# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32682b0b-0003-50ce-9190-df6e91e1c91d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 24.08.2020 III 2020 112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-112_2020-08-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 112

Entscheid vom 24. August 2020 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Monica Huber-Landolt, Richterin 
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Aaron Steiner, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien lic.iur. A.________,
Beschwerdeführer, 

gegen

Präsident der Anwaltskommission des Kantons Schwyz, 
Kollegiumstrasse 28, Postfach 2265, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Anwaltsrecht (Entbindung vom Berufsgeheimnis - Nichteintreten)

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Sachverhalt:

A. Mit Schreiben vom 10. März 2020 ersuchte Rechtsanwalt A.________ den 
Präsidenten der Anwaltskommission des Kantons Schwyz um Entbindung vom 
Anwaltsgeheimnis mit der Begründung, er müsse wegen einer ehrverletzenden 
Äusserung eines Drittanwaltes in einer Rechtsschrift bis am 16. März 2020 Straf-
antrag stellen. Das Schreiben trug den Vermerk "AK 2018 40". 

B. Mit Verfügung vom 10. März 2020 im unter der Dossier-Nr. AKP 2020 6 
eröffneten Verfahren betreffend Entbindung vom Amtsgeheimnis forderte der 
Präsident der Anwaltskommission Rechtsanwalt A.________ zur Leistung eines 
Kostenvorschusses von Fr. 300.-- auf das Postkonto 60-76161-6 der Anwalts-
kommission des Kantons Schwyz innert zehn Tagen seit Zugang der Verfügung 
auf. Am 11. März 2020 erfolgte seitens der Post die Meldung der Einladung zur 
Abholung der Kostenvorschussverfügung an A.________ mit einer Abholfrist bis 
18. März 2020. Am 18. März 2020 liess Rechtsanwalt A.________ die Abholfrist 
bis 8. April 2020 verlängern, worüber der Präsident der Anwaltskommission am 
23. März 2020 in Kenntnis gesetzt wurde. Mit Schreiben vom gleichen Tag 
(23.3.2020) wies der Präsident der Anwaltskommission Rechtsanwalt 
A.________ unter Beilage der Sendung vom 10. März 2020 darauf hin, dass die 
Verfügung vom 10. März 2020 mit Ablauf der postalischen Abholfrist (18.3.2020) 
als zugestellt gilt. 

Nachdem Rechtsanwalt A.________ den Kostenvorschuss innert Frist nicht leis-
tete, setzte ihm der Präsident der Anwaltskommission mit Verfügung vom 6. April 
2020 unter Androhung des Nichteintretens auf das Gesuch eine Nachfrist von 
zehn Tagen seit Zugang der Verfügung. 

C. Mit Schreiben vom 23. April 2020 teilte Rechtsanwalt A.________ dem 
Präsidenten der Anwaltskommission mit, er könne nicht nachvollziehen, weshalb 
"dem Fall ein neues Aktenzeichen" (d.h. AKP 2020 6) gegeben worden sei trotz 
seiner ausdrücklichen Bezugnahme auf "AK 2018 40". Hierzu nahm der Präsi-
dent der Anwaltskommission mit Schreiben vom 27. April 2020 Stellung, wobei er 
namentlich darlegte, dass das Dossier AK 2018 40 mit Beschluss vom 15. April 
2019 rechtskräftig erledigt worden sei. Ausnahmsweise werde die Nachfrist für 
die Leistung des Kostenvorschusses bis zum 11. Mai 2020 erstreckt; im Unter-
lassungsfall werde auf das Gesuch nicht eingetreten. 

D. Am 4. Juni 2020 verfügte der Präsident der Anwaltskommission was folgt: 

1. Auf das Gesuch um Entbindung vom Berufsgeheimnis wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
(3.-4. Rechtsmittelbelehrung; Zufertigung). 

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Die postalische Meldung zur Abholung dieser Verfügung mit Abholfrist bis 
12. Juni 2020 seitens der Post erfolgte am 5. Juni 2020. Am 12. Juni 2020 liess 
Rechtsanwalt A.________ die Aufbewahrungsfrist bis 3. Juli 2020 verlängern. Mit 
Schreiben vom 15. Juni 2020 wies der Präsident der Anwaltskommission 
A.________ unter Beilage der Verfügung vom 4. Juni 2020 darauf hin, dass die-
se spätestens mit Ablauf der postalischen Abholfrist am 12. Juni 2020 als zuge-
stellt gilt. Die effektive Zustellung der Verfügung erfolgte am 18. Juni 2020 (17.18 
Uhr). 

