# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b72d6b87-dd3b-55f5-864e-efa0cea280a3
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-04
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 04.08.2020 S 2018 145
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2018-145_2020-08-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L vom 4. August 2020
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RAin MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2018 145

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Urteil S 2018 145

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Urteil S 2018 145

A. Mit Verfügung vom 31. Januar 2011 verneinte die IV-Stelle Zug den Anspruch des 
1969 geborenen und an psychischen Beschwerden leidenden A.________ auf eine 
Invalidenrente mangels eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten 
Gesundheitsschadens (IV-act. 69). Diesem Entscheid gingen medizinische Abklärungen 
und verschiedene berufliche Eingliederungsmassnahmen voraus.

Unter Hinweis auf eine seit November 2013 bestehende Diskushernie sowie Schmerzen in 
der linken Schulter meldete sich der Versicherte am 27. Dezember 2014 erneut zum 
Leistungsbezug an (IV-act. 75). In der Folge verlor er seine Anstellung, weshalb Ende 
März 2015 im Rahmen von beruflichen Eingliederungsmassnahmen eine 
Arbeitsvermittlung eingeleitet wurde (IV-act. 93), die jedoch bereits wenige Monate später 
auf Wunsch des Versicherten beendet wurde. Gleichzeitig wurde der Rentenanspruch 
verneint (IV-act. 102 f.).

Während eines mehrmonatigen Aufenthaltes in der Klinik C.________ meldete sich 
A.________ am 22. März 2016 abermals bei der Invalidenversicherung zum 
Leistungsbezug an und machte eine Depression, chronischen Stress, eine Diskushernie, 
Ängste und Arthrose geltend (IV-act. 104). Daraufhin tätigte die IV-Stelle Zug erneut 
Abklärungen der aktuellen erwerblichen und medizinischen Situation. Insbesondere gab 
sie ein bidisziplinäres psychiatrisch-rheumatologisches Gutachten in Auftrag. Gestützt 
darauf führte sie das Vorbescheidverfahren durch (IV-act. 168 ff.) und sprach dem 
Versicherten mit Verfügungen vom 6. November 2018 eine ganze Invalidenrente vom 
1. Januar bis 30. November 2017 und anschliessend eine bis 31. Januar 2018 befristete 
halbe Rente zu (IV-act. 176-178). 

B. Dagegen erhob A.________ am 4. Dezember 2018 Beschwerde mit dem 
Rechtsbegehren um Zusprache einer unbefristeten ganzen Rente und macht eine 
Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt geltend. Unter Hinweis auf seine 
finanzielle Notlage ersuchte er um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes 
(act. 1).

C. Mit Verfügung vom 1. Juli 2019 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 
Rechtspflege bewilligt (act. 4). Nach Mandatierung von Rechtsanwältin MLaw B.________ 
wurde diese mit Verfügung vom 1. Oktober 2019 als unentgeltliche Rechtsbeiständin 
bestellt (act. 11).

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D. Inzwischen hatte die Verwaltung mit Vernehmlassung vom 24. September 2019 
auf Abweisung der Beschwerde geschlossen (act. 8). 

E. Mit Replik vom 17. Oktober 2019 hielt der Beschwerdeführer am gestellten 
Rechtsbegehren fest und erhob verschiedene Rügen gegen das psychiatrische Gutachten 
von Dr. D.________ (act. 12). Dazu nahm die Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 
15. November 2019 Stellung (act. 14).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – 
gegeben, stammen doch die angefochtenen Verfügungen von der IV-Stelle Zug. Die 
Verfügungen datieren vom 6. November 2018 (BF-act. 2 f.) und sind frühestens am 
Folgetag im Herrschaftsbereich des Beschwerdeführers eingetroffen. In Anwendung von 
Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift trägt das Datum des 
4. Dezember 2018, wurde gleichentags der Post übergeben und ging am darauffolgenden 
Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 
ATSG als gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von den angefochtenen Verfügungen direkt 
betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen 
verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen 
Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf 
dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO 
VG; BGS 162.11).

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2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu 
6. November 2018) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch: BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 329 E. 2.2 f. 
und 130 V 445 E. 1.2.1, mit Verweis auf BGE 129 V 1 E. 1.2, 167 E. 1, 354 E. 1, je mit 
weiteren Hinweisen).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten 
oder verbessern können;

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert oder 
aufgehoben, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung 
(IVV; SR 831.201) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss 

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Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im neuen Gesuch glaubhaft zu machen, 
dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch 
erheblichen Weise geändert hat.

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären 
und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte 
Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 
117 V 198 E. 3a; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad 
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu 
bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle 
Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a; 109 V 108 E. 2b).

3.4 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung 
bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf 
einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs 
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des 
Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur 
Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 
mit Hinweis).

Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung ist im Neuanmeldungsverfahren von Amtes 
wegen zu prüfen, ob seit der ersten Rentenverfügung zwischenzeitlich eine erneute 
materielle Prüfung des Rentenanspruchs stattgefunden hat. War dies nicht der Fall, so ist 
auf die Entwicklung der Verhältnisse seit der ersten Ablehnungsverfügung abzustellen. 
Allfällige, vorangehende Nichteintretensverfügungen bleiben aufgrund des fehlenden 
Abklärungs- und bloss summarischen Begründungsaufwandes der Verwaltung 
unbeachtlich (BGE 130 V 71 E. 3.2.3).

3.5 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer 
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und 
andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass 
Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der 

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Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a IVV 
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den 
Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für 
die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich 
durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des 
Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung 
der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende; 125 V 369 E. 2; 109 V 262 E. 4a; vgl. BGE 
130 V 343 E. 3.5.2).

3.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 
der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden 
können (BGE 125 V 256 E. 4).

3.7 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der 
Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c).

3.8 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in 
Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. 
Valideneinkommen). 

4. Da ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers mit Mitteilung vom 21. August 
2015 (IV-act. 103) ohne erneute Abklärung des medizinischen Sachverhalts verneint 

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worden war, bildet die vorausgegangene, rentenablehnende Verfügung vom 31. Januar 
2011 (IV-act. 69) den vorliegend massgebenden zeitlichen Referenzpunkt für die Prüfung 
einer anspruchsrelevanten Änderung. Die Leistungsablehnung beruhte auf den 
Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 22. und 27. Dezember 
2010 (IV-act. 61 f.). Der RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, kam in seiner Aktenbeurteilung vom 22. Dezember 2010 (IV-act. 61) zum 
Schluss, dass keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt bestanden hatte. Die depressiven Episoden 
genügten nicht, um eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Aufgrund der 
Persönlichkeitsstörung war der Beschwerdeführer sehr polyvalent betreffend seine 
Zukunftsgestaltung. So war er wesentlich besser fähig, in einem einigermassen klar 
strukturierten Rahmen eine Arbeitsleistung zu erbringen, als die Gesamtverantwortung für 
sein Leben zu übernehmen. Durch eine zumutbare Willensanstrengung wären die auf der 
Persönlichkeitsstörung beruhenden Widerstände überwindbar gewesen. Dem 
Beschwerdeführer wäre es zumutbar gewesen, aus seiner passiven Erwartungshaltung 
herauszutreten und wieder in der freien Wirtschaft zu arbeiten.

Gestützt darauf verneinte der RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für 
Allgemeinmedizin, in der Stellungnahme vom 27. Dezember 2010 (IV-act. 62) eine mehr 
als ein Jahr dauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.

5.
5.1 Dr. med. G.________, Facharzt für Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, 
stellte im interdisziplinären Gutachten vom 2. Februar 2018 folgende somatischen 
Diagnosen (IV-act. 160/8): 

- Chronisches, sich generalisierendes Schmerzsyndrom
- nicht ausreichend somatisch abstützbar
- krankheitsfremde Faktoren
- primäres Fibromyalgie-Syndrom
- betont im Bereich der oberen Körperhälfte
- diffuse Druckschmerzangabe
- Polyarthralgie axialer und peripherer Gelenke
- multiple Beschwerden wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Nervosität, Kraftlosigkeit der 

Arme, Einschlafen der Arme, Übelkeit, ungerichtete Steh- und Gehunsicherheit

- Anamnestisch Reizmagen-Syndrom

- Verdacht auf subklinische Hyperthyreose

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Dazu gab er an, in der klinischen Untersuchung imponierten diffuse Druck- und 
Bewegungsschmerzen mehrerer Gelenke der Arme und der Halswirbelsäule. Im Rahmen 
der diffusen Schmerzen würden zwei der fünf Waddell-Zeichen, als Hinweis auf nicht 
organisch abstützbare Beschwerden, demonstriert. Diese schmerzvermittelnde Gestik 
könne vordergründig nicht mit einem bekannten somatisch-pathologischen Krankheitsbild 
begründet werden. Die unspezifisch im Bereich der Wirbelsäule geschilderten 
Beschwerden könnten nicht mit einem somatisch-pathologischen Befund begründet 
werden und korrelierten nicht mit den objektivierbaren Befunden. Insgesamt sei von 
vordergründig nicht somatisch abstützbaren Beschwerden auszugehen (IV-act. 160/9–10 
und 12). Gestützt darauf schätzte Dr. G.________ ein, dass die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers für die bisher ausgeübten Tätigkeiten aus rein somatisch-
rheumatologischer Sicht nie anhaltend eingeschränkt gewesen sei (IV-act. 160/15).

5.2 Im psychiatrischen Teilgutachten vom 2. Februar 2018 stellte Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, folgende Diagnosen mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 161/61):

- Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6)

- Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität (ICD-10 F98.8)

Der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichtgradige depressive Episode 
ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.0), mass der Gutachter dagegen keine 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bei (IV-act. 161/61). 

Weiter führte er aus, in der Berufsanamnese könnten keine Faktoren identifiziert werden, 
die jenseits stärker ausgeprägter depressiver Symptomatik eine Auswirkung auf die 
faktischen beruflichen Kompetenzen hätten. Die Kündigungen und Stellenwechsel sowie 
die gegenwärtige Überzeugung des Exploranden, für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit 
arbeitsunfähig zu sein, seien für die Symptomatik der Persönlichkeitsstörung 
ausschlaggebend. Die Beeinträchtigungen durch eine tiefgreifende 
Insuffizienzüberzeugung, ein Gefühl der andauernden Anspannung, welches zu einer 
beschleunigten psychophysischen Erschöpfung führe, und das Vermeidungsverhalten 
bestünden seit Jahren. Sie hätten bereits 1992 bis 2000 bestanden, als der Explorand 
durchaus längere Zeit am Stück einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei. Sie 
begründeten folglich eine Minderung der Arbeitsfähigkeit nur in Kombination mit speziellen 
Konstellationen am Arbeitsplatz. Somit liege wegen der Auswirkungen der 

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Persönlichkeitsstörung eine verminderte Belastbarkeit im Sinne einer Leistungsminderung 
vor. Das ADHS habe wegen des Nebenkriteriums der Stressintoleranz einen gewissen, 
untergeordneten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Folglich bestehe bei Zeitdruck auch 
seitens des ADHS eine herabgesetzte Belastbarkeit im Sinne einer geminderten 
Leistungsfähigkeit (IV-act. 161/61–62). 

Die depressive Störung liege in nur leichter Ausprägung vor und habe keine negativen 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Trotz des durchaus schwierigen Verlaufs habe sich 
in der Vergangenheit gezeigt, dass diese Störung auf die schlussendlich gefundene 
medikamentöse Therapie gut angesprochen habe. Ausserdem hätten die Symptome 
offensichtlich keinen Einfluss auf die bisherigen Eingliederungsbemühungen oder auf 
konkrete Beschäftigungsverhältnisse gehabt. Gemäss den Berichten der 
Eingliederungsverantwortlichen und den Angaben des Exploranden sei ein derartiger 
Einfluss stets aus den Symptomen der Persönlichkeitsstörung in Kombination mit der 
Teilsymptomatik des ADHS resultiert. Hinzu komme, dass das zwar schwache, dennoch 
nicht instabile soziale Umfeld des Exploranden keine Faktoren aufweise, die eine 
herabgesetzte Fähigkeit zur Überwindung der leichten depressiven Symptome begründen 
würden. Zwischen der depressiven Symptomatik und der psychiatrischen Hauptdiagnose 
einer Persönlichkeitsstörung bestehe insoweit ein Zusammenhang, als die 
Persönlichkeitsstörung das Risiko für passagere oder längerfristige Verschlechterungen 
der Depression erhöhe. Die Symptome der Depression würden durch die 
Persönlichkeitsstörung allerdings nicht verstärkt. Die innere Anspannung infolge der 
Persönlichkeitsstörung erschwere zwar die Überwindung der leichten depressiven 
Symptome, jedoch nicht in leistungsrelevantem Ausmass (IV-act. 161/62–63).

Die aus der Persönlichkeitsstörung und dem ADHS resultierende Minderung der 
Belastbarkeit im Sinne einer geminderten Leistungsfähigkeit sei nicht durchgehend 
wirksam, sondern von speziellen, in der Vergangenheit immer nur punktuell aufgetretenen 
Zusatzbelastungen abhängig und dürfte im Rahmen der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 
Kurier bei ca. 10–15 % liegen. In der gelernten Tätigkeit als Verkäufer oder in der früher 
ausgeübten Tätigkeit als Hilfsarbeiter im Gartenbau, mit weniger Zeitdruck und tieferen 
Anforderungen an die Aufmerksamkeit, bestehe auch bei Persistenz der Symptomatik auf 
gegenwärtigem Niveau eine volle Leistungsfähigkeit (IV-act. 161/63–64).

Retrospektiv lasse sich eine Minderung der Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum zwischen 
Ende Januar 2016 und dem Austritt aus der Klinik C.________ Mitte August 2017 

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nachvollziehen. Diese Minderung sei insbesondere durch die depressiven Symptome 
bedingt gewesen, die in den Berichten aus jenem Zeitraum dokumentiert seien. Diese 
Berichte seien aus versicherungspsychiatrischer Sicht weitgehend nachvollziehbar, 
sodass bis etwa Sommer 2017 auf die attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit abgestellt 
werden könne. Ab dann sei versicherungspsychiatrisch und klinisch eine rasche 
Besserung der depressiven Symptomatik anzunehmen, auch wenn dies nicht in die für 
diesen Zeitraum ausgestellten ärztlichen Zeugnisse eingeflossen sei. Plausibel sei dies, 
weil im Begutachtungszeitpunkt (November 2017 und Januar 2018 [IV-act. 161/2]) seitens 
der depressiven Störung keine Minderung der Arbeitsfähigkeit mehr habe festgestellt 
werden können und der Explorand sprunghafte Zustandsverbesserungen in den Wochen 
zuvor verneint habe, weshalb eine kontinuierliche Verbesserung bis hin zu einer 
Restarbeitsfähigkeit von 85–90 % anzunehmen sei (IV-act. 161/65–66).

Zur Konsistenz gab der Gutachter an, die testpsychologische Symptomvalidierung habe 
ein unauffälliges, gegen Aggravation oder Simulation sprechendes Ergebnis ergeben. 
Gleiches könne aus den Resultaten der weiteren Validierungstests abgeleitet werden. Auf 
der klinischen Ebene fänden sich mehrere Faktoren, welche die Glaubhaftigkeit der 
Angaben des Exploranden nahelegten. Zum einen lasse sich ein gut nachvollziehbarer 
Zusammenhang zwischen den geschilderten depressiven Symptomen und der 
Lebensführung nachvollziehen (Besuch des Tageszentrums als Freizeitaktivität). Ein 
weiterer Aspekt, der die Symptom- und Beeinträchtigungsschilderung glaubhaft mache, 
resultiere aus den doch sehr weitgehenden Therapiebemühungen mit unterschiedlichen 
medikamentösen Behandlungsstrategien, Elektrokonvulsivtherapien sowie freiwilligen und 
frühzeitigen Hospitalisationen (IV-act. 161/53–54). 

5.3 Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, behandelt 
den Beschwerdeführer seit Februar 2018. Im Bericht vom 24. August 2018 stellte sie 
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 171/1):

- Rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradige Episode, bestehend seit 2016 
(ICD-10 F33.1)

- Zwangsstörung mit vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang, bestehend seit 
dem 30. Lebensjahr (ICD-10 F42.0)

- Generalisierte Angststörung, bestehend seit der Kindheit (ICD-10 F41.1)

Folgenden weiteren Diagnosen mass sie dagegen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
bei (IV-act. 171/1):

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- Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung, bestehend seit der Kindheit (ICD-10 
F60.6)

- Hyperkinetische Störung, bestehend seit der Jugendzeit (ICD-10 F90.9)

- Asperger-Syndrom, bestehend seit der Jugendzeit (ICD-10 F84.5)

- Dissoziative Störung, bestehend seit zehn Jahren (ICD-10 F44.9)

- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, bestehend 
seit 1992 (ICD-10 F45.41)

Weiter gab sie an, es bestünden Einschränkungen der Konzentration und des 
Auffassungsvermögens. Der Beschwerdeführer sei im Affekt traurig und demotiviert. Bei 
ausgeprägter banalisierender bzw. distanziert-kühler Fassade seien erhebliche 
Insuffizienzgefühle vorhanden. Der Antrieb sei wechselnd verlangsamt bis leicht 
angetrieben. Es seien eine Tagesmüdigkeit und eine erhebliche Anspannung 
nachweisbar. Schlafstörungen seien vorhanden und der Appetit sei gesteigert. Seit 
längerer Zeit bestehe ein sozialer Rückzug. Der Patient habe aktuell eine Partnerin, 
keinen Freundeskreis, gelegentlichen Kontakt mit der Familie, insbesondere mit den 
Eltern. Es bestünden Hinweise auf aggressive Emotionen ohne entsprechendes Verhalten 
und gelegentlich Suizidgedanken. Bis zur Reevaluation Mitte September 2018 bestehe 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 171/4–5).

5.4 Am 4. Oktober 2018 nahm der Gutachter Dr. D.________ zu den vom 
Beschwerdeführer im Vorbescheidverfahren erhobenen Rügen gegen sein Gutachten 
sowie zu den Angaben der behandelnden Psychiaterin Stellung (IV-act. 174). Dem 
Vorwurf, dass kein Depressionstest gemacht worden sei, entgegnete er, die Diagnose 
einer depressiven Störung sei mittels einer klinischen Untersuchung erfolgt und die 
Untersuchungsbefunde seien im Gutachten dokumentiert worden. Weiter beruhten die 
Diagnosen von Persönlichkeitsstörungen im Wesentlichen auf der psychopathologischen 
Interpretation der Biografie und der Interaktionsstile. Entsprechenden Fragebögen und 
ähnlichen testpsychologischen Instrumenten komme im Zweifelsfall eine zusätzliche, 
jedoch nicht obligate Bedeutung zu. Beim Beschwerdeführer habe ein solcher Zweifelsfall 
nicht bestanden, da bereits die behandelnden Ärzte diverse nachvollziehbare Hinweise für 
das Vorliegen der im Gutachten diagnostizierten Persönlichkeitsstörung berichtet hätten.

Laut dem Gutachter begründet der von Dr. H.________ wiedergegebene 
psychopathologische Befund (AMDP-Status) keine mittelgradige depressive Symptomatik 
gemäss den Anforderungen der ICD-10. Weiter liessen sich in keinem der früheren 

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Berichte Hinweise für eine Zwangsstörung finden. Zu keinem Zeitpunkt, auch nicht im 
Rahmen der Begutachtung, habe der Beschwerdeführer über kognitive oder 
verhaltensassoziierte Zwangssymptome berichtet. Die von der behandelnden Psychiaterin 
wiedergegebenen Testangaben hätten keinen Bezug zu der langjährig vorgeschriebenen 
Symptomatik. Weder seien Zwangshandlungen in stationärer Behandlung festgestellt 
worden, noch ergäben sie sich aus der Darstellung des Tagesablaufs. In der bisherigen 
Krankengeschichte fehle auch jeglicher Hinweis für die Symptomatik einer generalisierten 
Angststörung (IV-act. 171/2).

6. Aufgrund der Akten, insbesondere des Gutachtens von Dr. D.________ ist eine im 
Januar 2016 eingetretene Verschlimmerung der depressiven Symptomatik dargetan (vgl. 
E. 5.2), weshalb die für die Prüfung der Neuanmeldung erforderliche Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit der ersten rentenablehnenden 
Verfügung (E. 4) ausgewiesen ist. Liegt somit ein Rückkommenstitel vor, ist der 
Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, 
wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3).

7.
7.1 Während die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Angaben von Dr. D.________ 
sowie der Beurteilung der Ärzte des Regionalen Ärztlichen Dienstes davon ausgeht, dass 
der Beschwerdeführer ab Januar 2016 zu 100 %, von September 2017 bis Ende Oktober 
2017 zu 50 % arbeitsfähig war und ab November 2017 nur noch 10–15 % arbeitsunfähig 
ist (IV-act. 163 f. sowie 176/3), stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, 
weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig zu sein (act. 1).

7.2 Gegen die Beweiskraft des Administrativgutachtens wirft der Beschwerdeführer 
Dr. D.________ Aktenunkenntnis vor. So sei bereits zum Zeitpunkt der ersten 
Hospitalisation in der Klinik Zugerseee im Jahr 2008 ein zwanghaftes Händewaschen 
dokumentiert worden (act. 12 S. 3). Weiter habe sich Dr. D.________ mit den Kriterien für 
eine Angststörung nicht auseinandergesetzt, weshalb die Auswirkungen der 
generalisierten Ängste auf die Arbeitsfähigkeit nicht genügend abgeklärt worden seien 
(act. 12 S. 4–8).

Es trifft zu, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Hospitalisation im Jahr 2008 eine 
Zwangssymptomatik präsentiert hatte, die zur Verdachtsdiagnose einer leichten 
Zwangsstörung (ICD-10 F42.2) geführt hatte (vgl. Bericht der Klinik C.________ vom 

14

Urteil S 2018 145

8. August 2008 [IV-act. 9/3–4]). Im vorliegend relevanten Zeitraum wurde eine solche 
Symptomatik hingegen trotz fortdauernder psychiatrisch-psychotherapeutischer sowie 
hausärztlicher Betreuung und mehrmaligen Hospitalisationen weder beobachtet noch 
führte sie zu einer entsprechenden Diagnose (vgl. Berichte des I.________ vom 
9. November 2015 [IV-act. 120/18-19], von lic. phil. J.________, vom 14. November 2016 
[IV-act. 121], von Dr. med. univ. K.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 7. November 2017 [IV-act. 156], der Klinik L.________ vom 8. Juni 
2017 [IV-act. 142], der Klinik C.________ vom 27. April 2016 [IV-act. 110/1–4] und 
13. September 2017 [IV-act. 147] sowie von Dr. med. M.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, vom 3. November 2016 [IV-act. 120/1–5], 14. September 2017 
[IV-act. 153/1–2] und 27. November 2018 [BF-act. 4]). Es ist daher nicht zu beanstanden, 
dass Dr. D.________ im psychiatrischen Teilgutachten eine Zwangsstörung nicht 
diskutiert hat. Eine solche wurde auch nicht während der jüngsten dokumentierten 
Hospitalisation in der Klinik N.________ festgestellt (vgl. Austrittsbericht vom 22. Juli 2019 
[BF-act. 11]). Daran vermögen auch Dr. H.________s Ausführungen im Bericht vom 
24. August 2018 (E. 5.3) nichts zu ändern.

7.3 Unter Hinweis auf die von der behandelnden Psychiaterin Dr. H.________ 
diagnostizierte mittelgradige depressive Episode macht der Beschwerdeführer eine 
Verschlechterung vor Verfügungserlass geltend, die vom 29. April bis 17. Juli 2019 sogar 
zu einer Hospitalisation geführt habe (act. 12 S. 8).

Diesem Einwand ist zu entgegnen, dass der Gutachter Dr. D.________ den 
Beschwerdeführer zweimal, am 27. November 2017 und am 10. Januar 2018, untersucht 
hatte (vgl. IV-act. 161/2) und die depressive Symptomatik nach ausführlicher Diskussion 
als leichtgradig beurteilt hatte (IV-act. 161/44–48). Wenn nun Dr. H.________ eine seit 
2016 bestehende mittelgradige Episode diagnostiziert (E. 5.3), beweist dies keineswegs 
eine nach der Begutachtung eingetretene Verschlechterung. Darüber hinaus fehlt in ihrem 
Bericht eine nachvollziehbare Diskussion der Diagnosekriterien für eine mittelgradige 
depressive Episode. Diese unterschiedliche Beurteilung ist vielmehr auf die 
Erfahrungstatsache zurückzuführen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen 
und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc). Weiter standen 
während der Hospitalisation in der Klinik N.________ lediglich die depressive 
Symptomatik und die Persönlichkeitsstörung im Fokus. Die vielen weiteren von 
Dr. H.________ gestellten Diagnosen waren nicht vordergründig und blieben ungeprüft 

15

Urteil S 2018 145

(BF-act. 11 S. 4), weshalb deren Relevanz zweifelhaft bleibt. Vorliegend drängt sich somit 
keine vom Administrativgutachten abweichende Beurteilung auf, zumal sowohl 
Dr. H.________ als auch die übrigen behandelnden Ärzte keine wichtige – und nicht rein 
subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil BGer 8C_677/2014 vom 
29. Oktober 2014 E. 7.2 mit Hinweisen). 

7.4 Insgesamt entsprechen sowohl das interdisziplinäre Gutachten von 
Dr. G.________ vom 2. Februar 2018 (E. 5.1) als auch das psychiatrischen Teilgutachten 
von Dr. D.________ vom 2. Februar 2018 (E. 5.2) den praxisgemässen Anforderungen an 
den Beweiswert einer Expertise. So sind sie für die streitigen Belange umfassend, 
beantworten sie doch in schlüssiger Weise die Frage nach den gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und beruhen auf 
eingehenden und allseitigen fachärztlichen Untersuchungen. Die Gutachter schilderten 
ausführlich die vom Beschwerdeführer erwähnten Leiden und Einschränkungen und 
setzten sich detailliert damit sowie mit dem Verhalten und der Erwerbsbiographie des 
Beschwerdeführers auseinander. Auf diese Gutachten darf somit abgestellt werden.

8.
8.1 Neben den durch den Rechtsanwender zu prüfenden allgemeinen 
beweisrechtlichen Vorgaben an ein Gutachten ergibt sich aus BGE 141 V 281, dass die 
ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzung, zumindest ohne einlässliche Befassung mit den 
spezifischen normativen Vorgaben und ohne entsprechende Begründung, zwar den 
rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit im Sinne von Art. 7 
Abs. 2 ATSG nicht erbringen kann, weil sie weitgehend vom Ermessen des medizinisch-
psychiatrischen Sachverständigen abhängt. Die medizinische Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit ist aber eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet 
werden kann. Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die 
medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer 
Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orientieren, die 
Gutachter im Idealfall gemäss der entsprechend formulierten Fragestellung. Die 
Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere daraufhin, ob die 
Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob 
und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen 
Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Im Rahmen der Beweiswürdigung 

16

Urteil S 2018 145

obliegt es den Rechtsanwendern zu überprüfen, ob in concreto ausschliesslich funktionelle 
Ausfälle bei der medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die 
Zumutbarkeitsbeurteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 144 V 50 E. 4.3 
mit Hinweis auf BGE 143 V 418 E. 6).

8.2 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche 
psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten 
Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der 
Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis 
mittelschwere Depressionen). Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare 
psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert 
systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer 
Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) 
andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen 
(BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4–3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil BGer 9C_590/2017 vom 
15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades 
ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten 
gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren 
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete 
versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. 
BGE 144 V 50 E. 4.3).

8.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im 
Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat 
das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): 

- Kategorie "funktioneller Schweregrad" 
- Komplex "Gesundheitsschädigung" 

- Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 
- Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz 
- Komorbiditäten 

- Komplex "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen)
- Komplex "Sozialer Kontext" 

- Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
- gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren 

Lebensbereichen 
- behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck 

17

Urteil S 2018 145

8.4 Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus juristischer Sicht soll keine losgelöste 
juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens 
stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die 
funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und 
widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung 
tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer 
Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus 
juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis 
für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann 
als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im 
Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung 
in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. 
Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den 
Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person 
auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3).

8.5 Der Beschwerdeführer rügt Mängel bei der Indikatorenprüfung (act. 12 S. 9–13).

8.5.1 Mangels einer Diagnose aus dem somatoformen Kreis äusserte sich der 
psychiatrische Gutachter Dr. D.________ entsprechend der beim ersten 
Untersuchungsgespräch im November 2017 gültig gewesenen Rechtspraxis nur teilweise 
zu den verschiedenen Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281. Offenbar ging eine 
eingehende Auseinandersetzung nach dem vom Bundegericht eingeführten Raster nach 
dem zweiten Untersuchungsgespräch im Januar 2018 trotz der mit Pressemitteilung des 
Bundesgerichts vom 14. Dezember 2017 bekanntgegebenen Rechtsprechungsänderung 
durch die beiden Urteile BGE 143 V 409 und 143 V 418 unter. 

Äussert sich ein nach altem Verfahrensstandard eingeholtes Gutachten nicht zu den 
Standardindikatoren, verliert es nicht per se seinen Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen 
einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls unter Berücksichtigung der spezifischen 
Gegebenheiten und der erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes 
Abstellen auf die vorhandene Beweisgrundlage vor Bundesrecht standhält. In 
sinngemässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten 
Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob das vorliegende Gutachten – ge-
gebenenfalls im Kontext mit den weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige 

18

Urteil S 2018 145

Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlaubt oder nicht (BGE 141 V 281 
E. 8 mit Hinweis).

8.5.2 Im psychiatrischen Gutachten vom 2. Februar 2018 finden sich jedoch 
einschlägige Ausführungen, die einer Prüfung der Standardindikatoren gleichkommt (vgl. 
insbes. in E. 5.2 wiedergegebenes IV-act. 161/53–54 und 161/62–63). Dadurch erlaubt 
das Gutachten eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. 
Der Gutachter befasste sich eingehend mit dem Gesundheitsschaden und der 
Persönlichkeit des Beschwerdeführers, inkl. deren die Arbeitsleistung beeinflussenden 
Wechselwirkungen und den im Verlaufe der Jahre erzielten Erfolg in der Behandlung der 
depressiven Symptomatik. Weiter äusserte er sich anerkennend zur Konsistenz der vom 
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und zu dem durch die verschiedenartigen 
Behandlungen ausgewiesenen Leidensdruck. Mit Bezug auf das schwache, jedoch nicht 
instabile soziale Umfeld (vgl. auch IV-act. 161/11 f.) verneinte er ressourcenhemmende 
Faktoren. Gestützt auf seine nachvollziehbaren und überzeugenden Ausführungen lässt 
sich aus juristischer Sicht feststellen, dass sich auch mit Blick auf die Standardindikatoren 
kein Nachweis für eine mehr als leichtgradige Einschränkung des funktionellen 
Leistungsvermögens durch die diagnostizierten Störungen findet. Etwas anderes ergibt 
sich auch nicht aus Dr. H.________ Ausführungen (E. 5.3).

8.6 Zusammenfassend lässt sich in einer Gesamtwürdigung auf eine aktuell lediglich 
leichtgradige versicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
aufgrund der psychischen Symptomatik schliessen. Damit erscheint die von den 
Gutachtern G.________ und D.________ auf 10–15 % eingeschätzte Einschränkung der 
Leistungsfähigkeit in der angestammten und angepassten Tätigkeit als plausibel. 

Rückblickend ist eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit zwischen Januar 2016 und dem Austritt 
aus der Klinik C.________ am 11. August 2017 (IV-act. 147/1) ausgewiesen. Danach geht 
Dr. D.________ von einer raschen Besserung bis zum ersten Begutachtungsgespräch im 
November 2017 aus (IV-act. 161/65). Diese Steigerung der Arbeitsfähigkeit wurde vom 
RAD-Arzt O.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in der 
Stellungnahme vom 5. April 2018 wie folgt gestuft (IV-act. 163/3): 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit bis 31. August 2017, 50%ige Arbeitsunfähigkeit bis 31. Oktober 2017. 
Diese Einschätzung ist nachvollziehbar und erscheint angemessen, weshalb darauf 
abzustellen ist.

19

Urteil S 2018 145

9.
9.1 Für die Neubestimmung des Invaliditätsgrades gelten unter den gegebenen 
Voraussetzungen die Regeln für die Rentenrevision nach Art. 17 ATSG. Daher kann die 
Verwaltung – und im Streitfall das Gericht – das Einkommen, das die versicherte Person 
erzielen könnte, wäre sie nicht invalid geworden, als Vergleichsgrösse beim 
Einkommensvergleich ohne Bindung an die der ursprünglichen Rentenverfügung – bzw. 
der letzten Rentenablehnung – zu Grunde liegende Qualifikation frei überprüfen (BGE 139 
V 28 E. 3.3.1).

9.2 Bei einer 100%igen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit ab Januar 2016 bis 31. Au-
gust 2017 ist der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. Januar 2017 (Ablauf der 
einjährigen Wartezeit; Art. 28 Abs. 1 IVG) bis 30. November 2017 (3. Monat ab Eintritt der 
Verbesserung; Art. 88a Abs. 1 IVV) ausgewiesen.

9.3 Auch im Übrigen ist die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 
Invaliditätsbemessung nicht zu beanstanden. Diese wurde vom Beschwerdeführer denn 
auch nicht bemängelt. Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen 
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der 
Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen 
Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt eine rein rechnerische Vereinfachung dar (Urteil 
BGer 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil BGer 9C_675/2016 
vom 18. April 2017 E. 3.2.1). Der ermittelte Invaliditätsgrad von 50 % bis 31. Oktober 2017 
und damit die Zusprechung einer bis 31. Januar 2018 (3. Monat ab Eintritt der 
Verbesserung; Art. 88a Abs. 1 IVV) befristeten halben Invalidenrente ist demzufolge nicht 
zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

10. Dem Beschwerdeführer ist mit Verfügung vom 1. Juli 2019 die unentgeltliche 
Prozessführung gewährt worden (act. 4, weshalb ihm für das vorliegende Verfahren in 
Abweichung von Art. 69 Abs. 1bis IVG keine Kosten aufzuerlegen sind. Eine 
Parteientschädigung ist ihm nicht zuzusprechen, zumal er mit seiner Beschwerde 
vollumfänglich unterliegt.

Mit Verfügung vom 1. Oktober 2019 ist dem Beschwerdeführer für das vorliegende 
Verfahren auch eine unentgeltliche Rechtsbeiständin in der Person von Rechtsanwältin 
B.________ bestellt worden (act. 11). Die Entschädigung der unentgeltlichen 
Rechtsbeiständin wird nach Ermessen auf Fr. 2'500.– (inkl. Auslagen und MWST) 

20

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festgesetzt; Rechtsanwältin B.________ ist daher mit diesem Betrag aus der Staatskasse 
zu entschädigen.

21

Urteil S 2018 145

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. Rechtsanwältin MLaw 
B.________ wird mit Fr. 2'500.– (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse 
entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 4. August 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am 

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG