# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd2be36d-2b1e-51d0-8d5a-77213cd187da
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.07.2014 D-295/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-295-2014_2014-07-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-295/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  3 .  J u l i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Contessina Theis (Vorsitz), 

Richter William Waeber, Richter Robert Galliker,    

Gerichtsschreiberin Anne Kneer. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Pakistan,   

vertreten durch Véronique Mbwebwe,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 9. Dezember 2013 / N (…). 

 

 

D-295/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer – ein pakistanischer Staatsangehöriger der Ethnie 

Punjabi angehörend – verliess eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 

am 10. Oktober 2013 und reiste über den Iran, die Türkei und Griechen-

land herkommend am 4. November 2013 in die Schweiz ein, wo er glei-

chentags um Asyl nachsuchte. Am 14. November 2013 wurde er summa-

risch zu seinen Asylgründen befragt und am 25. November 2013 einge-

hend angehört.  

Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen geltend, er sei Schiite und habe seit Geburt in Z._______ 

(Provinz Punjab) gelebt. Er habe seit rund einem Jahr Probleme mit der 

militanten Gruppierung Sipah-e Sahaba-Pakistan (SSP). Diese hätten sie 

beispielsweise während religiösen Versammlungen beschimpft. Als er 

ungefähr im Juli 2013 zusammen mit einem Freund unterwegs gewesen 

sei, um Einkäufe zu erledigen, seien fünf Männer gekommen und hätten 

ihn mit Stöcken geschlagen, wobei sein Finger gebrochen sei. Daraufhin 

habe er eine Anzeige einreichen wollen, aber die Polizei habe diese nicht 

entgegengenommen. Am (…) 2013, seien er und sein Onkel, welcher der 

(…) gewesen sei, mit dem Motorrad unterwegs nach Y._______ gewe-

sen, um Einkäufe für eine religiöse Versammlung zu tätigen. Vier oder 

fünf Personen auf drei Motorrädern seien ihnen entgegengekommen, hät-

ten sie angehalten und sie sofort mit Stöcken angegriffen. Dabei sei sein 

Onkel getötet und er selber sehr stark verprügelt worden. Er habe aber 

fliehen können. Sein Vater und ein anderer Onkel hätten noch am glei-

chen Tag bei der Polizei Anzeige erstattet. Die Polizei habe aber gesagt, 

sie sollen in drei Tagen wiederkommen, respektive sie würden sich 

nochmals melden. Seit diesem Vorfall würde die SSP versuchen, ihn um-

zubringen. Er habe sich seither versteckt. Kurz vor seiner Ausreise sei er 

wiederum auf dem Motorrad unterwegs gewesen und sei angegriffen 

worden. Er habe aber fliehen können. Ein Freund aus der Stadt habe ihn 

informiert, dass die SSP ihn fälschlicherweise wegen Mordes angezeigt 

habe. Er habe aber nichts schriftliches erhalten. Mitglieder der SSP seien 

auch oft zu ihnen nach Hause gekommen, hätten nach ihm gesucht und 

alles kaputt geschlagen. Sein jüngerer Bruder werde nun auch gesucht. 

Dieser sei deshalb untergetaucht, weshalb er (der Beschwerdeführer) 

nicht wisse, wo dieser sich momentan aufhalte.  

D-295/2014 

Seite 3 

Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer ein Schul-

zeugnis aus dem Jahr 2003 sowie einen Auszug seiner Geburtsurkunde 

zu den Akten.  

B.  

Mit Verfügung vom 9. Dezember 2013 – eröffnet am 18. Dezember 

2013 – lehnte das BFM das Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Vollzug an. 

C.  

Mit Eingabe vom 17. Januar 2014 erhob der Beschwerdeführer – han-

delnd durch seine Rechtsvertreterin – gegen diesen Entscheid beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde. In formeller Hinsicht ersuchte er da-

bei um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-

tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sowie um Gewährung einer Frist zur 

Beschwerdeergänzung.  

Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer vier Doku-

mente in Urdu (jeweils in Kopie) zu den Akten.  

D.  

Mit Verfügung vom 24. Januar 2014 stellte der zu diesem Zeitpunkt zu-

ständige Instruktionsrichter fest, der Beschwerdeführer könne den Aus-

gang des Verfahrens in der Schweiz abwarten und forderte ihn auf, innert 

Frist eine Beschwerdeverbesserung sowie die Übersetzung der einge-

reichten fremdsprachigen Beweismittel einzureichen.  

E.  

Mit Eingabe vom 3. Februar 2014 (Poststempel) reichte der Beschwerde-

führer eine Beschwerdeverbesserung zu den Akten, wobei er die Aufhe-

bung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingsei-

genschaft und die Gewährung von Asyl, eventualiter die Gewährung einer 

vorläufigen Aufnahme beantragte. In formeller Hinsicht ersuchte er um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 

des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, 

SR 172.021) und um Gewährung der aufschiebenden Wirkung.  

Dabei reichte er eine Fürsorgebestätigung zu den Akten.  

F.  

Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 10. Februar 2014 die 

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Seite 4 

Übersetzungen der vier Dokumente in Urdu – eine Todesurkunde seines 

Onkels, zwei Polizeiberichte sowie eine Klage gegen einen Dritten – frist-

gerecht, in eine Amtssprache übersetzt und im Original zu den Akten.  

G.  

Mit Verfügung vom 13. Februar 2014 hiess die Instruktionsrichterin das 

Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von 

Art. 65 Abs. 1 VwVG gut, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses und ersuchte die Vorinstanz, eine Vernehmlassung einzurei-

chen.  

H.  

Das BFM reichte am 24. Februar 2014 eine Vernehmlassung zu den Ak-

ten, wobei es die Abweisung der Beschwerde beantragte.  

I.  

In einer schriftlichen Meldung der zuständigen kantonalen Behörde vom 

26. Februar 2014 wurde festgestellt, dass der Beschwerdeführer seit dem 

23. Februar 2014 vermisst werde, respektive dieser sich seit diesem Da-

tum nicht mehr in der ihm zugewiesenen Zivilschutzanlage aufgehalten 

habe. 

J.  

Am 13. März 2014 nahm der Beschwerdeführer – nach entsprechender 

Aufforderung durch das Bundesverwaltungsgericht – zur Vernehmlassung 

des BFM Stellung.  

K.  

Am 24. März 2014 stellte der Zivilstandskreis X._______ anlässlich eines 

Ehevorbereitungsverfahrens diverse Dokumente, darunter den Pass des 

Beschwerdeführers (Ausstellungsort Pakistan, Ausstellungsdatum […]), 

sicher.  

L.  

Mit Verfügung vom 19. Mai 2014 wurde die Rechtsvertreterin des Be-

schwerdeführers ersucht, innert Frist die aktuelle Aufenthaltsadresse des 

Beschwerdeführers mitzuteilen und das Gericht zu informieren, ob ein re-

gelmässiger Kontakt zu ihm bestehe und inwiefern dieser ein reales Inte-

resse an der Weiterführung des Verfahrens habe. 

M.  

Mit Schreiben vom 3. Juni 2014 (Poststempel) teilte der Beschwerdefüh-

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Seite 5 

rer – nach wie vor handelnd durch seine Rechtsvertreterin – mit, das 

Ehevorbereitungsverfahren sei noch im Gange, er habe nach wie vor In-

teresse an der Fortführung des Beschwerdeverfahrens und teilte dem 

Bundesverwaltungsgericht seine neue Aufenthaltsadresse mit.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden 

nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungs-

gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von 

Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zu-

ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet 

– wie auch vorliegend – auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei 

Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die 

beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes 

vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes-

gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem 

BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist fristgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer 

hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die ange-

fochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Inte-

resse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 

AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzu-

treten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) und die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

 

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Seite 6 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge-

fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, 

die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli-

chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

4.  

4.1 Zur Begründung der angefochtenen Verfügung führte das BFM im 

Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer habe angegeben, aufgrund sei-

nen Glaubens mit den Anhängern der SSP Gruppierung Probleme gehabt 

zu haben. Anlässlich der Befragung habe er gesagt, Mitglieder der SSP 

hätten zwei Mal versucht, ihn zu schlagen, ihm sei es aber gelungen 

rechtzeitig zu fliehen. Während der Anhörung habe er hingegen erklärt, er 

sei zwei Mal von Anhängern der SSP verprügelt worden, man habe ihm 

sogar einen Finger gebrochen. Zu einem späteren Zeitpunkt während der 

Anhörung habe er wiederum geltend gemacht, er sei drei Mal angegriffen 

worden. Das dritte Mal sei er kurz vor der Ausreise angegriffen worden. 

Bezüglich des zweiten Angriffs habe er einmal erklärt, er sei noch am sel-

ben Tag zum Polizeiposten gegangen. Zu einem späteren Zeitpunkt in der 

Anhörung habe er allerdings gesagt, sein Onkel und sein Vater seien zum 

Polizeiposten gegangen. Auf diese Widersprüche angesprochen, habe er 

nicht vermocht, diese befriedigend aufzuklären. Aufgrund dieser schwer-

wiegenden Widersprüche werde darauf verzichtet, auf weitere Unstim-

migkeiten einzugehen. Wegen der genannten Widersprüche bestünden 

erhebliche Zweifel an den Vorbringen. Er habe trotz mehrfacher Aufforde-

rung nicht plastisch beschreiben können, wie sich die ersten zwei Angriffe 

auf ihn genau abgespielt hätten. Er habe wiederholt lediglich den Sach-

verhalt kurz widergegeben. Er habe auch keine detaillierten Aussagen 

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über das Aussehen der Angreifer oder darüber machen können, wie sich 

die Streitsituation aufgelöst habe. Seine Aussagen seien wenig konkret, 

undetailliert und undifferenziert. Er sei auch nach mehrfachem Nachfra-

gen nicht in der Lage gewesen, die Angriffe oder den Besuch auf dem Po-

lizeiposten detailliert zu beschreiben. Da seine Beschreibungen dünn und 

oberflächlich ausgefallen seien, seien seine geltend gemachten Vorbrin-

gen zweifelhaft. Nur während der Anhörung habe er erklärt, man habe ihn 

nach dem Tod seines Onkels des Öfteren zu Hause gesucht. Auch nur zu 

einem späteren Zeitpunkt während der Anhörung habe er gesagt, man 

habe ihn kurz vor seiner Ausreise ein drittes Mal angegriffen. Da es sich 

hierbei um nachgeschobene Vorbringen handle, würden sich die Zweifel 

am Wahrheitsgehalt seiner Vorbringen erhärten. Als Grund für seine Aus-

reise habe er während der Befragung geltend gemacht, die Leute der 

SSP hätten ihn fälschlicherweise des Mordes angezeigt. Bei der Anhö-

rung habe er vorerst erklärt, er wisse nicht sicher, ob diese Anzeige ge-

gen ihn stattgefunden habe, oder nicht. Freunde von ihm hätten gesagt, 

es könne sein, dass er des Mordes angezeigt worden sei. Später habe er 

aber erklärt, er sei hundertprozentig sicher, dass man gegen ihn eine An-

zeige gemacht habe. Er habe aber nicht einleuchtend begründen können, 

wieso er mit den Behörden keine Probleme gehabt habe. Er sei auch 

nicht in der Lage gewesen, nachvollziehbar zu erklären, wieso man aus-

gerechnet ihn ständig gesucht habe und habe töten wollen. Seine Vor-

bringen seien daher unplausibel. Eine Verfolgung sei aufgrund der nicht 

abschliessend genannten Gründen nicht glaubhaft und seine Vorbringen 

hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG 

nicht stand, so dass deren Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse.  

4.2 In der Beschwerde brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen 

vor, er habe während des gesamten Verfahrens konsistent vorgebracht, 

dass er zusammen mit seinem Onkel am (…) 2013 gegen 14:30 Uhr in 

einen Hinterhalt geraten sei, wobei sein Onkel gezielt von den Angreifern 

gesucht worden sei, da dieser eine einflussreiche (…) Persönlichkeit ge-

wesen sei. Sein Onkel sei durch die Schläge zusammengebrochen. Er 

selber habe laut geschrien, da sie nur 100 Meter von Häusern entfernt 

gewesen seien. Als Leute aus dem Dorf gekommen seien, seien die An-

greifer geflohen. Sein Onkel sei auf einer Trage ins Dorf gebracht worden, 

wo dessen Tod festgestellt und seine Verletzungen (diejenigen des Be-

schwerdeführers) hätten versorgt werden können. Es stimme zwar, dass 

er sich während der Anhörung in gewissen Detailpunkten widersprochen 

habe. Er habe Mühe gehabt, seine Erinnerungen auszudrücken, da er an-

lässlich der Anhörung sehr krank gewesen sei. Er habe auch danach ge-

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fragt, ob es möglich sei, die Anhörung zu verschieben. Dies sei ihm aber 

nicht erlaubt worden. Das BFM habe deshalb zu Unrecht die Glaubhaftig-

keit des Beschwerdeführers in Zweifel gezogen. Ferner weise das Gebiet 

Punjab eine bewegte und schmerzvolle Geschichte auf. Die Provinz sei 

zwischen Indien und Pakistan aufgeteilt worden. Aufgrund ihres Glaubens 

seien die Ahrar, die Hindus und die Christen schon immer Gewalt und 

Einschüchterungen ausgesetzt gewesen. Am meisten Attacken habe es 

aber gegen Schiiten gegeben. Der Staat unternehme nichts, um die schii-

tische Gemeinschaft gegen Angriffe militärischer Gruppierungen zu 

schützen.  

Aus der Befragung respektive der Anhörung gehe klar hervor, dass er Op-

fer dreier Angriffe der SSP geworden sei, welche er detailliert beschrieben 

habe. Seine Vorbringen würden keine grundsätzlichen Widersprüche 

aufweisen. Es sei verständlich, dass er sich nach derartig tragischen und 

angsteinflössenden Vorfällen bei einigen Vorbringen und Details wider-

sprochen habe. Nach dem ersten Angriff hätten sein Vater und sein Onkel 

bei der Polizei eine Anzeige erstattet. Beim zweiten Angriff sei sein Onkel 

ums Leben gekommen. Der dritte Angriff sei am (…) 2013 gewesen, rund 

zwei Wochen nach dem Tod seines Onkels. Die Angreifer seien zu ihm 

nach Hause gekommen und hätten ihn gesucht. Er habe entwischen und 

sich verstecken können. Sie hätten dann seine Familie bedroht und ge-

sagt, dass sie ihn umbringen würden, wenn sie ihn fänden. Daher habe 

seine Familie die finanziellen Mittel für seine Ausreise beigebracht. Die 

Anzeigen, welche sie bei der Polizei eingereicht hätten, seien nicht weiter 

bearbeitet worden. Er habe sich bezüglich der Vorbringen mit der Polizei 

nicht widersprochen und habe konsistent geantwortet. Er habe keinen 

Schutz der Polizei erhalten, da es auch bei der Polizei Mitglieder der SSP 

gebe. Seine Familie sei nach seine Ausreise aus dem Dorf geflohen, da 

die Mitglieder der SSP ihn gesucht hätten. Er wisse momentan nicht, wo 

sich seine Familie aufhalte. Auch die Erwägungen des BFM bezüglich 

des Vollzugs der Wegweisung würden den Berichten verschiedener inter-

nationaler Organisationen widersprechen. So würden diese unter ande-

rem Massnahmen der pakistanischen Behörden für die Achtung der Men-

schenrechte und insbesondere den Schutz der religiösen Minderheiten in 

Pakistan fordern. Religiöse Minderheiten seien im Pakistan wiederholt 

Opfer von Verfolgung und Angriffen geworden. Zudem habe er nach wie 

vor Schmerzen in seiner Hand, wobei nur durch ein Röntgen eine genau-

ere Diagnose gemacht werden könne. Er werde in ganz Pakistan verfolgt, 

da die SSP im ganzen Land und in den Nachbarländern präsent sei. Ein 

Schutz durch die Polizei oder die Justiz sei nicht vorhanden. Da die Ver-

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wandten geflüchtet seien, weise er auch kein Beziehungsnetz im Heimat-

land auf.  

4.3 Das BFM führte in seiner Vernehmlassung aus, die nachgereichten 

Polizeiberichte vermöchten die Aussagen des Beschwerdeführers nicht 

zu belegen, sondern würden von dessen Aussagen abweichen. So habe 

der Beschwerdeführer während der Anhörung erzählt, er sei das erste 

Mal auf dem Weg vor etwa vier Monaten angegriffen worden. Das zweite 

Mal sei er am (…) 2013, als sein Onkel getötet worden sei, angegriffen 

worden. Den ersten Angriff habe der Beschwerdeführer drei Tage später 

der Polizei gemeldet, welche seine Anzeige nicht entgegengenommen 

habe. Den zweiten Angriff habe sein Onkel und sein Vater am gleichen 

Tag, also am (…) 2013, der Polizei gemeldet. Auf ausdrückliches Nach-

fragen hin, habe der Beschwerdeführer erklärt, er sei nicht beim Polizei-

posten gewesen, sondern sein Onkel und sein Vater hätten den Vorfall 

beim Polizeiposten angezeigt. Die Aussagen des Beschwerdeführers 

stimmten nicht mit den nachgereichten Polizeiberichten überein. So habe 

der Beschwerdeführer erklärt, die Polizei habe die erste Anzeige nie ent-

gegengenommen und er habe keine Dokumente von der Polizei erhalten. 

Weiter habe der Beschwerdeführer während der Anhörung gesagt, den 

ersten Vorfall in W._______ gemeldet zu haben, der zweite Vorfall sei in 

V._______ angezeigt worden. Die nachgereichten Polizeiberichte seien 

aber beide in W._______ ausgestellt worden, was sich auch nicht mit den 

Aussagen des Beschwerdeführers decke. Ausserdem gebe der Be-

schwerdeführer an, er habe den zweiten Vorfall nicht selbst bei der Poli-

zei gemeldet. Im nachgereichten Polizeibericht vom (…) 2013 stehe aber, 

dass der Beschwerdeführer die Anzeige erstattet habe. Im Übrigen deck-

ten sich die Ausstellungsdaten der Polizeiberichte nicht mit den Aussagen 

des Beschwerdeführers, da dieser angegeben habe, er sei das erste Mal 

vor der Tötung seines Onkels angegriffen worden. Der vorliegende Poli-

zeibericht stamme aber vom (…) 2013. Da die nachgereichten Polizei-

rapporte in mehrfacher Weise nicht mit den Aussagen des Beschwerde-

führers übereinstimmten, und die Aussagen des Beschwerdeführers vom 

BFM bereits in der besagten Verfügung als unglaubhaft gewürdigt worden 

seien, liege die Vermutung nahe, dass es sich um gefälschte Beweismit-

tel handle. Die Klage gegen einen Dritten sei leicht beschaffbar und habe 

als Gefälligkeitsschreiben kaum Beweiswert. Der Echtheit des Todes-

scheins des Onkels werde zwar nicht bezweifelt, doch sei dieser nicht 

geeignet, eine Verfolgung des Beschwerdeführers nachzuweisen. Somit 

vermöchten die nachgereichten Beweismittel die Erwägungen nicht zu 

entkräften.  

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Seite 10 

4.4 In seiner Replik führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, 

die Tatsache, dass er erst auf Beschwerdeebene weitere Beweismittel 

eingereicht habe, sei ohne Probleme mit seiner Mitwirkungspflicht verein-

bar, zumal seine Fluchtumstände nicht zugelassen hätten, Beweismittel 

mitzunehmen. Die Beschwerdefrist von 30 Tagen gemäss Art. 110 Abs. 2 

AsylG erlaube es Beschwerdeführenden gerade, weitere Beweismittel zu 

beschaffen. Das BFM müsse sich bewusst sein, dass er Schwierigkeiten 

gehabt habe, die Beweismittel innerhalb der 30 Tage überhaupt zu be-

schaffen und er habe dies nur mit Hilfe seines Freundes bewerkstelligen 

können. Es sei zu bedauern, dass die Vorinstanz kontinuierlich alle Arten 

von Dokumenten zurückweise. Es stelle sich die Frage, welche Doku-

mente er sonst hätte beibringen können, welche nicht als Gefälligkeits-

schreiben qualifiziert worden wären. Bezüglich der Widersprüche in sei-

nen Aussagen, werde auf die Beschwerdeverbesserung verwiesen. Das 

BFM habe die Ausführungen bezüglich der massiven Rechtsverletzungen 

und Freiheitsbeschränkungen mit der dementsprechenden Implikation 

oder besser der Lethargie der Polizei und Justiz bezüglich religiöser Min-

derheiten im Pakistan nicht bestritten.  

5.  

5.1 Grundsätzlich sind Vorbringen dann glaubhaft, wenn sie genügend 

substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in 

vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punkten widersprüch-

lich sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen 

oder der allgemeinen Erfahrung widersprechen. Darüber hinaus muss die 

asylsuchende Person persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbeson-

dere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder 

verfälschte Beweismittel abstützt (vgl. Art. 7 Abs. 3 AsylG), aber auch 

dann, wenn sie wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch dar-

stellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt, steigert oder un-

begründet nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder 

die nötige Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner im 

Gegensatz zum strikten Beweis ein reduziertes Beweismass und lässt 

durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen 

des Gesuchstellers. Eine Behauptung gilt bereits als glaubhaft gemacht, 

wenn das Gericht von ihrer Wahrheit nicht völlig überzeugt ist, sie aber 

überwiegend für wahr hält, obwohl nicht alle Zweifel beseitigt sind. Für die 

Glaubhaftmachung reicht es demgegenüber nicht aus, wenn der Inhalt 

der Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdigung der gesamten Aspek-

te wesentliche und überwiegende Umstände gegen die vorgebrachte 

Sachverhaltsdarstellung sprechen. Entscheidend ist im Sinne einer Ge-

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Seite 11 

samtwürdigung, ob die Gründe, die für eine Richtigkeit der Sachverhalts-

darstellung sprechen, überwiegen oder nicht; dabei ist auf eine objekti-

vierte Sichtweise abzustellen (vgl. BVGE 2012/5 E. 2.2, BVGE 2010/57 

E. 2.3). 

5.2 Erste Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerde-

führers entstehen bereits im Zusammenhang mit dem durch das Zi-

vilstandskreis X._______ anlässlich eines Ehevorbereitungsverfahrens 

sichergestellten Pass (Ausstellungsort Pakistan, Ausstellungsdatum […]). 

Anlässlich der Befragung gab der Beschwerdeführer deutlich zu Protokoll, 

er habe nie einen Pass besessen. Diesen offensichtlichen Widerspruch 

wurde im Antwortschreiben des Beschwerdeführers vom 3. Juni 2014 auf 

die Zwischenverfügung vom 19. Mai 2014 weder aufgelöst noch erklärt. 

Durch dieses Verhalten legte der Beschwerdeführer seine Identitätspapie-

re trotz ausdrücklicher Aufforderung den Behörden nicht offen, was eine 

Verletzung der Mitwirkungspflicht darstellt.  

5.3 Weiter müssen die Aussagen des Beschwerdeführers im Allgemeinen 

als unsubstanziiert und detailarm beschrieben werden. Beispielsweise 

antwortete der Beschwerdeführer auf die Frage, ob er den ersten Angriff 

auf ihn detailliert beschreiben könne, mit: "Wir waren unterwegs um Ein-

käufe zu machen. Sie haben mich sehr stark verprügelt. Dabei brach 

mein Finger. Wir hatten vor, eine Versammlung in unserem Gebetshaus 

zu organisieren." (vgl. BFM Akten A6 F38). Auch auf Nachfragen der 

Befragerin – welche dem Beschwerdeführer mehrmals die Gelegenheit 

bot, Situationen genauer zu beschreiben und auch zu erklären versuchte, 

was sie unter detailliert verstehe (vgl. beispielsweise A6 F39 f) – konnte 

der Beschwerdeführer die Situation dieses ersten Angriffes nicht genauer 

respektive bildlicher beschreiben und gab lediglich allgemeine Antworten 

zu Protokoll (vgl. A6 F39-47). Auch die Beschreibung des zweiten An-

griffs, bei welchem sein Onkel umgebracht worden sein soll, lässt die nö-

tige Substanz und den Detailreichtum von tatsächlich Erlebten vermissen. 

Die Aussagen bleiben kurz und erschöpfen sich in generellen Äusserun-

gen. Exemplarisch kann hier die Antwort auf die Aufforderung der Befra-

gerin, den zweiten Angriff genau zu schildern, zitiert werden: "Ich und 

mein Onkel waren unterwegs in Richtung Y._______. Wir waren mit dem 

Motorrad unterwegs. Sie haben uns mit Stöcken angegriffen. Sie haben 

dann meinen Onkel getötet. Auch mich haben sie sehr stark verprügelt. 

Ich konnte fliehen. Seitdem sind sie hinter mir her um mich umzubringen. 

Sie sagten, sie hätten vor, auch mich umzubringen." (vgl. A6 F55). Dieses 

Beispiel zeigt auf, dass auch bei diesem zentralen Vorbringen seines 

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Seite 12 

Asylgesuchs keine Details erkennbar sind. Seine Antworten auf konkrete 

Fragen blieben einsilbig und wiederholen sich auch nach mehrmaligem 

Nachfragen der Befragerin. Es bleibt denn auch beispielsweise unklar, 

was vor diesen Angriffen geschehen ist, in welcher Umgebung sich die 

Überfälle ereignet haben oder wie sich der Beschwerdeführer dabei fühl-

te. Auch das Vorbringen, er sei fälschlicherweise wegen Mordes ange-

zeigt worden, verbleibt gänzlich unsubstanziiert. So sagt er selber, er ha-

be diesbezüglich nie etwas schriftlich erhalten und lediglich von seinen 

Freunden aus der Stadt gehört, dass etwas gegen ihn vorliege (vgl. A6 

F85). Konkrete Probleme mit den Behörden habe er aber nie gehabt (vgl. 

A6 F86). Auch auf Beschwerdeebene wird dieses Vorbringen nicht mehr 

näher erläutert. Daher bleibt diese Anzeige wegen Mordes auch im Zu-

sammenhang mit den übrigen Vorbringen zu unsubstanziiert um als 

glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG angesehen werden zu können. Der 

Beschwerdeführer kann durch seine Aussagen seine Asylvorbringen nicht 

plastisch und greifbar darstellen, womit kein Gefühl von tatsächlich Erleb-

ten entsteht und weitere Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussagen des 

Beschwerdeführers aufkommen.  

5.4 Bezeichnenderweise beschrieb der Beschwerdeführer, wie sich die 

Situation aufgelöst hat respektive wie es ihm gelang zu fliehen, unter-

schiedlich und widersprach sich. In der Anhörung beschrieb er in pau-

schaler und unsubstanziierter Weise, er habe sich befreien und durch die 

Felder fliehen können (vgl. A6 F62). Er habe erst zwei Stunden nach sei-

ner Flucht erfahren, dass sein Onkel beim Angriff gestorben sei (vgl. A6 

F70). Auf Beschwerdeebene wird dann allerdings vorgebracht, er habe 

laut geschrien, wodurch die nahen Dorfbewohner ihm zu Hilfe geeilt seien 

und die Angreifer in die Flucht geschlagen hätten. Er sei zusammen mit 

seinem Onkel ins Dorf gebracht worden, wo der Tod des Onkels festge-

stellt worden sei (vgl. Beschwerdeverbesserung S. 6). Auf dem einge-

reichten Polizeirapport wird hingegen beschrieben, dass die Angreifer mit 

Schusswaffen auf ihn geschossen hätten und er sich hinter einem Baum 

versteckt habe. Sein Onkel sei erschossen worden (vgl. Beweismittel, Po-

lizeirapport vom (…) 2013). Diese diametralen Widersprüche im zentralen 

Asylvorbringen müssen als wesentlich angesehen werden und können 

nicht nur durch die belastende Befragungssituation, eine Krankheit des 

Beschwerdeführers zu diesem Zeitpunkt und die angsteinflössenden Er-

innerungen erklärt werden. Auch das mehrmalige und übereinstimmende 

Wiederholen des Datums des Vorfalles kann die Zweifel an der Glaubhaf-

tigkeit der Aussagen nicht beseitigen. Der Vollständigkeit halber ist anzu-

merken, dass trotz der eingereichten Beweismittel ebenfalls unklar bleibt, 

D-295/2014 

Seite 13 

was sich anlässlich der Anzeigeerstattung bei der Polizei zugetragen ha-

ben soll. Zu Beginn der Anhörung sagte der Beschwerdeführer, er sei drei 

Tage nach dem ersten Angriff mit seinem Freund auf dem Polizeiposten 

gewesen und habe Anzeige erstatten wollen (vgl. A6 F48 ff). Wenig spä-

ter brachte er vor, er habe zusammen mit seinem Onkel und seinem Vater 

den Vorfall vom (…) 2013 bei der Polizei angezeigt (vgl. A6 54). Am Ende 

der Anhörung gab er aber zu Protokoll, er sei nie persönlich auf dem Poli-

zeiposten gewesen, nur sein Onkel und sein Vater hätten Anzeige auf den 

Polizeiposten erstattet (vgl. A6 F110 f.). Die beiden auf Beschwerdeebene 

eingereichten Polizeirapporte hingegen geben wiederum jeweils ihn als 

alleinigen Anzeigeerstatter an. Die genauen Umstände der Überfälle, sei-

ne allfällige Implikation in diese und die daraus resultierende Verfol-

gungsgefahr seiner Person können ihm daher nicht geglaubt werden. 

5.5 Die auf Beschwerdeebene eingereichten Beweismittel vermögen nicht 

zu einer anderen Beurteilung der Sachlage zu führen. Erste Widersprü-

che zu den Vorbringen der beiden Polizeirapporte wurden bereits vorgän-

gig dargelegt. Zudem ist der zweite Polizeirapport auf den (…) 2013 da-

tiert und würde somit zeitlich zum dritten Angriff passen. Jedoch machte 

der Beschwerdeführer nie geltend, diesen Angriff der Polizei gemeldet zu 

haben oder dabei tatsächlich auch geschlagen worden zu sein (vgl. A6 

F80 ff). Zudem erwähnte er die im Bericht dargelegten Drohungen der 

SSP nie in der Anhörung. Bezüglich des dritten Beweismittels, der einge-

reichten Klage des Beschwerdeführers bezüglich Drohanrufe und Dro-

hungen, kann gesagt werden, dass er auch diese so nie in der Anhörung 

erwähnt hatte. Zudem wurde diese Klage am (…) 2013 und somit drei 

Tage nach dem Tod des Onkels eingereicht, was wiederum nicht in die 

Schilderungen der Vorbringen passt und die fehlende Konsistenz der 

Vorbringen unterstreicht. Der Beweiswert dieser drei Beweismittel muss 

daher als gering eingeschätzt werden. Jedenfalls vermögen sie nicht die 

Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers auf-

zuwiegen. Eine Bewertung der Echtheit des eingereichten Totenscheins 

des Onkels kann offengelassen werden, da dieses Beweismittel keine all-

fällige persönliche Verfolgung des Beschwerdeführers zu belegen ver-

mag.   

5.6 Im Sinne einer Gesamtbetrachtung und einer Abwägung der Argu-

mente, die für die Glaubhaftigkeit und denjenigen, die dagegen sprechen, 

kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass die Vorbringen 

des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit von 

Art. 7 AsylG nicht zu genügen vermögen.  

D-295/2014 

Seite 14 

6.  

Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, er sei ein Schiite und gehö-

re somit einer religiösen Minderheit an, welche von Sunniten – insbeson-

dere von militanten Gruppierung wie der SSP – verfolgt würden. Diesbe-

züglich ist somit das Bestehen einer Kollektivverfolgung zu prüfen. 

6.1 Die Anforderungen an die Feststellung einer Kollektivverfolgung sind 

gemäss geltender Rechtsprechung sehr hoch. Gemäss schweizerischer 

Asylpraxis zur Frage der Kollektivverfolgung reicht allein die Zugehörig-

keit zu einem Kollektiv, welches in seinen spezifischen Eigenschaften Ziel 

einer Verfolgungsmotivation ist, in der Regel nicht, um die Flüchtlingsei-

genschaft zu begründen. Vielmehr kommen auch bei geltend gemachter 

Verfolgung aufgrund der blossen Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kol-

lektiv die Kriterien der ernsthaften Nachteile oder der begründeten Furcht 

gemäss Art. 3 AsylG zur Anwendung. Nachteile sind dann als ernsthaft in 

diesem Sinne zu bezeichnen, wenn sie sich gegen Leib, Leben oder 

Freiheit richten oder einen unerträglichen Druck erzeugen und aufgrund 

ihrer Art und Intensität ein menschenwürdiges Leben im Verfolgerstaat 

verunmöglichen oder in unzumutbarer Weise erschweren, so dass sich 

die verfolgte Person dieser Zwangssituation nur noch durch Flucht ins 

Ausland entziehen kann. Bei der begründeten Furcht gilt es zu berück-

sichtigen, dass sich die subjektiv befürchtete Verfolgung auch objektiv be-

trachtet mit einer erheblichen Wahrscheinlichkeit verwirklichen muss; al-

lein die Möglichkeit von ernsthaften Nachteilen genügt dabei nicht (vgl. 

BVGE 2011/16 E. 5.1 m.w.H.). 

6.2 Die Mehrheit aller pakistanischer Staatsangehöriger gehören dem 

muslimischen Glauben an; rund 75% sind Sunniten, 20% Schiiten, womit 

die Schiiten die grösste muslimische Minderheit in Pakistan darstellen. 

Die Religionsfreiheit ist zwar in der Verfassung Pakistans, in welcher nicht 

zwischen Schiiten und Sunniten unterschieden wird, ausdrücklich garan-

tiert. Jedoch hat die interkonfessionelle Gewalt zwischen Schiiten und 

Sunniten seit den 1980er Jahren stetig zugenommen. Dies äusserst sich 

seit längerem durch Auseinandersetzungen zwischen den beiden Grup-

pierungen bei religiösen Festen und nun auch durch von extremistischen 

Gruppen verübten Anschläge. Zu diesen extremistischen Gruppen zählt 

auch die SSP. Die interkonfessionelle Gewalt unterscheidet sich von Pro-

vinz zu Provinz, wobei im Punjab, der Herkunftsprovinz des Beschwerde-

führers, die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten am stärksten 

sind, da sich in dieser Region neben der SSP auch die Lashkar-e-Jhangvi 

niedergelassen hat. Neben Bombenattentaten kommt es vermehrt auch 

D-295/2014 

Seite 15 

zu gezielten Angriffen auf Schiiten, wovon besonders Ärzte und Anwälte, 

Richter, Lehrer und Journalisten, Banker, Geistliche, CEO und Polizeioffi-

ziere betroffen sind. Die Strafvollzugsbehörden sind momentan auch nicht 

in der Lage und zum Teil unwillig, religiöse Minderheiten in Pakistan ins-

besondere vor extremistischen Gruppierungen zu schützen. Zudem wird 

davon ausgegangen, dass Gruppierungen wie die SSP von den Behör-

den offiziellen Schutz erhalten, oder dass die pakistanischen Geheim-

dienste ein Vorgehen der Behörden verhindern. Andererseits sind Schii-

ten in allen beruflichen und sozialen Schichten zu finden und besuchen 

grundsätzlich die gleichen Ausbildungsstätten wie Sunniten. Bezüglich 

dem Zugang zur medizinischen Infrastruktur, welcher sich für alle pakis-

tanischen Staatsangehörigen problematisch darstellt, kann ebenfalls kei-

ne Diskriminierung gegenüber Schiiten ausgemacht werden (vgl. zum 

Ganzen: AUSTRALIAN GOVERNMENT DEPARTMENT OF FOREIGN AFFAIRS AND 

TRADE [DFAT], DFAT Thematic Reports – Shias in Pakistan, 

18. Dezember 2013, https://www.immi.gov.au/media/publications/pdf/dfat-

tir-pakistan.pdf, abgerufen am 18. Juni 2014, South Asia Terrorism Portal 

(SATP), Sipah-e-Sahaba Pakistan, (ohne Datum), http://www.satp.org/ 

satporgtp/countries/pakistan/terroristoutfits/ssp.htm, abgerufen am 

18. Juni 2014, IMMIGRATION AND REFUGEE BOARD OF CANADA, Pakistan: 

How Shia Muslims differ from Sunnis; treatment of Shias, particularly in 

Lahore and Multan; government response to violence against Shia 

Musilms (2010- December 2013) [PAK104713.E], 9. Januar 2014, 

http://www.irb.gc.ca/Eng/ResRec/RirRdi/Pages/index.aspx?doc=455043&

pls=1, abgerufen am 18. Juni 2014, UNITED NATIONS HIGH COMMISSIONER 

FOR REFUGEES (UNHCR), UNHCR Eligibility Guidelines for Assessing the 

International Protection Needs of Members of Religious Minorities from 

Pakistan, HCR/EG/PAK/12/02, 14. Mai 2012, http://www.unhcr.org/ref-

world/docid/4fb0ec662.html, abgerufen am 19. Juni 2014).  

6.3 Abschliessend ist festzustellen, dass die aufgezeigten Spannungen 

zwar im Einzelfall asylrelevant sein können, die Nachteile aber nicht auf-

grund der blossen Zugehörigkeit einer Person zu den Schiiten die Krite-

rien der ernsthaften Nachteile oder der begründeten Furcht gemäss Art. 3 

AsylG erfüllen. Die von den extremistischen Gruppierungen verübten An-

schläge auf Schiiten vermögen bezüglich Art, Häufigkeit und Intensität die 

hohe Schwelle zur Begründung einer Kollektivverfolgung – auch in Anbet-

racht der Untätigkeit der staatlichen Behörden – nicht zu erreichen.  

7.  

Zusammenfassend ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, eine 

https://www.immi.gov.au/media/publications/pdf/dfat-tir-pakistan.pdf
https://www.immi.gov.au/media/publications/pdf/dfat-tir-pakistan.pdf
http://www.satp.org/%20satporgtp/countries/pakistan/terroristoutfits/ssp.htm
http://www.satp.org/%20satporgtp/countries/pakistan/terroristoutfits/ssp.htm
http://www.irb.gc.ca/Eng/ResRec/RirRdi/Pages/index.aspx?doc=455043&pls=1
http://www.irb.gc.ca/Eng/ResRec/RirRdi/Pages/index.aspx?doc=455043&pls=1
http://www.unhcr.org/ref-world/docid/4fb0ec662.html
http://www.unhcr.org/ref-world/docid/4fb0ec662.html

D-295/2014 

Seite 16 

bestehende oder unmittelbar drohende asylrelevante Verfolgung gemäss 

Art. 3 AslyG nachzuweisen. Somit hat die Vorinstanz zu Recht die Flücht-

lingseigenschaft verneint und das Asylgesuch abgewiesen.  

8.  

8.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, 

so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der 

Familie (Art. 44 AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 

den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 83 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Auslände-

rinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie 

bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewei-

sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in 

den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 

Abs. 3 AuG). 

9.2.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei-

nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr 

läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 

Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 

1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

D-295/2014 

Seite 17 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-

genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überein-

kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, 

SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 

1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 

SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

9.2.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend 

darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement 

nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-

fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 

AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden 

Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerde-

führers nach Pakistan ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG 

rechtmässig. 

9.2.4 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde-

führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall ei-

ner Ausschaffung nach Pakistan dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes 

für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse 

Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde 

Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine 

Menschenrechtssituation in Pakistan lässt den Wegweisungsvollzug zum 

heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten 

ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der 

völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.3  

9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 

und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat 

aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 

medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Ge-

D-295/2014 

Seite 18 

fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die 

vorläufige Aufnahme zu gewähren. 

9.3.2 Wie bereits vorgängig beschrieben, ist die Menschenrechtslage in 

Pakistan zwar angespannt, es herrscht aber aktuell keine Situation von 

allgemeiner Gewalt, Krieg oder Bürgerkrieg, welche für den Beschwerde-

führer bei einer Rückkehr eine konkrete Gefahr darstellen würde.  

9.3.3 Gemäss eigenen Angaben lebte der junge, soweit aktenkundig 

grundsätzlich gesunde und ledige Beschwerdeführer seit seiner Geburt 

bis zu seiner Ausreise im Jahr 2013 in der Provinz Punjab. Daher kann 

davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer zumindest über 

ein soziales Beziehungsnetz verfügt, auf welches er sich nach seiner 

Rückkehr stützen kann. Diesbezüglich ist anzumerken, dass auch seine 

auf Beschwerdeebene gemachten Ausführungen bezüglich der angebli-

chen Flucht seiner Familie nicht geglaubt werden können. Die genauen 

familiären Verhältnisse im Herkunftsland bleiben daher aus dem Be-

schwerdeführer anzulastenden Gründen im Dunkeln und sind vom Ge-

richt nicht näher zu eruieren. Der Beschwerdeführer verfügt ferner über 

zehn Jahre Schulbildung, womit es ihm auch zugemutet werden kann, ei-

ne Arbeit zu finden um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Es darf 

gestützt auf die bestehenden Akten der Schluss gezogen werden, dass er 

in Pakistan nicht in eine existenzbedrohende Lage geraten wird. Nach-

dem seine konkreten Lebensumstände in Pakistan wegen seines Aussa-

geverhaltens nicht vollständig geklärt sind, erübrigen sich an dieser Stelle 

weitere Ausführungen.  

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 

zumutbar. 

9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen 

Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), weshalb der Vollzug der Wegweisung 

auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

D-295/2014 

Seite 19 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist 

abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1 - 3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Nachdem jedoch das mit 

der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege mit Verfügung vom 13. Februar 2014 gutgeheissen wurde, 

werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-295/2014 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständi-

ge kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Contessina Theis Anne Kneer 

 

 

Versand: