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**Case Identifier:** 550d2ab3-68ea-52fb-b009-f468b68f60c3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.06.2014 200 2013 531
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-531_2014-06-05.pdf

## Full Text

200 13 531 UV
GRD/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Juni 2014

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Mai 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2014, UV/13/531, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1950 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen obligatorisch versichert, als er am 3. September 2008 
einen Verkehrsunfall erlitt (Akten der SUVA [act. IIA] 1). Diesbezüglich 
wurden von den erstbehandelnden Ärzten des Spitals C.________, in wel-
chem der Versicherte – mit Unterbrechung – vom 3. bis am 20. September 
2008 hospitalisiert war und operativ behandelt wurde, insbesondere Ver-
brennungen am rechten Vorderarm und am Kopf sowie eine Leberkontusi-
on diagnostiziert (act. IIA 6 – 9; Akten der SUVA [act. IID] 221). Die SUVA 
anerkannte für diesen Unfall ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetz-
lichen Versicherungsleistungen (vgl. u.a. act. IIA 20 und 23; vgl. auch Akten 
der SUVA [act. IIC] 180).

Am 2. Februar 2009 wurde der Versicherte Opfer eines Entreissdiebstahl-
versuchs und erlitt dabei insbesondere eine Rissquetschwunde an der 
linken Augenbraue (Akten der SUVA [act. II] 1 – 3). Auch hinsichtlich die-
ses Ereignisses richtete die SUVA die gesetzlichen Versicherungsleistun-
gen aus (vgl. act. IIC 180).

B.

In der Zwischenzeit hatte sich der Versicherte bei der Invalidenversiche-
rung unter Hinweis auf einen seit Januar 2007 bestehenden starken Durch-
fall nach einem Magenbypass zum Leistungsbezug angemeldet (act. IIA 45 
S. 32). Nach medizinischen und erwerblichen Erhebungen wurde dem Ver-
sicherten vom 1. Januar 2008 bis am 30. April 2009 bei einem Invaliditäts-
grad von 90% eine ganze IV-Rente und ab dem 1. Mai 2009 bei einem In-
validitätsgrad von 67% eine Dreiviertelsrente zugesprochen (Verfügung 
vom 16. November 2009; Akten der SUVA [act. IIB] 96). Nachdem der Ver-
sicherte die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde (act. IIB 132 

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S. 14 ff.) zurückgezogen hatte, schrieb das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern das Beschwerdeverfahren mit Urteil vom 23. März 2010, 
IV/2009/1327 (act. IIB 132 S. 2 f.), als erledigt vom Protokoll ab.

C.

Nachdem die SUVA hinsichtlich des Ereignisses vom 3. September 2008 
diverse medizinische Unterlagen eingeholt hatte, liess sie den Versicherten 
am 31. Oktober 2011 sowohl durch den Kreisarzt Dr. med. D.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates FMH, wie auch durch Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, versicherungspsychiatrischer Dienst 
der SUVA Bern, untersuchen (act. IIC 197 und 198). 

Am 21. März 2012 (act. IIC 180) verfügte die SUVA bezüglich des Ereig-
nisses vom 3. September 2008 die Leistungseinstellung per 31. März 2012, 
da die weiterhin geklagten Beschwerden in keinem adäquaten Kausalzu-
sammenhang zum besagten Ereignis stünden. Ferner hielt sie fest, dass 
die Behandlung der beim Ereignis vom 2. Februar 2009 erlittenen Verlet-
zungen der linken Hand weiterhin zu ihren Lasten gehe. Mit der verfügten 
Leistungseinstellung zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden und 
liess am 20. April 2012 Einsprache erheben (act. IIC 182). 

Mit Entscheid vom 27. Mai 2013 (act. IIC 202) hielt die SUVA hinsichtlich 
des Ereignisses vom 3. September 2008 an der Leistungseinstellung fest 
und wies die Einsprache ab.

D.

Hiergegen liess der Versicherte am 13. Juni 2013 Beschwerde erheben 
und folgende Anträge stellen:

1. Die Verfügung vom 21. März 2012 und der Einspracheent-
scheid vom 27. Mai 2013 seien aufzuheben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Be-
schwerdeführer ab dem 1. April 2012 weiterhin die gesetzli-

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chen Leistungen gemäss UVG auszurichten, insbesondere 
die Taggelder basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 
100%.

3. Es sei eine interdisziplinäre Begutachtung zur Bemessung 
der Invalidität und der Integritätsbemessung in Auftrag zu 
geben.

– unter Kostenfolge –

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2013 schloss die Beschwerde-
gegnerin unter Hinweis auf eine neurologische Beurteilung des Dr. med. 
F.________, Facharzt für Neurologie, von der Abteilung Versicherungsme-
dizin, vom 9. Oktober 2013 (act. IID 223) auf Abweisung der Beschwerde. 

In seinen Schlussbemerkungen vom 21. November 2013 hielt der Be-
schwerdeführer an den beschwerdeweise geltend gemachten Ausführun-
gen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 27. Mai 
2013 (act. IIC 202). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer 
aufgrund des Ereignisses vom 3. September 2008 über den 31. März 2012 
hinaus Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung hat und dabei ins-
besondere, ob die weiterhin geklagten Beschwerden in einem natürlichen 
und adäquaten Kausalzusammenhang zum besagten Ereignis stehen.

Soweit der Beschwerdeführer Ansprüche aus dem Ereignis vom 2. Februar 
2009 geltend macht resp. machen sollte, ist auf die Beschwerde nicht ein-
zutreten. Denn der angefochtene Einspracheentscheid hat einzig die Leis-
tungspflicht hinsichtlich des Ereignisses vom 3. September 2008 zum Ge-
genstand. Diesbezüglich mangelt es somit an einem Anfechtungsobjekt 
(BGE 125 V 413 E. 1a S. 414).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

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2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-

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gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.4.1 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 138 V 
248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

2.4.2 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 115 
V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleudertraumen und äquivalenten 
Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schädel-Hirntraumen auf eine 
Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten ver-
zichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 
Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die ver-
sicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine 
dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 
E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 
369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die 
Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwendung findet, wenn sich innert der 
Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Beschwerden in der Halsregion und der 
Halswirbelsäule (HWS) manifestieren (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). 
Liegt keine der erwähnten Verletzungen vor, gelangt die Rechtsprechung 
gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden zur An-
wendung.

2.4.3 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-

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gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 S. 
138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus-
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung 
der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere 
Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Ver-
letzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall 
entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2).

Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren 
Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden 
kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren 
Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. 
Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv erfassbare 
Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen 
oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamt-
würdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen 
(BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzun-
gen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Feh-
lentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-

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ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5).

2.5 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201).

2.6 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerde-
führer am 3. September 2008 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. 

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E. 2.1 hiervor) und danach unfallkausale Beschwerden aufgetreten sind. 
Diesbezüglich geht aus den Akten insbesondere hervor und wird von den 
Parteien nicht bestritten, dass der Beschwerdeführer beim besagten Unfall 
Zahnschäden (u.a. Frakturen) erlitten hat (act. IIA 12). Die Beschwerde-
gegnerin hat denn auch die Kosten für die erfolgreich abgeschlossene Sa-
nierung der unfallbedingten Zahnschäden übernommen (act. IIB 133, 136, 
151, 153). Dass bezüglich der unfallbedingten Zahnschäden eine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit besteht, geht aus den Akten nicht hervor 
und wird auch nicht geltend gemacht. Weiter geht aus den Akten unbe-
strittenerweise hervor, dass der Beschwerdeführer krankheitsbedingt – und 
somit unfallfremd – an einer Herzerkrankung, an einem Diabetes Mellitus 
Typ II und an einer Diarrhoe bei Status nach einer Magenbypassoperation 
im Januar 2007 leidet (act. IIA 33). Aufgrund der persistierenden Diarrhoe 
wurde von den behandelnden Ärzten ab dem 1. Januar 2007 eine 100%-
ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. u.a. act. IIA 33 S. 2, 45 S. 21 und 
S. 40). Ab Juli 2009 wurde diesbezüglich keine Arbeitsunfähigkeit mehr 
attestiert, wobei die Ärzte für die Zukunft von einem stabilen Zustand aus-
gingen (act. IIB 61).

3.2 Umstritten ist hingegen, ob der Beschwerdeführer – basierend auf 
dem besagten Unfall – über die von der Beschwerdegegnerin verfügte 
Leistungseinstellung per 31. März 2012 hinaus weiterhin Anspruch auf 
Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist zu prüfen, 
ob die – neben den zuvor angeführten krankheitsbedingten Beschwerden – 
über den 31. März 2012 hinaus geklagten gesundheitlichen Beschwerden 
in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzu-
sammenhang zum Unfall vom 3. September 2008 stehen. Die massgebli-
chen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgende Bild:

3.2.1 Der Beschwerdeführer war nach dem Verkehrsunfall vom 3. bis am 
5. und vom 9. bis am 20. September 2008 im Spital C.________ hospitali-
siert (act. IID 221 und act. IIA 9). Im Austrittsbericht vom 8. September 
2008 (act. IID 221) wurden eine Verbrennung Grad Ila Unterarm rechts 
dorsalseits, eine Verbrennung Grad I über dem Skalp, eine Leberkontusion 
sowie eine Kontusion des Sternums (Brustbein), der Flanke rechts und des 
Beckenkamms rechts diagnostiziert (S. 1). Anlässlich der Erstuntersuchung 

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habe der Beschwerdeführer Schmerzen im Bereich des Sternums, des 
rechten Oberbauchs, der rechten Flanke, der HWS und Brustwirbelsäule 
(BWS), des Skalps und des rechten Unterarms angegeben (S. 2). Bei den 
am Unfalltag durchgeführten bildgebenden Untersuchungen hätten keine 
ossären Läsionen der HWS und der BWS, keine Läsion der parenchymatö-
sen Organe, kein Perikarderguss, kein Hämo- oder Pneumothorax, keine 
freie Flüssigkeit, keine intracranielle Blutung und keine Hinweise auf Schä-
delfrakturen festgestellt werden können. Es habe sich aber eine kleine 
Hiatushernie und eine fragliche Fraktur der rechten Clavicula medial am 
Sternoclavicular-Gelenk gefunden (S. 1). 

Aufgrund der erlittenen Verbrennung am rechten Unterarm wurde der Be-
schwerdeführer während seines Spitalaufenthaltes drei Mal operativ be-
handelt (act. IIA 9; vgl. auch act. IIA 6 – 8). 

3.2.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Hämatologie und für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 13. März 2009 (act. IIA 
33) Verbrennungen Grad IIb bis III Vorderarm rechts, eine Zervikobrachial-
gie beidseits, ein Impingement-Syndrom Schulter beidseits, linksbetont 
sowie eine Zunahme einer reaktiven Depression nach Unfall und Raubü-
berfall. Als objektiver Befund führte der Arzt eine deutliche Einschränkung 
der HWS-Beweglichkeit und eine eingeschränkte Schultermotilität links an. 
Seit dem Verkehrsunfall bestünden Beschwerden im Bereich des linksseiti-
gen Thorax, der linksseitigen Hüfte und des linken Knies nach Kontusion 
(S. 1). Schliesslich attestierte er eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit, wobei 
eine solche aufgrund der invalidisierenden Diarrhoe bereits vor dem Ver-
kehrsunfall bestanden habe (S. 2). 

3.2.3 Aufgrund intermittierend auftretender Sehstörungen rechts wurde 
der Beschwerdeführer im Spital H.________ untersucht. Im diesbezügli-
chen Bericht vom 27. August 2009 (act. IIB 60) wurde ein Verdacht auf eine 
systemische Hypotonie, differentialdiagnostisch eine Migräne, diagnosti-
ziert. Die beschriebenen zwei- bis dreiminütigen Episoden von rechtsseiti-
gen Kopfschmerzen, welche ein bis zwei Mal pro Monat aufträten, hätten 
anhand des ophthalmologischen Status nicht eindeutig geklärt werden 
können (S. 1). Die geschilderten Wahrnehmungen seien möglicherweise im 
Rahmen einer Durchblutungsstörung zu erklären. Die durchgeführte bild-

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gebende Untersuchung habe keine frische Ischämie, keine Carotis-
Dissektion und keine Stenose gezeigt (S. 2). 

3.2.4 Vom 19. bis am 28. August 2009 war der Beschwerdeführer im 
Spital H.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 7. September 
2009 (act. IIB 64) wurden insbesondere eine vaskuläre Leukenzephalopa-
thie und ein chronischer Spannungskopfschmerz diagnostiziert. In den letz-
ten drei Wochen sei es wiederholt zu einem Einknicken im rechten Bein mit 
Sturzfolge gekommen (S. 1). Aufgrund des stereotypen Auftretens der Be-
schwerden im rechten Bein mit Verdrehen des Beines nach innen sei ein 
epileptisches Geschehen möglich und auch bei negativem EEG letztlich 
nicht ausgeschlossen. Für eine Myelopathie bestünden keine Anhaltspunk-
te (S. 2). Hinsichtlich der geklagten Kopfschmerzen sei am ehesten von 
chronischen Spannungskopfschmerzen auszugehen. Bei degenerativ ver-
änderter HWS sei auch eine cervikogene Ätiologie möglich (S. 3).  

3.2.5 Lic. phil. I.________, klinischer Psychologe Psychotherapeut FSP, 
diagnostizierte im Bericht vom 16. November 2009 (act. IIB 88) eine post-
traumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F43.1) und eine protrahier-
te Belastungsreaktion (mittelgradig bis schwere depressive Verstimmun-
gen, Intrusionen, Schlafstörungen, psychosomatische Symptome) aufgrund 
des Unfalls vom 2. (richtig: 3.) September 2008. Neben den typisch post-
traumatisch erscheinenden Intrusionen seien gegenwärtig weitere psycho-
somatische Symptome vorhanden wie Schmerzempfinden, gastrointestina-
le Beschwerden und Kopfschmerzen. Auffällig sei zusätzlich der kognitive 
Bereich hinsichtlich Konzentration, Aufmerksamkeit und Kommunikation 
(S. 1). Zu Beginn der Behandlung sei in erster Linie eine Stabilisierung 
notwendig gewesen, da der Beschwerdeführer schwer depressiv verstimmt 
gewesen sei. Dies habe durch eine Veränderung der pharmakotherapeuti-
schen Unterstützung und supportive Gespräche erreicht werden können. 
Durch die Verbesserung der depressiven Symptomatik hätten die Intrusio-
nen abgenommen, so dass eine PTBS in den Hintergrund gerückt sei. Ge-
genwärtig hätten die Intrusionen jedoch wieder zugenommen (S. 2). 

3.2.6 Dr. med. J.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, führte im Bericht vom 1. Februar 2010 (act. IIB 109) als Diagno-
sen eine Entwicklung einer chronischen PTBS sowie einer depressiven 

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Störung nach schwerem Unfall im September 2008 (ICD-10 F43.1 und 
F32.11) auf. Der Beschwerdeführer leide unter einer grossen inneren Un-
ruhe, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, sich aufdrängenden Bildern 
vom Verkehrsunfall sowie unter sehr belastenden Bildern von Unfallstellen, 
zu denen er früher als … oft als erster gekommen sei. Er leide auch an 
Flashbacks und habe schwere Schlafstörungen (S. 1). Es sei davon aus-
zugehen, dass die psychischen Beschwerden kausal zum Unfall vom 
3. September 2008 seien (S. 2).

