# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 149638e7-05db-5b0d-97c0-66a18251a059
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.08.2014 200 2014 314
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-314_2014-08-21.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 19. Januar 2015 abgewiesen (8C_707/2014).

200 14 314 UV
ACT/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. August 2014

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) stand ab 19. Mai 2005 in einem Arbeitsverhältnis mit einer im Persona-
lverleih tätigen Unternehmung und wurde im Stundenlohn als … eingesetzt. 
Über seine Arbeitgeberin war er bei der SUVA obligatorisch unfallversi-
chert, als er gemäss Schadenmeldung am 26. September 2005 aus einem 
Baustellenfahrzeug geschleudert und verletzt wurde (vgl. Akten der SUVA 
[act. II] 1, 22, [act. IIB] 251).

Im Zusammenhang mit diesem Berufsunfall erbrachte die SUVA die ge-
setzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und 
Taggeld. Mit Verfügung vom 12. Januar 2012 (act. IIB 210) gewährte sie 
zudem eine auf einem Integritätsschaden von 10 % basierende Integritäts-
entschädigung, welche sie auf Einsprache hin (vgl. act. IIB 212) mit unan-
gefochten gebliebenem Entscheid vom 3. April 2012 (act. IIB 223) entspre-
chend einem Integritätsschaden von 15 % erhöhte. In der Folge sprach sie, 
bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 11 % und einem versicherten 
Verdienst von Fr. 24‘875.--, mit Verfügung vom 22. August 2013 (act. IIB 
265) ab 1. Juli 2013 eine Invalidenrente zu. Eine hiergegen am 2. Septem-
ber 2013 erhobene Einsprache (act. IIB 269) wies die SUVA mit Entscheid 
vom 13. März 2014 (act. IIB 279) ab.

B.

Mit Eingabe vom 31. März 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. B.________, Beschwerde und beantragte sinngemäss, 
der angefochtene Einspracheentscheid sowie die Verfügung vom 22. Au-
gust 2013 seien kostenfällig aufzuheben und ihm sei eine auf einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % sowie einem versicherten Verdienst von 
Fr. 63‘487.-- basierende Invalidenrente auszurichten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 3

In ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Mai 2014 schloss die SUVA (fortan 
Beschwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf Ab-
weisung der Beschwerde.

Am 26. Juni 2014 nahm der Beschwerdeführer zur Beschwerdeantwort 
Stellung und sein Rechtsvertreter reichte aufforderungsgemäss die Kos-
tennote ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 
1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde prin-
zipiell einzutreten. Soweit mit der Beschwerde jedoch auch die Verfügung 
vom 22. August 2013 (act. IIB 265) mitangefochten wurden, hat ein Fo-
rumsverschluss zu erfolgen. Zwar ist die Einsprache kein devolutives 
Rechtsmittel, ein Einspracheentscheid tritt jedoch an die Stelle der ur-
sprünglichen Verfügung (BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 S. 411), weshalb die 
überschiessende Anfechtung der ursprünglichen Verfügung zur Folge hat, 

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dass insoweit auf die Beschwerden nicht einzutreten ist (vgl. THOMAS MER-
KLI/ARHTUR AESCHLIMANN/RUTH HERZOG, Kommentar zum bernischen VR-
PG, 1997, Art. 60 N. 7).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 13. März 
2014 (act. IIB 279). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invali-
denrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur in-
soweit, als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem 
adäquaten Kausalzusammenhang zu einem versicherten Ereignis steht.

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-

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dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

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2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 13. März 2014 (act. IIB 279) in medizinischer 
Hinsicht hauptsächlich auf die interdisziplinäre Untersuchung und Beurtei-
lung des Beschwerdeführers durch ihre Abteilung Versicherungsmedizin 
vom Mai 2010 (Akten der Beschwerdegegnerin [act. IIA] 161, 165-167) 
bzw. die Verlaufsbeurteilung ihres versicherungspsychiatrischen Dienstes 
vom 29. April 2013 (act. IIB 243).

3.1.1 Die Dres. med. D.________, Fachärztin für Neurologie FMH, 
E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und 
F.________, Facharzt für Chirurgie FMH sowie für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, explorierten den Be-
schwerdeführer im Mai 2010 und stellten in ihrer interdisziplinären Zusam-
menfassung vom 6. Juli 2010 (act. IIA 165b, 166a, 167a) die folgenden 
unfallabhängigen Diagnosen:

Seitens des neurologischen Fachgebiets: 
- Leichte traumatische Hirnverletzung am 26. September 2005; über-

wiegend wahrscheinlich folgenlos ausgeheilt
- Nicht dislozierte Fraktur der lateralen Kieferhöhlenwand rechts, nicht 

dislozierte Fraktur der medialen Orbitawand beidseits und gering 
dislozierte Fraktur der lateralen Orbitawand links mit Frakturausläu-
fer in die frontale Schädelbasis am 26. September 2005; überwie-
gend wahrscheinlich folgenlos ausgeheilt

- Unspezifische Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen

Seitens des psychiatrischen Fachgebiets:
- Angst und depressive Störung, gemischt (ICD-10: F41.2)

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Seitens des chirurgisch-orthopädischen Fachgebiets: 
- Ehemals Commotio cerebri und Schädelfrakturen, nachfolgend kon-

servativ behandelt, jetzt:
- In anatomischer Stellung folgenlos verheilte Schädelfraktu-

ren
- Beklagte Kopfschmerz- und Schwindelsymptomatik, die sei-

tens des fachneurologischen Fachgebietes beurteilt wird
- Ehemals unverschobener Bruch des Kreuzbeins auf der linken Seite 

(Os sacrum-Fraktur), nachfolgend konservativ behandelt, jetzt:
- Knöcherne Konsolidierung des Kreuzbeinbruchs in anatomi-

scher Stellung ohne objektive und subjektive Beschwerden
- Ehemals Verrenkungsbruch des rechten Daumenendgelenks, nach-

folgend operativ versorgt, jetzt:
- In nahezu anatomischer Stellung konsolidierte Basisfraktur 

des Daumenendgliedes mit subjektiv wenig störender Be-
wegungseinschränkung der Gelenke des I. Strahls der rech-
ten Hand ohne funktionelle Beeinträchtigung mit verbliebe-
nem leichtgradigem Druckschmerz über dem Daumenge-
lenk

- Ehemals Abrissfraktur vom Os triquetrum und Trümmerfraktur des 
Os pisiforme der linken Handwurzel, zunächst konservativ behan-
delt, später operativ durch Exstirpation des Os pisiforme, jetzt:

- Leichtgradiger Druckschmerz im Bereich des linken Hand-
gelenks

- Verlust des Os pisiforme mit der Folge von erklärbaren Be-
schwerden bei grober Arbeit

- Fehlende funktionelle Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
bei Verrichtung leichter und mittelschwerer Tätigkeiten

Die SUVA-Fachärzte erklärten, aus neurologischer Sicht sei eine unfallbe-
dingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und der Zumutbarkeit nicht zu 
begründen. Psychiatrisch sei hingegen aktuell von einer Arbeitsunfähigkeit 
von 50 % auszugehen, wobei eine Erhöhung des Arbeitspensums im weite-
ren Verlauf und im Rahmen einer psychiatrisch-psychotherapeutischen 
Behandlung zu erwarten sei. Chirurgisch-orthopädisch seien dem Be-
schwerdeführer ganztags «ohne Rendement» alle Arbeiten zumutbar, die 
keinen häufigen groben Krafteinsatz der linken Hand verlangten. In ihrer 
interdisziplinären Gesamtbeurteilung gelangten die Experten zum Schluss, 
dass sich die Arbeitsfähigkeit nach der psychiatrischen Beurteilung richte 
und dabei aus chirurgisch-orthopädischer Sicht zu berücksichtigen sei, 
dass kein häufiger grober Krafteinsatz der linken Hand zumutbar sei. Der 
medizinische Endzustand sei aus neurologischer und chirurgisch-
orthopädischer, nicht jedoch aus psychiatrischer Sicht erreicht. Es sei bis-
her keine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung erfolgt und die 
Therapiemöglichkeiten seien noch nicht ausgeschöpft.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 8

3.1.2 Der SUVA-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Oto-Rhino-
Laryngologie FMH sowie Arbeitsmedizin FMH, führte in seiner Beurteilung 
vom 5. Mai 2010 (act. IIA 161) aus, dass Tätigkeiten mit erhöhten Anforde-
rungen an das Gleichgewichtsfunktionssystem nicht zumutbar seien. Ge-
stützt auf seine Empfehlung und im Auftrag der Beschwerdegegnerin er-
folgte in der H.________ in … am 16. August 2011 eine neuro-otologische 
Kontrolluntersuchung. Im entsprechenden Bericht vom 6. September 2011 
(act. IIB 196) wurde eine linksseitige Beeinträchtigung der Sakkulusfunkti-
on, eine gestörte Funktion des linken Utrikulus sowie ein zusätzliches zen-
trales Verarbeitungsdefizit der peripheren Signale vermutet. Es wurde fest-
gehalten, dass eine derartige Otolithenorganfunktionsstörung mit zentraler 
Beteiligung durchaus durch einen Unfall, wie ihn der Beschwerdeführer 
erlitten habe, verursacht werden könnte. Die dargelegten Defizite schlös-
sen eine Berufstätigkeit grundsätzlich nicht aus, jegliche Tätigkeiten, die 
eine Balancefähigkeit, Arbeiten auf einer Leiter oder auch beruflich beding-
tes Autofahren erforderten, müssten jedoch noch ausgeschlossen werden. 
Eine vorwiegend sitzende Bürotätigkeit sei beispielsweise aus neuro-
otologischer Sicht durchaus zumutbar.

3.1.3 Am 13. Februar 2013 wurde der Beschwerdeführer vom SUVA-Arzt 
Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, unter-
sucht. In seinem Bericht vom 29. April 2013 (act. IIB 243) diagnostizierte 
der Letztere einen passiv-vermeidenden Bewältigungsstil bei tendenziell 
selbstunsicheren und asthenisch akzentuierten Persönlichkeitszügen (ICD-
10: Z73.1), ohne klare Hinweise auf eine noch bestehende unfallbedingte 
psychische Störung (S. 7). Er gab an, im Hinblick auf die seinerzeit durch 
Dr. med. E.________ diagnostizierte gemischt ängstlich-depressive 
Störung, die für sich genommen bereits eine eher leichtgradige und im 
Grunde besserbare psychische Störung darstelle, seien jetzt kaum noch so 
ausgeprägte Symptome feststellbar, dass eine solche Diagnose noch ge-
stellt werden könne. Es bestünden erhebliche Schwierigkeiten bei der Le-
bensbewältigung, die ganz überwiegend auf die bereits unfallvorbestehen-
de Persönlichkeitsakzentuierung zurückzuführen seien (S. 8). Es liege kei-
ne schwerwiegende, unfallkausale, psychische Störung mehr vor, die eine 
namhafte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit rechtfertigen würde. Die 
Gründe für eine noch bestehende allfällige Arbeitsunfähigkeit seien unfall-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 9

fremd; ganz im Vordergrund stehe die lebensgeschichtlich zu begründende 
und unfallfremde Persönlichkeitsakzentuierung (S. 9). 

3.1.4 Basierend auf den Einschätzungen der Dres. med. D.________, 
F.________ und I.________ ging die Beschwerdegegnerin von einer medi-
zinisch-theoretisch uneingeschränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit aus, 
wobei kein häufiger grober Krafteinsatz der linken Hand mehr zumutbar sei. 
Des Weiteren berücksichtigte sie im Rahmen des Anforderungsprofils die 
Erkenntnisse aus der neuro-otologischen Kontrolluntersuchung vom August 
2011 (vgl. act. IIB 196) und schloss jegliche Tätigkeiten, die eine Balance-
fähigkeit, Arbeiten auf einer Leiter oder auch beruflich bedingtes Autofah-
ren erfordern, aus (vgl. act. IIB 260 S. 2 Ziff. 9, 265 S. 2).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). Der 
Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend 
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt 
(BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 10

sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.3 Die als somatische Entscheidgrundlage des Einspracheentscheids 
vom 13. März 2014 (act. IIB 279) fungierenden fachärztlichen Beurteilun-
gen erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 3.2 hievor). Zwar handelt es sich bei den Untersuchungsberichten der 
Dres. med. D.________ und F.________ (act. IIA 165, 167) nach verfah-
rensrechtstechnischem Verständnis nicht um «Gutachten» im Sinne von 
Art. 44 ATSG (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 1), weshalb sie auch nicht von 
einem diesbezüglichen Beweiswert profitieren (vgl. Entscheid des Bundes-
gerichts [BGer] vom 19. Dezember 2011, 8C_755/2011, E. 4.1), sie sind 
indes trotzdem als uneingeschränkt beweiswertig zu qualifizieren. Die SU-
VA-Fachärzte stützten sich auf die Erkenntnisse aus der persönlichen klini-
schen Exploration, auf die vollständigen Akten sowie die hämatologischen 
und (aktualisierten) bildgebenden Befunde (vgl. act. IIA 156-160). Ihre 
Schlussfolgerungen sind einleuchtend, widerspruchsfrei und nachvollzieh-
bar begründet. Vorab befasste sich die für die interdisziplinäre Untersu-
chung vom Mai 2010 federführende Neurologin beispielsweise mit den di-
vergierenden unfallanamnestischen Angaben in den Akten und bezeichne-
te die Sturzhöhe als nicht genau definiert (act. IIA 167 S. 22), während – 
abweichend vom Austrittsbericht über die initiale Hospitalisation (act. II 3 
[zirka 1.8 Meter]) – in anderen Berichten offenbar unkritisch von einer 
Sturzhöhe von vier Metern ausgegangen wurde (vgl. act. II 17, 20a, 23, 
26a, 41b). Sodann setzte sich Dr. med. D.________ auch überzeugend mit 
der diskrepanten Beurteilung im Bericht der Klinik J.________ vom 5. Mai 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 11

2010 (act. IIB 164a) auseinander (vgl. act. IIB 167 S. 25). Es liegen keine 
abweichenden ärztlichen Berichte vor, die geeignet wären, die Schlussfol-
gerungen der Dres. med. D.________ und F.________ in Zweifel zu zie-
hen. So berücksichtigte Dr. med. F.________ die Schädigung des Nervus 
ulnaris sowie die operative Entfernung eines Handwurzelknochens links 
(vgl. act. II 33a, 38) im Rahmen des von ihm formulierten Zumutbar-
keitsprofils (vgl. IIA 165 S. 18). Der von ihm und Dr. med. D.________ at-
testierten uneingeschränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit stehen die 
Feststellungen der behandelnden Ärzte nicht entgegen. Immerhin wurde 
bereits im Rahmen der im Jahr 2007 durchgeführten Evaluation der funkti-
onellen Leistungsfähigkeit (EFL) ein differenziertes Leistungsprofil festge-
stellt und die Vermittlung eines leidensadaptierten Arbeitsplatzes empfoh-
len (vgl. act. II 53a). Zwar scheiterte bei der Arbeits- und Belastungsprobe 
im … K.________ im Jahr 2008 eine Steigerung der Arbeitszeit von vier auf 
sechs Stunden, es handelte sich indes offensichtlich nicht um eine lei-
densadaptierte, sondern um eine körperlich anstrengendere Tätigkeit im … 
(vgl. act. IIA 131a S. 7), zudem war der medizinische Endzustand noch 
nicht erreicht. Anders als in der Beschwerde (S. 3 Ziff. 1) angenommen, 
findet sich schliesslich im Bericht der H.________ vom 6. September 2011 
(act. IIB 196) keine Einschränkung der zumutbaren Tätigkeiten auf Büroar-
beiten. Vielmehr wurde im besagten Bericht die Büroarbeit exemplarisch 
als zumutbare Verrichtung aufgeführt und festgehalten, dass eine Berufs-
tätigkeit grundsätzlich nicht ausgeschlossen sei, nicht möglich seien Arbei-
ten mit Balancefähigkeit, auf einer Leiter oder mit beruflich bedingtem Auto-
fahren (act. IIB 196 S. 2 in fine). Vor diesem Hintergrund ist keinesfalls er-
stellt, dass körperliche Tätigkeiten «schlechthin» (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 
3 lit. a) ausgeschlossen wären. Zudem basieren diese zusätzlichen neuro-
otologischen Aspekte zwar auf blossen Verdachtsdiagnosen, welche über-
dies nur im Sinne von möglichen, nicht aber als überwiegend wahrscheinli-
che Unfallfolgen beschrieben wurden (vgl. act. IIB 196 S. 2), trotzdem wur-
den sie seitens der Beschwerdegegnerin im Zumutbarkeitsprofil berück-
sichtigt (vgl. act. IIB 260 S. 2 Ziff. 9, 265 S. 2) und stützen die Einschätzung 
von Dr. med. G.________ (vgl. act. IIA 161). Anhaltspunkte dafür, dass 
sich der somatische Gesundheitszustand bis zum Erlass des angefochte-
nen Einspracheentscheids vom 13. März 2014 (act. IIB 279) wesentlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 12

verändert hätte, sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend ge-
macht.

3.4 In psychiatrischer Hinsicht, stellte die Beschwerdegegnerin – nach-
dem im Zeitpunkt der Beurteilung durch Dr. med. E.________ der medizini-
sche Endzustand noch nicht erreicht war (vgl. act. IIA 166 S. 17) – zu 
Recht auf den überzeugenden Untersuchungsbericht von Dr. med. 
I.________ vom 29. April 2013 (act. IIB 243) ab. Dem Umstand, dass der 
Psychiater «aus dem Lager des Beschwerdegegners stammt» (vgl. Be-
schwerde S. 8 Ziff. 3 lit. b), vermag den Beweiswert seiner Beurteilung 
rechtsprechungsgemäss per se nicht zu schmälern (vgl. E. 3.2 hievor), zu-
mal weder Anhaltspunkte ersichtlich sind noch geltend gemacht wird, dass 
er sich von aussermedizinischen Gesichtspunkten hätte leiten lassen. Ent-
gegen der in der Beschwerdeschrift (S. 7 Ziff. 3 lit. a) vertretenen Auffas-
sung trat seit der Exploration durch Dr. med. E.________ im Jahr 2010 
(vgl. act. IIA 166) insoweit eine Sachverhaltsänderung ein, als «kaum noch 
so ausgeprägte Symptome feststellbar» waren (vgl. act. IIB 243 S. 8). Dass 
sich die weiteren Lebensumstände nicht verändert haben sollen (vgl. Be-
schwerde S. 6 Ziff. 3 lit. a), ist dagegen unbeachtlich; massgebend ist hier 
allein die medizinische Situation. Damit ist die ängstlich-depressive Störung 
nicht durch Zeitablauf zu einer Persönlichkeitsakzentuierung geworden 
(vgl. Beschwerde S. 7 f. Ziff. 3 lit. a, Stellungnahme vom 26. Juni 2014 
S. 2 f. Ziff. II), sondern die ängstlich-depressive Störung bildete sich zurück 
(act. IIB 243 S. 8), was nachvollziehbar ist, zumal es dem Beschwerdefüh-
rer im Verlauf gelang, sich mit seinen körperlichen Beschwerden zu arran-
gieren (vgl. act. IIB 243 S. 5) und er gegenüber der Herausforderung einer 
beruflichen Wiedereingliederung resigniert zu haben schien (vgl. act. IIB 
243 S. 8). Damit postulierte Dr. med. I.________ implizit das Eintreten des 
Status quo sine vel ante (vgl. E. 2.3 hievor). Im Übrigen diagnostizierte be-
reits Dr. med. E.________ im Jahr 2010 unfallfremde akzentuierte Persön-
lichkeitszüge (vgl. act. IIA 166 S. 13), so dass sich die Berichte der Dres. 
med. I.________ und E.________ denn auch nicht widersprechen. Diese 
Z-codierte Diagnose (ICD-10: Z73.1), welche von vornherein keine rechts-
erhebliche Gesundheitsbeeinträchtigung darstellt (Entscheid des BGer vom 
6. November 2012, 9C_437/2012, E. 3.3), ist – entgegen der sinngemäs-
sen Argumentation des Beschwerdeführers (vgl. Stellungnahme vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 13

26. Juni 2014 S. 3 Ziff. II) – auch nicht gleichsam akzessorisch zu einer 
ängstlich-depressiven Störung und bedingt damit nicht deren Fortbestehen. 
Selbst wenn anlässlich der Verlaufsuntersuchung durch Dr. med. 
I.________ die ängstlich-depressive Störung fortbestanden hätte, was nach 
dem Gesagten hier gerade nicht zutrifft, könnte daraus nicht ohne weiteres 
auf eine Invalidität geschlossen werden. Denn das Bundesgericht hat wie-
derholt erkannt, dass die Diagnose «Angst und depressive Störung, ge-
mischt» im Lichte der offiziellen ICD-klassifikatorischen Umschreibung (vgl. 
DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychi-
scher Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Diagnostische Kriterien für For-
schung und Praxis, 9. Aufl. 2014, S. 199) ganz allgemein im Grenzbereich 
dessen zu situieren sei, was überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne 
des Gesetzes und potentiell invalidisierendes Leiden gelten könne (vgl. 
Entscheid des BGer vom 27. Februar 2014, 8C_55/2014, E. 4.3). 

Nachdem sich die fachärztliche Beurteilung von Dr. med. I.________ vom 
29. April 2013 als beweiskräftig erweist, erübrigen sich weitere Sachver-
haltserhebungen, womit der entsprechende Beweisantrag (vgl. Stellung-
nahme vom 26. Juni 2014 S. 3 Ziff. II) abzuweisen ist. Weil erstellt ist, dass 
keine schwerwiegende, unfallkausale, psychische Störung mehr vorliegt 
(vgl. act. IIB 243 S. 9), erübrigt sich auch die Prüfung der adäquaten Kau-
salität (vgl. Beschwerdeantwort S. 6 f. Ziff. 12; Stellungnahme vom 26. Juni 
2014 S. 3 ff. Ziff. II). Da nach der Beurteilung von Dr. med. I.________ 
auch aus psychiatrischer Sicht keine unfallkausale Behandlungsindikation 
mehr postuliert wurde (vgl. act. IIB 243 S. 9) – mithin keine namhafte Bes-
serungsfähigkeit des Gesundheitszustandes mehr vorlag –, und überdies 
keine Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung liefen, war 
der medizinische Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG im Zeit-
punkt des Fallabschlusses unbestrittenermassen eingetreten, weshalb die 
Beschwerdegegnerin zu Recht unter Einstellung der vorübergehenden 
Leistungen (vgl. act. IIB 246) die Rentenprüfung vornahm.

3.5 Aufgrund des vorerwähnten Beweisergebnisses (vgl. E. 3.3 f. hie-
vor) besteht eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer 
Verweisungstätigkeit, wobei ein häufiger grober Krafteinsatz der linken 
Hand sowie erhöhte Anforderungen an das Gleichgewichtsfunktionssystem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 14

(Tätigkeiten die eine Balancefähigkeit, Arbeiten auf einer Leiter oder beruf-
lich bedingtes Autofahren erfordern) nicht mehr zumutbar sind. Es ist nicht 
einzusehen und wird auch nicht substantiiert dargelegt, weshalb diese me-
dizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit nicht verwertbar sein sollte (vgl. Be-
schwerde S. 7 Ziff. 3 lit. b). Dass der Beschwerdeführer in einer Region in 
… mit sehr hoher Arbeitslosigkeit und geringer Aussicht auf eine Tätigkeit 
lebt (vgl. act. IIB 243 S. 5), ist mit Blick auf den hier massgebenden hypo-
thetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. Art. 16 ATSG; BGE 138 V 
457 E. 3.1 S. 459; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1) jedenfalls irrelevant, 
zumal die Beschwerdegegnerin für den im Ausland wohnhaften Versicher-
ten bei der Invaliditätsbemessung ohnehin zulässigerweise auf die Verhält-
nisse des schweizerischen Arbeitsmarkts abstellte (vgl. Entscheid des 
BGer vom 8. Mai 2008, 9C_335/2007, E. 3.3.2). 

4.

4.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli-
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). Anders als in der Beschwerde (S. 4 Ziff. 1) allenfalls 
angenommen, besteht dabei zwischen der Invaliditätsschätzung der Invali-
den- und Unfallversicherung keine Bindungswirkung (vgl. BGE 133 V 549 
E. 6.4 S. 555; 131 V 362 E. 2.2 S. 366), dies abgesehen davon, dass die 
final konzipierte Invalidenversicherung (vgl. BGE 124 V 174 E. 3b S. 178) 
zu Gunsten des Beschwerdeführers ihren damaligen Rentenentscheid zeit-
lich vorangetrieben hatte (vgl. act. IIB 220, 222) und mit Vorbescheid vom 
8. April 2014 (vgl. act. IIB 281) in Aussicht stellte, die Invalidenrente revisi-
onsweise einzustellen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 15

Bei im Ausland wohnhaften Versicherten muss der Vergleich der massge-
benden Einkommen auf ein und demselben Arbeitsmarkt erfolgen (BGE 
110 V 273). Vorliegend wäre der Beschwerdeführer ohne Unfallereignis 
weiterhin in der Schweiz beschäftigt (vgl. act. II 8), womit das Validen- und 
Invalideneinkommen aufgrund schweizerischer Lohnangaben bzw. -zahlen 
zu bestimmen sind (vgl. THOMAS ACKERMANN, Die Bemessung des Invali-
ditätsgrades, in UELI KIESER/MIRIAM LENDFERS [Hrsg.], Sozialversicherungs-
rechtstagung 2012, St. Gallen 2013, S. 38). 

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Die Beschwerdegegnerin stützte sich für das Valideneinkommen auf die 
Angaben der vormaligen Arbeitgeberin, wonach der Beschwerdeführer als 
… im Jahr 2013 mutmasslich einen Jahreslohn von Fr. 63‘486.70 brutto 
erzielt hätte (vgl. act. IIB 241 f., 260 S. 2 Ziff. 8, 265 S. 2, 279 S. 7 E. 3). 
Richtigerweise wurden dabei die Beträge eines hypothetischen Vollpen-
sums herangezogen (vgl. BGE 135 V 287 E. 3.2 S. 289; BGE 119 V 475 E. 
2b S. 481). Da der Einsatzbetrieb dem allgemein verbindlich erklärten (vgl. 
BBl 1998 S. 5643 [Grundbeschluss des Bundesrates]) Landesmantelver-
trag für das Schweizerische Bauhauptgewerbe (LMV) untersteht und die 
Personalverleiher die gesamtarbeitsvertraglichen Lohn- und Arbeitszeitbe-
stimmungen zu beachten haben (vgl. Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih [Arbeitsvermittlungs-
gesetz, AVG; SR 823.11]), ging die Beschwerdegegnerin zutreffend von 
der Sollarbeitszeit gemäss Art. 24 Abs. 2 LMV 2012-2015 aus (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 23. August 2012, 8C_762/2011, E. 4.1). 

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 16

schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder 
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus-
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus der 
Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Schweizerischen Unfallversi-
cherungsanstalt (SUVA) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 
S. 301, 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475). Es gilt zu berücksichtigen, dass ge-
sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeiter-
tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

Die Beschwerdegegnerin zog für die Bestimmung des Invalideneinkom-
mens die LSE 2010 (Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, Männer, Total) 
heran und passte den entsprechenden Wert an die durchschnittliche Wo-
chenarbeitszeit sowie an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2013 an. 
Sie gewährte einen leidensbedingten Abzug von 10 % und ermittelte so 
einen hypothetischen Bruttojahreslohn von Fr. 56‘627.-- (vgl. act. IIB 260 
S. 2 Ziff. 8, 265 S. 2, 279 S. 7 E. 3), was nicht zu beanstanden ist und sei-
tens des Beschwerdeführers in rein erwerblicher Hinsicht auch nicht gerügt 
wird.

4.2 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein aufzurundender (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) Invali-
ditätsgrad von 11 % ([Fr. 63‘486.70 ./. Fr. 56‘627.--] / Fr. 63‘486.70 x 100), 
womit ab 1. Juli 2013 Anspruch auf eine Invalidenrente besteht (vgl. E. 4.1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 17

hievor). Zu prüfen bleibt die Höhe des für den Rentenanspruch massge-
benden versicherten Verdienstes.

5.

5.1 Taggeld und Renten werden nach dem versicherten Verdienst be-
messen (Art. 15 Abs. 1 UVG). Als versicherter Verdienst gilt grundsätzlich 
der nach der Bundesgesetzgebung über die AHV (Alters- und Hinter-
lassenenversicherung) massgebende Lohn (vgl. Art. 22 Abs. 2 der Verord-
nung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV; 
SR 832.202]). 

Als Grundlage für die Bemessung der Renten gilt der innerhalb eines Jah-
res vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, 
einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein 
Rechtsanspruch besteht. Dauerte das Arbeitsverhältnis nicht das ganze 
Jahr, so wird der in dieser Zeit bezogene Lohn auf ein volles Jahr umge-
rechnet. Bei einer zum voraus befristeten Beschäftigung bleibt die Umrech-
nung auf die vorgesehene Dauer beschränkt (Art. 22 Abs. 4 UVV). 

Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall oder dem Ausbruch 
der Berufskrankheit, so ist der Lohn massgebend, den der Versicherte oh-
ne den Unfall oder die Berufskrankheit im Jahre vor dem Rentenbeginn 
bezogen hätte, sofern er höher ist als der letzte vor dem Unfall oder dem 
Ausbruch der Berufskrankheit erzielte Lohn (Art. 24 Abs. 2 UVV).

5.2 Da sich der Unfall am 26. September 2005 ereignete (vgl. act. II 1), 
ist vorliegend für die Bemessung des versicherten Verdienstes die Periode 
vom 26. September 2004 bis 25. September 2005 entscheidend. Dabei 
kann – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde 
S. 8 f. Ziff. 3 lit. c) – nicht auf das hypothetische Valideneinkommen im 
Zeitpunkt des Rentenbeginns abgestellt werden. Versicherter Verdienst 
und Valideneinkommen werden zwar nach ähnlichen, nicht aber nach glei-
chen Grundsätzen bemessen (vgl. Entscheid des BGer vom 12. Juni 2014, 
8C_71/2014, E. 4.1). Das Valideneinkommen stellt jenen Verdienst dar, 
welcher beim Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG als Vergleichsein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 18

kommen für den Gesundheitsfall einzusetzen ist, während der versicherte 
Verdienst sich auf den in der Vergangenheit effektiv bezogenen Lohn be-
zieht, welcher Grundlage für die frankenmässige Bestimmung der Rente ist 
(vgl. Art. 15 UVG) und grundsätzlich dem Äquivalenzprinzip (welches dem 
Verhältnis zwischen versichertem Verdienst und Prämienordnung Rech-
nung trägt [BGE 118 V 298 E. 2b S. 301]) unterliegt.

Innerhalb des Zeitraums vom 26. September 2004 bis 24. April 2005 soll 
der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben (vgl. act. IIB 255) für die 
Unternehmung L.________ tätig gewesen sein. Dabei handelt es sich of-
fenbar um den von seinem Vater in … betriebenen … (vgl. act. IIA 166 
S. 6; act. IIB 259). Indes liegen lediglich für die Monate November und De-
zember 2003 Lohnabrechnungen vor (act. IIB 259) und ein Erwerbsein-
kommen zwischen 26. September 2004 und 24. April 2005 ist überhaupt 
nicht dokumentiert. Vielmehr ergänzte der Beschwerdeführer später (vgl. 
act. IIB 259), er habe sich bis zum Zeitpunkt, an dem er seine Tätigkeit in 
der Schweiz aufgenommen habe, um die Betreuung seines Sohnes 
gekümmert. Bei dieser Ausganglage berücksichtigte die Beschwerdegeg-
nerin zu Recht allein den gemäss Lohnabrechnungen der vormaligen Ar-
beitgeberin (vgl. act. IIA 143) im Zeitraum zwischen 25. April und 25. Sep-
tember 2005 erzielten Bruttolohn. Die dabei berechnete Summe von rund 
Fr. 22‘710.-- (vgl. act. IIA 143; IIB 261 [Fr. 4‘110.10 + Fr. 4‘271.95 + 
Fr. 5‘827.25 + Fr. 3‘174.-- + Fr. 3‘420.40 + Fr. 1‘906.60]) beinhaltete indes 
auch die Lohnzahlung während der Karenzfrist bis zur Ausrichtung des 
Unfalltaggeldes (vgl. Art. 16 Abs. 2 UVG) im Umfang von Fr. 449.70. Diese 
Lohnfortzahlung lag ausserhalb der für den versicherten Verdienst relevan-
ten Periode und wäre folglich auszuklammern. Auf eine Schlechterstellung 
zu Lasten des Beschwerdeführers (sog. reformatio in peius [vgl. Art. 61 
lit. d ATSG]) wird aufgrund der im Ergebnis marginal ausfallenden Abwei-
chung indes verzichtet.

5.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, es habe kein «temporäres 
Arbeitsverhältnis» vorgelegen und hält dafür, dass der tatsächlich erzielte 
Verdienst nach Art. 22 Abs. 4 UVV auf ein volles Jahr umzurechnen sei 
(vgl. Beschwerde S. 9 Ziff. 3 lit. c). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 19

5.3.1 Unter «Temporärarbeit» versteht man die Hauptform des Personal-
verleihs, also des «Zurverfügungstellens» von Arbeitskräften durch einen 
Arbeitgeber an eine andere Unternehmung, meist für eine kürzere Zeit (vgl. 
ULLIN STREIFF/ADRIAN VON KAENEL /ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Pra-
xiskommentar, 7. Aufl. 2012, Art. 319 N. 20). Der Beschwerdeführer stand 
nach diesem Verständnis sehr wohl in einem Temporärarbeitsverhältnis, 
wobei diese terminologische Zuordnung prinzipiell nicht ausschliesst, dass 
die Dauer des Arbeitsverhältnisses unbefristet vereinbart wurde. Allenfalls 
bestand zwischen dem Beschwerdeführer und dem Verleiher ein unbefris-
teter Rahmenvertrag – was nicht erstellt ist und letztlich offen bleiben kann 
–, jedenfalls wurde der Beschwerdeführer mittels Einsatzverträgen mit Ma-
ximaldauer von drei Monaten und Beginn am 25. April bzw. 19. September 
2005 als … im Stundenlohn eingesetzt (vgl. act. IIB 251).

5.3.2 Eine zum voraus befristete Beschäftigung ist nicht gleichzusetzen 
mit einem zum voraus befristeten Arbeitsverhältnis. Bei Temporärstellen ist 
in jedem Einzelfall zu untersuchen, ob das befristete Arbeitsverhältnis bei 
einem Einsatzbetrieb der normalen Beschäftigung der versicherten Person 
entspricht. Ist dies der Fall, so ist der versicherte Verdienst einzig aufgrund 
des befristeten Einsatzes zu bestimmen. Ist demgegenüber davon auszu-
gehen, die versicherte Person würde normalerweise länger als die Einsatz-
dauer erwerbstätig sein, so entspricht diese längere Spanne der Dauer der 
«befristeten Beschäftigung» im Sinne von Art. 22 Abs. 4 Satz 3 UVV und 
der im Einsatzbetrieb erzielte Lohn ist demgemäss auf diese längere Dauer 
umzurechnen. Ergibt sich, dass die versicherte Person das ganze Jahr 
über arbeiten würde, so ist die Sonderregelung von Art. 22 Abs. 4 Satz 3 
UVV nicht anwendbar; die Umrechnung des erzielten Verdienstes auf ein 
Jahreseinkommen wird in diesen Fällen gemäss Satz 2 von Art. 22 Abs. 4 
UVV nicht eingeschränkt (BGE 138 V 106 E. 7.2 S. 117 f.; ALEXANDRA RU-
MO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversiche-
rung, 4. Aufl. 2012, S. 113).

Ob der Beschwerdeführer mit einem «Beschäftigungsgrad von 100 %» (vgl. 
Beschwerde S. 4 Ziff. 1) tätig war und «monatliche Einkünfte gesichert» 
waren (vgl. Beschwerde S. 9 Ziff. 3 lit. c), ist nicht entscheidend, vielmehr 
ist seine Erwerbsbiographie zu prüfen. Dabei fällt massgebend ins Gewicht, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 20

dass der Beschwerdeführer in den Jahren vor dem Unfallereignis nicht 
«mehr oder weniger lückenlos erwerbstätig» war (vgl. BGE 138 V 106 
E. 7.3 S. 119), sondern sich offenbar in der Zeit von 2002 und 2004 der 
Kinderbetreuung widmete und mit Blick auf die einzigen Lohnabrechnun-
gen betreffend die Monate November und Dezember 2003 nur in äusserst 
beschränktem Umfang erwerbstätig war (vgl. act. IIB 259). Auch die beiden 
Arbeitseinsätze in der Schweiz folgten nicht lückenlos aufeinander (vgl. 
act. IIB 251). Bei dieser Ausgangslage ist nach dem massgebenden Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 
S. 221) davon auszugehen, dass die tatsächlich geleistete Arbeit der nor-
malen Beschäftigung des Beschwerdeführers entsprach, weshalb die Be-
schwerdegegnerin den versicherten Verdienst zutreffend einzig aufgrund 
des befristeten Einsatzes bestimmte.

5.4 Unter Berücksichtigung der allgemeinen branchenspezifischen No-
minallohnentwicklung (vgl. ANDRÉ PIERRE HOLZER, Der versicherte Ver-
dienst in der obligatorischen Unfallversicherung, in SZS 2010 S. 224 ff.) bis 
zum Jahr 2012 im Sinne von Art. 24 Abs. 2 UVV ermittelte die Beschwer-
degegnerin einen versicherten Verdienst von rund Fr. 24‘875.-- 
(Fr. 22‘710.-- / 100 x 107.7 [Bundesamt für Statistik {BFS}, Lohnentwick-
lung 2010, Tabelle T1.1.05, Nominallohnindex Männer, Wirtschaftszweig F 
{Baugewerbe}, Indexbasis 2005 bzw. Index 2010] / 100 x 101.7 [vgl. BFS, 
Lohnentwicklung 2012, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex nach Ge-
schlecht, Wirtschaftszweig F41-43 {Baugewerbe/Bau}, Indexbasis 2010 
bzw. Index Männer 2012]). Daraus ergeben sich monatliche Rentenbetreff-
nisse (Höchstanspruch) von Fr. 182.40 (Fr. 24‘875.-- [versicherter Ver-
dienst] x 11 % [Invaliditätsgrad] x 80 % [vgl. Art. 20 Abs. 1 UVG] / 12 Mona-
te).

Der Einspracheentscheid vom 13. März 2014 (act. IIB 279) ist nach dem 
Dargelegten nicht zu beanstanden, womit sich die Beschwerde vom 
31. März 2014 als unbegründet erweist und abzuweisen ist, soweit darauf 
einzutreten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2014, UV/14/314, Seite 21

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 
1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 61 lit. a 
ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.