# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d2ceb5c-f99a-5c95-a125-0621d4fd8915
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.10.2010 D-737/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-737-2007_2010-10-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-737/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Daniel Schmid (Vorsitz), 
Richter Thomas Wespi, Richter Gérald Bovier; 
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

A._______, alias [...],  geboren [...],
B._______, geboren [...], Kosovo, 
beide vertreten durch Martin Ilg,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 22. Januar 2007 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-737/2007

Sachverhalt:

A.
Die  Beschwerdeführerin  –  eine  Bosniakin  mit  letztem  Wohnsitz  in 
Z._______, Bezirk  Y._______, Kosovo (ehemals Serbien und Monte-
negro) – reichte am 22. August 2005 und am 15. Februar 2006 bei der 
Schweizer Vertretung in Pristina je einen Visumsantrag ein, welche am 
24.  August  2005  beziehungsweise  am  15.  Februar  2006  abgelehnt 
wurden.  Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  sie  ihr  Heimatland  im 
November  2006  und  fuhr  mit  Auto  und  Minibus  durch  unbekannte 
Länder, bis sie am 11. Dezember 2006 illegal in die Schweiz einreiste, 
wo sie am folgenden Tag um Asyl nachsuchte. Am 15. Dezember 2006 
stellte  ihr  Rechtsvertreter ein  Gesuch  ans  Bundesamt  um Zuteilung 
der  Beschwerdeführerin  an  den  Kanton  X._______.  Ihr  zukünftiger 
Ehemann  C._______,  Inhaber  einer  F-Bewilligung,  wohne  in 
W._______  und  werde  für  sämtliche  Kosten  ihres  Aufenthaltes  auf-
kommen. Die Befragung zur Person (BzP) fand am 18. Dezember 2006 
im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  Kreuzlingen  statt.  Am 
15. Januar 2007 erfolgte die Bundesanhörung zu den Asylgründen. Mit 
Entscheid  vom 23.  Januar  2007  wurde  die  Beschwerdeführerin  an-
tragsgemäss dem Kanton X._______ zugewiesen. 

B.
Zur Begründung ihres Asylgesuchs machte die Beschwerdeführerin im 
Wesentlichen geltend, sie sei ab Juni/Juli 2005 während fünf bis sechs 
Monaten mit einem Mann befreundet gewesen, von dem sie gedacht 
habe,  dass  er  Bosnier  sei.  Als  sie  im  Oktober  2005  erfahren  habe, 
dass  er  Albaner  sei,  habe  sie  die  Beziehung  beendet,  da  sie  kein 
Albanisch könne, die albanische Kultur  nicht  kenne und ihre Familie 
gegen eine Ehe mit einem Albaner gewesen wäre. Daraufhin habe er  
sie  mehrmals  bedroht  und  sie  aufgefordert,  ihn  zu  heiraten. Als  sie 
sich an die KFOR beziehungsweise an die Polizei gewandt habe, habe 
diese ihr gesagt, man könne sie nicht beschützen. Deshalb habe sie 
im November 2006 ihre Heimat verlassen und sei in die Schweiz ge-
reist,  wo  sie  heiraten  wolle.  Die  Ehe  mit  ihrem  zukünftigen,  in  der 
Schweiz lebenden Ehemann sei von den Familien arrangiert worden. 
Sie sei seit März 2006 mit ihm in Kontakt, habe ihn allerdings nur auf  
einer Videokassette gesehen und mit ihm telefoniert. Sie reichte ihre 
Identitätskarte und ihre UNMIK-Identitätskarte zu den Akten. 

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C.
Das BFM stellte  mit  Verfügung  vom 22. Januar  2007  – eröffnet  am 
24. Januar 2007 – fest, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlings-
eigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte 
es die Wegweisung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz und ord-
nete den Vollzug an. 

Zur Begründung führte die Vorinstanz an, die Vorbringen hielten den 
Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3  des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht stand. Bei den 
geltend  gemachten  Drohungen  des  damaligen  Freundes  der  Be-
schwerdeführerin  handle es sich um nicht  asylbeachtliche Übergriffe 
Dritter, die dem serbischen Staat nicht zugerechnet werden könnten; 
zudem wäre es den zuständigen Behörden ohnehin nicht möglich ge-
wesen, schützend einzugreifen. Von einem Staat könne nicht verlangt  
werden,  jeden  seiner  Bürger  jederzeit  umfassend  zu  schützen.  Die 
Frage, ob die Schilderungen insgesamt glaubhaft im Sinne von Art. 7 
AsylG  erschienen,  liess  die  Vorinstanz  offen.  Die  Ausführungen  der 
Beschwerdeführerin zu den angeblichen Bedrohungen seien allerdings 
äusserst  unsubstanziiert  und  pauschal,  und  sie  habe  zwei 
Visumsanträge für  die Schweiz gestellt,  welche am 24. August  2005 
und  am  15.  Februar  2006  abgelehnt  wurden.  Deshalb  bestehe  der 
Verdacht, dass sie nicht wegen der Drohungen ausgereist sei, sondern 
vielmehr, um in der Schweiz zu heiraten. 

D.
Mit Beschwerde vom 26. Januar 2007 (Poststempel: 29. Januar 2007) 
an das Bundesverwaltungsgericht beantragte die Beschwerdeführerin, 
es  sei  ihr  Asyl  zu  gewähren;  eventuell  sei  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen. Sie habe in Kosovo viel und lange gelitten; Minderheiten 
fänden dort  keinen Schutz. Die Visumsanträge habe sie gestellt,  um 
ihre  Mutter  in  V._______  zu  besuchen.  Nachdem  diese  abgelehnt 
worden seien und sie Probleme mit dem Albaner gekriegt habe, habe 
sie gar keine andere Wahl gehabt, als zu ihrem zukünftigen Mann in 
die Schweiz zu flüchten, den sie so bald als möglich heiraten wolle. 

E.
Mit Zwischenverfügung vom 14. Februar 2007 forderte der zuständige 
Instruktionsrichter die Beschwerdeführerin zur Leistung eines Kosten-
vorschusses auf. 

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F.
Mit  Eingabe vom 20. Februar  2007 (Poststempel: 21. Februar  2007) 
beantragte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin die Aufhebung 
der vorinstanzlichen Verfügung vom 22. Januar 2007 und die Asylge-
währung beziehungsweise den Einbezug in die vorläufige Aufnahme 
ihres  zukünftigen  Ehemannes. Eventualiter  sei  sie  wegen  Unzumut-
barkeit  des  Wegweisungsvollzugs  vorläufig  aufzunehmen.  Subeven-
tualiter  sei  ihr  der  Aufenthalt  bis  zum  Beschwerdeentscheid  zu  er-
lauben. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte der Rechtsvertreter 
um den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

Zur  Beschwerdebegründung machte er  im Wesentlichen geltend,  die 
Beschwerdeführerin  habe  nach  den  abgewiesenen  Visumsanträgen 
trotz der Demütigungen, die sie als Mitglied einer ethnischen Minder-
heit  täglich  erlebt  habe,  in  ihrer  Heimat  bleiben  wollen. Dieses Vor-
haben habe sie jedoch verworfen, als die "tödlichen Drohungen" (Seite 
4) des Ex-Freundes, welcher das Ende ihrer Beziehung bis heute nicht 
akzeptiere,  nicht  aufgehört  hätten.  Als  Mitglied  einer  ethnischen 
Minderheit könne sie bei den staatlichen Behörden keinen Schutz er-
halten,  weshalb  die  Drohungen  ihres  ehemaligen  Freundes  dem 
"serbischen Staat" (Seite 5) zuzurechnen seien. Bezüglich der von der 
Vorinstanz  aufgrund  von  fehlender  Substanz  bezweifelten  Glaub-
haftigkeit  der  Drohungen  argumentiert  der  Rechtsvertreter,  die  Be-
schwerdeführerin  stehe  unter  einem  enormen  psychischen  Druck, 
weshalb  die  einzelnen  Aussagen  betreffend  exakte  Daten  und  be-
stimmte  Zeiträume  zu  relativieren  seien.  Die  Beschwerdeführerin 
habe in der Schweiz Asyl beantragt, weil die Mehrheit ihrer im Ausland 
lebenden  Verwandten  hier  wohne. Sie  sei  nicht  wegen  einer  bevor-
stehenden  Heirat  in  die  Schweiz  gekommen;  dieser  Entschluss  sei 
vielmehr erst während ihres hiesigen Aufenthaltes gereift. Hinsichtlich 
der  Glaubhaftmachung  der  Flüchtlingseigenschaft  bestünden  in 
keinem  wesentlichen  Punkt  erhebliche  Begründungslücken  oder 
Widersprüche. Die Beschwerdeführerin habe sich nicht an die Polizei 
gewandt, sondern an die KFOR, weil bosnische Muslime in Serbien als 
Menschen  zweiter  Klasse  von  der  Polizei  und  Justiz  nicht  ernst 
genommen  würden  und  daher  keine  innerstaatliche  Ausweichmög-
lichkeit hätten.

G.
Mit  Schreiben  vom  1.  März  2007  teilte  der  Instruktionsrichter  dem 
Rechtsvertreter  mit,  sein  Gesuch  um  Erlass  der  Erhebung  eines 

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Kostenvorschusses  sei  mit  der  Zahlung  desselben  durch  die  Be-
schwerdeführerin am 19. Februar 2007 gegenstandslos geworden. 

H.
Am  [...]  2007  heiratete  die  Beschwerdeführerin  in  W._______  den 
serbischen  Staatsangehörigen  C._______  (N  [...]),  einen  slawischen 
Muslim  aus  Y._______.  Dieser  hatte  am  [...]  mit  seiner  damaligen 
Ehefrau in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt,  welches am [...]  ab-
gewiesen worden war. In  teilweiser  Wiedererwägung  hatte  das BFM 
am [...] wegen gesundheitlicher Probleme des Anfang [...]  geborenen 
Sohnes die vorläufige Aufnahme der Familie angeordnet. 

I.
Am [...] gebar die Beschwerdeführerin einen Sohn, B._______. 

J.
Am 14. August 2008 erhielt der Ehemann der Beschwerdeführerin eine 
Aufenthaltsbewilligung  wegen  Vorliegens  eines  schwerwiegenden 
persönlichen  Härtefalls  gestützt  auf  Art.  84  Abs.  5  des  Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder (AuG, SR 142.20) i.V.m. Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG. 

K.
Die Vorinstanz hielt  in  ihrer  Vernehmlassung vom 16. März 2009 an 
den Erwägungen in der angefochtenen Verfügung fest und beantragte 
die Abweisung der  Beschwerde. Zur Begründung führte  sie aus,  die 
internationalen Sicherheitskräfte und der Kosovo Police Service (KPS) 
seien in der Lage, die ethnischen Minderheiten zu schützen. Die Lage 
der Kosovo-Bosniaken sei selbst während der Unruhen im März 2004 
stabil geblieben und sie seien auch nicht Opfer der Gewaltausbrüche 
gewesen. Repressalien könnten jedoch in Einzelfällen vorkommen. Die 
Wahrscheinlichkeit  einer  konkreten Gefährdung könne für  Bosniaken 
alleine aufgrund der Ethnie ausgeschlossen werden. Sie könnten sich 
in  Kosovo frei  bewegen und der  Zugang zu  den  medizinischen  und 
sozialen Strukturen sei in aller Regel gewährleistet. 

L.
In  seiner  Replik  zur  vorinstanzlichen  Vernehmlassung  vom  7.  April  
2009 beantragte der Rechtsvertreter, die vorinstanzliche Verfügung sei 
aufzuheben,  und es  sei  ein  Gutachten  zu  erstellen  zur  "Eigenstaat-
lichkeit  oder  Nichteigenstaatlichkeit"  von  Kosovo  und  zur  "aktuellen 
Situation  in  Serbien  in  Bezug  auf  die  vormals  virulent  bestandene 

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Minderheitenproblematik".  Das  BFM  habe  den  Anspruch  der  Be-
schwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt, indem es die aktuelle 
Lage nicht berücksichtigt und sich in seiner Vernehmlassung nicht mit 
der "schrecklichen Tatsache" auseinandergesetzt habe, dass die Be-
schwerdeführerin  "Realkennzeichen  von  schwerer  minderheitenbe-
dingter  Vergewaltigung"  beziehungsweise  von  "brutalster  Ver-
gewaltigung" aufweise. Er beantragte die gerichtliche Anordnung einer 
Begutachtung der Beschwerdeführerin durch Fachpersonen. 

M.
In  einem  weiteren  Schriftenwechsel  liess  sich  die  Vorinstanz  am 
15. Juli 2010 zur Frage der Familieneinheit im Sinne von Art. 44 Abs. 1 
AsylG vernehmen. Die Beschwerdeführerin könne nach Abschluss des 
Asylverfahrens bei den zuständigen kantonalen Behörden ein Gesuch 
um die  Erteilung einer  fremdenpolizeilichen Aufenthaltsbwilligung für 
sich und ihr Kind einreichen. Den Ausgang des Bewilligungsverfahrens 
könne sie allenfalls auch in ihrem Heimatstaat abwarten. 

N.
Mit Replik vom 2. August 2010 (Poststempel: 4. August 2010) machte 
der  Rechtsvertreter  geltend,  eine  Wiedereingliederung  der  Be-
schwerdeführerin  in  der  Heimat  sei  keinesfalls  problemlos  möglich, 
weil sich die Familienbande und damit der Bezug zur Schweiz durch 
den langen Aufenthalt  und die  Heirat  verstärkt  hätten. Sie sei  damit 
einverstanden, dass das Beschwerdeverfahren sistiert werde, bis das 
kantonale Migrationsamt auf Verfahrensüberweisung hin die vom Bund 
zugesicherte Aufenthaltsbewilligung ausgefertigt habe. 

O.
Eine  Anfrage  des  Gerichts  beim  Migrationsamt  des  Kantons 
X._______ am 25. August 2010 ergab, dass die Beschwerdeführerin 
seit  ihrer  Heirat am [...]  2007 bei diesem Amt mehrere Gesuche um 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für sich und ihr Kind gestellt hat. 
Auf das Gesuch vom 28. November 2008 trat das Amt mit Schreiben 
vom 5. Februar  2009 mit  der  Begründung nicht  ein,  gemäss Art. 14 
Abs. 1 AsylG könne nach Einreichen eines Asylgesuchs bis zur Aus-
reise nach dessen rechtskräftiger Ablehnung oder bis zur Anordnung 
einer  Ersatzmassnahme  bei  nicht  durchführbarem  Vollzug  kein  Ver-
fahren um Erteilung einer fremdenpolizeilichen Aufenthaltsbewilligung 
eingeleitet  werden,  ausser  es  bestehe  ein  Anspruch  darauf.  Neben 
dem laufenden Asylverfahren bestehe grundsätzlich kein Raum für ein 

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fremdenpolizeiliches  Verfahren.  Auf  ein  weiteres,  von  einer  Rechts-
anwältin  am  18.  Juni  2009  gestelltes  Gesuch  um  eine  Aufenthalts-
bewilligung trat das Migrationsamt mit Schreiben vom 27. Juli 2009 mit  
derselben  Begründung  ebenfalls  nicht  ein.  Weiter  wies  es  die  Be-
schwerdeführerin  darauf  hin,  dass  sie  und  ihr  Kind  im  Falle  eines 
Rückzugs der beim Bundesverwaltungsgericht hängigen Beschwerde 
die  Schweiz  verlassen  müssten,  weil  die  in  der  angefochtenen  Ver-
fügung des BFM vom 22. Januar 2001 angeordnete Wegweisung dann 
rechtskräftig  würde. Nach erfolgter  Ausreise könnten sie ein Gesuch 
um Bewilligung der Einreise im Rahmen des Familiennachzugs stellen; 
den Entscheid über das Begehren müssten sie im Ausland abwarten. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  endgültig  über  Be-
schwerden  gegen Verfügungen  des BFM auf  dem Gebiet  des  Asyls 
(Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art. 31  -  33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32)];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  können  die 
Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessen-
heit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

2.  
2.1 Der  während  des  Verfahrens  geborene  Sohn  der  Beschwerde-
führerin,  B._______,  wird  in  das  vorliegende  Beschwerdeverfahren 
einbezogen. 

2.2
Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht.  Die  Be-
schwerdeführenden sind durch die angefochtene Verfügung besonders 
berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung; sie  sind  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. 
Art. 37 VGG und 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 52  des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021]). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

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3.
3.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person an-
erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu-
letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist  Rechnung 
zu tragen (Art. 3 AsylG).

3.2 Die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 AsylG erfüllt  eine asyl-
suchende  Person  nach  Lehre  und  Rechtsprechung  dann,  wenn  sie 
Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat bzw. mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  und  in  absehbarer  Zukunft  begründeterweise  be-
fürchten  muss,  welche  ihr  gezielt  und  aufgrund  bestimmter  Ver-
folgungsmotive  durch  Organe  des  Heimatstaates  oder  durch  nicht-
staatliche  Akteure  zugefügt  worden  sind  bzw.  zugefügt  zu  werden 
drohen  (vgl.  BVGE  2008/4  E. 5.2  S. 37;  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2006 Nr. 18 E. 7 und 8 S. 190 ff.; EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193). 
Aufgrund  der  Subsidiarität  des  flüchtlingsrechtlichen  Schutzes  setzt 
die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft  ausserdem voraus, dass 
die  betroffene  Person  in  ihrem  Heimatland  keinen  ausreichenden 
Schutz finden kann (vgl. BVGE 2008/4  E. 5.2  S. 37 f.; EMARK 2006 
Nr. 18 E. 10 S. 201 ff.; EMARK 2005 Nr. 21 E. 7.3 S. 194 und E. 11.1 
S. 201  f.).  Ausgangspunkt  für  die  Beurteilung  der  Flüchtlingseigen-
schaft ist die Frage nach der im Zeitpunkt der Ausreise vorhandenen 
Verfolgung oder begründeten Furcht  vor einer solchen. Die Situation 
im Zeitpunkt des Asylentscheides ist jedoch im Rahmen der Prüfung 
der  Aktualität  der  Verfolgungsfurcht  ebenfalls  wesentlich.  Ver-
änderungen  der  objektiven  Situation  im  Heimatstaat  zwischen  Aus-
reise und Asylentscheid sind deshalb zugunsten und zulasten der das 
Asylgesuch stellenden Person zu berücksichtigen  (vgl. BVGE 2008/4 
E. 5.4 S. 38 f.; EMARK 2000 Nr. 2 E. 8a S. 20; WALTER STÖCKLI, Asyl, in: 
Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht,  2.  Aufl., 
Basel/Bern/Lausanne  2009,  Rz. 11.17  und  11.18;  WALTER KÄLIN, 
Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 135 ff.). 

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3.3 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in 
sich  widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder 
massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt 
werden (Art. 7 AsylG).

4.  
4.1 Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, bei 
den Verfolgungsvorbringen der Beschwerdeführerin handle es sich um 
nicht asylrelevante Übergriffe Dritter; aus den äusserst unsubstanziiert  
und  pauschal  geschilderten  Drohungen  und  den  zwei  abgelehnten 
Visumsanträgen schloss das BFM zudem, die Beschwerdeführerin sei 
ausgereist,  um in  der  Schweiz  zu  heiraten. Diese Auffassung ist  im 
Ergebnis zu teilen. 

4.2 Zwar können Übergriffe Dritter – so sie denn stattgefunden hätten 
–  entgegen  der  Ansicht  der  Vorinstanz  durchaus  dem  Staat  zuzu-
rechnen und daher unter Umständen asylrelevant im Sinne von Art. 3 
AsylG  sein.  Der  Argumentation  des  Rechtsvertreters,  die  Be-
schwerdeführerin  könne als  Mitglied einer  ethnischen Minderheit  bei 
den  staatlichen  Behörden  in  Kosovo  keinen  Schutz  erhalten,  kann 
jedoch  nicht  gefolgt  werden.  Nach  den  Erkenntnissen  des  Bundes-
verwaltungsgerichts  gehen  die  zuständigen  Behörden  –  im Rahmen 
ihrer Möglichkeiten – systematisch gegen Bedrohungen und Übergriffe 
Dritter  vor.  Insoweit  kann  zum heutigen  Zeitpunkt  vom Schutzwillen 
und  auch  von  einer  weitgehenden  Schutzfähigkeit  der  in  Kosovo 
tätigen nationalen  und internationalen Sicherheitsbehörden,  nament-
lich  der  UNMIK,  des  Kosovo  Police  Service  und  der  KFOR,  aus-
gegangen werden. Diesbezüglich ist  auf  die Lagebeurteilung zu ver-
weisen,  welche  die  vormalige  Schweizerische  Asylrekurskommission 
(ARK)  in  EMARK 2006  Nr. 10  E. 5.4  zur  allgemeinen  Situation  der 
Minderheiten in Kosovo vorgenommen hat und welche sich auch heute 
noch in der Quintessenz als zutreffend erweist (vgl. BVGE 2007/10). 
Die Beschwerdeführerin vermochte zudem nicht glaubhaft darzulegen, 
dass sie sich überhaupt um Schutz vor den angeblichen Drohungen 
bemüht hat. Anlässlich der BzP gab sie an, sich an die KFOR gewandt 
zu haben (A1/10 S. 5). Bei der Anhörung sagte sie in Abweichung zu 
den Schilderungen im EVZ,  nicht  die  KFOR um Schutz  gebeten zu 

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haben, sondern die Polizei (A22/9 S. 3). Zu einem späteren Zeitpunkt 
der Anhörung gab sie an, sie sei nicht zur Polizei gegangen, sondern 
zur KFOR (A22/9 S. 6). Die vorinstanzlichen Ausführungen in der an -
gefochtenen  Verfügung  sowie  auf  Vernehmlassungsstufe  sind 
demnach nicht  zu beanstanden, und die Argumentation des Rechts-
vertreters,  die Vorinstanz  habe  den  Anspruch  der  Beschwerde-
führenden auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie die aktuelle Lage 
der Minderheiten nicht  berücksichtigt  habe (vgl. Sachverhalt  Bst. M), 
erweist sich daher als unbegründet. 

4.3 Die  Schilderungen  der  angeblichen  Drohungen  des  ehemaligen 
Freundes  der  Beschwerdeführerin  sind  in  der  Tat  derart  un-
substanziiert  und auch widersprüchlich ausgefallen, dass sie als un-
glaubhaft  im  Sinne  von  Art.  7  AsylG  qualifiziert  werden  müssen. 
Zunächst  ist  festzuhalten,  dass  die  Beschwerdeführerin  nicht  in  der 
Lage war, angemessen detaillierte Angaben zur Beziehung zu ihrem 
Ex-Freund (A22/9 S. 3 f.) und seiner Familie (A22/9 S. 4) sowie den 
nach  der  Trennung  angeblich  einsetzenden  Drohungen  zu  machen 
(A22/9 S. 5 f.). Auch ihre Erklärungsversuche, weshalb sie erst nach 
einer sechsmonatigen Beziehung gemerkt haben will, dass ihr Freund 
Albaner und nicht Bosnier sei (A22/9 S. 5), vermögen nicht zu über-
zeugen. Fragen nach der Häufigkeit der Drohungen beantwortete sie 
ungenau und widersprüchlich  – in  der  BzP mit  "oft"  oder  "non-stop" 
(A1/10 S. 5), in der Anhörung mit "mehrmals" oder "manchmal" (A22/9 
S. 5). Fragen nach dem konkreten Inhalt der Drohungen vermochte sie 
ebenfalls nur sehr pauschal zu beantworten: "Ich hörte, dass er überall 
über mich spricht, er würde mir Probleme machen" (A1/10 S. 5); "Er 
wollte nicht, dass ich weggehe, er wolle mich heiraten, er würde mich 
entführen" (A1/10 S. 4); "Er hat dann angefangen, mir zu drohen und 
meiner  Familie"  (A22/9 S. 3). Im Weiteren war sie nicht  in  der Lage 
anzugeben, wann sie zum letzten Mal mit ihm gesprochen haben will  
und zu welchem Zeitpunkt vor ihrer Ausreise er  sie zum letzten Mal 
bedroht  haben soll  (A1/10 S. 5; A22/9 S. 6). Zu den konkreten Um-
ständen der Drohungen vermochte sie nur anzugeben, er habe einmal 
direkt  ihr  gegenüber  gedroht,  sie  umzubringen,  und  mehrmals  über 
Freunde (A22/9 S. 5). Als sie ihn das letzte Mal getroffen haben will – 
den  Zeitpunkt  vermochte  sie  nicht  zu  nennen  –  habe  er  schon  ge-
wusst, dass sie bereits einen andern Freund habe, worauf er gesagt 
habe, das gehe nicht,  sie gehöre ihm. Sie sei dann nach Hause ge-
gangen und habe ihn nicht mehr gesehen (A22/9 S. 6). Ihre anlässlich 
der BzP gemachte Aussage, sie habe sich nicht mehr im Freien be-

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wegen können, weil er sie verfolgt habe (A1/10 S. 4), lässt sich sodann 
nicht  mit  den  übrigen  Schilderungen  vereinbaren,  aus  welchen  zu 
schliessen ist, dass die beiden sich auch nach dem angeblichen Ab-
bruch  der  Beziehung  im  Oktober  2005  wiederholt  gesehen  be-
ziehungsweise getroffen haben (A22/9 S. 5).

Der  von der  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  geäusserte 
Verdacht,  das Ausreisemotiv  der  Beschwerdeführerin seien nicht  die 
Drohungen  des  ehemaligen  Freundes  gewesen,  sondern  die  bevor-
stehende Heirat in der Schweiz, erweist sich sodann als offensichtlich 
begründet.  Der  Rechtsvertreter  bestreitet  in  der  Eingabe  vom 
20. Februar 2007 die bevorstehende Heirat seiner Mandantin als Aus-
reisemotiv und setzt sich damit offensichtlich in Widerspruch nicht nur 
zu  den  Aussagen  der  Beschwerdeführerin,  sondern  auch  zu  seinen 
eigenen  Handlungen.  Er  stellte  nämlich  bereits  am  15. Dezember 
2006, mithin vier Tage nach ihrer Einreise, ein Gesuch um Zuteilung 
der Beschwerdeführerin an den Kanton X._______, den Wohnkanton 
ihres zukünftigen Ehemannes, und gab an, die beiden würden bereits 
im Konkubinat  leben (A5/8  S. 1)  Die  Beschwerdeführerin  selbst  gab 
bereits in der BzP an, ihr zukünftiger Ehemann habe ihre Reise in die 
Schweiz  finanziert  (A1/10  S. 6). Am 12. Januar  2007  stellte  der  zu-
künftige Ehemann ein Gesuch um Familienzusammenführung, in dem 
er  schrieb,  er  habe  bereits  alle  erforderlichen  Papiere  für  die  Ehe-
schliessung vorbereitet. In  ihrer  Beschwerdeeingabe vom 26. Januar 
2007  schrieb  die  Beschwerdeführerin,  sie  wolle  ihren  zukünftigen 
Ehemann  so  rasch  als  möglich  heiraten.  Ihr  Reisepass  wurde  vom 
Zivilstandsamt W._______ am 13. Februar 2007 im Rahmen des Ehe-
vorbereitungsverfahrens sichergestellt (A36/4 S. 1). Anlässlich der BzP 
am  18.  Dezember  2006  hatte  die  Beschwerdeführerin  zu  Protokoll 
gegeben, ihren Pass auf dem Weg in die Schweiz verloren zu haben 
(A1/10 S. 3 und 6). 

4.4 Die übrigen Ausführungen in der Beschwerde und den Eingaben 
im Rahmen des Schriftenwechsels  sind ebenfalls nicht  geeignet,  die 
zahlreichen  Unglaubhaftigkeitselemente  in  den  Vorbringen  der  Be-
schwerdeführerin  zu  entkräften.  Der  Rechtsvertreter  machte  unter 
anderem geltend,  die Beschwerdeführerin habe "in  Serbien" als  Mit-
glied  einer  ethnischen  Minderheit  täglich  Demütigungen  erlebt  (Be-
schwerde vom 20. Februar 2007), und sie weise "Realkennzeichen von 
schwerster  minderheitenbedingter  Vergewaltigung"  auf  (Replik  vom 
7. April 2009, wobei offen bleibt, ob die behaupteten Misshandlungen 

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physischer  oder  psychischer  Art  gewesen  sein  sollen).  Diese  Aus-
sagen sind in keiner Weise mit denjenigen der Beschwerdeführerin zu 
vereinbaren.  Diese  bestätigte  anlässlich  der  BzP  ausdrücklich,  nur 
verbal (vom Ex-Freund) bedroht worden zu sein (A22/9 S. 6) und – von 
diesen  Drohungen  abgesehen  –  nie  Probleme  mit  Behörden, 
Organisationen oder weiteren Personen gehabt zu haben (A1/10 S. 5). 

4.5 Vor diesem Hintergrund ist  nicht  ersichtlich,  inwiefern Gutachten 
zur  Statusfrage  in  Kosovo  und  zur  Minderheitenthematik  einerseits 
sowie  zur  Person  der  Beschwerdeführerin  andererseits  zu  einem 
andern  Ergebnis  führen  sollten,  und  inwiefern  ihr  Anspruch  auf 
rechtliches  Gehör  verletzt  worden  sein  sollte  (vgl.  Sachverhaltsdar-
stellung  Bst.  M).  Die  entsprechenden  Anträge  in  der  Replik  vom 
7. April 2009 sind daher abzuweisen. 

4.6 Der Beschwerdeführerin ist es demnach nicht gelungen, nachzu-
weisen oder glaubhaft zu machen, dass sie im Zeitpunkt der Ausreise 
ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt war oder 
dass sie begründete Furcht hat,  solche Nachteile im Falle der Rück-
kehr in absehbarer Zukunft mit erheblicher Wahrscheinlichkeit erleiden 
zu  müssen.  Die  Vorinstanz  hat  das  Asylgesuch  der  Beschwerde-
führerin daher zu Recht abgelehnt. 

5.  
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein,  verfügt  es  in  der  Regel  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet  den  Vollzug  an;  es  berücksichtigt  dabei  den  Grundsatz  der 
Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2  
5.2.1 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländer-
rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch – wie sogleich zu erörtern sein 
wird – über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen.

Ist  ein  grundsätzlicher Anspruch  auf  Erteilung  einer  Aufenthalts-
bewilligung  gegeben,  fällt  die  konkrete  Beurteilung  des  geltend  ge-
machten Anspruchs und damit der Entscheid über die Wegweisung in 
die Zuständigkeit der fremdenpolizeilichen respektive ausländerrecht-
lichen  Behörden  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21  E. 8d  S. 175;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts D-3928/2008 vom 7. Juli 2008 E. 2.2 f.). 

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Gemäss Art. 8  der  Konvention vom 4. November  1950 zum Schutze 
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) hat jede 
Person ein Recht auf Achtung ihres Familienlebens. Die Berufung auf 
die  Bestimmung  von  Art.  8  EMRK  setzt  indessen  nach  der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts voraus, dass ein Familienmitglied 
in der Schweiz über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht – nämlich das 
Schweizer  Bürgerrecht,  eine  Niederlassungsbewilligung  oder  eine 
Aufenthaltsbewilligung, die ihrerseits auf einem festen Rechtsanspruch 
beruht – verfügt (vgl. dazu BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f., BGE 129 II  
193 E. 5.3.1 S. 211, BGE 126 II 335 E. 2a S. 339 f., BGE 126 II 377 
E. 2b S. 382 ff., mit weiteren Hinweisen). Die dem Ehemann respektive 
Vater  der  Beschwerdeführenden  gestützt  auf  Art.  84  Abs.  5  AuG 
erteilte  Aufenthaltsbewilligung  entspricht  praxisgemäss  nicht  einem 
gefestigten  Anwesenheitsrecht  im  oben  beschriebenen  Sinn  und 
verleiht  daher  den  Beschwerdeführenden  keinen  Anspruch  auf 
Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  (EMARK  2002  Nr. 7  E.  5b.bb 
S. 48 f.; 2001 Nr. 21 E. 8c.bb S. 174).

Die  im ausländerrechtlichen  Verfahren  zuständige  Behörde  hat  über 
die  Gesuche  um  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  entschieden 
(vgl.  Sachverhalt  Bst.  O)  und  dabei  das  Bestehen  eines  Anspruchs 
(implizit)  verneint.  Demnach  haben  sich  die  Asylbehörden  bei  der 
Prüfung der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs grundsätzlich nicht 
mehr mit Art. 8 EMRK zu befassen (vgl. EMARK 2001 Nr. 21 E. 11a 
S. 177 f.).

Den  Beschwerdeführenden  bleibt  es  indes  unbenommen,  sich  nach 
Abschluss  des  Asylverfahrens  bei  der  zuständigen  kantonalen 
Behörden  erneut  (vgl.  Sachverhalt  Bst.  O  am  Ende  und  das  dort 
aufgezeigte  Verfahren)  um die  Erteilung einer  Aufenthaltsbewilligung 
zu bemühen.

5.2.2 Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  asylrechtliche 
Wegweisung durch die Vorinstanz zu Recht angeordnet wurde (Art. 44 
Abs. 1 AsylG).

6.
6.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder nicht möglich, regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über  die vorläufige  Aufnahme 
von  Ausländerinnen  und  Ausländern  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83 
Abs. 1 AuG). Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshinder-

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nissen  gilt  gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts 
und  seiner  Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard 
wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst,  sie sind zu beweisen, 
wenn  der  strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens 
glaubhaft zu machen (vgl. STÖCKLI, a.a.O., Rz. 11.148).

6.2  
6.2.1 Der  Vollzug  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche  Ver-
pflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 
Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder  in  einen  Drittstaat  ent -
gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner 
Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr 
Leben oder ihre Freiheit  aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 
gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches 
Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art.  33 
Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 
Flüchtlinge [FK,  SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3  der  Bundes-
verfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April 
1999 (BV, SR 101),  Art.  3  des Übereinkommens vom 10. Dezember 
1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  er-
niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis 
zu Art. 3 EMRK darf niemand in einen Staat ausgeschafft werden, in 
dem ihm oder  ihr  Folter  oder  eine  andere  Art  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung droht. 

Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 
hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, 
welche  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen.  Da  es  den  Beschwerde-
führenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung 
nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  kann  das  in  Art.  5  AsylG 
verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im 
vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr  der 
Beschwerdeführenden  nach  Kosovo  ist  demnach  unter  dem  Aspekt 
von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

6.2.2 Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  der  Be-
schwerdeführerin noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie 
und ihr Kind für den Fall einer Rückkehr nach Kosovo dort mit beacht -
licher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK ver-
botenen  Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wären.  Gemäss  Praxis 
des Europäischen Gerichtshofes für  Menschenrechte  (EGMR) sowie 

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jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  müssten  die  Beschwerde-
führenden eine konkrete Gefahr ("real risk")  nachweisen oder glaub-
haft machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder un -
menschliche  Behandlung  drohen  würde  (vgl.  EGMR,  [Grosse 
Kammer],  Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom  28. Februar  2008,  Be-
schwerde  Nr. 37201/06,  §§ 124-127,  mit  weiteren  Hinweisen).  Auch 
die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Kosovo  lässt  den  Weg-
weisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt  klarerweise  nicht  als  un-
zulässig erscheinen. Wie erwähnt  (vgl. E. 5.2.1),  ist  im vorliegenden 
Zusammenhang der Aspekt von Art. 8 EMRK nicht weiter zu prüfen. 

6.3
6.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818). 

6.3.2 Am 17. Februar  2008 erklärte  Kosovo die  Unabhängigkeit  von 
Serbien.  Auch  nach  der  Unabhängigkeitserklärung  Kosovos  ist 
weiterhin  eine  internationale  zivile  und  militärische  Präsenz  vor-
gesehen. Die UNO-Verwaltung (UNMIK) soll  sukzessive von der EU-
Mission  (EULEX)  abgelöst  werden.  Internationale  Sicherheitskräfte 
sowie  der  KPS  garantieren  die  Sicherheit.  Die   Sicherheitslage  in 
Kosovo  hat  sich  in  den  vergangenen  Jahren  verbessert  oder  zu-
mindest stabilisiert. Das Bundesverwaltungsgericht erachtet den Voll-
zug der Wegweisung auch von Minderheiten nach Kosovo gestützt auf 
die dort  herrschende allgemeine (Sicherheits-)Lage als  in  der  Regel 
zumutbar,  sofern  aufgrund  einer  Einzelfallabklärung  bestimmte  Re-
integrationskriterien  (namentlich  berufliche  Ausbildung,  Gesundheits-
zustand,  Alter,  ausreichende  wirtschaftliche  Lebensgrundlage  und 
Beziehungsnetz in Kosovo) als gegeben erachtet werden können (vgl. 
dazu letztmals BVGE 2007/10, mit weiteren Hinweisen).

6.3.3 Die Beschwerdeführerin und ihr zweijähriges Kind gehören der 
Minderheit  der  slawischen  Muslime  und  innerhalb  dieser  der  Unter-
gruppe der  Bosniaken an. Was die  allgemeine Lage  der  slawischen 
Muslime betrifft, so wurde ihnen im Vergleich zu den Angehörigen der  

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Ethnien der  Roma,  Ashkali  und „Ägypter“  sowie den Kosovo-Serben 
schon immer eine höhere Toleranz entgegengebracht. Im Zusammen-
hang  mit  der  Beurteilung  der  Vollziehbarkeit  einer  Wegweisung 
äusserte sich die ARK schon in EMARK 2002 Nr. 22 zur Situation der  
slawischen Muslime ("Bosniaken") in Kosovo. Die dort vorgenommene 
Einschätzung,  nämlich  dass  ein  Vollzug  der  Wegweisung  der 
Angehörigen dieser Ethnie in  die Bezirke Dragash,  Prizren,  Gjakovë 
oder Pejë zumutbar sei, wenn diese Personen ihren letzten Wohnsitz 
in einem dieser Bezirke hatten, trifft auch aus heutiger Sicht noch zu. 
Darüber hinaus ist im Übrigen aufgrund der verbesserten Lage davon 
auszugehen, dass im heutigen Zeitpunkt ein Vollzug der Wegweisung 
für slawische Muslime in den gesamten Kosovo (ausser in den Bezirk  
Mitrovica) zumutbar  ist,  sofern  bestimmte Kriterien  (vgl. vorstehende 
Urteilserwägung E. 6.3.2)  individuell  überprüft  wurden. Insgesamt ist 
festzuhalten,  dass  sich  die  Lage  für  die  slawischen  Muslime 
gegenüber derjenigen,  wie sie dem erwähnten Entscheid zu Grunde 
lag, noch verbessert hat und sich insbesondere im Vergleich zur Lage 
anderer  Minderheiten  in  Kosovo  als  noch  sicherer  erweist.  Die 
Beschwerdeführerin hatte vor der Ausreise ihren letzten Wohnsitz in 
Z._______  im  Bezirk  Y._______,  wo  sie  auch  geboren  und 
aufgewachsen  ist  (vgl.  A1/10  S.  1  und  A22/9  S.  2).  Die 
Beschwerdeführenden  vermochten nicht  darzutun, dass sie bei einer 
Rückkehr  in ihr  Heimatland einer konkreten Gefährdungssituation im 
Sinne  von  Art.  83  Abs.  4  AuG ausgesetzt  wären.  Die  Beschwerde-
führerin  selbst  hat  nie konkret  geltend gemacht,  als  Angehörige der 
bosniakischen  Minderheit  in  Kosovo  diskriminiert  oder behelligt 
worden zu sein. Die teils unklaren, jedenfalls unsubstanziierten Aus-
führungen  ihres  Rechtsvertreters  auf  Beschwerdeebene  müssen 
daher  als  nachgeschoben  bezeichnet  werden  und  sind  unbeachtlich 
(vgl.  Sachverhalt  Bst.  G  und  M  sowie  die  vorstehenden  Urteils-
erwägungen E. 4.2 S. 10 und E. 4.4 S. 11). Demnach erweist sich der 
Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  und  ihres  Kindes 
aufgrund der allgemeinen Lage grundsätzlich als zumutbar. 

6.3.4 Die Bewegungsfreiheit der slawischen Muslime ist laut dem Ge-
richt  zur  Verfügung  stehenden  Quellen  in  der  Region  gewährleistet, 
ebenso der Zugang zu Schulen sowie medizinischen Versorgungsein-
richtungen. Nach wie vor ist jedoch die wirtschaftliche Situation sowie 
die  Arbeitsmarktlage  für  die  Angehörigen  aller  Ethnien  als  eher 
schwierig zu bezeichnen. In der Replik vom 2. August 2007 bringt der 

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Rechtsvertreter  lediglich  vor,  eine  Wiedereingliederung  der 
Beschwerdeführerin in der Heimat sei keinesfalls problemlos möglich. 

6.3.5 In den Akten finden sich jedoch keine konkreten Anhaltspunkte 
dafür,  dass  die  Beschwerdeführenden  aus  individuellen  Gründen 
wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenz-
bedrohende  Situation  geraten  würden.  Weder  bei  der  Beschwerde-
führerin, welche jung ist und über eine achtjährige Schulbildung ver-
fügt (A22/9 S. 2), noch bei ihrem Kind sind gesundheitliche Probleme 
aktenkundig.  Die  Beschwerdeführerin  ist  sodann  nicht  eine  allein-
erziehende  Mutter,  sondern  eine  verheiratete  Frau,  deren  Ehemann 
und  Vater  des  gemeinsamen  Kindes  mit  einer  B-Bewilligung  in  der 
Schweiz  wohnhaft  ist.  Ihr  Ehemann  C._______  –  ein  slawischer 
Muslim – stammt aus dem Dorf  U._______ im Bezirk  Y._______,  in 
dem er  mit  seinen Eltern  bis  zur  Ausreise  in  die Schweiz  lebte; ein  
Bruder  wohnt  in  T._______  (vgl.  beigezogene  Akten  N  [...]  der 
Vorinstanz das Asylverfahren des Ehemannes betreffend, A1/8 S. 1 f. 
und A6/12 S. 4). Die Beschwerdeführerin kann daher in ihrer Heimat  
nicht  nur  auf  ihre  eigenen  Verwandten  zurückgreifen  –  ihre 
Grossmutter,  bei  der  sie  aufgewachsen  ist,  sowie  vier  Tanten 
mütterlicherseits (vgl. A1/10 S. 3) – sondern auch auf die Familie ihres 
Ehemannes; sie verfügt somit in ihrer Herkunftsregion Y._______ über 
ein  ausreichendes  soziales  Beziehungsnetz  und  mehrere 
Wohnmöglichkeiten.  Was  ihre  wirtschaftliche  Situation  betrifft,  ist 
davon  auszugehen,  dass  die  Beschwerdeführenden  nach  der 
Rückkehr  von  ihrem  in  der  Schweiz  erwerbstätigen  Ehemann 
beziehungsweise  Vater  finanzielle  Unterstützung  erhalten  und  daher 
nicht in eine existenzgefährdende Situation geraten werden. 

6.3.6 Insgesamt  erweist  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Be-
schwerdeführenden  somit  auch  als  zumutbar  im  Sinne  von  Art.  83 
Abs. 4 AuG. 

6.4 Schliesslich  obliegt  es  der  Beschwerdeführerin,  welche  selbst 
über einen gültigen  Reisepass  verfügt,  sich bei der zuständigen Ver-
tretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reise-
dokumente für ihr Kind zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 
der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.
Zusammenfassend ergibt  sich,  dass der von der  Vorinstanz verfügte 

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Wegweisungsvollzug  in  Übereinstimmung  mit  den  zu  beachtenden 
Bestimmungen steht  und zu bestätigen ist. Eine Anordnung der vor-
läufigen Aufnahme fällt damit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG).

8.
Aus  diesen  Erwägungen  folgt,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist demnach abzuweisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten (Art.  1-3 des 
Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen und mit dem 
am  19.  Februar  2007  geleisteten  Kostenvorschuss  zu  verrechnen 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt  und  mit  dem  am  19.  Februar  2007 in  gleicher  Höhe  ge-
leisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden (Einschreiben) 
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 

Kurier; in Kopie)
- die zuständige kantonale Behörde (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand: 

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