# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0b02b25-436f-54da-804a-6c657428ddf7
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1984-09-18
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 18.09.1984 Verwaltung ARGVP 1988 1075
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_Verwaltung-ARGVP-198_1984-09-18.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1075

1075

Kindesverhältn is. Zuständigkeit für die Festsetzung von Unterhaltsbei­
trägen und für den Entscheid betr. Änderung der Verhältnisse (Art. 276ff. 
ZGB).

Die Unterhaltsklage gemäss Art. 279 Abs.1 ZGB wird von Bundes wegen 
gerichtlich beurteilt, wobei die Kantone ein einfaches und rasches Verfah­
ren vorzusehen haben (Art. 280 Abs. 1 ZGB). Gestützt auf diese Vorschrift 
hat das Kantonsgericht von Appenzell A. Rh. dem Rekurrenten eine monat­
liche Unterhaltspflicht von Fr. 250 -  auferlegt und diesen Betrag indexiert. 
«Die Erhöhung oder Verminderung des Beitrages ist mit Eintritt der Tat­
sache, von der das Urteil sie abhängig macht, für die Parteien, aber auch 
für den Rechtsöffnungsrichter und den Betreibungsbeamten verbindlich. 
Entwickeln sich die Verhältnisse nicht so, wie es die im Urteil angeordneten 
Änderungen voraussetzen, so bleibt die Abänderungsklage (Art. 286 
Abs. 2) Vorbehalten» (Cyril Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts, Bern 
1977, Seite 120). Für die Beurteilung der vom Rekurrenten beantragten 
Herabsetzung des Unterhaltsbeitrages ist demnach nicht die Vormund­
schaftskommission, sondern der Richter zuständig. Gemäss Art.1 Abs.1 
der Verordnung vom 3. November 1977 zum Bundesgesetz vom 25. Juni 
1976 über die Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Kindes­
verhältnis; bGS 212.32) ist für einen Entscheid bei Veränderung der Ver­
hältnisse (Art. 286 ZGB) unter Vorbehalt der Appellation an den Oberge­
richtspräsidenten der Kantonsgerichtspräsident zuständig. Angesichts 
dieser klaren Rechtslage -  Zuständigkeit des Richters und fehlende Zustän­
digkeit der Verwaltungsbehörden (Vormundschaftskommission, Gemein­
derat, Regierungsrat) -  erübrigt es sich, die vom Rekurrenten geltend ge­
machten finanziellen Schwierigkeiten materiell zu prüfen. Der Rekurs ist 
abzuweisen.

RRB 18.9.1984

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