# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7af6fdd9-0526-54c0-b84f-219a7f5eb890
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 26.08.2020 810 19 152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-152_2020-08-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 26. August 2020 (810 19 152) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht  
 
 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz / Zweiter 

Rechtsgang 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Claude Jeanneret,  

Markus Clausen, Hans Furer, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiberin 
Elena Diolaiutti 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, handelnd durch seine Beiständin B.____, 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, vertreten durch Eli-
sabeth Maier, Advokatin 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung aus der 

Schweiz / Zweiter Rechtsgang (RRB Nr. 489 vom 12. April 2016) 
 
 
 
A. A.____, geboren 1987, ist kosovarischer Staatsangehöriger. Er kam am 13. August 
1994 im Rahmen eines Familiennachzugs in die Schweiz, wo ihm eine Niederlassungsbewilli-
gung erteilt wurde. Nach der obligatorischen Schulzeit arbeitete A.____ bei verschiedenen Fir-
men (teils temporär nur für einige Monate); zuletzt war er während zweieinhalb Jahren bei sei-
ner damaligen Freundin D.____ in deren Coiffeursalon tätig. Zwischen dem 1. Juni 2013 und 

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dem 30. September 2014 bezog er Sozialhilfeleistungen im Umfang von Fr. 5'700.--. Seit dem 
1. November 2015 ist er erneut auf entsprechende Zahlungen angewiesen, nachdem ihm auf 
Ende September 2015 gekündigt worden war. A.____ ist ledig und Vater zweier Söhne: E.____, 
geboren am XX.XX.2017, und F.____, geboren am XX.XX.2018. F.____ leidet unter anderem 
an einem Herzfehler und am Trisomie-21-Syndrom. Die Mutter der Söhne ist seine ehemalige 
Freundin G.____. Beide Söhne haben die österreichische Nationalität. Der Beschwerdeführer 
wohnt mit seinem Vater in dessen Wohnung. Im gleichen Mehrfamilienhaus wohnen zwei Brü-
der des Beschwerdeführers mit jeweiliger Familie. Seine Mutter verstarb im August 2017. Ein 
lV-Berentungsverfahren ist hängig.  
 
B. A.____ wurde in der Schweiz wiederholt straffällig: In der Zeitspanne von Februar 2004 
bis April 2011 wurde er insgesamt sechsmal verurteilt. Dabei ging es unter anderem um Dieb-
stahl, Drohung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Raufhandel, einfache Körperverlet-
zung, mehrfache Tätlichkeiten, mehrfache Nötigungen, Trunkenheit und unanständiges Be-
nehmen. Am 22. März 2011 verurteilte das Strafgericht Basel-Stadt A.____ wegen unrechtmäs-
siger Aneignung, Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes, Angriffs und Raufhandels zu ei-
ner bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 50.-- und einer Busse von Fr. 300.--. Mit 
Strafbefehl vom 29. April 2011 befand die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft A.____ der ein-
fachen Körperverletzung und des Raufhandels für schuldig und auferlegte ihm eine Geldstrafe 
von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.--, davon 90 Tagessätze bedingt. Das Amt für Migration und 
Bürgerrecht des Kantons Basel-Landschaft (AFMB; ehemals Amt für Migration des Kantons 
Basel-Landschaft) verwarnte A.____ am 8. Dezember 2011 und drohte ihm weitergehende 
Sanktionen für den Fall an, dass er sein Verhalten nicht ändere. 
 
C. Wegen mehrerer Verstösse gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung (unter anderem 
grober Verletzung der Verkehrsregeln und Fahren in fahrunfähigem Zustand) erhielt A.____ mit 
Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Solothurn vom 29. Oktober 2012 eine bedingt vollziehbare 
Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 100.-- und eine Busse von Fr. 1'000.--. Das Appellations-
gericht Basel-Stadt verurteilte A.____ am 29. April 2014 wegen Angriffs zu einer Freiheitsstrafe 
von zwei Jahren. A.____ focht diesen Entscheid erfolglos beim Bundesgericht an. Am 15. Sep-
tember 2014 wurde er bedingt aus dem Strafvollzug entlassen. Am 3. Februar 2016 beantragte 
A.____, das Urteil vom 29. April 2014 zu revidieren. In der Folge wurde ein forensisch-
psychiatrisches Gutachten zur Abklärung seiner Schuldfähigkeit eingeholt. Das Appellationsge-
richt Basel-Stadt wies am 21. März 2017 das Revisionsgesuch ab, wogegen A.____ wiederum 
erfolglos an das Bundesgericht gelangte. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Solothurn vom 
9. Dezember 2014 war A.____ in der Zwischenzeit wegen Nichtanbringen der vorgeschriebe-
nen Kontrollschilder zu einer Busse von Fr. 140.-- verurteilt worden. Am 25. April 2017 belangte 
die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft A.____ mit einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu 
Fr. 30.-- wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln.  
 
D. In der Zwischenzeit hatte das AFMB am 20. August 2015 die Niederlassungsbewilli-
gung von A.____ widerrufen und ihn des Landes verwiesen. A.____, nachfolgend immer vertre-
ten durch Elisabeth Maier, Rechtsanwältin, gelangte hiergegen erfolglos an den Regierungsrat 
des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) und an das Kantonsgericht Basel-Landschaft 

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(Kantonsgericht). Diese gingen in ihren Entscheiden Nr. 489 vom 12. April 2016 und  
Nr. 810 16 109 vom 25. Juli 2018 davon aus, dass der Beschwerdeführer offensichtlich unbe-
lehrbar und nicht gewillt oder in der Lage sei, sein negatives Verhalten zu ändern. Es treffe ihn 
ein schweres Verschulden. Das öffentliche Sicherheitsinteresse überwiege sein privates Inte-
resse, in der Schweiz verbleiben zu können. 
 
E. Der Beschwerdeführer erhob gegen das Kantonsgerichtsurteil vom 25. Juli 2018 beim 
Bundesgericht Beschwerde und beantragte, es sei das angefochtene Urteil aufzuheben und 
ihm seine Niederlassungsbewilligung zu belassen. Er machte geltend, der angefochtene Ent-
scheid sei unverhältnismässig und trage seinen psychischen bzw. kognitiven Einschränkungen 
zu wenig Rechnung. Zwar hätten die im strafrechtlichen Revisionsverfahren erstellten psychi-
schen Beeinträchtigungen nicht genügt, um zu einer wesentlich milderen Bestrafung Anlass zu 
geben, doch seien die entsprechenden Resultate bei der ausländerrechtlichen Interessenabwä-
gung mit zu berücksichtigen, was die Vorinstanz weitestgehend unterlassen habe.  
 
F. Vom 21. August bis zum 13. September 2018 befand sich A.____ in der Psychiatrie 
Basel-Landschaft in stationärer Behandlung (Austrittsbericht vom 14. September 2018). Mit 
Entscheid vom 5. Oktober 2018 errichtete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ 
für A.____ eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung. 
 
G. Mit Urteil 2C_786/2018 vom 27. Mai 2019 hiess das Bundesgericht die Beschwerde 
gegen das Urteil des Kantonsgerichts vom 25. Juli 2018 gut und hob das angefochtene Urteil 
auf. Es wies die Sache im Sinne der Erwägung zur Ergänzung des Sachverhalts und zum neu-
en Entscheid an die Vorinstanz zurück. Das Bundesgericht kam zum Schluss, dass das Kan-
tonsgericht die Interessenlage des Beschwerdeführers unvollständig dargestellt habe und die 
Interessenlage auf sachverhaltlich nicht hinreichend erstellten und nicht weiter begründeten 
Vermutungen beruhe. Es führte aus, welche Abklärungen vom Kantonsgericht noch vorzuneh-
men seien, so dass eine rechtmässige Verhältnismässigkeitsprüfung zwischen den privaten und 
öffentlichen Interessen vorgenommen werden könne.  
 
H. Mit Verfügung vom 6. September 2019 überwies das Kantonsgericht den Fall der 
Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Parteiverhandlung und erklärte, dass der Beschwer-
deführer persönlich zur Parteiverhandlung zu erscheinen habe und als Auskunftspersonen zu-
sätzlich der Vater und die Geschwister des Beschwerdeführers sowie die Mutter der Kinder des 
Beschwerdeführers zur Parteiverhandlung geladen würden. Innert Frist teilte die Rechtsvertre-
terin des Beschwerdeführers die Namen und Wohnadressen der an der Parteiverhandlung ge-
ladenen Personen mit. Des Weiteren informierte sie das Kantonsgericht über den Stand des IV-
Verfahrens. Mit präsidialem Entscheid vom 13. November 2019 wurde verfügt, dass H.____ 
(Bruder), I.____ (Bruder), J.____ (Ehefrau des Bruders I.____), K.____ (Vater), L.____ 
(Schwester), G.____ (Mutter der beiden Kinder des Beschwerdeführers) und B.____ (Berufs-
beiständin) als Auskunftspersonen zur Parteiverhandlung geladen würden.  
 
I. Am 12. August 2020 reichte der Beschwerdeführer einen aktuellen Behandlungsbericht 
der Psychiatrie Baselland, Ambulatorium Bruderholz, vom 11. August 2020 ein. Mit Eingabe 

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vom 21. August 2020 reichte der Beschwerdeführer den IV-Vorbescheid vom 19. August 2020, 
mit welchem der Leistungsanspruch abgelehnt worden war, ein.   
 
J. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen der Beschwerdeführer und seine Anwältin, 
M.____ als Vertreter des Regierungsrats sowie die als Auskunftspersonen zur Verhandlung 
geladenen Personen ausser I.____ teil. Der Beschwerdeführer hält an seinen bereits gestellten 
Anträgen fest. Der Regierungsrat verzichtet aufgrund der seit dem Regierungsratsbeschluss 
verstrichenen Zeitdauer, der sachverhaltlichen Entwicklung und des ergangenen Bundesge-
richtsentscheids auf einen Antrag bezüglich Niederlassungsbewilligung und Wegweisung. In 
Bezug auf die Kosten stellt er den Antrag, es sei der Kostenentscheid im Regierungsratsbe-
schluss Nr. 489 vom 12. April 2016 nicht aufzuheben.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1. Das Bundesgericht hält in seinem Urteil fest, dass vorliegend eine strafrechtliche Ver-
urteilung des Beschwerdeführers vorliege, wonach nach Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 
lit. b des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration 
(Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) vom 16. Dezember 2005 die Niederlassungsbewilli-
gung widerrufen werden könne. Es liege ein öffentliches Interesse an der Wegweisung des Be-
schwerdeführers vor. Es wirft dem Kantonsgericht jedoch vor, es habe aufgrund ungenügender 
Sachverhaltsabklärung keine rechtsgenügliche Interessenabwägung vorgenommen.  
 
1.2. Das Bundesgericht führt in seinem Urteil aus, das Kantonsgericht habe die Natur und 
die Tiefe der Beziehungen des Beschwerdeführers zu den zwei Kindern weder konkret ermittelt 
noch in seiner Interessenabwägung angemessen berücksichtigt (E. 6.2.2). Des Weiteren habe 
das Kantonsgericht nicht weiter erstellt, ob und inwiefern der Beschwerdeführer aufgrund seiner 
angeschlagenen Gesundheit von der Familie tatsächlich abhängig sei (E. 6.2.3). Zudem seien 
die kantonsgerichtlichen Ausführungen, dass und warum es dem Beschwerdeführer zumutbar 
sei, das Land zu verlassen und sich im Kosovo eine neue Existenz aufzubauen, unvollständig 
und nicht erwiesen: Gemäss dem psychiatrischen Bericht vom 20. November 2017 leide der 
Beschwerdeführer an einer mittelschweren neuropsychologischen Störung in den Bereichen 
Aufmerksamkeit, Gedächtnis und exekutive Funktionen. Aufgrund von massiven Leistungsprob-
lemen beim Lesen, Textverständnis und Rechnen würden sich grosse Schwierigkeiten bei all-
tagspraktischen Tätigkeiten, insbesondere der Regelung administrativer und finanzieller Ange-
legenheiten zeigen. Ein IQ-Test (Wechsler Intelligenztest für Erwachsene) habe für den Be-
schwerdeführer einen Gesamt-IQ-Wert von 58 ergeben, was bei Erwachsenen - so der Bericht - 
einem Intelligenzalter von "9 bis unter 12 Jahren" entspreche; die Beurteilung schliesse mit dem 
Hinweis, dass der Beschwerdeführer in seiner "Fähigkeit alleine zu leben bzw. für sich selbst zu 
sorgen deutlich eingeschränkt" sei, weshalb eine Wegweisung aus psychiatrischer Sicht "nicht 
zumutbar" erscheine (E. 6.3.1). Das Bundesgericht hält weiter fest, hinsichtlich der Arbeitsfähig-
keit gehe ein Gutachten vom 23. November 2015 davon aus, dass insgesamt beim Beschwer-
deführer von einer erheblichen und anhaltenden Minderung ausgegangen werden müsse. Nach 
Einschätzung der Gutachter sei eine normale Arbeitstätigkeit, auch mit stark reduziertem Pen-

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sum, nicht möglich, "weshalb eine IV-Abklärung zur Prüfung eines Rentenanspruchs als drin-
gend indiziert" gelten müsse. Eine Tagesstrukturierung sollte im Rahmen einer Tätigkeit in ge-
schütztem Rahmen erfolgen. Eine solche Tätigkeit müsse idealerweise "hochroutiniert" durch-
geführt werden können, mit möglichst geringen Anforderungen an die Gedächtnisleistung. Eine 
Tätigkeit von mehr als zwei bis drei Stunden am Stück sei für den Beschwerdeführer kaum 
möglich (E. 6.3.2).  
 
1.3. Das Bundesgericht führt weiter aus, dass hinsichtlich der Konsequenzen einer Ausrei-
se des Beschwerdeführers in den Kosovo und der Annahme, dass er sich dort selbständig wie-
der eine Existenz werde aufbauen können, der Sachverhalt ungenügend erstellt sei: Die Vor-
instanz werde abzuklären haben, ob für den Beschwerdeführer tatsächlich ein soziales Netz-
werk in der Heimat bestehe und ob im Kosovo lebende Angehörige sich seiner annehmen 
könnten. Die entsprechenden Umstände seien unter Mithilfe des Beschwerdeführers und seiner 
Familie abzuklären (E. 6.4.1).  
 
1.4. Das Bundesgericht erklärt weiter, die Vorinstanz gehe davon aus, dass der Beschwer-
deführer der "kosovarischen" Sprache mächtig sei; er selber mache indessen geltend, dass er 
nur über "bescheidene" mündliche Kenntnisse der albanischen Sprache verfüge; er könne sich 
in dieser nicht schriftlich ausdrücken. Im Hinblick auf sein Intelligenzdefizit dürfte dies bei ihm 
kaum möglich sein. Es dürfte dem Beschwerdeführer unter diesen Umständen schwerfallen, 
sich allein wieder eine soziale, berufliche und wirtschaftliche Existenz aufzubauen, auch wenn 
er mit seinen Angehörigen Ferien im Kosovo verbracht haben sollte. Schliesslich sei für die 
bundesgerichtliche Beurteilung im Zusammenhang mit der prospektiv einzuschätzenden Rück-
fallgefahr auch von Bedeutung, welche Zukunftsaussichten für den Betroffenen bei einem Ver-
bleib in der Schweiz konkret bestehen würden und ob allenfalls eine "biographische Kehrtwen-
de" (offensichtlich glaubwürdig gemachte, besonders tiefgreifende Veränderung des bisherigen 
Verhaltens) eingetreten sei (E. 6.4.2).  
 
1.5. Zusammenfassend kommt das Bundesgericht zum Schluss, dass das Kantonsgericht 
zur Abklärung der Art und Bedeutung der privaten Interessen im vorliegenden - speziell gela-
gerten - Fall den Betroffenen und seine Familie sowie die Mutter von dessen Kindern mündlich 
anhören und befragen müsse, um den Sachverhalt hinsichtlich der privaten Interessen und de-
ren Gewicht im Verhältnis zum ermittelten öffentlichen Interesse konkret feststellen und in der 
Folge dagegen abwägen zu können. Entscheidend werde sein, so das Bundesgericht weiter, 
inwiefern der Beschwerdeführer in der Heimat auf den Beistand anderer Familienangehöriger 
werde zählen und er trotz der Intelligenz eines 9 bis 12 Jahre alten Kindes sich einen Platz in 
der heimatlichen Gesellschaft werde schaffen können (E. 6.5). Dass der Beschwerdeführer in 
der Heimat allein leben könnte, sei nur denkbar, wenn die hierfür nötigen Voraussetzungen und 
Hilfestellungen gegeben seien (soziales Netzwerk [etwa weitere Familienangehörige vor Ort], 
welches sich dem Beschwerdeführer seinen psychischen Problemen entsprechend annehmen 
könne; Möglichkeit einer geschützten Arbeitsstelle; Sprach- und Kulturkenntnisse des Heimat-
lands usw.). Bei der erneuten Verhältnismässigkeitsprüfung werde allenfalls auch einem allfälli-
gen IV-Entscheid und dem Umstand Rechnung zu tragen sein, dass IV-Renten - zurzeit noch - 

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nicht in den Kosovo ausbezahlt würden; von Bedeutung werde auch sein, ob und wie allenfalls 
Versicherungsleistungen bei Invalidität nach kosovarischem Recht erbracht würden (E. 7).  
 
2.1. Zu ermitteln und prüfen sind nachfolgend vorerst, wie vom Bundesgericht gefordert, die 
privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz.  
 
2.2. Der Beschwerdeführer befand sich vom 21. August bis zum 13. September 2018 in 
stationärer Behandlung in der Psychiatrie Baselland. Im Austrittbericht vom 14. September 
2018 wird unter anderem ausgeführt, dass es sich um einen Patienten mit massiven Auffas-
sungsstörungen (u.a. offizielle Briefe und Rechtsangelegenheiten) und depressiver Symptoma-
tik im Rahmen einer Angststörung handle. Die Errichtung einer Beistandschaft werde als essen-
tiell erachtet. Die selbstständige Handlungsfähigkeit werde von ihm selbst und seinem Umfeld 
als überaus problematisch erlebt. Inzwischen zeige sich der Beschwerdeführer bereits in sei-
nem gewohnten Umfeld mit Unterstützung der Familie zunehmend passiviert und regressiv. Der 
Patient imponiere mit einer grossen Vulnerabilität und weise eine ausgesprochen hohe Sugges-
tibilität auf.  
 
2.3. Im aktuellen Behandlungsbericht der Psychiatrie Baselland, Ambulatorium Bruderholz, 
vom 11. August 2020, welcher auf Wunsch der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ver-
fasst wurde, wird ausgeführt, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 25. September 2018 in 
regelmässiger ambulanter Behandlung in der Psychiatrie Baselland befinde. Er nehme regel-
mässig 14-tägig Konsultationen im Ambulatorium Bruderholz wahr. Es habe auch ein Hausbe-
such stattgefunden. Inhaltliche Themen in der Behandlung seien vor allem der Umgang mit 
Überforderung bei Sorgerechtsklärungen mit seiner Expartnerin bezüglich seiner Kinder, das 
Finden einer adäquaten Tagesstruktur, die Hilfestellung bei Entscheidfindungen, die Aufglei-
sung von Unterstützungsdiensten (z.B. psychiatrische Spitex), die Medikation und der Umgang 
mit sozialen Ängsten. Zur Frage nach der Fähigkeit zum selbstständigen Wohnen wird im Be-
richt ausgeführt, dass die Intelligenz des Beschwerdeführers unter dem Normalbereich liege. Er 
leide deshalb unter neuropsychologischen Defiziten im Bereich der Exekutivfunktionen, des 
Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit. Diese seien begleitet von emotionaler und sozialer 
Unreife. Sein Verhalten sei vergleichbar mit dem eines Kindes im Primarschulalter. Bedingt 
durch seine infantil anmutende Naivität und aufgrund einer hohen Beeinflussbarkeit sei es in 
der Vergangenheit im Unwissen zu Schwierigkeiten im Umgang mit Geld und administrativen 
Belangen gekommen. Seit Oktober 2018 bestehe diesbezüglich eine Vertretungsbeistandschaft 
mit Vermögensverwaltung. Der Beschwerdeführer habe bei Behandlungsbeginn selbst den 
Wunsch geäussert, Hilfestellung bei den Aufgaben im Haushalt zu erhalten. Er habe weder ko-
chen noch sich selbstständig um die Wäscheversorgung kümmern können. Sein Vater und sei-
ne Schwägerinnen würden diese Aufgaben übernehmen. Trotz Initialisierung wöchentlicher Be-
suche von Mitarbeitern der Spitex N.____ seit November 2019 habe die Wohnkompetenz bis 
dato nicht verbessert werden können. Gemäss Rückmeldung der zuständigen Mitarbeiter der 
Spitex N.____ sei der Beschwerdeführer nicht in der Lage, sich einfache Mahlzeiten selbst zu-
zubereiten, und er könne auch keine Einkäufe planen und alleine durchführen. Auch bei ande-
ren Aufgaben der Haushaltsführung sei der Beschwerdeführer ohne Hilfe völlig überfordert. Er 
sei im Kanton Basel-Landschaft aufgewachsen und spreche "gutes Schweizerdeutsch". Auch 

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mit seiner Familie unterhalte er sich vorwiegend in deutscher Sprache. Seine Kenntnisse in der 
albanischen Sprache seien rudimentär, er mache viele grammatikalische Fehler und der Wort-
schatz sei sehr gering. Der Beschwerdeführer hänge sehr an seinen beiden Kindern. Eine 
Trennung von ihnen würde sich sicherlich negativ auf seinen psychischen Gesundheitszustand 
auswirken und könne zu einer Dekompensation führen. Seine momentane Wohnform in der 
Schweiz sei nur durch die Mithilfe vieler involvierter Stellen (Familie, Beiständin, Therapie, psy-
chiatrische Spitex) im Kreise seiner Familie möglich. Zusammenfassend gehe die Psychiatrie 
Baselland davon aus, dass der Beschwerdeführer alleine auf sich gestellt im Kosovo völlig 
überfordert wäre und nicht für sich sorgen könnte.  
 
2.4. Mit Vorbescheid der IV vom 19. August 2020 wurde das Leistungsbegehren des Be-
schwerdeführers auf eine IV-Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 10 % abgewiesen. 
Gemäss dem regionalen ärztlichen Dienst beider Basel (RAD) seien gewisse Einschränkungen 
der Arbeitsfähigkeit bei der Diagnose einer antisozialen Persönlichkeitsstörung anzunehmen 
und plausibel, eine Quantifizierung sei aufgrund invalider Befunde und übertriebener bzw. ver-
zerrter Beschwerdeschilderungen jedoch nicht möglich. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit bestün-
den "wegen der bewiesenen Aggravation von neuropsychologischen Störungen und intellektuel-
ler Begabung und der zahlreichen anamnestischen Inkonsistenzen Ausschlussgründe eine sol-
che anzuerkennen". Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hält in ihrem Schreiben an 
das Kantonsgericht vom 21. August 2020 fest, dass dieser Entscheid vom Beschwerdeführer 
nicht akzeptiert werde, da die Einschätzung der Behandler mit den bisherigen Abklärungser-
gebnissen der IV-Stelle nicht übereinstimme. Es liegt damit noch kein rechtskräftiger IV-
Entscheid vor.  
 
2.5.1. Aus der heutigen Parteibefragungen geht hervor, dass ein Teil der Familie des Be-
schwerdeführers in einem Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen wohnt. In einer Wohnung 
wohnt der Bruder H.____ mit seiner Ehefrau, in einer der Bruder I.____ mit seiner Ehefrau 
J.____ und ihren drei Kindern und in einer der Beschwerdeführer mit seinem Vater. 
 
2.5.2. Die Befragung der Familienmitglieder ergibt, dass der Beschwerdeführer schon immer 
Schwierigkeiten hatte, einem Gespräch zu folgen, und immer viel Hilfe benötigte. So erklärt 
H.____, dass sein Bruder vergesslich sei und seine Familie schon lange wisse, dass er den 
Gesprächen nicht folgen könne. Der Beschwerdeführer sei ein ruhiger Mensch, und er höre zu, 
aber es müsse ihm alles mehrmals erklärt werden. Die Schwägerin des Beschwerdeführers legt 
dar, dass der Beschwerdeführer gewisse Haushaltsarbeiten ausführe, wenn man ihn darum 
bitte. Die Familie habe erst nach dem Tod der Mutter des Beschwerdeführers gemerkt, wie 
gross seine Defizite seien und wie viel Hilfe er wirklich brauche. Es gehe bei ihm immer länger, 
bis er etwas verstehe, und er missverstehe immer wieder etwas. Die Schwägerin helfe dem 
Beschwerdeführer beim Haushalt und bei Fragen bezüglich Korrespondenz. Manchmal gehe 
sie für ihn und seinen Vater einkaufen und koche auch für die beiden. Der Vater des Beschwer-
deführers sagt aus, dass sein Sohn alles vergesse. Er vergesse das Licht zu löschen, die Pfan-
ne auf dem Herd und die Wäsche in der Waschmaschine. Auf seine Anweisungen hin verrichte 
sein Sohn Hausarbeiten, aber von sich aus mache er nichts. Der Beschwerdeführer nehme vie-
le Tabletten und schlafe viel.  

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2.5.3. Die ehemalige Partnerin G.____ lebt mit den beiden gemeinsamen Kindern in O.____, 
ist Versicherungsfachfrau und österreichische Staatsangehörige. Sie führt aus, dass ihr ehema-
liger Freund psychische Probleme habe. Er sei sehr müde, brauche Überwindung, um über-
haupt etwas zu machen. Nach dem Tod der Mutter des Beschwerdeführers habe dieser tags-
über stundenlang geweint und noch stärkere Tabletten genommen und nachts Videos von sei-
ner Mutter angeschaut. K.____ und sie hätten versucht ihn zu überzeugen, eine Therapie zu 
machen. Auf Frage führt sie aus, dass sie in der Beziehung gemerkt habe, dass ihr ehemaliger 
Freund nicht gleich gut wie sie denken könne, dass die Beziehung zwischen ihnen nicht auf 
Augenhöhe gewesen sei, aber ein Mensch habe auch ein Herz. In der Familie des Beschwerde-
führers habe sie eine Familie gefunden. Sie selber habe keine Familie hier. Sie sei oft auf die 
Familie des Beschwerdeführers angewiesen, da sie mit ihrem Sohn F.____ sehr oft im Spital 
sei. Es würden zurzeit 11 Therapien für F.____ am Laufen sein. F.____ habe das Down-
Syndrom und viele Nebendiagnosen. So habe er unter anderem die Harnröhre am falschen Ort, 
habe einen Herzfehler, höre auf einem Ohr nicht und habe eine Schilddrüsendisfunktion. Aus-
serdem müsse er nachts durch einen Monitor überwacht werden. Aus diesen Gründen traue sie 
dem Beschwerdeführer nicht zu, F.____ alleine zu betreuen. Sie habe vor der Geburt der Kin-
der 100 % gearbeitet und monatlich Fr. 8'500.-- verdient. Als sie und der Beschwerdeführer ein 
Paar gewesen seien, sei sie viel bei der Familie des Beschwerdeführers gewesen, habe aber 
ihre kleine Wohnung nie aufgegeben. Es sei geplant gewesen, dass sie nach der Geburt der 
Kinder weiterarbeite und der Beschwerdeführer mit seiner Familie, vor allem der Schwiegermut-
ter, die Kinder betreue. Sie beschreibt die verstorbene Mutter des Beschwerdeführers als sehr 
fürsorglich, sie habe sich sehr um ihren Sohn gekümmert, habe aber auch für sie gekocht, 
wenn sie nach der Aussendiensttätigkeit als Versicherungsfachfrau nach 23 Uhr in der Woh-
nung des Beschwerdeführers angekommen sei. Ab September 2020 habe sie bei ihrem ehema-
ligen Arbeitgeber wieder einen Job mit einem Teilzeitpensum von 40 % und ab September 2020 
habe sie auch "keine Unterstützung mehr für ihren Sohn". Ab dann sei sie umso mehr auf die 
Hilfe der Familie des Beschwerdeführers angewiesen. Die Kinder würden ihren Vater lieben. 
Sie und der Beschwerdeführer würden sich zwar ab und zu streiten, aber die Kinder hätten es 
gut mit ihm. Sie selber sei während 12 Jahren ohne Vater aufgewachsen. Das wünsche sie ih-
ren Kindern nicht. F.____ sei sehr emotional, das seien Kinder mit Down-Syndrom oft. Wenn 
sie Hilfe brauche, könne sie bei der Familie der Beschwerdeführer anrufen, und diese helfe ihr.  
 
2.5.4. Der Beschwerdeführer erklärt, dass er viel zu Hause sei. Seit 2012 habe er Angstzu-
stände. Er sei deshalb schon damals beim Arzt gewesen. Seit seiner Haft seien diese Angstzu-
stände schlimmer. Er gehe zwei- bis dreimal pro Woche zu Fuss ins Fitnessstudio, das tue ihm 
gut. Er gehe ganz selten in den Ausgang. Ausser den Besuchen im Fitnessstudio sei er nie al-
leine unterwegs. Die Autoprüfung habe er gemacht, bevor die psychischen Probleme begonnen 
hätten. Er könne keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Er werde von der Sozialhilfe un-
terstützt. Ab der 3. Schulklasse habe er immer Sonderklassen besucht. Die Schule habe ihn bei 
der IV angemeldet. Er habe zwei Söhne, der eine sei schwer krank. Er habe wegen der Kinder 
regelmässig Kontakt mit seiner ehemaligen Freundin. Letztens sei diese drei Wochen krank 
gewesen und sei auch hospitalisiert worden. Die Kinder seien in dieser Zeit bei ihnen gewesen. 
Das seien die schönsten drei Wochen seines Lebens gewesen. Die Verantwortung für die Kin-

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der hätten dann sein Bruder und seine Schwägerin getragen. Er habe mit den Kindern gespielt. 
Wenn die Kindsmutter nicht im Spital sei, sehe er die Kinder einmal im Monat in P.____ im 
Rahmen der begleiteten Besuchstage und einmal im Monat bei seiner Schwester oder bei der 
Kindsmutter. Er sehe also die Kinder zweimal im Monat für jeweils zwei bis drei Stunden und 
manchmal würden sie anschliessend noch zusammen abendessen. Abgesehen von diesen drei 
Wochen seien die Kinder nie bei ihm. Auf Frage antwortet er, dass er mit dem Haushalt über-
fordert sei, er könne Spiegeleier kochen, aber er kenne sich beim Kochen nicht mit den Massen 
aus, er könne kein Gemüse und kein Fleisch kochen. Er habe beim Waschen alle seine T-Shirts 
ruiniert. Wenn er unter viele Leute gehen müsse, bekomme er Herzrasen. Kurze Strecken kön-
ne er mit dem Auto fahren. Er rede mit seinem Vater "eher" albanisch, mit seinen anderen Fa-
milienangehörigen deutsch. Auf Frage, weshalb er erkläre, seine Albanisch-Kenntnisse seien 
rudimentär, er aber in verschiedenen Berichten und Lebensläufen aus dem Jahr 2015 als Mut-
tersprache Albanisch angegeben habe, antwortet er, er habe Albanisch als Muttersprache an-
gegeben, weil seine Familie von dort komme, aber er könne weder Hochdeutsch noch die alba-
nische Sprache gut. Auf Frage des Vizepräsidenten, dass sich in den Akten mehrere Arbeits-
zeugnisse befänden, die sich positiv über seine Arbeit äussern würden, antwortet der Be-
schwerdeführer, dass im Jahr 2012 die Angstzustände begonnen hätten und dass die Haft alles 
noch schlimmer gemacht habe. Er sei kräftig, er wolle arbeiten, aber in einem geschützten 
Rahmen. Auf die Frage, weshalb er mehrmals straffällig geworden sei, antwortet der Be-
schwerdeführer, dass er jung gewesen sei und zum Teil mit den falschen Leuten verkehrt habe. 
Er habe sich mehr von Leuten angezogen gefühlt, die auch Probleme gehabt hätten. Heute 
wolle er nichts mehr mit diesen Leuten zu tun haben. Als Kind sei er mit seiner Intelligenz nicht 
"nachgekommen", er habe Drogen und Alkohol genommen und dann habe er diese Sachen 
gemacht. Aber er brauche und wolle das nicht mehr. Er wolle nichts mehr mit Kriminellen zu tun 
haben. Er wolle mit seinen Kindern zusammen sein.  
 
2.5.5. Der Beschwerdeführer und seine Familienangehörigen beschreiben das Haus, das sie 
im Kosovo hätten, als abgelegen und isoliert. Es sei eine sehr kleine Ansammlung von drei bis 
vier Häusern, die mehrheitlich leer stünden, da die Eigentümer im Ausland wohnen würden. 
Diese Häusergruppe befinde sich je sieben Autominuten von zwei Städtchen entfernt. Auf die 
Frage, ob es Verwandte oder Freunde im Kosovo gebe, antwortet der Beschwerdeführer, dass 
die Verwandten des Vaters alle in der Schweiz wohnen würden, im Kosovo habe er nur entfern-
te Verwandte. Alle Befragten geben an, dass es niemanden gebe, der den Beschwerdeführer 
im Kosovo betreuen könne. Von ihnen könne aufgrund der Lebenssituationen (Arbeit, Kinder in 
der Schule etc.) höchstens der Vater des Beschwerdeführers die Schweiz verlassen, aber die-
ser sei schon 70 Jahre alt und habe gesundheitliche Probleme. Alle führen aus, dass der Be-
schwerdeführer weder im Kosovo noch hier alleine leben könne, aber hier habe er Betreuung 
durch die Familie und die involvierten Stellen.  
 
2.5.6. Die Beiständin des Beschwerdeführers erklärt, dass sie Letztgenannten seit zwei Jah-
ren kenne. Sie unterstütze ihn bei den administrativen Angelegenheiten. Der Beschwerdeführer 
habe immer Fragen, auch zum Besuchsrecht, und man müsse ihm alles mehrmals erklären. 
Bevor er sie frage, wende er sich an seine Familie. Der Beschwerdeführer wünsche, die Kinder 
alleine betreuen zu können. Am Anfang habe sie gedacht, das könne er. Aber unterdessen ver-

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stehe sie die Bedenken der Kindsmutter. Der Beschwerdeführer sei bemüht, etwas zu ändern. 
Sie hätten eine Tagesstruktur organisiert. Dies sei aber nicht gegangen. Seine Gedanken wür-
den kreisen. Der Eindruck, welchen der Beschwerdeführer bezüglich seiner Fähigkeiten mache, 
sei besser als die Fähigkeiten wirklich seien. Er könne Anweisungen nicht folgen und nicht um-
setzen. Es sei ein Arbeitsversuch im geschützten Rahmen vorgenommen worden, aber auch 
dies habe nicht geklappt, da der Beschwerdeführer den Anweisungen nicht habe folgen kön-
nen. Es sei ein Versuch durch die Spitex erfolgt. Im Bericht der Spitex sei festgehalten worden, 
dass der Beschwerdeführer nicht im Stande gewesen sei, mitzuhelfen und zu lernen, Gesagtes 
umzusetzen. Die Beiständin bestätigt, dass der Beschwerdeführer wie ein Neun- bis Zwölfjähri-
ger sei. Sie könne sich nicht vorstellen, dass er selbstständig leben könne. Es mache ihr Sor-
gen, dass der Beschwerdeführer Auto fahre. Er sei in Behandlung und diesbezüglich müsse sie 
sich auf die Einschätzung der Ärzteschaft stützen. Aber sie seien diesbezüglich im Gespräch 
mit der behandelnden Ärztin. Seit dem Gefängnisaufenthalt habe beim Beschwerdeführer in 
einer gewissen Weise eine Persönlichkeitsveränderung stattgefunden. Sie glaube nicht, dass 
der Beschwerdeführer ein soziales Netz habe. Er habe für seine Kinder eine wichtige Funktion. 
Auf Frage, weshalb er früher habe arbeiten können und jetzt solche Mühe habe, antwortet die 
Beiständin, dass sie sich nicht vorstellen könne, dass er wieder einsteigen könne. In seinem 
Kopf "kreise es". Ihrer Meinung nach würde der Beschwerdeführer nicht dazu fähig sein, im 
Kosovo ein soziales Netz aufzubauen, einen Haushalt zu führen und einer Erwerbstätigkeit 
nachzugehen. Er würde wahrscheinlich wieder in eine Depression verfallen.  
 
3. Aufgrund der obigen Ausführungen, insbesondere hinsichtlich der psychischen und 
kognitiven Probleme des Beschwerdeführers, geht das Kantonsgericht davon aus, dass er in 
der freien Wirtschaft zumindest bis auf Weiteres nicht integriert werden kann und nicht für sich 
alleine sorgen kann. In der Schweiz hat er ein soziales Netz und eine engmaschige Betreuung 
durch die Familie und Dritte, welche ihm ermöglichen, den Alltag zu bewältigen. Die engen fa-
miliären Verhältnisse wurden heute von den Auskunftspersonen und dem Beschwerdeführer 
glaubhaft dargetan. Im Kosovo scheint er über kein soziales Netz zu verfügen, welches diese 
Aufgaben übernehmen könnte. Zudem ist der Beschwerdeführer aufgrund seiner Probleme zur-
zeit wohl kaum in der Lage, sich selber ein soziales Netz im Kosovo aufzubauen. Dies deckt 
sich mit dem Behandlungsbericht der Psychiatrie Baselland vom 11. August 2020, wonach die 
momentane Wohnform des Beschwerdeführers in der Schweiz nur durch die Mithilfe vieler in-
volvierter Stellen (Familie, Beiständin, Therapie, psychiatrische Spitex) im Kreise seiner Familie 
möglich sei und die Psychiatrie Baselland davon ausgehe, dass der Beschwerdeführer alleine 
auf sich gestellt im Kosovo völlig überfordert wäre und nicht für sich sorgen könnte. Diese Ein-
schätzung stimmt mit den Aussagen seiner Familienangehörigen, aber auch mit denjenigen der 
Beiständin überein. In Bezug auf die Kenntnisse der albanischen Sprache muss davon ausge-
gangen werden, dass der Beschwerdeführer sich zumindest mündlich gut verständigen kann, 
lebt er doch mit seinem Vater in einer Wohnung, welcher, wie an der heutigen Verhandlung 
festzustellen war, die deutsche Sprache nicht gut beherrscht. Ausserdem hat auch der Vater 
des Beschwerdeführers heute ausgesagt, mit seinem Sohn albanisch zu sprechen.  
 
4. Das Kantonsgericht kommt aufgrund der ärztlichen Berichte und der Aussagen des 
Beschwerdeführers, der Familienangehörigen, der Beiständin und der ehemaligen Freundin 

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zum Schluss, dass der Beschwerdeführer ohne eine engmaschige Unterstützung durch die 
Familie und der involvierten Stellen in der Schweiz den Alltag nicht bewältigen kann, er dieses 
soziale Netz im Kosovo nicht hat und er sich dieses dort auch nicht selber organisieren und 
aufbauen kann. Das Kantonsgericht sieht zurzeit auch nicht, dass der Beschwerdeführer sich in 
der freien Wirtschaft integrieren könnte. Folglich wäre es dem Beschwerdeführer auch nicht 
möglich, im Kosovo einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Aus diesen Gründen ist es ihm nicht 
zumutbar, in den Kosovo zurückzukehren. Die Kindsmutter hat glaubhaft dargetan, nicht nur, 
aber vor allem in Anbetracht der schweren gesundheitlichen Probleme von F.____ auf die Hilfe 
der Familie des Beschwerdeführers angewiesen zu sein. Würde der Kindsvater weggewiesen 
werden, wäre äusserst fraglich, ob die Familie des Beschwerdeführers diese Hilfe leisten wür-
de. Somit liegt es auch im Interesse der Kinder, dass der Kindsvater als Bindeglied zwischen 
seiner Familie und der Kindsmutter nicht weggewiesen wird. Des Weiteren scheint auch eine 
emotionale Bindung zwischen den Kindern und dem Beschwerdeführer zu bestehen. Obwohl 
die öffentlichen Interessen an der Wegweisung aufgrund der mehrfachen Straffälligkeit des Be-
schwerdeführers sehr hoch sind, sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers, welcher 
seit dem Alter von sieben Jahren und nunmehr seit 26 Jahren in der Schweiz lebt, am Verbleib 
in der Schweiz aufgrund der besonderen Umständen dieses Falles als höher zu gewichten. Der 
Entzug der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz sind somit unver-
hältnismässig. Ob der Beschwerdeführer eine biographische Kehrtwende begangen hat, hat 
das Kantonsgericht heute nicht erkennen können. Diese Frage kann aber offengelassen wer-
den, da der Entzug der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung im Hinblick auf die ge-
wichtigen privaten Interessen des Beschwerdeführers auch bei einer allfälligen Rückfallgefahr 
höher zu gewichten sind als die öffentlichen Interessen an der Wegweisung des Beschwerde-
führers. Das Gericht empfiehlt dem Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen Pro-
bleme, seiner kognitiven Einschränkungen und der drei Verstösse gegen die Strassenverkehrs-
gesetzgebung in den Jahren 2012, 2014 und 2017, auf das Autofahren zu verzichten.  
 
5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Entzug der Niederlassungsbewilligung 
und die Wegweisung unverhältnismässig sind. Der Regierungsrat stellt heute den Antrag, es sei 
der Kostenentscheid (Ziff. 3) im Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 489 vom 12. April 2016 
nicht aufzuheben. Er begründet dies damit, dass das Kantonsgericht den RRB vom 12. April 
2016 geschützt habe und das Kantonsgericht die Beschwerde heute allenfalls aufgrund der in 
der Zwischenzeit stattgefundenen neuen Entwicklungen gutheissen würde. Das Kantonsgericht 
kommt zum Schluss, dass es bereits anlässlich seines ersten Entscheids den RRB und somit 
auch den Kostenentscheid hätte aufheben müssen. Demzufolge wird der Antrag auf Nichtzu-
rückweisung der Angelegenheit an den Regierungsrat zur Neuverlegung der Kosten des vor-
instanzlichen Verfahrens abgewiesen. Die Beschwerde ist demzufolge gutzuheissen und die 
Angelegenheit zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens an den Regie-
rungsrat zurückzuweisen.  
 
6.1. Es bleibt noch über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Ver-
fahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsge-
bühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten für das vorliegende Verfah-

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ren 810 19 152 in der Höhe von Fr. 1'800.-- sind dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Für das 
erste kantonsgerichtliche Verfahren 810 16 109 werden keine Verfahrenskosten erhoben.  
 
6.2.1. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei zugespro-
chen werden. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers macht in ihrer Honorarnote vom 
26. August 2020 für die Zeit vom 9. September 2019 bis zum 25. August 2020 einen Aufwand 
von 6 Stunden und 10 Minuten und Auslagen in der Höhe von Fr. 101.20 geltend, was nicht zu 
beanstanden ist. Für die heutige Verhandlung werden der Rechtsvertreterin 5 Stunden hinzuge-
rechnet, so dass daraus eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'115.60 (11 Stunden 
und 10 Minuten à Fr. 250.-- plus Auslagen von Fr. 101.20 zuzüglich 7.7 % MWST) resultiert.  
 
6.2.2. Für das erste kantonsgerichtliche Beschwerdeverfahren hat die Rechtsvertreterin ge-
mäss den beiden Honorarnoten vom 10. April 2018 (eine Honorarnote für die Zeit vom 15. April 
2016 bis 31. Dezember 2017 [8 % MWST] und eine für die Zeit vom 9. Januar 2018 bis 
28. März 2018 [7.7 % MWST]) einen gesamten Aufwand von 15 Stunden und 55 Minuten gel-
tend gemacht sowie Auslagen für Porti in der Höhe von Fr. 90.10, was nicht zu beanstanden ist. 
Des Weiteren stellt die Rechtsvertreterin 358 Kopien à Fr. 2.-- in Rechnung. Gemäss § 15 
Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte [Tarifordnung] vom 17. November 
2003 wird der Ansatz pro Kopie von Fr. 2.-- auf Fr. 0.50 reduziert. Damit wird der geltend ge-
machte Betrag für Kopien in der Honorarnote vom 10. April 2018 für die Zeit vom 15. April 2016 
bis 31. Dezember 2017 von Fr. 616.-- auf Fr. 154.-- und in der Honorarnote vom 10. April 2018 
für die Zeit vom 9. Januar 2018 bis 28. März 2018 von Fr. 100.-- auf Fr. 25.-- reduziert. Daraus 
resultiert eine Parteientschädigung für die Zeit vom 15. April 2016 bis 31. Dezember 2017 von 
Fr. 3'252.80 (statt Fr. 3'751.50) und für die Zeit vom 9. Januar 2018 bis 28. März 2018 von 
Fr. 1'331.60 (statt Fr. 1'412.25).  
 
6.2.3. Der Beschwerdegegner hat dem Beschwerdeführer damit eine Parteientschädigung für 
das erste kantonsgerichtliche Verfahren von Fr. 4'584.40 (Fr. 3'252.80 plus Fr. 1'331.60) und für 
das vorliegende zweite kantonsgerichtliche Verfahren von Fr. 3'115.60 und somit von gesamt-
haft Fr. 7'700.-- zu bezahlen.  
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Regierungsratsbeschluss 

Nr. 489 vom 12. April 2016 aufgehoben.  
 

 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-
chen Verfahrens an den Regierungsrat zurückgewiesen. 
 

 3. Die Verfahrenskosten für das kantonsgerichtliche Verfahren 810 19 152 
in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden dem Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft auferlegt. Für das kantonsgerichtliche Verfahren 810 
16 109 werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

   
 4. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwerde-

führer für die kantonsgerichtlichen Verfahren 810 16 109 und 810 19 152 
eine Parteientschädigung in der Gesamthöhe von Fr. 7'700.-- (inkl. Aus-
lagen und MWST) zu bezahlen.  
 

 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin