# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5eeecfb4-7282-5c30-ae2d-7a3e72d93460
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-08
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 08.09.2025 S 2024 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2024-6_2025-09-08.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Sarah Schneider und lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: MLaw Mauriz Müller

U R T E I L  vom 8. September 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. Christine Fleisch, Kanzlei am Park,
Lutherstrasse 36, 8004 Zürich

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin

betreffend

Invalidenversicherung
(Rente)

S 2024 6

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Urteil S 2024 6

A. Der 1986 geborene A.________ war zuletzt von 1. September 2018 bis 31. März 
2019 bei der B.________ GmbH (mittlerweile aus dem Handelsregister gelöscht) als 
Schaler in einem Vollpensum angestellt, wobei ihm nach einem Arbeitsunfall (Treppen-
sturz) am 23. März 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (IV-act. 1, 11/7, 
11/130 und 11/145). Unter Hinweis auf dabei zugezogene Rücken- und Kopfbeschwerden 
(Bandscheibenvorfall L4/L5 und Kopfschmerzen aufgrund des Sturzes auf den Kopf) mel-
dete sich der Versicherte am 4. November 2019 bei der Invalidenversicherung zum Leis-
tungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle klärte die medizinische und erwerbliche Situation 
ab, zog Akten der Suva bei und holte bei der C.________ ein polydisziplinäres Gutachten 
ein, das am 24. Oktober 2022 erstattet wurde (IV-act. 42). Nachdem die IV-Stelle das Gut-
achten dem regional ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung vorgelegt hatte (vgl. Stel-
lungnahmen des somatischen RAD vom 4. November 2022 und des psychiatrischen RAD 
vom 6. Dezember 2022; IV-act. 45 und 48), stellte sie mit Vorbescheid vom 15. Februar 
2023 (IV-act. 50) in Aussicht, dem Versicherten ab 1. August 2022 bis 31. Mai 2023 eine 
befristete Rente von 59 % einer ganzen Invalidenrente zuzusprechen. Das im Einwandver-
fahren vom Versicherten eingereichte ärztliche Zeugnis der behandelnden Psychiaterin 
vom 13. April 2023 (IV-act. 60) legte die IV-Stelle dem psychiatrischen RAD zur Beurtei-
lung vor (vgl. Stellungnahme vom 23. Mai 2023; IV-act. 61). Im Anschluss verfügte sie am 
23. November 2023 im angekündigten Sinne (Bf-act. 2).

B. Der Versicherte erhob am 9. Januar 2024 (act. 1) Beschwerde gegen die Verfü-
gung vom 23. November 2023 und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm mit 
Wirkung ab 1. Mai 2020 eine Rente von 59 % einer ganzen IV-Rente zuzusprechen; even-
tualiter sei bei der C.________ ein psychiatrisches Verlaufsgutachten einzuholen und da-
nach sei über den Anspruch auf eine IV-Rente neu zu entscheiden. Zudem beantragte er, 
es sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und in der Person der unter-
zeichnenden Rechtsvertreterin eine unentgeltliche Rechtsbeiständin beizugeben (S. 2).

C. Mit Verfügung vom 19. Februar 2024 bewilligte der Vorsitzende der sozialversi-
cherungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch des Beschwerdefüh-
rers um unentgeltliche Prozessführung und stellte ihm für das Verfahren vor dem Verwal-
tungsgericht in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Christine Fleisch eine unentgeltliche 
Rechtsbeiständin bei (act. 4).

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Urteil S 2024 6

D. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 20. März 2024 (act. 5) die Ab-
weisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 25. März 2024 (act. 6) zur 
Kenntnis gebracht wurde.

E. Mit Eingabe vom 24. April 2024 (act. 7) reichte der Beschwerdeführer einen Be-
richt seiner behandelnden Psychiaterinnen vom 12. April 2024 (Bf-act. 3) ein. Eingabe und 
Bericht wurden der IV-Stelle am 29. April 2024 mit Frist bis zum 21. Mai 2024 für eine all-
fällige Stellungnahme zugestellt (act. 8). Die IV-Stelle liess sich in der Folge nicht verneh-
men.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherungen (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Geset-
zes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; 
BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über 
die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [BGS 841.1]). 
Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend ge-
stützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 
SR 831.20) gegeben. Die angefochtene Verfügung datiert vom 23. November 2023. Mit 
der am 9. Januar 2024 der Schweizerischen Post übergebenen Beschwerdeschrift ist die 
30-tägige Frist nach Art. 60 Abs. 1 ATSG unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes 
gemäss Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG gewahrt. Der Beschwerdeführer ist 
als Verfügungsadressat direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerde-
schrift enthält einen Antrag und eine Begründung, womit auch den formellen Anforderun-
gen Genüge getan ist (Art. 61 lit. b ATSG). Die Beschwerde ist zu prüfen. Die Beurteilung 
erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsge-
richtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des ATSG, des IVG sowie 
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in Kraft getreten. Die 

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angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Entsprechend den allgemeinen 
intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 
31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein 
Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener 
Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht 
Anwendung (BGer 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vor-
gaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (BGE 145 
V 215 E. 5.1). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch 
nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzel-
fall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der 
Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass 
bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu 
beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu 
erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, BGer 8C_630/2024 vom 5. Juni 
2025 E. 3).

2.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis am 31. De-
zember 2021 gültig gewesenen Fassung sowie in der seit 1. Januar 2022 gültigen Fas-
sung Versicherte, die:

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 
nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten 
oder verbessern können;

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b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

2.5 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c 
ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen 
Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, 
bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Am-
tes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei 
umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 
393 E. 4.1) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten, und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem festste-
henden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Be-
weise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierende Beweiswür-
digung; BGE 136 I 229 E. 5.3). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollständigkeit 
und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu 
ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Er-
kenntnisse zu erwarten sind (BGer 9C_484/2022 vom 11. Januar 2023 E. 4.2).

3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung vom 23. November 2023 (Bf-
act. 2) gestützt auf das C.________-Gutachten vom 24. Oktober 2022 sowie die RAD-
Stellungnahmen damit, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Schaler/Bauarbeiter seit 
März 2019 nicht mehr zumutbar sei, sich in einer körperlich leichten bis mittelschweren, 
wechselbelastenden Tätigkeit, ohne Wirbelsäulen-Zwangshaltung auf somatischem Fach-
gebiet, jedoch keine Arbeitsunfähigkeit begründen lasse. Zum Zeitpunkt der psychiatri-
schen Begutachtung am 30. August 2022 habe eine mittelgradig depressive Episode vor-
gelegen, weshalb ab diesem Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgewiesen sei. 
Spätestens sechs Monate nach der Begutachtung sei davon auszugehen, dass die de-
pressive Störung remittiert sei und damit eine psychiatrische Arbeitsunfähigkeit ab März 
2023 entfalle. Beim Einkommensvergleich resultiere unter Verwendung der Tabellen der 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 
(LSE) für die Zeit vor August 2022 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 8 %, in 
der Zeit ab August 2022 (vorübergehende psychische Verschlechterung) unter Berück-

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Urteil S 2024 6

sichtigung eines leidensbedingten Tabellenlohnabzuges von 10 % (Abzug für Teilzeitar-
beit) ein Invaliditätsgrad von 59 %, weshalb ab 1. August 2022 ein Anspruch auf eine Ren-
te von 59 % einer ganzen Rente bestehe, und für die Zeit ab März 2023 (volle Arbeits-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit) ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 
10 %, weshalb der Rentenanspruch unter Berücksichtigung der dreimonatigen Wartefrist 
per 31. Mai 2023 zu befristen sei.

