# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6d84fcc-1b2f-5899-b7a1-8987fccdbb71
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 19.12.2022 S 2021 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-19_2022-12-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 19. Dezember 2022
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 
6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2021 19

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Urteil S 2021 19

A. Der 1984 geborene A.________ war als Dachdecker bei der B.________ AG an-
gestellt und dadurch bei der Suva für die Folgen von Berufsunfällen versichert, als er am 
26. November 2018 auf den Boden stürzte und Schmerzen im Rücken verspürte. Die Su-
va richtete Versicherungsleistungen aus (UV-act. 1 und 3).

Am 2. September 2019 verspürte der Versicherte beim Anheben einer Rolle erneut einen 
Schmerz im Rücken und musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Die Arbeitgeberin 
meldete diesen Vorfall der Suva als Rückfall an (UV-act. 11). Mit Verfügung vom 20. No-
vember 2019 verneinte die Suva ihre Leistungspflicht mangels eines Kausalzusammen-
hanges zwischen dem Ereignis vom 26. November 2018 und den gemeldeten Beschwer-
den (UV-act. 38). Nach weiteren medizinischen Abklärungen bestätigte sie dies mit Ein-
spracheentscheid vom 16. Dezember 2020 (UV-act. 64).

B. Dagegen erhob A.________ am 4. Februar 2021 (Datum Eingang) Beschwerde 
mit dem Rechtsbegehren um Zusprechung der gesetzlichen Leistungen für den gemelde-
ten Rückfall (act. 1 S. 10). Mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2021 schloss die Verwal-
tung auf Abweisung der Beschwerde (act. 3). Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels 
hielten die Parteien an den gestellten Anträgen fest (act. 5 und 7). Mit Eingabe vom 
24. August 2021 (Datum Poststempel) informierte der Beschwerdeführer das Verwal-
tungsgericht über das Vorgehen des Krankentaggeldversicherers (act. 9) und mit Eingabe 
vom 30. November 2021 über die inzwischen eingetretene Stellenlosigkeit (act. 11). Am 
18. Januar 2022 legte der Beschwerdeführer weitere medizinische Berichte ins Recht 
(act. 13), wozu sich die Beschwerdegegnerin nicht mehr vernehmen liess (act. 15).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz; 
VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung [BGS 842.5]). Die örtliche Zuständigkeit des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 58 Abs. 1 ATSG – 

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Urteil S 2021 19

Zuständigkeit am Wohnsitz der versicherten Person oder des Beschwerde führenden Drit-
ten zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung – gegeben, da der Beschwerdeführer im 
Kanton Zug lebt. Der angefochtene Einspracheentscheid datiert vom 16. Dezember 2020 
(UV-act. 62) und wurde dem Beschwerdeführer persönlich am 8. Januar 2021 versandt 
(UV-act. 67). Dieser überbrachte die Beschwerdeschrift am 4. Februar 2021 dem Verwal-
tungsgericht. Damit ist die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG jedenfalls gewahrt. 
Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid direkt betroffen und zur Be-
schwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen verständlichen Antrag und eine 
Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Be-
schwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Die Beschwerdegegnerin begründete im angefochtenen Einspracheentscheid 
(UV-act. 64) die Leistungsablehnung für die im Rückfall gemeldeten Beschwerden damit, 
dass der Unfall gestützt auf die fundierten Beurteilungen der Suva-Ärzte bzw. Ärztinnen 
keine (zusätzlichen) strukturellen Befunde gesetzt habe und dass die entsprechend erho-
benen Befunde unfallfremder Natur seien. Ein solches Ereignis sei aber nicht geeignet, zu 
längerdauernden Beschwerden zu führen bzw. einem solchen Ereignis könne nicht länger-
dauernd eine ursächliche Wirkung im Beschwerdebild zuerkannt werden. Hierbei handle 
es sich um eine medizinische Erfahrungstatsache. Es sei somit lediglich zu einer vorüber-
gehenden Verschlimmerung gekommen, weshalb für die im Rückfall gemeldeten Be-
schwerden zu Recht ein Anspruch auf Versicherungsleistungen abgelehnt worden sei (vgl. 
E. 3 [UV-act. 64/5–6]). Dabei stützt sie sich einerseits auf die vor Verfügungserlass einge-
holten versicherungsmedizinischen Stellungnahmen vom 4. Oktober 2019 (UV-act. 23) 
und 14. November 2019 (UV-act. 37; vgl. E. 2.1 [UV-act. 64/4]). Andererseits legt sie ih-
rem Entscheid die nach Eingang verschiedener vom Beschwerdeführer im Einsprachever-
fahren ins Recht gelegten medizinischen Stellungnahmen in Auftrag gegebene Beurteilung 
des Agenturärztlichen Dienstes Versicherungsmedizin vom 11. Dezember 2020 zugrunde 
(UV-act. 61; vgl. E. 2.2 [UV-act. 64/4–5]).

3. Der Beschwerdeführer stellt sich unter anderem auf den Standpunkt, dass ihm 
keine Gelegenheit zur Stellungnahme zur ärztlichen Beurteilung des Agenturärztlichen 
Dienstes Versicherungsmedizin vom 11. Dezember 2020 gegeben worden sei, was sein 
Recht auf ein faires Verfahren verletze (act. 1 S. 9 und 5 S. 4 f.). Aufgrund deren formellen 
Natur gilt es, diese vom Beschwerdeführer gerügte Gehörsverletzung vorab zu beurteilen.

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Urteil S 2021 19

3.1
3.1.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 42 Satz 1 ATSG haben die Parteien in Verfah-
ren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf rechtliches Gehör. Sie müssen 
nicht angehört werden vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind (Art. 42 
Satz 2 ATSG). Spätestens im Einspracheverfahren hat die Verwaltung jedoch die allge-
meinen Grundsätze des rechtlichen Gehörs zu wahren und folglich der versicherten Per-
son oder ihrem Vertreter Einsicht in die Akten zu gewähren, auf deren Grundlage sie den 
Einspracheentscheid abstützt. Wird nach Erhebung einer Einsprache festgestellt, dass die 
Entscheidungsgrundlagen unvollständig sind, so ist der Sachverhalt unter Wahrung der 
Parteirechte zu vervollständigen und das Verwaltungsverfahren mit dem Einspracheent-
scheid abzuschliessen (BGE 132 V 387 E. 4.1).

3.1.2 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es 
ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, wel-
cher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht 
des Betroffenen, sich vor Erlass des Entscheides zur Sache zu äussern, Einsicht in die 
Akten zu nehmen und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder 
sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid 
zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit 
alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren 
Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann. Aus Inhalt und Funktion des Aktenein-
sichtsrechts als Teil des Anspruchs auf rechtliches Gehör folgt nach der Rechtsprechung, 
dass grundsätzlich sämtliche beweiserheblichen Akten den Beteiligten gezeigt werden 
müssen. Denn es gehört zum Kerngehalt des rechtlichen Gehörs, dass der Adressat eines 
Entscheids vor Erlass eines für ihn nachteiligen Verwaltungsaktes zum Beweisergebnis 
Stellung nehmen kann. Das Akteneinsichtsrecht ist somit eng mit dem Äusserungsrecht 
verbunden, gleichsam dessen Vorbedingung. Der Betroffene kann sich nur dann wirksam 
zur Sache äussern und geeignete Beweise führen oder bezeichnen, wenn ihm die Mög-
lichkeit eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf welche sich die Behörde gestützt 
hat. Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich somit auf sämtliche verfahrensbezogenen Akten, 
die geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bilden (BGer 9C_803/2019 vom 5. Mai 
2020 E. 4.1 mit Hinweisen).

3.1.3 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung 
des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die 
Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachver-

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Urteil S 2021 19

halt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hin-
aus – im Sinne einer Heilung des Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung 
des Gehörs von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung abzusehen, wenn und 
soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzö-
gerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betrof-
fenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären 
(BGer 8C_177/2022 vom 13. Juli 2022 E. 7.2 mit Hinweisen).

3.2 Die im Rahmen des Einspracheverfahrens vom Agenturärztlichen Dienst Versi-
cherungsmedizin erstattete Aktenbeurteilung vom 11. Dezember 2020 (UV-act. 61) diente 
der Beschwerdegegnerin zur Beurteilung der Kausalität hinsichtlich der vom Beschwerde-
führer seit dem 2. September 2019 angegebenen Verschlimmerung der Rückenbeschwer-
den und bildete diesbezüglich die medizinische Entscheidungsgrundlage für den abschlä-
gigen Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2020 (UV-act. 64). Aktenkundig ist, dass 
die Beschwerdegegnerin diese Aktenbeurteilung zusammen mit dem Einspracheentscheid 
eröffnete (UV-act. 62–67). Sie hat es daher unterlassen, dem Beschwerdeführer die Ak-
tenbeurteilung vor Erlass des nun angefochtenen Einspracheentscheids zuzustellen. Dies 
stellt – insbesondere da die Aktenbeurteilung die wesentliche Grundlage des Einspra-
cheentscheids bildet (UV-act. 64/4–5) – eine klare Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. 

Aus diesem Umstand kann indessen nicht gefolgert werden, die Nichtzustellung dieser 
Beurteilung vor Erlass des Einspracheentscheids stelle eine schwere, keiner Heilung 
zugängliche Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Der Agenturärztliche Dienst Versiche-
rungsmedizin bestätigte nämlich im Ergebnis die der Verfügung vom 20. November 2019 
zugrunde gelegte Beurteilung vom 14. November 2019 (UV-act. 37). Sowohl die – dem 
Beschwerdeführer vor Erlass des Einspracheentscheids ebenfalls nicht eröffnete – kurze 
Stellungnahme des Agenturärztlichen Dienstes Versicherungsmedizin vom 27. Februar 
2020 (UV-act. 44) als auch die ausführlichere ärztliche Aktenbeurteilung vom 11. Dezem-
ber 2020 enthalten keine neuen entscheidrelevanten Gesichtspunkte, sondern äussern 
sich einzig zu den im Rahmen des Einspracheverfahrens vorgebrachten Rügen. Der Be-
schwerdeführer hat im Beschwerdeverfahren zwar eine Verletzung seiner Verfahrensrech-
te und damit des rechtlichen Gehörs gerügt, jedoch keinen Antrag auf Rückweisung der 
Sache an die Verwaltung gestellt und somit in keiner Weise angezeigt, dass ihm an einem 
formell richtigen Verfahren mehr liegt als an einer beförderlichen Verfahrenserledigung. 
Vielmehr hat er das Gericht wiederholt auf Zusammenhänge zwischen seinem Leistungs-
anspruch in der Unfallversicherung und seiner Rechtsstellung gegenüber der Arbeitgebe-

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rin und anderen Versicherungen hingewiesen (act. 5 und 9) und damit sein Interesse an 
einem Entscheid in der Sache bekundet. Ebenfalls hat er wiederholt seinen Wunsch um 
einen baldigen Entscheid deponiert (act. 11 und 17). Mit Blick auf die bisherige Verfah-
rensdauer und das offenkundige Interesse des Versicherten an einem baldigen Abschluss 
des Verfahrens mit einem Entscheid in der Sache muss die Gehörsverletzung als nicht 
besonders schwer bezeichnet werden. Dem Sozialversicherungsgericht steht in sachver-
haltlicher und rechtlicher Hinsicht die volle Kognition zu (Art. 61 lit. c ATSG), womit keine 
Gründe ersichtlich sind, die gegen die Heilung der Gehörsverletzung durch die Beschwer-
degegnerin sprechen könnten.

4. Sodann ist der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Rückfall zu prüfen.

4.1
4.1.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Bundesgesetz über die Un-
fallversicherung (UVG; SR 832.20) setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 
dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare 
Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zu-
sammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten 
Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1; 
129 V 402 E. 4.3.1; 119 V 335 E. 1; 118 V 286 E. 1b).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natür-
licher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bezie-
hungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswür-
digung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 
für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1; 119 V 335 
E. 1; 118 V 286 E. 1b).

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4.1.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi-
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetre-
tenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2; 129 V 405 E. 2.2; 125 V 456 E. 5a).

4.1.3 Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt 
(Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Bei einem Rück-
fall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so 
dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit 
kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe län-
gerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders 
gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c).

Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. 
Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn 
zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicher-
ten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in fine).

4.1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklag-
ten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über 
die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweis-
wert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a; BGer 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2).

Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinter-
ner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollzieh-
bar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einho-

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lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässig-
keit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5; 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 
E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

Reine Aktengutachten sind beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 
Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizini-
schen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Per-
son in den Hintergrund rückt (BGer 8C_281/2021 vom 19. Januar 2022 E. 3.2).

4.2 Während der Beschwerdeführer die am 2. September 2019 aufgetretene 
Schmerzexazerbation insbesondere aufgrund der Beurteilung von Prof. Dr. Sci. Med. 
C.________ auf das Verhebetrauma vom 26. November 2018 zurückführt (act. 1), verneint 
die Beschwerdegegnerin gestützt auf den Beurteilungen des Agenturärztlichen Dienstes 
Versicherungsmedizin das Vorliegen unfallbedingter struktureller Veränderungen (UV-
act. 64, insb. S. 6)

4.3
4.3.1 Die Erstbehandlung nach dem Unfallereignis vom 26. November 2018 erfolgte im 
Spital D.________, wo aufgrund der anamnestischen Angaben und der klinischen Befun-
de ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom im Rahmen eines Facettengelenkssyndrom 
nach Verhebetrauma diagnostiziert wurde (Bericht vom 27. November 2018 [UV-act. 18]).

4.3.2 Eine am 7. Dezember 2018 durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRI) der 
Lendenwirbelsäule zeigte eine Chondrose, einen Verdacht auf Anuluseinriss und eine dif-
fuse Diskopathie mit möglicher Tangierung von L3 und L4 (Bericht des Radiologiezen-
trums E.________ vom 7. Dezember 2018 [UV-act. 17]). 

Diese Diagnose wurde vom Hausarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Me-
dizin, übernommen, als sich der Beschwerdeführer am 2. September 2019 wegen erneu-
ten Rückenbeschwerden bei ihm vorstellte (Bericht vom 15. September 2019 [UV-
act. 21]).

Der Agenturärztliche Dienst Versicherungsmedizin interpretierte den MRI-Befund im Sinne 
einer Darstellung von wesentlichen degenerativen Veränderungen ohne Nachweis jegli-

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chen traumatischen Läsionen. Insofern sei es nach dem Unfallereignis vom 26. November 
2018 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes der 
Lendenwirbelsäule gekommen. Bei fehlenden strukturellen Läsionen seien die ca. zehn 
Monate nach dem Unfallereignis erneut gemeldeten Beschwerden nicht mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückzuführen (Beurteilung vom 14. No-
vember 2019 [UV-act. 37]; vgl. auch Stellungnahme vom 4. Oktober 2019 [UV-act. 23, 
insb. S. 3]).

4.3.3 Am 4. November 2019 erfolgte eine zweite MRI-Aufnahme der Lendenwirbelsäule. 
Diese ergab im Vergleich zur Aufnahme im Dezember 2018 eine leichte Zunahme der de-
generativen Veränderungen (Bericht des Radiologiezentrums E.________ vom 4. Novem-
ber 2019 [UV-act. 41/1]).

4.3.4 Auf Zuweisung des Hausarztes begab sich der Beschwerdeführer in die Sprech-
stunde von Dr. med. G.________, Fachärztin für Neurochirurgie. Diese diagnostizierte im 
Bericht vom 15. Januar 2020 ein belastungsabhängiges Lumbovertebralsyndrom mit in-
termittierender radikulärer Schmerzausstrahlung, vor allem im Dermatom L4 rechts bei 
Diskopathie auf Höhe L3/4 mit Diskusprotrusion und konsekutiver rezessaler Stenosierung 
mit Tangierung der Nervenwurzel L4 rechts bei anlagebedingt eher engem Spinalkanal. 
Zum weiteren Prozedere empfahl sie dem Beschwerdeführer Infiltrationen und den Wech-
sel auf eine körperlich leichtere Tätigkeit (UV-act. 57/21–22).

4.3.5 Über einen im Heimatland des Beschwerdeführers ansässigen Rechtsanwalt wur-
de der dort praktizierende Neurochirurg Prof. Dr. C.________ mit einer Aktenbeurteilung 
beauftragt. Dieser kam in seiner Stellungnahme vom 12. August 2020 (UV-act. 57/17–18) 
zum Schluss, dass die körperliche Anstrengung beim Anheben und Tragen einer schwe-
ren Last durch Bewegung des weichen Teils des Diskus (nucleus polposus) in den Wirbel-
kanal und Druck auf die Nervenwurzeln den Bruch des Faserrings der Bandscheibe verur-
sachen könne. Der Anulus fibrosus-Einriss und der Druck auf die Nervenwurzeln könnten 
die nach dem Ereignis vom 26. November 2018 aufgetretenen Beschwerden verursachen. 
Die Veränderungen in der Lendenwirbelsäule im Bereich L3/4 könnten als Folge körperli-
cher Anstrengung beim Anheben und Tragen einer schweren Last entstehen. Laut Prof. 
Dr. C.________ liessen sich die geklagten Beschwerden durch die Veränderungen in der 
Lendenwirbelsäule erklären und seien Folge der am 26. November 2018 erlittenen Verlet-
zung. Die am 2. September 2019 erlittene Verletzung habe zu einer Verschlimmerung des 
Zustands der zuvor gestörten Integrität der Lendenwirbelsäule geführt.

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4.3.6 Sodann holte der Beschwerdeführer bei Dr. med. H.________, Facharzt für Neu-
rochirurgie, eine weitere Meinung ein. In seinem Untersuchungsbericht vom 14. August 
2020 diagnostizierte dieser einen posttraumatischen Bandscheibenvorfall L3/4, eine Os-
teochondrose L3/4 sowie eine chronische Lumbago und empfahl dem Beschwerdeführer 
eine körperlich nicht belastende Erwerbstätigkeit und allenfalls Infiltrationen (UV-
act. 57/13–14).

4.3.7 In ihrer Beurteilung vom 11. Dezember 2020 (UV-act. 61) stellten die Fachärztin-
nen des Agenturärztlichen Dienstes nach Würdigung der verfügbaren medizinischen Be-
fundsberichte und Stellungnahmen fest, dass die MRI-Untersuchung vom 7. Dezember 
2018 (vgl. E. 4.3.2) keine Hinweise auf frische knöcherne oder ligamentäre Verletzungen 
im Bereich der Lendenwirbelsäule ergeben habe, wie sie bei einer traumatischen Band-
scheibenschädigung zu erwarten wären. Es zeigten sich typische degenerative Verände-
rungen im Segment L3/4 mit dehydrierter Bandscheibe und konsekutiver Bandscheiben-
vorwölbung. Hinweise für eine erhebliche Krafteinwirkung durch einen Unfall zwei Wochen 
zuvor hätten sich im MRI vom 7. Dezember 2018 (vgl. E. 4.3.2) nicht gezeigt. Beim Unfal-
lereignis vom 26. November 2018 sei es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung ei-
nes degenerativen Vorzustandes der Lendenwirbelsäule gekommen. Die volle Arbeits-
fähigkeit sei bereits im Dezember 2018 wieder erreicht worden. Weitere Behandlungen 
seien bis September 2019 nicht erfolgt. Im MRI der Lendenwirbelsäule vom 4. November 
2019 (vgl. E. 4.3.3) hätten sich im Vergleich zum MRI vom 7. Dezember 2018 Befunde 
gezeigt, die mit dem Fortschreiten der degenerativen Veränderungen im Segment L3/4 
hinreichend erklärt seien. Hinweise auf neue strukturelle unfallbedingte Veränderungen 
hätten sich auch nach dem Ereignis vom 2. September 2019 nicht gefunden (UV-
act. 61/7–8).

Die Neurochirurgin Dr. G.________ (vgl. E. 4.3.4) habe den MRI-Befund vom Dezember 
2018 ebenfalls als degenerativ eingestuft. Ihrem Bericht sei nicht zu entnehmen, dass ein 
kausaler Zusammenhang der Beschwerden vom Januar 2020 mit dem Unfall vom 26. No-
vember 2018 bestehe (UV-act. 61/8–9). 

Im Bericht von Prof. Dr. C.________ (vgl. E. 4.3.5) vom 12. August 2020 habe sich eben-
falls keine nachvollziehbare Begründung einer überwiegend wahrscheinlichen Unfallkau-
salität gefunden. Das MRI vom 7. Dezember 2018 werde mit typischen Befunden für chro-
nische degenerative Bandscheibenveränderungen beschrieben. Betreffend dem MRI vom 

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Urteil S 2021 19

4. November 2019 habe er auf eine Progression der Befunde aufmerksam gemacht. Bei 
der Beantwortung der vom Rechtsvertreter gestellten Fragen falle auf, dass Prof. 
Dr. C.________ die Formulierung "kann" verwende, welche versicherungsmedizinisch als 
"möglich" im Sinne einer 50%igen Wahrscheinlichkeit zu werten sei. Für eine Anerken-
nung der Unfallkausalität sei eine mögliche Wahrscheinlichkeit nicht ausreichend. Die be-
schriebene körperliche Anstrengung beim Anheben und Tragen einer schweren Last stelle 
kein Unfallereignis dar und könne in der angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers 
als Flachdachisoleur häufig vorkommen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht seien die 
Beschwerden auf die Veränderungen in der Lendenwirbelsäule zurückzuführen. Diese 
seien jedoch degenerativ bedingt und keine überwiegend wahrscheinliche Folge des Un-
falls vom November 2018. Prof. Dr. C.________ habe in seinem Bericht "akute Verände-
rungen" im Bereich der Bandscheibe erwähnt, ohne diese näher zu beschreiben oder auf 
die Ursachen dieser Veränderungen einzugehen. Auch er habe keine unfallbedingten 
strukturellen Veränderungen aufweisen können (UV-act. 61/9–10).

Der Neurochirurge Dr. H.________ habe im Bericht vom 14. August 2020 (E. 4.3.6) die 
Bezeichnung "posttraumatisch" lediglich von der Anamnese abgeleitet, was zur Begrün-
dung eines Unfallzusammenhanges nicht reiche (UV-act. 61/10).

Zusammenfassend gehen die Fachärztinnen des Agenturärztlichen Dienstes Versiche-
rungsmedizin auch unter Berücksichtigung der neu vorgelegten Berichte von einer vorü-
bergehenden Verschlimmerung durch das Unfallereignis vom 26. November 2018 aus. Die 
im September 2019 gemeldeten Beschwerden führen sie nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 26. November 2018 zurück (UV-act. 61/10).

4.4
4.4.1 Zunächst ist festzuhalten, dass es einer medizinischen Erfahrungstatsache im Be-
reich des Unfallversicherungsrechts entspricht, dass praktisch alle Diskushernien bei Vor-
liegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur 
ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht 
fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das 
Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Band-
scheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres 
Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. So muss eine ent-
sprechende richtunggebende Verschlimmerung insbesondere auch röntgenologisch aus-
gewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben. Ist hingegen die Dis-

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kushernie bei (stummem) degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht 
aber verursacht worden, liegt eine vorübergehende Verschlimmerung vor. Diesfalls hat die 
Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall 
stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand 
kann in solchen Fällen das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbal-
gien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden. Im Allgemeinen ist 
bei einer Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule die vorübergehende Ver-
schlimmerung nach sechs bis neun Monaten und bei Vorliegen eines erheblich degenera-
tiven Vorzustandes spätestens nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (vgl. 
dazu BGer 8C_552/2020 vom 16. Dezember 2020 E. 3.2). 

Die fehlenden bildgebenden Hinweise für eine traumatische Ursache der degenerativen 
Veränderungen sprechen gegen einen Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 26. No-
vember 2018 und den weiterhin bestehenden bzw. wieder aufgetretenen Beschwerden. In 
diesem Sinne vermag die anderslautende – allerdings mit Bezug auf die Unfallkausalität 
nicht näher begründete – Beurteilung von Dr. C.________ vom 12. August 2020 (E. 4.3.5) 
nicht zu überzeugen. Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers (act. 1 S. 8) lässt 
sich eine Unfallkausalität auch nicht mit der Beurteilung von Dr. H.________ (E. 4.3.6) be-
legen. Dass dieser den Bandscheibenvorfall als unfallkausal gewertet hätte, geht aus sei-
nem Bericht nicht hervor. Eine Unfallkausalität ergibt sich unter den gegebenen Umstän-
den jedenfalls nicht daraus, dass Dr. H.________ den Bandscheibenvorfall als "posttrau-
matisch" bezeichnete. Vielmehr beschrieb er damit ein erst nach dem Unfall entstandenes 
Leiden, zumal er die Diagnose nicht weiter diskutierte und sich auch mit keinem Wort zu 
deren Unfallkausalität äusserte. Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers (act. 1 
S. 3 und 7 f.) gilt eine gesundheitliche Schädigung beweisrechtlich praxisgemäss auch 
nicht schon dann als durch den Unfall verursacht, weil sie nach diesem aufgetreten ist 
(vgl. dazu BGer 8C_544/2020 vom 27. November 2020 E. 8.2.1 mit Hinweisen insbeson-
dere zur Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc"). Auch der Haus-
arzt Dr. F.________ (E. 4.3.2) und die Neurochirurgin Dr. G.________ (E. 4.3.4) äussern 
sich nicht zur Unfallkausalität der vom Beschwerdeführer weiterhin angegebenen Be-
schwerden. Vielmehr lassen sich diese Beschwerden mit dem gewöhnlichen Fortschreiten 
der degenerativen Veränderungen hinreichend erklären, was auch die Fachärztinnen des 
Agenturärztlichen Dienstes Versicherungsmedizin feststellten.

4.4.2 Soweit der Beschwerdeführer die Befangenheit der Ärzte des Agenturärztlichen 
Dienstes Versicherungsmedizin anspricht (act. 1 S. 6), ist darauf hinzuweisen, dass nach 

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der Rechtsprechung auch einer Beurteilung versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte 
Beweiswert zukommen kann (vgl. dazu E. 4.1.4). Das Anstellungsverhältnis einer versi-
cherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4; 135 V 465 
E. 4.4). 

4.4.3 In der ärztlichen Beurteilung vom 11. Dezember 2020 (UV-act. 61) setzten sich die 
versicherungsinternen Fachärztinnen nicht nur eingehend mit den Vorakten, insbesondere 
mit den vom Beschwerdeführer aufgelegten ärztlichen Stellungnahmen, auseinander (vgl. 
UV-act. 61/8–11), sondern legten sie die medizinischen Zusammenhänge sowie ihre 
Schlussfolgerungen einleuchtend und überzeugend dar. Namentlich zeigten sie auf, dass 
insbesondere unfalltypische Begleitverletzungen wie Verletzungen von Wirbeln oder Bän-
dern im Bereich der Lendenwirbelsäule fehlten, was gegen eine akute traumatische struk-
turelle Schädigung spricht (UV-act. 61/7 f.). Insgesamt bestehen keine Zweifel an der Zu-
verlässigkeit und Schlüssigkeit der auf einem lückenlosen Befund mit feststehendem me-
dizinischem Sachverhalt (vgl. UV-act. 61/1–7) beruhenden Schlussfolgerungen.

Daran ändert auch nichts, dass die Versicherungsmediziner den Beschwerdeführer nicht 
persönlich untersuchten, rückt die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person 
beim (hier unbestrittenermassen) feststehenden medizinischen Sachverhalt doch in den 
Hintergrund. Unter diesen Umständen erachtet die Rechtsprechung auch reine Aktengut-
achten als beweiskräftig (vgl. dazu E. 4.1.4 und zur entsprechenden Rüge des Beschwer-
deführers act. 1 S. 6).

4.4.4 Die Beurteilung des Agenturärztlichen Dienstes Versicherungsmedizin entspricht 
somit den praxisgemässen Anforderungen an eine beweiswertige Expertise (vgl. dazu 
E. 4.1.4). Gestützt darauf ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass die vom Beschwerdeführer angegebenen Schmerzen nicht (mehr) unfallkau-
sal sind, weshalb die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht im angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 16. Dezember 2020 zu Recht verneint hat. Dies führt zur Abwei-
sung der Beschwerde.

5. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im UVG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Dem unterliegenden 
Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
die Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 19. Dezember 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am