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**Case Identifier:** 3659e92d-574e-5b5b-8e9a-e643b8a2297d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 07.12.2016 810 14 246
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-14-246_2016-12-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 7. Dezember 2016 (810 14  246) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuern und Kausalabgaben 

 

 

Wasseranschlussgebühr und Kostendeckungsprinzip / Gegenüberstellung der Einnah-

men und Ausgaben / massgebliche Beurteilungszeiträume und -zeitpunkte / Lebensdauer 

der Leitungen / Berücksichtigung der Nebenanlagen 

 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Stephan Gass, Yves Thommen, 
Gerichtsschreiberin Elena Diolaiutti 
 
 

Beteiligte Einwohnergemeinde A.____, Beschwerdeführerin,  
vertreten durch Dr. Manfred Bayerdörfer, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Enteignungsgericht), Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, 
Beschwerdegegner 
 
B.____ AG, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Eduard Schoch, 
Rechtsanwalt und Notar 

  
  
Betreff Wasser- und Kanalisationsanschlussgebühr  

(Urteil der Abteilung Enteignungsgericht vom 27. März 2014) 
 

 

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A. Im Jahr 1989 wurden auf der im Eigentum der C.____ AG stehenden Parzelle Nr. 778, 
Grundbuch A.____, verschiedene Gebäude abgebrochen, welche gesamthaft einen Brandla-
gerwert von Fr. 27‘900.-- aufwiesen. Die B.____ AG liess auf der seit 13. Juni 2003 in ihrem 
Eigentum stehenden Parzelle Nr. 778, Grundbuch A.____, ein Büro- und Lagergebäude erstel-
len. Gemäss Endschätzung der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung vom 11. März 
2005 weisen diese Gebäude einen Brandlagerwert von Fr. 396‘600.-- und einen Gebäudeversi-
cherungswert von Fr. 3‘662‘000.-- auf. Die Gemeinde A.____ (Gemeinde) erliess gestützt auf 
diese Angaben am 13. Januar 2006 eine Verfügung betreffend Wasser- und Kanalisationsan-
schlussgebühr in der Gesamthöhe von Fr. 251‘359.70 (inkl. Mehrwertsteuer), wobei sich die 
Wasseranschlussgebühr auf Fr. 93‘747.20 und die Kanalisationsanschlussgebühr auf 
Fr. 157‘612.50 belief. 
 
B. Am 20. Januar 2006 erhob die B.____ AG eine sinngemässe Beschwerde bei der Ge-
meinde. Nachdem die Gemeinde der B.____ AG mit Schreiben vom 31. Januar 2006 mitgeteilt 
hatte, die Gebühren seien korrekt ermittelt worden, erhob die B.____ AG, nunmehr vertreten 
durch Eduard Schoch, Anwalt, am 3. Februar 2006 Beschwerde beim Steuer- und Enteig-
nungsgericht, Abteilung Enteignungsgericht (Enteignungsgericht), mit dem Antrag, die ange-
fochtene Verfügung sei kostenpflichtig aufzuheben. Im Wesentlichen brachte die B.____ AG 
vor, dass die erhobenen Gebühren das Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip verletzen wür-
den und ein Abzug für bereits bezahlte Gebühren gemacht werden müsse.  
 
Nach einer erfolglosen Vorverhandlung vor dem Gerichtspräsidium am 14. August 2006 wurde 
das Verfahren bis nach rechtskräftigem Abschluss eines Parallelverfahrens des Enteignungsge-
richts sistiert. Beim Parallelverfahren handelte es sich um die Beschwerde der Gemeinde 
D.____ betreffend Kanalisations- und Wasseranschlussbeitrag. Das Kantonsgericht, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), entschied im Parallelverfahren mit Urteil 
vom 27. Mai 2009, dass die von der Gemeinde D.____ verfügte Kanalisationsanschlussgebühr 
das Kostendeckungsprinzip verletze (Urteil des Kantonsgerichts [KGE VV] vom 27. Mai 2009 
[810 06 120]; nachfolgend KGE VV i.S. D.____ von 2009). Die von der Gemeinde dagegen er-
hobene Beschwerde hiess das Bundesgericht mit Urteil vom 16. August 2010 gut und wies die 
Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an das Kantonsgericht zurück (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_644/2009 vom 16. August 2010; nachfolgend Urteil des Bundesgerichts i.S. 
D.____ von 2010). Das Kantonsgericht kam mit Urteil vom 17. August 2011 zum Schluss, die 
verfügte Kanalisationsgebühr verletze auch nach Berücksichtigung der bundesgerichtlichen 
Vorgaben das Kostendeckungsprinzip (KGE VV vom 17. August 2011 [810 10 432]; nachfol-
gend Urteil des KG i.S. D.____ von 2011). Das Bundesgericht hiess die von der Gemeinde er-
hobene Beschwerde mit Urteil vom 16. November 2012 gut, da die verfügte Kanalisationsan-
schlussgebühr das Kostendeckungsprinzip nicht verletze und wies die Angelegenheit zur Prü-
fung einer allfälligen Verletzung des Äquivalenzprinzips an das Kantonsgericht zurück (Urteil 
des Bundesgerichts 2C_1020/2011 vom 16. November 2012; nachfolgend Urteil des Bundesge-
richts i.S. D.____ von 2012). Das Kantonsgericht verneinte mit Urteil vom 19. Juni 2013 die Ver-
letzung des Äquivalenzprinzips (KGE VV vom 19. Juni 2013 [810 12 352], nachfolgend Urteil 
des Kantonsgericht i.S. D.____ von 2013).  
 

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Nach Eröffnung des begründeten zweiten Bundesgerichtsurteils im Parallelverfahren (Urteil des 
Bundesgerichts i.S. D.____ von 2012) hob das Enteignungsgericht am 11. Dezember 2012 die 
Sistierung des Verfahrens betreffend Beschwerde der B.____ AG auf. Nachdem am 19. Sep-
tember 2013 vor dem Gerichtspräsidium eine zweite erfolglose Vorverhandlung stattgefunden 
hatte, beauftragte das Enteignungsgerichtspräsidium am 13. Januar 2014 die E.____ AG mit 
der Erstellung eines Gutachtens.  
 
C. Mit Urteil vom 27. März 2014 hiess das Enteignungsgericht die Beschwerde der 
B.____ AG teilweise gut und wies die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zur Neuberech-
nung der Wasser- und Kanalisationsanschlussgebühren an die Gemeinde zurück (Dispositiv 
Ziff. 1). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 9‘746.-- wurden den Parteien hälftig auferlegt, 
wobei der der Gemeinde auferlegte Verfahrenskostenanteil zu Lasten des Staates ging (Dispo-
sitiv Ziff. 2). Im Wesentlichen kam das Enteignungsgericht zum Schluss, dass weder die erho-
bene Wasseranschlussgebühr noch die erhobene Kanalisationsanschlussgebühr das Äquiva-
lenzprinzip verletze. Bezüglich der erhobenen Kanalisationsanschlussgebühr stellte das Enteig-
nungsgericht fest, dass keine Verletzung des Kostendeckungsprinzips vorliege. Hingegen be-
jahte es bezüglich der Wasseranschlussgebühr die Verletzung des Kostendeckungsprinzips, da 
ein Einnahmeüberschuss von mindestens Fr. 3‘370‘000.-- vorliege. Des Weiteren entschied das 
Enteignungsgericht, der massgebende Gebäudeversicherungswert der abgerissenen Gebäude 
von Fr. 257‘517.-- sei bei der Festlegung der Gebühren zu berücksichtigen, weshalb die Was-
ser- und Kanalisationsanschlussgebühren entsprechend zu reduzieren seien.  
 
D. Mit Eingabe vom 27. August 2014 erhob die spätestens seit November 2009 durch 
Dr. Manfred Bayerdörfer, Advokat, vertretene Gemeinde beim Kantonsgericht, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde und beantragte, es sei Ziff. 1 
des angefochtenen Urteils aufzuheben und die von der B.____ AG geschuldete Wasser- und 
Kanalisationsanschlussgebühr auf total Fr. 232‘310.90 (inkl. Mehrwertsteuer) festzusetzen. 
Eventualiter sei Ziff. 1 des angefochtenen Urteils aufzuheben und die Angelegenheit im Sinne 
der Erwägungen zur Neubeurteilung an das Enteignungsgericht zurückzuweisen (Rechtsbegeh-
ren 1). Ziff. 3 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und die Angelegenheit sei zur Neure-
gelung der Parteientschädigung für das vorinstanzliche Verfahren an das Enteignungsgericht 
zurückzuweisen (Rechtsbegehren 2). Die ordentlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens vor 
dem Kantonsgericht seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und die ausserordentlichen 
Kosten seien wettzuschlagen (Rechtsbegehren 3). In ihrer ergänzenden Beschwerdebegrün-
dung vom 29. Oktober 2014 wiederholte die Beschwerdeführerin die in der Beschwerde vom 
27. August 2014 gestellten Rechtsbegehren. Die Beschwerdeführerin hielt fest, die Berücksich-
tigung des Gebäudeversicherungswertes der abgerissenen Gebäude bei der Gebührenerhe-
bung dem vorinstanzlichen Entscheid entsprechend zu akzeptieren. Demzufolge werde die 
Wasseranschlussgebühr vom ursprünglich in Rechnung gestellten Betrag von Fr. 93‘747.20 auf 
Fr. 86‘642.80 und die Kanalisationsanschlussgebühr vom ursprünglich in Rechnung gestellten 
Betrag von Fr. 157‘612.50 auf Fr. 145‘668.10 reduziert. Hingegen erachtete die Beschwerde-
führerin die Überlegungen, die von der Vorinstanz in Bezug auf das Kostendeckungsprinzip bei 
der Bemessung der Wasseranschlussgebühr angestellt worden waren, nicht als schlüssig. Strit-
tig sei einzig noch die Frage, ob die Erhebung der Wasseranschlussgebühr mit dem Kostende-

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ckungsprinzip vereinbar sei. Die Beschwerdeführerin bemängelte, dass die vom Enteignungs-
gericht verwendeten Durchschnittswerte in Bezug auf die Lebensdauer der Wasserleitungen 
sowie auf die Laufmeterpreise den tatsächlichen Verhältnissen nicht gerecht würden und dem-
entsprechend deutlich erhöht werden müssten. Die mittlere Lebensdauer des Wasserleitungs-
netzes müsse auf 50 und nicht wie im angefochtenen Urteil auf 80 Jahre festgelegt werden. Der 
Wiederbeschaffungswert müsse auf Fr. 21‘675‘500.-- beziffert werden. Des Weiteren führte die 
Beschwerdeführerin aus, dass die Vorinstanz den pauschalen Rückstellungsbetrag für den ge-
samten Beurteilungszeitraum von 40 Jahren auf bloss 10 Millionen Franken dimensioniert habe. 
Für den Eventualfall, dass das Kantonsgericht die letztgenannte Bemessung des Enteignungs-
gerichts als zutreffend erachten sollte, machte die Beschwerdeführerin geltend, dass die “wie-
dereingebrachten Wiederbeschaffungskosten“ jedenfalls die Rückstellungen für die letzten 20 
Jahre im Betrag von 5 Millionen Franken nicht übersteigen dürften. Die Beschwerdeführerin 
ersuchte das Kantonsgericht für den Fall einer Beschwerdeabweisung, in den Erwägungen zur 
Höhe des Einnahmeüberschusses bzw. zum ungefähren Umfang der nötigen Gebührenredukti-
on Stellung zu nehmen.  
 
E. Das Enteignungsgericht beantragte in seiner Vernehmlassung vom 3. Dezember 2014 
die Abweisung der Beschwerde. Im Wesentlichen machte es geltend, dass die drei von der Be-
schwerdeführerin in der Beschwerde vom 29. Oktober 2014 vorgebrachten Argumente, welche 
für eine Verkürzung der Lebensdauer der Wasserleitungen der Gemeinde auf 50 Jahre spre-
chen würden, im angefochtenen Urteil bereits durch die Reduktion um 20 Jahre (statt 100 nur 
80 Jahre) berücksichtigt worden seien bzw. sich keine höhere Reduktion als 20 Jahre rechtfer-
tige. Des Weiteren hielt sie fest, dass sich die Beschwerdeführerin an der Hauptverhandlung 
vom 27. März 2014 mit einem Laufmeterpreis von Fr. 800.-- einverstanden erklärt habe. Die 
Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 31. Januar 2015 die kosten-
pflichtige Abweisung der Beschwerde. Sie wies unter anderem auf die Normen des Deutschen 
Gas- und Wasserfaches e.V. (Technischer Hinweis 401) hin, welche von einer Nutzungsdauer 
von duktilen Gussrohren (Rohre der neueren Generation) von bis zu 140 Jahren ausgehen 
würden. Bei den Rohren der älteren Generation ginge das erwähnte Regelwerk von einer Le-
bensdauer von 100 bis 120 Jahren aus.  
 
F. Mit präsidialer Verfügung vom 11. März 2015 wurde ein Obergutachten angeordnet. In 
der Verfügung vom 6. Mai 2015 formulierte das Kantonsgerichtspräsidium die vorgesehenen 
Gutachterfragen und ernannte unter Vorbehalt begründeter Einwände der Parteien Herr 
Prof. Dr. (em.) F.____, G.____ GmbH, als Gutachter. Nachdem die Parteien Gelegenheit erhal-
ten hatten, Stellung zur Gutachterperson und den Gutachterfragen zu nehmen, wurden mit Ver-
fügung vom 17. Juni 2015 Prof. Dr. F.____ als Gutachter ernannt und die definitiven Gutachter-
fragen formuliert.  
 
Mit Eingabe vom 3. August 2015 teilte die Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht mit, dass 
das Rechtsbegehren 1 insofern geändert werde, als es jeweils die Aufhebung der Ziff. 1 des 
Dispositivs des angefochtenen Urteils neu nur bezüglich der Wasseranschlussgebühr beantra-
ge.  
 

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Am 23. März 2016 reichte Prof. Dr. F.____ sein Gutachten vom 18. März 2016 beim Kantons-
gericht ein. Die Gemeinde liess sich zum Gutachten mit Eingabe vom 29. Juni 2016 verneh-
men. Sie erklärte, dass beim Laufmeterpreis auf die Variantenkombination A/I und damit auf 
einen Laufmeterpreis von Fr. 1‘002.--, allenfalls von Fr. 857.-- abzustellen sei. Die Beschwerde-
führerin monierte, dass der Gutachter die errechnete Netz-Erwartungs-Nutzungsdauer von 
durchschnittlich 76.7 Jahren auf der Zusammensetzung des Leitungsnetzes im Zeitpunkt der 
Begutachtung (Jahr 2015) basiert habe. Für die Bemessung des Rückstellungsbedarfs seien 
aber die Verhältnisse massgebend, die zu Beginn des 40-jährigen Beurteilungszeitraums (also 
1992) bestanden hätten. Die wirtschaftliche Erwartungs-Nutzungsdauer des im Jahr 1992 vor-
handenen Leitungsnetzes habe rund 72.5 Jahre betragen. Des Weiteren wurde moniert, bei 
den Baustelleneinrichtungskosten sei die Hanglage der Gemeinde A.____ nicht berücksichtigt 
worden. Zudem seien auf der Ausgabenseite noch Kosten für die weiteren Einrichtungen der 
kommunalen Wasserversorgungsanlagen wie Pumpwerke, Reservoirs und Steuerungsanlagen 
einzubeziehen.  
 
Die Beschwerdegegnerin stellte am 29. Juni 2016 den Antrag, dem Gutachter weitere Fragen 
bezüglich Baukosten und Berechnung des Laufmeterpreises zu stellen.  
 
G. Mit präsidialer Verfügung vom 10. August 2016 wurde der Fall der Kammer zur Beur-
teilung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen. Der Beweisantrag der Beschwerdeführe-
rin auf Befragung von H.____ als Auskunftsperson und die Anträge der Beschwerdegegnerin 
auf Ergänzung des Gutachtens wurden abwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kan-
tonsgericht zulässig gegen Verfügungen und Entscheide von Gerichten, sofern die kantonale 
Gesetzgebung und die Verfassung die Zuständigkeit des Kantonsgerichts als Verwaltungsge-
richt vorsehen. § 96a Abs. 4 des Gesetzes über die Enteignung (EntG) vom 19. Juni 1950 be-
stimmt, dass Erschliessungsabgaben betreffende Entscheide des Steuer- und Enteignungsge-
richts, Abteilung Enteignungsgericht, innert zehn Tagen mit Beschwerde beim Kantonsgericht 
angefochten werden können. Die vorliegende Streitsache betrifft eine Wassersanschlussgebühr 
und damit eine Erschliessungsabgabe (vgl. § 90 Abs. 2 EntG). Bei kommunalen Erschlies-
sungswerken ist die Gemeinde zur Beschwerde befugt (§ 47 Abs. 1 lit. b VPO i.V.m. § 96a 
Abs. 4 EntG; KGE VV vom 7. September 2016 [810 15 335] E. 1). Auf die im Übrigen form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde kann eingetreten werden. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und 
b VPO sämtliche Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder 
Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachver-
halts gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen vor-
liegend verwehrt (§ 45 lit. c VPO). 

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3. Gemäss § 90 Abs. 2 EntG können Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, 
deren Grundstück ein öffentliches Erschliessungswerk benutzt, zur Leistung von Gebühren und 
anderen Abgaben – insbesondere einmaligen Anschlussgebühren für Wasser und Abwasser – 
herangezogen werden. Solche Anschlussbeiträge sind öffentlich-rechtliche Abgaben der 
Grundeigentümer an die Erstellungskosten des Wasser- und Kanalisationsnetzes als Gegen-
leistung dafür, dass sie das Recht erhalten, die Ver- und Entsorgungsanlagen zu benutzen 
(vgl. BGE 106 Ia 241 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 2C_153/2007 vom 10. Oktober 2007 
E. 4). Nach dem bis zum 31. Dezember 2012 geltenden, vorliegendenfalls anwendbaren Regle-
ment über die Wasserversorgung vom 26. Juni 1984 der Gemeinde A.____ (§ 39) in Verbin-
dung mit der massgeblichen Tarifordnung aus dem Jahr 2004 betrug der zu leistende einmalige 
Wasseranschlussbeitrag 2.5 % des durch die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung fest-
gestellten Brandversicherungswertes zuzüglich Teuerungszuschlag und 2.4 % Mehrwertsteuer.  
 
4. Die Beschwerdeführerin hat den vorinstanzlichen Entscheid, soweit er eine Reduktion 
des Kanalisations- und des Wasseranschlussbeitrags aufgrund der Berücksichtigung des Ge-
bäudeversicherungswerts von Fr. 257‘517.-- der abgerissenen Gebäude verlangte, akzeptiert. 
Strittig ist vorliegend einzig noch, ob die Erhebung der Wasseranschlussgebühr auf der Basis 
des reglementarischen Gebührensatzes mit dem Kostendeckungsprinzip vereinbar ist.  
 
5.1. Die einmaligen Anschlussgebühren unterliegen nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung dem Kostendeckungsprinzip. Nach diesem Prinzip soll der Ertrag der Gebühren die 
gesamten Kosten des betreffenden Verwaltungszweigs nicht oder nur geringfügig übersteigen, 
was eine gewisse Schematisierung oder Pauschalisierung der Abgabe nicht ausschliesst 
(KGE VV vom 27. Mai 2009 [810 06 120] E. 4.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 126 I 188 E. a/aa 
mit weiteren Hinweisen). Zum Gesamtaufwand sind nicht nur die laufenden Ausgaben des be-
treffenden Verwaltungszweigs, sondern auch angemessene Rückstellungen, Abschreibungen 
und Reserven hinzuzurechnen (BGE 124 I 20 E. 6c mit weiteren Hinweisen). Die Einhaltung 
des Kostendeckungsprinzips bei Anschlussgebühren darf nicht aufgrund eines zu kurzen Zeit-
raums beurteilt werden, da einerseits die Investitionen einen längerfristigen Zeithorizont haben 
und oft unregelmässig anfallen und anderseits eine starke Schwankung der Abgabenhöhe ver-
mieden werden muss. Als ausreichend beurteilt wurden vom Bundesgericht z.B. Betrachtungs-
zeiträume von 18 Jahren oder 20 Jahren, als ungenügend ein solcher von zwei Jahren (Urteil 
des Bundesgerichts 2C_809/2015 vom 16. Februar 2016 E. 5.5.4.2 mit weiteren Hinweisen). 
Das Kantonsgericht hat für die Einnahmen und Ausgaben im Fall D.____ einen Beurteilungs-
zeitraum von 40 Jahren als angemessen erachtet, wobei je die Einnahmen und Ausgaben des 
Zeithorizonts von 20 Jahren für die Vergangenheit und für die Zukunft massgeblich waren 
(KGE VV i.S. D.____ von 2009 E. 7). Dieser Zeitraum wurde vom Bundesgericht nicht bemän-
gelt (Urteil des Bundesgerichts i.S. D.____ von 2010 E. 5.1).  
 
5.2. Notwendig ist für die Prüfung des Kostendeckungsprinzips eine Gegenüberstellung der 
Einnahmen und Ausgaben. Auf der Ausgabenseite sind die Wiederbeschaffungskosten für die 
Wasserleitungen und allenfalls -anlagen massgebend. Diese hängen vom massgeblichen Beur-
teilungszeitpunkt, vom Beurteilungshorizont, vom Laufmeterpreis der Wasserleitungen, von der 

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Netzlänge der Wasserleitungen, von der durchschnittlichen Lebensdauer der Wasserleitungen 
sowie allenfalls von den Kosten der Nebenanlagen der Wasserversorgung ab. Auf die Einnah-
menseite wird – soweit notwendig – später eingegangen.  
 
6. Nachfolgend wird somit auf die einzelnen Parameter für die Berechnung der Ausga-
benseite eingegangen.  
 
6.1.1. Als erstes ist auf den für die Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben zu be-
rücksichtigenden Beurteilungszeitraum und auf die massgeblichen Beurteilungszeitpunkte ein-
zugehen. Auf der Ausgabenseite sind die anfallenden Wiederbeschaffungskosten der Wasser-
anlagen zu berücksichtigen. Unter dem Wiederbeschaffungswert wird der Betrag verstanden, 
der für ein funktions- und wertgleiches betriebliches Vermögensobjekt zum gegenwärtigen Zeit-
punkt aufgewendet werden müsste. Der Wiederbeschaffungswert entspricht somit der Investiti-
on, die heute notwendig wäre, um die bestehenden Wasseranlagen in ihrer heutigen Grösse 
von Grund auf neu zu erstellen (KGE VV vom 27. Mai 2009 [810 06 120] E. 6.1). Der Wieder-
beschaffungswert wird aufgrund der Gesamtlänge des Wasserleitungsnetzes, des Preises für 
die Erstellung eines Meters Wasserleitung (Laufmeterpreis) und der Bauteuerung berechnet 
(KGE VV i.S. D.____ vom 2009 E. 8.1 f.). Auf die Kosten der neben den Wasserleitungen not-
wendigen Wasserversorgungsanlagen wird später eingegangen.  
 
Der Finanzbedarf für die Wiederbeschaffung ist linear auf die gesamte Lebensdauer der Anla-
gen zu verteilen (Urteil des Bundesgerichts 2C_644/2009 vom 16.  August 2010 E. 5.3), da die 
Kosten über eine längere Zeit und oft unregelmässig anfallen (Urteil des Bundesgerichts 
2C_809/2015 vom 16. Februar 2016 E. 5.5.4.2 mit weiteren Hinweisen). Das Kantonsgericht 
hat – wie bereits in E. 5.1. ausgeführt – im Fall D.___ entschieden, dass der Betrachtungszeit-
raum von 40 Jahre rechtens ist (KGE VV i.S. D.____ von 2009 bzw. von 2011). Auch vorliegen-
denfalls wird von den Parteien ein Beurteilungszeitraum von 40 Jahren nicht bestritten. Damit 
ist auf der Ausgabenseite der Wiederbeschaffungswert geteilt durch die Anzahl Lebensjahre der 
Wasserleitungen multipliziert mit 40 Jahren massgeblich.  
 
6.1.2. Die Beschwerdeführerin moniert in ihrer Beschwerdebegründung, die Vorinstanz habe 
im angefochtenen Entscheid für die Beurteilung des Kostendeckungsprinzips die Lebensdauer 
der neu zu erstellenden Anlagen als massgebend bezeichnet. Die Beschwerdeführerin stellt 
sich auf den Standpunkt, es sei auf die Lebensdauer der vorhandenen und nicht der neu zu 
erstellenden Anlagen abzustellen. Sie führt weiter aus, die Vorinstanz berufe sich bezüglich der 
Massgeblichkeit der Lebensdauer der neu zu erstellenden Anlagen auf das Urteil des Kantons-
gerichts i.S. D.____ von 2009 (E. 6.1). Dort sei aber eine derartige Aussage nicht zu finden. Die 
Beschwerdeführerin erachtet die Vorgehensweise der Vorinstanz, welche generell auf die Le-
bensdauer von heutzutage neu verlegten Leistungen abstellt, als unzulässig.  
 
In der Erwägung 6.1. des Urteils des Kantonsgerichts i.S. D.____ von 2009 wird festgehalten, 
dass unter dem Wiederbeschaffungswert der Betrag verstanden werde, der für ein funktions- 
und wertgleiches betriebliches Vermögensobjekt zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgewendet 
werden müsste. Weiter wird im Urteil ausgeführt, der Wiederbeschaffungswert entspreche somit 

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der Investition, die heute notwendig wäre, um die bestehenden Wasseranlagen in ihrer heutigen 
Grösse von Grund auf neu zu erstellen. Wird der Wiederbeschaffungswert aufgrund der heuti-
gen Grösse der Wasseranlagen und der Kosten, die im gegenwärtigen Zeitpunkt notwendig 
sind, um diese Wasseranlagen von Grund auf neu zu erstellen, berechnet, so muss – entgegen 
dem Antrag der Beschwerdeführerin – auch auf die Lebensdauer der heutzutage verlegten Lei-
tungen abgestellt werden. So war auch im Urteil des Kantonsgerichts i.S. D.____ von 2009 die 
Lebensdauer der neu verlegten Kanalisationsleitungen massgeblich (E. 8.1). Damit ist auch 
vorliegend auf die Lebensdauer der neu verlegten Wasserleitungen abzustellen.  
 
6.1.3. In ihrer Vernehmlassung vom 29. September 2016 führt die Beschwerdeführerin aus, 
die vom Experten errechnete “Netz-Erwartungs-Nutzungsdauer“ von durchschnittlich 76.6 Jah-
ren basiere auf der Zusammensetzung des Leitungsnetzes im Zeitpunkt der Begutachtung (Be-
zugsjahr 2015). Für die Bemessung des Rückstellungsbedarfs seien indessen die Verhältnisse 
massgebend, die zu Beginn des 40-jährigen Beurteilungszeitraums (also im Jahre 1992) be-
standen hätten. Andernfalls bliebe ausser Acht, dass der Anteil an Duktilguss-Leitungen mit 
einem durchschnittlich zu erwartenden Nutzungsalter von bloss 55 Jahren (und einem entspre-
chend hohen jährlichen Rückstellungsbedarf) damals noch erheblich grösser gewesen sei. 
Auch der Experte weise darauf hin, dass das kommunale Wasserleitungsnetz in den vergange-
nen Jahren stark erneuert worden sei.  
 
Der Auffassung der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden. Die Berechnung der Ein-
nahmen und Ausgaben erfolgt ab dem massgeblichen Zeitpunkt für 20 Jahre in die Vergangen-
heit und für 20 Jahre in die Zukunft. Für die Bemessung des Rückstellungsbedarfs sind somit 
nicht die Verhältnisse massgebend, die zu Beginn des 40-jährigen Beurteilungszeitraums ge-
herrscht hatten. Vielmehr sind die Verhältnisse massgebend, welche im Zeitpunkt bestanden 
haben, von welchem 20 Jahre in die Zukunft und 20 Jahre in die Vergangenheit aus betrachtet 
werden. Die Vorinstanz hat die Sistierung des Verfahrens am 11. Dezember 2012 aufgehoben 
und den Fall am 27. März 2014 entschieden. Die Beschwerdeführerin hat bei Enteignungsge-
richt Unterlagen für den Zeithorizont von den Jahren 1992 bis 2031 eingereicht. Die Unterlagen 
betreffen somit ab dem Zeitpunkt vom 1. Januar 2012 20 Jahre in die Zukunft (2012 bis 2031) 
und vom 1. Januar 2012 20 Jahre in die Vergangenheit (1992 bis und mit 2011). Es ist aufgrund 
des Zeitpunkts der Aufhebung der Sistierung im 2012, der Entscheidfällung im 2014 und der der 
Vorinstanz vorliegenden Unterlagen von 1992 bis 2031 nicht zu beanstanden, dass als mass-
geblicher Zeitpunkt (Nullpunkt) der 1. Januar 2012 und als massgeblicher Beurteilungshorizont 
die Jahre 1992 bis 2031 herangezogen wurden.  
 
6.2.1. Massgeblich für die Errechnung des Wiederbeschaffungswertes sind der Laufmeter-
preis und die Lebensdauer der Wasserleitungen. Für die Eruierung dieser Werte hat das Kan-
tonsgericht eine Expertise in Auftrag gegeben. Die Praxis hält sich an den Grundsatz, dass von 
neutralen Gutachten nicht ohne zwingenden Grund abgewichen werden soll (ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz 485; KGE VV i.S. D.____ von 2009 E. 8.1).  
 

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6.2.2.1. Der Gutachter Prof. Dr. F.____ arbeitet in seiner umfassenden, 184-seitigen Expertise 
für die Berechnung des Laufmeterpreises mit Varianten. Er unterscheidet für die Festlegung der 
Kosten unter anderem zwischen “Ebene“ und “Vertikale“. Betreffend die “Ebene“ unterscheidet 
er zwischen Variante A und B. Die Variante A umfasst nur die entstehenden Kosten für die 
Längsgräben. Das heisst, dass nur die Wasserversorgungsleitung durch und auf Kosten des 
Wasserversorgungsbetriebs erneuert wird. Die Hausanschlussleitungen werden nicht erneuert 
bzw. die Kosten für die Erneuerung bis zur Grundstücksgrenze bzw. ins Gebäude trägt der 
Hausbesitzer. Die Variante B umfasst die Kosten für die Längs- und Quergräben. Damit werden 
sowohl die Wasserversorgungsleitung als auch die Hausanschlussleitung, zumindest bis zur 
Grundstücksgrenze, durch den und auf Kosten des Wasserversorgungsbetriebs erneuert (Gut-
achten S. 28 f., 59 ff.). Für den Laufmeterpreis besteht Einigkeit, dass im horizontalen Bereich 
(Ebene) von der Variante A auszugehen ist. Das heisst, dass “nur“ die Kosten für die Längsgra-
bungen, nicht aber auch für die Quergräben für die Hausanschlüsse in die Rechnung des Was-
serversorgungsbetriebs und damit der Gemeinde einzufliessen haben. Damit ist die Variante A 
massgeblich.  
 
6.2.2.2. Für die Kosten in der “Vertikalen“ unterscheidet der Gutachter zwischen der Variante I 
und II. Bei der Variante I muss die Wasserversorgungsleitung erneuert werden, aber der Stras-
senoberbau bzw. der Belag muss noch nicht erneuert werden. In diesem Fall muss der Was-
serversorgungsbetrieb die gesamten Kosten des Oberbaus im Grabenbereich tragen. Bei der 
Variante II wird davon ausgegangen, dass die Wasserversorgungsleitung und der Strassen-
oberbau bzw. der Belag erneuert werden müssen. In diesem Fall wird der “vertikale“ Kostentei-
ler angewendet. Der Wasserversorgungsbetrieb trägt “alle Kosten unterhalb des Oberbaus“ 
oder, wenn nur der Belag erneuert werden muss, “alle Kosten unter dem Belag“. Das Tiefbau-
amt Strasse trägt die Kosten des gesamten Oberbaus oder, falls nur der Belag erneuert werden 
muss, des Belags (Gutachten S. 28, 19, 21, 59 ff.).  
 
Der Gutachter trifft in seinem Gutachten die Annahme, dass 20 % der Wasserleitungen notfall-
mässig erneuert werden müssen und demzufolge nicht zeitlich mit der Belags- bzw. Oberbau-
erneuerung koordiniert werden können sowie dass 80 % der Wasserleitungen zeitlich mit der 
Belags- bzw. Oberbauerneuerung koordiniert werden können. Bei dieser Mischrechnung ergibt 
sich laut Gutachten ein Laufmeterpreis von Fr. 857.54 (Gutachten S. 166 f.). Der Gutachter 
kommt in seinem Gutachten des Weiteren zum Schluss, dass für die Sicherstellung der Not-
wasserversorgung während der Bauzeit der Wasserleitungen ca. Fr. 20.-- bis Fr. 40.-- pro Meter 
Wasserversorgungsleitung in Rechnung zu stellen sind.  
 
6.2.2.3. Es gibt keine Anhaltspunkte, um von den verschiedenen im Gutachten vorgenomme-
nen Berechnungen und Annahmen für die Berechnung des Laufmeterpreises abzuweichen. 
Damit resultiert ein Laufmeterpreis von Fr. 857.54 zuzüglich eines durchschnittlichen Betrags 
von Fr. 30.-- für die Sicherstellung der Notwasserversorgung während der Bauzeit der Wasser-
leitungen und somit ein Laufmeterpreis von Fr. 887.54. Im Übrigen ist auch der Einwand der 
Beschwerdegegner, die Beschwerdeführerin habe sich im Verfahren vor dem Enteignungsge-
richt mit einem Laufmeterpreis von Fr. 800.-- einverstanden erklärt, nicht zu hören. Die Be-
schwerdeführerin hat ihren Antrag vor Kantonsgericht im Vergleich zu demjenigen vor dem Ent-

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

eignungsgericht nicht erweitert. An eine allfällige Einverständniserklärung der Gemeinde in Be-
zug auf einen Berechnungsparameter vor Enteignungsgericht ist das Kantonsgericht nicht ge-
bunden. 
 
6.2.2.4. Der Stand des Gutachtens wird vom Gutachter auf den 18. März 2016 datiert. Der 
massgebende Zeitpunkt für die Berechnung ist aber das Jahr 2012 (siehe E. 6.1.2). Damit muss 
die Bauteuerung berücksichtigt werden. Gemäss Schweizerischem Baupreisindex des Bundes-
amtes für Statistik betrug diese im Tiefbau im Bereich Nordwestschweiz zwischen 2012 und 
2016 rund 7 % (Stand April 2012 91.4 %, Stand Oktober 2012 93.3 %, Stand April 2016 99.9 
%), womit der Laufmeterpreis um 7 % und damit auf rund Fr. 825.-- zu senken ist. 
 
6.2.3. Bei der Berechnung der Ausgaben ist des Weiteren die Netzlänge der Wasserleitungen 
relevant. Das Enteignungsgericht geht in seinem Urteil gestützt auf den Bericht der Firma 
I.____ vom 6. Juli 2007 von einer Länge des Wasserleitungsnetzes von 25 km aus. 
Prof. F.____ kommt in seiner Expertise auf eine Länge von 26,939 km (Gutachten S. 117). Da 
auch für die Netzlänge die Verhältnisse massgebend sind, welche im Jahr 2012 geherrscht ha-
ben, ist von einer Netzlänge von 25 km auszugehen.  
 
6.2.4. Zusammenfassend kann somit vorerst festgehalten werden, dass der Wiederbeschaf-
fungswert für das Wasserleitungsnetz aufgrund der obigen Ausführungen Fr. 20‘625‘000.-- 
(25‘000 m x Fr. 825.--) beträgt. 
 
6.3.1. Um die jährlichen Rückstellungen für die Wiederbeschaffung der Wasserleitungen und 
damit auch die Rückstellungen für den Beurteilungshorizont von 40 Jahren berechnen zu kön-
nen, ist die Lebensdauer der Wasserleitungen massgebend. Im Gutachten der E.____ AG vom 
3. März 2014 wird von einer Lebensdauer der Wasserleitungen von 100 Jahren ausgegangen. 
Das Enteignungsgericht rechnet im angefochtenen Entscheid mit einer Lebensdauer von 80 
Jahren. Die Beschwerdeführerin beantragt, die Lebensdauer solle auf 50 Jahre festgelegt wer-
den, wobei sie davon ausgeht, dass der Wiederbeschaffungswert der vorhandenen und nicht 
der nach den heutigen Regeln der Baukunst erstellten Wasserleitungen massgeblich sei. Die 
Beschwerdegegnerin geht von einer Lebensdauer von mindestens 100 Jahren aus. 
 
6.3.2. Wie bereits in der Urteilserwägung 6.1.2. ausgeführt, ist für den Wiederbeschaffungs-
wert der Betrag massgeblich, welcher aufgewendet werden müsste, um im massgeblichen Zeit-
punkt, und damit im Jahr 2012, die Wasserleitungen und Anlagen nach den heutigen Regeln 
der Baukunst neu zu erstellen.  
 
6.3.3. Der Gutachter kommt zum Schluss, dass die Lebensdauer der nach den heutigen Re-
geln der Baukunst erstellten Wasserleitungen 80 Jahre betrage (Gutachten S. 163, 171). Der 
Experte führt überdies in seinem Gutachten aus, dass – entgegen den Ausführungen der Be-
schwerdeführerin – eine direkte Schadenswirkung und eine damit verbundene Reduzierung der 
wirtschaftlichen Nutzungsdauer infolge Hangkriechens bei der Auswertung der Schadenskate-
gorie zu den Hangrutschzonen nicht habe bestätigt werden können.  
 

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Der Gutachter hält unter anderem fest, die Gemeinde A.____ selbst plane bei der Wiederbe-
schaffung mit einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer von 80 Jahren (Gutachten S. 97 f.). Zudem 
würden z.B. auch die Nutzungszeit-Angaben in den Empfehlungen des Kantons Bern für die 
Finanzierung der Wasserversorgung 80 Jahre als Prognosewert für die wirtschaftliche Nut-
zungszeit vorsehen (Gutachten S. 100). Abschliessend führt der Gutachter aus, dass er deutlich 
hervorzuheben wünsche, dass weder die Kostenanalyse noch die Festlegung der wirtschaftli-
chen Nutzungsdauer eine deterministische Grösse darstelle, sondern eine Prognose. Die Ana-
lyse sei faktenorientiert substantiiert aufgebaut und könne somit als belastbar charakterisiert 
werden, ohne dass sie exakte unumstössliche invariante Grössen enthalte. Bei den Rohrlei-
tungskosten werde der Leser der Expertise niedrigere und höhere Preise finden. Dies habe der 
Experte sehr umfassend in den Umfragen sowie in der Analyse innerhalb des ETH-
Forschungsprojektes analysiert. Diese Unterschiede seien jedoch bei genauer Analyse erklär-
bar, weil die bauliche Situation nicht vergleichbar sei oder Unternehmer eine extreme Preispoli-
tik vorgenommen hätten etc. Das Gleiche gelte auch für die Prognose der wirtschaftlichen Nut-
zungsdauer von Wasserrohrleitungen. Auch hier handle es sich um eine Prognose, die von vie-
len Faktoren abhängig sei. Auch bei der Prognose der wirtschaftlichen Nutzungsdauer handle 
es sich um einen Erwartungswert. Der Experte habe substantiiert argumentiert, warum die wirt-
schaftliche Nutzungszeit begründet sei (Gutachten S. 171 f.).  
 
6.4. In der umfassenden Expertise sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche ein Abwei-
chen von der angenommenen Lebensdauer der Wasserleitungen von 80 Jahren rechtfertigen 
würden. Diese Annahme erscheint auch im Hinblick auf das Kantonsgerichtsurteil i.S. D.____ 
von 2009 und der Literatur als richtig. So ging das Kantonsgericht im Fall D.____, wo es zwar 
um den einmaligen Kanalisationsanschlussbeitrag ging, auch gestützt auf das im dortigen Fall 
erstellte Gutachten von einer Lebensdauer der Abwasserleitungen von 80 Jahren aus. Das 
Kantonsgericht verwies überdies auf die Ausführungen von Hans E. Stutz, welcher in seinem 
Artikel die Lebensdauer der Kanalisationsleitungen ebenfalls auf 80 Jahre bezifferte (HANS 
E. STUTZ, Herausforderung im qualitativen Gewässerschutz, in: Umweltrecht in der Praxis 
[URP] 5/2008, S. 502 ff. und 523 [zit. Stutz URP]). Im gleichen Artikel schreibt Hans E. Stutz, 
dass der Werterhaltung und Optimierung der öffentlichen und privaten Abwasser- und Wasser-
versorgungsanlagen, die zum Teil 80 bis 100 Jahre im Boden blieben, die nötige Aufmerksam-
keit zu schenken sei (STUTZ, URP, a.a.O., S. 526). Damit unterscheidet Hans E. Stutz nicht 
grundsätzlich zwischen der Lebensdauer von Abwasser- und Wasserversorgungsanlagen. So 
wie auch im Fall D.____ die Gemeinde dort die Meinung vertrat, die Lebensdauer der Kanalisa-
tionsleitungen betrage 50 Jahre, geht die Gemeinde A.____ im vorliegenden Fall von einer Le-
bensdauer der Wasserleitungen von 50 Jahren aus. Auch aufgrund dieser Ausführungen spricht 
nichts gegen eine Gleichbehandlung der Kanalisations- und Wasserleitungen in Bezug auf ihre 
Lebensdauer. Daran vermag auch der nachfolgende Einwand der Beschwerdegegnerin nichts 
zu ändern. 
 
Die Beschwerdegegnerin geht von einer Lebensdauer von mindestens 100 Jahren aus. Sie 
verweist dabei auf die Normen des Deutschen Gas- und Wasserfaches e.V. (Technischer Hin-
weis 401), welche von einer Nutzungsdauer von duktilen Gussrohren von bis zu 140 Jahren 
ausgehen würden. Dies betreffe die Rohre der neueren Generation mit Zementmörtelummante-

Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

lung. Aber auch für die Rohre der älteren Generation gehe das erwähnte Regelwerk von einer 
Lebensdauer von 100 bis 120 Jahren aus. Der Experte hat sich in seiner Expertise umfassend 
mit dem Thema der Lebensdauer der Wasserleitungen befasst und dabei eine Vielzahl von ver-
schiedenen Literaturquellen konsultiert. Das Kantonsgericht kommt aus diesem Grund zum 
Schluss, dass der Verweis der Beschwerdegegnerin auf die anderslautenden Normen des 
Deutschen Gas- und Wasserfaches e.V nicht dazu führt, an der Richtigkeit der Expertise zu 
zweifeln.  
 
6.5.1. Als nächstes stellt sich die Frage, ob bei den Ausgaben auch die Kosten für den Wie-
derbeschaffungswert der Nebenanlagen zu berücksichtigen sind. Die Beschwerdeführerin er-
wähnt in ihrer Beschwerde an das Kantonsgericht, dass nebst den Leitungen noch weitere Ein-
richtungen zu den kommunalen Wasserversorgungsanlagen gehören würden, namentlich 
Pumpwerke, Reservoirs und Steuerungsanlagen. Diese Einrichtungen hätten zwar teilweise 
eine längere Lebensdauer, doch müsse deren Ersatz dereinst ebenfalls aus dem Vermögen der 
Wasserkasse finanziert werden. Es sei schwierig, die Kosten zu beziffern. Es werde deshalb 
davon abgesehen, einen Betrag für diese Kosten in die Berechnung einzusetzen. Der Hinweis 
auf den diesbezüglichen Rückstellungsbedarf unterstreiche aber, dass der allein aufgrund des 
Leitungsnetzes errechnete Wiederbeschaffungswert von Fr. 21‘675‘000.-- (25‘000.-- x  
Fr. 867.--) sicherlich nicht zu hoch veranschlagt worden sei.  
 
Nach der Zustellung des Gutachtens erklärt die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme 
vom 29. Juni 2016, dass auch der Gutachter (Gutachten S. 105) davon ausgehe, dass nicht nur 
das Leitungsnetz, sondern alle Systemelemente der Wasserversorgung in die Wiederbeschaf-
fungsplanung einzubeziehen seien. Gemäss den Angaben der Ingenieurfirma J.____ AG belau-
fe sich der Wert der übrigen Anlagen (verschiede Reservoirs, Grundwasserfassungen, Pump-
werke, Stufenpumpwerke, regionale Anlagen, Mess-, Steuer- und Fernwirkanlagen) insgesamt 
auf fast 7 Millionen Franken, was unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Nutzungsdauer 
der einzelnen Anlagetypen einen zusätzlichen jährlichen Rückstellungsbedarf von rund 
Fr. 120‘000.-- ergebe. Hierbei handle es sich um eine Schätzung, die sowohl bezüglich der Be-
wertung der einzelnen Objekte als auch bezüglich der Annahmen bei der jeweiligen Nutzungs-
dauer wesensgemäss mit gewissen Unschärfen behaftet sei. In der eigentlichen Berechnung 
des Wiederbeschaffungswertes werde deshalb für die genannten Anlagen vorsichtshalber ledig-
lich ein jährlicher Rückstellungsbedarf von Fr 60‘000.-- berücksichtigt.  
 
6.5.2. Das Kantonsgericht hat die Kosten für die Wiederbeschaffung von Anlagen in den Ur-
teilen i.S. D.____ von 2009 und von 2011 nicht berücksichtigt. Jedoch war diese Frage auch 
nicht explizit aufgegriffen worden. Zu bemerken ist in diesem Zusammenhang, dass das Kan-
tonsgericht jedoch die Rückstellungen für die Finanzierung der beitragsfinanzierten Investitio-
nen für die Umsetzung des Generellen Entwässerungsplanes (GEP), welche in den zukünftigen 
15 bis 20 Jahren anfallen würden, in der Höhe von Fr. 5‘070‘000.-- bei der Ausgabenseite auf-
genommen hat. Das Kantonsgericht hat im Urteil i.S. D.____ von 2009 ausgeführt, dass der 
Wiederbeschaffungswert der Investition entspreche, die heute notwendig wäre, um die beste-
henden Abwasseranlagen in ihrer heutigen Grösse von Grund auf neu zu erstellen. Unter Ver-
weis auf die Dissertation von Hans W. Stutz wurde ausgeführt, dass zu den Infrastrukturanla-

Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gen der Abwasseranlagen unter anderem die Kanalisationen, die Sonderbauwerke und die 
zentralen Abwasserreinigungsanlagen gezählt würden. Als Sonderbauwerke würden unter an-
derem die Abwasserpumpwerke, Regenrückhaltebecken, Regenklärbecken und Düker zählen 
(HANS W. STUTZ, Schweizerisches Abwasserrecht, Dissertation, in: Schriftenreihe zum Umwelt-
recht, 2008, S. 63). So führte auch das Bundesverwaltungsgericht z.B. in einem Urteil aus dem 
Jahr 2009 aus, dass bei Anschlussgebühren und -beiträgen, wo die Kosten für den Bau und die 
Amortisation der Leitungen und Anlagen in der Regel über eine längere Zeit und oft ungleich-
mässig anfallen würden, sich die Überprüfung des Kostendeckungsprinzips auf eine entspre-
chend lange Zeitdauer erstrecken müsse (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5555/2008 
vom 28. Oktober 2009 E. 2.2.5, mit Verweis auf ADRIAN HÜNGERBÜHLER, Grundsätze des Kau-
salabgaberechts, in: Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 2003, 
S. 514; RENÉ WIEDERKEHR/PAUL RICHLI, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts - Eine sys-
tematische Analyse der Rechtsprechung, Band II, Bern 2014, Rz 696).  
 
Im Hinblick auf die obigen Ausführungen und aufgrund der Tatsache, dass auch die Anlagen 
der Wasserversorgung über die Wasserkasse bezahlt werden, erscheint es richtig, auch die 
Kosten – zumindest einen Teil davon – für den Wiederbeschaffungswert derselben bei der Be-
rechnung der Ausgaben einfliessen zu lassen. Die Gemeinde bzw. die J.____ AG schätzt – wie 
oben ausgeführt – den Wiederbeschaffungswert der Anlagen auf rund 7 Millionen Franken und 
den Rückstellungsbedarf auf jährlich Fr. 121‘676.--. Bei den Reservoirs geht sie von einer Nut-
zugdauer von 66 Jahren, bei den Grundwasserfassungsanlagen von 100, bei den verschiede-
nen Pumpwerken von 50, bei der regionalen Anlage (Anteil A.____) von 80 und bei der Mess-, 
Steuer- und Fernwirkanlagen von 20 Jahren aus. Dabei errechnet die J.____ AG die jährlichen 
Werterhaltungskosten und damit Rückstellungskosten für jedes Anlageobjekt separat (so z.B. 
für das Reservoir Chalchofen: Wiederbeschaffungswert Fr. 1‘800‘000.--, Nutzungsdauer 66 
Jahre, jährliche Werterhaltungskosten Fr. 27‘273 [Fr. 1‘800‘000.-- dividiert durch 66 = 
Fr. 27‘273.--]). 
 
Die Gemeinde beantragt aufgrund der Unsicherheiten, lediglich die Berücksichtigung eines jähr-
lichen Rückstellungswerts von Fr. 60‘000.-- und nicht des von der J.____ AG errechneten 
Rückstellungsbedarfs von Fr. 121‘676.--. Der gestützt auf die Zusammenstellung der J.____ AG 
beantragte jährliche Rückstellungsbetrag von Fr. 60‘000.-- erscheint angemessen. Die Stel-
lungnahme der Beschwerdeführerin vom 29. Juni 2016 mit der Aufstellung der J.____ AG vom 
17. Juni 2016 wurde auch den Beschwerdegegnern zugestellt und blieb unkommentiert und 
somit unbestritten. 
 
Das Kantonsgericht kommt folglich zum Schluss, dass ein jährlicher Rückstellungsbedarf von 
Fr. 60‘000.-- für die Anlagen in der Berechnung der Ausgaben zu berücksichtigen ist.  
 
6.6. Zusammenfassend errechnen sich die Ausgaben aufgrund der obigen Ausführungen 
und im Einklang mit dem Bundesgerichtsentscheid i.S. D.____ von 2012 (E. 5.3) wie folgt: 
 
 
 

Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Rückstellung Wasserleitungen für 20 
Jahre Vergangenheit 

(25‘000 m x Fr. 825.--) : 80 
Lebensjahre x 20 Jahre  

Fr. 5‘156‘250.-- 

Rückstellung Wasserleitungen für 20 
Jahre Zukunft 

(25‘000 m x Fr. 825.--) : 80 
Lebensjahre x 20 Jahre  

Fr. 5‘156‘250.-- 

Rückstellung Nebenanlagen für 20 
Jahre Vergangenheit 

Fr. 60‘000.-- x 20 Jahre  Fr. 1‘200‘000.-- 

Rückstellung Nebenanlagen für 20 
Jahre Zukunft 

Fr. 60‘000.-- x 20 Jahre Fr. 1‘200‘000.-- 

Total Ausgaben  Fr. 12‘712‘500.-- 
 
7. Als nächstes sind die Einnahmen zu eruieren. Die Beschwerdeführerin beantragt in 
ihrer Beschwerde, es sei auf der Einnahmenseite der Betrag für die “wiedereingebrachten Wie-
derbeschaffungskosten“ von Fr. 7‘367‘000.-- auf 5 Millionen Franken zu reduzieren; dies jedoch 
nur für den Eventualfall, dass das Kantonsgericht – wie die Vorinstanz – den pauschalen Rück-
stellungsbetrag auf der Ausgabenseite für den gesamten Beurteilungszeitraum von 40 Jahren 
auf bloss 10 Millionen Franken festlege. Dieser Antrag ist obsolet, da das Kantonsgericht den 
Rückstellungsbetrag für 40 Jahre nicht auf 10 Millionen Franken, sondern auf Fr. 12‘712‘500.-- 
beziffert hat. Im Übrigen wird das Kostendeckungsprinzip – wie nachfolgend aufzuzeigen sein 
wird – auch nicht verletzt, wenn die Höhe der “wiedereingebrachten Wiederbeschaffungskos-
ten“ nicht reduziert wird. Abgesehen vom genannten Eventualantrag der Beschwerdeführerin 
wird die vorinstanzliche Berechnung der Einnahmenseite von den Parteien nicht bemängelt. Die 
Einnahmen präsentieren sich gemäss Urteil des Enteignungsgerichts (E. 4.11 f.) wie folgt: 
 
Eigenkapital per 1. Januar 2012 (inkl. des per 1. Ja-
nuar 1992 bereits vorhandenen Eigenkapitals)  

Fr. 1‘425‘000.-- 

(zukünftige) Gebühreneinnahmen  Fr. 4‘025‘000.-- 
(zukünftige) Verzinsung Eigenkapital  Fr.    556‘000.-- 
“wiedereingebrachte“ effektive Wiederbeschaffungs-
kosten (d.h. bereits getätigte Erneuerungen Vergan-
genheit)  

Fr. 7‘367‘000.-- 

Total Einnahmen  Fr. 13‘373‘000.-- 
 
8. Gemäss obiger Gegenüberstellung resultiert ein Überschuss in der Wasserkasse von 
Fr. 660‘500.-- (Fr. 13‘373‘000.-- minus Fr. 12‘712‘500.--). Nach dem Kostendeckungsprinzip 
sollen die Gesamteingänge den Gesamtaufwand für den betreffenden Verwaltungszweig nicht 
oder nur geringfügig überschreiten. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung lässt das 
Kostendeckungsprinzip zu, dass die Eingänge geringfügig höher als der Aufwand sein können 
(Urteil des Bundesgerichts 2C_404/2010 vom 20. Februar 2012). Nach der Praxis kantonaler 
Gerichte sowie des Bundesverwaltungsgerichts ist es zulässig, einen mässigen Gebührenüber-
schuss zu erzielen, wobei in der Regel ein Gewinn von 5 % noch mässig ist (Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts A-5998/2010 vom 29. März 2012 E. 4.3; WIEDERKEHR/RICHLI, a.a.O., 
S. 291). Im vorliegenden Fall liegt der Überschuss knapp unter 5 % (5 % von Fr. 13‘373‘000.-- = 
Fr. 668‘650.--). Eine Verletzung des Kostendeckungsprinzips liegt demzufolge nicht vor.  

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
9. Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen. Damit beträgt die Wasseranschlussgebühr, 
wie die Beschwerdeführerin in ihrem Rechtsbegehren beantragt, nach Berücksichtigung des 
Abzugs für den indexierten Brandlagerwert der abgebrochenen Bauten inkl. Mehrwertsteuer 
von 2.4 % Fr. 86‘642.80. Die Angelegenheit ist zur Neuverlegung der Kosten für das vorinstanz-
liche Verfahren an das Enteignungsgericht zurückzuweisen.  
 
10.1. Es bleibt noch über die Kosten zu entscheiden. Gestützt auf § 20 Abs. 1 VPO i.V.m. 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten, welche die Gerichtsgebühren und die Beweis-
kosten – und damit auch die Kosten für die Expertise – umfassen, in der Regel der unterliegen-
den Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 2‘500.-- sind somit der unterliegenden B.____ AG aufzuerlegen. Bezüglich der Expertisekos-
ten ist festzuhalten, dass ein Teil des Aufwandes des Gutachters durch die Eruierung der 
durchschnittlichen Lebensdauer der heute in der Gemeinde vorhandenen Wasseranlagen ver-
ursacht wurde (vgl. z.B. S. 117 des Gutachtens). Die Gemeinde hatte in ihrer Stellungnahme 
vom 21. Mai 2015 beantragt, dem Gutachter die Frage zu stellen, auf wie viele Jahre die durch-
schnittliche Lebensdauer der heute in der Gemeinde A.____ vorhandenen Wasseranlagen un-
ter Berücksichtigung der geologischen bzw. geotechnischen Rahmenbedingungen im Sied-
lungsgebiet der Gemeinde zu veranschlagen seien. Das Kantonsgericht hat diese Frage nicht in 
die Gutachterfragen aufgenommen, dennoch befasst sich der Experte in der Expertise mit die-
ser Frage und dies nicht nur im Hinblick auf die Beurteilung einer potenziellen Einwirkung auf 
die Lebensdauer der Leitungen durch Hangkriechen. Dies zeigt sich auch darin, dass der Ex-
perte eine durchschnittliche Lebensdauer der vorhandenen Leitungen eruiert (vgl. z.B. Gutach-
ten S. 117). Unter diesen Umständen erachtet das Kantonsgericht eine hälftige Aufteilung der 
Expertisekosten in der Gesamthöhe von Fr. 16‘200.-- zwischen der Gemeinde und der B.____ 
AG als gerechtfertigt.  
 
10.2. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei zugespro-
chen werden. Gemäss § 21 Abs. 2 VPO haben die Gemeinden nur Anspruch auf eine Partei-
entschädigung, sofern der Beizug eines Anwalts gerechtfertigt war. Antragsgemäss und im Üb-
rigen der Rechtsprechung des Kantonsgerichts entsprechend (vgl. statt vieler: KGE VV vom 
17. November 2010 [810 10 112] E. 14.2.1; vom 10. März 2010 [810 09 268] E. 8.2.2) sind die 
Parteikosten wettzuschlagen.  
 
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird Ziffer 1 des Urteils des Steuer- 

und Enteignungsgerichts, Abteilung Enteignungsgericht, vom 27. März 
2014 in Bezug auf die Rückweisung der Angelegenheit zur Neuberech-
nung der Wasseranschlussgebühr aufgehoben und diese auf 
Fr. 86‘642.80 (inkl. 2.4% Mehrwertsteuer) festgesetzt.  

   
 2. In Gutheissung der Beschwerde werden Ziffer 2 und 3 des Urteils des 

Steuer- und Enteignungsgerichts, Abteilung Enteignungsgericht, vom 
27. März 2014 aufgehoben und die Angelegenheit zur Neuverlegung 
der vorinstanzlichen Kosten an das Steuer- und Enteignungsgerichts, 
Abteilung Enteignungsgericht, zurückgewiesen. 

   
 3.1. Der Beschwerdegegnerin wird ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe 

von Fr. 10‘600.-- (bestehend aus den ganzen Gerichtskosten in der 
Höhe von Fr. 2‘500.-- und den hälftigen Expertisekosten in der Höhe 
von Fr. 8‘100.--) auferlegt.  
 

 3.2. Der Beschwerdeführerin wird ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe 
von Fr. 8‘100.-- (bestehend aus den hälftigen Expertisekosten in der 
Höhe von Fr. 8‘100.--) auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 11‘800.-- verrechnet. Der zuviel bezahlte 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3‘700.-- wird der Beschwerdefüh-
rerin zurückerstattet. 
 

 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 

  

 
Vizepräsident 
 
 

 
Gerichtsschreiberin