# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef31263e-86d8-5a0f-b8b0-69a69ac2382d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-09-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 29.09.2005 PZ 2005 104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_PZ-2005-104_2005-09-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 29. September 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
PZ 05 104

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Aktuar Blöchlinger

——————

Im Rekurs

des X. A., Gesuchsteller, Gesuchsgegner und Rekurrent, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Marcus Defuns, Postfach 151, Rosenhügelweg 17, 7270 
Davos Platz,

gegen

die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Prättigau/Davos vom 19. April 
2005, mitgeteilt am 19. April 2005, in Sachen der Z. A., Gesuchstellerin, Ge-
suchsgegnerin und Rekursgegnerin, vertreten durch lic. iur. Tamara Huwiler, c/o 
Kistler & Kollegen, Promenade 132 A, 7260 Davos Dorf, 

betreffend Eheschutz,

hat sich ergeben:

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A.1. Z. A. und X. A. leben seit Januar 2004 getrennt. Sie sind Eltern der 
am 17. Februar 1994 geborenen Tochter Y. A.. 

2. Gestützt auf ein Gesuch von Z. A. erliess der Bezirksgerichtspräsi-
dent Prättigau/Davos am 20. Oktober 2004 eine erste Eheschutzverfügung. 
Darin wurde die Berechtigung zum Getrenntleben festgestellt (Ziff. 1 des Dispo-
sitivs). Die Tochter Y. A. wurde Z. A. zur Pflege und Erziehung zugewiesen und 
unter deren alleinige Obhut gestellt (Ziff. 2 des Dispositivs). X. A. wurde das 
Recht eingeräumt, seine Tochter jede Woche ab Freitagabend nach 
Schulschluss bis am Montagmorgen vor Schulbeginn zu sich auf Besuch zu 
nehmen und drei Wochen Ferien pro Jahr mit ihr zu verbringen (Ziff. 3 des Dis-
positivs). Sodann wurde X. A. verpflichtet, jeweils rückwirkend ab dem 1. Oktober 
2004 an den Unterhalt seiner Tochter Y. A. monatlich Fr. 800.-- zuzüglich 
allfällige Kinderzulagen und an Z. A. monatlich Fr. 1'800.-- zu bezahlen (Ziff. 4. 
und 5 des Dispositivs). 

B. 1. Am 21. Januar 2005 liess die Gesuchstellerin beim Bezirksge-
richtspräsidenten Prättigau/Davos erneut ein Gesuch um Erlass von 
Eheschutzmassnahmen einreichen, wobei folgende Anträge gestellt wurden: 

1. Die Familienwohnung an der D.-Strasse, sei der Gesuchstellerin und 
der Tochter Y. A. per Auszugsdatum des Gesuchsgegners zur 
alleinigen Benutzung zuzuweisen.

2. Der Gesuchsgegner sei superprovisorisch zu verpflichten, die 
Familienwohnung an der D.-Strasse, per 31. Januar 2005, 
eventualiter per 28. Februar 2005 zu verlassen.

3. Es sei zwischen der Gesuchstellerin und dem Gesuchsgegner seit 
Einreichung des Gesuchs die Gütertrennung anzuordnen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. 7.6% MWST zu 
Lasten des Gesuchsgegners.

2. Mit superprovisorischer Verfügung vom 25. Januar 2005 erkannte 
der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos:

1. X. A. wird verpflichtet, die Wohnung an der D.-Strasse bis 
spätestens am Dienstag, 15. Februar 2005, 18.00 Uhr, zu verlassen. 
Gleichzeitig wird X. A. untersagt, die fragliche Wohnung nach dem 
15. Februar 2005, 18.00 Uhr, ohne ausdrückliche Erlaubnis von Z. 
A. zu betreten.

Diese Anordnungen ergehen unter der Androhung der Straffolgen 
von Art. 292 StGB, wonach mit Haft oder Busse bestraft wird, wer 
der von einer zuständigen Behörde an ihn erlassenen Verfügung 
keine Folge leistet.

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2. X. A. erhält hiermit Gelegenheit, sich bis zum 14. Februar 2005 
schriftlich zum Gesuch von Z. A. vom 21. Januar 2005 vernehmen 
zu lassen.

3. (Mitteilung).

3. Am 10. Februar 2005 reichte X. A. eine Vernehmlassung sowie ein 
Gesuch um Abänderung der mit Verfügung vom 20. Oktober 2004 festgesetzten 
ehelichen Unterhaltspflicht ein, worin er folgende Rechtsbegehren stellte: 

a) betreffend Ausweisung aus der Familienwohnung

1. Es sei die superprovisorische Verfügung betreffend Ausweisung des 
Gesuchsgegners aus der Familienwohnung umgehend aufzuheben.

2. Es sei das Begehren der Gesuchstellerin, die eheliche Wohnung ihr 
und der Tochter Y. A. zur alleinigen Benützung zuzuteilen 
abzuweisen.

b) betreffend Unterhaltsbeiträge an die Ehefrau

Es sei Ziffer 5 der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums 
Prättigau / Davos vom 20.10.2004 dahingehend abzuändern, dass 
Herr A. seiner Frau ab 1.2.2005 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag 
von nur Fr. 1'200.00 zu bezahlen hat.

c) betreffend Anordnung der Gütertrennung

Es seien für die der Gütertrennung vorangehende güterrechtliche 
Auseinandersetzung folgende zusätzlichen Beweise zu erheben:

(1) (Antrag auf Zeugeneinvernahmen)

(2) (Antrag auf Bestellung eines Bücherexperten)

(3) (Antrag auf Einholung von neuen Schätzungen) 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer 
zu Lasten der Gesuchstellerin. 

4. Mit Verfügung vom 14. Februar 2005 schob der 
Bezirksgerichtspräsidenten die am 25. Januar 2005 angesetzte Frist für den 
Auszug von X. A. aus der ehelichen Wohnung bis auf Weiteres auf. Gleichzeitig 
räumte er Z. A. Gelegenheit ein, sich bis zum 7. März 2005 schriftlich zur 
Vernehmlassung und zum Gesuch um Abänderung von Unterhaltsbeiträgen von 
X. A. vernehmen zu lassen.

5. Mit Verfügungen vom 21. bzw. 23. Februar 2005 wurden die 
Parteien vom Bezirksgerichtspräsidenten Prättigau/Davos auf den 14. März 
2005 zu einer mündlichen Verhandlung vorgeladen.

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6. Am 2. März 2005 liess X. A. schliesslich noch ein Gesuch um 
Beschränkung der Verfügungsbefugnis gemäss Art. 178 ZGB einreichen. 

C. Mit Verfügung vom 19. April 2005 erkannte der Bezirks-
gerichtspräsident Prättigau/Davos: 

1. X. A. wird verpflichtet, die Wohnung an der D.-Strasse bis spätestens 
am Dienstag, 31. Mai 2005, 18.00 Uhr, zu verlassen. Gleichzeitig 
wird X. A. untersagt, die fragliche Wohnung nach dem 31. Mai 2005, 
18.00 Uhr, ohne ausdrückliche Erlaubnis von Z. A. zu betreten.

Diese Anordnungen ergehen unter der Androhung der Straffolgen 
von Art. 292 StGB, wonach mit Haft oder Busse bestraft wird, wer 
der von einer zuständigen Behörde an ihn erlassenen Verfügung 
keine Folge leistet.

2. In Abänderung von Ziff. 5 der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidi-
ums Prättigau/Davos vom 20. Oktober 2004 wird X. A. verpflichtet, 
an den Unterhalt von Z. A. rückwirkend ab dem 1. Februar 2005 bis 
zum 31. Mai 2005 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 
1'200.00 und ab dem 1. Juni 2005 einen solchen von Fr. 2'130.00, 
zahlbar jeweils pränumerando, zu leisten.

3. Allfällige von X. A. seit dem 1. Februar 2005 bereits geleistete 
Unterhaltsbeiträge können selbstverständlich verrechnet werden.

4. Zwischen Z. A. und X. A. wird mit Wirkung ab dem 21. Januar 2005 
die Gütertrennung angeordnet.

5. Z. A. wird untersagt, über die im Grundbuch E. auf ihren Namen 
eingetragenen Stockwerkeinheiten (Hauptbuchblätter B. und C., GB 
E.) grundbuchlich ohne Zustimmung von X. A. zu verfügen.

6. Das Grundbuchamt E. wird beauftragt und ermächtigt, eine 
entsprechende Kanzlei- bzw. Grundbuchsperre auf den 
Hauptbuchblättern B. und C., GB E., anzumerken.

7. Die Grundbuchgebühren sind dem Bezirksgerichtspräsidium 
Prättigau/Davos in Rechnung zu stellen.

8. Im Übrigen behält die Verfügung vom 20. Oktober 2004 weiterhin 
Gültigkeit.

9. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens, bestehend aus einer 
Gerichtsgebühr von Fr. 300.00, Schreibgebühren von Fr. 350.00 
sowie den Grundbuchgebühren, gehen je zur Hälfte zulasten der 
Parteien. Sie werden nach Kenntnis der Höhe der Grundbuchge-
bühren den Parteien in Rechnung gestellt.

10. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

11. (Rechtsmittelbelehrung)

12. (Mitteilung).

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D.1. Gegen diesen Entscheid liess X. A. am 9. Mai 2005 Rekurs beim 
Kantonsgerichtspräsidium Graubünden erheben, wobei folgende Anträge ge-
stellt wurden: 

a) Materiellrechtlich

Es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und

1. die Familienwohnung (4-Zimmerwohnung im Erdgeschoss des 
Mehrfamilienhauses an der D.-Strasse) - gegen Auferlegung der 
darauf entfallenden Hypothekarzinsen und Nebenkosten - dem 
Rekurrenten zuzuweisen bzw. es sei ihn wie bislang in der 
Familienwohnung zu belassen,

2. der vom Ehemann der Ehefrau ab 1.6.2005 zu leistende Un-
terhaltsbeitrag von Fr. 2'130.-- auf Fr. 1'200.--, eventualiter auf Fr. 
1'800.--, im Monat herab zu setzen,

3. unter Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Instanzen zu 
Lasten der Rekursbeklagten.

a. Verfahrensrechtlich

4. Es sei dem vorliegenden Rekurs umgehend die aufschiebende 
Wirkung zu gewähren.

5. Es sei das von der Tochter Y. A. am 7.5.2005 verfasste und erst jetzt 
eingereichte Verzeichnis ihrer Aufenthalte beim Vater als 
Beweismittel zuzulassen.

6. Es sei die Tochter Y. A. auf geeignete Weise als Auskunftsperson 
zu befragen bzw. durch eine Mittelsperson befragen zu lassen.

2. Dem Rekurs wurde mit Verfügung vom 11. Mai 2005 die aufschie-
bende Wirkung erteilt. 

3. Der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos verzichtete mit 
Schreiben vom 19. Mai 2005 auf die Einreichung einer eigentlichen Stellung-
nahme. 

4. Z. A. liess in ihrer Rekursantwort vom 1. Juni 2005 die kostenfällige 
Abweisung des Rekurses beantragen.

5. Die vom Kantonsgerichtspräsidium Graubünden auf den 19. Au-
gust 2005 angesetzte Einigungsverhandlung verlief ergebnislos. Auch die in 
Aussicht gestellten Vergleichsbemühungen im Anschluss an die Einigungsver-
handlungen blieben ohne Erfolg. 

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6. Auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid und in den 
Rechtsschriften wird - soweit erforderlich - in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen. 

Das Kantonsgerichtspräsidium zieht in Erwägung:

1. Der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos hat die bis anhin 
durch den Rekurrenten bewohnte eheliche Wohnung nach Abwägung der kon-
kreten Umstände der Rekursgegnerin und der Tochter Y. A. zugewiesen. Der 
Rekurrent bringt vor, die Vorinstanz habe die Zuteilungskriterien falsch gewichtet 
und deshalb zu seinen Ungunsten entschieden. Seine diesbezüglichen Ein-
wände erweisen sich als unbegründet. 

a) Es trifft wohl zu, dass es die Rekursgegnerin war, welche die Woh-
nung zusammen mit dem Kind verliess. Diesem Umstand kann allerdings keine 
besondere Bedeutung beigemessen werden. So ist kaum anzunehmen, dass 
der Rekurrent damals die Wohnung freiwillig verlassen hätte, wenn er dazu von 
der Rekursgegnerin aufgefordert worden wäre. Und dass die Rekursgegnerin 
aufgrund der angespannten Situation kaum eine andere Wahl hatte, als so zu 
handeln, mit anderen Worten wegen der ehelichen Probleme und nicht aus Des-
interesse an der ehelichen Wohnung auszog, ergibt sich schon allein daraus, 
dass sie in der Folge  in eine eigentlich für sie und ihre Tochter zu kleine Woh-
nung zog. Sodann gilt  darauf hinzuweisen, dass der Eheschutzrichter erstmalig 
über die Zuweisung der Wohnung der Familie zu entscheiden hatte. Es geht in-
sofern nicht - wie der Rekurrent geltend macht - um die Abänderung, sondern 
den erstmaligen Erlass einer entsprechenden Eheschutzmassnahme. Eine we-
sentliche und dauerhafte Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen, wie 
sie für die Abänderung einer Eheschutzmassnahme vorausgesetzt wird, ist in-
sofern nicht erforderlich. Wohl ist aber grundsätzlich auch beim erstmaligen Er-
lass von Eheschutzmassnahmen auf eine längere Zeit von den Ehegatten ge-
lebte Regelung Rücksicht zu nehmen. Voraussetzung dafür ist jedoch nicht nur, 
dass diese Lösung einvernehmlich getroffen wurde. Erforderlich ist auch, dass 
sich die Regelung in der Vergangenheit bewährt hat und sich keine bessere Lö-
sung anbietet (vgl. Bräm/Hasenböhler, Zürcher Kommentar zum ZGB, N. 9 zu 
Art. 179 ZGB mit Hinweis; ZR 104 (2005) Nr. 58 E. 3). Weder das eine noch das 
andere ist vorliegend - wie nachstehend dargelegt wird - der Fall. 

