# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ef5fde6-946d-5b7e-b3d2-7ca4bf3ef5d8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 04.06.2021 530 21 4 (530 2021 4)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_530-21-4_2021-06-04.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 4. Juni 2021 (530 21 4) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Besteuerung faktisch getrennter Ehegatten 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Steuerrichter Dr. L. Schneider, 
Steuerrichter Jörg Felix, Stefan E. Schmid, Michael Angehrn, Gerichts-
schreiber D. Kambanas 
 
 

Parteien A.____, vertreten durch Expat Swiss Tax Return GmbH, Stöberstrasse 
35, 4055 Basel 

 
 Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Beschwerdegegnerin 
 
 
 

betreffend direkte Bundessteuer 2018 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
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Sachverhalt: 

 

A.  

Mit Verfügung der Staatssteuer 2018 vom 18. Juni 2020 wurde das im Kanton Basel-Landschaft 

steuerbare Einkommen des Pflichtigen auf Fr. 212’000.-- und das satzbestimmende Einkom-

men auf Fr. 211’500.-- festgesetzt, wobei die geltend gemachten Unterhaltszahlungen in Höhe 

von Fr. 84’000.-- steuerlich nicht berücksichtigt wurden, hingegen satzbestimmend eine Eigen-

mietwertaufrechnung von Fr. 7'938.-- vorgenommen wurde. 

 

 

B.  

Mit Eingabe vom 25. Juni 2020 erhob die Vertreterin des Pflichtigen Einsprache gegen diese 

Veranlagungsverfügung und machte geltend, der Pflichtige lebe getrennt von seiner Ehefrau, 

weshalb der von ihm bezahlte Unterhalt steuermindernd zu akzeptieren sei. Zudem werde die 

gemeinsame Liegenschaft in Grossbritannien zu 100 % durch die darin mit den Kindern wohn-

hafte Ehefrau versteuert. Der Pflichtige bezahle nur den abgemachten Unterhalt. 

 

Mit Einspracheentscheid vom 11. Januar 2020 wies die Steuerverwaltung die Einsprache ab. 

Zur Begründung führt sie aus, dass Unterhaltszahlungen nur dann abzugsfähig seien, wenn 

sich die Ehegatten tatsächlich getrennt hätten und nicht mehr zusammenleben wollten. Deshalb 

komme dem Trennungswillen entscheidende Bedeutung zu. Da das Steuerrecht jedoch nicht 

alleine auf den Zivilstand abstelle, sei anhand der Lebensumstände zu bestimmen, ob eine tat-

sächliche Trennung mit der Veranlagungen als Einzelpersonen oder eine bloss örtliche Tren-

nung und der daraus folgenden gemeinsamen Ehegattenveranlagung anzunehmen sei. Dies 

gelte auch im internationalen Verhältnis. Eine getrennte Veranlagung von Ehegatten werde un-

ter folgenden kumulativen Voraussetzungen zugelassen: Es müssten zwei getrennte Wohnsit-

ze / Wohnstätten vorliegen, es besteht keine Gemeinschaftlichkeit der Mittel für Wohnung und 

Lebensunterhalt und die eheliche Gemeinschaft muss tatsächlich aufgehoben sein, was insbe-

sondere anhand des gesellschaftsmässigen Auftretens der Ehegatten beurteilt werde. Zudem 

müsse die Trennung mindestens ein Jahr dauern. lm Einspracheentscheid zur Steuerperiode 

2016 vom 18. Juni 2019 sei die kantonale Steuerverwaltung gestützt auf die Vereinbarung der 

Ehegatten vom 19. Dezember 2014 zum Schluss gekommen, dass diese nicht getrennt seien, 

sondern lediglich über einen örtlich getrennten Wohnsitz verfügten. Das Einkommen des haupt-

verdienenden Ehemanns sei gemeinschaftlich für den Familienunterhalt und für die gemeinsa-

me Liegenschaft verwendet worden, weswegen sie pro 2016 auch als Ehepaar besteuert wor-

den seien. Unterhaltsbeiträge seien deshalb keine zum Abzug zugelassen worden, dafür hätten 

sie vom günstigeren Familiensteuertarif profitiert. In der Folgeperiode 2017 seien sie wiederum 

als ungetrenntes Ehepaar besteuert worden, wobei dem Pflichtigen ein Alimentenabzug im Um-

fang von Fr. 78'048.-- zugestanden worden sei. Später hätten die Pflichtigen die Vereinbarung 

über das «freiwillige Getrenntleben» mit Datum vom 31. Dezember 2017 angepasst. Es stelle 

sich folglich die Frage, ob der Pflichtige abweichend vom Einspracheentscheid vom 18. Juni 

2019 für das Steuerjahr 2016 und von der früheren Vereinbarung vom 19. Dezember 2014 in 

der Schweiz als Einzelperson besteuert werden könne. Nur in diesem Fall sei ein Alimentenab-

zug vorzunehmen. In der mit der Ehefrau getroffenen Vereinbarung vom 31. Dezember 2017 

seien neu monatliche Zahlungen an sie in Höhe von Fr.  7'000.-- zur Bestreitung der Kosten des 

 
 
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gemeinsamen Hauses sowie des Familienunterhalts festgelegt worden. Darüberhinausgehende 

Unterstützungsleistungen an die Ehefrau oder Finanzierungszahlungen der Liegenschaft seien 

weiterhin ausgeschlossen. Allerdings seien laut der angepassten Vereinbarung zusätzliche Un-

terstützungsleistungen zugunsten der Kinder vorbehalten worden. Die revidierte Vereinbarung 

erweise sich gegenüber der Vorgängerversion insgesamt als ähnlich. Der Pflichtige müsse 

mangels detaillierter Angaben zu den Einkünften der Ehefrau weiterhin als Hauptverdiener der 

Familie betrachtet werden. Die Liegenschaft, welche nach wie vor als «family home» bezeich-

net werde, stehe im Eigentum beider Ehegatten und werde nicht ausschliesslich vom Pflichtigen 

finanziert. Diese Umstände liessen den Schluss zu, dass eine Gemeinschaftlichkeit der finanzi-

ellen Mittel im streitbetroffenen Jahr noch immer zu bejahen sei. Gleichzeitig erweise sich die 

Festsetzung eines monatlich gleichbleibenden Überweisungsbetrags bloss als Zahlungsmodali-

tät und nicht als steuerlich abziehbare Unterhaltszahlung an den getrenntlebenden Ehegatten 

und die minderjährigen Kinder. Es sei deshalb von einer bloss örtlich gelebten Trennung des 

Ehepaares auszugehen.  

 

 

C.  

Mit Schreiben vom 10. Februar 2021 erhebt die Vertreterin Beschwerde mit dem sinngemässen 

Begehren, es seien die Einkünfte beider «Ehegatten» nicht satzbestimmend zu addieren, da 

der Beschwerdeführer und B.____ keine örtlich getrennte Ehe oder Partnerschaft führten. Zur 

Begründung führt sie aus, der Beschwerdeführer lebe seit fast 10 Jahren alleine in seiner Woh-

nung in der Gemeinde C.____ während B.____ in England lebe. Die Ehepartner hätten somit 

zwei getrennte Wohnsitze. Es sei zwar geplant gewesen, dass die Familie in die Schweiz um-

ziehe, B.____ habe jedoch keine Ehe auf Distanz gewollt. Der Trennungswille sei zwar definitiv, 

eine formelle Scheidung in Grossbritannien sei aber am günstigsten, wenn diese bis zum Ren-

tenalter aufgeschoben würde. Zudem könne so der Stress für die beiden minderjährigen Töch-

ter reduziert werden. Es bestünde keine Gemeinschaftlichkeit der Mittel für Wohnung und Le-

bensunterhalt. So habe der Beschwerdeführer im streitbetroffenen Jahr jeden Monat Alimente 

in Höhe von Fr. 7'000.-- an das Konto D.____ bei der Bank E.____ bezahlt, das B.____ alleine 

gehöre. Somit werde kein Geldbetrag an ein «joint account» oder an die F.____ Building 

Society überwiesen; es handle sich damit um steuerlich abziehbare Unterhaltszahlung an den 

getrenntlebenden Ehegatten. Schliesslich sei die eheliche Gemeinschaft mit den Verträgen vom 

19. Dezember 2014 resp. vom 31. Dezember 2017 aufgehoben worden, sodass auch kein ge-

meinschaftliches gesellschaftliches Auftreten mehr vorliege.  

 

In Ihrer Vernehmlassung vom 7. April 2021 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung der 

Beschwerde. Sie führt zur Begründung aus, dass die Ehegatten mit der Vereinbarung vom 

19. Dezember 2014 festgehalten hätten, dass sie hätten getrennt leben wollen und der Be-

schwerdeführer die Hälfte seines Einkommens für den Unterhalt des gemeinsamen Hauses, 

B.____ und die beiden Töchter bezahlt habe. Am «Verheirateten-Status» sei explizit festgehal-

ten worden. Mit der Vereinbarung vom 31. Dezember 2017 sei die vorherige Vereinbarung er-

setzt worden. Neu seien lediglich die Festlegung des monatlich zu bezahlenden Betrags von 

Fr. 7'000.-- sowie der Verzicht auf den «Verheirateten-Status» (legal wedding status). Ansons-

ten wichen die beiden Vereinbarungen nicht wesentlich voneinander ab. Auch sei weiterhin vom 

gemeinsamen Haus in England die Rede. Zwar komme dem Trennungswillen eine entschei-

 
 
Seite 4   

dende Bedeutung zu. Dieser sei jedoch an objektiven, d.h. äusserlich erkennbaren Tatsachen 

zu messen, umso mehr, wenn es sich um einen internationalen Sachverhalt handle. lm Gegen-

satz zu innerschweizerischen Sachverhalten sei es der kantonalen Steuerverwaltung nämlich 

nicht möglich, die vorgebrachten Parteibehauptungen zu überprüfen, wie beispielsweise ob die 

Unterhaltszahlungen von B.____ in Grossbritannien versteuert worden sein. Ausserdem handle 

es sich hier um Vereinbarung unter Nahestehenden. Eine beglaubigte Vereinbarung hingegen 

hätte zumindest eine gewisse Beweiskraft nach aussen. Ausserdem gehöre die Liegenschaft in 

England nach wie vor beiden Ehegatten je hälftig, weshalb auch davon auszugehen sei, dass 

die Hypothek nach wie vor auf beide Ehegatten laute. Auch wenn das Ehepaar mittlerweile 

nicht mehr über auf beide gemeinsam lautende Bankkonti verfüge, stelle eine auf beide lauten-

de Hypothek sehr wohl gemeinsame Mittel dar. Der gegenteilige Nachweis, dass die Hypothek 

nur noch auf einen Ehegatten laute, fehle jedoch. Überdies lege der Beschwerdeführer nichts 

vor, das seine Behauptungen stützen würde. 

 

An der heutigen Parteiverhandlung halten die Parteien an ihren Anträgen und Vorbringen fest, 

wobei die Vertreterin des Beschwerdeführers noch folgende Unterlagen zuhanden des Gerichts 

einreicht: Die Kopie eines Mietvertrags des Beschwerdeführers vom 13. September 2011 für 

eine 1 ½-Zimmer-Wohnung in der Gemeinde C.____ inklusive Fotos der Wohnung, eine «certi-

fied copy of an entry of marriage» des Metropolitan Districts of G.____, einen nur auf B.____ 

lautenden Bankauszug für das Jahr 2019 der Bank E.____ bzgl. einer Hypothek in Höhe von 

£ 32'000.-- mit der Loan Account Number H.____, einen Kontoauszug für den Monat Juli 2018 

für das auf den Beschwerdeführer lautende Konto I.____ der Bank J.____ sowie eine Versiche-

rungsnummer K.____ der Versicherung L.____. 

 

 

 

Erwägungen: 

1. 

Das Steuergericht ist gemäss Art. 140 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die 

direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) zur Anhandnahme der vorliegenden Streitsache zu-

ständig, wobei gemäss § 4 der Vollzugsverordnung vom 13. Dezember 1994 zum Bundesge-

setz über die direkte Bundessteuer (VV DBG; SGS 336.21) i.V.m. § 129 Abs. 1 des Gesetzes 

vom 7. Februar 1974 über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) 

Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 10’000.-- übersteigt, 

vom Präsidenten und vier Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt werden. Da 

die in formeller Hinsicht an eine Beschwerde zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne 

weiteres darauf einzutreten. 

 

2. 

Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob die Voraussetzungen für die faktische Trennung des 

Beschwerdeführers von seiner Ehefrau resp. deren getrennte Besteuerung am Stichtag, d.h. 

am 31. Dezember 2018, erfüllt waren. 

 

2.1. Bei verheirateten Personen gilt grundsätzlich die Ehegattenbesteuerung. In der Regel ha-

ben Ehegatten ein gemeinsames Steuerdomizil. Der Wohnsitz bestimmt sich für jeden in der 

 
 
Seite 5   

Schweiz wohnhaften Gatten selbständig nach Art. 23 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 

vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210). Das Einkommen der Ehegatten, die in rechtlich und 

tatsächlich ungetrennter Ehe leben, wird ohne Rücksicht auf den Güterstand zusammenge-

rechnet (Art. 9 Abs. 1 DBG). Daraus folgt umgekehrt, dass jeder Ehegatte bei Scheidung oder 

bei rechtlicher oder tatsächlicher Trennung für die ganze Steuerperiode separat veranlagt wird 

(Art. 42 Abs. 2 DBG). Gemäss Kreisschreiben Nr. 30 der Eidgenössischen Steuerverwaltung 

(ESTV) vom 21. Dezember 2010 betreffend Ehepaar- und Familienbesteuerung nach dem 

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG), Ziff. 1.3 liegt eine faktische Trennung vor, 

die zu einer getrennten Besteuerung der Ehegatten führt, wenn folgende Voraussetzungen ku-

mulativ erfüllt sind (vgl. BGer 2A.458/2006 vom 18. Dezember 2006, E. 3.1, unter Verweis auf 

das Urteil 2A.432/2004 vom 16. Dezember 2004, E. 3.2, publ. in: SteuerRevue [StR] 60/2005, 

S. 435 ff.; BGer 2A.458/2006, a.a.O., E. 3.2.1, unter Verweis auf Archiv für Schweizerisches 

Abgaberecht [ASA] 71, S. 558 ff., E. 2b, m.w.H.): 

 

- Keine gemeinsame eheliche Wohnung (Art. 162 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 

vom 10. Dezember 1907 [ZGB]), Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes (Art. 175 ZGB), 

Bestehen eines eigenen Wohnsitzes für jeden Ehegatten (Art. 23 ZGB). 

 

- Die Trennung muss von Dauer sein (mindestens ein Jahr) oder mit der Auflösung der Ehe 

enden. 

 

- Kein gemeinsames Auftreten des Ehepaares in der Öffentlichkeit mehr. 

 

- Keine Gemeinschaftlichkeit der Mittel für Wohnung und Unterhalt mehr vorhanden. 

 

2.2. In Bezug auf die Beweislast ist festzuhalten, dass der Nachweis für steuerbegründende 

Tatsachen der Steuerbehörde, der Beweis für steueraufhebende oder steuermindernde Tatsa-

chen grundsätzlich aber dem Steuerpflichtigen obliegt; dieser hat steuermindernde Tatsachen 

nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen (vgl. BGE 140 II 248, E. 3.5; 

BLUMENSTEIN/LOCHER, System des schweizerischen Steuerrechts, 7. A. Zürich 2016, S. 519; 

vgl. auch ZWEIFEL/CASANOVA/BEUSCH/HUNZIKER, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht Direk-

te Steuern, 2. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2018, § 19 Rz. 8ff.). 

 

2.3. Wie bereits hiervor aufgezeigt wurde, stellt das Steuerrecht nicht alleine auf den Zivilstand 

ab, weshalb dem Trennungswillen entscheidende Bedeutung zukommt: Anhand der Lebens-

umstände ist zu bestimmen, ob eine tatsächliche Trennung mit der Veranlagung als Einzelper-

sonen oder eine bloss örtliche Trennung und der daraus folgenden gemeinsamen Ehegatten-

veranlagung angenommen werden kann. Da es sich bei der Bestimmung des steuerrechtlichen 

Wohnsitzes um eine steuerbegründende Tatsache handelt, trägt grundsätzlich die veranlagen-

de Steuerbehörde die objektive Beweislast für die wohnsitzbegründenden Tatsachen wie Arbeit, 

familiäre Beziehungen etc. (siehe E. 2.2.; STEFAN OESTERHELT/MORITZ SEILER, in: Zwei-

fel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die di-

rekte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017 Basel, Art. 3 N 62). Die steuerpflichtige Person ist jedoch zur 

Mitwirkung und namentlich zu umfassender Auskunftserteilung über die für die Besteuerung 

massgebenden Umstände verpflichtet (vgl. BGE 138 II 300 E. 3.4). 

 
 
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Unbestritten ist, dass die Ehe des Beschwerdeführers mit B.____ nach wie vor rechtlichen Be-

stand hat. Ebenfalls kann als erstellt gelten, dass der Beschwerdeführer eine Wohnung in der 

Gemeinde C.____ selbst bewohnt. Die eingereichte Kopie des Mietvertrags vom 13. September 

2011 für die 1 ½-Zimmer-Wohnung in der Gemeinde C.____ wie auch die Fotos der Wohnung 

und die Ausführungen des Beschwerdeführers vor den Schranken des Gerichts haben dies be-

stätigt. Jedoch ist dem Beschwerdeführer der Nachweis der Aufhebung des gemeinsamen 

Haushaltes resp. das Bestehen eines eigenen Wohnsitzes für jeden Ehegatten per Stichtag 

31. Dezember 2018 nicht gelungen. Daran ändern auch die beiden vom 19. Dezember 2014 

resp. vom 31. Dezember 2017 datierten Erklärungen der Ehegatten nichts. So hält die Verein-

barung vom 19. Dezember 2014 explizit fest, dass bis auf weiteres am «legal wedded status» 

festgehalten wird (« […] but to retain legal wedded status until further notice»). Im vierten Ab-

satz der Vereinbarung vom 31. Dezember 2017 ist von «family home» die Rede. In der Regel 

wird ein solcher Terminus bei ernstgemeinter Trennungsabsicht nicht (mehr) verwendet. Zudem 

wurden die vorgenannten Erklärungen nur vom Beschwerdeführer und seiner Ehefrau ohne 

notarielle oder sonstige amtliche Beglaubigung unterzeichnet, sodass diesen Schreiben von 

vorneherein keine relevante Beweiskraft zukommt. Auch ist die vom Beschwerdeführer ange-

mietete Wohnung als sehr klein zu bezeichnen, insbesondere in Anbetracht seines hohen Ein-

kommens, sodass sie als Hauptwohnsitz wohl kaum in Betracht zu ziehen ist. Wollte man einer 

solchen 1 ½-Zimmerwohnung eine andere Funktion als diejenige eines «pied à terre» in der 

Nähe des Arbeitsortes zuschreiben, erschiene dies nach der allgemeinen Lebenserfahrung als 

konstruiert oder zumindest als abwegig. Schliesslich liegen dem Gericht keine Unterlagen vor, 

seien es eine Wohnsitzbescheinigung oder andere behördliche Bestätigungen, welche die 

Wohnsitzsituation und damit die faktische Trennung der beiden Ehepartner in irgendeiner Wei-

se zu plausibilisieren vermögen. Der an der Verhandlung eingereichte, auf B.____ lautenden 

Bankauszug der Bank E.____ betrifft das Jahr 2019 und ist somit für die hier zu beurteilende 

strittige Steuerperiode 2018 irrelevant.  

 

Einer Trennung des Ehepaares auf eine längere oder unbestimmte Zeit, widerspricht die Rege-

lung im letzten Absatz der Vereinbarung vom 31. Dezember 2017, wo man sich mit «until finan-

cial or personal circumstances change» ausdrücklich vorbehält, dass man die getroffene Ver-

einbarung den veränderten Umständen, explizit auch den persönlichen Verhältnissen, wieder 

anpassen kann. 

 

Dass der Beschwerdeführer mit seiner Ehefrau weiterhin gemeinschaftlich als Ehepaar auftritt, 

wird zwar von ihm in Abrede gestellt. Jedoch erscheint es nicht plausibel, wieso er keine Unter-

lagen über andere, vor den Schranken des Gerichts anekdotisch angeführte Beziehungen ein-

gereicht hat, die seine Vorbringen hätten plausibilisieren können. 

 

Schliesslich besteht auch weiterhin eine Gemeinschaftlichkeit der Mittel im erwähnten Sinn. 

Beschränken sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ehegatten mit je eigenem Wohn-

sitz höchstens noch darauf, dass der eine dem anderen ziffernmässig bestimmte Unterhaltsbei-

träge zukommen lässt, bilden sie keine wirtschaftliche Einheit mehr. Abzustellen ist dabei nicht 

auf die (formal-) rechtlichen Aspekte, sondern auf die tatsächlich vorliegenden Verhältnisse 

(GREMINGER/BÄRTSCHI, in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizer Steuerrecht, 

 
 
Seite 7   

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl., Basel 2017, Art.9 N 13). Dem an der 

heutigen Verhandlung eingereichten Kontoauszug für das Konto I.____ kann entnommen wer-

den, dass der Beschwerdeführer, neben den jeweils monatlich bezahlten «Unterhaltsbeiträgen» 

von Fr. 7'000.--, einen Betrag von insgesamt Fr. 17'000.-- in vier Teiltransaktionen auf ein eige-

nes Konto in Grossbritannien überwiesen hat. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Be-

schwerdeführer seinen Lebensmittelpunkt nicht in der Schweiz, sondern vielmehr in Grossbri-

tannien, höchstwahrscheinlich im so bezeichneten «family home» hat. Es erhellt überdies nicht, 

warum im Zuge einer geplanten dauerhaften Trennung der Ehepartner keine Verkaufsbemü-

hungen hinsichtlich der Liegenschaft in Grossbritannien oder eindeutige Schritte für eine ver-

mögensrechtliche Entflechtung unternommen wurden. Wiederum substantiiert der Beschwerde-

führer seine Vorbringen der fehlenden Gemeinschaftlichkeit der Mittel nicht genügend, sodass 

bei dieser Sachlage der Beweis, dass der Lebensunterhalt der Ehegatten aus getrennten Mit-

teln bestritten worden ist, als nicht geglückt gelten kann. 

 

Aus alledem folgt, dass der Beschwerdeführer den Beweis der faktischen Trennung von seiner 

Ehefrau nicht erfolgreich führen konnte, sodass die Ehegatten zu Recht gemeinsam besteuert 

wurden. 

 

 

3. 

Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 144 Abs. 1 DBG die Verfahrens-

kosten in Höhe von Fr. 2’000.-- zu bezahlen und es ist ihr gestützt auf Art. 144 Abs. 4 DBG kei-

ne Parteientschädigung auszurichten. 

 

 
 
Seite 8   

wird erkannt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Der Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2’000.--zu bezahlen, wel-

che mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 

 

3. 

Es wird keine Parteientschädigung entrichtet. 

 

4. 

Mitteilung an die Vertreterin, für sich und zhd. des Beschwerdeführers (1), die Eidgenössische 

Steuerverwaltung, Bern (1) und die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3).