# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5246d3f-8eff-5179-8c3d-ccc41f55809c
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-21
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 21.02.2023 603 2022 88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2022-88_2023-02-21.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2022 88

Urteil vom 21. Februar 2023

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Dominique Gross 
Richter: Dina Beti

Johannes Frölicher 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Joachim 
Lerf

gegen

BEHÖRDE FÜR GRUNDSTÜCKVERKEHR, Vorinstanz

Gegenstand Landwirtschaft – Erwerbsbewilligung für ein Grundstück

Beschwerde vom 7. Juni 2022 gegen den Entscheid vom 24. März 2022

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. B.________ war Eigentümerin des Grundstücks Art. ccc des Grundbuchs der Gemeinde 
D.________, das wie folgt bebaut ist: Einfamilienhaus, Vers.-Nr. eee, Garage, Vers.-Nr. fff, Transfor-
matorenstation, Vers.-Nr. ggg, Unterstand, Vers.-Nr. eee, Einstellraum, Remise, Vers.-Nr. hhh, 
Weg, Platz, Garten, Wiese, Gemüsegarten, Wald, Hecke (17'816 m2).

Ein Gesuch von B.________ vom 28. Juni 2021 um Bewilligung der Abtrennung der Gebäude Vers.-
Nr. eee, fff, ggg und hhh mit einer Fläche von 2'120 m2 wurde von der Behörde für Grundstückver-
kehr (Vorinstanz) mit Entscheid vom 4. Oktober 2021 abgelehnt.

In der Folge ersuchte B.________ am 22. Februar 2022 bei der Vorinstanz um Bewilligung der 
Abtrennung der Gebäude Vers.-Nr. eee, fff und ggg mit einer Fläche von 885 m2. Die Abtrennung 
des neuen Grundstücks Art. iii wurde mit Entscheid vom 21. April 2022 genehmigt und es wurde 
festgehalten, dass das neue Grundstück Art. ccc nicht mehr dem Bundesgesetz vom 4. Oktober 
1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) unterstehe. Dieses wurde von 
B.________ mit Vertrag vom 9. Juni 2021 und Zusatzvertrag vom 3. Februar 2022 an J.________ 
und K.________, beides Söhne von A.________ (Beschwerdeführer), verkauft.

B. Mit Vertrag vom 9. Juni 2021 und Zusatzvertrag vom 3. Februar 2022 verkaufte B.________ 
das neue Grundstück Art. iii (Wiese von 16'916 m2) dem Beschwerdeführer für CHF 40'000.-. Die 
Vorinstanz lehnte mit Entscheid vom 24. August 2021, mitgeteilt am 4. Oktober 2021, das entspre-
chende Gesuch des Beschwerdeführers um Erwerb des landwirtschaftlichen Teils ab.

C. Am 22. Februar 2022 stellte er bei der Vorinstanz ein neues Gesuch um Bewilligung des 
Erwerbs. Er machte unter anderem geltend, er wolle auf dem zu erwerbenden Grundstück Ackerbau 
betreiben, damit es als Versuchsfeld genutzt werden könne. Sein Sohn J.________ wolle auf dem 
zu erwerbenden Grundstück zusammen mit zwei Mitarbeitern der L.________ ein Projekt für eine 
M.________ durchführen.

D. Mit Entscheid vom 24. März 2022, mitgeteilt am 6. Mai 2022, lehnte die Vorinstanz das Gesuch 
um Erteilung der Bewilligung des Erwerbs des Grundstücks Art. iii D.________ ab. Es ergäben sich 
hinsichtlich der Langfristigkeit Zweifel, ob die Kriterien der Selbstbewirtschaftung erfüllt seien, da die 
Nutzung als Versuchsfeld nur von kurzer Dauer sein werde. Ferner sei die Involvierung von 
J.________ in das Projekt nicht klar und es sei auch nicht dargelegt worden, weshalb es zwingend 
erforderlich sei, dass der Beschwerdeführer ein zusätzliches Grundstück erwerbe, um die Feldver-
suche des Sohnes durchführen zu können. Insgesamt sei der Nachweis der Selbstbewirtschaftung 
nicht erbracht.

E. Gegen diesen Entscheid hat der Beschwerdeführer am 7. Juni 2022 Beschwerde beim 
Kantonsgericht Freiburg erhoben. Er beantragt, der Entscheid sei aufzuheben und der Erwerb des 
Grundstücks Art. iii in D.________ gemäss Kaufvertrag vom 9. Juni 2021 sowie Zusatzvertrag vom 
3. Februar 2022 zu bewilligen; eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen, 
zur Ergänzung des Sachverhalts und neuer Beurteilung im Sinne der Erwägungen. Zur Begründung 
bringt er vor, er erfülle alle Voraussetzungen bezüglich der Selbstbewirtschaftung des zu erwerben-
den Grundstücks, weshalb die Vorinstanz den Erwerb zu Unrecht nicht genehmigt habe.

Am 14. Juni 2022 reicht der Beschwerdeführer weitere Unterlagen zu den Akten.

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F. In ihren Bemerkungen vom 20. September 2022 verweist die Vorinstanz auf ihre Ausführun-
gen im Entscheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

G. Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung mass-
gebend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 88 Abs. 1 BGBB in Verbin-
dung mit Art. 11 des kantonalen Ausführungsgesetzes vom 28. September 1993 zum Bundesgesetz 
über das bäuerliche Bodenrecht [AGBGBB; SGF 214.2.1] und Art. 114 Abs. 1 Bst. a des kantonalen 
Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Der Beschwer-
deführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG in Verbindung mit Art. 83 Abs. 3 
BGBB). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG) und der Kostenvorschuss 
rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist vorliegend 
ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3.

In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung der Begründungspflicht. 

3.1. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV fliesst unter anderem das 
Recht der von einem Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffenen Person darauf, dass die Behörde 
ihre Vorbringen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Entspre-
chend ist die Behörde verpflichtet, ihren Entscheid zu begründen. Dabei muss sie sich nicht mit allen 
Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen, sondern kann sich auf die wesentlichen Punkte 
beschränken. Der Begründungspflicht ist Genüge getan, wenn sich der Betroffene über die Tragwei-
te des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann (vgl. BGE 141 III 28 E. 3.2.4).

3.2. Der Beschwerdeführer erachtet den Entscheid der Vorinstanz als summarisch begründet. 
Konkret kritisiert er, die Vorinstanz habe keine Stellung genommen zu seinem Eventualantrag im 
Gesuch, das Grundstück sei als Versuchsfeld im Sinne von Art. 64 Abs. 1 Bst. a BGBB zu betrach-
ten. Sie habe deshalb ihre Begründungspflicht verletzt.

3.3. Dem angefochtenen Entscheid kann ohne Weiteres entnommen werden, weshalb die Vorin-
stanz die Voraussetzungen für den Erwerb des Grundstückes durch den Beschwerdeführer als nicht 
gegeben erachtete. So hatte sie Zweifel hinsichtlich des langfristigen Willens zur Selbstbewirtschaf-
tung und der Involvierung von J.________ im Projekt der L.________, womit sie implizit die Voraus-
setzungen für die Anwendung von Art. 64 BGBB als nicht erfüllt betrachtete. Dem Beschwerdeführer 

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war es denn auch möglich, den Entscheid der Vorinstanz sachgerecht und in allen Punkten anzu-
fechten, wovon die 14-seitige Beschwerdeschrift zeugt. Die Rüge der Gehörsverletzung ist abzuwei-
sen.

4.

Weiter ist vorab festzuhalten, dass die Vorinstanz ein erstes Gesuch um Erwerb des landwirtschaft-
lichen Teils durch den Beschwerdeführer mit Entscheid vom 24. August 2021 abgewiesen hat. Ohne 
auf die Voraussetzungen von Art. 104 VRG bzw. den verfassungsmässigen Anspruch auf Wiederer-
wägung bzw. Behandlung eines neuen Gesuchs einzugehen (vgl. Urteil KG FR 603 2021 120 vom 
2. Mai 2022 E. 4; ferner Urteil BGer 2C_451/2022 vom 27. Oktober 2022 E. 4.2), trat sie auf das 
neue Gesuch des Beschwerdeführers vom 22. Februar 2022 ein und erklärte, es handle sich dabei 
um ein Wiedererwägungsgesuch und beurteilte dieses mit dem hier streitigen Entscheid vom 
24. März 2022. Damit ist das Kantonsgericht ungeachtet des Vorliegens der Voraussetzungen von 
Art. 104 VRG gehalten, die Beschwerde materiell zu behandeln (vgl. TANNER, Wiedererwägung, 
2021, Rz. 478 mit Hinweis auf BGE 100 Ib 368 E. 3b; ferner BGE 117 V 8 E. 2).

5.

Es ist streitig, ob die Voraussetzungen für den Erwerb des Art. iii des Grundbuchs D.________ erfüllt 
sind.

5.1. Die Vorinstanz hielt zur Begründung des angefochtenen Entscheides namentlich fest, die 
Voraussetzungen der Selbstbewirtschaftung seien nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer habe zwar 
sein landwirtschaftliches Gewerbe bis zur Verpachtung selber bewirtschaftet und erfülle demzufolge 
das Kriterium der Eignung zweifellos. Jedoch ergäben sich Zweifel hinsichtlich der Langfristigkeit, 
da die Nutzung als Versuchsfeld nur von beschränkter Dauer sein werde. Ferner sei die Involvierung 
von J.________ in das Projekt nicht klar, da sein Name im wissenschaftlichen Paper nicht genannt 
werde. Überdies erscheine es durchaus möglich, dass der Sohn eine Zusammenarbeit mit dem 
Pächter seines Vaters oder einem anderen Landwirt finde, um sein Projekt umzusetzen. Zudem 
habe der Beschwerdeführer ausser dem Bekenntnis, dass er das Grundstück selber bewirtschaften 
werde, keine konkreten Angaben über die Art und Weise der Nutzung durch ihn bzw. seinen Sohn 
wie auch über die längerfristige Nutzung des Grundstücks gemacht. Aufgrund dieser Elemente und 
des Umstands, dass im ersten Gesuch die nun vorgebrachte Nutzung mit keinem Wort erwähnt 
worden sei, sei der Nachweis der Selbstbewirtschaftung nicht vollbracht und der Erwerb des Grund-
stücks durch den Beschwerdeführer sei abzuweisen.

5.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Annahme, die Nutzung als Versuchsfeld werde nur von 
beschränkter Dauer sein, sei eine reine Behauptung, welche sich auf keinerlei Sachverhaltsabklä-
rung oder gar Beweise stütze. Selbst wenn die Nutzung als Versuchsfeld nur von beschränkter 
Dauer sein sollte, sei der Ackerbau dennoch langfristig beabsichtigt und möglich.

Ferner habe er schriftlich bestätigt, dass er das Grundstück selber bewirtschaften werde und dazu 
in der Lage sei. Auch habe er entgegen der Ausführungen der Vorinstanz konkrete Angaben über 
die Art und Weise der Nutzung sowie über die längerfristige Nutzung des Grundstücks gemacht. Die 
Vorinstanz verkenne, dass es ihre Aufgabe sei, den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Bei 
Zweifeln hätte sie ihn deshalb vorladen und befragen müssen. Mit der fehlenden Sachverhaltsab-
klärung verletze die Vorinstanz Art. 6 Abs. 2 AGBGBB und Art. 45 Abs. 1 VRG. Weiter sei er in guter 
Gesundheit und durchaus in der Lage, bis zum Pachtende am 31. Dezember 2030 das landwirt-
schaftliche Grundstück selber zu bewirtschaften und es danach inklusive seines landwirtschaftlichen 

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Gewerbes seinem Sohn zu übergeben, womit die längerfristige Nutzung sichergestellt sei. Ebenfalls 
bezüglich des Vorwands, die Involvierung von J.________ in das Projekt sei nicht klar, habe es die 
Vorinstanz unterlassen, Sachverhaltsabklärungen vorzunehmen. Sein Sohn sei in das Projekt invol-
viert und dieses sei zwischenzeitlich sogar für den landwirtschaftlichen Innovationspreis (PIA) nomi-
niert. Überdies seien gemäss der Vorinstanz an den Nachweis der Selbstbewirtschaftung hohe 
Anforderungen zu stellen. Dies stehe im Widerspruch zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wo-
nach nicht allzu strenge Massstäbe gelegt werden dürften. Er habe schriftlich bestätigt, dass er das 
Grundstück selber bewirtschaften werde, und bestätige dies hiermit erneut. Zudem verfüge er mit 
J.________ über einen Nachkommen, der als Nachfolger in Frage komme, weshalb es durchaus 
glaubwürdig sei, dass er bis zum Ablauf der Pacht das Grundstück selber bewirtschafte. Zudem 
hätte die Bewilligung mit Auflagen erteilt werden können, um Zweifel an der langfristigen Selbstbe-
wirtschaftung aus dem Weg zu räumen.

Schliesslich sei im Gesuch eventualiter geltend gemacht worden, das Grundstück sei als Versuchs-
feld im Sinne von Art. 64 Abs. 1 Bst. a BGBB anzuerkennen und die Bewilligung gestützt auf diese 
Bestimmung zu erteilen, worauf die Vorinstanz überhaupt nicht eingegangen sei.

5.3. 

5.3.1. Wer landwirtschaftliche Gewerbe oder Grundstücke erwerben will, braucht dazu gemäss 
Art. 61 Abs. 1 BGBB eine Bewilligung. Diese – öffentlich-rechtliche – Bewilligungspflicht sorgt dafür, 
dass selbstbewirtschaftende Bauern ein landwirtschaftliches Gewerbe grundsätzlich ungeteilt über-
nehmen können. Sie soll gewährleisten, dass die Eigentumsübertragungen mit den Zielsetzungen 
des BGBB (vgl. Art. 1 Abs. 1 BGBB) – in erster Linie mit dem Selbstbewirtschafterprinzip, ferner dem 
Arrondierungsprinzip – in Einklang stehen (Urteil BGer 2C_20/2021 und 2C_21/2021 vom 
19. November 2021 E. 4.1 mit Hinweisen). Die Bewilligung ist – unter Vorbehalt der Ausnahmen 
vom Selbstbewirtschafterprinzip nach Art. 64 BGBB – gemäss Art. 63 Abs. 1 Bst. a BGBB nament-
lich dann zu verweigern, wenn der Erwerber nicht Selbstbewirtschafter ist. Selbstbewirtschafter ist, 
wer den landwirtschaftlichen Boden selber bearbeitet und, wenn es sich um ein landwirtschaftliches 
Gewerbe handelt, dieses zudem persönlich leitet (Art. 9 Abs. 1 BGBB). Auf die Bewilligung besteht 
ein Rechtsanspruch, sofern keiner der in Art. 63 Abs. 1 BGBB abschliessend genannten Verweige-
rungsgründe vorliegt (Art. 61 Abs. 2 BGBB; vorerwähntes Urteil BGer 2C_20/2021 und 2C_21/2021 
E. 4.1 mit Hinweisen).

Den Boden im Sinn von Art. 9 BGBB selber bearbeiten bedeutet, die im Betrieb anfallenden Arbeiten 
auf dem Feld, im Stall, auf dem Hof (inkl. Administrativarbeiten) und im Zusammenhang mit der 
Vermarktung der Produkte in wesentlichem Umfang persönlich zu verrichten. Vorausgesetzt wird 
ferner die Eignung zur Selbstbewirtschaftung. Geeignet ist gemäss Art. 9 Abs. 2 BGBB, wer die 
Fähigkeiten besitzt, die nach landesüblicher Vorstellung notwendig sind, um den landwirtschaftli-
chen Boden selber zu bearbeiten und ein landwirtschaftliches Gewerbe persönlich zu leiten. Das 
bäuerliche Bodenrecht schafft kein ausschliessliches Standesrecht für Landwirte; auch wer eine 
landwirtschaftliche Tätigkeit als Freizeitbeschäftigung ausübt, kann als Selbstbewirtschafter gelten, 
wenn er die Voraussetzungen von Art. 9 BGBB erfüllt (Urteil BGer 2C_855/2008 vom 24. Juni 2010 
E. 2.1 mit Hinweisen). 

Ferner wird verlangt, dass die Selbstbewirtschaftung ernsthaft gewollt und praktisch möglich ist. Die 
Prüfung des Willens zur Selbstbewirtschaftung ist auch eine Frage der Beweiswürdigung 
(WASSERFALLEN, Bäuerliches Bodenrecht, Rz. 78 mit Hinweis namentlich auf BGE 94 II 254 in Norrer 
[Hrsg.] Handbuch zum Agrarrecht, 2017). Bei einzelnen Grundstücken ist die Gefahr, dass die 

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Selbstbewirtschaftung nach nicht allzu langer Zeit aufgegeben wird, grösser als bei Gewerben. Die 
Anforderungen an die Selbstbewirtschaftung sind deshalb besonders hoch. Dabei ist eine Gesamt-
beurteilung vorzunehmen, in die neben den objektiven Gegebenheiten auch die persönlichen Ver-
hältnisse des Erwerbers sowie weitere Faktoren einzubeziehen sind. Zu letzteren kann beispiels-
weise eine besondere Beziehung des Erwerbers zum Grundstück zählen (HOFER, in Das bäuerliche 
Bodenrecht, Kommentar zum BGBB, 2. Aufl. 2011, Art. 9 BGBB RZ. 46). Der Erwerber eines Grund-
stücks verpflichtet sich mit dem Kauf, praktisch alle auf dem Grundstück anfallenden Arbeiten selber 
auszuführen, was prinzipiell das Vorhandensein der zur Selbstbewirtschaftung notwendigen Infra-
struktur voraussetzt (vgl. HOFER, Art. 9 BGBB Rz. 29 und 30a).

Als innere Tatsache ist der Wille einem direkten Beweis naturgemäss nicht zugänglich; er lässt sich 
direkt nur durch Parteiaussage, im Übrigen aber lediglich durch Folgerungen aus dem äusseren 
Verhalten einer Person oder anhand der Umstände beweisen. Wo ein strikter Beweis der Natur der 
Sache nach nicht möglich oder nicht zumutbar ist, betrachtet die Rechtsprechung eine überwiegen-
de Wahrscheinlichkeit als ausreichend. Nach dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit gilt ein Beweis als erbracht, wenn für die Richtigkeit der Sachbehauptung nach objektiven 
Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten vernünf-
tigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen (Urteil BGer 5A_350/2019 vom 26. Oktober 2020 
E. 4.4 mit zahlreichen Hinweisen). Für den Willen zur Selbstbewirtschaftung genügt somit das 
Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. WOLF, Selbstbewirtschaftung am landwirt-
schaftlichen Gewerbe, Rz. 22, in dRSK, publiziert am 4. März 2022).

Demgegenüber sind die Anforderungen an die Ausbildung bei einem Grundstück weniger hoch als 
bei einem Gewerbe. Eine abgeschlossene landwirtschaftliche Ausbildung ist in der Regel – anders 
als beim Erwerb eines Gewerbes – nicht erforderlich. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, ist durch 
die Bewilligungsbehörde anhand der gesamten Umstände im Einzelfall zu prüfen (STALDER, in Das 
bäuerliche Bodenrecht, Kommentar zum BGBB, 2. Aufl. 2011, Art. 63 Rz. 6).

5.3.2. Bei fehlender Selbstbewirtschaftung ist gemäss Art. 64 BGBB die Bewilligung zu erteilen, 
wenn der Erwerber einen wichtigen Grund nachweist, namentlich wenn der Erwerb dazu dient, ein 
Gewerbe, das seit langem als Ganzes verpachtet ist, als Pachtbetrieb zu erhalten, einen Pachtbe-
trieb strukturell zu verbessern oder einen Versuchs- oder Schulbetrieb zu errichten oder zu erhalten 
(Abs. 1 Bst. a). Die Bewilligung kann mit Auflagen erteilt werden (Abs. 2).

Als Versuchsbetriebe im Sinn von Art. 64 Abs. 1 Bst. a BGBB gelten Betriebe, die für die Erprobung 
von landwirtschaftlichen Hilfsstoffen auf landwirtschaftlichen Boden angewiesen sind. Im Vorder-
grund stehen hier einerseits die chemische Industrie und anderseits Versuchsbetriebe mit biologi-
scher Zielsetzung (Saat- und Viehzucht). Sodann geltend als Versuchsbetriebe die landwirtschaftli-
chen Forschungsanstalten, und zwar unabhängig davon, ob ihre Trägerschaft öffentlich-rechtlich 
oder privatrechtlich organisiert ist. Das Vorliegen eines Versuchsbetriebs ist mit grosser Zurückhal-
tung anzunehmen und setzt namentlich eine wissenschaftliche Begleitung der Versuchsordnung 
voraus (STALDER/BANDLI, in Das bäuerliche Bodenrecht, Kommentar zum BGBB, 2. Aufl. 2011, 
Art. 64 Rz. 19).

Wie in Art. 64 Abs. 1 BGBB festgelegt, stellen die in dieser Bestimmung aufgeführten Ausnahmen 
wichtige Gründe für die Erteilung einer Erwerbsbewilligung an eine Person dar, die nicht Selbstbe-
wirtschafter ist. Wenn die in Art. 64 Abs. 1 BGBB aufgeführten Fälle erfüllt sind, muss die Bewilligung 
erteilt werden. Die zuständige Behörde hat diesbezüglich keinen Ermessensspielraum (Urteil BGer 
2C_601/2021 vom 11. Oktober 2022 E. 4.4 mit Hinweis auf BGE 147 II 385 E. 8.1).

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5.4. In seinem Gesuch um Erteilung einer Erwerbsbewilligung im Sinne von Art. 61 BGBB vom 
22. Februar 2022 (Akten Vorinstanz Nr. 1) gab der Beschwerdeführer an, er sei Eigentümer eines 
landwirtschaftlichen Gewerbes in D.________ mit 22 ha Land. Seit dem 1. Januar 2019 sei dieses 
für zwölf Jahre verpachtet. Nichtsdestotrotz werde er das Grundstück Nr. iii der Gemeinde 
D.________ selber bewirtschaften und dort Ackerbau betreiben. Sein Sohn, J.________, studiere 
derzeit N.________ an der L.________ und beabsichtige, das landwirtschaftliche Gewerbe von ihm 
eines Tages zu übernehmen. Zusammen mit zwei Mitarbeitern der L.________ habe J.________ 
ein Projekt für M.________. Ziel sei es, das Grundstück Nr. iii, welches vom Beschwerdeführer 
bewirtschaftet werde, als Versuchsfeld für dieses Projekt zu nutzen, da es sich hierfür ideal eigne.

Dem Gesuch beigelegt waren unter anderem ein Schreiben des Beschwerdeführers vom 
12. November 2021, in dem er bestätigte, er werde das Grundstück Nr. ccc [recte: Nr. iii] der 
Gemeinde D.________ selber bewirtschaften und sei dazu in der Lage. Er verfüge über ein Fähig-
keitszeugnis als Landwirt (Beilage 11) und habe während mehr als zwanzig Jahren ein landwirt-
schaftliches Gewerbe geführt. Heute habe er seinen Betrieb mit einem befristeten Vertrag verpach-
tet. Er habe nach wie vor Zugang zu landwirtschaftlichen Maschinen, welche für die Bewirtschaftung 
des Grundstücks benötigt werden und er sei gesundheitlich in der Lage, die anfallenden Arbeiten 
selber auszuführen (Beilage 7). Beigelegt war ferner eine von J.________ unterschriebene Absichts-
erklärung zur Erlangung des akademischen Titels "O.________". Zum jetzigen Zeitpunkt habe er 
einen Master-Abschluss der P.________ in Q.________ und arbeite im Bereich der künstlichen 
Intelligenz und maschinelles Lernen in der Forschungsabteilung bei R.________ . Die Digitalisierung 
und Automatisierung mache vor der Landwirtschaft nicht Halt. Die praxisbezogene Nähe sowie die 
emotionale Bindung zur Landwirtschaft seien durch das Aufwachsen auf einem landwirtschaftlichen 
Familienbetrieb naheliegend. Die Möglichkeiten für Innovationen in der Landwirtschaft mit neuen 
Technologien im Bereich Robotik, autonomen Systemen und künstlicher Intelligenz würden fast 
grenzenlos erscheinen. Diese würden eine einzigartige Chance für die schweizerische Landwirt-
schaft bieten und bildeten somit u. a. auch die Grundlagen für das langfristige Bestehen des Famili-
enbetriebs. Um bei diesem die nötigen Verantwortlichkeiten zu übernehmen und die Synergien mit 
der Technologieindustrie optimal ausnutzen zu können, beabsichtige er im Herbst 2020 berufsbe-
gleitend ein zweites Masterstudium an der L.________ in N.________ zu beginnen. Mit dem 
Abschluss des Studiums sei 2024 oder 2025 zu rechnen (Beilage 8). Beigelegt war überdies ein 
wissenschaftlicher Bericht zum Projekt, bei welchem J.________ aber nicht namentlich genannt 
wurde (Beilage 10).

Die Beilage 3 der Beschwerde enthält einen auf der Internetseite https://frapp.ch erschienen Beitrag 
über das Forschungsprojekt. Gemäss diesem starten der Beschwerdeführer und ein weiterer Land-
wirt mit Studierenden der L.________ das Projekt. J.________ wird wiederum nicht namentlich 
genannt.

5.5. Grundsätzlich hält die Vorinstanz zu Recht fest, dass an den Nachweis der Selbstbewirt-
schaftung beim Erwerb von einzelnen Grundstücken, wie vorne dargestellt, hohe Anforderungen zu 
stellen sind. Das vom Beschwerdeführer vorgebrachte Urteil BGer 4A_260/2019 E. 2.2, mit dem er 
geltend machen will, dass an die Selbstbewirtschaftung nicht sehr hohe Anforderungen zu stellen 
seien, bezieht sich an besagter Stelle auf die Voraussetzung der Eignung als Selbstbewirtschafter. 
Diese Eignung ist jedoch unbestritten, da der Beschwerdeführer über das Fähigkeitszeugnis als 
Landwirt verfügt und während über 20 Jahren sein eigenes Gewerbe geführt hat. Dies gilt umso 
mehr, als beim Erwerb eines Grundstücks eine abgeschlossene landwirtschaftliche Ausbildung in 
der Regel nicht einmal vorausgesetzt wird.

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Demgegenüber hat die Vorinstanz Bedenken hinsichtlich der Langfristigkeit der Selbstbewirtschaf-
tung. Es ist daran zu erinnern, dass hinsichtlich des Willens zur Selbstbewirtschaftung eine Gesamt-
beurteilung vorzunehmen ist.

Zunächst ist festzuhalten, dass sich das fragliche Grundstück in der gleichen Gemeinde befindet, in 
welcher der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz hat und wo sich auch sein verpachtetes Gewerbe 
befindet. Dies dürfte insbesondere den Zugang zu den für die Bewirtschaftung des Grundstücks 
notwendigen landwirtschaftlichen Maschinen, welcher der Beschwerdeführer nach seinen Angaben 
weiterhin hat, erleichtern. Ferner hat er zwar nicht im Detail dargelegt, wie er das Grundstück nutzen 
will, er gab aber jedenfalls an, er wolle darauf Ackerbau betreiben, dies auch nach dem Abschluss 
des Projekts der L.________. Insofern erscheint es nicht weiter relevant, wie lange das Projekt der 
L.________ genau dauern wird und inwiefern J.________ in dieses Projekt involviert ist. Diesbezüg-
lich ist es zwar richtig, dass er im vorliegenden wissenschaftlichen Paper nicht als Projektverant-
wortlicher aufgeführt ist. Ebenso fehlt sein Name im zusammen mit der Beschwerde eingereichten 
Artikel. Jedoch ist er in diesem Beitrag auf dem Foto in der Mitte abgebildet. Zudem ergibt sich seine 
Beteiligung aus einem in den Freiburger Nachrichten am 11. Juni 2022 erschienenen Bericht (vgl. 
S.________, besucht am 20. Februar 2023), wonach das Projekt der M.________ den 17. Landwirt-
schaftlichen Innovationspreis gewonnen hat. Zudem ergibt sich, dass J.________ in der Zwischen-
zeit sein Studium an der L.________ aufgenommen hat und für ein Agrarprojekt in T.________ war 
(U.________, besucht am 20. Februar 2023).

Weiter ist davon auszugehen, dass reiner Ackerbau mit weniger Ressourcen betrieben werden kann 
als beispielsweise die Viehzucht oder die Haltung von Pferden, weil es beim Ackerbau namentlich 
nicht notwendig ist, jeden Tag auf das Grundstück zu gehen. Schon aus diesem Grund spricht nichts 
dagegen, dass es dem Beschwerdeführer zeitlich möglich ist, die Selbstbewirtschaftung des Grund-
stücks vorzunehmen, zumal er sein langjährig geführtes Gewerbe verpachtet hat. Ob er einer ande-
ren beruflichen Tätigkeit nachgeht, ergibt sich zwar nicht aus dem Dossier, jedoch bringt die Vorin-
stanz dieses Argument nicht vor. Überdies ist auf die vom Beschwerdeführer zusammen mit seinem 
Gesuch eingereichte Erklärung vom 12. November 2021 zu verweisen, wonach er das Grundstück 
selber bewirtschaften werde und dazu in der Lage sei und auch weiterhin Zugang zu den hierfür 
notwendigen landwirtschaftlichen Maschinen habe und überdies auch gesundheitlich in der Lage 
sei, die erforderlichen Arbeiten auszuführen.

Auch das Alter des Beschwerdeführers (geboren 1962), der bei Einreichung des Gesuchs 60 Jahre 
alt war, schliesst eine längere Selbstbewirtschaftung nicht aus. Dies gilt umso mehr, als er angibt, 
dass sein Gewerbe und das fragliche Grundstück nach Ablauf der bis zum 31. Dezember 2030 
dauernden Pacht von seinem Sohn J.________ übernommen werden solle. Zudem kann das Alter 
als Teil der Fragen rund um die Eignung verstanden werden. Ist der Ansprecher über 65-jährig, sollte 
eine Selbstbewirtschaftung im Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Grundstück nur noch 
in seltenen Ausnahmefällen bejaht werden, es sei denn, der Ansprecher kann sich die Selbstbewirt-
schaftung eines jüngeren Ehepartners oder eines Nachkommen anrechnen lassen (WASSERFALLEN, 
Rz. 76). Die Eignung liegt jedoch unbestritten vor.

Es ist an dieser Stelle daran zu erinnern, dass für den Willen zur Selbstbewirtschaftung das Beweis-
mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit genügt. Aufgrund der dargelegten Punkten ist mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer der Wille zur – 
auch langfristigen – Selbstbewirtschaftung des Grundstücks Nr. iii gegeben ist, weshalb kein Grund 
zur Verweigerung der Erwerbsbewilligung gemäss Art. 63 Abs. 1 Bst. a BGBB vorliegt. Dass ein 
anderer der in Art. 63 Abs. 1 BGBB genannten Verweigerungsgründe (Vereinbarung eines über-

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setzten Preises, Lage des zu erwerbenden Grundstücks ausserhalb des ortsüblichen Bewirtschaf-
tungsbereichs) erfüllt wäre, wird von der Vorinstanz nicht geltend gemacht. Es bestehen hierfür auch 
keine Anhaltspunkte. Somit hat der Beschwerdeführer gemäss Art. 61 Abs. 2 BGBB einen Rechts-
anspruch auf Erteilung einer Erwerbsbewilligung.

Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt sich die Frage, ob hier allenfalls eine Ausnahme zur Selbst-
bewirtschaftung gemäss Art. 64 Abs. 1 Bst. a BGBB in Frage kommt.

6.

Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als begründet und wird gutgeheissen. Der 
Entscheid der Vorinstanz vom 24. März 2022 wird aufgehoben und die Angelegenheit für die 
Ausstellung der Erwerbsbewilligung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

7.

Bei diesem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer als obsiegende Partei. Es werden dem-
nach keine Gerichtskosten erhoben (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 133 VRG). Der vom Beschwerdefüh-
rer geleistete Kostenvorschuss wird zurückerstattet.

Da der Beschwerdeführerin mit seinen Anträgen obsiegt, hat er Anspruch auf eine Entschädigung 
seiner Parteikosten. Unter der Berücksichtigung von Art. 137 ff. und 146 ff. VRG, des Tarifs vom 
17. Dezember 1991 über die Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz 
(SGF 150.12) und der am 12. Januar 2023 eingereichten Kostenliste seines Rechtsvertreters ist 
diese auf CHF 4'870.- (19.48 Stunden à CHF 250.-/Stunde) festzusetzen. Zu diesem Betrag 
kommen die Auslagen von CHF 48.90 sowie die Mehrwertsteuer in der Höhe von CHF 378.75 (7.7% 
von CHF 4'918.90) hinzu. Der Totalbetrag von CHF 5'297.65 geht zu Lasten des Staates Freiburg.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen.

Der Entscheid vom 24. März 2022 wird aufgehoben und die Angelegenheit für die Ausstellung 
der Erwerbsbewilligung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. Der Kostenvorschuss von CHF 2'000.- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet.

III. Dem Beschwerdeführer wird zuhanden von Rechtsanwalt Joachim Lerf eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von CHF 5'297.65 (davon CHF 378.75 MwSt.) zugesprochen. Diese wird 
vollumfänglich dem Staat Freiburg auferlegt.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 21. Februar 2023/bsc

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: