# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d75fe83-7203-5bab-9f49-d2c364269e3e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.07.2021 720 20 414/182
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-414-182_2021-07-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 1. Juli 2021 (720 20 414 / 182) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Der Anspruch auf eine Invalidenrente wurde von der Vorinstanz zu Recht verneint, da die 

tatsächliche Leistungsfähigkeit der versicherten Person gestützt auf die medizinische 

Aktenlage im vorliegend massgebenden Zeitraum nicht mit überwiegender Wahrschein-

lichkeit sicher beurteilt werden kann, und sich diese Beweislosigkeit zu Ungunsten der 

versicherten Person auswirkt, da sie aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt ei-

nen Anspruch gegenüber der Vorinstanz ableiten will 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dor-
nach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
A. A.____, geboren 1962, arbeitete ab April 1990 in der Küche des Spitals B.____, seit dem 
Jahr 2002 in einem 80 % Pensum (act. 6). Mit Gesuch vom 20. Mai 2010 meldete sie sich unter 

 

 
 
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Hinweis auf eine schwere chronische Depression, Asthma, Migräne, Rheuma, Muskelschmerzen 
und Schwindel sowie Kraftlosigkeit im ganzen Körper zum Bezug von Leistungen der Schweize-
rischen Invalidenversicherung (IV) an (act. 2; vgl. dazu auch die Berichte von Dr. med. C.____, 
Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, vom 31. Mai 2010 [act. 5], und von Dr. med. D.____, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 14. August 2010 [act. 10]). Die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) liess die Versicherte durch das Ärztliche Begutachtungsinstitut (ABI) be-
gutachten. Dieses gelangte mit Gutachten vom 14. Februar 2011 zum Schluss, aus polydiszipli-
närer Sicht sei die Versicherte für jegliche leichten bis mittelschweren Tätigkeiten zu 80 % arbeits- 
und leistungsfähig (act. 20). In Anwendung der gemischten Methode stellte die IV-Stelle A.____ 
mit Vorbescheid vom 28. September 2011 die Ablehnung des Rentenanspruchs bei einem Inva-
liditätsgrad von 10 % in Aussicht (act. 25). Im Rahmen des anschliessend durchgeführten Ein-
wandverfahrens machte die Versicherte unter anderem eine Verschlechterung ihres Gesund-
heitszustands geltend. In der Folge ordnete die IV-Stelle eine Verlaufsbegutachtung durch das 
ABI an. Nachdem die Versicherte gegen die erneute Begutachtung durch das ABI Einwand erho-
ben hatte, hielt die IV-Stelle mit Zwischenverfügung vom 21. Juni 2012 an der von ihr geplanten 
Verlaufsbegutachtung durch das ABI fest (act. 49). Dagegen reichte die Versicherte Beschwerde 
beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), ein 
(act. 50). Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil vom 29. November 2012 gut und wies die An-
gelegenheit an die IV-Stelle zurück, damit sie den Gutachtensauftrag einem anderen Begutach-
tungsinstitut erteile (act. 56). In der Folge holte die IV-Stelle bei der asim (Academy of Swiss 
Insurance Medicine, Universitätsspital Basel) ein polydisziplinäres Gutachten ein (Gutachten vom 
31. Dezember 2013, act. 73). Dieses gelangte zum Schluss, die Versicherte sei auf dem ersten 
Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig. Der Regionale Ärztliche Dienst beider Basel (RAD) stellte nach 
Prüfung des asim-Gutachtens fest, dass das psychiatrische Teilgutachten den geforderten Qua-
litätsrichtlinien in mehreren Punkten nicht genüge, weshalb es zur Beurteilung des medizinischen 
Sachverhalts nicht herangezogen werden könne (Stellungnahme vom 15. Mai 2014, act. 77). In 
der Folge ordnete sie zur Symptomvalidierung die stationäre Begutachtung der Versicherten 
durch die Klinik X.____ an (act. 79 f.). Da sich A.____ mit dieser weiteren Begutachtung nicht 
hatte einverstanden erklären können (act. 81), erliess die IV-Stelle am 22. Januar 2015 erneut 
eine Zwischenverfügung, worin sie an der geplanten Durchführung der stationären Begutachtung 
durch die Klinik X.____ festhielt (act. 85). Auch gegen diese Zwischenverfügung liess die Versi-
cherte beim Kantonsgericht Beschwerde erheben (act. 87). Mit Urteil vom 2. Juli 2015 wies das 
Kantonsgericht die Beschwerde ab (act. 92). In der Folge wurde die Begutachtung stationär vom 
14. bis 18. März 2016 durch die Klinik X.____ durchgeführt (vgl. psychiatrisches Gutachten vom 
19. September 2016, act. 103). Gestützt darauf erliess die IV-Stelle am 11. Dezember 2017 einen 
weiteren Vorbescheid, mit welchem der Versicherten wiederum die Ablehnung des Rentenan-
spruchs in Aussicht gestellt wurde (act. 108). Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens liess die 
Versicherte neue medizinische Berichte der behandelnden Ärzte zu den Akten reichen. Nach 
Würdigung derselben hielt der RAD an der Einschätzung der Klinik X.____ fest (act. 137). Mit 
Verfügung vom 21. September 2020 schliesslich lehnte die IV-Stelle gestützt auf die psychiatri-
sche Beurteilung der Klinik X.____ vom 19. September 2016 und in Anwendung der gemischten 
Methode bei einer Aufteilung von 80 % Erwerb und 20 % Haushalt den Anspruch der Versicher-
ten auf eine Invalidenrente ab. 

