# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7042d39a-dc0b-553d-bf47-c97076755479
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 21.08.2025 SR2 2025 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR2-2025-50_2025-08-21.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Beschluss vom 21. August 2025
mitgeteilt am 21. August 2025

[Mit Urteil 7B_910/2025 vom 13. Oktober 2025 hat das Bundesgericht die gegen 
diesen Beschluss erhobene Beschwerde abgewiesen, sofern darauf eingetreten 
wurde.]

Referenz SR2 25 50

Instanz Zweite strafrechtliche Kammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz
Audétat und Righetti
Thöny, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Verlängerung der Untersuchungshaft

Anfechtungsobj. Entscheid Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden 
vom 16. Juli 2025, mitgeteilt am 16. Juli 2025 (Proz. Nr. 645-2025-
102)

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Sachverhalt

A. Die Staatsanwaltschaft Graubünden (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) führt 
gegen A._____ ein Strafverfahren wegen Verbrechen gegen das Betäubungsmit-
telgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG. Er stehe in Verdacht, im Handel mit Betäu-
bungsmitteln international tätig zu sein und hierfür Kurierfahrzeuge zu organisieren. 
Anlässlich einer Polizeikontrolle am 16. Juli 2024 wurden im Fahrzeug von B._____ 
und C._____ 18 Kilogramm brutto Marihuana gefunden. Die beiden gaben an, das 
Marihuana kurz zuvor in D._____ von A._____ übernommen zu haben, um es dann 
nach Österreich auszuführen. Dieser habe das Marihuana zusammen mit einer 
Drittperson in das Fahrzeug eingeladen. 

B. Noch am selben Abend wurde A._____ in D._____ angehalten. Bei ihm an-
wesend war u.a. E._____, in dessen Fahrzeug EUR 15'000.00 sichergestellt wur-
den. Als die Polizei eingetroffen sei, habe sich der Beschwerdeführer entfernt und 
bei der anschliessenden Festnahme versucht, sein Mobiltelefon zu zerstören. Am 
18. Juli 2024 stellte die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht des 
Kantons Graubünden (nachfolgend: ZMG) einen Antrag auf Anordnung von Unter-
suchungshaft. Da A._____ ausdrücklich auf die Durchführung einer mündlichen 
Verhandlung verzichtete, wurde der Antrag im schriftlichen Verfahren behandelt. Mit 
Entscheid vom 19. Juli 2024 wurde gegen A._____ wegen Verdunkelungsgefahr 
gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO Untersuchungshaft bis längstens am 15. Oktober 
2024 angeordnet. Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

C. Am 7. Oktober 2024 stellte die Staatsanwaltschaft beim ZMG gestützt auf 
Art. 227 StPO ein Haftverlängerungsgesuch für die vorläufige Dauer von drei Mo-
naten. Es sei davon auszugehen, dass A._____ organsiert im Betäubungsmittel-
handel tätig sei. Der Tatverdacht habe sich durch die Aussagen verschiedener mut-
masslich beteiligter Personen weiter erhärtet. So solle A._____ viele Leute haben, 
die für ihn arbeiten und Drogen ausliefern würden. Ausserdem belaste F._____ ihn 
mit dem Besitz von mehreren Hundert Gramm Marihuana sowie Bargeld von CHF 
3'840.00. Zudem habe F._____ angegeben, die Gruppe um A._____ mache monat-
lich einen Verkaufsumsatz von ca. 30 kg Marihuana. Es seien zahlreiche Personen 
involviert, deren Rollen noch nicht geklärt seien. Es seien noch zahlreiche Einver-
nahmen und insbesondere auch Konfronteinvernahmen durchzuführen. In Freiheit 
könnte der Beschuldigte auf diese Personen Einfluss nehmen und auf deren Aus-
sageverhalten einwirken. Da er gegenüber mehreren dieser Personen bereits Kon-
sequenzen angedroht habe, sollten sie gegen ihn aussagen, sei diese konkrete Kol-
lusionsgefahr als sehr hoch einzustufen. Mit Entscheid vom 15. Oktober 2024 hiess 
das ZMG das Gesuch der Staatsanwaltschaft gut und verlängerte die Untersu-

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chungshaft gegen A._____ aufgrund von Verdunklungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 
1 lit. b StPO bis zum 15. Januar 2025. Auch dieser Entscheid ist unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen.

D. Am 10. Januar 2025 stellte die Staatsanwaltschaft beim ZMG gestützt auf 
Art. 227 StPO erneut ein Haftverlängerungsgesuch für die vorläufige Dauer von drei 
Monaten. Der Tatverdacht habe sich weiter erhärtet. G._____ habe in Anwesenheit 
von A._____ seine bisherigen Aussagen bestätigt, nämlich dass letzterer seit Jah-
ren nicht nur im Raum H._____, sondern auch in Österreich und Deutschland dem 
Handel mit Cannabis nachgehe und damit einen Gewinn von mehreren Zehntau-
send Franken monatlich erwirtschaftet habe. Schliesslich werde A._____ von einer 
weiteren Person, I._____, schwer belastet. Dieser habe im Auftrag und für A._____ 
gearbeitet, indem er in den Jahren 2023/2024 grosse Mengen Cannabis und Kokain 
aufbewahrt, abgepackt und ausgeliefert bzw. weitergeben habe. Es bestehe zum 
einen Kollusionsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO, weil nebst den polizeili-
chen Ermittlungen noch zahlreiche Einvernahmen durchzuführen seien. In Freiheit 
könnte A._____ auf diese sowie weitere systemrelevante Personen Einfluss neh-
men und auf deren Aussageverhalten einwirken, da er in der Hierarchie des Betäu-
bungsmittelhandels weit oben stehe. Es bestehe zum anderen aber auch Fluchtge-
fahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO, weil er die Gefängniszelle in J._____ massiv 
beschädigt habe. Insbesondere habe er mit massiver Körpergewalt auf die Zellen-
türe eingewirkt, so dass diese kaputtgegangen sei. Dieser Ausbruchversuch zeige, 
dass er sich dem Strafverfahren und der ihm drohenden Freiheitsstrafe durch Flucht 
zu entziehen versuche. Die bisherigen Ermittlungen hätten gezeigt, dass er sich 
jeweils ins Ausland abgesetzt habe, wenn er davon ausgegangen sei, dass er von 
der Polizei gesucht werde. Mit Entscheid vom 15. Januar 2025 verlängerte das ZMG 
die Untersuchungshaft bis längstens am 14. April 2025. Zwar könne das Demolieren 
der Zellentüre nicht als Fluchtversuch gewertet werden. Jedoch sei Kollusionsge-
fahr gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO gegeben. Auch dieser Entscheid ist unan-
gefochten in Rechtskraft erwachsen. 

E. Die Staatsanwaltschaft stellte am 8. April 2025 ein weiteres Haftverlänge-
rungsgesuch für die vorläufige Dauer von drei Monaten. Es sei ein weiterer schwer-
wiegender Tatvorwurf hinzugekommen. Mittlerweile seien der Staatsanwaltschaft 
K._____-Daten überliefert worden. Bei der Applikation K._____ handle es sich um 
einen verschlüsselten Messaging-Dienst, der auf speziellen Kryptotelefonen instal-
liert gewesen sei. Im Jahr 2021 sei es den Strafverfolgungsbehörden verschiedener 
Länder gelungen, auf diese Daten zuzugreifen und diese teilweise zu entschlüsseln. 
A._____ habe der K._____-Pin L._____ zugeordnet werden können. Ihm werde da-

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her zusätzlich zu den bisherigen Ermittlungen vorgeworfen, in der Zeit von August 
2020 bis ca. März 2021 über den Krypto-Dienst K._____ mit ca. 800 Kilogramm 
Marihuana und/oder Haschisch gehandelt zu haben. Am 27. März 2025 seien der 
Staatsanwaltschaft die entsiegelten Geräte von A._____ ausgehändigt worden. Die 
Auswertung dieser Geräte nehme Zeit in Anspruch. Auch vor diesem Hintergrund 
liege nach wie vor akute Kollusionsgefahr vor. Mit Entscheid vom 11. April 2025 
verlängerte das Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft wiederum we-
gen Kollusions-/ Verdunklungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO bis längs-
tens am 13. Juli 2025.

F. Am 7. Juli 2025 stellte die Staatsanwaltschaft beim ZMG gestützt auf Art. 227 
StPO erneut ein Haftverlängerungsgesuch, diesmal für die vorläufige Dauer von 
sechs Monaten bis längstens am 12. Januar 2026. Zur Begründung führte die 
Staatsanwaltschaft aus, F._____ habe A._____ in seiner Befragung vom 24. Juni 
2025 schwer belastet. In Anwesenheit von A._____ habe er ausgeführt, dass er in 
der Zeit von November 2021 bis Juni 2022 für diesen gearbeitet und täglich für ihn 
Marihuana verkauft habe. Insgesamt habe er im Auftrag und unter der Führung von 
A._____ in diesen 8 Monaten 72 Kilogramm Marihuana verkauft. Zudem sei er an-
fangs 2022 dabei gewesen, als A._____ ca. 12 Kilogramm Marihuana von M._____ 
in einem Fahrzeugkonvoi von vier Fahrzeugen nach N._____ transportiert habe. 
Neu hinzugekommen seien, so die Staatsanwaltschaft weiter, auch die Aussagen 
von O._____, Geschäftsführer der P._____ GmbH. A._____ sei Kunde gewesen 
und habe Fahrzeuge gemietet. O._____ habe in dem von A._____ bewohnten Hob-
byraum in D._____ Teile einer Indoor-Anlage gesehen. Ausserdem hätten A._____ 
und Q._____ CHF 25'000.00 in bar an R._____ ausgeliehen, wobei die Übergabe 
dieses Geldes in den Räumlichkeiten der P._____ GmbH stattgefunden habe. Was 
K._____ anbelange, so seien A._____ die ganze Chatunterhaltung vorgelegt wor-
den. Dessen unkooperatives Verhalten führe zu weiteren Ermittlungshandlungen 
und enormem Zeitaufwand, weshalb eine Haftverlängerung von sechs Monaten be-
antragt werde. Nebst den sehr aufwändigen Ermittlungen zu K._____ seien auf-
grund der Aussagen von F._____ und O._____ weitere Ermittlungsansätze hinzu-
gekommen bzw. Abklärungen zu Sachverhalten und Personen zu machen, die im 
System von A._____ wichtige Rollen einnehmen würden. Zu erwähnen seien 
S._____, deren Identitäten noch abzuklären seien. Weiter dürften Q._____, 
G._____ und T._____ wichtige Funktionen übernommen haben bzw. teilweise an-
dere Funktionen als bisher angenommen innegehabt haben. Ihre Rollen seien zu 
ermitteln und Befragungen und allenfalls Konfronteinvernahmen durchzuführen. Es 
bestehe nach wie vor Kollusionsgefahr mit einer Vielzahl von Personen, auf deren 

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Aussageverhalten A._____ in Freiheit Einfluss nehmen und so die Ermittlungen be-
hindern bzw. das Beweisergebnis beeinflussen könnte. 

G. Mit Verfügung vom 7. Juli 2025 ordnete der Zwangsmassnahmenrichter die 
provisorische Fortdauer der Haft bis zum Haftverlängerungsentscheid an (Art. 227 
Abs. 4 StPO).

H. In seiner Stellungnahme vom 10. Juli 2025 liess A._____ die Abweisung des 
Haftverlängerungsgesuchs und die sofortige Entlassung aus der Untersuchungshaft 
unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge beantragen. Eventualiter sei 
die Untersuchungshaft per sofort aufzuheben und durch ein befristetes Kontaktver-
bot gegenüber Q._____, U._____ und T._____ zu ersetzen.

I. Mit Entscheid vom 16. Juli 2025 gleichentags mitgeteilt, erkannte der Einzel-
richter des ZMG im schriftlichen Verfahren wie folgt:

1. Gegen A._____ wird wegen Kollusions-/Verdunkelungsgefahr gemäss 
Art. 221. Abs. 1 Bst. b StPO die Untersuchungshaft bis zum 12. Oktober 
2025 verlängert.

2. Die beschuldigte Person kann jederzeit ein Gesuch um Entlassung aus 
der Untersuchungshaft stellen. Dieses ist bei der Staatsanwaltschaft 
mündlich zu Protokoll zu geben oder schriftlich zu stellen und kurz zu 
begründen.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 400.00 bleiben bei der Prozedur. Sie 
werden vorschussweise von der Staatsanwaltschaft Graubünden zu 
Lasten des Kantons übernommen.

4. Der Antrag auf Entschädigung der Verteidigung wird abgewiesen.

5. (Rechtsmittelbelehrung)

6. (Mitteilung)

J. Gegen diesen Entscheid liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 
25. Juli 2025 beim Obergericht des Kantons Graubünden Beschwerde erheben. 
Darin stellte er die folgenden Anträge:

1. Ziffern 1 und 4 des Entscheides vom 16.07.2025 des Zwangsmassnah-
mengerichtes des Kantons Graubünden seien aufzuheben.

2. A._____ sei per sofort aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

3. Eventualiter sei eine Kontaktsperre zwischen dem Beschwerdeführer 
und den Personen Q._____, U._____, T._____ und F._____ zu verfü-
gen.

4. Aufgrund der bewilligten amtlichen Verteidigung sei der amtliche Vertei-
diger lic. iur. Adrian Fiechter für das Verfahren vor dem Zwangsmass-
nahmengericht GR gemäss dem Entscheid vom 16.07.2025 mit 
Fr. 2'632.25.- zu entschädigen.

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5. Eventualiter seien die Kosten des amtlichen Verteidigers über 
Fr. 2'632.25.- im Verfahren betreffend des Entscheides vom 16.07.2025 
des Zwangsmassnahmengerichts GR bei der Prozedur zu verbleiben.

6. Für das vorliegende Verfahren vor dem Obergericht des Kantons 
Graubünden sei die amtlichen Verteidigung zu bewilligen.

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates in 
Folge zu bewilligender amtlicher Verteidigung.

K. Mit Schreiben vom 29. Juli 2025 verzichtete das ZMG auf die Einreichung 
einer Vernehmlassung. 

L. Am 30. Juli 2025 reichte der Beschwerdeführer das Protokoll seiner Einver-
nahme vom 24. Juli 2025 zu den Akten.

M. Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Schreiben vom 31. Juli 2025 unter 
Hinweis auf sämtliche Akten sowie auf alle bisherigen Eingaben auf die Einreichung 
einer Stellungnahme und beantragte die Abweisung der Beschwerde. 

N. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Infolge längerdauernder Ab-
wesenheit des bisherigen Vorsitzenden, Oberrichter Nydegger, ging der Vorsitz auf 
dessen Stellvertreter, Oberrichter Bergamin, über. Die Angelegenheit ist spruchreif.

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Erwägungen

1. Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO in Verbindung mit Art. 222 StPO kann 
gegen Entscheide über die Anordnung, die Verlängerung und die Aufhebung der 
Untersuchungs- oder Sicherheitshaft Beschwerde im Sinne von Art. 393 ff. StPO 
erhoben werden. Legitimiert dazu ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Inter-
esse an der Aufhebung oder Änderung des vorinstanzlichen Entscheids hat 
(Art. 382 StPO). Die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Ent-
scheide ist innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz 
einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Gestützt auf Art. 22 des Einführungsgesetzes 
zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EGzStPO; BR 350.100) und Art. 13 
Abs. 1 der Verordnung über die Organisation und Geschäftsführung des Oberge-
richts (OGV; BR 173.010) liegt die Zuständigkeit im vorliegenden Beschwerdever-
fahren, zumal keine Ausnahme im Sinne von Art. 395 StPO vorliegt, bei der Zweiten 
strafrechtlichen Kammer des Obergerichts.

Mit dem angefochtenen Entscheid wurde die gegen den Beschwerdeführer beste-
hende Untersuchungshaft verlängert, wodurch er offensichtlich beschwert ist. Die 
Beschwerde erfolgte zudem frist- und formgerecht. Auf die Beschwerde ist einzu-
treten.

2. Das Beschwerdeverfahren ist unter Vorbehalt von Art. 390 Abs. 5 StPO ein 
schriftliches und nicht öffentliches Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Es richtet sich 
nach den Regeln der Art. 69 Abs. 3 lit. c und Art. 390 ff. StPO. Die Beschwerde stellt 
gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO ein umfassendes ordentliches Rechtsmittel dar. Sie 
kann – wenn die entsprechende Verfahrenshandlung beschwerdefähig ist – ohne 
Einschränkung erhoben werden. Mit der Beschwerde können alle Mängel des an-
gefochtenen Entscheids geltend gemacht werden. Die Rechtsmittelinstanz verfügt 
über eine volle Kognition und ist befugt und verpflichtet, die ihr unterbreitete Sache 
frei und umfassend zu prüfen (vgl. GUIDON, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, Art. 393 
StPO N. 15).

3. Der Beschwerdeführer übt zunächst generelle Kritik am angefochtenen Ent-
scheid. Das ZMG prüfe nicht die gesetzlichen Haftvoraussetzungen, sondern äus-
sere sich bereits inhaltlich zur Sache selbst, gebe persönliche Bewertungen und 
Meinungen ab und überschreite damit die Grenze zwischen sachlicher Haftprüfung 
und vorweggenommener Schuldzuweisung in der Sache selbst, was dem Sachrich-
ter vorbehalten sei. So äussere es sich dahingehend, dass dem Beschwerdeführer 
im Falle einer Verurteilung ohnehin eine empfindlich lange Freiheitsstrafe drohe. 

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Diese Argumentation sei jedoch mit grosser Zurückhaltung zu würdigen und über-
schreite klar die verfassungsrechtlichen Grenzen der Beurteilungskompetenz eines 
Haftrichters. Dieser habe einzig die gesetzlichen Voraussetzungen für die Anord-
nung oder Verlängerung von Untersuchungshaft zu prüfen, nicht aber die mutmass-
liche Strafhöhe antizipierend zu bewerten oder eine Prognose über die zukünftige 
strafrechtliche Beurteilung abzugeben. Eine solche Vorgehensweise laufe auf eine 
unzulässige Vorverurteilung hinaus und verletze den verfassungsrechtlich garan-
tierten Grundsatz der Unschuldsvermutung gemäss Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 
Ziff. 2 EMRK. 

Im Haftverfahren wird nicht über die strafrechtliche Schuld und Strafe der beschul-
digten Person entschieden. Das ZMG hat vielmehr nur das Bestehen von dringen-
dem Tatverdacht und von besonderen Haftgründen sowie die Verhältnismässigkeit 
der Anordnung von Untersuchungshaft (oder die Voraussetzungen von Ersatz-
massnahmen) zu prüfen (FORSTER, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, Art. 225 StPO 
N. 7; vgl. auch nachstehend E. 4). In diesem Rahmen kommt das ZMG nicht umhin, 
die erhobenen (haftrelevanten) Beweise (vgl. Art. 225 Abs. 4 StPO) zu würdigen 
und je nach Beweislage das Verhalten der beschuldigten Person auch negativ zu 
bewerten (vgl. auch unten E. 5). Dabei sollte es sich Formulierungen enthalten, die 
den Eindruck erwecken, es liege definitiv strafbares Verhalten vor. Wie die von der 
Vorinstanz gewählten Formulierungen im Lichte dieser Grundsätze zu bewerten 
sind, kann offen bleiben, denn der Beschwerdeführer leitet aus seiner Kritik nichts 
Konkretes für das vorliegende Verfahren ab. Was den Aspekt der drohenden Strafe 
angeht, ist festzuhalten, dass sich die vom Beschwerdeführer monierte Formulie-
rung in der Begründung des angefochtenen Entscheids nicht finden lässt. Doch 
selbst wenn die Vorinstanz sich einer entsprechenden Formulierung bedient hätte, 
läge kein Verstoss gegen den Grundsatz der Unschuldsvermutung vor. Gemäss 
Art. 212 Abs. 3 StPO dürfen Untersuchungs- und Sicherheitshaft nicht länger dau-
ern als die zu erwartende Freiheitsstrafe. Der Haftrichter darf mit anderen Worten 
die Haft nur so lange erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche Nähe der (im Falle 
einer rechtskräftigen Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der freiheitsent-
ziehenden Sanktion rückt (vgl. BGE 145 IV 179 E. 3.1). Dies bedingt gerade, dass 
er eine Einschätzung der zu erwartenden Strafe abgegeben muss. Das Bundesge-
richt hat in seiner Rechtsprechung zu dieser Frage denn auch bereits mehrfach fest-
gehalten, dass keine unzulässige Vorverurteilung vorliegt, wenn sich die zuständige 
haftprüfende Instanz zur Frage äussert, welche Sanktion dem Angeklagten im Falle 
einer rechtskräftigen Verurteilung drohen könnte (vgl. BGE 133 I 168 E. 4.1; Urteil 
des Bundesgerichts 1B 284/2008 vom 14. November 2008 E. 3.5). In Anbetracht 

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des gesetzlichen Strafrahmens von Art. 19 Abs. 2 BetmG, der Freiheitsstrafe nicht 
unter einem Jahr vorsieht, sowie dem Umstand, dass dem Beschwerdeführer im 
Falle der Verurteilung auch der Widerruf einer 14-monatigen Freiheitsstrafe sowie 
der Vollzug einer Ersatzfreiheitsstrafe von 75 Tagen droht (vgl. dazu ZMG act. 1 S. 
6), ist die Annahme der Vorinstanz, eine weitere Verlängerung der Untersuchungs-
haft sei im Hinblick auf die Dauer der zu erwartenden Strafe verhältnismässig, nicht 
zu beanstanden (dazu nachstehend E. 7).

4. Gemäss Art. 227 Abs. 7 StPO wird die Verlängerung der Untersuchungshaft 
jeweils für längstens drei Monate, in Ausnahmefällen für längstens sechs Monate 
bewilligt. Eine Verlängerung ist zulässig, wenn die Voraussetzungen für eine Unter-
suchungshaft gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO nach wie vor erfüllt sind, das heisst, 
wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend ver-
dächtig ist und zudem ernsthaft zu befürchten ist, dass sie sich entweder durch 
Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (Fluchtgefahr; 
lit. a), dass sie Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahr-
heitsfindung zu beeinträchtigen (Kollusionsgefahr; lit. b), oder dass sie durch 
schwere Verbrechen oder Vergehen die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, 
nachdem sie bereits früher gleichartige Straftaten begangen hat (Wiederholungsge-
fahr; lit. c). Generell muss sich die Haft als verhältnismässig erweisen (vgl. Art. 5 
Abs. 2 und Art. 36 BV sowie Art. 197 Abs. 1 lit. c und d StPO).

5. Strafprozessuale Haft darf nur angeordnet werden, wenn und solange der 
Inhaftierte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist (Art. 221 
Abs. 1 StPO). Dabei ist zu prüfen, ob aufgrund der aktuellen Untersuchungsergeb-
nisse genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung der 
beschuldigten Person an dieser Tat vorliegen. Das Haftgericht hat bei der Überprü-
fung des dringenden Tatverdachts im Gegensatz zum erkennenden Sachgericht 
keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweiser-
gebnisse vorzunehmen, sondern nur zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Unter-
suchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder 
Vergehen vorliegen. Der dringende Tatverdacht muss sich im Verlauf des Verfah-
rens grundsätzlich verdichten bzw. ausreichend hoch verbleiben. Dabei kommt es 
nach bundesgerichtlicher Praxis auch auf die Art und Intensität von allenfalls bereits 
vorbestehenden konkreten Verdachtsgründen an. Zu Beginn der Strafuntersuchung 
sind die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht geringer als in späteren 
Prozessstadien. Im Laufe des Strafverfahrens ist in der Regel ein zunehmend stren-
gerer Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu legen. 
Nach Durchführung der gebotenen Untersuchungshandlungen muss eine Verurtei-

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lung als wahrscheinlich erscheinen (vgl. BGE 143 IV 316 E. 3.1 f.; Urteil des Bun-
desgerichts 7B_1327/2024 vom 13. Januar 2025 E. 3.2; je mit Hinweisen; FORSTER, 
a.a.O., Art. 221 StPO N. 3).

5.1. Die Staatsanwaltschaft führte in ihrem Antrag auf Anordnung von Untersu-
chungshaft (ZMG act. 2) aus, der Beschwerdeführer stehe in Verdacht, im Handel 
mit Betäubungsmitteln international tätig zu sein. Der Tatverdacht habe sich durch 
die Aussagen verschiedener mutmasslich beteiligter Personen im Verlaufe der Un-
tersuchung immer weiter erhärtet. Die Vorinstanz folgte dem in ihrem Entscheid 
(act. B.1) und verwies auf die den Beschwerdeführer zusätzlich belastenden Aus-
sagen von F._____ anlässlich der Konfronteinvernahme vom 24. Juni 2025 und von 
O._____ anlässlich dessen Einvernahme vom 25. Juni 2025. Weiter verwies die 
Vorinstanz auf die Auswertung der Daten des Krypto-Dienstes K._____, die nicht 
zuletzt wegen des unkooperativen Verhaltens des Beschwerdeführers zu grossem 
Zeitaufwand und weiteren Ermittlungshandlungen führe. 

5.2. Tatsächlich gaben zunächst B._____ und C._____ an, 18 Kilogramm Mari-
huana vom Beschwerdeführer übernommen zu haben. F._____ sagte anlässlich 
der Konfronteinvernahme mit dem Beschwerdeführer vom 24. Juni 2025 aus, er 
habe in der Zeit von November 2021 bis Juni 2022 für diesen gearbeitet und täglich 
für ihn Marihuana verkauft. Insgesamt habe er im Auftrag und unter der Führung 
des Beschwerdeführers in diesen acht Monaten 72 Kilogramm Marihuana verkauft. 
Ausserdem sei er anfangs 2022 dabei gewesen, als der Beschwerdeführer ca. 12 
Kilogramm Marihuana von M._____ nach N._____ transportiert habe. G._____ 
bestätigte in Anwesenheit des Beschwerdeführers, dass letzterer seit Jahren nicht 
nur im Raum H._____, sondern auch in Österreich und Deutschland dem Handel 
mit Cannabis nachgehe und damit einen Gewinn von mehreren Zehntausend Fran-
ken monatlich erwirtschafte. I._____ belastet den Beschwerdeführer ebenfalls 
schwer, indem er angibt, im Auftrag und für den Beschwerdeführer gearbeitet und 
in den Jahren 2023/2024 grosse Mengen Cannabis und Kokain aufbewahrt, abge-
packt und ausgeliefert bzw. weitergegeben zu haben. Aufgrund einer ersten Aus-
wertung der K._____-Daten steht der Beschwerdeführer zudem in Verdacht, in der 
Zeit von August 2020 bis ca. März 2021 über den Krypto-Dienst K._____ mit ca. 
800 Kilogramm Marihuana und/oder Haschisch gehandelt zu haben. Schliesslich 
liegen belastende Aussagen von O._____ vor, wonach der Beschwerdeführer 
wöchentlich ca. 30 Kilogramm Marihuana zwischen der Schweiz und Österreich ver-
schoben haben soll. 

5.3. Gegen den dringenden Tatverdacht erfolgen durch den Beschwerdeführer 
keine eigentlichen Einwände in der Beschwerde. Er macht lediglich geltend, in den 

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Aussagen von F._____ lägen Differenzen bezüglich Umfang der angeblichen De-
liktsummen und Mengen der umgesetzten Drogen vor, welche zu einer Relativie-
rung des dringenden Tatverdachts führen würden. Dieses Argument vermag nicht 
zu überzeugen. Wie bereits ausgeführt wurde, ist bei der Überprüfung des allgemei-
nen Haftgrundes des dringenden Tatverdachtes keine erschöpfende Abwägung 
sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen. Insbe-
sondere die Prüfung der Verwertbarkeit und die eigentliche Aussagewürdigung sind 
nicht Aufgabe des Haftgerichts. Dies gilt zumindest in einem Fall wie hier, wo an 
den umstrittenen Aussagen weder unter formellen noch unter inhaltlichen Aspekten 
offensichtliche Zweifel anzubringen sind (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesge-
richts 7B_474/2023 vom 6. September 2023 E. 3.4). Insofern bedarf es auch vorlie-
gend keiner weiteren Auseinandersetzung mit den einzelnen Aussagen. Vielmehr 
kann gestützt darauf mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, 
dass der Beschuldigte in den banden- und gewerbsmässigen Handel mit grösseren 
Mengen Marihuana und Kokain involviert ist. Es liegen damit genügend konkrete 
Verdachtsmomente vor, um den dringenden Tatverdacht des qualifizierten Betäu-
bungsmittelhandels zu bejahen. Mit Blick auf die Aussagen von F._____ und von 
O._____ anlässlich deren Einvernahmen Ende Juni 2025 sowie die zahlreichen 
Chat-Nachrichten, die zwischenzeitlich ausgewertet und dem Beschwerdeführer zu-
geordnet wurden und in denen es inhaltlich mehr oder weniger explizit um Drogen-
geschäfte geht (vgl. dazu die Einvernahmen des Beschwerdeführers vom 24. April 
2025, 22. Mai 2025 und 11. Juni 2025 [ZMG act. 2, Beilagen]), ist zudem davon 
auszugehen, dass sich dieser Tatverdacht in den vergangenen Wochen weiter er-
härtet hat. 

6. Liegt ein dringender Tatverdacht und damit ein allgemeiner Haftgrund vor, ist 
sodann das Vorliegen der besonderen Haftgründe zu prüfen. Das Zwangsmassnah-
mengericht bejahte als besonderen Haftgrund die Kollusionsgefahr gemäss Art. 221 
Abs. 1 lit. b StPO. Strafprozessuale Haft wegen Kollusions- bzw. Verdunkelungsge-
fahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO soll verhindern, dass die beschuldigte 
Person die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts vereitelt oder gefährdet. 
Verdunkelung kann gemäss der Rechtsprechung insbesondere in der Weise erfol-
gen, dass sich die beschuldigte Person mit Zeugen, Auskunftspersonen, Sachver-
ständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder diese zu wahrheits-
widrigen Aussagen veranlasst oder dass sie Spuren und Beweismittel beseitigt. Die 
theoretische Möglichkeit, dass die beschuldigte Person kolludieren könnte, genügt 
indessen nicht, um Haft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es müssen vielmehr 
konkrete Indizien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen. Das Vorlie-
gen des Haftgrunds ist nach Massgabe der Umstände des jeweiligen Einzelfalls zu 

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prüfen. Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich namentlich aus 
dem bisherigen Verhalten der beschuldigten Person im Strafprozess, aus ihren per-
sönlichen Merkmalen, aus ihrer Stellung und ihren Tatbeiträgen im Rahmen des 
untersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihr 
und den sie belastenden Personen ergeben. Bei der Frage, ob im konkreten Fall 
eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung 
droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen 
und Beweismittel, der Schwere der untersuchten Straftaten sowie dem Stand des 
Verfahrens Rechnung zu tragen. Je weiter das Strafverfahren vorangeschritten ist 
und je präziser der Sachverhalt bereits abgeklärt werden konnte, desto höhere An-
forderungen sind an den Nachweis von Verdunkelungsgefahr zu stellen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 7B_496/2025 vom 1. Juli 2025 E. 3.1 mit Hinweis auf 
BGE 137 IV 122 E. 4.2 und BGE 132 I 21 E. 3.2 f.). 

6.1. Die Vorinstanz begründet das Vorliegen der Kollusionsgefahr damit, es 
werde dem Beschwerdeführer vorgeworfen, Kopf einer kriminellen Bande gewesen 
zu sein, die Drogenhandel im grossen Stil betrieben haben solle. Insofern gehe es 
um ein schweres Verbrechen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG. Solch schwere 
Verbrechen seien mit umfangreichen Ermittlungsarbeiten verbunden. Der Be-
schwerdeführer nehme mit Siegelungen als auch mit seiner Aussageverweigerung 
zulässige Rechte in Anspruch, verzögere dadurch aber selber das Verfahren erheb-
lich. Ihm sei es wichtiger, entweder andere nicht zu verraten, was die Verteidigung 
geltend mache, oder schlicht die Ermittlungen zu behindern. Dass die Staatsanwalt-
schaft das Verfahren zügig und vordinglich vorantreibe, sei durch die vielen Einver-
nahmen belegt. Indes würden sich die Ermittlungen als Zusammensetzen eines 
Puzzles gestalten, das schlicht erhebliche Zeit benötige. Die Staatsanwaltschaft er-
mittle ständig, komme weiter und konfrontiere den Beschwerdeführer mit Neuem. 
Dass gerade seine Einvernahmen, anlässlich denen er geradezu nichts preisgebe, 
wichtig sein sollen, sei in keiner Weise nachvollziehbar. Er werde sich folglich ge-
dulden müssen, um neue Erkenntnisse vorgehalten zu bekommen. Gerade die neu-
esten Erkenntnisse durch die Aussage von F._____ würden belegen, dass noch 
einiges zum Vorschein gekommen sei und weitere Ermittlungshandlungen notwen-
dig seien. Kollusionsgefahr zu verneinen, hiesse eine Ermittlung zu torpedieren. 
Vielmehr sei gerade in solchen Sachverhalten des internationalen Drogenhandels 
die aufwändige, zeitintensive Arbeit der Staatsanwaltschaft zu respektieren. Kollu-
sionsgefahr sei offensichtlich gegeben. 

6.2. Der Beschwerdeführer bringt in diesem Zusammenhang zunächst einige for-
melle Rügen vor. So macht er geltend, das ZMG stütze im Wesentlichen auf die 

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allgemeine Formulierung ab, es bestehe Kollusionsgefahr, weil die Ermittlungen 
komplex seien, er (der Beschwerdeführer) sich unkooperativ verhalte und seine 
Aussageverweigung sowie Siegelungsbegehren das Verfahren verlangsamen wür-
den. Das Gericht anerkenne zwar, dass die Aussageverweigerung und die Siege-
lung rechtlich zulässig seien, werte sie im gleichen Atemzug aber als prozessuale 
Obstruktion. Diese Argumentation sei mit der Rechtsordnung unvereinbar. Wie der 
Beschwerdeführer zutreffend ausführt, hat die beschuldigte Person das Recht, die 
Aussage und Mitwirkung zu verweigern (Art. 6 Ziff. 1 EMRK; Art. 113 Abs. 1 StPO) 
und die Siegelung zu verlangen (Art. 248 Abs. 1 StPO). Wenn die Vorinstanz er-
wägt, das vom Beschwerdeführer mit Siegelungsbegehren eingeleitete Entsiege-
lungsverfahren habe die Auswertung von sichergestellten Aufzeichnungen zeitlich 
verzögert, liegt darin jedoch keine Verletzung von Verfahrensgarantien, sondern 
eine unbestrittene Tatsachenfeststellung (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesge-
richts 1B_67/2023 vom 17. März 2023 E. 3.3). Ähnliches hat auch in Bezug auf den 
Gebrauch des Aussageverweigerungsrechts zu gelten: Zwar vermag die fehlende 
Geständigkeit, für sich allein genommen, keine Kollusionsgefahr zu begründen, 
doch kann sie bei deren Beurteilung eine Rolle spielen. Dies steht nicht im Wider-
spruch zum in Art. 113 StPO verankerten Aussageverweigerungsrecht der beschul-
digten Person (vgl. dazu die Urteile des Bundesgerichts 7B_496/2025 vom 1. Juli 
2025 E. 3.3.3; 7B_69/2024 vom 21. Februar 2024 E. 3.3.2). Es kann der Vorinstanz 
daher nicht vorgeworfen werden, dass sie das prozessuale Verhalten des Be-
schwerdeführers in die Gesamtwürdigung einbezog. 

6.3. Mit Blick auf die Aussagen von F._____ macht der Beschwerdeführer gel-
tend, diese seien in mehrfacher Hinsicht widersprüchlich und liessen erhebliche 
Zweifel an dessen Glaubwürdigkeit aufkommen. Die massiven Widersprüche und 
offenkundigen Übertreibungen würden jeden Beweis auf eine noch bestehende Kol-
lusionsgefahr entkräften. Es sei absolut nicht nachvollziehbar, dass Aussagen die-
ser Qualität geeignet sein sollten, einen derart schwerwiegenden Grundrechtsein-
griff wie eine erneute Haftverlängerung zu rechtfertigen. Wie bereits vorstehend un-
ter E. 5.2 erörtert wurde, reicht es im Haftüberprüfungsverfahren aus, wenn die Ver-
wertbarkeit der Beweismittel nicht zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint. 
Die eigentliche Würdigung der Beweismittel, das heisst ihre Bewertung hinsichtlich 
ihrer Verwertbarkeit und Beweiskraft bleibt dem Sachgericht vorbehalten. Ausser-
dem stehen nicht allein die Aussagen von F._____ im Raum. Es gibt zum einen 
andere Personen, die den Beschwerdeführer schwer belasten, namentlich O._____ 
anlässlich der Einvernahme vom 25. Juni 2025, und zum anderen diverse Chat-
Unterhaltungen mit teils identifizierten, teils noch unbekannten weiteren Personen, 
die mit dem Beschwerdeführer wahrscheinlich als Lieferanten oder Abnehmer in 

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Verbindung standen. Insofern sind die Rügen des Beschwerdeführers zu angebli-
chen Widersprüchen im Aussageverhalten von F._____ nicht geeignet, den drin-
genden Tatverdacht oder die Kollusionsgefahr zu beseitigen. 

6.4. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass der angefochtene Entscheid in 
weiten Teilen wörtlich mit früheren Haftverlängerungsentscheiden des ZMG iden-
tisch sei. Zahlreiche Passagen, etwa zur angeblichen Obstruktion durch Aussage-
verweigerung, zur Komplexität des Verfahrens oder zur Einschätzung der Kollusi-
onsgefahr, seien nahezu wörtlich übernommen worden. Die Begründung, soweit sie 
überhaupt vorhanden sei, wirke damit formelhaft, schematisch und austauschbar. 
Dies lasse darauf schliessen, dass sich das ZMG nicht mit dem konkreten Stand 
des Verfahrens, den aktuellen Ermittlungsergebnissen und den tatsächlichen Haft-
voraussetzungen im Zeitpunkt des Entscheids auseinandergesetzt habe. Ein Ent-
scheid, der faktisch per "Copy-Paste" erfolge, werde dem verfassungsrechtlichen 
Anspruch auf richterliche Kontrolle eines schweren Grundrechtseingriffs in keinem 
Fall gerecht.

6.4.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt, dass die 
Behörde die Vorbringen des am Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen 
auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt 
die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht 
erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt 
und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf 
die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Entscheidend ist, dass die 
Begründung dergestalt abgefasst ist, dass sich der Betroffene über die Tragweite 
des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die 
höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die 
Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und 
auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 141 III 28 E. 3.2.4; 
139 IV 179 E. 2.2; 138 I 232 E. 5.1; je mit Hinweisen).

6.4.2.  Nicht zu beanstanden ist, dass der vorinstanzliche Haftrichter teilweise auf 
seine früheren Entscheide verwiesen oder Erwägungen daraus übernommen hat. 
Nach der Rechtsprechung ist es grundsätzlich zulässig, bei sich wiederholenden 
Streitgegenständen auf frühere Urteile zu verweisen. Allerdings müssen die Ver-
hältnisse immer noch vergleichbar sein, muss aus dem Verweis mit genügender 
Klarheit hervorgehen, welche Argumente weiterhin als massgebend erachtet wer-
den, und müssen neue Argumente der Verfahrensbeteiligten angemessen berück-
sichtigt werden, so dass eine aktuelle Würdigung der wesentlichen Tat- und Rechts-
fragen stattfindet (Urteile des Bundesgerichts 7B_154/2023 vom 13. Juli 2023 

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E. 5.4.3; 1B_5/2023 vom 23. März 2023 E. 2.7.1; 1B_361/2021 vom 16. Juli 2021 
E. 2; 1B_643/2020 vom 21. Januar 2021 E. 3.3). Weiter war die Vorinstanz nicht 
verpflichtet, die zahlreichen punktuellen Einwände des Beschwerdeführers in seiner 
umfangreichen Stellungnahme einzeln abzuhandeln, sondern durfte sich auf die für 
sie entscheidwesentlichen Punkte beschränken. Ob die Begründung der Vorinstanz 
inhaltlich zu überzeugen vermag, ist nicht eine Frage des rechtlichen Gehörs, son-
dern der materiellen Überprüfung des angefochtenen Entscheides. Dem Beschwer-
deführer ist jedoch insoweit zuzustimmen, dass der vorinstanzliche Haftrichter die 
gesetzlichen Voraussetzungen der Untersuchungshaft lediglich summarisch geprüft 
hat. Dies ist in Anbetracht der zeitlichen Dringlichkeit des erstinstanzlichen Verfah-
rens (vgl. Art. 5 Abs. 2, Art. 226 Abs. 1 und Art. 227 Abs. 5 StPO) grundsätzlich 
nicht zu beanstanden. Da es sich vorliegend aber nicht um eine Haftanordnung, 
sondern um eine (wiederholte) Haftverlängerung handelt, ist zusätzlich auf die Er-
kenntnisse einzugehen, die seit dem letzten Haftentscheid gesammelt werden 
konnten, und darzulegen, inwiefern die Haftvoraussetzungen nach wie vor erfüllt 
sind. Der angefochtene Entscheid genügt dieser Anforderung gerade noch, indem 
er auf die neuesten Erkenntnisse durch die Aussagen von F._____ anlässlich der 
Konfronteinvernahme vom 24. Juni 2025 Bezug nimmt und daraus auf die Erforder-
lichkeit von weiteren Sachverhaltsabklärungen schliesst, die durch die unmittelbare 
Aufhebung der Untersuchungshaft gefährtet werden können (act. B.1, E. 5). Wie 
seine Beschwerdeschrift zeigt, war der Beschwerdeführer denn auch in der Lage, 
sich gegen die Erwägungen des ZMG zur Wehr zu setzen. Ist der Beschwerdeführer 
mit der vorinstanzlichen Entscheidfindung nicht einverstanden, so beschlägt dies 
nicht das rechtliche Gehör, sondern die Feststellung des Sachverhalts oder die An-
wendung des Rechts.

6.5. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht die Erwägung 
der Vorinstanz, wonach eine Anhörung von ihm getrost unterbleiben könne. Dieser 
habe mittlerweile vier Haftentscheide gefällt, ohne ihn (den Beschwerdeführer) je 
persönlich gesehen oder angehört zu haben. Bei einer über einjährigen Untersu-
chungshaft sei das Unterlassen einer Anhörung ein klarer Verstoss gegen das 
rechtliche Gehör und verletze fundamentale rechtsstaatliche Mindeststandards. 
Diese Auffassung ist nicht zu teilen. Das Haftverlängerungsverfahren vor dem ZMG 
ist gemäss Art. 227 Abs. 6 ZMG grundsätzlich schriftlich. Es besteht weder ein 
grundrechtlicher noch ein gesetzlicher Anspruch auf mündliche Verhandlung bzw. 
persönliche Anhörung der beschuldigten Person durch das ZMG. Ausnahmsweise 
kann das ZMG eine nicht öffentliche mündliche Verhandlung anordnen, sofern dies 
zur Wahrheitsfindung zwingend erforderlich erscheint (vgl. FORSTER, a.a.O., 
Art. 227 N. 13). Insofern ist der Vorinstanz zumindest im Ergebnis zuzustimmen, 

16 / 26

dass aufgrund des bisherigen Aussageverhaltens des Beschwerdeführers von einer 
mündlichen Befragung keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten wären. 

6.6. In materieller Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, es läge keine 
Kollusionsgefahr vor. So bleibe die angebliche Gefahr, er könnte auf der Staatsan-
waltschaft unbekannte Personen wie "S._____" und "E._____" oder auf Q._____ 
Einfluss nehmen, rein hypothetisch. Der Entscheid lege keine konkreten Tatsachen 
dar, aus denen sich ergebe, wann, wie und auf wen er in Freiheit Einfluss nehmen 
könnte. Die blosse Behauptung der Staatsanwaltschaft, dass die Identitäten von 
"S._____" und "E._____" noch abzuklären seien, rechtfertige keineswegs eine fort-
dauernde Untersuchungshaft. 

6.6.1. Zwar trifft es zu, dass die theoretische Möglichkeit, dass die beschuldigte 
Person kolludieren könnte, nicht genügt, um Haft unter diesem Titel zu rechtfertigen. 
Die Rolle des Beschwerdeführers in dem zu untersuchenden Handelsgefüge sowie 
das Ausmass der vermuteten Geschäftstätigkeit sind, obschon das Strafverfahren 
schon mehr als ein Jahr dauert und die Strafverfolgungsbehörden zahlreiche Unter-
suchungshandlungen durchgeführt haben, noch weitgehend ungeklärt. Auf der ei-
nen Seite trägt der Beschwerdeführer bislang wenig bis nichts zur Sachverhaltsauf-
klärung bei. Auf der anderen Seite erhöht sich durch die Einvernahmen anderer 
Personen und die Durchsuchung verschiedener Kommunikationsmittel die Anzahl 
mutmasslicher Mittäter, Lieferanten und Abnehmer fortlaufend. Aufgrund der bishe-
rigen Ermittlungen – insbesondere der Tatsache, dass dem Beschwerdeführer ein 
K._____-Pin zugeordnet werden konnte – steht fest, dass es sich vorliegend um ein 
grösseres Netzwerk mit internationalem Einzugsgebiet handelt, an dem eine Viel-
zahl von Personen beteiligt ist. Das Strafverfahren gestaltet sich als besonders um-
fangreich. Dies sowie die gerichtsnotorische Erkenntnis, dass im Rahmen des vom 
Beschwerdeführer mutmasslich gewerbsmässig betriebenen Handels mit Betäu-
bungsmitteln häufig mit Kollusionsversuchen zu rechnen ist (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 7B_69/2024 vom 21. Februar 2024 E. 3.3.3 mit Hinweis), sprechen dafür, 
an die Kollusionsgefahr trotz der fortgeschrittenen Verfahrensdauer keine übermäs-
sigen Anforderungen zu stellen.

6.6.2. Der Beschwerdeführer wird von verschiedenen Personen schwer belastet, 
so jüngst von F._____, der als "Läufer" für den Beschwerdeführer gearbeitet haben 
soll, und von O._____, der dem Beschwerdeführer Fahrzeuge vermietete. Die Aus-
sagen des letzteren führen unter anderem zu einem gewissen "E._____", der von 
V._____ aus den Beschwerdeführer mit erheblichen Mengen Marihuana beliefert 
haben soll (ZMG act. 2, Einvernahme vom 25. Juni 2025, Fragen 54 f.). Diese Aus-
sagen müssen möglichst kollusionsfrei überprüft werden können, etwa durch eine 

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weitere Einvernahme von U._____, von dem O._____ die Informationen zum Dro-
genhandel des Beschwerdeführers erhalten haben soll. Weiterer Klärungsbedarf 
besteht hinsichtlich der Frage, welche Rollen der Beschwerdeführer, Q._____ und 
T._____ konkret hatten bzw. wie sich unter ihnen die Aufgabenverteilung gestaltete, 
nachdem nach Aussagen von F._____ der Beschwerdeführer das Geschäft von 
T._____ vor zwei Jahren übernahm (ZMG act. 2, Einvernahme vom 24. Juni 2025, 
Frage 28) sowie nach Aussage von O._____ und der Beschwerdeführer zusammen 
mit Q._____ agierte (ZMG act. 2, Einvernahme vom 25. Juni 2025, Frage 58). Auch 
hier drängen sich weitere Ermittlungen auf. Aus den bisherigen Haftanordnungs- 
und Haftverlängerungsgesuchen der Staatsanwaltschaft ergibt sich, dass zusätzli-
che Untersuchungshandlungen – namentlich die weitere Auswertung der K._____-
Daten sowie weitere Einvernahmen – geplant sind. Hieraus dürften sich mit grosser 
Wahrscheinlichkeit wesentliche Erkenntnisse über die Hintergründe des mutmass-
lich vom Beschwerdeführer betriebenen Drogenhandels – insbesondere Auf-
schlüsse über Lieferanten und Abnehmer sowie das Ausmass allfälliger Geschäfte, 
über Geldflüsse sowie andere Sachbeweise – ergeben, auf die der Beschwerdefüh-
rer in Freiheit Einfluss nehmen könnte. Gemäss den bisherigen Feststellungen 
scheint der Beschwerdeführer den Handel mit Drogen professionell betrieben zu 
haben, womit naheliegt, dass daran neben den bisher ermittelten Personen noch 
weitere beteiligt waren. Die Staatsanwaltschaft muss die Möglichkeit haben, diesen 
Hinweisen ungestört nachzugehen und die neuen Erkenntnisse alsdann dem Be-
schwerdeführer vorzuhalten. Bei einer Freilassung des Beschwerdeführers 
bestünde die Gefahr, dass er sich mit diesen wie auch mit noch nicht identifizierten 
mutmasslichen Lieferanten und Abnehmern in Verbindung setzt, um sich mit ihnen 
abzusprechen und sie zu für ihn möglichst günstigen Aussagen zu veranlassen. 
Angesichts dessen, dass dem Beschwerdeführer bei der Annahme der Gefährdung 
vieler Menschen (Kokain), Banden- oder Gewerbsmässigkeit im Sinne von Art. 19 
Abs. 2 BetmG eine empfindliche Freiheitsstrafe droht, besteht für ihn ein erheblicher 
Anreiz für Kollusionshandlungen. 

6.6.3. Weiter gilt es zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer bereits mehr-
fach vorbestraft ist, unter anderem auch wegen mehrfacher Gewalt und Drohung 
gegen Behörden und Beamte, Vergehen gegen das Waffengesetz, Tätlichkeiten 
und einfache Körperverletzung (vgl. ZMG Proz. Nr. 645-2024-100 act. 2 Beilage 1). 
Ausserdem bestätigte G._____ anlässlich seiner Einvernahme vom 5. November 
2024 (vgl. ZMG Proz. Nr. 645-2025-102 act. 2 Frage 42), dass vom Beschwerde-
führer ein gewisses Gewaltpotenzial ausgehe. Er wisse von diesem selber, dass er 
diesbezüglich Vorstrafen habe. Er wisse es aber auch von Leuten, die das herum-
erzählen würden. Beispielsweise wisse er, dass der Beschwerdeführer Polizisten 

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geschlagen habe. Auch I._____ gab in seiner Befragung vom 6. Dezember 2024 zu 
Protokoll (vgl. ZMG 645-2025-102 act. 2 Frage 42), dass er nicht direkt Angst vor 
dem Beschwerdeführer habe, aber er habe "Sorgen von den Personen, welche in 
dem Netzwerk" seien. Er wisse nicht, "wie diese Personen für die beiden Personen 
A._____ und Q._____ reagieren". Er habe Angst vor Rache. Aufgrund dieser Aus-
sagen und des Umstands, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Verurteilung 
mit einer längeren Freiheitsstrafe zu rechnen hätte, bestehen konkrete Anhalts-
punkte dafür, dass der Beschwerdeführer – entweder selbst oder durch von ihm 
beauftragte Mittelsmänner – auf weitere am mutmasslichen Drogenhandel beteiligte 
Personen Einfluss nehmen und von ihnen entlastende Aussagen erzwingen könnte. 
Konkrete Anhaltspunkte für eine Kollusionsgefahr sind schliesslich auch die An-
strengungen des Beschwerdeführers, seine Geschäfte geheimzuhalten. So hat er 
selber offenbar keine eigene Rufnummer verwendet, sondern ausschliesslich über 
andere Personen Rufnummern abonnieren lassen (ZMG act. 2, Einvernahme vom 
11. Juni 2025, Beginn 10:17 Uhr, Fragen 22 ff.). Was die Verwendung des Krypto-
Dienstes K._____ betrifft, ist festzuhalten, dass dieser zwar nicht verboten und de-
ren Benutzung nicht Ausdruck krimineller Absichten sein muss. Im Kontext des be-
reits stark verdichteten Tatverdachts auf gewerbsmässigen Betäubungsmittelhan-
del liegt darin aber ein weiterer Anhaltspunkt für die Bemühungen des Beschwer-
deführers, eine Strafverfolgung und die Wahrheitsfindung zu erschweren. Es ist 
deshalb auch naheliegend, dass die verschlüsselten Nachrichten wesentliche Hin-
weise auf die untersuchten Straftaten geben können und daher möglichst vollstän-
dig ausgewertet werden sollten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 7B_496/2025 vom 
1. Juli 2025 E. 3.3.3).

6.6.4. Im Ergebnis liegen damit genügend Elemente vor, welche die Kollusionsge-
fahr im jetzigen Zeitpunkt nicht abstrakt, sondern konkret und erheblich erscheinen 
lassen. Die Rüge der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung und der Verletzung von 
Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO erweist sich als unbegründet. Der Vollständigkeit halber 
sei an dieser Stelle erwähnt, dass der vom Beschwerdeführer vorgebrachte Nach-
trag zur polizeilichen Einvernahme vom 24. Juli 2025 nicht Gegenstand des vorlie-
genden Verfahrens ist, da besagte Befragung nach Erlass des angefochtenen Ent-
scheids stattfand. Es erübrigt sich daher, weiter darauf einzugehen. Selbst wenn 
man den Nachtrag im vorliegenden Beschwerdeverfahren berücksichtigen würde, 
hätte er im Übrigen keinen Einfluss auf das Ergebnis. 

7. Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, das ZMG habe sich im ange-
fochtenen Entscheid überhaupt nicht mit der zentralen Frage der Verhältnismässig-
keit der fortdauernden Haft auseinandergesetzt. Weder werde dargelegt, weshalb 

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die Untersuchungshaft gegenüber milderen Ersatzmassnahmen das geeignete, er-
forderliche und verhältnismässige Mittel darstellen solle, noch erfolge eine Abwä-
gung zwischen seinem Freiheitsgrundrecht und dem behaupteten öffentlichen In-
teresse an der weiteren Inhaftierung. Im Entscheid des ZMG über die dritte Haftver-
längerung sei die Fluchtgefahr ausdrücklich und nachvollziehbar verneint worden. 
Eine mildere Ersatzmassnahme wie das eventualiter beantragte Kontaktverbot 
dränge sich deshalb umso mehr auf. Dass eine solche dennoch verweigert werde, 
stehe in einem offenkundigen Missverhältnis zum schweren Eingriff in die persönli-
che Freiheit des Beschwerdeführers. 

7.1. Gemäss Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO können Zwangsmassnahmen, worunter 
auch die Untersuchungshaft fällt, nur ergriffen werden, wenn die damit angestrebten 
Ziele nicht durch mildere Massnahmen erreicht werden können. Nach Art. 212 Abs. 
2 lit. c StPO sind freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen aufzuheben, sobald Er-
satzmassnahmen zum gleichen Ziel führen. Diese Bestimmungen ergeben sich aus 
dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit bzw. der Subsidiarität und werden in 
Art. 237 StPO konkretisiert. Untersuchungs- und Sicherheitshaft sind danach un-
zulässig, wenn ihr Zweck – die Verhinderung von Flucht, Kollusion, Wiederholung 
oder Ausführung der Tat – durch mildere Massnahmen erreicht werden kann. So-
fern keine mildere Massnahme zweckgeeignet ist, ist sodann darauf zu achten, dass 
keine Überhaft droht (Art. 212 Abs. 3 StPO).

7.2. Gegen den Beschwerdeführer besteht der dringende Tatverdacht einer 
schweren Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 
Abs. 2 BetmG. Der ordentliche Strafrahmen für dieses Delikt beträgt Freiheitsstrafe 
nicht unter einem Jahr. Angesichts der angedrohten Mindeststrafe, des konkret im 
Raume stehenden Vorwurfs sowie der zahlreichen Vorstrafen (vgl. dazu ZMG Proz. 
Nr. 645-2025-6 act. 1.4) hätte der Beschwerdeführer im Verurteilungsfall mit einer 
deutlich längeren Strafe als der bislang angeordneten Untersuchungshaft zu rech-
nen. Ausserdem droht dem Beschwerdeführer – sollte er schuldig gesprochen wer-
den – zudem der Widerruf des bedingten Vollzugs einer 14-monatigen Freiheits-
strafe sowie eine Ersatzfreiheitsstrafe von 75 Tagen (vgl. ZMG act. 2). Der erhebli-
chen Kollusionsgefahr kann vorliegend auch nicht mit Ersatzmassnahmen begeg-
net werden. Kontaktverbote zu den noch zu befragenden Personen erscheinen in 
Anbetracht der zur Kollusionsgefahr angestellten Überlegungen von vornherein un-
tauglich, zumal zu befürchten wäre, dass sich der Beschwerdeführer nicht an ent-
sprechende Auflagen halten würde. Ausserhalb der Haft bestünden für den Be-
schwerdeführer durchaus Möglichkeiten, mit Mittätern oder Drittpersonen in Kontakt 
zu treten. Dabei handelt es sich nicht nur um die vom Beschwerdeführer genannten 

20 / 26

Q._____, U._____, T._____ und F._____. Auch weitere, bis anhin von der Staats-
anwaltschaft noch nicht identifizierte Personen könnten kontaktiert werden. Da ein 
Kontaktverbot gemäss Gesetz nur gegenüber "bestimmten Personen" angeordnet 
werden kann (Art. 237 Abs. 2 lit. g StPO), fällt ein solches im konkreten Fall von 
Vornherein ausser Betracht. Es wäre offensichtlich wirkungslos und nicht überprüf-
bar. Es sind daher keine milderen Massnahmen denkbar, die zum gleichen Ziel 
führen würden (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts 1B_394/2012 vom 20. 
Juli 2012 E. 5.2, wonach die Bejahung von Kollusionsgefahr Ersatzmassnahmen 
von vornherein ausschliesst). 

7.3. Der Beschwerdeführer beruft sich schliesslich auf seine persönlichen Ver-
hältnisse, welche klar gegen die Fortdauer der Untersuchungshaft sprechen wür-
den. Es sei in seinem sozialen Umfeld verankert und verfüge über stabile familiäre 
Bindungen. Zudem sei eine psychische Verfassung besorgniserregend. Bereits 
während der Untersuchungshaft sei es zu Suizidversuchen gekommen, was auf 
eine erhebliche psychische Belastung und eine Verschlechterung seines Gesund-
heitszustandes hinweise. Er habe am 25. September 2024 ein Feuer in seiner Ein-
zelzelle entfacht und später im Spazierhof einen Suizidversuch durch Erhängen mit 
seiner eigenen Trainerhose unternommen. Im Anschluss daran sei er ins Spital 
A._____ überführt worden. Gemäss provisorischem Austrittsbericht habe er auf-
grund persistierender Suizidalität auf die Intensivstation zur weiteren Überwachung 
verlegt werden müssen. Die Aussage der Vorinstanz, der Beschwerdeführer müsse 
sich eben gedulden, bis neue Erkenntnisse vorlägen, sei unter diesen Umständen 
nicht nur sachlich wie rechtlich unhaltbar, sie zeige auf, dass eine Form willkürlicher 
Präventivhaft vorliege, deren einziges Ziel offenbar darin bestehe, ihn "schmoren 
zu lassen", bis allenfalls doch noch belastendes Material gefunden werde. Solch ein 
Vorgehen stehe in diametralem Widerspruch zum verfassungsrechtlich garantierten 
Schutz vor unverhältnismässigem Freiheitsentzug. Es handle sich um eine unzuläs-
sige Umkehr der Unschuldsvermutung.

7.3.1. Unter dem Titel der Verhältnismässigkeit ist eine Abwägung zwischen den 
Interessen der beschuldigten Person an der Wiederherstellung ihrer Freiheit und 
den entgegenstehenden Interessen des Staates an einer wirksamen Verfolgung 
seines Strafanspruchs vorzunehmen. Dabei sind auch die persönlichen Verhält-
nisse der inhaftierten Person zu berücksichtigen. Eine Krankheit rechtfertigt dabei 
jedoch grundsätzlich nicht die Aufhebung der Untersuchungshaft. Auf die Untersu-
chungshaft muss nur verzichtet werden, wenn ihre Auswirkung auf den Gesund-
heitszustand des Betroffenen in keinem vernünftigen Verhältnis zum Haftzweck 
steht (Art. 197 Abs. 1 lit. d StPO, Art. 10 BV). Entscheidend ist, ob eine adäquate 

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medizinische Versorgung auch im Rahmen des Haftregimes gewährleistet werden 
kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_90/2021 vom 18. März 2021 E. 3.2 mit 
Verweis auf BGE 116 Ia 420 E. 3e). Aus den Akten ergeben sich im konkreten Fall 
keine Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer aufgrund psychischer Probleme 
aktuell nicht hafterstehungsfähig wäre. Der Beschwerdeführer hat jedoch auch in 
Untersuchungshaft einen grundrechtlichen Anspruch auf eine einwandfreie (spe-
zial-)ärztliche Versorgung. Diese wird durch einen Arzt oder Psychiater oder deren 
Hilfspersonen besorgt. Dem Beschwerdeführer wird daher empfohlen, bei einer 
Verschlechterung seiner psychischen Verfassung fachärztliche Hilfe anzufordern 
und in Anspruch zu nehmen. Die Verlegung in ein Spital oder eine psychiatrische 
Klinik im Sinne von Art. 234 Abs. 2 StPO ist eine Frage des Haftvollzugs und nicht 
im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu behandeln. 

7.3.2. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen zum dringenden Tatverdacht so-
wie zur Kollusionsgefahr sind keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorhanden, dass 
die Untersuchungshaft im vorliegenden Fall dazu missbraucht würde, den Be-
schwerdeführer "schmoren zu lassen". Die Haft wurde zur Sicherung bevorstehen-
der Ermittlungsmassnahmen verlängert. Die Rüge des Beschwerdeführers, er be-
finde sich in unzulässiger Präventivhaft, geht somit fehl. Insgesamt hält es beim 
derzeitigen Stand des Verfahrens vor der Verfassung stand, die Untersuchungshaft 
infolge Kollusionsgefahr weiterzuführen. Angesichts der Schwere der dem Be-
schwerdeführer vorgeworfenen Tat besteht sodann ein erhebliches öffentliches In-
teresse an der Wahrheitsfindung, welches die privaten Interessen des Beschwer-
deführers überwiegen. 

7.4. Die angeordnete Untersuchungshaft erweist sich somit auch als verhältnis-
mässig. Da noch keine Überhaft droht, ist auch die angeordnete Dauer von drei 
Monaten nicht zu beanstanden. Abschliessend sei jedoch darauf hingewiesen, dass 
die Staatsanwaltschaft selbstverständlich weiterhin gehalten ist, dem besonderen 
Beschleunigungsgebot in Haftsachen (vgl. Art. 5 Abs. 2 StPO) entsprechend die an-
stehenden Untersuchungshandlungen raschmöglichst vorzunehmen und den Be-
schwerdeführer bei allfälligem Wegfall der Haftvoraussetzungen aus der Untersu-
chungshaft zu entlassen.

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Falle des Beschwerdeführers 
ein dringender Tatverdacht gegeben ist, Kollusions-/Verdunkelungsgefahr gemäss 
Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO besteht, Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 237 StPO 
zur Erreichung des Haftzwecks nicht genügen würden und eine Überhaft derzeit 
nicht einzutreten droht. Das ZMG hat somit das Gesuch der Staatsanwaltschaft zu 

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Recht gutgeheissen und die Verlängerung der Untersuchungshaft um weitere drei 
Monate angeordnet. Demzufolge ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen. 

9. Der Beschwerdeführer beantragt, aufgrund der bewilligten amtlichen Vertei-
digung sei sein Verteidiger für das Verfahren vor dem ZMG gemäss Entscheid vom 
16. Juli 2025 mit CHF 2'632.25 zu entschädigen. Eventualiter seien diese Kosten 
bei der Prozedur zu belassen. 

9.1. Die Vorinstanz führte zum Antrag des Beschwerdeführers auf Ausrichtung 
einer Entschädigung aus, diese werde nicht jetzt, sondern am Ende des Verfahrens 
festgesetzt, was aber nichts mit der – guten – Qualität der Arbeit der Verteidigung 
zu tun habe. Der Verteidiger sei aber darauf hinzuweisen, dass er bei der Verfah-
rensleitung, vorliegend der Staatsanwaltschaft Graubünden, allenfalls um einen 
Kostenvorschuss für seine bisherigen Aufwendungen ersuchen könne, da das Ver-
fahren schon länger dauere und seine gesamthaften Aufwendungen vermutlich 
schon erheblich sein dürften. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, für seine 
Stellungnahme zum vierten Haftverlängerungsgesuch sei ein Aufwand von insge-
samt 12 Stunden notwendig gewesen. Dies ergebe bei einem Stundenansatz von 
CHF 200.00 für den amtlichen Verteidiger, unter Berücksichtigung von Barauslagen 
von CHF 35.00 und 8.1% Mehrwertsteuer, einen Betrag von CHF 2'632.25. Entwe-
der sei dieser Betrag direkt dem amtlichen Verteidiger zuzusprechen oder eventua-
liter derselbe der Hauptsache zuzuweisen, wie es die Vorinstanz bezüglich der Ver-
fahrenskosten über CHF 400.00 vorgenommen habe. 

9.2. Gemäss Art. 133 Abs. 1 StPO werden amtliche Verteidigungen von der im 
jeweiligen Verfahrensstadium zuständigen Verfahrensleitung bestellt. Bis zur Ein-
stellung oder Anklageerhebung wird die Verfahrensleitung laut Art. 61 lit. a StPO 
durch die Staatsanwaltschaft wahrgenommen. Ebenso legt die Staatsanwaltschaft 
oder das urteilende Gericht die Entschädigung der amtlichen Verteidigung am Ende 
des Verfahrens fest (Art. 135 Abs. 2 StPO). Mit anderen Worten ist für die Festle-
gung der Entschädigung die verfahrensabschliessende Behörde zuständig. Da das 
ZMG das vorliegende Verfahren nicht materiell abschliesst, gilt sie nicht als urtei-
lendes Gericht im Sinne von Art. 135 Abs. 2 StPO. Derzeit befindet sich das gegen 
den Beschwerdeführer laufende Strafverfahren in der Untersuchungsphase, so 
dass die Verfahrensleitung nach wie vor durch die Staatsanwaltschaft ausgeübt wird 
(Art. 61 lit. a StPO). Daraus folgt, dass der Aufwand der Verteidigung im Rahmen 
des Haftverlängerungsverfahrens nicht direkt beim ZMG eingefordert werden kann. 
Dem ZMG steht es grundsätzlich frei, die Höhe der Entschädigung der amtlichen 
Verteidigung im Haftentscheid festzulegen oder aber im Entscheid lediglich festzu-
halten, dass die verfahrensabschliessende Behörde für das Haftanordnungsverfah-

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ren einen bestimmten Aufwand werde berücksichtigen müssen (vgl. RUCKSTUHL, in: 
Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafpro-
zessordnung, a.a.O., Art. 135 N. 9). Im Kanton Graubünden wird praxisgemäss die 
zweite Variante gewählt und der (noch unbestimmte) Aufwand bei der Prozedur be-
lassen. Im konkreten Fall wird in den Erwägungen des angefochtenen Entscheids 
auf diese Praxis hingewiesen. Im Dispositiv wird demgegenüber der Antrag auf Ent-
schädigung der Verteidigung abgewiesen. Diese Formulierung ist missverständlich, 
weil daraus geschlossen werden könnte, dass dem amtlichen Verteidiger der An-
spruch auf eine Entschädigung für das Verfahren vor dem ZMG abgesprochen wird. 
Das Dispositiv ist insoweit zu korrigieren und den Erwägungen im angefochten Ent-
scheid anzupassen. In dieser Hinsicht wird die Beschwerde gutgeheissen.

10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). In Anwendung von Art. 8 der Verordnung über die 
Gerichtsgebühren in Strafverfahren (VGS; BR 350.201) werden die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens vorliegend auf CHF 1'000.00 festgesetzt und dem Beschwer-
deführer auferlegt.

11. Der Beschwerdeführer ersucht um Gewährung der amtlichen Verteidigung 
auch für das vorliegende Beschwerdeverfahren. Er befinde sich seit über einem 
Jahr in Untersuchungshaft. Aufgrund der damit verbundenen Inhaftierung sei er 
nicht in der Lage, ein Erwerbseinkommen zu erzielen. Darüber hinaus sei sein ge-
samtes Vermögen von den Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmt worden, so 
dass ihm auch auf diesem Weg keinerlei Mittel zur Verfügung stünden. Ausserdem 
sei die Notwendigkeit einer Verteidigung zur Wahrung der Rechte gegeben. Er be-
finde sich in einem schwerwiegenden Strafverfahren mit komplexem Sachverhalt, 
umfangreichen Akten sowie einschneidenden strafprozessualen Zwangsmassnah-
men (insbesondere über ein Jahr andauernde Untersuchungshaft). Unter diesen 
Umständen sei die Bestellung einer amtlichen Verteidigung zur effektiven Wahrung 
seiner Rechte unerlässlich. 

11.1. Die im erstinstanzlichen Verfahren gestützt auf Art. 130 lit. a StPO i.V.m. 
Art. 132 lit. a Ziff. 1 StPO gewährte notwendige Verteidigung gilt für das Beschwer-
deverfahren nicht weiter. Nach konstanter Praxis kann für das strafprozessuale Be-
schwerdeverfahren nur eine (unentgeltliche) amtliche Verteidigung im Sinne von 
Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO beantragt werden, sofern das Beschwerdeverfahren – 
wie vorliegend – von der beschuldigten Person initiiert wurde (vgl. hierzu den Be-
schluss des Kantonsgerichts SK2 23 39 vom 5. Juli 2023 E. 10). Das Bundesgericht 
hat bereits in verschiedenen Entscheiden (letztmalig in 7B_985/2023 vom 4. Januar 
2024 E. 8.1.1) festgehalten, dass die Beschwerdeinstanz selber für die Anordnung 

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und Bestellung einer amtlichen Verteidigung (Art. 133 Abs. 1 i.V.m. Art. 388 lit. c 
StPO) zuständig ist. Dies gilt selbst dann, wenn die beschuldigte Person im Haupt-
verfahren gemäss Art. 130 f. StPO zwingend amtlich verteidigt werden muss und 
zur Sicherstellung der notwendigen Verteidigung von der Staatsanwaltschaft bereits 
ein amtlicher Verteidiger bestellt worden ist. Im Haftverfahren ist es insbesondere 
zulässig, die Erteilung der amtlichen Verteidigung von der Nichtaussichtslosigkeit 
des Rechtmittels abhängig zu machen. Die Gewährung einer amtlichen Verteidi-
gung wegen Bedürftigkeit setzt sodann den Nachweis der Mittellosigkeit voraus. Da-
bei obliegt es der antragstellenden Partei, ihre aktuellen Einkommens- und Vermö-
gensverhältnisse aufzuzeigen und ihre finanziellen Verpflichtungen zu belegen. 
Kommt sie dieser Obliegenheit nicht nach, ist der Antrag abzuweisen (vgl. das Urteil 
des Bundesgerichts 1B_232/2023 vom 30. Mai 2023 E. 4.1 mit Hinweisen).

11.2. Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftli-
chen Situation der rechtsuchenden Person im Zeitpunkt der Einreichung des Ge-
suchs. Dazu gehören einerseits sämtliche finanziellen Verpflichtungen, andererseits 
die Einkommens- und Vermögensverhältnisse (BGE 141 III 369 E. 4.1). Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird bei der Beurteilung eines Gesuchs eben-
falls allfälligen Beschlagnahmungen von Vermögenswerten des betreffenden Ge-
suchstellers Rechnung getragen. So muss ein Beschuldigter in Untersuchungshaft, 
gegen welchen wegen des Verdachts auf Beteiligung an einer kriminellen Organi-
sation und auch Geldwäscherei ermittelt wird und welcher nach erfolgter Beschlag-
nahme seiner Vermögenswerte nicht mehr über genügend finanzielle Mittel verfügt, 
um seinen gewillkürten Verteidiger zu bezahlen, auf das Recht auf unentgeltliche 
Verteidigung zurückgreifen können. In einem solchen Fall gilt der Gesuchsteller als 
bedürftig (vgl. Beschluss des Bundesstrafgerichts BH.2025.5 vom 30. Juni 2025 
E. 1.3.2). Es obliegt jedoch der antragstellenden Partei, ihre aktuellen Einkommens- 
und Vermögensverhältnisse umfassend aufzuzeigen und ihre finanziellen Verpflich-
tungen zu belegen (BGE 135 I 221 E. 5.1). Kommt sie dieser Obliegenheit nicht 
nach, ist der Antrag abzuweisen (BGE 125 IV 161 E. 4a; Urteil des Bundesgerichts 
1B_549/2022 vom 17. Februar 2023 E. 3.1). Die mit dem Gesuch befasste Behörde 
ist hingegen weder verpflichtet, den betreffenden Sachverhalt von sich aus umfas-
send abzuklären, noch muss sie alles Behauptete von Amtes wegen überprüfen 
(Urteil des Bundesgerichts 1B_549/2022 vom 17. Februar 2023 E. 3.1). 

11.3. Im konkreten Fall belässt es der Beschwerdeführer bei der Behauptung, mit-
tellos zu sein, reicht jedoch hierzu keine Beweismittel zu den Akten. Der Umstand, 
dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung an der Mitwirkungsobliegenheit 
im Haftprüfungsverfahren keine überspannten Anforderungen gestellt werden dür-

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fen (Urteil des Bundesgerichts 7B_485/2023 vom 11. September 2023 E. 4.5), be-
deutet nicht, dass in einem solchen Fall bereits grundsätzlich weder Angaben zu 
den finanziellen Verhältnissen eines Gesuchstellers noch Belege dazu erwartet 
werden dürfen. Insbesondere ist nicht ersichtlich, weshalb der in der Schweiz wohn-
hafte Beschwerdeführer während der Haft nicht in der Lage gewesen sein soll, je-
denfalls einen Überblick über seine finanziellen Verhältnisse (Vermögen, Schulden, 
Auslagen, Einkommen) zu geben. Dass alle relevanten Belege sichergestellt bzw. 
beschlagnahmt worden seien und sich die Strafverfolgungsbehörde auf entspre-
chenden Antrag hin weigere, die Originale oder Kopien der vom Beschwerdeführer 
bezeichneten Belege zu seinen finanziellen Verhältnissen herauszugeben, macht 
der Beschwerdeführer nicht geltend. Die finanzielle Situation des Beschwerdefüh-
rers ergibt sich auch nicht aus den eingereichten Verfahrensakten. Damit steht vor-
liegend nicht fest, dass sämtliche Vermögenswerte des Beschwerdeführers be-
schlagnahmt sind und dass der Beschwerdeführer nicht über genügend finanzielle 
Mittel für ein Beschwerdeverfahren und eine Rechtsvertretung verfügt. 

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Es wird erkannt:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Ziff. 4 des angefochtenen 
Entscheids des Zwangsmassnahmengerichts vom 16. Juli 2025 aufgehoben 
und durch folgende Fassung ersetzt:

Die Kosten des amtlichen Verteidigers für das erstinstanzliche Verfahren 
verbleiben bei der Prozedur. 

2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 1'000.00 gehen zu 
Lasten von A._____.

4. Das Gesuch um Einsetzung als amtlicher Verteidiger wird abgewiesen und 
es werden keine Entschädigungen gesprochen.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilungen]