# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f6a96e9-4242-5742-bb96-378ef4dde97d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 27.10.2015 470 15 200
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-15-200_2015-10-27.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

27. Oktober 2015 (470 15 200)  

 

 

 

 

Strafprozessrecht  

 

 

Verfahrenseinstellung 

 

 

Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richterin Helena Hess (Ref.), Richterin 
Susanne Afheldt; Gerichtsschreiber Marius Vogelsanger  
 

Parteien A.____,  
vertreten durch Advokatinnen Yvonne Pieles und/oder Anela Lucic, 
Aeschenvorstadt 4, Postfach 526, 4010 Basel,  
Beschwerdeführer 

  
gegen 
 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Allgemeine Hauptabteilung, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 
4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 
 
B.____,  
vertreten durch Advokatin Christina Reinhardt, Falknerstrasse 33, 
4001 Basel,  
Beschuldigte 
 

Gegenstand Verfahrenseinstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-
schaft Basel-Landschaft vom 17. August 2015 

 

 

 

 

 

 
 
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Sachverhalt 

 

A. Nachdem die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft zunächst gegen B.____ ein Strafver-
fahren wegen unbefugter Datenbeschaffung (Art. 143 StGB), unbefugten Eindringens in ein 
Datenverarbeitungssystem (Art. 143 StGB), mehrfacher Verletzung des Schriftgeheimnisses 
(Art. 179 StGB) sowie Entziehens von Minderjährigen (Art. 220 StGB) eröffnet hatte, verfügte 
sie mit Datum vom 17. August 2015 Folgendes: 

   

 "1.   Das Strafverfahren wird in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a und d StPO ein-
gestellt. 

   

 2.   Der Laptop C.____ wird nach Rechtskraft der Einstellungsverfügung der Privat-
klägerschaft zurückgegeben. 

   

 3.   Die Verfahrenskosten gehen zu Lasten des Staates. 
   

 4.   Über die Ansprüche der beschuldigten Person auf Entschädigung und Genugtu-
ung gemäss Art. 429 StPO wird in einer separaten Verfügung entschieden." 

   

Auf die Begründung dieser Verfügung sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, 
soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Beschlusses eingegangen.  
 
B. Gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 
17. August 2015 erhob A.____ mit Eingabe vom 31. August 2015 Beschwerde beim Kantonsge-
richt Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, und beantragte unter o/e-Kostenfolge, es sei die 
Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 17. August 2015 aufzuheben und gleichzei-
tig Anklage gegen die Beschuldigte zu erheben, eventualiter sei die Angelegenheit zu ergän-
zenden Untersuchungshandlungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Hierbei wurde explizit 
auf eine Beschwerdeerhebung betreffend die Einstellungen des Verfahrens hinsichtlich der 
mehrfachen Verletzung des Schriftgeheimnisses (Art. 179 StGB) sowie in Bezug auf den Straf-
tatbestand des Entziehens von Minderjährigen (Art. 220 StGB) verzichtet. 
 

C. Die Staatsanwaltschaft begehrte in ihrer Stellungnahme vom 16. September 2015, die 
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen und die Kosten des Verfahrens der beschwerdefüh-
renden Partei aufzuerlegen.   
 

D. Ebenso beantragte die Beschuldigte in ihrer Stellungnahme vom 18. September 2015 die 
kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde.  
 

 

 

 

 
 
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Erwägungen 

  

1.1 Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Be-
schwerdeinstanz zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ergibt sich aus Art. 20 Abs. 1 lit. 
b und Abs. 2 StPO, wonach die Befugnisse der Beschwerdeinstanz dem Berufungsgericht über-
tragen werden können und die Beschwerdeinstanz Beschwerden gegen Verfahrenshandlungen 
und gegen nicht der Berufung unterliegende Entscheide der Polizei, der Staatsanwaltschaft und 
der Übertretungsstrafbehörden beurteilt, sowie aus § 15 Abs. 2 EG StPO. Nach Art. 393 Abs. 1 
lit. a StPO ist die Beschwerde zulässig gegen die Verfügungen und die Verfahrenshandlungen 
von Polizei, Staatsanwaltschaft und Übertretungsstrafbehörden. Gemäss Abs. 2 von Art. 393 
StPO können mit der Beschwerde gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Über-
schreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. 
a); die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhaltes (lit. b); sowie Unange-
messenheit (lit. c). Nach Art. 322 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 396 Abs. 1 StPO ist die 
Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide innert zehn Tagen schriftlich 
und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. Als Anzeigestellerin hat die Beschwer-
deführerin ein rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 382 Abs. 1 StPO an der Aufhe-
bung oder Änderung der angefochtenen Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-
Landschaft vom 17. August 2015. 
 
1.2  Nachdem der Beschwerdeführer zulässige Rügen erhebt, die Rechtsmittelfrist gewahrt 
hat sowie der Begründungspflicht nachgekommen ist, kann auf die Beschwerde vom 31. August 
2015 ohne Weiteres eingetreten werden. 
 

2.1  Der Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, sie sei mittels des Spionage-
programms "D.____" im Zeitraum zwischen dem 24. August 2009 und Mitte März 2010 uner-
laubt in den Laptop des Beschwerdeführers eingedrungen.  
 
2.2  Die Staatsanwaltschaft hat in der angefochtenen Verfügung vom 17. August 2015 die 
Einstellung des Verfahrens im Wesentlichen damit begründet, dass der Bericht der IT-Forensik 
der Polizei Basel-Landschaft vom 26. August 2014 (nachfolgend: Polizeibericht) zum Schluss 
gekommen sei, dass auf dem Laptop die Software "D.____" installiert worden sei. Diese Soft-
ware könne entweder legal gekauft oder auch durch Versenden einer E-Mail mit Anhang, wel-
che durch den Empfänger geöffnet werde, installiert werden. Gemäss dem Polizeibericht könn-
ten aber keine Rückschlüsse darüber gemacht werden, wer tatsächlich die Software installiert 
habe. Somit könne nicht ausgeschlossen werden, dass die betreffende Software über einen E-
Mail Anhang durch einen unbekannten Versender auf den Laptop des Beschwerdeführers ge-
langte und so ohne Wissen des Anwenders bzw. der Personen, die Zugang zu diesem Laptop 
hatten, installiert worden sei, zumal es sich nach Aussage der Beschuldigten um einen Fami-
lien-Laptop handle. Zudem sei zu berücksichtigen, dass die Beschuldigte selbst vehement be-
streite, die besagte Software auf dem Laptop installiert zu haben sowie dass der Laptop zuerst 
von einem durch die Privatklägerschaft beauftragten Sachverständigen begutachtet worden sei 
und somit allfällige Manipulationen ebenfalls nicht auszuschliessen seien. Gestützt auf die er-

 

 
 
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folgten Ermittlungen könne ein hinreichender Beweis der Täterschaft der beschuldigten Person 
nicht erbracht werden, weshalb das Verfahren wegen unbefugter Datenbeschaffung sowie un-
befugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a 
StPO einzustellen sei. 
 
2.3 Die Vertreterin des Beschwerdeführers stellt sich demgegenüber zusammenfassend auf 
den Standpunkt, die Untersuchung des Laptops durch die Polizei Basel-Landschaft habe eine 
Manipulation und damit die beanzeigten Straftatbestände dem Grundsatz nach bewiesen. Es 
sei damit erstellt, dass der Laptop des Beschwerdeführers mit einer schädlichen Spionagesoft-
ware manipuliert und mindestens für eine gewisse Zeit jegliche Aktivität überwacht worden sei. 
Der Polizeibericht habe aufgrund der untersuchten Dateien festgestellt, dass die Spionagesoft-
ware von einem Benutzer durch physikalischen Zugriff auf den Laptop installiert worden sei und 
eben nicht versteckt als E-Mail-Anhang. Gerade dieses Indiz spreche erheblich für eine Täter-
schaft durch die Beschuldigte zumal sie im genannten Zeitraum nachweislich unbeschränkten 
Zugriff zum Laptop gehabt habe. Die Mutmassung der Staatsanwaltschaft, wonach die Spiona-
gesoftware per Fernzugriff durch Versenden eines E-Mail-Anhangs hätte installiert bzw. ausge-
führt werden können, sei klar falsch. Gänzlich ignoriert und mit keinem Wort abgehandelt habe 
die Staatsanwaltschaft zudem die Tatsache, dass die Beschuldigte in der Lage gewesen sei, 
private Korrespondenz und Informationen des Beschwerdeführers im Scheidungsverfahren vor 
Gericht zu verwenden. 
 
2.4  Die Staatsanwaltschaft führt in ihrer Stellungnahme vom 16. September 2015 im We-
sentlichen aus, gemäss dem Polizeibericht dürfte die Software "D.____" zuletzt am 14. Februar 
2010 installiert worden sein. Dies bedeute, dass es durchaus möglich sei, dass die Software 
bereits vor dem 14. Februar 2010 installiert worden sei. Somit im Zeitraum, in welchem A.____ 
ebenfalls Zugriff auf dem Laptop gehabt habe. Der Polizeibericht gehe zwar davon aus, dass 
jemand am Laptop selbst die Software heruntergeladen habe. Dabei handle es sich aber um 
eine Mutmassung und nicht um eine gesicherte Feststellung. Es könne somit nicht ausge-
schlossen werden, dass die Software nicht auch auf anderen Wegen auf dem Laptop gelangt 
sei. Die Aussage der Beschuldigten, die Software nicht installiert zu haben, werde dadurch nicht 
widerlegt. Weitere Untersuchungshandlungen, namentlich die vom Beschwerdeführer vorge-
brachte Einholung der Kreditkartenabrechnungen der Beschuldigten, seien nicht realisierbar, 
zumal nicht bekannt sei, ob überhaupt und allenfalls mittels welcher Kreditkarte die mutmasslich 
durch die Beschuldigte erworbene Software bezahlt worden sein soll.  
 
2.5  Die Beschuldigte ist unter Verweis auf die ihrer Ansicht nach zutreffende Begründung 
der angefochtenen Einstellungsverfügung im Wesentlichen der Meinung, der Beschwerdeführer 
habe nachweislich bei IT-Fachleuten ein Privatgutachten in Auftrag gegeben, weshalb  der Lap-
top über lange Zeit unkontrolliert in seinem Besitz gewesen sei. Folglich sei nicht nachgewie-
sen, dass während seines Besitzes Manipulationen am Gerät vorgenommen worden seien. 
Damit stehe jegliche Feststellung des Polizeiberichts aufgrund der im Laptop vorgefundenen 
Situation unter dem Vorbehalt, dass der Beschwerdeführer bzw. sein fachtechnisches Bera-
tungspersonal den Laptop vorher entsprechend präpariert haben könnten. Zudem habe der 

 

 
 
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Beschwerdeführer klar offenbart, dass er einen persönlichen Feldzug gegen sie führe mit dem 
Ziel, sie auf strafrechtlichem Wege zu vernichten.  
 
3.1  Nach Art. 319 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die vollständige oder teilweise 
Einstellung des Verfahrens, wenn unter anderem kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage 
rechtfertigt (lit. a), oder wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b). Nach lit. a von Art. 319 Abs. 1 
StPO ist einzustellen, wenn im Vorverfahren der ursprünglich vorhandene Anfangsverdacht 
nicht in einem Mass erhärtet werden konnte, dass sich eine Anklage rechtfertigt. Allerdings hat 
sich die Staatsanwaltschaft in Zurückhaltung zu üben bei der Frage, ob ein solcher Tatverdacht 
besteht. Widersprechen sich Beweise, so ist es nicht Sache der Staatsanwaltschaft, eine Be-
weiswürdigung vorzunehmen. Im Zweifelsfalle ist in Beachtung des Grundsatzes "in dubio pro 
duriore" zu überweisen. Bei der Frage der Überweisung des Falles an das urteilende Gericht 
spielt der Grundsatz "in dubio pro reo" nicht. Es ist Sache des Gerichts, darüber zu befinden, ob 
sich jemand im strafrechtlichen Sinne schuldig gemacht hat oder nicht. Die Staatsanwaltschaft 
hat nur dann einzustellen, wenn eine Hauptverhandlung als eigentliche Ressourcenverschwen-
dung bzw. aufgrund des absehbaren Freispruchs als Zumutung für den Beschuldigten erschei-
nen müsste. Von einer Überweisung ist mithin dann abzusehen, wenn nach der gesamten Ak-
tenlage ein Freispruch zu erwarten ist (ROLF GRÄDEL / MATTHIAS HEINIGER, Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Auflage 2014, Art. 319 N 8, mit Hinweisen). Die Beur-
teilung der Wahrscheinlichkeit eines Schuldspruchs bzw. der Prozessaussichten ist dem pflicht-
gemässen Ermessen der Staatsanwaltschaft anheimgestellt. In Zweifelsfällen tatsächlicher oder 
rechtlicher Natur darf das Verfahren nicht eingestellt werden, da in diesen Fällen das Urteil dem 
Gericht überlassen bleiben soll. Stehen sich unterschiedliche Zeugenaussagen gegenüber und 
kann die Untersuchung die Zuverlässigkeit der einzelnen Zeugen nicht erschüttern, darf keine 
Einstellung ergehen. Der Ermessensentscheid, wem unter solchen Verhältnissen zu glauben 
ist, liegt beim Gericht. Keine Einstellung, sondern Erhebung einer Anklage ist grundsätzlich im-
mer dann angezeigt, wenn der Ausgang des Verfahrens ausschliesslich von der Beweiswürdi-
gung abhängt (NATHAN LANDSHUT / THOMAS BOSSHARD, Zürcher Kommentar zur Schweizeri-
schen Strafprozessordnung, 2. Auflage 2014, Art. 319 N 16 ff., mit Hinweisen).  
 
3.2  Gemäss Art. 143 Abs. 1 StGB macht sich der unbefugten Datenbeschaffung strafbar, wer 
in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, sich oder einem andern 
elektronisch oder in vergleichbarer Weise gespeicherte oder übermittelte Daten beschafft, die 
nicht für ihn bestimmt und gegen seinen unbefugten Zugriff besonders gesichert sind. Die unbe-
fugte Datenbeschaffung zum Nachteil eines Angehörigen oder Familiengenossen wird gemäss 
nur auf Antrag verfolgt (Art. 143 Abs. 2 StGB). Die Norm schützt das Verfügungsrecht über 
Computerdaten. Taugliche Tatobjekte sind elektronisch oder in vergleichbarer Weise gespei-
cherte Daten. Elektronisch oder in vergleichbarer Weise gespeichert sind Daten dann, wenn sie 
sich in einem Prozess der automatisierten Datenverarbeitung befinden. Nicht für den Täter be-
stimmt sind Daten, für die der Täter keine Zugriffsberechtigung hat (GÜNTER 
STRATENWERTH/WOLFGANG WOHLERS, Handkommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 143 N 1 f.; 
STEFAN TRECHSEL/DEAN CRAMERI, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 
2013, Art. 143 N 2 ff.).    

 

 
 
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Den Tatbestand gemäss Art. 143bis Abs. 1 StGB erfüllt, wer auf dem Wege von Datenübertra-
gungseinrichtungen unbefugterweise in ein fremdes, gegen seinen Zugriff besonders gesicher-
tes Datenverarbeitungssystem eindringt. Der Tatbestand will Datenverarbeitungsanlagen – 
nicht aber die darin gespeicherten Daten – vor unberechtigten Eindringlingen schützen, insbe-
sondere vor den sog. Hackern (GÜNTER STRATENWERTH/WOLFGANG WOHLERS, a.a.O., 
Art. 143bis N 1). 
 
3.3   Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist keine umfassende Beweiswürdigung und 
auch keine abschliessende Prüfung der Glaubwürdigkeit der einzelnen Beteiligten und der 
Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen vorzunehmen, sondern nur insofern zu prüfen, als es für die 
Frage, ob die Untersuchung zu Recht eingestellt wurde oder nicht, von Bedeutung ist. 
  
3.4  Bei dem auf dem Laptop des Beschwerdeführers installierten Programm "D.____“ han-
delt es sich um eine Spionagesoftware, die es ermöglicht, sämtliche Aktivitäten auf dem Laptop 
aus der Distanz aufzuzeichnen. Bei der konkreten Würdigung der vorliegenden Streitsache ist 
festzustellen, dass sich den Akten – entgegen den Ausführungen der Staatsanwaltschaft – 
deutliche Hinweise, die für eine physische Installation des Programms "D.____“ sprechen, ent-
nehmen lassen.  
 
a)  Der Polizeibericht geht aufgrund der untersuchten Dateien davon aus, dass die Spiona-
gesoftware von einem Benutzer zuletzt am 14. Februar 2010 um ca. 21:39 Uhr durch physikali-
schen Zugriff auf den Laptop installiert worden ist und wahrscheinlich schon zuvor verwendet 
worden war. Eine Installation via Schadcode, welcher per E-Mail oder einer kompromittierten 
Webseite ausgeführt worden wäre, würde nicht zu den gefundenen Einträgen passen, da sie 
sehr verräterisch für den angegriffenen Benutzer wäre (act. 203.). Wie sich aus dem Polizeibe-
richt überdies ergibt, wurde die Spionagesoftware offenbar von einem Anbieter namens 
"E.____" gekauft, wobei im Bericht weitere Informationen ("con-tractId=F.____") sowie den 
neuen Namen des Anbieters ("G.____") bzw. den neuen Zahlungsanbieter ("H.____") genannt 
werden. Insofern erscheint es in casu als höchst unwahrscheinlich, dass die betreffende Soft-
ware über einen E-Mail Anhang durch einen unbekannten Versender auf den Laptop gelangte 
und so ohne Wissen des Anwenders bzw. der Personen, die Zugang zu diesem Laptop hatten, 
installiert wurde. 
 
b)   Aus den Akten ergibt sich des Weiteren, dass der Laptop, auf welchem die Spionagesoft-
ware zuzugreifen konnte, am 14. Februar 2010, demnach im Zeitpunkt, in welchem die Spiona-
gesoftware installiert wurde, sich im Herrschaftsbereich der Beschuldigten befand und sie die-
sen auch benutzte (act. 179). Der Beschwerdeführer war zu diesem Zeitpunkt bereits aus der 
ehelichen Wohnung ausgezogen. 
 
c)   Als weiteres gewichtiges Indiz ist zu werten, dass die Beschuldigte in der Lage war, pri-
vate Korrespondenz und Informationen des Beschwerdeführers im Scheidungsverfahren zwi-
schen dem Beschwerdeführer und der Beschuldigten vor Gericht zu verwenden. Sie hat im 

 

 
 
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Rahmen des in Frankreich hängigen Scheidungsverfahrens am 4. Oktober 2011 eine Kopie der 
persönlichen E-Mail-Korrespondenz vom 7. Februar 2010 zwischen dem Beschwerdeführer und 
seiner Lebenspartnerin als "Beilage 73" eingereicht. Die Erklärung der Beschuldigten, dieses 
Mail von einem Arbeitskollegen bei der I.____ erhalten zu haben, dessen Namen sie aber nicht 
nennen wolle (act. 185), erscheint a priori nicht als besonders plausibel, zumal nicht ersichtlich 
ist, weswegen dieser Arbeitskollege Zugriff auf ein Mail haben sollte, in dem es um eine Ferien-
absprache zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Freundin geht. Schlussendlich ist die 
Frage, ob es glaubhaft erscheint, dass die Beschuldigte das betreffende E-Mail von einem Ar-
beitskollegen erhalten hat oder nicht, vom Sachrichter und nicht durch die Staatsanwaltschaft 
zu beurteilen.  
 
d)   Augenfällig ist sodann die gleichzeitige Einreichung der Scheidungs- bzw. Eheschutz-
klagen am 14. April 2010 zum einen durch den Beschwerdeführer in Frankreich sowie zum an-
dern durch die Beschuldigte in der Schweiz.  
 
3.5 Zusammenfassend bestehen vorliegend dringende Anhaltspunkte, die für eine Täterschaft 
der Beschuldigten sprechen. Bei dieser Ausgangslage kann nicht gesagt werden, ein hinrei-
chender Beweis der Täterschaft der beschuldigten Person könne höchstwahrscheinlich nicht 
erbracht werden. Vielmehr liegt unter Berücksichtigung des Ausgeführten vorliegend eine zwei-
felhafte Beweislage vor, in welcher die Würdigung der vorhandenen Beweismittel dem urteilen-
den Gericht zukommt (vgl. BGer 6B_856/2013 vom 3. April 2014, E. 2.4). Ob sich der Grund-
satz "in dubio pro reo" zu Gunsten der Beschuldigten durchzusetzen vermag, ist nicht im Be-
schwerdeverfahren zu entscheiden. Gemäss der vorgängig zitierten Praxis und Lehre darf bei 
der vorliegenden Konstellation das Verfahren nicht eingestellt werden.  
 

3.6 Gemäss dem Polizeibericht vom 26. August 2014 ist davon auszugehen, dass die Soft-
ware "D.____" über den Anbieter "E.____" gekauft worden ist (act. 207). Somit ist abzuklären, 
ob die Käuferschaft der Software im Zusammenhang mit der vorhandenen Information 
„contractld=F.____“ beim Anbieter "E.____" bzw. deren Nachfolgerin "G.____“ ausfindig ge-
macht werden kann. Des Weiteren hat die Staatsanwaltschaft zu eruieren, ob die Beschuldigte 
am 14. Februar 2010 oder in den Tagen davor mit ihrer Kreditkarte Zahlungen im vorliegenden 
Zusammenhang getätigt hat, was entgegen den Vorbringen der Staatsanwaltschaft durchaus zu 
Wege zu bringen ist.   
 
4. Entsprechend den vorherigen Ausführungen ist die Beschwerde gutzuheissen, die ange-
fochtene Einstellungsverfügung vom 17. August 2015 aufzuheben und die Staatsanwaltschaft 
anzuweisen, die Strafuntersuchung im Sinne der Erwägungen weiterzuführen und anschlies-
send Anklage beim Strafgericht zu erheben.  
 
5.  Bei diesem Verfahrensausgang gehen die ordentlichen Kosten des vorliegenden Be-
schwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 1'200.‒ (beinhaltend eine Gebühr von CHF 1'000.‒ 
sowie Auslagen von CHF 200.‒) in Anwendung von Art. 428 Abs. 4 StPO zu Lasten des Staa-
tes. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 500.‒ ist die-

 

 
 
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sem vollumfänglich zurückzuerstatten. Dem Beschwerdeführer wird ebenfalls zu Lasten des 
Staates eine Parteientschädigung ausgerichtet, wobei diese gestützt auf § 18 Abs. 1 der Tarif-
ordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO, SGS 178.112) ermessensweise auf CHF 1‘200.‒ 
zuzüglich 8% MWSt (CHF 96.‒), somit insgesamt CHF 1'296.‒, festzusetzen ist. 
 
 
 
Demnach wird erkannt: 

 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die Einstellungsverfügung der 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 17. August 2015 wird auf-
gehoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an diese 
zurückgewiesen. 

 
 2. Die ordentlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 

CHF 1'200.‒ (beinhaltend eine Gebühr von CHF 1‘000.‒ sowie Ausla-
gen von CHF 200.‒) gehen zu Lasten des Staates.  
 
Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss in der Höhe 
von CHF 500.‒ wird diesem vollumfänglich zurückerstattet.   
 

 
 3. Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung in der Höhe von 

CHF 1'296.‒ (inklusive Auslagen und CHF 96.‒ Mehrwertsteuer) zu 
Lasten des Staates ausgerichtet. 

   
 
Präsident 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
Marius Vogelsanger