# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3b758d3-bb18-5aac-a4d3-f407e0f7262a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.07.2010 D-4708/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4708-2010_2010-07-05.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4708/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiberin Anna Kühler.

A._______, geboren B._______,
Nepal,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. Juni 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4708/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 24. August 
2009 aus seinem Heimatland ausreiste und mit der Hilfe eines Schlep-
pers über C._______ und D._______ am 28. September 2009 in die 
Schweiz  einreiste,  wo  er  gleichentags  im  E._______  um  Asyl 
nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im F._______ vom 12. Oktober 
2009  sowie  der  direkten Anhörung  vom  30.  Oktober  2009  zur 
Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, seine 
Familie habe mit der benachbarten Bauernfamilie um das gemeinsam 
bearbeitete Land gestritten, 

dass die Nachbarn das Land gepachtet, aber schlecht bewirtschaftet 
und vernachlässigt  hätten,  so  dass sein  Vater  sie  zur  Rechenschaft 
gezogen habe, 

dass sein Vater vom Nachbarn bedroht worden sei und er die Polizei 
verständigt  habe, diese jedoch mangels Beweisen nichts gegen den 
Nachbarn habe unternehmen können, 

dass der Nachbar, zusammen mit mehreren anderen Männern, eines 
Nachts in sein Haus eingedrungen sei und ihn geschlagen habe, 

dass die Männer ihm gesagt hätten, das Land und das ganze Gebiet  
gehöre ihnen, 

dass er erneut  die Polizei  um Hilfe gebeten und zusammen mit  vier 
oder fünf Polizisten den Nachbarn aufgesucht habe, 

dass die Polizei den Nachbarn angewiesen habe, mit ihm zu kooperie-
ren, 

dass eines Nachts mehrere Bauerngruppierungen gemeinsam mit der 
G._______,  welche  zu  den  Z._______  gehöre,  zu  seinem  Haus 
gekommen  seien,  demonstriert  und  protestiert  sowie  das  Haus 
demoliert und ihn sowie seinen Vater geschlagen hätten,

dass sie ihm gedroht hätten, sie würden ihn umbringen, wenn sie ihn 
noch einmal im Dorf sehen würden, 

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dass die Z._______ ihn im ganzen Land suchen würden, weshalb er 
geflohen sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 18. Juni 2010 – eröffnet am 22. Juni 
2010 – auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 
142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  eingeräumten 
Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben 
und könne dafür keine entschuldbaren Gründe vorbringen,

dass der Beschwerdeführer eine Kopie seines Nationalitätenausweises 
eingereicht und vorgebracht habe, das Original befinde sich zu Hause 
bei seinen Eltern, er jedoch nicht versucht habe, diese zu kontaktieren, 

dass der Beschwerdeführer darauf hingewiesen worden sei, dass eine 
Kopie kein amtliches Dokument sei, und dazu aufgefordert worden sei, 
seinen Nationalitätenausweis im Original einzureichen, 

dass der Beschwerdeführer dieser Aufforderung nicht nachgekommen 
sei und auch keine entsprechenden Bemühungen nachgewiesen oder 
solche glaubhaft dargelegt habe, weshalb davon auszugehen sei, dass 
er nicht gewillt sei, seine Identität mit Ausweispapieren zu belegen, 

dass demnach keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es 
dem Beschwerdeführer  verunmöglichen  würden,  Reise-  oder  Identi-
tätspapiere einzureichen, 

dass der Beschwerdeführer vorgebracht  habe, vom Pächter und von 
Leuten  einer  Bauerngruppierung  sowie  von  Angehörigen  einer 
Gruppierung  der  Z._______  angegriffen,  verprügelt  und  bedroht 
worden zu sein, 

dass Übergriffe durch Dritte oder Befürchtungen, künftig solchen aus-
gesetzt zu sein, jedoch nur dann asylrelevant seien, wenn der Staat  
seiner  Schutzpflicht  nicht  nachkomme  oder  nicht  in  der  Lage  sei, 
Schutz zu gewähren, 

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dass der Schutz generell dann nicht gewährleistet sei, wenn der Staat  
geeignete Massnahmen treffe, um die Verfolgung zu verhindern,  und 
um Schutz nachsuchende Personen auch effektiv Zugang zu diesem 
Schutz hätten, 

dass der Beschwerdeführer angegeben habe, zwei Mal bei der Polizei 
Meldung erstattet  zu haben,  wobei  die Polizei  sich der  Sache beide 
Male angenommen habe, die bekannten Beteiligten der Auseinander-
setzungen aufgesucht  und sie aufgefordert  habe, den Streit  beizule-
gen, weshalb der Staat vorliegend seinen Schutzpflichten nachgekom-
men sei, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers aus diesem Grund keine 
asylbeachtliche Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG darstellen wür-
den, 

dass bei offensichtlich fehlender Asylrelevanz darauf verzichtet werden 
könne, auf allfällige Unglaubhaftigkeitselemente in den Vorbringen des 
Beschwerdeführers einzugehen, 

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und Art. 7 AsylG deshalb nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  sodann  zulässig,  zumutbar  und 
möglich sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  29. Juni 2010  gegen 
diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 
das Verfahren zwecks materieller Prüfung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen, eventualiter sei ihm die vorläufige Aufnahme infolge Unzuläs-
sigkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im 
Sinne von Art. 83 Abs. 3 beziehungsweise Abs. 4 des Bundesgesetzes 
vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
(AuG, SR 142.20) zu gewähren, und in prozessualer Hinsicht sei ihm 
die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) zu gewähren sowie auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses zu verzichten, 

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dass die vorinstanzlichen Akten am 1. Juli 2010 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

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dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), 

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist,  
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.), 

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheids auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessge-
genstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73), 

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt, 

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der  
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flücht lingsei-
genschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf  
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des  Asylgesuchs  am  28.  September  2009  im  E._______ 
beziehungsweise  in  den  48  Stunden  nach  der  diesbezüglichen 
Aufklärung durch Vorhalt  eines  Informationsblattes  ein  Dokument  zu 
seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben, 

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dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Voraussetzung 
für  ein  Nichteintreten  wegen  fehlender  Papiere  vorliegend  erfüllt  ist 
(vgl. zum Begriff  „Reise- oder Identitätspapier“  BVGE 2007/7 E. 4-6, 
S. 58 ff.), 

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe von Reise- 
oder Identitätspapieren erklärte, er habe keinen Pass und seine Identi-
tätskarte befinde sich zu Hause bei seinen Eltern (vgl. act. A 1/12 S. 3 
f.), 

dass er ferner angab, er trage immer nur eine Kopie der Identitätskarte 
bei sich, nie das Original, und er wisse nicht, wo sein Vater sei, da er  
keine Telefonnummer und keinen Kontakt mit seiner Familie habe (act. 
A 1/12 S. 4), 

dass er anlässlich der Anhörung im F._______ zugab, er habe nichts 
unternommen, um seine Papiere zu beschaffen (act. A 12/10 S. 3), 

dass er geltend machte, er habe deshalb keinen Kontakt zu seinen El-
tern, weil er nicht wisse, wo sie hingegangen seien, 

dass er auf die Frage, wann seine Eltern das Haus verlassen hätten,  
antwortete,  dass  sie  noch  zu  Hause  gewesen  seien,  bevor  er  weg-
gegangen sei, 

dass er ferner vorbrachte, er wisse nicht, wohin seine Eltern danach 
hingegangen seien, und er habe auch nicht versucht, sie zu kontaktie-
ren, so dass ihm nicht bekannt sei, ob sie nicht eventuell noch zu Hau -
se kontaktierbar seien,

dass das BFM demnach zu Recht davon ausging, für das Nichteinrei-
chen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  innerhalb  der  Frist  von  48 
Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs würden keine entschuldba-
ren Gründe vorliegen, 

dass nämlich der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführers in 
der Beschwerde, er habe zunächst  keinen Kontakt mit  seinen Eltern 
aufnehmen können, weil diese auch geflüchtet seien, nicht mit seiner 
Äusserung  in  der  Befragung  und  Anhörung  übereinstimmt,  er  wisse 
nicht,  ob diese noch zu Hause seien (vgl. act. A 1/12 S. 6 und act. 
A 12/10 S. 3), und deshalb als unglaubhaft beziehungsweise nachge-
schoben zu bewerten ist, 

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dass die weitere Aussage in der Beschwerde, es sei dem Beschwerde-
führer  mittlerweile  gelungen,  in  der  Schweiz  Kontakte  zu  nepalesi -
schen Mitbürgern zu knüpfen, über welche er auch seine Eltern wieder 
habe  kontaktieren  können,  nicht  geeignet  ist,  die  Nichtabgabe  von 
Identitätsdokumenten zu entschuldigen, 

dass  die  pauschale  Aussage  in  der  Beschwerde,  es  sei  dem  Be-
schwerdeführer nun möglich, Papiere zu beschaffen, unbehelflich ist, 
da es bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht 
um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der be-
reits existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere 
geht (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5.c.aa S. 109 f.), weshalb sich an die-
ser Beurteilung selbst dann nichts ändern würde, wenn der Beschwer -
deführer die Reise- oder Identitätspapiere nun noch einreichen würde, 

dass  ihm  deshalb  keine  Frist  zur  Beschaffung  solcher  Papiere  zu 
gewähren ist, zumal ihm dazu seit der Einreichung seines Asylgesuchs 
im September 2009 genügend Zeit zur Verfügung stand,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, er sei aufgrund einer Streitigkeit um die 
Bewirtschaftung des Landes, welche dazu geführt habe, dass ihn die 
Bauerngruppierungen  und  die  G._______  sowie  die  Z._______ 
verfolgt hätten, aus Nepal geflüchtet, 

dass für die weiteren Einzelheiten betreffend den zur Begründung des 
Asylgesuchs  geltend  gemachten  Sachverhalt  auf  die  Protokolle  der 
Befragung vom 12. Oktober 2009 und der Anhörung vom 30. Oktober 
2009  sowie  auf  die  Verfügung  des  BFM vom 18. Juni  2010 zu  ver -
weisen ist, 

dass das BFM in der  angefochtenen Verfügung mit  zutreffender  Be-
gründung  darlegte,  weshalb  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
zur Begründung seines Asylgesuchs nicht asylrelevant sind, 

dass  diesbezüglich  auf  die  Erwägungen  in  der  angefochtenen  Ver-
fügung zu verweisen ist, 

dass der vorinstanzlichen Würdigung in der Beschwerde unter Verweis 
auf  einen  Bericht  von amnesty  international  entgegengehalten  wird, 
weder  das  nepalesische Justizsystem noch die  nepalesische Polizei 
seien in einem rechtsstaatlich befriedigenden Zustand, weshalb viele 

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der  im  Bürgerkrieg  begangenen  Verbrechen  immer  noch  ungesühnt 
seien, 

dass weiter eingewendet wird, es werde auch immer wieder über das 
besonders harte Vorgehen der Polizei gegenüber Zivilisten berichtet, 

dass die pauschalen Hinweise auf die Menschenrechtslage in der Be-
schwerde  die  vorinstanzliche  Argumentation  indessen  nicht  zu  ent-
kräften vermögen und die angebliche Verfolgung durch die G._______ 
und  die  Z._______  in  der  Beschwerde  nicht  substanziiert  dargelegt 
wird,

dass der Beschwerdeführer auch nicht dartut, er werde wegen seiner 
Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten so-
zialen Gruppe oder wegen seiner politischen Anschauungen ernsthaf-
ten Nachteilen ausgesetzt oder habe begründete Furcht, aufgrund die-
ser  Motive  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (vgl.  Art.  3 
AsylG), 

dass  aus  seinen  Ausführungen  vielmehr  zu  folgern  ist,  der  geltend 
gemachten Auseinandersetzung liege eine Landstreitigkeit zugrunde,

dass aus dem Umstand, dass die Vorinstanz auf weitere Voraussetzun-
gen  des  Flüchtlingsbegriffs  nicht  einging,  keineswegs  zu  schliessen 
ist, diese Erfordernisse seien erfüllt,

dass  vor  diesem Hintergrund  ohne  weitere  Erörterungen  festgestellt 
werden kann,  dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht  erfüllt  und auch zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 
Abs. 3 Bst. c AsylG nicht notwendig sind, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, 

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetz-
lichen Bestimmungen steht  und demnach vom Bundesamt zu Recht 
angeordnet wurde,

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dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
(Hrsg.), Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip  des flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt  und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass weder die allgemeine Lage in Nepal noch individuelle Gründe auf  
eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  keine  weiteren  persönlichen  Gründe  ersichtlich  sind,  aufgrund 
derer geschlossen werden könnte, der junge und gesunde Beschwer-
deführer gerate im Fall der Rückkehr in sein Heimatland in eine exis-
tenzbedrohende Situation, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Beschwerdebe-
gehren nach dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind, 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- das W._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Anna Kühler

Versand: 

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