# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c54711b-7676-5ad7-b901-ec73e9bd7810
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-25
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 25.05.2021 I 2021 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-22_2021-05-25.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 22

Entscheid vom 25. Mai 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

2

Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ____19__) hat nach der Primar- und Sekundarschule 
das Gymnasium (mit Matura) absolviert. In der Folge hat sie offenbar zunächst 
ein Hochschulstudium (Skandinavik und Deutsch) begonnen und dann abgebro-
chen, später eine Ausbildung an der C.________ begonnen und ebenfalls vorzei-
tig beendet (konkrete Angaben dazu liegen in den Akten nicht vor). Aktenkundig 
ist, dass sich A.________ vom 18. Januar 2019 bis 
15. März 2019 in Schweden aufhielt (IV-act. 1-3/9 Ziff. 4.1) sowie von April 2019 
bis Oktober 2019 für den D.________ arbeitete (vgl. IV-act. 5, Gesamtverdienst 
Fr. 11'291.--). 

B. Am 18. Juni 2020 ging bei der IV-Stelle Schwyz eine Anmeldung zum Be-
zug von IV-Leistungen ein. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden mit 
"Asperger-Syndrom/ Autismus Spektrum Störung" umschrieben; zudem wies 
A.________ darauf hin, dass sie seit 17. Februar 2020 ein Praktikum in einer 
Kindertagesstätte (Kita) absolviere mit einem 100%-Pensum sowie einem Brutto-
verdienst von monatlich Fr. 1'000.-- (IV-act. 1-6/9). 

C. Die IV-Stelle holte Berichte ein (Bericht des Hausarztes Dr.med. 
E.________ vom 25.6.2020 = IV-act. 8; Bericht der Kita F.________ vom 
17.7.2020 = IV-act. 11). Zudem bemühte sie sich darum, von Dr.med. 
G.________ (FMH Psychiatrie & Psychotherapie/ FMH Kinder- und Jugend-
psychiatrie, H.________) einen Bericht zu erhalten (IV-act. 9). Im Schreiben vom 
20. Juli 2020 an A.________ führte die IV-Stelle u.a. was folgt aus (IV-act. 12):

Unsere Anfrage bei Frau Dr.med. G.________ hat ergeben, dass seit Januar 2020 
keine Behandlungen mehr stattgefunden haben. Insgesamt hat es ca. drei Konsul-
tationen gegeben. Dementsprechend ist Frau Dr. G.________ nicht in der Lage ei-
nen aktuellen medizinischen Bericht auszufüllen und sichere Diagnosen zu stellen.
Zur Klärung der Leistungsansprüche sind wir auf aktuelle und aussagekräftige me-
dizinische Unterlagen angewiesen. Ohne einen fachärztlichen, psychiatrischen Be-
richt kann der Anspruch auf IV-Leistungen leider nicht geprüft werden.
Wir empfehlen Ihnen deshalb die Fortsetzung der psychiatrischen Abklärungen 
und Behandlungen. Bitte teilen Sie bis zum 17. August 2020 mit, wo die weiteren 
Konsultationen stattfinden. (…)

Nachdem die IV-Stelle keine entsprechende Rückmeldung erhalten hatte, forder-
te sie mit Schreiben vom 9. September 2020 A.________ auf mitzuteilen, wo sie 
sich behandeln lasse und allfällige medizinische Unterlagen von Dr.med. 
G.________ zuzustellen (IV-act. 14). Daraufhin teilten die Eltern von A.________ 
der IV-Stelle mit, dass ab 25. September 2020 Abklärungen bei Dr.med. 
I.________ vorgesehen seien (IV-act. 15-2/3 unten). 

3

D. Am 22. Oktober 2020 erstatteten die Eltern von A.________ der IV-Stelle 
den von Dr.med. I.________ (FMH Kinder- / Jugendpsychiatrie und Psychothe-
rapie, H.________) am 8. Oktober 2020 verfassten Bericht (IV-act. 18).

Nach Prüfung der medizinischen Akten und nach Rücksprache mit dem RAD-
Psychiater Dr.med. J.________ veranlasste die RAD-Ärztin K.________ (FMH 
Allg. Innere Medizin) die Weiterleitung des Dossiers an die RAD-Ärztin 
L.________ (Fachärztin für Kinder-/ Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie), 
welche am 25. November 2020 ihre Stellungnahme verfasste (IV-act. 23). 

Gestützt darauf kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1. Dezember 2020 
an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 26). 

Nach Einwendungen vom 13. Januar 2021 (IV-act. 30, inkl. einer Stellungnahme 
von Dr.med. I.________) und einer Entgegnung der RAD-Ärztin L.________ vom 
16. Februar 2021 (IV-act. 32) hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 22. Februar 
2021 daran fest, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 35).

E. Gegen diese am 23. Februar 2021 eingegangene Verfügung liess 
A.________ rechtzeitig am 24. März 2021 beim Verwaltungsgericht Beschwerde 
einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 22.02.2021 sei aufzuheben.

2. Der Beschwerdeführerin seien umgehend berufliche Massnahmen sowie 
spätestens rückwirkend ab 01.12.2020 eine Invalidenrente zuzusprechen.

3. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Einholung eines fachmedizinischen 
Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten für die fachmedizi-
nische Stellungnahme von Herrn Dr.med. M.________ der Psychiatrischen 
Universitätsklinik H.________ vom 20.03.2021 zu übernehmen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Dieser Beschwerde war eine rund 3 Seiten umfassende Stellungnahme von 
Dr.med. M.________ (N.________ H.________, Klinik für Kinder- und Jugend-
psychiatrie und Psychotherapie) vom 20. März 2021 beigelegt.

F. Mit Vernehmlassung vom 30. April 2021 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.

Innert angesetzter Frist hat die Beschwerdeführerin konkludent auf die Erstattung 
einer weiteren Stellungnahme verzichtet.

4

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG gilt als Invalidität die durch einen körperli-
chen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende 
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss 
Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsun-
fähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus ob-
jektiver Sicht nicht überwindbar ist.

1.2 Im vorliegenden Fall ist streitig, ob bei der Versicherten ein IV-relevanter 
Gesundheitsschaden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliegt. 

1.2.1  In der Beschwerde wird argumentiert, Dr.med. I.________ habe bei der 
Versicherten ein Asperger-Syndrom (ICD-10 F84.5) diagnostiziert sowie 
eine psychotherapeutische Behandlung und ein Jobcoaching bei der Lehrstellen-
suche mit Nachteilsausgleich empfohlen. Zudem wird geltend gemacht, dass die 
beiden Studienabbrüche an der Universität H.________ und an der C.________ 
wegen ihrer Entwicklungsstörung (Autismus-Spektrum-Störung, nachfolgend 
ASS) erfolgt seien. Aktuell absolviere die Beschwerdeführerin ein Praktikum in 
einer Kindertagesstätte in O.________ (Februar 2020 bis Juli 2021) mit der Ab-
sicht, nach dem Praktikum sich zur Fachfrau Kinderbetreuung ausbilden zu las-
sen.

1.2.2  Demgegenüber wird in der angefochtenen Verfügung unter Hinweis auf die 
Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. L.________ (Fachärztin für Kinder- und Ju-
gendpsychiatrie) u.a. (sinngemäss) eingewendet:

- dass das Funktionsniveau der Versicherten in der Vergangenheit ausreichend 
war, um die Matura zu erlangen;

- dass bei der Versicherten von der Psychiaterin eine weit überdurchschnittliche 
kognitive Begabung angenommen wurde, welche jedoch nicht standardisiert 
überprüft wurde;

- dass dem Bericht der betreffenden Kinder- und Jugendpsychiaterin nicht zu ent-
nehmen sei, welche Autismus-spezifischen Einschränkungen zum Abbruch des 
Studiums geführt hätten;

- dass die Diagnose eines Asperger-Autismus anhand des Berichts nicht nachvoll-
ziehbar sei;

- dass bei Autismus-Spektrum-Störungen in der Literatur Komorbiditäten von 70% 
für alle psychiatrischen Störungen genannt würden, im konkreten Fall aber von 
der Psychiaterin keine Begleiterkrankungen festgestellt worden seien;

5

- dass hinsichtlich der postulierten Schwierigkeiten einer Tagesstrukturierung beim 
Studium sich keine anamnestischen Angaben fänden und sich keine konkreten 
Funktionseinschränkungen ergeben würden;

- und dass zusammenfassend die Diagnose eines Asperger-Autismus nicht nach-
vollziehbar sei.

2. Den vorliegenden Akten sind u.a. die nachfolgend aufgeführten Angaben 
zu entnehmen:

2.1 Der Hausarzt Dr.med. E.________ (Arzt für Anästhesiologie/ prakt. Arzt, 
P.________) führte in seinem Bericht, welcher bei der IV-Stelle am 30. Juni 2020 
eintraf, unter anderem sinngemäss aus, dass er die Versicherte seit April 2017 
lediglich sporadisch gesehen habe (zuletzt im Januar 2020) und keine Diagnose 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen könne. Nach seinen Angaben 
konnte er keine chronischen Erkrankungen erkennen, weshalb er keinen Be-
handlungsplan erwähnte und die Arbeitsfähigkeit als altersentsprechend be-
zeichnete und festhielt, dass die bisherige Tätigkeit vollschichtig zumutbar sei; 
nach seiner Kenntnis sei die Versicherte Studentin für das Lehramt. Abschlies-
send wies er darauf hin, dass gegebenenfalls eine Anfrage bei Frau Dr. 
G.________ geboten sei (IV-act. 8).

2.2 Die von der IV-Stelle angefragte Kinder- und Jugendpsychiaterin Dr.med. 
G.________ berichtete am 30. Juni 2020 sinngemäss, dass sie von der Versi-
cherten wenige Male "vor COVID" aufgesucht worden sei, dass sie sich kaum 
mehr daran erinnern könne und diesbezüglich keine Berichte geschrieben habe, 
faktisch keine brauchbaren Auskünfte erteilen könne (IV-act. 9-1/2 unten, IV-act. 
12-1/4; IV-act. 15-2/3 Mitte; 17-3/4 oben). 

2.3 Die Kita F.________ Kinderbetreuung O.________, wo die Versicherte seit 
dem 17. Februar 2020 ein Praktikum absolviert, umschrieb das Vollzeitpensum 
der Praktikantin mit Mitarbeit bei den Kindergruppen, Mithilfe bei Hauswirtschaft 
und Sicherheit, Mitwirken bei Aktivitäten, Anlässen und Projekten etc. (IV-act. 11-
3/11). Inwiefern die Versicherte hinsichtlich dieser Tätigkeit als Praktikantin be-
einträchtigt sei, wurde im am 17. Juli 2020 bei der IV-Stelle eingegangenen Be-
richt nicht thematisiert. Es wurde lediglich die Frage, ob der entrichtete Lohn (von 
monatlich Fr. 1'000.--) der Arbeitsleistung entspreche, verneint, derweil die An-
schlussfrage, welcher Lohn der Arbeitsleistung entsprechen würde, nicht beant-
wortet wurde (vgl. IV-act. 11-5/11 unter Ziff. 5.2, womit es an sich theoretisch 
auch möglich 
wäre, dass die monatliche Leistung der Versicherten auch einen Wert von mehr 
als nur Fr. 1'000.-- aufweisen könnte, wenn derartige Praktikantinnen generell 
besser entlöhnt wären). Anzufügen ist, dass beim am 17. Juli 2020 bei der IV-

6

Stelle durchgeführten Abklärungsgespräch, an welchem auch die Mutter der Ver-
sicherten teilnahm, erwähnt wurde, dass diese Kita der Versicherten eine "Lehr-
stelle als Fachfrau Betreuung angeboten" habe, "wenn die IV alles finanziere" 
(vgl. IV-act. 10-3/3). An diesem Abklärungsgespräch wurde (von Seiten der Be-
schwerdeführerin bzw. ihrer Mutter) erwähnt, dass Dr.med. G.________ die Dia-
gnose "Asperger" gestellt habe (vgl. IV-act. 10-3/3 in fine).

2.4 Der erste Termin der Versicherten bei Dr.med. I.________ (FMH Kinder- 
und Jugendpsychiatrie, H.________) fand am 25. September 2020 statt. Diese 
Psychiaterin fasste ihre Erkenntnisse im Bericht vom 8. Oktober 2020 u.a. dahin-
gehend zusammen (IV-act. 18-3ff./10):

- dass die Eltern die Versicherte angemeldet hätten, um die Diagnose ei-
nes Asperger-Syndroms bestätigen zu lassen;

- dass die Versicherte derzeit als Praktikantin angestellt sei und die Vorge-
setzten das Angebot der versprochenen Lehrstelle zurückgezogen hät-
ten, als letztere von der erwähnten Diagnose erfahren hätten;

- dass sich die Versicherte bei der IV-Stelle gemeldet habe, damit sie 
durch berufliche Massnahmen und einen Jobcoach bei der weiteren 
Lehrstellensuche unterstützt werden könne;

- dass die Versicherte in einem Vierpersonenhaushalt aufgewachsen sei, 
zusammen mit ihrer Q.________., welche eine Ausbildung zur Pferde-
fachfrau gemacht habe und aktuell die Berufsmittelschule absolviere (um 
später Unternehmenskommunikation zu studieren);

- dass die Versicherte schon seit Kleinkind an Ein- und Durchschlafschwie-
rigkeiten leide;

- dass die Versicherte im Alter von 4 Jahren beim Besuch einer Spielgrup-
pe Trennungsängste entwickelt habe;

- dass die Versicherte im Kindergarten dadurch auffiel, dass sie sich ge-
wählt ausdrücken konnte, aber keine Rollenspiele mit anderen Kindern 
machte (ausser mit ihrer Q.________);

- dass der Kindergärtnerin ein mangelndes Sozialverhalten der Versicher-
ten auffiel, weshalb die Einschulung durch die Einführungsklasse erfolg-
te;

- dass im Verlauf der Besuch einer Talentklasse vorgeschlagen wurde, 
was die Versicherte ablehnte, weil sie ihr gewohntes Umfeld hätte ver-
lassen müssen;

- dass sie stets Mühe hatte, Dinge lernen zu müssen, welche sie nicht 
interessierten;

- dass beim Übertritt in die Sekundarschule die Q.________ (auf Wunsch 
von Q.________) getrennt wurden;

- dass die Versicherte nach der Sekundarschule das Gymnasium absol-
vierte, wobei Mathematik, Philosophie, Deutsch, Englisch und Turnen ih-
re Lieblingsfächer gewesen seien (derweil Französisch schwierig gewe-
sen sei);

7

- dass die Versicherte schon früh Tageszeitungen gelesen habe und über-
haupt viel lese (in deutscher, englischer und schwedischer Sprache, 
schwedisch habe sie selbständig gelernt), allerdings nicht Liebesge-
schichten oder Teenie-Bücher;

- dass sie Tiere und Pflanzen liebe, zusammen mit ihrer Q.________ ein 
Pferd betreue; zudem kümmere sie sich aktuell um 10 Meerschweinchen;

- dass sie an diversen Chat-Gruppen teilnehme, wo sie sich über die 
Pflege von Island-Pferden, von Meerschweinchen, über Eishockey oder 
ein Wikinger-Strategiespiel austausche;

- dass sie Plüsch-Elche sammle, sich gerne in Skandinavien aufhalte 
(wenn sie individuell und nach ihrem Tempo reisen könne, funktioniere 
es gut);

- dass die Versicherte bereits als Kind nach ihrer Identität gesucht habe; 
ohne ihre Q.________ wäre es nicht gegangen; während der Kindergar-
ten und Primarschulzeit habe sie keinen Kontakt zu Gleichaltrigen ge-
sucht; dank ihrer Q.________ sei sie mit anderen Kindern zusammen 
gewesen;

- dass die Versicherte in der Sekundarschule (nach der Trennung von der 
Q.________) auch nach 2 Jahren nicht alle Namen der Mitschülerinnen 
gekannt habe;

- dass sie im Gymnasium sich mit einer Austausch-Schülerin befreundet 
habe, welche "ebenfalls im Spektrum" sei;

- dass es für sie schwierig sei, die Absichten des Gegenübers intuitiv zu 
erfassen und richtig darauf zu reagieren;

- dass sie sich als pragmatisch-nüchterner Mensch beschreibe, ihre Ge-
fühle nicht zeigen könne bzw. Gefühle "nicht so stark wie andere" spüre;

- dass die Versicherte im 3. Jahr der Gymnasialzeit einen emotionalen Zu-
sammenbruch erlitten habe (Verdachtsdiagnose Angst und Depression 
gemischt i.S. einer Adoleszenzkrise); es sei eine stationäre und medika-
mentöse Behandlung in Erwägung gezogen aber nicht durchgeführt wor-
den; die Versicherte habe sich damals glaubhaft von einer akuten 
Selbstgefährdung distanzieren können; sie habe damals unter Leistungs-
ängsten, einem tiefen Selbstwert und wiederkehrenden Panikattacken 
gelitten (mit Herzrasen, Unwohlsein und starkem Schwitzen);

- dass die Q.________ nach einem Austausch-Jahr in Finnland davon be-
richtet habe, dass dort ein Geschwister eine ASS-Diagnose erhalten ha-
be und die Q.________ viele Ähnlichkeiten im Verhalten der Versicherten 
beobachtet habe;

- dass die Versicherte zwei Studien abgebrochen habe, weil sie unter Rei-
züberflutung gelitten habe; der Stress bei der Bewältigung der Fahrten im 
öffentlichen Verkehr habe ihr stark zugesetzt;

- dass die Versicherten einen Au-Pair-Aufenthalt in Schweden nach zwei 
Monaten habe abbrechen müssen;

- dass die Versicherte sensorische Empfindlichkeiten beschreibe (aufgrund 
von Lichtempfindlichkeit trage sie eine getönte Brille);

- dass sie ein anderes Temperaturempfinden habe, z.B. auch bei 4° Shorts 
und T'Shirts trage;

8

- dass ihr die Hitze stark zusetze;
- dass sie bei Nahrungsmitteln und Medikamenten teilweise den Ge-

schmack nicht vertrage;
- dass ihr Essverhalten auch als Erwachsene noch speziell sei; sie achte 

darauf, nicht zu viel Zucker einzunehmen, weil sie davon hyperaktiv wer-
de;

- dass es ihr gelinge, den Alltag zu meistern, aber oft reagiere sie abends 
oder an den Wochenenden mit Migräne;

- dass sie Gastronomie-Erfahrung habe, da sie regelmässig in der Aussen-
station des Tierparks P.________ gearbeitet habe; dabei habe sie mit 
den Restaurant-Besuchern viel geplaudert und dadurch habe sie ihre 
Small-Talk-Kenntnisse verbessern können;

- dass es ihr schwerfalle, die (richtigen) Prioritäten zu setzen;
- dass für sie bestimmte Abfolgen und Rituale sehr wichtig seien (z.B. 

Ausmisten des Meerschweinchen-Geheges nach einer bestimmten Pro-
zedur);

- dass sie es beruhigend finde, wenn die Tagesabläufe gleichbleibend sei-
en;

- dass ihr die Arbeit mit den Kindern in der Kita gut gefielen, zumal Kinder 
sehr gut auf sie reagieren würden; indessen komme es mit den Erwach-
senen manchmal zu Missverständnissen;

- dass der Alltag sie zuweilen stark anstrenge;
- dass im psychopathologischen Befund u.a. festgehalten wurde: schnelle 

Auffassungsgabe; kann sich sehr differenziert ausdrücken; Blickkontakt 
deutlich abweichend; wenig mimische Ausdrücke; macht sich Gedanken 
über ihre Zukunft und ihre Ausbildung; keine Hinweise auf eigentliche 
Zwänge, aber bekannte zwanghaft anmutende Abläufe; psychomotorisch 
ruhig; im Gespräch unauffällige Konzentrationsspanne; im formalen Den-
ken kohärent; keine inhaltlichen Denkstörungen; affektiv spürbar; viele 
spontane Informationen, fragt aber selten nach; Konversation flüssig; 
keine emotionale Gestik; kann über Gefühle sprechen, aber mehr Mühe 
betreffend Einfühlungsvermögen über die Gefühle anderer Menschen; 
soziale Einsichtsfähigkeit wirke z.T. angelernt und wenig intuitiv; bekann-
te Schlafprobleme.

Weiter führte diese Psychiaterin u.a. aus, dass die Marburger Beurteilungsskala 
für Asperger-Syndrom (MBAS) von der Mutter ausgefüllt worden sei und einen 
Gesamtwert von 144 ergeben habe, was den cut-off von 103 für eine Verdachts-
diagnose erreiche. Auch hinsichtlich weiterer Teilbereiche (Theory of Mind, Kon-
takt- und Spielverhalten, geteilte Aufmerksamkeit und Freude, Mimik, Gestik ste-
reotypes und situationsinadäquates Verhalten, auffälliger Sprachstil, Sonderin-
teressen und Motorik werde jeweils der cut-off-Wert erreicht. Hinsichtlich anderer 
diagnostischer Mittel wurde darauf hingewiesen, dass beim "ADOS-2, Modul 4" 
(Bereiche Kommunikation und wechselseitige soziale Interaktion, Kreativität und 
stereotype Verhaltensweisen) der Gesamtwert von 6 knapp unter dem Autismus-

9

Spektrum (cut-off 7) liege, wobei die stereotypen Verhaltensweisen und einge-
schränkte Interessen nicht mitgezählt seien.

Aus all diesen Angaben und Befunden leitete diese Psychiaterin die Diagnose 
eines Asperger-Syndroms F84.5 bei weit überdurchschnittlicher Intelligenz her 
(IV-act. 18-7/10). In der Beurteilung führte sie u.a. aus, die Versicherte sei ein-
deutig weniger flexibel als andere junge Menschen in ihrem Alter. Umstellungen 
seien eine Herausforderung für sie. Sie setze wenig mimische Körpersprache 
ein. Von der Familie werde sie im Alltag unterstützt. Nach der psychischen De-
kompensation anfangs 2017 habe sie sich selbst mit Hilfe der Familie stabilisie-
ren können. Sie habe die Matura geschafft. Zweimal habe sie ein Studium ab-
brechen müssen, nicht zuletzt deshalb, weil man auf ihre autistische Wahrneh-
mung nicht habe Rücksicht nehmen können. Schwierig werde es für sie, wenn 
sie die Absichten anderer Menschen intuitiv erkennen und darauf reagieren 
müsste. Sozial Interaktionen würden sie insgesamt anstrengen. Sie habe senso-
rische Empfindlichkeiten und ein wortwörtliches Verständnis. Für die Bewältigung 
des Alltags brauche sie viel Energie. Für die Zukunft empfahl diese Psychiaterin 
eine Einzeltherapie und/oder Gruppentherapie für junge Erwachsene mit ASS mit 
Schwerpunkt auf eine Verbesserung der emotionalen und sozialen Kompeten-
zen. Für die Lehrstellensuche sei es empfehlenswert, wenn die Versicherte mit 
einem Jobcoach mit ASS-Erfahrung zusammenarbeiten könnte. Sowohl beim 
Besuch einer weiterführenden Schule als auch bei einer Lehrstelle sollte ein 
Nachteilsausgleich in Betracht gezogen werden (IV-act. 18-8/10). 

2.5 Die von der Vorinstanz beigezogene RAD-Psychiaterin L.________ 
(Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie) gelangte nach Prüfung und 
Würdigung des Dossiers zum Ergebnis, dass die Diagnose eines Asperger-
Autismus anhand des Berichts vom 8. Oktober 2020 nicht nachvollzogen werden 
könne. Die für die Diagnose unabdingbaren Kriterien des "Monologisierens" (one-
sided verbosity) sowie eng umschriebener Sonderinteressen, welche sich 
störend auf die generelle Lernfähigkeit und die wechselseitige soziale 
Kommunikation auswirken, würden aus dem Bericht nicht hervorgehen. Bei ASS 
würden in der Literatur Komorbiditäten von 70% für alle psychiatrischen 
Störungen genannt, derweil im konkreten Fall von der erwähnten Psychiaterin 
keine Begleiterkrankungen festgestellt, aber wohl auch nicht in Erwägung 
gezogen worden seien. Sodann könne aus diesem Bericht nicht nachvollzogen 
werden, dass die Studienabbrüche invaliditätsbedingt erfolgt seien. Auch 
krankheitswertige Komorbiditäten oder ein inhomogenes Intelligenzprofil liessen 
sich dem Bericht nicht entnehmen (IV-act. 23-3/3).

10

2.6 In einer Stellungnahme vom 2. Januar 2021 kritisierte Dr.med. I.________ 
die vorstehende, in Erwägung 2.5 angeführte Einschätzung der RAD-
Psychiaterin und hielt an ihrer ursprünglichen Diagnose eines Asperger-Syn-
droms fest (IV-act. 30). Diesen zusätzlichen Ausführungen hielt die RAD-Psychi-
aterin am 16. Februar 2021 u.a. entgegen, eine Aufzählung allgemein 
anzutreffender Einschränkungen führe nicht automatisch zu entsprechenden 
Befunden im konkreten Fall. Zu den postulierten Schwierigkeiten einer 
Tagesstrukturierung beim Studium fänden sich keine anamnestischen Angaben; 
konkrete Funktionseinschränkungen würden sich nicht ergeben. Erschöpfung 
und Reizüberflutung liessen sich ebenso wenig nachvollziehen wie sprachliche 
Missverständnisse, eine nicht intuitive Kommunikation oder Schwierigkeiten in 
der Tagesstrukturierung (IV-act. 32-2f./3).

2.7 Mit der Beschwerde wurde eine rund 3 Seiten umfassende Einschätzung 
von Dr. M.________ (Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, N.________ 
H.________) vom 20. März 2021 eingereicht. Darin führte der Verfasser, welcher 
nach eigenen Angaben ehemaliger Leiter der grössten kinder- und 
jugendpsychiatrischen Autismus-Fachstelle sowie Ausbildner und früherer 
Vorgesetzter von Dr. I.________ war, unter anderem aus, dass in der 
Kombination der sehr nachvollziehbaren Schilderungen der Versicherten in 
Verbindung mit den anamnestischen Angaben der Eltern und den Befunden von 
Dr.med. I.________ "keine andere Diagnose als Ursache für das Scheitern" der 
Versicherten "vorstellbar" sei. 

3. Eine gerichtliche Würdigung der vorliegenden Unterlagen, welche oben 
zusammengefasst wiedergegeben wurden, zeitigt die nachfolgenden Ergebnisse. 
Nach ständiger Rechtsprechung gelten psychische Störungen grundsätzlich nur 
dann als invalidisierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr) 
angehbar sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_160/2017 vom 22.6.2017 Erw. 
4.1 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 141 V 281 Erw. 4.3.1.2 S. 299). Im konkreten 
Fall sind Gründe und Aspekte ersichtlich, welche für den einen oder den anderen 
Standpunkt sprechen. 

3.1.1  Fakt ist, dass die Versicherte eine Mittelschule mit Maturaabschluss 
absolvieren konnte, was an sich dafür spricht, dass bis zu diesem Zeitpunkt 
kaum von schwerwiegenden Beeinträchtigungen ausgegangen werden kann. 

3.1.2  Sodann fällt auf, dass die Frage einer Autismus-Spektrum-Störung 
erstmals offenbar von der Q.________ im Jahre 2016 im Familienkreise 
thematisiert wurde, als letztere nach einem Austausch-Jahr in Finnland nach 
Hause zurückkehrte und dabei erwähnte, dass in der Gastfamilie "ein 

11

Geschwister eine ASS-Diagnose erhalten" habe und sie im Verhalten der 
Q.________ "viele Ähnlichkeiten" beobachte (IV-act. 18-5/10 Mitte).

3.1.3  Auffallend ist aber auch, dass die erste konsultierte Fachärztin hinsichtlich 
der Versicherten keine konkrete Diagnose gestellt hat bzw. keine Diagnose stel-
len konnte (vgl. oben, Erw. 2.2). Dennoch wurde am IV-Abklärungsgespräch vom 
17. Juli 2020 von Seiten der Beschwerdeführerin bzw. ihrer Mutter erwähnt, dass 
Dr.med. G.________ die Diagnose "Asperger" gestellt habe (vgl. IV-act. 10-3/3 in 
fine), was der vorliegenden Aktenlage offenkundig widerspricht.

3.1.4  Des Weiteren fällt auf, dass Dr.med. I.________ ihren Bericht mit der 
Einleitung beginnt, dass sich die Eltern der Versicherten deshalb gemeldet 
hätten, "um bei … die Diagnose eines Asperger-Syndroms zu bestätigen". Dies 
spricht für die Annahme, wonach die Eltern sich bereits vor dem ersten Kontakt 
mit dieser Fachärztin grundsätzlich auf die erwähnte Diagnose festgelegt hatten 
(um möglicherweise damit das Scheitern der Tochter bei den abgebrochenen 
Studiengängen zu begründen). Bei dieser Sachlage stellt sich die Frage, 
inwieweit die Eltern sich bei ihren Angaben zur Kindheit und Jugend der 
Versicherten ausgewogen berichtet haben bzw. sich eventuell ausschliesslich auf 
Aspekte fokussierten, welche für die Bestätigung der erwähnten Diagnose dienen 
(könnten). 

3.1.5  Ausserdem sind hinsichtlich der Tätigkeiten der Versicherten im 
Gastronomiesektor des Tierparks sowie in der aktuellen Beschäftigung in einer 
Kita keine konkreten Einschränkungen substantiiert dokumentiert. 

3.1.6  Ferner ist es nicht ungewöhnlich, dass einer jungen Erwachsenen mit 
Maturaabschluss der Wechsel in eine universitäre Weiterausbildung nicht gelingt, 
denn es ist gerichtsnotorisch, dass es aus sehr vielen verschiedenen Gründen zu 
Studienabbrüchen kommen kann. Namentlich überzeugt die Argumentation nicht, 
dass die Versicherte mit der Teilnahme am öffentlichen Verkehr (zum Studienort) 
überfordert gewesen sei, denn nach der Aktenlage ist nicht ersichtlich, weshalb 
die Versicherte die Hin- und Rückreise zur C.________ O.________ nicht 
schaffte, derweil die Hin- und Rückreise zur Kita in O.________ offenbar ohne 
Probleme möglich scheint (jedenfalls ist diesbezüglich - d.h. hinsichtlich des 
Arbeitsweges zur Kita in O.________ - in den vorliegenden Akten nichts 
dokumentiert).

3.2 Auf der anderen Seite ist nicht zu übersehen, dass die Versicherte nach 
der Aktenlage etliche Auffälligkeiten aufweist, welche es ihr erschweren, den 
Alltag zu meistern. Ob und inwiefern solche Beeinträchtigungen ein IV-relevantes 

12

Ausmass erreichen, welche einen IV-Leistungsanspruch zu begründen 
vermögen, lässt sich nach der Aktenlage noch nicht hinreichend beurteilen. 

3.3 In der vorliegenden Konstellation, in welcher die Einschätzungen der 
Beeinträchtigungen durch die behandelnde Psychiaterin einerseits und durch die 
betreffende RAD-Psychiaterin andererseits stark divergieren, drängt sich eine 
versicherungsexterne Beurteilung durch eine für Autismus-Spektrum-Störungen 
kompetente sachverständige Person auf. Dass für diese Aufgabe der von der 
Beschwerdeführerin einbezogene Facharzt Dr.med. M.________ nicht in Frage 
kommen kann, bedarf keiner ausführlichen Begründung, zumal sich diese 
Fachperson in ihrer Stellungnahme vom 20. März 2021 bereits festgelegt hat. 
Nach dem Gesagten ist die Sache unter Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Nach entsprechenden 
Zusatzabklärungen wird die IV-Stelle über allfällige IV-Leistungen zu entscheiden 
haben.

4. Das Rechtsbegehren Ziffer 3, wonach die Kosten für die Stellungnahme 
von Dr.med. M.________ der IV-Stelle zu überwälzen seien, wird aus den 
folgenden Gründen abgewiesen. Einmal abgesehen davon, dass diesem 
Facharzt weder sämtliche IV-Akten zur Verfügung standen, noch dass er selber 
die Versicherte untersucht hat, kann er hier nicht als unbefangener 
Sachverständiger betrachtet werden, da er sich selber als Ausbildner und 
früherer Vorgesetzter der behandelnden Psychiaterin bezeichnet hat (siehe auch 
noch Erw. 3.3). 

5. Dem vorliegenden Rückweisungsentscheid entsprechend werden die 
Verfahrenskosten (von Fr. 500.--) der Vorinstanz auferlegt. Dies wird 
zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass das Gericht den von der 
Beschwerdeführerin bezahlten Kostenvorschuss einbehält und die Vorinstanz der 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin Fr. 500.-- zu bezahlen hat. 

Zudem wird der Beschwerdeführerin für das vorliegende Obsiegen zu Lasten der 
IV-Stelle eine Parteientschädigung zugesprochen (welche durch die Abweisung 
des Rechtsbegehrens Ziff. 3 leicht reduziert wird). In Beachtung des kantonalen 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher für das 
Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 15 GebTRA einen 
Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 
GebTRA enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, 
Umfang und der Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) und in 
Ausübung des pflichtgemässen Ermessens ist das (reduzierte) Honorar (inkl. 
Auslagen und MwSt) auf Fr. 1'800.-- festzulegen. 

13

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-
gung aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, 
damit sie im Sinne der Erwägungen vorgehen und alsdann neu entschei-
den kann. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen (namentlich hin-
sichtlich des Rechtsbegehrens Ziffer 3).

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Vorinstanz auferlegt. Diese 
Kosten werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, dass das Verwal-
tungsgericht den von der Beschwerdeführerin bezahlten Kostenvorschuss 
von Fr. 500.-- einbehält und ihr (bzw. ihrer Rechtsvertreterin) Fr. 500.-- 
durch die Vorinstanz zu bezahlen sind.

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 1'800.-- (inkl. MwSt und Auslagen) zugesprochen (Aus-
zahlung an die Rechtsvertreterin).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- die Vertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 28. Mai 2021