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**Case Identifier:** 20b08e7e-6a0e-5b53-80db-57297b8b9f22
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 27.04.2022 810 21 297
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-297_2022-04-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 27. April 2022 (810 21 297) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Zustimmung Liegenschaftsverkauf 

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiberin Elena 
Diolaiutti 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

 C.____, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Zustimmung Liegenschaftsverkauf  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
21. Oktober 2021) 

 
 
 
A. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) errichtete mit Entscheid 
vom 23. Oktober 2014 für C.____, geboren am XX.XX.1945, eine Vertretungsbeistandschaft mit 
Einkommens- und Vermögensverwaltung und entzog ihr den Zugriff auf ihre Vermögenswerte 
und die Handlungsfähigkeit für den Abschluss von Rechtsgeschäften. Ausgenommen davon 
blieben Barkäufe bis zur Höhe von Fr 500.--. Des Weiteren umfasste die Vertretungsbeistand-
schaft nach Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 

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(ZGB) vom 10. Dezember 1907 gemäss Ziff. 5 des Entscheids vom 23. Oktober 2014 die Auf-
gabenbereiche: "das soziale Wohl der Verbeiständeten zu fördern … (lit. a); für das gesundheit-
liche Wohl sowie für hinreichende medizinische Betreuung der Verbeiständeten zu sorgen und 
sie bei allen dafür erforderlichen Vorkehrungen zu vertreten (lit. b); stets für eine geeignete 
Wohnsituation bzw. Unterkunft besorgt zu sein und die Verbeiständete bei allen in diesem Zu-
sammenhang erforderlichen Handlungen umfassend zu vertreten (lit. c); die Verbeiständete 
beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten zu vertreten, … (lit. d); die Verbeiständete 
beim Erledigen aller finanziellen Angelegenheiten zu vertreten, … (lit. e)." 
 
B. C.____ besass eine Eigentumswohnung in D.____ und eine in E.____ (AG). Das Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), 
entschied mit Urteil vom 17. August 2016 [Verfahren 810 16 130], dass die Wohnung in D.____ 
zwecks Beschaffung liquider Mittel zu verkaufen sei. Der Erlös diente der Finanzierung des Le-
bensunterhaltes von C.____. Seit Oktober 2017 lebt C.____ im Haus F.____ in Basel-Stadt. 
Das Haus F.____ bietet ein niederschwelliges betreutes Wohnen in 29 Einzelzimmern für Men-
schen beiderlei Geschlechts mit Suchtproblemen (Drogen, Alkohol, Medikamente; vgl. 
https://G.____; zuletzt besucht am 25. April 2022).  
 
C. Am 22. September 2021 nahmen die Beiständin, H.____, Sozialberatung D.____, und 
ein Mitglied der KESB die Eigentumswohnung von C.____ in E.____ in Augenschein. In der 
Wohnung lebt A.____, die Tochter von C.____. Vor Ort wurde festgestellt, dass die Wohnung 
mit Unrat vollgestellt war und sich in einem unhygienischen Zustand befand. Anlässlich des 
Gesprächs mit A.____ erklärte diese, dass sie selber gesundheitliche Probleme habe, eine 
35%ige SUVA-Rente beziehe und eine 1-Zimmerwohnung in I.____ (Basel-Stadt) gemietet ha-
be, welche jedoch mit Möbeln vollgestellt und deshalb nicht bewohnbar sei. Ohne fremde Hilfe 
schaffe sie es nicht, die Wohnung in I.____ zu räumen. Sie könne die Notwendigkeit des Woh-
nungsverkaufs nachvollziehen, wobei aus ihrer Sicht die Unterbringung ihrer Mutter im Haus 
F.____ nicht ideal sei.  
 
D. Die Beiständin beantragte mit Schreiben vom 23. September 2021 bei der KESB die 
Zustimmung zum Verkauf der 2.5-Zimmerwohnung in E.____. Sie begründete ihren Antrag da-
mit, dass C.____ nicht mehr in der Liegenschaft wohne und ihre finanziellen Ersparnisse aufge-
braucht seien. C.____ müsse deshalb vorübergehend von der Sozialhilfe unterstützt werden. 
Gemäss Verfügung der Sozialhilfebehörde D.____ vom 1. November 2021 wird C.____ seit 
dem 1. September 2021 mit monatlich Fr. 3'738.05 unterstützt. Am 5. Oktober 2021 hörte die 
KESB C.____ zum Antrag der Beiständin an. Sie erklärte sich mit dem Wohnungsverkauf nicht 
einverstanden.  
 
E. Mit Entscheid vom 21. Oktober 2021 stimmte die KESB der Liquidation des Haushalts 
von C.____, Stockwerkeigentum Nr. 861, Grundbuch E.____, zu (Ziff. 1). Die Beiständin wurde 
beauftragt, die Liquidation des Haushalts zu veranlassen und den Verkauf der Wohnung in die 
Wege zu leiten (Abs. 2) sowie A.____ bei der Räumung ihrer Wohnung in I.____ zu unterstüt-
zen (Ziff. 4). Im Wesentlich wurde der Entscheid damit begründet, dass die Eigentumswohnung 
in der Berechnung des Ergänzungsleistungsanspruchs als Vermögenswert angerechnet werde 

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und somit zu einem Fehlbetrag führe. Zudem hätten die Erfahrungen der letzten sieben Jahre 
gezeigt, dass C.____ auf ein betreutes Wohnen angewiesen sei. Im Übrigen sei die Aufnahme 
einer Hypothek zur Sanierung der Wohnung, damit diese vermietet werden könne, in Anbe-
tracht der finanziellen Situation von C.____ nicht möglich.  
 
F. Mit Eingabe vom 17. November 2021 erhob A.____ gegen den Entscheid der KESB 
beim Kantonsgericht Beschwerde. Sinngemäss bemängelte sie, dass nicht berücksichtigt wer-
de, dass ihre Mutter seit langer Zeit einen Zimmerwechsel oder eine alternative Wohnmöglich-
keit wünsche. Zudem könne ihre Mutter mit Hilfe der Spitex allenfalls in ihrer Wohnung in 
E.____ wohnen. Des Weiteren bestehe die Gefahr, dass sie in ihrer Wohnung in I.____ durch 
ihre Mutter dauernd belästigt werde. Dies habe schon beinahe zur Kündigung geführt. Sie ak-
zeptiere diese Situation nicht. Mit Schreiben vom 18. November 2021 wurde der Beschwerde-
führerin Frist zur Einreichung des Kostenvorschusses gewährt. Mit Eingabe vom 6. Dezember 
2021 ergänzte die Beschwerdeführerin ihre Beschwerde und skizzierte alternative Wohnmög-
lichkeiten für ihre Mutter mit der Bitte, diese zu prüfen. Ausserdem erhob die Beschwerdeführe-
rin eine Forderung von Fr. 20'000.-- für die Begleichung von Schulden, die ihre Mutter bei ihr 
angehäuft habe. Des Weiteren beantragte sie die Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-
rung.  
 
Mit innert erstreckter Frist eingereichter Vernehmlassung vom 7. Dezember 2021, welche am 
28. Dezember 2021 beim Kantonsgericht einging, beantragte die KESB die Abweisung der Be-
schwerde unter o/e-Kostenfolge. Mit ihrer Eingabe reichte sie unter anderem eine Stellungnah-
me der Beiständin vom 15. Dezember 2021 zur Beschwerde sowie ein Schreiben vom 22. De-
zember 2021 ein, in welchem sich die Geschäftsleitung und die Sozialpädagogin J.____ vom 
Haus F.____ zur Situation von C.____ und zur Beschwerde äusserten.  
 
G. Mit Verfügung vom 19. Januar 2022 überwies das Gerichtspräsidium den Fall der 
Kammer zur Beurteilung und entschied, das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung werde 
zusammen mit der Hauptsache beurteilt. Die Beschwerdeführerin erhielt Frist zur Einreichung 
des Formulars "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" und der erforderlichen Belege. Am 
31. Januar 2022 gingen das Gesuch und die Belege beim Kantonsgericht ein.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes 
über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 kann gegen 
Entscheide der KESB Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben werden. Das Verfahren richtet 
sich nach den Art. 450 bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen 
Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind 
Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen 
Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder 
Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als Toch-

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ter von C.____ zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen formellen Vorausset-
zungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten. 
 
1.2.1. Zu prüfen ist, ob auf alle Begehren der Beschwerdeführerin einzutreten ist. Vorliegend 
ist der Entscheid der KESB vom 21. Oktober 2021 angefochten und bildet damit das Beschwer-
deobjekt. Das Beschwerdeobjekt ist jedoch nicht identisch mit dem Streitgegenstand. In der 
nachträglichen Verwaltungsrechtspflege (worunter auch das vorliegende Beschwerdeverfahren 
vor Kantonsgericht fällt) ist Streitgegenstand das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der ange-
fochtenen Verfügung bildet, soweit es im Streit liegt (RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA 
KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Aufl., Basel 
2014, Rz 987 und 1051). Streitgegenstand kann somit nur sein, was bereits Gegenstand des 
erstinstanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen und was gemäss der Disposi-
tionsmaxime zwischen den Parteien noch strittig ist, was sich wiederum aus den Parteibegeh-
ren, insbesondere den Beschwerdeanträgen ergibt (BGE 136 II 462 f. E. 4.2). Gegenstände, 
über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat und über welche sie 
nicht entscheiden musste, darf die obere Instanz – abgesehen von hier nicht vorliegenden äus-
serst seltenen Ausnahmefällen – nicht beurteilen, da sie sonst in die funktionelle Zuständigkeit 
der Vorinstanz eingreifen würde. Ein Antrag, der über das hinausgeht, was von der Vorinstanz 
entschieden wurde, oder der mit dem Gegenstand der angefochtenen Verfügung nichts zu tun 
hat, ist ungültig (BVGE 2009/37 E. 1.3.1; RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, 
a.a.O., Rz 988; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE 
VV], vom 6. Februar 2019 [810 18 181] E. 1.2.1; KGE VV vom 18. März 2015 [810 14 186] 
E.1.3). 
 
1.2.2. Mit dem angefochtenen Entscheid wurde der Liquidation des Haushalts von C.____ 
zugestimmt und die Beiständin beauftragt, die Liquidation des Haushalts zu veranlassen und 
den Verkauf der Wohnung in die Wege zu leiten. Die Beschwerdeführerin wünscht in ihrer Be-
schwerdeergänzung vom 6. Dezember 2021 unter anderem, dass ihre Mutter im Haus F.____ 
ein ruhigeres Zimmer erhalte. Zudem beantragt sie, dass ihrer Mutter nach dem Verkauf der 
Wohnung jeden Monat ein Fixbetrag und zusätzlich Geld für das Generalabonnement der SBB 
zur Verfügung gestellt werde sowie dass ihre Mutter in Basel-Stadt angemeldet werde. Des 
Weiteren macht sie gegenüber der Mutter eine Forderung von Fr. 20'000.-- geltend für Schul-
den, die ihre Mutter in den Jahren, bevor diese geerbt habe, bei ihr gemacht habe. Diese habe 
sie bisher nie eingefordert, da immer noch die Wohnung in E.____ verfügbar gewesen sei.  
 
1.2.3. Diese Anliegen waren nicht Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens und hätten 
es auch nicht sein müssen. Damit darf das Kantonsgericht über diese Forderungen und Anlie-
gen nicht urteilen, da sie sonst in die funktionelle Zuständigkeit der KESB eingreifen würde. Das 
Kantonsgericht tritt folglich auf diese Begehren nicht ein.  
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
Beschwerde somit volle Kognition zu. 

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3.1. C.____ bezieht eine AHV-Rente und Ergänzungsleistungen. Sie ist Eigentümerin der 
strittigen Liegenschaft und verfügt im Moment über keine liquiden finanziellen Mittel. Beim An-
spruch auf Ergänzungsleitungen wird ihre Liegenschaft als Vermögenswert angerechnet, so 
dass sie nur reduzierte Ergänzungsleistungen erhält. Daher entsteht eine finanzielle Lücke bei 
der Finanzierung ihres Heimaufenthalts. Aus diesen Gründen gewährte ihr die Sozialhilfebehör-
de D.____ mit Verfügung vom 1. November 2021 ab 1. September 2021 Sozialhilfeleistungen in 
der Nettohöhe von monatlich Fr. 3'738.05. Begründet wurde der Entscheid damit, dass C.____ 
nicht mehr in der Lage sei, alleine zu leben, und sie deshalb im Wohnheim F.____ wohne. 
Durch die beantragte Neuberechnung der Ergänzungsleistungen und den Verkauf des Wohnei-
gentums sei zu erwarten, dass C.____ für die Heimkosten wieder selbstständig werde aufkom-
men können. Zur Sicherung des Heimplatzes sei vorübergehend die Finanzierung des beste-
henden Fehlbetrages durch die Sozialhilfe der Gemeinde D.____ notwendig. Mit Verfügung 
vom 1. November 2021 wurde die Ausrichtung von Unterstützungsleistungen bis längstens zum 
31. August 2022 befristet. Nach Ablauf dieser Frist könne eine Fortsetzung der Unterstützungs-
leistungen nur nach einer Situationsüberprüfung und Antragstellung an die Sozialhilfebehörde 
erfolgen. Des Weiteren wurde bereits angekündigt, dass durch den Verkauf der Eigentumswoh-
nung finanzielle Mittel generiert würden, die zur Rückzahlung der bezogenen Unterstützung 
herbeigezogen werden müssten.  
 
3.2. Soweit die Beschwerdeführerin aufgrund des Verkaufs der Liegenschaft um ihr Erbe 
bangt, kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass ab 1. Januar 2021 neu eine Rückerstat-
tungspflicht für Erben von Ergänzungsleistungsbezügern besteht. Hat eine Person Ergänzungs-
leistungen bezogen, müssen die Erben nach dem Tod einer Ergänzungsleistungsbezügerin 
oder eines Ergänzungsleistungsbezügers aus der Erbschaft die in den letzten 10 Jahren bezo-
genen Ergänzungsleistungen zurückerstatten. Die Rückerstattung ist nur von demjenigen Teil 
des Nachlasses zu leisten, der den Betrag von Fr. 40'000.-- übersteigt (Art. 16a des Bundesge-
setzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 
[ELG] vom 6. Oktober 2006). Die Rückerstattungspflicht gilt überdies nur für Ergänzungsleis-
tungen, die nach dem 1. Januar 2021 bezogen wurden. Würde die Liegenschaft im jetzigen 
Zeitpunkt nicht verkauft werden, müssten die Erben und damit auch die Beschwerdeführerin im 
Erbfall aus dem den Betrag von Fr. 40'000.-- übersteigenden Teil des Nachlasses die von ihrer 
Mutter in den letzten 10 Jahren, jedoch frühestens ab dem 1. Januar 2021 bezogenen Ergän-
zungsleistungen zurückerstatten, womit die Beschwerdeführerin im Erbfall auf jeden Fall nicht 
mit dem vollständigen Wert der Liegenschaft rechnen kann. Der Nichtverkauf der Liegenschaft 
würde demzufolge in jedem Fall nicht den Erhalt des (ganzen) Nachlasses garantieren.  
 
3.3. Da C.____ ihre finanziellen Ersparnisse aufgebraucht hat, sie seit Jahren nicht mehr in 
der Eigentumswohnung wohnt, bei den Ergänzungsleistungen ein Fehlbetrag aufgrund des 
Vermögenswerts in Form der Eigentumswohnung resultiert und die Sozialhilfe nur eine vo-
rübergehende Ausrichtung von Leistungen zur Sicherung des Heimplatzes bis zum Verkauf der 
Liegenschaft ausrichtet, genehmigte die KESB den Antrag der Beiständin auf Verkauf der Lie-
genschaft und Liquidation des Haushalts. Die Beschwerdeführerin ist mit dem Verkauf der Lie-
genschaft mit der Begründung nicht einverstanden, ihre Mutter könne allenfalls mit Hilfe der 

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Spitex alleine in der Liegenschaft wohnen. Sollte diesem Antrag nicht stattgegeben werden, 
beantragt sie in ihrer Eingabe vom 6. Dezember 2021 die weitere Unterbringung der Mutter im 
Haus F.____, jedoch in einem ruhigeren Zimmer. Die KESB, die Beiständin und das Heim 
F.____ bestreiten vehement, dass C.____ in der Wohnung leben könnte. Zu prüfen ist demzu-
folge, ob C.____ in der Wohnung leben könnte.  
 
4.1. Gemäss Art. 416 Abs. 1 ZGB ist für bestimmte Geschäfte, welche der Beistand oder 
die Beiständin in Vertretung der betroffenen Person vornimmt, die Zustimmung der KESB erfor-
derlich. Dazu zählen nach Art. 416 Abs. 1 ZGB unter anderem die Liquidation des Haushalts 
und die Kündigung des Vertrags über Räumlichkeiten, in denen die betroffene Person wohnt 
(Ziff. 1), und der Erwerb, die Veräusserung, die Verpfändung und andere dingliche Belastungen 
von Grundstücken sowie das Erstellen von Bauten, das über ordentliche Verwaltungshandlun-
gen hinausgeht (Ziff.4). Diese Bestimmung nimmt Rücksicht auf die grosse Tragweite, welche 
diese Entscheidung für die verbeiständete Person hat, und will mit dem Zustimmungserforder-
nis überstürztes Handeln möglichst verhindern. Die KESB hat bei ihrer Entscheidung insbeson-
dere die grösstmögliche Selbstbestimmung (Art. 388 Abs. 2 ZGB) sowie die Wünsche und Vor-
stellungen der verbeiständeten Person in ihrer Überprüfung und Zustimmung zu berücksichti-
gen. Die Genehmigungspflicht beinhaltet eine Beurteilungs- und Prüfungspflicht. Die KESB hat 
das Geschäft unter dem Aspekt der Interessen der verbeiständeten Person zu prüfen, wobei es 
um eine Gesamtschau der Einzelumstände geht. Das ZGB enthält hierzu keinerlei Direktiven 
(vgl. YVO BIDERBOST, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], Fam Kommentar Erwachsenen-
schutzrecht, Bern 2013, N 44 ff. zu Art. 416 ZGB). Im Fokus stehen dabei die Interessen der 
verbeiständeten Person. Das sind zum einen deren wirtschaftliche Interessen, welche sich ins-
besondere am Preis resp. am Korrelat Leistung/Gegenleistung messen, gegebenenfalls unter 
Berücksichtigung von Prognosen über künftige Entwicklungen. Indessen ist nicht in jedem Fall 
allein das materielle Interesse an einem Geschäft ausschlaggebend, sodass das eventuell wirt-
schaftlich günstige Geschäft zu unterlassen bzw. nicht stets das vorteilhafte zu genehmigen ist, 
da mit dem Erwachsenenschutz die Persönlichkeit der betroffenen Person nicht einfach abs-
trakt geschützt werden soll, sondern die betroffene Person in ihrer Gesamtheit miteinzubezie-
hen ist. Es können mithin auch persönliche, emotionale oder affektive Momente in einem kon-
kreten Einzelfall mit zu berücksichtigen sein (BIDERBOST, a.a.O., N 47 zu Art. 416 ZGB). 
 
4.2. Die Mutter der Beschwerdeführerin wohnt seit Oktober 2017 und damit seit über 4.5 Jah-
ren im Haus F.____ und nicht mehr in E.____. In der Regel geht es bei der Liquidation des 
Haushalts, um die grundlegende Veränderung der Lebenssituation der betroffenen Person, da 
diese Auflösung meistens mit dem Eintritt in eine Pflege- oder Wohnungseinrichtung einher-
geht. Vorliegend hat sich die Umgestaltung der Lebenssituation jedoch schon vor Jahren voll-
zogen. Damit geht es vorliegend nicht um die Veränderung der Wohnsituation, was meist der 
dramatische Einschnitt für eine betagte Person ist, sondern um den weniger einschneidenden 
Schritt der Auflösung des Haushalts und des Verkaufs der von C.____ seit 4.5 Jahren nicht 
mehr bewohnten Liegenschaft. Dabei wird nicht verkannt, dass auch diese Vorgänge für die 
betroffene Person einen entscheidenden Lebenseinschnitt darstellen. Sie besiegeln den end-
gültigen Charakter der vorher schon vollzogenen Änderung der Wohnsituation und besiegeln 
die Trennung von der Liegenschaft und von einer Vielzahl von Gegenständen, welche die Ver-

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gangenheit der Betroffenen dokumentieren und mit denen diese aufs Engste verbunden war 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_34/2019 vom 30. April 2019 E. 4.1). 
 
4.3.1. Die KESB führt in ihrer Vernehmlassung vom 7. Dezember 2021 aus, dass die Unter-
bringung von C.____ die Beistandsperson schon von Anfang an vor grosse Herausforderungen 
gestellt habe. Die betreute Wohnform im Haus F.____ entspreche den Bedürfnissen von 
C.____ am besten, obwohl sich auch dort immer wieder Fragen im Zusammenhang mit dem 
Sammeln von Gegenständen stellen würden. Die Erfahrungen seit Beginn der Beistandschaft 
hätten gezeigt, dass C.____ eine sehr umtriebige Person und ein selbständiges Wohnen nicht 
möglich sei. Im Haus F.____ erhalte sie die notwendige Unterstützung und finde sich grund-
sätzlich in diesem Rahmen zurecht. Es gebe kaum eine Institution, die ihren Bedürfnissen ge-
recht werde und in der sie auch längerfristig tragbar sei. 
 
4.3.2. Die Beiständin erklärt in ihrem Schreiben vom 15. Dezember 2021, dass diverse Be-
schwerdebriefe der Verwaltung die KESB erreicht hätten, als C.____ vor Jahren selbst in der 
Wohnung in E.____ gewohnt habe. Grund dafür seien hauptsächlich die von C.____ in den all-
gemeinen Teilen der Liegenschaft sowie auf ihrem Gartensitzplatz deponierten Gegenstände 
gewesen. Daraufhin sei für C.____ eine Unterkunft gesucht worden, in der sie ihre Freiheiten 
leben könne und gleichzeitig eine Begleitung in vereinzelten Lebensbereichen gewährleistet 
werden könne. Mittlerweile sei dieses Setting im Haus F.____ seit vier Jahren erfolgreich. An 
keinem anderen Ort sei C.____ so lange wohnhaft geblieben. Es sei richtig, dass C.____ das 
Aufräumen ihres Zimmers nicht akzeptiere und danach wütend das F.____ verlasse. Seit sie 
keine Ersparnisse mehr habe, nutze sie die teure Notschlafstelle nicht mehr und kehre am 
Abend wieder ins Haus F.____ zurück. Nach telefonischen Aussagen der Beschwerdeführerin 
übernachte sie auch nicht mehr in E.____, sondern reise nach der Zimmerräumung in E.____ 
an, beschwere sich bei der Beschwerdeführerin über das Haus F.____ und reise wieder zurück. 
Das regelmässige Räumen des Zimmers sei wichtig, um eine Verwahrlosung von C.____ und 
das Gedeihen von Ungeziefer zu vermeiden. Ihr soziales Umfeld habe C.____ hauptsächlich in 
I.____. Sie kenne diverse Orte, wo sie Bekannte treffe und ihre Zeit verbringe. Auch im Haus 
F.____ sei sie nach Aussage ihrer ehemaligen Bezugsperson sozial integriert und eine Berei-
cherung für die Bewohnenden. Obwohl sie aus dem Kontext des Bewohnendenprofils falle, 
scheine sie sich mehrheitlich in diesem Umfeld wohl zu fühlen. Sie habe gezeigt, dass sie 
selbst um Alternativen besorgt sein könne, wenn dies notwendig werde. Seit sie über ihre finan-
zielle Lage informiert worden sei, verwalte sie ihr Taschengeld ausschliesslich im Haus F.____ 
und beantrage keine Übernachtungen in der Notschlafstelle mehr. Die Beiständin erklärt, sie sei 
zuversichtlich, dass C.____ in ihrem grossen Sozialnetz in I.____ ein alternatives Ventil finden 
werde, wenn die Wohnung in E.____ nicht mehr ihr Eigentum sei. C.____ sei aufgrund ihres 
Sammeltriebs und ihrer Konfliktlösungsstrategie nicht in der Lage, selbständig zu wohnen. Es 
mache wenig Sinn, eine Spitex in der Wohnung in E.____ als Unterstützung zu organisieren, da 
C.____ keine pflegerische Unterstützung benötige und das Räumen von Messie-Wohnungen 
nicht in den Aufgabenbereich der Spitex falle. Eine alternative Wohnform zum Haus F.____ 
habe bisher nicht gefunden werden können, da die Bedürfnisse von C.____ die Möglichkeiten 
stark einschränken würden. Sollte sie mehr pflegerische Unterstützung benötigen, hätte das 
Haus F.____ im Gebäude nebenan eine intensiver begleitete Wohnform, das "F.____ K.____ ".  

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Die Beiständin hat ihrer Stellungnahme je ein Schreiben der Verwaltung der Wohnung in 
E.____ vom 11. August 2016 und der Verwaltung der Wohnung in D.____ vom gleichen Tag mit 
Fotos beigelegt. Aus dem Schreiben betreffend die Wohnung in E.____ geht hervor, dass 
C.____ diverse Schachteln, Möbel und Abfallsäcke auf ihrem Gartensitzplatz deponiert hatte. 
Dem Schreiben betreffend die Wohnung in D.____ ist zu entnehmen, dass C.____ täglich Ge-
genstände, Abfälle, Lebensmittel etc. vor ihrer Wohnungstüre sowie in den allgemeinen Teilen 
der Liegenschaft deponiert hatte. Die Verwaltung und die Nachbarn waren besorgt, weil die 
Lebensmittel zur Bildung von Ungeziefer sowie zu einem unerträglichen Geruch führen würden. 
Zudem würden diese Deponien Zugänge zu den Wohnungen und Kellern blockieren und 
Flucht- und Rettungswege versperren.  
 
4.3.3. Das Haus F.____ führt in seiner Stellungnahme vom 22. Dezember 2021 aus, dass 
C.____ seit Oktober 2017 dort lebe. Sie sei als Notfall in die Abteilung F.____ K.___ aufge-
nommen worden. Dies sei aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen und Verwahrlosungs-
tendenzen geschehen. Sie habe zu jenem Zeitpunkt allein in ihrer Wohnung in D.____ gelebt. 
Im weiteren Verlauf ihres Aufenthaltes sei C.____ dann in die Abteilung Stationäres Wohnen 
umgezogen, in welcher sie bis zum heutigen Zeitpunkt lebe. Das Team der Mitarbeiter des 
Hauses F.____ erlebe C.____ als eine lebensfrohe, überwiegend lustige und vor Energie sprü-
hende 76-Jährige. Ihr körperlicher Zustand sei – mit Ausnahme der Zähne – als gut zu bezeich-
nen. C.____ habe in Bezug auf ihr Dasein ein "etwas anderes Bild" von sich. Sie lebe überwie-
gend in der Vergangenheit und knüpfe mit ihren Plänen immer wieder dort an. Sie zeige auch 
ein zwanghaftes Sammeln von Gütern aller Art. Diese finde sie unter anderem auf der Strasse, 
in Brockenstuben etc. Dazu gehöre unter anderem auch das Horten von Lebensmitteln. Die 
erwähnten Dinge würden dann im Zimmer von C.____ landen. Das Zimmer werde in regelmäs-
sigen Abständen vom Heim geleert. Diese Abstände könnten allerdings auch nur 2 Tage betra-
gen. C.____ könne in Situationen, in denen sie sich eingeschränkt oder ungerecht behandelt 
fühle oder eine Leerung ihres Zimmers stattgefunden habe, sehr laut und verbal ausfällig wer-
den. Meist verlasse sie dann unter Ablassen von Schimpfworten das Haus. Wiederholt lasse sie 
ihre Wut aber auch an Gegenständen aus. C.____ habe auch schon Plastikflaschen gezielt in 
Richtung von Mitarbeitern geworfen. Gemäss Meinung des Hauses F.____ sei der Aufenthalts-
ort von C.____ zum jetzigen Zeitpunkt der richtige. Ein Wohnen in einer eigenen Wohnung er-
scheine weiterhin nicht möglich. Ein Aufenthalt in einem Alters- und Pflegeheim würde die 
Strukturen sprengen oder C.____ müsste in ihrem Bewegungsspielraum eingeschränkt werden. 
 
Weiter führt das Haus F.____ in seiner Stellungnahme vom 22. Dezember 2021 aus, die Be-
zugsperson von C.____ habe diese mehrere Male auf die Möglichkeit angesprochen, den Ent-
scheid betreffend Verkauf der Wohnung in E.____ anzufechten. Nachdem C.____ zuerst dafür 
gewesen sei, habe sie letztendlich aber keine Beschwerde erhoben. Das Haus F.____ erachte 
den Wohnort von C.____ als den richtigen, auch unter Berücksichtigung des Umfeldes, in dem 
C.____ zurzeit lebe. Sie könne in diesem Umfeld so sein, wie sie wolle. Ihre verbalen Ausbrü-
che gegenüber anderen Bewohnern würden nicht immer harmlos verlaufen. Es brauche fast 
immer ein Eingreifen der diensthabenden Mitarbeiter. Im Haus F.____ würden ca. 30 Frauen 
und Männer zusammen wohnen. Es gehe dort nicht immer leise zu, wobei C.____ mit ihrem 

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Auftreten auch zur Lautstärke beitrage. Das Haus biete eine 24-Stunden-Betreuung an. Die 
Zimmerräumung sei aus zwei Gründen unerlässlich: Zum einen passiere dies aus hygienischen 
Aspekten (verschimmelte Lebensmittel etc.) und zum anderen lasse es der Sicherheitsaspekt 
(Rettung bei Notfall) nicht zu, da das Zimmer sonst unbegehbar würde. Einige Male habe sich 
die Tür nicht mehr richtig öffnen lassen. "Eine Reflexion ihres Handelns" sei bei C.____ "nicht 
erreichbar". Für sie seien die Gegenstände, die sie mitbringe, kostbare Schätze, die sehr wert-
voll seien und unbedingt gerettet werden sollten. Ein Zimmerwechsel könne aus Sicht des Hau-
ses F.____ nicht stattfinden, da ein größeres Zimmer unausweichlich die Möglichkeit nach sich 
ziehen würde, noch mehr Gegenstände zu sammeln. Es sei nach Meinung des Hauses F.____ 
kein gangbarer Weg, dass C.____ in die Wohnung nach E.____ zurückkehre und von der Spi-
tex betreut werde. Die Spitex würde nach kurzer Zeit die Betreuung einstellen und die Wohnung 
wäre in Wochenfrist unbewohnbar. Ein Besuch der Wohnung, um Erbstücke zu sichten, werde 
vom Haus F.____ unter allen Umständen unterstützt. C.____ sollte in einem betreuten Umfeld 
leben. Das müsse nicht unbedingt das Haus F.____ sein, aber zurzeit gebe es wohl wenig Al-
ternativen.  
 
4.4. Die sich gemäss obigen Ausführungen deckenden Aussagen der involvierten Stellen 
beschreiben eine umtriebige Person, die seit Jahren Gegenstände und Nahrungsmittel sucht-
mässig hortet und ihre jeweiligen Wohnorte damit vermüllt und dabei keine Einsicht bezüglich 
ihrer Sammelsucht zeigt. Eine derartige Sammelsucht (Messie) – wie von den involvierten Stel-
len beschrieben – geht einher mit unhygienischen Zuständen, welche zu gesundheitlichen 
Problemen, z.B. aufgrund von Ungeziefer und Schimmel, führen können. Des Weiteren können 
gesundheitliche Probleme und Verwahrlosung aber auch Folge davon sein, dass z.B. die sani-
tären Anlagen, der Kühlschrank, die Kochplatten in der Wohnung nicht mehr oder nur noch un-
genügend benützt werden können, weil sie vermüllt und nicht mehr zugänglich sind. Eine derar-
tige Sammelsucht führt aber auch zu Sicherheitsproblemen, da die Hausgänge für die Feuer-
wehr und die Sanitäter nicht mehr passierbar sind, herumliegender Unrat Stolperfallen darstellt 
und grosse Mengen von Müll eine Brandgefahr bedeuten können. Die Sammelsucht von 
C.____ gefährdet somit sie selber. Zudem führt sie auch zu unhygienischen, gefährdenden und 
unzumutbaren Zuständen für die Nachbarn, welche sich beklagen würden. Bereits im Urteil des 
Kantonsgerichts vom 25. Mai 2016 betreffend Antrag auf Beistandswechsel ist von mehreren 
Reklamationen von Seiten der Nachbarn und der Verwaltung die Rede. Schon im Oktober 2017 
hatte unter anderem die Sammelsucht von C.____ dazu geführt, dass sie im Haus F.____ auf-
grund gesundheitlicher Einschränkungen und Verwahrlosungstendenzen als Notfall aufgenom-
men wurde und vor allem auch dort blieb. Seit 4.5 Jahren lebt C.____ im Haus F.____, obwohl 
sie Eigentümerin der Wohnung in E.____ ist. Gemäss Auskunft des Hauses F.____ hat sie 
hauptsächlich in I.____ ihr soziales Netz, ist im Haus F.____ integriert und scheint sich dort 
mehrheitlich wohl zu fühlen. Den Akten ist zu entnehmen, dass C.____ früher ab und zu in der 
Wohnung in E.____ übernachtete, gemäss Auskunft der Beschwerdeführerin ist dies jedoch 
nicht mehr der Fall. Es ist davon auszugehen, dass C.____ – sollte sie alleine in der Wohnung 
in E.____ wohnen – innert kürzester Zeit die Wohnung und auch die allgemeinen Teile der Lie-
genschaft mit Unrat füllen würde, was das Einschreiten der Behörden, die Entfernung von 
C.____ aus ihrer Wohnung und eine Platzierung in einem Heim wieder nötig machen würde. 
Zudem würde die Wohnungsnahme in E.____ ein Herausreissen von C.____ aus dem seit Jah-

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ren funktionierenden Setting und aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld bedeuten. Es ist nicht 
ersichtlich, weshalb nach 4.5 Jahren Heimaufenthalt ein selbstständiges Wohnen wieder mög-
lich sein sollte, da sich an ihrer Sammelsucht nichts geändert hat. Das Kantonsgericht kommt in 
Übereinstimmung mit den Einschätzungen des Hauses F.____, der Beiständin und der KESB 
zum Schluss, dass C.____ nicht in der Lage wäre, alleine in der Wohnung in E.____ zu woh-
nen. Dies wäre auch nicht mit Hilfe Dritter möglich. Die Aufgabe der Spitex ist nicht, Wohnun-
gen zu entrümpeln und Unrat in grossen Mengen zu beseitigen. Sollten zudem die Mitarbeiter 
der Spitex aufgrund der vermüllten und unpassierbaren Wohnung ihre Arbeit nicht mehr verrich-
ten können, würde die Spitex ihre Arbeit dort aufgeben. Andere Institutionen oder Personen, 
welche eine derartige Arbeit in überaus kurzen zeitlichen Abständen immer und immer wieder 
übernehmen würden, lassen sich kaum finden, zumal diese jedes Mal gegen den Willen von 
C.____ diese Aufgabe erfüllen müssten, was wohl dazu führen würde, dass die Entrümpelung 
gar nicht stattfinden würde. Auch die Beschwerdeführerin wäre nicht in der Lage, die nötige 
Hilfe zu leisten und die Wohnung in E.____ regelmässig entrümpeln zu lassen, da sie, wie aus 
den Akten ersichtlich ist, selbst nicht in der Lage ist, ihre 1-Zimmer-Wohnung in I.____ räumen 
zu lassen, weshalb sie die Beiständin ihrer Mutter hierfür um Unterstützung gebeten hat. Zudem 
stellte die KESB beim Augenschein fest, dass die Wohnung in E.____, in der die Beschwerde-
führerin lebt, mit Unrat vollgestellt war und sich in einem unhygienischen Zustand befand. Damit 
ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin ebenso wenig in der Lage wäre, den Unrat zu beseiti-
gen, wenn ihre Mutter in der Wohnung in E.____ leben würde. Dass die Mutter eine umtriebige 
Person ist, welche in einer Wohnung nicht richtig aufgehoben ist, wird auch durch die Aussage 
der Beschwerdeführerin untermauert, bei ihrem Umzug in die Wohnung in I.____ bestehe die 
Gefahr, dass ihre Mutter sie andauernd belästige, was schon beinahe dazu geführt habe, dass 
ihr gekündigt worden sei. Wäre C.____ fähig, alleine in einer Wohnung zu leben, wäre nicht 
erklärbar, weshalb ihr Verhalten fast zur Kündigung der Wohnung ihrer Tochter geführt hat. Die 
Beschwerdeführerin befürchtet wohl zu Recht, in ihrer Wohnung in I.____ von ihrer Mutter be-
lästigt zu werden. Dies kann jedoch nicht ein Grund dafür sein, um auf die Verwertung der 
Wohnung in E.____ zu verzichten. Vielmehr müsste die Beschwerdeführerin dagegen Abhilfe 
schaffen. Des Weiteren ist zwar richtig, dass die Mutter der Beschwerdeführerin nicht dem für 
das Haus F.____ typischen Bewohnendenprofil entspricht, sie scheint sich aber in diesem Um-
feld mehrheitlich wohl zu fühlen. Aufgrund ihrer Sammelsucht ist es überdies äusserst schwie-
rig, eine andere Wohnalternative zu finden. Des Weiteren befürwortet die Beschwerdeführerin 
selbst in ihrer zweiten Eingabe vom 6. Dezember 2021 für den Fall, dass ihrem Antrag auf 
Rückkehr ihrer Mutter in die Wohnung in E.____ (gemäss Eingabe: 1. Option) nicht entspro-
chen werden sollte, die weitere Unterbringung ihrer Mutter im Haus F.____, jedoch in einem 
ruhigeren Zimmer (gemäss Eingabe: 2. Option).  
 
4.5. Aus den genannten Gründen kommt das Kantonsgericht zum Schluss, dass C.____ in 
einem betreuten Umfeld wohnen muss und es damit nicht möglich ist, dass sie in der Wohnung 
in E.____ leben würde. Der angefochtene Entscheid der KESB ist folglich nicht zu beanstan-
den, die Beschwerde ist abzuweisen, die Wohnung in E.____ ist zu verkaufen und der Haushalt 
ist zu liquidieren. Soweit die Beschwerdeführerin wünscht, C.____ sei die Zeit und das Recht 
einzuräumen, den Familienbesitz zu sichten, um allenfalls Erbstücke vor der Räumung entfer-

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nen zu lassen, ist darauf hinzuweisen, dass das Haus F.____ einen Besuch der Wohnung 
durch C.____ zu diesem Zweck unterstützt.  
 
5.1. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfas-
sen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden 
Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der 
Höhe von insgesamt Fr. 1'200.-- sind demzufolge der unterliegenden Beschwerdeführerin auf-
zuerlegen. Die Parteikosten sind gemäss § 21 Abs. 1 VPO wettzuschlagen.  
 
5.2. Die Beschwerdeführerin beantragte beim Kantonsgericht die unentgeltliche Prozess-
führung. Gemäss § 22 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung der Verfah-
renskosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, sofern ihr die nötigen Mittel fehlen 
und ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint (Abs. 1). Gemäss Veranla-
gungsverfügung zu den kantonalen Steuern 2020 hatte die Beschwerdeführerin im Jahr 2020 
Einkünfte von Fr. 22'795.-- und ein Vermögen in der Höhe von Fr. 15.--. Gemäss Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege hat die Beschwerdeführerin auf der Einkommensseite lediglich eine 
SUVA-Rente in der Höhe von monatlich Fr. 1'899.--. Bei einem monatlichen Grundbetrag für 
eine alleinstehende Person in der Höhe von Fr. 1'200.--, Mietkosten in der Höhe von Fr. 770.-- 
und Krankenkassenprämien in der Höhe von Fr. 615.-- übersteigen diese Kosten die Einnah-
men, so dass die Mittellosigkeit der Beschwerdeführerin gemäss § 22 VPO gegeben ist. Das 
Begehren der Beschwerdeführerin kann nicht als aussichtslos bezeichnet werden. Demzufolge 
ist die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zu bewilligen.  
 
5.3. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sind die Verfahrenskosten in 
der Höhe von Fr. 1'200.-- somit der Gerichtskasse zu überbinden und der geleistete Kostenvor-
schuss ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. 
 
5.4. Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-
kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Ge-
setzes über die Organisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001). 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
   
 2. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung 

wird bewilligt. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgelt-
lichen Prozessführung zulasten der Gerichtskasse.  
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'200.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin