# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 081e6f6f-1608-55ef-bd63-27a565229ef6
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.12.2023 I 2023 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2023-85_2023-12-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2023 85

Entscheid vom 12. Dezember 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Invalidenrente; Fristwiederherstellung)

2

Sachverhalt:

A. Mit Schadenmeldung für arbeitslose Personen wurde der Suva am 22. April 
2022 mitgeteilt, A.________ habe am 4. April 2022 um 15 Uhr den Abfall raus-
bringen wollen und sei dabei im 1. Stock ausgerutscht und aufs Gesäss gefallen. 
Als verletzter Körperteil wurde das Steissbein, akute Lumbalgie, genannt (Vi-act. 
1, 41). Am 12. Mai 2022 bestätigte die Suva, A.________ habe für die Folgen 
des Nichtberufsunfalls vom 4. April 2022 Anspruch auf Versicherungsleistungen 
(Vi-act. 4). Am 2. Mai 2022 nahm A.________ die Arbeit wieder auf, hatte seit 
anfangs Oktober 2022 indes wieder Schmerzen (Vi-act. 11, 19, 32), so dass er 
am 5. Oktober 2022 erneut den Arzt aufsuchte und dieser eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit attestierte (Vi-act. 8, 9). Am 28. Oktober 2022 informierte die Su-
va A.________, sie überprüfe ihre Leistungspflicht und werde ihn nach Ab-
schluss der Prüfungen über die Versicherungsleistungen informieren (Vi-act. 12). 
Mit Arztbericht vom 2. Februar 2023 nannte Dr.med. C.________ (Facharzt FMH 
für Orthopädische Chirurgie und Sportmedizin) die Diagnose einer ausgeprägten 
Lumbalgie bzw. Lumboischialgie bei Diskushernie L5/S1 mit Neurokompression 
links nach Treppensturz vom 4. April 2022 (Vi-act. 49). 

B. Nachdem der Kreisarzt Dr.med. D.________ (Facharzt für Chirurgie, spe-
ziell Allgemeinchirurgie und Traumatologie) Fragen der Administration beantwor-
tet hatte (Vi-act. 51), verfügte die Suva am 10. Februar 2023, der Zustand, wie er 
sich auch ohne den Unfall vom 4. April 2022 eingestellt hätte, sei gemäss medi-
zinischer Beurteilung spätestens nach 6 Monaten erreicht. Der Fall werde per 15. 
Februar 2023 abgeschlossen, Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) 
auf diesen Zeitpunkt eingestellt und ein Anspruch auf weitere Versicherungsleis-
tungen abgelehnt (Vi-act. 55).

C. Am 9. März 2023 liess A.________ durch RA Dr.iur. E.________ Einspra-
che gegen die Verfügung vom 10. Februar 2023 erheben (Vi-act. 68) sowie am 
17. und 26. April 2023 ergänzen (Vi-act. 71, 88). Nach Einholen einer weiteren 
ärztlichen Beurteilung von Dr.med. D.________ vom 20. Juli 2023 (Vi-act. 97) 
wies die Suva die Einsprache mit Entscheid vom 21. Juli 2023 ab. Der Entscheid 
wurde dem Krankenversicherer von A.________ und seinem Rechtsvertreter 
schriftlich per A-Post Plus eröffnet (Vi-act. 98, 99). 

D. Am 25. September 2023 informierte RA B.________ die Suva, er sei der 
neue Rechtsvertreter von A.________, was auch der Einspracheabteilung zur 
Kenntnis zu bringen sei, da in der Sache eine Einsprache hängig sei (Vi-act. 
101). Am 20. Oktober 2023 erkundigte er sich neuerlich nach dem Stand des 
Einspracheverfahrens (Vi-act. 104). Am 25. Oktober 2023 teilte die Suva dem 

3

neuen Rechtsvertreter mit, der Einspracheentscheid sei dem vorherigen Rechts-
vertreter am 21. Juli 2023 zugestellt worden (Vi-act. 105). Am 29. Oktober 2023 
ersuchte der (neue) Rechtsvertreter um Zustellung der medizinischen Akten (Vi-
act. 106). 

E. Am 2. November 2023 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz durch RA B.________ Beschwerde einreichen mit den Anträ-
gen:

1. Soweit die Beschwerdefrist als verpasst angesehen werden sollte, wird bean-
tragt die Beschwerdefrist wiederherzustellen.

2. Der angefochtene Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. Juli 2023 sei 
aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente zuzuspre-
chen, eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung zurückzuweisen.

3. Unter Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 10. November 2023 beantragt die Suva, auf die Be-
schwerde sei nicht einzutreten; eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen und 
der Einspracheentscheid vom 21. Juli 2023 sei zu bestätigen. Am 15. November 
2023 repliziert der Beschwerdeführer und ersucht um antragsgemässes Verfah-
ren.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes we-
gen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. 
die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches (vgl. § 27 
Abs. 1 lit. f Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). 
Ist eine Voraussetzung nicht erfüllt, trifft das Gericht einen Nichteintretensent-
scheid (§ 27 Abs. 2 VRP).

2.1 Gegen Einspracheentscheide der Suva kann Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde beim Verwaltungsgericht erhoben werden (Art. 1 des Bundesgesetzes 
über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] vom 20.3.1981 i.V.m. Art. 56 ff. 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). 

2.2 Die Beschwerde ist innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des Ein-
spracheentscheides einzureichen (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Berechnet sich eine 
Frist nach Tagen und bedarf sie der Mitteilung an die Partei, so beginnt sie am 
Tag nach ihrer Mitteilung zu laufen (Art. 60 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 38 Abs. 1 
ATSG). 

4

2.3 Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist dem Ge-
richt eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 
schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben wer-
den (Art. 60 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 39 ATSG; § 159 Justizgesetz [JG; SRSZ 
231.110] vom 18.11.2009). Der Tag der Eröffnung einer Frist oder der Tag der 
Mitteilung eines Entscheides wird bei der Berechnung der Frist nicht mitgezählt 
(Art. 60 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 38 Abs. 1 ATSG; § 158 JG). Auf eine verspätet 
eingereichte Beschwerde ist nicht einzutreten (§ 27 Abs. 1 lit. f und Abs. 2 VRP).

2.4.1 Vorliegend erhob RA Dr.iur. E.________ am 9. März 2023 im Auftrag des 
Beschwerdeführers Einsprache, welche er am 17. und 26. April 2023 ergänzte 
(Vi-act. 68, 71, 80). Weitere Eingaben seinerseits gingen bei der Suva keine ein, 
so namentlich auch keine Abwesenheitsmitteilung oder Zustellungsanordnung. 

2.4.2 Am 21. Juli 2023 erliess die Suva ihren Einspracheentscheid, welcher RA 
Dr.iur. E.________ schriftlich per A-Post-Plus eröffnet wurde (Vi-act. 99). 
Gemäss Sendungsverfolgung der Sendungsnummer F.________ wurde der Ein-
spracheentscheid am 24. Juli 2023 der Post übergeben und am Folgetag, dem 
25. Juli 2023 zugestellt (Vi-act. 107). 

2.4.3 Die Zustellung eines Einspracheentscheides mittels A-Post-Plus ist nicht zu 
beanstanden (Urteil BGer 8C_665/2022 vom 15.12.2022 E. 4.5). Es bestehen 
keine Anhaltspunkte, dass die Zustellung des Einspracheentscheides nicht kor-
rekt und nicht wie im Sendungsverlauf dokumentiert erfolgt wäre. Auch der Be-
schwerdeführer macht nicht geltend, der Entscheid sei nicht zugestellt worden.

2.4.4 Aufgrund der Zustellung am 25. Juli 2023 begann die 30-tägige Beschwer-
defrist am 26. Juli 2023 zu laufen an. Unter Berücksichtigung des Fristenstill-
standes (Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) endete die Beschwerdefrist am 14. Septem-
ber 2023. 

2.4.5 Innert der Beschwerdefrist wurde keine gegen den Einspracheentscheid 
vom 21. Juli 2023 gerichtete Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz eingereicht. 

2.4.6 Die vorliegende Beschwerde wurde am 2. November 2023 und damit nach 
Fristablauf (14.9.2023) der Post übergeben. Die Beschwerdefrist wurde damit 
versäumt.

3. Soweit die Beschwerdefrist als verpasst angesehen werde, beantragt der 
Beschwerdeführer die Wiederherstellung der Beschwerdefrist.

5

Der Beschwerdeführer sei für die Einsprache durch RA Dr.iur. E.________ ver-
treten gewesen. Dieser leide seit Langem an MS. Da sich sein Zustand erheblich 
verschlechtert habe, habe er entschieden, seine Anwaltstätigkeit aufzugeben und 
laufende Mandate zu übergeben. Er habe deswegen vor einer im Juli 2023 an-
stehenden Operation mit RA B.________ Kontakt aufgenommen. Als Folge da-
von sei am 16. August 2023 das Dossier des Beschwerdeführers während der 
Ferienabwesenheit von RA B.________ in dessen Kanzlei einem Kanzleikolle-
gen abgegeben worden. Bei der Übergabe habe sich der Einspracheentscheid 
nicht im Dossier befunden und dessen Existenz sei dem neuen Rechtsvertreter 
verborgen geblieben. Erst nach einer telefonischen Anfrage des Beschwerdefüh-
rers habe sich RA B.________ am 20. Oktober 2023 veranlasst gefühlt, sich bei 
der Suva nach dem Verfahrensstand zu erkundigen. Dies auch nur, weil in der 
Einsprache-Eingangsbestätigung eine Verfahrensdauer von vier Monaten in 
Aussicht gestellt worden sei; eine Verfahrensdauer von sechs Monaten sei nicht 
auffällig erschienen. Als Antwort sei ihm per E-Mail mitgeteilt worden, der Ein-
spracheentscheid sei am 21. Juli 2023 verschickt worden. Diese E-Mail habe er 
am 26. Oktober 2023 geöffnet. 

Bevor RA B.________ das Mandat habe übernehmen können, habe er eine 
Vollmacht des Beschwerdeführers benötigt; diese sei ihm am 25. September 
2023 zugestellt worden.

Der ehemalige Vertreter RA Dr.iur. E.________ sei geplanterweise am 6. Juli 
2023 ins Spital eingetreten und bis am 21. Juni 2023 [recte wohl 21.7.2023] hos-
pitalisiert gewesen. Allerdings habe es erhebliche unvorhergesehene Komplikati-
onen gegeben (Bruch Wirbelsäulenversteifung, Infekt im OP-Gebiet), so dass 
sich die vorbestehenden Beschwerden verschlechtert hätten. Am 8. August 2023 
habe er erneut hospitalisiert werden müssen bis am 7. September 2023. Dem sei 
eine lange Rekonvaleszenz gefolgt. RA Dr.iur. E.________ sei in dieser Zeit 
nicht in der Lage gewesen, seine Post zu beaufsichtigen, durchzusehen oder an-
gemessene Massnahmen zu treffen, noch den neuen Vertreter folgerichtig zu in-
formieren bzw. einen anderen Ersatzvertreter zu bestimmen. Die Komplikationen, 
der zweite Spitalaufenthalt und die anschliessende Schwächung hätten die 
vollständige Einsatzunfähigkeit des ersten Vertreters im Rahmen seiner anwalt-
schaftlichen Tätigkeit zur Folge gehabt; er habe seinen Aufgaben als Rechtsan-
walt nicht mehr nachkommen können. Das Mandat des Beschwerdeführers sei 
das letzte noch mit allfälligen Fristen verbundene Mandat gewesen. Die voraus-
sehbare Abwesenheit hätte jedoch nicht dazu geführt, dass eine 30 tägige Frist 
nicht hätte eingehalten werden können. Dies sei erst die Folge der nicht voraus-
sehbaren Komplikationen gewesen. Die Unfähigkeit der Wahrnehmung der an-
waltschaftlichen Funktion habe bis am 15. September 2023 und darüber hinaus 

6

gedauert. Damit sei der Beschwerdeführer unverschuldet nicht in der Lage ge-
wesen, die Beschwerdefrist zu wahren. Die Frist sei daher wiederherzustellen.

