# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9a8f36a6-7510-5837-9b51-721d2c4cf045
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.09.2009 C-8790/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8790-2007_2009-09-14.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8790/2007/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), Richter Vito Valenti, 
Richter Michael Peterli, Richterin Franziska Schneider, 
Richter Alberto Meuli,
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

X._______ AG, 
vertreten durch Fürsprecherin lic. iur. Regula Berger, 
Bahnhofplatz 5, Postfach 6233, 3001 Bern,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches 
SVGW,
Geschäftseinheit Marktüberwachung, Eschenstrasse 10, 
8603 Schwerzenbach,
Vorinstanz.

Verfügung vom 15.11.2007 betreffend Gaskocher BS100, 
Gasheizstrahler BS400 und Gasgrill 11100S.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8790/2007

Sachverhalt:

A.
Die X._______ AG bezweckt gemäss Handelsregister den Handel mit 
Bootszubehör  sowie  Sport  und  Campingartikel.  Mit  Schreiben  vom 
28. Februar  2005  forderte  die  Geschäftseinheit  Marktüberwachung 
des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches (SVGW) die 
X._______  AG  auf,  technische  Unterlagen  und  die 
Konformitätserklärung  für  drei  von  ihr  zum  Verkauf  angebotene 
Gasgeräte  (Gaskocher,  Heizstrahler  und  Gasgrill)  einzureichen 
(Akt. 9/2). 

Nach  weiterer  Korrespondenz  stellte  der  SVGW  mit  Zwischenver-
fügung  vom  25. August  2006  (Akt. 9/9)  fest,  die  X._______  AG sei 
ihrer  Pflicht,  die  Konformitätserklärungen  für  die  drei  Geräte 
einzureichen,  nur  ungenügend  nachgekommen.  Gleichzeitig  wies  er 
darauf  hin,  dass  das  Kontrollorgan  berechtigt  sei,  für  nachträgliche 
Kontrollen,  bei  denen  sich  herausstelle,  dass  ein  TEG  (technische 
Einrichtung oder technisches Gerät) den Sicherheitsvorschriften nicht 
genüge,  dem Inverkehrbringer  eine  Gebühr  in  Rechnung  zu  stellen. 
Die X._______ AG wurde – unter Strafandrohung im Unterlassungsfall 
(Dispositiv-Ziff. 3)  –  verpflichtet,  dem  verfügenden  Kontrollorgan  bis 
zum  25. September  2006  die  Konformitätserklärungen  für  drei 
Gasgeräte  (Gaskocher  BS100,  102,  150,  Keramik-Heizstrahler  und 
Bord  Gasgrill  11100S)  einzureichen  (Dispositiv-Ziff. 1)  sowie,  sofern 
möglich,  Angaben  zu  allfälligen  weiteren  Schweizer 
Importeuren / Vertreibern  dieser  Produkte  zu  machen  (Dispositiv-
Ziff. 2).  Über  die  Gebühren  werde  in  einer  späteren  Endverfügung 
entschieden (Dispositiv-Ziff. 4).

Mit Verfügung vom 15. November 2007 schloss der SVGW den Fall mit 
dem Hinweis  ab,  es  würden  keine  Massnahmen verfügt  (Dispositiv-
Ziff. 1) und auferlegte der X._______ AG für das Kontrollverfahren eine 
Gebühr von Fr. 2027.- (Dispositiv-Ziff. 2).

B.
Die X._______ AG liess, vertreten durch Fürsprecherin Regula Berger, 
mit Datum vom 14. Dezember 2007 Beschwerde beim Bundesverwal-
tungsgericht erheben und – unter Kosten und Entschädigungsfolge – 
die  Aufhebung  der  Ziff. 2  der  Verfügung  beantragen;  evtl.  sei  die 
Gebühr angemessen zu reduzieren (Akt. 1).

Seite 2

C-8790/2007

C.
Nach Eingang des mit  Zwischenverfügung vom 18. Januar  2008 auf 
Fr. 800.- festgesetzten Kostenvorschusses (Akt. 5 und 7) erstattete die 
Vorinstanz  am  13. März  2008  ihre  Vernehmlassung  und  beantragte 
sinngemäss, die Beschwerde sei abzuweisen (Akt. 9).

D.
Mit Replik vom 30. April  2008 (Akt. 11) und Duplik vom 9. Juni 2008 
(Akt. 13) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.

E.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021), 
sofern  keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als  Vorinstanzen 
gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. 

Angefochten ist  eine  Verfügung,  welche gestützt  auf  das  Bundesge-
setz vom 19. März 1976 über die Sicherheit von technischen Einrich-
tungen und Geräten (STEG, SR 819.1) erlassen wurde. Der Schweize-
rische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) ist eine Fachorga-
nisation,  die  als  STEG-Kontrollorgan  für  die  nachträgliche  Kontrolle 
von  bestimmten  Gasgeräten  zuständig  ist  (Art. 11  Abs. 1  Bst. c  der 
Verordnung  vom 12. Juni  1995  über  die  Sicherheit  von  technischen 
Einrichtungen  und  Geräten  [STEV,  SR  819.11]  in  Verbindung  mit 
Anhang 3  Bst. b  Ziff. 1  der  Zuständigkeitenverordnung-STEG  vom 
23. August 2005 [SR 819.116]). Der SVGW ist somit eine Vorinstanz 
im  Sinne  von  Art. 33  Bst. h  VGG.  Die  sachliche  Zuständigkeit  des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Beurteilung von Beschwerden gegen 
Verfügungen der Fachorganisationen und Institutionen im Bereich des 
STEG ergibt sich zudem aus Art. 12 Abs. 2 STEG.

Seite 3

C-8790/2007

2.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit  das  Verwaltungsgerichts-
gesetz nichts anderes bestimmt (Art. 12 Abs. 1 STEG, Art. 37 VGG).

Die  ordentlich vertretene Beschwerdeführerin ist als Adressatin durch 
die angefochtene Verfügung ohne Zweifel besonders berührt  und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung. 
Zudem hat  sie  am vorinstanzlichen  Verfahren  teilgenommen. Sie  ist 
daher  zur  Beschwerdeführung legitimiert  (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). 
Nachdem  sie  auch  den  einverlangten  Verfahrenskostenvorschuss 
fristgemäss geleistet hat, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde (Art. 50 und 52 VwVG) einzutreten.

3.
Streitig  ist  die  mit  dem  Abschluss  des  STEG-Kontrollverfahrens 
verfügte Gebühr.

3.1 Die  Beschwerdeführerin  bringt  im  Wesentlichen  vor,  für  die 
erhobene  Gebühr  fehle  es  an  einer  gesetzlichen  Grundlage.  Die  in 
Art. 3 der Verordnung des EVD vom 16. Juni 2006 über die Gebühren 
für  technische Einrichtungen und Geräte (GebV-STEG, SR 819.117) 
genannten Voraussetzungen zur  Erhebung einer  Gebühr  seien nicht 
erfüllt. Zudem verweise die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
auf  Art. 3  Abs. 1  GebV-STEG und  damit  auf  die  alte  (aufgehobene) 
Gebührenverordnung vom 30. April 1999.

3.2 Dem  Legalitätsprinzip  (vgl.  Art. 5  Abs. 1  der  Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999 [BV, SR 
101]) kommt bei Abgaben eine besondere Bedeutung zu (siehe zum 
Folgenden auch Urteil BVGer A-4620/2008 vom 19. Januar 2009 E. 2 
und 3 mit Hinweisen). 

3.2.1 Gemäss Art. 164 Abs. 1 Bst. d BV muss der Kreis der Abgabe-
pflichtigen sowie der  Gegenstand und die Bemessung von Abgaben 
auf  der  Stufe  des  Bundesgesetzes  geregelt  sein.  Nach  der  Recht-
sprechung können bei  gewissen Kausalabgaben – insbesondere  bei 
Verwaltungsgebühren – die Anforderungen an die formell gesetzliche 
Festlegung  der  Bemessung  gelockert  werden,  wenn  das  Mass  der 
Abgabe durch überprüfbare verfassungsrechtliche Prinzipien (Kosten-
deckungs-  und Äquivalenzprinzip)  begrenzt  wird  und nicht  allein  der 
Gesetzesvorbehalt diese Schutzfunktion erfüllt (BGE 130 I 113 E. 2.2, 

Seite 4

C-8790/2007

ADRIAN HUNGERBÜHLER, Grundsätze des Kausalabgaberechts, Schweize-
risches Zentralblatt [ZBl] 104 [2003] S. 505 ff., 514 und 516). 

3.2.2 Im Übrigen haben Abgaben, wenn auch nicht notwendigerweise 
in allen Teilen auf Stufe des Gesetzes im formellen Sinn, so doch in 
genügender  Bestimmtheit  zumindest  in  rechtsatzmässiger  Form  de-
finiert  zu  sein.  Die  Voraussetzungen  für  die  Erhebung  der  Abgabe 
müssen in den anwendbaren Rechtsgrundlagen so klar umschrieben 
sein, dass der rechtsanwendenden Behörde kein übermässiger Spiel-
raum verbleibt und die möglichen Abgabepflichten für den Bürger hin-
reichend  voraussehbar  sind.  Welche  Anforderungen  im  Einzelfall  zu 
stellen sind, hängt von der Natur der Materie ab (Urteil BVGer A-4620/ 
2008  vom  19. Januar  2009  E. 3.3  mit  Hinweis  auf  BGE  126  I  180 
E. 2a/bb und BGE 123 I 248 E. 2). 

4.

4.1 Gemäss Art. 7 STEG können für  die nachträgliche Kontrolle von 
technischen Einrichtungen und Geräten durch Vollzugsorgane Gebüh-
ren erhoben werden (Satz 1). Das zuständige Departement erlässt die 
Gebührenordnung (Satz 2).

4.1.1 Die  GebV-STEG  regelt  die  Gebühren  für  die  nachträglichen 
Kontrollen  des  Staatssekretariats  für  Wirtschaft  (SECO)  und der  mit 
dem Vollzug betrauten Institutionen (Kontrollorgane) auf dem Gebiete 
des STEG (Art. 1 GebV-STEG). Gemäss Art. 2 GebV-STEG gelten die 
Bestimmungen  der  Allgemeinen  Gebührenverordnung  vom  8. Sep-
tember 2004 (AllgGebV, SR 172.041.1), soweit die GebV-STEG keine 
besondere Regelung enthält. Zur Gebührenerhebung bestimmt Art. 3 
GebV-STEG,  dass  für  die  nachträgliche  Kontrolle,  bei  der  sich 
herausstellt,  dass  eine  technische  Einrichtung  oder  ein  technisches 
Gerät  (TEG)  nicht  den  Vorschriften  entspricht,  sowie  für  Kontrollen 
beanstandeter TEG dem Inverkehrbringer eine Gebühr auferlegt wird. 
Die Bemessung der Gebühren richtet sich gemäss Art. 4 GebV-STEG 
nach dem Zeitaufwand, wobei der Stundenansatz Fr. 200.- beträgt.

4.1.2 Die  AllgGebV wurde  vom Bundesrat  gestützt  auf  Art. 46a  des 
Regierungs-  und  Verwaltungsorganisationsgesetzes  vom  21. März 
1997 (RVOG, SR 172.010) erlassen. Mit Art. 46a RVOG (in Kraft seit 
1. Januar 2005) wurde eine allgemeine gesetzliche Grundlage für die 
Gebührenerhebung  bei  Verfügungen  und  Dienstleistungen  der 
Bundesverwaltung  geschaffen  (THOMAS BRAUNSCHWEIG,  Gebührenerhe-

Seite 5

C-8790/2007

bung durch die Bundesverwaltung, LeGes 2005 S. 9 ff., S. 21,  THOMAS 
SÄGESSER, Kommentar zum Regierungs- und Verwaltungsorganisations-
gesetz RVOG, Bern 2007, Art. 46a N. 9). Die AllgGebV legt die Grund-
sätze fest, nach denen die Bundesverwaltung für ihre Verfügungen und 
Dienstleistungen  Gebühren  erhebt  (Art. 1  Abs. 1  AllgGebV),  wobei 
spezialrechtliche  Gebührenerhebungen  vorbehalten  bleiben  (Abs. 4). 
Art. 2  Abs. 1 AllgGebV hält  das  Art. 46a RVOG zu Grunde liegende 
Verursacherprinzip  (siehe  BRAUNSCHWEIG,  a.a.O.,  S. 18)  fest:  Wer  eine 
Verfügung veranlasst  oder eine Dienstleistung beansprucht,  hat  eine 
Gebühr  zu  bezahlen.  Die  beiden  Bestimmungen  zur  Bemessungs-
grundlage (Art. 4 AllgGebV) und zur Festlegung der Gebührenansätze 
(Art. 5  AllgGebV)  stellen  Anweisungen  für  die  generell-abstrakte 
Festlegung der Gebührensätze dar und richten sich an den Bundesrat 
(BRAUNSCHWEIG, a.a.O., S. 32) bzw. an den Verordnungsgeber; sie bilden 
keine  Grundlage  zur  Festlegung  von  Gebühren  durch  Verwaltungs-
behörden im Einzelfall (SÄGESSER, a.a.O., Art. 46a N. 35). Weiter regelt 
die  AllgGebV  das  Verfahren  zur  Erhebung  der  Gebühren,  das 
Gebühreninkasso und die Verjährung. Gemäss Art. 16 AllgGebV waren 
die spezialrechtlichen Gebührenverordnungen bis zum 31. Dezember 
2006 an die AllgGebV anzupassen.

4.2 In der angefochtenen Verfügung wird betreffend Gebührenbemes-
sung  auf  Art. 3  Abs. 1  GebV-STEG  verwiesen.  Ob  es  sich  bei  der 
Nennung  des  Abs. 1  –  wie  die  Vorinstanz  einwendet  –  um ein  Ver-
sehen  gehandelt  hat,  ist  vorliegend  nicht  von  Belang.  Als  Rechts-
grundlage für  die Gebührenerhebung wird in der Verfügung in erster 
Linie  Art. 13a  Abs. 2  STEV,  in  der  Vernehmlassung  (Ziff. 9)  zudem 
Art. 2 AllgGebV angeführt. 

5.
Um zu prüfen, ob die streitige Gebühr ihre Rechtsgrundlage in Art. 13a 
Abs. 2 STEV findet,  ist  zunächst  auf  das System der nachträglichen 
Kontrolle und die Vorschriften, welchen TEG bzw. Gasgeräte entspre-
chen müssen, einzugehen.

5.1 Das  STEG  sieht  keine  behördliche  Zulassung  von  technischen 
Einrichtungen und Geräten (TEG) vor, sondern das System der nach-
träglichen  Kontrolle  bzw.  der  Marktkontrolle  (vgl.  STEG-Kommentar 
des  Staatssekretariats für  Wirtschaft  [SECO],  Ausgabe Januar 2004, 
S. 13 f. und 24 ff.). 

Seite 6

C-8790/2007

Wer  eine  technische  Einrichtung  oder  ein  Gerät  in  Verkehr  bringt, 
muss nachweisen können, dass die Einrichtung oder das Gerät  den 
grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen entspricht 
(Art. 4b Abs. 1 STEG). Der Nachweis erfolgt grundsätzlich durch eine 
Konformitätserklärung  (vgl.  Art. 7  Abs. 1  STEV)  und  das  Beibringen 
von  technischen  Unterlagen  (siehe  Art. 8  Abs. 1  STEV).  Wer  Gas-
geräte in Verkehr bringt, muss auf Verlangen der Kontrollorgane eine 
Konformitätserklärung  gemäss  Anhang  2  STEV  vorlegen  können 
(Art. 7 Abs. 2 STEV) und die speziellen Anforderungen an die techni-
schen Unterlagen für Gasgeräte im Anhang 3 STEV beachten.

5.2 Die  Kontrollorgane  haben  gemäss  Art. 13  STEV  folgende 
Aufgaben und Befugnisse: Sie führen stichprobenweise nachträgliche 
Kontrollen  über  die  Einhaltung  der  Sicherheitsvorschriften  für  TEG 
durch und verfolgen begründete Hinweise, wonach TEG den Vorschrif-
ten  nicht  entsprechen  (Abs. 1).  Eine  solche  nachträgliche  Kontrolle 
umfasst  die  formelle  Überprüfung,  ob  die  Konformitätserklärung 
(sofern  gefordert)  in  Ordnung  ist  und  die  technischen  Unterlagen 
vollständig sind, eine Sicht- und Funktionskontrolle sowie eine weitere 
nachträgliche Kontrolle des beanstandeten TEG (Abs. 2).

Im  Rahmen  der  nachträglichen  Kontrolle  sind  die  Kontrollorgane 
insbesondere befugt, die für den Nachweis der Konformität von TEG 
erforderlichen Unterlagen und Informationen zu verlangen, Muster zu 
erheben und Prüfungen zu veranlassen sowie während der üblichen 
Arbeitszeit  die  Geschäftsräume  zu  betreten  (Art. 13  Abs. 3  STEV). 
Bringt  der  Inverkehrbringer  die  verlangten  Unterlagen  innerhalb  der 
von den Kontrollorganen festgesetzten Frist nicht oder nicht vollständig 
bei, so können diese eine Überprüfung verfügen. Der Inverkehrbringer 
trägt die Kosten (Abs. 4). Die Kontrollorgane können eine Überprüfung 
auch verfügen, wenn aus der Konformitätserklärung nach Art. 7 nicht 
hinreichend hervorgeht,  dass ein TEG den Anforderungen entspricht 
oder wenn Zweifel bestehen, ob ein TEG mit den eingereichten Unter-
lagen  übereinstimmt  (Abs. 5).  Ergibt  die  Überprüfung  nach  Abs. 5, 
dass ein TEG den Anforderungen nicht entspricht, so trägt der Inver-
kehrbringer die Kosten der Überprüfung (Abs. 6).

5.3 Art. 13a STEV regelt die Massnahmen, die von den Kontrollorga-
nen ergriffen werden können: 

5.3.1 Entspricht  ein  TEG den Vorschriften  der  STEV nicht,  so  infor-
miert  das  Kontrollorgan den Inverkehrbringer  über  das  Ergebnis  der 

Seite 7

C-8790/2007

Kontrolle und gibt ihm Gelegenheit zur Stellungnahme. Hierauf ordnet 
es  gegebenenfalls  die  nötigen  Massnahmen mit  einer  Verfügung  an 
und räumt für deren Befolgung eine angemessene Frist ein. Es kann 
insbesondere das weitere Inverkehrbringen verbieten, den Rückruf, die 
Beschlagnahme  oder  die  Einziehung  verfügen  sowie  die  von  ihm 
getroffenen  Massnahmen  veröffentlichen  (Abs. 1).  Die  Liste  der 
aufgeführten Massnahmen ist  nicht  abschliessend (vgl. Urteil  BVGer 
C-3024/2007 vom 8. Dezember 2008 E. 3.2.3 mit Hinweis auf STEG-
Kommentar, S. 24). 

5.3.2 Nach Art. 13a  Abs. 2  STEV wird  dem Inverkehrbringer  für  die 
nachträgliche Kontrolle, bei der sich herausstellt,  dass ein TEG nicht 
den Vorschriften entspricht,  eine Gebühr auferlegt. Auslagen werden 
zusätzlich berechnet. Die Gebühren und Auslagen richten sich nach 
der GebV-STEG.

5.4 Sowohl Art. 3 GebV-STEG als auch Art. 13a Abs. 2 STEV setzen 
für  die  Erhebung  von  Gebühren  voraus,  dass  ein  TEG  nicht  den 
Vorschriften entspricht. 

5.4.1 Die Vorinstanz führt in ihrer Vernehmlassung aus, eine fehlende 
oder  unvollständige  Konformitätserklärung  stelle  einen  formellen 
Mangel dar, welcher ebenfalls als Mangel im Sinne von Art. 13a Abs. 2 
STEV zu qualifizieren sei. Sie beruft  sich dabei auf die Weisung zur 
Gebührenerhebung  im  STEG-Vollzug  des  SECO  vom  23. Februar 
2007 (im Folgenden: Weisung SECO, Akt. 9/10). 

5.4.2 Weisungen gehören zu den sogenannten Verwaltungsverordnun-
gen.  Diese  sollen  eine  einheitliche,  gleichmässige  und  sachrichtige 
Praxis des Gesetzesvollzugs sicherstellen und sind für die als eigent-
liche Adressaten figurierenden Verwaltungsbehörden verbindlich, wenn 
sie nicht klarerweise einen verfassungs- oder gesetzeswidrigen Inhalt 
aufweisen. Nicht  verbindlich  sind  Verwaltungsverordnungen  dagegen 
für  die  Justizbehörden.  Das  Gericht  soll  allerdings  Weisungen  bei 
seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern diese eine dem Einzel-
fall  angepasste  und  gerecht  werdende  Auslegung  der  anwendbaren 
gesetzlichen Bestimmungen zulassen (BVGE 2007/41 E. 3.3 mit Hin-
weisen;  ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren 
vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, S. 81 Rz. 2.173 f.). 

Eine Verwaltungsverordnung kann – wie eine bestehende verwaltungs-
interne Praxis – unter keinen Umständen alleinige Grundlage für die 

Seite 8

C-8790/2007

abgaberechtliche Erfassung eines  Sachverhalts  bilden (Urteil  BVGer 
A-4620/2008 vom 19. Januar 2009 E. 3.3 mit Hinweisen).

5.4.3 Mit  ihrer  Auslegung von Art. 13a Abs. 2 STEV (und von Art. 3 
GebV-STEG) gehen Vorinstanz und SECO über deren Wortlaut hinaus. 
Die  Konformitätserklärung  und  die  weiteren  Unterlagen,  welche  der 
Inverkehrbringer von Gasgeräten auf Verlangen der Kontrollorgane – 
innert angemessener Zeit – beibringen muss (vgl. Art. 8 Abs. 1 und 2 
STEV sowie  Anhang  3  Bst. B),  dienen  dem Nachweis,  dass  das  in 
Verkehr  gebrachte  Gerät  den  Sicherheits-  und  Gesundheitsanfor-
derungen  entspricht  (vgl.  Art. 4b  STEG,  Art. 7  STEV).  Reicht  der 
Inverkehrbringer vor Ablauf einer von der Kontrollbehörde angesetzten 
Frist  keine  den  Anforderungen  entsprechende  Konformitätserklärung 
ein, verletzt dieser zwar seine ihm obliegenden Pflichten. Deshalb liegt 
aber noch nicht  ein nicht  den Vorschriften entsprechendes TEG vor, 
wie  dies  Art. 13a  Abs. 2  STEV  und  Art. 3  GebV-STEG  für  die 
Erhebung  von  Gebühren  voraussetzen.  Kommt  der  Inverkehrbringer 
seiner  Pflicht,  die  verlangten  Unterlagen  einzureichen,  nicht  nach, 
kann das Kontrollorgan eine Überprüfung verfügen, deren Kosten zu 
Lasten des Inverkehrbringers gehen (Art. 13 Abs. 4 STEV).

5.4.4 Soweit  die  Vorinstanz  vorbringt,  sie  habe  mit  ihrer  Verfügung 
vom 25. August  2006  –  im  Sinne  einer  milderen  Massnahme –  die 
Beschwerdeführerin  lediglich  zur  Einreichung  der  Konformitätser-
klärungen  für  die  drei  Gasgeräte  verpflichtet,  weil  Überprüfungen 
regelmässig  hohe  Kosten  verursachten,  lässt  sich  daraus  nicht  die 
Zulässigkeit  der  Gebührenerhebung  ableiten,  zumal  sich  der  Verfü-
gung  keine  entsprechende  Begründung  entnehmen lässt.  Betreffend 
Gebühren wird in den Erwägungen vielmehr auf Art. 3 GebV-STEG in 
Verbindung  mit  Art. 13a  Abs. 2  STEV  verwiesen.  Im  Dispositiv  wird 
lediglich festgehalten, dass über die Gebühren mit der Endverfügung 
entschieden  werde.  Dass  die  Beschwerdeführerin  allein  aufgrund 
dieser Verfügung, also unabhängig davon, ob sie der Anordnung Folge 
leistet,  gebührenpflichtig  würde,  geht  daraus  nicht  hervor. Nach  der 
Weisung SECO (Ziff. 3.2) hätten die Gebühren im Übrigen gleichzeitig 
mit der Herausgabeverfügung auferlegt werden müssen.

5.5 Als  Zwischenergebnis  ist  festzuhalten,  dass  sich  die  streitige 
Gebühr weder auf Art. 3 GebV-STEG noch auf Art. 13a Abs. 2 STEV 
stützen lässt.

Seite 9

C-8790/2007

6.
Zu prüfen bleibt, ob sich die Gebührenpflicht aus Art. 2 GebV-STEG in 
Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 AllgGebV ableiten lässt.

6.1 Zunächst  ist  zu  berücksichtigen,  dass  die  AllgGebV –  wie  auch 
Art. 46a  RVOG –  die  Grundsätze  der  Gebührenerhebung  durch  die 
Bundesverwaltung  regelt.  Auf  Organisationen  und  Personen  des 
öffentlichen oder privaten Rechts, welche durch ein Bundesgesetz mit 
Verwaltungsaufgaben  betraut  wurden  (Art. 2  Abs. 4  RVOG),  ist 
Art. 46a RVOG – und somit grundsätzlich auch die AllgGebV – nicht 
anwendbar (vgl. BRAUNSCHWEIG, a.a.O., S. 14 f.; SÄGESSER, a.a.O., N. 19). 
Für  die  Gebührenerhebung  durch  die  nicht  der  Bundesverwaltung 
angehörenden  STEG-Kontrollorgane  kann  die  AllgGebV  nur  soweit 
herangezogen werden, als die – gestützt auf Art. 7 STEG erlassene – 
GebV-STEG die AllgGebV als analog anwendbar erklärt. 

6.2 Art. 2  GebV-STEG  erklärt  die  AllgGebV  generell  als  (subsidiär) 
anwendbar, soweit die GebV-STEG keine besondere Regelung enthält. 
Nicht  vom  globalen  Verweis  erfasst  sein  können  von  vornherein 
diejenigen Bestimmungen, die sich an den Verordnungsgeber richten 
(insbesondere  Art. 4  und  Art. 5  AllgGebV; vgl.  E. 4.1).  Nach Ansicht 
der Vorinstanz, die sich auf die Weisung SECO stützt, bezieht sich der 
Verweis jedenfalls auch auf Art. 2 Abs. 1 AllgGebV, wonach gebühren-
pflichtig  ist,  wer  eine  Verfügung  veranlasst  oder  eine  Dienstleistung 
beansprucht. Demnach wäre  Art. 3  GebV-STEG (Gebührenerhebung 
für die nachträgliche Kontrolle, wenn das TEG nicht den Vorschriften 
entspricht, sowie für weitere Kontrollen beanstandeter TEG) nicht als 
besondere  Regelung  zu  verstehen,  in  welchen  Fällen  im  Bereich 
STEG eine  Gebühr  zu  erheben  ist.  Gemäss  Weisung  SECO kommt 
Art. 2  Abs. 1  AllgGebV unter  anderem dann  zur  Anwendung,  „wenn 
sich  der  Inverkehrbringer  nicht  kooperativ  verhält  resp. Fristen  nicht 
einhält und das Kontrollorgan die Herausgabe von Konformitätserklä-
rung  und  technischen  Unterlagen  per  Verfügung  veranlassen  muss“ 
(Ziff. 3.2).  Bei  dieser  Interpretation  bleibt  indessen  unklar,  welche 
Funktion  Art. 3  GebV-STEG  zukommen  soll,  da  sich  die  Gebühren-
pflicht in den hier speziell genannten Fällen ebenfalls aus Art. 2 Abs. 1 
AllgGebV ableiten liesse und der erste in Art. 3 GebV-STEG genannte 
Fall bereits durch Art. 13a Abs. 2 STEV geregelt wird. Selbst wenn die 
AllgGebV im Bereich des STEG unmittelbar anwendbar wäre, würden 
Wortlaut  und  Systematik  dafür  sprechen,  Art. 3  GebV-STEG als  lex 
specialis zu Art. 2 Abs. 1 AllgGebV zu betrachten, zumal Art. 1 Abs. 4 

Seite 10

C-8790/2007

AllgGebV  spezialrechtliche  Gebührenregelungen  ausdrücklich  vorbe-
hält.

6.3 Nach dem Wortlaut von Art. 7 STEG wäre eine allgemeine Gebüh-
renpflicht für nachträgliche Kontrollen, mithin unabhängig vom Ergeb-
nis dieser Kontrollen, zulässig. Allein durch das Inverkehrbringen von 
TEG entstehen durch den erforderlichen Kontrollaufwand Kosten. Eine 
solche  –  weite  –  Auslegung  des  Verursacherprinzips  wird  in  der 
Literatur in einem System der nachträglichen Kontrolle jedoch als nicht 
angebracht  erachtet  (BRAUNSCHWEIG,  a.a.O.,  S. 18  ff.).  Auch  die  (per 
1. August 2006 aufgehobene) Verordnung des EVD vom 30. April 1999 
über die Gebühren für technische Einrichtungen und Geräte (altGebV-
STEG) ging vom Grundsatz aus, dass nur einem fehlbaren Inverkehr-
bringer Gebühren für nachträgliche Kontrollen auferlegt werden (nicht 
veröffentlichtes Urteil der Eidgenössischen Rekurskommission für die 
Unfallversicherung [REKU] 563/03 vom 7. Oktober 2004 E. 5a; siehe 
auch  STEG-Kommentar,  Ziff. 7.2.3).  Ob  alle  oder  nur  bestimmte 
Verstösse gegen STEG-Vorschriften eine Gebührenpflicht begründen, 
muss in einem Rechtssatz mit  hinreichender Bestimmtheit  festgelegt 
werden  (vgl.  E. 3.2.2).  Die  von der  Vorinstanz  (bzw. in  der  Weisung 
SECO)  vertretene  Auffassung,  wonach  subsidiär  auch  Art. 2  Abs. 1 
AllgGebV  anwendbar  sei,  lässt  sich  mit  diesen  Anforderungen  des 
Legalitätsprinzips nicht  vereinbaren. Für einen Inverkehrbringer wäre 
kaum  voraussehbar,  in  welchen  Fällen  ihm  eine  Gebühr  auferlegt 
werden kann bzw. wann das Kontrollorgan auf die allgemeine General-
klausel gemäss Art. 2 Abs. 1 AllgGebV zurückgreifen wird. Dass in der 
– nicht veröffentlichten – Weisung SECO festgelegt wird, bei welchem 
Verhalten  eine  auf  Art. 2  Abs. 1  AllgGebV  gestützte  Gebühr  zu 
verfügen ist, vermag daran nichts zu ändern.

6.4 Im  Unterschied  zur  aktuell  gültigen  GebV-STEG  liess  sich  der 
früheren  Gebührenverordnung  –  wenn  auch  nicht  Art. 2  betreffend 
Gebührenpflicht,  sondern  Art. 3  Abs. 1  altGebV-STEG  betreffend 
Gebührenbemessung  –  entnehmen,  dass  auch  Gebühren  erhoben 
werden, wenn die Konformitätserklärung oder -bescheinigung als nicht 
genügend  befunden  wird.  Eine  Regelung,  wonach  grundsätzlich 
Gebühren  erhoben  werden,  wenn  eine  nachträgliche  Kontrolle  zu 
Beanstandungen führt (vgl. bspw. Art. 71 Abs. 2 der Lebensmittel- und 
Gebrauchsgegenständeverordnung vom 23. November 2005 [LGV, SR 
817.02]) und somit auch, wenn der Inverkehrbringer seiner Pflicht nicht 
nachkommt, den Nachweis betreffend Erfüllung der Anforderungen zu 

Seite 11

C-8790/2007

erbringen,  erscheint  in  einem  System  der  Marktüberwachung  ohne 
Zulassungsverfahren  zwar  durchaus  sachgerecht  (vgl.  auch  BRAUN-
SCHWEIG,  a.a.O.,  S. 19  f.).  Sofern  der  Verordnungsgeber  von  einem 
solchen  Grundsatz  ausgegangen  sein  sollte,  geht  dies  jedoch  wie 
gesagt aus den massgebenden Bestimmungen nicht hervor, weshalb 
eine entsprechende Präzisierung in der GebV-STEG erforderlich wäre.

6.5 Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  die  mit  Verfügung  vom 
15. November  2007 der  Beschwerdeführerin  auferlegte  Gebühr  nicht 
auf einer (hinreichend konkreten) gesetzlichen Grundlage beruht. Die 
Ziffer 2 der  angefochtenen Verfügung ist  daher  aufzuheben,  was zur 
Gutheissung der Beschwerde führt. 

Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die Höhe der auferlegten 
Gebühr  bzw. der  in  Rechnung  gestellte  Aufwand  von  zehn  Stunden 
vom  Gericht  überhaupt  prüfend  nachvollzogen  werden  könnte  (vgl. 
bspw. Urteil BVGer C-2090/2006 vom 31. Oktober 2007 E. 3.5).

7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

7.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art. 63  Abs. 1 
VwVG die  Verfahrenskosten in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei. 
Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss ist daher 
zurückzuerstatten. Den  Vorinstanzen  werden  keine  Verfahrenskosten 
auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG).

7.2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gemäss Art. 64 
Abs. 1 und 2 VwVG in Verbindung mit  Art. 7 ff.  des Reglements vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, SR 173.320.2)  Anspruch auf  eine 
Parteientschädigung zu Lasten der  Vorinstanz. Da keine Kostennote 
eingereicht wurde, ist die Entschädigung auf Grund der Akten festzu-
setzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). 

Der  Stundenansatz  für  die  anwaltliche  Vertreterin  ist  in  Anwendung 
von Art. 10 Abs. 2 VGKE auf  Fr. 250.-  (exkl. Mehrwertsteuer)  festzu-
setzen.  Unter  Berücksichtigung  des  gebotenen  und  aktenkundigen 
Aufwandes  erscheint  eine  Vergütung  von  12 Stunden  sowie  ein 
pauschaler Auslagenersatz von Fr. 100.- angemessen. Zuzüglich zum 

Seite 12

C-8790/2007

Betrag von Fr. 3'100.- ist die Mehrwertsteuer von 7,6 % (Fr. 235.60) zu 
vergüten. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  gutgeheissen; Dispositiv-Ziffer 2 der  angefoch-
tenen Verfügung wird aufgehoben.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 
wird  der  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr. 800.-  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Der  Beschwerdeführerin  wird  für  das  vorliegenden  Verfahren  eine 
Parteientschädigung  von  Fr. 3'100.-  zuzüglich  Mehrwertsteuer  von 
Fr. 235.60 zugesprochen. Diese Entschädigung ist von der Vorinstanz 
zu leisten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde)
- das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) 
- Kopie  an:  Staatssekretariat  für  Wirtschaft  (SECO),  Direktion  für 

Arbeit  und  Arbeitsbedingungen,  Technische  Einrichtungen  und 
Geräte, Stauffacherstrasse 101, 8004 Zürich

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Seite 13

C-8790/2007

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 14