# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ee276f0-ae23-5a49-a74c-d58db84150b0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 03.05.2016 S 2015 141
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2015-141_2016-05-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 15 141

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 3. Mai 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. Die 1957 geborene A._____ bezieht seit Jahren wegen eines chronischen 

Paravertebralsyndroms bei einem Invaliditätsgrad von 80 % eine ganze 

Invalidenrente der Invalidenversicherung. Seit dem 1. Januar 1988 ist sie 

mit einem Pensum von acht Wochenstunden als Hauswartin eines 

Familienlagers bei der B._____ AG angestellt und in dieser Eigenschaft 

bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch 

unfallversichert. Am 26. April 2014 fiel ihr beim Abbau von Etagenbetten 

ein Bettgestell auf die linke Schulter. Die SUVA anerkannte für die Folgen 

dieses Berufsunfalls zuständig zu sein und erbrachte kurzfristige 

Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern. 

2. Mit Verfügung vom 15. August 2015 stellte die SUVA die 

Versicherungsleistungen (Taggeld, Heilkosten) per 31. August 2015 ein. 

Auf diese Beurteilung kam sie nach Einsprache von A._____ zurück und 

richtete weiterhin Leistungen aus. Am 18. Juni 2015 liess die SUVA 

A._____ durch den Kreisarzt, Dr. med. C._____, untersuchen. Auf der 

Grundlage seiner Beurteilung stellte sie in der Folge mit Verfügung vom 

22. Juni 2015 die Versicherungsleistungen (Taggeld, Heilkosten) mit 

Wirkung ab dem 30. Juni 2015 ein, da die von A._____ über diesen 

Zeitpunkt hinaus beklagten Beschwerden und geltend gemachten 

Funktionsbeeinträchtigungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 

mehr auf den Unfall vom 26. April 2014 zurückzuführen, sondern 

krankheitsbedingt seien. Die dagegen erhobene Einsprache wies die 

SUVA mit Entscheid vom 23. September 2015 ab.

3. Gegen diesen ablehnenden Einspracheentscheid reichte A._____ 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 16. Oktober 2015 schriftlich 

Beschwerde bei der SUVA ein, welche diese Eingabe am 3. November 

2015 zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden überwies. Auf entsprechende Aufforderung hin ergänzte die 

Beschwerdeführerin ihre Beschwerde in der Folge mit Eingabe vom 

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12. November 2015. Darin beantragte sie sinngemäss die Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids und die Weiterausrichtung der 

gesetzlich geschuldeten Versicherungsleistungen. Zur Begründung 

brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, seit dem Unfall vom 

26. April 2014 unter starken Schmerzen zu leiden, die von der Schulter 

bis zum Kopf und in die Hände ausstrahlten. Diese Schmerzen 

verunmöglichten es ihr, einen normalen Tagesablauf aufrechtzuerhalten 

und eine Arbeitstätigkeit auszuüben. Für den dadurch bedingten 

Erwerbsausfall und die zur Behandlung der gesundheitlichen 

Beschwerden erforderlichen Therapien habe die SUVA aufzukommen.

4. Die SUVA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Beschwerdeantwort vom 30. Dezember 2015 die Abweisung der 

Beschwerde. Begründend führte sie hauptsächlich aus, die kreisärztliche 

Abschlussbeurteilung durch Dr. med. C._____ vom 18. Juni 2015 erweise 

sich als voll beweiskräftig. Dessen Ausführungen seien in sich schlüssig, 

nachvollziehbar begründet und erfüllten auch ansonsten alle 

Anforderungen, denen beweiskräftige medizinische Stellungnahmen zu 

genügen hätten. Die Beschwerdegegnerin habe ihrer Beurteilung folglich 

korrekterweise die Einschätzung von Dr. med. C._____ zugrunde gelegt 

und die Versicherungsleistungen gestützt darauf infolge Dahinfallens des 

natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den beklagten 

Beschwerden und dem Unfall vom 26. April 2014 mit Wirkung ab dem 

30. Juni 2015 eingestellt. 

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien und die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den abschlägigen 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 23. September 2015. 

Gegen solche Entscheide kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, 

in welchem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte 

zur Zeit der Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Die versicherte 

Beschwerdeführerin wohnt in X._____ (Kanton Graubünden), womit das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig ist. Dessen sachliche und 

funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG in Verbindung mit 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu bejahen. Als formelle und 

materielle Adressatin des angefochtenen Einspracheentscheids ist die 

Beschwerdeführerin davon überdies berührt und weist ein schutzwürdiges 

Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Ihre 

Beschwerdelegitimation ist demnach zu bejahen. Auf die zudem frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten (Art. 1 UVG 

i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG).

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die 

Versicherungsleistungen im Einspracheentscheid vom 23. September 

2015 zu Recht mit Wirkung ab dem 30. Juni 2015 eingestellt hat. Die 

Beschwerdeführerin bringt diesbezüglich im Wesentlichen vor, seit dem 

Unfall vom 26. April 2014 unter starken Schmerzen zu leiden, die von der 

Schulter bis zum Kopf und in die Hände ausstrahlen würden. Diese 

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fortwährenden Schmerzen verunmöglichten es ihr, eine normale 

Tagesstruktur aufrechtzuerhalten und einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. 

Für den dadurch bedingten Erwerbsausfall und die zur Behandlung des 

fraglichen Gesundheitsschadens erforderlichen Therapien haben die 

Beschwerdegegnerin aufzukommen. Dieser Argumentation hält die 

Beschwerdegegnerin in erster Linie entgegen, bei der Beurteilung der 

streitigen Versicherungsleistungen auf die kreisärztliche 

Abschlussbeurteilung von Dr. med. C._____ vom 19. Juni 2015 abgestellt 

zu haben. Dieser komme nachvollziehbar zum Schluss, dass die 

Beschwerdeführerin in ihrem kleinen Pensum von acht Stunden pro 

Woche als Hauswartin wieder zu 100 % arbeitsfähig sei. Den Akten seien 

keine Dokumente zu entnehmen, die auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit dieser kreisärztlichen Feststellung 

weckten. Die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. C._____ erweise 

sich folglich als voll beweiskräftig. Demzufolge sei mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die über den 30. Juni 2015 hinaus 

beklagten Beschwerden nicht auf den Unfall vom 26. April 2014 

zurückzuführen seien, womit die Beschwerdegegnerin infolge des 

fraglichen Unfallereignisses keine Versicherungsleistungen mehr zu 

entrichten habe.

3. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG haben die zuständigen 

Unfallversicherungsgesellschaften, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen zu gewähren. Als Unfall im Sinne dieser 

Bestimmung gilt laut der in Art. 4 ATSG enthaltenen Legaldefinition die 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die 

Versicherte Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen 

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(Heilbehandlung). Ist die Versicherte infolge des Unfalles voll oder 

teilweise arbeitsunfähig, so kann sie überdies ein Taggeld beanspruchen 

(Art. 16 Abs. 1 UVG). Solche Versicherungsleistungen sind freilich nur 

geschuldet, wenn zwischen dem Unfallereignis und der gesundheitlichen 

Schädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht 

(BGE 129 V 177 E.3; MONICA ARMESTO, in: STEIGER-SACKMANN / 

MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit, Basel 2014, Rz. 18.19).

b) Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 

Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 

dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche, geistige oder psychische Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 

kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

(vgl. BGE 129 V 177 E.3.1, 119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b; ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO / ANDRÉ-PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichtes zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich 2012, Art. 6 S. 53; ARMESTO, 

a.a.O., Rz. 18.27). Ist eine solche Unfallkausalität einmal mit der 

erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, so entfällt die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, sobald der Unfall nicht mehr 

die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden 

Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

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schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. 

Bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante hat die zuständige 

Unfallversicherungsgesellschaft an sich sowohl für die Pflegeleistungen 

aufzukommen als auch die geschuldeten UV-Taggelder zu erbringen 

(Art. 36 Abs. 1 UVG; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_419/2014 vom 

23. September 2014 E.3.3, 8C_604/2013 vom 28. Januar 2014 E.4.2.2, 

8C_957/2012 vom 3. April 2013 E.5.2.2). 

c) Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage. 

Darüber haben die Unfallversicherungsgesellschaft sowie das im 

Beschwerdefall angerufene Gericht im Rahmen der ihnen obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden. Danach 

gilt ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang als 

erstellt, wenn das Gericht unter Würdigung aller Umstände zur 

Überzeugung gelangt, dass der in Frage stehende Unfall als Ursache des 

Gesundheitsschadens von allen in Betracht fallenden 

Geschehensabläufen am wahrscheinlichsten ist (BGE 126 V 360 E.5b; 

Urteil des Bundesgerichts 9C_717/2009 vom 20. Oktober 2009 E.3.3). 

Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen dem Unfall und 

dem in Frage stehenden Gesundheitsschaden genügt demgegenüber 

nicht (BGE 129 V 177 E.3.1, 119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b, je mit 

Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 54). Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das 

Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung unfallbedingter Ursachen mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. 

Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher 

Auswirkungen des Unfalls reicht nicht aus. Da es sich hierbei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende 

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Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der 

Versicherten, sondern bei der Unfallversicherungsgesellschaft (vgl. Urteil 

des Bundesgerichtes 8C_604/2013 vom 28. Januar 2014 E.4.2.1; RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 54). 

d) In Bezug auf den vorliegenden Fall steht in tatsächlicher Hinsicht fest, 

dass der Beschwerdeführerin am 26. April 2014 beim Abbau von 

Etagenbetten ein Bettgestell auf die linke Schulter fiel und sie sich dabei 

eine Schulterverletzung zuzog. Die Beschwerdegegnerin anerkannte für 

die Folgen dieses Berufsunfalls zuständig zu sein und erbrachte bis zum 

30. Juni 2015 Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und 

Taggeldern. Eine darüber hinausgehende Leistungspflicht lehnte sie 

indessen wegen des Dahinfalles des natürlichen Kausalzusammenhangs 

zwischen den über diesen Zeitpunkt hinaus beklagten 

Schulterbeschwerden und dem Berufsunfall vom 26. April 2014 ab. Diese 

Einschätzung beruht auf der Abschlussbeurteilung des Kreisarztes, Dr. 

med. C._____, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie FMH, vom 

18. Juni 2015 (Bg-act. 124). Ob sich diese versicherungsinterne 

Beurteilung als voll beweiskräftig erweist, hängt davon ab, ob sie für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben wurde, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet sowie in den daraus gezogenen die Schlussfolgerungen 

begründet ist (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit Hinweis). An die 

diesbezügliche Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, 

wenn ein Versicherungsfall – wie vorliegend – ohne Einholung eines 

versicherungsexternen Gutachtens abgeschlossen werden soll. Bestehen 

in einem solchen Fall auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit versicherungsinterner Feststellungen, so sind ergänzende 

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Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.4.4). Indes lässt die 

Tatsache, dass der konsultierte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 

Versicherungsträger steht, für sich allein nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr 

besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 

Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die 

erhebliche Bedeutung, welche Arztberichten im Sozialversicherungsrecht 

haben, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 

Massstab anzulegen (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 

E.1c). Unter Zugrundelegung dieser Kriterien ist nachfolgend zu prüfen, 

ob die Beschwerdegegnerin der Abschlussbeurteilung von Dr. med. 

C._____ vom 18. Juni 2015 zu Recht vollen Beweiswert zuerkannt und 

auf deren Grundlage ihre Leistungspflicht mit Wirkung ab dem 1. Juli 

2015 verneint hat.

e) Der Kreisarzt, Dr. med. C._____, untersuchte die Beschwerdeführerin am 

18. Juni 2015 persönlich, nachdem er vorgängig die ihm von der 

Beschwerdegegnerin zur Verfügung gestellten medizinischen Vorakten, 

insbesondere die Ergebnisse der bildgebenden und spezialärztlichen 

Abklärungen, betreffend die am 26. April 2014 erlittene Schulterverletzung 

zur Kenntnis genommen hatte (vgl. Bg-act. 124 S. 1-4). Auf dieser 

Grundlage diagnostizierte er in der Abschlussbeurteilung vom 18. Juni 

2015 einen Status nach axialer Schulterkontusion links vom 26. April 

2014, einen Status nach Tendinopathie mit Teilläsion der 

Supraspinatussehne intervallnah mit AC-Gelenksarthrose, Downsloping 

des Acromion und Impingement bei ansonsten intakter 

Rotatorenmanschette (MRI 25. Juni 2014), einen Status nach 

diagnostischer Arthroskopie, transarthroskopischer Rekonstruktion der 

Supraspinatursehne, subacromialer Dekompression und partieller 

Bursektomie/Synovektomie am 25. September 2014 bei transmuraler 

Ruptur der Supraspinatussehne, Impingement bei Acromion Typ II bis III, 

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AC-Gelenksarthrose und Synovitis Schulter links, Status nach 

Verkehrsunfall 2007 mit beidseitigen Rippenserienfrakturen, beidseitiger 

Radiusfraktur, Claviculafraktur rechts sowie leichtem Schädelhirntrauma 

am 25. Januar 2007. Als Diagnosen ohne Relevanz für die SUVA stellte 

er einen Status nach Impingement der linken Schulter bei Down-Sloping 

des Acromions, Schulter links, ein seit Jahren bestehendes chronisches 

Paravertebralsyndrom mit IV-Bezug bei einem Invaliditätsgrad von 80 % 

und einen Staus nach anamnestisch aufgetretenem, stechendem 

Schmerz bei Kopfdrehung, rezidivierender Übelkeit bis zum Erbrechen 

von Blut, Stehbeschwerden, Schlafstörungen und Migräneanfällen April 

2009 und CTS-Symptomatik ohne medizinisch nachweisbarem Korrelat 

der oben angegebenen Beschwerden fest (Bg-act. 124 S. 5). Im Hinblick 

auf das interessierende Unfallereignis hielt Dr. med. C._____ fest, am 

26. April 2014 sei es zu einer direkten Kontusion auf das linke 

Schulterdach gekommen. Die Explorandin sei nicht auf den linken Arm 

oder die Hand gefallen. Ebenso wenig sei es zu einem seitlichen Aufprall 

auf den Arm gekommen. Es habe nie eine Mitbeteiligung des Kopfes- 

oder Halsbereiches beim Unfall vom 26. April 2014 gegeben (Bg-act. 124 

S. 5). Entsprechende Beschwerden seien folglich nicht unfallkausal. Bei 

der Untersuchung habe die Explorandin im Übrigen eine schlechtere 

Beweglichkeit gezeigt, als dies bei mehreren Voruntersuchungen bei Dr. 

med. D._____ der Fall gewesen sei (Bg-act. 125 S. 6). Jeden Versuch 

passiv die anatomisch möglichen Werte zu erreichen, habe die 

Explorandin aktiv abgeblockt. Beim Kraftaufbau zeige sich, dass die 

Explorandin zwar in der Lage sei, mehrfach hintereinander sowohl bei der 

Rotation als auch der Biceps-/ Tricepsfunktion und auch bei der 

Abduktion eine seitengleiche Kraft gegen den Widerstand des 

Untersuchenden aufzubauen, diesen aber sofort wieder wegen angeblich 

massiver Schmerzen zurücknehme. Bei den Übungen und auch bei der 

Palpation der Schulter zeige sich die gesamte Muskulatur ansonsten 

weich und ohne Myogelosen. Es falle stets eine alternierende 

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Gegenhaltung seitens der Explorandin auf, wodurch die effektiven 

Möglichkeiten nicht eruiert werden könnten. Objektiv zeige sich jedoch, 

dass keine Casulitits vorhanden sei und die Explorandin bei den 

Voruntersuchungen deutlich bessere Ergebnisse (bis über 90°) erzielt 

habe. Hinzu komme, dass bei bekannter degenerativer Veränderung mit 

AC-Arthrose, Down-Sloping des Acromions mit vorbekannter 

Impingement-Symptomatik die zuletzt im Februar durchgeführte MRI-

Untersuchung einen zwar ausgedünnten, aber intakten Supraspinatus 

gezeigt und der Radiologe festgestellt habe, dass sich der Zustand im 

Vergleich zu jenem vor der Operation verbessert habe (Bg-act. 124 S. 6). 

Unverändert sei die Rotatorenmanschette weiterhin intakt. Somit 

entsprächen die heute von der Explorandin gezeigten Leistungen 

sicherlich nicht ihrem effektiven Leistungsvermögen. Sie versuche auch 

bei Muskelgruppen, die nie verletzt gewesen seien, eine reduzierte Kraft 

intermittierend aufzubauen. Es lasse sich eine deutliche 

Symptomausweitung feststellen bei mangelnder Kooperation der 

Explorandin. Hinzu komme, dass die Schmerzangaben der 

Beschwerdeführerin nicht in Korrelation stünden zum während der 

Untersuchung gezeigten Verhalten. Die Explorandin sei in der vormals 

ausgeübten Tätigkeit mit einem Pensum von acht Stunden pro Woche zu 

100 % arbeitsfähig. Da die Wassertherapien in den letzten zwei Monaten 

keine Verbesserung mehr brachten, sei eine solche Therapie nicht mehr 

indiziert (Bg-act. 124 S. 6). 

f) Die vorangehend auszugsweise wiedergegebenen Ausführungen sind für 

die strittigen Belange umfassend, berücksichtigen die von der 

Beschwerdeführerin geklagten Leiden und wurden in Kenntnis der 

Vorakten verfasst. Zudem beruhen sie auf einer eingehenden 

persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin. Dr. med. C._____ ist 

als Facharzt für Orthopädie und Traumatologie FMH überdies qualifiziert, 

die aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht massgebliche Arbeitsfähigkeit 

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der Beschwerdeführerin zu beurteilen. Die Ausführungen von Dr. med. 

C._____ leuchten zudem in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und der Beurteilung der medizinischen Situation ein. 

Soweit die Beschwerdeführerin Dr. med. C._____ im Übrigen vorwirft, 

seine Auffassung massgeblich damit zu begründen, wie sie ihre 

Handtasche festgehalten habe, kann ihr nicht gefolgt werden. Freilich 

schildert Dr. med. C._____ in der Abschlussbeurteilung vom 18. Juni 

2015, wie die Beschwerdeführerin nach Abschluss der Untersuchung ihre 

Handtasche mit der linken Hand festhält und anschliessend den 

Untersuchungsraum, mitsamt dem Röntgendossier in der linken Hand 

haltend, verlässt (Bg-act. 124 S. 6). Ein solches Verhalten ist, wie Dr. 

med. C._____ ausführt, in der Tat höchst ungewöhnlich für eine Person, 

die selbst im Ruhezustand über eine Schmerzintensität nach der 

Schmerzskala VAS (Visuelle Analog-Skala) zwischen neun bis zehn von 

zehn möglichen Punkten klagt. Es steht auch im Widerspruch zur 

Behauptung der Beschwerdeführerin, den linken Arm seit der Operation 

vom 25. September 2014 (Bg-act. 62) nicht mehr gebraucht zu haben und 

seit dem Unfall vom 26. April 2014 vermehrt mit dem rechten Arm zu 

arbeiten. Dr. med. C._____ hält in seiner Abschlussbeurteilung vom 

18. Juni 2015 diesbezüglich fest, die Beschwerdeführerin weise beidseits 

eine gleichmässige, gut tast- und sichtbare Muskulatur auf ohne 

Atrophien mit seitengleichem Umfang an Ober- und Unterarmen und 

gleichmässiger Beschwielung (Bg-act. 124 S. 5 f.). Angesichts dieses 

klinischen Befundes stuft Dr. med. C._____ zu Recht die Zuverlässigkeit 

der Angaben der Beschwerdeführerin zu Recht als wenig verlässlich ein. 

Ebenso wenig ist es zu beanstanden, wenn er davon ausgehend in 

Verbindung mit dem während der Untersuchung gezeigten 

selbstlimitierenden Verhalten auf eine deutliche Symptomausweitung bei 

mangelnder Kooperation schliesst und die Schmerzangaben der 

Beschwerdeführerin anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung als nicht 

nachvollziehbar erachtet. Beim Fehlen mittels bildgebender Verfahren 

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objektivierbarer Unfallfolgen muss dies zwangsläufig zum Schluss führen, 

dass die von der Beschwerdeführerin über den 30. Juni 2015 hinaus 

beklagten Schulterbeschwerden nicht mehr auf den Unfall vom 26. April 

2014 zurückzuführen sind. In den Akten finden sich denn auch keine 

Hinweise, welche Zweifel an dieser Schlussfolgerung wecken. 

Insbesondere existieren keine ärztlichen Stellungnahmen, die sich zur 

Unfallkausalität der noch geklagten Beschwerden äussern oder diese mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 26. April 2014 

zurückführen. Es liegen somit keine medizinischen Dokumente vor, 

welche auch nur geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit 

der kreisärztlichen Abschlussbeurteilung vom 18. Juni 2015 wecken. Den 

fraglichen versicherungsinternen Feststellungen ist demzufolge voller 

Beweiswert zuzuerkennen.

g) Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, dass die 

von der Beschwerdeführerin über den 30. Juni 2015 hinaus beklagten 

Beschwerden nur mehr auf unfallfremden Ursachen beruhen; der Unfall 

vom 26. April 2014 folglich als Ursache für die fraglichen Beschwerden 

nicht mehr in Betracht fällt. Weitere medizinischen Untersuchungen, 

insbesondere die Einholung eines versicherungsexternen Gutachtens, 

lassen im Hinblick auf den interessierenden Kausalzusammenhang keine 

neuen Erkenntnisse erwarten, weshalb von weiteren Beweisvorkehren 

abzusehen und der rechtserhebliche Sachverhalt als hinreichend erstellt 

anzusehen ist (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 131 I 153 E.3, 124 I 208 E.4a). 

Die Beschwerdegegnerin hat die Versicherungsleistungen im 

angefochtenen Einspracheentscheid folglich zu Recht per 30. Juni 2015 

infolge Dahinfalles des Kausalzusammenhangs zwischen den beklagten 

Beschwerden und dem Unfall vom 26. April 2014 eingestellt. Die dagegen 

erhobene Beschwerde erweist sich demzufolge als unbegründet, was zu 

deren Abweisung und zur Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids führt. 

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4. Das vorliegende Verfahren ist, abgesehen von vorliegend ausser Betracht 

fallenden Ausnahmen, kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG). Die obsiegende 

Beschwerdegegnerin hat als zuständige Unfallversicherungsgesellschaft 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e 

contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]