# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb675c41-0656-59ce-9614-462378e39222
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.08.2009 E-4917/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4917-2009_2009-08-07.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4917/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

A._______, geboren (...),
Kosovo,
vertreten durch lic. iur. Markus Härdi, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 24. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4917/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  – eine  dem  Volk  der  (...)  zugehörige 
Staatsbürgerin  der  Republik  Kosovo  mit  letztem  Wohnsitz  in 
B._______  – ihr  Heimatland  eigenen Angaben  zufolge im Juni 2009 
verliess und in einem Kleinbus über Montenegro sowie ihr unbekannte 
Transitländer am 1. Juli 2009 unter Umgehung der Grenzkontrollen in 
die Schweiz gelangte, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragung  (...)  vom  10. Juli 2009  zur 
Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte,  sie 
habe  vor  einigen  Monaten  übers  Internet  Bekanntschaft  mit 
C._______, einem der Ethnie der (...) zugehörigen und in der Schweiz 
vorläufig aufgenommenen Landsmann, gemacht,

dass sie beschlossen habe, diesen Mann zu heiraten, ihr Vater jedoch 
einen anderen Ehemann für sie vorgesehen und sie wegen der heim-
lich eingegangenen Verbindung geschlagen habe,

dass sie auf Vorschlag ihres Freundes C._______ beschlossen habe, 
diesen in der Schweiz aufzusuchen, sie ihrem Vater zur Finanzierung 
der Reise 1500.-- Euro entwendet und Kosovo im Juni 2009 mit Hilfe 
eines Schleppers über die Grenze nach Montenegro verlassen habe,

dass  die  Beschwerdeführerin  gemäss  Verschwundenenmeldung  des 
EVZ (...) vom 13. Juli 2009 am nämlichen Abend nicht aus dem Aus-
gang zurückgekehrt sei,

dass  der  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin  dem EVZ  (...)  am 
14. Juli 2009  per  Fax  das  Vertretungsverhältnis  anzeigte  und  unter 
Beilage  eines  ärztlichen  Zeugnisses  mitteilte,  seine  Mandantin  sei 
infolge akuter Erkrankung gegenwärtig nicht in der Lage, die Rückkehr 
ins EVZ anzutreten, 

dass  das  BFM  mit  Schreiben  an  die  Beschwerdeführerin  vom 
16. Juli 2009  festhielt,  sie sei laut einer Mitteilung der Securitas vom 
14. Juli 2009 am 13. Juli 2009 nicht vom Ausgang zurückgekehrt  und 
seither unbekannten Aufenthalts,

dass sie gestützt auf Art. 36 Abs. 2 AsylG Gelegenheit erhalte, sich bis 
zum 25. Juli 2009  zur  angedrohten Fällung  eines  Nichteintretensent-

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scheides  gestützt  auf  Art. 32  Abs.  2  Bst.  c  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zu äussern, 

dass sich die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 23. Juli 2009 hier-
zu vernehmen liess,

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 24. Juli 2009  gestützt  auf  Art.  32 
Abs. 2 Bst. c AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht 
eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  deren  Vollzug 
anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die  Be-
schwerdeführerin habe ihre Mitwirkungspflicht schuldhaft grob verletzt, 
indem  sie  sich  –  entgegen  den  Weisungen  im  ihr  ausgehändigten 
Merkblatt  für  Asylsuchende  –  ohne  Erlaubnis  aus  dem  EVZ  (...) 
entfernt habe und sie der schriftlichen Aufforderung, unverzüglich dort-
hin zurückzukehren, keine Folge geleistet habe,

dass den Akten keine Hinweise zu entnehmen seien, dass gesundheit-
liche Probleme sie an einer Rückkehr gehindert hätten, zumal sie ge-
mäss telefonischer Rücksprache mit  dem behandelnden Arzt  an (...) 
leide,  

dass sie mit ihrem Verhalten klar zu erkennen gegeben habe, an einer 
Fortsetzung des Asylverfahrens kein Interesse zu haben, weshalb ihr 
auch das erforderliche Rechtsschutzinteresse abzusprechen sei, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 3. August 2009 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, es sei die vorinstanzliche Verfügung  aufzuhe-
ben und das BFM anzuweisen, neu über das Asylgesuch zu entschei-
den, eventualiter sei ihr die vorläufige Aufnahme in der Schweiz zu ge-
währen, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung unentgeltli-
cher Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2  des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021) ersuchte und zudem beantragte, der Beschwerde sei die auf-
schiebende Wirkung zu erteilen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 4. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – vorbehältlich der nachstehenden Erwägungen – einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass  der  Beschwerde  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende  Wirkung 
zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das BFM in der angefochtenen 
Verfügung  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung 
nicht entzogen hat (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG),

dass demzufolge auf das Begehren um Erteilung der aufschiebenden 
Wirkung der  Beschwerde mangels  Rechtsschutzinteresses nicht  ein-
zutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht,  die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 

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Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungswei-
se  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG) 
und es sich vorliegend,  wie  nachfolgend aufgezeigt,  um eine solche 
handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  be-
gründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
auf andere Weise als den in Art. 32 Abs. 2 Bstn. a und b AsylG ge-
nannten Gründen ihre Mitwirkungspflicht schuldhaft und in grober Wei-
se verletzen (Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG),

dass eine Verletzung der Mitwirkungspflicht dann als grob zu bezeich-
nen ist, wenn dadurch die Abklärungen des Falles erheblich erschwert 
werden (vgl. EMARK 1995 Nr. 18),

dass das Asylgesetz für einen Nichteintretensentscheid wegen Verlet-
zung  der  Mitwirkungspflicht  im  Übrigen  keinen  Vorsatz  voraussetzt 
(vgl. EMARK 2000 Nr. 8),

dass unter einer schuldhaften Mitwirkungspflichtverletzung im Gegen-
satz zur strafrechtlichen Terminologie eine solche zu verstehen ist, bei 
welcher die betreffende Person durch aktives Handeln zur Verletzung 
beiträgt oder ein Handeln unterlässt, das ihr aufgrund ihres Alters, ih-
rer Ausbildung, ihrer beruflichen und sozialen Stellung vernünftigerwei-
se zugemutet werden kann, 

dass gemäss bisheriger  Rechtsprechung,  an der  das Bundesverwal-
tungsgericht festhält, eine grobe Verletzung der Mitwirkungspflicht nur 
dann vorliegt, wenn eine bestimmte, konkret vorgesehene Verfahrens-
handlung verhindert wird (vgl. EMARK 2001 Nr. 19 S. 139 ff.), worunter 

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gemäss  der  einschlägigen  Kasuistik  insbesondere  das  Nichterschei-
nen  zu  einer  angesetzten  Anhörung  zu  verstehen  ist  (vgl.  EMARK 
2000 Nr. 8 E. 7a S. 69 f., EMARK 2003 Nr. 22 E. 4a S. 142 f.; zur Quali-
fizierung einer Mitwirkungspflicht als grob vgl. auch EMARK 2001 Nr. 
19  E. 4a S. 142 und EMARK 2003 Nr. 21 E. 3d S. 136,  in  jüngster 
Rechtsprechung statt vieler: Urteil  des Bundesverwaltungsgericht i.S. 
2773/2009 vom 8. Mai 2009),

dass der gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG ergangene Nichtein-
tretensentscheid  des  BFM  vom 24. Juli 2009  offensichtlich  nicht  mit 
der  Verhinderung  einer  konkreten  Verfahrenshandlung  begründet 
wurde,  sondern  allein  damit,  dass  die  Beschwerdeführerin  sich 
unerlaubterweise vom Empfangszentrum entfernt habe, 

dass  diese  Begründung  –  im  Lichte  der  vorstehend  aufgezeigten 
einhelligen  Rechtsprechung  –  die  Ausfällung  des  vorliegenden 
Nichteintretensentscheides nicht zu rechtfertigen vermag, 

dass im Übrigen nicht nachvollziehbar ist, wie das BFM im Schreiben 
vom  16. Juli 2009  zur  Erkenntnis  gelangen  konnte,  die 
Beschwerdeführerin  sei  unbekannten Aufenthalts (A22), zumal deren 
Rechtsvertreter den zuständigen Sachbearbeiter des EVZ (...) bereits 
am  Morgen  des  14. Juli 2009  (gemäss  Sendebericht  um  8.19 Uhr), 
mithin  48  Stunden  zuvor,  per  Fax  über  den  Aufenthaltsort  seiner 
Mandantin in Kenntnis gesetzt hatte (vgl. A13),  

dass auch die Ausführungen in der Stellungnahme vom 23. Juli 2009, 
in  welchen  erneut  ausdrücklich  auf  die  besondere  Situation  der 
Beschwerdeführerin hingewiesen wurde, in der am 24. Juli 2009, dem 
Eingangsdatum der Stellungnahme, ergangenen Verfügung mit keinem 
Wort gewürdigt wurden, 

dass insgesamt festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin weder 
eine konkret vorgesehene Verfahrenshandlung vereitelt hat, noch Hin-
weise für eine anderweitige grobe und schuldhafte Verletzung der Mit-
wirkungspflicht ersichtlich sind,  

dass sie ihrer Mitwirkungspflicht vielmehr in genügender Weise nach-
gekommen  ist,  indem  sie  der  zuständigen  kantonalen  Behörde  den 
vorübergehenden  Wechsel  ihres  Aufenthaltsorts  unverzüglich  ange-
zeigt hat (Art. 8 Abs. 3 AsylG), und sie zudem anwaltlich vertreten und 
damit jederzeit über ihren Rechtsvertreter erreichbar war,

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dass das BFM zu Unrecht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG auf 
das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetreten ist,

dass die Beschwerde somit gutzuheissen, die angefochtene Verfügung 
des BFM vom 24. Juli 2009 aufzuheben und die Sache zur Neubeurtei-
lung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,

dass angesichts des Ausgangs des Verfahrens keine Kosten zu erhe-
ben sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG), womit 
das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG gegenstandslos wird,

dass der Beschwerdeführerin angesichts des Obsiegens im Beschwer-
deverfahren  in  Anwendung  von Art. 64  Abs. 1  VwVG eine Parteient-
schädigung  für  ihr  erwachsene  notwendige  Vertretungskosten  zuzu-
sprechen ist  (vgl. Art. 7  des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]),

dass  der  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin  keine  Kostennote 
eingereicht  hat,  sich  aufgrund  der  Akten  der  Aufwand  für  das  Be-
schwerdeverfahren jedoch zuverlässig abschätzen lässt,  weshalb auf 
die Einholung einer Kostennote zu verzichten ist,

dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung der massgeben-
den  Berechnungsfaktoren  (Art. 9-11  und  13  VGKE)  auf  pauschal 
Fr. 500.--  (inkl. Auslagen  und  Mehrwertsteuer)  festzusetzen und das 
BFM  entsprechend  anzuweisen  ist,  der  Beschwerdeführerin  diesen 
Betrag als Parteientschädigung auszurichten.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Die Verfügung des BFM vom 24. Juni 2009 wird aufgehoben und  
die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Das  BFM wird  angewiesen,  der  Beschwerdeführerin  eine  Parteient-
schädigung von Fr. 500.-- auszurichten.

5.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin, 
das BFM und (...).

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand: 

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