# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b1c61cc-f6a3-5952-ae3a-932577bb1dd3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.02.2014 200 2013 938
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-938_2014-02-20.pdf

## Full Text

200 13 938 UV
STC/COC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Februar 2014

Verwaltungsrichterin Stirnimann, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Visana Versicherungen AG 
Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Feb. 2014, UV/13/938, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) ist 
seit dem 1. Januar 2012 als … beim Altersheim … tätig und damit bei der 
Visana Versicherungen AG (Visana bzw. Beschwerdegegnerin) obligato-
risch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufs-
krankheiten versichert (Akten der Visana, Antwortbeilage [AB] 1). 

Gemäss Bagatellunfallmeldung vom 24. September 2012 stürzte die Versi-
cherte am 8. August 2012 bei einem Transfer eines Heimbewohners auf ihr 
rechtes Knie (AB 1), welches am 20. März 2013 operativ saniert werden 
musste (AB 7 f.). Nachdem die Visana, welche bezüglich des Ereignisses 
vom 8. August 2012 die gesetzlichen Leistungen ausrichtete (vgl. u.a. 
AB 13), medizinische Unterlagen eingeholt hatte, liess sie den Sachverhalt 
durch ihren beratenden Arzt Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, beurtei-
len (Bericht vom 21. Mai 2013; AB 19 f.). Gestützt darauf stellte sie die 
Versicherungsleistungen mit Verfügung vom 11. Juni 2013 (AB 21 – 23) 
rückwirkend per 9. Oktober 2012 ein, da die bestehenden Beschwerden ab 
diesem Zeitpunkt nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krank-
hafter Natur seien. Dagegen liess die Versicherte Einsprache erheben 
(AB 25; 31 f.). 

Nach Einholen einer weiteren Stellungnahme von Dr. med. C.________ 
(Bericht vom 10. September 2013, AB 33) hielt die Visana an ihrer Verfü-
gung fest und wies die Einsprache mit Entscheid vom 20. September 2013 
(AB 34 – 37) ab.

B.

Hiergegen liess die Versicherte am 23. Oktober 2013 Beschwerde erheben 
und folgende Anträge stellen:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Feb. 2014, UV/13/938, Seite 3

1. Der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und 
es sei die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, die gesetzli-
chen Leistungen aus dem Unfallereignis vom 8. August 
2012 zu erbringen.

2. Eventualbegehren:
Es sei gerichtlich ein ärztliches Gutachten zur Frage der Un-
fallkausalität einzuholen.

unter Entschädigungsfolge

Mit Beschwerdeantwort vom 22. November 2013 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 20. Sep-
tember 2013 (AB 34 – 37). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerde-
führerin Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 

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hat und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob der rechtserhebliche 
Sachverhalt genügend abgeklärt ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

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("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung 
(BGE 138 V 248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

2.2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

2.3 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-

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schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschwerde-
führerin am 8. August 2012 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. 
E. 2.1 hiervor) und danach unfallkausale Beschwerden aufgetreten sind. 
Umstritten ist hingegen, ob sie – basierend auf dem besagten Unfall – über 
die von der Beschwerdegegnerin verfügte Leistungseinstellung per 9. Ok-
tober 2012 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallver-
sicherung hat. Dabei ist zu prüfen, ob die ab dem 9. Oktober 2012 geklag-
ten Beschwerden am rechten Knie und insbesondere die Operation vom 
20. März 2013 in einem anspruchsbegründenden natürlichen und adäqua-
ten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 8. August 2012 stehen. Die 
massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das folgen-
de Bild:

3.1.1 Am 9. Oktober 2012 fand eine MRI-Untersuchung des rechten 
Knies statt (AB 5 f.). Anlässlich dieser wurde eine beginnende medialseitig 
betonte Gonarthrose mit leichtgradiger Chondropathie des Gelenkknorpels 
und einer diskreten Subluxationsstellung des Meniskus bei leicht mukoider 
Degeneration erhoben. Zudem wurde eine kleine signalintense Struktur im 
Bereich der Metaphyse medialseitig festgestellt, wobei differentialdiagnos-
tisch neben einem umschriebenen Bone bruise und Kochenmarködem 
auch ein kleines Enchondrom zur Diskussion stand (AB 5). 

