# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d69650b8-4b7e-5c9f-9068-047cd0523be4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-06-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.06.2020 C-1102/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1102-2019_2020-06-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid teilweise bestätigt durch 

BGer mit Urteil vom 12.03.2021 

(9C_468/2020) 

 
 
    
 

 
 

  

 

 Abteilung III 

C-1102/2019, C-1112/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 . J u n i  2 0 2 0  

 

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz),  

Richterin Caroline Gehring, Richterin Viktoria Helfenstein 

Gerichtsschreiberin Tatjana Bont. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,    

Beschwerdeführerin,  
 

 
gegen 

 
 

1. B._______, (Indien),   

2. C._______, (Indien),   

beide handelnd durch D._______, (Indien),  

Beschwerdegegnerinnen,  

 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  
 

 
 

Gegenstand 
 IV, Rückerstattungsanspruch;  

Verfügungen der IVSTA vom 15. Februar 2019. 

 

 

C-1102/2019, C-1112/2019 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die aus Indien stammenden Eheleute E._______ und D._______ 

(Kindsvater) am 3. Januar 2012 in die Schweiz einreisten und nach ihrer 

Einreise bei der A._______ AG (Beschwerdeführerin oder Krankenversi-

cherung) krankenversichert waren (Akten der Vorinstanz Teil 1 [act.] 56 und 

Akten der Vorinstanz Teil 2 [doc.] 43),  

dass die Zwillinge B._______ und C._______ am (…) 2012 zur Welt kamen 

und ebenfalls bei der A._______ AG krankenversichert wurden,  

dass die Zwillinge zufolge diverser Geburtsgebrechen am 1. Oktober 2012 

bei der IV-Stelle des Kantons F._______ (IV-Stelle) zum Leistungsbezug 

angemeldet wurden, die IV-Stelle Kostengutsprache für medizinische Mas-

snahmen leistete und die entsprechenden Rechnungen der medizinischen 

Leistungserbringer beglich (act. 2 und doc. 2),  

dass die Familie die Schweiz per Ende Dezember 2014 verliess und zurück 

nach Indien zog, weshalb die IV-Stelle die Akten zuständigkeitshalber an 

die Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA oder 

Vorinstanz) weiterleitete (act. 1 und doc. 1), 

dass die IVSTA mit Entscheiden vom 26. August 2016 wiedererwägungs-

weise die früheren Verfügungen der IV-Stelle vom 19. Februar 2013, 14. 

und 15. März 2013, 3./4./5./8./9. April 2013, 16. Mai 2014 und 6. Februar 

2015, mit welcher die IV-Stelle Kostengutsprache insbesondere für medi-

zinische Massnahmen geleistet hatte, aufhob und festhielt, dass nie ein 

Anspruch auf medizinische Eingliederungsmassnahmen der schweizeri-

schen Invalidenversicherung bestanden habe, da die versicherungsmässi-

gen Voraussetzungen (fehlende Mindestbeitragsdauer und Entsandtensta-

tus ab 1. Januar 2013) nicht erfüllt gewesen seien (act. 76 und doc. 60), 

dass die IVSTA die Krankenversicherung aus diesem Grund mit Mitteilun-

gen vom 13. Oktober 2016 ersuchte, die Beträge von CHF 343'397.65 für 

die gesamte Behandlungsdauer von B._______ (Rechnungen vom 31. 

März 2013 bis 17. April 2015) und CHF 227'967.85 für die gesamte Be-

handlungsdauer von C._______ (Rechnungen vom 7. März 2013 bis 17. 

April 2015 an sie zu überweisen (act. 64, 77 und doc. 50, 62), 

dass die Krankenversicherung in ihrem Schreiben vom 9. November 2016 

mitteilte, sie sei bereit, die Leistungen der Invalidenversicherung für den 

Zeitraum von der Geburt der Zwillinge ([…] 2012) bis zum Zeitpunkt, als 

C-1102/2019, C-1112/2019 

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der Kindsvater der Zwillinge den Entsandtenstatus erhalten habe (1. Ja-

nuar 2013), zurückzuerstatten, d.h. bis 31. Dezember 2012 (act. 79 und 

doc. 64), 

dass die IVSTA in der Folge am 27. Februar 2017 zwei Verfügungen er-

liess, mit dem Hinweis auf die Mitteilungen vom 13. Oktober 2016, und die 

Beträge von CHF 343'397.65 für die Behandlungen von B._______ und 

von CHF  227'917.85 (recte: CHF 227'967.85) für die Behandlungen von 

C._______ von der Krankenversicherung einverlangte (act. 102 und doc. 

68),  

dass die Krankenversicherung mit Eingabe vom 14. März 2017 Be-

schwerde erhob und die Aufhebung der Verfügungen vom 27. Februar 

2017 beantragte,  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit unangefochten in Rechtskraft er-

wachsenem Urteil vom 27. September 2018 in den Verfahren C-1476/2017 

und C-1611/2017 die Beschwerde der Krankenversicherung guthiess und 

die Verfügungen vom 27. Februar 2017 aufhob, 

dass die IVSTA daraufhin mit zwei Verfügungen vom 15. Februar 2019 die 

Krankenversicherung verpflichtete, den Betrag von CHF 321'484.60 

(Rechnung des Universitäts-Kinderspitals G._______ vom 31. März 2013 

in der Höhe von CHF 176’352.94 [unter erfolgtem Abzug der Leistungen 

vom 1. bis 4. Januar 2013], Rechnung des Universitätsspitals H._______ 

vom 22. April 2013 in der Höhe von CHF 145'131.65) für die Behandlungen 

von B._______ vom 29. August 2012 bis 31. Dezember 2012 und den Be-

trag von CHF 227'609.35 für die Behandlungen von C._______ vom 29. 

August 2012 bis 31. Dezember 2012 zurückzuvergüten (Beschwerdeakten 

im Verfahren C-1102/2019 [B-act.] 1 Beilage 1 und Beschwerdeakten im 

Verfahren C-1112/2019 [B-doc.] 1 Beilage 1) ,  

dass die A._______ AG am 4. März 2019 beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde gegen diese Verfügungen einreichte mit der Begründung, es 

liege eine res iudicata vor, da die mit Verfügungen vom 15. Februar 2019 

geltend gemachten Forderungen denjenigen entsprechen würden, welche 

bereits mit Verfügungen vom 27. Februar 2017 geltend gemacht worden 

seien (B-act. 1 und B-doc. 1), 

dass der Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 12. März 2019 

mitgeteilt wurde, dass die Beschwerdeverfahren C-1102/2019 und 

C-1102/2019, C-1112/2019 

Seite 4 

C- 1112/2019 vereinigt und unter der Geschäftsnummer C- 1102/2019 wei-

tergeführt werden, und sie aufgefordert wurde, einen Kostenvorschuss in 

der Höhe von CHF 800.– zu leisten, welcher fristgerecht im Gericht einging 

(B-act. 2; 6 und B-doc. 2), 

dass die Beschwerdegegnerinnen mit Zwischenverfügung vom 12. März 

2019 ergebnislos aufgefordert wurden, ein Zustelldomizil in der Schweiz zu 

bezeichnen (B-act. 3),  

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 9. April 2019 mitteilte, dass 

die Beschwerde unbegründet sei und keine res iudicata vorliege, so sei im 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. September 2018 nur die 

Frage des Bestehens eines Rückforderungsanspruches der Invalidenver-

sicherung ab dem 1. Januar 2013 materiell geprüft und verneint worden, 

die Beschwerdeführerin selber habe ihre Leistungspflicht vor diesem Zeit-

punkt bejaht und nur Rückerstattungen über den 1. Januar 2013 hinaus 

bestritten (B-act. 3), 

dass die Beschwerdeführerin mit Replik vom 6. Mai 2019 geltend machte, 

die mit Verfügungen vom 15. Februar 2019 geltend gemachten Forderun-

gen für den Behandlungszeitraum vom 29. August 2012 bis 31. Dezember 

2012 seien in den Verfügungen vom 27. Februar 2017 enthalten, damit 

liege eine Identität der Streitgegenstände vor (B-act. 10), 

dass die Vorinstanz mit Duplik vom 14. Mai 2019 an ihrer Stellungnahme 

vom 9. April 2019 festhielt und beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen 

(B-act. 12), 

dass der Schriftenwechsel mit Zwischenverfügung vom 17. Mai 2019 ab-

geschlossen wurde (B-act. 13), 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Vorinstanz mit Verfügung vom 

3. Dezember 2019 aufforderte mitzuteilen, weshalb drei verschiedene Be-

rechnungen für die Behandlung von B._______ für überschneidende Be-

handlungszeiträume (16.10. bis 31.12.2012, 16.10.2012 bis 4.1.2013, 1. 

bis 4.1.2013) getätigt worden seien, sowie darzulegen, weshalb die Be-

handlung von B._______ vom 1. bis 4. Januar 2013 der Beschwerdeführe-

rin mit Verfügung vom 15. Februar 2019 in Rechnung gestellt worden sei 

(B-act. 15), 

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dass die Vorinstanz mit Schreiben vom 9. Januar 2020 erklärte, dass es 

sich beim zurückgeforderten (Teil-) Betrag von CHF 176'352.94 um denje-

nigen Anteil des Gesamtrechnungsbetrages von CHF 192'105.60 (für den 

Zeitraum vom 16. Oktober 2012 bis 4. Januar 2013) handle, welcher ge-

mäss durchgeführter Kostenteilungsrechnung im Zeitraum vom 16. Okto-

ber bis 31. Dezember 2012 auf die Krankenkasse entfalle, und im Übrigen 

auf die Stellungnahme ihres für die fragliche Berechnung zuständig gewe-

senen Dienstes verwies (B-act. 16),  

dass dessen Stellungnahme vom 7. Januar 2020 (B-act. 16 Beilage 2) zu 

entnehmen ist, der Gesamtrechnungsbetrag (Rechnung des Universitäts-

Kinderspitals G._______ vom 31. März 2013) laute auf CHF 192'105.60 

(B-act. 16), sei jedoch der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung des 

Splittings zwischen Krankenversicherer und Invalidenversicherung ge-

mäss SwissDRG "Rechnungsstellung bei Leistungspflicht mehrerer Sozi-

alversicherungsträger" (Splitting: Kostengewicht für Gesamtaufenthalt: 

20.011, Kostengewicht Krankenversicherung für 16.10.-31.12.2012: 

17.3522; Kostengewicht Invalidenversicherung für 1.-4.1.2013: 1.547; 

Summe der Kostengewichte: 18.8992; Anteil Kostengewicht Krankenversi-

cherung: 91.8%, Anteil Kostengewicht Invalidenversicherung: 8.2% ent-

sprechend CHF 15'752.66) noch zu CHF 176'352.94 in Rechnung gestellt 

worden, 

dass die Beschwerdeführerin mit Stellungnahme vom 30. Januar 2020 mit-

teilte, sie halte an ihrem Antrag auf Aufhebung der Verfügungen vom 15. 

Februar 2019 fest, und ohnehin sei festzustellen, dass die Beschwerdefüh-

rerin nur für Leistungen aufkommen könne, welche nach KV-Tarif berech-

net seien, und die Forderungssumme um den Kantonsteil reduziert werden 

müsse (B-act. 19), 

dass die Vorinstanz in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 24. Februar 

2020 an ihren früheren Stellungnahmen festhielt und zusätzlich ausführte, 

die Krankenkasse habe Anspruch auf eine anteilsmässige Kostenüber-

nahme des Kantons von mindestens 55%, dieser müsse aufgrund von Art. 

49a KVG jedoch direkt von ihr gegenüber dem Kanton geltend gemacht 

werden, eine Geltendmachung durch die Invalidenversicherung könne 

nicht in Betracht kommen (B-act. 21), 

dass die Stellungnahme der Vorinstanz vom 24. Februar 2020 der Be-

schwerdeführerin zur Kenntnisnahme zugestellt und der Schriftenwechsel 

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mit Verfügung vom 27. Februar 2020 erneut abgeschlossen wurde (B-act. 

22), 

und erwägt,  

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-

gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit 

Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 

vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden 

gegen Verfügungen der IVSTA zuständig ist, und keine Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG vorliegt, 

dass die Beschwerdeführerin als durch die angefochtenen Verfügungen 

zur Leistung Verpflichtete im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, 

dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 60 Abs.  1 

ATSG; Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 

Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und der Kostenvorschuss 

rechtzeitig geleistet wurde (Art. 63 Abs. 4 VwVG; B-act. 6), weshalb auf die 

Beschwerde einzutreten ist, 

dass das Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstan-

des des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) 

die Verfügungen vom 15. Februar 2019 bilden, mit denen die Vorinstanz 

von der Beschwerdeführerin die Rückvergütung der erbrachten Leistungen 

in der Höhe von CHF 321'484.60 für die Behandlungen von B._______ und 

von CHF 227'609.35 für die Behandlungen von C._______ fordert,  

dass gemäss Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin zunächst zu prüfen 

ist, ob es sich vorliegend um eine res iudicata handelt, 

dass eine res iudicata zu bejahen ist, wenn der streitige Anspruch mit ei-

nem schon rechtskräftig beurteilten identisch ist und dies zutrifft, wenn der 

Anspruch dem Gericht aus demselben Rechtsgrund und gestützt auf den 

gleichen Sachverhalt abermals zur Beurteilung unterbreitet wird und die 

Rechtskraftwirkung nur soweit eintritt, als über den geltend gemachten An-

spruch entschieden worden ist (BGE 125 III 241 E. 1 Ingress mit Hinwei-

sen),  

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Seite 7 

dass bei der Prüfung der Identität der Begehren nicht ihr Wortlaut, sondern 

ihr Inhalt massgebend ist (Urteil des BGer 9C_861/2017 vom 14. Mai 2019 

E. 3.1; BGE 144 I 11 E. 4; BGE 121 III 474 E. 4a mit Hinweisen), 

dass die Vorinstanz mit Verfügungen vom 27. Februar 2017 und in Über-

einstimmung mit den Mitteilungen vom 13. Oktober 2016 die Beträge von 

CHF 343'397.65 für die Behandlungen von B._______ (Rechnungen vom 

31. März 2013 bis 17. April 2015) und von CHF 227'917.85 (recte: CHF 

227'967.85) für die Behandlungen von C._______ (Rechnungen vom 7. 

März 2013 bis 17. April 2015) bei der Beschwerdeführerin einverlangte 

(act. 102 und doc. 68),  

dass die obgenannten Rechnungen auch die Behandlungen der Zwillinge 

vom 16. Oktober bis 31. Dezember 2012 umfassten, 

dass diese Verfügungen Gegenstand des Urteils vom 27. September 2018 

in den Verfahren C-1476/2017 und C-1611/2017 waren, 

dass die Vorinstanz mit Verfügungen vom 15. Februar 2019 die A._______ 

AG neu aufforderte, die Beträge von CHF 321'484.60 für die Behandlungen 

von B._______ vom 29. August bis 31. Dezember 2012 (unter erfolgtem 

Abzug der Leistungen vom 1. bis 4. Januar 2013, s. oben) und von CHF 

227'609.35 für die Behandlungen von C._______ vom 29. August 2012 bis 

31. Dezember 2012 zurückzuvergüten und es sich dabei um Rückforde-

rungen für die Zeit ab Geburt der Zwillinge bis zum Entsandtenstatus des 

Kindsvaters (29.8.2012-1.1.2013) handelt, 

dass mit Verfügungen vom 15. Februar 2019 die Leistungen somit für den 

Zeitraum vor der Entsendung des Kindsvaters zurückgefordert werden, die 

IVSTA ausdrücklich darauf hinweist, dass es sich dabei um Leistungen bis 

31. Dezember 2012 handelt, sie dies in ihrer Stellungnahme vom 9. Januar 

2020 auch plausibel begründet und die Beschwerdeführerin entgegnungs-

weise zur Berechnung selbst keine Beanstandungen macht, abgesehen 

vom Hinweis, dass ein Teilbetrag durch den Kanton zu tragen sei (B-act. 

16, 19),  

dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein Entscheid nur in je-

ner Form in Rechtskraft erwächst, wie er im Urteilsdispositiv zum Ausdruck 

kommt; jedoch ergebe sich dessen Tragweite vielfach erst aus einem Bei-

zug der Urteilserwägungen (Urteil des BGer 8C_630/2015 vom 17. März 

2016 E. 3), insbesondere sei in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren 

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Seite 8 

ein vorinstanzlicher Gerichtsentscheid nicht nach seinem Wortlaut, son-

dern nach seinem tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehalt zu verste-

hen (Urteile des BGer 8C_162/2017 vom 19. April 2017 E. 2.2 und 

8C_79/2013 vom 25. Juli 2013 E. 2.1 m.w.H.), 

dass festzustellen ist, dass das Urteil vom 27. September 2018 in den Ver-

fahren C-1476/2017 und C-1611/2017 zwar die Rückforderungsverfügun-

gen der IVSTA vom 27. Februar 2017 betreffend die Behandlungen/Rück-

forderungen vom 16. Oktober 2012 bis April 2015 aufhob (Dispositivziffer 

1) materiell jedoch die OKP-Unterstellung ab 1. Januar 2013 beurteilte (E. 

4 f.),  

dass den Urteilserwägungen zu entnehmen ist, dass der Kindsvater und 

mit ihm die Zwillinge B._______ und C._______ vor dem Entsandten-Sta-

tus (bis 31.12.2012) der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung un-

terstellt waren und danach (ab 1.1.2013) nicht mehr (vgl. E. 5 i.V.m. Ziff. 1 

des Dispositivs),  

dass das Urteil vom 27. September 2018 sich nicht zur Rechtmässigkeit 

einer Leistungsrückforderung für den Zeitraum vom 29. August 2012 bis 

zum 1. Januar 2013 äusserte, da diese in den Verfahren C-1476/2017 und 

C-1611/2017 auch nicht streitig war (vgl. Schreiben der Beschwerdeführe-

rin vom 9.11.2016),  

dass folglich keine res iudicata vorliegt, da die strittigen Ansprüche gemäss 

den Verfügungen der Vorinstanz vom 27. Februar 2017 nicht mit denjeni-

gen in den Verfügungen vom 15. Februar 2019 identisch sind und das Bun-

desverwaltungsgericht mit Urteil vom 27. September 2018 materiell keine 

Entscheidung über die Entschädigungen bis zum 31. Dezember 2012 ge-

troffen hat, 

dass die Beschwerdeführerin ausserdem nichts zu ihren Gunsten daraus 

ableiten kann, dass die Vorinstanz die Kostengutsprachen der IV-Stelle mit 

Verfügungen vom 26. August 2016 wiedererwägungsweise aufhob mit der 

Begründung, dass aufgrund fehlender versicherungsmässiger Vorausset-

zungen kein Anspruch auf medizinische Massnahmen der schweizerischen 

Invalidenversicherung bestanden habe, da daraus offensichtlich nicht die 

gegenteilige Schlussfolgerung gezogen werden kann, die Vorinstanz habe 

zugestimmt, die Kosten der Leistungserbringung bis zur Entsendung des 

Kindsvaters der Beschwerdegegnerinnen zu übernehmen, 

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Seite 9 

dass auch eine anteilige Kostenübernahme durch den Kanton nichts daran 

ändert, dass die Beschwerdeführerin grundsätzlich die Kosten bis zum Ent-

sandtenstatus des Kindsvaters am 31. Dezember 2012 zu tragen hat,  

dass es ihr offensteht, ihren gesetzlichen Anspruch gegenüber dem Kanton 

gemäss Art. 49a KVG geltend zu machen, und es an einer gesetzlichen 

Grundlage fehlt für eine vorgängige Abrechnung der Vorinstanz mit dem 

Kanton, 

dass sich aus dem Genannten ergibt, dass die Beschwerde abzuweisen 

und in der Folge über die Verfahrenskosten und Parteienschädigungen zu 

befinden ist, 

dass dieser Ausgang des Verfahrens nach Art. 63 Abs. 1 VwVG zur Folge 

hat, dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird und 

ihr nach dem Reglement vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) 

die Verfahrenskosten von CHF 800.- auferlegt und diese aus dem bereits 

geleisteten Kostenvorschuss (B-act. 6) entnommen werden,  

dass gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG die Beschwerdeinstanz der ganz oder 

teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine 

Entschädigung für ihr erwachsene Kosten zusprechen kann, jedoch Bun-

desbehörden gemäss Art. 7 Abs. 3 VGKE keinen Anspruch auf eine Partei-

entschädigung haben und die Vorinstanz als Bundesbehörde in der Folge 

keinen Anspruch auf eine Entschädigung hat.  

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von CHF 800.- werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Sie werden aus dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

C-1102/2019, C-1112/2019 

Seite 10 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegnerinnen (Publikation im Bundesblatt) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […] / […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Tatjana Bont 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 

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