3.2.7 Der Kreisarzt Dr. med. D.________ führte im Bericht vom 31. Okto-
ber 2011 (act. IIC 197) an, bei der Untersuchung habe der Beschwerdefüh-
rer auf das nächtliche Erwachen wegen diverser schwerer Unfälle verwie-
sen, die er im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit erlebt habe. Ferner ha-
be er über Schmerzen an der ganzen rechten Seite lumbal, über Kopf-
schmerzen rechts und über eine Kraftminderung am rechten Arm geklagt. 
Bei der klinischen Untersuchung habe der Beschwerdeführer ein unbehin-
dertes Verhalten betreffs der oberen Extremitäten rechts gezeigt, wobei 
sich das mit Spalthaut bedeckte Areal über den Vorderarm rechts als sehr 
schön präsentiere. Ferner zeige sich eine geringgradig eingeschränkte Be-
weglichkeit der HWS, ohne Verspannung der Paracervicalmuskulatur. Die 
angegebenen Sensibilitätsstörungen an den Fingerkuppen der rechten 
Hand liessen sich keinem anatomischen Substrat zuordnen. Weiter wies 
der Kreisarzt darauf hin, die bildgebenden Untersuchungen im August 2009 
hätten keinen unfallbedingten strukturellen Schaden, jedoch multietagere 
degenerative Veränderungen gezeigt. Zusammenfassend führte er aus, als 
unfallbedingte strukturelle Läsion liege einzig ein Status nach plastischer 
Deckung nach Verbrennung der Haut im Bereich des Vorderarms rechts 
vor (S. 11). Den geklagten Kopfschmerzen sowie den Schmerzen im Be-
reich der HWS und der Lendenwirbelsäule (LWS) fehle ein organisches 
Substrat im Sinne einer unfallbedingten strukturellen Veränderung. Der 
Zustand nach Verbrennung der Haut im Bereich des Vorderarms rechts 
und Status nach plastischer Deckung mittels Spalthaut hinterlasse keinen 
die Erwerbsfähigkeit oder die körperliche Integrität beeinträchtigenden Zu-
stand (S. 12).

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3.2.8 Dr. med. E.________ führte am 31. Oktober 2011 (act. IIC 198) aus, 
trotz früheren Belastungen (traumatisierende Berufserfahrungen wie …, 
Diabetes Mellitus, Herzinfarkt, Durchführung einer Magenband- und später 
einer Bypassoperation wegen starkem Übergewicht) sei davon auszuge-
hen, dass der Beschwerdeführer bis zum Unfallereignis (vom 3. September 
2008) psychiatrisch gesehen weitestgehend gesund gewesen sein dürfte, 
bzw. zu 100% arbeitsfähig gewesen sei, obwohl etwa eine latente Depres-
sion nicht ausgeschlossen werden könne. Nach dem Unfall hätten sich 
psychische Auffälligkeiten gezeigt, aufgrund welcher zuerst eine psycholo-
gische und anschliessend eine psychiatrische Behandlung aufgenommen 
worden sei (S. 14 f.). In der aktuellen Untersuchung habe sich ein psycho-
pathologisches Bild mit Konzentrationsstörungen, Gedächtnisproblemen, 
depressiver Stimmungslage, Antriebsverlust, Schlafstörungen, einer gewis-
sen Rückzugstendenz, emotionaler Stumpfheit bzw. Abflachung sowie An-
triebsverlust und Müdigkeit gezeigt. Diagnostisch lasse sich eine mittelgra-
dige depressive Symptomatik (ICD-10 F32.1) feststellen, wobei die ängstli-
che depressive Problematik im Vordergrund zu stehen scheine. Die PTBS 
in Bezug auf das Unfallereignis imponiere eher subsyndromal (S. 15). Aus 
psychiatrischer Sicht stelle das Unfallereignis einen Teil einer kausalen 
Kette der nachfolgenden Entwicklung dar, weshalb die natürliche Kausalität 
der jetzigen Beschwerden zum Unfall im Sinne eines teilkausalen Zusam-
menhangs gegeben sei. Weiter führte die Psychiaterin aus, eine psychiatri-
sche Behandlung sei indiziert, um langfristig eine Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit herbeizuführen (S. 16 f.).

3.2.9 Dr. med. G.________ führte im Bericht vom 15. Mai 2012 (act. IIC 
188) aus, der Beschwerdeführer klage über einschiessende Schmerzen mit 
konsekutiver Schwäche des rechten Arms und des rechten Beins. Die Ur-
sachen dieser Symptome dürften in den Veränderungen im Bereich der 
HWS und der LWS bestehen mit nachgewiesenen Diskopathien Höhe C6/7 
rechts und L4/5 rechts. Daneben bestünden auch degenerative Wirbelsäu-
lenveränderungen. Daneben klage er über Kopfschmerzen. Die 
Schlafstörungen persistierten weiter als Zeichen der massiven Traumatisie-
rung durch den Unfall vom 3. September 2008. Auf die Frage, ob der Unfall 
vom 3. September 2008 eine Teilursache der erhobenen Diagnosen sei, 
führte der Arzt an, die beschriebenen Symptome und Beschwerden seien 

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vor dem Unfall nicht registriert worden. Bezüglich des Heilungsverlaufs 
seien keine wesentlichen Änderungen mehr zu erwarten. Es sei mit grosser 
Wahrscheinlichkeit der Endzustand eingetreten. 

3.2.10 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdefüh-
rer einen Bericht von Dr. med. K.________, Facharzt für Neurologie FMH, 
vom 22. Februar 2013 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 19) zu den 
Akten, in welchem insbesondere unklare, attackenartige Paresen von Arm 
und Bein rechts und rechtshemikranielle Kopfschmerzen diagnostiziert 
wurden (S. 1). Phänomenologisch erinnerten die angegebenen Schwächen 
der rechten Extremitäten an transient-ischämische Attacken. Die deswegen 
durchgeführten bildgebenden Untersuchungen hätten jedoch weder einen 
stenosierenden Prozess noch frische Ischämien gezeigt. Nicht gänzlich 
auszuschliessen sei auch bei fehlenden epilepsietypischen Potentialen ein 
epileptisches Geschehen. Zusätzlich beklage der Beschwerdeführer einen 
streng rechtsseitig auftretenden Kopfschmerz. Für eine Hemicrania conti-
nua bestünden aber kopfschmerzfreie Intervalle, sodass diese Diagnose 
nicht gestellt werden könne. Für eine paroxysmale Hemikranie seien die 
Schmerzen zu lange andauernd. Für eindeutig neuropathische Schmerzen 
seien die Attacken zu lange. Insgesamt konnte der Facharzt die Schmer-
zen nicht einer eindeutigen primären Kopfschmerzart zuordnen (S. 3).

3.2.11 Ferner reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Bericht von 
Dr. med. J.________ zu den Akten. Diese diagnostizierte am 11. Juni 2013 
(act. I 17) eine chronisch subsyndromale PTBS nach Unfall im September 
2008, eine mittelschwere Depression sowie einen unklaren, unberechenba-
ren Muskeltonusverlust der rechten Körperseite mit zunehmender Verlet-
zungsgefahr. Einen Kausalzusammenhang zwischen den angeführten Dia-
gnosen mit dem Unfall vom 3. September 2008 bejahte die Psychiaterin 
(S. 1). 

3.2.12 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerde-
gegnerin eine neurologische Beurteilung von Dr. med. F.________ vom 
9. Oktober 2013 (act. IID 223) zu den Akten. Dieser führte aus, für die an-
geführten Beschwerden sei keine unfallbedingte organische Grundlage 
identifizierbar. Der Beurteilung der behandelnden Psychiaterin vom 11. Juni 
2013 könne aus somatischer Sicht insofern nicht gefolgt werden, als dass 

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eine Teilursache für die das neurologische Fachgebiet betreffenden unkla-
ren Muskeltonusverluste der rechten Körperseite nicht mit dem versiche-
rungsmedizinisch notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit angenommen werden könne. Abgestützt auf den Beschwer-
deverlauf, die dokumentierten neurologischen Befunde und die dokumen-
tierten Befunde der Bildgebung könne zudem aus neurologischer Sicht 
nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon 
ausgegangen werden, dass die Kopfschmerzen oder die Schmerzen im 
rechten Arm in einem kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 3. Sep-
tember 2008 stünden. Diesbezüglich müsse darauf verwiesen werden, 
dass im Anschluss an die umfassenden Abklärungen keiner der einbezo-
genen neurologischen Fachärzte in nachvollziehbarer Weise einen post-
traumatischen Kopfschmerz oder einen neuropathischen Schmerz im Be-
reich des rechten Arms diagnostiziert habe (S. 9).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

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3.4 Vorliegend erfüllen die Berichte der Dres. med. D.________ und 
E.________ vom 31. Oktober 2011 (act. IIC 197 und 198) die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeu-
gen. Die beiden Fachärzte haben sich in Kenntnis der medizinischen Vor-
akten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwer-
deführers auseinandergesetzt. Die Ausführungen in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand und zur Kausalität nachvoll-
ziehbar begründet, so dass darauf abzustellen ist.

3.4.1 Aus somatischer Sicht hat Dr. med. D.________ im Bericht vom 
31. Oktober 2011 (act. IIC 197) einleuchtend dargelegt, dass als unfallbe-
dingte strukturelle Läsion – und somit organisch objektiv ausgewiesen – 
einzig ein Status nach plastischer Deckung nach Verbrennung der Haut im 
Bereich des Vorderarms rechts besteht, welcher keinen Einfluss auf die 
Erwerbsfähigkeit hat. Ferner hat er schlüssig begründet, dass den geklag-
ten Kopfschmerzen sowie den Schmerzen im Bereich der HWS und der 
LWS ein organisches Substrat im Sinne einer unfallbedingten strukturellen 
Veränderung fehlt (S. 11 f.). Darauf ist abzustellen.

Diese Beurteilung ist nicht nur für sich allein nachvollziehbar und überzeu-
gend, sondern sie steht auch im Einklang mit den zahlreich durchgeführten 
bildgebenden und fachärztlichen Untersuchungen. So haben bereits die am 
Unfalltag durchgeführten bildgebenden Untersuchungen keine Hinweise 
auf aktuelle Traumafolgen am Schädel, den Thorax- und Abdominalorga-
nen, der HWS, der LWS, der BWS, dem Becken sowie den grossen intra-
parenchymatösen Organen gezeigt (act. IIA 44, act. IID 221 S. 1). Ferner 
haben auch die im weiteren Verlauf durchgeführten ophthalmologischen 
und neurologischen Untersuchungen keine Hinweise auf eine trauma-
bedingte organische Ursache insbesondere der geklagten Kopfschmerzen 
und der Beschwerden der rechten Extremitäten ergeben (act. IIB 60, 64; 
act. I 19). Und letztlich kam auch Dr. med. F.________ in seinem Bericht 
vom 9. Oktober 2013 (act. IID 223) gestützt auf die vorliegenden medizini-
schen Akten zum Schluss, dass die angeführten Beschwerden keine un-
fallbedingte Grundlage aufweisen würden (S. 9). Dagegen haben die im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2014, UV/13/531, Seite 18

August 2009 durchgeführten bildgebenden Untersuchungen insbesondere 
degenerative Veränderungen an der LWS und der HWS gezeigt (act. IIB 
48, 49). Dr. med. G.________ führte die geklagten einschiessenden 
Schmerzen mit konsekutiver Schwäche des rechten Armes und des rech-
ten Beines denn auch auf diese degenerativen Veränderungen zurück 
(act. IIC 188). 

3.4.2 Aus psychiatrischer Sicht hat Dr. med. E.________ im Bericht vom 
31. Oktober 2011 (act. IIC 198) nachvollziehbar aufgezeigt, dass der Be-
schwerdeführer an einer mittelgradigen depressiven Episode und an einer 
subsyndromalen PTBS leidet und dass diese psychischen Beschwerden in 
einem (Teil-)Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 3. September 2008 
stehen. 

Diese überzeugende Beurteilung findet ihren Rückhalt in den vorliegenden 
medizinischen Akten. So bejahte insbesondere auch die behandelnde 
Psychiaterin einen (natürlichen) Kausalzusammenhang zwischen der dia-
gnostizierten mittelschweren Depression und der subsyndromalen PTBS 
und dem Unfall vom 3. September 2008. Hinweise, die gegen diese Beur-
teilung sprechen würden, finden sich in den Akten nicht und werden im 
Übrigen von den Parteien auch nicht geltend gemacht. 

3.4.3 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass die vom Beschwerdeführer 
geklagten Beschwerden nicht auf einer organisch objektiv ausgewiesenen 
Unfallfolge beruhen und dass die bestehenden psychischen Beschwerden 
in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 3. September 
2008 stehen. Diesbezüglich sind weitere Abklärungen, insbesondere die 
Durchführung einer interdisziplinären Begutachtung – entgegen der Auffas-
sung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 10 f. Art. 6; Schlussbemer-
kung S. 2 Art. 11) –, nicht notwendig, da von weiteren Beweismassnahmen 
keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswür-
digung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.5 Nachfolgend ist in Bezug auf die bestehenden, natürlich kausalen 
psychischen Beschwerden die adäquate Kausalität zu prüfen (vgl. E. 2.4 
hiervor). Dabei ist vorab zu prüfen, ob der Beschwerdeführer beim Unfall 
vom 3. September 2008 ein Schleudertrauma, eine dem Schleudertrauma 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2014, UV/13/531, Seite 19

äquivalente Verletzung der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma (vgl. E. 2.4.2 
hiervor) erlitten hat. Dies ist jedoch gestützt auf die vorliegenden Akten zu 
verneinen. Zwar hat der Beschwerdeführer gegenüber den erstbehandeln-
den Ärzten Schmerzen im Bereich der HWS angegeben (act. IID 221 S. 2). 
Diese Ärzte stellten jedoch nach eingehender Untersuchung nicht die Dia-
gnose einer HWS-Distorsion oder einer äquivalenten Verletzung. Dagegen 
diagnostizierten sie Verbrennungen am Unterarm rechts sowie über dem 
Skalp, eine Leberkontusion sowie eine Kontusion des Sternums (Brust-
bein), der Flanke rechts und des Beckenkamms rechts (act. IID 221; vgl. 
auch act. IIA 9). Zudem zeigten die am Unfalltag durchgeführten bildge-
benden Untersuchungen weder am Schädel noch an der HWS Nachweise 
von aktuellen Unfallfolgen (act. IIA 44). Die Ärzte stellten insbesondere 
keine ossären Läsionen der HWS und der BWS und auch keine Hinweise 
auf Schädelfrakturen fest (act. IID 221; vgl. auch act. IIA 9). Unter diesen 
Umständen ist die Adäquanz nach den in BGE 115 V 133 für Unfälle mit 
psychischen Folgeschäden aufgestellten Grundsätzen zu beurteilen 
(E. 2.3.2 hiervor). 

Die Prüfung der Adäquanz eines Kausalzusammenhangs ist bei 
Anwendung der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen in jenem Zeitpunkt 
vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden 
gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann (BGE 
134 V 109 E. 6.1 S. 116; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. 
September 2013, 8C_295/2013, E. 3.1; vgl. auch E. 2.5 hiervor). Somit ist 
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Fall per 31. März 
2012 abgeschlossen hat, da spätestens ab dem Zeitpunkt der Untersu-
chung des Kreisarztes (act. IIC 197) am 31. Oktober 2011 aus somatischer 
Sicht keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden konnte. 

4.

4.1 Bezüglich der Schwere des erlittenen Unfalles (vgl. E. 2.4.3 hiervor) 
ging die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2014, UV/13/531, Seite 20

einem mittelschweren Unfall im mittleren Bereich aus (act. IIC 202 S. 6 
Ziff. 3c), während der Beschwerdeführer ausführt, der Unfall sei als schwe-
rer oder zumindest als mittelschwerer im Grenzbereich zu den schweren zu 
beurteilen (Beschwerde S. 12 f. Art. 8 f.). 

4.1.1 Das Bundesgericht qualifizierte etwa Unfälle als mittelschwer, aber 
nicht im Grenzbereich zu den schweren liegend, bei welchen das Fahrzeug 
mit der versicherten Person bei einem Überholmanöver mit ca. 100 km/h 
abrupt abgebremst wurde, dabei ins Schleudern geriet, gegen einen Stras-
senwall prallte, sich überschlug und auf der Fahrerseite zu liegen kam 
(Entscheid des BGer vom 5. Februar 2008, 8C_169/2007, E. 4.2), einen 
Lastwagen beim Überholen touchierte und sich überschlug (Entscheid des 
BGer vom 14. Januar 2008, 8C_743/2007, Sachverhalt und E. 3), von der 
Strasse abkam und sich überschlug (Entscheid des BGer vom 29. Oktober 
2007, U 213/06, Sachverhalt und E. 7.2), auf der Autobahn in einer Kurve 
ins Schleudern geriet, sich überschlug und auf dem Dach liegend zum Still-
stand kam (Entscheid des BGer vom 15. März 2007, U 258/06, Sachverhalt 
und E. 5.2) oder sich bei einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/h auf einer 
Autobahn über eine Mittelleitplanke hinweg überschlug – wobei die versi-
cherte Person hinausgeschleudert wurde – und mit Totalschaden auf der 
Gegenfahrbahn auf dem Dach zu liegen kam (Entscheid des BGer vom 
16. Mai 2007, U 492/06, E. 4.2; vgl. auch Entscheid des BGer vom 
11. September 2009, 8C_915/2008, E. 5.1). Als mittelschwer im Grenzbe-
reich zu den schweren Unfällen qualifizierte das Bundesgericht einen Un-
fall, bei welchen ein Lastwagen mit einem Personenwagen auf der Auto-
bahn kollidierte, worauf dieser zuerst mit der rechten, anschliessend mit der 
linken Tunnelwand kollidierte und die Windschutzscheibe durch heftigen 
Kopfanprall barst (Entscheid des BGer vom 4. September 2008, 
8C_257/2008, E. 3.3.3). Gleiches gilt für den Unfall, bei dem der Versicher-
te mit einem Personenwagen auf der Überholspur der Autobahn fuhr und 
bei einer Geschwindigkeit von etwa 130 km/h plötzlich ins Schleudern geri-
et, die Normalspur und den Pannenstreifen überquerte und mit der Bö-
schung kollidierte, wobei sich das Fahrzeug überschlug. Der Personenwa-
gen wurde auf die Überholspur zurückgeschleudert und kam auf den Rä-
dern stehend zum Stillstand. Beim Überschlagen wurde der Beifahrer aus 
dem Dachfenster auf die Böschung geschleudert. Der Versicherte konnte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2014, UV/13/531, Seite 21

das Fahrzeug nicht mehr eigenständig verlassen (Entscheid des BGer vom 
11. Februar 2009, 8C_799/2008, E. 3.2.2).

4.1.2 Für die Adäquanzbeurteilung ist an das (objektiv fassbare) 
Unfallereignis anzuknüpfen (vgl. E. 2.4.3 hiervor). Aus den Polizeiakten 
(act. IIA 10 S. 6) geht hervor, dass der Beschwerdeführer am 3. September 
2008 mit einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h kurz vor einer starken 
Linkskurve mit einem entgegenkommenden Lastwagen, der teilweise auf 
der Fahrbahn des Beschwerdeführers fuhr, mit dem Heck kollidierte und 
dabei die Herrschaft über sein Auto verlor. Der Beschwerdeführer fuhr auf 
die linke Fahrbahn, korrigierte mit höchster Wahrscheinlichkeit nach rechts 
und kollidierte in der Linkskurve mit der Leitplanke. Dabei fuhr der Wagen 
über die Leitplanke hinaus und kam ca. 30 Meter unterhalb der Strasse an 
einem Baum zum Stehen. Sein Fahrzeug fing Feuer und brannte vollstän-
dig aus. Der Beschwerdeführer konnte sich aus eigener Kraft aus dem 
Fahrzeug befreien und zur Strasse hinaufsteigen. 

In Anbetracht der zuvor dargelegten Kasuistik und mit Blick auf den 
augenfälligen Geschehensablauf ist das Ereignis vom 3. September 2008 
als mittelschwerer im Grenzbereich zu den schweren Unfällen zu qualifizie-
ren. Das objektive Unfallereignis erweist sich in seiner Gesamtheit als ein-
drücklicher, als die soeben zitierten Entscheide, in welchen das Bundesge-
richt die Unfälle als mittelschwer im engeren Sinn qualifizierte. Denn der 
Beschwerdeführer ist vorliegend nicht nur mit einer Geschwindigkeit von 
ca. 50 km/h mit einem entgegenkommenden Fahrzeug (Lastenwagen) kol-
lidiert (mit dem Heck), sondern er hat auch die Herrschaft über sein Fahr-
zeug verloren, ist mit der Leitplanke kollidiert, schoss über diese hinaus, 
stürzte mit dem Fahrzeug (vgl. act. IIB 89 S. 32 f.: "chute") ca. 30 Meter 
hinunter und kam erst an einem Baum zum Stehen. Darüber hinaus fing 
sein Fahrzeug Feuer und brannte vollständig aus. 

4.1.3 Zur Bejahung der Adäquanz muss somit ein einziges von den zur 
Adäquanzprüfung heranzuziehenden Kriterien nachgewiesen sein (vgl. 
E. 2.4.3 hiervor).

4.2 Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere 
Eindrücklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht auf-

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grund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Per-
son. Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine 
gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Beja-
hung des Kriteriums ausreichen kann. Es wird nur das Unfallgeschehen an 
sich und nicht die dabei erlittene Verletzung betrachtet. Der nachfolgende 
Heilungsprozess wird bei diesem Kriterium nicht einbezogen (Entscheid 
des BGer vom 28. Oktober 2013, 8C_372/2013, E. 7 mit Hinweisen).

Vorliegend ereignete sich der Unfall vom 3. September 2008 am Abend 
(Eingang der Unfallmeldung: 21.16 Uhr) bei Dunkelheit (vgl. act. IIA 10 S. 7 
Ziff. 142). Der Beschwerdeführer kollidierte zuerst mit dem Heck mit einem 
entgegenkommenden Fahrzeug und dann mit der Leitplanke. Sein Fahr-
zeug kam ca. 30 Meter unterhalb der Strasse zum Stehen und fing Feuer. 
Er konnte sich aus eigener Kraft aus dem brennenden Fahrzeug retten und 
stieg anschliessend das Bord hinauf zur Strasse (act. IIA 10 S. 6). Hinsicht-
lich des genauen Geschehens nach der Kollision resp. nach dem Sturz des 
Fahrzeugs fehlen in den Polizeiakten detaillierte Angaben. Diesbezüglich 
hat der Beschwerdeführer jedoch bereits bei seiner ersten Aussage ge-
genüber der Kantonspolizei Bern vom 4. September 2008 angegeben, er 
habe nach der Kollision nur noch gesehen, wie das Auto gebrannt habe 
und er habe versucht, aus dem Fahrzeug zu gelangen (act. IIA 10 S. 13). 
Sodann hat er später gegenüber Dr. med. E.________ glaubhaft (was auch 
von der Beschwerdegegnerin nicht in Frage gestellt wird) geschildert, dass 
er die Türe seines Fahrzeuges nur habe öffnen können, indem er hinter die 
Armaturen gegriffen habe, um die Verriegelung zu öffnen. Dieses "Manö-
ver" sei ihm nur aufgrund seiner jahrelangen Tätigkeit als … gelungen (act. 
IIC 198 S. 9 unten). Der Unfallverursacher verliess die Unfallstelle, ohne 
sich um den Beschwerdeführer zu kümmern oder Rettungskräfte zu alar-
mieren. 

Gestützt auf den zuvor geschilderten objektiven Geschehensablauf recht-
fertigt es sich aufgrund des Zusammenspiels verschiedener Faktoren 
– Dunkelheit; Sturz mit Fahrzeug mit Aufprall an einem Baum ca. 30 Meter 
unterhalb der Strasse; Eingeschlossen im brennenden Fahrzeug; Flucht 
des Unfallverursachers ohne Hilfe zu leisten oder zu organisieren – das 

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Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen 
Eindrücklichkeit des Unfalls zu bejahen.

Damit liegt bereits eines der von den zur Adäquanzprüfung heranzuziehen-
den Kriterien vor, was für die Bejahung der Adäquanz bei einem mittel-
schweren Unfall an der Grenze zu den schweren Fällen ausreicht 
(vgl. E. 2.4.3 hiervor). Somit erübrigt sich die Prüfung der weiteren Kriteri-
en. 

5.

Nach dem Dargelegten ist zwischen den weiterhin bestehenden psychi-
schen Beschwerden und dem Unfall vom 3. September 2008 ein natürli-
cher und adäquater Kausalzusammenhang zu bejahen. Die Beschwerde ist 
– soweit darauf einzutreten ist – unter Aufhebung des Einspracheent-
scheids vom 27. Mai 2013 gutzuheissen. Die Sache geht zurück an die 
Beschwerdegegnerin zur Prüfung des Rentenanspruchs und des An-
spruchs auf eine Integritätsentschädigung. 

6.

6.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Ver-
bindung mit Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

6.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Diese ist ge-
stützt auf die nicht zu beanstandende Kostennote von Fürsprecher 
B.________ vom 21. November 2013 auf Fr. 5'557.70 (inkl. Auslagen und 
MWSt.) festzusetzen und durch die Beschwerdegegnerin zu tragen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2014, UV/13/531, Seite 24

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, dahingehend gut-
geheissen, als der angefochtene Einspracheentscheid der SUVA vom 
27. Mai 2013 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin 
zurückgewiesen wird zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägun-
gen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 5'557.70 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt einge-

reichten Akten)
- SUVA, Rechtsabteilung (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Gesundheit 

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.