffnet die Untersuchung 

erst, wenn sich aus den Informationen der Strafanzeige ein hinreichender Tatver-

dacht ergibt (vgl. Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). Nach der Rechtsprechung müssen 

die zur Eröffnung einer Strafuntersuchung erforderlichen Hinweise auf eine straf-

bare Handlung erheblicher und konkreter Natur sein, um einen hinreichenden Tat-

verdacht begründen zu können. Der Anfangsverdacht soll eine plausible Tatsa-

chengrundlage haben, aus der sich die konkrete Möglichkeit der Begehung einer 

Straftat ergibt (Urteile des Bundesgerichts 6B_830/2013 vom 10. Dezember 2013 

E. 1.4; 6B_560/2014 vom 3. November 2014 E. 2.4.1; 6B_718/2014 vom 10. De-

zember 2014 E. 1.3.1). Bei der Beurteilung der Frage, ob ein sachverhaltsmässig 

und rechtlich klarer Fall vorliegt, der nicht an die Hand zu nehmen ist, verfügt die 

Staatsanwaltschaft über einen gewissen Ermessensspielraum (Urteile des Bundes-

gerichts 6B_472/2020 vom 13. Juli 2021 E. 2.2.3; 6B_553/2019 vom 6. November 

2019 E. 3.1). Im Zweifelsfall ist eine Untersuchung zu eröffnen (BGE 137 IV 285 

E. 2.3).

4. Gemäss Art. 173 Ziff. 1 StGB macht sich der üblen Nachrede schuldig, wer 

jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsa-

chen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt so-

wie wer eine solche Beschuldigung oder Verdächtigung weiterverbreitet. Wegen 

Verleumdung gemäss Art. 174 Ziff. 1 StGB wird auf Antrag bestraft, wer jemanden 

wider besseres Wissen bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder an-

derer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder ver-

dächtigt oder wer eine solche Beschuldigung oder Verdächtigung wider besseres 

Wissen verbreitet. Die Aussage muss unwahr sein. Nebst Vorsatz muss ein Han-

deln wider besseres Wissen vorliegen. In Bezug auf die Unwahrheit der Aussage 

ist direkter Vorsatz erforderlich. Hinsichtlich der Wahrnehmung der Tatsachenbe-

hauptung durch Dritte genügt Eventualvorsatz (RIKLIN, in: Basler Kommentar Straf-

recht, 4. Aufl. 2019, Art. 174 N 4 ff.).

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Die Ehrverletzungstatbestände gemäss Art. 173 ff. StGB schützen das 

Rechtsgut Ehre. Darunter zu verstehen ist der Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein, 

d.h. sich so zu benehmen, wie sich nach allgemeiner Anschauung ein charakterlich 

anständiger Mensch zu verhalten pflegt (BGE 137 IV 313 E. 2.1.1; BGE 132 IV 112 

E. 2.1; BGE 131 IV 154 E. 1.2). Die Ehre wird verletzt durch jede Äusserung, wel-

che jemanden allgemein eines Mangels an Pflichtgefühl, Verantwortungsbewusst-

sein und Zuverlässigkeit oder sonst einer Eigenschaft bezichtigt, die geeignet wäre, 

ihn als Mensch verächtlich zu machen oder seinen Charakter in ein ungünstiges 

Licht zu rücken (BGE 145 IV 462 E. 4.2.2; BGE 105 IV 111 E. 3). Äusserungen, die 

sich lediglich eignen, jemanden in anderer Hinsicht, zum Beispiel als Geschäfts- 

oder Berufsmann, als Politiker oder Künstler in der gesellschaftlichen Geltung her-

abzusetzen, sind nicht ehrverletzend, vorausgesetzt, die Kritik an den strafrechtlich 

nicht geschützten Seiten des Ansehens trifft nicht zugleich die Geltung der Person 

als ehrbarer Mensch (Urteile des Bundesgerichts 6B_363/2017 vom 21. März 2018 

E. 2.4, 6B_584/2016 vom 6. Februar 2017 E. 3.1.2 m. H. und 6B_257/2016 vom 

5. August 2016 E. 1.4.3 m. H.). Um zu beurteilen, ob eine Äusserung ehrverletzend 

ist, ist nicht der Sinn massgebend, den ihr die betroffene Person gibt. Vielmehr ist 

auf eine objektive Auslegung gemäss der Bedeutung, die ihr der unbefangene 

durchschnittliche Dritte unter den gesamten konkreten Umständen beilegt, abzu-

stellen (Urteil des Bundesgerichts 6B_918/2016 vom 28. März 2017 E. 6.3 f. m. H.).

5. Vorab sind die Umstände zu berücksichtigen, unter welchen die inkriminierten 

Äusserungen erfolgten: Sowohl das Schreiben von Rechtsanwalt C._____ an die 

D._____ vom 24. Mai 2023 (Urk. 3/2 Beilage 3) als auch dasjenige vom 6. Juli 2023 

(Urk. 3/2 Beilage 2) stehen im Zusammenhang mit der Auflösung des Arbeitsver-

hältnisses mit dem Beschwerdegegner 1 durch die D._____ per 31. Mai 2023. Im 

ersten dieser beiden Schreiben legte der mit der arbeitsrechtlichen Vertretung des 

Beschwerdegegners 1 betraute Rechtsanwalt C._____ gegenüber dessen vorma-

liger Arbeitgeberin dar, aus welchen Gründen die Kündigung für den Beschwerde-

gegner 1 in keiner Weise absehbar gewesen sei und weshalb er diese für eine 

(missbräuchliche) Rachekündigung halte. Mithin erhob er darin Einsprache gegen 

die aus seiner Sicht nicht gerechtfertigte Kündigung des Arbeitsverhältnisses sei-

nes Klienten und legte die aus Sicht des Beschwerdegegners 1 noch bestehenden 

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pendenten Forderungen dar (vgl. Urk. 3/2, Beilage 3). Im Schreiben vom 6. Juli 

2023 schilderte Rechtsanwalt C._____ sodann namens und im Auftrag des Be-

schwerdegegners 1 aus dessen Sicht eingehend die zur Kündigung führenden Ab-

läufe (insbesondere im Kontext mit der MROS-Meldung, die den Stein des Anstos-

ses bildete, sowie mit weiteren Konflikten mit dem Beschwerdeführer als damali-

gem CEO) und brachte u.a. zum Ausdruck, dass der Beschwerdegegner 1 sich des 

Eindrucks nicht erwehren könne, die D._____ habe ihn loswerden wollen, weil na-

mentlich der Beschwerdeführer als CEO es nicht geduldet habe, dass er sich kon-

sequent für die Umsetzung der gesetzlichen Compliance-Vorgaben eingesetzt 

habe. Weiter wurden wiederum die aus der Sicht des Beschwerdegegners 1 noch 

pendenten Forderungen thematisiert und ein Vorschlag für eine aussergerichtliche 

Erledigung der Streitsache unterbreitet (Urk. 3/2, Beilage 2). Die D._____ ihrerseits 

legte in einem Schreiben an Rechtsanwalt C._____ vom 25. August 2023 ihren 

eigenen Standpunkt hinsichtlich der Abläufe im Vorfeld der Kündigung und weiterer 

Punkte dar (Urk. 3/2, Beilage 4). Wessen Darstellung der zur beanstandeten Kün-

digung führenden Vorgänge zutreffend ist, kann und muss an dieser Stelle nicht 

beurteilt werden. Wie sich den Schreiben von Rechtsanwalt C._____ aber unzwei-

deutig entnehmen lässt, kam es offenbar wiederholt zu Meinungsverschiedenhei-

ten zwischen dem Beschwerdeführer und dem Beschwerdegegner 1, welche nach 

Ansicht von Letzterem zur Kündigung von dessen Arbeitsverhältnis führten. 

6. In einem Kontext wie dem vorliegenden ist nicht leichthin anzunehmen, dass 

eine ehrenrührige Äusserung die Grenze für die Annahme einer strafbaren Ehrver-

letzung erreicht. Mit den beiden beanstandeten Schreiben hat der Beschwerdegeg-

ner 1 (bzw. dessen Rechtsvertreter) auf die zuvor seitens der D._____ ausgespro-

chene Kündigung, welche aus seiner Sicht als missbräuchlich zu qualifizieren ist, 

reagiert. In diesem Zusammenhang muss ihm zugestanden werden, dass er – um 

sich gegen die aus seiner Sicht missbräuchliche Kündigung zur Wehr zu setzen 

und seine Rechte gegenüber seiner vormaligen Arbeitgeberin zu wahren – seine 

eigene Sicht der Dinge darlegen und auch auf allfälliges Fehlverhalten der Gegen-

seite aufmerksam machen kann, welches seines Erachtens zur Kündigung geführt 

hat. Dazu gehört auch, dass er die Dinge beim Namen nennen bzw. auf die Vorge-

schichte mit angeblichen wiederholten Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm 

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und dem Beschwerdeführer als damaliger CEO, u.a. im Zusammenhang mit der 

Nicht-Erstattung einer aus seiner Sicht zwingend erforderlichen MROS-Meldung, 

Bezug nehmen darf. Mit Bezug auf letztere Thematik lässt sich den beiden Schrei-

ben sodann klar entnehmen, dass der Beschwerdegegner 1 seine eigene Wahr-

nehmung der betreffenden Vorgänge schildert und die vorgebrachten Umstände 

nicht als feststehende Tatsachen präsentiert. Dabei muss ihm auch zugestanden 

werden, die allgemeine Position des Beschwerdeführers sowie dessen Haltung hin-

sichtlich der Notwendigkeit der Erstattung einer MROS-Meldung kritisch zu würdi-

gen, zumal die diesbezügliche Uneinigkeit letztlich zur streitgegenständlichen Kün-

digung Anlass gegeben haben soll. Die betreffenden Ausführungen erweisen sich 

unter den gegebenen Umständen als sachbezogen und beschränken sich auf das 

für die Erläuterung des Standpunktes des Beschwerdegegners 1 Notwendige. 

Auch sind sie nicht unnötig beleidigend. Die Adressatin des Schreibens, die 

D._____ bzw. deren Verwaltungsratsvorsitzender E._____, wird in Kenntnis der 

vorangegangenen Unstimmigkeiten die beanstandeten Äusserungen naheliegen-

derweise auch vor ebendiesem Hintergrund verstanden und entsprechend mit Vor-

sicht zu würdigen gewusst haben. 

Dass im Zeitpunkt des Versands der beanstandeten Schreiben noch kein for-

melles Prozessrechtsverhältnis bestand, sondern erst eine allfällige aussergericht-

liche Bereinigung der Streitsache (mittels einer entsprechenden Vereinbarung) im 

Raum stand, wie der Beschwerdeführer moniert, ändert am Gesagten nichts, zumal 

die Interessenwahrung naturgemäss schon vor dem Bestehen eines Prozess-

rechtsverhältnisses ihren Anfang nimmt. Fehl geht auch sein Einwand, es handle 

sich um mutmasslich ehrverletzende Äusserungen gegenüber einer Drittperson 

(gemeint ist wohl der Verwaltungsratspräsident der D._____, E._____, als Adressat 

der Schreiben vom 24. Mai 2023 und vom 6. Juli 2023), war doch der Beschwerde-

führer als damaliger CEO der D._____ in die Vorgänge, welche letzten Endes zur 

beanstandeten Kündigung geführt haben sollen, direkt involviert. Auch wenn sich 

der Beschwerdeführer an den Ausführungen von Rechtsanwalt C._____ stört, 

überschritten die Äusserungen (sofern diese überhaupt als ehrenrührig zu qualifi-

zieren sind) – unter Berücksichtigung der gesamten Umstände, unter denen sie 

erfolgten – die Schwelle, die für eine Bestrafung nach dem Strafgesetzbuch not-

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wendig ist, klarerweise nicht. Die Tatbestände der üblen Nachrede und der Ver-

leumdung sind somit nicht erfüllt. Dies gilt umso mehr, als die Äusserungen nur 

gegenüber den bei der D._____ tätigen Personen, welche in die Vorgänge rund um 

die Kündigung des Arbeitsverhältnisses des Beschwerdegegners 1 involviert waren 

bzw. darüber Bescheid wussten, erfolgten, nicht aber gegenüber aussenstehenden 

Drittpersonen. 

7. Im Ergebnis ist die Nichtanhandnahme einer Strafuntersuchung durch die 

Staatsanwaltschaft nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich als unbe-

gründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

IV.

1. Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 

(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Be-

achtung der Bemessungskriterien von § 2 Abs. 1 lit. b-d GebV OG (Bedeutung und 

Schwierigkeit des Falls, Zeitaufwand des Gerichts) und gestützt auf § 17 Abs. 1 

GebV OG auf Fr. 1'300.– festzusetzen. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdefüh-

rer keinen Anspruch auf Entschädigung. Auch dem Beschwerdegegner 1 ist man-

gels Umtrieben keine Entschädigung auszurichten.

2. Die Gerichtsgebühr ist aus der vom Beschwerdeführer geleisteten Prozess-

kaution zu beziehen. Im Restbetrag (Fr. 1'200.–) ist die Kaution dem Beschwerde-

führer nach Ablauf der Rechtsmittelfrist oder nach Erledigung allfälliger Rechtsmit-

telverfahren gegen den vorliegenden Entscheid unter Vorbehalt des staatlichen 

Verrechnungsrechts zurückzuerstatten.

Es wird beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'300.– festgesetzt und dem Beschwerde-

führer auferlegt.

3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.

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4. Die Gerichtsgebühr wird aus der geleisteten Prozesskaution bezogen. Im 

Restbetrag (Fr. 1'200.–) wird die Prozesskaution dem Beschwerdeführer 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zurückerstattet, 

unter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates.

5. Schriftliche Mitteilung an:

 Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, zweifach, für sich und den Beschwerde-
führer (per Gerichtsurkunde)

 den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde)
 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl ad … (gegen Empfangsbestätigung)

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl ad … unter Rücksendung der 
beigezogenen Akten (Urk. 12; gegen Empfangsbestätigung).

6. Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

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Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 21. August 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

lic. iur. A. Flury

Die Gerichtsschreiberin:

Dr. iur. E. Welte