# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ea0e042-d1a5-5d17-ad83-5aa6c70e7e10
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 16.12.2022 V 2021 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2021-39_2022-12-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 16. Dezember 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

1. A.A.________ und B.A.________
2. A.B.________
3. A.C.________ und A.D.________
4. A.E.________ und B.E.________
5. A.F.________ und B.F.________
6. A.G.________
7. A.H.________
8. A.I.________
9. A.J.________
10. A.K.________ und B.K.________
11. A.L.________ und B.L.________

Beschwerdeführer
alle vertreten durch RA M.________

gegen

Regierungsrat des Kantons Zug

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Urteil V 2021 39

Beschwerdegegner 

betreffend

Gesundheitswesen / Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie 
(Weiterführung von Vorschriften zum Betrieb von Schulen)

V 2021 39

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Urteil V 2021 39

A. Am 12. Februar 2021 beschloss der Regierungsrat des Kantons Zug folgende 
Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie:

1. Für den Betrieb von Schulen der Sekundarstufen I und II gelten folgende Vorschriften:

a) Jugendliche sowie deren Lehrpersonen und weiteres in diesen Schulen tätiges Personal 
müssen bei Präsenzveranstaltungen eine medizinische Gesichtsmaske, eine zertifizierte 
Stoffmaske ohne Ventil oder eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP2) ohne Ventil tragen. Die 
Ausnahmen des Bundesrechts für Präsenzveranstaltungen an Schulen der Sekundarstufe II 
gelten analog.

b) […]

2. Für den Betrieb von Schulen der Sekundarstufen I und II, ohne Berufsfachschulen, gelten folgende 
Vorschriften:

a) Jugendliche sowie deren Lehrpersonen und weiteres in diesen Schulen während der 
Unterrichtszeit tätiges Personal haben an wöchentlich zwei Speicheltests auf SARS-CoV-2 
gemäss Konzept des Kantonsarztes teilzunehmen. Die Schulleitung kann Ausnahmen 
bewilligen.

b) Personen, die sich nicht an den Reihenuntersuchungen beteiligen, müssen sich gemäss den 
Vorgaben des Bundes sofort in Quarantäne begeben, falls im Rahmen einer 
Reihenuntersuchung in ihrem Umfeld eine Infektion mit SARS-CoV-2 festgestellt wird. Eine 
vorzeitige Rückkehr in den Schulbetrieb ist ausgeschlossen (Art. 3e Abs. 2 und 3 Covid-19-
Verordnung besondere Lage).

c) […]

3. Die Schulleitung kann im Rahmen des geltenden Rechts geeignete Massnahmen ergreifen, wenn 
Personen sich nicht an die Maskenpflicht halten oder sich nicht an Reihenuntersuchungen beteiligen. 
In erster Linie ist das Gespräch zu suchen und es sind die Vorteile der Massnahmen in Bezug auf die 
Verhinderung weitreichender Quarantänemassnahmen und die Aufrechterhaltung des 
Präsenzunterrichts aufzuzeigen.

4. […]

5. Diese Vorschriften treten am 22. Februar 2021 in Kraft und gelten bis 16. April 2021.

6. [Rechtsmittel]

7. Der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird die aufschiebende Wirkung entzogen.

8. [Mitteilung]

Mit Beschluss vom 23. März 2021 weitete der Regierungsrat die Pflicht zur Teilnahme an 
wöchentlich zwei Speicheltests auf SARS-CoV-2 auf Schülerinnen und Schüler ab der 
4. Klasse sowie alle Lehrpersonen und weiteres in diesen Schulen während der 
Unterrichtszeit tätiges Personal aus. 

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Urteil V 2021 39

Am 13. April 2021 verlängerte der Regierungsrat die Geltungsdauer seiner Beschlüsse 
vom 12. Februar 2021 und 23. März 2021 bis zum 2. Juli 2021.

B. Mit Eingabe vom 14. Mai 2021 (beim Verwaltungsgericht am 19. Mai 2021 
eingegangen) erhoben A.A.________ und B.A.________, A.B.________, A.C.________ 
und A.D.________, A.E.________ und B.E.________, A.F.________ und B.F.________, 
A.G.________, A.H.________, A.I.________, A.J.________, A.K.________ und 
B.K.________ sowie A.L.________ und B.L.________, alle vertreten durch RA 
M.________, Verwaltungsgerichtsbeschwerde und stellten folgende Anträge:

1. Der Beschluss des Regierungsrates der Kantons Zug vom 13. April 2021 betr. Massnahmen zur 
Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie; Weiterführung von Vorschriften zum Betrieb von Schulen sei 
sofort aufzuheben.

2. Eventualiter A zu Ziff. 1 (für den Fall, dass das Urteil erst nach Ablauf der Gültigkeitsdauer des 
angefochtenen Beschlusses ergeht): Der unter Ziff. 1 bezeichnete Beschluss sei mit Bezug auf die 
angeordnete Maskenpflicht sowie mit Bezug auf die angeordnete Testpflicht für Schulkinder für 
rechtswidrig zu erklären.

3. Eventualiter B zu Ziff. 1 (für den Fall einer Abweisung der Anträge Ziff. 1 oder 2): Es sei anzuordnen, 
dass die Vorinstanz innerhalb von 10 Tagen ab Urteil des Verwaltungsgerichts belastbare 
Begründung und Evidenz für die Rechtmässigkeit der Mundnasenschutzpflicht ab der 1. 
Sekundarklasse sowie die Rechtmässigkeit der faktischen Testpflicht für Kinder ab der 4. 
Primarklasse im Sinne der Beweisanträge gem. Ziff. 2.14 zu publizieren hat.

4. Das Verfahren sei aufgrund des sich vergrössernden Schadens für die betroffenen Kinder und 
Familien beschleunigt durchzuführen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz.

Bei den in Antrag 3 genannten Beweisanträgen handelt es sich um Folgendes:

Die Beschwerdegegner haben nachzuweisen und nachprüfbar zu belegen:

1.) Fallzahlen
1.1) Wie viele der in der Statistik des BAG ausgewiesenen "Neuen Fälle" sind in absoluten Zahlen effektiv 

mit SARS-CoV-2-Symptomen erkrankt (jeweils für: 2020 und 2021)?
1.2) Auf der Basis welcher Dokumentation, Daten(banken) und welcher Meldesysteme können diese 

Angaben durch unabhängige Experten (und vor Gericht) überprüft werden?

2.) Hospitalisierungen
2.1) Wie viele der in der Statistik des BAG ausgewiesenen Hospitalisierten sind in absoluten Zahlen 

effektiv ursächIich wegen SARS-CoV-2-Symptomen ins Krankenhaus eingetreten (je: für 2020 und 
2021)?

2.2) Auf der Basis welcher Dokumentation, Daten(banken) und welcher Meldesysteme können diese 
Angaben durch unabhängige Experten (und vor Gericht) überprüft werden?

3.) Todesfälle

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Urteil V 2021 39

3.1) Wie viele der in der Statistik des BAG ausgewiesenen Todesfälle sind in absoluten Zahlen effektiv 
überwiegend ursächlich wegen SARS-CoV-2 verstorben (also nicht bloss mit einem positiven Test-
Ergebnis; je: für 2020 und 2021)?

3.2) Wie viele Obduktionen wurden im Kanton konkret vorgenommen, um vorstehende Frage für den 
Kanton verbindlich zu klären?

3.3) Auf der Basis welcher Dokumentation, Daten(banken) und welcher Meldesysteme können diese 
Angaben durch unabhängige Experten (und vor Gericht) überprüft werden?

4.) Ausschluss der Negativ-Ergebnisse bei Massentests aus der Statistik
4.1) Wie ist sichergestellt, dass sämtliche Schnelltests, welche im Kanton zu einem negativen Resultat 

führen, ausnahmslos in die Test-Statistik einfliessen, nicht nur die positiven Testergebnisse?
Zu dieser Frage hat der Bundesrat erst kürzlich öffentlich zugegeben, dass das Ausblenden von 
negativen Testresultaten aus den mittlerweile flächendeckend angelaufenen Routinetests bewusst 
gewollt und unbedenklich sei.

4.2) Anerkennt der Kanton Zug, dass diese Methode die Messgrössen Positivitätsrate, Inzidenz sowie den 
R-Wert ansteigen lässt?

5.) Ausschluss Mehrfachzählung von mehrfach positiv getesteten Personen
Wie gross ist der Anteil von bis dato gemeldeten positiven Testergebnissen, bei welchen das Ergebnis 
erst nach einer Anzahl von 30 Amplifikationen (Ct-Cutoff-Wert) oder höher als positiv gemeldet 
wurde?

6.) Gefährlichkeit der Virus-Mutationen
6.1) WeIche empirischen Daten aus der Schweiz liegen der Vorinstanz oder der Beschwerdeinstanz vor, 

welche die besondere Gefährlichkeit neuer Varianten von SARS-Cov-2 nachweisen?
6.2) Auf der Basis welcher Dokumentation, Daten(banken) und welcher Meldesysteme können diese 

Angaben durch unabhängige Experten (und vor Gericht) überprüft werden?

7.) Ansteckung durch "symptomlose Kranke"
7.1) Welche in der Schweiz dokumentierten Fälle (oder Studien) kann die Vorinstanz oder die 

Beschwerdeinstanz nach über einem Jahr einschränkender Corona-Massnahmen überprüfbar 
nachweisen, wonach in der Schweiz lebende Personen ohne jedes Symptom eine andere in der 
Schweiz lebende Person angesteckt hätten, und diese andere Person sodann ernsthaft an Covid-19 
erkrankt wäre?

7.2) Wie kann die Vorinstanz oder die Beschwerdeinstanz nach über einem Jahr "mit Corona" überprüfbar 
nachweisen, dass asymptomatische Ansteckungen im Sinne von Frage Ziff. 7.1 (hiervor) die 
öffentliche Gesundheit stärker bedrohen als dies während Grippewellen der letzten 15 Jahre der Fall 
war?

8.) Übertragbarkeit durch Aerosole
8.1) Welche in der Schweiz dokumentierten Fälle (oder Studien) kann die Vorinstanz oder die 

Beschwerdeinstanz nach über einem Jahr einschränkender Corona-Massnahmen überprüfbar 
nachweisen, wonach in der Schweiz lebende Personen ohne jedes Symptom eine andere in der 
Schweiz lebende Person angesteckt hätte, und diese andere Person sodann ernsthaft an Covid-19 
erkrankt wäre?

8.2) Wie kann die Vorinstanz oder die Beschwerdeinstanz nach über einem Jahr "mit Corona" überprüfbar 
nachweisen, dass asymptomatische Ansteckungen im Sinne von Frage Ziff. 8.1 (hiervor) die 
öffentliche Gesundheit stärker bedrohen als dies während Grippewellen der letzten 15 Jahre der Fall 
war?

8.3) Sollte die Vorinstanz oder die Beschwerdeinstanz an der Hypothese festhalten ("Übertragbarkeit 
durch Aerosole möglich"), möchte sie bitte erklären, warum die Covid-19-Ansteckungsfähigkeit von 
infizierten Personen noch niemals in der Schweiz mittels Messungen der Atemluft festgestellt wurde.

9.) Datenqualität und Überprüfbarkeit
9.1) Welche konkreten Massnahmen hat der Kanton Zug seit März 2020 getroffen, um Irrtümer oder Fehler 

im Zusammenhang mit den obigen Messgrössen und Daten (Ziff. 1.)–8.) auszuschliessen? Welche 

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konkreten Massnahmen hat der Kanton getroffen, um sich davon zu überzeugen, dass die Angaben 
des BAG und der Task Force zu den Fragen gemäss Ziff. 1.) bis 8.) korrekt sind?

9.2.) Welchen Beitrag hat der Kanton Zug konkret geleistet, damit die Untersuchungs- und 
Erhebungsmethoden zwecks Beantwortung obiger Fragen stetig verbessert wurden und seit 2021 mit 
ausreichender Gewissheit den tatsachlichen Möglichkeiten und dem Kenntnisstand der aktuellen 
Wissenschaft entsprechen?

Die Beschwerdeführer behalten sich vor, die Antworten auf vorstehende Beweisanträge zu publizieren.

C. Den von ihnen verlangten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.– bezahlten die 
Beschwerdeführer fristgerecht.

D. Mit Beschluss vom 18. Mai 2021 hob der Regierungsrat die Maskenpflicht an 
Schulen der Sekundarstufe per 24. Mai 2021 auf.

E. Am 6. Juli 2021 beschloss der Regierungsrat die Fortführung der Corona-
Reihentests an den Zuger Schulen ab der 4. Primarklasse bis und mit Sekundarstufe II, 
ohne Berufsfachschulen.

F. Nachdem dies dem Gericht vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführer bereits am 
25. Mai 2021 telefonisch angekündigt worden war, reichte dieser am 8. Juli 2021 eine 
neue Version der Beschwerdeschrift mit Berichtigung von Schreibversehen und 
geringfügigen Präzisierungen ein. Gleichzeitig wurden, wie in der Beschwerdeschrift vom 
14. Mai 2021 ebenfalls bereits angezeigt, umfangreiche Beilagen, zusammen mit einem 
Beilagenverzeichnis, eingereicht. Daraufhin ersuchte das Gericht den Regierungsrat des 
Kantons Zug um Einreichung seiner Vernehmlassung.

G. Am 8. September 2021 äusserte sich die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug 
namens des Regierungsrats und beantragte, auf die Beschwerde hinsichtlich der Rügen 
betreffend die Maskenpflicht sei nicht einzutreten und die Beschwerde im Übrigen 
abzuweisen. Eventualiter wurde die Abweisung der Beschwerde in allen Punkten 
beantragt.

H. Mit Beschluss vom 30. November 2021 dehnte der Regierungsrat per 2. 
Dezember 2021 die Maskenpflicht auf alle öffentlich zugänglichen Innenräume aus, womit 
für alle Zuger Schulklassen ab der Primarstufe (wieder) eine Maskenpflicht galt.

I. Am 12. Januar 2022 replizierten die Beschwerdeführer. 

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J. Am 1. Februar 2022 beschloss der Regierungsrat, die Reihentests an den Schulen 
nach den bis zum 20. Februar 2022 dauernden Sportferien einzustellen und zudem die 
Maskenpflicht auf Primarstufe und Sekundarstufe I nach den Sportferien nicht zu 
verlängern. Seitdem wurden diese Massnahmen nicht wieder eingeführt.

K. Am 14. Februar 2022 teilte die Gesundheitsdirektion dem Gericht mit, dass sie auf 
eine weitere Stellungnahme verzichte.

L. Am 9. und 30. Juni 2022 reichten die Beschwerdeführer je ein Schreiben ein, 
worin sie "neue Tatsachen und Beweismittel" geltend machten. Die Gesundheitsdirektion 
reagierte darauf mit einer Stellungnahme vom 6. Juli 2022, auf welche die 
Beschwerdeführer am 13. Juli 2022 antworteten.

M. Mit Schreiben vom 6. Oktober 2022 wies die Gesundheitsdirektion auf zwei 
Bundesgerichtsurteile hin, welche bestätigten, dass hinsichtlich der Rügen betreffend 
Maskentragpflicht mangels eines schutzwürdigen Interesses auf die Beschwerde nicht 
einzutreten sei. Die Beschwerdeführer nahmen am 4. November 2022 zu dieser Eingabe 
Stellung.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrats die Beschwerde an das 
Verwaltungsgericht zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht 
ausnahmsweise ausschliesst.

1.2 Zu prüfen ist, ob es sich beim angefochtenen Regierungsratsbeschluss vom 
13. April 2021 um einen gemäss § 61 Abs 1 Ziff. 2 VRG i.V.m. § 4 VRG anfechtbaren 
Verwaltungsentscheid handelt.

1.2.1 Gemäss ständiger Praxis des Verwaltungsgerichts stimmt der Begriff des 
Entscheids gemäss § 4 VRG mit dem Verfügungsbegriff des Bundesrechts überein 

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(VGer ZG V 2021 20 vom 20. April 2021 E. 1.2.1; VGer ZG vom 20. Februar 1997 E. 2, in: 
GVP 1997/98 114 f.), d.h. als Verwaltungsentscheide gelten folglich Anordnungen der 
Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht stützen und namentlich die 
Begründung, Änderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflichten zum Gegenstand 
haben (vgl. Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 
[Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021]).

1.2.2 Was die für die Annahme einer Verfügung vorausgesetzte Regelung eines 
Rechtsverhältnisses betrifft, so ist davon auszugehen, dass Anordnungen im besonderen 
Rechtsverhältnis bzw. Sonderstatusverhältnis – wie hier dem Verhältnis zwischen Schule 
und Schüler und Schülerinnen – nach herrschender Lehre und Rechtsprechung im 
Grundsatz keine Aussenrechtswirkung und damit kein Verfügungscharakter zukommt, 
weshalb sich fragt, ob die Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse in ihrer privaten 
Aussen(rechts)sphäre, d.h. nicht nur lediglich in ihrer amtlichen oder statusbedingten 
Innenrechtssphäre betroffen sind bzw. waren (vgl. Markus Müller, in: Kommentar zum 
Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 5 N 91). Erst ab 
einer gewissen Intensität dieser Aussenwirkungen ist von einem Aussenrechtsverhältnis 
und damit von einer anfechtbaren Verfügung auszugehen. Das Rechtsschutzinteresse 
darf hier als Hilfskriterium herangezogen werden (Müller, a.a.O., Art. 5 N 86), und den 
Beschwerdeführern ist gestützt darauf zuzustimmen, dass der Regierungsratsbeschluss 
die Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse in ihren Grundrechten betrifft bzw. sie darin 
betroffen waren. Denn sich regelmässig einem Covid-19-Testverfahren zu unterziehen 
und bei Präsenzveranstaltungen in der Schule eine Stoffmaske zu tragen, ergibt sich nicht 
unmittelbar aus dem Schulbetrieb resp. den Zielen der Schule gemäss § 3 des 
Schulgesetzes (SchulG; BGS 412.11), sondern tangiert die Grundrechte der Schülerinnen 
und Schüler in einem weitergehenden Masse. Folglich steht auch fest, dass den 
Schülerinnen und Schüler ein Interesse an der Aufhebung des Regierungsratsbeschlusses 
bzw. der Feststellung von dessen Rechtswidrigkeit zuzuerkennen ist (vgl. zu einer in 
diesem Sinne pragmatischen, am Rechtsschutzbedürfnis ausgerichteten Auslegung: 
Müller, a.a.O., Art. 5 N 91). Aufgrund der Ausführungen ist von den Beschwerdeführern im 
Übrigen auch weder zu verlangen noch ihnen zuzumuten, zur Eröffnung des 
Beschwerdeweges oder zum Nachweis ihrer Betroffenheit durch den 
Regierungsratsbeschluss zuerst eine anfechtbare Verfügung betreffend Dispens zu 
fordern. Dies muss nicht zuletzt gestützt auf das Vorbringen der Beschwerdeführer gelten, 
dass die betroffenen Personen allein schon aufgrund des Obligatoriums und der 

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angedrohten Folgen einer Verweigerung der Testung und des Maskentragens einem 
grossen sozialen und psychologischen Druck ausgesetzt sind.

1.2.3 Was das weiter vorausgesetzte Vorliegen einer konkreten Anordnung betrifft, so 
richtet sich die Verfügung als Einzelakt regelmässig an einen Einzelnen oder an eine 
bestimmte Anzahl von Adressaten. Sie enthält eine verbindliche Anordnung, durch die 
eine konkrete Rechtsbeziehung rechtsbegründend, -aufhebend, -gestaltend oder -
feststellend geregelt wird. Demgegenüber sind Rechtssätze Anordnungen genereller und 
abstrakter Natur, die für eine unbestimmte Vielheit von Menschen gelten und eine 
unbestimmte Vielheit von Tatbeständen regeln ohne Rücksicht auf einen bestimmten 
Einzelfall oder auf eine Person. Zwischen Rechtssatz und Verfügung steht die sog. 
Allgemeinverfügung, die zwar einen konkreten Sachverhalt regelt, sich aber an einen mehr 
oder weniger grossen, offenen oder geschlossenen Adressatenkreis richtet (BGE 125 I 
313 E. 2a). Vorliegend ist festzustellen, dass der angefochtene Regierungsratsbeschluss 
zwei einzelne bestimmte Sachverhalte regelt, indem er Schülerinnen und Schüler ab der 
4. Klasse, ohne Berufsfachschulen, zu wöchentlichen Speicheltests auf SARS-CoV-2 
sowie Jugendliche von Schulen der Sekundarstufen I und II zum Tragen einer zertifizierten 
Stoffmaske verpflichtet. Er richtet sich an einen grösseren Adressatenkreis – Schülerinnen 
und Schüler ab der 4. Klasse –, der bestimmt resp. mindestens bestimmbar ist. Damit ist 
aber der Regierungsratsbeschluss als generell-konkreter Hoheitsakt, als 
Allgemeinverfügung, zu qualifizieren.

1.2.4 Allgemeinverfügungen werden ihrer Konkretheit wegen in der Regel den 
gewöhnlichen Verfügungen gleichgestellt, insbesondere was ihre Anfechtbarkeit betrifft. 
Nur wenn – wie etwa bei Verkehrsanordnungen – der Kreis der Adressaten offen ist und 
diese durch den Erlass der Allgemeinverfügung nur virtuell berührt werden, muss die 
Allgemeinverfügung im Anwendungsfall noch vorfrageweise auf ihre Rechtmässigkeit hin 
überprüft werden können. Ist dagegen der Adressatenkreis bestimmt oder bestimmbar und 
kann die Allgemeinverfügung ohne konkretisierende Anordnung einer Behörde 
angewendet und vollzogen werden, so bildet sie ein der Verfügung gleichgestelltes 
direktes Anfechtungsobjekt (BGE 125 I 313 E. 2b). Diesbezüglich ist vorliegend 
festzustellen, dass sich die massgebenden Pflichten der Schülerinnen und Schüler 
unmittelbar aus den Regierungsratsbeschlüssen vom 12. Februar 2021 und 23. März 2021 
bzw. – soweit die Speicheltests betroffen sind – sich aus dem in den 
Regierungsratsbeschlüssen erwähnten Konzept des Kantonsarztes ergeben und letzteres 
insbesondere detaillierte Angaben zu den Rahmenbedingungen und der Umsetzung der 

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ungezielten, repetitiven Massentestungen enthält. Im Ergebnis ist somit festzuhalten, dass 
der angefochtene Regierungsratsbeschluss vom 13. April 2021, der auf den 
vorangegangenen Regierungsratsbeschlüssen (einschliesslich des darin genannten 
Konzepts des Kantonsarztes) basiert und diese verlängert, hinreichend konkret ist, sodass 
der Vollzug ohne weitere konkretisierende Anordnungen einer Behörde möglich ist. 
Folglich kann gegen den Regierungsratsbeschluss unmittelbar Beschwerde geführt 
werden.

1.3 Gemäss § 62 Abs. 1 VRG ist zur Erhebung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
berechtigt, wer (a) vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit 
zur Teilnahme erhalten hat, (b) durch den angefochtenen Entscheid oder Erlass 
besonders berührt ist und (c) ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung hat. 

1.3.1 Im Allgemeinen ist ein Interesse im Sinne von § 62 Abs. 1 lit. c VRG nur 
schutzwürdig, wenn der Beschwerdeführer nicht bloss beim Einreichen der Beschwerde, 
sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung ein aktuelles praktisches Interesse an 
der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung hat (BGE 111 Ib 56 E. 2a mit 
weiteren Hinweisen). Das Bundesgericht verzichtet aber bei der Prüfung der 
Eintretensvoraussetzungen praxisgemäss ausnahmsweise auf das Erfordernis des 
aktuellen Interesses, wenn sich die aufgeworfenen grundsätzlichen Fragen jeweils unter 
gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen können, ohne dass im Einzelfall 
rechtzeitig eine höchstrichterliche Prüfung stattfinden könnte (BGE 137 I 23 E. 1.3.1; 136 II 
101 E. 1.1; 135 I 79 E. 1.1; 128 II 34 E. 1b; 126 I 250 E. 1b). Vorliegend wurden die mit 
Regierungsratsbeschluss vom 13. April 2021 verlängerten Massnahmen zur Bekämpfung 
der Coronavirus-Pandemie inzwischen aufgehoben. Einer allfälligen Beschwerde wurde 
die aufschiebende Wirkung entzogen. Das aktuelle praktische Interesse an der Aufhebung 
des Regierungsratsbeschlusses ist zum Zeitpunkt der Urteilsfällung offensichtlich nicht 
mehr vorhanden. Die in der Beschwerde aufgeworfene Rechtsfrage der Rechtmässigkeit 
der Anordnung der Teilnahme an Speicheltests sowie der Maskenpflicht kann sich jedoch 
während der Geltungsdauer von entsprechenden Bestimmungen immer wieder stellen, 
und es ist unsicher, ob deren rechtzeitige Prüfung auf dem Rechtsmittelweg erfolgen kann. 
In Übereinstimmung mit der höchstrichterlichen Praxis sieht das Gericht daher im 
vorliegenden Fall vom Erfordernis des aktuellen Interesses ab.

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Urteil V 2021 39

1.3.2 Die Gesundheitsdirektion macht in ihrer Vernehmlassung vom 8. September 2021 
geltend, bezüglich der Maskentragpflicht, welche per 24. Mai 2021 aufgehoben wurde, 
bestehe kein Interesse an einer Prüfung der Rechtslage, da diese seit dem Urteil des 
Verwaltungsgerichts vom 20. April 2021 (V 2021 20) geklärt sei. Entsprechend sei auf die 
Beschwerde in Bezug auf die Maskentragpflicht an Schulen wegen Gegenstandslosigkeit 
nicht einzutreten. 

Grundsätzlich ist zu entgegnen, dass die Beschwerdeberechtigung eines Dritten durch 
einen bereits getroffenen gleichen oder ähnlichen Gerichtsentscheid nicht beschnitten 
wird. Tatsächlich hat sich das Bundesgericht aber mit der Zulässigkeit einer 
Maskentragpflicht an den Schulen bereits mehrfach auseinandergesetzt (BGE 148 I 89; 
BGer 2C_228/2021 vom 23. November 2021) und im Entscheid 2C_220/2022 vom 8. 
August 2022 den Entscheid der Einzelrichterin der 4. Abteilung des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zürich geschützt, die mit Verweis auf die hiervor zitierten Urteile des 
Bundesgerichts eine Beschwerde gegen die Maskentragpflicht für die Schülerinnen und 
Schüler ab der 4. Klasse der Primarstufe wegen Gegenstandslosigkeit abgeschrieben 
hatte, nachdem die Maskentragpflicht während der Hängigkeit der Beschwerde 
aufgehoben worden war. Im vorliegenden Fall setzte die angefochtene Maskentragpflicht 
bei Präsenzveranstaltungen sogar erst – aber immerhin – ab der Sekundarschulstufe ein. 
Ungeachtet der bundesgerichtlichen Praxis tritt das Gericht aber aufgrund der 
gesellschaftlich und politisch nach wie vor gegebenen Bedeutung der umstrittenen Frage 
im Sinne einer Überprüfung seiner eigenen Rechtsprechung auf die Beschwerde auch 
bezüglich der Maskenpflicht ein. 

1.3.3 Betreffend das besondere Berührtsein ist Folgendes auszuführen: Die Vertretung 
der Interessen eigener minderjähriger Kinder durch die Eltern gehört zum Umfang der 
ihnen obliegenden elterlichen Sorge (Art. 304 ZGB). Zusammen mit ihrer Beschwerde 
haben die Beschwerdeführer eine "Liste der Beschwerdeführenden" sowie Kopien von 
Schriftenempfangsscheinen oder des Familienbüchleins eingereicht. Daraus geht hervor, 
dass – mit einer Ausnahme – die Beschwerdeführer je für ihr eigenes Kind oder für ihre 
eigenen Kinder handeln. Es kann diesbezüglich von einer Prozessstandschaft für die in 
ihrer elterlichen Sorge stehenden Kinder ausgegangen werden. Gemäss den Angaben der 
Beschwerdeführer handelt es sich bei den in der Liste aufgeführten Kindern um solche mit 
Schulpflicht ab einer 4. Primarklasse im Kanton Zug, welche somit zur Teilnahme an den 
Speicheltests verpflichtet waren, sowie – soweit es sich um Sekundarschülerinnen bzw. -
schüler handelt – bei Präsenzveranstaltungen eine Maske tragen mussten. 

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Urteil V 2021 39

Der Beschwerdeführer A.J.________ hat keine Kinder mit Schulpflicht ab einer 4. 
Primarklasse im Kanton Zug. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer macht geltend, 
A.J.________ führe in seiner Eigenschaft als damaliger Lehrer der Schulen A.________ 
Beschwerde. Er wehre sich gesamthaft für alle seine Schützlinge aufgrund der ihm 
obliegenden Fürsorgepflicht. Somit sei A.J.________ ähnlich einem Vater, der für seine 
Kinder Beschwerde führe, ebenfalls als zur Beschwerde legitimiert zu betrachten. Dem ist 
zu widersprechen. Aus dem vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführer Vorgebrachten 
kann die erforderliche Betroffenheit von A.J.________ als Lehrer an der betreffenden 
Schule im Sinne der gesetzlichen Legitimationsordnung nicht abgeleitet werden. 
Insbesondere ficht er nicht aufgrund seines Arbeitsverhältnisses persönlich die ihm als 
Lehrer in diesem Zusammenhang auferlegten Pflichten an, für die ein anderer 
Rechtsmittelweg gelten würde. Seine Beschwerdelegitimation ist demzufolge zu 
verneinen. Auf seine Beschwerde kann nicht eingetreten werden.

1.3.4 Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht. Sie entspricht zudem den 
formellen Anforderungen. Da sämtliche Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, ist die 
Beschwerde zu prüfen.

1.4 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.5 Sind Verwaltungsentscheide des Regierungsrats Beschwerdegegenstand, wie 
vorliegend, so können mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss § 63 Abs. 1 
Ziff. 1–5 VRG nur Rechtsverletzungen gerügt werden. Eine Ermessensüberprüfung ist 
dem Gericht dagegen verwehrt (§ 63 Abs. 3 VRG e contrario).

2. Mit dem angefochtenen Regierungsratsbeschluss vom 13. April 2021 wurden die 
bereits früher beschlossenen Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, 
Erlass von Vorschriften zum Betrieb von Schulen (Maskenpflicht und Reihentests an 
Schulen der Sekundarstufe sowie Reihentests an Primarschulen) bis 2. Juli 2021 
verlängert, wobei die Maskenpflicht schlussendlich nur bis und mit 23. Mai 2021 bestand. 

2.1 Der Regierungsrat begründete die Massnahmen mit den zunehmend entdeckten 
Fällen der neuen Coronavirus-Varianten. Wie sich in Ländern, in denen sich diese 
Virusstämme schnell verbreitet hätten, gezeigt habe, könne es aufgrund ihrer höheren 

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Urteil V 2021 39

Infektiosität sehr schnell zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen kommen. Dies 
würde sich mit einer leichten Verzögerung wiederum auf die Hospitalisations- und 
Todeszahlen auswirken. Speicheltests an Schulen seien besonders geeignet, um 
asymptomatische Infektionen frühzeitig zu erkennen und so Ansteckungen in den Familien 
und damit auch die Weiterverbreitung in die Gesamtbevölkerung zu verhindern. Zudem 
böten sie die Chance, Erleichterungen von der Quarantänepflicht umzusetzen und die 
temporäre Schulschliessung von ganzen Klassen möglichst zu verhindern und den 
Präsenzunterricht möglichst lange zu sichern (RRB vom 12. Februar 2021, S. 3 f.).

2.2 Die am 23. März 2021 beschlossene Ausdehnung der Speicheltests auf 
Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse begründete der Regierungsrat mit der seit 
Ende Februar 2021 festgestellten Verschlechterung der epidemiologischen Lage in der 
Schweiz. Die neuen Virenstämme seien zudem ansteckender als die bisherigen. Anders 
als während des bisherigen Verlaufs der Pandemie rückten Infektionen unter Kindern und 
Jugendlichen immer stärker in den Fokus. Insbesondere bei Kindern im Primarschulalter 
steige die Ansteckungsrate gegenwärtig an. Mithilfe von Reihentests ab der 4. Klasse solle 
nun auch die angespannte Lage in den Primarschulen verbessert werden (RRB vom 23. 
März 2021, S. 3 f.).

2.3 In ihrer Vernehmlassung vom 8. September 2021 führt die Gesundheitsdirektion 
aus, gemäss dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 20. April 2021 
(V 2021 20) sei die Maskentragpflicht an den Zuger Schulen rechtmässig. Auch die 
Reihentests in der Sekundarstufe I und II ab ihrer ersten Durchführung im Februar 2021 
bis Ende April 2021 seien in diesem Urteil als rechtmässig beurteilt worden. Der Bundesrat 
habe die Kantone mit Nachdruck dazu aufgerufen, in den Schulen repetitive Tests 
durchzuführen und so zum Schutz der Kinder beizutragen. Für PCR-Pooltests an 
Bildungseinrichtungen bestehe eine überzeugende wissenschaftliche Basis. Die Schweiz 
befinde sich inzwischen in der vierten Corona-Welle, und die Inzidenz im Kanton Zug sei 
auf einen vergleichbaren Wert gestiegen wie zum Zeitpunkt des genannten Urteils. 
Betrachte man die laborbestätigten Fälle in den verschiedenen Altersgruppen, falle zudem 
auf, dass – anders als im bisherigen Verlauf der Pandemie – inzwischen auch die jüngsten 
Bevölkerungsgruppen stark betroffen seien. In der Gruppe der 10- bis 19-Jährigen würden 
mit Abstand am meisten Fälle verzeichnet. Etwa ein Drittel der Neuinfizierten sei keine 20 
Jahre alt. Doch nicht nur bei den 10- bis 19-Jährigen, sondern auch bei Kindern im Alter 
bis 9 Jahre sei ein starker Anstieg zu beobachten; während die Fallzahlen in dieser 
Altersgruppe bisher auf relativ niedrigem Niveau stabil gewesen seien, überstiegen sie seit 

14

Urteil V 2021 39

Ende August jene aller Altersgruppen ab 40 Jahren deutlich. Diese Entwicklung lasse sich 
ebenfalls an der Zahl der positiven Proben an den Zuger Schulen ablesen. Gemäss 
Medienberichten zeige sich in anderen Kantonen ein ähnliches Bild; erneut hätten 
namentlich in Kantonen, in denen nicht konsequent getestet werde, zahlreiche 
Schülerinnen und Schüler unter Quarantäne gestellt werden müssen, was den geordneten 
Unterrichtsbetrieb stark beeinträchtige. Dass die Anzahl positiver Proben an den Zuger 
Schulen nach den Ferien gesunken bzw. stabil geblieben sei, dürfte daran liegen, dass 
Infektionen früh erkannt worden seien und sich das Virus in den Klassen deshalb nicht 
habe verbreiten können. Covid-19-Patientinnen und -Patienten beanspruchten zurzeit gut 
ein Drittel der verfügbaren Intensivbetten in Schweizer Spitälern. Ihr Anteil sei somit höher 
als in der dritten Welle, in der das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 20. April 2021 
ergangen sei. Da die derzeitige epidemiologische Lage somit mindestens so kritisch sei 
wie zum Zeitpunkt des genannten Urteils und zudem die Infektionszahlen unter 
Minderjährigen deutlich höher lägen, führe eine erneute Prüfung des öffentlichen 
Interesses und der Verhältnismässigkeit nicht zu einem anderen Ergebnis. Für die ab der 
4. Klasse der Primarschulstufe in einem separaten Entscheid am 23. März 2021 
beschlossenen Reihentests würden in Bezug auf die Verhältnismässigkeitsprüfung nur 
geringe Unterschiede bestehen, die jedoch nicht zu einem anderen Ergebnis führten. 

3. Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung von Art. 10 Abs. 2 und Art. 11 Abs. 1 
i.V.m. Art. 36 BV. Für die durch die mehrmonatige, ganztägige Maskenpflicht und das 
routinemässige Serientesten von gesunden Kindern bewirkten Grundrechtseingriffe fehle 
es an einer gesetzlichen Grundlage, am öffentlichen Interesse sowie an der 
Verhältnismässigkeit. 

3.1 Zunächst ist zu prüfen, ob die angeordneten Massnahmen auf einer genügenden 
gesetzlichen Grundlage beruhen. Die Beschwerdeführer machen in diesem 
Zusammenhang geltend, die nicht abschliessende Aufzählung unter Art. 40 Abs. 2 des 
Bundesgesetzes über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen 
(Epidemiengesetz, EpG; SR 818.101) stelle keine ausreichende gesetzliche Grundlage für 
weitergehende kantonale Massnahmen dar. Weil gemäss Art. 49 Abs. 1 BV Bundesrecht 
entgegenstehendem kantonalem Recht vorgehe und der Bund im Bereich der 
Bekämpfung übertragbarer Krankheiten (Art. 118 Abs. 2 lit. b BV) eine umfassende, 
nachträglich derogatorische Gesetzgebung habe und diese weitgehend ausgeschöpft 
habe, habe der Kanton Zug keine Kompetenz, in diesem Bereich weitergehende 
Regelungen einzuführen als der Bund.

15

Urteil V 2021 39

3.2 In seinen Urteilen 2C_228/2021 und 2C_183/2021 vom 23. November 2021 hat 
das Bundesgericht zu diesem Themenbereich je in E. 3.2 f. Folgendes ausgeführt, worauf 
verwiesen werden kann: "Nach dem Grundsatz des Vorrangs des Bundesrechts (Art. 49 
Abs. 1 BV) können die Kantone in Sachgebieten, welche die Bundesgesetzgebung 
abschliessend geregelt hat, keine Rechtsetzungskompetenzen mehr wahrnehmen, soweit 
sie nicht in der einschlägigen Bundesgesetzgebung ausdrücklich vorgesehen sind. Auch 
wenn sich eine Bundesregelung in einem bestimmten Sachbereich an sich als 
abschliessend darstellt, ist eine kantonale Lösung nicht ausgeschlossen, falls sie ein 
anderes Ziel verfolgt als dasjenige des Bundesrechts. Die Kantone dürfen jedoch im 
Rahmen der ihnen zukommenden Kompetenzen nur solche Vorschriften erlassen, die 
nicht gegen den Sinn und Geist des Bundesrechts verstossen und dessen Zweck nicht 
beeinträchtigen oder vereiteln (BGE 145 IV 10 E. 2.1; 142 II 369 E. 5.2).

Art. 118 Abs. 2 lit. b BV überträgt dem Bund eine umfassende, nachträglich 
derogatorische Zuständigkeit für die Bekämpfung übertragbarer, stark verbreiteter oder 
bösartiger Krankheiten von Menschen und Tieren (BGE 139 I 242 E. 3.1; 133 I 110 E. 
4.2). Unter anderem gestützt auf diese Bestimmung erliess der Bundesgesetzgeber das 
Bundesgesetz vom 28. September 2012 über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten 
des Menschen (EpG; SR 818.101). Das 5. Kapitel des Gesetzes ("Bekämpfung") sieht in 
seinem ersten (Art. 30–39) und zweiten Abschnitt (Art. 40) Massnahmen vor, welche die 
zuständigen kantonalen Behörden anordnen können. In der besonderen Lage kann der 
Bundesrat nach Anhörung der Kantone bestimmte Massnahmen anordnen (Art. 6 Abs. 2 
EpG). In der ausserordentlichen Lage kann der Bundesrat für das ganze Land oder für 
einzelne Landesteile die notwendigen Massnahmen anordnen (Art. 7 EpG). Der Vollzug 
des Gesetzes obliegt den Kantonen, soweit nicht der Bund zuständig ist (Art. 75 EpG), 
auch für die vom Bundesrat nach Art. 6 oder 7 EpG erlassenen Massnahmen (Art. 102 
Abs. 2 der Verordnung vom 29. April 2015 über die Bekämpfung übertragbarer 
Krankheiten des Menschen [Epidemieverordnung, EpV; SR 818.101.1]). Aus dieser 
gesetzlichen Regelung ergibt sich, dass grundsätzlich sowohl die Kantone als auch (in der 
besonderen und ausserordentlichen Lage) der Bundesrat Massnahmen zur Bekämpfung 
ansteckender Krankheiten anordnen können."

3.3 Die Regierungsratsbeschlüsse vom 12. Februar 2021 und 23. März 2021 sowie 
der darauf beruhende, hier angefochtene Regierungsratsbeschluss vom 13. April 2021 
stützen sich gemäss ihren Ingressen unter anderem auf Art. 40 Abs. 2 lit. b EpG. Zur 

16

Urteil V 2021 39

Frage, ob Art. 40 EpG eine ausreichende gesetzliche Grundlage für eine Maskenpflicht an 
Schulen darstellt, welche über die vom Bund bereits festgelegte Maskenpflicht hinausgeht, 
hat das Bundesgericht in 2C_228/2021 vom 23. November 2021 E. 3.4 Folgendes 
erwogen: "Nach Art. 40 Abs. 2 lit. b EpG können die Kantone insbesondere Schulen 
schliessen oder Vorschriften zum Betrieb verfügen. Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführer können die Massnahmen gemäss Art. 40 EpG – anders als diejenigen 
gemäss Art. 35–38 – nicht nur an Personen gerichtet werden, die krank, 
krankheitsverdächtig, angesteckt oder ansteckungsverdächtig sind, sondern auch an 
einen grösseren Kreis von Personen. Wie das Bundesgericht im Urteil 2C_8/2021 vom 25. 
Juni 2021 E. 3.6–3.8 (zur Publikation vorgesehen) entschieden hat, ist Art. 40 Abs. 2 EpG 
eine hinreichende formellgesetzliche Grundlage für die darin genannten Massnahmen, 
insbesondere für Verbote oder Einschränkungen von Veranstaltungen. Eine zusätzliche 
formell-gesetzliche Grundlage auf kantonaler Ebene ist nicht erforderlich (vgl. auch Urteil 
2C_941/2020 vom 8. Juli 2021 E. 3.2.2, zur Publikation vorgesehen). Dasselbe gilt für die 
Pflicht, in Einkaufsläden Masken zu tragen, da dies ein milderes Mittel ist als die in Art. 40 
Abs. 2 lit. b EpG vorgesehene Schliessung von Betrieben (Urteil 2C_793/2020 vom 8. Juli 
2021 E. 5.1.3, zur Publikation vorgesehen). Für die Maskentragpflicht in Schulen kann 
nichts anderes gelten. Im Lichte des verfassungsmässigen Anspruchs auf 
Grundschulunterricht (Art. 19 BV) ist sie ein milderes Mittel als die Schliessung von 
Schulen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer ist Art. 40 EpG somit eine 
hinreichende gesetzliche Grundlage für die Massnahme."

3.4 Das Gleiche muss mutatis mutandis auch für Speicheltests auf SARS-CoV-2 in 
Schulen gelten. Das Verwaltungsgericht hat im Übrigen bereits in seinem Urteil V 2021 20 
E. 3.3 f. vom 20. April 2021 festgestellt, dass sowohl die Maskentragpflicht wie auch die 
Speicheltests an den Schulen als Massnahmen im Sinne von Art. 40 Abs. 2 lit. b EpG auf 
einer genügenden gesetzlichen Grundlage beruhen.

4.
4.1 Die Beschwerdeführer rügen ferner eine Verletzung von Art. 10 Abs. 2 und 11 
Abs. 1 BV. Sie bringen vor, die Maskenpflicht sei eine Anordnung, welche in die 
körperliche Integrität der Menschen und insbesondere der Kinder eingreife und geeignet 
sei, ihre Gesundheit zu beschädigen (Sauerstoffmangel, erhöhtes Einatmen von 
Kohlendioxid, psychische Belastung durch Beklemmungsgefühle). Bei der rigide und ohne 
zeitlich-sachliche Beschränkung durchgezogenen Maskenpflicht der Regierung des 
Kantons Zug handle es sich um einen mittleren bis potenziell schweren Eingriff in die 

17

Urteil V 2021 39

körperliche und geistige Unversehrtheit der Primarschüler [recte: Sekundarschüler]. Was 
die (de facto) obligatorischen Reihentests betreffe, sei festzustellen, dass jedes auch noch 
so minimal-invasive, aber regelmässig in den Schulalltag integrierte und mit potenziell 
schwerwiegenden persönlichen Konsequenzen verbundene Testsystem von sog. 
Reihentests als Eingriff in die Unversehrtheit der Betroffenen zu betrachten sei, welcher je 
nach Konstitution und nach persönlicher Lebenssituation des Kindes als schwerer Eingriff 
in die persönliche Unversehrtheit im Sinne von Art. 10 Abs. 2 BV betrachtet werden 
müsse. Aufgrund von Art. 11 Abs. 1 BV sei bei allen Massnahmen, die Kinder beträfen, 
das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen sei. Die 
rechtsanwendenden Behörden hätten somit den Anspruch der Primarschüler des Kantons 
Zug auf einen ganz besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit zu beachten. Sämtliche 
Parameter, welche gemäss bundesrätlicher Verordnung massgebend seien für eine 
Beurteilung der Massnahmen (Verschärfung oder Lockerung?) wiesen nach unten. Der 
Regierungsrat habe es unterlassen, regelmässig eine sachgerechte Analyse der effektiven 
Gefahrenlage für die öffentliche Gesundheit vorzunehmen. Kinder seien weder Treiber der 
Krankheit noch von ihr signifikant (also mehr als bei einer normalen Grippe) betroffen. 
Darüber hinaus habe es der Regierungsrat unterlassen, zur potenziell erheblichen 
Schädlichkeit einer Maskenpflicht bei Primarschulkindern [recte: Sekundarschulkindern] 
empirische Studien zu prüfen oder eigene Erhebungen vorzunehmen. Es sei alles andere 
als erwiesen, dass eine ganztägige Maskenpflicht resp. dauerhafte Pflicht zu 
routinemässigem Testen für Schüler geeignet sein soll, das Übertragungsrisiko von Covid-
19 signifikant zu reduzieren. Die angeordneten Massnahmen seien daher weder geeignet 
noch erforderlich, den damit verfolgten Zweck zu erreichen, und somit unverhältnismässig. 

4.2 Gemäss Art. 11 Abs. 1 BV haben Kinder und Jugendliche Anspruch auf 
besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung. Das 
Bundesgericht hat sich zur Tragweite dieser Bestimmung in BGE 144 II 233 E. 8.2.1 
geäussert: Der Teilgehalt des besonderen Schutzes der Unversehrtheit der Kinder und 
Jugendlichen umfasst den Schutz ihrer körperlichen und geistigen Integrität. Mit der 
Verankerung als Grundrecht wird der Schutz der Kinder und Jugendlichen 
verfassungsrechtlich zu einem vordringlichen Anliegen bzw. zur obersten Maxime des 
Kindesrechts erklärt. Es soll damit die Gleichbehandlung und die Chancengleichheit der 
Kinder und Jugendlichen gewährleistet und der Staat verpflichtet werden, Kinder vor 
jeglicher Form von Gewalt und erniedrigender Behandlung zu schützen. Insofern kommt 
den Kindern und Jugendlichen als gesellschaftliche Gruppe "Anspruch auf einen 
besonderen Schutz" zu und soll eine altersgerechte Entfaltungsmöglichkeit des Kindes in 

18

Urteil V 2021 39

geistig-psychischer, körperlicher und sozialer Hinsicht geschützt werden. Artikel 11 Abs. 1 
BV nimmt auch die rechtsanwendenden Instanzen in die Pflicht, insbesondere bei der 
Handhabung von Gesetzen, wie etwa des EpG, den besonderen Schutzbedürfnissen von 
Kindern und Jugendlichen Rechnung zu tragen. Da der Verfassungsgeber mit Art. 11 BV 
das Ziel verfolgt hatte, die in der UNO-Kinderrechts-konvention (KRK) verbrieften Rechte 
in der BV zu verankern, kann für die Auslegung von Art. 11 BV auch darauf 
zurückgegriffen werden (vgl. auch BGE 146 IV 267 E. 3.3.1).

Was der Anspruch auf einen besonderen Schutz genau umfasst, kann nicht abstrakt und 
zeitlos bestimmt werden, sondern hängt von den jeweiligen Verhältnissen ab (BGE 144 II 
233 E. 8.2.2). Hinsichtlich der konkreten Regelung wird oft kein Idealzustand zu erreichen 
sein (BGE 146 IV 267 E. 3.3.1), zumal dann nicht, wenn widerstrebende Ziele und 
Interessen gegeneinander abzuwägen sind. So verlangt Art. 11 BV einerseits den Schutz 
der Gesundheit, andererseits aber auch die Förderung der schulischen Entwicklung der 
Kinder. In der vorliegenden Konstellation, in welcher sich das Interesse an der 
Vermeidung gesundheitlicher Risiken und dasjenige an einem möglichst ungestörten 
Schulbetrieb gegenüberstehen, ist die abstrakte Berufung auf Art. 11 Abs. 1 BV wenig 
hilfreich. Es geht vielmehr darum, diese gegenläufigen Interessen gegeneinander 
abzuwägen und zu optimieren. Das fällt im Ergebnis mit der Verhältnismässigkeitsprüfung 
zusammen, wie sie als Voraussetzung für einen Grundrechtseingriff (Art. 36 Abs. 3 BV) 
wie auch in der einfachgesetzlichen Anwendung von Art. 40 EpG vorzunehmen ist (Art. 5 
Abs. 2 BV; Art. 40 Abs. 3 EpG; BGer 2C_228/2021 vom 23. November 2021 E. 4.2; 
2C_183/2021 vom 23. November 2021 E. 4.1).

4.3 Die Pflicht, eine Gesichtsmaske zu tragen, stellt eine Einschränkung der 
persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) dar (BGer 2C_228/2021 vom 23. November 2021 
E. 4.3; 2C_793/2020 vom 8. Juli 2021 E. 5). Das Gleiche – und zwar auch in Bezug auf 
die Pflicht, sich regelmässig einem Covid-19-Testverfahren zu unterziehen – hat das 
Verwaltungsgericht bereits in seinem Urteil V 2021 20 E. 1.2.2 festgestellt. Eine 
gesetzliche Grundlage liegt vor (vgl. E. 3 hiervor). Sodann liegt das Ziel, die Ausbreitung 
des Coronavirus zu begrenzen, im öffentlichen Interesse (BGer 2C_228/2021 vom 23. 
November 2021 E. 4.3; 2C_308/201 vom 3. September 2021 E. 6.5; 2C_290/2021 vom 3. 
September 2021 E. 5.4; VGer ZG V 2021 20 E. 3.5). Das gilt auch für die hier strittige 
Maskenpflicht und die Speicheltests, zumal auch an Schulen ein erhebliches 
Übertragungsrisiko besteht und im schulischen Umfeld die Gefahr unentdeckter 
Infektionen besonders problematisch ist, da es hier zu zahlreichen, lange dauernden 

19

Urteil V 2021 39

Kontakten unter Personen aus diversen Haushalten kommt, die selbst nur selten 
Symptome zeigen (vgl. E. 6.1.1 hiernach und BGer 2C_228/2021 vom 23. November 2021 
E. 4.3; 2C_183/2021 vom 23. November 2021 E. 6.2 = BGE 148 I 89 E. 6.2).

4.4 Anschliessend ist die Prüfung der Verhältnismässigkeit der angeordneten 
Massnahmen, d.h. der Eignung, Erforderlichkeit und Verhältnismässigkeit von 
Eingriffszweck und Eingriffswirkung (Zumutbarkeit), vorzunehmen.

4.4.1 Die Verwaltungsmassnahme muss geeignet sein, das im öffentlichen Interesse 
angestrebte Ziel zu erreichen. Das Element der Geeignetheit dient der Prüfung der 
Präzision staatlichen Handelns. Ungeeignet ist eine Massnahme dann, wenn sie am Ziel 
vorbeischiesst, d.h. keinerlei Wirkungen im Hinblick auf den angestrebten Zweck entfaltet 
oder die Erreichung dieses Zweckes sogar erschwert oder verhindert. Zu prüfen ist also 
die Zwecktauglichkeit einer Massnahme (BGE 144 I 126 E. 8.1; 137 IV 249 E. 4.5.2; 136 I 
29 E. 4.4. f.; 130 I 140 E. 5.3.6). Die Rechtsprechung ist bei der Beurteilung der Eignung 
grosszügig und sondert nur diejenigen Massnahmen aus, die sich als völlig ungeeignet zur 
Zielerreichung erweisen. Gemäss dem Bundesgericht genügt für die Eignung einer 
Massnahme, dass diese mit Blick auf den angestrebten Zweck Wirkungen zu entfalten 
vermag und nicht gänzlich daran vorbeizielt (vgl. BGE 144 I 126 E. 8.1; 135 II 105 E. 2.3.3; 
132 I 7 E. 4.2; 130 II 425 E. 5.4.1 in: Pra 94 [2005] Nr. 71, S. 550 f.; 
Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 522).

4.4.2 Das Gebot der Erforderlichkeit verlangt, dass das angestrebte Ziel nicht mit 
weniger einschneidenden Massnahmen erreicht werden kann (BGE 142 I 49 E. 9.1; 140 I 
2 E. 9.2.2). Eine Massnahme hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber 
mildere Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen würde 
(Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 527). 

5. Mit ihrer Kritik an der Verhältnismässigkeit der Massnahmen machen die 
Beschwerdeführer teilweise sachverhaltliche Aspekte geltend. Diese sind vorweg zu 
prüfen.

5.1
5.1.1 Die Beschwerdeführer bringen zunächst vor, Kinder seien keine Treiber der 
Krankheit. Neue Daten bestätigten bisherige Untersuchungen, so die Beschwerdeführer, 

20

Urteil V 2021 39

dass Kinder das Virus deutlich seltener auf andere Menschen übertragen würden als 
Erwachsene. 

5.1.2 In seinem Urteil 2C_228/2021 vom 23. November 2021 E. 5.3.5 führte das 
Bundesgericht aus, es könne als allgemeinnotorisch gelten, dass gesunde Kinder und 
Jugendliche nicht zu den hauptsächlichen Risikogruppen für eine schwere Covid-
Erkrankung gehörten. Eine Unsicherheit habe indessen zumindest zu Beginn des Jahres 
2021 in Bezug auf die neuen Virusvarianten und deren Auswirkungen auf Kinder und 
Jugendliche bestanden. Auch diesbezüglich lägen keine gesicherten Informationen vor, 
doch könne als wahrscheinlich gelten, dass dabei die Übertragungsraten auch bei Kindern 
und Jugendlichen höher seien. Das Bundesgericht bezog sich auf eine Studie aus 
Schweden (Vlachos, J. et al, The effects of school closures on SARS-CoV-2 among 
parents and teachers, PNAS, 2. März 2021), wonach bei Präsenzunterricht die 
Ansteckungsraten von Eltern 17 % höher, diejenige für Lehrpersonen 100 % und diejenige 
für Partnerinnen und Partner von Lehrpersonen 30 % höher sei als bei Fernunterricht. 
Zudem verwies das Bundesgericht darauf, dass pädiatrie schweiz wie auch die 
Kinderärzte Schweiz am 11. Februar 2021 in Abweichung von ihrer früheren 
Stellungnahme vom 17. November 2020 das Maskentragen in der Primarschule (vor allem 
in der 5. und 6. Klasse) befürworteten, wenn die epidemiologische Lage dies erfordere. 
Begründet werde dies mit einer veränderten Dynamik der Pandemie bei Jugendlichen und 
Kindern, da Virusvarianten mit erhöhter Übertragbarkeit aufgetreten seien, bei denen auch 
die Gefahr einer geringeren Schutzwirkung der Impfstoffe bestehe; in Schulen der Primar- 
und Sekundarstufe sei es vermehrt zu Ausbrüchen, zum Teil mit diesen neuen Varianten, 
gekommen und die Zahl von temporären Schulschliessungen habe zugenommen 
(E. 5.3.4). 

5.1.3 Wie das Bundesgericht kommt daher auch das Verwaltungsgericht nicht umhin 
festzustellen, dass aufgrund dieses Sachverhalts der Beitrag des Präsenz-
Schulunterrichts zur Ausbreitung von Covid-19 für die Beantwortung der Frage, ob die 
Maskenpflicht sowie die Testpflicht für Schulkinder in den massgeblichen Zeiträumen 
rechtmässig war, sicher nicht als vernachlässigbar erscheint.

5.2
5.2.1 Weiter machen die Beschwerdeführer geltend, das in der Schweiz verwendete 
PCR-Testverfahren und die darauf abgestützten täglichen Lagebulletins des BAG seien 
weder geeignet noch ausreichend zuverlässig, um eine Ausbreitung einer effektiven 

21

Urteil V 2021 39

Erkrankung mit Covid-19 wirksam zu erkennen. Der PCR-Test stelle keine taugliche 
Diagnose- und Entscheidungsbasis für die Erfassung des Epidemiengeschehens dar.

5.2.2 Darauf ist jedoch nicht weiter einzugehen, denn der Regierungsrat rechtfertigt die 
angefochtenen Massnahmen nicht nur oder primär mit positiven Testergebnissen, sondern 
mit der Chance, Erleichterungen von der Quarantänepflicht umzusetzen, sowie mit der 
Gefahr, dass sich Todesfälle und Hospitalisationen vermehren, wenn es innerhalb von 
Bildungseinrichtungen zu Ansteckungen kommt, welche sich in den Familien und damit 
auch in der Gesamtbevölkerung weiterverbreiten. Diese Gefahr ist dabei dann besonders 
gross, wenn bei Schülerinnen und Schülern vorkommende asymptomatische Infektionen 
nicht frühzeitig erkannt werden.

5.3
5.3.1 Die Beschwerdeführer verweisen auf den Beitrag in der Zeitschrift Thieme, 
publiziert am 18. August 2020, in dem Ines Kappstein die Wirksamkeit von Mund-Nasen-
Schutz in der Öffentlichkeit analysiere und zum Schluss komme, dass es keine Hinweise 
für eine solche Wirksamkeit gebe (Krankenhaushygiene update 2020, 15(03), S. 279–
297). 

5.3.2 Bereits in seinem Urteil 2C_793/2020 vom 8. Juli 2021 ist das Bundesgericht in 
E. 5.3.3 unter Berufung auf die Empfehlungen des BAG und der WHO davon 
ausgegangen, dass nach dem aktuellen Stand des Wissens der Gebrauch von 
Gesichtsmasken dazu beitrage, die Ausbreitung von Covid-19 zu beschränken. Es hat 
dabei berücksichtigt, dass eine schlechte Handhabung der Maske kontraproduktiv sein 
bzw. ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln könnte, und es hat auch den Vorbehalt 
angebracht, dass die Maskenpflicht zu überprüfen wäre, wenn sich zeigen sollte, dass sie 
keine Auswirkung auf die Ausbreitung des Virus habe.

5.3.3 Unter Hinweis auf Studien, welche der Kanton Bern in das dortige Verfahren 
einbrachte, doppelte das Bundesgericht in 2C_228/2021 vom 23. November 2021 E. 5.4.2 
f. nach: Diese Studien würden nachweisen, dass das Maskentragen das 
Ansteckungsrisiko erheblich senke (C. Raina MacIntyre/Quanyi Wang, Physical 
distancing, face masks, and eye protection for prevention of COVID-19, The Lancet, Vol. 
395, Juni 2020, S. 1950 f.; Steffen E. Eikenberry et al, To mask or not to mask: Modeling 
the potential for face mask use by the general public to curtail the COVID-19 pandemic, 
KeAi, Infectious Disease Modelling 5(2020), S. 293–308). Die Studien kämen in der Tat 

22

Urteil V 2021 39

zum Ergebnis, dass der Gebrauch von Masken die Ausbreitungsgeschwindigkeit von 
COVID-19 signifikant reduzieren könne. Sie beruhten zwar teilweise auf 
Modellrechnungen und wiesen auch darauf hin, dass die Wirkung in der Realität, z.B. 
wegen schlechter Compliance oder schlechter Maskenqualität, geringer sein könne, doch 
selbst dann werde ein signifikanter Nutzen ausgewiesen. Auch Prof. Kappstein, so das 
Bundesgericht, bestreite im zitierten Artikel nicht etwa, dass medizinische Gesichtsmasken 
bei korrektem Gebrauch die Übertragung von Erregern reduzierten. Sie setze sich aber 
kritisch mit der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts auseinander, wonach ein generelles 
Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum die 
Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung verlangsame. Dafür gebe 
es keine wissenschaftlichen Belege. Die Kritik beruhe wesentlich darauf, dass es sich bei 
Begegnungen im öffentlichen Raum nur in wenigen Fällen um enge (d.h. näher als 1 
Meter) und längerdauernde (d.h. mehr als 15 Minuten) Kontakte handle. Die Situation in 
der Schule sei jedoch unterschiedlich, indem die Kontakte länger dauerten und oft enger 
seien. Die Kritik von Prof. Kappstein sei auf diese Situation nicht zugeschnitten.

5.3.4 Im Einklang mit dem Bundesgericht sieht das Verwaltungsgericht aufgrund der 
aktuellen Kenntnisse keinen Anlass, von der Erkenntnis, dass der Gebrauch von 
Gesichtsmasken dazu beiträgt, die Ausbreitung von Covid-19 zu beschränken, 
abzuweichen.

5.4
5.4.1 Die Beschwerdeführer machen sodann geltend, gemäss wissenschaftlichen und 
empirischen Studien sei eine Schädlichkeit für die Gesundheit von Jugendlichen durch das 
Tragen von Masken über mehrere Stunden am Tag erwiesen. Sie berufen sich in ihrer 
Beschwerde vom 14. Mai 2021 auf eine Studie von Kinderarzt Eugen Janzen aus 
Nordrhein-Westfalen, eine Publikation des deutschen Umweltbundesamts aus dem Jahr 
2008, eine Literaturrecherche von Care4Truth "Gefährdung durch die Verwendung einer 
Mund-Nasen-Bedeckung (MNB1) bei Kindern und Jugendlichen?" vom Oktober 2020, eine 
empirische Erhebung Covid-19 bei Kindern von Silke Schwarz und David Martin 
(Universität Witten/Herdecke), eine Studie des Hamburger Umweltinstituts aus dem Jahr 
2020 zu Schadstoffen in Masken, eine Dissertation von Ulrike Butz (Institut für 
Anästhesiologie der Technischen Universität München) zur Rückatmung von Kohlendioxid 
bei Verwendung von Operationsmasken als hygienischer Mundschutz an medizinischem 
Fachpersonal, den bereits zitierten Beitrag von Ines Kappstein, eine Auswertung des K-
Tipp vom 16. September 2020, wonach 11 von 20 untersuchten Masken nach Gebrauch 

23

Urteil V 2021 39

erhebliche Kolonien von Bakterien enthalten hätten, sowie eine Studie von Daniela Prousa 
vom 20. Juli 2020 zu psychologischen und psychovegetativen Beschwerden durch die 
aktuelle Mund-Nasenschutz-Verordnung in Deutschland. Hinzu komme, dass ärztliche 
Dispense vom Maskentragen in der Praxis nur sehr restriktiv erteilt würden. 

5.4.2 Dem Bundesgericht lagen sämtliche dieser hier von den Beschwerdeführern 
angerufenen Dokumente ebenfalls vor, und es gelangte in seinem Urteil 2C_228/2021 
vom 23. November 2021 E. 5.6 zur Quintessenz, es gehe auf Grund des ihm aktuell 
vorliegenden Sachverhalts davon aus, dass auch an Schulen ein gewisses Risiko der 
Verbreitung von Corona-Viren bestehe, nicht nur in Bezug auf die Kinder, sondern auch 
auf Lehrkräfte und Eltern und andere Kontaktpersonen, und dass zumindest zu Beginn 
des Jahres 2021 eine Unsicherheit bestanden habe über die Auswirkungen der 
Virusmutationen. Weiter gehe das Bundesgericht davon aus, dass die Verwendung von 
Masken grundsätzlich dazu beitrage, die Verbreitung der Viren zu begrenzen. Allerdings 
fehlten konkrete Angaben oder Abschätzungen, um wie viel das Ansteckungsrisiko durch 
die angeordnete Maskenpflicht reduziert werde. Sodann sei evident, dass das Tragen von 
Gesichtsmasken die Kommunikation einschränke und als unangenehm und belastend 
empfunden werden könne; ebenso sei plausibel, dass eine unsachgemässe Verwendung 
von Masken die Schutzwirkung reduziere bzw. auch kontraproduktiv sein könne. Den von 
den Beschwerdeführern ins Recht gelegten Beweismitteln könnten zwar gewisse Hinweise 
auf nachteilige gesundheitliche Auswirkungen des Maskentragens entnommen werden. 
Indessen sei aufgrund der vorgelegten Studien nicht hinreichend wissenschaftlich belegt, 
dass das Maskentragen bei Kindern effektiv krankheitswertige gesundheitliche Schäden 
verursachen würde. Es bestehe somit kein Anlass für das Bundesgericht, von der 
Beurteilung der kantonalen Behörden, wonach das Maskentragen bei (gesunden) Kindern 
medizinisch unbedenklich sei, abzuweichen.

5.4.3 Das Verwaltungsgericht übernimmt diese Meinung bzw. hat diese aufgrund der 
bundesgerichtlichen Auseinandersetzung mit ihr ohne Weiteres zu übernehmen. Daran 
ändert auch die von den Beschwerdeführern am 9. Juni 2022 nachgereichte, in der 
wissenschaftlichen Fachzeitschrift "Environment Research" am 28. Mai 2022 online 
publizierte Studie "Carbon dioxide rises beyond acceptable safety levels in children under 
nose and mouth covering: Results of an experimental measurement study in healthy 
children" von Harald Walach et al. nichts. Dies unter anderem auch deshalb, weil diese 
Studie zum Zeitpunkt, als der Regierungsrat seinen hier angefochtenen Beschluss erliess 
(13. April 2021), gar noch nicht vorlag.

24

Urteil V 2021 39

6. Im Folgenden ist die Verhältnismässigkeit der angefochtenen Massnahmen 
anhand der erwähnten Kriterien (vgl. E. 4.4 hiervor) zu prüfen.

6.1
6.1.1 Hauptziel der regelmässigen Reihentests an den Zuger Schulen ab der 4. Klasse 
ist es, Infizierte (und darunter insbesondere symptomlose Virenträger) zu identifizieren und 
die Weiterverbreitung des Virus zu verlangsamen. Mit der Isolation von Infizierten und der 
gleichzeitigen Feststellung, dass die übrigen Klassenmitglieder und Lehrpersonen negativ 
getestet wurden, kann die Gefahr reduziert werden, dass ganze Schulklassen in 
Quarantäne müssen oder es sogar zu Schulschliessungen kommt. Damit kann der 
Präsenzunterricht wenn immer möglich weitergeführt werden. Aus pädagogischer Sicht 
sind offene Schulen für die Chancengerechtigkeit und den Lernerfolg zentral. Vermehrtes 
Testen erlaubt es aber auch, die epidemiologische Lage ausreichend beurteilen und 
frühzeitig intervenieren zu können, wo es notwendig ist. Es muss davon ausgegangen 
werden, dass die Dunkelziffer jener Menschen, die Corona haben, jedoch keine 
Symptome zeigen, sehr hoch ist. Es wird geschätzt, dass 75 % der Menschen das 
Coronavirus verbreiten, ohne es zu wissen. Eine infizierte Person kann jedenfalls bereits 
zwei Tage vor Auftreten der Symptome ansteckend sein, ohne es zu wissen. Die frühe 
Identifizierung Infizierter ist besonders in Schulen wichtig, weil gerade bei jüngeren 
Menschen eine Infektion mit dem Coronavirus häufig ohne Symptome verläuft und das 
Virus in dieser Phase insbesondere im Klassen- und Schulverband unbemerkt übertragen 
werden kann. Kinder haben zwar ein geringeres Risiko, einen schweren Verlauf von 
Covid-19 zu haben. Mehrere Studien belegen aber, dass sich Kinder genauso häufig mit 
dem Coronavirus anstecken wie Erwachsene. Zwar bedarf ebenfalls die Frage, ob Kinder 
und Jugendliche, die das Coronavirus in sich tragen, weniger infektiös sind als ältere 
Personen und das Virus weniger häufig weitergeben, noch weiterer Forschung. Kinder und 
Jugendliche sind aber auch ein Teil des Infektionsgeschehens, denn dort, wo die Corona-
Infektionszahlen ansteigen, steigen auch die Zahlen der angesteckten Kinder und 
Jugendlichen. Solange die Ansteckungsgefahr, die von Kindern und Jugendlichen 
ausgeht, nicht ausgeschlossen werden kann, erweisen sich jedenfalls verhältnismässige 
Massnahmen als angezeigt. Im schulischen Umfeld ist die Gefahr unentdeckter 
Infektionen besonders problematisch, da es hier zu zahlreichen, lange dauernden 
Kontakten unter Personen aus diversen Haushalten kommt, mit der damit verbundenen 
Gefahr von Ansteckungen in den Familien und damit auch der Weiterverbreitung in die 
Gesamtbevölkerung. Mit regelmässigen Reihentests können solche zunächst unerkannten 

25

Urteil V 2021 39

Übertragungsketten frühzeitig unterbrochen und Infektionen verhindert werden. Mehrere 
Kantone haben mit Massentests der Bevölkerung gute Erfahrungen gemacht und konnten 
damit eine signifikante Stagnation bzw. sogar Reduktion der Fallzahlen erreichen. Dies 
zeigt die Wahrscheinlichkeit der Wirksamkeit von regelmässigen Reihentests auf, was 
unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit jedenfalls genügt, auch wenn 
betreffend Ansteckungsgefahr, die von Kindern und Jugendlichen ausgeht, weiterhin keine 
abschliessenden Erkenntnisse bestehen. Für das Gericht ist es jedenfalls erwiesen, dass 
die präventiven Reihentests helfen, dass sich das Coronavirus weniger schnell ausbreitet. 
Die Eignung der Massnahme, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, ist daher zu 
bejahen. 

6.1.2 Die Reihentests sind aber auch erforderlich, da eine gleich geeignete, aber 
mildere Massnahme das vom Regierungsrat angestrebte Ziel (Schutz der Gesundheit der 
Bevölkerung) zu erreichen, nicht erkennbar ist, umso mehr, als die angeordneten 
Massnahmen als geringfügige Eingriffe zu bezeichnen sind, wie weiter unten aufgezeigt 
wird. 

6.1.2.1 Die Beschwerdeführer bestreiten die Notwendigkeit der Massnahme, indem sie 
vorbringen, die Prüfung der offiziell verfügbaren statistischen Zahlen des Bundesamts für 
Gesundheit (BAG) und von anderen offiziellen Stellen der letzten sechs Monate ergäben 
ohne Zweifel, dass sämtliche Indikatoren gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. a der zum Zeitpunkt des 
Erlasses des angefochtenen Regierungsratsbeschlusses gegoltenen Verordnung Covid-
19-Verordnung besondere Lage (SR 818.101.26) eine Senkung der Zahlen der 
massgebenden Parameter indizieren würden. Anhand der vorliegenden Grafiken sei ein 
Einfluss einer möglicherweise gefährlicheren oder ansteckenderen Virusvariante während 
der ganzen Zeit ab Kalenderwoche 43/2020 nicht erkennbar. Die Zahlen gingen – mit 
Ausnahme einer Phase stark erhöhter Testungen in den Wochen 9–13/2021 – dauerhaft 
nach unten. Auch bei der Altersgruppe 10 bis 19 Jahre im Kanton Zug müsse festgestellt 
werden, dass die Anzahl positiv getesteter Personen bis Kalenderwoche 7/2021 deutlich 
gesunken sei und dies mit einer sinkenden Tendenz seit Dezember 2020. Der Verlauf der 
positiven Testergebnisse weise damit im Resultat einen stetigen Abwärtstrend auf, 
obschon im Kanton Zug seit Beginn des Jahres 2021 eine starke Zunahme der 
durchgeführten Tests zu erkennen sei. Auch die Hospitalisierungen aller Altersgruppen im 
Kanton Zug und die Auslastung der Krankenhausbetten insgesamt sowie der 
Intensivstationen schweizweit sänken seit Dezember 2020 stetig und es müsse somit ein 

26

Urteil V 2021 39

eindeutiger Verlauf der Zahlen festgestellt werden, welcher die Indikatoren für eine 
Lockerung und nicht für eine Verschärfung der Massnahmen begünstige. 

6.1.2.2 Der Regierungsrat führte in seinem Beschluss vom 12. Februar 2021, mit 
welchem er die Reihentests und die Maskentragpflicht in den Schulen der Sekundarstufen 
I und II anordnete, aus, über die ganze Schweiz gesehen zeige die Corona-Pandemie 
einen rückgängigen Verlauf, der seit Mitte Januar jedoch abflache. Trotz der rückläufigen 
Tendenz sei die Lage aufgrund der zunehmend entdeckten Fälle der neuen Coronavirus-
Varianten aus Grossbritannien und Südafrika, welche mit einer erhöhten Ansteckungsrate 
assoziiert würden, schwer einzuschätzen. Am 9. Februar 2021 sei erstmals die aus 
Brasilien stammende, noch infektiösere Variante in der Schweiz festgestellt worden. Es 
bestehe die Gefahr, dass sich durch die immer grössere Verbreitung dieser neuen 
Virenstämme das Infektionsgeschehen wieder schnell zuspitzen werde. Gemäss COVID-
19 Science Task Force des Bundes verdopple sich der Prozentsatz der britischen Variante 
unter allen Ansteckungen zurzeit etwa alle 10 Tage. Ihr Anteil an den Neuinfektionen 
werde landesweit bereits auf über 20 Prozent geschätzt, wobei Hinweise bestünden, dass 
ihre Verbreitung in der Westschweiz noch viel höher liege. Die Kantone Genf, Wallis, 
Waadt, Jura und Freiburg wiesen im landesweiten Vergleich denn auch schon deutlich 
höhere Fallzahlen auf. Es müsse davon ausgegangen werden, dass in der Schweiz trotz 
der geltenden 
Massnahmen schon ab März die neuen Virusvarianten dominieren würden. Wie sich in 
Ländern zeige, in denen sich diese Virusstämme schnell verbreiteten, könne es aufgrund 
ihrer höheren Infektiosität sehr schnell zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen 
kommen. Dies würde sich mit einer leichten Verzögerung wiederum auf die 
Hospitalisations- und Todeszahlen auswirken.

6.1.2.3 In seinem Beschluss vom 23. März 2021 erklärte der Regierungsrat, seit Ende 
Februar verschlechtere sich in der Schweiz die epidemiologische Lage zusehends. Die 
Zahl der Infektionen steige kontinuierlich an und es sei derzeit mit einer Verdoppelung der 
Ansteckungen alle drei bis vier Wochen zu rechnen. Die 14-Tages-Inzidenz sei auf über 
200 pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner angestiegen, die Positivitätsrate liege 
über 5 Prozent und die Reproduktionszahl liege deutlich über 1. Auch in unseren 
Nachbarländern stiegen die Zahlen, obwohl dort die Massnahmen zum Teil deutlich 
strenger seien als in der Schweiz. Die neuen Virenstämme seien zudem ansteckender als 
die bisherigen. Gleichzeitig sei die Zahl der Impfungen noch immer zu tief, um zu 
verhindern, dass wieder deutlich mehr Menschen ins Spital eingeliefert werden müssten, 

27

Urteil V 2021 39

sollten die Zahlen erneut deutlich ansteigen. Alle Modelberechnungen der Swiss National 
COVID-19 Science Task Force deuteten darauf hin, dass die Zahl der Personen mit 
Immunität aufgrund einer Impfung oder einer durchgemachten Infektion auch über die 
nächsten Wochen noch immer zu tief sein werde, um diese Gefahr abzuwehren.

6.1.2.4 Die Gesundheitsdirektion führt in ihrer Vernehmlassung vom 8. September 2021 
aus, die Schweiz befinde sich inzwischen in der vierten Welle und die Inzidenz im Kanton 
Zug sei wiederum auf einen vergleichbaren Wert gestiegen wie im April 2021. Betrachte 
man die laborbestätigten Fälle in den verschiedenen Altersgruppen, falle zudem auf, dass 
– anders als im bisherigen Verlauf der Pandemie – die jüngsten Bevölkerungsgruppen 
inzwischen stark betroffen seien. In der Gruppe der 10- bis 19-Jährigen würden mit 
Abstand die meisten Fälle verzeichnet. Etwa ein Drittel der Neuinfizierten sei keine 20 
Jahre alt. Doch nicht nur bei den 10- bis 19-Jährigen, sondern auch bei den Kindern im 
Alter bis 9 Jahre sei ein starker Anstieg zu beobachten; während die Fallzahlen in dieser 
Altersgruppe bisher auf relativ niedrigem Niveau stabil gewesen seien, überstiegen sie seit 
Ende August jene aller Altersgruppen ab 40 Jahren deutlich. Auch die Swiss National 
COVID-19 Science Task Force halte in ihrem wissenschaftlichen Update vom 7. 
September 2021 fest, dass die Fallzahlen momentan bei den Kindern und Jugendlichen 
hoch seien und das Virus in dieser Altersgruppe stark zirkuliere. Zwar sei auch die Zahl 
der durchgeführten Tests stark gestiegen, jedoch deute eine Positivitätsrate von rund 15 
Prozent (11 % bei den 10- bis 19-Jährigen, rund 13,5 % bei den 0- bis 9-Jährigen) darauf 
hin, dass die Dunkelziffer sehr hoch sei. Zudem beanspruchten Covid-19-Patientinnen und 
-Patienten zurzeit gut ein Drittel der verfügbaren Intensivbetten in Schweizer Spitälern. Ihr 
Anteil sei damit höher als im April 2021. Da die derzeitige epidemiologische Lage somit 
mindestens so kritisch sei wie im April 2021, als das Verwaltungsgericht des Kantons Zug 
sein Urteil V 2021 20 erlassen habe, und zudem die Infektionszahlen unter Minderjährigen 
heute deutlich höher lägen, führe eine erneute Prüfung des öffentlichen Interesses und der 
Verhältnismässigkeit nicht zu einem anderen Ergebnis.

6.1.2.5 Es ist unbestritten und wird vom Regierungsrat des Kantons Zug sogar bestätigt, 
dass die Corona-Pandemie seit Dezember 2020 einen rückgängigen Verlauf nahm. 
Gerade im Februar 2021, als der Regierungsrat seinen ersten Beschluss betreffend 
Vorschriften zum Betrieb von Schulen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie fasste, 
verschlechterte sich in der Schweiz die epidemiologische Lage jedoch zusehends. Die 
Fallzahlen stiegen bis Mitte April 2021 wieder an. Die Gefahr einer weiteren Corona-Welle 
mit einem damit verbundenen Anstieg der Hospitalisationen und Todesfällen bestand 

28

Urteil V 2021 39

insbesondere aufgrund der sich immer weiter verbreitenden neuen Virusvarianten mit ihrer 
höheren Infektiosität. Dass der Regierungsrat angesichts der bedrohlichen 
epidemiologischen Situation genau zu diesem Zeitpunkt Massnahmen an den Schulen 
verordnete, ist absolut verständlich. Die Voraussetzungen gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. a der 
zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Regierungsratsbeschlusses gegoltenen 
Verordnung Covid-19-Verordnung besondere Lage waren im Zeitpunkt des 
Regierungsratsbeschlusses erfüllt. Damit erübrigt es sich auch, auf die von den 
Beschwerdeführern in Ziff. 2.14 ihrer Beschwerde gestellten Beweisanträge einzugehen, 
soweit dies nicht bereits erfolgt ist (z.B. bezüglich Virusmutationen: E. 5.4.3 und 6.3.2; 
bezüglich symptomlose Virenträger: E. 5.2.2 und 6.1.1). Als bei den Infektionszahlen ab 
Mitte April 2021 eine sinkende Tendenz festgestellt und auch bei den Hospitalisationen ein 
langsamer Rückgang zu beobachten war und die Todesfälle sich zu stabilisieren schienen, 
hob der Regierungsrat die Vorschriften betreffend Maskenpflicht in der Sekundarstufe I mit 
In-Kraft-Treten am 24. Mai 2021 folgerichtig auf. Dass es jedoch richtig war, an den 
Reihentests an den Schulen vorläufig nichts zu ändern, zeigt die Tatsache, dass die 
Fallzahlen ab Ende Juni 2021 wieder stark zugenommen haben.

6.1.3 Bezüglich der Zumutbarkeit der Reihentests ist Folgendes auszuführen: Die im 
vorliegenden Fall umstrittenen Speicheltests stellen – im Gegensatz etwa zu Nasen-
Rachen-Abstrichen – einen leichten Grundrechtseingriff dar. Bei ihnen handelt es sich um 
einfache, schnelle, minimalinvasive und jedenfalls Kinder und Jugendlichen ab der 
4. Klasse von der Begründung wie der Handhabung her zumutbare Tests. Die persönliche 
Freiheit und die körperliche Unversehrtheit werden nur äusserst geringfügig beeinträchtigt. 
Diese Feststellung wird durch die Tatsache bestätigt, dass mit nur ganz wenigen 
Ausnahmen alle Schülerinnen und Schüler während der Dauer der Massnahme die Tests 
absolvierten und diese offenbar nicht als Belastung empfanden. Eine 
Gesundheitsschädigung durch die Probeentnahme ist ausgeschlossen, und den 
Probanden entstehen keine Kosten. Der Umgang mit den Proben und Ergebnissen ist 
zudem bundesrechtlich geregelt, und es werden keine DNA-Proben erstellt. Von 
schädlichen Folgen für die Psyche der betroffenen Kinder und Lehrpersonen ist ebenfalls 
nicht auszugehen. Keine Person, die nicht getestet werden möchte, muss zudem an den 
Reihentests teilnehmen, denn sie kann sich ohne Einschränkung dispensieren lassen. Im 
Gegenteil: Im Regierungsratsbeschluss vom 12. Februar 2021 werden die Schulleitungen 
explizit zu pragmatischen Entscheiden aufgefordert. Insbesondere kann angenommen 
werden, dass bei verantwortungsvollem Umgang der Lehrpersonen wie der Schulleitungen 
mit die Tests verweigernden Kindern und Jugendlichen für diese keine psychischen 

29

Urteil V 2021 39

Drucksituationen oder gar eine Traumatisierung resultiert. Das Gespräch darüber kann 
gerade im Schoss der Klasse sachlich und respektvoll geführt werden, und dies ist von der 
Zuger Lehrerschaft zu erwarten. Nimmt eine Person nicht an den Spucktests teil, erfolgt 
kein Ausschluss vom Unterricht. Solche Fälle sind denn auch, trotz der längere Zeit 
durchgeführten Reihentests, nicht bekannt. Dass eine an den Spucktests nicht 
teilnehmende Person aber den verschärften Quarantänevorschriften unterliegt und bei 
einem positiven Fall der eigenen Klasse in Quarantäne gehen muss, leuchtet ein und 
entspricht dem Covid-19-Regime in der Schweiz.

6.1.4 Diese Erwägungen führen das Gericht zur Erkenntnis, dass das hohe öffentliche 
Interesse am Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und an der Ermöglichung 
funktionierender Bildungseinrichtungen der Sekundarstufen I und II im Kanton Zug den 
geringen Grundrechtseingriff rechtfertigt und die Interessen der Beschwerdeführer an 
einer Aufhebung der Massnahme überwiegt. Damit erweisen sich die Spucktests als 
verhältnismässig. 

6.2 Betreffend Verhältnismässigkeit der vom Regierungsrat angeordneten 
Maskentragpflicht für Jugendliche an Schulen der Sekundarstufen I und II ist das 
Nachfolgende zu erwägen.

6.2.1 Im Urteil 2C_793/2020 vom 8. Juli 2021 beurteilte das Bundesgericht eine 
Maskenpflicht für Kunden in Einkaufsläden und erachtete diese als verhältnismässig. Es 
führte aus, dass einerseits der Grundrechtseingriff auch deshalb nicht schwer wog, weil 
die Kunden die Möglichkeit hatten, die Einkäufe zu umgehen, indem sie sich die Waren 
nach Hause liefern liessen. Andererseits gelte die Pflicht nur für die kurze Zeit des 
Einkaufens. Sodann sei die Maskenpflicht in einem Zeitpunkt angeordnet worden (Herbst 
2020), in welchem sich ein Anstieg der Krankheitsfälle abgezeichnet habe und dieser denn 
auch in starkem Masse eingetreten sei. Schliesslich ging das Bundesgericht davon aus, 
dass das Maskentragen ein wirksames Mittel sei, um das Ansteckungsrisiko zu 
reduzieren. Es sei zudem ein milderes Mittel als die Schliessung der Einkaufszentren, die 
sonst allenfalls gedroht hätte (vgl. dort E. 5.1.3 und 5.3.4).

6.2.2 In den Urteilen BGE 148 I 89 und BGer 2C_228/2021, beide vom 23. November 
2021, ging es um die in einer Verordnung festgehaltene Maskentragpflicht in den Schulen 
des Kantons Bern ab dem fünften Schuljahr der Primarstufe in der Zeit zwischen dem 
3. Februar 2021 und dem 25. Juni 2021. Da es vorliegend um die Maskentragpflicht ab 

30

Urteil V 2021 39

dem ersten Schuljahr der Sekundarstufe im praktisch gleichen Zeitraum geht, ist den 
nachfolgend darzulegenden Erwägungen und Schlussfolgerungen des Bundesgerichts in 
diesen beiden erwähnten Entscheiden ohne Weiteres zu folgen, umso mehr als die im 
Kanton Zug von der Massnahme betroffenen jüngsten Jugendlichen immerhin mindestens 
zwei Jahre älter waren als diejenigen im Kanton Bern. Im Verfahren 2C_228/2021 hatten 
die dortigen Beschwerdeführer im Übrigen den gleichen Rechtsvertreter wie im 
vorliegenden Verfahren, und dieser brachte in beiden Fällen mehr oder weniger die 
gleichen Rügen vor.

6.2.3 Das Bundesgericht führte in den Urteilen BGE 148 I 89 und BGer 2C_228/2021 
aus, vorliegend verhalte es sich insoweit etwas anders als in (dem oben zitierten, 
Einkaufsläden betreffenden) BGer 2C_793/2020, als die Schulkinder nicht die Wahl 
hätten, ob sie zur Schule gehen wollten oder nicht, sondern dazu verpflichtet seien. 
Sodann gelte die Pflicht, eine Gesichtsmaske zu tragen, nicht nur während einer kurzen 
Zeit, sondern während des ganzen Schultages, also während mehrerer Stunden. Der 
Eingriff sei somit von wesentlich stärkerer Intensität als die Maskenpflicht während der 
beschränkten Dauer des Einkaufens. Zudem sei in der Unterrichtssituation viel mehr als 
beim Einkaufen die zwischenmenschliche Kommunikation von Bedeutung, welche durch 
das Maskentragen nicht unerheblich beeinträchtigt werde. Schliesslich könne nicht 
ausgeschlossen werden, dass der Schulbetrieb bzw. der Lernerfolg durch das Tragen von 
Gesichtsmasken in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, und zwar unabhängig davon, 
ob dadurch krankheitswertige psychologische Beeinträchtigungen aufträten.

Indessen sei bereits erwogen worden, dass die von den Beschwerdeführern geltend 
gemachte Schädlichkeit des Maskentragens jedenfalls in physischer Hinsicht 
sachverhaltlich nicht erstellt sei. Zudem sei die Möglichkeit eines Dispenses vom 
Maskentragen, insbesondere aus gesundheitlichen Gründen, in der Verordnung 
ausdrücklich vorgesehen. Der Umstand, dass einzelne Ärzte, wie die Beschwerdeführer 
behaupteten, die Ausstellung von Maskendispensen verweigern würden, änderten nichts 
daran, dass der Verordnungsgeber diese Möglichkeit im Sinne der Verhältnismässigkeit 
vorgesehen habe.

Mit Blick auf die Erforderlichkeit sei zunächst festzuhalten, dass gemessen an den 
Fallzahlen die Entwicklung der Pandemie im Januar und Februar 2021 nicht auf eine 
Verschärfung der Lage hingedeutet habe. Indessen hätten im hier massgebenden 
Zeitpunkt verschiedene Unsicherheiten betreffend neu auftretende Virusmutationen 

31

Urteil V 2021 39

bestanden. Wie der Kanton ausgeführt habe, habe sowohl das BAG als auch die Task 
Force zur damaligen Zeit mit einer höheren Ansteckungsrate insbesondere der neuen 
Variante B.1.1.7 gerechnet. Zudem sei unklar gewesen, ob die neue Virusmutation für 
Kinder gefährlicher sein könnte. Vor diesem Hintergrund erscheine das Ergreifen 
zusätzlicher Massnahmen durch den Kanton als gerechtfertigt.

Sodann sei unbestritten, dass im Januar und zu Beginn des Februars 2021 mehrere 
Schulen im Kanton Bern aufgrund der epidemiologischen Lage bzw. wegen der vom Bund 
beschlossenen Verschärfung der Quarantäne-Vorschriften geschlossen worden seien. 
Angesichts dessen habe Anlass bestanden, dies wenn möglich in Zukunft zu vermeiden. 
Der Kanton weise in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung sozialer Interaktionen 
zwischen den Kindern untereinander bzw. zwischen den Kindern und den Lehrpersonen 
sowie auf die mit Fernunterricht verbundenen Herausforderungen hinsichtlich 
Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit hin. Vor diesem Hintergrund und im Lichte 
des verfassungsmässigen Anspruchs auf Grundschulunterricht (Art. 19 BV) bestehe ein 
hohes öffentliches Interesse daran, dass der Unterricht nach Möglichkeit als 
Präsenzunterricht stattfinde.

Schliesslich sei mit Bezug auf die Erforderlichkeit zu berücksichtigen, dass die 
Maskenpflicht auch dem Schutz Dritter diene, namentlich der Lehrkräfte, unter denen sich 
auch Risikopersonen befinden könnten.

Der Kanton habe nachvollziehbar begründet, weshalb er angesichts der damaligen 
Situation mit den erfolgten Schulschliessungen und dem Auftreten neuer Virusmutationen 
die Maskenpflicht angeordnet habe. Angesichts der im Januar und anfangs Februar 
bestehenden Unsicherheiten über die Gefährlichkeit der neuen Virusvarianten und mit 
Blick auf das Ermessen, das den Behörden zukomme, sei die Massnahme gerechtfertigt 
und verhältnismässig gewesen. Dadurch habe sowohl dem öffentlichen Interesse am 
Schutz der Gesundheit als auch den Interessen der Kinder an der Aufrechterhaltung des 
Präsenzunterrichts Rechnung getragen werden können. Es könne sich nämlich 
rechtfertigen, bei einer unbekannten Situation vorerst einschneidendere Massnahmen 
anzuordnen, um zu verhindern, dass sich eine unkontrollierte Situation entwickle, die in 
der Folge mit noch gravierenderen Einschränkungen behoben werden müsste. Daher 
könne auch eine potenziell überschiessende Massnahme in solchen Situationen kurzfristig 
zulässig sein; sie müsste jedoch umso dringender regelmässig auf ihre Berechtigung hin 
überprüft werden (Art. 40 Abs. 3 EpG; vgl. auch BGer 2C_228/ 2021 vom 23. November 

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Urteil V 2021 39

2021 E. 4.5–4.8; 2C_183/2021 vom 23. November 2021 5.3–5.6; 2C_308/2021 vom 3. 
September 2021 E. 6.6.1; 2C_290/2021 vom 3. September 2021 E. 5.5.1; 2C_941/2020 
vom 8. Juli 2021 E. 3.2.7; jeweils zur Publikation vorgesehen), und zwar in umso kürzeren 
Abständen, je gravierender die Massnahme sei. Es wäre ein unzulässiger 
Rückschaufehler, die angefochtene Bestimmung bereits deswegen als rechtswidrig zu 
bezeichnen, weil in der Folge die befürchteten Entwicklungen nicht eingetreten seien. 

6.2.4 Aufgrund dieser Überlegungen bejahte das Bundesgericht die 
Verhältnismässigkeit der Maskentragpflicht in den Schulen des Kantons Bern ab dem 
fünften Schuljahr der Primarstufe im Frühjahr 2021. Für das Bundesgericht erwiesen sich 
die in den Verfahren 2C_228/ 2021 und 2C_183/2021 eingereichten Beschwerden als 
unbegründet, weshalb sie abzuweisen waren, soweit darauf einzutreten war. Gleiches 
muss ohne Weiteres auch im vorliegenden Verfahren für vom Regierungsrat des Kantons 
Zug angeordnete Maskentragpflicht für Jugendliche an Schulen der Sekundarstufen I und 
II gelten.

7. Zusammengefasst ergibt sich, dass der Eingriff in die Grundrechte der Kinder der 
Beschwerdeführer auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt 
und verhältnismässig ist. Insofern erweisen sich die Grundrechtseingriffe als rechtmässig. 
Die Beschwerde ist unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten 
ist.

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer die 
Verfahrenskosten von Fr. 4'000.– zu tragen (§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Sie werden mit dem 
in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Eine Parteientschädigung ist 
den Beschwerdeführern angesichts ihres Unterliegens nicht zuzusprechen (§ 28 Abs. 2 
VRG). Der Regierungsrat hat keinen Anspruch auf Zusprechung einer 
Parteientschädigung (§ 28 Abs. 2a VRG).

33

Urteil V 2021 39

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 4'000.– werden den Beschwerdeführern auferlegt 
und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (im Doppel), an den 
Regierungsrat des Kantons Zug (dreifach) sowie zum Vollzug von Ziffer 2 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug (nur Rubrum und Dispositiv).

Zug, 16. Dezember 2022

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am