# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c713fc8c-83d4-5bf3-9eef-c21dc253f4db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.10.2009 E-6140/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6140-2009_2009-10-01.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6140/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 22. September 2009 / 
N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6140/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer - ein nigerianischer Staatsangehöriger aus 
B._______ (C._______, Nigeria) und der Ethnie der  Igbo zugehörig - 
sein  Heimatland  eigenen  Angaben  zufolge  am  16.  Juni 2009  von 
Lagos aus mit  einem Schiff  an einen ihm unbekannten Ort  in Italien 
verliess  und  von  dort  aus  mit  dem  Zug  in  Umgehung  der 
Grenzkontrolle  am  15.  Juli  2009  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er 
gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er  am 27. Juli  2009 im Empfangs-  und Verfahrenszentrum (...) 
befragt und am 2. September 2009 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 
Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) durch 
das Bundesamt zu den Asylgründen angehört wurde, 

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend  machte,  er  sei  zum  Wächter  der  Ortschaft,  in  der  er  gewohnt 
habe, ernannt worden, 

dass  nach  dem  Tod des  Dorfkönigs  der  Ort  von  (...)  (E.E.)  regiert 
worden sei, weil der rechtmässige Erbe, (...) (I.E.), noch minderjährig 
gewesen sei, 

dass nachdem I.E. volljährig geworden sei, E.E. die Regentschaft nicht 
habe abgeben wollen, 

dass es schliesslich doch zur Krönung von I.E. hätte kommen sollen, 
dieser jedoch vorher entführt worden sei, 

dass  die  Polizei  den  Beschwerdeführer  und  andere  Wächter 
festgenommen und befragt habe, 

dass er und die anderen nach zwei Tagen freigelassen worden seien, 
weil nun E.E. der Entführung verdächtigt worden sei, 

dass man einige Tage später I.E. tot  aufgefunden habe, worauf E.E. 
den Beschwerdeführer und die Wächter beschuldigt habe, für dessen 
Tod verantwortlich zu sein, 

dass die Polizei zusammen mit anderen Dorfbewohnern ins Haus des 
Beschwerdeführers gekommen seien, um ihn zu töten,

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dass sie den Vater des Beschwerdeführers umgebracht hätten,

dass dem Beschwerdeführer die Flucht  ins Heimatdorf  seiner Mutter 
gelungen sei,  wo ihn (...)  (E.O.) beherbergt  und ihm schliesslich zur 
Flucht verholfen und seine Ausreise organisiert habe, 

dass das BFM mit Verfügung vom 22. September 2009 - eröffnet am 
23. September 2009 - in  Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf  das  Asylgesuch nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert  48  Stunden  nach 
Gesuchseinreichung keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, 

dass  er  anlässlich  der  Einreichung  seines  Asylgesuchs  schriftlich 
aufgefordert  worden  sei,  innert  48  Stunden  rechtsgenügliche  Identi-
täts- beziehungsweise Reisepapiere beizubringen, 

dass  er  sich  seit  seiner  Einreise  in  die  Schweiz  offensichtlich  nicht 
darum bemüht habe, Ausweispapiere zu beschaffen, obschon er sich 
schon seit mehr als zwei Monaten in der Schweiz aufhalte, 

dass er - trotz zahlreicher Nachfragen - keinen plausiblen Grund habe 
nennen können, weshalb er diesbezüglich nichts unternommen habe, 
und sich in Widersprüche verstrickt habe zur Frage, ob er tatsächlich 
jemals im Besitze eines Identifikationsdokumentes gewesen sei, 

dass zudem der Beschrieb seines Reisewegs vage und stereotyp sei, 
da  der  Beschwerdeführer  ohne  jegliche  Dokumente  auf  dem 
Wasserweg nach Europa gereist sein wolle, ohne selbstverständliche 
Details - wie Abfahrt- oder Zielort, Schiffstyp Reisekosten - nennen zu 
können, 

dass somit keine entschuldbaren  Gründe für das Nichteinreichen von 
Reise- oder Identitätspapieren vorlägen,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  im  Laufe  des  Verfahrens  zu 
wesentlichen Punkten widersprüchliche Angaben gemacht habe,

dass  er  bezüglich  I.E.'s  Wagen zunächst  angeben habe,  er  sei  leer 
und  bereits  drei  Tage vor  der  Krönung  aufgefunden  worden,  später 

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jedoch  ausgesagt  habe,  der  Wagen  sei  am  Tag  der  Krönung  von 
Schüssen durchsiebt und mit I.E.'s Leiche aufgefunden worden,

dass  er  an diesem Krönungstag,  am 2. Juni  2009,  nach D._______ 
geflüchtet  sei,  nachdem  die  Polizei  bereits  Wachmänner 
festgenommen habe, 

dass er im Widerspruch dazu in der Anhörung angegeben habe, erst 
am 7. Juni 2009 geflüchtet zu sein, nachdem die Dorfältesten seinen 
Vater umgebracht hätten, 

dass  er  ferner  zu  I.E.,  der  gekrönt  hätte  werden  sollen,  zuerst 
angegeben habe, er heisse I.E. und sei 40-jährig, später jedoch seinen 
Namen nur  mit  E. angegeben habe  und  ausserdem sein  Alter  nicht 
habe nennen können, 

dass er bezüglich der Anzahl der umgebrachten Wachmänner und des 
Umstandes, ob er  jemals einen Bruder gehabt habe, in Widerspruch 
geraten sei, 

dass die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 und 7 AsylG nicht 
erfüllt  sei  und  aufgrund  der  Aktenlage  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  von  Wegweisungsvoll-
zugshindernissen nicht erforderlich seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  für  die  weitere  Begründung  auf  die  vorinstanzliche  Verfügung 
vom 22. September 2009 zu verweisen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  28.  September  2009 
(Eingabe  und  Poststempel)  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhob  und  in  materieller  Hinsicht  beantragte,  die 
Verfügung des BFM vom 22. September 2009 sei aufzuheben und das 
Verfahren sei zwecks materieller Prüfung an das BFM zurückzuweisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, es sei ihm die Bezahlung 
des Kostenvorschusses sowie der Verfahrenskosten zu erlassen, 

dass  der  zur  Begründung  seiner  Beschwerde  ausführte,  der 
nigerianische  Staat  sei  weder  fähig  noch  willens,  ihn  vor  der 
willkürlichen Verfolgung lokaler Behörden zu schützen,

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dass  ein  faires  Verfahren  undenkbar  sei,  zumal  die  Justizbehörden 
korrupt seien und E.E. sie für seine Zwecke instrumentalisiert habe, 

dass sein Leben in Nigeria nicht sicher sei, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  30. September 2009  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 

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neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich gemäss Art. 44 AsylG in Verbindung mit Art. 83 
des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell  zur 
Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-

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stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers,  wonach  er  nie 
Identitätspapiere besessen habe, nicht geglaubt werden können, 

dass  er  zudem  explizit  angab,  nichts  unternommen  zu  haben  und 
niemanden zu kennen, der ihm dabei behilflich sein könnte, Papiere zu 
beschaffen, 

dass jedoch nicht nachvollziehbar ist, weshalb der Beschwerdeführer 
nicht in der Lage sein sollte, seine Verwandten zu kontaktieren und sie 
zu bitten, ihm einen Pass oder eine Identitätskarte zu beschaffen, 

dass zudem die Angaben des Beschwerdeführers, ohne jegliche Rei-
sepapiere  nach  Europa  und  bis  in  die  Schweiz  gereist  und  nie 
kontrolliert  worden  zu  sein  (vgl.  A1,  S.  8),  nicht  zu  überzeugen 
vermögen,

dass  weiter  die  Beschreibung  des  Reiseweges  –  indem  er  trotz 
mehrfacher Nachfragen keine nähere Angaben über die einmonatige 
Schiffsreise machen konnte – wenig plausibel scheint, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
und realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, er habe bei seiner Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 
er jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner gesetz-
lichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweize-
rischen Behörden nicht aushändigte, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den diesbe-
züglichen  Erwägungen  nichts  entgegenbringt,  weshalb  es  ihm  nicht 
gelingt,  entschuldbare  Gründe  für  die  Nichteinreichung  der 
erforderlichen Dokumente glaubhaft zu machen,

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dass  mithin  -  unter  Beachtung  der  in  BVGE  2008/8  aufgestellten 
Richtlinien  (E.5.6)  -  zu  prüfen  bleibt,  ob  das  BFM  aufgrund  der 
Anhörung zu Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  Befragung  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  vom 
27. Juli 2009  und  der  Anhörung  vom  2. September 2009  darstellt, 
unter  Verzicht  auf  zusätzliche  tatbeständliche  oder  rechtliche 
Abklärungen  im  Rahmen  einer  bloss  summarischen  Prüfung  der 
eindeutige Schluss gezogen werden kann, dass der Beschwerdeführer 
offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllt,  und  einem 
Vollzug seiner Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 
Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass das BFM in der Entscheidbegründung zu Recht ausführt, die Vor-
bringen  seien  in  wesentlichen  Aspekten  widersprüchlich  respektive 
realitätsfremd,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen ausserdem auf die zutref-
fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass  insbesondere  seine  Aussagen  zum  Zeitpunkt,  wann  I.E.  tot 
aufgefunden  worden  sei,  und  die  diesbezüglichen  Umstände 
widersprüchlich ausgefallen sind, 

dass  er  zudem  die  Zeitabfolge  betreffend  seine  Flucht  und  die 
Ermordung seines Vaters ungereimt geschildert  hat, indem er einmal 
angab,  sein  Vater  sei  ermordet  worden,  als  er  bereits  geflüchtet  sei 
(vgl. A1 S. 5 unten), ein anderes Mal jedoch ausführte, er sei zu Hause 
gewesen, als die Personen gekommen seien, und habe seinen Vater 
schreien gehört,

dass  er  ihn  zuerst  geschützt  habe,  dann  jedoch  geflüchtet  sei, 
während  die  anderen  den  Vater  zu  Tode geprügelt  hätten  (vgl.  A12 
S. 7),

dass  ferner  seine  Ausführungen  zu  diesem  Sachverhalt  äusserst 
realitätsfremd und undifferenziert  ausgefallen sind, was nicht auf  ein 
tatsächliches  persönliches  Erleben  des  geltend  gemachten 
Ereignisses schliessen lässt,

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dass es sich vielmehr bei den angeblichen Verfolgungsvorbringen des 
Beschwerdeführers  offensichtlich  um  ein  Sachverhaltskonstrukt 
handelt,

dass die Ausführungen in der Beschwerdeschrift  nicht geeignet sind, 
zu einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu füh-
ren,  zumal  der  Beschwerdeführer  den  vorinstanzlichen  Erwägungen 
nichts  Substanzielles  entgegenhält  und  sich  lediglich  auf  eine 
Wiederholung des vorgebrachten Sachverhalts beschränkt, 

dass  es  sich  aufgrund  der  offensichtlichen  Unglaubhaftigkeit  der 
Vorbringen  erübrigt,  auf  die  in  der  Beschwerde  monierte 
Schutzfähigkeit der nigerianischen Behörden näher einzugehen, aber 
dennoch festzuhalten ist, dass der nigerianische Staat grundsätzlich in 
der Lage und willens ist, seine Bürger gegen rechtswidrige Übergriffe 
anderer Personen zu schützen, 

dass es im Übrigen dem Beschwerdeführer offen steht, sich allfälligen 
lokalen  Behelligungen  durch  einen  Umzug  innerhalb  seines 
Heimatlandes zu entziehen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen einer  Gesamtwürdi-
gung  der  Anhörungsprotokolle  und  angesichts  des  nicht 
überzeugenden Beschwerdeinhalts in Bestätigung der vorinstanzlichen 
Erkenntnis zum Schluss gelangt, dass die Flüchtlingseigenschaft des 
Beschwerdeführers offensichtlich nicht besteht und ohne besonderen 
Begründungsaufwand  ausgeschlossen  werden  kann,  zumal  er  in 
Bezug  auf  seine  Erlebnisse  einerseits  widersprüchliche  andererseits 
vage, weitgehend substanzlose sowie lebensfremde Angaben gemacht 
hat und  seine  Schilderungen  kaum  Glaubhaftigkeitsmerkmale  und 
Realitätskennzeichen beinhalten,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-

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gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ersichtlich sind, die ihm in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinis-
cher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe auf  eine konkrete Gefährdung des jungen und – soweit  aus 
den Akten ersichtlich  –  gesunden Beschwerdeführers  im  Falle  einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

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dass der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimat-  bzw. Herkunftsstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2 
AuG), da keine Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG – ungeachtet der nicht belegten Fürsorge-
abhängigkeit  –  schon wegen der Aussichtslosigkeit  der Beschwerde-
begehren abzuweisen und das Begehren um Befreiung von der Vor-
schusspflicht  mit  dem  vorliegenden  Entscheid  in  der  Sache  gegen-
standslos geworden ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und das (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser

Versand: 

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