# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bce50c20-40f4-510b-9011-cc68934e4ebd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 02.06.2021 IV 2019/19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-19_2021-06-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/19

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 22.03.2022

Entscheiddatum: 02.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 02.06.2021
Art. 28 Abs. 1 IVG. Ausnahmsweises Abstellen auf die Berichte der 
behandelnden Ärzte für die Bestimmung der medizinisch-theoretischen 
Arbeitsfähigkeit. Teilzeitlich ausgeübte Tätigkeit ist nicht leidensangepasst. 
Invalideneinkommen anhand LSE bestimmt. Einkommensvergleich. Kein 
Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 2. Juni 2021, IV 2019/19).

Entscheid vom 2. Juni 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Karin Huber-

Studerus und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt

Geschäftsnr.

IV 2019/19

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) erlitt am 9. September 2015 bei einem Sturz von 

einer Leiter eine Tibiakopffraktur (Schatzker VI) und eine Fibulaschaftfraktur rechts mit 

einem massiven Weichteiltrauma (vgl. IV-act. 13-3 und act. G4.2/1-43). Am 11. 

September 2015 wurde in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparats des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG; nachfolgend: 

Orthopädie KSSG) ein temporärer Fixateur externe knieübergreifend rechts angelegt 

(IV-act. 13-3 und 42). Dieser wurde am 22. September 2015 wieder entfernt und es 

wurde eine "Open Reduction and internal Fixation" (ORIF) proximale Tibia rechts mit 

einer NCB Platte vorgenommen (IV-act. 13-5). Im Januar 2016 meldete sich der 

Versicherte unter Hinweis auf den im rechten Unterschenkel erlittenen Bruch und die 

daraus resultierende, seit dem Unfall bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit zum 

Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1-4 

und 1-6). Er gab an, seit dem Jahr 2006 vollzeitlich als Maurer bei der heutigen B.___ 

AG, Zweigniederlassung .___ (vgl. Internet-Auszug aus dem Handelsregister betreffend 

diese AG, abgerufen am 5. Mai 2021), angestellt zu sein (IV-act. 1-5 f.; vgl. auch 

Fragebogen für Arbeitgebende vom 24. Februar 2016 in IV-act. 9). Der Hausarzt Dr. 

med. C.___, Facharzt für Innere Medizin, wies am 1. März 2016 darauf hin, dass der 

Versicherte seit dem 9. September 2015 vollständig arbeitsunfähig sei. Die 

Einschränkung des rechten Beins, insbesondere des rechten Knies, sei massiv (IV-

act. 13-2).

A.a. 

Dr. med. D.___, Facharzt für Chirurgie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) 

notierte am 1. März 2016, der Gesundheitszustand des Versicherten sei wohl noch 

A.b. 

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instabil. Die Tibiakopfverletzung sei komplex. Auch bei einer regelrechten Heilung sei 

davon auszugehen, dass ein erhöhtes Arthroserisiko bestehe und dass eine 

kniebelastende Tätigkeit wie die eines Maurers auf Dauer nicht mehr zumutbar sei (IV-

act. 11). Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 6. Juni 2016 mit, aufgrund des 

Gesundheitszustands seien keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich (IV-

act. 15).

Mit Austrittsbericht vom 8. Juni 2016 informierten die zuständigen Ärzte der 

Rehaklinik Bellikon über einen Aufenthalt des Versicherten vom 3. Mai bis 7. Juni 2016. 

Als Probleme bei Austritt nannten sie belastungs- und bewegungsverstärkte 

Schmerzen am Knie rechts, Druckgefühl über dem oberen Sprunggelenk und 

Kniegelenk rechts, hinkendes Gangbild rechts und eingeschränkte Beweglichkeit Knie 

rechts, muskuläre Insuffizienz und reduzierte Koordination Knie/Bein rechts (IV-act. 

18-3 f.). Die Tätigkeit als Bauarbeiter/Maurer sei dem Versicherten nicht zumutbar. In 

einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit (aktuell ohne Tätigkeiten auf unebenem 

Gelände, Zwangshaltungen, Leitersteigen und häufiges oder längerdauerndes 

Treppensteigen) wäre der Versicherte ganztags arbeitsfähig (IV-act. 18-4). Anlässlich 

der klinisch-radiologischen Verlaufskontrolle vom 19. September 2016 in der 

Orthopädie KSSG beklagte der Versicherte belastungsabhängige Schmerzen am 

medialen Kniegelenk rechts sowie wetterabhängige Schmerzen und teils Schmerzen in 

Ruhe im Bereich der Platte. Beim Röntgen zeigte sich eine beginnende mediale 

Gonarthrose, eine unveränderte Lage des Osteosynthesematerials und eine 

vollständige Konsolidation der Tibia- und Fibulafraktur (IV-act. 35).

A.c. 

RAD-Arzt Dr. D.___ vermerkte am 4. Oktober 2016, aufgrund der Aktenlage sei 

eher davon auszugehen, dass die Tätigkeit als Maurer beziehungsweise jede 

kniebelastende Tätigkeit dem Versicherten auf Dauer nicht zuzumuten sei. In einer 

knieentlastenden Tätigkeit bestehe ab Austritt aus der Rehaklinik Bellikon eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 20-2). Gestützt darauf teilte die IV-Stelle dem 

Versicherten am 5. Oktober 2016 mit, dass er Anspruch auf Berufsberatung habe (IV-

act. 23).

A.d. 

Am 25. Oktober 2016 wurde beim Versicherten in der Orthopädie KSSG eine 

diagnostische Kniearthroskopie rechts mit Adhäsiolyse durchgeführt und das 

A.e. 

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Osteosynthesematerial Tibia rechts entfernt (IV-act. 27-2 f.). Im Austrittsbericht vom 31. 

Oktober 2016 attestierten die zuständigen Ärzte dem Versicherten eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bis 21. November 2016 (IV-act. 26-2 f.).

Am 31. Oktober 2016 fand ein Gespräch zwischen dem Versicherten und einem IV-

Eingliederungsberater statt. Letzterer sah die Notwendigkeit einer beruflichen 

Abklärung durch die Rehaklinik Bellikon (IV-act. 44-1 f.).

A.f. 

Dr. C.___ berichtete am 13. Dezember 2016, auch nach der Operation vom 

Oktober 2016 sei der Versicherte noch deutlich eingeschränkt in der 

Belastungsfähigkeit (IV-act. 28-2). Anlässlich der Nachkontrolle vom 23. Januar 2017 in 

der Orthopädie KSSG berichtete der Versicherte über einen sehr guten Verlauf nach 

durchgeführter Osteosynthesematerialentfernung (act. G4.2/75-1). Am 7. Februar 2017 

diagnostizierte die E.___-Klinik, Ambulantes Rehabilitationszentrum, - wo der 

Versicherte seit dem 6. Oktober 2015 in physiotherapeutischer Behandlung stand - 

eine massive (vgl. act. G4.2/132-1) Funktionseinschränkung in den Alltagsaktivitäten 

und Mobilitätsminderung vor allem beim Gehen, Benützen der Treppen und dem Knien 

am Boden (act. G4.2/77). Am 3. März 2017 fand die kreisärztliche 

Abschlussuntersuchung des Versicherten bei med. prakt. F.___, Fachärztin für 

Chirurgie und Kreisärztin der Suva, statt. Gemäss Bericht vom 6./10. März 2017 gab 

der Versicherte subjektiv belastungsabhängige Restbeschwerden und ein unsicheres 

Gangbild sowie ein dauerhaftes Schonhinken rechts an. Objektiv zeige sich ein 

reizloses Kniegelenk ohne Schwellung, Erguss oder Überwärmung. Es bestehe ein 

leichtes Extensionsdefizit und eine eingeschränkte Flexion. Im Grunde genommen sei 

dies für die erlittene Verletzung ein respektables Ergebnis (act. G4.2/86-4). Angesichts 

dieser Befunde stellte med. prakt. F.___ die Diagnose belastungsabhängig 

progredienter Restbeschwerden bei Verdacht auf beginnende Gonarthrose (act. 

G4.2/86-4). Dem Versicherten sei die Tätigkeit als Maurer nicht mehr zumutbar. 

Zumutbar sei jedoch eine leichte bis selten mittelschwere Tätigkeit ganztags, am 

sinnvollsten wechselbelastend, ohne Schläge und Vibrationen auf die rechte untere 

Extremität, ohne dauerhaftes Bedienen von Pedalen mit rechts. Zwangshaltungen für 

die untere Extremität wie Kauern, Kriechen und Hocken seien nicht zumutbar (act. 

G4.2/86-5).

A.g. 

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Am 15. Mai 2017 startete der Versicherte einen Arbeitsversuch im Magazin der 

damaligen B.___ AG G.___ (act. G4.2/107; vgl. Internet-Auszug aus dem 

Handelsregister betreffend die heutige H.___ AG, abgerufen am 5. Mai 2021). Am 7. 

August 2017 legte die Suva das Dossier erneut der Kreisärztin vor, da der Versicherte 

nach mehrwöchigem Arbeitsversuch geschildert hatte, dass er stetige Schmerzen habe 

und eine Steigerung des Pensums auf ganztags als unmöglich einstufte (act. 

G4.2/129-1). Med. prakt. F.___ beurteilte die Situation gleichentags dahingehend, dass 

die Tätigkeit/Belastung grenzwertig sei. Von einer zusätzlichen Schädigung des 

Kniegelenks sei nicht unbedingt auszugehen. Medizinisch sei die frühere 

Zumutbarkeitsbeurteilung weiterhin gültig und in einer wechselbelastenden Tätigkeit 

wäre sicher eine volle Präsenz zumutbar. Der Versicherte könne die Tätigkeit gehend-

stehend auch halbtags nur knapp und unter zunehmenden Beschwerden ausüben (act. 

G4.2/129-3).

A.h. 

Am 14. August 2017 erstattete die E.___-Klinik erneut Bericht. Der Versicherte 

arbeite weiterhin motiviert und zielorientiert in der physiotherapeutischen Behandlung 

mit. Als derzeitiges Hauptproblem gebe er Schmerzen im rechten Kniegelenk sowie im 

oberen Sprunggelenk und an der lateralen Aussenkante des rechten Fusses an (act. 

G4.2/132-1). Diese würden durch Gehen und Belastung verstärkt, weshalb er vor allem 

am Nachmittag nach der Arbeit vermehrt über Schmerzen klage (act. G4.2/132-2).

A.i. 

Am 23. November 2017 berichteten die zuständigen Berufs- und Laufbahnberater 

der Rehaklinik Bellikon, am 22. März 2017 sei mit dem Case Manager der Suva die 

berufliche Situation des Versicherten besprochen worden. In der Folge sei der 

Arbeitsversuch abgewartet worden. Der Versicherte wolle diese Arbeit nach 

Möglichkeit weiter ausführen. Nach dem Rentenentscheid und dem Vorliegen des 

angepassten Arbeitsvertrags werde der Versicherte festlegen, ob er für die 

verbleibenden Stellenprozente auf Arbeitssuche gehe. Somit werde der Auftrag 

abgeschlossen (IV-act. 45-1 f.). Dem Verlaufsprotokoll der Berufsberatung der IV ist zu 

entnehmen, dass der Versicherte mit einem 50%igen Pensum im Lager der B.___ AG 

G.___ tätig sei (Eintrag vom 14. Februar 2018; IV-act. 46-2). Am 17. April 2018 

beschrieb der zuständige Case Manager der Suva diese Tätigkeit folgendermassen: 

Der Versicherte richte im offenen, gedeckten Lager Material, beispielsweise 

Schalungsmaterial für Baustellen. Er müsse nicht schwer heben, sei aber den ganzen 

A.j. 

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Tag auf den Beinen und mache rotierende Bewegungen, richte sich auf ebenem Boden 

auf und ab. Er könne nie sitzen/sich anlehnen (IV-act. 51-2; vgl. Fotos des 

Arbeitsplatzes vom 8. Mai 2017 in act. G4.2/104).

Dr. D.___ vom RAD erklärte am 19. April 2018, die Auffassung, dass der 

Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei, habe sich in der 

kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 3. März 2017 bestätigt. Die aktuell mit der 

B.___ AG G.___ vereinbarte Tätigkeit im Lager sei unter Abstützung auf die 

vorliegenden Unterlagen nicht als adaptiert anzusehen. Sie sei wohl sehr stark 

ausgerichtet auf eine gehende/stehende Tätigkeit. Die 50%ige Halbtagstätigkeit sei 

also aus medizinischer Sicht als nicht den versicherungsmedizinischen Einschätzungen 

entsprechend zu beurteilen. Es bleibe dabei, dass der Versicherte in einer optimal 

adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Dass nun zusätzlich 

Sprunggelenksprobleme rechts vorlägen, ändere an der Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit bezüglich einer optimal angepassten Tätigkeit nichts (IV-act. 50-2 f.).

A.k. 

Per 1. Mai 2018 schlossen der Versicherte und die B.___ AG G.___ einen 

Arbeitsvertrag als "Mitarbeiter im Werkhof und in der Zimmerei" mit 50 %-Pensum ab 

(vgl. IV-act. 59-2 sowie act. G11.1/19-2).

A.l. 

Am 15. Mai 2018 fand ein Gespräch zwischen dem Versicherten und einer IV-

Eingliederungsberaterin statt. Dabei erklärte der Versicherte, er könne nicht 100 % 

arbeiten, dafür erhalte er von der Suva eine Rente. Er kämpfe schon mit 50 %. Er habe 

nicht gewusst, dass er selber eine Stelle suchen müsse, er habe gedacht, die IV werde 

ihm eine Stelle zuweisen. Suchen könne er auch selber. Er wünsche keine 

Unterstützung bei der Stellensuche durch die IV (IV-act. 59-3). Mit Mitteilung vom 

23. Mai 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass kein Anspruch auf 

berufliche Massnahmen bestehe (IV-act. 62).

A.m. 

Am 18. Juni 2018 besuchte der Versicherte die Sprechstunde von Prof. Dr. med. 

I.___, Orthopädie K.___. Dem Bericht vom 9. Juli 2018 ist der Verdacht auf ein CRPS 

nach komplexer Tibiakopffraktur Schatzker VI rechts zu entnehmen. Der Versicherte 

berichte von einer belastungsabhängigen Schmerzsymptomatik im Bereich des rechten 

Knies und Unterschenkels. In Ruhe habe er wenig Beschwerden, es würde aber immer 

A.n. 

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ein Druckgefühl vorliegen. Im vergangenen Jahr sei auch eine Sprunggelenksabklärung 

rechts durchgeführt worden, hier seien die damals vorhandenen Beschwerden nicht 

mehr so vorhanden. Die körperliche Untersuchung zeige im Vergleich zur 

kreisärztlichen Untersuchung vom März 2017 keine Unterschiede. Auf explizites 

Nachfragen gebe der Versicherte eine veränderte Gefühlsempfindung im Vergleich zur 

Gegenseite im Bereich des gesamten linken Beines an. Dies sei nicht 

dermatombezogen (act. G4.2/161-1). Angesichts des Frakturausmasses bei nun sicher 

konsolidierter ossärer Situation vermute er das Vorliegen einer posttraumatischen 

Neuropathie bzw. eines CRPS als Ursache für die Beschwerden (act. G4.2/161-2).

Mit Vorbescheid vom 29. Juni 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass 

er keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe (IV-act. 65).

A.o. 

Am 17. August 2018 besuchte der Versicherte auf Veranlassung von Prof. I.___ 

das Muskelzentrum am KSSG. Dem Bericht vom 22. August 2018 sind die Diagnosen 

chronifiziertes Schmerzsyndrom nach Tibiakopffraktur rechts, axonale Schädigung des 

N. peroneus links sowie arterielle Hypertonie zu entnehmen (act. G4.2/162-1). Als 

Leitsymptom liessen sich seit einer Tibiakopffraktur bestehende belastungsabhängige 

Knie- und Sprunggelenksschmerzen mit teilweise sensiblen Missempfindungen und 

Taubheitsgefühlen am lateralen Unterschenkel eruieren. Klinisch neurologisch finde 

sich kein Hinweis auf das Vorliegen eines CRPS bei fehlenden vasomotorischen, 

sudomotorischen und weiteren über die Verletzungsfolge hinausgehenden trophischen 

Störungen. Auch elektrophysiologisch finde sich keine relevante Schädigung der 

grossen myelinisierenden Fasern der rechten unteren Extremität bis auf eine axonale 

Schädigung des N. peroneus superficialis rechts, am ehesten auch als 

Verletzungsfolge zu interpretieren. Es liege auch ein sensibles Defizit am lateralen 

Unterschenkel vor, was am ehesten postoperativ bedingt sei. Nebenbefundlich habe 

sich eine schwere axonale Schädigung des N. peroneus links gefunden, welche mit 

hoher Wahrscheinlichkeit berufsbedingt sei. Diesbezüglich sei der Patient 

asymptomatisch. Therapeutisch werde zur Behandlung der sensiblen 

Missempfindungen ein weiterer Ausbau der Therapie mit Pregabalin empfohlen. 

Gegebenenfalls wäre auch eine schmerztherapeutische Vorstellung zu erwägen (act. 

G4.2/162).

A.p. 

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B.  

Am 4. September 2018 fand die nächste Konsultation bei Prof. I.___ statt. Neu 

stellte der Orthopäde die Diagnose eines posttraumatischen, chronifizierten 

Schmerzsyndroms bei axonaler Läsion des N. peroneus superficialis rechts. Anamnese 

und Befund gab er unverändert gemäss Bericht vom 9. Juli 2018 wieder (act. 

G4.2/163-1). Die Ursache der Beschwerden sei nach nun konsolidierter ossärer 

Situation durch die posttraumatische Läsion des N. peroneus superficialis erklärbar. 

Prognostisch sehe er drei Jahre nach dem Unfallgeschehnis eine weitere Verbesserung 

der sensiblen Neuropathie sehr kritisch (act. G4.2/163-2).

A.q. 

Kreisarzt Dr. med. J.___, Facharzt für Chirurgie, spez. Unfallchirurgie, notierte am 

11. September 2018, die neu festgestellte Nervenschädigung betreffe die linke Seite, 

die nicht unfallkausal geschädigt worden sei. Dagegen sei von Prof. I.___ und vom 

Muskelzentrum des KSSG ein gleichbleibender Befund hinsichtlich der rechten, 

unfallkausalen Seite bestätigt worden, wie er Grundlage der Beurteilung vom 3. März 

2017 gebildet habe (act. G4.2/164).

A.r. 

Am 24. Oktober 2018 beurteilte Dr. D.___ vom RAD die Akten dahingehend, dass 

die neu eingegangenen Arztberichte nicht geeignet seien, die bisherige Einschätzung 

abzuändern. Das Beschwerdebild am rechten Bein sei bereits umfassend beurteilt 

worden. Die am linken Bein anlässlich der neurologischen Untersuchung festgestellte 

axonale Schädigung des N. peroneus links habe keinen Einfluss auf die Einschätzung 

der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten. Auch sei der Versicherte gemäss der 

Aussage der Neurologie des KSSG diesbezüglich asymptomatisch (IV-act. 71-3).

A.s. 

Am 4. Dezember 2018 verfügte die IV-Stelle bei einem Invaliditätsgrad von 17 % 

die Abweisung des Rentenbegehrens (IV-act. 79).

A.t. 

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, St. Gallen, am 18. Januar 2019 

Beschwerde und beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolge, die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben und ihm sei eine halbe Rente zu leisten (act. G1).

B.a. 

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Das Muskelzentrum des KSSG berichtete am 19. Februar 2019, betreffend die 

motorischen Nerven zeige sich beim Beschwerdeführer nach Stimulation des N. 

peroneus links eine axonale Schädigung. Diesbezüglich sei er im August 2018 

asymptomatisch gewesen. Rechtsseitig finde sich nach Stimulation des motorischen 

Anteils des N. peroneus ein Normalbefund. Jedoch sei auf der rechten Seite die 

Stimulation des sensiblen Anteils des Nervs geschädigt. Hier liege auch ein sensibles 

Defizit am lateralen Unterschenkel ab unterhalb der Operationsnarbe rechts vor (act. 

G11.1/10-1). Am 27. Februar 2019 hielt Kreisarzt Dr. J.___ fest, aus den Berichten von 

Prof. I.___ und vom Muskelzentrum KSSG ergebe sich keine Änderung des 

Zumutbarkeitsprofils. Die Berücksichtigung des rein sensiblen Peroneusschadens 

rechts führe jedoch zu einer Erhöhung der Integritätsentschädigung um 5 % auf 25 % 

(act. G11.1/13-2). 

B.b. 

Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte mit 

Beschwerdeantwort vom 28. Februar 2019 die Abweisung der Beschwerde (act. G4).

B.c. 

Mit Replik vom 3. April 2019 ergänzte Rechtsanwalt Pedergnana das Begehren 

gemäss Beschwerde um den Eventualantrag, die Sache zur Klärung der 

Leistungsfähigkeit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (act. G6). Gleichzeitig 

reichte er einen Bericht von Prof. I.___ vom 19. März 2019 zu den Akten, gemäss 

welchem es beim Beschwerdeführer im Verlauf aufgrund der schonungsbedingten 

Fehlhaltung infolge des posttraumatischen CRPS am rechten Unterschenkel (axonale 

N. peroneus superficialis Läsion) sicherlich immer wieder zu fehlhaltungsbedingten 

Lumbalgiebeschwerden kommen werde (act. G6.1.1).

B.d. 

Mit Verfügung vom 22. Mai 2019 sprach die Suva dem Versicherten bei einer 

errechneten Erwerbsunfähigkeit von 25 % eine Invalidenrente ab 1. Mai 2018 sowie 

eine Integritätsentschädigung von 25 % zu (act. G11.1/16). Dagegen erhob 

Rechtsanwalt Pedergnana für den Beschwerdeführer am 21. Juni 2019 Einsprache 

(act. G11.1/25), welche mit Entscheid vom 5. Februar 2020 abgewiesen wurde (act. 

G11.1/29). Dagegen liess der Beschwerdeführer am 9. März 2020 Beschwerde beim 

hiesigen Gericht erheben (act. G11.1/33; Verfahren UV 2020/20).

B.e. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

Am 30. November 2020 ersuchte das Gericht die Beschwerdegegnerin um 

Einreichung der Suva-Akten ab Mitte Oktober 2018 (act. G10). Am 8. Januar 2021 liess 

die Beschwerdegegnerin dem Gericht die Suva-Akten vom 15. Oktober 2018 bis 21. 

Dezember 2020 zukommen (act. G11 sowie G11.1/1-48). Am 16. Februar 2021 liess 

sich Rechtsanwalt Pedergnana dazu vernehmen und erklärte, diese seien identisch mit 

den Akten des Verfahrens UV 2020/20. Er gehe davon aus, dass das 

Versicherungsgericht die beiden Entscheide koordiniere (act. G16).

B.f. 

Mit Urteil vom heutigen Tag wurde die Beschwerde betreffend Invalidenrente der 

Unfallversicherung abgewiesen (act. G18 in UV 2020/20).

B.g. 

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 

% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 

% invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.1. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

1.2. 

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2.

Vorab ist zu klären, ob die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt 

genügend abgeklärt hat. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in diesem 

Zusammenhang geltend, die Beschwerdegegnerin gehe von einem falschen 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a). Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner medizinischer 

Fachpersonen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee). Soll ein 

Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 

werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

mittels unabhängiger Begutachtung vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4; vgl. zum 

Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2010, 8C_21/2010, E. 3.3 mit weiteren 

Hinweisen).

1.4. 

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medizinischen Sachverhalt aus, wenn sie meine, die axonale Verletzung des N. 

peroneus superficialis am rechten Bein liesse sich mit Verweis auf frühere Berichte 

unter den Tisch wischen, denn diese Diagnose sei erst am 22. August 2018 erhoben 

worden (act. G1 Ziff. 25). Auch erkläre diese Schädigung Prof. I.___ zufolge die 

Schmerzen des Beschwerdeführers (act. G1 Ziff. 26). Der RAD-Arzt habe nur den 

Knochenschaden beurteilt, nicht die Auswirkungen des Nervenschadens (act. G6 Ziff. 

8).

Für die Bestimmung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit kann 

vorliegend ausnahmsweise auf die Berichte der behandelnden Ärzte in Zusammenhang 

mit den berichtenden Kreisärzten abgestellt werden, weil es sich um eine klar 

abgegrenzte Gesundheitsschädigung handelt, die von den behandelnden Ärzten und 

von den Kreisärzten in deren Berichten umfassend geschildert worden ist und weil die 

Akten insgesamt - wie sich nachfolgend ergibt - eine ausreichend zuverlässige 

Einschätzung der dem Beschwerdeführer noch möglichen und zumutbaren 

Arbeitstätigkeit erlauben. Der Beschwerdeführer lässt insbesondere beanstanden, dass 

die neuropathischen Schmerzen am rechten Bein nicht abgeklärt worden seien (act. G1 

Ziff. 25 und G6 Ziff. 8). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers erklärt selber, der 

N. peroneus sei während der Operation oder während des Unfalls verletzt worden (act. 

G1 Ziff. 26). Folglich bestand diese Verletzung spätestens seit 25. Oktober 2016, als 

der Beschwerdeführer letztmals operiert wurde (vgl. Bericht in IV-act. 27-2 f.), und 

wurde also in ihrer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bereits 

von med. prakt. F.___ mitbeurteilt. Diese stellte denn auch anlässlich der kreisärztlichen 

Untersuchung vom 3. März 2017 fest, dass die Sensibilität der unteren Extremität links 

unauffällig, rechts jedoch im Narbenbereich und im weiteren Verlauf des 

Unterschenkels inklusive des Fussrückens diffus vermindert sei (act. G4.2/86-3). Auch 

stellte sie eine diffuse Druckdolenz im gesamten Tibiakopfbereich, betont über dem 

medialen Kompartiment und insbesondere dem medialen Gelenkspalt, fest (act. 

G4.2/86-3). Prof. I.___ betonte in seinen beiden Berichten vom 9. Juli und 5. September 

2018, dass die Befunde unverändert seien im Vergleich zur kreisärztlichen 

Untersuchung im März 2017 - am 5. September 2018 in Kenntnis des neurologischen 

Berichts des Muskelzentrums vom 22. August 2018 (vgl. act. G4.2/161-1 und 163-1). 

Und Kreisarzt Dr. J.___ befand am 27. Februar 2019 unter Berücksichtigung unter 

anderem der neurologischen Berichte des Muskelzentrums am KSSG vom 22. August 

2018 und 19. Februar 2019, der Peroneusschaden am rechten Bein des 

Beschwerdeführers sei rein sensibel (act. G11.1/13-2). Die Rehaklinik Bellikon hatte 

dem Beschwerdeführer am 8. Juni 2016 unter Berücksichtigung von bereits damals 

bestehenden belastungs- und bewegungsverstärkten Schmerzen am Knie rechts eine 

2.1. 

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volle Arbeitsfähigkeit für wechselbelastende Tätigkeiten attestiert (IV-act. 18-4). Und 

der Hausarzt Dr. C.___ hatte am 13. Dezember 2016 die eingeschränkte 

Belastungsfähigkeit betont (IV-act. 28-2). Vor dem Hintergrund dieses einheitlichen 

Gesamtbildes ist es nicht zu beanstanden, dass Dr. D.___ vom RAD am 24. Oktober 

2018 in Kenntnis des neurologischen Berichts des Muskelzentrums vom 22. August 

2018 und der orthopädischen Berichte von Prof. I.___ vom 9. Juli und 5. September 

2018 zum Schluss gelangte, dass das Beschwerdebild am rechten Bein umfassend 

beurteilt worden sei (IV-act. 71-2 f.). Die Einschätzung, dass der Beschwerdeführer 

trotz des unbestrittenen Gesundheitsschadens am rechten Bein in leidensadaptierten 

Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig ist, leuchtet angesichts dieser Sachlage ein. Auch 

hatte der Beschwerdeführer Prof. I.___ am 18. Juni und am 4. September 2018 selber 

erklärt, in Ruhe habe er wenig Beschwerden, es liege aber immer ein Druckgefühl vor 

(act. G4.2/161-1, 163-1). Selbiges hatte er am 3. März 2017 med. prakt. F.___ berichtet 

("Er hält belastungsabhängig progrediente Beschwerden im Bereich des rechten Knies 

fest. In Ruhe habe er weniger Beschwerden, jedoch immer ein Druckgefühl"; act. 

G4.2/86-2). Auch der Beurteilung des Muskelzentrums am KSSG vom 22. August 2018 

ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 17. August 2018 

belastungsabhängige Schmerzen beklagt habe (act. G4.2/162-2 unten). In der 

Anamnese dieses Berichts ist zwar von Dauerschmerzen im Knie die Rede, welche bei 

Belastung zunähmen (act. G4.2/162-1 unten). Neben dieser Erwähnung - abgesehen 

von Ruheschmerzen im Bereich der Platte, welche in der Folge jedoch entfernt worden 

ist (IV-act. 35 sowie 27-2 f.) - ist in den Akten jedoch einzig in der Replik von einem 

belastungsunabhängigen Schmerz zu lesen: "der mit Belastung (oder mit Fortdauer 

des Tages) immer grösser wird" (act. G6 Ziff. 5). Aufgrund der im Übrigen einheitlichen 

medizinischen Akten und Schilderungen des Beschwerdeführers ist jedoch davon 

auszugehen, dass dessen Beschwerden insbesondere durch das halbtägige Stehen 

und Gehen während seiner Arbeitstätigkeit verstärkt werden (vgl. vorstehende 

Ausführungen sowie beispielsweise act. G4.2/129-1). Dies korreliert auch mit den 

Schilderungen des Beschwerdeführers im Rahmen der Physiotherapie (vgl. act. 

G4.2/132-2). Er selber ergänzte denn auch gegenüber der Eingliederungsberaterin der 

IV am 15. Mai 2018 das ihm mögliche Tätigkeitsprofil nur dahingehend, dass er alle 

15-40 Minuten die Position wechseln können müsse. Sitzen gehe, aber er benötige 

Abwechslung (IV-act. 59-1). Nach dem Gesagten ist beim Beschwerdeführer in leichten 

bis selten mittelschweren Tätigkeiten, welche ganztags durchgeführt werden und 

wechselbelastend sind ohne Schläge und Vibrationen auf die rechte untere Extremität 

und ohne Zwangshaltungen wie Kauern, Kriechen und Hocken, von einer vollständigen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 20-2 i.V.m. 50-2). Dass Dr. D.___ den Schluss zog, 

die Beschwerden am rechten Sprunggelenk des Beschwerdeführers zeitigten keinen 

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Einfluss auf das Zumutbarkeitsprofil (vgl. IV-act. 50-2), vermag zu überzeugen. Darüber 

hinaus schilderte der Beschwerdeführer selber diese gegenüber von Prof. I.___ als 

"nicht mehr so vorhanden" (act.  G4.2/161-1 und 163-1). Einen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit der vom Beschwerdeführer einzig gegenüber der 

Eingliederungsberaterin der IV erwähnten Kopfschmerzen, welche er auf seinen 

Bluthochdruck zurückführte (vgl. IV-act. 59-1), macht er nicht geltend. Solches ist auch 

aufgrund der medizinischen Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

auszuschliessen, zumal er diese gegenüber keinem der behandelnden Ärzte 

aktenkundig beklagt hat. Und die von Prof. I.___ erstmals im Bericht vom 19. März 

2019 erwähnten Lumbalgiebeschwerden können bereits aufgrund der rein 

prognostisch vorgenommenen Einschätzung (act. G6.1.1) zu keiner Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im massgeblichen Verfügungszeitpunkt (vgl. 

hierzu BGE 121 V 366 E. 1b m.H.) vom 4. Dezember 2018 führen. Nach dem Gesagten 

wurden die Berichte der Rehaklinik Bellikon, von med. prakt. F.___, von Prof. I.___, vom 

Muskelzentrum des KSSG und von Dr. J.___ in nachvollziehbaren und überzeugenden 

Aktenwürdigungen von RAD-Arzt Dr. D.___ (vgl. IV-act. 20, 50 und 71) als beweiskräftig 

qualifiziert. Folglich steht gestützt auf die medizinischen Akten mit dem erforderlichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer 

ab Austritt aus der Rehaklinik Bellikon im Juni 2016 uneingeschränkt arbeitsfähig für 

ideal leidensadaptierte Tätigkeiten war. Diese Arbeitsfähigkeit wurde unterbrochen von 

einer operationsbedingten vollständigen Arbeitsunfähigkeit ab 25. Oktober 2016 (vgl. 

IV-act. 27-2 f. und 26-2 f.), welche jedoch die für eine Berücksichtigung der 

Verschlechterung notwendige Dauer von drei Monaten (vgl. hierzu Art. 88a Abs. 2 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung [SR 831.201] sowie Urteil des 

Bundesgerichts vom 16. April 2013, 8C_93/2013, E. 2; BGE 121 V 275 E. 6b/dd mit 

Hinweis) nicht erreicht hat. Denn die von den Operateuren attestierte Arbeitsunfähigkeit 

dauerte bis 21. November 2016 und bereits im Austrittsbericht vom 31. Oktober 2016 

wurde eine Vollbelastung nach Massgabe der Beschwerden erlaubt. Einzig 

Kontaktsportarten wurden für die Dauer von drei Monaten untersagt (IV-act. 26-3). Im 

Bericht vom 24. Januar 2017 zur Nachkontrolle vom 23. Januar 2017 wurde sodann 

von einem sehr guten Verlauf berichtet und die Behandlung in der Orthopädie KSSG 

abgeschlossen (Suva-act. 100 in UV 2020/20).

Dass die vom Beschwerdeführer seit Mitte Mai 2017 im Rahmen eines 

Arbeitsversuchs (vgl. act. G4.2/107) und ab 1. Mai 2018 im Rahmen eines angepassten 

Arbeitsverhältnisses (vgl. IV-act. 59-2 und act. G11.1/19-2) ausgeübte, vorwiegend 

gehende/stehende Tätigkeit im Magazin/in der Zimmerei der B.___ AG G.___ 

leidensangepasst sein soll, macht er zu Recht nicht geltend. Denn aufgrund der 

2.2. 

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3.

Schliesslich ist basierend auf einer vollen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten der 

Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs festzulegen (vgl. Erwägung 1.2). 

Da der hypothetische Rentenbeginn am 1. September 2016 war, sind die 

Vergleichseinkommen für dieses Jahr zu bestimmen (Anmeldung vom Januar 2016; am 

8. September 2016 bestandenes Wartejahr; vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG).

medizinischen Aktenlage (vgl. vorstehend Erwägung 2.1 sowie explizit med. prakt. 

F.___ in act. G4/129-3 und Dr. D.___ in IV-act. 50-2 f.) ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass nur eine wechselbelastende (gehend/

stehend/sitzend) Tätigkeit seinem Leiden angepasst wäre. 

Von weiteren medizinischen Abklärungen sind sodann in antizipierender 

Beweiswürdigung angesichts der klaren medizinischen Aktenlage keine neuen 

objektiven entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten. Den Nachteil der 

Beweislosigkeit im Sinne des fehlenden Nachweises einer Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit auch in adaptierten Tätigkeiten hat der Beschwerdeführer zu tragen 

(vgl. BGE 139 V 563 E. 8.1). Soweit dieser eine unvollständige Sachverhaltsermittlung 

von Seiten der Beschwerdegegnerin moniert (act. G1 Ziff. 25 ff. und G6 Ziff. 8 ff.), kann 

ihm wie bereits in E. 2.1 ausgeführt nicht gefolgt werden.

2.3. 

Zu klären ist allerdings vorweg, ob anzunehmen sei, dem Beschwerdeführer 

stünden - neben der von ihm effektiv ausgeübten, nicht leidensadaptierten 50%igen 

Tätigkeit (vgl. vorstehend E. 2.2) - realistischerweise noch alternative 

Arbeitsmöglichkeiten offen. Der Beschwerdeführer bestreitet dies implizit, indem er 

geltend macht, bei seiner für die B.___ AG G.___ ausgeübten Tätigkeit handle es sich 

um einen Nischenarbeitsplatz (act. G6 Ziff. 11). In diesem Zusammenhang ist darauf 

hinzuweisen, dass für die Invaliditätsbemessung nicht der tatsächliche, sondern ein 

ausgeglichener Arbeitsmarkt relevant ist. Dieser theoretische und abstrakte Markt (vgl. 

BGE 134 V 64, BGE 129 V 480 E. 4.2.2) hat rein hypothetischen Charakter und dient 

dazu, die Risiken von Arbeitslosigkeit und Invalidität voneinander abzugrenzen (vgl. 

Entscheide des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [seit 1. Januar 2007: 

Bundesgericht] vom 10. Juli 2006, I 186/05 E. 2.3, vom 3. Juni 2004, I 252/03 E. 2.2.3, 

und vom 16. Juli 2003, I 758/2002; BGE 110 V 276 E. 4b). Für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens kommt es demnach nicht darauf an, ob eine invalide Person 

unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich vermittelt werden kann, 

sondern einzig darauf, ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene Arbeitskraft 

noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/18

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an Arbeitskräften entsprächen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 4. Mai 2018, 

9C_294/2017 E. 5.4.2., AHI 1998 S. 287 E. 3b). Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt weist, 

was die verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch den 

körperlichen Einsatz angeht, einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf (vgl. 

Bundesgerichtsentscheide vom 9. Januar 2015, 8C_652/2014, und vom 10. April 2019, 

8C_811/2018 E. 4.4.1). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts umfasst er 

selbst sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei 

welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers 

rechnen können (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 8. Oktober 2015, 8C_582/2015, vom 

28. November 2014, 9C_485/2014, und vom 29. August 2013, 8C_514/2013). 

Realitätsfremde Einsatzmöglichkeiten dürfen bei der Invaliditätsbemessung aber nicht 

berücksichtigt werden. Von einer zumutbaren Tätigkeit im Sinn von Art. 16 ATSG kann 

insbesondere dort nicht gesprochen werden, wo sie nur in so eingeschränkter Form 

möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt, oder dass sie 

nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 

möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als 

ausgeschlossen erscheint (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 8. Oktober 2015, 

8C_582/2015, und vom 28. April 2010, 8C_1050/2009; ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Von 

solchen Verhältnissen ist allerdings vorliegend nicht auszugehen, obwohl für eine 

angepasste Tätigkeit wie vorstehend in Erwägung 2 erwähnt aus somatischer Sicht 

einige einschränkende Kriterien erfüllt sind. Es kann angenommen werden, dass auf 

einem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit verschiedensten 

Anforderungsprofilen angepasste Tätigkeiten für den Beschwerdeführer in 

ausreichender Zahl vorhanden sind und das Finden einer Anstellung nicht geradezu 

realitätsfremd ist. Die Verwertbarkeit ist an den Arbeitsmöglichkeiten auf dem 

Arbeitsmarkt für Tätigkeiten auf der Stufe des untersten Kompetenzniveaus aller 

Wirtschaftszweige zu messen. Folglich ist von der Verwertbarkeit der attestierten Rest­

arbeitsfähigkeit auszugehen.

Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Renten­

beginns verdient hätte. Für die Bestimmung des Valideneinkommens wird 

grundsätzlich am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28 

E. 3.3.2, 125 V 58 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 

8C_590/2014, E. 5.1, und 21. August 2013, 8C_196/2013, E. 3.1). Der 

3.2. 

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Beschwerdeführer hat keine Berufsausbildung absolviert. Zum Unfallzeitpunkt war er 

seit vielen Jahren als Maurer für die heutige B.___ AG, Zweigniederlassung .___, tätig. 

Dabei erzielte er im Jahr 2015 ein Einkommen von Fr. 80'080.-- (IV-act. 9-3; vgl. auch 

Auszug aus dem individuellen Konto in IV-act. 7), welches gemäss Auskunft der 

heutigen B.___ AG, Zweigniederlassung .___, vom 14. März 2017 auch für das Jahr 

2016 entrichtet worden wäre (Suva-act. 117 in UV 2020/20). Die vom 

Beschwerdeführer bis ins Jahr 2011 ausgeübte Tätigkeit in der Logistik der 

Genossenschaft L.___ (vgl. IV-act. 44-1 und 7-1) hat unberücksichtigt zu bleiben, da 

keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass er diese vier Jahre vor dem Unfall 

aufgegebene Tätigkeit im Gesundheitsfall wieder aufgenommen hätte. Angesichts des 

Umstandes, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit an seiner Arbeitsstelle als Maurer für die heutige B.___ AG, 

Zweigniederlassung .___, verblieben wäre, hat die Beschwerdegegnerin richtigerweise 

auf das von dieser angegebene Einkommen von Fr. 80'080.-- im Jahr 2016 (IV-act. 9-3 

sowie Suva-act. 117 in UV 2020/20) abgestellt.

Art. 16 ATSG umschreibt das Invalideneinkommen als hypothetisches Einkommen. 

Nach der ständigen Verwaltungspraxis und Rechtsprechung steht der Beizug von 

Tabellen und vergleichbaren Übersichten im Vordergrund. Nur unter besonderen 

Voraussetzungen wird das Invalideneinkommen dem nach Eintritt der gesundheitlichen 

Einbusse noch erzielten Einkommen gleichgesetzt. Dabei wird kumulativ vorausgesetzt, 

dass ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis den Bezug auf den allgemeinen 

Arbeitsmarkt erübrigt, dass die verbleibende Arbeitsfähigkeit zumutbar voll 

ausgeschöpft wird und dass nicht ein Soziallohn ausgerichtet wird (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Art. 16 N 66 ff.). Diese Voraussetzungen sind beim 

Beschwerdeführer nicht erfüllt, zumal die von ihm ausgeübte Tätigkeit nicht 

leidensadaptiert ist und er die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht voll ausschöpft 

(vgl. vorstehend E. 2). Aus diesem Grund hat die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung 

des Invalideneinkommens zu Recht auf die statistischen durchschnittlichen Löhne 

gemäss den Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik von 2014 

zurückgegriffen. Sie rechnete anhand des statistischen Zentralwerts der 

Hilfsarbeiterlöhne aller Branchen mit einem Invalideneinkommen von Fr. 66'453.-- (vgl. 

IV-act. 63). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 2014 bis 2016 

beträgt das Invalideneinkommen Fr. 67’021.75 (Index Männer 2014: 2220; Index 

Männer 2016: 2239; Basis 1939 = 100; vgl. Bundesamt für Statistik, Tabelle T 39, 

Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1939 bis 

2019). Direkt mit der LSE 2016 gerechnet, beläuft sich das Invalideneinkommen auf Fr. 

66'803.--. Angesichts des Umstandes, dass selbst der praxisgemäss höchstzulässige 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/18

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4.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss wird ihm im Betrag von Fr. 600.-- angerechnet.

Abzug vom Tabellenlohn von 25% (vgl. etwa BGE 126 V 25) - welcher sich vorliegend 

offensichtlich nicht rechtfertigt - zu keinem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führen 

würde (Invaliditätsgrad von abgerundet 37 % [dies auch bei Beizug der LSE 2016]), 

kann offenbleiben, ob ein Anspruch auf einen Abzug vom Tabellenlohn bestehen 

würde. Da sodann die vollständige Arbeitsunfähigkeit nach der Operation vom 

25. Oktober 2016 (vgl. IV-act. 27-2 f., 26-3 und act. G4.2/75-1) wie vorstehend in E. 2.1 

ausgeführt nicht drei Monate oder länger gedauert hat, hat sie keinen Einfluss auf den 

Invaliditätsgrad. Folglich hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des 

Beschwerdeführers zu Recht verneint.

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 4. Dezember 2018 nicht 

zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

4.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer anzurechnen.

4.2. 

bis

Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

4.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.06.2021
	Art. 28 Abs. 1 IVG. Ausnahmsweises Abstellen auf die Berichte der behandelnden Ärzte für die Bestimmung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit. Teilzeitlich ausgeübte Tätigkeit ist nicht leidensangepasst. Invalideneinkommen anhand LSE bestimmt. Einkommensvergleich. Kein Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2021, IV 2019/19).

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