# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 504322ad-b061-5176-988d-fbe322497d23
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 11.06.2013 ERZ 2013 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_ERZ-2013-60_2013-06-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 11. Juni 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 13 60          17. Juni 2013

Urteil
Einzelrichter in Zivilsachen

Vorsitz Hubert
Aktuar Wolf

In der Zivilsache

der X . _ _ _ _ _ , Beklagte und Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
LL.M. Andreas R. Bihrer, Bahnhofstrasse 28a/Paradeplatz, 8022 Zürich, 

gegen

den Entscheid der Einzelrichterin am Bezirksgericht D._____ vom 25. Oktober 
2012, mitgeteilt am 14. Januar 2013, in Sachen der Y . _ _ _ _ _ , Klägerin und Be-
schwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Stefania Vecellio, 
S. Antonio, 7745 Li Curt, gegen die Beklagte und Beschwerdeführerin,

betreffend Forderung aus Auftrag,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Die Y._____ ist eine Treuhand-, Revisions- und Beratungsgesellschaft mit 
Sitz in A._____. In den Jahren 2002 bis 2009 fungierte sie als Revisionsstelle der 
X._____ (vormals B._____ AG beziehungsweise B._____ AG) mit Sitz in C._____. 
Letztere verfolgt hauptsächlich den Zweck des Kaufs, Verkaufs, der Herstellung, 
Montage, Verteilung und Wartung von Sportgeräten, Sportartikeln, Freizeit- und 
Sportbekleidung sowie Zubehörartikeln. Die Y._____ erbrachte während mehrerer 
Jahre verschiedene Dienstleistungen für die X._____. Mit Schreiben vom 21. April 
2009 stellte sie dieser eine Rechnung über Fr. 3‘819.80 für ihre Bemühungen in 
der Zeit vom 29. April 2008 bis zum 25. März 2009 zu. Trotz entsprechender Auf-
forderungen vom 19. Juni 2009, 18. August 2009 und 2. November 2009 beglich 
die X._____ diese Rechnung nicht, worauf die Y._____ für die Forderung von Fr. 
3‘819.80 zuzüglich 5% Zins seit dem 18. August 2009 die Betreibung einleitete. 
Der Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 2090765 des Betreibungsamtes 
C._____ wurde der X._____ am 20. November 2009 zugestellt. Die X._____ er-
hob dagegen gleichentags Rechtsvorschlag. 

B. Am 30. November 2009 reichte die Y._____ beim Kreisamt C._____ ein 
Vermittlungsbegehren ein. Nach erfolgloser Sühneverhandlung bezog sie am 4. 
Juni 2010 den Leitschein mit folgenden klägerischen Rechtsbegehren:

„1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin CHF 3‘819.90 nebst 
5% Zins seit dem 18.08.2009 zu bezahlen.

2. Es sei der von der Beklagten in der Betreibung-Nr. 2090765 erhobe-
ne Rechtsvorschlag vom 20.11.2009 zu beseitigen und der Klägerin 
sei die definitive Rechtsöffnung zu erteilen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“

Das beklagtische Rechtsbegehren lautete auf kosten- und entschädigungspflichti-
ge Klageabweisung.

C. Mit Prozesseingabe vom 28. Juni 2010 prosequierte die Y._____ die Streit-
sache an das Bezirksgericht D._____. Die Klägerin hielt an ihren vor Kreisamt ge-
stellten Rechtsbegehren fest und präzisierte, die definitive Rechtsöffnung sei für 
den Betrag von Fr. 3‘819.90 nebst 5% Zins seit dem 18. August 2009 zu erteilen. 
In ihrer Prozessantwort vom 20. September 2010 beantragte die X._____ die voll-
umfängliche Klageabweisung unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Ausserdem 
erhob sie Widerklage und verlangte, die Klägerin sei unter Kosten- und Entschädi-

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gungsfolge zu verpflichten, ihr einen Betrag von bis zu Fr. 5‘000.-- zuzüglich Zins 
zu 5% seit Rechtshängigkeit der Widerklage zu bezahlen.

D. In ihrer Replik und Widerklageantwort vom 22. November 2010 beantragte 
die Y._____ unter anderem, auf die Widerklage sei unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen.

E. Mit Duplik und Widerklagereplik vom 31. Januar 2011 hielt die X._____ an 
ihrem Widerklagebegehren fest und ergänzte ihre Anträge zur Hauptklage mit dem 
Eventualbegehren, die Forderung der Y._____ sei mit ihren Forderungen vollum-
fänglich zu verrechnen.

F. Am 14. März 2011 reichte die Y._____ eine Widerklageduplik und Stellung-
nahme nach Art. 87 Abs. 2 GR-ZPO ein. 

G. Nach Durchführung des Beweisverfahrens, in dessen Rahmen insbesonde-
re die Zeugen E._____ und F._____ einvernommen wurden, erkannte die Einzel-
richterin am Bezirksgericht D._____ mit Entscheid vom 25. Oktober 2012, mitge-
teilt am 14. Januar 2013, wie folgt: 

 „1. In Gutheissung der Klage wird die X._____ verpflichtet, der Y._____ 
CHF 3‘819.80 zuzüglich 5 % Zins seit dem 18. August 2009 zu be-
zahlen.

2. Der von der X._____ in der Betreibung Nr. 2090765 (Betreibungsamt 
Kreis C._____, Forderung CHF 3‘819.80 zuzüglich 5 % Zins seit 18. 
August 2009) erhobene Rechtsvorschlag wird vollumfänglich besei-
tigt.

3. Auf die Widerklage wird nicht eingetreten.

4.a) Die Kosten des Kreisamtes C._____ in Höhe von CHF 266.00 sowie 
die Gerichtsgebühr von CHF 3‘000.00 gehen zu Lasten der X._____.

  b) Die X._____ hat die Y._____ mit CHF 14‘659.05 (inkl. Barauslagen 
und Mehrwertsteuer) aussergerichtlich zu entschädigen.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilung]“

H. Dagegen erhob die X._____ am 14. Februar 2013 Beschwerde an das Kan-
tonsgericht von Graubünden und stellte in der Sache folgende Anträge:

„1. Der Entscheid der Einzelrichterin am Bezirksgericht D._____ vom 25. 
Oktober 2012 im Verfahren mit der Proz. Nr. 135-2010-41 sei aufzu-
heben und es sei die Klage abzuweisen.

2. Eventualiter sei der Entscheid der Einzelrichterin am Bezirksgericht 
D._____ vom 25. Oktober 2012 im Verfahren mit der Proz. Nr. 135-
2010-41 aufzuheben, zur Ergänzung des Beweisverfahrens sowie zur 

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Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurück-
zuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.

In prozessualer Hinsicht verlangte die X._____, dass die Zeugeneinvernahme von 
G._____, welche die Akten bei der Y._____ abgeholt habe und auch wesentlich 
bei der Durchsicht der erhaltenen Akten und Unterlagen beteiligt gewesen sei, 
nachgeholt werde.

I. In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. März 2013 beantragte die Y._____ die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungs-
folge. 

Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und auf die Ausführungen der 
Parteien in ihren Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, im Folgenden einge-
gangen.

II. Erwägungen

1. Der angefochtene Entscheid der Einzelrichterin am Bezirksgericht D._____ 
vom 25. Oktober 2012 wurde den Parteien am 14. Januar 2013 mitgeteilt und so-
mit nach Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) 
am 1. Januar 2011 eröffnet. Auf das vorliegende Rechtsmittelverfahren findet 
demnach im Gegensatz zum vorinstanzlichen Verfahren, welches noch nach der 
alten Bündnerischen Zivilprozessordnung (GR-ZPO; BR 320.000) durchgeführt 
wurde (vgl. Art. 404 Abs. 1 ZPO), die Schweizerische Zivilprozessordnung An-
wendung (Art. 405 Abs. 1 ZPO).

2.a) Mit der Beschwerde anfechtbar sind insbesondere nicht berufungsfähige 
erstinstanzliche Endentscheide, Zwischenentscheide und Entscheide über vor-
sorgliche Massnahmen (Art. 319 lit. a ZPO). Die Beschwerde ist unter Beilage des 
angefochtenen Entscheids beim Kantonsgericht von Graubünden innert 30 Tagen 
seit der Zustellung desselben schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 
1 und 3 ZPO sowie Art. 7 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]).

Der vorliegend angefochtene Entscheid der Einzelrichterin am Bezirksgericht 
D._____ stellt einen erstinstanzlichen Endentscheid dar, denn damit wurde das 

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vorinstanzliche Verfahren teils durch Sachentscheid (Gutheissung der Klage), teils 
- hinsichtlich der Widerklage - durch Nichteintretensentscheid  beendet (vgl. Art. 
236 Abs. 1 ZPO; Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., A._____ 
2013, Art. 308 N 14). Zudem ist der angefochtene Entscheid nicht berufungsfähig, 
da der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Klagebegehren unter Ausschluss 
des Widerklagebegehrens (Art. 94 Abs. 1 ZPO) Fr. 3‘819.90 und damit weniger als 
Fr. 10'000.-- beträgt (vgl. Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Beschwerde vom 14. Februar 
2013 gegen das am 14. Januar 2013 mitgeteilte Urteil ist auch zeitig. Sie ist ferner 
formgerecht, das heisst die Anträge auf Abänderung des erstinstanzlichen Urteils 
sowie eine schriftliche Begründung enthaltend.

b) Gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO entscheidet das Kantonsgericht von 
Graubünden in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert im Rechtsmit-
telverfahren wie im vorliegenden Fall Fr. 5'000.-- nicht überschreitet (vgl. auch die 
Verfügungen der I. Zivilkammer ZK1 11 37 vom 16. Juni 2011 und der II. Zivil-
kammer ZK2 11 15 vom 27. April 2011).

c) In ihrem Rechtsbegehren beantragt die Beschwerdeführerin die Aufhebung 
des Entscheids der Einzelrichterin am Bezirksgericht D._____ vom 25. Oktober 
2012, mithin auch die Aufhebung von Ziffer 3 des Dispositivs des angefochtenen 
Entscheids, womit auf die Widerklage nicht eingetreten wurde. Die Beschwerde-
führerin begründet ihr diesbezügliches Begehren aber mit keinem Wort. Da ein 
Beschwerdeantrag ohne Begründung unzureichend ist, kann insoweit auf die Be-
schwerde nicht eingetreten werden (Art. 321 Abs. 1 ZPO; vgl. dazu Sterchi, in: 
Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, Art. 
321 N 17 ff. und N 22; vgl. ferner - allerdings das Berufungsverfahren betreffend - 
Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 311 N 36 und Hungerbühler, in: Brunner/Gasser/
Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, Art. 311 N 
14 ff. und N 27 f. sowie ZR 110 (2011) S. 246; PKG 2000 Nr. 7 E. 3 und 5). Im 
Übrigen ist die Vorinstanz mangels - nach bündnerischem Zivilprozessrecht 
grundsätzlich erforderlicher (vgl. Art. 67 Abs. 2 GR-ZPO) - Vermittlung des Wider-
klagebegehrens völlig zu Recht auf die Widerklage nicht eingetreten (vgl. ange-
fochtener Entscheid S. 5).

d) Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 320 ZPO). 
Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden Verstoss gegen ge-

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schriebenes und ungeschriebenes Recht. Die Beschwerdeinstanz überprüft ent-
sprechende Rügen mit freier Kognition. Für die Beschwerde hinsichtlich der Sach-
verhaltsfeststellung gilt indessen eine beschränkte Kognition. Diesfalls ist eine 
qualifiziert fehlerhafte Feststellung des Sachverhalts erforderlich, wobei „offen-
sichtlich unrichtig“ gleichbedeutend mit willkürlich im Sinne von Art. 9 BV ist (Frei-
burghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., A._____ 2013, Art. 320 N 3 ff.; 
Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, Basel 2010, Art. 320 N 1 f.).

e) Der Beschwerdeführerin, welche gestützt auf die Schweizerische Zivilpro-
zessordnung indirekt auch die Beweisverfügung vom 25. Mai 2011 anfechten 
möchte (Beschwerde S. 4), wird von Seiten der Beschwerdegegnerin entgegen-
gehalten, gemäss Art. 404 ZPO gelte das bisherige Verfahrensrecht bis zum Ab-
schluss vor der betroffenen Instanz. Nach Art. 96 GR-ZPO könne der Gerichtsprä-
sident bis zum Abschluss der Prozessvorbereitung auf die Beweisverfügung 
zurückkommen und laut Art. 108 GR-ZPO erhielten die Parteien zudem Gelegen-
heit, im Rahmen der Hauptverhandlung Anträge zur Durchführung des Beweisver-
fahrens zu stellen. Die Beschwerdeführerin habe es in den Rechtsschriften und an 
der Hauptverhandlung unterlassen, weitere Anträge zum Beweisverfahren zu stel-
len, weshalb die Beantragung der Zeugeneinvernahme von G._____ ein unzuläs-
siges Novum darstelle (Beschwerdeantwort S. 3). Tatsächlich finden sich abgese-
hen vom beschwerdeführerischen Beweisantrag auf Einvernahme von G._____ 
(Beschwerde S. 26) keinerlei substantiierte Vorbringen im Zusammenhang mit der 
vorinstanzlichen Beweisverfügung vom 25. Mai 2011. Im Gegensatz zu den Aus-
führungen der Beschwerdegegnerin stellte die heutige Beschwerdeführerin den 
besagten Beweisantrag aber sehr wohl bereits in ihren Rechtsschriften vor Vorin-
stanz, denn sowohl in der Klageantwort und Widerklage vom 20. September 2010 
(S. 8 f.) als auch in der Duplik und Widerklagereplik vom 31. Januar 2011 (S. 12 f.) 
begehrte sie die Zeugeneinvernahme von G._____ beziehungsweise G._____. 
Entgegen dem, was die Beschwerdegegnerin glauben machen will, schadet es 
sodann nicht, dass die Beschwerdeführerin den Beweisantrag an der erstinstanzli-
chen Hauptverhandlung nicht wiederholt hat. Ebenso wenig, wie im Geltungsbe-
reich der Bündnerischen Zivilprozessordnung die unterlassene (selbständige) An-
fechtung einer Beweisverfügung der Beantragung von vor erster Instanz abge-
lehnten Beweismitteln im Rechtsmittelverfahren entgegen steht (vgl. für das Beru-
fungsverfahren PKG 1973 Nr. 4; nichts anderes gilt nach der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, vgl. Hasenböhler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-

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berger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., A._____ 
2013, Art. 154 N 25), kann im Rechtsmittelverfahren eine Rolle spielen, ob abge-
lehnte Beweismittelanträge an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung wiederholt 
wurden. Demnach stellt die beschwerdeweise beantragte Einvernahme von 
G._____ kein Novum dar. Letztlich ist dies indessen ohne Relevanz, ist dieser 
Beweisantrag doch – wie sogleich zu zeigen sein wird - ohnehin abzulehnen.

f) Ihren Beweisantrag um Einvernahme von G._____ als Zeugin begründet 
die Beschwerdeführerin mit dem Hinweis, diese sei im Gegensatz zu F._____ viel 
intensiver mit der Mandatsübernahme und der Einarbeitung befasst gewesen und 
könne dazu dem Gericht noch viel detaillierter und genauer Auskunft geben (Be-
schwerde S. 26). Inwieweit G._____ genaue Auskünfte erteilen können sollte, 
führt die Beschwerdeführerin indessen nicht substantiiert aus. Wie sie sodann 
selbst andeutet, sind von allfälligen Aussagen von G._____ als Angestellter der 
neuen Treuhandgesellschaft der Beschwerdeführerin keine neuen entscheidrele-
vanten Erkenntnisse zu erwarten, nachdem bereits F._____ einvernommen wor-
den ist, welche ebenfalls bei der O._____ angestellt und seit Beginn mit dem 
Mandat der Beschwerdeführerin betraut ist. Unter diesen Umständen hat bereits 
die Vorinstanz zu Recht eine Auswahl aus den angebotenen Beweismitteln getrof-
fen und - stillschweigend - in antizipierter Beweiswürdigung die beantragte Zeuge-
neinvernahme von G._____ abgelehnt (vgl. dazu Hasenböhler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, 2. Aufl., A._____ 2013, Art. 152 N 20 ff.). Bei ihrem Hinweis auf den al-
lenfalls erhöhten Detaillierungsgrad des mandatsspezifischen Kenntnisstandes 
von G._____ übersieht die Beschwerdeführerin ausserdem, dass ihre prozessua-
len Vorbringen in den erstinstanzlichen Rechtsschriften zu substantiieren sind und 
sie diese Aufgabe nicht einer Zeugin überlassen kann. Selbst wenn somit G._____ 
sehr detailliert über den vorliegenden Fall im Bilde sein sollte, könnte sich die Be-
schwerdeführerin dieses Wissen im Prozess nicht unbedingt zu Nutzen machen, 
zumal sie - wie im Folgenden wiederholt zu zeigen sein wird - ihrer Substantiie-
rungslast vielerorts nur ungenügend nachgekommen ist, was teilweise gar dem 
Rückgriff auf die - nach der beschwerdeführerischen Darstellung weniger detail-
lierten - Zeugenaussagen von F._____ entgegen steht.

3.a) Die Vorinstanz hielt fest, zwischen den Parteien sei ein Auftragsverhältnis 
zustande gekommen, welches nebst Arbeiten für die Beschwerdeführerin auch 
Arbeiten für deren Geschäftsführerin, H._____, und deren Tochter I._____ enthal-
ten habe. Aus verschiedenen Schreiben gehe hervor, dass die Beschwerdegegne-

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rin tatsächlich Arbeiten im Steuerbereich für H._____ und I._____ erledigt habe. 
Gemäss Handelsregisterauszug sei H._____ seit dem Jahr 2003 einziges Mitglied 
des Verwaltungsrates der Beschwerdeführerin und führe deren Geschäfte. Die 
Korrespondenz bezüglich der privaten Belange sei seitens der Beschwerdegegne-
rin grundsätzlich auch an die Adresse der Beschwerdeführerin, zu Handen von 
H._____, gesandt worden. Weiter hätten sich H._____ und I._____ in der Regel 
des Geschäftspapiers der Beschwerdeführerin oder der geschäftlichen E-Mail-
Adresse bedient, auch wenn sie sich bezüglich der persönlichen Belange an die 
Beschwerdegegnerin gewandt hätten. Dies lasse erkennen, dass H._____ ihre 
privaten Angelegenheiten – zumindest in gewissen Belangen wie dem Steuerbe-
reich – mit ihrer Funktion als Geschäftsführerin der Beschwerdeführerin verbun-
den habe. Sie habe damit in ihrer Eigenschaft als Vertreterin der Beschwerdefüh-
rerin die von der Beschwerdegegnerin erbrachten Dienstleistungen auch entge-
gengenommen, soweit diese eigentlich private Angelegenheiten von ihr und ihrer 
Tochter betroffen hätten. H._____ als einzige Geschäftsführerin und einziges 
Verwaltungsratsmitglied der Beschwerdeführerin habe den Überblick über sämtli-
che Arbeiten gehabt, welche die Beschwerdegegnerin für die Gesellschaft ausge-
führt habe. Auch wenn die Rechnungen nicht detailliert ausgewiesen hätten, wel-
che einzelnen Arbeiten in einer bestimmten Periode erbracht worden seien, so 
habe sie dennoch Kenntnis von denselben gehabt, zumal die ganze Korrespon-
denz zu ihren Handen abgewickelt worden und sie die einzige Ansprechsperson 
für die Beschwerdeführerin im Aussenverhältnis zur Beschwerdegegnerin gewe-
sen sei. So habe sie auch Bescheid darüber gewusst, dass die Beschwerdeführe-
rin Steuererklärungen für sie und ihre Tocher I._____ erstellt habe. Durch Bezah-
lung der Rechnungen habe die Beschwerdegegnerin schliesslich anerkannt, mit 
dieser Vorgehensweise einverstanden zu sein. Dass die Beschwerdegegnerin die 
Arbeiten für die privaten Belange von H._____ und I._____ nicht unentgeltlich 
ausgeführt habe, sei H._____ als Vertreterin der Beschwerdeführerin und Ge-
schäftsfrau bekannt gewesen, zumal diese Arbeiten auch in der Vergangenheit 
über die Beschwerdeführerin abgerechnet worden seien. Schliesslich habe die 
Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht, dass über diese privaten Arbei-
ten anderweitig abgerechnet worden sei (angefochtener Entscheid S. 8 ff.).

b) Dagegen führt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, die Vorinstanz 
habe Tatsachen von elementarer Wichtigkeit im Rahmen der Beweiswürdigung 
ausgeklammert, Beweise inkonsequent gewürdigt und zuletzt ausschliesslich auf 
die Aussagen des Zeugen E._____ abgestellt, welcher vom Ausgang des Prozes-
ses als Partner der Beschwerdegegnerin unmittelbar betroffen sei und daran of-

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fensichtlich ein eigenes Interesse habe. Bei korrekter Würdigung der Beweise wä-
re die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass die privaten Arbeiten für H._____ und 
I._____ nicht Gegenstand des Auftrags zwischen den Parteien seien und es damit 
in dieser Hinsicht an der Passivlegitimation fehle. Im Rahmen eines Treuhand-
mandates bestehe die Zweckerreichung in der Erstellung einer vollständigen, ver-
ständlichen, klaren und insbesondere korrekten und wahren Buchhaltung, wie dies 
auch das Gesetz in Art. 958c OR verlange. Entgegen der Vorinstanz sei vorlie-
gend die Tätigkeit der Beschwerdegegnerin als Revisionsstelle der Beschwerde-
führerin von grosser Relevanz. Dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Funktion als 
Revisionsstelle Jahr für Jahr das Nichtausscheiden des angeblichen Privatanteils 
gekannt und ohne jede Beanstandung jedes Jahr aufs Neue abgesegnet habe, 
bestätige eindeutig, dass auch die Beschwerdegegnerin von mehreren Auftrags-
verhältnissen ausgegangen sei und auch ausgehen habe müssen. Die Beschwer-
degegnerin hätte die von ihr erbrachten Leistungen für die Beschwerdeführerin 
sowie H._____ und I._____ entweder auf drei separate Rechnungen aufteilen 
müssen, oder dann hätte sie in ihrer Funktion als Revisionsstelle intervenieren 
müssen, als sie festgestellt habe, dass nach einer pauschalen Rechnungsstellung 
ein allfälliger Privatanteil von H._____ und I._____ in der Buchhaltung der Be-
schwerdeführerin nicht ausgeschieden worden sei. Die Beschwerdeführerin habe 
gar nicht wissen können, ob in den ihr bis anhin zugestellten Rechnungen Auf-
wendungen für private Arbeiten mit enthalten gewesen seien oder nicht. Den der 
Beschwerdeführerin zugestellten Rechnungen sei einzig zu entnehmen, dass aus-
schliesslich die für die Beschwerdeführerin getätigten Arbeiten verrechnet worden 
seien. Dass betreffend der privaten Belange der E-Mail-Verkehr nur „in der Regel“ 
über die geschäftliche Adresse abgewickelt worden sei, belege, dass der ange-
fochtene Entscheid im Wesentlichen auf reinen Mutmassungen und willkürlichen 
„Zurechtrückungen“ basiere. Die Bezeichnung des Mandatskontos durch die Be-
schwerdegegnerin als „H._____“ (für H._____) werfe weiter die Frage auf, wes-
halb denn dieses Konto nicht mit einer für die Firma der Beschwerdeführerin ste-
henden Abkürzung betitelt worden sei (Beschwerde S. 6 ff.).

c) Indem die Vorinstanz mangels einer (schriftlichen) Vertragsurkunde den 
Inhalt des zwischen den Parteien zustande gekommenen Auftrags auf der Grund-
lage des Verhaltens der Parteien nach Vertragsabschluss ermittelt hat, hat sie den 
wirklichen Parteiwillen festgestellt, welcher vom Einzelrichter in Zivilsachen als 
Beschwerdeinstanz nur auf offensichtliche Unrichtigkeit überprüft werden kann 
(vgl. dazu Gauch/Schluep/Schmid/Rey, Schweizerisches Obligationenrecht, All-
gemeiner Teil, Band I, 9. Aufl., A._____ 2008, N 1215 und 1200). Die Vorbringen 

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der Beschwerdeführerin stellen zum grössten Teil aber lediglich ihre eigene Sicht 
der Dinge dar; die Rüge, die Vorinstanz sei bei ihrem Entscheid in Willkür verfal-
len, erweist sich bei näherer Betrachtung als unbegründet. 

d) Die Beschwerdeführerin verkennt zunächst, dass sich die Vorinstanz bei 
ihrem Erkenntnis keineswegs ausschliesslich auf den Zeugen E._____ gestützt 
hat. In erster Linie stellte sie vielmehr auf die von den Parteien eingelegten Urkun-
den ab. So führte die Vorinstanz auch selbst aus, die – mit angemessener 
Zurückhaltung zu würdigenden – Aussagen des Zeugen E._____ bestätigten re-
gelmässig die Schlussfolgerungen, wie sie sich bereits aus der Würdigung der 
übrigen Beweise ergäben (angefochtener Entscheid S. 10). Entgegen den Be-
hauptungen der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 14) hat die Vorinstanz so-
dann nicht selbst festgestellt, H._____ habe gewünscht, dass die Leistungen für 
private Arbeiten über die Aktiengesellschaft abgerechnet würden. Sie hat diesbe-
züglich lediglich die Zeugenaussage von E._____ (in indirekter Rede und vor dem 
Hintergrund der klägerischen Behauptungen) wiedergegeben, ohne selbst darüber 
eine eigene Feststellung zu treffen. Fest steht jedenfalls, dass – wie sogleich dar-
zulegen sein wird -  nach dem Inhalt des zwischen den Parteien geschlossenen 
Vertrages auch die für H._____ und I._____ erbrachten Leistungen über die Be-
schwerdeführerin abzurechnen waren. Ob dies auf (ausdrücklichen) Wunsch einer 
Partei erfolgte, ist irrelevant, weshalb es sich für die Vorinstanz auch gar nicht 
aufdrängte, hierüber eine Feststellung zu treffen.

e) Entgegen der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 9 unten) ist nicht nach-
vollziehbar, weshalb die Vorinstanz zu Unrecht die Aussagen der Zeugin F._____ 
unberücksichtigt gelassen haben sollte. Inwiefern diese Zeugenaussagen einen 
Rückschluss auf den Inhalt des zwischen den Parteien abgeschlossenen Vertra-
ges geben könnten, ist unerfindlich, denn als Angestellte der neuen Treuhandge-
sellschaft der Beschwerdeführerin kam sie erst nach der Auflösung des hier zu 
beurteilenden Auftragsverhältnisses ins Spiel. Entsprechend findet sich in ihren 
Aussagen auch nichts, das in diesem Zusammenhang relevant sein könnte. 

f) Im Beschwerdeverfahren ist nebst der Qualifikation des fraglichen Ver-
tragsverhältnisses als Auftrag gänzlich unbestritten geblieben, dass – wie es sich 
auch hinlänglich aus den Akten ergibt - die Beschwerdegegnerin für H._____ und 
I._____ jahrelang Arbeiten im Steuerbereich erledigte und dass H._____ als Ge-
schäftsführerin und einziges Verwaltungsratsmitglied der Beschwerdeführerin voll-
umfänglich über die von Seiten der Beschwerdegegnerin für die Beschwerdeführe-

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rin sowie H._____ und I._____ ausgeführten Arbeiten Bescheid wusste. Ebenso 
beanstandet die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche Feststellung, wonach die 
Beschwerdegegnerin die der umstrittenen Rechnung vom 21. April 2009 zu Grun-
de liegenden Arbeiten tatsächlich erbracht habe und die verrechneten Stundenan-
sätze im Rahmen der Honorarempfehlungen der Treuhand-Kammer lägen und 
somit angemessen seien, vor Kantonsgericht mit keinem Wort. Die von ihr vorge-
brachte Rüge, sie habe gar nicht wissen können, ob in den ihr bis anhin zugestell-
ten Rechnungen Aufwendungen für private Arbeiten mit enthalten gewesen seien 
oder nicht, tatsächlich sei dies denn auch nicht der Fall gewesen, ist haltlos. 
H._____ war es angesichts der in der Vergangenheit gestellten und bezahlten Ho-
norarrechnungen (kB 21 und 22) bewusst, dass die Beschwerdegegnerin ihre Ar-
beiten im Steuerbereich ganz grundsätzlich nur gegen Entgelt erbrachte. Etwas 
anderes macht sie auch nicht geltend. Ihr sinngemässes Vorbringen, die in den 
Akten liegenden Rechnungen seien ihr möglicherweise gar nicht in dieser Form 
zugestellt worden (Beschwerde S. 13), ist unzutreffend, denn im bisherigen Ver-
fahren hat sie diesen Einwand nicht erhoben und in diesem Zusammenhang auch 
darauf verzichtet, eigene Beweismittel einzureichen, welches Verhalten durchaus 
der freien Beweiswürdigung unterliegt. Bereits die in den Akten liegende Korre-
spondenz zwischen H._____ und der Beschwerdegegnerin lässt darauf schlies-
sen, dass die für Erstere zu erledigenden steuerlichen Arbeiten relativ umfang-
reich waren (unter anderem Liegenschaften in Deutschland und C._____, vgl. Re-
plik kB 24 und 35). Dazu kamen noch regelmässig die für I._____ vorzunehmen-
den Leistungen. Da eine allfällige kostenlose Ausführung dieser über Jahre hin-
weg erbrachten Leistungen vor diesem Hintergrund von Vornherein nicht in Be-
tracht zu ziehen war und eine anderweitige Verrechung dieser Arbeiten von keiner 
Seite auch nur behauptet wird, ist der erkennende Einzelrichter in Zivilsachen da-
von überzeugt, dass die der Beschwerdeführerin in Rechnung gestellten, mitunter 
stets mit „Erledigen von steuerlichen Arbeiten“ bezeichneten Leistungen immer 
auch die für H._____ und I._____ ausgeführten Arbeiten beinhalteten und dies 
H._____ als Geschäftsführerin und einzigem Verwaltungsratsmitglied der Be-
schwerdeführerin und damit auch Letzterer bekannt war (sog. Wissensvertretung, 
vgl. dazu Böckli, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl., A._____ 2009, § 13 N 513 mit 
Hinweisen). 

g) Weshalb das Konto der Beschwerdeführerin in der Buchhaltung der Be-
schwerdegegnerin mit dem Namen von H._____ bezeichnet wurde, ist entgegen 
der Erstgenannten völlig irrelevant. Jedenfalls kann daraus nicht der Schluss ge-
zogen werden, es habe ausschliesslich mit H._____ persönlich ein Auftragsver-

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hältnis bestanden. Auch kann nicht mit Erfolg behauptet werden, der angefochte-
ne Entscheid basiere auf reinen Mutmassungen, da in den privaten Belangen der 
E-Mail-Verkehr „nur“ regelmässig über die geschäftliche Adresse abgewickelt 
worden sei. Hierbei handelt es sich durchaus um ein taugliches Kriterium für die 
Beurteilung, ob das zwischen den Parteien bestehende Auftragsverhältnis auch 
die Leistungen zu Gunsten von H._____ und I._____ umfasste. Letztlich ist darauf 
hinzuweisen, dass H._____ entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin 
(Beschwerde S. 12) sehr wohl mit ihr arbeitsvertraglich verbunden ist (Replik kB 7 
und 10-13), weshalb einer Erledigung ihrer steuerlichen Arbeiten im Auftrag der 
Beschwerdeführerin nicht von Vornherein jeder Sinn abgesprochen werden kann. 
Somit ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz davon ausgegangen ist, 
nach dem Inhalt des zwischen den Parteien geschlossenen Vertrages habe dieser 
auch die für H._____ und I._____ auszuführenden steuerlichen Arbeiten umfasst 
und die Beschwerdeführerin schulde im Grundsatz das ihr in Rechnung gestellte 
Honorar.

h) An diesem Ergebnis vermag auch die von der Beschwerdeführerin einge-
brachte Diskussion um dessen Vereinbarkeit mit den Grundsätzen ordnungsmäs-
siger Rechnungslegung und den an die Revision der X._____ aufgestellten Erfor-
dernissen nichts zu ändern. Denn selbst wenn davon ausgegangen würde, die 
Abrechnung von steuerlichen Arbeiten für H._____ und I._____ über die Be-
schwerdeführerin stosse sich an einer ordnungsgemässen Buchführung und/oder 
Revision, hätte dies die Parteien nicht daran gehindert, einen Vertrag mit genau 
diesem Inhalt abzuschliessen. Bei ihrer Argumentation übersieht die Beschwerde-
führerin ausserdem, dass die Beschwerdegegnerin – wie bereits die Vorinstanz 
richtig festgehalten hat (angefochtenes Urteil S. 20) – nach den diesbezüglich 
übereinstimmenden Ausführungen der Parteien vor Vorinstanz gar nicht die Buch-
führung der Beschwerdeführerin zu erledigen hatte. In diesem Zusammenhang 
wirkte die Beschwerdegegnerin vielmehr nur beratend und unterstützte so die bei 
der Beschwerdeführerin angestellte K._____, welche offenbar für die Buchführung 
zuständig war (Klage vom 28. Juni 2010 S. 3, Klageantwort und Widerklage vom 
20. September 2010 S. 4, Duplik und Widerklagereplik vom 31. Januar 2011 S. 6, 
widersprüchlich dazu freilich S. 8 f.). Hätte die Beschwerdeführerin ihre (in der 
Vergangenheit stets beglichenen) Schulden gegenüber der Beschwerdegegnerin 
für die von dieser erbrachten Dienstleistungen in ihren Büchern anders erfassen 
wollen, als sie es offenbar getan hat, wäre dies demnach in erster Linie an ihr 
selbst gelegen und nicht an der insoweit lediglich beratend tätigen Beschwerde-
gegnerin. Abgesehen davon, dass im Übrigen schleierhaft ist, welchen Einfluss 

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eine allfällige Verletzung der Pflicht der Beschwerdegegnerin zur Beratung in 
Buchführungsangelegenheiten auf die Ermittlung des Inhalts des zwischen den 
Parteien bestehenden Vertragsverhältnisses haben könnte, begründet die Be-
schwerdeführerin eine solche angebliche Pflichtverletzung auch nicht weiter. 
Ebenso wenig lassen sich aus der jahrelangen Tätigkeit der Beschwerdegegnerin 
als Revisionsstelle der Beschwerdeführerin irgendwelche Rückschlüsse auf den 
hier zur Diskussion stehenden Vertragsinhalt ziehen. Diesbezügliche allfällige 
Pflichtverletzungen bilden nicht Verfahrensgegenstand, nachdem die Beschwerde-
führerin ihre geltend gemachten Ansprüche auf Honorarminderung (die umstritte-
ne Honorarrechnung umfasst keinerlei Aufwand für irgendwelche Revisionstätig-
keiten) und ihre Verrechnungsforderungen gar nicht mit einer allfälligen Schlech-
terfüllung der beschwerdegegnerischen Revisionstätigkeit begründet.

4.a) Die Vorinstanz verweigerte die geltend gemachte Reduktion beziehungs-
weise den Wegfall der eingeklagten und ausgewiesenen Honorarforderung. Be-
treffend das die Parteien verbindende Auftragsverhältnis habe die Beschwerdefüh-
rerin nicht konkret geltend gemacht, dass die Beschwerdegegnerin ihrer Abliefe-
rungspflicht nicht nachgekommen sei. Die angeblich fehlenden Unterlagen beträ-
fen vielmehr die L._____, die M._____, sowie N._____. Die Beschwerdegegnerin 
weise durch Einlage verschiedener Schreiben nach, dass sie Dokumente, welche 
sie im Zuge des zwischen den Parteien bestehenden Auftragsverhältnisses ge-
schaffen habe, der Beschwerdeführerin beziehungsweise direkt Veronika oder 
I._____ zugestellt habe. Dies bestätige auch der Zeuge E._____. Eine Verletzung 
der Ablieferungspflicht im Auftragsverhältnis zwischen den Parteien habe daher 
nicht erstellt werden können. Bezüglich unsorgfältiger Auftragserledigung im Zu-
sammenhang mit der Ausführung des Auftrags durch die Beschwerdegegnerin für 
die Beschwerdeführerin (und in deren Namen auch für H._____ und I._____) brin-
ge die Beschwerdeführerin sehr wenige konkrete Behauptungen vor. Soweit die 
Beschwerdeführerin geltend mache, dass die Arbeiten nicht immer termingerecht 
erledigt worden seien, bringe sie dafür keine konkreten Beispiele vor. Aus ver-
schiedenen im Recht liegenden Schreiben gehe hervor, dass die Beschwerde-
gegnerin sowohl die Beschwerdeführerin als auch H._____ mehrmals auffordern 
habe müssen, die für die Auftragsausführung benötigten Unterlagen bereitzustel-
len. Auch der Zeuge E._____ habe bestätigt, dass die deutsche Steuerberaterin 
von H._____ mehrmals habe gemahnt werden müssen, weil sie die benötigten 
Unterlagen nicht ausgehändigt habe. Hinsichtlich dem Vorwurf, durch Vornahme 
falscher Buchungen latente Steuerrisiken geschaffen zu haben, würden die Zeu-
genaussagen von E._____ durch im Recht liegende Urkunden bestätigt. H._____ 

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und E._____ hätten am 12. April 2007 eine E-Mail-Korrespondenz geführt, welche 
steuerliche Korrekturen betreffend die Aufrechnung von Warenbezügen sowie ei-
nes Privatanteils bezüglich des Fahrzeugs und übriger Spesen zum Gegenstand 
gehabt hätten. In einem Schreiben vom 16. Mai 2007 sei H._____ seitens der Be-
schwerdegegnerin über die diesbezüglichen Vereinbarungen mit dem Steuer-
kommissär informiert worden. Damit sei ausgewiesen, dass diese Problematik der 
Beschwerdeführerin bekannt gewesen sei (angefochtener Entscheid S. 18 ff.). 

b) Dagegen wendet die Beschwerdeführerin ein, am 24. Juni 2009 sei an Un-
terlagen der Beschwerdeführerin ein einziger Ordner übergeben worden. Gefehlt 
hätten Steuererklärungen, diverse Verträge, sowie sämtliche Geschäftsunterlagen 
der Jahre 2002-2006. Der Vorinstanz hätte angesichts der rund siebenjährigen 
Vertragsbeziehung zwischen den Parteien klar sein müssen, dass mit der Überg-
abe eines einzigen Ordners der auftragsrechtlichen Ablieferungspflicht nicht genü-
ge getan worden sei. Dass die während sieben Jahren angehäuften Unterlagen 
sehr umfangreich seien und die Beschwerdeführerin nicht jedes einzelne Doku-
ment habe nennen können, werde von der Vorinstanz komplett ausgeblendet. 
Einmal mehr habe die Vorinstanz auf irrelevante Beilagen der Beschwerdegegne-
rin und einmal mehr auf die Aussagen des Zeugen E._____ abgestellt. Den Aus-
sagen der Zeugin F._____ könne nicht nur entnommen werden, dass die Be-
schwerdegegnerin ihre Ablieferungspflicht verletzt habe, sondern auch, dass der 
Beschwerdeführerin für die Rekonstruktion der Buchhaltungsunterlagen ein Mehr-
aufwand und damit ein Schaden von mindestens Fr. 8'477.50 entstanden sei. Wie 
aus den von der Beschwerdeführerin eingereichten Beweismitteln ohne weiteres 
ersichtlich sei, seien auch die vorgenommenen Arbeiten mangelhaft gewesen. Die 
Zeugin F._____ habe bestätigt, dass die Buchhaltungsunterlagen einerseits nicht 
auf dem neusten Stand gewesen und andererseits nicht korrekt geführt worden 
seien. In der Buchhaltung sei Provisorisches als definitiv erschienen. Ebenso hät-
ten Buchungen neu erfasst werden müssen (Beschwerde S. 15 ff.).

c) Gemäss Art. 398 OR haftet der Beauftragte im Allgemeinen für die gleiche 
Sorgfalt wie der Arbeitnehmer im Arbeitsverhältnis (Abs. 1). Er haftet dem Auf-
traggeber für getreue und sorgfältige Ausführung des ihm übertragenen Geschäf-
tes (Abs. 2). Der Auftrag gilt als erfüllt, wenn der angestrebte Erfolg durch die 
Tätigkeit eintritt oder wenn alles getan wird, was erfahrungsgemäss zum Erfolg 
führt (Weber, in: Honsell/Vogt/Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationen-
recht I, 5. Aufl., Basel 2011, Art. 398 N 24). Nach Art. 400 Abs. 1 OR ist der Beauf-
tragte ferner schuldig, auf Verlangen jederzeit über seine Geschäftsführung Re-

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chenschaft abzulegen und alles, was ihm infolge derselben aus irgendeinem 
Grunde zugekommen ist, zu erstatten. Die Ablieferungspflicht erstreckt sich aber 
nicht nur auf das, was der Beauftragte vom Auftraggeber erhält, sondern auch auf 
alles, was er in Ausführung des Auftrages von Dritten erlangt. Schliesslich ist er 
auch gehalten, all diejenigen Gegenstände abzuliefern, die zu schaffen er sich 
verpflichtet hat. Ausgeschlossen sind demgegenüber etwa vorbereitende Studien, 
interne Notizen (zum Beispiel Aktennotizen), Entwürfe sowie Materialsammlungen. 
Im Rahmen seiner Rechenschaftspflicht hat der Beauftragte jedoch dem Auftrag-
geber auf Verlangen von diesen Unterlagen Kopien anzufertigen, wobei Letzterer 
die daraus entstehenden Kosten zu übernehmen hat (vgl. Fellmann, Berner Kom-
mentar zum Schweizerischen Privatrecht, Band IV: Obligationenrecht, 2. Abtei-
lung: Die einzelnen Vertragsverhältnisse, 4. Teilband: Der einfache Auftrag, Bern 
1992, Art. 400 N 115 f. und 136).

In der Rechtsprechung und Lehre wird mehrheitlich davon ausgegangen, dass ein 
Honorar gemäss dem Äquivalenzgedanken nur bei korrekter und sorgfaltsgemäs-
ser Auftragsausführung geschuldet ist. Eine relevante Unsorgfalt führt zum Weg-
fall der Honorarforderung beziehungsweise berechtigt zur Honorarreduktion, nicht 
nur zur Geltendmachung von Schadenersatz. Im Falle der Verletzung oder 
Schlechterfüllung des Auftrags besteht somit nur für diejenigen Tätigkeiten ein 
Honoraranspruch, welche vertragskonform ausgeführt worden sind. Wird hingegen 
die Auftraggeberin durch eine Schadenersatzleistung nicht nur wertmässig, son-
dern auch tatsächlich so gestellt, wie wenn der Auftrag richtig erfüllt worden wäre, 
ist eine Gegenleistung entsprechend dem Wert der Arbeit der Beauftragten ge-
schuldet (vgl. zum Ganzen Weber, a.a.O., Art. 394 N 43 mit zahlreichen Hinwei-
sen). Beim Recht auf Honorarreduktion handelt es sich seiner Natur nach um ein 
Gestaltungsrecht. Solche sind im Allgemeinen nicht abtretbar, sondern untrennbar 
mit dem Schuldverhältnis (hier: Auftragsverhältnis) als Ganzem verbunden (vgl. 
dazu Gauch/Schluep/Schmid/Rey/Emmenegger, Schweizerisches Obligationen-
recht, Allgemeiner Teil, Band II, 9. Aufl., Zürich 2008, N 3624). Entsprechend hat 
die Vorinstanz zu Recht im Hinblick auf eine allfällige Honorarreduktion von Vorn-
herein nur solche behaupteten Vertragsverletzungen berücksichtigt, die sich auf 
das Vertragsverhältnis zwischen den Parteien beziehen. Allfällige Vertragsverlet-
zungen aus den Verhältnissen zwischen der Beschwerdegegnerin und der 
L._____, der M._____, und N._____ sind demgegenüber richtigerweise beiseite 
zu lassen. Die Beschwerdeführerin bringt denn auch gar nichts anderes vor.

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d) Auf den vorinstanzlichen Vorhalt, die Beschwerdeführerin habe betreffend 
das die Parteien verbindende Vertragsverhältnis keine konkrete Verletzung der 
Ablieferungspflicht der Beschwerdegegnerin geltend gemacht, geht Erstere nicht 
weiter ein, sondern verweist lediglich auf den grossen Umfang der sich angehäuf-
ten Unterlagen (Beschwerde S. 15) und ist im Übrigen der Auffassung, der Nach-
weis der Erfüllung der Ablieferungspflicht obliege der Beschwerdegegnerin als 
Beauftragter (Beschwerde S. 17). Sie verkennt dabei, dass eine allfällige Verlet-
zung der Ablieferungspflicht nach den allgemeinen Grundsätzen von der Be-
schwerdeführerin jedenfalls zu behaupten und - zumindest mangels Anerkennung 
durch die Gegenseite - zu substantiieren ist, zumal die Beschwerdeführerin daraus 
zu ihren Gunsten eine Honorarreduktion beziehungsweise gar einen Wegfall des 
Honorars abzuleiten gedenkt. 

Die Beschwerdegegnerin übergab der Beschwerdeführerin am 24. Juni 2009 un-
bestrittenermassen relativ umfangreiche Unterlagen (angefochtener Entscheid S. 
17) und stellte sich ferner auf den Standpunkt, die übrigen bei ihr vorhandenen 
Akten (Revisionsnotizen, Kopien, Korrespondenz etc.) würden als interne Arbeits-
papiere betrachtet (bB 4). Gegenüber dem beschwerdeführerischen Vorhalt feh-
lender Unterlagen (Schreiben vom 30. Juni 2009, bB 8) verneinte die Beschwer-
degegnerin dem Sinn nach den Besitz an irgendwelchen ablieferungspflichtigen 
Dokumenten (E-Mail vom 1. Juli 2009, Bb 9). Dieselbe Auffassung vertrat die Be-
schwerdegegnerin auch in ihren Rechtsschriften vor Vorinstanz (Replik und Wi-
derklageantwort vom 22. November 2010 S. 12 f. und 20 ff.; Widerklageduplik und 
Stellungnahme nach Art. 87 Abs. 2 GR-ZPO vom 14. März 2011 S. 6). Dies hätte 
die Beschwerdeführerin dazu veranlassen müssen, die Gegenstand der von ihr 
vorgebrachten Ablieferungspflicht bildenden Schriftstücke einigermassen konkret 
zu bezeichnen. Die Anforderungen an diese sogenannte Substantiierungslast er-
geben sich nämlich einerseits aus den Tatbestandsmerkmalen der angerufenen 
Norm und andererseits aus dem prozessualen Verhalten der Gegenpartei. Mass-
gebende Tatsachenbehauptungen müssen dabei so konkret formuliert sein, dass 
ein substantiiertes Bestreiten möglich ist oder der Gegenbeweis angetreten wer-
den kann (BGE 127 III 365 E. 2b mit Hinweisen). Bestreitet der Prozessgegner 
das an sich schlüssige Vorbringen der behauptungsbelasteten Partei, kann diese 
gezwungen sein, die rechtserheblichen Tatsachen nicht nur in den Grundzügen, 
sondern so umfassend und klar darzulegen, dass darüber Beweis abgenommen 
werden kann (BGE 127 III 365 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch Hausheer/Jaun, Die 
Einleitungsartikel des ZGB, Bern 2003, N 42 f. zu Art. 8, 9 und 10 ZGB). Die Be-
schwerdeführerin machte jedoch in ihren Rechtsschriften vor Vorinstanz kein ein-

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ziges Dokument namhaft, welches ihr angeblich vorenthalten wurde. Die Behaup-
tung, die Aushändigung „zahlreiche[r] Unterlagen wie Steuererklärungen, Jahres-
abschlüsse“ sei unterblieben (Klageantwort und Widerklage vom 20. September 
2010 S. 7), ist völlig unbestimmt. Vor allem aber handelt es sich hierbei – wie aus 
dem Schreiben vom 29. Juni 2009 (bB 6) hervorgeht, womit die Beschwerdeführe-
rin ihr diesbezügliches Vorbringen untermauern möchte – gar nicht um angeblich 
der Beschwerdeführerin vorenthaltene Dokumente, werden doch im entsprechen-
den Beweismittel ausschliesslich fehlende Unterlagen der L._____, der M._____, 
und von N._____ bemängelt. Auch aus den übrigen Akten geht nicht hervor, dass 
die Beschwerdegegnerin die Ablieferung von Unterlagen der Beschwerdeführerin 
oder von H._____ und I._____ unterlassen haben könnte. Einzig im E-Mail des 
beschwerdeführerischen Rechtsvertreters vom 2. Juli 2009 rügte dieser das Feh-
len von Kopien der Steuerunterlagen von H._____ und von sämtlichen Unterlagen 
(Steuererklärungen, Verträge etc.) betreffend die Beschwerdeführerin (bB 9). In 
den Rechtsschriften vor Vorinstanz fehlten entsprechende, hinreichend konkrete 
Vorbringen aber gänzlich. Das Zusammentragen des rechtserheblichen Sachver-
halts aus den Beilagen ist grundsätzlich nicht Aufgabe der Gegenpartei oder des 
erkennenden Gerichts (vgl. dazu PKG 1997 Nr. 5 Erw. 2a; 2002 Nr. 7 Erw. 4). Ab-
gesehen davon, wurden die angeblich fehlenden Unterlagen auch im angespro-
chenen E-Mail nicht so konkret bezeichnet, dass darüber Beweis hätte abgenom-
men werden können. Bei genügender Spezifizierung hätte sich die Beschwerde-
gegnerin nicht darauf beschränken müssen, durch Einlage zahlreicher Schreiben 
nachzuweisen, dass sie verschiedene, im Zuge des zwischen den Parteien beste-
henden Auftragsverhältnisses geschaffene Dokumente der Beschwerdeführerin 
beziehungsweise direkt H._____ und I._____ zugestellt hat (vgl. etwa kB 5, 7, 8, 
9, 12, 13, 14, 15, Replik kB 17, 18, 31, 32). Vielmehr wäre es ihr gegebenenfalls 
möglich gewesen, konkret Gegenbeweis zu führen. Ausserdem fällt auf, dass die 
Beschwerdeführerin die ihr angeblich vorenthaltenen Dokumente offenbar auf Ori-
ginalunterlagen beschränkt (Beschwerde S. 16), während vorprozessual auch 
noch Kopien zur Diskussion standen (bB 9), was gar nicht die von der Beschwer-
deführerin angesprochene Ablieferungspflicht, sondern eher die Rechenschafts-
pflicht der Beschwerdegegnerin beschlagen hätte. Schliesslich macht die Be-
schwerdeführerin auch mit keinem Wort geltend, zufolge einer allfälligen Verlet-
zung der Rechenschaftspflicht, die sich als Vorleistungspflicht qualifiziert und de-
ren vollständige und richtige Erfüllung die Beauftragte zu beweisen hätte (Fell-
mann, a.a.O., Art. 400 N 96 und 60), habe sie ihre behauptete Ablieferungsforde-
rung nicht substantiieren können (vgl. dazu Fellmann, a.a.O., Art. 400 N 15, 56, 60 

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und 92). Nicht einmal aufgrund der prozessualen Vorbringen der Beschwerdefüh-
rerin im Zusammenhang mit den angeblich vorenthaltenen Schriftstücken kann 
demnach auf eine allfällige Verletzung der Ablieferungspflicht der Beschwerde-
gegnerin geschlossen werden. Mit anderen Worten fehlt eine substantiiert behaup-
tete Verletzung der Ablieferungspflicht der Beschwerdegegnerin gegenüber der 
Beschwerdeführerin.

e) Soweit in der Beschwerde mit Bezug auf die Beschwerdeführerin ausge-
führt wird, die Beschwerdegegnerin habe dieser gegenüber die Ablieferung von 
Steuererklärungen, diversen Verträgen sowie sämtlichen Geschäftsunterlagen 
2002-2006 unterlassen, handelt es sich nach dem Ausgeführten um neue und 
deshalb unzulässige Behauptungen. Abgesehen davon fehlen aber auch bei die-
ser Umschreibung wiederum konkrete Angaben über vorenthaltende Dokumente, 
weshalb die Beschwerdeführerin auch hier ihrer Substantiierungsobliegenheit 
nicht genügt. Der angeblich grosse Umfang an fehlenden Dokumenten würde die 
Beschwerdeführerin jedenfalls nicht davon abhalten, zumindest einen Teil davon 
konkret zu bezeichnen und damit ein Beweisverfahren darüber zu ermöglichen 
sowie den Weg für den Gegenbeweis zu ebnen. Ebenso neu ist die Behauptung, 
durch die Verletzung der Ablieferungspflicht gegenüber der Beschwerdeführerin 
habe die Beschwerdegegnerin der Erstgenannten einen Schaden von mindestens 
Fr. 8'477.50 zugefügt, welcher durch die Rekonstruktion der Buchhaltungsunterla-
gen entstanden sei (Beschwerde S. 17). Es fällt auf, dass es sich beim erwähnten 
Betrag auf den Rappen genau um die Summe aus den auf Grund angeblicher 
Pflichtverletzungen der Beschwerdegegnerin aus den Vertragsverhältnissen mit 
der L._____, der M._____, sowie N._____ geltend gemachten Verrechnungsforde-
rungen handelt. Wiederholend ist aber darauf hinzuweisen, dass die Beschwerde-
führerin aus allfälligen Vertragsverletzungen der Beschwerdegegnerin gegenüber 
der L._____, der M._____, sowie N._____ von Vornherein keine Reduktion des 
von ihr selbst geschuldeten Honorars in Anspruch nehmen kann. Zusammenfas-
send kann festgehalten werden, dass die Beschwerdeführerin die von ihr geltend 
gemachte Reduktion beziehungsweise den Wegfall des der Beschwerdegegnerin 
zustehenden Honorars nicht auf eine Verletzung der Ablieferungspflicht stützen 
kann.

f) Dass die Beschwerdegegnerin, wie F._____ als Zeugin ausgesagt hat 
(Zeugenaussage F._____ S. 5), in der Steuererklärung 2007 die Deklaration eines 
Bankdepots von H._____ vergessen haben soll, hat die Beschwerdeführerin in 
ihren vorinstanzlichen Rechtsschriften nie vorgebracht, weshalb diese Behauptung 

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nunmehr (Beschwerde S. 26) verspätet erfolgt. In ihren restlichen Ausführungen 
zum geltend gemachten Wegfall der Honorarforderung (Beschwerde S. 17 Rz 38 
f.) begnügt sich die Beschwerdeführerin praktisch damit, die Aussage der Zeugin 
F._____ bruchstückhaft wiederzugeben. Ein Bezug zu den Ausführungen der Ein-
zelrichterin am Bezirksgericht D._____ (angefochtener Entscheid S. 19 f.) fehlt 
gänzlich. Da der angefochtene Entscheid ausserhalb konkreter Rügen und einer 
hinreichenden Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Entscheidgründen 
keiner Überprüfung durch das Kantonsgericht unterliegt, ist auf die angeblichen 
Pflichtverletzungen nicht weiter einzugehen (vgl. vorstehend E. 2.b). Im Übrigen ist 
festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin in ihren erstinstanzlichen Rechtsschrif-
ten überhaupt nichts Handfestes zur angeblichen Verletzung der Buchführungs-
pflicht durch die Beschwerdegegnerin vorbrachte (Klageantwort und Widerklage 
vom 20. September 2010 S. 7 ff.; Duplik und Widerklagereplik vom 31. Januar 
2011 S. 8 ff.). Im Wesentlichen erhob die Beschwerdeführerin gegenüber der Be-
schwerdegegnerin lediglich gewisse Vorwürfe, welche sie aus einem Schreiben 
und einem E-Mail der O._____ vom 29. Juni beziehungsweise 30. Juni 2009 
übernahm (Klageantwort und Widerklage vom 20. September 2010 S. 8 mit Hin-
weisen auf bB 6 und 7). Diese Korrespondenz bezog sich indes mitnichten auf das 
Vertragsverhältnis zwischen den heutigen Parteien, sondern betrifft die L._____, 
die Frei & Co, Transporte, sowie N._____. Schliesslich übersieht die Beschwerde-
führerin einmal mehr, dass die Führung der Buchhaltung gemäss den überein-
stimmenden Vorbringen der Parteien vor Vorinstanz gar nicht Aufgabe der Be-
schwerdegegnerin war, sondern diese insoweit lediglich eine unterstützende Funk-
tion inne hatte (vgl. vorstehend E. 3.h).

g) Als Zwischenergebnis kann festgehalten werden, dass keinerlei Grund be-
steht, den der Beschwerdegegnerin zustehenden Honoraranspruch zu kürzen.

5.a) Die von der Beschwerdeführerin dem Honoraranspruch der Beschwerde-
gegnerin gestützt auf eine Rechnung der O._____ an die L._____ (bB 11) entge-
gengehaltene Verrechnungsforderung über Fr. 3‘825.-- hielt die Vorinstanz für 
nicht ausgewiesen. Die Auflösung des zwischen der Beschwerdegegnerin und der 
L._____ bestehenden Auftragsverhältnisses sei nicht von Ersterer ausgegangen, 
weshalb sämtliche Aufwendungen, welche im Zusammenhang mit der Mandats-
übergabe an sich ordentlicherweise angefallen seien, der Beschwerdegegnerin 
gegenüber nicht als Schaden geltend gemacht werden könnten. Dazu gehöre das 
Übernehmen und Durchsehen der Unterlagen. Aufgrund der Akten sei bezüglich 
der Buchhaltungsunterlagen sodann erstellt, dass die L._____ diese erhalten ha-

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be, womit die Beschwerdegegnerin ihrer Ablieferungspflicht nachgekommen sei. 
Für die O._____ sei weiter ersichtlich gewesen, dass die Buchhaltung für das Jahr 
2008 noch nicht definitiv abgeschlossen gewesen sei, weshalb die damit verbun-
denen Arbeiten (zum Beispiel auch die Korrektur der Eröffnungssalden) nicht zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin gingen. Dass die O._____ den Abschluss per 
Ende 2008 habe erstellen müssen, sei durch den Zeitpunkt der Übergabe bedingt 
und nicht der Beschwerdegegnerin anzulasten. Ebenfalls nicht zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin gehe, wenn deren Software nicht mit jener der neuen Treu-
handgesellschaft übereinstimme, wie das F._____ anlässlich der Einvernahme 
bestätigt habe, so dass die Daten der Buchhaltung nicht elektronisch hätten über-
nommen werden können und für das Jahr 2008 neu erfasst hätten werden müs-
sen (angefochtener Entscheid S. 21 ff.).

b) Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz 
habe übersehen, dass der Beschwerdegegnerin das Mandat deshalb entzogen 
worden sei, weil ihre Arbeiten in diverser Hinsicht mangelhaft gewesen seien. Aus 
diesem Grund seien ihr sehr wohl die Aufwendungen im Zusammenhang mit der 
Mandatsübergabe anzulasten. Auch im Zusammenhang mit den Aufwendungen 
für das Wiederbeschaffen der fehlenden Unterlagen habe es sich die Vorinstanz 
sehr einfach gemacht. Wie die Vorinstanz im Rahmen der Beweiswürdigung ge-
stützt auf zwei Beweismittel (Replik kB 41 und 42) zum Schluss gelange, dass die 
Beschwerdegegnerin in Bezug auf die L._____ der auftragsrechtlichen Abliefe-
rungspflicht nachgekommen sei, sei der Beschwerdeführerin ein Rätsel. Diese 
Urkunden vermöchten nicht zu belegen, dass ihrem Ersuchen um Herausgabe 
sämtlicher Kopien von Steuererklärungen sowie der Formulare 103 ab dem Jahre 
2002 entsprochen worden sei. Es sei notorisch, dass durch das Fehlen respektive 
die Zurückbehaltung von Geschäftsunterlagen der letzten sieben Jahre ein Scha-
den entstehe. Die Geschäftsunterlagen müssten in diesem Fall anderweitig bei 
diversen Ämtern, Vertragspartnern, Versicherungen etc. wieder eingeholt oder 
rekonstruiert werden, was mit grossen Zeitaufwand und Kosten verbunden sei. 
Dasselbe werde durch die Zeugin F._____ ausdrücklich bestätigt. Die der Be-
schwerdeführerin beziehungsweise der O._____ angeblich übergebene Penden-
zenliste sei inhaltlich unklar und missverständlich. Das Dokument sei von keiner 
Partei unterzeichnet worden, obwohl dies zwingend verlangt werde. Wie die Vor-
instanz trotzdem zum Schluss habe gelangen können, dass die Pendenzenliste 
der O._____ übergeben worden sei und Letzterer somit habe klar sein müssen, 
dass eine halbfertige Buchhaltung des Geschäftsjahres 2008 übergeben worden 
sei, sei nicht ersichtlich. Bei einer objektiven Beweiswürdigung wäre man zwin-

Seite  21 — 33

genderweise zum Schluss gelangt, dass der eingereichten Pendenzenliste nicht 
entnommen werden könne, ob und an wen diese übergeben worden sei. Wie die 
Zeugeneinvernahmen ergeben hätten, habe sich die Beschwerdegegnerin sodann 
nicht einer für eine Geschäftsbuchhaltung angebrachten Software bedient, son-
dern es vorgezogen, die Buchhaltung der L._____ geradezu hobbymässig auf der 
privaten Software des Zeugen E._____ zu führen. Dies habe zu einer komplett 
unübersichtlichen Darstellung der Buchungen geführt, was bei der O._____ fal-
sche Rückschlüsse provoziert habe. Die aufgrund ihres Wissens um die Gefahr 
irreführender Rückschlüsse nötige Instruktion habe die Beschwerdegegnerin un-
terlassen, weshalb ihr auch die Aufwendungen der O._____ für die Rechnungspo-
sitionen „Buchhaltung 2008 eröffnen“, „Kontoplan überarbeiten“, „Belege 2008 
nochmals kontieren und verbuchen“ und „Abschluss per 31.12.2008 erstellen“ an-
zulasten seien. Da weder die Vorinstanz noch die Beschwerdegegnerin die An-
gemessenheit der Rechnungsbetrages über Fr. 3‘825.-- in Frage gestellt hätten, 
sei erstellt, dass der L._____ durch die Verletzung der auftragsrechtlichen Abliefe-
rungspflicht sowie durch die mangelhafte Vornahme der Buchhaltungsarbeiten ein 
Schaden im besagten Ausmass entstanden sei. Die entsprechende Schadener-
satzforderung sei mit Abtretungserklärung vom 16. September 2010 an die Be-
schwerdeführerin zediert worden, womit die geltend gemachte Verrechnung zu 
berücksichtigen und zuzulassen sei (Beschwerde S. 18 ff.).

c/aa) Die der geltend gemachten Verrechnungsforderung über Fr. 3‘825.-- zu 
Grunde liegende Rechnung der O._____ vom 30. Juni 2010 belegt folgende Auf-
wendungen: Unterlagen übernehmen und durchsehen, diverse Abklärungen be-
treffend unvollständiger Unterlagen, Buchhaltung 2008 eröffnen, Kontoplan übera-
rbeiten, Belege 2008 nochmals kontieren und verbuchen, Abschluss per 
31.12.2008 erstellen (bB 11). Für diesen Aufwand weist die Rechnung ohne weite-
re Unterteilung einen Betrag über Fr. 3‘825.-- zu Lasten der L._____ aus.

c/bb) Zu Recht hat die Vorinstanz denjenigen Aufwendungen, welche bei jeder 
Mandatsübergabe beziehungsweise -übernahme anfallen, die Schadensqualität 
abgesprochen. Auch die Zeugin F._____ bejahte die Frage, ob üblicherweise bei 
der Übernahme neuer Mandate Kosten wie Einrichten der Buchhaltung, Konten-
pläne, Saldoübernahme, Erstellen der Dossiers, Erfassen in der Kundendaten-
bank, erstmaliges Erfassen der Daten in Steuerprogrammen, Einarbeitung und 
Aktenstudium anfielen (Zeugeneinvernahme F._____ S. 4 und 7). Soweit die Be-
schwerdeführerin zu glauben machen versucht, das Mandat der L._____ sei der 
Beschwerdegegnerin entzogen worden, weil sie Arbeiten für die L._____ mangel-

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haft ausgeführt habe, behauptet sie neue Tatsachen. Im erstinstanzlichen Verfah-
ren hat sie lediglich ausgeführt, die Beschwerdeführerin und die ihr nahe stehen-
den Personen hätten die Zusammenarbeit mit der Beschwerdegegnerin beendet, 
weil die Beschwerdeführerin und H._____ seit längerem mit den Arbeiten sowie 
den Beratungen der Beschwerdegegnerin nicht mehr zufrieden gewesen seien 
(Klageantwort und Widerklage vom 20. September 2010 S. 7). Inwiefern vermeint-
liche Pflichtverletzungen der Beschwerdegegnerin gegenüber der Beschwerdefüh-
rerin und H._____ die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses mit der L._____ für 
diese unzumutbar gemacht haben könnten und deshalb die Beschwerdeführerin 
durch den Wechsel des Treuhandbüros die bei Mandatseröffnungen üblicherweise 
entstehenden Kosten unfreiwillig verursacht haben könnte, ist indessen schleier-
haft. Zudem ist - wie bereits dargelegt worden ist (vorstehend E. 4) - überhaupt 
keine Pflichtverletzung der Beschwerdegegnerin gegenüber der Beschwerdeführe-
rin (und auch nicht gegenüber H._____) ausgewiesen. Selbst im gegenteiligen Fall 
wäre weder anerkannt (vgl. Art. 156 Abs. 1 Satz 2 GR-ZPO) noch bewiesen, dass 
Verträge - sei es mit der Beschwerdeführerin oder mit der L._____ - aufgrund ir-
gendwelcher Pflichtverletzungen der Beschwerdegegnerin aufgelöst worden 
wären. In den Akten findet sich bis zum Beizug von Rechtsanwalt Bihrer keinerlei 
Korrespondenz, woraus der Schluss gezogen werden könnte, die verschiedenen 
Mandantinnen der Beschwerdegegnerin seien mit deren Arbeiten nicht völlig zu-
frieden gewesen. Selbst im Schreiben vom 5. Juni 2009 (bB 3), womit Rechtsan-
walt Bihrer die verschiedenen Vertragsverhältnisse unter Danksagung für die 
Bemühungen sowie die langjährige Zusammenarbeit auflöste, ist keinerlei Hinweis 
auf allfällige Pflichtverletzungen enthalten, aufgrund derer die Auflösungen erfolgt 
sein könnten. Unter diesen Umständen ist kein objektiver Grund ersichtlich, wes-
halb der L._____ die Weiterführung der Zusammenarbeit mit der Beschwerdegeg-
nerin unzumutbar gewesen sein könnte. Die bei der O._____ zufolge Übernahme 
des neuen Mandats der L._____ entstandenen, üblicherweise anfallenden und der 
L._____ in Rechnung gestellten Kosten hat demnach Letztere freiwillig durch den 
Wechsel des Treuhandbüros verursacht, weshalb sie von Vornherein nicht scha-
denersatzweise auf die Beschwerdegegnerin abgewälzt werden können. Somit ist 
die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gekommen, die in Rechnung gestellten Kos-
ten für das Übernehmen und Durchsehen der Unterlagen durch die O._____ stelle 
keine ersatzfähige Schadensposition dar. Daran vermag auch der - durch nichts 
belegte und auch nicht näher konkretisierte - Einwand der Beschwerdeführerin 
nichts zu ändern, die O._____ habe die Buchhaltungsunterlagen nicht nur durch-
sehen, sondern - nachdem bereits auf den ersten Blick Fehler und Ungereimthei-

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ten festgestellt worden seien - aufmerksam nach Fehlbuchungen durchsuchen 
müssen, welche Aufwendungen nicht üblicherweise bei einer Mandatsübergabe 
anfielen (Beschwerde S. 18). Schuldet die Beschwerdegegnerin der L._____ nach 
dem Ausgeführten für eine der - von Seiten der O._____ nur gemeinsam in Rech-
nung gestellten und von der Beschwerdeführerin nur insgesamt als Schadenersatz 
eingeklagten - Positionen keinen Ersatz, so fehlt es in Bezug auf die übrigen Posi-
tionen an der Substantiierung des darauf entfallenden Aufwandes beziehungswei-
se des entsprechenden Schadens. Denn die Beschwerdeführerin hat nirgends 
auch nur behauptet, welche Kosten für die restlichen Positionen angefallen sind. 
Bereits deshalb hat die Vorinstanz die entsprechende Verrechnungsforderung – 
und zwar insgesamt - zu Recht abgelehnt.

c/cc) In tatsächlicher Hinsicht ist die Vorinstanz sodann davon ausgegangen, bei 
der Auflösung des Mandats durch die L._____ sei die Buchhaltung für das Jahr 
2008 noch nicht definitiv abgeschlossen gewesen (angefochtener Entscheid S. 
24). Die Beschwerdeführerin vermag nicht aufzuzeigen, inwiefern dies offensicht-
lich unrichtig sein könnte. Zwar hat F._____, die bei der neuen Treuhandgesell-
schaft der Beschwerdeführerin angestellt ist und deren Arbeitgeberin hin und wie-
der Mandate vom beschwerdeführerischen Rechtsvertreter vermittelt erhält, als 
Zeugin ausgesagt, sie habe die Unterlagen der L._____ als definitive Buchhaltun-
gen für die Jahre 2008 und 2009 in Empfang genommen (Zeugeneinvernahme 
F._____ S. 4). Offenbar ist der Zeugin aber im Nachhinein aufgefallen, dass die 
Buchhaltungen dennoch nicht fertig waren (Zeugeneinvernahme S. 7). Derweil 
bezeugte E._____, Partner der Beschwerdegegnerin, die Buchhaltungen 2008 
und 2009 seien nur provisorisch nachgeführt gewesen, da sie nicht über sämtliche 
Unterlagen und Entscheidungen verfügt hätten (Zeugeneinvernahme E._____ S. 
10). In den Akten findet sich des Weiteren ein Übergabeprotokoll beziehungsweise 
eine Pendenzenliste für die L._____, die den Buchhaltungsabschluss für das Jahr 
2008 („Abschluss 2008: Abgrenzung Steuern 2008“) als ausstehend bezeichnet 
(Replik kB 44). Wenn die Beschwerdeführerin die Übergabe der Pendenzenliste in 
Frage zu stellen sucht (Beschwerde S. 20 f.), ist sie nicht zu hören, denn in den 
vorinstanzlichen Rechtsschriften hat sie sich noch auf die Kritik an der inhaltlichen 
Aussagekraft besagter Pendenzenliste beschränkt (Duplik und Widerklagereplik 
vom 31. Januar 2011 S 17 f.), womit sie deren Empfang implizite anerkannt hat 
(vgl. immerhin die – in diesem Zusammenhang von der Beschwerdeführerin nicht 
angerufene – Zeugenaussage von F._____ S. 4 und 7, wonach die neue Treu-
handgesellschaft lediglich im Besitz einer Pendenzenliste der M._____, gewesen 
sein soll). Vor diesem Hintergrund ist die Vorinstanz willkürfrei davon ausgegan-

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gen, der Buchhaltungsabschluss für das Jahr 2008 sei bei Auflösung des in Frage 
stehenden Vertragsverhältnisses pendent gewesen. Den von der O._____ der 
L._____ in Rechnung gestellten Abschluss per Ende 2008 kann die Beschwerde-
führerin deshalb nicht als Schadenersatz gegenüber der früheren Treuhandgesell-
schaft geltend machen, denn es ist nicht ersichtlich, dass bereits die Beschwerde-
gegnerin für den besagten Jahresabschluss Aufwendungen getätigt und in Rech-
nung gestellt haben könnte. Somit fehlt es hinsichtlich der Erstellung des Jahres-
abschlusses 2008 an der Ersatzfähigkeit und im Hinblick auf die übrigen Positio-
nen wiederum an der Substantiierung des darauf entfallenden (finanziellen) Auf-
wandes. Auch dies muss zur Abweisung der (ganzen) Verrechnungsforderung 
führen.

c/dd) Den Vorwurf, die Beschwerdegegnerin habe für die Buchhaltung der 
L._____ keine angebrachte Software verwendet, sondern sorgfaltspflichtwidrig 
hierfür die private „Hobbysoftware“ von E._____ benützt (Beschwerde S. 21), hat 
die Beschwerdeführerin in ihren vorinstanzlichen Rechtsschriften ausschliesslich 
im Zusammenhang mit der M._____, vorgebracht, hingegen nicht mit Bezug auf 
die L._____ (Duplik und Widerklagereplik vom 31. Januar 2011 S. 13 und 18). 
Ausserdem ist der Vorwurf unbegründet. Auch wenn F._____ offenbar Schwierig-
keiten mit den von der Beschwerdegegnerin verwendeten Programmen hatte und 
in diesem Zusammenhang verneinte, dass es sich bloss um ein Darstellungspro-
blem gehandelt habe (Zeugenaussage F._____ S. 6), kann daraus (noch) nicht 
geschlossen werden, die Verwendung der Software „Abacus“ sei geradezu sorg-
faltspflichtwidrig erfolgt. Ohnehin könnte eine solche allfällige Pflichtverletzung 
nicht allein auf die Zeugenaussage von F._____ gestützt werden, da diese Zeugin 
– bereits mehrfach erwähnten – Interessenbindungen unterliegt, die verlangen, 
ihre Aussagen mit der gebotenen Zurückhaltung zu würdigen. Demnach erweist 
sich, dass die Beschwerdeführerin entgegen ihrer Auffassung für die der L._____ 
von der O._____ in Rechnung gestellten Aufwendungen für die Eröffnung der 
Buchhaltung 2008, die Überarbeitung des Kontoplans sowie die nochmalige Kon-
tierung und Verbuchung der Belege 2008 keinen Ersatz von der Beschwerdegeg-
nerin fordern kann. Welchen Einfluss eine eingehende Instruktion ihrer früheren 
Treuhandgesellschaft bei der Übergabe des Mandates gehabt hätte, legt die Be-
schwerdeführerin nicht im Einzelnen dar. Immerhin kann im Anschluss an die Vor-
instanz (angefochtener Entscheid S. 24 f.) festgehalten werden, dass die Be-
schwerdegegnerin anlässlich der Übergabe der mandatsbezogenen Unterlagen 
gegenüber dem beschwerdeführerischen Rechtsanwalt die Abgabe von Erläute-
rungen anbot (Replik kB 39), und aus den Akten nicht hervorgeht, dass sich die 

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Beschwerdeführerin ihrerseits jemals um eine solche – den Einstieg in das Mandat 
für die O._____ unbestrittenermassen erleichternde – mündliche Einführung durch 
die Beschwerdegegnerin bemüht hätte. Auch aus der Zeugenaussage von 
F._____ kann die Beschwerdeführerin insoweit nichts zu ihren Gunsten ableiten. 
Daraus könnte höchstens der Schluss gezogen werden, dass die neue Treuhand-
gesellschaft im Gegensatz zum beschwerdeführerischen Rechtsvertreter von der 
schriftlich mitgeteilten Bereitschaft der Beschwerdegegnerin zur Einführung in das 
Mandat zwecks Erleichterung dessen Übergabe gar keine Kenntnis erlangte. Den 
der O._____ für die Eröffnung der Buchhaltung 2008, die Überarbeitung des Kon-
toplans sowie die nochmalige Kontierung und Verbuchung der Belege 2008 ange-
fallene Aufwand kann die Beschwerdeführerin damit nicht auf die Beschwerde-
gegnerin abwälzen. Für die restlichen im Zusammenhang mit der L._____ geltend 
gemachten Schadenspositionen heisst dies, dass es insoweit an der erforderli-
chen Substantiierung fehlt. Auch aus diesem Grund wurde die entsprechende Ver-
rechnungsforderung vorinstanzlich zu Recht abgewiesen.

c/ee) Unter den beschriebenen Umständen kann offen bleiben, ob die Beschwer-
degegnerin ihre Ablieferungspflicht gegenüber der L._____ verletzt hat. Allerdings 
ist ohnehin fraglich, ob es der Beschwerdeführerin einzig um die Ablieferungs-
pflicht geht, ist doch zumindest auch von Kopien von Steuererklärungen und For-
mularen die Rede, welche allenfalls im Rahmen der Rechenschaftspflicht eine 
Rolle spielen könnten. Da es indessen bereits an der Substantiierung des angebli-
chen, auf die Abklärungen betreffend unvollständiger Unterlagen entfallenden 
Mehraufwandes fehlt, erscheint die Beantwortung dieser Fragen hinfällig.

d) Somit kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz zu Recht die von der 
L._____ abgetretene Verrechnungsforderung abwies.

6.a) Die zweite, dem Honoraranspruch der Beschwerdegegnerin entgegen ge-
haltene Verrechnungsforderung über Fr. 1'815.--, welcher von der O._____ der 
M._____, in Rechnung gestellte Aufwendungen zu Grunde liegen, lehnte die Vor-
instanz ebenfalls ab. Die Aufwendungen der Übernahme und des Durchsehens 
der Unterlagen gehörten zur Mandatsübernahme. Die Kündigung des Auftrags-
verhältnisses mit der M._____, sei ebenfalls nicht seitens der Beschwerdegegne-
rin ausgesprochen worden und könne ihr nicht angelastet werden. Die Beschwer-
deführerin habe nicht behauptet, dass die fehlenden Unterlagen bei der M._____, 
selbst nicht hätten eingeholt werden können. Es sei daher wiederum davon aus-
zugehen, dass die Beschwerdegegnerin ihrer Ablieferungspflicht gegenüber der 

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Mandantin nachgekommen sei. Aufgrund der entsprechenden Pendenzenliste sei 
für die O._____ erkennbar gewesen, dass die Buchhaltung des Jahres 2008 nicht 
bereits abgeschlossen gewesen sei. Bezüglich der Korrektur der Eröffnungssalden 
und der fehlenden Mandatseinführung könne auf die vorstehenden Ausführungen 
zur L._____ verwiesen werden. Dass die seitens der Beschwerdegegnerin vorge-
nommenen Buchungen unvollständig und fehlerhaft gewesen sein sollten, sei nur 
pauschal behauptet und nicht mit konkreten Beispielen belegt worden. Dass die 
Buchhaltung mit einer anderen Software geführt worden sei und die Zahlen des-
halb bei der O._____ nicht hätten eingelesen werden können, könne wiederum 
nicht der Beschwerdegegnerin angelastet werden (angefochtener Entscheid S. 25 
f.).

b) Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, gemäss der vorprozessualen 
Korrespondenz seien die definitiven Jahresabschlüsse der M._____, für das Ge-
schäftsjahr 2006 am 24. Juni 2009 nicht übergeben worden. Nirgends sei ersicht-
lich, dass die fehlenden Unterlagen jemals der M._____, zugestellt worden wären. 
Die Rekonstruktion dieser Unterlagen sei mit entsprechendem Aufwand verbun-
den gewesen. Indem die Vorinstanz dasselbe Schriftstück beiziehe, welches sie 
bereits im Zusammenhang mit der L._____ als Pendenzenliste betitelt habe, ver-
fahre sie willkürlich. Es könne nicht sein, dass ein und dasselbe Dokument in jegli-
chen Zusammenhängen – nach Bedarf und Gutdünken – als relevante Beilage 
beigezogen werde. Es könne keinesfalls davon ausgegangen werden, dass das 
besagte Dokument der O._____ oder der M._____, jemals übergeben worden sei. 
Nachgewiesenermassen sei der M._____, durch die Nichtablieferung der Ge-
schäftsunterlagen sowie durch die mangelhafte Führung der Buchhaltung ein 
Schaden in der geltend gemachten Höhe entstanden. Da auch alle übrigen Haf-
tungsvoraussetzungen erfüllt seien und die Schadenersatzforderung der M._____, 
mit Abtretungserklärung vom 16. September 2010 rechtsgültig an die Beschwer-
deführerin zediert worden sei, sei die Forderung zur Verrechnung zuzulassen (Be-
schwerde S. 21 ff.).

c/aa) Die der geltend gemachten Verrechnungsforderung über Fr. 1‘815.-- zu 
Grunde liegende Rechnung der O._____ vom 30. Juni 2010 belegt folgende Auf-
wendungen: Unterlagen übernehmen und durchsehen, diverse Abklärungen be-
treffend unvollständiger Unterlagen, Buchhaltung 2008 eröffnen, Belege Januar 
bis Oktober 2008 nochmals kontieren und verbuchen (bB 12). Für diesen Aufwand 
weist die Rechnung ohne weitere Unterteilung einen Betrag über Fr. 1‘815.-- zu 
Lasten der M._____, aus.

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c/bb) Für den der neuen Treuhandgesellschaft zufolge Übernahme und Durch-
sicht der Mandatsunterlagen verursachten, bei Mandatsübernahmen üblicherwei-
se entstehenden Aufwand ist vollumfänglich auf das vorstehend Ausgeführte (E. 
5.c/bb) zu verweisen, das auch im Zusammenhang mit der M._____, gilt.

c/cc) Entgegen dem, wovon die Vorinstanz und die Beschwerdeführerin auszu-
gehen scheinen, ist nicht ersichtlich, inwiefern es eine Rolle spielen könnte, ob die 
Buchhaltung der M._____, für das Jahr 2008 bei der Auflösung des Mandatsver-
hältnisses bereits abgeschlossen war oder nicht. Im Gegensatz zur bei der 
L._____ angetroffenen Ausgangslage, hat nämlich die O._____ gegenüber der 
M._____, gar keinen Aufwand für die Erstellung des Jahresabschlusses 2008 ver-
bucht. Jedenfalls zeugt es von eklatanter Unkenntnis der Verfahrensakten, wenn 
die Beschwerdeführerin bei den Pendenzenlisten für die L._____ und die 
M._____, von ein und demselben Dokument spricht. Die entsprechende Beilage 
(Replik kB 44) hat – wie so oft – mehr als eine einzige Seite. Die erste Seite stellt 
ihrer fettgedruckten Beschriftung nach die Pendenzenliste für die L._____ dar, 
während die zweite Seite offensichtlich die M._____, betrifft. Ebenso falsch ist, 
dass die O._____ (oder die M._____, selbst) die Pendenzenliste für die M._____, 
nie erhalten haben soll. Selbst die Zeugin F._____ hat den Besitz an einer Pen-
denzenliste für die M._____, bestätigt (Zeugenaussage F._____ S. 4 und 7).

c/dd) Auf den vorinstanzlichen Vorhalt, die Beschwerdeführerin habe nur pau-
schal behauptet, dass die seitens der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Bu-
chungen unvollständig und fehlerhaft gewesen seien, geht die Beschwerdeführerin 
in ihrer Beschwerde überhaupt nicht ein, weshalb auf die angeblich mangelhafte 
Ausführung von Buchhaltungsaufgaben durch die Beschwerdegegnerin an sich 
schon aus formellen Gründen nicht eingegangen werden kann (fehlende Begrün-
dung der Beschwerde, vgl. dazu vorstehend E. 2.b). Im Übrigen ist der Vorinstanz 
insoweit auch beizupflichten, denn allein die Aussage „auch hier [bei der M._____] 
war die Buchhaltung unvollständig und fehlerhaft, was ebenfalls zu einer umfas-
senden Neuverbuchung durch die O._____ führte“ (Duplik und Widerklagereplik 
vom 31. Januar 2011 S. 13) stellt keinesfalls eine substantiierte Darlegung einer 
buchhalterischen Fehlleistung dar. Auch die Zeugenaussage von F._____ hat in-
sofern keine Präzisierung herbeigeführt. Abgesehen davon durfte die Beschwer-
deführerin die Substantiierung ohnehin nicht der von ihr angerufenen Zeugin über-
lassen. Vielmehr hätte sie eine allfällige Sorgfaltspflichtverletzung bereits in ihren 
Rechtsschriften vor der Vorinstanz so konkret aufzeigen müssen, dass ein sub-
stantiiertes Bestreiten möglich gewesen wäre oder der Gegenbeweis hätte ange-

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treten werden können (BGE 127 III 365 E. 2b mit Hinweisen). Darüber hinaus hat 
die Beschwerdeführerin ihre diesbezügliche Verrechnungsforderung in den vorin-
stanzlichen Rechtsschriften einzig mit der Verwendung der „persönlichen“ Soft-
ware von E._____ durch die Beschwerdegegnerin begründet (Duplik und Widerk-
lagereplik vom 31. Januar 2011 S. 13), wozu vollumfänglich auf das vorstehend 
Ausgeführte verwiesen werden kann (E. 5.c/dd).

c/ee) Die beschwerdeführerische Behauptung, in den am 24. Juni 2009 über-
reichten Unterlagen hätten die definitiven Jahresabschlüsse der M._____, für das 
Geschäftsjahr 2006 gefehlt, was vorprozessual auch beanstandet worden sei, fin-
det sich nicht in den erstinstanzlichen Rechtsschriften. Das Vorhandensein dieser 
Behauptungen in den Beilagen (kB 8-10) genügte nicht, auch wenn die Beschwer-
deführerin vor der Vorinstanz mit Bezug auf einen Teil der Beilagen ausführte, die 
dort genannten Unterlagen seien bis heute nicht zugestellt worden (vgl. etwa Du-
plik und Widerklagereplik vom 31. Januar 2011 S. 9). Es wäre der Beschwerdefüh-
rerin ein Leichtes gewesen, diese angeblich fehlenden Unterlagen namhaft zu 
machen, worauf darüber auch hätte Beweis abgenommen werden können. Die 
beschwerdeführerische Berufung auf eine Verletzung der Ablieferungspflicht, wel-
che sich mehr oder weniger pauschal durch sämtliche Rechtsschriften hindurch-
zieht, genügte der notwendigen Substantiierung nicht. Auf die angebliche Verlet-
zung der Ablieferungspflicht braucht aber letztlich nicht weiter eingegangen zu 
werden. Aufgrund des vorstehend Ausgeführten erhellt, dass die in Rechnung ge-
stellte Übernahme und Durchsicht von Unterlagen einerseits, sowie die Eröffnung 
der Buchhaltung 2008 und die nochmalige Kontierung und Verbuchung der Belege 
von Januar bis Oktober 2008 andererseits vorliegend nicht als Grundlage für eine 
Verrechnungsforderung gegen die Beschwerdegegnerin dienen können. Damit 
fehlt es zum Vornherein an der Bezifferung des für die (jeweils) übrigen Positionen 
entstandenen Aufwandes.

d/ff) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz zu 
Recht die von der M._____, abgetretene Verrechnungsforderung abwies.

7.a) Auch die dritte, dem Honoraranspruch der Beschwerdegegnerin entgegen 
gehaltene Verrechnungsforderung über Fr. 2'837.50, welcher von der O._____ 
N._____ in Rechnung gestellte Aufwendungen zu Grunde liegen, lehnte die Vorin-
stanz ab. Das verrechnete Übernehmen und Durchsehen der Unterlagen könnten 
nicht der Beschwerdegegnerin angelastet werden. Weiter gehöre es ordentlicher-
weise zur Einarbeitung in ein Mandat, dass die Unterlagen auf ihre Vollständigkeit 

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hin überprüft würden. Zumal nicht geltend gemacht werde, dass die Beschwerde-
gegnerin bestimmte Unterlagen nicht an N._____ herausgegeben habe, sei wie-
derum nicht von einer Verletzung der Ablieferungspflicht auszugehen. Es werde 
lediglich geltend gemacht, dass die Unterlagen bei N._____ persönlich hätten ein-
geholt werden müssen. Dass der Aufwand für das Einholen der Urkunden bei der 
Mandantin persönlich keine Schadenersatzposition darstelle, sei bereits ausge-
führt worden. Mangels Detailauszuges lasse sich auch nicht prüfen, weshalb die in 
Rechnung gestellten Leistungen einen so hohen Gesamtaufwand verursacht hät-
ten. Im Zusammenhang mit allfälligen Abklärungen der Buchhaltung habe die 
O._____ gemäss Rechnung schliesslich keine Aufwendungen in Rechnung ge-
stellt (angefochtener Entscheid S. 26 f.).

b) Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, der N._____ von der O._____ 
in Rechnung gestellte Mehraufwand sei auch hier durch die Verletzung der auf-
tragsrechtlichen Ablieferungspflicht sowie durch die mangelhafte Führung der 
Buchhaltung von Seiten der Beschwerdegegnerin entstanden. Die Vorinstanz 
übersehe, dass der beschwerdeführerische Rechtsvertreter die Beschwerdegeg-
nerin nicht um Aushändigung der fehlenden Unterlagen ersucht hätte, sofern die-
selben bei N._____ einzuholen gewesen wären. Mit keinem einzigen Dokument 
vermöge die Beschwerdegegnerin zu belegen, dass sie N._____ die fehlenden 
Unterlagen jemals zugestellt habe. Die Beschwerdegegnerin habe sich somit rei-
ner haltloser und unsubstantiierter Behauptungen bedient, welche durch die will-
kürliche Beweiswürdigung der Vorinstanz auch noch geschützt worden seien. Es 
könne der Schluss gezogen werden, dass der Beschwerdegegnerin durch die Ver-
letzung ihrer Ablieferungspflicht ein Schaden im Umfang von Fr. 2‘837.50 entstan-
den sei. Auch die übrigen Haftungsvoraussetzungen seien gegeben. Überdies sei 
diese Schadenersatzforderung von N._____ an die Beschwerdeführerin abgetre-
ten worden (Beschwerde S. 23 f.).

c/aa) Die der geltend gemachten Verrechnungsforderung über Fr. 2‘837.50 zu 
Grunde liegende Rechnung der O._____ vom 30. Juni 2010 belegt folgende Auf-
wendungen: Unterlagen übernehmen und durchsehen, diverse Abklärungen be-
treffend unvollständiger Unterlagen (bB 13). Für diesen Aufwand weist die Rech-
nung ohne weitere Unterteilung einen Betrag über Fr. 2‘837.50 zu Lasten von 
N._____ aus.

c/bb) Für den der neuen Treuhandgesellschaft zufolge Übernahme und Durch-
sicht der Mandatsunterlagen verursachten, bei Mandatsübernahmen üblicherwei-

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se entstehenden Aufwand ist vollumfänglich auf das vorstehend Ausgeführte (E. 
5.c/bb) zu verweisen, das auch im Zusammenhang mit N._____ gilt. 

c/cc) Weder in ihren vorinstanzlichen Rechtsschriften (Duplik und Widerklagere-
plik vom 31. Januar 2011 S. 13) noch vor Kantonsgericht zeigt die Beschwerde-
führerin einigermassen konkret auf, welche buchhalterischen Fehlleistungen die 
Beschwerdegegnerin ihrer Auffassung nach begangen haben soll und welcher 
Schaden dadurch angeblich entstanden ist. Teilweise führt sie auch die gesamte 
in diesem Zusammenhang verrechnungsweise geltend gemachte Schadenersatz-
forderung auf die angebliche Verletzung der Ablieferungspflicht durch die Be-
schwerdegegnerin zurück (Beschwerde S. 24 oben). Tatsächlich würde eine allfäl-
lige Verletzung von Buchführungspflichten keinerlei Niederschlag in der Grundlage 
der geltend gemachten Verrechnungsforderung bildenden Honorarrechnung der 
O._____ finden. Im Gegensatz zu den bereits abgehandelten, zu Lasten der 
L._____ und der M._____, ausgestellten Rechnungen, lassen sich aus der Rech-
nung für N._____ keinerlei buchhalterische Aufwendungen der O._____ entneh-
men. Auf die angeblich fehlerhaft erledigte Buchführung kann damit eine Scha-
denersatzpflicht der Beschwerdegegnerin nicht ernsthaft abgestützt werden.

c/dd) Auf eine angebliche Verletzung der Ablieferungspflicht gegenüber N._____ 
hat sich die Beschwerdeführerin bereits in den vorinstanzlichen Rechtsschriften 
nur halbherzig berufen. Dort machte sie ausdrücklich geltend, die auch bei 
N._____ noch vorhandenen Unterlagen habe die O._____ unter Mehraufwand 
persönlich abholen müssen (Duplik und Widerklagereplik vom 31. Januar 2011 S. 
13). Wie einzig aus den Beilagen hervorgeht (bB 8-10), sind offenbar sämtliche 
Steuererklärungen von N._____ samt aller Beilagen angesprochen, welche 
N._____ - wie es die Vorinstanz bereits festgestellt hat - in der Tat zumindest teil-
weise bereits zugesendet wurden (Replik kB 43). Es überzeugt nicht, wenn die 
Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren nun sich selbst und den Akten wi-
derspricht und dabei vorbringt, die fehlenden Unterlagen seien auch bei N._____ 
nicht einzuholen gewesen, die gegenteilige Annahme könne sich auf kein einziges 
Dokument stützen (Beschwerde S. 23). Im Anschluss an die Erwägungen der Ein-
zelrichterin am Bezirksgericht D._____ ist nicht einzusehen, weshalb der O._____ 
durch die Abholung der Unterlagen bei N._____ ein relevanter Mehraufwand ent-
standen sein könnte. Damit erweist sich, dass der Beschwerdegegnerin aus ihrem 
Verhältnis mit N._____ keine Verletzung der auftragsrechtlichen Ablieferungs-
pflicht vorgeworfen werden kann. Im Übrigen ist der Vorinstanz auch zu folgen, 
wenn sie darauf hinweist, dass die im Recht liegende Rechnung angesichts der 

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darauf ausgewiesenen Leistungen der O._____ unverhältnismässig hoch er-
scheint. Unter den beschriebenen Umständen braucht darauf allerdings nicht 
näher eingegangen zu werden.

d/ff) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz zu 
Recht auch die von N._____ abgetretene Verrechnungsforderung abwies.

8.a) Den vorinstanzlich erkannten Zinsenlauf - 5% auf das geschuldete Honorar 
seit dem 18. August 2009 (Datum der Mahnung; kB 26) - beanstandet die Be-
schwerdeführerin nicht. Die betreffenden Ausführungen (angefochtener Entscheid 
S. 28) treffen denn auch durchwegs zu, weshalb nicht weiter darauf einzugehen 
ist. Damit steht fest, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin zu Recht in (teil-
weiser) Gutheissung der Klage dazu verpflichtete, der Beschwerdegegnerin Fr. 
3‘819.80 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 18. August 2009 zu bezahlen. Ebenso zu 
Recht und unbestritten hat die Vorinstanz antragsgemäss den von der Beschwer-
deführerin in der Betreibung Nr. 2090765 des Betreibungsamtes C._____ erhobe-
nen Rechtsvorschlag beseitigt (Ziffer 2 des Dispositivs des angefochtenen Ent-
scheids).

b) Das vorinstanzliche Erkenntnis über die Kosten und die Entschädigung (Zif-
fer 4 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids) ficht die Beschwerdeführerin 
endlich mit dem Argument an, die Vorinstanz habe bei der Kostenverteilung in 
keiner Weise berücksichtigt, dass die Beschwerdegegnerin mit der verlangten Er-
teilung der definitiven Rechtsöffnung (Ziffer 2 des von der Beschwerdegegnerin 
vor der Vorinstanz gestellten Rechtsbegehrens) unterlegen sei (Beschwerde S. 
24). Die Vorinstanz hat ihren Entscheid in diesem Punkt damit begründet, dass 
sich neben der Beseitigung des Rechtsvorschlags eine zusätzliche Erteilung der 
definitiven Rechtsöffnung erübrige. Dies mag wohl zutreffen. Dessen ungeachtet 
entspricht aber das Begehren der Beschwerdegegnerin durchaus der gängigen 
Praxis und wird von den Gerichten auch regelmässig in dieser Form gutgeheissen 
(vgl. etwa das Urteil der II. Zivilkammer ZK2 09 40 vom 2. September 2009). Es 
dürfte sich dabei wohl eher um ein begriffliches als um ein juristisches Problem 
handeln, zumal auch mit der Rechtsöffnung der Rechtsvorschlag beseitigt wird. 
Jedenfalls aber kann eine derart marginale Abweichung vom klägerischen 
Rechtsbegehren offensichtlich keinen Einfluss auf die Kostenfolge haben. Der der 
Vorinstanz für die Behandlung des Antrags um Erteilung definitiver Rechtsöffnung 
entstandene Aufwand ist vernachlässigbar, so dass vernünftigerweise nicht bean-
standet werden kann, wenn sie für die Kostenverteilung vom vollständigen Obsie-

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gen der Beschwerdegegnerin ausgegangen ist. Weitere Einwände dagegen, dass 
ihr die kreisamtlichen Kosten von Fr. 266.-- sowie die Gerichtsgebühr von Fr. 
3‘000.-- auferlegt wurden und sie - auf der Grundlage einer gekürzten Honorarnote 
- dazu verpflichtet wurde, die Beschwerdegegnerin mit Fr. 14‘659.05 (inkl. Baraus-
lagen und Mehrwertsteuer) aussergerichtlich zu entschädigen, erhebt die Be-
schwerdeführerin nicht.

c) Im Ergebnis ist der angefochtene Entscheid somit zu bestätigen. Die Be-
schwerde erweist sich als unbegründet und ist demnach abzuweisen, soweit 
überhaupt darauf eingetreten werden kann.

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwerde-
verfahrens, die gestützt auf Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichtsge-
bühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf Fr. 6'000.-- festgesetzt werden, 
vollumfänglich zu Lasten der Beschwerdeführerin. Diese ist ausserdem zur Leis-
tung einer - mangels Einreichung einer Honorarnote durch die Rechtsvertreterin 
der Beschwerdegegnerin nach richterlichem Ermessen festzusetzenden - ausser-
gerichtlichen Entschädigung in der Höhe von pauschal Fr. 4‘000.-- (inkl. MWST) 
an die Beschwerdegegnerin zu verpflichten.

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 6‘000.-- gehen zu Lasten 
der Beschwerdeführerin und werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvor-
schuss von Fr. 6‘000.-- verrechnet.

b) Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin ausserdem für das 
Beschwerdeverfahren mit Fr. 4‘000.-- (inkl. MWST) aussergerichtlich zu 
entschädigen.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechts-
frage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fäl-
len ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: