# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eeeb0bc3-2ea9-50b9-b9fb-f8d5521f02bb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.08.2019 720 19 71/193
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-71-193_2019-08-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. August 2019 (720 19 71 / 193) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

Ablehnung einer gutachterlich vorgenommenen Standardindikatorenprüfung durch  

den RAD. Bestätigung des Verwaltungsgutachtens.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Stephan 
Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Stephan Müller, Advo-
kat, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Die 1969 geborene A.____ absolvierte in ihrer Heimat eine Ausbildung zur Kranken-
schwester und reiste im Jahre 2006 in die Schweiz ein. Zuletzt arbeitete sie als Pflegeassistentin 
in einer Alterssiedlung. Mitte Mai 2014 erlitt sie einen Zusammenbruch und war in der Folge voll-
ständig arbeitsunfähig. Am 23. September 2014 meldete sie sich aufgrund einer mittelgradigen 
depressiven Episode mit somatischem Syndrom bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) 
zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse, 
namentlich nach Einholung eines rheumatologisch-psychiatrischen Gutachtens der Dres. B.____ 

 
 
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und C._____ vom 5. Februar 2017, wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren nach durchgeführ-
tem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 24. Januar 2019 ab. 
 
B. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Advokat Stephan Müller, am 1. März 
2019 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei ihr mit Wirkung ab 1. Mai 2015 eine halbe 
IV-Rente zuzusprechen. Zur Begründung brachte sie zusammenfassend vor, dass für die Invali-
ditätsbemessung uneingeschränkt auf die im Gutachten der Dres. B.____ und C._____   attes-
tierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % abzustellen sei. Im Rahmen der rechtsprechungsgemäss vor-
zunehmenden Indikatorenprüfung seien keine Anhaltspunkte ersichtlich, die gegen die Massge-
blichkeit dieser Beurteilung sprechen würden.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 20. Mai 2019 schloss die IV-Stelle insbesondere unter Hinweis 
auf eine Stellungnahme ihres regionalärztlichen Dienstes (RAD) vom 28. August 2018 auf Ab-
weisung der Beschwerde. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden in Form einer versiche-
rungsmedizinisch ausgewiesenen und einer langandauernden Arbeitsunfähigkeit sei zu Recht 
verneint worden.  
 
Auf die übrigen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den Erwägungen einzugehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte – Be-
schwerde vom 1. März 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist 
der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 24. Januar 2019 
entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterli-
chen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 

 
 
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2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu 
verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
2.3 Geht es um psychische Erkrankungen wie beispielsweise eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 13 
E. 2.2.1.3) oder depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409 und 418), 
sind für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensati-
onspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsver-
mögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2 S. 285 ff., E. 3.4-3.6 und 4.1 S. 291 ff.). Die Prüfung 
der Standardindikatoren bleibt indessen entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärzt-
licher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbarer Weise verneint wird, und allfällig ge-
genteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein 
Beweiswert beigemessen werden kann (vgl. BGE 143 V 417 E. 4.5.3; 134 V 232 E. 5.1; 125 V 
352 E. 3a; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 2. August 2018, 8C_309/2018, E. 3.2 und 
vom 16. Januar 2018, 9C_580/2017, E. 3.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Akten-
lage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressiven Störung auszuge-
hen ist, die nicht schon als chronifiziert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, 
ist in aller Regel kein strukturiertes Beweisverfahren erforderlich (Urteile des Bundesgerichts vom 
2. August 2018, 8C_309/2018, E. 3.2 und vom 16. Januar 2018, 9C_580/2017, E. 3.1mit Hinweis 
auf BGE 143 V 417 E. 4.5.3).  
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40 % invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 

 
 
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erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 
E. 2a und b). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 
Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 
5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 

 
 
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Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das 
Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auf-
tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Pati-
enten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag 
des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich 
bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des damaligen Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] 
vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets 
in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich 
eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein 
subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des EVG vom 25. Mai 2007, I 
514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des EVG vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6. Im Zentrum der medizinischen Aktenlage stehen einerseits das bidisziplinäre Verwal-
tungs-Gutachten der Dres. B.____ und C.____ vom 2. Februar 2017 und andererseits insbeson-
dere die Stellungnahme des RAD vom 28. August 2018.  
 
6.1 Nebst diversen Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert Dr. med. 
B._____, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, in seinem rheumatologischen Teilgutachten 
vom 14. Dezember 2016 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten ein Widespread 
Pain Syndrom bzw. eine Fibromyalgie. Aus rein rheumatologischer Sicht bestehe eine Arbeitsfä-
higkeit von 70-80 %, wobei insbesondere nur noch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ausgeübt 
werden könnten. Schwere Tätigkeiten sowie Tätigkeiten in einer nasskalten Umgebung sowie in 
lärmigen oder rauchigen Räumen seien nicht ideal. Monotone Tätigkeiten würden die Beschwer-
den möglicherweise verstärken. Insgesamt bestehe aufgrund der Schmerzen und dem daraus 
resultierenden Erholungs- und Pausenbedarf eine Einschränkung der Arbeits- bzw. Leistungsfä-
higkeit im Umfang von 30 %. 
 
Dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. C._____ vom 16. Dezember 2016 ist zu entnehmen, 
dass die Explorandin im Jahre 2006 in die Schweiz gezogen sei und in einem Restaurant einen 

 
 
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Servicejob im Umfang von 100 % angenommen habe, bis sie erstmals zusammengebrochen sei. 
2013 sei es ihr gelungen, eine Arbeit im Umfang von 50 % als Pflegeassistentin aufzunehmen 
und parallel dazu eine Weiterbildung zu durchlaufen. Sie habe zwei Söhne. Der 1998 geborene 
Sohn leide an einer schweren Sprachstörung sowie an einer Form des Autismus und wohne bei 
ihr. Regelmässige soziale Kontakte unterhalte sie vor allem telefonisch praktisch täglich mit ihrer 
Mutter und mit ihrer Schwester. Auch mit dem zweiten Sohn telefoniere sie ab und zu. Kontakt 
zu Freundinnen habe sie hier in der Schweiz keine. Die Beziehung zu ihrem Partner sei aktuell 
gut. Hobbies habe sie keine; sie gehe auch nicht spazieren. Die letzten Ferien habe sie im Som-
mer 2015 während drei Wochen im Wohnmobil mit ihrem Partner und mit dem jüngeren Sohn 
verbracht. Sie stehe täglich um halb sieben Uhr morgens auf, kümmere sich um ihren Sohn, lege 
sich aber wieder ins Bett, sobald dieser das Haus verlassen habe und bleibe dann schlafend bis 
elf oder zwölf Uhr im Bett. Der Haushalt werde von ihr und ihrem Partner gemeinsam erledigt. 
Dieser erledige die Einkäufe allerdings alleine. An den Wochenenden unternehme sie nichts An-
deres als unter der Woche. Ein bis zweimal gehe sie sonntags jedoch in eine kirchliche Messe. 
Sie gehe davon aus, dass sie im Umfang von 50 % als Krankenpflegerin arbeiten könne, wenn 
sie keine schwere körperliche Arbeit verrichten müsse. Den gutachterlichen Untersuchungsbe-
funden zufolge seien Gedächtnis und Konzentration reduziert. Affektiv wirke sie deutlich depri-
miert und zeige Schuld- und Insuffizienzgefühle. Es bestünden Zukunftsängste und Suizidgedan-
ken. Auch ihr Antrieb und ihre Interessen seien deutlich reduziert. Es bestehe eine erhöhte Er-
müdbarkeit. Ein sozialer Rückzug fände nur teilweise statt. Der durchgeführte Hamilton-Test 
spreche für das Vorliegen einer mittelgradig depressiven Episode. Beim Mini-ICF-APP-Rating 
hätten sich mittelgradige Beeinträchtigungen unter anderem in den Bereichen der Anpassung an 
Regeln und Routinen, der Durchhaltefähigkeit und bei den Spontanaktivitäten gezeigt. Mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien eine zurzeit mittelgradig rezidivierende depressive Störung 
sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu diagnostizieren. Ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit bestünden ängstlich-vermeidende und akzentuierte Persönlichkeitszüge. Der 
psychiatrischen Beurteilung zufolge zeige sich die rezidivierende depressive Störung im Zeitpunkt 
der Untersuchung durch eine deutliche Anhedonie, eine Reduktion des Antriebs sowie der Inte-
ressen. Das Ausmass der Störung werde zusätzlich durch den durchgeführten Hamilton-Test be-
stätigt. Die Ausprägung der depressiven Episode sei deutlich objektivierbar. Sie führe dazu, dass 
die Versicherte in ihrer Leistungsfähigkeit unter anderem aufgrund der Reduktion des Antriebs 
sowie der Interessen deutlich eingeschränkt sei und bei bereits normalen Tagesabläufen deutlich 
reduziert funktionsfähig sei. Invaliditätsfremde Faktoren seien nebst der zusätzlichen Belastung 
durch das Zusammenleben mit dem behinderten Sohn aktuell nicht vorhanden. Hinweise auf eine 
Aggravation oder andere Diskrepanzen seien keine vorhanden. Als Ressource könne gewertet 
werden, dass die Explorandin immer wieder neue Anläufe auf sich nehme, indem sie die dysfunk-
tionalen Beziehungsmuster nach Jahren durchbrechen könne und einen Neuanfang wage. Es 
könne von einer weitreichenden Therapie-Kooperation ausgegangen werden. Eine teilstationäre 
psychiatrische Behandlung könnte infolge ihrer Mühe, die Tagesstruktur aufrecht zu erhalten, 
aber indiziert sein. Die von der Explorandin geltend gemachten Einschränkungen bei der Arbeit 
würden sich im Alltag zeigen. Sie sei nur mit Hilfe ihres Partners in der Lage, die Haushaltführung 
zu bewältigen, unterhalte keine Hobbies und pflege nur wenige telefonische Kontakte. Die Tage 
verbringe sie weitgehend strukturlos zu Hause. Seit 2012 lägen diverse psychiatrische Berichte 

 
 
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vor, welche praktisch durchgängig eine mittel- bis schwergradig depressive Symptomatik be-
schreiben würden. Insofern würden sich bezüglich den Diagnosen keine wesentlichen Diskrepan-
zen ergeben. Die Arbeitsunfähigkeit sei durch die behandelnde Psychiaterin in der Vergangenheit 
allerdings deutlich höher eingestuft worden. Aktuell müsse davon ausgegangen werden, dass die 
Explorandin für sämtliche Tätigkeiten ab mindestens Mai 2014 im Umfang von sicherlich 50 % 
arbeitsunfähig sei. Für die Gesamtbeurteilung sei die psychiatrische Einschränkung massge-
bend.  
 
6.2 Der RAD-Stellungnahme von D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, vom 11. Juli 2017 ist zu entnehmen, dass das rheumatologische Teil-
gutachten von Dr. B.____ weder formale noch inhaltliche Mängel aufweise und in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge einleuchte (IV-Dok 127). 
 
6.3 Der am 19. Juni 2017 ergangenen RAD-Stellungnahme von Dr. E.____, FMH Psychiat-
rie und Psychotherapie, zufolge beruhe das psychiatrische Teilgutachten von Dr. C.____ auf ei-
nem umfassenden Aktenstudium und einer eigenen fachärztlichen Untersuchung. Die Diagnosen 
würden darin plausibel begründet. Der Gutachter habe die Standardindikatoren ausführlich und 
plausibel Punkt für Punkt erläutert. Unter anderem würden die noch vorhandenen Ressourcen 
beschrieben und in einen medizinischen Gesamtzusammenhang gestellt. Auf eine Wiederholung 
könne deshalb verzichtet werden. Auf das psychiatrische Teilgutachten von Dr. C.____ sei abzu-
stellen. Eine eigenständige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten ist dieser RAD-
Stellungnahme nicht zu entnehmen (IV-Dok 123). 
 
6.4 Dem RAD-Bericht von Dr. E.____ vom 5. Juni 2018 ist zu entnehmen, dass die behan-
delnde Psychiaterin der Versicherten für die von ihr postulierte Verschlechterung der Depression 
keine konkreten und beobachtbaren Befunde aufführe, die eine Verschlechterung der Verhält-
nisse seit dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. C.____ belegen würden. Für die geltend 
gemachte Therapieresistenz würden konkrete Hinweise fehlen. Zusammenfassend seien die von 
der behandelnden Psychiaterin vorgetragenen Einwände gegen das psychiatrische Teilgutachten 
von Dr. C.____ nicht geeignet, die bisherigen Diagnosen und die daraus abgeleitete Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit in Frage zu stellen (IV-Dok 157). 
 
6.5 Gemäss RAD-Stellungnahme von Dr. D.____ vom 19. September 2018 ergebe sich aus 
der wieder exazerbierten, vordergründig somatisch gefärbten Schulterschmerzproblematik bis 
auf weiteres keine versicherungsmedizinische Konsequenz. In psychiatrischer Hinsicht habe der 
RAD bereits am 28. August 2018 ausführlich Stellung bezogen. Zusammenfassend seien die 
objektiven Befunde als mittelgradig einzustufen. Bei genauer Betrachtung seien massgebliche 
Ressourcen nachvollziehbar, wobei insbesondere ein sozialer Rückzug in keiner Weise vorliege 
(IV-Dok 161).  
 
6.6 Dem RAD-Bericht vom 28. August 2018 ist eine Stellungnahme des RAD-Arztes 
Dr. E.____ zum psychiatrischen Teilgutachten von Dr. C.____ und der darin vorgenommenen 
Standardindikatorenprüfung zu entnehmen. Der RAD-Arzt geht davon aus, dass die objektiven 
Befunde aus psychiatrischer Sicht mittelgradig ausgeprägt seien. Ressourcen seien vorhanden. 

 
 
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So lebe die Versicherte in einer stabilen Paarbeziehung in einem Eigentumshaus und pflege ei-
nen innigen Kontakt zu ihrem Sohn. Die Beziehung zu ihrem Ehemann sei gut, sie habe täglichen 
Kontakt mit ihren Verwandten und auch einen Umgang sowie Kontakte mit Freunden und Nach-
barn. Das bestehende soziale Umfeld stütze die Versicherte und gebe ihr Rückhalt. Ein sozialer 
Rückzug liege in keiner Weise vor. Unter anderem unternehme die Versicherte im Wohnmobil 
ihres Partners Reisen, besuche regelmässig die polnische Messe und kümmere sich um ihren 
Sohn. Der gutachterlich beschriebene Alltagsverlauf zeige ein gutes Aktivitätsniveau mit verschie-
denen Interessen und Aktivitäten im und ausser Haus einschliesslich einer ausgedehnten Reise-
tätigkeit. Diskrepanzen im engeren Sinne würden keine vorliegen. Es bestehe jedoch eine Diffe-
renz zwischen der bisweilen erhöhten subjektiven Behinderungseinschätzung und den mittelgra-
dig ausgeprägten psychiatrischen Befunden. Eine Übereinstimmung bestehe allerdings zwischen 
dem guten Aktivitätsniveau und dem erhaltenen Funktionsprofil im Alltag sowie den mässig aus-
geprägten medizinischen Befunden. Die Arbeitsfähigkeit richte sich nach den bisherigen Stellung-
nahmen des RAD (IV-Dok 162). 
 
7.1 Die IV-Stelle hat ihre leistungsablehnende Verfügung vom 24. Januar 2019 im Wesent-
lichen damit begründet, dass mit Blick auf eine systematisierte Prüfung der rechtsprechungsge-
mäss vorzunehmenden Standardindikatoren (BGE 143 V 409 und BGE 141 V 281) keine Hin-
weise für eine Therapieresistenz vorlägen. Entgegen der von ihr damit vertretenen Auffassung 
steht die Therapierbarkeit eines psychiatrischen Leidens dem Eintritt einer rentenbegründenden 
Invalidität jedoch nicht absolut entgegen (Urteil des Bundesgerichts vom 2. April 2019, 
8C_592/2018, E. 4.2). Eine ausgewiesene Therapieresistenz alleine ist daher keine zwingende 
Anspruchsvoraussetzung für einen allfälligen Rentenanspruch (Urteil des Bundesgerichts vom 
11. Juli 2019, 9C_724/2018, E. 8.2). Die Indikatorenprüfung der IV-Stelle und mit ihr die vor-
instanzliche Begründung, dass das Leistungsvermögen der Versicherten in psychiatrischer Hin-
sicht mangels Therapieresistenz nicht eingeschränkt sei, erweist sich deshalb von vorne herein 
als unvollständig.  
 
7.2 Ins Auge sticht sodann ein weiterer Mangel in der vorinstanzlichen Beweiswürdigung: 
Es fällt auf, dass der RAD-Arzt Dr. E.____ in der ersten Phase seiner Beurteilung der psychiatri-
schen Verhältnisse auf die Indikatorenprüfung im psychiatrischen Teilgutachten von Dr. C.____ 
verwiesen und explizit ein Abstellen auf dessen Beurteilung empfohlen hat, ohne sich selbst zur 
Arbeitsfähigkeit der Versicherten zu äussern (IV-Dok 123, oben, Erwägung 6.3 hiervor). Nachdem 
der RAD zuvor bereits auch die teilgutachterlichen Schlussfolgerungen in rheumatologischer Hin-
sicht als einleuchtend bezeichnet hatte, nahm er im Zusammenhang mit einem nachträglich ein-
gegangenen Bericht der behandelnden Psychiaterin in einer zweiten Runde zu einer möglichen 
Verschlechterung der psychiatrischen Verhältnisse Stellung. Dabei verwies er auf die bisherige 
Diagnostik sowie auf die von Dr. C.____ vorgenommene Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit 
von 50 % und kam erneut zum Schluss, dass an den bisherigen Diagnosen und an der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. C.____ festzuhalten sei (IV-Dok 157). Nachdem der RAD die 
gutachterlichen Schlussfolgerungen der Dres. B.____ und C.____ mithin wiederholt als schlüssig 
und massgebend bezeichnet hat, nahm der RAD-Arzt in seiner dritten Stellungnahme vom 28. 
August 2018 nun plötzlich eine eigenständige Prüfung der Standardindikatoren vor, welche von 
jener von Dr. C.____ offensichtlich abweicht (IV-Dok 162). Diese abweichende Einschätzung ist 

 
 
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alleine schon deshalb nicht nachvollziehbar, weil derselbe RAD-Arzt rund 14 Monate zuvor die 
entsprechenden Erwägungen des psychiatrischen Teilgutachters noch als schlüssig und mass-
gebend qualifiziert hatte. Wenn Dr. E.____ in seiner Stellungnahme vom 28. August 2018 darauf 
hinweist, dass sich die Arbeitsfähigkeit nach den bisherigen Stellungnahmen des RAD richte, ist 
ausserdem festzustellen, dass sich gerade keine solche eigenständige Einschätzung der Restar-
beitsfähigkeit in seinen vorangegangenen RAD-Akten finden lässt (IV-Dok 123, 157). Der RAD 
und mit ihm die IV-Stelle unterliegen mithin einem Irrtum, wenn sie davon ausgehen, dass die im 
Zusammenhang mit einer Verschlechterung der psychiatrischen Verhältnisse zu Recht vertretene 
Argumentation unbesehen auch für die gutachterlich erhobene Einschätzung durch die Dres. 
B.____ und C.____ Geltung beanspruchen kann. Solches widerspräche jedenfalls klar den zuvor 
ergangenen RAD-Stellungnahmen vom 19. Juni und 11. Juli 2017 sowie vom 5. Juni 2018.  
 
7.3 Nicht nachvollziehbar ist vor allem aber auch die durch den RAD nachträglich vorgenom-
mene Interpretation des Aktivitätsniveaus der Versicherten. Gestützt auf eine umfassende Anam-
nese ist Dr. C.____ in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 16. Dezember 2016 davon aus-
gegangen, dass die Versicherte den Tag weitgehend strukturlos zu Hause verbringe. Sie sei nur 
mit Hilfe ihres Partners in der Lage, die Haushaltführung zu bewältigen, unterhalte keine Hobbies 
und pflege nur wenige telefonische Kontakte. Die damit verbundene standardisierte Ressourcen-
prüfung durch den Gutachter, wonach der Versicherten eine Restarbeitsfähigkeit von noch 50 % 
zuzumuten sei, erweist sich unter diesen Umständen als schlüssig. Demgegenüber stellt die vom 
RAD zuletzt vertretene Auffassung letztlich eine Uminterpretation der gutachterlich erhobenen 
Angaben dar. Angesichts der Pflegebedürftigkeit ihres behinderten Sohnes kann beispielsweise 
nicht von einem innigen, Ressourcen bildenden Verhältnis mit der Versicherten gesprochen wer-
den. Vielmehr ist von einer damit verbundenen, zusätzlichen Belastung im Alltag auszugehen 
(IV-Dok 117, S. 63 unten sowie S. 66, ad Frage 4). Wenn der RAD ausserdem davon ausgeht, 
dass die Versicherte über ein erhaltenes Funktionsprofil im Alltag verfüge, widerspricht dies den 
vor Ort erhobenen Verhältnissen, wonach der Haushalt in praktisch allen Lebensbereichen nur 
dank einer umfassenden Mithilfe des Partners überhaupt erledigt werden kann (IV-Dok 136). 
Aber auch die Darstellung des RAD, wonach die Versicherte mit dem Wohnmobil ihres Partners 
auf Reisen gehe, zeichnet ein unzutreffendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse: Angesichts ei-
ner letztmals im Sommer 2015 singulären Ferienreise davon ausgehen zu wollen, dass die Ver-
sicherte eine ausgedehnte Reisetätigkeit pflege, ist nicht angebracht. Dies gilt umso mehr, weil 
den Akten an anderer Stelle zu entnehmen ist, dass die Versicherte auch in den letzten Jahren 
zuvor lediglich ein einziges Mal mit ihrem Partner wandern war und bereits seit Langem nichts 
mehr unternehme (IV-Dok 81, S. 12). Nicht anders verhält es sich mit dem vom RAD vorgebrach-
ten Argument, dass in keiner Weise ein sozialer Rückzug vorliege, weil die Versicherte regelmäs-
sig die kirchliche Messe besuche. Dem Gutachten von Dr. C.____ ist im Gegenteil zu entnehmen, 
dass die Versicherte bis auf einzelne Messebesuche ihr Wochenende letztlich passiv, teils gar 
schlafend, zu Hause verbringt. Bereits aus dem Gutachten von Dr. F.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 25. November 2015 geht hervor, dass die Versicherte «total» zurückgezo-
gen lebt (IV-Dok 81, S. 11). Aus diesen unwidersprochen gebliebenen Erhebungen nachträglich 
ein Aktivitäts- und Funktionsniveau ableiten zu wollen, welches für eine vollständig erhaltene Ar-
beitsfähigkeit sprechen würde, verbietet sich. Nicht anders verhält es sich schliesslich in Bezug 

 
 
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auf die vom RAD vertretene Auffassung, die Versicherte pflege einen guten Kontakt mit Freun-
den: Den gutachterlichen Erhebungen zufolge hat die Beschwerdeführerin, welche offenbar we-
der irgendwelche Hobbies pflegt noch spazieren geht, keine Freundinnen. An diesem Umstand 
vermag auch ein regelmässiger, nur telefonischer Kontakt zu nahen Verwandten nichts zu än-
dern. Insgesamt verfügt sie über nur wenige mobilisierende Kontakte (IV-Dok 117, S. 66). Schlicht 
falsch ist schliesslich auch die Behauptung des RAD, wonach eine Differenz zwischen der bis-
weilen erhöhten subjektiven Behinderungseinschätzung und der objektiv zumutbaren Leistungs-
fähigkeit bestünde: Die Selbsteinschätzung der Versicherten, gerne 50 % zu arbeiten, entspricht 
nämlich sehr wohl genau dem gutachterlich attestierten Pensum.  
 
7.4 Zusammenfassend rechtfertigen die auf den offensichtlichen und nicht nachvollziehba-
ren Fehleinschätzungen des RAD beruhenden Einwände der IV-Stelle kein Abweichen vom rheu-
matologisch-psychiatrischen Gutachten der Dres. B.____ und C.____. Deren bidisziplinäres Ver-
waltungsgutachten erfüllt im Gegenteil alle praxisgemäss erforderlichen Kriterien an eine schlüs-
sige und zuverlässige medizinische Expertise, so dass darauf abzustellen und ab Mai 2014 von 
einer hälftigen Arbeitsfähigkeit der Versicherten in sämtlichen Tätigkeiten auszugehen ist. Damit 
ist zugleich gesagt, dass auf eine Rückweisung an die Vorinstanz zur ergänzenden Sachverhalts-
abklärung in medizinischer Hinsicht verzichtet werden kann.  
 

8.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser gesundheitlichen Einschrän-
kung. Auszugehen ist davon, dass die Versicherte bei guter Gesundheit aus finanziellen Gründen 
vollzeitlich einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre (IV-Dok 136, S. 3). Der 
Invaliditätsgrad ist daher grundsätzlich anhand der allgemeinen Methode des Einkommensver-
gleichs zu bestimmen (Art. 16 ATSG, oben, Erwägung 3.2). Zu ergänzen ist, dass auch der so-
genannte Prozentvergleich eine zulässige Variante des Einkommensvergleichs darstellt (SVR 
2014 UV Nr. 1 S. 1, 8C_211/2013 E. 4.1). Dabei ist das ohne Invalidität erzielbare hypothetische 
Erwerbseinkommen mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen ent-
sprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der 
Invaliditätsgrad ergibt (BGE 114 V 310 E. 3a). Der Prozentvergleich bietet sich namentlich dann 
an, wenn Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn (LSE) zu be-
rechnen sind. Ob diese Voraussetzungen im vorliegenden Fall gegeben sind, und ob auf eine 
genaue Ermittlung der beiden Vergleichseinkommen verzichtet werden kann (Urteil des Bundes-
gerichts vom 4. Februar 2015, 9C_888/2014, E. 2; MEYER / REICHMUTH, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, N 35 f. zu Art. 28a), lässt sich aufgrund der vorhandenen 
Aktenlage nicht beantworten. Dies wird vielmehr Gegenstand einer vorinstanzlichen Abklärung 
bilden, weil die IV-Stelle hierüber bisher keine eigenen Erhebungen getätigt hat (oben, Erwägung 
5).  
 
8.2 Nach Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG haben Versicherte, die während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind, Anspruch auf eine Rente, sofern ihre 
Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten 
oder verbessert werden kann (oben, E. 2.1). Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ab-
lauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG). 

 
 
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Gemäss dem schlüssigen Verwaltungsgutachten der Dres. B.____ und C.____ (oben, Erwägung 
7.4) war die Versicherte in sämtlichen Tätigkeiten mindestens seit Mai 2014 im Umfang von 50 
% arbeitsunfähig (oben, Erwägung 7.4). Die einjährige Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
endete somit Ende April 2015. Dass es zuvor zu einer Unterbrechung des Wartejahres gekom-
men wäre (Art. 29ter IVV), oder dass die Versicherte seither infolge Wiedererlangung einer voll-
ständigen Arbeitsfähigkeit zeitweise gar von einem Rentenanspruch ausgeschlossen wäre, ist 
der medizinischen Aktenlage nicht zu entnehmen. Nachdem sich die Versicherte bereits am 23. 
September 2014 zum Leistungsbezug angemeldet hat, sind für die nachfolgende Zeit deshalb 
alle nach dem eintretenden Versicherungsverlauf in Betracht fallenden Rentenansprüche gewahrt 
(Urteil des Bundesgerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013, E. 4.2). Damit ist ein Rentenan-
spruch ab 1. Mai 2015 ausgewiesen. Die gegen die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 
24. Januar 2019 gerichtete Beschwerde ist bei diesem Ergebnis demnach gutzuheissen, und die 
Angelegenheit ist zur Festsetzung des auf der Basis einer 50 %-igen Arbeitsunfähigkeit sowie 
nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu bemessenden Rentenanspruchs 
der Versicherten ab 1. Mai 2015 an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückzuweisen. 
 

9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Ge-
mäss § 20 Abs. 3 VPO sind die ordentlichen Kosten auch den unterliegenden Vorinstanzen zu 
auferlegen. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei. Die ordentlichen Kosten von 
Fr. 800.-- werden somit ihr auferlegt, und der am 3. Mai 2019 beim Gericht eingegangene Kos-
tenvorschuss ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.  
 
9.2 Gemäss § 21 Abs. 1 VPO steht der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung zu. Der Honorarnote vom 28. Juni 2019 zufolge beläuft sich der geltend gemachte 
Aufwand für das vorliegende Beschwerdeverfahren auf insgesamt 11 Stunden und 21 Minuten. 
Dieser Aufwand erweist sich angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als 
angemessen und ist praxisgemäss zu einem Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entgelten. Grund-
sätzlich nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Auslagen. Es ergibt sich demnach eine 
Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin in der Höhe von insgesamt Fr. 3'114.70 
(11 Stunden und 21 Minuten à Fr. 250.-- und Auslagen in der Höhe von Fr. 35.50 zuzüglich 7,7 % 
Mehrwertsteuer). 
 
10. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
- mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 

 
 
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damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 
zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Angelegenheit zur Festsetzung 
des auf der Basis einer 50 %-igen Arbeitsunfähigkeit sowie nach der 
allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu bemessenden 
Rentenanspruchs der Versicherten ab 1. Mai 2015 an die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft zurückgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird der Be-
schwerdeführerin zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3‘114.70 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.