# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3a75818-739b-513f-83d4-968e16c5b3db
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Enteignungsgericht 07.08.2014 650 14 22 (650 2014 22)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_EG_001_650-14-22_2014-08-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Steuer- und Enteignungsgerichts Basel-Landschaft,  
> Abteilung Enteignungsgericht 
 

vom 7. August 2014 (650 14 22) 
 

 
 
 
Abgaberecht – Wasser und Abwasser  
 
 
Erhebung von Grundgebühren pro Wohn- bzw. Gewerbeeinheit  
 
 
Im Rahmen der Beurteilung von Verfügungen betreffend Erschliessungsabgaben ist das 
Enteignungsgericht befugt, die zugrundeliegenden Normen auf ihre Übereinstimmung mit 
höherrangigem Recht zu prüfen. (E. 3.2) 

Da die Infrastruktur für die Wasserver- und Abwasserentsorgung unabhängig von der tat-
sächlichen Inanspruchnahme durch die einzelnen Liegenschaften aufrechterhalten werden 
muss, ist es zulässig, den Benützern einen Teil der damit verbundenen Aufwendungen durch 
eine mengenunabhängige Grundgebühr (sog. Bereitstellungsgebühr) zu überbinden. (E. 3.3)  

Bei der Bemessung der Grundgebühren pro Wohn- bzw. Gewerbeeinheiten werden bei ei-
nem Mehrfamilienhaus alle Benutzer gleichermassen belastet, da in einem derartigen Ge-
bäude mehrere Wohn- bzw. Gewerbeeinheiten vorhanden sind, welche die Wasser- und 
Abwasserversorgung benutzen. (E. 3.4) 

Eine Verletzung des Äquivalenzprinzips bei der Grundgebühr von Wasser- und Abwasser-
gebühren wird dann bejaht, wenn der Kostenanteil der mengenunabhängigen Gebühr einen 
höheren Kostenanteil als die mengenabhängige Verbrauchsgebühr ausmacht. (E. 3.5) 

 

http://www.baselland.ch/main_entge-htm.280641.0.html

 

650 14 22 
 
 
 
 
 

 Urteil 
 vom 7. August 2014 
 
 
 
 
 

Besetzung Abteilungspräsident Dr. Ivo Corvini-Mohn, 
Gerichtsschreiberin i.V. Sabina Profico 
 
 

Parteien A.____ und B.____, Beschwerdeführende 
  

 
gegen 
 
 

 C.____, Beschwerdegegnerin 
 
 
 

Gegenstand Grundgebühr 
 

  

  

 

- 2 - 

A.  

Die Einwohnergemeinde C.____ stellte A.____ und B.____ am 7. Februar 2014 für das 

Mehrfamilienhaus auf den Parzellen Nrn. 1402 und 1567 des Grundbuchs C.____ eine 

Rechnung betreffend Wasser- und Abwassergebühren in der Höhe von Fr. 9‘252.50 für 

die Zeitperiode vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 zu. Die Rechnung sah eine 

Einsprachemöglichkeit an die Gemeindeverwaltung C.____ innert zehn Tagen vor. 

 

B.   

In der Folge erhoben A.____ und B.____ am 22. Februar 2014 bei der Gemeindeverwal-

tung C.____ Einsprache gegen diese Rechnung. Mit Einspracheantwort vom 

28. März 2014 wies die Gemeindeverwaltung im Namen des Gemeinderates C.____ die 

Einsprache ab. Die Einspracheantwort enthielt eine Rechtsmittelbelehrung, wonach eine 

Beschwerde innert zehn Tagen nach Zustellung der Einspracheantwort an das Steuer- 

und Enteignungsgericht, Abteilung Enteignungsgericht, (nachfolgend Enteignungsgericht) 

möglich ist. 

 

C.   

Am 7. April 2014 erhoben A.____ und B.____ beim Enteignungsgericht Beschwerde. Sie 

beantragen die Reduktion der erhobenen Gebühren um Fr. 2‘018.50. Die Beschwerdefüh-

renden rügen eine mangelhafte Durchführung der Abstimmung betreffend Revision kom-

munaler Wasser- und Abwasserreglemente, eventualiter eine unzulässige Ungleichbe-

handlung, eine Verletzung des Äquivalenzprinzips und eine Verletzung des Willkürverbots 

bei Anwendung der am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Bestimmungen betreffend Be-

rechnungsmethode für die Grundgebühren der Wasser- und Abwassergebühren.  

 

D.   

Mit Stellungnahme vom 29. April 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung 

der Beschwerde, da die Gebühren reglementskonform erhoben worden seien. 

 

E.  

Mit Präsidialverfügung vom 6. Mai 2014 wurde der Schriftenwechsel geschlossen und der 

Fall wurde dem Einzelrichter zur Beurteilung überwiesen. 

 

  

 

- 3 - 

F.  

Anlässlich der heutigen Hauptverhandlung mit Augenschein zogen die Beschwerdefüh-

renden ihre Rüge betreffend mangelhafter Vorbereitung und Durchführung der Abstim-

mung zurück. Im Übrigen halten die Parteien an ihren Begehren und Begründungen fest. 

Auf die Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen 

eingegangen. 

 

 

Das Enteignungsgericht zieht 

 

i n  E r w ä g u n g :  

 

 

1.  

1.1 Die Beschwerdeführenden haben mit Schreiben vom 7. April 2014 gegen den Ein-

spracheentscheid der Gemeindeverwaltung C.____ vom 28. März 2014 betreffend Was-

ser- und Abwassergebühr Beschwerde beim Enteignungsgericht erhoben. Von den Be-

schwerdeführenden wird beantragt, dass die erhobenen Gebühren um Fr. 2‘018.50 zu re-

duzieren seien. Das Enteignungsgericht ist gemäss § 90 Abs. 2 EntG i.V.m. § 96a Abs. 1 

lit. a EntG für die Anhandnahme der erwähnten Streitsache zuständig, wobei gemäss 

§ 98a Abs. 2 EntG Beschwerden, deren Streitwert – wie im vorliegenden Fall – 

Fr. 8’000.00 nicht übersteigt, vom Präsidenten beurteilt werden.  

 

1.2 Gemäss § 96a Abs. 1 lit. a EntG sind Beschwerden gegen Verfügungen betreffend 

Erschliessungsabgaben innert zehn Tagen nach Erhalt beim Enteignungsgericht einzu-

reichen. Die Beschwerdeführenden hatten am 22. Februar 2014 eine «Einsprache» bei 

der Gemeindeverwaltung C.____ eingereicht, woraufhin die Beschwerdegegnerin am 

28. März 2014 einen «Einspracheentscheid» erliess. Ein Einspracheverfahren für die vor-

liegend strittige Angelegenheit ist im kantonalen Enteignungsgesetz nicht vorgesehen. 

Mangels eines gesetzlich vorgesehenen Einspracheverfahrens sind Einwände gegen eine 

Verfügung, wenn sie als «Einsprache» bezeichnet und ausdrücklich an die verfügende 

Behörde gerichtet werden, lediglich als Begehren um wiederholtes Verschaffen des recht-

lichen Gehörs zu betrachten (vgl. BGE 2A.227/2003 vom 22. Oktober 2003 E. 3.4). Geht 

  

 

- 4 - 

die Verwaltung auf das Begehren ein, wird das Verfahren zum Erlass einer Verfügung er-

neut in Gang gesetzt (vgl. BGE 2A.227/2003 vom 22. Oktober 2003 E. 3.4). Die zu erlas-

sende neue Verfügung, welche die erste ersetzt, ist in gleicher Weise anfechtbar, wie es 

die ursprüngliche war (vgl. BGE 2A.227/2003 vom 22. Oktober 2003 E. 3.4; THOMAS 

MERKLI/ARTHUR AESCHLIMANN/RUTH HERZOG, Kommentar zum Gesetz über die Verwal-

tungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, N 1 f. zu Art. 55 VRPG/BE). Das von der 

Beschwerdegegnerin durchgeführte «Einspracheverfahren» ist somit als Wiedererwä-

gungsverfahren zu qualifizieren. Gegen den am 28. März 2014 erlassenen «Einsprache-

entscheid» haben die Beschwerdeführenden am 7. April 2014 somit innert der zehntägi-

gen Beschwerdefrist nach § 96a Abs. 1 lit. a EntG Beschwerde beim Enteignungsgericht 

erhoben.  

 

1.3 Die Beschwerdeführenden sind zur Beschwerde legitimiert. Da auch die übrigen 

Sachurteilsvoraussetzungen vorliegen, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

 

 

2.   

Öffentliche Abgaben bedürfen einer Grundlage in einem formellen Gesetz, welches zu-

mindest den Kreis der Abgabepflichtigen sowie den Gegenstand und die Bemessungs-

grundlagen der Abgabe selbst festlegt (vgl. § 90 Abs. 3 EntG; BGE 123 I 248 E. 2; Urteil 

des Enteignungsgerichts vom 5. September 2013 [650 13 39] E. 3; MAX IMBODEN/ RENÉ 

RHINOW, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Band 2, Basel/Stuttgart 1976, 

Nr. 113, B/II). Unmittelbare Rechtsgrundlage der vorliegend erhobenen Abgaben bilden 

die Wasser- und Abwasserreglemente der Einwohnergemeinde C.____ vom 23. Juni 

2008 (WR und AR), die dazugehörenden Tarifordnungen sowie die Vollzugsverordnungen 

zum Wasser- und Abwasserreglement vom 23. Juni 2008. Der Gegenstand der Abgabe 

sowie der Kreis der Abgabepflichtigen sind umschrieben, und die Bemessungen sind in 

den Grundzügen geregelt (vgl. § 20 ff. WR, § 11 ff. AR, Tarifordnungen). Dem Erfordernis 

der formellgesetzlichen Grundlagen für die strittigen Gebühren ist somit Genüge getan. 

 

 

 

 

  

 

- 5 - 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, dass sie als Mehrfamilienhauseigentümer 

die Grundgebühren seit Revision der massgebenden Reglementsbestimmungen mehr-

fach und die Einfamilienhauseigentümer nur einfach zahlen müssten, was eine unzulässi-

ge Ungleichbehandlung darstelle und das Äquivalenz- sowie Willkürverbot verletze. Die 

am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen §§ 25 WR und 16 Abs. 1 AR sehen neu vor, dass 

anhand der Anzahl Wohn- bzw. Gewerbeeinheiten eine Grundgebühr und nicht mehr, wie 

nach altem Berechnungssystem, pro Wasserzähler und somit pro Mehr- bzw. Einfamilien-

haus eine Grundgebühr erhoben wird.  

 

3.2 Die Rügen richten sich gegen die der Verfügung zugrundeliegenden Reglements-

bestimmungen. Im Rahmen der Beurteilung von Verfügungen betreffend Erschliessungs-

abgaben ist das Enteignungsgericht befugt, die zugrundeliegenden Normen auf ihre 

Übereinstimmung mit höherrangigem Recht zu prüfen (vgl. Urteil des Enteignungsgerichts 

vom 12. Mai 2011 [650 10 180], 7. Juni 2001 [650 99 122] E. 8). Dieses sogenannte ak-

zessorische Prüfungsrecht wird von Lehre und Praxis mit der Begründung anerkannt, 

dass Normen, die zu einer übergeordneten Norm in Widerspruch stehen, keine Geltung 

beanspruchen können und nicht anzuwenden sind (vgl. Urteil des Enteignungsgerichts 

vom 5. Mai 2006 [650 05 111] E. 4.1, vom 7. Juni 2001 [650 99 112] E.8; ULRICH HÄFE-

LIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Auflage, Zü-

rich 2012, N 2070 ff.). Das Enteignungsgericht ist folglich befugt, die erwähnten Rügen zu 

beurteilen. 

 

3.3 Periodische Benützungsgebühren, um welche es vorliegend geht, werden im 

Grundsatz nur nach Massgabe der tatsächlichen Benützung der betreffenden Einrichtung 

erhoben. Unter gewissen Voraussetzungen kann aber auch schon die Bereithaltung einer 

Einrichtung zur jederzeitigen Benützung die Erhebung einer entsprechenden Abgabe 

rechtfertigen. Da die Infrastruktur für die Wasserver- und Abwasserentsorgung unabhän-

gig von der tatsächlichen Inanspruchnahme durch die einzelnen Liegenschaften aufrecht-

erhalten werden muss, ist es nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig, den Be-

nützern einen Teil der damit verbundenen Aufwendungen durch eine mengenunabhängi-

ge Grundgebühr (sog. Bereitstellungsgebühr) zu überbinden (VERONIKA HUBER-

WÄLCHLI/PETER M. KELLER, Rechtsprechung zum Gewässerschutzgesetz 2003-2012, 

  

 

- 6 - 

URP 2013, 201 ff., S. 265; 2P.266/2003 vom 5. März 2004 E. 3.2, in: URP 2004 

S. 197 ff.). Den Einwohnergemeinden steht bei der Frage, ob eine Grundgebühr erhoben 

wird, und bei der Ausgestaltung derselben (Höhe, Bemessungskriterien etc.) erheblicher 

Spielraum zu (vgl. Urteil des Enteignungsgerichts vom 12. Mai 2011 [650 10 180] E. 6.2). 

§ 13 Abs. 3 des Gewässerschutzgesetzes des Kantons Basel-Landschaft vom 5. Juni 

2003 (SGS 782) wie auch § 12 Abs. 2 der Verordnung über die Wasserversorgung sowie 

die Nutzung und den Schutz des Grundwassers vom 13. Januar 1998 (SGS 455.11) räu-

men den Einwohnergemeinden die Möglichkeit ein, für die Finanzierung der Fixkosten ei-

ne jährliche Grundgebühr zu erheben, legen aber nicht fest, wie diese Grundgebühren be-

rechnet werden müssen. Das Gericht hat geltende Reglemente bzw. Tarifordnungen der 

Einwohnergemeinden sowie deren Auslegung zu respektieren, kann aber, sofern etwa 

das Gleichbehandlungsgebot, Äquivalenzprinzip oder Willkürverbot verletzt wird, eingrei-

fen. 

 

3.4 Das in Art. 8 BV statuierte Gleichbehandlungsgebot verlangt, dass verschiedene 

Sachverhalte je nach der Erheblichkeit der staatlichen Leistung gleich bzw. ungleich be-

handelt werden müssen. Die Rechtsprechung stellt fest, dass bei der Bemessung der 

Grundgebühren pro Wohn- bzw. Gewerbeeinheiten bei einem Mehrfamilienahaus alle Be-

nutzer gleichermassen belastet werden, da in einem derartigen Gebäude mehrere Wohn- 

bzw. Gewerbeeinheiten vorhanden sind, welche die Wasser- und Abwasserversorgung 

benutzen (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, 

[KGE VV] vom 11. Januar 2012 [810 11 237] E. 6.2.; Urteil des Enteignungsgerichts vom 

12. Mai 2011 [650 10 180] E. 8). Demzufolge liegt keine Verletzung des Gleichbehand-

lungsgebots vor, wenn die Reglementsbestimmungen betreffend Grundgebühren festle-

gen, dass Mehrfamilienhauseigentümer die Grundgebühren mehrfach und die Einfamili-

enhausbesitzer nur einfach zu bezahlen haben. Im Übrigen sind die Kosten der Grundge-

bühren bestimmungsgemäss auf die primären Verursacher (Grundeigentümer oder ver-

traglich zur Nutzung der Liegenschaft Berechtigte) zu überwälzen, können aber formell 

beim jeweiligen Grundeigentümer erhoben werden (vgl. BGE 2C_644/2009 vom 

16. August 2010 E. 4.2; Urteil des KGE VV vom 11. Januar 2012 [810 11 237] E. 6.2). Der 

Vermieter kann sodann die Kosten überwälzen, so dass bei jedem Mieter dieselben 

Grundgebühren anfallen. Es besteht weder eine Ungleichbehandlung der Vermieter noch 

der Mieter (Urteil des KGE VV vom 11. Januar 2012 [810 11 237] E. 6.2). Eine Ungleich-

  

 

- 7 - 

behandlung der Grundeigentümer liegt somit mit dem neu eingeführten Berechnungssys-

tem nicht vor.  

 

3.5 Des Weiteren rügen die Beschwerdeführenden die Verletzung des Äquivalenzprin-

zips, da die neue Bemessungsmethode für die Grundgebühren für Wasser- und Abwas-

sergebühren pro Wohn- bzw. Gewerbeeinheiten zu einer unverhältnismässigen Abgabe 

führen würde. Das Äquivalenzprinzip stellt die abgaberechtliche Ausgestaltung des Ver-

hältnismässigkeitsgrundsatzes dar. Demzufolge muss eine Kausalabgabe in einem an-

gemessenen Verhältnis zum Wert stehen, den die staatliche Leistung für die abgabe-

pflichtige Person hat. Es hält fest, dass eine Abgabe nicht in einem offensichtlichen Miss-

verhältnis zum objektiven Wert einer Leistung stehen darf und sich in vernünftigen Gren-

zen halten muss (vgl. BGE 2C_356/2013 vom 17. März 2014 E. 5.2.2, 2C_995/2012 vom 

16. Dezember 2013 E. 5.3, 126 I 180 E. 3a/bb S. 188 mit Hinweisen, 2C_656/2008 vom 

29. Mai 2009 E. 3.3; Urteil des Enteignungsgerichts vom 25. Januar 2010 [650 09 56] 

E. 5.1). Eine Verletzung des Äquivalenzprinzips bei der Grundgebühr von Wasser- und 

Abwassergebühren wird nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung dann bejaht, wenn der 

Kostenanteil der mengenunabhängigen Gebühr einen höheren Kostenanteil als die men-

genabhängige Verbrauchsgebühr ausmacht (BGE 2P.266/2003 vom 5. März 2004 E. 3.2 

mit Hinweisen, in: URP 2004 S. 197 ff.; vgl. auch HUBER-WÄLCHLI/KELLER, a.a.O., S. 265). 

Vorliegend machen die Grundgebühren einen niederen Kostenanteil (Fr. 2‘227.65 ≙ 24%) 

als die mengenabhängigen Verbrauchsgebühren (Fr. 7‘024.85 ≙ 76%) der erhobenen 

Gesamtabgabe (Fr. 9‘252.50 ≙ 100%) aus. Eine Verletzung des Äquivalenzprinzips liegt 

somit nicht vor. 

 

3.6 Schliesslich rügen die Beschwerdeführenden das Willkürverbot. Bei der Rüge des 

Willkürverbots wird geprüft, ob Erlasse im Ergebnis nicht in stossender Weise dem Ge-

rechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen (ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER, 

Schweizerisches Bundesstaatsrecht, Zürich 2012, 8. Auflage, Rn. 814). Machen die Be-

schwerdeführenden eine Verletzung des Willkürverbots von Art. 9 BV geltend, genügt es 

nicht, wenn sie einfach behaupten, die Tarifordnungsbestimmungen seien willkürlich. Sie 

haben vielmehr im Einzelnen mit Angaben der Tatsachen und Beweismitteln aufzuzeigen, 

inwiefern diese offensichtlich unhaltbar sind (vgl. Voraussetzungen an Beschwerden in 

§ 5 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung vom 

http://www.baselland.ch/10-005-htm.314778.0.html

  

 

- 8 - 

16. Dezember 1993 [VPO, SGS 271]). Mangels substantiierter Beschwerdebegründung 

ist auf das Vorbringen nicht einzugehen. Die Beschwerde ist gesamthaft abzuweisen. 

 

 

4.  

4.1 Nach § 20 Abs. 3 VPO sind die ordentlichen Kosten der unterliegenden Partei auf-

zuerlegen. Die Beschwerdeführenden sind mit ihrer Beschwerde unterlegen und es wird 

ihnen die praxisgemässe Gerichtsgebühr von Fr. 500.00 auferlegt.  

 

4.2 Gemäss § 21 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-

zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten 

der Gegenpartei zugesprochen werden. Die Beschwerdegegnerin ist nicht anwaltlich ver-

treten und hat keine Parteientschädigung geltend gemacht, weshalb von vornherein kein 

Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht. Die ausserordentlichen Kosten sind so-

mit wettzuschlagen. 

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Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide des Enteignungsgerichts kann innert 10 Tagen, vom Empfang des Entscheids 
an gerechnet, beim Kantonsgericht (Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht), Bahnhof-
platz 16, 4410 Liestal, schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde muss ein klar um-
schriebenes Begehren sowie die Unterschrift der Beschwerdeführenden oder der sie vertretenden 
Person enthalten. Dieser Entscheid ist der Beschwerde in Kopie beizulegen. 

D e m g e m ä s s  w i r d  e r k a n n t :  

 

 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2.  

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.00 werden den Beschwerdeführenden auf-

erlegt. 

 

3.  

Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

 

4.  

Dieses Urteil wird den Beschwerdeführenden (1) sowie der Beschwerdegegnerin (1) 

schriftlich mitgeteilt. 

 

Liestal, 5. September 2014 

Im Namen der Abteilung Enteignungsgericht 
des Steuer- und Enteignungsgerichts Basel-Landschaft 

 

 

Abteilungspräsident: 
 
 
 
 
 
Dr. Ivo Corvini-Mohn 

Gerichtsschreiberin i.V.: 
 
 
 
 
 
Sabina Profico