# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 02d3d3b6-16f8-5da0-bcba-125a25270953
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.10.2010 C-4214/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4214-2008_2010-10-14.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4214/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, Richter Michael Peterli,
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______,
vertreten durch Advokat lic. iur. Erich Züblin, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung vom 22. Mai 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4214/2008

Sachverhalt:

A.
X._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer),  geboren  am  _______, 
seit dem Jahr 2003 wohnhaft in Frankreich (Elsass), gelernter Dreher, 
ist ursprünglich italienischer Staatsangehöriger. Im Jahr 1970 reiste er 
in  die  Schweiz  ein,  seit  Oktober  2000  besitzt  er  das 
Schweizerbürgerrecht.  Seit  1988  war  er  als  Wagenwärter  bei  den 
Y._______ tätig und seit März 2006 zu 100% krank geschrieben, per 
31. Dezember  2007  wurde  das  Arbeitsverhältnis  aufgelöst.  Am 
23. Oktober  2006  reichte  er  bei  der  IV-Stelle  Basel-Stadt  ein  vom 
19. Oktober  2006  datiertes  Gesuch  um Bezug  von  IV-Leistungen  in 
Form einer  Rente  ein. Im Anmeldeformular  gab  er  an,  an Arthrose, 
Diskushernie,  Wirbelsprung,  Skoliose und starken Rückenschmerzen 
mit Auswirkungen auf Arm und Bein rechts zu leiden (act. 1, S. 1-15). 

Zur  Prüfung  des  Leistungsgesuchs  nahm  die  IV-Stelle  Basel-Stadt 
insbesondere folgende Unterlagen zu den Akten: 
- Spitalbericht  der  neurologisch-neurochirurgischen  Poliklinik,  Kantonsspital 

B._______, vom 14. Juli 2004 (act. 9, S. 3-4);

- zu Handen des vertrauensärztlichen Dienstes erstellter  Arztbericht  von Dr. med. 

R._______ vom 2. Dezember 2004 (act. 9, S. 2);

- Arztbericht von Dr. F._______ vom 27. April 2006 (act. 11. S. 5);

- undatiertes  Formular  Arztbericht  für  Erwachsene,  ausgefüllt  von  Dr.  I._______ 

(act. 11, S. 1-4);

- Formular Fragebogen Arbeitgeber, datiert vom 25. Dezember 2006 (act. 15, S. 1-

3);

- Gutachten  der  medizinischen  Poliklinik  des  Universitätsspitals  B._______  vom 

4. Juni 2007, unterzeichnet durch die Dres. N._______ und O._______ (act. 24, S. 

1-5); 

- medizinischer Bericht des Spitals C.______ vom 11. Juni 2007, unterzeichnet von 

Dr. S._______ (act. 27, S. 3-4);

- medizinischer  Bericht  des  Spitals  M.______  vom  24. April  2007  unterzeichnet 

durch die Dres. J._______ und E._______ (act. 27, S. 1-2);

- Arztbericht von Dr. G._______, Zentrum für Wirbelsäulenmedizin, Hirslandenklinik 

H._______, Ü._______, vom 4. September 2007 (act. 32, act. 2-3);

- im Auftrag der IV-Stelle  Basel-Stadt erstelltes rheumatologisches Gutachten von 

Dr.  med.  U._______,  Facharzt  für  Rheumatologie,  Physikalische  Medizin  und 

Rehabilitation, vom 10. Dezember 2007 (act. 35, S. 1-18).

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Mit  Vorbescheid vom 14. Januar 2008 teilte  die IV-Stelle  Basel-Stadt 
dem  Beschwerdeführer  mit,  dass  er  mit  Wirkung  ab  1. März  2007 
Anspruch auf eine Viertelsrente hätte (act. 37, S. 1-4).

Mit  Eingabe  vom  8. Februar  2008  teilte  der  Beschwerdeführer  mit, 
dass  er  mit  dem Vorbescheid  nicht  einverstanden sei,  und er  bean-
tragte eine Fristerstreckung zur Nachreichung einer ärztlich gestützten 
Begründung bis Ende März, bei Nichtgewährung der Fristerstreckung 
eine  Neubeurteilung  des  Rentengrades.  Zudem  beantragte  er 
Akteneinsicht,  insbesondere  um  Zustellung  des  Gutachtens  von  Dr. 
U._______ vom 10. Dezember 2007 (act. 40, S. 1).

Im Rahmen des Vorbescheidsverfahrens nahm Dr. G._______ Stellung 
zum rheumatologischen Gutachten von Dr. U._______ und machte im 
Wesentlichen  geltend,  die  Schmerzsituation  des Beschwerdeführers, 
insbesondere  die  Belastungs-  und  Stellungsabhängigkeit  der 
Schmerzen, sei es im Stehen, Sitzen oder Tragen von Lasten, sei nicht 
hinreichend  abgeklärt  worden,  weshalb  er  eine  Neubeurteilung  der 
Rentenhöhe beantrage (vgl. Arztbericht vom 10. März 2008, act. 42, S. 
1-2). 

Auf Anfrage der IV-Stelle Basel-Stadt befand Dr. med. A._______ des 
regionalärztlichen  Dienstes  (RAD)  in  seiner  Stellungnahme  vom 
9. April  2008,  es  gebe  keine  Veranlassung,  vom Gutachten  von  Dr. 
U._______ abzuweichen (act. 43, S. 1-2).

B.
Mit Verfügung vom 22. Mai 2008 sprach die IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland (nachfolgend: IV-Stelle)  dem Beschwerdeführer nach Durch-
führung des Einkommensvergleichs bei einem ermittelten Invaliditäts-
grad von 41% eine Viertelsrente zuzüglich einer Kinderrente für seine 
Tochter V._______ mit Wirkung ab 1. März 2007 zu. Die Abklärungen 
hätten  ergeben,  dass  aufgrund  der  gesundheitlichen  Situation  die 
Ausübung körperlich schwerer Tätigkeiten seit März 2006 nicht mehr 
möglich sei. Aus spezialärztlicher Sicht  seien ihm jedoch spätestens 
ab  Mai  2006  Verweisungstätigkeiten  zu  einem  Pensum  von  90% 
zumutbar, sofern dabei Arbeiten in vorwiegend gebückter Haltung ver-
mieden  würden.  In  Frage  kämen  Kontroll-,  Sortier-  oder  Über-
wachungstätigkeiten,  einfache  Lager-,  Reinigungs-  oder  Montage-
arbeiten (act. 49, S. 1-8).

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C.
Gegen diese Verfügung liess  der  Beschwerdeführer,  vertreten durch 
Rechtsanwalt  E. Züblin, mit  Eingabe vom 20. Juni 2008 Beschwerde 
erheben  und  die  Aufhebung  der  Verfügung  vom  22. Mai  2008,  die 
Anordnung eines neurochirurgischen Obergutachtens, gegebenenfalls 
eine  psychiatrische  Begutachtung  und  die  Zusprechung  mindestens 
einer  halben  Rente  beantragen.  Insbesondere  ersuchte  er  um  Ab-
klärung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 
und  in  einer  Verweisungstätigkeit.  Von  den  Gutachtern  des  Uni-
versitätsspitals  B._______,  dem  Hausarzt  Dr.  I._______  und  Dr. 
G._______  sei  die  Arbeitsunfähigkeit  in  der  bisherigen  Tätigkeit  als 
Wagenführer auf 100% beziffert worden. Dr. U._______ hingegen habe 
diese auf 20% beziffert  (ohne Bücken und ohne schweres repetitives 
Heben  über  15  bis  20  kg).  Zu  bemerken  sei,  dass  Dr.  U._______ 
aufgrund seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit anscheinend keine 
Ahnung von der Tätigkeit habe, die der Beschwerdeführer als Wagen-
führer ausgeübt habe, weshalb dem Gutachten mangelhafter Beweis-
wert zukomme. In einer alternativen angepassten Tätigkeit werde der 
Beschwerdeführer  von  den  Gutachtern  des  Universitätsspitals 
B._______  zu  30%  arbeitsunfähig,  von  Dr.  G._______  bis  zur 
Durchführung  von  entsprechenden  Massnahmen  zu  100%,  von  Dr. 
I._______  zu  100%  und  von  Dr.  U._______  zu  10%  arbeitsunfähig 
erachtet.  Im  Übrigen  habe  Dr.  U._______  eine  wesentliche 
gutachterliche  Pflicht  verletzt,  indem  er  sich  nicht  mit  der 
unterschiedlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. I._______ 
und  den  Ärzten  des  MUP-Gutachtens  auseinandergesetzt  und 
dargelegt  habe,  weshalb  er  davon  abweiche.  Anstatt  sich  auf  die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. G._______ als kompetenten 
Neurochirurgen  zu  stützen,  sei  der  Invalidenversicherer  bei  der 
Beurteilung  der  Arbeitsfähigkeit  in  der  bisherigen  Tätigkeit  dem 
Gutachten  der  MUP  und  in  Verweisungstätigkeiten  Dr.  U._______ 
gefolgt,  obwohl  dieser  seine  Fachkompetenz  als  Rheumatologe 
verschiedentlich  überschritten  habe.  Auch  habe  sich  Dr.  U._______ 
zwar  auf  die  vom  Beschwerdeführer  beigebrachten  Röntgenbilder 
sowie  die  sonstigen  Arztberichte  berufen,  diese  medizinisch 
relevanten  Akten  dem  Gutachten  jedoch  nicht  beigelegt.  Die 
Beschwerdegegnerin  habe  es   unterlassen,  diese  beizuziehen.  Das 
Gutachten stütze sich folglich auf medizinische Unterlagen, welche gar 
nicht im Besitz der IV-Stelle seien. Daher komme dem Gutachten von 
Dr. U._______  nicht  nur  kein  Beweiswert  zu,  sondern  durch  dieses 
Vorgehen  sei  auch  das  rechtliche  Gehör  des  Beschwerdeführers 

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verletzt  worden.  Hinzu  komme,  dass  Dr.  U._______  eine  weitere 
gutachterliche  Pflicht  verletzt  habe,  indem  er  keinen  Dolmetscher 
beigezogen  habe,  obwohl  die  Deutschkenntnisse  des  Beschwerde-
führers  nur  sehr  rudimentär  seien.  Zusammengefasst  komme  dem 
Gutachten  von  Dr.  U._______  betreffend  die  Beurteilung  der 
Arbeitsfähigkeit  sowohl  in  der  letzten als  auch in  einer  angepassten 
Tätigkeit  kein Beweiswert  zu. Überdies komme auch der Beurteilung 
des RAD insbesondere mangels Fachkompetenz kein Beweiswert zu, 
da  Dr.  A.________  über  einen  Facharzttitel  für  Innere  Medizin  und 
Endokrinologie  verfüge  und  nicht  –  wie  im  vorliegenden  Fall  un-
erlässlich  –  über  Fachkenntnisse  in  Rheumatologie  und  Neurologie. 
Ferner beantragte er, bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sei 
ein  leidensbedingter  Abzug  von  25%  vorzunehmen,  falls  dem  Be-
schwerdeführer  nach  der  chirurgischen  Intervention  überhaupt  noch 
eine Tätigkeit zugemutet werden könne (BVGer act. 1). 

Mit ergänzender Eingabe vom 3. Juli 2008 liess der Beschwerdeführer 
einen  Arztbericht  von  Dr. D._______  vom 15. April  2008  und  einen 
MRI-Bericht  der  Halswirbelsäule  vom  20. Mai  2008  nachreichen 
(BVGer act. 3).

D.
Mit Vernehmlassung vom 27. August 2008 beantragte die IV-Stelle mit 
Verweis  auf  die  Stellungnahme  der  IV-Stelle  Basel-Stadt  vom 
25. August 2008 die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung 
der  angefochtenen  Verfügung.  Zur  Begründung  führte  die  IV-Stelle 
Basel-Stadt  insbesondere aus,  entgegen der Kritik  des Beschwerde-
führers  komme  dem  Gutachten  von  Dr.  U._______  aus  folgenden 
Gründen voller Beweiswert zu: Der Rheumatologe sei durchaus in der 
Lage, eine neurologische Routineuntersuchung durchzuführen und ab-
schliessend  festzustellen,  dass  keine  neurologischen  Defizite  oder 
sonstigen  Ausfallerscheinungen  vorliegen  würden.  Weitere  spezial-
ärztliche Abklärungen seien nicht notwendig, solange keine relevanten 
neurologischen Ausfälle vorlägen. Betreffend die Rüge der Verletzung 
des rechtlichen Gehörs seien die fraglichen medizinischen Unterlagen 
im  Rahmen des  Beschwerdeverfahrens  bei  Dr. U._______  eingeholt 
worden  (vgl.  act.  57),  weshalb  eine  allfällige,  in  jedem  Fall  nicht 
besonders schwere Verletzung praxisgemäss als geheilt gelte. Für die 
Vermutung,  Dr. U._______  habe  gewisse  Aktenstücke  nicht  berück-
sichtigt – möglicherweise aufgrund von sprachlichen Schwierigkeiten – 
fehlten jegliche Anhaltspunkte. Ebenfalls sei die Rüge, der Gutachter 

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habe sich kein hinreichendes Bild über die letzte Tätigkeit als Wagen-
heber  gemacht,  verfehlt.  Vorliegend  sei  nicht  die  Arbeitsfähigkeit  im 
bisherigen Beruf entscheidend, sondern es komme auf die zumutbare 
Restarbeitsfähigkeit  auf  dem  hypothetisch  ausgeglichenen  Arbeits-
markt an. Im Weiteren sei der Vorwurf, Dr. U._______ habe sich nicht 
mit  der  unterschiedlichen  Beurteilung  der  Arbeitsfähigkeit  von  Dr. 
I._______  und  dem  Gutachten  der  MUP  auseinandergesetzt, 
unzutreffend.  Der  Gutachter  habe  diesbezüglich  ausführlich  und 
hinreichend  begründet  Stellung  genommen.  Die  vom 
Beschwerdeführer  erhobene  Rüge,  dass  kein  Dolmetscher  an  der 
Begutachtung  anwesend  gewesen  sei,  erweise  sich  ebenfalls  als 
unbegründet.  Dr.  U._______  habe,  wie  von  der  Rechtsprechung 
verlangt,  im  Rahmen  der  sorgfältigen  Auftragserfüllung  über  die 
Notwendigkeit  des  Beizugs einer  Übersetzungshilfe  entschieden und 
eine solche verneint. Ebenfalls erweise sich die Rüge, der RAD-Arzt 
verfüge über  keinen Facharzttitel  in  Neurologie oder Rheumatologie, 
als  verfehlt.  Eines  der  wesentlichen  Elemente  des  RAD sei  dessen 
interdisziplinäre  Zusammensetzung  und  die  daraus  folgende 
Beurteilung  der  medizinischen  Anspruchsvoraussetzungen  in  seiner 
Gesamtheit.  Es  sei  nicht  entscheidend  zu  wissen,  wer  den  Bericht 
verfasst habe, ergo könne es auch nicht auf die Fachqualifikation des 
entsprechenden  RAD-Arztes  ankommen.  Zu  den  mit 
Beschwerdeergänzung  vom  25. Juli  2008  eingereichten  ärztlichen 
Unterlagen  habe  Dr.  U._______  am  12.  August  2008  in  dem  Sinn 
Stellung  genommen,  dass  die  radiologischen  Befunde  der 
Halswirbelsäule  bereits  gewürdigt  worden  seien  und  bezüglich  der 
Zervikalarthrose  sowie  der  konstitutionellen  Einengung  des 
Spinalkanal nichts Neues zeigten. Auch im Bericht vom 15. April 2008 
fänden sich keine neueren klinischen Untersuchungsbefunde, die auf 
eine Verschlechterung der festgestellten degenerativen Veränderungen 
hinweisen  würden  (act.  58,  S.  1-2).  Somit  stehe  fest,  dass  keine 
Veränderung  des  Gesundheitszustandes  vorliege,  weshalb  auf  das 
lege  artis  erstellte  rheumatologische  Fachgutachten  von  Dr. 
U._______  abgestellt  werden  und  auf  die  Einholung  eines 
Obergutachtens verzichtet werden könne. Der vom Beschwerdeführer 
als zu gering erachtete leidensbedingte Abzug von 10% erweise sich 
in  Anbetracht  des  Alters  und  der  nur  10%-igen 
Leistungseinschränkung als gerechtfertigt. Schliesslich sei zu bemer-
ken,  dass  auch  die  Kritik  von  Dr.  G._______  (vgl.  Schreiben  vom 
10. März  2008)  unberechtigt  sei.  Gemäss  Stellungnahme  des  RAD 
vom 9. April 2008 führe die als Röntgendiagnose präsentierte Spondy-

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lose kaum zu klinischen  Beschwerden. In  Anbetracht  des  Alters  sei 
das  Vorliegen  von  degenerativen  radiologischen  Prozessen  normal. 
Gemäss  Dr.  A._______  sei  eine  Anlageanomalie  in  der  Regel  ein 
radiologischer Zufallsbefund ohne jegliche Relevanz (vgl. Bericht vom 
20. August  2008).  Im  Übrigen  habe  Dr.  U._______  in  seinem 
Gutachten  in  Anbetracht  der  diagnostizierten  hyperostotischen 
Spondylose und der Gefahr, dass dadurch die Krankheitsüberzeugung 
verstärkt werden könnte, von einem operativen Eingriff abgeraten und 
die  Anwendung  von  Kortisoninjektionen  nur  beschränkt  empfohlen 
(BVGer act. 5). 

E.
Mit Zwischenverfügung vom 8. September 2008 wurde der Beschwer-
deführer aufgefordert,  einen Kostenvorschuss von Fr. 400.--  bis  zum 
6. Oktober 2008 zu leisten. Der Kostenvorschuss ging am 13. Septem-
ber 2008 beim Bundesverwaltungsgericht ein (BVGer act. 6/10). 

F.
Mit  Replik  vom 11. September  2008  liess  der  Beschwerdeführer  an 
seinen im Rahmen der  Beschwerde gestellten  Rechtsbegehren fest-
halten. Des Weiteren machte er sinngemäss geltend, trotz geklagten 
Beschwerden  habe  Dr. U._______  gestützt  auf  ein  vier  Jahre  altes 
MRT der HWS das Vorliegen von objektivierbaren Befunden verneint, 
anstatt eine bildgebende aktuelle Abklärung durchführen zu lassen. In-
zwischen sei jedoch mittels MRI der Halswirbelsäule vom 20.  Mai 2008 
eine  beginnenden  zervicale  Myelopathie  diagnostiziert  worden.  Auf-
grund  der  Tatsache,  dass  die  Cortison-Injektionen  zu  einer  vorüber-
gehenden Besserung geführt hätten, müsse davon ausgegangen wer-
den,  dass  entgegen der  Behauptung von Dr. U._______ ein objekti -
vierbarer Befund vorliege. Hinzuzufügen sei,  dass bei  Nichtvorliegen 
eines  objektivierbaren  Befundes  eine  psychiatrische  Begutachtung 
und  im  Hinblick  darauf  der  Beizug  eines  Dolmetschers  notwendig 
gewesen  wäre.  Bezüglich  der  unterschiedlichen  Beurteilung  der 
Arbeitsfähigkeit  sei  nach  wie  vor  nicht  klar,  warum  Dr.  U._______, 
obwohl  er  weitgehend  die  gleichen  Diagnosen  wie  die  anderen 
Gutachter  gestellt  habe,  die Arbeitsfähigkeit  unterschiedlich  beurteilt  
habe.  Betreffend  Gewährung  eines  leidensbedingten  Abzuges  sei 
darauf  hinzuweisen,  dass  die  Beschwerdegegnerin  den 
Grenzgängerstatus nicht berücksichtigt habe. Im Weiteren beantragte 
der  Beschwerdeführer  die  Edierung  der  Stellungnahme  von  Dr. 
U._______ vom 12. August 2008, diejenige des RAD vom 20. August 

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2008 sowie  die  unter  act.  57  paginierten  medizinischen  Unterlagen. 
Gegebenenfalls sei ihm Gelegenheit zu geben, sich ergänzend zu den 
Akten zu äussern. Im Übrigen wiederholte der Beschwerdeführer die 
bereits mit Beschwerde gemachten Ausführungen (BVGer act. 8).

Mit  ergänzender  Replik  vom 2. Oktober  2008 liess  der  Beschwerde-
führer vollumfänglich auf die Beschwerde vom 20. Juni 2008 und die 
Replik  vom 11. September 2008 verweisen und monieren,  dass sich 
Dr.  U._______  auch  in  seiner  Stellungnahme  vom 12. August  2008 
nicht  zu  den  von  Dr.  G._______  diagnostizierten 
belastungsabhängigen  radiologischen  Reizerscheinungen  C6  sowie 
zur belastungs- und stellungsabhängigen Schmerzsituation geäussert 
habe. Es sei unerklärlich, weshalb auf ein MRI abgestellt  werde, das 
gemacht  worden  sei,  als  der  Patient  ohne  Belastung  und  ohne 
Einnahme einer speziellen Haltung auf dem Rücken lag. Diesbezüglich 
beantrage  er  eine  Untersuchung  mittels  upright-MRI.  Bei  dieser 
Technik  werde  der  Patient  in  der  Position  geröntgt,  in  welcher  die 
invalidisierenden  Schmerzen  aufträten.  Abschliessend  sei  zu 
bemerken, dass die dem RAD am 6. und 20. August 2008 gestellten 
Fragen bis dato nicht umfassend beantwortet worden seien. Während 
der  RAD  bis  am  11. August  2008  eine  allfällige  ergänzende 
Begutachtung  in  Betracht  gezogen  habe,  habe  er  sich  in  seiner 
Antwort  vom 20. August  2008  einzig  auf  die  Stellungnahme von Dr. 
U._______ vom 12. August 2008 gestützt (BVGer act. 11). 

Mit  Verfügung  vom  9. Oktober  2008  wurde  die  Vorinstanz  zur  Ein-
reichung  einer  Duplik  eingeladen,  wobei  ihr  mit  Überweisung  vom 
27. Oktober  2008  die  unaufgefordert  eingereichte  Eingabe  des  Be-
schwerdeführers  vom  21. Oktober  2008  inkl.  Arztbericht  von  Dr. 
D._______ vom 2. Oktober 2008 nachgereicht wurden (BVGer act. 12, 
13, 14). 

G.
Mit  Verweis  auf  die  Stellungnahme  der  IV-Stelle  Basel-Stadt  vom 
21. Oktober 2008 beantragte die Vorinstanz mit Duplik vom 23. Okto-
ber  2008 weiterhin die Abweisung der  Beschwerde und Bestätigung 
der Verfügung (BVGer act. 15).

H.
Mit  Verfügung  vom  3.  November  2008  wurde  der  Schriftenwechsel 
abgeschlossen (BVGer act. 16).

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I.
Mit  Eingabe vom 20. November 2008 reichte die Vorinstanz eine er-
gänzende Duplik  mit  unverändertem Antrag und mit  Verweis auf  die 
Stellungnahme der IV-Stelle Basel-Stadt vom 17. November 2008 ein. 
Diese verwies ihrerseits auf den bei Dr. L._______, RAD, eingeholten 
Bericht  vom  14.  November  2008,  wonach  der  Arztbericht  von  Dr. 
D._______ vom 2. Oktober 2008 (BVGer act. 13) im Wesentlichen die 
radiologischen Befunde wiederhole,  die bereits in früheren Berichten 
aufgeführt  worden  seien  (insbesondere  enger  Spinalkanal  und 
Osteochondrosen C3 bis C5, Foraminalstenose C3/C4 rechts, Spon-
dylarthrosen  L4  bis  S1 und  Pedikuloagenesie  L5  rechts). Der  RAD-
Arzt  erklärte,  erneut  fehlten im Arztbericht  objektive klinische Unter-
suchungsbefunde; diese seien jedoch notwendig, um zu beurteilen, ob 
die  radiologischen  Befunde  einem  klinischen  Korrelat  zugeordnet 
werden  könnten.  Dr.  D._______  Vorschlag,  zur  Objektivierung  des 
Zustandes der Nervenwurzeln C4, C5, C6 und L5 rechts sollten erneut 
Elektromyographien  durchgeführt  werden,  erstaune;  anscheinend 
gebe es frühere Untersuchungsbefunde, die der IV-Stelle nicht zuge-
stellt  worden  seien.  Zusammenfassend  könne  festgestellt  werden, 
dass  im  Bericht  von  Dr.  D._______  keine  neuen  wesentlichen 
Gesichtspunkte dargelegt würden.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  für  die  Beurteilung  von  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) zuständig, sofern kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31 
und Art. 32 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
verwaltungsgericht  [Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR  173.32]). 
Letzteres  ist  vorliegend  nicht  der  Fall.  Zulässig  sind  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  von  Vorinstanzen  gemäss  Art.  33  VGG. Die  IV-
Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 
33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). 
Das Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  für  die Behandlung der  vor-
liegenden Beschwerde zuständig. 

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1.1 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
sonders  berührt  und  hat  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  ein 
schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art.  59 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts  [ATSG,  SR  830.1]).  Er  ist  daher  zur  Be-
schwerde legitimiert.

1.2 Die Beschwerde wurde im Übrigen frist- und formgerecht (Art.  60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der erhobene 
Kostenvorschuss fristgerecht einbezahlt, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. 

2.
Anfechtungsobjekt  ist  die  Verfügung  vom 22. Mai  2008,  mit  welcher 
dem Beschwerdeführer  mit  Wirkung  ab  1. März  2007  eine  Viertels-
rente gewährt wird. 

Der  Beschwerdeführer  beantragt,  ihm  sei  mindestens  eine  halbe 
Rente zuzusprechen. 

2.1 Mit  der  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich  Über-  bzw.  Unterschreitung  oder  Missbrauch  des  Er-
messens),  beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder  unvollständigen  Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen 
(Art. 49 VwVG). 

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung  von  Amtes  wegen  nicht  an  die  Begründung  der 
Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die 
Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 
gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit  einer 
Begründung  bestätigen,  die  von  jener  der  Vorinstanz  abweicht  (vgl. 
FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2.  Auflage,  Bern  1983, 
S. 212, vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 

3.
Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in  ver-
fahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2),  unter  Vorbehalt  der spezialgesetzlichen Übergangs-
bestimmungen.

Seite 10

C-4214/2008

Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt. Das VwVG findet  aufgrund von Art. 3  Bst. dbis VwVG jedoch 
keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  ATSG 
anwendbar  ist.  Nach  Art.  2  des  ATSG sind  die  Bestimmungen  des 
ATSG  anwendbar,  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze 
des  Bundes  dies  vorsehen.  Nach  Art.  1  Abs.  1  IVG  sind  die  Be-
stimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 
28-70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung 
vom ATSG vorsieht.

3.1 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze  massgebend,  die  bei  Erlass  der  angefochtenen  Verfü-
gung vom 22. Mai 2008 in Kraft standen, weiter aber auch solche, die 
zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für  
die  Beurteilung  eines  allenfalls  früher  entstandenen  Leistungsan-
spruchs von Belang sind (BGE 134 V 315 E. 1.2, BGE 130 V 329 E. 
2.3). 

3.2 Für den Beschwerdeführer mit  schweizerischer Staatsangehörig-
keit  bestimmt  sich  der  Anspruch  auf  Leistungen  der  Invalidenver-
sicherung nach schweizerischem Recht. 

3.2.1 Demnach sind im vorliegenden Verfahren die Bestimmungen des 
ATSG in  der  Fassung  vom 6. Oktober  2006  sowie  der  zugehörigen 
Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSV, SR 830.11) in der Fassung vom 28. September 2007 (5. IVG-
Revision,  AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft  seit  1. Januar 
2008)  anwendbar. Für die Prüfung des Leistungsanspruchs vor dem 
31. Dezember  2007  sind  das  ATSG in  der  Fassung  vom 6. Oktober 
2000 sowie die Verordnung in der Fassung vom 11. September 2002 
anwendbar (vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 
Basel Genf 2009, Art. 82 Rz. 5).

Das IVG ist grundsätzlich in der Fassung vom 6. Oktober 2006, in Kraft 
seit  dem 1. Januar 2008 anwendbar (5. IV-Revision, AS 2007 5129), 
bzw. pro rata temporis vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 in 
der  Fassung  vom 21. März  2003  (4.  IVG-Revision,  AS  2003  3837); 
ferner  seit  dem  1. Januar  2008  die  zugehörige  Verordnung  in  der 
Fassung vom 28. September 2007 (5. IV-Revision, AS 2007 5155) bzw. 
vom  1. Januar  2004  bis  31. Dezember  2007  in  der  Fassung  vom 
21. Mai 2003 (4. IV-Revision, AS 2003 3859). 

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C-4214/2008

Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit 
Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsun-
fähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur 
Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  (Art.  16)  sowie  zur  Revision  der 
Invalidenrente  und  anderer  Dauerleistungen  (Art.17)  hat  das 
Schweizerische  Bundesgericht  (vormals:  Eidgenössisches  Ver-
sicherungsgericht)  erkannt,  dass  es  sich  bei  den in  Art.  3-13 ATSG 
enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche 
Fassung  der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  zu  den  ent-
sprechenden  Begriffen  vor  Inkrafttreten  des  ATSG handelt  und  sich 
inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte 
Rechtsprechung  übernommen  und  weitergeführt  werden  kann  (vgl. 
BGE 130 V 343 E. 3). 

4.
In  formeller  Hinsicht  rügt  der  Beschwerdeführer  eine Verletzung des 
rechtlichen  Gehörs. Dr. U._______  berufe  sich  in  seinem Gutachten 
vom  10. Dezember  2007  auf  medizinische  Unterlagen,  die  der  Be-
schwerdegegnerin nicht bekannt gewesen seien bzw. die sich nicht in 
den Akten befänden. Im Übrigen sei  nicht  klar,  ob Dr. U._______ in 
seinem Gutachten sämtliche medizinischen Akten berücksichtigt habe. 

4.1 Nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR 101)  haben  die 
Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör (vgl. auch Art. 26 ff. VwVG). 
Das  rechtliche  Gehör  dient  einerseits  der  Sachaufklärung,  anderer-
seits  stellt  es  aber  auch  ein  persönlichkeitsbezogenes  Mitwirkungs-
recht beim Erlass von Verfügungen dar, welche in die Rechtsstellung 
des  Einzelnen  eingreifen.  Dazu  gehört  insbesondere  das  Recht  der 
Parteien,  sich  vor  Erlass  eines  in  ihre  Rechtsstellung  eingreifenden 
Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, 
Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen ge-
hört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder 
mitzuwirken  oder  sich  zumindest  zum  Beweisergebnis  zu  äussern, 
wenn  dieses  geeignet  ist,  den  Entscheid  zu  beeinflussen  (Art.  42 
ATSG; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts I 3/05 vom 17. Juni 2005 E. 
3.1.3 und BGE 132 V 368 E. 3.1 und BGE 122 V 157). Die Behörde 
muss  sich  jedoch  nicht  ausdrücklich  mit  jeder  tatbeständlichen  Be-
hauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen, sondern 
kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte be-
schränken  (vgl.  BGE 124  V  181  E. 1a).  Ebenfalls  sind  Beweise  nur 

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C-4214/2008

über  jene  Tatsachen  abzunehmen,  die  für  die  Entscheidung  der 
Streitsache erheblich sind (URS MÜLLER,  Das Verwaltungsverfahren in 
der Invalidenversicherung, Bern 2010, Rz. 1360, vgl. auch BGE 122 V 
157).

Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nahm die IV-Stelle Basel-Stadt 
die fraglichen Unterlagen zu den Akten (vgl. act. 57, S. 1-25). Ausser 
dem Bericht von Dr. S._______, Spital C._______, vom 11. Juni 2007 
(act.  57,  S. 2-3),  dem undatierten  (Stempeldatum 30.  Januar  2007) 
Informationsblatt  von Dr. I._______  (act.  57,  S. 6),  dem undatierten 
(Stempeldatum 3. November 2007) Attest von Dr. I._______ (act. 57, 
S. 7) sowie dem Informationsblatt der Klinik H._______ (act. 57, S. 9) 
würdigte  Dr.  U._______  alle  unter  act.  57  paginierten  Berichte. 
Aufgrund  der  Aktenlage  ergeben  sich  keine  Hinweise,  dass  Dr. 
I._______  die  medizinische  Situation  des  Beschwerdeführers  nicht 
hinreichend gewürdigt  hätte. Auch wenn zu bemängeln  ist,  dass  die 
Vorinstanz erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens die fraglichen 
medizinischen Unterlagen zu ihren Akten genommen hat, kann darin 
keine Verletzung des rechtlichen Gehörs erblickt werden. 

4.1.1 Des Weiteren wendet der Beschwerdeführer ein, dem fraglichen 
Gutachten  komme ein  geringerer  Beweiswert  zu,  da  Dr. U._______ 
anlässlich der Begutachtung keinen Dolmetscher hinzugezogen habe.

Beim  Anspruch  auf  Übersetzung  bzw.  auf  eine  Dolmetscherin  und 
einen Dolmetscher handelt es sich um einen Teilgehalt des rechtlichen 
Gehörs (vgl. KIESER,  a.a.O. Art. 42 Rz. 12). Es ist grundsätzlich Sache 
der versicherten Person, frühzeitig einen Antrag bei der Verwaltung zu 
stellen, die Durchführung der medizinischen Abklärungen habe in ihrer 
Muttersprache zu erfolgen (MÜLLER,  a.a.O. Rz. 1360; vgl. auch  Urteile 
des Bundesgerichts I 245/00 vom 30. Dezember 2003 und I 58/06 vom 
13. Juni 2006 E. 2.4).

Im Rahmen der Durchführung der medizinischen Abklärung durch die 
Medizinische Poliklinik MUP und durch Dr. U._______ wurde der Be-
schwerdeführer mit Schreiben vom 20. Dezember 2006 resp. 31. Okto-
ber  2007 aufgefordert,  sich  sofort  bei  der  untersuchenden Stelle  zu 
melden, wenn er nicht genug Deutsch könne (act. 18, S. 1, act. 31, S. 
1). In den Akten finden sich keine Hinweise, dass sich der Beschwer -
deführer  im  Anschluss  an  diese  Schreiben  um  einen  Dolmetscher 
bemüht bzw. einen Antrag auf Beizug eines Dolmetschers bei der IV-
Stelle  gestellt  hätte. Der  Einwand,  ein  Dolmetscher  hätte  anlässlich 

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der Begutachtung hingezogen werden müssen, kann nicht  im Nach-
hinein  vorgebracht  werden.  Im  Übrigen  bemerkte  Dr. U._______  im 
Gutachten auf  S.1/2,  der  Beschwerdeführer  sei  in  Begleitung seiner 
Ehefrau zur Untersuchung erschienen, welche während der gesamten 
Untersuchung  sowie  anamnestischen  Erhebung  anwesend  gewesen 
sei.  Die  Ehefrau  spreche  recht  gut  Deutsch,  weshalb  keine  sprach-
lichen  Kommunikationsschwierigkeiten  bestanden  hätten.  Im  Gut-
achten  finden  sich  keine  Anhaltspunkte,  dass  Verständigungs-
schwierigkeiten bestanden hätten. Auch legt der Beschwerdeführer im 
Rahmen der Beschwerde nicht dar, inwiefern Dr. U._______ ihn miss-
verstanden haben soll. 

Aufgrund des Gesagten ist  auch in  dieser  Hinsicht  keine Verletzung 
des  rechtlichen Gehörs  zu erblicken,  und  die  Rüge erweist  sich  als 
unbegründet. 

5.
Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  sind  für  die  Be-
stimmungen  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  im  Beschwerdever-
fahren  grundsätzlich  die  tatsächlichen  Verhältnisse  zur  Zeit  des  Er-
lasses der angefochtenen Verfügung massgebend (hier: 22. Mai 2008; 
vgl.  auch  BGE  132  V  368  E.  6.1  mit  Hinweisen,  vgl.  auch  THOMAS 
LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts,  3. Auflage,  Bern 
2003, S. 489 Rz. 20).

Sachverhaltsänderungen,  die  nach  dem  massgebenden  Zeitpunkt 
des  Erlasses  des  angefochtenen  Entscheides  eingetreten  sind, 
können  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  daher  grundsätzlich 
nicht  berücksichtigt  werden.  Allerdings  können  Tatsachen,  die  den 
Sachverhalt  seither verändert  haben, unter Umständen Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 121 V 362 E. 1b mit 
weiteren Hinweisen). 

6.
Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV ist bei Grenzgängern die IV-Stelle, in deren 
Tätigkeitsbereich  der  Grenzgänger  eine  Erwerbstätigkeit  ausübt,  zur 
Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung zuständig. Dies gilt auch 
für  ehemalige  Grenzgänger,  sofern  sie  bei  der  Anmeldung  ihren 
ordentlichen  Wohnsitz  noch  in  der  benachbarten  Grenzzone  haben 
und  der  Gesundheitszustand  auf  die  Zeit  ihrer  Tätigkeit  als  Grenz-
gänger zurückgeht. Die Verfügungen werden von der IV-Stelle für Ver-
sicherte  im  Ausland  erlassen.  Gemäss  Abs.  3  dieser  Bestimmung 

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bleibt  die  einmal  begründete  Zuständigkeit  der  IV-Stelle  im  Verlaufe 
des Verfahrens erhalten. 

Der Beschwerdeführer übte zur Zeit  der Einreichung der Anmeldung 
als  Grenzgänger  eine  Erwerbstätigkeit  im  Tätigkeitsbereich  der  IV-
Stelle  Basel-Stadt  aus  und  hatte  seinen  Wohnsitz  im  Zeitpunkt  der 
Anmeldung in der benachbarten Grenzzone. Somit waren die IV-Stelle 
Basel-Stadt  zuständig  für  die  Entgegennahme  und  Prüfung  des 
Leistungsgesuches und die IV-Stelle für Versicherte im Ausland zum 
Erlass der angefochtenen Verfügung.

7.
Anspruch auf  eine Rente  der  schweizerischen  Invalidenversicherung 
hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und bei Ein -
tritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Bei -
träge  an  die  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
(AHV/IV) geleistet  hat; d.h. während mindestens eines vollen Jahres 
gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen  und  während  mindestens  drei  Jahren  gemäss  Art.  36 
Abs. 1 IVG in der  ab 1. Januar  2008 geltenden Fassung. Diese Be-
dingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein 
Rentenanspruch. 

Der  Beschwerdeführer  hat  unbestrittenermassen während mehr  als 
eines Jahres, aber auch während mehr als drei  Jahren Beiträge an 
die  schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversiche-
rung geleistet, so dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer 
für  den Anspruch auf  eine ordentliche Invalidenrente erfüllt  ist  (vgl. 
act. 8, S. 2-4).

8.
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig ge-
wesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
die  versicherte  Person  mindestens  70%,  derjenige  auf  eine  Drei-
viertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und  bei  einem Invaliditätsgrad  von  mindestens  40% ein  solcher  auf 
eine  Viertelsrente.  Hieran  hat  die  5.  IV-Revision  nichts  geändert 
(Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung). 

Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 1. Januar 2008 

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geltenden Fassung) werden jedoch Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 
ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 
Schweiz haben. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts stellt 
diese  Regelung  nicht  eine  blosse  Auszahlungsvorschrift,  sondern 
eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 
Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt ab 1. Juni 2002 für Schweizer 
Bürgerinnen  und  Bürger  sowie  Angehörige  von  Mitgliedstaaten  der 
Europäischen  Union,  welche  Anspruch  auf  Viertelsrenten  haben, 
wenn  sie  in  einem Mitgliedstaat  der  Europäischen  Union  Wohnsitz 
haben. Dies trifft auf den Beschwerdeführer zu. 

8.1 Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  entsteht  der  Rentenanspruch  frühestens  in 
dem Zeitpunkt,  in  dem die  versicherte  Person  mindestens  zu  40% 
bleibend  erwerbsunfähig  (Art.  7  ATSG)  geworden  ist  (Bst.  a)  oder 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Bst. 
b). 

Eine bleibende Erwerbsunfähigkeit  besteht  vorliegend nicht. Es han-
delt  sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts vielmehr um 
ein labiles Krankheitsgeschehen, welches frühestens nach Ablauf der 
gesamten  gesetzlichen  Wartezeit  einen  allfälligen  Rentenanspruch 
begründen  kann  (Urteil  des  Bundesgerichts  [BGer]  I  163/2005  vom 
30. Mai 2005, BGE 119 V 98 E. 4a).

8.2 Nach dem ATSG in  Verbindung mit  dem IVG ist  der  Begriff  "In-
validität"  nicht  nach  medizinischen  Kriterien  definiert,  sondern  nach 
der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 132 V 93 E. 4,  
BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmög-
lichkeiten  nicht  nur  im  angestammten  Beruf  bzw.  in  der  bisherigen 
Tätigkeit,  sondern  auch  in  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  zu 
prüfen. 

Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG (sowohl in der Fassung vom 6. Oktober 2000, 
in  Kraft  vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007 als auch in  der 
Fassung vom 6. Oktober 2006, in Kraft seit 1. Januar 2008) ist die In-
validität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit.  Art.  4  IVG führt  dazu  aus, 
dass die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall 

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sein kann; nach Abs. 2 dieser Norm gilt die Invalidität als eingetreten, 
sobald  sie  die  für  die  Begründung  des  Anspruchs  auf  die  jeweilige 
Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat.

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder  geistigen  Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG, Fassung vom 6. Oktober 2000, 
in  Kraft  vom 1. Januar  2003 bis  31. Dezember  2007). Mit  der  5. IV-
Revision hält Art. 7 Abs. 2 ATSG neu fest, dass für die Beurteilung des 
Vorliegens  einer  Erwerbsunfähigkeit  ausschliesslich  die  Folgen  der 
gesundheitlichen  Beeinträchtigung  zu  berücksichtigen  sind.  Eine  Er-
werbsunfähigkeit  liegt  zudem nur  vor,  wenn sie  aus  objektiver  Sicht 
nicht  überwindbar  ist.  Mit  dieser  neuen  Regelung  beabsichtigte  der 
Gesetzgeber, dass eine Rente erst dann gesprochen wird, wenn die 
versicherte Person alle zumutbaren Schritte zur Vermeidung oder Ver-
ringerung der Invalidität vorgenommen hat (BBl 2005 4531).

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare  Arbeit  zu  leisten. 
Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen 
Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

8.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog. 
Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). 

Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und 
abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Inva-
lidenversicherung  von  jenem  der  Arbeitslosenversicherung  abzu-
grenzen.  Der  Begriff  umschliesst  einerseits  ein  bestimmtes  Gleich-
gewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; 
andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur 
her  einen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen 
Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die 

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Möglichkeit  hat,  ihre  restliche Erwerbsfähigkeit  zu  verwerten  und ob 
sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder 
nicht  (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt,  
dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine 
invalide  Person  unter  den  konkreten  Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt  werden  kann,  sondern  einzig  darauf,  ob  sie  die  ihr 
verbliebene Arbeitskraft  noch wirtschaftlich  nutzen könnte,  wenn die 
verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen 
würden (AHI-Praxis 1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit 
im  Sinne  von Art.  16  ATSG kann  aber  dort  nicht  mehr  gesprochen 
werden,  wo die zumutbare Tätigkeit  nur  in  so  eingeschränkter  Form 
möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt 
oder  dass  sie  nur  unter  nicht  realistischem Entgegenkommen eines 
durchschnittlichen Arbeitgebers  möglich wäre (SVR 2009 IV Nr. 8, S. 
17, E. 3c; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4).

Zu  bemerken  ist,  dass  aufgrund  des  im  gesamten  Sozialver-
sicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der  Schadenminderungs-
pflicht  ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsun-
fähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem 
anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, so-
weit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 504 E. 4, 113 V 
22 E. 4a, 111 V 235 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. 
am  Vertrauensarzt  einer  IV-Stelle  zu  entscheiden,  in  welchem Aus-
mass  ein  Versicherter  seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumut-
barer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt  verwerten kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit 
hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Ver-
weisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er 
seine Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

9.
Der Beschwerdeführer macht geltend,  an Gesundheitsstörungen ins-
besondere an seiner Rückenwirbelsäule zu leiden. 

Die  Vorinstanz  hat  sich  beim  Erlass  der  angefochtenen  Verfügung 
insbesondere auf das in ihrem Auftrag erstellte Gutachten der medi-
zinischen Poliklinik vom 4. Juni 2007, unterzeichnet von Dr. N._______ 
und  Dr. O._______,  und  dasjenige  von  Dr. U._______,  Facharzt  für 
Rheumatologie,  Physikalische  Medizin  und  Rehabilitation,  vom 

Seite 18

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10. Dezember 2007 gestützt. Diesen und weiteren entscheidrelevanten 
medizinischen Unterlagen ist Folgendes zu entnehmen:

Dem Gutachten der MUP sind mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit folgende Diagnosen zu entnehmen: 1. lumbovertebrales Schmerz-
syndrom  mit  rechtskonvexer  Skoliose  Spondylolyse  L5,  Osteo-
chondrose L3/L4, Anterolisthesis L5 Grad 1, 2. Zervikalsyndrom und 
Spinalkanalstenose der HWK 3/4 und HWK 4/5, Foraminalstenose der 
HWK 3/4 rechts sowie HWK 4/5 rechts, Osteochondrose HWK 3 – 5 
sowie  HWK  7  –  Th  1,  partielle,  kongenitale  Blockwirbelbildung  der 
HWK 6/6. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten 
die Gutachter Hypercholesterinämie. Dres. N._______ und O._______ 
kamen aufgrund der festgestellten Störungen zum Schluss, dass der 
Explorand mit Wirkung ab März 2006 für schwere und mittelschwere 
Arbeiten zu 100% arbeitsunfähig sei, was bedeute, dass er in der bis-
herigen Tätigkeit als Wagenführer mit der Notwendigkeit, auch körper-
lich  schwere  und  mittelschwere  Arbeiten  auszuführen,  zu  100% 
arbeitsunfähig  sei.  Für  leichte,  wechselbelastende  Tätigkeiten  ohne 
Überkopfarbeiten  bestehe  eine  100%-ige  Arbeitsfähigkeit,  wobei  die 
Leistungsfähigkeit  wegen  der  chronischen  Schmerzen  und  der 
rezidivierenden  Schmerzexacerbationen  zu  30%  reduziert  sei.  Die 
Gutachter empfahlen, beim jetzigen Arbeitgeber eine den Beschwer-
den entsprechende, geeignete Stelle zu suchen. Ansonsten empfahlen 
sie eine Arbeitsvermittlung für leichte Arbeiten (act. 24, S. 1-5). 

Dr. U.________,  Facharzt  für  Rheumatologie,  Physikalische  Medizin 
und Rehabilitation, führte mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit die 
folgenden  Diagnosen  auf:  lumbovertebrales  Syndrom  bei  de-
generativen Veränderungen im Sinne  von Osteochondrose  L4/5  und 
L5/S1  mit  fraglicher  ischialgiformer  Schmerzsymptomatik  rechts 
(jedoch ohne neurologische Defizite) und zervikovertebrales Syndrom 
bei  degenerativen Veränderungen im Sinne von Osteochondrose vor 
allem  im  Bereich  C3  bis  C5  (keine  sensomotorischen  und  keine 
neurologischen Defizite, die Beweglichkeit der oberen Extremitäten sei 
normal erhalten). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte 
der Gutachter die Diagnosen hyperostotische Spondylose zervikal und 
lumbal, teils auch thorakal mit/bei Hypercholesterinämie (vor allem bei 
latentem Diabetes),  myogelosen Schultergürtel  sowie lumbal  (reaktiv 
im Rahmen der hyperostotischen Spondylose [Morbus Forestier]) und 
Schwäche im rechten Arm und Bein (rheumatologisch nicht erklärbar). 
Der  Gutachter  befand,  dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner 

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Leistungsfähigkeit  qualitativ  und quantitativ  nur  gering eingeschränkt 
sei, wobei die Beeinträchtigungen auf Kosten der degenerativen Ver-
änderungen  im lumbalen  Bereich  gingen. Dr. U._______  stellte  fest, 
dem Beschwerdeführer sei die bisherige Tätigkeit als Wagenführer im 
Rahmen von 80% insbesondere von Reparaturarbeiten zumutbar, die 
Einschränkung von 20% diene dem Dispens von Arbeiten in dauernd 
gebückter  Haltung  oder  Heben  von  Lasten  über  15  bis  20kg.  Für 
leichte  bis  mittelschwere  Tätigkeiten  wurde  die  Arbeitsfähigkeit  auf 
90% beziffert. Betreffend Rehabilitationsmassnahmen befand der Gut-
achter,  in  Anbetracht  der  festgestellten hyperostotischen Spondylose 
sei  empfehlenswert,  von  einem operativen  Eingriff  Abstand  zu  neh-
men, ansonsten sei  eine zunehmende Ostose wahrscheinlich. Eben-
falls sei die Indikation für Kortisoninjektionen nur mit grosser Zurück-
haltung  zu  stellen,  da  die  Hyperostose  möglicherweise  noch  mehr 
wachsen könnte und eine mögliche labile diabetische Stoffwechsellage 
sich erst  recht  manifestierte. Er empfehle, mit  krankengymnastischer 
Behandlung, isometrischen Bewegungsübungen und Detonisieren der 
Rückenmuskulatur fortzufahren. Unter Umständen könne mittels anti -
depressiver  Behandlung  die  Schmerzschwelle  reguliert  werden  (act. 
35, S. 1-18).

Im Formular Arztbericht für Erwachsene diagnostizierte Dr. I._______ 
mit  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  Lumboischialgie  rechts  L5 
und  lumbales  Stechen,  ohne  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit 
sind  cervikale  Schmerzen  aufgeführt.  Seit  März  2006  bestehe  eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit (act. 11, S. 1-4).

9.1 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens nahm Dr. G._______ des 
Zentrums  für  Wirbelsäulenmedizin  der  Hirslandenklinik  H._______, 
Ü._______, am 10. März 2008 unaufgefordert  Stellung zum rheuma-
tologischen Gutachten. Vorab erhob er den Einwand, das Gutachten 
weise  insbesondere  aufgrund  des  Umstandes,  dass  die  Beurteilung 
durch  Dr.  U._______  nicht  in  der  Muttersprache  des  Beschwerde-
führers geführt worden sei, Schwachstellen auf. Als Diagnosen nannte 
er  1. eine  chronische  cervikale  Schmerzsymptomatik  (M47.86),  fort -
geschrittene  Arthrose  C1/2  links  und  multisegmentale  subaxiale  de-
generative  Veränderungen  und  2.  eine  chronische  spondylogene 
lumbale  Schmerzsymptomatik  (M47.86),  Osteochondrose  L4/5  und 
L5/S1,  Pedikelagenesie  L5  rechts,  L5  und  S1  neuroforaminale  Ein-
engung.  Dr.  G._______  präzisierte,  der  Beschwerdeführer  leide  in 
erster  Linie  an einer  cervikalen  Schmerzsymptomatik,  die  durch die 

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fortgeschrittene Degeneration C1/2 verursacht und unterhalten werde. 
Zudem bestünden  in  der  subaxialen Halswirbelsäule  erhebliche Ver-
änderungen mit ventraler Spangenbildung, ähnlich einem M. Forestier. 
Da die steroidfreie Infiltration (vgl. Arztbericht vom 4. September 2007, 
act. 32, S. 1-3) kurzfristig Erfolg gezeigt habe, halte er die Indikation 
zur  C1/2  Verschraubung  nach  Magerl  als  gegeben.  Die  lumbale 
Problematik  beruhe  auf  einer  aktivierten  vertebragenen  Schmerz-
situation  aufgrund  fortgeschrittener  Osteochondrose  L4-S1  und 
Chondrose L3/4. Wegen der  durch  die  Cervikalgie  bedingten erheb-
lichen  physischen  Einschränkungen  habe  die  segmental 
stabilisierende  Muskulatur  abgebaut  und  die  spondylogene 
Komponente sei in den Vordergrund getreten. Grundsätzlich müsse die 
lumbale  Problematik  betreffend  Etagendiagnostik  weiter  abgeklärt 
werden,  um  die  notwendige  Spondylodese  korrekt  durchführen  zu 
können. Ebenso bedürfe die Schmerzsituation weiterer Abklärungen. 
Die  Arbeitsfähigkeit  sei  um  100%  vermindert,  die  sich  ohne 
chirurgische Behandlung nicht verbessern liesse (act. 42, S. 1-2). 

In  seiner  Stellungnahme vom 9. April  2008  sah  sich  Dr. A._______ 
vom  RAD  nicht  veranlasst,  am  Gutachten  von  Dr.  U._______  zu 
zweifeln. Das Vorliegen eines etwaigen Sprachproblems anlässlich der 
Begutachtung  wurde  von ihm verneint,  insbesondere  auch  aufgrund 
der  Tatsache,  dass  der  Beschwerdeführer  1970  in  die  Schweiz  ein-
gereist und seit 2000 eingebürgert sei. Zudem sei die Ausbildung zum 
Dreher  in  K._______  bei  der  P._______  erfolgt,  was  gegen  die  An-
nahme  von  Kommunikationsproblemen  spreche.  Hinsichtlich  der 
medizinischen  Situation  sei  zu  bemerken,  dass  die  Spondylose  be-
sonders  bei  Männern  kaum  zu  klinischen  Beschwerden  führe.  Bei 
Jahrgang  _______  sei  das  Vorliegen  von  gewissen  degenerativen 
radiologischen  Prozessen  normal.  Im  Übrigen  sei  ein  Muskelabbau 
nicht  primär invalidisierend,  und es lohne sich vorerst,  nicht-invasive 
chirurgische  Massnahmen  durchzuführen.  Zur  Anwendung  der 
steroidfreien Injektion konnte sich Dr. A._______ nicht äussern, da ihm 
diese Methode nicht geläufig sei (act. 43, S. 1-2).

9.2 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens gingen neue medizinische 
Unterlagen ein, zu denen Dr. U._______ mit Schreiben vom 12. August 
2008 ausführte, die radiologischen Befundberichte vom 20. Mai 2008 
zeigten  bezüglich  der  Zervikalarthrose  sowie  der  konstitutionellen 
Einengung des Spinalkanals keine Neuigkeit. Ebenso beschreibe der 
Bericht  des  Bürgerspitals  vom  15. April  2008  radiologische  Unter-

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suchungen,  wovon einige seit  2004 bekannt  seien. Neuere klinische 
Fakten  oder  Untersuchungsbefunde,  die  auf  eine  eindeutige  Ver-
schlechterung  bezüglich  der  festgestellten  degenerativen  Verände-
rungen, die er im Übrigen ebenfalls diagnostiziert  und zusätzlich die 
hyperostotische  Spondylose  hinzugefügt  habe,  seien  nicht  erwähnt. 
Insgesamt halte er an seiner Beurteilung vom 10. Dezember 2007 fest 
(act. 58, S. 1-2).

Auf  Anfrage  der  IV-Stelle  Basel-Stadt  erklärte  Dr. A._______,  RAD, 
das Schreiben von Dr. U._______ vom 12. August 2008 belege, dass 
keine  Veränderung  des  Gesundheitszustandes  eingetreten  sei.  Des 
Weiteren erklärte er, eine Anlageanomalie sei in der Regel ein radio -
logischer Zufallsbefund ohne jegliche Relevanz. Zudem entspreche ein 
pathologischer Röntgenbefund nicht einem eingeschränkten Gesund-
heitszustand  respektive  einer  limitierten  Arbeitsfähigkeit.  Solange 
keine  neurologisch  relevanten  Ausfälle  vorlägen,  erübrigten  sich 
weitere Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit (act. 59, S. 1-2). 

9.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet 
zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 
125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum anderen 
umfasst die behördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbe-
sehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Viel -
mehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechts-
verhältnisses  (Streitgegenstand)  rechtserheblichen  Sachverhalt. 
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, 
ob  über  den  streitigen  Anspruch  so  oder  anders  zu entscheiden ist 
(GYGI, a.a.O., S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungs-
behörden  und  Sozialversicherungsgericht  zusätzliche  Abklärungen 
stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Par-
teivorbringen  oder  anderer  sich  aus den  Akten ergebender  Anhalts-
punkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hin-
weis; Urteil  des Eidgenössischen Versicherungsgerichts  [EVG] I 520/ 
99 vom 20. Juli 2000).

9.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung – 
und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 

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stellen  haben.  Aufgabe  des  Arztes  oder  der  Ärztin  ist  es,  den  Ge-
sundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung  zu  nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits -
leistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden  können 
(BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E.  
4b.cc). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen be-
gründet  sind. Ausschlaggebend für  den Beweiswert  ist  grundsätzlich 
somit weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten, sondern dessen Inhalt  (BGE 125 V 351 E. 3a; 
AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).

Die Verwaltung und das Gericht haben die medizinischen Unterlagen – 
wie auch alle anderen Beweismittel – nach dem Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung, d. h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, so-
wie  umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies  bedeutet,  dass 
alle  Beweismittel  objektiv  zu  prüfen  sind  –  unabhängig  davon,  von 
wem sie stammen – und danach zu entscheiden ist, ob die verfügba-
ren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wider-
sprechenden  medizinischen  Berichten  den  Prozess  nicht  erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial  zu  würdigen und die Gründe an-
zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,  
auf  allseitigen  Untersuchungen  beruht,  auch  die  geklagten  Be-
schwerden  berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  ab-
gegeben worden ist, in der Darlegung der  medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob  die  Schlussfolgerungen der  Expertin  oder  des  Experten be-
gründet  sind. Ausschlaggebend für  den Beweiswert  ist  grundsätzlich 
somit weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die Bezeichnung 

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der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten (BGE 125 V 351, E. 3, BGE 122 V 157 E. 1). 

9.5 Aufgrund der Aktenlage ist festzustellen, dass das Gutachten der 
MUP  und  dasjenige  von  Dr.  U._______  hinsichtlich  der  gestellten 
Diagnosen weitgehend übereinstimmen. Insbesondere stellen sie die 
Diagnosen  lumbovertebrales  Schmerzsyndrom,  Zervikalsyndrom und 
Spinalstenose.  Dr.  G._______  diagnostiziert  chronische  zervikale 
Schmerzsymptomatik  bei  fortgeschrittener  Arthrose  und  multi-
segmentaler subaxialer degenerativer Veränderungen und chronische 
spondylogene  Schmerzsymptomatik  bei  Osteochondrose  L4/5  und 
L5/S1, Pedikelagenesie L5 rechts und L5 und S1 Neuroforamen.

Unterschiedlich  wird  jedoch die  daraus resultierende Arbeitsfähigkeit 
beurteilt. 

9.5.1 Die Gutachter der MUP gingen von einer 100%-igen Arbeitsun-
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Wagenheber aus. 

Dr.  U._______  erachtete  den  Beschwerdeführer  in  der  bisherigen 
Tätigkeit  bei  der  Y._______,  beispielsweise  für  Reparatur-  und 
Reinigungsarbeiten,  zu  80%  als  arbeitsfähig.  Die  20%-ige  Ein-
schränkung ergebe sich daraus, dass Arbeiten in dauernd gebückter 
Haltung oder schweres Heben über 15-20kg zu vermeiden seien. 

Die  IV-Stelle  Basel-Stadt  bemerkte  zur  Einschätzung  von  Dr. 
U._______ betreffend die Arbeitsfähigkeit  in der bisherigen Tätigkeit, 
diese könne nicht berücksichtigt werden, da Dr. U._______ den Anteil 
schwerer Arbeiten bzw. die genauen Arbeiten, die zu verrichten seien, 
nicht  kenne  (vgl.  Protokoll  der  IV-Stelle  Basel-Stadt  per  25.  August 
2008, S. 6). 

Dr. G._______ bezifferte die Arbeitsunfähigkeit auf 100%, ohne jedoch 
nähere Angaben zu machen, ob sich diese lediglich auf die bisherige 
oder auch auf Verweisungstätigkeiten beziehe. 

9.5.2 Betreffend  Verweisungstätigkeiten  kamen  die  Gutachter  der 
MUP zum Schluss,  dass für  leichte Tätigkeiten volle  Arbeitsfähigkeit  
bestehe,  bei  einer  Leistungsminderung  von  30%  aufgrund  der 
chronischen Schmerzen. 

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Dr. U._______ ging hingegen davon aus, für leichte bis mittelschwere 
rückenadaptierte Tätigkeiten ohne häufiges Bücken liege eine 90%-ige 
Arbeitsfähigkeit vor. 

Auf Anfrage der IV-Stelle Basel-Stadt beurteilte Dr. A._______, RAD, 
eine  90%-ige  Arbeitsfähigkeit  in  körperlich  angepassten  Tätigkeiten 
aufgrund der von Dr. U._______ genannten Diagnosen als durchaus 
nachvollziehbar (vgl. Protokoll der IV-Stelle Basel-Stadt per 25. August 
2008, S. 6). 

9.5.3 Die unterschiedliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der bis-
herigen  Tätigkeit  durch  das  Gutachten  der  MUP  (0%)  und  Dr. 
U._______ (80%) ist beachtlich. Die Beurteilung durch Dr. U._______ 
ist schwer nachvollziehbar, und die Vorinstanz hat denn auch nicht auf  
sie abgestellt. Vielmehr ist sie mit den Gutachtern der MUP von einer 
100%-igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit ausgegangen.

Ohne  nähere  Begründung  sind  aber  sowohl  Dr. Huber  als  auch  die 
Vorinstanz  betreffend  die  Arbeitsfähigkeit  in  Verweisungstätigkeiten 
nicht  dem  Gutachten  der  MUP,  sondern  der  Einschätzung  von  Dr. 
U._______  gefolgt,  wonach  die  diesbezügliche  Arbeitsfähigkeit  90% 
betrage.  Auf  die  im  Gutachten  der  MUP  erwähnte  besondere 
Schmerzsituation,  welche  eine  Einschränkung der  Leistungsfähigkeit 
um 30% zur Folge habe, wurde nicht eingegangen.

Die  Vorinstanz  wäre  verpflichtet  gewesen,  sich  mit  der  unterschied-
lichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die Gutachter sowohl be-
treffend die bisherige Tätigkeit als auch die zumutbaren Verweisungs-
tätigkeiten  auseinanderzusetzen.  Sie  hätte  insbesondere  darlegen 
müssen, weshalb sie betreffend die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 
Tätigkeit  dem Gutachten  der  MUP, betreffend  die  Arbeitsfähigkeit  in 
Verweisungstätigkeiten aber dem Gutachten von Dr. U._______ folgt, 
und weshalb die besondere Schmerzsituation gemäss Gutachten der 
MUP nicht zu berücksichtigen sei.

Aufgrund  der  vorliegenden  widersprüchlichen  Gutachten  und  ärzt-
lichen Berichte kann das Bundesverwaltungsgericht nicht mit dem im 
Sozialversicherungsrecht  massgeblichen  Beweisgrad  der  über-
wiegenden  Wahrscheinlichkeit  feststellen,  in  welchem  Ausmass  der 
Beschwerdeführer  in  der  bisherigen  Tätigkeit  einerseits  und  in  Ver-
weisungstätigkeiten andererseits arbeitsfähig ist. 

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9.6 Die Beschwerde ist somit im Sinn der vorstehenden Erwägungen 
gutzuheissen und die  Verfügung  vom 22. Mai  2008 aufzuheben. Die 
Sache  ist  zur  ergänzenden  Abklärung  an  die  Vorinstanz  zurückzu-
weisen (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Die Vorinstanz hat ein polydisziplinäres 
Gutachten  in  neurologisch-neurochirurgischer  und  psychiatrischer 
Hinsicht  einzuholen  und  insbesondere  die  Arbeitsfähigkeit  des  Be-
schwerdeführers  in  der  bisherigen  Tätigkeit  und  in  zumutbaren  Ver-
weisungstätigkeiten  abzuklären,  bei  Bedarf  einen  Einkommensver-
gleich durchzuführen und anschliessend neu zu verfügen. 

10.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

10.1 Bei  diesem  Verfahrensausgang  werden  dem  obsiegenden  Be-
schwerdeführer  und  der  Vorinstanz  keine  Verfahrenskosten auferlegt 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der bereits 
geleistete  Kostenvorschuss von Fr. 400.--  ist  dem Beschwerdeführer 
zurückzuerstatten.

10.2 Die  Beschwerdeinstanz  kann  der  ganz  oder  teilweise  ob-
siegenden  Partei  von  Amtes  wegen  oder  auf  Begehren  eine  Ent-
schädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe 
Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i. V. m. Art. 7 Abs. 1 des 
Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 
Die Parteientschädigung für Beschwerdeverfahren umfasst die Kosten 
der  Vertretung  sowie  allfällige  weitere  notwendigen  Auslagen  der 
Partei (Art. 8 VGKE).

Die Entschädigung des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers wird 
mangels  Einreichung  einer  Kostennote  unter  Berücksichtigung  des 
gebotenen  und  aktenkundigen  Anwaltsaufwands  auf  pauschal 
Fr. 2'200.--  (inkl.  Auslagen)  festgesetzt  (Art.  14  VGKE)  und  gemäss 
Art. 64 Abs. 2 VwVG der Vorinstanz auferlegt. Nicht zu entschädigen 
ist  die  Mehrwertsteuer  (Art.  5  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  vom  2. 
September  1999  über  die  Mehrwertsteuer  [Mehrwertsteuergesetz, 
MWSTG, SR 641.20] in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG; 
Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  gutgeheissen,  und die  Verfügung  vom 22. Mai 
2008 wird aufgehoben. Die Sache wird zur ergänzenden Abklärung im 
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2.
Es werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Dem Beschwerdeführer 
wird der bereits geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.-- nach Eintritt  
der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Dem  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  wird  eine  Parteient-
schädigung von Fr. 2'200.-- (inkl. Auslagen) zu Lasten der Vorinstanz 
zugesprochen. 

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
- die Pensionskasse Q._______ 
- die T._______ 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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