# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 525d6638-d0ff-5981-a8c3-ba1b2d8ccf4f
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-26
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof 26.01.2021 604 2020 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_010_604-2020-60_2021-01-26.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

604 2020 60
604 2020 61

Urteil vom 26. Januar 2021

Steuergerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Sugnaux 
Richter: Christian Pfammatter,

Daniela Kiener 
Gerichtsschreiberin: Elisabeth Rime Rappo

Parteien A.________ und B.________, Beschwerdeführer,

gegen

KANTONALE STEUERVERWALTUNG, Vorinstanz

Gegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen (Einkauf von 
Beitragsjahren in die berufliche Vorsorge; Steuerperiode 2018)

Beschwerde vom 6. August 2020 gegen den Einspracheentscheid vom 
30. Juli 2020

Kantonsgericht KG
Seite 2 von 9

Sachverhalt

A. Am 21. Mai 2020 wurden die Steuerpflichtigen für das Steuerjahr 2018 ordentlich veranlagt. 
Das steuerbare Einkommen wurde auf CHF 346‘620.- (Kanton; geschuldete Steuer: 
CHF 44‘965.45) resp. CHF 343‘512.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 31‘217.-) und das steuerba-
re Vermögen auf CHF 376‘568.- (satzbestimmendes Vermögen: CHF 381‘062.-; geschuldete Steu-
er: CHF 941.25) festgesetzt. In den Bemerkungen findet sich zu Code 4.140 (Einkauf von Beitrags-
jahren in die 2. Säule / Pensionskasse) folgender Hinweis: „Ein Kapitalbezug (einschliesslich für 
Wohneigentumsförderung) kann nicht innerhalb der nächsten drei Jahre erfolgen. Dieser Einkauf 
kann nicht in Abzug gebracht werden, infolge Kapitalauszahlung am 30.12.2019.“

Gegen diese Steuerveranlagung, namentlich die Verweigerung des Steuerabzugs für den Einkauf 
von Beitragsjahren in die 2. Säule, erhoben die Steuerpflichtigen am 2. Juni 2020 schriftlich 
Einsprache. Sie wiesen darauf hin, dass dem Pensionskasseneinkauf mehrere Diskussionen mit 
dem ehemaligen Vizedirektor der Pensionskasse des Staatspersonals (PKSPF) vorangegangen 
seien. Um die finanzielle Situation nach Erreichen des Rentenalters zu verbessern, sei schliess-
lich, auf dessen Anraten, ein Einkauf von etwas mehr als eine halbe Million Schweizer Franken in 
die PKSPF getätigt worden, womit die Altersrente von CHF 75‘930.- auf über CHF 105‘000.- habe 
angehoben werden können. Dabei sei auch ein Betrag von insgesamt CHF 340‘000.- aus eigenen 
Mitteln erbracht worden, wovon CHF 220‘000.- im Jahr 2018 und CHF 120‘000.- im Jahr 2019. Da 
die PKSPF nur Lohnbestandteile bis zu einer Obergrenze von CHF 85‘320.- versichere, sei im 
Jahr 2003 zusätzlich zur obligatorischen beruflichen Vorsorge bei der PKSPF eine überobligatori-
sche Alterskapitalversicherung bei der Stiftung für die berufliche Vorsorge der Leitenden Spitalärz-
te der Schweiz (nachfolgend: Vorsorgestiftung VLSS) abgeschlossen worden. Diese ermögliche 
es, die über das Obligatorium hinausgehenden Einkommensbestandteile gegen die Risiken Alter, 
Invalidität und Tod zu versichern. Da diese überobligatorische Alterskapitalversicherung nicht über 
das 65. Altersjahr hinaus beibehalten werden könne, hätten sich die Steuerpflichtigen im Jahr 
2019 einen Betrag von CHF 541‘925.- auszahlen lassen (müssen). Entscheidend sei nun aber, 
dass die beiden Versicherungsmodelle – PKSPF für den obligatorischen Bereich und Vorsorgestif-
tung VLSS für den überobligatorischen Bereich – vollständig voneinander getrennt seien und 
verschiedene Risiken abdecken würden, weshalb der Kapitalbezug aus der Vorsorgestiftung VLSS 
keine rechtlichen Wirkungen auf den zuvor getätigten Einkauf in die PKSPF haben könne. Dies 
umso mehr, als mit dem Einkauf in die PKSPF die Altersvorsorge der Steuerpflichtigen dauerhaft 
verbessert worden sei und die Rente aus dieser Versicherung in Zukunft vollumfänglich der 
Einkommenssteuer unterliege. Der Kapitalbezug aus der Vorsorgestiftung VLSS führe auch nicht 
zu einer Schmälerung der von der PKSPF garantierten Altersrente.

Unter Hinweis auf die konsolidierte Betrachtungsweise in der beruflichen Vorsorge, den Grundsatz 
der Gleichbehandlung der Steuerpflichtigen sowie das im Steuerrecht gemeinhin geltende Leis-
tungsfähigkeitsprinzip wies die Kantonale Steuerverwaltung Freiburg (nachfolgend: Steuerverwal-
tung) die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 30. Juli 2020 ab. 

B. Mit Eingabe vom 6. August 2020 (Datum der Postaufgabe) erhoben die Steuerpflichtigen 
Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie stellen die folgenden Rechtsbegehren:

„1. Der ablehnende Entscheid der Kantonalen Steuerbehörde vom 30.07.2020 gegen die Einsprache vom 
06.02.2020 (recte: 02.06.2020) ist aufzuheben.

Kantonsgericht KG
Seite 3 von 9

2. Unserer Einsprache vom 06.02.2020 (recte: 02.06.2020) gegen die ordentliche Steuerveranlagung des 
Jahres 2018 ist stattzugeben. Der Steuerabzug von CHF 220‘000.- für die Einkäufe in die staatliche 
Pensionskasse im Jahr 2018 ist in der Steuerklärung des Jahres 2018 zuzulassen.

3. Unter gleicher Rechtsanwendung soll ein nochmaliger Steuerabzug von CHF 120‘000.- für Einkäufe in die 
staatliche Pensionskasse im Jahr 2019 zum Steuerabzug für das Jahr 2019 zugelassen werden.

4. Wir bitten darum, juristisch zu klären, ob das Kapital in der Höhe von CHF 541‘925.30, welches in die 
Fondation de Libre Passage der C.________ einbezahlt worden ist, wirklich noch einer dreijährigen 
Sperrfrist unterliegt.

Dieser Kapitalanteil war bereits vor der ersten Einzahlung in die staatliche Pensionskasse gemäss Gesetz 
frei verfügbares Alterskapital und könnte somit ausbezahlt werden.“

In der Begründung der Beschwerde wird erneut auf die verbesserte berufliche Vorsorgesituation 
hingewiesen, welche durch die Einkäufe in die PKSPF erreicht worden sei. Die teilweise Auszah-
lung des Alterskapitals aus der Vorsorgestiftung VLSS schmälere die verbesserte berufliche Alters-
vorsorge durch den Einkauf in die PKSPF in keiner Weise. Während die Steuerersparnis nur 
temporär sei, werde die höhere Steuerbelastung bleiben. Daraus erhelle, dass Ziel dieser Transak-
tionen nicht die Steueroptimierung gewesen sei; diese sei bloss ein positiver Nebeneffekt. Konse-
quenterweise müsste also, sollte der Steuerabzug für den Einkauf in die 2. Säule nicht akzeptiert 
werden, auf eine Besteuerung des durch den Einkauf bewirkten, zusätzlichen Renteneinkommens 
verzichtet werden. Komme hinzu, dass mit der teilweisen Auszahlung des Vorsorgeguthabens aus 
der Vorsorgestiftung VLSS die dreijährige Sperrfrist nicht verletzt worden sei (letzte Einzahlung in 
die Vorsorgestiftung VLSS am 27. Dezember 2016, Auszahlung am 30. Dezember 2019). Ausser-
dem sei nach wie vor ein Betrag von CHF 541‘925.30 bei der Fondation de Libre Passage der 
C.________ blockiert, um die Einhaltung der dreijährigen Sperrfrist bezüglich der in den Jahren 
2018 und 2019 getätigten Einkäufe in die PKSPF von etwas mehr als eine halbe Million Schweizer 
Franken sicherzustellen.

Der am 12. August 2020 einverlangte Kostenvorschuss von CHF 4‘500.- wurde am 26. August 
2020 geleistet.

In ihren Bemerkungen vom 29. Oktober 2020 schliesst die Vorinstanz auf eine Abweisung der 
Beschwerde.

Am 6. November 2020 reichten die Beschwerdeführer Gegenbemerkungen ins Recht, in welchen 
sie an ihren Standpunkten festhielten. Diese wurden der Vorinstanz am 13. November 2020 zur 
Kenntnisnahme zugesandt. 

C. Die weiteren Elemente des Sachverhalts finden sich, soweit für die Urteilsfindung massge-
bend, in den folgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

Prozessuales

1.

Gegen Einspracheentscheide der Veranlagungsbehörde kann die steuerpflichtige Person innert 
30 Tagen nach Zustellung beim Kantonsgericht schriftlich Beschwerde erheben (Art. 140 Abs. 1 

Kantonsgericht KG
Seite 4 von 9

des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]; 
Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten 
Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]; Art. 180 Abs. 1 des Gesetzes vom 
6. Juni 2000 über die direkten Kantonssteuern [DStG; SGF 631.1]). Die Beschwerdeschrift muss 
die Begehren der beschwerdeführenden Person und deren Begründung enthalten (vgl. Art. 140 
Abs. 2 DBG; Art. 50 Abs. 2 StHG; Art. 180 Abs. 2 DStG). Mit der Beschwerde können alle Mängel 
des angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden (Art. 140 
Abs. 3 DBG; Art. 50 Abs. 2 StHG; Art. 180 Abs. 3 DStG). Das Beschwerdeverfahren richtet sich 
nach dem Gesetz vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1) (Art. 182 
DStG).

Die Beschwerde vom 6. August 2020 gegen den Einspracheentscheid vom 30. Juli 2020 ist durch 
die Beschwerdeführer frist- und formgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerde-
instanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführer sind als Steuerschuldner durch den angefoch-
tenen Einspracheentscheid berührt und haben ohne weiteres ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 76 lit. a VRG).

2.

2.1. Im Verfahren der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege gilt als Streitgegenstand das 
Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem Umfang, 
in dem es im Streit liegt. Beschwerdebegehren, die neue, in der angefochtenen Verfügung nicht 
geregelte Fragen aufwerfen, überschreiten den Streitgegenstand und sind deshalb unzulässig. 
Denn in einem Rechtsmittelverfahren kann der Streitgegenstand grundsätzlich nur eingeschränkt, 
aber nicht ausgeweitet werden. Was Streitgegenstand ist, bestimmt sich nach dem angefochtenen 
Entscheid und den Parteibegehren (vgl. Urteile BGer 2C_386 und 387/2012 vom 16. November 
2012 E. 3.3; 2C_446/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.2 und 3.1 mit Hinweisen).

Im Übrigen sieht Art. 81 Abs. 3 VRG ausdrücklich vor, dass die beschwerdeführende Person in der 
Beschwerdeschrift keine Begehren stellen kann, die ausserhalb des Fragenkreises liegen, der 
Gegenstand des vorangegangenen Verfahrens war. Sie kann zwar gemäss dieser Bestimmung 
zur Begründung ihres Rechtsmittels Tatsachen und Beweismittel geltend machen, die in diesem 
Verfahren nicht angeführt wurden; diese vermögen jedoch keine Ausweitung des Streitgegenstan-
des zu bewirken.

2.2. Die Veranlagungsanzeige vom 21. Mai 2020 betrifft die Steuerperiode 2018. Entsprechend 
ist auch nur die Steuerperiode 2018 Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids. Da 
einer Veranlagung bei periodischen Steuern nach ständiger Praxis des Bundesgerichts nur für die 
betreffende Periode Rechtskraft zukommt und die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse daher 
in einem späteren Veranlagungszeitraum durchaus anders gewürdigt werden können (vgl. etwa 
Urteil BGer 2C_112 und 113/2014 vom 15. September 2014 E. 6.2.3 mit Verweis auf Urteil BGer 
2C_196/2007 vom 16. Mai 2007 E. 3.2), entfaltet der angefochtene Einspracheeinscheid keinerlei 
Rechtswirkungen für die über das Steuerjahr 2018 hinausgehenden Steuerperioden. Folglich kann 
auf die Rechtsbegehren 3 und 4, soweit sie über das Steuerjahr 2018 hinausgehende Steuerperi-
oden betreffen, mangels Vorliegens eines anfechtbaren Einspracheentscheids und weil kein 
Rechtsschutzinteresse besteht, nicht eingetreten werden. 

Kantonsgericht KG
Seite 5 von 9

Direkte Bundessteuer (604 2020 60)

3.

Vorliegend ist zu prüfen, ob die im Jahr 2018 getätigten Einkäufe in die PKSPF im Betrag von 
CHF 220‘000.- zum Abzug zuzulassen sind.

3.1. Nach Art. 33 Abs. 1 Bst. d DBG werden die gemäss Gesetz, Statut oder Reglement geleiste-
ten Einlagen, Prämien und Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung und 
an Einrichtungen der beruflichen Vorsorge von den Einkünften abgezogen (vgl. auch Art. 81 Abs. 2 
des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden-
vorsorge [BVG; SR 831.40]). Die durch diese Vorschrift statuierten Abzüge gelten sowohl für peri-
odische als auch für einmalige Zahlungen zwecks Einkaufs von Beitragsjahren im Bereich der obli-
gatorischen oder überobligatorischen Vorsorge.

Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat seit jeher den Abzug dann nicht zugelassen, wenn 
eine Steuerumgehung vorlag (zu diesem Begriff: BGE 138 II 239 E. 4.1 mit Hinweisen). Das ist 
dann der Fall, wenn missbräuchliche steuerminimierende, zeitlich nahe Einkäufe und Kapitalbezü-
ge in und von Pensionskassen getätigt werden, mit denen nicht die Schliessung von Beitragslü-
cken angestrebt wird, sondern die 2. Säule als steuerbegünstigtes „Kontokorrent“ zweckentfremdet 
wird. Das Ziel eines Einkaufs von Beitragsjahren besteht im Aufbau bzw. in der Verbesserung der 
beruflichen Vorsorge. Dieses Ziel wird aber dann offensichtlich verfehlt, wenn die gleichen Mittel 
kurze Zeit später – bei kaum verbessertem Versicherungsschutz – der Vorsorgeeinrichtung wieder 
entnommen werden (Urteile BGer 2C_488 und 489/2014 vom 15. Januar 2015 E. 2.1 mit weiteren 
Hinweisen; 2C_652/2018 vom 14. Mai 2020 E. 4.1.1; vgl. auch BGE 142 II 399 E. 3.3.4).

3.2. Mit Wirkung ab 1. Januar 2006 wurde Art. 79b Abs. 3 Satz 1 BVG neu in das Gesetz aufge-
nommen. Nach dieser Vorschrift dürfen die aus Einkäufen resultierenden Leistungen innerhalb der 
nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform aus der Vorsorge zurückgezogen werden. Mit dem Inkraft-
treten von Art. 79b BVG hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung bestätigt und 
präzisiert. Im Grundsatzurteil 2C_658/2009 vom 12. März 2010 hat es erkannt, Art. 79b BVG beru-
he klar auf steuerrechtlichen Motiven. Aus den parlamentarischen Beratungen erhelle, dass mit der 
Sperrfrist von drei Jahren dieselben Missbräuche der Steuerminimierung bekämpft werden sollten, 
welche schon nach der bisherigen Praxis zur Verweigerung der Abzugsberechtigung geführt 
hätten (E. 3.3). Wenn Art. 79b Abs. 3 BVG im Falle von Einkäufen für „die daraus resultierenden 
Leistungen“ eine dreijährige Kapitalrückzugssperre vorsehe, so sei das nicht als notwendigerweise 
direkte Verknüpfung zwischen dem Einkauf und der Leistung zu verstehen, zumal die Leistungen 
aus Vorsorgeeinrichtungen nicht aus bestimmten Mitteln, sondern aus dem Vorsorgekapital der 
versicherten Person insgesamt finanziert werden (E. 3.3.1). Grundsätzlich sei, so das Bundesge-
richt weiter, jede Kapitalauszahlung in der Dreijahresfrist als missbräuchliche Steuerminimierung 
anzusehen. Wesentlich und ausschlaggebend sei der Umstand, ob kurz nach einer späten Einzah-
lung Vorsorgemittel ausbezahlt worden seien, und zwar so, dass das Hin und Her nicht als sach-
gerechte Verbesserung des Vorsorgeschutzes, sondern als vorübergehende und steuerlich moti-
vierte Geldverschiebung erscheine (E. 3.3.2) (Urteil BGer 2C_488 und 489/2014 vom 15. Januar 
2015 E. 2.2; vgl. auch BGE 142 II 399 E. 3.3.4).

Diese Rechtsprechung hat das Bundesgericht seither wiederholt bestätigt und erweitert. Im Urteil 
2C_652/2018 vom 14. Mai 2020 hat es unmissverständlich festgehalten, dass jegliche Kapitalaus-
zahlung in der Dreijahresfrist missbräuchlich und jede während dieser Zeit erfolgte Einzahlung vom 
Einkommensabzug ausgeschlossen sei, ohne dass zu prüfen wäre, ob die Voraussetzungen einer 
Steuerumgehung gegeben seien. Diese steuerrechtliche Folge der Kapitalauszahlung innerhalb 

Kantonsgericht KG
Seite 6 von 9

der Sperrfrist setze nicht voraus, dass zwischen Einkauf und Leistung eine direkte Verknüpfung 
bestehe. Die steuerrechtliche Abzugsfähigkeit des Einkaufs entfalle deshalb kraft Art. 79b Abs. 3 
Satz 1 BVG auch dann, wenn die Kapitalleistung von einer anderen Vorsorgeeinrichtung ausge-
richtet werde. Massgebend sei insofern also eine konsolidierende Gesamtbetrachtung der 2. Säule 
(E. 4.1.1) (Urteile BGer 2C_488 und 489/2014 vom 15. Januar 2015 E. 3.3; 2C_243/2013 vom 
13. September 2013 E. 5.2; 2C_658 und 659/2009 vom 12. März 2010 E. 3.3.1).

3.3. Auch das Kantonsgericht Freiburg hatte in der Vergangenheit bereits verschiedentlich die 
Gelegenheit, sich mit der Abzugsfähigkeit von Pensionskasseneinkäufen mit anschliessendem 
Kapitalbezug auseinanderzusetzen. Unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat 
es darauf hingewiesen, dass von einer konsequenten – und grundsätzlich ausnahmslosen – 
Gleichsetzung von Kapitalauszahlung in der Dreijahresfrist mit missbräuchlicher Steuerminimie-
rung auszugehen sei. Da es um ein missbräuchliches Verhalten gehe, stelle sich allerdings die 
Frage, welche Bedeutung dem subjektiven Element der Absichten zukomme. Diesbezüglich 
müsse der Zusammenhang zwischen den beiden Handlungen (Einkauf und Kapitalbezug) nicht so 
eng sein wie im Falle der Steuerumgehung. Angesichts des Zusammenhangs mit der Steuerumge-
hung stelle das subjektive Element zwar ein gewichtiges Indiz dar; es sei jedoch nicht notwendig, 
um darauf zu schliessen, dass eine rein steuerlich motivierte vorübergehende Geldanlage in der 
zweiten Säule missbräuchlich erscheine. Massgebend sei das objektive Bild, welches sich im 
konkreten Fall ergebe (Urteile KG FR 604 2012 46 vom 27. November 2013 E. 2b in fine und 604 
2014 131/132 vom 23. März 2015 E. 2a in fine; vgl. auch 604 2020 25/26 vom 9. Dezember 2020 
E. 2.3).

3.4. Art. 79b Abs. 3 BVG schliesst nicht den Einkauf als solchen, sondern dessen steuerrechtli-
che Berücksichtigung aus, wenn ein Kapitalbezug kurz danach erfolgt. Dies hat zur Folge, dass 
der Einkauf steuerlich nicht in Abzug gebracht werden kann und die reduzierte Besteuerung der 
Kapitalleistung allenfalls entsprechend angepasst wird.

4.

4.1. Aus den vorliegenden Akten ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer am 1. Januar 2002 
der Vorsorgestiftung VLSS beigetreten ist (vgl. die Austrittsabrechnung vom 18. Februar 2019). Bei 
der Vorsorgestiftung VLSS handelt es sich um eine rein überobligatorische Vorsorgelösung für 
Kaderärzte in der Schweiz, der sich einerseits Spitäler, Kliniken und Gemeinschaftspraxen 
anschliessen können, um für die Kaderärzte die Einkommensbestandteile zu versichern, welche 
nicht bereits in der Basis-Pensionskasse versichert sind. Andererseits besteht die Möglichkeit, 
dass sich Kaderärzte eines Spitals, Ärzte aus Gemeinschaftspraxen, Zahnärzte sowie selbständig 
tätige Ärzte direkt der Vorsorgestiftung VLSS anschliessen, um ihre Einkommensteile aus selb-
ständiger Tätigkeit versichern zu lassen. Der Beschwerdeführer verfügte seit dem 1. Januar 2002 
über einen solchen Einzelanschluss.

Die Vorsorgestiftung VLSS versichert die Risiken Alter, Invalidität und Tod (Art. 11.1 des Stiftungs-
reglements, gültig ab 1. Januar 1998). Anspruch auf ein Alterskapital hat das Kassenmitglied, 
wenn es innerhalb der letzten 5 Jahre vor dem Rücktrittsalter endgültig in den Ruhestand tritt 
(Art. 12.1 des Reglements). Das ordentliche Rücktrittsalter wird am Monatsersten erreicht, der auf 
die Vollendung des 62. Altersjahres bei Frauen und des 65. Altersjahres bei Männern folgt. Es 
kann für jede versicherte Person individuell um höchstens 5 Jahre herabgesetzt werden (Art. 5.3 
des Reglements) Mit der Auszahlung des Alterskapitals sind alle reglementarischen Ansprüche 
abgegolten (Art. 12.2 des Reglements).

Kantonsgericht KG
Seite 7 von 9

4.2. Der Beschwerdeführer hat am 19. Februar 2019 sein 65. Altersjahr vollendet. Am 18. Febru-
ar 2019 erstellte die Vorsorgestiftung VLSS eine Austrittsabrechnung per 31. Dezember 2018. Das 
Sparkapital betrug CHF 1‘133‘452.40 respektive – nach Abzug des Zinses (-4.42 Prozent) – 
CHF 1‘083‘850.55. Am 19. Februar 2019 wurde dieses Guthaben wie folgt überwiesen: 
CHF 541‘925.25 auf ein Konto bei der D.________ Freizügigkeitsstiftung und CHF 541‘925.30 auf 
ein Konto bei der Fondation de libre passage der C.________. Am 30. Dezember 2019 liess sich 
der Beschwerdeführer das Guthaben bei der D.________ Freizügigkeitsstiftung von nunmehr 
CHF 542‘333.95 in Kapitalform auszahlen.

Damit ist erstellt, dass die Dreijahresfrist vorliegend nicht eingehalten wurde, erfolgten doch die 
streitigen Einkäufe am 3. Dezember 2018 (CHF 100‘000.-) resp. 7. Dezember 2018 
(CHF 120‘000.-; vgl. die Bestätigungen der PKSPF vom 11. Februar 2019) und die Auszahlung am 
30. Dezember 2019 (CHF 542‘333.95; vgl. den Kontoauszug der D.________ Freizügigkeitsstif-
tung vom 30. Dezember 2019). In Anwendung von Art. 79b Abs. 3 Satz 1 BVG können die Einkäu-
fe vom 3. und 7. Dezember 2018 somit steuerlich nicht in Abzug gebracht werden.

4.3. Dass mit dem Pensionskasseneinkauf eine Verbesserung der finanziellen Situation im 
Rentenalter erreicht wurde, ist dabei ebenso wenig beachtlich wie die Tatsache, dass nicht nur 
eine, sondern zwei Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (PKSPF und Vorsorgestiftung VLSS 
resp. D.________ Freizügigkeitsstiftung) involviert waren und der Kapitalbezug aus der einen 
Einrichtung (D.________ Freizügigkeitsstiftung) die Leistungen der anderen Einrichtung (PKSPF) 
nicht schmälert. Es wurde bereits erwähnt, dass die Voraussetzungen einer Steuerumgehung nicht 
gegeben sein müssen, um den Steuerabzug zu verweigern. Ein solcher entfällt kraft Gesetzes, und 
zwar auch dann, wenn zwischen Einkauf und Leistung keine direkte Verknüpfung besteht resp. 
wenn die Kapitalleistung von einer anderen Vorsorgeeinrichtung ausgerichtet wird (konsolidierte 
Betrachtungsweise).

Auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer nach wie vor über ein Konto bei der Fondation de 
Libre Passage der C.________ verfügt (Stand am 31. Dezember 2019: CHF 542‘087.10), ändert 
nichts daran, dass nur ein Jahr nach den Einkäufen in die PKSPF eine Kapitalauszahlung erfolgte, 
weshalb der Steuerabzug von Gesetzes wegen entfällt. In diesem Zusammenhang ist nochmals 
darauf hinzuweisen, dass die in die Vorsorgeeinrichtung einbezahlten Beträge nicht ausgesondert 
und die Leistungen aus Vorsorgeeinrichtungen nicht aus bestimmten Mitteln, sondern aus dem 
Vorsorgekapital der versicherten Person insgesamt finanziert werden (vgl. Urteil BGer 
2C_658/2009 vom 12. März 2010 E. 3.3.1). Dies mit der Folge, dass jeglicher Kapitalbezug, auch 
wenn dieser – wie vorliegend – nicht das einbezahlte Kapital, sondern das zum Zeitpunkt des 
Einkaufs bereits vorhandene Altersguthaben beschlägt, innerhalb von drei Jahren seit dem Einkauf 
von Beitragsjahren als gezielt vorübergehende, rein steuerlich motivierte Platzierung von Geldern 
in der 2. Säule angesehen wird und steuerlich nicht abzugsfähig ist (vgl. StP 34 Nr. 14).

Sodann können die Beschwerdeführer auch aus der von ihnen angerufenen, am 28. November 
2005 vom Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegeben Mitteilung über die berufliche 
Vorsorge Nr. 88 nichts zu ihren Gunsten ableiten, regelt doch diese Mitteilung die Zulässigkeit 
einer Kapitalauszahlung nach einem Einkauf von Beitragsjahren und nicht die steuerrechtliche 
Behandlung des Einkaufsbetrags bei einer Kapitalauszahlung innert Dreijahresfrist. In diesem 
Zusammenhang sind die Beschwerdeführer auch darauf hinzuweisen, dass es im vorliegenden 
Fall nicht darum geht, ob ihnen das Alterskapital aus der Vorsorgestiftung VLSS zur freien Verfü-
gung gestanden hat und ihnen deshalb auch (teilweise) ausbezahlt werden durfte. Dies war mit 
dem Erreichen des Rentenalters durch den Beschwerdeführer zweifelsfrei der Fall. Vielmehr geht 
es um die steuerliche Behandlung eines Einkaufsbetrags, der nach geltendem Recht und konstan-

Kantonsgericht KG
Seite 8 von 9

ter bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur dann zum Abzug zugelassen ist, wenn nicht innert 
Dreijahresfrist eine Kapitalauszahlung erfolgt.

Schliesslich können sich die Beschwerdeführer auch nicht mit Recht auf die mit dem ehemaligen 
Vizedirektor der PKSPF geführten Gespräche berufen. Dies bereits deshalb, weil der Vizedirektor 
nicht zuständig war, rechtsverbindliche Auskünfte zu den steuerrechtlichen Folgen eines Pensions-
kasseneinkaufs zu erteilen. Diesbezüglich hätten sich die Beschwerdeführer an die zuständige 
kantonale Steuerbehörde wenden müssen. Zudem wird von den Beschwerdeführern weder 
geltend gemacht, dass auch die steuerrechtlichen Folgen des Pensionskasseneinkaufs mit dem 
Vizedirektor besprochen worden seien, noch gestützt auf welche konkreten, falschen Aussagen 
des Vizedirektors sie ihre Dispositionen getroffen haben.

4.4. Zusammenfassend ist festzustellen, dass den Beschwerdeführern der Abzug für die im Jahr 
2018 getätigten Pensionskasseneinkäufe im Gesamtbetrag von CHF 220‘000.- zu Recht verwei-
gert wurde.

Der angefochtene Einspracheentscheid ist damit zu bestätigen und die dagegen erhobene 
Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, abzuweisen.

5.

5.1. Die Kosten des Verfahrens sind der unterliegenden Partei aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 
DBG).

Die Höhe der Verfahrenskosten wird durch das kantonale Recht bestimmt (Art. 144 Abs. 5 DBG). 
Das heisst, dass insbesondere der Tarif vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und 
Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (Tarif VJ) zur Anwendung gelangt (vgl. Art. 146 und 
Art. 147 VRG sowie Art. 4 Abs. 3 des kantonalen Ausführungsbeschlusses zum Bundesgesetz 
über die direkte Bundessteuer vom 5. Januar 1995; SGF 634.1.11).

Im vorliegenden Fall scheint es angemessen, die Gerichtsgebühr auf CHF 2‘250.- festzusetzen. 
Diese Gerichtsgebühr ist den unterliegenden Beschwerdeführern aufzuerlegen und mit dem geleis-
teten Kostenvorschuss zu verrechnen. 

5.2. Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Kantonssteuer (604 2020 61)

6.

Die vorne dargelegten Grundsätze gelten auch unter dem (harmonisierten) kantonalen Recht. Die 
entsprechenden, praktisch gleich lautenden Gesetzesbestimmungen sind in Art. 9 Abs. 2 Bst. d 
StHG sowie Art. 34 Abs. 1 Bst. d DStG enthalten.

Angesichts der mit dem Recht der direkten Bundessteuer übereinstimmenden gesetzlichen Rege-
lung kann für die Rechtsanwendung auf die Ausführungen in den Erwägungen 3 und 4 verwiesen 
werden. Demzufolge ist auch die Beschwerde betreffend die Kantonssteuer abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist.

7.

Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Verfahrenskosten den unterliegenden 
Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 131 Abs. 1 VRG). Dabei gelangt der Tarif VJ zur Anwen-
dung (vgl. Art. 146 und Art. 147 VRG).

Kantonsgericht KG
Seite 9 von 9

Im vorliegenden Fall erscheint es angemessen, die Gerichtsgebühr auf CHF 2‘250.- festzusetzen. 
Diese Gerichtsgebühr ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

Der Hof erkennt:

Direkte Bundessteuer (604 2020 60)

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten (Gebühr: CHF 2‘250.-) werden A.________ und B.________ auferlegt. Diese 
Gerichtsgebühr wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

Kantonssteuer (604 2020 61)

3. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

4. Die Kosten (Gebühr: CHF 2‘250.-) werden A.________ und B.________ auferlegt. Diese 
Gerichtsgebühr wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

Zustellung

Das vorliegende Urteil kann sowohl bezüglich der veranlagten direkten Bundessteuern als auch 
der Kantonssteuern gemäss Art. 146 DBG bzw. Art. 73 StHG und Art. 82 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
einer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Lausanne, ange-
fochten werden.

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die 
Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 26. Januar 2021/dki

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: