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**Case Identifier:** 6c934185-6db1-5e3a-af9c-161bc18b3688
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-10-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.10.2009 UV 2008/140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-140_2009-10-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/140

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 27.04.2020

Entscheiddatum: 27.10.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 27.10.2009
Art. 6 UVG: Die Einstellung der Versicherungsleistungen erfolgte zu Recht, 
nachdem die adäquate Unfallkausalität weggefallen ist. Verneinung der 
Unfalladäquanz anhand der Kriterien von BGE 134 V 109 ff. (sog. 
Schleudertrauma-Praxis) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 27. Oktober 2009, UV 2008/140). Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_1014/2009.

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 27. Oktober 2009

in Sachen

F.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Sutter, Haus Eden, Paradiesweg 2,

Postfach, 9410 Heiden,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17,

3074 Muri b. Bern,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1950 geborene F.___ war beim A.___ als Werkstattchef tätig und dadurch bei 

der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 20. Oktober 2006 

erlitt der Versicherte im Werkhof einen Unfall. Zum Hergang gab er an, dass er auf einer 

zu einem Podest führenden Leiter ausgerutscht und ungefähr 4,5 Meter auf den Boden 

hinunter gestürzt sei. Beim Sturz sei er mit seinem Kinn am Podest aufgeschlagen und 

habe sich noch an einem Kanister festhalten wollen, der auf einem Regal neben der 

Leiter aufbewahrt gewesen sei. Den Kanister habe er vom Regal gerissen. Am Boden 

liegend sei er davon am Kopf getroffen worden (act. G 5.2.1). Die erstbehandelnden 

Ärzte der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend 

KSSG) diagnostizierten im Bericht vom 23. Oktober 2006 eine HWS-Distorsion, eine 

Thoraxkontusion und eine Schädelprellung. Sie fanden keine Hinweise auf 

Schürfungen, eine Blutung oder eine frische, knöcherne Läsion. Der Versicherte lehnte 

eine Hospitalisation ab. Die erstbehandelnden Ärzte bescheinigten ihm für die Dauer 

vom 20. bis 27. Oktober 2006 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 5.2.2).

A.b   Am 24. Oktober 2006 begab sich der Versicherte wegen progredienter 

Kopfschmerzen im Verlauf der letzten Tage sowie Schwindel und Übel notfallmässig in 

die neurochirurgische Abteilung des KSSG zur Untersuchung. Die behandelnden 

Neurochirurgen stellten die Diagnose eines postcommotionellen Syndroms und 

attestierten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis und mit dem 27. Oktober 2006 (act. 

G 5.2.9).

A.c   Im ärztlichen Zwischenbericht vom 19. Dezember 2006 gab der behandelnde 

Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, an, dass der Versicherte immer 

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noch über Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Schmerzen in der 

Nackengegend und Kopfschmerzen berichte. Daneben bestehe eine depressive 

Verstimmung. Im Heilungsverlauf spiele eine unfallfremde Persönlichkeitsstruktur mit. 

Eine Wiederaufnahme der Arbeit sei auf Januar 2007 vorgesehen (act. G 5.2.6).

A.d   Versuche zur Wiederaufnahme der Arbeit am 15. November 2006 und am 

3. Januar 2007 brach der Versicherte wegen Kopfschmerzen und Schwindels ab (act. 

G 5.2.6 und G 5.2.8). Vom 7. Februar bis 28. März 2007 befand sich der Versicherte in 

der Rehaklinik Bellikon. Im Austrittsbericht vom 11. April 2007 diagnostizierten deren 

Ärzte nebst der HWS-Distorsion, Thoraxkontusion und Schädelprellung ein 

zervikozephales Schmerzsyndrom, ein depressives Syndrom, Angst sowie 

Verunsicherung im Rahmen einer schweren Anpassungsstörung (ICD-10: F43.22). Im 

Vordergrund des Beschwerdebildes stehe eindeutig die psychopathologische 

Symptomatik. Ab dem 28. März 2007 bescheinigten sie dem Versicherten für 

"mindestens die nächsten 3 Monate" eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 5.2.43).

A.e   Am 25. September 2007 wurde der Versicherte vom Suva-Vertrauensarzt Dr. med. 

C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, untersucht. Im Bericht vom 

15. November 2007 diagnostizierte dieser eine narzisstisch akzentuierte Persönlichkeit 

(ICD-10: Z73.1) und eine somatoforme autonome Funktionsstörung (ICD-10: F45.3). 

Die Durchführung einer beruflichen Eingliederung erachtete er mit Blick auf die 

gesundheitlichen Probleme des Versicherten sowie auf dessen persönliche Anliegen für 

nicht erfolgversprechend. Mit der Ankündigung eines erweiterten, auch seine Ehefrau 

mit einbeziehenden Suizids mache der Versicherte überdeutlich, dass er eine berufliche 

Rückkehr mit seinem Leben für nicht vereinbar halte (act. G 5.2.85.11 f.).

A.f    Am 25. Februar 2008 wurde der Versicherte im Auftrag der Suva von Dr. med. 

D.___, Fachärztin FMH für Neurologie, untersucht. Sie diagnostizierte einen Leitersturz 

vom 20. Oktober 2006 mit HWS-Kontusion und Schädelprellung; aktuell mit: 

persistierenden Nacken- und Kopfschmerzen, Belastungsintoleranz sowie depressive 

Symptome, Angst und Verunsicherung im Rahmen einer schweren 

Anpassungsstörung. Die früher von orthopädischer Seite diagnostizierte HWS-

Distorsion sei nicht haltbar, da ein Sturz aus der Höhe nicht zum typischen 

Schleudermechanismus führe. Dr. D.___ gab an, die vielfältigen Therapien inklusive 

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Ergotherapie, Physiotherapie, Feldenkrais etc. seien mittlerweile aufgegeben worden 

bzw. würden nur noch in Eigenregie durchgeführt. Eine Psychotherapie fände noch 

einmal im Monat statt. Aus rein neurologischer Sicht sollten die organischen 

Beschwerden aufgrund der HWS-Kontusion und der möglichen Commotio cerebri 

mittlerweile vollständig abgeklungen sein. Im Vordergrund stehe die schon im Vorfeld 

diagnostizierte schwere Anpassungsstörung. Die weitere Arbeitsunfähigkeit sei 

psychisch bedingt. Deren Ausmass könne sie nicht abschätzen (act. G 5.2.98). Der 

Kreisarzt Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Chirurgie, kam am 3. März 2008 gestützt 

auf den Bericht von Dr. D.___ zum Schluss, dass keine organischen Unfallfolgen mehr 

vorlägen (act. G 5.2.101; vgl. auch die Stellungnahme des Kreisarztes vom 14. April 

2008, act. G 5.2.108).

A.g   Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Rehaklinik 

Bellikon, erstattete am 16./17. April 2008 im Auftrag der Invalidenversicherung einen 

Verlaufsbericht. Darin führte er aus, dass nach wie vor ein psychisches Störungsbild 

mit Ängsten, Verunsicherung und einer Labilisierung der Affekte mit 

Stimmungswechseln, das insgesamt am ehesten im Sinn einer protrahiert verlaufenden 

schweren Anpassungsstörung zu sehen, wegen der langen Dauer unterdessen aber als 

Angst- und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2) zu codieren sei. Ferner 

erreiche das Persönlichkeitsbild des Versicherten die Wertigkeit einer 

Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8). Sein Gesundheitszustand habe sich im 

Vergleich zum Februar/März 2007 verbessert (act. G 5.2.115).

A.h   Mit Verfügung vom 21. Mai 2008 stellte die Suva ihre bislang erbrachten Taggeld- 

und Heilbehandlungsleistungen per 1. Juli 2008 mangels Vorliegen adäquater 

Unfallfolgen ein (act. G 5.2.117).

B.       

In der gegen diese Verfügung erhobenen Einsprache vom 10. Juni 2008 rügte der 

Versicherte im Wesentlichen, die medizinische Aktenlage sei für eine 

Leistungsablehnung ungenügend, die Adäquanzprüfung sei verfrüht vorgenommen und 

die Unfalladäquanz sei zu Unrecht verneint worden (act. G 5.2.118). Mit 

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Einspracheentscheid vom 17. November 2008 wies die Suva die Einsprache ab (act. 

G 5.2.123).

C.       

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vom Beschwerdeführer durch 

Rechtsanwalt Peter Sutter am 15. Dezember 2008 erhobene Beschwerde. Unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge beantragt er darin die Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen 

aus UVG. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Im Hauptstandpunkt vertritt er die Auffassung, dass der 

Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin zu früh erfolgt sei. So habe die 

Invalidenversicherung berufliche Massnahmen erst ins Auge gefasst, ohne diese 

eingeleitet oder gar durchgeführt zu haben. Des Weiteren fehle ein für die Beurteilung 

des HWS-Distorsionstraumas erforderliches interdisziplinäres Fachgutachten. Beim 

Unfall vom 20. Oktober 2006 handle es sich um ein schweres und nicht wie die 

Beschwerdegegnerin behaupte, um einen lediglich mittelschweres Unfallereignis. Die 

für die Bejahung der Unfalladäquanz massgebenden Kriterien wie etwa Grad und 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit, ungewöhnlich lange ärztliche 

Behandlungsdauer, Dauerschmerzen und grösste Willensanstrengung zur 

Wiedererlangung seiner Arbeitsfähigkeit seien erfüllt (act. G 1).

C.b   Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 25. Februar 

2009 die Beschwerdeabweisung. Zur Begründung gibt sie an, dass der 

Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall massiv an unfallfremden Problemen gelitten 

habe. Unfallbedingt ergebe sich keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Die 

vorgesehenen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung stünden in 

keinem Zusammenhang mit dem Unfall. Der Fallabschluss sei zu Recht erfolgt. Die 

Vornahme eines interdisziplinären ärztlichen Gutachtens sei nicht erforderlich, da 

bereits mehrere Spezialgutachten vorhanden seien. Das Unfallereignis vom 20. Oktober 

2006 liege im mittleren Bereich. Die für die Bejahung der Unfalladäquanz erforderlichen 

Kriterien seien nicht erfüllt (act. G 5).

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C.c   Am 27. Februar 2009 teilte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem 

Beschwerdeführer mit, dass aufgrund seines Gesundheitszustandes zurzeit keine 

beruflichen Massnahmen möglich seien (act. G 9.1) und stellt ihm basierend auf einem 

100%igen Invaliditätsgrad die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente in Aussicht (act. 

G 9.2).

C.d   In der Replik vom 14. April 2009 bestreitet der Beschwerdeführer, dass er schon 

vor dem Unfall massive psychische Probleme gehabt habe. Er hält vollumfänglich an 

den gestellten Rechtsbegehren fest (act. G 11).

C.e   Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. 

G 13).

Erwägungen:

1.        

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) 

werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in 

einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1).

2.        

In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit sind die Vornahme einer 

interdisziplinären Begutachtung des Beschwerdeführers, der Zeitpunkt des 

Fallabschlusses sowie das Bestehen der adäquaten Unfallkausalität umstritten (act. 

G 1).

3.        

Vorab ist auf den Einwand des Beschwerdeführers einzugehen, dass kein für die 

Kausalitätsbeurteilung erforderliches interdisziplinäres Gutachten vorliege (act. G 1).

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3.1    Als Grundlage für die Kausalitätsbeurteilung gemäss der Schleudertrauma-Praxis 

ist zu verlangen, dass eine eingehende medizinische Abklärung (im Sinn eines 

polydisziplinären/interdisziplinären Gutachtens) bereits in einer ersten Phase nach dem 

Unfall vorgenommen wird, sofern und sobald Anhaltspunkte für ein längeres Andauern 

oder gar eine Chronifizierung der Beschwerden bestehen (BGE 134 V 124 E. 9.4).

3.2    Dieser Forderung ist die Beschwerdegegnerin bereits wenige Monate nach dem 

Unfallereignis vom 20. Oktober 2006 nachgekommen. So wurde der Beschwerdeführer 

im Rahmen des von der Beschwerdegegnerin angeordneten vom 7. Februar bis 

28. März 2007 dauernden stationären Aufenthalts in der Rehaklinik Bellikon 

polydisziplinär (neurologisch und psychiatrisch) beurteilt (Austrittsbericht vom 11. April 

2007, act. G 5.2.43.1 ff., mit psychosomatischem Konsilium vom 13. Februar 2007, act. 

G 5.2.43.8 ff.). In den medizinischen Akten befinden sich zusätzlich weitere 

fachmedizinische Einschätzungen (vgl. psychiatrische Beurteilung durch Dr. C.___ vom 

25. September 2007, act. G 5.2.85; neurologische Beurteilung durch Dr. D.___ vom 

25. Februar 2008, act. G 5.2.98), welche - wie die Beurteilung der Rehaklinik Bellikon - 

die von der Rechtsprechung aufgestellten Kriterien an beweistaugliche Gutachten (BGE 

125 V 352 E. 3a mit Hinweisen) erfüllen. Unter diesen Umständen besteht kein Anlass 

für weitere medizinische Abklärungen, zumal der Beschwerdeführer keine Mängel an 

der genannten medizinischen Grundlage benennt und solche auch nicht ersichtlich 

sind.

4.        

4.1    Für die Klärung der Frage des Fallabschlusses hat das Bundesgericht Art. 19 

Abs. 1 UVG für sinngemäss anwendbar erklärt. Demnach hat der Fallabschluss in 

demjenigen Zeitpunkt zu geschehen, in dem von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung abgeschlossen sind (BGE 134 V 113 f. E. 4.1).

4.2    Der Beschwerdeführer wendet gegen den Fallabschluss ein, dass dieser wegen 

der noch nicht abgeschlossenen Eingliederung der Invalidenversicherung zu früh 

erfolgt sei (act. G 1).

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4.2.1           Der in Art. 19 Abs. 1 UVG vorbehaltene Abschluss allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung bezieht sich nur auf Vorkehren, 

die geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde zu 

legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen (RKUV 2004 Nr. U 508 S. 265). Derartige 

Eingliederungsmassnahmen waren indessen beim - die zeitliche Grenze der 

richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden (BGE 131 V 9 E. 1) - Erlass des 

Einspracheentscheids vom 17. November 2008 nicht im Gang und standen daher dem 

Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin nicht entgegen. Ferner gilt es zu 

beachten, dass der Beschwerdeführer nicht geneigt war, an 

Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen und Dr. C.___ diese für nicht 

erfolgversprechend hielt (act. G 5.2.85.12). Auch Dr. F.___ bezeichnete im 

Verlaufsbericht vom 16./17. April 2008 eine erfolgreiche berufliche Reintegration als 

wenig realistisch (act. G 5.2.115).

4.2.2           Vor diesem Hintergrund ist der Zeitpunkt des durch die 

Beschwerdegegnerin vorgenommenen Fallabschlusses bzw. der vorgenommenen 

Adäquanzprüfung nicht zu früh erfolgt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Februar 

2008, U 79/2007, E. 3.2.2), zumal der Umstand, dass sich, wie dies vorliegend der Fall 

ist, berufliche und andere Massnahmen der Invalidenversicherung - aus welchen 

Gründen auch immer - verzögern, nicht dazu führen darf, dass im 

unfallversicherungsrechtlichen Verfahren der Fallabschluss zeitlich beliebig verschoben 

und somit die Adäquanz nicht geprüft werden kann. Denn dies würde dazu führen, 

dass die Unfallversicherer Leistungen unter Umständen ohne Vorliegen bzw. Nachweis 

eines adäquaten Unfallkausalzusammenhangs während langer Zeit auszurichten hätten 

(Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. September 2009, 

UV 2008/93, E. 4.3).

4.3    Der Beschwerdeführer erachtet den Fallabschluss auch deshalb als verfrüht, weil 

die Heilbehandlung noch nicht abgeschlossen gewesen sei (act. G 1). Mit Blick darauf, 

dass die Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen 

ausgerichtet ist, bestimmt sich der Abschluss der Heilbehandlung namentlich nach 

Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, 

soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des 

Begriffs "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG, dass die durch weitere Heilbehandlung zu 

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erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen 

genügen indessen nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen). Organische Unfallfolgen 

lagen im Zeitpunkt der Leistungseinstellung unbestrittenermassen nicht vor. Es waren 

damit keine organischen Unfallfolgen mehr zu behandeln, weshalb der normale, 

unfallbedingt erforderliche Heilungsprozess spätestens am 1. Juli 2008 abgeschlossen 

war (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 31. Januar 2007, U 167/06, E. 4.4 mit Hinweis). 

Im Übrigen empfahl Dr. F.___ im Verlaufsbericht vom 16./17. April 2008 lediglich noch 

stützende medizinische Massnahmen (act. G 5.2.115). Es standen demnach keine 

medizinischen Massnahmen mehr zur Diskussion, von denen eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustands hätte erwartet werden können. Der Beschwerdeführer 

benennt denn auch keine. Der Leistungseinstellung auf den 1. Juli 2008 hin stand nach 

dem Gesagten nichts entgegen, sodass sich auch gegen den damit verbundenen 

Zeitpunkt der Adäquanzprüfung nichts einwenden lässt.

5.        

Mit Blick auf die medizinischen Akten (vgl. act. G 5.2.43, G 5.2.98 und G 5.2.108) zu 

Recht unbestritten ist, dass die über den 1. Juli 2008 hinaus geklagten Beschwerden 

nicht durch einen im Sinn der Rechtsprechung organisch nachweisbaren 

Unfallschaden (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 

8C_806/2007, E. 8.2 mit Hinweisen) verursacht worden sind. Somit ist die Adäquanz 

eines Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 20. Oktober 2006 und 

den geklagten Beschwerden (persistierende Nacken- und Kopfschmerzen, 

Belastungsintoleranz sowie depressive Symptome, Angst und Verunsicherung im 

Rahmen einer schweren Anpassungsstörung, act. G 5.2.98) speziell zu prüfen. Die 

Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass sich die Adäquanzprüfung nach den 

Kriterien gemäss der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 130 E. 10.3) zu richten habe. 

Ob diese Auffassung zutrifft oder ob die Adäquanz angesichts des erheblichen 

psychischen Vorzustandes (Burnout mit einmonatiger Arbeitsunfähigkeit, act. 

G 5.2.19.3; zum im Heilungsverlauf mitspielenden unfallfremden Faktor der 

Persönlichkeitsstruktur und psychischen Labilität vgl. act. G 5.2.6 und G 5.2.14) sowie 

der im Vordergrund stehenden psychischen Überlagerung nach den Kriterien von BGE 

115 V 133 (psychische Fehlentwicklungen) zu beurteilen ist, kann offen bleiben. Denn 

die Adäquanz ist - wie nachstehende Prüfung zeigt - auch bei Anwendung der für den 

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Beschwerdeführer günstigeren Kriterien der Schleudertrauma-Praxis zu verneinen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 17. August 2009, 8C_349/2009, E. 4).

5.1    Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist nach der 

Schleudertrauma-Praxis im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies 

trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 

ernsthaft ins Gewicht fällt. Bei der Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen 

banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und 

schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während 

der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres 

bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 

Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens 

allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die 

unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo 

im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser 

Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen 

werden (BGE 134 V 126 E. 10.1). Die in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden 

Kriterien lauten: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche 

Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche 

Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 130 E. 10.3).

5.2    Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, das Unfallereignis vom 

20. Oktober 2006 sei als mittelschwerer Unfall zu qualifizieren, der nicht im 

Grenzbereich zu den schweren Unfällen liege (act. G 5.2.123). Diese Einschätzung ist 

mit Blick auf den augenfälligen Geschehensablauf und mit den sich dabei 

entwickelnden Kräften (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1) nicht zu beanstanden und 

hält sich im Rahmen der Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung bei 

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Sturzereignissen. Danach wurden als mittelschwer bis schwer im mittleren Bereich 

Unfälle qualifiziert, bei denen die versicherte Person aus einer Höhe von mehreren 

Metern von Leitern, Gerüsten oder von einem Dach auf den Boden stürzte und 

erhebliche Verletzungen und Frakturen erlitt (vgl. die Übersicht über die 

Rechtsprechung zu Sturzunfällen in RKUV 1998 Nr. U 307 S. 449 E. 3a; ferner RKUV 

1999 Nr. U 330 S. 122 ff.). Zwar kann der vorliegend zu beurteilenden Sturzhöhe von 

ca. 4 bis 5 Metern (vgl. zur Sturzhöhe act. G 5.2.1) eine gewisse Eindrücklichkeit nicht 

abgesprochen werden. Indessen erlitt der Beschwerdeführer keine erheblichen 

objektivierbaren Verletzungen (namentlich wurden keine Schürfungen, Blutungen oder 

knöcherne Läsionen festgestellt, act. G 5.2.2), welche die Zuordnung zum schweren 

Grenzbereich zu rechtfertigen vermöchten (vgl. etwa Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 27. Januar 2000, U 308/1998, E. 2, wo eine Sturzhöhe von 4 bis 

5 Metern zu beurteilen war; Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2008, 

8C_263/2008, E. 3.3.3.1, dem ein Sturz aus 4 Metern mit mehreren Frakturen zugrunde 

lag).

5.3    Ausgehend von einem Unfall im mittleren Bereich ist für die Bejahung der 

Adäquanz daher erforderlich, dass ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter 

Weise erfüllt ist oder mehrere unfallbezogene Kriterien gegeben sind.

5.3.1           Das Ereignis vom 20. Oktober 2006 hat sich nicht unter besonders 

dramatischen Begleitumständen ereignet noch war es - objektiv betrachtet - von 

besonderer Eindrücklichkeit. Der Beschwerdeführer hat auch keinen 

Bewusstseinsverlust erlitten (act. G 5.2.43.8). Wie der Befunderhebung durch die 

erstbehandelnden Ärzte des KSSG vom 23. Oktober 2006 entnommen werden kann 

(act. G 5.2.2), ist das Unfallereignis verhältnismässig glimpflich abgelaufen. Der 

Beschwerdeführer hat auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen erlitten, 

die erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen herbeizuführen.

5.3.2           Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen 

Behandlung ist nicht erfüllt. Zwar wurde der Beschwerdeführer nach dem Unfallereignis 

bis anfangs 2008 teils parallel psychiatrisch, physiotherapeutisch, medikamentös, 

ergotherapeutisch und im Rahmen der Feldenkrais-Methode behandelt. Ferner führt 

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der Beschwerdeführer einen Kursbesuch für autogenes Training und 

Stressmanagement ins Feld (act. G 5.2.118). Vom 7. Februar bis 28. März 2007 befand 

er sich in der Rehaklinik Bellikon (act. G 5.2.43). Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein 

wesentlicher Teil der genannten Therapien nicht der Behandlung unfallbedingter Leiden 

diente, sondern vielmehr etwa der Stressbewältigung, der Problemlösung und dem 

Schutz vor Überforderung (vgl. den Kurs autogenes Training und Stressmanagement 

sowie den ergotherapeutischen Bericht vom 29. Mai 2008, act. G 5.2.118; bezüglich 

Feldenkrais-Therapie vgl. act. G 5.2.85; das Hauptziel des Aufenthaltes in der 

Rehaklinik Bellikon bildete die selbstständige Teilhabe am soziokulturellen Leben, act. 

G 5.2.43.2). Diese Massnahmen hatten damit die bereits vor dem Unfallereignis 

bestehende fehlende Belastbarkeit und psychische Labilität (vgl. hierzu act. G 5.2.7 

und G 5.2.14) zum Gegenstand. Ohnehin liegen die durchgeführten Behandlungen im 

Rahmen dessen, was nach einem erlittenen Schleudertrauma der HWS bzw. einer 

äquivalenten Verletzung mit ähnlichem Beschwerdebild üblich ist. Ausser der einmal 

pro Monat stattfindenden Psychotherapie wurden die genannten Therapien spätestens 

anfangs 2008 aufgegeben bzw. nur noch in Eigenregie durchgeführt (vgl. Bericht von 

Dr. D.___ vom 25. Februar 2008, act. G 5.2.98.1). Die zeitliche Inanspruchnahme der 

genannten Behandlungen ist insgesamt nicht als derart intensiv zu werten, als dass 

deswegen von einer erheblichen - im Sinn einer sich allein daraus ergebenden 

zusätzlichen - Mehrbelastung aussergewöhnlicher Natur gesprochen werden könnte. 

Gesamthaft ist eine spezifische, den Beschwerdeführer speziell belastende ärztliche 

Behandlung im Sinn dieses Kriteriums nicht belegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

8. August 2008, 8C_144/2008, E. 7.3).

5.3.3           Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann das Kriterium der 

erheblichen Beschwerden nicht bejaht werden. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach 

den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte 

Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 E. 10.2.4). Der 

Beschwerdeführer berichtet, vor allem an Kopf- und Nackenschmerzen sowie an 

belastungsabhängigen Schwindelerscheinungen (vom Beschwerdeführer als 

"Drehschwindel" bezeichnet) zu leiden (act. G 5.2.98.1). Es war ihm trotz geklagter 

Beschwerden indessen weiterhin möglich, Auto zu fahren, auch wenn er selbst dazu 

angab, er mache - wenn möglich - immer bloss kurze Strecken (act. G 5.2.19.2). Ferner 

vermag der Beschwerdeführer trotz der geklagten Beschwerden weiterhin zahlreiche 

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häusliche und ausserhäusliche Tätigkeiten zu verrichten (Versorgung des Gartens und 

mehrerer Hauskatzen, Lesen und Modellflughelikopter, act. G 5.2.85.6 f.). Die 

vorliegend zu beurteilende - unfallbedingte - Beeinträchtigung des Lebensalltags ist 

daher nicht als erheblich im Sinn des Kriteriums der erheblichen Beschwerden zu 

bezeichnen. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer bereits vor 

dem Unfall an Schwindelerscheinungen und "extremen" Kopfschmerzen litt (act. 

G 5.2.19.3).

5.3.4           Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hat, ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen sind 

aus den Akten nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend 

gemacht.

5.3.5           Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, so ist nicht 

die Dauer der Arbeitsunfähigkeit massgebend, sondern eine erhebliche 

Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte 

Anstrengungen unternimmt. Gelingt es der versicherten Person trotz solcher 

Anstrengungen nicht, ihre Arbeitsfähigkeit ganz oder teilweise wiederzuerlangen, ist ihr 

dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar 

sein, sich durch aktive Mitwirkung rasch möglichst wieder optimal in den 

Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person können 

sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher 

Unannehmlichkeiten manifestieren. Sodann können Bemühungen um alternative, der 

gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht 

fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in 

erheblichem Mass arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, 

kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 129 f. E. 10.2.7). Die behandelnden Ärzte des 

KSSG bescheinigten dem Beschwerdeführer bis zum 27. Oktober 2006 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit. Ab dann sei die vollumfängliche Arbeitswiederaufnahme aller 

Voraussicht nach möglich (act. G 5.2.9.2). Die Ärzte der

Rehaklinik Bellikon attestierten dem Beschwerdeführer ab dem 28. März 2007 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit für "mindestens die nächsten 3 Monate" (act. G 5.2.43.2). 

Im Verlaufsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 16./17. April 2008 wurde die bisherige 

Tätigkeit als unzumutbar beschrieben. Dabei sei für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit von 

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einer andauernden Einschränkung von mindestens 20% auszugehen (act. G 5.2.115). 

Was die Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, so 

unternahm der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben am 15. November 2006, am 

3. und 4. Januar 2007 halbtägige Arbeitsversuche, die er aber wegen Schmerzzunahme 

habe abbrechen müssen (act. G 5.2.19.2). Für die Zeit danach sind keine weiteren 

Arbeitsversuche belegt. Eigene ernsthafte Bemühungen um die Aufnahme einer 

anderen, den geklagten Beschwerden angepassten Tätigkeit sind nicht ersichtlich. 

Vielmehr schloss der Beschwerdeführer anlässlich der psychiatrischen Untersuchung 

durch Dr. C.___ vom 25. September 2007 eine berufliche Rückkehr aus. Ferner hielt 

Dr. C.___ fest, dass der Beschwerdeführer die Unannehmlichkeiten an einem 

Arbeitsplatz nicht ohne weiteres gegen die Annehmlichkeiten, die er zu Hause habe, 

einzutauschen bereit sei (act. G 5.2.85.7 und G 5.2.85.12). Vor diesem Hintergrund ist 

das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit - wenn überhaupt - höchstens in nicht 

sehr ausgeprägter Weise erfüllt, zumal die Arbeitsunfähigkeit gemäss medizinischer 

Aktenlage zu einem wesentlichen Teil auf unfallfremde psychische Gründe 

(konstitutionelle Selbstwertproblematik bzw. narzisstisch akzentuierte Persönlichkeit, 

ICD-10; Z73.1) zurückzuführen ist (vgl. act. G 5.2.85.11; vgl. auch den Verlaufsbericht 

der Rehaklinik Bellikon vom 16./17. April 2008, act. G 5.2.115).

5.3.6           Zusammenfassend ist bei einem als mittelschwer zu qualifizierenden 

Unfallereignis höchstens ein Adäquanzkriterium (Arbeitsunfähigkeit) erfüllt, jedoch nicht 

in ausgeprägter Weise. Das Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs 

zwischen dem Unfall vom 20. Oktober 2006 und den nach dem 1. Juli 2008 

fortbestehenden Beschwerden muss deshalb verneint werden. Die 

Leistungseinstellung auf dieses Datum hin ist demnach nicht zu beanstanden, was zur 

Abweisung der Beschwerde führt.

6.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 17. November 2008 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

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Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.10.2009
	Art. 6 UVG: Die Einstellung der Versicherungsleistungen erfolgte zu Recht, nachdem die adäquate Unfallkausalität weggefallen ist. Verneinung der Unfalladäquanz anhand der Kriterien von BGE 134 V 109 ff. (sog. Schleudertrauma-Praxis) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Oktober 2009, UV 2008/140). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_1014/2009.

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