# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca529d0a-c385-52dc-aa28-6d713ff3c6e1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-08-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.08.2020 F-3142/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-3142-2018_2020-08-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 05.07.2021 (1C_520/2020) 

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-3142/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  A u g u s t  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richter Fulvio Haefeli (Vorsitz), 

Richter Gregor Chatton, 

Richter Andreas Trommer,  

Gerichtsschreiber Rudolf Grun. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch Daniel Weber, Fürsprecher, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung. 

 

 

 

F-3142/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer (geb. 1977 in Pakistan) gelangte im Mai 2006 erst-

mals in die Schweiz und stellte ein Asylgesuch, auf welches das damals 

zuständige Bundesamt für Migration (heute SEM) mit Verfügung vom 

26. Juni 2006 nicht eintrat. Die dagegen erhobene Beschwerde wies die 

Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil vom 14. Juli 2006 

letztinstanzlich ab.  

B.  

Im Jahre 2007 lernte der Beschwerdeführer die Schweizer Bürgerin 

B._______ (ledig C._______, geb. 1959 auf den Philippinen) über das In-

ternet kennen. Bei seiner erneuten Einreise in die Schweiz am 12. April 

2008 traf er sie erstmals persönlich. Sie heirateten am 24. Juni 2008 in 

Bern. 

C.  

Gestützt auf diese Ehe ersuchte der Beschwerdeführer am 22. Juni 2013 

um erleichterte Einbürgerung. 

Die Ehegatten unterzeichneten am 10. April 2014 zuhanden des Einbürge-

rungsverfahrens eine Erklärung, wonach sie in einer tatsächlichen, unge-

trennten, stabilen ehelichen Gemeinschaft an derselben Adresse zusam-

menlebten und weder Trennungs- noch Scheidungsabsichten bestünden. 

Gleichzeitig nahmen sie unterschriftlich zur Kenntnis, dass die erleichterte 

Einbürgerung nicht möglich ist, wenn vor oder während des Einbürge-

rungsverfahrens einer der Ehegatten die Trennung oder Scheidung bean-

tragt hat oder keine tatsächliche eheliche Gemeinschaft mehr besteht, und 

dass die Verheimlichung solcher Umstände zur Nichtigerklärung der Ein-

bürgerung führen kann. 

Mit Verfügung der Vorinstanz vom 17. April 2014 wurde der Beschwerde-

führer erleichtert eingebürgert. Mit dem Schweizer Bürgerrecht erwarb er 

die Bürgerrechte des Kantons Bern und der Gemeinde Signau/BE.  

D.  

Am 10. Juni 2015 trennten sich die Ehegatten offiziell durch Auszug des 

Beschwerdeführers aus der ehelichen Wohnung. Am 23. Oktober 2015 

wurde die Ehe geschieden. 

E.  

Nachdem die Vorinstanz aufgrund behördlicher Meldungen vom 26. Juni 

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Seite 3 

und 24. November 2015 davon Kenntnis erhalten hatte, eröffnete sie am 

1. November 2016 gegen den Beschwerdeführer ein Verfahren auf Nichti-

gerklärung der erleichterten Einbürgerung. 

Gleichzeitig forderte sie den Beschwerdeführer auf, sich zu einer allfälligen 

Nichtigerklärung zu äussern und Fragen zur Ehe sowie zu Trennung und 

Scheidung zu beantworten. Dieser Aufforderung kam der Beschwerdefüh-

rer mit Eingaben vom 28. Dezember 2016 sowie 3. und 19. Februar 2017 

nach. Die Vorinstanz gelangte auch an die Ex-Ehefrau des Beschwerde-

führers und unterbreitete ihr ebenfalls Fragen. Die Ex-Ehefrau nahm am 

21. März 2017 und am 16. Mai 2017 Stellung. Dem Beschwerdeführer 

wurde am 31. Mai 2017 Gelegenheit gegeben, sich zu den Stellungnahmen 

der Ex-Ehefrau zu äussern. Davon machte er am 6. Juni 2017 Gebrauch. 

Daneben holte die Vorinstanz weitere Auskünfte ein und zog mit Zustim-

mung des Beschwerdeführers die Akten des Regionalgerichts Bern-Mittel-

land betreffend Trennung /Ehescheidung bei. 

F.  

Am 18. April 2018 erteilte der Kanton Bern als Heimatkanton des Be-

schwerdeführers die Zustimmung zur Nichtigerklärung der erleichterten 

Einbürgerung. 

G.  

Mit Verfügung vom 24. April 2018 erklärte die Vorinstanz die erleichterte 

Einbürgerung des Beschwerdeführers für nichtig. 

H.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 28. Mai 2018 beantragte der Beschwerdefüh-

rer die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und ersuchte um ergän-

zende Akteneinsicht. 

I.  

Mit Zwischenverfügung vom 26. Juni 2018 gab das Bundesverwaltungsge-

richt dem Gesuch des Beschwerdeführers um vollständige Akteneinsicht 

statt, stellte ihm die vorinstanzlichen Akten zu und gab ihm Gelegenheit zur 

Einreichung einer Beschwerdeergänzung, wovon er mit Eingabe vom 

16. August 2018 Gebrauch machte.  

J.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 5. Oktober 2018 

die Abweisung der Beschwerde. 

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Seite 4 

K.  

Mit Replik vom 23. November 2018 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Begehren sowie an seiner Begründung vollumfänglich fest. 

L.  

Mit Eingaben vom 18. Januar 2019 beziehungsweise 28. Februar 2019 

nahmen die Vorinstanz und der Beschwerdeführer nochmals Stellung. 

M.  

Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwägun-

gen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Durch das Inkrafttreten des Bürgerrechtsgesetzes vom 20. Juni 2014 

(BüG, SR 141.0) am 1. Januar 2018 wurde der gleichnamige Erlass vom 

29. September 1952 (aBüG, AS 1952 1087) aufgehoben (vgl. Art. 49 BüG 

i.V.m. Ziff. I seines Anhangs). Gemäss Art. 50 Abs. 1 BüG richten sich Er-

werb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts nach dem Recht, das bei 

Eintritt des massgebenden Tatbestandes in Kraft steht. Die angefochtene 

Verfügung vom 24. April 2018 ist nach der Rechtsänderung ergangen; das 

Verfahren war jedoch vor der Rechtsänderung, am 1. November 2016, ein-

geleitet worden. 

1.2 In Bezug auf die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung haben 

sich die entsprechenden materiellen Voraussetzungen seit Einführung des 

neuen BüG nicht geändert: Sowohl nach dem alten als auch nach dem 

neuen Recht kann die Einbürgerung nichtig erklärt werden, "wenn sie 

durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen erschli-

chen worden ist" (Art. 41 Abs. 1 aBüG bzw. Art. 36 Abs. 1 BüG). Zumal der 

Heimatkanton der Nichtigerklärung formal zugestimmt hat, kann die Frage 

nach dem anwendbaren Recht offen bleiben; da im Zeitpunkt der Einleitung 

des Verfahrens (1. November 2016) das aBüG noch in Kraft stand, wird auf 

dessen Bestimmungen Bezug genommen (vgl. Urteile des BVGer 

F-2870/2018 vom 15. April 2020 E. 3; F-3013/2018 vom 20. April 2018 

E. 1). 

 

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Seite 5 

2.  

2.1 Verfügungen des SEM über die Nichtigerklärung einer erleichterten 

Einbürgerung unterliegen der Beschwerde an das Bundesverwaltungsge-

richt (Art. 47 Abs. 1 BüG i.V.m. Art. 31 ff. VGG). 

2.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG). 

2.3 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist ein-

zutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

3.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhaltes und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 

VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfahren 

das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG 

an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder abweisen (vgl. BVGE 2014/1 E. 2 m.H.). 

4.  

Vorab gilt es festzuhalten, dass die Vorinstanz – entgegen den Vorbringen 

des Beschwerdeführers in seiner Eingabe vom 16. August 2018 – keine 

Rechtsverletzung begangen hat, indem sie ihm lediglich diejenigen Akten 

zur Einsicht zukommen liess, welche er beantragt hatte. Er verlangte näm-

lich lediglich die Einsicht in Kopien der schriftlichen Verfahrenskommunika-

tion mit dem SEM (inkl. derjenigen mit seiner Ex-Ehefrau), was ihm von der 

Vorinstanz am 30. April 2018 denn auch gewährt wurde (vgl. SEM act. 

44/172 f.). Im Übrigen wäre eine damit verbundene, allfällige Verletzung 

des rechtlichen Gehörs mit der nachträglichen Zustellung der vollständigen 

Akten nach Einleitung des Beschwerdeverfahrens ohnehin geheilt. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 aBüG kann eine ausländische Person nach der 

Eheschliessung mit einem Schweizer Bürger ein Gesuch um erleichterte 

Einbürgerung stellen, wenn sie insgesamt fünf Jahre in der Schweiz ge-

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wohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren in ehelicher Ge-

meinschaft mit einem Schweizer Bürger lebt. In allgemeiner, für alle For-

men der erleichterten Einbürgerung geltenden Weise setzt Art. 26 Abs. 1 

aBüG voraus, dass die ausländische Person in der Schweiz integriert ist 

(Bst. a), die schweizerische Rechtsordnung beachtet (Bst. b) und die in-

nere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährdet (Bst. c). Sämtli-

che Einbürgerungsvoraussetzungen müssen sowohl bei Einreichung des 

Gesuchs als auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. Fehlt 

es im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids an der ehelichen Gemein-

schaft, darf die erleichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen werden 

(BGE 140 II 65 E. 2.1 m.H.) 

5.2 Der Begriff der ehelichen Gemeinschaft bedeutet nach der bundesge-

richtlichen Rechtsprechung mehr als das formelle Bestehen einer Ehe. Ver-

langt wird vielmehr eine tatsächliche Lebensgemeinschaft, die vom beid-

seitigen Willen der Ehepartner getragen wird, ihre Ehe auch künftig auf-

recht zu erhalten. Zweifel am Willen der Ehegatten, die eheliche Gemein-

schaft aufrecht zu erhalten, können sich dann ergeben, wenn kurze Zeit 

nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung erfolgt oder die Schei-

dung eingeleitet wird (BGE 135 II 161 E. 2 m.H.), ein Ehegatte während 

der Ehe ein aussereheliches Kind zeugt (vgl. Urteil des BGer 1C_27/2011 

vom 21. März 2011 E. 6.4.1) oder eine Zweitehe schliesst, der Prostitution 

nachgeht oder sich in einer anderen Weise verhält, die in grobem Wider-

spruch steht zum traditionellen Bild der Ehe als einer ungeteilten, von 

Treue und Beistand getragenen Geschlechtergemeinschaft zwischen 

Mann und Frau (vgl. Urteil des BVGer F-2182/2015 vom 18. Oktober 2016 

E. 3.2 m.H.). 

6.  

6.1 Die erleichterte Einbürgerung kann mit Zustimmung des Heimatkan-

tons und unter Einhaltung von gesetzlich festgelegten Fristen (Art. 41 

Abs. 1bis aBüG) nichtig erklärt werden, wenn sie durch falsche Angaben 

oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen erschlichen (Art. 41 Abs. 1 

aBüG), d.h. mit einem unlauteren und täuschenden Verhalten erwirkt 

wurde. Arglist im Sinne des strafrechtlichen Betrugstatbestandes (vgl. Art. 

146 Abs. 1 StGB [SR 311.0]) ist nicht erforderlich. Es genügt, dass die be-

troffene Person bewusst falsche Angaben macht bzw. die mit dem Einbür-

gerungsbegehren befasste Behörde bewusst in einem falschen Glauben 

lässt und so den Vorwurf auf sich zieht, es unterlassen zu haben, über eine 

erhebliche Tatsache zu informieren (BGE 135 II 161 E. 2 m.H.). Weiss die 

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betroffene Person, dass die Voraussetzungen für die erleichterte Einbür-

gerung auch im Zeitpunkt der Verfügung vorliegen müssen, so muss sie 

die Behörde unaufgefordert über eine nachträgliche Änderung der einer 

Einbürgerung mutmasslich entgegenstehenden Verhältnisse orientieren 

(vgl. BGE 132 II 113 E. 3.1). Die Pflicht dazu ergibt sich aus dem Grundsatz 

von Treu und Glauben und aus der verfahrensrechtlichen Mitwirkungs-

pflicht gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG. Die Behörde ihrerseits darf sich 

darauf verlassen, dass die vormals erteilten Auskünfte bei passivem Ver-

halten der gesuchstellenden Person nach wie vor zutreffen (BGE 140 II 65 

E. 2.2 m.H.).  

6.2 Die Täuschungshandlung der gesuchstellenden Person muss sich auf 

einen erheblichen Sachverhalt beziehen. Erheblich im Sinne von Art. 41 

Abs. 1 aBüG ist ein Sachverhalt nicht nur, wenn seine Offenlegung dazu 

geführt hätte, dass die mit der Einbürgerung befasste Behörde das Vorlie-

gen einer Einbürgerungsvoraussetzung verneint und die Einbürgerung ver-

weigert hätte. Es genügt, wenn der Sachverhalt, wäre er der Behörde be-

kannt gewesen, begründete Zweifel am Vorliegen einer solchen Voraus-

setzung geweckt und die Einbürgerung ernsthaft in Frage gestellt hätte 

bzw. eine solche nicht ohne weitere Beweismassnahmen hätte verfügt wer-

den können (vgl. Urteil des BVGer F-2375/2016 vom 29. März 2018 E. 5.3 

m.H.). 

7.  

Im Verfahren auf Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung gilt na-

mentlich der Untersuchungsgrundsatz (Art. 12 VwVG). Die Behörde hat 

daher von Amtes wegen zu untersuchen, ob eine Täuschung über eine 

Einbürgerungsvoraussetzung vorliegt. Da die Nichtigerklärung in die 

Rechte der betroffenen Person eingreift, liegt die Beweislast bei der Be-

hörde. Allerdings geht es in der Regel um innere, dem Kern der Pri-

vatsphäre zugehörige Sachverhalte – wie z.B. die Existenz eines beidseitig 

intakten und gelebten Ehewillens –, die der Behörde nicht bekannt und ei-

nem direkten Beweis naturgemäss kaum zugänglich sind. Sie können re-

gelmässig nur indirekt durch Indizien erschlossen werden. Die Behörde 

kann sich darüber hinaus auch veranlasst sehen, von bekannten Tatsa-

chen (Vermutungsbasis) auf unbekannte (Vermutungsfolge) zu schliessen. 

Solche sogenannten natürlichen bzw. tatsächlichen Vermutungen gehören 

zur freien Beweiswürdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 BZP [SR 273]) 

und stellen eine besondere Form des Indizienbeweises dar. Sie können 

sich in allen Bereichen der Rechtsanwendung ergeben, namentlich auch 

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Seite 8 

im öffentlichen Recht. Die natürliche Vermutung stellt eine Beweiserleich-

terung dar, indem eine bereits vorhandene, aber nicht mit letzter Schlüs-

sigkeit mögliche Beweisführung unterstützt wird. Sie ist demnach eine 

Wahrscheinlichkeitsfolgerung, die nicht aus den fallspezifischen Umstän-

den gezogen wird, sondern sich aufgrund einer als durchgesetzt bewerte-

ten Lebenserfahrung über die Gegebenheiten des konkreten Streitfalls hin-

aus allgemein aufdrängt (HANS PETER WALTER, Berner Kommentar, 2012, 

N. 475 zu Art. 8 ZGB). Eine Umkehr der Beweislast hat sie nicht zur Folge. 

Es genügt, wenn die betroffene Person diese Vermutung durch Gegenbe-

weis entkräften kann (vgl. FRANZ HASENBÖHLER, Das Beweisrecht der 

ZPO, Band 1, Zürich 2015, S. 193, Rz. 5.58). 

8.  

8.1 Bezogen auf den Bestand einer intakten ehelichen Ehegemeinschaft 

(vgl. E. 4.2) lautet der auf dem zeitlichen Ablauf der Ereignisse basierende 

Erfahrungssatz, welcher der natürlichen Vermutung zugrunde liegt, folgen-

dermassen: Probleme, die Ehegatten zur Trennung veranlassen können, 

entstehen nicht innert weniger Monate, vielmehr entwickeln sie sich, bis sie 

einen Grad erreichen, der die Ehe zum Scheitern bringt. Die natürliche Ver-

mutung ist demnach umso überzeugender, je kürzer die Zeitspanne zwi-

schen dem Einbürgerungszeitpunkt und der Trennung der Ehegatten aus-

fällt (vgl. hierzu ausführlich Urteil des BVGer F-5342/2015 vom 5. Dezem-

ber 2018 E. 11.1 und 11.2 m.H.). Die aktuelle Rechtsprechung geht von 

einer hinreichend raschen chronologischen Verkettung der Ereignisse aus, 

wenn zwischen dem Einbürgerungszeitpunkt und der Trennung der Ehe-

gatten bis zu 20 Monate vergehen, wobei der Schwerpunkt bei einigen we-

nigen Monaten liegt (vgl. in diesem Sinne Urteil des BGer 1C_796/2013 

vom 13. März 2014 E. 3.2). Als nicht mehr ausreichend werden von der 

Rechtsprechung 23 bzw. 24 Monate betrachtet (vgl. dazu Urteile des 

BVGer F-5342/2015 E. 11.2 und F-8122/2015 vom 1. Juni 2017 E. 5.2.1.2, 

welche die Berechtigung einer natürlichen Vermutung bei dieser Zeitdauer 

in Frage stellen; ferner Urteil des BGer 1C_377/2017 vom 12. Oktober 

2017 E. 2.2, das diese Betrachtungsweise bestätigt). 

8.2 Als Gegenbeweis, der die natürliche Vermutung entkräften kann, ge-

nügt es, dass die betroffene Person einen Grund anführt, der es dem Ge-

richt plausibel erscheinen lässt, dass sie die Behörde nicht getäuscht hat 

(zum Gegenbeweis vgl. BGE 120 II 393 E. 4b). Bei diesem Grund kann es 

sich um ein ausserordentliches, nach der erleichterten Einbürgerung ein-

getretenes Ereignis handeln, das zum raschen Scheitern einer vormals in-

takten Ehe führte, oder die betroffene Person kann plausibel darlegen, 

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dass sie die Ernsthaftigkeit der ehelichen Probleme nicht erkannte und den 

wirklichen Willen hatte, mit dem Schweizer Ehepartner auch weiterhin in 

einer stabilen ehelichen Gemeinschaft zu leben (vgl. BGE 135 II 161 E. 3 

m.H.; Urteil des BVGer F-2101/2017 vom 24. Juli 2019 E. 7.2 m.H.). 

9.  

Vorliegend sind die Fristen von Art. 41 Abs. 1bis aBüG – sowohl die zwei-

jährige relative als auch die achtjährige absolute Verjährungsfrist – einge-

halten. Auch die gemäss Art. 41 Abs. 1 aBüG verlangte Zustimmung des 

zuständigen Heimatkantons liegt vor. Die formellen Voraussetzungen für 

die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung sind somit erfüllt. 

10.  

10.1 Die Vorinstanz geht von der Vermutung aus, dass die Ehe des Be-

schwerdeführers mit B._______ im Einbürgerungszeitunkt (17. April 2014) 

nicht mehr stabil und zukunftsgerichtet war. Indem er am 10. April 2014 

eine gegenteilige Erklärung abgegeben hat, habe er die erleichterte Ein-

bürgerung erschlichen. 

10.2 Aufgrund der Akten steht fest, dass der Beschwerdeführer, der im 

Jahre 2006 in der Schweiz erfolglos um Asyl ersuchte, seine Ex-Ehefrau 

bei der erneuten Einreise in die Schweiz im April 2008 erstmals persönlich 

traf, nachdem er sie einige Monate vorher (viertes Quartal 2007, eventuell 

Sommer 2007) übers Internet kennengelernt hatte. Bereits am 24. Juni 

2008 heiratete er sie und erhielt aufgrund der geschlossenen Ehe eine Auf-

enthaltsbewilligung. Nach fünf Jahren, am 22. Juni 2013, stellte er das Ein-

bürgerungsgesuch, welches am 17. April 2014 gutgeheissen wurde. Rund 

ein Jahr nach der erleichterten Einbürgerung, am 30. April 2015 ersuchte 

die Ex-Ehefrau um Trennung. Die offizielle Trennung erfolgte am 10. Juni 

2015 durch Auszug des Beschwerdeführers aus der ehelichen Wohnung. 

Bereits am 17. Juni 2015 liess die Ex-Ehefrau dem Regionalgericht Bern-

Mittelland mitteilen, dass eine Scheidungskonvention ausgearbeitet werde. 

Aufgrund der am 18. Juni 2015 bzw. 13. Juli 2015 zischen den Ehegatten 

abgeschlossenen Vereinbarung über die Scheidungsfolgen wurde die Ehe 

am 23. Oktober 2015 geschieden (in Rechtskraft erwachsen am 6. Novem-

ber 2015).  

10.3 Die Chronologie der Ereignisse – erfolglos durchlaufenes Asylverfah-

ren; Sicherung des Aufenthalts in der Schweiz durch Heirat einer 18 Jahre 

älteren Frau nach kurzer Bekanntschaft; erleichterte Einbürgerung am 

17. April 2014; ein Jahr später Einleitung der Trennung, welche unmittelbar 

http://links.weblaw.ch/BGE-135-II-161

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zur Scheidung der Ehe führte – begründet ohne weiteres die natürliche 

Vermutung, dass die Ehe des Beschwerdeführers zum Zeitpunkt der ge-

meinsamen Erklärung am 10. April 2014 bzw. der erleichterten Einbürge-

rung am 17. April tatsächlich nicht intakt war und die Einbürgerungsbe-

hörde über diesen Umstand getäuscht wurde (vgl. anstelle vieler Urteile 

des BGer 1C_220/2019 vom 30. Oktober 2019 E. 4.2 m.H.). Es liegt daher 

am Beschwerdeführer, einen alternativen Geschehensablauf im Sinne der 

vorstehenden Erwägungen vorzutragen. 

10.4  

10.4.1 Vor der Einleitung des Verfahrens auf Nichtigerklärung der erleich-

terten Einbürgerung gab die Ehefrau in ihrem beim zuständigen Zivilgericht 

eingereichten Trennungsbegehren vom 30. April 2015 (vgl. SEM act. 17/ 

S. 72) an, der Beschwerdeführer habe ihr nach der Rückkehr vom Urlaub 

aus Pakistan (März/April 2015) mitgeteilt, dass er sich trennen wolle. Ihm 

sei bewusst geworden, dass er sich seine Zukunft anders vorstelle und 

noch eine Familie mit Kindern wolle. Auch möchte er eine Frau muslimi-

schen Glaubens. Aufgrund ihrer Krankheit habe sie keine Lust mehr auf 

Sex. Für sie bedeute dieser Zustand eine grosse psychische Belastung. 

10.4.2 In seiner schriftlichen Stellungnahme vom 28. Dezember 2016 

machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, die Eheprobleme 

seien erst im ersten Quartal 2015 entstanden bzw. hätten sich verstärkt. 

Damals habe sich der gesundheitliche Zustand der Ex-Ehefrau verschlech-

tert. Sie habe angefangen, sich mit ihren Freundinnen zu überwerfen und 

ihrem Sohn Geldmittel zufliessen zu lassen. Er habe versucht zu helfen, 

sei damit aber überfordert gewesen. Sie habe die Lösung in einer Trennung 

gesehen, die dann – ohne sein Wissen – in eine Scheidungsabsicht umge-

wandelt worden sei. In der gemeinsamen Wohnung hätten sie bis Ende 

2014 zusammengelebt. Sie hätten die alte Wohnung gekündigt und bis zu 

seiner Rückkehr aus Pakistan (Ferien des Beschwerdeführers von Ende 

Dezember 2014 bis März/April 2015) eine Zwischenlösung gefunden. Nach 

seiner Rückkehr aus Pakistan habe seine Frau gesagt, sie wolle sich nun 

definitiv scheiden. Er habe ihren Willen respektiert und sich ab Mai/Juni 

2015 zurückgezogen. Die Gründe, die zur Trennung geführt hätten, seien 

die Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes und der Wille seiner 

Frau gewesen, die eheliche Beziehung zu beenden. 

Teilweise abweichend dazu gab er in seinen Stellungnahmen vom 3. und 

19. Februar 2017 an, dass Konflikte schon vor seiner Reise nach Pakistan 

bestanden hätten. Sie seien davon ausgegangen, dass sich ihre Bezie-

hung nach seiner Rückkehr im positiven Sinne verändern würde. Entgegen 

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Seite 11 

seinen Erwartungen habe sich die Aussichtslosigkeit, dass eine Verände-

rung möglich wäre, während seiner Abwesenheit akzentuiert. Es könne 

sein, dass er selber in der konfliktreichen Situation von Trennung gespro-

chen habe. Er sei dann völlig überrascht gewesen, als seine Ehefrau kurz 

nach der Rückkehr die Trennung und spätere Scheidung gewollt habe. Er 

habe nie gesagt, eine jüngere Frau muslimischen Glaubens heiraten zu 

wollen und Kinder zu haben. 

10.4.3 In ihren Stellungnahmen vom 21. März 2017 und 16. Mai 2017 

führte die Ex-Ehefrau hauptsächlich aus, die Schwierigkeiten in der Ehe 

seien erstmals im April 2015 aufgetreten und hätten sich dann verstärkt. 

Dabei habe es sich um gesundheitliche Schwierigkeiten (depressive Stim-

mung, Schlaf-, und Essstörungen) gehandelt. Sie habe krankheitsbedingt 

immer weniger Lust gehabt, mit ihm zusammen zu sein. Sie hätten beide 

versucht, die zunehmende Missstimmung im Gespräch zu lösen. Auf die 

konkrete Frage der Vorinstanz zum Hinweis des Beschwerdeführers, wo-

nach die Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes zur Trennung ge-

führt habe, gab sie zur Antwort, es sei ein schleichender Prozess gewesen 

mit ihrer Krankheit, der Verschlechterung ihres Zustandes und damit auch 

der Beziehung. Ihr Entscheid zur Scheidung sei dann plötzlich und ohne 

Überlegung gekommen. Sie habe nie mit ihm nach Pakistan reisen wollen, 

habe aber täglich mit ihm telefonisch Kontakt gehabt.  

10.4.4 In seiner Schlussstellungnahme vom 6. Juni 2017 präzisierte der 

Beschwerdeführer, dass die depressiven Stimmungsschwankungen der 

Ex-Ehefrau und die Differenzen wegen des Geldausgebens (für ihren 

Sohn) schon vor April 2015 bestanden hätten. Der Beginn der Schwierig-

keiten in einem Ausmass, die zur Scheidung geführt hätten, sei im April 

2015 gewesen.  

10.5 Im Rechtsmittelverfahren bringt der Beschwerdeführer vor, dass er 

und seine Ex-Ehefrau bei der erleichterten Einbürgerung in keiner Weise 

an eine Trennung oder gar Scheidung gedacht hätten. Allein das Verhalten 

der Ex-Ehefrau, hervorgerufen durch deren Krankheit bzw. Krankheits-

schub im Frühjahr 2015 habe zur Trennung und dann zur Scheidung ge-

führt. Sie habe wegen ihrer Erkrankung das Gefühl gehabt, es würde ihr 

besser gehen, wenn sie sich trennen und scheiden liesse. Zur gleichen Zeit 

habe auch ihr Sohn wegen längerer Krankheit seine Praktikumsstelle ver-

loren, was sie wohl zusätzlich gestresst und einen Krankheitsschub verur-

sacht habe. Der Entscheid sei ausschliesslich aus diesen Gründen von ihr 

allein gefällt worden. Er selber habe sich weder trennen noch scheiden 

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lassen wollen. Die früheren depressiven bzw. schizophrenen Episoden bei 

der Ex-Ehefrau hätten (noch) nicht zu einer ehegefährdenden Entfremdung 

geführt. Die Verschlechterung der Gesundheit der Ex-Ehefrau sei plötzlich 

und ohne Vorwarnung erfolgt. Es würden keinerlei Beweise für eine Er-

schleichung der erleichterten Einbürgerung vorliegen. 

11.  

11.1 In ihren Ausführungen nach Einleitung des Verfahrens auf Nichtiger-

klärung der erleichterten Einbürgerung behaupten beide Ehegatten vorerst 

übereinstimmend, dass die Eheprobleme erst im April 2015 entstanden 

seien bzw. sich verstärkt hätten. Die Ehefrau erwähnt in ihrer Stellung-

nahme vom 16. Mai 2017 auf die entsprechende Frage der Vorinstanz nach 

der Art und dem Zeitpunkt der gesundheitlichen Schwierigkeiten als Auslö-

ser der Eheprobleme, dass es sich dabei um depressive Stimmungen, 

Schlaf- und Essstörungen gehandelt habe, wobei sie ausdrücklich den Ap-

ril 2015 als Zeitpunkt für den Beginn dieser gesundheitlichen Schwierigkei-

ten angibt (vgl. SEM act. 24 und 26). In seiner abschliessenden Stellung-

nahme vom 6. Juni 2017 gibt der Beschwerdeführer jedoch zu, dass die 

depressiven Stimmungsschwankungen der Ex-Ehefrau als Ursache für die 

spätere Trennung und Scheidung schon vor April 2015 bestanden hätten, 

was bereits ein Indiz für einen schleichenden Prozess des Auseinanderle-

bens ist. Demgegenüber geht aus dem von der Ex-Ehefrau unterzeichne-

ten Trennungsbegehren vom 30. April 2015 hervor, dass der Beschwerde-

führer noch eine Familie mit Kindern und eine Frau muslimischen Glaubens 

wünsche, weshalb sie ihm seine Freiheit geben möchte. Von einem Krank-

heitsschub, der plötzlich die Trennungs- bzw. Scheidungsabsicht ausgelöst 

haben soll, ist nicht die Rede. Ihre Krankheit erwähnt sie lediglich im Zu-

sammenhang mit der fehlenden Lust auf Sex und dass sie ihm keine Kinder 

mehr schenken könne. Es liegt auf der Hand, dass der im Trennungsbe-

gehren erstmals genannte Grund für das Auseinanderleben glaubhafter ist 

als der später geltend gemachte Krankheitsschub, wo die Ehegatten im 

Hinblick auf die drohende Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung 

des Beschwerdeführers die Möglichkeit hatten, sich abzusprechen. 

11.2 Die Ausführungen der Ehefrau im Trennungsbegehren weisen auf ei-

nen längerdauernden, schleichenden Prozess der Entfremdung unter den 

Ehegatten hin. Denn es ist nicht plausibel, dass der Wunsch des Be-

schwerdeführers nach einer Familie mit Kindern erst nach der Einbürge-

rung entstanden ist, zumal er bereits bei der Heirat der um 18 Jahre älteren 

Ex-Ehefrau wissen musste, dass er mit ihr keine Kinder haben kann. Hinzu 

kommt die von ihr erwähnte fehlende Lust auf Sex aufgrund ihrer Krankheit 

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– gemäss Arztbericht vom 27. Dezember 2016 (SEM act. 17/ S. 75) ist sie 

seit April 2000 in ärztlicher Behandlung –. Zwar hält auch der Arztbericht 

fest, dass sich ihr Zustand im ersten Quartal 2015 – während des Aufent-

halts des Beschwerdeführers in Pakistan – verschlechterte. Erwähnt wer-

den aber auch ihre depressiven Störungen, die sich auf ihre Beziehungen 

(zu Freundinnen und Ehemann) ausgewirkt haben sollen, und weswegen 

sie im Jahr 2013 zuletzt hospitalisiert werden musste. Auf jeden Fall han-

delt es sich bei der Verschlimmerung ihrer Krankheit im ersten Quartal 

2015 nicht um ein einschneidendes oder aussergewöhnliches Ereignis, 

das plötzlich die Trennung und Scheidung auslöste und somit die obge-

nannte Vermutung zu entkräften vermag, sonst wäre dieses Ereignis be-

reits im Trennungsbegehren aufgeführt worden. 

11.3 Was die im Verfahren um erleichterte Einbürgerung eingeholten Re-

ferenzauskünfte (vgl. SEM act. 0/S. 11,13 + 15) anbelangt, so versteht es 

sich von selbst und bedarf auch keiner besonderen Erläuterungen, dass 

damit der Beweis einer intakten, auf die Zukunft gerichteten Ehe nicht zu 

erbringen ist. Vielmehr beschränken sich diesbezügliche Aussagen natur-

gemäss auf die Wahrnehmung eines äusseren Erscheinungsbildes. Für die 

Beurteilung der hier wesentlichen Frage, ob die Ehe im fraglichen Zeitpunkt 

stabil und auf die Zukunft gerichtet war, erweisen sich solche Bestätigun-

gen regelmässig nicht als besonders aufschlussreich (vgl. Urteil des BVGer 

C-5043/2010 vom 15. Februar 2013 E. 9.4 m.H.). 

11.4 Da der Beschwerdeführer keine weiteren Umstände vorbringt, die 

nachvollziehbar machen könnten, dass eine zum Zeitpunkt der erleichter-

ten Einbürgerung intakte eheliche Gemeinschaft innerhalb eines Jahres 

zerbricht, ist die aufgrund des chronologischen Ablaufs aufgestellte Vermu-

tungsbasis zu bestätigen. 

12.  

Dem Beschwerdeführer ist es nicht gelungen, die gegen ihn sprechende 

natürliche Vermutung erfolgreich in Frage zu stellen, wonach zwischen ihm 

und seiner damaligen Ehefrau zum damaligen Zeitpunkt der gemeinsamen 

Erklärung vom 10. April 2014 keine intakte, auf die Zukunft gerichtete ehe-

liche Gemeinschaft mehr bestand. Indem der Beschwerdeführer in der ge-

meinsamen Erklärung den Bestand einer intakten und stabilen Ehe versi-

cherte, hat er die mit der Einbürgerung befasste Behörde über eine we-

sentliche Tatsache getäuscht und die erleichterte Einbürgerung im Sinne 

von Art. 41 Abs. 1 aBüG erschlichen. Die materiellen Voraussetzungen 

über die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung sind somit erfüllt. 

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Gründe, die es rechtfertigen würden, von der Regelfolge der Nichtigerklä-

rung abzuweichen, sind nicht ersichtlich. 

13.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 49 

VwVG nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

14.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.- werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe einbezahlten Kostenvor-

schuss gedeckt. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (gegen Empfangsbestätigung; Ref-Nr. K […] zurück) 

– den Bürgerrechtsdienst des Kantons Bern, Team Bürgerrecht, Ei-

gerstrasse 73, 3011 Bern 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Fulvio Haefeli Rudolf Grun 

 

  

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Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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