# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8b51af2-7f9b-58b6-9e4e-e6863e185eec
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-12-21
**Language:** de
**Title:** Teilweise Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit; Dauer der Übergangsfrist, während der die Taggelder weiterhin geschuldet sind
**Docket/Reference:** UV.2014.00022
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2014.00022.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2014.00022
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiber Kreyenbühl
Urteil
vom
21. Dezember 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Matthias
Horschik
Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich
gegen
AXA Versicherungen AG
Generaldirektion
General
Guisan
-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1960, ist seit September 2007 in einem 50%-Pensum als Museumsleiterin bei der
Y.___
ange
stellt und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) obli
gatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert (vgl. Unfallmeldung UVG vom 9. Februar 2011,
Urk.
13/A1).
Zudem arbeitet sie seit Juni 2007 in einem 20%-Pensum als Marketing-Assistentin bei der
Z.___
und ist dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert (vgl.
Baga
tellunfall-Meldung
UVG vom 1
4.
Dezember 2012, Urk. 14/7).
1.2
Am
7.
Februar 2011 zog sich die Versicherte bei einem Treppensturz unter ande
rem eine Schulterverletzung links zu. Am 2
2.
Februar 2011 wurden eine SLAP II-Läsion und ein
subacromiales
Impingement
der linken Schulter festge
stellt (vgl. Unfallmeldung UVG vom
9.
Februar 2011,
Urk.
13/A1, und
Arzt
zeugnis
UVG von
Dr.
med.
A.___
, FMH Chirurgie, vom 28. Februar 2011,
Urk.
13/M2), weshalb
Dr.
A.___
am 1
4.
März 2011 eine
arthrosko
pische
Schulteroperation
vornahm (Bericht vom 1
4.
März 2011, Urk. 13/M4). Die AXA trat auf den Schaden ein und erbrachte Heilbehandlungs- und
Tag
geldleistungen
.
1.3
Am
2.
Mai 2011 stürzte die Versicherte wegen eines wegrutschenden Teppichs erneut und verletzte sich dabei an beiden Schultern (vgl. E-Mail der Versicher
ten vom 1
6.
Mai 2011,
Urk.
14/A1, und auch Stellungnahme von Dr. med.
B.___
, FMH Chirurgie, beratender Arzt der AXA, vom 1. November 2011,
Urk.
14/M9). Am 1
1.
Mai 2011 wurden zunächst eine Partialruptur der
Supra
spinatus
sehne
und ein Einriss des Labrums
superior
bis
posterior
an der linken Schulter diagnostiziert (Bericht der Röntgeninstitut
C.___
vom 1
1.
Mai 2011,
Urk.
14/M1), weshalb
Dr.
A.___
am 19. Mai 2011 eine weitere
arthr
oskopische
Schulteroperation
durchführte (Bericht vom 1
9.
Mai 2011,
Urk.
14/M2). Am
5.
Juli 2011 wurde sodann
ein Verdacht auf
eine SL
AP-Läsion der rechten Schulter erhoben
(Bericht der Röntgeninstitut
C.___
vom
5.
Juli 2011,
Urk.
14/M6). V
om 2
4.
Juli bis zum 1
3.
August 2011 war die Versi
cherte in stationärer Therapie in der Klinik
D.___
(Bericht vom 1
6.
August 2011,
Urk.
14/M7).
Am 15. November 2011 nahm
Dr.
A.___
abermals eine
arthroskopische
Operation
an der rechten Schulter vor (Bericht vom 1
5.
November 2011, Urk. 14/M10). Daraufhin persistierten die Beschwer
den der Versicherten a
n beiden Schultergelenken. A
m
4.
Dezember 2012 gab
Dr.
B.___
im Auftrag der AXA eine medizinische Stellungnahme ab (
Urk.
14/M18).
1.4
Am 1
1.
Dezember 2012 stürzte die Versicherte ein weiteres Mal. Bei diesem Sturz auf einer verschneiten
Strasse
fiel sie auf die rechte Seite, und es gab einen Schlag in die rechte Schulter (vgl. E-Mail der Versicherten vom 14. Dezember 2012,
Urk.
14/A35).
Dr.
A.___
diagnostizierte im
Arztzeug
nis
UVG vom 2
2.
Juli 2013 eine Traumatisierung eines massiven Vorzustandes der Schulter rechts (
Urk.
14/3).
1.5
Mit Schreiben vom 2
4.
bzw. 2
5.
Januar 2013 teilte die AXA der Versicherten
sowie deren Arbeitgebern
mit, dass die Taggeldleistungen betreffend die
Z.___
per 1. Februar 2013 eingestellt und die Taggeldleistungen betref
fend die
Y.___
ab dem
1.
Februar 2013 um 50
%
gekürzt und per 1. April 2013 ebenfalls eingestellt
würden (Urk.
14/A39-
A41). Zudem wurde die Versicherte mit Schreiben der AXA vom 2
5.
Januar 2013 aufgefordert, eine angepasste (Büro-)Tätigkeit zu suchen und aufzuneh
men oder das Pensum der Büroarbeiten bei den bisherigen Arbeitgebern so zu
vergrössern
, dass sie ihre volle Arbeitsfähigkeit umsetzen könne; gleichzeitig wurde sie auch auf ihre diesbezügliche Schadenminderungspflicht hingewiesen (
Urk.
14/A39). Nachdem die Versicherte mit der in Aussicht gestellten Aufhe
bung der Taggeldleistungen nicht einverstanden war (vgl. Telefonnotiz vom 2
9.
Januar 2013,
Urk.
14/A44
, und
Urk.
14/A54
), führte
Dr.
B.___
am
2
0.
März 2013 eine vertrauensärztliche Untersuchung durch, deren Ergebnisse er im Bericht vom
9.
April 2013
festhielt
(
Urk.
14/M21). Mit Verfügung vom 4. Juni 2013 bestätigte die AXA, dass die Taggeldleistungen betreffend die
Tätigkeit bei der
Z.___
per 1. Februar 2013 und die Taggeldleistungen betref
fend die
Tätigkeit bei der
Y.___
per 1. April 2013 eingestellt bleiben würden (
Urk.
14/A76). Dagegen erhob die Versicherte am 1. Juli 2013 Einsprache (
Urk.
14/A85
; Ergänzung vom 2
3.
September 2013,
Urk.
14/A93
), woraufhin
Dr.
med.
E.___
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, am 1
0.
Oktober 2013 zuhan
den der AXA eine medizinische Aktenbeurteilung vornahm (
Urk.
14/M32). Mit Entscheid vom 13. Dezember 2013 wies die AXA die Einsprache der Versicher
ten ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 27. Januar 2014 Beschwerde mit folgendem Rechtsbegehren (
Urk.
1/1 S. 2):
„
1.
Der Einsprache-Entscheid der
Axa
Winterthur vom 1
3.
Dezember 2013 sei
aufzuheben und es seien der Versicherten weiterhin die versicherungsrechtlichen
Leistungen, insbesondere Taggeldleistungen betreffend die Tätigkeit bei der
Z.___
über den 1.2.2013 hinaus und Taggelder
betreffend die Tätigkeit beim
Y.___
über den
1.4.2013 hinaus sowie Heilungskosten,
ev. eine Rente
und eine
Integritätsentschädigung zu erbringen.
2.
Es sei im vorliegenden Verfahren eine Instruktionsverhandlung, eventualiter eine
öffentliche Verhandlung im Sinne von
Art.
6
Abs.
1 EMRK durchzuführen, wobei
insbesondere die Beschwerdeführerin vorzuladen und anzuhören sei.
3.
Es sei im vorliegenden Verfahren – unter vorheriger Zustellung sämtlicher Akten
– ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.“
Am 2
9.
Januar und am 1
4.
Februar 2014 reichte die Beschwerdeführerin Beschwerdeergänzungen ein (
Urk.
1/2 und
Urk.
7). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
4.
Mai 2014 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
12). Mit Replik vom
6.
Oktober 2014 hielt die Beschwerde
führerin an ihren beschwerdeweise gestellten Anträgen fest und beantragte neu, es sei ein gerichtliches Gutachten zu erstellen (
Urk.
20). Mit Duplik vom
9.
Dezember 2014 schloss die Beschwerdegegnerin erneut auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
24), was der Beschwerdeführerin am 12. Dezember 2014 angezeigt wurde (
Urk.
25).
Am 1
4.
Dezember 2015
fand am
Sozialversiche
rungsg
ericht
eine mündliche Ve
rhan
dlung statt (vgl. Protokoll S. 5 ff.
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) sind Versicherungsleistungen - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versi
cherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adä
quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1-2 mit Hinweisen).
1.2
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
, ATSG), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er
erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mithin im Zeit
punkt der vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, im bisherigen oder in einem anderen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 16
Abs.
1 und 2 UVG
i.V.m
. Art. 6 ATSG; BGE 137 V 199 E. 2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3), mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG).
1.3
Arbeitsunfähigkeit
ist
gemäss
Art.
6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil
weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem ande
ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt.
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356
S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Dr.
A.___
diagnostizierte im Arztzeugnis UVG vom 2
8.
Februar 2011 (1) ein Distorsionstrauma linkes Sprunggelenk und (2) einen Sturz auf die linke Schulter am
7.
Februar 2011 mit
subacromialem
Impingement
. Er erklärte, dass das am 2
2.
Februar 2011 durchgeführte MRT der linken Schulter eine SLAP
II-Läsion am
Bizepssehnenanker
und ein
subacromiales
Impingement
ergeben habe (
Urk.
13/M2).
Im Bericht vom 1
4.
März 2011 gab
Dr.
A.___
an, dass er eine
arthroskopische
Operation (
subacromiale
Dekompression und
Limbus
refixation
) der linken Schulter durchgeführt habe (
Urk.
13/M4).
2.2
Dr.
med.
F.___
, FMH Radiologie, von der Röntgeninstitut
C.___
hielt im Bericht vom 1
1.
Ma
i 2011 fest, dass das
Arthro
-MRI
der linken Schul
ter der Beschwerdeführerin eine progrediente
humeruskopfseitige
Partialruptur der
Supraspinatussehne
und einen Labrumeinriss
superior
bis
posterior
zeige (
Urk.
14/M1).
Dr.
A.___
erklärte im Bericht vom 1
9.
Mai 2011, dass er eine weitere
arthroskopische
Operation (
Limbusrefixation
und
subacromiale
Bursektomie
) der linken Schulter vorgenommen habe (Urk. 14/M2).
2.3
Die Ärzte der Klinik
D.___
gaben im Bericht vom 1
6.
August 2011 an, dass die Beschwerdeführerin vom 2
4.
Juli bis zum 1
3.
August 2011 bei ihnen in stationärer Behandlung gewesen sei (
Urk.
14/M7).
2.4
Dr.
A.___
diagnostizierte im Bericht vom 1
5.
November 2011 (1) ein
Impin
gementsyndrom
rechtes Schultergelenk bei losgelöstem
Bufordkomplex
und (2) ein
Acromion
Typ II. Er gab an, dass er eine
arthroskopische
Operation (
Refixation
Bufordkomplex
und
subacromiale
Dekompression) am rechten Schultergelenk der Beschwerdeführerin durchgeführt habe (
Urk.
14/M10).
2.5
Im Bericht vom 2
7.
Juni 2012 hielt
Dr.
A.___
fest, dass sich bei der Kon
trolle vom
4.
Mai 2012 subjektiv eine Besserung gezeigt habe. Die Beweglich
keit habe sich verbessert. Die Beschwerdeführerin benötige gelegentlich noch Medikamente. Bei der Kontrolle vom 2
2.
Juni 2012 habe sie wiederum eine Zunahme der Beschwerden am rechten Schultergelenk mit ebenfalls Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule angegeben. Insbesondere würden bei Belastung vermehrt Schmerzen im rechten Schultergelenk sowie nach wie vor nächtliche Beschwerden auftreten (Urk. 14/M16).
2.6
Dr.
B.___
bejahte in der Stellungnahme vom
4.
Dezember 2012 (
Urk.
14/M18), dass nach wie vor ein mindestens überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusam
menhang zwischen den Schulterbeschwerden der Beschwerdeführerin und dem Unfall vom
2.
Mai 2011 bestehe. Er gab an, dass für die angestammte Tätigkeit als Museumsleiterin, im Rahmen welcher die Beschwerdeführerin zu 50
%
handwerkliche Arbeiten (Weinflaschen abfüllen, Reinigungsarbeiten) und zu 50
%
administrative Arbeiten verrichten müsse (vgl.
Schadeninspektorenbericht
vom
9.
September 2011,
Urk.
14/A14), eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ausgewie
sen sei. In einer angepassten Tätigkeit mit Arbeiten auf Tischniveau und ohne Tragen von Lasten wäre wahrscheinlich ab dem 3
0.
Juni 2012 eine volle Arbeitsleistung möglich. Somit wäre die Beschwerdeführerin in der Tätigkeit bei der
Z.___
, welche
gemäss
Schadeninspektorenbericht
vom
9.
September 2011 rein administrativ sei, voll arbeitsfähig. Voraussichtlich resultiere vorliegend ein Integritätsschaden von 10 % bis 20
%
.
2.7
Dr.
A.___
erklärte im Bericht vom
6.
Februar 2013, dass die Beschwerde
führerin aktuell an beidseitigen Schulterschmerzen leide - nach einem neuen Sturz auf Eis am 1
1.
Dezember 2012, den sie mit dem rechten Arm aufgefangen habe. Vorübergehend seien auch Sensibilitätsstörungen aufgetreten. Die Beschwerdeführerin stehe derzeit in physikalischer Therapie. Die Arbeitsfähig
keit von aktuell 25
%
könne nicht gesteigert werden, da sie damit schon an der Grenze der Belastbarkeit sei (
Urk.
14/M19).
2.8
Im Bericht vom 2
5.
Februar 2013 führte
Dr.
A.___
aus, dass bezüglich des neuen Unfallereignisses vom 1
1.
Dezember 2012 bis anhin keine Röntgen- und MRI-Untersuchungen durchgeführt worden seien. Initial habe die Beschwerde
führerin über
Paräs
thesien
im Arm geklagt, die mit
eine
r
leichte
n
Plexuszerrung
vereinbar seien
. Diese hätten sich unterdessen wieder erholt. Eine
Kontusions
marke
habe sich nicht feststellen lassen (Urk. 14/M20).
2.9
Dr.
B.___
legte im Bericht vom
9.
April 2013 – im Anschluss an die vertrauens
ärztliche Untersuchung vom 2
0.
März 2013 - dar, dass die Beschwer
deführerin ihre Beschwerden im Rahmen eines längeren Gespräches glaubhaft geschildert habe. Gemessen an den objektivierbaren Befunden wäre sie in einer den Unfallfolgen angepassten Tätigkeit (Büro) voll arbeitsfähig. Von einer neu
erlichen interdisziplinären oder einer neuropsychologischen Beurteilung erwarte er keine neuen Erkenntnisse (Urk. 14/M21/3-4).
2.10
In der Stellungnahme vom 2
9.
Mai 2013 (
Urk.
14/M23) führte
Dr.
B.___
aus, dass er die Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 2
2.
Mai 2013 (vgl. Urk. 14/A72) aufmerksam gelesen habe und auch verstehen könne, dass sie subjektiv vieles anders einschätze, als er dies getan habe. Die Diskrepanz zwischen den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin und den objekti
vierbaren Befunden werde allerdings auch durch diese Stellungnahme nicht besser erklärbar. Er könne deshalb weder seine Stellungnahme noch seine medizinisch-theoretische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ändern. Dass die Beschwerdeführerin angegeben habe, eine Untersuchung durch Palpation habe
nicht stattgefunden, sei für ihn im Übrigen völlig unverständlich. Die Beschwerdeführerin sei am 2
0.
März 2013 während einer guten Stunde in sei
ner Praxis gewesen. Er habe damals nicht nur mit ihr gesprochen, sondern auch eine körperliche Untersuchung des Schultergürtels durchgeführt. Die festgehal
tenen Befunde habe er durch Palpation mit den Händen erhoben und nicht frei erfunden.
2.11
Dr.
A.___
erklärte in der Stellungnahme vom
4.
Juni 2013, dass es ihm unverständlich sei, wie
Dr.
B.___
zu seiner Schlussfolgerung gekommen sei, wonach die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit im Büro voll arbeitsfähig sei, nachdem er deren Beschwerden zunächst als glaubhaft bezeichnet habe. Ab dem
1.
Mai 2013 habe die Beschwerdeführerin ihre Arbeitstätigkeit auf 40
%
gesteigert, wobei bei stärkeren Belastungen rezidivie
rende
Parästhesien
im Sinne eines sekundären
Thoratic
outlet
Syndroms auf
treten würden. Ab dem 1
0.
Juni 2013 erfolge eine weitere Steigerung d
er Arbeitsfähi
gkeit auf 50
%
(
Urk.
14/M24).
2.12
Im Bericht vom 2
2.
Juli 2013 gab
Dr.
A.___
an, dass der Heilverlauf durch den Unfall vom 1
1.
Dezember 2012 verzögert worden sei. Nach Rück
sprache mit dem Physiotherapeuten könne er nun aber berichten, dass die Beschwerdeführerin Fortschritte mache und ihr volles Arbeitspensum von 70
%
voraussichtlich im September 2013 wieder aufnehmen könne (
Urk.
14/M25).
2.13
Dr.
E.___
legte in der Aktenbeurteilung vom 1
0.
Oktober 2013 dar, dass es bei der Beschwerdeführerin bereits nach einem am 2
2.
Februar 2005 erlittenen Unfall (Schleudertrauma) zu einer ähnlichen Situation wie vorliegend gekom
men sei. Die Beschwerdeführerin sei damals von einem Auto angefahren wor
den und habe sich diverse Prellungen zugezogen. Die später folgenden gut
achterlichen Untersuchungen seien zu teilweise widersprüchlichen Einschät
zungen gekommen. Ähnlich wie bei der heutigen Beschwerdelage sei es auch damals zu einem langen Verlauf und entsprechenden Diskussionen mit dem Unfallversicherer gekommen. Vorübergehend habe die Beschwerdeführerin eine Invalidenrente bezogen, letztlich allerdings doch wieder eine Leistungsfähigkeit erreicht, die ihr ein Arbeitspensum von 70
%
bei den heutigen zwei Arbeitge
bern ermöglicht habe. Sehr ähnlich wie heute hätten auch damals Beschwerden bestanden, die nach objektiven Kriterien
nicht zu erklären gewesen seien
. Die psychologische Therapeutin habe in diesem Zusammenhang am
9.
Juli 2006 festgehalten, dass sie die Beschwerdeführerin als sehr kooperativ und mutig erlebe, jedoch auch eine Tendenz zur Selbstüberforderung feststelle. Auf einer Skala von eins bis zehn würden sich ihre physischen Schmerzen noch zwischen vier und sechs bewegen, je nach Stress. Im Laufe der Sitzungen habe sich
gezeigt, dass das Schleudertrauma vom 2
2.
Februar 2005 nur das letzte einer langen Kette von Traumas gewesen sei, welche die Beschwerdeführerin in ihrem Leben erlitten habe. In der Schock- und
Traumaheilung
sei bekannt, dass frühere unbearbeitete Traumas reaktiviert werden könnten, was auf die
Be
-
schwerdeführerin
zutreffe.
Dr.
E.___
kam
zum Schluss, dass die damaligen Feststellungen der Psychologin – ohne dass er einen Beweis für einen
Vorzu
stand
mit Sicherheit vorlegen und die Schlüsselerklärung für die nicht erklär
baren, lang anhaltenden Beschwerden liefern könne – den Verdacht zulassen würden, dass die Beschwerdeführerin eine Tendenz zu
somatoformen
Schmerz
störungen in sich trage. Wenn diese entsprechend angegangen würden, bestehe – wie sich gezeigt habe – jedoch eine gute Prognose. Es sei daran zu erinnern, dass als
somatoforme
Störungen körperliche Beschwerden bezeichnet würden, die sich nicht oder nicht hinreichend auf eine organische Erkrankung oder auf eine
Traumafolge
zurückführen lassen würden. Dabei würden neben den
All
gemeinsymptomen
wie Müdigkeit und Erschöpfung die Schmerzsymptome an vorderster Stelle stehen, gefolgt von anderen, meist vegetativen Störungen. Die Betroffenen – und sicher auch die Beschwerdeführerin – würden ihre Beschwer
-
den dabei als real erleben und hätten in dieser Hinsicht
simulatorische
oder
aggravatorische
Verhaltensweisen nicht nötig. Betrachte man die Beschwerde
-
entwicklung von 2005 und den nun im Rahmen der
Schulterverlet
zungen
festgestellten Verlauf, so erkenne man, dass sich die Beschwerdeführe
rin glaub
-
haft und aktiv darum bemühe - so sei das „glaubhaft“ von
Dr.
B.___
im
Be
-
richt
vom
9.
April 2013 wahrscheinlich auch gemeint gewesen -, ihre Situation zu verbessern bzw. zu überwinden. Im Weiteren bestätigte
Dr.
E.___
, dass die Beurteilungen von Dr.
B.___
betreffend Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
-
führerin nach objektiven Kriterien in jeder Hinsicht nachvollziehbar seien. Bei einer administrativen Tätigkeit (wie sie die Beschwerdeführerin bei der
Z.___
ausübe) handle es sich um eine dem Leiden angepasste Tätigkeit. Durch die einwandfreien orthopädisch-chirurgischen Eingriffe seien die strukturellen Folgen der Traumatisierungen beseitigt worden (
Urk.
14/M32/2-3).
2.14
Dr.
A.___
erklärte im ärztlichen Zwischenbericht vom 2
5.
Oktober 2013, dass die Beweglichkeit des linken Schultergelenks der Beschwerdeführerin bei der Kontrolle vom 2
6.
August 2013 gut gewesen sei. Es habe noch eine
Kälte
empfindlichkeit
bestanden. Bei der Kontrolle vom 1
1.
Oktober 2013 hätten immer noch Beschwerden im linken Schultergelenk vorgelegen. Am 1. September 2013 habe sie ihr volles Arbeitspensum von 70
%
wieder aufge
nommen (
Urk.
14/M31).
2.15
Im Bericht vom 2
8.
Januar 2014 hielt
Dr.
A.___
fest, dass die Beschwerde
führerin wie folgt arbeitsunfähig gewesen sei (
Urk.
3/8):
ab dem 01.04.2013 zu 75
%
arbeitsunfähig
ab dem 01.05.2013 zu 60
%
arbeitsunfähig
ab dem 10.06.2013 zu 50
%
arbeitsunfähig
ab dem 01.07.2013 zu 40
%
arbeitsunfähig
ab dem 01.09.2013 zu 30
%
arbeitsunfähig
Dr.
A.___
führte aus, dass es beim erneuten Unfall vom 1
1.
Dezember 2012 zu einer Traumatisierung eines massiven Vorzustandes der rechten Schulter gekommen sei. Die Beschwerdeführerin sei damals bereits zu 75
%
arbeits
-
unfähig gewesen. Auf Wunsch der Beschwerdeführerin sei die Arbeits
unfähigkeit mit Rücksicht auf den Arbeitgeber und den Versicherer damals nicht erhöht worden (
Urk.
3/8).
2.16
Im Bericht vom
5.
Februar 2014 gab
Dr.
A.___
an, dass die Beschwerdefüh
rerin über anhaltende Schulterbeschwerden links
unter Belas
tung
klage. Klinisch finde sich eine verspannte Rücken- und
Nackenmuskula
tur
. Weiter würden auch Beschwerden im Bereich des
Pectoralis
vorliegen. Die Beschwerdeführerin stehe deswegen in physiotherapeutischer Behandlung. Im Kontroll-
Arthro
-MRT vom 2
3.
Januar 2014 fänden sich
ausser
postoperativen Verände
r
ungen nur minimale degenerative Veränderungen. Somit seien die beklagten Beschwerden nach wie vor als unfallbedingt zu betrachten (
Urk.
14/M33).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
3.
Dezember 2013 (
Urk.
2)
in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Beurteilungen der
Dres
.
B.___
und
E.___
(vgl. E. 2.9-10 und E. 2.13).
3.2
Dr.
B.___
legte im Bericht vom
9.
April 2013 dar, dass die Beschwerdeführerin am
7.
Februar 2011 auf der Treppe gestürzt sei und sich dabei eine Verletzung des linken oberen Sprunggelenks und der linken Schulter zugezogen habe. Daraufhin sei am 1
4.
März 2011 eine Schulterarthroskopie links vorgenommen worden, im Rahmen welcher eine SLAP-Läsion fixiert sowie eine
Acromioplas
tik
durchgeführt worden seien. Am
2.
Mai 2011 sei die Beschwerdeführerin erneut gestürzt und habe sich dabei mit beiden Armen aufgefangen. In der Folge seien die Beschwerden nicht nur links, sondern auch rechts lokalisiert gewesen. Aufgrund einer erneuten MRI-Untersuchung seien am 1
9.
Mai 2011 eine
Refixation
des Limbus und eine
subacromiale
Bursektomie
links durchge
führt worden. Wegen persistierender Beschwerden auch rechts seien am 1
5.
November 2011 in der rechten Schulter eine Fixation des Limbus mit dem
Bizepssehnenanker
sowie eine
Acromioplastik
vorgenommen worden. Der
darauf folgende Verlauf sei stark verzögert gewesen mit unterschiedlichen Beschwerden in beiden Schultergelenken. Hinzu komme, dass die Beschwerde
führerin am 1
1.
Dezember 2012 auf verschneiter
Strasse
erneut gestürzt sei und sich mit dem rechten Arm aufgefangen habe. Diese rezidivierenden Stürze und der sehr protrahierte Heilverlauf hätten dazu geführt, dass sie seit anfangs Februar 2011 vollständig oder mindestens zu 75 % arbeitsunfähig gewesen sei. Kurzzeitige Versuche, die Arbeitsunfähigkeit auf 60
%
zu senken, hätten innert kurzer Zeit zu einer Vermehrung der Schmerzen und dadurch wieder zu einer Anhebung der Arbeitsunfähigkeit geführt (
Urk.
14/M21/2).
Weiter führte
Dr.
B.___
aus, dass das Schulterrelief der Beschwerdeführerin anlässlich der Un
tersuchung vom 2
0.
März 2013
symmetrisch gewesen sei. Bei Palpation gebe sie beidseits schmerzhafte Stellen an, wobei diese nicht klar einer Struktur zugeordnet werden könnten. Die
Ventralelevation
sei beidseits bis zur Horizontalen möglich (passiv etwas mehr), die
Aussen
-/Innenrotation rechts 0-0-L5 und links 10-0-L
5.
Die Abduktion sei rechts bis 80 Grad und links bis 70 Grad möglich. Der Nacken- und Schürzengriff sei
en
knapp mög
lich. Das aktuellste MRI der linken Schulter vom 1
4.
August 2012 zeige einen Zustand nach
Labrumrefixation
mit Metallartefakten der Anker. Die
Refixation
und die Lage der Anker seien kernspintomografisch wegen der Artefakte nicht beurteilbar. Der Lauf der langen
Bizepssehne
sei regelrecht. Im Weiteren seien eine
leichtgradige
Bursitis
subacromialis
sowie
leichtgradige
Ansatztendinopa
thien
der
Supraspinatus
- und
Subscapularissehne
ersichtlich, ohne
transmurale
Rissbildung und ohne Muskelbauchatrophie. Die (vorbeschriebene) Partialruptur der
Supraspinatussehne
sei
regredient
. Das aktuellste MRI des rechten Schulter
gelenks vom
6.
März 2013 zeige einen leichten Reizzustand im Bereich des
Rotatorenmanschettenintervalls
und am Pully. Der Übergang zwischen
Bizepsanker
/ventrales Labrum sei erneut leicht angehoben. Die
Rotatorenman
schette
sei intakt. Sodann liege ein diskreter
subacromialer
Reizzustand vor. Eine Atrophie der
Rotatorenmanschettenmuskulatur
sei nicht festzustellen. Die Darstellung von AC-Gelenk und der
korakoclavikulären
Bänder sei
bland
(
Urk.
14/M21/3).
Ferner erklärte
Dr.
B.___
, dass die Beschwerdeführerin ihre Beschwerden im Rahmen eines längeren Gespräches glaubhaft geschildert habe. Es handle sich vor allem um eine rasche Ermüdbarkeit mit dann auftretenden
belastungsab
hängigen
Schmerzen in beiden Schultergelenken, teilweise in unterschiedlicher Intensität. Mit den objektiven Befunden könne er diese Beschwerden aber nicht erklären. Die klinischen Untersuchungsbefunde würden zwar eine gewisse Ein
schränkung der Beweglichkeit zeigen, die angegebenen Befunde indes nicht erklären. In den letzten MRI-Untersuchungen seien zwar sowohl links als auch
rechts leichte Reizzustände und postoperative Veränderungen ersichtlich, im Übrigen aber weitgehend altersentsprechend normale Verhältnisse mit insbe
sondere gut erhaltenen Knorpelüberzügen und ohne Atrophie oder Verfettung der Muskulatur. Er habe die Beschwerdeführerin auf die vorliegende Diskrepanz zwischen den objektiven Befunden und den subjektiven Schmerzen angespro
chen und angedeutet, dass eventuell auch eine
somatoforme
Schmerzverarbei
tungsstörung
vorliegen könnte. Die Beschwerdeführerin habe ihn dann auf die bereits vorhandenen Abklärungen im Rahmen der Begutachtungen in den Jah
ren 2008 und 2010 aufmerksam gemacht. Diese beiden Gutachten würden sich in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zwar diametral widersprechen. Bezüglich der Beurteilung der psychischen Situation sei man jedoch einhellig der Auffas
sung gewesen, dass keine psychiatrisch relevanten Diagnosen vorliegen wür
den. Die aktuelle Situation gleiche auch sehr derjenigen vor acht Jahren, wobei in beiden Fällen eigentlich wenig objektivierbare körperliche Läsionen vorgele
gen hätten, die Beschwerdeführerin aber während überdurchschnittlich langer Zeit nicht in der Lage gewesen sei, die erwartete Arbeitsleistung zu erbringen. Gemessen an den objektivierbaren Befunden wäre sie in einer den Unfallfolgen angepassten Tätigkeit (Büro) voll arbeitsfähig. Von einer neuerlichen interdis
ziplinären oder einer neuropsychologischen Beurteilung erwarte er keine neuen Erkenntnisse (
Urk.
14/M21/3-4).
3.3
Diese Einschätzung von
Dr.
B.___
, die auf einer eingehenden klinischen Untersu
chung der Schultergelenke der Beschwerdeführerin beruht und die er in Kenntnis der
Vorakten
abgab, ist gestützt auf die genannten Befunde einleuch
tend und plausibel.
Dr.
B.___
war dabei als Chirurg zur Beurteilung des vorlie
genden medizinischen Sachverhalts bzw. der Behandlung durch den Chirurgen
Dr.
A.___
auch kompetent (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_937/2012 vom 1
1.
Juli 2013 E. 3.2).
Was die vermeintlich widersprüchliche Aussage von
Dr.
B.___
betrifft, wonach die Beschwerdeführerin ihre Beschwerden anlässlich des Gespräches glaubhaft geschildert habe, diese mit den objektiven Befunden aber nicht erklärt werden könnten, erläuterte
Dr.
E.___
in nachvollziehbarer Weise – unter Bezugnahme auf den ebenfalls verzögerten Heilverlauf nach dem Unfallereignis vom
22. Februar 2005 –
, dass die Beschwerdeführerin ihre Beschwerden aufgrund einer Tendenz zu
somatoformen
Schmerzstörungen als real erleben dürfte. So sei das „glaubhaft“ von
Dr.
B.___
wahrsche
inlich ge
meint gewesen (vgl.
E.
2.13).
Entgegen der Darlegungen der Beschwerdeführerin (
Urk.
1/1 S. 6 f.) hat Dr.
B.___
bei seiner Beurteilung auch das Unfallereignis vom 1
1.
Dezember
2012 sowie in diesem Zusammenhang insbesondere auch die Ergebnisse des MRI des rechten Schultergelenks vom
6.
März 2013 berücksichtigt (vgl. E. 3.2 und auch
Urk.
14/A61 und
Urk.
14/A66). Er hat diesem Unfallereignis aber offensichtlich nicht dieselbe Bedeutung beigemessen wie die Beschwerdeführe
rin, was aufgrund der vorliegenden Akten plausibel erscheint.
Im Weiteren wies die
Beschwerdegegnerin zutreffend darauf hin (
Urk.
2 S. 5), dass das von Dr.
A.___
in der Stellungnahme vom
4.
Juni 2013 erwähnte
Thoratic
outlet
Syndrom, aufgrund dessen bei der Beschwerdeführerin bei stärkeren Belastungen noch rezidivierende
Parästhesien
aufgetreten seien (vgl.
E. 2.11),
rechtsprechungsgemäss
für sich allein nicht als organisch hinreichend nach
weisbare Unfallfolge zu betrachten ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_33/2008 vom 2
0.
August 2008 E. 5.1, mit Hinweisen).
Im Übrigen ist es nicht nur bei einem solchen Leiden, sondern bei sämtlichen Leiden so, dass eine gestellte Diagnose für sich allein keine Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit begründet (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_681/2010 vom 1
4.
Dezember 2010 E. 3.1.3).
Auch die
weiteren
Berichte von
Dr.
A.___
vom
2
2.
Juli 2013 (vgl. E.
2.12), 2
5.
Oktober 2013 (vgl. E. 2.14), 2
8.
Januar 2014 (vgl. E. 2.15)
und 5.
Februar 2014 (vgl. E. 2.16)
vermögen die Einschätzungen der
Dres
.
B.___
und
E.___
nicht in Zweifel zu ziehen, zumal Dr.
A.___
nicht nachvoll
ziehbar begründet hat, inwiefern die Beschwerdeführerin selbst im Rahmen einer körperlich angepassten Bürotätigkeit
nach wie vor in ihrer
Arbeitsfähig
keit eingeschränkt gewesen sein soll.
3.4
Es ist somit festzuhalten, dass auf die Beurteilungen der
Dres
.
B.___
und
E.___
abgestellt werden kann.
Von der Einschätzung der
Beschwerdegegnerin
abweichend
ist
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
allerdings
davon auszugehen
, dass
eine 100%ige
Arbeitsfähigkei
t in einer angepassten Bürotätigkeit nicht schon rück
wirkend ab dem
1.
Februar 2013 gegeben war
, sondern
erst ab dem Datum der Untersuchung bei
Dr.
B.___
,
das heisst ab dem 2
0.
März 2013 (
Urk.
14/M21).
Dies insbesondere auch aufgrund der Folgen des Unfallereignisses vom 1
1.
Dezember 2012 (
vgl. E. 2.7-8
), für welches die Beschwerdegegnerin gestützt auf
Art.
100
Abs.
1 der Verordnung über die Unfallversicherung (
UVV
) eben
falls zuständig ist
(vgl. auch
Urk.
2 S. 5 und Urk. 14/A103)
.
Für die Zeit vom
1.
Februar bis 1
9.
März 2013 ist mangels konkreter rückblickender Beurteilung von
Dr.
B.___
aufgrund des e
chtzeitlichen Berichtes von Dr.
A.___
vom
6.
Februar 2013 von einer 25%ig
en Arbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. E. 2.7).
Von weiteren medizinischen Abklärungen sind
keine
entscheidrelevanten
neuen Erkenntnisse zu erwarten. Dasselbe gilt auch für eine Evaluation der funktio
nellen Leistungsfähigkeit, welche – wie die Beschwerdegegnerin zu Recht
be
-
merkte (
Urk.
12 S. 6 f.) – bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer reinen Bürotätigkeit ohnehin wenig sinnvoll ist. Der
Beizug
weiterer Akten der SUVA oder deren Beiladung zum vorliegenden Prozess erweist sich schliesslich eben
falls als nicht erforderlich.
4
.
4.1
Im Weiteren ist der zur Bemessung des Taggeldes massgebende
Arbeitsunfähig
keitsgrad
der Beschwerdeführerin per 2
0.
März 2013 zu prüfen. Dieser ent
spricht der Differenz zwischen dem Einkommen, das ohne Unfälle im bisherigen Beruf erzielt werden könnte, und dem Einkommen, das im neuen Beruf
zumut
barerweise
zu erzielen wäre (Urteil des Bundesgerichtes 8C_889/2014 vom 2
3.
Februar 2015 E. 3.2 mit Hinweisen).
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend feststellte (
Urk.
2 S. 7), ist bei der Ermittlung des Grades der Arbeitsunfähigkeit für die Festsetzung des Taggeldes – anders als bei der Bemessung des
Invalidi
tätsgrades
bei der Rentenprüfung – irrelevant, ob der sogenannte medizinische Endzustand erreicht worden ist bzw. ob von der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erreicht werden kann (vgl.
Art.
19
Abs.
1 UVG).
4
.2
Die Beschwerdegegnerin ging im Rahmen des vorliegenden
Einkommensver
gleichs
- gestützt auf den von der Beschwerdeführerin bei der
Y.___
und bei der
Z.___
zuletzt erzielten Lohn - von einem
Valideneinkommen
für ein 70%-Pensum von Fr. 54‘600.-- aus. Das
Invalideneinkom
men
setzte die Beschwerdegegnerin mittels der Tabellenlöhne gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE 2010) des Bundesamtes für Statistik fest. Dies ergab für ein 70%-Pensum ein Einkommen von
Fr.
54‘518.--, weshalb ein Arbeitsunfähigkeitsgrad von 0 % (
Fr.
82.-- :
Fr.
54‘600.--) resultiert (
Urk.
2 S. 7 f., vgl. auch
Urk.
14/A76/2-3).
4
.3
Dieser Einkommensvergleich ist nicht zu beanstanden. Entgegen den Darlegun
gen der Beschwerdeführerin (
Urk.
37 S. 14 f.) gilt als bisheriger Beruf gemäss
Art.
6 ATSG derjenige Beruf, den die Beschwerdeführerin vor Eintritt der zu beurteilenden Arbeitsunfähigkeit zuletzt ausgeübt hat (vgl.
Kieser
, ATSG-Kom
mentar,
3.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, N 60 zu
Art.
6). Dies sind vorlie
gend deren Tätigkeiten bei der
Y.___
und
bei der
Z.___
. Im Weiteren ist
als Referenzpensum zur Ermittlung des Grades der Arbeitsunfähi
gkeit in der Taggeldphase
– wiederum anders als im Rahmen der Bemessung der Erwerbsunfähigkeit bei der Rentenprüfung – das Arbeitspensum unmittelbar vor dem Unfall einzusetzen (Urteil des Bundesge
richts
8C_17/2009 vom
2
5.
Juni 2009
[publiziert in BGE 135 V 287]
E. 4, mit Hinweisen).
Schliesslich kann auch dem Einwand der Beschwerdeführerin
, dass ihr im Rahmen der Bemessung des Invalideneinkommens noch ein sogenannter
Leidensabzug in der Höhe von 10
% bis 20
%
hätte gewährt werde
n müssen (vgl.
Urk.
1/1 S. 10),
nicht beigepflichtet werden. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend darlegte (
Urk.
2 S. 7 und 8), bestehen in einer angepassten (Büro-)Tätigkeit keine zusätzlichen Einschränkungen. Sodann bietet die
Teilzeittätig
keit
bei Frauen rechtsprechungsgemäss keinen Anlass für einen Teilzeitabzug (vgl. Urteil 9C_315/2012 vom 1
8.
September 2012 E. 3.2.3 mit Hinweisen). Auch die übrigen Abzugskriterien (vgl. BGE 126 V 75), namentlich auch dasje
nige des Alters, sind nicht erfüllt.
4
.
4
Es ist demnach festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den
Arbeitsunfähig
keitsgrad
der Beschwerdeführerin korrekt ermittelt hat.
5
.
5
.1
Zu prüfen bleibt
,
bis wann die Beschwerdeführerin noch Anspruch auf
Taggeld
leistungen
ha
t.
5
.2
Steht fest, dass die versicherte Person unter dem Blickwinkel der
Schadenminde
rungspflicht
einen Berufswechsel vorzunehmen hat, so hat der Versicherungsträger sie dazu aufzufordern und ihr zur Anpassung an die ver
änderten Verhältnisse sowie zur Stellensuche eine angemessene Übergangsfrist einzuräumen, während welcher das bisherige Taggeld geschuldet bleibt (RKUV 2000 Nr. KV 112 S. 122, K 14/99 E. 3a mit weiteren Hinweisen). Diese
Über
gangsfrist
bemisst sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalles. In der Praxis der sozialen Krankenversicherung, welche sinngemäss auch im Bereich der sozialen Unfallversicherung gilt (RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394), wurden Zei
ten von drei bis fünf Monaten als angemessen betrachtet (BGE 114 V 289 E. 5b und Urteil des Bundesgerichts 8C_803/2010 vom 17. Dezember 2010 E. 3.1.2, je mit Hinweisen).
5
.3
Aktenkundig und unbestritten ist zunächst, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der
Z.___
, wo sie in einem 20%-Pen
sum (acht Stunden pro Woche) angestellt ist, ausschliesslich Büroarbeiten erle
digt (vgl.
Urk.
14/A14/4). Hierbei handelt es sich um eine angepasste Tätigkeit, die der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Einstellung der betreffenden Tag
gelder per
1. Februar 2013
bis 1
9.
März 2013 zu 25
%
und ab dem 2
0.
März 2013 zu 100
%
zumutbar war
(vgl. E. 3.4
)
.
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die
Taggeld
leistungen
betreffend die Tätigkeit bei der
Z.___
per 1. Februar 2013 eingestellt hat.
5
.4
Weiter ist aktenkundig und unbestritten, dass die Beschwerdeführerin im Rah
men ihrer Tätigkeit
bei der
Y.___
, wo sie in einem 50%-Pensum (20 Stunden pro Woche) angestellt ist, zu ca. 50
%
hand
werkliche Tätigkeiten (Auffüllen von Weinflaschen, Reinigungsarbeiten etc.) und zu ca. 50
%
administrative Tätigkeiten ausübt (vgl.
Urk.
14/A
14/4).
Bei den administrativen Arbeiten für die
Y.___
handelt es sich ebenfalls um angepasste Tätigkeiten, die der Beschwerdeführerin
nach dem Gesagten
ab dem
1.
Februar 2013 zu 25
%
und ab dem
2
0.
März 2013
wieder
zu 100
%
zumutbar
waren
(vgl. E. 3.4)
. Dass ihr bereits am
1.
April 2013 auch die erwähnten handwerklichen Tätigkeiten wieder
im bisherigen Pensum
zumutbar gewesen wären, wird aber selbst von den
Dres
.
B.___
und
E.___
nicht behauptet. Sodann lässt sich den vorliegenden Akten auch nicht entneh
men, dass die Beschwerdeführerin den administrativen Teil der Arbeiten bei ihren bisherigen Arbeitgebern bis zur Aufnahme des vollen Arbeitspensums per 1. September 2013 hätte ausbauen können.
Aus dem
Bericht von
Dr.
A.___
vom 2
5.
Oktober 2013
geht
hervor,
dass d
ie Beschwerdeführerin ab dem
1.
Februar 2013 zu 25
%
, ab dem
1.
Mai 2013 zu 40
%
, ab dem 1
0.
Juni 2013 zu 50
%
und ab dem
1.
Juli 2013 wieder in einem 60%-Pensum arbeitstätig
war; per
1.
September 2013 hat sie
ihr volles Arbeitspensum (beim
Y.___
und
bei der
Z.___
) von 70
%
wieder aufgenommen
(vgl. E.
2.7, E.
2.14
und E. 3.4; Protokoll S. 6
).
Auf
grund des Gesagten
hat d
ie
Beschwerdefüh
rerin
betreffend die Tätigkeit bei der
Y.___
– unter Berücksichtigung des bei der
Z.___
versehenen 20%-Pensums -
ab dem
1.
Februar 2013 Anspruch auf um 10
%
(= 5
%
von 50
%
), ab dem 2
0.
März 2013 auf um 50
%
(= 25
%
von 50
%
), ab dem
1
0.
Juni 2013
auf
um 60
%
(= 30
%
von 50 %)
und für di
e Zeit ab dem
1.
Juli 2013
auf
um 8
0
%
(= 40
%
von 50
%
)
gekürzte
Tag
geldleistungen
.
Nach
einer
aufgrund der konkreten beruflichen Situation sowie den ausgewiesenen Arbeitsbemühungen der Beschwerdeführerin gerechtfertigt erscheinenden
Übergangsfrist
von fünf Monaten (vgl.
E. 4.2
) -
Fristbeginn
ist vorliegend der
2
0.
März 2013,
da
eine 100%ige Arbeitsfä
higkeit der Beschwer
deführerin
in einer angepassten Tätigkeit erst in diesem Zeitpunkt zuverlässig festgestellt wurde
(
vgl. E. 3.4
) -
,
das heisst per 1
9.
August
2013, sind auch diese Taggeldleistungen gänzlich einzustellen.
6.
6.1
Soweit die Beschwerdeführerin über den Taggeldanspruch hinaus Leistungen beantragte, ist auf die Beschwerde mangels Anfechtungsgegenstandes nicht einzutreten. Denn die angefochtene Verfügung und der angefochtene
Ein
spracheentscheid
, deren Inhalt den beschwerdeweise
weiterziehbaren
Anfech
tungsgegenstand
bestimmen (vgl. BGE 131 V 164
E. 2.1; 125 V 413 E. 1a), beurteilen einzig den Taggeldanspruch.
6.2
Dem
Antrag der Beschwerdeführerin auf Vereinigung des vorliegenden Verfah
rens mit dem Verfahren UV.2015.00216
(
Urk.
30)
ist im Übrigen nicht stattzu
gebe
n. In
letzterem Verfahren
geht es
auch um zwe
i Unfälle
, die sich
am 2
5.
Mai bzw.
1
3.
November 2014, das
heisst
nach dem Erlass des vorliegend angefochtenen
Einspracheentscheid
s
vom 1
3.
Dezember 2013
,
zugetragen haben.
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit des angefochtenen
Einsprache
entscheids
ist f
ür
das
Sozialversicherungsgericht aber derjenige Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes – das heisst am
1
3.
Dezember 2013 – gegeben war. Darüber hinaus
wird
in
jenem Verfahren auch
der Rentenanspruch sowie der
Anspruch der Beschwerdeführe
rin
auf eine
Integritätsentschädigung
beurteilt (
vgl.
Verfahren Nr. UV.2015.00
216,
Einspracheentscheid
vom 1.
Oktober 2015,
Urk.
2)
.
6.3
Aufgrund des Gesagten ist die Beschwerde daher teilweise gutzuheissen, soweit auf sie einzutreten ist.
7.
Ausgangsgemäss
ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdefüh
rerin eine reduzierte Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwendung von Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierig
keit des Prozesses auf Fr.
1‘300
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 13. Dezember 2013, soweit er die Taggeldleistungen für die Tätigkeit bei der Y.___ betrifft, aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Februar 2013 Anspruch auf um 10 % gekürzte, ab dem 20. März 2013 auf um 50 % gekürzte, ab dem 10. Juni 2013 auf um 60 % gekürzte und ab dem 1. Juli 2013 bis 19. August 2013 auf um 80 % gekürzte Taggeldleistungen hat und ab dem 20. August 2013 kein Anspruch auf Taggeldleistungen mehr besteht.
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Matthias Horschik
-
AXA Versicherungen AG unter Beilage von Kopien von Urk. 37 und Urk. 38/1-3
-
Bundesamt für Gesundheit
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstKreyenbühl