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**Case Identifier:** 598ca1b8-d1aa-50db-8ed6-34a9d60e44a3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 06.07.2020 810 20 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-32_2020-07-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 6. Juli 2020 (810 20 32) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Anordnung Begutachtung / Anfechtbarkeit von Zwischenverfügungen 

 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiberin Chiara  

Piras 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Javier Ferreiro, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

 C.____, Beigeladene, vertreten durch Caspar Baader, Advokat 
 
D.____, Beigeladene, vertreten durch André M. Brunner, Advokat 

  
 
 

Betreff Anordnung Begutachtung  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
15. Januar 2020) 
 
 
 
 
 

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A. Die 1936 geborene C.____ war mit dem am 15. Januar 2020 verstorbenen E.____ 

(geb. 1933) verheiratet. Aus der Ehe stammen zwei Kinder, A.____ und D.____.  

 

B. Am 31. Mai 2016 liessen C.____ und E.____ öffentlich beurkundete Vorsorgeaufträge 

nach Art. 360 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1907 verfas-

sen. Darin ermächtigten sie ihren Sohn, sie im Falle ihrer Urteilsunfähigkeit in bezeichneten per-

sönlichen Belangen zu vertreten. Als Ersatzbevollmächtigte setzten sie ihre Nichte und die Toch-

ter ihres Sohnes ein. Gleichzeitig schlossen sie ihre Tochter sowie deren Ehemann und Nach-

kommen als allfällige Beistände aus. 

 

C. Gestützt auf die Ergebnisse medizinischer Untersuchungen vom 7. November 2016 und 

vom 11. November 2016 sowie der Diagnosekonferenz vom 14. Dezember 2016 stellte das Spital 

F.____, Alterspsychiatrie, Memory Clinic, in einem Untersuchungsbericht vom 9. Januar 2017 bei 

C.____ ein mittelschweres demenzielles Syndrom (DSM-5) neurodegenerativer Ätiologie, am 

ehesten im Rahmen einer whs. Alzheimerkrankeit, fest.  

 

D. Am 23. Februar 2017 liess C.____ einen neuen öffentlich beurkundeten Vorsorgeauftrag 

verfassen. Damit hob sie den Vorsorgeauftrag vom 31. Mai 2016 auf und bestimmte in erster 

Linie ihre Tochter zur Vorsorgebeauftragten für die Personensorge (inkl. Vertretung bei medizini-

schen Massnahmen). Für die Vermögenssorge und die Vertretung im Rechtsverkehr bezeichnete 

sie in erster Linie ihren Sohn als Vorsorgebeauftragten.  

 

E. Gestützt auf den Untersuchungsbericht des Spitals F.____ vom 9. Januar 2017 reichte 

A.____, vertreten durch Javier Ferreiro, Advokat, am 28. August 2017 bei der Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde (KESB) B.____ ein Gesuch um Validierung des Vorsorgeauftrags von 

C.____ vom 31. Mai 2016 ein.  

 

F. Die KESB B.____ forderte D.____ am 30. November 2017 und am 25. Januar 2018 auf 

Dokumente einzureichen, welche die Urteilsfähigkeit von C.____ im Zeitpunkt der Errichtung des 

Vorsorgeauftrags vom 23. Februar 2017 belegen sollen.  

 

G. Mit ärztlichem Zeugnis vom 28. Februar 2018 bescheinigte Dr. med. G.____, dass 

C.____ von Januar bis März 2017 dreimal in seiner Sprechstunde gewesen sei und dabei keine 

schwerwiegende Einschränkung der Handlungs- und Urteilsfähigkeit bestanden habe.  

 

H. Mit Stellungnahme vom 5. März 2018 reichten C.____ und D.____, vertreten durch 

Caspar Baader, Advokat, bei der KESB B.____ diverse Unterlagen ein und beantragten die Vali-

dierung des Vorsorgeauftrags von C.____ vom 23. Februar 2017. 

 

I. Die KESB B.____ ordnete mit Entscheid vom 14. Mai 2019 eine ärztliche Begutachtung 

von C.____ durch Dr. med. G.____ an. Dr. med. G.____ wurde ferner gebeten, ausführende Be-

merkungen zu seinem ärztlichen Attest vom 28. Februar 2018 zu verfassen. 

 

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J. A.____, vertreten durch Javier Ferreiro, Advokat, liess mit Eingabe vom 27. Mai 2019 

gegen den Entscheid der KESB B.____ vom 14. Mai 2019 beim Kantonsgericht Basel-Land-

schaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde einreichen.  

 

K. Mit Urteil vom 6. September 2019 hiess die Präsidentin die Beschwerde von A.____ im 

Sinne der Erwägungen teilweise gut. Sie stellte fest, dass die Beauftragung von Dr. med. G.____ 

für die Begutachtung des aktuellen Zustands von C.____ nicht rechtmässig sei. Sie hiess die 

Beschwerde in diesem Punkt gut und hob den Entscheid der KESB B.____ vom 14. Mai 2019 

teilweise auf. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen. 

 

L. Mit Schreiben vom 5. November 2019 forderte die KESB B.____ Dr. med. G.____ auf, 

ausführende Bemerkungen zu seinem ärztlichen Attest vom 28. Februar 2018 zu verfassen. Am 

21. November 2019 beantwortete Dr. med. G.____ die ihm von der KESB B.____ gestellten Fra-

gen.  

 

M. Mit verfahrensleitender Verfügung der KESB B.____ vom 15. Januar 2020 wurde die ärzt-

liche Begutachtung von C.____ angeordnet (Dispositiv-Ziff. 1). Für die Begutachtung wurde das 

Kantonsspital Baselland beigezogen und beauftragt (Dispositiv-Ziff. 2). Es wurde verfügt, dass 

die Frage zu beantworten sei, ob C.____ bezüglich der Erledigung der im Vorsorgeauftrag be-

schriebenen Aufgaben- und Handlungsbereiche dauerhaft urteilsunfähig sei (Dispositiv-Ziff. 3). 

Das Kantonsspital Baselland wurde ferner beauftragt, mittels Kontaktaufnahme mit Caspar 

Baader, C.____ für einen Termin aufzubieten (Dispositiv-Ziff. 4). Caspar Baader wurde aufgefor-

dert, die Begleitung von C.____ zum Begutachtungstermin durch eine neutrale Drittperson zu 

organisieren (Dispositiv-Ziff. 5). Schliesslich wurde verfügt, dass über die Verfahrenskosten im 

Rahmen des Endentscheids entschieden werde (Dispositiv-Ziff. 6). 

 

N. Gegen den Entscheid der KESB B.____ vom 15. Januar 2020 ging am 28. Januar 2020 

beim Kantonsgericht die Beschwerde von A.____, stets vertreten durch Javier Ferreiro, Advokat, 

ein. Er beantragt, Ziffer 3 Absatz 3 des Entscheids der KESB B.____ vom 15. Januar 2020 sei 

aufzuheben und es sei der Fragekatalog gemäss Ziffer 3 Absatz 3 des Entscheids der KESB 

B.____ vom 15. Januar 2020 wie folgt zu ergänzen: "Ist C.____ bezüglich die Erledigung der 

obgenannten Aufgaben- und Handlungsbereiche dauerhaft urteilsunfähig? a) Falls ja: seit wann 

ist C.____ bezüglich der Erledigung der oben genannten Aufgaben dauerhaft urteilsunfähig bzw. 

wie beurteilen Sie den Verlauf der Urteilsfähigkeit, insbesondere im Hinblick auf das ärztliche 

Gutachten des Spitals F.____ vom 9. Januar 2017 sowie das ärztliche Attest von Dr. med. G.____ 

vom 28. Februar 2018?" Eventualiter sei Ziffer 3 des Entscheids der KESB B.____ vom 15. Ja-

nuar 2020 aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter o/e-Kos-

tenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt A.____ den Beizug der Verfahrensakten der 

KESB B.____ und des Verfahrens Nr. 810 19 147 des Kantonsgerichts sowie die Beiladung von 

C.____ und D.____ zum vorliegenden Verfahren.  

 

O. Am 28. Februar 2020 reichte die KESB B.____ ihre Vernehmlassung mit dem Antrag 

ein, die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers seien vollumfänglich abzuweisen, sofern darauf 

eingetreten werden könne, unter o/e-Kostenfolge.  

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P. Am 3. bzw. am 4. März 2020 reichten die Beigeladene C.____, stets vertreten durch 

Caspar Baader, Advokat, und D.____, vertreten durch André M. Brunner, Advokat, ihre Vernehm-

lassung bzw. Stellungnahme mit dem Antrag ein, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, 

soweit darauf einzutreten sei, unter o/e-Kostenfolge. Beide Rechtsvertreter reichten auch ihre 

Honorarnoten ein.  

 

Q. Mit Verfügung vom 24. März 2020 wurde festgestellt, dass der Fall spruchreif sei und das 

Urteil schriftlich eröffnet werde. Die Akten des Verfahrens Nr. 810 19 147 wurden beigezogen 

und der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ersucht, dem Kantonsgericht seine Honorarnote 

einzureichen. 

 

 

Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 

1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Ent-

scheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht er-

hoben werden. Das kantonale Recht statuiert in § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung 

des Zivilgesetzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 2006, dass das Kantonsgericht, Abteilung 

Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide der 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zuständig ist. Das Verfahren richtet sich nach Art. 450-

450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts an-

wendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 

 

2. Der angefochtene Entscheid schliesst das Verfahren nicht ab, sondern stellt im weiterhin 

vor der KESB B.____ hängigen Verfahren lediglich einen Schritt auf dem Weg zum Endentscheid 

über die Validierung eines Vorsorgeauftrags dar. Es handelt sich damit um einen Zwischenent-

scheid (vgl. BGE 139 V 42 E. 2.3; RENE RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA 

THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Aufl., Basel 2014, Rz. 1870). 

Die Zuständigkeit zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache liegt deshalb in Anwendung von 

§ 66 Abs. 2 EG ZGB i.V.m. § 1 Abs. 3 lit. f des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungs-

prozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 bei der präsidierenden Person (Urteil des Kan-

tonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 11. Februar 2015 [810 

14 366] E. 1.2; KGE VV vom 6. September 2010, in: BLKGE 2010 Nr. 45 E. 1.1). 

 

3.1 Von Bundesrechts wegen anfechtbar sind sämtliche Endentscheide (Art. 450 Abs. 1 

ZGB) sowie Zwischenentscheide über vorsorgliche Massnahmen (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Die An-

fechtbarkeit von weiteren Zwischenverfügungen richtet sich nach dem kantonalen Recht 

(KGE VV vom 16. Oktober 2017 [810 17 189] E. 2; KGE VV vom 29. Januar 2014 [810 13 353] 

E. 1.3). Gemäss dem kantonalen Prozessrecht sind Zwischenverfügungen selbständig anfecht-

bar, wenn sie die Zuständigkeit (§ 43 Abs. 2bis lit. a VPO), den Ausstand (lit. b), die Auskunfts- 

oder Editionspflicht (lit. c), die Verweigerung der Akteneinsicht (lit. d), die Nichtabnahme gefähr-

deter Beweise (lit. e), vorsorgliche Massnahmen und den Entzug sowie die Erteilung der auf-

schiebenden Wirkung (lit. f) oder die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (lit. g) zum 

Gegenstand haben.  

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3.2 Vom Beschwerdeführer geltend gemacht und zu prüfen ist vorliegend, ob der angefoch-

tene Entscheid im Sinne von § 43 Abs. 2bis lit. e VPO anfechtbar ist. Beschlüsse betreffend die 

Beweisabnahme gelten als Zwischenentscheide, die in der Regel keinen voraussichtlich nicht 

behebbaren Nachteil bewirken (Urteil des Bundesgerichts 2A.149/2005 vom 17. März 2005 

E. 2.2). Der vorliegend interessierende § 43 Abs. 2bis lit. e VPO nimmt vorweg, dass nur bei Ge-

fährdung der Beweise ein hinreichendes Interesse an der selbständigen Anfechtung der ableh-

nenden Beweisverfügung besteht (vgl. THOMAS MERKLI/ARTHUR AESCHLIMANN/RUTH HERZOG, 

Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungspflege im Kanton Bern [VRPG], Bern 1997, N 14 

zu Art. 61 VRPG). Eine Gefährdung der Beweismittel liegt vor, wenn das Risiko besteht, dass ein 

bestimmter Beweis in einem späteren Stadium des rechtshängigen Verfahrens nicht mehr erho-

ben werden kann, weil das Beweismittel verloren ging oder sich die Situation verändert hat, die 

mit dem Beweismittel nachgewiesen werden sollte.  

 

3.3 Im vorliegend angefochtenen verfahrensleitenden Entscheid vom 15. Januar 2020 ord-

nete die KESB B.____ die Begutachtung von C.____ durch das Kantonsspital Baselland an. Wei-

ter verfügte die KESB B.____, dass das Gutachten die Frage zu beantworten habe, ob C.____ 

bezüglich der Erledigung der in Ziffer 3 a) bis d) des Dispositivs genannten Aufgabe- und Hand-

lungsbereiche dauerhaft urteilsunfähig sei. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen Zif-

fer 3 des Dispositivs des Entscheids der KESB B.____ vom 15. Januar 2020. Der Fragekatalog 

sei zu ergänzen eventualiter aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen. Der Beschwerdeführer beantragt, das Gutachten habe sich im Falle der Feststellung der 

Urteilsunfähigkeit von C.____ auch darüber zu äussern, seit wann diese urteilsunfähig sei bzw. 

wie der Verlauf der Urteilsunfähigkeit, insbesondere im Hinblick auf das Gutachten vom 9. Januar 

2017 und das ärztliche Attest vom 28. Februar 2018, beurteilt werde. Der Beschwerdeführer rügt 

in diesem Zusammenhang, der Beweis des Verlaufs der Urteilsunfähigkeit bzw. der rechtsgülti-

gen Errichtung der Vorsorgeaufträge drohe mit fortschreitender Verschlechterung des gesund-

heitlichen Zustands von C.____ unterzugehen. Durch den angefochtenen Entscheid werde die 

Abnahme dieses gefährdeten Beweismittels verweigert.  

 

3.4 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sind Umstände, die für eine Beweisge-

fährdung sprechen könnten, nicht erkennbar. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern der 

Gesundheitszustand seiner Mutter die Beantwortung der von ihm beantragten Fragen zu einem 

späteren Zeitpunkt wesentlich erschweren oder gar unmöglich machen könnte. Ergänzungs- und 

Erläuterungsfragen zum Gutachten können vom Beschwerdeführer auch im weiteren Verlauf des 

Verfahrens verlangt werden. Er wird dann allenfalls auch darlegen können, welche tatsächlichen 

(prozessrelevanten) Verhältnisse vom Gutachten nicht vollständig festgehalten worden seien. 

Anzufügen ist, dass bereits diverse medizinische Expertisen eingeholt worden sind (Untersu-

chungsbericht vom 9. Januar 2017, Arztzeugnis vom 28. Februar 2018 und Ausführungen vom 

21. November 2019 zum Arztzeugnis vom 28. Februar 2018), welche sich über die Urteilsfähigkeit 

von C.____ in den Jahren 2016 und 2017 äussern. Inwiefern weitere medizinische Auskünfte in 

Form einer neuzeitlicheren Stellungnahme der Gutachter des Kantonsspitals Baselland möglich 

sind, um eine verlässliche Einschätzung des Gesundheitszustands von C.____ in den Jahren 

2016 und 2017 vorzunehmen und ob diese für den weiteren Verfahrensverlauf überhaupt not-

wendig sind, kann vorliegend unbeantwortet bleiben. Zusammenfassend ist festzustellen, dass 

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sich die vorliegend angefochtene Zwischenverfügung vom 15. Januar 2020 nicht unter die in § 43 

Abs. 2bis lit. e VPO aufgeführte selbständig anfechtbare Zwischenverfügung subsumieren lässt.  

 

4.1 Nach der Rechtsprechung ist die Beschwerde gegen Zwischenverfügungen ausserdem 

zulässig, wenn letztinstanzlich das Bundesgericht angerufen werden kann (BLKGE 2010 Nr. 45 

E. 1.5). Dies ist gemäss Art. 93 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 

17. Juni 2005 der Fall, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können 

(lit. a); oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 

damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-

sparen würde (lit. b).  

 

4.2 Im vorliegenden Fall macht der Beschwerdeführer geltend, durch die Gutheissung der 

Beschwerde könne ein sofortiger Endentscheid herbeigeführt werden, womit ein bedeutender 

Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden könnte. Die 

Variante von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG fällt hingegen – entgegen der Auffassung des Beschwer-

deführers – ausser Betracht. Dafür fehlt es bereits an der Voraussetzung, dass ein Endentscheid 

herbeigeführt werden könnte, da das Kantonsgericht mangels sachlicher Zuständigkeit keinen 

erstinstanzlichen verfahrensabschliessenden Endentscheid über die Validierung eines Vorsorge-

auftrags fällen könnte. 

 

4.3.1 Vertiefter zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer durch die verweigerte Zulassung von 

Zusatzfragen an die Gutachter ein nicht wiedergutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 

Abs. 1 lit. a BGG droht. Der Beschwerdeführer hat diesen Nachteil darzulegen und er ist vom 

Gericht als Eintretensvoraussetzung zu prüfen (vgl. BGE 141 V 330 E. 8.2). Der drohende nicht 

wiedergutzumachende Nachteil muss dabei rechtlicher Natur sein. Das setzt voraus, dass er sich 

auch mit einem späteren günstigen Endentscheid nicht oder nicht gänzlich beseitigen lässt. Die 

blosse Möglichkeit eines nicht wiedergutzumachenden Nachteils rechtlicher Natur genügt. Dage-

gen reichen rein tatsächliche Nachteile wie die Verfahrensverlängerung oder -verteuerung nicht 

aus (BGE 141 III 395 E. 2.5; BGE 138 III 190 E. 6; BGE 137 III 380 E. 1.2.1; je mit Hinweisen). 

Die Frage, ob ein nicht wiedergutzumachender Nachteil vorliegt, bemisst sich allein im Lichte der 

Auswirkungen des Zwischenentscheids auf die Hauptsache (zum Ganzen BGE 137 III 380 

E. 1.2.2). 

 

4.3.2 Im vorliegenden Fall macht der Beschwerdeführer geltend, ihm erwachse ein erheblicher 

und nicht wiedergutzumachender Nachteil dadurch, dass die zentrale Frage nach dem Verlauf 

der Urteilsunfähigkeit seiner Mutter nicht in den an die Gutachterstelle gerichteten Fragekatalog 

aufgenommen werde und weder er noch seine Schwester rechtsgenüglich für die Mutter tätig 

werden könnten. Die Validierung einer der Vorsorgeaufträge sei zeitlich äusserst dringend. Der 

Beschwerdeführer laufe Gefahr, dass entweder die notwendigen Angelegenheiten seiner Mutter 

nicht erledigt werden könnten bzw. dass er diese unrechtmässig für sie erledigen müsse. Im Wei-

teren erwachse ihm ein nicht wiedergutzumachender Nachteil aus dem Umstand, dass für seine 

Mutter nicht zumutbar sei, eine erneute Untersuchung über sich ergehen zu lassen. Ohne die 

Beantwortung der durch den Beschwerdeführer anbegehrten Zusatzfragen müsste sich die Vor-

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instanz in einem allfälligen Endentscheid betreffend den Verlauf der Urteilsunfähigkeit vollum-

fänglich auf die Aussagen von Dr. G.____ stützen, welcher mit Schreiben vom 5. November 2019 

zur Beantwortung unter anderem der Frage des Verlaufs der Urteilsunfähigkeit von C.____ auf-

gefordert worden sei. Dies stelle für den Beschwerdeführer einen nicht wiedergutzumachenden 

Nachteil dar.  

 

4.3.3 Die Vorinstanz wies in ihrer Vernehmlassung darauf hin, dass zunächst eine allfällige 

Urteilsunfähigkeit von C.____ mittels einer Begutachtung festgestellt werden müsse, bevor der 

Validierungsprozess weitergeführt werden könne. Die Frage nach der gültigen Errichtung der 

Vorsorgeaufträge müsse erst in einem zweiten Schritt geklärt werden. Ferner sei mit Urteil des 

Kantonsgerichts 810 19 147 vom 6. September 2019 bereits rechtskräftig entschieden worden, 

dass die Aufforderung an Dr. G.____, das ärztliche Zeugnis vom 28. Februar 2018 weiter auszu-

führen, rechtmässig sei. Mit Schreiben vom 21. November 2019 habe Dr. G.____ Stellung zur 

Frage der damaligen Urteilsfähigkeit von C.____ genommen. Eine weitere Beauftragung des 

Kantonsspitals Baselland würde einer Umgehung des rechtskräftigen Urteils des Kantonsgerichts 

vom 6. September 2019 gleichkommen. Im Übrigen erscheine es fraglich, inwiefern das Kan-

tonsspital Baselland überhaupt in der Lage sei, adäquat zur Urteilsfähigkeit von C.____ im Jahr 

2017 Stellung zu nehmen.  

 

4.3.4 C.____ stellt sich unter anderem auf den Standpunkt, dass die vom Beschwerdeführer 

verlangte Beurteilung aufgrund der bestehenden Berichte jederzeit nachgeholt werden könne. 

Aus diesem Grunde drohe dem Beschwerdeführer auch kein erheblicher nicht wiedergutzuma-

chender Nachteil. Die Beigeladene D.____ stellt sich ebenfalls auf den Standpunkt, es sei irrele-

vant, ob C.____ bereits in der Vergangenheit dauerhaft urteilsunfähig gewesen sei, zumal eine 

rückwirkende Validierung eines Vorsorgeauftrags nicht möglich sei.  

 

5. Die Validierung, das heisst die Feststellung der Wirksamkeit des Vorsorgeauftrags, setzt 

unter anderem voraus, dass die auftraggebende Person urteilsunfähig geworden ist (Art. 363 

ZGB). Im Hinblick auf die Beurteilung der Urteilsfähigkeit von C.____ ist die Notwendigkeit einer 

Begutachtung unbestritten. Mit Blick auf die durch das Gutachten gewonnenen Erkenntnisse und 

Beurteilungen wird in einem zweiten Schritt zu beurteilen sein, inwiefern erwachsenenschutz-

rechtliche Massnahmen zu treffen sein werden. Die ergänzenden Fragen des Beschwerdeführers 

bezwecken, genauere oder umfassendere Antworten in Bezug auf den Verlauf der Krankheit sei-

ner Mutter bzw. auf die Frage, welcher Vorsorgeauftrag zu validieren sei, zu ermöglichen. Wie 

die Vorinstanz zu Recht in ihrer Vernehmlassung festhält, gilt im aktuellen Zeitpunkt ausschliess-

lich den aktuellen Gesundheitszustand respektive die Urteilsfähigkeit von C.____ abzuklären. In 

einem zweiten Schritt soll der Validierungsprozess allenfalls fortgesetzt werden. Es steht in keiner 

Weise fest, dass sich die abgelehnten Begutachtungsfragen in der Sache selbst ungünstig für 

den Beschwerdeführer auswirken. Auch nach erfolgter Begutachtung kann die Vorinstanz im 

Hauptsachenentscheid noch den Anträgen des Beschwerdeführers folgen. Selbst wenn sich die 

von der Vorinstanz angeordnete Begutachtung für den Beschwerdeführer aber nachteilig auswir-

ken sollte, ist nicht zu sehen, warum sich dieser Nachteil durch ein später für den Beschwerde-

führer günstiges Urteil in der Sache nicht sollte beseitigen lassen können, wie dies für die An-

nahme eines nicht wiedergutzumachenden rechtlichen Nachteils notwendig ist. Innerhalb des 

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Validierungsverfahrens hat jede Partei noch genügend Gelegenheit, zum Gutachten Stellung zu 

nehmen, Kritik anzubringen und gegebenenfalls auch ein weiteres Gutachten zu beantragen. In-

sofern kann das Gutachten selbst auch nicht einen nicht wiedergutzumachenden rechtlichen 

Nachteil darstellen. Es ist zwar zutreffend, dass die zu begutachtende C.____ aufgrund ihres 

fortgeschrittenen Alters nicht unnötigerweise mehrfach begutachtet werden sollte. Im vorliegen-

den Fall zielen die Fragen des Beschwerdeführers jedoch darauf ab begutachten zu lassen, ob 

seine Mutter zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit urteilsfähig bzw. –unfähig war. 

Diese Frage kann allenfalls auch zu einem späteren Zeitpunkt anhand der Akten oder im Rahmen 

eines weiteren Gutachtens beantwortet werden (vgl. E. 3.4 hiervor). Auch die Rüge des Be-

schwerdeführers, wonach er bzw. seine Schwester und Beigeladene D.____ nicht in der Lage 

seien, rechtsgenüglich für die Mutter tätig zu werden geht offensichtlich an der Sache vorbei. 

Solange eine Urteilsunfähigkeit von C.____ nicht festgestellt wird, kommt ein Tätigwerden der 

Kinder, unbesehen der Frage, wann eine Urteilsunfähigkeit eingetreten ist, nicht in Frage. Es 

erweist sich somit, dass die Möglichkeit eines im nachfolgenden Verfahren nicht wiedergutzuma-

chenden rechtlichen Nachteils nicht nachgewiesen ist.  

 

6. Zusammenfassend ist festzustellen, dass es sich beim verfahrensleitenden Entscheid 

der KESB B.____ vom 15. Januar 2020 betreffend Anordnung einer Begutachtung nicht um eine 

selbständig anfechtbare Zwischenverfügung über die Nichtabnahme gefährdeter Beweise im 

Sinne von § 43 Abs. 2bis lit. e VPO handelt und der Beschwerdeführer nicht hinreichend dargelegt 

hat - und es auch nicht ersichtlich ist -, inwiefern ihm aufgrund der verfahrensleitenden Verfügung 

vom 15. Januar 2020 ein nicht wiedergutzumachender Nachteil rechtlicher Natur drohen könnte. 

Nach dem Gesagten handelt es sich bei der verfahrensleitenden Verfügung vom 15. Januar 2020 

nicht um eine selbständig beim Kantonsgericht anfechtbare Zwischenverfügung, weshalb auf die 

Beschwerde mangels eines Anfechtungsobjekts nicht eingetreten werden kann. Bei diesem Aus-

gang des Verfahrens ist auf die weiteren Rügen des Beschwerdeführers nicht einzugehen.  

 

7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 

dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 

die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise 

unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend 

sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- dem unterlegenen Beschwerdeführer auf-

zuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zu verrechnen.  

 

7.2 Bei dem vorliegenden Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer den Beigela-

denen eine Parteientschädigung auszurichten. Der Vertreter von C.____ beantragt in seiner Ho-

norarnote vom 4. März 2020 eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'030.80 (inkl. Ausla-

gen und 7.7% MWST), was angemessen erscheint. Der Rechtsvertreter von D.____ beantragt in 

seiner Honorarnote vom 4. März 2020 eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'431.85 

(inkl. Auslagen und 7.7% MWST), was ebenfalls nicht zu beanstanden ist. Demzufolge ist der 

Beigeladenen C.____ eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'030.80 und der Beigelade-

nen D.____ eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'431.85 zu Lasten des Beschwerde-

führers zuzusprechen.  

  

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Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

   

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-

deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 

von Fr. 800.-- verrechnet. 

   

 3. Der Beschwerdeführer hat der Beigeladenen C.____ eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 2'030.80 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) 

und der Beigeladenen D.____ eine Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 1'431.85 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) zu bezahlen.  

 

 

 

 

Präsidentin 
 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 

http://www.bl.ch/kantonsgericht