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**Case Identifier:** c6b94249-4064-5d3f-bcb3-e4fd4e70d28a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 24.01.2022 810 21 323
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-323_2022-01-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 24. Januar 2022 (810 21 323) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Vorsorglicher Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts / Platzierung in Institution 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiber i.V. Matthias 

Plattner 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Béatrice Müller, Advokatin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

 C.____ und D.____, Beigeladene 
 
 

  
Betreff Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Platzierung  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
6. Dezember 2021) 

 
 
 
 
A. A.____, geboren am 18. März 2008, ist das gemeinsame Kind von C.____ und D.____. 
 

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B. Am 1. Juli 2021 ging bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) 
eine Meldung der Polizei Basel-Landschaft ein, welcher zusammengefasst zu entnehmen war, 
dass A.____ seine Eltern nach einem Streit in den Garten ausgesperrt habe, nachdem diese 
das Internetmodem ausgesteckt hätten. Mit Schreiben vom 8. Juli 2021 erteilte die KESB da-
raufhin den Sozialen Diensten E.____ den Auftrag, die Situation von A.____ abzuklären und der 
KESB Bericht zu erstatten. 
 
C. Der Kindsvater berichtete der KESB am 9. Juli 2021 per E-Mail, dass sein Sohn seinen 
Eltern gegenüber psychische und physische Gewalt ausübe. Er sei frech, schreie herum, schla-
ge seine Eltern, helfe nicht im Haushalt, vernachlässige seine Hygiene und verbringe den gan-
zen Tag im Internet. Er wolle auch seine Freunde nur noch virtuell treffen. 
 
D. Am 15. Juli 2021 informierte F.____, Soziale Dienste E.____, die KESB darüber, dass 
die innerfamiliäre Situation sehr angespannt sei. Es komme zu Gewalttätigkeiten, wenn die 
Kindseltern versuchen würden, ihrem Sohn Grenzen aufzuzeigen, weshalb diese mittlerweile 
Angst davor hätten. F.____ reichte am 21. Juli 2021 bei der KESB einen Zwischenbericht über 
die noch laufenden Abklärungen zur Situation von A.____ ein. Gemäss dem Bericht seien ver-
mutlich keine physischen oder psychischen Einschränkungen vorhanden, allerdings werde 
A.____ von seinen Eltern schon seit klein auf als sozial auffällig in seinem Verhalten beschrie-
ben. Vermutlich liege eine emotionale Verwahrlosung sowie eine Überforderung der Kindseltern 
und Gewalt in der Familie vor. Auch bestehe ein grosses Risiko von weiteren Eskalationen, 
wenn keine Massnahmen ergriffen würden. Als geeignete Sofortmassnahme werde eine Plat-
zierung von A.____ auf der offenen Station im Heim G.____ zur pädagogischen und jugend-
psychiatrischen Abklärung erachtet. 
 
E. Die KESB hörte am 28. Juli 2021 A.____ und seine Eltern getrennt voneinander an. Die 
Kindseltern gaben zu Protokoll, dass ihr Sohn sehr frech zu ihnen sei, dass er sie beschimpfe 
und angebe, sie zu hassen. Er verbringe seit Sommerferienbeginn seine Zeit fast ausschliess-
lich in seinem Zimmer mit Computerspielen und Fernsehen, wobei dies vor den Ferien noch 
anders gewesen sei. Würden sie versuchen, das Modem auszuschalten, führe dies zu verbaler 
und physischer Gewalt. Die Kindseltern zeigten sich von den drei von der KESB vorgeschlage-
nen Vorgehensweisen, darunter der Möglichkeit einer Platzierung ihres Sohnes im Heim 
G.____, nicht restlos überzeugt. A.____ äusserte sich in der Anhörung im Wesentlichen dahin-
gehend, dass er in Ruhe gelassen werden wolle und es ihm egal sei, welche dieser drei Optio-
nen gezogen werde. 
 
F. Am 29. Juli 2021 hörte die KESB A.____ und seine Eltern erneut zum weiteren Vorge-
hen an und schlug die Unterstützung durch eine sozialpädagogische Familienbegleitung (SPF) 
vor, da sich die Kindseltern immer noch nicht für eine Platzierung von A.____ aussprachen. Die 
Kindseltern erklärten sich damit einverstanden und vom Kind wurde diese Lösung nicht explizit 
abgelehnt. Es sei ihm weiter mitgeteilt worden, dass die KESB eine Platzierung prüfen müsse, 
wenn die Unterstützung der SPF erfolglos bleibe. 
 

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G. Mit Entscheid der KESB vom 30. Juli 2021 wurde A.____ und seinen Eltern gestützt auf 
Art. 307 Abs. 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 als vor-
sorgliche Massnahme für die Dauer des Verfahrens die Weisung erteilt, die sozialpädagogische 
Familienbegleitung der SPF Baselland in Anspruch zu nehmen. 
 
H. H.____, SPF Baselland, berichtete am 20. August 2021 und 26. August 2021 per E-Mail, 
das A.____ drei Mal hintereinander das Gespräch mit der Familienbegleiterin I.____ verweigert 
habe und ihr mitgeteilt habe, dass er nicht an einer Zusammenarbeit interessiert sei. Er wolle es 
darauf ankommen lassen, was nun weiter passiere. Die SPF Baselland habe den Eindruck, 
dass A.____ alleine oder mit Unterstützung der Kindseltern nicht aus dieser Negativspirale her-
auskomme. 
 
I. Am 1. September 2021 führten zwei Vertreter der KESB ein erneutes Gespräch mit den 
Kindseltern, wobei diese angaben, dass ihr Sohn bei der SPF von Anfang an nicht habe mitma-
chen wollen, die Eltern selber aber die Gespräche mit der Familienbegleiterin schätzen würden. 
Der Kindsvater habe sich im Rahmen des Gesprächs offen gegenüber einer Platzierung des 
Kindes gezeigt und auch die Kindsmutter habe sich eine solche mittlerweile schon besser vor-
stellen können. Sie hätten auch mit A.____ darüber gesprochen, dieser habe sich allerdings 
deutlich gegen eine Platzierung und gegen die Weiterführung der SPF geäussert. 
 
J. Der Kindsvater berichtete der KESB mit E-Mails vom 29. September 2021 und 19. Okto-
ber 2021, dass sich die familiäre Situation nach einer vorübergehenden Entspannung wieder 
verschlimmert habe und beide Eltern nun eine Platzierung ihres Sohnes befürworten würden. 
Gemeinsam mit F.____ hätten sie die Institution J.____ besucht, seien aber der Ansicht, dass 
das Heim G.____ für ihren Sohn wohl besser geeignet sei. 
 
K. Mit Entscheid vom 6. Dezember 2021 entschied die KESB im Rahmen einer vorsorgli-
chen Massnahme, den Kindseltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht über A.____ gestützt auf 
Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 314b Abs. 1 ZGB per 7. Dezember 2021 für die Dauer des Verfah-
rens bzw. der Abklärung zu entziehen und diesen für eine pädagogische und jugendpsychiatri-
sche Abklärung in der offenen Abteilung des Heims G.____ zu platzieren. Für A.____ wurde 
Béatrice Müller, Advokatin, als Kindsvertreterin mit Prozessvollmacht eingesetzt. Einer allfälli-
gen Beschwerde gegen diesen Entscheid wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. 
 
L. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2021 hat A.____, vertreten durch Béatrice Müller, Advo-
katin, gegen den Entscheid der KESB vom 6. Dezember 2021 Beschwerde beim Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), erhoben. Darin beantragt 
er, dass die Platzierung als vorsorgliche Massnahme aufzuheben sei und er in die Fürsorge 
seiner Eltern zu entlassen sei. Eventualiter beantragt er, dass er in einem anderen geeignete-
ren Heim oder in eine Pflegefamilie zu platzieren sei. Ausserdem sei der Beschwerde die auf-
schiebende Wirkung zu gewähren, es sei auf einen Kostenvorschuss zu verzichten und dem 
Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche Verbeiständung zu 
gewähren, unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der KESB. Der Beschwerdeführer begründet seine 
Anträge im Wesentlichen damit, dass keine akute Gefährdung im Sinne des Gesetzes vorliege 

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und auch mit alternativen, weniger einschneidenden Massnahmen Fortschritte erzielt werden 
könnten, diese allerdings nie adäquat geprüft worden seien. 
 
M. Mit Verfügung vom 20. Dezember 2021 wies das Kantonsgericht den Antrag des Be-
schwerdeführers um Erteilung der aufschiebenden Wirkung superprovisorisch ab. 
 
N. Am 22. Dezember 2021 hörte die Abteilungspräsidentin den Beschwerdeführer im Bei-
sein seiner Rechtsvertreterin im Heim G.____ an. 
 
O. Die KESB beantragt mit Vernehmlassung vom 23. Dezember 2021, die Beschwerde sei 
vollumfänglich unter o/e-Kostenfolge abzuweisen. Die Kindseltern als Beigeladene haben innert 
Frist keine Vernehmlassung eingereicht, was als Verzicht auf eine solche ausgelegt wird. 
 
P. Am 3. Januar 2022 ging beim Kantonsgericht ein auf den 15. Dezember 2021 datierter 
Bericht des Heims G.____ zur aktuellen Situation des Beschwerdeführers ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer Kin-
desschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständig für die 
Beurteilung der vorliegenden Sache ist das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Ver-
waltungsrecht (§ 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches [EG ZGB] 
vom 16. November 2006 i.V.m. § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). Beim angefochtenen Entscheid, 
welcher die Anordnung vorsorglicher Massnahmen zum Gegenstand hat, handelt es sich um 
einen anfechtbaren Zwischenentscheid im Sinne von Art. 445 Abs. 3 ZGB. Die Zuständigkeit 
zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache liegt in Anwendung von § 66 Abs. 2 EG ZGB 
i.V.m. § 1 Abs. 3 lit. f VPO bei der präsidierenden Person. Nach Art. 314b Abs. 2 ZGB ist ein 
urteilsfähiges Kind im Falle der Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung berechtigt, 
selber das Gericht anzurufen. Diese Bestimmung entspricht der gestützt auf die Wahrung 
höchstpersönlicher Rechte des urteilsfähigen Kindes entwickelten Praxis des Bundesgerichts 
zur Prozessfähigkeit Minderjähriger (KURT AFFOLTER-FRINGELI/URS VOGEL, in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 2016, N 157 zu Art. 
310/314b ZGB). Der Beschwerdeführer ist somit zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde 
berechtigt und die Beschwerdelegitimation ist zu bejahen. Da auch die übrigen Prozessvoraus-
setzungen erfüllt sind, ist auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 

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3.1 Die Kindesschutzbehörde ist gemäss Art. 445 Abs. 1 ZGB zuständig, die für die Dauer 
des Verfahrens notwendigen vorsorglichen Massnahmen zu treffen. Sie kann insbesondere 
eine Massnahme des Kindesschutzes vorsorglich anordnen. Vorsorgliche Massnahmen müs-
sen unumgänglich, d.h. so dringlich sein, dass der ordentliche, spätere Entscheid nicht abge-
wartet werden kann, ohne einen erheblichen Nachteil für die betroffene Person in Kauf zu neh-
men (vgl. CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 2. Auflage, 
Bern 2016, S. 314). Sie ergehen gestützt auf eine bloss summarische Prüfung der Sach- und 
Rechtslage, wobei für deren Anordnung das Beweismass der Glaubhaftmachung genügt (vgl. 
LUCA MARANTA/CHRISTOPH AUER/MICHÈLE MARTI, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kom-
mentar zum Zivilgesetzbuch, 6. Auflage, Basel 2018, N 11 zu Art. 445). 
 
