# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93138280-8570-59c5-9b29-9a7c90f1286a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.02.2015 100 2014 301
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-301_2015-02-18.pdf

## Full Text

100.2014.301U
MUT/BDE/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Februar 2015

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Müller
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, Postfach, 
3000 Bern 7

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
22. September 2014; BD 050/14)

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ….1977), Staatsbürger der Dominikanischen Republik, reiste am 
26. August 2009 mit einem Besuchervisum in die Schweiz ein. Gestützt auf die 
Eheschliessung mit der hier niedergelassenen B.________ am 18. Dezember 2009 
erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung für den Kanton Bern. Am 1. Mai 2012 löste das 
Paar den gemeinsamen Haushalt auf, woraufhin die kinderlose Ehe am 10. Juli 2014 
auf gemeinsames Begehren geschieden wurde. A.________ befand sich ab dem 
28. April 2010 für rund sechs Monate in Untersuchungshaft. Am 5. Juli 2012 wurde er 
vom Obergericht des Kantons Bern wegen Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz rechtskräftig zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 
17 Monaten verurteilt. 

Mit Verfügung vom 13. Februar 2014 verweigerte die Einwohnergemeinde (EG) Bern, 
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei der Stadt Bern (EMF) die 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wies A.________ unter Ansetzung einer 
Ausreisefrist aus der Schweiz weg.

B.

Dagegen erhob A.________ am 17. März 2014 Beschwerde bei der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies das Rechtsmittel mit Entscheid 
vom 22. September 2014 ab und setzte A.________ eine neue Ausreisefrist bis zum 
3. November 2014 an. 

C.

Hiergegen hat A.________ am 23. Oktober 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die EMF 
seien anzuweisen, seine Aufenthaltsbewilligung um ein Jahr zu verlängern.

Die POM und die EG Bern beantragen mit Vernehmlassung bzw. Beschwerdeantwort 
vom 18. bzw. 19. November 2014 die Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 19. Dezember 2014 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen 
zu den Akten.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung 
des Beschwerdeführers aus der Schweiz.

2.1 Nach Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) haben ausländische Ehegatten von 
Personen mit Niederlassungsbewilligung einen Anspruch auf Erteilung und 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. 
Dieser Anspruch besteht nach Auflösung der Ehe oder der Ehegemeinschaft unter den 
Voraussetzungen von Art. 50 AuG verselbständigt weiter, erlischt aber in jedem Fall 
dann, wenn ein Widerrufsgrund gemäss Art. 62 AuG vorliegt (Art. 51 Abs. 2 
Bst. B  AuG). Ein ausländerrechtlicher Widerrufsgrund liegt insbesondere vor, wenn 
eine ausländische Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde 
(Art. 62 Bst. b AuG). Als «längerfristig» gilt eine Freiheitsstrafe, wenn ihre Dauer ein 
Jahr überschreitet, und zwar unabhängig davon, ob sie bedingt, teilbedingt oder 
unbedingt zu vollziehen ist. Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft 
erwachsen ist (BGE 139 I 145 E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 3.1). ‒ Der 
Beschwerdeführer wurde am 5. Juli 2012 vom Obergericht des Kantons Bern 
rechtskräftig wegen Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 
über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, 
BetmG; SR 812.121), durch Gesundheitsgefährdung vieler Menschen und 
bandenmässig qualifiziert begangen, zu einer bedingt zu vollziehenden Freiheitsstrafe 
von 17 Monaten verurteilt (vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 
5.7.2012, bei den Akten EMF; Akten EMF pag. 56). Damit hat er den Widerrufsgrund 

im Sinn von Art. 62 Bst. b AuG gesetzt, was er zu Recht nicht bestreitet (Beschwerde 
S. 3 Art. 3). Der Beschwerdeführer erachtet hingegen die Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung als unverhältnismässig.

2.2 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. die Wegweisung ist 
auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur dann zulässig, wenn sie aufgrund der im 
Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung verhältnismässig erscheint (Art. 5 
Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser 
Prüfung sind die öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme aus Gründen 
der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die privaten Interessen der betroffenen 
Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu berück-
sichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich 
die Schwere des Verschuldens, das Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung 
und Sicherheit im Allgemeinen, die Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen 
Anwesenheit bzw. die Integration sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie 
oder anderen Angehörigen drohenden Nachteile (BGE 135 II 377 E. 4.3 und 4.5; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.1 mit Hinweisen). Wird durch die Entfernungsmassnahme die 
weitere Pflege familiärer Beziehungen im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen 
Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) bzw. Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt, 
bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (vgl. 
etwa BGE 139 I 145 E. 2.2 und 2.4, 31 E. 2.3.3, 16 E. 2.2.2 je mit Hinweisen auf die 
EGMR-Praxis, 137 I 247  E. 4.1, 135 I 143 E. 1.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1 mit 
Hinweisen).

3.

Zum öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ist Folgendes festzuhalten: 

3.1 Mit Blick auf das Verschulden rügt der Beschwerdeführer, dass es die 
Vorinstanz unterlassen habe, seine Hörigkeit und Loyalität gegenüber seinem Bruder 
angemessen zu würdigen (Beschwerde S. 4 Art. 4). ‒ Das Verschulden, welches die 
betroffene Person mit der längerfristigen Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist 
Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen Interesses. Seine Schwere bemisst 
sich regelmässig nach der Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe 
(BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], BVR 2013 S. 543 E. 4.2). Die Vorinstanz ist 
gestützt auf die zutreffend wiedergegebene Rechtsprechung aufgrund des Straf-
masses sowie der Art und Umstände der Delikte unter Berücksichtigung der Er-
kenntnisse der Strafgerichte in fremdenpolizeilicher Hinsicht von einem erheblichen 
Verschulden des Beschwerdeführers ausgegangen (E. 3a). Der Beschwerdeführer 

wurde wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, durch 
Gesundheitsgefährdung vieler Menschen und bandenmässig qualifiziert begangen, zu 
einer bedingt zu vollziehenden Freiheitsstrafe von 17 Monaten verurteilt. Das 
Obergericht bestätigte im Wesentlichen das Straferkenntnis des erstinstanzlichen 
Strafgerichts, weshalb die Vorinstanz dessen schriftliche Erwägungen zu Recht 
herangezogen hat. Während rund fünf Monaten unterstützte der Beschwerdeführer 
seinen Bruder ‒ den «Kopf der Bande» ‒ beim Handel mit Kokain, hatte aber 
keineswegs bloss eine untergeordnete Funktion. Dass bei den Beweggründen in erster 
Linie nicht der finanzielle Aspekt, sondern die Loyalität gegenüber seinem älteren 
Bruder im Vordergrund stand, wurde bei der Festsetzung des Strafmasses bereits 
berücksichtigt (Urteilsbegründung des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau vom 
25.1.2012, S. 64, bei den Akten EMF). Anders als der Beschwerdeführer meint 
(Beschwerde S. 4 Art. 4), kann er daher vorliegend aus dem Vorbringen, wonach er 
seinem Bruder hörig gewesen sei, nichts Weitergehendes ableiten, da die persönlichen 
Komponenten bereits in das Strafmass eingeflossen sind. Im ausländerrechtlichen 
Verfahren besteht sodann regelmässig kein Raum mehr, die strafrichterliche 
Beurteilung in Bezug auf das Verschulden zu relativieren (vgl. BVR 2013 S. 543 
E. 4.2.3, 2012 S. 193 E. 4.4.4 am Ende; VGE 2012/438 vom 7.8.2013, E. 4.1.2 
[bestätigt durch BGer 2C_764/2013 vom 15.4.2014]; Silvia Hunziker, in 
Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Handkommentar AuG, 2010, Art. 63 N. 11 mit 
Hinweisen). Das Bundesgericht verfolgt denn auch bei der ausländerrechtlichen 
Wegweisung mit Blick auf den Kampf gegen den Drogenhandel sowie die mit diesem 
einhergehende Gefährdung der Gesundheit einer Vielzahl von Menschen in Überein-
stimmung mit der Rechtsprechung des EGMR eine strenge Praxis (BGE 139 I 145 
E. 2.5; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3 am Ende). Insgesamt ist von einem nicht 
unerheblichen Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen. 

3.2 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten gegenüber der öffentlichen 
Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach oder sogar 
regelmässig delinquiert haben, besteht aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches 
sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder 
gar notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die betreffende Person 
von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht 
willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten (BGE 137 II 297 
E. 3.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). ‒ Der Beschwerdeführer 
wurde am 14. Dezember 2011, noch während des hängigen Verfahrens wegen 
Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, erneut straffällig und mit Urteil 
vom 26. Juni 2013 wegen einer Übertretung nach Art. 19a BetmG sowie mehrfacher 
Hinderung einer Amtshandlung zu einer bedingten Geldstrafe von zehn Tagessätzen 
(bei einer Probezeit von zwei Jahren) und einer Busse von Fr. 200.-- verurteilt (Akten 
EMF pag. 120). Dass sich der Beschwerdeführer nicht einmal durch ein laufendes 

Strafverfahren hat beeindrucken lassen, sondern im Gegenteil weiter delinquiert hat, 
zeugt von einer beträchtlichen Uneinsichtigkeit und einer inakzeptablen 
Geringschätzung der schweizerischen Rechtsordnung, selbst wenn es sich dabei um 
weniger schwerwiegende Delikte handelt (vgl. BGer 2C_655/2012 vom 13.2.2013, 
E 7.2).

3.3 Mit Blick in die Zukunft ist die Rückfallgefahr zu beurteilen. ‒ Aus 
fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso weniger hinzunehmen, 
je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische Person verübt hat. Bei schweren 
Straftaten, insbesondere bei Drogendelikten aus rein finanziellen Motiven, muss, 
angesichts der von diesen Delikten ausgehenden potentiellen Gefahr für die 
Gesellschaft, ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht 
hingenommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 und 31 E. 2.3.2). Der konkreten 
Prognose über das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem 
Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden 
fremdenpolizeilichen Interessenabwägung Rechnung zu tragen, die beiden Umstände 
geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1). ‒ Es 
ist zwar anzuerkennen, dass der Beschwerdeführer erwerbstätig ist und seit 
Dezember 2011 soweit bekannt nicht mehr straffällig geworden ist (Akten EMF 
pag. 120). Allerdings bemerkt die Vorinstanz zu Recht, dass sich der 
Beschwerdeführer bis zum 5. Juli 2012 in einem hängigen Strafverfahren befunden hat 
und sein Wohlverhalten mit Blick auf die laufende Probezeit (vorne E. 3.2) und die 
drohende Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu relativieren ist (vgl. BGE 
139 I 31 E. 3.2, 137 II 233 E. 5.2.2). Auch stellt die Vorinstanz zutreffend fest, dass ein 
intaktes familiäres Umfeld und die sich daraus ergebende Verantwortung den 
Beschwerdeführer nicht davon abhielten, über einen längeren Zeitraum von mehreren 
Monaten mit Drogen zu handeln (E. 3c); aus der behaupteten einjährigen Beziehung 
mit einer Frau kann der Beschwerdeführer daher nichts Weitergehendes zu seinen 
Gunsten ableiten. Es steht sodann fest, dass eine mehrmonatige Untersuchungshaft 
und ein hängiges Strafverfahren den Beschwerdeführer in der Vergangenheit nicht 
davon abhalten konnten, im einschlägigen Bereich rückfällig zu werden (vgl. vorne 
E. 3.2). Die Vorinstanz ist daher zu Recht davon ausgegangen, dass ein gewisses, 
nicht hinnehmbares Restrisiko erneuter Straffälligkeit besteht.

3.4 Insgesamt ist übereinstimmend mit der Vorinstanz von einem erheblichen 
öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und der 
damit verbundenen Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz 
auszugehen. Dies bestreitet er im Ergebnis denn auch nicht (Beschwerde S. 6 Art. 8). 

4.

Hinsichtlich der privaten Interessen am Verbleib des Beschwerdeführers in der 
Schweiz sind die Dauer seiner Anwesenheit und seine Integration in der Schweiz 
sowie die ihm und seinen Angehörigen drohenden Nachteile zu berücksichtigen.

4.1 Der heute 37-jährige Beschwerdeführer reiste am 26. August 2009 in die 
Schweiz ein. Die Vorinstanz ist zu Recht von einer kurzen Aufenthaltsdauer 
ausgegangen. Zum einen befand sich der Beschwerdeführer im Jahr 2010 während 
sechs Monaten in Untersuchungshaft und zum anderen wurde die 
Aufenthaltsbewilligung letztmals bis zum 17. Dezember 2012 verlängert, was die 
ohnehin nicht lange Anwesenheit von fünfeinhalb Jahren erheblich relativiert (vgl. dazu 
BGE 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 5.1, 2011 S. 193 
E. 6.2.2, 2010 S. 1 E. 5.1.2). ‒ Das Verwaltungsgericht anerkennt, dass der 
Beschwerdeführer seit April 2011 erwerbstätig ist und seinen Lebensunterhalt 
selbständig zu bestreiten vermag, nachdem er zuvor während mehrerer Monate von 
der Sozialhilfe unterstützt werden musste (vgl. Urteilsbegründung des Regionalgerichts 
Emmental-Oberaargau vom 25.1.2012, S. 65). Dass er nicht verschuldet ist, ist zwar 
positiv zu werten, kann jedoch, ebenso wie das Erlernen der deutschen Sprache, 
erwartet werden und ist ihm somit nicht als besondere Leistung anzurechnen. 
Hinsichtlich der sozialen Integration stellt der Beschwerdeführer die vorinstanzliche 
Feststellung, wonach er keine in besonderem Mass gefestigten Kontakte zur 
einheimischen Bevölkerung pflegt, nicht in Abrede (E. 4c). Zudem weist die Vorinstanz 
zu Recht darauf hin, dass die Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung ein 
wichtiger Aspekt jeglicher Integration ist (E. 4c; vgl. Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 
24. Oktober 2007 über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; 
SR 142.205]). Angesichts des deliktischen Verhaltens des Beschwerdeführers kann 
insgesamt nicht von einer gelungenen Integration gesprochen werden.

4.2 In Bezug auf die durch die Entfernungsmassnahme drohenden Nachteile ist 
Folgendes festzuhalten: 

4.2.1 Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass der Beschwerdeführer bis zu 
seinem 32. Lebensjahr in der Dominikanischen Republik lebte und davon auszugehen 
ist, dass er mit den sprachlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten 
nach wie vor vertraut ist (E. 4d). Seine Mutter, die er mit monatlichen 
Geldüberweisungen unterstützt, lebt ebenfalls in der Dominikanischen Republik 
(Beschwerde S. 5 Art. 6). Dies wird ihm bei der Wiedereingliederung von Nutzen sein. 
Es sind ferner auch in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht keine unüberwindbaren 
Hindernisse für eine Reintegration im Heimatland ersichtlich: Als arbeitsfähiger 37-
jähriger Mann mit während mehrerer Jahre in seinem Heimatland und in der Schweiz 
gesammelter Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen (vgl. dazu 

Urteilsbegründung des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau vom 25.1.2012, S. 65; 
Beschwerde S. 5 Art. 6) ist der Beschwerdeführer in der Lage, dort einer Arbeit 
nachzugehen. Zwar mag die Arbeitslosenquote höher und die allgemeine 
wirtschaftliche Lage schlechter sein als in der Schweiz, doch gilt das für alle in der 
Dominikanischen Republik lebenden Menschen, so dass der Beschwerdeführer 
hieraus nichts für sich ableiten kann. Weiter werden auch seine in der Schweiz 
erworbenen Deutschkenntnisse den Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz 
begünstigen. Aufgrund des Gesagten kann mit der Vorinstanz festgehalten werden, 
dass die sozialen und wirtschaftlichen Integrations- und Rückkehrmöglichkeiten intakt 
sind.

4.2.2 In familiärer Hinsicht kann Folgendes festgehalten werden: Der Be-
schwerdeführer ist nicht (mehr) verheiratet und hat keine Kinder. Er verfügt somit nicht 
über eine Kernfamilie, welche in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. 
Art. 13 Abs. 1 BV fiele. Soweit sich der Beschwerdeführer auf die Beziehung zu seiner 
hier angeblich aufenthaltsberechtigten Partnerin beruft, kann auf die entsprechenden 
zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (E. 2c und 4d), zumal er 
selbst einräumt, dass die Beziehung nicht in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK 
und Art. 13 Abs. 1 BV fällt (Beschwerde S. 6 Art. 7). Im Übrigen wurde die Partnerin 
gemäss unwidersprochen gebliebener Mitteilung der EMF per 30. November 2014 
rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen (vgl. Beschwerdeantwort [act. 6 S. 1] und 
act. 8). 

4.3 Nach dem Gesagten kann sich der Beschwerdeführer auf keine gewichtigen 
privaten Interessen berufen, die für einen Verbleib in der Schweiz sprechen.

5.

5.1 Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen ergibt 
Folgendes: Der Beschwerdeführer wurde wegen Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, durch Gesundheitsgefährdung vieler Menschen und 
bandenmässig qualifiziert begangen, zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 
17 Monaten verurteilt und hat sich damit ein nicht unerhebliches Verschulden 
aufgeladen (vorne E. 3.1). Verbunden mit einer nicht hinzunehmenden Rückfallgefahr 
begründet dies ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und der Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz 
(vgl. vorne E. 3.2 und 3.3). Dieses überwiegt die privaten Interessen des 
Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Ein (allfälliger) Anspruch auf 
Bewilligungsverlängerung gemäss Art.  50 AuG besteht daher nicht, und eine 
ermessensweise Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung kommt bei dieser 

Ausgangslage von vornherein nicht in Betracht (vgl. BVR 2011 S. 289 E. 6). Die 
Vorinstanz hat daher kein Recht verletzt, indem sie die Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers nicht verlängert hat. Weitere Sachverhaltsabklärungen würden zu 
keinem anderen Ergebnis führen und können daher unterbleiben (vgl. BVR 2012 
S. 252 E. 3.3.3; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwal-
tungsrechtspflege im Kanton Bern, 1997, Art. 18 N. 9). Die vom Beschwerdeführer 
gestellten Beweisanträge (Parteiverhör, Zeugeneinvernahme) werden daher abge-
wiesen.

5.2 Der Beschwerdeführer beantragt schliesslich, dass ihm eine angemessene 
Ausreisefrist anzusetzen sei, sodass er seinen Verbindlichkeiten nachkommen könne 
(Beschwerde S. 7 Art. 9). Diesbezüglich bleibt Folgendes festzustellen: Gemäss 
Art. 64d Abs. 1 AuG ist mit der Wegweisungsverfügung eine angemessene 
Ausreisefrist zwischen sieben und dreissig Tagen anzusetzen. Eine längere 
Ausreisefrist ist anzusetzen oder die Ausreisefrist wird verlängert, wenn besondere 
Umstände wie die familiäre Situation, gesundheitliche Probleme oder eine lange 
Aufenthaltsdauer dies erfordern. Gestützt hierauf geht die Praxis des Verwaltungsge-
richts dahin, dass, besondere Umstände vorbehalten, regelmässig eine Ausreisefrist 
von rund sechs Wochen angesetzt wird (ebenso die Praxis der Vorinstanz). Die 
Regelfrist wird also gemessen an Art. 64d Abs. 1 AuG grosszügig bemessen. Keine 
besonderen Umstände liegen in längeren Kündigungsfristen von Arbeits- oder 
Mietverträgen, überschreiten diese die gesetzliche Maximalfrist doch regelmässig. Mit 
Blick darauf, dass von einer Wegweisung Betroffene, welche ein Rechtsmittel bei der 
zweiten Beschwerdeinstanz einlegen, sich der allfälligen Notwendigkeit einer nahen-
den Ausreise bewusst sein müssen, trifft sie eine entsprechende Anordnung zudem 
nicht unerwartet (VGE 2012/53 vom 31.10.2012, E. 5.2, 2011/238 vom 27.06.2011, 
E. 3.4). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, weshalb eine Ausreisefrist von 
praxisgemässer Dauer (rund sechs Wochen), laufend ab dem Urteilszeitpunkt, ihn 
unangemessen hart treffen würde. Das Verwaltungsgericht sieht sich daher nicht 
veranlasst, eine von seiner ständigen Praxis abweichende längere Frist anzusetzen. 

5.3 Die Beschwerde erweist sich somit als offensichtlich unbegründet und ist 
abzuweisen. Das Verwaltungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in Zweierbesetzung 
(Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Da die von der 
Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue 
festzulegen.

6.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig. 
Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 
3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine neue 
Ausreisefrist angesetzt auf den 7. April 2015.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.