# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 69464daa-237e-5216-adcf-2a3b2d8d48fb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2014 C-6331/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6331-2013_2014-12-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-6331/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  D e z e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Markus Metz (Vorsitz), 

Richterin Michela Bürki Moreni, Richter David Weiss,    

Gerichtsschreiberin Susanne Raas. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______, …, RS-...,   

vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, …, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Rentenrevision, Verfügung vom 4. Oktober 2013. 

 

 

C-6331/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der […] 1957 geborene A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Be-

schwerdeführer) ist Staatsangehöriger von Serbien mit Wohnsitz in Ser-

bien. In den Jahren 1987 bis 1996 hatte er als Bauhilfsarbeiter in der 

Schweiz gearbeitet und hierbei Beiträge an die schweizerische AHV/IV 

entrichtet (Akten der IV-Stelle für Versicherte im Ausland bis zum 

13. September 2011 [nachfolgend: IV-act.] 7). Am 14. Oktober 1996, da-

mals noch mit Wohnsitz in der Schweiz, meldete er sich erstmals zum 

Bezug einer Rente der schweizerischen Invalidenversicherung an (IV-

act. 1). 

B.  

Mit Verfügung vom 7. Juli 1998 lehnte die IV-Stelle B._______ das Be-

gehren des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung ab (IV-

act. 32). Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsge-

richt des Kantons B._______ mit Entscheid vom 3. November 1999 ab 

(IV-act. 45).  

C.  

Mit Schreiben vom 8. Oktober 2002 stellte der Versicherte, vertreten 

durch lic. iur. Gojko Relic, ein neues Leistungsgesuch (IV-act. 52). Die in-

folge seines Wegzugs ins Ausland zuständige IV-Stelle für Versicherte im 

Ausland IVSTA (nachfolgend auch: Vorinstanz) verfügte am 15. Dezem-

ber 2003, der Versicherte habe ab dem 15. Oktober 2002 Anspruch auf 

eine halbe IV-Rente (IV-act. 120). 

D.  

Gegen die Verfügung vom 15. Dezember 2003 liess der Versicherte Ein-

sprache erheben und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und es 

sei ihm eine ganze IV-Rente zuzusprechen (IV-act. 121 und 123). Mit 

Einspracheentscheid vom 16. Februar 2004 lehnte die Vorinstanz die 

Einsprache ab und bestätigte die Verfügung vom 15. Dezember 2003 (IV-

act. 126). Der Beschwerdeführer zog diesen Einspracheentscheid weiter 

an die eidgenössische Rekurskommission der AHV / IV (vgl. IV-act. 131). 

Diese hiess die Beschwerde mit Urteil vom 7. Dezember 2005 gut, hob 

den Einspracheentscheid vom 16. Februar 2004 auf und wies die Ange-

legenheit an die Vorinstanz zur Abklärung und zum neuen Entscheid zu-

rück (IV-act. 158). Im Einzelnen trug sie der Erstinstanz auf, die Psyche 

des Beschwerdeführers fachärztlich abzuklären, die Berichte der serbi-

schen Ärzte ausreichend zu würdigen sowie die zusätzliche Einschrän-

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Seite 3 

kung des Beschwerdeführers im massgebenden Zeitraum klar festzule-

gen und entsprechend zu beurteilen, welche Verweistätigkeiten ihm noch 

zumutbar seien. Die Vorinstanz gab in der Folge die orthopädische Be-

gutachtung vom 10. Mai 2007 (IV-act. 175) sowie die psychiatrische Be-

gutachtung vom 7. Juni 2007 (IV-act. 179) in Auftrag und erliess gestützt 

auf diese neuen ärztlichen Unterlagen den Vorbescheid vom 7. August 

2007. Da keine Verschlechterung belegt sei, bestehe weiterhin Anspruch 

auf eine halbe Rente (IV-act. 183). Diesen Vorbescheid bestätigte sie mit 

der Verfügung vom 1. Oktober 2007 (IV-act. 190), welche unangefochten 

blieb und somit in Rechtskraft erwuchs. 

E.  

Mit Schreiben vom 6. Juni 2008 liess der Versicherte ein Revisionsge-

such stellen (IV-act. 223). Mit Vorbescheid vom 30. Oktober 2008 teilte 

die Vorinstanz dem Versicherten mit, die zugestellten Unterlagen liessen 

nicht auf eine erhebliche Änderung seines Invaliditätsgrades schliessen 

(IV-act 250) und bestätigte diesen Befund mit Verfügung vom 12. März 

2009 (IV-act. 263), welche in Rechtskraft erwuchs. 

F.  

Mit Schreiben vom 20. Januar 2011 kündigte die Vorinstanz eine Überprü-

fung der ausgerichteten halben Rente von Amtes wegen an (IV-act. 264). 

Mit Schreiben vom 23. Februar 2011 reichte der Versicherte diverse me-

dizinische Unterlagen serbischer Ärzte ein, machte eine wesentliche Ver-

schlechterung seines Gesundheitszustands geltend und beantragte die 

Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente (IV-act. 304). Mit Verfügung vom 

13. September 2011 befand die Vorinstanz, die Überprüfung des Invalidi-

tätsgrades habe keine anspruchsbeeinflussende Änderung ergeben und 

bestätigte die bisher ausbezahlte halbe Invalidenrente (IV-act. 338). 

G.  

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe vom 15. Sep-

tember 2011 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Akten der 

IVSTA seit dem 15. September 2011 [nachfolgend: IV-II-act.] 1 S. 3 ff.).  

H.  

Dieses wies mit Urteil B-5133/2011 vom 12. Juni 2012 die Sache zur wei-

teren Abklärung an die Vorinstanz zurück, weil diese sich nicht mit den 

neuen Diagnosen Haer[n]ia ventralis postoperative libera recidivans und 

st. post herniaectomiam auseinandergesetzt hatte. 

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Seite 4 

I.  

Mit Verfügung vom 4. Oktober 2013 wies die Vorinstanz das Gesuch um 

Rentenrevision sinngemäss ab, indem sie feststellte, es bestehe weiter-

hin Anspruch auf eine halbe Rente (Beschwerdebeilage). 

J.  

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwer-

deführer) am 11. November 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungs-

gericht, mit der er beantragte, die Verfügung der Vorinstanz aufzuheben 

und ihm eine ganze IV-Rente zuzusprechen oder die Sache an die Vorin-

stanz zur erneuten Abklärung zurückzuweisen. Zur Begründung verwies 

der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auf mehrere Schreiben und 

Einwände an die Vorinstanz und auf seine Beschwerde vom 15. Septem-

ber 2011. Insbesondere machte er geltend, es sei die Beurteilung einer 

Fachgruppe und nicht nur eines RAD-Einzelarztes für Allgemeine Medizin 

einzuholen (Akten des Bundesverwaltungsgerichts im vorliegenden Ver-

fahren [nachfolgend: act.] 1). 

K.  

Den mit Zwischenverfügung vom 15. November 2013 (act. 2) einverlang-

ten Kostenvorschuss bezahlte der Beschwerdeführer am 6. Dezember 

2013 (act. 4). 

L.  

Am 20. Dezember 2013 reichte der Beschwerdeführer weitere Arztberich-

te ein (act. 6). 

M.  

In ihrer Vernehmlassung vom 3. März 2014 beantragt die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde (act. 10). Der Beschwerdeführer seinerseits 

hält mit Eingabe vom 31. März 2014 an seinen Ausführungen fest 

(act. 12). 

N.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 

wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nach-

folgenden Erwägungen eingegangen. 

  

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 

Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Bundesgesetz 

vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 

172.32) nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Auf Verfahren in Sozial-

versicherungssachen findet das VwVG jedoch keine Anwendung, soweit 

das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist (Art. 3 

Bst. d
bis

 VwVG). Das ist hier gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) der 

Fall, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vor-

sieht. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln finden die-

jenigen Verfahrensregeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Be-

schwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.2 Nach Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinn von Art. 32 VGG 

liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung 

der vorliegenden Beschwerde zuständig ist. Da der Beschwerdeführer als 

Adressat des angefochtenen Entscheids vom 4. Oktober 2013 beschwer-

delegitimiert ist (Art. 59 ATSG), ist auf die frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde einzutreten (Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren 

Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1 In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrecht-

licher Regelungen – grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 138 V 475 

E. 3.1, 132 V 215 E. 3.1.1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die 

Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem 

Zeitpunkt nach den in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro rata tempo-

ris; vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1). Es finden demnach grundsätzlich jene 

Vorschriften Anwendung, die im Zeitpunkt des Erlasses der angefochte-

nen Verfügung in Kraft standen. Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt be-

reits ausser Kraft gesetzt waren, sind insoweit massgebend, als sie für 

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Seite 6 

die Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen Anspruchs von Be-

lang sind. Vorliegend erfolgte die letzte materielle Würdigung des Ren-

tenanspruchs des Beschwerdeführer unter Berücksichtigung seines Ge-

sundheitszustandes – wie dies bereits im Urteil B-5133/2011 festgehalten 

wurde – am 1. Oktober 2007 (IV-act. 190; Sachverhalt Bst. D; vgl. auch 

E. 2.4.2). Die vorliegend angefochtene Verfügung der IVSTA wurde am 

4. Oktober 2013 erlassen (Sachverhalt Bst. I). Bei den materiellen Be-

stimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung 

vom 17. Januar 1961 (SR 831.201, IVV) ist demnach im vorliegenden Fall 

auf die Fassungen gemäss den mit dem ersten Massnahmenpaket der 

6. IV-Revision am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Änderungen des 

IVG und der IVV (IV-Revision 6a; IVG in der Fassung vom 18. März 2011 

[AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 

5679]) abzustellen. Soweit sich der Sachverhalt vor diesem Zeitpunkt er-

eignet hat, ist für die Zeit vom 1. Oktober 2007 bis zum 31. Dezember 

2007 die Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen 

Änderungen (4. IV-Revision; IVG in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 

2003 3837] und IVV in der Fassung vom 21. Mai 2003 [AS 2003 3859]) 

anwendbar. Für die Zeit ab dem 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 

2011 ist der Sachverhalt gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getrete-

nen Änderungen (5. IV-Revision; IVG in der Fassung vom 6. Oktober 

2006 [AS 2007 5129] und IVV in der Fassung vom 28. September 2007 

[AS 2007 5155]) zu beurteilen. 

2.2 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Serbien und hat dort 

seinen Wohnsitz. Die Schweiz hat mit diversen Nachfolgestaaten des 

ehemaligen Jugoslawien neue Abkommen über soziale Sicherheit abge-

schlossen, nicht aber mit der Republik Serbien. Daher findet im vorlie-

genden Verfahren weiterhin das Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepu-

blik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1, in Kraft 

seit 1. März 1964; nachfolgend: Sozialversicherungsabkommen) Anwen-

dung (vgl. BGE 139 V 263 E. 3). Nach Art. 2 des Sozialversicherungsab-

kommens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren 

Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsbereichen, zu 

welchen auch die schweizerische Bundesgesetzgebung über die Invali-

denrente gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. 

Hinsichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf eine schweizerische 

Invalidenrente sowie der anwendbaren Verfahrensvorschriften sieht das 

Sozialversicherungsabkommen in Art. 8 Bst. e als im vorliegenden Ver-

fahren relevante Abweichungen vom Grundsatz der Gleichstellung vor, 

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Seite 7 

dass serbischen Staatsangehörigen, sofern sie zu weniger als 50 % inva-

lid sind, eine Rente nur gewährt wird, wenn sie in der Schweiz wohnen 

(siehe auch E. 2.3.2). Im Übrigen beantwortet sich die Frage, ob die Vor-

instanz dem Beschwerdeführer zu Recht keine höhere Rente zugespro-

chen hat, aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften (vgl. Art. 1, 2 

und 4 des Sozialversicherungsabkommens; vgl. zum Ganzen: Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts C-950/2012 vom 26. November 2014 E. 2.1). 

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-

dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 

zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung 

des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs-

unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-

windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Arbeitsunfähigkeit wird zunächst de-

finiert als die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 

bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 6 

Satz 1 ATSG). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei-

nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 Satz 2 

ATSG). 

2.3.1 Der Grad der Invalidität wird nach Art. 16 ATSG bemessen. Dem-

nach wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-

tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung 

und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tä-

tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre. 

2.3.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch 

auf eine Viertelrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei min-

destens 60 % auf eine Dreiviertelrente und bei mindestens 70 % auf eine 

ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, 

die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur 

an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Auf-

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Seite 8 

enthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche 

Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Diese Regel ent-

spricht jener in Art. 8 Bst. e Sozialversicherungsakommen (E. 2.2). 

2.4  

2.4.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen 

oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt 

oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbezügers er-

heblich verändert hat. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 

Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invali-

ditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere 

ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesund-

heitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerbli-

chen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustan-

des erheblich verändert haben (BGE 134 V 131 E. 3, BGE 130 V 343 

E. 3.5 je mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beur-

teilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebe-

nen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein ge-

nommen keinen Revisionsgrund im Sinn von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar 

(vgl. BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; Sozialversicherung Rechtspre-

chung [SVR] 2006 IV Nr. 45 E. 2; 2004 IV Nr. 5 E. 3.3, 3.4; 1996 IV Nr. 70 

S. 104 E. 3a; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, 

Art. 17 Rz. 16 ff.). Auch eine neue Verwaltungs- oder Gerichtspraxis 

rechtfertigt grundsätzlich keine Revision des laufenden Rentenanspruchs 

zum Nachteil des Versicherten (BGE 135 V 201 E. 6.1.1 mit Hinweisen, 

u.a. auf BGE 115 V 308 E. 4a/dd). 

2.4.2 Ob eine unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten erhebliche Än-

derung eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sachverhal-

tes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröffneten 

rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Ren-

tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdi-

gung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-

ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesund-

heitszustandes) beruht, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisions-

verfügung; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung 

und prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 

71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 

E. 1 mit Hinweisen). Eine Verfügung ist verzichtbar, wenn bei einer von 

Amtes wegen durchgeführten Revision keine leistungsbeeinflussende 

Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (Art. 74
ter

 Bst. f IVV) und die 

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Seite 9 

bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entspre-

chende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (Art. 74
quater

 IVV), ist jene 

in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechtskräftigen 

Verfügung gleichzustellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_46/2009 vom 

14. August 2009 E. 3.1). 

2.5  

2.5.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 

und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztli-

che und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 

haben. Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. 

ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-

gemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen Gut-

achtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fra-

gen umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der 

untersuchten Person auseinandersetzt – was vor allem bei psychischen 

Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus-

einandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob 

es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in 

einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prü-

fend nachvollziehen kann (BGE 125 V 351 E. 3a; vgl. auch BGE 134 V 

231 E. 5.1). 

2.5.2 Ständiger und damit wichtigster medizinischer Ansprechpartner in 

der täglichen Arbeit sind für die IV-Stellen die RAD, welche ihnen nach 

Art. 59 Abs. 2
bis

 IVG zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen 

des Leistungsanspruches zur Verfügung stehen (Satz 1); die RAD setzen 

die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktio-

nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstä-

tigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben (Satz 2); sie sind in 

ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Satz 3; vgl. 

auch die Ausführungsbestimmungen in den Art. 47-49 IVV, insbesondere 

die Anforderung, wonach die RAD von den IV-Stellen in personeller Hin-

sicht getrennt sein müssen). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach 

Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem von externen medizinischen Sachver-

ständigengutachten (BGE 125 V 351 E. 3b/bb) vergleichbar, sofern sie 

den von der Rechtsprechung umschriebenen Anforderungen an ein ärztli-

ches Gutachten genügen (SVR 2009 IV Nr. 56 S. 174, Urteil des Bundes-

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Seite 10 

gerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.2). Auf das Ergebnis ver-

sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte 

gehören – kann jedoch nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe 

Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 

225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und 4.7; Urteile des Bundesgerichts 

8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2, 8C_385/2014 vom 16. Sep-

tember 2014 E. 4.2.2). Die IV-Stellen werden zudem stets externe (meist 

polydisziplinäre) Gutachten einholen, wenn der ausgeprägt interdiszipli-

näre Charakter einer medizinischen Problemlage dies gebietet, wenn der 

RAD nicht über die fachlichen Ressourcen verfügt, um eine sich stellende 

Frage beantworten zu können, sowie wenn zwischen RAD-Bericht und 

allgemeinem Tenor im medizinischen Dossier eine Differenz besteht, wel-

che nicht offensichtlich auf unterschiedlichen versicherungsmedizinischen 

Prämissen (vgl. SVR 2007 IV Nr. 33 S. 117, I 738/05 E. 5.2) beruht (zum 

Ganzen: BGE 137 V 210 E. 1.2.1). 

2.5.3 Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellungen aus-

ländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte be-

züglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden 

Behörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4). 

Auch aus dem Ausland stammende Beweismittel unterstehen der freien 

Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versiche-

rungsgerichts [EVG, heute: Bundesgericht] vom 11. Dezember 1981 i.S. 

D; zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung BGE 125 V 351 E. 3a; Ur-

teil des Bundesverwaltungsgerichts A-2552/2012 vom 21. Juli 2014 

E. 3.1). 

2.6  

2.6.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersu-

chungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung 

und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richti-

ge und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Kor-

relat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 

V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen).  

2.6.2 Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beur-

teilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende 

Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bezüge zum – 

auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe geltenden – Grundsatz der freien Be-

weiswürdigung auf. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsat-

C-6331/2013 

Seite 11 

zes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungs-

träger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und in-

haltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1) zur Überzeu-

gung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich 

(BGE 126 V 353 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2) zu betrachten und es könn-

ten zusätzliche Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 

nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Bewei-

se keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte 

Beweiswürdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3, BGE 124 V 90 E. 4b; zum Gan-

zen: Urteil des Bundesgerichts 8C_392/2011 vom 19. September 2011 

E. 2.2). 

3.  

Damit ist darauf einzugehen, ob die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 

4. Oktober 2013 zu Recht davon ausgegangen ist, dem Beschwerdefüh-

rer stände weiterhin eine halbe Rente zu. 

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht wies die Sache an die Vorinstanz zu-

rück, damit diese im Sinn der Erwägungen neu verfüge, wobei in den Er-

wägungen festgehalten wurde, die Vorinstanz habe sich insbesondere 

betreffend Bauchhernie zu äussern (vgl. Sachverhalt Bst. H.). Dies hat die 

Vorinstanz getan. Es wurden Berichte serbischer Ärzte vom Beschwerde-

führer eingereicht, die vom RAD-Arzt Dr. med. C._______, FMH Allge-

meine Medizin, gewürdigt wurden (IV-II-act. 52). Dieser legt nachvollzieh-

bar dar, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Hernie keine körperlich 

schweren Arbeiten mehr ausführen könne. Dieser Umstand wurde aber 

bei der Berechnung des IV-Grades bereits beachtet. Wie der RAD-Arzt zu 

Recht ausführt, werden nicht die einzelnen Leiden summiert, sondern es 

wird eine Gesamtschau durchgeführt. Bei dieser Betrachtungsweise hat 

sich die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht geändert. Nach wie 

vor sind schwere Arbeiten nicht zumutbar, leichte jedoch schon. 

Dass kein Bericht einer Fachgruppe eingeholt wurde, ist angesichts der 

sehr begrenzten Fragestellung nicht zu beanstanden. Auch ist ein Fach-

arzt für Allgemeine Medizin in der Lage, die Auswirkungen der gesund-

heitlichen Beschwerden des Beschwerdeführers auf dessen Arbeitsfähig-

keit aufgrund der in den Akten liegenden Berichte zu beurteilen. Die ent-

sprechende Rüge des Beschwerdeführers erweist sich als unbegründet. 

3.2 Den Akten ist weiter zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer unter 

Diabetes, Bluthochdruck sowie Adipositas leidet. Dass sich letztere auf 

C-6331/2013 

Seite 12 

die Arbeitsfähigkeit in leichten Tätigkeiten auswirken könnte, ist nicht er-

sichtlich. Zudem legt der RAD-Arzt nachvollziehbar dar, dass Diabetes 

und Bluthochdruck für sich genommen nicht invalidisierend sind. Ein adä-

quat behandelter, gut eingestellter Diabetes mellitus ist in der Regel nicht 

mit einer Arbeitsunfähigkeit verbunden (vgl. Urteil des EVG I 94/06 vom 

23. August 2006 E. 3.4). Auch Adipositas an sich bewirkt keine Invalidität. 

Eine solche kann nur angenommen werden, wenn das Übergewicht 

schon zu Gesundheitsschäden geführt hat oder wenn es selber die Folge 

von gesundheitlichen Störungen ist, dadurch die Erwerbsfähigkeit we-

sentlich vermindert wird und diese durch keine zumutbaren Massnahmen 

in bedeutendem Grade verbessert werden kann (vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 9C_48/2009 vom 1. Oktober 2009 E. 2.3). Den Akten ist denn 

auch nicht zu entnehmen, dass diese Krankheiten dem Beschwerdefüh-

rer weitere Probleme bereiteten. 

Weiter hat der Beschwerdeführer Ohrenbeschwerden. In Berichten vom 

26. Dezember 2012 (IV-II-act. 29), 5. und 7. Juli 2013 (IV-II-act. 42 und 43 

S. 3 f.) wurde eine Mittelohrentzündung festgestellt. Am 29. Mai 2013 war 

gar von einer Perforation des Trommelfells die Rede (IV-II-act. 46). Bei 

der Entlassung wurde beidseits eine chronische Mittelohrentzündung 

festgehalten. Die Laboranalysen befanden sich nach der Behandlung in 

den Referenzgrenzwerten. Weiter ergab eine Untersuchung eine Hörstö-

rung beidseits. Es wurde aber auch eine Besserung des lokalen Befun-

des nach einer Therapie festgestellt. Dass sich diese Ohrenbeschwerden 

auf die ohnehin eingeschränkte Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

weiter auswirken würden, ist nirgends ersichtlich. 

3.3 Soweit der Beschwerdeführer ausführen lässt, er könne aufgrund von 

Verdauungsproblemen nur noch flüssige Nahrung zu sich nehmen (IV-II-

act. 47), ist ihm mit dem RAD-Arzt entgegenzuhalten, dass er gegenüber 

Prof. Dr. Sc. med. D._______, Facharzt für allgemeine Chirurgie, am 

25. Januar 2013 äusserte, es gehe ihm gut und er könne sich normal er-

nähren (IV-II-act. 28). Abgesehen von der Behauptung des Beschwerde-

führers, wird einzig in einem Kurzbericht vom 26. März 2013 von 

Dr. med. E._______, e.h., Facharzt für Neuropsychiatrie, festgehalten, er 

habe Beschwerden nach der Speiseröhrenoperation (IV-II-act. 25 S. 6; 

Übersetzung: act. 15/4). Worin sich die Verdauungsprobleme des Be-

schwerdeführers allenfalls äussern könnten, wird allerdings nicht erwähnt. 

Zudem ist nicht festgehalten, dass der Arzt, der Facharzt für Neuropsy-

chiatrie und kein Internist ist, den Beschwerdeführer untersucht habe. 

Möglicherweise handelt es sich also nur um eine Aussage des Be-

C-6331/2013 

Seite 13 

schwerdeführers gegenüber dem Neuropsychiater. Auf diese kurze Aus-

sage kann damit nicht abgestellt werden. 

3.4 Der Beschwerdeführer reichte vor Bundesverwaltungsgericht weitere 

Akten ein. Ein Aktenstück trägt das Datum vom 2. Januar 2006 und ist 

damit von vornherein ungeeignet, neue, seit dem 1. Oktober 2007 ent-

standene Beschwerden zu belegen. Die Unterlagen vom 13. und 

25. November 2013 sind aus der Zeit nach der von der Vorinstanz erlas-

senen Verfügung und daher hier nur insoweit zu beachten als sie den 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers vor diesem Zeitpunkt zu be-

legen vermögen (vgl. E. 2.4.2). Aus dem Labortest vom 13. November 

2013 ergibt sich aber nur die bekannte Diabetes und der Facharztbericht 

vom 25. November 2013 hält nur die schon bekannten Diagnosen fest. 

Beim Bericht vom 12. Januar oder November 2013 (die Monatsangabe 

wurde so überschrieben, dass nicht feststellbar ist, welches Datum gilt), 

unterzeichnet von Dr. med. F._______, Arzt für innere Medizin und Kar-

diologe, ist zwar nicht ersichtlich, welcher Patient beschrieben wird, es ist 

aber davon auszugehen, dass es um den Beschwerdeführer geht. Auch 

hier werden die bekannten Diagnosen festgehalten. Neu kommt eine 

Sklerose der Aorta sowie eine Insuffizienz der Mitralklappen hinzu. Da 

diesbezüglich aber nur eine Ultraschalluntersuchung des Herzens nach 

sechs Monaten vorgeschlagen wird, ist davon auszugehen, dass es sich 

nicht um ein akutes Problem handelt. Es deutet nichts darauf hin, dass 

sich hieraus eine weitere Einschränkung in einer leichten Verweistätigkeit 

ergeben könnte.  

3.5 Schliesslich liess der Beschwerdeführer im Verlauf des Verfahrens 

geltend machen, einige der eingereichten Berichte seien nicht übersetzt 

worden (IV-II-act. 47). Diesen Einwand bringt er zwar in der Beschwerde 

nicht mehr vor, da das Bundesverwaltungsgericht die angefochtene Ver-

fügung aber von Amtes wegen zu prüfen hat, ist darauf einzugehen. 

Bei den nicht übersetzten Unterlagen handelt es sich um Labortests, 

meist Blutwerte (IV-II-act. 25 S. 14, 19-24), einmal auch Urinwerte (IV-II-

act. 25 S. 18), die auch ohne Übersetzung verständlich sind. Teilweise 

fehlt zudem das Datum, was die Einordnung verunmöglicht. Ein EKG ist 

auf Englisch (IV-II-act. 26). Weiter wurden zwei Ausweise (IV-II-act. 25 

S. 13 und 15), ein Dokument über Versicherungsleistungen (IV-II-act. 25 

S. 12) und ein Rentenantrag (IV-II-act. 25 S. 16) nicht übersetzt. Der Ope-

rationsbericht der Operation vom 22. September 2008 (IV-II-act. 25 S. 10) 

war bereits Ende 2008 übersetzt worden (IV-act. 256). Die übrigen Do-

C-6331/2013 

Seite 14 

kumente liess das Bundesverwaltungsgericht übersetzen, wobei in einem 

Bericht vom 26. März 2013 eine Alterssichtigkeit (Presbyopie) und Reti-

nopathien des Augenhintergrundes und Veränderungen der Netzhautge-

fässe des Beschwerdeführers befundet wurden (IV-II-act. 25 S. 4; Über-

setzung: act. 15/2). Bei der Alterssichtigkeit handelt es sich nicht um eine 

Invalidität, sondern um eine Einschränkung, die im Verlauf des gewöhnli-

chen Alterungsprozesses auftritt. In einem nächsten Bericht vom 

18. Februar 2013 wird neben den bekannten Diagnosen eine Aortainsuffi-

zienz festgestellt (IV-II-act. 25 S. 5; Übersetzung act. 15/3). Diesbezüglich 

wird auf das in E. 3.4 Ausgeführte verwiesen. In einem weiteren Bericht, 

möglicherweise vom 26. März 2013 (das Datum ist in der Mitte an der lin-

ken Seite angemerkt) wird neben Bekanntem gesagt, aktuell bestünden 

Beschwerden nach der Speiseröhrenoperation und der Beschwerdeführer 

habe eine depressive Episode (IV-II-act. 25 S. 6; Übersetzung act. 15/4). 

Den letztgenannten Kurzbericht betreffend ist bezüglich Beschwerden 

nach Speiseröhrenoperation auf das in E. 3.3 Gesagte zu verweisen, wo 

auf diesen Bericht eingegangen wurde. Bezüglich der Diagnose einer de-

pressiven Episode ist dem Bericht nicht zu entnehmen, worauf diese Dia-

gnose beruht, insbesondere nicht, ob der Beschwerdeführer eingehend 

untersucht wurde. Weiter ergibt sich aus den Akten nirgends, dass der 

Beschwerdeführer deswegen in Behandlung war. Die depressive Episo-

de, die zudem nur als F32 nach ICD-10 und damit nicht genauer einge-

ordnet wird, bleibt demnach ohne (weitere) Auswirkung auf die Arbeitsfä-

higkeit. 

3.6 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers führte in der Beschwerde 

aus, fast alle Berichte aus Serbien seien nur sehr kurz und teilweise unle-

serlich und er habe vorgeschlagen, weitere, den Beschwerdeführer 

betreffende ausführliche und leserliche ärztliche Unterlagen anzufordern. 

Einerseits ist dem entgegenzuhalten, dass die Berichte leserlich genug 

waren, um daraus zu ersehen, dass der Beschwerdeführer ausser den 

bekannten, kaum weitere Leiden hat, im Gegenteil meist unauffällige Be-

funde festgehalten werden. Andererseits sind von der Einholung weiterer 

Berichte keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Vielmehr sind die Leiden 

des Beschwerdeführers in den vorhandenen Unterlagen ersichtlich. Damit 

ist in antizipierter Beweiswürdigung von der Einholung weiterer ärztlicher 

Unterlagen abzusehen. 

3.7 Zusammengefasst ergibt sich damit, dass seit dem Zeitpunkt der Ver-

fügung vom 1. Oktober 2007 neu hinzugekommen Beschwerden des Be-

schwerdeführers dessen Arbeitsfähigkeit nicht in einer die Rente beein-

C-6331/2013 

Seite 15 

flussende Weise zu ändern vermögen. Dem Beschwerdeführer sind nach 

wie vor leichte Arbeiten zumutbar, wobei die Arbeitsfähigkeit aufgrund des 

Bedarfs an vermehrten Pausen in diese Arbeiten um 20 % verringert ist. 

Dies war schon gemäss der Verfügung vom 1. Oktober 2007 der Fall. 

4.  

Die Beschwerde ist somit abzuweisen und es bleibt, über die Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu befinden. 

4.1 Die Verfahrenskosten werden unter Berücksichtigung des Umfanges 

und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren auf 

Fr. 400.-- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bisVwVG sowie Art. 1, 2 und 4 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind dem 

unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

Der einbezahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten 

zu verwenden. 

4.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vor-

instanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

5.  

Zur Vervollständigung der Akten geht je eine Kopie der Beilagen zu 

act. 14 und 15 sowohl an den Beschwerdeführer als auch an die Vorin-

stanz. 

 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.) 

  

C-6331/2013 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 400.-- festgesetzt. Der vom Be-

schwerdeführer einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur 

Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilagen: Kopien der Beila-

gen zu act. 14 und zu act. 15) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Einschreiben; Beilagen: Kopien der Beila-

gen zu act. 14 und zu act. 15) 

– das Bundesamt für Sozialversicherung (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus Metz Susanne Raas 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

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