# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f866c557-a255-54e5-888a-8c4ed82f7b3c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.08.2013 IV 2011/234
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2011-234_2013-08-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2011/234

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 15.08.2013

Entscheiddatum: 15.08.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 15.08.2013
Art. 28 IVG. Würdigung Gutachten. Höhe Tabellenlohnabzug. Kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 15. August 2013, IV 2011/234).

Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer (Vorsitz), Lisbeth Mattle Frei und Marie-Theres 

Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

 

Entscheid vom 15. August 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Hubatka, Tiefenackerstrasse 49, 

Postfach 240, 9450 Altstätten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ meldete sich mit Schreiben vom 17. Juli 2009 (Eingang 

Sozialversicherungsanstalt: 19. Oktober 2009) zum Bezug von IV-Leistungen an (act. 

G 4.5). Der Versicherte wurde im Auftrag des Krankentaggeldversicherers am 20. 

November 2009 durch Dr. med. B.___, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, untersucht. 

Im Bericht vom 23. November 2009 diagnostizierte dieser ein lumbospondylogenes 

und lumboradikuläres Syndrom L5/S1 links mit Status nach Dekompression am 

9. Januar 2009 mit persistierendem Schmerzsyndrom und sensomotorischen 

Ausfallserscheinungen. Die angestammte Tätigkeit als Schweisser sei dem 

Versicherten nicht mehr zumutbar (act. G 4.29). Einen Arbeitsversuch bei der 

bisherigen Arbeitgeberin brach der Versicherte nach fünf Tagen ab. Da er sich als 

arbeitsunfähig einschätzte, schloss die IV-Stelle die Eingliederungsbemühungen ab 

(Verlaufsprotokoll nach Grundsatzentscheid vom 3. März 2010, act. G 4.47). Nach 

durchgeführtem Vorbescheidverfahren (vgl. Vorbescheid vom 9. März 2010, act. 

G 4.50) verfügte die IV-Stelle am 6. Mai 2010 den Abschluss der Arbeitsvermittlung 

(act. G 4.54).

A.b  Am 11. Oktober 2010 wurde der Versicherte in der ABI Aerztliches 

Begutachtungsinstitut GmbH polydisziplinär (internistisch, psychiatrisch und 

rheumatologisch) untersucht. Im Gutachten vom 22. November 2010 diagnostizierten 

die Experten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches therapieresistentes 

sensomotorisches Ausfallsyndrom S1 links (ICD-10: M54.4). Ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit bestehe eine episodisch paroxysmale Angst (ICD-10: F41.0) sowie ein 

Nikotinabusus (ICD-10: F17.1). Depressionstypische Merkmale hätten nicht erhoben 

werden können. Die angestammte Tätigkeit als Schweisser sowie jegliche regelmässig 

mittelschwer bis schwer belastende berufliche Tätigkeit seien ab Januar 2009 nicht 

mehr zumutbar. Für jede körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, adaptierte 

berufliche Tätigkeit bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 75%, vollschichtig 

realisierbar (act. G 4.65).

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A.c  Da der psychiatrischen ABI-Expertin die psychiatrischen Akten der Klinik C.___ 

nicht vorlagen (vgl. RAD-Stellungnahme vom 25. November 2010, act. G 4.69), forderte 

die IV-Stelle den in der Klinik C.___ behandelnden Dr. med. D.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, auf, Stellung zum Gesundheitszustand des Ver­

sicherten zu nehmen. Dieser diagnostizierte im Bericht vom 22. Dezember 2010 eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig mit somatischem 

Syndrom (ICD-10: F33.11; erste Episode im 16. Lebensjahr) sowie ein seit 10 Jahren 

bestehendes chronisches lumbovertebrales Syndrom. Aus psychiatrischer Sicht 

bestehe für die angestammte Tätigkeit als Schweisser eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit 

(act. G 4.71). Zur weiteren Klärung des psychiatrischen Gesundheitsschadens und 

dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit empfahl der RAD eine monodisziplinäre 

psychiatrische Nachbegutachtung bei der psychiatrischen ABI-Expertin 

(Stellungnahme vom 27. Januar 2011, act. G 4.77). Die Nachbegutachtung fand am 

2. Mai 2011 statt. Im psychiatrischen Ergänzungsgutachten vom 5. Mai 2011 führte die 

ABI-Expertin aus, dass aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

bestehe. Vital depressive Zeichen bestünden keine. Die festgestellte episodisch 

paroxysmale Angst (ICD-10: F41.0) sei ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Für die 

von Dr. D.___ bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit fehle es an entsprechenden 

psychopathologischen Korrelaten (act. G 4.82).

A.d  Mit Vorbescheid vom 1. Juni 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in 

Aussicht, das Rentengesuch abzuweisen, da ein gestützt auf die medizinische 

Einschätzung der ABI vorgenommener Einkommensvergleich einen nicht 

rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 36% ergebe (act. G 4.86). Dagegen erhob der 

Versicherte am 4. Juli 2011 Einwand. Er beantragte die Zusprache einer halben, 

eventualiter einer Viertelsrente. Aus der Beurteilung der ABI ergebe sich eine 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit, da bei der bescheinigten 75%igen Leistungsfähigkeit noch der 

erhöhte Pausenbedarf einzubeziehen sei. Des Weiteren sei ein Abzug vom 

Tabellenlohn von 25% gerechtfertigt (act. G 4.90). Am 20. Juli 2011 verfügte die IV-

Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (act. G 4.91).

B.    

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B.a  Gegen die Verfügung vom 20. Juli 2011 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 15. August 2011. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Zusprache einer halben Rente. 

Eventualiter sei eine Viertelsrente zuzusprechen. Subeventualiter sei die Angelegenheit 

zur Durchführung der Massnahmen gemäss Ziff. 4.2.8 des ABI-Gutachtens 

("Massnahmen aus rheumatologischer Sicht") und zum nachherigen Verfügungserlass 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Gutachter hätten ausgeführt, dass 

ihm "durch Durchführung der im Abschnitt 4.2.8 erwähnten Massnahmen" leichte bis 

intermittierend mittelschwere wechselbelastende berufliche Tätigkeiten zu 75% 

zumutbar seien. Diese Massnahmen seien indessen nicht durchgeführt worden. Es 

fehle damit die Grundlage für eine 75%ige Arbeitsfähigkeit. Auch aufgrund der von den 

Gutachtern umschriebenen qualitativen Einschränkungen bestehe unter 

Berücksichtigung des erhöhten Pausenbedarfs insgesamt lediglich eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit. Schliesslich sei bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ein 

25%iger Tabellenlohnabzug zu gewähren (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 27. Oktober 

2011 die Abweisung der Beschwerde. Die vom Beschwerdeführer beantragte zweima­

lige Berücksichtigung der 25%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei unhaltbar. 

Es gehe aus dem ABI-Gutachten klar hervor, dass er einer adaptierten Tätigkeit 

vollschichtig nachgehen und in einer solchen Tätigkeit eine Leistung von 75% statt 

100% erbringen könne. Da nicht nur leichte, sondern intermittierend mittelschwere 

Tätigkeiten zumutbar seien, dürfe kein Tabellenlohnabzug berücksichtigt werden (act. 

G 4).

B.c  Der Beschwerdeführer hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet (act. G 6).

 

Erwägungen:

1.     

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

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1.1   Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.2   Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen 

Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen).

1.3   Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

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besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.4   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben Gericht und Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_73/2011, E. 4.1). Wenn der entscheidrelevante 

Sachverhalt ungenügend abgeklärt wurde, kann das Gericht die Angelegenheit zu 

neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen.

2.     

Medizinische Grundlage der angefochtenen Verfügung bildet das ABI-Gutachten vom 

22. November 2010 (act. G 4.65) sowie das psychiatrische Ergänzungsgutachten der 

ABI vom 5. Mai 2011 (act. G 4.82). Da die Beweiskraft dieser Gutachten zwischen den 

Parteien unbestritten ist und sich aus den Akten auch keine Aspekte ergeben, die den 

Beweiswert der gutachterlichen Einschätzungen zu erschüttern vermöchten, ist mit den 

Parteien zur Beurteilung des Rentenanspruchs darauf abzustellen. Umstritten ist hin­

gegen die Auslegung der gutachterlichen Einschätzung bezüglich der Höhe der Rest­

arbeitsfähigkeit sowie des Zusammenhangs zwischen den vom rheumatologischen 

Experten formulierten Massnahmen und der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 

(act. G 1).

2.1   Nach Ansicht des Beschwerdeführers gehe aus der ABI-Beurteilung hervor, dass 

bei der bescheinigten 75%igen Restarbeitsfähigkeit auch noch ein zusätzlicher 

Pausenbedarf von 15 Minuten pro Stunde bestehe, weshalb lediglich von einer 

50%igen Restarbeitsfähigkeit ausgegangen werden dürfe (act. G 1, S. 4 f.). Dieser 

Sichtweise kann nicht gefolgt werden. Die Gutachter führten in ihrer 

Konsensbeurteilung der - mit 75% bemessenen - Restarbeitsfähigkeit aus, das 

Pensum könne vollschichtig umgesetzt werden mit einem erhöhten Pausenbedarf bis 

15 Minuten pro Stunde (act. G 4.65-23). Damit brachten sie - wie die 

Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt (act. G 4, Rz 2) - zum Ausdruck, dass die 

25%ige Arbeitsunfähigkeit durch einen erhöhten Pausen- bzw. Schonungsbedarf 

begründet ist, was die in der zusammenfassenden Beurteilung enthaltene Formulierung 

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"gemäss obigen Einschränkungen besteht eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 

75% vollschichtig realisierbar" bestätigt. Diese Art der Umschreibung der 

Arbeitsfähigkeit entspricht im Übrigen den Leitlinien der Schweizerischen 

Ärztegesellschaft zur Begutachtung rheumatologischer Krankheiten und Unfallfolgen, 

wonach eine Einschränkung der Arbeitsleistung in Form einer Reduktion der 

Belastungen und/oder der Arbeitszeit erfolgen kann (Schweizerische Ärztezeitung, 

2007;88: 17, S. 740).

2.2   Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, dass die Gutachter mit der 

Formulierung "durch Durchführung der im Abschnitt 4.2.8 erwähnten Massnahmen 

sind dem Exploranden leichte bis intermittierend mittelschwere wechselbelastende 

berufliche Tätigkeiten unter den oben erwähnten Arbeitsplatzbedingungen zu 75% 

zuzumuten" (vgl. hierzu act. G 4.65-19) zum Ausdruck gebracht hätten, diese 

Massnahmen - insbesondere die genannten Abklärungen - seien vorgängig 

durchzuführen, um die Restleistungsfähigkeit überhaupt verwerten zu können (act. G 1, 

S. 4).

2.2.1         Der rheumatologische Gutachter führte unter dem Abschnitt "Massnahmen 

aus rheumatologischer Sicht" Folgendes aus: "Bei rein klinisch persistierendem 

sensomotorischem radikulärem Ausfallsyndrom S1 links könnte zur weiteren 

Objektivierung der Befunde einerseits ein Verlaufs-MRT der LWS durchgeführt werden 

im Vergleich zur Voraufnahme vom März 2009, zusätzlich könnten 

elektrophysiologische und neurologische Abklärungen effektive, objektiv nachweisbare 

Denervationen im Dermatom L5 und S1 links beweisen oder definitiv ausschliessen. 

Aufgrund der sehr inkonsistenten neurologischen Befunde sind diese diagnostischen 

Massnahmen vor eventueller Prüfung erneuter therapeutischer oder gar operativer 

Massnahmen dringend zu empfehlen. In Bezug auf die Schmerztherapie empfiehlt sich 

der Wechsel der Tramadol-Dosis in Tropfenform auf ein retardiertes Präparat, um eine 

Gewöhnung zu vermindern. […] Zur Optimierung der oben erwähnten Muskelgruppen 

empfiehlt sich die Durchführung einer kontrollierten medizinischen Trainingstherapie, 

um die zumutbare Arbeitsfähigkeit auch problemlos umsetzen zu können" (act. 

G 4.65-20).

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2.2.2         Was die vom rheumatologischen Experten erwähnten diagnostischen 

Massnahmen anbelangt, so fällt ins Gewicht, dass er diese einzig "zur weiteren 

Objektivierung" des von ihm bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigten, 

"rein klinisch" festgestellten persistierenden, sensomotorischen radikulären 

Ausfallsyndroms S1 links vorgeschlagen hatte (act. G 4.65-19). Mit anderen Worten 

wäre es bei diesen Abklärungen nur darum gegangen, die klinischen Befunde zu 

erhärten. Hinzu kommt, dass sich der Gutachter auf die in den Vorakten liegenden 

bildgebenden Befunde stützen konnte (vgl. hierzu act. G 4.65-17; zu den 

berücksichtigten "klar objektivierbaren patho-anatomischen Befunde" vgl. act. 

G 4.65-23) und sich weder aus den Akten noch aus den Angaben des 

Beschwerdeführers Anhaltspunkte für eine seither eingetretene gesundheitliche 

Verschlechterung finden lassen. Ein weiterer rheumatologischer Abklärungsbedarf 

bezüglich der Frage nach der Restleistungsfähigkeit ist deshalb zu verneinen. Damit 

gehen die weiteren gutachterlichen Ausführungen einher, worin die diagnostischen 

Massnahmen allein aus therapeutischen und operativen Überlegungen empfohlen 

wurden (act. G 4.65-20).

2.2.3         Betreffend die übrigen im Gutachten genannten Massnahmen ist zunächst 

zu bemerken, dass der erwähnte Medikamentenwechsel der Verminderung einer 

Gewöhnung dienen würde (act. G 4.65-20). Es ist aber weder ersichtlich noch 

nachvollziehbar, dass diese medikamentenmässige Umstellung Einfluss auf die 

Verwertbarkeit der bescheinigten Arbeitsfähigkeit hat. Die empfohlene 

Trainingstherapie schliesslich wurde zur "Optimierung der Muskelgruppen" 

vorgeschlagen, um die Arbeitsfähigkeit auch problemlos umsetzen zu können. Dass 

diese Therapie vor der Wiederaufnahme einer leidensangepassten Tätigkeit 

notwendiger Weise durchgeführt werden müsste, lässt sich dieser Empfehlung nicht 

entnehmen. Aufgrund der Ausführungen des rheumatologischen Gutachters ("Durch 

die Durchführung der im Abschnitt 4.2.8 erwähnten Massnahmen" [act. G 4.65-19], 

"Zur Optimierung" [act. G 4.65-20], "Adäquate Rehabilitationsmassnahmen sind dem 

Exploranden zumutbar, um die Arbeitsfähigkeit auch adäquat umsetzen zu 

können" [act. G 4.65-24]) ist vielmehr zu schliessen, dass es sich bei den aufgeführten 

Vorschlägen um stützende Begleitmassnahmen zu einer tatsächlich verwerteten 

Restarbeitsfähigkeit handelt.

3.     

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Insgesamt ist daher gestützt auf die Einschätzung der ABI-Gutachter von einer 

vollschichtig umsetzbaren 75%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

auszugehen. Zu prüfen bleiben damit deren erwerblichen Auswirkungen, wobei die 

Grundlagen für die Bemessung des Validen- und Invalideneinkommens nicht umstritten 

sind. Das Valideneinkommen beträgt entsprechend dem vom Beschwerdeführer als 

Schweisser erzielten Verdienst Fr. 70'388.-- (2008; vgl. IK-Auszug, act. G 4.18-1), 

während das Invalideneinkommen aufgrund des statistischen Hilfsarbeiterlohns zu 

bestimmen ist. Zwischen den Parteien streitig ist einzig die Höhe des 

Tabellenlohnabzugs. Die Beschwerdegegnerin verneinte das Vorliegen eines 

Abzugsgrunds (act. G 4.91).

3.1   Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen - auch von invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab 

(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig 

(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen).

3.2   Der Beschwerdeführer erachtet einen Abzug deshalb für gerechtfertigt, da ihm nur 

noch leichte, von den Arbeitsplatzbedingungen her kaum noch handwerkliche Arbeiten 

zumutbar seien, mit der Folge, dass er sich in einer völlig anderen, ihm sachfremden 

Branche anlernen lassen müsse (act. G 1, S. 7). Dabei übersieht er, dass ihm gemäss 

medizinischer Einschätzung auch körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere 

Tätigkeiten offenstehen, ihm also nicht bloss noch rein körperlich leichte Tätigkeiten 

zumutbar sind (act. G 4.65-23 f.). Zwar bestehen auch noch weitere qualitative 

Einschränkungen (Vermeiden von Oberkörpervorneigeposition; Unzumutbarkeit des 

Zurücklegens von längeren Gehstrecken, des Treppensteigens oder des Besteigens 

von Leitern und Gerüsten; Wechselbelastung), die vorliegend indessen nicht den 

Schluss zulassen, es bestünde im Bereich Hilfsarbeitertätigkeiten nur noch ein 

erheblich eingeschränktes Spektrum. Denn der Tabellenlohn umfasst im 

Anforderungsniveau 4 eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten (Urteil 

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des Bundesgerichts vom 30. März 2009, 9C_72/2009, E. 3.4). Aufgrund der 

langjährigen Erfahrung als Schweisser und der dabei erlernten handwerklichen 

Fähigkeiten besteht kein Anlass zur Annahme, dass sich ein Wechsel in eine andere 

"Branche" zusätzlich lohnsenkend auswirken würde. Dabei darf nicht ausser Acht 

gelassen werden, dass es sich bei Tätigkeiten im Anforderungsniveau 4 um einfache 

und repetitive Hilfsarbeiten handelt, in denen weder Berufs- noch Fachkenntnisse 

vorausgesetzt sind, weshalb eine allenfalls fehlende Ausbildung oder Erfahrung in der 

Regel nicht zu unterdurchschnittlichen Erwerbsmöglichkeiten führen.

3.3   Was die geltend gemachte "zeitliche Einschränkung" (act. G 1, S. 7) betrifft, so 

wurde der erhöhte Pausenbedarf bereits bei der Bestimmung der quantitativen 

Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt und kann nicht nochmals bei der Bemessung des 

Tabellenlohnabzugs einbezogen werden. Schliesslich weist der Beschwerdeführer auf 

den "eingeschränkten Beschäftigungsgrad" hin (act. G 1, S. 7). Die Gutachter kamen 

zum Schluss, die Restarbeitsfähigkeit sei vollschichtig, mithin im Rahmen einer 

ganztägigen Präsenz, zu verwerten (act. G 4.65-24). Das Bundesgericht erblickt im 

Umstand, dass eine reduzierte Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer ganztägigen Präsenz 

zu verwerten ist, keinen Abzugsgrund (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts vom 

16. August 2012, 8C_344/2012, E. 3.2). Selbst wenn dieser Rechtsprechung nicht 

gefolgt und ein Abzugsgrund bejaht würde, rechtfertigte sich höchstens ein 5%iger 

Abzug, zumal weitere Umstände, die einen Abzug rechtfertigen könnten, weder 

ersichtlich noch dargetan sind.

3.4   Gestützt auf die unbestritten gebliebenen, auf der Grundlage des Jahres 2008 

erhobenen Vergleichseinkommen ergibt sich selbst bei einem 5%igen 

Tabellenlohnabzug eine Erwerbseinbusse von Fr. 27'653.-- (Fr. 70'388.-- -

 [Fr. 59'979.-- x 0.75 x 0.95]) und ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 

abgerundet (zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121 ff.) 39% 

([Fr. 27'653.-- / Fr. 70'388--] x 100).

4.    

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

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Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Ange­

legenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie 

vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

 

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihm 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet.

bis

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