# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a00300f-9020-5a68-8d12-66db49a4a9c8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.03.2025 720 2024 157 (720 24 157)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2024-157_2025-03-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. März 2025 (720 24 157) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Zweifel an den unvollständigen Aktenbeurteilungen des RAD; Rückweisung an IV-Stelle 

zur weiteren Abklärung 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber i.V. Nicki Rohrbach 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 
4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Die 1981 geborene A.____ arbeitet als Sachbearbeiterin Empfang / Administration 
beim Verlag B.____ AG. Am 26. Mai 2021 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Erblindung 
des linken Auges, eine Angiomatose am linken Arm, eine schwere Endometriose, Depressionen 
und eine ADHS bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. 

 

 
 
Seite 2    

Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte die gesundheitlichen und erwerblichen Verhält-
nisse der Versicherten ab. Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) und 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 25. April 2024 
einen Rentenanspruch der Versicherten ab, da keine Invalidität vorliege. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel 
Altermatt, am 29. Mai 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es sei die Verfügung vom 25. April 2024 aufzuheben 
und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihren Rentenanspruch neu abzuklären; 
unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass die IV-Stelle sie 
medizinisch nicht hinreichend untersucht habe. Die Diagnosen hätten womöglich nicht für sich 
allein, klarerweise aber in ihrer Gesamtheit eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 19. Juni 2024 schloss die Beschwerdegegnerin unter Hin-
weis auf den zwischenzeitlich eingeholten RAD-Bericht vom 13. Juni 2024 auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
D. Mit Replik vom 23. Oktober 2024 bzw. Duplik vom 7. November 2024 hielten die Par-
teien an ihren Rechtsbegehren fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 29. Mai 2024 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfü-
gung erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 
entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung 
über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 gel-
tenden Fassung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach 
dem 1. Januar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegt der Eintritt der Invalidität und 
Beginn des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 
gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invaliden-
versicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend datiert die angefochtene 

 

 
 
Seite 3    

Verfügung vom 25. April 2024. Da die Anmeldung bei der IV bereits im Mai 2021 erfolgte, ent-
stand ein allfälliger Rentenanspruch frühestens am 1. November 2021. Demnach bleiben die 
Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewe-
senen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, 
zitiert und angewendet. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht einen Anspruch der Beschwerde-
führerin auf eine Invalidenrente verneint hat. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 
128 V 30 E. 1). 
 

 

 
 
Seite 4    

3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, ob und gegebe-
nenfalls in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beein-
trächtigungen arbeitsunfähig ist. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Ge-
richt) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicher-
ten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Berichten und Gutachten 
versicherungsinterner Fachpersonen kommt demgegenüber nicht derselbe Beweiswert zu wie 
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar 
wie einem Gerichtsgutachten. An deren Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen 
zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden soll. Auf Stellungnahmen des RAD kann nur abgestellt werden, wenn sie den allgemei-

 

 
 
Seite 5    

nen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit versicherungsinterner ärztlicher Fest-
stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.1). In Bezug auf 
Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen darf und soll gemäss Bundesgericht der Er-
fahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 
125 V 351 E. 3b/cc). Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfas-
senden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behan-
delnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom be-
handelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich ein-
zustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behan-
delnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 
2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
3.4 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 
nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderun-
gen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit 
diversen Hinweisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes we-
gen die notwendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im 
Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbe-
wiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings 
erst, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund 
einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrschein-
lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizeri-
sche Sozialversicherungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungs-
organe im Zweifel zu Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leis-
tungen besteht nur, wenn die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
4. Die Akten der IV enthalten zahlreiche medizinische Unterlagen, welche vom Kantons-
gericht allesamt gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Berichte 
wiedergegeben werden, die sich für den Entscheid als relevant erweisen. 
 
4.1 Im Bericht vom 15. Juni 2021 diagnostizierte die behandelnde Psychiaterin Dr. med. 
C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, eine rezidivierende depressive Episode mittleren 
Grades, eine ADHS und eine Schlafstörung, die wahrscheinlich im Zusammenhang mit den 
genannten Diagnosen stehe. Die depressive Entwicklung sei als Folge verschiedener körperli-
cher Erkrankungen zu sehen, die sich zu einem schwerwiegenden Symptomenkomplex entwi-
ckelt hätten. Mit 18 Jahren habe die Versicherte einen Unfall erlitten, der zu einer Bulbusruptur 
und zur Erblindung des linken Auges geführt habe. Weiter leide sie an einer schweren Form 
einer Endometriose. Ein operativer Versuch, die Endometrioseherde zu entfernen, habe zu 
ausgeprägten Verwachsungen und neuen Endometrioseherden geführt. Die in der Folge aufge-

 

 
 
Seite 6    

nommene medikamentöse Behandlung mit Zoladex habe abgebrochen werden müssen, da sie 
zu einer Verschlechterung der depressiven Symptomatik geführt habe. Die Patientin leide wei-
ter an einer Angiomatose im Arm, die sehr schmerzhaft sei und dazu führe, dass sie diesen 
nicht strecken könne. Nach der Geburt ihrer Zwillinge im Jahr 2011 habe sich eine postnatale 
Depression entwickelt, die stationär habe behandelt werden müssen. Die ADHS sei im Frühjahr 
2021 diagnostiziert worden. Seither werde die Versicherte mit Ritalin behandelt, das sie gut 
vertrage. Die Schlafstörung sei die Folge der rezidivierenden depressiven Störung und der 
ADHS-Symptomatik. Sie könne mit einem leichten Einschlaf- und Beruhigungsmittel gut kontrol-
liert werden. Die einzelnen Beschwerden ergäben ein komplexes Krankheitsgeschehen auf 
mehreren Ebenen. Das Zusammenspiel verschiedener Krankheiten führe zu Wechselwirkungen 
und gegenseitigen Verstärkungen. Insbesondere die ADHS und die häufigen und heftigen 
Schmerzzustände würden zu depressiven Symptomen führen. Insgesamt sei das allgemeine 
Funktionsniveau der Versicherten dadurch deutlich herabgesetzt. Mit ihrem derzeitigen Arbeits-
pensum von 40 % sei sie völlig ausgelastet. 
 
4.2 Im Bericht vom 21. Juni 2021 hielt Dr. med. D.____, FMH Gynäkologie, fest, dass die 
Versicherte an einer ausgeprägten Endometriose leide. Diese habe bereits zu mehreren, grös-
seren Operationen geführt. In den vergangenen zwei Jahren hätten die Schmerzen zugenom-
men. Sie leide oft an Unterbauchschmerzen. So spüre sie unter anderem sehr schmerzhaft den 
Eisprung, leide an einer starken Dysmenorrhoe und einer Dyspareunie. Ebenso würden sie vor 
allem während der Menstruation wechselhaft Obstipation und Diarrhoe beeinträchtigen. Die 
Endometriose habe bereits zweimal mit Visanne und zweimal mit Zoladex behandelt werden 
sollen, wobei sämtliche Behandlungsversuche wegen den Nebenwirkungen, insbesondere einer 
Verstärkung der depressiven Symptomatik, hätten abgebrochen werden müssen. Die Endomet-
riose trage im Zusammenspiel mit den anderen Diagnosen (rezidivierende depressive Episoden 
mittleren Grades, ADHS und Schlafstörungen) sicherlich zu einer insgesamt verminderten Ar-
beitsfähigkeit bei. Während mehreren Tagen im Monat sei die Versicherte schmerzbedingt 
deutlich vermindert bis gar nicht leistungsfähig. 
 
4.3 Im Bericht der Augenklinik des Universitätsspitals Basel vom 23. Juni 2021 werden ein 
Status nach Bulbusperforation im Jahr 1999 und ein Status nach multiplen Episoden mit Kerati-
tis und Hornhautulzeration bei aktuell keinen Infektzeichen festgehalten. Die Patientin befinde 
sich seit 2014 in der Klinik in Behandlung, wobei es im Verlauf immer wieder zu schmerzhaften 
Episoden mit Hornhautinfektionen gekommen sei. Die geplante Enukleation des Auges habe 
aufgrund der Covid-Pandemie verschoben werden müssen. 
 
4.4 Gemäss Bericht der Hausärztin Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, 
vom 30. Juli 2022 leide die Versicherte an einer ADHS im Erwachsenenalter (ICD-10 F 90.0). 
Es bestehe ein Verdacht auf Long Covid nach zwei Coronainfekten im Dezember 2020 und 
2021. Die Patientin sei vermehrt müde und weise ein übermässiges Schlafbedürfnis auf. Die 
Müdigkeit bewirke eine Funktionseinschränkung, indem sie zu einer Abnahme der Leistungsfä-
higkeit führe. Die Versicherte sei auf dem linken Auge seit 2020 erblindet. Sie leide ausserdem 
an einer Darmstenose, seit endometriosebedingt eine Stoma-Rückverlegung vorgenommen 
und eine 15 mm lange, passierbare Anastomose eingesetzt worden sei. Seit der Geburt leide 

 

 
 
Seite 7    

sie an einer Angiomatose im linken Arm. Die Patientin habe auch schon an Depressionen gelit-
ten. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Asthma, die Endometriose und die An-
giomatose im linken Arm. Sie arbeite zu 40 % im Büro und sei zudem im Aufgabenbereich tätig. 
Sie arbeite an zwei vollen Tagen in der Woche, jedoch nicht an zwei Tagen hintereinander. Ei-
ne leidensangepasste Tätigkeit sei ihr zu acht Stunden pro Tag zumutbar. 
 
4.5 Mit Berichten vom 29. September 2021 und 28. April 2022 bestätigte die Psychiaterin 
Dr. C.____ ihre Diagnosen vom 15. Juni 2021. Sie führte aus, dass etwa alle drei bis vier Wo-
chen eine Sitzung mit der Patientin stattfinde. Sie habe bisher keine Arbeitsunfähigkeit aus psy-
chiatrischer Sicht attestiert. Betreffend die Arbeitsfähigkeit verwies sie auf ihren Bericht vom 
15. Juni 2021. Die Versicherte sei mit einem Pensum von 40 % voll ausgelastet, wobei ihre der-
zeitige Tätigkeit als leidensangepasst einzustufen sei. 
 
4.6 Am 15. November 2021 führte Dr. D.____ ergänzend aus, dass die Versicherte die 
medikamentöse Behandlung der Endometriose aufgrund der Nebenwirkungen auf die Psyche 
sehr schlecht vertrage und deshalb auch in Zukunft nicht mit einer Verbesserung der Arbeitsfä-
higkeit zu rechnen sei. 
 
4.7 Gemäss dem RAD-Aktenbericht vom 25. November 2022 schätzte Dr. med. F.____, 
Facharzt für Versicherungsmedizin, die medizinische Situation wie folgt ein: Mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit bestehe bei der Versicherten eine linksseitige Amaurose nach Unfall 1999, 
wobei sie jedoch eine gute Sehfähigkeit auf dem rechten Auge besitze und Auto fahre. Seit dem 
zehnten Lebensjahr habe sie eine Angiomatose im linken Vorderarm, deren Verwachsungen 
nicht operierbar seien und welche die vollständige Streckung des Arms verunmögliche. Sowohl 
die Amaurose als auch die Angiomatose würden die Versicherte nicht erheblich einschränken. 
Weiter leide sie an einer rezidivierenden depressiven Episode gegenwärtig leichten bis mittleren 
Schweregrades (ICD-10 F32.0/ICD-10 F 32.1), die in einer alle drei bis vier Wochen stattfin-
denden ambulanten Psychotherapie behandelt werde. Sie leide an einer ADHS im Erwachse-
nenalter (ICD-10 F 90.0), die mit Concerta behandelt werde. Ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit bestünden eine Endometriose und phasenweise vermehrte Palpitationen. Gemäss 
Dr. F.____ sei der Schweregrad der Depression von der behandelnden Psychiaterin im Bericht 
vom 15. Juni 2021 nicht richtig beurteilt worden. Bei einer mittelgradigen Depression sei näm-
lich eine zu mindestens 50 % reduzierte Leistungsfähigkeit zu erwarten. Dies sei gemäss Aus-
sage des Arbeitgebers jedoch nicht der Fall gewesen. Dr. C.____ habe sich in ihrem jüngsten 
Bericht vom 22. September 2022 denn auch korrigiert und eine depressive Episode leichten bis 
mittleren Grades angenommen. Bei ihrer Feststellung der Arbeitsfähigkeit habe sie fachfremd 
auch die somatischen Beschwerden der Versicherten miteinbezogen. Dies könne so nicht 
übernommen werden, da sie keine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischen Gründen attestiert 
habe. Aus dem ADHS-Abklärungsbericht vom 12. März 2021 ginge zudem hervor, dass die 
Versicherte im Alltag aktiv sei, Freunde habe und Auto fahre (vgl. IV-Akte 33). Es sei deshalb 
nicht davon auszugehen, dass ihre psychischen Ressourcen in höherem Grad eingeschränkt 
seien. Auch aus den übrigen medizinischen Unterlagen gingen keine die Arbeitsfähigkeit beein-
trächtigenden gesundheitlichen Einschränkungen hervor und der Gesundheitszustand sei wei-
terhin stabil. 

