# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b736baa-add0-5c58-8d24-5c1a79c24ab0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-09-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.09.2016 D-5055/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5055-2016_2016-09-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-5055/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  S e p t e m b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richterin Barbara Balmelli;   

Gerichtsschreiberin Sandra Sturzenegger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

und deren Kind 

B._______, geboren am (…), 

Türkei,   

beide vertreten durch lic. iur. Mehmet Sigirci, Advokat,  

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 5. August 2016 / N (…). 

 

 

 

D-5055/2016 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge am 29. März 2016 

zusammen mit ihrem Kind in die Schweiz gelangte, 

dass sie am 3. Mai 2016 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 

C._______ um Asyl nachsuchte, 

dass ein Abgleich mit dem zentralen Visa-Informationssystem (CS-VIS) 

durch das SEM ergab, dass die Beschwerdeführerin am 23. März 2016 von 

der tschechischen Vertretung in Istanbul ein Schengen-Visum erhalten hat, 

dass am 19. Mai 2016 die Befragung zur Person (BzP) stattfand und die 

Beschwerdeführerin dabei unter anderem zu Protokoll gab, ihre Familie 

habe sie zwangsverheiraten wollen, weshalb sie von zu Hause weggelau-

fen und nach D._______ zur Familie ihres jetzigen Partners (E._______) – 

ein in der Schweiz als Flüchtling vorläufig aufgenommener respektive über 

eine Härtefallbewilligung verfügender Landsmann (Anmerkung des Ge-

richts) – geflohen sei, 

dass sie und ihr Partner – in dessen Abwesenheit – im Oktober 2015 in 

D._______ beim Imam geheiratet hätten, 

dass sie am 28. März 2016 von Istanbul in die Tschechische Republik ge-

reist sei, wo sie von ihrem Partner in Empfang genommen worden sei, 

dass sie bis zur Asylgesuchstellung bei ihrem Partner in F._______ gelebt 

habe, 

dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin an der BzP das rechtliche Ge-

hör zur mutmasslichen Zuständigkeit der Tschechischen Republik für die 

Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens sowie zu einer Weg-

weisung dorthin gewährte,  

dass die Beschwerdeführerin dazu vorbrachte, sie wolle ihren Partner, von 

welchem sie ein Kind erwarte, heiraten, 

dass bereits ein Ehevorbereitungsverfahren eingeleitet worden sei, 

dass das SEM mit Verfügung vom 5. August 2016 – eröffnet am 12. August 

2016 – gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf die Asyl-

gesuche der Beschwerdeführerin und ihres Kindes nicht eintrat, deren 

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Seite 3 

Wegweisung aus der Schweiz in die Tschechische Republik anordnete und 

sie aufforderte, die Schweiz (spätestens) am Tag nach Ablauf der Be-

schwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig den Kanton G._______ mit dem Vollzug der Wegwei-

sung beauftragte, der Beschwerdeführerin die editionspflichtigen Akten ge-

mäss Aktenverzeichnis aushändigte und festhielt, einer allfälligen Be-

schwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,  

dass die Beschwerdeführerin gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 

19. August 2016 durch ihren Rechtsvertreter Beschwerde beim Bundes-

verwaltungsgericht erheben und dabei in materieller Hinsicht beantragen 

liess, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz sei 

anzuweisen, auf die Asylgesuche einzutreten und das Asylverfahren in der 

Schweiz durchzuführen, eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren 

Sachverhaltsabklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, der Beschwerde sei 

die aufschiebende Wirkung zu gewähren und es sei insbesondere der Voll-

zug der Wegweisung zu sistieren; die Vorinstanz und die Vollzugsbehörden 

des Kantons G._______ seien mittels vorsorglichen Massnahmen unver-

züglich anzuweisen, bis zum Entscheid über die Beschwerde von jeglichen 

Vollzugshandlungen abzusehen, 

dass der Beschwerdeführerin eine Nachfrist zur Einreichung weiterer Be-

weismittel (insb. zur gesundheitlichen Situation) anzusetzen sei, 

dass die unentgeltliche Rechtspflege mit dem Unterzeichneten als Rechts-

beistand zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 

verzichten sei, 

dass der Beschwerdeschrift zwei Dokumente des Zivilstandsamtes 

H._______ betreffend das im Jahr 2015 bei der schweizerischen Vertre-

tung in Istanbul eingeleitete Ehevorbereitungsverfahren (je in Kopie), ein 

Schreiben des Zivilstandsamtes H._______ vom 3. August 2016 betref-

fend persönliche Vorsprache (in Kopie), ein an das zuständige kantonale 

Migrationsamt adressiertes Gesuch um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbe-

willigung zur Vorbereitung der Eheschliessung vom 12. April 2016 (in Ko-

pie), mehrere Zeitungsartikel respektive Berichte zur Situation in der Tsche-

chischen Republik, ein ärztlicher Bericht der Frauenklinik des (…) zur 

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Schwangerschaftskontrolle vom 18. August 2016 (in Kopie) sowie eine Be-

stätigung des Wunsches der Beschwerdeführerin und ihres Partners zur 

Durchführung des Asylverfahrens in der Schweiz (in Kopie) beilagen, 

dass auf die Beschwerdevorbringen und die eingereichten Beweismittel – 

soweit für den Entscheid wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen wird, 

dass die Instruktionsrichterin den Vollzug der Überstellung am 22. August 

2016 gestützt auf Art. 56 VwVG per sofort einstweilen aussetzte, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 2. September 2016 einen 

Kurzaustrittsbericht der Frauenklinik (…) vom 25. August 2016, einen Be-

richt des Vereins (…) vom 24. August 2016 sowie ein Schreiben des Zivil-

standsamtes H._______ vom 29. August 2016 (je in Kopie) einreichen 

liess, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

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Seite 5 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass zunächst auf die Rüge einzugehen ist, wonach das SEM den Sach-

verhalt nur ungenügend abgeklärt habe, indem es E._______ nicht (zur 

Beziehung) befragt habe,  

dass dazu festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführerin an der BzP die 

Möglichkeit gegeben wurde, sich ausführlich zur Beziehung zu ihrem Part-

ner zu äussern (vgl. Akten SEM A 7 S. 4 f.), 

dass daher nicht ersichtlich ist, inwiefern das SEM den Untersuchungs-

grundsatz verletzt haben soll, auch wenn E._______ – was in der Be-

schwerdeschrift angedeutet wird – besser über die Beziehung hätte Aus-

kunft geben können, 

dass jedenfalls der Umstand, dass das SEM nach Würdigung der diesbe-

züglichen Parteivorbringen zu einem anderen Schluss als die Beschwer-

deführerin gekommen ist, noch keine Verletzung des Untersuchungsgrund-

satzes darstellt, 

dass im Übrigen – was in den nachfolgenden Erwägungen verdeutlicht wird 

– auch auf Beschwerdeebene keine substanziierten Angaben zur Bezie-

hung zwischen der Beschwerdeführerin und E._______ gemacht wurden, 

was aber zu erwarten gewesen wäre, wenn letzterer besser über die Be-

ziehung hätte Auskunft geben können, 

dass nach dem Gesagten keine Veranlassung besteht, die vorinstanzliche 

Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben, weshalb der Eventualan-

trag auf Rückweisung der Angelegenheit an das SEM zu weiteren Sach-

verhaltsabklärungen abzuweisen ist, 

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dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(nachfolgend: Dublin-III-VO), zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag ge-

stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-VO aufzuneh-

men (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000; nachfol-

gend EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

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Seite 7 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht zwingend auszuüben ist, wenn 

die Durchsetzung einer Zuständigkeit gemäss Dublin-III-VO eine Verlet-

zung der EMRK bedeuten würde (vgl. FILZWIESER/SPRUNG, Dublin III-Ver-

ordnung, Wien 2014, K2 zu Artikel 17), 

dass das Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkretisiert 

wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestimmung "aus hu-

manitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür gemäss Dub-

lin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass die Beschwerdeführerin gemäss Eintragung im CS-VIS am 23. März 

2016 von der tschechischen Vertretung in Istanbul ein Schengen-Visum 

(gültig vom 25. März bis 14. April 2016) erhalten hat, 

dass das SEM die tschechischen Behörden am 28. Juni 2016 um Aufnah-

me der Beschwerdeführerin und ihres Kindes gestützt auf Art. 12 Abs. 4 

Dublin-III-VO ersuchte, 

dass die tschechischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 20. Juli 

2016 gestützt auf dieselbe Bestimmung ausdrücklich zugestimmt haben, 

dass somit die Zuständigkeit der Tschechischen Republik für die Durchfüh-

rung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens der Beschwerdeführenden 

grundsätzlich gegeben ist, 

dass die Beschwerdeführerin aus E._______s Anwesenheit in der Schweiz 

nichts zu ihren Gunsten – weder aus Art. 9 in Verbindung mit Art. 2 Bst. g 

Dublin-III-VO noch aus Art. 8 EMRK – ableiten kann, 

dass E._______ aufgrund der nachfolgenden Erwägungen nicht als Fami-

lienangehöriger im Sinne von Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO zu qualifizieren ist, 

dass die angeblich Mitte Oktober 2015 in der Türkei geschlossene Imam-

Ehe lediglich behauptet wurde, 

dass die äusserst unsubstanziierten Angaben der Beschwerdeführerin an 

der BzP – sie konnte weder das Datum der Trauung noch den Namen des 

Imams nennen, und wusste nicht, ob die Trauung in einer Moschee statt-

gefunden hat (vgl. A 7 S. 4) – denn auch gegen die Glaubhaftigkeit der gel-

tend gemachten religiösen Trauung sprechen, 

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dass das Beschwerdevorbringen, die religiöse Trauung habe nur wenige 

Minuten gedauert, nicht geeignet ist, die genannten Wissenslücken der Be-

schwerdeführerin plausibel zu erklären, zumal es sich bei einer Trauung 

um ein bedeutendes Ereignis handelt, 

dass somit nicht davon auszugehen ist, die Beschwerdeführerin und 

E._______ seien tatsächlich religiös getraut,  

dass die übrigen Beschwerdevorbringen nicht geeignet sind, eine Ände-

rung dieser Einschätzung zu bewirken, weshalb es sich erübrigt, weiter da-

rauf einzugehen, 

dass nach dem Gesagten vorliegend offenbleiben kann, ob eine türkische 

Imam-Ehe überhaupt unter den Ehebegriff von Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO 

fällt,  

dass im Hinblick auf das Schreiben des Zivilstandsamtes H._______ vom 

29. August 2016, gemäss welchem die Ziviltrauung der Beschwerdeführe-

rin und von E._______ am 12. September 2016 stattfindet, festzuhalten ist, 

dass eine Eheschliessung nach der ersten Asylantragstellung für Art. 9 

Dublin-III-VO irrelevant ist (vgl. FILZWIESER/SPRUNG, a.a.O., K1 zu Arti-

kel 9), 

dass sich auf den Schutz von Art. 8 EMRK zunächst die Mitglieder der 

Kernfamilie berufen können, mithin die Ehegatten und ihre minderjährigen 

Kinder, 

dass gemäss Rechtsprechung der vormaligen Schweizerischen Asylre-

kurskommission (ARK), welche vom Bundesverwaltungsgericht weiterge-

führt wird, sodann Konkubinatspartner den Ehegatten gleichgestellt sind, 

dass es für die Inanspruchnahme der Garantie von Art. 8 EMRK gemäss 

der Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) 

auf ein tatsächlich bestehendes Familienleben ankommt (vgl. hierzu etwa 

EGMR, K. und T. gegen Finnland [Grosse Kammer], Urteil vom 12. Juli 

2001, Beschwerde Nr. 25702/94, § 150),  

dass dabei als wesentliche Faktoren das gemeinsame Wohnen respektive 

der gemeinsame Haushalt, die finanzielle Verflochtenheit, die Länge und 

Stabilität der Beiziehung sowie das Interesse und die Bindung der Partner 

aneinander zu berücksichtigen sind (vgl. CHRISTOPH GRABENWARTER/KA-

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Seite 9 

THARINA PABEL, Europäische Menschenrechtskonvention, 6. Aufl., Mün-

chen/Basel/Wien 2016, S. 204; MARK E. VILLIGER, Handbuch der Europäi-

schen Menschenrechtskonvention, 2. Aufl., 1999, S. 365), 

dass sich die Beschwerdeführerin und E._______ gemäss ihren Ausfüh-

rungen an der BzP erst seit etwa anfangs Oktober 2015 kennen (vgl. A 7 

S. 6 und 9) und sich das erste Mal am 28. März 2016 persönlich getroffen 

haben (vgl. A 7 S. 4 und 8), 

dass es sich beim Beschwerdevorbringen, die Beschwerdeführerin und 

E._______ würden sich – entgegen ihren Angaben an der BzP – seit min-

destens eineinhalb Jahren kennen und hätten seither praktisch jeden Tag 

(über Telefon und die sozialen Medien) in Kontakt gestanden respektive 

eine Fernbeziehung geführt, um eine unsubstanziierte und unbelegte Be-

hauptung handelt, 

dass auch nicht davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin – wie 

in der Beschwerdeschrift behauptet – seit ihrer Einreise in die Schweiz mit 

ihrem Partner zusammen lebt, zumal sie gemäss Eintragung im Zentralen 

Migrationsinformationssystem (ZEMIS) nicht wie E._______ in F._______, 

sondern in I._______ wohnt, 

dass nach dem Gesagten nicht von einer nahen, echten und tatsächlich 

gelebten Beziehung im Sinne von Art. 8 EMRK ausgegangen werden kann, 

dass die übrigen Beschwerdevorbringen – insbesondere diejenigen zur be-

vorstehenden Ziviltrauung und zur Schwangerschaft der Beschwerdefüh-

rerin – nicht geeignet sind, eine Änderung dieser Einschätzung zu bewir-

ken, 

dass an dieser Stelle festzuhalten ist, dass es Aufgabe der kantonalen Mig-

rationsbehörden ist, auf entsprechendes Gesuch hin dem Recht auf Ehe 

gemäss Art. 12 EMRK und Art. 14 BV Achtung zu verschaffen, indem diese 

unter Umständen eine Kurzaufenthaltsbewilligung zum Zwecke der Ehe-

schliessung zu erteilen haben (BGE 137 I 351 E. 3.7) und es eben nicht 

der Zweck des Asylrechts ist, Personen eine Aufenthaltserlaubnis zu ver-

schaffen, damit sie in der Schweiz heiraten können, 

dass der auf Beschwerde geäusserte Einwand, die tschechischen Behör-

den seien nicht im Stande, ein menschenwürdiges Asylverfahren zu ge-

währleisten, unbegründet ist (vgl. Urteile des BVGer D-4789/2016 vom 

9. August 2016 S. 6 m.w.H.; E-2901/2016 vom 19. Mai 2016 S. 5 f.), 

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dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in der Tschechischen 

Republik würden systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr 

einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von 

Art. 4 EU-Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass die Tschechische Republik Signatarstaat der EMRK, des Überein-

kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 

0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 

Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 

31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist und ihren diesbezüglichen völkerrecht-

lichen Verpflichtungen grundsätzlich nachkommt, 

dass im Prinzip auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat aner-

kenne und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richt-

linien des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 

26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aber-

kennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 

2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-

nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnah-

merichtlinie) ergeben, 

dass die Missstände, auf welche in der Beschwerde hingewiesen wurde, 

gerichtsbekannt sind, diese jedoch namentlich auch im Zusammenhang 

stehen mit der grossen Anzahl von Asylsuchenden, welche sich zum Zwe-

cke der Durchreise in westeuropäische Länder und ohne Bleibeabsicht (vor 

Schliessung der Balkanroute) auch durch die Tschechische Republik be-

geben haben, 

dass Asylsuchende in der Tschechischen Republik zwar bei der Unterkunft, 

der Arbeit und dem Zugang zur medizinischen Infrastruktur Schwierigkei-

ten ausgesetzt sein können, diese nach Auffassung des Bundesverwal-

tungsgerichts jedoch nicht als generell untragbar erscheinen (vgl. Urteil des 

BVGer D-94/2016 vom 21. Januar 2016 S. 10 f.), 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

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Seite 11 

dass insbesondere auch das Beschwerdevorbringen, in der Tschechischen 

Republik herrsche eine generell ablehnende Haltung gegenüber Auslän-

dern und Flüchtlingen, nicht geeignet ist, eine Änderung dieser Einschät-

zung zu bewirken, 

dass die Beschwerdeschrift im Wesentlichen nur allgemeine Ausführungen 

zu Schwierigkeiten enthält, mit denen Asylsuchende und insbesondere 

Personen, die sich illegal auf tschechisches Territorium begeben haben, 

konfrontiert sind, 

dass die Beschwerdeführerin damit offensichtlich kein konkretes und ernst-

haftes Risiko dargetan hat, die tschechischen Behörden würden sich wei-

gern sie (und ihr Kind) aufzunehmen und ihren Antrag auf internationalen 

Schutz unter Einhaltung der Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

die Tschechische Republik werde in ihrem Fall den Grundsatz des Non-

Refoulement missachten und sie zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem 

ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 

AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr laufen würde, zur Ausreise in 

ein solches Land gezwungen zu werden,  

dass die Beschwerdeführerin mit ihren allgemeinen Ausführungen auch 

keine konkreten Hinweise für die Annahme dargetan hat, die Tschechische 

Republik würde ihr und ihrem Kind dauerhaft die ihnen gemäss Aufnahme-

richtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und 

sie sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls 

an die tschechischen Behörden wenden und die ihnen zustehenden Auf-

nahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 

Aufnahmerichtlinie), 

dass in der Beschwerdeschrift ferner keine konkreten Hinweise für die An-

nahme vorgebracht wurden, dass die Beschwerdeführerin und ihr Kind 

nach der Überstellung in die Tschechische Republik inhaftiert würden, 

dass hervorzuheben ist, dass die Beschwerdeführerin von den tschechi-

schen Behörden ein Visum erhalten hatte und diese einer Rücküberstel-

lung ausdrücklich zugestimmt haben, weshalb sie sich in einer anderen 

Situation befindet, als Personen, die sich zwecks Durchreise in westeuro-

päische Länder illegal auf tschechisches Territorium begeben haben, 

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Seite 12 

dass in Bezug auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführenden 

festzuhalten ist, dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit 

gesundheitlichen Problemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK 

darstellen kann, wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschritte-

nen oder terminalen Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe befindet 

(vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die Praxis des EGMR), 

dass aufgrund der Ausführungen in der Beschwerde nicht davon auszuge-

hen ist, dass dies im vorliegenden Fall für die Situation der Beschwerde-

führenden zutrifft, zumal nur festgehalten wird, dem Kind gehe es gesund-

heitlich nicht gut und die Beschwerdeführerin habe gesundheitliche Prob-

leme, sei psychisch mitgenommen und traumatisiert, 

dass der Beschwerdeführerin zudem bereits anlässlich der BzP das recht-

liche Gehör zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen gewährt wurde, wobei 

sie vorbrachte, sie sei gesund (vgl. A 7 S. 11), 

dass sodann dem mit der Beschwerdeschrift eingereichten ärztlichen Be-

richt zur Schwangerschaftskontrolle vom 18. August 2016 unter anderem 

zu entnehmen ist, dass die Schwangerschaft bis jetzt unauffällig verlaufe 

und die Beschwerdeführerin bei allgemeinem Wohlergehen sei, 

dass die Ärztin der Frauenklinik zwar auch festhielt, die Beschwerdeführe-

rin sei psychisch sehr mitgenommen und traumatisiert, sie diese Aussage 

aber lediglich auf die Angaben des Partners der Beschwerdeführerin stütz-

te, 

dass die Beschwerdeschrift keinerlei Ausführungen zu bereits eingeleiteten 

Behandlungsmassnahmen in Bezug auf die gesundheitlichen Probleme 

des Kindes und insbesondere bezüglich der angeblich psychischen Prob-

leme der Beschwerdeführerin, die auch Suizidgedanken habe, enthält, 

dass daher der Antrag auf Ansetzung einer Nachfrist zur Einreichung wei-

terer – nicht näher bezeichneter – Beweismittel zur gesundheitlichen Situ-

ation der Beschwerdeführenden abzuweisen ist, 

dass sodann darauf hinzuweisen ist, dass die Mitgliedstaaten den Antrag-

stellern die erforderliche medizinische Versorgung, die zumindest die Not-

versorgung und die unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten 

und schweren psychischen Störungen umfasst, zugänglich machen müs-

sen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie), und den Antragstellern mit beson-

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Seite 13 

deren Bedürfnissen die erforderliche medizinische oder sonstige Hilfe (ein-

schliesslich erforderlichenfalls einer geeigneten psychologischen Betreu-

ung) zu gewähren haben (Art. 19 Abs. 2 Aufnahmerichtlinie),  

dass die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin im (…) Monat schwanger 

ist und gemäss dem Kurzaustrittsbericht vom 25. August 2016 vier Tage in 

der Frauenklinik bei schwerer psychosozialer Belastungssituation hospita-

lisiert war, im jetzigen Zeitpunkt nicht gegen eine Rückkehr in die Tsche-

chische Republik spricht, zumal die mit der Überstellung befassten Behör-

den der Schwangerschaft – und dem allenfalls damit verbundenen Risiko 

eines Spätabortes beziehungsweise einer Frühgeburt (vgl. auch ärztlicher 

Bericht zur Schwangerschaftskontrolle vom 18. August 2016) – angemes-

sen Rechnung zu tragen haben, 

dass im Übrigen die Vollzugsbehörden die Reisefähigkeit vor einer tatsäch-

lichen Überstellung zu prüfen haben werden, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-

sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt, 

dass daran weder die (kurze) Dauer des Aufenthalts und der Kindergarten-

besuch des Kindes der Beschwerdeführerin in der Schweiz noch der Um-

stand, dass die Beschwerdeführerin keine Fremdsprachen spricht, etwas 

zu ändern vermögen, 

dass an dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den 

Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat 

selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten ist, 

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dass die übrigen Beschwerdevorbringen und Beweismittel (vor allem auch 

der Bericht des Vereins […]) nicht geeignet sind, eine Änderung dieser Ein-

schätzung zu bewirken, weshalb es sich erübrigt, darauf einzugehen, 

dass das SEM sodann zu Recht in Anwendung von Art. 44 AsylG die Über-

stellung in die Tschechische Republik angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1), zumal die Beschwerdeführenden nicht im Besitz einer gültigen 

Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung sind, 

dass sich aus den Akten insbesondere nicht ergibt, dass der Beschwerde-

führerin, die gemäss Angaben in der Beschwerde ein entsprechendes Ge-

such eingereicht hat, von der zuständigen kantonalen Behörde bereits eine 

Kurzaufenthaltsbewilligung zwecks Eheschliessung erteilt wurde, 

dass allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 

142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von Überstellungshinder-

nissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2015/18 E. 5.2 m.w.H.), 

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des SEM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist, 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

mit vorliegendem Entscheid in der Hauptsache hinfällig wird, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass folglich auch das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

verbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  600.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

D-5055/2016 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der Antrag auf Ansetzung einer Frist zur Nachreichung weiterer Beweis-

mittel wird abgewiesen. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (ein-

schliesslich unentgeltliche Rechtsvertretung) wird abgewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Sandra Sturzenegger 

 

 

Versand: