# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4affb6b6-36a8-56ce-8acf-cd51eb538193
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 19.06.2020 PS200100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS200100_2020-06-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS200100-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Houweling-Wili 

Urteil vom 19. Juni 2020 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 
betreffend Nichtigkeit der Betreibung 

(Beschwerde über das Betreibungsamt B._____) 
 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss der II. Abteilung des Bezirksgerichtes Bülach 
vom 9. April 2020 (CB190051) 
 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. 

1.1. Der Beschwerdeführer gelangte am 1. Februar 2019 an das Bezirksgericht 

Bülach als untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Kon-

kurssachen und verlangte die Aufhebung von vier Betreibungen (Betreibungen 

Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 4 des Betreibungsamtes B._____) zufolge Nichtigkeit 

sowie die Löschung von deren Einträgen in den Registern (act. 2/1 und 

act. 2/4/1).  

1.2. Mit Beschluss vom 25. Februar 2019 wies das Bezirksgericht Bülach das 

Begehren ab, soweit es darauf eintrat (act. 2/7). Dagegen führte der Beschwerde-

führer mit Eingabe vom 18. März 2019 Beschwerde bei der II. Zivilkammer des 

Obergerichts Zürich als obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- 

und Konkurssachen. Er verlangte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides, 

die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz mit der Anweisung, auf die Be-

schwerde einzutreten und dem Beschwerdeführer Gelegenheit einzuräumen, die 

Nichtigkeit der Betreibungen zufolge Urteilsunfähigkeit zu begründen und die nö-

tigen Beweismittel vorzulegen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Las-

ten der Staatskasse. Die Kammer wies die Beschwerde mit Urteil vom 

5. April 2019 ab (act. 2/16). Die dagegen erhobene Beschwerde in Zivilsachen 

hiess die II. zivilrechtliche Abteilung des Bundesgerichts mit Urteil vom 

7. Oktober 2019 gut, hob das Urteil der Kammer auf und wies die Sache zu neuer 

Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Kammer zurück (BGer Urteil 

5A_358/2019 vom 7. Oktober 2019 = act. 2/18). In der Folge hiess die Kammer 

mit Urteil vom 8. November 2019 die Beschwerde gut, hob den Beschluss des 

Bezirksgerichtes Bülach vom 25. Februar 2019 auf und wies die Sache im Sinne 

der Erwägungen zur neuen Entscheidung an das Bezirksgericht zurück (act. 2/17 

= act. 1). Mit Beschluss vom 9. April 2020 wies das Bezirksgericht Bülach die Be-

schwerde ab (act. 13 = act. 16). 

1.3. Gegen diesen Beschluss erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

30. April 2020 erneut Beschwerde bei der Kammer (act. 17). Er beantragt die 

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Aufhebung des angefochtenen Entscheides, die Aufhebung der Betreibungen 

Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 4 des Betreibungsamtes B._____ und die Löschung der 

entsprechenden Betreibungsregistereinträge, unter Kosten- und Entschädigungs-

folge zu Lasten der Staatskasse. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen 

(act. 1-14). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. 

2.1. Das Verfahren der Aufsichtsbeschwerde in Schuldbetreibungs- und Kon-

kurssachen richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 20a Abs. 2 SchKG. So-

weit Art. 20a Abs. 2 SchKG keine Bestimmungen enthält, regeln die Kantone das 

Verfahren (Art. 20a Abs. 3 SchKG; COMETTA/MÖCKLI, BSK SchKG-I, 2. Aufl. 2010, 

Art. 20a N 38). Im Kanton Zürich richtet sich das Beschwerdeverfahren gemäss 

§ 18 EG SchKG nach § 83 f. GOG. Dabei ist der Sachverhalt von Amtes wegen 

zu untersuchen und es sind die Bestimmungen der ZPO sinngemäss anwendbar 

(§ 83 Abs. 3 GOG). Für den Weiterzug an das Obergericht gelten insbesondere 

die Bestimmungen über die Beschwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO (§ 84 GOG). 

2.2. Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz innert der Rechtsmittelfrist 

schriftlich, mit Anträgen versehen und begründet einzureichen (Art. 321 

Abs. 1 ZPO). Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung und die 

offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Neue Tatsachen und Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren 

ausgeschlossen (Art. 326 ZPgl. OGer ZH PS110019, Urteil vom 21. Febru-

ar 2011, E. 3.4). 

2.3. Die vorliegende Beschwerde vom 30. April 2020 (Datum Poststempel) wur-

de innert der Rechtsmittelfrist schriftlich, mit Anträgen versehen und begründet 

bei der Kammer als der zuständigen Rechtsmittelinstanz eingereicht. Der Be-

schwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid beschwert und zur Be-

schwerde legitimiert. Es ist daher auf die Beschwerde einzutreten. 

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3. 

3.1. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, gegen ihn seien im 

Jahr 2007 beim Betreibungsamt B._____ vier Betreibungen mit den Nrn. 1, 2, 5 

und 4 eingeleitet worden, aus welchen später die Verlustscheine mit den Nrn. 6, 

7, 8 und 9 hervorgegangen seien. Zu diesem Zeitpunkt sei er infolge einer chroni-

schen paranoiden Schizophrenie nicht urteilsfähig und damit nicht betreibungsfä-

hig gewesen, weshalb die Betreibungen nichtig seien (act. 2/1 und act. 17 S. 3). 

Für den Nachweis der Urteilsunfähigkeit stützte sich der Beschwerdeführer bei 

der Vorinstanz insbesondere auf die medizinischen Beurteilungen der Arbeitsbe-

lastbarkeit bzw. beruflichen Integration von Dr. med. C._____ zu Handen der IV-

Stelle der SVA Zürich vom 9. Juni 2005 und vom 18. Juli 2008 (act. 12/5-6 und 

act. 12/8), auf eine verkehrsmedizinische Begutachtung des Instituts für Rechts-

medizin der D._____ vom 12. September 2006 (act. 12/7), auf vier Kurzberichte 

des Spitals E._____ vom 27. Oktober 2006, vom 22. März 2010, vom 

26. Juni 2010 und vom 14. September 2012 (act. 12/9-12), auf zwei Berichte der 

F._____ Klinik vom 22. April 2014 und vom 21. Mai 2014 (act. 12/13-14), auf ei-

nen Kurzaustrittsbericht der Integrierten Psychiatrie G._____ vom 

29. Januar 2019 (act. 12/16), auf ein ärztliche Zeugnis von Dr. med. H._____ vom 

11. März 2019 (act. 12/17) und auf ein Arztzeugnis von pract. med. I._____ vom 

12. März 2019 (act. 12/18). 

3.2. Die Vorinstanz erachtete gestützt auf diese Unterlagen die Diagnose einer 

paranoiden Schizophrenie beim Beschwerdeführer als erstellt und zwar auch im 

Zeitpunkt der in Frage stehenden Betreibungshandlungen (act. 16 S. 9-11). Wei-

ter erwog die Vorinstanz, daraus könne jedoch nicht ohne Weiteres gefolgert wer-

den, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2007 auch hinsichtlich dieser Betrei-

bungshandlungen urteilsunfähig gewesen sei und die Fähigkeit rechtsgeschäftli-

chen Handelns in Bezug auf Betreibungen von vornherein ausgeschlossen gewe-

sen sei. Es gehe aus den ärztlichen Urkunden nicht hervor, dass aufgrund des 

allgemeinen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers die Vermutung be-

stehe, dass er grundsätzlich und namentlich im damaligen Zeitpunkt als urteilsun-

fähig zu gelten habe, mit der Folge, dass die Urteilsfähigkeit durch die Behörde 

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nachzuweisen wäre. Aus dem Bericht des Rechtsmedizinischen Instituts aus dem 

Jahre 2006 – und damit im relevanten Zeitpunkt – ergebe sich unzweifelhaft, dass 

sich bei der ärztlichen Untersuchung durch eine fachlich bestens ausgewiesene 

Klinik keine Anhaltspunkte für eine Einschränkung seiner Urteilsfähigkeit ergeben 

hätten. Im ärztlichen Bericht des Spitals E._____ vom 27. Oktober 2006 sei zwar 

eine paranoide Schizophrenie festgehalten worden, diese sei aber nicht auf 

Grund eigener Untersuchungen diagnostiziert worden. In den erst im Jahre 2014 

abgefassten Berichten der F._____ Klinik werde ebenfalls keine psychische Stö-

rung erwähnt. Schliesslich komme auch dem Umstand Bedeutung zu, dass der 

Beschwerdeführer weder damals noch heute erwachsenenschutzrechtlichen 

Massnahmen unterstehe und sowohl im damaligen Rechtsöffnungsverfahren als 

auch bei Verfahrenseinleitung im aktuellen Verfahren vorerst sich selbst habe ver-

treten und seinen Parteistandpunkt habe darlegen können. Insbesondere der 

Umstand, dass der Beschwerdeführer im Januar 2019, kurz vor der Beschwerde-

einreichung am 1. Februar 2019, noch fürsorgerisch untergebracht gewesen, aber 

gleichwohl in der Lage gewesen sei, die vorliegende Beschwerde einzureichen 

und zu begründen, lasse an einer generellen, andauernden Urteilsunfähigkeit 

zweifeln. Ausserdem sei der Beschwerdeführer in der Lage gewesen, für das 

obergerichtliche und das bundesgerichtliche Verfahren eine Rechtsvertretung zu 

mandatieren. Überdies habe offenbar auch der damalige Pfändungsbeamte keine 

Unstimmigkeiten festzustellen vermocht, andernfalls er für eine Verbeiständung 

oder Vertretung gesorgt hätte. Eine dauernde Urteilsunfähigkeit sei damit ebenso 

wenig nachgewiesen wie eine zum damaligen Zeitpunkt (2007/2008) herrschende 

Urteilsunfähigkeit in Bezug auf die fraglichen Betreibungshandlungen. Die ärztli-

chen Berichte von Dr. med. C._____ vermöchten lediglich eine grundsätzlich be-

stehende, seit 2003/2004 andauernde psychische Störung des Beschwerdefüh-

rers zu belegen (act. 16 S. 11 f.). 

3.3. Der Beschwerdeführer bringt dagegen hauptsächlich vor, die drei medizini-

schen Beurteilungen von Dr. med. C._____ zu Handen der IV-Stelle der Sozial-

versicherungsanstalt würden neben der Diagnose einer paranoiden Schizophre-

nie für den massgeblichen Zeitpunkt festhalten, dass bei ihm seit 2003 optische 

und akustische Halluzinationen auftreten würden. Er sei dauernd in seinen wahn-

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haften Erlebnissen gefangen und innerlich mit diesen befasst. Eine Konzentration 

nach aussen sei kaum möglich. Im Jahr 2008 sei keinerlei Besserung aufgetreten 

(act. 17 S. 4). Weiter führt der Beschwerdeführer aus, Dr. H._____ betreue ihn 

seit der Kindheit und habe am 11. März 2019 ebenfalls bescheinigt, dass er seit 

2004 an einer paranoiden Schizophrenie leide, im Jahre 2007 mehrmals in psy-

chiatrischen Kliniken hospitalisiert gewesen sei, wegen der Krankheit keinen Be-

zug zur Realität habe und im ganzen Jahr 2007 urteils- und handlungsunfähig 

gewesen sei. Ebenso ergebe sich aus einem Bericht des aktuell behandelnden 

Psychiaters pract. med. I._____, dass er an Wahnvorstellungen sowie visuellen 

und akustischen Halluzinationen leide und nicht urteils- oder geschäftsfähig sei 

(act. 17 S. 4 f.). Zudem stütze der Bericht des Rechtsmedizinischen Instituts vom 

12. September 2006 die geltend gemachte Urteilsunfähigkeit, indem festgehalten 

werde, dass schon im Jahre 2006 regelmässig wahnhafte Erlebnisse aufgetreten 

seien. Dass sich die Begutachtung nicht über die Urteilsfähigkeit ausspreche, ha-

be seinen Grund einzig darin, dass diese damals nicht habe geprüft werden müs-

sen (act. 17 S. 5 f.). Auch der als act. 9 eingereichte Kurzbericht des Spitals 

E._____ vom 26. Juni 2006 [recte: 27. Oktober 2006; act. 12/9] stütze seinen 

Standpunkt, weil im Sinne einer Zusatzbemerkung die paranoide Schizophrenie 

festgehalten werde. Da die Spitaleinweisung wegen einer Kokainintoxikation er-

folgt sei, könne auch nicht erwartet werden, dass die Notfallstation seine psychi-

sche Erkrankung und die Auswirkungen auf seine Urteilsfähigkeit untersuchen 

würden. Ebenso würden die Berichte der F._____-Klinik aus dem Jahr 2014 nicht 

gegen seinen Standpunkt sprechen, weil er damals von seinem Hausarzt zu einer 

rheumatologischen Abklärung überwiesen worden sei. Auf Grund des Zwecks der 

Untersuchungen habe nicht näher auf seine psychische Erkrankung und die dar-

aus resultierenden Auswirkungen auf seine Urteilsfähigkeit eingegangen werden 

müssen (act. 17 S. 6). Schliesslich lasse der Umstand, dass vormundschafts- 

bzw. erwachsenenschutzrechliche Massnahmen bisher nicht notwendig erschie-

nen seien, nicht darauf schliessen, dass Urteilsfähigkeit bestehe oder bestanden 

habe. Auch die Tatsache, dass er dieses Verfahren selbständig eingeleitet und 

einen Rechtsanwalt beauftragt habe, sei kein taugliches Argument für das Beste-

hen einer Urteilsfähigkeit im Jahr 2007. In Verfahren der fürsorgerischen Unter-

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bringung komme es regelmässig vor, dass Betroffene trotz bestehender Urteilsun-

fähigkeit in der Lage seien, einen Entlassungsantrag zu äussern und einen 

Rechtsbeistand beizuziehen (act. 17 S. 7). 

4. 

4.1. Die Vorinstanz legte in ihrem Entscheid die rechtlichen Grundlagen der 

Nichtigkeit von Betreibungshandlungen im Zusammenhang mit der Betreibungs-

fähigkeit sowie im Besonderen die Voraussetzung der Urteilsfähigkeit ausführlich 

und zutreffend dar. Diese Ausführungen werden vom Beschwerdeführer im We-

sentlichen nicht bestritten, weshalb grundsätzlich auf eine Wiederholung verzich-

tet und darauf verwiesen werden kann. Des Weiteren ist hier nach den zutreffen-

den (und unbestrittenen) Feststellungen der Vorinstanz davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer bereits im massgebenden Zeitraum (2007) und bis heute 

an einer psychischen Störung (paranoide Schizophrenie) leidet.  

4.2. Sodann hat die Vorinstanz bereits richtig geschlossen, dass eine psychische 

Störung die Vermutung der Urteilsfähigkeit im Sinne von Art. 16 ZGB nicht not-

wendig aufhebt (vgl. BGE 88 IV 111 E. 2). Insbesondere führt nach der bundesge-

richtlichen Rechtsprechung nur ein dauernder Schwächezustand, der nach allge-

meiner Lebenserfahrung im Normalfall vernunftgemässes Handeln ausschliesst, 

wie namentlich dauernde Zustände des alters- und krankheitsbedingten geistigen 

Abbaus, zur Vermutung der Urteilsunfähigkeit und damit zu einer Beweislastum-

kehr (BGE 144 III 264 E. 6.1.2 f.). Ein solcher Fall eines andauernden (umfassen-

den) Schwächezustandes liegt hier nicht vor. So zeigt gerade der fachärztliche 

Kurzaustrittsbericht der ipw, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-

rers schwankte, sich dieser unter gewisser Medikation (konkret 800 mg Quetiapin) 

verbesserte und lange Zeit stabil gewesen sei (act.12/16). Trotz der Diagnose der 

chronisch paranoiden Schizophrenie ist gemäss Art. 16 ZGB also zunächst von 

der Urteilsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen und ist konkret mit Bezug 

auf die Betreibungshandlungen im Jahr 2007 zu prüfen, ob es dem Beschwerde-

führer infolge der geistigen Störung an der Fähigkeit fehlte, vernunftgemäss zu 

handeln. 

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4.3. Die vom Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift erwähnten Unterlagen 

zeigen indes nicht auf, dass ihm im fraglichen Zeitraum konkret die Fähigkeit ge-

fehlt hätte, die Betreibungshandlungen im Jahr 2007 zu erfassen und darauf ver-

nunftgemäss zu reagieren: 

a) Die Berichte von Dr. med. C._____ vom 9. Juni 2005 und vom 18. Juli 2008 

(act. 12/5-6 und act. 12/8) betreffen zwar den massgeblichen Zeitraum, sie be-

schreiben aber nur in allgemeiner Weise bzw. mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit die 

Symptome beim Beschwerdeführer und ihre Auswirkungen (etwa "akustische und 

optische Halluzinationen", "paranoide wahnhafte Erlebnisse", "eingeschränkte 

Auffassung", "Gedächtnisstörung", "gestörter Realitätsbezug", "dauernd in seinen 

wahnhaften Erlebnissen gefangen und innerlich mit ihnen befasst"). Zudem wer-

den letztere lediglich generell erwähnt und nicht konkret mit den betreibungsrecht-

lichen Handlungen in Verbindung gebracht. Im Übrigen wird eine "Konzentration 

nach aussen" bloss als kaum möglich, nicht aber als unmöglich bezeichnet. Auch 

beziehen sich die Angaben zum Zustand unter neuroleptischer Medikation auf die 

Arbeitsfähigkeit.  

b) Ebenso verneint das ärztliche Zeugnis von Dr. med. H._____ vom 

11. März 2019 zwar explizit eine Urteilsfähigkeit des Beschwerdeführers aktuell 

und rückwirkend auf das Jahr 2007. Die attestierte Urteilsunfähigkeit wird aber nur 

pauschal angeführt. Es wird weder ein Zusammenhang mit der diagnostizierten 

Schizophrenie, auch bei einer allfälligen regelmässigen Einnahme von Neurolep-

tika, aufgezeigt, noch findet eine Auseinandersetzung mit den konstitutiven Ele-

menten der Urteilsfähigkeit mit Blick auf die Betreibungshandlungen statt. Hinzu 

kommt, dass Dr. med. H._____ offenbar auf dem Gebiet der allgemeinen inneren 

Medizin tätig ist und keine spezifischen Kenntnisse im Bereich der Psychiatrie 

aufweist. Demgegenüber ist der den Beschwerdeführer seit dem Jahr 2015 be-

handelnde pract. med. I._____ gemäss Kopfzeile seines Arztzeugnisses ein Arzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie (vgl. act. 12/18). Doch äussert sich das betref-

fende Zeugnis einerseits nur zur Situation ab dem Jahr 2015 und nicht zur Situa-

tion im massgeblichen Jahr 2007. Auf der anderen Seite wird auch hier die Ur-

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teilsfähigkeit (und Geschäftsfähigkeit) nur pauschal verneint und es findet keine 

Differenzierung statt.  

c) Des Weiteren kann aus dem Bericht des Rechtsmedizinischen Instituts vom 

12. September 2006 (vgl. act. 12/7), dem Kurzbericht des Spitals E._____ vom 

27. Oktober 2006 (vgl. act. 12/9) und den Berichten der F._____-Klinik aus dem 

Jahr 2014 (vgl. act. 12/13-14) nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abgelei-

tet werden. Alle diese Unterlagen befassen sich nicht mit der Urteilsfähigkeit des 

Beschwerdeführers, was der Beschwerdeführer im Übrigen auch selber nicht in 

Abrede stellt.  

d) Schliesslich bleibt zu bemerken, dass aus dem Fehlen erwachsenenschutz-

rechtlicher Massnahmen nicht zwangsläufig auf Urteilsfähigkeit geschlossen wer-

den kann, worauf der Beschwerdeführer zu Recht hinweist. Umgekehrt würde ei-

ne errichtete Beistandschaft aber jedenfalls darauf hindeuten, dass zumindest im 

betreffenden Bereich ein dauerhafter Schwächezustand und ein Unvermögen be-

stehen würde, die eigenen Angelegenheiten hinreichend bzw. zweckmässig zu 

besorgen oder entsprechende Vollmachten zu erteilen (vgl. Art. 390 Abs. 1 Ziff.1). 

Da der Beschwerdeführer nicht verbeiständet ist, kann auch daraus nichts zu sei-

nen Gunsten abgeleitet werden. 

4.4. Demzufolge ging die Vorinstanz im Zusammenhang mit den Betreibungs-

handlungen im Jahr 2007 zu Recht im Sinne der gesetzlichen Vermutung von 

Art. 16 ZGB von der Urteils- und mithin der Handlungs- sowie Betreibungsfähig-

keit des Beschwerdeführers aus und verneinte die Nichtigkeit der Betreibungen 

Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 4 des Betreibungsamtes B._____. Die Beschwerde ist 

folglich abzuweisen.  

5.  

Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und 

Konkurssachen ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG und 

Art. 61 Abs. 2 GebV SchKG). Eine Parteienschädigung ist nicht zuzusprechen 

(vgl. Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, unter Rücksendung der 

erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt 

B._____, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Houweling-Wili 
 
versandt am: 
23. Juni 2020 
 
 
 

	Urteil vom 19. Juni 2020
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt B._____, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...