# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 756168b0-39f0-5ada-a59b-26b0170f862e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-06-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.06.2023 A-2762/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2762-2022_2023-06-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-2762/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  J u n i  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,  

Richter Pierre-Emmanuel Ruedin,    

Gerichtsschreiber Alexander Cochardt. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,  

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Amtshilfe (DBA CH-AT). 

 

 

 

A-2762/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Am (Datum) richtete die zuständige österreichische Steuerbehörde, 

das Central Liaison Office for International Cooperation, Bundesministe-

rium für Finanzen, Brehmstrasse 14, 1110 Wien (nachfolgend: CLO oder 

ersuchende Behörde), gestützt auf Art. 26 des Abkommens vom 30. Januar 

1974 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik 

Österreich zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der 

Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (SR 0.672.916.31, nachfol-

gend: DBA CH-AT) ein Amtshilfeersuchen an die Eidgenössische Steuer-

verwaltung (ESTV; nachfolgend auch: Vorinstanz) betreffend A._______ 

(nachfolgend auch: betroffene Person). 

A.b Das CLO hat dazu Folgendes ausgeführt: Die in Österreich unbe-

schränkt steuerpflichtige betroffene Person habe ein – im Amtshilfeersu-

chen vom (Datum) näher bezeichnetes – Konto und Depot bei der Züricher 

Bank «[CH-Bank] Group AG» besessen. Die betroffene Person sei für die 

in der Schweiz erwirtschafteten Kapitalerträge in Österreich steuerpflichtig. 

Darüber hinaus bestehe der Verdacht, dass durch die Kapitalabflüsse auch 

in den Folgejahren eine Steuerpflicht in Verbindung mit Kapitalerträgen be-

gründet worden sei. Die betroffene Person sei mit diesem Sachverhalt kon-

frontiert worden; sie würde jedoch jeden Zusammenhang mit einer ehema-

ligen Kontoverbindung bei der «[CH-Bank] Group AG» bestreiten. 

A.c Das CLO hat die ESTV für den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 

31. Dezember 2013 um folgende Informationen ersucht: Erträgnisaufstel-

lung für die Jahre 2012 und 2013; Vermögensverzeichnis zum 1. Januar 

2012, 1. Januar 2013 und 31. Dezember 2013; Belege von Kapitalabflüs-

sen über Fr. 10'000.–; Unterlagen zur Kontoauflösung und Informationen 

wohin das verbliebene Kapital transferiert wurde; Transaktionslisten für 

den Zeitraum 2012 und 2013 sowie sämtliche Informationen und Unterla-

gen zu allen weiteren (nicht im Amtshilfeersuchen vom (Datum) aufgeführ-

ten) Konten bei der «[CH-Bank] Group AG» in Verbindung mit der betroffe-

nen Person für den angefragten Zeitraum. 

A.d Nach Durchführung des innerstaatlichen Verfahrens erliess die ESTV 

am 23. Mai 2022 eine Schlussverfügung mit folgendem Inhalt: 

Die ESTV leiste dem CLO Amtshilfe betreffend die betroffene Person (Dis-

positiv Ziff. 1). Die ESTV übermittle betreffend die übrigen (nicht im Amts-

hilfeersuchen vom (Datum) erwähnten) Konten bei der [CH-Bank] (…) 

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Seite 3 

AG/[CH-Bank] AG dem CLO die folgenden von der [CH-Bank] (…) AG 

edierten Informationen: Gemäss Auskunft der [CH-Bank] (…) AG sei die 

betroffene Person bevollmächtigt gewesen an der Stamm-Nr. (…) lautend 

auf die liechtensteinische X._______ Stiftung. Die Eröffnungsdokumente 

befänden sich in der Beilage 7, die Vermögensausweise in der Beilage 8, 

die Kontoauszüge in der Beilage 9, die Detailbelege zu Kapitalabflüssen 

über Fr. 10'000.– in der Beilage 10 und die Kopie des Saldierungsauftrags 

in der Beilage 11. Informationen, die nicht amtshilfefähig seien und nicht 

ausgesondert werden könnten, seien von der ESTV geschwärzt worden 

(Dispositiv Ziff. 2). Die ESTV weise das CLO auf die Verwendungsbe-

schränkungen der in Ziff. 2 erwähnten Informationen hin (Dispositiv Ziff. 3). 

B.  

B.a Gegen diese Schlussverfügung lässt A._______ (nachfolgend: der Be-

schwerdeführer) am 23. Juni 2022 Beschwerde ans Bundesverwaltungs-

gericht erheben und beantragen, die Schlussverfügung vom 23. Mai 2022 

sei aufzuheben und die ersuchte Amtshilfe an Österreich zu verweigern. 

Eventualiter sei das Verfahren zur Vornahme näher bezeichneter Schwär-

zungen («Eventualbegehren 2.a) und 2.b)») an die ESTV zurückzuweisen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz. 

B.b Mit Vernehmlassung vom 4. August 2022 beantragt die Vorinstanz, die 

Beschwerde sei kostenpflichtig abzuweisen. 

Auf die detaillierten Vorbringen in den Eingaben der Parteien wird – soweit 

für den Entscheid wesentlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 

  

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Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Dem vorliegenden Verfahren liegt ein Amtshilfeersuchen des österrei-

chischen CLO gestützt auf Art. 26 des DBA CH-AT zugrunde. Die Durch-

führung dieser Abkommensbestimmung richtet sich – unter Vorbehalt ab-

weichender Regelungen im DBA CH-AT – nach dem Steueramtshilfege-

setz vom 28. September 2012 (StAhiG, SR 651.1; vgl. Art. 1 StAhiG). 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden 

gegen Schlussverfügungen der ESTV betreffend die internationale Amts-

hilfe in Steuersachen zuständig (vgl. Art. 19 Abs. 5 StAhiG i.V.m. Art. 31 ff. 

des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). 

Das Verfahren vor diesem Gericht richtet sich nach dem Verwaltungsver-

fahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), soweit das 

VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Der Beschwerdeführer hat 

am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist als Adressat der an-

gefochtenen Schlussverfügung und Person, die vom Amtshilfeersuchen 

betroffen ist bzw. über welche Daten übermittelt werden sollen, zur Be-

schwerdeführung legitimiert (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 19 Abs. 2 StA-

hiG). Auf die frist- und formgerecht (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 

VwVG) eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt des unter E. 4 Aus-

geführten – einzutreten. 

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Der Beschwerdeführer kann neben der Verlet-

zung von Bundesrecht und der unrichtigen oder unvollständigen Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts auch die Unangemessenheit rü-

gen (Art. 49 Bst. a bis c VwVG). 

2.  

2.1 Die Amtshilfeklausel von Art. 26 DBA CH-AT entspricht in ihrem heute 

geltenden Wortlaut weitgehend demjenigen von Art. 26 des Musterabkom-

mens der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwick-

lung (nachfolgend: OECD-MA; siehe Fassung gemäss Art. II des Protokolls 

vom 3. September 2009 zur Abänderung des DBA CH-AT, in Kraft getreten 

am 1. März 2011 [AS 2011 823, nachfolgend: Änderungsprotokoll] und Bot-

schaft des Bundesrats vom 20. Januar 2010 zur Genehmigung eines Pro-

tokolls zur Änderung des DBA CH-AT [BBl 2010 1303, 1307]). Diese (revi-

dierte) Bestimmung zum Informationsaustausch findet Anwendung auf Ver-

anlagungsjahre, die ab dem 1. Januar 2012 beginnen (vgl. Art. IV Ziff. 2 

des Änderungsprotokolls [AS 2011 823]). 

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Seite 5 

2.2  

2.2.1 Gemäss Art. 26 Abs. 1 DBA CH-AT tauschen die zuständigen Behör-

den der Vertragsstaaten unter sich diejenigen Informationen aus, «die zur 

Durchführung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchset-

zung des innerstaatlichen Rechts betreffend die unter das Abkommen fal-

lenden Steuern voraussichtlich erheblich sind, soweit die diesem Recht 

entsprechende Besteuerung nicht dem Abkommen widerspricht». Dabei ist 

der Informationsaustausch nicht durch Art. 1 DBA CH-AT (persönlicher An-

wendungsbereich), wonach das Abkommen (nur) für in einem Vertrags-

staat oder in beiden Vertragsstaaten ansässige Personen gilt, beschränkt. 

Zu den unter das Abkommen fallenden Steuern zählt namentlich die Ein-

kommenssteuer (einschliesslich der Steuern vom Gewinn aus der Ver-

äusserung beweglichen oder unbeweglichen Vermögens) und die Körper-

schaftssteuer in Österreich (vgl. Art. 2 DBA CH-AT, insbesondere Abs. 3 

Ziff. 1 Bst. a und b sowie Abs. 2). 

2.2.2 Art. 26 Abs. 2 DBA CH-AT enthält das sog. Spezialitätsprinzip, wo-

nach die im Rahmen des Informationsaustauschs erhaltenen Daten im 

Grundsatz ebenso geheim zu halten sind wie die aufgrund des innerstaat-

lichen Rechts beschafften Informationen und regelt unter welchen Voraus-

setzungen diese Daten dennoch zugänglich gemacht und weiterverwendet 

werden dürfen. 

2.2.3 Nach Art. 26 Abs. 3 DBA CH-AT sind die Absätze 1 und 2 nicht so 

auszulegen, als verpflichteten sie einen Vertragsstaat, von den Gesetzen 

oder der Verwaltungspraxis des einen oder des anderen Vertragsstaates 

abzuweichen (Bst. a), oder Informationen zu erteilen, welche nach den Ge-

setzen oder im üblichen Verwaltungsverfahren eines der beiden Vertrags-

staaten nicht beschafft werden können (Bst. b). Schliesslich besteht auch 

keine Verpflichtung zur Erteilung von Informationen, die ein Handels-, Ge-

schäfts-, Industrie-, Gewerbe- oder Berufsgeheimnis oder ein Geschäfts-

verfahren preisgeben würden oder deren Erteilung dem Ordre Public wi-

derspräche (Bst. c). 

2.2.4 Art. 26 Abs. 5 DBA CH-AT enthält insofern eine Gegenausnahme, als 

er bestimmt, dass Absatz 3 nicht so auszulegen sei, als könne ein Vertrags-

staat die Erteilung von Informationen nur deshalb ablehnen, weil sich die 

Informationen bei einer Bank, einem sonstigen Finanzinstitut, einem Be-

vollmächtigten, Beauftragten oder Treuhänder befinden oder weil sie sich 

auf das Eigentum einer Person beziehen. Ungeachtet des Abs. 3 oder ent-

gegenstehender Bestimmungen des innerstaatlichen Rechts verfügen die 

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Steuerbehörden des ersuchten Vertragsstaats über die Befugnis, die Of-

fenlegung der in diesem Absatz genannten Informationen durchzusetzen. 

2.3 Im Zusammenhang mit Art. 26 DBA CH-AT ist weiter das zugehörige 

Schlussprotokoll (eingefügt durch Art. VIII des Protokolls vom 21. März 

2006 zur Abänderung des DBA CH-AT [AS 2007 1253], von der Bundes-

versammlung genehmigt am 6. Oktober 2006 [AS 2007 1251]; ebenfalls 

unter SR 0.672.916.31) zu beachten. 

2.3.1 Gemäss Ziff. 2 Bst. a des Schlussprotokolls zum DBA CH-AT besteht 

zwischen den Vertragsparteien Einigkeit darüber, dass der ersuchende 

Vertragsstaat ein Begehren um Austausch von Informationen erst dann 

stellt, wenn er alle in seinem innerstaatlichen Steuerverfahren vorgesehe-

nen üblichen Mittel zur Beschaffung der Informationen ausgeschöpft hat 

(sog. Subsidiaritätsprinzip). 

2.3.2 Nach Ziff. 2 Bst. b des Schlussprotokolls zum DBA CH-AT besteht 

der Zweck der Verweisung auf Informationen, die voraussichtlich erheblich 

sind, darin, einen möglichst weitgehenden Informationsaustausch in Steu-

erbelangen zu gewährleisten, ohne den Vertragsstaaten zu erlauben, 

«fishing expeditions» zu betreiben oder um Informationen zu ersuchen, de-

ren Erheblichkeit hinsichtlich der Steuerbelange einer bestimmten steuer-

pflichtigen Person unwahrscheinlich ist. Die im Amtshilfeersuchen zu lie-

fernden Angaben sind gemäss dieser Bestimmung zwar wichtige verfah-

renstechnische Voraussetzungen für die Vermeidung von «fishing expedi-

tions»; sie sind jedoch nicht so auszulegen, dass sie einen wirksamen In-

formationsaustausch behindern würden. 

2.3.2.1 Als zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts 

voraussichtlich erheblich gelten Informationen, die für den ersuchenden 

Staat notwendig sind, um eine in diesem Staat steuerpflichtige Person dort 

korrekt zu besteuern (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.1; 141 II 436 E. 4.4.3). Die 

Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, wenn im Zeit-

punkt der Einreichung des Amtshilfeersuchens eine vernünftige Möglich-

keit besteht, dass sich die verlangten Informationen als erheblich erweisen 

werden (BGE 143 II 185 E. 3.3.2). Keine Rolle spielt, ob sich diese Infor-

mationen nach deren Übermittlung für die ersuchende Behörde als nicht 

erheblich herausstellen. Ob eine Information erheblich ist, kann in der Re-

gel nur der ersuchende Staat abschliessend feststellen (BGE 145 II 112 

E. 2.2.1; 142 II 161 E. 2.1.1). 

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2.3.2.2 Die Rolle des ersuchten Staates bei der Beurteilung der voraus-

sichtlichen Erheblichkeit beschränkt sich darauf, zu überprüfen, ob die vom 

ersuchenden Staat verlangten Informationen und Dokumente einen Zu-

sammenhang mit dem im Ersuchen dargestellten Sachverhalt haben und 

ob sie möglicherweise dazu geeignet sind, im ausländischen Verfahren 

verwendet zu werden. Es handelt sich dabei um eine Plausibilitätsprüfung 

(BGE 145 II 112 E. 2.2.1; 142 II 161 E. 2.1.1; Urteile des BVGer 

A-6391/2019 vom 26. Januar 2023 E. 4.2.1.2; A-4603/2019 vom 17. August 

2020 E. 2.3.4). Vor diesem Hintergrund darf der ersuchte Staat Auskünfte 

mit der Begründung, die verlangten Informationen seien nicht «voraus-

sichtlich erheblich» im Sinn des anwendbaren DBA, nur verweigern, wenn 

ein Zusammenhang zwischen den verlangten Angaben und der im ersu-

chenden Staat durchgeführten Untersuchung wenig wahrscheinlich er-

scheint (BGE 143 II 185 E. 3.3.2; 141 II 436 E. 4.4.3; Urteil des BVGer 

A-3755/2020 vom 14. Juli 2022 E. 4.3.3) bzw. wenn mit Sicherheit fest-

steht, dass sie nicht erheblich sein können (BGE 142 II 161 E. 2.1.1). In 

letzterem Sinne ist auch Art. 17 Abs. 2 StAhiG zu verstehen, wonach Infor-

mationen, welche voraussichtlich nicht erheblich sind, nicht übermittelt 

werden dürfen (Urteile des BVGer A-6507/2020 vom 11. Oktober 2022 

E. 2.3.4; A-2175/2021 vom 22. September 2021 E. 2.2.1; vgl. auch Art. 4 

Abs. 3 StAhiG). Die Beurteilung der voraussichtlichen Erheblichkeit der In-

formationen kommt demnach in erster Linie dem ersuchenden Staat zu. 

Der Begriff der voraussichtlichen Erheblichkeit bildet daher eine nicht sehr 

hohe Hürde für ein Amtshilfeersuchen (BGE 145 II 112 E. 2.2.1; 143 II 185 

E. 3.3.2; Urteil des BVGer A-3755/2020 vom 14. Juli 2022 E. 4.3.3; zum 

Ganzen: Urteile des BVGer A-840/2022 vom 19. Januar 2023 E. 2.4.4; 

A-5107/2020 vom 21. Oktober 2022 E. 5.2.2 f.). 

2.3.2.3 Die Übermittlung von Informationen zu Personen, die nicht formell 

betroffene Personen sind, ist gemäss Art. 4 Abs. 3 StAhiG unzulässig, 

wenn diese Informationen für die Beurteilung der Steuersituation der be-

troffenen Person nicht voraussichtlich relevant sind oder wenn berechtigte 

Interessen von Personen, die nicht betroffene Personen sind, das Inte-

resse der ersuchenden Seite an der Übermittlung der Informationen über-

wiegen (vgl. Urteile des BVGer A-4987/2021 vom 20. Mai 2022 E. 2.2.5; 

A-5447/2020 vom 6. Oktober 2021 E. 2.4.4). 

2.3.2.4 Rechtsprechungsgemäss ist der Begriff der «nicht betroffenen Per-

son» nach Art. 4 Abs. 3 StAhiG restriktiv zu verstehen (vgl. BGE 142 II 161 

E. 4.6.1 f.). Damit sollen in Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips 

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Personen geschützt werden, die nichts mit dem im Amtshilfeersuchen ge-

schilderten Sachverhalt zu tun haben, deren Namen also rein zufällig in 

den weiterzuleitenden Dokumenten auftauchen («fruit d'un pur hasard»; 

vgl. statt vieler: Urteil des BGer 2C_287/2019 vom 13. Juli 2020 E. 5; Urteil 

des BVGer A-4987/2021 vom 20. Mai 2022 E. 2.2.6 m.w.H.). In gewissen 

Konstellationen ist es unumgänglich, auch über Personen Informationen 

zu erteilen, deren Steuerpflicht im ersuchenden Staat nicht geltend ge-

macht wird (statt vieler: Urteil des BVGer A-4228/2018 vom 26. August 

2019 E. 2.6.3). Können die ersuchten Informationen für die Steuerpflicht 

der im ersuchenden Staat zu besteuernden Person voraussichtlich erheb-

lich sein und ist ihre Übermittlung unter Verhältnismässigkeitsgesichts-

punkten erforderlich, d.h. wenn die Aussonderung, Schwärzung oder an-

derweitige Unkenntlichmachung der Informationen den Zweck des Amts-

hilfeersuchens vereiteln würde, so sind sie dem ersuchenden Staat zu 

übermitteln (vgl. ausführlich mit Beispielen: BGE 144 II 29 E. 4.2.2 ff.; 141 

II 436 E. 4.2.3 f.; Urteil des BGer 2C_615/2018 vom 26. März 2019 E. 3.1; 

Urteil des BVGer A-4987/2021 vom 20. Mai 2022 E. 2.2.6 m.w.H.). 

2.3.3 Gemäss Ziff. 2 Bst. c des Schlussprotokolls zum DBA CH-AT (in der 

am 14. November 2012 in Kraft getretenen Fassung; vgl. AS 2012 6941) 

besteht zwischen den Vertragsparteien sodann Einigkeit darüber, dass die 

Steuerbehörden des ersuchenden Staates bei der Stellung eines Amtshil-

febegehrens nach Art. 26 des Abkommens den Steuerbehörden des er-

suchten Staates die nachstehenden Angaben zu liefern haben: 

i) die Identifikation der steuerpflichtigen Person, wobei diese Identifikation 

auch auf andere Weise als durch Angabe des Namens und der Adresse 

erfolgen kann; 

ii) die Zeitperiode, für welche die Informationen verlangt werden; 

iii) eine Beschreibung der verlangten Informationen sowie Angaben hinsicht-

lich der Form, in der der ersuchende Staat diese Informationen vom er-

suchten Staat zu erhalten wünscht; 

iv) den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden; 

v) den Namen und die Adresse des mutmasslichen Informationsinhabers, 

soweit sie bekannt sind. 

2.3.3.1 Das Amtshilfeersuchen vom (Datum) erfüllt diese formellen Voraus-

setzungen. Etwas anderes wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend 

gemacht. 

A-2762/2022 

Seite 9 

2.3.3.2 Das Vorliegen einer «fishing expedition» ist im Grundsatz ausge-

schlossen, wenn ein Amtshilfeersuchen alle Angaben enthält, welche nach 

dem anwendbaren Abkommen erforderlich sind (Urteil des BGer 

2C_953/2020 vom 24. November 2021 E. 3.3 m.w.H.). 

2.3.3.3 Es liegt auch keine «fishing expedition» vor, wenn einer ersuchen-

den Behörde eine Kontonummer vorliegt und diese Behörde auch nach 

anderen Konten fragt, die die betroffene Person bei der Bank, bei der das 

Konto mit der vorgenannten Nummer gehalten wird, hält bzw. an denen sie 

berechtigt ist. Es handelt sich gerade nicht um eine grundlose Anfrage «ins 

Blaue», sondern um eine konkrete Frage, in Bezug auf eine identifizierte 

(bzw. identifizierbare) Person im Zusammenhang mit einer laufenden Un-

tersuchung. In einem solchen Fall kann von einer «fishing expedition» 

keine Rede sein (Urteil des BVGer A-7622/2016 vom 23. Mai 2017 E. 2.5 

m.w.H.). 

2.4 Ein wichtiges Element der internationalen Behördenzusammenarbeit 

bildet der Grundsatz, wonach – ausser bei offenbarem Rechtsmissbrauch 

oder bei berechtigten Fragen im Zusammenhang mit dem Schutz des 

schweizerischen oder internationalen Ordre public (vgl. Art. 7 StAhiG) – 

prinzipiell kein Anlass besteht, an Sachverhaltsdarstellungen und Erklärun-

gen anderer Staaten zu zweifeln (sog. völkerrechtliches Vertrauensprinzip; 

BGE 144 II 206 E. 4.4, 142 II 218 E. 3.3). Auf diesem Vertrauen gründet 

letztlich das ganze Amtshilfeverfahren. Dementsprechend ist die ESTV an 

die Darstellung des Sachverhalts im Ersuchen insoweit gebunden, als 

diese nicht wegen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprüche so-

fort entkräftet werden kann (BGE 142 II 161 E. 2.1.1 und 2.1.3; 139 II 451 

E. 2.2.1; statt vieler: Urteil des BVGer A-2914/2021 vom 1. September 

2022 E. 2.5 m.w.H.). 

3.  

Im vorliegenden Fall beantragt der Beschwerdeführer in der Hauptsache 

die Aufhebung der Schlussverfügung vom 23. Mai 2022 und die Verweige-

rung der Amtshilfe an Österreich. 

3.1  

3.1.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die voraussichtliche Erheblich-

keit der zur Übermittlung vorgesehenen Informationen sei nicht gegeben, 

da die betreffende Konto-/Depotverbindung durch Einmalzahlung regulari-

siert worden sei und seit dem 1. Januar 2013 durch eine abgeltende Quel-

lensteuer erfasst werde. 

A-2762/2022 

Seite 10 

3.1.2 Die Vorinstanz hält demgegenüber die ersuchten Informationen für 

voraussichtlich erheblich. Dies mit Verweis auf die Möglichkeit, dass die 

ersuchende Behörde zwar im Rahmen der seinerzeitigen (Nach-)Besteue-

rung der X._______ Stiftung von deren Konten und Geldflüssen erfahren 

haben könnte, jedoch über die Funktion des Beschwerdeführers im Unge-

wissen sei und diese entsprechend bei dessen Besteuerung noch nicht 

habe berücksichtigen können. Als Einzelzeichnungsberechtigter sei der 

Beschwerdeführer berechtigt, Einfluss auf den Zahlungsverkehr an der be-

treffenden Konto-/Depotverbindung zu nehmen. Dementsprechend zählten 

die zur Übermittlung vorgesehenen Bankunterlagen betreffend die 

X._______ Stiftung zu den vom CLO erbetenen Informationen. 

3.2 Soweit der Beschwerdeführer mit seinem Hinweis auf die seinerzeitige 

(Nach-)Besteuerung implizit vorbringt, das CLO würde allenfalls Informati-

onen verlangen, in deren Besitz es schon ist, kann dieser daraus nichts zu 

seinen Gunsten ableiten. Informationen können nämlich auch dann als vo-

raussichtlich erheblich zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaat-

lichen Rechts qualifiziert werden, wenn sie zwecks Überprüfung schon vor-

handener, aber nicht völlig zweifelsfreier Erkenntnisse der Behörden des 

ersuchenden Staates verlangt werden (vgl. zu diesem sog. Verifikations-

zweck Urteile des BVGer A-5447/2020 vom 6. Oktober 2021 E. 3.2.2.3; 

A-4811/2019 vom 26. April 2021 E. 5.1; A-765/2019 vom 20. September 

2019 E. 3.3.2.3 m.w.H. [bestätigt durch Urteil des BGer 2C_864/2019 vom 

17. August 2020]). 

3.3 Für die Bejahung der voraussichtlichen Erheblichkeit genügt wie er-

wähnt eine vernünftige Möglichkeit im Zeitpunkt der Einreichung des Amts-

hilfeersuchens, dass sich die verlangten Informationen als erheblich erwei-

sen werden (E. 2.3.2.1). Auch indirekt von der betroffenen Person gehal-

tene Konten können für deren Einkommensbesteuerung voraussichtlich er-

heblich sein (vgl. für vergleichbare Sachverhalte: Urteile des BVGer 

A-3119/2020 vom 7. Dezember 2022 E. 5.3; A-843/2021 vom 9. Dezember 

2021 E. 3.3.2; A-4331/2017 vom 16. November 2017 E. 5.3). Eine zeich-

nungsberechtigte Person kann über die Konto-/Depotverbindung verfügen 

(vgl. BGE 147 II 116 E. 5.3), auch wenn sie dies aufgrund von Gesell-

schafts- und Vertragsrecht nur in vorgegebenem Rahmen tun kann. Es be-

steht somit zumindest die Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer mittels 

der Konten steuerbare Erträge vor dem österreichischen Fiskus verborgen 

hat. Die Aufdeckung einer bisher im Rahmen der Steuerpflicht des Be-

schwerdeführers nicht deklarierten Konto-/Depotverbindung würde es dem 

CLO ermöglichen, allfällige von ihm zu Unrecht nicht entrichtete Steuern 

A-2762/2022 

Seite 11 

nachzufordern. Damit ist von der voraussichtlichen Erheblichkeit der vor-

liegend zur Übermittlung vorgesehenen Informationen auszugehen. 

3.4 Grundsätzlich unerheblich ist demnach, ob die betreffende Konto-/De-

potverbindung regularisiert und durch eine abgeltende Quellensteuer er-

fasst wurde. Mit seinen diesbezüglichen Ausführungen und den dazu ein-

gereichten Beweismitteln vermag der Beschwerdeführer denn auch die 

Darstellung des CLO, wonach nach wie vor Anlass zur Überprüfung seiner 

Steuerpflicht in Verbindung mit Kapitalerträgen für den ersuchten Zeitraum 

besteht, nicht in einer das völkerrechtlich gebotene Vertrauen in die Sach-

darstellung des CLO erschütternden Weise von vornherein zu entkräften 

(vgl. zum völkerrechtlichen Vertrauensprinzip E. 2.4). 

4.  

Als Eventualbegehren fordert der Beschwerdeführer die Rückweisung des 

Verfahrens an die ESTV zur Vornahme diverser Schwärzungen in der ge-

mäss Schlussverfügung vom 23. Mai 2022 zu übermittelnden Beilage 7. 

Die Eventualbegehren betreffen teilweise Drittinteressen. Auf im Interesse 

von Dritten gestellte Anträge um Schwärzung von Informationen ist recht-

sprechungsgemäss nicht einzutreten (vgl. Urteil des BGer 2C_1037/2019 

vom 27. August 2020 E. 6.2 [nicht publiziert in BGE 147 II 116]; BGE 143 

II 506 E. 5.1; Urteil des BVGer A-3119/2020 vom 7. Dezember 2022 

E. 5.4.1 m.w.H.). Insoweit ist auf die Beschwerde folglich nicht einzutreten. 

Vorbehalten bleibt eine Überprüfung der Eventualbegehren unter dem Ge-

sichtspunkt der voraussichtlichen Erheblichkeit. 

4.1  

4.1.1 Gemäss «Eventualbegehren 2.a)» beantragt der Beschwerdeführer 

die Schwärzung aller Angaben im zur Übermittlung vorgesehenen Formu-

lar T vom (Datum) 2005 (Seiten 8, 9 und 10 in Beilage 7). Das Formular T 

vom (Datum) 2005 sei durch das ebenfalls zur Übermittlung vorgesehene 

Formular A vom (Datum) 2006 (Seite 11 in Beilage 7) ersetzt worden und 

daher im vom CLO ersuchten Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 31. De-

zember 2013 nicht mehr gültig bzw. anwendbar. 

4.1.2 Die Vorinstanz entgegnet, dass sich das Formular T und das Formu-

lar A gegenseitig nicht aufheben, da sie unterschiedlichen Funktionen die-

nen: Formular A werde zur Feststellung der an einem Konto wirtschaftlich 

berechtigten bzw. letztbegünstigten Person verwendet und diene unter an-

derem der Verhinderung von Geldwäscherei (Urteil des BVGer 

A-1463/2016 vom 22. September 2016 E. 5.3.5). Formular A würde von 

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Seite 12 

Banken dann eingeholt, wenn die Vertragspartei nicht mit dem wirtschaft-

lich Berechtigten identisch sei (Urteil des BVGer A-5529/2008 vom 26. Ja-

nuar 2009 E. 6.3). Formular T hingegen enthalte Angaben zur Vertragspar-

tei, dem vorbestimmten Personenkreis und gebe Auskunft über die Zeich-

nungsberechtigten. 

4.1.3  

4.1.3.1 Zunächst ist festzuhalten, dass gemäss bundesgerichtlicher Recht-

sprechung Bankkontoeröffnungsunterlagen, sonstige Vereinbarungen und 

KYC-Dokumente, welche das Verhältnis zwischen der Bank und der Kun-

din oder dem Kunden während dessen Dauer regeln, bei Erfüllung der wei-

teren Voraussetzungen und fortbestehendem Verhältnis auch dann zu 

übermitteln sind, wenn sie vor dem ersuchten Zeitraum erstellt worden sind 

(vgl. Urteil des BGer 2C_703/2020 vom 15. März 2021 E. 7.4.2; Urteil des 

BVGer A-381/2018 vom 21. November 2018 E. 8.2.1). Dabei sind jedoch 

diejenigen Stellen zu schwärzen, deren Erheblichkeit für den ersuchten 

Zeitraum unwahrscheinlich ist. 

4.1.3.2 Ob das zur Übermittlung vorgesehene Formular T vom (Datum) 

2005 dem ersuchenden Staat zu übermitteln ist, beurteilt sich letztlich an 

der Frage, inwiefern es für den ersuchten Zeitraum von Bedeutung ist. Das 

Formular T vom (Datum) 2005 bezeichnet den Beschwerdeführer als Grün-

der sowie Protektor und die «Mitglieder der Familie von B._______» als 

zumindest zum damaligen Zeitpunkt Begünstigte der X._______ Stiftung 

und gibt an, dass «zur Zeit keine wirtschaftliche Berechtigung bestimmter 

Personen» bestünde. Das zur Übermittlung vorgesehene Formular A vom 

(Datum) 2006 enthält lediglich Angaben zur wirtschaftlich Berechtigten an 

den Vermögenswerten der X._______ Stiftung, B._______. Damit entfaltet 

das Formular T vom (Datum) 2005 für den ersuchten Zeitraum mindestens 

insoweit Wirkung, als dass es Angaben zum Gründer sowie Protektor der 

X._______ Stiftung enthält. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, 

dass das Formular T vom (Datum) 2005 für den ersuchten Zeitraum inso-

fern von Bedeutung ist, als dass es weiterhin die effektiv Begünstigten der 

X._______ Stiftung bezeichnet. Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, 

dass das Formular T vom (Datum) 2005 keinen Vermerk trägt, wonach es 

aufgehoben worden wäre. Der Beschwerdeführer macht denn auch nicht 

geltend, dass es sich bei dem auf Formular T vom (Datum) 2005 genann-

ten Personenkreis im ersuchten Zeitraum nicht um die effektiv Begünstig-

ten der X._______ Stiftung handle. 

A-2762/2022 

Seite 13 

4.1.3.3 Weiter ist darauf hinzuweisen, dass es den Rahmen einer Plausi-

bilitätsprüfung (vgl. E. 2.3.2.2 hiervor) klarerweise sprengen würde, wenn 

von der ESTV als ersuchter Behörde verlangt würde, dass sie in Konstel-

lationen wie der vorliegenden mit Blick auf die voraussichtliche Erheblich-

keit der ersuchten Informationen für das ausländische Steuerverfahren 

prüfen müsste, ob im ersuchten Zeitraum tatsächlich eine wirtschaftliche 

Berechtigung an den Vermögenswerten der X._______ Stiftung bestand 

oder diese unwiderrufbar und discretionary war (vgl. Urteile des BGer 

2C_936/2020 vom 28. Dezember 2021 E. 5.5.2 und 2C_918/2020 vom 

28. Dezember 2021 E. 4.5.4). 

4.1.3.4 Das Formular T vom (Datum) 2005 weist insofern einen Zusam-

menhang zum Amtshilfeersuchen des CLO auf, als dass es eine Überprü-

fung durch die österreichischen Behörden zulässt, welche Rolle dem Be-

schwerdeführer an der betreffenden Konto-/Depotverbindung zukam. Zu-

dem können die Angaben zu den allenfalls effektiv Begünstigten der Nach-

vollziehbarkeit von Kapitalabflüssen dienen (vgl. Urteil des BGer 

2C_703/2020 vom 15. März 2021 E. 6.4.1 ff.). Die Nähe allenfalls effektiv 

Begünstigter zum untersuchten Sachverhalt ist damit als gegeben zu er-

achten, sie tauchen nicht rein zufällig in den Unterlagen der [CH-Bank] (…) 

AG auf (E. 2.3.2.4; vgl. Urteil des BGer 2C_619/2018 vom 21. Dezember 

2018 E. 3.5 betreffend Namen von Mitarbeitenden; BGE 142 II 161 E. 4.6.2 

betreffend Namen von an Banktransaktionen beteiligten Dritten). Vor die-

sem Hintergrund ist das Formular T vom (Datum) 2005 als voraussichtlich 

erheblich anzusehen. 

4.1.4 Somit ist das Formular T vom (Datum) 2005 nicht über die von der 

Vorinstanz vorgenommenen Schwärzungen unkenntlich zu machen. 

4.2 Gemäss «Eventualbegehren 2.b)» beantragt der Beschwerdeführer die 

Schwärzung sämtlicher Angaben zu B._______ auf dem Formular A vom 

(Datum) 2006. 

4.2.1 Insoweit als der Beschwerdeführer geltend macht, die Angaben zu 

B._______ seien für die Beurteilung seiner Steuersituation nicht voraus-

sichtlich erheblich, ist ihm nicht zu folgen. Gemäss Formular A vom (Da-

tum) 2006 handelt es sich bei B._______ um die wirtschaftlich Berechtigte 

an den Vermögenswerten der X._______ Stiftung. Angaben zu den wirt-

schaftlich Berechtigten können der Nachvollziehbarkeit von Kapitalabflüs-

sen dienen (vgl. Urteil des BGer 2C_703/2020 vom 15. März 2021 E. 6.4.1 

ff.). Die Nähe von B._______ zum untersuchten Sachverhalt ist damit als 

A-2762/2022 

Seite 14 

gegeben zu erachten, sie taucht nicht rein zufällig in den Unterlagen der 

[CH-Bank] (…) AG auf (E. 2.3.2.4; vgl. Urteil des BGer 2C_619/2018 vom 

21. Dezember 2018 E. 3.5 betreffend Namen von Mitarbeitenden; BGE 142 

II 161 E. 4.6.2 betreffend Namen von an Banktransaktionen beteiligten Drit-

ten). Vor diesem Hintergrund sind die Angaben auf dem Formular A vom 

(Datum) 2006 als voraussichtlich erheblich anzusehen. Indem nur diejeni-

gen Informationen geliefert werden, die für die im Amtshilfeersuchen ge-

nannten Zwecke benötigt werden, wird bereits sichergestellt, dass der Ein-

griff in die von Art. 13 BV und Art. 8 EMRK garantierte Privatsphäre so mild 

wie möglich ausgestaltet ist (vgl. BGE 147 II 13 E. 3.4.2). Im Weiteren sind 

Drittpersonen durch das Spezialitätsprinzip vor einer Verwendung der sie 

betreffenden Informationen geschützt (vgl. E. 2.2.2). 

4.2.2 Somit ist das Formular A vom (Datum) 2006 nicht über die von der 

Vorinstanz vorgenommenen Schwärzungen unkenntlich zu machen. 

5.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzu-

treten ist (E. 4). Die Voraussetzungen für die in der Schlussverfügung vor-

gesehene Amtshilfeleistung sind erfüllt. Die Vorbringen des Beschwerde-

führers vermögen daran nichts zu ändern. 

6.  

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer die auf Fr. 2'500.– festzuset-

zenden Verfahrenskosten zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 2 

Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss 

ist für die Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. Eine Parteient-

schädigung ist nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario 

und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

(Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.) 

  

A-2762/2022 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2’500.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Der in derselben Höhe geleistete Kostenvorschuss wird für die 

Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Steiger Alexander Cochardt 

  

A-2762/2022 

Seite 16 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). 

Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei-

zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der 

Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt 

ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und 

hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-

tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule-

gen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-2762/2022 

Seite 17 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. (…); Gerichtsurkunde)