 

 
 
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B. Dagegen liess A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, mit Eingabe vom 
26. Oktober 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht erheben und beantragte unter o/e-Kosten-
folge die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Verpflichtung der Beschwerdegegne-
rin, ihr auf den frühestmöglichen Zeitpunkt eine ganze Rente auszurichten. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 25. November 2020 ersuchte die Beschwerdegegnerin um 
Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Kantonsgericht ein-
gereichte Beschwerde vom 26. Oktober 2020 ist einzutreten. 
 
2. Streitgegenstand bildet der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente. 
Dabei ist zwischen den Parteien die Beweistauglichkeit des Gutachtens der Klinik X.____, das 
Ausmass der Arbeitsunfähigkeit aufgrund der psychischen Beschwerden, der Eintritt einer Ver-
schlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin nach der Begutachtung durch 
die Klinik X.____, die Anwendung der gemischten Methode sowie die Berechnung des Validen- 
und des Invalideneinkommens umstritten. 
 
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol-
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu-
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
 
3.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 sowie Art. 3 Abs. 1 und 
Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifika-
tionssystems abgestützte Diagnose voraus (BGE 145 V 215 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Eine 
fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich-
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der 
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der 
Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist dabei, ob es der 
leistungsbeanspruchenden, materiell beweisbelasteten versicherten Person gelingt, auf objekti-
vierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfä-
higkeit zu erbringen (Art. 7 Abs. 2 ATSG; BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 

 

 
 
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281 E. 3.7.2). Medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbsteinschätzungen und -limitierun-
gen sind nicht als invalidisierende Gesundheitsbeeinträchtigungen anzuerkennen (BGE 141 V 
281 E. 3.7.1). Der Rechtsanwender bzw. die Rechtsanwenderin prüft die medizinischen Angaben 
frei darauf hin, ob die Ärzte sich insbesondere an die massgebenden normativen Rahmenbedin-
gungen gehalten haben und ob respektive in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen an-
hand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 145 V 361 
E. 3.2.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 2020, 8C_423/2019, E. 3.2.2). 
 
3.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG versicherte Personen, die: 
a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeits-
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % in-
valid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf 
eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditäts-
grad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen versicherten Personen ist Art. 16 
ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades 
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Valideneinkommen). Bei versicherten Personen, die nur zum Teil erwerbstätig 
sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG (Einkommensvergleich) festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Haushalt tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a 
Abs. 2 IVG (Betätigungsvergleich) ermittelt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
und der Anteil der Tätigkeit im Haushalt zu bestimmen und der IV-Grad in beiden Bereichen zu 
bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf 
Unterlagen angewiesen, die ärztliche Fachleute zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder 
der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-
chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 f.). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das kantonale Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 

 

 
 
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hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange um-
fassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksich-
tigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob 
die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). 
Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 
vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für 
die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien 
in BGE 125 V 351 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Un-
tersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Be-
funde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle und das Verfahren vor dem kantonalen So-
zialversicherungsgericht sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. 
c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Die Verwaltung als verfügende 
Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen 
annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das 
Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimm-
ten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sach-
verhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b). Zu beachten ist, dass der Untersuchungsgrundsatz 
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der 
verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des kantonalen Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zu-
sammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen die 
Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid 
zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte 
ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, 
im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen 
(BGE 117 V 261 E. 3b mit Hinweisen). 
 

 

 
 
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5.1 Zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh-
rerin liegen die folgenden wesentlichen medizinischen Unterlagen bei den Akten: 
 
5.2 Mit Arztbericht vom 14. August 2010 diagnostiziert Dr. D.____ mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit eine seit Jahren bestehende rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.2), 
eine chronische somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), eine Enthesitis und Peritendinitis 
der Plantaraponeurose, eine arterielle Hypotonie mit Schwindel sowie eine Refluxkrankheit mit 
Übelkeit und Magenbrennen. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit würden ein Status nach 
Hysterektomie, ein allergisches Asthma und eine Rhinoconjunctivitis, eine Migräne, eine Urtikaria 
und eine chronische Opstipation vorliegen. Der aktuelle Zustand präsentiere sich mit chronischer 
Müdigkeit, Tagesschläfrigkeit, Schlafstörungen, chronischen Schmerzen, Konzentrationsstörun-
gen, negativem Denken, depressiver Verstimmung, Angstgefühlen, Kraftlosigkeit, Schwindelzu-
ständen mit schwerem Kopf, Fusssohlenschmerzen, Schulterschmerzen etc. Seit 11. November 
2009 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. 
 
5.3 Das ABI diagnostiziert mit polydisziplinärem Gutachten vom 14. Februar 2011 mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0) sowie eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4). Aus polydisziplinärer Sicht resultiere 
bei der Versicherten ab Januar 2009 für alle leichten bis mittelschweren Tätigkeiten eine Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit von 80 %, die vollschichtig realisierbar sei. In Bezug auf das jetzige Leiden 
habe die Versicherte angegeben, sie könne kaum den Kopf halten und habe Schwindel und Kopf-
schmerzen. Sie verspüre zudem eine Konzentrationsschwäche und ein Zittern und es werde ihr 
immer schwarz vor Augen. Sie habe ein Durcheinander mit den Händen und diese würden ein-
schlafen. Sie falle auch oft in Ohnmacht, habe Schulterschmerzen und Gelenkschmerzen bis in 
die Fersen. Der psychiatrische Gutachter hält als psychopathologischen Befund fest, dass die 
Versicherte sehr klagend gewesen sei und zu Beginn müde den Kopf in den Händen abgestützt 
habe. Nach der Untersuchung sei sie aufgrund der Schmerzen, die sie in den Beinen und in den 
Schultern verspürt habe, auffällig vorsichtig und langsam gegangen. Sie habe sehr dramatisie-
rend gewirkt. Bis auf eine depressive Stimmung und eine erhöhte Ermüdbarkeit und Schlafstö-
rungen hätten keine relevanten objektiven Befunde erhoben werden können. 
 
5.4 In der Folge wurde die Beschwerdeführerin durch das asim begutachtet. Mit Gutachten 
vom 31. Dezember 2013 gelangen die Fachärzte aus gesamtmedizinischer Sicht zum Ergebnis, 
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit lägen eine atypische Depression (ICD-10 F32.8), eine sons-
tige konversive Störung (ICD-10 F44.7) und eine undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-
10 F45.1) vor. Aufgrund der starken Störung des sozialen Verhaltens, der sehr stark verminderten 
emotionalen Belastbarkeit, der psychomotorischen Defizite und der starken gedanklichen Einen-
gung sei die Versicherte auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig. Aus somatischer Sicht 
lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit feststellen, die Arbeitsfähigkeit werde rein 
psychiatrisch bestimmt. Es sei davon auszugehen, dass es im November 2009 zu einer deutli-
chen Verschlechterung der psychischen Problematik gekommen und die Arbeitsfähigkeit seither 
aufgehoben sei. In Bezug auf das jetzige Leiden habe sich die Versicherte dahingehend geäus-
sert, dass sie völlig müde und kraftlos sei, starke Schmerzen in den Füssen habe, aber auch im 

 

 
 
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ganzen Körper und im Kopf. Sie leide unter Asthma. Sie sei immer müde, habe überall Schmer-
zen, Schwindel im Kopf und sie habe Mühe mit der Orientierung. Sie sehe Sachen doppelt und 
dreifach, alles sei wie verschwommen. Der Nachtschlaf sei schlecht, sie wache oft schreckhaft 
mit Angstgefühlen und Schreien aus dem Schlaf auf und könne nicht mehr einschlafen. Sie werde 
zunehmend vergesslich. Der Körper sei müde. Sie könne den Kopf nicht halten. Das Hauptprob-
lem sei, dass der Kopf schwer und gross sei, ein weiteres Problem seien die Fussschmerzen. 
 
5.5 Die Klinik X.____ diagnostiziert mit psychiatrischem Gutachten vom 19. September 2016 
im Rückblick eine rezidivierende depressive Störung, differenzialdiagnostisch eine chronische 
depressive Entwicklung im Sinne einer Dysthymie. Im Rahmen der aktuellen Beschwerden hält 
Dr. med. E.____, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH und medizinischer Leiter des 
Zentrums für Begutachtung der Klinik X.____, auf S. 25 f. fest, die Versicherte habe angegeben, 
dass sie, wenn sie ihre Medikamente nicht einnehme, nicht schlafen könne, vor Schmerzen wie 
verrückt schreien müsse und es ihr ganz schlecht gehe. Sie könne den Kopf nicht halten, den 
Körper nicht tragen und es laste ein grosses Gewicht auf ihr. In den Beinen habe sie keine Kraft, 
sie seien schwer. Sie fühle sich, als ob sie sterbe. Es falle ihr nichts leicht, es gebe zwei oder drei 
Minuten, wo es ihr gut gehe. Ihr Körper sei krank. Sie habe Schmerzen an den Füssen und Kopf-
schmerzen, die in den Nacken, in die Schultern bis zu den Füssen reichen würden. Sie leide auch 
unter Asthma und habe eine Allergie, zudem Panikattacken, wobei der ganze Körper zittere und 
sie schreien müsse. In seiner Beurteilung führt Dr. E.____ aus, die depressive Störung habe nach 
Aktenlage bis ins Jahr 2010 längerfristig keine schweren Ausmasse angenommen, wobei über 
die Schwere der erstmals beschriebenen depressiven Episode im Rahmen des Wochenbetts 
nichts bekannt sei. Es sei jedoch dokumentiert, dass die Versicherte bis 2009 gearbeitet habe, 
trotz offenbar emotional schwierigen Arbeitsbedingungen. All das lasse erkennen, dass sie bis 
ins Jahr 2009 nicht dauerhaft an einer ausgeprägten, ihre Arbeitsfähigkeit einschränkenden psy-
chischen Störung gelitten habe (S. 48). Das Gleiche gelte für ihre körperlichen Beschwerden, die 
durch somatische Diagnosen bedingt sein dürften, wobei im ABI-Gutachten von somatischer 
Seite her keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden sei. Im asim-Gut-
achten sei ebenfalls keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht festgestellt 
worden. 
 
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führt Dr. E.____ folgendes aus: Bei erheblichen inkonsistenten 
Beschwerden, nicht plausiblen Leistungseinschränkungen, bei an Sicherheit grenzender Wahr-
scheinlichkeit vorgetäuschter neuropsychologischer Störung, wenig konsistenten Befunden und 
wenig konsistentem Verhalten, einer hohen Diskrepanz zwischen angegebenen subjektiven Be-
schwerden und Einschränkungen sowie objektiv immer wieder präsentierter guter Funktionen 
lasse sich abschliessend keine valide Beurteilung der Arbeitsfähigkeit mit genügender Wahr-
scheinlichkeit vornehmen. Die Arbeitsfähigkeit liege aber mit an Sicherheit grenzender Wahr-
scheinlichkeit wesentlich höher als wie von der Versicherten präsentiert. Die im ABI-Gutachten 
geschätzte Arbeitsunfähigkeit von 20 % sei in der Dimension insgesamt nachvollziehbar, da doch 
bei einer chronisch verlaufenden leichten depressiven Störung die Widerstands- und Durchhal-
tefähigkeit leicht eingeschränkt sei. Für eine Verschlechterung des Zustandsbilds seit den Begut-
achtungen in den Jahren 2011 und 2013 bestünden keine verlässlichen Hinweise; offensichtlich 

 

 
 
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hätten aber Inkonsistenzen und aggravatorisches Verhalten seit der Erstbegutachtung weiter zu-
genommen. Im Rahmen des Fragekatalogs äussert sich Dr. E.____ unter Ziffer 4 dahingehend, 
dass das Ausmass von nicht authentischer Beschwerden- und Leistungspräsentation erheblich 
sei. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sei von einer vorgetäuschten neuropsycho-
logischen Störung auszugehen. Bei der Präsentation der körperlichen und psychischen Be-
schwerden sei von einer erheblichen Aggravation auszugehen, wobei eine authentische Kern-
symptomatik nicht differenziert beurteilt werden könne, da sie von nicht authentischer Symptom-
präsentation überstrahlt werde. 
 
5.6 Im Austrittsbericht vom 20. Dezember 2018 diagnostiziert die Klinik F.____ nach einem 
stationären 14-tägigen Aufenthalt der Beschwerdeführerin eine schwere depressive Episode 
ohne psychotische Symptome, eine Somatisierungsstörung, ein Asthma bronchiale, eine Obsti-
pation und sonstige Symptome, die die Stimmung betreffen würden (act. 124).  
 
5.7 Dr. D.____ diagnostiziert im Bericht vom 25. Mai 2019 mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2), chronifiziert, eine Somatisierungsstö-
rung, ein Asthma bronchiale mit Rhinoconjunctivitis und eine Obstipation (act. 124). In Bezug auf 
die Arbeitsfähigkeit notiert er, die Patientin sei nicht mehr integrierbar und es seien keine Res-
sourcen mehr vorhanden. Sie sei aufgrund der vielfältigen gesundheitlichen Einschränkungen 
nicht mehr arbeitsmässig belastbar. 
 
5.8 Schliesslich liegen die Berichte des Spitals B.____ vom 31. Oktober 2019, vom 29. Ok-
tober 2019, vom 1. Oktober 2019 und vom 19. August 2019 bei den Akten (act. 134). Diesen kann 
entnommen werden, dass sich die Beschwerdeführerin im Rahmen eines Sturzereignisses im 
August 2019 eine wenig dislozierte Acetabulumfraktur links zugezogen habe, die folgenlos ver-
heilt sei. Weiter geht daraus hervor, dass die Beschwerdeführerin im Oktober 2019 auch aufgrund 
von Beschwerden am linken Kniegelenk untersucht worden sei, die in der Folge als Entzündung 
eingestuft worden seien. Im Vordergrund hätten aber weiterhin die brennenden Beschwerden an 
beiden Fusssohlen gestanden. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich auf die Beurteilung der Klinik X.____ und geht da-
von aus, dass eine Arbeitsfähigkeit von 80 % für sämtliche Tätigkeiten gegeben sei. Die Be-
schwerdeführerin bestreitet diese Annahme und macht geltend, dass das Gutachten der Klinik 
X.____ zur Beurteilung des aktuellen Rentenanspruchs sowie der rückwirkenden Ansprüche nicht 
herangezogen werden könne. Dr. E.____ begründe nicht, weshalb er zu einer vom asim und von 
Dr. D.____ abweichenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gelange. Stattdessen gelte weiterhin 
die Einschätzung des asim bzw. die medizinische Beurteilung von Dr. D.____. Diesen echtzeitli-
chen Berichten komme ein höherer Beweiswert zu als der rückwirkenden Beurteilung von 
Dr. E.____. 
 
6.2.1 Das Gutachten der Klinik X.____ ist im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, 
wie sie in Erwägung 4.2 hiervor dargelegt wurde, umfassend, basiert auf einer vollständigen Ak-
tenkenntnis sowie einer mehrfachen persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin durch 
das Begutachtungsteam der Klinik X.____. Dr. E.____ setzt sich einlässlich mit den Beurteilungen 

 

 
 
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der anderen psychiatrischen Fachärzte auseinander. In Bezug auf das ABI-Gutachten führt er 
aus, es sei bei wenig auffälligem objektivem Psychostatus nachvollziehbar nur eine leichte de-
pressive Störung diagnostiziert worden. Soweit im Rahmen der Aufenthalte in der Klinik G.____ 
die Diagnose einer schweren depressiven Störung gestellt worden sei, basiere diese massgeblich 
auf den subjektiven Angaben der Versicherten. Auch mit der Einschätzung von Dr. med. H.____, 
Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH und psychiatrischer Gutachter des asim, setzt sich 
Dr. E.____ auseinander und erklärt in nachvollziehbarer Weise, weshalb weder eine atypische 
Depression noch eine Konversionsstörung vorliegen. Die Diagnose der Konversionsstörung 
könne nicht mit der für die Begutachtung notwendigen überwiegenden Wahrscheinlichkeit gestellt 
werden, da sie lediglich auf den subjektiven Angaben der Versicherten und den Inkonsistenzen 
beruhe. Die Versicherte habe zwar in der aktuellen stationären Begutachtung ein Verhalten ge-
zeigt, welches in Zusammenhang mit einer solchen Störung gesehen werden könne. Es habe 
sich aber auch gezeigt, dass sie das Verhalten habe steuern können, was bei konversiven Stö-
rungen per definitionem nicht der Fall sei. Nicht in ein bekanntes medizinisches Krankheitsbild 
eingeordnet werden könne ihr Schreien, das sie auch in der Nacht gemacht habe und womit sie 
ihre Zimmernachbarin erheblich gestört habe. Am ehesten könne das Schreien in ihr gesamthaft 
äusserst theatralisch anmutendes Verhalten eingeordnet werden. 
 
6.2.2 Auch die Ausführungen von Dr. E.____ in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit überzeugen. Er 
legt dar, dass aufgrund des äusserst inkonsistenten Verhaltens der Beschwerdeführerin und der 
an den Tag gelegten Theatralik die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit letztlich nicht möglich sei. 
Da die Abklärung erstmals stationär durchgeführt wurde, konnten die bereits durch das asim fest-
gestellten Inkonsistenzen in allen Bereichen eindeutig beobachtet und bestätigt werden. Eine di-
agnostische Erklärung für das Verhalten der Beschwerdeführerin konnte Dr. E.____ nicht finden. 
In der neurologischen Testung ergaben sich zahlreiche Hinweise auf Ungereimtheiten. Während 
sich die Beschwerdeführerin beim anamnestischen Gespräch genau informiert zeigte, nahm sie 
bei der testpsychologischen Untersuchung eine verweigernde Haltung ein mit Nichtwissen bei 
selbst einfachsten Aufgabenstellungen und gab offensichtlich falsche Antworten. Beim Zahlen-
nachsprechen zweier Zahlen nannte sie falsche Zahlen. Dasselbe Muster zeigte sich auch bei 
der Testung der visuellen Merkspanne. Bei der Orientierung Zeit und Ort gab sie falsche Antwor-
ten. Die Symptomvalidierung ergab somit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine 
Vortäuschung einer neuropsychologischen Störung. Die Ausführungen zu dieser neuropsycholo-
gischen Testung sind ebenfalls ohne Weiteres nachvollziehbar und frei von Widersprüchen. Auch 
der Therapiebericht zeigte zahlreiche medizinisch nicht erklärbare Auffälligkeiten im Verhalten 
der Beschwerdeführerin. Die Sichtweise von Dr. E.____ wird letztlich auch durch die Ausführun-
gen von Dr. H.____ gestützt, der eine bewusstseinsnahe Komponente nicht ausschliessen 
konnte und eine Observation der Beschwerdeführerin empfahl. Auch das Kantonsgericht stellte 
mit Urteil vom 2. Juli 2015 fest, dass die Abklärung durch das asim diesbezüglich unvollständig 
gewesen war, da auf die Durchführung einer Symptomvalidierung verzichtet worden war. Damit 
erscheint die Beurteilung von Dr. E.____, wonach die Inkonsistenzen eine verlässliche Beurtei-
lung der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin verunmöglichen, angesichts der Aktenlage 
absolut nachvollziehbar.  
 

 

 
 
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6.2.3 In Bezug auf die Darstellung des Verlaufs der Beschwerden seit der Anmeldung im Jahr 
2010 und deren Beurteilung überzeugen die Ausführungen von Dr. E.____ ebenfalls. Während 
des ersten Aufenthaltes in der Klinik G.____ vom 8. Februar 2010 bis 19. März 2010 waren dis-
soziative Zustände noch kein Thema (vgl. Austrittsbericht vom 4. April 2010, act. 10). Diagnosti-
ziert wurden eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10 
F33.2) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4). Auch während der 
ABI-Untersuchung wurden zwar die Klagen und die Dramatisierung der Beschwerdeführerin er-
wähnt, spezielle Verhaltensauffälligkeiten konnten jedoch nicht beobachtet werden. Im psychiat-
rischen Teilgutachten wurde eine leichte Depression diagnostiziert, was Dr. E.____ als plausibel 
erachtete. Erst anlässlich der zweiten Hospitalisation in der Klinik G.____ vom 2. Dezember 2011 
bis 6. Januar 2012 wurden im Rahmen der Anamnese von der Beschwerdeführerin dissoziative 
Auffälligkeiten und das unkontrollierbare Schreien erwähnt (vgl. Austrittsbericht vom 19. Januar 
2012, act. 34). Seither bilden diese Zustände Gegenstand der medizinischen Unterlagen, wobei 
bis zum Aufenthalt in der Klinik X.____ nie eine verlässliche Validierung vorgenommen wurde. 
Insofern ist die Feststellung von Dr. E.____, wonach das Verhalten bis ins Jahr 2010 konsistent 
gewesen sei, die Beschwerdeangaben und Inkonsistenzen dann aber immer zahlreicher gewor-
den seien, schlüssig und nachvollziehbar. Zusammenfassend ergibt sich damit, dass keine Indi-
zien vorliegen, die die Beweiskraft des Gutachtens der Klinik X.____ in Zweifel ziehen.  
 
6.3 Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, ihr Gesundheitszustand habe sich nach der 
Begutachtung durch die Klinik X.____ verschlechtert, was dadurch zum Ausdruck gelange, dass 
sie im November 2018 einen Suizidversuch unternommen habe, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt 
werden. Die Berichte nach dem stationären Aufenthalt in der Klinik X.____ sind weder geeignet, 
die Schlussfolgerung von Dr. E.____ in Zweifel zu ziehen, noch ist gestützt darauf eine wesentli-
che dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Die von der Klinik F.____ und von Dr. D.____ gestellte 
Diagnose einer schweren depressiven Episode basiert auf den subjektiven Angaben der Be-
schwerdeführerin. Eine dauerhafte erhebliche Verschlechterung erscheint unwahrscheinlich, da 
Dr. D.____ im Bericht vom 25. Mai 2019 die gleichen Auffälligkeiten schildert, wie sie bereits 
anlässlich der vorangehenden Begutachtungen aufgetreten sind. Auch die Befunde der Klinik 
F.____, die am Tag des Eintritts am 16. Dezember 2019 erhoben worden sind, sowie die psychi-
atrische Anamnese decken sich im Wesentlichen mit den Feststellungen im Rahmen der Begut-
achtung durch die Klinik X.____. Auch trat die Beschwerdeführerin auf eigenen Wunsch bereits 
nach zwei Wochen aus der Klinik F.____ aus, um eine Darm-Vorsorgeuntersuchung wahrzuneh-
men. Soweit die Beschwerdeführerin auf die somatischen Beschwerden und auf die Berichte des 
Spitals B.____ vom 31. Oktober 2019, vom 29. Oktober 2019, vom 1. Oktober 2019 und vom 19. 
August 2019 hinweist, kann sie daraus ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die wenig 
dislozierte Acetabulumfraktur links, die sie sich aufgrund eines Sturzereignisses am 11. August 
2019 zugezogen hatte, ist folgenlos und ohne Fehlstellung verheilt. Eine längerdauernde Arbeits-
unfähigkeit hat sich daraus nicht ergeben. Auch in Bezug auf die Beschwerden am linken Knie in 
Form einer Tendinitis der distalen Bizeps femoris Sehne gibt es keine Hinweise in den Akten, 
dass diese eine längere Arbeitsunfähigkeit begründet haben. 
 

 

 
 
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7. Damit ist zum Ergebnis zu gelangen, dass die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungs-
pflicht in genügender Weise nachgekommen ist und den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 
ATSG nicht verletzt hat. Gestützt auf die medizinische Aktenlage kann die tatsächliche Leistungs-
fähigkeit der Beschwerdeführerin im vorliegend massgebenden Zeitraum nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit sicher beurteilt werden. Diese Beweislosigkeit wirkt sich zu ihren Ungunsten 
aus, da sie aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt einen Anspruch gegenüber der Be-
schwerdegegnerin ableiten will (vgl. dazu Erwägung 4.3 hiervor). Bei dieser Ausgangslage spielt 
es keine Rolle, ob die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 100 % oder zu 80 % erwerbs-
tätig wäre, da der ermittelte Invaliditätsgrad in jedem Fall unter der Erheblichkeitsgrenze von 40 % 
zu liegen kommt. Auch die Überprüfung der Feststellungen der Beschwerdegegnerin im Zusam-
menhang mit der Berechnung des Validen- und des Invalideneinkommens sowie des leidensbe-
dingten Abzugs erübrigen sich. Damit ist die angefochtene Verfügung vom 21. September 2020 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.  
 
8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. Bei Entscheiden wie dem vorliegenden, in denen ein durch-
schnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Kantonsgericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Vorlie-
gend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr aufzuer-
legen sind. Dem Prozessausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 

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