# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fdef7643-c7fd-5cb7-851d-38dc939e3cf0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 03.03.2022 725 21 278 / 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-278---50_2022-03-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 3. März 2022 (725 21 278 / 50) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Bemessung der Invalidität 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Michael Blattner, Advo-
kat, Advokatur Sissach, Bischofsteinweg 15, Postfach 182, 
4450 Sissach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1967 geborene A.____ war seit Februar 2007 bei der B.____AG als Magaziner an-
gestellt und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 1. Februar 2016 kündigte die 
B.____AG das Arbeitsverhältnis per 31. Mai 2016. Am 27. Mai 2016 fiel A.____ beim Fussball-
spielen auf die linke Schulter (Schaden Nr. XX.XXXXX.XX.X). Nachdem sich der Gesundheits-
zustand stabilisiert hatte und der Versicherte ab 19. Juli 2016 wieder arbeitsfähig war, schloss 

 

 
 
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die Suva den Fall ab. Am 25. Juni 2016 zog sich A.____ bei einem Sturz eine laterale Malleolar-
fraktur Typ Weber B mit ossärem Ausriss der vorderen Syndesmose (Le-Fort-Fragment) und 
Ruptur des tiefen Ligamentum deltoideum zu (Schaden Nr. YY.YYYYY.YY.Y). Die Suva aner-
kannte für die Folgen dieses Ereignisses ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen 
Leistungen (Taggelder, Heilbehandlung). Die Verletzung wurde am 28. Juni 2016, am 
21. September 2016 und am 10. Mai 2017 operativ versorgt. Am 29. Juni 2020 teilte sie A.____ 
mit, dass die Leistungen per 31. Juli 2020 eingestellt würden, da er ab dem 1. August 2020 
wieder voll arbeitsfähig sei. Mit Verfügung vom 29. März 2021 verneinte sie bei einem Invalidi-
tätsgrad von 8,94 % einen Anspruch auf eine Invalidenrente. Die hiergegen erhobene Einspra-
che wies sie ab (Einspracheentscheid vom 9. Juli 2021). 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Michael Blattner, am 
13. September 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei der Einspracheentscheid 
vom 9. Juli 2021 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen 
Leistungen, namentlich eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrads von 62 % zu 
erbringen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass die Be-
messung der Invalidität nicht korrekt sei. 
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 27. September 2021 auf 
Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Instruktionsverfügung vom 4. Oktober 2021 wurde die Angelegenheit der Dreier-
kammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde vom 13. September 2021 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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1.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Laut Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Ände-
rung des UVG vom 25. September 2015 werden jedoch Versicherungsleistungen für Unfälle, 
die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Be-
rufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. 
So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und 
die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente. Mass-
gebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Einsprache-
entscheids vom 9. Juli 2021 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die 
zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeits-
unfähigkeit 80 % des versicherten Verdiensts. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit-
ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG 
gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalls 
zu mindestens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenver-
sicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
3.2 Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in 
einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 
(vgl. BGE  129 V 177, E. 3). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus 
dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich 
organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 
mit der natürlichen Kausalität deckt (vgl. BGE 134 V 109, E. 2). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 

 

 
 
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versicherten Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hin-
weisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten ver-
sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen. An die Beweiswürdigung sind 
deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines 
externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-
verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Ur-
teil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 

 

 
 
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6.1 Die Suva liess den Versicherten kreisärztlich untersuchen. In den Berichten vom 2. Mai 
2018 und 9. Oktober 2018 diagnostizierte die Kreisärztin Dr. med. C.____, Fachärztin für Chi-
rurgie, einen Status nach lateraler Malleolarfraktur Weber B links mit ossärem Ausriss der vor-
deren Syndesmose und Ruptur des tiefen Ligamentum deltoideum am 25. Juni 2016. Es zeige 
sich eine nahezu seitengleiche OSG-Beweglichkeit in Dorsal- und Plantarflexion. Persistierend 
seien belastungsabhängige Beschwerden sowie eine Bewegungseinschränkung in Eversion 
und Inversion. Der medizinische Endzustand sei erreicht. Aufgrund der unfallbedingten Restfol-
gen sei dem Versicherten die gelernte Tätigkeit als Maurer nicht mehr möglich. Auch die Tätig-
keit als Magaziner sei ihm nicht mehr vollumfänglich zumutbar. Leichte bis mittelschwere wech-
selbelastende Tätigkeiten, ohne die Notwendigkeit, über unebenes Gelände oder Schrägen 
laufen zu müssen sowie ohne Besteigen von Treppen und Leitern seien aber ganztags möglich. 
Nach einer weiteren Untersuchung hielt die Kreisärztin am Zumutbarkeitsprofil vom 2. Mai 2018 
fest (Kreisarztbericht vom 9. Oktober 2018). 
 
6.2 Die Suva stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 9. Juli 2021 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Leistungsfähigkeit des Versicherten auf die Be-
urteilungen der Kreisärztin Dr. med. C.____ vom 2. Mai 2018 und 9. Oktober 2018. Sie ging 
demgemäss davon aus, dass dem Versicherten angepasste Verweistätigkeiten ganztags zu-
mutbar seien. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden und wird vom 
Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage gestellt. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, wenn sich der angefochtene 
Entscheid ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen stützt. Bereits bei 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Vorliegend ergibt sich indes nichts, was Zweifel an der 
Stichhaltigkeit der Angaben von Dr. C.____ wecken würde. Die von der Beschwerdegegnerin 
übernommenen Schlüsse der kreisärztlichen Erkenntnisse beruhen auf persönliche Untersu-
chungen des Versicherten und auf einem sorgfältigen Studium der vorhandenen medizinischen 
Akten. Die Beurteilungen erweisen sich sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen als überzeugend, 
weshalb vollumfänglich darauf abgestellt werden kann. Demnach ist mit der Beschwerdegegne-
rin davon auszugehen, dass der medizinische Endzustand erreicht ist und dem Versicherten 
angepasste Verweistätigkeiten ganztags zumutbar sind. 
 
7.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 18 Abs. 2 UVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-
ge erzielen könnte (lnvalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkom-
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-
werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer-

 

 
 
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den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Me-
thode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 
 
7.2.1 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im massgebenden Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (hier: 1. August 2020) 
aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne Gesundheitsschaden tatsächlich verdient hätte. 
Das Valideneinkommen ist so konkret wie möglich festzusetzen. Da nach empirischer Erfah-
rung in der Regel ohne gesundheitliche Beeinträchtigung die bisherige Tätigkeit weitergeführt 
worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich 
der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der 
realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl. BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteil des 
Bundesgerichts vom 17. November 2020, 9C_109/2020, E. 2.2.2). Ausnahmen müssen mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (vgl. BGE 139 V 28 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Ist 
ein konkreter Lohn nicht eruierbar oder hätte die versicherte Person ihre bisherige Stelle auch 
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung verloren, so können die Zahlen der Lohnstrukturerhe-
bung (LSE) des Bundesamts für Statistik (BfS) herangezogen werden (vgl. Urteile des Bundes-
gerichts vom 21. Dezember 2016, 8C_728/2016, E. 3.1 und vom 9. Juni 2015, 9C_212/2015, 
E. 5.4). 
 
7.2.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid bestimmte die Suva das Valideneinkommen 
aufgrund der Tabellenlöhne (LSE 2018, TA1, Wirtschaftszweige 41-43 [Baugewerbe], Männer, 
Kompetenzniveau 2) und ermittelte für das Jahr 2021 einen an die betriebsübliche wöchentliche 
Arbeitszeit und an die Nominallohnentwicklung angepassten Lohn von Fr. 75'580.75  
(Fr. 5'962.--: 40 x 41,3 x 12 x 101 % [2019] x 100,8 % [2020] x 100,5 % [2021]). Dem hält der 
Beschwerdeführer entgegnen, zum Zeitpunkt des Unfallereignisses nicht arbeitslos im Sinne 
von Art. 10 Abs. 1 ATSG gewesen zu sein. Es sei davon auszugehen, dass er seine ange-
stammte Tätigkeit ohne Eintritt des Gesundheitsschadens fortgeführt hätte, weshalb sich das 
Valideneinkommen aufgrund des letzten vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielten Ver-
diensts bei der B.____AG bestimme und mit Fr. 91'000.-- zu beziffern sei. 
 
7.2.3 Der Argumentation des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Entgegen seiner 
Annahme ist bei der Ermittlung des Valideneinkommens nicht von Bedeutung, ob er im Zeit-
punkt des Unfallereignisses am 25. Juni 2016 (noch) in einem Arbeitsverhältnis stand. Ent-
scheidend ist, was er im massgebenden Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
(hier: 1. August 2020) nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne Ge-
sundheitsschaden tatsächlich verdient hätte. Aus den Akten ergibt sich und ist unbestritten, 
dass die ehemalige Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis am 1. Februar 2016 per 31. Mai 2016 
aufgelöst hatte. Da der Stellenverlust bei der B.____AG vor dem Unfallereignis vom 25. Juni 
2016 aus unfallfremden Gründen erfolgte und sich somit nicht abschliessend beantworten lässt, 
wie sich die berufliche Laufbahn im Gesundheitsfall weiterentwickelt hätte, ist der Validenlohn 
nicht aufgrund des zuletzt bei der B.____AG verdienten Einkommens, sondern rechtspre-
chungsgemäss anhand von Durchschnittswerten zu bestimmen. Daran ändert nichts, dass die 
Kündigungsfrist wegen der Unfälle vom 27. Mai 2016 und 25. Juni 2016 verlängert wurde. So-

 

 
 
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weit der Beschwerdeführer geltend macht, in Abstimmung mit der Invalidenversicherung sei das 
Valideneinkommen aufgrund seines Verdiensts als Magaziner mit Fr. 91'000.-- zu veranschla-
gen, ist darauf hinzuweisen, dass die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gegen-
über dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung entfaltet (vgl. BGE 131 V 362 E. 2.2). Viel-
mehr haben die IV-Stellen und die Unfallversicherer die Invaliditätsbemessung in jedem einzel-
nen Fall selbstständig vorzunehmen. Folglich ist die Unfallversicherung (bzw. das Gericht im 
Unfallversicherungsverfahren) auch nicht an die von der IV-Stelle vorgenommene Schätzung 
des Valideneinkommens gebunden, sondern hat aufgrund der konkreten im Zusammenhang 
mit dem Unfall stehenden Umstände nach pflichtgemässem Ermessen eine eigene Schätzung 
durchzuführen. Vor diesem Hintergrund ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, das Vali-
deneinkommen anhand von Tabellenlöhnen zu bestimmen, nicht zu beanstanden. Da der frü-
hestmögliche Rentenbeginn auf den 1. August 2020 fällt, ist die Nominallohnentwicklung aber 
nur bis ins Jahr 2020 zu berücksichtigen, woraus – bei ansonsten unveränderter Übernahme 
der vorinstanzlich ermittelten statistischen Werte – ein massgebendes Valideneinkommen von 
Fr. 75'204.75 resultiert (Fr. 5'962.-- : 40 x 41,3 x 12 x 101 % [2019] x 100,8 % [2020]). 
 
7.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – beson-
ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleiben-
de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 
aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsäch-
lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-
men gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so 
sind für die Bemessung des Invalideneinkommen die Tabellenlöhne heranzuziehen 
(vgl. BGE 143 V 295 E. 2.2). 
 
7.3.2 Die Parteien stimmen darin überein, dass das Invalideneinkommen des Beschwerdefüh-
rers aufgrund der Tabellenlöhne zu ermitteln ist. Die Suva ging bei der Berechnung des Invali-
deneinkommens innerhalb der TA1 der LSE 2018 vom "Total" der Männerlöhne im Kompetenz-
niveau 2 (praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administrati-
on/Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst) und 
somit von einem Monatslohn von Fr. 5'649.-- aus. Begründend hielt sie fest, es sei davon aus-
zugehen, dass eine versicherte Person mit Berufsabschluss grundsätzlich in der Lage sein soll-
te, ihre Kenntnisse unbesehen der erlernten Berufsgattung, in Tätigkeiten gemäss Kompetenz-
niveau 2 zu verwerten. Vorliegend verfüge der Versicherte über eine 3-jährige Lehre als Mau-
rer. Er habe zudem den Vorarbeiterkurs, eine Ausbildung zum Kranfahrer, einen Kurs für An-
schlag- und Hebeprodukte sowie eine Weiterbildung als Auszubildender absolviert und als Ma-
gaziner, Maurerpolier sowie in anderen Tätigkeiten (Isoleur, SikaBau-Spezialist, Chauffeur, 
Hilfszimmermann, etc.) gearbeitet. Es sei anzunehmen, dass er aus den früher ausgeübten 
Tätigkeiten Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringe, die er auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 
verwerten könne. Da er demnach in der Lage sei, nicht nur einfache Arbeiten körperlicher oder 
handwerklicher Art auszuüben, komme das Kompetenzniveau 2 zur Anwendung. Dem hält der 

 

 
 
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Beschwerdeführer im Wesentlichen entgegen, dass er nicht über besondere Fähigkeiten und 
Kenntnisse verfüge, die eine solche Einstufung rechtfertigen würden. Das Invalideneinkommen 
sei daher zwingend aufgrund des Kompetenzniveaus 1 zu bemessen. 
 
7.3.3 Den kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilungen vom 2. Mai 2018 und 9. Oktober 2018 
ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer aufgrund der unfallbedingten Restfolgen sowohl 
die gelernte Tätigkeit als Maurer als auch die zuletzt ausgeübte Arbeit als Magaziner nicht mehr 
(vollumfänglich) ausüben kann (vgl. E. 6.1 hiervor). Wenn die versicherte Person nach Eintritt 
der Invalidität – wie hier – nicht auf den angestammten Beruf zurückgreifen kann, rechtfertigt 
sich die Anwendung von LSE-Kompetenzniveau 2 praxisgemäss nur dann, wenn sie über be-
sondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 
2019, 8C_732/2018, E. 8.2.1). Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer nach dem Lehrab-
schluss als Maurer den Vorarbeiterkurs, eine Ausbildung zum Kranfahrer, einen Basiskurs für 
Outlook und Excel sowie einen Kurs als Sachverständiger für Anschlag- und Hebeprodukte ab-
solvierte. Ob er die betriebliche Ausbildung als „Auszubildender“ erfolgreich abschloss ergibt 
sich aus den vorliegenden Akten nicht. Dem Lebenslauf des Versicherten ist weiter zu entneh-
men, dass er in den 90-er Jahren in verschiedenen Firmen diverse Tätigkeiten ausübte. So war 
er etwa als Hilfszimmermann, Chauffeur, Maurer, Fassaden- und Stahlbauer, Magaziner und 
Spezialist für Bau-Chemie erwerbstätig. Hernach arbeitete er von 1999 bis 2004 als Polier. 
Nach verschiedenen Temporäreinsätzen wurde er im Jahr 2007 bei der B.____AG als Magazi-
ner eingestellt. Dort übernahm er – gemäss Arbeitszeugnis vom 29. Februar 2016 – die Leitung 
des Magazins und trug Verantwortung für den Gesamteinkauf, die Disposition, die Materialbe-
stellung und die Baustellenorganisation. Die Beschwerdegegnerin nimmt nun diesem Hinter-
grund an, der Beschwerdeführer verfüge über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse, die eine 
Einstufung in das Kompetenzniveau 2 rechtfertigen würden. Dieser Auffassung kann ihr nicht 
beigepflichtet werden. Zwar ist mit ihr davon auszugehen, dass das von Dr. C.____ definierte 
Anforderungsprofil, welches auch mittelschwere Tätigkeiten umfasst, mannigfaltige Beschäfti-
gungen erlaubt. Vorliegend fällt aber ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen 
über bauspezifische Kenntnisse verfügt, die er sich insbesondere während seiner langjährigen 
Tätigkeit bei der B.____AG aneignen konnte. Eine solide Grund- und Weiterbildung oder vertief-
te Vorkenntnisse ausserhalb der vertrauten Betriebsorganisation bei der B.____AG resp. der 
Baubranche hat er nicht. Seine Erfahrungen in anderen Berufen dauerten jeweils nur relativ 
kurze Zeit und liegen zudem mehrere Jahre zurück. Soweit sich die Beschwerdegegnerin auf 
den Standpunkt stellt, der Versicherte sei in der Lage, administrative oder beratende Aufgaben 
auszuüben, ist ihr entgegenzuhalten, dass dieser weder über eine kaufmännische Grundausbil-
dung noch eine solche im Verkauf verfügt noch erfolgreich eine selbstständige Erwerbstätigkeit 
ausübte. Zudem dauerte seine Tätigkeit als Chauffeur (Kategorie B) lediglich zweieinhalb Mo-
nate und sie lag im Zeitpunkt des Einspracheentscheids über 30 Jahre zurück. Insgesamt ist 
nicht hinreichend belegt, dass der Beschwerdeführer seine beruflichen Erfahrungen gewinn-
bringend in verschiedene Tätigkeitsgebiete einzuarbeiten vermag, was ein Abstellen auf das 
Kompetenzniveau 2 rechtfertigen würde. Im Gegenteil spricht die Kündigung der Stelle als Ver-
käufer von Bauprodukten bei der D.____AG in der Probezeit (vgl. Suva-act. 274 ff.) gegen be-
sondere Fähigkeiten. Im Übrigen sind Überwachungs- und Kontrollaufgaben klarerweise dem 
Kompetenzniveau 1 der LSE-Tabelle TA1 zuzuordnen. Bei dieser Sachlage ist nicht erstellt, 

 

 
 
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dass der Beschwerdeführer über besondere Fähigkeiten und Kenntnisse verfügt, die zu einem 
höheren Verdienst als dem Kompetenzniveau 1 führen würden. Demnach ist bei der Bemes-
sung des Invalideneinkommens auf das Kompetenzniveau 1 abzustellen. Der in der LSE 2018 
in TA1 unter Totalwert für im Kompetenzniveau 1 tätige Männer ausgewiesene Monatsverdienst 
beträgt Fr. 5'417.--. Angepasst an die Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (vgl. Bundesamt für 
Statistik, T 03.02.03.01.04.01 [Total Wirtschaftszweige 1-96]) und an die Lohnentwicklung bis 
2020 (vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex, Total, T1.15) ergibt dies ein Invalidenein-
kommen von jährlich Fr. 68'923.60 ([12 x Fr. 5'417.--: 40 x 41,7 x 100,9 % [2019] x 100,8 % 
[2020]). 
 
7.3.4 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage der LSE ermittelt, kann der entspre-
chende Ausgangswert allenfalls gekürzt werden. Ohne für jedes zur Anwendung gelangende 
Merkmal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen, ist der Einfluss aller Merkmale auf das 
Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationali-
tät/Aufenthalts-kategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Der Abzug darf 25 % nicht überstei-
gen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2). Der gesamthaft vorzunehmende Abzug 
stellt eine Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrol-
lierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Hingegen ist zu 
beurteilen, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Er-
messen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen 
hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Soll in die Ermessensbetätigung 
der Vorinstanz eingegriffen werden, muss sich die richterliche Behörde demnach auf Gegeben-
heiten abstützen können, die eine abweichende Ermessensausübung als näher liegend er-
scheinen lassen (vgl. BGE 126 V 81 E. 6 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juli 
2005, U 420/04, E. 2.3). 
 
7.3.5 Vorliegend hat die Suva im angefochtenen Einspracheentscheid bei der Bemessung des 
Invalideneinkommens aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer wegen seiner körperli-
chen Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zu gesunden Personen sowie auf-
grund des leicht fortgeschrittenen Alters mit zusätzlichen Schwierigkeiten rechnen muss einen 
leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn von 5 % vorgenommen. Diese Beurteilung erscheint 
aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit weiterhin 
vollständig arbeitsfähig ist und im Zeitpunkt des Einspracheentscheids 54 Jahre alt war zwar 
eher grosszügig. Er liegt aber dennoch innerhalb des Ermessensspielraums, welcher der Be-
schwerdegegnerin offen stand. Daher besteht für das Gericht kein Anlass, in ihr Ermessen ein-
zugreifen, selbst wenn entgegen der Auffassung der Vorinstanz das Kompetenzniveau 1 der 
LSE anzuwenden ist. Wird das vorstehend ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 68'923.60 um 
5 % gekürzt, resultiert daraus ein massgebendes Invalideneinkommen von Fr. 65'477.40 
(Fr. 68'923.60 x 95 %). 
 
7.4 Stellt man im Einkommensvergleich das Invalideneinkommen von Fr. 65'477.40 dem 
oben (vgl. E. 7.2.3 hiervor) ermittelten Valideneinkommen von Fr. 75'204.75 gegenüber, so re-
sultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 9'727.35, was einen Invaliditätsgrad von 12,93 % 

 

 
 
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bzw. gerundet von 13 % ergibt (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.). Da dieser Wert 
die gesetzliche Erheblichkeitsgrenze von 10 % (Art. 18 Abs. 1 UVG) übersteigt, hat der Be-
schwerdeführer Anspruch auf eine auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 13 % basierende 
Invalidenrente der Beschwerdegegnerin. Nachdem diese die Taggeldzahlungen per 31. Juli 
2020 eingestellt hatte (Schreiben der Suva vom 29. Juni 2020; act. 232), ist dem Beschwerde-
führer die ihm nach dem Gesagten zustehende Invalidenente ab 1. August 2020 zuzusprechen. 
Beschwerde ist in dem Sinne teilweise gutzuheissen. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist 
das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Ein-
zelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht vor, kann das Gericht ei-
ner Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Da das UVG 
keine Kostenpflicht vorsieht und sich die Parteien weder mutwillig noch leichtsinnig verhalten 
haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
8.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Fraglich ist, ob die Parteientschädigung allenfalls wegen bloss teil-
weisen Obsiegens zu reduzieren ist. In diesem Zusammenhang ist vorab klarzustellen, dass es 
bundesrechtswidrig wäre, die Parteientschädigung ausschliesslich nach dem anteilsmässigen 
Prozesserfolg zu bemessen. Mit einem solchen Vorgehen würde in unzulässiger Weise von den 
bundesrechtlichen Bemessungskriterien der „Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit 
des Prozesses“ (Art. 61 lit. g Satz 2 ATSG) abgewichen (vgl. BGE 117 V 407 E. 2c). Gegen 
eine Reduktion der Parteientschädigung wegen bloss teilweisen Obsiegens sprechen zudem 
folgende Überlegungen: Der Beschwerdeführer hätte sich damit begnügen können, in seinem 
Rechtsbegehren die Zusprechung einer höheren Rente zu verlangen (vgl. BGE 101 V 223 
E. 4). In diesem Fall wäre der Prozesserfolg nicht anteilsmässig quantifizierbar und dem Be-
schwerdeführer würde wegen Obsiegens eine volle Parteientschädigung zugesprochen (vgl. 
BGE 117 V 406 E. 2b). Zu beachten ist sodann, dass praxisgemäss selbst dann eine volle Par-
teientschädigung ausgerichtet wird, wenn das kantonale Gericht in einem Rentenverfahren kei-
nen materiellen Entscheid trifft, sondern die Sache zu ergänzender Abklärung und anschlies-
sender Neubeurteilung an den Versicherungsträger zurückweist (vgl. BGE 117 V 406 f. E. 2b 
mit Hinweisen). Berücksichtigt man diese Überlegungen, so rechtfertigt es sich, dem Be-
schwerdeführer für das vorliegende Verfahren eine volle und nicht eine wegen bloss teilweisen 
Obsiegens reduzierte Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 18. Oktober 2021 
einen Zeitaufwand von 11,75 Stunden geltend gemacht, was umfangmässig in Anbetracht der 
sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Die zeitlichen Bemü-
hungen sind zu dem seit dem 1. Januar 2004 in Sozialversicherungsprozessen für durchschnitt-
liche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Hinzu 
kommen die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 75.60. Somit ist dem Be-
schwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Hö-
he von Fr. 3'245.10 (11,75 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen von Fr. 75.60 zuzüglich 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als der Ein-
spracheentscheid der Suva vom 9. Juli 2021 aufgehoben und festge-
stellt wird, dass der Beschwerdeführer ab 1. August 2020 Anspruch auf 
eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 13 % hat. 

 2. Die Angelegenheit wird zur Feststellung des versicherten Verdiensts 
und betragsmässigen Berechnung der Rente an die Suva zurückge-
wiesen. 

 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 4. Die Suva hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 3'245.10 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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