# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5da7e4e6-6748-5efa-8986-5fecf646f886
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-05-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.05.2018 D-2949/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2949-2018_2018-05-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2949/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  M a i  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter Yannick Antoniazza-Hafner;   

Gerichtsschreiberin Sandra Sturzenegger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch lic. iur. LL.M. Susanne Sadri,  

Asylhilfe Bern,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 14. Mai 2018 / N (…). 

 

 

 

D-2949/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 19. April 2018 im Empfangs- und Verfah-

renszentrum (EVZ) B._______ um Asyl nachsuchte und in der Folge per 

Zufallsprinzip dem Testbetrieb des Verfahrenszentrums (VZ) Zürich zuge-

wiesen wurde,  

dass ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der „Eurodac“-Datenbank 

durch das SEM unter anderem ergab, dass er am (…) 2015 in Österreich 

um Asyl nachsuchte,  

dass am 30. April 2018 – im Beisein der dem Beschwerdeführer zugewie-

senen Rechtsvertretung – das persönliche Gespräch gemäss Art. 5 der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), 

stattfand, 

dass dem Beschwerdeführer dabei – nach dessen Ausführungen zu sei-

nem erfolglos durchlaufenen Asylverfahren in Österreich – das rechtliche 

Gehör zur Zuständigkeit dieses Dublin-Mitgliedstaates und einer Rückkehr 

dorthin gewährt wurde,  

dass er diesbezüglich auf seinen negativen Entscheid verwies und vor-

brachte, sein Anwalt in Österreich habe ihm mitgeteilt, dass er keine Chan-

ce habe, in Österreich zu bleiben, 

dass dem Beschwerdeführer auch das rechtliche Gehör zu seinem Ge-

sundheitszustand gewährt wurde, wobei er geltend machte, er sei psy-

chisch belastet, 

dass die (vormalige) Rechtsvertretung des Beschwerdeführers am 14. Mai 

2018 eine Stellungnahme zum Entscheidentwurf des SEM vom 9. Mai 

2018 einreichte, 

dass der Beschwerdeführer darin (erneut) geltend machte, er habe in Ös-

terreich – im Gegensatz zu seinem Bruder, der dort einen positiven Ent-

scheid erhalten habe – einen negativen Entscheid mit Wegweisung erhal-

ten, obwohl seine Asylgründe mit denjenigen seines Bruders identisch sei-

en, 

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Seite 3 

dass die österreichischen Behörden ihn bei einer Rückkehr nach Öster-

reich nach Afghanistan ausschaffen würden, wovor er grosse Angst habe, 

dass er unter Schlaflosigkeit und psychischen Problemen leide, weswegen 

er einen Arzt aufgesucht und Medikamente erhalten habe, 

dass er dem Arzt mitgeteilt habe, dass er sich das Leben nehmen werde, 

sollte er nach Österreich zurückgebracht werden, 

dass mit der Stellungnahme ein ärztlicher Bericht zu einer psychiatrischen 

Konsultation am 4. Mai 2018 eingereicht wurde, 

dass das SEM mit Verfügung vom 14. Mai 2018 – tags darauf eröffnet – in 

Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylge-

such des Beschwerdeführers nicht eintrat, dessen Wegweisung aus der 

Schweiz nach Österreich anordnete und ihn aufforderte, die Schweiz (spä-

testens) am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-

deführer verfügte, 

dass die (vormalige) Rechtsvertretung des Beschwerdeführers dem SEM 

mit Schreiben vom 15. Mai 2018 die Beendigung des Mandatsverhältnis-

ses anzeigte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Mai 2018 – handelnd 

durch die rubrizierte Rechtsvertreterin – gegen die Verfügung des SEM 

vom 14. Mai 2018  beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei in materieller Hinsicht beantragte, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, das Recht auf Selbsteintritt aus-

zuüben und auf sein Asylgesuch einzutreten, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Wiederherstellung der auf-

schiebenden Wirkung und um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses er-

suchte, 

dass auf die Begründung der Beschwerdebegehren und die eingereichten 

Beweismittel – soweit für den Entscheid wesentlich – in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen wird,  

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dass die vorinstanzlichen Akten am 23. Mai 2018 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass aufgrund der Zuweisung des Beschwerdeführers in den Testbetrieb 

des VZ Zürich die Testphasenverordnung vom 4. September 2013 (TestV, 

SR 142.318.1) zur Anwendung gelangt (Art. 1 und Art. 4 Abs. 1 TestV), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz des Gerichts grund-

sätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 

Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 

E. 2.2, je m.w.H.), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag abgelehnt 

wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat  

oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufent-

haltstitel aufhält, nach Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 wieder aufzu-

nehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

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wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht zwingend auszuüben ist, wenn 

die Durchsetzung einer Zuständigkeit gemäss Dublin-III-VO eine Verlet-

zung der EMRK bedeuten würde (vgl. FILZWIESER/SPRUNG, Dublin III-Ver-

ordnung, Wien 2014, K2 zu Artikel 17), 

dass das Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkretisiert 

wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestimmung „aus hu-

manitären Gründen“ auch dann behandeln kann, wenn dafür gemäss Dub-

lin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der „Eu-

rodac“-Datenbank – wie bereits erwähnt – unter anderem ergab, dass er 

am (…) 2015 in Österreich ein Asylgesuch eingereicht hatte, 

dass das SEM gestützt auf diesen „Eurodac“-Treffer die österreichischen 

Behörden am 3. Mai 2018 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers 

gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO ersuchte, wobei es auch auf 

die daktyloskopische Erfassung des Beschwerdeführers in Griechenland 

hinwies, 

dass die österreichischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 

9. Mai 2018 gestützt auf dieselbe Bestimmung ausdrücklich zustimmten, 

dass die Zuständigkeit Österreichs somit grundsätzlich gegeben ist, was in 

der Beschwerde nicht bestritten wird, 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Österreich würden 

systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmensch-

lichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 EU-Grund-

rechtecharta mit sich bringen, 

dass Österreich Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967  

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(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, Österreich anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass das unsubstanziierte Beschwerdevorbringen, die österreichische(n) 

Politiker und Regierung würden seit der letzten Wahl ein besonders schar-

fes und deutlich inhumanes Vorgehen gegen Asylsuchende führen, nicht 

geeignet ist, eine Änderung dieser Einschätzung zu bewirken, 

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde – unter Einreichung einer 

Kopie der österreichischen „Karte für subsidiär Schutzberechtigte“ seines 

Bruders und unter Hinweis auf die Situation in seinem afghanischen Her-

kunftsort – im Wesentlichen geltend macht, sein Asylverfahren in Öster-

reich sei unfair und unrechtmässig gewesen, 

dass ihm im Falle einer Rückkehr nach Österreich eine Festnahme und 

Ausschaffung drohe, welche namentlich gegen das Non-Refoulement-Ge-

bot und Art. 3 EMRK verstosse, 

dass der Beschwerdeführer mithin die Anwendung von Art. 17 Abs. 1 Dub-

lin-III-VO respektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert,  

dass die schweizerischen Behörden zwar dafür sorgen müssen, dass der 

Beschwerdeführer im Falle einer Überstellung nach Österreich nicht einer 

dem internationalen Recht und insbesondere Art. 3 EMRK widersprechen-

den Behandlung oder der Gefahr der Rückschiebung ausgesetzt ist, 

dass es allerdings angesichts der Vermutung, wonach der zuständige 

Staat die völkerrechtlichen Verpflichtungen einhalte, dem Beschwerdefüh-

rer obliegt, diese Vermutung umzustossen, wobei er ernsthafte Anhalts-

punkte vorzubringen hat, dass die Behörden des in Frage stehenden Staa-

tes in seinem konkreten Fall das Völkerrecht verletzen und ihm nicht den 

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notwendigen Schutz gewähren oder ihn menschenunwürdigen Lebensum-

ständen aussetzen würden (vgl. etwa das Urteil des BVGer E-577/2017 

vom 6. April 2017 E. 5.2.1 m.w.H.),  

dass der Beschwerdeführer mit dem Hinweis auf sein erfolglos durchlaufe-

nes Asylverfahren in Österreich und die subsidiäre Schutzgewährung sei-

nes Bruders (bei angeblich gleichem Fluchtgrund und gleichem letzten Auf-

enthaltsort im Heimatland) keine ausreichend konkreten Anhaltspunkte 

geltend zu machen vermag, dass Österreich seine staatsvertraglichen Ver-

pflichtungen in seinem Fall missachten und ihn unter Missachtung des 

Non-Refoulement-Gebotes oder von Art. 3 EMRK in seinen Heimatstaat 

zurückschaffen würde, 

dass mithin – wie bereits das SEM in der angefochtenen Verfügung fest-

hielt – keine begründeten Hinweise vorliegen, dass Österreich das Asyl- 

und Wegweisungsverfahren des Beschwerdeführers nicht korrekt durch-

geführt hätte, 

dass sich den Angaben des Beschwerdeführers denn auch entnehmen 

lässt, dass er in Österreich Zugang zu einem rechtsstaatlichen Verfahren 

im Sinne des Dublin-Systems hatte (vgl. Akten SEM A13), 

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, allfällige neuerliche Einwände ge-

gen eine Überstellung in seinen Heimatstaat bei den österreichischen Be-

hörden geltend zu machen, 

dass weder allfällige Vollzugsmassnahmen in Österreich noch der psychi-

sche Gesundheitszustand des Beschwerdeführers einer Überstellung nach 

Österreich entgegensteht, 

dass bezüglich seines Gesundheitszustandes auf die entsprechenden, zu-

treffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen wer-

den kann, denen auf Beschwerdeebene nichts entgegenhalten wird,  

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

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dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-

sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhal-

ten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht ein-

räumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch 

BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass die weiteren Beschwerdevorbringen nicht geeignet sind, eine Ände-

rung dieser Einschätzung zu bewirken, 

dass das SEM sodann – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer 

gültigen Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – zu Recht in An-

wendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Österreich angeordnet 

hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

des SEM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich die Anträge auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung und 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstandslos 

erweisen, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.–  

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Sandra Sturzenegger 

 

 

Versand: