# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f003c087-5d13-5282-a7bb-f56c58bdeb72
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 08.09.2020 UV 2018/75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2018-75_2020-09-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2018/75

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.04.2021

Entscheiddatum: 08.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 08.09.2020
Art. 18 Abs. 1, Art. 24 Abs. 1 UVG, Ziff. 2 Anhang 3 zur UVV. Die 
unfallbedingten Einschränkungen der rechten Hand haben keine 
rentenbegründende Einkommenseinbusse zur Folge. Eine 
Integritätsentschädigung ist ebenfalls nicht geschuldet, da die 
Erheblichkeitsgrenze von 5 % nicht erreicht wird. (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. September 2020, UV 
2018/75).

Entscheid vom 8. September 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann; 

Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.

UV 2018/75

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) arbeitete seit dem 1. Oktober 2007 als Eisenleger 

für die B.___ GmbH (nachfolgend: Arbeitgeberin) und war infolgedessen bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt, Luzern (nachfolgend: Suva), gegen die 

Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 9. April 2011 mit einem Messer eine 

Schnittverletzung an der rechten Hand zuzog. Die Erstbehandlung erfolgte 

gleichentags in der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG). Die Ärzte diagnostizierten eine 

Schnittverletzung der distalen Interphalangealgelenke (DIG) III, IV und V (Zone II) Hand 

rechts mit einer Flexor digitorum superficialis und Flexor digitorum profundus (FDS und 

FDP) - Läsion DIG IV und V sowie eine Läsion A/N 8/9/10. Durchgeführt wurden eine 

Revaskularisation DIG V, eine Nervennaht 8/9/10, eine FDS- und FDP-Naht DIG IV und 

V sowie eine A2-Ringbandrekonstruktion (Suva-act. 1, 9; vgl. auch Operationsbericht 

vom 9. April 2011 und Austrittsbericht des KSSG vom 18. April 2011, Suva-act. 57f.). 

Verordnet wurden Ergotherapien (Suva-act. 9-2f., 12).

A.a. 

Mit Schreiben vom 11. Mai 2011 sicherte die Suva dem Versicherten die 

gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 4). Bei der 

Nachkontrolle vom 27. Mai 2011 stellten die Handchirurgen des KSSG einen etwas 

zögerlichen Verlauf fest. Daraufhin wurden weitere Ergotherapien verordnet (Suva-act. 

13; vgl. auch Bericht des KSSG vom 29. Juni 2011, Suva-act. 18). Am 15. August 2011 

A.b. 

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teilte der Versicherte der Suva telefonisch mit, dass er erneut starke Schmerzen habe 

(Suva-act. 20; vgl. auch Arztbericht von Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, vom 

23. August 2011, Suva-act. 23). Anlässlich der Nachkontrolle vom 2. September 2011 

im KSSG beklagte der Versicherte eine anhaltende Kraftminderung, eine verminderte 

Flexion im DIP-Gelenk DIG IV sowie häufig brennende Sensationen in den DIG IV und V 

(Suva-act. 24).

Am 5. Oktober 2011 fand eine kreisärztliche Untersuchung statt. Dr. med. D.___, 

Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, erachtete dem Versicherten eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne erhöhte 

Anforderungen an die Feinmotorik, ohne Vibrations- und Stossbelastungen der rechten 

Hand mit Beginn in zwei Wochen als zumutbar (Suva-act. 31). Daraufhin teilte die Suva 

dem Versicherten am 7. Oktober 2011 mit, dass die Taggeldleistungen ab dem 11. 

Oktober 2011 eingestellt würden (Suva-act. 30).

A.c. 

Am 28. Oktober 2011 fand eine Nachkontrolle im KSSG statt. Diese ergab, dass 

zurzeit keine operative Verbesserung möglich sei. Die Therapie im KSSG wurde 

deshalb vorerst abgeschlossen (Suva-act. 32).

A.d. 

Am 22. März 2012 verlangte die damalige Rechtsvertreterin des Versicherten, 

Rechtsanwältin lic. iur. Christa Rempfler, St. Gallen, von der Suva Auskunft zu den 

Taggeldleistungen (Suva-act. 35; vgl. auch Suva-act. 37f.). Da die Antwort der Suva 

nicht gänzlich befriedigte, ersuchte die Rechtsvertreterin um Erlass einer anfechtbaren 

Verfügung (Suva-act. 39f.). In der Verfügung vom 3. Juli 2012 erklärte die Suva, dass 

sie die Taggeldansprüche des Versicherten mit den offenen und fälligen Prämien der 

Arbeitgeberin verrechne, denn der Versicherte sei Geschäftsführer und einziger 

Gesellschafter der Arbeitgeberin, welche seit dem 9. August 2011 in Konkurs sei. Zur 

Taggeldhöhe wurde ausgeführt, dass sie diese bei Vorlage der Lohnabrechnungen für 

die Zeit bis ein Jahr vor dem Unfall überprüfen werde (Suva-act. 41). Am 3. August 

2012 erhob die Rechtsvertreterin Einsprache (Suva-act. 42). Daraufhin zog die Suva 

ihre Verfügung vom 3. Juli 2012 zurück (Suva-act. 46).

A.e. 

Am 22. April 2014 verlangte die Rechtsvertreterin die Prüfung des 

Integritätsschadens und der Rente. Dem Schreiben beigelegt war ein Arztbericht von 

A.f. 

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Dr. med. E.___, Facharzt für Chirurgie FMH, vom 24. Januar 2014. Der Chirurg ging von 

einem Endzustand aus und nannte als bleibende Einschränkungen die 

Schmerzempfindlichkeit unter Belastung sowie die Kälteempfindlichkeit der rechten 

Hand (Suva-act. 55). Mit Schreiben vom 29. April 2014 informierte die Suva die 

Rechtsvertreterin, dass nach ihren Erkenntnissen der Versicherte am 1. Oktober 2013 

eine neue Arbeitsstelle als Eisenleger-Vorarbeiter (100 %-Pensum) aufgenommen 

habe. Infolgedessen würde die Rentenprüfung als hinfällig erachtet. Da sich der 

Versicherte bei einem Unfall vom 7. Oktober 2013 eine Rückenverletzung zugezogen 

habe, würde der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung wegen den Folgen der 

Handverletzung erst nach Abschluss des Rückenschadens geprüft (Suva-act. 60). Da 

die Rechtsvertreterin auf der Prüfung der Integritätsentschädigung und der Rente 

bestand (Suva-act. 61), veranlasste die Suva eine kreisärztliche Untersuchung (Suva-

act. 63). Am 9. Juli 2014 (Suva-act. 65) berichtete Kreisarzt Dr. D.___ über 

anamnestisch zu erhebende Dauerschmerzen der Finger DIG IV und V bei endgradiger 

Beugeeinschränkung im DIP IV. Zudem sei die Sensibilität auf der Ulnarseite des IV. 

sowie des gesamten V. Fingers objektiv herabgesetzt und die Diskrimination gestört. 

Die Funktion der rechten Hand sei insgesamt erhalten. Sowohl der Grobgriff als auch 

der Schlüssel- und der Spitzgriff sowie das Greifen von Kleinteilen seien nicht 

beeinträchtigt. Das beidhändige Anheben eines leichten sowie schweren Bürostuhls sei 

ebenfalls uneingeschränkt durchführbar. Seitengleiche muskuläre Umfangmasse sowie 

eine leicht vermehrte Beschwielung im Bereich der rechtseitigen Handinnenfläche 

liessen nicht auf ein übermässiges Schonverhalten der rechten Hand rückschliessen. 

Die vom Versicherten beklagten Beschwerden liessen sich durch pathologische 

Befunde nicht objektivieren. Der Kreisarzt riet jedoch zu einer adäquaten 

Schmerztherapie, zumal diese therapeutische Option bislang nicht in ausreichendem 

Masse genutzt worden sei. Den Versicherten erachtete er sowohl für die angestammte 

Tätigkeit als Eisenleger als auch für sämtliche Tätigkeiten auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt als uneingeschränkt vermittelbar. Hinsichtlich der bei einem Fallabschluss 

zu prüfenden Integritätsentschädigung führte er aus, dass eine solche nicht geschuldet 

sei, denn der unfallbedingte Integritätsschaden würde die Erheblichkeitsgrenze nicht 

erreichen (Suva-act. 65-6f.).

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Mit Schreiben vom 23. Juli 2014 teilte die Suva der Rechtsvertreterin die 

Abweisung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung 

mit. Übernommen würden die Kosten der schmerztherapeutischen Massnahmen in 

Kombination mit Ergotherapie bzw. Physiotherapie bezogen auf die verbliebenen 

Unfallfolgen an der rechten Hand (Suva-act. 66).

A.g. 

Im vom neuen Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald 

Pedergnana, St. Gallen, eingereichten Arztbericht vom 12. Februar 2015 erklärte Dr. 

med. F.___, Spezialarzt für Chirurgie FMH, dass der Versicherte an einer bleibenden 

mehrfachen Behinderung leide. Es lägen funktionelle Einbussen, eine Kraftminderung 

und reduzierte Belastbarkeit, ein erheblicher Schmerzzustand, der bei Belastung 

zunehme, sowie eine Kälteempfindlichkeit der rechten Hand vor. Zur Arbeitsfähigkeit 

führte er aus, dass in der angestammten Tätigkeit als Armierungsfachmann die 

Leistungseinschränkung 30% und bei kalten Temperaturen 50 bis 60% betrage (Suva-

act. 70). In der Stellungnahme vom 17. März 2015 wies Kreisarzt Dr. D.___ 

insbesondere darauf hin, dass sich keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 

aus dem Arztbericht von Dr. F.___ ergebe und die reduzierte Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit nicht durch entsprechende objektive Befunde belegt sei (Suva-act. 72). 

Mit Schreiben vom 19. März 2015 teilte die Suva der Rechtsvertreterin mit, dass ein 

Rückfall zu verneinen sei (Suva-act. 73).

A.h. 

Am 10. Juni 2015 verlangte der Rechtsvertreter des Versicherten den Erlass einer 

Verfügung über die Leistungen (Suva-act. 78).

A.i. 

Im Arztbericht vom 15. Juli 2015 erklärte Dr. F.___, dass aufgrund der rechten 

Hand mindestens eine 50%ige Einbusse der Leistungsfähigkeit bestehe. Er empfahl 

eine neurologische und elektroneurographische Untersuchung, um die Situation des 

peripheren Nervensystems und der rechten Hand zu objektivieren, eine interdisziplinäre 

Schmerztherapie einzuleiten und einen stationären Aufenthalt in der Rehaklinik G.___ 

(Suva-act. 90). Da die Leistungsbeurteilung hinsichtlich der Folgen der Handverletzung 

nicht im Rahmen des dazumal pendenten Beschwerdeverfahrens vor dem 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (UV 2015/13, Unfall mit 

Rückenverletzung) erfolgen konnte (vgl. Suva-act. 79ff.), erliess die Suva am 5. August 

2015 die geforderte Verfügung und wies die Begehren um eine 

A.j. 

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Integritätsentschädigung und eine Invalidenrente ab. Zugesichert wurde dagegen die 

Übernahme der Kosten für die Behandlung der Schmerzsymptomatik an der rechten 

Hand (Suva-act. 87). Gegen die Verfügung erhob der Rechtsvertreter mit Eingabe vom 

10. August 2015 Einsprache und verlangte die Weiterausrichtung der 

Versicherungsleistungen (Suva-act. 88). In der Stellungnahme vom 7. September 2015 

erklärte Kreisarzt Dr. med. H.___, Facharzt für Chirurgie FMH, dass Dr. F.___ lediglich 

die subjektiven Beschwerden des Versicherten beschreibe. Im Weiteren stellte er fest, 

dass gemäss Aktenlage seit fünf Monaten keine Behandlung mehr notwendig gewesen 

sei. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht ersichtlich. Es könne 

deshalb weiterhin auf den Untersuchungsbericht von Kreisarzt Dr. D.___ abgestellt 

werden (Suva-act. 92). Im neurologischen Beurteilungsbericht vom 26. November 2015 

empfahl Dr. med. I.___, Facharzt für Neurologie FMH, Abteilung Versicherungsmedizin 

der Suva, die Vorstellung des Versicherten zum Konsil im Zentrum für Schmerzmedizin 

des Schweizerischen Paraplegiker Zentrums in Nottwil (nachfolgend: SPZ; Suva-act. 

95).

Am 28. Juli 2016 fand im SPZ eine interdisziplinäre Untersuchung mit den 

Fachdisziplinen Neurologie, Neurochirurgie, Anästhesiologie, Ergotherapie, 

Handchirurgie und Schmerzpsychologie statt. Im Bericht vom 3. August 2016 (Suva-

act. 124) wurden diagnostiziert ein chronisches Schmerzsyndrom der rechten Hand im 

Sinne eines gemischten neuropathisch-nociceptiven Schmerzes und ein Verdacht auf 

eine zentrale Sensibilisierung bei Status nach Schnittverletzung der Finger III, IV und V 

rechts (dominant) und bei FDS- und FDP-Läsion der Finger IV und V Zone 2, Läsion A/

N 8/9/10 und Status nach Revaskularisation des Fingers V, Nervennaht 8/9/10, FDS- 

und FDP-Naht und Ringband-Rekonstruktion Hand rechts am 9. April 2011 (ICD-10: 

G56.8), eine Lumbago (starke akute Rückenschmerzen im Bereich der Lenden; ICD-10: 

M54.5) sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (ICD-10: F45.41). Die klinisch-neurologische Untersuchung ergab eine 

deutliche Hyperpathie (Überempfindlichkeit für sensible Reize) an der Grenze zur 

Allodynie (der Schmerz wird schon durch geringfügige, physiologische Reize ausgelöst, 

die bei einem normalen, gesunden Menschen keinen Schmerz verursachen würden) für 

den Bereich der volaren Finger III - V der rechten Hand sowie Hypästhesien 

(herabgesetzte Druck- bzw. Berührungsempfindung) im dorsalen Bereich 

A.k. 

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(Handrücken). Diese seien unmittelbare Folgen der Nervenverletzung. Die Ausbreitung 

der Schmerzen unter Belastung in den ulnaren Handbereich (Handrücken) und bis an 

die Grenze des proximalen Drittels des linken Unterarmes könnten interpretiert werden 

als zentrale Schmerzsensibilisierung. Aus schmerzpsychologischer Sicht sei von einer 

chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren auszugehen. 

Im Vergleich zu den Jahren 2011-2012 scheine sich der Zustand bereits etwas 

stabilisiert zu haben. Aus neurologischer Sicht wurde eine medikamentöse Therapie 

und aus schmerzpsychologischer Sicht die Vermittlung adaptiver 

Schmerzbewältigungsstrategien, jeweils mit Anbindung an das Schmerzzentrum 

St. Gallen, empfohlen. In anästhesiologischer Hinsicht wurde insbesondere erklärt, 

wenn konservative und interventionelle Massnahmen keine anhaltende 

Schmerzreduktion bewirken könnten, sollte eine Rückenmarkstimulation (SCS) 

diskutiert werden. Dieser Einschätzung schloss sich auch die Neurochirurgie an. Zur 

Arbeitsfähigkeit wurde erklärt, dass dazu – wie im Vorfeld bereits ausgeführt – keine 

Angaben gemacht werden könnten, denn es müssten Beobachtungen, nicht-

schmerzbezogene medizinische Daten sowie gegebenenfalls weitere Fakten, die nicht 

vorlägen, herangezogen werden. Empfohlen wurde eine Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit. Die handchirurgische Untersuchung wurde am 1. Juli 2016 von Dr. 

med. J.___, Oberarzt Handchirurgie, durchgeführt (Suva-act. 124-9f.) Diese ergab 

bezüglich Kraft und Beweglichkeit ein gutes Ergebnis. Festgestellt wurden lediglich 

minimale Bewegungseinschränkungen am Endglied des Ringfingers. Als 

Hauptprobleme wurden genannt die Schmerzen, die Sensibilitätsstörungen und die 

Kälteintoleranz im Bereich der Finger IV und V. Handchirurgische Massnahmen wurden 

weder als sinnvoll noch als aussichtsreich erachtet.

Am 8. Dezember 2016 nahm der Suva-Versicherungsmediziner Dr. I.___ zum 

Untersuchungsbericht des SPZ Stellung (Suva-act. 130). Er hielt fest, dass bislang 

keine adäquaten medizinischen Schritte unternommen worden seien, um den 

limitierenden Schmerz des Versicherten zu behandeln. Erst nach einer adäquaten 

Behandlungsphase von zirka sechs Monaten sei eine abschliessende 

Leistungsbeurteilung vorzunehmen. Der Endzustand könne erst nach Abschluss eines 

lege artis geführten Behandlungsversuchs angenommen werden.

A.l. 

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Mit E-Mail vom 16. Dezember 2016 (Suva-act. 131) und Schreiben vom 24. 

Januar 2017 (Suva-act. 133) teilte die Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten mit, 

dass die Einsprache erledigt und gutgeheissen worden sei bzw. die Verfügung vom 5. 

August 2016 zurückgenommen und das Einspracheverfahren formlos abgeschrieben 

werde. Der Versicherte wurde aufgefordert, sich in der Schmerzklinik des KSSG zur 

Therapie anzumelden.

A.m. 

Mit Schreiben vom 21. Februar 2017 forderte der Rechtsvertreter des Versicherten 

die Suva auf, die seit dem 23. Juli 2014 eingestellten Taggelder wieder auszuzahlen 

oder wenn dies nicht erfolge, eine anfechtbare Verfügung darüber zu erlassen (Suva-

act. 139).

A.n. 

Mit Verfügung vom 1. März 2017 teilte die Suva mit, dass der Versicherte keinen 

Anspruch auf Taggelder habe, da eine volle Arbeitsfähigkeit bei angepasster Tätigkeit 

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bestehe (Suva-act. 140). Am 30. März 2017 liess der 

Versicherte gegen die Verfügung vom 1. März 2017 Einsprache erheben mit dem 

Antrag, die Heilkosten- und Taggeldleistungen seien weiterhin in voller Höhe 

auszurichten (Suva-act. 145).

A.o. 

Am 25. April 2017 wurde der Versicherte durch Kreisarzt Dr. med. K.___, Facharzt 

für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, untersucht. 

Im Bericht vom 26. April 2017 erhob der Kreisarzt eine minime 

Funktionsbeeinträchtigung der rechten Hand mit Beugeunfähigkeit des 

Ringfingergelenks und leichter Kraftminderung beim Faustschluss. Im Weiteren erklärte 

er, dass die subjektive Angabe einer unter Belastung sich verstärkenden 

Schmerzsymptomatik der Finger III-V nicht durch objektive Untersuchungskriterien und 

Verhaltensbeobachtung objektivierbar sei. Dem Versicherten seien leichte, 

mittelschwere und gelegentlich schwere körperliche Arbeiten auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt ohne Einschränkung zumutbar, nicht jedoch feinmechanische Arbeiten. 

Zudem sei auf eine Vermeidung von widrigen Witterungsumständen zu achten (Suva-

act. 154). Im Arztbericht vom 3. Mai 2017 erklärte Dr. med. L.___, Innere Medizin, dass 

der Versicherte in der angestammten Tätigkeit als Eisenleger nicht mehr arbeiten könne 

(Suva-act. 158).

A.p. 

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Im Bericht vom 28. April 2017 hielten die untersuchenden Ärzte des 

Schmerzzentrums des KSSG fest, dass beim Versicherten ein chronifiziertes 

neuropathisches Schmerzsyndrom der rechten Hand bestehe. Eine adäquate 

Schmerztherapie sei inzwischen etabliert worden (Suva-act. 159). Am 5. Juli 2017 

berichteten sie über persistierende Ruheschmerzen und Allodynie/Hyperalgesie im 

Bereich der DIG III, IV und V sowie des Handgelenks rechts. Gerügt wurde, dass der 

Versicherte zwar die Sprechstundentermine, jedoch nicht die Ergotherapietermine 

(ausser dem Assessmenttermin) wahrgenommen habe. Zudem habe er sämtliche 

verordneten Medikamente selbständig wegen Nebenwirkungen abgesetzt (Suva-act. 

166). Auch im weiteren Verlaufe nahm der Versicherte keine Therapietermine mehr 

wahr bzw. brach er die Schmerztherapie im KSSG ab (vgl. Suva-act. 169, 171, 197). An 

der Besprechung vom 19. Dezember 2017 wurde der Versicherte vom Case Manager 

der Suva nochmals auf seine Mitwirkungs- respektive Schadenminderungspflicht 

hingewiesen. Der Versicherte machte geltend, er habe die Behandlung ab August 2017 

nicht mehr fortgesetzt, weil er nach den Behandlungen keinen positiven Effekt verspürt 

habe. Daraufhin teilte der Suva-Mitarbeiter dem Versicherten und dem ebenfalls 

anwesenden Rechtsvertreter mit, dass die Suva von einem Endzustand ausgehe. Sie 

würden deshalb den Fall per 31. Juli 2017 abschliessen und die Ansprüche des 

Versicherten prüfen (Suva-act. 173).

A.q. 

Am 3. Januar 2018 unterzeichneten die Suva und der Rechtsvertreter eine 

Vergleichsvereinbarung. Vereinbart wurde insbesondere, dass die Suva dem 

Versicherten für die Zeit vom 1. August 2015 bis 31. Juli 2017 Taggelder im Rahmen 

einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ausrichten und den Anspruch auf eine Invalidenrente 

und eine Integritätsentschädigung prüfen werde. Im Gegenzug zog der Versicherte u.a. 

seine Einsprache vom 30. März 2017 zurück (Suva-act. 180).

A.r. 

Am 13. Februar 2018 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. K.___. 

Der Kreisarzt berichtete über eine deutliche Befundverbesserung gegenüber der 

Voruntersuchung vom 25. April 2017. Eine Berührungs- und Druckschmerzhaftigkeit 

der Hand und insbesondere der Finger IV und V sei nicht mehr nachweisbar. Weiter 

hielt er fest, dass der Versicherte die Schmerztherapie abgebrochen habe und keine 

schmerzlindernden Medikamente mehr einnehme. Da keine namhafte Verbesserung 

des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr erreicht werden könne, empfahl Dr. 

A.s. 

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B.  

K.___ den Fallabschluss. Zur Arbeitsfähigkeit führte er aus, dass dem Versicherten 

schwere körperliche Belastungen einschliesslich des Hebens von schweren und 

schwersten Lasten und Gegenständen, Arbeiten mit feinmotorischen Anforderungen 

und grösserem oder wiederholtem Krafteinsatz mit Beteiligung der Finger IV und V 

sowie Tätigkeiten mit Vibrationen oder Schlägen in Bezug auf die rechte Hand, das 

Arbeiten an Maschinen mit Gefahrenpotential und Arbeiten mit Hitze- oder 

Kälteexposition nicht mehr zumutbar seien. Eingesetzt werden könne der Versicherte 

vollschichtig in leichten bis mittelschweren körperlichen, leidensadaptierten 

Tätigkeiten. Hinsichtlich des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung führte Dr. 

K.___ aus, dass als Folge des Unfallereignisses residuelle Sensibilitätsveränderungen 

der Finger IV und V sowie eine Beugeeinschränkung des Ringfingergelenks mit leichter 

Kraftminderung beim Faustschluss bestehen würden. Die Erheblichkeitsgrenze für die 

Anerkennung eines unfallbedingten Integritätsschadens sei damit jedoch nicht erreicht 

(Suva-act. 188).

Mit Verfügung vom 1. März 2018 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass weder 

ein Anspruch auf eine Invalidenrente noch auf eine Integritätsentschädigung bestehe. 

Begründet wurde dies damit, dass der Versicherte in einer an die Unfallfolgen 

angepassten Tätigkeit gemäss der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) ein 

Einkommen von Fr. 60'832.- erzielen könnte. Aus dem Vergleich mit dem Einkommen 

ohne Unfall von Fr. 60'000.- (Fr. 5'000.- pro Monat x 12 Monate) resultiere keine 

Erwerbseinbusse (Invaliditätsgrad von 0%). Deshalb bestehe kein Rentenanspruch. Da 

die Erheblichkeitsgrenze in Bezug auf die Integritätseinbusse nicht erreicht sei, bestehe 

auch kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (Suva-act. 191; zur 

Einkommensfestsetzung vgl. auch Suva-act. 189f.).

A.t. 

Am 9. März 2018 liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter gegen die 

Verfügung vom 1. März 2018 Einsprache erheben. Beantragt wurde die Ausrichtung 

einer Invalidenrente und einer Integritätsentschädigung nach Massgabe einer 

gutachterlichen Einschätzung (Suva-act. 193). In der Einsprachebegründung wurde 

insbesondere geltend gemacht, dass der Therapieabbruch keine Auswirkungen auf die 

Leistungsfähigkeit habe. Bei zwei der für die Einkommensermittlung verwendeten 

B.a. 

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C.  

Arbeitsplätzen (DAP) könne der Versicherte aufgrund der Einschränkungen die 

körperlichen Anforderungen nicht erfüllen. Gefordert wurde die Begutachtung des 

Versicherten allenfalls kombiniert mit einer Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit (EFL; Suva-act. 199).

Mit Einspracheentscheid vom 28. September 2018 wies die Suva die Einsprache 

vom 9. März 2018 ab (Suva-act. 207). Zur Begründung wurde insbesondere ausgeführt, 

dass der medizinische Endzustand hinsichtlich der somatischen Unfallfolgen erreicht 

sei. Der Versicherte könne in leichten bis mittelschweren körperlichen, 

leidensadaptierten Tätigkeiten vollschichtig eingesetzt werden. Weitere medizinische 

Abklärungen würden sich deshalb erübrigen (Suva-act. 207-7f.). Da keine 

unfallbedingte Erwerbseinbusse vorliege, bestehe kein Rentenanspruch (Suva-act. 

207/8ff.). Weil die Erheblichkeitsgrenze für die Anerkennung eines unfallbedingten 

Integritätsschadens nicht erreicht sei, sei keine Integritätsentschädigung geschuldet 

(Suva-act. 207-12f.).

B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 28. September 2018 erhob der 

Rechtsvertreter des Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26. Oktober 

2018 Beschwerde mit den Anträgen: 1. Der Einspracheentscheid der Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 28. September 2017 (korrekt: 2018) sei 

aufzuheben. 2. Es sei eine Rente und eine Integritätsentschädigung nach Massgabe 

einer gutachterlichen Einschätzung auszurichten. 3. Es sei ein Gerichtsgutachten eines 

Handchirurgen in Auftrag zu geben (eventualiter ein bidisziplinäres mit einem 

Neurologen). 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

Beschwerdegegnerin (act. G 1). Am 22. November 2018 reichte der Rechtsvertreter 

einen Arztbericht von Dr. L.___ vom 12. November 2018 ein (act. G 3, G 3.1).

C.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 30. November 2018 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 28. September 2018 (act. G 5). Erklärt wurde insbesondere, 

dass sich keine medizinische Fachperson mit der kreisärztlichen Beurteilung vom 

13. Februar 2018 auseinandergesetzt oder Zweifel an deren Richtigkeit geäussert habe. 

Der Arztbericht von Dr. L.___ vom 12. November 2018 vermöge - da keine Einsicht in 

C.b. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/23

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Erwägungen

1.  

die Unfallakten erfolgt sei und wegen der fehlenden Fachkompetenz des Hausarztes - 

an der vollen Beweiskraft des kreisärztlichen Berichts nichts zu ändern (act. G 5-3f.). Im 

Weiteren wurde angeführt, dass der Beschwerdeführer die empfohlenen Therapien 

nicht wahrgenommen oder nach kurzer Zeit wieder abgebrochen habe (act. G 5-4).

In der Replik vom 21. Januar 2019 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers unverändert an den Beschwerdebegehren fest (act. G 7). Gerügt 

wurde insbesondere, dass im kreisärztlichen Bericht vom 13. Februar 2018 einzelne 

Arztberichte fehlen würden oder einseitig zu Gunsten der Beschwerdegegnerin 

zusammengefasst worden seien und eine umfassende Auseinandersetzung mit den 

früheren Arztberichten nicht erfolgt sei (act. G 7-2ff.).

C.c. 

In der Duplik vom 14. Februar 2019 (act. G 9) erklärte die Beschwerdegegnerin 

insbesondere, dass die kreisärztliche Zusammenfassung des aktenmässigen Verlaufs 

adäquat und nicht zu beanstanden sei. Hinsichtlich des Schmerzsyndroms wurde eine 

Leistungspflicht verneint, da dieses nicht auf objektivierbare Unfallfolgen zurückgeführt 

werden könne. Ausserdem sei die adäquate Unfallkausalität nicht gegeben, da es sich 

beim Ereignis vom 9. April 2011 um einen leichten/banalen Unfall handle. Eine 

Integritätsentschädigung sei nicht geschuldet, denn die bleibenden Unfallfolgen 

würden die Erheblichkeitsgrenze für die Anerkennung eines unfallbedingten 

Integritätsschadens nicht erreichen.

C.d. 

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 28. September 2018 (Suva-act. 207). Streitig und zu prüfen 

ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine 

Integritätsentschädigung.

1.1. 

Unbestritten geblieben ist, dass per 31. Juli 2017 der gesundheitliche Endzustand 

erreicht und daher der Rentenanspruch und der Integritätsentschädigungsanspruch in 

diesem Zeitpunkt zu prüfen war (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20], Ziff. 4 der Vergleichsvereinbarung vom 3. Januar 

2018, Suva-act. 180, und kreisärztlicher Untersuchungsbericht vom 13. Februar 2018, 

Suva-act. 188-8).

1.2. 

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2.  

Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung (wie auch Invalidenrente [vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG] und 

Integritätsentschädigung [vgl. Art. 24 Abs. 1 UVG]) bildet die Unfallkausalität. Eine 

Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (BGE 129 V 

181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser (Hrsg.), 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 (nachfolgend zitiert: KOSS UVG); Irene Hofer, N 66 zu 

Art. 6, in: Ghislane Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli (Hrsg.), 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 (nachfolgend zitiert: BSK UVG); 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer (Hrsg.), Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht regelmässig auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, N 53, 59 zu Art. 6; BSK 

UVG-Hofer, a.a.O., N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 58; BGE 129 V 

181 E. 3.1 und 3.2 sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils 

8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009, je mit Hinweisen). Bei physischen Unfallfolgen 

spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 

134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang 

gegeben ist, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 

Hinweisen; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 

4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f., Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 4).

2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/23

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3.  

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch Berichten und Gutachten, welche die 

Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und 

Ärztinnen einholen, Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4, 125 V 353 f. E. 

3b/ee, je mit Hinweisen). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7).

Vorab ist abzuklären, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen als unfallkausal 

zu betrachten sind und inwiefern die Arbeitsfähigkeit durch diese beeinträchtigt ist. 

Geltend gemacht werden diesbezüglich insbesondere Funktionsbeeinträchtigungen der 

rechten Hand sowie limitierende Schmerzen (siehe dazu nachfolgende Erwägung 3.2). 

Da psychische Leiden nicht gänzlich ausgeschlossen werden können (vgl. Arztbericht 

vom 3. Mai 2017 von Dr. L.___, Suva-act. 158), ist soweit erforderlich darauf 

einzugehen (siehe dazu nachfolgende Erwägung 3.3).

3.1. 

 3.2. 

In der kreisärztlichen Untersuchung vom 25. April 2017 berichtete Dr. K.___ über 

eine leichte Funktionsbeeinträchtigung der rechten Hand mit Beugeunfähigkeit des 

Ringfingergelenks und leichter Kraftminderung beim Faustschluss sowie einer rein 

subjektiv empfundenen Schmerzsymptomatik bezüglich der Finger III bis V (Suva-act. 

154). In der Abschlussuntersuchung vom 13. Februar 2018 erhob er als Unfallfolgen nur 

noch residuelle Sensibilitätsveränderungen der Finger IV und V sowie eine 

Beugeeinschränkung des Ringfingergelenks mit leichter Kraftminderung beim 

Faustschluss. Eine Berührungs- und Druckschmerzhaftigkeit (Hypästhesie) der Hand – 

wie anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 25. April 2017 noch erhoben – 

konnte er nicht mehr nachweisen. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

erachtete er nur in qualitativer Hinsicht als eingeschränkt (Suva-act. 188).

3.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/23

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Der Beschwerdeführer machte sowohl in den ärztlichen Untersuchungen als 

auch in den Rechtsschriften limitierende Schmerzen bezüglich der Hand geltend. 

