# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e756a96-7bbe-583b-9387-322147a0a5e0
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.03.2024 III 2023 199
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-199_2024-03-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 199

Entscheid vom 27. März 2024 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________ und B.________,
2. C.________ und D.________,
3. Erben E.________ sel., bestehend aus:

3.1  A.________,
3.2  F.________,
3.3  G.________, 
Beschwerdeführer,

gegen

1. Gemeinderat Morschach, Schulstrasse 6, 6443 Morschach,
2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 

Postfach 1186, 6431 Schwyz,
3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 

Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. H.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. I.________,

5. Stockwerkeigentümergemeinschaft J.________,

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Beigeladene,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung für Abbruch und Neubau)

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Sachverhalt:

A. H.________ (nachstehend: Bauherrschaft) ist Grundeigentümer des 
Grundstückes KTN __01 (373 m2), ____, Morschach. Auf dem Grundstück befin-
det sich das Gebäude K.________-strasse __02, vormals L.________. Es grenzt 
im Norden an die K.________-strasse (KTN __03) und im Süden an das Grunds-
tück KTN __04 mit dem Gebäude K.________-strasse __05. Grundeigentümerin 
von KTN __04 (1'272 m2) ist die STWE J.________. Beide Grundstücke liegen in 
der Dorfkernzone. An das Grundstück KTN __04 schliesst südöstlich das Grund-
stück KTN __06 (1'388 m2; im Eigentum der Gemeinde) an, das seinerseits die 
Parzelle KTN __07 (280 m2; im Eigentum der M.________) umschliesst, auf wel-
cher sich die N.________ befindet. Westlich der Bauliegenschaft folgt die Parzel-
le KTN __09 (ebenfalls im Eigentum der M.________), auf welchem sich neben 
drei weiteren Gebäuden auch das O.________ befindet. 

Mit Eingabe vom 23. Juni 2021 ersuchte die Bauherrschaft um die Baubewilli-
gung für den Abbruch des Hauses L.________ sowie einen Neubau (fünfge-
schossiges Mehrfamilienhaus [MFH] mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss und 
insgesamt sechs Wohnungen, je zwei im 1. und 2. Ober- sowie im Dachge-
schoss) mit einem offenen Velounterstand. Gegen das im Amtsblatt Nr. __ vom 
______ 2021 (S. ____) publizierte und öffentlich aufgelegte Bauvorhaben, wel-
ches im Südostbereich in geringem Umfang auch das Grundstück KTN __04 be-
trifft, erhoben neben anderen auch A.________ und B.________, C.________ 
und D.________ sowie die Erben E.________ sel. (nachstehend: Einsprecher) 
Einsprache beim Gemeinderat Morschach. 

B. Unter Eröffnung des Gesamtentscheides des kantonalen Amtes für Rau-
mentwicklung (ARE) im Baugesuch Nr. B2021-0986 vom 22. März 2022 erteilte 
der Gemeinderat die Baubewilligung mit Beschluss (GRB) Nr. 2022-635 am 
26. April 2022 wie folgt:

1. Die Einsprachen werden im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Ausnahmebewilligung für die Grenzabstandsunterschreitung sowie die 
Gebäudehöhenüberschreitung an der Südostfassade wird im Sinne der 
Erwägungen Ziffer 4.4ff. und unter Hinweis auf Ziff.ll/1 des kant. 
Gesamtentscheides erteilt. 

3. lm Sinne der Erwägungen wird die Baubewilligung (…) mit folgenden 
Auflagen, Bedingungen und Vorbehalten erteilt:
a) (…).

3.1 Die sechs Wohnungen im Mehrfamilienhaus gelten als Erstwohnungen nach 
Art. 2 Abs. 2 ZWG.
(…).

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4.-13. (Bewilligungen, Nebenbestimmungen, Gebühren, Rechtsmittel, Zustellung, 
Beilagen). 

C. Gegen diese Baubewilligung erhoben die Einsprecher mit Eingabe vom 
21. Mai 2022 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit dem An-
trag auf Aufhebung des GRB und des Gesamtentscheides des ARE.

Mit Beschluss (RRB) Nr. 225/2023 vom 21. März 2023 hiess der Regierungsrat 
die Beschwerde gut. Er wies die Sache "im Sinne der Erwägungen zur Vornahme 
der erforderlichen Sachverhaltsabklärungen und zur Neubeurteilung" an den 
Gemeinderat zurück (Disp.-Ziff. 1). Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- wurden 
je zur Hälfte der Gemeinde und der Bauherrschaft auferlegt (Disp.-Ziff. 2). 

Die Rückweisung wurde namentlich damit begründet, die Baubewilligungsbehör-
de habe nicht rechtsgenüglich dargelegt, weshalb sich das geplante MFH ins 
Orts- und Landschaftsbild einordne bzw. den baureglementarisch geforderten er-
höhten Anforderungen an die Einordnung genüge (Erw. 7.4.1 f.). 

D. Mit GRB Nr. 2023-874 vom 23. Mai 2023 erteilte der Gemeinderat die Bau-
bewilligung erneut in wörtlicher Anlehnung ans Beschlussdispositiv des GRB 
Nr. 2022-635 vom 26. April 2022. 

Gegen diese Baubewilligung erhoben die Einsprecher am 19. Juni 2023 wieder-
um Beschwerde beim Regierungsrat mit den folgenden Anträgen:

1. Es seien die angefochtenen Beschlüsse des Gemeinderats Morschach vom 
23. Mai 2023 sowie des Amts für Raumentwicklung vom 22. März 2022 
aufzuheben.

2. Die nachgesuchten Ausnahmebewilligungen für den Neubau seien nicht zu 
erteilen, eventualiter sei das Verfahren zur Neubeurteilung unter 
Berücksichtigung der Gehöransprüche der Beschwerdeführer an die 
Vorinstanzen zurückzuweisen.

3. Unter amtlichen und ausseramtlichen Kosten zulasten der Gegenparteien.

4. Verfahrensantrag: Das Baudossier 2021-25 und die Vordossiers seien mit 
Verzeichnis dem Regierungsrat vorzulegen.

E. Mit RRB Nr. 851/2023 vom 21. November 2023 entschied der Regierungs-
rat wie folgt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden den Beschwerdeführern auferlegt (…).

3. Die Beschwerdeführer haben dem Beschwerdegegner eine 
Parteientschädigung von Fr. 1000.-- zu bezahlen. 

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

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F. Gegen diesen RRB Nr. 851/2023 (Versand am 28.11.2023) erheben die 
Einsprecher mit Eingabe vom 18. Dezember 2023 (Postaufgabe gleichentags) 
fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den 
folgenden Anträgen: 

1. Es seien der angefochtene Beschluss des Regierungsrates vom 21. No-
vember 2023, die Beschlüsse des Gemeinderats Morschach vom 23. Mai 
2023 und der Gesamtentscheid des Amts für Raumentwicklung vom 22. März 
2022 vollumfänglich aufzuheben.

2. Eventualiter sei das Verfahren zur Neubeurteilung unter Berücksichtigung der 
Gehöransprüche der Beschwerdeführer an die Vorinstanzen zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner, 
eventuell des Staates.

Des Weiteren halten die Beschwerdeführer fest, dass sie nicht auf ihre aus Art. 6 
Ziff. 1 EMRK fliessenden Rechte verzichten. Verlangt werde insbesondere die 
Durchführung einer öffentlichen Verhandlung mit Augenschein an Ort und Stelle. 

G. Das Sicherheitsdepartement sowie der Gemeinderat beantragen vernehm-
lassend am 22. Dezember 2023 bzw. am 12. Januar 2024 die Abweisung der 
Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer, soweit überhaupt 
auf die Beschwerde eingetreten werden könne. Das ARE erklärt mit Schreiben 
vom 8. Januar 2024 seinen Verzicht auf eine Vernehmlassung und eine Antrags-
stellung. Der Beschwerdegegner beantragt mit Vernehmlassung vom 18. Januar 
2024 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werde, sowie die 
Erteilung der Baubewilligung, dies unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu-
lasten der Beschwerdeführer. 

H. Mit Verfügung vom 2. Februar 2024 lud der verfahrensleitende Richter die 
Parteien unter Bekanntgabe der Zusammensetzung des Spruchkörpers zur öf-
fentlichen Verhandlung auf den Donnerstag, 22. Februar 2024, vor, nachdem die 
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 30. Januar 2024 Festhalten an der Durch-
führung der beantragten öffentlichen Verhandlung erklärt hatten. 

I. Mit Schreiben vom 7. Februar 2024 erklären die Beschwerdeführer, ihrer 
Ansicht nach sei der Richter lic.iur. Karl Gasser als ehemaliger Notar befangen. 

J. Mit Zwischenbescheid VGE III 2024 15 vom 12. Februar 2024 (auf den dort 
im Ingress ausführlich dargestellten Verfahrensverlauf ist zu verweisen) wies das 
Verwaltungsgericht das Ausstandsbegehren ab (Disp.-Ziff. 1). Für die Regelung 
der Kosten- und Entschädigungsfolgen für den Zwischenbescheid wurde auf die 
Hauptsache verwiesen (Disp.-Ziff. 2). 

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K. Am 22. Februar 2024 fand die öffentliche Verhandlung statt, zu der nur die 
Beschwerdeführer und der Beschwerdegegner erschienen; die übrigen Verfah-
rensbeteiligten hatten im Vorfeld ihr Fehlen entschuldigt. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1 Das Baugrundstück KTN __01 misst rund 29 m (Südwest-Nordost-
Ausdehnung [kurz: West-Ost] entlang der K.________-strasse) auf rund 17.5 m 
bzw. rund 13 m (Nordwest-Südost-Ausdehnung [kurz: Nord-Süd] auf der West- 
bzw. Ostseite; vgl. Abbildung vorstehend Ingress lit. A) und hat insoweit eine 
mehr oder weniger rechteckige Form. Das Gelände fällt von der K.________-
strasse bis zur Südwestecke des Grundstückes um rund 2 m ab. 

Die geplante Baute hat Grundmasse von 16.70 m (West-Ost) auf 11.54 m (Nord-
Süd). Sie umfasst ein Untergeschoss (UG), das Erdgeschoss (EG), zwei Ober-
geschosse (OG) sowie ein Dachgeschoss (DG). Auf der Nordseite sind im 1. und 
2. OG auf der West- und Ostseite je symmetrisch angeordnete Balkone mit einer 
Breite von je 2.50 m und um 1.34 m über die Fassade vorspringend geplant. Auf 
der Südseite befinden sich im 1. und 2. OG und zudem im EG (dies infolge des 
gegen Süden abschüssigen Terrains) auf der West- und Ostseite ebenfalls sym-
metrisch angeordnete Terrassen mit einer Breite von 4.17 m und einer Tiefe von 
2.20 m, wobei je mit 0.66 m auf der Südseite und 0.20 m auf der West- und Ost-
seite über die Fassaden vorspringend. Das Gebäude kommt an der südöstlichen 
Ecke geringfügig auf KTN __04 zu liegen. Der Zugang zu den Gewerberäumlich-
keiten im EG erfolgt von der K.________-strasse her (je westlich und östlich); der 
Zugang zu den Wohnungen vom Süden her durch das UG und über ein zentrales 
Treppenhaus/einen Lift (zum Ganzen vgl. die Planunterlagen, insbesondere Plan 
B-01.1 Situation mit Abbruch 1:200 vom 7.5.21 rev.; B-02 Grundrisse 1:100 vom 
7.5.21 rev.; B-04 Fassaden 1:100 vom 7.5.21 rev.). 

Der Velounterstand östlich des Gebäudes mit der Form eines rechtwinkligen Tra-
pezes misst 4.45 m (Nordseite) auf 3.50 m (Westseite), 4.75 m (Südseite) und 
5.24 m (Ostseite). Er liegt zu einem Teil ebenfalls auf KTN __04. Dem Velounter-
stand vorgelagert befinden sich östlich des Gebäudes drei Parkplätze mit senk-
rechter Ausrichtung gegen die K.________-strasse. 

Das Bauprojekt überschreitet an der Südostfassade mit 12.70 m Höhe die zuläs-
sige Gebäudehöhe von 12.00 m (vgl. GRB Nr. 2022-635 S. 3 f. Ziff. 4.2). Der an 
der Südost- und Südwestseite erforderliche Grenzabstand von 4.00 m wird mit 
1.05 m bzw. 0.93 m klar unterschritten (GRB Nr. 2022-635 S. 4 Ziff. 4.3). 

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1.1.2 Im Baubeschrieb vom 9. April 2021 wird einleitend festgehalten (S. 2 "Ge-
nerell"), dass das Bauprojekt auf dem Baugesuch 2019/008 basiere und dieses, 
samt dazugehöriger Projektänderung von 2020, ersetze. Die (frühere) Baubewil-
ligung 2016-31 sei nur teilweise in Anspruch genommen worden, weil bei Auf-
nahme der Bauarbeiten die schlechte Gebäudesubstanz zum Vorschein gekom-
men sei; auch dieses Baugesuch könne unter Anrechnung der bereits geleisteten 
"Ersatzabgabe Parkplatz" abgeschrieben werden. 

1.2 Die Beschwerdeführer Ziff. 1 sind Eigentümer von KTN __10 (K.________-
strasse __11). Dieses Grundstück liegt direkt vis-à-vis des Baugrundstückes ent-
lang der Nordseite der K.________-strasse im Spickel zwischen dieser und der 
von ihr in nordwestlicher Richtung abzweigenden P.________-strasse. Die Be-
schwerdeführer Ziff. 2 sind Mieter der Liegenschaft (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. 4). 
Die Beschwerdeführer Ziff. 3 sind Eigentümer von KTN __12 (K.________-
strasse __13), das gut 25 m nordwestlich des Baugrundstückes liegt, von diesem 
getrennt durch die K.________-strasse und die Liegenschaft KTN __14. 

2.1.1 Der Regierungsrat hat in seinem ersten Beschluss (RRB Nr. 225/2023) 
vom 21. März 2023 unter anderem namentlich erwogen, Gegenstand der Verwal-
tungsbeschwerde sei die Baubewilligung für den Abbruch und den Neubau des 
Hauses "L.________" sowie die Erstellung eines offenen Velounterstandes. Zur 
Beurteilung zivilrechtlicher Rügen betreffend Wegrechte, Grundbucheintragun-
gen usw. sei er nicht zuständig. Insoweit sei auf die Beschwerde nicht einzutre-
ten (Erw. 2.2). Die geplante Baute falle nicht unter die Bestandesgarantie; der 
Gemeinderat habe deshalb geprüft, ob das (Neu-)Bauprojekt mit den massgebli-
chen Bauvorschriften übereinstimme. Die Durchführung eines nachträglichen 
Baubewilligungsverfahren für Teile eines Gebäudes, welches ohnehin abgeris-
sen werde, mache keinen Sinn (Erw. 3.2). Der im Sinne von § 41 Abs. 1 lit. a des 
Strassengesetzes (StraG; SRSZ 442.110) vom 15. September 1999 gegenüber 
der K.________-strasse als Nebenstrasse zu wahrende Strassenabstand von 
3.00 m werde mit 1. 62 m unterschritten (Erw. 4.1). Dem Gemeinderat sei bei-
zupflichten, dass der Neubau die Fassadenflucht der bestehenden Überbauun-
gen im Wesentlichen aufnehme und so städtebaulich durchaus Sinn mache. Die 
aufgrund der Bebauungssituation bestehende Gassenbildung würde unterbro-
chen, wenn ein einziges Gebäude auf der Südseite zurückversetzt würde. We-
gen der örtlichen Gegebenheiten könne mit der Unterschreitung des Strassenab-
standes eine bessere Lösung erzielt werden. Die Ausnahmebewilligung sei zu 
Recht erteilt worden (Erw. 4.4.1). Die Verkehrssicherheit werde nicht gefährdet 
(Erw. 4.4.2). In ihrer Einsprache vom 21. Juli 2021 hätten die Beschwerdeführer 
keine Schutzwürdigkeit des Hauses "L.________" geltend gemacht. Mit Fachbe-

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richt vom 2. Juli 2021 habe die kantonale Denkmalpflege z.H. Gesamtentscheid 
des ARE vom 22. März 2022 auf einen Antrag auf Durchführung eines Unter-
schutzstellungsverfahrens bzw. die Aufnahme ins Kantonale Schutzinventar 
(KSI) verzichtet. Mit Mitbericht vom 9. Juni 2022 habe die Denkmalpflege klarge-
stellt, dass das bestehende Gebäude die Kriterien für eine Aufnahme ins KSI 
nicht erfülle. In der Publikation "Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Band 
V, Die östlichen Gemeinden des Bezirks Schwyz", aus dem Jahr 2021 werde das 
Gebäude nicht erwähnt. Da sich die Ausgangslage seither nicht verändert habe, 
lägen auch keine Indizien vor, welche für eine Schutzwürdigkeit des Hauses 
"L.________" sprächen (Erw. 5.3). Die Voraussetzungen für die Einholung eines 
Gutachtens der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) 
und/oder der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) seien nicht 
gegeben, da die vorliegende Baubewilligung keine Bundesaufgabe betreffe 
(Erw. 6.2). 

Begründet sei die Rüge der mangelhaften Überprüfung des Bauprojektes auf die 
Einhaltung der Einordnungsvorschriften. Die Baubewilligungsbehörde habe ein-
zig dargelegt, das Bauvorhaben entspreche Art. 21 Abs. 1 des kommunalen Bau-
reglements (BauR) vom 26. September 1997. Sie habe jedoch nicht rechts-
genüglich dargelegt, weshalb sich das geplante MFH ins Orts- und Landschafts-
bild einordne bzw. den baureglementarisch geforderten erhöhten Anforderungen 
an die Einordnung genüge. Zu beachten sei auch, dass Morschach im Inventar 
der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als Dorf von regionaler Be-
deutung figuriere. Sodann sei die Nähe zu Einzelbauten (Pfarrkirche St. Gallus 
[Nr. 12.001], Pfarrhaus [Nr. 12.005] und Beinhaus [Nr. 12.010]), welche im KSI 
inventarisiert seien, ausser Acht gelassen worden. Mit Mitbericht vom 9. Juni 
2022 zur Vernehmlassung des ARE vom 19. Juni 2022 habe die kantonale 
Denkmalpflege dann zwar klargestellt, dass keine so wesentliche Beeinträchti-
gung der KSI-Objekte vorliege, welche ein aufsichtsrechtliches Einschreiten des 
Regierungsrates erfordern würde. Dessen ungeachtet hätte der Gemeinderat 
den Umgebungsschutz in seine Beurteilung der Einordnung einbeziehen müs-
sen. Auch aus der Vernehmlassung des Gemeinderates vom 8. Juli 2022 gehe 
nicht hervor, inwiefern das Bauvorhaben die Anforderungen an das Einord-
nungsgebot einhalte. Die Gehörsverletzung sei im regierungsrätlichen Be-
schwerdeverfahren nicht zu heilen (Erw. 7.4.1 f.). 

2.1.2 Der Regierungsrat hat mit dem angefochtenen RRB den Antrag des Ge-
meinderates auf Beiladung der M.________ als Eigentümer von KTN __07 
(N.________) und KTN __09 (O.________) abgelehnt (Erw. 1.1). Die 
M.________ hätte keine Einsprache erhoben; die Beiladung dürfe nicht dazu 

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dienen, allfällige Versäumnisse in einem vorinstanzlichen Verfahren nachzuho-
len. 

In Erw. 2 des angefochtenen RRB verweist der Regierungsrat auf seinen ersten 
RRB Nr. 225/2023 vom 21. März 2023, soweit die Rügen der Beschwerdeführer 
zivilrechtlicher Art waren (Erw. 2), die Beschwerdeführer die Durchführung eines 
nachträglichen Baubewilligungsverfahrens forderten (Erw. 3), die Unterschreitung 
des Strassenabstandes beanstandeten (Erw. 4) und die allfällige Schutzwürdig-
keit des Hauses "L.________" geltend machten (Erw. 5). 

Im Weiteren hat er die gemeinderätliche Ausnahmebewilligung für die Über-
schreitung der Gebäudehöhe an der Südostfassade und die Unterschreitung der 
Grenzabstände gegenüber den Grundstücken KTN __09 und KTN __04 als 
rechtmässig bestätigt. Der Gemeinderat habe zu Recht ausgeführt, dass das pro-
jektierte Gebäude architektonisch abgewertet würde, wenn der Mitteltrakt des 
Gebäudes auf einen Drittel der Länge der Südostfassade reduziert werden müss-
te, wodurch die Gebäudehöhe eingehalten werden könnte. Durch die Überschrei-
tung der Gebäudehöhe bzw. die Unterschreitung des Grenzabstandes gegenü-
ber der Parzelle KTN __04 könne im Sinne von § 73 Abs. 1 lit. b Planungs- und 
Baugesetz (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 eine bessere Lösung erzielt 
werden, als dies gemäss Regelbauweise möglich wäre. Wesentlich sei, dass das 
Bauvorhaben auf allen Fassadenseiten die maximal zulässige Firsthöhe von 15 
m einhalte. Sodann sei in der Dorfkernzone eine gewisse Verdichtung wün-
schenswert. Die Beschwerdeführer setzten sich mit dieser Thematik nicht weiter 
auseinander (Erw. 3.2). Der Gemeinderat habe nunmehr ausführlich dargelegt, 
dass der Neubau die drei KSI-Objekte nicht beeinträchtige (u.a. keine direkte 
Sichtverbindung trotz geringer Distanz; zurückhaltende Architektursprache des 
Bauprojekts und Orientierung an der traditionellen Bauweise der umliegenden 
Überbauungen) (Erw. 4.4.2). Der Gemeinderat habe seinen Ermessensspielraum 
nicht verlassen, weshalb für ein korrigierendes Eingreifen des Regierungsrats 
keinerlei Veranlassung bestehe (Erw. 4.5.2).

2.2.1 Die Beschwerdeführer äussern sich zunächst auch vor dem Verwaltungs-
gericht zu angeblichen Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit eigentums- und 
grundbuchrechtlichen Fragestellungen in der Gemeinde Morschach, unter ande-
rem unter Bezugnahme auf Dokumente aus dem 19. Jh. Seit den 60er-Jahren 
würde die gesellschaftliche Ordnung wie das Eigentumsrecht in Morschach nicht 
mehr gewährt. Die Gemeinde propagiere Rechte der Umverteilung von Ressour-
cen, die ausgewählten Individuen via Staat gewährt würden, und verweise für de-
ren Bereinigung auf Grundbuchberichtigungsklagen. Es stelle sich die Frage 
nach strafrechtlich relevanten Handlungen (vgl. Beschwerde S. 3 f. Ziff. 3; vgl. 

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S. 10 Ziff. 16 betr. "mutmasslich grobe Fahrlässigkeit im Umgang mit Nachbar-
rechten, Verkehrs- und Sicherheitsfragen"). Des Weiteren sprechen die Be-
schwerdeführer unter anderem angebliche unrechtmässige Grundbucheinträge 
und "Dienstbarkeiten des Stiftungsrates Morschach KTN __09" an (Beschwerde 
S. 4 Ziff. 4 und Ziff. 7) und üben allen Ortes Kritik im Zusammenhang mit Eigen-
tumsfragen, Gülten, Enteignungsverfahren etc. (vgl. z.B. Beschwerde S. 6 f. 
Ziff. 12, S. 9 Ziff. 16). Mit ihrer mündlichen Replik anlässlich der mündlichen Ver-
handlung vom 22. Februar 2024 machen die Beschwerdeführer unter Einrei-
chung alter Fotos, Grundbuchauszügen und Planunterlagen ebenfalls namentlich 
Ausführungen zu grundbuchrechtlichen Aspekten betreffend die Bauparzelle wie 
auch die umliegenden Grundstücke. 

2.2.2 Wie bereits der Regierungsrat dargelegt hat, betreffen diese Rügen Frage-
stellungen zivilrechtlicher (und strafrechtlicher) Natur (vgl. insbesondere 
Art. 919 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs [ZGB; SR 210] vom 
10.12.1907; § 79 ff. des Einführungsgesetzes zum schweizerischen Zivilgesetz-
buch [EGzZGB; SRSZ 210.100] vom 14.9.1978 sowie das Gesetz über die Be-
reinigung der dinglichen Rechte, die Anlage und Führung des eidgenössischen 
Grundbuchs [SRSZ 213.410] vom 26.2.1958) und sind entsprechend mit den zi-
vilprozessualen Mitteln geltend zu machen (vgl. Art. 29 Schweizerische Zivilpro-
zessordnung [ZPO; SR 272] vom 19. Dezember 2008). Die diesbezüglichen Rü-
gen der Beschwerdeführer sind auch vom Verwaltungsgericht nicht zu hören. 
Nichts Anderes gilt für Rügen enteignungsrechtlicher Art oder die Frage der 
Rückerstattung allfälliger Subventionen in den 1980er-Jahren an die Restaurie-
rung der N.________ wie auch für die chronologische Übersicht (Beschwerde 
S. 11 Ziff. 20; S. 13 Ziff. 22). Die fehlende Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
zur Verfolgung allfälliger strafbarer Handlungen liegt auf der Hand. 

2.3.1 Es besteht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (Beschwerde 
S. 6 unten; Beschwerde S. 10 Ziff. 16) kein Anlass, die Korrektheit der aufgeleg-
ten Pläne samt kartierten Gebäuden in Zweifel zu ziehen. Auf dem Situationsplan 
1:500 (Plan 2120/008 B-01 vom 7.5.21 rev.) bezeugt die Q.________ AG, dass 
die Liegenschaftsgrenzen der betroffenen Parzellen mit dem Datensatz der Amt-
lichen Vermessung des Kantons Schwyz (GeoShop) übereinstimmen. Auch der 
(summarische) Abgleich der Planunterlagen mit dem im WebGIS-SZ greifbaren 
Grundstückskataster kann keine Unstimmigkeiten zu Tage fördern.

2.3.2 Nicht verfangen kann das Vorbringen der Beschwerdeführer, weder "die als 
Rechtsgrundlage bezeichneten Pläne und Baubewilligungen" noch Auskünfte 
hierzu von der Gemeinde und den Fachstellen erhalten zu haben (Beschwerde 

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S. 12 Ziff. 21). Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass den Beschwerde-
führern das für das vorliegend strittige Bauvorhaben massgebliche Baudossier 
vorenthalten worden wäre und/oder sie sich hierzu nicht hätten äussern können. 
Im Verfahren VB 93/2022 (RRB Nr. 225/2023) reichten die Beschwerdeführer 
nach der Beschwerdeerhebung am 21. Mai 2022 auch noch Eingaben am 20. Ju-
li 2022 sowie 1. September 2022 ein. Die Behauptung der Beschwerdeführer, der 
RRB Nr. 225 mit Gutheissung der (ihrer) Beschwerde sei "ohne Einbezug der 
Beschwerdeführer" ergangen (Beschwerde S. 14 "Zum Sachverhalt", unter 
"21.3.2023"), erweist sich als unzutreffend. 

Im Verfahren VB 129/2023 (RRB Nr. 851/2023) liessen sich die Beschwerdefüh-
rer nach Zustellung der Vernehmlassungen nicht mehr vernehmen. 

2.3.3 Unbegründet ist auch die geltend gemachte Gehörsverletzung, weil sie in 
Sachen der Denkmalpflege und der Umgebungsgestaltung nicht angehört wor-
den seien (Beschwerde S. 11 Ziff. 20). Im regierungsrätlichen Verfahren 
VB 93/2023 (RRB Nr. 225/2023) hat die kantonale Denkmalpflege mit Mitbericht 
vom 9. Juni 2022 z.H. ARE klargestellt, dass das bestehende Gebäude die Krite-
rien für eine Aufnahme ins KSI nicht erfülle (vgl. RRB Nr. 225/2023 Erw. 5.3). Im 
Nachgang zu diesem Mitbericht und der Vernehmlassung des ARE vom 10. Juni 
2023 äusserten sich die Beschwerdeführer wie gesagt am 20. Juli und 1. Sep-
tember 2022 noch einmal. Die Beschwerdeführer wussten also um die Beurtei-
lung der Denkmalpflege. 

Hieran kann nichts ändern, dass sich der fragliche Mitbericht der kantonalen 
Denkmalpflege vom 9. Juni 2022 wie auch die Vernehmlassung des ARE vom 
10. Juni 2022 - ohne erkennbaren Grund - nicht im von der Vorinstanz einge-
reichten Baudossier (Baumappe Nr. 2021-25) befinden, dessen Nachführung mit 
Eintrag der Zustellung der Baubewilligung GRB Nr. 2022-635 vom 26. April 2022 
per 2. Mai 2022 endet. 

2.4 Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind allfällige frühere Bau-
projekte (Beschwerde S. 4 Ziff. 5, S. 5 f. Ziff. 11, S. 12 Ziff. 21). Die Notwendig-
keit des Beizugs jener Baudossiers ist nicht erkennbar (vgl. Beschwerde S. 5 
Ziff. 8; vgl. S. 7). Die Ausführungen zu einer ersten Baueingabe im Jahr 2016 
und zur Ausnutzung, zum Ausbau und Umgestaltung jenes nicht weiter verfolg-
ten Bauvorhabens (Beschwerde S. 10 Ziff. 17 f.) haben unbeachtlich zu bleiben. 

2.5 Die Beschwerdeführer beantragen neben der Durchführung einer öffentli-
chen Verhandlung auch einen Augenschein (vgl. auch Beschwerde S. 7 unten).

12

Der Sachverhalt ist zum einen mit den aktenkundigen Plänen und Unterlagen 
hinreichend dokumentiert. Zum andern vermitteln die allgemein zugänglichen 
elektronischen Hilfsmittel einen rechtsgenüglichen Einblick in die bauliche Struk-
tur des Quartiers und der Umgebung, in welche das Bauvorhaben zu liegen 
kommt (webGIS; Google Earth; vgl. Urteile BGer 1C_138/2014 vom 3.10.2014 
Erw. 5.2; 1C_157/2016 vom 6.9.2016 Erw. 2.2 [i.Sa. P. c. GR Schwyz betr. Eruie-
rung des gewachsenen Terrains]; 1C_651/2021 vom 24.5.2022 Erw. 7.2 [i.Sa. L. 
vs. GR Altendorf]).

2.6 Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung der Begründungspflicht durch 
die Vorinstanz (vgl. Beschwerde S. 6 f., S. 9 Ziff. 16). 

Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen 
des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, 
prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung 
der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass 
sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes ein-
zelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den 
Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abge-
fasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechen-
schaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiter-
ziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen ge-
nannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr 
Entscheid stützt (Art. 29 Abs. 2 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft [BV; SR 101] vom 18. April 1999; BGE 143 III 65 Erw. 5.2; BGE 
141 III 28 Erw. 3.2.4; BGE 141 V 557 Erw. 3.2.1).

Dem wird der angefochtene RRB vollauf gerecht. Wie die Beschwerde zeigt, war 
es den Beschwerdeführern durchaus möglich, den RRB sachgerecht anzufech-
ten. 

2.7 Unzutreffend ist die Rüge der Beschwerdeführer, es werde "weiterhin 
grosszügig ausgeblendet", dass der Neubau den gesetzlichen Anforderungen zu 
genügen habe und nicht von einer Bestandesgarantie profitieren könne (Be-
schwerde S. 5 f. Ziff. 11). Bereits im ersten RRB Nr. 225/2023 hat der Regie-
rungsrat bestätigt, dass der Gemeinderat in Erw. 4.3 des GRB Nr. 2022-635 zu 
Recht festgestellt hat, dass das Bauvorhaben nicht unter die Bestandesgarantie 
falle (vgl. auch GRB Nr. 2023-874 Erw. 4.3, Erw. 4.4.1). Die Bewilligungsfähigkeit 
des Bauvorhabens wurde entsprechend auch unter der Prämisse eines Neubaus 
geprüft. Hieran kann nichts ändern, wenn in den Baubewilligungen im Wider-
spruch hierzu vereinzelt von einer Bestandesgarantie bzw. erweiterten Bestan-

13

desgarantie gesprochen wird (GRB Nr. 2022-635 Erw. 5.1; GRB Nr. 2023-874 
Erw. 5.3.1 lit. c). Art. 75 BauR macht für die Dorfkernzone keine Vorgaben zur 
Zahl der Vollgeschosse, weshalb es irrelevant ist, wenn der Gemeinderat mit 
dem GRB Nr. 2023-874 (Erw. 5.3.1 lit. c) das (zusätzliche) talseitige Vollge-
schoss unnötigerweise mit "der erweiterten Bestandesgarantie" erklären will. Das 
gleiche gilt im Zusammenhang mit der Strassenabstandsunterschreitung (vgl. 
GRB Nr. 2022-635 Erw. 5.1). 

Nachdem die Bewilligungsfähigkeit der geplanten Baute nicht im Lichte der Be-
standesgarantie, sondern als Neubaute geprüft wurde, kann auch nicht mehr er-
heblich sein, ob das bestehende und abzubrechende Gebäude in allen Teilen 
rechtmässig bewilligt wurde (Beschwerde S. 8 Ziff. 14). Die Prüfung der Notwen-
digkeit einer allfälligen nachträglichen Baubewilligung erübrigt sich, wie dies der 
Regierungsrat bereits in seinen beiden RRBs dargelegt hat (vgl. vorstehend 
Erw. 2.1.1 f.). 

3.1.1 Die Beschwerdeführer beanstanden den Strassenabstand (Beschwerde 
S. 6 ff. Ziff. 12): Es könne konkret nicht eine Abstandsunterschreitung unbesehen 
der Gebäudehöhe und Gebäudeerweiterungen erteilt werden. Bei einer Ausnah-
mebewilligung dürften aber andere Aspekte, insbesondere solche, die mit der 
Bauhöhe und dem Sicherheitsrisiko, der eingeschränkten Sicht von Durchgängen 
Nord Süd verbunden seien, nicht unberücksichtigt bleiben. Konkret würden we-
sentliche Nachbarrechte verletzt. Insbesondere werde die in die Strasse hinein-
ragende Terrasse von 2.89 m Höhe nicht berücksichtigt. Die Verkehrssicherheit 
sei zu prüfen (Beschwerde S. 8 Ziff. 13; vgl. Beschwerde S. 9 oben). Es müsse 
schon ernsthaft geprüft werden, wie die Vorinstanzen eine solch einschneidende 
Ausnahmebewilligung für einen Neubau (Unterschreitung des Abstandes von 4 
Metern, konkret von 4 auf 0 Meter Strassenabstand), durchwinken könnten, 
wenn nicht einmal verlässliche Planunterlagen mit korrekten Abstandsmessun-
gen vorlägen (Beschwerde S. 10 Ziff. 16). 

3.1.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid die Rechtsgrundlagen 
des vorliegend massgebenden Strassenabstandes zutreffend dargelegt. Hierauf 
kann verwiesen werden (Erw. 4.1; alleinige Anwendbarkeit des Strassenabstan-
des gegenüber öffentlichen Strassen gemäss § 68 Abs. 3 Satz 2 PBG; Strassen-
abstand von 3.00 m für Gebäude und ähnlich wirkende Anlagen an Nebenstras-
sen gemäss § 41 Abs. 1 lit. a drittes Lemma StraG). Zu ergänzen ist, dass sich 
der Abstand gegenüber öffentlichen Strassen gemäss Art. 57 Abs. 1 BauR nach 
den Vorschriften der kantonalen Strassengesetzgebung richtet. 

14

Der Gebäudehöhe kommt vorliegend mit Blick auf den Strassenabstand keine 
Bedeutung zu; diesbezügliche Rügen der Beschwerdeführer sind unbegründet 
(vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. 12). 

Der Regierungsrat hat anerkannt, dass dieser Strassenabstand, gemessen ab 
dem Fahrbahnrand bis zur Gebäudefassade oder bis zum der Strasse nächstge-
legenen Teil der Anlage (Art. 41 Abs. 2 lit. a), vorliegend klarerweise unterschrit-
ten ist. Bei einem Abstand von 1.62 m (vgl. Plan 2120/008 B-01.1 Situation mit 
Abbruch 1:200, rev. 07.05.21) wird der erforderliche Strassenabstand also um 
1.38 m unterschritten.

3.1.3 Eine Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Strassenabstandes 
setzt gemäss § 42 Abs. 1 StraG voraus, dass die Verkehrssicherheit nicht ge-
fährdet wird und besondere Verhältnisse vorliegen, wie namentlich zur Vermei-
dung unzumutbarer Härtefälle oder aus Gründen des Ortsbildschutzes. 

Wie der Regierungsrat in Bestätigung der gemeinderätlichen Beurteilung aus-
führlich und zutreffend erörtert hat, verengt sich im Bereich der Bauliegenschaft 
und der benachbarten Gebäude die Fahrbahn auf weniger als 5 m. Praktisch alle 
Gebäude auf beiden Strassenseiten dieses Gebiets (KTN __10, __15, __14, 
__16, __09, __01, __17 und __18) unterschreiten den Strassenabstand von drei 
Metern deutlich. Das Neubauprojekt nimmt die Fassadenflucht der bestehenden 
Überbauungen im Wesentlichen auf, ebenso diejenige des abzubrechenden Ge-
bäudes. Es kann dem Gemeinderat (Vernehmlassung S. 2 unten) beigepflichtet 
werden, dass im Vergleich zur bestehenden Bauflucht sogar eine (wenn auch ge-
ringe) Verbesserung eintritt, dies deshalb, weil die bestehende Fassade schräg 
zur Begrenzung des Strassenraumes verläuft, was mit dem Neubau korrigiert 
wird (vgl. Pläne 2120/008 B-01 Situation 1:500 sowie B-01.1 Situation mit Ab-
bruch 1:200, beide vom 7.5.21 rev.). Diese Korrektur erfolgte auf Verlangen der 
Gemeinde, zwecks Schaffung eines breiteren Trottoirs (vgl. Baubeschrieb vom 
9.4.2021 S. 3 "Abstände"). 

Damit wird den erhöhten Anforderungen Rechnung getragen, welche Art. 22 
BauR an Bauten in der Kernzone stellt, unter anderem auch betreffend die Einfü-
gung der Fassadengestaltung in die Umgebung. 

Durch ein Wegrücken der Neubaute von der Strasse zwecks Wahrung des 
Strassenabstandes von 3.00 m würde die ortsbaulich sinnvolle bestehende Gas-
senbildung der Hauptachse von Morschach hingegen durchbrochen und somit 
das bestehende harmonische Gefüge zerstört. Die Unterschreitung des Stras-
senabstandes um 1.38 m steht somit im Zeichen der Beibehaltung des beste-
henden einheitlichen Orts- und Strassenbildes und somit des Ortsbildschutzes 

15

(zur Gewährleistung einer einheitlichen Fassadenflucht mit den benachbarten 
Häusern im Zeichen des Ortsbildschutzes vgl. auch VGE III 2018 15 vom 
12.2.2019 Erw. 6.4; VGE III 2019 26 vom 29.8.2019 Erw. 6.3.1 f.; VGE III 2019 
71 vom 24.10.2019 Erw. 3.2.3). 

3.1.4 Vernehmlassend verweist der Gemeinderat (S. 2) ergänzend auf Art. 67 
Abs. 4 BauR hin. Demgemäss gilt in der Dorfkernzone, soweit keine Baulinien 
festgesetzt sind, gegenüber der Strasse ein Abstand, wie er sich aus der beste-
henden Bauflucht bzw. aus der Ensemblewirkung der benachbarten Bauten er-
gibt. Bei Ersatzbauten darf auf den bestehenden Grundmauern wieder aufgebaut 
werden, wenn keine Gründe des Ortsbildschutzes, der Verkehrssicherheit oder 
der Wohnhygiene dagegensprechen. 

Nach dem kantonalen und kommunalen Recht stellen Gründe des Ortsbildschut-
zes (bzw. das Erzielen einer besseren Lösung dank der Abweichung wegen der 
örtlichen Begebenheiten, vgl. § 73 Abs. 1 lit. b PBG sowie Art. 64 Abs. 2 lit. b 
BauR) einen Ausnahmegrund dar. Insoweit lässt sich Art. 67 Abs. 4 BauR gewis-
sermassen als kommunale Leitplanke der bei der Beurteilung des Strassenab-
standes in der Dorfkernzone zu beachtenden ortsbildschützerischen Kriterien 
(Bauflucht; Ensemblewirkung) verstehen. Wenn neben der Verkehrssicherheit 
zusätzlich auch die Wohnhygiene als zu beachtendes Kriterium angeführt wird, 
geht die kommunale Bestimmung insoweit über Art. 42 Abs. 2 StraG hinaus. 

3.1.5 Über die Fassade vorspringende Gebäudeteile wie Balkone werden bei 
den Abständen nur insoweit mitberechnet, als ihre Ausladung 1.50 m übersteigt 
(§ 59 Abs. 2 PBG). Die Balkone auf der Nordseite weisen eine Tiefe von 1.34 m 
auf. Damit sind sie einerseits nicht mitzuberechnen, zum andern ragen sie nicht 
in den 1.62 m entfernten Strassenraum hinein. 

3.1.6 Betreffend die Verkehrssicherheit hat der Regierungsrat angesichts des 
bestehenden Engnisses der Länge des Gebäudes von lediglich 16.7 m zu Recht 
keine wesentliche Verbesserung der Situation erkannt, wenn nur ein einzelnes 
Gebäude den Strassenabstand wahrt bzw. wahren müsste. 

Die Balkone ragen nicht in den Strassenraum und können entsprechend die Ver-
kehrssicherheit nicht (zusätzlich) gefährden. Über Balkone verfügt zudem bereits 
das abzubrechende Gebäude im 1. und 2. OG, die ebenfalls nicht in den Stras-
senraum ragen. Dies ist hingegen beim Balkon am Gebäude der Beschwerdefüh-
rer Ziff. 1 der Fall, worauf der Regierungsrat hinweist und womit sich auch die 
von den Beschwerdeführern genannten Beschädigungen (Beschwerde S. 7 oben 
mit Hinweis auf Fotos [Beilagen 2 und 3]) erklären. 

16

Zudem ist es auch richtig, dass im fraglichen Bereich eine Höchstgeschwindigkeit 
von 30 km/h gilt. In diesem Bereich der K.________-strasse muss sich zudem 
ohnehin jeder Verkehrsteilnehmer im Sinne von Art. 26 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 1 
Strassenverkehrsgesetz (SVG; 741.01) vom 19. Dezember 1958 besonders vor-
sichtig verhalten. Dies gilt gerade auch für Nutzer der drei Parkplätze, die zur be-
stehenden wie zur geplanten Baute gehören. Inwiefern ein Schwenkmanöver ei-
nes PWs bei der Ausfahrt aus den drei Parkplätzen den 2.89 m über dem Stras-
senraum liegenden Balkon des Gebäudes auf KTN __10 gefährden könnte (vgl. 
Beschwerde S. 9 Ziff. 14), ist insofern nicht erkennbar und/oder müsste nament-
lich auch darauf zurückgeführt werden, dass dieser Balkon wie erwähnt in den 
Strassenraum hineinragt.

Zu betonen ist, dass vor dem Neubau (wie auch vor den Parkplätzen) im Umfang 
des verbleibenden Strassenabstandes von 1.62 m ein Trottoir vorhanden sein 
wird (vgl. angefochtener RRB Erw. 4.3; Vernehmlassung des Gemeinderates 
S. 2), was die Verkehrssicherheit der Fussgänger sogar verbessern dürfte. Von 
einer Verkleinerung des Trottoirs und des bestehenden Strassenraumes als Fol-
ge einer Ausnahmebewilligung (vgl. Beschwerde S. 9 f. Ziff. 16) kann daher kei-
ne Rede sein. Im Gegenteil erfolgte, wie erwähnt, die Korrektur der Fassaden-
flucht entlang der K.________-strasse auf Verlangen der Gemeinde eigens 
zwecks Ermöglichung eines breiteren Trottoirs. 

Mit der Unterschreitung des Strassenabstandes wird folglich die Verkehrssicher-
heit gegenüber dem Ist-Zustand auf jeden Fall nicht negativ beeinflusst. Die Vor-
aussetzungen für die Erteilung der Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung 
des Strassenabstandes sind daher erfüllt. 

3.2 Die Befürchtungen der Beschwerdeführer, mit Sicherheit sei eine erhöhte 
Lärm- und Abgasbelastung durch das gesamte Bauvorhaben zu erwarten, was 
sehr wohl gemessen werden könne (Beschwerde S. 9 Ziff. 15), entbehren ange-
sichts der sechs Wohnungen und der drei Parkplätze, die zudem bereits vorbe-
standen, einer Grundlage, dies namentlich auch im Vergleich mit dem früher be-
triebenen Hotel/Restaurant bzw. den dadurch mutmasslich erzeugten (Lärm-
)immissionen. Gründe, welche einen Lärmschutznachweis oder Schadstoffmes-
sungen der Luft erforderlich machen könnten (vgl. Art. 36 Abs. 1 der Lärmschutz-
Verordnung [LSV; SR 814.41] vom 15.12.1986), sind nicht erkennbar. 

Was den Baulärm anbelangt, hat der Gemeinderat die Baubewilligung unter der 
Auflage der Beachtung der Baulärm-Richtlinie des Bundesamtes für Umwelt 
(BAFU) erteilt, sowie bauliche und betriebliche Massnahmen zur Begrenzung des 
Baulärms, insbesondere auf Klage der Nachbarschaft, ausdrücklich vorbehalten 
(GRB Nr. 2022-635 und GRB Nr. 2023-874, je Disp.-Ziff. 3.l)

17

3.3.1 Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, die Einfahrt ab den Park-
plätzen in die K.________-strasse sei schon immer problematisch gewesen. Die 
Passage zwischen KTN __10 und KTN __01 sei sehr eng und gefährlich und mit 
den herausragenden Balkonen ein Sicherheitsrisiko erster Klasse. Höchst frag-
lich seien die Abgeltungsvorgaben für die weiteren Parkplätze (Beschwerde 
S. 11 Ziff. 19). 

3.3.2 Art. 38 Abs. 2 lit. a BauR verlangt bei Wohnbauten einen Autoabstellplatz 
pro 100 m2 anrechenbare Bruttogeschossfläche (BGF), mindestens jedoch einen 
pro Wohnung. Bei MFH ist für Besucher eine angemessene Zahl von Abstellplät-
zen zu erstellen und diesem Zweck zu erhalten (Art. 38 Abs. 5 BauR). Unter an-
derem für Gewerbebauten setzt der Gemeinderat die Abstellplätze aufgrund der 
örtlichen Verhältnisse fest, wobei in der Regel die Normen der Vereinigung 
Schweizerischer Verkehrsfachleute (VSS) berücksichtigt werden (Art. 38 Abs. 2 
lit. d BauR). 

Ist die Erstellung für die erforderliche Anzahl Abstellplätze für Motorfahrzeuge auf 
privatem Grund nicht möglich oder nicht zumutbar, so hat sich die Bauträger-
schaft an einer Gemeinschaftsanlage zu beteiligen oder eine Ersatzabgabe zu-
gunsten öffentlicher Abstellplätze zu entrichten (Art. 39 Abs. 1 BauR). Die Er-
satzabgabe je fehlenden Abstellplatz beträgt im Siedlungsgebiet Dorf Fr. 3'000.-- 
und wird mit der Rechtskraft der Baubewilligung fällig. Die Höhe der Ersatzabga-
be wird an die Entwicklung des Landesindexes der Konsumentenpreise ange-
passt (vgl. Art. 39 Abs. 2 BauR). Die Gemeinde investiert die Ersatzabgaben in-
nert nützlicher Frist in öffentliche Abstellplätze (Art. 39 Abs. 3 BauR). 

3.3.3 Die BGF der Neubaute beträgt gemäss der Ermittlung der Bauherrschaft 
unter Einschluss der Gewerberäume im EG insgesamt 688.91 m2 (EG, 1. u. 
2. OG je 179'86 m2; DG 149.33 m2; vgl. Plan 2120/008 B-08.2 BGF Berechnung 
neu 1:200 vom 7.4.21). Die Bauherrschaft ging in ihrer Parkplatzberechnung bei 
einer BGF Wohnen von total 509.05 m2 von sechs Abstellplätzen für Wohnen 
sowie von zwei Parkplätzen für die beiden Gewerbe und einem Besucherpark-
platz entsprechend total neun Abstellplätzen aus. Abzüglich der drei bestehen-
den Parkplätze ergeben sich sechs fehlende. 

Der Gemeinderat nahm im GRB Nr. 2022-635 wie auch im GRB Nr. 2023-874 
gestützt auf die Prüfung des Bauamtes folgende Berechnung vor (Erw. 4.9.1):

Wohnen 509 m2 (1 PP/80 m2 = 6.3 PP plus 10 % Besucher PP) = 7 PP

Gewerbe 180 m2 (2.5 PP/100 m2 ∾ 4.5 PP = gerundet 5) = 5 PP

Nachdem bereits gestützt auf den GRB Nr. 2017-0016 vom 17. Januar 2017 eine 
"Abgeltung für einen Parkplatz" im Rahmen des Besuches "Innensanierungen 

18

der Wohnungen und örtliche Reparatur der Fassade" (2016-31) entrichtet worden 
sei, seien noch acht Parkplätze abzugelten mit je Fr. 3'000.--, indexiert mit 160.5 
Punkten per Dezember 2021 auf der Basis von 143.4 Punkten per Dezember 
1996 entsprechend total Fr. 26'861.90. 

Es ist nicht ersichtlich, dass bzw. inwieweit diese Abgeltung für Parkplätze frag-
lich sein sollte. Zwar ist die Berechnung insofern nicht ganz nachvollziehbar, als 
für das Wohnen eine Referenzfläche von 80 m2 eingesetzt wird entgegen der 
baureglementarischen Vorgabe von 100 m2. Im Ergebnis hat dies für die Ermitt-
lung der für Wohnen erforderlichen Abstellplätze keine Konsequenzen, sind bei 
sechs Wohnungen doch sechs Parkplätze erforderlich, wofür ergänzend ein Be-
sucherparkplatz als angemessen erscheint. 

3.3.4 Zur Frage der Verkehrssicherheit ist auf das bereits Gesagte zu verweisen 
(vgl. vorstehend Erw. 3.1.6). Der Gemeinderat hat zudem die Bauherrschaft auf 
Art. 37 Abs. 1 BauR hingewiesen, wonach die Ein- und Ausfahrt namentlich je-
derzeit übersichtlich und gefahrenfrei zu unterhalten ist (GRB Nr. 2022-635 und 
GRB-Nr. 2023-874, je Disp.-Ziff. 4 sowie Erw. 4.9.2). Auch wenn die Verhältnisse 
im Bereich der K.________-strasse ab der Kreuzung R.________-
strasse/S.________-strasse/K.________-strasse Richtung T.________ bis zum 
Dorfausgang bzw. Standort des 30 km/h-Schildes (beim Grenzbereich von 
KTN __19/KTN __20/KTN __03 [K.________-strasse]) auf einer Länge von rund 
170 m und insbesondere im Bereich der Bauliegenschaft (gerichts-)notorisch eng 
sind, wird die Sicherheitsproblematik einerseits auch dadurch entschärft, dass 
die K.________ trotz der Enge übersichtlich verläuft, und anderseits die drei 
Parkplätze der Bauliegenschaft um gut 4 m vom Fahrbahnrand zurückversetzt 
angeordnet werden (vgl. Plan 2120/008 B-05 Umgebung 1:100 vom 7.5.21 rev.). 

3.4.1 Die Beschwerdeführer sprechen im Rahmen ihrer Rüge zur Strassenab-
standsunterschreitung auch Grenzabstandsbestimmungen an (vgl. Beschwerde 
S. 6 Ziff. 12). Dies ist namentlich in Ziffer 13 (S. 8) mit der Überschrift "Grenzab-
stand" der Fall. Allerdings wird auch hier namentlich der "Abstand zur Strasse" 
thematisiert. Des Weiteren äussern sie sich auch zur Gebäudehöhe (vgl. Be-
schwerde S. 6 Ziff. 14, S. 14). Obwohl sich die Beschwerdeführer hierzu - soweit 
ersichtlich - nicht näher und eingehender äussern, ist der Vollständigkeit halber 
auch hierauf kurz einzugehen. 

3.4.2 Der Gemeinderat hat bereits im GRB Nr. 2022-635 gestützt auf die Planun-
terlagen zutreffend festgehalten, dass die Gebäudehöhe auf der Südostseite mit 
12.70 m und die Grenzabstände allseitig unterschritten werden. Entsprechend 

19

hat er die Ausnahmebewilligungsfähigkeit für diese Über- bzw. Unterschreitun-
gen vorausgesetzt (Erw. 4.2), was er bejaht hat (Erw. 4.4.1 f.). 

Der Gemeinderat hat erwogen, die südostseitige Dachgestaltung weise eine 
ortsübliche Gestaltung auf. Würde der Mitteltrakt auf einen Drittel reduziert, womit 
§ 60 Abs. 3 lit. b PBG eingehalten wäre und die Gebäudehöhe entsprechend an-
ders berechnet würde bzw. diese eingehalten werden könnte, würde dies das 
Gebäude gestalterisch abwerten. Zudem würde dies für die betroffene Nachbar-
schaft keine Vorteile bringen. Wichtiger sei, dass die bisherige Firsthöhe des Be-
standesbaus mit dem Neubau nicht überschritten werde und im Sinne von § 73 
Abs. 1 lit. b PBG eine insgesamt gestalterisch gute Lösung erzielt werde. Die von 
dieser Fassade betroffene Nachbarschaft habe für das Baugesuch grünes Licht 
gegeben, womit davon ausgegangen werden könne, dass keine wesentlichen In-
teressen von Nachbarn verletzt würden (§ 73 Abs. 2 PBG). Grundsätzlich dürfe 
festgestellt werden, dass sich der Neubau volumenmässig nicht wesentlich ver-
ändere. Die zusätzlichen Gebäudehöhen und damit die Verringerung der Grenz-
abstände sei vor allem auf eine Anpassung der Stockwerkhöhen auf einen zeit-
gemässen Standard zurückzuführen.

Mit der gleichen Argumentation lasse sich auch die Ausnahmebewilligung für die 
Grenzabstandsunterschreitungen rechtfertigen. Diesbezüglich sei zu erwähnen, 
dass der Fussabdruck des Bestandesbaus mit dem Neubau unverändert bleibe. 
Zu berücksichtigen sei auch die anzustrebende bessere Gestaltung und Verdich-
tung in der Kernzone. 

3.4.3 Der Regierungsrat hat der gemeinderätlichen Begründung der Ausnahme-
bewilligungsfähigkeit der Überschreitung der Gebäudehöhe auf einer Seite sowie 
der Unterschreitung der Grenzabstände auf drei Seiten vollumfänglich beige-
pflichtet (vgl. vorstehend Erw. 2.1.1). Hierauf ist zustimmend zu verweisen. Bei-
zupflichten ist dem Gemeinderat insbesondere, dass der "Fussabdruck" des Ge-
bäudes gegenüber dem bestehenden Gebäude nicht negativ verändert wird (vgl. 
Plan B-01.1 Situation mit Abbruch 1:200, rev. 7.5.21), was indes nicht entscheid-
relevant ist. Das Gleiche zeigt der erwähnte Plan hinsichtlich der Grenzab-
standsunterschreitungen bei einer absoluten (metrischen) Betrachtungsweise. 
Die abzubrechende Baute weist bereits gleichviele Etagen auf wie der Neubau. 
Die Anpassung der Geschosshöhen an die für ein zeitgemässes Wohnen erfor-
derlichen Masse ist bei einem Neubau nachvollziehbar und angesichts der heuti-
gen Anforderungen an die Wohnhygiene geboten. Soweit die Beschwerdeführer 
eine Beeinträchtigung der Aussicht von ihrer Wohnung durch das Bauvorhaben 
und insbesondere dessen Höhe vorbringen, können diese Vorbringen im vorlie-
genden Verfahren nicht gehört werden, nachdem die geplante Baute den bau-

20

rechtlichen Vorgaben entspricht. Entsprechende Rügen sind mit den zivilrechtli-
chen (nachbarrechtlichen, vgl. Art. 684 ZGB) Mitteln geltend zu machen. 

3.5 Schliesslich bleiben die Beschwerdeführer insbesondere auch bei ihrer Rü-
ge der Verletzung des Einordnungsgebots. Das Bauvorhaben ordne sich 
schlechter ins schützenswerte Dorfbild ein als das frühere. Im Baustil weiche es 
wesentlich von den umgebenden Häusern ab. Die Denkmalpflege spreche nicht 
von einer Verbesserung zum heutigen Stil. Die geplante Neubaute gliedere sich 
weder mit Blick und in Bezug auf die umliegenden Bauten, noch das Kulturgut, 
noch das dominierende Hotel U.________, noch den V.________, noch das 
Dorfleben, noch zur Verbindung Süd - Nord (N.________, Schule, Schulweg), 
noch das Dorfbild besser ein. Betreffend die KSI-Objekte sei ein unabhängiges 
Fachgutachten unter Einbezug der fragwürdigen Baute auf KTN __04 einzuholen 
(Beschwerde S. 11 Ziff. 20). 

3.6.1 Der Regierungsrat hat die Rechtsgrundlagen für die Beurteilung der Ein-
ordnung umfassend dargelegt (angefochtener RRB Erw. 4.1.1):

Bauten und Anlagen müssen sich so in die Umgebung eingliedern, dass sie das 
Landschafts-, Orts-, Quartier- und Strassenbild nicht stören (§ 56 Abs. 1 PBG; 
vgl. Art. 21 Abs. 1 BauR). Die besonderen Vorschriften über den Natur- und 
Heimatschutz bleiben vorbehalten (§ 56 Abs. 2 PBG). Gemäss Art. 22 Abs. 1 
BauR werden erhöhte Anforderungen an Bauten und Anlagen sowie deren Um-
gebung unter anderem in den Kernzonen (lit. a), in den Landschaftsschutzgebie-
ten gemäss BLN (lit. b), im Sichtbereich von künstlerisch und geschichtlich wert-
vollen Kultur- und Naturobjekten (lit. c) sowie bei Bauvorhaben, welche das 
Strassen-, Quartier- und Ortsbild wesentlich beeinflussen (lit. d), gestellt. Die 
Bauten und Anlagen haben sich namentlich bezüglich Volumengliederung sowie 
Fassaden- und Dachgestaltung in die Umgebung einzufügen (Art. 22 Abs. 2 
BauR). Art. 67 Abs. 2 BauR verlangt zudem für die Dorfkernzone, dass sich Bau-
ten und Anlagen bezüglich Stellung im Strassenraum, Form und Volumen, Ge-
bäudehöhe, Geschosszahl, Dachform und -eindeckung, Fassadenmaterialien 
und Farbgebung gut in das gewachsene Quartier- bzw. Ortsbild einordnen. 
Flachdächer sind nur für Kleinbauten zulässig.

Des Weiteren hat der Regierungsrat ausgeführt, dass das Dorf Morschach und 
somit auch die Bauparzellen im Perimeter des BLN-Objektes Nr. 1606 ("Vier-
waldstättersee mit Kernwald, Bürgenstock und Rigi") liegen und Morschach zu-
dem im ISOS verzeichnet ist. In einem Bundesinventar verzeichnete Objekte 
verdienen in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber 
unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnah-

21

men die grösstmögliche Schonung (vgl. Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 
den Natur- und Heimatschutz [NHG; SR 451] vom 1.7.1966). Der Regierungsrat 
verweist auf die grundsätzliche Verantwortlichkeit der Gemeinden, dass die 
Schutzobjekte nicht durch Bauten auf den Nachbargrundstücken in ihrer Wirkung 
beeinträchtigt werden (vgl. RRB Nr. 911/2018 vom 11.12.2018 S. 2 f.; vgl. auch 
Vernehmlassung des Beschwerdegegners S. 8 ff. Ziff. 31 ff. mit kritischer Bemer-
kung zur Gesetzmässigkeit von § 3 Abs. 3 lit. e Verordnung über die Denkmal-
pflege und Archäologie [Denkmalschutzverordnung, DSV; SRSZ 720.111] vom 
10.12.2019 in Ziff. 38).

Der Regierungsrat hat auch auf den Autonomiebereich der Gemeinden bei der 
Beurteilung der Einordnung von Bauten und Anlagen hingewiesen (angefochte-
ner RRB Erw. 4.3 mit Hinweisen). 

3.6.2 Das ARE hat mit Gesamtentscheid vom 22. März 2022 die Beurteilung des 
Amts für Kultur (S. 8 f. Ziff. 7.a) wiedergegeben, welches dem Bauprojekt aus ar-
chäologischer Sicht zustimmte. Der projektierte Neubau werde die Ausdehnung 
des Vorgängerbaus nicht überschreiten. Das Haus stehe an der K.________-
strasse mitten im Dorfkern über dem südlich anschliessenden W.________ mit 
der N.________. Die ins 9. Jahrhundert n. Chr. zurückreichende N.________ 
und das dazugehörende X.________ stellten archäologische Fundstellen in der 
näheren Umgebung des Bauperimeters dar. Eine hochmittelalterliche Siedlungs-
tätigkeit rund um die N.________ werde angenommen. Postuliert wurde nur eine 
Meldepflicht, falls bei den Bauarbeiten archäologische Spuren zu Tage treten 
sollten. 

Die kantonale Denkmalpflege (Gesamtentscheid des ARE S. 9 Ziff. 7.b) konnte 
nach Vorgabe des Gesetzes über die Denkmalpflege und Archäologie (Denkmal-
schutzgesetz, DSG; SRSZ 720.100) vom 6. Februar 2019 keine wesentliche Be-
einträchtigung der Schutzobjekte KSI 12.001, 12.006 sowie 12.010 durch den 
Neubau erkennen, nachdem das Vorprojekt (vgl. vorstehend Erw. 1.1.2) überar-
beitet worden war. Für die Beurteilung der ortsbaulichen Einordnung wurde auf 
die Zuständigkeit der kommunalen Baubehörde verwiesen. 

Aus dieser Beurteilung der zuständigen Fachstelle(n) lässt sich ohne Weiteres 
der Schluss ziehen, dass weder Anhaltspunkte für die Schutzwürdigkeit des be-
stehenden Gebäudes sprechen, noch dass durch das Bauvorhaben eine Beein-
trächtigung der sich in der Nähe befindenden drei KSI-Objekte droht. Das Glei-
che gilt für den Antrag auf ein unabhängiges Fachgutachten. Die Baute auf 
KTN __04 - soweit der Antrag auf ein unabhängiges Fachgutachten dieses Ge-
bäude miteinbezieht - ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Dies-
bezüglich kann allerdings durchaus angefügt werden, dass offensichtlich auch in-

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folge des Gebäudes auf KTN __04 keine Beeinträchtigung der unmittelbar be-
nachbarten N.________ und des X.________ (wie auch des O.________) er-
kannt werden konnte; umso mehr muss dies für das Bauvorhaben auf KTN __01 
gelten, das durch KTN __04 und das sich darauf befindende Gebäude von der 
N.________ und vom X.________ getrennt ist. 

3.6.3 Mit GRB Nr. 2023-874 hat der Gemeinderat eine einlässliche Beurteilung 
der Auswirkungen des Bauvorhabens auf die drei KSI-Inventarobjekte sowie der 
Einordnung des Bauvorhabens vorgenommen (Erw. 5.3). Er hat eine Beeinträch-
tigung der Schutzobjekte im Wesentlichen wie folgt verneint: 

- Der Neubau weise eine sehr zurückhaltende Architektursprache auf, orientie-
re sich an der traditionellen Bauweise und verzichte zur Gänze auf archi-
tektonische Wagnisse und Experimente. 

- Er weise ein stark geneigtes Schrägdach auf, wie es ortstypisch und deshalb 
wünschenswert sei. 

- Der Neubau sei architektonisch unauffällig und neutral, schlicht und einfach. 
Der Kreuzgiebel lockere die Dachlandschaft auf. 

- Die herkömmliche murale Bauweise mit einem üblichen Fassadenverputz 
(Abrieb) begünstige eine gute Einordnung. 

- Das Bauvolumen entspreche dem in der Kernzone wünschenswerten Mass. 
Es orientiere sich am Vorgängerbau.

- Mit der gewählten Architektur, die mit dem benachbarten MFH auf KTN __04 
und auch mit der Überbauung Y.________ korrespondiere, könne eine Be-
einträchtigung der KSI-Objekte vermieden bzw. ausgeschlossen werden.

- Zudem sei zu beachten, dass sich im primären Sichtfeld, d. h. zwischen 
N.________ und X.________, das MFH auf KTN __04 befinde. Die Einseh-
barkeit des Neubaus werde dadurch stark reduziert. 

- Die kant. Denkmalpflege habe bestätigt, dass eine Beeinträchtigung der drei 
KSI-Objekte ausgeschlossen werden könne.

Zur Einordnung hat der Gemeinderat weiter (in Ergänzung zu den Ausführungen 
zu den allfälligen Auswirkungen auf die KSI-Objekte) namentlich folgende Beur-
teilung vorgenommen:

- Der Neubau hebe sich betreffend die Geschosszahl nicht von den umliegen-
den Bauten ab.

- Die zusätzlichen Firsthöhen liessen sich mit den heute üblichen Geschoss-
höhen erklären, wahrten jedoch das zulässige Mass von 15 m allseitig, auf 
der Nordwest- und Nordostfassade mit 13.29 m und 13.17 m sogar mit gros-
ser Reserve. 

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- Die Firsthöhe an der Nordwestfassade gegenüber der Liegenschaft der Be-
schwerdeführer Ziff. 1 (KTN __10) werde gegenüber heute nur um 39 cm er-
höht. 

- Das ausgeprägte, stark geneigte Schrägdach unterstreiche die Ortsüblichkeit 
und den Kernzonencharakter. Es begünstige die Einordnung.

- Die strassenseitige Fassade sei auf Drängen des Gemeinderates optimiert 
worden. Sie sei nun durchaus ansprechend, komme nicht (mehr) als „Hinter-
hofansicht" daher und unterstütze mit zwei Gewerbelokalen die Zentrums-
funktion der Kernzone. 

- Volumenmässg orientiere sich der Neubau am Vorgängerbau, wobei der 
Fussabdruck reduziert worden sei (vgl. vorstehend Erw. 3.4.2). Mit 16.70 m 
erhalte er eine ortskernkonforme Länge.

- Auch ein Vergleich mit dem benachbarten MFH auf KTN __04 bestätige die 
volumenmässige Ortsbildverträglichkeit. Mit 19.5 m sei dieses Gebäude fast 
3.0 m länger; länger sei auch die Z.________ (auf KTN __18 [10 m östlich 
des Baugrundstückes, von diesem durch KTN __17 getrennt]) mit 18.5 m.

3.6.4 Der Regierungsrat hat die gemeinderätliche Beurteilung der Einordnung 
bestätigt. Unter anderem führte er namentlich an (angefochtener RRB 
Erw. 4.5.1 f.), dass der geplante Neubau wie das heute bestehende Gebäude ein 
(teilweise sichtbares) Untergeschoss, drei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss 
aufweise. Die Häuser auf den Nachbarparzellen KTN __09 und KTN __17 hätten 
dagegen ein Geschoss weniger. Alles in allem dominierten in der näheren Um-
gebung der Bauliegenschaft jedoch Bauten mit vier sichtbaren Geschossen (in-
klusive Dachgeschoss; so namentlich KTN __18 sowie KTN __10, __15 und 
__14 auf der gegenüberliegenden Strassenseite). Auch nehme das Neubaupro-
jekt die Fassadenflucht der bestehenden Überbauungen im Wesentlichen auf. 
Sodann verfüge das Bauvorhaben über ein Satteldach mit dem Hauptgiebel in 
Südwest-/Nordostrichtung und einem Kreuzgiebel in Norwest-Südostrichtung. 
Damit würden die baureglementarischen Anforderungen (Art. 67 Abs. 2 BauR) 
erfüllt. Es falle auf, dass die Balkone flächenmässig eher zurückhaltend ausge-
staltet seien. Auch aufgrund deren Anordnung im Bereich der Gebäudeecken 
träten diese nicht zu dominant in Erscheinung.

Zu bemängeln bleibe, dass es sich bei der Nordwestfassade gegenüber der 
K.________-strasse um die eigentliche "Rückseite" der Überbauung handle, wel-
che nur wenig repräsentativ ausgestaltet werden soll. Dass es dem Bauvorhaben 
deshalb etwas an einem Bezug zum Strassen und Ortsbild fehle, sei nicht von 
der Hand zu weisen. Mit der im EG geplanten gewerblichen Nutzung (mit zwei 
separaten Eingängen und Schaufenstern) werde die Situation jedoch erheblich 

24

entschärft. Auch wirkten sich in dieser Hinsicht die vier geplanten Balkone im ers-
ten und zweiten OG sogar positiv auf das zukünftige Erscheinungsbild des Hau-
ses aus. Durch beide Aspekte werde die Nordwestfassade jedenfalls erheblich 
aufgewertet. Alles in allem trete das geplante Wohn- und Geschäftshaus weder 
horizontal noch vertikal so voluminös in Erscheinung, dass es mit dem Einord-
nungsgebot nicht mehr zu vereinbaren wäre. Zutreffend sei auch, dass die Archi-
tektursprache einfach und ortsüblich sei. Insofern sei auch nicht erkennbar, in-
wiefern das Bauvorhaben die im KSI aufgeführten Schutzobjekte beeinträchtige. 

3.6.5 Das Verwaltungsgericht auferlegt sich zum einen gemäss ständiger Recht-
sprechung (selbst bei voller Kognition) Zurückhaltung bei der Überprüfung der 
Ermessensausübung, wenn bei der Ermessensausübung ein Fachgremium mit-
wirkte, bei welchem das Fachwissen ausgeprägter vorhanden ist als beim Ver-
waltungsgericht (vgl. VGE III 2019 162 vom 16.7.2020 Erw. 2.4 [betr. Denkmal-
pflege]; VGE III 2016 210 vom 25.4.2017 Erw. 3.2 [betr. Denkmalpflege]; VGE III 
2014 137 vom 29.10.2014 Erw. 4.3.1 [betr. Tiefbauamt]; VGE III 2013 113 vom 
27.11.2013 Erw. 4.3.3 [betr. Denkmalpflege]; VGE III 2011 202 vom 23.5.2012 
Erw. 6.2 [betr. Tiefbauamt]; VGE 614/03 vom 14.11.2003 Erw. 5a mit weiteren 
Hinweisen; VGE 1058/98 vom 29.1.1999 Erw. 3.e [betr. Baudepartement]). 

Zum andern hat sich das Verwaltungsgericht bei der Anwendung von positiven 
wie negativen Ästhetikklauseln des kommunalen Rechts als zweite kantonale 
Rechtsmittelinstanz auf die Prüfung zu beschränken, ob die von der kommunalen 
Bewilligungsbehörde vorgenommene und vom Regierungsrat (als erste Be-
schwerdeinstanz mit umfassender Kognition) geschützte Würdigung des Bauvor-
habens vertretbar ist oder nicht. Es ist ihm grundsätzlich verwehrt, anstelle einer 
von den Vorinstanzen (übereinstimmend) vorgenommenen (und im Ergebnis ge-
gebenenfalls vertretbaren) Würdigung der Einordnungsthematik eine eigene um-
fassende Beurteilung der Gestaltung und Eingliederung des Bauvorhabens vor-
zunehmen (vgl. statt vieler VGE III 2018 216 vom 24.4.2019 Erw. 5.1; VGE 
1054/06 vom 30.11.2006 Erw. 3.2).

Unabhängig von dieser zu übenden gerichtlichen Zurückhaltung und Respektie-
rung des Ermessensspielraumes des Gemeinderates besteht für das Verwal-
tungsgericht kein Anlass, in die vorinstanzliche Beurteilung einzugreifen, zumal 
Gemeinderat und Regierungsrat in ihren Beurteilungen übereinstimmen. Den 
umfassenden, nachvollziehbaren und überzeugenden Darlegungen der Vor-
instanzen gibt es denn auch nichts beizufügen. Im Grundsatz zwar zutreffend 
aber gleichwohl zu relativieren ist der vom Regierungsrat angeführte Mangel be-
treffend die Repräsentativität der gegen die K.________-strasse gerichteten 
Nordwestfassade. Angesichts der anerkannten Enge darf der repräsentative As-

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pekt nicht überbewertet werden. Architektonisch wird jedenfalls mit der symmetri-
schen Gestaltung der Fassade (Eingänge, Fenster, Balkone) der Charakter der 
vorbestehenden Baute wie der umliegenden Gebäude in zeitgemässer und - wie 
vom Gemeinderat festgehalten - schlichter Weise aufgenommen. 

3.6.6 Es zeigt sich, dass auch die Rügen betreffend die allfällige Schutzwürdig-
keit wie betreffend die Beeinträchtigung der drei KSI-Objekte N.________, 
X.________ und O.________ und ebenso betreffend die Einordnung unbegrün-
det sind. 

4. Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

5.1 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten, Barauslagen und Gerichtsverhandlung sowie die Kosten des 
Zwischenbescheids VGE III 2024 15 vom 12.2.2024 [Disp.-Ziff. 2]) von insgesamt 
Fr. 3'000.-- werden dem Verfahrensausgang entsprechend den 
Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung auferlegt (§ 72 Abs. 2 VRP).

5.2 Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Beschwerde-
führer unter solidarischer Haftbarkeit dem beanwalteten Beschwerdegegner eine 
Parteientschädigung zu entrichten. Diese wird in Beachtung des kantonalen 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 
1975, der ordentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht 
und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung des 
pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt) festgelegt.

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten, Barauslagen und öf-
fentliche Verhandlung sowie die Kosten des Zwischenbescheids VGE III 
2024 15 vom 12.2.2024) von insgesamt Fr. 3'000.-- werden den Beschwer-
deführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. Sie haben am 27. De-
zember 2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- bezahlt. Die Restanz 

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von Fr. 500.-- haben sie innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf 
das Postkonto IBAN CH10 0900 0000 6002 2238 6 des Verwaltungsge-
richts zu überweisen.

3. Die Beschwerdeführer haben unter solidarischer Haftbarkeit dem beanwal-
teten Beschwerdegegner eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- (inkl. 
Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.  

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Beschwerdeführer Ziff. 1 (2/R; unter Beilage des Protokolls der öf-

fentlichen Verhandlung vom 22.2.2024)
- den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners (2/R; unter Beilage des 

Protokolls der öffentlichen Verhandlung vom 22.2.2024)
- die Beigeladene (R; unter Beilage des Protokolls der öffentlichen Ver-

handlung vom 22.2.2024)
- den Gemeinderat (R; unter Beilage des Protokolls der öffentlichen Ver-

handlung vom 22.2.2024)
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement (EB; unter Beilage des Protokolls der öf-

fentlichen Verhandlung vom 22.2.2024)  

- und das Amt für Raumentwicklung (EB; unter Beilage des Protokolls der 
öffentlichen Verhandlung vom 22.2.2024). 

Schwyz, 27. März 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

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Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 15. April 2024