# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d12333d-b809-541b-9da7-1645edd5a1c1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.01.2023 C-4424/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4424-2020_2023-01-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4424/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), 

Richter Michael Peterli, Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiberin Rahel Schöb. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland), 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch;  

(Verfügung vom 11. August 2020). 

 

 

 

C-4424/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (…) 1959 geborene, verheiratete, in seinem Heimatland wohnhafte 

deutsche Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Versicherter oder 

Beschwerdeführer) ist gelernter Gas-Wasser-Installateur, arbeitete von 

1999 bis 2004 in der Schweiz und entrichtete dabei Beiträge an die schwei-

zerische obligatorische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV; Akten der Vorinstanz gemäss Aktenverzeichnis vom 26. Februar 

2021 [nachfolgend: IVSTA-act.] 10; 17; 47; 48; 62; 64; 71). Zuletzt war er 

für die B._______ GmbH & Co. KG (nachfolgend: Arbeitgeber) als Schlos-

ser und Installateur tätig (IVSTA-act. 17; 44; 51). Der Arbeitsvertrag wurde 

von Seiten des Arbeitgebers per 2. November 2018 aufgelöst (IVSTA-

act. 44, S. 2; 46, S. 2; 51; letzter effektiver Arbeitstag: 5. Oktober 2018, vgl. 

IVSTA-act. 46, S. 2). Seither ging der Versicherte keiner Erwerbstätigkeit 

mehr nach (IVSTA-act. 4, S. 2 und 6; 10, S. 2).  

B.  

B.a Der Versicherte meldete sich am 26. Juni 2019 unter Hinweis auf eine 

Herzschwäche, Atemnot sowie Beschwerden im Zusammenhang mit den 

Nieren und der Blase über den deutschen Rentenversicherungsträger zum 

Bezug einer Leistung der schweizerischen Invalidenversicherung an (For-

mular E 204 [DE]; IVSTA-act. 10, S. 9) und legte seinem Gesuch diverse 

medizinische Unterlagen bei (IVSTA-act. 4-9). Die deutsche Rentenversi-

cherung liess das Gesuch am 21. November 2019 der Invalidenversiche-

rungsstelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder  

Vorinstanz) zukommen (IVSTA-act. 2).  

B.b Die IVSTA führte in der Folge Abklärungen in medizinischer und er-

werblicher Hinsicht durch (IVSTA-act. 17-39; 44; 49-51) und holte insbe-

sondere eine Stellungnahme des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) ein. 

Die RAD-Ärztin Dr. C._______, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin, Gut-

achterin SIM, hielt in ihrer ärztlichen Stellungnahme vom 6. April 2020 fest, 

es sei von einer 100 %igen Arbeitsunfähigkeit des Versicherten in dessen 

zuletzt ausgeübter Tätigkeit als Schlosser ab dem 8. Oktober 2018 auszu-

gehen. In einer angepassten Verweistätigkeit ohne Bücken, Knien oder Ho-

cken, ohne repetitives Heben von Gewichten über 10 kg, ohne Klettern auf 

Leitern oder Gerüsten, ohne Treppensteigen, ohne Gehen in unebenem 

Gelände sowie ohne längere Gehstrecken, unter Vermeidung von Stress, 

Kälte, Hitze, Schlechtwetter, Wechselschicht und Nachtarbeit, bestehe ab 

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Seite 3 

dem 8. Oktober 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, ab dem 3. April 

2019 von 50 %, sowie ab Oktober 2019 von 40 % (IVSTA-act. 52).  

B.c Mit Vorbescheid vom 8. Mai 2020 stellte die IVSTA dem Versicherten, 

ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 47 %, die Ausrichtung einer 

Viertelsrente ab dem 1. Dezember 2019 in Aussicht (IVSTA-act. 56; 57).  

B.d Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingaben vom 22. Mai 

2020 und 29. Juni 2020 (jeweils Datum Postaufgabe) Einwand und führte 

zur Begründung im Wesentlichen aus, er leide aufgrund von Nierenproble-

men und einer Herzschwäche unter Belastungsluftnot, Schwindel, Müdig-

keit, körperlicher Schwäche, Harnstauungen, Gleichgewichtsproblemen 

sowie Seh- und Hörbeeinträchtigungen. Aufgrund dieser Gesundheitsprob-

leme sei er seit Oktober 2018 ohne Unterbruch zu 100 % arbeitsunfähig 

und zu 70 % invalid (IVSTA-act. 58; 65).  

B.e Die IVSTA holte eine weitere Stellungnahme des RAD ein (IVSTA-

act. 67): In ihrem medizinischen Bericht vom 21. Juli 2020 erläuterte 

Dr. C._______, dass der Versicherte weder neue medizinische Unterlagen 

vorgelegt noch medizinische Gründe geltend gemacht habe, weshalb ihre 

Stellungnahme vom 6. April 2020 (vgl. IVSTA-act. 52) weiterhin Gültigkeit 

besitze (IVSTA-act. 68). 

B.f Am 11. August 2020 erliess die IVSTA eine ihrem Vorbescheid vom 

8. Mai 2020 entsprechende Verfügung (IVSTA-act. 70; 74).  

C.  

Hiergegen reichte der Beschwerdeführer eine mit «allfälliger Beschwerde» 

bezeichnete Eingabe vom 1. September 2020 (Datum Poststempel) beim 

Bundesverwaltungsgericht ein und führte aus, dass ein Entscheid der 

Schweizer Behörden über die Höhe seines Invaliditätsgrades erst nach 

dem Erlass des Urteils des deutschen Sozialgerichts getroffen werden 

könne (Akten im Beschwerdeverfahren [nachfolgend: BVGer-act.] 1).  

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 19. November 2020 wurde der Beschwerde-

führer unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintreten auf die Be-

schwerde) aufgefordert zu erklären, ob er vor Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 11. August 2020 erheben wolle 

(Dispositiv-Ziffern 1 und 2) sowie für den Fall, dass er Beschwerde führen 

wolle, Rechtsbegehren zu stellen und die Beschwerde zu begründen ([Dis-

positiv-Ziffern 3 und 4]; BVGer-act. 2). Der Beschwerdeführer reichte mit 

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Seite 4 

Eingabe vom 25. November 2020 eine entsprechende Beschwerdeverbes-

serung ein und beantragte im Wesentlichen, die Verfügung der IVSTA vom 

11. August 2020 sei aufzuheben und es sei ihm bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 70 % eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (BVGer-

act. 3). 

E.  

Mit Zwischenverfügungen vom 2. Dezember 2020 und 6. Januar 2021 

(BVGer-act. 4 und 7) wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, innert Frist 

einen Kostenvorschuss von Fr. 800.– in der Höhe der mutmasslichen Ver-

fahrenskosten zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten 

werde. Dieser Aufforderung kam der Beschwerdeführer nach, indem er 

fristgemäss einen Betrag von insgesamt Fr. 808.41 zugunsten der Ge-

richtskasse überwies (BVGer-act. 6 und 9). 

F.  

Mit Vernehmlassung vom 1. März 2021 beantragte die Vorinstanz die Ab-

weisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Verfügung 

(BVGer-act. 11).  

G.  

In seiner Replik vom 23. März 2021 hielt der Beschwerdeführer sinnge-

mäss an seiner Beschwerde fest und wiederholte im Wesentlichen die be-

reits in der Beschwerdeverbesserung gemachten Ausführungen (BVGer-

act. 13). 

H.  

In ihrer Duplik vom 12. April 2021 verwies die Vorinstanz vollumfänglich auf 

ihre Vernehmlassung vom 1. März 2021 und die darin gestellten Anträge 

(BVGer-act. 15).  

I.  

Mit prozessleitender Verfügung vom 15. April 2021 schloss die Instrukti-

onsrichterin den Schriftenwechsel – vorbehältlich weiterer Instruktions-

massnahmen – ab (BVGer-act. 16).  

J.  

Am 28. Juli 2021 wurde dem Beschwerdeführer mit Blick auf eine allenfalls 

drohende reformatio in peius Gelegenheit gegeben, Stellung zu nehmen 

zur möglichen Rückweisung an die Vorinstanz oder die Beschwerde allen-

falls zurückzuziehen (BVGer-act. 17). Der Beschwerdeführer liess sich 

hierzu nicht vernehmen (BVGer-act. 18). 

C-4424/2020 

Seite 5 

K.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 

soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG [SR 173.32]; Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]).  

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich grund-

sätzlich nach dem VwVG (SR 172.021 [Art. 37 VVG]). Gemäss Art. 3 

Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren die be-

sonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1; zu verfahrensrechtlichen 

Neuerungen vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.2, zu den allgemeinen intertempo-

ralrechtlichen Regeln vgl. BGE 130 V 1 E. 3.2) vorbehalten.  

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung 

durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 

deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Be-

schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 ATSG). 

Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde (Art. 69 

Abs. 1bis und 2 IVG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG; BVGer-act. 6 und 9), ist auf 

die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 60 

ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt in 

Deutschland. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 

1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur 

Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des 

FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen 

Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 

(SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 2015 sind 

auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und 

Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen zwischen der 

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Seite 6 

Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vorliegen einer an-

spruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im Anwendungsbe-

reich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach schweizerischem 

Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 

16. Januar 2013 E. 4).  

3.  

3.1 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung der IVSTA vom 11. August 2020, mit der die Vorinstanz dem 

Beschwerdeführer ab dem 1. Dezember 2019 eine unbefristete Viertels-

rente zugesprochen hat. Aufgrund der Rechtsbegehren streitig und zu prü-

fen ist, ob der Beschwerdeführer ab dem 1. Dezember 2019 Anspruch auf 

eine ganze Invalidenrente hat. 

3.2 Vorab ist anzumerken, dass die eventuelle Rentenberechtigung des 

Beschwerdeführers in Deutschland vorliegend nicht massgeblich ist. Ge-

mäss Art. 46 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 ist nämlich eine 

vom Träger eines Staats getroffene Entscheidung über den Grad der Inva-

lidität eines Antragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staa-

tes nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staa-

ten festgelegten Definitionen des Grads der Invalidität in Anhang VII dieser 

Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind, was für das Verhältnis 

zwischen Deutschland und der Schweiz (ebenso wie für das Verhältnis zwi-

schen den übrigen EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz) nicht der Fall ist 

(vgl. auch Urteil des BVGer C-1905/2020 vom 6. Juli 2021 E. 3.3; vgl. E. 2 

hiervor). 

4.  

4.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). Es ist gemäss 

dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Be-

gründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

4.2 Das Verwaltungs- sowie das erstinstanzliche sozialversicherungsrecht-

liche Beschwerdeverfahren sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 Bst. c ATSG). Danach hat die Verwaltung 

und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige 

und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. 

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Seite 7 

BGE 138 V 218 E. 6; 137 V 210 E. 1.2.1; 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser 

Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in 

den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 193 

E. 2, 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 141 V 405 E. 4.4; 138 V 218 

E. 6).  

4.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 11. August 2020) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Berichte, die sich über den 

vorliegend massgebenden Zeitraum aussprechen, hat das Gericht auch 

dann zu berücksichtigen, wenn sie nach dem Verfügungserlass datieren 

(Urteil des BGer 9C_175/2018 vom 16. April 2018 E. 3.3.2 mit weiteren 

Hinweisen). 

4.4 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze  

massgebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 

7.1 und BGE 144 V 210 E. 4.3.1), weshalb jene materiellrechtlichen Vor-

schriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass der Verfügung 

vom 11. August 2020 in Kraft standen; weiter aber auch Vorschriften, die 

zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die 

Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang 

sind.  

 

Am 1. Januar 2022 sind die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG und des 

ATSG (Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705; BBl 2020 5535 ff.) sowie 

die Änderungen der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 

17. Januar 1961 (IVV [SR 831.201]) vom 3. November 2021 (AS 2021 706) 

in Kraft getreten. Da die angefochtene Verfügung vom 11. August 2020 (IV-

STA-act. 70; 74) vor dem Inkrafttreten der Änderungen des IVG und des 

ATSG vom 19. Juni 2020 sowie der IVV vom 3. November 2021 datiert, 

beurteilen sich die Ansprüche des Beschwerdeführers gegenüber der IV 

entsprechend nach dem IVG und der IVV (jeweils Stand am 1. Januar 

2020) sowie dem ATSG und der Verordnung vom 11. September 2002 über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV [SR 830.11]; 

C-4424/2020 

Seite 8 

jeweils Stand am 1. Oktober 2019). Die entsprechenden Bestimmungen 

werden im Folgenden denn auch in dieser Fassung zitiert.  

5.  

5.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. dazu Art. 8 Abs. 1 ATSG 

sowie nachfolgend E. 5.2) und bei Eintritt der Invalidität während mindes-

tens drei Jahren Beiträge geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Für die Erfül-

lung der dreijährigen Mindestbeitragsdauer können Beitragszeiten mitbe-

rücksichtigt werden, die in einem EU/EFTA-Staat zurückgelegt worden 

sind, wobei die Beitragszeit in der Schweiz aber mindestens ein Jahr be-

tragen muss (Art. 6 und Art. 45 VO [EG] 883/2004; vgl. Rz. 3005 des Kreis-

schreibens über das Verfahren zur Leistungsfestsetzung in der AHV/IV/EL 

[KSBIL, gültig ab 4. April 2016, Stand: 1. Januar 2020]; BGE 131 V 390). 

Der Aufstellung der für die Rentenberechnung berücksichtigten Versiche-

rungszeiten und Einkommen in der Verfügung vom 11. August 2020 ist zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer während 5 Jahren und 11 Mona-

ten Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet hat (vgl. IVSTA-act. 70 

und 74 = BVGer-act. 1 Beilage 1; vgl. auch IVSTA-act. 48; 72). Entspre-

chend ist die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch 

auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt. 

5.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

C-4424/2020 

Seite 9 

5.3 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliede-

rungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können 

(Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind 

(Bst. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 

ATSG) sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG sieht vor, dass der Rentenanspruch 

frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des 

Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht, jedoch frühestens 

im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt. 

Der Versicherte meldete sich am 26. Juni 2019 (vgl. IVSTA-act. 10) über 

den deutschen Versicherungsträger zum Bezug von Leistungen der Invali-

denversicherung an. Demnach könnte dem Beschwerdeführer frühestens 

ab 1. Dezember 2019 unter der Bedingung, dass die materiellen An-

spruchsvoraussetzungen erfüllt sind, eine IV-Rente ausgerichtet werden.  

5.4 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf 

eine Viertelsrente, bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindes-

tens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70% auf eine 

ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 

50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbe-

zahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 

in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG). Diese Einschränkung gilt jedoch 

nicht für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der 

Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 

VO [EG] 883/2004; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1). 

5.5  

5.5.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche 

bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 

V 231 E. 5.1). Für die Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützt sich die 

Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von 

ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu 

stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-

len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich wel-

cher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist.  

5.5.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel 

zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah-

C-4424/2020 

Seite 10 

ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das 

heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. Da die Feststellungen ausländischer Versicherungsträger, 

Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und An-

spruchsbeginn für die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht 

verbindlich sind (vgl. E. 3.2), unterstehen auch aus dem Ausland stam-

mende Beweismittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. dazu 

z.B. Urteil des BVGer C-5049/2013 vom 13. Februar 2015 E. 3.2 mit Hin-

weisen). 

5.5.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation ein-

leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten be-

gründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 

Eine begutachtende medizinische Fachperson muss über die notwendigen 

fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des BGer 9C_555/2017 vom 

22. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). 

5.5.4 Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein-

geholten Gutachten von medizinischen Sachverständigen, die den Anfor-

derungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Be-

weiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverläs-

sigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 2.2.2; 135 V 465 E. 4.4). 

Berichte behandelnder Ärzte sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Ver-

trauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den 

allgemein praktizierenden Hausarzt ebenso wie für den behandelnden 

Spezialarzt (BGE 135 V 465 E. 4.5; Urteil des BGer 8C_56/2013 vom 

16. Juli 2013 E. 2). 

5.5.5 Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der 

IVSTA, welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie 

Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 

und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztli-

che Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. 

Urteile des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 

vom 8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1, je mit 

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Seite 11 

Hinweisen). Die Aufgabe der versicherungsinternen Fachpersonen besteht 

insbesondere darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfe-

stellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche 

in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den me-

dizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und versicherungsmedizi-

nisch zu würdigen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit 

Hinweisen; Urteil des BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Sie 

haben die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen, 

wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten 

eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die an-

dere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu-

nehmen ist (BGE 142 V 58 E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen 

Belange keine beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme ei-

ner versicherungsinternen Fachperson in der Regel keine abschliessende 

Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärun-

gen Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 

E. 3.3). 

6.  

Zum Gesundheitszustand beziehungsweise zur Arbeits- und Leistungsfä-

higkeit des Beschwerdeführers lässt sich den vorliegenden medizinischen 

Akten bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. August 2020 

im Wesentlichen Folgendes entnehmen (in chronologischer Reihenfolge): 

6.1 Aus dem unvollständigen Bericht vom 27. Juni 2015 der Klinik 

D._______, Klinik für Urologie und Kinderurologie, ohne Angaben zur er-

stellenden Person, betreffend den stationären Aufenthalt des Versicherten 

vom 23.-25. Juni 2015 geht hervor, dass am 24. Juni eine transurethrale 

Resektion der Prostata (TURP) 12 g durchgeführt wurde. Im Weiteren 

nennt der Bericht folgende Diagnosen (IVSTA-act. 6 = 20 = 30, jeweils nur 

S. 1 in den Vorakten):  

- HDK (Harnblasendauerkatheter)-pflichtige Blasenentleerungsstörung bei be-

nigner Prostatahyperplasie (BPH; [ICD-10: N40]) 

- Linksherzinsuffizienz 

- Arterielle Hypertonie  

- Verdacht auf koronare Herzkrankheit (KHK) 

- Mittelgradig eingeschränkte linksventrikuläre (LV)-Funktion  

- Zustand nach Harnstauungsnieren beidseits 

- Schrumpfniere rechts  

- Refluxostien 

C-4424/2020 

Seite 12 

- Chronische Niereninsuffizienz im Stadium II  

6.2 Dem Entlassungsbericht der Klinik D._______, Klinik für Kardiologie 

und internistische Intensivmedizin, vom 12. Oktober 2018, unterzeichnet 

von Dr. med. E._______, Chefarzt, Facharzt für Kardiologie und internisti-

sche Intensivmedizin, F._______, Oberärztin, Facharzttitel unbekannt, und 

G._______, Arzt in Weiterbildung, Facharzttitel unbekannt, betreffend den 

stationären Aufenthalt des Versicherten vom 8.-12. Oktober 2018 sind 

nachfolgende Diagnosen zu entnehmen (IVSTA-act. 21 [unvollständig] = 

29 [unvollständig] = 38):  

- Kardiale Dekompensation bei dilatativer Kardiomyopathie (DCM) mit mittel-

gradig eingeschränkter linksventrikulärer Ejektionsfraktion (LVEF; aktuell 

34 %) 

- Leichtgradige Mitralklappeninsuffizienz (MI), leichtgradige Trikuspidalklap-

peninsuffizienz (TI) 

- Arterielle Hypertonie  

- Zustand nach Ausschluss KHK Juli 2015 

- Chronische Niereninsuffizienz, Stadium III, aktuell glomeruläre Filtrationsrate 

(GFR) 56 ml/min,  

- Schrumpfniere rechts  

Die stationäre Aufnahme sei bei kardialer Dekompensation bei bekannter 

dilatativer Kardiomyopathie erfolgt. Die Herzinsuffizienztherapie habe der 

Beschwerdeführer selbst abgesetzt. Echokardiographisch wurde am 

9. Oktober 2018 eine transthorakale Echokardiografie (TTE) durchgeführt, 

wobei sich beim linken Herz eine schwere globale Hypokinese, eine mittel-

gradig eingeschränkte systolische linksventrikuläre (LV) Funktion (Ejekti-

onsfraktion [EF] Biplan: 34 %), eine diffuse Hypokinese, eine rollende 

Herzspitze, eine Relaxionsstörung der diastolischen LV-Funktion (Schwe-

regrad 1), keine LV-Hypertrophie, eine LV leichtgradig dilatiert nach links-

ventrikulärem enddiastolischem Diameter (LVDD) und linkem Herzvorhof 

(LA; engl. left atrium) mittelgradig dilatiert nach Fläche gezeigt hätten. Die 

Mitralklappe sei leichtgradig insuffizient (I. Grad), ebenso die Trikuspi-

dalklappe. Das rechte Herz zeige eine leichtgradige Dilatation des rechten 

Herzvorhofs (RA; engl. right atrium) nach Fläche, keine Hypertrophie und 

eine eingeschränkte systolische Funktion, TAPSE (engl. tricuspid annular 

plane systolic excursion) 15 mm. Die Aortawurzel sei normal, es bestehe 

kein Perikarderguss.  

C-4424/2020 

Seite 13 

Man habe die kardiale Dekompensation im Rahmen der dilatativen Kardi-

omyopathie bei mittelgradig eingeschränkter EF gesehen und mit erneuter 

Herzinsuffizienztherapie begonnen, unter welcher es zu einer negativen 

Bilanzierung gekommen sei. Der Beschwerdeführer habe über eine Bes-

serung der Belastbarkeit berichtet. Es werden die ambulante klinische und 

paraklinische Kontrolle (Retentionsparameter sowie Elektrolyte) sowie die 

weitere Optimierung der Herzinsuffizienztherapie empfohlen. Eine Spiro-

nolactontherapie habe bei eingeschränkten Retentionsparametern nicht 

begonnen werden können. Als Prophylaxe des plötzlichen Herztodes bei 

LVEF von 34 % habe man den Versicherten mit einer Life Vest versorgt. Es 

wird folgende medikamentöse Therapie genannt: Torem 10 Tabletten, 2 x 

täglich (Schleifendiuretikum indiziert zur Behandlung und Vorbeugung des 

Wiederauftretens kardialer Ödeme und/oder Ergüsse aufgrund einer Herz-

insuffizienz; vgl. <https://compendium.ch/product/75260-torem-tabl-2-5-

mg/mpro>, abgerufen am 10. Januar 2023), MetoHEXAL Succ 23,75 mg, 

2 x 2 täglich (Kombinationspräparat mit den Wirkstoffen Metoprolol und 

Hydrochlorothiazid indiziert zur Behandlung bei stabiler chronischer gering 

bis mässig ausgeprägter Herzinsuffizienz mit eingeschränkter linksventri-

kulärer Funktion [EF ≤ 40 %] – zusätzlich zur üblichen Standardtherapie 

mit ACE-Hemmern und Diuretika und bei Bedarf Herzglykosiden; vgl. 

<https://www.hexal.biz/praeparate/dokumente/fi/fi-51014371_spc_it-164 

5462619.pdf>, abgerufen am 10. Januar 2023), Amlodipin HEXAL 5 mg, 1 

x täglich (Kalziumantagonist indiziert zur Behandlung von Hypertonie, An-

gina pectoris oder der vasospastischen (Prinzmetal-) Angina; vgl. 

<https://www.hexal.biz/praeparate/dokumente/gi/46314075_165x594_LF_ 

Blister_IT.pdf>, abgerufen am 10. Januar 2023), Delix 2,5 mg, 2 x 2 täglich 

(enthält den Wirkstoff Ramipril, ein ACE-Hemmer, indiziert zur Behandlung 

von Hypertonie, zur Prophylaxe eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls, zur 

Prophylaxe oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktions-

störungen, zur Behandlung von Herzinsuffizienz, zur Behandlung im An-

schluss an einen Myokardinfarkt mit der Komplikation einer Herzinsuffizi-

enz; vgl. <https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/beipackzet-

tel/delix-25-mg-tabletten-1097941.html?file=89e4448b3e38a7b63deede0 

ab706a9e4>, abgerufen am 10. Januar 2023), Nitrolingual akut Spray, 

nach Bedarf 1 Hub je Einnahme unter der Bedingung eines Blutdrucks 

(RR) von > 180 mmHG systolisch (Präparat ausser Handel; Vasodilatator 

mit dem Wirkstoff Glyceroltrinitrat, indiziert zur Behandlung bei akuter An-

gina pectoris, Prophylaxe der Angina pectoris, bei akutem Herzinfarkt, bei 

akuter Linksherzinsuffizienz sowie bei katheterinduzierten Verengungen 

der Herzkranzgefässe während einer Herzkatheteruntersuchung; vgl. 

C-4424/2020 

Seite 14 

<https://www.shop-apotheke.com/arzneimittel/827981/nitrolingual-akut-

spray-23-2-voll-alkohol.htm>, abgerufen am 10. Januar 2023).  

6.3 Dem Echokardiographie-Befund des Klinikum D._______ vom 4. De-

zember 2018 ist zu entnehmen, dass eine TTE durch Dr. H._______, Fach-

arzttitel unbekannt, durchgeführt wurde. Beim linken Herz sei die systoli-

sche LV-Funktion mittelgradig eingeschränkt (EF Biplan: 38 %) bei diffuser 

Hypokinesie, grenzwertige diastolische Funktion des LV, keine Hypertro-

phie (IVSd: 11.1 mm), keine LV-Dilatation nach LVDD, LA leichtgradig dila-

tiert nach Fläche. Das rechte Herz zeige keine Hypertrophie und eine nor-

male systolische Funktion. Die Beurteilung sei aktuell ausserhalb einer 

ICD-Indikation, es seien langfristige Echokardiographische Verlaufskon-

trollen nötig (IVSTA-act. 8 [unvollständig] = 22 [unvollständig] = 32 [unvoll-

ständig] = 39 [unvollständig]).  

Dem entspricht der Echokardiographie-Befund vom 7. Dezember 2018 (IV-

STA-act. 8 = 39, S. 1).  

6.4 Aus dem Medikationsplan vom 4. Dezember 2018, ausgedruckt durch 

die Hausärztin des Beschwerdeführers, Dr. med. I._______, Fachärztin für 

Allgemeinmedizin, geht eine medikamentöse Therapie mit Nitrolingual akut 

Spray (23.2 Vol.-% Alkoholgehalt), nach Bedarf, unter der Bedingung eines 

Blutdrucks (RR) von > 180 mmHG systolisch, Torasemid AbZ 10 mg, 2 x 

täglich (Schleifendiuretikum indiziert zur Behandlung von Ödemen auf-

grund einer kongestiven Herzinsuffizienz; vgl. <https://www.abz.de /as-

sets/products/de/label/Torasemid%20AbZ%205% 20mg10%20mg%20 

Tabletten%20-%205.pdf?pzn=2416130>, abgerufen am 10. Januar 2023), 

MetoHEXAL Succ 47.5 mg, 2 x täglich (Betarezeptorenblocker indiziert zur 

Behandlung bei Hypertonie, Angina pectoris, tachykarde Arrhythmien, Er-

haltungstherapie nach Herzinfarkt, hyperkinetisches Herzsyndrom, Migrä-

neprophylaxe, stabile chronische gering bis mässig ausgeprägte Herzin-

suffizienz mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion [EF ≤ 40 %] – zu-

sätzlich zur üblichen Standardtherapie mit ACE-Hemmern und Diuretika 

und bei Bedarf Herzglykosiden; vgl. <https://www.hexal.biz/praeparate/do-

kumente/fi/fi-51014371_spc_it-1645 462619.pdf>, abgerufen am 10. Ja-

nuar 2023), Amlodipin AAA 5 mg, 1 x täglich, Entresto 24/26 mg, 2 x täglich 

(Anmerkung des Gerichts: handschriftlich eingefügt; Kombinationspräpa-

rat: Angiotensin-Rezeptor-Hemmer mit Neprilysin-Hemmer, indiziert zur 

Reduktion des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei 

erwachsenen Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz [NYHA-Klasse II-

IV, LVEF ≤40%]; <https://compendium.ch/product/1305394-entresto-

C-4424/2020 

Seite 15 

filmtabl-50-mg/mpro>, abgerufen am 10. Januar 2023) (IVSTA-act. 39, 

S. 3).  

6.5 Dr. med. J._______, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Ernäh-

rungsmedizin und Sportkardiologie, hielt in seinem Bericht vom 7. Februar 

2019 fest, das Ruhe-Elektro-Kardiogramm (EKG) zeige einen Sinus-

Rhythmus (SR). Es sei ein Blutdruck (RR) von 144/80 mmHg gemessen 

worden. Im Rahmen der Echokardiographie habe sich eine linksventriku-

läre Ejektionsfraktion (LVEF) von 39 % bei allgemeiner Hypokinesie, Zei-

chen der diastolischen Funktionsstörung gezeigt. Es wird die Intensivie-

rung der medikamentösen Therapie der Herzinsuffizienz empfohlen. Dem 

Versicherten wurde 24/26 mg Entresto, 2 x täglich, verschrieben (IVSTA-

act. 7 = 19 = 31).  

6.6 In seinem Bericht vom 3. April 2019 zur Kontrolluntersuchung stellte 

der Kardiologe Dr. med. J._______ eine Befundbesserung bei LVEF von 

44 % fest. Der Versicherte klage weiter über Luftnot. Es werde eine elektive 

Kontrolle in ca. sechs Monaten geplant. Dr. med. J._______ führt aus, dass 

das Arbeiten im alten Beruf sicher problematisch sei (IVSTA-act. 18).  

6.7 Dem vorläufigen Entlassungsbericht der Klinik K._______ vom 

24. September 2019 zuhanden der Hausärztin des Beschwerdeführers, Dr. 

med. I._______, betreffend den stationären Aufenthalt vom 5.-26. Septem-

ber 2019, unterzeichnet durch Oberarzt Dipl.-Med. L._______, Facharzt für 

Innere Medizin, sind folgende Diagnosen zu entnehmen (IVSTA-act. 23): 

- Dilatative Kardiomyopathie, EF initial 40 %, Erstdiagnose (ED) Oktober 2018, 

angiogr. Ausschluss KHK Juli 2015, aktuell gebessert auf 73 % (ICD-10: I42) 

- Linksherzinsuffizienz mit Beschwerden bei stärkerer Belastung, NYHA II (ICD-

10: I50.12) 

- Hypertensive Herzkrankheit mit (kongestiver) Herzinsuffizienz, ohne Angabe 

einer hypertensiven Krise (ICD-10: I11.00) 

- Linksanteriorer Faszikelblock (ICD-10: I44.4) 

- Progrediente chronische Nierenkrankheit, Stadium III, GFR 43 ml/min, 

Schrumpfniere (ICD-10: N18.2) 

- Leichtgradige Aorten-, Mitral- und Trikuspidalklappeninsuffizienz (ICD-10: 

I08.1) 

- Prostatahyperplasie mit TURP Juni 2015 (ICD-10: N40) 

C-4424/2020 

Seite 16 

Bei der Abschlussuntersuchung am 24. September 2019 sei der Versi-

cherte in gutem klinischem Zustand vorstellig geworden. Er zeige sich kar-

diopulmonal kompensiert, in Ruhe subjektiv beschwerdefrei, habe alle An-

wendungen gut vertragen. Interkurrente Erkrankungen seien nicht aufge-

treten. Er werde arbeitsunfähig in weitere hausärztliche Betreuung entlas-

sen. Es werden regelmässige klinische und paraklinische Kontrolluntersu-

chungen mit gegebenenfalls Anpassung der weiteren medikamentösen 

Therapie (Entresto) sowie eine ambulante nephrologische und kardiologi-

sche Mitbetreuung empfohlen. Darüber hinaus seien auch weiterhin eine 

Nikotinabstinenz, etwas Gewichtsreduktion, häusliches Fitness- und Aus-

dauertraining, gegebenenfalls Fitnessstudio und Teilnahme an einer Herz-

sportgruppe empfohlen.  

6.8 Im Reha-Entlassungsbericht der Klinik K._______ vom 6. Oktober 

2019 zuhanden der Deutschen Rentenversicherung M._______ betreffend 

den stationären Aufenthalt vom 5.-26. September 2019, unterzeichnet 

durch Dr. N._______, Fachärztin für Innere Medizin, Kardiologie und Dia-

betologie, und Dipl.-Med. L._______, werden folgende Diagnosen genannt 

(IVSTA-act. 4 = 28): 

- Dilatative Kardiomyopathie (EF initial 40%, ED Oktober 2018, angiogr. Aus-

schluss KHK Juli 2015, aktuell gebessert auf 73 % (ICD-10: I42) 

- Linksherzinsuffizienz mit Beschwerden bei stärkerer Belastung, NYHA II (ICD-

10: I50.12) 

- Hypertensive Herzkrankheit mit (kongestiver) Herzinsuffizienz, ohne Angabe 

einer hypertensiven Krise (ICD-10: I11.00) 

- Linksanteriorer Faszikelblock (ICD-10: 44.4) 

- Progrediente chronische Nierenkrankheit, Stadium III, GFR 43 ml/min, 

Schrumpfniere rechts (ICD-10: N18.2) 

Dr. N._______ und Dipl.-Med. L._______ führten ergänzend zum vorläufi-

gen Entlassungsbericht vom 24. September 2019 (IVSTA-act. 23; vgl. 

E. 6.7 hiervor) aus, der Versicherte sei aufgrund seiner gesundheitlichen 

Einschränkungen seit dem 8. Oktober 2018 auf dem allgemeinen Arbeits-

markt nur noch während höchstens drei bis unter sechs Stunden pro Tag 

für leichte Tätigkeiten in überwiegend sitzender, zeitweise stehender oder 

gehender Arbeitshaltung, ohne Nachtschichten, ohne Heben schwerer 

Lasten über 15 kg, ohne Arbeiten im Akkordlohnbereich oder unter gesund-

heitsschädigenden äusseren Einflüssen sowie nur mit regelmässig einzu-

haltenden Erholungspausen, leistungsfähig. Im Übrigen könne er seine 

letzte Tätigkeit als Schlosser und Installateur seit dem 8. Oktober 2018 nur 

C-4424/2020 

Seite 17 

noch in einem zeitlichen Umfang von drei bis unter sechs Stunden pro Tag 

ausüben.  

6.9 In der sozialmedizinischen Stellungnahme zum Leistungsvermögen 

vom 21. November 2019 nannte O._______, Fach- resp. Arzttitel unbe-

kannt, folgende Diagnosen (IVSTA-act. 9 = 33): 

- Dilatative Kardiomyopathie mit anfangs mittelgradig eingeschränkter, inzwi-

schen wieder normaler Pumpfunktion des Herzens, belastbar bis 125 Watt 

(ICD-10: I42.0) 

- Linksherzinsuffizienz, inzwischen wieder ausreichend kompensiert ohne 

Ödeme (ICD-10: I50.1) 

- Chronisch progrediente Niereninsuffizienz, am 21. November 2019 im Sta-

dium der kompensierten Retention III bei Schrumpfniere rechts (ICD-10: 

N18.3)  

- Weitere Diagnosen: geringe Mitralklappeninsuffizienz, arterielle Hypertonie  

O._______ bemängelte darüber hinaus, dass die Leistungsbeurteilung des 

Reha-Entlassungsberichts vom 6. Oktober 2019 (vgl. IVSTA-act. 4; E. 6.3 

hiervor) nicht nachvollziehbar sei, weder bezogen auf die letzte Tätigkeit, 

noch bezogen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Versicherte sei ergo-

metrisch bis 125 Watt belastbar, die im Oktober 2018 mittelgradig einge-

schränkte Pumpfunktion des Herzens habe sich normalisiert und klinische 

Zeichen einer Herzinsuffizienz lägen nicht mehr vor. Aufgrund des Gesag-

ten sei der Versicherte seit Oktober 2018 in einer leichten Tätigkeit in über-

wiegend sitzender, zeitweise stehender oder gehender Arbeitshaltung, in 

Tagesschicht, ohne Verantwortung für Personen und Maschinen, unter 

Vermeidung von Arbeit im Akkord und taktgebundener Arbeit, ohne beson-

deren Zeitdruck, unter Ausschluss von Überkopfarbeiten, Klettern und Stei-

gen, Zwangshaltungen, Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten sowie unter 

Vermeidung von Kälte, Hitze, Nässe, besonderen Hautbelastungen, sowie 

erhöhter Eigen- und Fremdgefährdung sechs Stunden oder mehr pro Tag 

arbeitsfähig. Schliesslich betrage das Leistungsvermögen ab Oktober 

2018 in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Schlosser unter drei Stunden. 

6.10 Der Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. C._______, Fachärztin FMH 

für Allgemeinmedizin, Gutachterin SIM, vom 6. April 2020 zuhanden der 

IVSTA sind nachfolgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfä-

higkeit zu entnehmen (IVSTA-act. 52):  

- Dilatative Kardiomyopathie  

C-4424/2020 

Seite 18 

- erste Dekompensation im Juli 2015 

- Ausschluss KHK im Juli 2015 

- Kardiale Dekompensation im Oktober 2018 mit beidseitig Pleuraergüssen 

- Echokardiographie vom 9. Oktober 2018: Dilatation Herzhöhlen, diffuse 

Hypokinesie, EF 34 %, leichte TI und MI; Echokardiographie vom 4. De-

zember 2018: EF 38%, re Herz ok 

- Echokardiographie vom 3. April 2018, EF 44 %;  

- September 2019: EF 79 %, leichte Relaxationsstörung; Ergometrie 

125 Watt, subjektiv Anstrengungsdyspnoe nach 500 m Gehen, zwei 

Stockwerke Treppen 

Nebendiagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

- Status nach TURP am 24. Juni 2015  

- Leichte Niereninsuffizienz 

Dr. C._______ hielt fest, der Versicherte sei am 8. Oktober 2018 wegen 

einer Herzdekompensation hospitalisiert worden. Zu diesem Zeitpunkt 

habe eine schlechte Herzfunktion bestanden und es sei sogar eine Life 

Vest abgegeben worden. Bereits am 4. Dezember 2018 habe sich unter 

korrekter medikamentöser Therapie das rechte Herz wieder erholt, und im 

Verlauf sei es zu einer zunehmenden Normalisierung auch der linken Herz-

funktion gekommen. In der Reha im September 2019 habe der Versicherte 

weiterhin über eine Anstrengungsatemnot geklagt (er könne maximal 

500 m in der Ebene und zwei Stockwerke Treppen bewältigen). Das Herz-

echo sei aber abgesehen von einer leicht diastolischen Relaxationsstörung 

wieder normal und in der Ergometrie seien 125 Watt geleistet worden (Ab-

bruch wegen Atemnot und Knieschmerzen). Eine Lungenfunktionsprüfung 

scheine normal zu sein (konkrete Informationen nicht vorliegend). Der Ver-

sicherte habe eine Lehre als Gas-/Wasserinstallateur abgeschlossen, was 

eine körperlich schwere Tätigkeit sei. Die RAD-Ärztin schätzte die Arbeits-

unfähigkeit des Versicherten in dessen zuletzt ausgeübtem Beruf als 

Schlosser sowie für körperlich anstrengende oder stressige Tätigkeiten auf 

100 % seit dem 8. Oktober 2018 und gab an, dass die Arbeitsunfähigkeit 

für Tätigkeiten ohne Bücken, Knien oder Hocken, ohne repetitives Heben 

von Gewichten über 10 kg, ohne Klettern auf Leitern oder Gerüsten, ohne 

Treppensteigen, ohne Gehen in unebenem Gelände sowie keine längeren 

Gehstrecken, unter Vermeidung von Stress, Kälte, Hitze, Schlechtwetter, 

Wechselschicht und Nachtarbeit ab dem 8. Oktober 2018 100 %, ab dem 

3. April 2019 50 %, sowie ab Oktober 2019 40 % betragen habe.  

C-4424/2020 

Seite 19 

6.11 Im Rahmen des vorinstanzlichen Vorbescheidverfahrens führte die 

RAD-Ärztin Dr. C._______ in ihrer Stellungnahme vom 21. Juli 2020 aus, 

es würden weder neue medizinische Unterlagen vorgelegt noch medizini-

sche Gründe geltend gemacht. Der Versicherte argumentiere lediglich, 

dass er mit den festgelegten Limitationen keine Stelle finden würde, was 

nicht medizinisch zu beurteilen sei (IVSTA-act. 68).  

7.  

7.1 Die Vorinstanz geht vorliegend insbesondere gestützt auf die medizini-

schen Stellungnahmen der RAD-Ärztin Dr. C._______ vom 6. April 2020 

(IVSTA-act.  52) sowie vom 21. Juli 2020 (IVSTA-act. 68) davon aus, dass 

der Beschwerdeführer in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Schlosser 

und Installateur seit dem 8. Oktober 2018 zu 100 % arbeitsunfähig sei. An-

dere leichtere, dem Gesundheitszustand besser angepasste Tätigkeiten 

könnten jedoch unter Berücksichtigung folgender Einschränkungen wieder 

ausgeübt werden: Heben von max. 10 kg, keine längeren Gehstrecken o-

der Klettern auf Leitern/Gerüsten, keine extremen Wettereinflüsse, starker 

Stress, Nacht- oder Wechselschichten. Die Arbeitsunfähigkeit bei der Aus-

übung einer dieser Tätigkeiten betrage 50 % ab dem 3. April 2019 und 

40 % ab dem 6. Oktober 2019, mit einer Erwerbseinbusse von 56 % ab 

dem 3. April 2019 und von 47 % ab dem 6. Oktober 2019. Somit bestehe 

ab dem 1. Oktober 2019 Anspruch auf eine Viertelsrente (IVSTA-act. 70 

und 74 = BVGer-act. 1, Beilage 1).  

7.2 In seiner Beschwerdeverbesserung macht der Beschwerdeführer gel-

tend, es bestehe ein Invaliditätsgrad von mindestens 70 %, und beantragt 

die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente (BVGer-act. 3).  

7.3 Die Vorinstanz macht vernehmlassungsweise geltend, die beurteilende 

RAD-Ärztin habe sich ein schlüssiges Gesamtbild der vorliegenden Leiden 

bilden können und sei diesbezüglich zweifelsfrei zur Schlussfolgerung ge-

langt, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner dilatativen Kardiomyo-

pathie anhand der vorliegen Untersuchungsergebnisse (Ejektionsfraktion, 

Belastungstests) in seiner angestammten Tätigkeit als Schlosser seit dem 

Eintritt ins Klinikum D._______ am 8. Oktober 2018 nicht mehr arbeitsfähig 

sei. Da hingegen leichtere, leidensangepasste Verweisungstätigkeiten ab 

dem 3. April 2019 zu 50 % (Kontrolle Dr. J._______) bzw. ab 6. Oktober 

2019 zu 60 % (Austrittsbericht Klinik K._______) ausübbar seien, habe der 

im Nachgang erfolgte Einkommensvergleich eine Erwerbseinbusse von 

56 % ab 3. April 2019 bzw. 47 % ab 6. Oktober 2019 ergeben. Mangels 

C-4424/2020 

Seite 20 

neuer Sachverhaltselemente im Beschwerdeverfahren halte sie folglich an 

ihrem Standpunkt fest (BVGer-act. 11).  

7.4 Replicando führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, die 

Leistungen der Invalidenversicherung sollten die wirtschaftlichen Folgen 

der Invalidität im Rahmen einer angemessenen Deckung des Existenzbe-

darfs ausgleichen. Er stellte in Frage, ob er, an einer dilatativen Kardiomy-

opathie leidend mit einer leichten leidensangepassten Verweisungstätig-

keit überhaupt ein Invalideneinkommen erzielen könne. In einer Zeit, wo es 

bereits für einen gesunden und jüngeren Arbeitnehmer fast unmöglich sei, 

eine Anstellung zu finden, sei der Arbeitsmarkt für Erwerbsgeminderte voll-

kommen verschlossen (BVGer-act. 13).  

8.  

Nachfolgend ist vor dem Hintergrund, dass bislang keine interdisziplinäre 

Beurteilung der Beschwerden des Beschwerdeführers vorgenommen 

wurde, zu prüfen, ob den Aktenberichten des medizinischen Dienstes der 

IVSTA Beweiswert im Sinne der Rechtsprechung (vgl. oben E. 5.5.5) zu-

kommt. 

8.1 In Ergänzung zur bereits dargelegten Rechtsprechung (vgl. oben 

E. 5.5.5) ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass eine versiche-

rungsexterne Begutachtung anzuordnen ist, wenn auch nur geringe Zwei-

fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 

ärztlichen Feststellungen bestehen. Ein externes, meist polydisziplinäres 

Gutachten ist namentlich einzuholen, wenn der interdisziplinäre Charakter 

einer medizinischen Problemlage dies gebietet, wenn der ärztliche Dienst 

nicht über die nötigen fachlichen Ressourcen verfügt, sowie wenn zwi-

schen Bericht des ärztlichen Dienstes und dem allgemeinen Tenor im me-

dizinischen Dossier eine relevante Differenz besteht (vgl. Urteil des BVGer 

C-1810/2017 vom 14. Juni 2018 E. 4.4 m.w.H.). 

8.2 Die erwähnten Berichte der RAD-Ärztin Dr. C._______, auf welche die 

Vorinstanz ihre Verfügung stützte, beruhen nicht auf eigenen Untersuchun-

gen. Sie könnten deshalb – wie dargelegt (vgl. E. 5.5.5) – nur dann ab-

schliessende Beurteilungsgrundlage bilden, sofern ein lückenloser Befund 

vorliegt bzw. die Akten für die streitigen Belange beweistaugliche Unterla-

gen enthalten. Das ist vorliegend aus den folgenden Gründen nicht der 

Fall:  

C-4424/2020 

Seite 21 

8.2.1 Zunächst ist in formeller Hinsicht festzuhalten, dass die RAD-Be-

richte nicht in Kenntnis der gesamten Vorakten (Anamnese) abgegeben 

wurden. In der Tat fehlen im Dossier der Vorinstanz insbesondere der voll-

ständige Spitalbericht des Klinikums D._______ vom 27. Juni 2015 der 

Dres. P._______ und Q._______ betreffend den stationären Aufenthalt 

vom 23.-27. Juni 2015 in der Klinik für Urologie (IVSTA-act. 6 = 20 = 30, 

jeweils nur S. 1 in den Vorakten), die dritte Seite des Echokardiographie-

Befunds vom 4. Dezember 2018 von Dr. H._______ (IVSTA-act. 8 [S. 1 

von 3] = 22 [S. 1 und 2 von 3] = 32 [S. 1 von 3] = 39 [S. 1 und 2 von 3]), 

das im Reha-Entlassungsbericht vom 6. Oktober 2019 erwähnte sozialme-

dizinische Gutachten des MDK vom 29. April 2019 (vgl. IVSTA-act. 4, S. 8 

= 28, S. 8) sowie der medizinische Bericht von Dr. J._______ vom 10. Ok-

tober 2019 (vgl. IVSTA-act. 4, S.11 = 28, S. 11; 23, S. 4).  

8.2.2 In Weiteren werden in der Stellungnahme der RAD-Ärztin vom 6. Ap-

ril 2020 (IVSTA-act.  52) diverse Daten fehlerhaft wiedergegeben: So er-

eignete sich die erste Dekompensation der dilatativen Kardiomyopathie 

nicht im Juli 2015, sondern im Juni 2015 (vgl. IVSTA-act. 6 = 20 = 30). 

Ebenfalls konnte zu diesem Zeitpunkt eine koronare Herzkrankheit ausge-

schlossen werden. Darüber hinaus wurde die Echokardiographie vom 

3. April im Jahr 2019 und nicht 2018 durchgeführt (vgl. IVSTA-act. 18).  

8.2.3 Sodann erweist sich die medizinische Aktenlage, wie sie sich dem 

Bundesverwaltungsgericht präsentiert und wie sie auch Grundlage für die 

Beurteilung durch die Vorinstanz und die Abklärungen von RAD-Ärztin 

Dr. C._______ gewesen ist, in mehrfacher Hinsicht als unvollständig.  

8.2.3.1 Entgegen der Behauptung von Dr. C._______, die sozialmedizini-

sche Stellungnahme von O._______ vom 21. November 2019 (IVSTA-

act. 9 = 33) übernehme die Beurteilung des Reha-Entlassungsberichts 

vom 6. Oktober 2019 (IVSTA-act. 4 = 28), divergieren die beiden Berichte 

in ihren Einschätzungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit sowie der funktio-

nellen Einschränkungen. So bescheinigten Dr. N._______ und Dipl.-Med. 

L._______, dass der Beschwerdeführer seine letzte Tätigkeit als Schlosser 

und Installateur seit dem 8. Oktober 2018 nur noch in einem zeitlichen Um-

fang von drei bis unter sechs Stunden pro Tag, und eine leichte, dem Ge-

sundheitszustand angepasste Verweistätigkeit während höchstens drei bis 

unter sechs Stunden pro Tag ausüben könne (IVSTA-act. 4, S. 1 f. und 6 f. 

= 28, S. 4 f. und 6 f.), während O._______, deren Ausbildung nicht bekannt 

ist und deren Berichten deswegen lediglich ein geringer Beweiswert zu-

C-4424/2020 

Seite 22 

kommt, angab, der Versicherte sei ab Oktober 2018 in der zuletzt ausge-

übten Tätigkeit als Schlosser nur noch unter drei Stunden, hingegen in ei-

ner angepassten Verweistätigkeit sechs Stunden oder mehr pro Tag ar-

beitsfähig (IVSTA-act. 9 = 33). Sodann hielten Dr. N._______ und Dipl.-

Med. L._______ fest, dass als leidensangepasste Verweistätigkeiten Ar-

beiten in überwiegend sitzender, zeitweise stehender oder gehender Ar-

beitshaltung, ohne Nachtschichten, ohne Heben schwerer Lasten über 

15 kg, nicht im Akkordlohnbereich oder unter gesundheitsschädigenden 

äusseren Einflüssen sowie nur mit regelmässig einzuhaltenden Erholungs-

pausen möglich seien (IVSTA-act. 4, S. 2 = 28, S. 2), während O._______ 

angab, es seien nur noch leichte Arbeiten in überwiegend sitzender, zeit-

weise stehender oder gehender Arbeitshaltung, in Tagesschicht, ohne Ver-

antwortung für Personen und Maschinen, unter Vermeidung von Arbeit im 

Akkord und taktgebundener Arbeit, ohne besonderen Zeitdruck, unter Aus-

schluss von Überkopfarbeiten, Klettern und Steigen, Zwangshaltungen, 

Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten sowie unter Vermeidung von Kälte, 

Hitze, Nässe, besonderen Hautbelastungen, sowie erhöhte Eigen- und 

Fremdgefährdung zumutbar (IVSTA-act. 9 = 33).  

8.2.3.2 Überdies setzt sich die RAD-Ärztin Dr. C._______ in ihrer Stellung-

nahme vom 21. Juli 2020 (IVSTA-act. 68) nicht mit den im Einwand des 

Versicherten neu geltend gemachten Beschwerden (Gleichgewichtsprob-

leme, Seh- und Hörbeeinträchtigungen; vgl. Sachverhalt B.d; IVSTA-

act. 58; 65) auseinander, sondern begnügt sich damit zu erklären, es wür-

den keine neuen medizinischen Gründe geltend gemacht, weshalb die 

RAD-Stellungnahme vom 6. April 2020 ihre Gültigkeit bewahre und keine 

weiteren medizinischen Abklärungen zu veranlassen seien. Dies erstaunt 

umso mehr, als auch in der Anfrage an die RAD-Ärztin von Seiten der  

Vorinstanz ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der Ver-

sicherte in seinem Einwand verschiedene gesundheitliche Einschränkun-

gen beschreibe, welche es ihm nicht erlauben würden, eine angepasste 

Tätigkeit auszuüben (vgl. IVSTA-act. 67).  

8.2.3.3 Im Weiteren ist für das Gericht nicht nachvollziehbar, dass die RAD-

Ärztin trotz der geltend gemachten Atemprobleme sowie des in den Akten 

nachweislich dokumentierten Abbruchs der Fahrradergometrischen Belas-

tungs-EKG infolge Atemnot am 10. September 2019 (vgl. IVSTA-act. 4, 

S. 8 = 28, S. 8), von einer normalen Lungenfunktionsprüfung ausgeht, 

gleichzeitig jedoch selbst darauf hinweist, dass ihr keine konkreten Infor-

mationen diesbezüglich vorliegen würden (vgl. IVSTA-act. 52, S. 4). Dies 

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Seite 23 

hätte die RAD-Ärztin resp. die Vorinstanz vielmehr zu weiteren Abklärun-

gen veranlassen müssen.  

8.2.3.4 Sodann erweist sich der Reha-Entlassungsbericht vom 6. Oktober 

2019 (vgl. E. 6.8; IVSTA-act. 4 = 28) bezüglich der Einschätzung der Ar-

beitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Schlosser und Installa-

teur als widersprüchlich. So erklärten Dr. N._______ und Dipl.-Med. 

L._______ einerseits, der Versicherte könne seine letzte Tätigkeit als 

Schlosser und Installateur an Kesselanlagen seit dem 8. Oktober 2018 

noch in einem zeitlichen Umfang von drei bis unter sechs Stunden pro Tag 

ausüben (IVSTA-act. 4, S. 2 = 28, S. 2) und stellten im Weiteren fest, dass 

diese angestammte Tätigkeit eine körperlich schwere Tätigkeit darstelle, 

der Versicherte dabei Aschebelastungen ausgesetzt sei und er diese Ar-

beiten auf Gerüsten in grösserer Höhe unter Stress und Zeitdruck durch-

führen müsse (IVSTA-act. 4, S. 6 f. = 28, S. 6 f.). Andererseits bestätigten 

sie, dass er für höchstens drei bis sechs Stunden nur noch für leichte Tä-

tigkeiten, ohne Heben schwerer Lasten über 15 kg, ohne Arbeiten unter 

gesundheitsschädigenden äusseren Einflüssen und nur mit regelmässig 

einzuhaltenden Erholungspausen leistungsfähig sei (IVSTA-act. 4, S. 2 = 

28, S. 2). Damit kann vorliegend auch diesem Bericht kein voller Beweis-

wert zukommen.  

8.2.3.5 Schliesslich erlauben auch die übrigen medizinischen Akten der 

Vorinstanz (vgl. IVSTA-act. 5-8; 18; 22; 23; 30-32; 38; 39) keine abschlies-

sende Beurteilung, da diese den Anforderungen an beweiswertige medizi-

nische Entscheidgrundlagen nicht genügen. Insbesondere enthalten diese 

keine begründete Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, weder in der zuletzt 

ausgeübten, noch in einer angepassten Tätigkeit. Überdies kann nicht aus-

ser Acht gelassen werden, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte im Zwei-

felsfall eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (vgl. 

Urteil des BGer 8C_653/2019 vom 8. Januar 2019 E. 4.2 mit Hinweisen). 

8.3 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass mangels eines lückenlos festste-

henden medizinischen Sachverhalts mithin nicht auf die Aktenbeurteilung 

der RAD-Ärztin Dr. C._______ als Grundlage für die Beurteilung des Ge-

sundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab-

gestellt werden kann. Vielmehr bestehen aufgrund des soeben Dargeleg-

ten an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 

ärztlichen Stellungnahme des RAD erhebliche Zweifel. Dies konnte vor 

Verfügungserlass nur Anlass zu weiteren Abklärungen geben. Daraus folgt, 

dass die Vorinstanz den relevanten medizinischen Sachverhalt nicht 

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Seite 24 

rechtsgenüglich abgeklärt hat. Mangels einer zuverlässigen medizinischen 

Entscheidgrundlage ist es vorliegend daher auch nicht möglich, mit dem im 

Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe 

und ab wann der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ordentliche Invali-

denrente hat. 

9.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Sachverhalt bis zum Er-

lass der angefochtenen Verfügung vom 11. August 2020 in medizinischer 

Hinsicht nicht rechtsgenügend abgeklärt erweist.  

9.1 Da die angefochtene Verfügung gestützt auf eine unvollständige Sach-

verhaltsabklärung ergangen ist, ist die Sache in Anwendung von Art. 61 

Abs. 1 VwVG zur Vornahme der notwendigen erwerblichen und medizini-

schen Abklärungen und hernach neuem Entscheid an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen. Diese Rückweisung an die Vorinstanz erfolgt in Überein-

stimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, gemäss welcher 

eine Rückweisung an die IV-Stelle insbesondere im Falle einer notwendi-

gen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage möglich ist (BGE 

137 V 210 E. 4.4.1.4), wenn wie vorliegend im aktuellen Erstanmeldungs-

verfahren noch keine interdisziplinäre Begutachtung durchgeführt wurde. 

Überdies würde (dem Beschwerdeführer) mit dem Verzicht auf ein Admi-

nistrativgutachten im Verwaltungsverfahren der doppelte Instanzenzug 

nicht gewahrt (vgl. Urteil des BVGer C-1882/2017 vom 3. April 2018 

E. 6.1).  

9.2 Die Vorinstanz ist anzuweisen, nach Aktualisierung und Vervollständi-

gung der medizinischen Akten eine polydisziplinäre Begutachtung des Be-

schwerdeführers zu veranlassen. Mit Blick auf die im Raum stehenden Be-

funde und Diagnosen erscheinen Expertisen in den Fachbereichen Allge-

meine Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie erforderlich. Ob neben 

den genannten Fachdisziplinen auch noch weitere Spezialisten beigezo-

gen werden, ist dem pflichtgemessen Ermessen der Gutachter zu überlas-

sen, zumal es primär ihre Aufgabe ist, aufgrund der konkreten Fragestel-

lung über die erforderlichen Untersuchungen zu befinden (vgl. dazu BGE 

139 V 349 E. 3.3; Urteil des BGer 9C_752/2018 vom 12. April 2019 E. 5.3 

m.H.; Urteil des BVGer C-4537/2017 vom 20. August 2019 E. 8).  

9.3 Die polydisziplinäre Begutachtung hat vorliegend in der Schweiz zu er-

folgen, da die Abklärungsstelle mit den Grundsätzen der schweizerischen 

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Seite 25 

Versicherungsmedizin vertraut sein muss (vgl. dazu Urteil des BGer 

9C_235/2013 vom 10. September 2013 E. 3.2; statt vieler Urteil des BVGer 

C-3864/2017 vom 11. März 2019 E. 7.5 m.w.H.) und vorliegend keine 

Gründe ersichtlich sind, die eine Begutachtung in der Schweiz als unver-

hältnismässig erscheinen liessen. Im Weiteren ist die Gutachterstelle nach 

dem Zufallsprinzip gemäss Zuweisungssystem «SuisseMED@P» zu ermit-

teln (vgl. dazu BGE 139 V 349 E. 5.2.1 und Art. 72bis Abs. 2 IVV) und dem 

Beschwerdeführer sind die ihm zustehenden Mitwirkungsrechte einzuräu-

men (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9).  

9.4 Schliesslich ist die Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass, sollte auf-

grund der medizinischen Abklärungen eine Restarbeitsfähigkeit festgestellt 

werden, mit Blick auf das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers ge-

mäss höchstrichterlicher Rechtsprechung auch die nach den Umständen 

des Einzelfalls zu klärende Frage zu beantworten sein wird, ob eine allen-

falls festgestellte Restarbeitsfähigkeit in casu auch verwertbar ist (vgl. statt 

vieler Urteil des BGer 8C_117/2018 vom 31. August 2018 E. 2.2 und E. 3 

mit weiteren Hinweisen).  

9.5 Ergänzend bleibt darauf hinzuweisen, dass die vorzunehmende Rück-

weisung die Gefahr einer reformatio in peius beinhaltet, da die von der  

Vorinstanz mit Verfügung vom 11. August 2020 ab dem 1. Dezember 2019 

zugesprochene Viertelsrente in Frage gestellt wird (vgl. BGE 137 V 314 

E. 3.2.4). Am 28. Juli 2021 wurde dem Beschwerdeführer Gelegenheit ge-

geben, Stellung zu nehmen zur möglichen Rückweisung an die Vorinstanz 

oder die Beschwerde allenfalls zurückzuziehen (BVGer-act. 17). Nachdem 

sich der Beschwerdeführer hierzu nicht innert Frist vernehmen liess 

(BVGer-act. 18) ist androhungsgemäss davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer seine Beschwerde aufrechterhalten will (vgl. BVGer-

act. 17). 

10.  

Im Ergebnis ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, als die Verfü-

gung vom 11. August 2020 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 

zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der 

Erwägungen über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente 

der schweizerischen Invalidenversicherung neu verfüge. 

11.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung.  

C-4424/2020 

Seite 26 

11.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG), wobei die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Re-

gel der unterliegenden Partei auferlegt werden. Da eine Rückweisung pra-

xisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei gilt (BGE 132 

V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall dem Beschwerdeführer keine Kosten 

aufzuerlegen. Der von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 808.41 

(BVGer-act. 6 und 9) ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 

Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfah-

renskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG).  

11.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für die ihr erwachsenen, notwendigen und verhältnis-

mässig hohen Kosten zugesprochen werden. Dem nicht anwaltlich vertre-

tenen, obsiegenden Beschwerdeführer sind keine unverhältnismässig ho-

hen Kosten entstanden, weshalb ihm keine Parteientschädigung zuzuspre-

chen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die unterliegende  

Vorinstanz hat ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario; Art. 7 Abs. 3 VGKE).  

  

C-4424/2020 

Seite 27 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 11. August 2020 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 

zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgten ergänzenden Abklärun-

gen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 808.41 wird diesem nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das BSV. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Viktoria Helfenstein Rahel Schöb 

 

  

C-4424/2020 

Seite 28 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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