# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd8c0bbd-2fe8-5a3a-bec8-af89e2167daf
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.11.2025 EL 2025/23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_EL-2025-23_2025-11-11.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: EL 2025/23

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: EL - Ergänzungsleistungen

Publikationsdatum: 10.12.2025

Entscheiddatum: 11.11.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 11.11.2025
Art. 4 ELG. Ergänzungsleistung. Persönliche Anspruchsvoraussetzung. 
Invalidität. Invaliditätsgrad. Würdigung eines Administrativgutachtens 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. 
November 2025, EL 2025/23).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/12 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung II 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 11. November 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus 
und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Tobias Bolt  

   

Geschäftsnr.   EL 2025/23 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein, c/o Procap,  
Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten 1 Fächer,  
 
 

  gegen 

  S o z i a l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  d e s  K a n t o n s  
S t .  G a l l e n ,  EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Ergänzungsleistung (trotz fehlender Grundleistung) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

EL 2025/23 
 

 

2/12 

Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ meldete sich im Juni 2019 zum Bezug von Ergänzungsleistungen an. Er gab an, er sei im 
August 2014 in die Schweiz eingereist. Die EL-Durchführungsstelle forderte die IV-Stelle am 27. Juni 

2019 auf, den Invaliditätsgrad des EL-Ansprechers zu ermitteln. Im Auftrag der IV-Stelle erstatteten der 

Psychiater Dr. med. B.___, die Orthopädin Dr. med. C.___ und die Neuropsychologin D.___ am 8. 

September 2020 ein bidisziplinäres Gutachten. Sie hielten fest, der Versicherte leide an chronischen 

Schmerzen und an einer massiven funktionellen Einschränkung des rechten Knies sowie – ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – an einem Status nach einer Schussverletzung im linken 

Unterschenkel mit einer Tibiapseudarthrose, an einem lumbospondylogenen Schmerzsyndrom ohne 

radiculäre Zeichen, an einem leichten Knick-Senkfuss links, an einer rezidivierenden depressiven 

Störung mit einer gegenwärtig leicht- bis mittelgradigen Episode, an einer subsyndromal ausgeprägten 

posttraumatischen Belastungsstörung sowie an gesamthaft als leicht einzuschätzenden Störungen im 

Rahmen der psychischen Diagnose respektive bei einer Polypharmazie. Die im Ausland erlernte 

Tätigkeit als Physiklehrer sei ihm aus orthopädischer Sicht ebenso wie andere körperlich leichte bis 

mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten zu 80 Prozent zumutbar. Aus neuropsychologischer 

Sicht könne aufgrund gewisser Inkonsistenzen in der Untersuchung keine präzise 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben werden. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine zusätzliche 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Mit einer Verfügung vom 10. November 2020 wies die EL-

Durchführungsstelle das Leistungsbegehren ab (vgl. zum Ganzen die Sachverhaltsschilderung im 

Entscheid EL 2022/5 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 26. Juli 2022, A.a–A.c). 

A.b Am 10. Dezember 2020 erhob der EL-Ansprecher eine Einsprache gegen die Verfügung vom 10. 
November 2020. Am 6. März 2021 teilte der Psychiater Dr. med. E.___ mit, er sei von der behandelnden 

Ärztin des EL-Ansprechers als Consiliarius ohne einen therapeutischen Auftrag beigezogen worden, 

habe den EL-Ansprecher viermal persönlich fachärztlich untersucht und nebst einer ausführlichen 

Anamnese und einem psychopathologischen Befund noch eine Einschätzung der 

Partizipationsfähigkeit (Mini ICF-APP) sowie ein störungsspezifisches Interview (CAPS für DSM-V, 

gelte in der Begutachtung von posttraumatischen Belastungsstörungen als Gold-Standard) 

vorgenommen. Er stimme mit den Beobachtungen des psychiatrischen Sachverständigen Dr. B.___ 

überein, könne sich aber mit der diagnostischen Zuordnung der Symptome nicht einverstanden 

erklären. Die Kriterien für die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung seien 

vollumfänglich erfüllt. Die Partizipationsfähigkeit des EL-Ansprechers sei massiv eingeschränkt. Die 

Leistungsfähigkeit betrage maximal 25 Prozent. Am 11. August 2021 notierte Dr. med. F.___ vom IV-

internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD), die Stellungnahme von Dr. E.___ sei fachlich so weit nach-

vollziehbar, als Dr. E.___ der vom EL-Ansprecher geschilderten Symptombelastung in seinem 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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psychiatrischen Ermessen einen anderen funktionellen und differentialdiagnostischen Stellenwert 

einräume, als dies der psychiatrische Sachverständige Dr. B.___ in einer ebenso vertretbaren, aber 

anderen Gewichtung getan habe. Neue Erkenntnisse seien der Stellungnahme von Dr. E.___ nicht zu 

entnehmen. grobe Fehler seien im Gutachten von Dr. B.___ nicht ersichtlich. Mit einem Entscheid vom 

11. Januar 2022 wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache gegen die Verfügung vom 10. 
November 2020 ab (vgl. zum Ganzen die Sachverhaltsdarstellung im Entscheid EL 2022/5 des St. 

Galler Versicherungsgerichtes vom 26. Juli 2022, A.d). 

A.c Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hob den Einspracheentscheid vom 11. Januar 
2022 mit einem Entscheid vom 26. Juli 2022 auf (EL 2022/5; vgl. EL-act. II/22). Es wies die Sache zur 

Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens an die EL-Durchführungsstelle zurück. Zur Begründung führte 

es an, Dr. E.___ habe aus Laiensicht überzeugend kritisiert, dass sich Dr. B.___ nicht hinreichend 

vertieft mit den Kriterien für die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung befasst habe. 

Entgegen der Behauptung des RAD-Arztes Dr. F.___ habe die von Dr. E.___ durchgeführte, relativ 

aufwendige Abklärung durchaus neue Tatsachen zu Tage gefördert. Es sei nicht einzusehen, weshalb 

die EL-Durchführungsstelle die Stellungnahme von Dr. E.___ nur dem RAD und nicht dem 

Sachverständigen Dr. B.___ zur Stellungnahme vorgelegt habe. Da die Stellungnahme von Dr. E.___ 

wesentliche Zweifel an der Überzeugungskraft des Teilgutachtens von Dr. B.___ wecke und da der 

RAD-Arzt Dr. F.___ diese Zweifel nicht habe ausräumen können, erweise sich der medizinische 
Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Weil anzunehmen sei, dass der Sachverständige Dr. B.___ 

diese Zweifel durch eine Stellungnahme werde ausräumen können, sei er aufzufordern, sich zu den 

Stellungnahmen von Dr. E.___ und Dr. F.___ zu äussern. 

A.d Die EL-Durchführungsstelle forderte die IV-Stelle am 17. November 2022 auf, weitere 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen im Entscheid EL 2022/5 vom 26. Juli 2022 zu tätigen (EL-act. 

II/19). Die IV-Stelle ersuchte Dr. B.___ am 5. Januar 2023 um eine Ergänzung des Gutachtens vom 1. 

August 2020 (IV-act. 203). Am 7. März 2023 antwortete Dr. B.___ (IV-act. 207), er könne die Argumente 

von Dr. E.___, den er als einen erfahrenen Traumatherapeuten anerkenne, durchaus nachvollziehen. 

Die festgestellten negativen Veränderungen von Kognitionen und der Stimmung könnten grundsätzlich 

sowohl einer posttraumatischen Belastungsstörung als auch einer Major Depression zugeordnet 

werden. Die Abnahme der posttraumatischen Symptomatik nach der Einreise in die Schweiz sei 

tatsächlich kein Beweis, sondern lediglich ein Indiz dafür, dass die Symptome der Ausdruck einer Major 

Depression seien. Insofern müsse die im Gutachten postulierte diagnostische Einordnung revidiert 

werden. Es sei eher von einer Major Depression auszugehen. Zusätzlich sei einzuräumen, dass die 
zweistündige Exploration deutlich weniger Möglichkeiten für eine vertiefte Exploration als die vier 

Sitzungen von Dr. E.___ geboten habe. Für eine konkrete Stellungnahme zu den Ergebnissen im CAPS 

müsste Dr. B.___ Einsicht in die Dokumentation erhalten; ein Vergleich lediglich anhand des Scores sei 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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nicht möglich. Zusammenfassend sei also nicht ausgeschlossen, dass Dr. E.___s Beurteilung des 

Schweregrades der Symptome und deren diagnostische Einordnung eher den Tatsachen entspreche 

als seine eigene im Gutachten vom 1. August 2020. Für die Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten 

sei das recht gute Funktionsniveau im Alltag ausschlaggebend gewesen. Aufgrund der Ausführungen 

von Dr. E.___ sei eine Reevaluation angezeigt. Mit dem CAPS sei er, Dr. B.___, vertraut, da er in 
Studien Assessoren in der Handhabung des CAPS trainiert und supervidiert habe. Seines Erachtens 

habe die Exploration im Rahmen eines freien Untersuchungsgesprächs in der Begutachtung jedoch 

klare Vorteile gegenüber einem strukturierten oder semistrukturierten Interview. Auch bei der 

Anwendung des CAPS müsse ohnehin bei einzelnen Items vertieft nachgefragt werden, damit ein 

valides Ergebnis resultiere. Das Mini ICF-APP verwende er, Dr. B.___, aktuell in Begutachtungen 

höchstens für eine qualitative Beschreibung der Bereiche, in denen funktionelle Beeinträchtigungen 

vorlägen. Auch wenn das Mini ICF-APP heute einen Quasistandard darstelle, habe es deutliche 

Limitationen. So seien etwa die 13 Funktionsbereiche sehr abstrakt definiert, was eine reliable 

Einschätzung sehr schwierig mache. Auch die versicherungspsychiatrische Beurteilung des RAD sei 

grundsätzlich nachvollziehbar. Allerdings sei, wie bereits erwähnt, nicht auszuschliessen, dass die 

fundiertere Beurteilungsgrundlage von Dr. E.___ eine validere Einschätzung als das zweistündige 

Explorationsgespräch im Rahmen der Begutachtung erlaube. Das vor bald drei Jahren erstellte 

Gutachten entspreche zudem nicht mehr ganz dem methodischen Standard, wie er, Dr. B.___, heute 
Begutachtungen durchführe. Beispielsweise habe er damals die Folgen einer Hypervigilanz und 

anderer posttraumatisch bedingter Veränderungen des Erregungsniveaus eher unterschätzt. Bereits im 

Gutachten habe er, Dr. B.___, auf ein hohes Risiko für eine weitere Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes hingewiesen. Da eine berufliche Eingliederung nicht gelungen sei, könne nicht 

ausgeschlossen werden, dass zwischenzeitlich eine solche Verschlechterung eingetreten sei. Die von 

der Hausärztin Dr. med. G.___ postulierten kognitiven Defizite müssten neuropsychologisch objektiviert 

werden. Das sei damals wegen einer schwankenden Anstrengungsbereitschaft nicht möglich gewesen. 

Er empfehle deshalb eine erneute neuropsychologische Testung. Die Inkonsistenzen in der damaligen 

neuropsychologischen Testung seien nicht als bewusste Aggravation oder Simulation interpretiert 

worden. Auch aus psychiatrischer Sicht fehle es an Hinweisen für eine Aggravation oder Simulation. 

Der RAD-Psychiater Dr. med. H.___ empfahl eine interdisziplinäre Besprechung sowie allenfalls eine 

Verlaufsbegutachtung (IV-act. 208). 

A.e Im Juli 2023 reichte Dr. E.___ der IV-Stelle den CAPS-Score sowie den ICF-Score ein (IV-act. 
216 ff.). Im September 2023 gingen der IV-Stelle verschiedene medizinische Berichte zu (IV-act. 222 
ff.). Die RAD-Ärztin Dr. med. I.___ würdigte diese Berichte und notierte am 13. Oktober 2023 (IV-act. 

242), im September 2021 sei wegen einer heftigen Brachialgie rechts eine Discushernienoperation C6/7 

erfolgt. Postoperativ hätten sich die Schmerzen im Arm deutlich gebessert, aber eine vollständige 

Beschwerdefreiheit sei nicht erreicht worden. Bildgebend habe sich im August 2022 eine foraminale 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Discushernie mit Einsinken des Cages gezeigt. Durch eine Wurzelinfiltration sei es zu einer deutlichen 

Schmerzlinderung gekommen, weshalb die neurochirurgische Behandlung im Oktober 2022 

abgeschlossen worden sei. Eine pneumologische Untersuchung im Juli 2022 wegen eines Asthma 

bronchiale habe normale Lungenfunktionswerte bei einer bronchialen Hyperreagibilität ergeben. Die 

orthopädische Behandlung bezüglich der Beine sei bereits im Januar 2022 abgeschlossen worden. Am 
26. November 2023 berichtete Dr. E.___ (IV-act. 253), er behandle den EL-Ansprecher seit März 2021 

ambulant im Wochenrhythmus. Zwischendurch sei der EL-Ansprecher an zwei Schulen in einem 

geringen Pensum als Lehrer tätig gewesen. Bereits diese kleinen Pensen hätten ihn so gefordert, dass 

eine Erhöhung der Pensen nicht realistisch gewesen wäre. Insgesamt habe sich die medizinische 

Situation seit dem Jahr 2021 nicht verändert. Der EL-Ansprecher zeige weiterhin die Symptome einer 

posttraumatischen Belastungsstörung sowie einer daraus resultierenden mittelgradigen depressiven 

Störung.  

A.f Im Auftrag der IV-Stelle erstattete Dr. B.___ am 30. Mai 2024 ein psychiatrisches 
Verlaufsgutachten (IV-act. 282). Er hielt fest, der EL-Ansprecher habe die Aufmerksamkeit während der 

rund dreistündigen Untersuchung mit zwei kurzen Pausen gut aufrecht erhalten können. Aus klinischer 

Sicht habe sich nicht verlässlich beurteilen lassen, ob Aufmerksamkeitsstörungen vorgelegen hätten, 

wie sie sowohl bei einer posttraumatischen Belastungsstörung als auch bei einer Major Depression 

auftreten könnten. Die Eigenangaben seien zwar gut damit vereinbar gewesen, doch angesichts der 
diesbezüglich unauffälligen Verhaltensbeobachtungen in Kombination mit den Hinweisen auf eine 

überbetonte Beschwerdeschilderung könnten diese nicht als gesichert gelten. Auf die Frage nach dem 

Schlimmsten, das er jemals erlebt habe, habe der EL-Ansprecher spontan die Verfolgung durch die 

Polizei im Herkunftsland angegeben. Nachdem ihn der Sachverständige gebeten habe, das konkrete 

Ereignis zu nennen, habe der EL-Ansprecher sich im Stuhl aufgerichtet, sich gegen den 

Sachverständigen ausgerichtet und ausführlich, flüssig sowie gestenreich geschildert, was sich damals 

ereignet habe. Wiederholt sei der Eindruck entstanden, dass er die Übersetzung durch den 

Dolmetscher kaum habe abwarten können. Zeitweise habe er Deutsch gesprochen. Einmal sei für einen 

Moment seine Sorge um den damals erst 16 Jahre alten Bruder sowie eine gewisse Scham über das 

eigene Unvermögen, diesen zu beschützen, spürbar geworden. Auf die Nachfrage des 

Sachverständigen hin, die erlebten Folterungen näher zu schildern, habe sich der EL-Ansprecher im 

Stuhl zur Seite gelehnt. Den linken Arm habe er auf einer Stuhllehne abgestützt. Er habe angegeben, 

das sei später gewesen. Dabei habe er mit der rechten Hand eine ausladende Geste gemacht. Er habe 

gelassen gewirkt. Auch auf gezielte Nachfragen hin habe er seine Sitzposition nicht verändert. Den 
weiteren Bericht habe er gestisch mit beiden Händen begleitet. Er sei aufgestanden und habe 

demonstriert, wie er habe vom Boden essen müssen. Posttraumatische Wiedererlebenssymptome wie 

sich aufdrängende intrusive Erinnerungen, Flashbacks oder übermässige emotionale respektive 

körperliche Stressreaktionen hätten objektiv klinisch nicht vorgelegen. Die geschilderten Erinnerungen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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hätten eher einem Grübeln denn einer Intrusion entsprochen. Der EL-Ansprecher habe keine typischen 

Flashbacks beschrieben. Gemäss seinen Schilderungen lenke er sich beim Auftreten posttraumatischer 

Wiedererlebenssymptome nicht etwa ab, wie es typisch wäre, sondern er sehe sich sogar aktiv 

politische Filme an, informiere sich über die neusten Anschläge der Hamas, den Krieg in Gaza und den 

Krieg in der Ukraine. Zwar habe er beschrieben, wie er beim Ansehen eines Berichtes aus dem 
Gazastreifen von Erinnerungen bedrängt worden sei, aber unmittelbar danach habe er sich alte 

Nachrichten aus seinem Herkunftsland angesehen. In der Exploration hätten sich keine emotionalen 

oder körperlichen Stressreaktionen provozieren lassen. Ein typisches Vermeidungsverhalten sei nicht 

beschrieben worden. Nur die geschilderten belastenden Träume seien gut vereinbar mit einer 

posttraumatischen Belastungsstörung. Angesichts der deutlichen Hinweise auf eine übertriebene 

Beschwerdeschilderung sei eine verlässliche Beurteilung, ob diese tatsächlich in einer pathologischen 

Ausprägung vorlägen, nicht möglich. In der Untersuchungssituation habe der EL-Ansprecher nicht 

übermässig misstrauisch, wachsam, angespannt, schreckhaft oder ängstlich gewirkt. Er habe nach 

einer gewissen Zurückhaltung in den ersten Minuten offen und zugewandt berichtet. Dabei habe er 

unterschiedliche Affekte gezeigt, die einen guten Bezug zum jeweiligen Gesprächsinhalt gehabt hätten. 

Er habe nicht übermässig niedergestimmt gewirkt. Affektiv sei er gut schwingungsfähig gewesen. Er 

habe einen guten emotionalen Rapport gezeigt. Die Mimik und die Gestik hätten adäquat gewirkt. Der 

EL-Ansprecher habe nicht unruhig gewirkt; er habe sich wiederholt bequem im Stuhl zurückgelehnt. Im 
Übrigen sei der (im Gutachten detailliert beschriebene) objektive klinische Befund unauffällig gewesen. 

Eine wesentliche Diskrepanz zwischen der subjektiven Beschwerdeschilderung und dem Verhalten in 

der Untersuchungssituation habe nicht bestanden. Nur die geschilderten Konzentrationsprobleme 

hätten sich nicht beobachten lassen, was jedoch nicht zwingend gegen das Vorhandensein von 

relevanten Konzentrationsproblemen im Alltag spreche. Dass sich die geschilderten belastenden 

Erinnerungen an die traumatischen Erfahrungen in der Untersuchung affektiv nicht manifestiert hätten, 

sei nicht als eine Diskrepanz zu interpretieren, da es sich dabei um kognitive und nicht um affektive 

Symptome handle. Der EL-Ansprecher habe weder appellativ noch theatralisch gewirkt. Auffällig 

gewesen sei, dass er in der ersten Begutachtung noch deutlich ausgeprägtere traumatische 

Erfahrungen als aktuell geschildert habe. Die Schilderung bezüglich der Folterungen habe in einem 

klaren Widerspruch zu jener im Rahmen der ersten Begutachtung gestanden. Fünf der neun Skalen 

des MMPI-2-RF hätten Hinweise auf eine Übertreibung von Beschwerden geliefert. Gemäss einer 

neueren Meta-Analyse eigne sich nur eine der neun Skalen als ein relativ sicherer Indikator für eine 

Übertreibung oder Vortäuschung psychischer Störungen. Diese Skala habe hier einen auffälligen Wert 
geliefert. Da alle fünf auffälligen Validitätsskalenergebnisse im oberen bis obersten Bereich gelegen 

hätten, sei von einer übertriebenen Beschwerdeschilderung auszugehen. Die Analyse der Testbefunde 

der neuropsychologischen Abklärung habe Hinweise auf ein suboptimales Leistungsverhalten sowie 

auf eine Aggravation von kognitiven Einschränkungen geliefert (vgl. IV-act. 283). Zudem bestehe eine 

gewisse Diskrepanz zwischen der beschriebenen vollständigen Berufsunfähigkeit und dem relativ 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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hohen Funktionsniveau im Haushalt, zumal der EL-Ansprecher angegeben habe, dass er alles im 

Haushalt mache (ausser Kochen; das könne er nicht) und dass er sogar Kleinigkeiten selbständig 

einkaufen könne. Zu berücksichtigen sei auch, dass der EL-Ansprecher zuhause Physik- und 

Mathematik-Lektüre studiere und sich Filme über Politik ansehe. Keine Diskrepanz bestehe hingegen 

zwischen den subjektiv geschilderten Beschwerden und der Inanspruchnahme therapeutischer 
Optionen (inkl. Medikation). An der Begutachtung habe der EL-Ansprecher sich um eine aktive 

Mitwirkung bemüht. Diagnostisch leide der EL-Ansprecher an einer rezidivierenden Major Depression, 

die gegenwärtig teilremittiert sei, sowie an einer subsyndromal ausgeprägten posttraumatischen 

Belastungsstörung. Eine relevante Arbeitsunfähigkeit bestehe nicht. Retrospektiv sei der EL-

Ansprecher nie während einer längeren Zeit arbeitsunfähig gewesen. Der RAD-Arzt Dr. F.___ 

qualifizierte das Gutachten als überzeugend (IV-act. 285). Am 10. Juni 2024 teilte die IV-Stelle der EL-

Durchführungsstelle mit, dass sich ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von zehn Prozent 

ergeben habe (IV-act. 288 = EL-act. II/17). Mit einer Verfügung vom 18. Juni 2024 wies die EL-

Durchführungsstelle das Begehren um eine rentenlose Ergänzungsleistung mit der Begründung ab, 

auch wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt wären, bestünde mangels eines 

rentenbegründenden Invaliditätsgrades kein Rentenanspruch (EL-act. II/16).  

A.g Am 20. August 2024 liess der EL-Ansprecher eine Einsprache gegen die Verfügung vom 18. Juni 
2024 erheben (EL-act. II/5). Er liess die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Berücksichtigung 
des „gesamten Gesundheitsschadens inklusive der somatischen Beschwerden“, die erneute Abklärung 

des psychischen Gesundheitsschadens sowie der sich verschlechternden somatischen Beschwerden 

und die Anpassung des Einkommensvergleichs beantragen. Zur Begründung liess er ausführen, es sei 

nicht nachvollziehbar, weshalb erneut Dr. B.___ mit der Begutachtung beauftragt worden sei. 

Angesichts der Vorgeschichte könne Dr. B.___ nicht mehr objektiv gewesen sein. Die Ausführungen 

von Dr. B.___ seien vage und wirkten spekulativ. Das ganze Gutachten wirke feindselig und 

voreingenommen. Bezüglich der neuropsychologischen Testung sei darauf hinzuweisen, dass der EL-

Ansprecher zu langsam gewesen sei, weshalb seine Eingaben jeweils als Antwort auf die Folgefrage 

erfasst worden seien, was natürlich zu fehlerhaften Ergebnissen geführt habe. Darauf habe der EL-

Ansprecher bereits während der Testung hingewiesen, was auch so dokumentiert worden sei. Weshalb 

die IV-Stelle keine Abklärungen bezüglich des somatischen Gesundheitsschadens, der sich ab dem 

Jahr 2021 verschlechtert habe, getätigt habe, sei nicht nachvollziehbar. Beim Einkommensvergleich sei 

zu berücksichtigen, dass der EL-Ansprecher ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung als Lehrer arbeiten 

könnte. An seiner letzten Arbeitsstelle hätte er bei einem Vollpensum einen Lohn von 104'000 Franken 
erhalten. Mit einem Entscheid vom 26. März 2025 wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache ab 

(EL-act. II/2). Zur Begründung führte sie an, das Gutachten von Dr. B.___ überzeuge in jeder Hinsicht. 

Ein Anschein der Befangenheit habe nicht bestanden. Zudem hätte der EL-Ansprecher vor der 

Begutachtung Einwände gegen die Person des Sachverständigen vorbringen können, was er aber nicht 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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getan habe. Der somatische Gesundheitszustand habe sich nur vorübergehend verschlechtert. Da die 

bisherige Tätigkeit als leidensadaptiert zu qualifizieren sei, entspreche der Ausgangswert des 

zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens dem Valideneinkommen.  

B.  

B.a Am 7. Mai 2025 liess der EL-Ansprecher (nachfolgend: der Beschwerdeführer) eine Beschwerde 
gegen den Einspracheentscheid vom 26. März 2025 erheben (act. G 1). Er liess die Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheides, die „Bestätigung“, dass ein Anspruch auf 

Ergänzungsleistungen bestehe, die Rückweisung der Sache an die EL-Durchführungsstelle 

(nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) zur Festsetzung der Ergänzungsleistung sowie eventualiter die 

Rückweisung der Sache zur Durchführung weiterer Abklärungen beantragen. Zur Begründung liess er 

ausführen, die Beschwerdegegnerin habe die vom Versicherungsgericht im Rückweisungsentscheid 

angeordneten Abklärungen nur zum Teil durchgeführt. Sie habe es nämlich versäumt, den 

neuropsychologischen Sachverständigen zu einer Stellungnahme aufzufordern. Entsprechend hätte sie 

keine zweite neuropsychologische Testung ohne ein vorgängiges Mahn- und Bedenkzeitverfahren 

anordnen dürfen. Das zweite psychiatrische Gutachten hätte nicht erneut bei Dr. B.___ eingeholt 

werden dürfen. Das Gutachten von Dr. B.___ überzeuge auch inhaltlich nicht. Die Verschlechterung 

des somatischen Gesundheitszustandes ab dem Jahr 2021 sei von der Beschwerdegegnerin nicht 

berücksichtigt worden.  

B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 16. Mai 2025 unter Hinweis auf die Erwägungen im 
angefochtenen Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).  

B.c Am 28. Mai 2025 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt (act. G 
6).  

Erwägungen 
1.  

Dieses Beschwerdeverfahren bezweckt die Überprüfung des angefochtenen Einspracheentscheides 

auf dessen Rechtmässigkeit, weshalb sein Gegenstand jenem des Einspracheverfahrens entsprechen 

muss. Auch das Einspracheverfahren ist ein („echtes“) Rechtsmittelverfahren gewesen, was bedeutet, 

dass sich sein Zweck in der Überprüfung der Verfügung vom 18. Juni 2024 auf deren Rechtmässigkeit 

erschöpft und dass sein Gegenstand folglich jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens 

entsprochen hat. Den Gegenstand des Verwaltungsverfahrens hatte die Prüfung einer im Juni 2019 

eingereichten Anmeldung des Beschwerdeführers zum Bezug einer Ergänzungsleistung gebildet. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Folglich ist auch in diesem Beschwerdeverfahren (umfassend) zu prüfen, ob der Beschwerdeführer 

einen Anspruch auf eine Ergänzungsleistung hat. 

2.  

2.1 Einen Anspruch auf eine Ergänzungsleistung haben unter anderem Personen mit Wohnsitz und 
gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung 
hätten, sofern sie die Mindestbeitragsdauer erfüllen würden (Art. 4 Abs. 1 lit. d ELG). Da der 

Beschwerdeführer seinen Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz hat und da er die 

Karenzfrist erfüllt hat, hängt die Antwort auf die Frage nach einem EL-Anspruch massgebend davon 

ab, ob er einen IV-Rentenanspruch hätte, sofern er die Mindestbeitragsdauer erfüllen würde, denn die 

übrigen, alternativen Anspruchsvoraussetzungen (effektiver Bezug von IV- oder AHV-Leistungen) sind 

offenkundig nicht erfüllt. 

2.2 Die Beschwerdegegnerin hat die IV-Stelle gestützt auf den Art. 41 Abs. 1 lit. k IVV angehalten, 
Abklärungen bezüglich des Invaliditätsgrades des Beschwerdeführers zu tätigen. Die IV-Stelle hat dafür 

unter anderem ein Gutachten von Dr. B.___ eingeholt, das allerdings gemäss dem Entscheid EL 2022/5 

des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 26. Juli 2022 ergänzungsbedürftig gewesen ist. Diese 

Ergänzung ist von Dr. B.___ am 7. März 2023 nachgeliefert worden. Zwar ist es dabei tatsächlich 

versäumt worden, den neuropsychologischen Sachverständigen zu einer Stellungnahme zur 

entsprechenden Frage des Versicherungsgerichtes aufzufordern, aber entgegen der Behauptung des 
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers ist darin keine relevante Verletzung der Untersuchungspflicht 

(Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu erblicken, denn die Beschwerdegegnerin respektive die IV-Stelle hat in der 

Folge eine zweite Begutachtung in Auftrag gegeben. Bei jener Begutachtung hat es sich nicht um eine 

Verlaufs-, sondern um eine Neubegutachtung gehandelt. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

hat geltend gemacht, diese hätte nicht erneut bei Dr. B.___ in Auftrag gegeben werden dürfen, da Dr. 

B.___ vorbefasst und damit zumindest anscheinsbefangen gewesen sei. Tatsächlich könnte Dr. B.___ 

(unbewusst) versucht gewesen sein, sein erstes Gutachten respektive die darin enthaltenen 

Schlussfolgerungen im zweiten Gutachten gegen die abweichende Auffassung der behandelnden Ärzte 

(Dr. E.___, der zunächst nur eine Zweitmeinung abgegeben hatte, hat den Beschwerdeführer 

anschliessend behandelt) zu verteidigen. Sowohl seine Stellungnahme zur Kritik von Dr. E.___ an 

seinem ersten Gutachten als auch seine Ausführungen im zweiten Gutachten zeigen aber, dass Dr. 

B.___ effektiv nicht befangen gewesen ist, womit ein allfälliger Anschein einer Befangenheit widerlegt 

ist. In seiner Stellungnahme zur Kritik von Dr. E.___ hat Dr. B.___ nämlich eingeräumt, dass die 

Schlussfolgerungen von Dr. E.___ durchaus zutreffender als seine eigenen Schlussfolgerungen im 
ersten Gutachten sein könnten, da es sich bei Dr. E.___ um einen ausgewiesenen Spezialisten auf dem 

Gebiet der posttraumatischen Belastungsstörungen handle und da Dr. E.___ den Beschwerdeführer 

viel eingehender habe explorieren können. Zudem habe er, Dr. B.___, seine Sichtweise in Bezug auf 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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die Diagnosestellung und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Zusammenhang mit posttraumatischen 

Belastungsstörungen zwischenzeitlich teilweise geändert; er gehe bei einer Begutachtung nun auch 

anders vor. Im Rahmen der zweiten Begutachtung ist Dr. B.___ sehr darum bemüht gewesen, sowohl 

die Angaben des Beschwerdeführers als auch den objektiven klinischen Befund nochmals eingehend 

und umfassend neu zu erheben. Unter anderem hat er auch Videoaufzeichnungen erstellt, die er beim 
Verfassen des Gutachtens nochmals konsultiert hat. Zudem hat er die ehemaligen Vorgesetzten und 

auch Dr. E.___ eingehend telefonisch befragt. Er hat seine Diagnosestellung und sein 

Arbeitsfähigkeitsattest detailliert und überzeugend anhand der neu erhobenen Erkenntnisse begründet. 

Nichts deutet darauf hin, dass er darauf aus gewesen wäre, sein erstes Gutachten zu verteidigen, 

obwohl er dafür sogar noch auf eine RAD-Stellungnahme hätte zurückgreifen können, in der sein 

Gutachten gegen die Kritik von Dr. E.___ verteidigt worden war. Zu bedenken ist schliesslich, dass das 

Versicherungsgericht das erste Gutachten von Dr. B.___ als zwar ergänzungsbedürftig, aber 

grundsätzlich doch überzeugend qualifiziert hatte, weshalb es keineswegs abwegig gewesen ist, 

nochmals Dr. B.___ mit der psychiatrischen Begutachtung zu beauftragen. Der Vorwurf einer 

Befangenheit geht zusammenfassend also trotz des Umstandes, dass Dr. B.___ den Beschwerdeführer 

bereits in einem früheren Zeitpunkt einmal begutachtet hatte, fehl. Bezüglich der neuropsychologischen 

Testung ist zu berücksichtigen, dass sich der Beschwerdeführer wiederholt auf den Standpunkt gestellt 

hat, er habe so gut wie nur irgend möglich mitgewirkt. Wenn er nun geltend machen lässt, die 
Beschwerdegegnerin hätte ihn im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG abmahnen müssen, verhält er sich 

widersprüchlich. Doch selbst wenn davon ausgegangen werden könnte, dass eine neuro-

psychologische Testung nach einer vorgängigen Abmahnung in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG 

im Gegensatz zu den beiden ersten neuropsychologischen Testungen valide Ergebnisse liefern würde, 

wäre davon in antizipierender Beweiswürdigung kein Erkenntnisgewinn zu erwarten, denn die 

Sachverständigen haben anhand der von ihnen erhobenen objektiven klinischen Befunde sowie anhand 

der anamnestischen Angaben (u.a. den Ausführungen der ehemaligen Vorgesetzten und den 

Schilderungen des Beschwerdeführers bezüglich seiner Alltags- und Freizeitgestaltung sowie seiner 

Aktivitäten im Haushalt) anschaulich und überzeugend aufgezeigt, dass überwiegend wahrscheinlich 

keine neurokognitiven Funktionsbeeinträchtigungen bestanden haben können, die sich relevant auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgewirkt hätten. Das neuropsychologische Teilgutachten 

weist somit einen ausreichenden Beweiswert auf, obwohl die eigentliche neuropsychologische Testung 

keine validen Ergebnisse geliefert hat. Das psychiatrische Gutachten enthält keinen Hinweis darauf, 

dass Dr. B.___ voreingenommen oder gar, wie der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers behauptet 
hat, dem Beschwerdeführer gegenüber feindselig eingestellt gewesen wäre. Der Sachverständige Dr. 

B.___ hat die Angaben des Beschwerdeführers, die Ergebnisse seiner intensiven Aktenwürdigung, die 

Auskünfte des behandelnden Psychiaters Dr. E.___, die Auskünfte zweier ehemaliger Vorgesetzter des 

Beschwerdeführers und die von ihm selbst erhobenen objektiven klinischen Befunde einschliesslich der 

Ergebnisse der in seinem Auftrag consiliarisch durchgeführten neuropsychologischen Testung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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detailliert angeführt und objektiv-neutral gewürdigt. Obwohl er gewisse Diskrepanzen festgestellt hatte, 

die er anschaulich beschrieben hat, hat er ebenso detailliert auf „Konsistenzen“ hingewiesen und 

letztlich den überzeugend begründeten Schluss gezogen, dass der Beschwerdeführer weder aggraviert 

noch simuliert habe. Wäre Dr. B.___ voreingenommen oder gar feindselig gewesen, hätte er die 

„Konsistenzen“ wohl weniger detailliert beschrieben oder gar unter den Tisch gewischt, um dann 
behaupten zu können, der Beschwerdeführer habe aggraviert oder simuliert. Bei seiner Würdigung der 

objektiven Befunde hat sich Dr. B.___ akribisch und anschaulich mit sämtlichen Kriterien der im Raum 

stehenden Diagnosen (insb. posttraumatische Belastungsstörung und Depression) auseinander 

gesetzt. Er hat seine Diagnosestellung und sein Arbeitsfähigkeitsattest in jeder Hinsicht überzeugend 

begründet. Entscheidend ist, dass er weder in der eigenen Untersuchung noch in den Angaben des 

Beschwerdeführers sowie der ehemaligen Vorgesetzten Hinweise auf eine relevante Beeinträchtigung 

des Funktionsniveaus des Beschwerdeführers im Alltag, im eigenen Haushalt oder bei der Tätigkeit als 

Lehrer hat feststellen können. Das Attest einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für die angestammte 

Tätigkeit als Physiklehrer überzeugt. Überwiegend wahrscheinlich ist der Beschwerdeführer also aus 

somatischer Sicht weiterhin zu 80 Prozent arbeitsfähig für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten gewesen. 

Weitere Abklärungen sind diesbezüglich nicht angezeigt gewesen. Zusammenfassend steht mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer im 

hier massgebenden Zeitraum für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten zu 80 Prozent arbeitsfähig 
gewesen ist. Da die erlernte und angestammte Tätigkeit als Physiklehrer als ideal leidensadaptiert zu 

qualifizieren ist und da bezüglich des von der IV-Stelle berücksichtigten Tabellenlohnabzuges von zehn 

Prozent keine rechtsfehlerhafte Betätigung des amtlichen Ermessens auszumachen ist, erweist sich 

die Schlussfolgerung der IV-Stelle, es liege kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vor, als richtig. 

Die Beschwerdegegnerin hat das Begehren um eine Ergänzungsleistung folglich zu Recht mangels 

Erfüllens der persönlichen Anspruchsvoraussetzungen abgewiesen. 

3.  

Die Beschwerde ist abzuweisen. Gerichtskosten sind nicht zu erheben (Art. 61 lit. fbis ATSG). Zufolge 

der Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ist dem Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers eine Entschädigung auszurichten, die 80 Prozent des erforderlichen 

Vertretungsaufwandes abdeckt (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Der erforderliche Vertretungsaufwand ist als 

überdurchschnittlich respektive als mit einem durchschnittlich aufwendigen „IV-Rentenfall“ vergleichbar 

zu qualifizieren, weshalb die Entschädigung praxisgemäss auf 80 Prozent von 4'000 Franken, also auf 

3'200 Franken, festzusetzen ist. Sollten es seine wirtschaftlichen Verhältnisse dereinst gestatten, wird 
der Beschwerdeführer zur Rückerstattung der Entschädigung verpflichtet werden können (Art. 99 Abs. 

2 VRP i.V.m. Art. 123 ZPO). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit 3'200 Franken (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 11.11.2025
	Art. 4 ELG. Ergänzungsleistung. Persönliche Anspruchsvoraussetzung. Invalidität. Invaliditätsgrad. Würdigung eines Administrativgutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. November 2025, EL 2025/23).

		2026-01-28T03:59:51+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen