# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3da1023f-2270-5dda-bd5b-4d6268a67ebc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-06-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.06.2014 B-2386/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2386-2014_2014-06-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-2386/2014 

 

 

  Z w i s c h e n e n t s c h e i d   

v o m  2 5 .  J u n i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Instruktionsrichterin Eva Schneeberger, 

Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. 

 

 
 

Parteien 

 
Bietergemeinschaft X._______, bestehend aus:  

1. A._______ GmbH,  

2. B._______AG,  

beide vertreten durch Rechtsanwälte  

Prof. Dr. iur. Tomas Poledna und lic. iur. Philipp do Canto, 

Bellerivestrasse 241, 8034 Zürich,  

Beschwerdeführerinnen,  

 
 

 
gegen 

 

AlpTransit Gotthard AG,  

Zentralstrasse 5, 6003 Luzern,   

vertreten durch lic. iur. Peter Rechsteiner, Rechtsanwalt,  

Weissensteinstrasse 15, 4503 Solothurn,  

Vergabestelle, 

 

und  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ARGE L._______, bestehend aus:  

1. M._______ SA,  

2. N._______ Ltd.,  

3. O._______ AG,  

4. P._______ SA,  

5. Q._______ S.p.A.,  

6. R._______S.p.A.,  

7. S._______ S.p.A.,  

alle vertreten durch Rechtsanwälte  

Dr. iur. Beat Denzler und Dr. iur. Heinrich Hempel,  

Kasinostrasse 2, 8401 Winterthur, 

Beschwerdegegnerinnen. 
 

 
 

Gegenstand 

 
Öffentliches Beschaffungswesen (Ausschluss und  

Verfahrensabbruch), Los Fahrbahn und Logistik CBT,  

SIMAP-Projekt-ID 85680. 

 

 

B-2386/2014 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die AlpTransit Gotthard AG (nachfolgend: Vergabestelle) auf der In-

ternetplattform SIMAP am 21. Mai 2012 für den Abschnitt Ceneri-

Basistunnel (CBT), Teilabschnitt Bahntechnik CBT, den Bereich Fahrbahn 

und Logistik im offenen Verfahren ausgeschrieben hat (SIMAP-

Meldungsnummer 735997),  

dass die Vergabestelle am 15. August 2013 auf SIMAP publiziert hat, 

dass sie den Zuschlag an die ARGE L._______, bestehend aus 

M._______ SA, N._______ Ltd., O._______ AG, P._______ SA, 

Q._______ S.p.A., R._______ S.p.A. und S._______S.p.A., zum Preis 

von CHF 96'404'956.75 erteilt habe (Meldungsnummer 786679), 

dass die Bietergemeinschaft X._______, bestehend aus A._______ 

GmbH und B._______ AG, gegen diese Zuschlagsverfügung beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde erhoben hat,  

dass das Bundesverwaltungsgericht diese Beschwerde mit Urteil vom 

14. März 2014 teilweise gutgeheissen, die angefochtene Zuschlagsverfü-

gung aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen an die Verga-

bestelle zurückgewiesen hat, 

dass die Vergabestelle in der Folge mit Verfügung vom 14. April 2014 die 

Bietergemeinschaft X._______ aus dem Vergabeverfahren Los Fahrbahn 

und Logistik CBT wegen Nichterfüllens der Eignungskriterien ausge-

schlossen (vgl. Dispositiv-Ziffer 1) und das Vergabeverfahren abgebro-

chen hat (vgl. Dispositiv-Ziffer 3), 

dass die Vergabestelle diese Abbruchverfügung am 15. April 2014 auf 

SIMAP publiziert hat (Meldungsnummer 817831), 

dass die ARGE L._______ mit Eingabe vom 22. April 2014 beim Bundes-

gericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben 

und beantragt hat, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 

14. März 2014 sei aufzuheben und der Vergabeentscheid der Vergabe-

stelle sei wieder herzustellen (Verfahren 2C_383/2014),  

dass die Bietergemeinschaft X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführe-

rinnen) mit Eingabe vom 5. Mai 2014 beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde gegen die Verfügung der Vergabestelle vom 14./15. April 

B-2386/2014 

Seite 4 

2014 erhebt und beantragt, die Ausschluss- und Abbruchverfügung vom 

14. April 2014 sei aufzuheben, 

dass die Beschwerdeführerinnen beantragen, es sei ihnen der Zuschlag 

zu erteilen, eventuell sei die Verfügung aufzuheben und die Sache an die 

Vergabestelle zurückzuweisen mit der Anweisung, das Verfahren fortzu-

setzen und den Beschwerdeführerinnen den Zuschlag zu erteilen, sub-

eventuell sei die Rechtswidrigkeit der Verfügung festzustellen,  

dass die Beschwerdeführerinnen in prozessualer Hinsicht beantragen, 

der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zuerst superprovisorisch 

und alsdann definitiv zu erteilen,  

dass die Instruktionsrichterin dem Antrag der Beschwerdeführerinnen auf 

Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde superproviso-

risch mit Verfügung vom 7. Mai 2014 einstweilen entsprochen hat, 

dass die Vergabestelle mit Vernehmlassung vom 19. April 2014 bean-

tragt, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung nicht zu erteilen 

und es sei ihr die superprovisorisch angeordnete aufschiebende Wirkung 

zu entziehen,  

dass die Vergabestelle ausführt, dass das unbestreitbare öffentliche Inte-

resse an der möglichst zeitgerechten Fertigstellung der Gotthard-Achse 

der NEAT gebiete, dass sie den umstrittenen Auftrag möglichst schnell 

definitiv vergebe, und dass für sie ein rascher Entscheid des Bundesge-

richts, mit welchem der Zuschlagsentscheid vom 15. August 2013 bestä-

tigt, eventuell der Zuschlag an die ARGE L._______ erteilt würde, die op-

timale Lösung wäre, 

dass die Vergabestelle vorbringt, dass insbesondere mit Blick auf die Fol-

gen des durch die ARGE L._______ vor Bundesgericht eingereichten 

Eventualbegehrens – dessen Gutheissung denkbar sei – bzw. eines all-

fälligen kassatorischen Entscheids des Bundesgerichts sich für sie die 

Frage stelle, ob eine Neuausschreibung nicht der raschere und wirt-

schaftlich günstigere Weg hin zu einer definitiven Auftragsvergabe sei, 

sowie, dass sie daran interessiert sei, sich grösstmögliche Handlungsfrei-

heit zu bewahren, um bei gegebenen Voraussetzungen entweder einen 

gerichtlich verfügten Zuschlag umzusetzen oder eine Neuvergabe vor-

nehmen zu können,  

B-2386/2014 

Seite 5 

dass der Entzug bzw. die Nichterteilung der aufschiebenden Wirkung es 

der Vergabestelle ermöglichen würde, die (allerdings zeitintensive) Neu-

ausschreibung vorzubereiten, wogegen die definitive Erteilung der auf-

schiebenden Wirkung durch das Bundesverwaltungsgericht sie in ihrer 

Handlungsfreiheit massiv behindern würde,  

dass im Vordergrund ihre Sorge stehe, dass (zu) lange dauernde Be-

schwerdeverfahren aus wirtschaftlicher Sicht ein suboptimales Ergebnis 

zeitigen könnten und dies letztlich auch dem rechtlich verankerten Prinzip 

des wirtschaftlichen Einsatzes der öffentlichen Mittel zuwiderlaufen wür-

de,  

dass die Vergabestelle weiter anführt, dass das späteste Datum für einen 

rechtskräftigen Entscheid, das noch keine weitreichenden Termin- und 

Kostenfolgen nach sich gezogen hätte, der 15. Dezember 2013 gewesen 

wäre, und der bereits jetzt absehbar verspätete Baubeginn bei Los Fahr-

bahn und Logistik sich direkt auf den Bauendtermin, die Nutzung der 

ganzen Gotthardachse und die Gesamtkosten auswirken werde,  

dass die rechtzeitige kommerzielle Inbetriebnahme des Ceneri-

Basistunnels von grösstem öffentlichen Interesse sei,  

dass ein umgehender Vertragsabschluss für das Los Fahrbahn und Lo-

gistik (wie auch für die anderen Arbeiten betreffend bahntechnische In-

stallationen) zwingend seien und Verzögerungen unweigerlich zu erhebli-

chen Mehrkosten führen würden,  

dass allein die Strukturkosten der Vergabestelle ca. CHF 3,9 Mio. pro 

Monat betragen würden, bei einer Verzögerung des CBT um ein Jahr In-

vestitionskosten von rund CHF 2,6 Mia. brachliegen und dem zukünftigen 

Betreiber, der SBB AG, notwendige Einnahmen aus dem Güter- und Per-

sonenverkehr sowie aus dem Trassenverkauf entgehen würden,  

dass die Vergabestelle schliesslich vorbringt, dass sich schier unlösbare 

technische Probleme ergeben würden, müsste eine Ausschreibung des 

Auftrags mehrere Jahre (unter Berücksichtigung allfälliger Beschwerde-

verfahren) vor Baubeginn ausgeschrieben werden, 

dass die Vergabestelle den Standpunkt vertritt, dass das finanzielle Inte-

resse der Beschwerdeführerinnen aufgrund der ausserordentlich gewich-

tigen öffentlichen Interessen zurückzutreten habe,  

B-2386/2014 

Seite 6 

dass die Vergabestelle im Weiteren ausführt, dass sie an ihrer Aus-

schluss- und Abbruchverfügung vom 14. April 2014 und den dortigen Be-

gründungen und Schlussfolgerungen vollumfänglich festhalte, dass die 

Beschwerde als aussichtslos anzusehen sei und ihr auch aus diesem 

Grund die aufschiebende Wirkung zu entziehen bzw. nicht zu erteilen sei, 

dass die Vergabestelle überdies die Sistierung des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens bis zum Entscheid des Bundesgerichts in der Be-

schwerdesache 2C_383/2014 beantragt,  

dass die BIEGE D._______ mit Eingabe vom 20. Mai 2014 mitgeteilt hat, 

Parteirechte geltend machen zu wollen und um Zustellung sämtlicher Ver-

fahrensakten ersucht hat,  

dass das Bundesgericht mit Verfügung vom 21. Mai 2014 im Verfahren 

2C_383/2014 dem Gesuch der Beschwerdeführerinnen um vorsorgliche 

Massnahmen insofern teilweise entsprochen hat, als es der Vergabestelle 

untersagt hat, den Auftrag während der Dauer des bundesgerichtlichen 

Verfahrens anderweitig zu vergeben und im Übrigen das Gesuch abge-

wiesen hat,  

dass die Beschwerdeführerinnen mit Stellungnahme vom 26. Mai 2014 

beantragen, das Verfahren sei mit Blick auf das qualifizierte Beschleuni-

gungsgebot und die Prozessökonomie mindestens bis zum Abschluss 

des Instruktionsverfahrens nicht zu sistieren, eventuell seien im Fall einer 

Sistierung dieses Verfahrens auch die beiden Parallelverfahren 

B-2433/2014 und B-2467/2014 zu sistieren,  

dass die Beschwerdeführerinnen ausführen, das Beschwerdeverfahren 

könne nur sistiert werden, wenn gleichzeitig die aufschiebende Wirkung 

(allenfalls superprovisorisch) erhalten bleibe,  

dass sie beantragen, es sei der Beschwerde die superprovisorisch ge-

währte aufschiebende Wirkung weiterhin zu gewähren und es sei der Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung definitiv zu erteilen,  

dass sich die Beschwerdeführerinnen auf den Standpunkt stellen, der 

Vergabestelle sei es unbenommen gewesen, den Ablauf der Beschwer-

defrist gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-4902/2013 und 

entsprechende Anordnungen des Bundesgerichts abzuwarten, statt 

sogleich einen Verfahrensabbruch zu verfügen,  

B-2386/2014 

Seite 7 

dass die Beschwerdeführerinnen vorbringen, dass sich die Vergabestelle 

das neuerliche Verfahren weitgehend selber anrechnen lassen müsse, da 

sie aufgrund der schwebenden, umstrittenen Frage der Zuschlagsertei-

lung habe davon ausgehen müssen, dass ein Abbruch-Entscheid nicht 

akzeptiert werde,  

dass die Beschwerdeführerinnen sodann die Auffassung vertreten, die in-

tegral bestrittenen Darlegungen der Vergabestelle über Kostenfolgen 

würden als kalkuliertes Risiko und nicht als Verzögerungsschaden er-

scheinen,  

dass die Vergabestelle mit Stellungnahme vom 3. Juni 2014 die Meinung 

vertritt, dass die BIEGE D._______ nicht legitimiert sei, im vorliegenden 

Verfahren Parteirechte geltend zu machen,  

dass die Vergabestelle mit Eingabe vom 3. Juni 2014 betreffend die Fra-

ge der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde an ihren Anträgen fest-

hält,  

dass die ARGE L._______ (nachfolgend: Beschwerdegegnerinnen) mit 

Eingabe vom 3. Juni 2014 mitteilt, als Partei im vorliegenden Verfahren 

teilnehmen zu wollen,  

dass die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 11. Juni 2014 an ihrem 

Antrag, es sei der Beschwerde die superprovisorisch gewährte aufschie-

bende Wirkung weiterhin zu gewähren und es sei der Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung definitiv zu erteilen, festhalten, 

dass die Beschwerdeführerinnen sich auf den Standpunkt stellen, dass 

die Beschwerde in einer prima-facie-Würdigung nicht offensichtlich unbe-

gründet sei, sowie, dass der Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

keine Privatinteressen der Beschwerdegegnerinnen entgegenstünden 

und auch der Vergabestelle keine Nachteile entstünden, da es ihr unbe-

nommen sei, intern eine allfällige Neuausschreibung vorzubereiten, ihr 

indessen der tatsächliche Vollzug der (Neu-)Ausschreibung untersagt sei,  

dass die Beschwerdeführerinnen geltend machen, dass ihnen selber of-

fenkundig ein materieller Nachteil entstehen würde, da ihnen ein Auftrag 

im Wert von über CHF 100 Mio. entgehen würde, sie einen nutzlosen Bie-

ter-Aufwand von ca. CHF 660'000.– abzüglich der Entschädigung durch 

die Vergabestelle abschreiben und zudem Verfahrenskosten von rund 

CHF 300'000.– tragen müssten,  

B-2386/2014 

Seite 8 

dass die Beschwerdeführerinnen kritisieren, die Vergabestelle habe sel-

ber mit dem Abbruch den Grund für jede Verlängerung des Vergabever-

fahrens gesetzt, weshalb die Verzögerung des Verfahrens nicht als Nach-

teil der Vergabestelle bewertet werden dürfe, und die Verweise auf Kos-

tenfolgen von Verfahren vorweg als kalkuliertes Risiko und nicht als Ver-

zögerungsschaden anzusehen seien, 

dass sich die Verzögerungen zudem faktisch nicht auswirken würden, da 

die Rohbauten nach eigenen Angaben der Vergabestelle im Rückstand 

seien, mithin die Vorbringen der Vergabestelle auf einen veralteten Ent-

wicklungsplan abstellen würden, der sich in dieser Form nicht mehr recht-

fertigen lasse,  

dass es zudem nicht angehe, dass bei der technischen Planung Jahre 

einkalkuliert würden, für ein rechtsstaatliches Verfahren des Primär-

rechtsschutzes dagegen nicht einmal vier Monate gewährt werden soll-

ten,  

dass die Beschwerdeführerinnen festhalten, dass sie bei Zuschlagsertei-

lung innert nützlicher Frist den geforderten Zeitplan des Bauvorhabens 

noch sicherstellen und nach Zuschlagserteilung auch sofort mit der Um-

setzung starten könnten,  

dass sie geltend machen, dass im Ergebnis keine massgeblichen Inte-

ressen einer Erteilung der aufschiebenden Wirkung entgegenstünden und 

insbesondere keine Dringlichkeit bestehe, die einem Aufschub der Neu-

ausschreibung entgegenstehen würde,  

dass die BIEGE D._______ sich mit Eingabe vom 16. Juni 2014 erkun-

digt, ob das vorliegende Verfahren sistiert worden sei, 

dass die Beschwerdegegnerinnen mit Stellungnahme vom 16. Juni 2014 

beantragen, es sei der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zu er-

teilen, eventuell sei – entsprechend der Anordnung des Bundesgerichts 

im Verfahren 2C_383/2014 – der Vergabestelle vorsorglich zu untersa-

gen, den Auftrag anderweitig zu vergeben,  

dass die Beschwerdeführerinnen mit Stellungnahme vom 17. Juni 2014 

beantragen, das Begehren der BIEGE D._______ um Parteistellung sei 

abzuweisen,  

B-2386/2014 

Seite 9 

dass gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 

1994 über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB, SR 172.056.1) der 

Beschwerde von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung zu-

kommt, was aber nicht bedeutet, dass der Gesetzgeber den Suspensiv-

effekt nur ausnahmsweise gewährt haben wollte (vgl. zum Ganzen den 

Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-3402/2009 vom 

2. Juli 2009, auszugsweise publiziert als BVGE 2009/19 E. 2.1, mit Hin-

weisen),  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf Gesuch hin der Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung erteilen kann (Art. 28 Abs. 2 BöB), wobei in ei-

nem ersten Schritt zu prüfen ist, ob die Beschwerde offensichtlich unbe-

gründet ist (vgl. Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts 

B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 

2009/19 E. 2.2, mit Hinweisen),  

dass in einem zweiten Schritt aufgrund einer Interessenabwägung über 

das Gesuch zu befinden ist, wenn der Beschwerde Erfolgschancen zuer-

kannt werden oder darüber Zweifel bestehen (vgl. zum Ganzen etwa den 

Zwischenentscheid B-4958/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 2.2 unter aus-

führlicher Darlegung der zu berücksichtigenden Interessen), 

dass über das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung im 

Rahmen der Anfechtung eines Zuschlags durch das Bundesverwaltungs-

gericht gemäss ständiger Praxis in Dreierbesetzung, über entsprechende 

Begehren bei der Anfechtung einer Ausschreibung oder eines Abbruchs 

dagegen einzelrichterlich zu entscheiden ist (vgl. Zwischenentscheide 

des Bundesverwaltungsgerichts B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugs-

weise publiziert in BVGE 2009/19 E. 1.2, mit Hinweisen; B-822/2010 vom 

10. März 2010 E. 1.2; B-536/2013 vom 5. März 2013; vgl. PETER GAL-

LI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEINER, Praxis des öffentlichen 

Beschaffungsrechts, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1340 

Fn. 3099), 

dass die Eintretensvoraussetzungen im vorliegenden Fall offensichtlich 

gegeben sind, da sowohl der Ausschluss wie auch der Abbruch eines 

Vergabeverfahrens beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden 

können (vgl. Art. 29 Bst. a i.V.m. Art. 27 Abs. 1 BöB), die Auftraggeberin 

dem Gesetz untersteht (Art. 2 Abs. 1 BöB), der geschätzte Wert des zu 

vergebenden öffentlichen Auftrages die Schwellenwerte von Art. 6 Abs. 1 

BöB offensichtlich übersteigt, kein Ausnahmetatbestand nach Art. 3 BöB 

B-2386/2014 

Seite 10 

vorliegt und die Beschwerdeführerinnen als Adressatinnen der angefoch-

tenen Verfügungen sowie als nicht berücksichtigte Anbieterinnen durch 

jene beschwert sind (vgl. Art. 26 Abs. 1 BöB bzw. Art. 37 des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] i.V.m. Art. 48 

des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, 

SR 172.021]; vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1296), 

dass die Parteistellung der ARGE L._______ im vorliegenden Verfahren 

nicht bestritten ist, 

dass über das Gesuch der BIEGE D._______, im vorliegenden Verfahren 

Parteirechte auszuüben, in einer separaten Verfügung zu befinden ist, 

dass die Antwort auf die Frage, ob die Beschwerdeführerinnen die Eig-

nungskriterien erfüllen oder zu Recht ausgeschlossen wurden, davon ab-

hängt, wie die in den Ausschreibungsbestimmungen definierten Anforde-

rungen an die Eignungsnachweise auszulegen sind,  

dass daher nicht nur der Ausgang des Parallelverfahrens der Beschwer-

degegnerinnen, sondern auch der Ausgang des vorliegenden Verfahrens 

davon abhängt, wie das Bundesgericht in dem bei ihm hängigen Verfah-

ren 2C_383/2014 entscheiden wird, 

dass sich das Bundesgericht in seiner Verfügung vom 21. Mai 2014 im 

Verfahren 2C_383/2014 nicht zu den Prozessaussichten geäussert hat, 

dass es dem Bundesverwaltungsgericht nicht ansteht, diesbezüglich eine 

eigene Prognose aufzustellen, 

dass die Beschwerde im vorliegenden Verfahren daher nicht als offen-

sichtlich unbegründet einzustufen ist, 

dass das Bundesgericht in seiner Verfügung vom 21. Mai 2014 davon 

ausgegangen ist, dass das bundesgerichtliche Verfahren in absehbarer 

Zeit abgeschlossen sein werde und die Einleitung eines neuen Aus-

schreibungsverfahrens einen Zuschlag an die Beschwerdeführerinnen 

des bundesgerichtlichen Verfahrens – im Fall einer Gutheissung ihrer Be-

schwerde durch das Bundesgericht – nicht präjudizieren würde, 

 

B-2386/2014 

Seite 11 

dass das Bundesgericht daher in Abwägung der sich gegenüberstehen-

den Interessen entschieden hat, der Vergabestelle lediglich für die Dauer 

des bundesgerichtlichen Verfahrens zu untersagen, den Auftrag zu ver-

geben (vgl. Verfügung des Bundesgerichts 2C_383/2014 vom 21. Mai 

2014 E. 2.2), 

dass auf diese Auffassung und dieses Ergebnis der Interessenabwägung 

abzustellen ist, weshalb die vom Bundesgericht getroffene Regelung 

auch für das vorliegende Verfahren zu übernehmen ist,  

dass selbstverständlich die Prozessaussichten des vorliegenden Verfah-

rens nach dem Abschluss des bundesgerichtlichen Verfahrens neu zu 

beurteilen sein werden und eine neue Interessenabwägung unter Berück-

sichtigung der voraussichtlichen Verfahrensdauer vorzunehmen sein wird,  

dass sich die Vergabestelle in Bezug auf die Frage der Sistierung des 

vorliegenden Verfahrens für eine Sistierung ausspricht, wogegen die Be-

schwerdeführerinnen die Auffassung vertreten, dass angesichts der von 

ihnen erörterten Varianten des Ausgangs des bundesgerichtlichen Verfah-

rens eine Sistierung im jetzigen Zeitpunkt nicht nahe liege, vielmehr das 

Verfahren mindestens bis zum Abschluss des Instruktionsverfahrens vo-

ranzutreiben sei, damit nach Eröffnung des Bundesgerichtsentscheids 

gegebenenfalls rasch entschieden werden könne,  

dass der Auffassung der Beschwerdeführerinnen nicht gefolgt werden 

kann,  

dass die massgeblichen Akten sich aufgrund des mit Urteil vom 14. März 

2014 abgeschlossenen Verfahrens B-4902/2013 bereits beim Bundes-

verwaltungsgericht befinden und den Beschwerdeführerinnen sowie – un-

ter Wahrung der Geschäftsgeheimnisse der Beschwerdeführerinnen – im 

Wesentlichen auch den Beschwerdegegnerinnen bekannt sind, 

dass nach dem noch ausstehenden Entscheid des Bundesgerichts ohne-

hin noch ein Schriftenwechsel durchzuführen sein wird, 

dass eine Fortsetzung der Instruktion zum jetzigen Zeitpunkt, in Unkennt-

nis des Ergebnisses des bundesgerichtlichen Verfahrens, mit grosser 

Wahrscheinlichkeit unnötigen Aufwand verursachen würde, 

B-2386/2014 

Seite 12 

dass es daher angezeigt erscheint, vorerst den Entscheid des Bundesge-

richts im Verfahren 2C_383/2014 abzuwarten und das vorliegende Ver-

fahren bis dahin zu sistieren,  

dass über die Kostenfolgen des vorliegenden Zwischenentscheids mit 

dem Endentscheid zu befinden sein wird. 

  

B-2386/2014 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Gesuch, der Beschwerde vom 5. Mai 2014 sei aufschiebende Wir-

kung zu erteilen, wird teilweise gutgeheissen. Der Vergabestelle wird zur 

Zeit untersagt, den Auftrag anderweitig zu vergeben. 

2.  

Dieser Zwischenentscheid ersetzt Dispositiv-Ziffer 2 der Verfügung vom 

7. Mai 2014. 

3.  

Das Verfahren wird bis zum Entscheid des Bundesgerichts 2C_383/2014 

sistiert. 

4.  

Über die Kostenfolgen des vorliegenden Zwischenentscheids wird mit 

dem Endentscheid befunden. 

5.  

Dieser Zwischenentscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerinnen (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde;  

vorab per Fax) 

– die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 85680; Rechtsvertreter;  

Gerichtsurkunde; vorab per Fax) 

– die Beschwerdegegnerinnen (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde;  

vorab per Fax) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die Instruktionsrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann 

 

 

B-2386/2014 

Seite 14 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift 

ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Be-

gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der 

Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 26. Juni 2014