# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee321cf7-3041-541e-9fc4-e21064c759ac
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.02.2022 725 21 48/35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-48-35_2022-02-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. Februar 2022 (725 21 48 / 35) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dor-
nach 

  
 
gegen 
 
 

 SOLIDA Versicherungen AG, Saumackerstrasse 35, Postfach, 
8048 Zürich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Martin Bürkle, 
Rechtsanwalt LL.M., Thouvenin Rechtsanwälte KLG, Klausstrasse 
33, 8024 Zürich 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Die 1962 geborene A.____ arbeitete unter anderem als Reinigungsmitarbeiterin bei der 
B.____ AG und war durch die Arbeitgeberin bei der Concordia Schweizerische Kranken- und 
Unfallversicherung AG (Concordia) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrank-
heiten versichert, als sie am 10. Dezember 2017 bei einem Spaziergang mit ihrem Hund auf der 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Strasse ausrutschte und auf das rechte Handgelenk fiel. Sie zog sich dabei eine distale Radius-
fraktur zu, die gleichentags operativ behandelt wurde. Die Concordia erbrachte in der Folge die 
gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen.  
 
Nachdem die SOLIDA Versicherungen AG (Solida) per 1. Januar 2019 das Unfallversicherungs-
geschäft der Concordia übernommen hatte, teilte die Solida mit Schreiben vom 25. April 2019 
A.____ mit, dass sie diese ab dem 1. Mai 2019 als 100 % arbeitsfähig erachte und den Fall man-
gels Notwendigkeit weiterer medizinischer Behandlungen abschliessen werde. In der Folge ergin-
gen weitere medizinische Stellungnahmen, worauf A.____ mit Schreiben vom 17. Juni 2020 eine 
einsprachefähige Verfügung verlangte. Mit Verfügung vom 24. Juni 2020 eröffnete die Solida der 
Versicherten, dass sie diese hinsichtlich des Unfalls vom 10. Dezember 2017 ab 1. Mai 2019 als 
voll arbeitsfähig erachte und dass die Taggeldleistungen aus der obligatorischen Unfallversiche-
rung per 30. April 2019 eingestellt würden. Für die unfallbedingten Heilungskosten gemäss 
Art. 10 UVG würde sie weiterhin aufkommen. Eine dagegen erhobene Einsprache wies die Solida 
mit Entscheid vom 5. Januar 2021 ab. 
 
B. Mit Schreiben vom 4. Februar 2021 erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Alter-
matt, Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte sie, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben 
und die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 26. April 2021 beantragte die Solida, dass die Beschwerde 
abzuweisen sei.  
 
D. Mit Schreiben vom 9. August 2021 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbegeh-
ren und Ausführungen gemäss Beschwerdeschrift vom 4. Februar 2021 fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungs-
träger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 
4. Februar 2021 ist demnach einzutreten. 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs. 1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalls zu mindes-
tens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Be-
handlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr 
erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 
abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen 
dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde er-
hebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach 
Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit 
der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der 
ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3. Vorliegend ist unbestritten, dass das Sturzereignis vom 10. Dezember 2017 ein Unfall-
ereignis darstellt und die Beschwerdeführerin Anspruch auf unfallversicherungsrechtliche Leis-
tungen und auch über den 30. April 2019 hinaus Anspruch auf Heilbehandlung hat. Streitig ist 
hingegen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegangen ist, dass die Beschwerde-
führerin ab 1. Mai 2019 wieder zu 100 % arbeitsfähig ist und sie ihre Taggeldleistungen per 
30. April 2019 einstellen durfte. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des 
angefochtenen Einspracheentscheids vom 5. Januar 2021 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet 
rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 
129 V 4 E. 1.2). 
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Ent-
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrschein-
lichste würdigen (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen Hinweisen). Der Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig 

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, 
für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess 
tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislo-
sigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich 
als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdi-
gung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirk-
lichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 
 
4.2 Für die Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheits-
zustandes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im 
Bereich der Medizin – ist die Verwaltung bzw. das Gericht regelmässig auf Unterlagen angewie-
sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Das Gericht hat diese 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stam-
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zu-
verlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei ei-
nander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das ge-
samte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 
E. 1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Den Berichten und Gutachten versicherungs-
interner Fachpersonen hingegen kommt nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichts-
gutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein 
Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt-
lichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4, 
mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
5. Zur Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts liegen im Wesentlichen folgende medi-
zinischen Berichte vor: 
 
5.1 Im Austrittsbericht des Spitals D.____ vom 11. Dezember 2017 wird eine distale Radi-
usfraktur rechts und Osteoporose diagnostiziert und ausgeführt, am 10. Dezember 2017 sei die 
Operation erfolgt und eine Säulenplatte eingesetzt worden. Im OP-Bericht ist von einer intraarti-
kulären Fraktur die Rede. Im Bericht des Spitals vom 17. Juli 2018 wird festgehalten, dass der 
Verlauf sehr protrahiert gewesen sei. Es wird eine extraartikuläre Fraktur erwähnt. Zwischenzeit-
lich sei die Fraktur in guter Stellung verheilt. Das Implantat liege unverändert stabil und die Hand 
habe sich schon recht gut erholt. Im Verlauf habe die Versicherte eine Algodystrophie mit Einstei-
fung der Finger entwickelt. Es wird der Verdacht auf eine Tendovaginitis stenosans festgehalten. 
Der Faustschluss sei vollständig. Die Fingergelenke seien noch deutlich empfindlich und die Be-
weglichkeit des Handgelenks noch stark eingeschränkt.  
 
5.2 Der Operationsbericht des E.____-Spitals vom 21. August 2018 (Plattenentfernung, Te-
nolyse und Synovialektomie) hält eine konsolidierte extraartikuläre Radiusfraktur mit konsekuti-
vem CRPS und aktuell Beugesehnenirritation fest. Aus Schmerzgründen sei die Versicherte post-
operativ hospitalisiert worden.  
 
5.3 Der Vertrauensarzt der Concordia, Dr. med. F.____, bestätigt am 25. September 2018 
nach der Metallentfernung im August 2018 eine Arbeitsunfähigkeit bis voraussichtlich Mitte Ok-
tober 2018. Am 13. November 2018 attestiert er für die Zeit ab 11. Oktober 2018 noch für drei bis 
vier Wochen eine Arbeitsunfähigkeit von 75 %. Das neu aufgetretene CRPS wird als unfallkausal 
eingestuft. Er empfiehlt das Weiterführen der Ergotherapie bis Ende Dezember 2018.  
 
5.4 Im Bericht des E.____-Spitals vom 10. Dezember 2018 wird die Arbeitsunfähigkeit vor-
erst bis am 20. Januar 2019 bei 75 % belassen. Es wird über etwas schleppende Fortschritte der 
Patientin berichtet. Neu klage sie über Beschwerden im ulnocarpalen Bereich. Im Bericht des 
E.____-Spitals vom 18. Januar 2019 wird eine gesteigerte Arbeitsfähigkeit von 50 % ab 21. Ja-
nuar 2019 festgehalten. Störend sei der nach wie vor verminderte Faustschluss und die Be-
schwerden ulnocarpal. Im Bericht des E.____-Spitals vom 4. April 2019 wird ausgeführt, es wür-
den weniger Beschwerden vorliegen, insbesondere im Bereich der Tendovaginitis stenosans, und 
bis Ende Monat wird eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Es würden noch Streckdefizite und 
eine deutlich abgeschwächte Kraft vorliegen. Es wird auch auf multiple weitere Beschwerden 
hingewiesen, weshalb eine Abklärung der Arbeitsfähigkeit längerfristig für sinnvoll erachtet wird.  
 
5.5 Mit Schreiben vom 18. April 2019 nimmt der Vertrauensarzt der Solida, Dr. med. G.____, 
FMH Praktischer Arzt und FMH manuelle Medizin, Stellung. Er untersuchte die Versicherte glei-
chentags, wobei er sich auf die topische Untersuchung der rechten Hand beschränkte. Aspekt-
mässig sei die Hand nicht mehr auffällig im Vergleich zu den Befunden, wie sie in den vorgelegten 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Akten beschrieben seien. Eine Schwellung könne aktuell nicht mehr beobachtet werden. Die Ge-
samtfunktion der Hand sei aktuell erhalten mit vollständigem Faustschluss und nur geringgradi-
gem Extensionsdefizit in den Grundgelenken der Langfinger. Trophische Störungen könnten kli-
nisch nicht mehr beobachtet werden. Der Faustschluss sei zwar vollständig, aber eine Kraftent-
wicklung könne nicht festgestellt werden. Dies stehe in Diskrepanz zur seitengleichen Vorder-
armmuskulatur. Auffällig sei auch die massive Kraftverminderung im Ellbogen rechts. Die Hand-
beschwielung sei seitengleich. Neurologisch und zirkulatorisch werden keine Auffälligkeiten fest-
gehalten. Er sei im Besitz von Fotokopien der Bildgebung, auf diesen könne eine fleckförmige 
Dystrophie des Handgelenks beobachtet werden. Bezüglich der Frakturheilung sei er bildgebend 
nicht orientiert. Er könne aber auf den Operationsbericht vom August 2018 hinweisen. Dort werde 
eine konsolidierte, distale extraartikuläre Radiusfraktur erwähnt. Als ICD-Diagnose hält er fest: 
Zustand nach extraartikulärer distaler Radiusfraktur; Zustand nach Plattenosteosynthese; im Ver-
lauf CRPS aktuell geheilt; Zustand nach Metallentfernung und Tenolyse sowie Synovialektomie 
am 20. August 2018 (vor acht Monaten). Die Versicherte habe immer wieder über Belastungs-
schmerzen beim Hantieren mit der rechten Hand, ferner über eine Krafverminderung berichtet. 
Objektiv könnten Schonzeichen aber nicht mehr nachgewiesen werden. Ein Beschwielungsun-
terschied könne ebenfalls nicht nachgewiesen werden und die Muskelumfänge seien seiten-
gleich. Es sei auffällig, dass sie beim Abziehen der Jacke problemlos und physiologisch die rechte 
Hand benutzt habe, was sie auch am Schluss der Untersuchung beim Anziehen der Jacke habe 
ausführen können. Es müsse von einer nicht zuverlässigen Kooperation ausgegangen werden. 
Die Arbeit im Rahmen von 15 Stunden pro Woche wie vor dem Unfall könne zugemutet werden. 
Dr. G.____ verneint das Vorliegen eines Integritätsschadens.  
 
5.6 Mit Bericht vom 6. Mai 2019 attestiert der behandelnde Arzt, Dr. med. H.____, FMH 
Chirurgie und Handchirurgie, ab 1. Mai 2019 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Er berichtet über 
deutlich rückläufige Tendovaginitis-Beschwerden und sieht eine Abschlusskontrolle in zwei Mo-
naten vor. Die Ergotherapie werde ausgeschlichen. In einem weiteren Bericht vom 10. Mai 2019 
bestätigt Dr. H.____ eine wahrscheinlich 100%ige Arbeitsfähigkeit aus rein handchirurgischer 
Sicht trotz Abstrichen an der Funktionalität der rechten Hand. Mit Bericht vom 3. Juli 2019 erwähnt 
Dr. H.____, dass die Versicherte eine MR-Abklärung wünsche. Die Beweglichkeit habe sich ge-
nerell verschlechtert. 
5.7 In der MR-Arthrographie Handgelenk rechts vom 9. Juli 2019 wird ein Befund erhoben 
vereinbar mit einer Partialruptur des TFCC im Bereich der fovealen Insertion.  
 
5.8 Gemäss Bericht vom 18. Juli 2019 diagnostiziert Dr. H.____ eine partielle foveale Des-
insertion des TFCC Handgelenk rechts bei St. n. Radiusfraktur. Als Befund hält er eine unverän-
derte Schmerzauslösung ulnocarcal und ein positives fovea-sign fest. Die Verletzung würde sich 
für eine arthroskopische Re-Insertion qualifizieren. Die Patientin wünsche diese Massnahme 
nicht. Ansonsten würde sie sich wieder melden. 
 
5.9 Mit Bericht vom 8. August 2019 stellt Dr. G.____ fest, dass derzeit keine zwingende 
Indikation für eine Operation bestehe. Mit Blick auf seine persönliche Untersuchung im April 2019 
sei eine Operation auch nur bei überzeugendem und schwerem Leidensdruck zuzumuten. Es sei 
ein Befund in der Bildgebung festgestellt worden, welcher sowohl als Folge des Ereignisses, aber 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

auch als Vorzustand zu erklären sei. Eine Fovea-Läsion des TFCC gelte im Allgemeinen als de-
generativ oder sogar als anlagebedingt. Die Klinik spreche gewissermassen für die dortige 
Schmerzentstehung. Im Falle des Stattfindens einer Operation müsste wohl die entsprechende 
natürliche Kausalität bejaht werden. Die Operation wäre eine kleine arthroskopische Operation, 
welche höchstens zu einer Arbeitsunfähigkeit von 14 Tagen führen würde.  
 
5.10 Dr. G.____ nimmt mit Schreiben vom 13. März 2020 nochmals Stellung. Er führt aus, er 
habe die verschiedenen Akten im Anschluss an seine persönliche Untersuchung gelesen und 
könne feststellen, dass bezüglich der Radiusfraktur im Vergleich zu seiner persönlichen Untersu-
chung und seinen Befunden keine anderslautenden Befunde beschrieben würden. Die in Frage 
stehenden Fibromyalgie und Depression könnten die Arbeitsfähigkeit einschränken, würden aber 
in keinem Zusammenhang mit der Radiusfraktur rechts stehen. Er hält an seinen Schlussfolge-
rungen der Untersuchung vom April 2019 fest. 
 
5.11 Mit Schreiben vom 16. November 2020 nimmt Dr. med. I.____, FMH Allgemeine Innere 
Medizin, versicherungsmedizinisch Stellung. Die TFCC-Läsion beurteilt er als ein degeneratives 
Leiden. Eine frische objektivierbare traumatische Läsion könne in diesem Bereich nicht gezeigt 
werden. Es müsse auch beachtet werden, dass es sich um eine extraartikuläre Fraktur gehandelt 
habe. Bezüglich der rechten Hand könne kein relevanter Dauerschaden geltend gemacht werden. 
Die Hauptproblematik sei nicht handbedingt, sondern betreffe unfallfremde Faktoren. So be-
schreibe der Rheumatologe Dr. med. J.____, dass die Versicherte seit der Jugend körperlich 
arbeiten müsse und sie aufgrund ihrer Beschwerden kaum mehr in der Lage sei, ihrer körperlich 
anstrengenden Tätigkeit als Raumpflegerin nachzugehen. Die Rückenschmerzen hätten nach 
der Geburt des Sohnes begonnen und hätten sich ausgeweitet. Die Arbeitsunfähigkeit sei bedingt 
durch ein schweres chronisches Schmerzsyndrom multifaktorieller Genese. Es liege eine über-
holende Kausalität unfallfremder Leiden vor. Die verminderte Belastbarkeit der rechten Hand sei 
mit Unfallfolgen nicht erklärt. Bei konsolidierter Fraktur und einem CRPS in Revision lasse sich 
eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit nicht mehr begründen. Die Einschränkungen der Versicherten 
seien unfallfremder Natur. Die Beschwerden seien mit der Schmerzstörung und der unfallfrem-
dem TFCC-Läsion zu erklären. Es resultiere kein Integritätsschaden. 
 
6. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin im Zusammenhang mit den Unfallfolgen vom 10. Dezember 2017 auf die Be-
urteilungen von Dr. G.____ und Dr. I.____ abgestellt und ist folglich zum Ergebnis gelangt, dass 
die Versicherte ab 1. Mai 2019 wieder zu 100 % arbeitsfähig war. Festzuhalten ist, dass Dr. 
G.____ als Facharzt für manuelle Medizin geeignet erscheint, die vorliegenden Befunde einzu-
ordnen und mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit zu würdigen. Die manuelle Medizin befasst sich mit 
Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Im Weiteren hat Dr. G.____ die Beschwerdefüh-
rerin auch persönlich untersucht, so dass sein Bericht nicht als Aktengutachten zu werten ist. Die 
Beurteilung von Dr. G.____ erweist sich als nachvollziehbar, begründet und überzeugend, so 
dass die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf abgestellt hat. Fraglich erscheint hingegen die 
fachliche Qualifikation von Dr. I.____ zur Beurteilung der vorliegenden Streitigkeit, ist dieser doch 
Facharzt für allgemeine innere Medizin. Am Ausgang des Verfahrens ändert dies jedoch nichts, 
da die Beurteilungen von Dr. I.____ und Dr. G.____ übereinstimmen.  

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
6.1  Was die Beschwerdeführerin vorbringt, ist nicht geeignet, den Entscheid der Vorinstanz, 
mit welchem die Beschwerdeführerin aus unfallbedingter Sicht ab 1. Mai 2019 als voll arbeitsfähig 
erachtet wurde, in Zweifel zu ziehen. Der Beschwerdeführerin ist zwar insofern zuzustimmen, 
dass über die erhobenen Befunde nicht immer Einigkeit besteht. So wird in Berichten des Spitals 
D.____ teilweise von intraartikulärer und teilweise von extraartikulärer Fraktur berichtet. 
Dr. H.____ schreibt regelmässig von einer extraartikulären Fraktur. Allerding hat diese Differenz 
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, weil die geklagten Beschwerden allen Ärzten bekannt 
waren. Die übrigen Befunde sind unbestritten: ein CRPS in Folge der Fraktur, eine TFCC-Läsion 
und eine Tendovaginitis stenosans. Letztere war im Zeitpunkt der Einstellung der Taggelder deut-
lich rückläufig und auch Dr. H.____ postuliert diesbezüglich weder eine Unfallkausalität noch ei-
nen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die Radiusfraktur ist gestützt auf die vorliegenden Akten als 
konsolidiert verheilt zu beurteilen. Die TFCC-Läsion wird von Dr. G.____ eher als unfallkausal 
beurteilt, während Dr. I.____ diese als degenerativ einstuft. In Bezug auf die Unfallkausalität gibt 
es demzufolge Unklarheiten. Hingegen sind sich alle Ärzte hinsichtlich der vorliegend entschei-
denden Frage der Arbeitsfähigkeit einig. Dr. H.____ hat zweimalig eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
ab 1. Mai 2019 bestätigt und Dr. G.____ hat dieser Einschätzung zugestimmt. Er beurteilt die 
TFCC-Läsion zwar als unfallkausal, misst dieser Verletzung aber keinen Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit zu, weshalb auch er von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgeht. Dr. H.____ hat seine 
Einschätzung auch nach Kenntnisnahme der TFCC-Läsion im Juli 2019 nicht geändert. Er sieht 
auch keine zwingende Indikation für eine Operation als gegeben, was den Schluss zulässt, dass 
die Arbeitsfähigkeit trotz TFCC-Läsion erhalten geblieben ist. Die TFCC-Läsion erklärt zwar die 
ulnocarpalen Beschwerden, einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben diese aber nicht. Darin 
stimmen alle Ärzte überein.  
6.2 Die Beschwerdeführerin führt weiter aus, es fehle an einem klaren, unbestrittenen Sach-
verhalt, welcher eine Beurteilung mittels Aktengutachten zuliesse. Diesbezüglich ist vorweg da-
rauf hinzuweisen, dass Dr. G.____ die Beschwerdeführerin untersucht hat, weshalb nicht von 
einem Aktengutachten auszugehen ist. Des Weiteren erscheint auch der Einwand, dass 
Dr. G.____ das bildgebende Untersuchungsmaterial nicht vorgelegen habe bzw. dass er ausge-
führt habe, er sei bezüglich der Frakturheilung nicht bildgebend orientiert gewesen, nicht stich-
haltig bzw. nicht entscheidrelevant. So hat ihm einerseits bildgebendes Material in Papierform 
vorgelegen und andererseits hat er selbst ausgeführt, dass aus dem Operationsbericht vom 
21. August 2018 ersichtlich sei, dass anlässlich der Plattenentfernung eine konsolidierte, distale 
extraartikuläre Radiusfraktur erwähnt wurde. Damit konnte Dr. G.____ die Situation genügend 
einschätzen. Der Beschwerdeführerin ist zwar zuzustimmen, dass in Bezug auf die Befunderhe-
bung und die Frage der Unfallkausalität unterschiedliche ärztliche Einschätzungen bestehen. 
Dies trifft jedoch nicht auf die vorliegend zentrale Frage der Arbeitsfähigkeit zu. Es liegen keinerlei 
Berichte vor, welche für den Zeitraum ab 1. Mai 2019 eine unfallkausale Arbeitsunfähigkeit attes-
tieren würden. Auch aus den Berichten des behandelnden Arztes Dr. H.____ ergibt sich, dass ab 
1. Mai 2019 keine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr vorliegt. Soweit die Beschwerdeführerin 
vorbringt, die Einschätzung von Dr. H.____ sei widersprüchlich, weil dieser – nachdem sich Dr. 
J.____ eingeschaltet habe – festgehalten habe, dass die Arbeitsfähigkeit wahrscheinlich 100 % 
betrage, ist dem zu widersprechen. Einerseits steht die Diagnose einer – aktuell – beginnenden 
Tendovaginitis nicht im Widerspruch zur Anamneseerhebung, wird doch festgestellt, dass die 

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Tendovaginitis deutlich rückläufig sei. Anderseits wurde die Diagnose einer beginnenden 
Tendovaginitis von Dr. H.____ bereits am 4. April 2019 gestellt, so dass eine Verbesserung der 
Beschwerden im Mai 2019 nicht ungewöhnlich oder widersprüchlich erscheint. Möglicherweise 
wäre es aufschlussreicher gewesen, die bereits am 4. April 2019 diagnostizierte "beginnende" 
Tendovaginitis stenosans im Mai 2019 nicht mehr als "beginnende" Diagnose anzuführen, insbe-
sondere da Dr. H.____ gleichzeitig die Beschwerden als rückläufig bezeichnet. Des Weiteren hat 
Dr. H.____ seine Einschätzung vom 6. Mai 2019, die Patientin sei zu 100 % arbeitsfähig am 
10. Mai 2019 aus rein handchirurgischer Sicht bestätigt – wenn auch mit der Ergänzung "wahr-
scheinlich" –, und dies selbst nachdem er von der Auffassung von Dr. J.____ Kenntnis genom-
men hatte. Dieser war von einer maximalen Arbeitsfähigkeit von 50 %, jedoch unter ausdrückli-
cher Berücksichtigung der multiplen Nebendiagnosen, ausgegangen. Auch im Juli 2019 hat 
Dr. H.____ seine Einschätzung nicht korrigiert oder zurückgenommen, obwohl die Beschwerde-
führerin weiterhin über Schmerzen berichtet hat und weitere Abklärungen getätigt worden waren. 
Dr. H.____ ist also seit Mai 2019 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus handchirurgischer Sicht 
ausgegangen und seine Beurteilungen können nach dem Gesagten nicht als widersprüchlich be-
zeichnet werden. Dieser Auffassung hat sich dann auch Dr. G.____ angeschlossen.  
 
6.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine Zweifel an der Beurteilung durch 
Dr. G.____ bestehen und diese wird vom behandelnden Arzt Dr. H.____ und auch von Dr. I.____ 
gestützt. Damit ist davon auszugehen, dass ab 1. Mai 2019 keine unfallbedingte Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit mehr vorliegt, weshalb die Beschwerdegegnerin die Taggeldzahlungen per 
30. April 2019 zu Recht eingestellt hat. Die vorliegende Beschwerde ist folglich abzuweisen. Zu 
ergänzen bleibt, dass der von der Beschwerdeführerin in der Beschwerde thematisierte Integri-
tätsschaden nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet.  
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird dem Ausgang des Verfahrens entspre-
chend nicht ausgerichtet.  
 
  

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.  
 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht