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**Case Identifier:** 79090059-38ec-5b2b-b298-b71498a9a405
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.11.2021 200 2020 936
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-936_2021-11-17.pdf

## Full Text

200 20 936 IV
ACT/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. November 2021

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. November 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2021, IV/20/936, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1971 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Juni 2016 unter Hinweis auf anhaltende starke Rücken-
schmerzen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV [act. II] 29). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, ins-
besondere holte sie das vom Krankentaggeldversicherer in Auftrag gege-
bene bidisziplinäre Gutachten vom 14. Februar 2017 (act. II 75) ein. Gegen 
einen ersten leistungsablehnenden Vorbescheid (act. II 77) erhob der Ver-
sicherte Einwand (act. II 78, 82), woraufhin die IVB den Versicherten durch 
die C.________ (MEDAS C.________) polydisziplinär begutachten liess 
(Gutachten vom 6. November 2017; act. II 95.1 S. 2 ff.). Gegen den neuen, 
ebenfalls eine Leistungsablehnung ankündigenden, Vorbescheid vom 
13. Dezember 2017 (act. II 96) erhob der Versicherte wiederum Einwand. 
Nach Beizug diverser medizinischer Unterlagen stellte die IVB mit Vorbe-
scheid vom 7. August 2019 (act. II 160) erneut die Verneinung des Leis-
tungsanspruchs in Aussicht. Nach abermaligem Einwand des Versicherten 
(act. II 163) veranlasste die IVB eine neue Begutachtung durch die 
D.________ (MEDAS D.________; Gutachten vom 2. Juli 2020, inkl. Teil-
gutachten; act. II 190.1-5) und stellte dem Versicherten mit neuerlichem 
Vorbescheid vom 23. Juli 2020 (act. II 191) bei einem Invaliditätsgrad von 
20 % die Verneinung des Rentenanspruchs in Aussicht. Nach erhobenem 
Einwand (act. II 194, 197) und eingeholten Stellungnahmen der Gutachter 
der MEDAS D.________ (act. II 203) verneinte die IVB mit Verfügung vom 
17. November 2020 (act. II 205) entsprechend dem Vorbescheid einen 
Rentenanspruch.

B.

Mit Eingabe vom 29. Dezember 2020 erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, Beschwerde. Er beantragte, die Verfü-
gung vom 17. November 2020 sei aufzuheben und der Invaliditätsgrad sei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2021, IV/20/936, Seite 3

auf mindestens 50 % festzusetzen. Eventualiter sei der medizinische Sach-
verhalt von neutralen und kompetenten Fachpersonen vollständig abzu-
klären.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. Februar 2021 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. November 2020 
(act. II 205). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-
sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
145 V 215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist 
noch nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob 
dies zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem 
Einfluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-

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sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 
142 V 106 E. 4.4 S. 110).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Den Akten ist bezüglich des Gesundheitszustands bzw. der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Im bidisziplinären Gutachten der Dres. med. E.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, und F.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 14. Februar 2017 (act. II 75 

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S. 3 ff.) zuhanden des Taggeldversicherers wurden als Diagnosen mit 
langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Erschöpfungssyn-
drom (2009 bis 2010; ICD-10 F48.0) und eine mittelgradige depressive 
Episode seit Mai 2016 (ICD-10 F32.1) aufgeführt. Ohne langdauernde 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien Arbeitsplatzprobleme (ICD-10 
Z56), ein chronisches sich generalisierendes Schmerzsyndrom, ein Pan-
vertebralsyndrom, eine diffuse idiopathische skelettale Hyperostose, ein 
Übergewicht mit BMI von 29.1 kg/m2, eine gestörte Gluconeogenese, ein 
Nikotinkonsum ca. 30 pack years und anamnestisch ein Reizmagensyn-
drom (S. 21). Aus somatisch-rheumatologischer Sicht sei die Arbeitsfähig-
keit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit spätestens dem Zeitpunkt dieser 
Begutachtung nicht mehr eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht sei die 
Arbeitsfähigkeit seit Mai 2016 um 50 % eingeschränkt. In der interdiszi-
plinären Einschätzung der Arbeitsfähigkeit könne für die bisher und auch 
für die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit vollumfänglich auf die Ein-
schätzung aus psychosomatisch-psychiatrischer Sicht abgestützt werden 
(act. II 75 S. 13 f.).

3.1.2 Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS C.________ vom 
6. November 2017 (act. II 95.1) diagnostizierten die Experten im interdiszi-
plinären Konsens mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivieren-
de depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (ICD-
10 F33.0, F33.1), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) mit multilokulärem, unspezifischem 
Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9), ein chronisches zervikovertebrales 
Schmerzsyndrom ohne ausstrahlende Symptomatik (ICD-10 M54.2) mit 
Status nach Mikrodiskektomie, bilateraler Foraminotomie und Spondylode-
se mit Peek-Cage am 21. Oktober 2015 (ICD-10 Z98.1) sowie aktuell un-
auffälligem Befund und beginnende degenerative Veränderungen der Hüfte 
beidseits (ICD-10 M16.0) mit positivem femoroazetabulärem Impingement 
Test. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie ein 
chronisches lumbales Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.2) und einen fortge-
setzten Nikotinkonsum, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F17.1; S. 29). In der 
interdisziplinären Konsensbesprechung kamen die Gutachter zum Schluss, 
dass in der angestammten, psychisch bezüglich hoher Belastung anforde-
rungsreichen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % anzunehmen sei. 

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In einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren, wechselbe-
lastenden Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg (aus-
nahmsweise 15 kg), ohne länger dauernde Zwangshaltungen der unteren 
Extremitäten oder des Kopfes, ohne repetitive Überkopfbewegungen der 
Arme, ohne Leitungsfunktion und ohne Verkaufsdruck bestehe eine Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit von 80 %. Das Pensum könne vollschichtig 
umgesetzt werden mit leicht erhöhtem Pausenbedarf und leicht reduzier-
tem Rendement (S. 30). Diese Angaben zur Arbeitsfähigkeit seien seit Mai 
2016 anzunehmen, nachdem die Arbeitsfähigkeit postoperativ seit Oktober 
2015 bis April 2016 aufgehoben gewesen sei (S. 31).

3.1.3 Dr. med. G.________, Fachärztin für Neurologie, diagnostizierte im 
Bericht des Spitals K.________, Neurologie, vom 28. April 2020 (act. II 194 
S. 33) invalidisierende Schmerzen der Füsse und Hände beidseits, schub-
förmig auftretend, bei nachgewiesener Small-Fiber-Neuropathie und aggra-
viert im Rahmen einer komplexen chronischen Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Anteilen, ein mittelschweres obstruktives Schlafap-
noe-Syndrom mit exzessiver Tagesmüdigkeit, multifaktoriell bedingt, unter 
CPAP-Therapie und eine Mikrodiskektomie HWK 5/6 mit Cage-Einlage 
2015 (S. 33).

3.1.4 Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS D.________ vom 2. Juli 
2020 (act. II 190.1) wurden interdisziplinär mit Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit Belastungs- und Bewegungseinschränkung der beiden Hüftgelenke bei 
femoroacetabulärem CAM-Impingement (ICD-10 M24.85) mit einer beidsei-
tigen Innenrotationseinschränkung von jeweils 20°, einer initialen rechtssei-
tigen Coxarthrose Grad Kellgren I sowie einer initialen linksseitigen Cox-
arthrose Grad Kellgren II und eine leichtgradige Small-Fiber-Neuropathie 
(ICD-10 G62.88) diagnostiziert. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien 
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Sym-
ptomen (ICD-10 F45.41), eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10 
F33.4), gegenwärtig remittiert unter antidepressiver Medikation, ein mittel-
gradiges Schlafapnoe-Syndrom (ED Juni 2018), erfolgreich therapiert, eine 
Adipositas (BMI 36 kg/m2), ein Zustand nach Cholezystektomie 2013, ein 
Zustand nach Analfissur-OP 2013, ein belastungsabhängig vermehrtes 
cervicocephales Schmerzsyndrom ohne Radikulopathie (ICD-10 M35.0), 

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gegenwärtig ohne Beschwerdevortrag mit/bei Haltungsinsuffizienz und 
muskulärer Dysbalance, beidseitiger Aussenrotationseinschränkung um 
20°, Status nach am 21. Oktober 2015 erfolgter beidseitiger Foraminotomie 
auf Höhe C5/6 mit Einlage eines PEEK-Cages, ein belastungsabhängiges 
vermehrtes thorakolumbales Schmerzsyndrom ohne objektivierbares ana-
tomisch-morphologisches Korrelat (ICD-10 R52.9) sowie ein cervicocepha-
les und thorakolumbales Schmerzsyndrom ohne Hinweise auf Beteiligung 
nervaler Strukturen bei Status nach beidseitiger Foraminotomie auf Höhe 
C5/6 mit Einlage eines PEEK-Cages am 21. Oktober 2015 (S. 7). 

Aus internistischer Sicht hielt Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemei-
ne Innere Medizin, fest, in der bisherigen Arbeitstätigkeit bestehe eine 
vollständige Arbeits- und Leistungsfähigkeit; eine längerfristige Einschrän-
kung habe nie bestanden (act II 190.2 S. 14 f. Ziff. 8).

Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, führte in orthopädischer Hinsicht aus, 
gemäss den klinischen und bildtechnischen Befunden sei der Beschwerde-
führer in der biomechanischen Funktion seiner rechten Hüftgelenke limi-
tiert. Es bestehe für eine behinderungsangepasste, überwiegend sitzende 
Tätigkeit, mit intermittierend gelegentlich wechselbelastender gehender und 
stehender Tätigkeit bezogen auf ein volles Pensum eine unlimitierte Ar-
beitsfähigkeit von 100 % (act. II 190.3 S. 50), wobei qualitative Schonkrite-
rien gewahrt werden müssten (keine Schwerst- und Schwerarbeiten, keine 
ständigen mittelschweren Arbeiten, kein Heben und Tragen von Lasten 
körperfern über 8 kg bzw. körpernah über 10 kg ohne technische Hilfsmit-
tel, keine repetitiven stereotypen Bewegungsabläufe, keine Tätigkeiten mit 
vermehrter Vibrationsbelastung, kein Gehen auf unebenem Gelände, kein 
Besteigen von Leitern, Gerüsten und schrägen Ebenen, nicht mehr als ge-
legentliches Treppensteigen, keine Tätigkeiten mit repetitivem Bücken, 
Kauern und Hocken, nicht mehr als gelegentliche kniende Tätigkeiten, kei-
ne Tätigkeiten mit länger währender Einnahme einer stehenden Körperpo-
sition, keine überwiegend kniend, stehend sowie im Hocksitz durchgeführte 
Tätigkeiten, keine Tätigkeiten im Freien, ohne Schutz vor Kälte, Zugluft, 
Nässe auf regen- und eisglattem Untergrund sowie keine Tätigkeiten unter 
Zeitdruck und Akkordarbeit; act. II 190.3 S. 49 Ziff. 8).

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Auf neurologischem Fachgebiet hielt Prof. Dr. med. J.________, Facharzt 
für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, fest, aufgrund einer 
neurologischen Störung von Krankheitswert bestünden anhaltende handi-
capierende Fähigkeitsstörungen in Form von Schmerzen in den Händen 
und Füssen, die eine leichtgradige Rendement
(-Einschränkung) bewirkten, welche wohlwollend mit 20 % in Bezug auf ein 
Vollpensum in angestammter und adaptierter Tätigkeit bewertet werde 
(act. II 190.4 S. 31 Ziff. 8). 

In psychiatrischer Hinsicht führte Prof. Dr. med. J.________ aus, es könne 
kein anhaltender Gesundheitsschaden auf Basis psychiatrischer Störungs-
bilder von Krankheitswert beschrieben werden. Die chronische Schmerz-
störung gewinne keinen eigenständigen Charakter einer psychiatrischen 
Störung von Krankheitswert (act. II 190.5 S. 32 Ziff. 7.4). Der Beschwerde-
führer sei in der Lage seiner angestammten und in adaptierter Tätigkeit in 
einem 100 %-Pensum vollumfänglich nachzugehen. Zwischenzeitlich habe 
es aufgrund einer mittelgradig depressiven Störung vorübergehend zu ei-
ner 50 % Arbeitsfähigkeit kommen können. Die Depression begründe je-
doch keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit und sei im hiesigen Untersuch 
unter antidepressiver Behandlung weitgehend remittiert (act. II 190.1 S. 12 
Ziff. 4.8).

Im Rahmen der interdisziplinären Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter 
fest, dass die Gesamt-Arbeitsfähigkeit nur aus neurologischer Sicht limitiert 
sei (act. II 190.1 S. 12 Ziff. 4.9).

3.1.5 In der E-Mail des Spitals K.________, Psychiatrische Dienste, vom 
4. September 2020 (act. II 194 S. 36) berichtete lic. phil. L.________, Psy-
chotherapeut FSP, dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, als Folge 
der massiven Schmerzbelastung sei der Leidensdruck aus psychiatrisch-
psychotherapeutischer Sicht im Wesentlichen unverändert. Die anhaltend 
depressive Symptomatik – aktuell leicht bis mittelgradiger Ausprägung – 
zeige sich primär in der nach wie vor geringen psychischen Belastbarkeit 
und stehe insofern reaktiv im Kontext der multiplen chronischen Schmerz-
problematik, als letztere für deren Bewältigung beträchtliche psychische 
Ressourcen binde, so dass der Beschwerdeführer im Bestreiten des Alltags 
auch psychisch übermässig gefordert sei. Die unsicheren wirtschaftlichen 

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Aussichten provozierten zudem Zukunftsängste, welche ihrerseits die de-
pressive Symptomatik negativ beeinflussten.

3.1.6 Nach Facettengelenksinfiltration L4/5 und L5/S1 vom 1. September 
2020 hielt Dr. med. M.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, im Bericht vom 10. September 
2020 (act. II 197 S. 3) fest, von Seiten der Wirbelsäule gebe es vorderhand 
keinen operationsbedürftigen Befund. Mit Sicherheit sei die Arthrose der 
unteren beiden Bewegungssegmente ein Schmerzgenerator, der auch über 
die letzten Jahre eine gewisse Rolle gespielt habe; ob es wirklich das 
Hauptproblem sei, sei eher zu bezweifeln.

3.1.7 Der Hausarzt Dr. med. N.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, führte am 13. September 2020 gegenüber dem Rechtsvertreter 
des Beschwerdeführers aus, letzterer leide gemäss dessen Angaben und 
des neurologischen Berichts des Spitals K.________ an einer unheilbaren 
Small-Fiber-Neuropathie mit invalidisierenden Schmerzen an Händen und 
Füssen beidseits trotz hochdosierter Analgesie. Zusätzlich klage er über 
ausgeprägte Rückenschmerzen mit intermittierenden Exazerbationen im 
Rahmen der Facettenarthrosen im Lendenwirbelbereich. Er leide immer 
noch an Tagesmüdigkeit trotz APAP-Therapie bei Schlafapnoe-Syndrom. 
Die depressive Symptomatik sei unter der antidepressiven Therapie nur 
minim besser geworden. Letztlich habe er auch zunehmende bewegungs-
abhängige rechtsbetonte Schmerzen in der Hüfte bei Coxarthrose. Ohne 
Hilfe der Angehörigen sei der Beschwerdeführer nicht im Stand, seine all-
täglichen Aufgaben zu bewältigen (act. II 197 S. 4).

3.1.8 Die Experten der MEDAS D.________ hielten in ihren Stellungnah-
men vom 28. September bzw. 6. Oktober 2020 (act. II 203) an ihren bishe-
rigen gutachterlichen Beurteilungen fest.

3.1.9 In dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht der Psychia-
trischen Dienste des Spitals K.________ vom 15. Dezember 2020 (Akten 
des Beschwerdeführers [act. I] 7) führten Dr. med. O.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, und lic. phil. L.________ zuhanden des 
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers aus, die zugrundeliegende Pro-
blematik (eine Kombination depressiver und psychosomatischer Anteile) 

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sei auf einem gewissen Niveau stabilisiert. Im Alltag blieben indes massive 
Einschränkungen des Funktionsniveaus, namentlich im Zusammenspiel mit 
der chronischen Schmerzproblematik. Das über Jahre laufende IV-
Verfahren stelle neben der eigentlichen Leidenszeit eine enorme psychi-
sche Belastung dar. Da aus gesundheitlichen Gründen eine wie auch im-
mer geartete Erwerbstätigkeit weder möglich noch zumutbar sei, wirkten 
sich die ökonomischen Folgen des Erwerbsausfalls verstärkend auf die 
depressive Symptomatik aus, namentlich Ängste (S. 1). Bei kritischer Be-
trachtung des psychiatrischen Gutachtens falle auf, dass bestimmte Punkte 
gar nicht erwähnt oder Befunde im Sinne einer Voreingenommenheit ein-
seitig zulasten des Beschwerdeführers berücksichtigt worden seien (Auf-
merksamkeit, Affektivität, soziale Kontakte, Antrieb, Persönlichkeit, Aggra-
vationsverhalten im Rahmen eines Rentenbegehrens; S. 2-4). Die Ein-
schätzung des Gutachters, wonach die depressive Störung remittiert sei, 
sei klinisch nachweislich nicht nachvollziehbar. Insgesamt fänden sich im 
Gutachten wiederholt deutliche Hinweise auf eine voreingenommene Beur-
teilung der tatsächlichen gesundheitlichen Einschränkungen und deren 
Auswirkungen auf die Restarbeitsfähigkeit (S. 4). 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gut-
achten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beob-
achtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 

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351 E. 3b bb S. 353; SVR 2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 
E. 4.2.2). Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfas-
sende Behandlung durch einen Arzt oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; 
doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der the-
rapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits nicht zu, ein Ad-
ministrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Ab-
klärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden 
Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine 
abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige Aspekte benennen, 
die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. August 2016, 9C_276/2016, E. 
3.1.1).

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 17. November 2020 (act. II 205) 
basiert in medizinischer Hinsicht massgeblich auf dem polydisziplinären 
Gutachten der MEDAS D.________ vom 2. Juli 2020 (act. II 190.1), inkl. 
Teilgutachten (act. II 190.2-5) und den Stellungnahmen vom 28. September 
bzw. 6. Oktober 2020 (act. II 203). Diese erfüllen die von der Rechtspre-
chung an den Beweiswert einer Expertise gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 3.2 hiervor). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen 
Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichti-
gung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Insbesondere basiert 
die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung auf umfassenden Untersuchungen, 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis und nach 
Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet. Sie leuchtet in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation ein. Folglich kommt der Expertise (inkl. Teilgutachten 
und Stellungnahmen) voller Beweiswert zu (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb 
darauf abzustellen ist. Demnach besteht aus neurologischer Sicht aufgrund 
einer Störung mit Krankheitswert (leichtgradige Small-Fiber-Neuropathie) 
und der daraus resultierenden Einschränkungen sowohl in der angestamm-
ten als auch in einer adaptierten Tätigkeit eine vollschichtige Arbeitsfähig-
keit mit einer Leistungsminderung von 20 % (act. II 190.4 S. 31 Ziff. 7.4). 
Aus internistischer, orthopädischer sowie psychiatrischer Sicht bestand 
bzw. besteht weder in der angestammten noch in einer adaptierten Tätig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2021, IV/20/936, Seite 13

keit eine (länger dauernde) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
(act. II 190.1 S. 11 f. Ziff. 4.7-4.9, 190.2 S. 14 f. Ziff. 8, 190.3 S. 53, 190.5 
S. 32 f. Ziff. 7.4).

3.3.1 Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 4 Ziff. III Art. 1) ist 
die Begutachtung lege artis erfolgt. Es besteht denn auch kein Anhalts-
punkt in den Akten, dass die Begutachtung nicht regelkonform erfolgt ist.

Der psychiatrische Gutachter verneinte überzeugend das Bestehen eines 
verselbständigten Gesundheitsschadens (act. II 190.5 S. 32), während die 
abweichende Auffassung im Gutachten der MEDAS C.________ vom 
6. November 2017 (act. II 95.1 S. 16) den Beweiswert des Gutachtens der 
MEDAS D.________ nicht zu widerlegen vermag, da im Vorgutachten gar 
nicht auf die Frage des verselbständigten Gesundheitsschadens eingegan-
gen wurde. Dies gilt ebenso für das bidisziplinäre Gutachten der Dres. 
med. E.________ und F.________ vom 14. Februar 2017 (act. II 75 
S. 8 f.), so ging denn auch der psychiatrische Gutachter auf die vom mitbe-
gutachtenden Rheumatologen erwähnte Diskrepanz zwischen den geschil-
derten Beschwerden und den diskutierten objektiven Befunden nicht ein 
(act. II 75 S. 26 f., vgl. act. II 190.5 S. 24).

Nicht gegen die Zuverlässigkeit der Annahmen der Experten der MEDAS 
D.________ sprechen die Berichte der Neurologie des Spitals K.________ 
vom 28. April 2020 (act. II 194 S. 33) und des Dr. med. M.________ vom 
10. September 2020 (act. II 197 S. 3), da darin kein Indiz enthalten ist, das 
im Rahmen der gutachterlichen Beurteilung nicht berücksichtigt und ge-
würdigt worden wäre (vgl. SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5, 2008 IV Nr. 
15 S. 44 E. 2.2.1); im Übrigen wurde darin eine Polyneuropathie mit Affek-
tion der grosskalibrigen Nervenfasern wie auch ein Morbus Fabry ausge-
schlossen (act. II 194 S. 35) sowie die Arthrose der unteren Bewegungs-
segmente der LWS nicht als Hauptproblem beurteilt (act. II 197 S. 3). Die 
Berichte der Psychiatrischen Dienste des Spitals K.________ vom 4. Sep-
tember 2020 (act. II 194 S. 36) und des Hausarztes Dr. med. N.________ 
vom 13. September 2020 (act. II 197 S. 4) enthalten keine eigene medizini-
sche Einschätzung, sondern geben allein die Auffassung des Beschwerde-
führers wieder, weshalb sie ebenfalls nicht gegen die Zuverlässigkeit der 
Einschätzung der Gutachter der MEDAS D.________ sprechen. Aber auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2021, IV/20/936, Seite 14

der Bericht des Psychiatrischen Dienstes des Spitals K.________ vom 
15. Dezember 2020 (act. I 7) enthält kein Indiz, das die Schlussfolgerungen 
im Gutachten in Zweifel zu ziehen vermöchte: Vorab ist nicht ersichtlich, 
inwiefern das psychiatrische Teilgutachten (act. II 190.5) voreingenommen 
verfasst worden sein sollte (act. I 7 S. 2 oben). Soweit unter dem Punkt 
"Aufmerksamkeit" die vom Experten angegebene Untersuchungsdauer von 
gesamthaft gut 3.5 Stunden als unzutreffend gerügt wird (act. I 7 S. 2 
oben), kann dem nicht gefolgt werden. Prof. Dr. med. J.________ erläutert 
hinsichtlich der Abwicklung der Begutachtung, dass die psychiatrische Ex-
ploration und der neurologische Untersuch in Personalunion am 4. Juni 
2020 mit Beginn um 12.00 Uhr und Ende um 14.50 Uhr sowie am 5. Juni 
2020 von 12.00 Uhr bis 12.45 Uhr erfolgten (act. II 190.4 S. 3 und 190.5 
S. 4 jeweils Ziff. 1.1), woraus sich die angegebene Dauer erklärt 
(act. II 190.5 S. 19); eine zeitlich ununterbrochene Untersuchung hält er 
nicht fest. Wenn der Beschwerdeführer am Ende der psychiatrischen Ex-
ploration emotional zusammengebrochen sein soll (act. I 7 S. 2), betrifft 
dies offensichtlich nicht die im Bericht des Psychiatrischen Dienstes ange-
sprochene Aufmerksamkeit. Unter den Punkten "Affektivität", "soziale Kon-
takte" und "Antrieb" beschreibt der behandelnde Psychologe letztlich allein 
einen Rückzug (act. I 7 S. 2); da die vom Gutachter erwähnten Kontakte 
(act. II 190.5 S. 10) bestehen, ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Ein-
schätzung des Experten wegen des Umfangs der Kontakte nicht korrekt 
sein sollte. Im Übrigen gab der Beschwerdeführer bereits anlässlich der 
Begutachtung durch Dr. med. E.________ im Februar 2017 an, dass er 
sozial immer etwas zurückgezogen gewesen sei (act. II 75 S. 7 oben). Be-
treffend "Antrieb" ist festzuhalten, dass gemäss dem Psychologen der Be-
schwerdeführer immerhin selbst eine Arbeitsmarktliche Massnahme (AMM) 
initiierte (act. I 7 S. 3; act. II 99 S. 19 f.). Ebenso wird im Bericht des Psych-
iatrischen Dienstes nicht ausgeführt (act. I 7 S. 3), weshalb die Ich-
Strukturen wegen der Leidensgeschichte anders beurteilt werden müssten, 
als dies der Experte getan hat (act. II 190.5 S. 19 unten Ziff. 4.3). Aktenwid-
rig ist die Bemerkung der Behandler des Psychiatrischen Dienstes, dass für 
das Aggravationsverhalten im Rahmen eines Rentenbegehrens keine Be-
lege angeführt würden (act. I 7 S. 3); der Gutachter verweist diesbezüglich 
auf das Gutachten des Dr. med. F.________ vom 14. Februar 2017. Be-
reits dieser Gutachter beurteilte die geschilderten Beschwerden bezüglich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2021, IV/20/936, Seite 15

Umfang und Intensität höchstens als partiell auf die objektivierbaren soma-
tisch-pathologischen Befunde abstützbar und regte deshalb die Diskussion 
über u.a. ein Aggravationsverhalten im Rahmen eines Rentenbegehrens 
an; allerdings äusserten sich weder er selbst noch der mitbegutachtende 
Dr. med. E.________ damals weiter zu dieser Frage (act. II 75 S. 26 unten 
bzw. 190.5 S. 24). Die Ausführungen des Psychiatrischen Dienstes über 
die Eingliederung erschöpfen sich in der Wiedergabe des vom Beschwer-
deführer Geleisteten (act. I 7 S. 3 f.). Auch der Bericht über die AMM vom 
22. September 2017 (act. II 99 S. 19 f.) vermag keine Zweifel an der gut-
achterlichen Einschätzung zu wecken. Für die Festsetzung der Arbeits-
fähigkeit ist (vorbehältlich der Berücksichtigung rechtlicher Gesichtspunkte) 
vorrangig auf die Angaben der Ärzte bzw. Gutachter abzustellen, nicht die-
jenigen der beruflichen Eingliederungsfachleute (vgl. Entscheid des BGer 
vom 8. Januar 2019, 8C_334/2018, E. 4.2.1); mit dem besagten Bericht 
liegt denn auch keine medizinische Einschätzung vor und auch kein Indiz, 
das die Annahmen der Gutachter in Zweifel ziehen könnte. Sodann ist er-
stellt, das der psychiatrische Experte der MEDAS D.________ die Sym-
ptome einer eigenständigen Depression (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT 
[Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel 
V [F], klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 169 ff.) nicht fest-
stellen konnte (act. II 190.5 S. 18 ff. bzw. S. 27); die diesbezüglichen Aus-
führungen im Bericht des Psychiatrischen Dienstes erläutern nicht, inwie-
fern der Experte den Befund falsch erhoben bzw. gewürdigt haben sollte 
(act. I 7 S. 4).

3.3.2 Auch der umfangreiche Bericht des Beschwerdeführers darüber, 
wie er die Begutachtung erlebt hat (act. II 194 S. 13 ff.), lässt die Einschät-
zung der Experten der MEDAS D.________ nicht als unzutreffend erschei-
nen: Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer medizinische Würdi-
gungen vornimmt, sein eigenes Empfinden darstellt und suggeriert, der 
Experte suggeriere seinerseits, stellt er nicht in Abrede, dass er sich vor 
der Exploration mit einer medizinischen Praxisangestellten unterhalten ha-
be (act. II 194 S. 26), so dass sein gänzlich anderes Verhalten während der 
Untersuchung auffällig wirken musste (act. II 190.5 S. 16); es gehört zu den 
Pflichten eines Gutachters, solche Inkonsistenzen aufzuzeigen und zu be-
werten. Indem er seine Pflichten erfüllt, liegt keine Einseitigkeit des Gutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2021, IV/20/936, Seite 16

ters vor, wie in der Beschwerde behauptet wird (S. 3 und 6). Die weiteren 
Fehler und Unzulänglichkeiten, wie z.B. die falsche Angabe des Wohnorts 
oder die unzutreffende Kopfzeile in der Stellungnahme (Beschwerde S. 3 
unten und S. 4), haben offensichtlich keinen Einfluss auf die Festsetzung 
der Arbeitsfähigkeit und aus den Antworten geht eindeutig hervor, dass der 
Beschwerdeführer und nicht eine andere Person gemeint ist. Was der Be-
schwerdeführer mit dem Hinweis auf die ... Staatsangehörigkeit des psych-
iatrischen und neurologischen Experten aussagen will (Beschwerde S. 3 
unten), lässt sich nicht nachvollziehen. Die in der Beschwerde (S. 4 ff.) 
wiederholten Ausführungen des Beschwerdeführers vermögen offensicht-
lich die Einschätzung der Experten nicht in Zweifel zu ziehen; es besteht 
denn auch nicht der geringste Anhaltspunkt, dass die Gutachter dem Be-
schwerdeführer Aussagen "angedichtet" hätten, wie in der Beschwerde 
(S. 5 oben) behauptet und in der Sache nochmals aufgegriffen wird (Be-
schwerde S. 7 unten), insbesondere ist der neurologische Experte nicht 
von einer regen Reisetätigkeit ausgegangen (wie in der Beschwerde S. 6 
suggeriert wird; act. II 190.4 S. 13).

3.3.3 Der Sachverhalt ist somit hinreichend erstellt, weshalb – entgegen 
dem (Eventual-)Antrag in der Beschwerde (S. 2 Ziff. I 2.) – auf weitere Be-
weiserhebungen zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 
V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 
2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Damit ist eine Restarbeitsfähigkeit von 80 % 
bzw. eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % sowohl in der an-
gestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit erstellt (act. II 190.1 
S. 11 f.). Eine darüber hinausgehende länger dauernde Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit ist demgegenüber (ab dem spätesten Beginn des Warte-
jahres [vgl. E. 3.4 hiernach]) – abgesehen von der Zeit Oktober 2015 bis 
April 2016, als die Arbeitsfähigkeit noch operativ bedingt aufgehoben ge-
wesen war (act. II 95.1 S. 31 Ziff. 6.3) – nicht erstellt. So gingen die Gut-
achter der MEDAS C.________ hinsichtlich ihrer Angaben zur Arbeits-
fähigkeit denn auch bereits ab Mai 2016 von einem im Wesentlichen un-
veränderten Gesundheitszustand aus (act. II 95.1 S. 31) und der psychia-
trische Gutachter der MEDAS D.________ hielt sein Fachgebiet betreffend 
explizit fest, im Vergleich zum Gutachten der MEDAS C.________ vom 
6. November 2017 stelle sich gesamthaft zumindest ein als unverändert zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2021, IV/20/936, Seite 17

beurteilender Gesundheitszustand dar (act. II 190.5 S. 33 Ziff. 7.4). 
Schliesslich geht auch der behandelnde Psychologe im September 2020 
von einem unveränderten Leidensdruck (act. II 194 S. 36) bzw. im Dezem-
ber 2020 von einer stabilisierten Problematik aus (act. I 7 S. 1), so dass 
auch seit der Begutachtung keine wesentliche Änderung erstellt ist. 

3.4 Unter Berücksichtigung der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 
Juni 2016 (act. II 29) und der sechsmonatigen Karenzfrist gemäss Art. 29 
Abs. 1 IVG fällt der frühestmögliche Rentenbeginn auf Dezember 2016, 
womit das Wartejahr spätestens im Dezember 2015 hätte zu laufen begin-
nen müssen. Ob während des Wartejahrs eine durchschnittliche Arbeitsun-
fähigkeit von mindestens 40 % bestanden hat, kann letztlich offen bleiben. 
Auch wenn das Wartejahr erfüllt wäre, resultierte bei einer Arbeitsunfähig-
keit von 20 % in angestammter Tätigkeit (vgl. E. 3.3 hiervor) mit Sicherheit 
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 % (vgl. E. 2.3. 
hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat den Einkommensvergleich dergestalt 
vorgenommen, als sie das Validen- und das Invalideneinkommen auf der 
Grundlage desselben Tabellenlohns der LSE ermittelt hat (act. II 205 
S. 1 f.). Dies ist unter Berücksichtigung der Tatsachen, dass die bisherige 
Tätigkeit zugleich eine adaptierte Tätigkeit darstellt (vgl. E. 3.3.3 hiervor), 
das Arbeitsverhältnis mit der P.________ AG aus wirtschaftlichen Gründen 
aufgelöst wurde (act. II 60 S. 2 Ziff. 2.2) und der Beschwerdeführer die zu-
mutbare medizinisch-theoretische Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit (vgl. E. 
3.3.3 hiervor) nicht verwertet, nicht zu beanstanden. Es resultiert damit ein 
Invaliditätsgrad von 20 %, da der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsun-
fähigkeit (hier 20 %; vgl. E. 3.3.3 hiervor]) unter Berücksichtigung eines 
allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (hier 0 %; die gesundheitlichen Ein-
schränkungen fliessen bereits in der Arbeitsfähigkeit ein und die invali-
ditätsfremden Gesichtspunkte wären ohnehin bei beiden Vergleichsein-
kommen zu berücksichtigen; vgl. Entscheid des BGer vom 19. Januar 
2009, 8C_42/2008, E. 5) entspricht, wenn Validen- und Invalideneinkom-
men aufgrund des gleichen Tabellenlohns bestimmt werden (SVR 2018 UV 
Nr. 29 S. 103 E. 5.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2021, IV/20/936, Seite 18

3.5 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 
17. November 2020 (act. II 205) nicht zu beanstanden. Die dagegen erho-
bene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 82a ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2021, IV/20/936, Seite 19

- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.