3.2 Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe 
oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde nach Art. 307 Abs. 1 ZGB 
die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes. Das Kindeswohl gilt als oberste Maxime 
des Kindesrechts (BGE 142 III 612 E. 4.2 und 141 III 328 E. 5.4 mit Hinweisen). Im Sinne einer 
positiven und nicht abschliessenden Beschreibung gehören zum Kindeswohl die Förderung und 
Entwicklung in geistiger, körperlicher und seelischer Hinsicht, ein Umfeld von Kontinuität und 
Stabilität, die Möglichkeit einer inneren Bindung des Kindes an die Beziehungspersonen sowie 
die Achtung des Willens des Kindes und seines Selbstbestimmungsrechts (BGE 146 III 313 
E. 6.2.2 und 129 III 250 E. 3.4.2; Urteil des Bundesgerichts 5P.83/2006 vom 3. Mai 2006 E. 4.1 
jeweils mit Hinweisen). Entsprechend ist das Wohl eines Kindes gefährdet, sobald nach den 
Umständen die ernstliche Möglichkeit einer Beeinträchtigung des körperlichen, seelischen oder 
geistigen Wohls des Kindes vorauszusehen ist (CYRIL HEGNAUER, Grundriss des Kindesrechts, 
5. Auflage, Bern 1999, N 26.04a ff. und 27.09). Die Gefährdung kann dabei nur in jedem einzel-
nen Fall unter Berücksichtigung der Gesamtheit aller Umstände bestimmt werden. Die objektiv 
fassbare Gefahr einer Beeinträchtigung muss einigermassen konkret sein, auch wenn regel-
mässig prognostische Elemente miteinzubeziehen sind (BGE 146 III 313 E. 6.2.2; YVO 
BIDERBOST, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Perso-
nen- und Familienrecht inkl. Partnerschaftsgesetz, 3. Auflage, Zürich 2016, N 9 zu Art. 307 
ZGB; vgl. PETER BREITSCHMID, in: Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch, a.a.O., N 18 zu Art. 
307 ZGB). 
 
3.3 Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat die Kindes-
schutzbehörde es den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen 
(Art. 310 Abs. 1 ZGB). Die gleiche Anordnung trifft die Kindesschutzbehörde auf Begehren der 
Eltern oder des Kindes, wenn das Verhältnis so schwer gestört ist, dass das Verbleiben des 
Kindes im gemeinsamen Haushalt unzumutbar geworden ist und nach den Umständen nicht 
anders geholfen werden kann (Art. 310 Abs. 2 ZGB). Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ein 
Teil der elterlichen Sorge, weshalb dieses weder einseitig abgetreten noch darauf verzichtet 
werden kann. Dazu bedarf es einer behördlichen oder gerichtlichen Anordnung (AFFOLTER-
FRINGELI/VOGEL, a.a.O., N 47 zu Art. 310/314b ZGB). Diese Bestimmung erfasst diejenigen 
Fälle, in welchen die Beziehung zwischen Eltern und Kind bereits so schwer gestört ist, dass 
eine gedeihliche Erziehung nicht mehr möglich ist und die Entwicklung des meist schon heran-
wachsenden Jugendlichen ernstlich gefährdet ist. Eine Fremdbetreuung kann in diesem Fall, 

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nebst dem Schutz des Kindes, auch dem Schutz der Persönlichkeit der Eltern dienen 
(HEGNAUER, a.a.O., N 27.37). 
 
3.4 Unerheblich ist, auf welche Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie können in 
der Anlage oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung 
liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. 
Massgebend sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Entziehung. Alle Kindesschutzmassnahmen 
müssen erforderlich sein und es ist immer die mildeste, Erfolg versprechende Massnahme an-
zuordnen (Proportionalität und Subsidiarität); diese soll elterliche Bemühungen nicht ersetzen, 
sondern ergänzen (Komplementarität). Die Entziehung der elterlichen Obhut resp. des Aufent-
haltsbestimmungsrechts ist daher nur zulässig, wenn andere Massnahmen ohne Erfolg geblie-
ben sind oder von vornherein als ungenügend erscheinen (Urteile des Bundesgerichts 
5A_379/2019 vom 26. September 2019 E. 3.4.1; 5A_153/2019 vom 3. September 2019 E. 4.3; 
5A_540/2015 vom 26. Mai 2016 E. 4.4; 5A_188/2013 vom 17. Mai 2013 E. 3; 5A_701/2011 
vom 12. März 2012 E. 4.2.1 jeweils mit Hinweisen; HEGNAUER, a.a.O., N 27.09 ff., 27.36 und 
27.40 f.). 
 
4.1 Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid damit, dass es zwischen dem Beschwerde-
führer und seinen Eltern immer wieder zu Konflikten mit teilweise physischer Gewalt komme 
und die Eltern sich gegen ihren Sohn schon länger nicht mehr durchsetzen könnten. Die Inan-
spruchnahme der ambulanten Unterstützung durch die SPF Baselland habe nur zu einer vo-
rübergehenden Verbesserung der familiären Situation geführt, das angestrebte Ziel habe je-
doch nicht erreicht werden können. Deswegen scheine eine vorsorgliche Platzierung des Be-
schwerdeführers unumgänglich. Die Situation sei dermassen angespannt, dass erneute Eskala-
tionen sehr wahrscheinlich erscheinen würden. Eine stationäre Abklärung biete vor diesem Hin-
tergrund auch die Chance, die Situation zu beruhigen und das Familiensystem zu entlasten. 
 
4.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dass eine alternative Massnahme nie adä-
quat geprüft worden sei. Es sei in knapp vier Monaten einzig eine SPF mit einer Familienbeglei-
terin eingesetzt worden, wobei sich bereits schnell gezeigt habe, dass der Beschwerdeführer 
sich nicht auf diese habe einlassen können. Die Platzierung im Heim G.____ sei trotz klar ent-
gegenstehenden Äusserungen des Beschwerdeführers bereits frühzeitig beschlossen worden. 
Weiter macht er geltend, dass keine akute Gefährdung vorliege, welche eine solche Massnah-
me rechtfertige. Erst wenn alternative Massnahmen keinen Erfolg zeigen würden, sei eine Plat-
zierung anzuordnen. Auch fühle er sich im Heim G.____ nicht wohl und deplatziert, da er mit 
Jugendlichen mit krimineller Vergangenheit zusammenlebe, weswegen er das Heim als unge-
eignet für seine Problematik erachte. 
 
4.3 In ihrer Vernehmlassung stellt sich die Vorinstanz auf den Standpunkt, dass keine alter-
native Massnahme möglich gewesen sei, da auch eine andere Fachperson angesichts der kla-
ren Verweigerungshaltung des Beschwerdeführers auf hartnäckigen Widerstand gestossen wä-
re. Weiter sei die Platzierung aufgrund der sukzessiven Verschärfung der Situation zu Hause 
angezeigt gewesen. Ein Wechsel in eine andere Institution sei geprüft worden, aber mangels 
Vorhandensein einer geeigneten Institution in der näheren Umgebung habe die Behörde einen 

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solchen Wechsel als kontraproduktiv für den notwendigen Beziehungswiederaufbau zwischen 
dem Beschwerdeführer und seinen Eltern erachtet. 
 
4.4 Anlässlich der Anhörung vom 22. Dezember 2021 machte der Beschwerdeführer erneut 
geltend, dass er es übertrieben finde, in das Heim G.____ platziert worden zu sein, und er lie-
ber in ein anderes Heim platziert werden wolle. Im Bewusstsein darüber, dass zu Hause nicht 
alles in Ordnung sei, wünsche er sich konkrete Regeln von der KESB und eine engmaschige 
familiäre Betreuung durch eine männliche Fachperson mit Vorbildfunktion. Eine langfristige Op-
tion sei die Platzierung in einer Pflegefamilie mit einem familienorientierten Setting. Ausserdem 
sei eine vollumfängliche psychiatrische Abklärung sinnvoll, da der Beschwerdeführer der An-
sicht sei, dass mit ihm psychisch alles in Ordnung sei. 
 
4.5 Gemäss dem Bericht des Heims G.____ vom 15. Dezember 2021 beteiligt sich der Be-
schwerdeführer am Tagesablauf und erfüllt seine Aufgaben. Er wirke sehr zurückhaltend und 
habe in den ersten Tagen weder zu den Jugendlichen noch zu den Erwachsenen Kontakt auf-
genommen. Allerdings habe er sich geöffnet, wenn man mit ihm das Gespräch aufgenommen 
habe. F.____ habe sich anlässlich der Standortsitzung vom 15. Dezember 2021 dahingehend 
geäussert, dass sie ihn im Gespräch als zugänglicher als früher erlebt habe. Weiter ist im Be-
richt festgehalten, dass der Beschwerdeführer ab dem 3. Januar 2022 wieder den gewohnten 
Schulunterricht besuchen werde und bei gutem Verlauf des Aufenthalts ab Mitte Januar wieder 
einmal wöchentlich sein Karate-Training aufnehmen könne. 
 
5.1. Aus den Akten des vorliegenden Verfahrens geht hervor, dass es zwischen dem Be-
schwerdeführer und seinen Eltern immer wieder zu Konflikten kommt, welche regelmässig in 
einer Form von verbaler oder physischer Gewalt enden. Zu Gewalttätigkeiten scheint es immer 
dann zu kommen, wenn die Kindseltern versuchen, ihrem Sohn im Rahmen ihres Rechts und 
ihrer Pflicht zur Erziehung des Kindes Grenzen aufzuzeigen. Am stärksten macht sich der Kind-
Eltern-Konflikt im Bereich des übermässigen Konsums von elektronischen Unterhaltungsme-
dien bemerkbar. Infolge dieser Konflikte ist es häufig zu Ruhestörungen der Nachbarschaft und 
teilweise zu physischer Gewalt gekommen. Die Eltern können sich gegen ihren Sohn schon 
länger nicht mehr durchsetzen. Dies manifestiert sich in weiteren Bereichen, wie in der Ver-
nachlässigung der schulischen Bildung und der Hygiene, aber auch in der Einhaltung grundle-
gender Regeln des Zusammenlebens (z.B. gemeinsame Mahlzeiten, minimale Beteiligung am 
Haushalt). Die Eltern geben an, Angst vor ihm zu haben und mittlerweile über viele problemati-
sche Verhaltensweisen hinwegzuschauen. Sie würden gar nicht mehr versuchen, das Verhalten 
ihres Sohnes zu korrigieren, um möglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Der Beschwer-
deführer sagt aus, von seinen Eltern nur in Ruhe gelassen werden zu wollen. Dass es im Rah-
men der Adoleszenz und der damit verbundenen sukzessiven Emanzipation von den Eltern 
insbesondere bei jungen Männern zu Konflikten in den oben genannten Bereichen kommt, kann 
nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht als aussergewöhnlich bezeichnet werden. Aller-
dings gehen die Intensität und damit verbundenen Auswirkungen dieser Konflikte weit darüber 
hinaus, was in diesem Rahmen noch als sozialadäquat bezeichnet werden könnte. Im vorlie-
genden Fall ist das Verhältnis zwischen Eltern und Kind bereits so schwer gestört, dass eine 
gedeihliche Erziehung nicht mehr möglich ist und das Verbleiben des Kindes im gemeinsamen 

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Haushalt als unzumutbar gewertet werden muss. Entsprechend ist entgegen der Annahme des 
Beschwerdeführers die akute Kindswohlgefährdung, welche nicht nur physischer Natur sein 
muss, zu bejahen. Die Situation hatte sich in den Wochen vor der Platzierung derart zugespitzt, 
dass ein sofortiges behördliches Eingreifen notwendig wurde. 
 
5.2.1 Fraglich ist weiter, ob ihm nach den Umständen nicht anders hätte geholfen werden 
können und ob die Platzierung ins Heim G.____ die mildeste Erfolg versprechende Massnahme 
darstellt. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er mit der notwendigen Unterstützung 
(psychologische und pädagogische Begleitung) ohne weiteres seine Noten und seine Bezie-
hung zu den Eltern verbessern könne und die notwendigen Abklärungen auch ambulant erfol-
gen könnten. Ausserdem bemängelt er, dass andere Massnahmen wie der Wechsel der Famili-
enbegleitung oder eine Familientherapie nicht ausreichend geprüft worden seien und dass im 
Rahmen der Platzierung keinerlei Massnahmen zur Verbesserung der Erziehungsfähigkeit der 
Kindseltern verfügt worden seien. Mangels Prüfung von alternativen Massnahmen hätte deren 
Erfolgsaussichten gar nicht beurteilt werden können. Die Vorinstanz äussert sich in ihrer Ver-
nehmlassung dahingehend, dass die Eltern die Unterstützung durch die SPF dankbar ange-
nommen hätten und durch ihre Reflexionsarbeit persönlich davon hätten profitieren können. Der 
Beschwerdeführer hingegen habe klar zum Ausdruck gebracht, dass er an einer Zusammenar-
beit überhaupt nicht interessiert sei und es darauf ankommen lassen möchte. Der Wille zu einer 
Veränderung sei überhaupt nicht spürbar gewesen, weshalb angesichts der klaren Verweige-
rungshaltung auch mit einer anderen Fachperson keine Verbesserung hätte erwartet werden 
können. 
 
5.2.2 Aus den Akten ist ersichtlich, dass sich der Beschwerdeführer punktuell gegenüber ge-
wissen, insbesondere männlichen, Personen (Polizei, Kollege des Kindsvaters) öffnen konnte. 
Ein Wechsel zu einer männlichen Begleitperson ist gemäss den Akten geprüft worden, aller-
dings wurde dieser Wechsel von der sich erneut verschlimmernden Situation im gemeinsamen 
Haushalt überholt, weswegen unter den gegebenen Umständen nicht zugewartet werden konn-
te. Gemäss der Vernehmlassung der Vorinstanz wird ein solcher Wechsel im Rahmen Abklä-
rungen, zu welchen diese vorsorgliche Massnahme dient, weiterhin geprüft. Ebenfalls muss die 
klare Verweigerungshaltung des Beschwerdeführers im Zeitraum vor der vorsorglichen Mass-
nahme beachtet werden. Der Beschwerdeführer stand den Massnahmen der Vorinstanz grund-
sätzlich mit Ablehnung und im besten Fall mit Gleichgültigkeit gegenüber, eine wirkliche Ausei-
nandersetzung mit den problematischen Verhaltensweisen schien er nie richtig zuzulassen. Die 
Möglichkeit der Kooperation aufgrund eines Wechsels der Begleitperson äusserte der Be-
schwerdeführer sodann erst nach der Platzierung im Heim G.____. Insofern durfte die Vor-
instanz zurecht davon ausgehen, dass eine andere Massnahme, wie der Wechsel der Beglei-
tungsperson, schon von vornherein als ungenügend erscheint, um den angestrebten Zweck zu 
erreichen. 
 
5.2.3 Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass die vorsorgliche Platzierung die notwendige 
sofortige Entlastung des Familiensystems erlaubt und die Möglichkeit zur Reflektion der eige-
nen Situation durch neue Beziehungsangebote bietet. Bei einem vorzeitigen Abbruch der Plat-
zierung ist eine Fortdauer der destruktiven Verhaltensmuster und eine erhebliche Steigerung 

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der Gefährdungsmomente zu befürchten. Unter den erwähnten Aspekten ist nicht anzunehmen, 
dass eine Abklärung des pädagogischen und jugendpsychiatrischen Bedarfs ohne weiteres 
ambulant geschehen könnte, wie dies der Beschwerdeführer behauptet. Dem Beschwerdefüh-
rer gelingt es darüber hinaus nicht darzutun, inwiefern bei einer Aufhebung der Platzierung eine 
Verbesserung in seiner Massnahmeempfänglichkeit zu erwarten ist. Entsprechend ist die vor-
sorgliche Platzierung für die Dauer der Abklärung im Heim G.____ sowohl zum Zeitpunkt der 
Platzierung als auch gegenwärtig als erforderlich zu erachten. 
 
5.3 Schliesslich ist noch die Eignung des Unterbringungsorts zu prüfen. Die Eignung der 
Anstalt beurteilt sich unter dem Blickwinkel der spezifisch kindesrechtlichen Gefährdungslage 
und ist zu bejahen, wenn die betreffende Anstalt dem eingewiesenen Kind Hilfe bei der Lösung 
seiner Probleme zu leisten vermag, so dass Aussicht besteht, seine Entwicklung in geordnete 
Bahnen zu lenken (Urteil des Bundesgerichts 5C.258/2006 vom 22. Dezember 2006 E. 3.1). 
Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er mit Jugendlichen mit krimineller Vergangenheit 
zusammenlebe und dass er sich in dieser Umgebung nicht wohl fühle, weshalb die Anstalt für 
seine behauptete Problematik nicht geeignet sei. Eine genauere Begründung, wieso das Heim 
G.____ im konkreten Fall ungeeignet sei, ihm zu helfen, erfolgt allerdings nicht. Das Heim 
G.____ bietet eine Übergangslösung in einer akuten Krisensituation. Es nimmt 12- bis 18-
jährige männliche Jugendliche auf, die aus straf- oder zivilrechtlichen Gründen von den Behör-
den eingewiesen werden. Das Heim G.____ erstellt im Auftrag der einweisenden Behörden 
sozialpädagogische Abklärungen. Externe psychologische und psychiatrische Dienste erstellen 
zusätzlich forensische Gutachten oder Persönlichkeitsabklärungen. Im Heim G.____ arbeitet 
ein Team aus den Bereichen Sozialpädagogik, Pädagogik, und Arbeitsagogik. Es bietet Ju-
gendlichen mit einer krisenhaften Entwicklung einen klaren und verbindlichen Rahmen, der 
ihnen Orientierung und Halt gewährt (vgl. Konzept G.____ vom November 2013, Fassung vom 
November 2019). Das Heim G.____ ist somit im Hinblick auf die Problematik des Beschwerde-
führers geeignet für dessen Unterbringung und für die Erreichung des Aufenthaltszwecks. Aus 
dem Umstand, dass in einem Heim auch straffällig gewordene oder drogenabhängige Jugendli-
che untergebracht sind, kann nicht geschlossen werden, dass es ungeeignet ist (Urteil des 
Bundesgerichts 5C.258/2006 vom 22. Dezember 2006 E. 3.1). Wie die Vorinstanz in der Ver-
nehmlassung festhält, seien alternative Institutionen geprüft worden, allerdings gäbe es in der 
näheren Umgebung keine andere geeignete Institution, was der Beschwerdeführer nicht sub-
stantiiert bestreitet. Es leuchtet ein, dass eine zu grosse Distanz zwischen der Institution und 
dem Elternhaus für den benötigten Beziehungswiederaufbau zwischen dem Beschwerdeführer 
und den Eltern problematisch wäre. Auf die vom Beschwerdeführer angesprochene Möglichkeit 
einer Platzierung in einer Pflegefamilie geht die Vorinstanz in der Vernehmlassung nicht ein, 
was allerdings nachvollziehbar ist, da dies im Rahmen einer provisorischen Notfallplatzierung 
nicht sinnvoll wäre. Für die Eignung des Heims G.____ spricht ausserdem, dass der Standort 
einen gewissen Grad an Kontinuität erlaubt, so dass der Beschwerdeführer am gewohnten Ort 
zur Schule und gegebenenfalls ins Sporttraining gehen kann. Weiter lassen sich aus dem Be-
richt des Heims G.____ vom 15. Dezember 2021 schon erste Besserungen im Verhalten des 
Beschwerdeführers erahnen. 
 

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5.4 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass das Verhältnis zwischen den 
Eltern und dem Kind so schwer gestört ist, dass das Verbleiben im gemeinsamen Haushalt als 
unzumutbar angesehen werden muss. Auch kann der Beschwerdeführer nicht darlegen, mit 
welchen anderen Massnahmen ihm nach den Umständen sofort in gleichem Masse hätte gehol-
fen werden können, ohne dass es zu einer Perpetuierung der schädlichen Verhaltensweisen 
gekommen wäre. Weiter ist zu beachten, dass es sich bei der Platzierung um eine notfallmässi-
ge Massnahme handelt. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Anliegen wie die engma-
schige familiäre Betreuung durch eine männliche Bezugsperson oder die Platzierung in einer 
Pflegefamilie werden im Rahmen der derzeitigen Platzierung im Hinblick auf die zu erlassenden 
längerfristigen Kindesschutzmassnahmen geprüft. Der vorinstanzliche Entscheid ist somit nicht 
zu beanstanden und die Beschwerde demzufolge vollumfänglich abzuweisen. Mit dem vorlie-
genden Entscheid in der Hauptsache wird das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wir-
kung gegenstandslos. 
 
6. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen 
die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei 
in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Entsprechend dem Ausgang des vor-
liegenden Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.-- dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen. Da die Verfahrenskosten aufgrund der gesetzlichen Unterhaltspflicht der 
Eltern (Art. 277 ZGB) zu deren Lasten gehen, ist sein Antrag auf unentgeltliche Prozessführung 
obsolet. Die beigeladenen Kindseltern haben kein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung 
gestellt und den einverlangten Kostenvorschuss geleistet. Die Verfahrenskosten werden dem-
entsprechend mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 500.-- verrechnet. Die 
Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 VPO). Die Rechtsvertreterin wurde von der KESB mit 
Entscheid vom 6. Dezember 2021 als Kindsvertreterin gemäss Art. 314abis ZGB in Zusammen-
hang mit dem Kindesschutzverfahren eingesetzt. Sie wird eine Mandatsentschädigung, welche 
auch die Bemühungen im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens mitumfasst, bei 
der KESB geltend machen können. Der Antrag auf unentgeltliche Verbeiständung ist dement-
sprechend gegenstandslos.  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.-- werden der Beschwer-

deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 500.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.