4.1 Ist eine Partei oder ihre Vertretung unverschuldeterweise abgehalten wor-
den, binnen Frist zu handeln, so wird diese wiederhergestellt, sofern sie unter 
Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum er-
sucht und die versäumte Rechtshandlung nachholt (Art. 41 ATSG i.V.m. Art. 60 
Abs. 2 ATSG). 

4.2.1 Unverschuldet ist das Versäumnis, wenn dafür objektive Gründe vorliegen 
und der Partei keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann (EGV-SZ 1997 Nr. 
26 E. 2b; Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspfle-
ge des Bundes, 3. A., Zürich 2013, Rz. 587). Es muss sich um Gründe von eini-
gem Gewicht, wie schwere Erkrankung oder Unfall, höhere Gewalt (wie Naturka-
tastrophen), plötzlich eintretende Handlungsunfähigkeit, unerwarteter Tod naher 
Angehöriger und dergleichen handeln, so dass die betroffene Person von der 
Rechtshandlung abgehalten wird, und auch nicht in der Lage ist, eine Vertretung 
zu bestellen (BGE 112 V 225, 108 V 109). Gründe wie Ferienabwesenheit, Ar-
beitsüberlastung, Unbeholfenheit oder Unachtsamkeit reichen praxisgemäss 
nicht aus (Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., Rz. 587; VGE II 2022 88 vom 15.2.2023 
E. 2.3.2; VGE II 2015 39 vom 26.8.2015 E. 3.1; VGE II 2013 105 vom 23.10.2013 
E. 2.1; VGE I 2007 284 vom 22.1.2008 E. 2.6). Das Fehlen eines Verschuldens 
kann nicht leichthin angenommen werden; vielmehr ist bei der Beurteilung ein 
strenger Massstab anzuwenden (BGE 143 V 312 E. 5.4.1). Einer Fristwiederher-
stellung steht demgemäss bereits schon leichtes Verschulden der betroffenen 
Person entgegen (Griffel, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des 
Kantons Zürich, 3. A., Zürich 2014, § 12 N 44). 

4.2.2 Die Voraussetzungen für eine Fristwiederherstellung gelten nicht nur bei 
Säumnis einer Partei, sondern ebenso für ihre Vertretung (vgl. Art. 41 Abs. 1 
ATSG); die Partei, die eine Vertretung beauftragt hat, muss sich deren Versäum-
nis anrechnen lassen (Urteil BGer 2C_282/2020 vom 8.5.2020 E. 2.3.7). Nach 
der Rechtsprechung haben Anwälte ihren Kanzleibetrieb dabei so zu organisie-
ren, dass Fristen auch im Falle ihrer Verhinderung gewahrt werden können (BGE 
149 IV 196 E. 1.1; BGE 143 I 284 E. 1.3). Krankheit ist nur dann ein unverschul-
detes Hindernis, das eine Fristwiederherstellung rechtfertigt, wenn sie den 
Rechtssuchenden oder dessen Vertreter davon abhält, innert der Frist zu han-
deln oder einen Substituten mit der Vornahme der Prozesshandlung zu betrauen 
(BGE 119 II 86 E. 2a; Urteil BGer 2C_24/2023 vom 26.10.2023 E. 4.4).

