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**Case Identifier:** a6a54eba-554b-5eb6-99a6-7ab0efe57c65
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 08.03.2024 460 2023 246 (460 23 246)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-2023-246_2024-03-08.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

8. März 2024 (460 23 246)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafrecht  

 

 

Grobe Verletzung der Verkehrsregeln  

 

 
Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Stephan Gass (Ref.),  

Richter Daniel Häring; Gerichtsschreiber Pascal Neumann  
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Strafbefehle,  
Rheinstrasse 12, Postfach, 4410 Liestal,  
Anklagebehörde 

  
 
gegen 
 
 

 A.____,   
Beschuldigter und Berufungskläger 
 
 

Gegenstand Grobe Verletzung der Verkehrsregeln  

(Berufung des Beschuldigten gegen das Urteil des  
Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 11. Juli 2023)  

 
 
 
  

 
 
 

 
 
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A. Mit Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 11. Juli 2023 wurde A.____ 

der groben Verletzung der Verkehrsregeln schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren 

Geldstrafe von 32 Tagessätzen zu je CHF 110.--, bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu 

einer Busse von CHF 800.-- (bzw. zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von acht Tagen bei schuldhaf-

ter Nichtbezahlung der Busse) verurteilt; dies in Anwendung von Art. 90 Abs. 2 SVG (in Verbin-

dung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 und Abs. 5 VRV), Art. 34 

Abs. 1 und Abs. 2 StGB, Art. 42 Abs. 1 und Abs. 4 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB und Art. 106 

StGB (Dispositiv-Ziffer 1). Ausserdem wurde A.____ gestützt auf Art. 426 Abs. 1 StPO verpflich-

tet, die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von CHF 610.-- und 

der Gerichtsgebühr von CHF 1'000.--, zu tragen (Dispositiv-Ziffer 2). Auf die Begründung dieses 

Urteils sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen 

der Erwägungen des vorliegenden Entscheides eingegangen. 

 

B. Gegen das Urteil des Strafgerichtspräsidiums vom 11. Juli 2023 meldete A.____ mit 

Schreiben vom 14. Juli 2023 die Berufung an. In seiner begründeten Berufungserklärung vom 

1. Dezember 2023 an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, begehrte der 

Beschuldigte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheides. Ferner führte er aus, 

dass er an seinen bereits vor dem Strafgericht gestellten Beweisanträgen festhalte.   

 

C. Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer Berufungsantwort vom 9. Januar 2024, es sei-

en die Beweisanträge wie auch die Berufung des Beschuldigten unter o/e Kostenfolge zu des-

sen Lasten vollumfänglich abzuweisen und es sei das angefochtene Urteil dementsprechend zu 

bestätigen.   

 

D. Mit verfahrensleitender Verfügung des Kantonsgerichts vom 15. Dezember 2023 wurde 

die Durchführung des mündlichen Verfahrens angeordnet und der Beschuldigte zum persönli-

chen Erscheinen vor dem Berufungsgericht verpflichtet. Demgegenüber wurde der Staatsan-

waltschaft die Teilnahme an der Berufungsverhandlung ins freie Ermessen gestellt.   

 

E. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung vor dem Kantonsgericht ist der Beschuldigte 

anwesend, demgegenüber hat die Staatsanwaltschaft auf eine Teilnahme verzichtet. Auf die 

vom Beschuldigten getätigten Vorbringen wird wiederum, soweit erforderlich, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen.  

 
 
 

 
 
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Erwägungen  

 

 

1. Formalien, Verfahrensgegenstand und Beweisanträge  

 

1.1 Formalien  

 

Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Berufungs-

instanz zur Beurteilung des vorliegenden Rechtsmittels ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO 

sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a EG StPO. Nach Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig ge-

gen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abge-

schlossen worden ist. Gemäss Abs. 3 von Art. 398 StPO können mit der Berufung gerügt wer-

den: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, 

Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige Feststel-

lung des Sachverhaltes (lit. b) sowie Unangemessenheit (lit. c), wobei das Berufungsgericht das 

Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann (Art. 398 Abs. 2 StPO). Laut 

Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 

zehn Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich anzumelden und danach dem 

Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine schriftliche 

Berufungserklärung einzureichen. Die Legitimation des Beschuldigten zur Ergreifung des 

Rechtsmittels wird schliesslich in Art. 382 Abs. 1 StPO normiert. Nachdem in casu das erstin-

stanzliche Urteil ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt, der Beschuldigte berufungslegiti-

miert ist, zulässige Rügen erhebt und die Rechtsmittelfristen gewahrt hat sowie der Erklärungs-

pflicht nachgekommen ist, ist im Folgenden ohne Weiteres auf das Rechtsmittel des Berufungs-

klägers einzutreten.  

 

1.2 Verfahrensgegenstand  

 

Der Beschuldigte ficht in seinem Rechtsmittel das Urteil der Vorderrichterin vollumfänglich an, 

womit gestützt auf Art. 404 Abs. 1 StPO im vorliegenden Berufungsverfahren die Verurteilung 

wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln sowie die darauf fussende Strafzumessung (vgl. 

aber unten E. 4) wie auch die daraus resultierende Kostenverteilung Gegenstand der richterli-

chen Überprüfung bilden (vgl. auch Art. 398 Abs. 2 StPO sowie Art. 399 Abs. 4 StPO).  

 
 
 

 
 
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1.3 Beweisanträge  

 

a)  

aa) Der Beschuldigte hat sowohl im Rahmen seiner schriftlichen Berufungserklärung als auch 

nochmals anlässlich der mündlichen Parteiverhandlung vor dem Kantonsgericht begehrt, es 

seien B.____, C.____ und D.____ als Zeugen vor die Berufungsinstanz zu laden. Überdies hat 

er im Rahmen der Parteiverhandlung beantragt, es sei zusätzlich E.____ als Zeuge zu befra-

gen. Zur Begründung bringt der Beschuldigte im Wesentlichen vor, dass die genannten Perso-

nen seine These, wonach C.____ für den ihm angelasteten Vorfall verantwortlich sei, stützen 

könnten.  

 

bb) Die Staatsanwaltschaft hat in ihrer schriftlichen Berufungsantwort die Abweisung der Be-

weisanträge des Beschuldigten begehrt. Dieser verbinde die Geschwindigkeitsüberschreitung 

mit weiter zurückliegenden Vorfällen, wobei von ihm nicht begründet werde, inwiefern die Be-

fragung der drei Personen (B.____, C.____ und D.____), mit denen er offenbar eine schwierige 

Beziehung pflege, Erkenntnisse für das vorliegende Verfahren bringen könnten.  

 

b)  

aa) Die genannten Beweisanträge ‒ mit Ausnahme des erst vor dem Kantonsgericht gestell-

ten Begehrens auf Befragung von E.____ ‒ sind bereits von der Vorinstanz abgewiesen wor-

den, wobei die Vorderrichterin zur Begründung erwogen hat, der Beschuldigte lege nicht dar, 

inwiefern von einer Befragung der beantragten drei Zeuginnen neue Erkenntnisse für den 

Sachverhalt zu erwarten wären. Das Kantonsgericht kommt zu keinem anderen Ergebnis. Im 

Einzelnen ist Folgendes zu erwägen:  

 

bb) Art. 29 BV umfasst das Recht, Beweisanträge zu stellen sowie an der Erhebung wesentli-

cher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 

wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 142 I 86 E. 2.2, mit Hinweisen). 

Teil des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ist das Recht auf Abnahme der 

rechtzeitig und formrichtig angebotenen rechtserheblichen Beweismittel (vgl. zum Ganzen BGer 

1B_254/2020 vom 14. Dezember 2022 E. 5.1). Hierzu gehört, dass die Behörde alle erhebli-

chen und rechtzeitigen Vorbringen der Parteien würdigt und die ihr angebotenen Beweise ab-

 
 
 

 
 
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nimmt, wenn diese zur Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheinen (BGE 141 I 60 E. 3.3). 

Sie muss sich demgegenüber nicht mit jedem sachverhaltsdienlichen oder rechtlichen Einwand 

auseinandersetzen (BGer 6B_627/2012 vom 18. Juli 2013 E. 2.5). Die Parteien besitzen kein 

uneingeschränktes Recht auf Gutheissung ihrer Beweisanträge. Gestützt auf Art. 6 EMRK be-

steht nur ein Anspruch auf Berücksichtigung solcher Beweise, welche nach dem pflichtgemäs-

sen richterlichen Ermessen entscheidungserheblich bzw. für die Wahrheitsfindung beachtlich 

sein könnten (STEFAN WIPRÄCHTIGER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessord-

nung, 3. Auflage, Basel 2023, N 33 zu Art. 343 StPO, mit Hinweisen). Der Untersuchungs-

grundsatz, wonach die Strafverfolgungsbehörden von Amtes wegen alle für die Beurteilung der 

Tat und der beschuldigten Person bedeutsamen Tatsachen abklären (Art. 6 Abs. 1 StPO), gilt 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch für die Gerichte (BGE 147 IV 409 E. 5.3.1; 

BGer 6B_288/2015 vom 15. Oktober 2015 E.1.3.2, mit Hinweisen). Das Rechtsmittelverfahren 

beruht indessen gestützt auf Art. 389 Abs. 1 StPO generell auf denjenigen Beweisen, die im 

Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind. Gemäss Abs. 2 

von Art. 389 StPO werden Beweisabnahmen des erstinstanzlichen Gerichts nur wiederholt, 

wenn: Beweisvorschriften verletzt worden sind (lit. a), die Beweiserhebungen unvollständig ge-

wesen sind (lit. b) bzw. die Akten über die Beweiserhebungen unzuverlässig erscheinen (lit. c). 

In Anwendung von Art. 389 Abs. 3 StPO erhebt die Rechtsmittelinstanz von Amtes wegen oder 

auf Antrag einer Partei die erforderlichen zusätzlichen Beweise. Dem Wortlaut nach beschränkt 

sich die zusätzliche Beweiserhebung lediglich auf Beweise, die erforderlich sind. Beweise sind 

notwendig, wenn sie den Ausgang des Verfahrens beeinflussen könnten (BGE 147 IV 409 

E. 5.3.2; BGer 6B_288/2015 vom 15. Oktober 2015 E. 1.3.1, mit Hinweisen). Über Tatsachen, 

die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen 

sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 2 StPO). Das zweitinstanzliche Verfahren dient 

nicht der Wiederholung des Beweisverfahrens; die Berufungsinstanz erhebt zusätzliche Bewei-

se grundsätzlich nur mit Zurückhaltung (VIKTOR LIEBER, in: Zürcher Kommentar zur Schweizeri-

schen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich / Basel / Genf 2020, N 1 ff. zu Art. 389 StPO, mit 

Hinweisen).  

 

cc) Im vorliegenden Fall ist nicht ersichtlich, inwiefern die als Zeuginnen beantragten B.____, 

C.____ und D.____ in irgendeiner Weise hinsichtlich der Urteilsfindung bedeutsam sein könn-

ten. Wie nachfolgend im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung näher darzulegen ist (vgl. unten 

E. 3.3), existieren auch unter Berücksichtigung der vom Beschuldigten sowohl im Vorverfahren 

 
 
 

 
 
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als auch vor dem Kantonsgericht eingereichten Unterlagen keinerlei objektivierten Hinweise 

darauf, dass die ihm zur Last gelegte grobe Verkehrsregelverletzung Teil einer von C.____ initi-

ierten Verschwörung sein könnte. Gleiches gilt auch in Bezug auf E.____. Die vom Beschuldig-

ten im Berufungsverfahren eingereichten und E.____ betreffenden Unterlagen belegen bloss, 

dass zwischen den Beiden am Mittwoch, 21. Februar 2024, und Donnerstag, 22. Februar 2024, 

ein Austausch per E-Mail stattgefunden hat, bei welchem offenbar zurückliegende Konversatio-

nen Gegenstand gewesen sind. Was jedoch der konkrete Inhalt dieser Konversationen gewe-

sen ist und wie diese im Zusammenhang stehen zum heutigen Strafverfahren, wird nicht darge-

legt. Infolgedessen sind die vom Beschuldigten beantragten Befragungen von B.____, C.____, 

D.____ und E.____ vor der Berufungsinstanz zufolge fehlender Erheblichkeit im Hinblick auf 

den Verfahrensausgang ‒ in einem ersten Schritt präsidialiter und sodann nach neuerlichem 

Antrag seitens des Beschuldigten durch den gesamten Spruchkörper ‒ abzuweisen.   

 

 

2. Verfahrensgrundsätze, Beweiswürdigung und Sachverhalt  

 

2.1 Verfahrensgrundsätze 

 

(...)  

 

2.2 Beweiswürdigung 

  

(...) 

 

2.3 Sachverhalt 

 

(...) 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

 
 
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3. Tatbestand der groben Verletzung der Verkehrsregeln  

 

3.1 

a) Die Vorinstanz hat im Zusammenhang mit ihrem diesbezüglichen Schuldspruch zusam-

mengefasst erwogen, obwohl auf dem Radarbild nur das Heck des Motorrades zu sehen sei, 

könne aus den gegebenen Tatumständen und Indizien wie auch der wenig überzeugenden, 

wechselnden Argumentation des Beschuldigten nur der Schluss gezogen werden, dass er es 

selbst gewesen sei, welcher das Motorrad zum Zeitpunkt der Geschwindigkeitsüberschreitung 

gelenkt habe, zumal er in der Hauptverhandlung zugegeben habe, am besagten Tag mit der 

Maschine in der Gegend unterwegs gewesen zu sein. Demnach gelte der Sachverhalt gemäss 

dem Strafbefehl als erstellt. Gestützt hierauf habe der Beschuldigte die gesetzlich zulässige 

Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um relevante 37 km/h überschritten, wobei ausreichende 

Gründe, von der Rechtsprechung des Bundesgerichts abzusehen, wonach eine Geschwindig-

keitsüberschreitung ausserorts von mehr als 30 km/h als grobe Verletzung der Verkehrsregeln 

gelte, nicht vorlägen, womit der objektive und der subjektive Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG 

erfüllt seien.   

 

b) Der Beschuldigte führt zur Begründung seiner Berufung im Wesentlichen aus, bereits bei 

der Beweiswürdigung werde er ohne gewissenhafte Prüfung aller Eingaben und Vorfälle als 

Lügner dargestellt. Ausserdem sei ein für ihn existenzvernichtendes Urteil gefällt worden. Die 

objektive Betrachtung habe sich von Beginn an gegen ihn gerichtet, wobei sogar Verstösse ge-

gen die Bundesverfassung geduldet würden. Das Urteil habe nicht nur finanzielle Aspekte, son-

dern beinhalte zusätzlich den Entzug des Führerausweises. Dies habe zur Folge, dass die be-

rufliche Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden könne. Gleichzeitig bestehe aber kein Anspruch 

auf Arbeitslosengelder, weil ein Selbstverschulden vorliege. So werde seine gesamte Existenz-

grundlage zerstört. Bei der Täterkomponente (im Rahmen der Strafzumessung) treffe die Aus-

sage, dass er mehrfach vorbestraft sei, nicht zu, vielmehr sei das zweite Strafverfahren zu sei-

nen Gunsten ausgegangen. Das Original des fraglichen Urteils habe ihn allerdings nie erreicht, 

sondern sei entwendet und ohne Absender an seinen Arbeitgeber geschickt worden. Nur 

C.____ habe diese Post abfangen können, und ihre Tochter sei zu diesem Zeitpunkt in F.____, 

wo das Schreiben versendet worden sei, zur Schule gegangen. Keine acht Wochen nach die-

sem Vorfall habe der Ex-Partner von C.____ und der leibliche Vater ihrer Tochter eine Ruf-

mordkampagne gegen ihn gestartet. Zu jenem Zeitpunkt habe er in Vertragsverhandlungen für 

 
 
 

 
 
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eine Trainerstelle gestanden (welche er danach nicht bekommen habe). C.____ habe dabei 

ihrem Ex-Partner als Zeugin gedient. Diese könne alles inszenieren, was sie wolle, und schre-

cke vor nichts zurück. Auch sei sie in der Lage, Schlüssel nachzumachen. Bloss vier Wochen 

später sei seine Partnerin unvermittelt verschwunden, und er habe am Abend nach der Arbeit 

nur noch eine leere Wohnung vorgefunden. Drei Wochen nach ihrem Verschwinden habe er die 

Telefonabrechnung erhalten und dabei bemerkt, dass aus seiner Wohnung während seiner 

Abwesenheit C.____ angerufen worden sei. Die Polizistin, welche im Verfahren betreffend die 

falsche Eintragung (der zweiten Vorstrafe) gelogen habe, habe dies bloss als Leitungsfehler der 

Telefongesellschaft abgetan, obwohl er mit jener gar keinen Vertrag gehabt habe. Mit B.____ 

sei er neun Monate lang mindestens zweimal die Woche Motorrad gefahren, weshalb sie seine 

Motorradkleidung bestens kenne. Ungeachtet hiervon sei sie als Zeugin abgelehnt worden, weil 

man zwingend davon besessen sei, seine Existenz zu zerstören. Seit dem Verschwinden von 

C.____ sei er nie mehr die Strecke gefahren, auf welcher die Geschwindigkeitsüberschreitung 

stattgefunden habe; dies habe er deutlich dargelegt. Da die Justiz zwingend darauf aus sei, 

sein Leben zu zerstören, setze er wenig Hoffnung in die Berufung. Vielmehr würde es Sinn ma-

chen, die Busse sofort als Freiheitsstrafe anzuordnen.  

 

c) Die Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, es sei zwar verständlich, dass sich der 

Beschuldigte durch die Verurteilung beschwert sehe, insbesondere auch, weil ihm ein Führer-

ausweisentzug drohe, dies bedeute aber keineswegs einen Verstoss gegen die Bundesverfas-

sung, wie er es darlege. Er streite nach wie vor ab, das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Geschwin-

digkeitsüberschreitung gelenkt zu haben. Indessen erschöpften sich seine Argumente darin, 

dass er sich letztlich als Opfer eines mutmasslich von C.____ inszenierten Komplotts sehe, was 

nicht überzeuge. Vielmehr sei dem Strafgericht zuzustimmen, soweit dieses ausführe, dass die 

Einwände des Berufungsklägers nicht stichhaltig seien. Dabei dürfte es sich um eine Schutzbe-

hauptung handeln, nicht zuletzt mit dem Zweck, insbesondere den Administrativmassnahmen 

zu entgehen.   

 

3.2 Gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe 

bestraft, wer durch grobe Verletzung der Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Sicher-

heit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt. Nach Art. 27 Abs. 1 SVG sind Signale und Markie-

rungen sowie die Weisungen der Polizei zu befolgen. Gestützt auf Art. 32 Abs. 2 SVG be-

schränkt der Bundesrat die Geschwindigkeit der Motorfahrzeuge auf allen Strassen. In Anwen-

 
 
 

 
 
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dung von Art. 4a Abs. 1 lit. b VRV beträgt die allgemeine Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge 

unter günstigen Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen ausserhalb von Ortschaften (aus-

genommen auf Autostrassen und Autobahnen) 80 km/h. Praxisgemäss (vgl. zum Ganzen BGE 

142 IV 93 E. 3) setzt in objektiver Hinsicht die Annahme einer schweren Widerhandlung bzw. 

einer groben Verkehrsregelverletzung voraus, dass die Verkehrssicherheit ernsthaft gefährdet 

worden ist. Dabei genügt eine erhöhte abstrakte Gefährdung. Wesentliches Kriterium für die 

Annahme einer erhöhten abstrakten Gefahr ist die Nähe der Verwirklichung. Die allgemeine 

Möglichkeit der Verwirklichung einer Gefahr genügt demnach nur zur Erfüllung des Tatbestands 

von Art. 90 Abs. 2 SVG, wenn in Anbetracht der Umstände der Eintritt einer konkreten Gefähr-

dung oder gar einer Verletzung naheliegt (BGE 131 IV 133 E. 3.2; BGer 6B_520/2015 vom 

24. November 2015 E. 1.3; je mit Hinweisen). Subjektiv erfordert der Tatbestand ein rücksichts-

loses oder sonst schwerwiegend verkehrswidriges Verhalten, d.h. ein schweres Verschulden, 

bei fahrlässiger Begehung grobe Fahrlässigkeit (BGE 131 IV 133 E. 3.2; BGer 6B_520/2015 

vom 24. November 2015 E. 1.3; je mit Hinweisen). Je schwerer die Verkehrsregelverletzung 

objektiv wiegt, desto eher wird Rücksichtslosigkeit subjektiv zu bejahen sein, sofern keine be-

sonderen Gegenindizien vorliegen (BGer 6B_571/2012 vom 8. April 2013 E. 3.4; 6B_361/2011 

vom 5. September 2011 E. 3.1; je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des Bundesge-

richts sind die objektiven und grundsätzlich auch die subjektiven Voraussetzungen von Art. 90 

Abs. 2 SVG ungeachtet der konkreten Umstände erfüllt, wenn die Höchstgeschwindigkeit um 

die folgenden Werte und mehr überschritten wird: auf Autobahnen um 35 km/h, auf nicht rich-

tungsgetrennten Autostrassen sowie Autobahnausfahrten um 30 km/h, innerorts, sofern 

50 km/h oder 60 km/h signalisiert sind, um 25 km/h. Bislang hat sich das Bundesgericht noch 

nicht zur Frage geäussert, bei welcher Geschwindigkeitsüberschreitung Art. 90 Abs. 2 SVG 

ungeachtet der konkreten Umstände erfüllt ist, wenn eine Strasse ausserorts mit 80 km/h signa-

lisiert ist (HANS GIGER, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 9. Auflage, Zürich 2022, N 27 zu 

Art. 32 SVG; BGer 6S.99/2004 vom 25. August 2004 E. 2.3 f.; BGE 123 II 106; 123 II 37).  

 

3.3 Im Hinblick auf die Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts ist Folgendes zu erwä-

gen:  

a) Objektiv erstellt ist, dass im Rahmen einer Geschwindigkeitskontrolle am 15. April 2022 

um 13:32 Uhr der Lenker eines Motorrades mit dem Kennzeichen BE 1.____ ausserorts in 

G.____, auf der H.____strasse in Fahrtrichtung I.____, die signalisierte Höchstgeschwindigkeit 

von 80 km/h anlässlich eines Überholmanövers ‒ nach Abzug einer Sicherheitsmarge von 

 
 
 

 
 
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6 km/h ‒ um relevante 37 km/h überschritten hat (act. 29 ff.). Gemäss Auskunft des Strassen-

verkehrs- und Schifffahrtsamts des Kantons Bern vom 11. Mai 2022 ist der Beschuldigte der 

Halter des Motorrades mit dem Kennzeichen BE 1.____ (act. 45). Laut dem entsprechenden 

Messprotokoll haben die zwei Polizisten J.____ und K.____ am 15. April 2022 am genannten 

Ort Messungen zwischen 13:18 Uhr und 15:18 Uhr mit dem Messgerät MultaRadar CD 2 

durchgeführt (act. 47). Beide Polizeibeamte verfügen über das notwendige Zertifikat bezüglich 

der Bedienung des fraglichen Geräts (act. 51 f.).  

 

b)  

aa) Der Beschuldigte hat mit Schreiben vom 22. April 2022 vorgebracht, dass er sich die Ge-

schwindigkeitsüberschreitung nicht erklären könne. In den letzten fünf Jahren habe er nur vier 

Übertretungen begangen. Er habe mittlerweile 180'000 Kilometer mit seinem Motorrad zurück-

gelegt und sich grundsätzlich immer an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten. Sein Motor-

rad sei gerade zwei Wochen in der Werkstatt gewesen und er habe es erst wieder zurückbe-

kommen. Des Weiteren hat der Beschuldigte im nämlichen Schreiben geltend gemacht, dass er 

vier Jahre als Temporärarbeiter tätig gewesen sei. Seit dem 1. April 2022 habe er endlich eine 

Festanstellung als Bauleiter erhalten und dabei einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt be-

kommen. Diese Stelle hätte er niemals durch Raserei aufs Spiel gesetzt (act. 37 f.).  

 

bb) Anlässlich seiner Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft vom 16. Juni 2022 

(act. 57 ff.) hat der Beschuldigte ausgeführt, er besitze zwei Motorräder der Marke Kawasaki 

(Kawasaki ZZR 1100) und beide hätten das gleiche Kontrollschild, da es sich um ein Wechsel-

schild handle. Am 15. April 2022 sei er mit seinem schwarz-türkisen Motorrad gefahren. Aus-

serdem habe er zwei verschiedene Lederkombis. Die fragliche Strecke fahre er seit ca. dreiein-

halb Jahren nicht mehr. Er könne nicht erklären, weshalb ein Motorrad mit dem Kennzeichen 

BE 1.____ am 15. April 2022 zwischen G.____ und I.____ geblitzt worden sei. Seine Ex-

Partnerin C.____ habe in der Vergangenheit seine Post verschwinden lassen. Sie habe auch 

seine Fahrzeugausweise kopiert und seine damaligen Kontrollschilder seien ebenfalls plötzlich 

weggewesen. Zudem seien immer wieder seltsame Sachen mit seinen Motorrädern passiert. 

Unter anderem seien bei verschiedenen Touren einmal die Vorderradbremse und einmal die 

Kupplung ausgefallen. Auch sei er einmal im Bereich des Belchentunnels von einem Perso-

nenwagen der Marke Cupra bedrängt worden. Ferner habe er immer wieder Stress bekommen 

an seinem Arbeitsplatz, wobei er davon ausgehe, dass C.____ dahinter stecke. Sodann stün-

 
 
 

 
 
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den seine Motorräder in einer frei zugänglichen Scheune. Auch könne man einen Motorrad-

schlüssel und wohl ebenso ein Kontrollschild einfach nachmachen. Er vermute, dass jemand 

das Kennzeichen kopiert und mit diesem die Geschwindigkeitsüberschreitung begangen habe. 

Er habe in den letzten vier Jahren eine schwierige Zeit gehabt und würde nie mit einer derarti-

gen Geschwindigkeitsüberschreitung seinen neuen Job aufs Spiel setzen. Dies entspreche 

nicht seinem Fahrstil. Schliesslich gehöre die Strecke nach G.____ nicht zu seinen Fahrzielen. 

Im Anschluss an die Einvernahme hat die einvernehmende Person eine Fotografie des Be-

schuldigten im Lederkombi auf seinem Motorrad sitzend erstellt (act. 65).  

 

cc) In seiner Einsprache vom 6. August 2022 gegen den Strafbefehl (act. 77 ff.) hat sich der 

Beschuldigte im Wesentlichen auf seine bisher getätigten Aussagen berufen. C.____ habe 

ständig in sein Leben eingegriffen. Als letztes habe sie seine neue Beziehung (zu B.____) mit 

der Aussage zerstört, dass sie zwei Kinder von ihm habe. Am 28. September 2021 habe er von 

B.____ seinen Wohnungsschlüssel zurückverlangt. Diese habe ihn aber erst am 30. September 

2021 zurückgebracht, womit sie genug Zeit gehabt habe, zusammen mit C.____ in seiner Woh-

nung Sachen an sich zu nehmen. Das einzige, was nicht kopierbar sei, seien seine Lederkom-

bis; diese seien einzigartig. C.____ habe den Willen, die Fähigkeiten und die Kontakte, um sol-

che Vorwürfe zu konstruieren, wie sie ihm zur Last gelegt würden. Im Hinblick auf die erstin-

stanzliche Hauptverhandlung hat der Beschuldigte sodann die Anträge gestellt, es seien 

B.____, C.____ und D.____ zur Befragung zu laden.  

 

dd) Vor dem Strafgericht (act. 287 ff.) hat der Beschuldigte im Wesentlichen deponiert, er fah-

re die fragliche Strecke schon seit Jahren nicht mehr. Die Nummer auf dem Kontrollschild sei 

auf ihn zugelassen, ein solches Schild könne man aber einfach fälschen. An den 15. April 2022 

könne er sich noch erinnern. Er habe definitiv eine Passfahrt gemacht mit der schwarz-

türkisfarbigen Maschine. Er sei die Strecke von L.____ Richtung M.____ gefahren. Es könne 

nicht sein, dass er nicht mehr wisse, ob er die fragliche Strecke gefahren sei. Die Person auf 

dem Motorrad sei stämmiger als er. Auch trage er nie einen schwarzen Kombi, sondern immer 

einen solchen, der farblich auf die Maschine abgestimmt sei. Er wisse nicht, wer gefahren sei. 

Die Motorräder seien frei zugänglich gewesen, B.____ sei nicht immer alleine in der Wohnung 

gewesen und C.____ habe noch viel mehr Sachen gefälscht. In letzter Zeit sei sehr viel pas-

siert, und er habe kaum noch die Kraft, sich gegen C.____ zu wehren.   

 

 
 
 

 
 
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ee) Vor dem Kantonsgericht hat der Beschuldigte zusammengefasst zu Protokoll gegeben, er 

wisse nicht, wer die Person auf dem Radarfoto sei. Seit dem Verschwinden von C.____ fahre er 

die fragliche Strecke überhaupt nicht mehr. Ausserdem falle ihm auf, dass er einen anderen 

Helm habe als die fotografierte Person. Das Nummernschild sei seines, die Maschine könne 

seine sein oder auch eine andere. Er habe zwar ein entsprechendes Modell, dieses gebe es 

aber mehrfach. Er gehe davon aus, dass C.____ jemanden dazu gebracht habe, mit seinem 

Nummernschild auf einer ähnlichen Maschine vorsätzlich zu schnell zu fahren. Es sei überhaupt 

nicht sein Fahrstil, zu schnell zu fahren. Er habe keinen Grund, derartige Aktionen durchzufüh-

ren, vielmehr brauche er sein Fahrzeug und seinen Führerausweis. So habe er in der Vergan-

genheit denn auch kaum jemals Geschwindigkeitsübertretungen begangen. C.____ habe mehr-

fach und über einen längeren Zeitraum, so auch im Jahr 2022, gegen ihn agiert. Er könne Bele-

ge einreichen, welche beweisen würden, dass C.____ diejenige Person sei, welche die Person 

auf dem Motorrad engagiert habe, um das ihm vorgeworfene Delikt mit der Geschwindigkeits-

überschreitung zu begehen (Protokoll KG S. 3 ff.).  

 

ff) Ferner hat der Beschuldigte zahlreiche Unterlagen eingereicht, so unter anderem einen 

Auszug aus einem E-Mail-Verkehr zwischen ihm und E.____, bei welchem es offenbar um 

frühere Konversationen geht, wobei völlig offenbleibt, was diese konkret beinhalten. Weiter hat 

er zu den Akten gegeben eine Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region 

Bern-Mittelland, vom 14. Februar 2018 betreffend den Widerruf der amtlichen Verteidigung so-

wie die Festlegung des amtlichen Honorars und die Rückzahlungsverpflichtung des Beschuldig-

ten im Zusammenhang mit dem gegen ihn geführten Strafverfahren wegen Gewalt und Dro-

hung gegen Behörden und Beamte sowie Irreführung der Rechtspflege. Eine Relation zwischen 

diesem Dokument und dem heutigen Verfahren ist allerdings nicht zu erkennen. Schliesslich hat 

der Berufungskläger ein (nicht weiter begründetes) Urteil des Regionalgerichts Emmental-

Oberaargau vom 29. Mai 2019 eingereicht, welches zum Gegenstand hat, dass der Beschuldig-

te vom Vorwurf des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, angeblich begangen am 1. Mai 

2018 in N.____, ohne Ausrichtung einer Entschädigung und unter Auferlegung der Verfahrens-

kosten zu Lasten des Kantons Bern freigesprochen worden ist. Diese letzte Eingabe soll nach 

Auffassung des Beschuldigten beweisen, dass sein zweiter Strafregistereintrag zu Unrecht er-

folgt sei. Diesbezüglich ist er jedoch darauf hinzuweisen, dass es sich beim zweiten Strafregis-

tereintrag um eine Verurteilung durch die regionale Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau 

wegen Nichtabgabe von ungültigen oder entzogenen Ausweisen oder Kontrollschildern und bei 

 
 
 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

der Begehungszeit um das Datum des 30. Oktobers 2017 handelt (vgl. act. 115 f.), womit offen-

sichtlich kein Zusammenhang zwischen dem freisprechenden Urteil vom 29. Mai 2019 und dem 

zweiten Strafregistereintrag besteht. Abgesehen davon ist wiederum kein Bezug zum heutigen 

Verfahren ersichtlich.   

 

c)  

aa) Gestützt auf die objektiven Beweise ist davon auszugehen, dass eine männliche Person ‒ 

mit einer mit derjenigen des Beschuldigten sehr vergleichbaren Grösse und Statur (vgl. 

act. 31 f. und act. 89 mit act. 85) ‒ auf einem Motorrad der Marke Kawasaki ZZR 1100 ‒ wie der 

Berufungskläger zwei Stück davon besitzt ‒ und mit dem dem Beschuldigten zuzuordnenden 

Kontrollschild BE 1.____ am 15. April 2022 um 13:32 Uhr auf der H.____strasse zwischen 

G.____ und I.____ während eines Überholvorganges von einem mobilen Radargerät mit einer 

Geschwindigkeit von 123 km/h gemessen worden ist (act. 47). Weiter steht aufgrund der dies-

bezüglichen Aussagen fest, dass der in N.____ im Kanton Bern wohnhafte Beschuldigte zuge-

geben hat, am selbigen 15. April 2022 mit seinem Motorrad ohne Begleitung einen Ausflug ge-

macht zu haben und dabei von L.____ nach M.____ gefahren zu sein (act. 297 f.), wobei 

L.____ nur rund sechs Kilometer vom Messort entfernt liegt. Trotz dieser erdrückenden Beweis-

last bestreitet der Beschuldigte, die ihm zur Last gelegte Geschwindigkeitsüberschreitung be-

gangen zu haben. Nach seinen Darlegungen handle es sich dabei um eine von C.____, einer 

ehemaligen Partnerin, inszenierte Verschwörung, um ihm zu schaden. Dieser Erklärungsansatz 

vermag das Kantonsgericht nicht zu überzeugen. Zutreffend mag sein, dass der Beschuldigte in 

der Vergangenheit mit C.____ während der gemeinsamen Beziehung als auch danach Proble-

me gehabt hat und korrekt ist des Weiteren, dass erstens der Berufungskläger mit Urteil des 

Regionalgerichts Emmental-Oberaargau vom 29. Mai 2019 vom Vorwurf des Missbrauchs von 

Ausweisen und Schildern freigesprochen worden ist, sowie dass zweitens die Tochter von 

C.____ offenbar fälschlicherweise in seine Krankenversicherung aufgenommen worden ist 

(act. 103). Trotz dieser Feststellungen existieren hingegen keinerlei objektivierten Hinweise, 

wonach die vorstehend genannten und belegten Tatsachen ‒ alleine oder auch zusammen mit 

den weiteren, vom Beschuldigten behaupteten und nicht substantiierten Vorkommnissen ‒ ir-

gendeinen Zusammenhang zum vorliegenden Anklagevorwurf aufweisen würden. Ausgehend 

vom Erklärungsansatz des Berufungsklägers müsste C.____ rund vier Jahre nach Beendigung 

der gemeinsamen Beziehung den Beschuldigten am 15. April 2022 heimlich observiert und un-

bemerkt dessen Motorrad entwendet und wieder zurückgestellt ‒ oder ein typengleiches Motor-

 
 
 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

rad aufgetrieben und dessen Kontrollschild gefälscht haben ‒ sowie einen in Grösse und Statur 

sehr vergleichbaren Mann engagiert haben, um am besagten Tag vorsätzlich eine Geschwin-

digkeitsüberschreitung zu begehen. Dies notabene ausgerechnet in einer Gegend, in welcher 

der Beschuldigte weder wohnhaft noch berufstätig, tatsächlich aber zum nämlichen Zeitpunkt 

am 15. April 2022 unterwegs gewesen ist, was im Vorfeld kaum allseitig geläufig gewesen sein 

dürfte, zumal er ja alleine unterwegs gewesen ist. Dies erscheint als sehr unwahrscheinlich und 

ist infolgedessen nicht geeignet, die objektive Beweislage zu erschüttern. Dies gilt umso mehr, 

als die Geschwindigkeitsmessung nicht durch ein stationäres, sondern ein mobiles Radargerät 

erfolgt ist, deren Standorte üblicherweise gerade nicht allgemein bekannt sind, was eine dies-

bezügliche Verschwörung ganz erheblich erschweren dürfte. Hinzu kommt, dass die Geschwin-

digkeitsüberschreitung während eines Überholvorganges begangen worden ist, was eher für ein 

grobfahrlässiges als ein vorsätzliches Handeln spricht. Zudem wäre bei einem allfälligen Kom-

plott, um dem Beschuldigten möglichst stark zu schaden, anzunehmen, dass die hierfür verant-

wortliche Person nicht bloss 123 km/h, bzw. nach Abzug der Sicherheitsmarge 37 km/h zu 

schnell, gefahren wäre, sondern ein eigentliches Raserdelikt begangen hätte; sowohl das Mo-

torrad als auch die Strecke wären hierfür zweifellos geeignet gewesen.  

 

bb) Demnach ist auch unter Berücksichtigung der Maxime "in dubio pro reo" der inkriminierte 

Sachverhalt ohne jeden vernünftigen Zweifel erstellt. Daran vermögen die übrigen Einwände 

des Beschuldigten ‒ soweit sich deren Entkräftung nicht bereits aus den vorstehenden Erwä-

gungen ergibt ‒ nichts zu ändern. Insbesondere das Argument, dass ein Entzug des Führe-

rausweises drohe, mag allenfalls zutreffend sein; dies stellt aber lediglich eine mögliche verwal-

tungsrechtliche Folge des strafbaren Verhaltens dar und kann keinen Einfluss auf die Eruierung 

des rechtserheblichen Sachverhaltes haben. Dass der Beschuldigte keinen entsprechenden 

Lederkombi und keinen Helm besitzen will, wie sie auf dem Radarfoto erscheinen, ist sodann 

bloss eine unsubstantiierte Behauptung. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei 

der Kawasaki ZZR 1100 um ein sehr schnelles Motorrad mit rund 150 PS bei deutlich unter 300 

Kilogramm Gewicht handelt, weshalb sich eine Geschwindigkeitsüberschreitung bei einem 

Überholvorgang im Bereich, wie sie dem Beschuldigten zur Last gelegt wird, auch bei grund-

sätzlich defensiver Fahrweise sehr schnell zutragen kann.  

 

3.4 In Berücksichtigung des nachgewiesenen angeklagten Sachverhalts ist im Rahmen der 

rechtlichen Subsumption zu erwägen, dass der Beschuldigte ausserorts bei einer erlaubten 

 
 
 

 
 
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Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h nach Abzug einer Sicherheitsmarge von 6 km/h um rele-

vante 37 km/h zu schnell gefahren ist. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts stellt 

eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 35 km/h auf Autobahnen sowie eine solche von 

30 km/h auf nicht richtungsgetrennten Autostrassen und Autobahnausfahrten grundsätzlich, d.h. 

ungeachtet der konkreten Umstände, eine grobe Verkehrsregelverletzung nach Art. 90 Abs. 2 

SVG dar. Gestützt auf diese Praxis ist zu konstatieren, dass im vorliegenden Fall der Beschul-

digte mit einer massgeblichen Geschwindigkeit von 117 km/h selbst die auf einer Autostrasse 

geltende allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h (vgl. Art. 4a Abs. 1 lit. c VRV) deut-

lich überschritten sowie die auf einer Autobahn unter günstigen Verhältnissen zulässige 

Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h (vgl. Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV) nahezu ausgeschöpft hätte. 

Bei dieser Sachlage erweist sich ‒ nachdem mangels Vorliegens besonderer Verhältnisse keine 

Veranlassung besteht, um von der gefestigten höchstrichterlichen Rechtsprechung abzuwei-

chen ‒ die Fahrweise des Beschuldigten ohne gesonderte Prüfung der konkreten Umstände als 

eine zumindest grob fahrlässig begangene ernsthafte Gefährdung der Verkehrssicherheit. 

Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe liegen keine vor.  

 

Gemäss diesen Erwägungen ist der Beschuldigte in Abweisung seiner Berufung und demnach 

in Bestätigung des angefochtenen Urteils der groben Verletzung der Verkehrsregeln nach 

Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 32 Abs. 2 SVG sowie Art. 4a 

Abs. 1 lit. b VRV schuldig zu erklären.  

 

 

4.  Strafzumessung  

 

a) In seiner neuesten Rechtsprechung (vgl. zum Ganzen BGer 7B_539/2023 vom 3. No-

vember 2023 E. 3.1.1 f.) hat das Bundesgericht unter anderem zur Strafzumessung Folgendes 

erwogen: Im Berufungsverfahren gilt grundsätzlich die Dispositionsmaxime (vgl. Art. 404 StPO; 

BGE 147 IV 93 E. 1.5.2; BGer 6B_676/2022 vom 27. Dezember 2022 E. 1.3.2; 6B_1320/2020 

vom 12. Januar 2022 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 148 IV 22). Nach Art. 399 Abs. 3 StPO hat die 

Partei in ihrer schriftlichen Berufungserklärung anzugeben, ob sie das Urteil vollumfänglich oder 

nur in Teilen anficht (lit. a), welche Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils sie verlangt 

(lit. b) und welche Beweisanträge sie stellt (lit. c). Ficht der Berufungskläger nur Teile des Urteils 

an, hat er in der Berufungserklärung verbindlich anzugeben, auf welche Teile (Schuldpunkt, 

 
 
 

 
 
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allenfalls bezogen auf einzelne Handlungen; Bemessung der Strafe etc.) sich die Berufung be-

schränkt (Art. 399 Abs. 4 StPO). Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur 

in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO; BGE 147 IV 93 E. 1.5.2). Die nicht ange-

fochtenen Urteilspunkte werden ‒ unter dem Vorbehalt von Art. 404 Abs. 2 StPO ‒ rechtskräftig 

(vgl. Art. 402 StPO; BGer 6B_1320/2020 vom 12. Januar 2022 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 148 

IV 22; 6B_1403/2019 vom 10. Juni 2020 E. 1.3, mit Hinweisen). Was das Erfordernis von 

Art. 399 Abs. 3 lit. b StPO anbelangt, also die Angabe, welche Abänderungen des erstinstanzli-

chen Urteils verlangt werden, so handelt es sich hierbei um das prozessuale Erfordernis, wo-

nach ein reformatorischer Berufungsantrag einzureichen ist. Es ist mit der Berufung, die ein 

reformatorisches Rechtsmittel darstellt (BGE 143 IV 408 E. 6.1; BGer 6B_837/2019 vom 6. De-

zember 2019 E. 1.2), genau so wie mit der reformatorischen Beschwerde in Strafsachen an das 

Bundesgericht (Art. 107 Abs. 2 BGG) ein Antrag in der Sache zu stellen. Aufhebungsanträge 

oder Anträge auf Rückweisung der Sache an die erste Instanz zur neuen Entscheidung allein 

genügen nicht (vgl. BGE 137 II 313 E. 1.3 mit Hinweisen), ausser wenn das Berufungsgericht 

im Falle der Gutheissung der Berufung ohnehin nicht reformatorisch entscheiden könnte (BGE 

136 V 131 E. 1.2; 134 III 379 E. 1.3 zur analogen Rechtslage unter dem BGG, mit Hinweis; 

BGer 6B_532/2023 vom 9. Oktober 2023 E. 1). Bei einer Anfechtung der Sanktion ist sodann 

anzugeben, ob ein Wechsel der Strafart, eine Strafminderung oder Strafschärfung, die Aufhe-

bung oder Anordnung einer Massnahme, der Ersatz einer stationären Massnahme durch eine 

bessernde Massnahme etc. angestrebt wird. Eine Berufungserklärung, die allein die Aufhebung 

des erstinstanzlichen Urteils verlangt, ist deshalb ungültig und es ist darauf nach Art. 403 StPO 

nicht einzutreten. Immerhin reicht ein Begehren ohne Antrag in der Sache aus, wenn sich aus 

der Begründung zweifelsfrei ergibt, was mit der Berufung angestrebt wird (zur analogen Rechts-

lage unter dem BGG vgl. BGE 137 II 313 E. 1.3; BGer 6B_532/2023 vom 9. Oktober 2023 E. 1; 

7B_11/2021 vom 15. August 2023 E. 3; je mit Hinweisen).  

 

b) Im vorliegenden Fall hat der Beschuldigte darauf verzichtet, die Sanktion eigenständig 

anzufechten und sich vielmehr darauf beschränkt, einen sinngemässen Freispruch vom Vorwurf 

der groben Verletzung der Verkehrsregeln zu verlangen. In Bezug auf die Strafzumessung hat 

er jedoch weder Anträge gestellt noch sich mit dieser im Rahmen seiner Begründung auseinan-

dergesetzt; abgesehen von seiner im Zusammenhang mit der Würdigung der Täterkomponen-

ten erfolgten, unzutreffenden Behauptung, wonach der zweite Strafregistereintrag zu Unrecht 

erfolgt sei (vgl. oben E. 3.b/ff). Unter Verweis auf die vorstehenden Ausführungen des Bundes-

 
 
 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gerichts erübrigt sich demnach zufolge fehlender selbstständiger Anfechtung der Sanktion eine 

Überprüfung der erstinstanzlichen Strafzumessung, zumal eine wesentliche Veränderung der 

persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Berufungsklägers seit dem Urteil des Straf-

gerichtspräsidiums vom 11. Juli 2023, welche allenfalls bei der Bemessung der Höhe des Ta-

gessatzes bzw. der Verbindungsbusse von Amtes wegen zu berücksichtigen wäre (vgl. Art. 34 

Abs. 2 StGB sowie Art. 106 Abs. 3 StGB), weder geltend gemacht wird noch ersichtlich ist. Im 

Ergebnis ist damit der Beschuldigte in Abweisung seiner Berufung und Bestätigung des ange-

fochtenen Urteils wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln schuldig zu sprechen und zu 

einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 32 Tagessätzen zu jeweils CHF 110.--, bei einer 

Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von CHF 800.-- (bei einer Ersatzfreiheitsstrafe 

von acht Tagen bei schuldhaftem Nichtbezahlen der Busse) zu verurteilen.  

 

 

5. Kostenfolge  

 

Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach 

Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Gestützt auf den vorliegenden Verfahrensaus-

gang rechtfertigt es sich somit, die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe 

von CHF 2'100.-- (beinhaltend eine Gebühr von CHF 2'000.-- sowie Auslagen von pauschal 

CHF 100.--) dem Beschuldigten aufzuerlegen.   

 
 
 

 
 
Seite 18   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demnach wird erkannt: 

 
://: I. Das Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 

11. Juli 2023, lautend:  

 

"1.  A.____ wird der groben Verletzung der Verkehrsregeln schul-

dig erklärt und verurteilt 

 

 zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 32 Tagessätzen 

zu je CHF 110.00, 

 

 bei einer Probezeit von 2 Jahren, 

 

 sowie zu einer Busse von CHF 800.00, 

 

 im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren 

Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen, 

 

 in Anwendung von Art. 90 Abs. 2 SVG (i.V.m. Art. 27 Abs. 1 

SVG, Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 und 5 VRV), 

Art. 34 Abs. 1 und 2 StGB, Art. 42 Abs. 1 und 4 StGB, Art. 44 

Abs. 1 StGB und Art. 106 StGB. 

 

2.  Die Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des Vorver-

fahrens von CHF 610.00 und der Gerichtsgebühr von 

CHF 1'000.00. 

 

 A.____ trägt die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 426 

Abs. 1 StPO." 
 

 

wird in Abweisung der Berufung des Beschuldigten unverän-

dert zum Bestandteil des vorliegenden Urteils erklärt.   

 

 II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von 

CHF 2'100.-- (beinhaltend eine Gebühr von CHF 2'000.-- sowie 

Auslagen von CHF 100.--) gehen zu Lasten des Beschuldigten. 

 

 
 
 

 
 
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Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber  
 
 
 
 
Pascal Neumann  

 

 
 
 
 

Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde in Strafsachen hat das Bundesgericht 

mit Urteil vom 9. Oktober 2024 (Verfahren 6B_428/2024) abgewiesen, soweit es darauf ein-

getreten ist.