# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a2104af-7f6f-599a-9f7e-89639741faa0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.09.2014 100 2014 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-57_2014-09-01.pdf

## Full Text

Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten ist das Bundesgericht am 3.10.2014 nicht eingetreten 
(2C_895/2014).

100.2014.57U   publiziert in BVR 2014 S. 535
DAM/MAL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. September 2014

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Marti

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Universität Bern
handelnd durch den Rektor, Hochschulstrasse 4, 3012 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Rekurskommission der Universität Bern
Schanzeneckstrasse 1, Postfach 8573, 3001 Bern

betreffend Ausschluss vom Bachelorstudium; Modulnote «Zellbiologie I» (Entscheid der 
Rekurskommission der Universität Bern vom 30. Januar 2014; B 18/13)

Sachverhalt:

A.

A.________ studiert nach einem Wechsel von der Universität Basel seit Herbst 2009 an der 
Philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern im Bachelorstudiengang 
Biologie mit Schwerpunkt Zellbiologie. Am 14. Februar 2013 legte er nach einem Misserfolg die 
Leistungskontrolle zur Veranstaltung «Molekularbiologie mit Praktikum und Übungen» zum zweiten 
Mal ab. Mit Verfügung vom 16. April 2013 teilte ihm die Philosophisch-naturwissenschaftliche 
Fakultät mit, er habe die ungenügende Note 3,5 erzielt. Da er das Modul «Zellbiologie I» damit 
endgültig nicht bestanden hat, schloss die Philosophisch-naturwissenschaftliche Fakultät 
A.________ mit Verfügung vom 22. April 2013 vom Bachelorstudium Biologie aus. 

B.

Gegen die Verfügung vom 16. April 2013 (ungenügende Einzelnote) erhob A.________ am 
15. Mai 2013 Beschwerde bei der Rekurskommission der Universität Bern (nachfolgend: 
Rekurskommission). Mit separater Eingabe vom gleichen Tag erhob er zudem Beschwerde gegen 
die Verfügung vom 22. April 2013 (ungenügende Modulnote und Studienausschluss). Mit Ent-
scheid vom 30. Januar 2014 wies die Rekurskommission beide Beschwerden ab. 

C.

Dagegen hat A.________ am 3. März 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit 
folgenden Anträgen in der Sache: 

«1. Der Entscheid der Rekurskommission der Universität Bern vom 30. Januar 2014 (B 18/13) sei 
aufzuheben. 

2. Es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer im Modul ʺZellbiologie I (15 ECTS)ʺ nach 
entsprechender Rundung die Modulnote 4,0 erzielt hat.»

Die Universität Bern hat am 8. April 2014 die Abweisung der Beschwerde beantragt. Die 
Rekurskommission hat mit Vernehmlassung vom 2. April 2014 auf Abweisung der Beschwerde 
geschlossen, soweit darauf einzutreten sei. Mit Eingabe vom 30. April 2014 hat A.________ an 
seinen Rechtsbegehren festgehalten und weitere Bemerkungen eingereicht, zu denen die 
Universität Bern am 10. Juni 2014 Stellung genommen hat. Die Rekurskommission hat sich nicht 
mehr vernehmen lassen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz 
gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 76 Abs. 2 des Gesetzes 
vom 5. September 1996 über die Universität Bern [UniG; BSG 436.11]). 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde (vgl. E. 1.5 hiernach) ist grundsätzlich einzutreten (vgl. aber E. 1.4 hiernach). 

1.3 Der Beschwerdeführer verlangt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids 
(Rechtsbegehren 1). Aus der Begründung der Rechtsschrift, die für die Auslegung der Anträge 
beizuziehen ist (statt vieler BVR 2011 S. 391 E. 3.3 mit Hinweisen), wird deutlich, dass sich die 
Beschwerde nur gegen die Festsetzung der Modulnote in «Zellbiologie I» und den Ausschluss aus 
dem Bachelorstudium Biologie richtet (vgl. Beschwerde, S. 2). Der Beschwerdeführer beanstandet 
im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Bewertung der Leistungskontrolle 
«Molekularbiologie» mit der Note 3,5 demgegenüber nicht mehr. Folglich ist das Rechtsbegehren 
dahin auszulegen, dass der Entscheid der Rekurskommission nicht integral aufzuheben sei, 
sondern nur mit Bezug auf die Festsetzung der Modulnote und den damit verbundenen Ausschluss 
des Beschwerdeführers vom Studium. Nur diese Frage bildet demnach Streitgegenstand im 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht. 

1.4 Der Beschwerdeführer erreichte im Modul «Zellbiologie I», welches sich aus den Fächern 
Molekularbiologie, Bioinformatik und Immunologie II zusammensetzt, ein gewichtetes Mittel von 
ungerundet 3,85 (angefochtener Entscheid, E. 10.3). Der Beschwerdeführer verlangt, es sei 
festzustellen, dass er nach entsprechender Rundung die Modulnote 4,0 erzielt habe 
(Rechtsbegehren 2). – Feststellungsbegehren bedürfen eines ausgewiesenen 
Feststellungsinteresses und sind gegenüber leistungsverpflichtenden und rechtsgestaltenden 
Begehren subsidiär (BVR 2014 S. 33 E. 1.4, 2011 S. 564 E. 3.3, 2010 S. 337 E. 3.2; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 49 N. 20). Das 
Begehren des Beschwerdeführers zielt darauf ab, das gewichtete Mittel von 3,85 auf gerundet 4,0 
festzusetzen. Damit handelt es sich im Kern um ein Leistungsbegehren. Das 
Feststellungsbegehren ist in diesem Sinn umzudeuten. Soweit der Beschwerdeführer (zusätzlich) 
ein Feststellungsbegehren stellen will, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. BVR 2012 
S. 558, nicht publ. E. 1.3 [VGE 2011/324 vom 16.5.2012]). 

1.5 Die Rekurskommission bringt vor, die Beschwerde genüge den Anforderungen an die 
Begründungspflicht nicht. – Nach Art. 32 Abs. 2 VRPG müssen Parteieingaben unter anderem 
einen Antrag und eine Begründung enthalten. An die Begründung werden praxisgemäss keine 
hohen Anforderungen gestellt. Es reicht aus, wenn aus einem Rechtsmittel ersichtlich ist, inwiefern 

(in welchen Punkten) und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BVR 2006 
S. 470 E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 32 N. 15). Die Beschwerde erfüllt diese 
Anforderungen ohne weiteres; der Einwand der Rekurskommission ist somit unbegründet. 

1.6 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen 
hin (Art. 80 VRPG; vgl. auch Art. 76 Abs. 4 UniG). 

1.7 In formeller Hinsicht hat der Beschwerdeführer unter Verweis auf die bundesgerichtliche 
Praxis zu Art. 29 der Bundesverfassung (BV; SR 101) die Durchführung eines zweiten 
Schriftenwechsels beantragt (Beschwerde, S. 2). Mit Verfügung vom 9. April 2014 gab die 
Abteilungspräsidentin i.V. Gelegenheit, zu den Eingaben der Universität Bern und der 
Rekurskommission Bemerkungen einzureichen, wovon der Beschwerdeführer am 30. April 2014 
Gebrauch gemacht hat (vorne Bst. C). Mit dieser Äusserungsmöglichkeit ist seinem Anspruch auf 
rechtliches Gehör Genüge getan. 

2.

In der Sache strittig ist die Anwendung der Rundungsregelung für Noten mit einem gewichteten 
Mittel gemäss den Vorschriften der Philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät. 

2.1 Art. 66 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) berechtigt und 
verpflichtet die Justizbehörden, die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegenden kantonalen 
Erlasse – zu denen auch Normen von öffentlich-rechtlichen Anstalten des Kantons wie der 
Universität Bern gehören – auf ihre Rechts- und Verfassungskonformität zu überprüfen (konkrete 
Normenkontrolle). Ergibt die vorfrageweise Prüfung, dass kantonale bzw. kommunale Erlasse 
höherrangigem Recht widersprechen, sind sie nicht anzuwenden und der gestützt auf sie 
ergangene Entscheid (Anwendungsakt) ist aufzuheben (BVR 2014 S. 14 E. 3.1, 2008 S. 284 
E. 5.2, 2005 S. 97 E. 5.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 66 N. 11 und 14; Kälin/Bolz, 
Handbuch des bernischen Verfassungsrechts, 1995, Art. 66 N. 7 f.; Markus Müller, Bernische 
Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 2011, S. 178 f.). 

2.2 Gemäss Art. 81 Abs. 1 UniG i.V.m. Art. 33 Abs. 1 der Verordnung vom 12. September 2012 
über die Universität (UniV; BSG 436.111.1) erlassen die Fakultäten Studien- und 
Promotionsreglemente. Diese enthalten unter anderem Bestimmungen über die Struktur des 
Studiums und die Prüfungen (Art. 33 Abs. 2 Bst. b und d UniV; vgl. auch Art. 43 und 44 des Statuts 
vom 7. Juni 2011 der Universität Bern [Universitätsstatut, UniSt; BSG 436.111.2]). Die 
Studienpläne definieren die Struktur der Studiengänge und legen die Leistungskontrollen fest (Art. 
32 Abs. 1 und 2 des Reglements vom 14. April 2005 über das Studium und die Leistungskontrollen 
an der Philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät [Studienreglement Phil.-nat. Fakultät, RSL 
Phil.-nat.]). Soweit nicht näher geregelt, gelten die Bestimmungen im übergeordneten RSL (Art. 1 
Abs. 3 Studienplan zum Bachelorstudium in Biologie [nachfolgend: Studienplan]). Für die 
Bewertung von Leistungen wird die Notenskala 1-6 verwendet (Art. 19 Abs. 1 RSL Phil.-nat. in der 
bis zum 31.7.2014 geltenden Fassung). Genügende Leistungen werden mit den Noten 4, 4,5, 5, 

5,5 und 6 bewertet. Bei Verwendung der Notenskala werden für ungenügende Leistungen die No-
ten 1, 1,5, 2, 2,5, 3 oder 3,5 vergeben (Art. 19 Abs. 2 und 3 RSL Phil.-nat.). Ungenügende 
Leistungskontrollen können nur einmal wiederholt werden (Art. 21 Abs. 1 RSL Phil.-nat.; Art. 18 
Abs. 1 Studienplan in der bis zum 31.7.2014 geltenden und in der aktuellen Fassung).

2.3 Im Rahmen von Studiengängen können mehrere Leistungseinheiten zu Modulen 
zusammengefasst werden, wobei die Studienpläne festlegen, auf welche Weise die 
Leistungseinheiten geprüft werden (Art. 12 Abs. 1 und 4 RSL Phil.-nat.). Die Resultate der 
Leistungskontrollen eines Moduls werden zu einer Modulnote zusammengefasst (Art. 17 Abs. 1 
Studienplan). Zum Bestehen eines Moduls muss das nach ECTS-Punkten gewichtete Mittel der 
Noten der einzelnen Leistungskontrollen nach erfolgter Rundung (Art. 19 RSL Phil.-nat.) 
mindestens 4,0 betragen (Art. 17 Abs. 2 Studienplan; vgl. auch Art. 12 Abs. 5 RSL Phil.-nat.). Das 
zweimalige Nichtbestehen eines Moduls wirkt sich unmittelbar auf den Studienabschluss aus, da 
das Bachelorstudium nur bestanden ist, wenn das Propädeutikum sowie sämtliche Module, einzeln 
zählende Leistungseinheiten gemäss Studienplan und die Bachelorarbeit mindestens mit Note 4,0 
erfolgreich absolviert worden sind (Art. 20 Studienplan; Art. 41 RSL Phil.-nat.). Ist die Modulnote 
endgültig ungenügend, so kann das Bachelorstudium nicht fortgesetzt werden und hat den 
Studienausschluss zur Folge (vgl. auch Art. 29 Abs. 5 UniG; Art. 14 Abs. 1 UniV). 

2.4 Nach Art. 19 Abs. 7 RSL Phil.-nat. unterliegen Noten, die aus einer gewichteten Mittelung 
hervorgehen, folgender Rundungsregelung:  

Zu rundende Note im Bereich Gerundete Note
5.75 … 6 6
5.25 … < 5.75 5.5
4.75 … < 5.25 5
4.25 … < 4.75 4.5
4 … < 4.25 4
3.25 … < 4 3.5
2.75 … < 3.25 3
2.25 … < 2.75 2.5
1.75 … < 2.25 2
1.25 … < 1.75 1.5
1 … < 1.25 1

Bei einem Modul, welches sich aus mehreren Leistungskontrollen zusammensetzt, wird der 
gewichtete Durchschnitt somit ab Kommastellen x,25 und x,75 auf die nächste ganze bzw. halbe 
Note aufgerundet. Nicht vorgesehen ist hingegen eine Aufrundung auf die Note 4 im Bereich 
zwischen 3,75 und weniger als 4; diesfalls bestimmt Art. 19 Abs. 7 RSL Phil.-nat. ausdrücklich eine 
Abrundung auf die (ungenügende) Note 3,5. 

3.

3.1 Der Beschwerdeführer beanstandet die Rundungsregelung der Philosophisch-
naturwissenschaftlichen Fakultät im Notenbereich zwischen 3,25 und weniger als 4 als willkürlich. 
Es sei unzulässig, in diesem Bereich generell die Note 3,5 zu setzen. Für die aus dem 

Gesamtsystem «herausgerissene Rundungsregel» seien keine sachlichen Gründe vorhanden (Be-
schwerde, S. 6). Ausserdem sei die Regelung sinn- und zwecklos, da die Qualitätssicherung auch 
auf andere Weise sichergestellt werden könne, ohne dass die Leistungsfähigkeit der 
Kandidatinnen und Kandidaten durch unsachliche Rundungsvorgaben verfälscht werde. Daher sei 
die Vorschrift im Bereich zwischen «3,25 und 3,99» aufzuheben, die dabei entstehende Lücke 
«entsprechend den im Übrigen geltenden Rundungsvorschriften zu füllen und die ungerundete 
Modulnote von 3,85 auf 4,0 aufzurunden» (Beschwerde, S. 7). 

3.2 Die Universität Bern begründet die umstrittene Rundungsregel damit, dass nicht nur die 
Gesamtnote, sondern auch die Leistung in einzelnen Modulen genügend sein soll (act. 10 S. 5). 
Aus Gründen der Qualitätssicherung dürfe es nicht sein, dass eine ungenügende Leistung durch 
Rundung zu einer genügenden Leistung werde (act. 5 S. 5; act. 10 S. 3). Die Wahrscheinlichkeit 
für das Erreichen einer ungenügenden Note werde durch die Rundungsregel in keiner Weise 
erhöht, denn eine ungenügende Modulnote bleibe trotz Runden ungenügend. Anders als der 
Beschwerdeführer meine (Beschwerde, S. 4; act. 7 S. 1), sei die gewählte Rundungsregelung in 
der schweizerischen Bildungslandschaft nicht einzigartig; an der Pädagogischen Hochschule Bern 
gelte ebenfalls eine unterschiedliche Notenskala oberhalb und unterhalb der Bestehensgrenze: Bei 
der Mittelung werden genügende Viertelnoten aufgerundet und Notendurchschnitte unter 4 auf die 
nächste ganze Note abgerundet (act. 10 S. 2 f. mit Hinweis auf Art. 24 des Studien- und 
Prüfungsreglements vom 16. August 2005 für den Studiengang Vorschulstufe und Primarstufe 
[BSG 436.911.5; act. 10A]). Die Universität Bern ist sodann der Ansicht, dass selbst eine 
rechtswidrige Rundungsregel im Bereich zwischen 3,25 und weniger als 4 nicht bloss die 
Nichtanwendung derselben, sondern der gesamten Rundungsregel zur Folge hätte. Die Fakultät 
hätte nämlich einer Rundungsregel nie zugestimmt, wenn dadurch ein ungenügender 
Notendurchschnitt auf einen genügenden aufgerundet würde. Die Aufrundung im Bereich zwischen 
3,75 und weniger als 4 auf die Note 4 entspräche nicht dem hypothetischen Willen des 
Normgebers. In sämtlichen Bestimmungen des RSL Phil.-nat. und des Studienplans komme die 
Formulierung «ist bestanden, wenn» der Durchschnitt bzw. das gewichtete Mittel «mindestens 
4,0» betrage, deutlich zur Geltung (vgl. z.B. Art. 41 Bst. a und Art. 51 Bst. a RSL Phil.-nat.; Art. 16 
Abs. 1, Art. 17 Abs. 2, Art. 20 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 Studienplan). Der Beschwerdeführer wäre 
dann so zu behandeln, wie wenn gar keine Rundungsregel vorhanden wäre; mit der Note 3,85 
hätte er das Modul weiterhin nicht bestanden (act. 5 S. 9 f. und act. 10 S. 6). 

3.3 Die Rekurskommission ist den Ausführungen der Universität Bern gefolgt und zum Schluss 
gekommen, dass sich die Rundungsregelung auf ernsthafte und sachliche Gründe stützen lasse. 
Es bestehe ein öffentliches Interesse an der Qualitätssicherung von Studienabschlüssen. Im 
Hinblick auf dieses Ziel habe die Universität entschieden, grundsätzlich nur genügende 
Studienleistungen an das Studium anzurechnen. Weiter sei die Rundungsregelung nicht sinn- und 
zwecklos, denn sie gewährleiste, dass den Bachelortitel nur erhalte, wer sämtliche 
abschlussrelevanten Leistungen mit mindestens 4,0 bestanden habe. Andernfalls wäre ein 
Bachelorabschluss etwa auch dann möglich, wenn in sämtlichen Modulen lediglich die 
ungerundete Modulnote 3,75 erzielt würde. Es sei Sinn und Zweck von Art. 19 Abs. 7 RSL Phil.-
nat. zu verhindern, dass eine Leistung, die klar unterhalb der geforderten Bestehensgrenze liege, 

im Rahmen der Rundung zu einer genügenden Abschlussnote werde (angefochtener Entscheid, 
E. 10.4). 

3.4 Willkür in der Rechtsetzung liegt nach ständiger Rechtsprechung vor, wenn ein Erlass sich 
nicht auf ernsthafte sachliche Gründe stützen lässt oder sinn- und zwecklos ist (vgl. etwa 
BGE 136 II 120 E. 3.3.2, 133 I 259 E. 4.3); massgebend ist dabei wie bei der Rechtsanwendung, 
ob der Erlass im Ergebnis sachlich haltbar ist (BGE 131 I 223, nicht publ. E. 2.2 [BGer 2P.4/2004 
vom 10.12.2004]; BVR 2014 S. 14 E. 3.2). Wo sachliche Gründe fehlen, wird die fragliche Norm 
schikanös und bewirkt damit eine grobe Ungerechtigkeit. Sinn- und zwecklos sind u.a. Rege-
lungen, die an einer tief greifenden Widersprüchlichkeit leiden (Kiener/Kälin, Grundrechte, 2. Aufl. 
2013, S. 399). 

3.5 Die Rekurskommission hat überzeugend aufgezeigt, dass die Rundungsvorschrift im 
Bereich von 3,75 und weniger als 4 sachlich begründet ist. Die Regelung bezweckt, dass nicht 
mittels Runden eine genügende Modulnote entsteht, obschon das gewichtete Mittel weniger als 4 
beträgt und insgesamt ein ungenügendes Ergebnis widerspiegelt. Sowohl der Studienplan als 
auch das übergeordnete RSL Phil.-nat. bringen die Bestehensnorm «mindestens 4,0» durchwegs 
zum Ausdruck (vorne E. 3.2) und legen nahe, dass die Einzel- bzw. Durchschnittsnote 4,0 jeweils 
voll erreicht werden muss; eine Aufrundung gebietet sich grundsätzlich nicht (vgl. dazu 
Niehues/Fischer, Prüfungsrecht, 5. Aufl. 2010, N. 578). Nichts anderes ergibt sich aus der 
Kompensationsregelung, nach welcher ungenügende Leistungskontrollen kompensiert werden 
können, wenn die Leistungskontrollen Bestandteile eines Moduls sind und die Modulnote kumulativ 
ermittelt wird (Art. 22 Abs. 1 RSL Phil.-nat.). Sie ändert nichts daran, dass das Anrechnen einer 
ungenügenden Leistung auch nur dann zulässig ist, wenn das gewichtete Mittel aus mehreren 
Leistungskontrollen mindestens 4,0 beträgt. Aus dem Vorbringen des Beschwerdeführers, dass 
andere wirksame Möglichkeiten bestehen, um den geforderten Qualitätsansprüchen gerecht zu 
werden und gleichzeitig die Leistung der Studierenden zuverlässig wiederzugeben (Beschwerde, 
S. 5), kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Tatsache, dass andere Systeme denkbar 
sind oder praktiziert werden, genügt nicht, um eine Regel als sachlich unhaltbar erscheinen zu 
lassen. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer auch insofern, als er mit Blick auf die 
hohe Übertrittsquote zum universitären Master vorbringt, Bachelorabschlüsse seien in den 
seltensten Fällen berufsqualifizierend und die angewendete Rundungsregel diene deshalb nicht 
der Qualitätssicherung von Studienabschlüssen. Qualitätskriterien sind auch im 
Bachelorstudiengang von Belang und hängen nicht davon ab, inwieweit ein Studiengang als 
berufsbefähigend gilt; immerhin schliesst ein Bachelorabschluss in Biologie eine Tätigkeit im 
Arbeitsmarkt nicht aus und bildet Voraussetzung für den Masterstudiengang. Es überzeugt daher 
nicht, wenn der Beschwerdeführer vorbringt, den Qualitätsanliegen werde im «berufs-
qualifizierenden Masterstudium genügend Rechnung getragen», da er «für den Masterabschluss 
höhere Anforderungen wird erfüllen müssen» (Beschwerde, S. 6). Nicht stichhaltig ist sodann sein 
Einwand, es gebe ein öffentliches Interesse, die «hohe Studienabbrecherquote von 30 % in der 
Schweiz […] nicht mit willkürlichen Rundungsregeln zusätzlich zu erhöhen» (Beschwerde, S. 6). 
Die Rundungsvorschrift an der Philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät ist, wie die 
folgenden Ausführungen zeigen, keineswegs ein Einzelfall (Reglemente abrufbar unter: 

<http://www.rechtsdienst.unibe.ch>, Rubrik «Rechtssammlung», «Studium / weitere wissenschaft-
liche Qualifikation», «Studienreglemente [RSL], Promotionsreglemente und Studienpläne [SP]»): 
An drei weiteren Fakultäten der Universität Bern sind Noten im Bereich zwischen 3,25 und weniger 
als 4 ausdrücklich auf die Note 3,5 zu runden (vgl. Art. 44 Abs. 2 des Reglements vom 24. August 
2006 über das Bachelor- und Masterstudium und die Leistungskontrollen an der Wirtschafts- und 
Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern [Studienreglement WISO, RSL WISO]; 
Art. 22 Abs. 1 des Reglements vom 27. Oktober 2005 über das Studium und die Leistungs-
kontrollen an der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern [RSL 05]; Art. 41 Abs. 3 
des Reglements vom 1. September 2005 über das Studium und die Leistungskontrollen an der 
Philosophisch-humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern [Studienreglement Phil.-
hum., RSL Phil.-hum.]). An der Pädagogischen Hochschule Bern (Studienreglemente abrufbar 
unter: <http://www.phbern.ch>, Rubrik «Dokumente», «Studium») werden genügende Viertelnoten 
aufgerundet und Notendurchschnitte unter 4 auf die nächste ganze Note abgerundet (vorne E. 3.2; 
ebenso Art. 26 Abs. 2 des Studienreglements vom 14. September 2005 für das Bachelor- und 
Masterstudium Sekundarstufe I [BSG 436.911.6]; Art. 25 Abs. 3 des Studienreglements vom 
25. Juni 2010 für den Studiengang Sekundarstufe II [BSG 436.911.7]; Art. 20 Abs. 2 des 
Studienreglements vom 22. November 2005 für den Studiengang Schulische Heilpädagogik [BSG 
436.911.8]). 

3.6 Es kann somit nicht gesagt werden, die Rundungsregelung der Philosophisch-
naturwissenschaftlichen Fakultät verstosse gegen das Willkürverbot. 

4.

4.1 Weiter ist der Beschwerdeführer der Ansicht, die Rundungsregel verletze das Gebot der 
rechtsgleichen Behandlung (Beschwerde, S. 7 f.). Sie erhöhe in unzulässiger Weise die 
Wahrscheinlichkeit, die Modulnote 3,5 anstelle der Modulnote 4,0 zu erhalten. Die Studierenden 
würden im Rundungsbereich zwischen 3,75 und 3,99 schlechter behandelt als die Studierenden, 
deren gewichtete Mittelung ausserhalb dieses Bereichs liege (act. 7 S. 3). Dem hält die Universität 
entgegen, dass die gerundete Note die Leistung immerhin so zuverlässig wiedergeben soll, dass 
aus einer insgesamt ungenügenden Leistung durch Runden nicht eine genügende Leistung wird 
(act. 5 S. 10). 

4.2 Ein Erlass verletzt das Gebot der Rechtsgleichheit, wenn er rechtliche Unterscheidungen 
trifft, für die ein vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder 
Unterscheidungen unterlässt, die sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen (BGE 138 I 265 
E. 4.1, 136 II 120 E. 3.3.2; BVR 2014 S. 14 E. 3.2). – Die Rundungsregel bezweckt mit Blick auf 
die Bestehensnorm «mindestens 4,0» zwischen gesamthaft genügenden und ungenügenden 
Leistungen zu unterscheiden. Wer in mehreren Leistungskontrollen ein ungenügendes Mittel von 
weniger als 4 erzielt hat, soll nicht mittels Runden eine genügende Modulnote erhalten. Eine 
vergleichbare Bestehensgrenze existiert im übrigen Bereich der Notenskala nicht. Das 

Gleichbehandlungsgebot ist daher nicht verletzt, wenn Durchschnitte zwischen 3,75 und weniger 
als 4 nach anderen Regeln gerundet werden als sie für die restliche Notenskala gelten. 

5.

Im Ergebnis liegen sachliche Gründe vor, ein gewichtetes Mittel aus mehreren Leistungskontrollen 
im Bereich zwischen 3,75 und weniger als 4 auf die Note 3,5 abzurunden. Diese 
Rundungsvorschrift ist insbesondere im Zusammenhang mit der Bestehensnorm zu sehen, nach 
welcher das Bachelorstudium als bestanden gilt, wenn sämtliche Module und einzeln zählende 
Leistungseinheiten mindestens mit Note 4,0 erfolgreich absolviert worden sind. Dies rechtfertigt 
auch eine andere Rundungsregelung im erwähnten Bereich als sie für die restliche Notenskala gilt. 
Der Beschwerdeführer hat in der Leistungskontrolle «Molekularbiologie» zum zweiten Mal ein 
ungenügendes Ergebnis und im Modul «Zellbiologie I» ein gewichtetes Mittel von ungerundet 3,85 
erzielt (vorne Bst. A). Die Abrundung auf die Modulnote 3,5 ist demnach nicht zu beanstanden. Da 
ungenügend bewertete Leistungskontrollen (nur) einmal wiederholt werden können und das 
Bachelorstudium nur bestanden ist, wenn das gewichtete Mittel der Modulnote mindestens 4,0 
beträgt, hat die Vorinstanz den von der Universität Bern verfügten Ausschluss vom 
Bachelorstudiengang Biologie zu Recht bestätigt. Der angefochtene Entscheid hält somit der 
Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

6.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdeführer die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

7.

Gemäss Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 
173.110) ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen 
Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich auf 
den Gebieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsausübung. Diese 
Ausschlussbestimmung zielt auf Prüfungsergebnisse im eigentlichen Sinn sowie auf Entscheide 
ab, die auf einer Bewertung der intellektuellen oder physischen Fähigkeit einer Kandidatin oder 
eines Kandidaten beruhen, nicht aber auf andere Entscheide im Zusammenhang mit Prüfungen 
wie insbesondere solche organisatorischer Natur (BGE 138 II 42 E. 1.1). Art. 83 Bst. t BGG findet 
auch Anwendung auf Entscheide über den Ausschluss vom Studium, sofern diese auf einer 
Fähigkeitsbewertung im vorgenannten Sinn beruhen (vgl. etwa BGer 2D_6/2013 vom 19.6.2013, 
E. 1.1). Nach diesen Grundsätzen ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

gegen das vorliegende Urteil ausgeschlossen; hinzuweisen ist daher auf die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG; vgl. auch BGer 2D_10/2010 vom 31.1.2011, E. 1). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine Pauschalgebühr von 
Fr. 2ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Beschwerdegegnerin
- der Rekurskommission der Universität Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.