# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08f8c048-b5bf-53e3-90d0-1f15b89e1a94
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 06.05.2022 KSK 2021 91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_KSK-2021-91_2022-05-06.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 6. Mai 2022

Referenz KSK 21 90 und KSK 21 91

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Eckstein, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer (KSK 21 90)

B._____
Beschwerdeführerin (KSK 21 91)

gegen

C._____
Beschwerdegegnerin (KSK 21 90 und KSK 21 91)
vertreten durch F._____

Gegenstand Prozesskosten

Anfechtungsobj. Entscheide Regionalgericht Maloja, Einzelrichter, vom 24.11.2021, 
mitgeteilt am 24.11.2021 (Proz. Nr. 335-2021-152 und Proz. 
Nr. 335-2021-153)

Mitteilung 10. Mai 2022

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Sachverhalt

A. Mit Zahlungsbefehl vom 10. September 2021 setzte die C._____ beim 
Betreibungs- und Konkursamt der Region Maloja gegen B._____ eine Forderung 
von CHF 21'608.00 zuzüglich 5 % Zins seit 5. Juni 2021 in Betreibung (Betreibung 
Nr. D._____). Gleichentags setzte die C._____ den identischen Forderungsbetrag 
gegen A._____ als Solidarschuldner in Betreibung (Betreibung Nr. E._____). In 
beiden Betreibungen wurde Rechtsvorschlag erhoben.

C. Mit Eingabe vom 2. November 2021 ersuchte die C._____, vertreten durch 
die F._____, das Regionalgericht Maloja, ihr in der Betreibung Nr. D._____ 
provisorische Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 21'608.00 zuzüglich Zins 
und für Mahngebühren zu erteilen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (Proz. 
Nr. 335-2021-153). Ebenfalls am 2. November 2021 stellte sie ein analoges 
Gesuch in Bezug auf die Betreibung Nr. E._____ (Proz. Nr. 335-2021-152).

D. Am 8. November 2021 forderte der Einzelrichter SchKG am Regionalgericht 
Maloja je einzeln B._____ und A._____ zur Stellungnahme auf. Mit Eingabe vom 
14. November 2021 zogen B._____ und A._____ ihre Rechtsvorschläge zurück.

E. In der Folge, am 24. November 2021, erliess der Einzelrichter SchKG des 
Regionalgerichts Maloja zwei Abschreibungsverfügungen. Im Verfahren Proz. 
Nr. 335-2021-153 erkannte er dabei Folgendes:

1. Das Gesuch um Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. D._____ des 
Betreibungs- und Konkursamtes der Region Maloja (Zahlungsbefehl 
vom 10. September 2021) wird zufolge Gegenstandslosigkeit als 
erledigt abgeschrieben.

2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrag von CHF 500.- 
gehen zu Lasten der Gesuchsgegnerin.

Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, die Gesuchstellerin mit 
CHF 200.- ausseramtlich zu entschädigen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]

Im Verfahren Proz. Nr. 335-2021-152 lautete das Dispositiv der 
Abschreibungsverfügung folgendermassen:

1. Das Gesuch um Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. E._____ des 
Betreibungs- und Konkursamtes der Region Maloja (Zahlungsbefehl 
vom 10. September 2021) wird zufolge Gegenstandslosigkeit als 
erledigt abgeschrieben.

2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrag von CHF 500.- 
gehen zu Lasten des Gesuchsgegners.

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Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, die Gesuchstellerin mit 
CHF 200.- ausseramtlich zu entschädigen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]

G. Gegen die beiden Abschreibungsverfügungen erhoben B._____ und 
A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit gemeinsamer Eingabe vom 
5. Dezember 2021 fristgerecht Kostenbeschwerde beim Kantonsgericht von 
Graubünden, wobei sie folgendes Rechtsbegehren stellten:

1. Ziff. 2 der Abschreibungsverfügungen seien aufzuheben.

2. Die Kosten der beiden Rechtsöffnungsverfahren im Betrag von 
CHF 1'000.-- seien auf CHF 400.-- zu reduzieren.

Die Beschwerdeführer seien zu verpflichten, die Beschwerdegegnerin 
mit insgesamt CHF 200.-- ausseramtlich zu entschädigen.

G. Für die in einer Eingabe zusammengefassten zwei Beschwerden wurden 
separate Beschwerdeverfahren eröffnet: für die Beschwerde von B._____ das 
Verfahren KSK 21 91, für die Beschwerde von A._____ das Verfahren KSK 21 90. 
Die C._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) verzichtete in beiden Verfahren 
auf eine Beschwerdeantwort. Die Akten beider vorinstanzlicher Verfahren wurden 
beigezogen. Die Verfahren sind spruchreif.

Erwägungen

1. Die Beschwerden richten sich gegen die in den Rechtsöffnungsentscheiden 
(Abschreibungsverfügungen) vom 24. November 2021 auferlegten Prozesskosten. 
Nach Art. 110 ZPO in Verbindung mit Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO ist ein 
Kostenentscheid selbständig mit Beschwerde anfechtbar. Die Beschwerde ist 
innert zehn Tagen einzureichen (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Zuständig ist die 
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts (Art. 8 KGV [BR 
173.100]), und zwar aufgrund des Streitwerts von weniger als CHF 5'000.00 in 
einzelrichterlicher Besetzung (Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO [BR 320.100]). Die 
Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Auf 
die Beschwerden ist einzutreten.

2. Die angefochtenen Abschreibungsverfügungen regeln die Prozesskosten je 
für sich. Antrag Ziff. 2 des Rechtsbegehrens, das die Beschwerdeführer in ihrer 
gemeinsam eingereichten Beschwerde stellen, bezweckt eine Halbierung der 
Prozesskosten, die ihnen durch die beiden Abschreibungsverfügungen insgesamt 
auferlegt worden sind. Dispositiv-Ziffer 2 in beiden Abschreibungsverfügungen soll 
jeweils insoweit abgeändert werden, als die Gerichtskosten von CHF 500.00 auf 

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CHF 200.00 und die Parteientschädigung von CHF 200.00 auf CHF 100.00 
reduziert werden. Deshalb und weil der Gang der beiden Betreibungs- und 
Rechtsöffnungsverfahren sowie der Hintergrund der beiden zugrunde liegenden 
Forderungen (Haupt- und Solidarforderung) identisch sind, erscheint es 
zweckmässig, die beiden Beschwerden zu vereinigen (Art. 125 lit. c ZPO). 

3. Zunächst rügen die Beschwerdeführer die Höhe der Spruchgebühr. Sie 
beantragen, die Gerichtskosten seien von insgesamt CHF 1'000.00 auf insgesamt 
CHF 400.00 zu reduzieren, pro Verfahren also von CHF 500.00 auf CHF 200.00. 

3.1. Zur Begründung führen die Beschwerdeführer aus, dass die 
Beschwerdegegnerin Anlass zum Verfahren vor dem Regionalgericht Maloja 
gegeben habe. Sie hätten lediglich aufgrund von Liquiditätsengpässen 
Rechtsvorschlag erhoben und diesen sofort zurückgezogen, als der 
Liquiditätsengpass beseitigt gewesen sei. Die Beschwerdegegnerin habe daher 
vom Regionalgericht Maloja nie zu einer Vernehmlassung oder gar einer 
Verhandlung aufgefordert werden müssen. Die Vorinstanz sei infolge Rückzugs 
des Rechtsvorschlags gar nie auf das Rechtsöffnungsgesuch eingetreten. Sie 
habe sich somit mit dem Rechtsöffnungsgesuch nie näher auseinandersetzen 
müssen. Es könnten ihr deshalb keine grossen entschädigungspflichtigen 
Aufwendungen entstanden sein. Dazu komme, dass es in den Betreibungen Nrn. 
E._____ und D._____ um ein und dieselbe Forderung gehe, weil sie – die 
Beschwerdeführer – über die gesamte Forderung in solidarischer Haftbarkeit je 
einzeln betrieben worden seien. Die Tatsache, dass es vorliegend um eine 
Solidarschuld und zwei Rechtsöffnungen gehe, werde vorliegend offensichtlich 
missbraucht, um sie bei der Berechnung der Kosten und Parteientschädigung 
gleich doppelt zu schröpfen. Die Auferlegung der Kosten im Betrag von je 
CHF 500.00 sei somit nicht verhältnismässig. Sie sei angemessen auf je 
CHF 200.00 zu reduzieren (jeweils act. A.1 Rn. 4).

3.2. Die Gerichtskosten werden gestützt auf Art. 105 Abs. 1 ZPO von Amtes 
wegen festgesetzt und verteilt. Ist eine Partei vollständig unterlegen, sind ihr die 
gesamten Prozesskosten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO), wozu auch die 
Gerichtskosten gehören (Art. 95 Abs. 1 lit. a ZPO). Nachdem die 
Beschwerdeführer den Rechtsvorschlag zurückgezogen hatten, musste die 
Vorinstanz die beiden Rechtsöffnungsverfahren formell im Sinne von Art. 242 ZPO 
abschreiben. Zu Recht auferlegte sie die Prozesskosten dabei den 
Beschwerdeführern, die mit ihren Rechtsvorschlägen die Rechtsöffnungsverfahren 
provoziert und mit dem Rückzug der Rechtsvorschläge deren 

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Gegenstandslosigkeit verursacht hatten (vgl. BGer 5D_21/2021 v. 20.12.2021 E. 
2.2). 

3.3. In SchKG-Sachen gilt für die Gerichtskosten die GebV SchKG (SR 281.35). 
Gemäss Art. 48 Abs. 1 GebV SchKG bestimmt sich die Gebühr für einen 
gerichtlichen Entscheid in betreibungsrechtlichen Summarsachen nach dem 
Streitwert. Vorliegend ersuchte die Beschwerdegegnerin um provisorische 
Rechtsöffnung jeweils für den Betrag von CHF 21'608.00 zuzüglich Zins und 
Mahngebühren (jeweils RG act. I.1). Beträgt der Streitwert zwischen 
CHF 10'000.00 und CHF 100'000.00, kann gestützt auf vorstehende Bestimmung 
eine Spruchgebühr von CHF 60.00 bis CHF 500.00 festgesetzt werden. Die 
Vorinstanz hat daher den gesetzlich vorgegebenen Tarifrahmen nicht 
überschritten, indem es die Spruchgebühr auf CHF 500.00 festsetzte. 

3.4. Fraglich ist hingegen, ob die festgesetzte Spruchgebühr von CHF 500.00 
unter den gegebenen Umständen unangemessen ist. Denn die Anwendung der 
GebV SchKG hat den verfassungsmässigen Grundsätzen der 
Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) und des Willkürverbotes (Art. 9 BV) zu 
genügen, welche durch das Äquivalenzprinzip konkretisiert werden (BGer 
5A_708/2020 v. 22.1.2021 E. 2.2). Die unrichtige Rechtsanwendung, die im 
Beschwerdeverfahren gerügt werden kann (Art. 320 lit. a ZPO), umfasst auch 
Unangemessenheit. So kann im Rahmen der Beschwerde grundsätzlich auch die 
Angemessenheit einer Kostenauferlegung durch die Vorinstanz von der 
Rechtsmittelinstanz frei überprüft werden (vgl. PKG 2012 Nr. 11 m.w.H.). 
Unangemessenheit ist gegeben, wenn ein gerichtlicher Entscheid, der auf 
sachlichen Kriterien beruht und die Grenzen der Ermessensausübung beachtet, 
unter Berücksichtigung der Gegebenheiten des konkreten Falls dennoch als 
unzweckmässig erscheint (Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 36 zu Art. 310 ZPO). Nach der 
Rechtsprechung des Kantonsgerichts ist dem erstinstanzlich urteilenden Gericht 
im Rahmen von Kostenbeschwerden ein erheblicher Ermessensspielraum 
zuzugestehen (vgl. KGer GR ZK1 13 73 v. 22.08.2013 E. 4 m.w.H.). Einzugreifen 
ist erst bei einer unangemessenen Entscheidung im dargelegten Sinne (KGer GR 
ZK1 20 166 v. 7.2.2022 E. 4.2.3).

3.5. Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführern mit dem Betrag in der Höhe von 
CHF 500.00 jeweils die im Rahmen der GebV SchKG höchstmögliche 
Spruchgebühr auferlegt. Dies ist vorliegend unangemessen: Zum einen war der 
Aufwand der Vorinstanz gering. Er beschränkte sich auf die Entgegennahme des 

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Rechtsöffnungsgesuchs, welches mittels Formulars gestellt wurde (jeweils RG act. 
I.1), eine Aufforderung zur Stellungnahme (jeweils RG act. V.1) und den 
Abschreibungsentscheid (jeweils act. B.1). Zum anderen ist in Betracht zu ziehen, 
dass bis zu einem Streitwert von CHF 100'000.00 maximal eine Spruchgebühr von 
CHF 500.00 auferlegt werden kann (Art. 48 Abs. 1 GebV SchKG), vorliegend der 
Streitwert aber lediglich bei rund einem Fünftel davon und damit im unteren 
Bereich des Gebührenrahmens liegt. Unter diesen Umständen war das 
Ausschöpfen des Gebührenrahmens in beiden Rechtsöffnungsverfahren nicht 
angebracht, zumal die beiden Rechtsöffnungsverfahren mit Ausnahme der Person 
der Schuldnerin identisch gelagert waren. Die Beschwerden sind in dieser Hinsicht 
gutzuheissen. Angemessen erscheinen Gerichtskosten von CHF 200.00 pro 
Verfahren, wie von den Beschwerdeführern beantragt.

4. Im Weiteren rügen die Beschwerdeführer die Höhe der ausseramtlichen 
Entschädigungen. Sie beantragen, dass die Entschädigungen von insgesamt 
CHF 400.00 auf insgesamt CHF 200.00 zu reduzieren seien, pro Verfahren also 
von CHF 200.00 auf CHF 100.00.

4.1. Die Beschwerdeführer führen zur Begründung aus, dass die 
Beschwerdegegnerin nie zu einer Vernehmlassung aufgefordert und einer 
Verhandlung vorgeladen worden sei, sodass ihr auch keine grossen 
entschädigungspflichtigen Aufwendungen entstanden sein könnten. Die 
Parteientschädigung sei deshalb angemessen auf CHF 100.00 pro Verfahren zu 
reduzieren (jeweils act. A.1 Rn. 4 in fine).

4.2. Ob und in welcher Höhe der obsiegenden Partei im 
Rechtsöffnungsverfahren eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, bestimmt 
sich nach den allgemeinen Regeln der ZPO und des in Art. 96 ZPO vorbehaltenen 
kantonalen Rechts. Als Parteientschädigung gilt gemäss Art. 95 Abs. 3 ZPO der 
Ersatz notwendiger Auslagen (lit. a), die Kosten einer berufsmässigen Vertretung 
(lit. b) sowie in begründeten Fällen eine angemessene Umtriebsentschädigung, 
wenn eine Partei nicht berufsmässig vertreten ist (lit. c). Eine Partei ist 
berufsmässig vertreten, wenn sie einen Vertreter im Sinne von Art. 68 Abs. 2 ZPO 
hat. In Rechtsöffnungsverfahren sind gewerbsmässige Vertreterinnen und 
Vertreter nach Art. 27 SchKG zur berufsmässigen Vertretung befugt (Art. 68 Abs. 
2 lit. c ZPO; siehe auch BGE 138 III 396 E. 3.4 sowie KGer GR KSK 17 55 v. 
29.5.2018 E. 2). Gemäss Art. 27 Abs. 1 SchKG ist jede handlungsfähige Person 
berechtigt, andere Personen zu vertreten. Dies gilt auch für die gewerbsmässige 
Vertretung. Gewerbsmässig handelt ein Vertreter bereits dann, wenn er bereit ist, 
in einer unbestimmten Zahl von Fällen tätig zu werden. Es kommt nicht darauf an, 

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ob er ein Entgelt bezieht oder zu Erwerbszwecken als Vertreter auftritt (BGE 140 
III 550 E. 2). Die F._____ gilt ohne Weiteres als gewerbsmässige Vertretung der 
Beschwerdegegnerin, weswegen von einer berufsmässigen Vertretung im Sinne 
von Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO auszugehen ist, auch wenn die Beschwerdegegnerin 
nicht auch anwaltlich vertreten ist. Demgemäss stand der Beschwerdegegnerin in 
den provisorischen Rechtsöffnungsverfahren vor der Vorinstanz eine 
Parteientschädigung zu. 

4.3. Die Beschwerdegegnerin hat in den Verfahren vor dem Regionalgericht 
Maloja jeweils eine Prozessentschädigung verlangt (vgl. jeweils RG act. I.1), 
allerdings keine Kostennoten eingereicht. Im erstinstanzlichen Verfahren genügt 
ein allgemein gehaltener Entschädigungsantrag, eine weitere Bezifferung ist nicht 
nötig (BGer 5A_126/2014 v. 10.7.2014 E. 3.2.2). Wird keine Kostennote 
eingereicht, so erfolgt die Festsetzung der Parteientschädigung nach Ermessen 
des Gerichts (Art. 2 Abs. 1 HV [BR 310.250]; KGer GR ZK1 13 112 v. 30.1.2014 
E. 2.a). Im Beschwerdeverfahren kann dann einzig die fehlerhafte 
Ermessensbetätigung bei der anhand der Akten vorzunehmenden Schätzung des 
notwendigen und der objektiven Bedeutung der Streitsache angemessenen 
Aufwands gerügt werden (PKG 2014 Nr. 20 E. 3.b).

4.4. Bei einer berufsmässigen Vertretung durch eine Rechtsanwältin oder einen 
Rechtsanwalt ist ein üblicher Stundenansatz zwischen CHF 210.00 und 
CHF 270.00 zugelassen, der in der Festsetzung der Parteientschädigung 
berücksichtigt wird (Art. 3 Abs. 1 HV). Wenn keine Honorarvereinbarung 
eingereicht wird, wird gemäss der Praxis des Kantonsgerichts der mittlere Ansatz 
von CHF 240.00 pro Stunde berücksichtigt (statt vieler KGer GR ZK1 16 133 
v. 28.11.2016 E. 2.c). Der Kanton Graubünden hat keine eigenständige 
Tarifordnung für die gewerbsmässige Vertretung gemäss Art. 27 Abs. 1 SchKG 
erlassen. Vorliegend wird die berufsmässige Vertretung durch die F._____ 
ausgeübt, welche weder eine Honorarvereinbarung noch eine Kostennote ins 
Recht gelegt hat. Bei Treuhandbüros rechtfertigt sich eine angemessene 
Reduktion des Stundenansatzes im Vergleich zu den Tarifen für 
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte auf rund 30–50% des Anwaltstarifs (vgl. 
Fridolin Walther, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar zum 
Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl., Basel 2021, N 31 zu 
Art. 27 SchKG). In Anwendung derart reduzierter Tarife und unter 
Berücksichtigung von Spesen und Mehrwertsteuer hat die Vorinstanz mit der 
Festsetzung der Parteientschädigung auf CHF 200.00 rund eineinhalb bis zwei 
Stunden Aufwand pro Rechtsöffnungsverfahren entgolten, was mit Blick auf die 

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konkreten Bemühungen (Ausfüllen des betreffenden Formulars, Zusammenstellen 
der Beilagen, allfällige Korrespondenz mit der Klientschaft, Durchsicht der 
Abschreibungsverfügung) vernünftig erscheint. In Anbetracht, dass der Vorinstanz 
bei der Festsetzung der Parteientschädigung ein erheblicher Ermessenspielraum 
zukommt und die Rechtsmittelinstanz bei der Überprüfung der Angemessenheit 
Zurückhaltung übt (vgl. vorstehend E. 3.4), ist die Festsetzung der 
Parteientschädigung auf CHF 200.00 pro Rechtsöffnungsverfahren bzw. auf 
CHF 400.00 daher nicht zu beanstanden. Was die Höhe der Parteientschädigung 
angeht, sind die Beschwerden folglich abzuweisen.

5. Die Kosten der Beschwerdeverfahren richten sich vorliegend nach Art. 48 
i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG und werden auf insgesamt CHF 200.00 
festgesetzt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, sind die Prozesskosten 
(Gerichtskosten und Parteientschädigung gemäss Art. 95 Abs. 1 ZPO) nach dem 
Ausgang des Verfahrens zu verteilen (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Die 
Beschwerdeführerin ist mit ihrem Antrag, die Gerichtskosten von CHF 500.00 auf 
CHF 200.00 zu reduzieren, durchgedrungen. Allerdings ist sie mit ihrem Antrag, 
die Parteientschädigung von CHF 200.00 auf CHF 100.00 zu reduzieren, 
unterlegen. Insofern würde es sich aufdrängen, die Prozesskosten für die 
Beschwerdeverfahren je hälftig der Beschwerdeführerin und der 
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Allerdings wurden die Gerichtskosten ohne 
Zutun der Beschwerdegegnerin festgesetzt, und auch in den 
Beschwerdeverfahren hat sich die Beschwerdegegnerin nicht damit identifiziert, 
hat sie sich doch gar nicht vernehmen lassen. Aus Billigkeitsgründen ist daher die 
Hälfte der Prozesskosten des vorliegenden Verfahrens gestützt auf Art. 107 Abs. 2 
ZPO dem Kanton Graubünden aufzuerlegen. Parteientschädigungen werden 
umständehalber keine zugesprochen.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerden KSK 21 90 und KSK 21 91 werden vereinigt.

2. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde KSK 21 90 wird Dispositiv-
Ziffer 2, erster Absatz, in der Abschreibungsverfügung des Einzelrichters 
SchKG am Regionalgericht Maloja vom 24. November 2021 (Proz. Nr. 335-
2021-152) aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:

"Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrag von CHF 200.00 
gehen zulasten des Gesuchsgegners."

3. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde KSK 21 91 wird Dispositiv-
Ziffer 2, erster Absatz, in der Abschreibungsverfügung des Einzelrichters 
SchKG am Regionalgericht Maloja vom 24. November 2021 (Proz. Nr. 335-
2021-153) aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:

"Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrag von CHF 200.00 
gehen zulasten der Gesuchsgegnerin."

4. Die Kosten der Beschwerdeverfahren von CHF 200.00 gehen im Umfang 
von CHF 100.00 zu Lasten von B._____ und A._____ unter solidarischer 
Haftbarkeit und im Umfang von CHF 100.00 zu Lasten des Kantons 
Graubünden (Regionalgericht Maloja).

5. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG 
Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von 
grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden 
Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

6. Mitteilung an:

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