# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bec8b53a-6fa8-5cdb-968e-37323c3f4ae2
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.11.2018 I 2018 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-78_2018-11-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 78

Entscheid vom 12. November 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungsanspruch; Rückfallkausalität; 
Listenverletzung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1965) war als Raumpflegerin sowohl bei der B.________ 
AG, Altendorf, als auch der C.________ AG, Bilten, angestellt, als sie am 22. Ja-
nuar 2017 beim Skifahren stürzte. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 21. Fe-
bruar 2017 verletzte sie sich am Thorax (Rippenbruch) sowie am rechten Knie. 
Der behandelnde Arzt attestierte ab dem 23. Januar 2017 eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit (Vi-act. 2). Da A.________ am letzten Arbeitstag vor dem Unfall 
(20.1.2017) für die C.________ AG arbeitete und für diese Arbeit bei der Suva 
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert war, anerkannte die Suva 
ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggeld und 
Heilbehandlung) (Vi-act. 13). Per 20. März 2017 konnte A.________ ihre Tätig-
keit wieder zu 100% aufnehmen (Vi-act. 8; vgl. aber auch Vi-act. 9, wonach sie 
die Tätigkeit per 20.2.2017 wieder aufnahm, was indes dem Arztzeugnis vom 
24.2.2017 mit einer AUF von 100% bis 17.3.2017 widerspricht; Vi-act. 6). 

B. Die C.________ AG meldete am 15. Februar 2018 der Suva aufgrund er-
neuter Kniebeschwerden von A.________ einen Rückfall per 2. Februar 2018 
(Vi-act. 24). Die Suva lehnte am 23. Februar 2018 eine Leistungspflicht ab, da 
kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereig-
nis vom 22. Januar 2017 und den aktuell gemeldeten Beschwerden ab dem 2. 
Februar 2018 bestünden (Vi-act. 32). Da A.________ dies nicht akzeptierte, holte 
die Suva eine ärztliche Beurteilung ein. Mit ärztlicher Beurteilung vom 21. März 
2018 wurde eine Rückfallkausalität abgelehnt (Vi-act. 37), worauf die Suva die 
Ablehnung ihrer Leistungspflicht am 23. März 2018 verfügte (Vi-act. 39).

C. Am 28. März 2018 erhob A.________ Einsprache gegen die ablehnende 
Verfügung (Vi-act. 42). Mit Entscheid vom 28. August 2018 wies die Suva die 
Einsprache ab (Vi-act. 45).

D. Am 12. September 2018 erhebt A.________ gegen den Einspracheent-
scheid vom 28. August 2018 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz mit dem sinngemässen Antrag, den Einspracheentscheid 
aufzuheben und die Suva zur Erbringung der gesetzlichen Leistungen zu ver-
pflichten. 

Mit Vernehmlassung vom 16. Oktober 2018 beantragt die Suva die Abweisung 
der Beschwerde und Bestätigung des Einspracheentscheides vom 28. August 
2018.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 
830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines unge-
wöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträch-
tigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 

Zudem erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei Knochenbrüchen, Ver-
renkungen von Gelenken, Meniskusrissen, Muskelrissen, Muskelzerrungen, 
Sehnenrissen, Bandläsionen sowie Trommelfellverletzungen, sofern diese nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 
UVG) und ausserdem für Schädigungen, die dem Verunfallten bei der Heilbe-
handlung zugefügt werden (Art. 6 Abs. 3 UVG).

Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen. Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder 
teilweise arbeitsunfähig, so hat er Anspruch auf ein Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 
UVG). Wird der Versicherte infolge des Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf 
eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet der Versicherte durch den 
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen 
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) 
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 134 V 109 
Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1 f.). Liegt eine Listenverletzung gemäss Art. 6 
Abs. 2 UVG vor, so besteht die Rechtsvermutung, dass eine leistungspflichtige 
unfallähnliche Körperschädigung gegeben ist, auch wenn die Definitionsmerkma-
le eines Unfalls nicht erfüllt sind. Es müssen weder die Ungewöhnlichkeit, noch 
das äussere Ereignis, noch die Plötzlichkeit gegeben sein, sondern lediglich das 
Vorliegen einer Listendiagnose (Motta et al., Das revidierte Unfallversicherungs-
gesetz ist in Kraft; Soziale Sicherheit 1/2017, S.39; vgl. aber auch Hüsler, Erste 
UVG-Revision: wichtigste Änderungen und mögliche Probleme bei der Umset-
zung, SZS 2017 S. 33 f., der zumindest in Frage stellt, ob nicht weiterhin ein Er-
eignis gefordert werden müsse). Auf der andern Seite kann sich der Unfallversi-
cherer von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er nachweist, dass die einge-

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tretene Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen 
ist (Heinrich, 1. UVG-Revision - Entwicklung der Gesetzgebung, JaSo 2017, 
S. 21 f.).

1.3 Versicherungsleistungen werden gemäss Art. 11 der Verordnung über die 
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vom 20. Dezember 1982 auch für Rück-
fälle und Spätfolgen gewährt. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder-
aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Be-
handlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von 
Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe länge-
rer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders 
gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen 
somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie 
eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwi-
schen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim ver-
sicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater 
Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 f. Erw. 2c S. 296 f. mit Hinwei-
sen). 

1.4 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. A., Art. 43 Rz. 28). Was notwendig ist, er-
gibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen sind, 
und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind die für 
die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in der 
Folge ist der Sachverhalt abzuklären. 

2.1 Betreffend Unfallereignis der Beschwerdeführerin vom 22. Januar 2017 und 
Gesundheitsverlauf ergibt sich aus den Akten:

2.1.1 Am 22. Januar 2017 stürzte die Beschwerdeführerin ohne Fremdeinwirkung 
beim Skifahren auf einem relativ flachen Stück (Blaue Piste; Vi-act. 1).

2.1.2  Wegen anhaltenden Knie- und Thoraxbeschwerden suchte die Beschwer-
deführerin am 24. Januar 2017 Dr.med. D.________ (Facharzt Allgemeine Inne-
re Medizin) auf. Dieser erhob als Befund lokalisierte Thoraxschmerzen links so-
wie am Knie rechts Schmerzen über dem medialen Gelenkspalt. Er veranlasste 
ein MRI des rechten Knies bei Verdacht auf Läsion des Innenmeniskus rechts 
(Vi-act. 18 und 30).

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Am 2. Februar 2017 erfolgte am Spital G.________ das MRI des rechten Knies 
nach Skisturz vom 22. Januar 2017 mit Verdacht auf Läsion des Innenmeniskus 
rechts, medialen Belastungsschmerzen und Frage nach Meniskusläsion, Bone-
Bruise und/oder anderen Pathologien (Vi-act. 30). Es resultierte als Befund und 
Beurteilung:

Befund
Gelenkgerechte Stellung femorotibial/femoropatellar. Unauffällige Darstellung der 
Patellasehne des Retinaculum patellae, des lateralen Seitenbandes und des hinte-
ren Kreuzbandes. Flächenhafte Signalalteration des Innen- und Aussenmeniskus 
jeweils ohne Oberflächenkontakt. Keine osteochondrale Läsion. Keine Frakturzei-
chen.

Beurteilung
Zerrung des vorderen Kreuzbandes bei erhaltener Kontinuität. Zerrung der tiefen 
Schichten des medialen Seitenbandes mit partieller meniskokapsulärer Separation. 
Umschriebenes Bone-Bruise/Markraumödem in Nachbarschaft zur tibiaseitigen In-
sertion des hintern Kreuzbandes, am ehesten Zerrung/Kontusions-bedingt. Leicht-
gradiger Gelenkserguss. Dorsalseitige Kapselzerrung. Degenerative Meniskopa-
thie des Innen- und Aussenmeniskus.

Dr.med. D.________ überwies die Beschwerdeführerin zur Weiterbehandlung an 
den Facharzt Dr.med. E.________ (Facharzt Orthopädische Chirurgie). Dieser 
verordnete am 3. Februar 2017 eine konservative Therapie der MCL-Verletzung. 
Die Beschwerdeführerin erhielt eine Knieorthese (3 Wochen F/E 90-20-0, 3 Wo-
chen 90-10-0) sowie ein Trainingsprogramm. Am 17. März 2017 dokumentierte 
er, anamnestisch gehe es mit dem Knie rechts ganz gut. Als Befund notierte er: 
Kein Erguss, F/E 110-0-0, Lachmanntest negativ, mediale Aufklappbarkeit + in 
20 Grad Flexion. Die Knieorthese wurde für weitere vier Wochen bei freier Be-
weglichkeit verordnet, danach Kniebandage für sechs Wochen. Er gab ein Trai-
ningsprogramm und verordnete Physiotherapie. Am 25. April 2017 zeigte sich 
weiterhin kein Erguss. F/E 120-0-0, die Flexion ab 90° war leicht schmerzhaft. 
Das vordere und hintere Kreuzband war stabil, im Seitenvergleich keine vermehr-
te Aufklappbarkeit. Die Kniebandage sollte die Beschwerdeführerin wei-tertragen 
und das Trainingsprogramm fortführen. Es wurden ihr MTT verordnet und Fahr-
radfahren empfohlen (Vi-act. 21). Am 11. August 2017 wurden noch 18 Behand-
lungen Physiotherapie verordnet (Vi-act. 23).

2.2 Mit Schadenmeldung vom 15. Februar 2018 meldete die Arbeitgeberin ei-
nen Rückfall. Aufgrund erneuter Beschwerden im Knie sei am 2. Februar 2018 
ein MRI durchgeführt worden (Vi-act. 24). Im Arztzeugnis für Rückfall notierte 
Dr.med. E.________, die Beschwerdeführerin sei seit dem Unfall vom 22. Januar 
2017 nie ganz beschwerdefrei geworden. Seit einiger Zeit und immer öfter knicke 
sie ein und beklage dabei Schmerzen (Vi-act. 27). Er veranlasste am 2. Februar 

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2018 ein MRI des rechten Kniegelenkes bei St.n. Kniedistorsion vor 1 Jahr; seit 
einigen Wochen Schmerzzunahme mit Einknicken; St.n. MCL Partialruptur; Ver-
laufskontrolle. Es resultierte als Befund und Beurteilung (Vi-act. 28):

Befund:
Mediales Kompartiment: Komplexer Meniskusriss mit Auffaserung des Meniskus-
hinterhornes, Extrusion des Corpus in den Recessus sowie einem umgeschlagen-
en Lappen angrenzend zur Hinterhornwurzel. Kollateralband elongiert, intakt. Sep-
tierte Baker-Zyste mit hypertropher Synovia, sagittal 7 x 1,6 cm. Auf den Knochen 
sich erstreckende Knorpelverschmälerung der Belastungszone ohne subchondra-
les Knochenmarksödem (ca. 1,2 x 1,4 cm, Grad III).

lntercondyläres Kompartiment: VKB, HKB, Quadrizeps- und Patellarsehne intakt.

Laterales Kompartiment: In die Oberfläche einstrahlende Signalalteration am Me-
niskusvorderhorn. Im Übrigen altersentsprechend normal mit leichter Arthrose. 
Popliteale Bursitis.

Femoro-patelläres Kompartiment: Über 500%ige medial retropatellär betonte 
Knorpelulzerationen (Grad III). Adäquater Befund am inferioren Aspekt der Troch-
lea. Retinacula intakt. Chronische Synovitis.

Beurteilung:
- Mediale Gonarthrose mit fokal deutlicher Chondropathie ohne bone bruise sowie 

komplexem Riss des medialen Meniskushinterhorn/Korpus. Chronische Synovitis 
mit Baker-Zyste.

- Kleiner horizontaler Riss im lateralen Meniskusvorderhorn ohne disloziertes 
Fragment. Mässiggradige, lateral femorotibial und femoropatelläre Chondropa-
thie.

Dr.med. E.________ stellte die Diagnose: "Z.n. Kniedistorsion re mit MCL-
Partial-ruptur 22.1.2017. Jetzt symptomatische Innenmeniskusläsion" (Vi-act. 
27).

2.3 Am 23. Februar 2018 wurde der Versicherungsmedizin der Suva die Frage 
unterbreitet, ob die geltend gemachten Beschwerden ab dem 2. Februar 2018 
mindestens überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 22. Januar 2017 
zurückzuführen seien. Med.pract. F.________ (Facharzt Chirurgie) verneinte 
dies (Vi-act. 31), worauf die Suva der Beschwerdeführerin mitteilte, nicht leis-
tungspflichtig zu sein (Vi-act. 32).

Mit dem ablehnenden Entscheid zeigte sich die Beschwerdeführerin nicht einver-
standen (Vi-act. 33). Nach dem Unfall habe man eine konservative Behandlung 
eingeleitet. Sie habe indes stets Schmerzen gehabt und habe den Arzt entspre-
chend informiert. Er habe sie auch anlässlich der letzten Visite im August 2017 
vertröstet, es brauche seine Zeit. Nach wiederkehrenden Schmerzen und "Einsa-
cken" beim Laufen habe sie den Arzt wieder konsultiert, worauf sich Dr.med. 
E.________ für ein MRI entschieden habe. Dieses bestätige, dass die Be-

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schwerden auf den Unfall zurückzuführen seien und nun ein Eingriff nötig sei. Die 
OP finde am 21. März 2018 statt. 

In der Folge veranlasste die Suva eine fachärztliche Beurteilung durch 
med.pract. F.________ (Vi-act. 35, 37). Nach Zusammenfassung des aktenmäs-
sigen Verlaufs gelangte dieser am 23. März 2018 zur Beurteilung:

(…)

Beim Unfallereignis vom 22.01.2017 kam es zu einer Innenbandzerrung mit partiel-
ler Teilruptur des Innenbandes, sowie einer Zerrung des vorderen und hinteren 
Kreuzbandes, die nach entsprechender konservativer Therapie vollständig aushal-
ten. Bei damals bereits bestehender degenerativer Meniskopathie und Chondropa-
thie, sowie vorliegender Bakker Zyste, als insgesamt Ausdruck einer fortschreiten-
den, altersentsprechenden Arthrose, kam es durch das Ereignis zu einer vorüber-
gehenden, nicht richtungsgebenden Verschlimmerung einer vorbestehenden, 
überwiegend wahrscheinlich durch Abnutzung und Verschleiss bedingten degene-
rativen Erkrankung des Kniegelenkes.

Ohne erneutes Trauma ist die Arthrose im Laufe des folgenden Jahres zunehmend 
fortgeschritten und führte zu den im MRI vom 02.02.2018 beschriebenen überwie-
gend wahrscheinlich degenerativen strukturellen Verschleissläsionen des Innen- 
und Aussenmeniskus sowie zum Fortschreiten der überwiegend wahrscheinlich 
degenerativen Chondropathie. Eine Rückfallkausalität ist daher neuerlich nicht ge-
geben.

Mit Verfügung vom 23. März 2018 stellte die Suva fest, aufgrund der medizini-
schen Unterlagen bestehe kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusam-
menhang zwischen dem Ereignis vom 22. Januar 2017 und den gemeldeten Be-
schwerden ab dem 2. Februar 2018. Demzufolge lehnte sie eine Leistungspflicht 
ab (Vi-act. 39).

3.1 In der Einsprache vom 28. März 2018 verwies die Beschwerdeführerin auf 
ihren behandelnden Arzt Dr.med. E.________, gemäss dem in keinster Weise 
eine Krankheit vorliege. Am 21. März 2018 sei eine Teilmeniskusentfernung 
durchgeführt worden, die nicht im Geringsten etwas mit Arthrose zu tun habe. 
Und selbst wenn die notwendige Operation in keinem Zusammenhang mit dem 
Unfall vom 22. Januar 2017 stehe, müssten die Kosten der Meniskusoperation 
von der Unfallversicherung übernommen werden. Seit Januar 2017 sei ein neues 
Gesetz in Kraft, wonach die Unfallversicherung solche Fälle übernehmen müsse 
und nicht auf die Krankenkasse abschieben könne. Sie ersuchte daher um Auf-
hebung der Verfügung vom 23. März 2018 sowie Verzicht auf Kostenüberwäl-
zung auf die Krankenkasse (Vi-act. 42).

3.2 Im Einspracheentscheid vom 28. August 2018 führt die Suva aus, streitig 
sei, ob die am 15. Februar 2018 als Rückfall gemeldeten Beschwerden auf das 
Ereignis vom 22. Januar 2018 zurückzuführen seien. Diesen Grundfall habe die 

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Suva ausdrücklich anerkannt. Die von der Beschwerdeführerin in der Einsprache 
erwähnte gesetzliche Neuregelung von Art. 6 Abs. 2 UVG gelange hier daher von 
vornherein nicht zur Anwendung, stelle sich doch die Frage nach dem Vorliegen 
einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne dieser Bestimmung nur dann, 
wenn ein Unfall als solcher nicht anerkannt werden könne. Da er im vorliegenden 
Fall anerkannt worden sei, müsse nur die Unfallkausalität der als Rückfall gemel-
deten Beschwerden geprüft werden. Mit Verweis auf die ärztliche Beurteilung von 
med.pract. F.________ hat die Suva die Rückfallkausalität verneint. Ein natürli-
cher Kausalzusammenhang zwischen den als Rückfall gemeldeten Kniebe-
schwerden rechts und dem Unfallereignis vom 22. Januar 2017 sei nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben; eine bloss mögliche Unfallkausalität 
genüge für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (Vi-act. 45).

4.1 Das Unfallereignis vom 22. Januar 2017 ist unbestritten und ebenso, dass 
die Beschwerdeführerin dabei eine Kniedistorsion mit medialer Instabilität des 
rechten Kniegelenks wegen einer Partialruptur des medialen Seitenbandes sowie 
eine Rippenfraktur links erlitten hat. Die Zerrung des vorderen Kreuzbandes, eine 
Zerrung der tieferen Schichten des medialen Seitenbandes mit partieller Separa-
tion und eine Zerrung des hinteren Kreuzbandes sind als unfallkausale Folgen 
unbestritten (vgl. ärztliche Beurteilung, Vi-act. 37, sowie Einspracheentscheid, 
Erw. 3. a/ee, Vi-act. 45).

4.2 Unbestritten ist ebenso der medizinische Befund, welcher der Schaden-
meldung vom 15. Februar 2018 zugrunde liegt. Der Versicherungsmediziner be-
schreibt mit Verweis auf den MRI-Befund vom 2. Februar 2018 eine mediale  
Gonarthrose mit lokal deutlicher Chondropathie ohne Bone bruise sowie komple-
xem Riss des medialen Meniskushinterhorns, eine chronische Synovitis mit Ba-
ker Zyste, ein kleiner Riss im lateralen Meniskusvorderhorn sowie eine mässig-
gradige lateral femoral und femoropatellare Chondropathie (Vi-act. 45). 

4.3.1  Die Suva lehnt eine Leistungspflicht ab. Sie begründet dies einerseits da-
mit, dass keine Rückfallkausalität bestehe. Der Versicherungsmediziner zeige 
schlüssig und nachvollziehbar auf, dass bereits das MRI vom 2. Februar 2017 
degenerative Veränderungen des rechten Kniegelenkes gezeigt habe. Das Unfal-
lereignis habe zu einer vorübergehenden, nicht richtunggebenden Verschlimme-
rung geführt. Im Laufe des folgenden Jahres sei die Arthrose zunehmend fortge-
schritten und habe zu den im MRI vom 2. Februar 2018 beschriebenen degene-
rativen strukturellen Verschleissläsionen des Innen- und Aussenmeniskus und 
der degenerativen Chondropathie geführt. 

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Dieser Beurteilung kann grundsätzlich gefolgt werden. Der MRI-Befund vom 
22. Januar 2017 ergab in Bezug auf den Meniskus einzig gewisse degenerative 
Veränderungen. Ein Riss wurde nicht festgestellt. Erst ein Jahr nach dem ur-
sprünglichen Unfallereignis wurde anlässlich einer weiteren MRI-Untersuchung 
neu ein Meniskusriss festgestellt.  

Der Nachweis der Unfallkausalität von Beschwerden, welche im Rahmen einer 
Leistungsanerkennung gar nicht thematisiert worden sind, treffen nicht den Un-
fallversicherer (vgl. Urteil BGer 8C_819/2016 vom 4.8.2017 Erw. 4.3). Vorliegend 
trifft mithin die Versicherte die Pflicht, einen Kausalzusammenhang zwischen 
dem Unfallereignis vom 22. Januar 2017 und dem erst viel später festgestellten 
Meniskusriss zu erbringen. Dieser Nachweis gelingt ihr nicht. Vielmehr legt 
pract.med. F.________ nachvollziehbar dar, dass eine Rückfallkausalität nicht 
gegeben ist. 

4.3.2  Die Suva sah anderseits keine Veranlassung, das Vorliegen der von der 
Beschwerdeführerin geltend gemachten unfallähnlichen Körperverletzung 
gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG zu prüfen. Sie habe das Unfallereignis vom 22. Janu-
ar 2017 anerkannt, was das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung 
ausschliesse. Dem kann in der aufgeführten Absolutheit nicht gefolgt werden.

Das Gericht geht mit der Suva einig, dass sich die Frage einer unfallähnlichen 
Körperverletzung nicht stellt, wenn einerseits das Unfallereignis anerkannt ist und 
anderseits ebenso die Ursächlichkeit des anerkannten Unfallereignisses für den 
anerkannten medizinischen Befund. Wenn jedoch - wie vorliegend - zum einen 
das Unfallereignis und zum andern ein medizinischer Befund je unbestritten sind, 
indes die Kausalität verneint wird, dann ist keineswegs ausgeschlossen, dass die 
nicht unfallkausalen Beschwerden eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 
UVG darstellen und damit eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht. 
Mit anderen Worten stellt sich die Frage einer Listenverletzung gerade weil die 
(Rückfall-)Kausalität verneint wird. Es handelt sich in diesem Fall um Beschwer-
den, die offenbar losgelöst vom anerkannten Unfallereignis bestehen. 

4.4 Wird die Unfallkausalität verneint, obliegt es nicht dem Unfallversicherer, 
mögliche Gründe für die Körperschädigung darzulegen, den Beweis für unfall-
fremde Ursachen zu erbringen (Urteil BGer 8C_682/2015 vom 1.3.2016 Erw. 2.2 
m.w.H.). Gleichzeitig aber hat der Versicherungsträger die Begehren der Versi-
cherten zu prüfen und dazu die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor-
zunehmen und das Recht von Amtes wegen anzuwenden (Urteil BGer 
8C_819/2017 vom 25.9.2018 Erw. 5.1; Art. 43 ATSG; Kieser, a.a.O., Art. 43 

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Rz 10). Dazu gehört auch die Frage, ob eine Leistungspflicht aufgrund einer Lis-
tenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG besteht.

4.5.1  Entgegen der von der Beschwerdeführerin geäusserten Meinung zieht das 
Vorliegen einer Listenverletzung noch nicht zwingend eine Leistungspflicht des 
Versicherungsträgers nach sich. Art. 6 Abs. 2 UVG stellt eine Rechtsvermutung 
auf und eröffnet dem Unfallversicherer die Möglichkeit des Befreiungsbeweises 
(vgl. Erw. 1.2). Mithin besteht - wie bereits erwähnt - für die Suva keine Leis-
tungspflicht, wenn die Kniebeschwerden rechts zwar eine Listenverletzung dar-
stellen, aber vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind, 
wofür die Suva beweispflichtig ist (vgl. OFK/KVG/UVG-Gehring, UVG Art. 6 N 6 
ff; KOSS-Nabold, Art. 6 UVG N 45 f; Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste Än-
derungen und mögliche Probleme bei der Umsetzung, SZS 2017 S. 32 ff; sowie 
speziell zum Meniskusriss als Listenverletzung: Samuelsson, Neuregelung der 
unfallähnlichen Körperschädigung - Das Beispiel des Meniskusrisses, SZS 2018 
S. 335 ff.). 

4.5.2  Aus den vorhandenen Akten ergibt sich, dass die Listenverletzung in casu 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (Art. 6 Abs. 2 
UVG), wobei "vorwiegend" analog zu Art. 9 Abs. 1 UVG zu verstehen ist, mithin 
die Abnützung oder Erkrankung mehr als 50% aller mitwirkenden Ursachen 
ausmachen muss (vgl. KOSS - Nabold, Art. 6 UVG N 44 m.H.). Bei der Versi-
cherten wurden schon vor Feststellung des Meniskusrisses erhebliche degenera-
tive Veränderungen am Meniskus entdeckt (vgl. MRI-Befund vom 2.2.2017). Im 
Weiteren wurden im Rahmen der zweiten MRI-Untersuchung neben dem Hinter-
hornriss eine Gonarthrose und weitere degenerative Veränderungen (z.B. Baker 
Zyste, welche i.d.R. eine Begleiterscheinung einer Arthrose oder von Rheuma ist, 
vgl. Springer Lexikon Medizin, S. 215; Chondropathie, d.h. eine degenerative 
Veränderung des Gelenkknorpels, Springer Lexikon Medizin, S. 377) festgestellt. 
Ein blutiger Erguss, Blutungsresiduen oder Begleitverletzungen, welche auf eine 
traumatische Genese des Meniskusrisses hindeuten würden (Samuelsson, Neu-
regelung der unfallähnlichen Körperschädigung, SZS 2018 S. 352 m.H.), wurden 
nicht festgestellt. Ein (nach dem Unfall vom 22.1.2017 eingetretenes) initiales Er-
eignis, welches mit einer plötzlichen Rissbildung einhergegangen sein könnte, 
kann nicht genannt werden, ebenso wenig ein (nach dem Unfall vom 22.1.2017) 
eingetretenes Traumaereignis. Med.pract F.________ hält nach Einsicht in den 
MRI-Befund vom 2. Februar 2018 korrekt fest, dass bereits im Rahmen der nach 
dem Unfallereignis vom 22. Januar 2017 vorgenommenen Abklärungen erhebli-
che degenerative Veränderungen im Bereich des Meniskus festgestellt wurden. 
Ohne nennbares Trauma sei die Arthrose im Laufe des folgenden Jahres fortge-

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schritten und habe zu den im MRI-Befund vom 2. Februar 2018 beschriebenen 
strukturellen Verschleissläsionen des Innen- und Aussenmeniskus sowie zum 
Fortschreiten der Chondropathie geführt. Sowohl die Chondropathie als auch die 
Verschleissläsionen am Innen- und Aussenmeniskus beurteilt med.pract. 
F.________ als überwiegend wahrscheinlich degenerativer Natur. Diese Ein-
schätzung ist aufgrund des Vorbefundes, der Art der festgestellten Verletzung, 
des Alters der Versicherten und den vorstehenden Ausführungen zu den vorhan-
denen degenerativen Veränderungen nachvollziehbar und begründet. Eine di-
vergierende medizinische Einschätzung liegt nicht vor. Insbesondere kann aus 
dem Arztzeugnis von Dr.med. E.________ vom 20. Februar 2018 nicht ge-
schlossen werden, dass die Verletzung vorwiegend auf einen Unfall zurückzu-
führen ist. Dr.med. E.________ verweist einzig auf das Unfallereignis vom 22. 
Januar 2017, welches jedoch nach dem Gesagten nicht überwiegend wahr-
scheinlich in einem Kausalzusammenhang mit dem erst viel später aufgetretenen 
Meniskusriss steht. 

Es liegen mithin mehr Indikatoren für das Vorliegen einer degenerativ oder 
krankhaft begründeten Meniskusläsion vor, als für eine traumatische Pathogene-
se (vgl. Samuelsson, a.a.O., S. 356 m.H.). Damit ist der Nachweis erbracht, dass 
der Meniskusriss in casu vorwiegend auf Degeneration, mithin Abnützung 
zurückzuführen ist, weshalb keine Leistungspflicht des Unfallversicherers be-
steht. 

Die Beschwerde ist damit abzuweisen. 

5. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a 
ATSG). 

12

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 12. November 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. November 2018