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**Case Identifier:** 6754b8c4-e3d3-5c04-b2aa-cc64b8279424
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.02.2024 200 2023 674
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-674_2024-02-14.pdf

## Full Text

200 23 674 IV
JAP/ISD/JJC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Februar 2024

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 22. August 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2024, IV/23/674, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
gelernter … und zuletzt bis am 30. November 2022 auf Abruf im Stunden-
lohn bei einem Pensum zwischen 50 % und 80 % als … tätig, meldete sich 
im März 2023, unter Hinweis auf Arthrosen am Knie und der Achsel, geris-
sene Bänder und zerquetschte Sehnen, bei der Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin], Antwortbeilage [AB] 1, 11/3, 16/2). Die IVB tätigte medizinische 
sowie erwerbliche Abklärungen, namentlich holte sie eine Beurteilung des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 18) ein. Gestützt darauf und 
nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 20, 22, 26, 27/2 f.) ver-
neinte sie mit Verfügung vom 22. August 2023 (AB 27) einen Rentenan-
spruch.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 22. September 2023 Beschwerde und bean-
tragte, die Verfügung vom 22. August 2023 sei aufzuheben und ihm sei 
eine ganze Rente zuzusprechen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Mit Beschwerdeantwort vom 24. Oktober 2023 beantragte die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Mit Replik vom 24. November 2023 bzw. Duplik vom 4. Dezember 2023 
hielten die Parteien an ihren jeweiligen Anträgen und Ausführungen fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2024, IV/23/674, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 22. August 2023 
(AB 27). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG). 

2.3 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, der Invaliditätsgrad für diesen Teil nach Art. 16 
ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so 
wird der Invaliditätsgrad für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festge-
legt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden 
Bereichen zu bemessen (gemischte Methode).

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

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3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 22. August 2023 (AB 27) basiert 
in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf der versicherungsmedizini-
schen Aktenbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. C.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
vom 8. Mai 2023 (AB 18). Darin diagnostizierte der RAD-Arzt eine degene-
rativ bedingte, massive chronische Rotatorenmanschettenruptur rechts 
sowie eine am 20. Januar 2023 erlittene Kniedistorsion ohne Instabilität 
rechts. Der Beschwerdeführer beklage sich seit einigen Jahren über zu-
nehmende Schulterschmerzen vor allem rechts. Eine bildgebende Untersu-
chung der rechten Schulter vom 1. März 2023 habe eine degenerativ be-
dingte massive Rotatorenmanschettenruptur mit deutlich retrahierten Seh-
nenstümpfen und zusätzlich einer mässig ausgeprägten Chondropathie 
gezeigt. Am 20. Januar 2023 habe der Beschwerdeführer eine Kniedistor-
sion rechts erlitten. Das Kniegelenk sei nicht geschwollen gewesen und in 
der klinischen Untersuchung habe sich keine Instabilität gezeigt (AB 18/3). 

Zur Arbeitsfähigkeit hielt der RAD-Arzt Dr. med. C.________ fest, es liege 
eine verminderte Belastbarkeit der rechten Schulter vor, aufgrund derer die 
bisherige Tätigkeit als … nicht mehr zumutbar sei. Demgegenüber seien 
körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten in wechselbe-
lastender Position ganztags über achteinhalb Stunden ohne weitere Leis-
tungsminderung zumutbar. Zu vermeiden seien repetitives Heben von Las-
ten über Brusthöhe, armbelastende Tätigkeiten mit Arbeiten über Bauch-
höhe, Überkopfarbeiten, überwiegendes Stehen und Gehen, Arbeiten in 
gebückter Haltung, Hocken und Knien, anhaltende Zwangshaltungen, Ge-
hen auf unebenem Gelände, längeres Abwärtsgehen, Hinunterspringen, 
Steigen auf Leitern und Gerüste, häufiges Treppensteigen sowie Kälte-, 
Nässe und Zugluftexposition. In Ausnahmefällen und in nicht repetitiver 
Weise könnten Gewichte von 5-10 kg gehoben und getragen werden, dies 
jedoch nur bis auf Bauchhöhe. Dieses Zumutbarkeitsprofil gelte ab dem 
1. April 2023, während vom 1. Februar bis 31. März 2023 eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden habe (AB 18/3 f.).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

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chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 S. 8 
E. 3.2). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte 
und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 134 E. 4.3). Urteilt das Gericht indessen abschliessend gestützt auf Be-
weisgrundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger 
stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 
E. 1d S. 162).

3.3 Die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. C.________ vom 8. 
Mai 2023 (AB 18) erfüllt die vorerwähnten Anforderungen der Rechtspre-
chung an eine beweiskräftige versicherungsinterne medizinische Beurtei-
lung (vgl. E. 3.2 hiervor) und überzeugt. Die Beurteilung erfasst den ge-
samten massgeblichen medizinischen Sachverhalt und stützte sich auf die 
vollständigen noch verfügbaren Vorakten, einschliesslich der bildgebenden 
Untersuchung der rechten Schulter (AB 8/3 f.). Die Vorakten über den 
anamnestisch erwähnten Unfall aus dem Jahre 2006 vermochte die Ver-

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waltung nicht zu beschaffen, da der Beschwerdeführer keine Angaben ma-
chen konnte, durch welche Leistungserbringer damals die Behandlung er-
folgte (AB 13/3 Ziff. 2.1). Mit Blick auf die Einträge im individuellen Konto 
(IK) des Beschwerdeführers in den darauffolgenden Jahren (vgl. AB 7/3 f.) 
lässt sich diesbezüglich aus erwerblicher Sicht keine massgebende Beein-
trächtigung ableiten. Damit übereinstimmend sind die aktuell vom Be-
schwerdeführer vorgebrachten gesundheitlichen Einschränkungen gemäss 
seiner eigenen Auffassung auch nicht auf dieses Ereignis zurückzuführen 
(AB 16/4). Da ein umfassender Befund mit sämtlichen eruierbaren Akten 
vorlag und die fachärztliche Evaluation eines an sich feststehenden medi-
zinischen Sachverhalts Gegenstand der Beurteilung bildete, war eine klini-
sche Exploration hier entbehrlich (vgl. E. 3.2 hiervor). 

Der RAD-Arzt legte sodann schlüssig und nachvollziehbar begründet dar, 
dass dem Beschwerdeführer aufgrund der bestehenden somatischen Ein-
schränkungen die angestammte Arbeit als … nicht mehr zumutbar sei, 
während in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine "volle Präsenzfähigkeit" 
mit allein qualitativen Einschränkungen bestehe (AB 18/3 f.). Diese Beurtei-
lung steht im Einklang mit der medizinischen Aktenlage, namentlich den 
objektiven bildgebenden Befunden. Auch trug der RAD-Arzt im Rahmen 
des differenzierten Zumutbarkeitsprofils (vgl. AB 18/3 f.) den qualitativen 
Einschränkungen in einer leidensangepassten Tätigkeit hinreichend Rech-
nung. An der Schlüssigkeit dieses Zumutbarkeitsprofils ändert sich auch 
insoweit nichts, als der Beschwerdeführer geltend macht, er könne nur 
noch leichte sitzende Tätigkeiten ausführen (vgl. Replik S. 1 Ziff. 1), zumal 
dieses Vorbringen keinen Rückhalt in den medizinischen Akten findet (zur 
Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit vgl. zudem hinten E. 5.2.2).

Den weiteren medizinischen Akten sind keine Anhaltspunkte zu entneh-
men, die auch nur geringe Zweifel an der Beurteilung des RAD-Arztes we-
cken würden. Die auf Wunsch des Beschwerdeführers nicht näher abge-
klärte Verdachtsdiagnose einer COPD ("Chronic Obstructive Pulmonary 
Disease"; vgl. AB 8/2, 8/5, 8/8) qualifizierte die behandelnde Hausärztin 
Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, in ihrem 
Bericht vom 5. April 2023 (Eingang; AB 13) denn auch als solche ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (AB 13/4 Ziff. 2.6). Erst in ihrer Stel-

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lungnahme vom 14. Juli 2023 (AB 26/2) argumentierte 
Dr. med. D.________ im Widerspruch dazu, dass es dem Beschwerdefüh-
rer anhand der COPD nicht möglich sei, körperlich belastende Tätigkeiten 
durchzuführen, was ebenfalls im Vorbescheid- und Beschwerdeverfahren 
(vgl. AB 26/1; Beschwerde S. 2 Ziff. 5; Replik S. 1 Ziff. 1) vorgebracht wur-
de. Eine allfällige dahingehende Einschränkung wurde jedoch im Zumut-
barkeitsprofil bereits berücksichtigt, indem zumindest körperlich leichte 
Tätigkeiten zumutbar seien (AB 18/4). Im Übrigen ist mit einer blossen Ver-
dachtsdiagnose rechtsprechungsgemäss ein gesundheitliches Leiden oh-
nehin nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erstellt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 3. 
November 2020, 8C_539/2020, E. 6.2.1). Die Darstellung der Hausärztin in 
ihrem Bericht vom 5. April 2023 (Eingang; AB 13/7 Ziff. 4.2), wonach eine 
dem Leiden angepasste Tätigkeit zu null Stunden zumutbar sei, steht eben-
falls im Widerspruch zu ihrer Stellungnahme vom 14. Juli 2023 (AB 26/2), 
gemäss welcher eine angepasste Tätigkeit grundsätzlich möglich sei. So-
weit die Hausärztin nunmehr aber festhielt, eine angepasste Tätigkeit sei 
aufgrund von Alter und Ausbildung des Beschwerdeführers sehr schwierig 
(AB 26/2), erweckt dies keine Zweifel am Zumutbarkeitsprofil des RAD-
Arztes. Denn bei den Elementen des Alters und der Ausbildung handelt es 
sich nicht um medizinische Aspekte, sondern um Faktoren, die gegebenen-
falls bei der Invaliditätsbemessung zu berücksichtigen sind (vgl. hinten 
E. 5.1.2 und 5.2.2). 

3.4 Dem Voranstehenden zufolge bildet die Beurteilung des RAD vom 
8. Mai 2023 (AB 18) eine zuverlässige Grundlage für die Evaluierung des 
anspruchsrelevanten medizinischen Sachverhaltes. Gestützt darauf besteht 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als … 
und in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % mit Ein-
schränkungen der qualitativen Leistungsfähigkeit im Rahmen des medizini-
schen Zumutbarkeitsprofils (vgl. AB 18/3 f.). Die Beschwerdegegnerin hat 
den medizinischen Sachverhalt hinreichend abgeklärt und von weiteren 
medizinischen Abklärungen sind keine entscheidwesentlichen neuen Er-
kenntnisse zu erwarten, sodass darauf verzichten werden kann (antizipierte 
Beweiswürdigung; vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 
122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). 

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4.

Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 
22. August 2023 (AB 27), anhand der Aktenlage (vgl. AB 16/2), von der 
Anwendung der gemischten Methode (vgl. vorne E. 2.3) und einem Status 
von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Aufgabenbereich (Haushalt) aus. Der 
Verzicht auf weiterführende Abklärungen hinsichtlich der Einschränkung 
des Beschwerdeführers im Aufgabenbereich ist insoweit nicht zu bean-
standen (vgl. Art. 69 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; Rz. 3042 des vom Bundesamt für 
Sozialversicherungen [BSV] herausgegebenen Kreisschreibens über das 
Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI], gültig ab 1. Januar 2022), 
als dass er im Aufgabenbereich auf arbeitserleichternde Haushaltsgeräte 
zurückgreifen kann und ihm eine freie Zeiteinteilung möglich ist, weshalb 
die dortigen Einschränkungen nicht – jedenfalls nicht wesentlich – höher 
ausfallen können als im Erwerbsbereich. Dementsprechend ist vorliegend 
nicht entscheidend, ob die Bestimmung des IV-Grades anhand der ge-
mischten Methode oder – zugunsten des Beschwerdeführers – durch einen 
reinen Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) erfolgt (vgl. hinten E. 6.2 f.).

5.

5.1 Weiter zu prüfen ist die Verwertbarkeit der medizinisch-
theoretischen Restarbeitsfähigkeit.

5.1.1 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise 
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversi-
cherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Er um-
fasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsan-
gebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von 

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Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist nicht von realitätsfrem-
den Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt 
werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjekti-
ven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung 
von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtspre-
chungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 148 V 
174 E. 9.1 S. 188, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 66 
E. 4.2). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die 
invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu ver-
werten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen 
vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 320 E. 3b).

5.1.2 Erwerbslosigkeit aus invaliditätsfremden Gründen vermag keinen 
Rentenanspruch zu begründen. Die Invalidenversicherung hat nicht dafür 
einzustehen, dass Versicherte infolge ihres Alters, wegen mangelnder 
Ausbildung oder Verständigungsschwierigkeiten keine entsprechende Ar-
beit finden; die hieraus sich ergebende "Arbeitsunfähigkeit" ist nicht invali-
ditätsbedingt (BGE 107 V 17 E. 2c S. 21; AHI 1999 S. 238 E. 1).

Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Fak-
tor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit 
weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, 
dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachge-
fragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbstein-
gliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf 
die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Re-
gel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.
Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens 
und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand 
und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene 
Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder 
Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein. 
Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt 
eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine gan-

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ze Invalidenrente begründet (BGE 145 V 2 E. 5.3.1 S. 16, 138 V 457 E. 3.1 
S. 460; SVR 2022 IV Nr. 32 S. 108 E. 5.3.2 und 5.3.3).

5.1.3 Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher 
Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem 
auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Mass-
geblicher Stichtag für die Beantwortung der Frage nach der Verwertbarkeit 
der (Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter ist der Zeitpunkt, in wel-
chem die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerbstätigkeit feststeht. 
Dies ist der Fall, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine 
zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 146 V 16 E. 7.1 
S. 25, 138 V 457 E. 3.2 S. 460 und E. 3.3 S. 462; SVR 2020 IV Nr. 5 S. 20 
E. 7.1 und Nr. 44 S. 156 E. 4.2).

5.2

5.2.1 Anhand des RAD-ärztlichen Zumutbarkeitsprofils mit einer vollen 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit mit lediglich qualitati-
ven Einschränkungen (vgl. AB 18/3 f.) sind die dem Beschwerdeführer zu-
mutbaren Tätigkeiten nicht bloss noch in so eingeschränkter Form möglich, 
dass sie der hypothetische Arbeitsmarkt (vgl. dazu vorne E. 5.1.1) praktisch 
nicht kennen würde oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkom-
men eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wären. An der mögli-
chen Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auf dem hier massgebenden hypo-
thetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt ändert sodann auch der Umstand 
nichts, dass es im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich sein mag, auf 
dem tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden 
(vgl. Entscheid des BGer vom 1. Juni 2022, 8C_239/2022, E. 4.2). Dabei ist 
ohne Belang, ob der Beschwerdeführer lediglich noch leichte, sitzende 
Tätigkeiten ausführen kann (vgl. dazu Beschwerde S. 2 Ziff. 6; Replik S. 1 
Ziff. 2 f.), da auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt leichte Hilfsarbeiten 
ohne besondere Anforderungen an die Qualifikationen auch vorwiegend 
sitzend angeboten werden (Entscheid des BGer vom 9. Dezember 2021, 
9C_500/2021, E. 6.1). Weitergehende Einschränkungen, etwa betreffend 
feinmotorische Tätigkeiten (vgl. Beschwerde S. 1 f. Ziff. 7 ff.), ergeben sich 
weder aus dem Zumutbarkeitsprofil noch lassen sich solche aus der Aus-

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bildung bzw. der bisherigen Erwerbstätigkeit ableiten. Dass die "(mutmass-
liche) Persönlichkeitsstruktur" des Beschwerdeführers der Aufnahme einer 
leidensadaptierten Tätigkeit entgegenstehe (Beschwerde S. 3 Ziff. 9), ist 
nicht ersichtlich. Es bestehen schliesslich auch – anhand der Berufsbiogra-
phie (AB 19/2) und mangels eines erstellten psychischen Gesundheits-
schadens mit Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit – keine 
konkreten Hinweise, wonach der Beschwerdeführer in der Anpassungs- 
und Umstellungsfähigkeit beeinträchtigt wäre, was auch mit Blick auf die 
verbleibende Aktivitätsdauer (vgl. dazu E. 5.2.2 hiernach) positiv zu werten 
ist (BGE 146 V 16 E. 7.2.2 S. 27). 

5.2.2 Auch das Alter und die mangelnde Berufserfahrung ausserhalb der 
nicht mehr zumutbaren Tätigkeiten (vgl. Beschwerde S. 2 ff. Ziff. 6 ff.; Re-
plik S. 1 Ziff. 2 f.) stehen einer Verwertung der Arbeitsfähigkeit nicht entge-
gen (vgl. vorne E. 5.1.2). Der in Bezug auf die verbleibende Aktivitätsdauer 
oentscheidende Zeitpunkt (vgl. dazu vorne E. 5.1.3) bildet derjenige der 
ärztlichen Beurteilung des RAD-Arztes vom 8. Mai 2023 (AB 18). Der Be-
schwerdeführer, welcher am 4. Juni 1961 geboren wurde (AB 1/1), war im 
besagten Zeitpunkt 61 Jahre und elf Monate alt, womit ihm bis zum Errei-
chen des ordentlichen Pensionsalters noch eine Aktivitätsdauer von gut 
drei Jahren blieb. Auch wenn es sich hierbei um eine vergleichsweise kurze 
Aktivitätsdauer handelt, bestand gleichzeitig in einer leidensadaptierten 
Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit mit lediglich qualitativen Ein-
schränkungen, wobei gerade Hilfsarbeiten auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt altersunabhängig nachgefragt werden (Entscheid des BGer vom 
25. November 2021, 8C_535/2021, E. 5.4.3 in fine mit Hinweis) und über-
dies meist keiner langen Einarbeitungszeit bedürfen (vgl. Entscheid des 
BGer vom 7. Juli 2022, 8C_192/2022, E. 7.2.1). Die Rechtsprechung hat 
zudem für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen 
relativ hohe Hürden aufgestellt (vgl. BGer 8C_535/2021, E. 5.6 mit Hinwei-
sen) sowie in vergleichbaren Fällen wiederholt die Verwertbarkeit der Rest-
arbeitsfähigkeit bejaht (vgl. etwa Entscheide des BGer vom 23. Januar 
2018, 8C_645/2017, E. 4.2.2 und 4.3.2; und vom 21. März 2016, 
9C_536/2015, E. 4.2). Die vom Beschwerdeführer erwähnten Bundesge-
richtsurteile, in welchen jeweils eine Verwertbarkeit der (Rest-
)Arbeitsfähigkeit im erhöhten Alter verneint wurde (vgl. Beschwerde S. 3 f. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2024, IV/23/674, Seite 13

Ziff. 11 ff.), sind demgegenüber nicht einschlägig und zielen an der Sache 
vorbei. Dies, da in den fraglichen Fällen im Vergleich zu der hier zu beurtei-
lenden Situation divergierende erwerbliche resp. medizinische Sachver-
haltskonstellationen vorlagen (vgl. Entscheide des BGer vom 30. Juli 2014, 
9C_272/2014, E. 3.4, vom 13. März 2014, 9C_734/2013, E. 3.4, und vom 
10. Mai 2013, 9C_954/2012, E. 3.2.1; AB 16/2, 18/3 f., 19/2).

5.2.3 Zusammenfassend ist bei einer Gesamtbetrachtung der konkreten 
Umstände sowie unter Berücksichtigung der weitreichenden Schadenmin-
derungspflicht des Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit in einer im Sinne des Zumutbar-
keitsprofils angepassten Tätigkeit zu bejahen.

6.

Schliesslich sind die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsscha-
dens zu prüfen.

6.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs entscheidend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben sind. Die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte im März 2023 
(AB 1/8), womit ein Rentenanspruch unter Berücksichtigung der sechsmo-
natigen Wartefrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab September 
2023 entstanden sein kann. Entsprechend muss in diesem Zeitpunkt 
während mindestens eines Jahres, das heisst zwischen dem 1. September 
2022 und dem 31. August 2023, eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit 
von mindestens 40 % ohne wesentlichen Unterbruch bestanden haben 
(sog. Wartejahr; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; siehe zu den verschiedenen Funk-
tionen dieser Fristen: BGE 142 V 547 E. 3.2 S. 550 f.; vgl. ferner 
Rz. 2008 ff. des vom BSV herausgegebenen Kreisschreibens über Invali-
dität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], gültig ab 1. Ja-
nuar 2015). Vorliegend bestand zumindest ab dem 1. Februar 2023 eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (vgl. AB 18/3 
f.). Inwieweit darüber hinaus bereits ab 1. September 2022 eine die Warte-
zeit auslösende Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von min-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Feb. 2024, IV/23/674, Seite 14

destens 20 % vorlag (vgl. dazu MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28 N. 33), kann vorliegend 
zugunsten des Beschwerdeführers offen gelassen werden. Denn selbst 
unter der Prämisse des per September 2023 erfüllten Wartejahres besteht 
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 % (vgl. E. 6.2 
hiernach).

6.2 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 
22. August 2023 (AB 27) für das Valideneinkommen (vgl. BGE 144 I 103 
E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2) 
vom statistischen Wert des Wirtschaftszweigs Ziff. 49 (Landverkehr) der 
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2020 des Bundesamtes für 
Statistik (BFS) im untersten Kompetenzniveau der Kategorie Männer von 
Fr. 4'901.-- pro Monat aus (BFS, LSE 2020, Monatlicher Bruttolohn [Zen-
tralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, 
TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 1, Ziff. 49, Männer). Dies wirkt 
sich mit Blick auf die vormaligen Einkünfte gemäss IK-Auszug (AB 7) zu-
gunsten des Beschwerdeführers aus und wurde von letzterem auch nicht 
beanstandet. Vorliegend kann indes offen bleiben, inwiefern auf das zuletzt 
erzielte Einkommen (vgl. AB 7/1) abzustellen oder der branchenspezifi-
schen Tabellenlohn heranzuziehen wäre, da sich selbst bei Zugrundele-
gung des – für den Beschwerdeführers günstigeren – Totalwerts 
(Fr. 5'261.-- pro Monat; vgl. BFS, LSE 2020, Monatlicher Bruttolohn [Zen-
tralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, 
TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 1, Total, Männer) gemäss nach-
folgender Berechnung kein Rentenanspruch ergibt.

Da der Beschwerdeführer die medizinisch-theoretisch zumutbare Arbeits-
fähigkeit (vgl. AB 18/3 f.) nicht umsetzt, ist das Invalideneinkommen eben-
falls anhand der LSE-Tabelle zu berechnen (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 f. S. 296 f.), wobei auf den Totalwert des unters-
ten Kompetenzniveaus der Kategorie Männer von Fr. 5'261.-- pro Monat 
abzustellen ist (vgl. AB 27/1). Ein Abzug vom Tabellenlohn (von 10 %) vom 
Invalideneinkommen ist ab dem 1. Januar 2022 (vgl. zur intertemporal-
rechtlichen Abgrenzung BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213; Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 18. Oktober 2023; IV-

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Rundschreiben Nr. 432) gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV (in der hier massge-
benden, bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung) einzig dann 
vorgesehen, wenn die funktionelle Leistungsfähigkeit 50 % oder weniger 
beträgt (vgl. BVR 2023 S. 557 E. 5.3.4.2), was vorliegend nicht der Fall ist 
(AB 18; vgl. vorne E. 3.3 f.). 

6.3 Nachdem beide Vergleichseinkommen ausgehend vom gleichen 
Tabellenlohn zu berechnen sind, entspricht der IV-Grad dem Grad der Ar-
beitsunfähigkeit (in einer leidensangepassten Tätigkeit) unter Berücksichti-
gung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. in BGE 148 V 321 
nicht publizierte E. 6.2 des Entscheids des BGer vom 27. Juni 2022, 
8C_104/2021). Da der Beschwerdeführer vorliegend in einer leidensadap-
tierten Tätigkeit vollständig arbeitsfähig ist (vgl. vorne E. 3.4), beträgt der 
IV-Grad ab 1. September 2023 in Anwendung der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs 0 % (vgl. vorne E. 4). Folglich hat der Be-
schwerdeführer – selbst unter Berücksichtigung sämtlicher zugunsten des 
Beschwerdeführers offen gelassener Punkte – keinen Anspruch auf eine 
Rente der Invalidenversicherung.

7.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 22. August 
2023 (AB 27) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Be-

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zahlung aufzuerlegen und dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-
schuss zu entnehmen. 

8.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kosten-
vorschuss entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.