# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63eaf867-bb1a-5528-aa47-d2ee3a012ad7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 24.06.2024 KES.2023.16-K2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_002_KES-2023-16-K2_2024-06-24.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: KES.2023.16-K2

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)

Publikationsdatum: 24.09.2024

Entscheiddatum: 24.06.2024

Entscheid Kantonsgericht, 24.06.2024
Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB: Eine mit Realitätsverweigerung gepaarte 
ausufernde Vermögensverschleuderung kann einen ähnlichen in der Person 
liegenden Schwächezustand begründen (E. III/4). (Kantonsgericht, II. 
Zivilkammer, 24. Juni 2024, KES.2023.16-K2).

Entscheid siehe PDF

Kanton St.Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 
 
Kantonsgericht St. Gallen 

II. Zivilkammer 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 24. Juni 2024 

Geschäfts- 
nummern  

 KES.2023.16-K2 (V-2022/306) 
 

   

Verfahrens-
beteiligte 

 A.__, 
 

Beschwerdeführer, 
 
vertreten von Rechtsanwalt X.__, 
 

  und 
 

  KESB B.__, 
 

verfügende Behörde, 
 
sowie 
 

Verwaltungsrekurskommission, Abteilung V, Unterstrasse 28, 
9001 St. Gallen, 
 

Vorinstanz 
 
 

Gegenstand  Errichtung Beistandschaft 
  

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 2/18 

  

Erwägungen 

 

 

I. 

 

1. A.__, geb. 1942, ist seit 12. Dezember 2022 verwitwet. Sein Sohn C.__ erstattete 

am 5. Mai 2022 mit Ergänzung vom 9. Mai 2022 im Namen mehrerer Familienmitglieder 

(Bruder, Schwester, Schwager, älterer Sohn) eine Gefährdungsmeldung bei der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) B.__ mit der Begründung, A.__ sei Opfer eines 

Betrugs geworden und investiere in den Import von nicht existierenden Oldtimern. Es be-

stehe dringender Handlungsbedarf und es sei eine Kontensperre anzuordnen, um weite-

ren massiven Schaden abzuwenden. Mit superprovisorischer Verfügung vom 13. Mai 

2022 entzog die KESB A.__ den Zugriff auf sämtliche Vermögenswerte aus der Kunden-

beziehung zur PostFinance, zur St. Galler Kantonalbank und zur Baugenossenschaft […] 

per sofort. Bestehende Daueraufträge wurden beibehalten mit der Feststellung, A.__ sei 

berechtigt, von seinem Privat-Konto bei der PostFinance zur Bestreitung des Lebensun-

terhalts monatlich Fr. 2'000.00 zu beziehen. Am 18. Mai 2022 wurde A.__ von der KESB 

persönlich zur Sache angehört. Er beantragte die sofortige Beseitigung der superproviso-

rischen Verfügung ohne jede Ersatzmassnahme. Am 20. Mai 2022 verfügte die KESB, 

dass A.__ der Zugriff auf sämtliche Vermögenswerte aus den vorerwähnten Kundenbe-

ziehungen vorsorglich entzogen bleibe, was auch Kontoüberträge und eine Übertragung 

der Vermögenswerte an ein anderes Finanzinstitut beinhalte. Bestehende Daueraufträge 

und Lastschriftverfahren seien beizubehalten. A.__ bleibe berechtigt, von seinem Privat-

Konto bei der PostFinance zur Bestreitung des Lebensunterhalts monatlich Fr. 2'000.00 

zu beziehen. Die Verfügung wurde als sofort vollstreckbar erklärt und einem allfälligen 

Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung entzogen. Die dagegen erhobene Beschwerde 

wies die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK) mit Entscheid vom 

26. Juli 2022 ab, soweit sie darauf eintrat. 

 

Am 12. Juli 2022 fand ein Gespräch zwischen D.__ (Bruder), E.__ (Schwester), F.__ 

(Schwager) und G.__ (Sohn) sowie der KESB statt, an welchem die Angehörigen ihren 

Standpunkt betreffend Geldabfluss infolge Betrugs und bezüglich des Gesundheitszu-

standes von A.__ und seiner – inzwischen verstorbenen – Ehefrau darlegten. Am 29. Juli 

2022 reichte A.__ der KESB Fotos zum Beleg der Existenz der Auto-Oldtimer ein. Die 

Oldtimer seien in […], Italien, in einer Tiefgarage privat abgestellt. Gleichentags informier-

te D.__ die KESB, dass er Strafanzeige gegen einen Beteiligten des Oldtimer-Betrugs 

eingereicht habe. Am 10. August 2022 wurde A.__ vor der KESB angehört und es wurde 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 3/18 

  

ihm mitgeteilt, dass die Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und 

Vermögensverwaltung oder einer Mitwirkungsbeistandschaft in Betracht gezogen werde. 

A.__ zeigte sich damit nicht einverstanden und hielt daran fest, dass die Fahrzeuge effek-

tiv vorhanden seien und bald in der Schweiz ankommen würden. Am 19. September 2022 

meldete sich A.__ telefonisch bei der KESB und gab unter anderem an, dass er nochmals 

€ 5'700.00 brauche, da die Autos aus der Garage in Italien verschwinden müssten. Es sei 

alles für den Zoll vorbereitet. Mit Zirkulationsbeschluss vom 27. September 2022 (Be-

schluss-Nr. […]) errichtete die KESB eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensver-

waltung für A.__ und bestätigte den Entzug des Zugriffs auf die bisher vorsorglich ge-

sperrten Konti. Die Handlungsfähigkeit von A.__ wurde in Bezug auf den Abschluss von 

Darlehens- und Kreditverträgen eingeschränkt. Als Beiständin mit einer befristeten Amts-

dauer bis 31. August 2024 wurde H.__ ernannt. Einem allfälligen Rechtsmittel wurde die 

aufschiebende Wirkung entzogen. 

 

2. Gegen diesen Beschluss vom 27. September 2022 erhob A.__ mit Eingabe seines 

Rechtsvertreters vom 28. Oktober 2022 Beschwerde bei der VRK und beantragte unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge dessen Aufhebung. Eventualiter sei die Sache zu allfälli-

gen weiteren Abklärungen und möglicher anschliessender Neuentscheidung an die Vorin-

stanz zurückzuweisen, wobei ihm auch in diesem Fall der uneingeschränkte Zugriff auf sein 

Vermögen bzw. seine Vermögenswerte zu gewähren sei. Weiter sei die aufschiebende Wir-

kung der Beschwerde wiederherzustellen und es sei ihm der uneingeschränkte Zugriff auf 

sein Vermögen bzw. seine Vermögenswerte zu erlauben (vi-act. 1). Die KESB beantragte 

am 21. November 2022 die Abweisung der Beschwerde sowie des Antrags um Wiederher-

stellung der aufschiebenden Wirkung (vi-act. 8). Die Präsidentin der Abteilung V der VRK 

wies das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung mit Verfügung vom 23. Novem-

ber 2022 ab (Geschäftsnr. ZV-2022/70; vi-act. 10). Die Beiständin beantragte am 9. Dezem-

ber 2022 die Abweisung der Beschwerde (vi-act. 12). A.__ liess sich mit Schreiben seines 

Rechtsvertreters vom 11. Januar 2023 erneut vernehmen (vi-act. 17). Am 26. Mai 2023 fand 

die mündliche Verhandlung statt, an welcher A.__ mit seinem Rechtsvertreter, seine Bei-

ständin und ein Vertreter der KESB teilnahmen (vi-act. 27; nachfolgend: Verhandlungspro-

tokoll). Ebenso am 26. Mai 2023 erliess die VRK (nachfolgend: Vorinstanz) den folgenden 

Entscheid (vi-act. 28; Geschäftsnr. V-2022/306; nachfolgend: vi-Entscheid): 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 

2. Einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Entscheid wird die aufschiebende Wirkung ent-
zogen. 
 

3. Der Beschwerdeführer hat die amtlichen Kosten von Fr. 2'500.– zu bezahlen, unter Anrech-
nung des Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 1'500.–. 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 4/18 

  

3.a) Gegen diesen Entscheid erhob A.__ (nachfolgend: Beschwerdeführer) durch seinen 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 10. Juli 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht mit den 

folgenden Rechtsbegehren (KES/1; nachfolgend: Beschwerde): 

 

1. Der Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 26. Mai 2023 (V-2022/306) sei aufzu-
heben. 
 

2. Eventualiter sei der Entscheid aufzuheben und die Sache zu allfälligen weiteren Abklärun-
gen und möglicher anschliessender Neubeurteilung an die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde B.__ als verfügende Behörde zurückzuweisen. 
 

Es sei dem Beschwerdeführer in diesem Fall der uneingeschränkte Zugriff auf sein Vermö-
gen bzw. seine Vermögenswerte zu erlauben. 
 

3. Die vorinstanzlichen Gerichtskosten, die Kosten des Verfahrens bei der KESB B.__ sowie 
die Kosten im Zusammenhang mit der Führung der Beistandschaft und die in den beiden 
Verfahren vor Vorinstanz und bei der KESB B.__ entstandenen Anwaltskosten in der Höhe 
von Fr. 6'796.10 seien vollumfänglich der KESB B.__ aufzuerlegen bzw. auf die Staatskasse 
zu nehmen. 
 

4. Es sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen und dem Beschwer-
deführer der uneingeschränkte Zugriff auf sein Vermögen bzw. seine Vermögenswerte zu 
gewähren. 
 

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge, wobei dem Unterzeichnenden Gelegenheit zu 
geben sei, vor dem Entscheid eine aktuelle Kostennote einzureichen. 

 

b) Mit Schreiben vom 12. Juli 2023 verzichtete die Vorinstanz unter Einreichung der 

Akten auf eine Vernehmlassung (KES/6). Mit Schreiben vom 19. Juli 2023 gab auch die 

KESB den Verzicht auf eine Stellungnahme bekannt. Sie verwies auf den Beschluss vom 

27. September 2022 sowie die Stellungnahmen an die VRK vom 21. Juni und 21. Novem-

ber 2022 und überwies die zwischenzeitlich neu aufgelaufenen Akten 48-87 (KES/9). Am 

11. Dezember 2023 überwies die KESB weitere aufgelaufene Akten 89-106 (KES/11). Mit 

Schreiben vom 26. Januar 2024 wurde dem Beschwerdeführer die Möglichkeit eingeräumt, 

zu diesen Akten Stellung zu nehmen (KES/13). Nach mehrfacher Fristerstreckung (KES/14-

21) reichte der Beschwerdeführer am 4. April 2024 weitere Unterlagen, aber keine eigentli-

che Stellungnahme ein (KES/22). Am 11. April 2024 bediente die KESB das Gericht erneut 

mit aufgelaufenen Akten 108-136 (KES/24), wozu dem Beschwerdeführer mit Schreiben 

vom 16. April 2024 wiederum die Äusserungsmöglichkeit innert zehn Tagen eingeräumt 

wurde, unter Hinweis auf den alsdann eintretenden Aktenschluss (KES/25). Mit Formular-

brief vom 22. April 2024 (KES/26) orientierte der Beschwerdeführer über seine (weitere) 

Beschwerdeerhebung an die VRK betreffend Kenntnisnahme Inventar und Regelung Zu-

griffsberechtigung Vermögenswerte (KESB-Beschluss […] vom 19. März 2024) sowie den 

diesbezüglich gestellten Sistierungsantrag. 

  

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 5/18 

  

II. 

 

1. Die Rechtsmittelvoraussetzungen liegen vor, womit auf die Beschwerde einzutreten 

ist (Art. 59 f., Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 sowie Art. 311 Abs. 1 ZPO, jeweils i.V.m. 

Art. 11 lit. b EG-KES). Zur Beurteilung zuständig ist die II. Zivilkammer des Kantonsge-

richts, welche über Beschwerden gegen Entscheide der VRK im Erwachsenenschutzrecht 

entscheidet (vgl. Art. 28 Abs. 1 EG-KES; Art. 14 Abs. 1 lit. c GO). 

 

2. Auf das Verfahren vor Kantonsgericht finden, da die Regelung des zweitinstanzli-

chen Beschwerdeverfahrens in Angelegenheiten des Kindes- und Erwachsenenschutzes 

in die Kompetenz des kantonalen Gesetzgebers fällt (vgl. auch BGer 5A_112/2015 E. 2.1; 

5A_478/2014 E. 2.2; 5A_327/2013 E. 3.2), die Bestimmungen der ZPO sachgemäss An-

wendung, soweit das ZGB oder das EG-KES keine Regelung enthält (Art. 11 lit. b EG-

KES; vgl. Botschaft zum EG-KES, ABl 2011 2846 ff., 2863 und 2883). Massgebend sind 

grundsätzlich die Regeln über die Berufung gemäss Art. 308 ff. ZPO (KGer SG KES.2014.2 

vom 6. Februar 2014 E. 3.a und KES.2022.9 vom 29. August 2023 E. II.2 [www.publikatio-

nen.sg.ch]; vgl. Botschaft zum EG-KES, a.a.O., 2883; BGer 5A_478/2014 E. 2.2). Sieht die 

ZPO für bestimmte Gegenstände die Beschwerde vor, sind die Bestimmungen von 

Art. 319 ff. ZPO als Spezialregelungen anwendbar (KGer SG KES.2023.11 vom 31. Juli 

2023 E. II/2 [www.publikationen.sg.ch]). Dies ist vorliegend nicht der Fall, womit die Be-

stimmungen über die Berufung massgebend sind. 

 

3. Im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht gilt der uneingeschränkte Untersuchungs-

grundsatz (vgl. Art. 446 Abs. 1 ZGB; BGer 5A_770/2018 E. 3.2; BSK ZGB I-MARANTA, 

7. Aufl., Art. 446 N 7; FamKomm Erwachsenenschutz/STECK, 2013, Art. 446 ZGB N 8) 

und zwar auch vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen (vgl. KGer SG KES.2020.30 

vom 30. März 2022 E. II/6 [www.publikationen.sg.ch]). Dies hat zur Folge, dass das Ge-

richt selbständig Abklärungen tätigen und Beweise erheben darf (vgl. Art. 55 Abs. 2 ZPO). 

Zudem gilt die Novenschranke von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht, so dass im Kindes- und 

Erwachsenenschutzrecht auch im (zweitinstanzlichen) Beschwerdeverfahren Noven 

grundsätzlich noch bis zur Urteilsberatung vollumfänglich berücksichtigt werden können 

(vgl. BGE 144 III 349 E. 4.2.1 = Pra 2019 Nr. 88). Die von der KESB dem Kantonsgericht 

jeweils übermittelten, zwischenzeitlich bei ihr aufgelaufenen Akten und die vom Beschwer-

deführer mit Eingabe vom 4. April 2024 eingereichten Unterlagen (vgl. E. I/3.b hiervor) sind 

daher bei der Entscheidfindung vollumfänglich zu berücksichtigen. 

  

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 6/18 

  

III. 

 

1. Streitig im vorliegenden Beschwerdeverfahren vor Kantonsgericht ist, ob die Vorin-

stanz im angefochtenen Entscheid die von der verfügenden Behörde für den Beschwerde-

führer errichtete Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 

Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB zu Recht bestätigte. 

 

Die Erwachsenenschutzbehörde errichtet eine Beistandschaft, wenn eine volljährige Per-

son wegen einer geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines ähnlichen 

in der Person liegenden Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teilweise oder gar 

nicht besorgen kann (Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Diese Voraussetzungen gelten auch bei 

der Vertretungsbeistandschaft (FamKomm Erwachsenenschutz/MEIER, 2013, Art. 394 

ZGB N 7). Eine Vertretungsbeistandschaft ist zu errichten, wenn eine hilfsbedürftige Person 

bestimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten werden muss 

(Art. 394 Abs. 1 ZGB). Ist die Person im Bereich der Vermögensverwaltung hilfsbedürftig, 

so ist die Vertretungsbeistandschaft mit einer Vermögensverwaltung gemäss Art. 395 

ZGB zu ergänzen. Bei der Anordnung einer Vertretungsbeistandschaft müssen das Subsi-

diaritäts- sowie Verhältnismässigkeitsprinzip gewahrt sein (Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 2 

ZGB; BSK ZGB I-BIDERBOST, 7. Aufl., Art. 394 N 6 und 8). Die behördliche Massnahme darf 

daher nur angeordnet werden, wenn die Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf andere 

Weise – z.B. durch die Familie, andere nahestehende Personen oder private oder öffentli-

che Dienste – nicht angemessen sichergestellt ist (BGer 5A_18/2015 E. 4.3). Die Selbstbe-

stimmung der betroffenen Person soll so weit wie möglich erhalten und gefördert werden 

(Art. 388 Abs. 2 ZGB). Verhältnismässig ist eine Massnahme, wenn sie einerseits so we-

nig wie möglich, aber doch so stark wie nötig in die Privatsphäre und in die Rechtsstellung 

von Betroffenen eingreift, als es für das Erreichen des angestrebten Ziels – das Beheben, 

Ausgleichen oder Mildern der negativen Folgen des Schwächezustands – erforderlich ist, 

und wenn sie andererseits den Bedürfnissen der betroffenen Person entspricht. Der mit 

der Massnahme einhergehende Eingriff muss in einer vernünftigen Relation zum Ziel des-

selben stehen, d.h., es muss zwischen den öffentlichen und privaten Interessen an der 

Massnahme und dem privaten Interesse, keinen Eingriff erdulden zu müssen, abgewogen 

werden (BSK ZGB I-BIDERBOST, Art. 389 N 10 f.). Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit 

setzt jedoch nicht voraus, dass die einschneidendere Massnahme generell erst zum Zug 

kommt, nachdem sich eine mildere als unzureichend herausgestellt hat; die Vorkehr muss 

zwar so zurückhaltend wie möglich, gleichzeitig aber auch so wirksam wie nötig sein 

(BGer 5A_795/2014 E. 4.3.1; 5A_617/2014 E. 4.2 m.w.H.). 

 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 7/18 

  

Ob ein Schwächezustand i.S.v. Art. 390 ZGB vorliegt, muss in der Regel von Fachperso-

nen beurteilt werden. Dies gilt vor allem bei einer Einschränkung der Handlungsfähigkeit 

aufgrund einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Störung. Art. 446 Abs. 2 

ZGB räumt der Erwachsenenschutzbehörde indes einen Spielraum ein, nach eigenem 

Ermessen über die erforderlichen Abklärungen zu befinden. Sie hat demnach nur nötigen-

falls ein Gutachten einer sachverständigen Person einzuholen (BGE 140 II 97 E. 4.2; 

BSK ZGB I-BIDERBOST, Art. 390 N 9). 

 

2. Die Vorinstanz legte im angefochtenen Entscheid dar, der Beschwerdeführer habe 

für den Erwerb von Auto-Oldtimern nach eigenen Angaben rund Fr. 247'200.00 (aufge-

führt als Darlehen an I.__ und J.__) ausgegeben. Trotz mehrfachen Versuchen sei es ihm 

nicht gelungen, die Fahrzeuge persönlich zu sehen. Selbst die beiden Fahrzeuge, welche 

bereits in der Schweiz sein sollten, habe er bisher nicht sehen können. Gegenüber der 

verfügenden Behörde habe er am 18. Mai 2022 ausgeführt, dass der Import kurz bevor-

stehe. Seit einem Jahr habe sich jedoch nichts Neues ergeben. (Darlehens-)Rückzah-

lungen seien dem Beschwerdeführer immer wieder in Aussicht gestellt worden, jedoch 

bisher nicht erfolgt. Aus den eingereichten Fotos lasse sich ebenfalls nichts ableiten, was 

die Geschichte plausibilisieren würde, zumal es sich bei den abgebildeten Fahrzeugen um 

nachgebaute Oldtimer handeln dürfte. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer die 

Fahrzeuge von seinem in der Zwischenzeit verstorbenen Freund I.__ gekauft habe und 

nun dessen Sohn, J.__, als Alleinerbe Anspruch auf den Verkaufserlös der Oldtimer habe. 

Inwiefern der Beschwerdeführer schlussendlich überhaupt Anspruch auf einen Anteil am 

Veräusserungserlös habe oder die bisher aufgewendeten Kosten zurückerstattet bekom-

men werde, bleibe deshalb unklar. Die verfügende Behörde habe sich ausführlich mit den 

Argumenten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und diese überzeugend wider-

legt. Auch anlässlich der mündlichen Verhandlung habe der Beschwerdeführer keine Be-

lege vorlegen können, die gegen einen Betrug sprechen würden. Die Fahrzeuge befän-

den sich neu in [Italien] und es stehe eine Ausfuhr der Fahrzeuge nach [Kroatien] bevor. 

Weshalb die Fahrzeuge von der Schweizer Grenze nun wieder nach [Italien] transportiert 

worden sein sollten, erschliesse sich nicht. Zudem seien gemäss Beschwerdeführer mo-

mentan auch genug finanzielle Mittel vorhanden, um die nächsten Schritte einzuleiten. 

Damit entkräfte er den Vorwurf, dass der Import aufgrund der Massnahme der KESB nicht 

möglich sei. Insgesamt sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer beim Oldti-

mer-Geschäft Opfer eines Betrugs geworden sei und die Betrüger mit immer neuen Mit-

teln auch weiterhin versuchen würden, ihn zu weiteren Zahlungen zu animieren (vi-

Entscheid, E. 2.a). 

 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 8/18 

  

Anlässlich der mündlichen Verhandlung habe der Beschwerdeführer, so die Vorinstanz 

weiter, mehrmals geäussert, dass er sicher sei, nicht Opfer eines Betrugs geworden zu 

sein (m.V. auf das Verhandlungsprotokoll). Dementsprechend liege bezüglich dieses Ge-

schäfts eine klare Realitätsverweigerung vor. Bei den Ausgaben, die er im Zusammen-

hang mit diesem Geschäft tätige, handle es sich deshalb nicht nur um unvernünftige Aus-

gaben, für welche er einen entsprechenden Gegenwert erhalten würde, sondern um Ver-

schwendung, da einzig die Betrüger davon profitierten. Dass der Beschwerdeführer je-

mals einen Teil seiner Investitionen zurückerhalten beziehungsweise einen Gewinn reali-

sieren werde, sei aussichtslos. Dementsprechend handle es sich in Bezug auf das Oldti-

mer-Geschäft um eine Verschwendung von Geld gepaart mit einer Realitätsverweigerung 

bezüglich dieses Geschäfts, womit die Voraussetzung eines ähnlichen in der Person lie-

genden Schwächezustands gemäss Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB erfüllt sei (vi-Entscheid, 

E. 2.c/cc). Der Beschwerdeführer erkenne nicht, dass er Opfer eines Betrugs geworden 

sei. Er habe grössere Beträge in dieses Geschäft investiert und wäre auch bereit, weitere 

Teile seines Vermögens zu investieren, da er irrtümlich davon ausgehe, dieses Geld spä-

ter zurückzuerhalten und einen Gewinn zu erwirtschaften. Er verbrauche fortlaufend sein 

Vermögen, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu erhalten, was nicht in seinem 

eigenen wohlverstandenen Interesse liege. Beschränkt auf das Oldtimer-Geschäft könne 

der Beschwerdeführer damit nicht mehr zweckmässig und in seinem wohlverstandenen 

Interesse tätig werden, womit die Fähigkeit zur Ausübung des Selbstbestimmungsrechts in 

Bezug auf dieses Geschäft beeinträchtigt sei (vi-Entscheid, E. 2.d/bb). 

 

Zur Herausgabe einer offenbar existierenden Liste mit den getätigten Zahlungen sei der Be-

schwerdeführer (anlässlich der mündlichen Verhandlung) laut Vorinstanz nicht bereit ge-

wesen. Zudem habe er angegeben, dass nach dem Import nochmals Zollkosten von etwa 

Fr. 700'000.00 fällig würden (m.V. auf das Verhandlungsprotokoll). Gemäss dem von der 

Beiständin erstellten Inventar belaufe sich sein Vermögen auf rund Fr. 750'000.00, inbegrif-

fen die erwähnten Darlehen. Gemäss eigener Aussage müsse das Darlehen an J.__ von 

Fr. 208'615.00 wohl abgeschrieben werden. Vor dem Hintergrund dieses Darlehens über-

zeuge auch das Argument des Beschwerdeführers nicht, seine Vermögensverhältnisse 

seien trotz der Ausgaben für das Oldtimer-Geschäft stabil. Solange diese Ausgaben in 

Form eines Darlehens beim Vermögen angerechnet würden, werde das Bild des tatsäch-

lichen Vermögens erheblich verfälscht. Der Beschwerdeführer befinde sich derzeit zwar 

noch in soliden finanziellen Verhältnissen, dies sei aber insbesondere auch auf die Auszah-

lung der Pensionskasse von rund Fr. 700'000.00 zurückzuführen. Damit beschränkten sich 

seine Einkünfte auf die monatliche AHV-Rente von Fr. 2'500.00. Wie der Beschwerdefüh-

rer selber ausführe, brauche er monatlich etwa Fr. 6'500.00 (m.V. auf das Verhandlungs-

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 9/18 

  

protokoll). Somit sei er für die Bestreitung seines Lebensunterhalts in den nächsten Jah-

ren auf sein Vermögen angewiesen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass aufgrund seines 

Alters die Wahrscheinlichkeit bestehe, dass irgendwann ein Eintritt in ein Altersheim erfol-

ge, was zu einem Anstieg seines monatlichen Bedarfs führen würde. Investiere er nun 

weitere Teile seines Vermögens in das Oldtimer-Geschäft, müssten auch diese Investitio-

nen als Verlust abgeschrieben werden und es fehlten längerfristig die finanziellen Mittel, 

um seinen Lebensunterhalt finanzieren zu können, was eine Gefährdung seines Wohls 

darstelle (vi-Entscheid, E. 2.d/cc). 

 

Das Ziel der Massnahme sei, so die Vorinstanz abschliessend, dass sich der Beschwer-

deführer nicht weiter an seinem Vermögen schädige. Im Verfahren habe er mehrmals klar 

zum Ausdruck gebracht, dass er vom Oldtimer-Geschäft überzeugt und er keinem Betrug 

zum Opfer gefallen sei. Entsprechend habe er sich auch bereit gezeigt, weiter finanzielle 

Mittel für dieses Importgeschäft aufzuwenden. Kritische Stimmen aus der Familie und von 

Dritten ignoriere er. Dementsprechend sei auch keine mildere Massnahme als die Errich-

tung einer Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung ersichtlich. Mit dem Frei-

betrag und der Möglichkeit, höhere Rechnungen über die Beiständin zu bezahlen, versuche 

die KESB, dem Beschwerdeführer möglichst viel Spielraum im Alltag zu lassen, ohne dass 

er das Geld für weitere Investitionen in das Oldtimer-Geschäft brauche. Entgegen der An-

sicht des Beschwerdeführers handle es sich nicht um eine Massnahme auf Vorrat. Selbst 

wenn die Gefährdung des Wohls faktisch erst eintrete, wenn das Vermögen verzehrt sei, 

müsse die Massnahme bereits jetzt ergriffen werden, um wirksam zu sein. Die angeordnete 

Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung sei insgesamt verhältnismässig und 

halte auch vor dem Subsidiaritätsprinzip stand (vi-Entscheid, E. 2.e/bb). 

 

3. Der Beschwerdeführer rügt eine unrichtige/unvollständige Feststellung des Sach-

verhalts, die Unangemessenheit (des Ergebnisses) und eine Verletzung des anwendba-

ren Rechts (vgl. Art. 450a Abs. 1 Ziff. 1-3 ZGB). Er wendet vorab ein, die Vorinstanz habe 

den Antrag auf Beizug der Akten im Untersuchungsverfahren gegen […] nicht behandelt, 

obschon die Akten Hinweise auf die von KESB und Vorinstanz behauptete Betrugsma-

sche enthalten könnten (Beschwerde, S. 3 Ziff. II/3). Sodann beanstandet er, dass die 

Voraussetzungen zur Anordnung einer Vertretungsbeistandschaft nicht erfüllt seien. Es 

liege kein "ähnlicher Schwächezustand" vor; ein solcher sei weder fachlich ausgewiesen 

noch könne er infolge der Umstände angenommen werden. Es seien, wenn schon ein 

Schwächezustand vermutet werde, wesentliche Abklärungspflichten verletzt und aufgrund 

unzutreffender/unzulässiger Massnahmen eine Beistandschaft verfügt worden. Davon 

abgesehen bestehe auch keine aktuelle ernstliche Gefährdung für das Wohlergehen des 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 10/18 

  

Beschwerdeführers. Auch hier würden die Annahmen (der Vorinstanzen) lediglich auf 

Mutmassungen und nicht auf einer Auseinandersetzung mit den Fakten beruhen. Der 

erforderliche sehr hohe Gefährdungsgrad sei bei Weitem nicht gegeben, auch wenn den 

vorinstanzlichen Ausführungen hinsichtlich des Transports gefolgt würde. Im Übrigen sei 

die Massnahme auch nicht verhältnismässig und schränke den Beschwerdeführer in sei-

ner Menschenwürde und seinem Selbstbestimmungsrecht zu Unrecht unverhältnismässig 

ein. Er leide nun schon seit über einem Jahr unter der KESB-Massnahme. Er habe unter 

anderem keine eigene Übersicht mehr über seine Finanzen, da ihm der Zugriff auf seine 

Vermögenswerte und die Vermögensverwaltung verwehrt werde. Letzteres werde unwei-

gerlich zu Vermögensverlusten führen, zumal der Beschwerdeführer sein Vermögen nicht 

mehr (wie zeitlebens von ihm gemacht) aktiv verwalten könne. Der Leidensdruck sei 

hoch, weshalb ein schnelles Handeln des angerufenen Gerichts gewünscht werde (zum 

Ganzen Beschwerde, S. 5 ff. Ziff. III/10 ff.). 

 

4.a) Der Beschwerdeführer leidet unbestrittenermassen weder an einer geistigen Behinde-

rung noch an einer psychischen Störung. Der langjährige Hausarzt des Beschwerdeführers 

stellte in der "Stellungnahme/Bestätigung" vom 6. Oktober 2022 fest, dass er die "Installie-

rung einer Beistandschaft in der Annahme einer Demenz" aktuell als nicht haltbar erachte 

(vi-act. 2, Beilage 3; nKESB-act. 46, Beilage 2/3). Ein MRT-Befund der […] ergab keine 

strukturellen Veränderungen im Gehirn (vi-act. 7, Beilage 6). Der Abklärungsbericht der 

[…] vom 26. Oktober 2022 bescheinigte zwar leichte bis mittelschwere kognitive Ausfälle 

bzw. neuropsychologische Minderleistungen in den Bereichen Lernen/Abrufen/Aufmerk-

samkeit; die Verdachtsdiagnose einer beginnenden Demenz wurde indes im Bericht nicht 

näher kommentiert und liess sich damit offenbar nicht weiter erhärten (vgl. nKESB-act. 41). 

Die pauschale Anmerkung der abklärenden Ärztin gemäss Telefonnotiz vom 10. November 

2022, wonach sie den Beschwerdeführer aufgrund der Untersuchungsergebnisse "für ge-

fährdet" halte (nKESB-act. 45), ist zufolge gänzlich fehlender Begründung nicht beweisge-

eignet. Damit ist nicht zu vertiefen, ob der Bericht betreffend die vom Beschwerdeführer auf 

Initiative seines Hausarztes hin durchgeführte Abklärung in der […] unzulässig an die KESB 

weitergeleitet worden ist (vgl. vi-act. 6). 

 

b/aa) Zu prüfen bleibt damit, ob beim Beschwerdeführer ein (einer geistigen Behinderung/ 

psychischen Störung) ähnlicher in der Person liegender Schwächezustand besteht. 

 

Der Auffangtatbestand eines "ähnlichen in der Person liegenden Schwächezustands" 

(Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB) ermöglicht insbesondere den Schutz Betagter, bei denen 

gleichartige Defizite wie bei Menschen mit einer geistigen Behinderung oder einer psychi-

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 11/18 

  

schen Störung auftreten. Erfasst werden auch extreme Fälle von Unerfahrenheit, Abhän-

gigkeit, Unwilligkeit, Verschwendung oder Misswirtschaft sowie schwerste Erscheinungs-

formen körperlicher Beeinträchtigungen oder multiple Behinderungen, wenn sie die be-

troffene Person an der Wahrung ihrer Interessen hindern (BSK ZGB I-BIDERBOST, Art. 390 

N 10 ff. m.w.H.; BK-ROSCH, 2023, Art. 390 ZGB N 99 m.w.H.). Der Auffangtatbestand ge-

mäss Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB ist zurückhaltend auszulegen, d.h., ein solcher stellt nur 

dann Anlass zur Errichtung einer Beistandschaft dar, wenn er im Hinblick auf die Hilfsbe-

dürftigkeit einer Person mit einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Störung 

vergleichbar ist. Dies schliesst es aus, einen Beistand allein deswegen zu bestellen, weil die 

Person in einer Art und Weise mit ihrem Geld umgeht, die nach landläufiger Auffassung 

unvernünftig ist. Das Erwachsenenschutzrecht dient dem Schutz der hilfsbedürftigen Per-

son, nicht jenem ihrer Erben oder des Gemeinwesens (BGer 5A_773/2013 E. 4.1). Mit Rea-

litätsverweigerung gepaarte ausufernde Verschleuderung kann aber eine Massnahme unter 

Umständen erforderlich machen (BSK ZGB I-BIDERBOST, Art. 390 N 13 m.H.). Dies gilt je-

denfalls dann, wenn sich die betroffene Person mit Bezug auf ein konkretes Rechtsgeschäft 

als urteilsunfähig erweist (vgl. BGer 5A_58/2022 E. 4; 5A_773/2013 E. 4.1; MARANTA, in: 

Rosch/Fountoulakis/Heck, Handbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 3. Aufl., 

N 1233a m.V. auf BGer 5A_638/2018). 

 

bb) Der Beschwerdeführer investiert in den Import von Auto-Oldtimern, deren Existenz 

nicht als gesichert betrachtet werden kann. Dabei soll es um insgesamt 33 Fahrzeuge mit 

einem Versicherungswert von Fr. 4,5 Millionen gehen, wobei der Beschwerdeführer auch 

einen tieferen Wert nicht ausschliesst bzw. auch nicht, dass es sich bei den Autos um 

Replikas handelt (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 2). Acht der Autos, welche aus dem Ko-

sovo importiert werden sollen, stünden seit längerem an der italienischen Grenze, 23 in 

[Österreich] und zwei bereits in [der Schweiz] (vgl. vi-Entscheid, E. 2.a). Der Beschwerde-

führer hat die Oldtimer, darunter auch diejenigen in der Schweiz, bislang noch nie selber 

gesehen. Er verfügt über entsprechende Beteuerungen seiner Bezugsperson "K.__" und 

(mit Datum versehene) Fotos (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 1). Auf einem Foto ist eine 

auf ein Auto gelegte Rado-Uhr zu sehen, welche angeblich I.__ gehört, dem inzwischen 

verstorbenen Freund des Beschwerdeführers, dem dieser ursprünglich das Darlehen leis-

tete (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 2). Ausserdem verfügt der Beschwerdeführer über ein 

Mail von L.__, behauptungsgemäss dem "Polizei-Chef" in […], Kroatien, wonach Kollegen 

gesagt hätten, zehn Tage vor dem 20. Oktober 2023 "und viele Tage davor" sei ein LKW 

mit Autos auf dem Parkplatz gestanden, sowie das Foto eines Sattelschleppers (Beilage 

zu KES/22). 

 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 12/18 

  

Hintergrund und Einzelheiten der Transaktion sind schwierig zu durchschauen bzw. er-

schliessen sich auf Grundlage der Ausführungen des Beschwerdeführers nicht (vgl. vi-

Entscheid, S. 4 ff.; Beschluss der KESB vom 27. September 2022, S. 9 ff.). Er gibt an, 

diesbezüglich einen "Auftrag von [I.__] zu Ende führen" zu wollen, wobei er den Verkauf 

der ersten Autos für ca. eine Million "noch machen würde" und für die weiteren Verkäufe 

J.__, Sohn und Alleinerbe des inzwischen verstorbenen I.__, eine Firma gründen würde, 

um den Verkauf darüber abzuwickeln (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 9). Der Beschwerde-

führer gibt an, in der Oldtimerszene nicht bewandert bzw. "kein Fachmann" zu sein (vgl. 

Verhandlungsprotokoll, S. 9 und 10). Fest steht immerhin, dass es im Zuge der versproche-

nen Überführung der Autos in die Schweiz stets zu neuen – teilweise sehr aussergewöhnli-

chen (Kidnapping von Fahrern durch die serbische Mafia; Verhaftung von Fahrern) – Kom-

plikationen kam bzw. weiterhin kommt und diese immer neue Zahlungen des Beschwerde-

führers (für Chauffeure, Transportpapiere, aber auch Bezahlung von Lösegeld und Kautio-

nen: vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 4; vi-Entscheid, E. 2.a) nach sich ziehen. 

 

Auch die Grössenordnung der Investition ist nicht völlig klar. Die Vorinstanz ging von ins-

gesamt Fr. 247'200.00 aus (vgl. vi-Entscheid, E. 2.d/bb). Der Beschwerdeführer sprach 

anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung von Fr. 200'000.00, welche er "insgesamt" 

investiert habe (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 2). An anderer Stelle führte er aber aus, 

dass das gewährte Darlehen "jetzt insgesamt auf Fr. 418'000.00 angewachsen" sei (Ver-

handlungsprotokoll, S. 2 in fine). Ursprünglich gewährte der Beschwerdeführer seinem 

Freund I.__ ein Darlehen für den Autokauf im Jahr 2021 (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 3). 

Davon "visierte" dieser Fr. 50'000.00, welche der Beschwerdeführer ihm "direkt" gegeben 

haben will (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 7). Inzwischen ist I.__ verstorben und ein allfäl-

liger Verkaufserlös ginge nunmehr an dessen Sohn und Alleinerbe J.__. Bezüglich der 

weiteren Zahlungen führte der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz aus: "Ich mache im-

mer Quittungen, wenn ich K.__ Geld gebe, das geht dann auf das Darlehen, welches auf 

[J.__] läuft" (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 7). Die von ihm gesamthaft erstellten Quittun-

gen an K.__ wollte der Beschwerdeführer der Beiständin indes nicht aushändigen (vgl. 

Verhandlungsprotokoll, S. 16). 

 

cc) Die Vorinstanz schloss aus der mehrmaligen Verneinung des Beschwerdeführers 

anlässlich der mündlichen Verhandlung, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, auf "klare 

Realitätsverweigerung" (vi-Entscheid, E. 2.c/cc). Zudem ergab sich für sie aus der Aus-

sichtslosigkeit der Gewinnrealisierung, dass es sich um eine Verschwendung mit Realitäts-

verweigerung bezüglich dieses Geschäfts handle. Weil der Beschwerdeführer fortlaufend 

sein Vermögen verbrauche, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu erhalten, handle 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 13/18 

  

er beschränkt auf das Oldtimer-Geschäft nicht mehr zweckmässig und in seinem wohlver-

standenen Interesse, womit die Fähigkeit zur Ausübung des Selbstbestimmungsrechts in 

Bezug auf dieses Geschäft beeinträchtigt sei (vi-Entscheid, E. 2.d/bb). 

 

Der Beschwerdeführer zeigte sich bei seiner Befragung vor Vorinstanz überzeugt davon, 

dass die Oldtimer existieren und Grundlage eines realen (nicht bloss fiktiven) Geschäfts 

bilden (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 3: "Nein, ich hatte nie Zweifel, dass die Autos existie-

ren."; Verhandlungsprotokoll, S. 6: "Ich weiss mit hundertprozentiger Sicherheit, dass es 

kein Enkeltrick ist."; Verhandlungsprotokoll, S. 17: "[…], denn es gibt die Autos und es ist 

kein Enkeltrick"). Gleichzeitig schloss er nicht völlig aus, dass das Geschäft auch schieflau-

fen könnte (vgl. z.B. Verhandlungsprotokoll, S. 7: "Den Rest muss ich dann wohl abschrei-

ben, wenn die Autos doch nicht kommen"). Er gab an, zu wissen, wann er aufhören müsse. 

Dieser Moment sei aber noch nicht gekommen, sondern erst, wenn die Autos nochmals 

zurück nach [Kroatien] gehen würden. Dann würde er Geld verlieren (vgl. Verhandlungspro-

tokoll, S. 12). Allerdings wies er die Schuld für ein allfälliges Scheitern dann aber der KESB 

zu, womit er seine Einsicht relativierte (Verhandlungsprotokoll, S. 13). 

 

Gemäss Beiständin lässt das Oldtimergeschäft den Beschwerdeführer nicht los (vgl. Ver-

handlungsprotokoll, S. 16). Seit der Anordnung der Beistandschaft seien Fr. 75'000.00 

vom Darlehen gekündigt worden und nehme das Vermögen ab. Sie könne nicht beurtei-

len, was der Beschwerdeführer mit dem ihm zur Verfügung stehenden Geld mache. Es 

sei auch schon gesagt worden, dass er sich bei Kollegen Geld ausleihe, um den Trans-

port zu finanzieren (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 16). 

 

dd) Davon, dass das Oldtimergeschäft den Beschwerdeführer nicht loslässt und er zur 

Finanzierung des Transports Geld bei Dritten ausleiht, zeugen auch die neu aufgelaufe-

nen Akten, die dem Kantonsgericht von der KESB zugestellt worden sind (vgl. KES/11 

und KES/25): 

 

- Mit E-Mail vom 21. September 2023 (nKESB-act. 94) an die KESB schildert die Kassie-

rin des Quartiervereins […], welchen der Beschwerdeführer präsidiert, dass der Be-

schwerdeführer sie über einen Barbezug von Fr. 2'500.00 vom Vereinskonto informiert 

und weiter eine Überweisung von Fr. 4'000.00 veranlasst habe, welche sie bestätigen 

müsse. Für beide Transaktionen gebe es weder einen Antrag des Vorstands noch eine 

Bewilligung bzw. Besprechung. 

 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 14/18 

  

- In einem Telefongespräch mit M.__ von der KESB vom 31. Oktober 2023 (nKESB-

act. 97) gibt der Beschwerdeführer u.a. an, er habe "gerade nochmals Fr. 1'000.00 

'sammeln' müssen", weil der neue Chauffeur seinen Sohn im Spital in […], Bosnien, 

habe besuchen müssen. 

 

- In einem Telefongespräch mit M.__, KESB, vom 5. Dezember 2023 führt die Beiständin 

aus, dass es neu zu Betreibungsandrohungen von Bekannten komme, von denen sich 

der Beschwerdeführer Geld geliehen habe. Sie gehe von offenen Forderungen/Dar-

lehen im höheren fünfstelligen Bereich aus. Details dazu liefere der Beschwerdeführer 

nicht. Er sei intransparent diesbezüglich. Hinzu komme, dass er seine elementaren 

Rechnungen (Strom, Gas, Krankenkasse) nicht mehr bezahle, weil er anders priorisie-

re. Aktuell leite er ihr die Rechnungen weiter, damit sie diese bezahle. Seine Rente 

verwende er anders (vgl. nKESB-act. 100). 

 

- Aus nKESB-act. 104 geht hervor, dass der Beschwerdeführer ein Darlehen über 

Fr. 3'000.00 aufgenommen hat. 

 

- Aus nKESB-act. 115 ergibt sich, dass der Beschwerdeführer einen Zahlungsbefehl 

über Fr. 1'100.00 für eine Darlehensforderung erhalten hat. 

 

- Gemäss nKESB-act. 131 hat der Beschwerdeführer für den von ihm "nebenbei" betrie-

benen Auto-Transport "kurzfristige Darlehen" aufgenommen. Er schulde einer Freundin 

eine Rückzahlung von Fr. 26'800.00 und sei damit bereits in Verzug. 

 

- Aus nKESB-act. 132 geht hervor, dass der Beschwerdeführer von [Kollegen] 

Fr. 4'000.00 geliehen hat, deren Rückzahlungsaufforderungen er ins Leere laufen 

liess. Weitere Quittungen von Geldgebern lägen vor. 

 

Von der ihm eingeräumten Möglichkeit zur Stellungnahme im Rahmen des rechtlichen Ge-

hörs machte der Beschwerdeführer keinen Gebrauch (vgl. KES/22; Ausbleiben einer Reak-

tion auf KES/25). Stattdessen reichte er neue Akten ein (vgl. Beilage zu KES/22: E-Mail von 

L.__, behauptungsgemäss "Polizei-Chef" in […], Kroatien, wonach Kollegen gesagt hätten, 

zehn Tage vor dem 20. Oktober 2023 "und viele Tage davor" sei ein LKW mit Autos auf 

dem Parkplatz gestanden, sowie das Foto eines Sattelschleppers), welche die Existenz der 

Fahrzeuge belegen sollen. Die KESB verweist allerdings darauf, dass das vom Beschwer-

deführer eingereichte Foto in einem anderen Kontext erstellt worden sei (vgl. nKESB-

act.136). 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 15/18 

  

ee) Zu beantworten ist, ob das Verhalten des Beschwerdeführers mit Bezug auf das 

konkrete Geschäft als mit Realitätsverweigerung gepaarte ausufernde Verschleuderung 

von Vermögen zu qualifizieren ist (BSK ZGB I-BIDERBOST, Art. 390 N 13 m.H.). Dies ist nicht 

leichthin anzunehmen (vgl. E. III/4.b/bb hiervor). Dies gilt umso mehr, als dem Beschwer-

deführer grundsätzlich nicht vorzuwerfen ist, wenn er zur Bestreitung seines Lebensun-

terhaltes und ausserordentlicher Kosten sein Vermögen angreift, zumal seine Ehefrau, 

welche allenfalls vor einem übermässigen Vermögensverzehr geschützt werden müsste, 

bereits verstorben ist. Auch der Umstand, dass künftig ein Altersheimeintritt mit entspre-

chenden Kosten anfallen könnte, kann, weil derzeit unbestritten noch nicht zur Diskussion 

stehend, nicht massgebend sein. 

 

Vorliegend ergibt sich die Problematik daraus, dass der Beschwerdeführer trotz fehlender 

eindeutiger Anhaltspunkte, dass dem Oldtimer-Geschäft ein realer Gegenwert zugrunde 

liegt, und warnender Hinweise aus seinem Umfeld mit Beharrlichkeit weiterhin Zahlungen 

leistet und keine kritische Grundhaltung mehr einnimmt. Auch wenn der Beschwerdefüh-

rer nicht ausschliesst, dass die Überführung der Autos auch scheitern könnte, glaubt er an 

einen realen Hintergrund und hinterfragt die immer neu auftretenden Hindernisse, seien 

sie auch noch so aussergewöhnlich, nicht. Diese persönliche Einstellung des Beschwer-

deführers zu einem fraglos unüblichen und unüblich verlaufenden Geschäft ist auf Grund-

lage der zur Verfügung stehenden Akten ausreichend manifestiert, weshalb auf den vom 

Beschwerdeführer geforderten Beizug der Akten im Untersuchungsverfahren gegen […] 

(vgl. Beschwerde, S. 3) verzichtet werden kann. 

 

In quantitativer Hinsicht ist zu beachten, dass der Beschwerdeführer zugestandenermas-

sen bereits Fr. 246'000.00 in die Rückführung der Oldtimer investiert hat, welche er zwar 

als "Darlehen" versteht. Eine Rückzahlung ist allerdings kaum realistisch (vgl. auch Ver-

handlungsprotokoll, S. 7, wonach der Beschwerdeführer "glaubt", die Fr. 50'000.00 noch 

zurückzuerhalten, der "Rest" aber wohl abgeschrieben werden müsse, wenn die Autos 

doch nicht kämen), ebenso wenig die erfolgreiche Abwicklung des fraglichen Transports. 

Ausgehend von einem Vermögen, welches sich – auch wenn das von der Beiständin er-

stellte Inventar noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist (nKESB-act. 112 und 121) und der 

Beschwerdeführer insbesondere aufgrund seines Immobilienbesitzes von einem höheren 

Wert ausgeht (vgl. Beilage zu KES/26, S. 4) – auf mindestens Fr. 500'000.00 bzw. über 

Fr. 1 Mio. (vgl. Beschwerde, S. 9; Verhandlungsprotokoll, S. 7; Beilage zu KES/26, S. 4) 

belaufen dürfte, hat er bereits einen beachtlichen Teil für die (bisher erfolglose) Rückfüh-

rung der Oldtimer aufgewendet. Dass ihm seit Errichtung der Beistandschaft nur noch be-

schränkte Mittel zur Verfügung stehen – nebst der AHV-Rente von Fr. 2'500.00 verfügt er 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 16/18 

  

über Fr. 2'000.00, um Rechnungen zu bezahlen, wobei alle Rechnungen über Fr. 1'000.00 

über die Beiständin gehen und die laufenden Kosten sowie die Krankenkasse vom Be-

schwerdeführer selber bezahlt werden bzw. werden sollten –, hat sodann zu keiner Verhal-

tensänderung beim Beschwerdeführer geführt. Stattdessen priorisiert er nach den Anga-

ben der Beiständin Zahlungen so, dass er gewissen laufenden Verpflichtungen nicht mehr 

nachzukommen vermag (nKESB-act. 100). Weiter leiht er – trotz diesbezüglich geltender 

eingeschränkter Handlungsfähigkeit – Mittel von Dritten, gegenüber denen er seine Zusa-

gen auf Rückzahlung alsdann nicht einhalten kann. 

 

Vor diesem Hintergrund ist eine mit Realitätsverweigerung gepaarte ausufernde Ver-

schleuderung beim Beschwerdeführer zu bejahen: Der Beschwerdeführer ist bezogen auf 

die von ihm getätigten Zahlungen für den Oldtimertransport nicht mehr fähig, zweckmäs-

sig und in seinem wohlverstandenen Interesse zu handeln und sein Selbstbestimmungs-

recht entsprechend auszuüben. Aufgrund seiner fehlenden Widerstandskraft ist er ein 

leichtes Opfer für betrügerische Machenschaften, denen er sich nicht mehr entziehen 

kann. Zu berücksichtigen ist überdies auch der Schutz Dritter, von welchen sich der Be-

schwerdeführer weitere Mittel beschafft hat, die er nicht fristgemäss zurückzahlen kann 

(vgl. Art. 390 Abs. 2 ZGB). Ein "ähnlicher in der Person liegender Schwächezustand" im 

Sinne von Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB bzw. die sich daraus ergebende Schutzbedürftigkeit 

liegen beim Beschwerdeführer somit vor. 

 

c) Nicht angenommen werden kann, dass es dem Beschwerdeführer aus eigener Kraft 

oder mit Hilfe seines Umfeldes gelingen würde, vom Oldtimergeschäft Abstand zu nehmen 

und er dafür keine weiteren Zahlungen mehr leisten wird: So hat er kritische Ermahnungen 

aus seinem familiären Umfeld und Freundeskreis sowie aufgetretene Hindernisse (seien 

diese auch noch so aussergewöhnlich) bisher ignoriert. Sodann hat er selbst nach Errich-

tung der Beistandschaft weitere Mittel investiert und dabei in Kauf genommen, dass er lau-

fenden Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte bzw. Darlehen von befreundeten 

Dritten aufgenommen, obwohl seine Handlungsfähigkeit diesbezüglich eingeschränkt war. 

Vor diesem Hintergrund erweist sich die Errichtung der Beistandschaft als erforderlich, um 

einen weitergehenden, nicht eingrenzbaren Vermögensverzehr, der nicht im wohlverstan-

denen Interesse des Beschwerdeführers liegt, abzuwenden. Darin liegt – entgegen der 

Kritik des Beschwerdeführers – keine (verpönte) Massnahme auf Vorrat. Ein weiteres Zu-

warten rechtfertigt sich angesichts der bejahten Realitätsverweigerung in Bezug auf das 

konkrete Rechtsgeschäft und die sich daraus ergebende Schutzbedürftigkeit des Be-

schwerdeführers nicht. Auch wird ihm mit dem Freibetrag und der Möglichkeit, höhere 

Rechnungen über die Beiständin zu bezahlen, sodann ein gewisser Spielraum im Alltag 

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 17/18 

  

belassen. Damit erweist sich die angeordnete Vertretungsbeistandschaft mit Vermögens-

verwaltung als insgesamt verhältnismässig und hält auch vor dem Subsidiaritätsprinzip 

stand. 

 

d) Der Entscheid der VRK ist damit zu schützen und die Beschwerde abzuweisen. Mit 

dem vorliegenden Entscheid wird der Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden 

Wirkung der Beschwerde gegenstandlos und ist abzuschreiben. Zuständig dafür ist ge-

mäss Art. 17 Abs. 1 lit. EG-ZPO die verfahrensleitende Richterin. 

 

 

IV. 

 

1. Bei diesem Verfahrensausgang bleibt die Kostenfestsetzung und -verlegung vor 

Vorinstanz unverändert. Die vom Beschwerdeführer angeführten Kosten im Zusammen-

hang mit der Führung der Beistandschaft bilden im Übrigen weder Gegenstand des KESB-

Beschlusses vom 27. September 2022 noch des angefochtenen Entscheids der VRK. Sie 

können dementsprechend auch nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfah-

rens sein; hierauf ist dementsprechend nicht einzutreten. 

 

2. Im Verfahren vor Kantonsgericht richtet sich die Kostenfestsetzung und -verlegung, 

mangels Regelung im ZGB sowie im EG-KES, sinngemäss nach den Bestimmungen der 

ZPO sowie der GKV. Die Gerichtskosten für das vorliegende Verfahren werden auf 

Fr. 1'500.00 festgesetzt (Art. 10 Ziff. 211 GKV). Diese Kosten trägt der mit seinen Rechts-

begehren vollumfänglich unterliegende Beschwerdeführer, unter Verrechnung mit dem 

von ihm geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe (Art. 106 Abs. 1 und Art. 111 ZPO). 

Für seine Parteikosten hat der Beschwerdeführer selber aufzukommen. 

  

 

 

 

 

 

KES.2023.16-K2 18/18 

  

Verfügung der verfahrensleitenden Richterin 

 

Der Antrag des Beschwerdeführers auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde wird als gegenstandslos abgeschrieben. 

 

 

Entscheid der II. Zivilkammer 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. Die Gerichtskosten für das Verfahren vor dem Kantonsgericht von Fr. 1'500.00 trägt 

der Beschwerdeführer, unter Verrechnung mit dem von ihm geleisteten Kostenvor-

schuss in gleicher Höhe. 

 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Kantonsgericht, 24.06.2024
	Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB: Eine mit Realitätsverweigerung gepaarte ausufernde Vermögensverschleuderung kann einen ähnlichen in der Person liegenden Schwächezustand begründen (E. III/4). (Kantonsgericht, II. Zivilkammer, 24. Juni 2024, KES.2023.16-K2).

		2026-01-28T05:16:46+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen