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**Case Identifier:** 2d8234e8-77a6-5e3c-9d20-010599841dba
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.03.2024 720 23 382 / 68 (720 2023 382 / 68)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-382---68_2024-03-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 21. März 2024 (720 23 382 / 68) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Bemessung der Invalidität. Angesichts der gesundheitlichen Situation und des berufli-

chen Werdegangs der Beschwerdeführerin ist davon auszugehen, dass sie im Gesund-

heitsfall einem 100%-Pensum nachgehen würde. 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Roman Baumgartner, 
Advokat, Simonius & Partner, Aeschenvorstadt 67, Postfach, 
4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
A.1 Die 1977 geborene A.____ meldete sich am 22. Februar 2017 bei der Invalidenversiche-
rung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte die erwerbli-
chen, hauswirtschaftlichen und gesundheitlichen Verhältnisse ab, wobei sie die Versicherte durch 
Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, begutachten liess (Exper-

 

 
 
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tise vom 4. April 2019). Zudem beauftragte sie Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, mit einem Gutachten, welches am 10. September 2020 erstattet wurde. Gestützt auf die 
daraus gewonnenen Erkenntnisse ermittelte die IV-Stelle in Anwendung der gemischten Bemes-
sungsmethode mit einem Erwerbsanteil von 80 % und einem Haushaltsanteil von 20 % ab 1. 
August 2017 einen Invaliditätsgrad von 35 % und ab 1. Januar 2018 einen solchen von 45 %. In 
der Folge sprach sie A.____ mit Wirkung ab 1. Januar 2018 eine Viertelsrente zu (Verfügung vom 
10. März 2021). Die hiergegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 23. September 2021, KGSV 720 21 
107/263, in dem Sinne gut, als es die Verfügung vom 10. März 2021 aufhob und die Angelegen-
heit zu weiteren Abklärungen des medizinischen Sachverhalts und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die Beschwerdegegnerin zurückwies. 
 
A.2 In Nachachtung des Urteils des Kantonsgerichts veranlasste die IV-Stelle bei 
Prof. Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten, welches am 15. Au-
gust 2022 erstattet wurde. Zudem beauftragte sie Dr. phil. D.____ mit einer neuropsychologi-
schen Expertise (Gutachten vom 4. Oktober 2022). Nach Rücksprache bei Prof. Dr. C.____ (Stel-
lungnahme vom 2. Juni 2023) und beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) ermittelte die IV-
Stelle in Anwendung der gemischten Bemessungsmethode mit einem Erwerbsanteil von 80 % 
und einem Haushaltsanteil von 20 % ab 1. August 2017 einen Invaliditätsgrad von 45 %, ab 1. 
Januar 2018 einen solchen von 53 % und ab 1. April 2018 einen solchen von 61 %. In der Folge 
sprach sie A.____ mit Wirkung ab 1. August 2017 eine Viertelsrente, ab 1. Januar 2018 eine 
halbe Rente und ab 1. April 2018 eine Dreiviertelsrente zu (Verfügung vom 22. November 2023). 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Roman Baumgartner, am 8. Dezember 
2023 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die 
Verfügung vom 22. Dezember 2023 aufzuheben und ihr ab 1. Januar 2018 eine halbe Rente, ab 
1. Januar 2018 eine Dreiviertelsrente und ab 1. April 2018 eine ganze Rente zuzusprechen; unter 
o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass der Invaliditätsgrad nicht 
nach der gemischten Methode, sondern mittels Einkommensvergleich zu bestimmen sei. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Januar 2024 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
D. Anlässlich des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 19. Januar 2024; Duplik vom 
24. Januar 2024) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 
 
E. Mit Instruktionsverfügung vom 22. Februar 2024 wurde die Angelegenheit der Dreierkam-
mer zur Beurteilung überwiesen. 

 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 

 

 
 
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1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde vom 8. Dezember 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 1.  Ja-
nuar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegen der Eintritt der Invalidität und der Beginn 
des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 gültigen 
Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversiche-
rung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch ab 1. Au-
gust 2017 in Frage, weshalb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 
31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar sind. Sie werden im Folgenden je-
weils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachverhalt, 
wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügungen vom 22. November 2023 entwickelt 
hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Über-
prüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
 
3. Vorab ist auf folgende Verfahrensgrundsätze hinzuweisen: Sowohl das sozialversiche-
rungsrechtliche Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Danach ha-
ben Sozialversicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte den rechtserheblichen Sachver-
halt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für 
die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht 
(Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 2017, 9C_662/2016, E. 2.2). Dem Kantonsgericht 
kommt in Sozialversicherungssachen eine vollständige Überprüfungsbefugnis zu. Es ist in der 
Beweiswürdigung frei (vgl. § 57 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993 in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c 
ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen 
eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über-
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

 

 
 
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nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforde-
rungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hin-
weisen). 
 
4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich-
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge-
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
 
4.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind 
(lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Ausmass 
die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsfähig ist. 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen 
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 

 

 
 
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erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 
125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Demgegenüber kommt Berichten und Gut-
achten versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfah-
ren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen. Bestehen auch nur ge-
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-
stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4, mit Hinweis; 
Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfä-
higkeit der Versicherten auf das psychiatrische Gutachten von Prof. Dr. C.____ vom 15. August 
2022 sowie auf deren ergänzende Stellungnahme vom 2. Juni 2023. Diese diagnostizierte eine 
emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ (ICD-10 F60.3), eine rezidivie-
rende depressive Störung (ICD-10 F33.0), eine Panikstörung (ICD-10 F41.0), eine Abhängigkeit 
von Tabak (ICD-10 F17.2), einen Verdacht auf eine Abhängigkeit von Alkohol (ICD-10 F12.2) und 
eine Binge Eating-Störung (ICD-10 F50.8). Die Erkrankung bestünde sei dem jungen Erwachse-
nenalter der Versicherten. Dennoch sei es ihr gelungen, einen Berufsabschluss zu erreichen und 
zumindest zum Teil ein 100 %-Pensum auszuüben. Langfristige Arbeitsverhältnisse seien bisher 
nicht zustande gekommen. Der Versicherten sei sowohl die bisherige als auch eine angepasste 
berufliche Tätigkeit bezogen auf ein Vollzeitpensum seit 2017 noch im Umfang von 40 % zumut-
bar. Es sei anzunehmen, dass die Arbeitsfähigkeit bereits vor 2017 eingeschränkt gewesen sei.  
 
6.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör-
terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be-
weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutachten von Prof. Dr. C.____ vom 15. 

 

 
 
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August 2022 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesge-
richt verlangt wird – für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, 
ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, berücksichtigt auch die im Gutachten von Dr. 
B.____ vom 4. April 2019 festgestellten somatischen Beschwerden und leuchtet in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation 
ein. Ihre – mit der ergänzenden Stellungnahme vom 2. Juni 2023 bekräftigte – Beurteilung, wo-
nach die Erkrankung seit dem jungen Erwachsenenalter der Versicherten bestünde, davon aus-
zugehen sei, dass die Arbeitsfähigkeit bereits vor 2017 eingeschränkt gewesen sei und die Be-
schwerdeführerin im hier relevanten Zeitraum sowohl in der bisherigen beruflichen Tätigkeit als 
auch in einer angepassten Verweistätigkeit zu 40 % arbeitsfähig sei, erscheint nachvollziehbar. 
Sie wird denn auch zu Recht von keiner der Parteien in Frage gestellt. 
 
7.1 Streitig ist hingegen die Methode zur Invaliditätsbemessung. Für die Bemessung der In-
validität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Da-
nach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar-
beitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypotheti-
schen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge-
stellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allge-
meine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1). Bei nichterwerbstätigen Versi-
cherten, die im Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Er-
werbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abwei-
chung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die nur 
zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin 
mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben 
auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG 
festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit 
im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der 
Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG) 
 
7.2 Für die Beurteilung der Statusfrage und damit der anwendbaren Methode der Invaliditäts-
bemessung ist in beweismässiger Hinsicht entscheidend, was die versicherte Person bei im Üb-
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. 
Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im 
Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch er-
werbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juli 2008, 
9C_49/2008, E. 3.3 mit Hinweisen). Bei im Haushalt tätigen Versicherten (vgl. Art. 27 IVV) sind 
die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erzie-
hungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und 

 

 
 
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die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Dabei 
handelt es sich zwangsläufig um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willens-
entscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Diese sind allerdings als innere 
Tatsachen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und in aller Regel aus äusseren Indi-
zien zu erschliessen (BGE 144 V 28 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts vom 1. März 2022, 
8C_777/2021, E. 4.2.1). Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie 
sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 22. November 2023) entwickelt haben, wobei für die 
hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im So-
zialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist 
(BGE 144 V 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1 je mit Hinweisen). 
 
7.3.1 Aufgrund der Akten ergibt sich zur streitigen Statusfrage Folgendes:  
 
7.3.2 Dem neuropsychologischen Gutachten von Dr. D.____ vom 4. Oktober 2022, ist zu ent-
nehmen, dass die Beschwerdeführerin nach Erwerb des Handelsdiploms während drei Jahren in 
England arbeitete. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz Ende 2000 war sie von März 2001 bis 
Januar 2003 bei der Bank E.____ in einem Vollzeitpensum als Sachbearbeiterin angestellt. In der 
Folge arbeitete sie von April 2003 bis Juli 2003 in einem 60 %-Pensum als Sachbearbeiterin beim 
Gericht F.____. Hernach war sie von Oktober 2003 bis März 2004 im Hotel G.____ als Rezepti-
onistin (Pensum 50 %), von Juli 2004 bis Juli 2007 bei der H.____ als Sekretärin (Pensum 50 %-
80 %), von August 2007 bis Januar 2011 bei der I.____AG als Sekretärin (Pensum 100 %) und 
von März 2011 bis September 2012 im Hochbauamt J.____ als Sekretärin (Pensum 100 %) an-
gestellt. Danach war sie laut dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug) kurzzeitig für 
die K.____AG und die L.____AG tätig. Sodann arbeitete sie von April 2014 bis November 2014 
bei der M.____AG als Sachbearbeiterin (Pensum 60 %) und von Dezember 2014 bis März 2018 
bei der N.____AG als Sekretärin (Pensum 80 %). 
 
7.3.3 Im "Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit" gab die Versicherte am 25. Juni 2019 
(act. 88) an, dass sie ohne gesundheitliche Einschränkungen ein Vollzeitpensum ausüben würde. 
Die N.____AG habe ihr kurze Zeit vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit eine Erhöhung des Arbeits-
pensums auf 100 % in Aussicht gestellt. Eine solche Erhöhung sei aber aus betrieblichen und 
personellen Gründen nicht zustande gekommen.  
 
7.3.4 Im "Abklärungsbericht Haushalt" vom 1. August 2019 (act. 89) hielt die Abklärungsperson 
fest, die Versicherte gebe an, ohne gesundheitliche Einschränkungen in einem Vollzeitpensum 
erwerbstätig zu sein. Sie hätte eine Erhöhung des Pensums circa zwei bis drei Monate vor Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit mit der damaligen Arbeitgeberin, der N.____AG, besprochen. Dieses Ge-
spräch oder andere Bemühungen um ein Vollzeitpensum seien jedoch nicht schriftlich festgehal-
ten worden. Den Akten sei zu entnehmen, dass die Versicherte zwischen Dezember 2014 und 
März 2018 in einem 80 %-Pensum gearbeitet habe, nachdem sie einige Jahre in einem 60 %-
Pensum tätig gewesen sei. Es gäbe keine finanziellen Gründe, die eine Notwendigkeit für ein 
höheres Erwerbspensum begründen würden. Die finanzielle Situation wäre mit dem bestehenden 
80 %-Pensum entspannt und ausgeglichen gewesen. Die Versicherte habe keinen Beweis für 
eine geplante Erhöhung des Arbeitspensums vorgelegt. Eine solche Erhöhung scheine ein 

 

 
 
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Wunsch der Versicherten zu sein. Sie sei aber in ihrer langjährigen Tätigkeit bei der letzten Ar-
beitgeberin nie nachweislich angestrebt worden. Die letzte Vollzeiterwerbstätigkeit der Versicher-
ten sei zwischen März 2011 und September 2012 erfolgt. Danach habe die Versicherte weder 
aus persönlichen noch aus finanziellen Gründen eine Vollzeiterwerbstätigkeit angenommen oder 
nachweislich angestrebt. Daher könne der Wunsch der Versicherten, ein höheres Erwerbspen-
sum aufzunehmen, nicht als Begründung für eine höhere Erwerbstätigkeit anerkannt werden. 
 
7.3.5 In einer Aktennotiz vom 20. Februar 2020 (act. 137) wurde festgehalten, die ehemalige 
Arbeitgeberin gebe an, sich nicht daran zu erinnern, dass eine Aufstockung des Arbeitspensums 
auf 100 % geplant gewesen sei. 
 
7.4.1 In der angefochtenen Verfügung vom 22. November 2023 führte die IV-Stelle aus, die 
Beschwerdeführerin hätte im "Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit" erklärt, ohne ge-
sundheitliche Einschränkungen einer 80 %igen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Dies ist jedoch 
nachweislich unzutreffend, gab doch die Beschwerdeführerin tatsächlich an, im Gesundheitsfall 
in einem Vollzeitpensum zu arbeiten. Bei ihrem Entscheid, wonach die Invalidität der Versicherten 
in Anwendung der gemischten Methode mit Anteilen von 80 % Erwerbs- und 20 % Haushaltstä-
tigkeit zu bemessen sei, stützte sich die IV-Stelle vielmehr auf die Einschätzung und Argumenta-
tion ihrer Abklärungsperson, wonach die Versicherte vor Eintritt der Invalidität über mehrere Jahre 
in einem 80 %-Pensum gearbeitet habe. Sie habe weder aus persönlichen noch aus finanziellen 
Gründen eine Vollzeiterwerbstätigkeit annehmen müssen oder nachweislich angestrebt und ihr 
Wunsch, ein höheres Erwerbspensum aufzunehmen, könne nicht als Begründung für eine höhere 
Erwerbstätigkeit anerkannt werden. Diesem Ergebnis der vorinstanzlichen Beweiswürdigung 
kann nicht gefolgt werden, wies sich aus nachstehender Erwägung ergibt: 
 
7.4.2 Dem Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit vom 25. Juni 2019 ist zu entnehmen, 
dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit in einem Pensum von 100 % einer Erwerbs-
tätigkeit nachgehen würde. Diese Aussage ist zu berücksichtigen, sofern sie im Gesamtkontext 
plausibel erscheint (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juli 2021, 9C_261/2021, E. 3.2.3 mit Hin-
weisen). Dabei ist zunächst zu beachten, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Haus-
haltsabklärung am 17. Juni 2019 (noch) nicht anwaltlich vertreten war und keine Anhaltspunkte 
für die Annahme bestehen, ihre Angaben seien von Überlegungen versicherungsrechtlicher oder 
anderer Art beeinflusst worden. Weiter stellt die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin kinderlos 
ist und mit dem Handelsdiplom einen nennenswerten beruflichen Abschluss erwarb ein starkes 
Indiz für ein hohes Arbeitspensum im Gesundheitsfall dar. Dies wird auch durch ihre Vollzeitbe-
schäftigungen von Januar bis Dezember 2000 bei der Firma O.____, von März 2001 bis Januar 
2003 bei der Bank E.____, von August 2007 bis Januar 2011 bei der I.____ AG und von März 
2011 bis September 2012 im Hochbauamt J.____ untermauert. Die genannten Arbeitseinsätze 
wurden im "Fragebogen zur Ermittlung der Arbeitstätigkeit" vom 25. Juni 2019 nicht, und im "Ab-
klärungsbericht Haushalt" vom 1. August 2019 nur unvollständig erfasst. Sie sind aber relevant, 
belegen sie doch, dass die Beschwerdeführerin das von ihr geltend gemachte Vollzeitpensum im 
Gesundheitsfall zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn durchaus realisiert hatte. Bei dieser Sach-
lage kann entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht gesagt werden, bei den An-

 

 
 
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gaben der Versicherten handle es sich um eine blosse Wunschvorstellung. Die Beschwerdegeg-
nerin argumentiert weiter, die Beschwerdeführerin habe vor dem Eintritt der Invalidität mehrere 
Jahre lang in einem 80%-Pensum gearbeitet und nachweislich keine Vollzeiterwerbstätigkeit an-
gestrebt. Diese Argumentation ist insofern zutreffend, als die bei Eintritt des Gesundheitsscha-
dens seit mehreren Jahren ausgeübte Tätigkeit grundsätzlich ein starkes Indiz dafür ist, welchem 
Pensum eine versicherte Person im Gesundheitsfall nachgehen würde (Urteil des Bundesgerichts 
vom 19. Februar 2020, 8C_29/2020, E. 5.3.2 mit Hinweis). Vorliegend ist jedoch zu berücksichti-
gen, dass die Beschwerdeführerin laut der massgebenden Beurteilung von Prof. Dr. C.____ be-
reits im jungen Erwachsenenalter erkrankte, was dazu führte, dass sie nur teilweise in der Lage 
war, ein 100%-Pensum auszuüben (siehe E. 6.1 hiervor). Dass die Beschwerdeführerin bereits 
in jungen Jahren psychische Beschwerden aufwies, ergibt sich auch aus der Expertise von Dr. 
D.____ vom 4. Oktober 2022, wonach die Versicherte als 17-jährige einen Suizidversuch unter-
nommen habe und sich seither in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung befinde 
(act. 210, S. 26 ff.). Dazu kommt, dass die Versicherte bereits ab dem Jahr 2012 somatische 
Beschwerden hatte und ab August 2016 erheblich in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war, wie 
aus dem Gutachten von Dr. B.____ vom 4. September 2019 hervorgeht (act. 82, S. 28, 38). Diese 
medizinischen Umstände, die bereits im frühen Erwerbsleben der Versicherten auftraten, verhin-
derten eine Erhöhung des Arbeitspensums und liefern somit eine plausible Erklärung, weshalb 
die Beschwerdeführerin kein Vollzeitpensum ausüben konnte. Daher ist auch nicht relevant, was 
gegebenenfalls mündlich mit der der N.____AG vereinbart wurde. Zudem kann aus der Tatsache, 
dass der Ehemann der Beschwerdeführerin Vollzeit arbeitet, nicht gefolgert werden, dass sie 
ohne gesundheitliche Einschränkungen freiwillig nur einer Teilzeitarbeit nachgegangen wäre. Zu 
beachten ist ohnehin, dass der wirtschaftlichen Notwendigkeit einer Erwerbstätigkeit alleine keine 
entscheidende Bedeutung zukommt (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 2020, 
8C_29/2020, E. 5.3.3 mit Hinweisen). Angesichts der gesundheitlichen Situation, des beruflichen 
Werdegangs und der weiteren persönlichen Umstände der Beschwerdeführerin erscheinen ihre 
Angaben, wonach sie im hypothetischen Gesundheitsfall einem 100%-Pensum nachgehen 
würde, plausibel, weshalb darauf abzustellen ist. 
 
8. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei 
erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Die IV-Stelle 
nahm in ihrer Verfügung vom 22. November 2023 die erforderlichen Einkommensvergleiche vor. 
Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin keine Einwände. Nachdem sich aus den Akten keine 
Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Gericht 
eine andere Einschätzung vorzunehmen wäre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung 
mit den von der IV-Stelle ermittelten Vergleichseinkommen. Es kann diesbezüglich vollumfänglich 
auf die entsprechenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. Da 
der Invaliditätsgrad nicht nach der gemischten Methode, sondern mittels Einkommensvergleich 
zu bestimmen ist, hat die Beschwerdeführerin ab 1. August 2017 bei einem Invaliditätsgrad von 
50 % Anspruch auf eine halbe Rente, ab 1. Januar 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 60 % 
Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. April 2018 bei einem Invaliditätsgrad von gerundet 
70 % (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121) Anspruch auf eine ganze Rente hat. Die Be-
schwerde ist demnach gutzuheissen. 
 

 

 
 
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9.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Nach Art. 69 Abs. 1bis 
IVG ist das Beschwerdeverfahren über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend hat die IV-Stelle als unterliegende Partei die Verfahrens-
kosten in der Höhe von Fr. 800.-- zu tragen. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 
9.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 
ihrer Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Nach-
dem die Beschwerdeführerin obsiegt hat, hat sie Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Die ent-
sprechenden Bemühungen ihres Rechtsvertreters sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen 
praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 
250.-- zu entschädigen (§ 3 Abs. 1 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte vom 17. No-
vember 2003). Der Rechtsvertreter hat in seiner Honorarnote vom 19. Januar 2024 für das vor-
liegende Verfahren einen Zeitaufwand von 6 Stunden und 35 Minuten geltend gemacht, was sich 
in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen umfangmässig als angemes-
sen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die geltend gemachten Auslagen in der Höhe von 
Fr. 49.35. Diese stützten sich auf eine Spesenpauschale von 3 % des Zeitaufwands, was unüb-
lich, aber aufgrund der ausgewiesenen Höhe als angemessen angesehen werden kann. Damit 
ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 1'828.65 (6,583 
Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen von Fr. 49.35 zuzüglich 7,7 % bzw. ab 1. Januar 2024 8,1 % 
Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 22. November 2023 wird aufgehoben 
und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. 

 

 
 
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August 2017 Anspruch auf eine halbe Rente, ab 1. Januar 2018 An-
spruch auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. April 2018 Anspruch auf eine 
ganze Rente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- zurückerstattet.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 1'828.65 (inkl. Auslagen und Mehr-
wertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 
 
 
 
 
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