7

4.2.3 Gemäss Lehre und Rechtsprechung soll der Behörde bei der Beurteilung 
des geltend gemachten Wiederherstellungsgrundes zwar ein weiter Ermessens-
spielraum zukommen, doch darf ein Hinderungsgrund im Interesse eines geord-
neten Verfahrensablaufes nicht leichthin angenommen werden; anzulegen ist 
vielmehr ein strenger Massstab (vgl. VGE II 2012 107 vom 25.9.2012 E. 4 mit 
Hinweisen auf EGV-SZ 1997 Nr. 26 E. 2b; BGE 108 V 110; Kölz/Häner/Bertschi, 
a.a.O., Rz. 588; VGE II 2013 38 vom 26.8.2013 E. 3.3). Bei den anerkannten 
Wiederherstellungsgründen handelt es sich somit um Situationen, in welchen es 
der betroffenen Person überhaupt nicht oder nur mittels unverhältnismässigem 
Aufwand möglich ist, die Frist einzuhalten (VGE II 2021 33 vom 17.1.2021 E. 
2.4).

4.3 Vorliegend ist die Voraussetzung der unverschuldeten Fristversäumnis 
nicht erfüllt. Den Ausführungen des Beschwerdeführers kann entnommen wer-
den, dass der ursprüngliche Rechtsvertreter wegen gesundheitlicher Probleme 
die Aufgabe seiner Anwaltstätigkeit beschloss. Aus diesem Grund kontaktierte er 
für den vorliegenden Fall bereits vor der geplanten Hospitalisation den aktuellen 
Rechtsvertreter. Zum einen also ordnete der frühere Rechtsvertreter seine Man-
date zwecks Tätigkeitsaufgabe ganz bewusst und zum andern erfolgten diese 
Arbeiten bereits vor dem geplanten Spitaleintritt, d.h. ohne Zeitdruck und ohne 
Behinderungen. Wie den Ausführungen weiter entnommen werden kann, handel-
te es sich beim Mandat des Beschwerdeführers noch um das letzte bzw. einzige 
mit allfälligen Fristen. Somit war die Organisation der Übergabe der Mandate 
auch überschaubar. Mit anderen Worten wusste der frühere Rechtsvertreter im 
Zeitpunkt der Kontaktnahme mit seinem Nachfolger, dass er seine Anwaltstätig-
keit beenden wird, die noch laufenden Mandate durch Nachfolger betreut werden 
und dass er selber in naher Zukunft geplant hospitalisiert wird und damit für eine 
bestimmte Zeit so oder so ausfällt. Auch wusste er, dass einzig das vorliegende 
Mandat allenfalls noch mit einer Frist verbunden sein könnte, nämlich sicher 
dann, wenn ein abschlägiger Einspracheentscheid eröffnet und angefochten 
werden soll. Es musste somit nur für diesen einzigen Fall sichergestellt werden, 
dass keine Frist versäumt wird. 

Der Beschwerdeführer verweist auf die während der geplanten Hospitalisation 
eingetretenen Komplikationen, die Zunahme der Beschwerden bzw. Schwächung 
des ehemaligen Rechtsvertreters, die neuerliche Hospitalisation und anschlies-
sende Erholungsphase, was ihm insgesamt unverschuldet verunmöglicht habe, 
die Beschwerdefrist zu wahren. Der Beschwerdeführer vermag damit aber nicht 
nachvollziehbar zu erklären, was den ehemaligen Rechtsvertreter bereits vor der 
geplanten Hospitalisation hinderte, die Fristwahrung sicherzustellen; immerhin 

8

handelte es sich noch um das einzige Mandat mit einer allfälligen Frist. Am 9. 
März 2023 reichte er Einsprache ein und ergänzte diese am 17. und 26. April 
2023. Am 19. April 2023 bestätigte die Suva den Einspracheeingang und orien-
tierte, aktuell betrage die durchschnittliche Dauer eines Einspracheverfahrens 
ungefähr vier Monate (Vi-act. 81). Mithin musste mit fristauslösender Zustellung 
des Entscheides im Sommer 2023 gerechnet werden. Die Hospitalisation vom 8. 
Juli 2023 war geplant (und dauerte bis am 21.7.2023). Welcher Behandlungser-
folg resultieren wird und mit welcher Erholungsphase zu rechnen war, konnte 
nicht bekannt sein; verantwortungsvollerweise durfte nicht nur mit einem positi-
ven Verlauf gerechnet werden. Zudem wurde die Aufgabe der Anwaltstätigkeit 
bereits zuvor in die Wege geleitet. In einer solchen Situation darf und muss vom 
Rechtsvertreter erwartet werden, dass er noch vor der Hospitalisation entweder 
mit einer Abwesenheitsmeldung/Zustellungsanweisung an die Suva gelangt (z.B. 
keine Entscheidzustellung bis Ende August) oder direkt schon den - ohnehin an-
stehenden - Vertreterwechsel kommuniziert oder schliesslich die Bearbeitung der 
Posteingänge sicherstellt. Für all diese naheliegenden Tätigkeiten noch vor der 
Hospitalisation spielen die Komplikationen und der weitere Verlauf keine Rolle. 
Warum derlei organisatorische Massnahmen nicht möglich gewesen sein sollen, 
erklärt der Beschwerdeführer nicht. 

Weiter ist erstellt, dass der vormalige Rechtsvertreter am 21. Juli 2023 aus dem 
geplanten Spitalaufenthalt nach Hause entlassen wurde. Dies bei unauffälligem, 
anfänglich gutem Verlauf (Vi-act. 110, 113). Die Zustellung des Einspracheent-
scheides erfolgte am 25. Juli 2023. Dass der Rechtsvertreter bereits dannzumal 
in einem Zustand gewesen sein sollte, der ihm die Wahrnehmung des Postein-
gangs und adäquate Reaktion verunmöglicht haben sollte, ergibt sich aus den 
medizinischen Akten nicht. Der Wiedereintritt bei sezernierender Wunde zentral 
sowie wieder massiven Schmerzen und Instabilitätsgefühl erfolgte erst am 8. Au-
gust 2023 (Vi-act. 115). Die zweite Hospitalisation dauerte bis zum 7. September 
2023 mit Entlassung wiederum nach Hause, da der Patient nicht in die Reha 
wollte (Vi-act. 115). Die Beschwerdefrist lief insgesamt - wie erwähnt - vom 26. 
Juli 2023 bis 14. September 2023. Während dieser Zeit war es dem ehemaligen 
Rechtsvertreter offenkundig möglich, für den 16. August 2023 die Aktenübergabe 
in die Kanzlei des aktuellen Rechtsvertreters zu organisieren. Was ihn demge-
genüber gehindert haben soll, zwischen den Hospitalisationen den Einspra-
cheentscheid als minimalste Handlung entgegen zu nehmen und ins Dossier ab-
zulegen, ist nicht nachvollziehbar. Und auch nach der zweiten Hospitalisation war 
er offenkundig willens und fähig, nicht die Reha aufzusuchen, sondern nach 
Hause zu gehen. Die Frist wäre dannzumal noch während rund einer Woche ge-
laufen. Ob er zu jenem Zeitpunkt - wie geltend gemacht - unfähig war, irgendwel-

9

che anwaltschaftlichen Tätigkeiten auszuführen, kann indes offenbleiben, muss 
er sich doch bei den gegebenen Gesamtumständen vorwerfen lassen, Mass-
nahmen zur Fristwahrung nicht bereits vor der geplanten Hospitalisation oder 
zwischen den zwei Hospitalisationen ergriffen zu haben. 

4.4 Zusammenfassend ist damit erstellt, dass die Beschwerde vom 2. Novem-
ber 2023 erst nach Fristablauf und damit verspätet eingereicht wurde. Gründe, 
dass diese Fristversäumnis unverschuldet wäre, vermag der Beschwerdeführer 
nicht darzutun. Das Gesuch um Wiederherstellung der Frist ist daher abzuweisen 
und auf die Beschwerde nicht einzutreten.

5. Es werden keine Kosten erhoben; Anspruch auf eine Parteientschädigung 
besteht nicht (Art. 61 lit. fbis und g ATSG). 

10

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 12. Dezember 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 8. Januar 2024