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**Case Identifier:** 71241e0f-6286-5bd5-b39f-f721c96dc8bd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.11.2015 100 2014 103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-103_2015-11-06.pdf

## Full Text

100.2014.103U
KEP/KOM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. November 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Steinmann, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiber Kocher

A.________
vertreten durch Fürsprecher ...

Beschwerdeführer

gegen

B.________ und 55 weitere Personen
alle vertreten durch Fürsprecher ...
Beschwerdegegnerschaft

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bettenhausen
handelnd durch den Gemeinderat, Dorfstrasse 20, 3366 Bettenhausen

betreffend Bauvorhaben Geflügelmasthalle; Überschreiten der zulässigen 
Gebäudelänge (Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 
Kantons Bern vom 10. März 2014; RA Nr. 110/2013/371)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.11.2015, Nr. 100.2014.103U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ führt einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Masttierhaltung auf 
der Parzelle Gbbl. Nr. 1.________ in der Einwohnergemeinde (EG) Betten-
hausen. Am 30. Oktober 2012 reichte er bei der EG Bettenhausen ein Bau-
gesuch ein für den Neubau eines Geflügelmaststalls samt Erschliessungs-
strasse auf den in der Landwirtschaftszone (LWZ) gelegenen Parzellen 
Bettenhausen Gbbl. Nrn. 2.________, 3.________, 4.________ 
und 5.________. Der geplante Stall soll 71,70 m lang, 24,35 m breit und 
7,50 m hoch werden. A.________ stellte je ein Ausnahmegesuch für das 
Überschreiten der zulässigen Gebäudelänge sowie für das Unterschreiten 
der Dachneigung. Zudem benötigt er eine Ausnahmebewilligung für das 
Unterschreiten des Waldabstands. Die EG Bettenhausen leitete das 
Gesuch an das Regierungsstatthalteramt (RSA) Oberaargau weiter, 
welches als Leitbehörde die erforderlichen Amts- und Fachberichte einholte 
und das Verfahren koordinierte. Gegen das Vorhaben erhoben 71 
Personen gemeinsam Einsprache, darunter B.________, C.________ und 
55 weitere Privatpersonen. Am 3. April 2013 reichte A.________ eine 
Projektänderung ein. Mit Verfügung vom 10. Juli 2013 bestätigte das Amt 
für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) die 
Zonenkonformität des Bauvorhabens in der LWZ. Mit Gesamtentscheid 
vom 20. August 2013 erteilte das RSA Oberaargau für das Vorhaben die 
Baubewilligung mit den beantragten Ausnahmebewilligungen.

B.

Dagegen erhoben die in Bst. A genannten Einsprechenden am 18. Sep-
tember 2013 gemeinsam Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energie-
direktion des Kantons Bern (BVE). Auf Ersuchen von A.________ ge-
stattete die BVE mit Verfügung vom 3. Februar 2014 den vorzeitigen 
Baubeginn für die Grabarbeiten und das Einlegen von Werkleitungen ver-
bunden mit der Verpflichtung, bei Verweigerung der Baubewilligung auf 
eigene Kosten den natürlichen Zustand der Baugrundstücke wiederher-

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zustellen; insoweit entzog sie der Beschwerde die aufschiebende Wirkung. 
Mit Entscheid vom 10. März 2014 hiess die BVE die Beschwerde gut und 
hob die Verfügungen des RSA Oberaargau vom 20. August 2013 und des 
AGR vom 10. Juli 2013 auf.

C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 10. April 2014 Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, der Entscheid der BVE vom 
10. März 2014 sei aufzuheben, und es sei in Bestätigung der Verfügungen 
des RSA Oberaargau vom 20. August 2013 und des AGR vom 10. Juli 
2013 das Baugesuch vom 30. Oktober 2012 zu bewilligen. Eventualiter sei 
der Entscheid der BVE aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen. Die in Bst. A genannten Einsprechenden 
und die BVE beantragen mit Beschwerdeantwort vom 12. Mai 2014 bzw. 
Vernehmlassung vom 24. April 2014 die Abweisung der Beschwerde. Die 
EG Bettenhausen verweist mit Stellungnahme vom 24. April 2014 auf ihre 
bisherigen Eingaben, mit denen sie die Erteilung der Baubewilligung und 
der nötigen Ausnahmebewilligungen für das Überschreiten der zulässigen 
Gebäudelänge sowie für das Unterschreiten der Dachneigung unterstützt 
hat.

In der Folge hat der Instruktionsrichter weitere Unterlagen zu den Akten 
erkannt und den Beteiligten Gelegenheit gegeben, sich dazu zu äussern. 
Mit Schreiben vom 14. August 2014 ist dem Verwaltungsgericht mitgeteilt 
worden, dass C.________ (Beschwerdegegnerin) verstorben ist. Auf 
Ersuchen des Instruktionsrichters hat A.________ am 30. April 2015 wei-
tere Auskünfte und Unterlagen zum aktuellen und künftig vorgesehenen 
Betrieb eingereicht. Auch dazu haben die Verfahrensbeteiligten Stellung 
nehmen können.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 
des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Der Betrieb des Beschwerdeführers umfasst aktuell eine landwirt-
schaftliche Nutzfläche von 38,92 ha, wovon 28,70 ha Pachtland und 
10,22 ha eigenes Land. Das Betriebszentrum liegt im Dorf Bettenhausen 
und ist grösstenteils von Wohngebäuden umgeben. Der Beschwerdeführer 
hält je rund 40 Mastrinder (extensive Rindviehmast) und Mastkälber sowie 
54 Mastschweine. Auf dem Partnerbetrieb befinden sich zudem neun Pen-
sionspferde. Nebst dem Betriebsleiter arbeiten dessen Partnerin zu 40 % 
sowie dessen Eltern zu 100 % bzw. 10 % als Angestellte auf dem Betrieb 
mit (vgl. Unterlagen zu Nutzflächen, Tierbestand und Nährstoffbilanz, Bei-
lage zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 30.4.2015, act. 23A1). Der 
Beschwerdeführer sieht die Vertragsproduktion von Mastpoulets als neuen 
Betriebszweig vor. Abnehmerin bzw. Vertragspartnerin soll die Firma 
D.________ sein (Absichtserklärung der D.________ vom 3.1.2012, Akten 
Bauvoranfrage bvor 1/2012 [act. 20B]). Mit der Aufnahme der 
Geflügelproduktion würde der Beschwerdeführer die Schweine- und 
Kälbermast aufgeben, die Rindermast würde er hingegen weiterführen (vgl. 

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Situationsplan Landwirtschaftsbetrieb mit Beschrieb aktuelle/künftige 
Nutzung, Beilage zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 30.4.2015, 
act. 23A3). Das geplante Gebäude ist 71,70 m lang, 24,35 m breit 
(Grundfläche ca. 1'746 m2) und 7,50 m hoch; im eigentlichen Mastbereich 
(Stallnutzfläche) sollen auf 1'320 m2 18'000 bis 23'550 Tiere Platz finden. 
Der Standort befindet sich … (Richtung …). Die Distanz zur Wohnzone 
beträgt rund 200 m und es wird ein Waldabstand von 22 m bis 25 m 
eingehalten. Der Vorplatz soll auf einer Fläche von 1'430 m2 mit 
Asphaltgranulat versiegelt werden. Weiter sind eine neue 
Erschliessungstrasse von rund 80 m Länge zur …strasse und neue 
Werkleitungen erforderlich (vgl. Baugesuch, Baugesuchsakten, pag. 1 ff.; 
Baupläne, Akten BVE, Beilagen zu pag. 73).

2.2 Gestützt auf den aufgrund einer Bauvoranfrage eingeholten Fach-
bericht des Amts für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern vom 
25. Januar 2012 (LANAT; Akten Bauvoranfrage bvor 1/2012 [act. 20B]) hat 
das AGR die geplante Betriebserweiterung im Rahmen einer inneren Auf-
stockung (Art. 16a Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700] i.V.m. Art. 36 der 
Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; SR 700.1]) in der LWZ 
als zonenkonform beurteilt (Verfügung vom 10.7.2013, Baugesuchsakten, 
pag. 271; vgl. vorne Bst. A). Davon ist auch mit Blick auf die aktuellen Be-
triebsdaten auszugehen. Demnach würde das Trockensubstanzpotenzial 
des Pflanzenbaus des Betriebs einem Anteil von 74 % des Trockensub-
stanzbedarfs des Tierbestands entsprechen und damit das erforderliche 
Minimum von 70 % übertreffen (Art. 36 Abs. 1 Bst. b RPV; Deckungsbei-
trag-/Trockensubstanz-Kalkulation, Beilage zur Eingabe des Beschwerde-
führers vom 30.4.2015, act. 23A1). 

3.

Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, dass für die Gebäudelänge 
keine Ausnahmebewilligung erforderlich sei.

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3.1 Das Gemeindegebiet von Bettenhausen besteht aus den ehemali-
gen Gemeinden Bettenhausen und Bollodingen, welche sich am 1. Januar 
2011 zur EG Bettenhausen vereinigt haben. Gemäss Art. 84 Abs. 1 des 
Organisationsreglements vom 2. Juni 2010 i.V.m. Art. 31 des Fusionsver-
trags vom 2. Juni 2010 der EG Bettenhausen und der EG Bollodingen be-
halten die baurechtlichen Grundordnungen der vertragsschliessenden Ge-
meinden innerhalb der alten territorialen Grenzen ihre Gültigkeit bis zum 
Inkrafttreten einer für das gesamte Gebiet der neuen Gemeinde Betten-
hausen gültigen baurechtlichen Grundordnung. Da das Vorhaben auf dem 
Gebiet der früheren Gemeinde Bettenhausen realisiert werden soll und 
bisher keine baurechtliche Grundordnung für die gesamte Gemeinde erlas-
sen worden ist, sind auf das Vorhaben die Bestimmungen des Bauregle-
ments vom 22. Februar 1995 der (ehemaligen) EG Bettenhausen (nachfol-
gend: GBR) anwendbar. Art. 42 GBR sieht in der LWZ eine maximale Ge-
bäudelänge von 30 m vor. Mit einer Länge von knapp 72 m hält sich die 
geplante Masthalle nicht an Art. 42 GBR, weshalb sie einer Ausnahme-
bewilligung nach Art. 26 BauG bedarf, um die der Beschwerdeführer auch 
ersucht hat (vgl. vorne Bst. A).

3.2 Auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Bollodingen besteht in 
der LWZ keine Beschränkung der Gebäudelänge. Der Beschwerdeführer 
macht geltend, Art. 42 GBR verstosse gegen das Rechtsgleichheitsgebot 
von Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101; vgl. auch Art. 10 
Abs. 1 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]) und sei deshalb 
nicht anwendbar (vgl. Beschwerde, S. 13 f.; Stellungnahme Beschwerde-
führer vom 14.8.2014, act. 17, Ziff. 2). Dem ist entgegenzuhalten, dass 
dem Rechtsgleichheitsgebot bei Planungsmassnahmen nur eine abge-
schwächte Wirkung zukommt (Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen 
BauG, Band I/II, 4./3. Aufl. 2013/2010, Art. 61 N. 19). Dies muss ins-
besondere gelten, wenn die unterschiedlichen Regelungen nach der Fusion 
von zwei Gemeinden weiter bestehen. Eine Fusion bringt für eine be-
schränkte Zeit fast zwangsläufig gewisse Ungleichheiten mit sich, weshalb 
in diesem Punkt keine übertriebene Strenge angewendet werden darf (Ueli 
Friederich, Gemeindefusionen, in ZBl 2013 S. 239 ff., 258). Es liegt im 
Wesen der eigenständigen baurechtlichen Grundordnungen der ehemali-
gen Gemeinden, dass unterschiedliche Vorschriften bestehen. Die Bau-

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herrschaft kann unter Berufung auf das Rechtsgleichheitsgebot nicht die-
jenigen Vorschriften aus den beiden Baureglementen auswählen, die für ihr 
Projekt vorteilhaft sind. Dass die BVE Art. 42 GBR der früheren Gemeinde 
Bettenhausen angewandt hat, ist deshalb nicht zu beanstanden. Für die 
Zukunft wird die EG Bettenhausen nicht umhinkommen, für das gesamte 
Gemeindegebiet eine baurechtliche Grundordnung zu erlassen (vgl. Art. 31 
des Fusionsvertrags vom 2. Juni 2010 der EG Bettenhausen und der 
EG Bollodingen). Es ist im Übrigen nicht ausgeschlossen, dass das Bau-
reglement einer Gemeinde für eine Nutzungszone je nach Ortsteil unter-
schiedliche Baumasse festlegt, wenn dafür sachliche Gründe, z.B. des 
Ortsbild- und Landschaftsschutzes, sprechen.

4.

Es bleibt somit zu prüfen, ob die BVE eine Ausnahmebewilligung für die 
Gebäudelänge zu Recht verweigert hat (angefochtener Entscheid, E. 2).

4.1 Gemäss Art. 26 Abs. 1 BauG können Ausnahmen von einzelnen 
kantonalen und kommunalen Bauvorschriften gewährt werden, wenn be-
sondere Verhältnisse es rechtfertigen und keine öffentlichen Interessen 
beeinträchtigt werden. Überdies dürfen Ausnahmen keine wesentlichen 
nachbarlichen Interessen verletzen, es sei denn, die Beeinträchtigung 
könne durch Entschädigung vollwertig ausgeglichen werden (Art. 26 
Abs. 2 BauG). Die Ausnahmebewilligung bedeutet, dass von einer allge-
mein gehaltenen Bestimmung aus besonderen Gründen des Einzelfalls 
abgewichen werden darf. Dabei geht es um die Behebung einer unver-
hältnismässigen Härte oder offensichtlichen Unzweckmässigkeit. Als be-
sondere Verhältnisse (sog. Ausnahmegrund) kommen sowohl objektive 
Besonderheiten (Lage der Parzelle, Beschaffenheit des Baugrunds, tech-
nisch bedingte Ausnahmesituationen usw.) wie auch solche in Frage, die in 
den subjektiven Verhältnissen der bauwilligen Person begründet sind (z.B. 
Bedürfnisse einer behinderten Person; BVR 2006 S. 145 E. 5.1.2, 2005 
S. 156 E. 4.4, 2002 S. 1 E. 3d; BGE 107 Ia 214 E. 5). Nach der Praxis des 
Verwaltungsgerichts können Gründe für die Erhaltung oder Erweiterung 
eines bestehenden, rechtmässig bewilligten Gewerbebetriebs besondere 

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Verhältnisse im Sinn von Art. 26 Abs. 1 BauG darstellen (BVR 2004 S. 440, 
nicht publ. E. 3.4.5 mit Hinweisen [VGE 21198/21200 vom 18.12.2003]; für 
einen Landwirtschaftsbetrieb gilt das Gleiche: vgl. BGer vom 1.2.1978, in 
ZBl 1978 S. 394, E. 4a). Der Wunsch nach optimaler, gewinnbringender 
Nutzung des Grundstücks oder einer einfach besseren Lösung stellt hinge-
gen keinen Ausnahmegrund dar. Auch genügen rein wirtschaftliche Gründe 
nicht, können sie doch praktisch in jedem Fall angeführt werden (BVR 1999 
S. 68 E. 3b; VGE 2012/419 vom 3.7.2013, E. 4.5). Der Ausnahmegrund ist 
keine absolute Grösse. Ob ein Sachverhalt dem Erfordernis der besonde-
ren Verhältnisse zu genügen vermag, hängt von drei Komponenten ab, 
nämlich vom Interesse der Bauherrschaft an der Ausnahme, von der Be-
deutung der Vorschrift, von der abgewichen werden soll, und von der Art 
und dem Mass der verlangten Abweichung. Die Ausnahmegründe müssen 
umso gewichtiger sein, je erheblicher die beanspruchte Ausnahme ist und 
je gewichtiger die Norm, von der abgewichen werden soll (BVR 2005 
S. 156 E. 4.2; zum Ganzen BVR 2009 S. 87 E. 4.4.2, 2006 S. 145 E. 5.1.2; 
für die Höhe eines Futtersilos BVR 2015 S. 425 E. 5.1; Zaugg/Ludwig, 
a.a.O., Vorbem. zu den Art. 26-31 N. 4, Art. 26-27 N. 4 Bst. c und N. 5).

4.2 Bestimmungen über die Gebäudelänge dienen einerseits der Be-
grenzung des Nutzungsmasses, andererseits aber auch ästhetischen Zwe-
cken (BVR 2008 S. 261, nicht publ. E. 6.3.2 [VGE 22962 vom 28.2.2008]; 
VGE 2014/257 vom 21.7.2015, E. 4.4). Als Gestaltungsvorschriften sollen 
sie die Verunstaltung der Ortsbilder durch überdimensionierte Bauten ver-
hindern (Musterbaureglement des Kantons Bern vom März 1988 
[MBR 1988, S. 108], auch zum Folgenden). Art. 42 GBR zeigt, dass die 
frühere Gemeinde Bettenhausen – anders als etwa Bollodingen – auch in 
der LWZ Wert auf eine Begrenzung der Gebäudelänge auf ein relativ klei-
nes Mass legte. Dass lediglich im Dorfkern bzw. in Dorfkernnähe von 
Bettenhausen übergrosse landwirtschaftliche Bauten hätten verhindert wer-
den sollen, wie dies der Beschwerdeführer geltend macht, ist nicht erstellt 
(Beschwerde, S. 10). Solchen Überlegungen hätte im Übrigen mit dem Er-
lass einer speziellen Zone Rechnung getragen werden können (sog. 
Bauernhofzone nach Art. 85 BauG; vgl. dazu Zaugg/Ludwig, a.a.O, Art. 85 
N. 1 ff.). Mit einer Gebäudelänge von knapp 72 m wird das reglementarisch 
festgelegte Mass von 30 m um rund 140 % und somit massiv übertroffen 

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(BVR 2015 S. 425 E. 4 und 5.7 mit Bezugnahme auf die Überschreitung 
der zulässigen Silohöhe um rund 71 %).

4.3 Die BVE hat erwogen, es sei dem Beschwerdeführer in betrieblicher 
Hinsicht zumutbar, anstelle eines einzelnen grossen Maststalls zwei oder 
drei kleinere reglementskonforme Ställe zu errichten, weshalb keine be-
sonderen Verhältnisse vorliegen würden (angefochtener Entscheid, E. 2e). 
Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, dass auf dem Geflügelmarkt 
grössere Stalleinheiten gesucht seien (Beschwerde, S. 15 f.) und das Tier-
wohl (Tierschutzgesetzgebung, Labelauflagen) wie auch wirtschaftliche 
Vorgaben Ökonomiegebäude verlangten, die länger als 30 m seien. Im 
Bereich der Geflügelmast gäben die Abnehmerin und der Abnehmer die 
gewünschte Grösse des Gebäudes vor, um marktgerechte Produktpreise 
zu erzielen (Beschwerde, S. 7 und 27). Bei mehreren kleineren Ställen 
kämen zudem Bedenken des Ortsbildschutzes, der Lebensmittelsicherheit, 
des grösseren Kulturlandverlusts sowie praktische Probleme bei der Be-
wirtschaftung hinzu (Beschwerde, S. 19 ff.; Stellungnahme Schweizerischer 
Bauernverband/Agriexpert vom 9.4.2014 sowie Stellungnahme LOBAG 
vom 7.4.2014, Beschwerdebeilagen 8 und 9). Gewisse Mindestgrössen 
ergäben sich zudem bereits aufgrund der technischen Normen. Das Bau-
reglement sei 20 Jahre alt und in einer Zeit erarbeitet worden, als 
Bauvorhaben, wie sie die auf tierschützerische und ökologische Gesichts-
punkte ausgerichtete moderne Landwirtschaft erfordere, noch gar kein 
Thema gewesen seien (Beschwerde, S. 10). Gemäss der Stiftung «Avi-
forum zur Förderung zur schweizerischen Geflügelproduktion und -haltung» 
(Kompetenzzentrum der schweizerischen Geflügelwirtschaft, Zollikofen; 
nachfolgend: Aviforum) müssten für den Einstieg in die Vertragsproduktion 
Mindestgrössen des Tierbestands von 8'000-12'000 Tieren erreicht werden, 
wobei für die Mastställe gewisse Normflächen (z.B. 550-600 m2, 825-
900 m2 oder 1'100-1'300 m2 Stallnutzfläche) – und damit auch Tierbestände 
– vorgegeben seien (Zahlen und Fakten CH-Geflügelwirtschaft, Fakten-
blatt 2.1 Die Geflügelhaltung als Betriebszweig, Ziff. 2 S. 3 sowie Ziff. 4.1 
S. 6, einsehbar unter: <http://www.aviforum.ch>, Rubriken «Dienstleis-
tung/Beratung/Infos», Stand Januar 2015).

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4.4 Wie es sich damit im Einzelnen verhält, kann offenbleiben. Folgt 
man den Ausführungen des Beschwerdeführers, stellen Stallbauten von 
über 30 m Länge den Normalfall dar. Wollte man in solchen Produktions-
standards besondere Verhältnisse erblicken, würden Ausnahmebewilligun-
gen zur Regel, was letztlich einer Normkorrektur gleichkäme (vgl. 
BVR 2003 S. 534 E. 5.5; Zaugg/Ludwig, a.a.O, Vorbem. zu den Art. 26-31 
N. 1a mit weiteren Hinweisen). Allein die Tatsache, dass der Markt grös-
sere Ställe verlangt, stellt aber keinen Grund für die beanspruchte Aus-
nahme dar, sind doch besondere Verhältnisse spezielle, vom Normalfall 
abweichende Umstände (Zaugg/Ludwig, a.a.O, Art. 26-27 N. 5; vgl. auch 
E. 4.1 hiervor). Überdies geht das Aviforum für den Markteintritt nach wie 
vor von einer Mindestherdengrösse von 8'000-12'000 Tieren aus (Zahlen 
und Fakten der CH-Geflügelwirtschaft, Faktenblatt 2.1 Die Geflügelhaltung 
als Betriebszweig, Ziff. 2 S. 3, einsehbar unter: <http://www.aviforum.ch>, 
Rubriken «Dienstleistung/Beratung/Infos», Stand Januar 2015). Weitere 
Abklärungen zur Marktsituation und den Produktionsmöglichkeiten am ge-
planten Standort sind nicht nötig. Der entsprechende Beweisantrag des 
Beschwerdeführers wird abgewiesen (Beschwerde, S. 21; antizipierte Be-
weiswürdigung; vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum berni-
schen VRPG, 1997, Art. 18 N. 10). Hingegen ist weiter zu prüfen, ob in der 
betrieblichen Situation des Beschwerdeführers besondere Verhältnisse zu 
sehen sind, welche eine solche Abweichung verlangen (vgl. VGE 20998 
vom 23.1.2001, E. 3c).

4.5 Der Beschwerdeführer nennt den Erhalt seines landwirtschaftlichen 
Vollerwerbsbetriebs als Ausnahmegrund und führt dazu aus, dass er auf 
neue Betriebszweige angewiesen sei, nachdem bereits eine Weiterführung 
der Milchviehhaltung nicht realisierbar gewesen sei (Beschwerde, S. 13) 
und er die Schweinemast aufgrund neuer Vorgaben nur noch bis Au-
gust 2018 betreiben könne (Situationsplan Landwirtschaftsbetrieb mit Be-
schrieb aktuelle/künftige Nutzung, Beilage zur Eingabe des Beschwerde-
führers vom 30.4.2015, act. 23A3). Eine Betriebserweiterung komme ge-
mäss den von ihm getätigten Abklärungen zudem nur am vorgesehenen 
Standort in Frage (Beschwerde, S. 9 und 13). Den Akten lässt sich ent-
nehmen, dass sich der Beschwerdeführer verschiedene Möglichkeiten der 
Betriebserweiterung (durch innere Aufstockung) überlegt und ent-

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sprechende Vorabklärungen getroffen hat. Ein Laufstall für Milchvieh-
haltung mit Aufzucht südlich des Betriebszentrums ist an der Zustimmung 
der Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) ge-
scheitert (vgl. Akten Bauvoranfrage bvor 3/2011 [act. 20A]); Gleiches gilt für 
eine nördlich des Betriebszentrums geplante Pouletmasthalle (Neubau 
Ökonomiegebäude mit Auslaufhaltung; vgl. Akten Bauvoranfrage 
bvor 1/2012 [act. 20B]). Der Beschwerdeführer legt zudem eine Beurteilung 
der ökonomischen Situation seines Betriebs durch das Inforama Waldhof 
vor. Die Fachstelle bescheinigt derzeit unterdurchschnittliche Jahresergeb-
nisse und bestätigt, dass für die langfristige Erhaltung des Betriebs neue 
Betriebszweige nötig seien. Sie weist auf die schlechte Arrondierung und 
die kaum ausbaufähigen Strukturen am Betriebsstandort hin, welche sich 
negativ auf die Arbeitslast auswirkten und zu überdurchschnittlichen Per-
sonalkosten führten. Entsprechend erwartet die Fachstelle mit dem abseh-
baren Wegfall der Schweinemast und den Einbussen bei den Direktzahlun-
gen einen weiteren Rückgang der Jahresergebnisse, falls sich die An-
gestelltenkosten nicht senken liessen (Gutachten zur Beurteilung der 
ökonomischen Situation des Betriebes A.________ vom 29.4.2015 
[nachfolgend: Gutachten Inforama], act. 23A2, Ziff. 2.2 S. 5). Dazu ist fest-
zuhalten, dass derzeit ein Grossteil der im Gutachten Inforama ausge-
wiesenen Personalkosten auf den Vater des Beschwerdeführers entfallen, 
welcher zu 100 % auf dem Betrieb angestellt ist. Dieser wird im Laufe des 
Jahres 2015 das ordentliche Pensionsalter erreichen (Agridea Nachweis, 
Beilage zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 30.4.2015, act. 23A1). 
Denkbar ist folglich ein Rückgang der Personalkosten, was sich allerdings 
wiederum auf der Erwerbsseite auswirken würde, da unter anderem 
weniger Arbeiten für Dritte erledigt werden könnten (Gutachten Inforama, 
Ziff. 2.5 S. 8). Aufgrund der Grösse des Betriebs sind zudem 
Optimierungsmöglichkeiten nicht auszuschliessen. Die Auswirkungen auf 
die Betriebsrechnung sind aber nicht vergleichbar mit denjenigen einer 
inneren Aufstockung (vgl. Stellungnahme Beschwerdegegnerschaft vom 
25.6.2015, act. 28, S. 2). Das Gutachten Inforama zeigt, dass eine 
Betriebserweiterung im Bereich Tierhaltung nötig ist, um wieder bessere 
Jahresergebnisse zu erzielen. Das Vorhaben des Beschwerdeführers 
(innere Aufstockung mit Pouletmast) wird als richtige und nachhaltige 
Neuausrichtung des Betriebs beurteilt (Gutachten Inforama, Ziff. 6 S. 11). 

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4.6 Damit ist noch nicht gesagt, dass die Betriebserweiterung im vorge-
sehenen Umfang erforderlich ist, um die Existenz des Betriebs des Be-
schwerdeführers zu gewährleisten. Zunächst fällt auf, dass der Beschwer-
deführer die Ausnahmebewilligung nicht für einen Ausbau eines bereits 
bestehenden Betriebszweigs am bisherigen Standort beansprucht, sondern 
für den Aufbau eines neuen Betriebszweigs an einem neuen Standort. Be-
züglich der Wahl des Betriebszweigs und dessen konkreter Ausgestaltung 
steht ihm ein gewisser Spielraum zu (bspw. Wahl des Mastregimes). Dass 
sich der Umfang der Betriebserweiterung im vom Beschwerdeführer beab-
sichtigten Bereich bewegen muss, ergibt sich weder aus den eingereichten 
Unterlagen noch macht dies der Beschwerdeführer ausdrücklich geltend. 
Ein Anspruch auf das Optimum lässt sich jedoch aus Art. 26 BauG nicht 
ableiten (vgl. vorne E. 4.1 sowie E. 4.7 hiernach).

4.7 Entscheidend fällt ins Gewicht, dass sich die Überschreitung der im 
GBR festgelegten Gebäudelänge um 140 % aus der maximalen Grösse 
des Projekts des Beschwerdeführers ergibt. Der geplante Geflügelmaststall 
bewegt sich im obersten Bereich dessen, was im Rahmen der inneren Auf-
stockung überhaupt zulässig ist (vgl. vorne E. 2.2). Das gilt auch für den 
vorgesehenen Tierbestand: Der Beschwerdeführer möchte gemäss eige-
nen Ausführungen eine Kombimast bzw. Mittel-Grossmast betreiben, bei 
der die Tiere zweimal ausgestallt werden. Die Ausstallungen sollen jeweils 
dann stattfinden, wenn die maximal zulässige Gewichtslimite von 30 kg pro 
Quadratmeter Stallfläche erreicht ist (vgl. Anhang 1 Tabelle 9 Ziff. 34 der 
Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 [TSchV; SR 455.1]). Die Voraus-
stallung soll demnach nach rund 33-35 Masttagen erfolgen und die Haupt-
ausstallung nach 37-40 Masttagen. Der Beschwerdeführer beabsichtigt, pro 
Umtrieb jeweils bis zu 23'550 Tiere einzustallen. Damit erreicht er beinahe 
den nach Art. 2 Abs. 2 Bst. b der Verordnung vom 23. Oktober 2013 über 
Höchstbestände in der Fleisch- und Eierproduktion (Höchstbestandesver-
ordnung, HBV; SR 916.344) zulässigen Höchstbestand von 24'000 Tieren 
für das von ihm vorgesehene Mastregime (Kombimast mit Vorausstallung 
nach 33-35 Masttagen). Für diese Anzahl Tiere ist ein Maststall im Bereich 
der grössten üblichen Normflächen erforderlich, der sich zwischen 1'100 
und 1'300 m2 bewegt (vgl. vorne E. 4.3). Der Beschwerdeführer weist so-
dann darauf hin, dass ein vergleichbarer Stall bei einer anderen Vertrags-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.11.2015, Nr. 100.2014.103U, 
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partnerin rund 200 m2 kleiner wäre. Zurückzuführen sei dies auf die bei der 
D.________ tiefere Besatzdichte (18,0 Tiere/m2 gegenüber 20,5 bei 
E.________ und 20,6 bei F.________) und die etwas längere Mastdauer, 
welche dazu führe, dass die Tiere etwas schwerer werden, was sich 
aufgrund der Gewichtslimite/m2 wiederum auf die Anzahl Tiere auswirke 
(Beschwerde, S. 17 f.). Mit anderen Worten handelt es sich bei dem vom 
Beschwerdeführer geplanten Stall flächenmässig um das derzeit grösste 
Modell (vgl. hierzu die detaillierten Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid, E. 2e). Zwar könnte – theoretisch und ausserhalb der 
Normflächen – grösser gebaut werden, jedoch dürften aufgrund der HBV 
nicht mehr Tiere eingestallt werden. Das Mass der Abweichung darf jedoch 
nicht weitergehen, als die Besonderheit bzw. der Ausnahmegrund reicht 
(Zaugg/Ludwig, a.a.O, Vorbem. zu den Art. 26-31 N. 7 mit Hinweis auf 
VGE 20460 vom 16.10.1998, E. 4b). Jedenfalls rechtfertigt der Wunsch des 
Beschwerdeführers, in einem Stall mit maximaler Grösse zu produzieren, 
keine Ausnahme. Daran ändern auch die Überlegungen zum Tierwohl 
nichts (Beschwerde, S. 18). Der Beschwerdeführer hat damit keinen 
Anspruch auf eine Gebäudelängenüberschreitung im beabsichtigten 
(maximalen) Umfang.

4.8 Zusammengefasst handelt es sich um ein grosses Vorhaben, wel-
ches massiv von der Grundordnung abweicht. Die Abweichung ist gröss-
tenteils auf die vom Beschwerdeführer gewünschte, für ihn optimale Stall-
grösse zurückzuführen. Auf eine solche besteht im Rahmen der Aus-
nahmebewilligung jedoch kein Anspruch. Auch die betriebliche Situation 
des Beschwerdeführers vermag einen solchen nicht zu vermitteln. Beson-
dere Verhältnisse, welche eine Abweichung von der baurechtlichen Grund-
ordnung im beabsichtigten Umfang rechtfertigen würden, liegen nicht vor. 
Die BVE hat zu Recht das Vorliegen eines Ausnahmegrunds verneint, 
wenn auch teilweise andere Überlegungen zu diesem Ergebnis führten 
(sog. Substitution der Motive; BVR 2013 S. 521 E. 2.4; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 72 N. 12, je mit Hinweisen). 
Folglich musste sie auch nicht prüfen, ob einer Ausnahme öffentliche oder 
private Interessen entgegenstehen (vgl. Art. 26 Abs. 1 und 2 BauG; vorne 
E. 4.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.11.2015, Nr. 100.2014.103U, 
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5.

Die BVE hat dem Vorhaben die Ausnahmebewilligung für das Überschrei-
ten der zulässigen Gebäudelänge zu Recht verweigert. Die Beschwerde 
erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Bei diesem Ergebnis 
kann offenbleiben, ob das Vorhaben des Beschwerdeführers allenfalls der 
bundesrechtlichen Planungspflicht nach Art. 2 RPG unterliegen könnte. 
Hierzu sei erwähnt, dass das Bundesgericht diese Frage in der Vergangen-
heit bereits bei kleineren Geflügelställen aufgeworfen, jedoch verneint hat 
(BGE 117 Ib 270 E. 3d; BGer 1C_892/2013 vom 1.4.2015, E. 2, 
1A.101/1999 vom 10.2.2000, E. 3; zur Planungspflicht vgl. auch BGE 120 
Ib 266 E. 3d; Arnold Marti, Planungspflicht für grössere Vorhaben aus-
serhalb der Bauzonen – wegleitende Rechtsprechung des Bundesgerichts, 
ZBl 2005 S. 353 ff.; Peter Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes Umwelt-
schutzrecht, 5. Aufl. 2008, S. 106 f.).

6.

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer 
kostenpflichtig. Er hat die Verfahrenskosten zu tragen und der anwaltlich 
vertretenen Beschwerdegegnerschaft die Parteikosten zu ersetzen 
(Art. 108 Abs. 1 sowie Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

6.2 Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 
28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung 
vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Partei-
kostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt das Honorar in Beschwer-
deverfahren Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz zuzüglich allfälliger Zu-
schläge nach Art. 11 Abs. 2 und Art. 16 PKV. Innerhalb dieses Rahmen-
tarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebote-
nen Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 
Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). – Der Rechtsvertreter der Beschwerde-
gegnerschaft macht für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ein 
Honorar von Fr. 7'750.-- geltend. Dies erscheint nach den obgenannten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.11.2015, Nr. 100.2014.103U, 
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Kriterien überhöht. Der gebotene Zeitaufwand und die Schwierigkeit des 
Prozesses sind als durchschnittlich zu werten, zumal das Verfahren auf die 
Frage der Ausnahmebewilligung beschränkt war. Die Bedeutung des Ver-
fahrens ist für die Beschwerdegegnerschaft ebenfalls nur durchschnittlich. 
Insgesamt erscheint daher ein Honorar von Fr. 6'000.-- (zzgl. Auslagen und 
MWSt) als angemessen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerschaft die Partei-
kosten für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, festgesetzt auf 
Fr. 6'620.70 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Beschwerdegegnerschaft
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Bettenhausen
- dem Regierungsstatthalteramt Oberaargau
- dem Bundesamt für Raumentwicklung
- dem Bundesamt für Landwirtschaft

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.