# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36f6c2fb-6499-51a9-a4ec-8c0b6ce581fc
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-15
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 15.12.2021 S 2020 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-65_2021-12-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 15. Dezember 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung 

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch B.________ AG

gegen

Visana Versicherungen AG, Weltpoststrasse 19, Postfach, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2020 65

2

Urteil S 2020 65

A. Die 1969 geborene A.________ war im Rahmen einer beruflichen Massnahme 
(Arbeitsversuch) der Invalidenversicherung (IV) seit 25. März 2019 bei der C.________ in 
einem Teilzeitpensum am Empfang tätig (gemäss Schadenmeldung vom 3. Juli 2019 
zuletzt in einem 40 %-Pensum) und in dieser Eigenschaft bei der Visana Versicherungen 
AG (nachfolgend Visana) gegen die Folgen von Unfällen versichert (vgl. UV-act. 1 und 
2 ff.). Am 25. Juni 2019 erlitt die Versicherte einen Auffahrunfall, als sie beim 
Rechtsabbiegen vor einem Fussgängerstreifen abbremsen musste (UV-act. 1). Die Visana 
als zuständige Unfallversicherung anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die 
gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld; UV-act. 7; vgl. auch 
UV-act. 42). Nachdem die Visana Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt hatte, stellte 
sie die Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. Juni 2019 
mit Verfügung vom 10. Januar 2020 mangels adäquaten Kausalzusammenhangs der noch 
geklagten Beschwerden per 25. Dezember 2019 ein. Sie verzichtete gleichzeitig auf die 
Rückforderung der über den Fallabschluss hinaus erbrachten Leistungen und stellte fest, 
dass keines der sieben Adäquanzkriterien gemäss der sog. Schleudertrauma-Praxis erfüllt 
sei (UV-act. 50 ff.). Dagegen liess A.________ Einsprache erheben (UV-act. 78 ff. und 
92 ff.). Mit Einspracheentscheid vom 1. Mai 2020 wies die Visana die Einsprache ab. Die 
geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen würden zwar das Kriterium der 
erheblichen Beschwerden erfüllen und das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit 
trotz ausgewiesener Anstrengungen sei fraglich, da aber kein Kriterium in ausgeprägter 
Weise gegeben und nicht mehr als zwei Kriterien erfüllt seien, sei der adäquate 
Kausalzusammenhang zu verneinen (UV-act. 108 ff.; Bf-act. 2). 

B. Am 29. Mai 2020 liess A.________ beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben 
und die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 1. Mai 2020 beantragen. Die 
Unfallversicherung habe über den 25. Dezember 2019 hinaus die gesetzlichen Leistungen 
zu erbringen. Es sei vorliegend von einem Unfall im mittleren Bereich auszugehen, 
weshalb mindestens drei Kriterien der entwickelten Rechtsprechung zur Schleudertrauma-
Praxis für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs vorliegen müssten. Es 
seien in ihrem Fall vier der sieben Kriterien erfüllt: erhebliche Beschwerden (in 
ausgeprägter Weise), erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen 
(in ausgeprägter Weise), schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 
sowie fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung (act. 1). 

C. Mit Eingabe vom 16. Juni 2020 liess die Beschwerdeführerin mitteilen, dass die 
Krankenkasse mittlerweile über das in der Beschwerde erwähnte 

3

Urteil S 2020 65

Wiedererwägungsgesuch von Dr. med. D.________, FMH Allgemeine Innere Medizin, 
entschieden und die Kostengutsprache für einen stationären Aufenthalt erteilt habe. Sie 
habe am 14. Juni 2020 mit der stationären Rehabilitation beginnen können (act. 3). 

D. Die Visana schloss in ihrer Vernehmlassung vom 25. August 2020 auf Abweisung 
der Beschwerde. Gestützt auf die Unfallmeldung und den darin geschilderten 
Unfallhergang sowie auf das unfallanalytische Gutachten vom 21. Januar 2020 sei beim 
Ereignis vom 25. Juni 2019 von einem mittleren Unfall im Grenzbereich zu den leichten 
Fällen auszugehen. Somit müssten entweder vier Adäquanzkriterien gegeben oder ein 
Kriterium in ausgeprägter Weise erfüllt sein. Vorliegend sei nur eines der sieben Kriterien 
(jenes der erheblichen Beschwerden) in einfacher Weise erfüllt, was für die Bejahung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den noch geklagten 
Beschwerden nicht genüge. Die Leistungseinstellung per 25. Dezember 2019 sei zu Recht 
erfolgt (act. 6). 

E. Mit Replik vom 17. September 2020 liess die Beschwerdeführerin an ihren 
Anträgen festhalten. Es bestehe im ambulanten Setting ohne multidisziplinären Zugang 
eine bleibende schmerzbedingte Therapieunfähigkeit. Im stationären Setting sei eine 
Therapie zwar möglich gewesen, diese habe jedoch zu keinerlei 
Beschwerdeverbesserung geführt. Das therapieresistente Schmerzsyndrom stelle klar 
einen besonderen Grund im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dar, welcher 
die Heilung beeinträchtige. Somit sei das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs 
erfüllt (act. 8). 

F. Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Duplik vom 6. Oktober 2020 an der 
Abweisung der Beschwerde fest. Die Beschwerdeführerin habe in der Beschwerde die 
Ansicht vertreten, dass vier der sieben Kriterien der Schleudertrauma-Praxis erfüllt seien. 
Es sei mit der Vernehmlassung ausführlich aufgezeigt worden, dass einzig das Kriterium 
der erheblichen Beschwerden (in einfacher Form) erfüllt sei. Zu diesen Ausführungen 
äussere sich die Beschwerdeführerin nicht. Sie komme lediglich nochmals auf das 
Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs zu sprechen, wobei die Versicherte 
unterdessen der Ansicht sei, dass dieses Kriterium nicht nur in einfacher, sondern in 
ausgeprägter Form erfüllt sei. Die Aussagen von Dr. D.________ im Schreiben vom 
28. Mai 2020 an die Krankenversicherung der Versicherten – welches die 
Beschwerdeführerin zur Begründung heranziehe – würden jedoch darauf hindeuten, dass 
die noch geklagten Beschwerden hauptsächlich durch die langjährige, vorbestehende 

4

Urteil S 2020 65

Fibromyalgie verursacht würden und damit nicht kausal auf den Unfall zurückzuführen 
seien. Im Weiteren lägen keine Umstände vor, die auf einen schwierigen Heilungsverlauf 
hindeuten würden (act. 10). 

G. Die Parteien liessen sich in der Folge nicht mehr vernehmen. Auf die weiteren 
Ausführungen in den jeweiligen Rechtsschriften wird – soweit erforderlich – in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 1. Mai 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in 
zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

1.2 Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Be-
stimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Artikel 82a ATSG sieht vor, 
dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Im hier zu 
beurteilenden Fall wurde die Beschwerde am 29. Mai 2020 der Schweizerischen Post 
übergeben, weshalb vorliegend die bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des 
ATSG Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung [BGS 842.5]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 58 Abs. 1 ATSG – Wohnsitz der versicherten Person zur Zeit der 
Beschwerdeerhebung – gegeben. Die Beschwerdeführerin ist in E.________ wohnhaft. 

5

Urteil S 2020 65

Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde örtlich und sachlich zuständig.

Die Beschwerdegegnerin erliess den angefochtenen Einspracheentscheid am 1. Mai 
2020. Dieser ging der Beschwerdeführerin frühestens am Folgetag zu. Die 
Beschwerdeschrift wurde am 29. Mai 2020 der Post übergeben und ging am 2. Juni 2020 
beim Verwaltungsgericht ein. Die Beschwerde ist damit i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG 
rechtzeitig eingereicht worden. Die Beschwerdeschrift entspricht sodann den formellen 
Anforderungen und die Beschwerdeführerin ist als vom Einspracheentscheid direkt 
Betroffene zur Beschwerde legitimiert, weshalb die Beschwerde vom Gericht zu prüfen ist. 
Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin aufgrund des 
Unfallereignisses vom 25. Juni 2019 über den Fallabschluss per 25. Dezember 2019 
hinaus Anspruch auf Leistungen gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) hat. Dabei gilt es namentlich zu beurteilen, ob der Fallabschluss zu 
Recht erfolgt ist oder ob die noch geklagten gesundheitlichen Beeinträchtigungen als 
unfallkausal zu betrachten sind.

4.
4.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes 
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 
Berufskrankheiten gewährt.

4.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. hierzu 
auch nachfolgende E. 4.5). Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen im Regelfall dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).

6

Urteil S 2020 65

4.3 Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, 
als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten 
Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (BGE 129 V 177 E. 3). Dabei spielt 
die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 
Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch 
objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 
weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2; 127 V 102 
E. 5b/bb). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der 
Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von 
organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, 
wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden 
und die angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 
138 V 248 E. 5.1; 134 V 109 E. 7 ff.; vgl. auch BGE 117 V 359 E. 5). 

4.4
4.4.1 Sind die geklagten Beschwerden natürlich unfallkausal, nicht aber in diesem Sinne 
objektiv ausgewiesen, so ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen 
Geschehensablauf auszugehen, und es sind gegebenenfalls weitere unfallbezogene 
Kriterien einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 2.1; BGer 8C_388/2019 vom 20. Dezember 
2019 E. 3.1). Zunächst ist abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein 
Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung oder ein 
Schädelhirntrauma erlitten hat. Ist dies der Fall, muss beurteilt werden, ob die zum 
typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen wie 
diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, 
rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 
Wesensveränderung usw. vorliegen (vgl. dazu BGE 117 V 359 E. 4b; 119 V 335 E. 1; 134 
V 109 E. 6.2.1). Trifft dies zu, gelangt grundsätzlich die Rechtsprechung gemäss HWS-
Praxis zur Anwendung (sog. Schleudertrauma-Praxis); andernfalls erfolgt die Beurteilung 
der Adäquanz nach der Psycho-Praxis gemäss BGE 115 V 133. 

Ergeben die Abklärungen, dass bei der versicherten Person die zum typischen 
Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise 
vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten, 
sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die für Unfälle mit psychischen Folgeschäden 
aufgestellten Grundsätze massgebend (Psycho-Praxis; BGer 8C_12/2016 vom 1. Juni 
2016 E. 7.1). Die Adäquanzbeurteilung nach der Psycho-Praxis erfolgt etwa auch, wenn 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_388%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-177%3Ade&number_of_ranks=0#page177
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_388%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&number_of_ranks=0#page109
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_388%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-V-102%3Ade&number_of_ranks=0#page102
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_388%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-V-248%3Ade&number_of_ranks=0#page248
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_388%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-V-248%3Ade&number_of_ranks=0#page248
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_388%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&number_of_ranks=0#page109
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_388%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&number_of_ranks=0#page359
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_388%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&number_of_ranks=0#page109
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/kausalitaet/natuerliche-kausalitaet/#c57209
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/kausalitaet/natuerliche-kausalitaet/#c57209
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/kausalitaet/psycho-praxis/

7

Urteil S 2020 65

bei einer versicherten Person bereits vor dem Unfall (eigenständige) psychische 
Beschwerden vorlagen, die durch den Unfall verstärkt oder akzentuiert wurden (BGer 
8C_246/2009 vom 6. April 2010 E. 4.3; EVG U 277/04 vom 30. September 2005; U 462/04 
vom 13. Februar 2006) oder im Falle einer Fibromyalgie (EVG U 20/05 vom 05. April 2006 
E. 4.2.2).

Ob mit der Unfallversicherung die Psycho-Praxis anzuwenden ist oder ob eine Verletzung 
vorliegt, welche die Anwendung der HWS-Praxis rechtfertigt, muss allerdings nicht 
abschliessend beurteilt werden, wenn der adäquate Kausalzusammenhang auch nach der 
HWS-Praxis, die in der Regel für die versicherte Person günstiger ist als die Psycho-
Praxis, zu verneinen ist (vgl. BGer 8C_156/2016 vom 1. September 2016 E. 4.2).

4.4.2 Kommt die Schleudertrauma-Praxis zur Anwendung, ist zunächst zu ermitteln, ob 
der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich 
angehört. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher 
Beeinträchtigung ist bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei 
schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, bei Unfällen des mittleren 
Bereichs nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten lässt. Es sind daher 
weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im 
Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon 
erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren 
Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in 
besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden (BGE 
134 V 109 E. 10.1). Gemäss Bundesgericht handelt es sich dabei um folgende Kriterien: 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 
Unfalls;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; 
- erhebliche Beschwerden;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 

E. 10.3).

https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/u/u_277_04.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/u/u_462_04.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/u/u_462_04.pdf
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/kausalitaet/psycho-praxis/
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/kausalitaet/hws-praxis/
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/kausalitaet/hws-praxis/
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/kausalitaet/psycho-praxis/
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/kausalitaet/psycho-praxis/

8

Urteil S 2020 65

Bedarf es für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs bei einem 
mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Fällen des Nachweises von vier 
Kriterien 
(sofern kein Kriterium in ausgeprägter Weise gegeben ist), müssen bei einem Unfall im 
eigentlich mittleren Bereich drei Kriterien ausreichen, ansonsten die Unterscheidung 
zwischen mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Fällen und den 
Unfällen im eigentlich mittleren Bereich obsolet würde (BGer 8C_897/2009 vom 
29. Januar 2010 E. 4.5; 8C_487/2009 vom 7. Dezember 2009 E. 5). Die Rechtsprechung 
anerkennt 
Adäquanzkriterien sodann nur mit grosser Zurückhaltung als ausgeprägt erfüllt an (BGer 
8C_131/2021 vom 2. August 2021 E. 6.4.1; 8C_568/2015 vom 15. Januar 2016 E. 3.4; 
8C_435/2011 vom 13. Februar 2012 E. 4.2.7).

4.5 Im Zeitpunkt des Fallabschlusses ist der Unfallversicherer zweifellos auch befugt, 
die Adäquanzfrage zu prüfen (BGer 8C_779/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 3). Nach 
Gesetz und Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall (unter Einstellung der 
vorübergehenden Leistungen [Heilbehandlung, Taggeld] sowie mit Prüfung des Anspruchs 
auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung) abzuschliessen, wenn von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 
UVG; BGE 134 V 109 E. 4; BGer 8C_29/2010 vom 27. Mai 2010 E. 4.1; 8C_537/2009 
vom 3. März 2010 E. 6). 

Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach 
Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, 
soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffes "namhaft" in 
Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) 
Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen 
muss (BGE 134 V 109 E. 4.3). Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven 
Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren 
Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer 
Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss 
der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund 
retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (BGer 8C_739/2020 vom 17. Februar 2021 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_388%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&number_of_ranks=0#page109
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_388%2F2019&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&number_of_ranks=0#page109

9

Urteil S 2020 65

E. 3; 8C_388/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.2; 8C_285/2016 vom 22. Juli 2016 E. 
7.1; 8C_970/2012 vom 31. Juli 2013 E. 2.3). Der Fallabschluss setzt zudem lediglich 
voraus, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine erhebliche Verbesserung 
mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger 
erforderlich ist (BGer 8C_727/2012 vom 21. Dezember 2012 E. 3.2.2; 8C_585/2010 vom 
5. November 2010 E. 8).

Rechtsprechungsgemäss kann sich sodann der in Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG vorbehaltene 
Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen der IV, soweit es um berufliche 
Massnahmen geht, nur auf Vorkehren beziehen, welche geeignet sind, den der 
Invalidenrente der Unfallversicherung zugrunde zu legenden Invaliditätsgrad zu 
beeinflussen. Dabei ist zu prüfen, ob die im massgebenden Zeitpunkt noch geklagten 
Beeinträchtigungen unfallkausal sind. Ist deren Adäquanz zu verneinen, stehen die 
entsprechenden Eingliederungsmassnahmen einem Fallabschluss nicht entgegen (BGer 
8C_892/2015 vom 29. April 2016 E. 4.1 und 4.2).

4.6 Nach dem im Sozialversicherungsprozess geltenden Beweismass der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit ist ein bestimmter Sachverhalt nicht bereits dann 
bewiesen, wenn er bloss möglich ist. Hingegen genügt es, wenn das Gericht aufgrund der 
Würdigung aller relevanter Sachumstände, das heisst nach objektiven Gesichtspunkten, 
zur Überzeugung gelangt, dass er der wahrscheinlichste aller in Betracht fallender 
Geschehensabläufe ist und zudem begründeterweise angenommen werden darf, dass 
weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern (BGE 
126 V 353 E. 5b; BGer 9C_541/2011 vom 7. Dezember 2011 E. 5.1; 9C_717/2009 vom 
20. Oktober 2009 E. 3.3 mit Hinweisen).

5. Die Beschwerdegegnerin hat vorliegend den Fall per 25. Dezember 2019 
abgeschlossen. 

5.1
5.1.1 Die durch ihre Rechtsschutzversicherung anwaltlich vertretene 
Beschwerdeführerin (vgl. act. 1 S. 9) macht in ihrer Beschwerde vom 29. Mai 2020 
hinsichtlich des Zeitpunktes des Fallabschlusses keine expliziten Ausführungen. Sie 
verweist einzig im Rahmen der Sachverhaltsdarstellung auf den Bericht von 
Dr. D.________ vom 6. März 2020 (datierend nach Fallabschluss; UV-act. 101 f.), wonach 
das bisherige ambulante Setting nicht zielführend erscheine und es für eine Verbesserung 

https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c12/8c_727_2012.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c10/8c_585_2010.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c10/8c_585_2010.pdf
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/uvg/leistungseinstellung/#c14389
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/uvg/leistungseinstellung/#c40802

10

Urteil S 2020 65

einer intensiven stationären Rehabilitation bedürfe, ohne aber auf die Fragestellung des 
Fallabschlusses einzugehen (act. 1 S. 5). Auch nachdem die Beschwerdegegnerin in der 
Vernehmlassung vom 25. August 2020 mit Verweis auf die Ausführungen im 
Einspracheentscheid ausdrücklich festgehalten hatte, dass der Fallabschluss und damit 
die Prüfung der Adäquanz nicht verfrüht erfolgt sei (act. 6 S. 7), beschränkte die 
Beschwerdeführerin ihre Vorbringen in der Replik vom 17. September 2020 auf die 
Prüfung der Adäquanz nach den Kriterien der HWS-Praxis (act. 8). 

5.1.2 Nichtsdestotrotz war – unter Vornahme einer prognostischen Betrachtung – im 
Zeitpunkt des vorgenommenen Fallabschlusses gestützt auf die (damalige) Aktenlage 
überwiegend wahrscheinlich durch weitere medizinische Massnahmen – namentlich eine 
stationäre Reha-Therapie – noch von einer namhaften Besserung im Sinne der 
vorstehend zitierten Rechtsprechung (vgl. E. 4.5) auszugehen. 

Doktor D.________ sprach sich wiederholt für eine stationäre Therapie aus. So hielt er im 
Kostengutsprachegesuch an die Unfallversicherung vom 25. September 2019 etwa fest, 
zwischenzeitlich liege das Unfalldatum drei Monate zurück, leider seien praktisch keine 
Fortschritte zu erkennen, die Patientin klage teilweise über dieselben Beschwerden wie zu 
Beginn (Übelkeit, starke Verspannungen im Schulter-Nackenbereich linksbetont, 
Konzentrationsstörungen, deutliche Belastungsverminderung). Aufgrund des sehr 
protrahierten Verlaufs, sicherlich durch Überlagerung bedingt (einerseits ausgeprägte 
Fibromyalgie und andererseits rezidivierende depressive Episode), schlage er eine 
stationäre Therapie vor. Sehr geeignet sei Klinik G.________, wo Wassertherapien aber 
auch physikalische Massnahmen und Gesprächstherapien durchgeführt werden könnten. 
Er glaube kaum, dass die Patientin ambulant aus dem Tief finde (UV-act. 37). Im Bericht 
vom 15. November 2019 erklärte Dr. D.________, der Heilungsverlauf gestalte sich 
schwierig, es seien praktisch keine Fortschritte zu erzielen, die Therapien seien schwierig, 
weil die Patientin sehr schmerzempfindlich sei. Derzeit würden Wassertherapie, 
Physiotherapie, Gesprächstherapie und Medikation mit Analgetika erfolgen. Das Ziel der 
Therapien sei eine Linderung der täglichen Schmerzen und Erholung der Belastbarkeit, 
wobei sicherlich ambulant das obere Limit erschöpft und dringend eine intensive 
Rehabilitation mit Schmerzverarbeitung notwendig sei. Vor dem Umfall sei die Patientin in 
einem Arbeitsversuch gewesen und habe dort ein Pensum von 50 % bestritten. Aktuell 
bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, eine Arbeitsaufnahme sei nicht in 
Sicht. Die Prognose sei ohne aktuelle intensive Therapie sehr schlecht und dürfte sich 
hinziehen. Er wäre froh, wenn rasch eine Kostengutsprache für eine Rehabilitation 

11

Urteil S 2020 65

gesprochen würde. Nur so komme man einen Schritt weiter und könne den Vorzustand 
wieder erreichen, womit die Unfallversicherung den Fall abschliessen könnte (UV-act. 43 
ff.). Damit stellte Dr. D.________ eindeutig eine Prognose für die beantragte stationäre 
Rehabilitation und bezog diese auch auf die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit – 
namentlich bis zum Vorzustand im Setting des Arbeitsversuchs der IV. Doktor D.________ 
hatte bei der Empfehlung der stationären Massnahme folglich klar die Wiederherstellung 
der Belastbarkeit und der Arbeitsfähigkeit im Blick. 

Auch Dr. med. F.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete in der 
E-Mail vom 11. September 2019, der Allgemeinzustand der Versicherten habe sich seit 
dem letzten Termin verschlechtert. Aufgrund der Schmerzen in der linken Schulter habe 
sie Ein- und Durchschlafschwierigkeiten. Durch die Verschlechterung der Schlafqualität sei 
die Patientin sehr dünnhäutig und durch laute Geräusche – im Sinne einer Hyperakusis – 
beeinträchtigt. Die aktuelle Medikation (zweimal täglich Seractil forte und Sirdalud) sei 
leider nicht ausreichend. Die Beschwerdeführerin nehme weiterhin an den verordneten 
ambulanten Terminen teil, leider sei zu befürchten, dass diese nicht ausreichten. Es sei 
die Kostengutsprache für einen Aufenthalt in einer geeigneten Reha-Einrichtung zu 
erteilen (UV-act. 28). Damit nahm Dr. F.________ zwar keine eigentliche Prognose 
hinsichtlich einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit vor, er schloss sich aber immerhin der 
Einschätzung von Hausarzt Dr. D.________ an. 

Zumindest Dr. D.________ sah damit mehr als nur die entfernte Möglichkeit, mit einer 
stationären Reha-Therapie eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin zu erwirken. Die Aktenlage war diesbezüglich im Zeitpunkt des 
Fallabschlusses einheitlich. Es liegen im Übrigen keine versicherungsinternen 
Stellungnahmen bei den Akten, die sich zur Frage der namhaften Verbesserung, der 
Zweckmässigkeit der beantragen stationären Therapie oder gar der natürlichen Kausalität 
der Beschwerden äussern würden. Vor dem Hintergrund der damaligen Aktenlage wäre es 
allerdings an der Beschwerdegegnerin gewesen, diesbezügliche versicherungsinterne 
oder -externe Beurteilungen einzuholen, um die echtzeitlichen Einschätzungen der 
behandelnden Ärzte versicherungsmedizinisch zu würdigen und allenfalls in diesem Sinne 
zu widerlegen, hätte sie denn die Ansicht vertreten, auf diese sei nicht abzustellen. 
Mangels solcher Berichte ist retrospektiv jedoch auf die damaligen prognostischen 
Einschätzungen und damit auf die übereinstimmenden Beurteilungen der behandelnden 
Ärzte abzustellen. 

12

Urteil S 2020 65

Die Beschwerdegegnerin hatte zugewartet sowie das im September 2019 gestellte 
Kostengutsprachegesuch unbeantwortet gelassen und den Fall stattdessen nach Ablauf 
von sechs Monaten lediglich mit dem Verweis darauf, dass allfällige mikrostrukturelle 
Läsionen in der Regel innert weniger Wochen abgeheilt seien, abgeschlossen (vgl. die 
Verfügung vom 10. Januar 2020; UV-act. 50 ff. S. 2). Dieses Vorgehen kann unter den 
gegebenen Umständen nicht angehen, bestand gestützt auf die Berichte der involvierten 
Medizinalpersonen doch noch eine realistische Aussicht auf eine namhafte Besserung im 
Sinne des Gesetzes. Der Fallabschluss erfolgte damit verfrüht. 

5.2 Die Beschwerdeführerin reicht im vorliegenden Verfahren den Austrittsbericht der 
Klinik G.________ vom 11. Juli 2020 zu den Akten (Bf-act. 9). Die stationäre Therapie 
(14. Juni bis 11. Juli 2020) war zwischenzeitlich von der Krankenkasse übernommen 
worden (Bf-act. 7). Dem Bericht lassen sich die Diagnosen eines therapieresistenten 
zervikozephalen Schmerzsyndroms nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma am 
25. Juni 2019, ein bekanntes Fibromyalgie-Syndrom sowie rezidivierende depressive 
Episoden entnehmen. Die Patientin habe am spezifischen vierwöchigen interdisziplinären 
ganzheitlich orientierten "ZIHKo-Behandlungsprogramm für Patienten mit Status nach 
HWS-Trauma" teilgenommen. Am Ende des Aufenthalts sei die Beweglichkeit unverändert 
geblieben. Es werde weiter eine ambulante Physiotherapie empfohlen, um das Erlernte zu 
festigen und den Status zu verbessern. Die Patientin habe vor dem Austritt von einer 
unveränderten Schmerzsituation berichtet. Sie werde ihre Psychotherapie wieder 
aufnehmen. Ausserdem sei die Wiederaufnahme eines Belastbarkeitstrainings resp. einer 
Integrationsmassnahme der IV zu empfehlen. Am 7. September 2020 berichtete der 
behandelnde Physiotherapeut, dass die letzte Therapiesitzung nicht habe zu Ende geführt 
werden können, da die Patientin starke Schmerzen sowie Übelkeit gehabt habe. Die 
Versicherte habe verschiedene Blockaden gehabt (HWS, Rippen), die aufgrund der 
erwähnten Beschwerden nicht hätten gelöst werden können. Als Therapie würde versucht, 
die 
"Systematic Release Therapie" einzuüben, evtl. sei auch eine Wassertherapie eine 
Möglichkeit (Bf-act. 10). 

Vor diesem Hintergrund ist spätestens seit dem Austritt aus der stationären Rehabilitation 
(11. Juli 2020) überwiegend wahrscheinlich durch weitere medizinische Massnahmen 
keine namhafte Verbesserung der Beschwerden mehr zu erwarten. Auch die 
Beschwerdeführerin selbst äusserte sich in der Replik vom 17. September 2020 
dahingehend, dass im stationären Setting eine Therapie zwar möglich gewesen sei, diese 

13

Urteil S 2020 65

jedoch zu keinerlei Beschwerdeverbesserung geführt habe, es bestehe ein 
therapieresistentes Schmerzsyndrom (act. 8 S. 2). Die Empfehlungen zu weiterführenden 
Behandlungen sind ab diesem Zeitpunkt im Sinne der zitierten Rechtsprechung 
(vgl. E. 4.5) nicht mehr zu berücksichtigen. Sie erfolgten einerseits ohne konkrete 
Prognose in Bezug auf eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit und bezogen sich andererseits 
lediglich auf die blosse Möglichkeit eines allenfalls positiven Resultats der medizinischen 
Massnahmen. Der Fallabschluss kann vorliegend somit per 11. Juli 2020 vorgenommen 
werden. Ab diesem Datum ist demnach realistischerweise durch weitere medizinische 
Massnahmen von keiner namhaften Besserung der gesundheitlichen Beschwerden mehr 
auszugehen. 

6. Nachdem feststeht, dass die Unfallversicherung den Fall zwar verfrüht 
abgeschlossen hat, der Fallabschluss aber per 11. Juli 2020 erfolgen kann, ist zu prüfen, 
ob die weiterhin geklagten Beschwerden (noch) unfallkausal sind. 

6.1 Im Rahmen der Adäquanzprüfung ist vorweg festzuhalten, dass die von der 
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden unbestrittenermassen nicht einem organisch 
nachweisbaren unfallbedingten Substrat zuzuordnen sind. Bereits Dr. D.________ hielt 
anlässlich der Erstkonsultation vom 25. Juni 2019 keine somatischen Befunde fest (UV-
act. 32 ff.). Auch in den Folgeuntersuchungen wurden keine organisch nachweisbaren 
Veränderungen dokumentiert und ebenso keine neurologischen Ausfälle beschrieben 
(vgl. UV-act. 30 ff., 43 ff., 101 f.).

Mangels objektiv ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinne nachweisbarer 
organischer Veränderungen stellt sich somit die Frage der Adäquanz der geklagten 
Beschwerden. Da die Anwendung der HWS-Praxis für die Versicherte grundsätzlich 
günstiger ist als diejenige für psychische Unfallfolgen, kann offen bleiben, ob vorliegend – 
bei vorbestehender Fibromyalgie sowie depressiver Symptomatik – allenfalls die Psycho-
Praxis zur Anwendung käme (vgl. vorne E. 4.4.1).

6.2 Für die Qualifikation eines Unfalles als schwer, mittelschwer oder leicht ist vom 
augenfälligen Geschehensablauf und den sich dabei entwickelnden Kräften auszugehen 
(BGE 117 V 359 E. 6a). Auffahrkollisionen auf ein (haltendes) Fahrzeug vor einem 
Fussgängerstreifen oder einem Lichtsignal werden rechtsprechungsgemäss in der Regel 
als mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten Unfällen betrachtet (BGer 
8C_571/2011 vom 23. Dezember 2011 E. 6.1; 8C_715/2010 vom 2. Dezember 2010 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=U+380%2F04&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&number_of_ranks=0#page366

14

Urteil S 2020 65

E. 5.2.2; EVG U 380/04 vom 15. März 2005 E. 5.1.2, je mit Hinweisen). In einzelnen Fällen 
hat das Bundesgericht einen leichten Unfall angenommen, so insbesondere bei einer 
niedrigen kollisionsbedingten Geschwindigkeitsveränderung (Delta-v unter 10 [bis 15] 
km/h) und zusätzlich weitgehendem Fehlen von unmittelbar im Anschluss an den Unfall 
auftretenden Beschwerden (BGer 8C_715/2010 vom 2. Dezember 2010 E. 5.2.2; 
8C_626/2009 vom 9. November 2009 E. 4.2.2, je mit Hinweisen).

Im Dokumentationsbogen für die Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 
Beschleunigungstrauma vom 25. Juni 2019 hielt Dr. D.________ fest, die Patientin habe 
zum Unfallhergang im Rahmen ihrer freien Schilderung angegeben, sie hätte rechts 
abbiegen wollen und vor einem Fussgängerstreifen anhalten müssen. Es sei ein starker 
Aufprall erfolgt, auf diesen sei sie nicht gefasst gewesen. Sie habe mit dem Auto noch 
nach Hause weiterfahren können (UV-act. 32 ff. S. 1). Gleiches ergibt sich aus der 
Schadenmeldung vom 3. Juli 2019, woraus zudem deutlich wird, dass ein anderes Auto 
von hinten in das Auto der Versicherten hineinfuhr (UV-act. 1). Die Beschwerdeführerin 
berichtete am Tag des Unfalles von sofort aufgetretenen Kopf- und Nackenschmerzen 
sowie von später dazugekommenem Schwindel und Übelkeit (UV-act. 32 ff. S. 2). Doktor 
D.________ stellte in der Folge die vorläufige Diagnose einer HWS-Distorsion Grad I nach 
QTF bei länger bestehender Fibromyalgie sowie depressiver Episode protrahiert (UV-
act. 32 ff. S. 4). Dem unfallanalytischen Gutachten der AXA vom 21. Januar 2020 ist 
sodann eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsveränderung von Delta-v 4 bis 8 km/h 
(Mittelwert von ca. 6 km/h) zu entnehmen (UV-act. 62 ff. S. 1 und S. 13). 

Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den 
Auffahrunfall der Versicherten als mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten 
Fällen eingestuft hat. Die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsveränderung war zwar 
niedrig, die Beschwerdeführerin berichtete jedoch direkt nach dem Ereignis von 
aufgetretenen – wenn auch nicht sehr ausgeprägten – Beschwerden. Infolgedessen 
müssen in Anwendung der HWS-Praxis vier Kategorien erfüllt sein, um den adäquaten 
Kausalzusammenhang der geklagten Beschwerden zu bejahen, sofern kein Kriterium in 
ausgeprägter Weise gegeben ist (vgl. vorne E. 4.4.2). 

6.3
6.3.1 Unbestrittenermassen nicht erfüllt sind die Kriterien der besonders dramatischen 
Begleitumstände oder besonderer Eindrücklichkeit des Unfalls, der Schwere oder 
besonderen Art der erlittenen Verletzungen und der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die 

15

Urteil S 2020 65

Unfallfolgen erheblich verschlimmert (vgl. vorne Sachverhalt lit. B, D, E und F). Anderes ist 
auch nicht ersichtlich, sodass sich Weiterungen hierzu erübrigen. 

6.3.2 Anhaltspunkte für eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung 
bis zum Fallabschluss (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.3) bestehen nicht. Das Kriterium 
bedingt, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf 
die Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung von 
ungewöhnlich langer Dauer. Abklärungsmassnahmen und blosse ärztliche Kontrollen 
sowie manualtherapeutische und medikamentöse Behandlungen vermögen dieses 
Kriterium nicht zu erfüllen (BGer 8C_686/2012 vom 28. Mai 2013 E. 7.3; 8C_698/2008 
vom 27. Januar 2009 E. 4.4; 8C_126/2008 vom 11. November 2008 E. 7.3). Im 
Wesentlichen fanden nebst medikamentöser Schmerzbehandlung eine psychiatrische 
Therapie sowie Physio- und Wassertherapie statt (vgl. UV-act. 37 und 43 ff.). Im Rahmen 
des stationären Aufenthalts in der Klinik G.________ vom 14. Juni bis 11. Juli 2020 nahm 
die Versicherte an einem vierwöchigen interdisziplinären Behandlungsprogramm teil, 
welches Physiotherapie (Übungen zur Mobilisation der BWS, Gleichgewichtsübungen, 
graduiertes Ausdauertraining), Ergotherapie für die rechte Hand, Trager Therapie (zum 
Aufzeigen von Entspannungsmöglichkeiten) sowie psychologische Einzelgespräche 
beinhaltete (Bf-act. 9). Dies genügt zur Bejahung des Kriteriums nicht. Nach der 
Rechtsprechung führen ferner selbst wiederholt mehrere Wochen dauernde Aufenthalte in 
Kliniken nicht ohne Weiteres zur Bejahung der anvisierten erheblichen zusätzlichen 
Beeinträchtigung der Lebensqualität (BGer 8C_453/2012 vom 14. Dezember 2012 
E. 4.2.2).

6.3.3 Adäquanzrelevant können nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem 
Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. 
Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der 
Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag 
erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4). Dieses Kriterium kann vor dem Hintergrund der 
durchgängig geklagten Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, Kopfschmerzen, 
Übelkeit mit Schwindel sowie Konzentrationsstörungen (vgl. etwa UV-act. 30 ff., 32 ff., 37, 
43 ff.) als grundsätzlich erfüllt angesehen werden; dies aber in Würdigung der Akten 
insgesamt bloss in einfacher Weise. 

So lässt sich den Berichten von Dr. D.________ zwar entnehmen, dass die Patientin nur 
ca. zwei Stunden mit jemandem Gespräche führen könne und sie sich aufgrund der 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_13%2F2008&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&number_of_ranks=0#page109

16

Urteil S 2020 65

persistierenden, ausgeprägten Belastungsverminderungen im Alltag nur kurzfristig (zwei 
bis drei Stunden) beschäftigen könne und sofort starke Erschöpfungssymptome und 
Schmerzen zeige, sodass sie sich hinlegen müsse. Die Versicherte könne auch in ihrem 
eigenen Haushalt kaum grössere Tätigkeiten erledigen (UV-act. 30 ff., 37, 43 ff., 101 f.). 
Auch Dr. F.________ hielt etwa am 27. Februar 2020 fest, die Konzentration habe sich 
deutlich eingeschränkt gezeigt, mehr als zwei bis drei Minuten Lesen sei aufgrund der 
Kopfschmerzen nicht mehr möglich. Es zeige sich ein ausgeprägtes Morgentief mit 
Niedergeschlagenheit, Übelkeit und Schmerzen. Die Patientin berichte zudem von 
ausgeprägter Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Durch die Arbeitsunfähigkeit habe sie 
auch die Möglichkeit verloren, am Eingliederungsprogramm der IV weiter teilzunehmen, 
welches eine wichtige Ressource für die Erhaltung der psychischen Gesundheit gewesen 
sei, und die Patientin sei auch zur Ausübung der ausserberuflichen Aktivitäten (soziale 
Kontakte, Spezialtherapien) zur weiteren Stabilisierung nicht mehr im Stande (UV-act. 84 
f.). Dabei mussten sich die Dres. D.________ und F.________ jedoch massgeblich auf die 
Angaben der Beschwerdeführerin abstützen. 

Aus dem Austrittsbericht der Klinik G.________ vom 11. Juli 2020 (Bf-act. 9) ergibt sich 
sodann, dass die Beschwerdeführerin während des vierwöchigen stationären Klinik-
aufenthalts an diversen Therapien (Mobilisation mit dem Pezziball, 
Gleichgewichtsübungen, graduiertes Ausdauertraining, Ergotherapie, Trager Therapie und 
Gesprächstherapie) – soweit ersichtlich im Wesentlichen uneingeschränkt – teilnehmen 
konnte. Beim Eintritt habe sie angegeben, schmerzlindernd seien Ablenkung und 
Spazieren, sie brauche Unterstützung im Haushalt. Während des Aufenthalts habe sie vor 
allem am Sitz- und Armvelo regelmässig trainiert. Gerne habe die Versicherte auch die 
geführte Walking-Gruppe genutzt. Sich ausserhalb der Klinik mit anderen zu bewegen, 
habe sie von den Schmerzen abgelenkt. Die Beschwerdeführerin sei sehr 
therapieerfahren gewesen und habe auf viel Gelerntes zurückgreifen können. Um die 
aktiven Copingstrategien gezielt anzuwenden und umzusetzen, benötige sie allerdings 
weiterhin Unterstützung. Sie habe nach dem Unfall die jahrelange Physiotherapie seit 
September 2019 sistiert. Die Versicherte habe danach noch regelmässig 
Hundespaziergänge absolviert. Im Corona-Lockdown sei sie kaum mehr nach draussen 
gegangen und habe auch auf die Maltherapie verzichten müssen; einzig ihren 
Psychotherapeuten habe sie noch aufgesucht. Bei der Gesprächstherapie in der Klinik 
habe die Optimierung der bisher entwickelten Copingstrategien im Vordergrund 
gestanden. Die Beschwerdeführerin habe dabei konstruktiv mitgearbeitet, habe aber Mühe 
gehabt, Erarbeitetes im Alltag konkret umzusetzen. Es werde eine ambulante 

17

Urteil S 2020 65

Physiotherapie sowie die Wiederaufnahme eines Belastbarkeitstrainings resp. der 
Integrationsmassnahme der IV empfohlen. 

Die Ärzte der Klinik G.________ erlebten die Beschwerdeführerin während ihres 
vierwöchigen Aufenthaltes in verschiedenen Situationen und hielten offenbar die 
Wiederaufnahme eines Belastbarkeitstrainings für möglich und zumutbar, anders lässt 
sich die dahingehende Empfehlung jedenfalls nicht interpretieren. Auch die Angaben der 
Beschwerdeführerin sowie die wahrgenommenen Aktivitäten und Therapien im 
Klinikrahmen lassen zumindest auf ein gewisses ausführbares Aktivitätsniveau auch im 
Alltag schliessen. Entgegen der von der Versicherten vertretenen Auffassung übersteigen 
die Beschwerden das bei Schleudertrauma-Verletzungen übliche Mass damit nicht derart, 
dass das Kriterium in besonders ausgeprägter Weise bejaht werden könnte (vgl. auch 
BGer 8C_686/2012 vom 28. Mai 2013 E. 7.4; 8C_13/2008 vom 1. Oktober 2008 E. 3.2.3; 
8C_402/2007 vom 23. April 2008 E. 5.2.5). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 
vorbringt, bedarf es bereits für die einfache Bejahung des Kriteriums des Vorliegens von 
erheblichen Beschwerden.

Ferner sei in diesem Zusammenhang bemerkt, dass die Schwere der erlebten 
Beschwerden massgeblich von der vorbestehenden Fibromyalgie sowie der depressiven 
Symptomatik überlagert bzw. abhängig zu sein scheint (vgl. UV-act. 37 und 43 ff.; Bf-
act. 4; vgl. hierzu auch nachfolgende E. 6.3.4). Ebenso dürfte ein Teil der 
Aktivitätsbeschränkungen der Beschwerdeführerin überwiegend wahrscheinlich im 
"Corona-Lockdown" und in der Empfehlung des Bundesrates, wegen der Pandemie zu 
Hause zu bleiben, begründet gewesen sein. 

6.3.4 Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten 
Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche 
Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, welche die 
Genesung bis zum Fallabschluss beeinträchtigt oder verzögert haben (BGer 8C_123/2018 
vom 18. September 2018 E. 5.2.2.2). Der Umstand, dass trotz verschiedener Therapien 
keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte, genügt allein nicht (BGer 8C_632/2018 
vom 10. Mai 2019 E. 10.3; 8C_765/2014 vom 9. Februar 2015 E. 11.6). 

Doktor D.________ hielt bereits am 25. September 2019 fest, der Verlauf sei sehr 
protrahiert, sicherlich auch durch Überlagerung bedingt, einerseits durch die ausgeprägte 
Fibromyalgie und anderseits durch die rezidivierenden depressiven Episoden (UV-act. 37). 

https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c18/8c_123_2018.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c18/8c_123_2018.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c14/8c_765_2014.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c14/8c_765_2014.pdf

18

Urteil S 2020 65

Diese Ansicht wiederholte er am 15. November 2019, die unfallfremden Faktoren spielten 
eine Rolle bei der Rehabilitationszeit, sie würden den Heilungsprozess sicher erschweren 
(UV-act. 43 ff. S. 2). Im Bericht vom 6. März 2020 bezeichnete Dr. D.________ den 
Heilungsverlauf der posttraumatischen Beschwerden abermals als deutlich protrahiert trotz 
adäquater Therapie (UV-act. 101 ff. S. 1). Am 13. Mai 2020 beschrieb er den 
Heilungsverlauf als erschwert, sicherlich bedingt durch die komplexe Vorgeschichte (Bf-
act. 4). Im Schreiben vom 28. Mai 2020 erklärte Dr. D.________ erneut, leider habe der 
Unfall vom 25. Juni 2019 mit kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma eine 
Destabilisierung herbeigeführt, als eigentlich endlich eine Perspektive im Aufbau begriffen 
gewesen sei. Es habe eine Destabilisierung der psychischen Situation mit mittelschwerer 
depressiver Verstimmung resultiert. Die Instabilität entstehe aber auch durch die 
langjährige Fibromyalgie (BF-act. 5).

Eine Fibromyalgie ist eine chronische, schmerzhafte, nichtentzündliche Erkrankung des 
Bewegungsapparates, also der Muskeln, Sehnen und Bänder. Man redet hierbei auch von 
Weichteil-Rheumatismus. Das Typische an der Fibromyalgie sind starke Schmerzen vor 
allem im Bereich der Muskulatur und der Sehnenansätze mit Druckschmerzen an 
definierten Punkten ("Tender points"). Dazu kommen häufig vegetative Symptome wie 
Übelkeit oder Schlaflosigkeit (vgl. BGE 132 V 65 E. 3.2). Diese Definition zeigt, dass 
insbesondere die Beschwerden, welche durch eine Fibromyalgie verursacht werden 
können, im Einzelfall nur schwer vom typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas 
der HWS (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, 
Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 
Wesensveränderung usw.; vgl. vorne E. 4.4.1) abgrenzbar sind bzw. sich diese 
gegebenenfalls gegenseitig beeinflussen und überlagern können. Die Ausführungen von 
Dr. D.________, welcher den Heilungsverlauf aufgrund der Vorerkrankungen der 
Versicherten wiederholt als stark protrahiert beschreibt, erscheinen vor diesem 
Hintergrund jedenfalls nachvollziehbar und durchaus plausibel. Es liegen ferner keine 
medizinischen Berichte bei den Akten, die dem entgegenstehen würden. 

Folglich ist davon auszugehen, dass die vorbestehende Fibromyalgie und die 
rezidivierende depressive Symptomatik überwiegend wahrscheinlich zu einem 
protrahierten Heilungsverlauf des diagnostizierten zervikozephalen Schmerzsyndroms 
geführt haben. Diese vorbestehenden Krankheitsbilder sind als besonderer Grund im 
Sinne der Rechtsprechung zu erblicken und nicht etwa – wie von der Beschwerdeführerin 
vorgebracht (vgl. act. 8 S. 2) – das durch den Unfall verursachte therapieresistente 

19

Urteil S 2020 65

zervikozephale Schmerzsyndrom selbst. Daran vermag insbesondere der Umstand nichts 
zu ändern, dass sowohl die Fibromyalgie als auch die rezidivierende depressive Störung 
vorliegend unbestrittenermassen vorbestehend und insofern nicht als unfallkausal zu 
betrachten sind; eine Komplikation ist nämlich ein Umstand, der den durchschnittlichen 
Heilungsprozess eines unfallbedingten Gesundheitsschadens ungünstig beeinflusst, und 
muss als solcher selber nicht auf den Unfall zurückzuführen sein. Da hier die Abheilung 
des unfallbedingten Gesundheitsschadens durch diese vorbestehenden gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen überwiegend wahrscheinlich ungünstig beeinflusst wurde, ist dieses 
Kriterium zu bejahen (vgl. in diesem Sinne auch BGer 8C_147/2017 vom 2. August 2017 
E. 5.3 mit protrahiertem Heilungsverlauf infolge einer unfallfremden Multiplen Sklerose); in 
Anbetracht der strengen Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. vorne E. 4.4.2) sowie 
der vorliegenden (nicht übermässig langen) Behandlungsdauer von etwas mehr als einem 
Jahr bis zum Fallabschluss allerdings bloss in einfacher Weise. 

6.3.5 Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 
Anstrengungen bis zum Fallabschluss bezieht sich nicht nur auf den angestammten Beruf, 
sondern auch auf alternative leidensangepasste Arbeiten (BGer 8C_948/2012 vom 
7. März 2013 E. 7.2.2). Konkret muss der Wille erkennbar sein, sich durch aktive 
Mitwirkung raschmöglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche 
Anstrengungen der versicherten Person können sich insbesondere in ernsthaften 
Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei ist 
auch der persönliche Einsatz im Rahmen von medizinischen Therapiemassnahmen zu 
berücksichtigen. Sodann können Bemühungen um alternative, der gesundheitlichen 
Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in der 
Zeit bis zum Fallabschluss in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche 
Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 
10.2.7). Arbeitete die versicherte Person vor dem Unfall teilzeitlich, ist bei der Bestimmung 
dieses Kriteriums grundsätzlich vom vormaligen Teilzeitpensum auszugehen (BGer 
8C_686/2012 vom 28. Mai 2013 E. 7.6; 8C_487/2012 vom 23. Juli 2012 E. 3.5.2).

Die Versicherte war vor dem Unfall im Rahmen eines Arbeitsversuchs der IV zuletzt in 
einem Arbeitspensum von 40 % am Empfang eines Altersheims tätig (vgl. vorne 
Sachverhalt lit. A; gestartet hatte die Beschwerdeführerin gemäss der Zielvereinbarung 
vom 26. März 2019 mit einem Pensum von 60 %; vgl. UV-act. 2 ff.). Hausarzt 
Dr. D.________ bescheinigte im Nachgang des Unfallereignisses durchgehend eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 17; Bf-act. 6). Psychiater Dr. F.________ äusserte 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_13%2F2008&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-109%3Ade&number_of_ranks=0#page109

20

Urteil S 2020 65

sich – soweit ersichtlich – nicht explizit zu Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit der 
Versicherten (vgl. UV-act. 28 und 84 f.). Die in der gleichen Praxis wie Dr. D.________ 
praktizierende Dr. med. H.________, FMH Allgemeine Innere Medizin, hielt am 
5. November 2019 fest, die Patientin befinde sich seit 30. Oktober 2019 in ihrer 
Behandlung und sei seit 24. Oktober 2019 zu 100 % arbeitsunfähig, ab 25. November 
2019 betrage die Arbeitsunfähigkeit 0 % (UV-act. 13). Weitere Berichte von 
Dr. H.________ finden sich allerdings nicht in den Akten, offenbar wechselte die 
Versicherte danach wieder zu Dr. D.________. Eindeutig ist der Grad der 
Arbeitsunfähigkeit nach dem Unfallereignis damit aber jedenfalls nicht ausgewiesen. 
Zumal auch der Austrittsbericht der Klinik G.________ vom 11. Juli 2020 (Bf-act. 9) – mit 
der Empfehlung, ein Belastbarkeitstraining wieder aufzunehmen – auf eine gewisse 
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin hinweist. Diese hatte überwiegend 
wahrscheinlich auch schon vor dem Austritt und damit vor dem Datum des 
Fallabschlusses bestanden, da die Beschwerden und die Schmerzsituation der 
Versicherten – wie sie auch selbst geltend macht – durch den stationären Aufenthalt nicht 
hätten verbessert werden können.

Einerseits zeigen die aktenkundigen Berichte, dass die Beschwerdeführerin zwar Mühe 
hatte, Erarbeitetes im Alltag konkret umzusetzen, und teilweise Therapiesitzungen 
schmerzbedingt abbrach oder abgesagt hatte, sie bei den medizinischen Behandlungen 
aber grundsätzlich konstruktiv mitarbeitete (vgl. etwa Bf-act. 9; UV-act. 30 f.). Sie bringt 
denn auch vor, unbedingt wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden zu wollen 
(act. 1 S. 4). Anderseits sind bis zum Fallabschluss keine eigentlichen Anstrengungen im 
Sinne von gescheiterten Arbeitsversuchen, einer (erfolglos) versuchten Rückkehr in den 
Arbeitsversuch bei der C.________ oder ähnliches ersichtlich. Im Übrigen sind solche 
Anstrengungen auch für die Zeit nach dem stationären Klinikaufenthalt, bei welchem die 
Wiederaufnahme des Belastbarkeitstrainings ausdrücklich empfohlen wurde (vgl. Bf-act. 9 
S. 3), nicht aktenkundig. Diese hätten zwar die Zeit nach dem Fallabschluss betroffen, 
wären aber durchaus geeignet gewesen, Rückschlüsse auf den Eingliederungswillen der 
Versicherten zu ziehen. 

Folglich ist nebst dem – bloss durch den behandelnden Hausarzt – nicht eindeutig 
ausgewiesenen Grad der Arbeitsunfähigkeit auch fraglich, ob überhaupt hinreichende 
Anstrengungen zur Bejahung dieses Kriteriums unternommen wurden. In diesem Lichte 
kann das Kriterium jedenfalls nicht als in besonders ausgeprägter Weise erfüllt gelten (vgl. 
in diesem Sinne auch BGer 8C_686/2012 vom 28. Mai 2013 E. 7.6).

21

Urteil S 2020 65

6.4 Damit steht fest, dass keines der massgeblichen Kriterien in besonders 
ausgeprägter Weise vorliegt und höchstens die Kriterien der erheblichen Beschwerden, 
des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Arbeitsunfähigkeit als erfüllt 
erachtet werden können. Damit sind höchstens drei Kriterien gegeben; bei mittelschweren 
Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssten zur Bejahung der Adäquanz 
allerdings deren vier vorliegen (vgl. vorne E. 4.4.2). Damit sind die Kriterien nicht in der 
rechtsprechungsgemäss verlangten gehäuften Weise gegeben, weshalb die Adäquanz 
des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 25. Juni 2019 und den über 
den 11. Juli 2020 hinaus geklagten, organisch nicht hinreichend nachweisbaren 
Beschwerden zu verneinen ist. Somit erweist sich die Leistungseinstellung auf dieses 
Datum hin als rechtens. 

6.5 Allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV sind weder geltend gemacht noch 
aktenkundig. Ohnehin sind die vorliegend noch geklagten Beschwerden – nach dem 
vorstehend Ausgeführten – nicht mehr als unfallkausal anzusehen, womit diesbezügliche 
Vorkehren der IV dem Fallabschluss nicht entgegenstünden (vgl. vorne E. 4.5 am Ende). 

Nachdem die adäquate Kausalität der fortbestehenden Beschwerden der Versicherten 
verneint wurde, kann insbesondere offen bleiben, wie es sich vorliegend mit der 
natürlichen Kausalität verhält; ob also allenfalls der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie 
er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige 
Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 
Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), 
erreicht wäre. 

Die Beschwerdegegnerin äusserte sich dahingehend, die Berichte von Dr. D.________ 
zeigten, dass die Beschwerden der Versicherten hauptsächlich durch die vorbestehende 
Fibromyalgie verursacht würden (act. 10 S. 3). Die behandelnden Ärzte sprachen sich 
allerdings sinngemäss für nach wie vor (natürlich) unfallkausale Beschwerden aus 
(vgl. etwa UV-act. 84 f. und 101 f.). Diesbezüglich sei immerhin bemerkt, dass es mit Blick 
auf die komplexe medizinische Ausgangslage zur abschliessenden Beurteilung dieser 
Frage einer fachärztlichen Expertise bedurft hätte, welche im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes von der Beschwerdegegnerin in Auftrag zu geben gewesen 
wäre. 

22

Urteil S 2020 65

7. Zusammenfassend ist der Einspracheentscheid vom 1. Mai 2020 nach dem 
Dargelegten in teilweiser Gutheissung der Beschwerde insoweit aufzuheben, als 
festzustellen ist, dass der Fallabschluss erst per 11. Juli 2020 zu erfolgen hat. Im Übrigen 
ist die Beschwerde abzuweisen. 

8.
8.1 Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos (Art. 61 
lit. a ATSG). 

8.2 Ausgangsgemäss ist der Beschwerdeführerin bei teilweisem Obsiegen eine vom 
Gericht nach Ermessen festzusetzende reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen 
(Art. 61 lit. g ATSG; BGE 117 V 401 E. 2c; 110 V 54 E. 3a). In Berücksichtigung der 
Tatsache, dass die Versicherte vorliegend einzig dahingehend obsiegt, als festgestellt 
wird, dass der Fallabschluss verfrüht erfolgte (was von der anwaltlich vertretenen 
Beschwerdeführerin nicht substantiiert bemängelt wurde) und die nachfolgende Prüfung 
der umstrittenen Kausalität der Beschwerden den Prozessaufwand massgeblich 
beeinflusste, ist diese auf Fr. 800.– (inkl. Auslagen und MWST) festzulegen. 

23

Urteil S 2020 65

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
1. Mai 2020 insoweit aufgehoben, als festgestellt wird, dass die 
Leistungseinstellung der Unfallversicherung erst per 11. Juli 2020 zu erfolgen hat. 
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Der Beschwerdeführerin wird zulasten der Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung im Betrag von Fr. 800.– (inkl. Auslagen und MWST) 
zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin und an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 15. Dezember 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am 

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG