# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab2167e7-fd3c-543d-90e4-172e60ff6f35
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.06.2020 725 19 234/127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-234-127_2020-06-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Juni 2020 (725 19 234 / 127)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Ermittlung des Validen- und Invalideneinkommens von einem 56-jährigen Versicherten, 

der seinen angestammten Beruf als Chauffeur und Geschäftsführer eines Unternehmens 

gesundheitsbedingt nicht mehr zu 100 % ausüben kann 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Markus Schmid, Rechts-
anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Advokatur am 
Bahnhof GmbH, Güterstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1963 geborene A.____ arbeitet seit 1. November 1983 bei der B.____ AG als Car-
chauffeur und ist durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 30. Juli 

 
 
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2017 stürzte er beim Gleitschirmfliegen ab und erlitt dabei eine instabile Wirbelfraktur Th11, Deck-
plattenimpressionen auf der Höhe Th5 und Th6 und eine Sternumfraktur. Die Suva erbrachte für 
diesen Unfall die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlungskosten und Taggelder). Mit Verfü-
gung vom 4. April 2019 sprach sie A.____ für die verbleibenden Unfallfolgen eine Integritätsent-
schädigung bei einer Integritätseinbusse von 10 % zu. Einen Rentenanspruch lehnte sie aufgrund 
eines Invaliditätsgrades von 0 % ab. Daran hielt sie auf Einsprache des Versicherten hin mit 
Entscheid vom 28. Mai 2019 fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Schmid, am 1. Juli 2019 
Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er bean-
tragte, in Aufhebung des Einspracheentscheides vom 28. Mai 2019 sei die Suva zu verpflichten, 
ihm mit Wirkung ab 1. Mai 2019 eine Invalidenrente ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 17 % und eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 
15 % zuzusprechen; alles unter o/e-Kostenfolge. In der Begründung beanstandete er die von der 
Suva vorgenommene Berechnung des Validen- und Invalideneinkommens und die Höhe des lei-
densbedingten Abzugs. Weiter führte er aus, dass ihm nicht zuzumuten sei, seine "faktisch selbst-
ständige" Tätigkeit aufzugeben, weshalb das Invalideneinkommen nicht gestützt auf die Tabel-
lenlöhne, sondern auf den effektiven bei der B.____ AG erzielten Lohn zu ermitteln sei. Aufgrund 
der starken belastungsabhängigen Rückenschmerzen betrage die Integritätseinbusse mindes-
tens 15 %.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 15. August 2019 beantragte die Suva, vertreten durch Ad-
vokat Andrea Tarnutzer, die Abweisung der Beschwerde.  
 
D. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen der Versicherte, Rechtsanwalt Markus 
Schmid und Advokat Andrea Tarnutzer teil. Der Rechtsvertreter des Versicherten reicht verschie-
dene Lohnunterlagen ein und führt dazu aus, es gehe aus dem Auszug des Lohnkontos 2019 
hervor, dass der Versicherte im Jahr 2019 einen Jahreslohn von Fr. 75'240.75 und nicht - wie in 
der Beschwerde noch dargelegt – von jährlich Fr. 69'150.-- erzielt habe. Bei einer Gegenüber-
stellung des hier massgebenden Valideneinkommens von Fr. 75'240.75 und des in der Be-
schwerde errechneten zumutbaren Invalideneinkommens von Fr. 57'581.55 ergebe sich ein In-
validitätsgrad von rund 23 %. Er beantrage deshalb in Abänderung der Ziffer 1 der in seiner Be-
schwerde gestellten Rechtsbegehren, es sei die Suva zu verpflichten, ihm mit Wirkung ab dem 
1. Mai 2019 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 23 % zuzu-
sprechen. Der Rechtsvertreter der Suva hielt an seinem Antrag auf Abweisung der Beschwerde 
und der Begründung im Wesentlichen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

 
 
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(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versiche-
rungsgericht und einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheent-
scheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat die 
versicherte Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge eines Unfalles zu mindes-
tens 10 % invalid wird. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invalidi-
tätsgrads wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).  
 
2.2 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Bei der Feststellung des Gesund-
heitszustandes und insbesondere auch bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten 
Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf 
Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren 
Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 
125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wich-
tige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstä-
tigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, 
ausgeglichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt 
zumutbarerweise noch verrichtet werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenau-
igkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität 
in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
2.3 Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als ver-
einbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in BGE 
125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 

 
 
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und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein-
sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnis-
sen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit wei-
teren Hinweisen). Im Rahmen der freien Beweiswürdigung ist es auch ohne weiteres zulässig, 
dass Verwaltung und Gerichte ihren Entscheid in erster Linie auf versicherungsinterne Entschei-
dungsgrundlagen abstützen (vgl. BGE 123 V 334 E. 1c). Ein Gutachten ist nach der Rechtspre-
chung nicht zu beanstanden, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 
gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Ferner ist erforderlich, dass 
der Untersuchungsbefund vollständig vorliegt und der Sachverständige sich aufgrund der vor-
handenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen kann (vgl. RKUV 1988 Nr. 56 S. 
370 f. E. 5b mit Hinweisen). 
 
3.1 Die Suva stützte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 28. Mai 2019 auf die Beurteilung 
des Kreisarztes Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, vom 12. März 2019. Als Diagnosen hielt dieser einen Status nach Unfallereignis 
beim Gleitschirmfliegen am 30. Juli 2017 mit instabiler Brustwirbelfraktur Th11, Deckplatten-
impressionen Th5 und Th6, Sternumfraktur und operativer Stabilisierung BWK 11 am 2. August 
2017 fest. Aktuell leide der Versicherte vor allem an belastungsabhängigen Schmerzen in der 
unteren, gelegentlich auch in der oberen Brustwirbelsäule. In Bezug auf die Sternumfraktur be-
ständen wenig und nicht limitierende Beschwerden. Sämtliche Knochenbrüche seien knöchern 
konsolidiert. Von einer weiteren Behandlung sei keine namhafte Verbesserung des unfallbeding-
ten Gesundheitszustandes zu erwarten. Aufgrund der objektiv strukturellen unfallkausalen Läsi-
onen könne der Versicherte seine angestammte Tätigkeit als Buschauffeur nicht mehr ohne nam-
hafte Einschränkungen ausführen. Hingegen sei es ihm möglich, jede wechselbelastende leichte 
und mittelschwere Tätigkeit ganztags auszuüben, sofern diese keine Zwangshaltungen für den 
Rücken und keine Übertragung von Stauchungen auf den Rücken beinhalten würden. Gestützt 
auf diese kreisärztliche Beurteilung ging die Suva davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit 
als Buschauffeur keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei 
der Versicherte dagegen zu 100 % arbeitsfähig. 
 
3.2 Die vorinstanzliche Einschätzung ist nicht zu beanstanden. Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung kommt zwar Berichten versicherungsinterner Ärzte nicht derselbe Beweiswert 
zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen 
oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Ihnen kommt aber Beweiswert zu, sofern sie schlüssig 
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien ge-
gen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Oktober 2009, 
8C_620/2009, E. 4.2; BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweis). Vorliegend sind keine Anhaltspunkte 
- etwa in Form abweichender fachärztlicher Einschätzungen - ersichtlich, die Anlass geben könn-
ten, an der Richtigkeit der Feststellungen von Dr. C.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr festzuhalten, 
dass seine Beurteilung in jeder Hinsicht zu überzeugen vermag. Er befasst sich hinreichend mit 
den übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen und er geht auf sämtliche vom 
Versicherten geklagten Beschwerden ein. Sodann überzeugt seine Zumutbarkeitsbeurteilung, 
welche sich auf klinische Untersuchungen und bildgebende Abklärungen stützt.  

 
 
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3.3 Daran ändern die Einwände des Versicherten nichts. Er macht geltend, es sei nicht ein-
zusehen, dass gemäss kreisärztlicher Beurteilung zwar in der Ausübung seiner angestammten 
Tätigkeit als Carchauffeur massive Einschränkungen beständen, er aber nicht in einer leidensge-
passten Arbeit beeinträchtigt sein soll. Es sei keine Tätigkeit denkbar, mit welcher er einerseits 
das von der Suva behauptete Invalideneinkommen erzielen könnte und bei welcher er anderer-
seits nicht die gleichen körperlichen Anforderungen habe wie im Beruf des Carchauffeurs. In einer 
Verweistätigkeit sei er zu höchstens 80 % arbeitsfähig. Die Angaben des Versicherten, wonach 
Probleme beim Verstauen des Gepäcks der Kundschaft in den Laderaum beständen und bei 
langen Busfahrten Rückenschmerzen auftauchten, sind glaubhaft. Auch Dr. C.____ hat die an-
gegebenen Beeinträchtigungen als plausibel erachtet. Er ist deshalb zum Schluss gekommen, 
dass die Tätigkeit als Carchauffeur nicht mehr ohne namhafte Einschränkungen möglich sei. 
Dass dem Versicherten hingegen die Ausführung einer dem Rückenleiden angepassten, wech-
selbelastenden, leichten bis mittelschweren Tätigkeit ganztags zumutbar sei, ist mit Blick auf die 
medizinischen Akten überzeugend, berücksichtigt diese Zumutbarkeitsbeurteilung doch die vom 
Versicherten angegebenen Beschwerden. Substantiierte Gründe, weshalb in einer Verweistätig-
keit eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bestehen soll, werden nicht dargelegt. Es liegen auch keine 
ärztlichen Beurteilungen vor, welche gegen die Schlussfolgerungen des Kreisarztes sprechen. 
Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Versicherte eine leidensangepasste Arbeit zu 100 % 
ausführen kann.  
 
4.1 Streitig und zu prüfen ist weiter, ob die Suva zu Recht einen Rentenanspruch verneint hat. 
Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-
handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Validenein-
kommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden 
hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen-
übergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen 
(BGE 128 V 30 E. 1).  
 
4.2 Unter dem Valideneinkommen ist jenes Einkommen zu verstehen, welches die versicherte 
Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit im Gesundheitsfall tatsächlich erzielen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret 
wie möglich zu erfolgen. Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 
versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (hier: April 2019) aufgrund 
ihrer beruflichen Fähigkeit und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde und nicht, was sie 
bestenfalls verdienen könnte (BGE 131 V 51 E. 5.1.2; Urteil des Bundesgerichts vom 14. Januar 
2020, 8C_630/2019, E. 4.1). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teue-
rung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungs-
gemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 

 
 
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325 E. 4.1). Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 59 E. 3.1 und 135 V 300 E. 5.1).  
 
4.3 Die Suva ging gestützt auf die Angaben des Versicherten anlässlich des Telefonats vom 
26. März 2019 davon aus, dass dieser ohne Gesundheitsschaden ein Jahreseinkommen von 
Fr. 60'000.-- (12 x Fr. 5'000.--) erzielen würde (vgl. Aktennotiz vom 26. März 2019, Dok.-Nr. 114). 
Der Versicherte wendet in der Beschwerde vom 1. Juli 2019 dagegen ein, dass das Validenein-
kommen von Fr. 60'000.-- dem Nettolohn entspreche. Er habe der Suva versehentlich den Net-
tolohn in Höhe von Fr. 5'000.-- anstelle des Bruttolohnes von Fr. 5'705.30 monatlich angegeben. 
Diesen Bruttolohn zahle er sich seit der Übernahme des väterlichen Betriebs per Januar 2017 
aus. Damit betrage das Valideneinkommen für das Jahr 2017 Fr. 68'463.60 (12 x Fr. 5'705.30). 
Unter Berücksichtigung der bis 2019 erfolgten Nominallohnentwicklung belaufe sich das mass-
gebliche Valideneinkommen auf Fr. 69'150.-- im Jahr. An der heutigen Verhandlung reicht der 
Versicherte unter anderem den Lohnausweis für das 2019 sowie einen Auszug aus dem Lohn-
konto 2019 ein. Daraus ist zu entnehmen, dass der Versicherte nach Beendigung der Suva-Tag-
geldzahlungen von Mai bis September 2019 einen Monatslohn von Fr. 5'762.20 brutto und ab 
Oktober 2019 einen solchen von Fr. 5'823.85 bezog. Darüber hinaus hat er sich im Dezember 
2019 einen Bonus von Fr. 6'000.-- auszahlen lassen. Gestützt auf diese Unterlagen macht der 
Versicherte – abweichend von seinen Ausführungen in seiner Beschwerde – neu ein massge-
bendes Valideneinkommen von Fr. 75'240.75 brutto geltend.  
 
4.4 Entgegen der Ansicht der Suva ist aufgrund der Akten – insbesondere der mit der Be-
schwerde eingereichten Lohnabrechnungen von Februar bis Juli 2017 und des heute ins Recht 
gelegten Auszugs aus dem Lohnkonto 2017 – erstellt, dass es sich bei den Angaben des Versi-
cherten, wonach er seit Januar 2017 monatlich Fr. 5'000.-- bzw. jährlich Fr. 60'000.-- verdient 
habe, um einen Nettolohn handelt (vgl. auch Lohnausweis 2017). Weiter ist plausibel, dass der 
Versicherte aufgrund der schweren Krankheit seines Vaters ab Januar 2017 die Geschäftsfüh-
rung der B.____ AG übernommen hat und aufgrund der mit dieser Funktion einhergehenden hö-
heren Verantwortung sein Lohn erhöht worden ist. So ist dem Auszug des Lohnkontos 2017 auch 
zu entnehmen, dass er sich im Januar 2017 bis zu seinem Unfall im Juli 2017 einen Monatslohn 
in Höhe von Fr. 5'705.30 brutto auszahlen liess. Die Argumentation der Suva, wonach die vom 
Versicherten geltend gemachte Lohnerhöhung ab Übernahme der Geschäftsführung auf einer 
einzigen Lohnabrechnung von Juli 2017 beruhe, geht fehl. Denn die Suva hat übersehen, dass 
der Versicherte mit der Beschwerde Lohnabrechnungen für die Monate Februar 2017 bis Juli 
2017 eingereicht hat. Desgleichen kann der Auffassung der Suva, wonach der Versicherte ge-
stützt auf seine Ausführungen vom 12. Februar 2018 mangels genügender Aufträge sich gar kei-
nen höheren Lohn habe auszahlen können, nicht gefolgt werden. Anlässlich des Telefonats vom 
12. Februar 2018 sagte der Versicherte lediglich aus, dass "aktuell" nicht genügend Arbeit vor-
handen sei (vgl. Suva-Bericht vom 12. Februar 2018, Dok.-Nr. 52). Daraus kann jedoch noch 
nicht abgeleitet werden, dass das Carunternehmen sich in einer derartigen finanziell angespann-
ten Situation befand, welche eine Lohnreduktion nach sich gezogen hätte. Insgesamt liegen damit 
keine Zweifel vor, dass der Versicherte vor dem Unfall im Juli 2017 einen Bruttolohn von 
Fr. 5'705.10 monatlich bezogen hat. Unter Berücksichtigung der bis 2019 erfolgten Lohnentwick-
lung ist demnach von einem massgebenden Valideneinkommen von Fr. 69'219.-- auszugehen 

 
 
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(12 x Fr. 5'705.10 x 0,6 % [vgl. Bundesamt für Statistik {BFS}: Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, 
Männer, 2011-2018, Sektor 3 {Dienstleistungen} x 0,5 % [Quartalsschätzung der Nominallohn-
entwicklung II. Quartal}]).  
 
4.5 Der im Auszug des Lohnkontos 2019 ausgewiesene Bruttolohn von Fr. 75'240.75 jährlich 
kann dagegen nicht Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens bilden. Bei diesem 
Lohn handelt sich um einen Verdienst, den der Versicherte nach dem Unfall von Juli 2017 mit 
den seither bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen erzielt. Beim Valideneinkommen 
ist jedoch Bezugsgrösse der zuletzt erzielte Verdienst, den die versicherte Person ohne Gesund-
heitsschaden verdient hat; ausser es finden sich genügend konkrete Anhaltspunkte für eine be-
rufliche Weiterentwicklung mit entsprechender Lohnerhöhung. Solche liegen in Anbetracht der 
Tatsache, dass der Versicherte schon zum Unfallzeitpunkt Geschäftsführer war und die Möglich-
keit eines weiteren beruflichen Aufstiegs in der B.____ AG nicht zu sehen ist, nicht vor. Selbst 
wenn derartige Hinweise vorliegen würden, ist fraglich, ob der im Jahr 2019 erzielte Bonus von 
Fr. 6'000.-- bei der Ermittlung des Valideneinkommens zu berücksichtigen ist. Zwar stellen Bo-
nuszahlungen grundsätzlich AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen dar; eine Anrechnung an das 
Valideneinkommen findet jedoch nur statt, wenn sie regelmässig erfolgen (vgl. RKUV 2000 Nr. U 
400 S. 381; Urteil des Bundesgerichts vom 9. Mai 2005, U 268/04; SVR 2002 IV Nr. 21 S. 63). 
Gemäss den Lohnunterlagen hat der Versicherte seit seiner jahrzehntelangen Tätigkeit bei der 
B.____ AG erstmals im Jahr 2019 einen Bonus erhalten. Ob unter diesen Umständen von regel-
mässigen Bonuszahlungen gesprochen werden kann, ist zu bezweifeln. Wird der Bonus ausser 
Acht gelassen, ergibt sich ein Einkommen für das Jahr 2019 von Fr. 69'240.75 (Fr. 75'220.75 – 
Fr. 6'000.--). Damit weicht dieses nur noch geringfügig vom hier massgebenden Valideneinkom-
men von Fr. 69'219.-- ab. Zudem stellt sich die Frage, ob bereits an dieser Stelle ein Rentenan-
spruch des Versicherten zu verneinen ist. Es fällt auf, dass der Versicherte als Carchauffeur und 
Geschäftsführer der B.____ AG inzwischen mehr verdient als in der gleichen Funktion vor dem 
Unfall. Voraussetzung für UVG-Leistungen ist aber das Vorliegen einer Erwerbseinbusse. Denn 
die Unfallversicherung soll lediglich die durch den unfallkausalen Gesundheitsschaden bedingte 
Lohneinbusse ausgleichen (SVR 2012 UV Nr. 3 S. 9, 8C_237/2011, E. 2.3; Urteil des Bundesge-
richts vom 5. Dezember 2017 8C_475/2017, E. 6.1). Zu Gunsten des Versicherten wird jedoch 
darauf verzichtet, darauf näher einzugehen. Es wird deshalb von einem massgebenden Validen-
einkommen von Fr. 69'219.-- ausgegangen. 
 
5.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 
Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders 
stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Ar-
beitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 
Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte 
Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 4.2.1 mit Hinweisen). 
 
5.2 Vorliegend ist bei der gegenwärtigen Anstellung des Versicherten von einem stabilen Ar-
beitsverhältnis auszugehen. Auch sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass das Einkommen ei-

 
 
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nen Soziallohn darstellt. Gemäss der hier massgebenden medizinischen Zumutbarkeitsbeurtei-
lung kann der Versicherte den bis zum Unfall vollzeitlich ausgeübten Beruf als Carchauffeur nicht 
mehr zu 100 % ausüben. Denn bei der Tätigkeit als Carchauffeur handelt es nicht um eine lei-
densangepasste Tätigkeit, da das Lenken eines Cars eine statische Haltung erfordert und die 
Tätigkeit vorwiegend sitzend ausgeübt wird. Zudem erfordert die Berufsausübung das Heben und 
Tragen von Koffern, was dem Versicherten aufgrund seiner Unfallfolgen nicht mehr zumutbar ist. 
Entsprechend ging der Kreisarzt Dr. C.____ von einer erheblichen Einschränkung in der ange-
stammten Tätigkeit aus. Der Versicherte selbst gibt an der heutigen Parteiverhandlung an, dass 
er bei der B.____ AG lediglich zwischen 60 % bis 75 % als Carchauffeur arbeite. In der Be-
schwerde war noch von einem aktuell möglichen Arbeitspensum bis zu 80 % die Rede. Demge-
genüber ist es dem Versicherten gemäss Beurteilung von Dr. C.____ zumutbar, in einer leidens-
angepassten Verweistätigkeit im Umfang von 100 % zu arbeiten. Damit steht fest, dass der Ver-
sicherte seine zumutbare Restarbeitsfähigkeit an der derzeitigen Stelle nicht voll ausschöpft. In 
dieser Hinsicht führt der Versicherte an, dass ihm ein Berufswechsel nicht zumutbar sei. Zur Be-
gründung macht er geltend, dass er das Ziel habe, wieder vollzeitlich als Carchauffeur in der 
B.____ AG zu arbeiten. Weiter sei zu beachten, dass er im Zeitpunkt des Einspracheentscheides 
vom 28. Mai 2019 schon bald 56 Jahre alt gewesen sei und seit 36 Jahren als Chauffeur im 
Unternehmen seines Vaters arbeite und dieses seit 2017 auch führe.  
 
5.3.1 Nach dem im Gebiet des Sozialversicherungsrechts allgemein geltenden Grundsatz der 
Schadenminderungspflicht hat die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr 
Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein Ren-
tenanspruch ist zu verneinen, wenn sie selbst ohne Eingliederungsmassnahmen, nötigenfalls mit 
einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbsein-
kommen zu erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätig-
keit im Allgemeinen sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfal-
les zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene 
Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, 
Verwurzelung am Wohnort etc. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgegli-
chene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (SVR 2010 IV Nr. 
11 S. 35, 9C_236/2009, E. 4.1 und 4.3; 2007 IV Nr. 1 S. 1, I 750/04 E. 5.3; Urteile des Bundes-
gerichts vom 30. Oktober 2017, 9C_525/2017, E. 3.1.2 und vom 21. Juni 2017, 8C_13/2017, E. 
3.3.1; BGE 141 V 642 E. 4.3.2, 129 V 460 E. 4.2, 117 V 394 E. 4, 115 V 38 E. 3d).  
 
5.3.2 Aus den Akten geht hervor, dass der Versicherte seine kaufmännische Lehre 1983 ab-
schloss, aber nie als kaufmännischer Angestellter arbeitete. Stattdessen nahm er eine berufliche 
Tätigkeit als Chauffeur im Betrieb seines Vaters, der B.____ AG, auf. Bei der B.____ AG handelt 
es sich um einen Kleinbetrieb mit 2 bis 3 Teilzeitangestellten. Seit Januar 2017 hat er aufgrund 
der Erkrankung seines Vaters zudem die Funktion als Geschäftsführer der B.____ AG inne. Die 
leidensbedingten Einschränkungen (keine schweren Arbeiten, keine Zwangshaltungen für den 
Rücken und keine Übertragung von Stauchungen auf den Rücken) stellen kein Hindernis für ei-
nen Berufswechsel dar. Denn der allgemeine Arbeitsmarkt bietet dem Versicherten eine Vielzahl 
verschiedenartiger Stellen, die auch mit seinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen einen ge-
eigneten Arbeitseinsatz ermöglichen. Dies umso mehr, als die ihm offenstehenden zumutbaren 

 
 
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Tätigkeiten im Rahmen eines Vollzeitpensums ausgeübt werden können und laut Zumutbarkeits-
profil von Dr. C.____ nicht besonders starken Limitierungen unterliegen (vgl. Urteile des Bundes-
gerichts vom 30. Oktober 2017, 9C_525/2017, E. 3.3.3 und 3.6 und vom 11. Juni 2012, 
8C_748/2011, E. 6.4). Ebenso wenig vermag das Alter eine Unzumutbarkeit eines Berufswech-
sels rechtfertigen. In seiner Rechtsprechung zum invalidenversicherungsrechtlichen Rentenan-
spruch anerkennt das Bundesgericht zwar das fortgeschrittene Alter - obgleich an sich ein invali-
ditätsfremder Faktor - als Kriterium, welches zusammen mit weiteren persönlichen und berufli-
chen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Rester-
werbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt 
wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr 
zumutbar ist (BGE 138 V 457 E. 3.1). Diese im Bereich der IV ergangene Rechtsprechung gilt 
jedoch nicht in der Unfallversicherung, weshalb das Lebensalter des Versicherten von vornherein 
keine Berücksichtigung finden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2019, 
8C_732/2018, E. 7.2 mit Hinweisen). Die Aktivitätsdauer von noch 9 Jahren bis zur ordentlichen 
Pensionierung steht im Bereich der vorliegend relevanten, körperlich leichten Tätigkeiten einem 
Berufswechsel nicht entgegen. Auch wenn es durchaus nachvollziehbar ist, dass der Versicherte 
sich nach jahrelanger Arbeit im von seinem Vater aufgebauten Betrieb sehr verbunden fühlt, be-
gründet dies noch keine Unzumutbarkeit eines Berufswechsels (Urteil des Bundesgerichts vom 
21. Juni 2017, 8C_13/2017, E. 3.3.1). Da keine weiteren Gründe ersichtlich sind, welche eine 
berufliche Neuausrichtung und die dazu erforderliche Stellensuche als unzumutbar erscheinen 
lassen, steht fest, dass der Versicherte die ihm verbleibende Restarbeitsfähigkeit nicht voll aus-
schöpft. Die Suva hat deshalb zu Recht ein hypothetisches Invalideneinkommen auf der Basis 
einer 100%igen leidensangepassten Tätigkeit ermittelt. 
 
5.4.1 Übt eine versicherte Person nach Eintritt eines unfallbedingten Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aus, so dass bei der 
Bestimmung des Invalideneinkommens nicht von dem mit der aktuellen erwerblichen Betätigung 
erzielten Verdienst ausgegangen werden kann, sind nach der Rechtsprechung bei der Invalidi-
tätsbemessung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her-
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die Zahlen der SUVA-internen Dokumenta-
tion von Arbeitsplätzen (DAP) heranzuziehen (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593 f. mit Hinweis). 
 
5.4.2 Vorliegend hat die Suva das Invalideneinkommen anhand der Tabellenlöhne der LSE für 
das Jahr 2016 berechnet. Laut Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, belief sich der Zentralwert 
für die im Kompetenzniveau 2 beschäftigten Männer auf Fr. 5'646.--. Nach Anpassung dieses 
Tabellenlohnes an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 2019 
(vgl. betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T03.02.03.01.04 01, herausgege-
ben vom BFS), und der bis 2019 erfolgten Nominallohnentwicklung (2017: 0,4 %, 2018: 0,5 % 
[vgl. Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, 2011-2018, Total]; 2019: 0,5 % [vgl. Quartals-
schätzung 2019 II. Quartal]) ergibt sich bei einem zumutbaren Arbeitspensum von 100 % ein 
Betrag von Fr. 5'968.75 monatlich bzw. Fr. 71'624.90 jährlich. Unter Berücksichtigung eines lei-
densbedingten Abzugs von 5 % hat die Suva ein massgebendes Invalideneinkommen von 
Fr. 68'043.65 (Fr. 71'624.90 x 0,95) ermittelt (vgl. Berechnung Invaliditätsgrad anhand der LSE, 
Dok.-Nr. 120).  

 
 
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5.4.3 Der Versicherte macht geltend, dass entgegen dem Vorgehen der Suva nicht auf das 
Kompetenzniveau 2 (praktische Tätigkeiten wie Verkauf, Pflege, Datenverarbeitung, Administra-
tion, Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten, Sicherheitsdienst, Fahrdienst), son-
dern auf das Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) ab-
zustellen sei. Es sei widersprüchlich, wenn die Suva ihn aufgrund seiner Berufserfahrung ins 
Kompetenzniveau 2 einstufe, gleichzeitig aber dem Faktor Alter beim leidensbedingten Abzug 
vom Tabellenlohn keine Bedeutung beimesse. Richtigerweise sei von einem massgebenden In-
valideneinkommen von Fr. 67'743.-- auszugehen, wobei zusätzlich ein leidensbedingter Abzug 
vom Tabellenlohn in Höhe von 15 % zu berücksichtigen sei. 
 
5.4.4 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung rechtfertigt sich die Anwendung des LSE-
Kompetenzniveaus 2 nur dann, wenn die versicherte Person, welche nach Eintritt der Invalidität 
nicht auf einen angestammten Beruf zurückgreifen kann, über besondere Fertigkeiten und Kennt-
nisse verfügt (Urteile des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, E. 4.2.2 und vom 
11. Oktober 2017, 8C_457/2017, E. 6.3, je mit Hinweisen). So im Fall des ehemaligen Spitzen-
sportlers, der eine Maturaprüfung vorweisen konnte und zum Zeitpunkt des Unfalls erst 30-jährig 
gewesen war (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juni 2004, I 779/03, E. 4.3.4); bei einem Versi-
cherten, der bereits verschiedene Berufe (Lastwagen- und Buschauffeur, Inserate-Akquisiteur, 
selbstständiger Herausgeber einer Zeitschrift) ausgeübt hatte (Urteil des Bundesgerichts vom 
21. April 2005, I 822/04, E. 5.2); bei einem früheren Spengler-/Sanitärinstallateur mit überdurch-
schnittlichen handwerklichen Fähigkeiten (Urteil des Bundesgerichts vom 16. August 2013, 
8C_192/2013, E. 7.3.2); eines gelernten Zimmermanns, welcher die Polierschule und vor Jahren 
abends einen Buchhaltungskurs absolviert hatte und vor dem Unfall Geschäftsführer des elterli-
chen Kleinbetriebs mit vier Angestellten und 2 Lehrlingen war (Urteil des Bundesgerichts vom 26. 
März 2019, 8C_732/2018/8C_742/2018, E. 8.2.2); eines 33-jährigen Versicherten, der ein Lehr-
jahr als Strassenbauer absolviert hatte, danach als Maler, Gipser und Isolateur tätig war und 
zuletzt in seiner eigenen Firma arbeitete (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Oktober 2017, 
8C_457/2017, E. 6.3). Demgegenüber zog das Bundesgericht den Durchschnittslohn des Kom-
petenzniveaus 1 heran im Fall eines Heizungsmonteurs, der zwischenzeitlich zwar als Aussen-
dienstmitarbeiter bei einer Versicherung tätig war, aber über keine kaufmännische Ausbildung 
verfügte (SVR 2010 IV Nr. 52 S. 160, 9C_125/2009, E. 4.3 und 4.4), bei einem 45-jährigen, der 
seit annähernd 20 Jahren bei der gleichen Arbeitgeberin angestellt war und dort zuletzt eine lei-
tende Stellung bekleidet hatte, jedoch nur in diesem Beruf als Sicherheitschef, den er behinde-
rungsbedingt nicht mehr ausüben konnte, entsprechende Fachkenntnisse besass (Urteil des 
Bundesgerichts vom 15. Oktober 2013, 8C_386/2013, E. 6.2 und 6.3) oder eines seit Jahren im 
elterlichen Betrieb angestellten 62-jährigen Plattenlegers, der nie administrative Arbeiten erledigt 
hatte und nach dem Unfall keine handwerklichen Arbeiten mehr ausführen  konnte (Urteil des 
Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, E. 4.2.2).   
 
5.4.5 Vorliegend verfügt der Versicherte über eine abgeschlossene kaufmännische Lehre und 
eine langjährige Berufserfahrung als Chauffeur im elterlichen Kleinbetrieb. Seit Januar 2017 ist 
er dort Geschäftsführer und muss in dieser Funktion gegenüber seinen 2 - 3 Teilzeitangestellten 
Führungsaufgaben und die Verantwortung für den Betrieb wahrnehmen. Die Erweiterung seiner 

 
 
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Kompetenzen und seines Verantwortungsbereiches waren denn auch lohnwirksam, was der Ver-
sicherte selber auch in der Beschwerde vom 1. Juli 2019 anerkennt. Gleichzeitig ist davon aus-
zugehen, dass er die Fähigkeit, einen Betrieb zu führen und zu organisieren, auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Desgleichen ist nicht einzusehen, weshalb seine kaufmän-
nische Ausbildung in einer neuen beruflichen Tätigkeit nicht von Nutzen sein sollte. Auch wenn 
seine Freundin und seine Mutter den grössten Teil der anfallenden administrativen Angelegen-
heiten der B.____ AG übernehmen und er sich deswegen kaum damit beschäftigen muss, ist 
anzunehmen, dass er – anders als im oben angeführten Fall des 62-jährigen Plattenlegers - auf-
grund seiner kaufmännischen Ausbildung auch ohne Berufserfahrung in der Lage ist, administra-
tive Arbeiten zu erledigen. Damit verfügt er über die von der Rechtsprechung dargelegten beson-
deren Kenntnisse und Fähigkeiten, welche eine Einstufung ins Kompetenzniveau 2 rechtfertigen.  
 
6.1 Der Versicherte erachtet den von der Suva aufgrund der Dienstjahre vorgenommenen 
Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 5 % als zu tief. In Anbetracht der Dienstjahre und des Alters 
sei ein Abzug vom Tabellenlohn von 15 % zu gewähren. Zur Begründung führt er an, dass er 56 
Jahre alt und seit 36 Jahren als Carchauffeur tätig sei. Seine Anpassungsfähigkeit und Flexibilität 
seien dadurch eingeschränkt, zumal er als Carfahrer nicht im Team arbeite und nicht mit anderen 
Mitarbeitern kooperieren müsse.  
 
6.2 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten 
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rech-
nung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der 
Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti-
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 142 V 178 E. 1.3, 124 V 321 
E. 3b/aa) und die versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfä-
higkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerbli-
chem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 75 E. 5b/aa). Der Abzug soll aber nicht automatisch 
erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 
gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 
E. 5.2,126 V 75 E. 5b/bb - cc).   
 
6.3 Die Suva hat den Faktor "Dienstjahre" mit einem Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 
5 % berücksichtigt. Es besteht kein Anlass, in das Ermessen der Suva einzugreifen und den 
Tabellenabzug aufgrund der Dienstjahre auf mehr als 5 % zu erhöhen. Was die vom Beschwer-
deführer verlangte Erhöhung des gewährten Abzugs aufgrund des Merkmals "Alter" betrifft, ist 
darauf hinzuweisen, dass sich das Bundesgericht schon mehrfach mit der Frage befasst hat, ob 
dieses Merkmal in der obligatorischen Unfallversicherung grundsätzlich überhaupt einen Abzug 
vom Tabellenlohn rechtfertigen könnte. Dabei hat es - soweit ersichtlich - diese Frage bis heute 
immer offenlassen können, da es die Voraussetzungen für einen altersbedingten Abzug vom Ta-
bellenlohn in den jeweils zur Beurteilung stehenden Fällen ohnehin nicht als erfüllt erachtete (vgl. 
so etwa SVR 2018 UV Nr. 15 S. 50, 8C_439/2017 E. 5.6.3 und 5.6.4; SVR 2016 UV Nr. 39 S. 131, 
8C_754/2015 E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts vom 21. August 2019, 8C_878/2018, E. 5.3.1, 
vom 14. Mai 2018, 8C_841/2017, E. 5.2.2.3 und vom 6. Oktober 2017, 8C_439/2017, E. 5.6.4). 

 
 
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Diese Frage muss auch hier nicht beurteilt werden, weil die Voraussetzungen für einen altersbe-
dingten Abzug beim im Zeitpunkt der Verfügung bzw. des Einspracheentscheides 56-jährigen 
Versicherten nicht erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2019, 8C_878/2018, 
E. 5.3.1). Für die Annahme, dass er in seiner Anpassungsfähigkeit und in der Flexibilität beein-
trächtigt wäre, weil er als langjähriger Carfahrer nicht gewohnt sei, in einem Team zu arbeiten 
und mit anderen Mitarbeitern zu kooperieren, fehlen Hinweise, weshalb der Versicherte aus die-
sem Vorbringen nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Weitere abzugsrelevante Merkmale 
macht der Versicherte nicht geltend und sind nicht ersichtlich. Damit hat es beim vorinstanzlich 
vorgenommenen Abzug von 5 % sein Bewenden.  
 
6.4 Das von der Suva ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 68'043.65 ist aufgrund der am 
21. April 2020 veröffentlichten Tabelle TA1_skill_level (Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschafts-
zweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht - Privater Sektor) der LSE 2018 jedoch zu korrigie-
ren. Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist für den Einkommensvergleich auf 
die neuste LSE abzustellen (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300). Gemäss dieser Tabelle beläuft sich 
der monatliche Durchschnittslohn für Männer im Kompetenzniveau 2 auf Fr. 5'649.--. Nach An-
passung dieses Tabellenlohnes an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden im 
Jahr 2019 (vgl. BFS: betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T03.02.03.01.04 
01), und der bis 2019 erfolgten Nominallohnentwicklung von 0,5 % (vgl. BFS: Quartalsschätzung 
2019 II. Quartal) resultiert ein Betrag von Fr. 71'022.33 (Fr. 5'649.-- x 12 x 41,7 : 40 x 0,5 %). 
Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 5 % ergibt sich ein massgebendes 
Invalideneinkommen von Fr. 67'471.-- (Fr. 71'022.33 x 0,95 %). 
 
6.5 Stellt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneinkommen von Fr. 67'471.-- dem 
Valideneinkommen von Fr. 69'219.-- gegenüber, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 1'748.--, was einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von aufgerundet 3 % ergibt (Art. 
18 Abs. 1 UVG; zur Rundungspraxis des Bundesgerichts: BGE 130 V 121 ff.). Somit hat die Suva 
einen Anspruch des Versicherten zu Recht abgelehnt. 
 
7.1  Abschliessend zu prüfen ist, ob der Versicherte Anspruch auf eine höhere Integritätsent-
schädigung hat. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine an-
gemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä-
digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der 
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha-
den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem 
Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integri-
tät, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2).  
 
7.2 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung 
gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft, wobei sie den 
am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen darf. 
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser 
Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die 
Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat 

 
 
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in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und ty-
pische Schäden prozentual gewichtet (BGE 113 V 219 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a 
mit Hinweisen).   
 
7.3 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung 
im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes 
(Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird 
nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In diesem Zusam-
menhang hat die Suva in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungs-
grundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizinischen Abtei-
lung der Suva Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und ergänzt in den 
Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die 
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur UVV ver-
einbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis).  
 
7.4 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung handelt 
es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztliche Mit-
hilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkun-
digen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelasse-
nen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem medizi-
nischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beurteilung der ein-
zelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Urteil des Bundesge-
richts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
7.5 Die Suva sprach dem Versicherten im angefochtenen Entscheid eine Integritätsentschä-
digung bei einer Einbusse von 10 % zu. Sie stützte sich dabei auf die Beurteilung des Kreisarztes 
Dr. C.____ vom 12. März 2019. Dieser hielt darin fest, dass die instabile Fraktur des BWK 11, die 
stabilen Frakturen der BWK 5 und 6 und die Brustbeinfraktur knöchern konsolidiert seien. Im 
Bereich des Brustbeines beständen keine nennenswerten Beschwerden. Bei der Brustwirbel-
säule liege ein radiologisch ausgemessener summarischer Kyphosewinkel von über 21° bei be-
lastungsinduzierten Beschwerden vor; in Ruhe beständen keine Beschwerden. Gestützt auf die 
Tabelle 7.1 ("Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen"), Ziffer 1 und der Schmerzfunkti-
onsskala vom Wert + (mässige Beanspruchungsschmerzen) ermittelte er als Mittelwert einen In-
tegritätsschaden von 10 %.  
 
7.6 Der Versicherte macht in seiner Beschwerde geltend, dass der Integritätsschaden in An-
betracht der Tatsache, dass gemäss der Suva-Tabelle bei Frakturen an der Wirbelsäule eine 
Integritätsentschädigung von bis zu 50 % zugesprochen werden könne, aufgrund der starken 
belastungsabhängigen Rückenschmerzen, die erst nach einigen Tagen abklingen würden, auf 
mindestens 15 % festzusetzen sei. Zur Begründung führt er an, dass er nach längeren Carfahrten 
starke Ruheschmerzen habe, sodass er während zwei Tagen kaum mehr seine eigenen Socken 
anziehen könne. Auch bei Drehbewegungen sei die Beweglichkeit schmerzbedingt einge-
schränkt. So betrage die Seitenneigung rechts 30° und links 20°. Beim Drehen im Sitzen nach 

 
 
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rechts bzw. links betrage der Radius 40° bzw. 30°. Vorliegend ist unbestritten, dass beim Versi-
cherten aufgrund der erlittenen Frakturen die Ziffer 1 der Tabelle 7 mit einem Kyphosewinkel über 
21° anzuwenden ist. Bei diesem Kyphosewinkel beträgt der Integritätsschaden je nach Einstufung 
auf der Schmerzfunktionsskala 0 % bis 20 %. Ein Integritätsschaden von 50 % liegt nur dann vor, 
wenn sehr starke schmerzhafte Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule bestehen. Solche 
werden jedoch nur berücksichtigt, wenn sie sich durch ein organisches Substrat erklären lassen 
(Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2014, 8C_49/2014, E. 4). Gemäss der hier massgeben-
den versicherungsmedizinischen Beurteilung liegen keine objektiven Hinweise vor, dass der Ver-
sicherten funktionell sehr stark eingeschränkt ist. Solche werden vom Versicherten auch nicht 
näher konkretisiert. Ein Integritätsschaden von 50 % lässt sich deshalb nicht rechtfertigen. Weiter 
ist aus den Akten nicht ersichtlich, dass der Versicherte an Dauerschmerzen (Schmerzfunktions-
skala ++ und +++) leidet. Dies macht er auch nicht geltend. Unbestrittenermassen leidet der Ver-
sicherte aber an belastungsabhängigen Schmerzen. Diese Form von Schmerzen hat Dr. C.____ 
berücksichtigt, indem er nicht von geringen, sondern mässigen Beanspruchungsschmerzen 
(Schmerzfunktionsskala +) ausging. Bei dieser Stufe liegt der Integritätsschaden zwischen 5 % 
und 15 %. Da der Versicherte gemäss kreisärztlicher Beurteilung kaum Schmerzen in Ruhe hat, 
ist der Mittelwert von 10 % angemessen. Dass er nach längeren Carfahrten jeweils Ruheschmer-
zen hat, wird nicht bestritten, kann aber vorliegend nicht berücksichtigt werden, ist doch die Tä-
tigkeit als Carchauffeur dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Da dieser nicht geltend macht, 
dass er bei anderen Verrichtungen Ruheschmerzen hat und solche aus den Akten auch nicht 
ersichtlich sind, besteht kein Anlass, die belastungsabhängigen Schmerzen im obersten Bereich 
der Schmerzfunktionsskala + anzusiedeln. Insgesamt liegen somit keine triftigen Gründe vor, von 
der kreisärztlichen Einschätzung des Integritätsschadens von 10 % abzuweichen. 
 
8. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 
 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.