# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 946e0354-02b8-5158-a27a-da5bda573ec5
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-22
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 22.06.2021 V 2021 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2021-38_2021-06-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER
Verfahren gemäss § 20 Abs. 3 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes

Einzelrichter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 22. Juni 2021

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Vollzugs- und Bewährungsdienst des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Straf- und Massnahmenvollzug (Versetzung in den geschlossenen Strafvollzug)

V 2021 38

2

Urteil V 2021 38

A. Am 25. Februar 2021 verfügte der Vollzugs- und Bewährungsdienst des Kantons 
Zug (VBD), A.________, geb. 1965, (nachfolgend: Beschwerdeführer) werde vom offenen 
Strafvollzug in B.________ in den geschlossenen Strafvollzug in die Abteilung "Alter und 
Gesundheit" der Justizvollzugsanstalt (JVA) C.________ versetzt (BF-act. 1). Die Verfü-
gung des VBD nahm der Beschwerdeführer am 9. März 2021 entgegen, was von ihm un-
terschriftlich bestätigt wurde (BF-act. 2).

B. Mit handschriftlichem Schreiben, datiert auf den 4. Mai 2021 (Datum des Post-
stempels: 6. Mai 2021), erhob der Beschwerdeführer Verwaltungsgerichtsbeschwerde ge-
gen die Haftverlegung in die geschlossene Anstalt JVA C.________ und damit gegen die 
Verfügung des VBD vom 25. Februar 2021. Der Beschwerdeführer führte darin aus, dass 
er gesundheitliche Probleme wie Lähmung und Zuckerkrankheit habe sowie einen hohen 
Blutdruck. Er sei in B.________ mit Medikamenten lebensbedrohlich vergiftet worden, was 
auch der Grund für seine Verlegung in eine geschlossene Anstalt gewesen sei. Er habe in 
C.________ keinen professionellen Gesundheitsdienst, keine Reha oder Ergotherapie und 
auch seine Urlaubsgesuche würden immer abgewiesen. Ausser den Medikamenten, wel-
che er nicht einnehme, ohne dass die Ursache festgestellt worden sei, erhalte er keine Hil-
fe. Er gehe davon aus, dass er hier nicht mehr lebend herauskommen werde und hoffe, 
dass sich jemand die Zeit nehme, der Sache auf den Grund zu gehen (act. 1).

Mit Schreiben vom 10. Mai 2021 teilte das Gericht dem Beschwerdeführer mit, erste Ab-
klärungen hätten ergeben, dass die Verfügung des VBD vom 25. Februar 2021 am 
9. März 2021 entgegengenommen worden sei und daher davon auszugehen sei, dass die 
in § 64 des Verwaltungsgerichtsgesetzes des Kantons Zug (VRG) festgehaltene Be-
schwerdefrist von 30 Tagen nicht eingehalten worden sei, weshalb auf die Beschwerde 
voraussichtlich nicht eingetreten werden könne. Der Beschwerdeführer werde eingeladen, 
sich bis zum 1. Juni 2021 zur Nichteinhaltung der Beschwerdefrist zu äussern und allfälli-
ge Wiederherstellungsgründe gemäss § 11 Abs. 3 VRG vorzubringen (act. 2).

Am 18. Mai 2021 ging beim Gericht ein undatiertes handschriftliches Schreiben des Be-
schwerdeführers ein. Der Beschwerdeführer brachte darin vor, dass er das Vertrauen in 
die Anstalt gehabt habe, dass diese die Beschwerde an seiner Stelle vornehmen würde. 
Er habe es mündlich mitgeteilt und es sei auch schriftlich von Herrn D.________ festge-
halten worden. Er habe alle seine Unterlagen Herrn D.________ abgegeben und sei der 
Überzeugung gewesen, dass das die Einsprache gewesen sei. Nach 3 Wochen habe er 
seine Unterlagen wieder zurückerhalten mit dem Hinweis, dass er die Beschwerde selber 

3

Urteil V 2021 38

machen müsse. Er habe jedoch keine Ahnung gehabt, wie man das machen könne und an 
wen er sich habe richten müssen. Nach seiner Frage seien erneut 3 Wochen vergangen, 
bis ihm erklärt worden sei, dass er an die Adresse des Verwaltungsgerichtes schreiben 
könne, was er dann auch sofort gemacht habe. Da er sehr grosse Schmerzen habe, einen 
Blutdruck von meist über 200 und bereits zwei Mal einen Hirnschlag erlitten habe, könne 
er kaum noch schreiben oder nur mit Mühe die Buchstaben finden. Dies seien die Gründe 
gewesen, weshalb er die Beschwerde nicht früher eingereicht habe (act. 3).

Mit Schreiben vom 18. Mai 2021 äusserte sich der Beschwerdeführer erneut zu seinem 
Gesundheitszustand sowie der fehlenden medizinischen Versorgung. Er bat darin zudem 
das Verwaltungsgericht um Veröffentlichung des Briefes für den Fall seines Ablebens 
(act. 5).

C. Mit Vernehmlassung vom 26. Mai 2021 beantragte der VBD, auf die Beschwerde 
nicht einzutreten. Begründend führte er aus, dass die Verfügung vom 25. Februar 2021 
bereits in Rechtskraft erwachsen sei, da die Beschwerde nach Ablauf der 30-tägigen Be-
schwerdefrist erfolgt sei und auch aus den eingereichten Stellungnahmen des Beschwer-
deführers keine Gründe für eine Fristwiederherstellung ersichtlich seien (act. 7).

D. In seiner Replik vom 26. Mai 2021 (Poststempel: 27. Mai 2021) äusserte sich der 
Beschwerdeführer erneut zur fehlenden medizinischen Versorgung. Er habe keine Mög-
lichkeit, eine Reha oder sonstige Therapie zu machen und müsse im Rollstuhl bleiben. Für 
seinen Bluthochdruck erhalte er lediglich Tabletten, gegen seinen Diabetes werde nichts 
unternommen. Er habe jeden Tag Krämpfe, Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Herzrasen, 
Schweissausbrüche und seelische Beschwerden aufgrund einer Lähmung am rechten 
Bein. Schreiben falle ihm schwer, da er jetzt mit Links schreiben müsse (act. 9). Mit zwei 
weiteren Schreiben vom 30. Mai 2021 reichte er dem Verwaltungsgericht diverse Unterla-
gen ein, die er gemäss eigenen Angaben dringend erledigen müsse, aber leider nicht dür-
fe. Zudem bat er um eine Anhörung, da er die Verfügung vom 25. Februar 2021 voll und 
ganz bestreite und widerlegen könne. Es werde ihm jegliche Möglichkeit entzogen, sich zu 
wehren (act. 10 und 12).

Mit Schreiben vom 4. Juni 2021 meldete sich der Beschwerdeführer erneut beim Verwal-
tungsgericht Zug und leitete diesem eine Mappe mit diversen Ablehnungen von Urlaubs-
gesuchen weiter (act. 14).

4

Urteil V 2021 38

Mit Schreiben vom 8. Juni 2021 wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass ihm am 
5. Juni 2021 die Medikamente verweigert worden seien. Diverse Insassen seien anwe-
send gewesen und könnten als Zeugen dienen (act. 16).

Mit Schreiben vom 12. Juni 2021, Eingang beim Verwaltungsgericht am 17. Juni 2021, ge-
langte der Beschwerdeführer erneut an das Verwaltungsgericht. Darin führte er aus, die 
JVA C.________ habe ihm einmal mehr ein Urlaubsgesuch abgelehnt (act. 18).

E. Der VBD liess sich zu den Schreiben des Beschwerdeführers nicht weiter ver-
nehmen.

Der Einzelrichter erwägt:

1. Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide unterer kantonaler Verwaltungsbehörden 
die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig, soweit sich ihre Entscheide auf Bun-
desrecht stützen und die Gesetzgebung keinen Weiterzug an den Regierungsrat oder das 
Bundesverwaltungsgericht vorsieht. Gemäss § 115 des Gerichtsorganisationsgesetzes 
(GOG; BGS 161.1) i.V.m. § 1 Abs. 1 lit. a der Justizvollzugsverordnung (JVV; 
BGS 331.11) betreibt das Amt für Justizvollzug mit den beiden Abteilungen Vollzugs- und 
Bewährungsdienst des Kantons Zug (VBD) sowie Strafanstalt Zug die Strafanstalt Zug und 
vollzieht bei Erwachsenen Strafen und Massnahmen, soweit diese nicht einer anderen 
Behörde übertragen worden sind. Letzteres ist nicht der Fall. Vorliegend stützt sich die 
Verfügung vom 25. Februar 2021 auf Bundesrecht, insbesondere Art. 76 Abs. 2 StGB, 
womit sich die Beschwerde an das Verwaltungsgericht als zulässig erweist. Der Be-
schwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung unbestrittenermassen vom 
Entscheid direkt betroffen und daher in Anwendung von § 62 Abs. 1 VRG zur Beschwerde 
berechtigt. Der Beschwerde kann zumindest sinngemäss auch ein Antrag (Aufhebung der 
Verfügung vom 25. Februar 2021) und eine Begründung (der Beschwerdeführer bringt vor, 
dass ihm Unrecht getan wurde und Unterstellungen gemacht wurden, woraus mitunter die 
Rüge der falschen Sachverhaltsfeststellung gelesen werden kann) entnommen werden. 
Fraglich und zu prüfen ist insbesondere, ob die 30-tägige Beschwerdefrist gemäss § 64 
VRG eingehalten wurde.

5

Urteil V 2021 38

2. § 64 VRG hält fest, dass, soweit das kantonale oder eidgenössische Recht keine 
andere Frist vorschreibt, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde innert 30 Tagen nach der 
Mitteilung des weiterziehbaren Entscheides beim Verwaltungsgericht einzureichen ist. Die 
Verfügung des VBD vom 25. Februar 2021 wurde vom Beschwerdeführer am 9. März 
2021 entgegengenommen, was von ihm unterschriftlich per Empfangsschein bestätigt 
wurde (BF-act. 2). Damit begann die 30-tägige Frist gemäss § 10 Abs. 2 VRG am 
10. März 2021 zu laufen und endete am 8. April 2021. Die auf den 4. Mai 2021 datierte, 
am 6. Mai 2021 der schweizerischen Post übergebene und am 7. Mai 2021 beim Verwal-
tungsgericht eingetroffene Beschwerde gegen die Verfügung des VBD vom 25. Februar 
2021 wurde damit fraglos nach der 30-tägigen Beschwerdefrist und damit verspätet beim 
Verwaltungsgericht eingereicht.

3. Gemäss § 11 Abs. 3 VRG kann eine versäumte Frist jedoch wiederhergestellt 
werden, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter unverschuldet abgehalten wurden, in-
nert der Frist zu handeln, und er binnen zehn Tagen nach Wegfall des Hindernisses ein 
begründetes Gesuch um Wiederherstellung einreicht. Die entschuldigenden Gründe sind 
nachzuweisen (Stefan Vogel, in: VwVG – Kommentar zum Bundesgesetz über das Ver-
waltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, Art. 24 N 18). Nachfolgend ist entsprechend zu prüfen, 
ob der Beschwerdeführer nachweisbare entschuldigende Gründe für das Fristversäumnis 
vorzubringen vermag.

3.1 Aus dem Wortlaut von § 11 Abs. 3 VRG folgt, dass die Wiederherstellung an for-
melle wie materielle Voraussetzungen geknüpft wird. Sind erstere gegeben, ist auf ein 
entsprechendes Ersuchen einzutreten; werden auch die weiteren Anforderungen erfüllt, ist 
es überdies gutzuheissen. In formeller Hinsicht muss eine Partei innert zehn Tagen nach 
Wegfall des Hindernisses bei der zuständigen Behörde einen begründeten Antrag um 
Wiederherstellung der Frist stellen. Materiell ist fehlendes Verschulden für die nicht recht-
zeitige Ausführung der fristgebundenen Handlung verlangt (vgl. Stefan Vogel, a.a.O., 
Art. 24 N 6 f.). Fehlendes Verschulden ist dann gegeben, wenn es der säumigen Person 
trotz Anwendung der üblichen Sorgfalt aus objektiven oder subjektiven Gründen unmög-
lich oder unzumutbar war, die fristgebundene Rechtshandlung rechtzeitig vorzunehmen 
oder zumindest ein Fristerstreckungsgesuch zu stellen (Kaspar Plüss, in: Kommentar zum 
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 12 N 46 f.; Stefan 
Vogel, a.a.O., Art. 24 N 6). Bei der Prüfung des Hinderungsgrundes wird ein strenger 
Massstab angewendet (Attilio Gadola, Verjährung und Verwirkung im öffentlichen Recht, 

6

Urteil V 2021 38

AJP 1995 S. 57). Selbst wenn ein anerkannter Grund vorliegt, vermag dieser ein Säumnis 
nur so lange zu entschuldigen, bis der Gesuchsteller wieder in die Lage kommt, die unter-
lassene Handlung nachzuholen oder damit einen Dritten zu beauftragen (vgl. Stefan Vo-
gel, a.a.O., Art. 24 N 6 ff.). Bedeutsam für die Beurteilung der Hinderungsgründe ist vor al-
lem der letzte Teil einer Frist, weil die gesetzliche Regelung jedermann dazu berechtigt, 
eine Eingabe erst gegen das Ende der Frist auszuarbeiten und einzureichen. Dagegen 
besteht kein Anspruch, dass einem Gesuchsteller zur Wahrung seiner Parteirechte in je-
dem Fall die volle Frist zur Verfügung steht. Wer nur im ersten Teil eines Fristenlaufs ver-
hindert ist, soll deshalb keine Wiederherstellung verlangen können, sondern die verblei-
bende Zeit zur Wahrung seiner Rechte nutzen (Stefan Vogel, a.a.O., Art. 24 N 15). 

3.2 Vorliegend bringt der Beschwerdeführer vor, er habe bei Erhalt des Schreibens 
mündlich Einsprache gemacht und seine Unterlagen Herrn D.________ abgegeben. Er sei 
davon ausgegangen, dass die Anstalt das für ihn mache. Nach 3 Wochen habe er die Un-
terlagen wieder zurückerhalten, unter dem Vorbehalt, dass er die Beschwerde selber ma-
chen müsse. Er habe jedoch nicht gewusst, wie man das machen könne, und wiederum 
3 Wochen später sei ihm erklärt worden, dass er an die Adresse des Verwaltungsgerichts 
schreiben könne, was er dann auch sofort gemacht habe. 

3.3 Der VBD bringt dagegen vor, ihm sei von der JVA C.________ telefonisch 
bestätigt worden, dass die Verfügung am 9. März 2021 ausgehändigt worden sei und dem 
Beschwerdeführer sowohl anlässlich der Gewährung des rechtlichen Gehörs zur Verset-
zung als auch im Rahmen der Abgabe der Verfügung der Rechtsmittelweg erklärt worden 
sei (act. 7).

3.4 Dass der Rechtsmittelweg dem Beschwerdeführer anlässlich der Gewährung des 
rechtlichen Gehörs erklärt wurde, ergibt sich nicht aus dem vom Beschwerdeführer ein-
gereichten Protokoll des Gesprächs zur Gewährung des rechtlichen Gehörs vom 24. Feb-
ruar 2021 (BF-act. 6 und 15). Da Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung vom 25. Februar 
2021 (act. 1 S. 5) jedoch eine unmissverständliche Rechtsmittelbelehrung inkl. Adressan-
gabe enthält, ist ohnehin unerheblich, ob der Rechtsmittelweg zusätzlich im Rahmen der 
Gewährung des rechtlichen Gehörs und anlässlich der Abgabe der Verfügung erklärt wur-
de. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe nicht gewusst, wie er Beschwerde 
führen könne bzw. an welche Stelle er sich wenden könne, ist daher nicht zu hören.

7

Urteil V 2021 38

Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, er habe sich im Irrtum befunden, dass die Anstalt 
die Beschwerde für ihn mache, da er dies mündlich Herrn D.________ mitgeteilt und die-
sem auch seine Unterlagen abgegeben habe. Die Unterlagen habe er, zusammen mit dem 
Hinweis, dass er die Beschwerde selber machen müsse, erst rund 3 Wochen nach seiner 
mündlichen Mitteilung zurückerhalten. Wie aus der Notiz des Beschwerdeführers in den 
Akten zu entnehmen ist, wurde die mündliche Mitteilung des Beschwerdeführers, dass er 
mit der Versetzung in den geschlossenen Strafvollzug nicht einverstanden sei, anlässlich 
des Gesprächs zur Wahrung des rechtlichen Gehörs im Zusammenhang mit der Verset-
zung in den geschlossenen Strafvollzug vom 24. Februar 2021 zwischen dem Beschwer-
deführer, E.________ (Stv. Gruppenleiterin) und D.________, abgegeben (BF-act. 6 und 
15). Demgemäss ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ungefähr am 
18. März 2021 seine Unterlagen zusammen mit dem Hinweis, dass er die Beschwerde 
selber machen müsse, zurückerhalten hat. Bis zum Fristablauf hatte der Beschwerdefüh-
rer entsprechend noch rund weitere 3 Wochen Zeit, um die Beschwerde einzureichen. Wie 
bereits unter Erwägung 3.1 festgehalten, hätte der Beschwerdeführer diese Zeit nutzen 
müssen, um seine Rechte zu wahren. Eine Fristwiederherstellung kann mit dieser Be-
gründung nicht verlangt werden. Der Vollständigkeit halber ist noch darauf hinzuweisen, 
dass, auch wenn der Beschwerdeführer einen Vertreter mit der Einreichung der Be-
schwerde betraut hätte und dieser die Frist verpasst hätte, dies ebenfalls noch kein Grund 
für eine Fristwiederherstellung wäre. Der Gesuchsteller muss sich das schuldhafte Verhal-
ten eines Vertreters anrechnen lassen (Stefan Vogel, a.a.O., Art. 24 N 17).

3.5 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, er habe sehr grosse Schmerzen, einen 
Blutdruck von meist über 200 und bereits zwei Mal einen Hirnschlag erlitten, weshalb er 
nicht mehr schreiben bzw. nur mit Mühe die Buchstaben finden könne und überdies auch 
sehr vergesslich sei (act. 3 und act. 12).

3.6 Krankheit kann nach der Rechtsprechung ein unverschuldetes, zur Wiederherstel-
lung führendes Hindernis sein, sofern sie derart ist, dass sie den Rechtsuchenden davon 
abhält, innert der Frist zu handeln oder dafür einen Vertreter beizuziehen. Demzufolge 
dauert das Hindernis nur solange an, als der Betroffene wegen seiner körperlichen oder 
geistigen Beeinträchtigung weder selbst die Rechtshandlung vornehmen noch einen Drit-
ten beauftragen kann, wobei im zweiten Fall erforderlich ist, dass der Betroffene trotz sei-
ner Beeinträchtigung die Notwendigkeit einer Vertretung überhaupt wahrnehmen kann. 
Sobald es für den Betroffenen objektiv und subjektiv zumutbar wird, entweder selbst tätig 
zu werden oder die Interessenwahrung an einen Dritten zu übertragen, hört das Hindernis 

8

Urteil V 2021 38

auf, unverschuldet zu sein (BGE 119 II 86 E. 2a). Hindert die Krankheit den Rechtsuchen-
den zwar daran, selbst zu handeln, könnte er aber in nach den Umständen zumutbarer 
Weise einen Dritten mit der Interessenwahrung beauftragen, so kann die Wiederherstel-
lung nach dem Gesagten ebenfalls nicht gewährt werden, wenn die Partei den Beizug ei-
nes Vertreters versäumt (BGE 112 V 255 E. 2a). Bedeutsam für die Frage, ob Krankheit 
im Sinne eines unverschuldeten Hindernisses die Partei von eigenem fristgerechten Han-
deln oder der Beauftragung eines Dritten abgehalten hat, ist vor allem die letzte Zeit der 
Rechtsmittelfrist, weil die gesetzliche Regelung jedermann dazu berechtigt, die notwendi-
ge Rechtsschrift erst gegen das Ende der Frist auszuarbeiten und einzureichen. Erkrankt 
die Partei eine gewisse Zeit vor Fristablauf, so ist es ihr in aller Regel möglich und zumut-
bar, ihre Interessen selber zu verteidigen oder die Dienste eines Dritten in Anspruch zu 
nehmen; erkrankt die Partei dagegen ernsthaft gegen das Ende der Frist, so wird sie im 
allgemeinen nicht in der Lage sein, selber zu handeln oder einen Dritten zu beauftragen, 
weshalb in solchen Fällen die Wiederherstellung zu gewähren ist (BGE 112 V 255 E. 2a 
mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer erklärt zwar, dass es ihm Mühe bereitet habe, die Beschwerde zu 
erstellen, führt in seiner Beschwerde und im Verlauf des Schriftenwechsels jedoch nicht 
weiter aus, inwiefern es ihm seine Krankheit konkret verunmöglicht hätte, die Beschwerde 
rechtzeitig einzureichen oder einen Vertreter bzw. Rechtsvertreter zu bestellen. Auch wur-
den keine konkreten Nachweise wie z.B. ärztliche Zeugnisse dafür erbracht, dass ihn die 
Krankheit (sensomotorische Hemiparese gemäss medizinischen und therapeutischen In-
formationen des Reha Centers F.________ vom 8. Januar 2021, BF-act. 4) während der 
Dauer der Beschwerdefrist noch so stark beeinträchtigt hätte, dass er nicht in der Lage 
gewesen wäre, die Rechtshandlung vorzunehmen oder einen Dritten mit der Besorgung 
seiner Geschäfte zu beauftragen.

4. In beweisrechtlicher Hinsicht bittet der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 
30. Mai 2021 um Anhörung (act. 10). 

Erscheint dem Gericht die Beweislage aufgrund der Akten als ausreichend, kann es auf 
die Abnahme weiterer Beweise verzichten. Beweisanträge, die nach Erachten des Ge-
richts hinsichtlich der für den Entscheid relevanten Sachfragen ohne Belang sind, müssen 
ebenfalls nicht beachtet werden (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 122 V 157 E. 1d). Die 
Durchführung von weiteren Beweiserhebungen bzw. Zeugenbefragungen würde vorlie-
gend nicht zu einer anderen Einschätzung des Sachverhaltes führen, konnte sich der Be-

9

Urteil V 2021 38

schwerdeführer doch bereits schriftlich zum Sachverhalt äussern und sind die konkreten 
Nachweise im Zusammenhang einer Anhörung nicht erbringbar bzw. müssten ebenfalls 
schriftlich vorliegen. Eine Anhörung hätte keine Auswirkung auf die Beurteilung der im vor-
liegenden Fall zu beurteilenden Rechtsfragen. Somit ist dem genannten Beweisantrag in 
zulässiger Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung nicht stattzugeben.

5. Was den Hinweis des Beschwerdeführers in seinem Schreiben vom 12. Juni 2021 
betrifft, wonach die JVA C.________ ihm erneut ein Urlaubsgesuch abgelehnt habe, 
machte das Gericht ihn mit separatem Schreiben darauf aufmerksam, dass der VBD die 
Urlaubskompetenz an die JVA C.________ delegiert habe. Sollte er ein Rechtsmittel ge-
gen die Nichtgewährung des Urlaubs ergreifen wollen, müsse er den im Kanton 
G.________ (Standortkanton der JVA C.________) geltenden Rechtsmittelweg beschrei-
ten. Das Gericht schickte ihm die in diesem Zusammenhang eingereichten Unterlagen (Ur-
laubsgesuch vom 20. Mai 2021 und Ablehnungsentscheid vom 3. Juni 2021) zurück.

6. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die 30-tägige Beschwerde-
frist nach § 64 VRG nicht eingehalten und die Beschwerde folglich verspätet eingereicht 
wurde. Die versäumte Frist kann mangels triftiger und unverschuldeter Hinderungsgründe 
auch nicht wiederhergestellt werden. Auf die verspätet eingereichte Beschwerde kann mit-
hin nicht eingetreten werden. Da die Voraussetzungen für ein Nichteintreten offensichtlich 
erfüllt sind, erfolgt die Beurteilung gemäss § 20 Abs. 3 der Geschäftsordnung des Verwal-
tungsgerichts (GO; BGS 162.11) durch den Einzelrichter. Aufgrund der Umstände des Fal-
les (Strafvollzug) und des geringen Aufwands, der dem Gericht entstanden ist, sind dem 
Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.

10

Urteil V 2021 38

Demnach erkennt der Einzelrichter:
____________________________

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Strafsachen 
eingereicht werden.

4. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) und 
an den Vollzugs- und Bewährungsdienst des Kantons Zug (VBD).

Zug, 22. Juni 2021

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende als Einzelrichter

Der Gerichtsschreiber

versandt am