# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb512f4e-0956-569b-98b3-d178e747ea90
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2009 E-6217/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6217-2009_2009-10-28.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6217/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer;
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

A._______, geboren (...)
Mongolei,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 25. September 2009 / 
N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6217/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  –  mongolischer  Staatsangehöriger  aus 
B._______ und der  C._______ – sein Heimatland eigenen Angaben 
zufolge  am  25. April  2009  verliess  und  mit  dem  Zug  nach  Moskau 
reiste, von wo er zuerst per LKW und später mit einem  Privatwagen 
über ihm unbekannte Länder am 4. Mai 2009 in die Schweiz gelangte 
und hier gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum D._______ vom 14. Mai  2009  sowie  der  direkten 
Anhörung  vom  28. Mai 2009  zur  Begründung  des  Asylgesuches  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  des  Mordes  an  seiner  Mutter 
bezichtigt  worden,  sowie  seine ganze Familie  sei  ins Blickfeld  eines 
Sondereinheitschefs  und  Generals  gerückt,  dessen  immer  noch 
lebender Bruder seinen Vater getötet haben soll, 

dass sein  Vater  als  Chauffeur  für  den Sondereinheitschef  gearbeitet 
habe, im Januar 2008 ausnahmsweise nachts mit dem Taxi von seiner 
Arbeit  nach  Hause  zurückgekommen  sei  und  am  darauffolgenden 
Morgen  wegen  des  Verdachts  des  Mordes  am  Bruder  des 
Sondereinheitschefs,  begangen  in  der  besagten  Nacht,  verhaftet 
worden sei,

dass der Beschwerdeführer einige Monate später von einem Auto an 
den  Strassenrand  gedrängt  worden  sei,  was  zu  einem  Unfall  und 
folgedessen zu seiner Bewusstlosigkeit geführt habe, 

dass im März 2009 die Mitteilung gekommen sei, dass der angeblich 
getötete Bruder des Sondereinheitschefs noch lebe,

dass  der  Beschwerdeführer  sodann  diese  Botschaft  einigen 
Bekannten sowie seiner Mutter mitgeteilt habe, worauf er am Folgetag 
seine  Mutter  tot  aufgefunden,  er  ihr  das  noch  in  ihrem  Körper 
steckende Messer aus der Brust entfernt und sie dann in den Armen 
gehalten habe,

dass er genau in dieser Situation von der Polizei aufgefunden worden 
sei,  woraufhin  man  ihn  an  Ort  und  Stelle  wegen  Mordverdachts 
verhaftet habe,

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dass  er  aufgrund  gesundheitlicher  beziehungsweise  psychischer 
Probleme im Gefängnis auf Bewährung wieder freigelassen worden sei 
und zu einem späteren Zeitpunkt durch seinen Anwalt erfahren habe, 
er werde dennoch wegen Mordes beschuldigt, sein Anwalt aber nichts 
mehr  für  ihn  habe  ausrichten  können,  da  es  sich  beim 
Sondereinheitschef  um  einen  General  handle,  der  in  dubiose 
Kreditangelegenheiten verwickelt sei,

dass sich der Beschwerdeführer aus Angst vor einer Verhaftung bis zu 
seiner  Ausreise  bei  Bekannten  aufgehalten  habe,  welche  für  die 
Ausreise Pässe zur Verfügung gestellt hätten, 

dass das BFM mit Verfügung vom 25. September 2009 – eröffnet am 
28. September 2009  –  in  Anwendung von  Art. 32  Abs. 2  Bst.  a und 
Abs. 3  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf 
das Asylgesuch nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem seien 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass  nämlich  der  Beschwerdeführer  am  14. Mai  2009  schriftlich 
aufgefordert  worden  sei,  innert  48  Stunden  rechtsgenügliche  Identi-
täts-  beziehungsweise  Reisepapiere  beizubringen  und  er  dieser 
Aufforderung bis heute nicht nachgekommen sei, 

dass demzufolge davon auszugehen sei,  er  habe nur unter  Verwen-
dung authentischer Identitäts- und Reisenpapiere in die Schweiz ge-
langen  können,  welche  er  jedoch  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen 
Mitwirkungspflicht nicht abgegeben habe,

dass ausserdem keine Hinweise vorlägen,  dass der Beschwerdefüh-
renden  konkrete  Schritte  zur  Beschaffung  von  Identitätspapieren 
unternommen hätte, 

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dass der  Beschwerdeführer  in  seinem Heimatland (...)  studiert  habe 
und ihm deshalb bewusst  gewesen sei,  dass er sich in einem Gast- 
beziehungsweise Asylland hätte identifizieren müssen,

dass  der  von  ihm  geltend  gemachte  Umstand,  er  habe  illegal  sein 
Heimatland  verlassen  müssen,  keinen  nachvollziehbaren  Grund 
liefere, weshalb er seine Papiere vernichtet habe,

dass er auch seine Papiere bei sich zu Hause oder bei Freunden hätte 
deponieren können,

dass  dem  Beschwerdeführer  zudem  nicht  geglaubt  werden  könne, 
dass er ohne ein Reisepapier und ohne je kontrolliert worden zu sein 
von  Russland  bis  in  die  Schweiz  gereist  sei,  zumal  seit  dem 
Inkrafttreten  des  Schengener  Abkommens  die  Beitrittsstaaten  ver-
pflichtet  seien,  die  strengen  EU-Einwanderungsbestimmungen  mit 
Visa- und Passkontrollen durchzuführen,

dass die  Schilderungen über  seinen Anwalt  sehr  vage,  oberflächlich 
und  unglaubhaft  erscheinen  würden,  da  der  Beschwerdeführer  nur 
seinen Vornamen und seine Tätigkeit für ein (...) habe nennen können,

dass  realitätsfremd  sei,  er  sei  über  seine  Strafverfolgung  wegen 
Mordes durch seinen Anwalt informiert worden,

dass  es  unglaubhaft  erscheine,  dass  der  Beschwerdeführer  wegen 
gesundheitlicher  Probleme  aus  der  Untersuchungshaft  entlassen 
worden sei beziehungsweise keinem Spitalgefängnis überstellt worden 
sei beziehungsweise er später keine ärztlichen Leistungen in Anspruch 
genommen habe,

dass der Beschwerdeführer auch nicht in der Lage gewesen sei, das 
mehrstündige  Gespräch  mit  dem  Polizeibeamten  im  Gefängnis  in 
groben Zügen wiederzugeben,

dass  ihm  nicht  gelungen  sei,  substantiiert  darzulegen,  worin  die 
Motivation  der  Polizei  gelegen  habe,  mit  einem  derart  grossen 
Aufwand seine ganz Familie auszulöschen,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

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dass  der  Beschwerdeführer  mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwal-
tungsgericht vom 30. September 2009 mitteilte, er habe den Entscheid 
des  BFM  erhalten,  bitte  aber  um  eine  Erstreckung  der  Frist  zur 
Einreichung  einer  Beschwerdeverbesserung,  da  er  während  der 
kurzen  fünftägigen  Frist  nicht  in  der  Lage  sei,  Dokumente  und 
Beweismittel zu beschaffen,

dass  die  Akten  am 2. Oktober 2009  beim  Bundesverwaltungsgericht 
eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass dem Beschwerdeführer mit  Zwischenverfügung vom 5. Oktober 
2009  eine  dreitägige  Frist  zur  Verbesserung  seiner  Beschwerde 
gewährt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  5.  Oktober  2009  die 
Beschwerdeverbesserung einreichte und dabei beantragte, es sei die 
angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  das  Verfahren  zwecks 
materieller  Prüfung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  sowie  er  sei 
infolge Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 
Abs. 1 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR  142.20])  vorläufig 
aufzunehmen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Erlass der Bezahlung des 
Kostenvorschusses sowie der Verfahrenskosten ersuchte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und 105 AsylG i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus der Sicht des Bundesverwaltungsgerichts 
– überzeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von 
Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  insbesondere  wenig  plausibel  erscheint,  dass  der 
Beschwerdeführer nur bis Moskau einen Pass gehabt habe und zudem 
weitestgehend ausgeschlossen werden kann, dass es ihm angesichts 
der  –  insbesondere  an  den  EU-Aussengrenzen  –  strengen 
Grenzkontrollen  möglich  gewesen  wäre,  ohne  authentische 
Reisepapiere  und  ohne  jemals  kontrolliert  zu  werden  von  Russland 
über die zwingenden Transitländer Ukraine, Slowakei und/oder Ungarn 
und Österreich in die Schweiz zu gelangen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
und realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, er habe bei seiner Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 
er jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner gesetz-
lichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweize-
rischen Behörden nicht aushändigte, 

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dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  die  Flüchtlingseigenschaft  verneint  hat  und  zusätzliche  Ab-
klärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  Befragung  im  Transitzentrum  vom  14.  Mai 2009  und  der 
Anhörung  vom 28. Mai 2009  darstellt,  unter  Verzicht  auf  zusätzliche 
tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen einer  bloss 
summarischen Prüfung der eindeutige Schluss gezogen werden kann, 
dass  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht erfüllt, und einem Vollzug seiner Wegweisung keine Hindernisse 
entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass  das  BFM  in  der  Entscheidbegründung  zu  Recht  zum  Schluss 
gelangte,  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  seien  nicht 
nachvollziehbar und unsubstantiiert ausgefallen, und diese somit nicht 
darauf hinweisen, dass er die geschilderten Ereignisse in der von ihm 
dargelegten Weise erlebt hat,

dass die blosse Behauptung in der Beschwerde, die Vorbringen seien 
sehr detailliert  und realitätsnah geschildert  worden,  ohne jedoch auf 
die  einzelnen  Argumente  der  Vorinstanz  näher  einzugehen,  an  der 
Richtigkeit der Einschätzung durch das BFM nichts zu ändern vermag,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerdeschrift  zudem 
geltend macht, er befinde sich immer noch (...) und sei bemüht, sich in 
der  Schweiz  medizinisch  behandeln  zu  lassen,  weshalb  die 
Notwendigkeit medizinischer Abklärungen bestehe,

dass  das  BFM  zu  Recht  festhielt,  es  sei  unglaubhaft,  dass  der 
Beschwerdeführer  wegen  gesundheitlicher  Probleme  aus  der 
Untersuchungshaft  entlassen  worden  und  nicht  in  ein  Gefängnis 
überstellt worden sei, und es erstaune dass er trotz seiner angeblich 
massiven gesundheitlichen Probleme keinen Arzt aufgesucht habe,

dass  die  Vorinstanz  aufgrund  der  dargelegten  Unglaubhaftigkeit  der 
Vorbringen zu Recht auf die Vornahme weiterer Abklärungen verzichtet 
hat,

dass  sich  auch  zum heutigen Zeitpunkt  keine weiteren Abklärungen 
aufdrängen, zumal der Beschwerdeführer sich offenbar bis dato nicht 

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um ärztliche Behandlung bemüht hat, obwohl er sich bereits seit einem 
halben Jahr in der Schweiz befindet,

dass  daher  keine  Veranlassung  besteht  für  eine  Fristansetzung  zur 
Einreichung eines Arztberichts,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen ausserdem auf die zutref-
fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass infolge offensichtlicher Unglaubhaftigkeit  der Aussagen des Be-
schwerdeführers eine Prüfung von deren Asylrelevanz entbehrlich ist, 

dass sich die Erkenntnis ergibt, es bestehe weder Anlass zur Vornah-
me  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses noch gar zur di-
rekten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum 
Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (Europäische 
Menschenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im 
Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinis-
cher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass, wie in der angefochtenen Verfügung zutreffend erwogen, weder 
die  allgemeine  Lage  in  der  Mongolei  noch  individuelle  Gründe  des 
Beschwerdeführers  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer 
Rückkehr schliessen lassen, 

dass  insbesondere  auch  die  vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten 
gesundheitlichen  Probleme  nicht  dokumentiert  sind  und  somit  nicht 
derart  gravierend erscheinen,  dass  sie es  rechtfertigen würden,  den 
Wegweisungsvollzug als unzumutbar zu bezeichnen, zumal – wie oben 
dargelegt – bis anhin keine medizinische Behandlung iniziiert wurde,

dass der Vollzug der Wegweisung somit als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  aufgrund  des  direkten  Entscheides  in  der  Hauptsache  das 
Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
gegenstandslos geworden ist,

dass  das  Verfahren  aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  als 
aussichtslos  zu  bezeichnen  und  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 somit abzuweisen 
ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und das (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Bettina Schwarz

Versand: 

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