# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 184ad43f-18c7-59c1-adb3-5d73493f8e71
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-12-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.12.2016 A-226/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-226-2016_2016-12-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-226/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  D e z e m b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Christoph Bandli (Vorsitz), 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,  

Richter Maurizio Greppi,    

Gerichtsschreiber Stephan Metzger. 
 

 
 

Parteien 
 A. _______,  

vertreten durch Dr. André Clerc, Avocats Anwälte, 

Rue Saint-Pierre 4, Postfach 520, 1701 Fribourg,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Swissgrid AG,  

Werkstrasse 12, 5080 Laufenburg,   

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom,  

Effingerstrasse 39, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Bescheid Swissgrid AG über die Zusprache und definitive 

Höhe der Einmalvergütung. 

 

 

 

A-226/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Datum vom 26. Oktober 2011 meldete A. _______ bei der Swissgrid 

AG eine Photovoltaik-Anlage mit einer projektierten Leistung von 164 kWp 

für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) an. Das KEV-Projekt 

erhielt von der Swissgrid AG die Nummer Y. _______ zugeteilt, führte im 

Übrigen aber auch die Bezeichnung ihres Standortes, "X. _______".  

B.  

Mit Bescheid vom 2. November 2011 bestätigte die Swissgrid AG A. _____ 

die Anmeldung des Projektes für die KEV mit der Nummer Y. _______ und 

nahm dieses in die Warteliste auf. 

C.  

Am 4. Juni 2012 erfolgte durch die Alectron AG die Abnahme der Photovol-

taik-Anlage "X. _______". Dabei wurde auf dem Abnahmeprotokoll die 

"Swissgrid Vorgangs-Nummer" Z. _______ vermerkt. 

D.  

Am 14. Juni 2012 erfolgte durch die Groupe E SA die Beglaubigung der 

Anlage "X. _______" mit einer Leistung von 5,04 kWp als KEV-Projekt mit 

der Nummer Z. _______.  

E.  

Mit Informationsschreiben vom 31. März 2014 wurde A. _______ – unter 

Bezugnahme auf die Photovoltaik-Anlage mit der KEV-Nummer Y. ______ 

und einer Leistung von 5,04 kWp – durch die Swissgrid AG betreffend den 

Erlass neuer – für dessen Projekt relevanter – Regelungen im Zusammen-

hang mit der KEV orientiert. 

F.  

Im August 2014 (genaues Datum nicht lesbar) sandte A. _______ das For-

mular "Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) / Einmalvergütung 

(EIV): Ausübung des Wahlrechtes (Y. _______)" an die Swissgrid AG. 

A. ______ bestätigte auf diesem Formular unterschriftlich, dass er für diese 

Projektnummer sein Wahlrecht ausübe und für diese Anlage künftig eine 

Einmalvergütung erhalten möchte. 

G.  

Mit Bescheid vom 12. November 2014 bestätigte die Swissgrid AG, dass 

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Seite 3 

die Voraussetzungen für die Einmalvergütung betreffend das Photovoltaik-

Projekt mit der KEV-Nummer Y. _______ erfüllt sind und setzte den defini-

tiven Einmalvergütungssatz fest. Berechnungsgrundlage bildeten die be-

glaubigten Anlagedaten, d.h. die Leistung der am 30. Mai 2012 in Betrieb 

genommenen Anlage von 5,04 kWp. 

H.  

Mit Eingabe vom 9. Dezember 2014 erhob A. _______ gegen diesen Ent-

scheid beim Fachsekretariat der Eidgenössischen Elektrizitätskommission 

(ElCom) Einsprache. Er machte geltend, er habe bei der KEV zwei PV-

Projekte angemeldet, nämlich zum einen die Nummer Z. _______ mit einer 

Leistung von 5 kWp und zum anderen die Nummer Y. _______ mit einer 

Leistung von 164 kWp. Die Swissgrid AG habe nun die KEV-Nummern sei-

ner zwei Photovoltaik-Anlagen verwechselt. Aus diesem Grund wolle sie 

nun die Anlage mit der Nummer Y. _______ mit der EIV abrechnen. 

A. _______ verlangte das Belassen der Anlage mit der Nummer 

Y. _______ auf der KEV-Warteliste. 

I.  

Mit Schreiben vom 10. Dezember 2014 gelangte A. _______ erneut an das 

Fachsekretariat der ElCom und erläuterte seine Eingabe vom 9. Dezember 

2014. Dabei führte er aus, seine Anlage mit einer Leistung von 164 kWp 

sei ohne seine Erlaubnis auf 5 kWp gekürzt worden, bei der Swissgrid AG 

sei also eine Verwechslung der Anlagen mit den Nummer Y. _______ und 

Nummer Z. _______ passiert. Aus diesem Grund verlangte er die Annullie-

rung der Einmalvergütung bezüglich des Projektes mit der Nummer 

Y. _______. 

J.  

Am 11. Dezember 2014 gelangte eine E-Mail der Alectron AG an das Fach-

sekretariat der ElCom, in welcher diese einräumte, auf ihrem Abnahmepro-

tokoll vom 14. Juni 2012 eine falsche "KEV-Vorgangsnummer" aufgeführt 

zu haben. Die Alectron AG legte ein am 11. Dezember 2014 revidiertes 

Abnahmeprotokoll bei, in welchem die Nummer Z. _______ der Anlage mit 

einer Leistung von 5,04 kWp durch die Nummer Y. _______ ersetzt worden 

war. 

K.  

Mit Stellungnahme vom 5. März 2015 befand das Fachsekretariat der El-

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Seite 4 

Com, A. _______ habe am 14. August 2014 sein Wahlrecht unmissver-

ständlich gegenüber dem Projekt Nummer Y. _______, d.h. zu Gunsten der 

Einmalvergütung, ausgeübt. 

L.  

Am 7. April 2015 verlangte A. _______ den Erlass einer beschwerdefähi-

gen Verfügung. 

M.  

Mit Verfügung vom 19. November 2015 entschied die ElCom, der Bescheid 

der Swissgrid AG vom 12. November 2014 zum Projekt mit der KEV-Num-

mer Y. _______ werde bestätigt, d.h. A. _______ habe sein Wahlrecht be-

züglich der Einmalvergütung in Bezug auf die Photovoltaik-Anlage 

"X. _______" endgültig ausgeübt. 

N.  

Gegen diesen Entscheid erhebt A. _______ (Beschwerdeführer) mit Ein-

gabe vom 11. Januar 2016 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. 

Er beantragt sinngemäss, die Beschwerde sei gutzuheissen und der Ent-

scheid vom 19. November 2015 sei aufzuheben, zu seinen Gunsten zu 

ändern und das Projekt Nummer Y. _______ wieder auf die KEV-Warteliste 

zu setzen. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. Der Beschwerdeführer rügt die unrichtige bzw. unvollständige 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes, die Verletzung von 

Bundesrecht sowie die Unangemessenheit des Entscheides. Im Wesentli-

chen begründet er sein Begehren damit, dass es sich vorliegend um zwei 

verschiedene Photovoltaik-Anlagen handle, wovon die eine mit einer Leis-

tung von 5,04 kWp eine Testanlage sei. Er habe sodann das Formular 

"Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) / Einmalvergütung (EIV)" irr-

tümlich in der Annahme falsch ausgefüllt, sein Entscheid beziehe sich auf 

diese Testanlage. Ausserdem sei das von ihm ausgeübte Wahlrecht nicht 

endgültig und die ElCom sei aufgrund falsch angewandten Rechts zum 

Schluss gelangt, es handle sich bei der projektierten 164 kWp-Anlage um 

eine Erweiterung der bestehenden Testanlage. Letztendlich erweise sich 

der Entscheid jedoch auch als unverhältnismässig resp. als unangemes-

sen.  

O.  

Mit Vernehmlassung vom 29. Februar 2016 nimmt das Fachsekretariat der 

ElCom (Vorinstanz) in der Sache Stellung und beantragt, die Beschwerde 

sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung führt sie im 

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Seite 5 

Wesentlichen aus, die Tatsache, dass die 164 kWp-Anlage auf demselben 

Dach wie die Testanlage projektiert sei, deute auf eine Erweiterung der be-

stehenden Anlage hin, weshalb es sich korrekterweise um ein einziges 

KEV-Projekt handle. Im Übrigen sei ein Wahlrecht bezüglich KEV/EIV im-

mer endgültig. 

P.  

Mit Beschwerdeantwort vom 7. März 2016 schliesst die Swissgrid AG (Be-

schwerdegegnerin) auf vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Sie 

begründet dies im Wesentlichen damit, dass nur eine einzige Anlage vor-

liege und der Beschwerdeführer in Ausübung seines endgültigen Wahl-

rechts seinen Entscheid zugunsten einer Einmalvergütung betreffend die 

Anlage mit der KEV-Nummer Y. _______ getroffen habe. Sie selbst habe 

denn auch keine "Korrektur" vorgenommen, vielmehr spreche die Vermu-

tung für eine beabsichtigte Erweiterung der Anlage. Im Übrigen ergebe sich 

die Endgültigkeit des Wahlrechts bereits aus dem Gesetz, denn unter den 

gegebenen Umständen komme für den Beschwerdeführer nur eine Ein-

malvergütung in Frage. Ausserdem sei der Entscheid der Vorinstanz auch 

nicht unverhältnismässig, werde dadurch doch in keiner Weise die Förde-

rung der erneuerbaren Energien verunmöglicht.  

Q.  

In seinen Schlussbemerkungen vom 11. April 2016 betont der Beschwer-

deführer erneut die Verletzung des Bundesrechts und verweist im Weiteren 

auf seine Ausführungen in der Beschwerdeschrift vom 11. Januar 2016. 

R.  

Mit Schreiben vom 20. April 2016 verzichtet die Vorinstanz mit Verweis auf 

ihre Vernehmlassung vom 29. Februar 2016 auf eine weitere Stellung-

nahme. 

S.  

Auf weitergehende Ausführungen der Parteien und die sich bei den Akten 

befindlichen Schriftstücke wird – sofern entscheidrelevant – im Rahmen 

der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

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Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Entscheide der ElCom sind 

beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 25 Abs. 1bis des Energie-

gesetzes vom 26. Juni 1998 [EnG, SR 730.0] i.V.m. Art. 23 des Stromver-

sorgungsgesetzes vom 23. März 2007 [StromVG, SR 734.7] und Art. 33 

Bst. f des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 

17. Juni 2005 (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32). Eine Aus-

nahme nach Art. 32 VGG ist nicht gegeben. Das Bundesverwaltungsge-

richt ist daher zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, 

soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 

hat. Der Beschwerdeführer ist als Verfahrensbeteiligter formeller Adressat 

der angefochtenen Verfügung und durch diese auch materiell beschwert. 

Er ist deshalb zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legitimiert. 

1.3 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und 

Art. 52 VwVG) ist somit einzutreten. 

2.   

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung respektive 

das angefochtene Urteil auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichti-

ger oder unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

und Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemes-

senheit (Art. 49 VwVG).  

2.2 Die Vorinstanz ist indessen keine gewöhnliche Vollzugsbehörde, son-

dern eine verwaltungsunabhängige Kollegialbehörde mit besonderen Kom-

petenzen. Als Fachorgan ist sie Regulierungsinstanz mit besonderer Ver-

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antwortung. Dies rechtfertigt eine gewisse Zurückhaltung des Bundesver-

waltungsgerichts bei der Überprüfung des vorinstanzlichen Entscheids, 

entbindet es aber nicht davon, die Rechtsanwendung auf ihre Vereinbarkeit 

mit Bundesrecht zu überprüfen (vgl. BGE 133 II 35 E. 3 mit Hinweisen; 

BVGE 2009/35 E. 4; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-857/2014 

vom 13. November 2014 E. 2 mit Hinweisen; ANDRÉ MOSER/MICHAEL 

BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.154 ff.).  

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs, sei er doch nie über den Fortgang des Verfahrens in-

formiert worden und habe bis zum 12. November 2014 keinerlei Informati-

onen zu seinen Photovoltaik-Projekten erhalten. 

3.1.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör wird durch Art. 29 Abs. 2 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 (BV, SR 101) gewährleistet. Daraus ergibt sich insbesondere die 

Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen (vgl. Art. 35 Abs. 1 

VwVG), der Anspruch erfasst aber auch zahlreiche Rechte von Verfahrens-

beteiligten, Informationen betreffend das Verfahren zu gewinnen. So bein-

haltet der Anspruch u.a. das Akteneinsichtsrecht und das Recht auf Orien-

tierung. Während ersteres ein Mitwirkungsrecht darstellt, welches dem Ver-

fahrensbeteiligten die aktive Informationsbeschaffung ermöglicht, betrifft 

letzteres den Anspruch, über das Verfahren und dessen Inhalt informiert zu 

werden. Das Recht auf Orientierung ist als eher unscharf konturierter An-

spruch zu bezeichnen und bezieht sich hauptsächlich auf jene Informati-

onspflichten der Behörden, die den Beteiligten die Wahrnehmung ihrer 

Äusserungs- und Mitwirkungsrechte erst ermöglichen. Zu orientieren ist 

grundsätzlich über die Einleitung des Verfahrens und dessen Gegenstand, 

über Beweismassnahmen und Verhandlungen, über Stellungnahmen von 

Gegenparteien und Vorinstanzen, über den Beizug bestimmter Akten so-

wie unter Umständen über die in Aussicht genommene Rechtsanwendung. 

Von der Pflicht der Behörde zur aktiven Orientierung können jene Bereiche 

unterschieden werden, in denen es genügt, wenn die Informationen bloss 

zur Verfügung stehen, also beispielsweise die Akten, welche den Verfah-

rensbeteiligten unter Ausübung des Akteneinsichtsrechts grundsätzlich of-

fen stehen. Im Vordergrund der behördlichen Orientierungspflicht steht der 

Schutz der Parteien vor unerwarteten Nachteilen (ALFRED KÖLZ/ISABELLE 

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Seite 8 

HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 487 ff.).  

3.1.2 Wie unten auszuführen sein wird (vgl. E. 6.4.3), hat der Beschwerde-

führer stets in Bezug auf die Anlage mit der KEV-Nummer Y. _______ ge-

handelt und stets bei gegebener Sorgfalt erkennen müssen, dass sein 

Handeln diese Anlage betrifft. Die Kenntnis der falschen KEV-Nummer 

hätte ihn deshalb kaum von seinem Handeln bezüglich der Anlage mit der 

KEV-Nummer Y. _______ abgehalten. Es ist somit kein Nachteil ersichtlich, 

der dem Beschwerdeführer aufgrund der Unkenntnis dieses Sachverhaltes 

erwachsen wäre. Auch eine Orientierung des Beschwerdeführers betref-

fend die Diskrepanz zwischen den verschiedenen Kategorien von Anlagen 

hätte nicht zur Verhinderung eines Nachteils geführt, zumal die Kategorien 

– wie die Beschwerdegegnerin ausführt – keinen Einfluss auf die EIV resp. 

KEV gehabt hätten und im Übrigen vom Beschwerdeführer als Projektiniti-

ator die Kenntnis der diesbezüglichen Gesetzeslage erwartet werden 

durfte. Eine Orientierungspflicht der Beschwerdegegnerin ist vorliegend je-

doch nicht nur deshalb abzulehnen, weil deren Verhalten nicht zu einem 

Nachteil beim Beschwerdeführer in Form einer Schlechterstellung im Ver-

fahren geführt hätte. Vielmehr wäre es der Beschwerdegegnerin nicht zu-

zumuten, bei den – wie sie selber ausführt – tausenden hängigen Verfah-

ren, die betroffenen Antragsteller aktiv über die Änderung von Gegeben-

heiten zu orientieren, welche keine nachteiligen Auswirkungen auf deren 

Stellung im Verfahren haben und diese die sie selbst betreffenden Informa-

tionen jederzeit hätten selber mittels Akteneinsichtsgesuch beschaffen 

können. Im Übrigen ist auch festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin 

den Beschwerdeführer – entgegen dessen Darstellung – bis im August 

2014 nicht orientiert hätte: Das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 

31. März 2014 hat in Bezug auf die KEV-Nummer Y. _______ der Anlage 

mit einer Leistung von 5,04 kWp über die Einführung der EIV und der be-

stehenden Wahlmöglichkeit informiert. Das rechtliche Gehör wurde nicht 

verletzt, der entsprechenden Rüge des Beschwerdeführers ist nicht zu fol-

gen. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 89 Abs. 1 BV setzen sich der Bund und die Kantone im 

Rahmen ihrer Zuständigkeiten für eine umweltverträgliche Energieversor-

gung ein. Art. 1 Abs. 2 Bst. c EnG statuiert als Ziel die verstärkte Nutzung 

von einheimischen und erneuerbaren Energien. Zur Förderung der Strom-

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Seite 9 

erzeugung mit erneuerbaren Energien hat der Gesetzgeber die KEV ein-

geführt (Art. 7a EnG). Die KEV wird nach den im Erstellungsjahr geltenden 

Gestehungskosten von Referenzanlagen bestimmt, die der jeweils effizi-

entesten Technologie entsprechen (Art. 7a Abs. 2 EnG). Die Regelung der 

Einzelheiten, z.B. der Gestehungskosten je Erzeugungstechnologie, Kate-

gorie und Leistungsklasse, delegiert diese Norm an den Bundesrat, der die 

Details in der Energieverordnung geregelt hat. Die konkrete Höhe der Ver-

gütungssätze für die verschiedenen Technologien lässt sich aufgrund der 

in den Anhängen zur Energieverordnung vom 7. Dezember 1998 (EnV, 

SR 730.01) festgesetzten Grundlagen berechnen und erfolgt schematisch, 

nicht abgestimmt auf eine individuelle Anlage (Art. 3b EnV). Für die Admi-

nistration der KEV ist die Beschwerdegegnerin als nationale Netzgesell-

schaft verantwortlich (Art. 3g ff. EnV und Art. 18 ff. StromVG). Sie wickelt 

namentlich das Zulassungsverfahren zur KEV und deren Auszahlung ab, 

ist also für die Administration der KEV zuständig (Art. 3g ff. EnV). Einen Teil 

der Administration hat die Beschwerdegegnerin ausgelagert: Die KEV wird 

aus einem Fonds gespiesen, in den die Zuschläge auf die Übertragungs-

kosten gemäss Art. 15b EnG fliessen, und der von der Stiftung KEV ver-

waltet wird (vgl. dazu Art. 15b Abs. 5 EnG; PETER HETTICH/SIMONE WALT-

HER, Rechtsfragen um die kostendeckende Einspeisevergütung [KEV] für 

Elektrizität aus erneuerbaren Energien, in: ZBl 3/2011 S. 150 sowie 

www.stiftung-kev.ch; vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesverwaltungsge-

richts A-2895/2014 vom 17. Dezember 2014 E. 3.1 und A-4065/2011 vom 

15. Mai 2012 E. 3). 

4.2 Das Anmelde- und Bescheidverfahren wird durch die Anmeldung einer 

Photovoltaik-Anlage bei der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid AG ein-

geleitet (Art. 3g EnV). Die Anmeldung enthält unter anderem Angaben zur 

Kategorie der Anlage, zur erwarteten jährlichen Produktion und zum ge-

planten Inbetriebnahmedatum (Anhang 1.2 Ziff. 5.1 EnV). Die Netzgesell-

schaft prüft anschliessend, ob die Anspruchsvoraussetzungen voraussicht-

lich gegeben sind. Das Resultat der Prüfung wird dem Antragsteller in ei-

nem Bescheid mitgeteilt (Art. 3g Abs. 3 EnV). Nach der Meldung der Inbe-

triebnahme durch den Antragsteller teilt die nationale Netzgesellschaft dem 

Antragsteller den Vergütungssatz gemäss Art. 3b Abs. 1bis EnV mit (Art. 3h 

Abs. 3 EnV). Gegen die Bescheide der nationalen Netzgesellschaft kann 

innert 30 Tagen seit Eröffnung die ElCom angerufen werden (Art. 25 

Abs. 1bis EnG).  

http://www.stiftung-kev.ch/

A-226/2016 

Seite 10 

5.  

5.1 Vorab macht der Beschwerdeführer geltend, der Sachverhalt sei un-

richtig festgestellt worden. Er führt aus, die Vorinstanz verkenne, dass es 

sich vorliegend um zwei verschiedene Projekte und somit nicht um die Er-

weiterung einer Anlage handle und begründet seine Rüge damit, dass er 

einerseits eine Testanlage mit einer Leistung von 5,04 kWp erstellt habe, 

welche am 30. Mai 2012 in Betrieb genommen und unter der KEV-Nummer 

Z. _______ am 4. Juni 2012 abgenommen wurde. Diese Anlage sei ange-

baut, was aus der Beglaubigung der Groupe E SA ersichtlich sei. Bei der 

Anmeldung der Photovoltaik-Anlage mit der KEV-Nummer Y. _______ sei 

hingegen eine "integrierte Anlage" angegeben worden, was sodann auch 

aus den Bauplänen hervorgehe, sei doch geplant, im Zuge der Renovation 

des Scheunendaches die Photovoltaik-Anlage mit 164 kWp integriert zu 

installieren. Die beiden verschiedenen Photovoltaik-Projekte würden im 

Übrigen beide unter der Bezeichnung "X. _______" – und somit unter sei-

ner Adresse – geführt. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, das Vorge-

hen des abnehmenden Dienstleisters sowie des beglaubigenden Unter-

nehmens sei deshalb korrekt gewesen, indem der Testanlage die KEV-

Nummer Z. _______ zugeordnet worden sei. Die Korrektur durch die Alect-

ron AG sei ausserdem erst vier Monate nach seiner irrtümlichen Willens-

kundgabe bezüglich Einmalvergütung erfolgt. Er sei somit im Zeitpunkt der 

Abgabe seiner Wahlmöglichkeit nicht über den Fehler informiert gewesen 

und sei deshalb zu Recht davon ausgegangen, dass für die Testanlage mit 

einer Leistung von 5,04 kWp ein separates KEV-Projekt geführt werde und 

er nur für dieses einen Entscheid betreffend KEV oder EIV treffe. Zu die-

sem Zeitpunkt sei sodann auch nur diese Testanlage in Betrieb gewesen. 

Im Übrigen habe er nie eine Änderung des Projektes bekannt gegeben.  

5.2 Die Vorinstanz entgegnet in ihrer Stellungnahme vom 29. Februar 2016 

im Wesentlichen, dass eine Photovoltaikanlage gemäss Anhang 1.2 

Ziff. 1.1 EnV aus einem oder mehreren Modulfeldern, einem oder mehre-

ren Wechselrichtern und einem Einspeisepunkt bestehe. Mehrere Photo-

voltaik-Anlagen könnten hingegen dann angenommen werden, wenn sich 

vor einem Einspeisepunkt mehrere Einheiten von Modulfeldern und dazu-

gehörige Wechselrichter auf verschiedenen Grundstücken befinden wür-

den, insbesondere, wenn sie unabhängig voneinander erstellt werden. Die 

Vorinstanz führt weiter aus, es sei davon auszugehen, dass der Beschwer-

deführer durch die Testanlage – soll damit doch mit der Ost-West-Ausrich-

tung des Daches der Ertrag getestet werden – eine Erweiterung der Anlage 

auf demselben Dach und somit auf demselben Grundstück vorbereitet 

A-226/2016 

Seite 11 

werde, weshalb es sich insgesamt um eine einzige Anlage und somit auch 

um ein einziges KEV-Projekt handle. Dabei sei es aus Sicht der EnV irre-

levant, ob es sich bei der Anlage mit 5,04 kWp um eine Testanlage handle, 

sehe die Energiegesetzgebung für solche Anlagen doch keine besondere 

Regelung vor. Im Übrigen liege es weder in der Kompetenz der Alectron 

AG noch in jener der Groupe E SA, KEV-Nummern zu vergeben, sondern 

allein die Beschwerdegegnerin sei zuständig, diese Projektnummern zu 

vergeben.  

5.3 In ihrer Beschwerdeantwort vom 7. März 2016 führt die Beschwerde-

gegnerin sinngemäss aus, die Anzahl der Einspeisepunkte lasse auf die 

Anzahl der Anlagen schliessen, weshalb es sich vorliegend an diesem Ort 

um eine einzige Anlage mit einem Einspeisepunkt handle, für welche die 

KEV bzw. EIV angemeldet und vergütet werden dürfe. Der Beschwerde-

führer habe sodann auch nicht zwei Anlagen angemeldet, sondern nur die 

eine Anlage, deren Aufnahme in die Warteliste am 2. November 2011 be-

stätigt worden sei und der die KEV-Nummer Y. _______ zugeteilt worden 

sei. Aus der durch die Alectron AG erfolgten falschen Bezeichnung mit der 

Nummer Z. _______ könne der Beschwerdeführer sodann nichts ableiten, 

habe er doch nie eine Anmeldung einer zweiten Anlage unter dieser KEV-

Nummer vorgenommen. Die Beschwerdegegnerin macht sodann klar, 

dass sie keine KEV-Nummern verwechselt und die KEV-Nummer Z. 

_______ nie gegenüber dem Beschwerdeführer verwendet habe. Die Wahl 

der EIV für die Anlage Y. _______ sei sodann auch eindeutig, hätte doch 

der Beschwerdeführer ansonsten im Glauben, für die Testanlage mit der 

KEV-Nummer Z. _______ zu wählen, die Nummer korrigiert, habe er doch 

zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Kenntnis von der fehlerhaften Bezeich-

nung durch die Alectron AG gehabt. 

5.4  

5.4.1 Gemäss Art. 12 VwVG gilt – sowohl im Verfahren vor der Vorinstanz 

als auch vor dem Bundesverwaltungsgericht – der Untersuchungsgrund-

satz. Demnach hat die Vorinstanz von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen, 

wobei eine Verletzung dieser Pflicht gemäss Art. 49 Bst. b VwVG ein Be-

schwerdegrund darstellt (vgl. BGE 138 V 218 E. 6; BVGE 2009/50 E. 5.1).  

Als unrichtig gilt die Sachverhaltsfeststellung, wenn der angefochtenen 

Verfügung ein falscher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt 

wurde oder entscheidrelevante Gesichtspunkte nicht geprüft oder Beweise 

A-226/2016 

Seite 12 

falsch gewürdigt wurden. Als unvollständig gilt sie, wenn nicht über alle 

rechtserheblichen Umstände Beweis geführt wurde oder eine entscheidre-

levante Tatsache zwar erhoben, jedoch nicht gewürdigt wurde und nicht in 

den Entscheid einfloss. Grundsätzlich hat die Vorinstanz ihre Kognition voll 

auszuschöpfen. Bei unzulässiger Kognitionsbeschränkung verletzt sie das 

rechtliche Gehör bzw. begeht sie eine formelle Rechtsverweigerung (vgl. 

BGE 131 II 271 E. 11.7.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 

A-5321/2013 vom 23. April 2014 E. 1.2, A-5183/2013 vom 24. Februar 

2014 E. 3.3.1, A-3440/2012 vom 21. Januar 2014 E. 2.1.2 und 

A-3716/2010 vom 26. März 2013 E. 2.1.2, jeweils m.w.H.; KÖLZ/HÄNER/ 

BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1027, 1043; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., 

Rz. 2.153, 2.189, JÉRÔME CANDRIAN, Introduction à la procédure administ-

rative fédérale, Bâle 2013, Rz. 59, S. 43). 

5.4.2 Vorliegend hat die Vorinstanz Tatsachen ergründet, Fakten geprüft 

und in ihren Erwägungen berücksichtigt. Sie argumentiert schwergewich-

tig, der Beschwerdeführer habe eindeutig seinen Willen zugunsten einer 

EIV für die Anlage mit der KEV-Nummer Y. _______ abgegeben.  

Unbestrittenermassen hat der Beschwerdeführer am 26. Oktober 2011 bei 

der Beschwerdegegnerin eine Photovoltaik-Anlage mit einer projektierten 

Leistung von 164 kWp angemeldet, wobei dieser Anlage mit Standort 

"X. _______" die KEV-Nummer Y. _______ zugeteilt wurde. Diese Num-

mer wurde durch die Beschwerdegegnerin vergeben und mit dem Warte-

listenbescheid vom 2. November 2011 sowie mit dem Informationsschrei-

ben vom 31. März 2014 erneut bestätigt. Als der Beschwerdeführer im Au-

gust 2014 (genaues Datum nicht lesbar) per Formular "Kostendeckende 

Einspeisevergütung (KEV) / Einmalvergütung (EIV): Ausübung des Wahl-

rechts (Y. _______)" seinen Willen kund tat, für die Photovoltaik-Anlage mit 

der KEV-Nummer Y. _______ die Einmalvergütung zu beantragen, hatte 

er – nach eigenen Angaben – noch keine Kenntnis, dass die Alectron AG 

im Rahmen ihrer Abnahme der Photovoltaik-Anlage eine falsche KEV-

Nummer verwendete, welche von der Groupe E SA übernommen wurde. 

Offenbar wurde gemäss Schreiben der Vorinstanz vom 5. März 2015 die 

falsche Nummer bereits früher durch die Beschwerdegegnerin entdeckt 

und intern korrigiert, jedoch erst mit Schreiben der Alectron AG vom 11. 

Dezember 2014 an die Vorinstanz – also rund vier Monate nach der Aus-

übung des Wahlrechtes zugunsten einer EIV durch den Beschwerdeführer 

– bekannt gegeben. Selbst wenn die falsche KEV-Nummer Z. _______ auf 

dem Abnahmeprotokoll der Alectron AG, wie auch auf dem Beglaubigungs-

A-226/2016 

Seite 13 

schreiben der Groupe E SA vermerkt war, ist kein Grund ersichtlich, wes-

halb die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer hätte orientieren 

müssen (vgl. E. 6). Dieser äusserte seinen Willen – wie die Vorinstanz be-

reits in ihrem Schreiben vom 5. März 2015 festhielt – nämlich stets in Be-

zug auf die KEV-Nummer Y. _______, welche gemäss Anmeldung und de-

ren Bestätigung unmissverständlich mit seiner Photovoltaik-Anlage mit ei-

ner Leistung von 164 kWp verbunden war. Wenn der Beschwerdeführer 

geltend macht, er habe zwei Projekte bei der Vorinstanz angemeldet, so ist 

dies nicht erhärtet, ist den Akten doch keine andere Anmeldung als jene 

vom 26. Oktober 2011 bei der Vorinstanz zu entnehmen. Somit bleibt die 

Anmeldung einer Anlage mit einer Leistung von 5,04 kWp nicht belegt.  

5.4.3 Im Weiteren kann der Beschwerdeführer auch nichts daraus ableiten, 

dass die am 30. Mai 2012 in Betrieb genommene Photovoltaik-Anlage mit 

einer Leistung von 5,04 kWp – wie er geltend macht – angebaut, die pro-

jektierte Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 164 kWp hingegen in 

das zu erneuernde Scheunendach integriert sei (vgl. dazu auch E. 3). Wie 

die Vorinstanz korrekt ausführt, hält Anhang 1.2 Ziffer 1.1 EnV fest, dass 

mehrere Anlagen, welche einen gemeinsamen Einspeisepunkt haben, 

dann angenommen werden können, wenn sich mehrere Modulfelder mit 

ihren dazugehörigen Wechselrichtern auf mehreren Grundstücken befin-

den. Dies wird sodann auch von der Beschwerdegegnerin bestätigt, trifft 

allerdings auf die vorliegend zu beurteilende Anlage offensichtlich nicht zu. 

Der Beschwerdeführer macht sodann auch nichts anderes geltend, wes-

halb davon auszugehen ist, dass das Modulfeld mit 5,04 kWp zu Testzwe-

cken auf dem Scheunendach "X. _______" erstellt wurde und zu einer An-

lage mit einer Leistung von letztendlich 164 kWp erweitert wird. Die vorlie-

gend zu beurteilende Photovoltaik-Anlage trägt demzufolge die Merkmale 

einer einzigen Photovoltaik-Anlage, welche unter der KEV-Nummer 

Y. _______ geführt wird. Im Übrigen vermag der Beschwerdeführer denn 

auch nicht glaubhaft darzulegen, er habe zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt, 

eine kleinere Anlage zu erstellen und diese zu einem späteren Zeitpunkt 

auszubauen, ist den Akten doch eine gegenteilige Äusserung zu entneh-

men (vgl. E-Mail der Alectron AG vom 11. Dezember 2014).  

5.4.4 Wenn die Vorinstanz den Sachverhalt bezüglich der KEV-Nummer 

Y. _______ dahingehend festgestellt hat, dass auf dem Grundstück 

"X. _______" eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 5,04 kWp 

betrieben wird, welche gemäss Anmeldung vom 26. Oktober 2011 zu einer 

projektierten Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 164 kWp erweitert 

wird und der Beschwerdeführer sein Wahlrecht bezüglich dieser Anlage 

A-226/2016 

Seite 14 

bereits zu einem Zeitpunkt ausübte, als diese eine beglaubigte Leistung 

von 5,04 kWp aufwies, so ist vorliegend keine falsche oder unvollständige 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes festzustellen. Der ange-

fochtene Entscheid der Vorinstanz ist diesbezüglich nicht zu beanstanden 

und der vom Beschwerdeführer geäusserten Rüge ist nicht zu folgen.  

6.  

6.1 Der Beschwerdeführer macht im Weiteren geltend, das Abnahmepro-

tokoll der Alectron AG sei ihm mit der handschriftlichen Korrektur der Vor-

gangsnummer nicht bekannt gewesen. Die handschriftliche Abänderung 

durch die Beschwerdegegnerin sei ihm somit erst mit der Einreichung der 

Beilagen vom 8. Juni 2015 und somit erst nach dem Ausfüllen des Formu-

lars "Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) / Einmalvergütung (EIV): 

Ausübung des Wahlrechts (Y. _______)" bekannt geworden. Die Be-

schwerdegegnerin habe es verpasst, sich nach der Inbetriebnahmemel-

dung vom 14. Juni 2012 bei ihm zu melden, um ihn über den Fehler betref-

fend die falsche KEV-Nummer zu orientieren. Er macht geltend, ein solches 

Vorgehen hätte ihn über seinen Irrtum aufgeklärt und davor bewahrt, beim 

Ausfüllen des erwähnten Formulars davon auszugehen, dass er nur über 

die Testanlage entscheide. Dieses Unterlassen habe zu einer Verletzung 

des Grundsatzes von Treu und Glauben geführt.  

6.2 Der Grundsatz von Treu und Glauben zählt zu den fundamentalen 

Rechtsprinzipien. Er ist im Sinne einer grundlegenden Handlungsmaxime 

in Art. 5 Abs. 3 BV verankert und verleiht den Privaten in Art. 9 BV einen 

grundrechtlichen Anspruch auf Schutz ihres berechtigten Vertrauens in das 

bestimmte Erwartungen begründende Verhalten der Behörden. Im Verwal-

tungsrecht wirkt sich der Grundsatz von Treu und Glauben nicht nur in 

Form des Vertrauensschutzes aus; als Verbot widersprüchlichen Verhal-

tens verbietet er den Behörden zudem, sich zu früherem Verhalten, das 

schutzwürdiges Vertrauen begründet hat, in Widerspruch zu setzen. Dabei 

geht es – anders als beim Vertrauensschutz nach Art. 9 BV – nicht in erster 

Linie um die Frage, wie weit sich der Private auf eine im Widerspruch zum 

geltenden Recht stehende behördliche Auskunft verlassen kann. Vielmehr 

sollen die Behörden nicht ohne sachlichen Grund einen einmal in einer Sa-

che eingenommenen Standpunkt wechseln (BGE 138 I 49 E. 8.3.1; Urteile 

des BGer 2C_138/2015 vom 6. August 2015 E. 5.1 und 1C_153/2015 vom 

23. April 2015 E. 4; Urteile des BVGer A-84/2015 E. 8.1; A-3051/2015 vom 

1. Oktober 2015 E. 5.1 und 6.1 sowie A-173/2015 vom 8. Juni 2015 E. 7.1). 

A-226/2016 

Seite 15 

6.3 Eine Berufung auf den Grundsatz von Treu und Glauben bedingt, dass 

gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Zunächst bedarf es einer Vertrau-

ensgrundlage, das heisst eines Rechtsaktes oder einer Handlung eines 

staatlichen Organs, welche(r) beim Betroffenen bestimmte Erwartungen 

weckt und dessen bzw. deren Bestimmtheitsgrad so gross ist, dass der 

Private daraus die für seine Dispositionen massgebenden Informationen 

entnehmen kann. Die gemachten Äusserungen bzw. Zusicherungen der 

Behörden sind im Verkehr mit Privaten so zu interpretieren, wie die jeweils 

andere Seite sie bei gehöriger Sorgfalt verstehen durfte und musste. Wei-

ter wird verlangt, dass dieser gestützt auf den Vertrauenstatbestand Dis-

positionen getroffen oder unterlassen hat, die nicht ohne Nachteil rückgän-

gig gemacht oder nachgeholt werden können. An den vom Betroffenen zu 

erbringenden Nachweis des Kausalzusammenhangs werden keine allzu 

strengen Anforderungen gestellt; es genügt, wenn er glaubhaft gemacht 

wird. Auf den Vertrauensschutz berufen kann sich sodann nur, wer berech-

tigterweise auf die Vertrauensgrundlage vertrauen durfte, das heisst von 

ihr Kenntnis hatte, ihre allfällige Fehlerhaftigkeit jedoch nicht kannte und 

auch bei gehöriger Sorgfalt nicht hätte erkennen müssen. Dabei ist auf die 

individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse der sich auf den Vertrauens-

schutz berufenden Person abzustellen. Schliesslich dürfen der Berufung 

auf Treu und Glauben keine überwiegenden öffentlichen Interessen entge-

genstehen. Diese Voraussetzungen gelten grundsätzlich sowohl für den 

grundrechtlichen Vertrauensschutz nach Art. 9 BV als auch im Rahmen 

des Verbots widersprüchlichen Verhaltens (BGE 132 II 21 E. 2.1; Urteile 

des BGer 2C_444/2015 vom 4. November 2015 E. 3.1 und 1C_740/2013 

vom 6. Mai 2015 E. 7.1; Urteile des BVGer A-193/2015 vom 8. Juli 2015 

E. 6.1 und A-173/2015 E. 7.1 sowie einlässlich Urteil A-4730/2014 

E. 7.2 f.). 

6.4 Im Folgenden ist zu klären, ob die Voraussetzungen für die Erkennung 

einer Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben gegeben sind. 

6.4.1 Die Beschwerdegegnerin hat gemäss ihrem Schreiben vom 31. März 

2014 die von der Alectron AG fälschlicherweise verwendete KEV-Nummer 

Z. _______ nach der Beglaubigung durch die Groupe E SA zwar erkannt 

und in ihren Unterlagen korrigiert, dieses Vorgehen jedoch dem Beschwer-

deführer nicht mitgeteilt. Daraus leitet dieser die Grundlage für seinen Irr-

tum ab, aufgrund dessen er per Formular im August 2014 die EIV für seine 

Anlage beantragte.  

A-226/2016 

Seite 16 

6.4.2 Bei der Beschwerdegegnerin handelt es sich um die nationale Netz-

gesellschaft, welche eine an sie delegierte Bundeskompetenz wahrnimmt, 

d.h. öffentliche Aufgabe erfüllt. Als öffentlichrechtliches Unternehmen in 

Privatrechtsform ist sie als Aktiengesellschaft organisiert, wobei jedoch ihre 

im Rahmen der Erfüllung der Kompetenz erfolgenden Handlungen jenen 

eines staatlichen Organs gleichzusetzen sind, d.h. als Vertrauensgrund-

lage dienen können. Vorliegend ist keine aktive Äusserung bzw. Zusiche-

rung gegenüber dem Beschwerdeführer erfolgt. Vielmehr leitet dieser aus 

dem Nicht-Handeln der Beschwerdegegnerin ab, er habe gestützt auf ei-

nen Vertrauenstatbestand eine nicht ohne Nachteil rückgängig zu ma-

chende Disposition getroffen (vgl. E. 4.1; Art. 18 Abs. 1 StromVG i.V.m. 

Art. 3g EnV; PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allge-

meines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Bern 2014, §10 Rz. 1 f., 6 f., §22 

Rz. 17 ff.; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich/St.Gallen 2016, Rz. 671, 688 f.). 

Zwar kann festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer tatsächlich 

durch seine Willenskundgabe, eine EIV zu erhalten, einen vermögens-

rechtlichen Nachteil erfahren hat, indem er die EIV für die beglaubigte Pho-

tovoltaik-Anlage bereits nach der Inbetriebnahme bei einer Leistung von 

5,04 kWp beantragte und damit einen Förderbeitrag für die projektierte 

164 kWp-Anlage verwirkte (vgl. E. 7.4).  

6.4.3 Ob es sich die Beschwerdegegnerin allerdings durch ihr Verhalten 

eine Vertrauensgrundlage begründete, kann vorliegend offen bleiben, hätte 

doch der Beschwerdeführer bei gehöriger Sorgfalt seinen Irrtum erkennen 

können und müssen. Dies zwar nicht in Bezug auf die seitens der Alectron 

AG und der Groupe E SA verwendete falsche KEV-Nummer, sondern viel-

mehr in Bezug auf sein eigenes Verhalten im Zusammenhang mit dem 

Fortschritt des Verfahrens: Der Beschwerdeführer hat in der Korrespon-

denz wiederholt die KEV-Nummer Y. _______ zusammen mit den Leis-

tungsdaten der Anlage von 5,04 kWp wahrgenommen. Diese Nummer zog 

sich lückenlos von ihrer Vergabe bei der Anmeldung bis zu seiner Willens-

kundgabe im August 2014 durch die Korrespondenz. Bei sorgfältigem Stu-

dium der Dokumente hätte er erkennen müssen, dass die Beschwerdegeg-

nerin durchwegs die Nummer Y. _______ mit dieser Anlage in Zusammen-

hang bringt. Letztmals vor seiner Willenserklärung im Schreiben der Be-

schwerdegegnerin vom 31. März 2014. Der Beschwerdeführer hat seine 

Wahl somit im Wissen darum getroffen, dass die Nummer Y. _______ mit 

der Anlage 5,04 kWp korrespondiert. Selbst eine Berichtigung hätte – wie 

die Beschwerdegegnerin korrekt ausführt – zu keiner anderen Erkenntnis 

A-226/2016 

Seite 17 

geführt, hatte der Beschwerdeführer sich doch stets in Bezug auf die KEV-

Nummer Y. _______, nämlich seine projektierte Photovoltaik-Anlage mit 

einer Leistung von letztendlich 164 kWp, geäussert und auch bezüglich 

dieser Anlage seine Wahl zugunsten der EIV getroffen. Im Übrigen musste 

sich der Beschwerdeführer aufgrund der Prozedur einer Anmeldung zur 

KEV auch im Klaren sein, dass die Vergabe der KEV-Nummern allein durch 

die Beschwerdegegnerin geschieht. 

Ob selbst bei einem rechtswidrigen Verhalten der Beschwerdegegnerin öf-

fentliche Interessen ersichtlich wären, welche die privaten Interessen am 

Schutz des berechtigten Vertrauens überwiegen würden, muss sodann 

nicht mehr geprüft werden und kann offen bleiben. Demzufolge ist keine 

Verletzung des Prinzips von Treu und Glauben ersichtlich, der diesbezüg-

lichen Rüge des Beschwerdeführers ist nicht zu folgen. 

7.  

7.1 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 11. Januar 

2016 geltend, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt. Er begründet dies 

damit, dass vorliegend zwei verschiedene Anlagen zu beurteilen seien und 

zwar die bestehende angebaute Photovoltaik-Anlage mit der KEV-Nummer 

Z. _______ und einer Leistung von 5,04 kWp und eine projektierte in das 

neue Scheunendach zu integrierende Photovoltaik-Anlage mit der KEV-

Nummer Y. _______ mit einer Leistung von 164 kWp. Die Vorinstanz habe 

fälschlicherweise angenommen, dass die beiden Photovoltaik-Anlagen von 

Art. 6b Abs. 3 EnV erfasst würden. Doch werde das Testprojekt mit 5,04 

kWp, welches die Grundlage für den Bescheid der Beschwerdegegnerin 

bilde, von Art. 6b Abs. 2 EnV erfasst. Aufgrund des Verweises durch den 

Gesetzgeber auf Art. 6b Abs. 3 EnV sei  Art. 6c Abs. 2 EnV auf den vorlie-

genden Fall nicht anwendbar, weshalb sein Wahlrecht gemäss Art. 6c Abs. 

2 EnV e contrario nicht endgültig sei. Zumal Art. 6b Abs. 2 EnV kein end-

gültiges Wahlrecht vorsehe, habe er mit seiner Einsprache vom 9. Dezem-

ber 2014 von seinem Recht, seine Wahl abzuändern, Gebrauch gemacht. 

Die Subsumtion der Vorinstanz sei aus diesen Gründen falsch.  

Im Weiteren führt der Beschwerdeführer aus, die Vorinstanz habe Bundes-

recht auch dadurch verletzt, indem sie eine Erweiterung der bestehenden 

Anlage angenommen und Art. 7abis Abs. 3 EnG angewendet habe, zumal 

es sich um zwei Photovoltaik-Anlagen verschiedener Kategorien handle. 

Dies habe nämlich zur Folge, dass selbst bei Annahme einer Erweiterung 

der bestehenden Anlage der integrierte Teil erneut angemeldet werden 

A-226/2016 

Seite 18 

müsste und sodann sein Wahlrecht betreffend KEV oder EIV für diesen 

Anlageteil wieder aufleben würde. 

7.2 Die Vorinstanz entgegnet in ihrer Vernehmlassung vom 29. Februar 

2016, die Ausübung des Wahlrechts bezüglich KEV/EIV sei immer endgül-

tig, was sich aus Art. 7abis Abs. 3 EnG ergebe. Der Beschwerdeführer ver-

suche indessen zu begründen, sein Wahlrecht sei deshalb nicht endgültig, 

weil Art. 6c Abs. 2 EnV auf Art. 6b Abs. 3 EnV verweise und nicht auf Art. 6b 

Abs. 2 EnV, der auf seine Anlage zur Anwendung komme. Dabei verkenne 

der Beschwerdeführer jedoch, dass sich die Bestimmung am Zeitpunkt der 

Inbetriebnahme unterscheiden würden: Art. 6c Abs. 2 EnV i.V.m. Art. 6b 

Abs. 3 EnV beziehe sich nämlich auf jene Fälle, wo die Betreiber ihr Wahl-

recht mit der Inbetriebnahme endgültig ausüben, während der Beschwer-

deführer sein Wahlrecht jedoch erst nach der Inbetriebnahmemeldung der 

Anlage gestützt auf Art. 6b Abs. 2 EnV ausgeübt habe. I.V.m. Art. 7abis 

Abs. 3 EnG ergebe sich jedoch auch eine Endgültigkeit einer ausgeübten 

Wahl im Falle von Art. 6c Abs. 2 EnV. 

Im Übrigen sei es unzutreffend, dass Erweiterungen derselben Kategorie 

von Photovoltaik-Anlage angehören müssten. Dies sei keine verlangte Vo-

raussetzung für eine Erweiterung einer Anlage, es werde nämlich bei An-

lagen mit mehreren Modulfeldern ein Mittelwert der Vergütungssätze be-

rechnet. 

7.3 Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Stellungnahme vom 7. März 

2016 aus, da für die Photovoltaik-Anlage Y. _______ eine EIV beansprucht 

worden sei, könne sie bei einer Erweiterung auf über 30 kW gestützt auf 

Art. 7abis Abs. 3 EnG nicht an der KEV gemäss Art. 7a EnG teilnehmen. Im 

Weiteren legt sie dar, das Wahlrecht für die Anlage des Beschwerdeführers 

habe sich direkt aus dem Gesetz, nämlich aus Art. 28d Abs. 4 EnG erge-

ben. Art. 6b Abs. 3 EnV sei sodann deklaratorischer Natur, was dem erläu-

ternden Bericht zur Revision der Energieverordnung zu entnehmen sei. 

Ausserdem treffe es nicht zu, dass eine Erweiterung der Anlage derselben 

Kategorie angehören müsse. Sowohl bei der KEV als auch bei der EIV 

werde beim Bestand von mehreren Modulfeldern ein Mittelwert für die Ver-

gütung ermittelt. In beiden Fällen dürfe eine allfällige Erweiterung nicht er-

neut und separat angemeldet werden, da es sich immer noch um eine ein-

zige Anlage handeln würde. Das Wahlrecht des Beschwerdeführers könne 

somit auch nicht wieder aufleben, da dieses endgültig zugunsten der EIV 

ausgeübt wurde und zudem der Anspruch durch die Erfüllung mittels Be-

zahlung untergegangen sei.  

A-226/2016 

Seite 19 

7.4 Wie aus den oben gemachten Ausführungen hervorgeht (vgl. E. 5.4), 

handelt es sich bei der vorliegend zu beurteilenden Photovoltaik-Anlage 

mit der KEV-Nummer Y. _______ um eine einzige Anlage, welche mit 164 

kWp projektiert, am 26. Oktober 2011 zur KEV angemeldet und am 30. Mai 

2012 mit einer Leistung von 5,04 kWp in Betrieb genommen wurde. 

7.4.1 Gemäss dem erläuternden Bericht zur Revision der Energieverord-

nung des Bundesamtes für Energie (Umsetzung der pa.lv.12.400 vom Au-

gust 2013) zu Art. 6b EnV wird der Zeitpunkt für die Anspruchsberechtigung 

von Neuanlagen oder Erweiterungen mit einer Leistung von weniger als 

30 kW auf den 1. Januar 2013 festgelegt (Abs. 1). Die Betreiber von älteren 

Anlagen können nur zum Zuge kommen, wenn sie diese bis Ende 2012 für 

die KEV angemeldet haben. Dies geht sodann aus Art. 28d EnG hervor, 

welcher die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 21. Juni 2013 

festhält. Er bestimmt in Abs. 4, dass Betreiber einer Photovoltaik-Neuan-

lage mit einer Leistung unter 10 kW, welche bis zum 31. Dezember 2012 

kein Gesuch für das System nach Art. 7a EnG – also der KEV – eingereicht 

haben, nicht an diesem System teilnehmen, dafür aber eine EIV nach 

Art. 7abis EnG beantragen können. Hingegen können Betreiber, welche bis 

zum 31. Dezember 2012 ein Gesuch eingereicht haben, wählen, ob sie die 

Anmeldung nach Art. 7a EnG aufrecht erhalten oder eine EIV beantragen 

wollen.  

Das Gesetz verleiht sodann den Betreibern von Anlagen von 10 kW bis 

unter 30 kW ein Wahlrecht zwischen KEV und EIV. Da dies gemäss den 

Erläuterungen nicht ganz einfach herauszulesen sei, wiederhole die Ver-

ordnung dieses Recht in Art. 6b Abs. 3 EnV, der somit deklaratorischer Na-

tur sei. 

Art. 6b Abs. 2 EnV eröffnet sodann die Möglichkeit der Beanspruchung ei-

ner Einmalvergütung für Betreiber, welche ihre Anlage zwischen dem 1. Ja-

nuar 2006 und dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen haben, so-

fern sie ihr Projekt bis spätestens 31. Dezember 2012 für die Vergütung 

nach dem Kapitel 2a der EnV, d.h. für eine Einspeisevergütung nach 

Art. 7a EnG resp. die KEV angemeldet haben. 

7.4.2 Das System der Gesetzgebung sieht demzufolge vor, dass grund-

sätzlich eine Anmeldung zur KEV die Basis für eine Option auf eine EIV 

bildet, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Ob Art. 6b Abs. 2 

EnV ein Wahlrecht beinhaltet, kann letztendlich jedoch offenbleiben, geht 

A-226/2016 

Seite 20 

aus der gesetzlichen Regelung doch einerseits klar hervor, dass für Anla-

gen mit einer Leistung von unter 10 kW keine KEV, sondern nur die EIV 

offen steht und dass andererseits Wahlrechte zugunsten der EIV endgültig 

ausgeübt werden, jedenfalls dann, wenn für eine Anlage EIV beansprucht 

wurde und deren Leistung auf 30 kW oder mehr erweitert wird. Solche An-

lagen sind von einer Teilnahme am Einspeisevergütungssystem der KEV 

nach Art. 7a EnG ausgeschlossen (Art. 7abis Abs. 3 EnG i.V.m. Art. 6b 

Abs. 3 Satz 2 EnV). Zu derselben Erkenntnis führt Art. 7a Abs. 1 Satz 1 

EnG. 

7.4.3 Der Beschwerdeführer hat sein Projekt mit der KEV-Nummer 

Y. _______ am 26. Oktober 2011 für die Teilnahme am System der KEV 

gemäss Art. 7a EnG angemeldet und am 30. Mai 2012 in Betrieb genom-

men. Als Betreiber einer Photovoltaik-Neuanlage i.S. von Art. 28d Abs. 4 

EnG i.V. m. Art. 7a Abs. 1 EnG und Art. 6b Abs. 2 EnV stand ihm somit das 

Wahlrecht zu, seine Anmeldung gemäss Art. 7a EnG aufrecht zu erhalten 

– und nach erfolgtem Ausbau auf die projektierten 164 kW die KEV in An-

spruch zu nehmen – oder eine Einmalvergütung zu beantragen (Art. 28d 

Abs. 4 EnG i.V.m. Art. 7a Abs. 1 EnG). Dieses Wahlrecht übte er mit seiner 

Erklärung vom August 2014 aus, indem er die EIV für seine Anlage bean-

tragte. Da seine Anlage zu diesem Zeitpunkt eine Leistung von weniger als 

10 kW erbrachte, stand von Vornherein nur die EIV offen (vgl. E. 7.4.2). 

7.4.4 Auch bezüglich der Vergütungsmodalitäten beim Einsatz verschiede-

ner Kategorien von Photovoltaik-Modulen (angebaut, integriert, freiste-

hend; vgl. Anhang 1.8 Ziff. 2 EnV) in derselben Anlage ist die Gesetzge-

bung klar: Gemäss Art. 3isexies Abs. 1 und 2 Bst. a EnV wird die Vergütung 

für die Erweiterung oder Erneuerung einer bereits Vergütung empfangen-

den oder auf der Warteliste befindlichen Anlage ab Inbetriebnahme der Er-

weiterung oder Erneuerung an die Gesamtleistung angepasst. Bei einer 

Photovoltaik-Anlage berechnet sich diese aufgrund des nach Leistungen 

gewichteten Mittelwertes der bei der Inbetriebnahme der Anlage und der 

Inbetriebnahme der Erweiterung oder Erneuerung massgeblichen Vergü-

tungssätze. Anhang 1.8 Ziff. 3.7 hält sodann fest, dass sich bei einer An-

lage, welche mehrere Modulfelder verschiedener Kategorien aufweist, so-

wohl der Grundbeitrag als auch der Leistungsbeitrag nach dem nach Leis-

tung gewichteten Mittelwert der Ansätze errechnet. Wie die Beschwerde-

gegnerin treffend darlegt, wird demnach nicht vorausgesetzt, dass eine Er-

weiterung einer Anlage derselben Kategorie wie jene der ursprünglichen 

Anlage angehören muss. Zumal eine Erweiterung der bereits bestehenden 

Anlage nicht neu anzumelden ist, ergibt sich auch kein neues Wahlrecht 

A-226/2016 

Seite 21 

oder eines, welches wieder aufleben würde, ist dieses im Falle des Be-

schwerdeführers doch bereits im August 2014 endgültig zugunsten einer 

EIV ausgeübt worden. 

7.5 Aus den erwähnten Gründen ist festzuhalten, dass die Vorinstanz mit 

ihrem Entscheid vom 19. November 2015 kein Bundesrecht verletzt hat. 

8.  

8.1 Der Beschwerdeführer rügt ausserdem, die angefochtene Verfügung 

verletze den Grundsatz der Verhältnismässigkeit und sei unangemessen. 

Er begründet dies damit, er hätte ohne seinen Irrtum betreffend die EIV in 

absehbarer Zeit eine KEV zugesprochen bekommen. Die Abänderung sei-

ner Wahlmöglichkeit zwischen EIV und KEV zu verwehren, sei unverhält-

nismässig und unangemessen, zumal die KEV-Nummern durch die Alect-

ron AG sowie die Groupe E SA verwechselt worden seien und ihn zum 

Irrtum geführt hätten. Ausserdem sei auch das öffentliche Interesse an der 

Förderung der erneuerbaren Energien tangiert, welches die Interessen der 

Beschwerdegegnerin an der möglichst korrekten und effizienten Verteilung 

der knappen Mittel überwiege. 

8.2 Die Beschwerdegegnerin entgegnet in ihrer Beschwerdeantwort vom 

7. März 2016, beim Grundsatz der Verhältnismässigkeit müsse die Funkti-

onsfähigkeit des gesamten Fördersystems der KEV und EIV gegen das 

private Interesse des Beschwerdeführers abgewogen werden, anstelle der 

ausbezahlten EIV eine KEV erhalten zu können. Die Förderung der erneu-

erbaren Energien werde nicht dadurch verunmöglicht, dass der Beschwer-

deführer nun keine KEV erhalten könne, denn es sei ihm unbenommen, 

seine Anlage beliebig zu erweitern. Er könne dafür zwar keine KEV mehr 

erhalten, doch sei es ihm nicht verwehrt, den zusätzlich produzierten Strom 

anderweitig zu vermarkten. Durch eine Beeinträchtigung des ganzen För-

dersystems könne dagegen die politisch gewollte Förderung der erneuer-

baren Energien empfindlich beeinträchtigt werden, weshalb eine Ausübung 

des Wahlrechts endgültig sein müsse. 

8.3 Jede Verwaltungsmassnahme hat dem Grundsatz der Verhältnismäs-

sigkeit zu entsprechen (Art. 5 Abs. 2 BV). Die Verfügung muss demnach 

zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet 

und erforderlich sein. Sie hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, 

aber mildere Massnahme für den angestrebten Zweck ausreichen würde. 

Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis 

A-226/2016 

Seite 22 

zu den Belastungen stehen, die dem Beschwerdeführer auferlegt werden, 

die Massnahme muss mit anderen Worten zumutbar sein (HÄFELIN/MÜL-

LER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 581 ff. mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). 

8.3.1 Das Funktionieren der durch die Energiepolitik geforderten und von 

der Öffentlichkeit mit Interesse verfolgten Förderung der erneuerbaren 

Energien stellt ein gewichtiges öffentliches Interesse dar (Art. 89 BV, Art. 1 

EnG). Zweifelsohne stellt die strikte Handhabung der Modalitäten bei der 

Behandlung von Gesuchen um Förderbeiträge und deren Vergabe ein ge-

eignetes Mittel dar, um klare Verhältnisse zu schaffen, welche die Effizienz, 

das Funktionieren und die administrative Bewältigung des Förderprogram-

mes gewährleisten.  

8.3.2 Die Erforderlichkeit der Massnahme ist zu verneinen, wenn eine 

gleich geeignete, aber mildere Massnahme für den angestrebten Erfolg 

ausreichen würde (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 591). Vorlie-

gend sind indessen keine anderen bzw. milderen Massnahmen ersichtlich, 

mit denen die Gewährleistung einer verlässlichen, berechenbaren und 

letztendlich auch rechtsgleichen Vergabe von Förderbeiträgen gesichert 

wird, weshalb auch die Erforderlichkeit einer endgültigen Ausübung von 

Wahlrechten zu bejahen ist.  

8.3.3 Bei der Beurteilung der Frage der Zumutbarkeit sind die einander ge-

genüberstehenden öffentlichen und privaten Interessen gegeneinander ab-

zuwägen. Je gewichtiger das eine und je weniger gewichtig das andere 

Interesse ist, desto eher fällt die Interessenabwägung zugunsten des er-

heblichen Interesses aus (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 613 ff.). 

Das öffentliche Interesse besteht im Anliegen der Energiepolitik, die Vertei-

lung der Förderbeiträge in einer Art und Weise auszugestalten, dass das 

System deren nachhaltige und breit gefächerte Ausschüttung erlaubt, so-

dass möglichst viele Anlagen unterstützt werden können. Mit anderen Wor-

ten geht es darum, die zur Verfügung stehenden Mittel effizient einzuset-

zen. Diesem Interesse steht das Interesse des Beschwerdeführers entge-

gen, den in Aussicht stehenden Förderbeitrag zu optimieren, resp. auf 

lange Sicht den Betrieb der Photovoltaik-Anlage möglichst profitabel aus-

zugestalten.  

Je grösser die Stabilität und Verlässlichkeit des Fördersystems, desto grös-

ser ist auch dessen Effizienz, weshalb die durch den Gesetzgeber festge-

legten Regeln strikt einzuhalten sind. Nur so ist gewährleistet, dass die 

Förderung erneuerbarer Energien ihre Ziele erreicht. Dies bedeutet auf der 

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anderen Seite, dass die – vorab finanziellen – Interessen der Privatperso-

nen am Empfang von Fördergeldern den öffentlichen Interessen an der 

Funktionsfähigkeit des Systems untergeordnet werden müssen. Wenn nun 

der Entscheid der Vorinstanz – gemäss dem Gesuch des Beschwerdefüh-

rers – die Ausrichtung einer EIV sowie dessen Wahlrecht als endgültig aus-

geübt bestätigt und letzteres nicht wiederaufleben lässt, so wird diesen öf-

fentlichen Interessen Rechnung getragen. Zumal es dem Beschwerdefüh-

rer nicht verwehrt ist, seine Anlage zu erweitern, weiteren Solarstrom zu 

produzieren und diesen auf andere Weise als gemäss KEV zu vermarkten, 

ist der Entscheid der Vorinstanz als zumutbar zu beurteilen. Dieser erweist 

sich somit als verhältnismässig und angemessen. 

9.  

Zusammengefasst erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 

abzuweisen. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als unter-

liegend, weshalb er die Verfahrenskosten zu tragen hat. Die Verfahrens-

kosten sind auf Fr. 2'000.-- festzusetzen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. 

Art. 1 ff. des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem 

Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). 

Dieser Betrag wird dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen. Dem 

Beschwerdeführer steht angesichts seines Unterliegens von vornherein 

keine Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 

VGKE e contrario).  

 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- ent-

nommen.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Energie (A-Post z.K.) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christoph Bandli Stephan Metzger 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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