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**Case Identifier:** e704ab5d-f2b5-5c1d-a04b-abe62b55dd39
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.11.2021 200 2021 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-80_2021-11-05.pdf

## Full Text

200 21 80 BV
LOU/PES/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. November 2021

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Klägerin

gegen

Pensionskasse C.________
vertreten durch Rechtsanwalt D.________
Beklagte

betreffend Klage vom 26. Januar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Nov. 2021, BV/21/80, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1963 geborene, seit 9. November 2010 rechtskräftig geschiedene 
A.________ (nachfolgend Klägerin; Klagebeilage [KB] 30) lebte ab 1. April 
2014 mit dem am xx. November 1937 geborenen, seit 1991 verwitweten 
E.________ in gemeinsamem Haushalt zusammen (KB 12; Antwortbeilage 
[AB] 2, AB 5 S. 9 f.), bevor die beiden am xx. Dezember 2018 heirateten 
(KB 13, KB 31; AB 5 S. 4). E.________ war während seines ganzen Be-
rufslebens bei den F.________ tätig (Klage S. 3 Ziff. 4; AB 7 S. 4) und da-
mit bei der Pensionskasse C.________ (nachfolgend Beklagte) für die Be-
lange der beruflichen Vorsorge versichert. Bis zu seinem Tod am 
xx. Februar 2019 (KB 4; AB 5 S. 2) erhielt er von dieser eine Alterspension 
(KB 3).

Infolge des Todes von E.________ machte die Klägerin gegenüber der 
Beklagten aussergerichtlich einen Anspruch auf Ehegattenpension geltend 
(vgl. KB 14 S. 2, KB 16, KB 18, KB 20), einen Anspruch, welchen die Be-
klagte verneint (KB 15, KB 17, KB 19, KB 21). Unter den Parteien unbestrit-
ten ist demgegenüber, dass die Klägerin bei Fehlen eines Anspruchs auf 
Ehegattenpension Anspruch auf eine Abfindung in Höhe von drei Jahres-
ehegattenpensionen, ausmachend Fr. 137'091.60 hat (vgl. AB 4 i.V.m. 
AB 6).

B.

Am 26. Januar 2021 liess die Klägerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversiche-
rungsrechtliche Abteilung, Klage erheben mit den Anträgen, die Beklagte 
sei zu verpflichten, ihr mit Wirkung ab 1. März 2019 Ehegattenpensionsleis-
tungen im Umfang von Fr. 45'697.20 pro Jahr bzw. Fr. 3'808.10 pro Monat 
auszurichten, dies nebst Zins von 5% pro Jahr ab jeweiligem Fälligkeitsda-
tum, frühestens ab dem Datum der Klageeinreichung. Eventualiter sei die 
Beklagte zu verpflichten, ihr eine Abfindung im Umfang von drei Jahres-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Nov. 2021, BV/21/80, Seite 3

ehegattenpensionen, ausmachend Fr. 137'091.60 auszurichten, dies nebst 
Zins von 5% pro Jahr seit xx. Februar 2019. Unter Kosten und Entschädi-
gungsfolge zulasten der Beklagten (Klage S. 2).

Mit Klageantwort vom 1. März 2021 beantragt die Beklagte, vertreten durch 
Rechtsanwalt D.________, die Klage sei abzuweisen – unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge. Das der Klägerin zustehende Betreffnis gemäss klä-
gerischem Eventualbegehren sei bereits ausgerichtet worden, womit sich 
das Eventualbegehren erübrige und die Klägerin diesbezüglich nicht obsie-
ge (Klageantwort Ziff. I S. 2 und Ziff. III S. 13 Ziff. 12).

Am 4. März 2021 korrigierte die Beklagte ihre Klageantwort dahingehend, 
dass bislang keine Abfindung im Sinne des klägerischen Eventualbegeh-
rens erfolgt sei. Wichtig sei hingegen, dass der Anspruch nicht bestritten 
werde.

Nach Eingang der mit prozessleitender Verfügung vom 9. März 2021 von 
der Klägerin einverlangten ergänzenden Angaben und Belege (siehe Ein-
gabe der Klägerin vom 22. März 2021) erhielten die Parteien Gelegenheit, 
Schlussbemerkungen einzureichen, worauf beide verzichteten (siehe Ein-
gabe der Klägerin vom 24. März und Eingabe der Beklagten vom 20. April 
2021).

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungs-
rechtliche Abteilung, ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funktio-
nell zur Beurteilung der mit Klage vom 26. Januar 2021 geltend gemachten 
Ansprüche zuständig (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 
1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge 
[BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] und Art. 54 

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Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der schweizerische 
Sitz oder Wohnsitz der Beklagten oder der Ort des Betriebes, bei dem die 
versicherte Person angestellt wurde. Dabei kommt es für den Wahlge-
richtsstand nicht darauf an, ob die Vorsorgeeinrichtung, der Arbeitgeber 
oder die versicherte Person klagende Partei ist (SVR 2006 BVG Nr. 17 
S. 62 E. 2.3). Die Beklagte hat Sitz in … (vgl. www.zefix.ch; KB 1); damit ist 
das angerufene Gericht zur Behandlung der Klage örtlich zuständig. Auch 
die übrigen Prozessvoraussetzungen sind erfüllt (Legitimation der Parteien; 
formgerechte Klage [Art. 32 VRPG]). Auf die Klage ist einzutreten.

1.2 Aufgrund des im Recht der beruflichen Vorsorge auf kantonaler 
Ebene vorgeschriebenen Klageverfahrens ergibt sich der Streitgegenstand 
einzig aus den Rechtsbegehren der Klage und allenfalls, soweit zulässig, 
der Widerklage. Innerhalb des Streitgegenstandes ist das Berufsvorsorge-
gericht in Durchbrechung der Dispositionsmaxime an die Begehren der 
Parteien nicht gebunden (Art. 92 Abs. 3 VRPG; vgl. auch BGE 135 V 23 
E. 3.1 S. 26).

1.3 Streitig und zu prüfen ist, ob die Klägerin gegenüber der Beklagten 
Anspruch auf Ehegattenpensionsleistungen hat. Der eventualiter bei Ver-
neinung eines Anspruchs auf Ehegattenpensionsleistungen eingeklagte 
Anspruch auf eine Abfindung im Umfang von drei Jahresehegattenpensio-
nen ist demgegenüber unbestritten, aber – da eingeklagt und damit im Sin-
ne vorstehender Rechtsprechung ebenfalls Streitgegenstand – gleicher-
massen zu prüfen.

1.4 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

2.

Bei der Beklagten handelt es sich um eine umhüllende Vorsorgeeinrich-
tung, welche neben den gesetzlich garantierten Mindestleistungen nach 
BVG auch darüberhinausgehende überobligatorische Leistungen gewährt 

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(vgl. Art. 2 Abs. 1 des Vorsorgereglements der Beklagten in der vorliegend 
anwendbaren, vom 1. Januar 2017 bis 28. Februar 2019 gültig gewesenen 
Fassung [nachfolgend: Reglement]; AB 8). Während das Rechtsverhältnis 
zwischen Vorsorgeeinrichtung und versicherter Person im obligatorischen 
Bereich unmittelbar durch die gesetzlichen Normen, insbesondere des 
BVG, bestimmt ist, handelt es sich beim Vorsorgeverhältnis im überobliga-
torischen Bereich um einen Innominatvertrag (eigener Art) zwischen der 
Vorsorgeeinrichtung und der versicherten Person. Auf solche Verträge fin-
det grundsätzlich das Obligationenrecht Anwendung (BGE 134 V 223 
E. 3.1 S. 227; SVR 2008 BVG Nr. 11 S. 44 f. E. 3.1). 

Nach ständiger Rechtsprechung hat die Auslegung der Vorsorgeverträge 
resp. -reglemente nach dem Vertrauensprinzip zu erfolgen. Es ist darauf 
abzustellen, wie die zur Streitigkeit Anlass gebende Willenserklärung vom 
Empfänger in guten Treuen verstanden werden durfte und musste. Dabei 
ist nicht auf den inneren Willen des Erklärenden abzustellen, sondern auf 
den objektiven Sinn seines Erklärungsverhaltens. Der Erklärende hat ge-
gen sich gelten zu lassen, was ein vernünftiger und korrekter Mensch unter 
der Erklärung verstehen durfte. Weiter sind die besonderen Auslegungsre-
geln bei Allgemeinen Geschäfts- oder Versicherungsbedingungen zu be-
achten, insbesondere die Unklarheits- und die Ungewöhnlichkeitsregel 
(BGE 134 V 223 E. 3.1 S. 227 f.). Nach diesen Auslegungsgrundsätzen gilt 
es, ausgehend vom Wortlaut und unter Berücksichtigung des Zusammen-
hanges, in dem eine streitige Bestimmung innerhalb des Reglements als 
Ganzes steht, den objektiven Vertragswillen zu ermitteln, den die Parteien 
mutmasslich gehabt haben. Dabei hat das Gericht zu berücksichtigen, was 
sachgerecht ist, weil nicht angenommen werden kann, dass die Parteien 
eine unvernünftige Lösung gewollt haben. Sodann sind nach konstanter 
Rechtsprechung mehrdeutige Wendungen in vorformulierten Vertragsbe-
dingungen im Zweifel zu Lasten ihres Verfassers auszulegen (SVR 2008 
BVG Nr. 11 S. 45 E. 3.1). 

Bei der Auslegung und Anwendung von statutarischen und reglementari-
schen Bestimmungen im weitergehenden Vorsorgebereich ist zudem zu 
berücksichtigen, dass die Vorsorgeeinrichtungen in der Ausgestaltung der 
Leistungen und deren Finanzierung grundsätzlich autonom sind (Art. 49 

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BVG). Dabei haben sie jedoch das Gebot der Rechtsgleichheit, das Will-
kürverbot und das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten (BGE 134 V 
223 E. 3.1 S. 228)

3.

3.1 Der Versicherte erhielt bis zu seinem Tod am xx. Februar 2019 
(KB 4; AB 5 S. 2) von der Beklagten eine Altersrente (KB 3), womit eine der 
alternativ notwendigen Voraussetzungen für einen Anspruch auf Hinterlas-
senenleistungen gegenüber der Beklagten erfüllt ist (vgl. Art. 18 lit. d BVG). 
Dies ist unbestritten. Dabei steht angesichts der Heirat der Klägerin und 
des Versicherten am xx. Dezember 2018 (KB13, KB31; AB 5 S. 4) einzig 
eine Ehegattenpension resp. eine einmalige Abfindung in Höhe von drei 
Jahresehegattenpensionen im Sinne von Art. 44 des Vorsorgereglements 
zur Debatte (vgl. Art. 19 BVG), wogegen eine Lebenspartnerpension nach 
Art. 46 Reglement nicht (mehr) in Frage kommt. 

3.1.1 Nach Art. 44 Abs. 1 Reglement hat der überlebende Ehegatte, 
wenn ein verheirateter Versicherter stirbt, Anspruch auf eine Ehegatten-
pension, sofern er eine der folgenden Bedingungen erfüllt: 

a) er muss für den Unterhalt mindestens eines Kindes aufkommen; 
b) er ist seit mindestens fünf Jahren verheiratet und hat das 45. Alters-

jahr vollendet; 
c) er bezieht eine ganze Rente der IV oder bekommt innert zweier 

Jahre seit dem Tod des Versicherten Anspruch auf eine solche 
Rente.

Die Dauer der Lebensgemeinschaft wird an die Ehedauer angerechnet.

3.1.2 In Art. 44 Abs. 2 Reglement ist sodann festgelegt, dass wenn der 
überlebende Ehegatte keine dieser Bedingungen erfüllt, er Anspruch auf 
eine einmalige Abfindung in Höhe von drei Jahresehegattenpensionen hat. 
Entsteht ein Anspruch auf eine Ehegattenpension, nachdem der überle-
bende Ehegatte die Abfindung erhalten hat, so wird diese an die Ehegat-
tenpension angerechnet. 

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3.1.3 Ein Anspruch auf Ehegattenpension entsteht gemäss Art. 44 
Abs. 3 Reglement am Monatsersten nach dem Tod des Versicherten, 
frühestens jedoch bei Erlöschen des Lohnanspruchs des Versicherten. Er 
erlischt am Ende des Monats, in dessen Verlauf der Begünstigte stirbt oder 
wieder heiratet. Heiratet der überlebende Ehegatte, so hat er Anspruch auf 
eine einmalige Abfindung in der Höhe von drei Jahresehegattenpensionen.

3.2

3.2.1 Im Zeitpunkt des Todes des Versicherten war die Klägerin noch 
keine zwei Monate mit diesem verheiratet. Für einen Anspruch auf Ehegat-
tenpension gestützt auf Art. 44 Abs. 1 lit. b Reglement ist somit entschei-
dend, wie lange ihre Lebensgemeinschaft vor der Ehe bereits gedauert hat 
(vgl. E. 3.1.1 hiervor). Noch vor der Heirat haben die Ehepartner im Hin-
blick auf einen möglichen Anspruch auf eine Lebenspartnerpension im Sin-
ne von Art. 46 Reglement im Oktober 2018 der Beklagten einen Unterstüt-
zungsvertrag für Lebenspartner eingereicht und darin übereinstimmend 
festgehalten, dass sie als Lebenspartner seit 1. April 2014 einen gemein-
samen Haushalt führen und seit jenem Datum ohne Unterbruch zusammen 
wohnen und leben, wobei im Vertrag festgehalten ist, dass das Zusammen-
leben im Ereigniszeitpunkt durch entsprechende Bescheinigungen belegt 
werden muss (KB 12 resp. AB 2; siehe auch KB 11). 

Gemäss Art. 46 Abs. 1 Reglement hat der vom verstorbenen Versicherten 
in einem schriftlichen, von beiden Lebenspartnern unterzeichneten gegen-
seitigen Unterstützungsvertrag bezeichnete Lebenspartner (verschiedenen 
oder gleichen Geschlechts) Anspruch auf eine Lebenspartnerpension, so-
fern keine Ausschlussgründe im Sinne von Art. 46 Abs. 1 lit. a bis c Regle-
ment vorliegen und er im Zeitpunkt des Todesfalles des Lebenspartners

1. mindestens ein gemeinsames Kind mit Anspruch auf Kinderpension 
gemäss Art. 48 hat oder

2. das 45. Altersjahr vollendet hat und mit dem Versicherten in den 
letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebens-
gemeinschaft mit gemeinsamem Haushalt geführt hat oder

3. eine ganze Rente der IV bezieht oder innert zweier Jahre seit dem 
Tod des Versicherten Anspruch auf eine solche Rente bekommt.

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Dabei hat der Lebenspartner den Beweis zu erbringen, dass er die Voraus-
setzungen für die Lebenspartnerrente erfüllt. Als Beweismittel für die Le-
bensgemeinschaft gilt gemäss Art. 46 Abs. 2 lit. b Reglement insbesondere 
die Wohnsitzbescheinigung.

3.2.2 Vergleicht man die Bestimmungen des Reglements zur Ehegat-
tenpension (Art. 44 f. Reglement) mit denjenigen zur Lebenspartnerpension 
(Art. 46 f. Reglement) ergibt sich klar der Vertragswille, überlebende Le-
benspartner verstorbener Versicherter, unabhängig davon, ob sie mit dem 
Versicherten verheiratet waren oder nicht, gleich zu behandeln. In beiden 
Fällen ist, wenn keine Unterhaltspflicht gegenüber Kindern besteht (vgl. 
Art. 44 Abs. 1 lit. a und Art. 46 Abs. 1 lit. d Ziff. 1 Reglement) und auch 
nicht die Voraussetzung des Bezugs einer IV-Rente erfüllt ist (vgl. Art. 44 
Abs. 1 lit. c und Art. 46 Abs. 1 lit. d Ziff. 3 Reglement), eine Vollendung des 
45. Altersjahres des überlebenden Partners sowie eine ununterbrochene 
Dauer der Ehe resp. der Lebensgemeinschaft von mindestens fünf Jahren 
bis zum Tod des Versicherten vorausgesetzt (vgl. Art. 44 Abs. 1 lit. b. i.V.m. 
dem letzten Satz von Abs. 1 dieser Bestimmung und Art. 46 Abs. 1 lit. d 
Ziff. 2 Reglement): 

Dass im Falle einer Anrechnung der Dauer der Lebensgemeinschaft an die 
Ehedauer im Sinne von Art. 44 Abs. 1 letzter Satz Reglement geringere 
Anforderungen an den Nachweis des Bestands einer Lebensgemeinschaft 
gelten sollen, als im Hinblick auf eine Lebenspartnerpension, sodass allen-
falls allein abhängig davon, ob die Lebenspartner vor dem Tod des Versi-
cherten noch geheiratet haben oder nicht, bei ansonsten identischen Ver-
hältnissen von einer längeren oder kürzeren anzurechnenden Lebenspart-
nerschaft auszugehen wäre, widerspräche dem Gebot der Rechtsgleichheit 
und dem Willkürverbot. Unter Berücksichtigung des Zusammenhanges, in 
dem Art. 44 Abs. 1 letzter Satz steht, ist klar, dass im Falle einer Anrech-
nung der Dauer der Lebensgemeinschaft an die Ehedauer vom gleichen 
Begriff der Lebensgemeinschaft auszugehen ist, wie im Hinblick auf eine 
Lebenspartnerpension, da nur so verstanden eine sachgerechte und 
rechtsgleiche Behandlung resultiert. Die Ehegattenpension ist im Regle-
ment unmittelbar vor der Lebenspartnerpension geregelt. Angesichts des 
engen Zusammenhangs dieser Bestimmungen schadet nicht, dass die von 

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einer Lebensgemeinschaft zu erfüllenden Kriterien für eine Berücksichti-
gung im Hinblick auf eine Ehegatten- oder Lebenspartnerpension erst im 
Rahmen Letzterer explizit aufgeführt sind. Dass dieselben Kriterien zu gel-
ten haben, entspricht dem objektiven Vertragswillen. Dies durfte und muss-
te auch von der Klägerin nach dem Vertrauensprinzip so verstanden wer-
den. Angesichts dieses klaren Auslegungsergebnisses bleibt für die An-
wendung der Unklarheitsregel kein Raum. 

3.2.3 Kriterium für die Anrechnung der Dauer einer Lebensgemeinschaft 
im Hinblick auf eine Ehegatten- oder Lebenspartnerpension ist gemäss 
Reglement, dass die Lebensgemeinschaft bis zum Tod der versicherten 
Person resp. bis zur Eheschliessung ununterbrochen mit gemeinsamem 
Haushalt geführt worden ist (siehe Art. 46 Abs. 1 lit. d Ziff. 2 Reglement). 
Dabei hat der überlebende Lebenspartner den Beweis zu erbringen, dass 
er die Voraussetzungen für die Lebenspartner- resp. Ehegattenrente erfüllt. 
Als Beweismittel für die Lebensgemeinschaft gilt gemäss Art. 46 Abs. 2 
lit. b Reglement insbesondere die Wohnsitzbescheinigung.

Gemäss Wohnsitzbescheinigung haben der Versicherte und die Klägerin 
am 1. April 2014 in … einen gemeinsamen Haushalt begründet (KB 25; 
AB 2 S. 2, AB 5 S. 9 f.). Dies deckt sich mit der im Zusammenhang mit dem 
Unterstützungsvertrag gegenüber der Beklagten gemachten Angabe des 
Versicherten (KB 11), mit der Angabe im Unterstützungsvertrag selbst 
(KB 11 f.; AB 2) sowie mit dem Mietbeginn der gemeinsamen Wohnung 
(KB 9; AB 5 S. 7). Eine Lebensgemeinschaft im Sinne des Reglements ist 
damit für die Zeit ab 1. April 2014 erstellt. 

Soweit die Klägerin geltend macht, der Versicherte und sie hätten die Ab-
sicht gehabt, bereits per 1. Februar 2014 eine gemeinsame Wohnung zu 
beziehen, nur sei die Wohnung da noch nicht bezugsbereit gewesen, was 
aber nicht schade, da gemäss BGE 137 V 383 bei einer Lebensgemein-
schaft in Bezug auf das zusätzliche Erfordernis eines unmittelbar vor dem 
Tod während mindestens fünf Jahren ununterbrochen geführten gemein-
samen Haushaltes massgebend sei, ob die Lebenspartner den manifesten 
Willen hatten, ihre Lebensgemeinschaft, soweit es die Umstände ermögli-
chen, als ungeteilte Wohngemeinschaft im selben Haushalt zu leben, was 
bei ihnen seit 1. Februar 2014 der Fall gewesen sei (vgl. Klage S. 9 

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Ziff. 18), kann ihr nicht gefolgt werden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 
V 383 E. 5.2.2 S. 393 festhielt, kann es zwar für das Kriterium des gemein-
samen Haushaltes nicht entscheidend auf dessen Form und Ausprägung 
ankommen, richtet sich ein Vorsorgereglement als vorformulierter Vertrags-
inhalt doch an einen unbestimmten Adressatenkreis, in dem die verschie-
densten Arten gemeinsamen Haushaltens sozial üblich sind, vom fest eta-
blierten Wohnen in den eigenen vier Wänden bis zur Lebensgemeinschaft, 
wie sie im betreffenden Fall von einem jungen Paar wechselnden Aufent-
halts, zum Teil auf Reisen und mit Unterbrüchen, insgesamt aber auf einen 
klar ersichtlichen und durchgehenden Hintergrund gemeinsamen Zusam-
menwohnens gestaltet wurde. Entscheidend für das Kriterium des gemein-
samen Haushaltes ist ein klar ersichtlicher und durchgehender Hintergrund 
gemeinsamen Zusammenwohnens. Unterbrüche und Veränderungen 
schaden nicht, solange die Lebenspartner den manifesten Willen haben, 
ihre Lebensgemeinschaft, soweit es die Umstände ermöglichen, als unge-
teilte Wohngemeinschaft im selben Haushalt zu leben. Vor erstmaliger Be-
gründung eines gemeinsamen Haushaltes greift diese Rechtsprechung 
nicht, da diesfalls der Hintergrund des gemeinsamen Zusammenwohnens 
gerade fehlt. 

3.2.4 Nach dem Dargelegten bestand zwischen dem Versicherten und 
der Klägerin ab 1. April 2014 eine Lebensgemeinschaft mit gemeinsamem 
Haushalt nach Art. 46 Abs. 1 lit. d Ziff. 2 Reglement, die gemäss Art. 44 
Abs. 1 Reglement an die Ehedauer anzurechnen ist. Daraus resultiert eine 
Gesamtdauer (bis zum Ableben des Versicherten am xx. Februar 2019; 
KB 4; AB 5 S. 2) von offenkundig weniger als fünf Jahren und damit kein 
Anspruch auf eine Ehegattenpension gestützt auf Art. 44 Abs. 1 lit. b Re-
glement. 

Es bleibt anzumerken, dass selbst wenn abweichend von Art. 46 Abs. 1 
lit. d Ziff. 2 Reglement für die Anrechnung der Dauer der Lebensgemein-
schaft an die Ehedauer im Sinne von Art. 44 Abs. 1 Reglement das Führen 
eines gemeinsamen Haushaltes nicht vorausgesetzt wäre, sondern man 
darauf abstellen würde, wie das Bundesgericht die Lebensgemeinschaft 
unabhängig davon in BGE 137 V 383 E. 4.1 S. 389 definiert hat (vgl. Klage 
S. 7 Ziff. 13), kein anderes Ergebnis resultierte: 

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Gemäss Bundesgericht ist eine Lebensgemeinschaft im Sinne von Art. 20a 
Abs. 1 lit. a BVG eine Verbindung von zwei Personen gleichen oder ver-
schiedenen Geschlechts, welcher grundsätzlich Ausschliesslichkeitscha-
rakter zukommt, sowohl in geistig-seelischer als auch in körperlicher und 
wirtschaftlicher Hinsicht, wobei diese Merkmale nicht kumulativ gegeben 
sein müssen. Insbesondere ist ohne entsprechende Regelung im Regle-
ment weder eine ständige ungeteilte Wohngemeinschaft notwendig noch, 
dass eine Partei von der anderen massgeblich unterstützt wird. Entschei-
dend ist, ob aufgrund einer Würdigung sämtlicher Umstände von einer Be-
reitschaft beider Partner, einander Beistand und Unterstützung zu leisten, 
wie es Art. 159 Abs. 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; 
SR 210) von Ehegatten fordert, auszugehen ist (BGE 137 V 383 E. 4.1 
S. 389). 

Aufgrund der in der Klage angeführten Umstände (Klage S. 3 Ziff. 5) ist 
davon auszugehen, dass der Versicherte und die Klägerin bereits vor dem 
1. April 2014 in einer gemeinsamen Beziehung waren. Auf eine bereits da-
mals bestandene Lebenspartnerschaft im Sinne vorstehender Rechtspre-
chung lassen die Umstände jedoch nicht schliessen. Weder die zwei in der 
Klage angeführten Überweisungen von Februar und März 2014 (siehe KB 5 
S. 2 und 4), über deren Hintergründe nichts bekannt ist, noch die von den 
ehemaligen Vermietern des Versicherten bestätigten mehrtägigen gegen-
seitigen Besuche (vgl. KB 7) oder der Umstand, dass der Versicherte die 
Klägerin anfangs 2014 offenbar mehrmals zum Essen und zu Freizeitakti-
vitäten eingeladen hatte (vgl. KB 6 sowie Klage S. 3 Ziff. 5), genügen, um 
bereits von einer Lebensgemeinschaft auszugehen. 

Dass im Anmeldeformular für die Wohnung als gewünschter Mietbeginn 
der 1. Februar 2014 genannt ist (KB 8; AB 5 S. 8), lässt im Übrigen auch 
noch nicht darauf schliessen, dass die Absicht bestand, unmittelbar ab die-
sem Datum einen gemeinsamen Haushalt zu führen (vgl. Klage S. 9 
Ziff. 18), hat der Versicherte sein bisheriges Mietverhältnis in … gemäss 
Bestätigung von G.________ und H.________ doch erst auf den 31. März 
2014 gekündigt (KB 7). Auch sonst findet sich nichts, was den Bestand 
einer Lebensgemeinschaft im Sinne vorstehender Rechtsprechung zwi-
schen dem Versicherten und der Klägerin bereits vor April 2014 als über-

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wiegend wahrscheinlich erscheinen liesse. So hat der Versicherte die Klä-
gerin im März 2014 noch als seine Freundin bezeichnet (KB 10) und auch 
eine testamentarische Begünstigung liegt erst seit Dezember 2014 vor 
(KB 32). Zusammenfassend ist eine Lebensgemeinschaft auch unabhängig 
vom reglementarischen Erfordernis des Führens eines gemeinsamen 
Haushaltes in Bezug auf die Zeit vor April 2014 nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt. 

3.3

3.3.1 Nach Art. 44 Abs. 1 lit. a Reglement hat der überlebende Ehegatte 
eines verheirateten Versicherten (auch) Anspruch auf eine Ehegattenpen-
sion, wenn er für den Unterhalt mindestens eines Kindes aufkommen 
muss. Dies entspricht Art. 19 Abs. 1 lit. a BVG. Anhaltpunkte dafür fehlen, 
dass mit den Statuten insoweit vom Gesetz abgewichen werden sollte, 
weshalb der entsprechende Sinngehalt der statutarischen Regelung derje-
nigen der gesetzlichen Ordnung entspricht (vgl. BGE 125 V 116 E. 3c 
S. 119). Anspruchsvoraussetzung ist damit eine beim Tod des Versicherten 
bestehende und darüber hinaus andauernde gesetzliche oder vertragliche 
Unterhaltspflicht des überlebenden Ehegatten (BGE 128 V 116). Die Ver-
pflichtung zum Unterhalt eines Kindes folgt dabei den Voraussetzungen 
von Art. 276 ff. ZGB. Die Unterhaltpflicht der Eltern dauert gemäss Art. 277 
Abs. 1 ZGB bis zur Volljährigkeit des Kindes. Hat es dann noch keine an-
gemessene Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den 
gesamten Umständen zugemutet werden darf, für seinen Unterhalt aufzu-
kommen, bis eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abge-
schlossen werden kann (Art. 277 Abs. 2 ZGB). Zu beachten ist in diesem 
Zusammenhang, dass gemäss der Rechtsprechung die Unterhaltpflicht der 
Eltern unter anderem dann entfallen kann, wenn deren gegenwärtige wirt-
schaftliche Lage keine Beiträge mehr erlaubt oder das Kind seinem Studi-
um nicht pflichtbewusst obliegt. Die Ausbildung muss innert üblicher Frist 
(ʺordentlicherweiseʺ) abgeschlossen werden, was bedingt, dass das Kind 
sich dieser mit Eifer (oder zumindest mit gutem Willen) widmet; zu ausser-
gewöhnlichen Anstrengungen ist es nicht verpflichtet. Bummelt es aber, so 
müssen die Eltern für seinen Unterhalt nicht mehr aufkommen (vgl. Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 20. April 2020, 5A_717/2019, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Nov. 2021, BV/21/80, Seite 13

E. 5.2.1). Die Rechtsprechung verlangt, dass es die Ausbildung mit dem 
ihm objektiv zumutbaren Einsatz betreibt, um sie innert nützlicher Frist er-
folgreich hinter sich zu bringen (BGE 104 V 64 E. 3 S. 68). Je älter das 
Kind wird, desto strenger ist die Zumutbarkeit zu beurteilen (vgl. SZS 2000 
S. 537 E. 2c und 2e). Zudem sind Eltern unabhängig vom Alter des Kindes 
von der Unterhaltspflicht in dem Mass befreit, als dem Kinde zugemutet 
werden kann, den Unterhalt aus seinem Arbeitserwerb oder anderen Mit-
teln zu bestreiten (Art. 276 Abs. 3 ZGB). 

3.3.2 Gemäss Wohnsitzbestätigungen vom 23. Oktober 2018 (AB 2 
S. 2) und 1. Juli 2020 (KB 25) wohnte die am xx. Juli 1988 geborene Toch-
ter der Klägerin, I.________, im gemeinsamen Haushalt der Klägerin und 
des Versicherten (was sich den Wohnsitzbestätigungen vom 11. März 2019 
[AB 5 S. 9 f.] demgegenüber nicht entnehmen lässt). Nach den eingereich-
ten Kontoauszügen bzw. Zahlungsvorgängen erfolgten ab 2014 immer 
wieder gewisse Zahlungen an die Tochter (siehe KB 26 f.), wobei die Aus-
züge nicht komplett sind und für sich nicht auf eine Unterhaltpflicht der Klä-
gerin gegenüber ihrer erwachsenen Tochter – wie sie ein Anspruch auf 
eine Ehegattenpension gestützt auf Art. 44 Abs. 1 lit. a Reglement voraus-
setzt (vgl. E. 3.3.1 hiervor) – schliessen lassen.

Die Tochter der Klägerin war im Zeitpunkt des Todes des Versicherten 
längst volljährig, nämlich gut 30 Jahre alt. Angesichts dieses Alters stellt 
sich die Frage, ob die Tochter, die damals noch Studentin war (KB 24), 
ihrem Studium pflichtbewusst oblag (vgl. E. 3.3.1 hiervor). Gemäss Lebens-
lauf (KB 23) war die Tochter der Klägerin, die mit 22 Jahren ihre Matura mit 
Schwerpunktfach … und Anwendungen der … machte, hierauf an ver-
schiedenen Universitäten in verschiedenen Studiengängen (…, …, …, …, 
… etc.) in Ausbildung, was nicht auf ein zielgerichtetes Studium mit ersicht-
lichem Zusammenhang der diversen Disziplinen hinweist, sondern von ei-
nem eher planlosen Vorgehen mit Versuchscharakter zeugt. Kommt hinzu, 
dass die Tochter der Klägerin im Oktober 2018, das heisst mitten im Studi-
um (das sie gemäss Klage im Januar 2021 im Alter von 32 Jahren ab-
schloss [Klage S. 9 Ziff. 21]) und noch vor dem Tod des Versicherten of-
fenbar ein eigenes Unternehmen mit dem Zweck …, … und … gegründet 
hat, welches sie gemäss Handelsregister seit 1. November 2018 unter dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Nov. 2021, BV/21/80, Seite 14

Namen J.________ in ... betreibt (siehe www.zefix.ch). Mit Blick darauf, 
dass sie von 1. April 2014 (allenfalls mit Unterbruch [Wohnsitzbestätigun-
gen vom 11. März 2019; AB 5 S. 9 f.]) bis 31. Oktober 2019 offenbar un-
entgeltlich bei der Mutter gewohnt haben soll (vgl. KB 25 sowie Klage S. 10 
Ziff. 22) sowie auf die von der Mutter über Jahre geleisteten Zahlungen 
(vgl. Klage S. 10 Ziff. 22 sowie KB 26 f.) waren es offensichtlich nicht finan-
zielle Zwänge, die sie zur Gründung des Unternehmens bewegten resp. sie 
an einem zeitgereichten Studienabschluss hinderten. Vielmehr ist mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Toch-
ter ihr Studium nicht mit dem ihr objektiv zumutbaren Einsatz betrieben hat, 
um es innert nützlicher Frist erfolgreich abzuschliessen. Unter diesen Um-
ständen ist in Bezug auf den Zeitpunkt des Todes des Versicherten – un-
abhängig von der Frage der wirtschaftlichen Zumutbarkeit der Zahlung von 
Erwachsenenunterhalt von der Klägerin an ihre Tochter (gemäss Steuer-
veranlagung lebt die Klägerin seit dem Tod des Versicherten in beschei-
denen finanziellen Verhältnissen [vgl. KB 28]) – eine damals noch bestan-
dene Unterhaltspflicht und damit ein Anspruch auf Ehegattenpension ge-
stützt auf Art. 44 Abs. 1 lit. a Reglement vorliegend zu verneinen. 

3.4 Dass die Klägerin gestützt auf Art. 44 Abs. 1 lit. c Reglement einen 
Anspruch auf Ehegattenpension hätte, wird klageweise nicht geltend ge-
macht und kann vorliegend in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 144 
V 361 E. 6.5 S. 368, 122 V 157 E. 1d S. 162) mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden (siehe AB 5). 
Demnach ist vorliegend keine der alternativen Voraussetzungen von Art. 44 
Abs. 1 Reglement für einen Anspruch auf Ehegattenpension erfüllt, wes-
halb ein solcher Anspruch der Klägerin zu verneinen und die Klage im 
Hauptbegehren abzuweisen ist.

4.

Dass die Klägerin bei Fehlen eines Anspruchs auf Ehegattenpension An-
spruch auf eine Abfindung im Umfang von drei Jahresehegattenpensionen 
gemäss Art. 44 Abs. 2 Reglement hat, wie die Klägerin eventualiter bean-
tragt, wird von der Beklagten seit jeher anerkannt (siehe AB 6). Auch stim-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Nov. 2021, BV/21/80, Seite 15

men die Parteien betreffend Höhe des Anspruchs von Fr. 137'091.60 übe-
rein. Beides entspricht den reglementarischen Bestimmungen (Art. 40 
Abs. 2 i.V.m. Art. 45 Abs. 1 lit. b Reglement) und ist nicht zu beanstanden. 
Da die Abfindung am 1. März 2019 fällig war (Art. 44 Abs. 3 Reglement) 
und die Höhe des Verzugszinses im Reglement nicht festgelegt ist, hat die 
Beklagte ab 1. März 2019 auf der Abfindung 5% Verzugszins pro Jahr zu 
bezahlen (vgl. BGE 119 V 131 E. 4c und d S. 135 sowie Art. 102 Abs. 2 
und Art. 104 Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts [OR; 
SR 220]). Diese (von Anfang an unbestrittene) Leistung ist der Klägerin 
zuzusprechen.

5.

5.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG kei-
ne zu erheben.

5.2 Angesichts des Unterliegens der Klägerin im Hauptbegehren und 
des Umstands, dass der eventualiter geltend gemachte Anspruch bereits 
vorprozessual unbestritten war (siehe AB 6), ist die Klägerin trotz entspre-
chender Leistungszusprache als im Klageverfahren unterliegende Partei zu 
qualifizieren. Entsprechend hat sie gestützt auf Art. 109 Abs. 1 VRPG kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Als Sozialversicherungsträge-
rin hat auch die Beklagte – trotz Obsiegens im einzig strittigen Hauptbegeh-
ren – keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (BGE 126 V 143 E. 4b 
S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Klägerin wird eine Ab-
findung in Höhe von Fr. 137'091.60 zuzüglich Zins von 5% pro Jahr 
seit 1. März 2019 zugesprochen. Soweit weitergehend wird die Klage 
abgewiesen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Nov. 2021, BV/21/80, Seite 16

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch werden Parteien-
tschädigungen zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Klägerin
- Rechtsanwalt D.________ z.H. der Beklagten
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, 

Postfach, 3000 Bern 14

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.