# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37c59144-c1ba-5350-8d39-4ee943e85d2b
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-07-11
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 11.07.2017 RR.2017.148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2017-148_2017-07-11.pdf

## Full Text

Entscheid vom 11. Juli 2017 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Roy Garré und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Sprenger,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS 

BASEL-STADT,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an 

Deutschland 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2017.148 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt (nachfolgend «Staatsan-

waltschaft BS») mit Schlussverfügung vom 5. Mai 2017 einem Rechtshilfeer-

suchen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main entsprach und die Her-

ausgabe des Protokolls der Einvernahme von A. vom 18. April 2017 und der 

Akten des Rechtshilfeverfahrens an die ersuchende Behörde bewilligte 

(act. 1.2); 

 

- A. hiergegen am 8. Juni 2017 bei der Beschwerdekammer des Bundesstraf-

gerichts Beschwerde erheben liess (act. 1); 

 

- die Staatsanwaltschaft BS auf eine Beschwerdeantwort verzichtete (act. 6), 

währenddem das Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ») in seiner Ver-

nehmlassung auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde schloss (act. 7); 

 

- A. seine Beschwerde mit Eingabe vom 10. Juli 2017 zurückzog (act. 10); 

 

- er am selben Tag auch die Staatsanwaltschaft BS und das BJ über den Be-

schwerderückzug orientierte (act. 10.1, 10.2). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten die 

Bestimmungen des VwVG anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 

Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (Art. 12 

Abs. 1 IRSG); 

 

- das Beschwerdeverfahren zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt 

abzuschreiben ist (KIENER/RÜTSCHE/KUHN, Öffentliches Verfahrensrecht, 

2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2015, N. 1653); 

 

- die Partei, die ihre Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als unterliegende 

Partei gilt, weshalb ihr gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten 

aufzuerlegen sind (vgl. zuletzt u. a. den Entscheid des Bundesstrafgerichts 

RR.2016.312 vom 6. März 2017 mit Hinweis); 

 

- die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren auf Fr. 500.– 

festzusetzen ist (Art. 63 Abs. 5 VwVG, Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 

Abs. 3 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 

- 3 - 

 

 

über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren 

[BStKR; SR 173.713.162]), unter Anrechnung des entsprechenden Betrages 

am geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.– (act. 4); 

 

- die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, dem Beschwerdeführer 

Fr. 4'500.– zurückzuerstatten; 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Das Verfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abge-

schrieben. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt, unter 

Anrechnung des entsprechenden Betrages am geleisteten Kostenvorschuss 

in der Höhe von Fr. 5'000.–. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, 

dem Beschwerdeführer Fr. 4'500.– zurückzuerstatten. 

 

 

Bellinzona, 11. Juli 2017 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Thomas Sprenger 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).