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b) Wie bereits erwähnt wurde, ist die von der Rekursgegnerin für sich 
und ihre Tochter gemietete 2 1/2 -Zimmerwohnung an und für sich zu klein. Auf 
Dauer kann ihnen der Aufenthalt in einer solchen Wohnung jedenfalls schwerlich 
zugemutet werden. Dies hat der Rekurrent im Übrigen im ersten Eheschutzver-
fahren selbst eingeräumt. Umgekehrt stellt es - wie der Bezirksgerichtspräsident 
in der angefochtenen Verfügung feststellte - rein vom Wohnbedarf her ein Luxus 
dar, dass der Rekurrent alleine eine 4 ½ - Zimmerwohnung bewohnt. Dies recht-
fertigt sich umso weniger, als von eher angespannten finanziellen Verhältnissen 
auszugehen ist. Wohl hält sich die Tochter jedes Wochenende und zum Teil 
auch noch an den Abenden während der Woche bei ihm auf. Dies blieb von der 
Rekursgegnerin unbestritten und es brauchen in diesem Zusammenhang auch 
keine weiteren Beweiserhebungen zu erfolgen. Dieser Umstand ändert jedoch 
nichts an der Feststellung, dass die Rekurrentin für die Obhut der Tochter be-
sorgt ist, sich Y. A. überwiegend bei der Mutter aufhält, und es unter diesem 
Aspekt nur richtig erscheint, wenn ihr die eheliche Wohnung zugeteilt wird. Dies 
umso mehr, als der Tochter Y. A. damit auch kein Wechsel in eine ihr unbe-
kannte Wohngegend zugemutet werden muss. Aus mehrfachen Gründen unan-
gebracht erscheinen in diesem Zusammenhang die vom Rekurrenten vorge-
brachten Behauptungen, die Rekursgegnerin nehme sich wenig Zeit, die Obhut 
auch wahrzunehmen und es sei ihr nur recht, wenn die Tochter viel Zeit beim 
Vater verbringe, da sie sich lieber wirtschaftlich eine neue Zukunft aufbauen 
wolle. Zum einen kann der Rekurrent seiner Ehefrau wohl nicht ernstlich das 
vorwerfen, was er sich selbst wünscht, nämlich einen engen Kontakt zu seiner 
Tochter. Zum anderen erscheint es angesichts der finanziell angespannten Si-
tuation nur richtig, dass die Rekursgegnerin sich nicht auf die Pflege der Tochter 
beschränkt, sondern versucht, mit einer Erwerbstätigkeit die Lage der Familie zu 
verbessern. 

c) Sodann hat der Bezirksgerichtspräsident bei der Zuweisung der 
Wohnung nicht übersehen, dass sich unmittelbar angrenzend an die Wohnung 
das Büro der Firma A. befindet. Er mass diesem Umstand indes zu Recht weni-
ger Gewicht bei als dem Nutzen, den die Rekursgegnerin und die gemeinsame 
Tochter an der Wohnung haben. Die Behauptung des Rekurrenten, er sei in be-
sonderem Mass auf die Wohnung angewiesen, da er andauernd das Büro auf-
suchen müsse, um der neu eingestellten Bürohilfe immer wieder zur Seite zu 
stehen, vermag nicht zu überzeugen. Dies schon allein deshalb nicht, weil der 
Rekurrent ja gar nicht im besonderen Mass in der Lage ist, diese Nähe zu seiner 
Wohnung zu nutzen, da er sich tagsüber ausser Haus befindet. Alsdann handelt 

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es sich hierbei höchstens um einen zeitlich beschränkten Vorteil. Ist die Bürohilfe 
eingearbeitet, ist der Rekurrent mit Sicherheit nicht mehr auf die Nähe des Büros 
zu seiner Wohnung angewiesen. Dieser zeitlich beschränkte Vorteil vermag den 
längerfristigen Nutzen, den die Rekursgegnerin und die gemeinsame Tochter mit 
der Zuweisung haben, nicht aufzuwiegen. Unter diesen Umständen nicht weiter 
von Belang ist schliesslich, dass die bisherige Regelung nicht von langer Dauer 
ist, nicht auf einer einvernehmlichen Regelung beruht, sich auch nicht bewährt 
hat, weil es immer wieder zu Auseinandersetzungen im Zusammenhang bei der 
Bezahlung der Alimente und der Kosten für die eheliche Wohnung gekommen 
ist, und es nachgerade in finanzieller Hinsicht nur von Vorteil ist, wenn die Woh-
nung der Rekursgegnerin zugewiesen wird. Bei der Zuweisung der ehelichen 
Wohnung ist die Frage des Eigentums grundsätzlich nicht von Bedeutung und 
auf diese Frage ist denn im vorliegenden Verfahren auch nicht weiter einzuge-
hen. Tatsache ist jedoch, dass die Rekursgegnerin als Eigentümerin im Grund-
buch eingetragen ist und sie als solche auch für die Liegenschaft aufzukommen 
hat. Dass sie dies allein mit den ihr zugesprochenen Unterhaltsbeiträgen und 
ihrem eigenen Einkommen nicht konnte und für den Rekurrenten eine zusätzli-
che Verpflichtung zu Zahlungen bestand, erscheint nahe liegend. Die Rekurs-
gegnerin macht denn auch geltend, sie und ihr Ehemann hätten vereinbart, dass 
Letzterer ihr für die Wohnung zusätzlich zu den Unterhaltsbeiträgen Fr. 2'900.-- 
als Miete entrichte. Der Rekurrent bestreitet dies. Tatsache ist jedoch, dass der 
Bezirksgerichtspräsident beim Bedarf des Rekurrenten einen Betrag in dieser 
Höhe berücksichtigte und die Rekursgegnerin ein Mietzinskonto einrichtete. Dies 
spricht klar dafür, dass seitens der Parteien von der Überweisung eines solchen 
Betrags die Rede war. Im Ergebnis bestand somit für den Rekurrenten eine zwei-
fache Verpflichtung. Er hatte der Rekursgegnerin einerseits den Unterhaltsbei-
trag von Fr. 1'800.-- und daneben separat die Überlassung der Wohnung abzu-
gelten. Allerdings werden eheliche Wohnungen in der Regel nicht unter den Ehe-
gatten vermietet. Bei den Fr. 2'900.-- handelt es sich denn wohl auch nicht um 
eine Miete, sondern um eine eheliche Leistung zusätzlich zum richterlich ver-
bindlich festgelegten Unterhalt. Dass diese Verpflichtung keine Aufnahme im 
Dispositiv der angefochtenen Verfügung fand, ändert daran grundsätzlich nichts. 
Es kann dahingestellt bleiben, welche der beiden Verpflichtungen der Rekurrent 
in der Folge nicht erfüllte. Tatsache ist, dass diese Regelungen der finanziellen 
ehelichen Beistandspflicht zu stetigen Auseinandersetzungen führten. So 
schenkte der Rekurrent dem für die Überlassung der Wohnung angerechneten 
Betrag von Fr. 2'900.-- gar keine Beachtung und veranschlagte eigenmächtig 
andere Wohnkosten. Selbst nach Massgabe seiner eigenen Berechnung hätte 

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er aber zumindest Fr. 2'300.-- für die Benützung der Wohnung aufbringen müs-
sen. Demzufolge hätte der Gesamtbetrag, den der Rekurrent für die Rekursgeg-
nerin und die Tochter aufzubringen hatte, wenigstens Fr. 4'100.-- betragen. Zah-
lungen in solcher Höhe wurden indessen auch unter Berücksichtung der vom 
Rekurrenten vorgenommenen Verrechnungen, deren Rechtmässigkeit (Art. 125 
Ziff. 2 OR) dahingestellt bleiben kann, nie geleistet. Mit der Zuweisung der Woh-
nung an die Rekursgegnerin und der Beschränkung auf einen - erst noch tieferen 
- Unterhaltsbeitrag ohne separate Abgeltung der Wohnkosten werden solche un-
nötigen Streitereien über die Höhe der zu entrichtenden Zahlungen ein für alle-
mal beseitigt. 

2. Erweist sich die Zuweisung der Wohnung der Familie an die Re-
kursgegnerin und die gemeinsame Tochter als richtig, gilt in einem nächsten 
Schritt zu prüfen, auf welchen Zeitpunkt der Wechsel zu erfolgen hat. 

a) Der Bezirksgerichtspräsident setzte dem Rekurrenten Frist bis 31. 
Mai 2005, um die Wohnung zu verlassen. Dieser Termin wurde bereits durch 
das vom Rekurrenten eingeleitete Rechtsmittelverfahren hinfällig. Wohl hätte der 
Rekurrent zwischenzeitlich durchaus die Möglichkeit gehabt, sich nach einer ge-
eigneten Wohnung umzusehen. Es muss jedoch auch berücksichtigt werden, 
dass X. A. nicht in missbräuchlicher Art Rekurs erhob und im Rechtsmittelver-
fahren auch die Frage einer Zuweisung der ehelichen Wohnung im Rahmen der 
güterrechtlichen Auseinandersetzung erörtert wurde. Schliesslich macht es 
schon grundsätzlich wenig Sinn, den Wechsel erneut - wie beim Auszug der Re-
kursgegnerin - unter Zeitdruck zu vollziehen. Der Rekurrent soll Gelegenheit ha-
ben, eine Wohnung zu suchen, die den von ihm zu berücksichtigenden Interes-
sen bestmöglich Rechnung trägt. Unter diesen Umständen erscheint es gerecht-
fertigt, die Frist, bis zu welcher X. A. auszuziehen hat und die eheliche Wohnung 
seiner Ehefrau und der Tochter zugewiesen wird, bis 1. April 2006 zu verlängern. 
Dies hat gleichzeitig den Vorteil, dass die Rekursgegnerin ihre Wohnung ordent-
lich kündigen kann. 

b) Nicht substanziert angefochten wurde die Verfügung des Bezirks-
gerichtspräsidenten Prättigau/Davos insoweit, als er in Zuweisung der Wohnung 
an Z. A. den Gesuchsgegner und Rekurrenten verpflichtete, die Wohnung 
fristgemäss zu verlassen und ihm unter Androhung der Straffolgen von Art. 292 
StGB untersagte, diese ohne ausdrückliche Erlaubnis seiner Ehefrau zu 

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betreten. Diesbezüglich ist die Verfügung demnach - unter Anpassung an den 
abgeänderten Zuweisungstermin - zu bestätigen. 

c) Hat der Rekurrent die Wohnung erst auf Ende März 2006 zu verlas-
sen, verlängert sich automatisch auch die vom Bezirksgerichtspräsidenten für 
die Dauer des Verbleibs des Rekurrenten in der Wohnung festgelegte Unter-
haltspflicht. Der Rekurrent ist demnach nebst der Übernahme der Kosten der 
ehelichen Wohnung verpflichtet, an den Unterhalt der der Rekursgegnerin rück-
wirkend ab Februar 2005 bis und mit März 2006 monatlich und im Voraus Fr. 
1'200.-- zu bezahlen. 

3. Der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos hat aufgrund der Zu-
weisung der ehelichen Wohnung an die Rekursgegnerin einerseits und die ver-
ringerte Leistungsfähigkeit des Rekurrenten andererseits die zu leistenden Un-
terhaltsbeiträge neu festgelegt. In Bezug auf die Regelung bis zum Wechsel bei 
der Wohnungszuweisung kann diesbezüglich auf Ziff. 2. c) der Erwägungen ver-
wiesen werden. Ab dem Zeitpunkt der geänderten Wohnungszuteilung sieht der 
vorinstanzliche Entscheid eine Unterhaltszahlung an die Rekursgegnerin von Fr. 
2'130.-- vor. Die zusätzliche Verpflichtung des Rekurrenten, für die Kosten der 
ehelichen Wohnung aufzukommen, besteht hingegen ab diesem Zeitpunkt nicht 
mehr. 

Der Rechtsvertreter des Rekurrenten macht geltend, die Rekursgegnerin 
habe in ihrem Gesucht vom 21. Januar 2005 im Zusammenhang mit der 
Zuweisung der Wohnung an sie keinen Antrag auf Neuregelung der 
Unterhaltsverpflichtung gestellt. Auf eine Replik habe sie verzichtet. Im Gesuch 
des Rekurrenten vom 10. Februar 2005 sei eine Herabsetzung des bisherigen 
Unterhaltsbeitrages von Fr. 1'800.-- auf Fr. 1'200.-- im Monat verlangt worden. 
Diesem Antrag habe die Vorinstanz für die Monate Februar bis Mai 2005 
stattgegeben. Alsdann habe der Bezirksgerichtspräsident für die Zeit der 
Neuzuweisung der Wohnung die Frauenrente neu beurteilt und höher 
festgesetzt. Damit habe er den Anspruch des Rekurrenten auf das rechtliche 
Gehör verletzt. Nachdem die Rekursgegnerin in ihren Rechtsschriften keine 
Änderung der Frauenrente zu ihren Gunsten anbegehrt habe, hätte sich der 
Rekurrent mit dieser Frage auch nicht auseinandersetzen müssen. Auch im 
Falle, dass der angefochtene Entscheid betreffend Zuweisung der Wohnung 
vom Kantonsgerichtspräsidium geschützt werde, könne die Frauenrente ab 1. 
Juni 2005 nicht angehoben werden. Diesfalls bleibe es beim Unterhaltsbeitrag 

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von Fr. 1'800.--, den die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 20. Oktober 2004 
festgesetzt habe und nach wie vor in Rechtskraft sei (vgl. S. 8 Ziff. 6 der 
Rekurseingabe). 

Der Einwand des Rekurrenten erweist sich - wie noch darzulegen sein 
wird - wohl als zutreffend. Allerdings erscheint seine Einrede wenig verständlich. 

a) Der Eheschutzrichter wird - wie sich schon aus dem Wortlaut der 
massgeblichen Bestimmung ergibt (Art.176 Abs. 1 ZGB) - immer nur auf 
Begehren eines Ehegatten tätig. Der Erlass von Eheschutzmassnahmen von 
Amtes wegen fällt nur dort in Betracht, wo das Verfahren von der Offzialmaxime 
beherrscht wird. Mit Ausnahme der Massnahmen zugunsten unmündiger Kinder 
kann der Richter demnach nur im Rahmen der von den Parteien gestellten 
Parteianträge Massnahmen erlassen (vgl. Susanne Bachmann, Die Regelung 
des Getrenntlebens nach Art. 176 und 179 ZGB sowie nach zürcherischem 
Verfahrensrecht, Diss. St. Gallen 1995, S. 202). Dies gilt selbsverständlich auch 
im Verfahren betreffend Abänderung von Eheschutzmassnahmen 
(Bräm/Hasenböhler, a.a.O., N. 6 zu Art. 176 ZGB). Von Bundesrechts wegen 
sind Eheschutzmassnahmen sodann in einem raschen, parteinahen und ohne 
besonderere Formalitäten ablaufenden Verfahren zu erlassen. Der Kanton 
Graubünden trägt dem Rechnung, indem gemäss Art. 10 Abs. 1 EGzZGB für 
das Eheschutzverfahren die Vorschriften des summarischen Verfahrens (Art. 
137 ZPO) für sinngemäss anwendbar erklärt werden. Demgemäss ist das 
Gesuch um Erlass mündlich oder schriftlich beim zuständigen Amt anzubringen. 
Wird es mündlich angebracht, ist darüber ein Protokoll aufzunehmen und vom 
Gesuchsteller zu unterzeichnen. Das Gesuch muss die Bezeichnung der 
Parteien, das Rechtsbegehren und die Ausführungen der Tatsachen und 
Beweismittel enthalten. Erweist sich das Gesuch nicht als offensichtlich 
unbegründet, wird es sofort der Gegenpartei mitgeteilt, mit der Aufforderung, 
innert kurzer Frist Anträge und Beweismittel einzureichen. Alsdann hat die 
Hauptverhandlung stattzufinden. 

b) Wenngleich nun auch an ein Rechtsbegehren, mit dem ein 
Eheschutzverfahren in Gang gesetzt wird, keine allzu strengen Anforderungen 
zu stellen sind (Bräm/Hasenböhler, a.a.O., N. 8 zu Art. 172), ist wenigstens zu 
verlangen, dass ein solches tatsächlich - und dies fristgemäss bei der 
schriftlichen oder mündlichen Anhängigmachung des Gesuchs bzw. in der 
Vernehmlassung zum Gesuch - gestellt wird. Auf ein erst anlässlich der 

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Hauptverhandlung gestelltes Begehren darf folglich nicht mehr eingetreten 
werden. Vorbehalten bleibt höchstens der Fall, dass sich die Gegenpartei 
ausdrücklich mit einer solchen Weiterung des Verfahrens anlässlich der 
Hauptverhandlung einverstanden erklärt. Denn diesfalls verzichtet die 
Gegenpartei auf ihr schriftliches Äusserungsrecht und es fallen mündliche 
Antragstellung und Durchführung der Verhandlung zusammen. 

c) Tatsache ist, dass die Rekursgegnerin weder im Zusammenhang 
mit ihrem Gesuch um Zuweisung der ehelichen Wohnung noch in dem vom 
Rekurrenten anhängig gemachten Verfahren betreffend Abänderung der 
Unterhaltspflicht ein Begehren um Erhöhung ihres Unterhaltsbeitrags stellte. Ihre 
Behauptung, sie habe ein solches Begehren anlässlich der mündlichen 
Hauptverhandlung gestellt, ist in zweifacher Hinsicht unbeachtlich. Einerseits 
wäre dieses Begehren, nachdem nicht davon auszugehen ist, dass der 
Rekurrent sich mit einer solchen Weiterung des Verfahrens ausdrücklich 
einverstanden erklärte, offensichtlich verspätet erfolgt. Andereseits lässt sich 
den Akten auch nicht entnehmen, dass ein solches Begehren überhaupt gestellt 
wurde. Im Gegenteil. Wie der Bezirksgerichtspräsident nämlich in seiner 
Vernehmlassung zum Rekurs ausführt, hat er die Neuberechnung aus rein 
prozessökonomischen Gründen vorgenommen, da anderenfalls mit 
Bestimmtheit ein weiteres Gesuch um Abänderung der Eheschutzmassnahmen 
eingereicht worden wäre. Dies belegt, dass er letztlich ohne einen 
entsprechenden Antrag von sich aus tätig wurde. Dieses Vorgehen erscheint 
wohl prozessökonomisch vernünftig, zumal der Bezirskgerichtspräsident auch 
inhaltlich einen gerade auch aus Sicht des Rekurrenten ausgewogenen 
Entscheid traf, ist aber - nachdem sich X. A. dagegen wehrt - rechtlich nicht 
haltbar. Der Rekurs ist demnach teilweise gutzuheissen und die angefochtene 
Verfügung wird, soweit diese den Unterhalt ab Zeitpunkt der Zuweisung der 
ehelichen Wohnung an die Rekursgegnerin regelt, aufgehoben. 

d) Der Rekurrent macht geltend, dass er im Falle, dass der 
angefochtene Entscheid betreffend Zuweisung der Wohnung vom 
Kantonsgerichtspräsidium bestätigt werde, einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 
1'800.-- zu leisten habe. Aus diesen Ausführungen und seinem diesbezüglichen 
Rechtsbegehren ist zu schliessen, dass er für die Zeit nach dem 
Wohnungswechsel eine Unterhaltspflicht im Umfang von Fr. 1'800.-- anerkennt. 
Gestützt auf dieses Anerkenntnis ist der Rekursgegnerin demnach ab April 2006 
ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'800.-- zuzusprechen. 

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4. Gemäss Art. 122 Abs. 1 ZPO sind die Kosten des Gerichtsverfah-
rens in der Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Hat keine der Par-
teien vollständig obsiegt, können die Kosten verhältnismässig verteilt werden; 
sie werden dann den Parteien nach dem Masse ihres Unterliegens überbunden 
(Oscar Vogel, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1995, S. 277, Rz. 
24). Darüber hinaus hat die unterliegende Partei der obsiegenden alle ihr durch 
den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen. Fällt das Urteil 
nicht ausschliesslich zu Gunsten einer Partei aus, können die aussergerichtli-
chen Kosten nach den gleichen Grundsätzen wie die gerichtlichen verteilt wer-
den (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Wie bereits der Gesetzeswortlaut erkennen lässt, 
handelt es sich bei Art. 122 ZPO nicht um eine starre Vorschrift; sie lässt viel-
mehr sachlich vertretbare Ausnahmen zu (PKG 1988 Nr. 14 S. 72).

a) Die Vorinstanz hat die amtlichen Kosten den Parteien je hälftig auf-
erlegt und die ausseramtlichen Entschädigung wettgeschlagen. Daran ist auch 
in Beachtung des Ausgangs des Rechtsmittelverfahrens festzuhalten. Die Re-
kursgegnerin hat mit Recht die Zuweisung der Wohnung an sie verlangt, was 
sich mit dem Obsiegen des Rekurrenten in der Unterhaltsfrage nach wie vor aus-
gleicht. 

b) Im Rekursverfahren ist X. A. mit seinen Anträgen letztlich nur in 
geringerem Umfang - nämlich in Bezug auf die Unterhaltspflicht ab dem Zeit-
punkt der Zuweisung der Wohnung an seine Ehefrau - durchgedrungen. Die Ab-
änderung der Frist für den Auszug aus der ehelichen Wohnung und damit auch 
die anderen Korrekturen am vorinstanzlichen Entscheid sind - wie dargelegt 
wurde - in erster Linie auf die durch die Anhebung des Rekurses eingetretene 
zeitliche Verzögerung und nicht eigentlich auf berechtigte Einwände des Rekur-
renten zurückzuführen. Unter diesen Umständen erscheint es gerechtfertigt, die 
Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'000.-- zuzüglich der Schreibgebühren 
von Fr. 230.-- zu 3/4 dem Rekurrenten und zu 1/4 der Rekursgegnerin aufzuerle-
gen. Überdies ist der Rekurrent zu verpflichten, die Rekursgegnerin für das Re-
kursverfahren nach denselben Bruchteilen reduziert ausseramtlich zu entschädi-
gen. Unter zusätzlicher Berücksichtigung des notwendigen prozessualen Auf-
wandes und des vom Anwaltsverband empfohlenen Honoraransatzes erscheint 
eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 1'000.-- inklusive Mehrwertsteuer als 
der Sache angemessen.

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Demnach erkennt das Kantonsgerichtspräsidium:

1. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen und Ziffer 1 Abs. 1 sowie Ziffer. 2 
der angefochtenen Verfügung werden aufgehoben. Im Übrigen bleibt die 
angefochtene Verfügung unverändert. 

2. X. A. wird verpflichtet, die eheliche Wohnung an der D.-Strasse in E. bis 
spätestens am 31. März 2006, 18.00 Uhr, zu verlassen. Gleichzeitig wird 
X. A. untersagt, die per 1. April 2006 an Z. A. zugewiesene Wohnung ohne 
deren ausdrückliche Erlaubnis ab diesem Zeitpunkt zu betreten. 

3. In Abänderung von Ziff. 5 der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten 
Prättigau/Davos vom 20. Oktober 2004 wird X. A. verpflichtet, an den Un-
terhalt von Z. A. rückwirkend ab dem 1. Februar 2005 bis und mit März 
2006 einen monatlichen, im Voraus zu leistenden Unterhaltsbeitrag von 
Fr. 1'200.-- und ab April 2006 für die weitere Dauer der Trennung einen 
Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'800.-- zu bezahlen. 

4. Die Kosten des Rekursverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von Fr. 1'000.-- und Schreibgebühren von Fr. 230.--, total somit Fr. 1'230.-
-, werden zu 1/4 der Rekursgegnerin und zu 3/4 dem Rekurrenten aufer-
legt, der die Rekursgegnerin überdies für das Rekursverfahren mit Fr. 
1'000.-- inklusive Mehrwertsteuer ausseramtlich zu entschädigen hat. 

5. Mitteilung an:

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Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden:
Der Vizepräsident:                                       Der Aktuar: