# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f07291c3-4178-52fd-b04c-489696412560
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 11.03.2024 SK2 2024 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2024-13_2024-03-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Verfügung vom 11. März 2024

Referenz SK2 24 13

Instanz II. Strafkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden
Asyl und Rückkehr, Verfahren und Rückkehr
Grabenstrasse 8, 7001 Chur
Beschwerdegegner

Gegenstand Überprüfung der Anordnung der Ausschaffungshaft

Anfechtungsobj. Entscheid Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden 
vom 15.02.2024, mitgeteilt am 15.02.2024 (Proz. Nr. 645-2024-26)

Mitteilung 11. März 2024

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In Erwägung,

– dass das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden mit Entscheid 
vom 15. Februar 2024 die vom Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden 
(nachfolgend AFM GR) gegenüber A._____ bis zum 12. Mai 2024 angeordne-
te Ausschaffungshaft als rechtmässig sowie angemessen beurteilte und 
schützte,

– dass A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) dagegen mit Eingabe vom 21. 
Februar 2024 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden erhob,

– dass gemäss Art. 21a des Einführungsgesetzes zur Ausländer- und Asylge-
setzgebung des Bundes (EGzAAG; BR 618.100) in Verbindung mit Art. 393 
Abs. 1 lit. c StPO gegen Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts auf 
dem Gebiet der ausländerrechtlichen Zwangsmassnahmen beim Kantonsge-
richt Beschwerde geführt werden kann, wobei die Bestimmungen über die 
strafrechtliche Beschwerde sinngemäss gelten,

– dass die Beschwerde innert 10 Tagen schriftlich und begründet einzureichen 
ist (Art. 396 Abs. 1 StPO),

– dass bei der Begründung der Beschwerde genau anzugeben ist, welche Punk-
te des Entscheides angefochten werden, welche Gründe einen anderen Ent-
scheid nahelegen und welche Beweismittel angerufen werden (vgl. Art. 385 
Abs. 1 StPO),

– dass schlüssig zu behaupten ist, dass und weshalb ein Beschwerdegrund ge-
geben ist (Patrick Guidon, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafpro-
zessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, Rz. 391),

– dass sich die Begründung zumindest in minimaler Form mit der angefochte-
nen hoheitlichen Verfahrenshandlung auseinanderzusetzen hat, woran es 
mangelt, wenn die Richtigkeit der tatsächlichen oder rechtlichen Erwägungen 
der angefochtenen Handlung nur pauschal bestritten wird (Guidon, a.a.O., Rz. 
392 mit Hinweis auf BGE 131 II 449 E. 1.3),

– dass die Anforderungen an die Beschwerdebegründung nicht überspannt 
werden dürfen, sich aber auch ein Laie die Mühe zu nehmen hat, in der Be-
schwerde mindestens kurz anzugeben, was am angefochtenen Entscheid sei-
ner Ansicht nach falsch ist (BGer 6B_872/2013 v. 17.10.2013 E. 3),

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– dass das Zwangsmassnahmengericht den angefochtenen Entscheid im We-
sentlichen damit begründete, dass der Beschwerdeführer trotz rechtskräftigem 
Entzug der Aufenthaltsbewilligung und trotz mehreren Wegweisungen die 
Schweiz nicht aufforderungsgemäss verlassen habe, 

– dass der Beschwerdeführer letztmals mittels Wegweisungsverfügung vom 24. 
Januar 2023 aus der Schweiz gewiesen worden sei, wobei ihm eine Ausreise-
frist bis zum 1. Februar 2023 gewährt worden sei, 

– dass er daraufhin bis zu seiner Ergreifung durch die Kantonspolizei Graubün-
den am 4. Januar 2024 untergetaucht sei,

– dass er anlässlich der polizeilichen Befragung angegeben habe, die Schweiz 
seit der Wegweisung vom 24. Januar 2023 nie verlassen zu haben, 

– dass er anlässlich mehrerer Befragungen durch das AFM GR erklärt habe, 
nicht gewillt zu sein, freiwillig nach B._____ zurückzukehren, und dass er im 
Verlaufe der Anhörung durch das Zwangsmassnahmengericht daran festge-
halten habe,

– dass es dem Beschwerdeführer bewusst gewesen sei, dass er sich rechtswid-
rig in der Schweiz aufhalte,

– dass er mehrere Strafbefehle wegen rechtswidrigem Aufenthalt in der Schweiz 
erwirkt habe,

– dass der Beschwerdeführer somit seiner Ausreisepflicht bisher nicht freiwillig 
nachgekommen sei, sich wiederholt behördlichen Anordnungen widersetzt 
und die Mitwirkung bei der Beschaffung heimatlicher Papiere verweigert habe 
und schliesslich untergetaucht sei, 

– dass aufgrund des bisherigen Verhaltens davon auszugehen sei, dass er wei-
ter versuchen werde, den Vollzug der Wegweisung zu verhindern und bei ei-
ner Freilassung zu befürchten sei, dass er erneut untertauche, weshalb der 
Vollzug der Wegweisung ohne Anordnung der Haft gefährdet wäre, 

– dass damit die Haftgründe nach Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AIG erfüllt 
seien,

– dass mildere Massnahmen wie die Meldepflicht mit Blick auf die Gefahr des 
Untertauchens von Vornherein nicht gleichermassen geeignet seien, um den 

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Ausschaffungsvollzug sicherzustellen, womit sich die Haft als verhältnismässig 
erweise,

– dass die Ausschaffungshaft nur zulässig sei, wenn der Vollzug der Ausschaf-
fung in einem dem konkreten Fall angemessenen Zeitraum erfolgen könne, da 
ansonsten deren Anordnung unverhältnismässig und damit unzulässig sei,

– dass die Wegweisung im vorliegenden Fall rechtlich und tatsächlich möglich 
sei, 

– dass der Beschwerdeführer durch das B._____ Generalkonsulat anerkannt 
worden sei, 

– dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) mit Schreiben vom 26. Januar 
2023 mitgeteilt habe, dass das konsularische Ausreisegespräch stattgefunden 
und der Vize-Konsul die Ausstellung eines "Laissez-Passer" für den Be-
schwerdeführer bestätigt habe,

– dass eine Rückführung innerhalb angemessener Zeit realisierbar sei, da der 
Vollzug der Wegweisung nach B._____ auf mehreren Rückführungsstufen 
möglich sei und entsprechende Vorbereitungen bereits vom AFM GR vorge-
nommen worden seien,

– dass sich demnach die vom AFM GR angeordnete Ausschaffungshaft bis zum 
12. Mai 2024 als rechtmässig und angemessen erweise und zu schützen sei,

– dass der Beschwerdeführer in der Begründung seines Rechtsmittels ausführt, 
er habe im Jahr 2000 einen Sohn bekommen; er habe in der Schweiz geheira-
tet; sobald er eine Arbeitsbewilligung bekommen habe, habe er sofort ange-
fangen zu arbeiten; er habe in der Schweiz nie Probleme gemacht; sein Sohn 
sei das einzige, was er noch habe; in B._____ habe er kein Leben mehr; sein 
grösster Wunsch sei mit seinem Sohn zusammen in der Schweiz zu leben und 
wieder arbeiten zu können,

– dass diese Darlegungen allenfalls für die Frage der Aufenthaltsberechtigung 
und Wegweisung hätten von Relevanz sein können, 

– dass diesbezüglich die zuständigen ausländerrechtlichen Behörden abschlies-
send und rechtskräftig entschieden haben und diese Entscheide vorliegend 
verbindlich sind und nicht mehr überprüft werden können,

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– dass der Haftrichter unter diesem Gesichtspunkt die Haftgenehmigung nur zu 
verweigern hätte, wenn sich der zu sichernde Wegweisungsentscheid als of-
fensichtlich unzulässig erweisen würde, was vorliegend nicht der Fall ist,

– dass darüber hinaus ausschliesslich die Rechtmässigkeit und Angemessen-
heit der Ausschaffungshaft Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden, 

– dass sich der Beschwerdeführer mit den diesbezüglichen Erwägungen im an-
gefochtenen Entscheid nicht ansatzweise auseinandersetzt und nicht darlegt, 
inwieweit diese seiner Ansicht nach falsch sein sollen,

– dass die Ausführungen des Beschwerdeführers damit der zuvor dargelegten 
Obliegenheit zur Begründung der Beschwerde nicht zu genügen vermögen,

– dass demzufolge auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

– dass, selbst wenn auf die Beschwerde eingetreten werden könnte, diese ab-
zuweisen wäre,

– dass sich der angefochtene Entscheid nämlich aufgrund einer Prüfung der 
eingeholten Akten und der massgebenden Rechtsgrundlagen in tatsächlicher 
und rechtlicher Hinsicht als richtig erweist, und dass die Voraussetzungen für 
die angeordnete Ausschaffungshaft offensichtlich gegeben sind,

– dass der vorliegende Entscheid gestützt auf Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorga-
nisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) in einzelrichterlicherlicher Kompetenz 
ergeht,

– dass der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflich-
tig wird, wobei die Gerichtsgebühr auf CHF 500.00 festgelegt wird,

– dass der Beschwerdeführer kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ge-
stellt hat, 

– dass ein solches ohnehin abzuweisen wäre, weil die Beschwerde mangels 
hinreichender Begründung als aussichtslos angesehen werden muss,

– dass keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind,

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wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 500.00 gehen zu Lasten 
von A._____.

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 82 ff. BGG Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Schweizerische Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundes-
gericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausferti-
gung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 82 ff. und 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: