# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b2a57f9-48ab-5faf-b2fd-985c4b596a29
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 24.11.2021 810 21 113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-113_2021-11-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 24. November 2021 (810 21 113) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Steuerrecht 
 
 
Staatssteuer 2016 / Verpasste Rekursfrist / Fristwiederherstellung 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Daniel Häring, Claude Jeanneret, Gerichtsschreiber i.V. Dimitri 
Schärer 
 
 

Beteiligte A.____ Ltd., Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rechtsdienst, 
Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin 
 

 Einwohnergemeinde B.____, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Staatssteuer 2016  
(Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Steuergericht, vom 26. März 2021) 

 

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A. Mit Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2020 hiess die Steuerverwaltung Basel-
Landschaft eine von der A.____ Ltd., Zweigniederlassung B.____, erhobene Einsprache gegen 
die Veranlagungsverfügung vom 27. Juni 2019 betreffend die Staatssteuer 2016 teilweise gut.  
 
B. Auf den von der A.____ Ltd. dagegen erhobenen Rekurs vom 19. Januar 2021 trat das 
Steuer- und Enteignungsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht), mit 
Urteil vom 26. März 2021 zufolge verspäteter Rekurserhebung nicht ein. 
 
C. Gegen dieses Urteil des Steuergerichts erhob die A.____ Ltd. mit Eingabe vom 7. Mai 
2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht (Kantonsgericht). Sie begehrt sinngemäss die Aufhebung des Urteils der Vorinstanz 
vom 26. März 2021, die Wiederherstellung der Rekursfrist und Wiedereinsetzung in den vorhe-
rigen Stand sowie die Abänderung der Veranlagungsverfügung vom 27. Juni 2019. Zur Begrün-
dung führt sie an, dass sich ihr Geschäftsführer, C.____, anlässlich der Zustellung des Ein-
spracheentscheids vom 15. Dezember 2020 in Deutschland aufgehalten habe und er aufgrund 
von SARS-CoV-2-Infektionen in seinem Zweitunternehmen in Deutschland erst am 18. Januar 
2021 in die Schweiz habe zurückkehren können. Bis zu diesem Zeitpunkt habe der Einsprache-
entscheid formell nicht zugestellt werden können und die Rekursfrist sei eingehalten worden. 
Das angebliche Fristversäumnis sei der Beschwerdeführerin aber aufgrund der Pandemielage 
ohnehin nicht anzulasten. 
 
D. Mit Vernehmlassung vom 7. Juni 2021 stellt das Steuergericht Antrag auf Abweisung 
der Beschwerde. Die Steuerverwaltung schliesst sich mit Vernehmlassung vom 10. Juni 2021 
den Ausführungen und der Begründung des angefochtenen Urteils an. Die Einwohnergemeinde 
B.____ liess sich innert Frist nicht vernehmen. 
 
E. Mit Verfügung vom 6. Juli 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im Rahmen 
einer Urteilsberatung überwiesen und angeordnet, dass die Verfahren 810 21 113 (direkte Bun-
dessteuer 2016) und 810 21 114 (Staatssteuer 2016) zusammen behandelt würden. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 

1. Gemäss § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (StG) vom 
7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichts mit der verwaltungsgerichtlichen Be-
schwerde beim Kantonsgericht angefochten werden. Die Beschwerdeführerin ist zur Erhebung 
der Beschwerde legitimiert (vgl. § 131 Abs. 2 lit. a StG). 
 
1.2 Zu prüfen ist allerdings, ob auf alle Begehren der Beschwerdeführerin eingetreten wer-
den kann. Indem die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeeingabe vom 7. Mai 2021 Ausfüh-
rungen zum materiellen Inhalt der Veranlagungsverfügung vom 27. Juni 2019 betreffend die 
Staatssteuer 2016 macht, begehrt sie sinngemäss deren Abänderung. Angefochten ist jedoch 
der Nichteintretensentscheid des Steuergerichts vom 26. März 2021. Wird ein Nichteintretens-
entscheid angefochten, bleibt der Streitgegenstand grundsätzlich auf die Eintretensfrage be-

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schränkt. Das Kantonsgericht prüft grundsätzlich nur die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht 
nicht auf die Beschwerde eingetreten ist. Es kann folglich auch nur geltend gemacht werden, 
die Vorinstanz habe zu Unrecht das Bestehen einer Eintretensvoraussetzung verneint (Urteil 
des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassung- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 18. März 
2021 [810 20 205] E. 1.2; KGE VV vom 22. August 2018 [810 17 329] E. 3; KGE VV vom 
7. Februar 2018 [810 17 176] E. 2; BGE 132 V 74 E. 1.1). Das von der Beschwerdeführerin 
sinngemäss gestellte Begehren, wonach das Gericht die Veranlagungsverfügung vom 27. Juni 
2019 betreffend die Staatssteuer 2016 auch inhaltlich prüfen soll, geht somit über den Streitge-
genstand hinaus. Auf dieses Begehren ist deswegen nicht einzutreten. 
 
1.3 Da die restlichen formellen Voraussetzungen gemäss § 131 StG und § 43 ff. des Ge-
setzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
erfüllt sind, ist auf die vorliegende Beschwerde im Umfang der übrigen Begehren einzutreten. 
 
2. Mit der Beschwerde in Steuersachen können gemäss § 45 Abs. 2 VPO alle Mängel 
des angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden. 
 
3. Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerdeeingabe vom 7. Mai 2021 neue 
Tatsachen geltend, die bereits zum Zeitpunkt der Rekurserhebung an das Steuergericht be-
kannt waren und hätten vorgebracht werden können. Bei Beschwerden in Steuersachen kön-
nen gemäss § 6 Abs. 3 VPO auch neue Anträge, Behauptungen und Beweismittel vorgebracht 
werden. Die von der Beschwerdeführerin neu geltend gemachten Tatsachen, die als unechte 
Noven zu qualifizieren sind, sind somit zuzulassen. 
 

4. Im vorliegenden Verfahren ist strittig, ob die Vorinstanz den Rekurs der Beschwerde-
führerin vom 19. Januar 2021 gegen den Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2020 zu 
Recht als verspätet erfolgt beurteilte. 
 
4.1 Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid vom 26. März 2021 fest, dass der 
Einspracheentscheid der Steuerverwaltung vom 15. Dezember 2020 der Beschwerdeführerin 
gemäss der Sendungsverfolgung am 16. Dezember 2020 mit A-Post Plus zugestellt worden sei. 
Die 30-tägige Frist habe somit am 17. Dezember 2020 zu laufen begonnen und am 15. Januar 
2021 geendet. Da der Rekurs erst am 20. Januar 2021 der Post übergeben worden sei, sei die-
ser zu spät erhoben worden. Auf den Rekurs werde deswegen nicht eingetreten. 
 
4.2 Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, im Baugewerbe beginne am 
15. Dezember jeweils der Jahresurlaub. Ihr Geschäftsführer habe sich zum Zeitpunkt der Zu-
stellung des Einspracheentscheids vom 15. Dezember 2020 in Deutschland und nicht am Ge-
schäftssitz in B.____ aufgehalten. Ihr Geschäftsführer sei zusätzlich auch Geschäftsführer der 
Firma A.____ Ltd., Zweigniederlassung D.____. Einer ihrer dortigen Mitarbeiter habe sich in 
dieser Zeit mit dem Coronavirus infiziert. Diese Infektion habe Auswirkung auf die ganze Firma 
gezeitigt. Aus diesen Gründen seien die Angestellten erst am 11. Januar 2021 und der Ge-
schäftsführer am 18. Januar 2021 in die Schweiz zurückgekehrt. Bis zu diesem Zeitpunkt sei 
das Urteil der Vorinstanz vom 15. Dezember 2020 formell nicht zugestellt gewesen. 

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5.1 Somit ist vorab zu prüfen, wann der Einspracheentscheid der Steuerverwaltung vom 
15. Dezember 2020 der Beschwerdeführerin eröffnet worden ist, mithin wann die Frist zur Er-
hebung des Rekurses zu laufen begonnen hat. 
 
5.2 Gegen Einspracheentscheide der Veranlagungsbehörde kann innert 30 Tagen nach 
Zustellung schriftlich beim Steuergericht Rekurs erhoben werden (§ 124 Abs. 1 StG). Dabei 
handelt es sich um eine gesetzliche Verwirkungsfrist. Die Rekursfrist ist auch nicht erstreckbar, 
da es sich um eine gesetzliche Frist handelt. Auf einen verspäteten Rekurs ist grundsätzlich 
nicht einzutreten. Die Rechtsmittelfrist beginnt mit dem auf die Eröffnung der Verfügung oder 
des Entscheids folgenden Tag zu laufen und ist eingehalten, wenn die Eingabe spätestens am 
letzten Tag der Frist der schweizerischen Post übergeben wurde, wobei sich die Frist auf den 
nächstfolgenden Werktag verlängert, wenn der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag 
oder ein staatlich anerkannter Feiertag ist (vgl. § 46 Abs. 2 und 3 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001). Einen Fristenstillstand ("Gerichtsferien") 
kennt das kantonale Recht nicht. 
 
5.3 Bedeutsam für die Frage der Fristwahrung ist zunächst der Beginn des Fristenlaufs. 
Verfügungen und Entscheide gelten als eröffnet, sobald sie ordnungsgemäss zugestellt sind 
und die betroffene Person davon Kenntnis nehmen kann. Dass sie davon tatsächlich Kenntnis 
nimmt, ist nicht erforderlich. Gemäss ständiger Rechtsprechung erfolgt die fristauslösende Zu-
stellung einer uneingeschriebenen Sendung (A- oder B-Post) bereits dadurch, dass sie in den 
Briefkasten oder in das Postfach der Adressatin gelegt wird und sich damit in ihrem Verfü-
gungsbereich befindet. Die Adressatin muss sie ferner nicht zwangsläufig tatsächlich in Emp-
fang nehmen; es genügt, wenn sie in ihren Machtbereich gelangt und sie demzufolge von der 
Sendung Kenntnis nehmen kann (KGE VV vom 16. Juni 2021 [81 21 72] E. 4.4; vgl. auch Urteil 
des Bundesgerichts 2C_463/2019 vom 8. Juni 2020 E. 3.3.2; BGE 144 IV 57 E. 2.3.2; BGE 122 
I 139 E. 1). Nur wenn besondere Zustellvorschriften bestehen (wie etwa die in der Schweizeri-
schen Strafprozessordnung vorgesehene Zustellung gegen Empfangsbestätigung), genügt es 
nicht, dass die Sendung in den Machtbereich der Adressatin oder des Adressaten gelangt. An-
ders als im Regelfall ist hierbei die tatsächliche Kenntnisnahme massgebend (KGE VV vom 
16. Juni 2021 [81 21 72] E. 4.4; BGE 144 IV 57 E. 2.3.2). Für den Beginn des Fristenlaufs ist 
unbeachtlich, ob die Zustellung an einem Samstag oder unter der Woche erfolgt. Dies gilt auch, 
wenn die Adressatin in geschäftlicher Funktion tätig ist und ihre Post an einem Samstag nicht 
bearbeitet (KGE VV vom 16. Juni 2021 [81 21 72] E. 4.4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
2C_855/2015 vom 1. Oktober 2015 E. 2.2). Bei der Versandmethode "A-Post Plus" versieht die 
Post den Brief mit einer Nummer und spediert ihn ähnlich wie einen eingeschriebenen Brief. Die 
Zustellung wird elektronisch erfasst, wenn die Sendung in das Postfach oder in den Briefkasten 
des Empfängers gelegt wird. Damit beginnt die Rechtsmittelfrist zu laufen (KGE VV vom 
16. Juni 2021 [81 21 72] E. 4.4; vgl. auch BGE 142 III 599 E. 2.4.1; Urteil des Bundesgerichts 
2C_463/2019 vom 8. Juni 2020 E. 3.3.2). 
 
5.4 Veranlagungsverfügungen und Einspracheentscheide sind dem Steuerpflichtigen 
schriftlich zu eröffnen (Art. 41 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten 
Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG] vom 14. Dezember 1990). Die Form der Zustel-

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lung wird vom StHG nicht vorgeschrieben, womit das kantonale Recht bestimmt, in welcher 
Form eine Verfügung oder ein Entscheid zugestellt werden muss oder ob die Wahl der Zustel-
lungsform der Behörde anheimgestellt ist (MARTIN ZWEIFEL/SILVIA HUNZIKER, in: Zweifel/Beusch 
[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung 
der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3. Aufl., Basel 2017, Art. 41 StHG Rz. 24). 
Das kantonale Recht enthält diesbezüglich ebenfalls keine Regelung (vgl. § 119 StG; KGE VV 
vom 30. Juli 2014 [810 14 119] E. 4.1). Die Steuerverwaltung hat die Zustellung des Ein-
spracheentscheids daher zulässigerweise mit A-Post Plus vorgenommen. 
 
5.5 Der Einspracheentscheid der Steuerverwaltung vom 15. Dezember 2020 wurde mit A-
Post Plus an den Geschäftssitz der A.____ Ltd. in B.____ versendet. Gemäss dem "Track & 
Trace"-Auszug der Post wurde die Sendung am 16. Dezember 2020 in B.____ zugestellt. Die 
Beschwerdeführerin bestreitet dies nicht. Wie bereits angesprochen, ist für die Auslösung der 
Frist einzig massgebend, wann die Sendung in den Machtbereich der Empfängerin – also ihren 
Briefkasten oder ihr Postfach – gelangt. Deswegen ist unerheblich, ob sich der Geschäftsführer 
der Beschwerdeführerin bei der Zustellung in B.____ aufhielt, und ob er oder sein Personal vom 
zugestellten Entscheid Kenntnis nahmen. Da der Einspracheentscheid der Beschwerdeführerin 
am 16. Dezember 2020 gültig eröffnet wurde, hat die 30-tägige Frist folglich am 17. Dezember 
2020 zu laufen begonnen und am 15. Januar 2021 geendet. Indem die Beschwerdeführerin die 
Rekurseingabe am 20. Januar 2021 bei der Post aufgab, erhob sie verspätet Rekurs, wie das 
Steuergericht zutreffend erkannte. 
 
5.6 Für die in der Beschwerde geforderte "wohlwollende" Handhabung des Fristenregimes 
bestand und besteht kein Raum. Auch eine um wenige Tage verpasste Rechtsmittelfrist führt zu 
einem Nichteintretensentscheid. Die prozessuale Formstrenge, welche mit der strikten Anwen-
dung einer klaren gesetzlichen Rechtsmittelfrist naturgemäss verbunden ist, hat unweigerlich 
zur Folge, dass der Streitgegenstand bei Versäumnis der einschlägigen Rechtsmittelfrist grund-
sätzlich einer materiellrechtlichen Überprüfung durch ein Gericht entzogen bleibt. Die Einhal-
tung und korrekte Anwendung der Rechtsmittelfristen, welche die wichtigsten gesetzlichen Fris-
ten darstellen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1276/2008 vom 1. September 2009 
E. 2.1.1 mit Hinweis), liegt mit Blick auf die Grundsätze der Rechtsgleichheit und der Rechtssi-
cherheit im öffentlichen Interesse an der Sicherstellung eines geordneten Verfahrensganges 
(vgl. Entscheid des Bundesrates JAAC 58.76 vom 3. November 1993 E. 3.c, in: Verwaltungs-
praxis der Bundesbehörden [VPB] 1994 Nr. 76 S. 573). 
 
6.1 Da die Rekursfrist verpasst wurde und die Beschwerdeführerin eine Verhinderung an 
der rechtzeitigen Einreichung des Rechtsmittels geltend macht, stellt sich die Frage, ob das 
Steuergericht eine Fristwiederherstellung hätte gewähren sollen. Im Rekursverfahren gelten für 
die Fristwiederherstellung die Vorschriften der Verwaltungsprozessordnung (vgl. § 130 StG), 
welche in § 23 VPO wiederum auf die Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes Ba-
sel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 verweist. Nach § 5 Abs. 5 VwVG BL kann eine 
Partei, die unverschuldet verhindert gewesen ist, fristgemäss zu handeln, innert 10 Tagen seit 
Wegfall des Hindernisses die Wiederherstellung der Frist verlangen. Eine Wiederherstellung der 
Frist fällt somit nur dann in Betracht, wenn das Fristversäumnis auf unabwendbare, unverschul-

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dete Hindernisse zurückzuführen ist. Entscheidend ist dabei, dass der Grund die Pflichtige ob-
jektiv daran gehindert hat, die Frist einzuhalten, und diese nicht in der Lage gewesen ist, die 
nötigen Schritte zur Fristwahrung rechtzeitig vorzunehmen. In Frage kommen Fälle plötzlicher 
schwerer Krankheit der Betroffenen, pflichtwidriges Verhalten der Post, Epidemien oder Kata-
strophenfälle. Nicht ausreichend sind blosse organisatorische Unzulänglichkeiten, Arbeitsüber-
lastung, Ferienabwesenheit oder Unkenntnis der gesetzlichen Vorschriften (KGE VV vom 
17. Mai 2021 [810 20 289] E. 6; Urteil des Bundesgerichts 2C_847/2013 vom 18. September 
2013 E. 2.2). Nach der Praxis und Rechtsprechung ist bei der Beurteilung der Fristwiederher-
stellungsgründe grundsätzlich ein strenger Massstab anzulegen, d.h. es sind hohe Anforderun-
gen an die Sorgfaltspflicht der Pflichtigen zu stellen: Nur klare Schuldlosigkeit der pflichtigen 
Person und ihres Vertreters können zur Fristwiederherstellung führen. Insbesondere stellt ein 
auf Unachtsamkeit zurückzuführendes Versehen kein unverschuldetes Hindernis dar (vgl. KGE 
VV vom 23. April 2020 [810 20 72] E. 4.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2C_703/2009 
vom 21. September 2010 E. 3.3 m.w.H.). 
 
6.2 In der Beschwerdeeingabe vom 7. Mai 2021 kann sinngemäss ein Gesuch um Wieder-
herstellung der Rekursfrist erblickt werden. Allerdings vermögen die Vorbringen der Beschwer-
deführerin nicht zu überzeugen. Zunächst wirken sie nachgeschoben: In der Rekursschrift vom 
19. Januar 2021 war von einer pandemiebedingten Verhinderung noch nicht die Rede. Dort 
wurde ausgeführt, der Rekurs erfolge rechtzeitig, da Weihnachten und Silvester/Neujahr in die 
30-tägige Rekursfrist gefallen seien. Es ist somit davon auszugehen, dass das Fristversäumnis 
auf eine fehlerhafte Berechnung der Rechtsmittelfrist zurückzuführen ist, weil die Beschwerde-
führerin irrtümlicherweise von einem Fristenstillstand über die Feiertage ausging. Eine falsche 
Fristberechnung berechtigt indes nicht zur Fristwiederherstellung. Von den Verfahrensbeteilig-
ten wird zudem generell verlangt, dass sie ihre Post regelmässig kontrollieren oder bei längeren 
Abwesenheiten eine Vertretung beauftragen. Die Beschwerdeführerin hat sich als juristische 
Person so zu organisieren, dass sie Rechtsmittelfristen – insbesondere 30-tägige – einhalten 
kann (so auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1670/2006 vom 23. Oktober 2008 
E. 2.2; MARTIN ZWEIFEL/HUGO CASANOVA/MICHAEL BEUSCH/SILVIA HUNZIKER, Schweizerisches 
Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, Zürich 2018, 2. Aufl., § 8 Rz. 17). Dies muss umso 
mehr gelten, als dass sie selber Einsprache erhoben hatte und deswegen jederzeit mit der Zu-
stellung von fristauslösenden Verfügungen der Steuerverwaltung rechnen musste. In casu liegt 
ein schweres organisatorisches Eigenverschulden der Beschwerdeführerin vor, da sie gemäss 
ihren eigenen Angaben zwischen dem 15. Dezember 2020 und dem 11. Januar 2021 die ein-
gehende Post nicht kontrolliert hat. Wie sie selber ausführt, kehrten ihre Mitarbeiter am 
11. Januar 2021 in den Betrieb nach B.____ zurück, so dass sie noch vor Ablauf der Rechtsmit-
telfrist vom ergangenen Einspracheentscheid hätte tatsächlich Kenntnis nehmen können und 
den Rekurs noch rechtzeitig hätte einreichen können. Wenn die eingegangene Post offenbar 
unbearbeitet blieb, während der Geschäftsführer weiter im Ausland weilte, ist darin eine zusätz-
liche interne organisatorische Unzulänglichkeit zu erblicken, deren Konsequenzen von der Be-
schwerdeführerin zu tragen sind. Die in der Beschwerde geltend gemachte Pandemielage ist 
somit nicht der massgebliche Grund für die Säumnis. Diese ist vielmehr selbstverschuldet. Eine 
Wiederherstellung der Frist kommt nach dem Gesagten nicht in Betracht und die Beschwerde 
ist insgesamt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

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7. Es bleibt noch über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfah-
ren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebüh-
ren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemesse-
nem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- 
sind der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem von ihr geleisteten Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'200.-- zu verrechnen. Die Beschwerdeführerin hat restliche 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 200.-- zu bezahlen. Die Parteikosten sind gemäss § 21 
Abs. 3 VPO wettzuschlagen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'200.-- verrechnet. Die Beschwerdeführerin hat restli-
che Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 200.-- zu bezahlen. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.