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**Case Identifier:** 71cb2dfb-723e-54a6-a3e5-be69b6b08cd3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.10.2014 200 2014 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-95_2014-10-09.pdf

## Full Text

200 14 95 ALV
SCJ/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 9. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

beco Berner Wirtschaft
Arbeitsvermittlung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2014, ALV/14/95, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1958 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 25. Oktober 2012 bei seiner Wohngemeinde zur Arbeits-
vermittlung an und stellte am 7. November 2012 Antrag auf Arbeitslosen-
entschädigung ab dem 1. November 2012. Dabei gab er an, er sei bereit 
und in der Lage, vollzeitlich erwerbstätig zu sein (Akten des Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentrums [RAV] Region Bern-Mittelland [act. IIA] 26; 
Akten der Arbeitslosenkasse [act. IIC] 95).

In der Folge klärte das RAV den Sachverhalt ab (act. IIA 37), legte mit dem 
Versicherten die Anzahl der persönlichen Arbeitsbemühungen fest (act. IIA 
50) und gewährte im Rahmen von arbeitsmarktlichen Massnahmen ein 
Einzel-Coaching (act. IIA 69, 82) sowie einen Inplacement-Kurs bei der 
C.________ (act. IIA 117). Nachdem der Versicherte für den Monat Juli 
2013 quantitativ ungenügende Arbeitsbemühungen eingereicht hatte (act. 
IIA 124), überwies das RAV am 29. August 2013 (act. IIA 133) sämtliche 
Akten dem beco Berner Wirtschaft (beco bzw. Beschwerdegegner) zum 
Entscheid über die Vermittlungsfähigkeit. Gestützt auf die Angaben des 
Versicherten im Fragebogen „Deklaration der Selbständigkeit“ vom 2. Sep-
tember 2013 (act. IIA 130) und in der Stellungnahme vom 30. September 
2013 (act. IIA 149) verneinte das beco mit Verfügung vom 10. Oktober 
2013 (act. IIA 167) wegen fehlender Vermittlungsfähigkeit die Anspruchs-
berechtigung auf Arbeitslosenentschädigung für die Zeit ab dem 25. Juli 
2013.

Zwischenzeitlich verfügte das RAV am 2. Oktober 2013 (act. IIA 152) fünf 
Einstelltage wegen ungenügenden Arbeitsbemühungen im Juli 2013 und 
am 16. Oktober 2013 (act. IIA 169) weitere 15 Einstelltage wegen fehlen-
den Arbeitsbemühungen betreffend den Monat August 2013. 

Mit Schreiben vom 15. und 19. Oktober 2013 (act. IIA 171, 176) erhob der 
Versicherte gegen die Verfügungen vom 2., 10. und 16. Oktober 2013 Ein-
sprache und machte geltend, diese entsprächen nicht dem tatsächlichen 
Sachverhalt. Am 19. Dezember 2013 wies das beco mit zwei separaten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2014, ALV/14/95, Seite 3

Entscheiden einerseits bezüglich der Einstelltage und andererseits betref-
fend die Aberkennung der Vermittlungsfähigkeit die Einsprachen ab (Akten 
des Rechtsdienstes [act. II] 18, 22). 

B.

Am 30. Januar 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, gegen die Einspracheentscheide vom 19. Dezember 2013 
(act. II 18, 22) je Beschwerde. Er beantragt zusammenfassend die kosten-
fällige Aufhebung der angefochtenen Verwaltungsakte sowie die Vereini-
gung der beiden Verfahren. Im Zusammenhang mit der Aberkennung der 
Vermittlungsfähigkeit ersucht er zudem für die Zeit nach dem 25. Juli 2013 
um Ausrichtung von 90 Taggeldern im Rahmen der Unterstützung zur För-
derung der selbständigen Erwerbstätigkeit (Art. 71a Abs. 1 des Bundesge-
setzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung vom 25. Juni 1982 [AVIG; SR 837.0]) sowie um Rücker-
stattung von Spesen betreffend den Kurs bei der C.________. Eventualiter 
seien ihm für die Zeit vom 25. Juli 2013 bis zum 10. Oktober 2013 beson-
dere Taggelder im Sinne von Art. 71a Abs. 1 AVIG auszurichten. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 31. Januar 2014 vereinigte der Instruk-
tionsrichter die beiden Verfahren.

Der Beschwerdegegner beantragt in der Beschwerdeantwort vom 31. März 
2014 die Abweisung der Beschwerde betreffend die Aberkennung der 
Vermittlungsfähigkeit und ergänzt, in diesem Falle wäre der Einspracheent-
scheid bezüglich der Einstelltage bei Eintritt der formellen Rechtskraft er-
satzlos aufzuheben. 

In der Replik vom 14. April 2014 resp. in der Duplik vom 28. Mai 2014 
bestätigten die Parteien die je gestellten Rechtsbegehren.

Am 5. Juni 2014 stellte der Instruktionsrichter von Amtes wegen das Be-
schwerdeverfahren in Bezug auf die Einstelltage bis zum Vorliegen eines 
rechtskräftigen Entscheides im Beschwerdeverfahren bezüglich der Aber-
kennung der Vermittlungsfähigkeit ein.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid bezüglich der Aberkennung der Ver-
mittlungsfähigkeit vom 19. Dezember 2013 (act. II 22) ist in Anwendung 
von Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesge-
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 
6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantona-
len Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Ver-
ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung vom 31. August 1983 [AVIV; SR 837.02]). Da auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwal-
tungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten 
sind, ist grundsätzlich auf die Beschwerde einzutreten (vgl. ergänzend 
E. 1.2.4 hiernach).

1.2

1.2.1 Anfechtungsgegenstand im verwaltungsgerichtlichen Beschwerde-
verfahren bilden, formell betrachtet, Verfügungen und – materiell – die in 
den Verfügungen geregelten Rechtsverhältnisse (BGE 125 V 413 E. 2a 
S. 415). Der Verfügung gleichgestellt sind Einspracheentscheide (Art. 5 
Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. De-
zember 1968 [VwVG; SR 172.021]). Zu überprüfen und zu beurteilen sind 
grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse, zu denen die zuständige Verwal-
tungsbehörde vorgängig verbindlich Stellung genommen hat. Insoweit be-
stimmt die Verfügung resp. der Einspracheentscheid den beschwerdeweise 

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weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem 
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, 
wenn und insoweit kein Verwaltungsakt ergangen ist (BGE 131 V 164 
E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.2.2 Nach der Rechtsprechung kann das Beschwerdeverfahren aus pro-
zessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegen-
standes, d.h. ausserhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsver-
hältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit 
dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von 
einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die 
Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesser-
klärung geäussert hat (BGE 130 V 501 E. 1.2 S. 503, 122 V 34 E. 2a S. 36; 
SVR 2012 IV Nr. 35 S. 137 E. 3.1). 

1.2.3 Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren ist der Einspra-
cheentscheid vom 19. Dezember 2013 (act. II 22), mit welchem die Verfü-
gung vom 10. Oktober 2013 (act. IIA 167) über die Aberkennung der Ver-
mittlungsfähigkeit bestätigt wurde. Zu prüfen ist der Anspruch auf Arbeitslo-
senentschädigung und dabei insbesondere die Vermittlungsfähigkeit ab 
dem 25. Juli 2013. Streitig und zu beurteilen ist zudem, ob die Verwaltung 
die in Art. 27 ATSG normierte Aufklärungs- und Beratungspflicht verletzt 
hat.

1.2.4 Soweit in der Beschwerde Taggeldleistungen im Rahmen der Un-
terstützung zur Förderung der selbständigen Erwerbstätigkeit geltend ge-
macht werden (Art. 71a Abs. 1 AVIG), ist festzustellen, dass die Verwaltung 
diesbezüglich weder in einer Verfügung noch in einem Entscheid verbind-
lich Stellung genommen hat. Das Begehren auf die genannten Taggelder 
liegt somit ausserhalb des Anfechtungsobjekts (E. 1.2.1 hiervor). Dazu 
kommt, dass der Anspruch auf diese besonderen Leistungen nicht spruch-
reif ist. So lässt sich gestützt auf die vorliegenden Akten nicht beurteilen, ob 
überhaupt je ein Gesuch auf Unterstützung gemäss Art. 71a ff. AVIG einge-
reicht wurde und falls ja, wann dieses gestellt wurde. Zudem ist es mangels 
entsprechender Unterlagen nicht möglich, die Anspruchsgrundlagen 
gemäss Art. 71b AVIG zu prüfen. Die Voraussetzungen einer Ausdehnung 

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des Beschwerdeverfahrens auf diese Frage sind somit nicht erfüllt (E. 1.2.2 
hiervor). 

Ebenfalls mangels Anfechtungsobjekt nicht zum Streitgegenstand gehört 
die vom Beschwerdeführer beantragte Rückerstattung von Spesen betref-
fend den Inplacement-Kurs bei der C.________. Da zwischen dieser Frage 
und dem vorliegenden Streitgegenstand zudem kein Zusammenhang be-
steht resp. nicht von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden 
kann (E. 1.2.2 hiervor), fällt auch diesbezüglich eine Ausdehnung des vor-
liegenden Verfahrens auf diesen Streitpunkt ausser Betracht.

Aus dem Dargelegten ergeht, dass auf die genannten Begehren nicht ein-
zutreten ist.

1.2.5 Das Beschwerdeverfahren betreffend den ebenfalls angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2013 (act. II 18), mit welchem die 
verfügten Einstelltage wegen ungenügenden resp. fehlenden Arbeits-
bemühungen bestätigt wurden (act. IIA 152, 169), ist von Amtes wegen 
sistiert worden (vgl. prozessleitende Verfügung vom 5. Juni 2014), so dass 
folgend darauf ebenfalls nicht weiter einzugehen ist. 

1.3 Da der Beschwerdeführer ab dem 31. Dezember 2013 auf weitere 
Leistungen der Arbeitslosenversicherung verzichtet hat (Akten des RAV 
Region Bern-Mittelland [act. IIB] 241), ist der Anspruch auf Arbeitslosen-
entschädigung ab dem 25. Juli 2013 bis Ende Dezember 2013 umstritten. 
Unter Berücksichtigung des versicherten Verdienstes von Fr. 4'500.-- (act. 
IIC 65) sowie des Umstandes, dass dem Beschwerdeführer ein Taggeld in 
der Höhe von 70% des versicherten Verdienstes ausgerichtet wird (Art. 22 
Abs. 2 AVIG), liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.--. Die Beurteilung der 
Beschwerde fällt somit in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 
GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung ist die Vermittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f 
AVIG). Gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG ist eine arbeitslose Person vermitt-
lungsfähig, wenn sie bereit, berechtigt und in der Lage ist, eine zumutbare 
Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur 
Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die Arbeitsfähigkeit im ob-
jektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft ent-
sprechend den persönlichen Verhältnissen während der üblichen Arbeits-
zeit einzusetzen. Als Anspruchsvoraussetzung schliesst der Begriff der 
Vermittlungs(un)fähigkeit graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die ver-
sicherte Person vermittlungsfähig, insbesondere bereit, eine zumutbare 
Arbeit (im Umfang von mindestens 20% eines Normalarbeitspensums; 
vgl. Art. 5 AVIV) anzunehmen, oder nicht (BGE 136 V 95 E. 5.1 S. 97).

2.2 Vermittlungsunfähigkeit liegt unter anderem vor, wenn eine versi-
cherte Person nicht bereit oder in der Lage ist, eine Arbeitnehmertätigkeit 
auszuüben, weil sie eine selbständige Erwerbstätigkeit aufgenommen hat 
oder aufzunehmen gedenkt, sofern sie dadurch nicht mehr als Arbeitneh-
merin vermittelt werden kann bzw. ihre Arbeitskraft in dieser Eigenschaft 
nicht so einsetzen kann oder will, wie dies ein Arbeitgeber normalerweise 
verlangt (BGE 112 V 326 E. 1a S. 327; ARV 1996/97 S. 200 E. 1). Hierbei 
entscheidend ist, ob die versicherte Person bereit und in der Lage war, 
einer Arbeitnehmertätigkeit nachzugehen, oder ob der Status des 
Selbständigerwerbenden mit dem Ziel dauernder wirtschaftlicher und un-
ternehmerischer Unabhängigkeit aufgenommen wurde, was dem Anspruch 
auf Arbeitslosenentschädigung entgegenstehen würde. Mit der gesetzli-
chen Schadenminderungspflicht ist es zwar zu vereinbaren, dass ein Ar-
beitsloser sich auch nach Möglichkeiten zum Aufbau einer selbständigen 
Tätigkeit umsieht. Die Arbeitslosenversicherung bezweckt in einem derarti-
gen Fall aber nicht die Abdeckung von Unternehmerrisiken (ARV 2010 
S. 140 E. 3.3 und 3.4.2, 2009 S. 338 E. 4.3, 2008 S. 313 E. 3.3).

Übt eine versicherte Person während ihrer Arbeitslosigkeit eine selbständi-
ge Erwerbstätigkeit aus, ist die Vermittlungsfähigkeit nur solange gegeben, 

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als die selbständige Erwerbstätigkeit ausserhalb der normalen Arbeitszeit 
ausgeübt werden kann (ARV 2009 S. 341 E. 4.1).

2.3 Die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen 
Sozialversicherungen sind verpflichtet, im Rahmen ihres Zuständigkeitsbe-
reiches die interessierten Personen über ihre Rechte und Pflichten aufzu-
klären (Art. 27 Abs. 1 ATSG). Diese Bestimmung stipuliert eine allgemeine 
und permanente Aufklärungspflicht der Versicherungsträger und Durch-
führungsorgane, die nicht erst auf persönliches Verlangen der interessier-
ten Person zu erfolgen hat, und die hauptsächlich durch die Abgabe von 
Informationsbroschüren, Merkblättern und Wegleitungen erfüllt wird (BGE 
131 V 472 E. 4.1 S. 476; SVR 2012 ALV Nr. 3 S. 6 E. 5.1.1). 

3.

3.1 Aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers ist erwiesen und 
unbestritten, dass er am 25. Juli 2013 eine auf Dauer ausgerichtete 
selbständige Erwerbstätigkeit aufgenommen hat (act. IIA 130, 132, 135, 
149, 159). Dem Fragebogen „Deklaration der Selbständigkeit“ vom 2. Sep-
tember 2013 (act. IIA 130) kann ferner entnommen werden, dass er wegen 
des enormen Arbeitspensums nicht mehr vermittelbar ist und sich dem Ar-
beitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stellt. Daraus folgt, dass der Be-
schwerdeführer wegen der Aufnahme der Selbständigkeit seit dem 25. Juli 
2013 subjektiv nicht mehr vermittlungsbereit und aus zeitlichen Gründen 
objektiv auch nicht mehr vermittelbar ist (vgl. E. 2.1 f. hiervor). Entgegen 
den Ausführungen im Schreiben vom 30. September 2013 (act. IIA 149) 
erscheint es zudem nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Be-
schwerdeführer seine selbständige Erwerbstätigkeit zu Gunsten einer Ar-
beitnehmerposition (Teilzeit- oder ganze Stelle) aufgegeben hätte bzw. 
hätte aufgeben können. Denn das von ihm selber angegebene, zu Gunsten 
seines Geschäftes geleistete erhebliche Arbeitspensum von 150% (act. IIA 
135) wäre mit einer unselbständigen Tätigkeit nicht zu vereinbaren gewe-
sen. Aus dem Dargelegten ergibt sich, dass die Aberkennung der Vermitt-
lungsfähigkeit ab dem 25. Juli 2013 (act. IIA 167) zu Recht erfolgte und 

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nicht zu beanstanden ist. Der Beschwerdeführer hat die fehlende Vermitt-
lungsfähigkeit im Grunde genommen denn auch gar nicht bestritten.

In diesem Zusammenhang ist ferner darauf hinzuweisen, dass – wie in Er-
wägung 2.2 hiervor bereits erwähnt – die Vermittlungsfähigkeit nur solange 
gegeben ist, als die selbständige Erwerbstätigkeit ausserhalb der normalen 
Arbeitszeit ausgeübt werden kann. Dies weil es ansonsten an einem anre-
chenbaren Arbeitsausfall und damit an Arbeitslosigkeit fehlt (vgl. ARV 2010 
S. 297). Weil der Beschwerdeführer am 2. September 2013 (act. IIA 130) 
mitteilte, er sei nicht mehr vermittelbar, und am 5. September 2013 (act. IIA 
135) angab, er habe im August 2013 wegen der Aufnahme der Selbstän-
digkeit und einem diesbezüglichen Engagement von 150% keine Arbeits-
bemühungen mehr tätigen können, steht fest, dass es vorliegend im mass-
gebenden Zeitraum nicht nur an der Vermittlungsfähigkeit, sondern auch an 
einem anrechenbaren Arbeitsausfall fehlt. 

3.2 Der Beschwerdeführer macht in erster Linie geltend (Beschwerde 
S. 3, 6 f.), die Verwaltung habe die in Art. 27 ATSG normierte Aufklärungs- 
und Beratungspflicht (E. 2.3 hiervor) verletzt, da sie ihm nicht mitgeteilt 
habe, dass besondere Taggelder nach Art. 71a AVIG nur auf schriftliches 
Gesuch hin gewährt würden.

Indessen war eine möglicherweise unvollständige Auskunft des RAV-
Beraters über die Notwendigkeit eines schriftlichen Gesuchs für besondere 
Taggelder gemäss Art. 71a ff. AVIG nicht kausal für die wegen der Auf-
nahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit fehlende objektive und subjek-
tive Vermittlungsfähigkeit ab dem 25. Juli 2013. So ist erwiesen (vgl. E. 3.1 
hiervor), dass der Beschwerdeführer ab dem 25. Juli 2013 nicht mehr ver-
mittlungsfähig war, woran sich auch nichts geändert hätte, wenn – sofern 
dies nicht ohnehin gemacht wurde – der RAV-Berater den Beschwerdefüh-
rer explizit auf die Unterstützung zur Förderung der selbständigen Erwerbs-
tätigkeit resp. auf die entsprechend formellen Voraussetzungen hingewie-
sen hätte. Bei erfolgter Aufklärung wäre ohne weiteres anzunehmen, dass 
der Beschwerdeführer nicht auf eine selbständige Erwerbstätigkeit verzich-
tet und sich wiederum auf eine Arbeitnehmertätigkeit beschränkt, sondern 
die Absichten für einen eigenen Betrieb weiter verfolgt und besondere Tag-
gelder nach Art. 71a AVIG beantragt hätte. Diesfalls hätte der Beschwerde-

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führer während der Planungsphase (Art. 71b Abs. 1 AVIG) nicht mehr ver-
mittlungsfähig sein müssen, von welcher Erleichterung er zweifellos profi-
tiert hätte. In Anbetracht dessen, dass im vorliegenden Verfahren nur die 
Vermittlungsfähigkeit zu beurteilen ist (vgl. E. 1.2.3 hiervor) und diese 
durch die geltend gemachte Verletzung der Aufklärungs- und Beratungs-
pflicht nicht tangiert wird, kann offen gelassen werden, ob die Verwaltung 
die in Art. 27 ATSG normierte Aufklärungs- und Beratungspflicht überhaupt 
verletzt hat. 

3.3 Aus dem Dargelegten folgt, dass seit dem 25. Juli 2013 – neben 
einem anrechenbaren Arbeitsausfall – die Vermittlungsfähigkeit des Be-
schwerdeführers fehlt, weshalb ab diesem Zeitpunkt auch keine An-
spruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung mehr besteht. Der 
Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2013 (act. II 22) hinsichtlich der 
Aberkennung der Vermittlungsfähigkeit erweist sich somit als rechtens und 
die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der unterliegende Beschwerde-
führer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus 
Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung
- Staatssekretariat für Wirtschaft – seco

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.