# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57d02c4a-3c0f-5fea-a3e1-045398bd6642
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.05.2019 III 2019 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2019-62_2019-05-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2019 62

Entscheid vom 27. Mai 2019

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Sicherungsentzug)

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Sachverhalt:

A. Am 7. Juli 2017 hat das kantonale Verkehrsamt gegenüber A.________ 
(geb. _______1989) einen vorsorglichen Sicherungsentzug des Führerausweises 
angeordnet mit der Begründung, dass er am 25. Mai 2017 auf der C.________-
strasse zum D.________ ein Motorrad mit einer Geschwindigkeit von 162 km/h 
gelenkt und dabei die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h nach Abzug 
der Sicherheitsmarge um 77 km/h überschritten habe. Die Wiedererlangung des 
Führerausweises wurde vom Ergebnis einer verkehrspsychologischen Untersu-
chung bei einer entsprechenden Fachperson abhängig gemacht (vgl. Vi-act. 4). 
Für diesen Vorfall wurde A.________ vom Kreisgericht E.________ mit Ent-
scheid vom 24. August 2017 wegen einer qualifizierten groben Verletzung von 
Verkehrsregeln zu einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten verurteilt. Der Vollzug 
der Freiheitsstrafe wurde mit einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben (Vi-act. 
5).

B. Nachdem sich A.________ für eine verkehrspsychologische Begutachtung 
durch die dipl. Psychologin FH F.________ (dipl. Fachpsychologin für Verkehrs-
psychologie FSP) angemeldet und letztere die vorinstanzlichen Akten eingese-
hen hatte (siehe Vi-act. 6), fand am 14. Dezember 2018 die entsprechende Un-
tersuchung statt. Im verkehrspsychologischen Fahreignungsgutachten vom 10. 
Januar 2019 wurde die charakterliche Fahreignung aktuell verneint und zur Aufa-
rbeitung der festgestellten Eignungsmängel eine Verkehrstherapie (mind. 12 Sit-
zungen) empfohlen (Vi-act. 8).

C. Gestützt auf das am 15. Januar 2019 eingegangene Gutachten gewährte 
das Verkehrsamt A.________ das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Verfügung 
(vgl. Vi-act. 9). Der von A.________ beigezogene Rechtsvertreter verzichtete 
nach Einblick in die Akten darauf, innert angesetzter Frist sich zur angekündigten 
Verfügung zu äussern (siehe Vi-act. 10 bis 12). Daraufhin ordnete das Verkehrs-
amt mit Verfügung vom 18. März 2019 einen Sicherungsentzug des Führeraus-
weises an (= Dispositiv-Ziffer 1). Die weiteren Dispositiv-Ziffern lauten wie folgt 
(vgl. Vi-act. 14):

2. Dauer des Entzuges: unbestimmte Zeit.

3. Der Entzug begann am 26.05.2017 (vorsorglicher Sicherungsentzug).

4. Die Sperrfrist (Art. 16d Abs. 2 SVG) beträgt 24 Monate, gerechnet ab 
26.05.2017.

5. Voraussetzung für die Aufhebung des Entzuges ist die Erfüllung von folgen-
den Auflagen:

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- Durchführung von mind. 12 Sitzungen Verkehrstherapie (Liste der an-
erkannten Verkehrstherapeuten …) wobei die Therapieziele folgende 
Punkte umfassen sollten:

o Die Erarbeitung eines adäquateren Selbstbildes sowie die 
Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, was Ihre Verkehrsvor-
geschichte anbelangt;

o Das Erkennen eigener Verhaltensweisen oder Verhaltens-
muster, welche einer ausreichenden Selbstverantwortungs-
übernahme im Wege stehen;

o Das Hinterfragen Ihrer Einstellungen gegenüber den Ver-
kehrsgesetzen und -kontrollen, mit dem Ziel, einer verbesser-
ten Selbstwirksamkeit;

o Eine intrinsisch motivierte Anpassungsbereitschaft an die 
geltenden Verkehrsgesetze, die auf einem angemessenen 
Gefahrenbewusstsein gründet;

o Das Erarbeiten von nachhaltigen Kompensationsstrategien 
zur Vermeidung weiterer Verkehrsdelikte;

- Erneuter verkehrspsychologischer Untersuch zur Überprüfung, ob es 
Ihnen gelungen ist, die oben beschriebenen Mängel ausreichend zu behe-
ben;

- Evtl. Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führerprüfung.

6. Die Verfahrenskosten betragen Fr. 250.00 (…).

7. Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung entzogen (…).

D. Gegen diese Verfügung vom 18. März 2019 liess A.________ fristgerecht 
am 28. März 2019 beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen mit den fol-
genden Rechtsbegehren:

1. In Gutheissung der Beschwerde seien die Ziffern 2, 5, 6 und 7 der Verfügung 
vom 18.03.2019 aufzuheben.

2. Es sei meinem Klienten nach Ablauf der Sperrfrist am 26.05.2019 das Führen 
von Motorfahrzeugen mit Ausnahme der Kategorie A (Motorräder) zu erlauben 
und ihm den Führerausweis herauszugeben.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerde-
gegners.

E. Mit Vernehmlassung vom 25. April 2019 beantragte das Verkehrsamt, die 
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter 
Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers. Dabei verwies das Verkehrsamt 
auf eine bei der Gutachterin eingeholte Stellungnahme vom 23. April 2019. Nach 
Kenntnisnahme dieser Unterlagen verzichtete der Rechtsvertreter mit Eingabe 
vom 14. Mai 2019 auf eine detaillierte Stellungnahme mit dem Zusatz, dass die 
Ausführungen der Gutachterin (vom 23.4.2019) gesamthaft und im Einzelnen be-
stritten würden, soweit sie nicht mit den Ausführungen in der Beschwerde über-
einstimmen würden.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) vom 
19. Dezember 1958 müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahr-
kompetenz verfügen. Für die Fahreignung ist unter anderem erforderlich, dass 
der Motorfahrzeugführer nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als 
Motorfahrzeugführer die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen 
Rücksicht zu nehmen (Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG). Der Führerausweis ist zu ent-
ziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Er-
teilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Insbesondere wird 
einer Person der Führerausweis zwingend auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn 
sie auf Grund ihres bisherigen Verhaltens nicht Gewähr bietet, dass sie künftig 
beim Führen eines Motorfahrzeuges die Vorschriften beachten und auf die Mit-
menschen Rücksicht nehmen wird (Art. 16d Abs. 1 lit. c SVG). Sicherungsent-
züge dienen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit; in den entsprechenden 
Verfahren gilt die Unschuldsvermutung nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1C_491/2017 vom 9.5.2018 Erw. 2.1 mit Verweis auf BGE 140 II 334 Erw. 6, 
S. 339). Gemäss Art. 17 Abs. 3 SVG kann der auf unbestimmte Zeit entzogene 
Führerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfäl-
lige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person 
die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat. 

1.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wie sie namentlich im So-
zialversicherungsbereich entwickelt wurde, kann Gutachten von Fachpersonen 
Beweiswert zugesprochen werden, wenn sie für die streitigen Belange umfas-
send sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, in Kenntnis der Vorakten 
(Vorgeschichte) abgegeben werden, in der Beurteilung der fachspezifischen Zu-
sammenhänge und in der Beurteilung der Situation einleuchten und in den 
Schlussfolgerungen begründet und schlüssig sind (vgl. dazu BGE 125 V 351 
Erw. 3a; BGE 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen). Gleiches muss auch hinsichtlich 
eines verkehrsmedizinischen oder eines verkehrspsychologischen Gutachtens 
gelten (siehe VGE III 2017 69 vom 29.5.2017 Erw. 1.2 mit Verweis auf VGE III 
2015 127 vom 31.8.2015 Erw. 1.5). Im Urteil des Bundesgerichts 1C_147/2018 
vom 5. Oktober 2018, in welchem es ebenfalls um einen Sicherungsentzug des 
Führerausweises ging, hat das Bundesgericht in Erwägung 5.1 betont, dass das 
Gericht gemäss der Rechtsprechung an die Auffassung von Sachverständigen 
gebunden ist, soweit Fachfragen betroffen sind und keine triftigen Gründe für 
eine abweichende Würdigung sprechen (siehe auch die dort vom Bundesgericht 
angeführten Urteile: BGE 132 II 257 Erw. 4.4.1 S. 269; Urteil 1C_5/2014 vom 
22.5.2014 Erw. 3.3).

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2. Im vorliegenden Fall hat sich die Vorinstanz beim Erlass der angefochtenen 
Verfügung massgeblich auf das verkehrspsychologische Fahreignungsgutachten 
vom 10. Januar 2019 der vom Beschwerdeführer beauftragten dipl. Fachpsycho-
login für Verkehrspsychologie FSP F.________ abgestützt. 

2.1 Dieses Gutachten enthält zunächst eine Auflistung der Vorgeschichte, wel-
che folgende Vorfälle umfasst (vgl. Vi-act. 8, Gutachten S. 2 oben):

22.05.2007 Erwerb des Führerausweises der Kategorie B (auf Probe);

03.10.2007 Verfügung mit einem Entzug des Führerausweises auf Probe für 
einen Monat, weil der Explorand am 15.08.2007 auf der Autobahn 
die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h nach Abzug der 
Toleranz um 32 km/h überschritten hatte;

24.06.2011 Erwerb des Führerausweises der Kategorie A;

08.09.2016 Verwarnung, weil der Explorand am 22.06.2016 bei der Autobahn-
ausfahrt A3 (G.________) mit einem Lieferwagen einen Selbstunfall 
verursacht hatte;

07.07.2017 Vorsorglicher Sicherungsentzug (wegen der erwähnten Geschwin-
digkeitsüberschreitung vom 25.05.2017 von 77 km/h mit einem 
Motorrad auf dem D.________).

Dass diese Zusammenstellung der Vorgeschichte mangelhaft sei bzw. Fehler 
enthalte, wird vom beanwalteten Beschwerdeführer vor Gericht nicht geltend 
gemacht.

2.2 Anschliessend folgen Angaben zum Untersuchungsablauf (inkl. Zeitanga-
ben zur Dauer des Explorationsgesprächs und der durchgeführten Tests) sowie 
zur Verhaltensbeobachtung (vgl. Gutachten, S. 2 Mitte). Auch diesbezüglich wird 
vor Gericht nichts beanstandet.

2.3 Auf Seite 3f. des Gutachtens folgen Ausführungen zu den allgemeinen 
Umständen, namentlich zur beruflichen Situation, zur familiären Situation, zur 
Freizeitgestaltung und zur gesundheitlichen Situation. Dass diesbezüglich unzu-
treffende, unvollständige oder irreführende Angaben (etc.) im Gutachten aufge-
führt würden, wird vom beanwalteten Beschwerdeführer vor Gericht nicht geltend 
gemacht (vgl. Beschwerde, S. 3, Ziff. 3.2). Namentlich bestreitet er nicht, dass er 
im Jahre 2011 wegen eines Verstosses gegen das Waffen- und Sprengstoff-
gesetz sowie 2007 oder 2008 wegen einer mittelschweren Körperverletzung ge-
gen eine Frau angezeigt wurde. Auch die im Gutachten wiedergegebene Antwort 
auf die Frage, wie er bevorzugt seine Freizeit verbringe ("Insofern es noch mög-
lich sei, fahre er auf Rennstrecken mit dem Motorrad …"), wurde im gerichtlichen 
Verfahren weder relativiert, noch korrigiert.

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2.4 Im folgenden Abschnitt des Gutachtens ("Exploration der Verkehrsvorge-
schichte") stellte die Gutachterin dem Exploranden konkrete Fragen zu den Vor-
fällen vom 15. August 2017 (Geschwindigkeitsüberschreitung rund 3 Monate 
nach Erhalt des Führerausweises auf Probe), vom 22. Juni 2016 (Selbstunfall mit 
einem Lieferwagen) und vom 25. Mai 2017 (Raser-Delikt). Zu diesen Fragen wird 
in der Beschwerde (S. 3 unten) einzig zu einer Frage ("Genau wegen einer 
Fahrweise wie Ihrer wurden die Gesetze verschärft; was sagen Sie dazu?") wie 
folgt Stellung genommen: "Die Gutachterin hat sich offenbar ins Moralisieren ver-
stiegen, wenn sie ausführt, wegen der Fahrweise meines Klienten seien die Ge-
setze verschärft worden. Die Ausführungen, insbesondere jene über den Vorfall 
vom 25.05.2017, gleichen einem Katz und Maus-Spiel über das Einhalten von 
Verkehrsregeln". Dass die Antwort des Exploranden zur von der Gutachterin zu-
treffend angeführten Verschärfung des Gesetzes für eine Beurteilung der charak-
terlichen Fahreignung von Relevanz sein konnte, wurde in der Beschwerde aus-
geblendet bzw. übersehen. Daraus kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen 
Gunsten ableiten.

2.5 Zu den Fragen und Antworten zur Exploration eigener Lösungs- und Kom-
pensationsstrategien, um weitere Verkehrsdelikte zu vermeiden (siehe Gutach-
ten, S. 6 oben), wird in der Beschwerde (S. 4 oben) einzig eingewendet, dass die 
Ausführungen "sehr schulmeisterlich anmuten und in der Sache nichts über die 
Fahreignung aussagen" würden. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt wer-
den. Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers sind seine Antworten zu den 
betreffenden Fragen (namentlich ob er sinngemäss an seiner Einstellung zum 
Fahren etwas ändern müsse, um weitere Vorfälle zu vermeiden? Ob bei ihm ein 
Umdenken stattgefunden habe? etc.) ohne weiteres geeignet, als Elemente bei 
der gesamthaften Beurteilung seiner charakterlichen Fahreignung mit zu berück-
sichtigen.

2.6.1  Bei den leistungsbezogenen (kognitiven) Testbefunden stellte die Gutach-
terin beim Entscheidungsvermögen unter Zeitdruck (Determinationstest DT) ein 
sehr auffälliges Ergebnis fest (vgl. zit. Gutachten, S. 6 unten). Auch dieser 
Aspekt wird in der Beschwerde (zu Unrecht) einfach ausgeblendet, weshalb der 
Argumentation in der Beschwerde (S. 4 oben) - "auch die Testbefunde deuten 
nicht darauf hin, dass mein Klient nicht geeignet ist, ein Motorfahrzeug zu lenken" 
- nicht beigepflichtet werden kann.

2.6.2  Analoges gilt auch für das Ergebnis des verkehrsbezogenen Persönlich-
keitstests (VPT3), welcher ("mit PR 99") hinsichtlich "Expressivität - Selbstsicher-
heit" den Normbereich ("PR 16 bis PR 84") deutlich überschreitet. Im Gutachten 

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(S. 7 unten) wird dazu ausgeführt, dass ein solcher hoher Wert u.a. auf ein hohes 
Bedürfnis nach Abwechslung und Aufregung hindeute. Daraus würden sich für 
den Strassenverkehr Gefährdungsmomente aufgrund einer erhöhten sozialen 
Risikobereitschaft, einer Neigung zu Unbekümmertheit, Spontaneität, Impulsivität 
im sozialen Handeln sowie aufgrund von Selbstüberschätzung ergeben. Daraus, 
dass sich der Beschwerdeführer mit diesem bedeutsamen Element auch nicht 
ansatzweise auseinandersetzt, kann er im vorliegenden Verfahren nichts zu sei-
nen Gunsten ableiten. Im Gegenteil spricht die Prüfung dieser Thematik für die 
Qualität des Gutachtens.

2.7.1  Auf Seite 8 (obere Hälfte) des Gutachtens wird eine Zusammenfassung 
relevanter Hinweise und Befunde hinsichtlich der Fahreignung aufgelistet. Dazu 
wird in der Beschwerde (S. 4 oben) einzig eingewendet, der 1. Abschnitt gleiche 
einem Textbaustein und sei wenig aussagekräftig, was nicht zutrifft, wie auch 
nachfolgend dargelegt wird. Bei der Interpretation der Hinweise und Testbefunde 
bestreitet der Beschwerdeführer vorab die Einschätzung der Gutachterin, wo-
nach es dem Exploranden schwerfalle, das Geschehene aus einer anderen 
Sichtweise als der eigenen wahrzunehmen. Entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers handelt es sich bei dieser Einschätzung nicht um "eine Wort-
hülse". Vielmehr untermauerte die Gutachterin ihre Einschätzung in der ergän-
zenden Stellungnahme vom 23. April 2019 überzeugend mit dem folgenden Bei-
spiel, welches an folgende Aussagen des Exploranden bei der Begutachtung an-
knüpft (siehe Gutachten, S. 5 oben, Fettdruck nicht im Original):

Sie selbst sind doch ein gewaltiges Verletzungsrisiko eingegangen mit Ihrer Fahr-
weise, was meinen Sie dazu?

Dies sei halt etwas aus dem Affekt passiert. Er habe den Töff seines Vaters ge-
nutzt und er habe einfach mal zwischendurch Gas geben wollen. Es sei eine ge-
rade Strecke gewesen, keinen weiteren Verkehr und er habe darum kurz Gas 
gegeben.
Wenn ich Ihnen die Fotoaufnahme Ihrer Fahrt zeige, ist die Strasse da leer oder 
nicht?

Nein, ist sie nicht. Es gäbe Autos, sowohl weit vor ihm, als auch auf der Gegen-
fahrbahn.

Aus dieser (bagatellisierenden) Darstellung des Exploranden anlässlich der Be-
gutachtung, dass damals im betreffenden Bereich "kein anderer Verkehr vorhan-
den" war und mithin er (sinngemäss) "freie Bahn für seinen Geschwindigkeits-
exzess" gehabt habe - was im Widerspruch zu den aktenkundigen Fotoaufnah-
men steht - leitete die Gutachterin nachvollziehbar ab, dass es dem Exploranden 
aktuell (noch) schwerfällt, eine ganzheitliche (objektive anstelle seiner subjekti-
ven) Sichtweise einzunehmen. 

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2.7.2  Im Gutachten (S. 8 Mitte) wird sodann festgehalten, dass der Explorand 
"kaum selbstkritisch Stellung zu den Fragen betreffend seiner Verkehrsvorge-
schichte" nehme. Dazu wird in der Beschwerde (S. 4) vorgebracht:

Ebenfalls trifft nicht zu, dass er betreffend seiner Verkehrsvorgeschichte selbst-
kritisch Stellung genommen hat. 

Mithin wird in der Beschwerde expressis verbis anerkannt, dass der Beschwerde-
führer zur Vorgeschichte im Rahmen der Begutachtung nicht selbstkritisch Stel-
lung genommen hat. Ob es sich bei diesem Zugeständnis um ein Versehen oder 
allenfalls ein Missverständnis (des Rechtsvertreters) handelt - worauf der Folge-
satz in der Beschwerde hindeutet - kann hier offen bleiben. Allein aus dem Um-
stand, wonach der Beschwerdeführer den damaligen Strafbescheid (mit erheb-
lichen finanziellen Folgen) akzeptiert hat, lässt sich grundsätzlich keine anhalten-
de Änderung einer verkehrsrelevanten charakterlichen Problematik herleiten. 
Dies gilt auch für die Argumentation in der Beschwerde, dass seit dem Vorfall 
vom 25. Mai 2017 rund zwei Jahre vergangen seien und der Beschwerdeführer 
im Berufsalltag täglich die Folgen des fehlenden Führerausweises spüre.

2.7.3  Bereits (in Erwägung 2.6.2) angesprochen wurde, dass bei der verkehrs-
bezogenen Persönlichkeitstestung (VPT3) hinsichtlich der Selbstsicherheit ein 
auffälliger, über dem Normbereich liegender Wert festgestellt wurde, welcher für 
eine erhöhte Risikobereitschaft spreche. Daraus leitete die Gutachterin u.a. ab, 
dass sich der Explorand "beim Fahren sehr viel zutraut", wobei sie in ihrer Stel-
lungnahme vom 23. April 2019 (zur Beschwerde) überzeugend ergänzte, dass 
dieser Aspekt für sich allein "noch keine Einschränkung für die Fahreignungs-
beurteilung bedeute, wenn weitere Hinweise und Befunde dafür sprechen, dass 
eine Person mit dieser Selbstsicherheit bewusst, kontrolliert und auf andere Ver-
kehrsteilnehmende rücksichtsvoll im Rahmen der Gesetze umgehen" könne. 
Dass und inwiefern der Beschwerdeführer sein nach der Aktenlage überdurch-
schnittlich impulsives Verhalten sowie seine erhöhte Risikobereitschaft hin-
reichend kontrollieren kann, wurde weder vor der Gutachterin, noch vor Gericht 
substantiiert dargelegt. Damit bleibt es bei der Feststellung im Gutachten (S. 9 
oben), dass der Beschwerdeführer keine Strategien zu benennen vermochte, mit 
denen er für eine künftig regelkonforme Fahrweise sorgen könnte.

2.8 Des Weiteren erläuterte die Gutachterin überzeugend, dass ihre Fahreig-
nungsbeurteilung mehr umfasse als die Bewertung einzelner, für die Fahreig-
nung günstigen oder kritischen Punkte. Mithin spreche ein überdurchschnittlicher 
oder unterdurchschnittlicher Befund in einem Fragebogen oder einem Leistungs-
test nicht automatisch für oder gegen eine Fahreignung. Erst wenn sich eine Auf-
fälligkeit ebenfalls in den Hinweisen im Interview oder auch in der Verhaltensbe-

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obachtung erhärte und sie allenfalls bereits gemäss der Verkehrsvorgeschichte 
zu einem regelwidrigen Verhalten im Strassenverkehr geführt habe, müsse an-
genommen werden, dass eine Problematik bestehe, welche dazu führe, dass 
sich eine Person auch künftig mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht an das SVG 
halten werde (vgl. Stellungnahme vom 23.4.2019, 2. Abs.). Dieser Argumentation 
ist uneingeschränkt beizupflichten.

2.9 Im Lichte all dieser Ausführungen liegen im Rahmen einer gesamthaften 
Würdigung aller vorgebrachten Aspekte keine triftigen Gründe vor, welche ein 
Abweichen vom vorliegenden, von der qualifizierten Fachperson erarbeiteten 
Begutachtungsergebnis rechtfertigen könnten. An diesem Resultat vermögen die 
weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Unbehelflich ist 
namentlich auch die Argumentation am Schluss der Beschwerde, dass der Be-
schwerdeführer aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit (als selbständiger Elektri-
ker) über ein genügendes Gefahrenbewusstsein verfüge. Analoges gilt auch für 
die Argumentation des Beschwerdeführers, dass jedermann, der sich im Verkehr 
bewege, sich einer gewissen Gefahr aussetze und sich auch dessen Gefahren 
bewusst sei.

3. Aus all diesen Gründen ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 
dem vorliegenden verkehrspsychologischen Gutachten Beweiswert zuerkannt 
hat und den Empfehlungen der Gutachterin gefolgt ist. Nicht zu hören ist 
schliesslich auch der Einwand, dass die von der Gutachterin empfohlenen ver-
kehrstherapeutischen Sitzungen unverhältnismässig und nicht zielführend seien. 
Was die Mindestzahl solcher Therapiesitzungen anbelangt, handelt es sich dabei 
um eine Fragestellung, bei welcher der Vorinstanz ein erheblicher Beurteilungs-
spielraum einzuräumen ist. Dieser Spielraum ist im konkreten Fall nicht über-
schritten worden.

4. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen 
wird. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten dem unter-
liegenden Beschwerdeführer auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt ausser Be-
tracht.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 900.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Er 
hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe entrichtet, weshalb die Rech-
nung ausgeglichen ist. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz
- und das Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnah-

men, 3003 Bern (A).

Schwyz, 27. Mai 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 12. Juni 2019