# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1149c84e-e0af-50f4-b196-863f1de076b8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-03-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.03.2022 D-1154/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1154-2022_2022-03-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1154/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  M ä r z  2 0 2 2   

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadim;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Georgien,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (verkürzte Beschwerdefrist);  

Verfügung des SEM vom 3. März 2022 / N (…). 

 

 

 

D-1154/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 12. Februar 2022 in der Schweiz um Asyl 

nach. Am 15. Februar 2022 fand die Personalienaufnahme (PA) statt. Am 

22. Februar 2022 hörte ihn das SEM ausführlich zu seinen Asylgründen an. 

B.  

Zu seinem persönlichen Hintergrund und zur Begründung seines Asylge-

suchs brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, er sei georgi-

scher Staatsangehöriger und stamme aus B._______. In Georgien habe er 

auf einer Baustelle als Betonschneider und mit Metallen sowie in der Türkei 

als Saisonarbeiter auf Teeplantagen gearbeitet.  

Georgien habe er aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen verlas-

sen. Da er keine Ausbildung habe, könne er keine gute Arbeitsstelle be-

kommen und habe schwere körperliche Arbeiten verrichten müssen. 

Dadurch habe er jedoch gesundheitliche Probleme – insbesondere der 

Lunge und des Herzens – entwickelt. Mit seinem Einkommen habe er auch 

den gesundheitlich schwer angeschlagenen Vater finanziell unterstützt, 

doch habe das Geld nicht einmal dessen Medikamente finanzieren kön-

nen. Um die Kosten decken zu können, habe er sich verschuldet und be-

stimmten Politikern bei Wahlen seine Stimme gegeben sowie um Stimmen 

geworben. Am 15. Dezember 2021 sei er aus Georgien ausgereist. Nach-

dem er sich einige Zeit illegal in Polen und Deutschland aufgehalten und 

erfolglos nach Arbeit gesucht habe, sei er am 12. Februar 2022 über Frank-

reich in die Schweiz eingereist.  

C.  

Mit Eingabe vom 21. Februar 2022 reichte der Beschwerdeführer das For-

mular Befragungsresultate mm-check (MEK) vom 14. Februar 2022, eine 

medizinische Dokumentation der Pflege im Bundesasylzentrum (BAZ) (...) 

vom 15. Februar 2022 sowie einen ärztlichen Kurzbericht des BAZ (…) 

vom 16. Februar 2022 zu den Akten. 

D.  

Am 2. März 2022 nahm der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers Stel-

lung zum Entscheidentwurf der Vorinstanz. 

E.  

Mit Verfügung vom 3. März 2022 – gleichentags eröffnet – stellte das SEM 

fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte 

D-1154/2022 

Seite 3 

sein Asylgesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ord-

nete den Vollzug an. 

F.  

Am 3. März 2022 legte der dem Beschwerdeführer zugewiesene Rechts-

vertreter sein Mandat nieder. 

G.  

Am 10. März 2020 (Postaufgabe) erhob der Beschwerdeführer gegen die 

vorinstanzliche Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. 

Er beantragte, es sei der «Nichteintretensentscheid» der Vorinstanz aufzu-

heben und «[sein] Asylgesuch vom SEM in der Schweiz prüfen zu lassen». 

In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses sowie um Erteilung der aufschiebenden Wirkung.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). 

Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägung – einzutreten 

(Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.2 Der Beschwerde kommt von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung 

zu und die Vorinstanz hat diese nicht entzogen (Art. 55 VwVG). Auf das 

Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ist daher mangels 

Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten.  

Gleiches gilt für den Antrag, auf das Asylgesuch sei einzutreten, zumal die 

Vorinstanz mit der angefochtenen Verfügung bereits auf das Asylgesuch 

des Beschwerdeführers eingetreten ist und dieses einer materiellen Prü-

fung unterzogen hat. Demnach ist auch auf diesen Antrag mangels Rechts-

schutzinteresses nicht einzutreten. 

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Seite 4 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet. 

4.  

Aufgrund der Rechtsbegehren respektive der Beschwerdebegründung 

richtet sich die vorliegende Beschwerde ausschliesslich gegen den ange-

ordneten Vollzug der Wegweisung. Gegenstand des Beschwerdeverfah-

rens bildet demnach die Frage, ob das SEM den Vollzug der Wegweisung 

zu Recht angeordnet hat (vgl. Art. 44 AsylG). In den übrigen Punkten ist die 

angefochtene Verfügung mangels Anfechtung mit Ablauf der Beschwerde-

frist in Rechtskraft erwachsen.   

5.   

5.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

5.2 Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu be-

weisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

6.  

6.1 Das SEM führt zur Begründung des Wegweisungsvollzugs aus, man-

gels Hinweisen auf die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers ge-

lange der Grundsatz der Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 AsylG nicht zur 

Anwendung. Ferner würden sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür 

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Seite 5 

ergeben, dass dem Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr nach Geor-

gien mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 EMRK verbotene 

Strafe oder Behandlung drohe. Sodann würden weder die im Heimatstaat 

herrschende politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbar-

keit der Rückführung sprechen. Hinweise auf das tatsächliche Vorliegen 

der geltend gemachten Hepatitis C, Lungen- und Herzerkrankungen lies-

sen sich den Akten denn auch nicht entnehmen. In Georgien seien zudem 

in jeder Stadt sowohl staatliche als auch private Krankenhäuser und Zen-

tren für ambulante Behandlungen vorhanden und beinahe alle Krankheiten 

– inklusive Hepatitis C und daraus resultierende Folgeerkrankungen – be-

handelbar. Auch bestehe ein weitgehend kostenloses staatliches Pro-

gramm zur Eliminierung von Hepatitis C, zu welchem alle georgischen 

Staatsbürger Zugang hätten und Medikamente stünden sowohl als Origi-

nalpräparate als auch Generika zur Verfügung. Es sei dem Beschwerde-

führer somit möglich und auch zuzumuten, sich dort in Behandlung zu be-

geben. Für Personen unter der Armutsgrenze existierten zudem Sozialhil-

feprogramme, die eine kostenlose Krankenversicherung einschliessen 

würden. Des Weiteren könne der Beschwerdeführer in Georgien auf ein 

familiäres Netzwerk bestehend aus Eltern und weiteren Verwandten zu-

rückgreifen, welche ihn bereits in der Vergangenheit finanziell unterstützt 

hätten. Darüber hinaus habe er eine Grundschulausbildung sowie Arbeits-

erfahrung auf dem Bau und in der Landwirtschaft. Zudem sei er jung, ledig 

und kinderlos, womit er nur sich selbst zu ernähren habe. Dass er für ge-

wisse Politiker Stimmen habe sammeln müssen, sei zwar als Amtsmiss-

brauch einzelner Personen zu werten, derartige Verfehlungen würden vom 

georgischen Staat jedoch nicht gebilligt und er könne sich diesbezüglich 

an die heimatlichen Behörden wenden.  

6.2 In der Beschwerde wird geltend gemacht, der Beschwerdeführer wolle 

keinen dauerhaften Aufenthalt in der Schweiz, sondern lediglich die Mög-

lichkeit, seine gesundheitlichen Beschwerden abklären zu lassen sowie 

Hilfe bei der Finanzierung der Medikamente seines Vaters. Sein Vater be-

nötige erneut eine Operation und er selbst fühle sich oft müde und leide 

nebst seinen bereits bekannten Beschwerden auch an einer Verengung 

der Blutgefässe. Aufgrund seiner finanziellen Nöte, sei es ihm jedoch nicht 

möglich, in Georgien die diagnostischen Abklärungen sowie die nötigen 

Behandlungen in Anspruch zu nehmen.  

7.  

7.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

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Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

7.2 Da der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, ist 

das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot von Art. 33 Abs. 1 des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) und Art. 5 AsylG nicht anwendbar. Die Zulässigkeit des Voll-

zuges beurteilt sich vielmehr nach den allgemeinen verfassungs- und völ-

kerrechtlichen Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Übereinkom-

mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un-

menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]; 

Art. 3 EMRK). 

Weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten er-

geben sich Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in 

den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 

EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt 

wäre. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt 

den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig er-

scheinen. Insbesondere lassen sich aus seinem Gesundheitszustand of-

fenkundig keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse ableiten. 

Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der 

landes- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.  

7.3   

7.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind.  

7.3.2 Der Bundesrat hat Georgien im Jahr 2019 auf die Liste der ver- 

folgungssicheren Staaten aufgenommen, womit Georgien als sicherer  

Heimatstaat (Safe Country) im Sinn von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG gilt, in 

welchen eine Rückkehr von abgewiesenen Asylsuchenden grundsätzlich 

zumutbar ist. D.h. bei solchen Staaten gelten die Regelvermutungen, wo-

nach eine flüchtlingsrechtlich bedeutsame staatliche Verfolgung nicht statt-

findet und gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG eine Wegweisung in der Regel 

zumutbar ist, wobei es der betroffenen Person obliegt, diese Legalvermu-

tungen umzustossen (vgl. Urteil des BVGer E-4715/2021 vom 2. Novem-

ber 2021 E.9.3.1).  

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Der Beschwerdeführer hat keine individuellen Gründe geltend gemacht, 

welche die Regelvermutung, wonach die Rückkehr nach Georgien zumut-

bar ist, zu erschüttern vermöchten. Zur Vermeidung von Wiederholungen 

kann mit den nachfolgenden Ergänzungen auf die zutreffenden Ausführun-

gen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden 

(vgl. E. 6.1 hiervor).  

7.3.3 Auf Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs aus medizinischen 

Gründen ist nach Lehre und konstanter Praxis dann zu schliessen, wenn 

eine notwendige medizinische Behandlung im Heimatland nicht zur Verfü-

gung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährdenden 

Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der betroffenen Person führen 

würde (vgl. BVGE 2011/50 E. 8.3 und 2009/2 E. 9.3.2 je m.w.H.).  

Von einer medizinischen Notlage im Sinne der vorstehend dargelegten 

Rechtsprechung ist vorliegend nicht auszugehen. Vielmehr ist dem Formu-

lar Befragungsresultate mm-check (MEK) vom 14. Februar 2022 zu ent-

nehmen, dass der allgemeine Eindruck des Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers «gut» sei und er angab, sich nicht krank zu fühlen 

(vgl. A14/2). Gleiches ergibt sich aus dem ärztlichen Kurzbericht vom 

16. Februar 2022, gemäss welchem er sich «grundsätzlich gesund» fühlt 

und seine pulmonale Leistungsintoleranz als «gering» einzustufen ist 

(vgl. A15/2). Zwar machte der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme 

zum Entscheidentwurf vom 2. März 2022 geltend, seine Zähne schmerzten 

aufgrund einer Entzündung und er habe morgens immer Blut in der Nase, 

doch unterliess er es, auch auf Beschwerdeebene, dies näher auszuführen 

oder zu belegen. Gleiches gilt für die in der Beschwerdeschrift behauptete 

Verengung der Blutgefässe. Sollte sich widererwarten dennoch ein Be-

handlungsbedarf im Heimatstaat ergeben, ist hinsichtlich der Finanzierung 

der Gesundheitsversorgung auch auf ein Sozialhilfeprogramm für Armuts-

betroffene und auf das staatlich finanzierte "Universal Health Care Pro-

gram" (UHCP) zu verweisen (vgl. Urteil des BVGer D-5438/2021 vom 

3. Januar 2022 E. 8.3 m.w.H.). Allfälligen spezifischen Bedürfnissen des 

Beschwerdeführers kann im Rahmen der medizinischen Rückkehrhilfe und 

einer möglichen vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszu-

standes durch entsprechende Ausgestaltung der Vollzugsmodalitäten 

Rechnung getragen werden (vgl. Urteil des BVGer E-4643/2020 vom 

23. Oktober 2020 E. 8.5.5). Es ist deshalb nicht anzunehmen, seine Rück-

kehr nach Georgien würde zu einer raschen und lebensgefährdenden Be-

einträchtigung seines Gesundheitszustandes führen. 

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Seite 8 

7.3.4 Der Vollzug der Wegweisung nach Georgien erweist sich nach dem 

Gesagten auch als zumutbar. 

7.4  

Schliesslich verfügt der Beschwerdeführer über einen gültigen Reisepass 

(vgl. BM001), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.5  

Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Die Anordnung der vorläu-

figen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG und Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen, 

soweit darauf einzutreten ist. 

9.  

9.1 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist ab-

zuweisen, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen 

ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind (Art. 65 Abs. 1 VwVG). 

Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wird 

mit dem vorliegenden Entscheid gegenstandslos. 

9.2 Die Verfahrenskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne 

 

 

Versand: