# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1963a6f-0160-5f62-978a-6e25a5d88139
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-04-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.04.2007 E-2285/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2285-2007_2007-04-25.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2285/2007
E-2425/2007

{T 0/2}

Urteil vom 25. April 2007

Mitwirkung: Richter Weber, Richter Huber, Richterin Luterbacher
Gerichtsschreiber Hardegger

A._______, Benin, 
vertreten durch B._______, Gesuchsteller beziehungsweise Beschwerdeführer,

gegen

1. Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 3014 Bern,
2. Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz,

betreffend

1. Urteil vom 27. März 2007 in Sachen Nichteintreten auf Beschwerde / Wiederher-
stellung der Beschwerdefrist / E-2285/2007 / N C._______

2. Verfügung des BFM vom 14. März 2007 in Sachen Nichteintreten auf Beschwer-
de / E-2425/2007 / N C._______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

I.

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 5. September 2006 mit 
Verfügung vom 14. März 2007 - eröffnet am 15. März 2007 an die Vertreterin des Be-
schwerdeführers - nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom 23. März 2007 (Post-
aufgabe) beim Bundesverwaltungsgericht anfocht,  und dieses mit  Urteil  vom 27. März 
2007 auf die Beschwerde wegen verpasster Beschwerdefrist nicht eintrat, 

II.

dass die Vertreterin des Beschwerdeführers mit Eingaben vom 27. und 28. März 2007 
(Zustellung  per  Telefax)  ein  Gesuch  um  Wiederherstellung  der  Beschwerdefrist  (Ge-
schäftsnummer:  E-2285/2007)  und  am 28.  März  2007  eine  zweite  Beschwerdeschrift 
(Geschäftsnummer: E-2425/2007) einreichte,

dass sich die Vertreterin am 3. April  2007 telefonisch über den Stand des Verfahrens 
orientieren liess,

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
(Art.  5  des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20.  Dezember  1968 
[VwVG, SR 172.021])  des BFM entscheidet  (Art.  105 des Asylgesetzes vom 26.  Juni 
1998 [AsylG, SR 142.31], i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. 
Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. 
Juni 2005 [BGG, SR 173.110])  sowie über Gesuche um Wiederherstellung einer Frist 
nach Art.  24  VwVG befindet  und dabei  das  neue  Verfahrensrecht  anwendet  (Art.  53 
Abs. 2 VGG),

dass über zulässige und hinreichende Gesuche um Wiederherstellung einer Frist nach 
Art. 24 VwVG ein Spruchgremium aus drei Richtern oder Richterinnen (vgl. Art. 21 Abs. 
1 VGG) und über  offensichtlich  unzulässige Beschwerden ein  Einzelrichter  oder  eine 
Einzelrichterin entscheiden (vgl. Art. 111 Abs. 2 Bst. b AsylG und Art. 23 VGG),

dass somit das am 27. März 2007 anhängig gemachte Verfahren um Wiederherstellung 
der  Beschwerdefrist  in  einem Spruchgremium aus drei  Richtern  oder  Richterinnen zu 
behandeln ist, hingegen die am 28. März 2007 ins Recht gelegte Beschwerde aufgrund 
der verspäteten Eingabe durch den Einzelrichter oder die Einzelrichterin zu entscheiden 

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wäre,

dass aus prozessökonomischen Gründen beide Verfahren vereinigt in Dreierbesetzung 
zu behandeln sind,

dass der Beschwerdeführer legitimiert ist, weshalb auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Eingabe vom 27. März 2007 (Gesuch um Wiederherstellung) einzutreten ist (Art. 
6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 VwVG),

dass hinsichtlich der Beschwerdeeingabe vom 28. März 2007 auf die unten stehenden 
Erwägungen zu verweisen ist,

dass die Wiederherstellung einer Frist gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG dann erteilt werden 
kann, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter binnen dreissig Tagen nach Wegfall 
des  Hindernisses  ein  begründetes  Begehren  um Wiederherstellung  einreicht  und  die 
versäumte  Rechtshandlung  nachholt  (formelle  Voraussetzungen)  und  die  genannten 
Personen unverschuldet davon abgehalten worden sind, innert Frist zu handeln (materi-
elle Voraussetzung),

dass die Vertreterin in ihrer Eingabe erklärt, sie sei versehentlich davon ausgegangen, 
es handle sich bei der Verfügung des BFM vom 14. März 2007 um einen Negativent-
scheid, der innerhalb von dreissig Tagen anfechtbar sei, und entschuldige sich für die-
sen Fehler,

dass die angefochtene Verfügung vom 14. März 2007 auf Seite 6 eine unmissverständ-
lich formulierte Rechtsmittelbelehrung enthält,

dass die vorinstanzliche Verfügung an die Zentralstelle MNA Zürich als vom Kanton ein-
gesetzte Rechtsvertretung gerichtet war, am 15. März 2007 eröffnet wurde, und die Ver-
treterin sich demzufolge rechtzeitig vom Inhalt hat in Kenntnis setzen und entsprechend 
hat handeln können, 

dass die Verwechslung, welche die Vertreterin des Beschwerdeführers angeblich von ih-
rer rechtzeitigen Beschwerdeerhebung abgehalten hat, die Sorgfaltspflicht einer Vertre-
terin  beziehungsweise  das  direkte  Verhältnis  zwischen  ihr  und  ihrem Klienten  betrifft 
und nichts mit der Einhaltung von gesetzlichen Fristen zu tun hat (vgl. Art. 108a AsylG), 

dass die zur Begründung des Gesuches um Wiederherstellung angeführten Gründe mit-
hin für  eine Wiederherstellung der Frist  nach Lehre und Praxis  nicht  ausreichen (vgl. 
hierzu die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in Entscheidungen und Mitteilungen der 
Schweizerischen Asylrekurskommission/EMARK 2006 Nr. 12 und 2005 Nr. 10),

dass deshalb das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist abzuweisen ist,

dass hinsichtlich der eingereichten (zweiten)  Beschwerde vom 28. März 2007 die ge-
setzliche Frist von fünf Arbeitstagen seit Eröffnung (15. März 2007) der angefochtenen 
Verfügung (vgl. Art. 108a AsylG) am 22. März 2007 abgelaufen ist (vgl. Art. 21 Abs. 1 
VwVG),

dass  folglich  auf  die  verspätet  eingereichte  (zweite)  Beschwerde vom 28.  März 2007 
nicht einzutreten ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten der beiden vereinigten Verfahren 
von Fr. 800.--  (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem Bundesverwaltungsgericht  vom 11.  Dezember 

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2006 [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist wird abgewiesen.

2. Auf die Beschwerde vom 28. März 2007 wird nicht eingetreten.

3. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 800.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichtskasse zu über-
weisen.

4. Dieses Urteil geht an:

- Vertreterin, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein)

- BFM, Abteilung Aufenthalt  und Rückkehrförderung, mit den Akten (Ref.-Nr. N 
C._______; vorab per Telefax, Kopie zu den Akten

- Migrationsamt D._______ (per Telefax)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Thomas Hardegger

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