Sowohl die behandelnden als auch die begutachtenden Ärzte setzten sich mit der 

Schmerzthematik auseinander. In der neurologischen Beurteilung vom 8. Dezember 

2016 stellte der Suva-Versicherungsmediziner Dr. I.___ fest, dass bislang keine 

adäquaten medizinischen Schritte unternommen worden seien, um den limitierenden 

Schmerz des Patienten zu behandeln. Erst nach einer Behandlungsphase von ca. 6 

Monaten könne eine abschliessende Leistungsbeurteilung vorgenommen werden 

(Suva-act. 130-5). Daraufhin wurde wegen den vom Beschwerdeführer weiterhin 

beklagten Handschmerzen (vgl. Suva-act. 142: Schmerzen in Ruhe VAS 2-3, unter 

Belastung 4-10, Kälteintoleranz bei Temperaturen unterhalb von 10 Grad; Suva-act. 

159: persistierende Ruheschmerzen und Allodynie/Hyperalgesie im Bereich DIP III, IV, 

V sowie Handgelenk rechts) eine Schmerztherapie im KSSG mit Ergotherapie und 

medikamentöser Behandlung (Analgetikum, Neuroleptikum, schmerzmodulierendem 

Antidepressivum) initiiert (Suva-act. 159). Der Beschwerdeführer nahm die Behandlung 

verspätet auf und fiel schon zu Beginn der Behandlung wegen mangelnder Kompliance 

bezüglich Terminen, Therapien und Medikamentation auf. Bereits nach wenigen 

Wochen brach der Beschwerdeführer die Behandlung – trotz Ermahnung durch die 

Beschwerdegegnerin (vgl. Suva-act. 167, 173) – eigenmächtig ab und nahm sie in der 

Folge auch nicht mehr auf (vgl. Suva-act. 166, 197). Ein solches Verhalten spricht – 

selbst in Anbetracht der von Ärzten (anfänglich) empfohlenen Schmerzbehandlung – 

eher gegen eine Erheblichkeit der geltend gemachten Schmerzen zum Zeitpunkt des 

Erlasses der leistungsabweisenden Verfügung. Zur vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers gerügten Widersprüchlichkeit der verschiedenen Arztberichte (vgl. 

act. G 1-4, G 7) ist festzustellen, dass diese Einschätzung nicht nachvollziehbar ist. Bei 

Berücksichtigung des Genesungsverlaufes resultieren denn auch keine relevanten 

Widersprüche in den fachärztlichen Einschätzungen. So dürfte sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers – sowohl hinsichtlich der funktionellen 

Einschränkungen als auch hinsichtlich der Schmerzen – wesentlich verbessert haben, 

verzichtete er doch einerseits auf die Fortsetzung der eingeleiteten Therapien und 

andererseits wurden keine aktuellen Arztberichte von Fachärzten ins Recht gelegt, die 

an der kreisärztlichen Beurteilung und insbesondere an der Arbeitsfähigkeitsschätzung 

berechtigte Zweifel wecken würden, so dass weitergehende Abklärungen angezeigt 

wären (vgl. Erwägung 2.2 sowie die überzeugende Argumentation der 

Beschwerdegegnerin in Ziffer 4.1 bis 4.3 der Beschwerdeantwort vom 30. November 

2018 worauf zu verweisen ist, act. G 5). Der Argumentation des Beschwerdeführers, 

dass der kreisärztliche Untersuchungsbericht vom 13. Februar 2018 unzuverlässig und 

3.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/23

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nicht nachvollziehbar sein soll, da nicht alle früheren Arztberichte behandelt oder diese 

teilweise nur einseitig widergegeben worden seien (vgl. act. G 7), kann nicht gefolgt 

werden. So hat Kreisarzt Dr. K.___ sehr wohl alle relevanten und insbesondere die 

aktuellen Arztberichte gewürdigt und nachvollziehbar dargelegt, wieso er zu seiner 

Einschätzung hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers kam. Dass sich 

die Ärzte des Schmerzzentrums des SPZ nicht bereits im Jahr 2016 zur Arbeitsfähigkeit 

geäussert haben, ist nachvollziehbar, stand doch dazumal noch eine Schmerztherapie 

im Raum, die – wie bereits gesagt – vom Beschwerdeführer vorzeitig nach wenigen 

Wochen abgebrochen wurde. Dass nun die von den Ärzten des SPZ im Jahr 2016 

angedachten weiteren Untersuchungen bzw. Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit 

nachgeholt werden müssten, erscheint aufgrund der seither erstellten 

nachvollziehbaren und schlüssigen kreisärztlichen Untersuchungsberichte und in 

Würdigung des Therapieverhaltens des Beschwerdeführers als nicht mehr angezeigt 

bzw. erforderlich.

Festzuhalten ist soweit, dass unbestrittenermassen als Unfallrestfolge zumindest 

eine leichte Funktionsbeeinträchtigung der rechten Hand mit leichter Kraftminderung 

besteht. Infolgedessen ist es nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer die 

angestammte Tätigkeit als Eisenleger nur noch eingeschränkt ausüben kann. Eine 

leidensangepasste Tätigkeit – wie von Dr. K.___ im ausführlichen, nachvollziehbaren 

und schlüssigen Abschlussbericht vom 13. Februar 2018 beschrieben (vgl. Sachverhalt 

A.s., Suva-act. 188) – erscheint aufgrund der zum Verfügungszeitpunkt noch 

vorhandenen körperlichen Einschränkungen dem Beschwerdeführer durchaus als 

zumutbar in einem 100%-Pensum. Daran vermögen auch die vom Beschwerdeführer 

geltend gemachten Schmerzen in der rechten Hand nichts zu ändern, denn aufgrund 

seines Verhaltens – wie der vorzeitige Therapieabbruch und die nicht erforderliche 

Schmerzmitteleinnahme (vgl. Suva-act. 166-2, 188-8) – ist nicht davon auszugehen, 

dass die Schmerzen derart limitierend sind, dass er eine leidensangepasste Tätigkeit 

(Tätigkeiten ohne Arbeiten bei Temperaturen unter 10° Celsius und ohne starke 

Belastung der rechten Hand) nicht wahrnehmen könnte. Auch aus dem Bericht des 

Zentrums für Schmerzmedizin des SPZ (vgl. Sachverhalt A.k., Suva-act. 140) und 

desjenigen von Dr. L.___ vom 12. November 2018 (vgl. act. G 3.1) kann – entgegen der 

Ansicht des Beschwerdeführers – nicht geschlossen werden, dass ihm eine 

leidensangepasste Tätigkeit nicht in einem 100%-Pensum zumutbar wäre.

3.2.3. 

Hinweise auf das Vorliegen psychischer Leiden finden sich im Arztbericht von Dr. 

L.___ vom 3. Mai 2017. Der Arzt erhob eine depressive Verstimmung bzw. eine 

depressive Komponente bei Existenzängsten sowie ein Rückzugsverhalten der 

3.3. 

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4.

Nachfolgend ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente zu 

prüfen.

normalen Alltagsaktivität. Er vereinbarte mit dem Beschwerdeführer deswegen eine 

Vorstellung im Psychiatrischen Zentrum (Suva-act. 158). Festzustellen ist, dass gemäss 

der Aktenlage weder die von Dr. L.___ erwogene Vorstellung im Psychiatrischen 

Zentrum stattfand noch der Beschwerdeführer sich anderweitig in 

psychotherapeutische Behandlung bei einem Facharzt begab. Es liegt denn auch keine 

fachärztlich gestellte psychiatrische Diagnose vor. Selbst wenn die geforderten 

weiteren medizinischen Untersuchungen ergäben, dass der Beschwerdeführer durch 

psychisch bedingte Leiden eingeschränkt wäre, so wäre dies – wie nachfolgend 

dargelegt – unbeachtlich. Bei der im Rahmen der Prüfung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs vorzunehmenden Katalogisierung des Unfallereignisses ist der 

Beschwerdegegnerin zuzustimmen, dass beim Ereignis vom 9. April 2011 (erlittene 

Messerschnittverletzung bei der Zubereitung einer Mahlzeit) aufgrund der 

Unfallschwere, wobei der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei 

entwickelnden Kräften massgebend ist, von einem leichten Unfall auszugehen ist. Bei 

banalen wie auch bei leichten Unfällen ist rechtsprechungemäss der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der 

Regel zu verneinen, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter 

Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein 

solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu 

verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/aa, 115 V 133 E. 6a.).

Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer infolge des Unfalls vom 

9. April 2011 unter geringfügigen schmerzbedingten und funktionellen 

Einschränkungen im Bereich der rechten Hand leidet. Das kreisärztlich erhobene 

Zumutbarkeitsprofil trägt den Einschränkungen ausreichend Rechnung. Eine 

leidensangepasste Tätigkeit ist dem Beschwerdeführer in einem 100%-Pensum 

zumutbar.

3.4. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 

8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Zur 

Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten 

Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/23

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zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).

 4.2. 

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft; dies in der Annahme, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 224, E. 4.3.1 mit Hinweisen).

4.2.1. 

Die Beschwerdegegnerin ging sowohl in der Verfügung vom 1. März 2018 (Suva-

act. 191, vgl. auch Suva-act. 189f.) als auch im Einspracheentscheid vom 28. 

September 2018 (Suva-act. 207) von einem Validenlohn von Fr. 60'000.- aus. Dieser 

Betrag entspricht dem Lohn, welcher der Beschwerdeführer vor dem Unfall am 9. April 

2011 als angestellter Eisenleger bei der B.___ GmbH erzielt hatte (vgl. IK-Auszug, 

Suva-act. 205-5). Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne das 

Unfallereignis vom 9. April 2011 weiterhin als Eisenleger tätig gewesen wäre, zumindest 

finden sich in den Akten keine gegenteiligen Hinweise. Der (ergänzenden) 

Argumentation der Beschwerdegegnerin, dass korrekterweise nicht auf den bisherigen 

Lohn von Fr. 60'000.-, sondern entsprechend den Mindestlohnvorgaben des 

Landesmantelvertrages für das schweizerische Bauhauptgewerbe von einem 

hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 53'724.- auszugehen sei (vgl. Suva-act. 

207-9), kann nicht gefolgt werden, zumal der Beschwerdeführer auch in den Jahren 

2008, 2009 und 2010 als angestellter Eisenleger jeweils ein jährliches Einkommen von 

Fr. 60'000.- erzielte (vgl. Suva-act. 205-5). Angepasst an die Nominallohnentwicklung 

(Bundesamt für Statistik [BfS], Nominallohnentwicklung, Tabelle T1.93, Baugewerbe, 

Index 2011: 124.0 und 2017: 126.7) beträgt das Valideneinkommen im Jahr 2017 

Fr. 61'307.-.

4.2.2. 

 4.3. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung 

primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei 

der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen 

ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, 

4.3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/23

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und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und 

nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als 

Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 

oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, 

so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom 

Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 

oder die Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen der SUVA (sog. 

DAP-Zahlen; diese wurden von der Suva bis 2019 erhoben) herangezogen werden 

(BGE 136 V 297 E. 5.2 , 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 139 V 

592).

Der Beschwerdeführer ging nach dem Unfall weder einer längerfristig 

ausgerichteten noch einer regelmässigen Erwerbstätigkeit nach. Es kann daher nicht 

davon ausgegangen werden, dass er sein Erwerbspotential in den Jahren nach dem 

Unfall je ausgeschöpft hat. Bei dieser Ausgangslage kann das Invalideneinkommen 

nicht auf individuell-konkreter Basis bemessen werden. Die Beschwerdegegnerin 

stellte deshalb berechtigterweise auf die Lohnangaben aus der Dokumentation von 

Arbeitsplätzen ab und ermittelte anhand von fünf ausgewählten Arbeitsplätzen einen 

Invalidenlohn von Fr. 60'831.60 (vgl. Suva-act. 207-10f.).

4.3.2. 

Gegen die von der Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Arbeitsplätze 

(Nr. 4532: Hilfsarbeiter Kaskadengiesser, Nr. 7468: Hilfsarbeiter Einpacken/

Qualitätskontrolle, Nr. 8111: Hilfsarbeiter Kunststoffverarbeitungen, Nr. 13041538: 

Betriebsmitarbeiter Abpackerei und Nr. 15290973: Angestellter MA Komponenten / 

Vormontage Komponenten) mit einem durchschnittlichen Lohn von Fr. 60'831.60 

(Suva-act. 189, 207-10f.; Lohnbasis Jahr 2017) brachte der Beschwerdeführer in der 

Einsprachebegründung vom 13. April 2018 (vgl. act. G 1.1.3) bei drei Arbeitsplätzen 

Einwände vor. So könne er mit der verletzten Hand keine Schrauben reindrehen und 

keine Kunststoffteile andrücken (Profil Nr. 15290973). Die gleichen Einschränkungen 

würden auch hinsichtlich des Profils Nr. 13041538 gelten. Zum Profil Nr. 4532 wurde 

ausgeführt, dass er unfallbedingt den körperlichen Anforderungen nicht gerecht 

werden könne. In der Beschwerde vom 26. Oktober 2018 (vgl. act. G 1) erachtete der 

Beschwerdeführer alle fünf ausgewählten Arbeitsplätzen wegen den Schmerzen als 

nicht zumutbar. Die Beschwerdegegnerin entgegnete dazu, dass die ausgewählten 

DAP-Profile im Einklang mit der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung stünden (act. 

G 5).

4.3.3. 

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5.

Im Weiteren ist die Höhe der Integritätsentschädigung umstritten.

Bei den von der Beschwerdegegnerin ausgewählten Arbeitsplätzen wird gemäss 

den DAP-Erfassungsblättern die Beidhändigkeit als notwendig erachtet. Aufgrund der 

weiteren genannten körperlichen Anforderungen sowie der Arbeitsplatzbeschriebe ist 

diese Aussage jedoch insofern zu relativieren, als dass für die Bedienung und 

Überwachung der Kunststoffmaschinen, das Verpacken von Endprodukten, die 

Vormontage von Komponenten, die Bedienung der Verpackungsanlage und das 

Eingiessen von elektronischen Teilen zwar beide Hände benötigt werden, die 

Einsatzintensität der beiden Hände jedoch unterschiedlich sein und so gestaltet 

werden kann, dass primär eine Hand die Hauptarbeit verrichtet und die weitere Hand – 

vorliegend die beeinträchtigte rechte Hand – dabei unterstützend mithilft. Der Einsatz 

der rechten Hand des Beschwerdeführers (nur) als Zudien- bzw. Haltehand dürfte 

aufgrund der von Dr. K.___ in der Abschlussuntersuchung noch erhobenen wenigen 

Beeinträchtigungen (vgl. Suva-act.188) durchaus möglich sein. Hinsichtlich des 

Einwands des Beschwerdeführers, dass wegen der Schmerzen eine Arbeitstätigkeit in 

den von der Beschwerdegegnerin ausgewählten Arbeitsplätzen nicht möglich sei, ist 

auf die Erwägungen 3.2.2 ff. zu verweisen, wo dargelegt wurde, dass die Schmerzen 

aufgrund des gezeigten Verhaltens des Beschwerdeführers bei einer 

leidensangepassten Tätigkeit nicht in einem relevanten Umfange limitierend sind.

4.3.4. 

Da die ausgewählten Arbeitsplätze mithin in Anbetracht der gesundheitlichen 

Einschränkungen des Beschwerdeführers als angemessen und realisierbar erscheinen, 

ist auf deren durchschnittlichen Lohn von aufgerundet Fr. 60'832.- abzustellen.

4.3.5. 

Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 61'307.-. und des 

Invalideneinkommens von Fr. 60'832.- resultiert ein unfallbedingter Minderverdienst 

von Fr. 475.-. Der daraus resultierende Invaliditätsgrad von 1% begründet keinen 

Anspruch auf eine Invalidenrente aus der Unfallversicherung (vgl. Erwägung 4.1).

4.4. 

Die Beschwerdegegnerin verneinte gestützt auf die Einschätzung von Kreisarzt Dr. 

K.___ vom 13. Februar 2018 (Suva-act. 188) einen Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung, da die Erheblichkeitsgrenze von 5% nicht erreicht sei (Suva-

act. 188, 207). Der Beschwerdeführer bezifferte die anbegehrte 

Integritätsentschädigung nicht, sondern machte deren Höhe vom Ergebnis eines noch 

zu erstellenden Gutachtens abhängig (act. G 1, G 7).

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/23

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 5.2. 

Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde 

erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. 

Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den 

am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht 

übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft 

(Art. 25 Abs. 1 UVG).

5.2.1. 

Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der 

Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 

dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er 

voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. 

Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der 

Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für 

die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen 

mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren 

Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung gemäss Abs. 3 nach der 

gesamten Beeinträchtigung festgesetzt.

5.2.2. 

Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der 

Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht 

abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische 

Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten 

Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen 

Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die 

Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem 

Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die 

gemäss der Skala 5% nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 

1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust 

gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der 

Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz 

entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5% des Höchstbetrages des 

versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).

5.2.3. 

Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. 

Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen 

5.2.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/23

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6.

Da die Beurteilung der Rechtsbegehren gestützt auf die Akten vorgenommen werden 

zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als 

Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz 

des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen 

nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, 

mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie 

mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).

Die Höhe der Integritätsentschädigung stellt eine typische Ermessensfrage dar. 

Das Versicherungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle 

desjenigen der Verwaltung setzen, sondern muss sich auf Gegebenheiten abstützen 

können, welche eine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen 

lassen (BGE 137 V 71 E. 5.1, 126 V 75 E. 6).

5.2.5. 

Als Folge des Unfallereignisses bestehen beim Beschwerdeführer residuelle 

Sensibilitätsveränderungen der Finger IV und V sowie eine Beugeeinschränkung des 

Ringfingergelenks mit leichter Kraftminderung beim Faustschluss (vgl. Suva-act. 188). 

Anhaltspunkte zur Höhe der Integritätsentschädigung liefert die von der Suva 

publizierte Feinrastertabelle 3 "Integritätsschaden bei einfachen oder kombinierten 

Finger-, Hand- und Armverlusten". Gemäss der genannten Tabelle rechtfertigt der 

Verlust des vordersten Glieds eines Fingers (mit Ausnahme des Daumens) noch keine 

Ausrichtung einer Integritätsentschädigung (vgl. Tabellenabbildungen 5, 8, 11, 14). 

Wenn der Verlust des vordersten Fingerglieds zwei Finger (mit Ausnahme des 

Daumens) betrifft, ist von einem Integritätsschaden von 5 % auszugehen (vgl. 

Tabellenabbildung 26, 35, 40). Im Vergleich zu den genannten Tabellenbeispielen 

verfügt der Beschwerdeführer noch über alle Fingerglieder. Die von Dr. K.___ 

beschriebenen unfallbedingten Einschränkungen der rechten Hand, welche die Finger 

IV und V betreffen, sind selbst beim Vorliegen zeitweiliger Schmerzen als 

vergleichsweise geringer einzustufen. Dies hat zur Folge, dass die Erheblichkeitsgrenze 

für die Anerkennung eines unfallbedingten Integritätsschadens von mindestens 5 % 

nicht erreicht wird. Dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Einschätzung von 

Dr. K.___ den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung verneinte, ist daher 

vertretbar und nicht zu beanstanden, zumal der Beschwerdeführer keine triftigen 

Gründe nannte, weshalb von einem Integritätsschaden von zumindest 5 % auszugehen 

sei.

5.3. 

Ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung besteht folglich nicht.5.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/23

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konnte, erübrigen sich weitere Abklärungen. Der entsprechende Antrag des 

Beschwerdeführers zur Einholung eines Gerichtsgutachtens eines Handchirurgen ist 

demzufolge abzuweisen.

7.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Im Sinne der vorherstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gesamthaft 

abzuweisen.

7.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).7.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

7.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.09.2020
	Art. 18 Abs. 1, Art. 24 Abs. 1 UVG, Ziff. 2 Anhang 3 zur UVV. Die unfallbedingten Einschränkungen der rechten Hand haben keine rentenbegründende Einkommenseinbusse zur Folge. Eine Integritätsentschädigung ist ebenfalls nicht geschuldet, da die Erheblichkeitsgrenze von 5 % nicht erreicht wird. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. September 2020, UV 2018/75).

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