# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79046c47-f030-5718-a23a-34c36a15bb86
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 29.06.2010 I/1-2009/115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2009-115_2010-06-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2009/115

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 02.08.2019

Entscheiddatum: 29.06.2010

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 29.06.2010
Art. 18 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit Art. 210 Abs. 2 DBG (SR 642.11). 
Zeitpunkt der Realisation des Liegenschaftenverlustes beim Verkauf eines 
landwirtschaftlichen Gewerbes an den Sohn 
(Verwaltungsrekurskommission, 29. Juni 2010, I/1-2009/115).

Präsident Nicolaus Voigt, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiber Thomas Scherrer

X, Beschwerdeführer,

vertreten durch Kindlimann & Partner AG, Kirchstrasse 42b, 9200 Gossau,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer,

Abteilung Rechtswesen, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

Direkte Bundessteuer (Einkommen 2006)

Sachverhalt:

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A.- X veräusserte mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 19. Juli 2007 die zu 

seinem landwirtschaftlichen Gewerbe gehörenden Grundstücke an seinen Sohn A. Die 

Handänderungen der in der politischen Gemeinde W liegenden Grundstücke wurden 

am 25. Juli 2007 im Grundbuch W eingetragen. Das lebende und tote Inventar 

verkaufte er mit Kaufvertrag vom 20. Juli 2007 ebenfalls an seinen Sohn. In beiden 

Verträgen wurde als Besitzesantritt rückwirkend der 1. Januar 2007 vereinbart.

B.- X deklarierte für 2006 ausgehend von einem Verlust aus der selbständigen 

Erwerbstätigkeit von Fr. 345'097.85, darin enthalten ein Liquidationsverlust von 

Fr. 425'089.--, kein steuerbares Einkommen. Die Veranlagungsbehörde rechnete den 

Liquidationsverlust auf und setzte das steuerbare Einkommen für die direkte 

Bundessteuer 2006 auf Fr. 92'200.-- fest. Die dagegen erhobene Einsprache wies das 

kantonale Steueramt mit Entscheid vom 18. Mai 2009 ab.

C.- Gegen diesen Einsprache-Entscheid erhob X durch seine Rechtsvertreterin mit 

Eingabe vom 15. Juni 2009 Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission mit 

dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das steuerbare 

Einkommen für die direkte Bundessteuer 2006 auf Fr. 0.-- festzusetzen.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 19. August 2009, die Beschwerde 

sei kostenpflichtig abzuweisen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete 

stillschweigend auf eine Vernehmlassung.

Auf die Ausführungen des Beschwerdeführers und der Vorinstanz zur Begründung ihrer 

Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 16. Juni 2009 ist rechtzeitig 

eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 

642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte 

Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die 

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Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten.

2.- In der Beschwerde ist einzig umstritten, ob der vom Beschwerdeführer aus der 

Veräusserung des landwirtschaftlichen Gewerbes erlittene Verlust im Steuerjahr 2006 

zu berücksichtigen ist.

a) Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe die landwirtschaftliche Liegenschaft samt 

Inventar mit Besitzesantritt per 1. Januar 2007 an seinen Sohn verkauft und per 

31. Dezember 2006 die selbständige Erwerbstätigkeit aus Landwirtschaft aufgegeben. 

Sei der Steuerpflichtige gehalten, nach kaufmännischer Art Buch zu führen oder führe 

er freiwillig Buch, sei ausschliesslich die sogenannte strenge Sollmethode anwendbar. 

Diese Abrechnungsart stelle für den Zufluss grundsätzlich auf den Forderungs- oder 

Eigentumserwerb ab. Bei der Zuweisung von Aufwendungen sei demnach 

grundsätzlich der Zeitpunkt der Verursachung, d.h. der Entstehung der entsprechenden 

Verpflichtung massgebend. Zu beachten sei auch das Imparitätsprinzip, wonach 

handelsrechtlich drohende Liquidationsverluste zu berücksichtigen seien, sobald sie 

verursacht bzw. erkennbar würden. Sowohl zum Bilanzstichtag per 31. Dezember 2006 

als auch zum Zeitpunkt der Bilanzerrichtung am 14. Mai 2007 sei offensichtlich 

gewesen, dass ein Liquidationsverlust eintreten werde. Mit der Liquidationsabrechnung 

per 31. Dezember 2006 sei dem Steueramt gegenüber klar zum Ausdruck gebracht 

worden, dass die Geschäftsübertragung erfolgt sei. Der Steuerpflichtige habe – um den 

handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften zu genügen – die absehbaren 

Liquidationsverluste im Jahr 2006 berücksichtigt. Die Rechtsvertreterin habe den 

Beschwerdeführer ab Mitte 2006 im Hinblick auf die Hofübergabe beraten. Ende 2006 

sei eine Aktualisierung der Ertragswertschätzung in Auftrag geben worden. Bei der 

Sozialversicherungsanstalt habe sich der Beschwerdeführer als selbständig 

Erwerbender per 31. Dezember 2006 ab- und sein Sohn per 1. Januar 2007 

angemeldet. Mit der Unterzeichnung der massgebenden Verträge im Juli 2007 mit 

Besitzesantritt bzw. mit dem Übergang von Nutzen, Lasten und Gefahr per 1. Januar 

2007 sei die Hofnachfolge schliesslich vollzogen worden. Der Vollzug habe sich 

verzögert, da der Beschwerdeführer in den Wintermonaten einer auswärtigen 

Erwerbstätigkeit nachgegangen sei und im Zusammenhang mit seiner Scheidung noch 

weitere Abklärungen und Verhandlungen nötig gewesen seien. Selbst wenn die 

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Eigentumsübertragung erst im Jahr 2007 stattgefunden habe, könne der 

Liquidationsverlust nicht erst im Jahr 2007 berücksichtigt werden.

Dem hält die Vorinstanz entgegen, die Verfügungsgewalt sei sowohl bei der 

Liegenschaft als auch beim Inventar mit Vertragsabschlüssen per 19. bzw. 20. Juli 

2007 auf den Käufer übergegangen. Das Liquidationsergebnis aus diesen beiden 

Rechtsgeschäften sei unbestritten im Jahr 2007 realisiert worden. Die Regel, dass der 

steuerrechtlich relevante Einkommenszufluss im Zeitpunkt der Begründung eines 

festen Anspruchs erfolge, finde grundsätzlich auch Anwendung bei der Realisierung 

von Kapitalgewinnen, die aus der Veräusserung von Geschäftsvermögen entstünden. 

Massgebend sei die öffentliche Beurkundung vom 19. Juli 2007. Die 

Verpflichtungsgeschäfte seien per 20. bzw. 25. Juli 2007 rechtswirksam geworden. Der 

Tag für die Eigentumsübertragung sei von den Vertragsparteien frei gewählt. Von einem 

willkürlichen nicht abwendbaren Verlustrisiko per Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 

könne nicht gesprochen werden. Die vom bäuerlichen Bodenrecht aufgezwungene 

Übertragung eines landwirtschaftlichen Gewerbes an nahe Angehörige zum 

Ertragswert führe fast in jedem Fall zu einem Liquidationsverlust beim Abtreter. 

Ansonsten liege der Marktwert weit über dem Ertragswert. Die Gläubiger, wie Banken, 

würden durch den Erwerber im nahtlosen Übergang bedient, da der Erwerbspreis 

durch die Übernahme der Hypotheken getilgt werde. Im Blickwinkel der vorsichtigen 

Bilanzierung zum Schutz der Gläubiger sei bei einer Abtretung eines 

landwirtschaftlichen Gewerbes an nahe Angehörige kein Handlungsbedarf für die 

Einstellung einer Passivposition in der Bilanz des Geschäftsjahrs, das jenem der 

Abtretung vorangehe, gegeben. Der vielleicht im Jahr 2006 bereits gefasste Gedanke 

oder Entschluss der Geschäftsübertragung sei als Begründung für eine antizipative 

Verlustabgrenzung ungenügend. Vielmehr hätte bereits in dieser Bemessungsperiode 

ein aktives Handeln (Vertragserrichtung und –unterzeichnung) nach aussen hin 

erkennbar sein müssen. Die Steuererklärung 2006 sei am 13. Juni 2007 eingereicht 

worden. Folglich seien im Zeitpunkt der Bilanzerstellung für das Geschäftsjahr 2006 die 

Übergabe-Verträge noch nicht rechtswirksam gewesen. Eine Wertverminderung an 

landwirtschaftlichen Liegenschaften sei nicht schon dann eingetreten, wenn ein 

Nachkomme, der die Voraussetzungen gemäss bäuerlichem Bodenrecht erfülle, in 

absehbarer Zeit ein Vorkaufsrecht zum Ertragswert geltend machen könne. Schliesslich 

habe der Beschwerdeführer die selbständige Erwerbstätigkeit nicht per 31. Dezember 

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2006 aufgegeben, sondern auch in der Steuerklärung 2007 daraus erzielte Einkünfte 

von Fr. 32'504.-- deklariert. Selbst die Kosten für die bereits im Jahr 2006 teilweise 

erbrachten Beratungen seien der Erfolgsrechnung 2007 zu belasten. Diese 

Vorgehensweise sei vom Beschwerdeführer, wie in Bilanz und Erfolgsrechnung für das 

Jahr 2007 ersichtlich sei, auch so befolgt worden.

Zur Auffassung der Vorinstanz, er habe die selbständige Erwerbstätigkeit nicht per 

31. Dezember 2006 aufgegeben, reichte der Beschwerdeführer zwei Bestätigungen der 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen vom 30. September 2009 zu den 

Akten, wonach er die selbständige Tätigkeit einerseits per 31. Dezember 2006 als 

Landwirt aufgegeben und anderseits per 1. Januar 2007 als Kutscher aufgenommen 

habe.

b) Nach Art. 18 DBG sind alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, 

Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen 

selbständigen Erwerbstätigkeit steuerbar (Abs. 1). Zu den Einkünften aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit zählen auch alle Kapitalgewinne aus Veräusserung, Verwertung oder 

buchmässiger Aufwertung von Geschäftsvermögen (Abs. 2 Satz 1). Gemäss Art. 210 

DBG bemisst sich das steuerbare Einkommen nach den Einkünften in der 

Steuerperiode, wobei für die Ermittlung des Einkommens aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit das Ergebnis des in der Steuerperiode abgeschlossenen 

Geschäftsjahres massgebend ist (Abs. 2).

Wann ein Einkommen als erzielt zu gelten hat, regelt das Bundesgesetz über die 

direkte Bundessteuer nicht ausdrücklich. Nach dem steuerrechtlichen 

Periodizitätsprinzip werden Gewinne derjenigen Periode zugerechnet, in der sie – 

ungeachtet der handelsrechtlichen bzw. buchhalterischen Behandlung – anfallen. Ein 

Einkommen ist nach steuerrechtlichen Grundsätzen dann als erzielt zu betrachten, 

wenn der Steuerpflichtige Leistungen vereinnahmt oder einen festen Rechtsanspruch 

darauf erwirbt, über den er tatsächlich verfügen kann. Nach ständiger Rechtsprechung 

des Bundesgerichts findet die Regel, dass der steuerrechtlich relevante 

Einkommenszufluss im Zeitpunkt der Begründung eines festen Anspruchs erfolgt, 

grundsätzlich auch Anwendung bei der Realisierung von Kapitalgewinnen, die aus der 

Veräusserung von Geschäftsvermögen entstehen. Wenn ein solcher 

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Veräusserungsvertrag rechtsgültig abgeschlossen worden ist und seine Erfüllung nicht 

unsicher erscheint, wird der daraus resultierende Kapitalgewinn im Zeitpunkt der 

Begründung des Anspruchs besteuert. Dies gilt auch für Kapitalgewinne, die sich bei 

der Veräusserung von Geschäftsgrundstücken ergeben. In diesen Fällen entsteht mit 

dem Vertragsabschluss in der Regel ein fester Anspruch, der einen steuerbaren 

Einkommenszugang darstellt. Es ist deshalb mit der Besteuerung nicht bis zur 

Vertragserfüllung, d.h. bis zur Eintragung der Handänderung im Grundbuch zuzuwarten 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.475/2002 vom 31. März 2003 = StE 2003 B 21.2 Nr. 

17, E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).

c) Der Vertrag über den Verkauf der Liegenschaften des Beschwerdeführers wurde 

unbestrittenermassen am 19. Juli 2007 unterzeichnet und öffentlich beurkundet. 

Unabhängig früherer mündlicher Abmachungen zwischen den Parteien zur 

Übertragung der Grundstücke ist der Vertrag erst mit der Unterzeichnung zustande 

gekommen, da auch Vorverträge, selbst wenn sie den Kaufpreis nicht zum Voraus 

bestimmen, nach Art. 216 Abs. 3 des Schweizerischen Obligationenrechts (SR 220, 

abgekürzt: OR) der schriftlichen Form bedürfen.

Der Vertrag über den Verkauf des Inventars des Beschwerdeführers wurde am 20. Juli 

2007 unterzeichnet. Mit dem Vertragsabschluss verpflichtete sich der Erwerber zur 

Leistung des Kaufpreises (vgl. Art. 184 Abs. 1 OR). In den besonderen Vereinbarungen 

(Ziff. IV/5) wurden Besitzesantritt und Eigentumsübergang mit Übergang von Nutzen 

und Gefahren rückwirkend auf den 1. Januar 2007 festgelegt. Dies ändert jedoch nichts 

daran, dass die Verpflichtung des Käufers zur Bezahlung des Kaufpreises erst mit dem 

Abschluss des Vertrags entstand und der Beschwerdeführer als Verkäufer vorher nicht 

berechtigt war, die Leistung des Kaufpreises zu fordern. Im Vertrag kamen die Parteien 

überein, der Erwerber habe den Kaufpreis von Fr. 350'000.-- durch Verrechnung mit 

einem Guthaben des Käufers von Fr. 108'000.-- gegenüber dem Verkäufer, durch 

Bezahlung von Fr. 180'000.-- nach Ausbezahlung des von der landwirtschaftlichen 

Kreditkasse in Aussicht gestellten Starthilfedarlehens und durch die Anerkennung einer 

Schuld von Fr. 62'000.-- gegenüber dem Verkäufer gemäss separatem 

Darlehensvertrag zu begleichen. Insbesondere die Verknüpfung der Leistung des 

Kaufpreises mit der Auszahlung des Starthilfedarlehens wirft die Frage auf, ob der 

Veräusserer im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses am 20. Juli 2007 berechtigt war, 

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den Kaufpreis im entsprechenden Umfang zu fordern. Jedenfalls aber war er dazu am 

31. Dezember 2006 bzw. am 1. Januar 2007 noch nicht befugt. Auch die vereinbarte 

Verrechnung eines Teils des Kaufpreises mit einer Schuld des Verkäufers gegenüber 

dem Käufer setzt gemäss Art. 120 Abs. 1 OR fällige Forderungen voraus.

d) Auch die in der Literatur insbesondere für ausserordentliche Geschäftsvorfälle, bei 

denen es sich um die Realisation stiller Reserven auf Anlagevermögen handelt, 

vertretene Auffassung, bei Immobilientransaktionen auf den Zeitpunkt des 

Grundbucheintrages (bzw. der Anmeldung zur Eigentumsübertragung gegenüber dem 

Grundbuchamt) abzustellen, weil erst damit ein Anspruch auf Gegenleistung bestehe 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.250/2006 vom 11. Oktober 2006, E. 2.3 mit 

entsprechenden Hinweisen), ändert nichts daran, dass der Verlust nicht im Steuerjahr 

2006 berücksichtigt werden kann, denn auch die Anmeldung der Handänderung 

erfolgte im Jahr 2007, nämlich am 24. Juli 2007 (vgl. act. 7-III/7).

e) Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe die selbständige Erwerbstätigkeit als 

Landwirt per 31. Dezember 2006 aufgegeben. Zur Begründung verweist er auf die 

Veräusserungsverträge, nach denen Besitz, Nutzen und Gefahr per 1. Januar 2007 auf 

den Erwerber übergegangen sind. Er habe eine selbständige Erwerbstätigkeit als 

Kutscher mit eigenen Pferden aufgenommen und diese Tätigkeit – rückwirkend per 

1. Januar 2007 – bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen 

angemeldet.

Den Akten lassen sich Hinweise entnehmen, dass der Beschwerdeführer die 

landwirtschaftliche Tätigkeit auch im Jahr 2007 noch weiterführte. Im Jahresabschluss 

per 31. Dezember 2007 (act. 7-II/3) werden Betriebserträge von Fr. 43'504.45 

ausgewiesen. Während sich die Erträge aus Arbeiten für Dritte und aus Miet- und 

Pachtzinsen damit erklären lassen, dass der Beschwerdeführer die Grundstücke 

seinem Sohn zur Bewirtschaftung überliess und dabei gegen Entgelt mitarbeitete, 

deuten die Erträge aus Obst von Fr. 4'650.-- darauf hin, dass er die Grundstücke 

zumindest teilweise selbst und auf eigene Rechnung bewirtschaftete. In der 

Jahresrechnung 2007 sind zudem keine Erträge aus der geltend gemachten per 

1. Januar 2007 aufgenommenen selbständigen Tätigkeit als Kutscher aufgeführt. 

Vielmehr wird das betriebliche Einkommen als landwirtschaftlich bezeichnet. Beim 

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betriebsfremden Erfolg sind lediglich Renten und privater Kapitalertrag angeführt. Die 

eigenen Pferde, mit denen der Beschwerdeführer gemäss der Stellungnahme vom 

30. September 2009 zur vorinstanzlichen Vernehmlassung seine Tätigkeit als Kutscher 

ausüben soll, erscheinen schliesslich weder in der Bilanz des Jahresabschlusses per 

31. Dezember 2007 noch in der Vermögensdeklaration.

Auch wenn der Beschwerdeführer seit dem 1. Januar 2007 auf seinem Betrieb nicht 

mehr auf eigene Rechnung gearbeitet haben sollte, ist davon auszugehen, dass die 

selbständige Erwerbstätigkeit des Inhabers erst bei Veräusserung des 

Geschäftsbetriebs endet. Sie endet grundsätzlich mit der letzten Liquidationshandlung 

(vgl. Duss/Greter/von Ah, Die Besteuerung Selbständigerwerbender, Zürich/Basel/Genf 

2004, S. 20 f.). Mit der Einstellung der aktiven Geschäftstätigkeit gibt der 

Personenunternehmer seine selbständige Erwerbstätigkeit gewöhnlich noch nicht auf. 

Auch die Liquidation der geschäftlichen Vermögenswerte ist eine selbständige 

Erwerbstätigkeit, die sich unter Umständen über eine lange Zeitdauer erstrecken kann. 

Mit dem Liquidierungsbeschluss wird lediglich ein Schwebezustand geschaffen, der 

selber noch keine Steuerfolgen auslöst (vgl. M. Reich, in: Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 2. Aufl. 2008, N 39 zu Art. 18 DBG). Selbst 

beim Tod des selbständig Erwerbenden dauert die Tätigkeit weiter bis zum Abschluss 

eines Veräusserungsvertrags, und zwar auch dann, wenn die Veräusserung 

rückwirkend per Todestag des Erblassers erfolgt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.

486/2005 vom 23. Februar 2006, E. 3.2).

Selbst eine sachgemässe Anwendung der Rechtsprechung zur Festlegung des 

Zeitpunkts einer ausserordentlichen Zwischenveranlagung nach dem System der 

Pränumerandobesteuerung mit Vergangenheitsbemessung des früheren 

Steuergesetzes würde nicht dazu führen, dass dem Antrag des Beschwerdeführers 

entsprochen werden könnte. Diese Rechtsprechung ging bei der Umwandlung einer 

Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft für die Festlegung des Beginns der 

Steuerpflicht von der Massgeblichkeit des Handelsregistereintrags aus, liess aber aus 

praktischen Gründen eine Vorverlegung um nicht mehr als 6 Monate auf den 

vereinbarten Übernahmetag zu (vgl. VerwGE vom 26. Oktober 1999 in Sachen G.u.M.L. 

F.-B., E. 2e). Zwischen dem Abschluss der Kaufverträge am 19./20. Juli 2007 und dem 

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auf den 1. Januar 2007 vorverlegten Besitzesantritt liegt allerdings ein Zeitraum von 

mehr als 6 Monaten.

f) Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus dem Imparitätsprinzip nichts zu 

seinen Gunsten ableiten. Das Imparitätsprinzip dient dem Gläubigerschutz. Es besagt, 

dass alle vorhersehbaren Verluste und Risiken berücksichtigt werden müssen, die bis 

zum Bilanzstichtag entstanden sind (vgl. R. Benz, Handelsrechtliche und 

steuerrechtliche Grundsätze ordnungsgemässer Bilanzierung, Zürich 2000, S. 98 und 

219). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtfertigt der Umstand, dass 

landwirtschaftliche Grundstücke dereinst nach dem bäuerlichen Bodenrecht zum 

Ertragswert auf einen Nachkommen übertragen werden, noch keine über die bereits in 

den Normalabschreibungssätzen berücksichtigte Wertabnahme hinaus gehenden 

Abschreibungen. Der Wert des Geschäftsvermögens bleibt unverändert, auch wenn ein 

Nachkomme, der die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, in absehbarer Zeit ein 

Vorkaufsrecht zum Ertragswert geltend machen kann. Das Ertragswertprinzip – dem im 

bäuerlichen Bodenrecht fundamentale Bedeutung zukommt (BBl 1988 III 988) – kommt 

in diesem Fall nicht deshalb zum Tragen, weil das Gewerbe weniger Wert ist, sondern 

weil auf dem freien Markt ein weit höherer Preis zu erwarten wäre, den 

selbstbewirtschaftenden Verwandten jedoch ermöglicht werden soll, es zu 

wirtschaftlich tragbaren Bedingungen zu erwerben und innerhalb der Familie zu halten 

(BBl 1988 III 955). Die Regelung des bäuerlichen Bodenrechts hat nur zur Folge, dass 

im Veräusserungsfall unter bestimmten Voraussetzungen gewisse Restriktionen – auch 

in preislicher Sicht – gelten; sie führt nicht zu einer Entwertung von Gegenständen des 

Geschäftsvermögens (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.22/2004 vom 5. Oktober 2004, 

E. 2.2.3).

g) Zusammenfassend ergibt sich damit, dass die Beschwerde abzuweisen ist.

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des Verfahrens dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von 

Fr. 1'000.-- ist angemessen (vgl. Art. 144 Ziff. 5 in Verbindung mit Art. 13 Ziff. 522 des 

Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist zu 

verrechnen.

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Entscheid: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer bezahlt die Kosten des Verfahrens von Fr. 1'000.-- unter 

Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 600.--.

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