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**Case Identifier:** a5ebb066-670b-5af7-a3c9-9594a0f22af2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 14.05.2024 R 2021 117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2021-117_2024-05-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 21 117

5. Kammer 

Vorsitzende Brun

RichterIn Audétat und Pedretti

Aktuar Ott

URTEIL

vom 14. Mai 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, und

B._____, und

C._____, und

D._____, 

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just,

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde E._____, 

vertreten durch Bänziger Pally Schuler+, 

Beschwerdegegnerin 1

und

- 2 -

Amt für Raumentwicklung Graubünden, 

Beschwerdegegner 2

und

F._____ AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel,

Beschwerdegegnerin 3

betreffend Baueinsprache (BAB)

- 3 -

I. Sachverhalt:

1. Mit Baubescheid vom 9./11. Dezember 1996 bewilligte die Gemeinde 

E._____ auf der Parzelle 169 mit Zustimmung des Departements des 

Inneren und der Volkswirtschaft (DIV) gestützt auf Art. 24 Abs. 1 RPG und 

Art. 9a aKRG einen rund 35 m hohen Antennenmast mit Antennen für die 

Mobilfunkkommunikation (BAB-Nr. 1994-0138). Die Gemeinde E._____ 

wies ein weiteres, einsprachebelastetes Baugesuch zur Erhöhung des 

Antennenmastes um 5 m sowie betreffend verschiedene technische 

Änderungen der bestehenden Anlage am 16. August 2002 ab. Diese 

Entscheidung hob das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

Urteil R 02 101 vom 29. Januar 2003 auf und wies die Angelegenheit an 

die Gemeinde zurück. Nachdem die Gemeinde E._____ das damalige 

Baugesuch dem DIV unterbreitet hatte, stimmte dieses dem Vorhaben 

gestützt auf Art. 24 RPG am 3. Juni 2003 zu (BAB-Nr. 2003-0177). 

2. Nach einer mit Zustimmung des Amtes für Raumentwicklung Graubünden 

(ARE GR) im Jahr 2016 bewilligten Änderung der (Richtfunk-)Anlage 

reichte die F._____ AG bei der Gemeinde E._____ im August 2018 ein 

Gesuch zum Umbau der bestehenden Mobilfunkanlage mit neuen 

Antennen auf der Parzelle 169 ein. Gemäss der an der 

Gemeindeversammlung vom 16. März 2009 beschlossenen und von der 

Regierung des Kantons Graubünden am 7. Juli 2009 mit Vorbehalten, 

Anweisungen, Anliegen, Empfehlungen und Hinweisen im Sinne der 

Erwägungen genehmigten Totalrevision der Grundordnung liegt die 

Parzelle 169 in der Landwirtschaftszone und wird gemäss dem Generellen 

Gestaltungsplan von einem Freihaltebereich gemäss Art. 42 des 

kommunalen Baugesetzes (BG) überlagert. Südlich des Antennenmastes 

steht auf der fraglichen Parzelle ausserdem eine Telefonzentrale. Das 

Baugesuch und das Gesuch für Bauten und Anlagen ausserhalb der 

Bauzone (BAB-Gesuch) wurde am 16. bzw. 17. August 2018 publiziert 

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und bis am 6. September 2018 öffentlich aufgelegt. Die Gemeinde 

E._____ übermittelte die Gesuche am 14. August 2018 mit Antrag auf 

Bewilligung dem ARE GR.

3. Gegen das Baugesuch erhoben mit Eingabe vom 6. September 2018 

namentlich A._____, B._____, C._____ und D._____ Einsprache. Darin 

beantragten sie die Abweisung des Baugesuches unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Bauherrschaft. Zur Begründung 

machten sie insbesondere einen Widerspruch des Bauvorhabens mit den 

Zielen des Freihaltebereichs, das Vorliegen von überwiegenden 

Interessen im Sinne von Art. 24 lit. b RPG sowie die Verletzung der 

Vorschriften über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung geltend. 

Nach umfangreichem Schriftenwechsel und insbesondere der Einholung 

der Fachbeurteilung des Amtes für Natur und Umwelt Graubünden (ANU) 

erteilte das ARE GR am 3. August 2021 dem strittigen Bauvorhaben – 

insbesondere infolge der erfüllten Voraussetzungen von Art. 24 RPG – die 

BAB-Bewilligung und wies die dagegen erhobenen Einsprachen ab. Mit 

Bau- und Einspracheentscheid vom 8./11. November 2021 beschloss der 

Gemeindevorstand E._____, dass die Einsprachen abgewiesen würden, 

soweit darauf eingetreten werden könne (Dispositivziffer 1). Ausserdem 

bewilligte er das strittige Baugesuch unter Auflagen und Bedingungen 

(Dispositivziffer 2). Dabei erklärte er die (BAB-)Bewilligung des ARE GR 

vom 3. August 2021 zum integrierenden Bestandteil des Bauentscheids 

(Dispositivziffer 2.1) und eröffnete diese gleichzeitig mit dem kommunalen 

Bau- und Einspracheentscheid vom 8./11. November 2021.

4. Dagegen erhoben A._____, B._____, C._____ und D._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 13. Dezember 2021 Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Sie beantragten, der 

Bau- und Einspracheentscheid vom 8./11. November 2021 sowie die BAB-

Bewilligung im Baugesuch Nr. 2018-026 (BAB-Nr. 2018-0790) vom 

- 5 -

3. August 2021 seien aufzuheben und die Baubewilligung sei nicht zu 

erteilen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge, 

letztere zuzüglich 7.7 % MWST, für das Beschwerdeverfahren und das 

Verfahren vor der Vorinstanz zulasten der F._____ AG. In prozessualer 

Hinsicht ersuchten sie um Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Zur 

Begründung wurde wiederum die Lage des Bauvorhabens im 

Freihaltebereich gemäss Art. 42 BG, die Nichterfüllung der 

Voraussetzungen gemäss Art. 24 RPG sowie die Verletzung der 

Vorschriften über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung geltend 

gemacht. In formeller Hinsicht wurde die Verletzung des Anspruches auf 

rechtliches Gehör moniert.

5. Nachdem die Gemeinde E._____ und die F._____ AG in ihren Eingaben 

vom 12. bzw. 11. Januar 2022 nichts gegen die Gewährung der 

aufschiebenden Wirkung einzuwenden hatten, erkannte der damalige 

Instruktionsrichter der Beschwerde vom 13. Dezember 2021 die 

aufschiebende Wirkung zu.

6. In der Sache liessen sich das ARE GR (nachfolgend 

Beschwerdegegner 2) am 24. Januar 2022, die F._____ AG (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin 3) am 10. Februar 2022 und die Gemeinde E._____ 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin 1) am 14. Februar 2022 vernehmen. 

Alle beantragten die Abweisung der Beschwerde vom 13. Dezember 2021 

unter gesetzlicher Kostenfolge bzw. unter voller Kosten- und 

Entschädigungsfolge zzgl. 7.7 % MWST zu Lasten der Beschwerdeführer 

unter deren solidarischer Haftbarkeit. In ihren Begründungen entgegneten 

sie den beschwerdeführerischen Ausführungen und erachteten die 

Erteilung der angefochtenen Bewilligungen als im Einklang mit den 

gesetzlichen Anforderungen stehend. Betreffend die gerügte Verletzung 

des Anspruches auf rechtliches Gehör führten die Beschwerdegegnerin 1 

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und der Beschwerdegegner 2 insbesondere aus, dass bereits am 

1. Dezember 2021 eine nachträgliche Zustellung der Stellungnahme des 

ANU vom 23. April 2020 erfolgt sei und die Verletzung somit als geheilt zu 

gelten habe bzw. jedenfalls im verwaltungsgerichtlichen Verfahren geheilt 

werden könne.

7. Am 21. März 2022 stellten die Beschwerdeführer bei unveränderten 

Rechtsbegehren den prozessualen Antrag auf Einholung einer Expertise 

betreffend die Auswirkungen der Schwankungen des Antennenmastes auf 

die Einhaltung der (Anlagen-)Grenzwerte, Sistierung des Verfahrens bis 

zum Vorliegen der Expertise sowie Abnahme der Frist zur Einreichung der 

Replik. Eventualiter sei eine weitere Erstreckung der Frist zur Einreichung 

einer Replik zu gewähren. Im Nachgang zur Ansetzung der Frist zur Duplik 

an die Beschwerdegegner und einer daraufhin von den 

Beschwerdeführern am 29. März 2022 eingereichten Eingabe wurde den 

Beschwerdeführern die Frist für die Einreichung einer Replik ein zweites 

Mal erstreckt, den Beschwerdegegnern die Frist zur Einreichung einer 

Duplik abgenommen und der Entscheid über den in der Eingabe vom 

21. April 2021 gestellten prozessualen Antrag zu einem späteren 

Zeitpunkt in Aussicht gestellt.

8. Die Beschwerdeführer replizierten am 8. April 2022 mit gegenüber der 

Beschwerde vom 13. Dezember 2021 unveränderten Rechtsbegehren. 

Darin thematisierten sie insbesondere die beantragte Einholung einer 

Expertise betreffend die Schwankung des Antennenmastes, die 

Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör sowie wiederum die 

ihrer Ansicht nach nicht erfüllten Voraussetzungen gemäss Art. 24 RPG.

9. Der Beschwerdegegner 2 liess sich am 4. April 2022 zur Eingabe der 

Beschwerdeführer vom 21. März 2022 vernehmen und verzichtete am 

26. April 2022 unter Hinweis auf die bisherigen Eingaben auf die 

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Einreichung einer weiteren Eingabe. Die Beschwerdegegnerin 1 hielt in 

ihrer Duplik vom 4. Mai 2022 an ihren Rechtsbegehren fest und erachtete 

das von den Beschwerdeführern beantragte Gutachten angesichts der 

klaren, aktenkundigen Ausführungen der zuständigen Fachbehörde als 

entbehrlich. Die Beschwerdegegnerin 3 duplizierte innert erstreckter Frist 

am 24. Mai 2022. Darin beantragte sie in formeller Hinsicht die Abweisung 

des Antrages auf Einholung einer Expertise betreffend die Auswirkungen 

der Schwankungen des Antennenmastes auf die Einhaltung der (Anlagen-

) Grenzwerte und die zwischenzeitliche Sistierung des Verfahrens. In 

materieller Hinsicht beantragte sie weiterhin die kosten- und 

entschädigungspflichtige Abweisung der Beschwerde vom 13. Dezember 

2021.

10. Am 7. Juni 2022 reichten die Beschwerdeführer eine Triplik ein und 

thematisierten wiederum das Schwanken des Antennenmastes bzw. 

allfällige dem entgegenwirkende Verstärkungsmassnahmen.

11. Während der Beschwerdegegner 2 am 14. Juni 2022 auf eine weitere 

Stellungnahme verzichtete, reichte die Beschwerdegegnerin 3 am 18. Juli 

2022 innert erstreckter Frist eine Quadruplik mit gegenüber der Duplik vom 

24. Mai 2022 unveränderten Rechtsbegehren ein und entgegnete den 

Ausführungen der Beschwerdeführer. Insbesondere bestritt sie, dass 

durch mögliche Mastschwankungen die Überschreitung von 

(Anlagen-)Grenzwerten eintrete. 

12. Am 6. September 2022 verzichtete die Beschwerdegegnerin 1 auf die 

Einreichung einer weiteren Stellungnahme zur Quadruplik.

13. Am 30. November 2022 gelangten die Beschwerdeführer erneut ans 

Verwaltungsgericht und wiesen im Zusammenhang mit der 

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Standortgebundenheit sowie dem Freihaltebereich auf das Urteil des 

Bundesgerichts 1C_591/2021 vom 18. Oktober 2022 hin. 

14. Während das ebenfalls zur Stellungnahme eingeladene ANU am 

19. Januar 2023 verzichtete, liess sich die Beschwerdegegnerin 3 am 

13. Februar 2023 innert erstreckter Frist dazu vernehmen. Darin erachtete 

sie das erwähnte Urteil im Wesentlichen als nicht einschlägig für den 

vorliegenden Fall.

15. Innert erstreckter Frist liessen sich die Beschwerdeführer am 10. März 

2023 wiederum dazu vernehmen und beharrten im Wesentlichen auf 

ihrem Standpunkt.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, die 

angefochtenen Entscheide vom 8./10. November und 3. August 2021 

sowie die weiteren Akten, wird, sofern erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Vorliegend beantragen die Beschwerdeführer die Aufhebung des Bau- 

und Einspracheentscheides vom 8./11. November 2021 betreffend das 

Baugesuch Nr. 2018-026 sowie der BAB-Bewilligung mit 

Einspracheentscheid (BAB-Entscheid) vom 3. August 2021 (BAB-

Nr. 2018-0790). In diesen Entscheiden wurden der 

Beschwerdegegnerin 3 die Bau- und BAB-Bewilligung für die 

nachgesuchte Anpassung der Sendeanlage auf der Parzelle 169 unter 

Auflagen und Bedingungen erteilt und die dagegen erhobenen 

Einsprachen abgewiesen. Dabei handelt es sich bei ersterem gemäss 

bisheriger Praxis in der Regel um einen verfahrensabschliessenden 

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Entscheid einer Gemeinde, welcher nicht bei einer anderen Instanz 

angefochten werden kann oder nach kantonalem oder eidgenössischem 

Recht endgültig ist (vgl. Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]), und bei letzterem um den 

Entscheid einer kantonalen Dienststelle nach Art. 49 Abs. 1 lit. b VRG, 

wofür das kantonale Recht den direkten Weiterzug an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden vorsieht (siehe Art. 103 

Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; 

BR 801.100). Gemäss Art. 50 Abs. 1 VRG ist insbesondere zur 

Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt 

ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung 

hat. Die Beschwerdeführer sind unbestrittenermassen Grundeigentümer 

in unmittelbarer Umgebung der strittigen Mobilfunkanlage und ihre 

Grundstücke liegen innerhalb des Einspracheperimeters gemäss 

Ziffer 2.4.2 der Vollzugsempfehlung zur NISV, Mobilfunk- und WLL-

Basisstationen des vormaligen Bundesamtes für Umwelt, Wald und 

Landschaft (BUWAL) aus dem Jahre 2002 (nachfolgend 

Vollzugsempfehlung 2002). Sie drangen vorinstanzlich mit ihrem 

Rechtsbegehren nicht durch (Akten der Beschwerdeführer [Bf-act.] 16 f.; 

Akten des Beschwerdegegners 2 [Bg2-act.] 12, S. 2 und Bg2-act. 8 S. 5), 

sodass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten 

ist (siehe Art. 38 und Art. 52 Abs. 1 VRG).

2.1. Die Beschwerdeführer rügen in formeller Hinsicht, dass ihr Anspruch auf 

rechtliches Gehör in den vorinstanzlichen Verfahren verletzt worden sei. 

Ihnen sei weder die entscheidrelevante Stellungnahme des ANU vom 

23. April 2020 noch diejenige vom 24. September 2019 offengelegt 

worden. Ausserdem rügen sie auch eine Verletzung ihres Anspruches auf 

Begründung eines Entscheides, da das ARE GR sich mit den 

vorgebrachten Argumenten nicht ausreichend auseinandergesetzt habe. 

