# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e525149b-e391-58bd-ab78-682d7559f0cb
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-28
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 28.02.2022 605 2021 152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2021-152_2022-02-28.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2021 152

Urteil vom 28. Februar 2021

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marianne Jungo
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer,

gegen

SYNA ARBEITSLOSENKASSE, Vorinstanz

Gegenstand Arbeitslosenversicherung – Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf 
Arbeitslosenentschädigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit

Beschwerde vom 23. Juni 2021 gegen den Einspracheentscheid vom 2. Juni 
2021

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1970, verheiratet, Vater von drei Kindern (geb. 2003, 2006 und 2009), 
wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 3. Januar 2018 als C.________ bei der Gemeinde 
D.________. Ab dem 7. Juli 2018 bestand wegen eines Burnouts bzw. einer Depression eine ärztlich 
attestierte Arbeitsunfähigkeit, weswegen ihm am 7. Juli 2019 die Stelle auf den 7. Juli 2020 gekün-
digt wurde. Am 7. Juni 2020 meldete er sich bei der Arbeitslosenversicherung und machte ab dem 
1. Juli 2020 einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung geltend.

Bereits im Dezember 2018 hatte er sich bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg 
(nachfolgend: IV-Stelle) angemeldet. Diese sprach Massnahmen beim E.________ in F.________ 
zu: Frühinterventionsmassnahmen vom 6. Mai bis 30. Juli 2019, Belastbarkeitstraining vom 
12. August bis 31. Dezember 2019 sowie Aufbautraining vom 1. Januar bis 30. Juni 2020.

Ab dem 6. Juli 2020 bestand eine ärztlich attestierte Arbeitsfähigkeit von 50% in einer angepassten 
Tätigkeit ohne Schichtarbeit. Das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (nachfolgend: RAV) Nord, 
Sensebezirk sprach eine Massnahme bei der G.________ sowie einen individuellen Kurs beim 
H.________ zu.

Weiter gewährte das RAV Einarbeitungszuschüsse vom 1. Januar bis 30. Juni 2021 bei der 
I.________ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin), mit Sitz in J.________. Bei dieser war A.________ seit 
dem 1. Januar 2021 in einem Pensum von 90% als Servicetechniker angestellt und war ab diesem 
Datum von der Arbeitslosenversicherung abgemeldet.

B. Das Arbeitsverhältnis wurde während der Probezeit am 25. März 2021 unter Einhaltung der 
7-tägigen Kündigungsfrist per 1. April 2021 im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst. Am 26. März 
2021 nahm er eine Wiederanmeldung bei der Arbeitslosenversicherung vor und machte ab dem 
1. April 2021 einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung geltend.

Am 16. April 2021 informierte ihn die Syna Arbeitslosenkasse (nachfolgend: Syna) er mache 
gesundheitliche Gründe für die Auflösung des Arbeitsvertrages geltend. Es müsse abgeklärt werden, 
ob die Arbeitslosigkeit selbstverschuldet sei. Gegebenenfalls werde er in der Anspruchsberechti-
gung auf Taggelder eingestellt. Er wurde aufgefordert eine Stellungnahme zum Sachverhalt zu 
machen sowie das Formular "Arztzeugnis betreffend Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus 
gesundheitlichen Gründen "(nachfolgend: Arztzeugnis Seco) durch seine Ärzte ausfüllen zu lassen.

Mit Verfügung vom 4. Mai 2021, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 2. Juni 2021, stellte ihn 
die Syna infolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit während 22 Tagen in seiner Anspruchsberech-
tigung auf Arbeitslosenentschädigung ein. Es sei nicht hinreichend belegt, dass die Kündigung aus 
gesundheitlichen Gründen erfolgt sei. Trotzdem sei glaubwürdig dargelegt, dass das Arbeitsverhält-
nis in einer Situation grosser persönlicher Belastung nicht leichtfertig und aus zumindest teilweise 
verständlichen Gründen gekündigt worden sei. Insgesamt werde das Verschulden als mittelschwer 
eingestuft.

C. Dagegen erhebt A.________ am 23. Juni 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht und bean-
tragt, der Einspracheentscheid vom 2. Juni 2021 sei aufzuheben und auf eine Einstellung zu 
verzichten. Zur Begründung bringt er vor, die Kündigung sei, wie es den Arztberichten sowie der 
Kündigungsvereinbarung zu entnehmen sei, aus gesundheitlichen Gründen erfolgt.

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In ihren Bemerkungen vom 7. Juli 2021 bestätigt die Syna ihre Ausführungen im Einspracheent-
scheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde ist form- und fristgerecht bei der zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht 
worden. Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde befugt, da er vom angefochtenen Einspracheent-
scheid unmittelbar berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse hat, dass das Kantonsgericht, 
I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Syna ihn zu Recht wegen selbstverschuldeter Kündi-
gung während 22 Tagen in seiner Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung eingestellt 
hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Gemäss Art. 30 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG, SR 837.0) ist der Versicherte in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn er durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist.

Entsprechend der Regelung von Art. 44 Abs. 1 der Verordnung vom 31. August 1983 über die obli-
gatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV; SR 827.02) gilt die 
Arbeitslosigkeit insbesondere dann als selbstverschuldet, wenn der Versicherte das Arbeitsverhält-
nis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihm eine andere Stelle zugesichert war, es sei denn, dass 
ihm das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte (Bst. b).

Ein Selbstverschulden i. S. der Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt 
oder das Andauern der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in 
einem nach den persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicher-
ten Person liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht übernimmt. Der im gesamten Sozialver-
sicherungsrecht geltenden Schadenminderungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) folgend muss eine 
versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um den Eintritt oder das Fortdauern der Arbeits-
losigkeit zu vermeiden. Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 Bst. b AVIV 
findet das Schadenminderungsprinzip somit seine Grenzen am Zumutbarkeitsgedanken (Art. 16 
Abs. 2 AVIG). Eine Stelle, die der versicherten Person nicht zur Annahme zugemutet werden kann, 
kann ihr grundsätzlich auch nicht zum Beibehalten zugemutet werden. Die Zumutbarkeit zum 
Verbleiben an der bisherigen Stelle wird strenger beurteilt, als die Zumutbarkeit zum Antritt einer 
neuen Stelle. Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Licht von Art. 20 Bst. c des Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; SR 0.822.726.8; für die Schweiz in 
Kraft seit dem 17. Oktober 1991 [AS 1991 1914]) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwilli-
ge Aufgeben der Stelle ohne triftige Gründe sanktioniert. Wird die versicherte Person vom Arbeitge-

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ber oder durch die Entwicklung am Arbeitsplatz zur Kündigung gedrängt oder vermag sie für das 
Verlassen der Stelle legitime Gründe zu nennen, kann nicht von einer freiwillligen Preisgabe der 
Beschäftigung i. S. des Übereinkommens gesprochen werden (Urteil BGer 8C_629/2014 vom 
15. Oktober 2014 E. 2.2 mit Hinweisen).

Eine Auflösung im gegenseitigen Einvernehmen ist als Selbstkündigung zu qualifizieren (Rz. D24 
der AVIG-Praxis ALE [nachfolgend: AVIG-Praxis] des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco). Eine 
Selbstkündigung kann nur sanktioniert werden, wenn der versicherten Person das Verbleiben am 
bisherigen Arbeitsplatz zugemutet werden konnte (Rz. D26 AVIG-Praxis). Die Frage der Zumutbar-
keit beurteilt sich anhand der Kriterien von Art. 16 Abs. 2 AVIG. Dabei wird in beweisrechtlicher 
Hinsicht die Zumutbarkeit des Verbleibens an der Arbeitsstelle vermutet. Ein schlechtes Arbeitsklima 
und Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder Arbeitskollegen vermögen grundsätzlich 
keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses zu begründen. Belegt die versicher-
te Person allerdings durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete 
Beweismittel), dass ihr die Weiterarbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar ist, ist 
grundsätzlich von einer Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen Gründen auszugehen (Urteil BGer 
8C_66/2017 vom 9. Juni 2017 E. 2 sowie Urteil BGer 8C_513/2018 vom 7. November 2018 E. 2.2 
je mit Hinweisen, namentlich auf BGE 124 V 234 E. 4b/bb).

2.2. Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Dieser schliesst die Beweis-
last im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen eine Beweislast 
aber insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die 
aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 138 V 218 E. 6 Hinweisen). Ferner 
besteht im Sozialversicherungsrecht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der Richter 
im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte (RKUV 1999 S. 477 E. 2b mit 
Hinweisen).

3.

Es ist streitig, ob die Syna zu Recht den Beschwerdeführer während 22 Tagen in seiner Anspruchs-
berechtigung auf Arbeitslosenentschädigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit eingestellt 
hat.

3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, seit dem 1. Januar 2021 sei er bei der Arbeitgeberin tätig 
gewesen. Im Februar 2021 seien erneut Symptome des Burnouts aufgekommen, er habe sich 
zunehmend ausgelaugt gefühlt. Am 3. März 2021 habe das Probezeitgespräch stattgefunden und 
es sei entschieden worden mit weiteren Schulungen etwas zuzuwarten. Sein Zustand habe sich 
rasch verschlimmert. Anfangs März 2021 sei er zu seinem Psychiater gegangen. Ab dem 12. März 
2021 sei er vom Hausarzt zu 50% krankgeschrieben worden. Am 25. März 2021 habe das Probezeit-
abschlussgespräch stattgefunden und im gegenseitigen Einverständnis sei aus gesundheitlichen 
Gründen per 1. April 2021 die Kündigung ausgesprochen worden. Auch im Arztzeugnis Seco werde 
von seinem behandelnden Psychiater, Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, bestätigt, die Stelle sei aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar gewesen. Dies 
attestiere der Facharzt in einem Attest vom 25. Mai 2021 erneut.

3.2. Die Syna ihrerseits ist der Ansicht, sie dürfe sich nicht auf das "Attest" des behandelnden 
Psychiaters vom 25. Mai 2021 stützen. Dies seien die Vorgaben. Die beiden erhaltenen Arztzeug-
nisse Seco würden leider effektiv nicht ausreichen, um von einer Einstellung abzusehen.

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3.3. Mit Schreiben vom 16. April 2021 (Syna-Akten, S. 51 f.) gewährte die Syna dem Beschwer-
deführer das rechtliche Gehör. Aus den Unterlagen gehe hervor, er habe das Arbeitsverhältnis in 
der Probezeit am 25. März 2021 per 1. April 2021 gekündigt. Er erwähne gesundheitliche Gründe, 
welche zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses geführt hätten. Die 7-tägige Kündigungsfrist inner-
halb der Probezeit sei eingehalten worden. Die Syna müsse abklären, ob er die Arbeitslosigkeit 
selber verschuldet habe und ihn gegebenenfalls in der Anspruchsberechtigung auf Taggelder 
einstellen. Er wurde dazu aufgefordert, eine Stellungnahme zum Sachverhalt zu machen sowie das 
Arztzeugnis Seco durch seine Ärzte ausfüllen zu lassen.

In seiner Stellungnahme vom 23. April 2021 (Syna-Akten, S.38) hielt der Beschwerdeführer fest, 
Ende Februar, Anfang März 2021 seien erneut Symptome des Burnouts aufgekommen. Er habe 
sich zunehmend ausgelaugt gefühlt und habe sich nicht mehr erholen können. Am 3. März 2021 
habe das Probezeitgespräch stattgefunden und es sei entschieden worden, mit weiteren Schulun-
gen etwas zuzuwarten, damit er vorerst Praxis sammeln könne. Bald seien weitere Symptome dazu-
gekommen. Ärztliche Hilfe vom Psychiater (2. und 4. März 2021) und dann einen Monat Pause bis 
6. April 2021 und wöchentliche Psychotherapien ab dem 9. März 2021, so habe er gedacht, hätten 
gerade rechtzeitig reaktiviert werden können, um das Thema Burnout/Depression wieder aufzugrei-
fen. Jedoch sei ihm alles zu viel geworden. Nach der Konsultation bei seinem Hausarzt am 12. März 
2021 sei er zu 50% arbeitsunfähig geschrieben worden. Als dann noch akute Rückenschmerzen 
und Hautauschläge zu den bereits vorhandenen Symptomen hinzugekommen seien, sei es ihm 
bewusst geworden, dass er bald handeln müsse, um nicht unterzugehen. Am 25. März 2021 habe 
das Probezeitabschlussgespräch bei der Arbeitgeberin stattgefunden. Im gegenseitigen Einver-
ständnis und aus gesundheitlichen Gründen sei die Kündigung per 1. April 2021 ausgesprochen 
worden, welche beide Seiten sehr bedauern würden. Zu jenem Zeitpunkt sei er völlig überfordert 
und verzweifelt mit der Situation gewesen.

Dr. med. L.________, Facharzt für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin, verneinte am 
26. April 2021 (Syna-Akten, S. 42 f.) im Arztzeugnis Seco die Frage, ob ihm der Beschwerdeführer 
gesundheitliche Probleme geschildert habe, die aufgrund der Tätigkeit bei der Arbeitgeberin entstan-
den seien oder die ihn bei der Arbeit beeinträchtigt hätten. Auf die Frage, ob er aufgrund seiner 
eigenen Untersuchungen und seiner medizinischen Einschätzung zum Schluss komme, dass es 
dem Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar sei, am bisherigen 
Arbeitsplatz zu verbleiben, antwortete der Facharzt, aus rein pneumologischer Sicht nein. In einem 
Zeugnis vom 12. März 2021 (Syna-Akten, S. 79) bestätigte der Pneumologe, wegen Krankheit 
bestehe vom 12. März bis 9. April 2021 eine Arbeitsunfähigkeit von 50%.

Der behandelnde Psychiater seinerseits verneinte am 26. April 2021 (Syna-Akten, S. 36) im Arzt-
zeugnis Seco ebenfalls die Frage, ob ihm der Beschwerdeführer gesundheitliche Probleme geschil-
dert habe, die aufgrund der Tätigkeit bei der Arbeitgeberin entstanden seien oder die ihn bei der 
Arbeit beeinträchtigt hätten, hielt aber fest, die Ursachen seien multifaktoriell. Demgegenüber bejah-
te er die Frage, ob er aufgrund seiner eigenen Untersuchungen und seiner medizinischen Einschät-
zung zum Schluss komme, dass es dem Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen nicht 
mehr zumutbar sei, am bisherigen Arbeitsplatz zu verbleiben. Er begründete seine Sicht aber nicht 
weiter. Er bestätigte eine um 50% reduzierte Arbeitsfähigkeit vom 12. März bis 9. April 2020 (sic!). 
Auf die Frage, welche Tätigkeiten der Beschwerdeführer noch ausüben könne, erwiderte der Fach-
arzt, dies hänge von der gesundheitlichen Entwicklung ab.

Seiner Einsprache per E-Mail vom 26. April 2021 (Syna-Akten, S. 21) gegen die Verfügung der Syna 
vom 4. Mai 2021 (Syna-Akten, S. 25 ff.) legte der Beschwerdeführer ein ärztliches Attest vom 

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25. Mai 2021 (Syna-Akten, S. 22) seines behandelnden Psychiaters bei, in welchem dieser angab, 
er bescheinige erneut, der Beschwerdeführer habe die Stelle als Servicetechniker bei der Arbeitge-
berin aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen. Die Stelle sei unter diesen Umständen 
unzumutbar gewesen.

3.4. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle aufgegeben hat, ohne 
dass ihm eine andere zugesichert gewesen wäre. Zu prüfen ist daher, ob es ihm aus arbeitslosen-
versicherungsrechtlicher Sicht zugemutet werden konnte, bis zum Antritt einer neuen Stelle bei der 
Arbeitgeberin zu bleiben.

Zwar hat der behandelnde Psychiater im Arztzeugnis Seco seine Ansicht, wonach dem Beschwer-
deführer die Weiterführung seiner Tätigkeit bei der Arbeitgeberin nicht mehr habe zugemutet werden 
können, nicht weiter begründet, sondern hat die diesbezügliche Frage einzig bejaht. Jedoch erklärte 
er in seinem Attest vom Mai 2021, er bestätige erneut, dem Beschwerdeführer sei die Weiterführung 
der Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar gewesen. Es ist nicht ersichtlich, 
weshalb die Syna angibt, sie dürfe sich nicht auf dieses Attest stützen. So ist der Rechtsprechung 
nicht zu entnehmen, einzig die Angaben im Arztbericht Seco könnten berücksichtigt werden, wie es 
offenbar die Meinung der Syna ist. Wie gesehen, hält die Rechtsprechung einzig fest, die Unzumut-
barkeit aus gesundheitlichen Gründen müsse durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allen-
falls durch andere geeignete Beweismittel) belegt sein. 

Ferner ergeben sich auch aus den übrigen Unterlagen, dass beim Beschwerdeführer eine gesund-
heitliche Problematik besteht. Bereits in seinem ursprünglichen Antrag auf Arbeitslosenentschädi-
gung vom 1. Juli 2020 (Syna-Akten, S. 239 ff.) notierte er, die Kündigung durch die damalige Arbeit-
geberin sei wegen eines Burnouts erfolgt. Im Dossier finden sich denn auch diverse Arztzeugnisse 
betreffend die komplette Arbeitsunfähigkeit vom 6. Juli 2018 bis 31. Juli 2020, namentlich von 
seinem behandelnden Psychiater (Syna-Akten, S. 213 ff.). Ferner hatte sich der Beschwerdeführer 
bei der IV-Stelle für den Leistungsbezug angemeldet (Syna-Akten, S. 171). Diese sprach diverse 
Massnahmen beim E.________ zu: Frühinterventionsmassnahmen vom 6. Mai bis 30. Juli 2019 
(Syna-Akten, S. 186 f.), Belastbarkeitstraining vom 12. August bis 31. Dezember 2019 (Syna-Akten, 
S. 188 ff. u. S. 196 ff.) sowie Aufbautraining vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 (Syna-Akten, S. 193 ff. 
u. S. 201 ff.). Ab dem 6. Juli 2020 attestierte der behandelnde Psychiater eine Arbeitsfähigkeit von 
50% in einer angepassten Tätigkeit ohne Schichtbetrieb (Zeugnis vom 25. Juni 2020; Syna-Akten, 
S. 167 f.). Am 13. Oktober 2020 (Syna-Akten, S. 124) bescheinigte der Facharzt, aus medizinischer 
Sicht bestehe vom 1. Oktober 31. November 2020 bei therapeutischem Arbeitsbeginn eine Arbeits-
unfähigkeit von 50%. Am 19. November 2020 (Syna-Akten, S. 114) bescheinigte er dies auch für 
den Monat Dezember 2020.

Weiter wurde in der Kündigungsvereinbarung (Syna-Akten, S. 33 f.) explizit festgehalten, wie im 
Gespräch am 25. März 2021 mit (…) vereinbart, werde das Arbeitsverhältnis innerhalb der Probezeit 
mit einer Kündigungsfrist von 7 Tagen aus gesundheitlichen Gründen auf den 1. April 2021 im 
gegenseitigen Einverständnis aufgehoben. Dies bestätigte die Arbeitgeberin in ihrer Arbeitgeberbe-
scheinigung vom 1. April 2021 (Syna-Akten, S. 63 f.).

Zudem ist darauf hinzuweisen, dass sich der Beschwerdeführer mit E-Mail vom 29. März 2021 
(Syna-Akten, S. 76) an die Syna wandte und festhielt, voller Optimismus habe er bei der Arbeitge-
berin die Arbeit begonnen, aber die Überforderung sei zu viel und er habe erneut ärztliche Hilfe in 
Anspruch nehmen müssen. Ferner liess er der Syna einen Entwurf der Kündigungsvereinbarung 
zukommen und bat diesbezüglich um Rat. Ob er die Vereinbarung so unterschreiben könne und 

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welche Konsequenzen bezüglich der Arbeitslosenversicherung und der IV resultieren würden. In 
ihrer Antwort vom Folgetag (Syna-Akten, S. 75) bezog sich die Syna auf ein gleichentags geführtes 
Telefongespräch und hielt fest, nach Erhalt der Wiederanmeldung würden von ihm erneut Unterla-
gen verlangt werden und ihm das rechtliche Gehör mittels dem Arztzeugnis Seco gewährt, da 
scheinbar das Arbeitsverhältnis von ihm aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst worden sei. 
Jedoch wies ihn die Syna nicht darauf hin, dass ihm allenfalls eine Einstellung drohe und sie nur 
bereit sei, die Angaben auf dem Arztzeugnis Seco zu berücksichtigen.

Überdies stellt die Syna die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht in Frage, weshalb 
dies nicht weiter geprüft werden muss.

Insgesamt ist damit erstellt, dass die Kündigung aus gesundheitlichen Gründen erfolgte. Schliesslich 
ist darauf hinzuweisen, dass die Syna, wenn sie das Arztzeugnis Seco des behandelnden Psychia-
ters als ungenügend betrachtet hatte, weitere Abklärungen hätte tätigen können, was sie indessen 
unterlassen hat. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung 
wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit erfolgte somit zu Unrecht (vgl. in diesem Sinne Urteil 
BGer 8C_943/2012 vom 13. März 2013 E. 3.4).

4.

Zusammenfassend erfolgte die Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschä-
digung zu Unrecht. Der Einspracheentscheid vom 2. Juni 2021 ist aufzuheben und die Beschwerde 
gutzuheissen.

Das AVIG sieht keine Kostenpflicht bei Streitigkeiten über Leistungen vor (vgl. Art. 61 Bst. fbis des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG; SR 830.1], welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 AVIG zur Anwendung kommt, in seiner 
Fassung seit dem 1. Januar 2021), weshalb vorliegend das Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfah-
rens weiter zur Anwendung kommt und damit keine Gerichtskosten erhoben werden.

Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird gutgeheissen.

Der Einspracheentscheid  vom 2. Juni 2021 wird aufgehoben.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift 
muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angege-
ben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die 
Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid 
mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grund-
sätzlich kostenpflichtig. 

Freiburg, 28. Februar 2022/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: