# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4aa637ba-9eff-5847-b986-f867f2616269
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.04.2024 E-1757/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1757-2024_2024-04-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

     
 Abteilung V 

E-1757/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  A p r i l  2 0 2 4   

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler;     

Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 16. Februar 2024 / N (…). 

 

 

 

E-1757/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer (sri-lankischer Staatsangehöriger tamilischer Eth-

nie) reiste im Jahr 1997 mit seiner Mutter zu seinem Vater in die Schweiz 

ein, wo sie um Asyl ersuchten. Das damals zuständige Bundesamt für 

Flüchtlinge (BFF) lehnte mit Verfügung vom 27. Juni 2000 die Asylgesuche 

ab und wies die Familie aus der Schweiz weg. Indessen ordnete es ge-

stützt auf den Beschluss des Bundesrates vom 1.  März 2000 betreffend 

die Humanitäre Aktion 2000 die vorläufige Aufnahme an. Am 21.  Oktober 

2002 wurde dem Beschwerdeführer eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. 

B.  

Der Beschwerdeführer wurde in der Schweiz wiederholt straffällig und 

rechtskräftig verurteilt. Die zuständige kantonale Behörde verweigerte ihm 

daraufhin mit Verfügung vom 7. Mai 2013 die Verlängerung der Aufent-

haltsbewilligung und wies ihn aus der Schweiz weg. Nachdem eine dage-

gen gerichtete Beschwerde an das zuständige Verwaltungsgericht am 26. 

März 2015 gutgeheissen wurde, wurde seine Aufenthaltsbewilligung bis 

zum 30. September 2016 verlängert.   

C.  

Am 26. August 2015 stellte der Beschwerdeführer im Kanton B._______ 

ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Kantonswechsel), 

welches das Migrationsamt des Kantons B._______ mit Verfügung vom 2. 

Dezember 2015 abwies. Nachdem der Beschwerdeführer am 17. März 

2017 die Mutter seines im Jahr (…) geborenen Sohnes – eine hier nieder-

lassungsberechtigte Landsfrau – geheiratet hatte, ersuchte er am 14. Sep-

tember 2017 erneut bei den zuständigen kantonalen Behörden um Ertei-

lung einer Aufenthaltsbewilligung. Das Migrationsamt des Kantons 

B._______ lehnte das Gesuch mit Verfügung vom 13. Februar 2018 ab und 

wies den Beschwerdeführer aus der Schweiz weg. Ein dagegen erhobener 

Rekurs wies die Sicherheitsdirektion des Kantons B._______ mit Ent-

scheid vom 25. Juni 2018 ab. Auch der weitere Rechtsmittelweg blieb ohne 

Erfolg; die Beschwerden wurden mit Urteil des Verwaltungsgerichts des 

Kantons B._______ (…) und Urteil des Bundesgerichts (…) abgewiesen.  

D.   

Am 12. Juli 2019 beantragte das Migrationsamt des Kantons B._______ 

beim SEM die Prüfung der vorläufigen Aufnahme des Beschwerdeführers. 

Das Gesuch wurde mit Verfügung des SEM vom 28. Oktober 2019 abge-

lehnt. Eine gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht 

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Seite 3 

eingereichte Beschwerde vom 22. November 2019 wurde mit Urteil (…) 

abgewiesen. 

E.  

Am 6. Januar 2022 wurde gegen den Beschwerdeführer ein Einreiseverbot 

erlassen. Am 3. März 2022 ersuchte er um Asyl. Das Einreiseverbot wurde 

daraufhin einstweilen aufgehoben. 

F.  

Am 30. August 2022 wurde der Beschwerdeführer vertieft zu seinen Asyl-

gründen angehört; gleichentags wurde sein Asylverfahren dem erweiterten 

Verfahren zugeteilt. 

Zur Begründung seines Asylgesuchs machte er im Wesentlichen geltend, 

seine Familie habe Verbindungen zu den LTTE (Liberation Tigers of Tamil 

Eelam) gehabt, weshalb seine Eltern in den neunziger Jahren in die 

Schweiz geflohen seien. Ein Onkel sei Mitglied der LTTE gewesen und 

deshalb inhaftiert worden. Im Jahr 2013 sei er aus der Haft entlassen wor-

den und in die Schweiz geflohen. Er selbst sei in der Schweiz bis etwa zum 

Jahr 2016 Mitglied der "Tamil Youth Organization" (TYO) gewesen und 

habe Veranstaltungen dieser Organisation besucht, Flugblätter verteilt, Un-

terschriften gesammelt, freiwillige Mitarbeitende rekrutiert und andere Pro-

pagandaaufgaben wahrgenommen. Im damaligen Wohnsitzkanton sei er 

neben seinem Vorgesetzten für die Veranstaltungen der TYO mitverant-

wortlich gewesen. Er habe sich in der Schweiz die (…) tätowieren lassen.  

Im Jahr 2013 sei er zusammen mit seinem Vater zum Besuch der kranken 

(…) nach Sri Lanka gereist. Kurz nach der Einreise habe sich die Polizei 

nach ihm erkundigt; er habe sich, so die Mitteilung an den Vater, beim Po-

lizeiposten melden sollen und vermutet, dies hänge mit seiner Mitglied-

schaft in der TYO zusammen. Zudem habe er damals mit nacktem Ober-

körper einen Tempel besucht mit der für die Tempelbesucher sichtbaren 

Tätowierung. Aufgrund der polizeilichen Suche habe er seinen Flug in die 

Schweiz vorverlegt und sei früher als geplant in die Schweiz zurückgekehrt. 

Seinem Vater zufolge sei er noch ein bis zwei weitere Mal in Sri Lanka 

gesucht worden. Er werde weiterhin im Heimatstaat gesucht. 

Zum Beweis seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer ein Doku-

ment ein, bei welchem es sich um eine ihn betreffende polizeiliche Vorla-

dung aus dem Jahr 2021 handeln soll. Zudem übermittelte er dem SEM 

Fotos von seinen Tätowierungen und von der Teilnahme an einer 

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Seite 4 

Veranstaltung der TYO im Jahr 2021 sowie eine Mitgliedschaftsbestätigung 

der TYO. 

G.  

Das SEM gewährte dem rubrizierten Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-

rers am 30. Januar 2024 Einsicht in die Asylakten und in die Akten zum 

Verfahren zwecks Erteilung der vorläufigen Aufnahme.  

H.  

Mit Eingaben des rubrizierten Rechtsvertreters vom 2. und 13. Februar 

2024 wurden ergänzende Ausführungen des Beschwerdeführers zum 

Asylgesuch wiedergegeben.  

I.  

Mit Verfügung vom 16. Februar 2024 (eröffnet am 19. Februar 2024) stellte 

das SEM fest, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht 

erfülle und wies sein Asylgesuch ab. Es stellte zudem fest, dass der rechts-

kräftige Wegweisungsentscheid des Migrationsamtes des Kantons 

B._______ vom 13. Februar 2018 weiterhin Bestand habe und der Vollzug 

der Wegweisung aus der Schweiz in die Zuständigkeit der kantonalen Be-

hörden falle. Festgehalten wurde sodann, dass dem Beschwerdeführer die 

editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis am 30. Januar 2024 

ausgehändigt worden seien.  

J.  

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 20. März 2024 

durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-

richt. Er stellte folgende Anträge:  

1. Das Bundesverwaltungsgericht habe nach dem Eingang der vorlie-

genden Verwaltungsbeschwerde unverzüglich darzulegen, welche 

Gerichtspersonen mit der Behandlung der vorliegenden Sache be-

traut werden. Gleichzeitig habe das BVGer bekannt zu geben, wie 

diese Gerichtspersonen ausgewählt wurden. Falls in diese Auswahl 

eingegriffen wurde, habe das BVGer die objektiven Kriterien be-

kannt zu geben, nach denen diese Gerichtspersonen ausgewählt 

wurden. 

2. Dem Beschwerdeführer sei Einsicht in die Akten seiner Eltern zu 

gewähren, verbunden mit der Ansetzung einer angemessenen 

Nachfrist zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung. 

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Seite 5 

3. Die Verfügung des SEM vom 16. Februar 2024 sei wegen der Ver-

letzung des Anspruches auf das rechtliche Gehör aufzuheben und 

die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

4. Eventuell sei die Verfügung des SEM vom 16. Februar 2024 wegen 

der Verletzung der Begründungspflicht aufzuheben und die Sache 

sei an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

5. Eventuell sei die Verfügung des SEM vom 16. Februar 2024 aufzu-

heben und die Sache sei zur Feststellung des vollständigen und 

richtigen rechtserheblichen Sachverhaltes und zur Neubeurteilung 

an das SEM zurückzuweisen. 

6. Eventuell sei die Verfügung des SEM vom 16. Februar 2024 aufzu-

heben und es sei die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdefüh-

rers festzustellen. Es sei ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren.  

K.  

Mit Zwischenverfügung vom 3. April 2024 hielt die zuständige Instruktions-

richterin fest, der Beschwerdeführer dürfe den Abschluss des Verfahrens 

in der Schweiz abwarten und teilte ihm den Spruchkörper mit. Der Be-

schwerdeführer wurde zur Leistung eines Kostenvorschusses in Höhe von 

Fr. 750.– innert Frist aufgefordert.  

L.  

Am 17. April 2024 ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und Verzicht 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, unter Beilage einer Haftbestä-

tigung.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines 

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Seite 6 

Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdefüh-

rende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG 

liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entschei-

det. 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

1.3 Die Beschwerde beschränkt sich auf die Anfechtung der Dispositivzif-

fern 1 (Verneinung der Flüchtlingseigenschaft) und 2 (Ablehnung des Asyl-

gesuchs) der Verfügung. Soweit die Dispositivziffern 3 und 4 betreffend 

(Feststellung des Bestands des kantonalen Wegweisungsentscheids, 

Feststellung der Zuständigkeit zum Vollzug der Wegweisung durch die kan-

tonale Behörde) ist die Verfügung mangels Anfechtung in Rechtskraft er-

wachsen.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung von Schrif-

tenwechsel verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

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begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

4.3 Subjektive Nachfluchtgründe sind dann anzunehmen, wenn eine asyl-

suchende Person erst durch die Flucht aus dem Heimat- oder Herkunfts-

staat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise eine Verfolgung im 

Sinne von Art. 3 AsylG zu befürchten hat. Wesentlich ist, ob die heimatli-

chen Behörden das Verhalten der asylsuchenden Person als staatsfeind-

lich einstufen und diese deswegen bei einer Rückkehr eine Verfolgung be-

fürchten muss. Personen mit subjektiven Nachfluchtgründen erhalten zwar 

kein Asyl, werden jedoch als Flüchtlinge vorläufig aufgenommen (vgl. Art. 

54 AsylG; BVGE 2009/29 E. 5.1, BVGE 2009/28 E. 7.1 je mit weiteren Hin-

weisen;).  

5.  

5.1 Das SEM führte in seiner Verfügung im Wesentlichen aus, die Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers zu seiner Mitgliedschaft und seinem Engage-

ment bei der TYO seien widersprüchlich. In der Anhörung zu den Asylgrün-

den habe er geltend gemacht, bis etwa 2016 oder 2017 Mitglied der TYO 

gewesen zu sein und als er im Jahr 2013 nach Sri Lanka gereist sei, sei er 

bereits Mitglied gewesen (Anhörungsprotokoll F29, 31). In einem durch sei-

nen früheren Rechtsvertreter im Verfahren zur Erteilung der vorläufigen 

Aufnahme eingereichten Schreiben der TYO aus dem Jahr 2019 werde je-

doch bestätigt, dass er von 2005 bis 2009 Mitglied gewesen sei. Der da-

malige Anwalt habe in seiner Stellungnahme an das SEM vom 27. August 

2019 sodann eingebracht, dass der Beschwerdeführer sich nach etwa 

2011 oder 2012 von den Ideen der LTTE und der Jugendorganisation ent-

fernt habe. Weiter habe er – wie im Urteil des BVGer vom 27. April 2021 

festgehalten worden sei – im Rahmen einer Vorsprache bei der kantonalen 

Migrationsbehörde am 23.  Oktober 2014 angegeben, dass er nie an "ta-

milischen Programmen" und an Demonstrationen teilgenommen habe. 

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Seite 8 

Diese Angaben aus dem Jahr 2014 stünden wiederum im Widerspruch zu 

seinem Vorbringen, wonach er jahrelang aktives Mitglied der TYO gewesen 

sei.  

5.2 Ausserdem würden weitere Ungereimtheiten bestehen. So sei der Ein-

gabe des rubrizierten Anwalts vom 23. Februar 2022 an das SEM zu ent-

nehmen, dass der Beschwerdeführer auf Facebook exilpolitisch aktiv sei. 

Diese Behauptung werde in der besagten Eingabe aber weder erläutert 

noch seien bisher Beweismittel dazu eingereicht worden. Zudem habe er 

diese Aktivitäten in der Anhörung mit keinem Wort erwähnt, sondern ange-

geben, dass er seit den Problemen mit seiner Aufenthaltsbewilligung in der 

Schweiz seine politischen Aktivitäten eingestellt habe; er sei nur noch ein 

"freiwilliger Teilnehmer". Auch auf die Frage nach seinen politischen Aktivi-

täten habe er die angeblichen Beiträge auf Facebook nicht erwähnt (Anhö-

rungsprotokoll, F30 ff., F35). Somit könne das Vorbringen, dass er in den 

sozialen Medien exilpolitisch aktiv sei, nicht geglaubt werden.  

5.3 Unter Bezugnahme auf die Rechtspraxis des BVGer (Referenzurteil 

des E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 E. 8. 9.1) wurde durch das SEM aus-

geführt, der Beschwerdeführer sei eigenen Angaben gemäss im Jahr 2013 

besuchshalber in Sri Lanka gewesen und dabei legal ein- und wieder aus-

gereist. Hinsichtlich der damals erfolgten angeblichen Suche nach ihm 

habe er keine konkreten Gründe dafür anzugeben vermocht, sondern le-

diglich Mutmassungen darüber angestellt, weshalb die Behörden ein Inte-

resse an ihm hätten haben können. Seinen Angaben sei ebenfalls nicht zu 

entnehmen, dass die Suche nach ihm aus einem ernsthaften Verfolgungs-

interesse resultiert hab. So sei sein Vater zwar nach der Ausreise des Be-

schwerdeführers noch ein bis zwei Mal nach seinem Verbleib gefragt wor-

den; weitere Massnahmen seien nicht erfolgt. Erst im Jahr 2021 sei eine 

polizeiliche Vorladung gegen ihn ausgestellt worden. Dieser sei jedoch 

nicht zu entnehmen, weshalb er sich acht Jahre nachdem er zuletzt in Sri 

Lanka gewesen sei bei der Polizei hätte melden sollen. Zudem habe er 

auch nicht angeben können, wann er zu diesem Schreiben gekommen sei 

(Anhörungsprotokoll F27, F32, F38). Damit sei aus den Akten kein Zusam-

menhang zwischen der angeblichen Suche nach ihm im Jahr 2013 und der 

Vorladung aus dem Jahr 2021 ersichtlich. Folglich könne gestützt auf diese 

Vorbringen keine Furcht vor künftiger Verfolgung begründet werden.  

5.4 Er habe sodann – wie erwähnt – nicht glaubhaft machen können, dass 

er sich während Jahren aktiv für die genannte Jugendorganisation einge-

setzt habe. Auch wenn er allenfalls an tamilischen Veranstaltungen in der 

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Schweiz teilgenommen habe, sei nicht davon auszugehen, dass er in den 

Augen der sri-lankischen Behörden als Person gelte, die eine besonders 

enge Beziehung zu den LTTE oder den LTTE nahestehenden Organisati-

onen pflege. Den eingereichten Fotos von einer Veranstaltung der TYO 

könne auch nicht entnommen werden, dass er sich besonders exponiert 

hätte. Es sei jedenfalls nicht davon auszugehen, dass er wegen seiner all-

fälligen niederschwelligen Freiwilligentätigkeit für die TYO in den Fokus der 

sri-lankischen Behörden geraten sei.  

5.5 Auch die allfälligen lange zurückliegenden Mitgliedschaften von Ver-

wandten bei den LTTE vermöge sein Profil nicht derart zu schärfen, dass 

man von einer künftigen Verfolgung ausgehen müsse. Entsprechend habe 

er wegen der früheren Mitgliedschaft seines Onkels bei den LTTE keine 

konkreten gegen ihn gerichteten Nachteile geltend gemacht. Auch würden 

die in den neunziger Jahren geltend gemachten Asylvorbringen seiner El-

tern keine aktuelle Verfolgung zu begründen vermögen, zumal zumindest 

der Vater in der Zwischenzeit in Sri Lanka gewesen sei und den Angaben 

des Beschwerdeführers dazu nicht entnommen werden könne, dass dieser 

dabei ernsthafte Nachteile erlitten habe.  

5.6 Was seine Tätowierungen anbelange, könne auf die Erwägungen im 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts verwiesen werden, wonach es dem 

Beschwerdeführer zuzumuten sei, diese Tätowierungen verändern oder 

entfernen zu lassen, sollte er deswegen bei einer Rückkehr eine Bestra-

fung oder Verfolgung befürchten (Urteil des BVGer F-6257/2019 E. 5.3). 

Dies gelte umso mehr, als davon auszugehen sei, dass die Tätowierungen 

nicht aus einer ernsthaften politischen Überzeugung heraus angefertigt 

worden seien. Im Übrigen habe er behauptet, die Tätowierungen im Jahr 

2013, als er in Sri Lanka gewesen sei, bereits gehabt und bei der Einreise 

über den Flughafen in Colombo keine Probleme deswegen gehabt zu ha-

ben (Anhörungsprotokoll, F9 ff.). 

5.7 Insgesamt sei somit nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer 

bei einer Rückkehr nach Sri Lanka nunmehr in den Fokus der Behörden 

geraten und in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgt werden sollte. 

An dieser Einschätzung würden weder seine Herkunft aus dem Norden Sri 

Lankas noch sein Alter etwas ändern, zumal sich darin noch kein Risiko-

faktor identifizieren lasse, welcher zu weitergehenden Massnahmen als ei-

ner Befragung am Flughafen seitens der Behörden führen würde. Auch aus 

der von seinem Rechtsvertreter mit Eingabe vom 2. Februar 2024 vorge-

brachten allfälligen Einführung von neuen Gesetzesbestimmungen in Sri 

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Seite 10 

Lanka sowie der aktuellen Behördenpraxis würde sich keine gegen ihn ge-

richtete Verfolgung ergeben. Es sei nicht davon auszugehen, dass er von 

den sri-lankischen Behörden als Gefahr wahrgenommen werde und des-

halb gefährdet sei.   

5.8 Auch gebe es unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Situa-

tion zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass zur Annahme, dass ganze Volks- 

oder Berufsgruppen unter der sich konstituierenden Regierung unter dem 

aktuellen Präsidenten Wickremesinghe kollektiv einer Verfolgungsgefahr 

ausgesetzt seien. Es sei das Verfolgungsrisiko im Einzelfall zu prüfen. Vo-

raussetzung für die Annahme einer Verfolgungsgefahr aufgrund der aktu-

ellen politischen Situation sei ein persönlicher Bezug der asylsuchenden 

Person zu diesen Entwicklungen. Den Akten seien – wie dargelegt – keine 

Hinweise auf eine relevante Verschärfung der persönlichen Situation des 

Beschwerdeführers zu entnehmen. Die Anforderungen an die Annahme ei-

ner begründeten Verfolgungsfurcht seien damit nicht gegeben.  

6.  

6.1 In der Beschwerde werden formelle Rügen erhoben und dabei die Ver-

letzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, der Begründungspflicht so-

wie der Pflicht zur vollständigen und richtigen Sachverhaltsfeststellung ge-

rügt (vgl. Beschwerde S. 7, 11 f.). Damit macht der Beschwerdeführer eine 

Verletzung von Verfahrensrechten geltend, welche vorab zu beurteilen ist, 

da sie gegebenenfalls geeignet ist, eine Kassation der vorinstanzlichen 

Verfügungen zu bewirken (vgl. BVGE 2013/34 E. 4.2). 

6.2 Gerügt wird zunächst, dass die Asylakten der Eltern, die im Jahr 1997 

ein Asylverfahren in der Schweiz durchlaufen haben, nicht beigezogen und 

dem Beschwerdeführer nicht ediert worden seien, ebenso wenig diejeni-

gen eines in der Schweiz lebenden Onkels mit Asylstatus.  

Dazu ist festzuhalten, dass – wie nachstehend unter E. 7 weiter erörtert – 

der Beschwerdeführer seinerseits weder in den vorangegangenen auslän-

derrechtlichen Verfahren noch im vorliegenden Asylverfahren substanzi-

ierte Ausführungen getroffen hat, aus welchen sich Hinweise auf allfällige 

Gefährdungselemente ergeben könnten, die im Zusammenhang mit sei-

nen Eltern oder seinem Onkel stehen. Das Asylgesuch der Eltern wurde im 

Jahr 2000 abgewiesen und der Familie aufgrund der damaligen humanitä-

ren Aktion 2000 eine vorläufige Aufnahme erteilt (vgl. Bst. a). Die Eltern 

erfüllten demnach die Flüchtlingseigenschaft nicht. Der Beschwerdeführer 

hat sodann ausgeführt, mit seinem Vater im Jahr 2013 besuchshalber in 

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Seite 11 

Sri Lanka gewesen zu sein, welcher dort offensichtlich keinerlei Probleme 

hatte. Auch in Bezug auf seinen angeblichen Besuch bei seinem Onkel, im 

Jahr 2013 in Sri Lanka, ergeben sich keine Hinweise auf relevante Gefähr-

dungselemente. Es konnte daher seitens der Vorinstanz zu Recht eine Re-

flexverfolgung verneint (vgl. Verfügung S. 8 f.) und auf den Beizug der ent-

sprechenden Akten verzichtet werden. Gleiches gilt für das vorliegende Be-

schwerdeverfahren, nachdem in lediglich allgemeiner Art eine drohende 

Reflexverfolgung geltend gemacht wird, ohne diese zu konkretisieren. Eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs lässt sich demnach nicht erkennen.  

Was das vom Beschwerdeführer beantragte Akteneinsichtsgesuch in die 

Asylakten der Eltern und des Onkels anbelangt, würde ein solches – wie 

vom SEM in der angefochtenen Verfügung erwähnt – voraussetzen, dass 

eine entsprechende Ermächtigung vorhanden wäre. Eine solche wurde in-

des auch auf Beschwerdeebene nicht eingereicht. Wie zuvor erwähnt, be-

steht vorliegend keine Veranlassung, die Akten der Eltern oder des Onkels 

beizuziehen, da sie für die Beurteilung des vorliegenden Verfahrens nicht 

massgeblich sind. Der Antrag, das SEM sei durch das Gericht vorliegend 

anzuweisen, dem Beschwerdeführer die beantragte Einsicht zu gewähren, 

ist daher abzuweisen. Dem Rechtsvertreter steht es allerdings jederzeit 

frei, mit der entsprechenden Einwilligungserklärung der Verwandten des 

Beschwerdeführers beim SEM Einsicht in besagte Akten zu nehmen. 

Ebenso ist der Antrag auf Ansetzung einer Nachfrist zur Beschwerdeergän-

zung nach Einsichtsgewährung abzuweisen (vgl. Beschwerde S. 7, 15 und 

29). 

6.3 Auch erweist sich der Sachverhalt als rechtsgenüglich erstellt. Sofern 

in der Beschwerde auf eine Einschätzung des SEM vom 8. Dezember 2014 

verwiesen wird (vgl. Beschwerde S. 11), ist dieser Hinweis unbehelflich, 

ging es damals doch um die Beurteilung, ob allenfalls Vollzugshindernisse 

im Falle des Beschwerdeführers vorliegen könnten. Solche wurden im Üb-

rigen rechtskräftig in sämtlichen ausländerrechtlichen Verfahren verneint 

(vgl. Bstn. C/D). Im vorliegenden Asylverfahren hatte der Beschwerdefüh-

rer im Rahmen der persönlichen Anhörung nach Art. 29 AsylG die Gele-

genheit, seine Asylgründe eingehend darzulegen (vgl. SEM-Akte 27/9). Die 

Vorinstanz ist sodann ihrer Begründungspflicht in ausreichendem Umfang 

nachgekommen, da sie sich mit den relevanten Aspekten der Asylvorbrin-

gen einlässlich auseinandergesetzt hat, wobei sie sich – entgegen der An-

sicht in der Beschwerde (vgl. Beschwerde S. 11 ff.) – auch mit der Frage 

nach einer Gefährdungslage des Beschwerdeführers aufgrund der Asylvor-

bringen der Eltern befasst hat (vgl. angefochtene Verfügung S. 6 ff.). 

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Seite 12 

Entsprechend war es dem Beschwerdeführer auch möglich, eine rechts-

genügliche Beschwerde einzureichen.   

6.4 Die formellen Rügen erweisen sich somit als unbegründet, weshalb 

keine Veranlassung besteht, die Sache aus formellen Gründen aufzuheben 

und an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die entsprechenden Rechtsbegeh-

ren sind abzuweisen. 

7.  

7.1 Das Gericht kommt nach Durchsicht der Akten zum Schluss, dass die 

vorinstanzlichen Erwägungen zu bestätigen sind. Zur Vermeidung von 

Wiederholungen kann vorab auf diese verwiesen werden (vgl. angefoch-

tene Verfügung S. 6 ff., vorangegangene Zusammenfassung E. 5).  

7.2 Auch das Gericht geht davon aus, dass ein massgebliches Engage-

ment des Beschwerdeführers für die TYO in der Schweiz nicht glaubhaft 

gemacht wurde. Die Bestätigung der Sektion B._______ vom 26. Septem-

ber 2019, wonach der Beschwerdeführer im Zeitraum von 2005 bis 2009 

als "Stellvertreter CEO" tätig gewesen sei (vgl. SEM-Akte 1/12 BM 1), wi-

derspricht in der Tat seinem eigenen Vorbringen anlässlich der Anhörung, 

wonach er in der Sektion des Kantons C._______ bis zum Jahr 2016/2017 

tätig gewesen sei. Das Vorbringen einer hochrangingen Funktion innerhalb 

der TYO wurde sodann weder konkretisiert noch belegt (vgl. SEM-Akte 

27/9 F31, F35-37), auch nicht auf Beschwerdestufe (vgl. Beschwerde S. 8 

f., lediglich Hinweis auf eine Teilnahme an der TYO-Veranstaltung im Jahr 

2006 als […]-jähriger). Weitere relevante exilpolitische Tätigkeiten sind 

nicht ersichtlich. Die auf Beschwerdeebene eingereichten Facebook-Aus-

züge (vgl. Beschwerde Beilage 2), mit wenigen Posts und im Übrigen unter 

einem anderen Namen, sind nicht geeignet, ein Profil des Beschwerdefüh-

rers zu untermauern. Es kann daher offengelassen werden, ob es sich 

beim Account um einen öffentlich zugänglichen handelt. Zu keiner anderen 

Einschätzung führt das LTTE-Symbol auf dem (…) des Beschwerdefüh-

rers.  

7.3 Das Vorbringen zu einer angeblichen Suche nach ihm im Heimatstaat 

anlässlich seines Besuchs im Jahr 2013, ist ebenfalls nicht substanziiert. 

Die Suche soll im Anschluss an einen Tempelbesuch des Beschwerdefüh-

rers erfolgt sein, nachdem er dort mit nacktem (…) aufgetreten sei und 

seine Tattoos sichtbar geworden seien. Das Vorbringen scheint nach An-

sicht des Gerichts konstruiert. Auch diesbezüglich blieb der Beschwerde-

führer nämlich eine Substantiierung schuldig und verlegte sich auf 

E-1757/2024 

Seite 13 

Mutmassungen (SEM Akte 27/9 F-F26). Die Beschwerde setzt sich mit den 

Erwägungen der Vorinstanz nicht konkret auseinander, sondern be-

schränkt sich im Wesentlichen auf eine Wiedergabe des als unglaubhaft 

erachteten Sachverhalts (vgl. Beschwerde S. 7 ff.). Das eingereichte Be-

weismittel, bei welchem es sich um eine Vorladung zur Befragung aus dem 

Jahr 2021 handeln soll (vgl. SEM-Akte 1/12 BM 3 und 6), ist offensichtlich 

nicht beweistauglich, zumal sich weder aus ihr noch aus dem entsprechen-

den Vorbringen des Beschwerdeführers ergibt, in welchem Zusammen-

hang sie steht und er auch nicht erklären konnte, wie er an diese gelangt 

sei (vgl. SEM-Akte 27/9 F27 ff., F38). 

7.4 Soweit sodann auf eine Vielzahl von Verbindungen der Verwandten des 

Beschwerdeführers zu den LTTE hingewiesen wird (vgl. Beschwerde S. 

11), wird ebenfalls nicht weiter aufgezeigt, inwiefern daraus eine flücht-

lingsrechtliche Verfolgungslage für ihn resultieren sollte. Aus der Anhörung 

des Beschwerdeführers und seinen Ausführungen in dieser ergeben sich 

jedenfalls keine konkreten Anhaltspunkte für ein Gefährdungsindiz in Be-

zug auf den Onkel des Beschwerdeführers (vgl. SEM-Akte 27/9 F5), 

ebenso wenig in Bezug auf den Vater (vgl. SEM-Akte 27/9 F25). Auch aus 

den mit der Beschwerde eingereichten Beweismitteln (vgl. Beschwerde 

Beilagen 2-4) lässt sich nicht auf ein relevantes Risikoprofil des Beschwer-

deführers schliessen. Im Übrigen wird auf die vorinstanzlichen Erwägun-

gen verwiesen, denen in der Beschwerde nichts Substanziiertes entgegen-

gehalten wird.  

7.5 Aus Sicht des Gerichts kann offenbleiben, ob es dem Beschwerdefüh-

rer zuzumuten ist, seine Tätowierung abzuändern oder entfernen zu las-

sen. Denn es ist im konkreten Fall nicht ersichtlich, warum seine Tätowie-

rungen sein Profil im relevanten Mass steigern sollten, zumal das Gericht 

vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen davon ausgeht, dass 

der Beschwerdeführer, der im Kindesalter von (…) Jahren, das heisst vor 

(…) Jahren in die Schweiz gekommen ist, über keinerlei Profil verfügt, wel-

ches ihn in den Augen der sri-lankischen Regierung als eine Person er-

scheinen lassen könnte, die bemüht ist, den tamilischen Separatismus wie-

der aufleben zu lassen. Er ist denn auch – wie auch sein Vater – ohne 

weitere Probleme im Jahr 2013 in den Heimatstaat ein- und wieder ausge-

reist. Etwas anderes ergibt sich entgegen den Beschwerdevorbringen auch 

nicht aus der Anhörung. 

7.6 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die geltend gemachten Vor-

bringen nicht geeignet sind, eine asyl- respektive flüchtlingsrechtlich 

E-1757/2024 

Seite 14 

relevante Verfolgung respektive eine entsprechende Verfolgungsfurcht zu 

begründen. Die Vorinstanz hat deshalb zur Recht die Flüchtlingseigen-

schaft verneint und das Asylgesuch des Beschwerdeführers abgelehnt. 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]), zumal das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wegen der Aussichtslosig-

keit der Rechtsbegehren abzuweisen ist. 

9.2 Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

wird mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-1757/2024 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonalen 

Migrationsbehörden. 

 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Claudia Jorns Morgenegg 

 

 

Versand: