# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3fd673d9-3129-5bc4-bf2f-5a18408122b1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.09.2016 720 16 137/244
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-16-137-244_2016-09-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. September 2016 (720 16 137 / 244) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Auf das schlüssige Verwaltungsgutachten 

kann abgestellt werden 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Renate Jäggi, Advokatin, 
Steinentorstrasse 35, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1971 geborene, zuletzt vom 1. Mai 2005 bis 23. August 2005 als Officebursche im 
Betrieb B.____ erwerbstätig gewesene A.____ hatte sich am 26. April 2007 unter Hinweis auf 
eine Asthmaerkrankung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug angemeldet. Nachdem sie die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhält-
nisse abgeklärt hatte, ermittelte die IV-Stelle Basel-Landschaft beim Versicherten einen Invalidi-
tätsgrad von 25 %. Gestützt auf dieses Ergebnis lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 

 

 
 
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30. September 2008 einen Anspruch des Versicherten auf eine Rente ab. Eine von Advokatin 
Renate Jäggi namens und im Auftrag von A.____ gegen diese Verfügung erhobene Beschwer-
de hiess das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil 
vom 22. April 2009 (Verfahren-Nr. 720 08 338 / 100) in dem Sinne gut, als es die angefochtene 
Verfügung aufhob und die Sache zur Durchführung des Vorbescheidverfahrens und zur an-
schliessenden Neuverfügung an die IV-Stelle zurückwies. Nachdem sie in der Folge das Vorbe-
scheidverfahren durchgeführt hatte, lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. Juni 2010 einen 
Rentenanspruch des Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 25 % erneut ab. Ge-
gen diese Verfügung liess A.____ durch seine Rechtsvertreterin wiederum Beschwerde beim 
Kantonsgericht erheben. Mit Urteil vom 1. November 2011 (Verfahren-Nr. 720 10 237/ 236) 
hiess das Kantonsgericht die Beschwerde, soweit es darauf eintrat, in dem Sinne gut, als es die 
angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 30. Juni 2010 aufhob und die Angelegenheit zur 
weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die 
IV-Stelle zurückwies. 
 
In Nachachtung dieses Urteils nahm die IV-Stelle weitere Abklärungen des medizinischen 
Sachverhalts vor. Gestützt auf deren Ergebnisse ermittelte sie nunmehr einen Invaliditätsgrad 
von 0 %, worauf sie - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren - mit Verfügung vom 
22. März 2016 einen Rentenanspruch des Versicherten erneut ablehnte.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokatin Renate 
Jäggi, am 2. Mai 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er, es sei ihm mit 
Wirkung ab 1. Februar 2007 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter seien er-
gänzende medizinische Abklärungen vorzunehmen; unter o/e Kostenfolge, wobei ihm die un-
entgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit seiner Rechtsvertreterin 
zu bewilligen seien. 
 
C. Mit Verfügung vom 23. Mai 2016 bewilligte das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer 
gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unent-
geltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin Renate Jäggi als 
Rechtsvertreterin.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 20. Juni 2016 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihrer Eingabe eine Stellungnahme von Dr. med. C.____, 
Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 6. Juni 2016 
bei.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-

 

 
 
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keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 2. Mai 2016 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 

 

 
 
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sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 
128 V 30 E. 1). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist.  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinwei-
sen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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5.1 In Nachachtung des Rückweisungsentscheids des Kantonsgerichts vom 1. September 
2011 gab die IV-Stelle beim Spital D.____, Pneumologie, ein pneumologisches Gutachten in 
Auftrag, welches am 3. Februar 2012 erstattet wurde. Darin wurden als Diagnosen (1) ein 
Asthma bronchiale, nicht kontrolliert, mit mittelschwerer, partiell reversibler obstruktiver Ventila-
tionsstörung und (2) eine Polyposis nasi bei Status nach Septumplastik und Spheonoidektomie 
beidseits (insgesamt drei Operationen) festgehalten. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit gelangten 
die begutachtenden Fachärzte zur Auffassung, dass der Explorand zum jetzigen Zeitpunkt in 
seinem Beruf als Küchenhilfe nicht arbeitsfähig sei. Ausgehend von einer medizinisch-
theoretischen Ateminvalidität von 20 - 25 % bestehe dagegen eine uneingeschränkte Arbeitsfä-
higkeit in einer körperlich nicht belastenden, leichten und sitzend zu verrichtenden Tätigkeit 
(100 %, 8 Stunden pro Tag) in einem staubfreien Umfeld.  
 
5.2  Nachdem der behandelnde Arzt des Versicherten, Dr. med. E.____, FMH für Innere 
Medizin und Lungenkrankheiten, geltend gemacht hatte, dass es bei seinem Patienten zwi-
schenzeitlich zu einer Verschlechterung der Lungenfunktionen gekommen sei, holte die IV-
Stelle beim Spital D.____, Pneumologie, ein weiteres pneumologisches Gutachten ein, das am 
25. Mai 2014 erstattet wurde. Darin hielten die beteiligten Fachärzte als Diagnosen (1) ein nicht 
kontrolliertes, steroid-resistentes, intrinsisches Asthma bronchiale, ohne nachgewiesene Aero-
allergene, mit anamnestisch rezidivierenden Exazerbationen und der Notwendigkeit von in-
tramuskulärer Steroid-Depot-Gabe, sowie (2) eine Polyposis nasi bei Status nach dreimaliger 
operativer Sanierung (1998/2003/2006) fest. Aus rein pneumologischer Sicht erachte man den 
Exploranden zum jetzigen Zeitpunkt in seinem Beruf theoretisch zu 100 % arbeitsunfähig. Diese 
Beurteilung könnte sich allerdings deutlich ändern mit einer besseren Kontrolle des Asthmas. 
Der Explorand könnte unter optimaler Therapie deutlich bessere Lungenfunktionen erreichen, 
sodass ihm unter diesen Voraussetzungen dann eine körperlich leicht (bis allenfalls sogar mit-
telschwer) belastende Tätigkeit vollzeitig (100 %, 8 Stunden pro Tag) zugemutet werden könn-
te. Diese Beurteilung beziehe sich auch auf andere allfällige Verweistätigkeiten, da im Moment 
das Asthma nicht kontrolliert sei und bisher keine Aeroallergene festgestellt worden seien. Für 
jegliche körperlich belastende Tätigkeiten sei der Explorand zum aktuellen Zeitpunkt nicht quali-
fiziert. Hinsichtlich medizinischer Massnahmen empfehle man eine kurzstationäre Aufnahme 
zur Abklärung von allfälligen behandelbaren Kofaktoren sowie zur Evaluation der Indikation ei-
ner Immuntherapie. Somit empfehle man, die definitive IV-Begutachtung auf einen späteren 
Zeitpunkt zu verschieben. Eine abschliessende konklusive Beurteilung sei momentan nicht 
möglich.  
 
5.3 Da dieses pneumologische Gutachten vom 25. Mai 2014 nach Auffassung der IV-Stelle 
keine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zuliess, beauftragte die 
IV-Stelle die Klinik F.____ mit einer weiteren Begutachtung des Versicherten. In ihrem Gutach-
ten, das sie am 19. August 2015 erstatteten, erhoben die beteiligten Ärzte als Diagnose mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein Asthma bronchiale, nicht kontrolliert, mit mittelschwe-
rer, partiell reversibler obstruktiver Ventilationsstörung. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit wurde unter anderen eine chronische Sinusitis (CT NNH 07/14: Bildmorpholo-
gisch: Status nach ausgedehnter Nasennebenhöhlen-Operation, chronische Sinusitis aller Na-
sennebenhöhlen, kein Nachweis von grösseren Polypen) festgehalten. In ihrer medizinischen 

 

 
 
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Beurteilung führten die Gutachter aus, beim Exploranden liege aktuell ein nicht kontrolliertes 
Asthma bronchiale trotz ausgebauter Inhalationstherapie vor. Klinisch präsentiere sich der Ex-
plorand weiter obstruktiv und deutlich in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt mit mittel-
schwer eingeschränkter maximaler Sauerstoffaufnahme in der Spiroergometrie. Laut dem Vor-
gutachten aus dem Jahr 2014 seien sowohl eine allergische bronchopulmonale Aspergillose als 
auch ein Churg-Strauss-Syndrom ausgeschlossen worden. Ebenso hätten sich keine Hinweise 
auf eine allergische Genese gefunden, so dass eine Therapie mit Xolair schon damals nicht in 
Frage gekommen sei. Es bestehe aktuell eine maximal ausgebaute Asthmatherapie. Da aus 
pneumologischer Sicht weiter Zweifel an der korrekten und regelmässigen Anwendung seitens 
des Patienten bestehe, empfehle man zur Optimierung der inhalativen Therapie bei vielfach 
ambulanten frustranen Versuchen einen stationären Rehabilitationsaufenthalt. Zur Frage der 
Arbeitsfähigkeit des Exploranden hielten die Gutachter fest, dass dieser in seiner angestamm-
ten Tätigkeit als Küchenhilfe zum jetzigen Zeitpunkt nicht arbeitsfähig sei, da durch unspezifi-
sche Reizstoffe in der Küche ein erhöhtes Risiko erneuter Asthmaexazerbationen bestehe. Was 
die Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten betreffe, so sei der Explorand für schwere Arbeiten 
aufgrund seiner pulmonalen Limitierung zu 100 % arbeitsunfähig. Ausgehend von einer medizi-
nisch-theoretischen Ateminvalidität von 33 % sei der Versicherte in einer leichten bis kurzfristig 
mittelschweren Tätigkeit in einem staubfreien und reizstoffarmen Umfeld in einem Pensum von 
100 % einsetzbar. Man gehe von einer deutlichen Besserung der arbeitsmedizinischen Situati-
on im Anschluss an eine stationäre pneumologische Rehabilitation inklusive Training der kor-
rekten Anwendung der inhalativen Medikation aus. Auch langfristig müsse mit gehäuften Asth-
maexazerbationen und daraus resultierenden krankheitsbedingten Fehltagen gerechnet wer-
den.  
 
5.4 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 22. März 2016 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfäng-
lich auf das Gutachten der Klinik F.____ vom 19. August 2015. Sie ging demzufolge davon aus, 
dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer leichten bis kurzfristig mittelschweren Tätigkeit 
in einem staubfreien und reizstoffarmen Umfeld in einem Pensum von 100 % zumutbar sei. 
Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. 
E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indi-
zien liegen hier keine vor. Das Gutachten der Klinik F.____ vom 19. August 2015 weist weder 
formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. 
E. 4.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, 
es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben wor-
den, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der 
aktuellen medizinischen Situation ein, es setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztli-
chen Einschätzungen auseinander und es vermag in den Schlussfolgerungen zu überzeugen.  
 

 

 
 
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5.5 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet, die ausschlaggebende Be-
weiskraft des Gutachtens der Klinik F.____ vom 19. August 2015 in Frage zu stellen.  
 
5.5.1 Der Beschwerdeführer beanstandet als erstes, dass die von den Gutachtern postulierte 
100 %-ige Arbeitsfähigkeit im Widerspruch stehe zu den Auffassungen, welche die Fachärzte 
des Spitals D.____, Pneumologie, im Gutachten vom 25. Mai 2014 und der behandelnde Arzt 
Dr. E.____ in seinen Berichten vom 5. Oktober 2010 und 3. Dezember 2013 vertreten hätten. 
Laut deren Einschätzungen sei bei ihm von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. 
Zudem würden sich die Gutachter der Klinik F.____ nicht mit diesen abweichenden fachärztli-
chen Beurteilungen auseinander setzen. Auch wenn sich letzterer Einwand als zutreffend er-
weist, kann der Beschwerdeführer daraus aus folgenden Gründen nichts zu seinen Gunsten 
ableiten: Die begutachtenden Fachärzte des Spitals D.____, Pneumologie, führen zwar aus, 
dass der Explorand „zum jetzigen Zeitpunkt in seinem Beruf theoretisch 100 % arbeitsunfähig“ 
sei und dass sich diese Beurteilung auch auf andere allfällige Verweistätigkeiten beziehe. 
Gleichzeitig halten sie aber auch fest, dass sich diese Einschätzung mit einer besseren Kontrol-
le des Asthmas deutlich ändern könne. Man empfehle deshalb, „die definitive IV-Begutachtung 
auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Eine abschliessende konklusive Beurteilung sei 
momentan nicht möglich.“ Im Lichte dieser Ausführungen kann mit der IV-Stelle festgehalten 
werden, dass das Gutachten des Spitals D.____, Pneumologie, vom 25. Mai 2014 im Ergebnis 
keine konkreten Aussagen zur Frage der aktuellen Arbeitsfähigkeit des Versicherten enthält, 
weshalb es - und auch darin ist der IV-Stelle beizupflichten - diesbezüglich beweisrechtlich nicht 
verwertbar ist. Daraus folgt wiederum, dass die Gutachter der Klinik F.____ auch nicht näher 
auf die entsprechenden Ausführungen im Vorgutachen vom 25. Mai 2014 eingehen mussten. 
Dasselbe gilt sodann hinsichtlich der Beurteilung durch den behandelnden Arzt Dr. E.____, der 
in seinem an die Rechtsvertreterin des Versicherten gerichteten Schreiben vom 3. Dezember 
2013 zur Frage der Arbeitsfähigkeit seines Patienten einzig festgehalten hat, dass diese für ihn 
„kaum gegeben“ sei. Diese Einschätzung ist nun aber derart allgemein und offen formuliert - 
Dr. E.____ nimmt insbesondere keine Differenzierung zwischen allfälligen Einschränkungen 
des Versicherten in der angestammten Tätigkeit und in möglichen Verweistätigkeiten vor -, dass 
einerseits beweisrechtlich darauf nicht abgestellt werden kann und dass sich die Gutachter an-
derseits inhaltlich damit auch kaum hätten auseinandersetzen können.  
 
5.5.2 Im Gutachten der Klinik F.____ wird dem Versicherten, wie ausgeführt, eine 100 %-ige 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit attestiert, gleichzeitig halten die Gurtachter 
aber auch fest, dass von einer deutlichen Besserung der arbeitsmedizinischen Situation im An-
schluss an eine stationäre pneumologische Rehabilitation inklusive Training der korrekten An-
wendung der inhalativen Medikation auszugehen sei. Nach Auffassung des Beschwerdeführers 
könnten diese beiden Einschätzungen nur dahingehend interpretiert werden, dass sich die gut-
achterliche Annahme einer vollen Arbeitsfähigkeit auf seinen Gesundheitszustand nach absol-
vierter stationärer Rehabilitation beziehe. Falls er von den Gutachtern bereits aktuell, d.h. im 
Untersuchungszeitpunkt, als zu 100 % arbeitsfähig eingeschätzt worden wäre, mache es keinen 
Sinn zu erwähnen, dass nach absolvierter Therapie von einer deutlichen Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit auszugehen sei. Dieser Betrachtungsweise des Beschwerdeführers kann nicht 
gefolgt werden. Die erwähnte gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ist durchaus so zu 

 

 
 
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verstehen, dass die beteiligten Fachärzte den Versicherten bereits im Untersuchungszeitpunkt - 
und somit auch ohne eine stationäre pneumologische Rehabilitation - in einer leichten bis kurz-
fristig mittelschweren Tätigkeit in einem staubfreien und reizstoffarmen Umfeld als zu 100 % 
arbeitsfähig erachten. Diese Interpretation des Gutachtens steht - entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers - nicht im Widerspruch zur weiteren Aussage der Experten, wonach von 
einer geeigneten stationären Rehabilitation eine deutliche Besserung der arbeitsmedizinischen 
Situation zu erwarten sei. Diese Feststellung ist so zu verstehen, dass mit einer solchen Thera-
pie die Leistungs- und somit die Arbeitsfähigkeit gesteigert werden könnte mit den Konsequen-
zen, dass der Versicherte künftig beispielsweise auch wieder in Bereichen mit einem körperlich 
etwas strengeren Anforderungsprofil tätig sein könnte und ihm dadurch insgesamt ein deutlich 
breiterer Fächer an zumutbaren Verweistätigkeiten offen stehen würde. Eine solche Entwick-
lung würde zweifellos eine - wie es die Gutachter ausdrücken - „deutliche Besserung der ar-
beitsmedizinischen Situation“ mit sich bringen.  
 
5.5.3 Der Beschwerdeführer moniert sodann, dass im Gutachten der Klinik F.____ eine me-
dizinisch-theoretische Ateminvalidität von 33 % festgehalten sei, es fehle jedoch an einer Be-
gründung, wie diese Annahme zustande gekommen sei, weshalb darauf nicht abgestützt wer-
den dürfe. Auch mit diesem Einwand kann der Beschwerdeführer vorliegend nichts zu seinen 
Gunsten ableiten. Der RAD-Arzt Dr. C.____ weist diesbezüglich in seiner Stellungnahme vom 
6. Juni 2016 zu Recht darauf hin, dass es sich bei der angegebenen medizinisch-theoretischen 
Ateminvalidität von 33 % um einen rechnerischen Wert aus den Lungenfunktionsparametern 
und dem Belastungstest handle. Im Falle des Versicherten passe der angegebene Wert der 
Ateminvalidität zu der relativ guten Belastbarkeit auf dem Fahrradergometer, weshalb die Ein-
schätzung begründet und nachvollziehbar sei.  
 
5.5.4 Schliesslich weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass er an einer chronischen Si-
nusitis leide und eine HNO-Abklärung dringend indiziert sei. Zudem würden sich aus den Akten 
Hinweise für ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom ergeben. Diese Diagnosen hätten - nicht 
zuletzt auch mit Blick auf seine asthmatische Erkrankung - durchaus Auswirkungen auf seine 
Leistungsfähigkeit und somit auch auf seine Erwerbsfähigkeit. Dieser Betrachtungsweise des 
Beschwerdeführers kann gestützt auf die vorhandene Aktenlage nicht beigepflichtet werden. Es 
trifft zwar zu, dass die Gutachter der Klinik F.____ beim Versicherten eine chronische Sinusitis 
diagnostiziert haben, wesentlich ist aber, dass sie dieses Leiden explizit unter den Diagnosen 
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit angeführt haben. Diese gutachterliche Beurteilung 
deckt sich auch mit der Einschätzung von Dr. C.____ in seiner abschliessenden Stellungnahme 
vom 6. Juni 2016, wonach eine chronische Sinusitis in der Regel keine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit verursache. Eine Sinusitis stelle kein invalidisierendes Leiden dar und sei behan-
delbar. Dasselbe gelte im Übrigen, wie Dr. C.____ weiter festhält, auch für das vom Beschwer-
deführer angesprochene Schlafapnoe-Syndrom. Die Annahme, dass sich ein solches auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirke, setze, so die schlüssige Einschätzung des RAD-Arztes, voraus, dass 
das Syndrom zu ausgeprägter Tagesmüdigkeit, zu Konzentrationsschwierigkeiten und zu einer 
Einschlafneigung führe. Der Versicherte habe aber nie über solche Symptome geklagt. Mit 
Dr. C.____ kann demnach festgehalten werden, dass die Akten keine Hinweise für ein schwe-
res obstruktives Schlafapnoe-Syndrom enthalten.  

 

 
 
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6. Der Versicherte macht im Weiteren geltend, dass seine Restarbeitsfähigkeit nicht ver-
wertbar sei, da diese im Bereich von Büroarbeiten liege, die er aufgrund seiner Ausbildung und 
sprachlichen Fähigkeiten nicht erledigen könne. Zudem werde im Gutachten Klinik F.____ vom 
19. August 2015 explizit festgehalten, dass bei ihm auch bei optimaler Therapie langfristig mit 
Asthmaexazerbationen und daraus resultierenden krankheitsbedingten Fehltagen gerechnet 
werden müsse. Eine Arbeitgeberschaft, die ihn unter derartigen Bedingungen einstellen würde, 
existiere schlicht nicht. Diesen Einwänden des Versicherten bzw. dem daraus gezogenen 
Schluss, dass in seinem Fall von einer Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auszugehen 
sei, kann nicht beigepflichtet werden. Gemäss der oben (vgl. E. 3.2 hiervor) zitierten Bestim-
mung von Art. 16 ATSG ist bei der Bestimmung des Invaliditätsgrades von einer ausgegliche-
nen Arbeitsmarktlage auszugehen. Ein solcher Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein ge-
wisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften; er weist einen 
Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten berufli-
chen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. 
Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkeh-
ren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Ge-
gebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. Anderseits sind an die Konkretisierung von Ar-
beitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen 
(Sozialversicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 2008, IV Nr.62 E. 5.1 mit zahlreichen Hin-
weisen). Wie der RAD-Arzt Dr. C.____ in seiner Stellungnahme vom 6. Juli 2016 zutreffend 
festhält, existieren im Bereich einfacher und repetitiver Hilfstätigkeiten auch ausserhalb des 
Bürobereichs verschiedenste Arbeitsplätze, an denen ohne Hitze, Kälte, Staub und Feuchtigkeit 
in einem rauch-, schad- und reizstoffarmen Umfeld gearbeitet werden kann. Was das Risiko 
künftiger Absenzen des Versicherten aufgrund von Asthmaexazerbationen betrifft, so weist 
Dr. C.____ ebenfalls zu Recht darauf hin, dass dieses mittels geeigneter therapeutischer Mass-
nahmen deutlich reduziert werden kann. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers lässt 
sich deshalb nicht sagen, dass in seinem Fall von realitätsfremden und in diesem Sinne unmög-
lichen oder unzumutbaren Einsatzmöglichkeiten ausgegangen wird. Dem Beschwerdeführer 
sind mit anderen Worten zumutbare Tätigkeiten nicht nur in so eingeschränkter Form möglich, 
dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realisti-
schem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers ausgeübt werden könnten. 
 
7.1  Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der Invalidi-
tätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Da der Versicherte schon vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung keiner Erwerbstä-
tigkeit mehr nachgegangen ist und eine solche in der Folge auch nicht mehr aufgenommen hat, 
hat die IV-Stelle sowohl dessen Validen- als auch dessen Invalideneinkommen richtigerweise 
unter Beizug der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundes-
amtes für Statistik ermittelt (vgl. dazu BGE 126 V 76 E. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 322 
E. 3b/aa). In Berücksichtigung der gutachterlichen Beurteilung, wonach der Versicherte in einer 
leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist, ist die IV-Stelle zum Ergebnis gelangt, 
dass es dem Versicherten zumutbar ist, ein Invalideneinkommen zu erzielen, welches betrags-

 

 
 
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mässig demjenigen des Valideneinkommens entspricht. Dies hat in der angefochtenen Verfü-
gung zu einem Invaliditätsgrad von 0 % geführt.  
 
7.2 Dieser vorinstanzliche Einkommensvergleich erweist sich weitestgehend als korrekt. Er 
wird denn auch vom Versicherten - zu Recht - nur in einem Punkt beanstandet. So macht dieser 
in seiner Beschwerde geltend, dass ihm die IV-Stelle bei der Ermittlung des zumutbaren Invali-
deneinkommens einen Abzug von 25 % vom Tabellenlohn hätte gewähren müssen. 
 
7.3.1 Wird das Invalideneinkommen wie im vorliegenden Fall auf der Grundlage von statisti-
schen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. 
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Per-
sonen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt 
des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in 
der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht errei-
chen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Fol-
ge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Um-
stand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten 
Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll 
aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür be-
stehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesund-
heitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch-
schnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der 
Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der 
Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabel-
lenlohnes zu begrenzen (BGE 134 V 327 f. E. 5.2; vgl. zum Ganzen auch BGE 126 V 80 
E. 5b/bb und cc).  
 
7.3.2 Wie vorstehend ausgeführt (E. 7.1 hiervor), hat die IV-Stelle hat in der angefochtenen 
Verfügung keinen Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen. Demgegenüber erachtet der Be-
schwerdeführer in seinem Fall die Gewährung eines 25%-igen Abzugs vom Tabellenlohn als 
angezeigt. In Würdigung aller in Frage kommenden beruflichen und persönlichen Merkmale des 
Versicherten erweist sich der von ihm postulierte Maximalabzug von 25 % zweifellos als zu 
hoch. Entgegen der Auffassung der IV-Stelle rechtfertigt es sich jedoch, dem Versicherten ei-
nen Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren. Wie oben aufgezeigt (vgl. E. 6 hiervor), ist der Ver-
sicherte zwar in der Lage, die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits-
markt zu verwerten. Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass er in Anbetracht der doch 
vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der auch künftig nicht gänzlich auszu-
schliessenden Asthmaexazerbationen seine Arbeitsfähigkeit in einer ihm zumutbaren Tätigkeit 
wohl nur noch mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen verwerten kann. Wie hoch der in 
Frage kommende Abzug unter diesen Umständen konkret zu beziffern ist, kann nun allerdings 
offen bleiben. Selbst wenn man dem Versicherten den von ihm postulierten Maximalabzug von 
25 % vom Tabellenlohn gewähren würde, läge der Invaliditätsgrad bei 25 % und somit immer 
noch deutlich unter dem für einen Rentenanspruch mindestens erforderlichen Wert von 40 %.  

 

 
 
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7.4 Aus dem Gesagten folgt, dass die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten im 
Ergebnis zu Recht abgelehnt hat. Die gegen die betreffende Verfügung vom 22. März 2016 er-
hobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos-
ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 600 Franken fest. 
Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, 
weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist nun aller-
dings mit Verfügung vom 23. Mai 2016 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus 
diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
8.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. Da dem Beschwerdeführer in der Verfügung vom 23. Mai 2016 die unentgeltliche Verbei-
ständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist diese für ihre Bemühungen aus 
der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
Fr. 200.-- pro Stunde. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat in ihrer Honorarnote 
vom 20. Juli 2016 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 8 Stunden geltend ge-
macht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfra-
gen als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Auslagen 
von Fr. 152.15. Der Rechtsvertreterin ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘752.15 
(8 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 152.15) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
8.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘752.15 (inkl. Auslagen) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 

 

 
 
 
 
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