3.1.2 Am 20. März 2013 wurde die Beschwerdeführerin aufgrund einer 
diagnostizierten Innenmeniskushinterhornläsion bei beginnender leichter 
Gonarthrose nach Sturzereignis im August 2012 durch die Dres. med. 
D.________ und E.________, beides Fachärzte für Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am rechten Knie ope-
riert. Dabei wurde eine arthroskopische Teilmeniskektomie durchgeführt. 
Im Operationsbericht wurde insbesondere auf kurze Radiärrisse am 

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Übergang Pars intermedia aufs Hinterhorn bei Horizontalriss auf die Unter-
fläche auslaufend im Bereich des Hinterhorns hingewiesen. Ferner wurde 
eine leichte Chondromalazie Grad I tibial bei unauffälligem Gelenkknorpel 
femoral festgestellt (AB 7 f.). 

3.1.3 Im Bericht des F.________ vom 5. April 2013 (AB 11) wurde eine 
mediale Meniskusläsion bei leichter Gonarthrose diagnostiziert. Nach dem 
Sturz im August 2012 auf das rechte Knie (mit Hämatom) habe initial kli-
nisch kein Hinweis auf eine Binnenläsion bestanden. Durch Physiotherapie 
sei anfänglich eine Besserung der Schmerzen eingetreten, wobei sich die-
se nach Abschluss der Physiotherapie erneut verschlechtert hätten. 

Ferner wurde im Bericht vom 30. April 2013 (AB 17 f.) festgehalten, sechs 
Wochen nach dem Sturz – am 18. September 2012 – habe die Beschwer-
deführerin unter Schmerzen am rechten Knie gelitten. Objektiv sei noch ein 
Hämatom sichtbar gewesen. Es seien Entzündungshemmer und Salben 
verschrieben worden. Am 11. Oktober 2012 sei das Knie "noch nicht bes-
ser" gewesen, weshalb Physiotherapie verordnet worden sei (AB 17). 

3.1.4 Der beratende Arzt Dr. med. C.________ führte im Aktenbericht 
vom 21. Mai 2013 (AB 19 f.) aus, anlässlich der MRI-Untersuchung vom 
9. Oktober 2012 hätten sich gewisse degenerative Veränderungen im me-
dialen Kompartiment, jedoch keine Läsion gezeigt, die überwiegend wahr-
scheinlich durch ein einzelnes traumatisches Ereignis bedingt sein könnte. 
Entsprechend habe der Sturz vom 8. August 2012 nicht zu bleibenden ma-
krostrukturellen Veränderungen im Sinne einer richtunggebenden Ver-
schlimmerung, sondern (nur) zu einer vorübergehenden Verschlimmerung 
der bestehenden degenerativen Veränderungen vor allem im medialen 
Kompartiment geführt. Der Status quo sine sei auf morphologischer Ebene 
spätestens zum Zeitpunkt der MRI-Untersuchung am 9. Oktober 2012 er-
reicht worden. Auch die Beschreibung der krankhaften Veränderungen am 
medialen Meniskus im Operationsbericht vom 20. März 2013 deute klarer-
weise auf eine degenerative Entstehung hin, bedingt durch die chronische 
Veränderung des Meniskus. Die Operation vom 20. März 2013 habe somit 
ausschliesslich der Behebung von unfallfremden Faktoren gedient.  

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3.1.5 Nachdem gegen die Verfügung vom 11. Juni 2013 (AB 22 f.) Ein-
sprache erhoben worden war, nahm Dr. med. C.________ am 10. Septem-
ber 2013 zur Unfallkausalität nochmals Stellung (AB 33). Die Ausprägung 
des Hämatoms (am rechten Knie) sage nichts über eine allfällige Menis-
kusverletzung aus. Auch sei ein direktes Trauma, welches das Hämatom 
überwiegend wahrscheinlich bedingt habe, aufgrund allgemeiner Erfahrung 
als Auslöser für eine Meniskusläsion wenig geeignet. In der MRI-
Untersuchung seien degenerative Veränderungen der Meniskussubstanz 
vor allem medial sichtbar, wie sie in der Alterskategorie der Beschwerde-
führerin durchaus typisch seien. Eine Rissbildung sei nicht zu erkennen, 
sodass postuliert werden könne, dass diese erst im Anschluss an die MRI-
Untersuchung aufgetreten sei und somit nicht auf das Unfallereignis 
zurückgeführt werden könne. Zusammenfassend kam er zum Schluss, be-
reits anlässlich der MRI-Untersuchung am 9. Oktober 2012 seien zumin-
dest intraartikulär keine Befunde mehr zu erheben gewesen, die überwie-
gend wahrscheinlich auf das fast genau zwei Monate zuvor stattgefundene 
Sturzereignis zurückzuführen seien. Somit sei zu diesem Zeitpunkt der 
morphologische Status quo sine erreicht worden. 

3.1.6 Der operierende Orthopäde Dr. med. D.________ bejahte im von 
der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht 
vom 21. Oktober 2013 (Beschwerdebeilage [BB] 3) einen Kausalzusam-
menhang zwischen der Operation vom 20. März 2013 und dem Unfall vom 
8. August 2012. Im Operationsbericht werde klar von einer radiären Menis-
kusrissproblematik berichtet, ohne degenerative Komponente innerhalb des 
Meniskus. Die Frage, ob das Ereignis vom 8. August 2012 zu einer rich-
tungsgebenden Verschlimmerung eines allenfalls vorbestehenden Zustan-
des geführt habe, bejahte der Facharzt ebenfalls. Die im MRI-Bericht be-
schriebenen Gonarthrosezeichen hätten während der Operation nicht 
annährend in diesem Ausmass gesehen werden können. Es sei anzuneh-
men, dass nach drei Monaten der Vorzustand wieder erreicht werden soll-
te, "sofern nicht die nun durchgeführte mediale Meniskushinterhorn-
resektion oder längerfristig zu einer vermehrten Abnutzung im Sinne einer 
Arthrose" führe. 

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3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Urteilt das Gericht indessen 
abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem Verfahren vor 
dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 
V 157 E. 1d S. 162).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich im hier angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 20. September 2013 massgeblich auf die Berichte des 

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Dr. med. C.________ vom 21. Mai 2013 (AB 19 f.) und vom 10. September 
2013 (AB 33) gestützt. 

Diese beiden Aktenberichte erfüllen die von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten An-
forderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) jedoch nicht vollumfänglich. Zwar scheint 
die Beurteilung des beratenden Arztes in sich stimmig und nachvollziehbar 
zu sein. Soweit er jedoch in seinen Aktenberichten – hauptsächlich gestützt 
auf die MRI-Untersuchung vom 9. Oktober 2012 – von degenerativen Ver-
änderungen des rechten Knies und insbesondere am Meniskus ausgeht 
und diese als Ursache für die Teilmeniskektomie vom 20. März 2013 sieht, 
steht dies im Widerspruch zur Einschätzung des operierenden Orthopäden, 
welcher im Bericht vom 21. Oktober 2013 (BB 3) einen Kausalzusammen-
hang zwischen der Operation vom 20. März 2013 und dem Sturz vom 
8. August 2012 bejahte. Im Operationsbericht vom 20. März 2013 (AB 7 f.) 
werde klar von einer radiären Meniskusrissproblematik berichtet, ohne eine 
degenerative Komponente innerhalb des Meniskus. Ferner gab Dr. med. 
D.________ an, dass die anlässlich der MRI-Untersuchung vom 9. Oktober 
2012 beschriebenen Gonarthrosezeichen während der Operation vom 
20. März 2013 nicht annährend in diesem Ausmass gesehen werden konn-
ten. 

Aufgrund dieser klar widersprechenden Berichte ist vorliegend eine Ent-
scheidung über einen allfälligen Kausalzusammenhang zwischen dem 
Sturz vom 8. August 2012 und der Operation vom 20. März 2013 nicht 
möglich. Insbesondere kann aufgrund der auseinandergehenden Einschät-
zungen nicht abschliessend beurteilt werden, ob die anlässlich der Operati-
on vom 20. März 2013 festgestellten kurzen Radiärrisse am Übergang Pars 
intermedia aufs Hinterhorn bei Horizontalriss auf die Unterfläche auslau-
fend im Bereich des Hinterhorns (AB 8) – entsprechend der Auffassung des 
operierenden Orthopäden – auf den Sturz vom 8. August 2012 oder 
– entsprechend der Beurteilung des beratenden Arztes der Beschwerde-
gegnerin – auf degenerativen Veränderungen am rechten Knie zurückzu-
führen sind. Dabei ist insbesondere unklar, ob die Radiärrisse, welche un-
bestrittenermassen anlässlich der MRI-Untersuchung vom 9. Oktober 2012 
nicht festgestellt worden sind (AB 5 f.), zeitlich nach dieser Untersuchung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Feb. 2014, UV/13/938, Seite 11

entstanden sind oder ob diese – erkennbar oder nicht erkennbar – bereits 
während der MRI-Untersuchung vorlagen.

3.4 Nach dem Dargelegten ist der rechtserhebliche medizinische Sach-
verhalt ungenügend abgeklärt. Der angefochtene Einspracheentscheid ist 
daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese den Fall an einen mit 
der Sache bis anhin nicht befassten Gutachter zur medizinischen Beurtei-
lung eines allfälligen Kausalzusammenhang zwischen dem Sturz vom 
8. August 2012 und der Operation vom 20. März 2013 vorlege und ansch-
liessend über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge. 

Das Bundesgericht hat wiederholt festgehalten, dass das kantonale Ge-
richt, das den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, im Prinzip 
die Wahl hat, die Sache zu weiteren Beweiserhebungen an die Verwaltung 
zurückzuweisen oder selber die nötigen Instruktionen vorzunehmen (BGE 
127 V 228 E. 2a S. 231). Bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit verletzt 
die Rückweisung der Sache an die Verwaltung als solche weder den Un-
tersuchungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen und raschen Ver-
fahrens. Anders verhielte es sich nur dann, wenn die Rückweisung an die 
Verwaltung einer Verweigerung des gerichtlichen Rechtsschutzes gleich-
käme (beispielsweise dann, wenn aufgrund besonderer Gegebenheiten nur 
ein Gerichtsgutachten oder andere gerichtliche Beweismassnahmen ge-
eignet wären, zur Abklärung des Sachverhaltes beizutragen; vgl. BGE 137 
V 210) oder wenn die Rückweisung nach den Umständen als unverhält-
nismässig bezeichnet werden müsste (BGE 122 V 157 E. 1d S. 163; RKUV 
1989 K 809 S. 207 E. 4). Eine Rückweisung an die Vorinstanz ist zudem 
möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher 
vollständig ungeklärten Frage begründet ist (137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264). 
Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die der Rückweisung der Sache 
zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin entgegenstehen wür-
den. Darüber hinaus wird denn mit diesem Vorgehen der Beschwerdefüh-
rerin auch der doppelte Instanzenzug gewahrt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Feb. 2014, UV/13/938, Seite 12

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikosten-
ersatz bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechts-
schutzversicherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund 
eines allgemeingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, 
welcher im konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. 
Der Stundenansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung 
festgelegt, wobei als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juris-
tinnen und Juristen sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversiche-
rungsexpertinnen und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertre-
tung gelten alle übrigen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rund-
schreiben der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung 
für französischsprachige Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). Im Falle 
der Vertretung durch Rechtsschutzversicherungen, Gewerkschaften und 
Berufsverbände wird der Stundenansatz bei einer fachlich qualifizierten 
Vertretung auf Fr. 180.-- und bei einer fachlich nicht qualifizierten Vertre-
tung auf Fr. 100.-- festgelegt.

Vorliegend ist die Beschwerdeführerin durch Fürsprecher G.________ der 
B.________ vertreten, was eine fachlich qualifizierte Vertretung im Sinne 
der vorstehenden Ausführungen darstellt. Vorliegend wurde die Höhe der 
Parteientschädigung mit Schreiben vom 4. Dezember 2013 ins Ermessen 
des Gerichts gelegt. Die Parteientschädigung wird deshalb unter Berück-
sichtigung der gesamten Umstände vom Gericht auf pauschal Fr. 1'500.-- 
(inkl. Auslagen und MWSt.) festgesetzt; diesen Betrag hat die Beschwer-
degegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen. 

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einsprache-
entscheid der Visana Versicherungen AG vom 20. September 2013 
aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-
sen, damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägun-
gen neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'500.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (samt eingereichten Akten)
- Visana Versicherungen AG (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Gesundheit 

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Feb. 2014, UV/13/938, Seite 14