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**Case Identifier:** 05235310-b4d7-5c55-af92-0640f2196bf1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.09.2025 200 2025 302
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-302_2025-09-01.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 302 
JAP/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. September 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern
Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 7. Mai 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2025, ALV 200 2025 302

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Sachverhalt:

A.

Der 1986 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 19. September 2019 beim Regionalen Arbeitsver-
mittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (Akten des Amts für Ar-
beitslosenversicherung des Kantons Bern [AVA], Dossier RAV-Region … 
[act. IIA] 103 [pag. 202 f.]) und stellte am 20. September 2019 einen Antrag 
auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. September 2019 (Akten des AVA, 
Dossier Arbeitslosenkasse … [act. IIC] 126 [pag. 233-236]). In der Folge 
wurde dem Versicherten in den Kontrollperioden Oktober 2019 bis Januar 
2021 Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet (act. IIC 38 [pag. 98], 43-56 
[pag. 107-120], 59 [pag. 123], 63 [pag. 130], 69 [pag. 137], 71 [pag. 140], 
92 [pag. 170], 96 [pag. 174], 114 [pag. 204]). Mit ärztlichem Zeugnis vom 
23. Februar 2021 (act. IIC 40 [pag. 101]) wurde ihm vom 6. Januar 2021 bis 
zum 30. April 2021 eine unfallbedingte ganze Arbeitsunfähigkeit attestiert 
und es erfolgte per 30. April 2021 die Abmeldung beim RAV (act. IIA 3 
[pag. 29]; act. IIC 36 [pag. 95]).

Nachdem die Invalidenversicherung (IV), bei welcher sich der Versicherte 
zwischenzeitlich ebenfalls angemeldete hatte (vgl. act. IIC 30 [pag. 73], 32 
[pag. 86]), mit Vorbescheid vom 15. März 2022 die Verneinung des IV-
Rentenanspruchs in Aussicht gestellt hatte (vgl. act. IIC 30 [pag. 73-80]), 
meldete er sich am 25. März 2022 erneut beim RAV zur Arbeitsvermittlung 
an (Akten des AVA, Dossier RAV-Region … [act. II] 71 [pag. 135 f.]) und 
stellte gleichentags einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 
1. April 2022 (act. IIC 29 [pag. 69-72]). Dem Versicherten wurde, unter 
Berücksichtigung einverlangter Taggeldabrechnungen der obligatorischen 
Unfallversicherung (UV; act. IIC 25 [pag. 53-63]) in den Kontrollperioden 
April 2022 bis Oktober 2022 wiederum Arbeitslosenentschädigung ausge-
richtet (act. IIC 4 [pag. 9], 10 [pag. 23], 16 [pag. 33]; act. IIB 54 [pag. 160], 
57 [pag. 162], 63 f. [pag. 171 f.], 69 f. [pag. 180 f.], 74 [pag. 186], 88 
[pag. 214]). Am 2. November 2022 informierte das AVA, Arbeitslosenkasse, 
den Versicherten über die Ausschöpfung seines Anspruchs auf Leistungen 
der Arbeitslosenversicherung per 31. Oktober 2022 (Aussteuerung; 

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act. IIC 65  [pag. 173 f.]) und er wurde per demselben Datum beim RAV 
abgemeldet (act. IIC 8 [pag. 56]). Mit Verfügung vom 13. Oktober 2023 
sprach ihm die IV ab dem 1. März 2022 eine Rente von 100 % einer gan-
zen Rente und ab dem 1. Dezember 2022 eine solche von 57 % einer gan-
zen Rente (act. IIC 26 [pag. 98-109]) bzw. mit Verfügung vom 14. August 
2024 ab dem 1. Januar 2024 eine solche von 61 % einer ganzen Rente zu 
(act. IIB 13 [pag. 64-75]).

Mit Schreiben vom 21. Januar 2025 wandte sich der Versicherte an das 
AVA, Arbeitslosenkasse, und machte – unter Beilage eines Schreibens 
desselben Datums an die Stiftung B.________ (act. IIB 10 [pag. 59]) – eine 
Verletzung der Beratungspflicht hinsichtlich der Möglichkeit der Weiter-
führung der beruflichen Vorsorge geltend (act. IIB 11 [pag. 60]). Nach wei-
terer Korrespondenz zwischen dem Versicherten und dem AVA, Arbeitslo-
senkasse (act. IIB 7 [pag. 52-55], 9 [pag. 58]), verneinte letzteres mit Ver-
fügung vom 2. April 2025 (act. IIB 6 [pag. 47-51]) einen Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung für den Zeitraum vom 5. Januar 2021 bis 31. Ok-
tober 2022 und führte weiter aus, der Versicherte sei mit Brief vom 2. No-
vember 2022 darüber informiert worden, dass er gemäss Art. 47 Abs. 2 des 
Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlas-
senen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) seine Vorsorge im bishe-
rigen Umfang bei der Stiftung B.________ weiterführen könne. Die Arbeits-
losenkasse sei somit ihrer Informationspflicht nachgekommen. Zu weiter-
führenden Informationen oder Regelungen zu anderen Sozialversicherun-
gen während einer laufenden Rahmenfrist sei die Arbeitslosenkasse nicht 
verpflichtet. Folglich sei die geltend gemachte Informationspflicht nicht ver-
letzt. Daran hielt das AVA, Rechtsdienst, auf Einsprache hin (act. IIB 5 
[pag. 37]) mit Entscheid vom 7. Mai 2025 (act. IIB 3 [pag. 31-35]) fest.

B.

Mit nicht unterzeichneter und als "Einsprache gegen den Einspracheent-
scheid vom 7. Mai 2025" bezeichneter Eingabe vom 7. Mai 2025 (zustän-
digkeitshalber weitergeleitet durch den Rechtsdienst des AVA) bzw. nach 
Aufforderung des Instruktionsrichters (vgl. prozessleitende Verfügung vom 

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14. Mai 2025) mit verbesserter Eingabe vom 15. Mai 2025 erhob der Versi-
cherte Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren:

" 1. Der Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse des Kan-
tons Bern vom 7. Mai 2025 (Nr. 16460 DIV) sei aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass die ALK durch Verletzung ihrer 
gesetzlichen Beratungspflichten gemäss Art. 27 und Art. 43 
ATSG massgeblich dafür verantwortlich ist, dass mir heute 
kein Anspruch auf Invalidenleistungen der beruflichen Vor-
sorge zusteht.

3. Die Sache sei zur weiteren Abklärung und Feststellung all-
fälliger Ersatz- oder Wiedergutmachungsansprüche an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Es sei auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzich-
ten."

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Juni 2025 schloss der Beschwerdegegner 
auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 7. Juni 2025 hielt der Beschwerdeführer an seinen Stand-
punkten fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 

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zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmun-
gen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 7. Mai 2025 
(act. IIB 3 [pag. 31-35]), mit welchem die Verfügung des AVA, Arbeitslo-
senkasse, vom 2. April 2025 (act. IIB 6 [pag. 47-51]), wonach vom 5. Janu-
ar 2021 bis 31. Oktober 2022 kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädi-
gung bestehe, bestätigt wurde.

Anfechtbar ist grundsätzlich nur das Dispositiv (die Entscheidformel), nicht 
aber die Begründung (SVR 2018 IV Nr. 30 S. 95, 9C_238/2017 E. 1). Der 
Beschwerdeführer beantragt keine Leistungen der Arbeitslosenversiche-
rung, sondern stellt ein Feststellungsbegehren (vgl. zur diesbezüglichen 
Subsidiarität etwa MARKUS MÜLLER, in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 73) und verlangt, dass der 
angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache zur "weite-
ren Abklärung und Feststellung allfälliger Ersatz- und Wiedergutmachungs-
ansprüche" an den Beschwerdegegner zurückzuweisen sei (Beschwerde 
S. 2 Ziff. 3). Das Feststellungsbegehren betrifft die geltend gemachte Ver-
letzung der Aufklärungs- und Beratungspflicht im Sinne von Art. 27 ATSG 
durch den Beschwerdegegner und die damit verbundenen Implikationen für 
den Zweig der beruflichen Vorsorge. Vorderhand bewegt sich dieses Fest-
stellungsbegehren ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes und auch 
dessen Ausdehnung (vgl. BGE 130 V 501 E. 1.2 S. 503, 122 V 34 E. 2a 
S. 36; SVR 2012 IV Nr. 35 S. 136, 9C_678/2011 E. 3.1) fiele ausser Be-
tracht, da das Feststellungsbegehren nicht mit dem Arbeitslosenentschädi-
gungsanspruch zusammenhängt und somit auch nicht von einer Tatbe-
standsgesamtheit gesprochen werden könnte. Allerdings wurde im Verwal-

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tungs- und Einspracheverfahren auch die vom Beschwerdeführer aufge-
worfene Frage, ob der Beschwerdegegner seine Beratungs- und Auf-
klärungspflicht verletzt habe, thematisiert und verneint (act. IIB 3 
[pag. 33 f.], 6 [pag. 48]), womit dieser Feststellung – unbesehen der textli-
chen Gestaltung der Verfügung vom 2. April 2025 bzw. des Einspracheent-
scheids vom 7. Mai 2025 – Dispositivcharakter beizumessen ist (vgl. BGE 
115 V 416 E. 3b aa S. 417). Als Rechtsfolge der geltend gemachten Unter-
lassung könnte zwar nicht ohne Weiteres das Bestehen einer Deckung in 
einem anderen Versicherungszweig fingiert werden, infrage käme aber ein 
Verantwortlichkeitsanspruch gegenüber dem Beschwerdegegner im Sinne 
von Art. 78 ATSG (vgl. THOMAS FLÜCKIGER, in: KIE-
SER/KRADOLFER/LENDFERS [Hrsg.], ATSG-Kommentar, 5. Auflage 2024, 
Art. 78 N. 111). Indem der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 21. Janu-
ar 2025 (act. IIB 11 [pag. 60]) im Zusammenhang mit der geltend gemach-
ten Verletzung der Aufklärungs- und Beratungspflicht vom Beschwerde-
gegner u.a. eine "Wiedergutmachung" verlangte, leitete er das diesbezügli-
che Verfahren nach Art. 82a AVIG ein. Streitig und zu prüfen ist somit ein-
zig, ob der Beschwerdegegner die Aufklärungs- und Beratungspflicht ver-
letzte und damit die Verantwortlichkeit im Sinne von Art. 78 ATSG betroffen 
ist. Dass die Stiftung B.________ informell einen Leistungsanspruch ne-
gierte und dabei inzident (vorfrageweise) auch eine Verletzung von Art. 27 
ATSG durch den Beschwerdegegner als unwahrscheinlich erachtete (Akten 
des Beschwerdeführers [act. I] 15), ist dabei unerheblich, wurde über allfäl-
lige BVG-Leistungsansprüche doch bisher nicht gerichtlich befunden (vgl. 
BGE 149 V 169 E. 5.1 S. 171). Hinsichtlich des Anspruchs auf Arbeitslo-
senentschädigung für die Zeit vom 5. Januar 2021 bis 31. Oktober 2022 ist 
der Einspracheentscheid vom 7. Mai 2025 (act. IIB 3 [pag. 31-35]) unange-
fochten in (Teil-)Rechtskraft erwachsen (vgl. BGE 144 V 354 E. 4.3 S. 358, 
118 V 311 E. 3b S. 314).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen 
Sozialversicherungen sind verpflichtet, im Rahmen ihres Zuständigkeitsbe-
reiches die interessierten Personen über ihre Rechte und Pflichten aufzu-
klären (Art. 27 Abs. 1 ATSG). Diese Bestimmung stipuliert eine allgemeine 
und permanente Aufklärungspflicht der Versicherungsträger und Durch-
führungsorgane, die nicht erst auf persönliches Verlangen der interessier-
ten Person zu erfolgen hat, und die hauptsächlich durch die Abgabe von 
Informationsbroschüren, Merkblättern und Wegleitungen erfüllt wird (BGE 
131 V 472 E. 4.1 S. 476; SVR 2012 ALV Nr. 3 S. 5, 8C_332/2011 E. 5.1.1). 

2.2 Jede Person hat Anspruch auf grundsätzlich unentgeltliche Bera-
tung über ihre Rechte und Pflichten. Dafür zuständig sind die Versiche-
rungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu machen oder die 
Pflichten zu erfüllen sind (Art. 27 Abs. 2 ATSG). Es ergibt sich daraus ein 
individuelles Recht auf Beratung durch den zuständigen Versicherungsträ-
ger. Jede versicherte Person kann vom Versicherungsträger im konkreten 
Einzelfall eine unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten ver-
langen (BGE 131 V 472 E. 4.1 S. 476). Sinn und Zweck der Beratungs-
pflicht ist, die betreffende Person in die Lage zu versetzen, sich so zu ver-
halten, dass eine den gesetzgeberischen Zielen des jeweiligen Erlasses 
entsprechende Rechtsfolge eintritt. Zum Kern der Beratungspflicht gehört, 
die versicherte Person darauf aufmerksam zu machen, ihr Verhalten könne 
eine der Voraussetzungen des Leistungsanspruchs gefährden (BGE 131 V 
472 E. 4.3 S. 480; ARV 2024 S. 224 E. 6.3). Solange aber der Versiche-
rungsträger bei einem durchschnittlichen Mass an Aufmerksamkeit noch 
nicht erkennen kann, dass die Situation einer versicherten Person den 
Leistungsanspruch zu gefährden vermag, trifft ihn keine Beratungspflicht 
(BGE 133 V 249 E. 7.2 S. 256). Insbesondere kann von einem Versiche-
rungsträger nicht gefordert werden, dass er über eine in der allgemeineren 

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Weise und Voraussicht hinausgehende Form bezüglich aller Eventualitäten 
zu informieren hat (ARV 2024 S. 224 E. 6.4). 

2.3 Stellt ein Versicherungsträger fest, dass eine versicherte Person 
oder ihre Angehörigen Leistungen anderer Sozialversicherungen bean-
spruchen können, so gibt er ihnen unverzüglich davon Kenntnis (Art. 27 
Abs. 3 ATSG).

2.4 Zu den Trägern und Durchführungsorganen der Sozialversicherung 
zählen alle organisatorischen Einheiten, welche einen Sozialversiche-
rungszweig durchführen bzw. betreiben und auf deren Verfahren das ATSG 
anwendbar ist (vgl. MEYER/EGLI, in: KIESER/KRADOLFER/LENDFERS [Hrsg.], 
a.a.O., Art. 30 N. 18). Die Aufklärungs- und Beratungspflicht ist im Zweig 
der Arbeitslosenversicherung in dem Sinne segregiert, als sie sich auf den 
spezifischen Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Durchführungsstellen 
beschränkt (Art. 22 Abs. 3 AVIV; vgl. dazu Staatssekretariat für Wirtschaft 
[SECO], AVIG-Praxis ALE, B345e [<www.arbeit.swiss>, unter Publikatio-
nen/Weisungen/AVIG-Praxis]).

2.5 Die Beratungs- und Hinweispflicht besteht nur dann, wenn ein hin-
reichender (für die Versicherungsorgane erkennbarer) Anlass zur Informa-
tion besteht. Es kann vom Versicherungsträger nicht verlangt werden, dass 
er die Versicherten über alle auch nur theoretisch denkbaren Ansprüche 
informiert (SVR 2013 AHV Nr. 12 S. 47, 9C_336/2012 E. 3.3). Eine Auf-
klärungspflicht der Versicherungsträger, vorsorglich Informationen abzuge-
ben, die als allgemein bekannt vorausgesetzt werden dürfen, besteht nicht 
(SVR 2022 ALV Nr. 37 S. 127, 8C_82/2022 E. 5.3.2). Eine ungenügende 
oder fehlende Wahrnehmung der Beratungspflicht kommt einer falsch er-
teilten Auskunft des Versicherungsträgers gleich. Dieser hat in Nachach-
tung des Vertrauensschutzprinzips hierfür einzustehen, sofern sämtliche 
Voraussetzungen des öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutzes erfüllt sind 
(BGE 143 V 341 E. 5.2.1 S. 346; SVR 2020 EL Nr. 5 S. 19 E. 6.2.2, 
9C_519/2019; ARV 2019 S. 280 E. 4.3).

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3.

3.1 Eingangs ist festzuhalten, dass sich der sachliche Anwendungsbe-
reich sowohl der allgemeinen Informations- oder Aufklärungspflicht im Sin-
ne von Art. 27 Abs. 1 ATSG (vgl. E. 2.1 hiervor) als auch die individuelle, 
fallbezogene Beratungspflicht im Sinne von Art. 27 Abs. 2 ATSG (vgl. 
E. 2.2 hiervor) auf den jeweiligen Versicherungszweig beschränkt (vgl. 
MEYER/EGLI, in: KIESER/KRADOLFER/LENDFERS [Hrsg.], a.a.O., Art. 27 N. 2 
und N. 30). Die Hinweispflicht im Sinne von Art. 27 Abs. 3 ATSG (vgl. 
E. 2.3 hiervor) erstreckt sich zwar auf die anderen Sozialversicherungs-
zweige, betrifft jedoch das Leistungsrecht, nicht hingegen die blosse freiwil-
lige Versicherungsdeckung, aus welcher allenfalls zu einem späteren Zeit-
punkt ein Leistungsanspruch resultieren könnte (vgl. MEYER/EGLI, a.a.O., 
Art. 27 N. 66 ff.). 

3.2 Aufgrund der Akten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer bei der 
Anmeldung zur Arbeitsvermittlung beim RAV … (act. IIA 103 [pag. 202 f.]) 
am 19. September 2019 im Rahmen der allgemeinen Informations- oder 
Aufklärungspflicht mittels des von ihm unterzeichneten Formulars "Ihre 
Vorbereitung auf das erste Beratungsgespräch" (act. IIA 102 [pag. 201]) 
sowie den damit verbundenen Broschüren auf die Möglichkeit hingewiesen 
wurde, nach dem Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung die 
Vorsorge für die Risiken Tod und Invalidität bei der Stiftung B.________ 
weiterzuführen (Broschüre "Was Sie als RAV-Kundin oder RAV-Kunde wis-
sen müssen und von uns erwarten können" [<www.weu.be.ch>, unter: Über 
uns/Die Organisation/Amt für Arbeitslosenversicherung/Publikationen] mit 
Verweis auf S. 14 zur Broschüre "Berufliche Vorsorge für arbeitslose Per-
sonen gemäss AVIG und BVG" [<www.arbeit.swiss>, unter: Publikatio-
nen/Broschüren und Flyer/Info-Service und Merkblätter für Stellensuchen-
de]). Damit wurde der Beschwerdeführer in die Lage versetzt, den wesent-
lichen Inhalt von Art. 47 Abs. 2 BVG zur Kenntnis zu nehmen, wonach der 
aus der obligatorischen Versicherung ausscheidende Versicherte die Vor-
sorge für die Risiken Tod und Invalidität im bisherigen Umfang bei der Auf-
fangeinrichtung (BVG) weiterführen kann (vgl. dazu auch die Verordnung 
vom 3. März 1997 über die obligatorische berufliche Vorsorge von arbeits-
losen Personen [SR 837.174]). Mit dem Beschwerdegegner ist festzuhal-

http://www.weu.be.ch
http://www.arbeit.swiss

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ten, dass es dem Beschwerdeführer daher ohne Weiteres möglich gewe-
sen wäre, sich entsprechend über seine Rechte im Bereich der beruflichen 
Vorsorge zu informieren (Beschwerdeantwort S. 4 f. Ziff. III Art. 2). Zudem 
wurde der Beschwerdeführer am 2. November 2022 vom Beschwerdegeg-
ner im Zusammenhang mit der Aussteuerung schriftlich nochmals auf die 
Möglichkeit hingewiesen, die berufliche Vorsorge im bisherigen Umfang bei 
der Auffangeinrichtung (BVG) weiterzuführen, dies unter Angabe deren 
Kontaktdaten (act. IIB 65 [pag. 173 f.]; vgl. Beschwerde S. 1 Ziff. 2 lit. a).

Dass seitens des Beschwerdeführers ebenfalls bereits vor der Aussteue-
rung ein individueller Beratungsbedarf (vgl. E. 2.2 hiervor) bestanden hätte 
(Beschwerde S. 1 Ziff. 2 lit. a; Replik S. 1 Ziff. 2; Beschwerdeantwort S. 5 
Ziff. III Art. 2), war für den Beschwerdegegner nicht ersichtlich. Der Be-
schwerdeführer war, nachdem er einen Antrag auf Arbeitslosenentschädi-
gung gestellt hatte (act. IIC 126 [pag. 233-236]), ab 1. Oktober 2019 ver-
mittlungsfähig und anspruchsberechtigt (act. IIA 65 [pag. 118-121] = 
act. IIC 102 [pag. 183-186]). Die Arbeitslosenkasse richtete in den Kontroll-
perioden Oktober 2019 bis Januar 2021 denn auch Taggelder aus 
(act. IIC 38 [pag. 98], 43-56 [pag. 107-120], 59 [pag. 123], 63 [pag. 130], 69 
[pag. 137], 71 [pag. 140], 92 [pag. 170], 96 [pag. 174], 114 [pag. 204]). Al-
lein der Umstand, dass im Rahmen der intersystemischen Koordination 
(vgl. Art. 28 Abs. 2 AVIG; AVIG-Praxis, ALE C176) durch das ab 6. Januar 
2021 basierend auf einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgerichtete 
Taggeld der Unfallversicherung (act. IIB 101 [pag.240-242]; act. IIC 13 
[pag. 27-29], 33 f. [pag. 90-92]) innerhalb der laufenden Rahmenfrist für 
den Leistungsbezug ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung vollstän-
dig entfiel, ändert daran nichts, besteht ein Versicherungsschutz bei der 
Auffangeinrichtung doch grundsätzlich auch in diesen Konstellationen (vgl. 
Art. 1 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 2 Verordnung über die obligatorische berufli-
che Vorsorge von arbeitslosen Personen; BGE 147 V 322, 139 V 579). Im 
Übrigen sind aktenmässig, auch wenn sich die individuelle, fallbezogene 
Beratungspflicht des Beschwerdegegners einzig auf den Versicherungs-
zweig der ALV beschränkt (vgl. E. 3.1 hiervor), keine Anhaltspunkte ersicht-
lich, wonach der Beschwerdeführer bereits zu dieser Zeit hinsichtlich der 
beruflichen Vorsorge einen über den ihm zur Verfügungen stehenden In-
formationen hinausgehenden Beratungsbedarf gehabt hätte. Hinzu kommt, 

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dass damals noch keine BVG-Rentenleistungen infrage kamen, erfolgte die 
Rentenzusprache der IV doch erst mit Verfügung vom 13. Oktober 2023 
(act. IIB 26 [pag. 97-109]). In dem der Beschwerdegegner den Beschwer-
deführer mit Schreiben vom 17. Oktober 2023 (act. IIB 25 [pag. 95 f.]) so-
dann über die mögliche Invalidenrente der beruflichen Vorsorge informierte, 
kam er auch zeitnah seiner Hinweispflicht im Sinne von Art. 27 Abs. 3 
ATSG (vgl. E. 2.3 hiervor) nach. 

3.3 Zusammenfassend ist keine Verletzung der (allgemeinen oder indi-
viduellen, fallbezogenen) Aufklärungs- und Beratungspflicht sowie der Hin-
weispflicht ausgewiesen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 
7. Mai 2025 (act. IIB 3 [pag. 31-35]) ist nicht zu beanstanden. Die dagegen 
erhobene Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist 
abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. 3 Ziff. 4). 

4.2  Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2025, ALV 200 2025 302

- 12 -

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst 

(samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 7. Juni 2025)
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.