# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc247563-401e-5bdc-b7fe-e7cfcb70c23c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 24.08.2020 III 2020 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-28_2020-08-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 28

Entscheid vom 24. August 2020 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________, 

gegen

1. Bezirk Einsiedeln, Bau- und Umweltbehörde, 
Hauptstrasse 78, Postfach 161, 8840 Einsiedeln,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Farb- und Materialkonzept)

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Sachverhalt:

A. A.________ ist Eigentümerin (nachstehend: Bauherrschaft) des Grunds-
tücks KTN 001. Das Grundstück liegt in der Landwirtschaftszone. Auf dem 
Grundstück befand sich unter anderem das vermutlich im 18. Jahrhundert erbau-
te Wohnhaus C.________. Es wurde im Jahr 1978 ins kantonale Inventar ge-
schützter Bauten und Objekte (KIGBO; per 1.1.2020 abgelöst vom Kantonalen 
Schutzinventar [KSI]) aufgenommen. Auf Ersuchen der Bauherrschaft vom 8. Juli 
2016 und nach den entsprechenden Abklärungen hat der Regierungsrat das 
Haus C.________ mit RRB Nr. 806 vom 6. November 2018 aus dem KIGBO ent-
lassen. Rund 50 m westlich des Hauses C.________ befindet sich auf KTN 002 
das Haus D.________, das im KSI unter der Objektnummer xy erfasst ist. 
Gemäss dem Restaurierungsbericht 1999 wird das Haus D.________ ebenfalls 
ins (späte) 18. Jahrhundert datiert. 

B. Bereits vor der Entlassung des Wohnhauses aus dem KIGBO reichte die 
Bauherrschaft am 13. August 2018 dem Bezirksrat Einsiedeln das Baugesuch für 
den Abbruch und den Neubau des Wohnhauses C.________ auf KTN 001 ein. 
Das Baugesuch wurde im Amtsblatt Nr. yz publiziert und öffentlich aufgelegt. Es 
wurden keine Einsprachen erhoben. 

Mit Gesamtentscheid vom 25. Januar 2019 erteilte das Amt für Raumentwicklung 
(ARE) die kantonale Bewilligung wie folgt:

1. Die kantonale Baubewilligung für das Baugesuch B 2018-1491 von 
A.________ wird im Sinne der Erwägungen und unter den Auflagen und 
Nebenbestimmungen der zuständigen Stellen gemäss Kap. II, Ziffern 1 ff. 
erteilt.

2.-6. (Auflagen der EKZ Einsiedeln, Gebühren, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung).

Gestützt auf diesen Gesamtentscheid und unter Eröffnung desselben entschied 
die Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln mit Beschluss Nr. 015 vom 4. Februar 
2019 wie folgt:

1. Die nachgesuchte Baubewilligung wird gestützt auf § 81 PBG und Art. 60 
BauR sowie unter folgenden Bedingungen und Auflagen erteilt:

1.1.-1.5. (Genehmigte Pläne, Baufreigabe, etc.)

1.6. Die Farb- und Materialwahl für das Bauvorhaben ist spätestens mit 
der Meldung der Rohbaukontrolle bzw. frühzeitig mit der 
kantonalen Denkmalpflege abzusprechen und festzulegen.

2.-9. (Brandschutz, Abwasser, Umweltschutz, Geltungsdauer, Gebühren, 
Rechtsmittelbelehrung, Zustellung). 

Diese Baubewilligung erwuchs in Rechtskraft und wurde teilweise bereits kon-
sumiert. 

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C. Am 29. Mai 2019 liess die Bauherrschaft durch das Architekturbüro 
E.________ beim Bezirk Einsiedeln das Farb- und Materialkonzept vom 24. Mai 
2019 zur Genehmigung einreichen. Die Denkmalpflegerin äusserte sich mit Stel-
lungnahme zuhanden der Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln negativ zum Fa-
rb- und Materialkonzept, welches an sämtlichen Fassaden braune Eternitschin-
deln, Kunststofffenster, Metalltüren sowie Pfannenziegel vorsah. Auf Aufforde-
rung der Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln vom 18. Juni 2019 und 19. Juli 
2019, ein überarbeitetes Farb- und Materialkonzept vorzulegen, wandte sich die 
Bauherrschaft direkt an die Denkmalpflegerin. Am 12. August 2019 stellte sie das 
überarbeitete Farb- und Materialkonzept, das unter anderem wiederum braune 
Eternitschindeln und Pfannenziegel vorsah, anlässlich einer Sitzung der Bau- 
und Umweltbehörde Einsiedeln vor. Diese lehnte auch das überarbeitete Farb- 
und Materialkonzept gestützt auf eine Stellungnahme der Denkmalpflegerin vom 
26. Juli 2019 mit Protokollauszug vom 14. August 2019 ab. 

Auf Verlangen der Bauherrschaft vom 18. August 2019, nach Gewährung des 
rechtlichen Gehörs am 28. August 2019 und auf erneutes Verlangen der Bau-
herrschaft vom 29. August 2019 entschied die Bau- und Umweltbehörde Einsie-
deln mit Beschluss Nr. 139 vom 2. September 2019 wie folgt:

1. Das mit Datum vom 24.05.2019 eingereichte Farb- und Materialkonzept wird 
gestützt auf die Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege abgelehnt. Für 
die diesbezügliche Ausführung kann keine Bewilligung erteilt werden. 

2. Sämtliche Arbeiten am Gebäude, welche noch nicht bewilligte Farben oder 
Materialien betreffen, sind bis zum Vorliegen eines rechtskräftig bewilligten 
Farb- und Materialisierungskonzeptes untersagt. Für diese Arbeiten wird ein 
sofortiger Baustopp verfügt.

3.-6. (Hinweis auf Art. 292 StPO; Behandlungsgebühr; Rechtsmittelbelehrung; 
Zufertigung). 

D. Gegen diesen Beschluss der Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln erhoben 
A.________ mit Eingabe vom 20. September 2019 Beschwerde beim Regie-
rungsrat des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen (Verfahren 
VB 202/2019):

1. Der Beschluss der Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln Nr. 139 vom 
2. September 2019 sei aufzuheben.
Das mit Datum vom 24. Mai 2019 eingereichte Farb- und 
Materialisierungskonzept sei zu bewilligen und der sofortige Baustopp für 
sämtliche Arbeiten am Gebäude, welche noch nicht bewilligte Farben oder 
Materialien betreffen, sei aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Sache an die Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln zur 
Neubeurteilung zurückzuweisen.

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3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz (zzgl. 
7.7 % MwSt.).

E. Mit Beschluss (RRB) Nr. 18/2020 vom 14. Januar 2020 entschied der Re-
gierungsrat wie folgt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden den Beschwerdeführern auferlegt (…).

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

F. Gegen diesen RRB (Versand am 21.1.2020) erheben A.________ mit Ein-
gabe vom 11. Februar 2020 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgenden An-
trägen:

1. Der Beschluss des Regierungsrats des Kantons Schwyz Nr. 18/2020 vom 
14.01.2020 sei aufzuheben.

2. Der Beschluss Nr. 139 der Bau- und Umweltbehörde des Bezirks Einsiedeln 
sei aufzuheben.

3.1 Es sei das mit Datum vom 24.05.2019 von den Beschwerdeführern 
eingereichte Farb- und Materialkonzept zu bewilligen, wobei die 
Materialisierung der Südfassade, welche gemäss Farb- und Materialkonzept 
vom 24.05.2019 mit Eternitschiefer (Swisspearl FASSADENSCHIEFER, 
Rechteckstreifen mit gestutzten Ecken 6x100x150, TR 912 braun) geplant 
war, von der Bewilligung auszunehmen ist.

3.2 Es sei der verfügte Baustopp aufzuheben, wobei der Baustopp in Bezug auf 
die Farb- und Materialgebung der Fassadeneindeckung der Südfassade 
aufrecht zu erhalten ist. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zu Lasten der Vor-
instanzen vor allen Instanzen. 

Zudem werden folgende Anträge zum Verfahren gestellt:

1. Das Verfahren sei bis zum einseitigen Widerruf durch eine Partei einstweilen 
zu sistieren.

2. Es wird die Durchführung einer mündlichen Verhandlung beantragt. 

G. Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 28. Fe-
bruar 2020 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Be-
schwerdeführer; gegen die beantragte Sistierung wird nicht opponiert. Überdies 
nimmt das Sicherheitsdepartement Vormerk davon, dass die Beschwerdeführer 
mit der Verkleidung der Südfassade des Wohnhauses mit Holzschindeln einver-
standen sind.

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Das ARE erklärt sich vernehmlassend am 16. März 2020 unter Bezugnahme auf 
einen Mitbericht des Amtes für Kultur (Abteilung Denkmalpflege) vom 13. März 
2020 und unter Einreichung desselben mit einer einstweiligen Sistierung einver-
standen, wobei sich die Bauherrschaft bis dato nicht sehr kooperativ verhalten 
habe. Der Aufhebung des Baustopps könne das ARE nur in dem Umfang zu-
stimmen, als dass sich die widerrechtliche Situation nicht zusätzlich verstärke. 
Namentlich dürften am ganzen Haus nicht zusätzliche Materialien eingebaut 
werden, die den regionalen Eigenheiten widersprächen (z.B. Fenster, Jalousien, 
Türen und Wände aus Aluminium oder Kunststoff). Für diese Bauteile sei zwin-
gend Holz zu verwenden. Insofern beziehe sich der verfügte Baustopp nicht 
bloss auf die Südfassade. Im Übrigen werde die Abweisung der Beschwerde un-
ter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführer beantragt. 

Die Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln stellt mit Vernehmlassung vom 27. März 
2020 folgende Anträge:

1. Die Bau- und Umweltbehörde stimmt dem Antrag der Beschwerdeführer um 
einstweilige Sistierung des Verfahrens unter Vorbehalt der Stellungnahme des 
Amtes für Raumentwicklung vom 16. März 2020 zu.

2. Die Bau- und Umweltbehörde lehnt den Antrag der Beschwerdeführer um 
Aufhebung des Baustopps unter Verweis auf die Ausführungen in Beschluss 
Nr. 139 vom 2. September 2019 sowie unter Verweis auf die Stellungnahme 
im Beschluss Nr. 181 vom 4. November 2019 (Vernehmlassung in der 
Beschwerdesache VB 202/2019) ab. 

3. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen und der Beschluss der Bau- und 
Umweltbehörde (Baudossier-Nr. 2018-0114) zu bestätigen. 

H. Mit gerichtlichem Schreiben vom 30. März 2020 sistierte der verfahrenslei-
tende Richter das Verfahren einstweilen bis 8. Mai 2020.

I. Innert erstreckter Frist reichen die Beschwerdeführer am 13. Mai 2020 eine 
Stellungnahme ein mit folgenden geänderten Anträgen:

1. Im Verfahren Nr. III 2018 28 sei im Sinne des Vergleichs vom 11.05.2020 
durch das Verwaltungsgericht ein Teilurteil zu fällen. Die Beschlüsse 
Nr. 18/2020 vom 14.01.2020 des Regierungsrats sowie Nr. 139 vom 
02.09.2019 der Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln seien insoweit 
aufzuheben, als sie dem Vergleich vom 11.05.2020 widersprechen. 

2.1 Das unter der Verfahrensnummer III 2020 28 noch hängige 
Beschwerdeverfahren sei in Bezug auf die nachfolgenden, nicht genehmigten 
Teile des Farb- und Materialkonzepts der Beschwerdeführer vom 24.04.2019 
durch das Verwaltungsgericht fortzusetzen:

a. Kunststofffenster mit Sprossen, Standard-Weiss;

b. Fenstereinfassungen aus Metall, EBL nach Standard-Weiss.

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2.2 Das von den Beschwerdeführern am 24.05.2020 eingereichte Farb- und 
Materialisierungskonzept sei bezüglich:

a. Kunststofffenster mit Sprossen, Standard-Weiss; und

b. Fenstereinfassungen aus Metall, EBL nach Standard-Weiss

zu genehmigen.

2.3 Der verfügte Baustopp betreffend Fenster und Fenstereinfassungen sei 
aufzuheben.

3. Im Übrigen sei das Verfahren infolge Vergleichs durch das Verwaltungsgericht 
infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben (vgl. vorstehende Ziff. 2 f.).

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanzen und des 
Staates. 

J. Mit Teilentscheid III 2020 95 vom 26. Mai 2020 erkennt der Einzelrichter 
des Verwaltungsgerichts:

1. Der angefochtene RRB Nr. 18/2020 vom 14. Januar 2020 sowie der 
Beschluss Nr. 139 vom 2. September 2019 der Bau- und Umweltbehörde 
Einsiedeln vom 2. September 2019 werden insoweit aufgehoben, als sie dem 
Vergleich vom 11. Mai 2020 (Ingress lit. I) widersprechen. Das 
verwaltungsgerichtliche Verfahren III 2020 28 wird entsprechend im Sinne der 
Erwägungen (Erw. 1.3.1 ff.) insoweit gegenstandslos, als das Farb- und 
Materialkonzept vom 24. Mai 2019 mit dem Vergleich vom 11. Mai 2020 
genehmigt und/oder auf eine Umsetzung desselben verzichtet wurde. 

2. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Teilentscheids wird mit 
dem Entscheid im (Haupt-)Verfahren III 2020 28 befunden. 

3. Den Vorinstanzen wird Frist bis spätestens 17. Juni 2020 angesetzt, um dem 
Verwaltungsgericht Bemerkungen zur Stellungnahme der Beschwerdeführer 
vom 13. Mai 2020 einzureichen. Im Unterlassungsfall wird Verzicht 
angenommen. 

4./5. Rechtsmittelbelehrung / Zustellung

K. Der Regierungsrat verzichtet am 15. Juni 2020 unter Hinweis auf seinen 
angefochtenen RRB Nr. 18/2020 vom 14. Januar 2020 und die Vernehmlassung 
vom 28. Februar 2020 auf eine weitere Stellungnahme.

L. Mit Stellungnahme vom 16. Juni 2020 beantragt das Amt für Kultur bzw. die 
Kantonale Denkmalpflege:

1. Die Beschwerde sei, soweit nicht bereits durch den Teilentscheid des Gerichts 
gegenstandslos geworden, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführer 
abzuweisen.

2. Das eingereichte Farb- und Materialkonzept vom 24.5.2020 bezüglich Fenster 
und Fenstergewänden sei nicht zu genehmigen.

M. Am 24. Juni 2020 verzichten die Beschwerdeführer auf eine weitere Stel-
lungnahme.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1 Im Nachgang zum Gesuch vom 8. Juli 2016 um Entlassung des Hauses 
C.________ aus dem KIGBO führte der Bezirksrat am 9. September 2016 im 
Beisein des kantonalen Denkmalpflegers einen Augenschein vor Ort durch. 
Gemäss dem Protokollauszug der Baubehördensitzung vom gleichen Tag stellte 
die Baubehörde klar, dass "Lage, Situationswert, Ensembleschutz" vor "ge-
schichtlicher Hintergrund, Alter" sowie "kunsthistorische, architektonische oder 
handwerkliche Elemente" am stärksten zu gewichten seien. Ein Neubau müsse 
"wesensgleich erstellt werden, insbesondere die markante Südfassade". 

1.1.2 Mit Schreiben vom 30. August 2017 führte das Amt für Landwirtschaft (das 
die Bewilligungsfähigkeit der für den Neubau zunächst geplanten drei Wohnun-
gen in der Landwirtschaftszone im Sinne einer Vorabklärung auf Anfrage der Be-
schwerdeführer vom 5.2.2017 prüfte) unter anderem aus, die Gestaltung und Ma-
terialisierung des Ersatzbaus sei besonders gut an die bestehende Bausubstanz 
in der nahen Umgebung anzupassen, weil das (bestehende) Wohngebäude eine 
Gebäudegruppe mit einem weiteren geschützten Wohnhaus (KIGBO-Objekt 
Nr. xy) bilde. 

Am 11. Mai 2018 reichte die Bauherrschaft dem Amt für Landwirtschaft per E-
Mail ein überarbeitetes Projekt (Planunterlagen vom 27.4.2018) ein. Die Fassa-
denpläne Nord/Süd und Ost/West (Pläne Nrn. 720-16-103 und 720-16-104, 
1:100, vom 27.4.2018) enthalten an der Südfassade den Vermerk "Holzschindel" 
und an der Nordfassade den Vermerk "Eternitschindel". 

Unter Bezugnahme auf die Beurteilung dieses Projektes durch das Amt für 
Landwirtschaft vom 29. Juni 2018 (worin auch Bezug genommen wird auf eine 
Stellungnahme der Denkmalpflege vom 18. Mai 2018) ersuchte der Bezirksrat mit 
Beschluss Nr. 139 vom 29. August 2018 den Regierungsrat, das Haus 
C.________ aus dem KIGBO zu entlassen. In Erw. 4 führt der Bezirksrat aus, 
dass das eingeforderte, wesensgleiche Projekt vorliege. 

1.1.3 Mit RRB Nr. 806/2018 vom 6. November 2018 entliess der Regierungsrat 
das Haus C.________ aus dem KIGBO. Unter Bezugnahme auf die Beurteilung 
der kantonalen Denkmalpflege erwog der Regierungsrat Folgendes (Erw. 1.6):

Beim Bauernhaus C.________ handelt es sich um einen vermutlich 1796 erbauten 
und ursprünglich verschindelten Blockbau. Die Nord- und Nordwestfassade sowie 
das Dach wurden nachträglich mit Eternit neu verkleidet. Es handelt sich um ein 
typisches zweiraumtiefes und eher kleinteiliges Bauernhaus ohne Quergang. Diese 
einfachen Holzhäuser wurden oft in wirtschaftlichen Grenzertragslagen gebaut. 
Das Bauernhaus weist niedrige Raumhöhen auf und befindet sich in einem 

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schlechten Zustand. Aufgrund dieser wohnhygienischen Mängel rechtfertigt sich 
eine Entlassung des Bauernhauses aus dem KIGBO.

In Erw. 2.1 f. wird festgehalten, dass das Nachfolgeprojekt die von der kantona-
len Denkmalpflege geforderten Bedingungen hinsichtlich des Situationswertes 
und des Ensembleschutzes erfüllt. Sowohl die kantonale Denkmalpflege als auch 
der Bezirksrat stimmten vor diesem Hintergrund der Entlassung aus dem KIGBO 
zu. Die Qualität des Gebäudes liege weniger in seiner historischen Substanz und 
Überlieferung als in seinem Situationswert, der jedoch mit einem sorgfältig ge-
stalteten und eingepassten Ersatzneubau aufrechterhalten werden könne. 

1.1.4 Das Baugesuch vom 13. August 2018 (Eingang am 16.8.2018) weist die 
Fassaden sowie den Schnitt auf einem Plan (Plan Nr. 720-16-102, 1:100, vom 
9.8.2018) aus, der in der Folge auch genehmigt wurde. Die Fassaden entspre-
chen im Wesentlichen denjenigen gemäss den Plänen vom 27. April 2018. Der 
Hinweis "Eternitschindel" findet sich nunmehr neben der Nordseite auch auf der 
West- und Ostfassade, während für die Südfassade nach wie vor Holzschindeln 
vorgesehen sind. 

Bei der Frage nach der Material- und Farbwahl hat die Bauherrschaft im Bauge-
such (Ziff. 6 Allgemeine Fragen) zu den Fassaden unter "neu" notiert "Holz-
Eternitschind." (Farbe braun; bestehend "Schindeln/Eternit", Farbe braun), beim 
Sockel "verputzt" (Farbe Hellgrau; wie bestehend) sowie beim Dach "Ziegel" (Fa-
rbe Braunrot; für "bestehend" Eternit in grauer Farbe).

1.1.5 Mit Gesamtentscheid vom 25. Januar 2019 erteilte das ARE unter anderem 
die kantonale Bewilligung mit der Auflage des Amtes für Kultur, dass die Materi-
alisierung und die Farbgebung der kantonalen Denkmalpflege vorzulegen und 
von ihr bewilligen zu lassen ist. Dies wird damit begründet, dass die Qualität des 
Gebäudes weniger in seiner historischen Substanz und Überlieferung als im Si-
tuationswert liegt, der jedoch mit einem sorgfältig gestalteten und eingepassten 
Ersatzneubau aufrechterhalten werden könne. Der Situationswert müsse zu-
sammen mit dem Nachbargebäude, welches im KIGBO unter der Nr. xy vermerkt 
sei, erhalten bleiben. Ein Neubauprojekt müsse daher die wesentlichen charakte-
ristischen Merkmale des bestehenden Blockbaus aufweisen. 

1.1.6 Am 3. Juni 2019 (Eingang) reichte die Bauherrschaft das Farb- und Materi-
alkonzept (Plan-Nr. 720-16-231, 1:100, vom 24.5.2019) ein. 

Geplant ist (vgl. Beschwerde S. 8 f. Rz. 19 unter Hinweis auf das Farb- und Ma-
terialkonzept vom 24.5.2019): 

- Swisspearl Fassadenschiefer in braun an allen Fassaden, 

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- im Erdgeschoss Verputz Feinabrieb Standard-Weiss, 
- Sockelputz gestrichen grau, 
- im 2. Obergeschoss Deckenleistenschalung druckimprägniert braun, 
- Pfannenziegel braun-rot, 
- Untersichten Vordach gestrichen braun, 
- Kunststofffenster mit Sprossen in Weiss,
- Fenstereinfassung aus Metall in Weiss,
- Aussentüren aus Metall in Weiss,
- Spenglerarbeiten in Kupferblech, blank,
- Fensterläden aus Aluminium in Moosgrün. 

Mit E-Mail 13. Juni 2019 empfahl die kantonale Denkmalpflegerin der Bau- und 
Umweltbehörde Einsiedeln "dringend ein angemessenes Materialkonzept einzu-
fordern"; dies heisse Holzfenster, Holzläden, Holz-Fenstereinfassungen, Holz-
türen, Biberschwanz- oder Doppelmuldenziegel und Holzschindeln. Die Bau- und 
Umweltbehörde des Bezirks stellte an die Bauherrschaft mit Protokollauszug vom 
18. Juni 2019 und Schreiben vom 19. Juli 2019 die entsprechende Forderung. 
Die Bauherrschaft nahm mit E-Mail vom 22. Juli 2019 an die kantonale Denkmal-
pflegerin Stellung. Unter anderem wurde dargelegt, bei der Grobplanung sei, wie 
vom Amt für Landwirtschaft empfohlen worden sei, auf drei Seiten mit Eternit und 
an der südlichen Giebelfront mit Holzschindeln geplant worden. Bei der Detail-
planung habe sich diese Differenzierung jedoch nicht als gut herausgestellt. Der 
vorgesehene Typ von Eternitschindeln komme Holzschindeln sehr nahe. Die 
Denkmalpflegerin hielt mit E-Mail vom 26. Juli 2019 an der Echtheit und Natür-
lichkeit der Materialien fest. Die Bau- und Umweltbehörde erachtete mit E-Mail 
vom 29. Juli 2019 eine Begehung nicht für notwendig. Am 12. August 2019 stellte 
die Bauherrschaft das (unveränderte) Farb- und Materialkonzept der Bau- und 
Umweltbehörde vor. Die Bau- und Umweltbehörde beschloss hierauf, an ihrer 
Ablehnung des vorgeschlagenen Farb- und Materialkonzepts festzuhalten, was 
der Bauherrschaft am 16. August 2019 per E-Mail unter Beilage des entspre-
chenden Auszugs aus dem Protokoll mitgeteilt wurde.

1.2 Der Regierungsrat verneinte im angefochtenen Entscheid eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführer (Erw. 1). Des Weiteren misst er 
insbesondere dem Fachbericht des Amtes für Kultur bzw. der Denkmalpflege in 
der Vernehmlassung des ARE vom 31. Oktober 2019 ein grosses Gewicht bei 
(Erw. 4.4 f.). Die Beschwerdeführer hätten um die strenge Auflage für eine Reno-
vation gewusst; die Entlassung aus dem KIGBO sei nur bewilligt worden, weil ein 
bewilligungsfähiges Ersatzbauprojekt vorgelegt worden sei. Einen Anspruch auf 
Vertrauensschutz könnten die Beschwerdeführer nicht geltend machen 

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(Erw. 4.7). Ein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht sei zu verneinen. Die 
Situation bei der von den Beschwerdeführern angesprochenen Kapelle St. Josef 
sei ohnehin nicht vergleichbar (Erw. 5). 

1.3 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 11. Februar 2020 beantragten die 
Beschwerdeführer, das am 24. Mai 2019 eingereichte Farb- und Materialkonzept 
zu bewilligen, verzichteten jedoch auf die Materialisierung der Südfassade mit 
Eternitschiefer. Die Beschwerdeführer akzeptieren, dass die Südfassade eines 
Neubaus - in Übereinstimmung mit den Forderungen der Vorinstanzen sowie der 
kantonalen Denkmalpflege - mit Holzschindeln eingedeckt wird (Verwaltungsge-
richtsbeschwerde vom 11.2.2020 S. 10 Rz. 24).

1.4 Gemäss Vernehmlassung des ARE vom 16. März 2020 hielt das Amt für 
Kultur (Abt. Denkmalpflege) fest, dass die Qualität der Situation und des Ensem-
bles zusammen mit dem Nachbargebäude und einem sorgfältig gestalteten Er-
satzneubau gewahrt werden müsse. Ein entsprechendes Material- und Farbkon-
zept müsse somit die wesentlichen charakteristischen Merkmale des bestehen-
den Blockbaus aufweisen, damit der Situationswert des Ensembles nicht beein-
trächtigt werde. Gemäss den Angaben der Bauernhausinventarisation von 1986 
und Fotografien von 2016 sei der historische Blockbau auf der Südseite mit 
Holzschindeln verkleidet gewesen. Die drei anderen Fassaden wie auch das 
Dach seien nachträglich mit Eternitschindeln versehen worden. Die Fenster, die 
Fenstergewände und die Jalousien seien aus Holz konstruiert gewesen. Unter 
Berücksichtigung von § 56 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 
400.100) vom 14. Mai 1987 müssten sich Ersatzbauten im landwirtschaftlichen 
Kontext in den Bestand und das Landschaftsbild einpassen. Das vorhandene 
Bebauungsmuster sei zu wahren und der Bezug zu den regionalen Eigenheiten 
müsse spürbar bleiben. Die Identität des Ortes und des Ensembles müsse be-
wahrt werden. Zu diesen regionalen Eigenheiten gehöre auch die Echtheit der 
Materialität. Die historischen Blockbauten würden einem einheitlichen Schema 
folgen: über einem muralen Sockelgeschoss folge der Oberbau in Holz. Sämtli-
che Bauteile des Oberbaus inkl. dem Dachstuhl seien in Holz ausgeführt worden. 
Die Echtheit und die Natürlichkeit der Materialien stünden im Vordergrund. Holz 
sei ein lebendiger Baustoff, es reagiere auf das Klima und die Sonneneinstrah-
lung und altere ganz natürlich. Materialien wie Kunststoff oder Metall blieben 
starr und unverändert und seien nicht charakteristische Materialien im landwirt-
schaftlichen Kontext. Sie würden den Gestaltungsprinzipien unserer Kulturland-
schaft bzw. unserer Bautradition widersprechen. Zudem sei Holz auch in der 
heutigen Fachwelt ein äusserst bewährtes und beliebtes Baumaterial, auch im 
Neubaubereich.

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Im Fazit führte das Amt für Kultur aus, dass Kunststofffenster, Metalljalousien, 
Metallzargen und Metalltüren nicht einer angemessenen Materialisierung eines 
Ersatzneubaus im landwirtschaftlichen Kontext entsprechen würden. Sie beein-
trächtigten die Wirkung des Schutzobjektes D.________ und des Ensembles auf 
der markanten Geländekante. Regionale Eigenheiten wie charakteristische Mate-
rialien (Holzfenster, Holzjalousien, Holzgewände und Holztüren) müssten umge-
setzt werden.

1.5 Im Vergleich zwischen den Beschwerdeführern und dem Bezirk bzw. dem 
ARE vom 11. Mai 2020 wurden u.a. folgende Vereinbarungen getroffen (Bf-act. 
4):

1. Die Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln sowie das Amt für Raumentwicklung 
genehmigen die folgenden Teile des Farb- und Materialkonzepts der 
Beschwerdeführer vom 24.05.2019 wie folgt:

a. Swisspearl Fassadenschiefer, Rechteckstreifen mit gestutzten Ecken 
6x100x150, TR 912 R (braun) an der Nord-, Ost- und Westfassade;

b. Verputz EG 2mm, Fertigabrieb Standard-Weiss;
c. Sockelputz, gestrichen grau;
d. Deckleistenschalung 2. OG 150x20/45x15mm, Druckimprägniert (braun);
e. Pfannenziegel, Nelskamp Finkenberger (braun-rot);
f. Untersichten Vordach: Vordachschalung gestrichen, LüTop 

Lasurkollektion 1261 (braun);
g. Aussentüren aus Metall, EBL nach Standard-Weiss;
h. Spenglerarbeiten in Kupferblech blank.

Nicht genehmigt werden die folgenden Teile des Farb- und Materialkonzepts 
der Beschwerdeführer vom 24.05.2019:

a. Swisspearl Fassadenschiefer, Rechteckstreifen mit gestutzten Ecken 
6x100x150, TR 912 R (braun) an der Südfassade;

b. Kunststofffenster mit Sprossen, Standard-Weiss;
c. Fenstereinfassungen aus Metall, EBL nach Standard-Weiss;
d. Fensterläden aus Aluminium, EBL nach RAL 6005 (moosgrün.)

2. Der Beschwerdeführer verpflichtet sich [recte: die Beschwerdeführer 
verpflichten sich], die Südfassade der Baute mit runden Holzschindeln in der 
Farbe braun einzudecken gemäss der mit Beschluss der Bau- und 
Umweltbehörde Nr. 015 vom 04.02.2019 erteilten Baubewilligung. Diese 
Baubewilligung ist bereits rechtskräftig - eine erneute Genehmigung der Bau- 
und Umweltbehörde Einsiedeln sowie des Amts für Raumentwicklung erübrigt 
sich damit. Beide sind einverstanden. Das Farb- und Materialkonzept der 
Beschwerdeführer vom 24.05.2019 wird somit in Bezug auf den Swisspearl 
Fassadenschiefer, Rechteckstreifen mit gestutzten Ecken 6x100x150, TR 912 
R (braun) an der Südfassade gegenstandslos (vgl. vorstehende Ziff. 1).

3. Die Beschwerdeführer verzichten einstweilen auf die Erstellung von 
Fensterläden. Die Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln sowie das Amt für 
Raumentwicklung genehmigen diesen Verzicht. Sollten die Beschwerdeführer 
dereinst dennoch Jalousien oder Fensterläden erstellen wollen, wäre hierfür 

12

ein neues Gesuch einzureichen. Das Farb- und Materialkonzept der 
Beschwerdeführer vom 24.05.2019 wird somit in Bezug auf die Fensterläden 
aus Aluminium, EBL nach RAL 6005 (moosgrün) gegenstandslos (vgl. 
vorstehende Ziff. 1).

4. Aufgrund des vorliegenden Teilvergleichs ist es den Beschwerdeführern 
möglich, die Arbeiten bezüglich der genehmigten Teile des Farb- und 
Materialkonzepts vom 24.05.2019 fortzuführen und fertigzustellen. Die Bau- 
und Umweltbehörde Einsiedeln sowie das Amt für Raumentwicklung 
genehmigen die Aufhebung des verfügten Baustopps in Bezug auf die 
genehmigten Teile des Farb- und Materialkonzepts gemäss vorstehender Ziff. 
1 - 3.

(…).

1.6 Dementsprechend haben die Beschwerdeführer anschliessend mit Stel-
lungnahme vom 13. Mai 2020 ihre Anträge angepasst, weshalb der Streitgegen-
stand des vorliegenden Verfahrens lediglich noch die Kunststofffenster mit 
Sprossen, Standard-Weiss, und die Fenstereinfassungen aus Metall, EBL nach 
Standard-Weiss, sowie den hierzu verfügten Baustopp umfasst. Dabei ist zu 
berücksichtigen, dass die Kunststoff-Fenster bereits eingebaut wurden und diese 
gemäss den Vorinstanzen durch Holzfenster ersetzt werden müssen.

Gemäss Vorbringen der Beschwerdeführer habe sich die Situation aufgrund der 
Teileinigung grundlegend verändert. Im Rahmen des Vergleichs sei insbesonde-
re die Situation an der besonders markanten Südseite des Hauses entschärft 
worden. Auf die Erstellung von Fensterläden werde einstweilen verzichtet. Die 
Gesamterscheinung des Objekts und dessen Wirkung auf den umgebenden 
Raum seien wesentlich verbessert worden. Das Erscheinungsbild weiche somit 
wesentlich von der vorinstanzlichen Beurteilungsgrundlage ab, was bei der Ent-
scheidfindung berücksichtigt werden müsse. Die Kosten für den Einbau der 
Kunststoff-Fenster würden sich auf Fr. 34'312.80 belaufen. Für die Demontage 
der bisherigen Fenster, die Materialkosten und Montage der neuen (Holz-) Fens-
ter (inkl. Ziersprossen) seien Kosten in der Höhe von Fr. 88'107.20 zu erwarten. 
Dabei gelte es zu berücksichtigen, dass diese Kosten keine Ergänzung vom 
Fensterrahmen zum inneren Baukörper enthalten würden, was aufgrund der un-
terschiedlichen Einbautiefe der Holz- und Kunststofffenster notwendig sei und 
zusätzliche Kosten verursachen würde.

Die Beschwerdeführer bestreiten das Vorliegen einer ausreichenden rechtlichen 
Grundlage. Durch die Entlassung aus dem KIGBO befinde sich das Bauobjekt 
weder im Schutzbereich des altrechtlichen Gesetzes über den Natur- und Hei-
matschutz und die Erhaltung von Altertümern und Kunstdenkmälern (KNHG; 
SRSZ 720.110) vom 29. November 1927, noch des neuen Gesetzes über die 
Denkmalpflege und Archäologie (Denkmalschutzgesetz, DSG; SRSZ 720.100) 

13

vom 6. Februar 2019. Auch aus der Baubewilligung würde sich keine Pflicht er-
geben, eine Fenstergestaltung der geforderten Art zu erstellen. Und das Baure-
glement des Bezirks Einsiedeln (BauR) vom 4. Februar 1993 stehe der geplanten 
Fenstergestaltung nicht entgegen. Sogar wenn dem Objekt Schutzwürdigkeit zu-
erkannt würde, was bestritten werde, würde das geplante Fensterkonzept keine 
denkmalschutzrelevante Beeinträchtigung darstellen. Auch eine Verletzung von 
Art. 17 BauR liege nicht vor. In Frage komme eine Beeinträchtigung des Ensem-
bleschutzes bzw. des Situationswertes. Beim Situationswert stehe die Bedeutung 
für das Orts- und Landschaftsbild und die gut sichtbare Gestaltung des Objekts 
im Vordergrund. Dafür sei notwendigerweise eine Betrachtung aus der Makro-
Perspektive durchzuführen. Auch der Schutz des Ensembles (Baugruppe) erfol-
ge aus einer Makro-Perspektive. Bezugsrahmen bilde für die Beurteilung eines 
Ensembles begriffsnotwendigerweise ein anderes Objekt. Das Ensemble müsse 
als Ganzes beurteilt werden. Die verwendete Materialisierung sei für diese Be-
trachtung zweitrangig. Massgeblich sei die optische Wirkung aus einer gewissen 
Distanz. Bereits aus kürzester Distanz sei für einen durchschnittlichen Betrachter 
nicht erkennbar, ob es sich um Holz- oder Kunststoff-Fenster handle. Auch ob 
die Fenstereinfassung aus Metall oder Holz gefertigt worden sei, lasse sich nicht 
erkennen. Die von der Denkmalpflege geforderte "Echtheit der Materialien" laufe 
im Effekt auf eine Bewahrung der Substanz hinaus. Für den Ensembleschutz und 
den Situationswert sei dies nicht relevant. Dass Metall im Gegensatz zu Holz kein 
lebendiger Baustoff sei und nicht auf Umwelteinflüsse reagiere, werde nicht be-
stritten. Jedoch gelte es zu beachten, dass ein Grossteil des Hauses mit den ge-
forderten Materialien erstellt worden sei. Der massgebliche Gesamteindruck 
bringe die geforderte regionale Eigenheit inkl. Echtheit der Materialien überzeu-
gend zum Ausdruck. Weiter gelte es zu beachten, dass auch lackiertes Holz 
kaum altere. Geschehe dies trotzdem und löse sich der Lack auf, werde in der 
Regel neu lackiert. Diesbezüglich könne auf das KSI-Nachbarobjekt verwiesen 
werden. Aus einer kurzen Distanz seien keine Verwitterungserscheinungen an 
den Fenstern und Zargen erkennbar. Die visuelle Wahrnehmung sei identisch mit 
der Fenstergestaltung des Objekts der Beschwerdeführer. 

Die Beschwerdeführer fordern zudem die rechtsgleiche Anwendung der recht-
mässigen Praxis, wonach mehrere KIGBO/KSI-Objekte im Bezirk Einsiedeln be-
kannt seien, welche ebenfalls über Kunststoff-Fenster verfügten (unter Auflistung 
der bekannten Objekte).

Schliesslich rügen die Beschwerdeführer die Verhältnismässigkeit des Materiali-
sierungskonzepts. Die geringen denkmalpflegerischen Vorteile der Holzfenster- 
und Zargen stünden in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Kosten.

14

1.7 Das Amt für Kultur bzw. die kantonale Denkmalpflege macht mit Stellung-
nahme vom 16. Juni 2020 geltend, dass sich Ersatzbauten im landwirtschaftli-
chen Kontext in den Bestand und das Landschaftsbild einpassen müssen. Das 
vorhandene Bebauungsmuster sei zu wahren und der Bezug zu den regionalen 
Eigenheiten müsse spürbar bleiben. Die Identität des Ortes und des Ensembles 
müsse bewahrt werden. Zu diesen regionalen Eigenheiten gehöre auch die 
Echtheit der Materialität. Aufgrund der Teileinigung habe sich die Situation nicht 
grundlegend geändert. Die Qualität der Situation und des Ensembles müsse zu-
sammen mit dem Nachbargebäude und einem sorgfältig gestalteten Ersatzneu-
bau gewahrt werden. Ein entsprechendes Material- und Farbkonzept müsse so-
mit die wesentlichen charakteristischen Merkmale des bestehenden Blockbaus 
aufweisen, damit der Situationswert des Ensembles nicht beeinträchtigt werde.

Des Weiteren werden die Ausführungen zu historischen Blockbauten wiederholt 
(vgl. vorstehende Erw. 1.4). 

Die Forderung nach der Verwendung authentischer Materialien sei seit jeher ein 
Gebot des Denkmalschutzes. Sowohl der Kanton wie die Gemeinden müssten 
dafür sorgen, dass der Wert eines Ortsbildes nicht durch die Summe und das 
Zusammenspiel einer Vielzahl von vermeintlich kleinen Eingriffen im Lauf der Zeit 
unwiderruflich schwerwiegend geschädigt werde. So hätten Fenster inkl. den 
Fenstergewänden einen entscheidenden Anteil an der äusseren Erscheinung ei-
nes Hauses. Daher seien zu allen Zeiten Formate und Teilungen, Profile und Be-
schläge, Anschlüsse und Oberflächenbehandlungen mit grosser Sorgfalt festge-
legt worden. An die verschiedenen bei der Konstruktion von Fenstern beteiligten 
Handwerksgattungen und Fertigungsbetriebe sowie an die von ihnen verwende-
ten Materialien seien höchste Ansprüche gestellt worden. Fenster seien wichtige 
historische Zeugnisse. Sie könnten zu verschiedenartigen Aspekten befragt wer-
den, zur Entwicklung der gestalterischen Absichten und der technischen Mög-
lichkeiten bis hin zur Standardisierung, zu regionalen Traditionen in der Verwen-
dung von Materialien und deren Verarbeitung, zu sozialen Schichtungen und zu 
den Lebensgewohnheiten der Bewohnerinnen und Bewohner. Als Trennelemen-
te zwischen Innen und Aussen gehörten Fenster daher seit Jahrhunderten zu 
den wesentlichsten Bestandteilen eines Baudenkmals. In gestalterischer und 
funktionaler Hinsicht hätten sie eine Vielzahl von gegensätzlichen Anforderungen 
zu erfüllen. Auf der Basis einer denkmalpflegerischen Bewertung des Fensterbe-
standes könne unter Berücksichtigung von bauphysikalischen Randbedingungen, 
Nutzerkomfort und Unterhaltsfragen eine Bandbreite von möglichen Lösungen 
erarbeitet werden, so auch ein sorgfältiger Ersatz bzw. Nachbau.

15

In diesem Sinne soll ein Nachbau hinsichtlich Materialität, Flügeleinteilung, Profi-
lierung, Farbe und Öffnungsart den historischen Vorbildern bzw. der Situation 
entsprechen. So auch beim Ersatzneubau des Bauernhauses in F.________. Die 
Fenster wie die Fenstergewände seien in Holz auszuführen, mit rahmenbündi-
gen, fest montierten Aussensprossen. Kunststofffenster mit Zwischenglasspros-
sen wie auch die geplanten Metallgewände würden nicht den denkmalpflegeri-
schen Anforderungen an eine angemessene Gestaltung und Materialisierung ei-
nes wesensgleichen Ersatzbaus in unmittelbarer Nachbarschaft dieses Schut-
zobjektes entsprechen. Die Wirkung des Schutzobjektes werde stark beeinträch-
tigt.

Die bereits eingebauten Kunststofffenster wie auch die geplanten Metallgewände 
würden sehr wohl das Erscheinungsbild der Fassaden verändern. Anlässlich der 
Begehung vom 31. März 2020 habe sich die Denkmalpflegerin ein Bild vor Ort 
machen können mit entsprechenden Aufnahmen der bereits montierten Kunst-
stofffenster. Es sei offensichtlich, dass die neuen Fenster überaus wuchtige Pro-
filierungen (insbesondere der Mittelsteg) und nur Zwischenglassprossen aufwie-
sen. Diese Zwischenglassprossen seien je nach Sichtwinkel gar nicht erkennbar 
und würden das wichtige Sprossenbild der Fenster und der Gesamterscheinung 
massiv verfälschen. Auch die geplanten Metallgewände würden als hart und ste-
ril wirkende Fenstereinfassungen das gesamte Fassadenbild und insbesondere 
die Südfassade verfremden. Gefasste Holzfenster verhielten sich gegenüber 
Kunststofffenster sehr wohl differenzierter. Ein weiss gestrichenes Holzfenster 
weise einen gewissen Witterungsschutz auf, altere aber dennoch und verändere 
sich. Die Materialisierung dürfe nicht zweitrangig betrachtet werden, zumal sich 
das Objekt an einem prägenden Ort in unmittelbarer Umgebung eines Schutzob-
jektes befinde und entsprechend die charakteristischen Eigenschaften aufweisen 
solle.

Die wuchtigen Kunststofffenster mit Zwischenglassprossen sowie die geplanten 
Metallzargen um die Fenster, würden nicht einer angemessenen Materialisierung 
eines Ersatzneubaus im landwirtschaftlichen Kontext entsprechen. Sie würden 
die Wirkung des Schutzobjektes D.________ und des Ensembles auf der mar-
kanten Geländekante beeinträchtigen. Regionale Eigenheiten wie charakteristi-
sche Materialien (Holzfenster, Holzjalousien, Holzgewände) müssten umgesetzt 
werden.

2.1 Das vorliegend betroffene Neubauobjekt (welches mit Beschluss der Bau- 
und Umweltbehörde Nr. 015 vom 4.2.2019 bewilligt und zu einem grossen Teil 
bereits erstellt wurde) befindet sich in der Landwirtschaftszone sowie in unmittel-

16

barer Nähe des im KSI unter der Nr. xy eingetragenen Nachbarobjekts 
D.________.

Während anfangs noch das gesamte Farb- und Materialisierungskonzept umstrit-
ten war, ist inzwischen lediglich noch die Materialisierung der Fenster (Kunststoff-
fenster mit Sprossen in Weiss, Fenstereinfassung aus Metall in Weiss) streitig 
und nachfolgend zu prüfen.

2.2 Richtet sich eine Beschwerde gegen eine Verfügung des Regierungsrates, 
steht dem Verwaltungsgericht keine Prüfung der richtigen Handhabung des Er-
messens zu (vgl. § 55 Abs. 2 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; 
SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Gemäss ständiger Rechtsprechung auferlegt sich 
das Gericht zudem (selbst bei voller Kognition) Zurückhaltung bei der Überprü-
fung der Ermessensausübung, wenn bei der Ermessensausübung ein Fachgre-
mium mitwirkte, bei welchem das Fachwissen ausgeprägter vorhanden ist als 
beim Verwaltungsgericht (VGE III 2016 210 vom 25.4.2017 Erw. 3.2 [betr. 
Denkmalpflege]; VGE III 2014 137 vom 29.10.2014 Erw. 4.3.1 [betr. Tiefbauamt]; 
VGE III 2013 113 vom 27.11.2013 Erw.  4.3.3 [betr. Denkmalpflege]; VGE III 
2011 202 vom 23.5.2012 Erw. 6.2 [betr. Tiefbauamt]; VGE 614/03 vom 
14.11.2003 Erw. 5a mit weiteren Hinweisen; VGE 1058/98 vom 29.1.1999 Erw. 
3.e [Baudepartement]).

3.1 Die Beschwerdeführer rügen, es fehle eine gesetzliche Grundlage für die 
behördlich angeordnete Materialisierung. 

3.1.1 Für den Natur- und Heimatschutz sind gemäss Art. 78 Abs. 1 der Bundes-
verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 
1999 die Kantone zuständig. Für den Kanton Schwyz sind die massgebenden 
Vorschriften einerseits im Planungs- und Baurecht und andererseits auch im kan-
tonalen Natur- und Heimatschutzgesetz (KNHG; SRSZ 720.110) vom 29. No-
vember 1927 bzw. seit dem 1. Januar 2020 im DSG und in der DSV - welche das 
KNHG ersetzen - zu finden. 

3.1.2 Gemäss dem bis 31. Dezember 2019 geltenden § 6 Abs. 1 KNHG ist es 
untersagt, Bauwerke, an die sich wichtige geschichtliche Ereignisse knüpfen oder 
denen ein erheblicher kunsthistorischer Wert zukommt, zu verunstalten, in ihrer 
Wirkung zu beeinträchtigen, der Allgemeinheit zu entziehen oder ohne Bewilli-
gung des Regierungsrates zu beseitigen. Die gleiche Bestimmung findet sich in 
§ 8 Abs. 1 DSV, wobei die Definition der hiervon erfassten Bauwerke neu kurz 
mit dem Begriff "Schutzobjekte" umschrieben wird. Die Beseitigung von Schut-

17

zobjekten setzt gemäss § 6 Abs. 1 DSG weiterhin eine vorgängige Bewilligung 
des Regierungsrates voraus. 

Der Gemeinderat (bzw. Bezirksrat, vgl. § 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Organi-
sation der Gemeinden und Bezirke [Gemeindeorganisationsgesetz; GOG] vom 
25.10.2017) ist für den Denkmalschutz zuständig (§ 6 Abs. 2 KNHG i.V.m. § 3 
Abs. 1 KNHG). Unterlässt der Gemeinderat die erforderlichen Massnahmen, so 
schreitet der Regierungsrat von sich aus ein (§ 3 Abs. 2 KNHG). 

Kanton, Bezirke und Gemeinden können im Rahmen ihrer Zuständigkeit 
Schutzmassnahmen ergreifen und u.a. Bewilligungen mit entsprechenden Ne-
benbestimmungen versehen (§ 2 DSG). Der Gemeinderat bzw. Bezirksrat als 
Baubewilligungsbehörde (vgl. § 76 Abs. 1 PBG) - der Bezirk Einsiedeln hat diese 
Kompetenz, abgesehen von einigen Ausnahmefällen innerhalb der Bauzone, der 
Baubehörde übertragen (Art. 60 Abs. 1 BauR i.V.m. § 76 Abs. 1 PBG) - ist auch 
im Rahmen des neuen DSG für den Schutz und die Pflege der Schutzobjekte 
sowie den Erlass der erforderlichen Schutzmassnahmen zuständig und kann 
dem Regierungsrat die Aufnahme von Objekten ins Schutzinventar oder deren 
Entlassung beantragen (§ 16 lit. a-c DSG). Der Regierungsrat schreitet ein, wenn 
eine Gemeinde oder ein Bezirk die nötigen Massnahmen zum Erhalt von Schut-
zobjekten unterlässt (§ 15 Abs. 1 lit. c DSG). 

Die kantonale Fachstelle nimmt die in § 3 Abs. 3 DSG nicht abschliessend auf-
gezählten Aufgaben wahr. Hierzu gehört unter anderem die Beurteilung des Um-
gebungsschutzes im Sinne von § 56 PBG und von kommunalen Baureglemen-
ten. Im Baubewilligungsverfahren beurteilt sie geplante Restaurierungen oder 
Veränderungen an Schutzobjekten. Sie kann Nebenbestimmungen erlassen (§ 6 
Abs. 2 DSG). Sie begleitet die Ausführung der bewilligten Restaurierungen und 
Veränderungen (§ 6 Abs. 3 DSG). Die Zuständigkeit bleibt somit nach wie vor 
grundsätzlich bei der Baubewilligungsbehörde, i.d.R. die Gemeinde, während die 
kantonale Fachinstanz (neu) verbindliche Weisungen bei Veränderungen an 
Schutzobjekten erteilen kann und der Regierungsrat über die Beseitigung von 
Schutzobjekten befindet.

3.1.3 Beim bisherigen kantonalen Inventar geschützter Bauten und Objekte 
(KIGBO) (vgl. VGE III 2016 210 vom 25.4.2017 Erw. 1.2.2 m.V.a. VGE III 2009 
213 vom 15.4.2010 Erw. 7.2.2) handelte es sich um ein Planungsinstrument mit 
Weisungscharakter gegenüber den Gemeinden und Bezirken. Mit einem Eintrag 
im KIGBO war grundsätzlich nur eine verwaltungsinterne Wirkung verbunden. In-
dessen waren bei Veränderungsabsichten im Bereich eines im KIGBO enthalte-
nen Gebäudes aufgrund des Eintrages erhöhte Anforderungen an die Gestaltung 
zu stellen. Bei äusseren bzw. nach Aussen sichtbaren Änderungen an einem In-

18

ventarobjekt war die Einschätzung der kantonalen Denkmalpflege einzuholen. 
Die Bewilligungshoheit blieb dennoch bei der Baubewilligungsbehörde. Diese 
durfte in begründeten Fällen gegebenenfalls auch von der Einschätzung der kan-
tonalen Denkmalpflege abweichen, nachdem ihr in Ästhetikfragen praxisgemäss 
ein erheblicher Beurteilungsspielraum zukam (vgl. VGE III 2016 210 vom 
25.4.2017 Erw. 1.2.3 m.V.a. VGE III 2009 46 vom 27.10.2009 Erw. 4.3.2 mit 
Hinweis auf EGV-SZ 1984). Regelmässig unabdingbar war der Beizug der Fach-
stelle für Denkmalpflege bei Eingriffen in Ortsbilder, welche gemäss dem Bun-
desinventar der schützenswerten Ortsbilder (ISOS) von nationaler Bedeutung 
(vgl. Verordnung über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der 
Schweiz [VISOS; SR 451.12] vom 9.9.1981) der höchsten Erhaltungsstufe zuzu-
ordnen sind (VGE III 2016 210 vom 25.4.2017 Erw. 1.2.3 m.V.a. VGE III 2014 
116 + 129 vom 25.11.2014 Erw. 6.9).

Mit Inkrafttreten des neuen DSG wurden die im KIGBO verzeichneten Objekte ins 
kantonale Schutzinventar überführt (§ 21 Abs. 2 DSG; vgl. vorstehend Ingress 
lit. A). Gemäss den Übergangsbestimmungen wird eine Inventarbereinigung 
durchgeführt. Mit § 5 DSG wird einer der Hauptunterschiede des neuen DSG ge-
genüber dem alten KNHG dargelegt, nämlich die eigentümerverbindliche Unter-
schutzstellung der Kulturdenkmäler (vgl. RRB Nr. 708/2017 vom 19.9.2017, Ge-
setz über die Denkmalpflege und Archäologie [Denkmalschutzgesetz, DSG], Be-
richt und Vorlage an den Kantonsrat, S. 2 und S. 8 Ziff. 6 zu § 5). Nach Aufnah-
me ins Inventar handelt es sich um Schutzobjekte. Das Schutzziel wird für jedes 
Schutzobjekt im Inventar festgehalten (§ 4 Abs. 2 DSG). Inventarisierte Schut-
zobjekte sind im Grundbuch anzumerken (§ 4 Abs. 3 DSG).

Sodann kann die Fachinstanz nicht mehr nur Ratschläge erteilen bzw. Einschät-
zungen darlegen, vielmehr kann die kantonale Fachstelle Nebenbestimmungen 
erlassen und sie begleitet die Ausführung der bewilligten Restaurierungen und 
Veränderungen an Schutzobjekten, welche sie vorgängig beurteilt hat (§ 6 Abs. 2 
und 3 DSG). Bei Ortsbildern, die im ISOS enthalten sind, ist der Beizug der kan-
tonalen Fachstelle zwingend (§ 9 Abs. 3 DSG). Die Kantonale Denkmalpflege ist 
die kantonale Fachstelle für Denkmalpflege gemäss DSG (§ 3 DSV).

3.2.1 Der Ortsbildschutz ist im Weiteren in § 56 PBG gesetzlich verankert. Da-
nach müssen sich Bauten und Anlagen so in die Umgebung eingliedern, dass sie 
das Landschafts-, Orts-, Quartier- und Strassenbild nicht stören (Abs. 1). Die be-
sonderen Vorschriften über den Natur- und Heimatschutz werden in § 56 Abs. 2 
PBG ausdrücklich vorbehalten.

19

3.2.2 Bestimmungen zum Schutz des Orts- und Landschaftsbildes enthält auch 
das BauR. Gemäss Art. 16 Abs. 1 BauR müssen sich Bauten, Anlagen und Ter-
rainveränderungen so in die Umgebung eingliedern, dass sie das Landschafts-, 
Orts-, Quartier- und Strassenbild nicht stören. Zur Verhinderung einer störenden 
Baugestaltung kann die Bewilligungsbehörde im Baubewilligungsverfahren Be-
dingungen und Auflagen verfügen oder Projektänderungen verlangen. Das Orts-
bildinventar dient bei der Beurteilung als verbindliche Richtlinie (Art. 16 Abs. 2 
BauR). Im Sichtbereich von künstlerisch oder geschichtlich wertvollen Stätten, 
Bauten und Bauteilen; bei Bauten, die das Strassen-, Platz- oder Landschaftsbild 
wesentlich beeinflussen; oder an exponierten Hanglagen sind die Bauwerke und 
deren Umgebung besonders sorgfältig zu gestalten und ist alles vorzukehren, um 
eine in ästhetischer Hinsicht befriedigende Wirkung zu erzielen (Art. 17 Abs. 1 lit. 
b, c und d BauR). 

3.3.1 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist die Rechtmässigkeit von 
Verwaltungsakten (einschliesslich Baubewilligungen) mangels einer anderslau-
tenden übergangsrechtlichen Regelung nach der Rechtslage im Zeitpunkt ihres 
Ergehens zu beurteilen (BGE 139 II 263 Erw. 6 m.w.H.). Dies entspricht auch der 
Lehre (Häfelin / Müller / Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. A., Zürich / 
St. Gallen 2016, S. 67ff., Rz. 288ff.). Das öffentliche Interesse an der Anwendung 
des neuen Rechts spreche dafür, das zur Zeit des erstinstanzlichen Entscheides 
geltende Recht heranzuziehen. Die Rechtmässigkeit eines zukünftigen Verhal-
tens bzw. eines in der Zukunft zu realisierenden Bauvorhabens müsse nach dem 
Recht beurteilt werden, das im Zeitpunkt der Prüfung, d.h. der Gesuchsbeurtei-
lung gelte; damit werde auch eine rechtsgleiche Bewilligungspraxis ab Inkrafttre-
ten des neuen Rechts sichergestellt (BGE 139 II 263 Erw. 6 m.w.H.).

3.3.2 Eine abweichende übergangsrechtliche Regelung besteht im vorliegenden 
Fall nicht. Sowohl zum Zeitpunkt der Erteilung der Baubewilligung als auch des 
Beschlusses der Baubewilligungsbehörde betreffend Ablehnung des Farb- und 
Materialkonzeptes der Beschwerdeführer vom 2. September 2019 war nach wie 
vor das KNHG in Kraft, während das neue DSG erst während des Verwaltungs-
beschwerdeverfahrens in Kraft trat. Somit ist vorliegend (wenn überhaupt) das 
KNHG anwendbar. Selbst eine Anwendung des neuen Rechts würde im konkre-
ten Fall an der Beurteilung grundsätzlich nichts ändern.

3.4.1 Angesichts der vorstehend dargelegten (Erw. 3.1.1 ff.) Gesetzesbestim-
mungen ist die Rüge der Beschwerdeführer, es fehle eine gesetzliche Grundlage 
für die vorgeschriebene Materialisierung, unbegründet. Auch wenn das vorlie-
gend betroffene (Bau-)Objekt aus dem KIGBO bzw. KSI entlassen wurde, so liegt 

20

es dennoch unmittelbar neben dem benachbarten KIGBO- bzw. KSI-Objekt-
Nr. xy. Dieses darf (gemäss § 6 Abs. 1 KNHG) in seiner Wirkung nicht beein-
trächtigt werden. Diese Wirkung bezieht sich auch auf die Umgebung des Schut-
zobjektes. Mit RRB Nr. 708/2017 vom 19. September 2017 (vgl. vorstehend 
Erw. 3.1.3) hat der Regierungsrat ausgeführt, dass die Umgebung "für die Wir-
kung von Schutzobjekten einen grossen Einfluss haben" kann. Der Umgebungs-
schutz könne sich in seiner horizontalen räumlichen Abgrenzung auf optisch zu-
sammenhängende Gebietsteile, auf die für die Wirkung wesentliche Umgebung 
oder einfach auf den näheren Sichtbereich beziehen. Mit dem Begriff "Umge-
bung" werde "der Wirkungszusammenhang bzw. der Wirkungsbereich ('Aura') ei-
nes Denkmals umschrieben, der sich allerdings nicht in Metern ausdrücken lässt" 
(S. 8 zu § 3 EntwDSG und S. 10 f. zu § 9 EntwDSG; vgl. auch Grundsatzdoku-
ment der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege [EKD] vom 22.6.2018: 
Schutz der Umgebung von Denkmälern [nachfolgend: Grundsatzdokument Um-
gebung] S. 1). Für die visuelle Wahrnehmung ist der menschliche Betrachtungs-
winkel von allen relevanten öffentlichen Standorten aus massgebend (Grund-
satzdokument Umgebung S. 3f.; vgl. zum Ganzen auch BGE 109 Ia 185 Erw. 3b; 
Engeler, in: Ehrenzeller / Engeler, Handbuch Heimatschutzrecht, Zürich / St. Gal-
len 2020, § 7 N 86ff.). 

3.4.2 Im Lichte der angeführten Bestimmungen im PBG und im kommunalen 
BauR zum Schutz des Orts- und Landschaftsbildes ist zudem auf die Planungs-
hilfe "Bauen in der Landschaft" des Regierungsrates des Kantons Schwyz hin-
zuweisen, welche als Leitfaden dazu dienen soll, der wertvollen kantonalen Kul-
turlandschaft mit ihren prägenden Bauten Sorge zu tragen (S. 3; nachfolgend: 
Planungshilfe). Unter anderem wird dargelegt (S. 5), dass unsere Kulturland-
schaft wesentlich durch die land- und forstwirtschaftliche Bewirtschaftung und die 
traditionelle bäuerliche Bauweise geprägt ist. Die Identität und Qualität der Kul-
turlandschaft sind zu erhalten, indem die traditionelle und ortsübliche Bauweise 
bewahrt bzw. in einem technisch zeitgemässen Standard interpretiert und damit 
weitergeführt wird. Im Weiteren wird die Typologie des Schwyzer Bauernhauses 
beschrieben (Planungshilfe S. 7: zwei Dachgeschosse unter dem Giebeldach; 
ein verputzter, weiss gekalkter Sockel, welcher ganz oder teilweise aus dem ge-
wachsenen Terrain ragt; i.d.R. ein mit Ziegeln eingedecktes Satteldach; 35 bis 45 
Grad steile Dächer ohne oder aber nur mit einzelnen, meistens untergeordneten 
Dachaufbauten; Klebedächer an den Giebelfassaden zum Witterungsschutz der 
regelmässig angeordneten Fenster; Fenster mit demselben Hochformat; Materi-
alien aus nächster Umgebung; ursprünglich Holzfassaden; im Laufe der Zeit 
Schutz vieler Fassaden mit Holzschindeln). Neu- und Erweiterungsbauten sollen 
sich so in bestehende Siedlungsmuster einpassen, dass deren Eigenart und 

21

Identität erhalten bleiben. Eine Annäherung an die Volumetrie und den Massstab 
der alten Gebäude wirkt meistens harmonisch (Planungshilfe, S. 12). Eine sorg-
fältige Gestaltung der Fassaden trägt zu einem harmonischen Gesamtbild eines 
Gebäudes bei. Dabei sind die Wahl des Materials und dessen Farbe von beson-
derer Bedeutung. Durch die Verwendung von ortsüblichen Materialien, welche 
durchaus in zeitgemässer Interpretation eingesetzt werden können, entsteht eine 
harmonische Wechselwirkung zwischen den Bauten und der sie umgebenden 
Landschaft (Planungshilfe, S. 13). In den Gestaltungsempfehlungen wird betref-
fend Ersatz- und Neubauten gewünscht, dass sich die neuen Bauten bezüglich 
Positionierung, Massstäblichkeit, Volumen und Gestaltung harmonisch in die 
Umgebung einfügen. Erwünscht sind: murale Sockel, verputzt oder in Beton; 
Obergeschosse in Holz; Volumengliederung in Sockel, Regelgeschosse, Dach-
geschoss; bisherige Geschosszahl beibehalten; bestehende Gebäudekonturen 
und -proportionen beibehalten; Fassadenverkleidung in Holz (Holzschalung, 
Holzschindeln, Holzlatten natur) oder Faserzement (Faserzementschindeln); 
schlichte Farbgebung mit warmen, erdfarbenen Tönen; Satteldach mit Tonzie-
geln in Brauntönen mit orts- oder objekttypischen Dachneigungen; Aussenräume 
wie Balkone, Loggias und Lauben im Baukörper integriert, Anordnung traufseitig; 
naturbelassene Bauteile (Planungshilfe, S. 20). Zur Materialisierung der Fenster 
wird in der Planungshilfe nicht explizit Stellung genommen. 

3.4.3 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass hinreichende gesetzliche 
Grundlagen bestehen, um das Farb- und Materialkonzept zum Neubau der Be-
schwerdeführer auch im Hinblick auf die Fenster zu prüfen und allenfalls Aufla-
gen zu verfügen.

3.5 In diesem Sinne wurden die Beschwerdeführer bereits vor bzw. bei der Ent-
lassung ihres Hauses aus dem KIGBO bzw. KSI mehrfach auf die Bedeutung 
des Umgebungsschutzes hingewiesen (vgl. vorstehend Erw. 1.1.1 ff.). Nament-
lich hatten die Beschwerdeführer vorgängig zur Entlassung aus dem KIGBO bzw. 
KSI ein Bauprojekt einzureichen, welches aus der Optik des Umgebungsschut-
zes des inventarisierten Nachbargebäudes beurteilt werden konnte. Mit der Ent-
lassung aus dem KIGBO (KSI) wurde auch festgehalten, dass das eingeforderte, 
wesensgleiche Projekt vorliege (vorstehende Erw. 1.1.2) bzw. dass das Nachfol-
geprojekt die von der kantonalen Denkmalpflege geforderten Bedingungen hin-
sichtlich des Situationswertes und des Ensembleschutzes erfüllt (vorstehende 
Erw. 1.1.3). Dabei konnte das Farb- und Materialkonzept jedoch nur insoweit 
berücksichtigt werden, als es mit dem Projekt zu diesem Zeitpunkt bereits vorlag, 
was lediglich für die braunen Eternitschindeln an der Nord-, Ost- und Westfassa-
de sowie die Holzschindeln an der Südfassade (was im späteren Farb- und Ma-

22

terialkonzept jedoch wieder geändert wurde, wie den vorstehenden Ausführun-
gen entnommen werden kann) zutraf. Im Übrigen lag ein Farb- und Materialkon-
zept zum Zeitpunkt der Entlassung der Altbaute aus dem KIGBO (KSI) nicht vor. 
Indes liegt es nahe, dass ein entsprechendes Konzept bei einer Nachbarbaute 
eines Schutzobjekts für die Beurteilung des Umgebungsschutzes erforderlich ist. 
Dementsprechend haben die Bewilligungsbehörden in der Baubewilligung die 
Bewilligung der Materialisierung und der Farbgebung in Absprache mit der kan-
tonalen Denkmalpflege zu Recht vorbehalten.

4.1 Fraglich und zu prüfen ist weiter insbesondere, ob die geplanten bzw. be-
reits erstellten Fenster eine negative Wirkung auf das unter Schutz stehende 
Nachbargebäude haben und somit eine Beeinträchtigung des Denkmalschutzes 
bzw. des Ortsbildschutzes darstellen.

4.2.1 Den dargelegten gesetzlichen Grundlagen lässt sich nicht ohne weiteres 
entnehmen, wie weit der Umgebungsschutz zu greifen vermag. Zur Umgebung 
lässt sich dem Restaurierungsbericht 1999 zum benachbarten Schutzobjekt nur 
entnehmen, dass das Bauernhaus landschaftlich extrem exponiert steht, und sti-
listisch könne das Gebäude ins späte 18. Jahrhundert datiert werden. Es ist je-
doch fraglich, ob allein damit weitgehende Einschränkungen benachbarter, nicht 
geschützter Objekte gerechtfertigt werden können, zumal weitergehende Schutz-
ziele, welche allenfalls eine Eingrenzung ermöglichen könnten, nicht vorliegen 
(vgl. dazu Engeler, a.a.O., N 88 zu § 7).

4.2.2 Es kann nicht in Abrede gestellt werden, dass Fenster einen wesentlichen 
Einfluss auf das Erscheinungsbild eines Gebäudes haben (vgl. hierzu VGE III 
2016 124 vom 31.1.2017, wonach Fensterfolien als baubewilligungspflichtig be-
urteilt wurden, weil sie einerseits Auswirkungen auf das Erscheinungsbild der 
Baute und anderseits auch auf die visuelle Wahrnehmung der Baute durch die 
Öffentlichkeit hätte; VGE III 2016 210 vom 25.4.2017, in welchem der Einbau von 
zwei Fenstern bei einem denkmalgeschützten Haus auf der nichteinsehbaren 
Südwestfassade [in Würdigung objekt- und eigentümerspezifischer Umstände] 
bewilligt wurde; VGE III 2019 162 vom 16.7.2020, in welchem - bei einem Schut-
zobjekt von nationaler Bedeutung - der Ersatz einer Holztüre durch eine Fenster-
türe an der Hauptfassade als nicht bewilligungsfähig beurteilt wurde). Die kanto-
nale Denkmalpflege verweist sodann auf das Grundsatzdokument der EKD vom 
22. Juni 2018: Fenster am historischen Bau, wonach Fenster einen entscheiden-
den Anteil sowohl an der äusseren Erscheinung eines Hauses als auch an der 
Wirkung seiner Innenräume haben, weshalb zu allen Zeiten Formate und Teilun-
gen, Profile und Beschläge, Anschlüsse und Oberflächenbehandlungen mit gros-

23

ser Sorgfalt festgelegt wurden. Mit diesem Grundsatzdokument wird allerdings 
die Gestaltung historischer Fenster von Bauten angesprochen, welche (nach wie 
vor) denkmalgeschützt sind und bei welchen auch die Substanz noch zu er-
/unterhalten ist. Diese Ausführungen sind somit auf den vorliegenden Fall, bei 
welchem es sich um einen Neu- bzw. Ersatzbau handelt, welcher keinen histori-
schen Substanzwert mehr, sondern lediglich noch Situationswert hat, nicht ohne 
weiteres anwendbar.

4.3.1 Zunächst ist festzuhalten, dass durchaus von einer geänderten Situation 
seit der vorinstanzlichen Beurteilung auszugehen ist. Zum einen haben sich die 
Beschwerdeführer mittlerweile bereit erklärt, dem Anliegen der Vorinstanzen ent-
sprechend sowie im Sinne der Projektplanung vor Entlassung aus dem KIGBO 
(KSI), an der Südfassade Holzschindeln anzubringen, was einen wesentlichen 
Beitrag zur Wesensgleichheit mit dem benachbarten KIGBO- bzw. KSI-Objekt, 
welches gemäss Restaurierungsbericht 1999 ebenfalls über verschindelte Fas-
saden verfügt, darstellt. Zum anderen haben sich die kantonale Denkmalpflege 
bzw. die Bewilligungsbehörde und die Beschwerdeführer über die übrigen (nicht 
mehr strittigen) Punkte des Farb- und Materialkonzepts geeinigt. Darunter fällt 
einerseits der gänzliche Verzicht auf Fensterläden (aus Aluminium), und ander-
seits wurde die Metalltüre genehmigt.

4.3.2 Es ist der kantonalen Denkmalpflege zweifelsohne zuzustimmen, dass die 
Materialisierung von erheblicher Bedeutung ist. Zwar steht beim Oberbau eines 
Bauernhauses grundsätzlich Holz im Vordergrund. Die Planungshilfe erachtet je-
doch auch eine Fassadenverkleidung mit Faserzementschindeln als zulässig, 
was sich im konkreten Fall auch anhand der bewilligten Nord-, Ost- und Westfas-
saden bestätigt. 

Sodann ist mit den Beschwerdeführern einherzugehen, dass der Substanzerhalt 
beim vorliegenden Bauobjekt als Ersatzbau für ein aus dem KIGBO bzw. KSI 
entlassenes Objekt keine Rolle mehr spielen kann. Im konkreten Fall kann somit 
einzig der Umgebungsschutz des benachbarten Schutzobjektes, d.h. die vom 
Neubau auf das benachbarte Gebäude ausgehende Wirkung, sowie die Einord-
nung in das Landschaftsbild massgebend sein. Im Vordergrund steht der Situati-
onswert und Ensembleschutz. Der Ensembleschutz setzt (mindestens) ein ande-
res zeitgleich betrachtetes Objekt voraus. Der zu beurteilende Ersatzbau hat sich 
in die Umgebung des geschützten Objekts sowie in die Landschaft einzuordnen. 
Funktionalität sowie Standort und Zweck des Neubaus wurden bereits bei der 
Entlassung aus dem KIGBO bzw. KSI geprüft und positiv beurteilt. Der Neubau 
ist diesbezüglich denn auch mit dem Altbau weitgehend identisch (abgesehen 
von der zusätzlichen Wohnung für die ältere Generation sowie der Lukarne in der 

24

westlichen Dachseite, während das ersetzte Gebäude nur eine Lukarne in der 
östlichen Dachseite aufwies); optisch ist die Ähnlichkeit/Übereinstimmung von 
Alt- und Neubau trotz der erwähnten Lukarne unübersehbar. Die Substanz ist 
dabei jedoch grundsätzlich nicht weiter von Bedeutung und auch eine historische 
Bauweise wurde nicht vorausgesetzt. Namentlich ist auch der denkmalpflegeri-
schen Stellungnahme vom 16. Juni 2020 zu entnehmen, dass vielmehr die ge-
stalterische Einpassung des Ersatz- bzw. Neubaus in die bisherige Umgebung im 
Vordergrund steht. Dies zeigt sich auch daran, dass nur die weit sichtbare Süd-
fassade mit den typischen Holzschindeln eingedeckt werden muss(te), während 
an den übrigen Fassaden Eternitschindeln angebracht werden konnten. Dies 
zeigt (ebenfalls), dass die optische Gesamtwirkung beim Ersatzbau im Vorder-
grund steht. Anzumerken ist dabei, dass offensichtlich auch schon bei der ersetz-
ten Baute die Nord- und Nordwestfassade sowie das Dach nachträglich, indes 
noch zeit des Eintrages im KIGBO, mit Eternit verkleidet worden waren (vgl. vor-
stehend Erw. 1.1.3), woraus zu schliessen ist, dass nicht auf der Verwendung 
authentischer Materialien bestanden wurde. 

4.4.1 Wenn von einem Vorrang des beschriebenen visuellen Gesamteindruckes 
des Ersatz- bzw. Neubaus, der selbst nicht (mehr) im KIGBO bzw. KSI eingetra-
gen ist, auszugehen ist, so stellt sich vorliegend insbesondere die Frage, ob die 
Materialisierung der Fenster eine derartige optisch wahrnehmbare Aussenwir-
kung hat, dass das benachbarte, nach wie vor im KIGBO verzeichnete, Gebäude 
in seiner Wirkung beeinträchtigt wird. 

Die Farbe (weiss) der Fenstergestaltung ist unbestritten. Ebenso wurde die Ge-
staltung, Anordnung, Situation, Einteilung etc. der Fenster bereits im Rahmen 
des Baubewilligungsverfahrens verbindlich festgelegt und ist somit vorliegend 
nicht mehr umstritten.

4.4.2 Die Materialisierung der Fenster ist für einen Laien regelmässig bereits aus 
relativer Nähe nicht (mehr) erkennbar und für ihn nicht (mehr) unterscheidbar, ob 
Holz oder Kunststoff / Metall verwendet wurde. Dies illustrieren die Fotoaufnah-
men der Beschwerdeführer wie der kantonalen Denkmalpflege. Dabei dürfte vor-
liegend auch eine Rolle spielen, dass für die Fenster eine weisse Farbe vorgese-
hen ist, und somit auch die Holzfenster mit einer weissen (i.d.R. Lack-)Farbe 
(zum Witterungsschutz) gestrichen werden, was die typische Holzstruktur ver-
deckt und die Optik an diejenige von Kunststoff bzw. Metallfenstern annähert.

4.4.3 Unbestritten ist, dass es sich bei Holz um einen lebendigen Baustoff han-
delt, welcher auf das Klima und die Sonneneinstrahlung reagiert und natürlich al-
tert, während Kunststoff und Metall in der Regel wetterbeständiger bleiben. Hier-

25

zu wenden die Beschwerdeführer jedoch zutreffend ein, dass zum einen auch die 
lackierten und somit geschützten Holzfenster zumindest während einer gewissen 
Zeitspanne sich nur wenig bzw. unmerklich verändern, und zum anderen, dass 
es den Eigentümern freisteht, ihre Holzfenster regelmässig frisch zu streichen 
und so der Verwitterung und Alterung entgegenzutreten und ein weitgehend kon-
stantes Erscheinungsbild sicherzustellen. Die Beschwerdeführer führen sodann 
zutreffend aus, dass aus der Ferne die Materialisierung auch beim geschützten 
Nachbarhaus nicht ohne weiteres erkennbar ist. Jedenfalls scheinen sich auch 
die weissen Fenster und Fensterrahmen des Nachbarhauses von der Fassade 
abzuheben. Selbst wenn unterschiedliche Materialisierungen (Holz dort; Me-
tall/Kunststoff hier) bei gleichen Witterungsbedingungen unterschiedliche Ent-
wicklungen nehmen können, ist doch zu beachten, dass es sich hierbei um einen 
längeren, visuell kaum wahrnehmbaren Prozess handelt, der allenfalls aufgrund 
eines diachronen fotografischen Vergleichs festgestellt werden kann. Hinzu 
kommt, dass Einzelbauten und - wie vorliegend - alleinstehende kleinere bauli-
che Ensembles allein im Tagesverlauf wie auch abhängig von meteorologischen 
Verhältnissen verschieden wahrgenommen werden. Im konkreten Fall kommt 
hinzu, dass der Neubau, wie erwähnt, selber nicht mehr unter Schutz steht und 
sich zudem insbesondere über 40 m vom Schutzobjekt entfernt befindet. Es ist 
daher nicht ersichtlich, dass bzw. wie beim Ersatz-/Neubau eine allenfalls etwas 
breitere Profilierung der Fenster zu einer Beeinträchtigung der Wirkung des 
Schutzobjektes führen kann. Was eine allenfalls beeinträchtigende Wirkung an-
belangt, fällt überdies ins Gewicht, dass sich die vorliegend strittige Baute 
C.________ an der höchsten Stelle des G.________ befindet und sich rund 30 m 
(süd-) westlich des im KSI eingetragenen Hauses D.________ eine mächtige 
Scheune befindet. Diese beiden Gebäude (C.________) dominieren die lokale 
Situation und das Erscheinungsbild. Demgegenüber kann von der vorgesehenen 
Materialisierung und Strukturierung der Fenster keine (zusätzlich) beeinträchti-
gende Wirkung ausgehen. 

4.4.4 Das Einordnungsgebot setzt gemäss der Planungshilfe nicht zwingend 
Holzfassaden voraus und kann daher den vorliegend gewählten Fenstern eben-
falls nicht entgegen stehen. Es müsste daher als nicht mehr verhältnismässig 
beurteilt werden, von den Beschwerdeführern eine andere Gestaltung bzw. Mate-
rialisierung der Fenster des nicht unter Schutz stehenden Neubaus zu verlangen.

4.4.5 Mit der kantonalen Denkmalpflege kann zwar davon ausgegangen werden, 
dass Zwischenglassprossen das Sprossenbild von Fenstern und die Gesamter-
scheinung verfälschen können und unter Umständen je nach Sichtwinkel nicht 
erkennbar sein können. 

26

Im vorliegenden Fall ändert dies aber nichts an der Tatsache, dass zum einen an 
die Detailgestaltung eines Ersatzbaus für eines aus dem KIGBO bzw. KSI ent-
lassenen Gebäudes nicht (mehr) die gleichen Anforderungen gestellt werden 
können wie dies bei einer Beibehaltung des Schutzstatus in der Regel gerecht-
fertigt ist. Zum andern wird der vorliegend nach der Entlassung des Gebäudes 
aus dem KIGBO bzw. KSI geforderte Situationswert sowie die Identität des Ortes 
und des Ensembles dadurch nicht in einem augenfälligen Ausmass beeinträch-
tigt. Ein gleiches gilt auch betreffend die von der kantonalen Denkmalpflege als 
wuchtig charakterisierte Profilierung der neuen Fenster (vgl. vorstehend 
Erw. 1.7). 

4.4.6 Bei diesem Ergebnis ist nicht weiter zu prüfen, ob mit dem angeordneten 
Rückbau der Fenster und deren Ersatz durch Holzfenster die Verhältnismässig-
keit noch gewahrt würde.

4.5 Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich, auf die Rügen des Verstosses gegen 
die Rechtsgleichheit sowie der Verletzung des Vertrauensschutzes einzugehen. 

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde somit als begründet. Das 
von den Beschwerdeführern am 24. Mai 2020 eingereichte Farb- und Materiali-
sierungskonzept bezüglich Kunststofffenster mit Sprossen, Standard-Weiss; und 
Fenstereinfassungen aus Metall, EBL nach Standard-Weiss, mit folgender Aufla-
ge ist zu genehmigen. Der verfügte Baustopp betreffend Fenster und Fensterein-
fassungen ist entsprechend aufzuheben.

6.1.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend werden die Kosten des verwal-
tungsgerichtlichen Hauptverfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Baraus-
lagen) von insgesamt Fr. 2'500.-- je zur Hälfte (je Fr. 1'250.--) dem Bezirk Einsie-
deln und dem Kanton Schwyz auferlegt. Die Verfahrenskosten für den Teilent-
scheid III 2020 95 vom 26. Mai 2020 (vgl. Dispositiv-Ziffer 2 des Teilentscheids) 
in der Höhe von Fr. 600.-- werden je zu einem Drittel (je Fr. 200.--) den 
Beschwerdeführern, unter solidarischer Haftbarkeit, dem Bezirk Einsiedeln und 
dem Kanton Schwyz auferlegt (§ 72 Abs. 2 Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRP; 
SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). 

6.1.2 Was die Kosten für das Verfahren vor dem Regierungsrat anbelangt, so 
haben die Parteien im Vergleich vom 11. Mai 2020 festgehalten, dass die 
Beschwerdeführer die ihnen auferlegten Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'500.-- tragen (S. 4 Ziff. 6). Dies entspricht der Verlegung der 
Verfahrenskosten im angefochtenen RRB Nr. 18/2020 vom 14. Januar 2020 (vgl. 
vorstehend Ingress lit. E). 

27

6.2.1 Der Bezirk Einsiedeln und der Kanton Schwyz haben den beanwalteten 
Beschwerdeführern für das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine Parteien-
tschädigung zu bezahlen (§ 74 Abs. 1 VRP). Diese wird in Beachtung des kanto-
nalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Ja-
nuar 1975, der ordentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwal-
tungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in 
§ 2 die Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung des pflichtgemässen Er-
messens auf je Fr. 1'200.-- bzw. insgesamt Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt) festgelegt.

6.2.2 Für das Verfahren vor dem Regierungsrat wird den Beschwerdeführern zu 
Lasten des Bezirks Einsiedeln und des Kantons Schwyz eine (reduzierte) an-
teilsmässige Parteientschädigung in der Höhe von je Fr. 300.-- bzw. insgesamt 
Fr. 600.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zugesprochen.

28

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1.1 In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene RRB Nr. 18/2020 
vom 14. Januar 2020 (sowie der mitangefochtene Beschluss Nr. 139 vom 
2.9.2019 der Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln), soweit er nicht bereits 
durch den Teilentscheid VGE III 2020 95 vom 26. Mai 2020 aufgehoben 
wurde, aufgehoben. Das von den Beschwerdeführern am 24. Mai 2020 
eingereichte Farb- und Materialisierungskonzept bezüglich Kunststofffens-
ter mit Sprossen, Standard-Weiss sowie Fenstereinfassungen aus Metall, 
EBL nach Standard-Weiss wird genehmigt. 

Der Baustopp betreffend Fenster und Fenstereinfassungen wird aufgeho-
ben.

1.2 Die Kosten des regierungsrätlichen Verfahrens von Fr. 1'500.-- werden den 
Beschwerdeführern auferlegt (vgl. vorstehend Erw. 6.1.2).

1.3 Der Bezirk Einsiedeln und der Kanton Schwyz werden verpflichtet, den Be-
schwerdeführern für das regierungsrätliche Verfahren eine reduzierte Par-
teientschädigung von je Fr. 300.-- (inkl. Barauslagen und MwSt), also ins-
gesamt Fr. 600.--, zu bezahlen.

2.1 Die Kosten für den verwaltungsgerichtlichen Teilentscheid III 2020 95 vom 
26. Mai 2020 von insgesamt Fr. 600.-- werden je zu einem Drittel (je 
Fr. 200.--) den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit, dem Be-
zirk Einsiedeln und dem Kanton Schwyz auferlegt.

2.2 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 2'500.-- werden im Um-
fang von je Fr. 1'250.-- dem Bezirk Einsiedeln und dem Kanton Schwyz 
auferlegt. 

2.3 Die Beschwerdeführer haben am 19. Februar 2020 einen Kostenvorschuss 
von Fr. 2'500.-- bezahlt, wovon ihnen Fr. 2'300.-- aus der Gerichtskasse 
zurückzuerstatten ist.

Der Bezirk hat sein Betreffnis von Fr. 1'450.-- (1'250.-- plus 200.--, innert 30 
Tagen seit Zustellung des Entscheids) auf das Postkonto 60-22238-6 des 
Verwaltungsgerichts zu überweisen.

Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet.

29

3. Der Bezirk Einsiedeln und der Kanton haben den Beschwerdeführern für 
das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von je 
Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und MwSt), also insgesamt Fr. 2'400.--, zu 
bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer (2/R)
- die Bau- und Umweltbehörde Einsiedeln (R, unter Beilage des Schrei-

bens der Beschwerdeführer vom 24.6.2020)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB)
- das Sicherheitsdepartement (EB, unter Beilage des Schreibens der Be-

schwerdeführer vom 24.6.2020)
- das kantonale Amt für Raumentwicklung ARE (EB, unter Beilage des 

Schreibens der Beschwerdeführer vom 24.6.2020)
- und das Bundesamt für Raumentwicklung (A). 

Schwyz, 24. August 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 11. September 2020

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