E. Gegen diese Verfügung des Präsidenten der Anwaltskommission (Versand 
am 4.6.2020) erhebt Rechtsanwalt A.________ mit Eingabe vom 20. Juni 2020 
(Postaufgabe am gleichen Tag) rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung der AK des Kt. Schwyz vom 4.6.2020 (AKP 2020 6) sei 
aufzuheben (Beilage 1).

2. Auf mein Gesuch zur Befreiung des Anwaltsgeheimnisses vom 10.3.2020 sei 
einzutreten und es sei eine Frist von 30 Tagen zur Begründung desselben 
anzusetzen.

3. Unter a/o-Kostenfolge zu Lasten der Staatskasse.

4. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei wegen des vermeidbaren Fehlverhaltens 
der Anwaltskommission auf einen Kostenvorschuss zu verzichten. 

Der Beschwerde legte der Beschwerdeführer neben der angefochtenen Verfü-
gung einen Beleg der Schwyzer Kantonalbank vom 19. Juni 2020 bei, wonach er 
den Kostenvorschuss von Fr. 300.-- per 11. Mai 2020 bezahlt hatte. 

F. Mit Vernehmlassung vom 23. Juni 2020 beantragt der Präsident der An-
waltskommission, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei 
diese abzuweisen. 

G. Mit auf den 20. Juni 2020 datiertem Schreiben (Postaufgabe am 7.7.2020) 
äussert sich der Beschwerdeführer zur Vernehmlassung des Präsidenten der 
Anwaltskommission. Dieser erklärt am 20. Juli 2020 seinen Verzicht auf eine 
Stellungnahme hierzu. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss § 6 Abs. 2 lit. a des kantonalen Anwaltsgesetzes (KAnwG; 
SRSZ 280.110) vom 29. Mai 2002 entbindet der Präsident oder die Präsidentin 
der Anwaltskommission Anwältinnen und Anwälte vom Berufsgeheimnis. Gegen 
Entscheide der Anwaltskommission und ihrer Präsidentin oder ihres Präsidenten 

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kann beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz nach den Vorschriften des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes (SRSZ 234.110; VRP) vom 6. Juni 1974 Be-
schwerde erhoben werden (§ 18 Abs. 1 KAnwG). 

2.1.1 Vor Erlass einer Verfügung oder eines Entscheides prüft die Behörde von 
Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für eine Sachverfügung oder einen 
Sachentscheid erfüllt sind. Sie prüft unter anderem insbesondere die Rechtsmit-
telbefugnis (§ 27 Abs. 1 lit. d VRP) sowie die frist- und formgerechte Geltendma-
chung des Rechtsanspruches (§ 27 Abs. 1 lit. f VRP). Ist eine der Entschei-
dungsvoraussetzungen nicht gegeben, trifft die Behörde eine Nichteintretensver-
fügung oder einen Nichteintretensentscheid. 

2.1.2 Ist die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten, so hat das 
Verwaltungsgericht gemäss ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur zu 
prüfen, ob der Nichteintretensentscheid zu Unrecht erfolgt ist. Bejaht es diese 
Frage, so hebt es den Nichteintretensentscheid auf und weist die Akten an die 
Vorinstanz zurück, damit diese hinsichtlich dieses Rechtsmittels einen 
Sachentscheid trifft (VGE III 2015 98 vom 26.8.2015 Erw. 1.3.1; VGE II 2012 108 
vom 24.10.2012 Erw. 2.1; VGE III 2014 194 vom 27.11.2014 Erw. 2.1). 

2.1.3 Die Vorinstanz hat ihren angefochtenen Entscheid, auf das Gesuch um 
Entbindung vom Berufsgeheimnis des Beschwerdeführers nicht einzutreten, 
damit begründet, dass der Beschwerdeführer auch innert erstreckter Frist 
(11.5.2020) den Kostenvorschuss nicht geleistet habe (vgl. vorstehend Ingress 
lit. B und C). 

2.2 Die Vorinstanz beantragt Nichteintreten auf die Beschwerde. Am Freitag, 
19. Juni 2020, habe sich der Beschwerdeführer telefonisch nach der (für die 
Registrierung der Kostenvorschüsse) zuständigen Kanzleimitarbeiterin erkundigt, 
worauf er darauf hingewiesen worden sei, dass diese erst wieder am Montag, 
22. Juni 2020, im Büro anwesend sei. Gleichentags habe der Beschwerdeführer 
ein als "E-Parteieingabe" bezeichnetes E-Mail eingereicht mit dem Nachweis der 
Zahlung, welches jedoch keine gültige elektronische Signatur aufgewiesen habe. 
Den Präsidenten der Anwaltskommission, der erreichbar gewesen wäre, habe 
der Beschwerdeführer nicht verlangt. Das E-Mail vom 19. Juni 2020 sei dem 
Präsidenten erst am Montag, 22. Juni 2020, vorgelegt worden. Bei einem 
Fristenablauf per Donnerstag, 2. Juli 2020, habe der Beschwerdeführer bereits 
am Samstag, 20. Juni 2020, Beschwerde erhoben. Hätte er sich am Montag, 
22. Juni 2020 noch einmal erkundigt, hätte sich eine Beschwerdeerhebung 
erübrigt. Dem Beschwerdeführer fehle daher das schutzwürdige Interesse bzw. 
die Rechtsmittelbefugnis. 

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2.3.1 Verfügungen sind hoheitliche, individuelle und einseitige Anordnungen 
einer Behörde, mit welchen unter anderem Begehren auf Begründung, 
Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten und Pflichten abgewiesen 
oder durch Nichteintreten erledigt werden (§ 6 Abs. 1 lit. c VRP). 

2.3.2 Fehlerhaft ist eine Verfügung, wenn sie inhaltlich rechtswidrig ist oder in 
Bezug auf ihr Zustandekommen oder in Bezug auf ihre Form Rechtsnormen 
verletzt. 

Die ursprünglich fehlerhafte Verfügung ist bereits bei ihrem Erlass mangelhaft 
und widerspricht somit schon in diesem Zeitpunkt objektivem Recht. Ursache 
dafür kann ein Fehler in der Tatsachenermittlung oder in der Rechtsanwendung 
sein. Mögliche Rechtsfolgen sind die Anfechtbarkeit der Verfügung und Korrektur 
im Beschwerdeverfahren oder - als Ausnahme - die Nichtigkeit der Verfügung 
(Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich 2016 
Rz. 1084 ff.; vgl. § 35 lit. a und b VRP i.V.m. § 36 VRP). Des Weiteren sind 
Verfügungen und Entscheide gegebenenfalls einer Erläuterung und/oder 
Berichtigung zugänglich (§ 4 VRP i.V.m. § 165 f. des Justizgesetzes [JG; 
SRSZ 231.110] vom 18.11.2009). Ist ein Entscheid unklar oder enthält er 
Widersprüche, so wird er vom Verwaltungsgericht auf Antrag oder von Amtes 
wegen erläutert (§ 165 Abs. 1 JG). Offenkundige Versehen, wie Schreibfehler, 
Rechnungsirrtümer und irrige Bezeichnung der Parteien, werden vom 
Gerichtsschreiber im Einverständnis mit dem Präsidenten und unter Mitteilung an 
die Parteien berichtigt (§ 166 JG).

2.3.3 Rechtskräftige Verfügungen und Entscheide sind auf dem Wege der 
Revision (§§ 35 lit. c und  61 ff. VRP) und/oder Wiedererwägung bzw. Widerruf, 
(vgl. § 34 VRP) zu ändern (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1213 ff.). 

Als formloser Rechtsbehelf kommt eine Wiedererwägung (Widerruf) 
grundsätzlich auch bei noch nicht rechtskräftigen Verfügungen in Betracht (vgl. 
Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1215; 1224). Die Wiedererwägung ist nur in 
der verwaltungsinternen Verwaltungsrechtspflege zugelassen (VGE 503/96 vom 
18.7.1996 Erw. 1.c). Als Wiedererwägungsgesuch versteht man in der 
kantonalen Praxis einen blossen Rechtsbehelf, der sich an die verfügende 
Instanz während laufender Einsprache- oder Beschwerdefrist richtet. Weiter wird 
als Wiedererwägung ein Neuentscheid der Vorinstanz während eines hängigen 
Beschwerdeverfahrens bezeichnet (vgl. VGE 341/96 vom 27.9.1996 Erw. 1.d; 
vgl. auch Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Nach der Praxis 
des Verwaltungsgerichts (vgl. VGE 132/00 und 34/01 v. 16.5.2001 Erw. 1) ist die 

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Wiedererwägung grundsätzlich auch noch nach der Vernehmlassung zulässig 
(vgl. VGE 16/05 vom 20.6.2006 Erw. 1.3; VGE 132/00 und 34/01 vom 16.5.2001 
Erw. 1; VGE 422/98 vom 29.5.2002 Erw. 1.a; vgl. Griffel, in: Kommentar VRG, 
§ 26b N. 10). 

Die Abänderung rechtskräftiger Verfügungen aus nachträglich eingetretenen 
Gründen wird als Widerruf bezeichnet (vgl. § 34 VRP). Das Gesuch um Widerruf 
einer Verfügung aus nachträglich eingetretenen Gründen wird ebenfalls als 
Wiedererwägungsgesuch bezeichnet (zur uneinheitlichen Terminologie in der 
Lehre und Praxis vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1213). Sollen hingegen 
formell rechtskräftige Verfügungen, welche fehlerhaft zustande gekommen sind, 
abgeändert werden, so gelangt die Revision zur Anwendung (VGE III 2015 63 
vom 23.4.2015 Erw. 1.1.1; EGV-SZ 1999 Nr. 46 Erw. 3.1 mit Hinweisen; vgl. 
Mächler, in: Auer/ Müller/ Schindler, Kommentar zum Bundesgesetz über das 
Verwaltungsverfahren, Bern 2008, Art. 58, bes. N 7-10). 

Das Begehren (Wiedererwägungsgesuch), mit dem die verfügende Behörde 
ersucht wird, auf ihre Verfügung zurückzukommen, als blosser Rechtsbehelf 
muss von der Behörde nicht anhand genommen werden (VGE 898/01 vom 
28.9.2001 Erw. 2.a VGE 19/01 vom 11.7.2001 Erw. 1.b); es liegt mithin im 
Ermessen der Behörden, ob sie das Gesuch behandeln will oder nicht (VGE 
29/99 vom 16.6.1999 Erw. 3.c). Die Einreichung eines Wiedererwägungsgesuchs 
vor Eintritt der formellen Rechtskraft schiebt den Fristenlauf für das ordentliche 
Rechtsmittel nicht hinaus (Bertschi, in: Kommentar VRG, Vorbemerkungen zu §§ 
86a-86d, N 22). 

2.4.1 § 37 VRP normiert die Rechtsmittelbefugnis. Zur Einreichung eines 
Rechtsmittels ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen 
hat (Abs. 1 lit. a erster Teilsatz), durch den angefochtenen Entscheid oder die 
angefochtene Verfügung besonders berührt ist (Abs. 1 lit. b) und ein 
schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides 
oder der Verfügung hat (Abs. 1 lit. c). 

2.4.2 Die rechtliche Qualifikation der angefochtenen Anordnung als Verfügung ist 
unbestritten. Der Beschwerdeführer ist Adressat dieser Verfügung und durch 
diese bzw. durch das Nichteintreten auf sein Gesuch zweifelsohne auch 
besonders berührt. Ebenso kann sein Interesse an der Aufhebung dieses 
Nichteintretensentscheides und an einer materiellen Prüfung seines Gesuchs 
nicht in Abrede gestellt werden. Als ordentliches Rechtsmittel zur Anfechtung 
dieser (nicht rechtskräftigen) Verfügung steht einzig die Verwaltungsgerichtsbe-

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schwerde zur Verfügung (§ 44 lit. b VRP i.V.m. § 36 Abs. 1 lit. a i.V.m. § 18 
Abs. 1 KAnwG). 

Einerseits besteht keine Pflicht, zunächst und/oder parallel zur Erhebung einer 
Beschwerde ein Wiederwägungsgesuch als formlosen Rechtsbehelf 
einzureichen. Abgesehen davon entbindet die Einreichung eines 
Wiedererwägungsgesuchs eine durch eine Verfügung/einen Entscheid 
beschwerte Person regelmässig nicht davon, dennoch auch Beschwerde zu 
erheben zwecks Wahrung der Regelbeschwerdefrist von 20 Tagen gemäss dem 
kantonalen Recht (§ 56 Abs. 1 VRP) als Verwirkungsfrist (vgl. § 155 JG). Dass 
eine Erläuterung oder Berichtigung bei einem Nichteintretensentscheid infolge 
einer Fristversäumnis nicht zur Anwendung kommen können, ist offensichtlich. 
Anderseits besteht ebensowenig eine Pflicht, mit der Erhebung einer 
Beschwerde bis zum letzten Tag der Rechtsmittelfrist zuzuwarten. Die 
Beschwerdebefugnis des Beschwerdeführers ist somit zu bejahen. Indessen ist 
der Vorinstanz beizupflichten, dass es dem Beschwerdeführer vorliegend ohne 
weiteres zuzumuten gewesen wäre, zumindest über das Wochenende des 
20./21. Juni 2020 zuzuwarten und die Sache vorab formlos zu klären (vgl. 
nachstehend Erw. 4.2.1 f.). Es ist evident, dass die Vorinstanz in diesem Fall 
ohne Anstände auf ihren Nichteintretensentscheid zurückgekommen wäre. 

3.1 Eine Handlung ist rechtzeitig erfolgt, wenn sie vor Ablauf der Frist 
vorgenommen wird. Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der 
Frist an die Bestimmungsstelle gelangen oder für sie der Schweizerischen Post 
übergeben sein. Zahlungen müssen spätestens am letzten Tag der Frist 
zugunsten der Bestimmungsstelle der Schweizerischen Post übergeben oder 
einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden sein (§ 4 Abs. 1 
VRP i.V.m. § 159 JG).

3.2 Der Beschwerdeführer hat im vorliegenden Verfahren den Nachweis er-
bracht, dass er den Kostenvorschuss von Fr. 300.-- am 11. Mai 2020 und somit 
noch innert erstreckter Frist (vgl. vorstehend Ingress lit. C) bezahlt hat. Die Zah-
lung erfolgte auf das ihm mit der Kostenvorschussverfügung vom 10. März 2020 
bezeichnete Postkonto 60-76161-6 der Anwaltskommission des Kantons 
Schwyz. Indes vermerkte der Beschwerdeführer unter "Mitteilung" anstelle der 
korrekten Verfahrensnummer "AKP 2020 6" nur "AK 2020 6". Es stellt sich die 
Frage, ob sich deswegen eine andere Beurteilung der fristgerechten Bezahlung 
des Kostenvorschusses aufdrängt. 

3.3 Dies ist zu verneinen. Die Allgemeinen Bestimmungen des kantonalen Pro-
zessrechts (§§ 90 ff. JG) sehen in § 94 Abs. 1 JG explizit vor, dass fristgerechte 

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Eingaben und Zahlungen, die an eine unzuständige Gerichts- oder Verwaltungs-
stelle gerichtet sind, als rechtzeitig eingegangen gelten. Die Weiterbeförderung 
an die zuständige Stelle erfolgt von Amtes wegen (vgl. Plüss, Kommentar VRG, 
§ 11 N. 65; BSK ZPO-Rüegg/Rüegg, Art. 143 N 5). 

Diese Weiterleitung, sofern eine solche angesichts der korrekten Kontoangabe 
überhaupt nötig geworden sein sollte, hätte vorliegend keine besonderen Pro-
bleme aufgeworfen. Die Zahlung erfolgte auf das richtige Konto. Der einzige Feh-
ler bestand darin, dass nicht das Kürzel der Dossiernummer der Präsidialkammer 
der Anwaltskommission ("AKP"), sondern dasjenige der Kommission ("AK") ver-
wendet wurde. Diese Dossiernummer ("AK 2020 6") war indessen gemäss den 
vernehmlassenden Ausführungen der Vorinstanz bereits seit Februar 2020 ver-
geben und betraf eine Anwaltsprüfung. Mithin konnte es sich beim erneuten Zah-
lungseingang unter "AK 2020 6" vom 11. Mai 2020 nur um einen "Irrläufer" han-
deln oder aber den geforderten Kostenvorschuss. Die Klärung dieser Frage wie-
derum konnte angesichts der Nennung des Beschwerdeführers unter "Belas-
tungskonto" des Belegs der Schwyzer Kantonalbank keine Schwierigkeiten bie-
ten. 

Bei dieser Rechts- und Sachlage ist der angefochtene Nichteintretensentscheid 
aufzuheben und die Sache zur materiellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen.

3.4 Anzufügen ist, dass auch ohne kantonalgesetzliche Grundlage in § 94 
Abs. 1 JG gleich zu entscheiden wäre. Beispielsweise hat das Bundesgericht in 
einem Fall entschieden, dass die Weglassung der letzten Zahl der IBAN keinen 
unverzeihlichen Fehler im Sinne der Rechtsprechung darstelle; von der Post ha-
be erwartet werden dürfen, dass diese sich vor der Rücksendung des Geldes 
nach der richtigen IBAN erkundige, zumal sowohl der Absender als auch der 
Empfänger bekannt gewesen seien (vgl. Urteil BGer 5A_61/2014 vom 13.3.2014 
Erw. 2.4 mit Bezug auf 9C_94/2008 vom 30.9.2008 Erw. 6 mit Hinweisen, in: SJ 
2009 I S. 164; ZBJV 2016 S. 531; zum Begriff des unverzeihlichen Fehlers vgl. 
Urteil 4C.2/2005, 4P.310/2004 vom 30. März 2005 Erw. 4 mit Hinweisen). Eben-
so entschied das Bundesgericht auf Rechtzeitigkeit der Leistung eines irrtümli-
chen Kostenvorschusses auf das Konto der Vorinstanz (Staatsekretariat für Mi-
gration statt Bundesverwaltungsgericht; 1C_171/2016 vom 4.7.2016 Erw. 2; BGE 
111 V 406 Erw. 2 Obergericht LU statt Eidg. Sozialversicherungsgericht [es müs-
se sich aber um eine Behörde von Bund, Kanton oder Gemeinde handeln]). Vor-
behalten bleiben rechtsmissbräuchliche Fehladressierungen (BGE 111 V 406 
Erw. 2). Wer bewusst oder trölerisch seine Eingabe an eine unzuständige Behör-
de richtet, kann sich nicht auf die Weiterleitungspflicht berufen (Urteil BGer 

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2C_462/2014 vom 24.11.2014 Erw. 3.2). Hiervon kann vorliegend keine Rede 
sein. 

4.1 Die Gebührenordnung für die Verwaltung und die Rechtspflege im Kanton 
Schwyz (GebO; SRSZ 173.111) vom 20. Januar 1975 regelt unter anderem die 
Gebühren für die Rechtspflege (vgl. § 1 Abs. 1 GebO). Die Verwaltungs- und Ge-
richtsgebühren sowie die Entschädigungen sind (unter Vorbehalt von § 3 Abs. 3 
[ausnahmsweise Überschreitung der Höchstansätze um bis zu 50 Prozent]) 
gemäss den gesetzlichen Ansätzen festzusetzen (§ 3 Abs. 1 GebO). Besteht ein 
Mindest- und Höchstansatz, so ist die Gebühr für den Einzelfall nach der Bedeu-
tung der Sache und nach Zeitaufwand festzusetzen (§ 3 Abs. 2 Satz 1 GebO). 
Gebühren und Auslagen können für Rechtsmittelverfahren als Pauschalbetrag 
festgesetzt werden (§ 3 Abs. 4 GebO). Für Behandlung und den Entscheid einer 
Beschwerde oder einer Revision durch das Verwaltungsgericht gilt ein Ge-
bührenrahmen von Fr. 100.-- bis Fr. 20'000.-- (§ 25 Ziff. 29 GebO). 

In Anwendung dieser Grundsätze sind die Kosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikos-
ten und Barauslagen) für das vorliegende Verfahren auf insgesamt Fr. 500.-- 
festzusetzen und dem Verfahrensausgang entsprechend der Vorinstanz aufzuer-
legen. 

4.2 Eine Parteientschädigung wird unbeanwalteten Parteien (VGE III 2019 33 
vom 25.9.2019 Erw. 8.3) bzw. Rechtsanwälten, die in eigener Sache prozessie-
ren, nicht zugesprochen (VGE III 2013 106 vom 24.4.2014 Erw. 8.2). Von diesem 
Grundsatz abzuweichen, besteht vorliegend kein Anlass. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden die angefochtene Verfügung vom 
4. Juni 2020 aufgehoben und die Sache zur Beurteilung des Gesuch des 
Beschwerdeführers um Befreiung vom Berufsgeheimnis an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf insgesamt Fr. 500.-- festgesetzt und der Vorinstanz auferlegt. 
Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R, unter Beilage der Eingabe der Vorinstanz 

vom 20.7.2020)
- und die Vorinstanz (EB). 

Schwyz, 24. August 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 11. September 2020