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Bei diesen mehrfachen Verletzungen ihres formellen Anspruches auf 

rechtliches Gehör handle es sich um einen schweren, nicht vor 

Verwaltungsgericht heilbaren Mangel, der zur Aufhebung der 

angefochtenen Entscheide und zur Rückweisung führen müsse.

2.2. Die Beschwerdegegnerin 1 wies im Zusammenhang mit der gerügten 

Nichtzustellung der Stellungnahme des ANU vom 23. April 2020 darauf 

hin, dass diese in der BAB-Bewilligung vom 3. August 2021 mehrfach 

zusammengefasst wiedergegeben worden sei. Ausserdem sei diese 

Stellungnahme den Beschwerdeführern am 1. Dezember 2021 zugestellt 

worden, womit dem rechtlichen Gehör im Teilgehalt der 

Begründungspflicht entsprochen und den Beschwerdeführern eine 

sachgerechte Anfechtung möglich gewesen sei. Ausserdem behandle der 

Bericht die von den Beschwerdeführern im vorinstanzlichen Verfahren 

mehrfach vorgebrachten Rügen, wozu diese sich vorinstanzlich mehrfach 

hätten äusseren können. Dass in der Beschwerde vom 13. Dezember 

2020 diesbezüglich keine wesentlich neuen Argumente vorgebracht 

wurden, zeige auf, dass der erwähnten Stellungnahme des ANU keine 

wesentliche Bedeutung zukommen könne. Schliesslich zeigten auch das 

vorinstanzliche Verfahren und die Ausführungen in der Beschwerde, dass 

mit der verspäteten Stellungnahme in keinem Fall eine schwerwiegende 

Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliege. Ausserdem verfüge das 

Verwaltungsgericht angesichts von Art. 33 Abs. 3 lit. b des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) über eine volle 

Kognition, welche eine Heilung allfälliger formeller Mängel ermögliche. Im 

Übrigen führte die Aufhebung und Rückweisung zu einem formalistischen 

Leerlauf und damit zu unnötigen Verfahrensverzögerungen. Soweit 

überhaupt von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs ausgegangen 

werden könne, bejaht auch der Beschwerdegegner 2 eine 

Heilungsmöglichkeit im verwaltungsgerichtlichen Verfahren.

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2.3. Die Beschwerdegegnerin 3 erachtet die mit der Nichtzustellung der 

Stellungnahme des ANU vom 23. April 2020 einhergegangene Verletzung 

des rechtlichen Gehörs bzw. des Akteneinsichtsrechts im 

verwaltungsgerichtlichen Verfahren als nicht schwer und heilbar. Die 

Beschwerdeführer verhielten sich widersprüchlich und treulos, sei ihnen 

die beanstandete vorinstanzliche Stellungnahme des ANU doch nach 

eigenen Angaben am 1. Dezember 2021 zugestellt worden. Trotzdem 

hätten es die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde vom 13. Dezember 

2021 versäumt, ihre Sichtweise dazu einzubringen, obschon die fragliche 

Stellungnahme nur ganz kurze Feststellungen zu diesen Themen enthalte, 

die im Rahmen des vorinstanzlichen Schriftenwechsels in den 

Rechtsschriften der Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin 3 

umfassend thematisiert worden seien. Dies betreffe die Themen "Falsche 

Sendeleistung und Distanzen im Standortdatenblatt" sowie 

"Schwankender Antennenmast". Im Übrigen nehme das ANU darin nur 

Stellung zu Themen, welche von anderen Einsprechern als den heutigen 

Beschwerdeführern im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten worden 

seien und im vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Verfahren von den 

Beschwerdeführern nicht angeführt würden.

2.4. Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) und auf kantonaler Ebene insbesondere 

Art. 16 und Art. 22 Abs. 1 VRG gewährleisten den Anspruch auf 

rechtliches Gehör. Dieser dient einerseits der Sachaufklärung und 

garantiert andererseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht 

der Parteien im Verfahren. Er umfasst namentlich das Recht einer Partei, 

in einem vor einer Verwaltungs- oder Justizbehörde geführten Verfahren 

mit ihrem Begehren angehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten 

und zu den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen 

zu können (siehe BGE 144 I 11 E.5.3, 142 I 86 E.2.2 und 140 I 99 E.3.4; 

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HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich 

2020, Rz. 1001 ff.). Ausserdem ergibt sich für die entscheidende Behörde 

aus Art. 29 Abs. 2 BV auch eine Begründungspflicht (BGE 146 II 335 

E.5.1; vgl. auch Art. 22 Abs. 1 VRG). Die Begründung eines Entscheides 

muss deshalb so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls 

sachgerecht anfechten kann. Dafür müssen wenigstens kurz die 

Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess 

und auf die sich ihr Entscheid stützt. Es ist insbesondere nicht nötig, dass 

sie sich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen 

Einwand auseinandersetzt, sondern sie kann sich vielmehr auf die für den 

Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (siehe BGE 146 II 

335 E.5.1, 143 III 65 E.5.2 und 136 I 229 E.5.2). Der Anspruch auf 

rechtliches Gehör ist formeller Natur, mithin führt eine Verletzung des 

Gehörsanspruchs, ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in 

der Sache selbst, grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen 

Entscheids (siehe BGE 142 II 218 E.2.8.1, 137 I 195 E.2.2 und 132 V 387 

E.5.1; PVG 2011 Nr. 31 E.2a; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., 

Rz. 1174). Formelle Verfahrensfehler, wozu insbesondere die Verletzung 

des Anspruches auf rechtliches Gehör gehört, können durch die 

Rechtsmittelinstanz ausnahmsweise geheilt werden, wobei es sich dabei 

(in der Regel) nicht um eine schwerwiegende Verletzung handeln darf und 

die Rechtsmittelinstanz über eine umfassende Prüfungsbefugnis der 

Rechts- und Sachlage verfügen muss, mithin die Kognition für die zu 

beurteilende Frage nicht eingeschränkt ist (siehe BGE 138 II 77 E.4, 137 

I 195 E.2.3.2 f. und 2.6, 133 I 201 E.2.2; Urteile des Bundesgerichts 

1C_158/2019 vom 30. März 2020 E.2.6 und 1C_98/2012 vom 7. August 

2012 E.3.4; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1175 ff.). Sicher im 

Anwendungsbereich von Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes über die 

Raumplanung (RPG; SR 700) verfügt das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden im Normalfall und wenn es als erste 

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Rechtsmittelinstanz entscheidet über eine Kognition, welche eine Heilung 

eines allfälligen formellen Mangels grundsätzlich ermöglicht (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 1C_191/2022 vom 16. Mai 2023 E.2.5, 1C_158/2019 

vom 30. März 2020 E.2.6 und 1P.512/2002 vom 26. Juni 2003 E.3.6; VGU 

R 20 105 vom 1. November 2022 E.2.2). Hinsichtlich einer eigentlichen 

Ermessenskontrolle namentlich betreffend kommunaler Entscheide hat es 

sich aber trotzdem seiner Funktion als Rechtsmittelinstanz bewusst zu 

sein und im Bereich des kantonalen und kommunalen Bau- und 

Planungsrechts die relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit der Gemeinde 

zu achten (vgl. BGE 145 I 52 E.3.1 ff.; Urteile des Bundesgerichts 

1C_287/2021 vom 25. Juli 2022 E.9.2 und 1C_172/2020 vom 24. März 

2021 E.3.3). Von einer Rückweisung an die Vorinstanz ist – selbst bei 

einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 

– abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung – im Sinne einer Heilung 

des Mangels – zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen 

Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der Partei an einer 

beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (siehe 

BGE 147 IV 340 E.4.11.3, 137 I 195 E.2.3.2 und 136 V 117 E.4.2.2.2; 

Urteile des Bundesgerichts 2C_756/2019 vom 14. Mai 2020 E.3.2 und 

1C_158/2019 vom 30. März 2020 E.2.6). Ein Verstoss gegen die 

Begründungspflicht stellt in der Regel keine besonders schwerwiegende 

Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör dar (siehe Urteile des 

Bundesgerichts 1C_39/2017 vom 13. November 2017 E.2.1 und 

1C_474/2016 vom 1. Juni 2017 E.2). Insofern sind die Ausführungen der 

Beschwerdegegner, die auf eine in Frage kommende Heilungsmöglichkeit 

einer allfälligen Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör 

hinweisen, grundsätzlich zutreffend. Dies scheint auch den 

Beschwerdeführern selbst bewusst zu sein, wenn sie die vorstehend 

wiedergegebene Rechtsprechung zur Heilung von formellen Mängeln 

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teilweise selber anführen (siehe Beschwerde vom 13. Dezember 2021 

S. 9 f. und Replik vom 8. April 2022 S. 3 f.).

2.5. Nach eigener Darstellung haben die Beschwerdeführer am 1. Dezember 

2021 die Stellungnahme des ANU vom 23. April 2020 auf Nachfrage hin 

vom Beschwerdegegner 2 erhalten, nachdem sie davon aufgrund der 

Zustellung des BAB-Entscheides vom 3. August 2021 zusammen mit dem 

Bau- und Einspracheentscheid vom 8./10. November 2021 erfahren 

hatten (Beschwerde vom 13. Dezember 2021 S. 7 und 9 f.). Als 

Entscheidgrundlagen für den BAB-Entscheid vom 3. August 2021 sind 

neben den BAB-Gesuchsakten auch verschiedene Beurteilungen des 

ANU sowie die im Rahmen des Einspracheverfahrens eingegangen 

Rechtsschriften aufgeführt (Bf-act. 17 S. 1 f.). Dazu gehören insbesondere 

die Stellungnahme des ANU vom 23. April 2020 zu den im Zeitraum vom 

6. September 2018 bis September 2019 im Rahmen des 

Einspracheverfahrens eingereichten Rechtsschriften (Bg2-act. 12 ff., insb. 

Bg2-act. 22) sowie das E-Mail des ANU vom 24. September 2019 

betreffend eine E-Mail eines der Beschwerdeführer hinsichtlich der 

Berücksichtigung des Windeinflusses in der NIS-Berechnung (Bg2-

act. 21). Betreffend die von den Beschwerdeführern in ihrer Einsprache 

vom 6. September 2018 und ihrer Replik vom 15. Januar 2019 

thematisierten Rügen, namentlich der Nichteinhaltung der Emissions-

/Immissionsgrenzwerte, lässt sich der Stellungnahme des ANU vom 

23. April 2020 – neben der Wiedergabe der Position der Einsprechenden 

– im Wesentlich nur entnehmen, dass unter Verweis auf die 

Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 3 vom 5. November 2018 im 

Hinblick auf die Einhaltung der Vorschriften des USG und der NISV die 

korrekte Ermittlung der Feldstärken bei verschiedenen Orten mit 

empfindlichen Nutzungen (OMEN) bestätigt wurde (siehe 

Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen Rev. 1.27 vom 

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8. Oktober 2018 [Beilage 17 zu Bg2-act. 14], Standortdatenblatt für 

Mobilfunk- und WLL-Basisstationen Rev. 1.26 vom 26. Juli 2018 [Bg2-act. 

8]). Dies stimmt im Ergebnis auch bereits mit den Feststellungen des ANU 

im Fachbericht Nr. 2727-L vom 23. August 2018 überein (Bg2-act. 7). 

Dieser wurde den Beschwerdeführern mit Schreiben vom 29. November 

2018 zugestellt. Betreffend das von den Beschwerdeführern vorgebrachte 

Schwanken des Antennenmastes verwies das ANU im Wesentlichen auf 

die Duplik der Beschwerdegegnerin 3 vom 20. März 2019 sowie die 

Vollzugsempfehlung 2002, wonach im Rahmen der ohnehin nicht allen 

Feinheiten der Strahlungsausbreitung Rechnung tragenden 

rechnerischen Prognose der Windeinfluss nicht berücksichtigt werde (Ziff. 

2.3.1). Bereits im E-Mail vom 24. September 2019 (Bg2-act. 21) hatte sich 

das ANU gegenüber dem Beschwerdegegner 2 infolge einer E-

Mailmeldung eines der Beschwerdeführer zur Windthematik im 

Wesentlichen übereinstimmend geäussert. Im angefochtenen BAB-

Entscheid vom 3. August 2021 wurden schliesslich sowohl die Eingaben 

der Parteien als auch die Standpunkte des ANU vom 23./27. August 2018, 

24. September 2019 und 23. April 2020 ausführlich dargelegt (siehe insb. 

Bf-act. 17 S. 3 ff., 10 ff. und 17 ff.). Angesichts der 

beschwerdeführerischen Ausführungen in ihrer Einsprache vom 

6. September 2018 (Bg2-act. 12) und ihrer Replik vom 15. Januar 2019 

(Bg2-act. 16), den Stellungnahmen der Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 

im Einspracheverfahren sowie insbesondere dem Fachbericht Nr. 2727-L 

des ANU vom 23. August 2018 waren den Beschwerdeführern die 

wesentlichen Positionen der weiteren Verfahrensbeteiligten dazu bereits 

vor Fällung und Eröffnung des BAB-Entscheides vom 3. August 2021 

weitestgehend bekannt (siehe Bg2-act. 7, 10, 14, 17 und 20). Mit 

Eröffnung des BAB-Entscheides vom 3. August 2021 zusammen mit dem 

kommunalen Bau- und Einspracheentscheid vom 8./10. November 2021 

am 12. November 2021 erfuhren die Beschwerdeführer mit Sicherheit von 

- 16 -

den den angefochtenen Entscheiden zugrundeliegenden Akten. 

Dementsprechend forderten sie noch die Stellungnahme des ANU vom 

23. April 2020 beim Beschwerdegegner 2 an. Soweit die 

Beschwerdeführer replicando eine weitere unterlassene Akteneinsicht im 

Hinblick auf die E-Mail des ANU vom 24. September 2019 geltend 

machen, ist nicht ersichtlich, weshalb ihnen ab Mitte November 2021 

dessen Nachforderung nicht zusammen mit der Stellungnahme des ANU 

vom 23. April 2020 möglich gewesen wäre, sind doch beide auf dem BAB-

Entscheid als Entscheidgrundlage aufgeführt. 

2.6.1 Als im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung die Stellungnahme des ANU 

vom 23. April 2020 und deren Wiedergabe im angefochtenen BAB-

Entscheid den Beschwerdeführern vorlag, äusserten sie sich etwa zur 

Anwendung der Vollzugsempfehlung 2002 durch das ANU auf den 

vorliegenden Fall hinsichtlich der behaupteten Schwankungen des Mastes 

und legten ihre Interpretation der Vollzugsempfehlung 2002 dar 

(Beschwerde vom 13. Dezember 2021 S. 7). Insofern konnten sie sich 

bereits in ihrer Beschwerde zu diesen Aktenstücken zumindest 

nachträglich äussern. 

2.6.2. Soweit in diesem Zusammenhang die Beschwerdeführer replicando eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs darin erblicken, dass dem in der Replik 

vom 15. Januar 2019 im Einspracheverfahren gestellten und auch im 

vorliegenden Verfahren (Beschwerde vom 13. Dezember 2021, S. 7 f. und 

15 sowie Eingabe vom 21. März 2022) erneuerten Antrag auf Einholung 

einer Expertise hinsichtlich der Mastschwankungen nicht entsprochen 

wurde, sind sie darauf hinzuweisen, dass ein Beweisantrag ohne 

Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör abgewiesen werden 

kann, wenn die entscheidende Behörde aufgrund der Aktenlage und 

bereits abgenommener Beweise ihre Überzeugung gebildet hat und in 

willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung zum Schluss kommt, dass 

- 17 -

weitere Beweiserhebungen hieran nichts mehr zu ändern vermöchten 

(BGE 146 III 73 E.5.2.2 und 144 II 427 E.3.1.3; Urteil des Bundesgerichts 

2C_113/2023 vom 27. September 2023 E.3.4). Aus dem angefochtenen 

BAB-Entscheid bzw. der Stellungnahme des ANU vom 23. April 2020 

ergibt sich klar, dass das ANU und auch der Beschwerdegegner 2 den 

geltend gemachten Schwankungen des Mastes vornehmlich deshalb 

keinen massgebenden Einfluss auf die Einhaltung der für die Bewilligung 

massgeblichen, berechneten Anlagegrenzwerte (AGW) beimessen, weil 

es sich bei der rechnerischen Prognose gemäss Vollzugsempfehlung 

anhand verschiedener Anlagenparameter ohnehin um eine nicht allen 

Feinheiten der Strahlenausbreitung Rechnung tragende Prognose handle, 

sodass bei Ausschöpfung der AGW zu 80 % oder mehr eine 

Abnahmemessung erforderlich und angeordnet werden müsse (Bf-act. 17 

S. 5, 8 f., 17 und 21; Bg2-act. 21 und 22 S. 2). Ausserdem erachtete das 

ANU die Ausführungen der Beschwerdegegnerin 3 in deren Duplik vom 

20. März 2019 als durchaus plausibel, während es der von den 

Beschwerdeführern gezogenen Schlussfolgerung, wonach die 

Mastschwankungen einen Einfluss auf den Neigungswinkel hätten und 

dies zu einer rechnerischen Überschreitung der AGW führe, nicht 

zustimmen konnte. Die zuständigen Behörden erachteten somit die 

Einholung einer Expertise zu dieser Fragestellung als entbehrlich bzw. 

nicht entscheiderheblich und legten auch die Gründe dafür dar. Wie 

nachfolgend aufgezeigt wird, ist dies nicht zu beanstanden. 

2.6.3. Gemäss Art. 12 Abs. 1 der Verordnung über den Schutz vor 

nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) überwacht die 

zuständige Behörde die Einhaltung der Emissionsbegrenzungen. Zur 

Kontrolle der Einhaltung der Anlagegrenzwerte nach Anhang 1 der NISV 

führt sie Messungen oder Berechnungen durch, lässt solche durchführen 

oder stützt sich auf Ermittlungen Dritter, wobei das Bundesamt für Umwelt 

- 18 -

(BAFU) geeignete Mess- und Berechnungsmethoden empfiehlt (Art. 12 

Abs. 2 NISV; VGU R 19 87 vom 1. November 2022 E.2.2). Ist eine 

Mobilfunkanlage noch nicht errichtet und in Betrieb genommen worden, 

kann die Einhaltung der Immissions- und Anlagegrenzwerte nicht 

gemessen, sondern nur berechnet werden. Grundlage der rechnerischen 

Prognose ist das vom Inhaber der geplanten Anlage gemäss Art. 11 NISV 

eingereichte Standortdatenblatt. Dieses muss namentlich Angaben 

enthalten über die von der Anlage erzeugte Strahlung an den drei OMEN, 

an denen diese Strahlung am stärksten ist (Art. 11 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 

NISV). Sodann muss das Standortdatenblatt einen Situationsplan 

enthalten, der insbesondere die Angaben zu den 

OMEN darstellt (Art. 11 Abs. 2 lit. d NISV). Grundlage für die Berechnung 

sind die beantragte Sendeleistung, die Abstrahlcharakteristik der 

Sendeantenne, die Senderichtung, der Abstand von der Antenne und die 

relative Lage des Ortes gegenüber der Antenne (Winkel zur 

Hauptstrahlrichtung). Ausserdem wird die Dämpfung der Strahlung durch 

die Gebäudehülle berücksichtigt (Urteil des Bundesgerichts 1C_399/2021 

vom 30. Juni 2022 E.3.2; Vollzugsempfehlung 2002, S. 24, Ziff. 2.3.1). 

Gemäss Ziffer 2.3.1 der Vollzugsempfehlung 2002 erfolgt die Berechnung 

unter Annahme von Fernfeldbedingungen und Freiraumausbreitung, ohne 

Einbezug von Reflexionen und Beugungen. In Ziffer 2.1.8 wird hinsichtlich 

der Kontrolle der Einhaltung der Emissionsbegrenzungen nach Anhang 1 

der NISV festgehalten, dass solche Anlagen nur bewilligt werden sollen, 

wenn sie rechnerisch den AGW einhalten (gemäss Art. 3 Abs. 6, Art. 4, 12 

Abs. 2 und Anhang 1 Ziffer 64 NISV). Die rechnerische Prognose trage 

allerdings nicht allen Feinheiten der Ausbreitung der Strahlung Rechnung, 

weshalb nach Inbetriebnahme der Anlage in der Regel eine NIS-

Abnahmemessung durchgeführt werden soll, wenn gemäss rechnerischer 

Prognose der AGW an einem OMEN zu 80 % erreicht werde 

(Vollzugsempfehlung 2002, S. 20). Insofern ist die Position des 

- 19 -

Beschwerdegegners 2 und des ANU gut nachvollziehbar. Eine gewisse 

Lageunsicherheit spielt im Übrigen auch im Rahmen einer NIS-Beurteilung 

von Hochspannungsleitungen eine Rolle. Die diesbezügliche Vollzugshilfe 

zur NISV des BAFU im Entwurf zur Erprobung vom Juni 2007 

(nachfolgend Vollzugshilfe Hochspannungsleitungen 2007) hält in Bezug 

auf die Modulation des Effektivwertes der magnetischen Flussdichte für 

den massgebenden Betriebszustand fest, dass dafür unter anderem die 

Relativkoordinaten bzw. die geometrische Anordnung der Phasenleiter 

gemäss den genehmigten oder vorgelegten Plänen für das Mastbild oder 

den vorgelegten Längenprofilen (für Freileitungen) bzw. den 

Tiefbauplänen (für Kabelleitungen) als Rechnungsgrösse einzusetzen 

sind. Dabei sollen die Absolutkoordinaten so genau bekannt sein, dass der 

Abstand zu einem OMEN mit einer Unsicherheit von weniger als +- 1 % 

angegeben werden könne (Vollzugshilfe Hochspannungsleitungen 2007, 

S. 51). Es ist also im Rahmen einer Berechnung im Sinne von Art. 12 

Abs. 2 NISV auch bei anderen Anlagen gemäss der Fachbeurteilung des 

BAFU eine gewisse Lageungenauigkeit der Emissionsquellen durchaus 

vertretbar, wenn beispielsweise – wie vorliegend unter Ziffer 1.6 des 

Fachberichtes Nr. 2727-L des ANU vom 23. August 2018 verlangt – eine 

zusätzliche messtechnische Überprüfung namentlich zur Einhaltung der 

Vorschriften über die vorsorgliche Emissionsbegrenzung gemäss Art. 12 

des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; 

SR 814.01), Art. 4 Abs. 1 und Anhang 1 NISV stattfinden muss. Daran 

vermögen auch die beschwerdeführerischen Ausführungen in der Eingabe 

vom 21. März 2022 nichts zu ändern. Zwar sind etwa der Abstrahlwinkel 

und die Distanz der Sendeanlage zu einem 

OMEN massgebende Grössen für die rechnerische Prognose gemäss 

Ziffer 2.3.1 der Vollzugsempfehlung 2002, doch trägt diese als 

vereinfachtes Berechnungsmodell ohnehin nicht allen Feinheiten der 

Strahlungsausbreitung Rechnung. Explizit wird darin etwa festgehalten, 

- 20 -

dass Beugungen nicht in die rechnerische Prognose einbezogen würden 

(Vollzugsempfehlung 2002, S. 24). Auch dieses physikalische Prinzip 

kann zu einer situativen Ablenkung der Mobilfunkwellen führen (vgl. 

https://www.informationszentrum-mobilfunk.de/2023/05/09/beugung/). 

Das Bundesgericht hat in der neueren Rechtsprechung das BAFU zwar 

aufgefordert, hinsichtlich der rechnerischen Immissionsprognose zu 

überprüfen, ob nicht zumindest die wesentlichen Reflexionen mit 

verhältnismässigem Aufwand erfasst werden können und ob die 

Vollzugsempfehlung aus dem Jahre 2002 in diesem Sinne anzupassen sei 

(Urteile des Bundesgerichts 1C_481/2022 vom 13. November 2023 E.6.2 

ff und 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E.7.2.4). Allerdings erkannte 

es auch, dass die Empfehlung, nach Inbetriebnahme der Anlage in der 

Regel eine NIS-Abnahmemessung durchzuführen, wenn gemäss 

rechnerischer Prognose der AGW an einem OMEN zu 80 % erreicht 

werde – wie auch beim vorliegenden Bauvorhaben (siehe 

Dispositivziffer 2a im BAB-Entscheid vom 3. August 2021 [Bf-act. 17 

S. 24]; vgl. auch Bf1-act. 17 S. 17 sowie Bg2-act. 11 S. 2, Bg2-act. 21 und 

22 S. 2) –, in einem gewissen Umfang die Nichtberücksichtigung von 

Reflexionen im Rahmen der Prognose bereits kompensiere (Urteil des 

Bundesgerichts 1C_481/2022 vom 13. November 2023 E.6.4; 

Vollzugsempfehlung 2002, S. 20). Gleiches muss jedenfalls auch für 

(geringfügige) potenzielle Beugungen oder dynamische Lageänderungen 

im Normalbetrieb gelten.

2.6.4. Die Beschwerdeführer gehen ausserdem von der Prämisse aus, dass der 

Befestigungspunkt der Antennen auf dem Mast eine erhebliche 

Lageänderung aufweise und sich somit der Neigungswinkel (konstant) 

stärker als auf den Standortdatenblättern ausgewiesen nach unten 

verändere. Die Mastspitze schwanke gut und gern 1.2 m bei üblichem 

Wind (Beschwerde vom 13. Dezember 2021, S. 7 f., Eingabe vom 

- 21 -

21. März 2022 S. 3 und Replik vom 15. Januar 2019 im 

Einspracheverfahren [Bg2-act. 16, S. 5 f.]). Als Nachweis für die 

Auslenkung der Mastspitze wurde im Einspracheverfahren eine 

handschriftliche Berechnung vom 3. Januar 2019 eingereicht, die von 

G._____, dipl. Ing. HTL stammen soll (Beilage 11 zu Bg2-act. 16). Darin 

wird für verschiedene Materialdicken des Mastes (10, 20 und 40 mm) die 

totale Auslenkung bei Windgeschwindigkeiten von 4.8 m/s, 13.8 m/s und 

41.67 m/s angegeben. Die von den Beschwerdeführern angeführte 

Auslenkung der Mastspitze von "gut und gern mal 1.2 m" bei üblicherweise 

vorherrschenden Windstärken (vgl. beschwerdeführerische Eingabe vom 

21. März 2022 S. 3) ergäbe sich gemäss der erwähnten Berechnung von 

dipl. Ing. HTL G._____ für den Fall einer Materialdicke von 20 mm und 

einer Windgeschwindigkeit von 41.67 m/s, was ca. 150 km/h und somit 

mehr als Beaufort 12 "Orkan" entspricht (41.67 m/s x 3.6 = 150 km/h; 

https://www.srf.ch/meteo/meteo-stories/beaufort-skala-windstaerke). Die 

Beschwerdegegnerin 3 legte in ihrer Duplik vom 20. März 2019 bereits im 

Einspracheverfahren unter Hinweis auf eine statische Berechnung vom 

6. Februar 2019 übereinstimmend dar, dass die Auslenkung des Mastes 

bei extremen Windbedingungen etwas mehr als einen Meter an der 

Mastspitze betrage. Dies sei für die Statik aber nicht relevant und die 

Auslenkung an der Mastspitze dürfe 2.0° betragen (Beschwerdeantwort 

vom 10. Februar 2022 Rz. 28 ff.; Bg2-act. 17, Rz. 31 ff. und Beilage 29). 

Nach Auffassung des Gerichts ist es nicht nachvollziehbar, wenn die 

Beschwerdeführer aufgrund der verfügbaren Winddaten behaupten, in 

E._____ wehe der Wind üblicherweise mit Orkanstärke, von Norden her, 

mit konstanter Geschwindigkeit und könne so den Mast permanent und 

statisch um maximal ca. 1.2 m nach Süden gegen das Baugebiet hin 

auslenken, wodurch die entsprechenden vertikalen Winkel des OMEN zur 

kritischen Senderichtung im behaupteten Umfang und konstant verändert 

würden. Der Windatlas Schweiz zeigt für das fragliche Gebiet in einer 

- 22 -

Höhe von 50 m und 125 m über Grund eine modellierte mittlere 

Windgeschwindigkeit von 3.3 bis 4 m/s. In einer Höhe von 50 m über 

Grund ist in 70 % der Fälle die modellierte Windgeschwindigkeit maximal 

4 m/s (entspricht ca. 14 km/h bzw. Beaufort 3 "Schwache Brise"; siehe 

https://www.srf.ch/meteo/meteo-stories/beaufort-skala-windstaerke und 

https://s.geo.admin.ch/...). Insofern wäre selbst nach den Berechnungen 

der Beschwerdeführer üblicherweise vielmehr von einer maximalen 

windbedingten Auslenkung der Mastspitze – selbst bei nur 10 mm 

angenommener Materialdicke – von nicht viel mehr als 3 cm auszugehen 

(S. 5 der Beilage 11 zu Bg2-act.16). Mit einem Mittelwert von 3.3 m/s der 

täglichen mittleren Windgeschwindigkeiten in ähnlicher Höhe bewegen 

sich auch die von den Beschwerdeführern im Einspracheverfahren 

duplicando eingereichten Messwerte der Station I._____ in J._____ im 

Jahr 2018 im selben Bereich und dort lag die maximale Böenspitze an 

einem Tag knapp über 10 m/s bzw. ca. 36 km/h oder Beaufort 5 "Frische 

Brise" (Beilage 12 zu Bg2-act. 16). Gemäss den Standortdatenblättern 

vom 26. Juli 2018 (Rev. 1.26) und 8. Oktober 2018 (Rev. 1.27) beträgt der 

minimale direkte Abstand zu einem der darin ausgewiesenen OMEN bei 

einer Horizontaldistanz von 33.9 m immer knapp 42 m (OMEN Nr. 4, 

Parzelle 176; Bg2-act. 8, S. A9 f., Bg2-act. 11 S. 2, Beilage 17, S. A9 zu 

Bg2-act. 14, vgl. auch Bf-act. 18). Wenn man die absolute horizontale 

Lageänderung infolge des Windes bei üblichen Verhältnissen auf Basis 

der beschwerdeführerischen Berechnung für die dünnste Materialstärke in 

Vergleich zur Direkt- oder Horizontaldistanz zu nächstgelegenen OMEN 

setzt, resultierte dabei eine absolute Lagegenauigkeit von ca. 0.1 % (3 cm 

x 10 = 30 mm / 33'000 mm = 0.091 %). Alle diese Umstände zeigen auf, 

dass der Beschwerdegegner 2 gestützt auf die fachkundigen 

Ausführungen des ANU zu den Aspekten der (vereinfachten) 

rechnerischen Prognose und den dabei ohnehin bestehenden 

Unsicherheiten in nicht zu beanstandender Weise von der Einholung der 

- 23 -

beantragten Expertise in antizipierter Beweiswürdigung absehen durfte. 

Darin kann keine Verletzung des rechtlichen Gehörs oder des 

Beweisführungsanspruches gesehen werden.

2.6.5. Damit ist zugleich auch gesagt, dass dem von den Beschwerdeführern im 

vorliegenden Verfahren erneuerten Antrag auf Einholung einer solchen 

Expertise ebenfalls nicht stattzugeben und in antizipierter 

Beweiswürdigung abzuweisen ist. Im Übrigen ergibt sich der 

massgebliche Sacherhalt hinreichend aus den Akten und unter 

Berücksichtigung der frei verfügbaren Geodaten erübrigt sich auch der von 

den Beschwerdeführern in der Replik vom 8. April 2022 beantragte 

Augenschein.

2.7. Soweit die Beschwerdeführer eine Verletzung der Begründungspflicht 

rügen, kann ihnen ebenfalls nicht gefolgt werden. Wie die Beschwerde 

vom 13. Dezember 2021 zeigt, war ihnen eine sachgerechte Anfechtung 

des BAB-Entscheids vom 3. August 2021 durchaus möglich. Namentlich 

äusserten sie sich darin wiederum zur Thematik des Hochbauverbots im 

Freihaltebereich gemäss Generellem Gestaltungsplan (GGP), der 

Einhaltung der Grenzwerte an OMEN und bestritten die 

Standortgebundenheit bzw. machten eine unzureichende 

Alternativstandortprüfung sowie eine mangelhafte Interessenabwägung 

geltend. Dadurch, dass im angefochtenen BAB-Entscheid vom 3. August 

2021 unter Ziffer 9 "Einsprachebeurteilung ARE", unter Hinweis auf die 

weiter vorne im Entscheid im Wesentlichen wiedergegebenen 

Ausführungen des ANU, die Einwendungen der heutigen 

Beschwerdeführer vom Beschwerdegegner als unbegründet und plausibel 

entkräftet erachtet wurden, geht angesichts der in der vorstehenden 

Erwägung 2.4 dargelegten Anforderungen keine – in der Regel ohnehin 

nur als leicht zu qualifizierende – Verletzung des Begründungsanspruches 

einher. Legte doch der Beschwerdegegner 2 ausreichend und 

- 24 -

verständlich dar, aus welchen Überlegungen er den Argumenten der 

Beschwerdeführer nicht folgte. Dies erlaubte durchaus eine sachgerechte 

Anfechtung. Ob diese Begründung auch haltbar ist, ist hingegen eine 

Frage der materiellen Beurteilung der Streitfrage (Urteile des 

Bundesgerichts 1C_479/2017 vom 1. Dezember 2017 E.4.3 und 

8C_158/2009 vom 2. September 2009 E.6.4, nicht publ. in BGE 136 I 39; 

VGU R 20 105 vom 1. November 2022 E.2.2).

2.8. Zusammenfassend sind im vorliegenden Verfahren in Bezug auf die den 

Beschwerdeführern erst nach Fällung und Eröffnung des BAB-

Entscheides aber noch vor der Beschwerdeerhebung zugestellte 

Stellungnahme des ANU vom 23. April 2020 keine derart 

schwerwiegenden Verletzungen des rechtlichen Gehörs zu erkennen, 

welche einer Heilung formeller Mängel im Sinne der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung entgegenstehen würden und eine Heilung auch aus 

Gründen der Verfahrenseffizienz bzw. zur Vermeidung eines 

formalistischen Leerlaufes unterbleiben müsste. Insofern ist eine 

Aufhebung der angefochtenen Entscheide und Rückweisung der 

Angelegenheit aus formellen Gründen nicht gerechtfertigt.

3. Die Beschwerdeführer kritisieren die vorinstanzlich bejahte 

Standortgebundenheit der Antennenanlagen in der Landwirtschaftszone 

und die dazu vorgenommene Interessenabwägung gemäss Art. 24 lit. a 

und b RPG. Sie sehen im strittigen Bauvorhaben insbesondere auch einen 

Verstoss gegen das Hochbauverbot gemäss dem Freihaltebereich des 

Generellen Gestaltungsplans (GGP) nach Art. 42 Abs. 2 BG. 

3.1.1. Die Beschwerdeführer monieren dabei eine unzureichende bzw. 

unterlassene Alternativstandortprüfung. Sie führen aus, der Hinweis des 

Beschwerdegegners 2 im angefochtenen BAB-Entscheid vom 3. August 

2021 auf die Bejahung der Standortgebundenheit in VGU R 02 101 vom 

- 25 -

29. Januar 2003 verkenne den Umstand, dass die Standortgebundenheit 

für zonenfremde Anlagen nicht nur für die erstmalige Bewilligung einer 

Baute oder Anlage, sondern auch für deren Änderungen oder 

Erweiterungen zu prüfen sei. Aufgrund der massiv höheren Emissionen 

und weiterer neuer Umstände sei die Interessenabwägung neu 

vorzunehmen. Die Bauherrschaft habe zudem darzulegen, welche 

hinreichenden Bedürfnisse und technischen sowie 

betriebswirtschaftlichen Interessen für die Beibehaltung des fraglichen 

Standortes sprechen würden. Das Vorbestehen eines leicht 

demontierbaren und an einen günstigeren Standort versetzbaren 

Antennenmastes genüge nicht. Unter dem Aspekt der umfassenden 

Interessenabwägung weisen die Beschwerdeführer insbesondere auf 

Aspekte des verfassungsmässig garantierten Gesundheitsschutzes hin, 

der im Konflikt mit der massiv erhöhten Sendeleistung sowie 

überschrittenen AGW an OMEN stehe. Ausserdem stehe die Antenne im 

Widerspruch zu den Zielen des Freihaltebereichs gemäss GGP und 

Art. 42 BG.

3.1.2. Der Beschwerdegegner 2 stellt sich unter Verweis auf den angefochtenen 

BAB-Entscheid auf den Standpunkt, dass er die Standortgebundenheit 

auch unter Mitberücksichtigung der plausiblen Darlegungen der 

Beschwerdegegnerin 3 zu geprüften Alternativstandorten erteilt habe. Die 

erteilte Bewilligung stehe mit den Beurteilungskriterien für die 

Anerkennung einer Standortgebundenheit gemäss der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung in Einklang.

3.1.3. Die Beschwerdegegnerin 3 erachtet die bejahte Standortgebundenheit im 

BAB-Entscheid vom 3. August 2021 als sehr gut begründet und ergänzt, 

dass sie als Netzbetreiberin die Netzplanung besser als die 

Beschwerdeführer bewerkstelligen könne. Mit einem weiter vom 

Versorgungsgebiet entfernt platzierten Mast könne bezüglich der 

- 26 -

Sendeleistung in den Häusern nichts gewonnen werden. Denn die Anlage 

würde zur Versorgung des dann weiter entfernten Versorgungsgebietes 

mehr Leistung benötigen, um dort, wo sich der Datenverkehr abspiele, 

eine genügende Leistung zu erreichen. Unter dem Aspekt der 

Standortgebundenheit bleibe es eine Tatsache, dass die elektrische 

Feldstärke im jeweiligen Versorgungsgebiet einer Antennenanlage ein 

ganz bestimmtes Mass aufweisen müsse, damit dort eine genügende 

Versorgung mit Mobilfunkdiensten erreicht werden könne. Stehe die 

Antenne näher am Abdeckungsgebiet, könne mit einer geringeren 

Sendeleistung die erforderliche Feldstärke erreicht werden. Unter 

Bezugnahme auf die einschlägige Rechtsprechung des Bundesgerichts 

führt die Beschwerdegegnerin 3 in ihrer Beschwerdeantwort vom 

10. Februar 2022 zudem aus, dass als Standorte für Mobilfunkantennen 

ausserhalb der Bauzone nicht nur solche gewählt werden können, die für 

eine angemessene Netzabdeckung aus technischen Gründen 

unentbehrlich seien. Vielmehr können sich bei der genannten Abwägung 

auch Standorte ausserhalb der Bauzone gegenüber solchen innerhalb der 

Bauzone als wesentlich geeigneter erweisen, soweit sie auf bestehenden 

Bauten und Anlagen angebracht werden könnten. Alternativstandorte 

seien sowohl inner- als auch ausserhalb der Bauzone geprüft worden. 

Diese erwiesen sich aber aus funktechnischen Überlegungen als 

ungeeignet (Beschwerdeantwort vom 10. Februar 2022 Rz. 15 ff. und 61 

ff.).

3.2. Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG setzt voraus, dass der 

Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen 

erfordert (lit. a) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen 

(lit. b). Eine Anlage ist im Sinne von Art. 24 lit. a RPG standortgebunden, 

wenn sie aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gründen auf einen 

Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist oder wenn die Anlage 

- 27 -

aus bestimmten Gründen in einer Bauzone ausgeschlossen ist. Nach 

bundesgerichtlicher Praxis muss jedoch ein Standort in der Bauzone nicht 

absolut ausgeschlossen sein. Es genügt vielmehr eine relative 

Standortgebundenheit, welche dann zu bejahen ist, wenn gewichtige 

Gründe einen Standort in der Nichtbauzone gegenüber Standorten 

innerhalb der Bauzone als erheblich vorteilhafter erscheinen lassen. Die 

Bejahung der relativen Standortgebundenheit setzt eine umfassende 

Interessenabwägung voraus, die sich mit derjenigen nach Art. 24 lit. b 

RPG überschneidet. Mit dem Beschwerdegegner 2 und der 

Beschwerdegegnerin 3 ist einig zu gehen, dass Mobilfunkanlagen nach 

der Rechtsprechung im Sinne von Art. 24 lit. a RPG (absolut) 

standortgebunden sind, wenn eine Deckungs- oder Kapazitätslücke aus 

funktechnischen Gründen mit einem oder mehreren Standorten innerhalb 

der Bauzonen nicht in genügender Weise beseitigt werden kann. Weiter 

kann eine relative, für Mobilfunkanlagen spezifische 

Standortgebundenheit bejaht werden, wenn die Mobilfunkanlagen 

ausserhalb der Bauzone keine erhebliche Zweckentfremdung von 

Nichtbauzonenland bewirken und nicht störend in Erscheinung treten. 

Dies kann zutreffen, wenn sie an bestehende Bauten und Anlagen wie 

etwa Hochspannungs- oder Antennenmasten oder landwirtschaftliche 

Gebäude und Anlagen montiert werden können. Dabei hat sich der 

Standort ausserhalb der Bauzone auf oder bei bestehenden Bauten oder 

Anlagen im Vergleich zu einem Standort innerhalb der Bauzone im 

Rahmen einer Gesamtsicht aller Interessen als derart vorteilhaft zu 

erweisen, dass er ebenfalls als standortgebunden im Sinne von Art. 24 

lit. a RPG anerkannt werden kann. Strassen, Wege und Parkplätze 

ausserhalb der Bauzonen fallen als Standorte für die Neuerstellung von 

Mobilfunkanlagen in diesem Zusammenhang dagegen grundsätzlich 

ausser Betracht (siehe zum Ganzen: BGE 141 II 245 E.7.6.1 f., 133 II 409 

E.4.1 f. und 133 II 321 E.4.3.3; Urteile des Bundesgericht 1C_11/2016 vom 

- 28 -

10. Juni 2016 E.4.3, 1C_200/2012 vom 17. Dezember 2012 E.4.2, 

1C_405/2011 vom 24. April 2012 E.3.1 und 1C_478/2008 vom 28. August 

2009 E.4.1; MUGGLI, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], 

Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone [nachfolgend 

Praxiskommentar BAB], Zürich/Basel/Genf 2017, Art. 24 Rz. 27). Im 

Zusammenhang mit der Änderung oder Erweiterung einer 

Mobilfunkanlage, namentlich dem Ersatz oder dem Anbringen neuer 

Antennen am Mast an einem bestehenden Standort, ist festzuhalten, dass 

die Voraussetzungen gemäss Art. 24 RPG nicht nur für die erstmalige 

Bewilligung einer Baute oder Anlage zu erfüllen sind, sondern 

grundsätzlich auch für jede Änderung oder Erweiterung. Die Rechtskraft 

einer früheren Bewilligung erfasst nur die bewilligte Anlage. Bei einer 

wesentlichen Änderung der bewilligten Anlage ist die 

Standortgebundenheit der gesamten Anlage erneut zu überprüfen 

(BGE 133 II 409 E.4.1 und Urteil des Bundesgerichts 1C_200/2012 vom 

17. Dezember 2012 E.3.1).

3.3. Mit Urteil R 02 101 vom 29. Januar 2003 bejahte das streitberufene 

Gericht die Standortgebundenheit für die Erhöhung des Antennenmastes 

um 5 m sowie für verschiedene technische Änderungen im 

Zusammenhang mit der Modernisierung der Anlagentechnik. Als 

massgebender Aspekt wurde insbesondere die auf technischen und 

geografischen Vorgaben beruhende Einbindung des bestehenden 

Standortes in das (zelluläre) Mobilfunknetz der Beschwerdegegnerin 3 

genannt (VGU R 02 101 vom 29. Januar 2003 E.4b). Vorliegend sollen die 

neuen Antennen an dem erstmals 1996 bewilligten und später geänderten 

Antennenmast angebracht werden. Ein neuer oder grösserer 

Technikcontainer oder ein vergrössertes Fundament, welche zusätzliches 

Nichtbauland beanspruchen würden, sind nicht vorgesehen (Bg2-act. 1 

ff.). Insofern ist in jedem Fall nicht von einer erheblichen 

- 29 -

Zweckentfremdung von Nichtbauland auszugehen. Die strittige 

Mobilfunkanlage dient gemäss den Angaben der Beschwerdegegnerin 3 

sowie aktenkundigen Abdeckungskarten neben der (Inhouse-)Versorgung 

des südlich gelegenen Baugebietes auch der Abdeckung von 

Nichtbaugebiet vornehmlich im Norden und Süden von E._____. Es soll 

eine zeitgemässe Mobilfunkversorgungskapazität bzw. die elektrische 

Feldstärke im Versorgungsgebiet sichergestellt werden. Betreffend die 

von den Beschwerdeführern als unzureichend bemängelte Alternativ-

standortprüfung ist zu bemerken, dass es den Beschwerdeführern 

offensichtlich nicht darum geht, in Nachachtung des 

Trennungsgrundsatzes von Bau- und Nichtbaugebiet das Nichtbaugebiet 

möglichst von Bauten und Anlagen freizuhalten. Vielmehr sehen sie in den 

weiter nördlich der Parzelle 169 ebenfalls im Nichtbaugebiet 

(Grundnutzung: Landwirtschaftszone bzw. Wald) gelegenen 

Mobilfunkstandorten von K._____ und H._____ auf 

Hochspannungsmasten (Freileitungen 60 kV Nr. Z.1._____ und 

Z.2._____ der M._____ AG; Parzellen 1554 und 1537; siehe 

https://s.geo.admin.ch/...), bzw. im Bereich der Parzelle 2205 geeignetere 

Standorte. Weil diese weiter vom Siedlungsgebiet entfernt lägen, würden 

sich die Immissionen bei den Beschwerdeführern verringern und es würde 

auch eine Gesamtabdeckung vom Autobahnkreuz O._____ bis zum 

Industriegebiet E._____ und P._____ sowie zum Q._____-Tunnel 

gewährleistet. Am Standort bei der Parzelle 2205 würden zudem auch die 

von der Beschwerdegegnerin 3 im Einspracheverfahren aufgezeigten 

Versorgungsengpässe gemäss den Abdeckungskarten behoben 

(Beschwerde vom 13. Dezember 2021, S. 8 f.; Beilage 7 zu Bg2-act. 16). 

Die Beschwerdegegnerin 3 legte bereits im Einspracheverfahren unter 

Hinweis auf Abdeckungskarten dar (Vernehmlassung vom 5. November 

2018, Rz. 11 ff. sowie Beilagen 10 ff. zu Bg2-act. 14), dass mit dem 

bestehenden Standort auf der Parzelle 169 mit der geplanten Antenne 

- 30 -

eine gute und nahezu flächendeckende Abdeckung des 

Versorgungsgebietes erreicht werden könne. Zu den von den 

Beschwerdeführern erwähnten Standorten der Mobilfunkanlagen von 

K._____ und H._____ kam die Beschwerdegegnerin 3 jedoch 

nachvollziehbar zum Schluss, dass sich die Abdeckungsqualität – 

insbesondere auch im westlichen Bereich des Siedlungsgebietes von 

E._____ – verschlechtern würde. In diesem Zusammenhang ist zudem 

darauf hinzuweisen, dass gemäss Anhang 1 Ziffer 62 Abs. 2 ff. NISV 

Antennengruppen, die aus einem engen räumlichen Zusammenhang 

senden, als eine Anlage gelten. Dieser enge räumliche Zusammenhang 

ist dann gegeben, wenn sich mindestens eine Sendeantenne im Perimeter 

der anderen Antennengruppe befindet. Dies kann bedeuten, dass bei der 

Erstellung des Standortdatenblattes sowie der rechnerischen Prognose 

auch Antennen der im engen räumlichen Zusammenhang stehenden, 

benachbarten Anlage miteinzubeziehen und deren Emissionen mit zu 

berücksichtigen sind, weshalb zur Einhaltung der AGW und IGW eine 

Reduktion der Abstrahlungsleistungen bei der hauptsächlich zu 

beurteilenden Anlage vorgenommen werden muss (vgl. Art. 4 f. und 11 

NISV; Vollzugsempfehlung 2002, S. 12 ff.). Soweit die Beschwerdeführer 

als Alternativstandort die Parzelle 2205 anführen, ist darauf hinzuweisen, 

dass diese nur ca. 100 bis 130 m vom Standort der Mobilfunkanlage der 

H._____ auf der Parzelle 1537 entfernt ist. Bei unveränderten 

Anlagenparametern befände sich diese im Perimeter der geplanten 

Antennengruppe der Beschwerdegegnerin 3 (181.87 m [Bg2-act. 8, 

S. A1]) und stände somit im engen räumlichen Zusammenhang gemäss 

Anhang 1 Ziffer 62 Abs. 2 bis 4 NISV. Damit würden die Antennen 

namentlich für die rechnerische NIS-Prognose als eine Anlage gelten. 

Ausserdem befände sich dieser Standort noch weiter von den in den 

Abdeckungskarten im westlichen Bereich von E._____ aufgezeigten 

Abdeckungslücken (Beilagen 10 bis 15 zu Bg2-act. 14) entfernt als die 

- 31 -

Mobilfunkstandorte von K._____ und H._____ (Standort "D" auf Beilage 7 

zu Bg2-act. 16). Insofern ist nicht nachvollziehbar, warum die 

Beschwerdeführer davon ausgehen, dass die benachbarten 

Mobilfunkstandorte von K._____ und H._____ keinen Einfluss auf die NIS-

Beurteilung haben könnten und die in den Abdeckungskarten 

aufgezeigten Versorgungsengpässe namentlich im westlichen Teil von 

E._____ behoben werden könnten. Weiter ist mit der 

Beschwerdegegnerin 3 aufgrund der Lage der Liegenschaften der 

Beschwerdeführer auch davon auszugehen, dass eine weiter nördlich des 

Siedlungsgebietes von E._____ – als hauptsächliches (Inhouse-

)Versorgungsgebiet für die geplanten Mobilfunkdienste der neuesten 

Generationen (Long Term Evolution [LTE; 4G] bzw. Long Term Evolution-

Advanced [LTE-A; 4G+] und Mobilfunktechnologie der 5. Generation [5G]) 

in den Frequenzbändern von 700 bis 3400 MHz – gelegene 

Mobilfunkanlage nicht ohne weiteres zu geringeren Immissionen bei den 

Beschwerdeführern führen würde. Wenn der vorliegend strittige Standort 

aufgrund der Netztopologie der Beschwerdegegnerin 3 insbesondere der 

(Inhouse-)Abdeckung von E._____ und Umgebung dienen soll, ist es 

unerheblich, dass mit einem Standort bei der Parzelle 2205 auch ein 

wichtiger Verkehrsträger nord- und südöstlich von E._____ angeblich 

abgedeckt werden könnte. Nimmt doch die Versorgungsqualität gemäss 

den aktenkundigen Netzabdeckungskarten im Westen des 

Hauptversorgungsgebietes bereits an den auch als Alternativen 

vorgeschlagenen Mobilfunkstandorten von K._____ und H._____ auf den 

Parzellen 1554 und 1537 deutlich ab. Insofern ist nicht ersichtlich, weshalb 

die von den Beschwerdeführern vorgeschlagenen Standorte unter diesen 

Gesichtspunkten gewichtige Vorteile gegenüber dem bestehenden 

Standort bieten würden. Damit ist im Vergleich zu den geprüften 

Alternativstandorten weiterhin von betriebswirtschaftlichen und 

- 32 -

technischen Vorteilen für eine aufgerüstete Mobilfunkanlage am 

bestehenden Standort auszugehen. 

3.4.1. Gestützt auf Art. 24 lit. a RPG ist zur Bejahung der mobilfunkspezifischen 

Standortgebundenheit rechtsprechungsgemäss ausserdem erforderlich, 

dass die Anlage nicht störend in Erscheinung tritt. Die Beschwerdeführer 

sind der Ansicht, dass das Bauvorhaben nicht mit der Regelung zum 

Freihaltebereich gemäss GGP nach Art. 42 Abs. 2 BG vereinbar sei. Die 

Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt, dass das 

Bauvorhaben als Neubau zu qualifizieren sei, weil anders aussehende 

Antennen neuerer Technologie mit höherer Leistung, anderen 

Abmessungen, Formen und Farben vorgesehen seien. Unter Hinweis auf 

das Urteil des Bundesgerichts 1C_591/2021 vom 18. Oktober 2022 führen 

sie in ihrer Stellungnahme vom 10. März 2023 aus, dass die 

Standortgebundenheit infolge der Erhöhung der Sendeleistung und der 

Umrüstung auf die fünfte Mobilfunkgeneration (5G; inkl. das Anbringen 

von adaptiven Antennen) nicht mehr aus der Modernisierung eines früher 

als standortgebunden bewilligten Antennenmastes abgeleitet werden 

könne. Diese müsse neu geprüft werden und es sei von einem Neubau 

auszugehen, womit das Hochbauverbot von Art. 42 Abs. 2 BG dem 

geplanten Vorhaben entgegenstehe.

3.4.2. Im angefochtenen BAB-Entscheid vom 3. August 2021 wird das strittige 

Bauvorhaben – in Übereinstimmung mit der Argumentation der 

Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 – nicht als Neubau bzw. oberirdisch "neu 

erstellt" im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BG und somit nicht unter das 

Hochbauverbot fallend beurteilt. Dies weil es sich um einen baulichen und 

technischen Ausbau bzw. die Modernisierung einer Mobilfunkanlage 

handle, welche aus grösserer Entfernung kaum wahrnehmbar und mit 

dem Ziel und Zweck der baugesetzlichen Freihaltebereichsnorm vereinbar 

- 33 -

sei (Bf-act. 17, S. 9 und 21). Im vorliegenden Verfahren wird daran 

festgehalten.

3.5. Der Freihaltebereich gemäss Art. 42 BG im Bereich der Parzelle 169 

wurde im Rahmen der Gesamtrevision der Ortsplanung, beschlossen am 

16. März 2009 und von der Regierung des Kantons Graubünden mit 

Nebenbestimmungen genehmigt am 7. Juli 2009, im GGP festgesetzt. 

Gemäss Kapitel 7.2 "Siedlungsbegrenzungen" im Planungs- und 

Mitwirkungsbericht (PMB) vom 19. März 2009 hat sich die Gemeinde 

damals entschieden, die natürliche Senke im Gebiet R._____ zwecks 

eines dauerhaften Schutzes und Freihaltung vor Überbauung einem 

Freihaltebereich zuzuordnen. Diese Senke bilde den charakteristischen, 

nördlichen Siedlungsabschluss von E._____. Die Geländekante sollte von 

keinen neuen Bauten und Anlagen durchbrochen werden (PMB vom 

19. März 2009, S. 37). Gemäss Art. 89 Abs. 1 KRG wird die kommunale 

Baubewilligung erteilt, wenn das Bauvorhaben oder die Zweckänderung 

alle Vorschriften des kommunalen, kantonalen und eidgenössischen 

Rechts einhalten (vgl. auch Art. 22 Abs. 3 RPG). Der Antennenmast auf 

der Parzelle 169 in der heutigen Höhe – mit dem die Geländekante 

überragenden Anlagenteil – wurde im Jahr 2003 und somit noch vor dem 

in Kraft treten des dortigen Freihaltebereichs bewilligt. Eine Rückwirkung 

sieht weder Art. 42 noch Art. 76 BG vor. 

3.6. Soweit die Beschwerdeführer unter Berufung auf das Urteil des 

Bundesgerichts 1C_591/2021 vom 18. Oktober 2022 von einem Neubau 

im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BG und somit von der unmittelbaren Geltung 

des Hochbauverbotes für neue Bauten und Anlagen für das vorliegend zu 

beurteilende Bauvorhaben ausgehen, kann ihnen nicht gefolgt werden. Mit 

dem diesem Entscheid zugrundeliegenden Urteil 100.2020.187U vom 

31. August 2021 entschied das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, 

dass die geplante Systemerneuerung gemäss Baugesuch vom März 2019 

- 34 -

bei einer im Jahr 2006 im ordentlichen Verfahren bewilligten und im Jahr 

2017 im Rahmen eines "Bagatellverfahrens" umgebauten 

Mobilfunkanlage in der Wohn- und Gewerbezone 3, im Widerspruch zum 

erst per 15. Februar 2019 in Kraft getretenen (Standort-)Steuerungsmodell 

der Kaskadenregelung gemäss Art. 11a des kommunalen Baureglements 

(GBR) stehe. Der Umbau bzw. die Modernisierung der Anlage umfasste 

den Austausch von sechs Antennen sowie die Installation von drei 

zusätzlichen Antennen. Damit verbunden war die Einführung der neuesten 

Mobilfunktechnologie 5G und der Einsatz adaptiver Antennen. Die 

kumulierte Sendeleistung im höchstbelasteten Sektor sollte 1'500 W 

betragen und der Immissionsgrenzwert am Ort für kurzfristigen Aufenthalt 

(OKA) zu 64 % ausgeschöpft sein. Die Zunahme der gesamten 

Sendeleistung sollte ca. einen Drittel betragen. Das Verwaltungsgericht 

des Kantons Bern qualifizierte das Vorhaben nicht als "Umbau", sondern 

ging von einem "Komplettersatz und Neuinstallation bei einer 

bestehenden Mobilfunkanlage" aus. Dabei sei die Kaskadenregelung, 

welche die Schonung des Orts- und Landschaftsbildes sowie die 

Beschränkung von ideellen Immissionen im Hinblick auf die harmonische 

Gestaltung sowie Erhaltung der Wohnqualität bezwecke, bei der 

Beurteilung eines Baugesuches auch auf bestehende Antennenstandorte 

anwendbar. Dass in Art. 11a Abs. 5 GBR nur von "errichten" gesprochen 

werde, ändere daran nichts. Weiter könne das Vorhaben auch nicht 

gestützt auf die kantonale Besitzstandsgarantie gemäss Art. 3 des 

Baugesetzes des Kantons Bern (BauG) bewilligt werden. Das 

Verwaltungsgericht des Kantons Bern qualifizierte das Bauvorhaben 

insbesondere angesichts des Anbringens von neuen Antennen und der 

Erhöhung der Gesamtleistung, die zu einer zehnfachen Erhöhung der 

Feldstärke am OKA führe, als "neubauähnliche Umgestaltung", welche 

nach den für Neuanlagen geltenden Bewilligungsvorschriften zu beurteilen 

sei. In jedem Fall führe das Bauvorhaben zu einer Verstärkung der 

- 35 -

Rechtswidrigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 BauG, weil es zu stärkeren ideellen 

Immissionen führe. Eine Verstärkung der Rechtswidrigkeit liege jeweils 

dann vor, wenn öffentliche oder nachbarliche Interessen, die durch die 

Norm geschützt werden sollten, durch einen Umbau oder eine Erweiterung 

noch stärker beeinträchtigt würden als bisher und somit die Auswirkungen 

des Vorhabens zu einer Verschlechterung des bereits rechtswidrigen 

Zustandes führen würden. Die Rechtswidrigkeit der Anlage am 

vorgesehenen Standort ergebe sich aus der Unvereinbarkeit mit der 

Kaskadenreglung, welche unter anderem den Schutz vor ideellen 

Immissionen bezwecke (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 

100.2020.187U vom 31. August 2021 E.2.1 ff.). Das Bundesgericht prüfte 

die Anwendung von Art. 3 BauG unter dem Gesichtspunkt der Willkür auf 

deren Vereinbarkeit namentlich mit der Eigentumsgarantie. Es stellte fest, 

dass die streitbetroffene Mobilfunkanlage mit Inkrafttreten von Art. 11a 

GBR rechtswidrig geworden sei, weil sie an ihrem Standort ohne den 

Nachweis des Fehlens von Alternativstandorten in Arbeitszonen nicht 

mehr errichtet werden dürfte und ein solcher Nachweis von der 

Bauherrschaft nicht erbracht worden sei. Die Standortregelung in Art. 11a 

GBR diene namentlich der Verringerung der durch Mobilfunkanlagen 

verursachten ideellen Immissionen. Das Bauprojekt, welches erhebliche 

ideelle Immissionen bewirken könne, erhöhe demnach die 

Rechtswidrigkeit der bestehenden Anlage. Die Vorinstanz sei nicht in 

Willkür verfallen, als sie in einer Eventualbegründung in Übereinstimmung 

mit der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern eine 

Besitzstandsgarantie gemäss Art. 3 Abs. 2 BauG verneint habe. Das 

Bundesgericht liess hingegen offen, ob mit der Vorinstanz von einer 

"neubauähnlichen Umgestaltung" auszugehen sei (Urteil des 

Bundesgerichts 1C_591/2021 vom 18. Oktober 2022 E.4). Weiter ist 

festzuhalten, dass sich diese Konstellation auf eine Baute innerhalb der 

Bauzone bezieht, welche durch eine nachträgliche Rechtsänderung 

- 36 -

rechtswidrig geworden ist und für welche die Frage der Nichtanwendung 

des neuen Rechts die kantonale Besitzstandsgarantie nach Art. 3 BauG 

von Bedeutung war (vgl. dazu für den Kanton Graubünden: Art 81 KRG). 

Die nachträglich eingeführte Kaskadenregelung, an der die Vereinbarkeit 

der Änderungen an der bestehenden Anlage zu prüfen war, diente dabei 

namentlichen dem Schutz vor erhöhten ideellen Immissionen. Unbesehen 

der Frage nach den Voraussetzungen für zu gewährleistenden 

Besitzstandsschutz ausserhalb der Bauzone gemäss Bundesrecht für die 

strittige Mobilfunkanlage auf der Parzelle 169 (vgl. dazu BGE 133 II 409 

E.3), bezieht sich vorliegend der Wortlaut des zum Schutze des Orts- und 

Landschaftsbildes festgesetzten Hochbauverbotes in Art. 42 Abs. 2 BG 

auf "neu" zu erstellende, oberirdische Gebäude und Anlagen. Gemeint 

sein können damit angesichts des Regelungszweckes von Art. 42 BG nur 

neue, über der Geländekante in Erscheinung tretende Bauten und 

Anlagen. Neu am vorliegenden Bauvorhaben ist nur das über der 

Geländekante sichtbare Antennenbild inkl. Remote Radio Head (RRH) am 

vorbestehenden Mast. Es erschöpft sich in visueller Hinsicht somit im 

Wesentlichen auf den Austausch von (bisher schon über der 

Geländekante herausragenden) Antennenmodulen sowie auf die Montage 

von kleineren RRH und verändert das Erscheinungsbild des 

Antennenmastes in seiner Gesamtheit nicht in massgeblichem Umfang. 

Der insgesamt deutlich prägnanter in Erscheinung tretende 40 m hohe 

Antennenmast selber erfährt gemäss den Projektplänen keine 

wesentlichen, sichtbaren Veränderungen (siehe Bg2-act. 5). Die weiteren 

Änderungen der Mobilfunkanlage betreffen ebenfalls nicht visuell 

wahrnehmbare Umstände wie namentlich die Umrüstung auf LTE-

Technologie (4G) oder die 5G-Technologie unter Einsatz von adaptiven 

Antennen und allenfalls die Erhöhung der Sendeleistung. Solche visuell 

nicht wahrnehmbaren Umstände könnten höchsten einen Einfluss auf die 

Wahrnehmung von ideellen Immission in der Bevölkerung haben. Weil der 

- 37 -

im Juli 2009 in Kraft getretene Freihaltebereich gemäss Art. 42 BG aber 

keinen verstärkten Schutz vor solchen ideellen Immissionen bietet, 

müssen diese Anlagenänderungen im Hinblick auf die Beurteilung des 

Bauvorhabens als "neu erstellt" im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BG bei einer 

materiellen Betrachtung konsequenterweise unbeachtlich bleiben. 

Insofern steht Art. 42 Abs. 2 BG dem vorliegenden Bauvorhaben nicht per 

se entgegen.

3.7. Das strittige Vorhaben hält die Vorschriften zum Umwelt- und 

Gesundheitsschutz ein (siehe Erwägungen 4 ff. nachfolgend). Wie in 

Erwägung 3.3 hiervor ausgeführt, ergäben sich aus den von den 

Beschwerdeführern angeführten, nördlich und in grösserer Distanz von 

E._____ gelegenen Alternativstandorten keine schlüssigen und 

massgeblichen Verbesserungen betreffend den Gesundheitsschutz im 

Baugebiet von E._____ und insbesondere im Bereich der Liegenschaften 

der Beschwerdeführer. Es könnte anderenorts in der Umgebung 

(ausserhalb des Bereiches von OMEN) zufolge deutlich erhöhter 

Distanzen zur Sendeanlage sogar zu einer Erhöhung der Immissionen 

kommen, da die Sendeleistung gesteigert werden müsste, um die für eine 

qualitativ hochwertige und zeitgemässe Mobilfunkversorgung – zumindest 

in weiten Teilen – des Siedlungsgebietes von E._____ nötige Feldstärke 

noch zu erreichen. Im Rahmen der eidgenössischen 

Fernmeldegesetzgebung konkretisiert sich ein öffentliches Interesse an 

einer qualitativ hochstehenden und zeitgemässen Mobilfunkversorgung 

bzw. einem entsprechenden Versorgungsauftrag und einem 

funktionierenden Wettbewerb zwischen den Mobilfunkanbietern (vgl. 

BGE 141 II 245 E.7.1 und 133 II 321 E.4.3.4; Urteile des Bundesgerichts 

1C_41/2023 vom 24. Juli 2023 E.3, 1C_173/2016 vom 23. Mai 2017 E.6.2 

und 1C_685/2013 vom 6. März 2015 E.4.3). Der in eine bestehende 

Funknetztopologie eingebundene Antennenmast trägt nicht nur Sende-

- 38 -

/Empfangsequipment für die eigentlichen Mobilfunkanwendungen 

(Telefonie- und Datenkommunikation verschiedener 

Mobilfunkgenerationen), sondern dient seit geraumer Zeit auch als 

Standort für eine Funkrufsendeanlage der S._____ AG (Funkdienst: 

Telepage; Frequenzband: 146-174 MHz) und soll dafür auch zukünftig 

genutzt werden (Bg2-act. 8 S. A13, Bg2-act. 9 und 11; VGU R 02 101 vom 

29. Januar 2003 Sachverhaltsziffer 1 und E.2). Dabei handelt es sich 

gemäss dem Betreiber um ein hoch verfügbares Funkrufsystem, welches 

unter anderem die besonderen Anforderungen von 

Blaulichtorganisationen erfüllt und somit gewisse Alleinstellungsmerkmale 

gegenüber den "normalen" Mobilfunkanwendungen besitzt (siehe 

https://www.[...] und https://www.[...]). Selbst wenn auf die Aufrüstung des 

Antennenmastes mit neuen Antennen und Bauteilen zur Bereitstellung der 

aktuellen Mobilfunkgeneration verzichtet würde, führte dies entgegen der 

beschwerdeführerischen Annahme längerfristig nicht ohne weiteres zum 

Wegfall eines aktuellen Nutzungsinteresses an diesem 

Antennenmaststandort. Insofern fällt das – durch den im Rahmen der 

Nutzungsplanung nachträglich festgesetzten Freihaltebereich 

konkretisierte – Ortsbild- und Landschaftsschutzinteresse betreffend den 

strittigen Standort nicht massgeblich ins Gewicht, weil längerfristig durch 

die Aufrechthaltung einer ebenfalls in eine Funknetztopologie 

eingebundene und seit langem rechtmässig bewilligten Nutzung für 

Funkrufsendedienste auch ohne das fragliche Bauvorhaben nicht mit einer 

Entfernung des Antennenmastes aus dem Freihaltebereich zu rechnen ist. 

Angesichts dieses Fortbestandes des Antennenmastes geht das 

vorliegende Modernisierungsvorhaben einzig betreffend die 

Mobilfunkanwendungen auch nicht mit einer wesentlichen 

Zweckentfremdung von Nichtbauland einher und ist somit auch mit den 

durch den Trennungsgrundsatz von Bau- und Nichtbaugebiet verfolgten 

Interessen vereinbar. Im Hinblick auf den Trennungsgrundsatz sowie den 

- 39 -

Ortsbild- und Landschaftsschutz wäre durch eine Verlegung des 

vorliegend einzig zu beurteilenden neuen Empfang- und 

Sendeequipments für die Mobilfunkanwendungen an einen neuen 

erhöhten Standort im Siedlungsgebiet von E._____ zudem nichts 

gewonnen. Angesichts dieser Interessenlage kommt das streitberufene 

Gericht weiterhin zum Schluss, dass sich der bestehende Standort des 

Antennenmastes auf der Parzelle 169 als erheblich vorteilhafter erweist, 

als andere realistischerweise in Frage kommende Standorte. Somit ist 

eine (relative) Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 lit. a RPG 

weiterhin zu bejahen.

3.8. Die umfassende Interessenabwägung nach Art. 24 lit. b RPG bzw. die 

Prüfung des (Bau-)Vorhabens auf überwiegende entgegenstehende 

Interessen überschneidet sich mit der bereits im Rahmen der Prüfung der 

Standortgebundenheit vorzunehmenden Abwägung der Interessen bzw. 

lässt sich davon nicht ohne weiteres trennen (Urteile des Bundesgerichts 

1C_502/2020 vom 23. September 2021 E.4.2 und 1C_11/2016 vom 

10. Juni 2016 E.4.3, je m.H.a. BGE 141 II 245 E.7.6.1 f.). Als massgebliche 

Interessen sind namentlich der Umwelt- und Gesundheitsschutz, der 

Ortsbild- und Landschaftsschutz sowie auch das öffentliche Interesse an 

einer qualitativ hochwertigen Mobilfunkversorgung zu nennen. Der 

Umwelt- und Gesundheitsschutz betreffend Mobilfunkanlagen bzw. der 

Immissionsschutz vor nichtionisierender Strahlung richtet sich 

abschliessend nach dem Bundesumweltrecht und wird vorliegend 

eingehalten (BGE 133 II 64 E.5.2, Urteil des Bundesgerichts 1C_41/2023 

vom 24. Juli 2023 E.3 und nachstehende Erwägungen 4 ff.). Dass 

alternative Standorte unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes für das 

Siedlungsgebiet oder Wohngebiete massgebliche Verbesserungen 

brächten, ist nicht ersichtlich (vgl. vorstehende Erwägung 3.7 und Urteil 

des Bundesgerichts 1A.274/2006 vom 6. August 2007 E.5.2, wonach 

- 40 -

Alternativstandorte prioritär innerhalb der Bauzone zu suchen wären). 

Insofern sprechen auch keine solchen Interessen gegen die geplante 

Änderung der Mobilfunkanlage am bestehenden Standort. Hinsichtlich des 

Ortsbild- und Landschaftsschutzes ist auf die Ausführungen zur 

Vereinbarkeit mit dem Freihaltebereich nach Art. 42 BG bzw. dessen 

Anwendungsbereich und der mobilfunkspezifischen 

Standortgebundenheit zu verweisen, wonach die alleine durch die 

Änderung der Anlage (auch längerfristig) bewirkten Auswirkungen auf das 

Ortsbild und die Landschaft eher geringfügig sind (siehe vorstehende 

Erwägungen 3.4 ff.). Ausserdem wird unter Ziff. 2 lit. e des BAB-

Entscheides vom 3. August 2021 zur optimalen Einordnung der geplanten 

Mobilfunkanlage in die Landschaft eine Auflage zur farblichen Anpassung 

der Antennen an die bestehenden Anlageteile verfügt (Bf-act. 17 S. 24), 

was angesichts des Standortes der Anlage im Freihaltebereich zur 

Minimierung der Sichtbarkeit und Auswirkungen der Anlage auf den 

Freihaltebereich als gerechtfertigt und verhältnismässig erscheint. 

Aufgrund des gewichtigen öffentlichen Interesses an einer qualitativ 

hochwertigen Mobilfunkversorgung vermögen die tangierten 

Schutzinteressen unter dem Aspekt von Art. 24 lit. b RPG keine 

Verweigerung der BAB-Bewilligung zu begründen.

4. Hinsichtlich des Immissionsschutzes vor nichtionisierender Strahlung 

durch Mobilfunkanlagen gilt das USG und die NISV. Gemäss Art. 11 USG 

und Art. 4 Abs. 1 sowie Anhang 1 Ziffer 61 ff. NISV haben 

Mobilfunkanlagen in Beachtung des Prinzips der Emissionsbegrenzung an 

der Quelle sowie dem Vorsorgeprinzip an Orten mit empfindlicher Nutzung 

(OMEN; Art. 3 Abs. 3 NISV) die AGW einzuhalten. Gemäss Art. 11 NISV 

ist der Inhaber einer solchen Anlage verpflichtet, der für die Bewilligung 

der Anlage zuständigen Behörde ein Standortdatenblatt einzureichen, 

bevor eine neue Anlage erstellt wird, sie an einen anderen Standort 

- 41 -

verlegt, am bestehenden Standort ersetzt oder im Sinne von Anhang 1 der 

NISV geändert wird. Dieses hat in jedem Fall die Angaben gemäss Art. 11 

Abs. 2 NISV, insbesondere die für die Erzeugung der Strahlung 

massgebenden aktuellen und geplanten technischen und betrieblichen 

Daten (lit. a), den massgebenden Betriebszustand nach Anhang 1 der 

NSIV (lit. b), den Ort für den kurzfristigen Aufenthalt (OKA; lit. c Ziffer 1) 

sowie die drei am stärksten belasteten OMEN (lit. c Ziffer 2), zu enthalten. 

Gemäss Art. 12 Abs. 2 und Art. 14 Abs. 2 NISV kann die Behörde die 

Einhaltung der AGW und/oder Immissionsgrenzwerte (IGW, vgl. Art. 13 ff. 

USG und 13 Abs. 1 NISV) mittels Messungen oder Berechnungen 

kontrollieren. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) empfiehlt dafür 

geeignete Mess- und Berechnungsmethoden (siehe zum Ganzen VGU 

R 20 105 vom 1. November 2022 E.5.4.5 und R 19 87 vom 1. November 

2022 E.2.2). Entsprechendes gilt für Rundfunkanlagen und die übrigen 

Funkanwendungen (Art. 4 Abs. 1, Art. 11 und Anhang 1 Ziffer 71 ff. NISV).

4.1. Im Rahmen der verwaltungsinternen Vernehmlassung zum BAB-

Verfahren 2018-0790 gemäss Art. 56 Abs. 2 der 

Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (KRVO; 

BR 801.110) nahm das Amt für Natur und Umwelt Graubünden (ANU) am 

27. August 2018 als zuständige kantonale Fachbehörde zum 

Bauvorhaben unter dem Gesichtspunkt der Immissionsbegrenzung 

hinsichtlich nichtionisierende Strahlung (vgl. Art. 27 f. des 

Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über den Umweltschutz [KUSG; 

BR 820.100], Art. 1 Abs. 2 und Art. 32 der kantonalen 

Umweltschutzverordnung [KUSV; BR 820.110]) Stellung zum strittigen 

Bauvorhaben (Bg2-act. 10). Dieser lag der Fachbericht Nr. 2727-L über 

den Vollzug der Vorschriften zum Schutz vor nichtionisierender 

elektromagnetischer Strahlung bei, worin das ANU auf Basis des 

Standortdatenblattes vom 26. Juli 2018 (Rev. 1.26) die Einhaltung der 

- 42 -

Bestimmungen bestätigte. Weiter nahm das ANU am 24. September 2019 

und 23. April 2020 zur den vorinstanzlich erhobenen Einsprachen Stellung 

(Bg2-act. 21 f).

4.2.1. Die Beschwerdeführer rügen, dass für das Frequenzband ab 3400 MHz 

bei den Antennen Nr. 7 bis 9 im Standortdatenblatt vom 26. Juli 2018 

(Bg2-act. 8) jeweils unrealistisch tiefe Sendeleistungen (ERP = Effective 

bzw. Equivalent radiated power) von 500 W angegeben und der 

Immissionsprognose zugrunde gelegt wurden. Aufgrund einer 

Wellenlänge von nur 8.8 cm benötigten Frequenzen von 3400 MHz eine 

grosse Sendeleistung, um Mauern und dergleichen durchdringen zu 

können. Trotzdem würde im Standortdatenblatt bei den neuen 5G-

Antennen Nr. 7 bis 9 im Frequenzbereich von 3400 MHz nur ein Bruchteil 

der Sendeleistungen der Antennen Nr. 1 bis 6 im Frequenzbereich von 

700-900 MHz bzw. 1400-2600 MHz angegeben. Der Betrieb von 5G-

Antennen im Bereich von 3400 MHz so nahe an einer Wohnzone sei also 

nicht realistisch und der Standort als mit den heutigen Anforderungen nicht 

mehr entsprechend zu bezeichnen.

4.2.2. Der Beschwerdegegner 2 führte im angefochtenen BAB-Entscheid vom 

3. August 2021 unter Hinweis auf die Beurteilung durch das ANU vom 

23. April 2020 aus, dass keine Veranlassung bestehe, von der 

überzeugenden Schlussfolgerung der Fachinstanz für Immissionsschutz 

abzuweichen (vgl. Bf-act. 17 S. 21 und Bg2-act. 22). Die 

Beschwerdegegnerin 3 entgegnete in ihrer Beschwerdeantwort vom 

10. Februar 2022, dass diese beschwerdeführerischen Behauptungen 

nicht entscheidrelevant seien. Wesentlich sei einzig, dass die im 

Standortdatenblatt eingetragene Sendeleistung eingehalten werde. Die 

Beurteilung, ob damit eine realistische Versorgung sichergestellt werden 

könne, sei eine Sache der Netzplanung. Ausserdem sei wesentlich, dass 

nicht Leistung auf einem Frequenzband auf Vorrat parkiert werden könne, 

- 43 -

die noch gar nicht benötigt werde, weil viele Endgeräte noch gar nicht 5G-

fähig seien.

4.2.3. Es fragt sich also, ob im Rahmen eines Baubewilligungs- bzw. BAB-

Verfahrens zu überprüfen ist, ob die im Standortdatenblatt deklarierten 

Sendeleistungen in einem Frequenzband zu gering für eine effektive 

Mobilfunkversorgung sind. Mit den raumordnungsrechtlichen Bau- und 

BAB-Bewilligungen wird in einem formellen Verfahren vorgängig darüber 

entschieden, ob das (Bau-)Vorhaben mit den darauf anwendbaren 

(öffentlich-rechtlichen) Vorschriften konform ist (vgl. Art. 22 ff. und Art. 25 

Abs. 2 RPG, Art. 89 Abs. 1 KRG; BGE 139 II 134 E.5.2; HÄNNI, Planungs-, 

Bau- und besonderes Umweltrecht, 7. Aufl., Bern 2022, S. 363 f.). Die 

Baubewilligung setzt ein vollständiges Baugesuch voraus, welches alle für 

die Beurteilung des Vorhabens erforderlichen Angaben zu enthalten hat 

(Art. 42 Abs. 1 und 2 KRVO). Nur was aus den Baugesuchsunterlagen und 

namentlich den Plänen mit hinreichender Klarheit hervorgeht, kann von 

der Behörde überhaupt bewilligt werden (vgl. VGU R 22 112 vom 

21. Dezember 2023 E.5.5 m.H.a. Urteil des Bundesgerichts 1C_581/2022 

vom 25. April 2023 E.4.1; vgl. auch bereits R 17 92 vom 2. Oktober 2018 

E.3.3). Insofern definiert der Inhalt des Bau- und BAB-Gesuches bzw. die 

Angaben zur beabsichtigten Ausgestaltung des Vorhabens im Rahmen 

der regelmässig erforderlichen Mitwirkung durch die Bauherrschaft den 

Gegenstand des Baubewilligungsverfahrens. Was nicht Gegenstand des 

Baubewilligungs- bzw. BAB-Verfahrens ist, kann also grundsätzlich auch 

nicht erstinstanzlich bewilligt werden und Gegenstand eines 

nachfolgenden Rechtsmittelverfahrens bilden (vgl. VGU R 22 42 vom 

23. Mai 2023 E.3.3.4 m.H.a. Urteile des Bundesgerichts 1C_45/2022 vom 

9. Oktober 2023 E.4.5 und 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E.6.3.2). 

Daraus ergibt sich, dass mit der behördlichen Bewilligung der 

Mobilfunkanlage auch die im Betrieb einzuhaltenden Anlagenparameter, 

- 44 -

wie namentlich die Sendeleistung (ERP), gemäss den der Bewilligung zu 

Grunde liegenden Standortdatenblättern im Sinne von Art. 11 NISV 

verbindlich festgelegt werden und allfällige nachträgliche Veränderungen 

dieser Bewilligungsgrundlagen wiederum nach Massgabe der rechtlichen 

Rahmenbedingungen zu beurteilen wären (vgl. betreffend die 

Verschiebung von Sendeleistung zwischen den bewilligten 

Frequenzbändern: Urteil des Bundesgerichts 1C_254/2017 vom 5. Januar 

2018 E.4.3 ff.; Nachtrag des BAFU vom 28. März 2013 zur 

Vollzugsempfehlung 2002 [nachfolgend Vollzugshilfenachtrag 2013], S. 1 

ff., abrufbar unter: 

https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/elektrosmog/fachinfo

-

daten/nachtrag_vom_28_maerz2013zurvollzugsempfehlungzurnisvfuerm

obilfu.pdf.download.pdf/nachtrag_vom_28_maerz2013zurvollzugsempfeh

lungzurnisvfuermobilfu.pdf; Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-

Konferenz [BPUK], Empfehlungen zur Bewilligung von Mobilfunkanlagen: 

Dialogmodell und Bagatelländerungen vom 19. September 2019 

[Mobilfunkempfehlung 2019], S. 5; BPUK, Mobilfunkempfehlung vom 

4. März 2022 [Mobilfunkempfehlung 2022], S. 5 ff.; BPUK, 

Mobilfunkempfehlung vom 9. März 2023 [Mobilfunkempfehlung 2023], 

S. 5 ff.). Ausserdem überwacht die zuständige Behörde die Einhaltung der 

(vorsorglichen) Emissionsbegrenzungen und der Immissionsgrenzwerte, 

wobei sie entsprechende Ermittlungen durchführt (Art. 12 und Art. 14 

NISV; vgl. bereits die vorstehende Erwägung 2.6.3; Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.2020.00439 vom 15. Juli 

2021 E.3.2 und Urteil des Kantonsgericht des Kantons Wallis A1 21 232 

vom 24. Juni 2022 E.6.1). Dabei sind namentlich die maximalen 

bewilligten und eingestellten Sendeleistungen (ERP) der 

Mobilfunkanlagen im Qualitätssicherungssystem (QS-System) der 

Mobilfunkbetreiber zu hinterlegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

- 45 -

1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E.9.2 ff; 

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinform

ationen/massnahmen-elektrosmog/qualitaetssicherung-zur-einhaltung-

der-grenzwerte-der-nisv-bei-m.html > Qualitätssicherungssystem (QS-

System); Rundschreiben des BAFU vom 16. Januar 2006, 

Qualitätssicherung zur Einhaltung der Grenzwerte der NISV bei 

Basisstationen für Mobilfunk und drahtlose Teilnehmeranschlüsse, S. 2 ff., 

abrufbar unter vorstehend zitiertem Link; siehe auch den Nachtrag des 

BAFU vom 23. Februar 2021 betreffend adaptive Antennen zur 

Vollzugsempfehlung 2002 [nachfolgend Vollzugshilfenachtrag 2021], S. 9 

bis 13 hinsichtlich der zusätzlich zu dokumentierenden 

Anlagenparametern bei adaptiven Antennen, abrufbar unter: 

https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/de/dokumente/elektrosmog/uv-

umwelt-vollzug/adaptive-antennen-

nachtrag.pdf.download.pdf/Nachtrag%20zur%20Vollzugshilfe%20zur%2

0NISV%20f%C3%BCr%20adaptive%20Mobilfunkantennen.pdf). 

Angesichts der im vorliegenden Verfahren massgeblichen 

Standortdatenblätter vom 26. Juli 2018 (Bg2-act. 8) und 8. Oktober 2018 

(Beilage 17 zu Bg2-act. 14) werden für das Frequenzband von 3400 MHz 

in den drei Hauptstrahlrichtungen jeweils 500 W (ERP) vorgesehen. Dabei 

handelt es sich um den massgeblichen, bewilligten Betriebszustand der 

fraglichen Mobilfunkanlage in diesem Frequenzband. Die 

Beschwerdegegnerin 3 hat sich solange an diese bewilligten 

Anlagenparameter zu halten, bis diese nach Massgabe der anwendbaren 

(Verfahrens-)Vorschriften und der entsprechenden Bewilligungspraxis 

wieder rechtmässig angepasst werden (vgl. zum Ganzen auch RUCH, in 

Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: 

Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren [nachfolgend 

Praxiskommentar RPG: Verfahren], Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 22 Rz. 6 

ff.; FRITSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, Zürcher Planungs- und Baurecht, Band 1, 

- 46 -

6. Aufl., Wädenswil 2019, S. 338 f., 424 und 486 f.; STALDER/TSCHIRKY, in: 

Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.], Fachhandbuch öffentliches 

Baurecht, Zürich/Basel/Genf 2016, Rz. 2.1 ff.). Der 

Beschwerdegegnerin 3 ist schliesslich auch zuzustimmen, wenn sie den 

Entscheid über eine sinnvolle Nutzung der beantragten Sendeleistungen 

in den verschiedenen Frequenzbändern anhand der Netzplanung beurteilt 

haben will. Insofern trägt die Beschwerdegegnerin 3 aber auch das damit 

einhergehende Risiko, sollte die Mobilfunkanlage im fraglichen 

Frequenzband zukünftig nicht wie gewünscht funktionieren. Ebenso wenig 

vermögen die Beschwerdeführer mit ihren Ausführungen die in den 

vorstehenden Erwägungen 3.2 ff. bestätigte Standortgebundenheit in 

Frage zu stellen. Denn die Sendeleistungen (ERP) in den weiteren 

Frequenzbändern (700 bis 900 MHz: 1000 bzw. 2000 W [ERP] je 

Hauptstrahlrichtung; 1400 bis 2600 MHz: 2'500 bzw. 5000 W [ERP] je 

Hauptstrahlrichtung) reichen angesichts der aktenkundigen 

Netzabdeckungskarte (Beilag 10 ff. zu Bg2-act. 14) durchaus aus für eine 

gute Feld- bzw. Signalstärke im Versorgungsgebiet. Es bestehen auch 

keine Hinweise, dass diese Frequenzbänder infolge einer Ablösung eines 

älteren Mobilfunkstandards wie etwa GSM (inkl. GPRS und EDGE; 2G; 

schrittweise Ausserbetriebnahme durch die Mobilfunkbetreiber seit 2019 

bis 2022) oder UMTS (3G; Ausserbetriebnahme ab 2026 erwartet) nutzlos 

geworden wären oder zukünftig würden. Jedenfalls die 

Mobilfunkstandards LTE und Long Term Evolution-Advanced (LTE-A bzw. 

4G+) können ebenfalls in den tieferen Frequenzbändern ab 700 MHz, 

namentlich 800 MHz, 1800 MHz oder 2600 MHz, eingesetzt werden und 

eine Ausserbetriebnahme dieses Mobilfunkstandards ist noch nicht 

absehbar (vgl. 

https://www.comcom.admin.ch/comcom/de/home/dokumentation/zahlen-

und-fakten/mobilfunkmarkt/mobilfunkabdeckung.html; 

https://www.swisscom.ch/de/about/netz/5g/abloesung-3g.html > FAQ: 

- 47 -

Gibt es bereits ein Ablaufdatum für 4G; Medienrohstoff des Bundesamt für 

Kommunikation [BAKOM] vom 6. Juli 2018 zur Vergabe der neuen 

Mobilfunkfrequenzen in der Schweiz [Medienrohstoff], abrufbar unter: 

https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/55575.pdf 

[vgl. auch Beilage 6 zu Bg2-act. 16]; BAKOM, Faktenblatt GSM vom Juni 

2015, S. 3 ff., abrufbar unter: 

https://www.bakom.admin.ch/dam/bakom/de/dokumente/faktenblatt_gsm

.pdf.download.pdf/faktenblatt.pdf; BAKOM, Faktenblatt LTE vom Juni 

2015, S. 5 ff., abrufbar unter: 

https://www.bakom.admin.ch/dam/bakom/de/dokumente/faktenblatt_lte.p

df.download.pdf/factsheet_lte.pdf). Zudem sind auch für den 5G-

Mobilfunkstandard Frequenzen unterhalb von 3400 MHz, etwa für die 

Inhouseversorgung, technisch durchaus möglich und infolge ihrer 

Ausbreitungseigenschaften wichtig (vgl. BAKOM, Faktenblatt 5G vom 

Januar 2020, S. 14 f., abrufbar unter: 

https://www.bakom.admin.ch/dam/bakom/de/dokumente/faktenblatt_5g.p

df.download.pdf/faktenblatt_5G.pdf; BAKOM, Medienrohstoff vom 6. Juli 

2018, S. 5 f.).

4.3.1. Die Beschwerdeführer erachten die rechnerische Immissionsprognose 

gemäss den Standortdatenblättern vom 26. Juli 2018 und 8. Oktober 2018 

– wie bereits in ihrer Einsprache vom 6. September 2018 – als 

unzutreffend, weil die OMEN Nr. 2 und 5 nicht an den Punkten der 

kürzesten Distanz zwischen den Gebäuden auf den Parzellen 736 und 

732 sowie der Antenne festgelegt worden seien. Daraus resultierten 

falsche (Horizontal-)Distanzen zwischen der Mobilfunkantenne und den 

genannten OMEN. In den Standortdatenblättern sei gemäss einer 

Nachmessung durch das Ingenieurbüro L._____ (Bf-act. 18) wohl der 

Maststandort falsch eingezeichnet worden. Gestützt auf eine eigene 

Berechnung errechneten die Beschwerdeführer bereits im 

- 48 -

Einspracheverfahren – nach eigenen Angaben jeweils auf Höhe des 

Dachgeschosses (DG) – an der nordwestlichen Ecke der Liegenschaft 

N._____ auf der Parzelle 736 (Gebäude-Nr. 736; nachfolgend OMEN 

Nr. 200) bei einer Horizontaldistanz von 60.8 m eine Feldstärke von 

5.0188 V/m. An der ebenfalls nordwestlichsten Ecke der Liegenschaft 

T._____ auf der Parzelle 732 (Gebäude-Nr. 732; OMEN Nr. 50) bei einer 

Horizontaldistanz von 64.16 m errechneten sie eine solche von 5.6233 

V/m (Beilagen 2 bis 4 zu Bg2-act. 12). Gemäss dem Situationsplan des 

Ingenieurbüros L._____ vom 24. November 2021 beträgt die 

Horizontaldistanz von der Mobilfunkantenne zum OMEN Nr. 200 59.82 m 

und zum OMEN Nr. 50 63.53 m (Bf-act. 18).

4.3.2. Die Beschwerdegegnerin 3 reichte bereits im vorinstanzlichen Verfahren 

das Standortdatenblatt vom 8. Oktober 2018 (Rev. 1.27) ein, welches den 

von den Beschwerdeführern beim Gebäude-Nr. 732 berechneten OMEN 

als OMEN Nr. 50 sowie einen neuen OMEN Nr. 20 an der nordöstlichen 

Ecke des Gebäudes 736 noch zusätzlich berechnete (Beilage 17 f. zu 

Bg2-act. 14). Ausserdem reichte sie noch zwei "Contur Plot" betreffend die 

(simulierten) Feldstärken auf einer Höhe von 15.9 m über der Höhenkote 0 

(643.19 m.ü.M. = gewachsener Boden unter der Sendeanlage; Bg2-act. 8, 

S. A2) der OMEN Nr. 2, 20 und 200 (vgl. Beilage 17, S. A5 und A13 zu 

Bg2-act. 14) sowie von 18.60 m über der Höhenkote 0 der OMEN Nr. 5 

und 50 (vgl. Beilage 17, S. A11 und A15 zu Bg2-act. 14) ein. Diese 

Unterlagen zeigen, dass in Übereinstimmung mit den Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin 3 in ihrer Beschwerdeantwort vom 10. Februar 2022 

(Rz. 55) entgegen der Meinung der Beschwerdeführer nicht zwingend die 

höchsten berechneten Feldstärken bei der geringsten 

Horizontalentfernung eines Gebäudes zur Antennenanlage resultieren 

müssen. So wird etwa für den weiter von der Antennenanlage entfernt 

liegenden OMEN Nr. 2 mit 4.11 V/m eine höhere Feldstärke ausgewiesen, 

- 49 -

als für den OMEN Nr. 20. Gleiches gilt auch für die OMEN Nr. 5 und 50 

(vgl. Beilage 17, S. A6, A14, A12 und A16 sowie Beilagen 19 und 20, 

jeweils zu Bg2-act. 14). Dies lässt sich dadurch erklären, dass die an 

einem OMEN resultierende Feldstärke – neben der Distanz – namentlich 

auch von der Sendeleistung, der Abstrahlcharakteristik der Antennen bzw. 

der horizontalen (Azimut) und vertikalen (Elevation) 

Richtungsabschwächung und der Gebäudedämpfung abhängig ist (vgl. 

bereits die vorstehende Erwägung 2.6.3 und Vollzugsempfehlung 2003, 

S. 24). Dies wird im Ergebnis auch vom ANU in seiner Stellungnahme vom 

23. April 2020 bestätigt (Bg2-act. 22, S. 2).

4.3.3. Ausserdem ist den von den Beschwerdeführern im vorinstanzlichen 

Verfahren einreichten eigenen Berechnungen vom 4. September 2018 

(Beilage 4 zu Bg2-act. 12) entgegenzuhalten, dass sie – im Vergleich zur 

Berechnung der Beschwerdegegnerin 3 gemäss Standortdatenblatt vom 

26. Juli 2018 (Bg2-act. 8) für den OMEN Nr. 5 – in dieser Berechnung zwar 

die Horizontaldistanz verkürzt und auch einen anderen Berechnungspunkt 

(OMEN Nr. 50 gemäss Standortdatenblatt vom 8. Oktober 2018 

[Beilage 17, S. A15 f. und Beilage 18 zu Bg2-act. 14]; Beilagen 3 f. zu Bg2-

act. 12) genommen haben, nicht aber alle übrigen, für die Berechnung der 

Feldstärke massgeblichen Parameter entsprechend angepasst haben. So 

wird etwa für die Antenne "2E" (= Antenne Nr. 5 bzw. 2SC1426 gemäss 

den Standortdatenblättern vom 26. Juli 2018 und 8. Oktober 2018) mit 

einer Horizontaldistanz von 64.16 m, einem Höhenunterschied zwischen 

der Antenne und dem OMEN von 20.19 m und einem Vertikalwinkel (= 

kritische vertikale Senderichtung [in ° von der Horizontalen]) von -10° – 

was dem maximalen gesamten Neigungswinkel von der Horizontalen 

(Downtilt) nach unten der Antenne 5 entspricht – gerechnet. Mittels 

trigonometrischen Berechnungen lässt sich im rechtwinkligen Dreieck 

mittels den beiden Katheten a (Höhenunterschied) und b 

- 50 -

(Horizontaldistanz) die Hypotenuse c (direkter Abstand zwischen Antenne 

und OMEN) ermitteln und daraus über den Arkussinus α wiederum der 

Winkel bzw. die Elevation zwischen der Antenne und dem OMEN. Mittels 

des Arkustangens α lässt sich diese Elevation auch direkt aus dem 

Höhenunterschied und der Horizontaldistanz ermitteln: Diese beträgt bei 

einem Höhenunterschied von (-)20.19 m und einer Horizontaldistanz von 

64.16 m gerundet (-)17° 

(arctan[-20.19 m / 64.16 m] = -17.47°). Demgegenüber beträgt die 

Elevation für den OMEN Nr. 5 gerundet -15° (Bg2-act. 8, S. A11; 

Beilage 17 zu Bg2-act. 14 S. A11; arctan[-19.30 m/74 m] = -14.6°). Der 

vertikale Winkel des OMEN Nr. 5 zur kritischen Senderichtung von -10° 

beträgt somit von der Horizontalen aus betrachtet (-)5° nach unten. Beim 

OMEN Nr. 50 beträgt er demgegenüber -7° (vgl. Beilage 17, S. A15 zu 

Bg2-act. 14). Auch wenn die Differenz der Elevation bzw. des für die 

Bestimmung der Dämpfung massgebenden vertikalen Winkels zwischen 

den beiden OMEN nur (-)2° beträgt, darf angesichts des 

Antennendiagrammes für die Antenne Nr. 5 bzw. 2SC1426 (Bg2-act. 8, 

Anhang "Antenna Diagrams (mobile)", S. 6) die vertikale 

Richtungsabschwächung von 2.5 dB nicht ohne weiteres für die 

Berechnungen beim OMEN Nr. 50 aus denjenigen für den OMEN Nr. 5 

übernommen werden. Denn die Antenne Nr. 5 bzw. 2SC1426 weist ein 

ausgeprägtes Dämpfungsminimum um die Horizontal- bzw. Nulllage auf. 

Schon ein geringfügig aus der Horizontallage vergrösserter Winkel nach 

unten führt gemäss dem massgeblichen Antennendiagramm zu einer 

deutlichen Zunahme der Dämpfung. Dementsprechend ermittelte die 

Beschwerdegegnerin 3 im Standortdatenblatt vom 8. Oktober 2018 für 

den OMEN Nr. 50 bei -7° eine durchaus plausible vertikale 

Richtungsabschwächung von 6.2 dB (Beilage 17, S. A15 zu Bg2-act. 14). 

Ebenso plausibel ermittelte die Beschwerdegegnerin 3 in den 

Standortdatenblättern vom 26. Juli 2018 und 8. Oktober 2018 für den 

- 51 -

OMEN Nr. 5 und die Antenne Nr. 5 hingegen eine vertikale 

Richtungsabschwächung von 2.5 dB (Bg2-act. 8, S. A11 und Anhang 

"Antenna Diagrams (mobile)", S. 6; vgl. auch Fachbericht Nr. 2727-L des 

ANU vom 23. August 2018 [Bg2-act. 11] und Stellungnahme vom 23. April 

2020 [Bg2-act. 22]). Während die Beschwerdeführer für den OMEN Nr. 50 

mit einer vertikalen Dämpfung von nur 2.5 dB bei der Antenne Nr. 5 eine 

elektrische Feldstärke der gesamten Anlage von 5.6233 V/m errechneten, 

resultierte bei einer vertikalen und zugleich auch totalen Dämpfung der 

Antenne Nr. 5 von 6.2 dB – bei ansonsten unveränderten Parametern – 

ein Wert von 4.78 V/m. Dabei wäre der vorsorgliche Anlagengrenzwert 

von 5 V/m (vgl. Bg2-act. 11, S. 2 und Art. 4 i.V.m. Anhang 1 Ziffer 64 lit. c 

NISV) am OMEN Nr. 50 aber auch mit der Horizontaldistanz und dem 

Höhenunterschied gemäss der beschwerdeführerischen Berechnung 

eingehalten (vgl. auch die Berechnung des OMEN Nr. 50 durch die 

Beschwerdegegnerin 3 mit leicht abweichenden Werten für die 

Horizontaldistanz und den Höhenunterschied [Beilage 17, S. A15 f. zu 

Bg2-act. 14]). Selbst wenn man für den OMEN Nr. 50 von der im 

vorliegenden Verfahren geltend gemachten Horizontaldistanz gemäss 

Plan des Ingenieurbüros L._____ vom 24. November 2021 von 63.53 m 

ausginge (Bf-act. 18), resultierte sogar – ebenfalls bei einem vertikalen 

Winkel des OMEN zur kritischen Senderichtung von -7° – nur eine 

elektrische Feldstärke der gesamten Anlage von 4.48 V, was im Ergebnis 

wiederum auch mit der Berechnung der Beschwerdegegnerin 3 im 

Standortdatenblatt vom 8. Oktober 2018 übereinstimmt. Angesichts der 

Schlussfolgerungen des ANU im Fachbericht Nr. 2727-L vom 23. August 

2018 (Bg2-act. 11) und den Ausführungen im BAB-Entscheid vom 

3. August 2021 (Bf-act. 17 S. 22) bestehen bezüglich der von einem Teil 

der Einsprecher (vgl. Bg2-act. 15 S. 6) vorinstanzlich als unbrauchbar 

kritisierten Antennendiagramme in den Standortdatenblättern vom 26. Juli 

2018 und 8. Oktober 2018 keine Anhaltspunkte, die an deren Richtigkeit 

- 52 -

hinreichend konkrete Zweifel aufkommen liessen. Wenn ausserdem die 

Ausrichtung der (umhüllenden) Antennendiagramme (vgl. dazu 

Vollzugshilfenachtrag 2013, S. 1 ff. für umhüllende Diagramme über 

mehrere Frequenzbänder bzw. der Vollzugshilfenachtrag 2021, S. 11 

sowie die Erläuterung des BAFU zu Adaptiven Antennen und deren 

Beurteilung gemäss der NISV vom 23. Februar 2021, S. 8 ff. zu den 

umhüllenden Diagramme für adaptiven Antennen) in der Vertikalen für 

einen Tilt von 0° kritisiert und eine Verzerrung der 

Feldstärkenberechnungen geltend gemacht wird, kann diese nicht 

nachvollzogen werden. Denn gemäss Anhang 4 zur 

Vollzugsempfehlung 2002 ist der für die Bemessung der vertikalen 

Richtungsabschwächung massgebliche Winkel des OMEN zur kritischen 

vertikalen Senderichtung von der Hauptstrahlrichtung des 

Antennendiagrams abzutragen (Vollzugsempfehlung 2002, Anhang 4). 

Umhüllende Antennendiagramme für adaptive Antennen haben sogar oft 

kein eindeutiges Maximum bzw. keine eindeutige Hauptsenderichtung 

mehr. Darum müssen diese umhüllenden Antennendiagramme gemäss 

dem Vollzugshilfenachtrag 2021 so ausgerichtet sein, dass der 0°-Azimut 

und die 0°-Elevation immer der Senkrechten auf dem Antennenpanel 

entsprechen (Vollzugshilfenachtrag 2021, S. 11). Die vorstehenden 

Berechnungen des Gerichts – anhand eigener Auslesung der vertikalen 

Dämpfungswerte aus dem Antennendiagramm – zeigen jedenfalls für die 

Antenne Nr. 5 auf, dass die Beschwerdegegnerin 3 unter 

Berücksichtigung der Vorgaben der genannten Vollzugsempfehlung 2002 

und des Vollzugshilfenachtrages 2013 nachvollziehbare Dämpfungswerte 

– namentlich für die vertikale Richtungsabschwächung – ermittelt hat. Die 

eigenen Berechnungen der Beschwerdeführer zum OMEN Nr. 50 

vermögen somit die Fachbeurteilung des ANU, wonach die Vorschriften 

über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung eingehalten seien (vgl. 

Bg2-act. 11, S. 2), nicht in Frage zu stellen.

- 53 -

4.3.4. Gleiches gilt auch für die beschwerdeführerischen Berechnungen 

betreffend die Parzelle 736 (N._____; OMEN Nr. 200 an der 

nordwestlichsten Ecke des Gebäudes Nr. 736 [Beilagen 2 und 4 zu Bg2-

act. 12]). Die Berechnung der Beschwerdeführer geht für die Berechnung 

des OMEN Nr. 200 von einer Horizontaldistanz von 60.8 m bei einem 

Höhenunterschied zwischen der Antenne und dem OMEN von 20.69 m 

aus. Daraus resultiert bei der Antenne Nr. 5 bzw. 2SC1426 eine Elevation 

nach unten von gerundet (-)19°. Bei kritischer vertikaler Senderichtung (in 

Grad von der Horizontalen) von -10° resultiert ein vertikaler Winkel des 

OMEN zur kritischen Senderichtung von ca. -9°. Wenn gemäss 

vorstehender Erwägung bereits ein für die Bestimmung der vertikalen 

Dämpfung massgeblicher Winkel von -7° eine Dämpfung von 6.2 dB 

bewirkt, nimmt dieser bei -9° sogar noch zu. Angesichts des 

Antennendiagramms zur Antenne Nr. 5 bzw. 2SC1426 (Bg2-act.