# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad29d4f4-fa5a-5f3a-9bf2-d3f5390f49ef
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.11.2009 E-6640/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6640-2009_2009-11-06.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6640/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Stella Boleki.

A._______,
B._______,
C._______,
D._______,
Kosovo,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
22. Oktober 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6640/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass das damalige Bundesamt für Flüchtlinge (BFF; heute: BFM) mit 
Verfügung  vom  9.  August  1999  –  die  unangefochten  in  Rechtskraft 
erwuchs  –  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführenden  (kosovarische 
Staatsangehörige  albanischer  Ethnie  mit  letztem  Wohnsitz  in 
E._______) abwies und die Wegweisung aus der Schweiz anordnete, 
indessen  zugunsten  einer  vorläufigen  Aufnahme  vom  Vollzug  der 
Wegweisung absah, 

dass das BFF mit  Verfügung vom 11. November 1999 die vorläufige 
Aufnahme  aufhob  und  eine  Ausreisefrist  bis  zum  31.  Mai  2000  an-
setzte, 

dass  die  Beschwerdeführenden  das  Rückkehrhilfeprogramm  in  An-
spruch nahmen und am 19. Januar 2000 kontrolliert ausreisten, 

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge Kosovo am 
29.  Juli  2009  (Ehefrau  des  Beschwerdeführers  und  die  beiden 
gemeinsamen  Söhne)  beziehungsweise  am  7.  August  2009 
(Beschwerdeführer)  erneut  verliessen  und  am  29.  Juli  2009 
beziehungsweise  am  9.  August  2009  legal  (Visa)  in  die  Schweiz 
einreisten,  wo  sie  am  31. August 2009  ein  zweites  Mal  um  Asyl 
nachsuchten,

dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragungen  im  Empfangs-  und  Verfah-
renszentrum F._______  vom 9.  September  2009  sowie  der  direkten 
Anhörungen  vom 18. September  2009  zur  Begründung  des  Asylge-
suchs  im  Wesentlichen  geltend  machten,  er  (der  Ehemann  der  Be-
schwerdeführerin) sei am 21. Juni 2009 beim Holzfällen im Wald von 
zwei maskierten Personen mit einem Sturmgewehr aus einer Distanz 
von 20 bis 30 Metern beschossen worden, 

dass er unverletzt und in Richtung Dorf habe davonrennen können und 
der Grenzpolizei begegnet sei, die ihn nach Hause gebracht habe, wo 
er der Vorfall geschildert habe,

dass er später mit der Polizei zum Tatort zurückgegangen sei, die dort 
mit Unterstützung der Polizei von G._______ und der Untersuchungs-
behörde  von  E._______  die  Spuren  gesichert  habe,  und  vor  Ort 
befragt worden sei, 

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dass er etwas später von den Untersuchungsbehörden in E._______ 
vorgeladen und befragt worden sei,

dass er dabei den Vorfall aus dem Jahre 2000 erwähnt habe, als er ei-
ner im Wald angeschossenen Person das Leben gerettet habe, indem 
er sie ins Spital gebracht habe, wo sie habe operiert werden müssen, 

dass der erwähnte Vorfall damals von der UNMIK (United Nations Inte-
rim Administration Mission in Kosovo)  untersucht worden sei und nun 
von der Nachfolgerorganisation EULEX (The European Union Rule of 
Law Mission in Kosovo) erneut aufgerollt werden solle, 

dass  er  den  Untersuchungsbehörden  in  H._______  kurz  nach  dem 
Ereignis  im  Jahre  2000  hinsichtlich  der  Täter,  denen  er  persönlich 
begegnet sei, Auskunft gegeben habe, 

dass es zwischen den beiden Vorfällen keine weiteren derartigen Zwi-
schenfälle gegeben habe, 

dass der Überfall im Juni 2009 mit grosser Sicherheit mit dem Ereignis 
im Jahre 2000 zusammenhänge und er als Zeuge vermutlich ausge-
schaltet werden solle, 

dass er zur Stützung seiner Vorbringen Farbkopien von Fotographien 
seines durch Gewehrschüsse beschädigten Traktors, eine Kopie einer 
Zusammenfassung eines angeblichen Zeitungsartikels in der Zeitung 
I._______  vom  (Datum),  in  welchem  über  Schüsse  auf  einen  39-
jährigen im Dorf J._______ berichtet wird, und einen ärztlichen Rap-
port eines Facharztes (Psychiaters) des Regionalspitals in E._______ 
über  die  Behandlung  des  Beschwerdeführers  vom 22. Juni  2009 zu 
den Akten reichte, 

dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführenden mit  Verfü-
gung vom 25. September 2009 – selbentags eröffnet – ablehnte und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung im Wesentlichen anführte, bei  offensichtlich 
fehlender Asylrelevanz könne auf die Prüfung allfälliger Unglaubhaftig-
keitselemente in den Vorbringen verzichtet werden, 

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dass es sich bei den von den Beschwerdeführenden geltend gemach-
ten Ereignissen vom 21. Juni 2009 und aus dem Jahr 2000 um Über-
griffe Dritter handle, 

dass gemäss Subsidiaritätsprinzip Personen, die bei einer nichtstaatli-
chen Verfolgung Schutz vom Staat  erhielten,  nicht  die erforderlichen 
Kriterien für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft erfüllen wür-
den, 

dass ein solcher Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung gemäss Recht-
sprechung der Vorgängerorganisation des Bundesverwaltungsgerichts 
als genügend qualifiziert  werde, wenn die betroffene Person objektiv 
Zugang zu einer funktionierenden und wirksamen Schutzinfrastruktur 
habe und der betroffenen Person die Inanspruchnahme eines solchen 
innerstaatlichen  Schutzsystems  auch  zumutbar  sei  (Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2006 Nr. 18 E. 10.1) 

dass  Kosovo am 17. Februar  2008  die  Unabhängigkeit  erklärt  habe 
und seither zahlreiche Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft so-
wie  weitere  Staaten  Kosovo  anerkannt  hätten,  die  Schweiz  am 
27. Februar 2008, 

dass  gemäss  der  neuen  kosovarischen  Verfassung  auch  nach  dem 
Statuswechsel eine internationale zivile und militärische Präsenz vor-
gesehen  sei  und  die  UNO-Verwaltung  (UNMIK)  von  der  EU-Mission 
(EULEX) abgelöst werden solle,

dass  die  internationalen  Sicherheitskräfte  sowie  der  Kosovo  Police 
Service (KPS) die Sicherheit garantieren würden, 

dass demnach vom Schutzwillen und der weitgehenden Schutzfähig-
keit der Sicherheitskräfte in Kosovo auszugehen sei, 

dass der vorgebrachte Überfall auf den Beschwerdeführer nicht asylre-
levant sei, zumal aus seinen Aussagen hervorgehe, die Behörden hät-
ten entsprechende Untersuchungsmassnahmen eingeleitet, 

dass es trotz des grundsätzlichen Willens der Behörden, die Bürger zu 
schützen,  durchaus  vorkommen  könne,  dass  nicht  jede  angezeigte 
strafrechtliche  Tat -  mangels  genügender  Hinweise  -  geahndet  oder 
jede Untersuchung erfolgreich zum Abschluss gebracht werden könne, 

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dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden somit den Anforderun-
gen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  des  Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standhalten würden,

dass sodann der Vollzug der Wegweisung aus der Schweiz zulässig, 
zumutbar und möglich sei,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 22. Oktober 2009 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hoben und dabei die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids, die 
Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl, 
eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit beziehungsweise Un-
zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs unter Anordnung der vorläufi-
gen Aufnahme beantragten,

dass  in  prozessrechtlicher  Hinsicht  sinngemäss  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege und der Verzicht auf die Erhebung eines 
Verfahrenskostenvorschusses beantragt wurden,

dass  die  Beschwerdeführenden in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  im We-
sentlichen  an  den  im  vorinstanzlichen  Verfahren  geltend  gemachten 
Vorbringen festhielten, 

dass der Staat zwar grundsätzlich schutzfähig und schutzwillig sei, es 
sich beim Verfolger aber voraussichtlich um mächtige Personen hand-
le, was sich dadurch erkennen lasse, dass die Täter - obwohl sie von 
den Sicherheitsbehörden seit  dem Jahre 2000 gesucht  würden - bis 
heute noch nicht gefasst worden seien und den Anschlag auf ihn un-
gehindert hätten verüben können, 

dass  er  (Beschwerdeführer)  im  Falle  einer  Rückkehr  begründete 
Furcht vor weiteren Übergriffen seitens der Verfolger haben müsse, 

dass  deshalb  in  keiner  Weise  von  einem  adäquaten  Staatsschutz 
durch seinen Heimatstaat ausgegangen werden könne, 

dass es sich folglich beim Vorfall vom Juni 2009 um einen asylrelevan-
ten Sachverhalt handle, was die bei der Vorinstanz eingereichten Be-
weismittel belegen würden, 

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der Beschwerde legitimiert  sind und auf die Beschwerde einzutreten 
ist  (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG und Art. 52 VwVG),  

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass aufgrund der vorliegenden Akten die vorinstanzlichen Erwägun-
gen und damit der angefochtene Entscheid überzeugen,

dass vorab auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist, um 
unnötige Wiederholungen zu vermeiden, 

dass  hinsichtlich  des  Schutzgrades  festzuhalten  ist,  dass  eine  fakti-
sche  Garantie  des  Schutzgewährers  für  langfristigen  individuellen 
Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung nicht zu verlangen ist, denn kei-
nem Staat gelingt es, die absolute Sicherheit aller seiner Bürger jeder-
zeit  und  überall  zu  garantieren  (EMARK  2006  Nr.  18  E.  10.3.1  ff. 
S. 203), 

dass  sich  Kosovo am 17. Februar 2008  für  unabhängig  erklärte  und 
die Schweiz am 27. Februar 2008 Kosovo als unabhängigen Staat an-
erkannte, 

dass der Bundesrat mit Bundesratsbeschluss vom 6. März 2009 Koso-
vo als verfolgungssicheren Staat ("Safe Country") bezeichnet hat und 
dieser Beschluss am 1. April 2009 in Kraft getreten ist, 

dass  massgebliche  Kriterien  für  die  Bezeichnung  eines  Staates  als 
"Safe Country" insbesondere die Einhaltung der Menschenrechte so-
wie die Anwendung internationaler Konventionen im Menschenrechts- 
und Flüchtlingsbereich sind, 

dass  die  Sicherheit  in  Kosovo durch  internationale  Sicherheitskräfte 
und durch den KPS gewährleistet wird, 

dass  aus  den obgenannten  Gründen  vom Schutzwillen  und von der 
Schutzmöglichkeit der Behörden in Kosovo auszugehen ist,

dass die Beschwerdeführenden selbst dargelegt haben, die staatlichen 
Behörden  hätten  eine  Untersuchung  betreffend  den  Übergriff  vom 
21. Juni 2009 eingeleitet, die noch hängig sei (vgl. act. B 12 S. 6),

dass diese Angaben nicht zuletzt selbst den Beleg erbringen, dass es 
in Kosovo eine innerstaatliche funktionierende Schutzinfrastruktur gibt, 
die den betroffenen Personen zugänglich ist, 

dass die Beschwerdeführenden auch aus den eingereichten Fotogra-
phien und der Zusammenfassung eines angeblichen Zeitungsberichts 

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nichts  zu  ihren  Gunsten  abzuleiten  vermögen,  da  diese  lediglich 
belegen,  dass  ein  Traktor  beschädigt  und  ein  Mann  im  Wald 
angegriffen worden ist, 

dass dieser Übergriff durch Dritte auf den Beschwerdeführer aus den 
obgenannten Gründen nicht als asylrelevante Verfolgung gelten kann, 

dass mit  den eingereichten Beweismitteln ebensowenig der vom Be-
schwerdeführer erwähnte Zusammenhang mit dem Ereignis im Jahre 
2000 belegt worden ist, 

dass  zudem  die  Aussage  des  Beschwerdeführeres,  wonach  er  von 
denselben Tätern,  die im Jahre 2000 einen Mann getötet  und einen 
anderen schwer verletzt hätten, habe beseitigt werden sollen, weil er 
in dem von der EULEX neu aufgerollten Fall  als Zeuge hätte dienen 
sollen, zweifelhaft erscheint, da keine konkreten Hinweise für eine tat-
sächliche Wiederaufnahme des Falles durch die EULEX bestehen (vgl. 
act. B 12 S. 5 f.), 

dass selbst ein Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen keinen 
von der Vorinstanz abweichenden Entscheid herbeiführen könnte, da 
die Behörden des Kosovos als schutzfähig und schutzwillig zu qualifi-
zieren sind, 

dass der Einwand, es handle sich bei den genannten Dritten um einen 
mächtigen Verfolger, da er seit dem Jahre 2000 bis heute von den Si-
cherheitsleuten nicht habe gefasst werden können, als  nachgescho-
bene Schutzbehauptung zu beurteilen ist, zumal der Beschwerdefüh-
rer keinen Beleg dafür lieferte,

dass die Vorinstanz damit insgesamt zu Recht feststellte, die geltend 
gemachten Vorbringen stellten  keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 
AsylG dar, und das Asylgesuch zu Recht ablehne,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung 
im Einklang mit  den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach 
vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrecht-
lich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die im Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Kosovo noch individuelle Gründe 
–  der  Beschwerdeführer  verfügt  über  eine  gute  Schulbildung,  einen 
Lehrabschluss als Mechaniker und weitere Berufserfahrungen als All-
rounder, Handwerker und Verkäufer – auf eine konkrete Gefährdung im 
Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Weg-
weisung vorliegend zumutbar ist,

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dass  auch  in  Berücksichtigung  des  Kindeswohls  nichts  gegen  die 
Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  spricht,  kehren  doch  die 
Söhne zusammen mit  ihren Eltern  in  die ihnen vertraute  Umgebung 
ihres Heimatlandes zurück, dessen Sprache und Kultur sie kennen

dass der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  den  Beschwerdeführenden  ob-
liegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzu-
tun,  inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  abzuweisen  ist,  da  sich  die 
Beschwerde als offensichtlich aussichtslos erwies,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde. 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Stella Boleki

Versand:

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