# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8156a17-91bf-59c0-a072-36c0a862e4c3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 06.11.2017 PQ170052
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ170052_2017-11-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ170052-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter Dr. P. 

Higi und Ersatzrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. A. Götschi 

Urteil vom 6. November 2017 

 

in Sachen 

 
A._____, Dr. iur.,  

Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X2._____ 

 

gegen 

 

B._____, 

Beschwerdegegner 

 

betreffend Entschädigung Beiständin 
 

Beschwerde gegen eine Präsidialverfügung des Bezirksrates Dietikon vom 

8. Juni 2017; VO.2014.9 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dietikon) 

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Erwägungen: 

1. Ausgangslage 

1.1. Am tt.mm.2002 starb in ... die am tt. August 1911 geborene C._____, ge-

borene D._____. Gemäss dem öffentlichen Inventar des Amtes für öffentliche In-

ventarisationen des Kantons Nidwalden vom 12. Februar 2003 belief sich ihr 

Nachlass auf Fr. 133'293'102.90. Mit öffentlicher letztwilliger Verfügung vom 

4. Juli 1997 bestimmte die Erblasserin, dass 1/12 des Nachlasses dem am tt. Feb-

ruar 1994 geborenen B._____ (fortan Erbe genannt) zukommen sollte. Weitere 

Erben sind der Vater und die Tante des Erben sowie die in Stans domizilierte Stif-

tung E._____. Als Willensvollstrecker setzte die Erblasserin den Stiftungsratsprä-

sidenten der E._____, Prof. Dr. F._____, ein. 

1.2. Der Erbe stand bis im Februar 2012 unter der gemeinsamen elterlichen 

Sorge seiner Eltern. Am 16. April 2002 gelangte der Willensvollstrecker an die 

Vormundschaftsbehörde G._____ und ersuchte die Behörde darum, darüber zu 

entscheiden, ob für den Erben ein "Teilungsbeistand" zu bestellen sei. Mit Be-

schluss vom 27. Juni 2002 verzichtete die damalige Vormundschaftsbehörde in 

der Folge auf die Bestellung eines Beistandes. Der Willensvollstrecker zog den 

Entscheid an den Bezirksrat Dietikon weiter, der die Beschwerde am 4. Dezember 

2002 guthiess und die Vormundschaftsbehörde G._____ anwies, für den Erben 

wegen einer Interessenkollision zwischen Vater und Sohn gestützt auf Art. 392 

Ziff. 2 ZGB "zur Regelung der Erbteilung in der Hinterlassenschaft von CD._____ 

eine Vertretungsbeistandschaft zu errichten und eine Person als Beistand oder 

Beiständin zu bestellen mit dem Auftrag, die Interessen von B._____ umfassend 

zu vertreten". 

1.3. In der Folge errichtete die Vormundschaftsbehörde G._____ mit Beschluss 

vom 20. März 2003 im Sinne der Anordnungen des Bezirksrates für den Erben ei-

ne Beistandschaft nach Art. 392 Ziff. 2 ZGB. Als Beiständin wurde die heute Be-

schwerde führende Rechtsanwältin Dr. A._____ (damals unter dem Namen 

H._____; fortan Beiständin genannt) ernannt, und zwar mit dem Auftrag, "die Inte-

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ressen von B._____ bei der Erbteilung in der Hinterlassenschaft von Frau 

CD._____ umfassend zu vertreten". 

2. Streitgegenstand und Prozessgeschichte 

2.1. Angesichts der eingetretenen Volljährigkeit des Erben reichte die Beistän-

din am 5. Juli 2012 der Vormundschaftsbehörde ihren Schlussbericht ein (KESB-

act. 127). Die Behörde nahm den Bericht mit Beschluss vom 12. Juli 2012 ab, hob 

die Vertretungsbeistandschaft infolge Erreichens der Volljährigkeit auf und ver-

zichtete im Übrigen auf einen Entscheid über die Höhe der Entschädigung, da  

der Aufwand jeweils mit dem Willensvollstrecker abgerechnet worden sei (KESB-

act. 128). 

2.2. Auf Beschwerde des Erben hin hob der Bezirksrat am 10. April 2013 die-

sen Beschluss hinsichtlich der Entschädigung auf und ersuchte die KESB Die-

tikon als Nachfolgerin der Vormundschaftsbehörde, die Entschädigung der Bei-

ständin festzusetzen; allfällig bereits bezogene Entschädigungen aus dem Nach-

lassvermögen seien zu verrechnen (KESB-act. 144 S. 8 f.). Mit Verfügung vom 

12. März 2014 sprach die KESB der Beiständin eine Entschädigung von 

Fr. 103'245.95 zu und hielt fest, dass der Betrag mit den bereits aus dem Nach-

lassvermögen bezogenen Entschädigungen zu verrechnen sei und allfällige 

Mehrbezüge zurückzuerstatten seien (KESB-act. 150). 

2.3. Sowohl der Erbe als auch die Beiständin wandten sich im April 2014  

gegen diesen Entscheid an den Bezirksrat Dietikon (BR-act. 1 und 3). Mit Verfü-

gung vom 8. Juni 2017 wies der Vizepräsident des Bezirksrats die wegen Verlet-

zung des rechtlichen Gehörs erhobene Beschwerde des Erben ab. Zugleich hiess 

er die Beschwerde der Beiständin teilweise gut und sprach ihr ein Honorar in der 

Höhe von Fr. 107'365.97 zu. Ferner verpflichtete er sie in Abänderung des vorin-

stanzlichen Entscheids jedoch, dem Erben einen Mehrbezug von Fr. 63'621.78 

zurückzuerstatten (BR-act. 24). 

2.4. Gegen diesen Entscheid wendet sich die Beiständin mit Beschwerde vom 

10. Juli 2017 und beantragt im Hauptantrag eine Entschädigung in Höhe von 

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Fr. 126'353.40 unter Streichung der Rückerstattungspflicht (act. 2). Der Erbe hat 

den bezirksrätlichen Entscheid nicht angefochten. Die von ihm beanstandete Ver-

letzung des rechtlichen Gehörs ist damit nicht Gegenstand des obergerichtlichen 

Verfahrens.  

2.5. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (BR-act. = act. 7/1-30; 

KESB-act. = act. 8/76-158). Die offenbar in Verstoss geratenen 75 Aktenstücke 

der Vormundschaftsbehörde G._____ konnten nicht beigebracht werden (vgl. 

act. 10 S. 5 und act. 12). Von der in Aussicht gestellten Durchführung einer In-

struktionsverhandlung noch vor Einholung der Beschwerdeantwort (vgl. act. 10 

S. 4 f.) wurde abgesehen und dem Erben mit Verfügung vom 23. August 2017 

Frist zur Beschwerdeantwort angesetzt (act. 14). Die fristgerecht eingegangene 

Beschwerdeantwort des Erben datiert vom 1. Oktober 2017 (Datum Poststempel, 

act. 21, vgl. act. 15/2). Der Bezirksrat hat auf die Erstattung einer Vernehmlas-

sung verzichtet (act. 20). Das rechtliche Gehör der Beiständin wurde gewahrt (vgl. 

act. 23 f.). Sie liess sich mit Eingabe vom 3. November 2017 erneut vernehmen 

(act. 27). Das Verfahren ist spruchreif.  

3. Beschwerdevoraussetzungen 

3.1. Die Präsidialverfügung des Bezirksrats vom 8. Juni 2017 ist der Beiständin 

am 13. Juni 2017 zugestellt worden (BR-act. 26). Die Beschwerde vom 10. Juli 

2017 wurde somit fristgerecht erhoben. Sie enthält schriftlich begründete Anträge 

(Art. 450 Abs. 3 ZGB). Die Beiständin ist vom Entschädigungs-Entscheid der Vor-

instanz unmittelbar betroffen und damit zur Beschwerde befugt (Art. 450 Abs. 2 

Ziff. 1 ZGB). Die Prozessvoraussetzungen sind gegeben. 

3.2. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist 

im EG KESR geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der 

Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften 

des EG KESR (insbes. die §§ 63, 65 ff. EG KESR) anzuwenden und – soweit das 

EG KESR etwas nicht regelt – ergänzend die Vorschriften des GOG sowie der 

ZPO als kantonales Recht zu beachten (vgl. § 40 EG KESR und dazu ebenfalls 

Art. 450f ZGB). Der Kanton Zürich kennt seit dem Inkrafttreten des revidierten 

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Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes im ZGB zwei gerichtliche Beschwer-

deinstanzen, als erste Beschwerdeinstanz den Bezirksrat und als zweite das 

Obergericht. Gegenstand des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens können 

daher stets nur Entscheide des Bezirksrates sein, nicht hingegen solche der 

KESB. 

4. Entschädigung der Beiständin 

4.1. Der Bezirksrat erwog zur Entschädigung der Beiständin, sie habe der 

KESB ihre Erfassungsjournale eingereicht, wobei gewisse Verbuchungen doppelt 

aufgelistet seien. Mit den detaillierten Journalen sei der Aufwand hinreichend 

ausgewiesen und der Stundenansatz von Fr. 400.– erscheine den Umständen 

entsprechend als angemessen. Nach Bereinigung der Doppelerfassungen ergebe 

sich ein Entschädigungsanspruch von Fr. 99'753.90 für den erforderlichen Zeit-

aufwand und die Barauslagen, jedoch noch ohne die Mehrwertsteuer. Unter  

Berücksichtigung des jeweiligen Mehrwertsteuerzusatzes (7.6 bzw. 8 %) sei der 

Entschädigungsanspruch der Beiständin auf Fr. 107'365.97 festzusetzen (act. 9 

S. 7 f.). 

4.2. Mit der Beschwerde hält die Beiständin dafür, ihre Entschädigung sei auf 

Fr. 126'353.– festzusetzen. Sie habe auf die Aufforderung der KESB hin nicht so-

fort sämtliche Rechnungen und Erfassungsjournale erhältlich machen können. 

Der Beginn ihres Mandats habe im Februar 2014 bereits mehr als zehn Jahre zu-

rück gelegen. Da sie regelmässig mit Prof. Dr. F._____ über ihre Tätigkeit abge-

rechnet habe, habe sie nicht damit rechnen müssen, ihre Aufwendungen mehr als 

zehn Jahre zurück belegen zu müssen. Erst nach dem erstinstanzlichen Ent-

scheid habe sie die fehlende Rechnung erhältlich machen und dem Bezirksrat mit 

der Beschwerdeerhebung einreichen können. Sie habe zu Beginn ihrer Tätigkeit 

Vorschüsse in der Gesamthöhe von Fr. 34'000.– erhalten, welche mit den ersten 

Honorarrechnungen verrechnet worden seien. Mithin sei für die Entschädigung 

auf ihre Honorarabrechnungen bzw. auf die Zahlungen des Willensvollstreckers 

abzustellen. Eventualiter sei auf das beim Bezirksrat nachgereichte Gesamterfas-

sungsjournal vom 4. März 2003 bis 11. Oktober 2012 abzustellen, aus dem ein 

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Gesamthonorar von Fr. 115'280.60 (exkl. MwSt.; Fr. 124'041.90, inkl. 7.6 % 

MwSt.) hervorgehe (act. 2 S. 5 ff.). 

4.3. Der Erbe hält in Beantragung der Abweisung der Beschwerde dagegen, 

die finanziellen Verhältnisse der Beiständin seien intransparent, was Zweifel an 

deren Vorbringen wecke. Sie stütze sich auf zwei Sätze von Urkunden, die Hono-

rarrechnungen und die Erfassungsjournale, mitunter reine Parteibehauptungen, 

die sich nicht einmal entsprächen und teilweise auch unzulässige Noven beinhal-

teten. Die Neubeurteilung habe auf dem Aktenstand vom 12. März 2014 zu erfol-

gen. Der Bezirksrat habe den Entschädigungsanspruch richtig festgelegt. Er habe 

mit den ihm vorgelegten Zahlen arbeiten müssen. Für die Beiständin habe kein 

vertretbarer Grund bestanden, nachträglich noch weitere Unterlagen einzu-

reichen. Massgebend seien alleine die der KESB vorgelegten Honorarrechnun-

gen; die Rechnung 6236 sei verspätet nachgereicht worden. Im Übrigen argu-

mentiere die Beiständin fälschlicherweise damit, ihr sei so viel geschuldet, wie sie 

erhalten habe. Stellte man auf die Erfassungsjournale ab, so sei völlig unklar, wie 

man von 984.34 Stunden auf das angebliche Honorar komme. Es sei ohnehin 

festzustellen, dass die Beiständin viel Zeit mit Aktenstudium und dem Kontakt 

zum Willensvollstrecker zugebracht, indes nur wenig "Output" erbracht habe. Die 

Vorinstanz sei berechtigt gewesen, auf die Honorarabrechnungen abzustellen und 

sich nicht mit den internen Aufzeichnungen der Beiständin zu befassen (act. 21 

S. 2 ff.). 

4.4. Die Auffassung des Erben, dass die Beurteilung des Entschädigungsan-

pruchs grundsätzlich auf dem Aktenstand vor dem Entscheid der KESB zu erfol-

gen hat, trifft zu: Am 6. Februar 2014 hatte die KESB die Beiständin aufgefordert, 

eine detaillierte Aufstellung über ihre Aufwendungen im Mandat für den Erben bis 

28. Februar 2014 einzureichen (KESB-act. 146). Mit Schreiben vom 21. Februar 

2014 liess die Beiständin der KESB die Kopien ihrer Honorarrechnungen samt 

Leistungsübersichten zukommen (act. 147 und 148). Die Beiständin reichte der 

KESB am 26. Februar 2014 sodann eine weitere Aufstellung zu den Akten, in 

welcher sie sämtliche Zahlungseingänge und Honorarrechnungen unter Ein-

schluss geleisteter Kostenvorschüsse in der Gesamthöhe von Fr. 130'238.55 auf-

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listete (act. 149). Die Kammer hat den Honorarabrechnungen und Leistungsab-

rechnungen Ordnungsnummern zugeordnet (act. 147/1-61), damit in der Begrün-

dung darauf Bezug genommen werden kann. Die Vorinstanzen werden in diesem 

Zusammenhang ersucht, zukünftig eine klare Aktenordnung einzuhalten bzw. von 

den Parteien bei deren Eingaben einzufordern. Einhergehend mit der Auffassung 

der Beiständin (act. 2 S. 7) ist nämlich nicht ohne weiteres nachvollziehbar, wie 

die Vorinstanz den Honoraranspruch errechnete (vgl. act. 9 S. 7), womit der An-

spruch auf rechtliches Gehör tangiert ist. Nachfolgend sei zunächst aufgezeigt, 

anhand welcher Unterlagen die Beiständin innert der von der KESB angesetzten 

Frist um Ausrichtung einer Entschädigung ersuchte: 
Rg. Da-
tum Rg. in CHF Besonderes Zeitraum gem. Rg. 

 
KESB-act. 

Rg. 
Nr. 

13.06.03 16'986.40 
Verrechnung im Umfang von 
10'000 mit Aktonto-Zahlung 04.03.03 - 30.05.03 

 
147/3-5, 149 6225 

 
11'027.70 

Verrechnung mit Akontozah-
lung; keine Rg. kein Journal   

 
149 6236 

18.12.03 12'735.10 
Verrechnung im Umfang von 
5985.50 mit Aktontozahlung 23.09.03 - 13.12.03 

 
147/6 f., 149 6251 

10.03.04 1'158.90   13.01.04 -16.02.04 147/8 f., 149 6267 
13.07.04 5'444.60   01.03.04 - 30.06.04 147/10 f., 149 6300 
30.09.04 4'187.80   01.07.04 - 30.09.04 147/12 f., 149 6312 
31.01.05 2'609.30   01.10.04 -31.12.04 147/14 f., 149 3001 

20.04.05 2'604.15 
gem. Journal komplett Teil 
der späteren Rg. 01.01.05 - 11.04.05 

 
147/16 f., 149 3016 

21.09.05 4'816.75   28.01.05 - 31.08.05 147/18 f., 149 3053 
09.01.06 1'519.30   04.10.05 - 15.12.05 147/20 f., 149 3101 
01.03.06 4'045.75   16.12.05 - 28.02.06 147/22 f., 149 3105 

09.06.06 3'879 
kein Journal bzw. Journal von 
2009 01.03.06 - 31.05.06 

 
147/24 f., 149 3130 

15.09.06 6'760.50   01.06.06 - 11.09.06 147/26 f., 149 3136 
11.12.06 720.90   01.10.06 - 30.11.06 147/28 f., 149 3142 
08.03.07 2'382.25   01.12.06 - 28.02.07 147/30 f., 149 3156 
04.05.07 6'151.50   01.03.07 - 30.04.07 147/32 f., 149 3153 
27.07.07 2'937.50   01.05.07 - 30.06.07 147/34 f., 149 3172 
30.09.08 6'760.50   01.07.07 - 31.08.08 147/36 f., 149 3205 
25.02.09 3'603.50   13.10.08 - 11.02.09 147/38 f., 149 3216 
02.07.09 2'550.10   04.03.09 - 25.05.09 147/40 f., 149 3216 
10.12.09 1'385.90   01.08.09 - 30.11.09 147/42 f., 149 3232 
16.04.10 3'491.60   01.12.09 - 31.03.10 147/44 f., 149 3241 
30.09.10 3'050.45   01.04.10 - 28.09.10 147/47 f., 149 3245 
31.12.10 720.90   01.10.10 - 31.10.10 147/49 f., 149 3259 

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30.04.11 3'531.60   01.01.11 - 30.04.11 147/51 f., 149 3260 

12.10.11 3'717.25 
gem. Journal teilweise Teil 
der früheren Rg. 01.05.11 - 30.09.11 

 
147/53 f., 149 ohne 

23.06.12 5'619.70   03.10.11 - 20.06.12 147/55 f., 149 ohne 

06.10.12 3'885.15 
gem. Journal Teil der frühe-
ren Rg. 01.01.12 - 20.06.12 

 
147/58 f., 149 ohne 

11.10.12 1'954.50   03.07.12 - 11.10.12 147/60 f., 149 ohne 
Total 130'238.55 

4.5. Die vom Bezirksrat in Frage gestellten Positionen sind grau hinterlegt. Da-

zu ist Folgendes zu erwägen: 

4.5.1. Der Bezirksrat hat die Rechnungen vom 20. April 2005 und 6. Oktober 2012 

ganz und jene vom 12. Dezember 2011 mit Blick auf fünf Positionen unberück-

sichtigt gelassen. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, wurden diesbezüg-

lich doch Leistungen doppelt in Rechnung gestellt. Zieht man von den ursprüng-

lich ins Feld geführten Fr. 130'238.55 den Betrag von Fr. 3'885.15 für die unbe-

rechtigte Rechnung vom 6. Oktober 2012 ab, so gelangt man zu Fr. 126'353.40, 

welche die Beiständin im Beschwerdeverfahren neuerdings als Entschädigung 

beantragt (act. 2 S. 3). Abzuziehen ist aber auch die Rechnung über Fr. 2'604.15 

vom 20. April 2005 und das doppelt verrechnete Honorar für 4.1 Stunden  

Aufwand und Fr. 105.– Barauslagen vom 12. Oktober 2011, entsprechend  

Fr. 1'884.60 (vgl. KESB-act. 147/52 und 54, Honorar April 2011, Barauslagen, 

zzgl. Mwst.). Der Entschädigungsanspruch der Beiständin reduziert sich demnach 

ohne weiteres auf Fr. 121'864.65. Einhergehend mit der Auffassung des Erben 

können erhaltene Zahlungen nicht Grundlage für die Festsetzung der Entschädi-

gung sein. 

4.5.2. Der Rechnung für die Monate März bis Mai 2006 über Fr. 3'879.– (KESB-

act. 147/24) liegt in den KESB-Akten ein Erfassungsjournal für die Monate März 

bis Mai 2009 bei (KESB-act. 147/25). Letztere Monate sind von einer späteren 

Rechnung über Fr. 2'550.10 erfasst. Der Bezirksrat liess die Periode März bis Mai 

2006 dementsprechend unberücksichtigt (act. 9 S. 7). Unbegründet liess der Be-

zirksrat, weshalb er nicht das von der Beiständin im erstinstanzlichen Beschwer-

deverfahren eingereichte, umfassende Erfassungsjournal beizog (BR-act. 5/2), 

welches auch die fraglichen Monate abdeckt; dies erstaunt insofern, als mit Blick 

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auf die Rückerstattungspflicht ohne weiteres auf Urkunden abgestellt wurde, die 

ebenso erst im Beschwerdeverfahren eingereicht wurden (BR-act. 5/1, act. 9 S. 8). 

4.5.2.1. Die KESB hat den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen (Art. 446 

Abs. 1 ZGB). In analoger Anwendung der richterlichen Fragepflicht (Art. 56 ZGB; 

§ 40 Abs. 3 EG KESR) ist sie sodann gehalten, bei unklaren, widersprüchlichen, 

unbestimmten oder offensichtlich unvollständigen Vorbringen, Gelegenheit zur 

Klarstellung und Ergänzung zu geben. Angesichts der vorliegenden Umstände 

wäre die KESB gehalten gewesen, die Beiständin auf das Fehlen des zugehöri-

gen Journals zur Rechnung für die Monate März bis Mai 2006 aufmerksam zu 

machen und ihr Gelegenheit zur Ergänzung zu geben. Eine solche Aufforderung 

ist nicht erfolgt; es erging direkt der Entscheid zur Entschädigung der Beiständin 

(KESB-act. 150). Erfolgt eine Ergänzung, wie vorliegend die Einreichung des Er-

fassungsjournals, umgehend mit dem Rechtsmittel, so erscheint deren Berück-

sichtigung zur Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs ohne weiteres als 

zulässig, ohne dass es der vom Erben ins Feld geführten Auseinandersetzung mit 

der Novenproblematik im Rechtsmittelverfahren bedürfte. Der Bezirksrat hätte 

demnach auf das bei ihm eingereichte Erfassungsjournal abstellen sollen, wie von 

der Beiständin beanstandet. 

4.5.2.2. Dem nachgereichten Erfassungsjournal (BR-act. 5/2 S. 8 f.) sind für die 

Monate März bis Mai 2006 8.8 Std Aufwand, zuzüglich Fr. 44.– Barauslagen zu 

entnehmen. Einhergehend mit der unbestrittenen Erwägung der Vorinstanz ist mit 

dem Journal der Aufwand hinreichend nachgewiesen und zudem der in Rechnung 

gestellte Stundenansatz angemessen. Einzig bei den Barauslagen entspricht der 

in Rechnung gestellte Betrag über Fr. 105.– nicht dem Journal, weshalb es sich 

rechtfertigt, den Entschädigungsanspruch der Beiständin um weitere Fr. 61.– auf 

Fr. 121'803.65 zu kürzen. 

4.5.3. Nämliches gilt für die vom Bezirksrat unberücksichtigten Aufwendungen 

vom 1. Juni 2003 bis 13. August 2003 über Fr. 11'027.70. Die Rechnung Nr. 6236 

(BR-act. 5/3) und das zugrunde liegende Erfassungsjournal (act. 5/2 S. 2 f.) sind 

für den Entschädigungsentscheid zu berücksichtigen. Dem Erfassungsjournal 

sind für die fragliche Zeitspanne 25.41 Stunden Aufwand und Fr. 84.80 Barausla-

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gen zu entnehmen. Das deckt sich mit den von der Beiständin in Rechnung ge-

stellten Tätigkeiten. Eine weitere Kürzung der Entschädigung der Beiständin ist 

daher nicht angezeigt. 

4.6. Aufgrund des Erwogenen ist die Beiständin mit Fr. 121'803.65 zu entschä-

digen. Der Vollständigkeit halber ist auf Folgendes hinzuweisen: Zieht man von 

den vorliegend zuzusprechenden Fr. 121'803.65 die Fr. 3'818.– und Fr. 11'027.70 

ab, welche der Bezirksrat unberücksichtigt liess, so resultiert der Betrag von 

Fr. 106'957.95. Die Differenz zum Entscheid des Bezirksrates (Fr. 107'365.97; 

vgl. act. 9 S. 9) liegt darin begründet, dass der Bezirksrat für sämtliche Leistungen 

Mehrwertsteuerzusätze veranschlagte, solche aber ab Juli 2011 entfielen, da die 

Beiständin damals ihre Anwaltskanzlei altershalber verliess, das vorliegende 

Mandat – um einen unnötigen Einarbeitungsaufwand eines neuen Beistands  

zu vermeiden – indes ohne Mehrwertsteuerpflicht weiterführte (vgl. dazu KESB-

act. 118 und 147/53 ff.).  

5. Rückerstattung Mehrbezug 

5.1. Der Bezirksrat erwog, die Beiständin habe nach ihrer eigenen Darstellung 

Fr. 170'987.75 erhalten, mithin Fr. 63'621.78 mehr als die ihr zuzusprechende 

Entschädigung. In diesem Umfang sei sie zu verpflichten, den Mehrbezug an den 

Erben zurückzuerstatten (act. 9 S. 8). 

5.2. Die Beiständin führt mit ihrer Beschwerde aus, der Bezirksrat habe aus 

dem Studium von BR-act. 5/1 den fehlerhaften Schluss gezogen, sie habe 

Fr. 40'749.20, Fr. 115'061.95 und Fr. 15'176.60 erhalten. Mit einer Addition der 

Einzelbeträge hätte die Vorinstanz den Rechnungsfehler leicht erkennen können. 

Im Total der Zahlungseingänge bei I._____ Rechtsanwälte (Fr. 115'061.95) seien 

sämtliche Beträge zwischen dem 22. April 2003 und dem 12. Mai 2011 erfasst, 

also auch jene, die im Zwischentotal über Fr. 40'749.20 zusammengefasst gewe-

sen seien. Ihrer Darstellung seien somit Zahlungseingänge über den Totalbetrag 

von Fr. 130'238.55 zu entnehmen. In der Zwischenzeit habe der Willensvollstre-

cker der Beschwerdeführerin aber mitgeteilt, dass er ihr den Totalbetrag von 

Fr. 126'353.40 ausbezahlt habe. Angesichts dessen sei die Rückerstattungspflicht 

- 11 - 

vollumfänglich aufzuheben bzw. eventualiter nach Massgabe der obergerichtli-

chen Erwägungen neu festzusetzen (act. 2 S. 7 f.). 

5.3. Der Erbe bestreitet die Ausführungen der Beiständin. Er vermöge deren 

Berechnungen nicht zu folgen. Offen sei auch, wann sie die für sie massgeblichen 

Zahlen überhaupt vorgelegt habe. Der Bezirksrat habe mit den Zahlen arbeiten 

müssen, die er vorgelegt bekommen habe. Es sei nicht einzusehen, weshalb die 

Mehrbezüge noch einmal zu berechnen seien. Die Behauptung der Beiständin un-

ter Beilage einer Bestätigung des Willensvollstreckers, sie habe Fr. 126'353.40 

erhalten, sei im Übrigen offensichtlich verspätet und somit unbeachtlich (act. 21 

passim). 

5.4. Der Bezirksrat addierte zur Berechnung des Mehrbezugs aus der Aufstel-

lung der Beiständin das Zwischentotal (Kostenvorschüsse) zum Total sämtlicher 

Zahlungseingänge (vgl. BR-act. 5/1; act. 9 S. 8). Weder wurde im vorinstanzlichen 

Verfahren von den Parteien Dahingehendes behauptet noch erschliesst sich das 

Vorgehen aus der angerufenen Urkunde. Wie die Beiständin richtigerweise dartut, 

führt die Addition der Einzelbeträge zur von ihr geltend gemachten Summe von 

Fr. 130'238.55. Die Vorgehensweise des Bezirksrats ist auch angesichts der den 

Beträgen zugeordneten Bemerkungen der Aufstellung ("Zwischentotal" / "Total 

sämtlicher Zahllungseingänge") nicht nachvollziehbar und falsch. 

5.5. Fraglich bleibt damit einzig, ob auf Zahlungseingänge in der Höhe von 

Fr. 130'238.55 oder auf den Wert von Fr. 126'353.40 abzustellen ist. Letzteres 

behauptet die Beiständin im Verfahren vor Obergericht neu. Im zweitinstanzlichen 

Verfahren gelten aber Novenschranken, analog den Regeln des Art. 317 Abs. 1 

ZPO (unter Ausschluss einer analogen Anwendung von Art. 229 Abs. 3 ZPO; vgl. 

Urteil des BGer 5A_528/2015 vom 21. Januar 2016, dort E. 2 unter Verweis auf 

BGE 138 III 625 E. 2.2 S. 627 f.). Die Beiständin lässt unbegründet, weshalb das 

Obergericht die neue Behauptung und das neue Beweismittel noch zu berück-

sichtigen hätte; deren Zulässigkeit ist auch nicht ersichtlich. Damit ist die Rücker-

stattungspflicht der Beiständin ausgehend von Zahlungseingängen in der Höhe 

von Fr. 130'238.55 bei einem Entschädigungsanspruch von Fr. 121'803.65 auf  

- 12 - 

Fr. 8'484.90 festzusetzen. Im Dispositiv ist der Vollständigkeit halber festzustellen, 

dass der Entschädigungsanspruch der Beiständin getilgt ist. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolge 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens (mehrheitliches Obsiegen bei der 

Höhe der Entschädigung und der Rückerstattungspflicht) sind der Beiständin die 

Kosten beider Rechtsmittelverfahren zu einem Viertel und dem Erben zu drei 

Vierteln aufzuerlegen, wobei die Höhe der vorinstanzlichen Entscheidgebühr zu 

bestätigen ist (§ 40 Abs. 3 EG KESR i.V.m. Art. 106 ZPO). Der Erbe ist zudem zu 

verpflichten, der Beiständin eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'500.– 

zzgl. MwSt. für das Verfahren vor Obergericht zu bezahlen. 

Es wird erkannt: 

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden Dispositiv-Ziffern II. bis 

IV. der Präsidialverfügung vom 8. Juni 2017 aufgehoben und durch die Re-

gelung gemäss den folgenden Dispositiv-Ziffern ersetzt: 

2. Der Beschwerdeführerin wird für ihre Tätigkeit als Beiständin des Beschwer-

degegners eine Entschädigung von Fr. 121'803.65 aus dem Mündelvermö-

gen zugesprochen. 

Es wird festgestellt, dass dieser Anspruch getilgt ist. 

3. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner einen 

Mehrbezug von Fr. 8'484.90 zurückzuerstatten. 

4. Die Entscheidgebühr des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens wird  

auf Fr. 1'000.– festgesetzt, und die vorinstanzliche Entscheidgebühr von  

Fr. 1'000.– wird bestätigt. 

5. Die Gerichtskosten beider Beschwerdeinstanzen werden zu einem Viertel 

der Beschwerdeführerin sowie zu drei Vierteln dem Beschwerdegegner auf-

erlegt. 

- 13 - 

6. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin für das 

zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren eine reduzierte Parteientschädigung 

von Fr. 1'620.– zu bezahlen. 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage eines Doppels von act. 27, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehör-

de Dietikon, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kan-

tons Zürich) sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den 

Bezirksrat Dietikon, je gegen Empfangsschein. 

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
mehr als Fr. 30'000.–. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. A. Götschi 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 6. November 2017
	Erwägungen:
	1. Ausgangslage
	1.1. Am tt.mm.2002 starb in ... die am tt. August 1911 geborene C._____, geborene D._____. Gemäss dem öffentlichen Inventar des Amtes für öffentliche Inventarisationen des Kantons Nidwalden vom 12. Februar 2003 belief sich ihr Nachlass auf Fr. 133'293...
	1.2. Der Erbe stand bis im Februar 2012 unter der gemeinsamen elterlichen Sorge seiner Eltern. Am 16. April 2002 gelangte der Willensvollstrecker an die Vormundschaftsbehörde G._____ und ersuchte die Behörde darum, darüber zu entscheiden, ob für den E...
	1.3. In der Folge errichtete die Vormundschaftsbehörde G._____ mit Beschluss vom 20. März 2003 im Sinne der Anordnungen des Bezirksrates für den Erben eine Beistandschaft nach Art. 392 Ziff. 2 ZGB. Als Beiständin wurde die heute Beschwerde führende Re...

	2. Streitgegenstand und Prozessgeschichte
	2.1. Angesichts der eingetretenen Volljährigkeit des Erben reichte die Beiständin am 5. Juli 2012 der Vormundschaftsbehörde ihren Schlussbericht ein (KESB-act. 127). Die Behörde nahm den Bericht mit Beschluss vom 12. Juli 2012 ab, hob die Vertretungsb...
	2.2. Auf Beschwerde des Erben hin hob der Bezirksrat am 10. April 2013 diesen Beschluss hinsichtlich der Entschädigung auf und ersuchte die KESB Dietikon als Nachfolgerin der Vormundschaftsbehörde, die Entschädigung der Beiständin festzusetzen; allfä...
	2.3. Sowohl der Erbe als auch die Beiständin wandten sich im April 2014  gegen diesen Entscheid an den Bezirksrat Dietikon (BR-act. 1 und 3). Mit Verfügung vom 8. Juni 2017 wies der Vizepräsident des Bezirksrats die wegen Verletzung des rechtlichen Ge...
	2.4. Gegen diesen Entscheid wendet sich die Beiständin mit Beschwerde vom 10. Juli 2017 und beantragt im Hauptantrag eine Entschädigung in Höhe von Fr. 126'353.40 unter Streichung der Rückerstattungspflicht (act. 2). Der Erbe hat den bezirksrätlichen ...
	2.5. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (BR-act. = act. 7/1-30; KESB-act. = act. 8/76-158). Die offenbar in Verstoss geratenen 75 Aktenstücke der Vormundschaftsbehörde G._____ konnten nicht beigebracht werden (vgl. act. 10 S. 5 und act. 12)....

	3. Beschwerdevoraussetzungen
	3.1. Die Präsidialverfügung des Bezirksrats vom 8. Juni 2017 ist der Beiständin am 13. Juni 2017 zugestellt worden (BR-act. 26). Die Beschwerde vom 10. Juli 2017 wurde somit fristgerecht erhoben. Sie enthält schriftlich begründete Anträge (Art. 450 Ab...
	3.2. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist im EG KESR geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften des EG KESR (insbe...

	4. Entschädigung der Beiständin
	4.1. Der Bezirksrat erwog zur Entschädigung der Beiständin, sie habe der KESB ihre Erfassungsjournale eingereicht, wobei gewisse Verbuchungen doppelt aufgelistet seien. Mit den detaillierten Journalen sei der Aufwand hinreichend ausgewiesen und der St...
	4.2. Mit der Beschwerde hält die Beiständin dafür, ihre Entschädigung sei auf Fr. 126'353.– festzusetzen. Sie habe auf die Aufforderung der KESB hin nicht sofort sämtliche Rechnungen und Erfassungsjournale erhältlich machen können. Der Beginn ihres Ma...
	4.3. Der Erbe hält in Beantragung der Abweisung der Beschwerde dagegen, die finanziellen Verhältnisse der Beiständin seien intransparent, was Zweifel an deren Vorbringen wecke. Sie stütze sich auf zwei Sätze von Urkunden, die Honorarrechnungen und die...
	4.4. Die Auffassung des Erben, dass die Beurteilung des Entschädigungsanpruchs grundsätzlich auf dem Aktenstand vor dem Entscheid der KESB zu erfolgen hat, trifft zu: Am 6. Februar 2014 hatte die KESB die Beiständin aufgefordert, eine detaillierte Auf...
	4.5. Die vom Bezirksrat in Frage gestellten Positionen sind grau hinterlegt. Dazu ist Folgendes zu erwägen:
	4.5.1. Der Bezirksrat hat die Rechnungen vom 20. April 2005 und 6. Oktober 2012 ganz und jene vom 12. Dezember 2011 mit Blick auf fünf Positionen unberücksichtigt gelassen. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, wurden diesbezüglich doch Leistungen...
	4.5.2. Der Rechnung für die Monate März bis Mai 2006 über Fr. 3'879.– (KESB-act. 147/24) liegt in den KESB-Akten ein Erfassungsjournal für die Monate März bis Mai 2009 bei (KESB-act. 147/25). Letztere Monate sind von einer späteren Rechnung über Fr. 2...
	4.5.2.1. Die KESB hat den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen (Art. 446 Abs. 1 ZGB). In analoger Anwendung der richterlichen Fragepflicht (Art. 56 ZGB; § 40 Abs. 3 EG KESR) ist sie sodann gehalten, bei unklaren, widersprüchlichen, unbestimmten o...
	4.5.2.2. Dem nachgereichten Erfassungsjournal (BR-act. 5/2 S. 8 f.) sind für die Monate März bis Mai 2006 8.8 Std Aufwand, zuzüglich Fr. 44.– Barauslagen zu entnehmen. Einhergehend mit der unbestrittenen Erwägung der Vorinstanz ist mit dem Journal der...
	4.5.3. Nämliches gilt für die vom Bezirksrat unberücksichtigten Aufwendungen vom 1. Juni 2003 bis 13. August 2003 über Fr. 11'027.70. Die Rechnung Nr. 6236 (BR-act. 5/3) und das zugrunde liegende Erfassungsjournal (act. 5/2 S. 2 f.) sind für den Entsc...
	4.6. Aufgrund des Erwogenen ist die Beiständin mit Fr. 121'803.65 zu entschädigen. Der Vollständigkeit halber ist auf Folgendes hinzuweisen: Zieht man von den vorliegend zuzusprechenden Fr. 121'803.65 die Fr. 3'818.– und Fr. 11'027.70 ab, welche der B...

	5. Rückerstattung Mehrbezug
	5.1. Der Bezirksrat erwog, die Beiständin habe nach ihrer eigenen Darstellung Fr. 170'987.75 erhalten, mithin Fr. 63'621.78 mehr als die ihr zuzusprechende Entschädigung. In diesem Umfang sei sie zu verpflichten, den Mehrbezug an den Erben zurückzuers...
	5.2. Die Beiständin führt mit ihrer Beschwerde aus, der Bezirksrat habe aus dem Studium von BR-act. 5/1 den fehlerhaften Schluss gezogen, sie habe Fr. 40'749.20, Fr. 115'061.95 und Fr. 15'176.60 erhalten. Mit einer Addition der Einzelbeträge hätte die...
	5.3. Der Erbe bestreitet die Ausführungen der Beiständin. Er vermöge deren Berechnungen nicht zu folgen. Offen sei auch, wann sie die für sie massgeblichen Zahlen überhaupt vorgelegt habe. Der Bezirksrat habe mit den Zahlen arbeiten müssen, die er vor...
	5.4. Der Bezirksrat addierte zur Berechnung des Mehrbezugs aus der Aufstellung der Beiständin das Zwischentotal (Kostenvorschüsse) zum Total sämtlicher Zahlungseingänge (vgl. BR-act. 5/1; act. 9 S. 8). Weder wurde im vorinstanzlichen Verfahren von den...
	5.5. Fraglich bleibt damit einzig, ob auf Zahlungseingänge in der Höhe von Fr. 130'238.55 oder auf den Wert von Fr. 126'353.40 abzustellen ist. Letzteres behauptet die Beiständin im Verfahren vor Obergericht neu. Im zweitinstanzlichen Verfahren gelten...

	6. Kosten- und Entschädigungsfolge
	Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens (mehrheitliches Obsiegen bei der Höhe der Entschädigung und der Rückerstattungspflicht) sind der Beiständin die Kosten beider Rechtsmittelverfahren zu einem Viertel und dem Erben zu drei Vierteln aufzuerlegen, w...

	Es wird erkannt:
	1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden Dispositiv-Ziffern II. bis IV. der Präsidialverfügung vom 8. Juni 2017 aufgehoben und durch die Regelung gemäss den folgenden Dispositiv-Ziffern ersetzt:
	2. Der Beschwerdeführerin wird für ihre Tätigkeit als Beiständin des Beschwerdegegners eine Entschädigung von Fr. 121'803.65 aus dem Mündelvermögen zugesprochen. Es wird festgestellt, dass dieser Anspruch getilgt ist.
	3. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner einen Mehrbezug von Fr. 8'484.90 zurückzuerstatten.
	4. Die Entscheidgebühr des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens wird  auf Fr. 1'000.– festgesetzt, und die vorinstanzliche Entscheidgebühr von  Fr. 1'000.– wird bestätigt.
	5. Die Gerichtskosten beider Beschwerdeinstanzen werden zu einem Viertel der Beschwerdeführerin sowie zu drei Vierteln dem Beschwerdegegner auferlegt.
	6. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'620.– zu bezahlen.
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage eines Doppels von act. 27, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dietikon, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter Rück...
	8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...