3.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber in seiner Beschwerde vom 
9. Januar 2024 (act. 1) im Wesentlichen auf den Standpunkt, ausgehend von den medizi-
nischen Akten der Behandler sei eine rezidivierende depressive Störung seit dem Unfal-
lereignis erwiesen. Die Äusserung im psychiatrischen Gutachten, dass auf den Bericht der 
behandelnden Psychiaterinnen vom 17. März 2020 nicht abgestellt werden könne, sei 
nicht nachvollziehbar, da in diesem Bericht diejenigen Kriterien erwähnt würden, welche 
auch im Gutachten erwähnt würden. Auch in den übrigen vorgängigen Berichten fänden 
sich Hinweise auf eine bereits zuvor bestehende depressive Störung. Ferner sei eine Re-
mission der depressiven Störung entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin im 
Nachgang zur Begutachtung nicht eingetreten, was sich aus aktuelleren Berichten der be-
handelnden Psychiaterin ergebe. Es müsse davon ausgegangen werden, dass bereits ab 
November 2019 eine depressive Störung sowie eine chronische Schmerzstörung ausge-
wiesen gewesen seien, welche die Leistungsfähigkeit im Rahmen von 50 % einschränk-
ten. Daher bestehe ein unbefristeter Anspruch auf eine Rente von 59 % einer ganzen IV-
Rente ab dem 1. Mai 2020 (S. 10–12). Im Sinne eines Eventualantrages dränge sich eine 
Verlaufsbegutachtung auf. Es gäbe keine medizinischen Berichte, welche beweisen wür-
den, dass die depressive Symptomatik remittiert sei. Diesbezüglich handle es sich um eine 
unbewiesene Annahme des RAD. Insofern sei der relevante Sachverhalt in Verletzung des 
Untersuchungsprinzips durch die IV-Stelle ungenügend abgeklärt worden (S. 13).

3.3 Ergänzend führte die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 20. März 
2024 (act. 5) aus, der psychiatrische Gutachter sei davon ausgegangen, dass bei adäqua-
ter Therapierung von einer Verbesserung der psychiatrischen Symptomatik auszugehen 
sei. Es entspreche sodann auch einer psychiatrischen Erfahrungstatsache, dass eine mit-
telgradige depressive Episode bei geeigneter Therapierung normalerweise innert spätes-
tens sechs Monaten auf das Vorniveau remittiert werden könne, was insbesondere dann 
gelte, wenn – wie vorliegend – noch keine Chronifizierung eingetreten sei. In seiner Stel-
lungnahme vom 23. Mai 2023 habe der RAD-Psychiater die zu erwartende Remittierung 
der depressiven Störung unter leitliniengerechter Behandlung spätestens nach einem hal-

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ben Jahr bestätigt. Zudem habe der psychiatrische Gutachter nicht die Diagnose einer re-
zidivierenden depressiven Episode gestellt, sondern festgestellt, dass der Beschwerdefüh-
rer aktuell genügend Kriterien zur Stellung der Diagnose einer depressiven Episode erfül-
le. Dieser Hinweis auf fehlende Dauerhaftigkeit lasse die Einschätzung des RAD-
Psychiaters nachvollziehbar erscheinen. Der psychiatrische Gutachter habe ausführlich 
begründet, weshalb er mit den Feststellungen und Diagnosen der behandelnden Psychia-
terin im Bericht vom 13. April 2020 [gemeint sein dürfte vom 17. März 2020] nicht einig 
gehe. Im Übrigen habe er auch festgehalten, dass es in den Akten keine Hinweise darauf 
gebe, dass es bereits früher solche Episoden gegeben haben könnte, weshalb er eben 
nicht von einer rezidivierenden depressiven Episode ausgehe. Gestützt auf die Angaben 
im psychiatrischen Teilgutachten und des RAD-Psychiaters werde bestritten, dass im Zeit-
punkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung von einer Chronifizierung der depressi-
ven Problematik auszugehen sei. Von einer Verlaufsbegutachtung sei kein wesentlicher 
Erkenntnisgewinn zu erwarten, weshalb davon abzusehen sei (S. 3–5).

3.4 Mit Eingabe vom 24. April 2024 (act. 7) machte der Beschwerdeführer unter Ver-
weis auf den miteingereichten Bericht der behandelnden Psychiaterinnen vom 12. April 
2024 (Bf-act. 3) im Wesentlichen geltend, dass aufgrund der psychischen Leiden weiterhin 
von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen sei.

3.5 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit 
Verfügung vom 23. November 2023 zu Recht lediglich eine vom 1. August 2022 bis 
31. Mai 2023 befristete Invalidenrente von 59 % einer ganzen Rente zugesprochen hat.

Unbestritten und durch die Akten ausgewiesen sind die funktionellen Einschränkungen 
aufgrund der somatischen Leiden und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. So ist 
gemäss dem zu Recht unbestritten gebliebenen somatischen Teil des in Übereinstimmung 
mit den Angaben der behandelnden Fachärzte verfassten C.________-Gutachtens er-
stellt, dass dem Beschwerdeführer aufgrund eines chronifizierten lumbospondylogenen 
Schmerzsyndroms seit dem Unfall am 23. März 2019 noch körperlich leichte bis mittel-
schwere, wechselbelastende Tätigkeiten, ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen und ohne 
repetitives Treppensteigen, hinknien, kauern, in die Hocke gehen und Leitern besteigen 
zumutbar sind und er somit seit diesem Zeitpunkt in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 
Schaler/Hilfsarbeiter sowie als (Kranken-)Pfleger, wofür er im Kosovo eine 4-jährige Aus-
bildung absolviert hatte (IV-act. 1 S. 5), – mithin in seiner angestammten Tätigkeit – nicht 
mehr arbeitsfähig ist (IV-act. 42/2–75 S. 8–10; vgl. auch E. 5.1 nachstehend).

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Es bleibt deshalb zu prüfen, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit verhält. Diesbezüglich stehen bei feststehendem somatischen Belastungsprofil 
die Auswirkungen der psychischen Leiden im Vordergrund, wobei insbesondere die zeitli-
che Dimension einer invalidenversicherungsrechtlich relevanten Beeinträchtigung durch 
die psychische Erkrankung im Fokus steht. Dies, sowohl für die Zeit vor der durch das 
C.________-Gutachten diesbezüglich ab dem 30. August 2022 attestierten Arbeitsun-
fähigkeit als auch für die Zeit ab der von der IV-Stelle per März 2023 angenommen ge-
sundheitlichen Verbesserung aufgrund einer vermeintlichen Remission der depressiven 
Störung (Aufhebung der Rente per 1. Juni 2023).

Bei am 4. November 2019 (IV-act. 1) erfolgter Anmeldung zum Leistungsbezug kommt ein 
Rentenanspruch frühestens per 1. Mai 2020 in Frage (Art. 29 IVG).

4.
4.1 Im Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 6. Mai 2019 (IV-act. 12/16-20) über 
eine Hospitalisation vom 12. bis 25. April 2019 zur somatischen Rehabilitation nach dem 
Treppensturz am 23. März 2019 wurde u.a. als Nebendiagnose eine Depression aufge-
führt (S. 1). Es wurde darin berichtet, dass der Beschwerdeführer zur Unterstützung bei 
der Krankheits- respektive Sturzverarbeitung ein einzelnes psychologisches Gespräch in 
Anspruch genommen habe, wobei er sich bei erhaltenem emotionalem Rapport affektiv 
schwingungsfähig und keine Anzeichen von psychischen Unfallfolgen (wie z.B. übermäs-
sige Schreckhaftigkeit, gesteigerte Wachsamkeit, Anhedonie, Schlaflosigkeit) gezeigt habe 
(S. 2).

4.2 Dr. med. E.________, Fachärztin für Neurologie FMH, berichtete am 7. August 
2019 (IV-act. 12/12–13) über eine gleichentags erfolgte Untersuchung zum Befund u.a., 
der Beschwerdeführer sei im Kontakt zugewandt, wach und vollständig orientiert ohne pa-
thologische Stimmungsauslenkung oder floride psychotische Symptome.

4.3 Im Bericht der Schmerzklinik des Spitals F.________ vom 8. August 2019 (IV-
act. 12/9–11) über eine Sprechstunde vom Vortag wurden neben somatischen Diagnosen 
(chronifizierte, panvertebrale Schmerzen; Verdacht auf Migräne mit Aura; unbekannter 
Morbus Crohn und Adipositas) auch eine Depression aufgeführt.

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4.4 Hausarzt Dr. med. G.________, bei welchem der Beschwerdeführer seit Mai 2013 
in Behandlung steht, führte in seinem Bericht vom 23. November 2019 (IV-act. 12/1–6) 
neben den somatischen Diagnosen einer Diskushernie L4/5 mit deutlicher L5-
Wurzelaffektion, sowie chronische Spannungskopfschmerzen auch eine Depression als 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf und attestierte eine seit 23. März 
2019 bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit (S. 2 f.).

4.5 Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und 
Assistenzärztin Psychiatrie Dr. med. I.________ von der J.________, wo der Beschwerde-
führer seit 12. November 2019 in Behandlung stand (Ziff. 1.1; Erstanmeldung in der Pra-
xis: 9. August 2012), nannten in ihrem Bericht vom 17. März 2020 (IV-act. 17) als Diagno-
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung ge-
genwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), Zwangsgedanken und -handlungen ge-
mischt (ICD-10 F42.2), einen Verdacht auf eine hypochondrische Störung (ICD-10 F45.2) 
sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-
10 F45.41; Ziff. 2.5) und attestierten dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähig-
keit in jeglicher Tätigkeit zumindest seit 12. November 2019 (Ziff. 1.3).

In den Verlaufsberichten vom 2. Oktober 2020 (IV-act. 25) und vom 26. März 2021 (IV-
act. 30) gaben sie an, der Gesundheitszustand sei stationär, Diagnosen, Befunde und die 
Arbeitsunfähigkeit seien unverändert.

4.6 Doktor med. K.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
Dr. med. univ. L.________, Fachärztin für Rheumatologie FMH, Dr. med. M.________, 
Facharzt für Neurologie FMH, med. prakt. N.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, und lic. phil. O.________, Fachpsychologe Neuropsychologie FSP, von der 
C.________ nannten in ihrem von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen Gutach-
ten vom 24. Oktober 2022 (IV-act. 42) in ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung als 
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – neben diversen somatischen Diagnosen 
ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8 f.) – eine mittelgradige depressive Episode, Er-
schöpfungsdepression (ICD-10 F32.1), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) sowie ein chronifiziertes lumbospondylogenes 
Schmerzsyndrom bei medio rechts rezessaler Diskushernie L4/5 mit Kompression der L5-
Wurzel rechts bei einem Zustand nach Treppensturz mit Lendenwirbelsäulen (LWS)- und 
Hüftkontusion rechts am 23. März 2019 (IV-act. 42/2–75 S. 8).

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Die Gutachter hielten in ihrer interdisziplinären Konsensbeurteilung fest, die Gesamtar-
beitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit sei bestimmt durch die Erkrankungen des Bewe-
gungsapparates, welche diese aufhebe. Sie wäre in angestammter Tätigkeit aber auch be-
reits deutlich eingeschränkt durch die psychischen Gesundheitsstörungen. In angepassten 
Tätigkeiten ergäben sich lediglich Einschränkungen durch die psychiatrischen Gesund-
heitsstörungen, sodass die Gesamtarbeitsfähigkeit derjenigen auf psychiatrischem Gebiet 
entspreche, denn in angepassten Tätigkeiten bestünden rheumatologisch, neurologisch 
und allgemein-internistisch keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. In der ange-
stammten Tätigkeit als Schaler/Hilfsarbeiter bzw. als Pfleger bestehe eine Arbeitsfähigkeit 
von 0 % (100 % Arbeitsunfähigkeit) seit dem 23. März 2019 (Sturz) aufgrund der bei die-
sen Tätigkeiten erforderlichen Gewichtsbelastungen im Rückenbereich. Die Arbeitsfähig-
keit betrage aus polydisziplinärer Sicht für angepasste Tätigkeiten zumindest seit dem 
30. August 2022 50 %. Als angepasst gelten könnten Tätigkeiten ohne Zeitdruck, in kon-
fliktarmer Arbeitsatmosphäre, ohne Überwachungsfunktion bzw. ohne besondere Verant-
wortung und ohne erhöhte Gefährdungen, möglichst auch ohne Fahrtätigkeit. Weiter seien 
nur körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten, ohne Wirbelsäu-
lenzwangshaltungen und ohne repetitives Treppensteigen, hinknien, kauern, in die Hocke 
gehen und Leitern besteigen möglich (S. 10).

Weiter führten die Gutachter aus, die Weiterführung der aktuellen ambulanten und psycho-
logischen Behandlung und die weitere Gabe von Medikamenten unter Serumspiegelkon-
trolle seien sinnvoll. Die Benzodiazepin-Medikation solle möglichst nur bedarfsweise 
durchgeführt werden. Wenn die depressiven Symptome durch die Weiterführung der aktu-
ellen ambulanten psychiatrischen Behandlung und die weitere Gabe von Medikamenten 
nicht wesentlich geringer würden, wäre auch eine Teilnahme in einer Tagesklinik oder die 
Durchführung einer stationären Behandlung sinnvoll. Dies sei wie die Medikation auch 
zumutbar, wobei sich eine Erfolgsprognose quantitativ und zeitlich nicht vorausbestimmen 
lasse. Sinnvoll sei eine Kontrolle des Gesundheitszustandes bzw. der Arbeitsfähigkeit in 
circa einem Jahr (S. 11).

4.7 RAD-Arzt Dr. med. P.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
führte am 6. Dezember 2022 (IV-act. 48) aus, es sei davon auszugehen, dass die anläss-
lich der Begutachtung diagnostizierte mittelgradig ausgeprägte depressive Störung wieder 
remittiere und damit eine psychiatrische Arbeitsunfähigkeit entfalle. Die gutachterlich beur-
teilte Arbeitsunfähigkeit begründe sich hauptsächlich auf die aktuell objektivierte depressi-
ve Episode. Aus Sicht des RAD könne auf das Gutachten abgestützt werden.

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4.8 Im ärztlichen Zeugnis vom 13. April 2023 (IV-act. 60) berichtete Dr. I.________ im 
Wesentlichen, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich aus fachärztli-
cher Sicht seit der letzten Beurteilung nicht verbessert. Aufgrund der Chronifizierung der 
längerdauernden Angstsymptomatik, der bestehenden Zwangssymptomatik sowie depres-
siven Symptomatik sei er kaum leistungsfähig und gering belastbar. Bereits kleinere An-
forderungen führten zu einer Überforderung und einer damit verbundenen Verschlechte-
rung der psychischen Verfassung. Es würden immer wieder depressive Einbrüche auftre-
ten.

4.9 RAD-Arzt Dr. P.________ hielt in seiner Stellungnahme vom 23. Mai 2023 (IV-
act. 61) fest, die behandelnde Psychiaterin Dr. I.________ wiederhole im Prinzip die in ih-
ren vorgängigen IV-Arztberichten, insbesondere vom 17. März 2020, dokumentierten Dia-
gnosen einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, 
sowie Zwangsstörung, Zwangsgedanken und -handlungen gemischt, die der Gutachter vor 
seiner Begutachtung als nicht ausreichend begründet belegt habe. Eine Verschlechterung 
nach der Begutachtung werde von Dr. I.________ ausdrücklich nicht vorgebracht, lediglich 
keine Verbesserung, so dass es sich weiterhin um eine andere Beurteilung des unverän-
derten Gesundheitsschaden handele, wobei aus versicherungspsychiatrischer Sicht der 
therapeutenunabhängigen Expertise mehr Gewicht zuzumessen sei und es somit bei den 
bisher festgestellten Grundlagen zu dem medizinischen Sachverhalt, wie er in der Stel-
lungnahme vom 6. Dezember 2022 (E. 4.7) festgehalten worden sei, bleibe.

4.10 Im vom Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren eingereichten Bericht vom 
12. April 2024 (Bf-act. 3) führten Dres. H.________ und I.________ u.a. aus, der Sach-
verhalt bzw. die Symptomatik seien seit letzter Berichterstattung unverändert (S. 1). Der 
Beschwerdeführer nehme an Medikamenten Paroxetin, Zolpidem und Temesta bei Bedarf 
ein. Es sei kein Medikamentenspiegel durchgeführt worden. Aus rein psychiatrischer Sicht 
bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % im angestammten Beruf und in einer dem Lei-
den angepassten Tätigkeit zumindest eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Ko-
morbiditäten der psychiatrischen Erkrankungen und dadurch bedingter Einschränkungen. 
Es handele sich um eine langjährige Krankheitsgeschichte mit wiederholten depressiven 
Einbrüchen‚ wiederkehrender Exacerbation der Angst- und Zwangssymptomatik sowie 
wiederholten therapeutischen Versuchen und auch eigenständigen erfolglosen Arbeitsver-
suchen. Der Beschwerdeführer könne sich aufgrund seiner Ängste, Unsicherheiten sowie 
einem gewissen Misstrauen nicht vorstellen in eine teil- oder stationäre Behandlung zu 

12

Urteil S 2024 6

begeben. Bei fehlender Motivation und Vertrauen in die teil- oder stationären Einrichtun-
gen wäre eine Anmeldung nicht zielführend (S. 3). Es handele sich um eine komplexe und 
langjährige Krankheitsgeschichte, was sich ungünstig auf den Verlauf auswirke, wobei 
man von einer Chronifizierung ausgehen könne. Die bisherigen Erfahrungen zeigten, dass 
von einer Langzeittherapie ausgegangen werden könne, wobei die therapeutischen Forts-
chritte nur in sehr kleinen Schritten zu erreichen seien (S. 4).

5.
5.1 Dem im Rahmen von Art. 44 ATSG eingeholten C.________-Gutachten vom 
24. Oktober 2022 (E. 4.6) lagen internistische, rheumatologische, neurologische, neuro-
psychologische und psychiatrische Untersuchungen zugrunde. Es beruht damit auf den er-
forderlichen allseitigen klinischen Untersuchungen, der vorhandenen und veranlassten 
Bildgebung sowie einem eigens eingeholten Labor mit u.a. Medikamentenspiegel und 
Substanzscreening (IV-act. 42/2–75 S. 2, S. 20, S. 30, S. 48–50, S. 58; IV-act. 42/76–84 
S. 6 f.; IV-act. 42/85–87). Das dem Gutachten zugrunde liegende psychiatrische Teilgut-
achten von med. pract. N.________ (IV-act. 42/2–75 S. 25–43) entspricht mit Anamne-
seerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung bei der klinischen Explorati-
on den bundesgerichtlichen Vorgaben an eine beweiskräftige psychiatrische Expertise 
(BGer 8C_130/2023 vom 8. August 2023 E. 4.4.4 mit Hinweisen). Das Gutachten wurde in 
Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet; so insbesondere auch 
mit den Berichten der behandelnden Psychiaterinnen (S. 5 f., S. 22, S. 33–38, S. 52, 
S. 62–74 sowie sogleich E. 5.2). Die Gutachter berücksichtigten die geklagten Beschwer-
den und setzten sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinan-
der. Dabei zeigten sie auf, dass im Rahmen der somatischen Untersuchungen zwar In-
konsistenzen beobachtet werden konnten, gewisse Angaben im Tagesablauf und zum So-
zialleben nicht stimmig waren und bei der neuropsychologischen Untersuchung durchgän-
gig auffällige Validierungstests imponierten, jedoch die anamnestischen Angaben, die An-
gaben in den Akten, der Befund bei der Untersuchung, Ergebnisse des Labors und Sub-
stanzscreenings psychiatrisch weitgehend zusammenpassten, sodass von Verdeutli-
chungstendenzen ausgegangen werden muss, sich jedoch die psychischen Symptome 
(Müdigkeit, Erschöpfung, ausgelaugt sein, sich nicht aufraffen können, Konzentrationspro-
bleme) im Rahmen der depressiven Episode erklären (S. 7).

Die Gutachter legten die medizinischen Zustände und Zusammenhänge aus internisti-
scher, rheumatologischer, neurologischer, neuropsychologischer und psychiatrischer Sicht 
einleuchtend dar und begründeten ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar. Einerseits 

13

Urteil S 2024 6

legten die somatischen Gutachter gestützt auf ihre klinischen Untersuchungen, die medi-
zinischen Akten und die Bildgebung überzeugend dar, dass der Beschwerdeführer auf-
grund des chronifizierten lumbospondylogenen Schmerzsyndroms aus rheumatologischer 
Sicht in der Arbeitsfähigkeit insofern eingeschränkt ist, als ihm nurmehr körperlich leichte 
bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten, ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen 
und ohne repetitives Treppensteigen, hinknien, kauern, in die Hocke gehen und Leitern 
besteigen seit dem 23. März 2019 zumutbar sind, jedoch aus internistischer, neurologi-
scher und neuropsychologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit vorliegt (E. 4.6). Anderseits 
zeigte med. prakt. N.________ in seinem beweiskräftigen psychiatrischen Teilgutachten 
im Lichte der massgebenden Indikatoren (BGE 145 V 361 E. 4.3; 148 V 49 E. 6.2.1) unter 
Berücksichtigung von Konsistenz und Plausibilität sowie unter Würdigung der Persönlich-
keit, seiner Fähigkeiten, der Belastungsfaktoren und Ressourcen (IV-act. 42/2–75 S. 32 f. 
und 38–41), in Beachtung der auffälligen Leistungsvalidierung bei der neuropsychologi-
schen Beurteilung (S. 31 und S. 36) und bei detailliert erhobenem psychopathologischem 
Befund (S. 30) plausibel auf, dass der Beschwerdeführer aufgrund einer mittelgradigen 
depressiven Episode (Erschöpfungsdepression) und einer chronischen Schmerzstörung 
mit somatischen und psychischen Faktoren insofern in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt 
ist, als ihm seit dem 30. August 2022 noch Tätigkeiten ohne Zeitdruck, in konfliktarmer Ar-
beitsatmosphäre, ohne Überwachungsfunktion bzw. ohne besondere Verantwortung und 
ohne erhöhte Gefährdungen, möglichst auch ohne Fahrtätigkeit zu 50 % zumutbar sind 
(S. 8 und S. 10). Der von den Gutachtern in ihrer polydisziplinären Gesamtbeurteilung ge-
zogene Schluss, dass dem Beschwerdeführer seit dem 23. März 2019 somatisch bedingt 
nur noch Tätigkeiten gemäss dem somatischen Belastungsprofil zumutbar sind, er ent-
sprechend in der angestammten Tätigkeit seit damals nicht mehr arbeitsfähig ist und ihm 
seit dem 30. August 2022 zusätzlich aufgrund der psychischen Erkrankungen nur noch 
angepasste Tätigkeiten unter Beachtung des formulierten interdisziplinären somatisch-
psychiatrischen Belastungsprofil zu 50 % zumutbar sind, überzeugt.

Damit entspricht das schlüssige C.________-Gutachten sämtlichen bundesgerichtlichen 
Vorgaben an eine beweiskräftige Expertise (BGE 134 V 231 E. 5.1).

5.2
5.2.1 Der Beschwerdeführer bemängelte das C.________-Gutachten dahingehend, als 
dass er die Äusserung im psychiatrischen Gutachten, auf den Bericht der behandelnden 
Psychiaterinnen vom 17. März 2020 könne nicht abgestellt werden, für nicht nachvollzieh-
bar erachtete. Zudem stellte er sich mit Verweis auf die von den Behandlern erwähnte De-

14

Urteil S 2024 6

pression auf den Standpunkt, dass diese bereits seit dem Unfall im März 2019 bestehe 
(E. 3.2; zum Gesundheitszustand nach der Begutachtung vgl. sogleich E. 5.3 f.).

5.2.2 Die beweiskräftige gutachterliche Beurteilung von med. prakt. N.________ erfolgte 
in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den medizinischen Unterlagen (IV-
act. 42/2–75 S. 33–38 und S. 41 sowie E. 5.1 vorstehend).

Med. prakt. N.________ setzte sich im Detail mit dem Bericht der behandelnden Psychia-
terinnen Dres. H.________ und I.________ vom 17. März 2020 (E. 4.5) auseinander. Da-
bei bestätigte er die von diesen gesellte Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren (IV-act. 42/2–75 S. 34 oben) und zeigte plausibel 
auf, dass mangels der dafür notwendigen Diagnosekriterien sich weder die Diagnose einer 
Zwangsstörung noch die Diagnose einer hypochondrischen Störung stellen lassen 
(S. 37 f.). Ausführlich handelte med. prakt. N.________ die depressive Störung ab und 
legte dar, dass zwar im Moment der Begutachtung die ICD-10-Kriterien zur Stellung einer 
depressiven Episode mit mittelgradiger Ausprägung gegeben waren, sich jedoch anhand 
der Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Beschwerdeführer zuvor schon 
einmal eine solche Erkrankung hatte, weshalb er – im Gegensatz zum Bericht vom 
17. März 2020 – auch keine Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung stellte. 
Wenngleich, wie der Beschwerdeführer vorbrachte, im Bericht vom 17. März 2020 gewisse 
diagnostische Kriterien aufgeführt wurden (vgl. E. 3.2 und IV-act. 17 Ziff. 2.4), erläuterte 
med. prakt. N.________ überzeugend, dass im Selbigen weder die Stellung der Diagnose 
anhand des psychopathologischen Befundes noch der Schweregrad der Erkrankung be-
gründet wurden und sich darin auch keine Hinweise auf eine vorgängige depressive Epi-
sode entnehmen lassen (IV-act. 42/2–75 S. 34 unten und S. 41), weshalb er – entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers (E. 3.2) – zu Recht zum Schluss kam, dass nicht auf 
den Bericht vom 17. März 2020 abgestellt werden kann und eben nicht von einer rezidivie-
renden depressiven Störung auszugehen ist. Es genügt denn auch nicht, dass der medizi-
nisch-psychiatrische Sachverständige vom diagnostizierten depressiven Geschehen direkt 
auf eine Arbeitsunfähigkeit, welchen Grades auch immer, schliesst; vielmehr hat er darzu-
tun, dass, inwiefern und inwieweit wegen der von ihm erhobenen Befunde die beruflich-
erwerbliche Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 145 V 361 E. 4.3). Dies fehlt im Be-
richt vom 17. März 2020. Bei den Verlaufsberichten der behandelnden Psychiaterinnen 
Dres. H.________ und I.________ vom 2. Oktober 2020 und vom 26. März 2021 (E. 4.5 
bzw. IV-act. 25 und 30) handelt es sich um kurze Formularberichte mit der Aussage, dass 
sich der Gesundheitszustand nicht verändert habe. Weder findet sich in diesen ein Befund 

15

Urteil S 2024 6

noch eine Herleitung funktioneller Einschränkungen, womit diesen Berichten über den Ge-
sundheitszustand keine Aussagekraft zukommt und sich eine inhaltliche Auseinanderset-
zung – bei Kenntnis dieser Formularberichte (vgl. IV-act. 42/2–75 S. 67 f.) – durch med. 
prakt. N.________ erübrigte.

Auch aus den übrigen – nicht psychiatrisch-fachärztlichen – Berichten lassen sich, wie 
dies med. prakt. N.________ zutreffend feststellte (IV-act. 42/2–75 S. 41), keine Hinweise 
auf ein relevantes depressives Geschehen entnehmen. Zwar wird verschiedentlich eine 
Depression erwähnt, in den vorhandenen Berichten aber weder ein entsprechender Be-
fund erhoben noch die Diagnose oder damit in Zusammenhang stehende funktionelle Ein-
schränkungen hergeleitet. Im Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 6. Mai 2019 
(E. 4.1) über eine somatische Rehabilitation im April nach dem Treppensturz am 19. März 
2019 wurde als Nebendiagnose u.a. eine Depression aufgeführt, jedoch wurde während 
eines einzelnen psychologischen Gesprächs ein unauffälliger Befund erhoben mit einem 
erhaltenen emotionalen Rapport und ohne Anzeichen von psychischen Unfallfolgen. Auch 
im Bericht des Spitals F.________ vom 8. August 2019 (E. 4.3) über eine am Vortag statt-
gefundene somatische Untersuchung (vgl. IV-act. 12/9–11 S. 1) wurde eine Depression 
aufgeführt, ohne dass sich dazu eine Erklärung im Bericht findet. In einer gleichentags 
stattgefundenen neurologischen Untersuchung bei Dr. E.________ wurde ein zumindest 
rudimentärer psychologischer Befund erhoben, der sich gänzlich unauffällig präsentierte 
(wach und vollständig orientiert ohne pathologische Stimmungsauslenkung oder floride 
psychotische Symptome; E. 4.2). Auch Hausarzt Dr. G.________ listete am 23. November 
2019 (E. 4.4) – neben verschiedenen weiteren somatischen Leiden – eine Depression auf 
und mass dieser sogar Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu. Er erwähnte einzig Konzen-
trationsprobleme, erhob weder einen diesbezüglichen Befund noch leitete er die Diagnose 
oder die in der Depression begründete Arbeitsunfähigkeit her (IV-act. 12/1–6).

5.2.3 Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 
(Fach-) Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten andererseits lässt es dabei nicht zu, ein Administrativgutachten stets in 
Frage zu stellen, wenn behandelnde Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. 
Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
diese wichtige Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder -gewürdigt 
geblieben sind (BGer 8C_317/2024 vom 22. Januar 2025 E. 6.2 mit Hinweisen). Unbe-
kannte oder vom psychiatrischen C.________-Gutachter med. prakt. N.________ unge-
würdigte Aspekte, welche das Gutachten in Frage stellen würden, benannten die Behand-

16

Urteil S 2024 6

ler in ihren Berichten nicht. Seine Schlussfolgerung, dass die Berichte der behandelnden 
Psychiaterinnen keine verlässliche Grundlage bilden, sich aus den Akten keine Hinweise 
auf eine vorgängig relevante depressive Episode ergeben und somit eine psychisch be-
dingte Arbeitsunfähigkeit erst ab dem Begutachtungszeitpunkt ausgewiesen ist, überzeugt.

Damit ist eine funktionelle Einschränkung aufgrund eines psychischen Leidens in der Zeit 
vor der Begutachtung mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweismass der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht ausgewiesen. Eine solche lässt sich, nachdem 
bereits eine beweiskräftige gutachterliche Beurteilung durchgeführt wurde, rückblickend 
auch nicht weiter eruieren, womit der materiell beweisbelastete Beschwerdeführer die Fol-
gen dieser Beweislosigkeit zu tragen hat (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2 sowie René Wieder-
kehr, in: Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts ATSG, 5. Aufl. 2024, Art. 43 N 71–76).

5.3
5.3.1 Zwischen den Parteien weiter umstritten ist, ob sich der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers im Nachgang zur Begutachtung wesentlich verbesserte, indem – wie 
dies von der Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung mit Verweis auf die RAD-
Stellungnahmen von Dr. P.________ angenommen wurde – sechs Monate nach der Be-
gutachtung eine Remission der depressiven Störung eingetreten ist (E. 3).

5.3.2 Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin lässt sich den Aussagen des 
RAD-Arztes Dr. P.________ keineswegs entnehmen, dass sechs Monaten nach der Be-
gutachtung eine Remission eingetreten oder auch nur zu diesem Zeitpunkt zu erwarten 
gewesen wäre. Doktor P.________ äusserte sich in seinen Stellungnahmen weder zum 
zeitlichen Rahmen einer allfälligen Remission noch bestätigte er die von der Beschwerde-
gegnerin getroffene Annahme einer Remission nach sechs Monate in seiner Stellungnah-
me vom 23. Mai 2023 (E. 4.9), wie von dieser in ihrer Vernehmlassung behauptet wurde 
(E. 3.3).

Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei den Äusserungen von RAD-Arzt 
Dr. P.________ mangels selbst durchgeführter Untersuchungen nicht um Stellungnahmen 
im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV handelt, sondern um Empfehlungen zur weiteren Bearbei-
tung des Leistungsbegehrens aus medizinischer Sicht in Sinne von Art. 49 Abs. 1 IVV, 
wonach lediglich dazu Stellung zu nehmen ist, ob der einen oder anderen Ansicht zu fol-
gen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen ist (BGE 142 V 58 E. 5.1).

17

Urteil S 2024 6

Doktor P.________ führte in seiner Stellungnahme vom 23. Mai 2023 (E. 4.9) unter der 
Rubrik "Ausgangslage / Medizinischer Sachverhalt" zwar u.a. aus, vom "Rechtsanwender 
wurde erwartet, dass die depressive Störung unter leitliniengerechter Behandlung spätes-
tens nach einem halben Jahr ab Begutachtung im August 2022 remittieren" werde (IV-
act. 61 S. 1 Mitte), er selbst nahm zu dieser Aussage aus medizinischer Sicht aber nicht 
Stellung. Doktor P.________ beschränkte sich darauf, das ihm vorgelegte ärztliche Zeug-
nis von Dr. I.________ vom 13. April 2023 (E. 4.8) dahingehend zu kritisieren, dass es die 
im C.________-Gutachten widerlegten Diagnosen wiederholte und er wies darauf hin, 
dass im Zeugnis keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, sondern lediglich 
keine Verbesserung postuliert worden sei. Mit dieser Begründung verwies er auf seine 
Stellungnahme vom 6. Dezember 2022, an welcher er ausdrücklich festhielt. Zentrale 
Aussage der Stellungnahme vom 6. Dezember 2022 (E. 4.7) ist der Schluss, dass auf das 
C.________-Gutachten abgestützt werden kann. Vor dem Hintergrund des Gutachtens ist 
denn auch Dr. Stiebels Aussage darin zu sehen, dass die depressive Störung wieder re-
mittiere und eine psychiatrische Arbeitsunfähigkeit entfalle, ohne, dass er sich jedoch zum 
zeitlichen Rahmen einer allfälligen Remission geäussert hätte. Dem C.________-
Gutachten lässt sich dazu entnehmen, dass zwar prognostisch grundsätzlich von einer 
Remission unter geeigneter Therapie auszugehen ist – nicht anders lassen sich die Aus-
sagen über eine nötigenfalls auch teil- respektive stationäre Therapie und eine Revalvati-
on nach einem Jahr bei ausbleibender Besserung verstehen – für eine Remission jedoch 
ausdrücklich kein konkreter Zeitrahmen angegeben wurde (E. 4.6).

Von einer ärztlichen Aussage über eine Remission nach sechs Monaten oder einer dies-
bezüglichen Bestätigung des RAD kann daher keine Rede sein. Eine solche findet weder 
in den RAD-Stellungnahmen noch im C.________-Gutachten eine Stütze. Ebenso wenig 
deuten die Berichte der behandelnden Psychiaterinnen darauf hin (E. 4.8 und E. 4.10).

5.3.3 Nicht aussagekräftig ist sodann das von der Beschwerdegegnerin in der Vernehm-
lassung vorgebrachte Argument, dass eine mittelgradige depressive Episode bei geeigne-
ter Therapierung innert spätestens sechs Monaten remittiert werden könne (E. 3.3). Diese 
Verallgemeinerung zielt am konkreten Einzelfall vorbei. Denn selbst wenn in der Mehrzahl 
der Fälle depressive Episoden, adäquat behandelt, günstig verlaufen und es zu einer 
vollständigen Remission oder Teilremission innert weniger Monate kommt, liegen dennoch 
trotz lege artis durchgeführter Behandlungsmassnahmen chronische Verläufe mit über 
zweijähriger Dauer vor, wobei komorbide Leiden – wie sie vorliegend neben dem depres-

18

Urteil S 2024 6

siven Geschehen mit der chronischen Schmerzstörung sowie den somatischen Leiden 
vorhanden sind – die Behandlungsdauer wesentlich beeinflussen können (BGE 143 V 409 
E. 4.3 in fine). Es ist denn auch Sache des Mediziners, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben. Dadurch erfüllt 
er seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompe-
tent sind (BGE 140 V 193 E. 3.2).

5.3.4 Von einer Remission der depressiven Störung sechs Monate nach der Begutach-
tung kann nach dem Gesagten nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen 
Mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden.

5.4
5.4.1 Nachdem aufgrund der vorliegenden Akten nicht davon ausgegangen werden 
kann, dass sechs Monate nach der Begutachtung eine Remission eingetreten ist, stellt 
sich die Frage, ob eine solche (zu einem anderen Zeitpunkt) dennoch eingetreten ist oder 
deren Eintreten ausgeschlossen werden kann respektive, ob die vorliegenden medizini-
schen Unterlagen überhaupt eine rechtsgenügliche Beurteilung dessen zulassen.

5.4.2 Weder die RAD-Stellungnahmen von Dr. P.________ noch das C.________-
Gutachten lassen – wie gesagt – auf eine Remission schliessen, schliessen aber eine sol-
che auch nicht aus. Vielmehr deuten diese daraufhin, dass eine solche (bei adäquater 
Therapie) grundsätzlich zu erwarten war, ohne dass sich aus ihnen jedoch konkret etwas 
herleiten liesse (vgl. E. 5.3.2 vorstehend).

5.4.3 Die behandelnden Dres. I.________ und H.________ argumentierten, der Ge-
sundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich nicht verändert, und behaupten damit 
implizit, eine Remission der depressiven Störung sei nicht eingetreten (vgl. ärztliches 
Zeugnis vom 13. April 2023 [E. 4.8] und Bericht vom 12. April 2024 [E. 4.10]). Ihnen kann 
jedoch nicht ohne Weiteres gefolgt werden.

Die Berichte lassen keine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszustandes des Be-
schwerdeführers zu, wie dies RAD-Arzt Dr. P.________ hinsichtlich des ärztlichen Zeug-
nisses vom 13. April 2023 zutreffend aufzeigte, indem er zu Recht darauf hinwies, dass 
Dr. I.________ darin die gutachterlich widerlegten Diagnosen einfach wiederholte (E. 4.9). 
Dies, ohne dass sich Dr. I.________ mit der gutachterlichen Diagnosestellung oder über-
haupt der gutachterlichen Beurteilung auseinandergesetzt hätte. Ebenso wenig erfolgte im 

19

Urteil S 2024 6

ärztlichen Zeugnis vom 13. April 2023 bei Aufzählung diverser Symptome wiederum eine 
Diagnosestellung anhand des psychopathologischen Befundes noch eine Begründung des 
Schweregrades, was Gutachter med. prakt. N.________ bereits für den Bericht vom 
17. März 2020 zu Recht kritisiert hatte (vgl. E. 5.2.2 vorstehend).

Gleiches gilt im Wesentlichen auch für den im vorliegenden Verfahren eingereichten Be-
richt von Dres. I.________ und H.________ vom 12. April 2024. Vorweg ist zu diesem an-
zumerken, dass er einen Sachverhalt betrifft, welcher zeitlich über vier Monate nach dem 
Verfügungszeitpunkt vom 23. November 2023 liegt und somit zur Beurteilung des vorlie-
genden Rentenanspruches grundsätzlich unbeachtlich wäre, da das Sozialversicherungs-
gericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlas-
ses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 131 V 242 E. 2.1). 
Unabhängig davon wurden im Bericht bei zwar ausführlich erhobenem Befund und neu ei-
ner Aufschlüsselung mittels Mini-ICF-APP Skala (Bf-act. 3 S. 1 f.) wiederum die von den 
C.________-Gutachtern widerlegten Diagnosen wiederholt, ohne dass sich die Behandle-
rinnen mit dem C.________-Gutachten überhaupt auseinandergesetzt hätten, und aber-
mals wurden die postulierten Arbeitsunfähigkeiten von 100 % in angestammter und 50 % 
in angepasster Tätigkeit nicht hergeleitet (vgl. dazu BGE 145 V 361 E. 4.3). Nicht nach-
vollziehbar ist etwa die unterschiedliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in angestammter 
und angepasster Tätigkeit, wozu sich im Bericht auch keine Erklärung findet. Hinzukommt, 
dass sich die Aussage über die Arbeitsunfähigkeit als inkohärent erweist. Der Gesund-
heitszustand wird – trotz nunmehr mehrjähriger Therapie – wiederum wie zuvor als unver-
ändert respektive stationär oder nicht verbessert angegeben, dennoch findet sich nun im 
Bericht vom 12. April 2024 ohne weitere Erläuterung eine attestierte 50%ige Arbeitsun-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gegenüber zuvor einer 100%igen Arbeitsunfähig-
keit in jeglicher Tätigkeit (vgl. E. 4.5, E. 4.8 und E. 4.10). Auch diesem Bericht ist daher 
keine Beweiskraft hinsichtlich der Beurteilung des Gesundheitszustandes beizumessen.

5.4.4 Ferner wirft der Bericht von Dres. I.________ und H.________ vom 12. April 2024 
Fragen im Hinblick auf die Erfüllung der Schadenminderungspflicht im Sinne adäquaten 
Compliance respektive einem fehlenden Leidensdruck sowie einer angemessenen Thera-
pie im Nachgang zur Begutachtung auf.

Die C.________-Gutachter stellten in Bezug auf die verordneten psychiatrischen Medika-
mente für eine angemessene Therapie einen Medikamentenspiegel unter dem Normbe-
reich fest, weshalb sie diesbezüglich eine Serumspiegelkontrolle empfahlen (E. 4.6 und 

20

Urteil S 2024 6

IV-act. 42/2–75 S. 30 und S. 33 f.). Dem kamen die behandelnden Psychiaterinnen aus-
drücklich nicht nach (E. 4.10). Bei Kenntnis einer möglicherweise dürftigen Medikamen-
tendisziplin ist fraglich, ob so noch von einer genügenden Compliance wie auch einer leit-
liniengerechten Therapie auszugehen ist respektive war. So hat eine versicherte Person 
die ärztlich verordneten Medikamente von sich aus einzunehmen, ohne dass die IV-Stelle 
ihn dazu verpflichten müsste. Praxisgemäss lässt ein fehlender Medikamentenspiegel hin-
sichtlich verordneter Arzneimittel auf eine mangelnde Compliance und damit einen fehlen-
den Leidensdruck schliessen (BGer 8C_288/2024 vom 29. Oktober 2024 E. 8.5.1 mit Hin-
weisen), was bei der Beurteilung der Leistungen der Invalidenversicherung aufgrund psy-
chischer Leiden bei der Durchführung des strukturierten Beweisverfahrens (Standardindi-
kator Leidensdruck) zu berücksichtigen ist (BGE 143 V 418; 141 V 281).

Weiter empfahlen die C.________-Gutachter bei ausbleibender Besserung der depressi-
ven Symptome eine Teilnahme in einer Tagesklinik oder die Durchführung einer statio-
nären Behandlung, welche sie als zumutbar erachteten (E. 4.6). Trotz ausbleibendem Be-
handlungserfolg der behandelnden Psychiaterinnen seit dem Beginn ihrer Therapie im 
November 2019 – gingen sie doch über Jahre von einem praktisch unveränderten Ge-
sundheitszustand aus – zogen sie nie eine von den Gutachtern empfohlene und als zu-
mutbar erachtete tagesklinische oder stationäre Behandlung in Betracht. Sie führten dies-
bezüglich nur aus, dass bei fehlender Motivation und Vertrauen des Beschwerdeführers in 
die teil- oder stationären Einrichtungen eine Anmeldung nicht zielführend wäre. Dazu ist 
anzumerken, dass die versicherte Person, die aus fachärztlicher Sicht indizierten und zu-
mutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise 
optimal und nachhaltig auszuschöpfen hat, wobei es aus objektivem Blickwinkel nicht 
genügt, dass sie sämtliche Therapievorschläge des Hausarztes oder der übrigen behan-
delnden Ärzte in kooperativer Weise umgesetzt hat (BGer 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 
E. 4.2).

5.4.5 Nach dem Gesagten lässt sich der medizinische Sachverhalt für die Zeit nach der 
Begutachtung respektive die Frage über eine danach erfolgte Remission oder, ob diese 
unter Beachtung der Schadenminderungspflicht hätte als eingetreten erachtet werden 
müssen, aufgrund der vorliegenden Akten nicht beurteilen und bedarf ergänzender Ab-
klärungen, da von diesen noch neue Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. E. 2.5 vorste-
hend).

21

Urteil S 2024 6

5.5 Hinsichtlich des medizinischen Sachverhaltes lässt sich zusammenfassend fest-
halten, dass der Beschwerdeführer in der vorliegend massgeblichen Zeit ab 1. Mai 2020 
(E. 3.5 in fine) zuerst in einer angepassten Tätigkeit unter Beachtung des somatischen Be-
lastungsprofils zu 100 % sowie ab 30. August 2022 bis mindestens Ende Februar 2023 
unter Beachtung des somatisch-psychiatrischen Belastungsprofil zu 50 % arbeitsfähig war 
(E. 5.1 f.) und sich der Sachverhalt für die Beurteilung der Zeit ab März 2023 als ungenü-
gend abgeklärt erweist (E. 5.3 f.).

6. Für die Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der eingeschränkten Arbeits-
fähigkeit für die Zeit von Mai 2020 bis Februar 2023 kann grundsätzlich auf den von der 
Beschwerdeführerin unbestritten gebliebenen Einkommensvergleich der Beschwerdegeg-
nerin verwiesen werden (vgl. E. 3.1; act. 1; IV-act. 49).

Zu Recht legte die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen gestützt auf die LSE-
Tabellen fest. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wäre der Beschwerdeführer auch im 
Gesundheitsfall im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns per 1. Mai 2020 nicht 
mehr bei der B.________ GmbH tätig gewesen, wurde das Arbeitsverhältnis bereits vor 
dem Unfall vom 23. März 2019 am 28. Februar 2019 aus wirtschaftlichen Gründen per 
31. März 2019 gekündigt (IV-act. 19/212). Zu Gunsten des Beschwerdeführers stützte sich 
die Beschwerdegegnerin – entgegen dem, was sie in der angefochtenen Verfügung angab 
("LSE 2020, ganzer privater Sektor, Niveau 1 Männer") – für das Valideneinkommen auf 
die spezifische Position Baugewerbe ab, was sich aus den in der angefochtenen Verfü-
gung angegebenen Zahlen sowie dem internen Einkommensvergleich ergibt (vgl. Bf-act. 2 
S. 7; IV-act. 49 sowie die LSE-Tabelle, LSE 2020, TA1_tirage_skill_level, Ziff. 41-43, 
Männer, Kompetenzniveau 1). Dies wohl, weil der Beschwerdeführer zuletzt bei der 
B.________ GmbH als Schaler gearbeitet hatte, was angesichts der Erwerbsbiografie des 
Beschwerdeführers als grosszügig erscheint. So übte er seit seiner Einreise in die 
Schweiz im Juli 2010 – abgesehen von einer kurzen Phase von August 2012 bis Mai 
2014, in welcher er in seinem im Kosovo erlernten Beruf als Krankenpfleger im Pflegeheim 
R.________ arbeitete – unterschiedliche Hilfsarbeitertätigkeiten nicht nur im Baugewerbe 
bei häufig wechselnden Arbeitgebern aus, sofern er überhaupt erwerbstätig war (IV-act. 1, 
9 und 42/2–75 S. 27). Die Beschwerdegegnerin ging somit von einem massgeblichen Va-
lideneinkommen für das Jahr 2020 von Fr. 71'695.– (Fr. 5'731.– x 12 Monate und ange-
passt an die betriebsübliche Arbeitszeit [x 41.7 betriebsübliche Wochenstunden / 40 statis-
tische Wochenstunden], was nicht ausdrücklich erwähnt wurde, sich aber aus den ver-
wendeten Zahlen ergibt) und für die Zeit ab August 2022 (gesundheitliche Verschlechte-

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Urteil S 2024 6

rung am 30. August 2022) angepasst an die Nominallohnentwicklung von Fr. 72'170.– aus 
(E. 3.1; IV-act. 49; Bf-act. 2 S. 7 f.).

Zutreffend legte die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen für den Beschwerde-
führer, für welchen Hilfsarbeitertätigkeiten in Frage kommen, basierend auf der LSE-
Tabelle, LSE 2020, TA1_tirage_skill_level, Total, Männer, Kompetenzniveau 1 (im Wort-
laut der Beschwerdegegnerin: "LSE 2020, ganzer privater Sektor, Niveau 1 Männer"; Bf-
act. 2 S. 7) fest, sodass für das Jahr 2020 angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit bei 
einem zumutbaren Pensum von 100 % ein massgebendes Invalideneinkommen von 
Fr. 65'815.– (Fr. 5'261.– x 12 Monate x 41.7 betriebsübliche Wochenstunden / 40 statisti-
sche Wochenstunden) und für das Jahr 2022 (ab August 2022) angepasst an die Nominal-
lohnentwicklung und unter Berücksichtigung des ab 1. Januar 2022 in Kraft stehenden 
Art. 26bis Abs. 3 IVV (Tabellenlohnabzug von 10 % bei Teilzeit) bei einem zumutbaren 
Pensum von 50 % von Fr. 29'489.– resultiert (E. 3.1; IV-act. 49; Bf-act. 2 S. 7 f.).

Bei der von der Beschwerdegegnerin korrekt durchgeführten Gegenüberstellung der 
mass-gebenden Vergleichseinkommen für die Zeit ab 1. Mai 2020 und für die Zeit ab Au-
gust 2022 resultiert so eine Erwerbseinbusse von Fr. 5'880.– im Jahr 2020 (Fr. 71'695.– - 
Fr. 65'815.–) bzw. von Fr. 42'681.– im Jahr 2022 (Fr. 72'170.– - Fr. 29'489.–), womit im für 
die Zeit ab Mai 2020 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 8 % resul-
tiert und ab August 2022 von gerundet 59 %, was nach dem seit 1. Januar 2022 in Kraft 
stehenden Art. 28b Abs. 2 IVG dem Anspruch von 59 % einer ganzen Rente entspricht 
(E. 3.1, IV-act. 49, Bf-act. 2 S. 7 f.).

Demnach hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch für die Zeit vom frühest-
möglichen Rentenbeginn per 1. Mai 2020 bis Ende Juli 2022 – entgegen der Ansicht des 
Beschwerdeführers – zu Recht verneint und ihm – was unbestritten blieb – korrekterweise 
ab August 2022 bis 31. Mai 2023 eine Rente von 59 % einer ganzen Rente zugesprochen.

7.
Zusammengefasst steht fest, dass der Beschwerdeführer von 1. August 2022 bis 31. Mai 
2023 Anspruch auf eine Rente von 59 % einer ganzen Rente hat und der medizinische 
Sachverhalt für die Zeit ab März 2023 (allfälliger Rentenanspruch ab Juni 2023) ungenü-
gend abgeklärt ist. Demnach ist die Beschwerde in dem Sinne teilweise gutzuheissen, als 
die angefochtene Verfügung vom 23. November 2023 insofern aufzuheben und die Sache 
an die IV-Stelle zurückzuweisen ist, als diese einen Rentenanspruch ab 1. Juni 2023 ver-

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Urteil S 2024 6

neinte, damit sie nach weiteren Abklärungen betreffend den Sachverhalt für die Zeit ab 
März 2023 über den Rentenanspruch ab 1. Juni 2023 neu verfüge. Dies mit der Feststel-
lung, dass der Beschwerdeführer vom 1. August 2022 bis 31. Mai 2023 Anspruch auf eine 
Rente von 59 % einer ganzen Invalidenrente hat.

Die ergänzende Abklärung wird – wie vom Beschwerdeführer eventualiter beantragt (act. 1 
S. 2) – in Form einer psychiatrischen Verlaufsbegutachtung zu erfolgen haben. Diese soll 
es erlauben, den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie seine Leistungs-
fähigkeit seit der letzten Begutachtung respektive ab März 2023 im Lichte der massgebli-
chen Standardindikatoren zu beurteilen (BGE 143 V 418; 141 V 281). Dabei wird ein be-
sonderes Augenmerk auf die Frage der Compliance (Leidensdruck) und leitliniengerechten 
Therapie im gesamten Verlauf zu richten sein (vgl. dazu E. 5.4.4 vorstehend). Bei beste-
henden Verdeutlichungstendenzen und gewissen Hinweisen auf möglicherweise über die-
se hinausgehendes aggravatorisches Verhalten – so klagte der Beschwerdeführer bei-
spielsweise gegenüber dem rheumatologischen Gutachter bei den Untersuchungen über 
bestimmte Schmerzen, nahm aber während des Gespräches keine entsprechende 
Schonhaltung ein (IV-act. 42/2–75 S. 48) – ist zudem daran zu erinnern, dass soweit die 
betreffenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheitsschä-
digung auftreten, deren Auswirkungen im Umfang der Aggravation zu bereinigen sind 
(BGE 141 V 281 E. 2.2.2).

8.
8.1 Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach ei-
ne Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird. Die Rückweisung der 
Sache zur weiteren Abklärung gilt für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie 
auch der Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen (BGE 141 V 281 E. 11.1), wes-
halb die Beschwerdegegnerin vorliegend vollumfänglich kostenpflichtig wird.

8.2 Ausgangsgemäss ist dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer zulasten der 
Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG auszurichten, 
welche ermessensweise auf Fr. 2'000.– (inkl. Auslagen und MWST) festzusetzen ist.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird – mit der Feststellung, dass der Beschwerdeführer vom 
1. August 2022 bis 31. Mai 2023 Anspruch auf eine Rente von 59 % einer ganzen 
Invalidenrente hat – in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass die angefochtene 
Verfügung vom 23. November 2023 insofern aufgehoben und die Sache an die IV-
Stelle des Kantons Zug zurückgewiesen wird, als die IV-Stelle einen Rentenan-
spruch ab 1. Juni 2023 verneinte, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne 
der Erwägungen, über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab 1. Juni 
2023 neu verfüge.

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben, welche der IV-Stelle des Kan-
tons Zug auferlegt wird.

3. Die IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung im Betrag von 
Fr. 2'000.– (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), die IV-
Stelle des Kantons Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das 
Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im Dis-
positiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 8. September 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber
versandt am