# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35149e3c-df12-51be-875f-87f66e9ef13e
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 18.01.2022 VBE.2021.323
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2021-323_2022-01-18.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

3. Kammer 

 

 

VBE.2021.323 / cj / fi  
Art. 6 

 

 

Urteil vom 18. Januar 2022 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Gössi, Präsidentin  

Oberrichterin Peterhans  

Oberrichter Kathriner  

Gerichtsschreiberin Junghanss          

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____   

vertreten durch Dr. iur. Thomas Gattlen, Rechtsanwalt, Europaallee 41, 

Postfach, 8021 Zürich 1    

 

     
   

Beschwerde-

gegnerin  

 SVA Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5000 Aarau   

 

     
   

Beigeladener   B._____   

vertreten durch Dr. iur. Thomas Gattlen, Rechtsanwalt, Europaallee 41, 

Postfach, 8021 Zürich 1      

    

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend AHVG Art. 52 

(Einspracheentscheid vom 4. Juni 2021) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die Beschwerdeführerin war vom 30. Januar 2008 bis am 12. August 2021 

als Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschriftsberechtigung der 

C. AG, Q., im Handelsregister eingetragen. 

 

Die C. AG war als Arbeitgeberin für das von ihr beschäftigte Personal der 

Beschwerdegegnerin gegenüber nach Art. 12 AHVG beitragspflichtig. Für 

die Jahre 2016 bis 2017 blieben Sozialversicherungsbeiträge samt Mahn- 

und Betreibungsgebühren sowie Verzugszinsen unbezahlt. Am 

12. September 2017 wurde über die C. AG der Konkurs eröffnet. Das Kon-

kursverfahren wurde mit Verfügung des Gerichtspräsidiums Baden vom 

4. August 2021 als geschlossen erklärt. Am 12. August 2021 wurde die 

Gesellschaft im Handelsregister gelöscht. 

 

1.2. 

Mit Verfügung vom 2. September 2020 verpflichtete die Beschwerdegeg-

nerin die Beschwerdeführerin zur Bezahlung von Schadenersatz in der 

Höhe von Fr. 132'079.45. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Be-

schwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 4. Juni 2021 ab. 

 

2. 

2.1. 

Am 7. Juli 2021 erhob die Beschwerdeführerin dagegen fristgerecht Be-

schwerde und beantragte Folgendes: 

 

"Es sei die Schadenersatzverfügung (recte: der Einspracheentscheid) vom 
4. Juni 2021 im Umfang von 111'755.85 aufzuheben; 
 
es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die per 4. Juli 2016 bestehenden 
Ausstände für SVA-Beiträge im Betrag von Fr. 20'323.60 anerkannt sind; 
 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

Zusätzlich stellte die Beschwerdeführerin folgenden Prozessantrag: 

 

"Es sei die mit heutigem Datum eingereichte Beschwerde des B. in 
gleicher Sache mit diesem Verfahren zu vereinigen." 

 

2.2. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 14. Juli 2021 wurde der Antrag 

auf Vereinigung des vorliegenden Verfahrens mit dem unter der Verfah-

rensnummer VBE.2021.324 erfassten Beschwerdeverfahren betreffend B. 

abgewiesen. 

 

 - 3 - 

 

 

 

2.3. 

Mit Vernehmlassung vom 5. August 2021 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.4. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 12. August 2021 wurde B., Z. 

im Verfahren beigeladen. Am 15. November 2021 reichte er eine 

Stellungnahme ein und beantragte Folgendes: 

 

"Es sei die Schadenersatzverfügung (recte: der Einspracheentscheid) vom 
4. Juni 2021 im Umfang von 111'755.85 aufzuheben; 
 
es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die per 4. Juli 2016 bestehenden 
Ausstände für SVA-Beiträge im Betrag von Fr. 20'323.60 anerkannt sind; 
 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

1.1.1. 

Gemäss Art. 52 Abs. 1 AHVG hat ein Arbeitgeber den Schaden zu erset-

zen, den er der Versicherung durch absichtliche oder grobfahrlässige Miss-

achtung von Vorschriften zufügt. 

 

1.1.2. 

Art. 14 Abs. 1 AHVG schreibt in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV vor, dass 

der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug 

zu bringen und zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichs-

kasse zu entrichten hat. Der Arbeitgeber hat der Ausgleichskasse zudem 

periodisch Abrechnungsunterlagen über die von ihm an seine Arbeitneh-

mer ausbezahlten Löhne zuzustellen, damit die entsprechenden paritäti-

schen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- 

und Abrechnungspflicht ist eine gesetzlich vorgeschriebene öffentlich-

rechtliche Aufgabe, deren Nichterfüllung eine Missachtung von Vorschrif-

ten im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG bedeutet und eine volle Schadener-

satzpflicht des Arbeitgebers nach sich zieht (BGE 118 V 193 E. 2a S. 195). 

 

1.1.3. 

Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften ge-

mäss Art. 52 Abs. 2 AHVG subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle 

mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten Personen für den 

Schaden. Diese subsidiäre Haftung bedeutet, dass die Ausgleichskasse, 

sobald der Arbeitgeber zahlungsunfähig geworden ist, direkt und unmittel-

bar gegen die Organe der juristischen Person vorgehen kann (MARCO 

 - 4 - 

 

 

 

REICHMUTH, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 

AHVG, 2008, § 4 Rz. 196). Die Schadenersatzpflicht erstreckt sich auf alle 

Personen mit Entscheidungsbefugnissen, welche ihnen von Gesetzes we-

gen (formelle Organe) oder aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse zu-

kommen (faktische Organe; REICHMUTH, a.a.O., § 4 Rz. 201). Ein formelles 

Organ der Aktiengesellschaft ist der Verwaltungsrat bzw. dessen Mitglieder 

(Art. 707 ff. OR; REICHMUTH, a.a.O., § 4 Rz. 205). Sind mehrere Personen 

für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den ganzen 

Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG). Die solidarische Haftung er-

laubt der Ausgleichskasse, gegen alle oder lediglich einige von ihnen, al-

lenfalls nur einen einzelnen, vorzugehen (BGE 134 V 306 E. 3.1 S. 308). 

Aufgrund dieser solidarischen Haftung hat jedes einzelne Organ für den 

ganzen Schaden einzustehen (BGE 119 V 86 E. 5a S. 87).  

 

1.2. 

Im vorliegenden Fall ist die C. AG den ihr als Arbeitgeberin obliegenden 

Beitragsabrechnungs- und -zahlungspflichten gemäss Art. 14 Abs. 1 

AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV nicht nachgekommen und hat 

damit Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG missachtet, was 

grundsätzlich die volle Schadenersatzpflicht gemäss Art. 52 AHVG nach 

sich zieht. 

 

Da über die C. AG per 12. September 2017 der Konkurs eröffnet, das 

Konkursverfahren am 4. August 2021 für geschlossen erklärt und die Ge-

sellschaft schliesslich im Handelsregister gelöscht wurde (vgl. Handelsre-

gistereintrag zu UID CHE-...), kann die Gesellschaft ihrer Beitrags- und 

Schadenersatzpflicht nach Art. 52 AHVG nicht mehr nachkommen. Damit 

sind die subsidiär haftbaren Organe zu belangen. Subsidiär haftendes 

Organ ist die Beschwerdeführerin, die vom 30. Januar 2008 bis am 

12. August 2021 als Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunter-

schriftsberechtigung im Handelsregister eingetragen war (vgl. Handels-

registereintrag zu UID CHE-...). Aufgrund ihrer Organstellung als Mitglied 

des Verwaltungsrates und infolge der Löschung der C. AG haftet die 

Beschwerdeführerin grundsätzlich nach Art. 52 Abs. 2 AHVG. 

 

2. 

Nachfolgend sind die Voraussetzungen der persönlichen Haftung der Be-

schwerdeführerin nach Art. 52 AHVG zu prüfen: Schaden, Widerrechtlich-

keit, Kausalzusammenhang und Verschulden. 

 

3. 

3.1. 

Voraussetzung der Schadenersatzpflicht ist das Vorliegen eines Schadens. 

Der Schaden besteht darin, dass die Beiträge wegen Zahlungsunfähigkeit 

des Arbeitgebers oder wegen Verwirkung gemäss Art. 16 Abs. 1 AHVG 

nicht mehr im ordentlichen Verfahren erhoben werden können (Urteil des 

 - 5 - 

 

 

 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 125/05 vom 17. Januar 2006 

E. 3.2) und der Ausgleichskasse als Organ der AHV ein ihr zustehender 

Betrag entgeht (UELI KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum So-

zialversicherungsrecht, Alters- und Hinterlassenenversicherung, 3. Aufl. 

2012 [Rechtsprechung], N 13 zu Art. 52 AHVG). Der Schaden kann unbe-

zahlt gebliebene paritätische AHV/IV/EO- und ALV-Beiträge, Verwaltungs-

kosten, Mahngebühren, Veranlagungs- und Betreibungskosten sowie Ver-

zugszinsen für ausstehende Beiträge umfassen (UELI KIESER, Alters- und 

Hinterlassenenversicherung, in: Ulrich Meyer [Hrsg.], Schweizerisches 

Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, 

S. 1327, Rz. 444). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Gemäss der Schadenersatzverfügung vom 2. September 2020 besteht 

eine offene Forderung von Fr. 132'079.45 (Vernehmlassungsbeilage 

[VB] 261 ff.). Die Höhe und die Zusammensetzung dieser Forderung ergibt 

sich aus dem Kontokorrentauszug für die C. AG vom 1. Januar 2016 bis 

am 31. August 2020 (vgl. Beschwerdebeilage [BB] 2), unter Berück-

sichtigung des in der Verfügung vom 2. September 2020 erwähnten 

Abzugs von Fr. 1'511.70 betreffend Beiträge auf Insolvenzentschädigung 

(VB 261). 

 

3.2.2. 

Der Beigeladene rügt, es sei unklar, weshalb sich bei der Nachkontrolle 

über Fr. 50'000.00 zu gering abgerechnete Beitragsforderungen ergeben 

hätten (Stellungnahme vom 15. November 2021, Ziff. 8). 

 

Mit Schreiben vom 21. Februar 2017 legte die Beschwerdegegnerin die 

Akontobeiträge für das Jahr 2017 fest. Basierend auf einer Lohnsumme 

von Fr. 788'000.00 beliefen sich diese auf Fr. 109'713.25. Davon zog die 

Beschwerdegegnerin einen Betrag betreffend "Familienzulagen FAK AG" 

in Höhe von Fr. 26'150.00 ab, womit ein Betrag von Fr. 83'563.25 verblieb 

(vgl. die Aufstellung in VB 93 f.). Mit Schreiben vom 26. Oktober 2017 nahm 

die Beschwerdegegnerin aufgrund des eröffneten Konkurses eine Anpas-

sung der Akontobeiträge für die Periode vom 1. Januar bis 12. September 

2017 vor. Basierend auf einer korrigierten Lohnsumme von Fr. 522'800.00 

errechnete sie Akontobeiträge von Fr. 72'789.45. Davon zog die Beschwer-

degegnerin einen Betrag betreffend "Familienzulagen FAK AG" in Höhe 

von Fr. 16'753.20 ab, womit ein Betrag von Fr. 56'036.25 verblieb. Da be-

reits Fr. 69'802.00 fakturiert worden waren, schrieb die Beschwerdegegne-

rin Fr. 13'764.00 gut (vgl. die Aufstellung in VB 207 f.; vgl. auch den Eintrag 

vom 26. Oktober 2017 im Kontokorrentauszug in BB 2). 

 

 - 6 - 

 

 

 

Die tatsächliche Lohnsumme im Jahr 2017 betrug gemäss dem Revisions-

bericht vom 19. Dezember 2017 Fr. 775'588.00 (VB 210 ff.; VB 231 ff.). Ba-

sierend auf dieser Lohnsumme berechnete die Beschwerdegegnerin die 

geschuldeten Beiträge für den Zeitraum vom 1. Januar bis 13. September 

2017, die gesamthaft Fr. 107'706.95 betrugen. Ein Betrag betreffend 

"Familienzulagen FAK AG" wurde nicht abgezogen, da der entsprechende 

Jahresbetrag auf Fr. 0.00 gesetzt wurde (vgl. die Aufstellung in VB 234). 

Aufgrund der bereits fakturierten Beträge in Höhe von Fr. 56'038.00 ver-

bleibt ein geschuldeter Betrag von Fr. 51'668.95 (= Fr. 107'706.95 – 

Fr. 56'038.00). Die Höhe der sich aus der Nachkontrolle ergebenden Bei-

tragsforderung, gegen die im Übrigen keine konkreten Rügen vorgebracht 

wurde, ist somit nachvollziehbar dargelegt, womit darauf abzustellen ist. 

 

3.2.3. 

Aufgrund des Konkurses der C. AG und deren nachfolgender Löschung im 

Handelsregister können die ausstehenden Beträge zugunsten der Be-

schwerdegegnerin nicht mehr im ordentlichen Verfahren bezogen werden, 

womit ein Schaden in Höhe von Fr. 132'079.45 im Sinne von Art. 52 AHVG 

eingetreten ist. 

 

3.3. 

Gemäss Art. 52 Abs. 3 AHVG verjährt der Schadenersatzanspruch nach 

den Bestimmungen des Obligationenrechts über die unerlaubten Handlun-

gen. Damit verjährt der Anspruch mit Ablauf von drei Jahren, von dem Tage 

an gerechnet, an welchem die zuständige Ausgleichskasse Kenntnis vom 

Schaden und von der Person des Ersatzpflichtigen erlangt hat, jedenfalls 

aber mit Ablauf von zehn Jahren, vom Tage an gerechnet, an welchem das 

schädigende Verhalten erfolgte oder aufhörte (vgl. Art. 60 Abs. 1 OR). Um 

die Fristen nach Art. 52 Abs. 3 AHVG zu wahren, muss die AHV-Aus-

gleichskasse innert diesen Fristen eine Schadenersatzverfügung erlassen 

(UELI KIESER, Rechtsprechung, a.a.O., N. 121 zu Art. 52 AHVG). 

 

Im Falle eines Konkurses oder Nachlassvertrages mit Vermögensabtretung 

hat die Kasse nicht notwendigerweise erst Kenntnis des Schadens im 

Sinne von Art. 52 Abs. 3 AHVG, wenn sie in die Verteilungsliste und 

Schlussrechnung des Konkursamtes oder Liquidators Einsicht nehmen 

kann oder einen Verlustschein erhält; denn wer im Rahmen solcher Ver-

fahren einen Verlust erleidet und auf Ersatz klagen will, hat praxisgemäss 

in der Regel bereits dann ausreichende Kenntnis des Schadens, wenn die 

Kollokation der Forderungen eröffnet beziehungsweise der Kollokations-

plan (und das Inventar) zur Einsicht aufgelegt wird. In diesem Zeitpunkt ist 

oder wäre der Gläubiger im Allgemeinen in der Lage, den Stand der Akti-

ven, die Kollokation seiner Forderung und die voraussichtliche Dividende 

zu kennen (BGE 126 V 443 E. 3a S. 444; 119 V 89 E. 3 S. 92 f., je mit Hin-

weisen). Vorliegend erfolgte die Publikation der zwanzigtägigen Auflage-

frist des Kollokationsplans am 31. August 2020 (VB 252 ff.), weshalb die 

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Verjährungsfrist von Art. 52 Abs. 3 AHVG in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 

OR frühestens ab diesem Zeitpunkt ausgelöst wurde. 

 

Die Beschwerdegegnerin wahrte mit der Schadenersatzverfügung vom 

2. September 2020 sowohl die relative als auch die absolute Verjährungs-

frist (VB 261 ff.). 

 

4. 

Die Missachtung der Beitrags- und Abrechnungspflicht gemäss Art. 14 

Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 34 ff. AHVV durch die C. AG respektive durch die 

Beschwerdeführerin ist widerrechtlich (vgl. E. 1.1.2. und E. 1.2.). 

 

5. 

5.1. 

Eine Haftung nach Art. 52 AHVG setzt weiter voraus, dass zwischen der 

Missachtung von Vorschriften (sog. Widerrechtlichkeit) und dem eingetre-

tenen Schaden ein (adäquater) Kausalzusammenhang besteht (BGE 119 

V 401 E. 4a S. 406). Daran fehlt es, wenn auch ein pflichtgemässes Ver-

halten den Schaden nicht hätte verhindern können (THOMAS NUSSBAUMER, 

Das Schadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG, in: Aktuelle Fragen aus 

dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 108). 

 

5.2. 

Vorliegend ist ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen der Verlet-

zung der Beitrags- und Abrechnungspflicht und dem Schadenseintritt ge-

geben. Die Nichtbezahlung der Sozialversicherungsbeiträge durch die 

C. AG respektive das dafür verantwortliche Organ führte dazu, dass der 

Beschwerdegegnerin ein Schaden in Höhe von Fr. 132'079.45 entstand. 

 

6. 

6.1. 

6.1.1. 

Die Haftung nach Art. 52 AHVG setzt weiter ein qualifiziertes Verschulden 

der Organe voraus. Die Nichtabrechnung oder Nichtbezahlung der Beiträge 

ist für sich allein nicht haftungsbegründend; vielmehr bedarf es zusätzlich 

eines Verschuldens in Form von Absicht oder grober Fahrlässigkeit 

(BGE 121 V 243 E. 5 S. 244). Absicht ist gegeben, wenn mit Wissen und 

Willen gehandelt wird. Grobfahrlässig handelt, wer ausser Acht lässt, was 

jedem verständigen Menschen in gleicher Lage unter gleichen Umständen 

als beachtlich hätte einleuchten müssen. Das Mass der zu verlangenden 

Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kauf-

männischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher der Betroffene 

angehört, üblicherweise erwartet werden kann (BGE 108 V 183 E. 3a 

S. 202). 

 

 - 8 - 

 

 

 

Eine Ausgleichskasse, welche feststellt, dass sie einen durch Missachtung 

von Vorschriften entstandenen Schaden erlitten hat, darf zwar davon aus-

gehen, dass der Arbeitgeber die Vorschriften absichtlich oder mindestens 

grobfahrlässig verletzt hat, sofern keine Anhaltspunkte für die Rechtmäs-

sigkeit des Handelns oder die Schuldlosigkeit des Arbeitgebers bestehen 

(BGE 108 V 183 E. 1 b S. 187; Urteil des Eidgenössischen Versicherungs-

gerichts H 86/02 vom 2. Februar 2005 E. 5.2). Allfällige Rechtfertigungs- 

und Exkulpationsgründe für das Herbeiführen des Schadens sind von der 

schadenersatzpflichtigen Person vorzubringen und nachzuweisen (Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 67/06 vom 11. Juli 2006 

E. 5.3). Nicht jedes einem Unternehmen anzulastende Verschulden muss 

auch ein solches seiner sämtlichen Organe sein (Urteil des Eidgenössi-

schen Versicherungsgerichts H 91/06 vom 20. Juni 2007 E. 5.1). Vielmehr 

ist abzuwägen, ob und inwieweit eine Handlung der Unternehmung einem 

bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische Stellung 

innerhalb der Unternehmung zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft ge-

handelt hat, hängt demnach entscheidend von der Verantwortung und den 

Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person übertragen wurden 

(Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 209/01, H 212/01, 

H 214/01 vom 29. April 2002 E. 4b). 

 

6.1.2. 

Formelle Organe haften wegen der gesetzlichen Definition ihrer Pflichten 

unabhängig von ihrer tatsächlichen Funktion und Einflussnahme auf die 

Willensbildung der Gesellschaft. Wer bei einer juristischen Person formelle 

Organstellung einnimmt, hat auch die damit verbundenen gesetzlichen 

Pflichten mit aller Sorgfalt zu erfüllen (REICHMUTH, a.a.O., § 4 

Rz. 212 f., MEINRAD VETTER, Der verantwortlichkeitsrechtliche Organbe-

griff gemäss Art. 754 Abs. 1 OR, 2007, S. 162 f. sowie 168 f.). 

 

Der Verwaltungsrat führt die Geschäfte der Gesellschaft (Art. 716 Abs. 2 

Teilsatz 1 OR). Zu den gesetzlichen Pflichten eines Verwaltungsrats gehö-

ren namentlich die in Art. 716a OR als unübertragbar und unentziehbar be-

zeichneten Aufgaben. Gemäss Art. 716a Abs. 1 Ziff. 3 OR ist der Verwal-

tungsrat zwingend für die korrekte Ausgestaltung des Rechnungswesens, 

der Finanzkontrolle sowie der Finanzplanung verantwortlich. Dabei sind 

insbesondere die Bestimmungen über den Abzug, die Ablieferung und die 

Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge zu beachten (REICHMUTH, 

a.a.O., § 8 Rz. 613). 

 

Rechtsprechungsgemäss handelt grundsätzlich grobfahrlässig im Sinne 

von Art. 52 AHVG, wer als Mitglied des Verwaltungsrats seinen Pflichten 

gemäss Art. 716a Abs. 1 OR nicht nachkommt (vgl. etwa BGE 108 V 199 

E. 1 S. 201; SVR 2011 AHV Nr. 16 S. 59, 9C_135/2011 E. 4.4.2; zitiertes 

Urteil 9C_66/2016 E. 5.4; zitiertes Urteil 9C_651/2012 E. 6.2 mit Hinwei-

sen).  

 - 9 - 

 

 

 

6.2. 

6.2.1. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei aufgrund einer schweren 

Krebserkrankung, die ab Juni / Juli 2016 entdeckt worden sei, nur noch in 

sehr eingeschränktem Masse und zeitweise überhaupt nicht mehr im-

stande gewesen, die ihr obliegenden Aufgaben auszuführen. Es könne ihr 

daher nicht vorgeworfen werden, an den Versäumnissen ab Juli 2016 treffe 

sie ein grobes Verschulden, denn für ihre Erkrankung und die sich daraus 

ergebenden Folgen und Probleme trage sie keine Schuld (Beschwerde, 

Ziff. 4 und Ziff. 15). 

 

6.2.2. 

In zeitlicher Hinsicht haftet eine Person grundsätzlich nur für jenen Scha-

den, der durch die Nichtbezahlung von Beiträgen entstanden ist, die zu 

einem Zeitpunkt zur Zahlung anstanden, als sie eine formelle, materielle 

oder faktische Organstellung innehatte und somit über allenfalls vorhande-

nes Vermögen disponieren und Zahlungen an die Ausgleichskasse veran-

lassen konnte (REICHMUTH, a.a.O., § 4 Rz. 256; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts H 63/05 vom 25. Mai 2007 E. 6.5.2.). Ein Verschul-

den des Organs kann nur so lange in Frage kommen, als es die Möglichkeit 

hat, durch Handlungen oder Unterlassungen die Geschäftsführung mass-

geblich zu beeinflussen (BGE 126 V 61 E. 4 S. 61; 109 V 86 E. 13 S. 94). 

 

Die Verantwortlichkeit eines Verwaltungsrates dauert in der Regel bis zum 

Moment seines tatsächlichen Austritts aus dem Verwaltungsrat, und nicht 

bis zum Zeitpunkt der Löschung seiner Funktion im Handelsregister, wobei 

für den Nachweis des Ausscheidens bei unverändert belassenem Handels-

registereintrag ein höherer Beweisgrad als eine überwiegende Wahr-

scheinlichkeit (das Ausscheiden muss "klar ausgewiesen" sein, vgl. 

BGE 126 V 61 E. 4b S. 62) verlangt wird. Nach der Rechtsprechung ist das 

faktische Aufhören der Organstellung auch dann relevant, wenn es vor 

einem ausdrücklichen Rücktrittsschreiben erfolgt, z.B. infolge Arbeitsunfä-

higkeit oder wenn sonst erstellt ist, dass kein Einfluss auf den Geschäfts-

gang erfolgt ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_109/2010 vom 28. April 2012 

E. 3.3 mit Hinweis auf Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

H 263/02 vom 6. Februar 2003 E. 3.3). 

 

6.2.3. 

Gemäss dem Bericht des Kantonsspitals E. vom 19. August 2016 wurde 

bei der Beschwerdeführerin ein Mammakarzinom rechts diagnostiziert 

(VB 297; vgl. auch die Berichte des E. vom 2., 3. und 17. August 2016 in 

BB 5). Weitere Arztberichte aus der Zeit zwischen August 2016 und der 

Konkurseröffnung im September 2017, welche die vorgenommenen 

Behandlungen beschreiben und / oder der Beschwerdeführerin eine 

Arbeitsunfähigkeit bescheinigen, liegen nicht vor. Auch im Arztzeugnis vom 

 - 10 - 

 

 

 

31. Januar 2020 wird ihr erst ab dem 1. November 2018 eine Arbeitsunfä-

higkeit attestiert (VB 305). 

 

Die Beschwerdeführerin selbst macht ebenfalls nicht geltend, während der 

Zeit von August 2016 bis September 2017 arbeitsunfähig gewesen zu sein 

bzw. ihre Tätigkeit für die C. AG eingestellt zu haben. So ergibt sich aus 

dem eingereichten "Tagebuch Auszug von A." unter der Überschrift 

November 2016 bis Mai 2017 Folgendes: "Die Zeit verging schnell. Jeder 

Tag war voller Arbeit für alle (…). Oftmals konnte ich mich nicht mehr so 

gut konzentrieren, es lief mir einfach nicht mehr so gut von der Hand wie 

früher. Das Geschäft verlangte von mir und meinem Mann alles ab. Leider 

wurde die Zahlungsmoral der Kunden immer wie schlechter. Das Geld kam 

oft verspätet bei uns an. Die Kunden mussten angerufen und gemahnt 

werden. Aber ich versuchte weiterhin so gewissenhaft zu arbeiten wie 

früher. Viel Arbeit war ich gewohnt und wir gaben alles." Für die Zeit ab Juni 

2017 hielt die Beschwerdeführerin fest: "Die kommende Zeit war nicht 

einfach. Es gab viel Arbeit für alle im Geschäft. Die Zahlungsmoral wurde 

noch schlechter. Dies bereitete mir noch mehr Belastung. Ich konnte nicht 

mehr schlafen, war immer in Gedanken, wie was zu lösen. Gegen aussen 

leistete ich viel, arbeitete vor mich hin, teilte mich aber nicht mit, dass ich 

eigentlich nicht mehr so viel Kraft hatte. Ich konnte gar nicht mehr alles 

erledigen, da mir einfach die Kraft fehlte" (BB 3).  

 

Daraus folgt, dass die Beschwerdeführerin auch nach Ausbruch ihrer 

Krebserkrankung weiterhin bei der C. AG gearbeitet hat, was sich auch mit 

weiteren Akten deckt. So nahm sie den Zahlungsbefehl vom 18. November 

2016 entgegen (VB 71 f.) und reichte die Lohnmeldung 2016 bei der 

Beschwerdegegnerin ein (Posteingang: 20. Februar 2017, VB 83). Auch 

am Mailverkehr zwischen dem Beigeladenen und diversen Informatik-

unternehmen war die Beschwerdeführerin insofern beteiligt, dass ihr die E-

Mails zur Kenntnisnahme zugestellt wurden (vgl. Beilage 4, 7 und 8 zur 

Stellungnahme vom 15. November 2021). Ausserdem wies der 

Beigeladene ihr mit E-Mail vom 20. März 2017 eine Aufgabe (Kontaktauf-

nahme zum Unternehmen G.) zu (Beilage 4 zur Stellungnahme vom 

15. November 2021). 

 

Damit ist nicht mit dem notwendigen Beweisgrad (vgl. E. 6.2.2.) erstellt, 

dass die Beschwerdeführerin als formelles Organ aus der C. AG 

ausgeschieden ist, da weder eine Arbeitsunfähigkeit für den relevanten 

Zeitraum von August 2016 bis September 2017 fachärztlich bestätigt ist 

noch anderweitig nachgewiesen ist, dass die Beschwerdeführerin keinen 

Einfluss auf den Geschäftsgang (mehr) nahm. 

 

 - 11 - 

 

 

 

6.3. 

6.3.1. 

Die Beschwerdeführerin bringt keine weiteren Rechtfertigungs- und Exkul-

pationsgründe für das Herbeiführen des Schadens vor. Der Beigeladene 

macht in der Stellungnahme vom 15. November 2021 geltend, ab Februar 

2017 habe es mit der Software, welche für die Deklaration der Abgaben an 

die Beschwerdegegnerin verwendet worden sei, grösste Probleme gege-

ben (Stellungnahme vom 15. November 2021, Ziff. 5). In der Zeit zwischen 

Januar / Februar 2017 bis zur Konkurseröffnung habe deswegen nur spo-

radisch Zugang zu den Daten über die bezahlten Löhne und die Grundla-

gen der Abrechnungen für die Sozialversicherungsbeiträge bestanden. Es 

sei daher nicht möglich gewesen, korrekte Abrechnungen zu erstellen und 

folglich auch nicht, die Bezahlung ausreichender Beträge an die Beschwer-

degegnerin zu veranlassen (Stellungnahme vom 15. November 2021, 

Ziff. 7). 

 

6.3.2. 

Bis im Februar 2017 bestanden bei der Beschwerdegegnerin bereits Aus-

stände in Höhe von Fr. 38'669.00 (vgl. Kontokorrentauszug in BB 2). Be-

reits vor den geltend gemachten Softwareproblemen wurden somit regel-

mässig Akontobeiträge, Mahngebühren und Verzugszinsen nicht bezahlt. 

In den Akten finden sich auch keine Hinweise darauf, dass die Beschwer-

deführerin oder der Beigeladene versucht hätten, mit der Beschwerdegeg-

nerin Kontakt aufzunehmen und sich über die bestehenden Ausstände zu 

informieren, damit sie basierend auf den erhaltenen Informationen die not-

wendigen Zahlungen – auch ohne Zugriff auf ihr internes Buchhaltungssys-

tem – hätten auslösen können. Der gesetzlichen Verantwortung aus 

Art. 716a Abs. 1 Ziff. 3 OR (vgl. E. 6.1.2.) kann sich die Beschwerdeführe-

rin nicht mit Hinweis auf Informatikprobleme entziehen, insbesondere nach-

dem sie und der Beigeladene zumindest vorübergehend immer wieder Zu-

griff auf ihr Buchhaltungssystem gehabt zu haben schienen (vgl. die Beila-

gen zur Stellungnahme des Beigeladenen vom 15. November 2021). Der 

arbeitsvertraglichen Lohnzahlungspflicht kommt zudem nicht vorrangige 

Bedeutung zu gegenüber der Beitragszahlungspflicht des Arbeitgebers: Mit 

jeder Lohnzahlung muss daher darauf geachtet werden, dass die darauf 

unmittelbar entstehenden Beitragsschulden gedeckt sind (Urteile des Bun-

desgerichts 9C_436/2016 vom 26. Juni 2017 E. 8.4.3 und 9C_738/2012 

vom 17. Dezember 2012 E. 3.2, je mit Hinweis; vgl. auch BGE 136 V 268 

S. 273 f. E. 2.6 in fine). Hat die Beschwerdeführerin wie hier nicht im Ansatz 

Anstalten gemacht, auf die Leistung der Sozialversicherungsbeiträge hin-

zuwirken, hat sie im Sinne von Art. 52 AHVG grobfahrlässig gehandelt (Ur-

teil des Bundesgerichts 9C_37/2019 vom 1. Juli 2019 E. 5.3.2.).  

 

6.4. 

Es ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin (auch) im Zeit- 

raum von August 2016 bis September 2017 formelles Organ der C. AG war. 

 - 12 - 

 

 

 

Als Verwaltungsratsmitglied war sie verantwortlich für das Abrechnungs- 

und Zahlungswesen und musste für die Bezahlung der angefallenen und 

fälligen Sozialversicherungsbeiträge sorgen. Der ihr obliegenden Pflicht, 

für eine ordnungsgemässe Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge 

besorgt zu sein, kam sie nicht nach, ohne dass ein zu berücksichtigender 

Rechtfertigungsgrund dafür vorliegen würde. Damit verursachte sie den der 

Beschwerdegegnerin entstandenen Schaden schuldhaft. 

 

Nicht ersichtlich ist, wie die in der Beschwerde beantragte Parteibefragung 

(Beschwerde, Ziff. 11 f.) und die beantragte Zeugenbefragung verschiede-

ner Personen (Beschwerde, S. 11 f.) zu entscheidrelevanten Erkenntnis-

sen beitragen könnten, nachdem sich insbesondere die Beschwerdeführe-

rin bereits schriftlich geäussert hat (vgl. Tagebuchauszug in BB 3). Weitere 

Abklärungen im Rahmen der gestellten Beweisanträge erübrigen sich so-

mit (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 137 V 64 E. 5.2 S. 69; 

136 I 229 E. 5.3 S. 236). 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

7.2. 

Die vorliegend streitgegenständliche Haftung der Beschwerdeführerin nach 

Art. 52 AHVG stellt keine Streitigkeit über Leistungen im Sinne von Art. 61 

lit. fbis ATSG dar, womit sich die Verfahrenskosten nach kantonalem Recht 

richten. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 

vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt (§ 22 

Abs. 1 lit. e VKD). Für das vorliegende Verfahren betragen diese 

Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensausgang der Beschwerdefüh-

rerin aufzuerlegen. 

 

7.3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) keine Parteient-

schädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. 

 - 13 - 

 

 

 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführerin  (Vertreter; 2-fach)   

die Beschwerdegegnerin    

den Beigeladenen   (Vertreter; 2-fach) 

das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

 - 14 - 

 

 

 

Aarau, 18. Januar 2022 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Gössi Junghanss