 

 
 
Seite 8    

 
4.8 Gemäss Bericht des RAD-Arztes Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychothera-
pie, vom 24. April 2023 handle es sich sowohl bei der rezidivierenden depressiven Störung als 
auch bei der ADHS um behandelbare und besserungsfähige psychiatrische Störungen. Statio-
näre psychiatrische Behandlungen seien nie erforderlich gewesen. Die psychopathologischen 
Befunde und damit übereinstimmend die Medikation und die Behandlungsfrequenz würden auf 
einen überdauernd tendenziell leichten Ausprägungsgrad der Depression hindeuten. Dieser 
könne in aller Regel keine erhebliche Arbeitsunfähigkeit begründen. Die Versicherte sei von den 
behandelnden Ärzten nicht arbeitsunfähig geschrieben worden. Die angestammte Tätigkeit sei 
für die Versicherte zumutbar. 
 
4.9 Der Konsultationsbericht vom 27. Juli 2023 der Frauenklinik des Spitals H.____ be-
zeugt das Bestehen eines Endometrioserezidivs ENZIAN A0 B1/3 evtl. C1 (Serosa) und den 
Verdacht auf ein Endometriom rechts von 12 mm. Im Weiteren gäbe es einen abdominalen Ad-
häsionssitus. Die Versicherte stünde aktuell nicht in hormoneller Behandlung. Die hormonellen 
Medikamente würden zu starken Stimmungsschwankungen und teilweise zu depressiven 
Symptomen führen. Die radiologische Prüfung habe tief infiltrierende Endometrioseherde auf 
den sacrouterinen Bändern, aber ohne Infiltration der Darmwand ergeben. Es bestünde zudem 
der Verdacht auf ein Endometriom rechts von 12 mm, eine Adenomyose der Hinterwand der 
Gebärmutter und einen Endometrioseherd von 10 mm in der Bauchdecke links im Unterbauch. 
Es sei aktuell keine Operation indiziert. Die Patientin sei mit einem erneuten medikamentösen 
Therapieversuch einverstanden. 
 
4.10 In Rahmen des Vorbescheidverfahrens brachte die Versicherte vor, die einzelnen Be-
schwerden würden nicht für sich allein, aber im Zusammenspiel eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit begründen. Deshalb sei ein polydisziplinäres Gutachten anzuordnen. Darauf gab 
Dr. F.____ im Bericht vom 11. April 2024 unter anderem an, es seien keine Wechselwirkungen 
der verschiedenen Beschwerden erkennbar und ein Gutachten sei deshalb nicht angezeigt. 
 
4.11 Auch in der nach ergangener Beschwerde vom 29. Mai 2024 erstellten Stellungnahme 
vom 13. Juni 2024 verblieb Dr. F.____ bei seinem Standpunkt, dass keine weitergehenden Un-
tersuchungen der Versicherten erforderlich seien. Da die Versicherte zwischenzeitlich wieder in 
einem 80 %-Pensum arbeite, stelle sich ausserdem die Frage, welchen Nutzen eine Untersu-
chung im jetzigen Zeitpunkt überhaupt noch bringen könne. 
 
4.12 Auch in seiner Stellungnahme vom 28. Oktober 2024 gab Dr. F.____ an, es habe keine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden. Die Beschwerden der Versicherten seien be-
handelbar und damit nicht invalidisierend gewesen. In ihrer Replik habe die Versicherte ange-
geben, zwischenzeitlich mit dem Medikament Slinda behandelt zu werden, welches weniger 
Nebenwirkungen verursache. 
 
5.1 Die IV-Stelle stützte ihre Verfügung vom 25. April 2024 auf die Berichte von Dr. F.____ 
vom 11. April 2024 und Dr. G.____ vom 24. April 2023, wonach keine relevante Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bestehe. Diese Auffassung ist jedoch aus mehre-

 

 
 
Seite 9    

ren Gründen zu hinterfragen. Zunächst ist zu beachten, dass auf versicherungsinterne Berichte 
nicht abgestellt werden kann, wenn auch nur geringe Zweifel an deren Zuverlässigkeit bestehen 
(vgl. E. 3.3 hiervor). Im vorliegenden Fall widerspricht die Einschätzung des RAD, die Be-
schwerdeführerin sei vollständig arbeitsfähig, den Berichten der Psychiaterin Dr. C.____ vom 
15. Juni 2021 und der Gynäkologin Dr. D.____ vom 21. Juni 2021, die eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit attestiert hatten. Weiter erweisen sich die RAD-Berichte der Dres. F.____ und 
G.____ als unvollständig und nicht überzeugend. Sie berücksichtigen mögliche Wechselwirkun-
gen zwischen den Erkrankungen der Beschwerdeführerin nur unzureichend. Dr. F.____ be-
hauptet lediglich, keine Wechselwirkungen erkennen zu können, ohne dies näher zu begrün-
den, was angesichts der Berichte von Dr. C.____ und Dr. D.____, die auf gegenseitige Beein-
flussungen der Erkrankungen hinweisen, nicht nachvollziehbar ist. Insbesondere wird nicht aus-
reichend berücksichtigt, dass sich die psychischen Erkrankungen gegenseitig beeinflussen, 
wobei sich die ADHS, die häufigen Schmerzzustände unterschiedlicher Ursache und die Ne-
benwirkungen der Medikamente gegen die Endometriose auf die depressiven Symptome aus-
wirken. Ferner fehlen in den RAD-Berichten die von der Hausärztin Dr. E.____ im Bericht vom 
30. Juli 2022 erwähnten Covid-Infektionen und der Verdacht auf Long Covid. Dr. F.____ geht 
sogar von einem falschen Zeitpunkt der letzten Covid-Infektion aus, indem er sie zwei Jahre 
zurückliegend datiert, während sie tatsächlich erst ein Jahr zurücklag. Zudem geht Dr. F.____ 
begründungslos nicht von einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F 33), wie sie von 
der Psychiaterin Dr. C.____ diagnostiziert wurde, sondern geht von einer depressiven Episode 
aus (ICD-10 F 32). Die RAD-Ärzte zweifeln ausserdem den von der Psychiaterin diagnostizier-
ten Schweregrad der depressiven Störung an, indem sie angeben, dass eine depressive Episo-
de mittleren Grades die Arbeitsfähigkeit der Versicherten um mindestens 50 % hätte reduzieren 
müssen. Dabei berücksichtigen sie nicht, dass die Beschwerdeführerin nur in einem 40 %-
Pensum arbeitstätig war. Problematisch ist auch, dass der RAD aus der theoretischen Behan-
delbarkeit der Beschwerden eine Arbeitsfähigkeit ableitet, ohne die tatsächliche Zumutbarkeit 
der Arbeitsleistung nach objektiven Massstäben zu berücksichtigen (vgl. statt vieler: BGE 
143 V 409 E. 4.2.1). Dabei wird übersehen, dass erst mit dem Medikament Slinda ein Präparat 
gefunden wurde, das die Versicherte zur Behandlung der Endometriose besser verträgt, wäh-
rend frühere Behandlungen aufgrund unzumutbarer Nebenwirkungen unterbrochen werden 
mussten. Schliesslich unterstreichen Ungenauigkeiten wie Dr. F.____'s Bezugnahme auf an-
gebliche Nebenwirkungen ebendieses Medikaments Slinda, die die Beschwerdeführerin nie 
erwähnt hatte, wie auch die bereits genannte fehlerhafte Datierung der letzten Covid-Infektion 
die Zweifel an der Sorgfalt und Genauigkeit seiner Einschätzung. Angesichts dieser Mängel und 
Widersprüche in den RAD-Berichten bestehen erhebliche Zweifel an deren Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit. Die Einschätzung der IV-Stelle, dass keine relevante Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit vorliege, kann daher nicht ohne Weiteres übernommen werden. Eine erneute, sorgfäl-
tige Prüfung der Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung aller relevanten medizinischen Aspekte 
und möglichen Wechselwirkungen erscheint notwendig, um eine fundierte und gerechte Beur-
teilung der Situation der Versicherten zu gewährleisten. 
 
5.2 Nach dem Gesagten lässt die vorhandene medizinische Aktenlage zum jetzigen Zeit-
punkt keine abschliessende Beurteilung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin zu. Als 
Ergebnis ist somit festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angele-

 

 
 
Seite 10    

genheit zu weiteren medizinischen Abklärungen und zur neuen Verfügung an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen ist. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. Von ergän-
zenden Abklärungen kann auch nicht mit dem seitens der Beschwerdegegnerin vorgebrachten 
Argument abgesehen werden, dass solche zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin keine neuen Er-
kenntnisse hervorbringen könnten, nachdem die Beschwerdeführerin inzwischen wieder zu 
80% arbeite. Die retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gehört regelmässig zu den 
Aufgaben medizinischer Gutachterinnen und Gutachter und wird von diesen auch wahrgenom-
men. Dass sie sich dabei je nach medizinischer Sachlage möglicherweise auf eine Plausibilisie-
rung echtzeitlicher Einschätzungen beschränken müssen, vermag daran nichts zu ändern. 
Weshalb sie diesfalls zwingend zur gleichen Einschätzung gelangen müssten wie der RAD-Arzt 
Dr. G.____, ist entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht nachvollziehbar. Eine 
rechtsgenügliche Abklärung des medizinischen Sachverhalts und der Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin ist auch deshalb unumgänglich, weil sich trotz zwischenzeitlich erreichtem 
80%-Pensum die Frage eines befristeten Rentenanspruchs stellen könnte. 
 
6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Kantonsgericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung 
des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 des Ge-
setzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es 
die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde füh-
rende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 
137 V 57 E. 2.1 und 2.2 sowie 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). Vorliegend ist die Be-
schwerdegegnerin somit unterliegende Partei, weshalb sie die Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 800.-- zu tragen hat. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- wird ihr zurückerstattet. 
 
6.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Partei-
entschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin machte in seiner Honorarnote vom 3. Dezember 2024 einen Zeitaufwand von 
9 Stunden und 40 Minuten geltend. Dieser Aufwand erweist sich umfangmässig und in Anbe-
tracht der vorgebrachten Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen und ist mit dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Stundenansatz von Fr. 250.-- zu vergüten. Nicht zu bean-
standen sind die in der Honorarnote aufgeführten Auslagen in Höhe von Fr. 73.--. Dem Be-
schwerdeführer ist folglich eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'691.35 (9 Stunden 
und 40 Minuten à Fr. 250.-- plus Auslagen von Fr. 73.-- zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 

 

 
 
Seite 11    

7. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 
17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-
richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwi-
schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und 
über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kön-
nen (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen En-
dentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 
weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche-
rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endent-
scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch 
für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren 
materiell-rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt.  

 

 
 
Seite 12    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 25. April 2024 aufgeho-
ben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerde-
gegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- zurückerstattet.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 2'691.35 (inkl. Auslagen und 
8,1% Mehrwertsteuer) auszurichten.