# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2b4cb82-3466-5a67-b153-543bd206f752
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.08.2013 B 2012/237
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2012-237_2013-08-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2012/237

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 27.08.2013

Entscheiddatum: 27.08.2013

Urteil Verwaltungsgericht, 27.08.2013
Tierschutzgesetz, Art. 23 Abs. 1 lit. b TSchG. Dem Beschwerdeführer wurde 
verboten, Kurse zur Ausbildung von Hunden und Hundehaltern anzubieten. 
Im Rekursverfahren hat er sich gegen die Erhebung der Beweise, die 
geeignet gewesen wären, die berechtigten Zweifel an seiner psychischen 
Stabilität und physischen Leistungsfähigkeit gegebenenfalls auszuräumen, 
gestellt. Auch im Beschwerdeverfahren reichte er die Beweismittel nicht ein, 
obwohl ihm dies ohne weiteres möglich gewesen wäre. Unbenommen bleibt 
ihm, bei der verfügenden Behörde ein Wiedererwägungsgesuch zu stellen 
(Verwaltungsgericht, B 2012/237).

Urteil vom 27. August 2013

Anwesend:  Präsident lic. iur. B. Eugster; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiber Dr. Th. 

Scherrer

_______________

In Sachen

X.Y.,

Beschwerdeführer,

gegen

Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

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betreffend

Verbot der beruflichen Beschäftigung mit Tieren

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ X.Y., geboren 1971, absolvierte vom 13. bis 16. März 2009 bei der Q. GmbH eine 

fachspezifische Ausbildung für Personen, die ihrerseits Hundehalter ausbilden. Er ist 

damit berechtigt, Sachkundenachweise auszustellen, welche die erforderlichen 

Kenntnisse über die Haltung und den Umgang mit Hunden sowie die praktische 

Fähigkeit attestieren, einen Hund in Alltagssituationen unter Kontrolle zu halten. Seit 

September 2010 ist er einziger Gesellschafter und einzelzeichnungsberechtigter 

Geschäftsführer der A. GmbH mit Sitz in B., welche insbesondere den Betrieb einer 

Hundeschule sowie die Beratung in Hundepflege, -haltung und –ausbildung bezweckt.

B./ Während eines von X.Y. am 17. November 2008 geleiteten Kurses biss der Hund 

einer Kursteilnehmerin den Hund einer anderen Teilnehmerin zu Tode. Der 

Veterinärdienst des Amtes für Gesundheits- und Verbraucherschutz (seit 1. März 2011 

Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen, nachfolgend AVSV) wurde am 7. 

Januar 2009 über das gegen X.Y. wegen Tierquälerei und Misshandlung von Tieren 

angehobene Strafverfahren orientiert. Das Strafverfahren wurde mangels Beweisen am 

18. August 2009 aufgehoben. Am 13. Juli 2010 meldete eine Hundehalterin dem AVSV, 

sie habe von X.Y. nach dem Besuch des obligatorischen Hundehalterkurses eine nicht 

gesetzeskonform ausgestellte Kursbestätigung erhalten.

Am 24. August 2010 teilte eine ehemalige Kursteilnehmerin dem AVSV mit, X.Y. bringe 

den Kursteilnehmern Methoden bei, die mit Schlägen, Wut, Aggression und Quälerei zu 

tun hätten. Am 18. August 2011 wurde das AVSV auf eine am 12. August 2011 gegen 

X.Y. erstattete Strafanzeige wegen vorsätzlicher Misshandlung eines Tieres 

aufmerksam gemacht. Er hatte am 11. August 2011 während einer Agility-Stunde 

dreimal auf den Hund einer Kursteilnehmerin eingeschlagen. Zu den Umständen und 

zum Tathergang gingen die Schilderungen der Betroffenen auseinander. Anlässlich der 

polizeilichen Einvernahme erwähnte die betroffene Kursteilnehmerin zudem, im Mai 

2011 seien zwei Hunde von X.Y. wegen Überhitzung in seinem Auto verendet. Am 

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19. September 2011 wurde X.Y. wegen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz zu 

einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu je 120 Franken, davon 100 Tagessätze 

bedingt erlassen bei einer Probezeit von drei Jahren, verurteilt. X.Y. erhob gegen den 

Strafbefehl Einsprache.

C./ Am 7. Februar 2012 verbot das AVSV X.Y. die berufliche Beschäftigung mit Tieren 

für die Dauer von fünf Jahren. Mit Rekurs vom 22. Februar 2012 beantragte er beim 

Gesundheitsdepartement, die Verfügung vom 7. Februar 2012 sei aufzuheben und das 

Verfahren bis zum Abschluss des Strafverfahrens zu sistieren. Das Untersuchungsamt 

stellte das Strafverfahren am 3. April 2012 ein mit der Begründung, bezüglich des 

Vorfalls im August 2011 (mehrmaliges Schlagen des Hundes einer Kursteilnehmerin) sei 

wegen unterschiedlicher Aussagen zum Sachverhalt und mangels anderweitiger 

Beweise ein strafbares Verhalten von X.Y. nicht belegt. Bezüglich des Vorfalls im Mai 

2011 (Verenden der beiden eigenen Hunde des Beschwerdeführers) wurde von einer 

Schuldunfähigkeit wegen einer Depression mit psychischer Dekompensation 

ausgegangen. Im Übrigen wäre aufgrund seiner starken Betroffenheit durch den Verlust 

der Hunde eine Bestrafung auch unangemessen erschienen.

Das Gesundheitsdepartement wies den Rekurs gegen das fünfjährige Verbot der 

beruflichen Beschäftigung mit Tieren am 15. Oktober 2012 ab (Ziffer 1) und stellte 

ergänzend fest, das Verbot beginne mit Rechtskraft der angefochtenen Verfügung zu 

laufen (Ziffer 2) und X.Y. habe nach Ablauf eine allfällige Wiederaufnahme der 

berufsmässigen Beschäftigung mit Tieren im Kanton St. Gallen zu melden (Ziffer 3). In 

den Erwägungen wurde darauf hingewiesen, ein vor Ablauf der Fünfjahresfrist 

gestelltes Wiedererwägungsgesuch dürfte nur – aber immerhin – Erfolg haben, wenn 

X.Y. eine für die Ausübung des Berufs relevante Verbesserung seines 

Gesundheitszustandes nachweisen könne.

D./ X.Y. (nachfolgend Beschwerdeführer) erhob durch seinen Rechtsvertreter am 

31. Oktober 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragt, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge sei der Entscheid des Gesundheitsdepartements 

(nachfolgend Vorinstanz) vom 15. Oktober 2012 aufzuheben und auf das Verbot der 

beruflichen Beschäftigung mit Tieren zu verzichten, eventualiter die Angelegenheit zu 

weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.

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Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 13. Dezember 2012, die 

Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. Der Rechtsvertreter nahm dazu am 

16. Januar 2013 Stellung und teilte am 4. Juli 2013 mit, zwischen ihm und dem 

Beschwerdeführer bestehe kein Mandatsverhältnis mehr.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Der Beschwerdeführer wohnt im Kanton Thurgau. Dies ändert indessen nichts an der 

örtlichen Zuständigkeit der st. gallischen Behörden. Zum einen hatte der 

Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Einleitung des Verfahrens im Kanton St. Gallen 

Wohnsitz (vgl. Zustelladresse des Verfügungsentwurfs vom 28. November 2011, act. 

10-3/16; vgl. Art. 32 Abs. 2 und Art. 23 Abs. 2 des Tierschutzgesetzes, SR 455, 

abgekürzt TSchG; BGE 108 Ib 139). Zum andern hat die A. GmbH ihren Sitz in B. und 

ist nach wie vor unter dem Namen des Beschwerdeführers in der Liste der 

Hundetrainer des Bundesamtes für Veterinärwesen verzeichnet (vgl. 

www.bvet.admin.ch, Tierhaltung, Datenbank Hundetrainer, zuletzt besucht am 

27. August 2013). Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben 

(Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

abgekürzt VRP, in Verbindung mit Art. 3 Abs. 2 lit. a der Vollzugsverordnung zur 

Bundesgesetzgebung über den Tierschutz, sGS 645.1, abgekürzt VTs). Da sich das 

Verbot der beruflichen Beschäftigung mit Tieren gegen den Beschwerdeführer richtet, 

ist er zur Ergreifung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 

VRP). Die Beschwerde gegen den am 17. Oktober 2012 zugestellten Entscheid der 

Vorinstanz wurde mit Eingabe vom 31. Oktober 2012, welche die gesetzlichen 

Voraussetzungen in formeller und inhaltlicher Hinsicht erfüllt, rechtzeitig erhoben (Art. 

64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten.

2. Der Beschwerdeführer wirft dem gemäss Art. 3 Abs. 1 bzw. Abs. 2 Ingress und lit. c 

VTs zum Erlass des Verbots zuständigen kantonalen Amt für Verbraucherschutz und 

Veterinärwesen vor, es sei voreingenommen gewesen und habe den Sachverhalt 

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ungenügend abgeklärt, indem es sich selbst kein Bild von den von ihm geleiteten 

Kursen gemacht habe. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer im 

Rekursverfahren nicht ausdrücklich die Befangenheit der verfügenden Behörde und die 

Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend machte, hätten sich die Rügen als 

unbegründet erwiesen. Zwar äusserte sich eine im Amt tätige Tierärztin gegenüber dem 

damaligen, Ende August 2011 in den Ruhestand getretenen Kantonstierarzt und 

Amtsleiter (vgl. ABl 2011 S. 885 f.) negativ über den Beschwerdeführer (act. 10-3/8), 

jedoch wurde die Verfügung schliesslich am 7. Februar 2012 vom neuen 

Kantonstierarzt erlassen. Zumal die verfügende Behörde nicht davon ausging, es fehle 

dem Beschwerdeführer an den erforderlichen Fachkenntnissen, durfte sie nach 

Würdigung der ihr vorliegenden Beweismittel zum Schluss kommen, auf einen 

Augenschein anlässlich eines vom Beschwerdeführer geleiteten Kurses könne 

verzichtet werden.

3. Gemäss Art. 23 Abs. 1 TSchG kann die zuständige Behörde Personen, die wegen 

wiederholter oder schwerer Zuwiderhandlung gegen Vorschriften des 

Tierschutzgesetzes und seiner Ausführungserlasse oder gegen Verfügungen bestraft 

worden sind (lit. a) oder aus anderen Gründen unfähig sind, Tiere zu halten oder zu 

züchten (lit. b), die berufsmässige Beschäftigung mit Tieren auf bestimmte oder 

unbestimmte Zeit verbieten. Die Tierschutzverordnung (SR 455.1, abgekürzt TSchV) 

und die Verordnung des EDI über Ausbildungen in der Tierhaltung und im Umgang mit 

Tieren (SR 455.109.1) regeln die für Ausbilder im Bereich der Tierhaltung erforderliche 

Ausbildung (vgl. vorab Art. 203 TSchV), beschreiben aber keine weiteren 

Voraussetzungen, welche diese Personen erfüllen müssen.

Die Vorgängerbestimmung von Art. 23 Abs. 1 Ingress und lit. b TSchG liess ein Verbot 

der berufsmässigen Beschäftigung mit Tieren zu, wenn der Betroffene wegen 

Geisteskrankheit, Geistesschwäche, Trunksucht oder aus anderen Gründen zur 

Tierhaltung unfähig war (vgl. Art. 24 Ingress und lit. b des Tierschutzgesetzes vom 9. 

März 1978; AS 1981 I S. 562 ff., S. 568). Nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung liegt Unfähigkeit im Sinn von Art. 23 Abs. 1 Ingress und lit. b TSchG 

vor, wenn die betreffende Person nicht die grundsätzlichen Verhaltensgebote und -

verbote des Tierschutzgesetzes zu befolgen vermag (vgl. BGer 2C_378/2012 vom 1. 

November 2012 E. 3.1 mit Hinweisen auf 2C_79/2007 vom 12. Oktober 2007 E. 4.2.2 

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und 2A.99/1999 vom 3. Juni 1999 E. 3b). Die Ausbildung von Hunden und deren 

Haltern setzt die Fähigkeit voraus, in schwierigen Situationen, wie sie insbesondere das 

Verhalten unerfahrener oder ungeeigneter Hundehalter hervorrufen kann (vgl. dazu 

beispielsweise BGer 2C_1001/2011 vom 21. Mai 2012), unter Beachtung des in Art. 1 

TSchG verankerten Grundsatzes des Schutzes von Wohlergehen und Würde des 

Tieres, zu reagieren. Diese Fähigkeit beruht ihrerseits insbesondere beim Umgang mit 

Hunden auf einer gewissen psychischen Stabilität – was sich im Wortlaut der früheren 

Bestimmung niederschlug - und physischen Leistungsfähigkeit. Der Beschwerdeführer 

selbst scheint sich im Übrigen der Bedeutung der psychischen Stabilität für die 

erfolgreiche Ausbildung und Betreuung von Hunden und Hundehaltern durchaus 

bewusst zu sein. So wies er im Zusammenhang mit dem Vorfall vom November 2008 in 

der polizeilichen Befragung vom 18. Dezember 2008 und im Schreiben vom 20. 

November 2008 an die verfügende Behörde auf die Unsicherheit und Labilität der 

Hundehalterin als (Mit-)Ursache für das problematische Verhalten ihres Hundes hin 

(act. 10-3/4, insbesondere Antwort auf Frage 22).

Der Beschwerdeführer erkrankte im Jahr 2006 an einem Hirntumor und erlitt einen 

Hirninfarkt. Er ist zum Bezug einer vollen IV-Rente berechtigt. Im November 2008 fügte 

in einem von ihm geleiteten Kurs der Hund einer Teilnehmerin einem anderen Hund 

tödliche Bisswunden zu. Nach Beziehungskonflikten und dem selbstverursachten 

Verlust seiner beiden eigenen Hunde Ende Mai 2011 wurde eine psychiatrische 

Hospitalisation des Beschwerdeführers erforderlich, anlässlich welcher eine Depression 

mit psychischer Dekompensation diagnostiziert wurde (act. 10-7/22, Arztzeugnis vom 

10. Juni 2011). Im August 2011 setzte der Beschwerdeführer gegenüber einem 

aggressiven Hund physische Gewalt ein, welche er damit begründete, die Situation 

habe für ihn aufgrund der geringen psychischen Belastbarkeit, eines andauernden 

Angstzustandes und des nicht verarbeiteten Verlusts seiner eigenen Hunde enormen 

Stress bedeutet (act. 10-3/14). Ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des 

Rekursentscheides wieder eigene Hunde gehalten hat, wird aus den Akten nicht 

ersichtlich. Jedenfalls im Januar 2012 hatte er auf die Haltung eigener Hunde noch 

verzichtet, weil ihn der Verlust seiner beiden Hunde, an denen er sehr hing, immer noch 

sehr schmerzte (act. 10-9). In der polizeilichen Befragung vom 18. August 2011 

äusserte er auch, er habe "genug von diesen Hundehaltern" (act. 10-3/12, Antwort auf 

Frage 46), mit denen es im Übrigen zuweilen zu teilweise heftigen 

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Auseinandersetzungen gekommen ist. Auf die nach wie vor bestehende Absicht des 

Beschwerdeführers, sich beruflich mit Hunden und Hundehaltern zu beschäftigen, 

lassen der Inhalt seiner aktuellen Homepage (www. …, zuletzt besucht am 27. August 

2013) und die Eintragung als Hundetrainer an mehreren Standorten in der Liste des 

Bundesamtes für Veterinärwesen (vgl. www.bvet.admin.ch, a.a.O.) schliessen.

Die dargestellten Umstände wecken berechtigte Zweifel an der physischen und 

insbesondere psychischen Eignung – und nicht an den Grundfähigkeiten und 

Fachkenntnissen - des Beschwerdeführers zur beruflichen Beschäftigung mit Hunden 

und deren Haltern. Dass dem Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den Vorfällen 

in seiner Hundeschule und mit seinen eigenen Hunden kein strafrechtlich relevantes 

Verschulden zuzuschreiben war, ändert daran nichts. Entscheidend ist im 

Zusammenhang mit der Anwendung von Art. 23 Abs. 1 Ingress und lit. b TSchG einzig, 

ob der Betroffene fähig ist, in seiner beruflichen Beschäftigung und beim Halten 

eigener Tiere entsprechend Art. 1 TSchG Wohlergehen und Würde der Tiere zu 

schützen.

4. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe zur Beurteilung seiner 

mangelnden Fähigkeit im Sinn von Art. 23 Abs. 1 Ingress und lit. b TSchG den 

Sachverhalt ungenügend abgeklärt, indem sie weder Kursteilnehmer noch die den 

Beschwerdeführer behandelnden Ärzte und Fachpersonen befragt habe.

4.1. Die Rekursinstanz ermittelt den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes 

wegen; sind zur Wahrung des öffentlichen Interesses keine besonderen Erhebungen 

nötig, so sind nur die von den Beteiligten angebotenen und die leicht zugänglichen 

Beweise über erhebliche Tatsachen aufzunehmen (Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 

12 Abs. 1 und 2 VRP). Mit welchen Beweismitteln der Sachverhalt festzustellen ist, liegt 

im Ermessen der Behörde, sofern nicht Beweismittel seitens der Beteiligten bezeichnet 

werden, auf deren Erhebung sie einen Anspruch haben (Cavelti/ Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 740). Im 

Rekursverfahren trifft den Rekurrenten im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht die 

Beweisführungslast, indem er gemäss Art. 50 Abs. 1 VRP verpflichtet ist, allfällige 

Beweismittel soweit möglich beizulegen oder sie zu bezeichnen. Die Rekursinstanz ist 

befugt, den Rekurrenten zur Herausgabe bestimmter Urkunden zu verpflichten. 

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Unterlässt er dies, kann er unter Fristansetzung aufgefordert werden, die Beweismittel 

nachträglich beizubringen. Im Säumnisfall wird, falls angedroht, entsprechend Art. 50 

Abs. 3 VRP aufgrund der Akten entschieden (vgl. Cavelti/ Vögeli, a.a.O., Rz. 611).

4.2. Weder in der Rekurseingabe vom 22. Februar 2012 (act. 10-1) noch in der 

Rekursergänzung vom 24. April 2012 (act. 10-5) beantragte der Beschwerdeführer die 

Befragung von Kursteilnehmern sowie von den ihn behandelnden Fachpersonen. Auch 

die Stellungnahme vom 26. Juni 2012 zur Rekursvernehmlassung (act. 10-9) enthielt 

keine weiteren Beweismittel oder –angebote. Am 24. August 2012 reichte der 

Beschwerdeführer ein Zeugnis vom 14. August 2012 ein, in welchem der Hausarzt 

einzig bestätigte, aus ärztlicher Sicht sei bei einem Invaliditätsgrad von achtzig Prozent 

eine Teilbeschäftigung von zirka zwanzig Prozent durchaus möglich (act. 10-14). 

Obwohl die verfügende Behörde in der Vernehmlassung vom 5. Juni 2012 (act. 10-7) 

und die Vorinstanz im weiteren Verlauf des Rekursverfahrens auf die Bedeutung der 

Einschätzung seiner psychischen und physischen Verfassung durch die behandelnden 

Ärzte für die Erteilung von Kursen für Hundehalter hingewiesen und angedroht hatten, 

ohne die Erteilung der Ermächtigung zur Einholung von Akten und Auskünften bei der 

IV-Stelle, den behandelnden Ärzten und der behandelnden Psychotherapeutin nach der 

Aktenlage zu entscheiden (act. 10-11 und 10-13), befreite der Beschwerdeführer die 

ihn betreuenden Fachpersonen nicht vom Berufsgeheimnis und stimmte auch dem 

Beizug der IV-Akten nicht zu (act. 10-14). Damit kann der Vorinstanz nicht vorgehalten 

werden, sie habe vom Beschwerdeführer eingereichte oder angebotene Beweismittel 

zu Unrecht nicht berücksichtigt und aufgrund der ihr vorliegenden Akten entschieden.

4.3. Indem die Vorinstanz den Beschwerdeführer ersuchte, die ihn betreuenden Ärzte 

und Fachpersonen vom Arzt- und Berufsgeheimnis zu entbinden und die IV-Akten 

beizuziehen, kam sie mit Blick auf die konkreten Umstände und die Anwendung von 

Art. 23 Abs. 1 Ingress und lit. b TSchG ihrer Pflicht, den Sachverhalt von Amtes wegen 

abzuklären, nach. Soweit der Sachverhalt im Rekursverfahren hinsichtlich der 

ausreichenden psychischen und physischen Eignung des Beschwerdeführers zur 

beruflichen Beschäftigung mit Hunden (und deren Haltern) ungenügend abgeklärt blieb, 

ist dies auf die Weigerung des Beschwerdeführers zurückzuführen, der Befreiung der 

ihn betreuenden Personen vom Berufsgeheimnis und dem Beizug der IV-Akten 

zuzustimmen. Weitere besondere Erhebungen waren zur Wahrung des öffentlichen 

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Interesses nicht notwendig. Die Befragung von Kursteilnehmern wurde weder vom 

Beschwerdeführer beantragt noch kann sie als leicht zugängliches Beweismittel 

bezeichnet werden. Der Vorinstanz kann unter den dargelegten Umständen keine 

ungenügende Abklärung des Sachverhalts vorgeworfen werden (vgl. dazu Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz. 627).

4.4. Entsprechend den dargelegten berechtigten Zweifeln an den psychischen und 

physischen Voraussetzungen des Beschwerdeführers zur berufsmässigen 

Beschäftigung mit Tieren und dem Umstand, dass er zur Klärung des Sachverhalts 

nicht mitgewirkt hat, ist die Abweisung des Rekurses durch die Vorinstanz nicht zu 

beanstanden.

5. Im Beschwerdeverfahren beantragt der Beschwerdeführer nun selbst, den ihn 

behandelnden Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie zu befragen und die IV-

Akten beizuziehen. Auch im Beschwerdeverfahren hat der Beschwerdeführer 

Beweismittel soweit möglich beizulegen (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 11 Abs. 2 

VRP). In der Beschwerde begnügt sich der Beschwerdeführer, Beweise anzubieten, 

obwohl ihm deren Einreichung ohne weiteres möglich gewesen wäre. Insbesondere 

wäre es ihm zumutbar gewesen, IV-Akten und ärztliche Zeugnisse insbesondere zu 

seinem psychischen Gesundheitszustand, zu beschaffen und einzureichen. Selbst eine 

verbindliche Erklärung, die ihn behandelnden Fachpersonen vom Berufsgeheimnis zu 

entbinden, fehlt. Unter diesen Umständen erübrigt sich eine weitere Abklärung des 

Sachverhalts durch das Verwaltungsgericht. Wie die Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid zu Recht ausgeführt hat (vgl. E. 5.2.2), ist es dem Beschwerdeführer 

unbenommen, gestützt auf Art. 27 VRP in einem Wiedererwägungsverfahren unter 

Einreichung der entsprechenden Beweismittel bei der verfügenden Behörde vor Ablauf 

der Fünfjahresfrist um Aufhebung des Berufsausübungsverbots nachzusuchen.

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist 

abzuweisen. Mit der Abweisung erübrigt sich eine Sistierung des 

Beschwerdeverfahrens bis zum Vorliegen von Akten zum aktuellen 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers.

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7. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom 

Beschwerdeführer zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von 2'000 

Franken erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 

941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer, welcher im 

Beschwerdeverfahren bis zum Abschluss des Schriftenwechsels anwaltlich vertreten 

war, keinen Anspruch auf die Entschädigung ausseramtlicher Kosten (Art. 98bis und 

98ter VRP). Mangels Anspruchs des Gemeinwesens auf Kostenersatz (vgl. Hirt, a.a.O., 

S. 176) kann dem Antrag der Vorinstanz auf "Kostenfolge", welcher ein Begehren auf 

Parteientschädigung beinhaltet (vgl. A. Urwyler, in: Schweizerische 

Zivilprozessordnung, Kommentar, Zürich/St. Gallen 2011, N 4 zu Art. 105 ZPO), nicht 

entsprochen werden.

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./  Die amtlichen Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht von 2'000 

Franken werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Sie werden mit dem von ihm 

geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

3./  Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen.

V.          R.           W.

Der Präsident:                 Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. B. Eugster            Dr. Th. Scherrer

Versand dieses Entscheides an:

-   den Beschwerdeführer

-   die Vorinstanz

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am:

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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