# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 47dddb4b-e3df-5c9b-bf97-0c4c25cd05df
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-09
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 09.06.2020 106 2020 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2020-27_2020-06-09.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

106 2020 27

Urteil vom 9. Juni 2020 

Kindes- und Erwachsenenschutzhof

Besetzung Präsidentin: Sandra Wohlhauser
Richter: Jérôme Delabays, Laurent Schneuwly
Gerichtsschreiberin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin 
Simone Gasser

gegen

B.________, Beschwerdegegnerin

betreffend die Kinder 

C.________ und D.________

Gegenstand Wirkungen des Kindesverhältnisses – Erinnerungskontakte

Beschwerde vom 26. Februar 2020 gegen den Entscheid des Frie-
densgerichts des Seebezirks vom 13. Januar 2020

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1973, und B.________, geboren 1965, sind die seit 2012 geschiede-
nen Eltern der Kinder C.________, geboren 2004, und D.________, geboren 2006. 

Mit Teilvereinbarung vom 19. Januar 2012 regelten die Eltern insbesondere den persönlichen 
Verkehr zwischen dem Vater und den beiden Söhnen. Die Teilvereinbarung wurde mit Entscheid 
vom 23. Mai 2012 des Regionalgerichts Bern-Mittelland (nachstehend: das Regionalgericht) 
genehmigt und die bereits bestehende Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 bis 3 ZGB beibehal-
ten (act. 80 ff.). 

Die Ausübung des persönlichen Verkehrs bildete in der Folge Gegenstand zahlreicher Gerichtsver-
fahren. 

B. Mit Entscheid vom 13. Juli 2018 des Regionalgerichts wurde das Gesuch von A.________ 
um Vollstreckung des Besuchsrechts abgewiesen, soweit darauf einzutreten war. Das Regionalge-
richt erwog namentlich, dass die Anhörenden zwar die Durchführung von halbjährlichen Erinne-
rungskontakten empfehlen würden, diese jedoch nicht Gegenstand des Verfahrens seien. Idealer-
weise einigten sich die Parteien unter sich über solche Kontakte (act. 663 ff.; CIV 17 4597, act. 233 
ff.). 

Daraufhin führte die Beiständin in ihrem Jahresbericht vom 29. Januar 2019 die Organisation von 
Erinnerungskontakten als Zielsetzung für das Jahr 2019 auf. Der Bericht wurde mit Entscheid vom 
20. Februar 2019 des Friedensgerichts des Seebezirks (nachstehend: das Friedensgericht) geneh-
migt (act. 749 ff.). 

Mit Schreiben vom 28. Januar 2019 teilte die Beiständin B.________ mit, dass sie die beiden 
Söhne am 6. Februar 2019 beim Jugendamt erwarte, um ihrem Mandat gerecht zu werden und mit 
ihnen ins Gespräch zu kommen. Da diese dem Gesprächstermin unentschuldigt fernblieben, 
besuchte die Beiständin die beiden Jungen am 28. Februar 2019 in der Schule. Sie äusserten sich 
insbesondere dahingehend, dass sie keine Erinnerungskontakte mit dem Vater wollen. Sie würden 
sich zeitlebens dagegen wehren (act. 738, 740). 

Am 14. März, 1. Mai und 14. Juni 2019 forderte A.________ das Friedensgericht auf, die Erinne-
rungskontakte verbindlich anzuordnen und gegenüber B.________ mit der Androhung einer 
Bestrafung nach Art. 292 StGB für den Widerhandlungsfall zu versehen (act. 745 f., 755 f., 757). 

Mit Entscheid vom 13. Januar 2020 wies das Friedensgericht den Antrag von A.________ auf 
verbindliche Anordnung von Erinnerungskontakten mit Anordnung einer Bestrafung nach Art. 292 
StGB für den Widerhandlungsfall ab, Kosten zu Lasten von A.________ (act. 768 ff.). 

C. Am 26. Februar 2020 erhob A.________ Beschwerde. Er beantragt, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge, dass der Entscheid vom 13. Januar 2020 aufzuheben und das Friedensge-
richt anzuweisen sei, halbjährliche Erinnerungskontakte zwischen dem Kindsvater und seinen 
beiden Kindern anzuordnen, verbunden mit der Strafandrohung von Art. 292 StGB gegenüber der 
Kindsmutter für den Fall der Verweigerung der Mitwirkung. Er reichte am 2., 5., 6. und 10. März 
2020 spontan weitere Belege ein.

Das Friedensgericht nahm am 9. März 2020 Stellung und schloss auf Abweisung der Beschwerde.

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B.________ liess sich innert der ihr gesetzten Frist nicht vernehmen. 

Am 14. Mai 2020 stellte das Regionalgericht die Akten CIV 17 4597 des Vollstreckungsverfahrens 
zu.

Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht bzw. dessen Kindes- und Erwachsenenschutzhof (Art. 14 Abs. 1 Bst. c 
des Reglements des Kantonsgerichts vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und 
seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]) ist zuständig für Beschwerden gegen Entscheide, die von 
der Schutzbehörde oder deren Präsidentin oder Präsidenten getroffen wurden (Art. 8 des Geset-
zes vom 15. Juni 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG; SGF 212.5.1]).

1.2. Die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde sind in Kindes-
schutzverfahren sinngemäss anwendbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB).

1.3. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b Abs. 1 ZGB). 
Der angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 30. Januar 2020 zugestellt. Die am 
26. Februar 2020 eingereichte Beschwerde erfolgte somit fristgerecht.

1.4. Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 
ZGB), was vorliegend erfüllt ist. 

1.5. Der Beschwerdeführer ist Inhaber der elterlichen Sorge und zur Beschwerde legitimiert 
(Art. 450 Abs. 2 ZGB).

1.6. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemes-
senheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren Grundsätze 
der Untersuchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der Beschwerdeinstanz (KOKES-Praxis-
anleitung Erwachsenenschutzrecht, Rz. 12.34). Noven sind somit zu berücksichtigen (Urteil BGer 
5A_511/2016 vom 9. Mai 2017 E. 3.2 mit Hinweisen).

1.7. Da das freiburgische Recht nichts anderes bestimmt, sind die Bestimmungen der Zivilpro-
zessordnung sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Die Rechtsmittelinstanz kann somit 
aufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).

1.8. Der Beschwerdeführer beantragt die Edition sämtlicher Akten betreffend Ehescheidung, 
Abänderungsverfahren Gericht Seebezirk und Abänderungsverfahren Regionalgericht Bern-Mittel-
land. Die umfangreichen Akten der Vorinstanz (300 2008 30-31) sowie die Akten des Vollstre-
ckungsverfahrens Regionalgericht Bern-Mittelland (CIV 17 4597) beinhalten alle für dieses Verfah-
ren nötigen Angaben und Unterlagen, sodass von der Edition zusätzlicher Akten abgesehen wird. 

2.

2.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 273 Abs. 1 und 3 ZGB (Anspruch auf 
angemessenen persönlichen Verkehr) und eine Verletzung des Grundsatzes der Verhältnismäs-

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sigkeit im Zusammenhang mit der Anwendung von Art. 274 Abs. 2 ZGB. Zusammenfassend lässt 
er ausführen, es wären keine Gründe ersichtlich, welche einen gänzlichen Verzicht des Rechts auf 
persönlichen Verkehr gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB rechtfertigen würden. In der behördlichen 
Anordnung von Erinnerungskontakten zwischen dem Vater und seinen beiden Söhnen sei keine 
drohende Kindswohlgefährdung festzustellen. Hingegen stelle die verweigernde Haltung der 
Mutter in Bezug auf die Anordnung von halbjährlichen Erinnerungskontakten als mildeste und mini-
malste Form des persönlichen Verkehrs eine Kindswohlgefährdung dar. Indem die Vorinstanz 
diese Anordnung verweigere, verletzte sie das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 274 Abs. 2 ZGB). 
Die Verweigerungshaltung der Mutter sei durch Androhung einer Strafe nach Art. 292 StGB zu 
sanktionieren. Da sich diese Strafdrohung lediglich auf die Mitwirkung der Mutter beziehe, könne 
auch darin keine Kindswohlgefährdung erkannt werden (vgl. Beschwerde, S. 10 ff.). 

2.2. Nach Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht 
zusteht, und das minderjährige Kind gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen 
Verkehr. Bei dessen Ausgestaltung steht das Kindeswohl im Vordergrund (BGE 131 III 209 E. 5; 
vgl. auch BGE 141 III 328 E. 5.4). Damit hat das Gericht in Beachtung aller konkreten Umstände 
nach der für das Kind bestmöglichen Lösung zu suchen (BGE 117 II 353 E. 3; Urteil BGer 
5A_459/2015 vom 13. August 2015 E. 6.2.1, in Pra 2017 Nr. 19 S. 186). Die Interessen der Eltern 
haben hinter dem vorrangig massgebenden Kindeswohl zurückzustehen (BGE 130 III 585 E. 2.1). 
Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, kann den Eltern das Recht 
auf diesen verweigert oder entzogen werden (vgl. Art. 274 Abs. 2 ZGB). Eine Gefährdung des 
Wohls des Kindes liegt vor, wenn dessen ungestörte körperliche, seelische oder sittliche Entfaltung 
durch ein auch nur begrenztes Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht 
ist. Bei einer auf Art. 274 Abs. 2 ZGB gestützten Beschränkung des persönlichen Verkehrs ist das 
Gebot der Verhältnismässigkeit zu beachten (Urteile BGer 5A_528/2015 vom 21. Januar 2015 
E. 5.1; 5A_200/2015 vom 22. September 2015 E. 7.2.3.1, in FamPra.ch 2016 S. 302; je mit zahl-
reichen Hinweisen). 

Der Wille des Kindes ist eines von mehreren Kriterien beim Entscheid über den persönlichen 
Verkehr (Urteil BGer 5A_719/2013 vom 17. Oktober 2014 E. 4.4; vgl. weiter Urteil 5A_463/2017 
vom 10. Juli 2018 E. 4.5.5, nicht publ. in BGE 144 III 442). Es steht aber nicht in dessen freiem 
Belieben, ob es persönliche Kontakte zu dem nicht betreuenden Elternteil wünscht oder nicht; dies 
gilt namentlich dort, wo die ablehnende Haltung wesentlich durch die Einstellung der sorgeberech-
tigten Partei geprägt ist (BGE 127 III 295 E. 4a; Urteile BGer 5A_522/2017 vom 22. November 
2017 E. 4.6.3; 5A_459/2015 vom 13. August 2015 E. 6.2.2, in Pra 2017 Nr. 19 S. 186; 
5A_160/2011 vom 29. März 2011 E. 4, in FamPra.ch 2011 S. 740). Bei der Berücksichtigung des 
Kindeswillens ist das Alter des Kindes bzw. dessen Fähigkeit zu autonomer Willensbildung zu 
berücksichtigen. Vom Vorliegen dieser Fähigkeit ist ungefähr ab dem 12. Altersjahr auszugehen 
(Urteile BGer 5A_367/2015 vom 12. August 2015 E. 5.1.3, in FamPra.ch 2015 S. 970; 
5A_200/2015 vom 22. September 2015 E. 7.2.3.1, in FamPra.ch 2016 S. 302; 5A_890/2014 vom 
11. Februar 2015 E. 2.3.2). Lehnt das Kind den nicht betreuenden Elternteil ab, ist im Einzelfall zu 
prüfen, worin diese Haltung begründet liegt und ob die Ausübung des Besuchsrechts den Interes-
sen des Kindes tatsächlich widerspricht. Dabei ist anerkannt, dass aufgrund des schicksalhaften 
Eltern-Kind-Verhältnisses die Beziehung des Kindes zu beiden Elternteilen sehr wichtig ist und bei 
dessen Identitätsfindung eine entscheidende Rolle spielen kann (BGE 130 III 585 E. 2.2.2 mit 
Hinweisen; Urteil BGer 5A_745/2015 vom 15. Juni 2016 E. 3.2.2.2). Nur wo das urteilsfähige Kind 
den Umgang mit einem Elternteil aufgrund seiner Erfahrungen mit dem persönlichen Verkehr kate-
gorisch verweigert, ist dieser Umgang aus Gründen des Kindeswohls auszuschliessen, weil ein 

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gegen den starken Widerstand erzwungener Besuchskontakt mit dem Zweck des Umgangsrechts 
im Allgemeinen ebenso unvereinbar ist wie mit dem Persönlichkeitsschutz des Kindes (BGE 126 III 
219 E. 2b; Urteile BGer 5A_459/2015 vom 13. August 2015 E. 6.2.2, in Pra 2017 Nr. 19 S. 186; 
5C.250/2005 vom 3. Januar 2006 E. 3.2.1, in FamPra.ch 2006 S. 751). 

Weigern sich ältere Kinder oder Jugendliche, den Kontakt mit dem besuchsberechtigten Elternteil 
zu pflegen und schlagen die gängigen Massnahmen fehl, wird in der Lehre als ultima ratio die 
Durchführung sogenannter Erinnerungskontakte diskutiert. Das Kind und der besuchsberechtigte 
Elternteil befinden sich dabei an einem neutralen Ort und berichten einer Fachperson über die 
wichtigen Ereignisse der letzten Monate, sie berichten etwa über die Arbeit, Schule, Hobbies oder 
die aktuelle Wohnsituation. Das Gespräch wird durch die Fachperson moderiert; ein direkter 
Kontakt zwischen dem Kind und dem Elternteil muss sich nicht ergeben. Am Ende des Gesprächs 
wird dem Kind jeweils die Möglichkeit gegeben, Fragen direkt an seine Mutter oder seinen Vater zu 
richten. Pro Jahr werden zwischen zwei und vier Erinnerungsbegegnungen vorgeschlagen. Ziel ist 
es, durch diese strukturierten und „beziehungsfreien“ Begegnungen einen gänzlichen Kontaktab-
bruch zu vermeiden. Grundsätzlich können Erinnerungskontakte bis zum 18. Altersjahr vorgese-
hen werden. Ausgeschlossen sind Erinnerungskontakte dann, wenn vom besuchsberechtigten 
Elternteil Gewalt in physischer oder psychischer Art zu erwarten ist und wenn konkrete Entfüh-
rungsgefahr besteht. Aufseiten des Kindes können weitere Gründe vorliegen, welche Erinnerungs-
kontakte ausschliessen, wie etwa traumatische Erfahrungen mit dem Elternteil. 

Der Sinn dieser Massnahme ist in der Lehre umstritten. Für STAUB/KILDE stellt das Institut der Erin-
nerungskontakte keine Alternative, sondern „vielmehr einen entwicklungsnotwendigen Ersatz zum 
Kontaktabbruch zwischen Eltern und Kinder dar, der […] grundsätzlich vollstreckbar sein sollte“. Es 
sei zwar richtig, dass direkter Zwang beim Umgangsrecht als verpönt gelte, er müsse aber möglich 
sein, damit der notwendige psychische Druck aufrechterhalten werden könne. Kommt das Sachge-
richt zum Schluss, dass Erinnerungsbegegnungen im langfristigen Kindeswohl liegen, müsse das 
Vollstreckungsgericht von Amtes wegen prüfen, ob auch die Durchsetzung mit dem Kindeswohl 
vereinbar und die Massnahme verhältnismässig ist.  Ein gänzlicher Kontaktabbruch sei grundsätz-
lich eine (Selbst-)Gefährdung des Kindeswohls, weshalb die Zwangsmassnahme gerechtfertigt sei. 
Erinnerungskontakte bedeuteten im Prinzip „keinen Zwang zur Beziehung, sondern Zwang zur 
Realitätskontrolle“. SALZGEBER/SCHREINER stehen Erinnerungskontakten hingegen kritisch gegen-
über. Sie betonen insbesondere, dass diese erzwungenen Kontakte bereits Tage oder Wochen vor 
dem Treffen zu erheblichem Stresserleben der Kinder führen würden. Bei jüngeren Kindern hätte 
dies erhebliche Auswirkungen auf die psychische Verfassung und Alltagsbewältigung und bei älte-
ren Kindern und Jugendlichen wären Ärger und Unverständnis das Resultat. Der Zwang zum 
Kontakt führe zu chronischem Stress, was ein erhebliches Entwicklungsrisiko für das Kind darstel-
le. Weiter bestünde das Risiko, dass die Wut über die Erinnerungsbegegnungen auf den 
umgangsberechtigten Elternteil projiziert werde und sich dieses Verhältnis dadurch weiter 
verschlechtere. Laufen die Treffen nicht gut, könne sich die bereits angespannte Eltern-Kind-
Beziehung weiter zuspitzen. Erinnerungskontakte seien im Ergebnis eine Intervention, die 
ausschliesslich dem Interesse des besuchsberechtigten Elternteils diene. Man müsse akzeptieren, 
dass nach einer Trennung in Hochkonfliktfamilien nicht jede Eltern-Kind-Beziehung aufrechterhal-
ten werden kann. BÜCHLER/ENZ führen schliesslich aus, dass aus rechtlicher Sicht die zwangswei-
se Durchführung von Erinnerungskontakten nicht zu überzeugen vermöge. Diese stelle einen 
massiven Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Kindes oder Jugendlichen dar. Es sei schwer 
vorstellbar, dass sich der Zwang positiv auf das Kindeswohl auswirkt. Die blosse Festsetzung von 
Erinnerungskontakten sei hingegen grundsätzlich zu befürworten. Ist die Eltern-Kind-Beziehung 

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derart zerrüttet, dass ein „normaler“ persönlicher Umgang (zurzeit) undenkbar erscheine, können 
Erinnerungskontakte die letzte Alternative zum vollständigen Kontaktverlust sein. Bereits eine 
kleine Entspannung der Konfliktsituation – etwa durch blossen Zeitablauf oder dadurch, dass Dritt-
personen mitwirken – könne das Kind dazu bewegen, freiwillig einen entsprechenden Termin 
wahrzunehmen. Erst bei einer solchen inneren Haltung des Kindes erscheine das Konzept der 
Erinnerungskontakte überhaupt als zielführend (siehe zum Ganzen u.a. BÜCHLER/ENZ, Der persön-
liche Verkehr, in FamPra.ch 4/2018 S. 911 ff. mit Hinweisen). 

Das Obergericht des Kantons Bern hat beispielsweise hierzu erwogen, die Verpflichtung zu 
solchen Erinnerungskontakten stelle jedenfalls keinen übermässigen Eingriff in den Willen des 
Kindes dar und sei deshalb zumutbar. Es sei auch nicht angebracht, dass das Sachgericht wegen 
möglichen Schwierigkeiten bei der Durchsetzung zum Vornherein auf die Anordnung verzichte. 
Sollten sich tatsächlich Schwierigkeiten ergeben, habe das Vollstreckungsgericht zu entscheiden, 
ob eine zwangsweise Durchsetzung verantwortbar sei oder nicht (vgl. Urteil OGer BE ZK 13 605 
vom 22. Mai 2014 E. 9, in FamPra.ch 4/2014 S. 1098 ff.). 

2.3. Die Vorinstanz hat ihren Entscheid wie folgt begründet: „Die Beiständin informierte bereits 
im Jahresbericht 2011, die Situation sei erstarrt und trotz aller Bemühungen der professionellen 
involvierten Personen kaum mehr zu bewegen. Sie stellte fest, dass die Kinder unter dieser Situati-
on leiden. Die Differenzen und Spannungen zwischen den Eltern würden die Kinder belasten und 
seien für diese nicht mehr zumutbar. Mit Schreiben vom 6. Juli 2012 beantragte die Beiständin die 
sofortige Suspendierung des Besuchsrechts. Seit Errichtung der Beistandschaft versuchte die 
Beiständin immer wieder, die hochkonfliktuelle Situation zu entschärfen, jedoch sind alle diesbe-
züglichen Bemühungen fruchtlos geblieben. Durch die starre Haltung beider Kindseltern sind die 
Besuchswochenenden für die Kinder zu einer immer grösseren Belastung geworden. Die Kindsel-
tern haben sich zunehmend unfähig gezeigt, ihre Haltung zu reflektieren und das Wohl ihrer Söhne 
in den Vordergrund zu stellen. Bereits anlässlich des Gesprächs mit der Friedensrichterin im Jahre 
2012 baten die Kinder darum, dass die Kontakte zum Vater nur stattfinden sollen, wenn sie dies 
wünschten. In den folgenden Jahren entschieden die Gerichte immer wieder, dass das Besuchs-
recht zwischen C.________ und D.________ und ihrem Vater stattfinden sollte, auch als die 
Kinder durch ihre Reaktionen und Aussagen schon lange ausdrückten, sich dem elterlichen 
Konflikt entziehen zu wollen. C.________ und D.________ sind inzwischen dermassen belastet 
von den seit Jahren dauernden Streitereien, Gerichtsverfahren, Begutachtungen, Eskalationen 
sowie Gesprächen mit Fachpersonen, dass sie jeglichen Kontakt zum Vater kategorisch und 
unmissverständlich verweigern. Wie den Akten entnommen werden kann, hat die Beiständin 
versucht, D.________ und C.________ für die Erinnerungskontakte zu motivieren. Die Beiständin 
begab sich in die Schule, da sich C.________ und D.________ weigerten, mit ihr zu sprechen. 
Dort erklärten der Beiständin beide am 28. Februar 2019, keine Erinnerungskontakte mit dem 
Vater zu wollen und sich zeitlebens dagegen wehren zu wollen. C.________ ist mittlerweile 
16 Jahre, sein Bruder D.________ 14 Jahre alt. Die Jugendlichen sind urteilsfähig und durchaus in 
der Lage, ihre Meinung klar und unbeeinflusst zu äussern. Sie sind aufgrund ihres Alters auch 
berechtigt, Position zu beziehen und gemäss ihrer Einstellung gewisse Kontakte zu verweigern. 
Auch wenn sich die Kindsmutter in der Vergangenheit abweisend bezüglich Besuchsrecht des 
Kindsvaters verhalten hat, kann aktuell nicht davon ausgegangen werden, dass diese die Kontakte 
von C.________ und D.________ zum Vater aktiv verhindert. Die Kinder haben klar festgehalten, 
keine Erinnerungskontakte zu A.________ zu wünschen. Sie verweigern bewusst jeglichen 
Kontakt zum Kindsvater, was sich auch in den jeweiligen Eskalationen äussert, wenn sich die 
Wege der Kinder und A.________ kreuzen. Es ist ausgeschlossen und wäre auch nicht möglich, 

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die beiden Jugendlichen zu Erinnerungskontakten mit ihrem Vater zu zwingen. Selbst wenn dieser 
Zwang unter Androhung von Art. 292 StGB möglich sein sollte, würde das Friedensgericht im 
Sinne des Kindeswohls auf jeden Fall davon absehen. Die Weigerung von C.________ und 
D.________, mit ihrem Vater in Kontakt zu treten, besteht ebenso wie die starre Haltung der 
Kindseltern in konstanter Weise seit vielen Jahren. Die einzige Chance für einen Wiederaufbau der 
Beziehung zwischen A.________ und seinen Kindern besteht darin, C.________ und D.________ 
nach so vielen Jahren zur Ruhe kommen zu lassen und zu hoffen, dass diese zu gegebener Zeit 
von sich aus Interesse zeigen werden, den Kontakt zu ihrem Vater wieder aufzunehmen. Im Weite-
ren kann davon ausgegangen werden, dass erzwungene Erinnerungskontakte die Einstellung von 
C.________ und D.________ zu ihrem Vater in keiner Weise fördern würden. Aufgrund der aktuel-
len Situation und der Kindeswohlgefährdung während den letzten Jahren hat das Recht des Kinds-
vaters auf persönlichen Verkehr in den Hintergrund zu treten. Der Antrag auf Terminierung der 
Erinnerungskontakte unter Androhung von Busse gestützt auf Art. 292 StGB für den Widerhand-
lungsfall ist demnach abzuweisen. Dem Kindsvater wird nahegelegt, inskünftig jeglichen Druck auf 
seine Söhne zu unterlassen und zu akzeptieren, dass weder C.________ noch D.________ aktu-
ell den Kontakt zu ihm wünschen“ (vgl. angefochtener Entscheid, S. 4 f.). 

2.4. C.________ und D.________ befinden sich heute im 17. und 15. Lebensjahr. Die Schei-
dung ihrer Eltern wurde vor 8 Jahren ausgesprochen, wobei diese schon seit rund 12 Jahren 
getrennt leben. Die Kinder leben seither bei ihrer Mutter und ihrem Lebensgefährten. Bereits 
damals war der persönliche Verkehr zwischen Vater und Söhnen schwierig, sodass eine Beistand-
schaft gemäss Art. 308 Abs. 1 bis 3 ZGB vorgesehen werden musste.

Weiter kann den umfangreichen Akten der Vorinstanz (über 800 Seiten) entnommen werden, dass 
es seit der Scheidung im Jahr 2012 immer wieder zu neuen Zivil- und Strafverfahren zwischen den 
Eltern kam. Sie machten respektive machen sich massive, teils von Hass geprägte gegenseitige 
Vorwürfe, wobei beide das Wohl der Kinder wollen, es aber aus den Augen verloren haben. 
Zusammenfassend wirft der Vater der Mutter eine Verweigerungshaltung und eine fortlaufende 
Instrumentalisierung der Kinder vor. Ihrerseits wirft die Mutter dem Vater u.a. Lügen, Demütigun-
gen und Stalking vor. Wie die Beiständin im November 2015 ausgeführt hat, gleicht das Verhalten 
der Eltern einer endlosen Spirale, die mit den verschiedensten Methoden, Vorschlägen und 
Empfehlungen nicht durchbrochen werden konnte (vgl. Urteil KGer 101 2015 93 vom 23. März 
2016 E. 7.d.cc). C.________ und D.________ wurden ihrerseits mehrfach angehört. Ab 2012 
äusserten sie wiederholt den Wunsch, ihren Vater nicht mehr regelmässig jedes zweite Wochen-
ende zu sehen, sondern nur noch, wenn sie Lust haben. Seit ca. 2015 verweigern sie jeglichen 
Kontakt zu ihrem Vater (vgl. insbesondere act. 187 f., 291 f., 459 ff., 509 f., act. 740; CIV 17 4597, 
act. 185 ff.). Neu verlangen sie auch einen Namenswechsel (E.________ statt F.________; act. 
721 f.), lehnen es aber ab, mit ihrem Vater darüber zu diskutieren. Als C.________ im April 2019 
seinen Lehrvertrag abgeschlossen hat, wurde als Name G.________ angegeben, wobei der 
Lebenspartner der Mutter den Vertrag anstelle des Vaters, welcher Inhaber der gemeinsamen 
elterlichen Sorge zusammen mit der Mutter ist, unterschrieben hat (act. 801).

Was die Vater-Söhne-Beziehung betrifft hat der I. Zivilappellationshof des hiesigen Kantonsge-
richts bereits 2016 als erstellt erachtet, dass die ablehnende Haltung der Kinder gegenüber ihrem 
Vater respektive ihre Entfremdung von ihm massgeblich durch die Mutter und ihrem Lebenspartner 
hervorgerufen oder zumindest begünstigt wurden (vgl. Urteil KGer 101 2015 93 vom 23. März 
2016 E. 8). Ferner erwog das Regionalgericht in seinem Entscheid vom 13. Juli 2018 namentlich 
das Folgende: „Anlässlich der Anhörung [vom 9. Mai 2018] erklärten beide Söhne, eine allfällige 
gerichtliche Anweisung, den Vater zu besuchen, nicht befolgen zu wollen (…). Sie erläuterten 

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beide, weshalb sie keinen Kontakt zu[m] Vater mehr wünschen. Der Anhörende [Dr. H.________] 
hielt fest, die Kinder hätten das Alter und die psychische Reife, um hinsichtlich ihrer zukünftigen 
Lebenssituation eine weitreichende und klare Perspektive zu entwickeln, die Tragweite ihrer 
Aussagen und Entscheidungen vollumfänglich zu erfassen sowie Verantwortung dafür zu überneh-
men (…). Es ist somit davon auszugehen, dass C.________ und D.________ in Bezug auf die 
Kontakte zum [Vater] urteilsfähig sind, und direkter Zwang ihnen gegenüber nicht angeordnet 
werden kann. Es bleibt zu prüfen, ob eine indirekte, gegen die Gesuchsgegnerin angeordnete 
Zwangsmassnahme zielführend sein könnte.“ Das Regionalgericht erwog diesbezüglich insbeson-
dere, „dass C.________ und D.________ in ihrer Haltung gegenüber dem Gesuchsteller zumin-
dest teilweise von der Gesuchsgegnerin beeinflusst wurden, indem sie ihre negativen Erfahrungen 
mit dem Gesuchsteller mit ihren Söhnen teilte. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass 
die Einstellung von C.________ und D.________ heute eine andere wäre, wenn die Gesuchsgeg-
nerin ihrer Pflicht nachgekommen wäre, C.________ und D.________ positiv auf die Besuche 
vorzubereiten und den Paarkonflikt nach der Trennung von ihnen fernzuhalten; (…). Massgeblich 
ist jedoch die Haltung von C.________ und D.________ heute, die eindeutig und auch nicht etwa 
überraschend, da sie sich seit 2012 bereits mehrfach dahingehend geäussert haben, die Wochen-
endbesuche beim Vater nicht mehr wahrnehmen zu wollen. Indirekter Zwang dürfte somit kaum 
dazu führen, dass C.________ und D.________ zu den vorgegebenen Zeiten an den vorgegebe-
nen Übergabeorten erscheinen würden, so dass der Gesuchsteller sie zu sich auf Besuch nehmen 
könnte, und mit Sicherheit würde er nicht dazu führen, dass die Besuche beim Gesuchsteller für 
die Beteiligten in erspriesslicher Weise verlaufen würden.“ Schliesslich erwog das Regionalgericht: 
„Die Anhörenden äusserten Zweifel daran, dass bei den Äusserungen von C.________ und 
D.________ vom freien Kindeswillen ausgegangen werden könne, und es wurde die Durchführung 
von halbjährlichen Erinnerungskontakten empfohlen (…). Solche Kontakte können C.________ 
und D.________ die Möglichkeit erhalten, in einer späteren Lebensphase die Beziehung zu ihrem 
leiblichen Vater wieder zu intensivieren.“

Im Bericht der Beiständin vom 29. Januar 2019 wurde die Installierung von Erinnerungskontakten 
in der Folge als Ziel für das Jahr 2019 festgehalten. Mit Schreiben vom 28. Januar 2019 teilte sie 
der Mutter daher mit, dass sie die beiden Söhne am 6. Februar 2019 beim Jugendamt erwarte, um 
ihrem Mandat gerecht zu werden und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Da diese dem 
Gesprächstermin unentschuldigt fernblieben, besuchte die Beiständin die beiden Jungen am 
28. Februar 2019 in der Schule. Sie äusserten sich gemäss der Beiständin wie folgt: „D.________ 
und C.________ äusserten sich sehr klar, dass sie keine Erinnerungskontakte mit dem Vater 
wollen. Sie würden sich zeitlebens dagegen wehren. Betreffend Namensänderung äusserten sich 
D.________ und C.________, dass sie ihren Namen ändern möchten, jedoch nicht bereit seien, 
mit dem Vater ein Gespräch zu führen. Beide Knaben sagten, dass sie in diesem Fall darauf 
verzichten und die Namensänderung allenfalls bei ihrer Volljährigkeit beantragen werden. Die 
Geschenke, die ich D.________ und C.________ übergeben wollte, haben sie verweigert in 
Empfang zu nehmen. Sie sagten, dass sie diese in den nächsten Kübel werfen würden (…)“ (act. 
740).

Dem Bericht des Jugendamtes vom 31. Januar 2020 kann zudem entnommen werden, dass sich 
die Kinder altersgemäss und den Umständen entsprechend positiv entwickeln. Sie pflegen Kontak-
te zum Familiensystem mütterlicherseits sowie zu den Söhnen von I.________. Zur Familie väterli-
cherseits wurde der Kontakt von Seite B.________ abgebrochen. Sie haben gemäss ihrer Mutter 
viele Kontakte mit Gleichaltrigen. Anlässlich des Treffens mit der Beiständin in der Schule äusser-
ten sich C.________ und D.________ despektierlich, verachtend und abschätzig über ihren Vater 

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(„Dieser sei für sie schon lange gestorben“). Nicht nur den Vater hätte sie angegriffen, sondern 
auch die Beiständin habe herablassende und beleidigende Worte entgegennehmen müssen. 
Weiter führt das Jugendamt aus: „Beide Eltern möchten für ihre Kinder das Beste. Leider zeigt sich 
im Alltag, in der Umsetzung ihrer Vorgehensweise, dass das Handeln von B.________ und 
A.________ oft gegen den einen oder anderen Elternteil gerichtet ist. Im Fokus steht, Recht zu 
haben, den andern Elternteil fertig zu machen und leider nicht das Kind. Wir bedauern diese 
Vorgehensweisen und haben mit den Eltern versucht, während den letzten 12 Jahren darüber zu 
sprechen, leider ohne Erfolg.“ Weiter wurde beantragt, das Mandat aufzuheben, da die Fronten 
zwischen den Kindseltern derart verhärtet sind, dass eine konstruktive Zusammenarbeit nicht 
möglich ist.

2.5. Aus den Akten ergibt sich somit einerseits, dass die Kinder massgeblich durch ihre Mutter 
und deren Lebenspartner beeinflusst wurden. Andererseits ist zu beachten, dass die Kinder mittler-
weile durch die bereits seit Jahren dauernden Streitereien, Gerichtsverfahren, Begutachtungen, 
Eskalationen sowie Gesprächen mit Fachpersonen stark belastet sind. Trotz der Errichtung einer 
Beistandschaft und sämtlicher Bemühungen seitens der involvierten Fachpersonen hat sich das 
Verhältnis zu ihrem Vater über die Jahre hinweg nur noch mehr verschlechtert. Bereits ab 2012 
äusserten die Kinder den Wunsch, den Vater nur noch zu besuchen, wenn sie Lust haben. Anläss-
lich der Anhörung vom 11. Dezember 2014 stellte die Vizepräsidentin des Gerichts des Seebezirks 
fest, dass die Differenzen zwischen den Eltern Wirkung zeigen und die Kinder rein gar nichts Posi-
tives sehen, um mit dem Vater Zeit verbringen zu wollen (act. 511). Auch anlässlich der Anhörung 
vom 9. Mai 2018 liessen sie keinerlei positive Anteile gegenüber ihrem Vater zu und waren sehr 
darauf bedacht, ihn in ein schlechtes Licht zu rücken. Die Anhörenden hielten fest, dass die 
Haltung von C.________ und D.________ bei Kindern oft Ausdruck einer Strategie ist, um mit dem 
Dilemma und der Überforderung (durch konkurrierende Eltern) umgehen zu können (CIV 17 4597, 
act. 211). Seit ca. 2015 verweigern C.________ und D.________ jeglichen Kontakt zum Vater. 
Begegnen sie sich, so kommt es zur Eskalation (vgl. Tätigkeitsbericht 2018 vom 29. Januar 2019, 
act. 750 ff.). Selbst gegen die Erinnerungskontakte wollen sie sich „zeitlebens“ wehren. Der 
Beiständin gegenüber verhielten sie sich respektlos. Auch wenn der Kontakt zum Vater grundsätz-
lich im Kindeswohl liegt, ist festzuhalten, dass vorliegend bereits mehrere Jahre lang versucht 
wurde, den Kontakt zwischen C.________ und D.________ sowie ihrem Vater gegen den Willen 
der Kinder aufrechtzuerhalten. Trotz sämtlicher Bemühungen verschlechterte sich die Beziehung 
jedoch zusehends. Aufgrund der bereits zahlreichen erfolglosen Interventionen von Fachpersonen 
ist nicht davon auszugehen, dass die Anordnung von Erinnerungskontakten zu einer Entspannung 
der Situation beitragen würde. Vielmehr ist anzunehmen, dass bei dieser Ausgangslage die Anord-
nung von Erinnerungskontakten gegen den klaren Willen der Kinder deren ablehnende Haltung 
gegenüber ihrem Vater nur noch bestärken würde. Insgesamt erscheint die Schwelle bereits über-
schritten, in welcher Erinnerungskontakte zu einer Verbesserung der Situation beitragen könnten. 
Unter diesen Umständen liegt die Anordnung von Erinnerungskontakten nicht im Kindeswohl. Im 
Übrigen ist auch darauf hinzuweisen, dass die entsprechende Empfehlung von Dr. H.________ 
und J.________ lediglich auf einer Anhörung basierte und sie keine Abklärung getätigt und auch 
kein Gutachten erstellt haben (CIV 17 4597, act. 199).

2.6. Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass die Anordnung von Erinnerungskontakten im 
Kindeswohl liegt, so kann vorliegend die Frage der Anordnung von Erinnerungskontakten nicht 
unabhängig von der Frage der Vollstreckung beantwortet werden. Die Kinder verweigern bereits 
seit ca. 2015 jeglichen Kontakt zu ihrem Vater und haben sich klar gegen die Erinnerungskontakte 
ausgesprochen. Es steht damit bereits im jetzigen Zeitpunkt fest, dass sie nicht freiwillig an den 

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Erinnerungskontakten teilnehmen würden. Entsprechend würde die blosse Anordnung von Erinne-
rungskontakten ohne Vollstreckungsmassnahmen lediglich zu einem Leerlauf führen, da das Voll-
streckungsverfahren bereits absehbar ist. Dies hätte eine weitere Belastung der Kinder und eine 
unnötige Verzögerung des Verfahrens zur Konsequenz, was angesichts des Alters der Kinder – 
C.________ befindet sich bereits im 17. Lebensjahr – nicht wünschenswert ist. Auch wenn grund-
sätzlich das Vollstreckungsgericht zuständig ist, um über die Vollstreckung zu entscheiden, kann 
auch der Kindes- und Erwachsenenschutzhof Vollstreckungsmassnahmen anordnen (Art. 450g 
Abs. 2 ZGB).

In Bezug auf die Vollstreckung beantragt der Beschwerdeführer, dass die Anordnung der Erinne-
rungskontakte mit der Strafandrohung von Art. 292 StGB gegenüber der Kindsmutter für den Fall 
der Verweigerung der Mitwirkung zu verbinden sei. Hierzu ist festzuhalten, dass die Mutter in der 
Vergangenheit bereits mehrfach wegen Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen gebüsst wurde, 
weil sie die Kinder dem Vater nicht übergeben hatte (act. 464, 517, 554). Dennoch konnte das 
Besuchsrecht seit 2015 nicht mehr wahrgenommen werden. Weiter setzt sich der Beschwerdefüh-
rer nicht mit der Erwägung der Vorinstanz auseinander, wonach aktuell nicht davon ausgegangen 
werden kann, dass die Kindsmutter die Kontakte von C.________ und D.________ zum Vater 
aktiv verhindert. Es ist daher von vornherein nicht ersichtlich, inwiefern die Strafandrohung von Art. 
292 StGB gegenüber der Kindsmutter der Durchsetzung von Erinnerungskontakten dienen würde. 
Dies wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargetan. Daran ändert nichts, wenn die Haltung von 
C.________ und D.________ gegenüber ihrem Vater massgeblich durch die Mutter und ihren 
Lebenspartner hervorgerufen oder begünstigt wurde. Ausschlaggebend ist einzig die aktuelle 
Situation. Auf den entsprechenden Antrag des Beschwerdeführers ist daher nicht weiter einzuge-
hen. 

Gegenüber C.________ und D.________ hat der Beschwerdeführer hingegen keine Vollstre-
ckungsmassnahmen beantragt. Wie erwähnt ist die zwangsweise Durchführung von Erinnerungs-
kontakten in der Lehre stark umstritten. Bei der vorliegenden Ausgangslage, in der die Kinder 
durch die seit Jahren dauernden Streitereien, Gerichtsverfahren, Begutachtungen, Eskalationen 
sowie Gesprächen mit Fachpersonen derart belastet sind, dass sie jeglichen Kontakt zum Vater 
verweigern, kann jedoch spätestens die zwangsweise Durchführung der Erinnerungskontakten 
nicht mehr zielführend sein. Die einzige Möglichkeit zur Verbesserung der Situation erscheint 
zurzeit, den Kindern Gelegenheit zu geben, um zur Ruhe zu kommen, was sie bisher nicht 
konnten. Auch wenn das Besuchsrecht bereits seit ca. 2015 nicht mehr wahrgenommen werden 
konnte, wurde stets über die Ausübung des persönlichen Verkehrs gestritten. Es bleibt daher ledig-
lich zu hoffen, dass die Kinder nach einer Phase der Ruhe die Angelegenheit differenzierter 
werden betrachten können und von sich aus auf den Beschwerdeführer werden zugehen. 
Schliesslich ist auch festzuhalten, dass sich die Kinder den Umständen entsprechend positiv 
entwickeln. Alles in allem kommt der Hof daher zum Schluss, dass der angefochtene Entscheid 
weder Art. 273 Abs. 1 und 3 ZGB noch den Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt. Die 
Beschwerde ist somit abzuweisen.

3.

Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Prozesskosten dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 600.- festge-
setzt (Art. 96 ZPO i.V.m. Art. 19 des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). 
Die Beschwerdegegnerin war nicht anwaltlich vertreten und liess sich auch nicht vernehmen, 
womit von vorneherein keine Parteientschädigung zu sprechen ist.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Der Entscheid des Friedensgerichts des Seebezirks vom 13. Januar 2020 wird bestätigt.

II. Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 600.- festgesetzt und A.________ auferlegt.

III. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 9. Juni 2020/swo/sig

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: