# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba0e16af-b658-552e-9bff-6fb65d0562d7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 02.06.2021 NP210012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_NP210012_2021-06-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: NP210012-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter  

lic. iur. A. Huizinga und Ersatzoberrichter Dr. M. Nietlispach  

sowie Gerichtsschreiberin MLaw S. Meisel 

Beschluss vom 2. Juni 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Klägerin und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

B._____,  
Beklagter und Berufungsbeklagter 

 

betreffend Persönlichkeitsverletzung und Forderung 
 
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten  
Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung, vom 4. Dezember 2020 
(FV200196-L) 
 

  

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Erwägungen: 

I. 

1. Mit Klagebewilligung vom 12. August 2020 des Friedensrichteramts C._____ 

gelangte die Klägerin am 20. November 2020 (Datum des Poststempels) an das 

Bezirksgericht Zürich und machte eine unbegründete Klage mit folgenden 

Rechtsbegehren anhängig (Urk. 1 und Urk. 2): 

"1. Es sei die Widerrechtlichkeit der wiederholten und andauernden 
Verletzungen der Persönlichkeit der klagenden Partei durch die 
beklagte Partei festzustellen, indem diese: 
- die Klägerin wiederholt beschimpft und beleidigt 
- üble Nachrede über die Klägerin verbreitet 
- die Klägerin wiederholt verleumdet 
- die Klägerin wiederholt mit Gewalt bedroht 

2. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, für mindestens 3 Jahre mindes-
tens 50m Abstand zu der klagenden Partei zu halten.  

3. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, im Haus weder Drogen zu kon-
sumieren noch sie anzupflanzen. 

4. Die beklagte Partei sei zu verpflichten im Haus keine Sexorgien mit 
Drogen und fremden, verheirateten Männer zu organisieren. 

5. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, der klagenden Partei laut Be-
treibung Nr. 1 CHF 1'000.00 nebst 5% Zins seit 1. November 2019 zu 
bezahlen. 

6. Es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 1 aufzuheben. 
7. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, der klagenden Partei laut Be-

treibung Nr. 2 CHF 100.00 nebst 5% Zins seit 25. Januar 2019 zu be-
zahlen. 

8. Es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 2 aufzuheben. 
9. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, den Besucherparkplatz für ihre 

Besucher nicht mehr tagelang bzw. wochenlang zu missbrauchen. 
10. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, die klagende Partei während 

der Ruhestunden (nach 22 Uhr und an Sonn- und Feiertagen) nicht mit 
Lärm zu belästigen. 

11. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, sicherzustellen, dass es nicht 
mehr von der Loggia im 4. OG auf die Loggia im 2. OG tropft und er-
neut Schäden verursacht. 

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12. Das Nachklagerecht bleibt ausdrücklich vorbehalten. 
13. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der klagenden Par-

tei." 

2. Die Klage wurde gerichtsintern dem Einzelgericht zur Behandlung zugewie-

sen (Urk. 3/1-2). Mangels sachlicher Zuständigkeit trat die Vorinstanz (das Ein-

zelgericht) am 4. Dezember 2020 unter Kostenfolge zulasten der Klägerin auf die 

Klage nicht ein (Urk. 4 = Urk. 9).  

3. Hiergegen erhob die Klägerin mit Eingabe vom 31. Januar 2021, tags darauf 

zur Post gegeben, rechtzeitig (vgl. Urk. 5) Berufung mit den folgenden (teilweise 

sinngemässen) Anträgen (Urk. 8 S. 1): 

1. Aufschiebende Wirkung ist zu erteilen. 
2. Die Verfügung vom 4. Dezember 2020 in Bezug auf FV200196 ist 

für nichtig zu erklären und aufzuheben. 
3. Das Bezirksgericht ist aufzufordern bzw. anzuweisen, auf die Per-

sönlichkeitsverletzungsklage einzutreten. 
4. Das Einzelgericht ist aufzufordern bzw. anzuweisen, die Klage be-

treffend die vermögensrechtlichen Streitigkeiten dem Kollegialge-
richt zu überweisen. 

5. Die Gerichtsgebühren von CHF 600.– sind für nichtig zu erklären 
und aufzuheben. 

 Eventuell: 
6. Die Akten des Friedensrichteramts C._____ sind beizuziehen. 
7. Die Schlichtungsverhandlung ist für nichtig zu erklären und aufzu-

heben. 
8. Das Friedensrichteramt C._____ ist aufzufordern, erneut für die 

Schlichtungsverhandlung vorzuladen. 

4. Auf das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wurde mangels 

Rechtsschutzinteresses mit Verfügung vom 10. Februar 2021 nicht eingetreten 

(Urk. 11). Der mit derselben Verfügung einverlangte Kostenvorschuss von 

Fr. 800.– wurde innert mit Verfügung vom 5. März 2021 gewährter Nachfrist ge-

leistet (vgl. Urk. 11-15). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-7). 

Auf das Einholen einer Berufungsantwort ist zu verzichten (vgl. Art. 322 Abs. 1 

ZPO). 

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II. 

1. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache, 

mithin über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, ein-

schliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; 

BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbe-

gründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der 

erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu be-

trachten ist bzw. an einem der genannten Fehler leidet. Dies setzt eine sachbezo-

gene, mit Hinweisen auf konkrete Aktenstellen untermauerte inhaltliche Ausei-

nandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids voraus. Es 

genügt nicht, den angefochtenen Entscheid oder das Verfahren in allgemeiner 

Weise zu kritisieren (BGE 142 I 93 E. 8.2; BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Was in der 

Berufung nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen 

genügenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht 

überprüft zu werden. Letztere ist trotz umfassender Überprüfungsbefugnis nicht 

gehalten, von sich aus wie eine erstinstanzliche Gerichtsbehörde alle sich stellen-

den tatsächlichen und rechtlichen Fragen zu untersuchen. Sie hat sich – abgese-

hen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der in der 

schriftlichen Begründung (Art. 311 Abs. 1 und Art. 312 Abs. 1 ZPO) gegen den 

erstinstanzlichen Entscheid erhobenen Beanstandungen zu beschränken (BGE 

142 III 413 E. 2.2.4 m.w.H.). Insofern erfährt der Grundsatz der Rechtsanwen-

dung von Amtes wegen (Art. 57 ZPO) im Berufungsverfahren eine Relativierung 

(BK ZPO I-Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.). In diesem Rahmen ist insoweit auf die 

Parteivorbringen einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erforderlich ist 

(vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1). 

2.1. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO können im Berufungsverfahren neue Tatsa-

chen und Beweismittel (Noven) nur noch berücksichtigt werden, wenn sie kumula-

tiv ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 

schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Dabei hat, wer sich 

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auf Noven beruft, deren Zulässigkeit darzutun (vgl. BGer 5A_330/2013 vom 

24. September 2013, E. 3.5.1; BGer 5A_266/2015 vom 24. Juni 2015, E. 3.2.2). 

2.2. Mit Eingabe vom 1. März 2021 machte die Klägerin – nebst einem Frister-

streckungsgesuch betreffend Kostenvorschuss – neue tatsächliche Ausführungen 

und reichte überdies ein leeres Formular "Schlichtungsgesuch Persönlichkeitsver-

letzung" ein (Urk. 12). Die Klägerin legt nicht dar, inwiefern sie diese Tatsachen 

und Beweismittel ohne Verzug vorgebracht hat bzw. weshalb sie diese nicht be-

reits in bzw. mit der Berufungsschrift vom 31. Januar 2021 in das Verfahren ein-

bringen konnte. Die neuen Ausführungen in der Eingabe vom 1. März 2021 samt 

Beilage sind damit prozessual verspätet erfolgt und nicht zu berücksichtigen. 

III. 

1. Die Vorinstanz erachtete sich als sachlich unzuständig. Sie führte aus, die 

klagende Partei könne gemäss Art. 90 ZPO mehrere Ansprüche gegen dieselbe 

Partei in einer Klage vereinen (sog. objektive Klagenhäufung), sofern das gleiche 

Gericht für sämtliche Ansprüche sachlich zuständig (lit. a) und die gleiche Verfah-

rensart (lit. b) anwendbar sei. Die Klägerin verlange in Rechtsbegehren Ziffer 1 

die Feststellung einer Persönlichkeitsverletzung durch den Beklagten. Solche 

Klagen würden gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung und der herrschen-

den Lehre als nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten gelten, es sei denn, mit der 

Klage würden einzig Vermögensleistungen wie Schadenersatz oder Genugtuung 

verlangt, für deren Beurteilung die Feststellung einer Persönlichkeitsverletzung 

lediglich das Motiv bilde und keine selbständige Bedeutung habe (mit Verweis auf 

BGE 67 II 42; BGE 91 II 401 E. 1; BGE 127 III 481 E. 1a; BGer 5A_459/2014 vom 

29. Juli 2014, E. 4.1; ZK ZPO-Hauck, Art. 243 N 9 m.w.H.; ZK ZPO-Reetz/Theiler, 

Art. 308 N 47; BK ZPO-Sterchi, Art. 91 N 22 ff.). Dies sei vorliegend nicht der Fall, 

mache die Klägerin doch gestützt auf die behauptete Persönlichkeitsverletzung – 

soweit ersichtlich – keine Schadenersatz- oder Genugtuungsansprüche geltend. 

Nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten, die nicht in den Anwendungsbereich von 

Art. 243 Abs. 2 ZPO fallen würden, seien im ordentlichen Verfahren zu behan-

deln, wofür gemäss § 19 in Verbindung mit § 24 GOG nicht das Einzelgericht, 

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sondern das Kollegialgericht zuständig sei. Die Zivilprozessordnung kenne das 

Institut der Prozessüberweisung im Fall fehlender Zuständigkeit des angerufenen 

Gerichts nicht. In der Lehre werde teilweise die Auffassung vertreten, dass bei 

Einreichung einer Eingabe an einen sachlich unzuständigen Spruchkörper des 

gleichen Gerichts die Eingabe intern an die zuständige Instanz weitergeleitet wer-

den müsse. Dasselbe gelte, wenn eine Klage nicht im richtigen Verfahren einge-

reicht worden sei, sofern die Formvorschriften für das richtige Verfahren erfüllt 

seien. Letzteres sei vorliegend jedoch nicht der Fall, da die Klage keine Begrün-

dung enthalte (Art. 221 Abs. 1 lit. d ZPO), was zur Folge hätte, dass auf die Klage 

– wäre sie im ordentlichen Verfahren eingereicht worden – ohne Nachfristanset-

zung nicht eingetreten worden wäre. Mit dem Nichteintretensentscheid habe es 

damit sein Bewenden (Urk. 9 E. 3.3 ff.). 

2.1. Die Klägerin macht zunächst geltend, das Friedensrichteramt hätte sie als 

Laiin nach gesundem Menschenverstand darauf aufmerksam machen müssen, 

dass sie die Klage nicht richtig eingereicht habe, und ferner, dass es sinnvoll wä-

re, das Friedensrichteramt aufzufordern, die Schlichtungsverhandlung zu wieder-

holen, damit solche Fehler nicht mehr passierten (Urk. 8 S. 2 Rz. 1-4). Diese Aus-

führungen gehen insofern an der Sache vorbei, als die Klägerin damit nicht konk-

ret den vorinstanzlichen Entscheid beanstandet und auch nicht darlegt, inwiefern 

die Berücksichtigung dieser Vorbringen sich auf den Ausgang des Verfahrens 

ausgewirkt hätte. Auf diese Vorbringen ist demnach nicht näher einzugehen (vgl. 

vorstehend E. II.1).  

2.2. Soweit die Klägerin die Schlichtungsverhandlung als nichtig erklärt haben 

will und deren Aufhebung und neuerliche Vorladung verlangt, ist ihr ebenfalls 

nicht zu folgen. Es trifft zwar zu, dass das Friedensrichteramt C._____ die Klage-

bewilligung vom 12. August 2020 an das Einzelgericht des Bezirksgerichts Zürich 

ausstellte ("Klagebewilligung an das Bezirksgericht Zürich, (Einzelgericht), Post-

fach, 8036 Zürich", Urk. 1 S. 1) und sich diese Angabe (jedenfalls mit Blick auf die 

Persönlichkeitsverletzungsklage gemäss Rechtsbegehren Ziffer 1) als falsch er-

wiesen hat (vgl. hinten E. III.2.3.2). Indes gehört die Nennung des Gerichts, bei 

welchem die Klage einzureichen ist, nicht zum notwendigen Inhalt der Klagebewil-

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ligung (vgl. Art. 209 ZPO) und es ist letztlich Sache der klagenden Partei, die Kla-

ge bei dem als zuständig erachteten Gericht einzureichen. Diese überobligatori-

sche Angabe führt demnach nicht zur Ungültigkeit (Klägerin: Nichtigkeit) der Kla-

gebewilligung. Nachdem die Klägerin auch keine anderweitigen Mängel bei der 

Durchführung der Schlichtungsverhandlung geltend macht, besteht ebenso wenig 

Anlass, das Friedensrichteramt C._____ anzuweisen, von Amtes wegen zu einer 

Schlichtungsverhandlung vorzuladen. Das Schlichtungsverfahren wurde ord-

nungsgemäss durchgeführt (vgl. Urk. 1 S. 2) und mit Ausstellung der Klagebewil-

ligung ordentlich abgeschlossen.  

2.3.1. Am vorinstanzlichen Entscheid konkret rügt die Klägerin einzig, aus ihren 

Rechtsbegehren gehe hervor, dass sie den Beklagten auf einen Betrag von 

Fr. 1'000.– betrieben habe (Betreibungs-Nr. 1), was offensichtlich einen Scha-

denersatz- bzw. Genugtuungsanspruch darstelle. Sofern dies der Vorinstanz nicht 

klar gewesen sei, hätte sie eine gerichtliche Fragepflicht getroffen. Wenn die Vo-

rinstanz sie aufgefordert hätte, den Forderungsgrund für den in Betreibung ge-

setzten Betrag zu nennen, hätte sie mit dem Zirkulationsbeschluss vom 20. April 

2020 (Geschäfts-Nr. CB200009) eindeutig aufzeigen können, dass sie Schaden-

ersatz- bzw. Genugtuungsansprüche geltend mache (Urk. 8 S. 2 Rz. 5 und 6).  

2.3.2. Vorliegend beantragte die Klägerin mit Rechtsbegehren Nr. 5 und 7, der 

Beklagte sei zur Leistung eines Betrags von Fr. 1'000.– (betreffend Betreibung 

Nr. 1) bzw. Fr. 100.– (betreffend Betreibung Nr. 2) zu verpflichten. Der Klägerin ist 

insofern Recht zu geben, als sich die Vorinstanz nicht damit hätte begnügen dür-

fen, in diesen Rechtsbegehren "soweit ersichtlich" keine Schadenersatz- bzw. 

Genugtuungsansprüche zu erkennen, sondern der Klägerin (als Laiin) gestützt auf 

Art. 56 ZPO Frist zur Klarstellung hätte ansetzen müssen. Der im Berufungsver-

fahren neu eingereichte Zirkulationsbeschluss vom 20. April 2020 (Geschäfts-

Nr. CB200009 [Urk. 10/3]) weist jedenfalls mit Blick auf Rechtsbegehren Nr. 5 da-

rauf hin, dass es sich dabei tatsächlich – wie von der Klägerin vorgebracht – um 

ein Schadenersatz- bzw. Genugtuungsbegehren handeln könnte. Dies ändert in-

des im Ergebnis nichts, zumal selbst bei Vorliegen eines Schadenersatz- oder 

Genugtuungsbegehrens dem Feststellungsbegehren (Rechtsbegehren Nr. 1) der 

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selbständige Charakter nicht abgesprochen werden kann: Nach Art. 28a Abs. 1 

Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Feststellung der Widerrechtlichkeit einer 

Persönlichkeitsverletzung, wenn sich die Verletzung weiterhin störend auswirkt. 

Entsprechend kommt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung einem Fest-

stellungsbegehren dann keine selbständige Bedeutung zu, wenn es sich bei der 

eingeklagten Verletzung um eine in der Vergangenheit liegende, abgeschlossene 

Störung handelt, deren Folgen nicht auf dem Wege der Naturalrestitution beseitigt 

werden können, sondern nur durch die Leistung von Schadenersatz und Genug-

tuung (BGE 40 II 163, E. 1; BGE 67 II 42, S. 44). Vorliegend verlangt die Klägerin 

mit Rechtsbegehren Ziffer 1 die Feststellung der Widerrechtlichkeit der wiederhol-

ten und andauernden Verletzung ihrer Persönlichkeit. Aus diesem Rechtsbegeh-

ren geht insofern klar und unmissverständlich hervor, dass nicht (nur) eine abge-

schlossene Störung eingeklagt wird. Vor diesem Hintergrund ist die vor-

instanzliche Feststellung, wonach Rechtsbegehren betreffend Persönlichkeitsver-

letzung trotz allfälliger damit im Zusammenhang stehender Leistungsbegehren als 

nicht vermögensrechtlich zu qualifizieren sind, nicht zu beanstanden. Damit steht 

fest, dass das Einzelgericht zur Beurteilung der Persönlichkeitsverletzungsklage 

gemäss Rechtsbegehren Ziffer 1 sachlich nicht zuständig ist (Art. 243 ZPO e 

contrario in Verbindung mit § 19 sowie § 24 GOG). Weitergehende Beanstandun-

gen am angefochtenen Entscheid lassen sich der Berufungsschrift keine entneh-

men.  

2.4. Soweit die Klägerin überdies pauschal und ohne auf die vorinstanzlichen 

Erwägungen einzugehen die Weiterleitung bzw. Überweisung der Klage an das 

Kollegialgericht beantragt (Urk. 8 S. 1 und S. 2 Rz. 7), genügt sie der Begrün-

dungspflicht nicht (vgl. vorstehend E. II.1), weshalb darauf nicht weiter einzuge-

hen ist.  

2.5. Zusammenfassend dringt die Klägerin mit ihren Rügen nicht durch, womit es 

beim vorinstanzlichen Nichteintretensentscheid bleibt. Entsprechend ist die Dis-

positivziffer 1 der vorinstanzlichen Verfügung vom 4. Dezember 2020 zu bestäti-

gen und die Berufung insoweit abzuweisen. 

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3. Vor dem Hintergrund, dass die Klägerin als juristische Laiin auf die – jeden-

falls mit Blick auf die Persönlichkeitsverletzungsklage gemäss Rechtsbegehren 

Ziffer 1 – unzutreffende und insbesondere auch unnötige (vgl. Art. 209 ZPO) An-

gabe des Friedensrichteramtes vertraute, erscheint es indes gerechtfertigt, die 

Gerichtskosten des vorinstanzlichen Verfahrens auf die Staatskasse zu nehmen 

(vgl. Art. 107 Abs. 1 lit. b und f sowie Art. 107 Abs. 2 ZPO).  

IV. 

1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von § 12 

Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 800.– festzusetzen.  

2. Da die Klägerin lediglich in einem Nebenpunkt (erstinstanzliche Gerichtskos-

ten) obsiegt, in der Hauptsache (Nichteintreten) jedoch unterliegt, rechtfertigt es 

sich, ihr die Gerichtskosten im Umfang von 3/4 aufzuerlegen und 1/4 auf die 

Staatskasse zu nehmen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).  

3. Für das Berufungsverfahren sind beiden Parteien mangels relevanter Um-

triebe keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 

ZPO).  

Es wird beschlossen: 

1. In teilweiser Gutheissung der Berufung der Klägerin wird Dispositiv-Ziffer 3 

der Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksge-

richt Zürich vom 4. Dezember 2020 aufgehoben und durch folgende Fas-

sung ersetzt: 

"3. Die Gerichtskosten werden auf die Staatskasse genommen." 

2. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen und die Verfügung des Einzelge-

richts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich vom 

4. Dezember 2020 bestätigt. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt. 

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4. Die Kosten für das Berufungsverfahren werden der Klägerin zu 3/4 auferlegt 

und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet. Zu 1/4 werden die Kosten auf 

die Staatskasse genommen.  

5. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage des 

Doppels von Urk. 8 und Kopien von Urk. 10/2-3 und Urk. 12 sowie an die 

Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.  
 
Zürich, 2. Juni 2021 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw S. Meisel 
 
versandt am: 
lm 

	Beschluss vom 2. Juni 2021
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	Es wird beschlossen:
	1. In teilweiser Gutheissung der Berufung der Klägerin wird Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich vom 4. Dezember 2020 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:
	"3. Die Gerichtskosten werden auf die Staatskasse genommen."
	2. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen und die Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich vom 4. Dezember 2020 bestätigt.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt.
	4. Die Kosten für das Berufungsverfahren werden der Klägerin zu 3/4 auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet. Zu 1/4 werden die Kosten auf die Staatskasse genommen.
	5. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage des Doppels von Urk. 8 und Kopien von Urk. 10/2-3 und Urk. 12 sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...