# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8a2e501-d217-569c-88b7-c1d32711a478
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 12.04.2022 PS220061
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS220061_2022-04-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS220061-O/U 

damit vereinigt Geschäfts-Nr.: PS220062-O 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M Sarbach 

sowie Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic 

Beschluss vom 12. April 2022 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin, 

 

betreffend 

Rückweisung Betreibungsbegehren 
(Beschwerde über das Betreibungsamt Zürich 1) 
 
Beschwerde gegen Beschlüsse der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes Zü-
rich vom 28. März 2022 (CB220026 und CB220027) 
 
  

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Erwägungen: 

1.1. Die Beschwerdeführerin gelangte am 9. März 2022 ans Betreibungsamt 

Zürich 1 und reichte umfangreiche Unterlagen betreffend den "Fall B._____" ein. 

Das Betreibungsamt leitete daraus ab, dass die Beschwerdeführerin gegen die 

"C._____" eine Betreibung einleiten möchte. Zur Verbesserung der Schuldnerbe-

zeichnung und der Angabe des Forderungsgrundes wies das Betreibungsamt das 

Betreibungsbegehren mit Verfügung vom 9. März 2022 zurück (Tagebuch Nr. 1, 

act.  2/1 und 2/2). 

1.2. Mit Eingabe vom 10. März 2022 wandte sich die Beschwerdeführerin an 

die Vorinstanz als untere kantonale Aufsichtsbehörde über die Betreibungsämter 

(act. 1). Darin hält sie fest, sie reiche gegen den Stadtammann Beschwerde ein, 

da dieser unfähig sei, sie in ihrer Schreibart verstehen zu können. Im Übrigen be-

richtete sie vor allem über den "Fall B._____". Die Vorinstanz eröffnete daraufhin 

ein Verfahren unter der Geschäfts-Nr. CB220026-L.  

 Mit Eingabe vom 15. März 2022 gelangte die Beschwerdeführerin wiede-

rum an die Vorinstanz und berichtete erneut hauptsächlich über den "Fall 

B._____", woraufhin die Vorinstanz unter der Geschäfts-Nr. CB220027-L ein Ver-

fahren eröffnete (vgl. act. 1 in Geschäfts-Nr. PS220062-O).  

1.3. Sowohl im Verfahren Nr. CB220026-L als auch im Verfahren 

Nr. CB220027-L trat die Vorinstanz je mit Zirkulationsbeschlüssen vom 28. März 

2022 – mangels eines konkreten Antrages und einer hinreichenden Begründung – 

nicht auf die Eingaben ein. Die zahlreichen Eingaben und eingereichten Unterla-

gen veranlassten die Vorinstanz auch nicht dazu, von Amtes wegen einzuschrei-

ten (act. 3 = act. 7; act. 3 = act. 8 in Geschäfts-Nr. PS220062-O).  

  

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1.4. Mit Eingabe vom 30. März 2022 (Datum Poststempel) gelangte die Be-

schwerdeführerin an die Kammer. Darin nimmt sie auf beide Zirkulationsbe-

schlüsse vom 28. März 2022 der Geschäfts-Nr. CB220026-L und Geschäfts-

Nr. CB220027-L Bezug (act. 8; für das letztere Geschäft legte die Kammer das 

Verfahren mit der Geschäfts-Nr. PS220062 an, das jedoch wieder mit dem vorlie-

genden Verfahren vereinigt wurde). Im Laufe des Beschwerdeverfahrens reichte 

die Beschwerdeführerin weitere Eingaben samt Beilagen ein (act. 9 – 17). 

1.5. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Die vorinstanzlichen Akten 

wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 1–5 der Geschäfts-Nr. CB220026-L 

sowie act. 1-6 der Geschäfts-Nr. CB220027-L). 

2.1. Das Verfahren der Aufsichtsbeschwerde in Schuldbetreibungs- und Kon-

kurssachen richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 20a Abs. 2 SchKG. So-

weit Art. 20a Abs. 2 SchKG keine Bestimmungen enthält, regeln die Kantone das 

Verfahren (Art. 20a Abs. 3 SchKG). Im Kanton Zürich richtet sich das Beschwer-

deverfahren gemäss § 18 EG SchKG nach § 83 f. GOG. Dabei ist der Sachverhalt 

von Amtes wegen zu untersuchen und es sind die Bestimmungen der ZPO sinn-

gemäss anwendbar (§ 83 Abs. 3 GOG). Für den Weiterzug an das Obergericht 

gelten insbesondere die Bestimmungen über die Beschwerde gemäss 

Art. 319 ff. ZPO (§ 84 GOG). 

2.2. Im Beschwerdeverfahren können die unrichtige Rechtsanwendung und 

die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht wer-

den (Art. 320 ZPO). Bei Rechtsmitteleingaben von Laien genügt als Antrag eine 

Formulierung, aus der sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie das Oberge-

richt entscheiden soll. Zur Begründung reicht aus, wenn auch nur ganz rudimentär 

zum Ausdruck kommt, an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet 

bzw. weshalb der angefochtene Entscheid nach Auffassung der die Beschwerde 

führenden Partei unrichtig sein soll. Sind auch diese Voraussetzungen nicht ge-

geben, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Neue Anträge und neue Tatsa-

chenbehauptungen bzw. Beweismittel sind – trotz Geltung des Untersuchungs-

grundsatzes – ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO; OGer ZH PS110019 vom 

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21. Februar 2011 E. 3.4; PS120189 vom 2. November 2012 E. 1.4; PS160204 

vom 16. Januar 2017 E. 4.1. f.; OGer ZH PS200096 vom 8. Juni 2020 E. 3.b.). 

3. Abgesehen von der Überschrift nimmt die Beschwerdeführerin in ihrer  

– nur äusserst schwer verständlichen und weitschweifigen – Eingabe vom 

30. März 2022 keinen Bezug auf die vorinstanzlichen Entscheide. Sie unterlässt 

es, sich mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen und aufzuzei-

gen, an welchen Mängeln die vorinstanzlichen Entscheide leiden sollen. Es lässt 

sich aus der Eingabe denn auch kein Antrag entnehmen, wie die Beschwerde-

kammer zu entscheiden habe. Auch aus den weiteren äusserst weitschweifigen 

Eingaben der Beschwerdeführerin geht weder ein Antrag noch eine Auseinander-

setzung mit den vorinstanzlichen Entscheiden hervor. Dies genügt den – auch un-

ter Berücksichtigung der für juristische Laien herabgesetzten – Anforderungen an 

die Begründung einer Beschwerde in keiner Weise. Damit kommt die Beschwer-

deführerin ihrer Begründungspflicht nicht nach, und auf die Beschwerde ist ent-

sprechend nicht einzutreten. Wie bereits die Vorinstanz korrekt festhielt, geben 

die Eingaben und die eingereichten Unterlagen auch keinen Anlass, von Amtes 

wegen einzuschreiten. 

4. Das Verfahren vor der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbe-

treibungs- und Konkurssachen ist grundsätzlich kostenlos. Parteientschädigungen 

werden nicht zugesprochen (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG; Art. 61 Abs. 2 lit. a und 

Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). Die Kammer behält sich vor, der Beschwerdeführe-

rin bei Eingaben ähnlicher Art Gebühren aufzuerlegen (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 

2. Satz SchKG) resp. weitschweifige Eingaben ähnlicher Art künftig ohne Weite-

res zurückzuschicken (Art. 132 Abs. 3 ZPO). 

  

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Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, unter Rücksendung der 

erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Zü-

rich 1, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw B. Lakic 
 
versandt am: 
12. April 2022 
 
 
 

	Beschluss vom 12. April 2022
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Zürich 1, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...