# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36379a9e-43fc-57cf-a616-825432dec21f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.10.2025 PQ250051
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ250051_2025-10-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PQ250051-O/U
damit vereinigt Geschäfts-Nr.: PQ250052

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiber MLaw A. Clinard

Beschluss und Urteil vom 17. Oktober 2025

in Sachen

1. A._____, 
2. B._____, 
3. C._____, 
4. D._____, 
Beschwerdeführer

1, 2, 3 und 4 vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X1._____

1, 2, 3 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X2._____

betreffend Gemeinschaftliche Adoption Erwachsener

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Winterthur vom 22. Juli 2025; 
VO.2024.57 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-
Andelfingen)

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Erwägungen:

I.

1. A._____ (Beschwerdeführerin 1), geboren tt. April 1992, und ihre Schwester, 

B._____ (Beschwerdeführerin 2), geboren tt. September 1993, lebten nach dem 

Tod ihres Vaters im März 2003 bei den nicht verheirateten Pflegeeltern, C._____ 

(Beschwerdeführerin 3, Schwester des Vaters), und D._____ (Beschwerdefüh-

rer 4), in Winterthur. Im Jahr 2007 trennten sich die Pflegeeltern; die Kinder blieben 

bis zu ihrem Auszug im Jahr 2016 (Beschwerdeführerin 1) bzw. 2017 (Beschwer-

deführerin 2) bei der Pflegemutter. 

2. Am 12. Dezember 2023 stellten die Beschwerdeführer bei der Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde der Bezirke Winterthur und Andelfingen (nachfolgend 

KESB) einen gemeinsamen Antrag auf gemeinschaftliche Adoption der Beschwer-

deführerinnen 1 und 2 durch die Beschwerdeführer 3 und 4 (BR act. 4/4 = KESB 

act. 1). Die KESB legte daraufhin zwei Verfahren an, eines betreffend die gemein-

schaftliche Adoption der Beschwerdeführerin 1 und eines betreffend die gemein-

schaftliche Adoption der Beschwerdeführerin 2. Nach diversen Anhörungen und 

Abklärungen, letztere insbesondere bei MLaw E._____, wissenschaftlicher Assis-

tent bei Prof. Dr. iur. F._____ (KESB act. 14), wies die KESB mit separaten Ent-

scheiden vom 5. November 2024 das Adoptionsgesuch ab (je BR act. 3, Ziff. 1 = je 

KESB act. 29).

3. Gegen die ablehnenden Entscheide führten die Beschwerdeführer beim Bezirks-

rat Winterthur (nachfolgend Bezirksrat oder Vorinstanz) Beschwerden, worin sie im 

Wesentlichen die Zustimmung zur gemeinschaftlichen Adoption verlangten. Der 

Bezirksrat legte zwei separate Verfahren an (das Verfahren mit der Geschäfts-

Nr. VO.2024.57 betreffend die Beschwerdeführerin 1 und das Verfahren mit der 

Geschäfts-Nr. VO.2024.58 betreffend die Beschwerdeführerin 2). Mit Urteilen vom 

22. Juli 2025 wies der Bezirksrat die Beschwerden kostenpflichtig ab (act. 4/1 = 

act. 7 [Aktenexemplar] sowie act. 10/4/1 und 10/7 = je BR act. 7).

4. Die Beschwerdeführer wehren sich gegen die beiden Urteile bei der II. Zivilkam-

mer des Obergerichts des Kantons Zürich. Sie beantragen übereinstimmend, die 

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Urteile seien aufzuheben und es sei dem Adoptionsgesuch zuzustimmen, eventu-

aliter sei die Sache zur Neubeurteilung an den Bezirksrat, subeventualiter an die 

KESB zurückzuweisen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 

der Staatskasse (act. 2 S. 2 und act. 10/2 S. 2). Nach Eingang der Beschwerden 

wurden die beiden Beschwerdeverfahren PQ250051 (Beschwerde betreffend die 

Adoption der Beschwerdeführerin 1) und PQ250052 (Beschwerde betreffend die 

Adoption der Beschwerdeführerin 2) eröffnet und die weitgehend identischen Akten 

der beiden Verfahren des Bezirksrats (act. 8/1-7 und 10/8/1-7, zitiert als BR act.) 

sowie die ebenfalls weitgehend übereinstimmenden Akten der Verfahren bei der 

KESB (act. 9/1-30 und 10/9/1-30, zitiert als KESB act.) beigezogen. Weiterungen 

sind nicht notwendig; die Sache erweist sich als spruchreif. Zur Vereinfachung wird 

aus den Akten des Verfahrens PQ250051 zitiert.

II.

1. 

1.1. Es handelt sich um Beschwerden gegen Entscheide der KESB als Adoptions-

behörde (Art. 268 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 56a EG ZGB). Dabei richtet sich das Ver-

fahren nach dem Einführungsgesetz zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

(EG KESR, § 56a Abs. 2 EG ZGB). Gemäss § 40 EG KESR sind in erster Linie die 

Bestimmungen des ZGB (Art. 450 ff. ZGB) und subsidiär diejenigen des EG KESR 

anzuwenden. Enthalten beide Gesetze keine Bestimmungen, kommen die Regeln 

des GOG und danach diejenigen der ZPO sinngemäss zur Anwendung. 

1.2. Beschwerden gegen Entscheide der KESB werden in erster Instanz vom Be-

zirksrat und in zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (§§ 40 und 64 EG KESR 

und § 50 lit. b GOG). Gegenstand im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren kön-

nen nur Entscheide des Bezirksrats sein. Für den Weiterzug eines Entscheids des 

Bezirksrats an die II. Zivilkammer gilt die 30-tägige Beschwerdefrist gemäss 

Art. 450b ZGB. Die Beschwerde ist mit einer Begründung sowie mit Anträgen zu 

versehen (vgl. Art. 450 Abs. 3 ZGB; vgl. PQ220063 vom 28. November 2022 E. II/1. 

und 2.2).

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1.3. Die Beschwerden wurden frist- und formgerecht eingereicht (Anhänge zu BR 

act. 7). Die Beschwerdeführer sind als von den negativen Adoptionsentscheiden 

direkt betroffene Personen beschwerdelegitimiert. Damit steht dem Eintreten auf 

die Beschwerden nichts entgegen.

1.4. Die Beschwerdeverfahren PQ250051 und PQ250052 betreffen dieselben 

Sachverhaltselemente sowie die gleichen Rechtsfragen. Zur Vereinfachung des 

Verfahrens sind die beiden Prozesse zu vereinigen (Art. 125 Bst. c ZPO) und unter 

der Geschäfts-Nr. PQ250051 weiterzuführen. Das Verfahren PQ250052 ist im Ge-

schäftsregister abzuschreiben.

2. Mit der Beschwerde gemäss §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. Art. 450 ff. ZGB können 

neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung eine Rechtsverletzung, die un-

richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes oder 

Unangemessenheit des Entscheides gerügt werden (vgl. Art. 450a Abs. 1 ZGB). 

Sowohl für das Verfahren vor der KESB wie auch vor den Beschwerdeinstanzen 

gilt die umfassende Untersuchungsmaxime und das Gericht ist nicht an die Anträge 

der am Verfahren beteiligten Personen gebunden (Art. 268a ff. ZGB, vgl. § 65 EG 

KESR und Art. 446 ZGB; vgl. BGer 5A_770/2018 vom 6. März 2019 E. 3.2). Von 

den Beschwerde führenden Parteien ist jedoch darzulegen und aufzuzeigen, inwie-

fern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Sie müssen sich sach-

bezogen mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheides auseinander-

setzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewendet oder 

den Sachverhalt unrichtig festgestellt hat. Dies gilt auch im Bereich der Untersu-

chungsmaxime (Art. 268a ZGB, vgl. § 65 EG KESR; BGE 141 III 569 E. 2.3.3 und 

BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Ansonsten kann die Beschwerdeinstanz den angefoch-

tenen Entscheid in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüfen. 

Die Beschwerdeinstanz darf sich aber primär auf die geltend gemachten Rügen 

und Anträge konzentrieren (BSK ZGB I-DROESE, Art. 450a N 5).

3. Vor Vorinstanz war die Tragweite der Verweisung in Art. 266 Abs. 2 ZGB, wel-

cher die Bestimmungen der Kinderadoption (Art. 264 ff. ZGB) für die Adoption voll-

jähriger Personen sinngemäss anwendbar erklärt, umstritten. Insbesondere war die 

Frage streitig, ob die unverheirateten Beschwerdeführer 3 und 4 zur gemeinschaft-

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lichen Adoption der Beschwerdeführerinnen 1 und 2 berechtigt sind bzw. ob auf 

das Eheerfordernis gemäss Art. 264a ZGB bei der gemeinschaftlichen Adoption 

volljähriger Personen verzichtet werden kann. 

4. Der Bezirksrat gelangte nach eingehender Auslegung von Art. 266 Abs. 2 ZGB 

zum Schluss, dass (mit Ausnahme des Zustimmungserfordernisses der leiblichen 

Eltern) bei einer gemeinschaftlichen Adoption Erwachsener grundsätzlich sämtli-

che Voraussetzungen der Minderjährigenadoption nach Art. 264a Abs. 1 ZGB, ins-

besondere auch das Eheerfordernis der Adoptionswilligen, zwingend erfüllt sein 

müssen. Die Revision des Adoptionsrechts im Jahr 2018 habe die gemeinschaftli-

che Adoption weiterhin nur Ehegatten (sowie eingetragenen gleichgeschlechtlichen 

Paaren) vorbehalten wollen. Hätte der Gesetzgeber bei der gemeinschaftlichen Er-

wachsenenadoption vom Eheerfordernis abweichen wollen, hätte er dies wie beim 

Zustimmungserfordernis der Eltern ausdrücklich festgehalten. Der Ermessens-

spielraum der Behörden bestehe nur innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Dieser 

habe es der KESB nicht erlaubt, vom Eheerfordernis abzuweichen (act. 7 E. 3.1 

und E. 4.1 ff. u.a. mit Verweis auf die Botschaft zur Änderung des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches vom 28. November 2014, BBl 2015 877 ff.). Auf die detaillierten 

Erwägungen der Vorinstanz ist, sofern notwendig, nachfolgend näher einzugehen. 

5. Die Beschwerdeführer wenden in ihren Beschwerden zusammengefasst Folgen-

des ein (act. 2 Rz 13 ff., Rz 44): 

- Die Vorinstanz habe Art. 266 Abs. 2 ZGB grammatikalisch falsch ausgelegt, 

weil sie die beigezogenen Materialien, welche fast ausschliesslich auf die Ad-

option Minderjähriger zugeschnitten seien, unbesehen auf die Adoption Voll-

jähriger angewendet habe.

- Sie habe bei der historischen Auslegung von Art. 266 Abs. 2 ZGB die seit 

2014 eingetretenen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen nicht 

oder falsch gewürdigt.

- Sie habe bei der teleologischen Auslegung den Schutzgedanken der Erwach-

senenadoption nicht berücksichtigt.

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- Sie habe das ihr gemäss Art. 266 Abs. 2 i.V.m. Art. 4 ZGB zustehende Er-

messen verkannt und unterschritten, indem sie die Voraussetzungen für die 

Adoption Minderjähriger statt nur "sinngemäss" unbesehen auf die Adoption 

Volljähriger angewendet habe.

- Sie habe ihre Kognition zu Unrecht nicht auf eine blosse Missbrauchskontrolle 

beschränkt und damit den Willen der zu adoptierenden erwachsenen Perso-

nen unzureichend berücksichtigt.

- Sie habe das Recht der Beschwerdeführer auf Achtung des Privatlebens ge-

mäss Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 Abs. 1 EMRK verletzt, indem sie mit der 

Abweisung des Adoptionsgesuchs die rechtliche Verankerung der bereits ge-

lebten, engen Beziehung verunmöglicht und die grundrechtlichen Ansprüche 

sämtlicher Beschwerdeführer verletzt habe. Sie habe keine verfassungskon-

forme Auslegung von Art. 266 Abs. 2 ZGB vorgenommen.

- Schliesslich habe die Vorinstanz mit all diesen Rechtsverletzungen einen dem 

Gerechtigkeitsgedanken in stossender Weise zuwiderlaufenden und willkürli-

chen Entscheid gefällt.

6. Gemäss Art. 266 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB darf eine volljährige Person adoptiert wer-

den, wenn die adoptivwillige Person ihr während ihrer Minderjährigkeit mindestens 

ein Jahr lang Pflege und Erziehung erwiesen hat. Nach Art. 266 Abs. 2 ZGB sind 

im Übrigen die Bestimmungen über die Adoption Minderjähriger sinngemäss an-

wendbar, ausgenommen davon ist die Bestimmung über die Zustimmung der El-

tern. Nach Art. 264a ZGB dürfen Ehegatten ein Kind gemeinschaftlich adoptieren, 

wenn sie seit mindestens drei Jahren einen gemeinsamen Haushalt führen und 

beide mindestens 28 Jahre alt sind (Abs. 1). Vom Mindestalter kann abgewichen 

werden, wenn dies zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist. Die Ehegatten haben 

die Abweichung zu begründen (Abs. 2).

7. Die Beschwerdeführer, die KESB sowie der Bezirksrat beschränkten sich primär 

auf die Frage, ob das Eheerfordernis gemäss Art. 264a Abs. 1 ZGB bei der gemein-

schaftlichen Adoption einer erwachsenen Person (sinngemäss) Anwendung findet. 

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Zu den übrigen Adoptionsvoraussetzungen gemäss Art. 266 Abs. 1 Ziff. 2 und 

Art. 264a ZGB äusserten sie sich nicht. Dies ist nachzuholen.

7.1. Was die Adoptionserfordernisse von Art. 266 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB betrifft, steht 

fest, dass die Beschwerdeführer 3 und 4 die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 in den 

Jahren von 2003 bis 2007 im gemeinsamen Haushalt betreuten. Nach Angaben 

der Beschwerdeführer seien sie auch nach der Trennung der Beschwerdeführer 3 

und 4 im Jahr 2007 eng miteinander verbunden geblieben. Die gemeinschaftliche 

Adoption entspreche ihrem Wunsch. Im Übrigen sei auch die leibliche Mutter der 

Beschwerdeführerinnen 1 und 2 mit der Adoption einverstanden (vgl. KESB act. 1). 

Mit der mehrjährigen Pflege der Beschwerdeführerinnen 1 und 2 im damaligen ge-

meinsamen Haushalt der Beschwerdeführer 3 und 4 ist die Voraussetzung gemäss 

Art. 266 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB, d.h. die mindestens einjährige Pflege und Erziehung 

durch die Beschwerdeführer 3 und 4, erfüllt. Weitere Ausführungen dazu erschei-

nen nicht notwendig.

7.2. 

7.2.1. Gemäss Art. 264a ZGB verlangt die gemeinschaftliche Adoption unter ande-

rem, dass die Eheleute seit drei Jahren einen gemeinsamen Haushalt führen. Die 

gemeinsame Haushaltsführung der Adoptionswilligen im Zeitpunkt der Adoption 

wird als zwingende Voraussetzung für eine gemeinschaftliche Adoption erachtet. 

Unter einem gemeinsamen Haushalt ist das Zusammenleben eines Paares in einer 

ehelichen oder einer eheähnlichen Gemeinschaft zu verstehen, was "mehr als eine 

gelebte Hausgemeinschaft von zwei (oder mehreren) Personen" ist (BBl 2015 

877 ff. 903; CHK ZGB-BIDERBOST, Art. 264a N 5 f.; BSK ZGB I-BREITSCHMID, 

Art. 264a N 4 f. und 14; HAUSHEER/GEISER/AEBI-MÜLLER, Das Familienrecht des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 7. Aufl., Bern 2022, N 1250 und 1274). Ver-

einzelt wird die Meinung vertreten, im Einzelfall könne eine Hausgemeinschaft noch 

angenommen werden, wenn das Kind trotz kriselnder Beziehung zu beiden Eltern 

eine günstige Beziehung entwickle; anders sei es allerdings, wenn die gerichtlich 

angeordnete Trennung irreversibel sei (BSK ZGB I-BREITSCHMID, Art. 264a N 4 

ZGB). 

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7.2.2. Die Beschwerdeführer 3 und 4 erfüllen das Erfordernis des gemeinsamen 

Haushalts im Sinne von Art. 264a Abs. 1 ZGB offensichtlich nicht mehr. Ihre Tren-

nung erfolgte bereits im Jahr 2007, mithin rund 16 Jahre vor Einreichung des Ad-

optionsbegehrens. Die Trennung erweist sich unter diesen Umständen schon lange 

als definitiv. Über ihre aktuelle Beziehung zueinander oder ihr persönliches Umfeld, 

etwa ob sie mit anderen Personen einen gemeinsamen Haushalt führen, ist nichts 

Näheres bekannt. Auch ohne entsprechende Behauptungen (und unabhängig der 

Frage des Eheerfordernisses) ist aufgrund der langjährigen Trennung der Be-

schwerdeführer 3 und 4 ohne weiteres anzunehmen, dass es heute am erforderli-

chen gemeinsamen Haushalt gemäss Art. 264a Abs. 1 ZGB fehlt. Dies führt dazu, 

dass eine gemeinschaftliche Adoption durch die Beschwerdeführer 3 und 4 nicht in 

Betracht fällt. Die Beschwerden sind daher bereits aus diesem Grund abzuweisen.

8.  Zu den zahlreichen Einwänden der Beschwerdeführer, die sich thematisch um 

das Eheerfordernis gemäss Art. 264a Abs. 1 ZGB drehen, ist ergänzungshalber 

kurz Folgendes festzuhalten:

8.1. Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestimmung. Ist der 

Text nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach 

der wahren Tragweite der Bestimmung gesucht werden, wobei alle Auslegungsele-

mente zu berücksichtigen sind (Methodenpluralismus). Dabei kommt es namentlich 

auf den Zweck der Regelung, die dem Text zugrundeliegenden Wertungen sowie 

auf den Sinnzusammenhang an, in dem die Norm steht. Die Gesetzesmaterialien 

sind zwar nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel, den Sinn der 

Norm zu erkennen. Vom Wortlaut darf abgewichen werden, wenn triftige Gründe 

für die Annahme bestehen, dass dieser nicht den wahren Sinn der Regelung wie-

dergibt. Solche Gründe können sich aus der Entstehungsgeschichte, aus Sinn und 

Zweck der Norm oder aus ihrem Zusammenhang mit anderen Gesetzesbestim-

mungen ergeben. Sind mehrere Auslegungen möglich, ist jene zu wählen, die den 

verfassungsrechtlichen Vorgaben am besten entspricht (statt vieler: BGE 136 II 149 

E. 3, BGE 131 III 562 E. 3.5, vgl. auch BGE 151 III 282 E. 6.2 und BGE 142 III 557 

E. 8.3).

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8.2. Hinsichtlich der Vorwürfe der Beschwerdeführer zur grammatikalischen Ausle-

gung von Art. 266 Abs. 2 ZGB (act. 2 Rz 15 f.) ist auf die zutreffenden Erwägungen 

der Vorinstanz zu verweisen, wonach die gemeinschaftliche Adoption gemäss dem 

Wortlaut in Art. 264a Abs. 1 i.V.m. Art. 266 Abs. 2 ZGB ausdrücklich Ehegatten vor-

behalten wird (act. 7 E. 4.2.3). Etwas anderes ergibt sich aus dem Wortlaut der 

Bestimmungen nicht. Der von den Beschwerdeführern angerufene Bundesgerichts-

entscheid BGE 137 III 1 E. 4 ff. erging unter altem Adoptionsrecht und betraf das 

Zustimmungserfordernis der Eltern, weshalb daraus nichts Relevantes für den vor-

liegenden Fall herzuleiten ist. 

8.3. Auch bezüglich der Einwände zur historischen Auslegung (u.a. act. 2 Rz 26) 

kann auf die korrekten Ausführungen der Vorinstanz zur Entstehungsgeschichte 

von Art. 266 Abs. 2 ZPO verwiesen werden (act. 7 E. 2.4.3). Bereits aus dem Un-

tertitel 2.3.1 der Botschaft "Gemeinschaftliche Adoption: Nur für Ehegatten" geht 

unmissverständlich hervor, dass der Bundesrat am Erfordernis der Ehe bei der ge-

meinschaftlichen Adoption festhalten wollte und ohne Ehe eine gemeinschaftliche 

Adoption nicht möglich sei (BBl 2015 877 ff. 906). Unter Ziff. 2.7.2 der Botschaft mit 

der Überschrift "Keine gemeinschaftliche Adoption für faktische Lebensgemein-

schaften" diskutierte der Bundesrat die Frage, ob die gemeinschaftliche Adoption 

für faktische Lebensgemeinschaften geöffnet werden soll. Er sah indes davon ab, 

weil in den Vernehmlassungen zur Revision eine Öffnung insbesondere für gleich-

geschlechtliche Lebensgemeinschaften äusserst umstritten gewesen sei (BBl 2015 

877 ff. 917). Aufgrund der breiten Diskussion im Rahmen der Revision zur Öffnung 

der gemeinschaftlichen Adoption für faktische Lebensgemeinschaften ist mit der 

Vorinstanz ohne weiteres anzunehmen, dass ein Verzicht auf das Eheerfordernis 

bei der gemeinschaftlichen Adoption volljähriger Personen gesetzlich verankert 

worden wäre, hätte dies der Gesetzgeber gewollt (vgl. BBl 877 ff., 912 und 928). 

Die gemeinschaftliche Adoption volljähriger Personen setzt damit nach geltendem 

Recht gemäss dem belegten Willen des Gesetzgebers die Ehe der Adoptionswilli-

gen voraus (vgl. HAUSHEER/GEISER/AEBI-MÜLLER, a.a.O., Rz 1274 f.; BÜCHLER/

RAVEANE, Die Volljährigenadoption nach revidiertem Recht, in AJP 2018 S. 689 ff., 

692; CHK ZGB-BIDERBOST, Art. 266 N 6; BSK ZGB I-BREITSCHMID, Art. 264a N 2 

sowie im Übrigen KESB act. 14). Unter diesen Umständen ist nicht mehr zu klären, 

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ob die Beschwerdeführer 3 und 4 eine faktische Lebensgemeinschaft überhaupt 

bilden würden. 

Die aktuellen Revisionsbestrebungen im Adoptionsrecht (BBl 2025 2838) betreffen 

die Adoption von Stiefkindern. Gesetzgeberische Anstrengungen zur breiten Öff-

nung der gemeinschaftlichen Adoption volljähriger Personen bestehen dagegen 

keine. Deshalb ist der Einwand der Beschwerdeführer, es müssten bei der Ausle-

gung die neueren gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen berücksichtigt 

werden (act. 2 Rz 27), nicht stichhaltig. Dass sich die gesellschaftliche Haltung seit 

der Revision 2018 zugunsten einer breiten Öffnung der gemeinschaftlichen Adop-

tion schweizweit verändert hätte, ist ausserdem nicht notorisch und solches ver-

mochten die Beschwerdeführer auch nicht aufzuzeigen. Der von ihnen angerufene 

Bundesgerichtsentscheid BGer 5A_885/2023 betraf wiederum die Stiefkindadop-

tion sowie die hier nicht relevante Frage, ob eine Hausgemeinschaft zwischen Kind 

und adoptivwilligem Stiefelternteil anzunehmen war. 

8.4. Die Systematik des Adoptionsrechts führt zu keinem anderen Ergebnis. Auch 

nach der Revision von 2018 steht das Kindesadoptionsrecht gemäss Art. 264 ff. 

ZGB im Zentrum der gesetzlichen Regelung und gilt die Erwachsenenadoption als 

Ausnahme (u.a. HAUSHEER/GEISER/AEBI-MÜLLER, a.a.O., Rz 1275), die nur punktu-

ell (Art. 266 und Art. 268 Abs. 4, Art. 268aquater Abs. 2 ZGB) geregelt wird. Der Fo-

kus auf das Kindesadoptionsrecht und der Verzicht auf eine eigene umfassende 

Regelung der Erwachsenenadoption werden durch die Verweisung mittels der For-

mulierung "sinngemäss anwendbar" in Art. 266 Abs. 2 ZGB (systematisch) verdeut-

licht. Die Verweisung bedeutet, dass die Art. 264 ff. ZGB (u.a. Art. 264a ZGB) bei 

der Adoption Volljähriger analog gelten und dort entsprechend anzuwenden sind 

(HAUSHEER/GEISER/AEBI-MÜLLER, a.a.O., Rz 1274; BÜCHLER/RAVEANE, a.a.O., 

S. 692 und 698).

8.5. Mit den Einwendungen zur teleologischen Auslegung, der Schutzgedanke des 

Eheerfordernisses als Garant für die notwendige Stabilität und Sicherheit einer Be-

ziehung sei bei der Adoption volljähriger Personen unpassend und die notwendige 

Stabilität werde hier durch eine emotionale und psychologische Stabilität infolge 

Pflege der innigen Beziehungen gewährleistet (act. 2 Rz 21 ff.), übersehen die Be-

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schwerdeführer, dass die Revision von 2018 keine weitgehende Gestaltungsmög-

lichkeit von statusgeschützten Eltern-Kind-Beziehungen bezweckte, sondern die 

gemeinschaftliche Adoption intakten, sehr engen Lebensgemeinschaften vorbehal-

ten wollte (vgl. BBI 2015 877 ff. 912 und 928). Auch diese Vorbringen überzeugen 

nicht.

8.6. Die Kritik, die Vorinstanz habe ihr Ermessen gemäss Art. 266 Abs. 2 und Art. 4 

ZGB verletzt bzw. unterschritten (act. 2 Rz 32), verfängt ebenfalls nicht. Der Be-

zirksrat hielt zutreffend fest, ein Ermessen könne nur innerhalb des gesetzlichen 

Rahmens bestehen (act. 7 E. 4.3). Da das Gesetz die Ehe (und den gemeinsamen 

Haushalt) der Adoptionswilligen verlangt, unterschritt die Vorinstanz bzw. die KESB 

ihr Ermessen nicht, wenn sie insbesondere am Eheerfordernis festhielt. Andernfalls 

läge eine falsche Rechtsanwendung vor, die zu korrigieren wäre. Demzufolge zielt 

auch der Vorwurf der Willkür (Art. 9 BV; act. 2 Rz 41 ff.) ins Leere.

8.7. Die Behauptung der Beschwerdeführer, die Kognition der Behörde sei bei der 

Adoption Volljähriger auf die Missbrauchskontrolle beschränkt (act. 2 Rz 32 und 

34 ff.), übergeht, dass gemäss Art. 268a ZGB die Adoption erst nach umfassender 

Untersuchung aller wesentlichen Umstände ausgesprochen werden darf. Die ge-

setzlich verankerte Untersuchungsmaxime gilt auch für Verfahren betreffend die 

Erwachsenenadoption. Ob der Behörde bloss eine Missbrauchskontrolle zukom-

men würde, wenn sämtliche formellen Voraussetzungen der Erwachsenenadoption 

erfüllt wären (vgl. BÜCHLER/RAVEANE, a.a.O., S. 698), ist hier nicht zu entscheiden, 

weil die Beschwerdeführer 3 und 4 die gesetzlichen Voraussetzungen für die ge-

meinschaftliche Adoption gerade nicht erfüllen. 

8.8. Die Beschwerdeführer erkennen in der Abweisung des Adoptionsgesuches 

eine Verletzung von Art. 13 Abs. 1 BV sowie Art. 8 Abs. 1 EMRK (act. 2 Rz 39 f.). 

Die Vorinstanz verneinte eine Verletzung von Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 

BV indes zutreffend mit der Begründung, diese Bestimmungen garantierten zwar 

das Recht auf Achtung des Familienlebens und würden Eingriffshandlungen in das 

Familienleben verbieten, sie räumten aber dem Einzelnen keinen Anspruch auf 

eine im innerstaatlichen Recht nicht vorgesehene Adoptionsform ein (act. 7 

E. 4.4.1). Gemäss EGMR verpflichtet Art. 8 EMRK die Mitgliedstaaten nicht, das 

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Recht auf Adoption auf unverheiratete Paare zu erstrecken, zumal der Schutz der 

Familie im traditionellen Sinne grundsätzlich ein gewichtiger und legitimer Grund 

sei, der die Ungleichbehandlung rechtfertige (EGMR-Entscheid Nr. 19010/07 vom 

19. Februar 2013, X. gegen Österreich). Der Entscheid des EGMR in Sachen EMO-

NET gegen die Schweiz vom 13. Dezember 2007 (Entscheid Nr. 39051/03) betraf 

eine (Stiefkind-)Adoption (bzw. den damals mit der Adoption einhergegangenen 

Verlust des Kindesverhältnisses zur Mutter) und damit eine hier nicht einschlägige 

Fallkonstellation. Auch die Kammer entschied bereits, dass Art. 8 EMRK und 

Art. 13 BV kein Recht begründen, einheitliche rechtliche Familienbande herzustel-

len (OG ZH NX080047 vom 3. November 2008 E. 4.1 ff.).

9. Zusammenfassend mangelt es am gemeinsamen Haushalt der Beschwerdefüh-

rer 3 und 4 im Sinne von Art. 264a Abs. 1 ZGB. Zudem ist die Auffassung der Vor-

instanz zu bestätigen, die gemeinschaftliche Adoption volljähriger Personen sei 

Eheleuten (sowie eingetragenen gleichgeschlechtlichen Paaren) vorbehalten. Die 

Beschwerden sind somit abzuweisen.

10. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Ge-

richtsgebühr ist aufgrund des nicht unwesentlichen zeitlichen Aufwands und der 

Schwierigkeit der Sache gestützt auf §§ 5 Abs. 1 und 12 Abs. 1 und 2 GebV OG 

auf Fr. 2'800.– festzusetzen und ausgangsgemäss den vier Beschwerdeführern je 

zu einem Viertel aufzuerlegen (§ 60 Abs. 3 EG KESR i.V.m. Art. 106 Abs. 1 und 3 

ZPO).

Die Zusprechung einer Entschädigung entfällt bei diesem Resultat.

Es wird beschlossen:

1. Das vorliegende Beschwerdeverfahren PQ250051 wird mit dem Beschwerde-

verfahren PQ250052 vereinigt und fortan unter der Geschäftsnummer 

PQ250051 weitergeführt.

2. Mitteilung und Rechtsmittel mit nachfolgendem Erkenntnis.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerden werden abgewiesen und die Urteile des Bezirksrats Winter-

thur vom 22. Juli 2025 werden bestätigt.

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'800.– festgesetzt und den Beschwerde-

führern je zu einem Viertel auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde der Bezirke Winterthur-Andelfingen sowie an den Bezirks-

rat Winterthur, je gegen Empfangsschein, und in die Akten des Geschäfts 

PQ250052.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die beigezogenen Ak-

ten an den Bezirksrat zurück.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw A. Clinard

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