# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa0d088c-cf39-5bae-a62c-0912e2f46b6e
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-15
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof 15.01.2021 604 2020 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_010_604-2020-35_2021-01-15.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

604 2020 35
604 2020 36

Urteil vom 15. Januar 2021

Steuergerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Sugnaux 
Richterinnen: Daniela Kiener, Dina Beti
Gerichtsschreiberin: Elisabeth Rime Rappo

Parteien A.________ und B.________, Beschwerdeführer, vertreten durch die 
Treuhand Gerber + Co AG

gegen

KANTONALE STEUERVERWALTUNG, Vorinstanz    

Gegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen (selbständi-
ge Erwerbstätigkeit, Verlustvortrag; Steuerperiode 2014)

Beschwerde vom 15. Juni 2020 gegen den Einspracheentscheid vom 
11. Mai 2020

Kantonsgericht KG
Seite 2 von 8

Sachverhalt

A. Am 31. August 2015 reichten die Steuerpflichtigen die Steuererklärung 2014 ein. Sie dekla-
rierten ein steuerbares Einkommen von CHF 0.- und ein steuerbares Vermögen von 
CHF 7‘914‘945.-.

Mit Veranlagungsanzeige vom 17. Oktober 2019 wurden die Steuerpflichtigen ordentlich veranlagt. 
Die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) setzte das steuerba-
re Einkommen auf CHF 131‘960.- (Kanton; satzbestimmendes Einkommen: CHF 71‘400.-; 
geschuldete Steuer: CHF 12‘721.25) bzw. CHF 134‘463.- (Bund; satzbestimmendes Einkommen: 
CHF 145‘582.-; geschuldete Steuer: CHF 5‘059.15) und das steuerbare Vermögen auf 
CHF 675‘037.- (satzbestimmendes Vermögen: CHF 861‘721.-; geschuldete Steuer: CHF 2‘025.-) 
fest. In ihren Bemerkungen wies sie darauf hin, dass infolge fehlender selbständiger Erwerbstätig-
keit von B.________ der Verlustvortrag steuerlich nicht mehr in Abzug gebracht werden könne 
(Art. 31 und 32 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer 
[DBG; SR 642.11]).

Gleichentags wurde in der internationalen und interkantonalen Steuerausscheidung ein Nettoein-
kommen von CHF 11‘719.- (7.64 Prozent) und ein Nettovermögen von CHF 186‘684.- 
(10.82 Prozent) ins Ausland ausgeschieden. Der Rest wurde der Schweiz resp. dem Kanton Frei-
burg zugewiesen.

Gegen die Veranlagungsverfügung vom 17. Oktober 2019 erhoben die Steuerpflichtigen am 
30. Oktober 2019 Einsprache, mit welcher sie beantragten, es sei die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Veranlagung unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der selbständigen 
Erwerbstätigkeit von B.________ vorzunehmen. In der Begründung der Einsprache verwiesen die 
Steuerpflichtigen auf die Steuerperioden 2012 und 2013, in welchen die Verlustvorträge von 
B.________ anerkannt worden seien.

Mit Einspracheentscheid vom 11. Mai 2020 wies die Steuerverwaltung die Einsprache mit der 
Begründung ab, dass sich die noch vorhandenen Geschäftsliegenschaften vollumfänglich im 
Besitz von A.________ befinden würden, weshalb davon ausgegangen werden müsse, dass 
B.________ keiner selbständigen Erwerbstätigkeit mehr nachgehe. Bei Aufgabe der selbständigen 
Erwerbstätigkeit des einen Ehepartners könnten allfällige Verluste in späteren Steuerjahren nicht 
mit den Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit des anderen Ehepartners verrechnet 
werden. Komme hinzu, dass in der Steuererklärung 2014 ein Verlustvortrag von CHF 11‘326‘990.- 
deklariert worden sei, jedoch weder aus der Steuererklärung noch der Einsprache ersichtlich sei, 
wie sich dieser Verlustvortrag zusammensetze.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben die Steuerpflichtigen, vertreten durch die Treu-
hand Gerber + Co AG, am 15. Juni 2020 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie stellen 
das Begehren, es sei der Einspracheentscheid der Steuerverwaltung vom 11. Mai 2020 aufzuhe-
ben und das steuerbare Einkommen neu festzusetzen, wobei unter Berücksichtigung der gemein-
samen selbständigen Erwerbstätigkeit beider Beschwerdeführer das Einkommen aus selbständi-
ger Erwerbstätigkeit mit CHF 138‘615.- zu berücksichtigen und der in der Steuerperiode 2014 
steuerlich verrechenbare Verlust neu zu bestimmen sei. Im Wesentlichen machen sie geltend, 
dass beide Ehegatten auch im Jahr 2014 unverändert in der Immobilienverwaltung selbständig 
erwerbstätig gewesen seien.

Kantonsgericht KG
Seite 3 von 8

Der mit Verfügung vom 19. Juni 2020 auf CHF 1‘000.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 
2. Juli 2020 geleistet.

In ihrer Stellungnahme vom 25. August 2020 schliesst die Vorinstanz auf eine Abweisung der 
Beschwerde.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.

C. Auf die weiteren Elemente des Sachverhalts wird, soweit für die Entscheidfindung wesent-
lich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

Prozessuales

1.

Gegen Einspracheentscheide der Veranlagungsbehörde kann die steuerpflichtige Person innert 
30 Tagen nach Zustellung beim Kantonsgericht schriftlich Beschwerde erheben (Art. 140 Abs. 1 
DBG]; Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der 
direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]; Art. 180 Abs. 1 des Gesetzes 
vom 6. Juni 2000 über die direkten Kantonssteuern [DStG; SGF 631.1]). Die Beschwerdeschrift 
muss die Begehren der beschwerdeführenden Person und deren Begründung enthalten (vgl. Art. 
140 Abs. 2 DBG; Art. 50 Abs. 2 StHG; Art. 180 Abs. 2 DStG). Mit der Beschwerde können alle 
Mängel des angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden (Art. 
140 Abs. 3 DBG; Art. 50 Abs. 2 StHG; Art. 180 Abs. 3 DStG). Das Beschwerdeverfahren richtet 
sich nach dem Gesetz vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1) 
(Art. 182 DStG).

Die Beschwerde vom 15. Juni 2020 gegen den Einspracheentscheid vom 11. Mai 2020 ist durch 
die rechtsgültig vertretenen Beschwerdeführer frist- und formgerecht bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführer sind als Steuerschuld-
ner durch den angefochtenen Einspracheentscheid berührt und haben ohne weiteres ein schutz-
würdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 76 lit. a VRG).

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

Direkte Bundessteuer (604 2020 35)

2.

Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren, ob die Vorinstanz den von den 
Beschwerdeführern deklarierten Verlustvortrag aus der selbständigen Erwerbstätigkeit von 
B.________ zu Recht nicht zum Abzug zugelassen hat.

2.1. Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte (Art. 16 
Abs. 1 DBG). Steuerbar sind alle Einkünfte aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit 
(Art. 17 und 18 DBG). Unter den letztgenannten Begriff fällt jede Tätigkeit, bei der ein Unternehmer 
auf eigenes Risiko, unter Einsatz von Arbeit und Kapital, in einer frei gewählten Organisation und 

Kantonsgericht KG
Seite 4 von 8

mit der Absicht der Gewinnerzielung am Wirtschaftsverkehr teilnimmt. Eine solche Tätigkeit kann 
haupt- oder nebenberuflich, dauernd oder temporär ausgeübt werden. Ob eine selbständige 
Erwerbstätigkeit vorliegt, ist stets nach den gesamten Umständen des Einzelfalls zu beurteilen; die 
einzelnen Begriffsmerkmale dürfen nicht isoliert betrachtet werden und können auch in unter-
schiedlicher Intensität auftreten. Im Übrigen wird nicht verlangt, dass die steuerpflichtige Person 
nach aussen sichtbar am Wirtschaftsverkehr teilnimmt bzw. ein selbständiger Marktauftritt vorliegt 
und ein Unternehmen, Gewerbe oder Geschäft betrieben wird (BGE 125 II 113 E. 5b; 122 II 446 
E. 5a). In diesem Zusammenhang kommt der Gewinnabsicht entscheidende Bedeutung zu. Diese 
Absicht bildet ein subjektives Kriterium, das nur aufgrund äusserer Umstände festgestellt werden 
kann (BGE 122 II 446 E. 3c; Urteil BGer 2A.244/2005 vom 9. November 2005 E. 2.2 mit Hinwei-
sen; LOCHER, Kommentar zum DBG, 2. Auflage 2019, Art. 18 N. 14). An dieser Absicht fehlt es 
namentlich dann, wenn eine Tätigkeit aus blosser Liebhaberei betrieben wird (Urteil BGer 
2A.126/2007 vom 19. September 2007 E. 2.3).

2.2. Gemäss Art. 25 DBG werden zur Ermittlung des Reineinkommens von den gesamten 
steuerbaren Einkünften die Aufwendungen und allgemeinen Abzüge nach den Art. 26–33a DBG 
abgezogen. Bei selbständiger Erwerbstätigkeit werden die geschäfts- oder berufsmässig begrün-
deten Kosten abgezogen (Art. 27 Abs. 1 DBG). Dazu gehören insbesondere auch die eingetrete-
nen und verbuchten Verluste auf Geschäftsvermögen (Art. 27 Abs. 2 Bst. b DBG). Dies setzt 
voraus, dass einerseits der Vermögensbestandteil, der vom Verlust betroffen wurde, in den 
Büchern des Steuerpflichtigen als Geschäftsvermögen ausgewiesen ist, und dass andererseits der 
Verlust als solcher verbucht ist (BLUMENSTEIN/LOCHER, System des Steuerrechts, 7. Auflage 2016, 
S. 316 mit Hinweis auf Urteil BGer 2C_549 und 550/2012 vom 16. Mai 2013 E. 3). Um abzugsfähig 
zu sein, müssen Betriebsverluste in Zusammenhang mit dem kommerziellen Betrieb stehen, dem 
Periodizitätsprinzip entsprechen und ordnungsgemäss verbucht worden sein (OBERSON, Les 
pertes commerciales fiscalement déductibles, in Archiv 48 S. 97 ff., 108).

2.3. Art. 31 Abs. 1 DBG sieht vor, dass Verluste aus den sieben der Steuerperiode vorangegan-
genen Geschäftsjahren abgezogen werden können, soweit sie bei der Berechnung des steuerba-
ren Einkommens dieser Jahre nicht berücksichtigt werden konnten. Verlustüberschüsse sind 
jedoch nur insoweit über die Steuerperiode hinaus verrechenbar, als sie auf eine selbständige 
Erwerbstätigkeit zurückzuführen sind (REICH/ZÜGER/BETSCHART in Zweifel/Beusch, Kommentar 
zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Auflage 2017, Art. 31 N. 8). Die selbständige 
Erwerbstätigkeit muss allerdings weiterhin ausgeübt werden, d.h. sie darf nicht beendet worden 
sein. Dies ist namentlich dann der Fall, wenn die letzten Liquidationshandlungen aus dieser Tätig-
keit abgeschlossen sind und keine neue selbständige Erwerbstätigkeit aufgenommen wurde 
(LOCHER, Art. 31 N. 8 und 18 mit Hinweisen; REICH/ZÜGER/BETSCHART, Art. 31 N. 15c). 

Die verrechenbaren Verluste aus selbständiger Erwerbstätigkeit können nicht nur vom Gewinn der 
folgenden Geschäftsjahre, sondern vom gesamten Einkommen der nachfolgenden Steuerperiode 
abgezogen werden. Bei Personen, die gemäss Art. 9 DBG gemeinschaftlich besteuert werden, 
können die Verluste sogar vom Einkommen des Partners abgesetzt werden (LOCHER, Art. 31 N. 9 
und Art. 27 N. 60 mit Hinweisen; REICH/ZÜGER/BETSCHART, Art. 31 N. 8 mit Hinweisen; Urteil BGer 
2C_101/2008 vom 18. Juni 2008 E. 2.1).

Kantonsgericht KG
Seite 5 von 8

3.

Die Vorinstanz hat den Verlustvortrag aus der selbständigen Erwerbstätigkeit von B.________ 
deshalb nicht zum Abzug zugelassen, weil dieser seine selbständige Erwerbstätigkeit aufgegeben 
habe.

3.1. Unter den Begriff der selbständigen Erwerbstätigkeit fällt allgemein jede Tätigkeit, bei der 
jemand „auf eigenes Risiko, unter Einsatz von Arbeit und Kapital, in einer frei gewählten Organisa-
tion und mit der Absicht der Gewinnerzielung am Wirtschaftsverkehr teilnimmt“. Nicht verlangt wird 
eine nach aussen sichtbare Teilnahme am Wirtschaftsverkehr, ein selbständiger Marktauftritt 
(LOCHER, Art. 18 N. 7 mit zahlreichen Hinweisen). Der Begriff der selbständigen Erwerbstätigkeit 
geht weiter als der Unternehmensbegriff bzw. der Begriff des Betriebs, weil auch die freiberuflich 
Tätigen miterfassend.

Die selbständige Erwerbstätigkeit beginnt mit den ersten Vorbereitungshandlungen und endet mit 
der letzten Liquidationshandlung. Mit der Einstellung der aktiven Geschäftstätigkeit gibt der Perso-
nenunternehmer seine selbständige Erwerbstätigkeit also gewöhnlich noch nicht auf. Auch die 
Liquidation der geschäftlichen Vermögenswerte ist eine selbständige Erwerbstätigkeit, die sich 
unter Umständen über eine lange Zeitdauer erstrecken kann. Mit dem Liquiditätsbeschluss wird 
lediglich ein Schwebezustand geschaffen, der selber noch keine Steuerfolgen auslöst. Die 
Geschäftstätigkeit ist zwar fortan nur noch auf die Verwertung des Geschäftsvermögens gerichtet, 
deshalb verlieren indes die Vermögenswerte ihre Geschäftsvermögensqualität nicht. Solange 
keine endgültige Klarheit über die weitere Zweckbestimmung der geschäftlichen Vermögenswerte 
besteht, bleiben sie Geschäftsvermögen auch nach der Aufgabe der aktiven Erwerbstätigkeit 
(REICH/VON AH in Zweifel/Beusch, Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 
3. Auflage 2017, Art. 18 N. 37 und 39). 

3.2. Im konkreten Fall ist die Vorinstanz der Frage, ob B.________ seine selbständige 
Erwerbstätigkeit aufgegeben hat, nicht weiter nachgegangen, sondern hat aus dem Umstand, dass 
sich sämtliche Geschäftsliegenschaften im Eigentum von A.________ befinden, darauf geschlos-
sen, dass B.________ keiner selbständigen Tätigkeit mehr nachgehe. Diese Begründung greift zu 
kurz, ist doch zu beachten, dass die Ehegatten seit mehreren Jahren gemeinsam ein selbständi-
ges Unternehmen führen. Sie erstellen für ihre gemeinsam ausgeübte Geschäftstätigkeit nicht nur 
eine konsolidierte Bilanz und Erfolgsrechnung, sondern nehmen gemeinsam und „auf eigenes Risi-
ko, unter Einsatz von Arbeit und Kapital, in einer frei gewählten Organisation und mit der Absicht 
der Gewinnerzielung“ am Wirtschaftsverkehr teil. Auf wessen Namen die gehandelten Liegen-
schaften lauten, ist dabei von untergeordneter Bedeutung, kann doch B.________ auch für die auf 
A.________ lautenden Liegenschaften aktiv tätig sein und umgekehrt. Kommt hinzu, dass keine 
Liquidationshandlungen aktenkundig sind, diese müssten die gesamten Vermögenswerte des 
Unternehmens betreffen und nicht nur die gehandelten Liegenschaften. Ebenso wenig ist eine 
allfällige Geschäftsübernahme durch A.________ dokumentiert. 

Wenn die Vorinstanz den Verlustvortrag von B.________ mit der Begründung nicht zum Abzug 
zulässt, dieser habe die selbständige Erwerbstätigkeit aufgegeben, hätte sie dieser Frage nachge-
hen und prüfen müssen, ob B.________ die Begriffselemente der selbständigen Erwerbstätigkeit 
noch erfüllt oder nicht. Dies hat sie nach Lage der Akten aber nicht getan.

Kantonsgericht KG
Seite 6 von 8

4.

4.1. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzu-
weisen, damit sie weitere Abklärungen zur eventuellen Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit 
von B.________ tätigt und diese Frage neu beurteilt.

4.2. Sollte die Vorinstanz zum Schluss kommen, dass B.________ seine selbständige Erwerbs-
tätigkeit im Steuerjahr 2014 weitergeführt habe, wird sie nicht umhin kommen, auch weitere Abklä-
rungen zum geltend gemachten Verlustvortrag zu tätigen. Dies deshalb, weil das Steuerveranla-
gungsverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht wird (vgl. Art. 123 Abs. 2 Satz 1 DBG). 
Dieser Verfahrensgrundsatz verpflichtet (und berechtigt) die Veranlagungsbehörde, den massgeb-
lichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären und der Steuerveranlagung nur solche Tatsa-
chen zugrunde zu legen, von deren Vorhandensein sie sich selber überzeugt hat. Die Behörde hat 
folglich von sich aus mit allen ihr gesetzlich zu Gebote stehenden Untersuchungsmitteln den mate-
riell wahren Sachverhalt zu erforschen. Ihr ist somit eine doppelte Pflicht auferlegt: Sie muss zum 
einen das erforderliche Tatsachenmaterial sammeln und zum anderen die materielle Wahrheit fest-
stellen (ZWEIFEL/HUNZIKER in Zweifel/Beusch, Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte 
Bundessteuer, 3. Auflage 2017, Art. 123 N. 4).

Damit ist auch gesagt, dass die Vorinstanz den Abzug des deklarierten Verlustvortrags nicht mit 
der Begründung verweigern kann, es ergebe sich weder aus der Steuererklärung noch aus der 
Einsprache, wie sich der geltend gemachte Verlustvortrag zusammensetze. Wenn dem so war, 
hätten sich weitere Instruktionsmassnahmen geradezu aufgedrängt. Aus den vorliegenden Akten 
ist aber nicht ersichtlich, ob die Vorinstanz ihrer Untersuchungspflicht rechtsgenüglich nachgekom-
men ist. Zwar fand am 12. Juli 2018 zwischen der Steuerverwaltung und Vertretern der 
C.________ AG offenkundig eine Besprechung statt, bei der es um den Nachweis bzw. die beizu-
bringenden Unterlagen betreffend die geltend gemachten Verluste ab 2011 ging. Nach Angaben 
der Beschwerdeführer wurden die von der Vorinstanz einverlangten Unterlagen dieser am 
20. Dezember 2018 vollständig und persönlich übergeben. Sie befinden sich aber weder in den 
Vorakten, noch wurden sie im angefochtenen Einspracheentscheid erwähnt und gewürdigt.

5.

5.1. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind keine Kosten zu erheben (Art. 144 Abs. 1 
und 3 DBG). Der bezahlte Kostenvorschuss von CHF 500.- ist den Beschwerdeführern zurückzu-
erstatten.

5.2. Gemäss Art. 137 Abs. 1 VRG spricht die (als letzte kantonale Instanz entscheidende) 
Verwaltungsjustizbehörde der im Beschwerdeverfahren obsiegenden Partei auf Gesuch grundsätz-
lich eine Entschädigung für die zur Wahrung ihrer Interessen entstandenen, notwendigen Kosten 
zu. Die Parteientschädigung wird der unterliegenden Parteien auferlegt (Art. 141 VRG).

Die Parteientschädigung umfasst einerseits die Kosten der Vertretung oder Verbeiständung und 
anderseits die übrigen Auslagen der Partei, insbesondere ihre Reisekosten (Art. 140 VRG). Die 
Entschädigung bleibt jedoch auf die zur Wahrung der Interessen entstandenen, notwendigen 
Kosten beschränkt (Art. 137 Abs. 1 VRG in fine). Der Betrag wird im Rahmen des dafür erlassenen 
Tarifs festgesetzt (vgl. Art. 146 und Art. 147 Abs. 1 lit. b VRG). Art. 8 des Tarifs vom 17. Dezember 
1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (Tarif VJ; SGF 150.12) 
sieht vor, dass das Honorar für die Vertretung oder die Verbeiständung einer Partei zwischen 
CHF 200.- und CHF 10‘000.- festgesetzt wird. Bei besonders umfangreichen oder besonders 

Kantonsgericht KG
Seite 7 von 8

komplizierten Angelegenheiten liegt der Höchstbetrag bei CHF 40‘000.-. Das als Parteientschädi-
gung geschuldete Honorar wird nach einem Stundentarif von CHF 250.- festgesetzt. Wer eine 
Parteientschädigung verlangt, muss der Behörde eine Zusammenstellung der ausgeführten 
Verrichtungen und wenn nötig die Belege für die Barauslagen zukommen lassen. Erhält die Behör-
de diese Zusammenstellung nicht, bevor der Entscheid getroffen wird, so setzt sie die Entschädi-
gung von Amtes wegen und nach freiem Ermessen fest. Die Höhe des Honorars wird nach den 
gleichen Grundsätzen wie die Verwaltungsjustizgebühr festgesetzt, d.h. nach dem erforderlichen 
Zeit- und Arbeitsaufwand, der Wichtigkeit der Angelegenheit und bei vermögensrechtlichen 
Sachen nach dem betreffenden Streitwert (Art. 11 Abs. 1 und 2 Tarif VJ). Die Barauslagen des 
Parteivertreters werden zu den Selbstkosten bzw. nach Pauschalansätzen für Fotokopien und 
Reiseentschädigung zurückerstattet (vgl. Art. 9 Tarif VJ). Die Entschädigung für die übrigen Ausla-
gen, welche insbesondere Reisekosten und den Ersatz eines allfälligen Erwerbsausfalles umfasst, 
ist „angemessen“ festzusetzen (Art. 10 Tarif VJ).

Im vorliegenden Fall hat die Vertreterin der Beschwerdeführer keine Kostenliste zu den Akten 
gereicht. Die Parteientschädigung ist damit unter Berücksichtigung der sich stellenden Rechtsfra-
gen und des einfachen Schriftenwechsels ermessensweise auf CHF 800.- (6 Stunden à CHF 250.- 
und CHF 100.- für Spesen und Auslagen, davon die Hälfte) zuzüglich einer Mehrwertsteuer von 
7,7 Prozent von CHF 61.60 zusprechen. Der Gesamtbetrag von CHF 861.60 geht zu Lasten der 
Vorinstanz. 

Kantonssteuer (604 2020 36)

6.

Die vorne dargelegten Grundsätze gelten auch unter dem (harmonisierten) kantonalen Recht. Die 
entsprechenden, praktisch gleich lautenden Gesetzesbestimmungen sind in Art. 7 Abs. 1, Art. 9 
Abs. 1, Art. 10 Abs. 1 Bst. c, Art. 10 Abs. 2 und Art. 46 Abs. 1 StHG sowie in Art. 17 Abs. 1, 
Art. 18, Art. 19, Art. 26, Art. 28 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. b, Art. 32 Abs. 1 und 154 Abs. 1 DStG 
enthalten.

Angesichts der mit dem Recht der direkten Bundessteuer übereinstimmenden gesetzlichen Rege-
lung kann für die Rechtsanwendung auf die Ausführungen in den Erwägungen 2 bis 4 verwiesen 
werden. Demzufolge ist auch die Beschwerde betreffend die Kantonssteuer gutzuheissen und die 
Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie weitere Abklärungen zur eventuellen 
Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit von B.________ und gegebenenfalls auch zum 
geltend gemachten Vortragsverlust tätigt.

7.

Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind keine Kosten zu erheben (Art. 133 VRG). Der 
bezahlte Kostenvorschuss von CHF 500.- ist den Beschwerdeführern zurückzuerstatten.

Zudem ist den Beschwerdeführern eine ermessensweise festzusetzende Parteientschädigung von 
CHF 800.- (6 Stunden à CHF 250.- und CHF 100.- für Spesen und Auslagen, davon die Hälfte) 
zuzüglich einer Mehrwertsteuer von 7,7 Prozent von CHF 61.60 zusprechen. Der Gesamtbetrag 
von CHF 861.60 geht zu Lasten der Vorinstanz.

Kantonsgericht KG
Seite 8 von 8

Der Hof erkennt:

I. Direkte Bundessteuer (604 2020 35)

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg zurückgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. Der von A.________ und B.________ geleistete 
Kostenvorschuss von CHF 500.- wird ihnen zurückerstattet.

3. A.________ und B.________ wird zulasten der Kantonalen Steuerverwaltung eine Parteient-
schädigung für Honorar und Auslagen der Rechtsvertreterin von CHF 800.-, zuzüglich der 
Mehrwertsteuer von CHF 61.60 (7.7 Prozent von CHF 800.-), ausmachend total CHF 861.60, 
zugesprochen.

II. Kantonssteuer (604 2020 36)

4. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg zurückgewiesen.

5. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. Der von A.________ und B.________ geleistete 
Kostenvorschuss von CHF 500.- wird ihnen zurückerstattet.

6. A.________ und B.________ wird zulasten der Kantonalen Steuerverwaltung eine Parteient-
schädigung für Honorar und Auslagen der Rechtsvertreterin von CHF 800.-, zuzüglich der 
Mehrwertsteuer von CHF 61.60 (7.7 Prozent von CHF 800.-), ausmachend total CHF 861.60, 
zugesprochen.

III. Zustellung.

Das vorliegende Urteil kann sowohl bezüglich der veranlagten direkten Bundessteuern als auch 
der Kantonssteuern gemäss Art. 146 DBG bzw. Art. 73 StHG und Art. 82 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
einer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Lausanne, ange-
fochten werden.

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die 
Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 15. Januar 2021/dki

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: