# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3198cbb5-8b3a-5818-af67-b7b65cef114c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.07.2021 200 2021 121
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-121_2021-07-13.pdf

## Full Text

200 21 121 UV
KOJ/BOC/STL/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Juli 2021

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Visana Versicherungen AG 
Leistungszentrum UVG, Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 8. Januar 2021 (..)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Juli 2021, UV/21/121, Seite 2

Sachverhalt:

A. 

Die 1967 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war bei der D.________ AG (D.________) angestellt und dadurch bei der 
Visana Versicherungen AG (Visana bzw. Beschwerdegegnerin) obligato-
risch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als 
sie sich gemäss Unfallmeldung am 28. Februar 2018 bei der Reinigung 
eines Radiators das rechte Knie verletzte (Akten der Visana [act. II] 1 f.). 

Die Visana tätigte Abklärungen in medizinischer Hinsicht (act. II 38, 65) und 
befragte die Versicherte zum Ereignishergang (act. II 7, 33 ff.). Gestützt auf 
die Stellungnahmen ihres beratenden Arztes Dr. med. E.________, Fach-
arzt für Chirurgie und Intensivmedizin, vom 26. April 2018 (act. II 38) und 
16. August 2018 (act. II 65) verneinte die Visana mit Verfügung vom 
6. September 2018 (act. II 67 ff.) einen Anspruch auf Leistungen aus der 
obligatorischen Unfallversicherung mit der Begründung, beim Ereignis vom 
28. Februar 2018 handle es sich nicht um einen Unfall im Rechtssinne. 
Zudem liege keine unfallähnliche Körperschädigung vor, da die Verletzung 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine degenerative Erkrankung 
zurückzuführen sei. Nachdem die Versicherte dagegen am 2. Oktober 2018 
Einsprache erhoben hatte (act. II 72 ff.), liess die Visana bei Dr. med. 
F.________, Facharzt für Chirurgie sowie Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, von der G.________ GmbH, ein 
Aktengutachten erstellen (Expertise vom 18. Dezember 2019 [act. II 124 - 
132]). In der Folge wies die Visana, nach Gewährung des rechtlichen 
Gehörs zum Aktengutachten (act. II 134 f., 140 f.), die Einsprache mit Ein-
spracheentscheid vom 8. Januar 2021 (act. II 144 ff.) ab. 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 8. Februar 2021 Beschwerde mit den 
Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Be-

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schwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen im Zu-
sammenhang mit dem Ereignis vom 28. Februar 2018 zu erbringen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 10. März 
2021 auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 8. Januar 
2021 (act. II 144 ff.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwer-
deführerin auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung im Zu-
sammenhang mit der Korbhenkelläsion am rechten Knie und dabei insbe-
sondere, ob es sich beim Ereignis vom 28. Februar 2018 um einen Unfall 
im Rechtssinne handelt bzw. ob eine Körperschädigung vorliegt, die nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verord-
nung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 
832.202) in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor 
dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereig-
net haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro-
chen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangs-
bestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Das hier 
relevante Ereignis hat sich am 28. Februar 2018 und somit nach dem 
1. Januar 2017 ereignet, womit der vorliegende Fall anhand der ab diesem 
Zeitpunkt gültigen Bestimmungen zu beurteilen ist.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3

2.3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche 
(lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelris-

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se (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

2.3.2 Nach Meldung einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG 
hat der Unfallversicherer die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist die 
Listenverletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzu-
führen, so ist der Unfallversicherer solange leistungspflichtig, bis der Unfall 
nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheits-
schaden also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 
beruht. Sind hingegen nicht sämtliche Kriterien des Unfallbegriffs nach 
Art. 4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine Listenverletzung 
nach Art. 6 Abs. 2 UVG in der seit 1. Januar 2017 geltenden Fassung 
grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, 
dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70).

2.3.3 Für die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG ist kein äusserer Faktor 
und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein 
gesteigerte Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 
UVV mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, 
dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vor-
liegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnli-
che Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden 
muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen 
Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgren-
zung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körper-
schädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer 
Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversi-
cherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und be-
nennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeit-
lichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt 
sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 
Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches 
ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig 
in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der 
in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgren-

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zungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden 
Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit 
auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu 
beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder 
Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. 
Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf 
beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listen-
verletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 
50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ur-
sachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung 
sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des 
Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen 
(BGE 146 V 51 E. 8.6 S. 69).

2.4 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.5

2.5.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

2.5.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2). Eine von ande-
ren mit der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung 
vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört 
vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenma-
terial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. 
Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Ver-
waltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweis-
würdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110). 

2.5.3 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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3.

3.1 Aus den medizinischen Akten ergibt sich bezüglich des Ereignisses 
vom 28. Februar 2018 (act. II 1) – soweit entscheidwesentlich – das Fol-
gende: 

3.1.1 Dr. med. H.________, Facharzt für Radiologie, hielt im Zusammen-
hang mit einer am 28. Februar 2018 durchgeführten Magnetresonanztomo-
graphie (MRI/MRT) am rechten Knie einen komplexen Aussenmeniskusriss 
im Sinne einer Korbhenkelläsion und einen Gelenkerguss fest. Er stellte am 
lateralen Kompartiment einen zirka 1.5cm grossen, nach zentral umge-
schlagenen Meniskusanteil fest. Der periphere Meniskus sei relativ klein. 
Im Vorder- und Hinterhornbereich seien Risslinien vorhanden. Es lägen 
keinerlei Knorpel- oder Bänderverletzungen vor (act. II 2).

3.1.2 Im Bericht vom 9. März 2018 (act. II 5 f.) diagnostizierte Dr. med. 
I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, eine eingeschlagene laterale Korbhenkelläsion am 
rechten Kniegelenk nach Knie-Distorsion vom 28. Februar 2018. Die Pati-
entin könne ihr Kniegelenk nicht vollständig strecken, es bestehe ein Ex-
tensionsdefizit federnd von knapp 10°. Angesichts der mechanischen Blo-
ckade einer lateralen Korbhenkelläsion sei die Indikation zu einer Arthro-
skopie mit lateraler Teilmeniskektomie gegeben. Eine Naht werde höchst-
wahrscheinlich nicht mehr möglich sein, werde jedoch in Betracht gezogen, 
je nach intraoperativem Befund. 

3.1.3 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. med. E.________ 
führte am 26. April 2018 (act. II 38) aus, dass es sich beim Befund am Aus-
senmeniskus theoretisch um eine Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 lit. c 
UVG handle. Die in der Bildgebung dokumentierte komplexe Rissbildung 
am Aussenmeniskus und die gleichzeitig bestehende, im Operationsbericht 
beschriebene Chondropathie sprächen mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit für eine vorwiegend degenerative Erkrankung am Aussenmeniskus. 
Die Versicherte mache zudem kein Ereignis geltend, welches – auch nur 
annähernd – für eine gröbere Krafteinwirkung im Sinne eines Unfallereig-
nisses auf den Aussenmeniskus sprechen würde. Das Hinknien auf den 

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Schlafzimmerboden um Staub zu wischen stelle eine alltägliche Verrich-
tung dar.

3.1.4 In der Stellungnahme vom 8. Mai 2018 (act. II 46 f.) zum leistungs-
abweisenden Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 27. April 2018 
(act. II 43) führte Dr. med. I.________ aus, dass bei der Patientin nach dem 
Ereignis eine Schwellung im Kniegelenk rechts und ein Extensionsdefizit 
von etwa 20° federnd vorgelegen hätten. Intraoperativ habe er eine klassi-
sche laterale Korbhenkelläsion festgestellt, diese sei nach ventral umge-
schlagen gewesen und habe dementsprechend das Extensionsdefizit her-
vorgerufen. In einem solchen Fall könne nicht von einer degenerativen Me-
niskusläsion gesprochen werden. Eine Korbhenkelläsion sei keine chro-
nisch sich entwickelnde Meniskusschädigung, sondern immer mit einem 
erheblichen Verdrehen des Kniegelenkes einhergehend. Im Weiteren seien 
die degenerativen Knorpelveränderungen im rechten Kniegelenk der Pati-
entin nur sehr oberflächlich und nicht tiefgreifend gewesen. Aus seiner 
Sicht handle es sich beim Ereignis vom 28. Februar 2018 klar um eine 
plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnli-
chen äusseren Faktors auf das rechte Kniegelenk.

3.1.5 Der beratende Arzt der J.________ AG (J.________) Dr. med. 
K.________, Praktischer Arzt, führte im Bericht vom 28. Juni 2018 (act. II 
59 f.) aus, dass zwischen der Bildgebung und der Beschreibung der Patho-
logie im Operationsbericht eine gewisse Diskrepanz bestehe. Die Be-
schreibung des Befundes im MRI lasse, wie von Dr. med. E.________ an-
genommen, eine komplexe degenerative Läsion des Meniskus vermuten. 
Mit der Beschreibung im Operationsbericht lasse sich kein namhafter Vor-
zustand des Meniskus beweisen. Da die Arthroskopie einen – im Vergleich 
zur Bildgebung – sichereren und klareren pathologischen Befund ermögli-
che, sei die perioperative Befundbeschreibung überzeugender. Es sei (da-
her) davon auszugehen, dass trotz einer geringgradigen Knorpelschädi-
gung eine frische traumatische Läsion des lateralen Meniskus vorliege. 
Weiter sei zu berücksichtigen, dass der laterale Meniskus im Vergleich zum 
medialen Meniskus viel seltener degeneriere.

3.1.6 Dr. med. E.________ bestätigte mit Stellungnahme vom 16. August 
2018 (act. II 65) seine Ausführungen (vgl. E. 3.1.3 hiervor) und kritisierte, 

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Dr. med. K.________ habe der kombinierten Sachverhaltsbeurteilung, also 
der Kombination aus dem Umstand der Rissbildungen am Aussenmeniskus 
und dem intraoperativen Befund, in seiner Einschätzung keine Beachtung 
geschenkt. Er verkenne, dass neben der Rissbildung auch der intraoperati-
ve Befund mitberücksichtigt worden sei. Das Produkt der klinischen Sym-
ptome sei, unabhängig davon, ob ein Meniskus akut traumatisch oder im 
Rahmen seiner Degeneration plötzlich als Korbhenkelläsion vorliege, beide 
Male das Gleiche. Der Operateur beschreibe unmissverständlich eine 
Chondropathie im Bereich des lateralen Tibiaplateaus, was auch Dr. med. 
K.________ nicht bestreite. Er halte daher weiterhin an seiner Einschät-
zung fest, dass die Korbhenkelläsion und die Dokumentation der Chondro-
pathie Ausdruck einer überwiegend degenerativen Erkrankung bei dieser 
etwas mehr als 50-jährigen Versicherten sei. 

3.1.7 In seiner zweiten Stellungnahme vom 12. September 2018 (act II 
70) kritisierte Dr. med. K.________, dass der beratende Arzt nicht auf sei-
nen Einwand des nur selten degenerierenden lateralen Meniskus einge-
gangen sei. Eine chronische Korbhenkelläsion ohne rezidivierende Knie-
Blockaden sei nur schwer zu erklären. Das Ereignis mit der belasteten 
Beugungs-/Rotations-Belastung des Kniegelenks könne mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit die akute Läsion des allgemein nicht zur Degeneration 
neigenden lateralen Meniskus verursacht haben. Weiter hielt Dr. med. 
K.________ fest, die Ausführungen von Dr. med. E.________ zur Frage 
der Kausalität würden zu kurz greifen. Das akute Auftreten der Blockierung 
und der Operationsbericht sprächen mehr für eine frische Meniskusläsion 
als für eine vorbestehende, chronisch degenerative Läsion. Es sei zu er-
wähnen, dass keine (aktenkundigen) vorbestehenden Kniebeschwerden 
bestanden hätten. Solche Beschwerden wären bei chronischen degenerati-
ven Veränderungen des lateralen Meniskus zu erwarten. Die Versicherte 
sei andererseits 50-jährig, weshalb gewisse degenerative Veränderungen 
des Knorpels und des Meniskus nicht nur als Krankheit, sondern auch als 
altersbedingte Veränderungen zu betrachten seien. Er schätze den Anteil 
der degenerativen Komponente des medialen Meniskus auf weit unter 50 
% und den traumatisch bedingten Anteil auf weit über 50 %.

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3.1.8 Im Auftrag der Beschwerdegegnerin nahm Dr. med. F.________ am 
18. Dezember 2019 gestützt auf die Akten Stellung zum Sachverhalt (act. II 
124 - 132). Er führte aus, dass das beschriebene Ereignis – entgegen den 
Ausführungen der Dres. med. I.________ und K.________ – nicht geeignet 
gewesen sei, einen gesunden Meniskus im Sinne einer Korbhenkelläsion 
zu schädigen. Er gehe daher von einem chronisch degenerativ bedingten 
Vorzustand des Meniskus aus. Beim fraglichen Ereignis habe es sich um 
eine physiologische, niederenergetische Bewegung gehandelt, wie sie im 
Rahmen der beruflichen Aktivität immer wieder vorkomme. Als einzelnes 
Ereignis sei diese Bewegung völlig ungeeignet, eine Ruptur eines Menis-
kus zu bewirken. In der Summe aber, d.h. durch unzählige repetitive Beu-
gungen im Verlauf des Lebens, sei die Bewegung sehr wohl geeignet, zu 
degenerativen Veränderungen eines Meniskus beizutragen (act. II 128). 
Das Alter der Versicherten, die zum Ereigniszeitpunkt 49-jährig gewesen 
sei, spreche für einen degenerativ bestehenden stummen Vorzustand. Es 
liessen sich aus den ambulanten orthopädischen Konsultationen keine 
Schlüsse auf allfällige Konstellationen, welche wesentlich und zusätzlich 
einen degenerativen Vorzustand mitverursacht haben könnten, ziehen. Der 
Nikotinabusus während 25 Jahren habe dazu beigetragen, die per se 
schlecht durchbluteten Knorpel zusätzlich zu kompromittieren. Neben der 
unbestrittenen komplexen Rissform des lateralen Meniskus weise auch der 
mediale Meniskus bereits degenerative, horizontale Risse auf (act. II 128 
f.). Diese komplexe Rissform spreche klar für eine degenerative Ursache 
der Läsion. Zudem zeigten sich keine zusätzlichen Läsionen, wie sie sich – 
sehr häufig – im Rahmen eines Traumas ergäben, welches zu einer fri-
schen Ruptur eines Meniskus führe, der nicht auf einem degenerativen 
Vorzustand beruhe. So zeige sich weder ein Knochenmarködem, noch eine 
Zerrung oder Ruptur eines Seiten- oder Kreuzbandes, was die Vermutung, 
dass keine unphysiologischen Kräfte auf das Kniegelenk gewirkt hätten, 
unterstütze. Es leuchte ein, dass der Operateur (Dr. med. I.________) sich 
gegen die präoperativ in Betracht gezogene Naht entschieden habe. Der 
Meniskus sei von derart schlechter Qualität, dass eine Naht nicht von Er-
folg gekrönt gewesen wäre. Aus diesem Grund sei eine Meniskusnaht bei 
über 50-jährigen eine absolute Rarität. Es bestehe seines Erachtens denn 
auch ein klarer Widerspruch seitens des Operateurs zwischen der Interpre-
tation der Ursache der Läsion (diese sei frisch und traumatisch auf einem 

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nicht abgenutzten Meniskus entstanden = Theorie) und der umgesetzten 
Therapie (Resektion und nicht Naht des Meniskus = Praxis; act. II 130). In 
der Bildgebung sei eindeutig ein mindestens zweit-, eher drittgradiger, de-
generativ bedingter Knorpelschaden lateral-tibial zu erkennen (act. II 131). 
Die vorgehend genannten Gründe würden für eine letztlich degenerativ 
bedingte Ursache der Läsion sprechen. Die Körperverletzung sei daher 
überwiegend auf Abnutzung zurückzuführen (act. II 131 f.). 

3.1.9 Dr. med. I.________ berichtete am 4. Februar 2020 (act. II 135), 
dass bei der Patientin nach dem Ereignis vom 28. Februar 2018 Knie-
schwellungen (rechts) aufgetreten seien und sich ein Extensionsdefizit des 
Knies von etwa 10° gezeigt habe. Ein solches Extensionsdefizit sei typisch 
für eine eingeschlagene Korbhenkelläsion. Eine Korbhenkelläsion mit aku-
ter Blockierung sei mit einer chronischen Meniskusläsion nicht vereinbar. 
Intraoperativ habe sich ein grosser, nach vorne eingeschlagener Korbhen-
kelriss entsprechend einer klassischen Korbhenkelläsion mit Extensionsde-
fizit gezeigt. Die vorhandenen Knorpelschäden seien nicht erheblich und 
dem Alter (der Patientin) entsprechend normal. Für ihn sei das Ereignis 
vom 28. Februar 2018 eindeutig als Unfallereignis zu werten.

3.2

3.2.1 Zu prüfen ist vorab, ob eine Leistungspflicht der Beschwerdegegne-
rin gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG besteht und in diesem Zusammenhang, 
ob sich ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG ereignet hat. 

Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors (vgl. E. 2.2 hiervor) 
kann (auch) in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbe-
wegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren 
Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründe-
ter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "pro-
grammwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung 
ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor 
– Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähn-
ten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 
117 E. 2.1 S. 118; SVR 2018 UV Nr. 8 S. 27 E. 3.1.2). Dies trifft beispiels-
weise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an 

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einem Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhin-
dern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht 
(RKUV 2004 U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b).

3.2.2 In der Schadenmeldung UVG vom 13. März 2018 wurde festgehal-
ten: "Sie ist in die Knie gegangen um die Radiatoren zu putzen. Als sie die 
Ecke hinten vom Radiator erreichen wollte, hat es ihr das Knie verdreht. 
Sie musste ein MRI machen." (act. II 1). Dem Eintrag vom 28. Februar 
2018 in der Krankengeschichte des Zentrums L.________ lässt sich ent-
nehmen, dass die Beschwerdeführerin angegeben hat, beim Knien eine 
„komische Bewegung“ gemacht zu haben, anschliessend habe sie ein blo-
ckiertes rechtes Knie gehabt (act. II 3; Eintrag vom 28. Februar 2018). Die 
Beschwerdeführerin führte im Fragebogen vom 26. März 2018 zum Unfal-
lereignis aus, dass sie sich beim Reinigen des Schlafzimmerbodens ge-
bückt habe, um Staub zu wischen und bei dieser Bewegung einen Schmerz 
verspürt habe; ab diesem Zeitpunkt habe sie nicht mehr auf den rechten 
Fuss stehen können (act. II 33). 

Gestützt auf diese Ereignisschilderungen ist nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG 
ereignet hat. Insbesondere kann aufgrund des in der Schadenmeldung 
angegebenen Verdrehens wie auch der in der Krankengeschichte der Be-
schwerdeführerin (act. II 3) aufgeführten und damit offenbar von ihr er-
wähnten „komischen Bewegung“ allein nicht vom Vorliegen eines unge-
wöhnlichen äusseren Faktors ausgegangen werden, zumal die fragliche 
Bewegung nicht näher umschrieben worden ist. Auch im Fragebogen vom 
26. März 2018 unter Ziff. 1 (act. II 33) erwähnt die Beschwerdeführerin kei-
nen ungewöhnlichen Ablauf, sondern einzig ein Bücken. Der Ehemann der 
Beschwerdeführerin führte mit der E-Mail vom 2. Mai 2018 zwar aus, dass 
seine Frau beim Reinigen eines Heizkörpers ausgerutscht sei und sich da-
bei das Knie verdreht habe (act. II 45). Dieser Vorgang wurde jedoch von 
der Beschwerdeführerin selber zuvor nicht erwähnt. Auf diese Angabe des 
Ehemannes, welche möglicherweise von Überlegungen versicherungs-
rechtlicher Art motiviert ist, kann nicht abgestellt werden; massgebend sind 
die "Aussagen der ersten Stunde" der Beschwerdeführerin (vgl. BGE 143 V 
168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47).

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Damit ist erstellt, dass es an einer plötzlichen und programmwidrigen Be-
wegung und damit am Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors als 
Teilgehalt des gesetzlichen Unfallbegriffs fehlt (vgl. E. 2.2 hiervor). 

3.3

3.3.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind Abs. 1 (Unfall) 
und Abs. 2 (Listenverletzung) von Art. 6 UVG unabhängig voneinander und 
grundsätzlich jeder Tatbestand einzeln zu prüfen (BGE 146 V 51 E. 8.5 
S. 69). Zu prüfen bleibt damit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegne-
rin gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVG (vgl. E. 2.3 hiervor). 

Mit dem diagnostizierten Meniskusriss ist zweifellos eine Listendiagnose im 
Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG ausgewiesen (act. II 2, 5, 15), was denn 
auch zu Recht unbestritten ist. Damit stellt sich die Frage, ob der Be-
schwerdegegnerin der Nachweis gelingt, dass diese Verletzung vorwie-
gend, d.h. zu mehr als 50 %, auf Abnutzung oder Erkrankung zurückzu-
führen ist (vgl. E. 2.3.3 hiervor). 

Das Aktengutachten des beratenden Arztes Dr. med. F.________ vom 
18. Dezember 2019 (act. II 124 - 132), welches sich unter anderem auf die 
anlässlich der Operation vom 23. März 2018 erstellten arthroskopischen 
Befunde von Dr. med. I.________ (vgl. act. II 17 ff.) stützt, erfüllt die höch-
strichterlichen Beweisanforderungen, da ein lückenloser Befund vorliegt 
und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 
feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. E. 2.4 hiervor). Die 
Schlussfolgerung des Experten, wonach die Verletzung vorwiegend, d.h. zu 
mehr als 50 % auf Abnutzung zurückzuführen ist, wird anhand verschiede-
ner Faktoren schlüssig begründet: 

Dr. med. F.________ (act. II 124 ff.) führte aus, dass die zum Schaden 
führende Bewegung als niederenergetisch zu betrachten sei (act. II 128). 
Aus den Akten und dem Bericht der Beschwerdeführerin (vgl. E. 3.2.2 hier-
vor) gehen keinerlei Hinweise hervor, dass dem Schaden eine plötzliche 
oder schnelle Bewegung vorausgegangen wäre. Laut Dr. med. F.________ 
habe sich der Umstand, dass die Beschwerdeführerin über viele Jahre ge-
raucht habe, negativ auf die Durchblutung ausgewirkt und damit bei der 
damals fast 50-jährigen Versicherten die Degeneration der Knorpel be-

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günstigt (act. II 128). Bei traumatisch bedingten, frischen Rupturen von 
nicht degenerativ vorgeschädigten Menisken komme es häufig zu zusätzli-
chen Läsionen. Solche seien bildgebend nicht zu erkennen (act. II 130). 
Weiter weise auch der mediale Meniskus bereits degenerative horizontale 
Risse auf (act. II 129). Die bildgebend klar feststellbaren – und unbestritte-
nen – strukturellen Veränderungen des Meniskus mit komplexen Rissfor-
men würden klar auf eine degenerative Veränderung hindeuten (act. II 128 
ff.). Diese Annahme werde durch den Umstand, dass sich der Operateur 
(vgl. act. II 5, 15) anstelle der präoperativ in Betracht gezogenen Naht für 
eine Resektion des Meniskus entschieden hat, bestärkt (act. II 130). Mit 
Blick auf das Dargelegte erbringt die Expertise von Dr. med. F.________ 
vom 18. Dezember 2019 (act. II 124 - 132) vollen Beweis, weshalb darauf 
abzustellen ist.

3.3.2 Die Ausführungen der Dres. med. I.________ und K.________ 
vermögen keine erheblichen Zweifel an der Einschätzung des verwaltungs-
externen Facharztes zu wecken, zumal sie eher allgemein gehalten sind 
und vorab auf die Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt wird. Aus 
Letzteren kann indes nicht geschlossen werden, dass beim Ereignis vom 
28. Februar 2018 eine erhebliche Krafteinwirkung gegeben war (vgl. E. 
3.2.2 hiervor). 

Soweit sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde auf die Einschät-
zungen von Dr. med. K.________ stützt, ist anzumerken, dass dieser als 
praktischer Arzt über keinen Facharzttitel für Chirurgie, für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates oder für Rheumato-
logie verfügt. Damit eignen sich seine Ausführungen per se nicht, um die 
fachärztlichen Feststellungen von Dr. med. F.________ als Inhaber eines 
Facharzttitels für Chirurgie sowie Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates zu entkräften (vgl. diesbezüglich insbeson-
dere Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 13. November 2018, 
8C_584/2018, E. 4.1.1.2), weshalb sich eine weitere Auseinandersetzung 
mit seinen Stellungnahmen erübrigt, abgesehen davon, dass Dr. med. 
K.________ nichts erwähnt, das Dr. med. F.________ übersehen hätte. 
Von Dr. med. K.________ liegt im Übrigen auch gar keine Stellungnahme 
zur Aktenbeurteilung von Dr. med. F.________ vor.

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Bei Dr. med. I.________ als behandelndem Arzt, der von einer frischen 
traumatischen Meniskusläsion bei nicht erheblichen, altersentsprechenden 
Knorpelschäden ausgeht (act. II 46 f., 135), darf und soll das Gericht in 
Bezug auf dessen Atteste der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel-
lung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 
351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht 
nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, sondern ebenso für den 
behandelnden Spezialarzt (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). 
Auch Dr. med. I.________ erwähnt kein Indiz, das Dr. med. F.________ 
nicht beachtet hätte; zudem äussert sich der behandelnde Arzt zur Frage 
des Unfallbegriffs (Bericht vom 4. Februar 2020; act. II 135), was jedoch 
eine juristische Fragestellung darstellt, die nicht vom Arzt zu beantworten 
ist.

Schliesslich stimmen die Schlüsse von Dr. med. F.________ mit denjeni-
gen von Dr. med. E.________ überein. Dieser weist zu Recht auf eine fest-
gestellte Chondropathie hin, mithin eine krankhafte Veränderung im Ge-
lenkknorpel, welche von Dr. med. K.________ unzureichend gewürdigt 
worden sei (act. II 38, 65).

3.3.3 Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, Dr. med. F.________ ge-
he von falschen Prämissen aus, kann ihr nicht gefolgt werden, standen 
doch dem beigezogenen Experten sämtliche Akten zur Verfügung. Der 
Umstand, dass er sich auf die im Fragebogen (act. II 33 ff.) von der Be-
schwerdeführerin selbst notierten Angaben abstützt und daraus auf einen 
niedrigenergetischen Bewegungsablauf schliesst, ist nicht zu beanstanden. 

3.4 Nach dem Dargelegten handelte es sich beim Ereignis vom 
28. Februar 2018 nicht um einen Unfall gemäss Legaldefinition von Art. 4 
ATSG und es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die 
beklagten Beschwerden am rechten Knie vorwiegend auf Abnützung 
zurückzuführen sind. Die Beschwerdegegnerin hat damit eine diesbezügli-
che Leistungspflicht zu Recht verneint. Die gegen den Einspracheentscheid 
vom 8. Januar 2021 (act. II 144 ff.) erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

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4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Visana Versicherungen AG, Leistungszentrum UVG  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.