# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac64099d-5c52-5627-88e1-0f97564d0068
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.01.2019 200 2018 820
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-820_2019-01-15.pdf

## Full Text

200 18 820 KV
SCI/ABE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 15. Januar 2019

Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Visana AG 
Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Jan. 2019, KV/18/820, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene B.________ sel. (Versicherter) war bei der Visana AG 
(Visana bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch krankenpflegeversichert 
(Akten der Visana [act. II und act. IIA], act. IIA 2). Nachdem die Visana 
Prämienausstände für die Monate Juni, Juli und August 2015 (vgl. act. II
1-6) gemahnt hatte (act. II 7, 10, 13), leitete sie am 7. November 2015 für 
die offenen Prämien im Betrag von Fr. 1‘129.50 zuzüglich Verzugszins von 
5% ab dem 1. Juli 2015, Mahnkosten von Fr. 100.-- und Bearbeitungskos-
ten von Fr. 150.-- die Betreibung ein (act. II 15). Gegen den Zahlungsbefehl 
vom 17. November 2015 wurde kein Rechtsvorschlag erhoben (act. II 16), 
worauf die Betreibung fortgesetzt wurde (act. II 18 ff.).

Am 21. März 2016 teilte das Betreibungsamt der Visana mit, dass der Ver-
sicherte am 22. Februar 2016 verstorben sei und für Erbschaftsschulden 
während zwei Wochen ab dem Todestag Rechtsstillstand bestehe (act. II 
23). Am 28. April 2016 stellte die Visana der Ehefrau des Versicherten, 
A.________ (Ehefrau bzw. Beschwerdeführerin), eine Zwischenabrech-
nung über die offenen Kosten zu (act. II 26). Die Ehefrau
retournierte die Unterlagen mit dem Vermerk, sie habe das Erbe ausge-
schlagen (act. II 27). Die Visana machte die Ehefrau am 17. Mai 2016 (act. 
II 28) und am 3. Juni 2016 (act. II 42) auf die Solidarhaftung zwischen Ehe-
gatten für Krankenkassenprämien aufmerksam und leitete am 16. Juni 
2016 für den Betrag von Fr. 1‘129.50 zuzüglich Verzugszins von 5% ab 
dem 1. Juli 2015, Mahnkosten von Fr. 100.--, Bearbeitungskosten von 
Fr. 150.-- und frühere Betreibungskosten von Fr. 229.40 die Betreibung ein 
(act. II 43). Gegen den Zahlungsbefehl vom 12. Oktober 2017 erhob die 
Ehefrau Rechtsvorschlag mit dem Hinweis, die Forderung betreffe ihren 
verstorbenen Ehemann und das Erbe sei ausgeschlagen (act. II 45 f.).

Mit Verfügung vom 13. Dezember 2017 (act. II 47) setzte die Visana ihre 
Forderung fest und erteilte sich für die in Betreibung gesetzten Prämien 
(Fr. 1‘129.50) inklusive Mahn- und Bearbeitungskosten (Fr. 100.-- bzw. 
Fr. 150.--) und Verzugszins (Fr. 138.60) Rechtsöffnung.

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Die dagegen erhobene Einsprache vom 29. Dezember 2017 (act. II 50) 
hiess die Visana mit Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2018 (act. II 52) 
insofern teilweise gut, als sie die Bearbeitungskosten auf Fr. 50.-- reduzier-
te. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte am 5. November 2018 Beschwerde mit 
dem sinngemässen Antrag, der Einspracheentscheid sei aufzuheben bzw. 
die Rechtsöffnung sei nicht zu bestätigen. Zur Begründung macht sie im 
Wesentlichen geltend, sie habe das Erbe ihres verstorbenen Ehemannes 
ausschlagen müssen; sie verfüge über sehr geringe (Renten-)Einnahmen, 
sei verschuldet und lebe am Existenzminimum.

Mit Beschwerdeantwort vom 29. November 2018 beantragt die Beschwer-
degegnerin die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.

Aufforderungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügung vom 14. Dezember 
2018) reichte die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 19. Dezember 
2018 weitere Unterlagen ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 12. Oktober 
2018 (act. II 52). Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Forde-
rung von Fr. 1‘129.50 (Prämien), zzgl. Verzugszins von 5% ab dem 1. Juli 
2015, Mahnkosten von Fr. 100.-- und Bearbeitungskosten von Fr. 50.-- 
resp. ob die Voraussetzungen für die Aufhebung des Rechtsvorschlages 
erfüllt sind.

1.3 Der Streitwert liegt unter Fr. 20‘000.-- (vgl. act. II 45, 47, 54; vgl. 
auch E. 1.2 hiervor), womit die Beurteilung der Beschwerde in die einzel-
richterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz muss sich innert drei
Monaten nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz für 
Krankenpflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter versichern 
lassen (Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die 
Krankenversicherung [KVG; SR 832.10]).

2.2 Der Versicherer legt die Prämien für seine Versicherten fest (Art. 61 
Abs. 1 Satz 1 KVG). Die Prämien sind im Voraus und in der Regel monat-
lich zu bezahlen (Art. 90 der Verordnung über die Krankenversicherung 
vom 27. Juni 1995 [KVV; SR 832.102]). Gestützt auf Art. 1 Abs. 1 KVG 

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i.V.m. Art. 26 Abs. 1 ATSG sind für fällige Prämien Verzugszinsen zu leis-
ten. Der Satz beträgt 5% im Jahr (Art. 105a KVV). Verschuldet die versi-
cherte Person Aufwendungen, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht entstan-
den wären, so kann der Versicherer angemessene Bearbeitungsgebühren 
erheben, sofern er in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte 
und Pflichten der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht (Art. 
105b Abs. 2 KVV; vgl. BGE 125 V 276).

Die Höhe der im Zahlungsverzug einer obligatorisch versicherten Person 
zu erhebenden Kosten steht im Ermessen der Krankenversicherung, soweit 
sie sich an das Äquivalenzprinzip hält. Das Äquivalenzprinzip verlangt, 
dass eine Gebühr nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum 
fraglichen Ausstand stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen halten 
muss (SVR 2016 KV Nr. 12 S. 66 E. 4.1).

2.3 Bezahlt die versicherte Person fällige Prämien oder Kostenbeteili-
gungen nicht, so hat der Versicherer ihr, nach mindestens einer schriftli-
chen Mahnung, eine Zahlungsaufforderung zuzustellen, ihr eine Nachfrist 
von 30 Tagen einzuräumen und sie auf die Folgen des Zahlungsverzuges 
hinzuweisen (Art. 64a Abs. 1 KVG). Der Versicherer muss die Zahlungsauf-
forderung bei Nichtbezahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen 
spätestens drei Monate ab deren Fälligkeit zustellen. Er muss sie getrennt 
von allfälligen anderen Zahlungsausständen zustellen (Art. 105b Abs. 1 
KVV). Bezahlt die versicherte Person trotz Zahlungsaufforderung die Prä-
mien, Kostenbeteiligungen und Verzugszinse nicht innert der gesetzten 
Frist, so muss der Versicherer die Betreibung anheben (Art. 64a Abs. 2 
Satz 1 KVG).

2.4 Nach der Rechtsprechung sind die Versicherer befugt, den gegen 
eine (noch nicht rechtskräftig festgesetzte) Prämienforderung im Bereich 
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung erhobenen Rechtsvor-
schlag im Rahmen des Verwaltungsverfahrens mittels Verfügung oder Ein-
spracheentscheid aufzuheben (vgl. Art. 79 des Bundesgesetzes vom 
11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1]). 
Dabei muss ausdrücklich auf die Betreibung Bezug genommen und der 
Rechtsvorschlag als aufgehoben erklärt werden. Die Verwaltungsbehörde 
fällt in dieser Konstellation nicht nur einen Sachentscheid, sondern handelt 

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gleichzeitig auch als Rechtsöffnungsinstanz. Gleiches gilt im Beschwerde-
fall für die Gerichte (BGE 121 V 109 E. 2 S. 110, 119 V 329 E. 2b S. 331; 
SVR 2010 KV Nr. 6 S. 28 E. 2.1).

3.

Zu Recht unbestritten ist, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin im 
hier relevanten Zeitraum bei der Beschwerdegegnerin versichert war (vgl. 
act. IIA 2) und die zur Diskussion stehenden Prämien (Juni, Juli und August 
2015) nicht beglichen wurden. Weiter unstreitig ist, dass die Beschwerde-
führerin mit ihrem Ehemann in ungetrennter Ehe lebte.

3.1 Nach der Rechtsprechung gehört der Abschluss der obligatorischen 
Krankenpflegeversicherung zu den laufenden Bedürfnissen der Familie im 
Sinne von Art. 166 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; 
SR 210). Für die betreffenden Prämien haften die Ehegatten deshalb
unabhängig vom Güterstand solidarisch (vgl. Art. 166 Abs. 3 ZGB; BGE 
129 V 90 E. 2 S. 90; Entscheide des Bundesgerichts [BGer] vom 18. Janu-
ar 2017, 9C_756/2016, E. 2.1 mit Hinweisen, vom 29. Oktober 2012, 
9C_14/2012, E. 4, und vom 26. November 2007, K 4/07, E. 4.1; GEBHARD 
EUGSTER, Krankenversicherung, in ULRICH MEYER [Hrsg.], Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 
2016, S. 798 f. N. 1313).

Solidarhaftung nach Art. 144 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; 
SR 220) bedeutet, dass der Gläubiger „nach seiner Wahl von allen Solidar-
schuldnern je nur einen Teil oder die ganze Schuld fordern“ (Art. 144 Abs. 
1 OR) kann (vgl. ANTON SCHNYDER, in HONSELL/VOGT/WIEGAND [Hrsg.], 
Basler Kommentar zum Obligationenrecht, 6. Aufl. 2015, Art. 144 N. 1). 
Folglich wäre es der Beschwerdegegnerin an sich bereits vor dem Tod des 
Versicherten möglich gewesen, von der Beschwerdeführerin fällige
Prämienschulden ihres Ehemannes einzufordern (BVR 2016 S. 36 E. 3.2). 
Zwar endet die Solidarhaftung mit der Aufhebung des gemeinsamen eheli-
chen Haushalts und damit auch mit dem Tod; dies beschlägt indes nicht 
Prämienforderungen für – wie vorliegend – frühere Versicherungsperioden 

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(vgl. GEBHARD EUGSTER, SBVR, S. 799 N. 1313; vgl. auch BGer 
9C_756/2016, E. 2.1).

3.2 Gestützt auf die vorstehend dargelegte Rechtslage ist die Geltend-
machung der Prämienforderungen gegenüber der Beschwerdeführerin 
nicht zu beanstanden. Die Ausführungen in der Beschwerde führen nicht zu 
einem anderen Ergebnis: 

3.2.1 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist für die Frage 
der Solidarhaftung unter Ehegatten für Krankenkassenprämien nicht rele-
vant, welchem ehelichen Güterstand diese unterstehen oder unterstanden. 
Vielmehr besteht die entsprechende Solidarhaftung unabhängig vom
Güterstand (vgl. E. 3.1 hiervor). Dass die Beschwerdeführerin und ihr ver-
storbener Ehegatte angeblich nicht dem Güterstand der Errungenschafts-
beteiligung unterstanden, sondern unter dem Güterstand der 
Gütertrennung gelebt haben sollen, ändert somit nichts an der (solidari-
schen) Haftbarkeit der Beschwerdeführerin für die in Betreibung gesetzten 
Forderungen.

3.2.2 Auch aus dem geltend gemachten Umstand, dass die Beschwerde-
führerin die Erbschaft des Versicherten „aus finanziellen Gründen“ aus-
schlagen „musste“ (Beschwerde; vgl. auch act. II 50), vermag sie nichts zu 
ihren Gunsten abzuleiten. Denn die Beschwerdeführerin wird in ihrer Ei-
genschaft als für das Gemeinschaftsgeschäft im Sinn von Art. 166 ZGB 
haftende Solidarschuldnerin – und nicht als Erbin bzw. Rechtsnachfolgerin 
des Versicherten – ins Recht gefasst, d.h. sie hat für eine eigene Schuld 
einzustehen (vgl. BVR 2016 S. 36 E. 3.2). Bei dieser Ausgangslage kann 
denn auch auf die von ihr beantragte Einholung von Auskünften des Kon-
kursamts verzichtet werden, denn Beweis ist nur über jene Tatsachen ab-
zunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind (vgl. 
BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.2.3 Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich ins Feld führt, sie lebe 
„am Existenzminimum“, beschlägt dies – bei allem Verständnis für ihre 
schwierige finanzielle Situation – weder den Bestand der Forderung noch 
das Recht der Beschwerdegegnerin, diese auf dem Betreibungsweg gel-
tend zu machen. Erst im Rahmen einer allfälligen Fortsetzung der Betrei-

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bung wird das betreibungsrechtliche Existenzminimum zu berücksichtigen 
sein; im vorliegenden Verfahren erübrigen sich Weiterungen.

3.3 Der betragliche Umfang der Prämienforderungen ist ebenso unbe-
stritten wie die Tatsache, dass diese nicht beglichen wurden. Was das ge-
setzlich vorgeschriebene Mahn- und Vollstreckungsverfahren (vgl. E. 2.3 
hiervor) anbelangt, ist Folgendes festzuhalten:

3.3.1 An den Ehemann der Beschwerdeführerin erging zwar allein betref-
fend den Monat Juli 2015 eine sog. Zahlungserinnerung (act. II 10 [erste 
Mahnung i.S.v. Art. 64a Abs. 1 KVG; vgl. prozessleitende Verfügung vom 
14. Dezember 2018]). Für die Prämien der anderen hier zur Diskussion 
stehenden Monate (Juni und August 2015) erging nach der Rechnungsstel-
lung (act. II 1 und 5) keine (erste) Mahnung (sog. Zahlungserinnerung 
gemäss Ziff. 3.4 lit. a der Allgemeinen Versicherungsbedingungen [AVB] 
der Beschwerdegegnerin [in der ab 2014 gültig gewesenen, hier anwend-
baren Fassung {act. IIA 3}]), sondern direkt eine Zahlungsaufforderung mit 
Betreibungsandrohung (act. II 7, 13 [Mahnung gemäss Ziff. 3.4 lit. a AVB]). 
Diesen Mangel anerkennt die Beschwerdegegnerin (vgl. Eingabe vom 
19. Dezember 2018). Die betreffend die Monate Juni und August 2015 un-
terlassene (erste) Mahnung konnte und kann die Beschwerdegegnerin ge-
genüber dem bereits im Februar 2016 verstorbenen Versicherten selbst 
nicht mehr nachholen. Ob es sich beim Erfordernis des zweimaligen Mah-
nens gemäss Art. 64a Abs. 1 KVG um eine blosse Ordnungsvorschrift oder 
um eine konstitutive (sozialversicherungsrechtliche) Voraussetzung für die 
Zulässigkeit der Betreibung handelt, kann hier jedoch offen bleiben (vgl. 
E. 3.3.2 hiernach). 

Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die Zahlungsaufforderung mit 
Betreibungsandrohung (d.h. die [zweite] „Mahnung“ gemäss Ziff. 3.4a AVB) 
dem Versicherten nicht – wie in Art. 105b Abs. 1 KVV vorgesehen – ge-
trennt von anderen Zahlungsausständen zustellte (vgl. act. II 7, 13), scha-
det grundsätzlich nichts. Denn bei der entsprechenden Regelung handelt 
es sich analog zu der in Art. 105b Abs. 1 KVV ebenfalls vorgeschriebenen 
dreimonatigen Frist um eine blosse Ordnungsvorschrift (GEBHARD 
EUGSTER, SBVR, S. 801, N. 1324), die weder den Anspruch noch die be-

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treibungsrechtliche Durchsetzbarkeit verwirken lässt. Auch diese Frage ist 
vorliegend jedoch nicht entscheidend (vgl. E. 3.3.2 hiernach).

3.3.2 Gegenüber der solidarisch haftenden Beschwerdeführerin hat die 
Beschwerdegegnerin die gesetzlichen Anforderungen an das Verfahren 
eingehalten. Zum einen folgte auf die Rechnungsstellung vom 28. April 
2016 (act. II 26) am 17. Mai 2016 (act. II 28) eine erste Mahnung i.S.v. 
Art. 64a Abs. 1 KVG und am 3. Juni 2016 (act. II 42) die (letzte) Zahlungs-
aufforderung mit Betreibungsandrohung, womit der Warn- und Schutzfunk-
tion der gesetzlich vorgeschriebenen Mahnpflicht (vgl. GEBHARD EUGSTER, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bun-
desgesetz über die Krankenversicherung [KVG], 2018, Art. 64a N. 1) hin-
reichend Genüge getan war. Und zum anderen mahnte die 
Beschwerdegegnerin die fraglichen Prämienausstände (Juni, Juli, August 
2015) der Beschwerdeführerin gegenüber getrennt von anderen Prämien-
forderungen oder Kostenbeteiligungen (vgl. act. II 26-28, 42; vgl. demge-
genüber act. II 7, 13). Weil die Beschwerdeführerin aus eigenem Recht für 
die Prämien einzustehen hat, schadet die allfällige Verletzung von Verfah-
rensnormen gegenüber dem inzwischen verstorbenen Ehemann nicht.

3.4 Die Beschwerdegegnerin ist bei Zahlungsausständen befugt, dem 
säumigen Zahlungspflichtigen die Kosten des Betreibungsverfahrens und 
andere Spesen aufzuerlegen; bei einer Mahnung oder Betreibung kann 
eine Bearbeitungsgebühr resp. eine Umtriebsentschädigung erhoben wer-
den (vgl. E. 2.2 hiervor; Art. 105b Abs. 2 KVV i.V.m. Ziff. 3.4 AVB lit. c). 
Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin angemessene Mahnkosten von Fr. 100.-- und (im Ein-
spracheverfahren reduzierte) Bearbeitungskosten von Fr. 50.-- auferlegt 
hat (act. II 54). Diese werden von der Beschwerdeführerin ebenfalls nicht 
bestritten. 

3.5 Die Betreibungskosten wurden zu Recht von der Rechtsöffnung 
ausgenommen (act. II 47, 52). Diese sind von Gesetzes wegen geschuldet 
(Art. 68 SchKG) und vom Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich 
zum dem Gläubiger zugesprochenen Betrag zu bezahlen. Es ist nicht Sa-
che des Krankenversicherers, diese Kosten zu verfügen. Sie bilden nicht 
Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens und es braucht dafür keine 

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Rechtsöffnung erteilt zu werden (SVR 2006 KV Nr. 1 S. 2 E. 4.1; RKUV 
2004 S. 465 E. 5.3.2).

3.6 Nach dem Dargelegten ist der Einspracheentscheid vom 12. Okto-
ber 2018 (act. II 52) nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzu-
weisen. In der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes ... bleibt der 
Rechtsvorschlag im Umfang von Fr. 1‘129.50 zuzüglich Verzugszins von 
5% seit dem 1. Juli 2015, Mahnkosten von Fr. 100.-- und Bearbeitungskos-
ten von Fr. 50.-- aufgehoben und der Beschwerdegegnerin ist in diesem 
Umfang die definitive Rechtsöffnung zu erteilen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 KVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes ... aufgehobene 
Rechtsvorschlag bleibt im Umfang von Fr. 1‘129.50 zuzüglich Verzugs-
zins von 5% seit dem 1. Juli 2015, Mahnkosten von Fr. 100.-- und Be-
arbeitungskosten von Fr. 50.-- aufgehoben und der 
Beschwerdegegnerin wird in diesem Umfang die definitive Rechtsöff-
nung erteilt.

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3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________ (samt Doppel der Eingabe vom 19. Dezember 2018)
- Visana AG  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.