# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 589ae6f9-6a20-50fe-a00c-b5c63ae58ab0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 25.06.2014 SR140010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SR140010_2014-06-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: SR140010-O/U/eh 
 
 
 
 
Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. S. Volken und  

lic. iur. Ch. Prinz sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. P. Rietmann 

Beschluss vom 25. Juni 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
I. Gesuchstellerin 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. H. Bebié,  

II. Gesuchstellerin sowie Gesuchsgegnerin 

 

betreffend Revision 

Revisionsgesuch gegen einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft  
Zürich-Limmat vom 27. März 2014 (A-3/2013/1223) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. März 2014 

wurde die I. Gesuchstellerin A._____ des mehrfachen Betrugs im Sinne von 

Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 

60 Tagessätzen zu je Fr. 30.– bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wurde  

aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt (Urk. 6/7 und 

Urk. 4/3). Der Strafbefehl ist in Rechtskraft erwachsen. 

2. Mit Eingabe vom 28. April 2014 (Poststempel: 29. April 2014) erhob die  

Gesuchstellerin eine – verspätete (vgl. den an Urk. 6/7 angehefteten Zustellungs-

nachweis) – Einsprache gegen den Strafbefehl (Urk. 2) und legte dieser u.a. die  

Kopie eines Entscheides der Sonderfall- und Einsprachekommission der  

Sozialbehörde der Stadt Zürich vom 17. Oktober 2013 bei (Urk. 4/2). Dabei  

beantragte sie sinngemäss einen Freispruch hinsichtlich des Tatbestandes des 

mehrfachen Betrugs (Urk. 2 S. 2). Nach Einsichtnahme in die als Einsprache  

betitelte Eingabe der I. Gesuchstellerin und in die diesbezüglichen Beilagen,  

insbesondere in den vorerwähnten Entscheid der Sozialbehörde, gelangte die 

Staatsanwaltschaft zum Schluss, dass die Eingabe der I. Gesuchstellerin als  

Revisionsbegehren zu qualifizieren sei, wobei sie sich diesem Begehren der 

I. Gesuchstellerin durch Erhebung eines eigenen Revisionsgesuchs anschloss. 

Dabei stellte die Staatsanwaltschaft als II. Gesuchstellerin die nachfolgend  

aufgeführten Anträge (Urk. 1 S. 2): 

"1. Es sei die Einsprache der Beschuldigten A._____ als  

Revisionsgesuch im Sinne von Art. 411 StPO zu behandeln und es 

sei gestützt auf Art. 412 StPO darauf einzutreten. 

2. Es sei der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 

27. März 2014 (A-3/2013/1223) gegen A._____ aufzuheben. 

- 3 - 

3. Es sei die Beschuldigte A._____ gestützt auf Art. 413 Abs. 2  

lit. b StPO freizusprechen, eventualiter sei das Strafverfahren  

gegen die Beschuldigte einzustellen." 

II. 

1. Die als Einsprache betitelte Eingabe der Gesuchstellerin I. an die Staats-

anwaltschaft Zürich-Limmat vom 28. April 2014 ist infolge Rechtskraft des  

Strafbefehls vom 27. März 2014 im Zeitpunkt der Eingabe – mit der Staats-

anwaltschaft (Urk. 1 S. 1) – als Revisionsgesuch zu behandeln. In dieser Eingabe 

bringt die Gesuchstellerin I. im Wesentlichen vor, dass trotz ihrer Bitte gegenüber 

dem Sozialamt, das Sozialgeld zur Hälfte ihr und zur anderen Hälfte ihrem Mann 

zu überweisen, der gesamte Betrag auf ihr Konto überwiesen worden sei. Als ihr 

Mann dies erfahren habe, habe dies zu einer heftigen Auseinandersetzung  

geführt, worauf ihr Mann ihr die Karte für ihr eigenes Konto entzogen habe, wobei 

sie seither keinen Zugang mehr zu diesem Konto und keinen Überblick über die 

finanzielle Situation mehr gehabt habe. Seit Ende 2006 lebe sie sodann von ihrem 

Mann getrennt (Urk. 2). Dem der Eingabe der Gesuchstellerin I. beigelegten  

Entscheid der Sonderfall- und Einsprachekommission vom 17. Oktober 2013 ist 

zu entnehmen, dass die Sozialbehörden in Gutheissung einer Einsprache der 

Gesuchstellerin I. gegen einen Stellenleitungsentscheid des Sozialzentrums  

B._____ vom 26. Oktober 2012 in Erwägung zogen, dass die (auch in jenem Ver-

fahren getätigten) Ausführungen der Gesuchstellerin I., insbesondere diejenigen, 

nach welchen sie die finanzielle Situation nicht habe einsehen können, als  

glaubhaft zu erachten seien. Zudem hätten die Gesuchstellerin I. und ihr Ehe-

mann, im Zeitraum, für welchen die Rückerstattungspflicht der Gesuchstellerin I.  

hauptsächlich entschieden worden sei, bereits kurz vor der Trennung gestanden, 

weshalb unklar sei, wie lange das Paar überhaupt als Unterstützungseinheit habe 

betrachtet werden können. Es könne der Gesuchstellerin I. deshalb nicht  

vorgeworfen werden, dass sie infolge mangelhafter Deklaration zu hohe  

Sozialhilfeleistungen bezogen habe. Die Einsprache der Gesuchstellerin I. wurde 

in der Folge gutgeheissen und die Verpflichtung zur Rückerstattung von  

- 4 - 

Leistungen durch das Sozialzentrum B._____ wurde aufgehoben (Urk. 4/2). Die 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat als Gesuchstellerin II. begründet ihr Revisions-

begehren im Anschluss an die Gesuchstellerin I. im Wesentlichen damit, dass 

diese durch Eingabe des Entscheides der Sonderfall- und Einsprachekommission 

vom 17. Oktober 2013 neue, vor Erlass des Strafbefehls ergangene Tatsachen 

vorbringe, wobei die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat von diesen Tatsachen bei 

Erlass des Strafbefehls noch keine Kenntnis gehabt habe. Aufgrund der im nun 

eingereichten Entscheid getroffenen Erwägungen könne der Gesuchstellerin I. 

keine Arglist im Sinne von Art. 146 StGB vorgeworfen werden, weshalb sie zu  

Unrecht bestraft worden sei. Die Gesuchstellerin I. sei folglich freizusprechen 

bzw. – eventualiter – sei das Strafverfahren gegen diese einzustellen (Urk. 1). 

2. Die materielle Prüfung eines Revisionsgesuches gestaltet sich zweistufig. In 

einem ersten Schritt prüft das Berufungsgericht, ob die geltend gemachten  

Revisionsgründe gegeben sind, wobei insbesondere bei den Gründen nach 

Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO die Revisionsgründe nur glaubhaft zu machen sind 

(BSK StPO - Heer, Basel 2011, Art. 413 N 5; Fingerhuth, Kommentar zur StPO, 

Zürich 2010, Art. 410 N 55; Schmid, Praxiskommentar zur Schweizerischen Straf-

prozessordnung, Zürich 2013, Art. 413 N 2). Erachtet das Berufungsgericht die 

geltend gemachten Revisionsgründe als gegeben, so hebt es den angefochtenen 

Entscheid auf. In einem zweiten Schritt entscheidet das Berufungsgericht sodann, 

ob es die zu beurteilende Sache an die Vorinstanz (oder eine andere Behörde) 

zur neuen Behandlung und Beurteilung zurückweist oder selbst einen neuen  

Entscheid fällt (Art. 413 Abs. 1 und 2 StPO). Die eingehende Prüfung der neuen 

Tatsachen und Beweismittel sowie deren Auswirkungen auf das Sachurteil bzw. 

die Sanktion bleiben bei Gutheissung des Gesuchs grundsätzlich dem späteren 

Entscheid des Sachrichters vorbehalten (Schmid, Praxiskommentar, a.a.O., 

Art. 413 N 2). Einen reformatorischen Entscheid fällt das Berufungsgericht nur 

dann, wenn die Aktenlage einen sofortigen Entscheid erlaubt (Art. 413 Abs. 2 lit. a 

StPO). 

3.1 Gemäss Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO kann die Wiederaufnahme des  

Verfahrens (Revision) unter anderem verlangt werden, wenn neue Tatsachen  

- 5 - 

oder neue Beweismittel vorliegen, die geeignet sind, einen Freispruch oder eine 

wesentlich mildere Bestrafung des Verurteilten herbeizuführen. 

3.1.1 Als neu im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO gelten Tatsachen und  

Beweismittel, welche im Zeitpunkt des Urteils (bzw. des Strafbefehls) bereits  

vorhanden waren, von welchen der Richter im Zeitpunkt der Urteilsfällung (bzw. 

der Staatsanwalt im Zeitpunkt der Ausfällung des Strafbefehls) jedoch keine 

Kenntnis hatte. Wurden Tatsachen und Beweismittel bereits ins frühere Verfahren 

eingebracht, dort aber nicht oder falsch berücksichtigt bzw. gewertet, sind  

dagegen die zur Anfechtung des Strafentscheides möglichen Rechtsmittel zu  

ergreifen (BSK StPO - Heer, a.a.O., Art. 410 N 43 und N 51; Schmid,  

Praxiskommentar, a.a.O., Art. 410 N 13; vgl. auch Urteil des Bundesgerichtes 

6S.452/2004 vom 1. Oktober 2005 E. 2.2 mit Hinweisen). 

3.1.2 Neben dem Vorliegen neuer Tatsachen oder Beweismittel ist zudem  

erforderlich, dass diese für eine wesentlich mildere (oder schärfere) Bestrafung 

oder einen Freispruch erheblich sind (Schmid, Praxiskommentar, a.a.O., Art. 410 

N 14; BSK StPO - Heer, a.a.O., Art. 410 N 65 ff.). Vorausgesetzt ist somit  

vorliegend, dass die fraglichen Tatsachen oder Beweismittel allein oder in  

Verbindung mit früheren Tatsachen und Beweisen einen Freispruch oder doch 

mindestens eine wesentlich mildere Bestrafung zur Folge haben dürften (vgl. 

Schmid, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 

2013, N 1596). 

3.2 Der gegen die Gesuchstellerin I. ausgefällte Strafbefehl datiert vom  

27. März 2014 (Urk. 6/7; Urk. 4/3). Er wurde der Gesuchstellerin I. am 8. April 

2014 zugestellt (Anhang zu Urk. 6/7) und ist hernach in Rechtskraft erwachsen. 

Der Entscheid der Sonderfall- und Einsprachekommission datiert vom 17. Oktober 

2013. Dieses Beweismittel bzw. die aus diesem hervorgehenden Tatsachen  

hatten folglich im Zeitpunkt der Ausfällung des Strafbefehls bereits Bestand.  

Zudem ist aufgrund der Äusserungen der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

erstellt, dass diese im Zeitpunkt der Ausfällung ihres Strafbefehls keine Kenntnis 

des Entscheids bzw. der darin erwähnten Tatsachen hatte (Urk. 1 S. 2). Insofern 

stellen der Entscheid der Sonderfall- und Einsprachekommission vom 17. Oktober 

- 6 - 

2013 bzw. die durch diesen belegten Tatsachen Noven im Sinne von Art. 410 

Abs. 1 lit. a StPO dar. 

3.3.1 Zu prüfen ist sodann die Erheblichkeit der Noven. Ob neue, bereits vor dem 

Entscheid bestehende Tatsachen bzw. ein neues Beweismittel als  

erheblich erachtet werden können, hängt davon ab, ob die Tatsachen bzw. das  

Beweismittel geeignet sind, um eine wesentlich mildere Bestrafung der  

Gesuchstellerin oder gar deren Freispruch herbeizuführen (vgl. BGE 101 IV 247 

E. 2). 

3.3.2 Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. März 2014  

wurde die Gesuchstellerin I. mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 

Fr. 30.– bestraft, da sie in Zusammenwirkung mit ihrem Ehemann verschiedene 

Einkünfte des Mannes im Umfang von insgesamt Fr. 16'616.– nicht gegenüber 

den Sozialbehörden gemeldet haben soll, obwohl sie u.a. beim Ausfüllen der  

Einkommens- und Vermögensdeklaration darauf aufmerksam gemacht worden 

sei, dass Einkommensveränderungen gegenüber den Behörden zu melden sind 

(Urk. 6/6 S. 2 ff.; Urk. 4/3 S. 2 ff.). Gemäss Entscheid der Sonderfall- und  

Einsprachekommission vom 17. Oktober 2013 ist nun davon auszugehen, dass 

die Gesuchstellerin I. die finanzielle Situation ihres Ehemannes nicht einsehen 

konnte. Darüber hinaus ist unklar, ob die Gesuchstellerin I. und ihr Ehemann im 

Zeitraum, in welchem ein Grossteil des Einkommens erwirtschaftet wurde (vgl. 

Urk. 6/6 S. 3; Urk. 4/3 S. 3), überhaupt noch als Unterstützungseinheit betrachtet 

werden konnten (Urk. 4/2). Ein Betrug im Sinne von Art. 146 StGB, wie er im 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. März 2014 als erstellt 

erachtet wurde, ist somit nicht gegeben, fehlt es doch bereits an der  

Unterdrückung der tatbestandswesentlichen Tatsachen, zumal nicht erstellt  

werden kann, dass die Gesuchstellerin I. von diesen überhaupt Kenntnis hatte. In 

Anbetracht dieser Umstände sind die neuen Tatsachen bzw. das neue Beweis-

mittel klar geeignet, um im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO einen Freispruch 

der Gesuchstellerin I. herbeizuführen. 

4. Die sowohl von der Gesuchstellerin I. als auch von der Gesuchstellerin II. 

geltend gemachten Tatsachen sind sowohl neu als auch erheblich. Somit liegt ein  

- 7 - 

Revisionsgrund im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO vor, weshalb die  

vorliegenden Revisionsgesuche gutzuheissen sind. 

III. 

1.1. Heisst das Berufungsgericht ein Revisionsbegehren gut, so hebt es den  

angefochtenen Entscheid ganz oder teilweise auf und weist die Sache zur  

Neubeurteilung zurück oder fällt selbst einen neuen Entscheid in der Sache 

(Art. 413 Abs. 2 StPO). Einen neuen Entscheid in der Sache fällt das  

Berufungsgericht jedoch nur dann, wenn es die Aktenlage erlaubt. Entscheidend 

ist, ob und inwiefern der den Entscheid fällenden Instanz ein Ermessenspielraum 

zukommt (Schmid, Praxiskommentar, a.a.O., Art. 413 N 13; Fingerhuth, a.a.O., 

Art. 413 N 3; BSK StPO - Heer, a.a.O., Art. 413 N 19). Besteht ein zumindest 

nicht unerheblicher Ermessenspielraum betreffend die materiell zu entscheiden-

den Fragen, so ist – insbesondere vor dem Hintergrund des Instanzverlustes 

durch einen reformatorischen Entscheid – kassatorisch zu entscheiden. 

1.2. Vorliegend hat – mit den Anträgen der beiden Gesuchstellerinnen (Urk. 1 

S. 2; Urk. 2 S. 2) – ein Freispruch der Gesuchstellerin I. zu erfolgen. Ein  

Ermessensspielraum besteht nicht. In Anbetracht der Tatsache, dass die  

Aktenlage einen sofortigen Entscheid der Sache erlaubt, ist das vorliegende  

Verfahren im Sinne der Prozessökonomie nicht an die Staatsanwaltschaft  

zurückzuweisen, sondern es ist ein reformatorischer Entscheid zu fällen (vgl. 

Art. 413 Abs. 2 lit. b StPO). 

2. Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. März 2014 

(Unt. Nr. A-3/2013/1223), mit welchem A._____ wegen mehrfachen Betruges im 

Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB mit einer bedingten Geldstrafe von 60 Tages-

sätzen zu je Fr. 30.– bestraft wurde, ist somit aufzuheben. Es ist sodann  

festzuhalten, dass die vormals Beschuldigte A._____ des mehrfachen  

Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB nicht schuldig und freizusprechen ist. 

- 8 - 

3. Die Kosten des Revisionsverfahrens sind sodann ausgangsgemäss auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. Der Gesuchstellerin I. ist mangels erheblicher  

Umtriebe keine Entschädigung zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Die Revisionsbegehren der Gesuchstellerin I. und der Gesuchstellerin II. 

werden gutgeheissen. 

2. Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. März 2014 

(Unt. Nr. A-3/2013/1223), mit welchem A._____ wegen mehrfachen  

Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB mit einer bedingten Geldstrafe 

von 60 Tagessätzen zu je Fr. 30.– bestraft wurde, wird aufgehoben. 

3. Die vormals Beschuldigte A._____ ist des mehrfachen Betruges im Sinne 

von Art. 146 Abs. 1 StGB nicht schuldig und wird freigesprochen. 

4. Die der Gesuchstellerin mit Strafbefehl vom 27. März 2014 auferlegten  

Kosten sind dieser – soweit sie bereits bezahlt wurden – zurückzuerstatten. 

5. Die Kosten des Revisionsverfahrens werden auf die Gerichtskasse  

genommen. 

6. Der Gesuchstellerin I. wird für das Revisionsverfahren keine Entschädigung 

zugesprochen. 

7. Schriftliche Mitteilung an 

− die Gesuchstellerin I. 
− die Gesuchstellerin II. 

sowie nach Eintritt der Rechtskraft an 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (mit den Akten) 
− die Kasse der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
− die Kasse des Obergerichts des Kantons Zürich 

- 9 - 

8. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 25. Juni 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. P. Marti 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. P. Rietmann 
 

 

	Beschluss vom 25. Juni 2014
	I.
	1. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. März 2014 wurde die I. Gesuchstellerin A._____ des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 30.– best...
	2. Mit Eingabe vom 28. April 2014 (Poststempel: 29. April 2014) erhob die  Gesuchstellerin eine – verspätete (vgl. den an Urk. 6/7 angehefteten Zustellungsnachweis) – Einsprache gegen den Strafbefehl (Urk. 2) und legte dieser u.a. die  Kopie eines Ent...
	"1. Es sei die Einsprache der Beschuldigten A._____ als  Revisionsgesuch im Sinne von Art. 411 StPO zu behandeln und es sei gestützt auf Art. 412 StPO darauf einzutreten.
	2. Es sei der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. März 2014 (A-3/2013/1223) gegen A._____ aufzuheben.
	3. Es sei die Beschuldigte A._____ gestützt auf Art. 413 Abs. 2  lit. b StPO freizusprechen, eventualiter sei das Strafverfahren  gegen die Beschuldigte einzustellen."
	II.
	2. Die materielle Prüfung eines Revisionsgesuches gestaltet sich zweistufig. In einem ersten Schritt prüft das Berufungsgericht, ob die geltend gemachten  Revisionsgründe gegeben sind, wobei insbesondere bei den Gründen nach Art. 410 Abs. 1 lit. a StP...
	3.1 Gemäss Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO kann die Wiederaufnahme des  Verfahrens (Revision) unter anderem verlangt werden, wenn neue Tatsachen  oder neue Beweismittel vorliegen, die geeignet sind, einen Freispruch oder eine wesentlich mildere Bestrafung...
	3.1.1 Als neu im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO gelten Tatsachen und  Beweismittel, welche im Zeitpunkt des Urteils (bzw. des Strafbefehls) bereits  vorhanden waren, von welchen der Richter im Zeitpunkt der Urteilsfällung (bzw. der Staatsanwalt...
	3.1.2 Neben dem Vorliegen neuer Tatsachen oder Beweismittel ist zudem  erforderlich, dass diese für eine wesentlich mildere (oder schärfere) Bestrafung oder einen Freispruch erheblich sind (Schmid, Praxiskommentar, a.a.O., Art. 410 N 14; BSK StPO - He...
	3.2 Der gegen die Gesuchstellerin I. ausgefällte Strafbefehl datiert vom  27. März 2014 (Urk. 6/7; Urk. 4/3). Er wurde der Gesuchstellerin I. am 8. April 2014 zugestellt (Anhang zu Urk. 6/7) und ist hernach in Rechtskraft erwachsen. Der Entscheid der ...
	3.3.1 Zu prüfen ist sodann die Erheblichkeit der Noven. Ob neue, bereits vor dem Entscheid bestehende Tatsachen bzw. ein neues Beweismittel als  erheblich erachtet werden können, hängt davon ab, ob die Tatsachen bzw. das  Beweismittel geeignet sind, u...
	3.3.2 Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. März 2014  wurde die Gesuchstellerin I. mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 30.– bestraft, da sie in Zusammenwirkung mit ihrem Ehemann verschiedene Einkünfte des Mannes i...
	4. Die sowohl von der Gesuchstellerin I. als auch von der Gesuchstellerin II. geltend gemachten Tatsachen sind sowohl neu als auch erheblich. Somit liegt ein  Revisionsgrund im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO vor, weshalb die  vorliegenden Revis...
	III.
	1.1. Heisst das Berufungsgericht ein Revisionsbegehren gut, so hebt es den  angefochtenen Entscheid ganz oder teilweise auf und weist die Sache zur  Neubeurteilung zurück oder fällt selbst einen neuen Entscheid in der Sache (Art. 413 Abs. 2 StPO). Ein...
	1.2. Vorliegend hat – mit den Anträgen der beiden Gesuchstellerinnen (Urk. 1 S. 2; Urk. 2 S. 2) – ein Freispruch der Gesuchstellerin I. zu erfolgen. Ein  Ermessensspielraum besteht nicht. In Anbetracht der Tatsache, dass die  Aktenlage einen sofortige...
	2. Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. März 2014 (Unt. Nr. A-3/2013/1223), mit welchem A._____ wegen mehrfachen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB mit einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 30.– bestr...
	3. Die Kosten des Revisionsverfahrens sind sodann ausgangsgemäss auf die Gerichtskasse zu nehmen. Der Gesuchstellerin I. ist mangels erheblicher  Umtriebe keine Entschädigung zuzusprechen.

	Es wird beschlossen:
	1. Die Revisionsbegehren der Gesuchstellerin I. und der Gesuchstellerin II. werden gutgeheissen.
	2. Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. März 2014 (Unt. Nr. A-3/2013/1223), mit welchem A._____ wegen mehrfachen  Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB mit einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 30.– bestr...
	3. Die vormals Beschuldigte A._____ ist des mehrfachen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB nicht schuldig und wird freigesprochen.
	4. Die der Gesuchstellerin mit Strafbefehl vom 27. März 2014 auferlegten  Kosten sind dieser – soweit sie bereits bezahlt wurden – zurückzuerstatten.
	5. Die Kosten des Revisionsverfahrens werden auf die Gerichtskasse  genommen.
	6. Der Gesuchstellerin I. wird für das Revisionsverfahren keine Entschädigung zugesprochen.
	7. Schriftliche Mitteilung an
	 die Gesuchstellerin I.
	 die Gesuchstellerin II.
	sowie nach Eintritt der Rechtskraft an
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (mit den Akten)
	 die Kasse der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Kasse des Obergerichts des Kantons Zürich

	8. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.