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**Case Identifier:** c895a7a2-79e6-5143-99a6-be8b916481b5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-05-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.05.2019 A-750/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-750-2019_2019-05-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-750/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  M a i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), 

Richterin Annie Rochat Pauchard, 

Richter Raphaël Gani, 

Gerichtsschreiber Beat König. 
 

 
 

Parteien 
 X._______ AG, …, 

vertreten durch Prof. Dr. Urs Behnisch, Rechtsanwalt, …, 

Gesuchstellerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, 

Stempelabgaben,  

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,   

Vorinstanz,  

 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Begehren um Revision des Urteils des Bundesverwaltungs-

gerichts A-592/2016 vom 18. April 2018. 

 

 

 

A-750/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Gestützt auf eine von ihrer Abteilung für Strafsachen und Untersuchungen 

durchgeführte besondere Untersuchung Sinne von Art. 190 ff. des Bundes-

gesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG, 

SR 642.11) gelangte die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) zur 

Überzeugung, dass eine Widerhandlung gegen die Verwaltungsgesetzge-

bung des Bundes aufgrund der Erfüllung des objektiven Tatbestandes der 

Steuerhinterziehung im Sinne von Art. 61 Bst. a des Verrechnungssteuer-

gesetzes vom 13. Oktober 1965 (VStG, SR 642.21) (Vorenthalten der Ver-

rechnungssteuer) gegeben sei, weil die Y._______ AG (nachfolgend: die 

Steuerpflichtige) in den Jahren 2005-2008 entrichtete geldwerte Leistun-

gen nicht ordnungsgemäss deklariert habe und die entsprechenden Steu-

erbeträge nicht entrichtet worden seien. Mit Entscheid Nr. *** vom 11. Juni 

2015 verfügte die ESTV daher, dass ihr die Steuerpflichtige gestützt auf 

Art. 12 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungs-

strafrecht (VStrR, SR 313.0) Fr. 60'449'899.80 Verrechnungssteuern nach-

zuentrichten habe. Ferner ordnete die ESTV an, dass die Steuerpflichtige 

auf dem genannten Steuerbetrag ab Fälligkeit einen Verzugszins von 5 % 

bis zum Tag der Entrichtung schulde.  

B.  

Eine hiergegen erhobene Einsprache wies die ESTV mit Einspracheent-

scheid vom 18. Dezember 2015 vollumfänglich ab, wobei sie auch die Fäl-

ligkeitszeitpunkte für die Berechnung des geschuldeten Verzugszinses 

festlegte.  

C.  

Gegen den genannten Einspracheentscheid liess die Steuerpflichtige mit 

Eingabe vom 28. Januar 2016 Beschwerde an das Bundesverwaltungsge-

richt erheben.  

D.  

Mit Teilurteil und Zwischenentscheid A-592/2016 vom 22. Juni 2017 stellte 

das Bundesverwaltungsgericht fest, dass die ESTV für das Steuerjahr 

2005 infolge Verjährung zu Unrecht unter anderem einen Steuerbetrag von 

Fr. 2'896'291.60 zuzüglich Verzugszins gefordert hatte. Als noch nicht ver-

jährt qualifizierte das Gericht hingegen allfällige Verrechnungssteuerforde-

rungen (samt Verzugszins) auf im Steuerjahr 2005 (nach Auffassung der 

ESTV) erbrachten geldwerten Leistungen in der Höhe von 

Fr. 156'012'605.55 im Zusammenhang mit per Ende 2005 unter dem 

A-750/2019 

Seite 3 

Konto *** der Steuerpflichtigen verbucht gewesenen Darlehensverbindlich-

keiten von Fr. 188'022'941.55. Als ebenso wenig verjährt erachtete 

das Bundesverwaltungsgericht sodann die streitbetroffenen (allfälligen) 

Verrechnungssteuerforderungen betreffend die Steuerjahre 2006-2008 

(mitsamt des darauf [allenfalls] geschuldeten Verzugszinses).  

Dispositiv-Ziff. 1 des Teilurteils und Zwischenentscheids lautet wie folgt:  

«Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. Der 

angefochtene Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 18. Dezember 2015 

wird insoweit aufgehoben, als die ESTV damit sinngemäss angeordnet hat, 

dass die Beschwerdeführerin ihr für das Steuerjahr 2005 im Sinne der vorste-

henden Erwägungen verjährte Verrechnungssteuerforderungen im Betrag von 

Fr. 2'896'291.60 sowie Verzugszins von 5 % auf diesem Betrag schulde und 

unverzüglich zu entrichten habe.» 

E.  

Mit Urteil A-592/2016 vom 18. April 2018 ordnete das Bundesverwaltungs-

gericht unter teilweiser Gutheissung der Beschwerde im Sinne der Erwä-

gungen an, dass der angefochtene Einspracheentscheid der ESTV vom 

18. Dezember 2015 über Dispositiv-Ziff. 1 des Teilurteils und Zwischenent-

scheids des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Juni 2017 hinausgehend 

insoweit aufgehoben wird, als damit sinngemäss angeordnet wurde, dass 

die Steuerpflichtige für das Jahr 2008 im Zusammenhang mit einem Ver-

zicht auf die Erhebung einer Pfandstellungskommission Verrechnungs-

steuern von Fr. 108'110.80 sowie Verzugszins auf diesem Betrag schuldet 

und unverzüglich zu entrichten habe. In diesem Punkt wies das Bundes-

verwaltungsgericht die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung und zu 

neuem Entscheid an die ESTV zurück. Im Übrigen wies das Gericht die 

Beschwerde, soweit darüber nicht bereits am 22. Juni 2017 verfahrensab-

schliessend befunden wurde, ab.  

F.  

Die Steuerpflichtige erhob am 22. Mai 2018 gegen die beiden Entscheide 

des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Juni 2017 und 18. April 2018 Be-

schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht.  

Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist zurzeit noch hängig (Verfahren 

Nr. 2C_450/2018).  

G.  

Mit Eingabe vom 12. Februar 2019 liess die X._______ AG (nachfolgend: 

Gesuchstellerin), welche die Y._______ AG durch Fusion übernommen 

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Seite 4 

hatte, beim Bundesverwaltungsgericht beantragen, unter Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen sei dessen Urteil A-592/2016 vom 18. April 2018 «zu 

revidieren und von der Erhebung der Verrechnungssteuer auf der unter-

stellten geldwerten Leistung im Jahre 2005 von CHF 156'012'605.55 sowie 

der entrichteten Zinsen von CHF 8'117'387.- in den Jahren 2005 bis 2008 

sei abzusehen». Im Sinne von Beweisofferten beantragte die Gesuchstel-

lerin dabei die Einvernahme von A._______, B._______ und C._______ 

als Zeugen oder Auskunftspersonen.  

H.  

Das Bundesverwaltungsgericht rubrizierte das Revisionsgesuch unter der 

Geschäfts-Nr. A-750/2019. Mit Zwischenverfügung vom 19. Februar 2019 

teilte es den Verfahrensbeteiligten mit, dass sich der Spruchkörper für den 

Entscheid in der Sache aus Richterin Marianne Ryter (Instruktionsrichterin 

und mögliche Einzelrichterin), Richterin Annie Rochat Pauchard und Rich-

ter Raphaël Gani zusammensetze. Ebenfalls wurde über die Einsetzung 

von Gerichtsschreiber Beat König informiert und den Verfahrensbeteiligten 

Frist bis zum 12. März 2019 eingeräumt, um ein allfälliges Ausstandsbe-

gehren gegen die genannten Personen einzureichen.  

I.  

Mit Eingabe vom 8. März 2019 verlangte die Gesuchstellerin den Ausstand 

von Richterin Marianne Ryter und von Gerichtsschreiber Beat König. 

J.  

Mit Zwischenentscheid A-1184/2019 vom 23. April 2019 wies das Bundes-

verwaltungsgericht das erwähnte Ausstandsbegehren kostenpflichtig ab.  

K.  

Auf die Vorbringen der Gesuchstellerin und die eingereichten Akten wird, 

soweit entscheidwesentlich, im Folgenden eingegangen.  

 

  

A-750/2019 

Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung von Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide der ESTV betreffend gestützt auf Art. 12 

VStrR erhobene Nachforderungen von Verrechnungssteuern auf geldwer-

ten Leistungen zuständig (vgl. Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, 

VwVG, SR 172.021] in Verbindung mit Art. 31 des Bundesgesetzes vom 

17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichts-

gesetz, VGG, SR 173.32] sowie Art. 33 Bst. d VGG). Es ist ausserdem 

zuständig für die Revision von Urteilen, die es in seiner Funktion als Be-

schwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1; Urteil des BVGer 

E-5839/2018 vom 16. Januar 2019 E. 1.1).  

2.  

Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des Bundesver-

waltungsgerichts die Art. 121-128 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 

über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110) sinn-

gemäss. Nach Art. 47 VGG findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Re-

visionsgesuches Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung. 

3.  

3.1 Gemeinhin wird das Revisionsgesuch als ausserordentliches Rechts-

mittel bezeichnet, das sich gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeent-

scheid richtet. Wird das Gesuch gutgeheissen, beseitigt dies die Rechtkraft 

des angefochtenen Urteils und die bereits entschiedene Streitsache ist neu 

zu beurteilen (vgl. Urteile des BVGer E-5839/2018 vom 16. Januar 2019 

E. 1.3, A-1328/2018 vom 18. April 2018 E. 1.3.2; ANDRÉ MOSER et al., Pro-

zessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, N. 5.36). 

3.2  

3.2.1 Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile 

aus den in Art. 121-123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (vgl. Art. 45 

VGG).  

Gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG kann in öffentlich-rechtlichen Angele-

genheiten die Revision eines Urteils verlangt werden, wenn die ersu-

chende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entschei-

dende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibrin-

gen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst 

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nach dem Entscheid entstanden sind. Revisionsweise eingereichte Be-

weismittel sind dann beachtlich, wenn sie entweder die neu erfahrenen er-

heblichen Tatsachen belegen oder geeignet sind, dem Beweis von Tatsa-

chen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, 

aber zum Nachteil der gesuchstellenden Partei unbewiesen geblieben 

sind (vgl. MOSER et al., a.a.O., N. 5.48). Nach dem Urteilszeitpunkt ent-

standene Beweismittel sind jedoch unzulässig, und auf ein unter Berufung 

auf ein solches Beweismittel gestelltes Revisionsgesuch ist nicht einzutre-

ten (Grundsatzurteil BVGE 2013/22 E. 6 ff.; Urteil des BVGer E-5839/2018 

vom 16. Januar 2019 E. 4.1; MOSER et al., a.a.O., N. 5.49; vgl. ferner Urteil 

des BGer 2F_23/2017 vom 9. Januar 2018 E. 3.2). Entsprechende Beweis-

mittel sind auf dem Weg des Wiedererwägungsgesuchs bei derjenigen Be-

hörde einzureichen, welche die Ausgangsverfügung erlassen 

hat (vgl. BVGE 2013/22 E. 12.3; Urteil des BVGer E-5839/2018 vom 

16. Januar 2019 E. 4.1; MOSER et al., a.a.O., N. 5.49). Nach der Recht-

sprechung ist das Gericht dabei nicht verpflichtet, bei ihm eingereichte Re-

visionsgesuche, die mit erheblichen, neu entstandenen Beweismitteln be-

gründet werden und auf die im Rahmen eines Revisionsverfahrens nicht 

einzutreten ist, von Amtes wegen zur Behandlung als Wiedererwägungs-

gesuche an die Vorinstanz des Gerichts zu überweisen (BVGE 2013/22 

E. 12.3).  

3.2.2 Als ausserordentliches Rechtsmittel ist die Revision gegenüber dem 

ordentlichen Rechtsmittel der Beschwerde subsidiär. Daher hat eine Partei 

einen Revisionsgrund als Beschwerdegrund im ordentlichen Rechtsmittel-

verfahren geltend zu machen, wenn ihr dies möglich und zumutbar 

ist (BGE 138 II 386 E. 5.1, mit Hinweisen; vgl. auch Art. 46 VGG).  

Im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren dürfen neue Tatsachen und 

Beweismittel (Noven) nur so weit vorgebracht werden, als der Entscheid 

der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ist diese Vorausset-

zung nicht erfüllt, können Revisionsgründe ausschliesslich im Rahmen ei-

nes Revisionsverfahrens geprüft werden (BGE 138 II 386 E. 5.2).  

3.3 Das Bundesgericht hatte in BGE 138 II 386 darüber zu befinden, 

ob der Umstand, dass der Eintritt der Rechtskraft eines vorinstanzlichen 

kantonalen Entscheids durch eine beim ihm hängige Beschwerde in öffent-

lich-rechtlichen Angelegenheiten an sich gehemmt wird, der Zulässigkeit 

einer kantonalen Revision entgegensteht. Es kam dabei zum Schluss, 

«dass eine Vorinstanz des Bundesgerichts auf ein Revisionsgesuch nicht 

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einzig mit der Begründung nicht eintreten darf, gegen den zu revidieren-

den Entscheid sei Beschwerde beim Bundesgericht erhoben wor-

den» (BGE 138 II 386 E. 6.4, auch zum Folgenden). Stattdessen habe – 

so das Bundesgericht – «die Vorinstanz während der Hängigkeit des bun-

desgerichtlichen Beschwerdeverfahrens das bei ihr eingereichte Revisi-

onsgesuch auf der Grundlage des für sie massgeblichen Prozessrechts 

allseitig zu prüfen und ihren Entscheid allenfalls zu revidieren». Das Bun-

desgericht erklärte ferner, in einer entsprechenden Konstellation habe die 

Vorinstanz, um in Bezug auf die Frage, ob ein Revisionsgrund auch ein vor 

Bundesgericht zulässiges Novum sein könnte, Widersprüche mit einer ab-

weichenden Qualifikation im späteren Bundesgerichtsentscheid zu vermei-

den, von einer eigenständigen Prüfung dieser Frage sowie einem so be-

gründeten Nichteintreten auf das Revisionsgesuch unter Hinweis auf den 

Grundsatz der Subsidiarität der Revision abzusehen.  

Das Bundesgericht machte die erwähnten Ausführungen, die es in späte-

ren Urteilen bestätigt hat (Urteile 9C_502/2017 vom 21. September 2017, 

2F_14/2013 und 2F_15/2013 vom 1. August 2013 E. 4.1) zwar – wie aus-

geführt – anlässlich eines Falles, bei welcher die Revision eines kantona-

len Urteils in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zur Debatte stand. In-

dessen können seine Erwägungen ohne Weiteres auch für Konstellationen 

Geltung beanspruchen, bei welchen es um die Frage der Zulässigkeit der 

Revision eines Urteiles des Bundesverwaltungsgerichts als Vorinstanz des 

Bundesgerichts geht (in diesem Sinne auch MOSER et al., a.a.O., N. 5.39a).  

3.4 Im Revisionsgesuch ist mindestens sinngemäss anzugeben, welcher 

der im Gesetz abschliessend aufgeführten Revisionsgründe angerufen 

wird, inwiefern Anlass für dessen Geltendmachung besteht, und welche 

Änderung des früheren Entscheids gefordert wird (vgl. Art. 47 VGG in Ver-

bindung mit Art. 67 Abs. 3 VwVG sowie MOSER et al., a.a.O., N. 5.68, mit 

weiteren Hinweisen). Genügt das Revisionsgesuch den Anforderungen an 

das Begehren und die Begründung nicht, hat das Gericht dem Beschwer-

deführer eine kurze Nachfrist zur Verbesserung einzuräumen, es sei denn, 

das Begehren stellt sich als offensichtlich unzulässig heraus (Art. 47 VGG 

in Verbindung mit Art. 67 Abs. 3 VwVG in Verbindung mit Art. 52 Abs. 2 

VwVG; vgl. auch MOSER et al., a.a.O., N. 5.68 und 5.74).  

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Seite 8 

Ergibt sich im Rahmen einer summarischen Prüfung nach Eingang eines 

Revisionsgesuches, dass dieses offensichtlich unzulässig oder unbegrün-

det ist, indem kein Revisionsgrund in einigermassen plausibler Weise be-

hauptet wird, ist auf das Gesuch ohne Weiterungen nicht einzutreten (MO-

SER et al., a.a.O., N. 5.74).  

4.  

4.1 Im vorliegenden Fall ersucht die Gesuchstellerin um Revision des bun-

desverwaltungsgerichtlichen Urteils A-592/2016 vom 18. April 2018. Dabei 

ist zurzeit eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht hängig. Dieser Umstand 

steht aber – wie ausgeführt (E. 3.3) – einer Revision nicht entgegen.  

4.2 Die Gesuchstellerin macht den Revisionstatbestand von Art. 123 Abs. 2 

Bst. a BGG (neue erhebliche Tatsachen und Beweismittel) geltend. Sie be-

ruft sich auf eine am 8. November 2018 von D._______ unterzeichnete 

Erklärung zu Geschäftsbeziehungen mit E._______ in den Jahren 2003 bis 

2008 und bringt vor, im Lichte dieser Erklärung sei die Sachverhaltsfest-

stellung im Urteil des BVGer A-592/2016 vom 18. April 2018 unhaltbar.  

Weil die erwähnte Erklärung erst nach dem Urteil des BVGer A-592/2016 

vom 18. April 2018 (und auch nach dem Teilurteil und Zwischenentscheid 

dieses Gerichts vom 22. Juni 2017) abgegeben bzw. unterzeichnet wurde, 

handelt es sich um ein Beweismittel, welches im Sinne von Art. 123 Abs. 2 

Bst. a BGG erst nach Ergehen des nach Ansicht der Gesuchstellerin zu 

revidierenden Entscheids entstanden ist und damit klarerweise nicht für 

eine Revision angerufen werden kann (vgl. E. 3.2.1). Unter diesen Umstän-

den ist kein Revisionsgrund in einigermassen plausibler Weise behauptet 

und erscheint das Revisionsgesuch als offensichtlich unzulässig. 

4.3 Beim hiervor gezogenen Schluss bleibt es auch unter Berücksichtigung 

der Meinung der Gesuchstellerin, nach der Lehre müssten neue Beweis-

mittel, welche eine Revision bundesverwaltungsgerichtlicher Urteile erlau-

ben würden, nicht aus der Zeit vor der Entscheidfällung stam-

men (vgl. dazu Revisionsgesuch, S. 11):  

Die von der Gesuchstellerin zur Untermauerung ihrer Auffassung angeführ-

ten Literaturstellen sind nicht einschlägig. So erörtern MOSER et al. (a.a.O., 

N. 5.46 Fn. 146) an der im Revisionsgesuch zitierten Stelle ihres Werkes 

einzig die vorliegend nicht interessierende Frage, ob die um Revision er-

suchende Partei nach der Regelung von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG erst 

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nachträglich von (vor dem zu revidierenden Entscheid entstandenen) Be-

weismitteln erfahren haben muss. Die weiteren, von der Gesuchstellerin 

ins Feld geführten Passagen aus der Doktrin beziehen sich auf Art. 147 

Abs. 1 Bst. a DBG (vgl. PETER LOCHER, Kommentar zum Bundesgesetz 

über die direkte Bundessteuer, III. Teil, 2015, Art. 147 N. 16; MARTIN E. 

LOOSER, in: Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundes-

steuer, 3. Aufl. 2017, Art. 147 N. 11; MARTIN ZWEIFEL et al., Schweizeri-

sches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, 2. Aufl. 2018, § 26 N. 72). 

Diese Passagen lassen sich, schon weil sie nur für die direkte Bundes-

steuer Geltung beanspruchen, nicht direkt heranziehen. Auch eine analoge 

Berücksichtigung dieser Literaturstellen zugunsten der Gesuchstellerin im 

Rahmen der vorliegend in Frage stehenden sinngemässen Anwendung 

von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG (vgl. Art. 45 VGG) fällt ausser Betracht. 

Denn anders als in Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG fehlt in Art. 147 Abs. 1 Bst. a 

DBG für die Revision bei Entdeckung von erheblichen Tatsachen oder ent-

scheidenden Beweismitteln bezeichnenderweise der Passus über den 

Ausschluss von Beweismitteln, «die erst nach dem Entscheid entstanden 

sind». 

Von der Voraussetzung, dass die neuen Beweismittel nicht aus der Zeit 

nach der Entscheidfällung stammen dürfen, abgesehen wird zwar in Recht-

sprechung und Doktrin mitunter im Anwendungsbereich der Revisionsbe-

stimmung von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG (Urteil des BVGer D-4921/2006 

vom 10. Dezember 2010 E. 2.1; ALFRED KÖLZ et al., Verwaltungsverfahren 

und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, N. 1333, mit Hin-

weis auf die gegenteilige Ansicht in einem Entscheid des Bundesrates vom 

21. August 2002, in: VPB 67.15 E. 3. Nach dieser Bestimmung kann die 

Revision eines Entscheids verlangt werden, wenn die ersuchende Partei 

neue erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel vor-

bringt, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte). Auch daraus 

lässt sich aber im vorliegenden Fall nichts zugunsten der Gesuchstellerin 

ableiten. Denn Art. 66 VwVG greift nach Art. 45 und 47 VGG e contrario für 

die Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht (vgl. AUGUST MÄCH-

LER, in: Christoph Auer et al. [Hrsg.], VwVG, Bundesgesetz über das Ver-

waltungsverfahren, Kommentar, 2. Aufl. 2019, Art. 66 N. 3 ff. und 37. Hin-

gegen ist Art. 66 VwVG nach Art. 59 Abs. 1 VStG sinngemäss auf die Re-

vision von verrechnungssteuerrechtlichen Entscheiden der ESTV und der 

kantonalen Behörden anwendbar). Die vorliegend für die Revision vor dem 

Bundesverwaltungsgericht sinngemäss heranzuziehende Vorschrift von 

Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG unterscheidet sich mit ihrem abschliessenden 

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Seite 10 

Passus («unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach 

dem Entscheid entstanden sind») massgeblich von der (wie Art. 147 Abs. 1 

Bst. a DBG) keine entsprechende Einschränkung enthaltenden Vor-

schrift von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG (vgl. Urteil des BVGer D-5401/2008 

und D-5401/2008 vom 16. Oktober 2008 E. 3.1; KÖLZ et al., a.a.O., 

N. 1333).  

Nichts am Ergebnis der vorstehenden Würdigung ändern kann auch die im 

Revisionsgesuch geäusserte Ansicht, das Revisionsverfahren hätte sich 

vermeiden lassen, wenn das Bundesverwaltungsgericht D._______ – wie 

von der Gesuchstellerin (bzw. der damaligen Y._______ AG) im Beschwer-

deverfahren A-592/2016 vor dem Bundesverwaltungsgericht beantragt – 

angehört bzw. einvernommen hätte (vgl. Revisionsgesuch, S. 3 und 5). 

Denn zum einen bilden Verletzungen des rechtlichen Gehörs nach der 

Rechtsprechung keinen Grund für eine Revision von Urteilen des Bundes-

verwaltungsgerichts (BVGE 2015/20 E. 3). Zum anderen ist auch eine feh-

lerhafte Beweiswürdigung kein zulässiger Revisionsgrund (Urteil des 

BVGer E-5569/2013 vom 30. Oktober 2013 E. 3.2), so dass sich vorliegend 

nicht revisionsweise beanstanden lässt, das Bundesverwaltungsgericht 

habe im Verfahren A-592/2016 zu Unrecht Anträge auf Befragung bzw. Ein-

vernahme von D._______ in antizipierter Beweiswürdigung abgewiesen 

(vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung auch sogleich E. 5).  

5.  

Rechtsprechungsgemäss kann das Beweisverfahren geschlossen werden, 

wenn die noch im Raum stehenden Beweisanträge eine nicht erhebliche 

Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind, etwa weil ihnen die 

Beweiseignung abgeht oder umgekehrt die betreffende Tatsache aus den 

Akten bereits genügend ersichtlich ist und angenommen wer-

den kann, dass die Durchführung des Beweises im Ergebnis nichts ändern 

wird («antizipierte Beweiswürdigung»; BGE 131 I 153 E. 3; Urteile des 

BVGer 714/2018 vom 23. Januar 2019 E. 2.3, A-1746/2016 vom 17. Januar 

2017 E. 1.5.5, A-5216/2014 vom 23. April 2015 E. 1.5.4).  

Selbst wenn die Tatsachen, welche die Gesuchstellerin mit ihren vorliegend 

gestellten Anträgen auf Einvernahme bzw. Befragung von A._______, 

B._______ und C._______ stellt, erstellt wären, würde sich am Schluss, 

dass das Revisionsgesuch vom 12. Februar 2019 offensichtlich unzulässig 

ist, nichts ändern. Denn im Zusammenhang mit diesen Beweisanträgen 

wird nicht behauptet, die angeblich Anlass zur Revision gebende schriftli-

che Erklärung von D._______ sei vor dem Urteil des BVGer A-592/2016 

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Seite 11 

vom 18. April 2018 verfasst worden. Den erwähnten Beweisanträgen ist 

daher in antizipierter Beweiswürdigung nicht stattzugeben.  

Da das Revisionsgesuch – wie gesehen – offensichtlich unzulässig ist, 

ist darauf nicht einzutreten (vgl. E. 1, 3.2.1 und 3.4; siehe dazu auch das 

nicht publizierte Urteil des BVGer D-2813/2017 vom 24. Mai 2017, mit wel-

chem unter Hinweis auf BVGE 2013/22 E. 12.3 sowie mit der Begründung, 

im Nachhinein entstandene Beweismittel seien einer Prüfung durch das 

Bundesverwaltungsgericht im Rahmen eines Revisionsverfahrens nicht 

zugänglich, auf ein Revisionsgesuch betreffend ein Urteil dieses Gerichts 

nicht eingetreten wurde [vgl. zu diesem Entscheid vom 24. Mai 2017 Urteil 

des BVGer D-4306/2017 vom 21. August 2017, Bst. E]).  

6.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Gesuchstellerin die auf 

Fr. 1’000.- festzusetzenden Verfahrenskosten zu tragen (Art. 37 VGG in 

Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und steht ihr keine Parteient-

schädigung zu (vgl. Art. 37 VGG in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 VwVG e 

contrario; Art. 7 Abs. 1 und 2 VGKE e contrario).  

 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)  

A-750/2019 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf das Revisionsgesuch vom 12. Februar 2019 wird nicht eingetreten. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.- werden der Gesuchstellerin auferlegt. 

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorlie-

genden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustel-

lung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Gesuchstellerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesgericht (Ref-Nr. 2C_450/2018; Einschreiben) 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

Marianne Ryter Beat König  

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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