# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c1a1961-4ee6-5ce5-b26b-a3d5f3577a34
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.04.2015 UV 2013/7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-7_2015-04-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/7

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2015

Entscheiddatum: 07.04.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 07.04.2015
Art. 6, Art. 16, Art. 18 und Art. 24 UVG. Mangels natürlicher Kausalität keine 
Berücksichtigung der neurokognitiven Defizite. Kürzung der Taggelder auf 
50%. Fallabschluss. Rentenanspruch mit Bestimmung der 
Vergleichseinkommen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 7. April 2015, UV 2013/7).Aufgehoben durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_357/2015 und 8C_360/2015.Präsident Joachim Huber, 
Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider undLisbeth Mattle 
Frei; Gerichtsschreiberin Della BatlinerEntscheid vom 7. April 2015 in 
SachenA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon 
Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118, 9410 Heiden,gegenAXA Versicherungen 
AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 
8401 Winterthur,Beschwerdegegnerin,vertreten durch Rechtsanwältin lic. 
iur. Marianne Sieger, Kuttelgasse 8,Postfach 2158, 
8022 Zürich,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.    

A.a  Der im Jahr 1956 geborene A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 1. Mai 2007 

bei der B.___ GmbH angestellt und dadurch bei der AXA Versicherungen AG, 

Winterthur (nachfolgend: AXA), obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert 

(act. A1f.). Am 7. Juni 2007 erlitt er bei einem Unfall als Lenker eines Personenwagens 

eine Commotio cerebri sowie Verletzungen an der rechten Schulter und dem rechten 

Unterschenkel (act. 1, A1, M2f.). Die Ärzte bescheinigten ihm eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfallereignis (act. M4, M11).

A.b  Wegen der zweitgradig offenen Zweietagenfraktur des rechten Unterschenkels 

wurde beim Versicherten am Unfalltag eine Doppelplattenosteosynthese vorgenommen 

(act. M1). Am 25. Oktober 2007 wurde er bei Diagnose einer 

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Supraspinatussehnenläsion und Bizepssehnensubluxation rechts an der Schulter 

operiert (Schulterarthroskopie rechts, offene Rekonstruktion der Rotatorenmanschette, 

Bizepstenotomie und Tenodese im Sulcus rechts; vgl. act. M8ff.). Vom 24. bis 28. April 

2008 hielt sich der Versicherte zur Metallentfernung im rechten Unterschenkel stationär 

im Spital C.___ auf (act. M18ff.). Aufgrund einer Reruptur der Supraspinatussehne 

(act. M30ff.) wurde am 16. Januar 2009 erneut eine Schulteroperation durchgeführt 

(act. M34f.).

A.c  Mit Arztbericht vom 17. April 2009 (act. M38) beurteilte Dr. med. D.___, Orthopädie 

E.___, die Arbeitsfähigkeit des Versicherten dahingehend, dass dieser im Service und 

bei allen stehenden und gehenden sowie zusätzlich mit Belastungen verbundenen 

Tätigkeiten infolge der Schulter- und Unterschenkelproblematik nicht arbeitsfähig sei. 

Rein theoretisch käme eine adaptierte Tätigkeit beispielsweise sitzend in Frage, welche 

kein grosses Bewegungsausmass im rechten Schulterbereich verlangen würde, 

beispielsweise leichte Bürotätigkeit, Arbeiten auf Nabelhöhe und darunter; unter 

Umständen auch eine Teilchauffeurtätigkeit ohne schwere körperliche Aktivität bzw. bei 

der er nicht Gewichte heben und verschieben müsse. Dies im Rahmen von ca. maximal 

50% (rein theoretisch). Zwischenzeitlich seien einige Pausen notwendig. Insgesamt sei 

zu erwarten, dass sich die Schultersituation tendenziell eher noch etwas bessere, 

währenddem sich die Unterschenkel-Fussproblematik eher verschlechtern dürfte.

A.d  Die AXA leistete ab 10. Juni 2007 Taggelder an die Arbeitgeberin des Versicherten 

bei einer Arbeitsunfähigkeit von 100% gestützt auf einen versicherten Verdienst von 

Fr. 3'500.-- pro Monat bzw. Fr. 42'000.-- pro Jahr (act. A2, A4). Aufgrund der Aufgabe 

des Restaurantbetriebs per 31. Oktober 2007 überwies die AXA die Taggeldleistungen 

ab 1. November 2007 direkt an den Versicherten (act. A5, A9, A10, A22, A25, A61, 

A69). Gestützt auf den Lohnausweis 2007 beantragte der Versicherte durch 

Rechtsanwalt lic.iur. Simon Kehl, Heiden, die Abrechnung der Taggelder auf Grundlage 

eines versicherten Verdienstes von Fr. 5'500.-- (Wirtewohnung, act. A11, A23f.). Am 

5. November 2008 wurde eine Korrekturabrechnung in Bezug auf die 

Taggeldleistungen vorgenommen und von einem versicherten Jahresverdienst von 

Fr. 5'500.-- bzw. Fr. 66'000.-- ausgegangen (act. A26, A26a).

A.e  Am 29. Juli 2009 erlitt der Versicherte einen weiteren Unfall (Sturz mit dem 

Motorrad) und verletzte sich an der Schulter (act. A36, A39, M46).

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A.f   Am 1. September 2009 schätzte Dr. D.___ den Versicherten weiterhin als voll 

arbeitsunfähig ein (act. M48). Diese Beurteilung behielt er am 20. November 2009 in 

Bezug auf die Tätigkeit als Kellner bei (act. M51). Seiner Ansicht nach sollte eine 

Tätigkeit gefunden werden, die der Versicherte teilweise sitzend, teilweise gehend oder 

stehend durchführen könne und welche nicht grosse Kraftanforderungen an die rechte 

Hand bzw. den rechten Arm stelle. Beispielsweise wäre eine administrative Tätigkeit 

oder Verkäufer in einer Autogarage möglich, ebenso unter Umständen zumindest zum 

Teil eine Hilfstätigkeit an einem Restaurantbuffet.

A.g  Vom 2. November bis 18. Dezember 2009 fand eine durch die 

Invalidenversicherung (IV) eingeleitete berufliche Abklärung im Verzahnungsprogramm 

F.___ statt (act. 3). Der Versicherte habe im Allgemeinen eine geringe Belastbarkeit 

aufgezeigt, was auf seine gesundheitliche Situation zurückzuführen gewesen sei. Seine 

Motivation sei während der gesamten Zeit nicht so recht spürbar gewesen. Er habe 

den Sinn der Massnahme nicht erkennen können, da er die ihm abverlangten 

Tätigkeiten mit seiner beruflichen Zukunft nicht in Verbindung habe setzen können. Die 

Massnahme der Invalidenversicherung wurde per 1. Dezember 2009 abgebrochen 

(act. 3, A50).

A.h  Mit Gutachten vom 31. März 2010 der Schulthess Klinik, Schmerz-/Gutachten­

zentrum (act. M58), beurteilten Prof. Dr. med. G.___, Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH, Psychosomatik APPM, Leitender Arzt Schmerz-/Gutachtenzentrum, zertifizierter 

medizinischer Gutachter SIM, und Dr. med. H.___, Orthopädie FMH, leitender Arzt 

Orthopädie (obere Extremitäten) sowie Dr. med. I.___, Orthopädie FMH, Oberarzt 

Orthopädie (untere Extremitäten) die Arbeitsfähigkeit für alle mit Belastungen 

verbundenen beruflichen Tätigkeiten, so auch für die angestammte Tätigkeit als 

Geschäftsführer eines Restaurants, als vollständig aufgehoben. Hingegen sei dem 

Versicherten bei einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit oder einer solchen verbunden mit 

kurzfristigem Gehen und Stehen vorläufig eine 50%-ige, andernorts erwähnt (vgl. S. 30) 

gar eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit, ohne zusätzliche leistungsmässige Einbusse oder 

weitere Limitierungen zuzumuten. Ein Endzustand sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt 

nicht erreicht.

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A.i   Mit Schreiben vom 28. April 2010 (act. A56) hielt die AXA fest, dass das Gutachten 

der Schulthess-Klinik insbesondere hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit schwer nachvollziehbar sei und sich teilweise auch 

widerspreche. Zudem sei entgegen dem Gutachten von einem medizinischen 

Endzustand auszugehen. Die weitere unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit sei per sofort 

mit 50% zu bemessen. Im Sinne einer Übergangsfrist zur Anpassung an die 

veränderten Verhältnisse würden die Taggeldleistungen längstens noch bis 31. Juli 

2010 auf Basis einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit ausgerichtet. Spätestens ab 

1. August 2010 werde das Taggeld reduziert und auf der Basis einer 50%-igen 

Arbeitsunfähigkeit ausgerichtet.

A.j   Mit Beurteilung vom 25. Mai 2010 (act. M59) äusserte sich Dr. D.___ zu 

Diskrepanzen des Gutachtens in Bezug auf die attestierte Arbeitsfähigkeit in einer 

angepassten Tätigkeit. Zudem vertrat er die Auffassung, der medizinische Endzustand 

sei erreicht.

A.k  Mit Schreiben vom 28. Mai 2010 (act. A60) teilte die AXA dem Versicherten mit, 

dass sie bereit sei, vorerst weiterhin das Taggeld auf der Basis einer 100%-igen 

Arbeitsunfähigkeit abzurechnen. Sobald die Invalidenversicherung aber allfällige 

konkrete Berufe gefunden und benannt habe, würden die Taggeldleistungen je nach 

Ergebnis entsprechend angepasst werden.

A.l   Die vom Versicherten für eine neuropsychologische Untersuchung beauftragte 

Dr. phil. J.___, neuropsychologisches Ambulatorium, berichtete am 29. Juli 2010, die 

Befunde würden auf eine insgesamt leichte bis mittelschwere kognitive 

Funktionsstörung im Bereich bi-fronto-basaler Strukturen mit Einbezug tieferer 

Strukturen (Hirnstamm) hinweisen. Aus rein neuropsychologischer Sicht sei die 

Leistungsfähigkeit des Versicherten auch in einer aus orthopädischer und 

schmerzmedizinischer Sicht angepassten und zumutbaren beruflichen Tätigkeit zu ca. 

30-40% eingeschränkt (act. M63).

A.mVom 30. August bis 24. September 2010 wurde eine BEFAS-Abklärung in 

Appisberg durchgeführt (act. 4). Dabei habe der Versicherte bei allen, die mit ihm 

arbeiteten, den Eindruck hinterlassen, dass er nicht sein ganzes Leistungsvermögen 

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zeige. Unter Berücksichtigung der neuropsychologischen Feststellungen und der 

berufspraktischen Abklärungsresultate sei in einer optimal behinderungsangepassten 

Tätigkeit eine aktuell maximal 70%-ige Gesamtarbeitsleistung zumutbar, idealerweise 

bei entsprechend verkürztem Tageszeitpensum (maximal sechs Stunden täglich) oder 

allenfalls auch ganztags mit Möglichkeit zu Entlastungspausen (zeitlich im Rahmen 

einer 30%-igen Reduktion). Am 26. Januar 2011 bestätigte Dr. D.___ mit Verweis auf 

den BEFAS-Bericht vom 12. Oktober 2010, dass eine leichte Tätigkeit im Umfang von 

50-70% möglich sei (act. M64).

A.n  Gemäss Schreiben vom 12. Januar 2011 (act. A65) bemass die AXA die weitere 

unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit des Versicherten per sofort mit 30% und informierte 

darüber, dass nach einer Übergangsfrist bis 30. April 2011 Taggeldleistungen auf Basis 

einer Arbeitsunfähigkeit von 50% abgerechnet würden.

A.o  Im ebenfalls vom Versicherten veranlassten Gutachten vom 5. September 2011 

(act. M65) legte Dr. med. K.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, unter 

anderem dar, aus den Adaptationskriterien der Schulthess Klinik resultiere eine 

eigentliche Einhändigkeit. Aus rein orthopädischen Gründen verbleibe rein rechnerisch 

eine Arbeitsfähigkeit von 15%. Unter Berücksichtigung der neuropsychologischen 

Ergebnisse verbleibe eigentlich keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit mehr.

A.p  Mit Schreiben vom 12. September 2011 (act. A73) ersuchte der Rechtsvertreter 

des Versicherten um eine anfechtbare Verfügung in Bezug auf die Taggeldkürzung per 

Ende April 2011.

A.q  Mit Schreiben vom 23. November 2011 teilte die AXA mit, dass sie vor Erlass einer 

Verfügung eine aktuelle medizinische Standortbestimmung durch den Leiter des 

medizinischen Dienstes veranlassen wolle (act. A75, A78). Der Versicherte sah dies 

nicht als notwendig an (act. A77, A79).

A.r   Dr. med. L.___, Leiter med. Dienst Schaden Ost, FMH Innere Medizin, zertifizierter 

medizinischer Gutachter SIM, stellte mit Beurteilung vom 19. Januar 2012 (act. M66) 

den natürlich kausalen Zusammenhang zwischen den von Dr.  J.___ erhobenen 

kognitiven Einschränkungen und dem Unfallereignis vom 7. Juni 2007 in Frage. Zudem 

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stellte Dr. L.___ fest, dass die im Gutachten von Dr. K.___ vom 5. September 2011 

erhobenen Befunde im somatischen Bereich im Wesentlichen nicht von den 

vorbestehenden Befunden der Schulthess Klinik abweichen würden. Allerdings handle 

es sich im Gegensatz zu letzterem um ein monodisziplinäres Gutachten und in Bezug 

auf die Interpretation und Umlegung auf die Arbeitsfähigkeit und Kausalitätsbeurteilung 

sei es nicht schlüssig und nachvollziehbar.

A.s  Im Auftrag der AXA war der Versicherte vom 1. Februar bis 18. März 2011, 12. bis 

18. Januar 2012 und vom 29. bis 30. März 2012 durch die M.____ Ermittlungen AG, 

sowie an sechs Werktagen im Zeitraum November bis Dezember 2011, und erneut an 

vier Werktagen in den Monaten März und April 2012, durch N.___ Ermittlungen 

observiert worden (act. 5).

A.t   Am 16. März 2012 verfügte die AXA, dass das Taggeld per 1. Mai 2011 auf der 

Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 50% abgerechnet werde (act. A81). Hiergegen liess 

der Versicherte am 30. März 2012 Einsprache erheben (act. A83).

A.u  Am 22. August 2012 nahm Dr. L.___ einen Vergleich zwischen den medizinischen 

Akten und den Überwachungsergebnissen vor und beurteilte die Integritätseinbusse 

betreffend der rechtsseitigen Schulterproblematik bei 20%, die OSG Arthrose bei 10% 

(act. M68).

A.v  Mit Schreiben vom 24. August 2012 (act. A91) hielt die AXA fest, dass der 

Anspruch auf Taggeld per 31. August 2012 erlösche, auch die Heilbehandlungen per 

31. August 2012 einzustellen seien und ab 1. September 2012 die Grundlagen für die 

Prüfung einer Rente gegeben seien. Die Integritätseinbusse für die rechte Schulter 

betrage 20%, diejenige für die OSG-Arthrose rechts 10%. Bei einer gesamthaften 

Integritätseinbusse von 30% sei eine Integritätsentschädigung von Fr. 32'040.-- 

geschuldet.

A.w Am 21. September 2012 verfügte die Axa folgendes:

1.     Die Taggeldleistungen werden per 31. August 2012 eingestellt.

2.     Nachdem keine bleibende Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (IV-Grad 0%) 

vorliegt, ist keine Rente geschuldet.

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3.     Es besteht Anspruch auf eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 

Fr. 32'040.--

4.     Es besteht ab 1. September 2012 vorbehältlich von Rückfällen und Spätfolgen im 

Zusammenhang mit den somatischen Einschränkungen kein Anspruch mehr auf die 

Vergütung von Heilungskosten aus der obligatorischen Unfallversicherung

5.     Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird bewilligt.

B.    

B.a  Gegen die Verfügung vom 16. März 2012 hatte der Versicherte am 30. März 2012 

(act. A83) Einsprache erheben lassen. Gegen diejenige vom 21. September 2012 liess 

er am 24. Oktober 2012 die gleiche Rechtsvorkehr erheben (act. A106).

B.b   Dr. med. O.___, Spezialarzt FMH Chirurgie, beratender Arzt, kam am 

11. Dezember 2012 zum Schluss, dass dem Versicherten in einer angepassten 

Tätigkeit ab 1. Mai 2011 eine volle Arbeitsfähigkeit, und ab 1. September 2012 eine 

volle "Erwerbsfähigkeit" – wobei die Leistungsfähigkeit aufgrund der schmerzhaften 

Schulterbeweglichkeit um ca. 10% vermindert sein dürfte – zumutbar sei (act. M71).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 27. Dezember 2012 (act. A111; G 1.2) wies die Axa 

beide Einsprachen ab.

C.    

C.a  Mit Beschwerde vom 4. Februar 2013 (act. G 1) liess der Versicherte durch seinen 

Rechtsvertreter beantragen, der Einspracheentscheid vom 27. Dezember 2012 sowie 

die Verfügungen vom 16. März 2012 und vom 21. September 2012 seien aufzuheben 

und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer rückwirkend ab 

dem 1. Mai 2011 und weiterhin ein volles Taggeld und die gesetzlichen Leistungen und 

(unter Berücksichtigung der neuropsychologischen Defizite) eine höhere 

Integritätsentschädigung auszurichten. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin 

anzuweisen, dem Beschwerdeführer rückwirkend ab dem 1. Mai 2011 und bis zum 

31. August 2012 ein volles Taggeld und die gesetzlichen Leistungen auszurichten 

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sowie ihm für die Zeit danach Rentenleistungen gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 

100% und ein jährliches Valideneinkommen von mindestens Fr. 87'750.-- und (unter 

Berücksichtigung der neuropsychologischen Defizite) eine höhere 

Integritätsentschädigung auszurichten. Zusätzlich sei die Beschwerdegegnerin 

anzuweisen, einen Entscheid zum Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

inkl. Vertretung für das Einspracheverfahren betreffend die Verfügung vom 

21. September 2012 zu treffen. Zur Begründung liess er insbesondere vorbringen, die 

medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit liege bezogen auf Pensum und Leistung 

erheblich unter 50%. Die Beschwerdegegnerin gehe im Hinblick auf den Fallabschluss 

erstmals von einer viel höheren Arbeitsfähigkeit von 70-100% aus und stütze sich 

dabei auf die Ergebnisse ihrer Observationen und ihren vertrauensärztlichen Dienst. 

Nachdem er vor dem Unfallereignis unbestrittenermassen voll arbeits- und 

erwerbsfähig gewesen sei, seien die neuropsychologischen Defizite bei der Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit unabhängig von ihrer Ursache zu berücksichtigen. Die qualitativen 

Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit führten in Kombination mit den 

Einschränkungen in Pensum und Leistung sowie den ohnehin schwachen Ressourcen 

(Sprache/ Schulbildung/Berufserfahrung etc.) dazu, dass eine Verwertbarkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr gegeben sei. Die Beschwerdegegnerin könne 

auch keine konkrete realistische und zumutbare Verweistätigkeit nennen. Es sei von 

einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit habe seit dem 

Unfall unter 50% betragen, weshalb die Beschwerdegegnerin das Taggeld nicht hätte 

kürzen dürfen. Ohne Unfallereignis hätte er sein Einkommen nach der Anfangsphase 

auf mindestens 87'750.-- pro Jahr steigern können. Die neuropsychologischen 

Einschränkungen seien unfallkausal. Eventualiter sei zur Klärung dieser Frage ein 

gerichtliches Gutachten anzuordnen.

C.b  Am 11. Februar 2013 stellte der Rechtsvertreter für den Beschwerdeführer ein 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (act. G 2).

C.c  Mit Beschwerdeantwort vom 13. Juni 2013 (act. G 12) schloss die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. Marianne I. Sieger, Zürich, 

auf Abweisung der Beschwerde. Als Begründung liess sie im Wesentlichen anführen, 

es ergebe sich in Würdigung des Aktenmaterials, dass ab 1. April 2010 mindestens 

eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit vorgelegen habe. Die 

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kognitiven Defizite des Beschwerdeführers seien unfallfremd. So habe das Schädel-CT 

vom 7. Juni 2007 des Kantonsspitals St. Gallen einen unauffälligen Befund gezeigt und 

er habe eine beschwerdefreie Latenzzeit von drei Jahren gehabt. Art. 36 Abs. 2 Satz 2 

des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) finde im 

vorliegenden Fall gar keine Anwendung. Aufgrund der Abklärungen in der beruflichen 

Tätigkeit in der BEFAS Appisberg vom 30. August bis 24. September 2010 sowie der 

Einschätzung von Dr. D.___ (ab 19. Oktober 2010) sei dem Beschwerdeführer eine 

70%-ige Arbeitsfähigkeit zu attestieren. Das Gutachten von Dr. K.___ sei nicht 

verwertbar. Es ergebe sich aufgrund der medizinischen Akten, der BVM (Bekämpfung 

des Versicherungsmissbrauchs)-Akten und der IV-Akten eine volle Arbeitsfähigkeit, die 

in leistungsmässiger Hinsicht aufgrund der schmerzhaften Schulterbeweglichkeit um 

ca. 10% vermindert sei. Das geltend gemachte Valideneinkommen stehe absolut in 

keinem Verhältnis zum bisherigen ausgewiesenen Verdienst. Das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege werde nachträglich bewilligt.

C.d  Am 18. Juni 2013 bewilligte das Versicherungsgericht St. Gallen das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung; act. G 13).

C.e  Mit Replik vom 17. September 2013 (act. G 19) beantragte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers die Vergütung der notwendigen Abklärungen durch das 

neuropsychologische Ambulatorium P.___ und durch Dr. K.___ sowie die Durchführung 

einer mündlichen Verhandlung zur gemeinsamen Sichtung des Observationsmaterials 

(act. G 19). Mit Verweis auf den Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 

22. Mai 2012 (IV 2011/142) stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, 

seine Arbeitsunfähigkeit habe ab 1. Mai 2011 auf jeden Fall mehr als 50% betragen, 

weshalb die Beschwerde in der Taggeldfrage gutzuheissen sei. Die Rentenprüfung per 

1. September 2012 erweise sich als verfrüht, da die notwendigen Eingliederungs- bzw. 

Umschulungsmassnahmen der Invalidenversicherung noch nicht abgeschlossen seien. 

Zudem legte er einen Artikel aus dem St. Galler Tagblatt, einen Bericht der Klinik für 

Neuroradiologie des Universitätsspitals Zürich vom 19. Februar 2013 sowie ein 

Schreiben von Dr. med. Q.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin (SGSM), 

Manuelle Medizin (SAMM), MBA in Enterpreneurship, Schaan, vom 9. September 2013 

inkl. Beilage und Fotografie ins Recht (act. G 19.1).

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C.f   Mit Schreiben vom 24. Oktober 2013 reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers weitere Akten ein, welche der Rechtsvertreterin der 

Beschwerdegegnerin am 25. Oktober 2013 zugestellt wurden (act. G 23., 23.1).

C.g  Mit Duplik vom 23. Dezember 2013 (act. G 26) hielt die Beschwerdegegnerin 

vollumfänglich an ihren bisherigen Anträgen fest. Der neu eingereichte MR-Bericht des 

Gehirns vom 8. Februar 2013 vermöge keine Hirnverletzungen zu belegen, welche sich 

der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 7. Juni 2007 zugezogen haben soll 

und welche für die neuro-kognitiven Leistungseinschränkungen verantwortlich sein 

sollen. Die vom Beschwerdeführer veranlassten medizinischen Abklärungen führten 

nicht zu einer anderen Einschätzung der medizinischen Sachlage, weshalb die Kosten 

für diese Massnahmen nicht zu übernehmen seien.

C.h  Mit Schreiben vom 24. Januar 2014 verzichtete der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers aus Kostengründen auf eine mündliche Verhandlung und legte das 

Erläuterungsgesuch vom 13. Dezember 2013 und das Schreiben des 

Versicherungsgerichts vom 19. Dezember 2013 bei (act. G 28, 28.1, 28.2).

C.i   Hierzu nahm die Beschwerdegegnerin am 10. März 2014 Stellung (act. G 32).

C.j   Am 25. September 2014 orientierte das Versicherungsgericht die Parteien über 

den Beizug von IV-Akten im Verfahren IV 2014/356 und räumte ihnen Gelegenheit zur 

Stellungnahme ein (act. G 34).

C.k  Die Beschwerdegegnerin liess sich hierzu am 10. Oktober 2014 (act. G 35), der 

Beschwerdeführer am 10. November 2014 (act. G 40) vernehmen.

Erwägungen

1.    

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 27. Dezember 2012 (act. A111), dem die Verfügungen vom 16. März 2012 und 

vom 21. September 2012 zugrunde liegen. Streitig ist zunächst, ob die 

Beschwerdegegnerin die Taggelder ab 1. Mai 2011 auf 50% kürzen und diese per 

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31. August 2012 mitsamt den Heilungskosten einstellen durfte. Des Weiteren liegen die 

Unfallkausalität der geklagten kognitiven Einschränkungen, der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente sowie die Höhe der Integritätseinbusse im 

Streit.

2.     

2.1   Vorab ist zu prüfen, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen als unfallkausal 

zu beurteilen und damit für die Festlegung der strittigen Ansprüche relevant sind.

2.2   Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsun­

fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts 

anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra 

Rumo-Jungo/Andre Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53ff.).

2.3   Unbestrittenermassen sind die Gesundheitsbeeinträchtigungen des 

Beschwerdeführers an der rechten Schulter und im rechten Unterschenkel Folgen des 

Unfallereignisses vom 7. Juni 2007 (vgl. auch act. M58 S. 33). Gemäss Einsatzrapport 

des Rettungsdienstes erlitt der Beschwerdeführer beim Unfall zudem eine Commotio 

cerebri ohne Schädelhirntrauma (act. 1). Im Polizeirapport vom __. Juni 2007 wurde 

festgehalten, dass der Beschwerdeführer eine Rissquetschwunde am Kopf erlitten und 

später zeitweise das Bewusstsein verloren habe (act. 2 S. 6). In der 

Computertomographie (CT) des Schädels vom 7. Juni 2007 fand sich eine regelrechte 

Darstellung des Schädels ohne Nachweis einer intracraniellen Blutung oder einer 

ossären Läsion (act. G 3.4). Im Bericht von Dr. J.___ vom 29. Juli 2010 (act. M63) waren 

erstmals neuropsychologische Beeinträchtigungen festgehalten worden. Zu deren 

Ätiologie äusserte sich die Neuropsychologin nicht. Auch Dr. K.___ nimmt keine 

Stellung zur Ursache der neuropsychologischen Defizite (act. M65). Dr. L.___ verneint 

einen natürlichen Zusammenhang zum Unfallereignis (act. M66). Bis zur Untersuchung 

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bei Dr. J.___ klagte der Beschwerdeführer drei Jahre lang weder gegenüber den Ärzten 

noch gegenüber der Beschwerdegegnerin über kognitive Defizite. Einzig im Bericht des 

Verzahnungsprogramms F.___, vom 9. Dezember 2009 (act. 3), wurde festgehalten, 

dass der Beschwerdeführer bei Verrichtung leichter Bürotätigkeiten Probleme beim 

Sehen bekommen habe und diese ihm Kopfschmerzen verursacht hätten. Eine MR-

Abklärung des Gehirns vom 8. Februar 2013 (act. G 19.1, Bact. 12) zeigte kortiko-

subkortikal an der linken Mantelkante, etwas vor dem Lobulus paracentralis ein wenig 

prominenteres Hämosiderin-Depot, bei dem eine posttraumatische Läsion 

(insbesondere auch im Kontext nach Schädelhirntrauma) die wahrscheinlichste 

Diagnose sei. Ein Schädelhirntrauma war allerdings – wie erwähnt – bereits im 

Einsatzrapport des Rettungsdienstes ausgeschlossen worden, weshalb eine 

Unfallkausalität lediglich möglich erscheint. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass 

die neuropsychologischen Defizite bei einer Latenz von drei Jahren nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit natürlich kausal auf den Unfall vom 7. Juni 2007 

zurückgeführt werden können. Auch von einem gerichtlichen Gutachten sind zu dieser 

Frage keine neuen aufschlussreichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu 

verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 90, E. 4b; 136 I 229, 

E. 5.3).

3.     

3.1   Es stellt sich die Frage, ob die Kürzung der Taggelder auf 50% ab 1. Mai 2011 

rechtmässig erfolgte. Die Heilbehandlungskosten wurden von der Beschwerdegegnerin 

auch über diesen Zeitpunkt hinaus übernommen. Ein medizinischer Endzustand war 

demnach noch nicht erreicht.

3.2   Gemäss Art. 16 UVG hat der Versicherte Anspruch auf ein Taggeld, wenn er 

infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig im Sinne des Art. 6 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) ist. Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG bedeutet die durch eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 

Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen 

Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. Bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im 

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angestammten Beruf hat die versicherte Person andere ihr offenstehende 

Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen, und zwar solange, als man dies unter den 

gegebenen Umständen von ihr verlangen kann (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 16. Januar 2008, U 604/06, E. 2.2 mit Hinweisen). Ist das 

Ausweichen auf einen anderen Tätigkeitsbereich zumutbar, bemisst sich der Grad der 

Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des gesamten Arbeitsmarktes und 

gegebenenfalls einer Anpassungszeit (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 123f.). Diese 

Übergangsfrist ist in der Regel auf drei bis fünf Monate zu bemessen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 30. Juli 2009, 8C_926/2008, E. 7.1 mit Hinweis auf RKUV 2005 

Nr. KV 342 S. 358, [K 42/05] E. 1.3).

3.3   Mit Schreiben vom 12. Januar 2011 stellte die Beschwerdegegnerin die Kürzung 

der Taggeldleistungen auf 50% ab 1. Mai 2011 in Aussicht (act. A65). Entsprechend 

wurde am 16. März 2012 verfügt (act. A81). Da es sich bei Taggeldern selbst bei 

jahrelanger Ausrichtung nicht um Dauerleistungen handelt, kann die Versicherung diese 

auch rückwirkend einstellen (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 123). Vorliegend wurde 

eine Kürzung – wenn auch nicht verfügungsweise – im Voraus angekündigt. Nachdem 

die Beschwerdegegnerin seit dem Unfall vom 7. Juni 2007 bis zur angekündigten 

Kürzung der Taggelder per 1. Mai 2011 fast vier Jahre lang volle Taggeldleistungen auf 

Grundlage einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

Geschäftsführer/Kellner erbracht hatte, durfte sie zur Bemessung des 

Arbeitsunfähigkeitsgrades aufgrund der langen Dauer auch eine den Beschwerden 

angepasste Tätigkeit in einem anderen Beruf berücksichtigen. Die 

Beschwerdegegnerin stellte hierzu auf den BEFAS-Bericht Appisberg vom 12. Oktober 

2010 (act. 4) ab, wonach dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eine 

70%-ige Arbeitsfähigkeit zumutbar und möglich sei. Auch Dr. D.___ stützte die von ihm 

am 26. Januar 2011 attestierte Arbeitsfähigkeit von 50-70% in einer leichten Tätigkeit 

auf den BEFAS-Bericht Appisberg (act. M64). Bereits aus seinem Bericht vom 25. Mai 

2010 (act. M59) ging hervor, dass seines Erachtens eine Arbeitsfähigkeit von 50% in 

einer adaptierten Tätigkeit sicherlich vorhanden sei. Ob es jetzt je nach Tätigkeit noch 

einige Prozent mehr sein würde, könne er nicht genau sagen, viel mehr jedoch 

sicherlich nicht. Damit liess Dr. D.___ verlauten, dass er eigentlich von einer höheren 

Arbeitsfähigkeit ausging, aber auf die Einschätzung der Spezialisten der Schulthess-

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Klinik abgestellt werden könne. Mit Bericht vom 18. Juli 2011 bescheinigte er dem 

Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit ab 19. Oktober 2010 eine 70%-ige 

Arbeitsfähigkeit bis auf Weiteres (act. M67). Hierbei bezog er sich offensichtlich 

ebenfalls auf den BEFAS-Bericht vom 12. Oktober 2010. Der Widerspruch im 

Gutachten der Schulthess-Klinik, wo auf S. 30 einmal von einer 100%-igen, das andere 

Mal von einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit die Rede ist, erscheint 

trotz Erklärungsversuch von Dr. D.___ (vgl. act. M59) nicht schlüssig aufgelöst und 

seine Begründung – eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Arbeitsfähigkeit sei 

lediglich in Bezug auf die Unterschenkel-/Fusssituation gemeint gewesen – vermag ihn 

wohl selbst nicht hinreichend zu überzeugen. Denn in seinen späteren Berichten 

(act. M64 und M67) stellte Dr. D.___ bei der Beurteilung des Arbeitsfähigkeitsgrads in 

adaptierter Tätigkeit auf den BEFAS-Bericht ab, und nicht auf das Gutachten der 

Schulthess-Klinik. Auch Dr. L.___ kam in seinem Bericht vom 22. August 2012 

(act. M68) bei objektiver Würdigung der Observation bzw. der Angaben des 

Beschwerdeführers zum Schluss, es müsse von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 

70% (-100%) in einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen werden. Im Arztbericht vom 

28. September 2012 (act. G 3.9) erachtete Dr. Q.___ den Beschwerdeführer als 

maximal zu 50% arbeitsfähig, wobei er mit einem vermehrten Pausenbedarf rechnete 

und deshalb von einer reduzierten Leistungsfähigkeit ausging. Dass dem 

Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Taggeldkürzung aus medizinischer Sicht für eine 

angepasste Tätigkeit ein Pensum von mindestens 50% sicher zumutbar gewesen war, 

geht aus der übrigen medizinischen Aktenlage (Berichte von Dr. D.___ vom 25. Mai 

2010 [act. M59], 26. Januar 2011 [act. M64] und 18. Juli 2011 [act. M67], von Dr. L.___ 

vom 22. August 2012 [act. M68], Gutachten der Schulthess Klinik vom 31. März 2010 

[act. M58], BEFAS Bericht vom 12. Oktober 2010 [act. 4]) glaubwürdig hervor und 

wurde auch so im Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 19. Juni 2013 

betreffend berufliche Massnahmen (IV 2011/277, E. 3.1) gewürdigt. Daher ist nicht auf 

den Bericht von Dr. Q.___ abzustellen. Auf die Schlussfolgerung von Dr. O.___ in 

seinem Bericht vom 11. Dezember 2012 (act. M71), ab 1. Mai 2011 sei dem 

Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zumutbar 

gewesen, stellte auch die Beschwerdegegnerin selbst nicht ab, weshalb sich 

Weiterungen hierzu erübrigen. Hinsichtlich der im Bericht der BEFAS Appisberg als 

zumutbar bezeichneten Tätigkeiten als Tankstellenshop-Mitarbeiter, Kurierdienst- und 

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Aussendienstmitarbeiter sowie als Produktionsmitarbeiter für handwerklich nicht 

anspruchsvolle serielle Tätigkeiten wurde bereits im Entscheid des 

Versicherungsgerichts St. Gallen vom 19. Juni 2013 (IV 2011/277, E. 4.2.2) 

festgehalten, dass diese eindeutig nicht mit dem im Gutachten der Schulthess Klinik 

geschilderten Zumutbarkeitsprofil vereinbar seien. Das von den Gutachtern der 

Schulthess Klinik definierte Zumutbarkeitsprofil beinhaltete vorwiegend sitzende, 

kurzfristig stehende bzw. gehende Tätigkeiten auf Bauchniveau, wenn möglich unter 

Entlastung des rechten Arms z.B. mit Aufstützen auf einem Tisch. Repetitive 

Rotationsbewegungen, lange Zwangshaltungen und lange Ruhepositionen in einer 

angespannten Tätigkeit, wie für Präzisionsarbeiten notwendig, seien nur noch 

eingeschränkt durchführbar, da eine erhöhte Ermüdbarkeit der rechten oberen 

Extremität bestehe. Schlag- und Vibrationsbelastungen sowie Nässe- und 

Kälteexposition müssten vermieden werden und seien ungünstig. Sämtliche Arbeiten in 

abduzierter bzw. flektierter Armhaltung vom Rumpf weg seien nur noch unbelastet 

bzw. bis 1kg belastet bis zum Brustniveau möglich und auch dies mit einer stark 

erhöhten Ermüdbarkeit (act. M58 S. 30 und 36). Die von Dr. K.___ aufgrund dieser 

Adaptationskriterien gefolgerte faktische Einhändigkeit und rechnerische 

Arbeitsfähigkeit von 15% (act. M65 S. 16) ist nicht nachvollziehbar. Damit war der 

Beschwerdeführer gesamthaft gewürdigt gestützt auf die glaubwürdigen Arztberichte 

von Dr. D.___ vom 26. Januar 2011 (act. M64) und vom 18. Juli 2011 (act. M67), sowie 

von Dr. L.___ vom 22. August 2012 (act. M68) zum Zeitpunkt der Taggeldkürzung (Mai 

2011) in einer dem Zumutbarkeitsprofil der Schulthess-Klinik entsprechenden Tätigkeit 

als 70% arbeitsfähig zu betrachten.

3.4   Fraglich ist, ob im Zeitpunkt der Kürzung der Taggelder berufliche Massnahmen 

der Invalidenversicherung einer Verwertbarkeit der 70%-igen Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit entgegenstanden. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen 

(nachfolgend: IV-Stelle) hatte am 7. Juli 2011 verfügt, dass kein Anspruch auf berufliche 

Massnahmen bestehe, da sich der Beschwerdeführer subjektiv weder arbeits- noch 

eingliederungsfähig fühle (IV-act. 127). Das Versicherungsgericht St. Gallen hob die 

Verfügung vom 7. Juli 2011 mit Entscheid vom 19. Juni 2013 auf und wies die IV-Stelle 

an, dem Beschwerdeführer berufliche Massnahmen, insbesondere Arbeitsvermittlung, 

Ausbildungskurse, Arbeitsplatzabklärungen und allfällige Einarbeitungszuschüsse, 

zukommen zu lassen (IV 2011/277). Die IV-Stelle stellte sich zunächst auf den 

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Standpunkt, sie habe dem Beschwerdeführer bereits während des laufenden 

Verfahrens vor Versicherungsgericht Unterstützung durch die IV-

Eingliederungsberatung angeboten, welche aufgrund der nach wie vor fehlenden 

Motivation für eine Arbeitsaufnahme nicht mehr erfolgsversprechend gewesen sei (IV-

act. 152-1/6, 156-5/5, 158, 169). Mit der am 4. Februar 2013 abgeschlossenen 

Arbeitsvermittlung (IV-act. 182) sei sie dem Urteil des Versicherungsgerichts 

hinreichend nachgekommen (IV-act. 193, 198, 205). Nach Einreichung eines Gesuchs 

um Erläuterung am 13. Dezember 2013 (act. 201-17/19) wurden von der 

Invalidenversicherung am 20. März 2014 nochmals berufliche Massnahmen geprüft 

und am 27. Juni bzw. 2. Juli 2014 ein Eingliederungsplan Arbeitsvermittlung 

unterzeichnet (IV-act. 207, 223). Am 22. Juli 2014 teilte die IV-Stelle dem 

Beschwerdeführer mit, dass die Voraussetzungen für einen Anspruch auf 

Arbeitsvermittlung erfüllt seien (IV-act. 226). Von weiteren beruflichen Massnahmen sah 

sie ab. Bei der Arbeitsvermittlung handelt es sich lediglich um eine Form der 

Hilfestellung bei der Stellensuche. Diese Massnahme fällt nicht unter den Grundsatz 

"Eingliederung vor Rente" und steht einer unmittelbaren Anrechenbarkeit der 

medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit nicht im Wege (vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 5. Oktober 2009, 9C_141/2009, E. 2.3.1). Im Gegenteil ist sie im 

vorliegenden Fall – wo der Beschwerdeführer sich um eine Anstellung in einer 

angepassten Tätigkeit, so zum Beispiel als Dienstleister beim Empfang eines Hotels 

und in einer Autogarage, bemüht hatte (vgl. IV-act. 168) – geeignet, um den 

Beschwerdeführer bei der Realisierung seiner medizinisch-theoretisch festgestellten 

Arbeitsfähigkeit von 70% konkret zu unterstützen.

3.5   Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

12. Januar 2011 eine Anpassungsfrist bis 30. April 2011 (act. A65). Eine Rückkehr in 

das seit 1. Mai 2007 bestehende Anstellungsverhältnis als Kellner/Geschäftsführer war 

dem Beschwerdeführer bereits zu einem viel früheren Zeitpunkt nicht mehr möglich 

gewesen, da das besagte Restaurant seit Ende Oktober 2007 geschlossen hatte 

(vgl. act. A5). Eine berufliche Neuorientierung war somit ohnehin notwendig und für den 

Beschwerdeführer absehbar. Mit Erstellung des Gutachtens der Schulthess Klinik am 

31. März 2010 war ihm bekannt, welche Tätigkeiten er unter Berücksichtigung seiner 

Unfallfolgen zumutbarerweise ausüben könnte. Bereits beim Standortgespräch vom 

1. Dezember 2009 im integra plus hatte der Beschwerdeführer selbst verschiedene 

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konkrete Ideen für mögliche Tätigkeiten geäussert, so zum Beispiel als Mitarbeiter in 

einem Callcenter, Verkäufer (z.B. Autos) oder als Chauffeur (IV-act. 114-4/6). Noch 

während der Anpassungsfrist unternahm er auf eigene Initiative mit Hilfe eines 

diplomierten Berufsberaters Eingliederungsversuche als Autoverkäufer (IV-act. 121). Mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage eine entsprechende Anstellung hätte gefunden werden können. Unter 

diesen Umständen erscheint eine Anpassungsfrist von dreieinhalb Monaten 

angemessen.

3.6   Damit ist festzuhalten, dass die Kürzung der Taggelder ab 1. Mai 2011 im 

Ergebnis zu Recht erfolgte. Bei voller Arbeitsunfähigkeit beträgt das Taggeld 80% des 

versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 

gekürzt (Art. 17 Abs. 1 UVG). Ist die versicherte Person, die Taggeldleistungen bezieht, 

arbeitslos, so erbringt die Unfallversicherung gemäss Art. 25 Abs. 3 der Verordnung 

über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) die ganze Leistung, wenn die 

Arbeitsunfähigkeit mehr als 50% beträgt, und die halbe Leistung, wenn die 

Arbeitsunfähigkeit mehr als 25, aber höchstens 50% beträgt. Bei einer 

Arbeitsunfähigkeit von 25% und weniger besteht kein Taggeldanspruch. Bei Art. 25 

Abs. 3 UVV handelt es sich rechtsprechungsgemäss um eine 

Koordinationsbestimmung zwischen der Unfall- und der Arbeitslosenversicherung. 

Deren Anwendung setzt das Zusammentreffen von Taggeldern der Unfallversicherung 

mit solchen der Arbeitslosenversicherung voraus. Diese Regelung greift daher nur dann 

Platz, wenn die versicherte Person bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet ist 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_173/2008 vom 20. August 2008, E. 2.2 mit 

Hinweisen). Dass eine Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung erfolgt war, ist 

seitens der Parteien unbestritten, weshalb gestützt auf Art. 25 Abs. 3 UVV Anspruch 

auf die halbe Leistung der Unfallversicherung besteht.

4.     

4.1   Zu prüfen ist der Fallabschluss per 31. August 2012 mit Einstellung der Taggeld­

leistungen und Heilungskosten.

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4.2   Nach Gesetz und Praxis ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden 

Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) und Prüfung des Anspruchs auf eine 

Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der 

versicherten Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 

E. 3 und 4).

4.3   Hinsichtlich der IV-Eingliederungsmassnahmen ist mit Verweis auf die obige 

Erwägung 3.4 festzuhalten, dass die laufende Arbeitsvermittlung nicht als 

Eingliederungsmassnahme als solche gilt und für den Fallabschluss deren Ergebnis 

nicht mehr abzuwarten war.

4.4   Ob von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustandes erwartet werden konnte, bestimmt sich insbesondere nach 

Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit 

(BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 8C_25/2009, 

E. 4.1.1 mit Hinweisen). Gemäss Gutachten der Schulthess Klinik vom 31. März 2010 

war ein Endzustand zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erreicht (act. M58 S. 31). 

Dieser Standpunkt wurde damit begründet, dass eine langsame Verschlechterung der 

Situation der rechten Schulter zu erwarten sei, welche letztendlich zur Implantation 

einer Schulterprothese führen dürfte, und dass die Veränderungen im oberen 

Sprunggelenk rechts eine Abnahme der Belastbarkeit zur Folge haben könnten. Eine 

namhafte und effektive Verbesserung durch konservative Massnahmen sei in dieser 

Situation bezüglich der Schulterproblematik nicht zu erreichen (act. M58 S. 28ff., 40f.). 

Dr. D.___ beriet die Beschwerdegegnerin am 25. Mai 2010 dahingehend, dass der 

medizinische Endzustand mehr oder weniger erreicht sei (act. M59 S. 2). Im 

Fussbereich könne durch eine Arthroskopie und arthroskopische Gelenkstoilette eine 

vorübergehende, rein subjektive und leichte Besserung erzielt werden, ohne dass 

dadurch eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit resultiere. Mittelfristig sei mit einer 

Zunahme der Arthrose zu rechnen. Auch im Schulterbereich lasse sich im Moment 

kaum eine deutliche Verbesserung des Zustands erzielen, weder durch einen 

operativen Eingriff noch durch eine andere Therapie. Die Arthrosekomponente und die 

Schmerzsymptomatik würden sich auch hier mittel- bis langfristig verschlechtern und 

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es stelle sich zunehmend die Indikation zur Implantation einer inversen 

Schulterprothese. Diese Verschlechterungen würden mit an Sicherheit grenzender 

Wahrscheinlichkeit noch eintreten, doch bestehe so oder so eine Einschränkung der 

körperlichen Integrität. Auf Anfrage der Beschwerdegegnerin berichtete Dr. D.___ am 

26. Januar 2011 (act. M64), dass seiner Meinung nach weder operativ noch konservativ 

eine massive Verbesserung erzielt werden könne. Der Beschwerdeführer müsse 

versuchen, mit diesen Schmerzen bzw. diesen Einschränkungen zu leben. Weitere 

Abklärungen oder andere Therapieformen würden kaum von Erfolg gekrönt sein. 

Aufgrund dieser Aktenlage steht fest, dass zum Zeitpunkt des Fallabschlusses per 

Ende August 2012 eine Verbesserung des Gesundheitszustands mit positivem Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit selbst durch operative Massnahmen 

(Schulterprothesenimplantation) nicht zu erreichen gewesen wäre.

4.5   Damit ist festzuhalten, dass die Einstellung der vorübergehenden Leistungen 

(Taggelder, Heilungskosten) auf den 31. August 2012 rechtmässig erfolgte, da zu 

diesem Zeitpunkt keine IV-Eingliederungsmassnahmen einem Fallabschluss 

entgegenstanden und ein medizinischer Endzustand erreicht war.

5.     

5.1   Zu prüfen ist demnach der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Die 

Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer sei in einer 

den unfallbedingten Restbeschwerden angepassten Tätigkeit voll "erwerbs-" bzw. 

arbeitsfähig und beim Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 0%.

5.2   In seiner Beurteilung vom 11. Dezember 2012 (act. M71) kam Dr. O.___ in 

Kenntnis der medizinischen, BVM- und IV-Akten zunächst zum Schluss, dass dem 

Beschwerdeführer ab 1. Mai 2011 eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

Tätigkeit zumutbar sei. Zur Frage der "Erwerbsfähigkeit" ab 1. September 2012 räumte 

er jedoch ein, dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der 

schmerzhaften Schulterbeweglichkeit um ca. 10% vermindert sein dürfte. Weshalb sich 

dieser Umstand im Zeitraum zwischen 1. Mai 2011 und 31. August 2012 nicht 

ausgewirkt haben soll, ist nicht nachvollziehbar. Unverständlich ist auch, dass die 

Beschwerdegegnerin die von Dr. O.___ festgehaltene Einschränkung in der 

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Leistungsfähigkeit ab 1. September 2012 im Einspracheentscheid zwar erwähnt, aber 

nicht berücksichtigte und von einer vollen "Erwerbs-" bzw. Arbeitsfähigkeit ausging. 

Nach Ansicht von Dr. O.___ gehe auffällig aus verschiedensten medizinischen Akten 

und Berichten hervor, dass eine deutliche Selbstlimitierung vorliege. Dies komme in 

den Protokollen des BVM-Materials auch ganz klar zum Ausdruck. Aus dieser 

allgemein gehaltenen Behauptung allein kann nicht konkret hergeleitet werden, auf 

welche medizinischen Akten und Berichte sich Dr. O.___ bezieht. Tatsache ist, dass 

seitens der behandelnden Ärzte und insbesondere durch Dr. D.___ – welcher der 

Beschwerdegegnerin im Übrigen auch in beratender Funktion zur Verfügung gestanden 

hatte (vgl. act. M59) – kein selbstlimitierendes Verhalten festgestellt werden konnte. 

Soweit Dr. O.___ Bezug nimmt auf den Abklärungsbericht F.___ vom 9. Dezember 2009 

ist mit Verweis auf den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 19. Juni 2013, IV 

2011/177, E. 4.2.1, festzuhalten, dass sich der Verdacht einer möglichen 

Selbstlimitierung aufgrund des später erstellten Gutachtens der Schulthess Klinik vom 

31. März 2010 nicht bewahrheitet hat. Der BEFAS Bericht Appisberg vom 12. Oktober 

2010 enthält ebenfalls widersprüchliche Feststellungen, soweit einerseits von der 

Ablehnung einer vorzeitigen Beendigung der Abklärung und dem Verzicht auf ein 

Abschlussgespräch, weil er stattdessen bevorzugte, weiter an den Büroarbeiten zu 

üben, berichtet und andererseits vermittelt wird, der Beschwerdeführer habe bei allen, 

die mit ihm arbeiteten, den Eindruck hinterlassen, dass er nicht sein ganzes 

Leistungsvermögen zeige (vgl. dazu auch Entscheid des Versicherungsgerichts vom 

19. Juni 2013, IV 2011/177, E. 4.2.2). Auch das Observationsmaterial lässt den Schluss 

auf eine Selbstlimitierung nicht zu, wie die Beurteilung von Dr. L.___ zeigt (act. M68 

S. 2). Die Änderung in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gegenüber dem Gutachten 

der Schulthess Klinik begründete Dr. O.___ damit, dass die Ärzte der Schulthess Klinik 

wohl einen hinkfreien Gang und eine verminderte Belastbarkeit des rechten Beins 

festgehalten hätten, im Vordergrund für die Einschränkung aber das rechte 

Schultergelenk stehe, wobei nur noch Tätigkeiten bis auf Bauchniveau möglich seien. 

Spätere Untersuchungen und das Verhalten während der Überwachung zeigten aber, 

dass sicher eine Einschränkung des rechten Schultergelenks bestehe, allerdings nicht 

in einem Umfang, wie dies im Gutachten festgehalten sei. Dem Beschwerdeführer sei 

es problemlos möglich gewesen, mit dieser Einschränkung lange Autofahrten zu 

unternehmen, was einer Tätigkeit auf Tischniveau durchaus entspreche. An anderer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/25

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Stelle hielt Dr. O.___ fest, dass bezüglich des Schultergelenks nach zweimaliger 

Rotatorenmanschettenrekonstruktion eine zukünftige Degeneration mit vermehrten 

Beschwerden nicht ganz ausgeschlossen werden könne. Abgesehen vom 

widersprüchlichen BEFAS-Bericht vom 12. Oktober 2010 finden sich in den Akten 

keine "späteren Untersuchungen", die von einer geringeren Einschränkung des rechten 

Schultergelenks als bis anhin berichten. Dr. D.___ erhob am 24. Januar 2011 (act. M64) 

weiterhin den Befund, dass für den Beschwerdeführer Bewegungen über die 

Horizontale nur sehr schwer möglich seien und hier eine verminderte Kraft und erhöhte 

Schmerzproblematik beständen. Bei Bewegungen unterhalb der Horizontalen sei er im 

Alltag nur wenig geplagt. Auch die Observationen zeigen kein anderes Ergebnis. Der 

Beschwerdeführer sass nie länger als eine Stunde am Stück am Steuer (act. 5, Bericht 

Überwachungsauftrag vom 28. November 2011 S. 25 [40 Minuten], Zusatzbericht 

Überwachungsauftrag vom 28. November 2011 Schlussbemerkungen [ca. 15 Minuten], 

Überwachung M.___ vom 1. Februar bis 18. März 2011 S. 5 [53 Minuten]). Bereits vor 

Gutachtenerstellung erachtete Dr. D.___ mit Bericht vom 17. April 2009 

Chauffeurtätigkeiten als möglich und hielt fest, dass Autofahrten bis zu zwei Stunden 

gut ausführbar seien (act. M38). Damit vermag Dr. O.___ eine Änderung in der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht glaubwürdig zu begründen. Auf das 

Gutachten von Dr. K.___ vom 5. September 2011 kann ebenfalls nicht abgestellt 

werden, da beim Beschwerdeführer nicht von einer faktischen Einhändigkeit 

auszugehen ist und eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von bloss 15% den gegebenen 

Verhältnissen nicht angemessen erscheint. Das Gutachten der Schulthess Klinik vom 

31. März 2010 ist mit Blick auf das Leistungsprofil des Beschwerdeführers eine gute 

Grundlage, weshalb diesbezüglich darauf abgestellt werden kann. Allerdings lassen 

sich die Diskrepanzen in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in 

einer adaptierten Tätigkeit (S. 30) nicht widerspruchsfrei auflösen (vgl. E. 3.3). Weder 

das vom Beschwerdeführer eingereichte Schreiben von Dr. Q.___ vom 9. September 

2013 noch der ärztliche Bericht des Landeskrankenhauses R.___ vom 30. Oktober 

2012 (act. G 19.1 Bact. 13) vermögen eine Abnahme der Arbeitsfähigkeit aufgrund 

einer unfallbedingten Verschlechterung des Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers zu belegen. Die von Dr. Q.___ beschriebenen Hautveränderungen 

nach längeren Autofahrten sind mit einer maximalen Fahrdauer von zwei Stunden 

vereinbar. Gemäss Bericht des Landeskrankenhauses R.___ wurde der 

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Beschwerdeführer am 30. Oktober 2012 aufgrund thorakaler Enge begleitet von 

massiver Dyspnoe ins Krankenhaus S.___ eingeliefert. Bei einer Verdachtsdiagnose auf 

Perimyokarditis ohne EKG-Veränderungen scheidet der Unfall als Ursache der 

Beschwerden aus. Somit verbleiben als beweiskräftige Entscheidgrundlagen zur 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers lediglich die 

Arbeitsfähigkeitsatteste von Dr. D.___ vom 26. Januar 2011, wonach eine 

Teilarbeitsfähigkeit in einem leichten Masse im Rahmen von 50-70% zu erreichen wäre, 

und vom 18. Juli 2011, worin eine solche von 70% bescheinigt wird, sowie die 

Beurteilung von Dr. L.___ vom 22. August 2012, welcher mindestens von einer 70%-

igen (-100%-igen) Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit ausging. Trotz der 

Widersprüchlichkeiten im BEFAS-Bericht und aufgrund der Tatsachen, dass Dr. D.___ 

die von ihm ursprünglich attestierte Arbeitsfähigkeit von 50% im weiteren Verlauf auf 

70% erhöhte, und Dr. L.___ nach objektiver Würdigung der Observationsergebnisse 

und Angaben des Beschwerdeführers ebenfalls von einer mindestens 70%-igen 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit ausging, ist aufgrund der bestehenden 

medizinischen Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer ab 1. September 2012 weiterhin zu 70% arbeitsfähig war.

5.3   Hinsichtlich des Valideneinkommens ist zunächst festzuhalten, dass der 

Beschwerdeführer seit 1974 in verschiedenen Hotels, bei der Autovermietung sowie im 

Autogewerbe angestellt gewesen war (act. A19). Zum Zeitpunkt des Unfallereignisses 

am 7. Juni 2007 war er seit einem Monat (1. Mai 2007) als Geschäftsführer/Kellner bei 

der B.___ GmbH arbeitstätig. Der Restaurantbetrieb wurde offenbar per 31. Oktober 

2007 eingestellt (act. A5). Gemäss Handelsregistereintrag war der Beschwerdeführer 

bis 30. September 2009 als Geschäftsführer eingetragen, mit Wirkung ab 4. Januar 

2010 wurde die Gesellschaft durch Konkurs aufgelöst. Es erscheint überwiegend 

wahrscheinlich, dass der Unfall massgebende Ursache für die Aufgabe des 

Restaurants gewesen ist und der Betrieb ohne die Arbeitskraft des Beschwerdeführers 

nicht mehr weitergeführt werden konnte (vgl. auch act. G 19.1, Artikel aus dem 

St. Galler Tagblatt mit Beschreibung der Wirkung des Beschwerdeführers auf seine 

Kundschaft im Restaurant T.___). Es ist daher davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer ohne Unfallereignis weiterhin im Restaurant der B.___ GmbH tätig 

gewesen wäre. Gemäss Arbeitsvertrag war als Bruttolohn Fr. 3'500.-- vereinbart 

worden (act. A2). Dem Auszug aus dem individuellen Konto sowie den Auszügen aus 

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dem Kassabuch ist ein Bruttoeinkommen von Fr. 33'000.-- von Mai bis Oktober 2007 

zu entnehmen (act. A19, A23f.; vgl. auch act. A11, wonach sich dieser Betrag aus 

Fr. 21'000.-- Lohn und Fr. 12'000.-- Gehaltsnebenleistungen in Form einer Unterkunft 

zusammensetzte). Wie im Entscheid des Versicherungsgerichts vom 19. Juni 2013 

festgehalten, können diese ausbezahlten Löhne kein vollständiges Bild des 

Erwerbseinkommens ergeben. Allerdings erübrigte sich zum damaligen Zeitpunkt eine 

genaue Ermittlung des Valideneinkommens, da lediglich zu prüfen war, ob die 

Erheblichkeitsschwelle von 20% für die Gewährung beruflicher Massnahmen erreicht 

wurde. Entsprechend wurden die Durchschnittslöhne der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE 2008) im Gastgewerbe zwar beigezogen, jedoch auf einen 

jährlichen Lohn im Bereich von Fr. 60'000.-- abgestellt (IV 2011/277, E. 3.2). Aufgrund 

des allfälligen Rentenbeginns am 1. September 2012 sind vorliegend die LSE-

Lohntabellen 2010 TA1 heranzuziehen. Im Gastronomiebereich Anforderungsniveau 1 + 

2 wird bei Männern von einem monatlichen Bruttolohn von Fr. 5'108.--, im 

Anforderungsniveau 3 von einem solchen von Fr. 4'465.-- ausgegangen. Es rechtfertigt 

sich, aufgrund der Tätigkeit des Beschwerdeführers als Kellner und Geschäftsführer auf 

den Durchschnitt von Fr. 4'786.50 abzustellen. Angepasst an die betriebsübliche 

Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche und die Teuerung (2011: +1.0%, 2012: 

+0.8%) ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 60'962.-- (Fr. 5'080.-- x 12).

5.4   Zur Beurteilung der Einkommenslage nach Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung ist ebenfalls der Durchschnittslohn der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE 2010 TA1 Total Anforderungsniveau 4) beizuziehen. Dieser 

lag bei einem Mann bei Fr. 4'901.--. Nach Berücksichtigung der betriebsüblichen 

Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden und der Nominallohnentwicklung (2011: +1.0%, 

2012: +0.8%) resultiert ein Jahreslohn von Fr. 62'420.-- (Fr. 5'202.-- x 12). Gemäss 

BGE 135 V 297 kann ein deutlich unterdurchschnittliches Valideneinkommen bei 

Erfüllung der übrigen Voraussetzungen eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen 

rechtfertigen (E. 6.1.2). Da die hierfür bundesgerichtlich festgelegte 

Erheblichkeitsschwelle von 5% im vorliegenden Fall nicht erreicht wird, erübrigt sich 

eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 70% 

würde der Beschwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 43'694.-- generieren. 

Vorliegend rechtfertigt sich ein Tabellenlohnabzug von 10%, da der Beschwerdeführer 

nur noch leichte wechselbelastende Tätigkeiten in Teilzeit auszuführen vermag. Damit 

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ist von einem Invalideneinkommen von Fr. 39'325.-- (Fr. 43'694.-- x 0.5 x 0.9) 

auszugehen.

5.5   Bei der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert ein Invaliditätsgrad 

von abgerundet 35% (Fr. 60'962.-- - Fr. 39'325.--/ Fr. 60'962.-- x 100). Der 

Beschwerdeführer hat damit ab September 2012 ausgehend vom unbestritten 

gebliebenen versicherten Jahresverdienst von Fr. 66'000.-- (act. A26a) einen Anspruch 

auf eine 35%-ige Invalidenrente von monatlich Fr. 1'540.-- (Fr. 66'000.-- x 0.8 x 0.35 / 

12).

6.     

Zu prüfen bleibt die Höhe der Integritätsentschädigung. Diese ist lediglich in Bezug auf 

die Frage einer weiteren Entschädigung aufgrund der neuropsychologischen 

Einschränkungen des Beschwerdeführers bestritten. Wie in Erwägung 2.3 festgehalten, 

können diese aufgrund einer lediglich möglichen natürlichen Kausalität nicht als 

überwiegend wahrscheinliche Unfallfolge betrachtet werden. Eine weitere 

Integritätsentschädigung ist somit nicht geschuldet. Damit hat es bei der von Dr. L.___ 

und Dr. O.___ bemessenen, nachvollziehbaren und auf den SUVA-Tabellen 1 und 5 

beruhenden Integritätseinbusse von insgesamt 30% sein Bewenden (act. M68 und 

M71).

7.     

7.1   Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid insoweit 

aufzuheben, als dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. September 2012 eine 35%-

ige Invalidenrente von monatlich Fr. 1'540.-- zuzusprechen ist. Im Übrigen ist die 

Beschwerde abzuweisen.

7.2   Der Beschwerdeführer beantragt, die Kosten des von ihm in Auftrag gegebenen 

Gutachtens von Dr. K.___ und der neuropsychologischen Untersuchung von Dr. J.___ 

seien durch die Beschwerdegegnerin zu übernehmen. Nachdem diese Abklärungen für 

den vorliegenden Fall nicht relevant sind, können die daraus entstandenen Kosten auch 

nicht der Beschwerdegegnerin auferlegt werden.

7.3   Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

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7.4   Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g 

ATSG). Die Parteientschädigung ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der Beschwerdeführer obsiegte 

einzig im Rentenpunkt im Rahmen von etwa einem Drittel (Invaliditätsgrad von 35% 

gegenüber einem von der Vorinstanz bemessenen von 0%). Angesichts des 

erheblichen Aufwands erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 

27. Dezember 2012 dahingehend aufgehoben, als dem Beschwerdeführer eine 35%-

ige Invalidenrente von monatlich Fr. 1'540.-- zugesprochen wird. Im Übrigen wird die 

Beschwerde abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.04.2015
	Art. 6, Art. 16, Art. 18 und Art. 24 UVG. Mangels natürlicher Kausalität keine Berücksichtigung der neurokognitiven Defizite. Kürzung der Taggelder auf 50%. Fallabschluss. Rentenanspruch mit Bestimmung der Vergleichseinkommen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. April 2015, UV 2013/7).Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_357/2015 und 8C_360/2015.Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider undLisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Della BatlinerEntscheid vom 7. April 2015 in SachenA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118, 9410 Heiden,gegenAXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,Beschwerdegegnerin,vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Marianne Sieger, Kuttelgasse 8,Postfach 2158, 8022 Zürich,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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