# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8bbcfaa3-ed6e-52c0-90d3-8d02c7ee8477
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.03.2015 UV 2014/14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-14_2015-03-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/14

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 11.03.2015

Entscheiddatum: 11.03.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2015
Unfall / unfallähnliche Körperschädigung, Art. 6 UVG, Art.  4 ATSG, Art. 9 
Abs.  2 UVV. Nach Jogging aufgetretene Beschwerden aufgrund eines 
Knochenrisses und einer Bänderverletzung. Abstellen auf ein medizinisches 
Gutachten, welches zum Schluss gelangt, ein später aufgetretenes 
Impingement sei nicht mehr Folge des geltend gemachten Vorfalls 
beziehungsweise der ursprünglichen Verletzungen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. März 2015, UV 
2014/14).Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane 
Gallati Schneider undLisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Beatrix 
ZahnerEntscheid vom 11. März 2015in 
SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. 
Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. 
Gallen,gegenVisana Versicherungen AG, Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 
3000 Bern 
15,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.       

A.a   Die bei der Visana Versicherungen AG (im Folgenden: Versicherung) obligatorisch 

unfallversicherte A.___ suchte am 3. Juni 2011 (Freitag) die Zentrale Notaufnahme des 

Kantonsspitals St. Gallen (Hausärztlicher Notfalldienst) auf. Dr. med. B.___ berichtete, 

die Versicherte sei am Sonntag, 29. Mai 2011 eine Stunde joggen gewesen; seit 

Montag (30. Mai 2011) habe sie zunehmende Knöchelschmerzen und eine Schwellung, 

insbesondere abends. Sie habe noch nie im Leben ähnliche Schmerzen gehabt. 

Dr. B.___ stellte eine Rötung mit schmerzhafter Schwellung über dem medialen und 

lateralen Malleolus beidseits fest. Er diagnostizierte eine unklare entzündliche 

Gelenkserkrankung mit Befall des oberen Sprunggelenks (OSG) beidseits und 

beurteilte einen Zusammenhang zum Joggen als eher unwahrscheinlich (act. G 5.49). 

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Eine röntgenologische Untersuchung vom 3. Juni 2011 (act. G 5.52) sowie ein wegen 

immer noch starker, immobilisierender Schmerzen am 9. Juni 2011 angeordnetes 

Computertomogramm des rechten OSG (act. G 5.50; act. G 5.51) zeigten keinen 

Hinweis auf eine Fraktur. Eine MR-Untersuchung des rechten OSG am 14. Juni 2011 

liess eine distale undislozierte Tibiafraktur mit einer Dystrophie und einem erheblichen 

Knochenmarködem erkennen; zusätzlich wurde eine leichtgradige Zerrung und 

Entzündungsreaktion der Syndesmose und des Ligamentum fibulotalare anterius und 

posterius sowie eine Periostverdickung über der distalen Tibia sowie eine leichtgradige 

Synovialitis des oberen Sprunggelenks diagnostiziert (act. 5.53). Gemäss 

Dr. med. C.___, Orthopädie D.___, sei nicht zu evaluieren, für die Behandlung jedoch 

auch nicht wesentlich, ob es sich um eine Fissur ohne Dislokation oder einen 

Ermüdungsbruch handle (act. G 5.64).

A.b  Am 16. Juni 2011 meldete die Arbeitgeberin der Versicherten der Versicherung 

einen Bagatell-Unfall. Dabei wurde angegeben, die Versicherte sei am 29. Mai 2011 

beim Joggen umgeknickt und habe sich am Fussgelenk rechts verletzt (act. G 5.65).

A.c  Dr. med. E.___, Orthopädie F.___, diagnostizierte am 18. November 2011 bei 

Persistenz belastungsabhängiger, eine sportliche Betätigung verunmöglichender 

Schmerzen im ventralen Gelenksrezessus klinisch ein ventrales Impingement des 

rechten OSG mit / bei Status nach Distorsion im Juni 2011, Bandläsion und 

undislozierter, distaler Tibiafraktur (act. G 5.60). Eine MR-Untersuchung vom 24. Mai 

2012 zeigte ein diskretes Ödem des Deltabandes und der lateralen Seitenbänder mit 

fraglichem Krankheitswert (act. G 5.54).

A.d  Am 4. Juni 2012 meldete die Versicherte der Versicherung einen Rückfall. Sie sei 

am 19. Mai 2011 (richtig: 29. Mai 2011) beim Joggen umgeknickt und habe am rechten 

Fuss einen Riss erlitten. Es sei eine Operation geplant an der Klinik G.___ (act. 5.56). 

Am 4. Juli 2012 ersuchte die Klinik G.___ um Kostengutsprache für die geplante 

Arthroskopie am OSG rechts (act. G 5.43).

A.e  Die Versicherung legte die Angelegenheit ihrem Vertrauensarzt Dr. med. H.___ 

sowie dem Facharzt für Orthopädische Chirurgie, Dr. med. I.___, vor. Diese gelangten 

im Wesentlichen zum Schluss, dass kein versichertes Ereignis aktenkundig sei und die 

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Beschwerden erst einen Tag nach dem Jogging aufgetreten seien. Diese seien nicht 

unfall-, sondern krankheitsbedingt (Berichte vom 20. Juni 2011 und vom 5. Juli 2012, 

act. G 5.44 und act. G 5.42).

A.f   Mit Verfügung vom 13. Juli 2012 stellte die Versicherung fest, das Ereignis vom 

29. Mai 2011 sei weder ein Unfall, noch habe es eine unfallähnliche Körperschädigung 

bewirkt. Sie stellte per 13. Juli 2012 sämtliche Leistungen ein und entzog einer 

allfälligen Einsprache die aufschiebende Wirkung. Im Wesentlichen hielt sie fest, es sei 

durch die erstbehandelnden Ärzte kein unfallversicherungsrelevantes Ereignis 

dokumentiert worden. Die Beschwerden seien nicht als plötzlich, sondern erst ab dem 

30. Mai 2011 aufgetreten beschrieben worden, und die Versicherte habe erst fünf Tage 

nach dem Joggen einen Arzt aufgesucht. Die Ursache der Schmerzen sei als unklar 

bezeichnet und ein Ermüdungsbruch in Betracht gezogen worden (act. G 5.38).

A.g  Am 7. August 2012 wurde die geplante Arthroskopie durchgeführt. Dabei erwies 

sich das Gelenk soweit einsehbar medial und lateral intakt und es wurden 

Vernarbungen anterolateral festgestellt und abgetragen (act. 5.29). Gestützt auf die 

Verfügung vom 13. Juli 2012 lehnte die Versicherung die Übernahme der Kosten der 

Arthroskopie von Fr. 9'843.70 ab (act. G 5.11; act. G 5.12; act. G 5.20).

B.      

B.a  Gegen die Verfügung vom 13. Juli 2012 liess die Versicherte am 10. August 2012 

Einsprache erheben (act. G 5.34). Zur Begründung führte sie mit Eingabe vom 

27. September 2012 im Wesentlichen aus, sie sei am 29. Mai 2011 im Wald joggen 

gewesen. Nach etwa einer halben Stunde habe sie den Ausläufer eines Wurzelstocks 

übersehen und sei mit dem rechten Fuss daran hängen geblieben, habe stolpernd mit 

dem linken Fuss aufgesetzt, den rechten Fuss aus dem Wurzelstock gezogen und 

aufgesetzt. Dabei sei sie umgeknickt, weil sie durch den Bewegungsablauf aus dem 

Gleichgewicht geraten sei (act. G 5.27-3). Aus den Akten ergebe sich, dass sie 

unmittelbar nach dem Umknicken Schmerzen verspürt habe (act. G 5.27-4). Die Fraktur 

sei zunächst unauffällig verheilt, doch sei sie in der Folge nie beschwerdefrei gewesen 

und habe gemäss Bericht der Orthopädie F.___ vom 23. November 2011 (act. G 5.60) 

keinen Sport mehr treiben können (act. G 5.77-5). Die Einschätzung, dass eine 

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Ermüdungsfraktur vorliege, stimme nicht mit der Aktenlage überein und sei aufgrund 

der nachgewiesenen Syndesmoseverletzung nicht nachvollziehbar (act. 5.27-5, 7). 

Dass in den Arztberichten eine ausführliche Anamneseerhebung fehle, könne nicht zur 

Feststellung der Versicherung führen, es liege kein entsprechendes Unfallereignis vor; 

der Unfallhergang hätte durch den Arzt oder gestützt auf ihre Untersuchungspflicht 

durch die Versicherung erhoben werden müssen (act. 5.27-7 f.).

B.b Mit Schreiben vom 3. Mai 2013 beauftragte die Versicherung Dr. med. J.___, 

Facharzt orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, mit 

der Erstattung eines Aktengutachtens (act. G 5.13). Dieser stellte im Wesentlichen fest, 

die in der Operation vom 7. August 2012 festgestellten Vernarbungen seien mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das geltend gemachte Ereignis 

zurückzuführen und der Status quo sine sei nach drei Monaten erreicht gewesen 

(act. G 5.6-8). Mit Entscheid vom 7. Februar 2014 wies die Versicherung die Einsprache 

ab und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung. Die 

Feststellung in der Verfügung vom 13. Juli 2012, wonach das Ereignis vom 29. Mai 

2011 weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung darstelle, sei nicht 

korrekt. Indes sei gemäss dem Gutachten von Dr. J.___ anzunehmen, dass nach drei 

Monaten - Ende August 2011 - der Status quo sine erreicht worden sei. Sie habe daher 

ihre Leistungen per 13. Juli 2012 zu Recht eingestellt (act. G 5.5).

C.    

C.a  Mit Eingabe vom 5. März 2014 (act. G 1) liess die Versicherte durch Rechtsanwalt 

Dr. iur. E. Pedergnana, St. Gallen, gegen den Einspracheentscheid vom 7. Februar 

2014 Beschwerde erheben und unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

Beschwerdegegnerin beantragen, die Verfügung vom 13. Juli 2012 sei aufzuheben und 

die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, weiterhin Leistungen zu erbringen; 

eventualiter sei ein Gutachten bei einem spezialisierten Fussorthopäden in Auftrag zu 

geben. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, 

die Diagnosestellung und die Dokumentation von Dr. B.___ seien in Bezug auf die 

Ursache der Schmerzen unvollständig und nicht nachvollziehbar. Er habe eine sich 

später als unzutreffend herausstellende, ausschliesslich internistische Diagnose gestellt 

(act. G 1-4 f.) Die Beschwerdeführerin sei beim Joggen in einem Wurzelausläufer 

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hängen geblieben und gestolpert, was ein plötzliches und ungewöhnliches Ereignis 

darstelle und die mittels MRI vom 14. Juni 2011 festgestellte Fraktur mit Zerrung und 

Entzündungsreaktion der Bänder (Syndesmose, Ligamentum fibulotalare) ausgelöst 

habe. Damit liege eine unfallähnliche Körperschädigung vor und sei die natürliche 

Kausalität erstellt; der Gegenbeweis einer krankheitsbedingten Schädigung sei nicht 

zulässig (act. G 1-6 f.). Auf das Gutachten von Dr. J.___ könne nicht abgestellt werden, 

da es Feststellungen enthalte, die durch die Akten nicht gestützt würden und die auf 

unvollständiger Erstdokumentation der Aussagen der Beschwerdeführerin beruhten 

(act. G 1-7 f.).

C.b  Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2014 

(act. G 5) die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge. Sie bringt 

im Wesentlichen vor, die anamnestischen Darstellungen stimmten in den Berichten bis 

zum MRI vom 14. Juni 2011 überein. Am 16. Juni 2011 habe die Beschwerdeführerin 

angegeben, sie sei am 29. Mai 2011 "beim Joggen umgeknickt und verletzt", und in 

den Berichten vom 20. Juni 2011 und vom 23. November 2011 sei von einer Distorsion 

die Rede. Der genaue Ablauf der Vorkommnisse vom 29. Mai 2011 sei erstmals in der 

Einsprachebegründung vom 27. September 2012 geschildert worden. Es entspreche 

nicht der Lebenserfahrung, dass eine betroffene Person aufgrund der Schnelligkeit 

beim Ablauf ein Ereignis 16 Monate später aus ihrer Erinnerung noch so detailgetreu 

schildern könne. Die Angaben über die Dauer des Joggings seien uneinheitlich. 

Dr. B.___ habe die Angaben der Beschwerdeführerin vom 3. Juni 2011 vollständig 

wiedergegeben, und er hätte keine weiteren Abklärungen (insbesondere nicht die 

Röntgenuntersuchung) veranlasst, wenn er von einem rheumatischen Leiden 

ausgegangen wäre. Sie - die Beschwerdegegnerin - habe zunächst von einem Unfall 

oder einem "sinnfälligen Ereignis" ausgehen und dies nach der Meldung des 

"Rückfalls" erneut abklären dürfen (act. G 5-12). Aus dem MRI-Bericht vom 15. Juni 

2011 ergebe sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, dass der Befund 

unfallbedingt sei. Dr. J.___ habe nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, dass die 

anlässlich der Arthroskopie vorgefundene laterale Vernarbung im Gelenk nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das fragliche Ereignis zurückzuführen sei 

(act. G 5-14, 17 f.). Die Einwände der Beschwerdeführerin gegen das Gutachten J.___ 

seien nicht stichhaltig (act. G 5-15 f.). Der status quo sine sei gemäss Dr. J.___ auch 

erreicht worden, wenn von dem von der Beschwerdeführerin am 27. September 2012 

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angegebenen Sachverhalt ausgegangen werde, weshalb offen bleiben könne, ob 

Dr. B.___ ihre Angaben vollständig wiedergegeben habe (act. G 5-17).

C.c  In seiner Replik vom 13. Juni 2014 (act. G 7) legte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin im Wesentlichen dar, Dr. B.___ habe eine sich später als falsch 

herausstellende rheumatische Diagnose und ein traumatisches Geschehen als 

Differenzialdiagnose gestellt. Im Bericht vom 10. Juni 2011 sei nur noch das rechte 

OSG erwähnt, was darauf hinweise, dass dieses vorrangig betroffen gewesen sei, 

während sich eine rheumatische Erkrankung an beiden Füssen gezeigt hätte. Ein 

mögliches Distorsionstrauma sei bereits am 10. Juni 2011 in Betracht gezogen und zur 

Abklärung ein MRI in die Wege geleitet worden (act. G 7-3). Es treffe zu, dass eine 

Fraktur innert sechs bis acht Wochen ausheile. Vorliegend sei jedoch aufgrund der 

Fraktur eine Bandläsion aufgetreten und diese habe ihrerseits zum am 7. August 2012 

operierten Impingement geführt (act. G 7-4).

C.d  Die Beschwerdegegnerin bringt mit Duplik vom 18. August 2014 (act. G 9) vor, die 

vermerkte Schwellung auch des linken Knöchels sei altersbedingt und ohne 

Krankheitswert und stelle daher keinen Vorzustand im versicherungsrechtlichen Sinne 

dar (act. G 9-3 f.). Das Ereignis vom 29. Mai 2011 (Umknicken und Verletzung beim 

Joggen) sei erst in Kenntnis des MRI-Ergebnisses gemeldet worden, und in den 

Berichten vom 20. Juni 2011 und vom 23. November 2011 sei plötzlich von einer 

Distorsion gesprochen worden (act. G 9-4). Es habe keine Verletzung der 

Aussenbänder stattgefunden und die von Dr. J.___ veranschlagte Heilungszeit gelte 

auch für die Zerrung der Syndesmose. Selbst wenn vom geltend gemachten 

Sachverhalt ausgegangen werde, sei gemäss Dr. J.___ nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit geklärt, ob es sich um eine natürliche Ermüdungsreaktion handle. 

So oder so sei der Status quo sine im Zeitpunkt der Leistungseinstellung erreicht 

gewesen (act. G 9-4 f.).

C.e  Mit Eingabe vom 25. August 2014 erstattete der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin eine ergänzende Sachverhaltsdarstellung zur Duplik (act. G 11). 

Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdegegnerin sei das linke OSG nicht 

angeschwollen gewesen und daher auch nicht weiter untersucht beziehungsweise 

erwähnt worden.

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C.f   Am 12. September 2014 entgegnete die Beschwerdegegnerin, das Vorbringen der 

Beschwerdeführerin vermöge die Angabe des erstbehandelnden Arztes, wonach beide 

Knöchel geschwollen gewesen seien, nicht zu entkräften (act. G 13).

Erwägungen:

1.     

Mit angefochtener Verfügung vom 13. Juli 2012 hat die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht bezüglich des Ereignisses vom 29. Mai 2011 ex nunc eingestellt. 

Streitgegenstand bildet daher ausschliesslich die Frage, ob sie auch für später 

aufgekommene Beschwerden und für die Kosten von deren Behandlung, namentlich 

der Operation vom 7. August 2012, leistungspflichtig ist.

2.       

2.1   Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden, sofern dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, Versicherungs­

leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.

2.2   Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den 

Tod zur Folge hat. (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1])

2.3   Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

enthält eine abschliessende Aufzählung von Körperschädigungen, welche auch ohne 

ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen im Sinne von Art. 4 ATSG 

gleichgestellt sind, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine 

Degeneration zurückzuführen sind. Dazu zählen unter anderem Knochenbrüche (lit. a), 

Verrenkungen von Gelenken (lit. b) und Bandläsionen (lit. g).

2.4   Die Leistungspflicht des Versicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein 

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natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3). Bei 

unfallähnlichen Körperschädigungen ist ein kausales unfallähnliches Ereignis 

wenigstens im Sinne eines auslösenden Faktors erforderlich (A. Bühler, Die 

unfallähnliche Körperschädigung, SZS 1996 S. 90, 93; BGE 123 V 45). Im Falle 

physischer Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen 

Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. 

E. 3a). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung 

ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 

129 V 181 E. 3.1 mit weiteren Verweisen).

2.5     

2.5.1         Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 

nicht mehr die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitszustands darstellt, 

wenn letzterer also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Das Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 

E. 2 mit Hinweisen).

2.5.2         Gemäss Art. 11 UVV werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und 

Spätfolgen gewährt. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 

vermeintlich geheilten Krankheit bzw. vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es zu 

ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit 

kommt. Er stellt einen besonderen revisionsrechtlichen Tatbestand im Sinn von Art. 17 

ATSG dar (vgl. BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Rückfälle und 

Spätfolgen schliessen begrifflich an ein in der Vergangenheit bestandenes 

Unfallereignis an. Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) 

Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut vorgebrachten 

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Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 

f. E. 2c).

2.6   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit 

Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des 

Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens handelt es sich um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die 

entsprechende Beweislast liegt hier - anders als bei der Frage, ob im Grundfall oder 

auch bei einem Rückfall ein (erneuter) leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 

328 E. 3b mit Hinweisen).

3.     

3.1   Aufgrund der Bagatellunfallmeldung vom 16. Juni 2011 (act. G 5.65) hatte die 

Beschwerdegegnerin Leistungen erbracht (vgl. act. G 5-9). Mit Schadenmeldung vom 

4. Juni 2012 wurde der Beschwerdegegnerin eine geplante Operation als Folge des 

Ereignisses vom 29. Mai 2011 gemeldet (act. G 5.66). Mit Verfügung vom 13. Juli 2012 

stellte sie ihre Leistungen für das Ereignis vom 29. Mai 2011 ein (act. G 5.38).

3.2   Die Schadenmeldung vom 4. Juni 2012 stellt entgegen der Bezeichnung der 

Beschwerdegegnerin formell-rechtlich keine Rückfallmeldung dar. Die 

Beschwerdeführerin hatte bis zum damaligen Zeitpunkt über ihre Leistungspflicht 

weder verfügt (vgl. Art. 49 ATSG) noch (nur) ein einfaches Schreiben (im Sinn von 

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Art. 51 Abs. 2 ATSG) verfasst. Erstmals mit Verfügung vom 13. Juli 2012 klärte sie ihre 

Leistungspflicht ab bzw. erliess diesbezüglich formell richtig eine Verfügung. Sie 

verneinte das Vorliegen eines versicherten Ereignisses - Unfall bzw. unfallähnliche 

Körperschädigung -, was eigentlich die Verneinung einer Leistungspflicht von Grund 

auf zur Folge hätte haben müssen. Sie stellte ihre Leistungen dennoch erst ab Datum 

des Verfügungserlasses ein. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens 

bildet jedoch der Einspracheentscheid vom 7. Februar 2014 (act. G 1.2), worin die 

Beschwerdegegnerin nun nach Darstellung eines Unfallereignisses in der Einsprache 

das Vorliegen eines Unfalls bejahte, damit folgerichtig das Dahinfallen der kausalen 

Bedeutung unfallbedingter Ursachen prüfte und - den Grundfall abschliessend - 

feststellte, per 13. Juli 2012 hätten keine Unfallrestfolgen mehr vorgelegen.

3.3   Die Beschwerdeantwort enthält zwar wiederum Ausführungen, welche den von 

der Beschwerdeführerin in der Einsprachebegründung vom 27. September 2012 

angegebenen Hergang (act. G 5.27-3) in Frage stellen lassen. Dieser erscheint jedoch 

insoweit plausibel, als bereits im Röntgenbericht vom 4. Juni 2011 (betreffend 

Röntgenaufnahme vom 3. Juni 2011) klinisch vermerkt wurde, dass die 

Beschwerdeführerin am (vorangegangenen) Sonntag ein Supinationstrauma erlitten 

habe (act. G 5.52). Somit ist - entgegen der Annahme von Dr. H.___ (act. G 5.44-2), 

Dr. I.___ (act. G 5.42), Dr. J.___ (act. G 5.6-7, 9) sowie der Beschwerdegegnerin 

(act. G 5-12, 15; act. G 9-4) - davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bereits 

anlässlich der Erstkonsultation ein Verdrehen des Knöchels, ein Umknicken, Stolpern 

oder Übertreten geschildert hat und diese Anamnese von der Zentralen Notaufnahme 

intern an das Institut für Radiologie übermittelt wurde. Dafür spricht auch, dass im MRI-

Bericht vom 14. Juni 2011 (act. G 5.53) als Indikation persistierende OSG Schmerzen 

rechts "nach Frage stattgefundenem Distorsionstrauma" aufgeführt sind. Es erscheint 

somit nicht abwegig, dass sich die Beschwerdeführerin am 29. Mai 2011, wie geltend 

gemacht, mit dem Fuss im Wurzelstock verfangen und sich stolpernd diesen verdreht 

hat. Damit liegt ein ungewöhnlicher äusserer Faktor und folglich ein Unfallereignis, und 

nicht "nur" ein unfallähnliches Ereignis vor (vgl. SVR 1999 UV Nr. 9 E. 3c/aa und E. 3c/

dd sowie A. Rumo-Jungo/A. P. Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

4. Aufl. Zürich 2012 S. 40 mit weiteren Verweisen).

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3.4   Letztlich ist jedoch ohne Belang, ob die Begriffsmerkmale des Unfalls oder jene 

des unfallähnlichen Ereignisses erfüllt sind. Wie im Folgenden zu zeigen sein wird, fehlt 

nämlich der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem geltend gemachten 

Geschehnis vom 29. Mai 2011 und den im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 

13. Juli 2012 vorhandenen Beschwerden. Es besteht also kein ursächlicher 

Zusammenhang zwischen den anfänglichen Verletzungen (Fraktur der distalen Tibia, 

Zerrung der Syndesmose) und den späteren ventralen Impingementbeschwerden (vgl. 

dazu Erw. 4.4). Insofern könnte auch, wenn ursprünglich unfallähnliche 

Körperschädigungen vorgelegen hätten, nichts zugunsten der Beschwerdeführerin 

hergeleitet werden.

4.        

4.1    

4.1.1         Die Beschwerdegegnerin stützt sich hinsichtlich des Fehlens des in Frage 

stehenden natürlichen Kausalzusammenhangs auf das Aktengutachten von Dr. J.___. 

Es ist daher zu prüfen, ob auf dieses abgestellt werden kann.

4.1.2         Die Beschwerdeführerin bringt vor, das Gutachten von Dr. J.___ sei nicht 

objektiv; so finde sich das Zitat aus dem Bericht von Dr. C.___, sie habe "nun" 

angegeben, sie hätte ein Distorsionstrauma erlebt, dort erstaunlicherweise nicht. 

Entgegen dem Gutachten zeige das MR vom 24. Mai 2011 (richtig: 2012) ein 

residuelles Ödem im lateralen Seitenbandkomplex. Somit lägen neben der Fraktur 

Strukturveränderungen im Aussenband als (zusätzliche) Diagnose einer unfallähnlichen 

Körperschädigung vor. Die Feststellung von Dr. J.___, die Schmerzen seien nicht 

während der sportlichen Belastung, sondern erst am Folgetag aufgetreten, sei so nie 

festgehalten worden. Das vom Gutachter vermerkte Fehlen eines auslösenden 

Ereignisses beruhe auf der mangelhaften Dokumentation von Dr. B.___. Die 

Einschätzung des Gutachters, dass drei Monate nach dem Ereignis der Status quo sine 

erfüllt gewesen sei, sei lediglich in Bezug auf die Fraktur, nicht aber für die 

Bänderverletzung nachvollziehbar (act. G 1-7 f. und Ziff. 43). Die Beschwerdegegnerin 

ist demgegenüber der Auffassung, es sei auf das Gutachten von Dr. J.___ abzustellen. 

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Es entspreche den Voraussetzungen der Rechtsprechung und sei klar, nachvollziehbar 

begründet und schlüssig (act. G 5-18 f.).

4.2   Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Auch reine Aktengutachten können 

beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur 

um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 

den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, 

E. 5.1.1).

4.3   In Bezug auf die ursprünglichen Verletzungen (Fraktur/Fissur der distalen Tibia, 

Zerrung der Syndesmose) hält der Gutachter fest, eine teilweise unfallkausale Ver­

letzung, indem eine unphysiologische Krafteinwirkung zur Zerrung der Syndesmose 

und diese ihrerseits zur Ermüdungsfraktur/fissur der distalen Tibia geführt habe, sei 

medizinisch gesehen gleich wahrscheinlich wie die (umgekehrte) unfallfremde 

Möglichkeit, dass eine Ermüdungsreaktion in der Tibia die Reaktion an der 

Syndesmose ausgelöst habe. Indes spreche das Fehlen von Hinweisen auf ein 

auslösendes Moment in den medizinischen Berichten gegen ein Unfallereignis, zumal 

dieses eindrücklich, einschneidend und schmerzauslösend gewesen sein müsste 

(act. G 5.6-9). Ein durch das Ereignis ausgelöster oder verschlimmerter Vorzustand 

lasse sich in den Akten nicht erkennen. (act. G 5.6-9, 10). Eine Ermüdungsfraktur an 

der distalen Tibia, ob als Folge einer sinnwidrigen Bewegung oder einer Überlastung 

unklarer Genese, heile innerhalb von sechs bis acht Wochen (plus/minus vier Wochen) 

folgenlos aus, wenn keine somatisch nachweisbare Komplikation die Heilung störe. 

Dies gelte auch für die mögliche Zerrung in der ventralen und dorsalen Syndesmose. 

Aktenkundig sei keine entsprechende Komplikation ausgewiesen, so dass nach drei 

Monaten der Status quo sine postuliert werden müsse (act. G 5.6-10). Des Weiteren 

hält der Gutachter fest, das MRI des rechten oberen Sprunggelenkes vom 14. Juni 

2011 stelle eine ausschliesslich extraartikuläre Fissur dar, während intraartikulär keine 

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Signalstörungen vorhanden seien (act. G 5.6-7 f.). Das MR vom 24. Mai 2012 lasse 

keine Signalstörungen mit Krankheitswert erkennen. Insbesondere seien die 

Veränderungen in der distalen Tibia und im Kapselbandapparat verschwunden. 

Entzündlich veränderte Weichteile oder auch nur geringste Hinweise auf ein 

schmerzauslösendes Impingement seien nicht vorhanden (act. G 5.6-6). Die anlässlich 

der Operation am 7. August 2012 festgestellte laterale Vernarbung sei mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Ereignis vom 29. Mai 2011 

zurückzuführen, weil im MRI vom 14. Juni 2011 intraartikulär keine Signalstörungen 

vorgelegen hätten, was aber eine "conditio sine qua non" sei, um die Unfallkausalität 

der "Vernarbung" hinreichend zu begründen (act. G 5.6-8). Schliesslich sei der laterale 

Malleolus bei den ersten klinischen Untersuchungen schmerzfrei gewesen, und im 

lateralen Talusbereich sei weder klinisch noch radiologisch eine Verletzung 

nachgewiesen worden, welche hier zu einer Vernarbung habe führen können 

(act. G 5.6-8).

4.4     

4.4.1         Dass die Vernarbungen nicht Folge der ursprünglichen Verletzungen sein 

können, weil diese nicht innerhalb, sondern ausserhalb der Gelenkkapsel vorgelegen 

haben, erscheint nachvollziehbar. Gleiches gilt für die Folgerung, dass die anfänglichen 

Verletzungen nach rund acht Wochen abgeheilt waren. Damit decken sich auch die 

Angaben der Beschwerdeführerin über ihre Schmerzen: Diese wurden in der 

Erstkonsultation über den medialen und den lateralen Malleolus beidseitig (act. G 5.49) 

und dann ausschliesslich im medialen Malleolus (Innenknöchel, mit später offenbar 

zusätzlicher leichter Druckdolenz im fibulotalaren [aussenseitigen] Bandapparat; 

act. G 5.50, G 5.64 [Beschwerdepersistenz]) angegeben. Am 26. Juli 2011 berichtete 

die Beschwerdeführerin von abklingenden Schmerzen; es bestehe noch etwas 

Druckdolenz metaphysär über der Tibia vor allem medialseitig (act. G 5.61). Am 

18. November 2011 klagte sie über belastungsabhängige Schmerzen und eine 

deutliche Druckdolenz im ventralen (vorderseitigen) Gelenkrezessus. Dr. E.___ 

diagnostizierte klinisch ein ventrales Impingement des OSG nach Bänderläsion bei 

Status nach Distorsion im Juni 2011 mit Bandläsion und undislozierter, distaler 

Tibiafraktur. Das Röntgenbild zeige ein medial etwas vermehrt sklerotisiertes 

Tibiaplateau und einen regelrechten Gelenkspalt. Die allfällige Fissur sei nach der 

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verlaufenen Zeit verheilt (act. G 5.60). Am 2. Februar 2012 berichtete Dr. E.___, es 

bestehe eine unveränderte Druckdolenz im anteromedialen und anterolateralen 

Gelenksrezessus; die Versicherte sei nach wie vor relevant eingeschränkt (act. G 5.59). 

Anlässlich der Arthroskopie zeigte sich das OSG medial und lateral soweit einsehbar 

vollständig intakt, und anterolateral waren Vernarbungen vorhanden (act. G 5.29). Die 

Schmerzen waren somit zuerst an der Knöchelinnenseite vorhanden, gingen dort dann 

zurück und traten später an der vorderen und äusseren Seite des Sprunggelenks auf. 

Dies stimmt mit dem MR-Befund vom 24. Mai 2012 überein (act. G 5.6-6; act. G 5.54), 

welcher sich im Wesentlichen als unauffällig präsentierte. In diesem Zusammenhang 

argumentiert der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, das im MR vom 24. Mai 

2012 festgestellte residuelle Ödem sei von Dr. J.___ ausser Acht gelassen worden und 

stelle eine eigenständige unfallähnliche Körperschädigung dar (act. G 1-8). Dieser 

Befund ist jedoch auch gemäss Dr. K.___ minimal, grenzwertig und weist einen 

lediglich fraglichen Krankheitswert auf (act. G 5.54); für einen medizinisch 

begründbaren Zusammenhang zum später festgestellten ventralen Impingement finden 

sich keine Anhaltspunkte. Vielmehr macht der dargelegte aktenkundige Verlauf im 

Gesamten einsichtig, dass die Vernarbungen erst im November 2011, nachdem die 

anfänglichen Verletzungen verheilt waren, zu neuen dokumentierten Schmerzen 

führten. Diese traten zudem an der vorderen Aussenseite (anterolateral), mithin an einer 

gemäss Gutachten von den anfänglichen Verletzungen nicht betroffenen Stelle, auf. 

Das Gutachten stimmt folglich im Wesentlichen mit der Aktenlage überein und ist in 

Bezug auf die hier relevante fehlende Kausalität der nach dem 13. Juli 2012 

behandelten

Beschwerden schlüssig und nachvollziehbar.

4.4.2         Zusammenfassend betreffen die Einwände gegen das Gutachten von 

Dr. J.___ Punkte, welche für die Frage nach dem Kausalzusammenhang zwischen dem 

Vorfall beim Jogging und dem später aufgetretenen Impingement ohne oder von 

untergeordneter Bedeutung sind. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin vermag 

daher den Beweiswert des Gutachtens nicht massgeblich in Frage zu stellen, 

insbesondere lässt es nicht auf fehlende Objektivität des Gutachters schliessen. Auf 

das Gutachten von Dr. J.___ ist daher abzustellen.

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4.5   Somit ist gestützt auf das Gutachten davon auszugehen, dass das bei der 

Beschwerdeführerin aufgetretene ventrale Impingement nicht Folge des Ereignisses 

vom 29. Mai 2011 war (vgl. E. 8.3, E. 8.4.1). Die Beschwerdegegnerin hat daher ihre 

Leistungen mit Verfügung vom 13. Juli 2012 zu Recht eingestellt, selbst wenn 

anzunehmen ist, dass die ursprünglichen Verletzungen auf ein versichertes Ereignis 

zurückzuführen sind.

5.     

Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61

lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2015
	Unfall / unfallähnliche Körperschädigung, Art. 6 UVG, Art.  4 ATSG, Art. 9 Abs.  2 UVV. Nach Jogging aufgetretene Beschwerden aufgrund eines Knochenrisses und einer Bänderverletzung. Abstellen auf ein medizinisches Gutachten, welches zum Schluss gelangt, ein später aufgetretenes Impingement sei nicht mehr Folge des geltend gemachten Vorfalls beziehungsweise der ursprünglichen Verletzungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. März 2015, UV 2014/14).Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider undLisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Beatrix ZahnerEntscheid vom 11. März 2015in SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,gegenVisana Versicherungen AG, Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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