# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f72912c4-7453-54ac-9bc0-7051ec401c8c
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-30
**Language:** de
**Title:** Unverwertbarkeit eines Gutachtens, weil darin mutmasslich Passagen enthalten sind, die eine andere Person betreffen. Rückweisung zur erneuten polydisziplinären Begutachtung.
**Docket/Reference:** IV.2015.00548
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.00548.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.00548
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Kobel
Urteil
vom
30. September 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1958, hatte
nach einer abgebrochenen
Maurer
lehre in verschiedenen Berufsfeldern gearbeitet, unter ander
e
m
als DJ, Kellner, Lagerist
und Büroangestellter
(vgl.
die Auszüge aus dem individuellen Konto der Jahre 2007 und 2010-
2014
,
Urk.
7/1-3,
Urk.
7/11,
Urk.
7/23
,
Urk.
7/47,
Urk.
7/49-
50
und
Urk.
7/82
, sowie die Angaben im Bericht von
Dr.
med. Y.___
, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 1. Oktober 2012, Urk. 7/34/3). Nachdem
er
in den
letzten Jahren nicht mehr berufstätig gewesen war, meldete er sich am 28. Februar 2012 wegen eines langjährigen
Rü
cken
leidens
mit dem Formular „Berufliche Integration/Rente“ bei der Invaliden
ver
sicherung an (Urk. 7/12); am 15. Februar 2011 hatte ihm die
Sozialversi
che
rungsanstalt
des Kantons Zürich (SVA), IV-Stelle, bereits Kostengutsprache für orthopädische Serienschuhe geleistet (Urk. 7/10).
Die IV-Stelle lies
s sich vom Hausarzt Dr. med. Z.___
berichten (Urk.
7/20/
1
6), holte die Berichte der orthopädischen Universitätsklinik
A.___
vom 7. Februar und vom 24. August 2011 sowie vom 29. März 2012 ein (Urk. 7/9, Urk.
7/20/
9-11 und Urk. 7/17) und nahm die Berichte der
B.___
, Wirbelsäulen- und Rückenmarkschirurg
ie, vom 10. April, 1. Juni, 25.
Juli und 28. September 2012 zu den Akten (Urk.
7/20/
7-8 und Urk. 7/33). Nachdem sich der Versicherte ausserstande erklärt hatte, bei beruflichen Mass
nahmen mitzuwirken (vgl. die E-Mail-Korrespondenz in Urk. 7/21 und Urk. 7/22 sowie die Verfügung vom 13. Juni 201
2, Urk. 7/24), liess ihn die IV
Stelle durch ihren versicherungsinternen Arzt (Regionaler Ärztlicher Dienst, RAD)
Dr.
Y.___
untersuchen (Bericht vom 1. Oktober 2012, Urk. 7/34).
1.2
Mit Vorbescheid vom 9. Januar 2013 eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten, dass sie ihm ab dem 1. September 2012 eine halbe Rente aufgrund eines
Invali
ditätsgrades
von 57 % zuzusprechen gedenke (Urk. 7/38). Der Versicherte nahm dazu am 3. Februar 2013 Stellung und gab unter anderem an, auch an psychi
schen Problemen zu leiden (Urk. 7/40 und Urk. 7/41). Die IV-Stelle beabsich
tigte zunächst, den Versicherten
bidiszplinär
in den Fachgebieten der Orthopä
die und Psychiatrie begutachten zu lassen (Mitteilung vom 7. Mai 2013,
Urk.
7/53), kam jedoch darauf zurück und teilte
ihm
am 13. Juni 2013
mit, es werde e
ine polydisziplinäre medizinische Untersuchung
unter Beteiligung der Fachrichtungen der
Allgemeine
n
/Innere
n
Medizin,
der
Orthopädie,
der
Psychi
at
rie und der
Neurologie als notwendig erachtet (Urk. 7/56).
Der Versicherte machte von der Gelegenheit zur Stellungnahme zur geplanten Begutachtung und zu den Fragen in dem Sinne Gebrauch, dass er beantragte,
die Begutach
tung
sei
nicht durch ei
ne zufällig ausgewählte Gutachten
stelle, sondern - wenn überhaupt - durch eine Stelle
in Zürich durchzuführen
(Urk. 7/58
/
3).
Dessen ungeachtet liess die IV
Stelle durch
ihr
Zuweisungssystem
SuisseMED@P
die
MEDAS C.___
als Gutachte
n
stelle bestimmen (vgl. Urk. 7/61), gab dem Versicherten mit Schreiben vom 8. Juli 2013 die vier beteiligten Ärzte der
ver
schiedenen Disziplinen
bekannt und setzte ihm Frist zum Vorbringen von Ein
wendungen gegen die
se
Fachpersonen an (Urk. 7/62). Der Versicherte hielt mit E-Mail vom 10. Juli 2013 daran fest, dass er eine Begutachtung in Zürich wünsche (Urk.
7/63); die IV-Stelle ordnete die Begutachtung durch die
MEDAS C.___
jedoch
mit Verfügung vom 25. Juli 2013 formell an (Urk. 7/66).
X.___
erhob gegen diese Verfügung Beschwerde
und brachte zum einen vor, das Gutachten, vor allem der orthopädische Teil, sei nicht notwendig, und zum andern beantragte er erneut, eine allfällige Begutachtung sei in Zürich durchzuführen (
Urk.
7/70/3). Mit Urteil vom 30. Oktober 2013 wies das Sozial
versicherungsgericht die Beschwerde ab. Es erachtete die Beteiligung der vier vorgesehenen Disziplinen als indiziert und beurteilte die Durchführung der Begutachtung in St. Gallen als finanziell un
d gesundheitlich zumutbar (Urk.
7/72
; Prozess Nr. IV.2013.00707
).
Das Urteil blieb unangefochten.
1.3
Im Februar 2014
fand die Begutachtung d
urch die
MEDAS C.___
statt. Nachdem die IV-Stelle am 18. März 2014 zuhanden der MEDAS eine Zusam
menfassung der Erwerbsbiografie der letzten zwanzig Jahre erstellt hatte (
Urk.
7/78), erstattete die MEDAS am 1. April 2014 das Gutachten (Mitwirkung von Prof.
Dr.
med.
D.___
, Chefarzt und Spezialarzt für Neurologie und für Psychiatrie und Psychotherapie,
Dr.
med. E.___
, Facharzt
für Neurologie, med.
pract
. F.___
, Assist
enzarzt Neurologie,
Dr.
med. G.___
, Spezialärztin für Orthopädie und Traumatologie,
Dr.
med. H.___
, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dr.
med. I.___
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin). Die IV-Stelle holte auf Anraten des RAD-Arztes
Dr.
med. J.___
, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie (vgl.
Urk.
7/92/3-4), die ergänzende Ste
llungnahme der MEDAS vom 10. Juni 2014
zur Arbeitsunfähigkeit und zur allfälligen Diagnose eines Schlafapnoe-Syndroms ein (
Urk.
7/81
)
. Nachdem der Versicherte am 6.
November 2014 zum Gutachten
Stellung genommen hatte (Urk.
7/87), teilte die IV-Stelle ihm mit neuem Vorbescheid vom 19. Februar 2015 mit,
dass sie einen Rentenanspruch zu verneinen gedenke, da sowohl die Voraussetzung einer durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres als auch die Voraussetzung einer rentenbegründenden Erwerbsunfähig
keit nicht erfüllt sei (
Urk.
7/93
). Der Versicherte erhob am 23.
März 2015 Ein
wendungen und beantragte, ihm sei ab September 2012 eine Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
7/94). Ungeachtet dieses Antrags entschied die IV-Stelle mit
Verfügung vom 16. April 2015
im Sinne ihres Vorbescheids (
Urk.
2 =
Urk.
7/98).
2.
Gegen die Verfügung vom 16. April 2015 erhob
X.___
mit Eingabe vom 15. Mai 2015 Beschwerde und wiederholte den Antrag auf Zusprechung eine
r Rente ab
September 2012 (
Urk.
1). Die IV-Stelle schloss in der
Beschwer
deantwort
vom 5. Juni 2015 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Mit Ver
fügung vom 9. Juni 2016 gab das Gericht dem prozessualen Antrag von
X.___
auf die unentgeltliche Prozessführung statt und ordnete einen zweiten Schriftenwechsel an (
Urk.
8). Der Versiche
rte hielt in der Replik vom 31.
Juli 2015 an seinem Antrag fest (
Urk.
10); die IV-Stelle verzichtete mit Ein
gabe vom 13. August 2015 darauf, eine Duplik zu erstatten (
Urk.
12).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts begründet Adipositas
grundsätzlich keine
zu Rentenleistungen berechtigende
Invalidität, wenn sie keine körperlichen, geistigen oder psychischen Schäden bewirkt und nicht die
Folge
von solchen Schäden ist. In Abweichung von diesem Grundsatz muss sie
aber
unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des Einzelfalles
dennoch
als invalidisierend betrachtet werden, wenn sie weder durch geeignete Behandlung noch durch zumutbare Gewichtsabnahme auf ein Mass reduziert werden kann, bei welchem das Übergewicht in Verbindung mit allfälligen Fol
geschäden keine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Beein
trächtigung der Erwerbsfähigkeit beziehungsweise der Betätigung im bisherige
n Aufgabenbereich zur Folge hat (Urteile des Bundesgerichts 8C_372/2012 vom 13. Juni 2013 E. 2.2 und 8C_496/2012 vom 19. September 2012 E. 2.2, je mit Hinweisen).
1.2
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind.
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das
Erwerbs
einkommen
, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
Der Rentenanspruch entsteht nach Art. 28
Abs.
1 IVG frühestens in dem Zeit
punkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig war (
lit
. b), so
fern sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40
%
invalid ist (
lit
. c). Wäh
rend bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades die Erwerbseinbusse und damit die Höhe des Einkommens eine entscheidende Rolle spielt, das auf dem gesam
ten in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einer dem Gesundheitsschaden an
gepassten zumutbaren Tätigkeit erzielbar ist (Art. 7 ATSG), beurteilt sich die Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) im Sinne von Art. 28
Abs.
1
lit
. b IVG nach der durch einen Gesundheitsschaden bedingten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen, und es kommt dabei in der Regel einzig auf die Einschrän
kungen im bisherigen Beruf an (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2, 105 V 156 E. 2a, 97 V 226 E. 2).
1.3
Im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Der Versicherungsträger prüft nach Art. 43
Abs.
1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind.
Für die Beurteilung von Rechtsfragen, denen medizinische Sachverhalte zu
grunde liegen, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf An
gaben und Unterlagen von medizinischen Fachpersonen, namentlich von Ärz
tinnen und Ärzten, angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arzt-berichtes ist nach höchstrichterlicher Praxis entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls ab welchem Zeitpunkt der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Invalidenr
ente hat.
2.2
Die ursprüngliche Absicht der Beschwerdegegnerin, dem Beschwerdeführer ab September 2012 eine halbe Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 57
%
zuzusprechen (
Urk.
7/38), hatte auf der Beurteilung von
Dr.
Y.___
basiert, der
ihm
im Bericht vom 1. Oktober 2012
aus somatisch-orthopädischer Sicht eine mindestens 50%ige Arbeits
fäh
igkeit für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten attestiert hatte (
Urk.
7/34/8). Demgegenüber liegt der nunmehr a
ngefochtenen Rentenablehnung die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im
poly
-
dis
ziplinären
Gutachten der
MEDAS C.___
zugrunde,
wonach der Beschwer
deführer als Maurer nicht mehr und als Kellner nur mit höheren Einschränkun
gen arbeitsfähig sei, er hingegen für eine Tätigkeit im Büro (Lohnbuchhalter) und für andere angepasste Tätigkeiten zu 80
%
leistungsfähig sei (
Urk.
7/79/38-39).
Ein Mindestgrad der Arbeitsfähigkeit, wie
Dr.
Y.___
ihn festgelegt hatte,
macht
das Ausmass der rentenrelevanten körperlichen Einschränkungen
zu wenig deutlich
, zumal
i
n den Berichten der Universitä
tsklinik
A.___
der Jahre 2011 und 2012
(Urk. 7/9, Urk. 7/20/9-11 und Urk. 7/17) und in den Berichten der
B.___
des Jahres 2012
(Urk. 7/20/7-8 und Urk. 7/33)
noch gar keine Aussagen
zur
Arbeitsfähigkeit
enthalten sind
. Zudem hat das Gericht schon im Urteil vom 30. Oktober 2013 auf
die Befunde und Diagnosen hingewiesen, die einen Einbezug
weiterer Fachdisziplinen in die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung rechtfertigten, nämlich
das metabolische Syndrom und das vermutete Schlafap
noe-Syndrom als Gegenstand der allgemeinen und inneren Medizin, die
Poly
neuropathie
und allfällige Nervenwurzel-Irritationen im Bereich der
Lendenw
ir
belsäule
als Gegenstand der Neurologie und psychische Probleme als Gegen
stand der Psychiatrie (
Urk.
7/72/5-6
).
Eine
polydisziplinäre Begutachtung des Beschwerdeführers war daher erforder
lich, und es ist zu prüfen, ob das Gutachten der
MEDAS C.___
vom
1. April 2014 eine zuverlässige Beurteilung des Rentenanspruchs erlaubt.
2.3
Vorgängig ist darauf hinzuweisen, dass d
ie Beschwerdegegnerin in der angefoch
tenen Verfügung einen Rentenanspruch schon deshalb nicht als gege
ben
erachtete
, weil die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40
%
während eines Jahres nach Art. 28
Abs.
1
lit
. b IVG nicht erfüllt sei (Urk.
2 S. 2).
Dabei qualifizierte sie a
ls massgebenden bisherigen Beruf
die Tätigkeit, die der Beschwerdeführer gemäss den Eintragungen in seinem indivi
duellen Konto von
Dezem
ber 1999 bis März 2003 bei der
K.___
ausgeübt hatte (
Urk.
7/47/3).
Der Beschwerdeführer war dort gemäss dem Bericht von
Dr.
Y.___
und dem Gutachten der MEDAS Lohnbuch
halter und „Mädchen für alles
“ gewesen (
Urk.
7/34/3 und Urk.
7/79/10), ein genaueres Aufgabenprofil existiert jedoch nicht
, da die Gesellschaft im Juni 2003 in Konkurs gefallen war (vgl. den Internet-Handelsregisterauszug vom
21. September 2016,
Urk.
14) und von der Beschwerdegegnerin deshalb nicht zum Arbeitsverhältnis befragt werden konnte
.
Der Beschwerdeführer hatte die Stelle bei der
K.___
jedoch nicht aus Krankheitsgründen verloren, er war des Weiteren in den Jah
ren zwischen dem Stellenverlust und der Anmeldung bei der Invalidenver
sicherung im Jahr 2012 nicht mehr erwerbstätig gewesen und hatte schliesslich
gemäss den Eintragungen im indivi
duellen Konto (
Urk.
7/1-3, Urk.
7/11,
Urk.
7/23,
Urk.
7/47,
Urk.
7/49-50 und
Urk.
7/82) und gemäss seinen Angaben
anlässlich der
Abklärungen
(
Urk.
7/34/3 und
Urk.
7/79/10)
seit jeher in den verschiedensten Berufssparten in wechselnden Anstellungsverhältnissen von kürzerer Dauer
gearbeitet. Daher ist für die Ermittlung der Arbeitsunfähigkeit nach Art. 28
Abs.
1
lit
. b IVG nicht auf die Tätigkeit bei der
K.___
oder auf vergleichbare Tätigkeiten abzustellen, sondern es sind hier die Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt massgebend,
soweit sie
dem Beschwerdeführer aufgrund seiner Fähigkeiten und seiner beruflichen Erfahrung bei
guter Gesundheit offen stünden
.
Die Arbeitsunfähigkeit nach
Art. 28
Abs.
1
lit
. b IVG entspricht somit
vorliegendenfalls
der
Erwerbsun
-
fähigkeit
(vgl.
zu einer vergleichbaren Konstellation das
Urteil des
Bundes
-
gerichts
I 943/06 vom 13.
April 2007 E. 5.1.3). Bei deren Ermittlung ist das
Validenein
kommen
ebenfalls anhand der Verhältnisse auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt festzusetzen, wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerde
-
antwort
zutreffend bemerkt hat (
Urk.
6 S. 2).
2.4
2.4.1
Was
vorab
die Untersuchungen durch die
Fachärztin der Orthopädie
Dr.
med.
G.___
betrifft, so ergab
en
sich klinisch
(vgl.
Urk.
7/79/22-24)
keine Ergebnisse, die im Widerspruch zu den Feststellungen von
Dr.
Y.___
(Urk.
7/34/4-7)
und
- in Bezug auf die Lendenwirbelsäule -
der
behandelnden Kliniken stünden.
2.4.2
Radiologisch
standen der
Orthopädin
zum einen
die Angaben über die
Aufnah
men
der Lendenwirbelsäule
zur Verfügung
, die in den Jahren
zuvor gemacht worden waren, namentlich in Form zweier Magnetresonanztomographien vom 2
3.
Februar 2010 und vom 2
1.
Mai 2012 (
Urk.
7/79/24; vgl. die Hinweise im Bericht der Klinik
A.___
vom 2
9.
März 2012,
Urk.
7/17/2, und im Bericht der
B.___
vom
1.
Juni 2012, Urk.
7/33/2).
Zum andern lagen ihr Rönt
genaufnahmen der Halswirbelsäule, der Brustwirbelsäule, der rechten Schulter und der beiden Füsse vor, welche
im beauftragten Institut Radiologie
L.___
neu erstellt worden waren (Urk.
7/79/16
und
Urk.
7/79/42-43)
.
Auffällig ist
nun aber
, dass
Dr.
G.___
i
m Abschnitt „Diskus
sion inklusive Würdigung der fachspezifischen orthopädischen
Zusatzunter
suchungen
“ (
Urk.
7/79/25)
Radiologiebefunde
schilderte, die sich in den
Vorak
ten
und
im Bericht der Radiologie
L.___
entweder gar nicht
finden
oder dort deutlich abweichend beschrieben sind. So
erwähnte
Dr.
G.___
(zusätzliche) radiologische Untersuchungen des Beckens und der Kniegelenke sowie eine aktuelle radiologische Unt
ersuchung der
Lendenwirbel
säule
, ohne dass
die
Berichte hierzu
benannt sind
.
Sodann hatte die Radiologie
L.___
neben degenerativen Veränderungen an Hals- und
Brustwirbel
säule
Zeichen einer
Osteopenie
im Bere
ich der Brustwirbelsäule festgestellt und hatte diese als eine strähnige
trabekuläre
Zeichnung der Wirbelkörper beschrie
ben
(
Urk.
7/79/16 und
Urk.
7/79/42).
In Abweichung davon sprach
Dr.
G.___
(
Urk.
7/79/25)
jedoch nicht nur von einer
Osteo
-
penie
, sondern von einer eigentlichen Osteoporose
mit der Indikation zu einer
Biphosphonat
-Therapie
, und ihre Umschreibung der massgebenden Zeichen, nämlich eine
deutliche Transparenz der Wirbelkörper und
ein
rarefizierende
r
Aspekt der Spongiosa-Architektur
,
unterscheidet
sich wesentlich von der Wort
wahl im Berich
t der Radiologie
L.___
.
2.4.3
Diese Un
stimmigkeiten
erwecken den Eindruck,
es könnten Informationen,
die einen anderen Exploranden betref
fen, in das
Teilg
utach
ten von
Dr.
G.___
eingeflossen sein.
Verstärkt
wird dieser
Eindruck
dadurch, dass
Dr.
G.___
den
Befund
einer Osteoporose als
glucoc
orti
c
oid
-induziert
einstufte
(
Urk.
7/79/25), nachdem sie bereits im vorangegangenen Abschnitt „Entwicklung und Verlauf des Leidens einschliesslich Tag
esstruktur“ einen langjährigen
C
ortisongebrauch
in Form von
Inhalationen und wiederholten
Prednisolon
-Stössen vermerkt hatte (
Urk.
7/79/24).
Hinweise auf eine Langzeittherapie mit Cor
t
ison fehlen
jedoch in den
Vorakten
. Die Klinik
A.___
erwähnte in den Berichten vom 2
4.
August 2011 und vom 2
9.
März 2012 lediglich einen einmaligen Nervenwurzelblock (August 2010) und eine
einmalige
Fa
zettengelenksinfiltration
(Oktober 2010) im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule (
Urk.
7/20/9-10 und
Urk.
7/17/2-3)
, und gemäss dem Bericht der
B.___
vom 2
5.
Juli 2012 wurde im Juni 2012 nochmals eine Infiltration der
Fazetteng
elenke
L5/S1 durchgeführt (Urk.
7/33/4).
W
eiterführende Behandlungen mit Cortison
sind demgegenüber nicht
dokumentiert, sondern der Bes
chwerdeführer gab gegenüber Dr.
G.___
vielmehr an, er habe weitere
Injektionsbehand
lungen
abge
lehnt (
Urk.
7/79/24), und von
Inhalationsbehandlungen ist über
haupt an keiner anderen Stelle die Rede.
Zusätzlich fällt auf, dass i
m Abschnitt mit den Ausführungen über die langzeitliche Behandlung mit Cortison
ein internistisches Lungenleiden erwähnt ist, das im Vordergrund stehe
(Urk.
7/79/
24). Auch hier liefern die
Vorakten
jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass ein solches Leiden festgestellt oder sogar behandelt worden wäre, sondern es findet sich einzig die Empfehlung der
B.___
, ein frag
liches Schlafapnoe-S
yndrom abzuklären (Urk. 7/33/4
5
).
Und anlässlich der
MEDAS-
Begutachtung wurde
der pulmonale Befund
von der Internistin
I.___
als normal beschrieben (
Urk.
7/79/31), und in der Systemanamnese sind wohl eine Anstrengungsdysp
noe und
eine gelegentliche Ruhedyspnoe
im Sinne einer allergischen Reaktion bei Pollenflug
(
M
edikation mit
Ventolin
bei Bedarf)
erwähnt, aber ebenfalls keine Diagnose, die als im Vordergrund stehendes Lun
genleiden
erschiene (
Urk.
7/79/11).
Ebenfalls nicht zur Person des Beschwerdeführers, wie sie andernorts im Gutach
ten beschrieben wurde, passt ferner die Bemerkung von
Dr.
G.___
,
ihr Explorand
sei trotz seiner sozialen Isolation noch interessiert und pflege seine Hobbys (
Urk.
7/79/27). Denn
bei der Erhebung der
allgemeinen Anamnese
und der Anamnese
n
des psychiatrischen
und des internistischen
Teilgutachtens gab der Beschwerdeführer wohl an, den Haushalt selbständig zu führen und insbesondere selber einzukaufen und zu kochen, berichtete im Übri
gen jedoch, er habe keinen strikten Tagesablauf, verbringe den Vormittag meist am Computer (Internet), mit Fernsehen oder mit Zeitunglesen,
besuche
nur noch selten
das
Restaurant
,
gehe wegen der Schwierigkeiten beim Gehen auch nicht freiwillig spazieren und sei vor rund 15 Jahren das letzte Mal in den Ferien gewesen
(
Urk.
7/79/10-11,
Urk.
7/79/17-18
und
Urk.
7/79/32
). In dieser Schil
derung ist nichts enthalten, was auf Hobbys hinweisen würde, und solche Hin
weise finden sich auch in den früheren Berichten nicht, namentlich
beschrieb
der Beschwerdeführer seinen Tagesablauf schon gegenüber
Dr.
Y.___
vergleich
bar (
Urk.
7/34/3).
2.4.4
Wegen dieser
dargelegten verschiedenen Ungereimtheiten
kann das orthopä
dische Teilgutachten von
Dr.
G.___
nicht verwertet werden.
Dies führt
auch zur Unverwer
tbarkeit der Gesamtbeurteilung. Zwar
sind
dort im Diagnosekatalo
g
k
eine Osteoporose und kein Lungenleiden aufgeführt (
Urk.
7/79/35), und die polydisziplinäre Beurteilung
enthält
auch sonst keine Passagen, die von vornherein aus dem Zusammenhang fallen
.
G
erade daraus
resultiert allerdings
der neue Mangel, dass
bei der Erstellung der
Gesamtbeur
teilung
offenbar nicht alle Ausführungen im
orthopädischen
Teilgutachten gelesen und
gegebenenfalls
korrigiert worden sind. Es besteht somit zwar die Vermutung, dass gewisse Passagen im orthopädischen Teilgutachten eine
andere Person betreffen, der Leser
kann jedoch
auch nicht vollständig aus
schliessen, dass
sich
in diesen Passagen
ungeklärte
Punkte finden
, welche sich auf die Person des Beschwerdeführers beziehen.
Dieser Mangel lässt sich
durch eine nachträgliche Überarbeitung des Gutachtens
nicht
beheben, da zum einen ungewiss ist, ob die Quelle allfälliger Irrtümer und das Ausmass, in dem sie das Gutachten beeinflusst haben, noch eruiert werden kann
,
und zum andern einem lediglich überarbeiteten, ursprünglich fehlerhaften Gutachtens die Akzeptanz fehlte.
2.5
2.5.1
Ohnehin lässt das Gutachten der
MEDAS C.___
zusätzlich zu den erwähn
ten Hinweisen auf eigentliche Fehler verschiedene
Abklärungen und Erläute
rungen verm
issen,
sodass auch aus diesem Grund
die Durchführung einer nochmal
igen Begutachtung gerechtfertigt ist.
2.5.2
So
erachtete
das Gericht im Urteil vom 3
0.
Oktober 2013 die Beteiligung der Disziplin der Neurologie an der Begutachtung insbesondere deshalb als notwen
dig, weil in den Berichten der Klinik
A.___
und der
B.___
eine mögliche N
ervenwurzelir
ritation auf der Höhe S1 diskutiert worden war (Urk.
7/72/5).
Im neurologischen Status, den
Dr.
E.___
und med. prakt.
F.___
erhoben, sind jedoch keine Untersuchungen erwähnt, die im Hinblick auf diese Problematik erfolgt wären (
Urk.
7/79/14-15)
, und
Dr.
G.___
ging in der orthopädischen Beurteilung ebenfalls nicht auf die Frage einer Nervenwurzelirritation ein, sondern erwähnte sie nur als anamnestischen Befund (
Urk.
7/79/24+25).
Die Feststellung in der
Gesamt
beurteilung
, es fänden sich klinisch keine Hinweise auf eine
radikuläre
Reizung der Nervenwurzeln S1 (
Urk.
7/79/36+37),
ist
somit nicht oder nicht in
laienver
ständlicher
Weise durch Untersuchungsergebnisse belegt.
2.5.3
Des Weiteren leidet der Beschwerd
eführer bei einer Grösse von 178
cm, einem Gewicht von 137
,1
kg und einem BMI von 43,3 kg/m
2
(
Urk.
7/7
9/31) an einer Adipositas, die von der Internistin
Dr.
I.___
als morbide Adipositas Grad III qualifiziert und den Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugeordnet wurde (
Urk.
7/79/33). Demgegenüber
führte die Orthopädin Dr.
G.___
dieselbe Diagnose unter der Synonym-Bezeichnung „Adipositas per magna“ unter den Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfä
higkeit auf (
Urk.
7/79/27), und in der Gesamtbeurteilung figuriert sie sowohl unter den Hauptdiagnosen mit
als auch
unter den Nebendiagnosen ohne wesent
liche Einschränkung der Arbeits
fähigkeit (
Urk.
7/79/35).
Auf jeden Fall aber trat die Adipositas
in der Untersuchungssituation
ganz offen
sichtlich
als behindernder Faktor in Erscheinung.
Schon
Dr.
Y.___
hatte das deutlich verlangsamte, leicht schaukelnde und schlepp
ende Gangbild beschrie
ben (Urk.
7/34/4), und anlässlich der Begutachtung durch die MEDAS schilderte die Orthopädin wiederum einen breitbeinigen, stockenden Gang mit
erschwer
term
An- und Auskleiden bei massivem Bauchumfang und Erschwernissen bei verschiedenen Untersuchungsmanövern (
Urk.
7/79/23)
. Angesichts der
darge
legten Rechtsprechung zum invalidisierenden Charakter der Adipositas
ist es deshalb angezeigt, dass der Beschwerdeführer spezifisch im Hinblick auf die massgeblichen Kriterien
dies
e
r Rechtsprechung
untersucht wird. Teil dieser Untersuchung wird auch die vermutete Schlafapnoe sein, die bis anhin noch nicht Gegenstand näherer Abklärungen war (vgl.
Urk.
7/81).
2.5.4
Was
schliesslich
die psychi
atrische Teilbegutachtung betrifft,
so erhob der Psychi
ater
Dr.
H.___
wohl eine Schul- und berufliche Anamnese und eine Familien- und
Sozialanamnese, die
Anamnesen beschränken
sich jedoch auf eine eher knappe Auflistung von Fakten, und beim erhobenen Psychostatus handelt es sich ebenfalls um eine nur kursorische Darstellung
der wesentlichen Untersuchungsgrössen des
Erscheinungsbild
es und des
Verhalten
s (Urk.
7/79/18). Wenn der
Psychiater
aus diesen Feststellungen auf
das Vorhan
densein schizoider und queru
latorischer Persönlichkeitszüge schloss, hingegen keine psychiatrische Erkrankung erkennen konnte (
Urk.
7/79/19), so erscheint dies zwar nicht als ab
wegig,
es fehlt jedoch eine vertiefende Diskussion und Herleitung dieser Schlussfolgerungen
. Ferner nahm
Dr.
H.___
auch
keinen Bezug
auf den
kaum strukturierten
Tagesablauf des Beschwerdeführers
, wie es
das Gericht im Urteil vom 3
0.
Oktober 2013 als angezeigt erachtet hatte (
Urk.
7/72/5-6).
2.6
Damit ist
die nochmalige polydisziplinäre Begutachtung des Beschwerdeführers unabdingbar
. Zu diesem Zweck ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Denn zum einen gilt es, die Frage nach einem invalidenver
sicherungsrechtlich relevanten Krankheitswert der Adipositas abzuklären, womit sich die bisher mit dem Beschwerdeführer befasst gewesenen medizinischen Fachpersonen noch kaum auseinandergesetzt haben. Und zum andern hat die Beschwerdegegnerin im Vorfeld der erneuten Begutachtung die Angaben zu den beruflichen Tätigkeiten des Beschwerdeführers zu ergänzen. Denn
bei den Angaben
der Beschwerdegegnerin vom 1
8.
März 2014 (
Urk.
7/78) handelt es sich lediglich um eine Zusammenstellung
anhand der vorhandenen Unterlagen, die Beschwerdegegnerin vermerkte darin jedoch selbst, dass Berufsunterlagen fehlten. Sie wird daher ihre Berufsberatungsstelle damit zu beauftragen haben, im Rahmen eines
G
esprächs mit dem Beschwerdeführer nähere Angaben zu dessen Funktionen in seinen früheren Tätigkeiten zu beschaffen. Des Weiteren
ist
auch eine Anfrage b
ei der Stiftung Chance
angezeigt
, die dem Beschwerde
führer gemäss einer Eintragung im individuellen Konto
in der Zeit
von Anfang 2007 bis Anfang 2008 eine Beschäftigung geboten hatte (vgl.
Urk.
7/47/4+7
; vgl. auch die Angaben des Beschwerdeführers hierzu in den Einwendungen vom 2
3.
März 2015 zum Vorbescheid,
Urk.
7/94
).
2.7
Damit ist die Beschwerde in
dem Sinne gutzuheissen, dass die
angefochtene
Verfügung vom 1
6.
April 2015 aufzuheben
und die Sache an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen ist, damit diese die erforderlichen Abklärungen im Sinne der Erwägungen tätige und hernach über
den Rentenanspruch neu befinde
.
3.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Verfahren für die unterliegende Beschwerdegegnerin kostenpflichtig. Die Kosten sind unter Berücksichtigung des g
esetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) ermessensweise auf Fr. 600.--
festzusetzen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird
in
dem Sinne gutgeheissen, dass die
angefochtene
Verfügung vom 1
6.
April 2015 aufgehoben
und die Sache an die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle, zurückgewiesen wird,
damit diese die erforderlichen Abklä
rungen im Sinne der Erwägungen tätige und hernach über
den Rentenanspruch neu befinde.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigKobel