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**Case Identifier:** 7ca20963-cd38-5144-98c7-6ff73c62026d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.09.2020 IV 2018/276
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-276_2020-09-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/276

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 19.11.2021

Entscheiddatum: 29.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 29.09.2020
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 21 Abs. 4 IVG: Das Gutachten legt 
beweiskräftig fest, dass ab dem Zeitpunkt der Begutachtung in adaptierter 
Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliegt. Retrospektiv äussert es sich 
nicht zur Arbeitsfähigkeit. Aufgrund des Aktenverlaufs und von RAD-
Stellungnahmen ist vom 1. März 2013 bis 1. Juli 2014 von einer 50%igen 
Arbeitsfähigkeit auszugehen. Der Beschwerdeführer hat daher befristet vom 
1. März 2013 bis 31. Oktober 2014 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. 
September 2020, IV 2018/276).

Entscheid vom 29. September 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Marie Löhrer und 

Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2018/276

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich durch seinen 

Krankentaggeldversicherer am 6. August 2012 bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 1, 4).

A.a. 

Der in der Montage bei der Firma B.___ (vgl. IV-act. 13) tätige Versicherte war 

wegen eines chronischen, hyperkeratotisch-rhagadiformen Handekzems unter 

anderem vom 13. bis 27. Juni 2013 und vom 23. Juni bis 11. Juli 2014 in stationärer 

Behandlung in der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich 

(provisorischer Austrittsbericht vom 17. Juni 2013, IV-act. 31-4 ff.; Austrittsbericht vom 

11. Juli 2014, IV-act. 73). Weiter war er vom 18. Oktober bis 12. November 2013 bei 

Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in ambulanter 

Behandlung einer Anpassungsstörung mit Depression, Sorgen und Anspannung 

(ICD-10: F43.23; Arztbericht vom 24. Februar 2014, IV-act. 53).

A.b. 

Mit Verfügung vom 13. Februar 2015 wies die IV-Stelle das Gesuch betreffend 

berufliche Massnahmen ab, da sich der Versicherte nicht in der Lage sehe, an 

beruflichen Massnahmen teilzunehmen (IV-act. 94).

A.c. 

RAD-Ärztin Dr. med. D.___, Praktische Ärztin FMH, nahm am 22. Mai 2015 

Stellung, für adaptierte Tätigkeiten liege nach wie vor eine volle Arbeitsfähigkeit vor. 

Der Versicherte könne sämtliche Tätigkeiten ohne Feuchtarbeiten, ohne Exposition zu 

hautreizenden Substanzen und ohne starke mechanische Beanspruchung der Hände 

A.d. 

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vollschichtig ausführen. Die Tätigkeit als Maschinenbediener in der Firma B.___ könne 

nicht mehr ausgeübt werden, da das Handekzem während dieser Tätigkeit erstmals 

aufgetreten sei und eine erneute Exposition nicht anzuraten sei (IV-act. 102).

Nach Vorbescheid (1. Juni 2015, IV-act. 105) und Einwand (19. Juni 2015, IV-

act. 106) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 17. Juli 2015 (IV-act. 107) das 

Leistungsbegehren betreffend Rente ab. Mit Entscheid vom 1. Februar 2017 hiess das 

Versicherungsgericht eine dagegen gerichtete Beschwerde (vom 14. September 2015, 

IV-act. 118) teilweise gut und wies die Sache zu weiteren Abklärungen und zur neuen 

Verfügung im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurück (Verfahren IV 2015/291; IV-

act. 148). Es erwog, insgesamt erscheine vor allem der Schluss der RAD-Ärztin, bei 

einer der Schadenminderungspflicht entsprechenden Pflege der Hände wäre der 

Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit voll arbeitsfähig, im Hinblick auf den 

schubweisen Verlauf und die fehlende fachärztliche Beurteilung der hypothetischen 

Arbeitsfähigkeit bei optimaler Compliance nicht ausreichend begründet. Der 

medizinische Sachverhalt erweise sich somit als noch nicht ausreichend abgeklärt. Da 

die Beschwerdegegnerin zu Unrecht auf ein dermatologisches Gutachten verzichtet 

habe, sei die Angelegenheit zur Einholung eines solchen Gutachtens und zu 

gegebenenfalls weiteren medizinischen Abklärungen (psychiatrisch) an sie 

zurückzuweisen (E. 2.4; IV-act. 148-11).

A.e. 

Dr. C.___ führte in seinem Verlaufsbericht vom 6. März 2017 aus, der 

Gesundheitszustand habe sich seit Februar 2014 verschlechtert. Die 

Krankheitsentwicklung aus psychiatrischer Sicht sei ursprünglich unmittelbare Folge 

des Handekzems und der dadurch entstandenen und bekannten psychosozialen 

Belastungen gewesen. Der Versicherte sei nicht in der Lage, seine komplexen und 

letztlich nicht eindeutig lösbaren Lebensprobleme zu verarbeiten bzw. zu ertragen und 

schon gar nicht, auf eine kreative Weise alternative Ansätze zu entwickeln. Zur Zeit 

fänden Verlaufsgespräche je nach Bedarf alle ein bis zwei Monate statt. Aus 

psychiatrischer Sicht sei als Einstieg ein durch ein Job Coaching begleitetes Praktikum 

mit einem Pensum von zunächst 50 % zu empfehlen, das während der 

Einarbeitungszeit auf 80 % gesteigert werden könne (IV-act. 153).

A.f. 

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Dr. E.___, Dermatologie/Allergologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) hielt im 

Arztbericht vom 14. März 2017 fest, der Hautbefund sei trotz Arbeitskarenz und trotz 

aktuell nicht durchgeführter Systemtherapie gleichbleibend. Es seien diverse System- 

und Lokaltherapien durchgeführt worden, die Compliance sei jedoch fraglich. Als 

Maschinist bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. In einer anderen, weniger 

hautbelastenden Tätigkeit sei der Versicherte zu 50 % arbeitsfähig (IV-act. 160).

A.g. 

Gegen die vorgesehene polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine/Innere 

Medizin, Dermatologie, Psychiatrie; vgl. Mitteilung vom 31. März 2017, IV-act. 163) 

wandte der Versicherte am 24. April 2017 zunächst sinngemäss ein, ein 

polydisziplinäres Gutachten sei nicht notwendig und vom Versicherungsgericht nicht 

verlangt worden; zudem sei der Hautbefund bei fehlender Belastung nicht 

aussagekräftig (IV-act. 164). Am 22. Mai 2017 erklärte er sich mit der Fortführung des 

Begutachtungsverfahrens einverstanden (IV-act. 170).

A.h. 

Die Polydisziplinäre Medizinische Abklärungen (PMEDA) kam in ihrem Gutachten 

vom 16. Oktober 2017 (Dr. med. F.___, Allgemeine Innere Medizin; Dr. med. G.___, 

Dermatologie und Venerologie; Dr. med. H.___, Psychiatrie und Psychotherapie; 

Untersuchungen 11. Juli und 2. August 2017; IV-act. 186) zum Schluss, aus 

dermatologischer Sicht seien Tätigkeiten, die mit einer Belastung der Hände (Montage­

arbeiten) und Füsse (überwiegend stehendes Arbeiten) einhergingen, ungeeignet. Dies 

betreffe auch die letzte Tätigkeit in der Montage und die geplante Arbeit in einer 

Recyclingfirma. In angepassten, überwiegend im Sitzen oder wechselbelastend 

erfolgenden Tätigkeiten ohne mechanische Belastung von Händen und Füssen, 

Feuchtarbeiten, extreme Temperaturen oder Kontakt mit hautreizenden Stoffen 

(Säuren, Laugen, Detergenzien) sei keine Limitation der Arbeitsfähigkeit anzunehmen. 

Aus dermatologischer Sicht geeignet seien zum Beispiel Tätigkeiten als Pförtner, 

Rezeptionist, Telefonist, im Detailhandel oder in Wachdiensten mit 

Bildschirmbeobachtungen (IV-act. 186-21, 27). Der psychiatrische Gutachter befand, 

es seien keine namhaften Beeinträchtigungen zu objektivieren. Eine 

Anpassungsstörung sei in der Regel reversibel und der aktuelle Befund objektiviere 

keine namhafte objektive Störung (mehr). Es sei somit keine psychiatrische Erkrankung 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu diagnostizieren (IV-act. 186-26). 

Retrospektiv sei seit Beginn der Erkrankung auch zumindest phasenweise eine 

A.i. 

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erheblich höhergradige kutane Manifestation präsent gewesen und es sei zusätzlich 

eine depressive Störung attestiert worden. Der aktuelle geringe kutane Störungsbefund 

und der psychiatrische Untersuchungsbefund ohne namhafte objektive Störung 

sprächen dafür, dass die Bewertung der Gutachter spätestens ex nunc gelte (IV-

act. 186-32). RAD-Ärztin Dr. D.___ nahm am 24. November 2017 Stellung: Das 

Gutachten sei umfassend, widerspruchsfrei und konklusiv, so dass die Arbeitsfähigkeit 

auf dieser Grundlage abschliessend beurteilt werden könne (IV-act. 191).

Vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2017 absolvierte der Versicherte einen 

Arbeitsversuch bei Firma I.___ (Mitteilung vom 29. September 2017, IV-act. 183; 

Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung, IV-act. 194). Gemäss der Arbeitgeberin 

zeigte er sich einsatzwillig und motiviert und leistete einen 100%igen Einsatz, jedoch 

konnte ihm aus wirtschaftlichen Gründen keine Festanstellung angeboten werden. Die 

Eingliederungsberatung wurde abgeschlossen, da nach der Unterstützung in der 

Stellensuche und einem durchgeführten Arbeitsversuch keine weitere Unterstützung 

angeboten werden könne (IV-act. 194-9 ff.). Mit Mitteilung vom 7. Februar 2018 (IV-

act. 196) wies die IV-Stelle das Begehren um berufliche Massnahmen ab.

A.j. 

Mit Vorbescheid vom 7. Februar 2018 gewährte sie dem Versicherten das 

rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Gesuchs betreffend Rente (IV-

act. 198). Der Versicherte machte mit Einwand vom 12. März 2018 geltend, entgegen 

dem Gutachten könne er weder als Telefonist noch als Rezeptionist arbeiten, der Beruf 

des Pförtners existiere nicht mehr, eine Verkaufstätigkeit sei immer mit Kontakt mit 

(chemisch) behandelter Ware verbunden und Bildschirmüberwachung sei nicht 

realistisch. Massgebend sei die Beurteilung der Dermatologie des KSSG, die im 

Sommer 2016 festgehalten habe, dass mit einem Arbeitstraining mit 50 % begonnen 

werden könne (IV-act. 201). RAD-Ärztin Dr. D.___ äusserte am 30. April 2018, es 

fänden sich zahlreiche Hinweise auf mangelnde Compliance. Es sei aus medizinischer 

Sicht anzunehmen, dass diese wesentlich zum stark progredienten und über weite 

Strecken frustranen Verlauf beigetragen habe. Seit dem Auftreten der Handekzeme 

habe in einer adaptierten Tätigkeit grundsätzlich eine ganztägige Arbeitsfähigkeit 

bestanden mit erhöhtem Pausenbedarf aufgrund der notwendigen 

Handpflegemassnahmen (IV-act. 202).

A.k. 

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B.  

Mit Verfügung vom 26. Juni 2018 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. Seit 

dem Auftreten der Handekzeme habe in einer adaptierten Tätigkeit grundsätzlich eine 

ganztägige Arbeitsfähigkeit mit erhöhtem Pausenbedarf aufgrund der notwendigen 

Hautpflegemassnahmen bestanden. Während den akuten Phasen und den stationären 

Behandlungen habe jeweils über maximal einige Wochen eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit vorgelegen (IV-act. 203).

A.l. 

Gegen die Verfügung vom 26. Juni 2018 erhebt A.___ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, am 

28. August 2018 Beschwerde. Er beantragt, es sei ihm unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge eine bis zum 30. September 2017 befristete ganze Rente 

zuzusprechen. Eventualiter sei ihm eine ganze Rente bis 31. März 2016, eine 

Dreiviertelsrente bis 31. Dezember 2016 und eine halbe Rente bis 30. September 2017 

zuzusprechen. Weiter sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und 

Rechtsverbeiständung zu bewilligen. Das Gutachten lasse offen, welche 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bis zum Zeitpunkt des Gutachtens am 

16. Oktober 2017 vorgelegen habe. Der psychiatrische Gutachter habe den Schluss­

bericht des J.___ nicht beigezogen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass im Zeitraum vor 

dem Gutachten keine psychiatrischen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestanden 

haben sollten. Mit der Anordnung eines polydisziplinären Gutachtens habe die 

Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör, seinen Anspruch auf ein faires Verfahren 

und das Willkürverbot verletzt. Mit dem willkürlich angeordneten internistischen 

Gutachten sei bezweckt worden, das versichertenunfreundliche Auslosungsverfahren 

zur Anwendung zu bringen, welches nichts daran ändere, dass die Gutachterstellen 

geneigt seien, das Gutachten im Sinne des Auftraggebers zu erstatten. Gemäss einer 

Recherche des Schweizer Fernsehens SRF spreche die PMEDA selten eine 

rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit zu. Hierzu reicht der Beschwerdeführer einen 

Bericht zur Sendung Kassensturz vom 25. Oktober 2016 ein (act. G 1.5). Das 

Gutachten habe erhebliche Mängel und könne nicht verwertet werden. Trotzdem könne 

er in behinderungsangepasster Tätigkeit eine rentenausschliessende Leistung 

erbringen, weshalb die Beschwerde lediglich die Vergangenheit berühre (act. G 1).

B.a. 

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Mit Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2018 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Sie weist auf das Gewicht der Beurteilung durch 

MEDAS-Gutachterstellen und auf den eine ausgewogene Gesamtbetrachtung 

gewährleistenden polydisziplinären Ansatz hin. Das Gutachten sei ausführlich 

abgefasst und die Schlussfolgerungen zusammen mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung 

seien begründet. Der Arbeitsversuch im J.___ sei im psychiatrischen Gutachten in der 

Sozialanamnese erwähnt und in der Konsensbeurteilung wiederholt thematisiert 

worden. Der psychiatrische Gutachter setze sich sodann mit den divergierenden 

ärztlichen Einschätzungen auseinander. Es sei unbestritten, dass der 

Beschwerdeführer aktuell 100 % arbeitsfähig sei in angepasster Tätigkeit. In der 

Stellungnahme vom 30. April 2018 habe der RAD festgehalten, dass retrospektiv von 

einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in angepasster Tätigkeit auszugehen sei. Dies 

begründe er mit zahlreichen Hinweisen auf eine mangelnde Compliance. Der 

Beschwerdeführer sei demnach retrospektiv so zu stellen, wie wenn er bereits damals 

den Behandlungen mit optimaler Compliance nachgekommen wäre, womit seit jeher 

von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen sei. Dies sei 

auch ohne Durchführung eines so genannten Mahn- und Bedenkzeitverfahrens der Fall, 

da dieses retrospektiv nicht mehr auferlegt werden könne (act. G 5).

B.b. 

Am 10. Oktober 2018 bewilligt die vorsitzende Richterin die unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten, unentgeltliche Rechtsverbeiständung) 

unter Vorbehalt, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Urteilsfällung noch 

immer Sozialhilfe beziehe (act. G 6).

B.c. 

Mit Replik vom 11. Dezember 2018 passt der Beschwerdeführer sein Eventual­

begehren an, es sei ihm (eine ganze Rente bis 31. März 2016, eine Dreiviertelsrente bis 

31. Dezember 2016 und) eine halbe Rente bis 31. Januar 2018 zuzusprechen. Er macht 

geltend, der Schlussbericht des J.___ werde nur unter dem Gesichtspunkt der 

dermatologischen Beschwerden bzw. der Malcompliance angesprochen, nicht aber 

unter dem Gesichtspunkt von psychiatrischen Beschwerden. Daher sei die 

Einschätzung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar bzw. ohne Beizug 

und Würdigung aller Akten gefällt worden. Gegen die PMEDA laufe ein Strafverfahren in 

zwei Fällen. Es stelle sich die Frage, ob der nicht als Gutachter amtende medizinische 

Leiter auf die Gutachter Einfluss genommen habe. Zusammen mit dem äusserst 

B.d. 

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Erwägungen

1.  

knappen, psychiatrisch nicht nachvollziehbaren Gutachten sei zumindest der Anschein 

der Befangenheit gegeben. Die PMEDA sei weniger glaubwürdig als ein Hausarzt, da 

sie wirtschaftlich von den Sozialversicherern abhängig sei und der Anschein bestehe, 

dass sie Gutachten wahrheitswidrig und mit Täuschungsabsicht zugunsten ihrer 

Auftraggeber gestalte. Sie sei für befangen zu erklären, das entsprechende Gutachten 

aus den Akten zu weisen und ein neues neutrales bidisziplinäres, dermatologisches 

und psychiatrisches Gutachten einzuholen. Eventualiter sei der Entscheid bis zum 

Vorliegen des Strafurteils vorläufig zu sistieren. Im psychiatrischen Gutachten fehle 

beispielsweise ein Mini-ICF-APP, die Auseinandersetzung mit früheren Akten sei sehr 

mager und zur Leistungsfähigkeit in der Vergangenheit heisse es lapidar, die aktuelle 

Einschätzung sei "spätestens ex nunc" gegeben. Bis zum 16. Oktober 2017 

(Verfassung des Gutachtens) habe eine Einschränkung im von den behandelnden 

Ärzten attestierten Umfang bestanden. Demnach habe er Anspruch auf eine halbe 

Rente bis Ende Januar 2018, weil sein Zustand sich aktenkundig erst am 17. Oktober 

(2017) verbessert habe (act. G 10). Er beruft sich auf einen die Problematik fehlerhafter 

Gutachten aufgreifenden Radiobeitrag vom 16. Oktober 2018 (act. G 10.1).

Die Beschwerdegegnerin verzichtet stillschweigend auf eine Duplik (act. G 12).B.e. 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine 

1.2. 

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halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

1.3. 

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen 

1.4. 

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2.  

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 

Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b; 

BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer macht im Zusammenhang mit der Anordnung einer 

polydisziplinären Begutachtung durch die PMEDA eine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs, des Anspruchs auf ein faires Verfahren und des Willkürverbots geltend.

2.1. 

Dem Beschwerdeführer wurde mit Mitteilung vom 31. März 2017 das rechtliche 

Gehör zur Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung gewährt (IV-act. 163). Am 

24. April 2017 liess er sich vernehmen, er verstehe nicht, weshalb ein interdisziplinäres 

und nicht bloss ein dermatologisch/psychiatrisches Gutachten vorgesehen sei. Weiter 

monierte er, ein aufgrund einer einzelnen ambulanten Untersuchung erhobener 

dermatologischer Befund der Hände sei nicht aussagekräftig, zumal diese nicht 

beansprucht würden, und stellte eine entsprechende Ergänzungsfrage nach der 

Beurteilung der Leistungsfähigkeit aufgrund durchgeführter Arbeitsversuche (IV-

act. 164). Die Beschwerdegegnerin bat am 18. Mai 2017 den Beschwerdeführer um 

Stellungnahme, ob das Begutachtungsverfahren fortgeführt oder ein allfälliger 

Arbeitsversuch durchgeführt werden soll (IV-act. 168). Der Beschwerdeführer 

antwortete hierauf, es habe vom 17. Februar bis 16. Mai 2014 ein Arbeitsversuch in den 

Werkstätten J.___ stattgefunden. Das Begutachtungsverfahren könne gerne fortgesetzt 

werden. Er ersuche um Berücksichtigung der Zusatzfrage unter Einbezug der Akten 

betreffend den erwähnten Arbeitsversuch (IV-act. 170).

2.2. 

Der geschilderte Hergang zeigt, dass die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer das rechtliche Gehör gewährte. Der Beschwerdeführer stellte zwar 

den Sinn einer polydisziplinären Begutachtung in Frage, sprach sich aber insbesondere 

im Schreiben vom 22. Mai 2017 (IV-act. 170) nicht mehr explizit gegen eine solche aus. 

Wenn er erst im Beschwerdeverfahren geltend macht, die polydisziplinäre 

Begutachtung habe zur Anwendung des für ihn nachteiligen Zufallsprinzips geführt, ist 

dieses Vorbringen verspätet (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 1. September 2011, 

9C_87/2011, E. 4.2). Zudem soll das für polydisziplinäre Gutachten in Art. 72  der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) festgelegte Zufallsprinzip 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gerade zu vermeiden helfen, dass eine 

konkrete Gutachterstelle aus wirtschaftlichen Interessen (Erhalt einer grossen Zahl von 

2.3. 

bis

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3.  

Aufträgen) im Sinne der beauftragenden IV-Stelle handeln könnte (vgl. BGE 137 V 239, 

E. 2.4.3 f. und S. 242, E. 3.1.1). Es führt demnach dazu, dass der den 

Gutachtensauftrag erteilenden IV-Stelle gerade nicht vorgehalten werden kann, eine 

Institution ausgewählt zu haben, die im Durchschnitt tiefere Arbeitsunfähigkeiten 

attestiere. Sodann leuchtet ein, dass die internistische Begutachtung vorliegend Sinn 

machte, um eine allfällige diesem Fachgebiet zugehörige, die dermatologische 

Symptomatik verursachende Krankheit auszuschliessen (act. G 5-4). Auch dass gegen 

die betreffende Gutachterstelle aufgrund eines sich 2013 ereigneten Vorfalls ein 

Strafverfahren eröffnet worden sei, vermag keine Befangenheit zu begründen 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2013, 9C_970/2012, E. 4). Es ist demnach 

im Rahmen der einzelnen Leistungsprüfung darüber zu befinden, ob sich aus dem 

konkreten Gutachten Anhaltspunkte für eine Befangenheit der beteiligten Gutachter 

ergibt (Urteil des Bundesgerichts vom 22. April 2020, 8C_25/2020, E. 5.1.2.2). Ein 

solcher kann per se auch nicht darin erblickt werden, dass der selbst nicht als 

Gutachter amtende Institutsleiter das Gutachten mit unterzeichnete. Er tat dies 

"aufgrund eigener Prüfung und Urteilsbildung" (IV-act. 186-34), woraus sich kein 

Hinweis auf eine Einflussnahme auf die Beurteilung der Gutachter ergibt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 19. Mai 2020, 8C_767/2019, E. 3.2). Diese müsste sich im 

einzelnen Teilgutachten zeigen. Somit war die PMEDA weder befangen noch verletzte 

die IV-Stelle das rechtliche Gehör, den Anspruch auf ein faires Verfahren oder das 

Willkürverbot. Das Gutachten ist nicht aus dem Recht zu weisen.

Der dermatologische Gutachter führte aus, der (aktuelle) klinische Befund zeige an 

den Händen ein gering ausgeprägtes Ekzem mit kleinen, umschriebenen 

Hyperkeratosen und wenigen winzigen Rhagaden. An den Füssen finde sich nur links 

ein umschriebener Ekzemherd, jedoch nicht an einer druckbelasteten Stelle (IV-

act. 186-20 f.). Der so genannte HECSI (hand eczema severity index) liege bei 7 (IV-

act. 186-17). In der bisherigen Tätigkeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. In 

angepassten Tätigkeiten (überwiegend im Sitzen zu verrichten oder wechselbelastend, 

ohne mechanische Belastung der Hände und Füsse, ohne Feuchte, extreme 

Temperaturen oder Kontakt mit hautreizenden Stoffen) bestehe eine volle 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 186-21, 27).

3.1. 

Der psychiatrische Gutachter erhob den Befund gemäss ADMP-Richtlinien und 

konnte dabei keine psychiatrische Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

diagnostizieren. Stimmung, Antrieb und affektive Schwingungsfähigkeit imponierten 

ungestört, die Kognition sei unbeeinträchtigt. Die Zukunftssorgen seien nachvollziehbar 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/18

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4.  

und als verständliche, normale Reaktion auf die somatische Grunderkrankung 

einzuordnen. Die beklagte Höhenangst sei nicht namhaft handlungsbeeinflussend oder 

-limitierend und könne bei Bedarf behandelt werden (IV-act. 186-26). Im Gegensatz 

dazu hielt der behandelnde Dr. C.___ im Bericht vom 6. März 2017 als Diagnose noch 

eine Anpassungsstörung mit Depression, Sorgen und Anspannung (ICD-10: F43.26) 

fest. Während nach ICD-10 Anpassungsstörungen vorübergehender Natur seien, treffe 

dies klinisch beim Beschwerdeführer nicht zu. Seine reaktive Störung habe in den 

vergangenen Jahren zu einer langfristigen Chronifizierung mit Beeinträchtigung seiner 

sozialen Anpassung, Lebensführung und Lebensqualität geführt. Er sei nicht in der 

Lage, seine komplexen Lebensprobleme zu verarbeiten, ertragen und schon gar nicht, 

sie kreativ zu lösen. Dennoch erachtete er nach einer Einarbeitungsphase mit einem 

Pensum von 50 % eine Steigerung auf 80 % als realistisch (IV-act. 153). Objektivierte 

Aspekte, welche der psychiatrische Gutachter nicht berücksichtigt hätte, sind aus dem 

Bericht nicht ersichtlich. Es ist daher nachvollziehbar, dass der psychiatrische 

Gutachter vom Fehlen eines die Arbeitsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigenden 

psychischen Gesundheitsschadens ausging. Mangels gravierender objektiver Befunde 

ist auch vertretbar, dass er auf die Erörterung der Kriterien gemäss Mini-ICF-APP 

verzichtete.

Das Gutachten vermag für den Zeitpunkt seiner Erstattung zu überzeugen. Diese 

aktuelle Einschätzung der Gutachter bestätigte sich während des Arbeitsversuchs bei 

der Firma I.___ vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2017 insofern, als das Ekzem an den 

Händen kaum wahrnehmbar war und der Beschwerdeführer trotz Beeinträchtigung an 

den Füssen in der Lage war, einen 100%igen Einsatz zu leisten (Verlaufsprotokoll 

Eingliederungsberatung, IV-act. 194-8 ff.). Sie wird im Beschwerdeverfahren denn auch 

zu Recht nicht mehr bestritten. Ab dem Zeitpunkt der Begutachtung ist somit von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit in überwiegend sitzenden oder wechselbelastenden 

Tätigkeiten ohne Kontakt der Hände mit Feuchtigkeit oder hautreizenden Substanzen 

und ohne starke mechanische Beanspruchung von Händen und Füssen auszugehen.

3.3. 

Zum retrospektiven Verlauf lässt sich den Akten aus dermatologischer Sicht 

Folgendes entnehmen: Der Dermatologe Dr. K.___ hielt im Verlaufsbericht vom 27. Juni 

2013 fest, der Gesundheitszustand sei stationär. Arbeiten ohne starke mechanische 

Belastung, ohne Feuchtigkeit und Kontakt zu verschiedenen Substanzen wie 

Büroarbeiten etc. seien teilzeitlich möglich. Wenn keine Verschlechterung der 

Hautverhältnisse eintrete, könne das Pensum gesteigert werden (IV-act. 31). Der HECSI 

bewegte sich im Zeitraum Mai 2012 bis Juni 2013 zwischen 74 und 61 (Bericht 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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dermatologische Klinik USZ, IV-act. 66). RAD-Ärztin Dr. D.___ ging von einer 

steigerbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % aus (Stellungnahme vom 9. August 2013, IV-

act. 37). Während der beruflichen Abklärung im J.___ vom 17. Februar bis 16. Mai 2014 

fiel den betreuenden Personen auf, dass der Beschwerdeführer die Hände nur auf 

Verlangen eincremte und sich das Hautbild nach dem Wochenende jeweils schlechter 

präsentierte (Schlussbericht vom 11. Juli 2014, IV-act. 77). Gemäss Bericht der 

dermatologischen Klinik USZ vom 15. April 2014 waren die Hände palmar wenig 

hyperkeratotisch, leicht schuppend und es fanden sich einzelne Rhagaden und 

Lichenifikationen. Der HECSI lag bei 26. Die Ärzte berichteten von einem insgesamt 

protrahierten Verlauf und therapieresistenten und refraktären Befunden und äusserten 

den Verdacht einer Malcompliance (IV-act. 66). Eine stationäre Therapie (Anpassung 

der Systemtherapie und Lokaltherapie mit Steinkohleteer) vom 23. Juni bis 11. Juli 

2014 führte zu einer deutlichen Verbesserung des Hautbefundes. Der HECSI sank von 

21 auf 8 (Austrittsbericht Dermatologische Klinik USZ vom 11. Juli 2014, IV-act. 73), so 

dass seitens der Klinik am 14. Juli 2014 festgehalten wurde, in rezidivfreien Intervallen 

sei der Beschwerdeführer grundsätzlich arbeitsfähig, während akuten Schüben 

hingegen nicht. Feuchtigkeit und starke manuelle Belastung seien zu vermeiden (IV-

act. 79). Im August und November 2014 betrug der HECSI 15 bzw. 19. Die 

dermatologische Universitätsklinik Zürich hielt im Bericht vom 14. November 2014 

weiter fest, vom Medikament Imurek habe sich kein nachweisbarer Serumspiegel 

gefunden. Insgesamt zeige sich eine Diskrepanz zwischen dem guten Ansprechen bei 

stationärer topischer Therapie und dem Verlauf unter der doch relativ hoch dosierten 

peroralen Imurek-Behandlung im ambulanten Setting. Die Vermutung liege nahe, dass 

das Imurek zumindest in den letzten Wochen nicht eingenommen worden sei, was den 

langen, frustranen Therapieverlauf miterklären würde (IV-act. 90). RAD-Ärztin Dr. D.___ 

legte dar, dass unter adaptierten Konditionen von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit 

ausgegangen werden könne, wenn der Beschwerdeführer seiner 

Selbstbehandlungspflicht nachkomme (Stellungnahme vom 17. November 2015, IV-

act. 122). Von der Klinik für Dermatologie/ Allergologie des KSSG wurde am 

3. Dezember 2015 berichtet, die aktuelle Therapie bestehe aus Imurek 100-150 mg/d 

und topischen Steoriden 2-3 x wöchentlich sowie einer guten Rückfettung und 

Hautschutzmassnahmen. Bisher seien mehrere systemische Therapien durchgeführt 

worden ohne deutliche Verbesserung. Unter Imurek sei die Situation erstmals stabil. Im 

Vergleich zu früheren Befunden sei eine Verbesserung zu verzeichnen, ganz 

beschwerdefrei sei der Beschwerdeführer jedoch auch unter Imurek nicht. Wiederholt 

komme es auch unter dieser Therapie zu Exazerbationen, wobei dann die topische 

Therapie mit Steroiden intensiviert werden müsse. Grundbausteine der Behandlung 

seien eine nachhaltige Basispflege und Rückfettung der Haut mit Cremes und Salben. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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Angepasst an die individuelle Hautbelastung müssten die Hände zusätzlich durch 

Baumwoll- oder Kunststoffhandschuhe geschützt werden. Diese Massnahmen seien 

auch vorbeugend wirksam und sollten deshalb auch nach Abheilung des Handekzems 

fortgeführt werden. Wichtig sei, dass alle Auslösefaktoren strikt ausgeschaltet und 

gemieden würden. Inwiefern sich der Beschwerdeführer an die 

Hautschutzmassnahmen halte, könne nicht beurteilt werden. Er berichte glaubhaft, sich 

an die Therapieempfehlungen zu halten. Zur genaueren Objektivierung müsste eine 

erneute Hospitalisation erfolgen (IV-act. 127). Im Arztbericht vom 14./20. März 2017 

wurde im Wesentlichen ausgeführt, aktuell bestehe ausschliesslich eine Lokaltherapie 

mit Rückfettung bzw. Pflege. Der Hautbefund sei trotz aktueller Arbeitskarenz und 

aktuell nicht durchgeführter systemischer Therapie gleichbleibend. Durch eine erhöhte 

Compliance wäre der Hautzustand der Hände sicherlich deutlich besser. In der 

bisherigen Tätigkeit (Maschinist) bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, da es bei 

starker mechanischer Belastung der Hände zu einer Verstärkung des Handekzems 

kommen könne. Gemeinsam mit dem Psychiater, dem Casemanager und dem 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers sei im August 2016 besprochen worden, dass 

in hautschonenden Tätigkeiten wie als Chauffeur, Lagerist oder im administrativen 

Bereich ab sofort eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe (IV-act. 160).

Der dermatologische Gutachter führte zum Verlauf aus, trotz intensiver 

therapeutischer Massnahmen, die faktisch das gesamte zur Verfügung stehende 

Spektrum erfasst hätten, einschliesslich invasiver Systemtherapien mit 

Immunsuppressiva und Immunmodulatoren, habe in den Jahren zwischen 2011 und 

2014 keine relevante Besserung des Befunds erreicht werden können. Das hohe Mass 

an Therapieresistenz trotz maximaler Therapie sei ungewöhnlich. Aktenkundig sei 

mehrfach eine Malcompliance erwogen worden und eine Blutspiegelbestimmung habe 

den Verdacht ergeben, dass die verordneten Tabletten nicht oder nicht ausreichend 

eingenommen worden seien. Im Jahr 2015 sei eine deutliche Verbesserung des 

Befundes eingetreten, ohne dass hierfür ein Therapieeffekt sichtbar geworden sei. Die 

verwendete Therapie könne kaum ursächlich sein, denn seit etwa diesem Zeitpunkt 

seien sämtliche, normalerweise deutlich wirksameren systemischen Therapien 

abgesetzt und nur noch eine lokale Therapie mit einer Kortisonsalbe durchgeführt 

worden (IV-act. 186-20). Aufgrund der dermatologischen Grunderkrankung besteht 

gemäss den Gutachtern in der angestammten Tätigkeit seit deren Beginn im Jahr 2011 

keine Arbeitsfähigkeit mehr (IV-act. 186-27). Retrospektiv sei seit Beginn der 

Erkrankung zumindest phasenweise eine erheblich höhergradige kutane Manifestation 

präsent gewesen. Unter Mitberücksichtigung der psychiatrischen Befunde gelte die 

Einschätzung spätestens ex nunc (IV-act. 186-32).

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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5.  

Hinsichtlich des psychiatrischen Teilgutachtens rügt der Beschwerdeführer, dass 

der Schlussbericht über die berufliche Abklärung der J.___ Werkstätten vom 11. Juli 

2014 (IV-act. 77) nicht gewürdigt worden sei, obwohl dieser wesentlich sei. Die 

ambulante Therapie war offenbar von November 2013 bis mindestens Februar 2014 

sistiert (IV-act. 53; IV-act. 76). Im Arztbericht vom 24. Februar 2014 führte Dr. C.___ 

aus, eine psychische Einschränkung sei unter den gegenwärtigen Umständen durch 

mangelnde Motivation aufgrund subjektiver Aussichtslosigkeit therapeutischer 

Massnahmen zwar vorhanden, begründe aber keine Arbeitsunfähigkeit. Sie sei 

unmittelbare Folge der körperlichen Einschränkung (IV-act. 53-3). Im Bericht der 

Werkstätten J.___ wurde unter anderem festgehalten, der Beschwerdeführer habe 

seine Beeinträchtigung nicht akzeptieren und keine Strategie für einen besseren 

Umgang damit finden können. Er habe genau gearbeitet, sei vorbildlich strukturiert, 

arbeite speditiv mit logischen Abläufen und optimiere für sich selber die Arbeitsabläufe. 

Er habe im Umgang mit Druck keine Probleme gezeigt, die Ruhe bewahrt und nicht 

nervös gewirkt. Im geschützten Bereich sei eine Leistung von nahezu 50 % erreicht 

worden, was noch nicht den Erwartungen im ersten Arbeitsmarkt entspreche (IV-

act. 77-4 f.). Daraus geht hervor, dass sich beim Arbeitstraining keine weiteren 

psychischen Einschränkungen zeigten als die reaktive Fixierung auf die 

Ekzemproblematik, welche Dr. C.___ wiederum in seinem Bericht vom 6. März 2017 

(IV-act. 153; vgl. E. 3.2) beschrieb. Zur Zeit der Berichterstattung vom März 2017 und 

der Begutachtung vom 2. August 2017 fand je nach Bedarf alle ein bis zwei Monate 

eine psychotherapeutische Sitzung statt (IV-act. 153-2; IV-act.182-22). Aufgrund des 

geschilderten Zusammenhangs zwischen körperlichem und psychischem 

Gesundheitszustand erscheint nachvollziehbar, dass aus psychiatrischer Sicht nie eine 

über die dermatologisch begründete hinausgehende Arbeitsunfähigkeit attestiert 

wurde. Insbesondere erfolgte auch die Einschätzung im Arztbericht vom 6. März 2017 

sozusagen im bidisziplinären Konsens (vgl. IV-act. 153).

4.3. 

Wegen der dermatologischen Grunderkrankung besteht gemäss den Gutachtern in 

der angestammten Tätigkeit seit deren Beginn im Jahr 2011 keine Arbeitsfähigkeit 

mehr (IV-act. 186-27). Allerdings wurde erst ab 12. März 2012 erstmals eine 

Arbeitsunfähigkeit attestiert (Fremdakten, act. 1-1; IV-act. 4). Ein allfälliger 

Rentenanspruch besteht somit erst ab 1. März 2013 (Erfüllung des Wartejahres gemäss 

Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, Ablauf der Frist seit Anmeldung am 6. August 2012 gemäss 

Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG).

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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Aus dermatologischer Sicht trat eine massgebliche Verbesserung während der 

stationären Behandlung im Juli 2014 ein. Von der Klinik für Dermatologie/Allergologie 

des KSSG wurde am 3. Dezember 2015 von einem unter Imurek erstmals stabilen 

Zustand berichtet (IV-act. 127). Die Dosis dieses Medikaments wurde während der 

Hospitalisation (und offenbar später nochmals) gesteigert und im Plasma 

nachgewiesen (Austrittsbericht Dermatologische Klinik USZ, IV-act. 73-2). Der 

verbesserte Hautzustand dauerte allerdings nach Absetzen der systemischen Therapie 

an (Arztbericht Klinik für Dermatologie/ Allergiologie KSSG vom 14./20. März 2017, IV-

act. 160). Mit Blick auch auf den Verlauf des HECSI (vgl. E. 4.1 vorstehend) ist davon 

auszugehen, dass der Gesundheitszustand bereits seit der Hospitalisation im Juli 2014 

auf dem Niveau war, wie er sich bei der Begutachtung zeigte. Somit besteht, unter 

Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV, ab 1. November 2014 kein Anspruch auf eine 

Invalidenrente.

5.2. 

Für den Zeitraum vom 1. März 2013 bis 1. Juli 2014 wurde vom RAD eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert (Stellungnahmen vom 9. August 2013, IV-act. 37, 

und vom 3. März 2014, IV-act. 56). Der dermatologische Gutachter erwähnte und zog 

damit in Betracht, dass von den behandelnden Ärzten eine Malcompliance erwogen 

worden sei und eine Blutspiegelbestimmung den Verdacht ergeben habe, dass der 

Beschwerdeführer die verordneten Tabletten nicht oder nicht ausreichend 

eingenommen habe (IV-act. 186-20). Er gab jedoch hierzu keinen weiteren Kommentar 

bzw. keine eigene Einschätzung ab. Dass damals eine konsequentere Handpflege zu 

einer Verbesserung des Ekzems geführt hätte, ist somit nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Es wurde denn auch kein formelles Mahn- und 

Bedenkzeitverfahren nach Massgabe von Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 7b IVG 

eingeleitet, wofür im Übrigen auch das Vorhandensein eines invalidisierenden 

Gesundheitsschadens bzw. der Eintritt eines Versicherungsfalles vorausgesetzt wird 

(vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts vom 29. August 2016, 9C_165/2016, E. 5.2 und 

E. 6; vom 4. November 2016, 9C_391/2016, E. 3.4 betreffend Angststörung; vom 

16. Februar 2017, 9C_682/2016, E. 3.2 f. betreffend wahnhafte Störung und paranoide 

Schizophrenie, vgl. auch U. Kieser, Kommentar ATSG, 4. Aufl., Zürich 2020, N 36 zu 

Art. 7 ATSG und S. Frankhauser, Invalidität und Schadenminderungspflicht, Zur 

Erforderlichkeit eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens, in: U. Kieser [Hrsg.], 

November-Tagung zum Sozialversicherungsrecht 2019, Zürich/St. Gallen, 2020, 

S. 123 ff.). Somit hat der Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. März 2013 bis 

31. Oktober 2014 einen auf einer 50%igen Arbeitsfähigkeit basierenden 

Rentenanspruch.

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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6.  

7.  

Der Beschwerdeführer war bis Ende 2012 als Betriebsmitarbeiter bei der Firma 

B.___ angestellt und erzielte zusätzlich ein Nebeneinkommen. Vor Eintritt des 

Gesundheitsschadens erzielte er im Jahr 2011 gemäss IK-Auszug Einkommen von Fr. 

68'127.-- und Fr. 4'320.-. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis zum 

Jahr 2012 (Bundesamt für Statistik [BFS], Lohnentwicklung, T 39, Indices Männer: 

2011: 2171; 2012: 2188) ergibt sich ein aufgewertetes Einkommen von insgesamt 

Fr. 73'014.-- ([Fr. 68'127.-- + Fr. 4'320.--] : 2171 x 2188; vgl. Auszug aus dem 

individuellen Konto [IK], IV-act. 99). Da keine Gründe ersichtlich sind, weshalb sich das 

Einkommen des Beschwerdeführers ohne Eintritt des Gesundheitsschadens im 

Folgenden nicht weiterhin in derselben Höhe bewegt hätte, ist das Einkommen des 

Jahres 2011 als Validenbasis zu verwenden.

6.1. 

Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist vom Durchschnitt gemäss 

Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 des Bundesamtes für Statistik (BFS), 

Kompetenzniveau 1, Männer, von Fr. 65'177.-- auszugehen. In Anbetracht der 

Adaptionskriterien, insbesondere der Notwendigkeit der Vermeidung des Kontakts mit 

hautirritierenden Stoffen und Feuchtigkeit, erscheint ein Tabellenlohnabzug von 10 % 

begründet. Das Invalideneinkommen beträgt somit bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % 

Fr. 29'330.-- (Fr. 65'177.-- x 0,9 x 0,5).

6.2. 

Ausgehend vom aufgewerteten Einkommen des Jahres 2011 von Fr. 73'014.-- 

ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 59,8 %, der auf 60 % aufzurunden ist (BGE 130 V 

121). Damit hat der Beschwerdeführer für den Zeitraum ab 1. März 2013 Anspruch auf 

eine Dreiviertelsrente. Aufgrund der bis 1. Juli 2014 attestierten Arbeitsfähigkeit von 

50 % ist dieser befristet bis am 31. Oktober 2014 (Art. 88a Abs. 1 IVV).

6.3. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 26. Juni 2018 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung vom 1. März 2013 bis 31. Oktober 

2014 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

7.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die 

7.2. 

bis

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 26. Juni 2018 auf­

gehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung vom 1. März 2013 bis 31. Oktober 

2014 eine Dreiviertelsrente zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

zu bezahlen.

Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden 

Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Die Festlegung einer 

Entschädigung aus unentgeltlicher Rechtsverbeiständung erübrigt sich bei diesem 

Prozessausgang.

7.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.09.2020
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 21 Abs. 4 IVG: Das Gutachten legt beweiskräftig fest, dass ab dem Zeitpunkt der Begutachtung in adaptierter Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliegt. Retrospektiv äussert es sich nicht zur Arbeitsfähigkeit. Aufgrund des Aktenverlaufs und von RAD-Stellungnahmen ist vom 1. März 2013 bis 1. Juli 2014 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Der Beschwerdeführer hat daher befristet vom 1. März 2013 bis 31. Oktober 2014 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. September 2020, IV 2018/276).

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