# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b371b221-a780-52fa-bbcb-ab6287ef9b6a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 28.05.2024 BEK 2024 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2024-3_2024-05-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 28. Mai 2024
BEK 2024 3

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichterinnen Clara Betschart und Ilaria Beringer,
Gerichtsschreiber Alen Draganovic.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft, 1. Abteilung, Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, Einsied-
lerstrasse 55, 8836 Bennau,
Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Staatsanwalt B.________,

betreffend DNA-Profilerstellung
(Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 
21. Dezember 2023, SU 2023 11392);-

hat die Beschwerdekammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. a) Die Staatsanwaltschaft verdächtigt den Beschuldigten, am 17. De-
zember 2023 um ca. 16:15 Uhr zusammen mit C.________ und D.________ 
zwei Bahnwagen der SBB bei den Abstellgleisen im E.________ durch Be-
sprühen mit Farbe beschädigt und sich dadurch der Sachbeschädigung im 
Sinne von Art. 144 Abs. 3 StGB strafbar gemacht zu haben (angef. Verfügung, 
Betreff und E. 1). Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurde der Be-
schuldigte erkennungsdienstlich erfasst und bei ihm wurde ein Wangen-
schleimhautabstrich (WSA) zur Erstellung eines DNA-Profils durchgeführt 
(angef. Verfügung, E. 2). Die Staatsanwaltschaft ordnete mit Verfügung vom 
21. Dezember 2023 die Erstellung eines DNA-Profils gegenüber dem Be-
schuldigten an und beauftragte die Kantonspolizei Schwyz, den WSA des Be-
schuldigten dem Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich zuzustellen 
mit dem Auftrag, ein DNA-Profil zu erstellen und dieses in die DNA-Datenbank 
aufzunehmen (angef. Verfügung, Dispositivziffern 1 und 2).

b) Gegen diese Verfügung erhob der Beschuldigte am 2. Januar 2024 Be-
schwerde beim Kantonsgericht mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung 
der Verfügung (KG-act. 1). Mit Verfügung vom 4. Januar 2024 erhielt der Be-
schuldigte Gelegenheit, seine Beschwerde innert allenfalls noch laufender 
Rechtsmittelfrist zu verbessern (KG-act. 3). Am 7. Januar 2024 reichte der 
Beschuldigte das Formular „Auskünfte zur Erlangung der unentgeltlichen 
Rechtspflege“ ein (KG-act. 5 inkl. Beilagen 1 und 2). Eine verbesserte Be-
schwerdefrist brachte er am 8. Januar 2024 bei (KG-act. 6). Mit Verfügung 
vom 9. Januar 2024 wurde dem Beschuldigten eine Frist von drei Tagen seit 
Zustellung der Verfügung gesetzt, um die verbesserte Beschwerdeschrift ent-
weder eigenhändig auf der Kantonsgerichtskanzlei zu unterzeichnen oder 
mindestens eine Ausfertigung dieser Eingabe mit seiner Originalunterschrift 
dem Kantonsgericht einzureichen (KG-act. 7). Am 11. Januar 2024 reichte er 
eine Ausfertigung der verbesserten Beschwerdeschrift mit eigenhändiger 

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Unterschrift ein (KG-act. 8). Die Staatsanwaltschaft beantragte mit Beschwer-
devernehmlassung vom 11. Januar 2024, auf die Beschwerde sei kosten-
pflichtig nicht einzutreten, eventualiter sei diese kostenpflichtig abzuweisen 
(KG-act. 9). Die verbesserte Eingabe des Beschwerdeführers und die Be-
schwerdevernehmlassung der Staatsanwaltschaft gingen zur Kenntnisnahme 
und Einreichung allfälliger Gegenbemerkungen wechselseitig an die Gegen-
partei (KG-act. 10). Weder die Staatsanwaltschaft noch der Beschuldigte liess 
sich nochmals vernehmen. 

2. Den Nichteintretensantrag begründet die Staatsanwaltschaft damit, dass 
die Beschwerde des Beschuldigten die Anforderungen an eine Beschwerde 
nicht erfülle (KG-act. 9).

a) Nach Art. 396 Abs. 1 StPO ist die Beschwerde gegen schriftlich oder 
mündlich eröffnete Entscheide innert 10 Tagen schriftlich und begründet bei 
der Beschwerdeinstanz einzureichen. Verlangt die Strafprozessordnung, dass 
das Rechtsmittel begründet wird, hat die Person oder die Behörde, die das 
Rechtsmittel ergreift, nach Art. 385 Abs. 1 StPO genau anzugeben, welche 
Punkte des Entscheids sie anficht (lit. a), welche Gründe einen anderen 
Entscheid nahelegen (lit. b) und welche Beweismittel sie anruft (lit. c). Die Be-
gründung hat den Anfechtungsgrund anzugeben, d.h. die tatsächlichen 
und/oder rechtlichen Gründe, die einen anderen Entscheid nahelegen 
(BGer Urteil 6B_1162/2016 vom 27. April 2017, E. 2.3 mit Hinweisen). Bei 
Laienbeschwerden ist ein grosszügiger Massstab anzuwenden. Es genügt, 
wenn die Eingabe den Rechtsstandpunkt bzw. die Argumente des Beschwer-
deführers hinreichend deutlich werden lässt und diese sich in sachlicher sowie 
gebührender Form auf das Verfahren beziehen (BGer Urteil 7B_257/2023 
vom 5. März 2024, E. 2.6). 

Gemäss Art. 385 Abs. 2 StPO weist die Rechtsmittelinstanz eine Eingabe zur 
Verbesserung innerhalb einer kurzen Nachfrist an den Einreicher zurück, 

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wenn sie die Anforderungen von Art. 385 Abs. 1 StPO nicht erfüllt. Diese Be-
stimmung konkretisiert das für staatliche Stellen geltende Verbot des über-
spitzten Formalismus, wonach sich die Behörde nicht auf das strikte Einhalten 
von Formvorschriften berufen darf, wenn dies durch keine schützenswerten 
Interessen gedeckt ist (BGer Urteil 6B_130/2013 vom 3. Juni 2013, E. 3.2). 
Demgegenüber ist Art. 385 Abs. 2 StPO nicht anwendbar für Eingaben, die 
der Einreicher, dem die Anforderungen bekannt sind, bewusst mangelhaft 
abfasst. Ansonsten wäre es ihm möglich, die Bestimmung von Art. 89 Abs. 1 
StPO zu umgehen, wonach gesetzliche Fristen, zu denen die Rechtsmittelfris-
ten gehören, nicht erstreckt werden können (BGer Urteile 6B_991/2016 vom 
3. November 2017, E. 2.2.1; 6B_872/2013 vom 17. Oktober 2013, E. 3; 
vgl. auch BGE 134 V 162, E. 4.1). Demnach kann nicht jeder Begründungs-
mangel, der nicht mehr innert der gesetzlichen Rechtsmittelfrist behebbar ist, 
zu einer Nachfrist nach Art. 385 Abs. 2 StPO führen. Die Beschwerdemotive 
sind daher in jedem Fall, auch in Laienbeschwerden, bis zum Ablauf der 
zehntägigen Beschwerdefrist (Art. 396 Abs. 1 StPO) so konkret darzutun, 
dass ersichtlich ist, welche Punkte des angefochtenen Entscheids beanstan-
det werden und inwiefern dieser abgeändert werden soll. Ebenso müssen sich 
die innert gesetzlicher Frist gemachten Ausführungen wenigstens ansatzweise 
auf die Begründung der angefochtenen Verfügung beziehen (BGer Urteile 
6B_182/2020 vom 6. Januar 2021, E. 2.5; 6B_280/2017 vom 9. Juni 2017, 
E. 2.2.2; 1B_363/2014 vom 7. Januar 2015, E. 2.1; 6B_130/2013 vom 
3. Juni 2013, E. 3.2). Diese grundsätzlichen Erfordernisse einer hinreichenden 
Begründung sind somit auch einer Person ohne juristischen Kenntnisse zu-
zumuten (vgl. BGer Urteil 6B_866/2020 vom 8. November 2021, E. 3.5.3).

b) Die angefochtene Verfügung wurde dem Beschuldigten gemäss Zustell-
nachweis am 27. Dezember 2023 zugestellt. Somit lief die zehntägige Be-
schwerdefrist am 8. Januar 2024 ab (vgl. Art. 89 Abs. 2 sowie 
Art. 90 Abs. 1 und 2 StPO). Mit Verfügung vom 4. Januar 2024 erhielt der Be-
schuldigte Gelegenheit, innert allenfalls noch laufender Rechtsmittelfrist seine 

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Beschwerde zu verbessern (KG-act. 3). Am 8. Januar 2024 reichte er eine 
verbesserte Beschwerdeschrift ein und kam mit Eingabe datierend vom 9. Ja-
nuar 2024 (Postaufgabe: 11. Januar 2024) innert angesetzter Frist auch dem 
Erfordernis der eigenhändigen Unterschrift nach (KG-act. 6-8). Aus seiner 
verbesserten Beschwerdeschrift ergibt sich sodann, dass er die Anordnung 
der DNA-Profilerstellung als unrechtmässig erachtet, weil sie einen zu grossen 
Eingriff in seine Persönlichkeit darstelle und unverhältnismässig sei, insbe-
sondere, weil eine Verletzung der Art. 197, 255 und 260 StPO vorliege, es an 
der erforderlichen Deliktsschwere mangle und die Voraussetzungen nach 
Art. 36 BV für die Einschränkung seines Grundrechts auf persönliche Freiheit 
(Art. 10 Abs. 2 BV) nicht erfüllt seien. Der Rechtsstandpunkt und die Argu-
mente des Beschuldigten sowie die verlangte Änderung in Bezug auf die an-
gefochtene Verfügung lassen sich zumindest sinngemäss erkennen, weshalb 
auf die Beschwerde einzutreten ist.

3. Mit Inkrafttreten der teilrevidierten Strafprozessordnung per 
1. Januar 2024 kam es weder zu einer Anpassung von Art. 448 StPO noch 
Art. 453 f. StPO. Entsprechend gelangt in Rechtsmittelverfahren gegen bis 
zum 31. Dezember 2023 gefällte Entscheide bisheriges Recht zur Anwendung 
(Art. 453 Abs. 1 StPO; Oehen, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 453 StPO 
N 1). Die angefochtene Verfügung datiert vom 21. Dezember 2023, weshalb in 
Bezug auf Anordnung und Auftrag betreffend DNA-Profilerstellung altes Recht 
anzuwenden ist. 

4. Gemäss Art. 255 Abs. 1 lit. a aStPO (bei Erlass der angefochtenen Ver-
fügung geltende Fassung; AS 2010 1881) kann zur Aufklärung eines Verbre-
chens oder Vergehens von der beschuldigten Person eine Probe genommen 
und ein DNA-Profil erstellt werden. Ein solches Vorgehen ist nach der Praxis 
des Bundesgerichts nicht nur zur Untersuchung bereits begangener und den 
Strafverfolgungsbehörden bekannter Delikte möglich, deren die beschuldigte 

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Person verdächtigt wird, sondern auch zur Aufklärung von den Strafbehörden 
noch unbekannten vergangenen oder zukünftigen Delikten. Das DNA-Profil 
kann sowohl Irrtümer bei der Identifikation einer Person und die Verdächti-
gung Unschuldiger verhindern als auch präventiv wirken und so zum Schutz 
Dritter beitragen. Art. 255 StPO ermöglicht indes keine routinemässige 
(invasive) Entnahme von DNA-Proben resp. deren generelle Analyse (zum 
Ganzen: BGE 147 I 372, E. 2.1; BGE 145 IV 263, E. 3.3 m.w.H.; BGer Urteil 
6B_911/2021 vom 19. Juni 2023, E. 3.3, nicht publiziert in BGE 149 IV 307; 
BGer Urteil 1B_336/2019 vom 3. Dezember 2019, E. 3.1).

Erkennungsdienstliche Massnahmen und die Aufbewahrung der Daten kön-
nen das Recht auf persönliche Freiheit resp. körperliche Integrität nach 
Art. 10 Abs. 2 BV sowie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung nach 
Art. 13 Abs. 2 BV berühren. Das Bundesgericht beurteilte solche Eingriffe in 
die persönliche Freiheit bzw. körperliche Integrität sowie die informationelle 
Selbstbestimmung bisher als leicht (BGE 145 IV 263, E. 3.4, m.w.H.; 
BGer Urteil 1B_336/2019 vom 3. Dezember 2019, E. 3.2) und lässt in der 
neuesten Rechtsprechung offen, ob der Eingriff in die informationelle Selbst-
bestimmung allenfalls als schwer zu beurteilen ist (BGE 147 I 372, E. 2.3.1 
und 2.3.3). Einschränkungen von Grundrechten bedürfen jedenfalls einer ge-
setzlichen Grundlage und müssen durch ein öffentliches Interesse gerechtfer-
tigt sowie verhältnismässig sein (Art. 36 BV; BGE 145 IV 263, E. 3.3, m.w.H.; 
BGer Urteil 6B_911/2021 vom 19. Juni 2023, E. 3.3, nicht publiziert in 
BGE 149 IV 307). Nach Art. 197 Abs. 1 StPO können Zwangsmassnahmen 
nur ergriffen werden, wenn sie gesetzlich vorgesehen sind (lit. a), ein hinrei-
chender Tatverdacht vorliegt (lit. b), die damit angestrebten Ziele nicht durch 
mildere Massnahmen erreicht werden können (lit. c) und die Bedeutung der 
Straftat die Zwangsmassnahme rechtfertigt (lit. d). Keinen hinreichenden Tat-
verdacht i.S.v. Art. 197 Abs. 1 StPO kann es im Hinblick auf künftige Strafta-
ten geben. Dies steht der Erstellung eines DNA-Profils für derartige Delikte 
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedoch nicht entgegen 

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(BGE 145 IV 263, E. 3.4). Ein hinreichender Tatverdacht muss in Bezug auf 
diejenige Tat bestehen, die Anlass zur Probenahme oder zur Profilerstellung 
gibt. Aufgrund der Rechtsprechung genügen für allfällige andere Straftaten 
hingegen erhebliche und konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die beschuldigte 
Person in andere – auch künftige – Delikte einer gewissen Schwere verwickelt 
sein könnte. Nur wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, ist die Erstellung eines 
DNA-Profils, das nicht der Aufklärung der Straftaten eines laufenden Strafver-
fahrens dient, auch verhältnismässig (BGE 147 I 372, E. 4.2; BGE 145 IV 263, 
E. 3.4, m.w.H.; BGer Urteil 6B_911/2021 vom 19. Juni 2023, E. 3.4.3, nicht 
publiziert in BGE 149 IV 307; vgl. auch Art. 255 Abs. 1bis nStPO).

Darüber hinaus sind allfällige Vorstrafen der beschuldigten Person zu berück-
sichtigen. Ist sie nicht vorbestraft, schliesst das die Erstellung eines 
DNA-Profils nicht aus, sondern es fliesst als eines von vielen Kriterien in die 
Gesamtabwägung ein und ist entsprechend zu gewichten (BGE 145 IV 263, 
E. 3.4, m.w.H.; BGer Urteil 1B_333/2019 vom 1. Oktober 2019, E. 3.2). Dies 
gilt auch für das Vorliegen einschlägiger Vorstrafen der beschuldigten Person, 
was nicht automatisch bedeutet, dass die Erstellung eines DNA-Profils ver-
hältnismässig ist (BGE 147 I 372, E. 4.3.2).

a) Die Staatsanwaltschaft erwog in der angefochtenen Verfügung, der Be-
schuldigte werde dringend verdächtigt, am 17. Dezember 2023 um 
ca. 16:15 Uhr zusammen mit C.________ und D.________ zwei Bahnwagen 
der SBB bei den Abstellgleisen im E.________ durch Besprühen mit Farbe 
beschädigt und sich dadurch der Sachbeschädigung im Sinne von 
Art. 144 Abs. 3 StGB strafbar gemacht zu haben (angef. Verfügung, Betreff 
und E. 1). Der Verdacht beruhe darauf, dass der Beschuldigte am 17. Dezem-
ber 2023 um 16:45 Uhr in E.________ ca. 100 m weit von den frisch besprüh-
ten Bahnwagen beim Abstellgleis mit diversen Sprühutensilien (Sprühköpfe 
und Sprühdosen in Farben, die mit den Graffitis/Tags auf den Bahnwagen 
korrespondieren würden) sowie diversen Kleidungsstücken mit Farbanhaftun-

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gen der gleichen Farben habe angehalten und kontrolliert werden können. 
Wegen der in E.________ vorgefundenen Graffitis/Tags bestehe zudem der 
Verdacht, dass der Beschuldigte weiteren Sachschaden durch Sprayen be-
gangen habe. Konkret stehe er im Verdacht, am 
17. Dezember 2023 zwischen 02:26 Uhr und 04:40 Uhr in F.________, Gleis 
xx, Bahnwagen der SBB mit Farbe besprüht zu haben. Die Graffitis/Tags in 
E.________ und F.________ würden bezüglich Art und Farbe sehr grosse 
Ähnlichkeiten aufweisen. Der Sachschaden zum Nachteil der SBB dürfte sich 
weit über Fr. 10’000.00 belaufen. Die Erstellung des DNA-Profils diene vorlie-
gend nicht nur dem Zweck, die eingangs angeführte Straftat aufzuklären, son-
dern auch der Verhinderung oder einfacheren Entdeckung allfälliger künftiger 
Straftaten des Beschuldigten. Ferner gelte es abzuklären, ob der Beschuldigte 
als Täter anderer Delikte in Frage komme, namentlich gleichartiger Taten, bei 
denen Sprayutensilien am Tatort hinterlassen und DNA-Proben sichergestellt 
worden seien. Die gesetzlichen Grundlagen hierfür seien vorhanden und es 
sei nicht ersichtlich, inwiefern die Interessen des Beschuldigten das öffentliche 
Interesse an der Verhinderung resp. Entdeckung allfälliger weiterer Straftaten 
des Beschuldigten überwiegen würden (zum Ganzen angef. Verfügung, E. 1 
und 5).

b) Der Beschuldigte bringt wie schon erwähnt vor, die DNA-Profilerstellung 
stelle einen zu grossen Eingriff in seine Persönlichkeit dar und sei unverhält-
nismässig. Es liege eine Verletzung der Art. 197, 255 und 260 StPO vor. Für 
die Anordnung fehle die erforderliche Deliktsschwere. Die erkennungsdienstli-
chen Massnahmen nach Art. 260 StPO und die Probenahme sowie die Erstel-
lung eines DNA-Profils gemäss Art. 255 StPO würden sein Recht auf persön-
liche Freiheit bzw. körperliche Integrität berühren und die Voraussetzungen 
von Art. 36 Abs. 1-3 BV für die Einschränkung von Grundrechten seien nicht 
erfüllt (zum Ganzen KG-act. 1, 6 und 8).

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c) Mit Beschwerdevernehmlassung vom 11. Januar 2024 führte die 
Staatsanwaltschaft aus, der Beschuldigte habe am 17. Dezember 2023 unweit 
des Tatorts mit diversen Sprühutensilien festgenommen und kontrolliert wer-
den können. Er bestreite, dass er die Tat begangen habe. Daher seien die bei 
den Sprühutensilien sichergestellten DNA-Proben mit dem DNA-Profil des 
Beschuldigten abzugleichen, um den Beschuldigten als Spurengeber zu 
bestätigen oder auszuschliessen. Entsprechend sei die Erstellung eines 
DNA-Profils zur Aufklärung des vorliegenden Vorwurfs der qualifizierten 
Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 3 StGB zu Beweiszwecken 
notwendig und auch rechtmässig. Im Übrigen entsprechen ihre Ausführungen 
im Wesentlichen denjenigen in der angefochtenen Verfügung (KG-act. 9).

d) aa) Wie bereits dargelegt, besteht mit Art. 255 Abs. 1 lit. a aStPO eine 
gesetzliche Grundlage für die Probeentnahme und Erstellung eines 
DNA-Profils des Beschuldigten. Der Anordnung und dem Auftrag zur 
DNA-Profilerstellung liegt ein Strafverfahren betreffend Sachbeschädigung im 
Sinne von Art. 144 Abs. 3 StGB durch Besprühen von Bahnwagen mit Farbe 
am 17. Dezember 2023 um ca. 16:15 Uhr in E.________ zugrunde (angef. 
Verfügung, Betreff und E. 1; U-act. 9.1.001). Ferner verdächtigt die Staatsan-
waltschaft den Beschuldigten auch bezüglich zumindest eines anderen De-
likts, nämlich wiederum der Sachbeschädigung durch Besprühen von Bahn-
wagen mit Farbe am 17. Dezember 2023 zwischen 02:26 und 04:40 Uhr in 
F.________ (angef. Verfügung, E. 1). Bei der Sachbeschädigung handelt es 
sich je nach Grösse des Schadens entweder um ein Vergehen 
(Art. 144 Abs. 1 StGB) oder ein Verbrechen (Art. 144 Abs. 3 StGB). Die erfor-
derliche Anlasstat liegt somit vor, und zwar unabhängig davon, ob es eine 
Sachbeschädigung nach Art. 144 Abs. 1 oder Abs. 3 StGB betrifft.

bb) Gemäss Rapport der Kantonspolizei Schwyz vom 19. Dezember 2023 
(U-act. 8.1.005) kamen am 17. Dezember 2023 um 16:45 Uhr bei einer 
Personen- und Effektenkontrolle in Bezug auf den Beschuldigten sowie 

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C.________ und D.________ diverse Sprayutensilien (Sprühdosen, Sprüh-
köpfe, Handschuhe, Warnwesten, 360°-Kamera) zum Vorschein. Bei der an-
schliessenden Begehung der in unmittelbarer Nähe befindlichen Abstellgleise 
der SBB habe die Kantonspolizei mehrere frische Graffitis an einer Zugkom-
position der SBB festgestellt (U-act. 8.1.005). Hinzu kommt, dass C.________ 
und D.________ ihre eigene Beteiligung an den besagten Graffitis gestanden 
und auch bestätigten, mit dem Beschuldigten am Tatort zur Tatzeit unterwegs 
gewesen zu sein (U-act. 10.1.009, Fragen 8 ff.; U-act. 10.1.010, Fragen 8, 10, 
11 und 29 ff.). Aufgrund dessen besteht mithin ein hinreichender Tatverdacht, 
dass auch der Beschuldigte an den entsprechenden Sprühereien in 
E.________ beteiligt war.

In Bezug auf die Graffitis in F.________ ist durchaus eine Ähnlichkeit zu den-
jenigen in E.________ zu erkennen (vgl. U-act. 8.1.006 und 8.1.010). Ausser-
dem sollen diese Sprühereien am selben Tag verübt worden sein (angef. 
Verfügung, E. 1). C.________ und D.________ gestanden ihre Beteiligung 
denn auch bezüglich der Graffitis in F.________ (U-act. 10.1.009, Fragen 89 
ff.; U-act. 10.1.010, Fragen 50 ff.). Beide gaben ausserdem zu Protokoll, dass 
sie nach den Sprühereien in F.________ gemeinsam mit dem Beschuldigten 
nach E.________ gefahren seien (U-act. 10.1.009, Frage 34-40; 
U-act. 10.1.010, Frage 22). Damit bestehen erhebliche und konkrete Anhalts-
punkte, dass der Beschuldigte auch an diesen Sprühereien beteiligt war. Die 
SBB beziffert den entsprechenden Schaden auf über Fr. 10’000.00 
(U-act. 3.1.003), weshalb sogar von einer Sachbeschädigung im Sinne von 
Art. 144 Abs. 3 StGB, mithin einem Verbrechen, auszugehen ist 
(vgl. Weissenberger, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Straf-
recht II, 4. A. 2019, Art. 144 StGB N 101). Daher ist auch eine gewisse 
Schwere des Delikts gegeben.

cc) C.________ und D.________ äusserten sich zur Frage, ob der Beschul-
digte bei den Sprühereien mitgewirkt habe, insofern, als sie dies teilweise 

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nicht beantworteten bzw. sich ausdrücklich nur zu ihrer eigenen Beteiligung 
äusserten (U-act. 10.1.009, Fragen 62, 65, 100; U-act. 10.1.010, Fragen 11, 
59), wobei sie es zum Teil auch nicht ausdrücklich ausschlossen 
(vgl. U-act. 10.1.009, Frage 61; U-act. 10.1.010, Frage 19). Der Beschuldigte 
selbst verweigerte grossteils die Aussage zu seiner Beteiligung an den 
Sprühereien, bestritt jedoch, dass die in E.________ sichergestellten Sprayu-
tensilien ihm gehören würden und dass er die an seinem Wohnort bei der 
Hausdurchsuchung vom 18. Dezember 2023 gefundenen Spraydosen für ille-
gale Graffitis benutzt habe (U-act. 10.1.001, Frage 25; U-act. 10.1.008, Frage 
23). Objektiv betrachtet steht die Beteiligung des Beschuldigten an den 
Sprühereien in E.________ und F.________ nicht ohne Weiteres fest und die 
Ereignisse können noch nicht als abgeklärt gelten (vgl. Fricker/Maeder, in: 
Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafpro-
zessordnung, 3. A. 2023, Art. 255 StPO N 6). Der Staatsanwaltschaft ist des-
halb zuzustimmen, dass die Abgleichung des DNA-Profils des Beschuldigten 
mit den sichergestellten DNA-Proben auf den Sprühutensilien geeignet und 
erforderlich ist, um den Beschuldigten als Spurengeber entweder zu bestäti-
gen oder auszuschliessen, mithin, um sowohl zur Aufklärung der Sachbe-
schädigung in E.________ als auch allenfalls derjenigen in F.________ beizu-
tragen (vgl. KG-act. 9). Mildere Massnahmen zur weiteren Abklärung der Be-
teiligung des Beschuldigten sind nicht ersichtlich und solche bringt der Be-
schuldigte ebenso wenig vor.

dd) An der Aufklärung der besagten Delikte besteht aufgrund der Höhe des 
Schadens (vgl. U-act. 3.1.002 und 3.1.003) und der betroffenen Bahnwagen 
der SBB als öffentliche Verkehrsmittel ein erhebliches öffentliches Interesse. 
Demgegenüber ist der Eingriff in die Grundrechte des Beschuldigten als leicht, 
einzig der Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung allenfalls als 
schwer zu beurteilen (vgl. vorstehend E. 4), womit das öffentliche Interesse an 
der Aufklärung der Straftaten die Interessen des Beschuldigten gesamthaft 
überwiegt. Zu berücksichtigen ist ferner, dass der Beschuldigte betreffend 

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Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, begangen am 11. Ok-
tober 2022, vorbestraft (U-act. 1.1.001) und darüber hinaus gemäss Rapport 
der Kantonspolizei Schwyz bei der Kantonspolizei Bern bereits mehrfach we-
gen gleichartiger Delikte aktenkundig ist (U-act. 8.1.005, S. 9), was ebenfalls 
für die Verhältnismässigkeit der Massnahme spricht. In Anbetracht all dessen 
ist die Zwangsmassnahme nicht nur geeignet und erforderlich, sondern auch 
zumutbar, d.h. verhältnismässig i.e.S., und rechtfertigt sich auch angesichts 
der Bedeutung der Straftat.

5. Die Beschwerde des Beschuldigten ist daher abzuweisen. Für die Ge-
währung der durch Einreichung des Formulars „Auskünfte zur Erlangung der 
unentgeltlichen Rechtspflege“ wohl sinngemäss beantragten unentgeltlichen 
Rechtspflege besteht angesichts dessen, dass die unentgeltliche Rechtspfle-
ge nach Art. 136 StPO der Privatklägerschaft bzw. dem Opfer vorbehalten ist, 
keine Grundlage. In Nachachtung, dass der Beschuldigte im besagten Formu-
lar darlegt, er sei auf Lehrstellensuche, habe kein Vermögen und keine Schul-
den, erhalte als Einkommen Fr. 400.00 Taschengeld monatlich, wohne bei 
seiner Mutter und müsse als regelmässige Monatsauslage bloss die Kranken-
kassenprämie von Fr. 178.20 bezahlen, ist nicht dargetan, dass die Kosten-
auflage zu einer unbilligen Härte führen würde, weshalb sich auch ein Kosten-
erlass nach Art. 425 StPO im heutigen Zeitpunkt nicht rechtfertigt 
(vgl. Kantonsgericht Schwyz, Beschluss BEK 2023 9 vom 18. September 
2023, E. 4; vgl. Domeisen, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 425 StPO N 3 
f.). Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rechtsmittelverfahrens von 
Fr. 1’500.00 deshalb dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO);-

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beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1’500.00 werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an den Beschuldigten (1/R), die Staatsanwaltschaft (1/A an 
die 1. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) sowie nach 
definitiver Erledigung an die Staatsanwaltschaft (1/R, mit den Akten an 
die 1. Abteilung) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der Beschwerdekammer
Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber

Versand 4. Juni 2024  amu