# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e20606d-8481-58cd-9524-7e232f744771
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** RU240045-O2
**Docket/Reference:** RU240045-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/RU240045-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: RU240045-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichterin 

lic. iur. A. Strähl sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch

Beschluss und Urteil vom 6. Dezember 2024

in Sachen

A._____, 

Gesuchsteller und Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwältin ass. iur. X._____

betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege

Beschwerde gegen ein Urteil der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich 

vom 15. August 2024 (ED240034)

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Erwägungen:

1.

1.1. A._____ (Gesuchsteller und Beschwerdeführer, fortan Beschwerdeführer) 

erlitt am 21. April 2023 einen Autounfall. Der ukrainische Unfallverursacher ver-

fügte zum Zeitpunkt des Unfalls über (noch) keine gültige Haftpflichtversicherung, 

weshalb der Nationale Garantiefonds Schweiz als Versicherer für den Unfallverur-

sacher auftrat, vertreten durch die B._____ AG [Versicherungsgesellschaft]. Am 

23. September 2023 schloss der Beschwerdeführer mit dem Nationalen Garantie-

fonds Schweiz und der B._____ AG eine Entschädigungsvereinbarung ab, nach 

welcher er pauschal und per Saldo aller Ansprüche eine totale Schlussentschädi-

gung von Fr. 22'000.00 (Totalentschädigung Fr. 27'000.00 abzüglich Akontozah-

lung von Fr. 5'000.00) akzeptierte. Mit Schreiben vom 22. Januar 2024 focht der 

nunmehr anwaltlich vertretene Beschwerdeführer gegenüber der B._____ AG die 

Entschädigungsvereinbarung an (act. 3/1 S. 2; act. 3/2/3; act. 10/2/4). 

1.2. Mit Schreiben vom 24. Juni 2024 machte der Beschwerdeführer ein Schlich-

tungsgesuch beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich, Kreise …+…, betreffend 

Anfechtung eines Vergleichs anhängig. Im Hauptbegehren verlangte er, es sei die 

Beklagte (Nationaler Garantiefonds Schweiz, NGF), zu verpflichten, ihm eine an-

gemessene Entschädigung unter Mehrforderungs- bzw. Nachklagevorbehalt in 

der Höhe von Fr. 40'392.00 zu bezahlen. Eventualiter sei die Beklagte zu ver-

pflichten, ihm unter Mehrforderungs- bzw. Nachklagevorbehalt, Zug um Zug ge-

gen Rückzahlung von Fr. 27'000.00, Fr. 67'392.00 zu bezahlen (act. 3/1).

1.3. Mit Eingabe vom 25. Juni 2024 (Datum Poststempel) ersuchte der Be-

schwerdeführer beim Einzelgericht des Bezirksgerichtes Zürich (fortan Vorin-

stanz) um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Schlichtungsver-

fahren; es sei ihm in der Person von Rechtsanwältin X._____ rückwirkend auf den 

Zeitpunkt und inklusive der Erstkonsultation am 15. Januar 2023 eine unentgeltli-

che Rechtsbeiständin zu bestellen (vgl. act. 1 S. 2). Die Vorinstanz erliess am 

26. Juni 2024 die Zuteilungsverfügung (act. 4/1-2). Am 23. Juli 2024 forderte sie 

die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers telefonisch auf, eine besser leserli-

che Vollmacht und vollständige Exemplare gewisser Beilagen nachzureichen 

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(act. 5). Die Vollmacht und Beilagen gingen am 24. Juli 2024 bei der Vorinstanz 

ein (act. 7-10). Mit Urteil vom 15. August 2024 wies die Vorinstanz das Gesuch 

des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das 

Schlichtungsverfahren beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich, Kreise …+…, 

ab. Kosten wurden keine erhoben (act. 11 = act. 16). 

2.

2.1. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

29. August 2024 (Datum Poststempel) rechtzeitig Beschwerde an die Kammer mit 

den folgenden Rechtsmittelanträgen (act. 17, vgl. zur Rechtzeitigkeit act. 12):

"1.

 2.

 3.

 1.

 2.

Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 15. August 2024 (Ge-
schäfts-Nr.: ED240034-L/U) aufzuheben und das Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Schlichtungsverfahren 
beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich (Kreise … + …), Schlichtungs-
gesuch vom 24. Juni 2024, zu bewilligen;

Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägun-
gen des Obergerichts an die Vorinstanz zurückzuweisen;

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. Mehrwertsteuer) 
zu Lasten der Staatskasse.

PROZESSUALE ANTRÄGE

Es sei der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu er-
teilen.

Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Prozessführung zu ge-
währen und in der Person von Rechtsanwältin X._____ rückwirkend auf 
den Zeitpunkt und inklusive der Konsultation am 15. August 2024 ein 
unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen."

2.2. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-14). Mit Verfügung 

vom 5. September 2024 wurde auf den (prozessualen) Antrag um Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung nicht eingetreten und die Prozessleitung delegiert 

(act. 21). Mit Kurzbriefen vom 25. und 30. September 2024 liess der Beschwerde-

führer weitere Belege zu seinen finanziellen Verhältnissen einreichen (act. 23-27).

2.3. Beim Verfahren um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege handelt es 

sich um ein Verfahren zwischen der ersuchenden Partei und dem Staat. Der Ge-

genseite des (künftigen) Hauptsachenprozesses kommt im Verfahren betreffend 

die unentgeltliche Rechtspflege keine Parteistellung zu (vgl. BGer 5A_381/2013 

vom 19. August 2013 E. 3.2 m.w.H.). Die Einholung einer Beschwerdeantwort 

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(Art. 322 Abs. 1 ZPO) kommt nicht in Frage. Von einer Stellungnahme durch die 

Vorinstanz (Art. 324 ZPO) kann abgesehen werden. Die Sache ist spruchreif.

3.

Der Entscheid, mit welchem die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise 

abgelehnt wird, kann mit Beschwerde angefochten werden (Art. 121 i.V.m. 

Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO). Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach den 

Art. 319 ff. ZPO. Gerügt werden kann die unrichtige Rechtsanwendung und die of-

fensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes (Art. 320 ZPO). Die Be-

schwerde ist zu begründen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Soweit eine Beanstandung vor-

gebracht wurde, wendet die Beschwerdeinstanz das Recht von Amtes wegen an 

(Art. 57 ZPO). Sie ist weder an die Argumente der Parteien noch an die Begrün-

dung des vorinstanzlichen Entscheides gebunden (BGE 138 III 374 E. 4.3.1, 

ZR 110 Nr. 80). Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweis-

mittel sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Das 

Novenverbot ist umfassend und gilt sowohl für echte wie auch für unechte Noven 

(vgl. zum Ganzen OGer ZH RU230009 vom 11. April 2023 E. 2.1-2.3, OGer ZH 

PC220008 vom 22. März 2022 E. 3.). 

4.

4.1. Die Vorinstanz wies das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege zufolge Aussichtslosigkeit der beim Friedensrichteramt anhängig gemach-

ten Klage ab. Sie befand im Wesentlichen, die Chancen des Beschwerdeführers, 

mit der Anfechtung des Vergleichs zu obsiegen, seien als eher gering einzuschät-

zen. Es werde dem Beschwerdeführer schwer fallen, einen Grundlagenirrtum zu 

beweisen. Insbesondere seien die von ihm geäusserten, mit einem Irrtum behaf-

tenden Grundlagen gemäss dem Bericht der B._____ AG, welcher einen Tag vor 

der Unterzeichnung der Schlussvereinbarung erstellt worden sei, thematisiert wor-

den. Der Beschwerdeführer habe sein Problem mit dem Ohr, den Stellenverlust 

der Ehefrau und seine wohl länger andauernde Arbeitsunfähigkeit bereits damals 

vorgebracht. Er sei mit der Einschätzung des Vertreters der B._____ AG nicht ein-

verstanden gewesen und er habe eine höhere Entschädigung gewollt. Auch sei 

bekannt gewesen, dass die Schuldfrage in Bezug auf den Unfall noch offen gewe-

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sen sei. Der Beschwerdeführer habe die Vereinbarung dennoch unterzeichnet 

(act. 16 S. 5 f.). 

4.2. Der Beschwerdeführer setzt diesen Erwägungen der Vorinstanz nichts Kon-

kretes entgegen. Er macht vielmehr geltend, die Vorinstanz verkenne, dass nicht 

nur der Grundlagenirrtum als Grundlage der Vergleichsanfechtung zur Anwen-

dung kommen könne, sondern auch Art. 87 Abs. 2 SVG. Nach dieser Bestim-

mung könnten Vereinbarungen, die offensichtlich unzulängliche Entschädigungen 

festsetzten, binnen Jahresfrist angefochten werden. Art. 87 Abs. 2 SVG gebe der 

durch einen Strassenverkehrsunfall geschädigten Person einen weiterreichenden 

Schutz als die Regeln des Obligationenrechts über die Vertragsanfechtung, na-

mentlich wegen Übervorteilung, Irrtums, absichtlicher Täuschung oder Drohung 

(act. 17 S. 3 f.). Der Beschwerdeführer erläutert zusammengefasst, die Entschädi-

gung hätte mindestens bis Ende 2024 berechnet werden müssen, der Vertreter 

der B._____ AG habe die Unfallfolgen aufgrund angeblich fehlender Unfallkausali-

tät jedoch nur für eine beschränkte Zeit (bis Ende Dezember 2023) anerkannt. 

Dabei sei bereits dem Bericht der B._____ AG zu entnehmen gewesen, dass mit 

seiner baldigen Genesung nicht zu rechnen gewesen sei. Er habe damals schon 

mit einer Arbeitsunfähigkeit bis Ende 2024 gerechnet. Ferner sei festgestanden, 

dass seine Ehefrau für die Dauer seiner Erkrankung (wegen seines Ausfalls in der 

Kinderbetreuung) nicht mehr werde arbeiten gehen können. Es sei damals nicht 

festgestanden, dass seine Probleme mit dem rechten Ohr nicht unfallkausal ge-

wesen seien, vielmehr habe dafür eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit bestanden. 

Bereits ein halbes Jahr später sei ärztlich bestätigt worden, dass die Unfallfolgen 

definitiv unfallkausal seien. Der Beschwerdeführer folgert, den Haushaltsschaden 

hätte man auf Fr. 50'700.00 (Lohnausfall der Ehefrau x 20 Monate resp. bis Ende 

2024) und seinen Lohnausfall auf Fr. 10'000.00 (Fr. 500.00 x 20 Monate resp. bis 

Ende 2024) hochrechnen müssen. Hinzu kämen Kosten für die Parkgebühren im 

Zusammenhang mit den Arztbesuchen von insgesamt Fr. 3'192.00. Mit der Ge-

nugtuung von Fr. 3'000.00 und den Kosten in der Höhe von Fr. 500.00 zusam-

mengerechnet ergebe dies eine Gesamtentschädigung in der Höhe von 

Fr. 67'392.00. Die vereinbarte Entschädigung von Fr. 27'000.00 stelle damit ledig-

lich 40% der eigentlichen Mindestschuld dar. Damit habe offensichtlich eine unzu-

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längliche Berechnung der Entschädigung vorgelegen. Dies führe als Anfechtungs-

grundlage des Vergleichs in der Hauptsache zum Erfolg und die Klage könne 

nicht als offensichtlich aussichtslos angesehen werden (act. 17 S. 4 f.). 

4.3. Es kann zunächst auf die Ausführungen der Vorinstanz zu den rechtlichen 

Grundlagen verwiesen werden (act. 16 S. 2 f. Erw. 2.1 und 2.3.1). Hervorhebend 

bzw. ergänzend ist festzuhalten, dass bei der Beurteilung des Gesuches um un-

entgeltliche Rechtspflege die (beschränkte) Untersuchungsmaxime gilt; sie wird 

durch das Antragsprinzip und die Offenlegungs- sowie Mitwirkungsobliegenheiten 

der Gesuch stellenden Person eingeschränkt (Art. 119 Abs. 1 und 2 ZPO; vgl. 

KUKO ZPO-Jent-Sørensen, 3. Aufl. 2021, Art. 119 N 10). Der Anspruch auf un-

entgeltliche Rechtspflege besteht für jedes staatliche Verfahren, in das eine Per-

son einbezogen wird oder dessen sie zur Wahrung ihrer Rechte bedarf, also auch 

für das Schlichtungsverfahren. Dabei müssen aber stets die Voraussetzungen der 

Bedürftigkeit und Nichtaussichtslosigkeit nach Art. 117 ZPO erfüllt sein. Damit 

sich die Entscheidbehörde ein Bild über das Rechtsbegehren an sich und dessen 

Erfolgsaussichten machen kann, muss die Gesuch stellende Person, soweit nach 

dem Verfahrensstand möglich und zumutbar, Angaben zum Anspruch und zum 

Sachverhalt machen. Diese müssen soweit möglich mit Urkunden untermauert 

werden. Zwar kommt dem Kriterium der fehlenden Aussichtslosigkeit im Schlich-

tungsverfahren als Vorstufe zum Erkenntnisverfahren mit dem Zweck, eine gütli-

che Einigung zu finden, in der Regel eine eingeschränkte Bedeutung zu. Dennoch 

ist auch hier eine kurze Sachdarstellung in groben Zügen vorauszusetzen (vgl. 

Botschaft ZPO, BBl 2006 S. 7221 ff., 7300 f.; OGer ZH RU160082 vom 20. März 

2017 E. III./4.; HUBER, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 119 N 6 f.; BK ZPO-

BÜHLER, Bd. I, Bern 2012, Art. 117 N 260 f. und Art. 119 N 101 ff.). Es geht nicht 

bloss um die Beurteilung der Aussicht auf eine Versöhnung der Parteien, sondern 

um die Beurteilung der Erfolgschance des Rechtsbegehrens als Aussicht, in der 

Sache zu obsiegen (BGer 4D_67/2017 vom 22. November 2017 E. 3.2.2. und 

BGer 5A_617/ 2019 vom 27. August 2019 E. 2). Die fehlende Aussichtslosigkeit 

resp. die Prozesschancen sind in vorläufiger und summarischer Prüfung der 

Sach- sowie Rechtslage im Zeitpunkt der Gesuchstellung aufgrund des jeweiligen 

Aktenstandes zu beurteilen und abzuschätzen (Art. 119 Abs. 2-3 ZPO, BGE 142 

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III 138 E. 5.1 S. 139 f.; BGE 139 III 475 E. 2.2 S. 476 f.; BGE 138 III 217 E. 2.2.4 

S. 218). 

4.4.1. Der Beschwerdeführer liess im Gesuch an die Vorinstanz ausführen, das 

Verfahren sei nicht aussichtslos. Die Berechnung der Entschädigungssumme aus 

dem Vergleich sei offensichtlich in Verletzung des Ermessens des Vertreters der 

Beklagten erfolgt und unangemessen. Der Beschwerdeführer fügte an, zwecks 

Vermeidung von Wiederholungen könne auf das Schlichtungsgesuch verwiesen 

werden (act. 1 S. 4 Rz. 6). Im Schlichtungsgesuch argumentierte der Beschwer-

deführer zunächst mit der bei ihm im Zeitpunkt der Vergleichsverhandlungen be-

stehenden Notlage und dem Beharren des Vertreters der B._____ AG auf seinem 

Standpunkt (zum Teil fehlende Unfallkausalität, grosse Wahrscheinlichkeit eines 

Mitverschuldens des Beschwerdeführers am Unfall, dessen komplette Genesung 

bis Ende 2023). Der Beschwerdeführer schloss, es habe sich (nach Erhalt eines 

Berichts der Staatsanwaltschaft, wonach er am Unfall nicht schuld gewesen sei) 

herausgestellt, dass er einem erheblichen Grundlagenirrtum unterlegen sei 

(act. 3/1 S. 3 Rz. 7). Daneben machte der Beschwerdeführer in seinem Schlich-

tungsgesuch geltend, die Entschädigungssumme sei "im September 2023 zudem 

unzulänglich berechnet" worden. Er führte im Schlichtungsgesuch zur Berech-

nung einer ihm zustehenden Entschädigung von insgesamt Fr. 67'392.00 statt 

Fr. 27'000.00 im Wesentlichen (in tatsächlicher Hinsicht) dasselbe aus, was er 

nunmehr auch in seiner Beschwerde an die Kammer vorträgt (act. 3/1 S. 3 f. 

Rz. 8-12 und vgl. oben Erw. 4.4.2.). 

4.4.2. Der Beschwerdeführer nannte in seinem Gesuch keine Gesetzesbestim-

mungen. Gleichwohl war aufgrund der Sachdarstellungen des Beschwerdeführers 

und für die Rechtsanwendung (welche von Amtes wegen zu erfolgen hat; Art. 57 

ZPO) erkennbar, dass er seine Klage betreffend die Anfechtung der Entschädi-

gungsvereinbarung vom 23. September 2023 nicht nur auf einen Grundlagenirr-

tum stützte, sondern auch auf Art. 87 Abs. 2 SVG. Diese Bestimmung betrifft Ent-

schädigungsvereinbarungen, die zwischen dem durch einen Strassenverkehrsun-

fall Geschädigten und dem für die Schadensfolgen Haftpflichtigen abgeschlossen 

worden sind. Wurde in einer solchen Vereinbarung eine offensichtlich unzulängli-

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che Entschädigung festgesetzt, so kann die Vereinbarung binnen Jahresfrist vom 

Geschädigten angefochten werden. Die Anfechtung lässt die Schadenersatzan-

sprüche des Geschädigten in ihrem vollen Umfang wieder aufleben. Dem Ge-

schädigten steht es frei, anstelle oder neben Art. 87 Abs. 2 SVG einen Willens-

mangel geltend zu machen. Die obligationenrechtlichen Bestimmungen (über den 

Irrtum oder die Übervorteilung) und Art. 87 Abs. 2 SVG (als lex specialis) schlies-

sen sich gegenseitig nicht aus (BSK SVG-PROBST, 1. Aufl. 2014, Art. 87 N 4, 12 

und 15; OFK SVG-GIGER, 9. Aufl. 2022, Art. 87 N 3 und 5; BGE 99 II 336 E. 3b). 

Die Verwirkungsfrist von Art. 87 Abs. 2 SVG dürfte vor dem Hintergrund des 

Schreibens des Beschwerdeführers an die B._____ AG vom 22. Januar 2024 

(act. 10/2/4) sowie das von ihm am 24. Juni 2024 eingereichte Schlichtungsge-

such betreffend die Anfechtung des Vergleichs (act. 3/1) eingehalten worden sein. 

Die vereinbarte Entschädigung muss als Ganzes – im Zeitpunkt ihres Abschlus-

ses – ungenügend sein und zwar in offensichtlicher Weise. Das Gericht hat dar-

über in einem alle Umstände des Einzelfalls berücksichtigenden, doppelten Er-

messensentscheid zu befinden: Zunächst bestimmt es unter Würdigung der Um-

stände die Bandbreite der objektiv angemessenen Entschädigung, welche im Pro-

zessfall gerichtlich zugesprochen worden wäre. Alsdann hat es diese mit der ver-

einbarten Abgeltungssumme zu vergleichen und zu entscheiden, ob es die Diffe-

renz als noch annehmbar betrachtet oder als derart eklatant, dass die Abgel-

tungssumme offensichtlich unzulänglich erscheint. Letzteres dürfte bei einer Diffe-

renz in der Grössenordnung von einem Drittel oder mehr der Fall sein (BGer 

4C.219/2001 vom 31. Oktober 2001 E. 2.; BGer 4A_228/2017 vom 5. November 

2018 E. 4.1.; BGE 99 II 366 E. 4.; BSK SVG-PROBST, a.a.O., Art. 87 N 14; OFK 

SVG-GIGER, a.a.O., Art. 87 N 4). Auf solches stützt der Beschwerdeführer seine 

Klage, wenn er eine Entschädigungssumme von Fr. 67'000.00 statt der vereinbar-

ten Fr. 27'000.00 geltend macht. Im Weiteren wird vom Beschwerdeführer be-

hauptet und seine Berechnung beruht darauf, dass für die Festlegung der Ent-

schädigungssumme schon im Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung nicht 

nur bis Ende 2023, sondern (wegen der sehr wahrscheinlichen Dauer seiner ge-

sundheitlichen Unfallfolgen) bis Ende 2024 hätte gerechnet werden müssen (vgl. 

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act. 3/1 S. 4 oben). Solches kann ein Anwendungsfall von Art. 87 Abs. 2 SVG dar-

stellen (BGer 4A_228/2017 vom 5. November 2018 E. 4.4.). 

Zwar mögen die Ausführungen des Beschwerdeführers zur fehlenden Aussichts-

losigkeit unter dem Gesichtspunkt der Mitwirkungsobliegenheit eher knapp ausge-

fallen sein. Nach dem Gesagten kann jedoch angesichts des vom Beschwerde-

führer vorgebrachten Klagefundaments nicht von vornherein auf Aussichtslosig-

keit seines Rechtsstandpunktes im Schlichtungsverfahren geschlossen werden; 

der Beschwerdeführer machte glaubhafte Darlegungen zu den Anspruch begrün-

denden Voraussetzungen nach Art. 87 Abs. 2 SVG. Ob diese tatsächlich gegeben 

sind, ist einem alle Umstände des Einzelfalls wertenden Ermessensentscheid vor-

behalten. Im Rahmen der vorliegend (im frühen Stadium des Schlichtungsverfah-

rens) vorzunehmenden, vorläufigen resp. summarischen Prüfung können die Er-

folgsaussichten des vom Beschwerdeführer eingenommenen Standpunktes nicht 

als beträchtlich geringer als die Verlustgefahren bezeichnet werden. Es ist entge-

gen der Ansicht der Vorinstanz von der fehlenden Aussichtslosigkeit im Sinne von 

Art. 117 lit. b ZPO auszugehen. 

4.5.1. Damit die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt werden kann, muss zu-

dem die Mittellosigkeit resp. Bedürftigkeit der gesuchstellenden Person bejaht 

werden können (Art. 117 lit. a ZPO) und die Bestellung eines Rechtsbeistandes 

muss zur Wahrung der Rechte des Gesuchstellers im konkreten Fall als sachlich 

geboten erscheinen (vgl. Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Die Vorinstanz hat wegen der 

Abweisung des Gesuchs zufolge der (ihrer Ansicht nach) bestehenden Aussichts-

losigkeit der Klage weder die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung noch 

die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers näher geprüft (vgl. act. 16 S. 2 Erw. 2.2). 

Das kann durch die Kammer nachgeholt werden, weil die tatsächlichen Grundla-

gen für die Beurteilung dieser Voraussetzungen aufgrund der Akten gegeben 

sind; es geht hier nur noch um die rechtliche Würdigung dieser Grundlagen, also 

um eine Rechtsfrage, wofür die Kammer über volle Kognition verfügt. Vorwegzu-

schicken ist allerdings, dass für die Beurteilung der Voraussetzungen nach 

Art. 117 ZPO einzig auf die Belege, die der Vorinstanz vorgelegt wurden, abzu-

stellen ist. Die vom Beschwerdeführer der Kammer (neu) eingereichten Belege 

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(act. 24/5-6 und act. 27/7) stellen Noven im Sinne von Art. 326 Abs. 1 ZPO dar 

und könnten einzig in Bezug auf das für das Beschwerdeverfahren gestellte Ge-

such um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege berücksichtigt werden. 

4.5.2. Als bedürftig gilt eine Person, wenn sie die Kosten eines Prozesses nicht 

aufzubringen vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die Deckung des eige-

nen notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer Familie erforderlich sind. 

Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftlichen Si-

tuation im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs. Dazu gehören einerseits sämt-

liche finanziellen Verpflichtungen, anderseits die Einkommens- und Vermögens-

verhältnisse (BGE 120 Ia 179 E. 3a, BGE 124 I 1 E. 2a; und BGE 128 I 225 

E. 2.5.1 je m.w.H.). Aufgrund der aus der Unterhalts- oder Beistandspflicht 

(Art. 163 Abs. 1 ZGB, Art. 159 Abs. 3 ZGB) der Ehegatten fliessenden familien-

rechtlichen Pflicht, die Prozesskosten des anderen Ehegatten mitzufinanzieren, 

beurteilt sich die Mittellosigkeit des einzelnen Ehegatten anhand einer Gesamt-

rechnung über Einkommen, Bedarf und Vermögen der ganzen Familie (vgl. OGer 

ZH PD210008 vom 29. Juni 2021 E. 3. m.w.H.). 

Es obliegt der gesuchstellenden Partei, ihre Einkommens- und Vermögensverhält-

nisse sowie ihre finanziellen Verpflichtungen resp. die ihrer Familie umfassend of-

fenzulegen und zu belegen (Mitwirkungsobliegenheit). Die gesuchstellende Per-

son hat die Folgen einer fehlenden oder mangelnden Darlegung oder Beweisle-

gung zu tragen (Art. 119 Abs. 1 und 2 ZPO; vgl. KUKO ZPO-Jent-Sørensen, 

a.a.O., Art. 119 N 10; ZK ZPO-Emmel, 3. Aufl. 2016, Art. 119 N 6). Bei einer an-

waltlich vertretenen Partei ist das Gericht grundsätzlich nicht verpflichtet, eine 

Nachfrist anzusetzen, um ein unvollständiges oder unklares Gesuch zu verbes-

sern. Wenn die anwaltlich vertretene Partei ihren Obliegenheiten nicht (genügend) 

nachkommt, kann das Gesuch mangels ausreichender Substantiierung oder man-

gels Bedürftigkeitsnachweises abgewiesen werden (vgl. BGer 5A_489/2023 vom 

20. Oktober 2023 E. 3.1.3., BGer 5A_949/2018 vom 4. Februar 2019 E. 3.2. 

m.w.H., BGer 4A_114/2013 vom 20. Juni 2013 E. 4.3.1 f.). 

4.5.3. Vor Vorinstanz machte der Beschwerdeführer geltend, seine Ehefrau er-

halte keinen Lohn. Im Schlichtungsgesuch hatte er ausgeführt, sie habe ihre Ar-

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beitsstelle nach seinem Unfall aufgeben müssen (act. 1 S. 2; act. 3/1 S. 4). Zur Si-

tuation bezüglich Leistungen der Krankentaggeld- oder Unfallversicherung resp. 

allfälligen Ansprüchen der Ehefrau auf Taggelder aus der Arbeitslosenversiche-

rung erklärte sich der Beschwerdeführer nicht näher. Die vom Beschwerdeführer 

vor Vorinstanz eingereichte Einkommens- und Bedarfsaufstellung (act. 1 S. 2 f.) 

ist nicht durchwegs stimmig: Die Zahlen gemäss der Tabelle finden teilweise 

keine Stütze in den eingereichten Belegen (vgl. etwa den Mietzins). Der Be-

schwerdeführer äusserte sich zudem nicht nachvollziehbar zu einer allfällig erhal-

tenen Prämienverbilligung (act. 1 S. 3, in der Tabelle), Belege zum Erhalt einer 

Prämienverbilligung wurden nicht eingereicht. Stellt man ausschliesslich auf die 

vorgelegten Belege ab, so ergeben sich durchschnittliche Einkünfte des Be-

schwerdeführers in den Monaten Januar bis Mai 2024 von Fr. 4'489.05 (inkl. Kin-

derzulagen; act. 3/4). Stellt man diesen die grundlegendsten Lebenshaltungskos-

ten der Familie – wie die Grundbeträge der fünfköpfigen Familie von insgesamt 

Fr. 2'900.00 (vgl. die Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbe-

amten der Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzmini-

mums), den Mietzins von Fr. 2'302.00 (act. 3/3) und die Krankenkassenprämien 

KVG (ohne Prämienverbilligungen) von insgesamt Fr. 1'390.65 (act. 3/7-10 und 

act. 10/10) – gegenüber, so ergibt sich ein deutliches Manko. 

Im Weiteren brachte der Beschwerdeführer vor, über keinerlei Vermögen zu ver-

fügen und er reichte (für die Monate März bis Mai 2024) Auszüge seines Kontos 

bei der C._____ AG ein (act. 1 S. 4; act. 3/5). Aus den Kontobelegen ergibt sich 

ein Saldo per 31. Mai 2024 von Fr. 22.18. Auch ist ersichtlich, dass die Belastun-

gen in den Monaten März bis Mai 2024 höher waren als die Gutschriften auf dem 

Konto (act. 3/5). Dies stützt zwar einerseits die vom Beschwerdeführer behaup-

tete Vermögens- resp. Mittellosigkeit. Andererseits fällt jedoch anhand der Konto-

belege auf, dass der Beschwerdeführer auf dem Konto neben seinem Einkommen 

noch diverse weitere Gutschriften verzeichnete, zu denen er sich in seinem Ge-

such nicht äusserte. Im Mai 2024 betrugen die Gutschriften insgesamt (inkl. der 

Lohnzahlung von Fr. 4'535.00) sogar Fr. 13'000.00. Bei den zusätzlichen Gut-

schriften handelt es sich um diverse (Bar-)Einzahlungen bei der C._____ AG in 

D._____ sowie Twint-Überweisungen von (für das Gericht) nicht identifizierbarer 

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Herkunft resp. nicht bekannten Personen. Dies lässt auf weitere Einnahmequellen 

des Beschwerdeführers und/oder seiner Ehefrau schliessen. Die gegenüber den 

behaupteten monatlichen Ausgaben erheblich höheren Kontobelastungen (insge-

samt Fr. 10'594.55 im März 2024, Fr. 9'512.52 im April 2024, Fr. 13'176.53 im Mai 

2024) bestehen zu einem nicht unwesentlichen Teil aus (betragsmässig runden) 

Twint-Zahlungen an ebenfalls (für das Gericht) nicht identifizierbare Stellen resp. 

nicht bekannte Personen. Es fällt auf, dass sich unter den Belastungen des Kon-

tos – soweit ersichtlich – keine Beträge in der Höhe des Mietzinses und der Kran-

kenkassenprämien finden. Dies lässt den Schluss zu, dass der Beschwerdeführer 

und/oder seine Ehefrau noch über weitere Konten verfügen. Der Beschwerdefüh-

rer reichte der Vorinstanz neben seinen fünf Lohnabrechnungen, fünf Kranken-

kassenbelegen, dem Mietvertrag und den Kontoauszügen März bis Mai 2024 

keine weiteren Belege ein. Zwar gibt es keine bestimmten Belege, die für sich al-

leine den Beweis der Mittellosigkeit erbringen und zwingend vorgelegt werden 

müssen. Das Einreichen von mindestens der letzten detaillierten Steuererklärung 

ist zumutbar und auch üblich. Insbesondere gibt das Wertschriftenverzeichnis 

Auskunft über alle Konten, welche die gesuchstellende Person besitzt. Das Ge-

such um unentgeltliche Rechtspflege ist aber nicht bereits wegen Nichteinrei-

chens der Steuererklärungen abzuweisen, sofern sich aus den Ausführungen der 

Gesuch stellenden Partei und den vorgelegten Belegen ansonsten ein schlüssi-

ges Bild ihrer finanziellen bzw. wirtschaftlichen Lage ergibt. Dies muss nur schon 

deshalb so sein, weil es denkbare Situationen gibt, in welchen eine Partei nicht in 

der Lage ist, Steuererklärungen einzureichen (vgl. zum Ganzen OGer ZH 

PC190008 vom 2. Mai 2019 E. 3.2.1.; zu den einzureichenden Belegen auch 

BGer 5A_489/2023 vom 20. Oktober 2023 E. 3.1.3.). Der Beschwerdeführer 

reichte keine Steuererklärung ein und er sagte auch nicht, dass resp. warum er 

dies nicht kann. In seinen Lohnabrechnungen finden sich Quellensteuerabzüge 

(act. 3/4), womit es nahe liegt, dass er nicht zur Einreichung einer Steuererklä-

rung verpflichtet ist. Wie die steuerliche Situation seiner Ehefrau aussieht, lässt 

der Beschwerdeführer aber offen und zu dieser ergibt sich auch nichts aus den 

eingereichten Belegen. 

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Insgesamt kann gesagt werden, dass die zum Nachweis der Mittellosigkeit vorge-

tragenen Behauptungen und eingereichten Belege kein vollständiges Bild über die 

finanzielle Lage der Familie des Beschwerdeführers zeichnen. Die relativ pau-

schalen Behauptungen des Beschwerdeführers zu den finanziellen Verhältnissen 

erscheinen insbesondere vor dem Hintergrund der Fragen, welche die von ihm 

eingereichten Belege aufwerfen, als ungenügend. Eine abschliessende Beurtei-

lung der Mittellosigkeit des Beschwerdeführers ist damit nicht möglich. Dem an-

waltlich vertretenen und in prozessualer Hinsicht somit nicht unbeholfenen Be-

schwerdeführer ist vorzuhalten, dass er seine Vermögensverhältnisse nicht 

schlüssig dargelegt und er insoweit seine Mitwirkungspflicht verletzt hat. Von ei-

ner Nachfristansetzung zur Verbesserung war nach dem vorstehend Ausgeführ-

ten (vgl. oben Erw. 4.5.2.) abzusehen. Die Mittellosigkeit des Beschwerdeführers 

kann nicht als genügend glaubhaft gemacht gelten. 

4.6. Das Gesagte führt dazu, dass dem Gesuch des Beschwerdeführers um Be-

willigung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Schlichtungsverfahren kein Er-

folg beschieden werden kann. Im Ergebnis ist die Beschwerde deshalb abzuwei-

sen. 

5.

5.1. Das Beschwerdeverfahren gegen einen die unentgeltliche Rechtspflege ab-

weisenden oder entziehenden Entscheid ist kostenpflichtig (vgl. etwa BGE 137 III 

470 E. 6; BGE 140 III 501 E. 4.3.2; ZH RU160002 vom 14. März 2016, E. 4 sowie 

OGer ZH RU160006 vom 14. März 2016, E. 7, je mit weiteren Hinweisen). Die 

zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 in 

Verbindung mit § 9 Abs. 1 der Gerichtsgebührenverordnung (GebV OG) auf 

Fr. 600.00 festzusetzen. 

5.2. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Er hat ein Gesuch um Be-

willigung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung einer unentgeltlichen 

Rechtsbeiständin für das Beschwerdeverfahren gestellt (act. 17 S. 2, prozessua-

ler Antrag-Ziffer 2). Dieses ist jedoch zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde 

(vgl. vorstehende Erwägungen) abzuweisen (Art. 117 lit. b ZPO). 

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5.3. Eine Parteienschädigung ist nicht zuzusprechen, da der Beschwerdeführer 

mit seiner Beschwerde nicht durchdringt (Art. 106 Abs. 1 und Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Es wird beschlossen:

1.

Das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsbeiständin für das 

Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.

2.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung gemäss nachfolgendem 

Erkenntnis.

Es wird erkannt:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 600.00 festgesetzt.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt.

1.

2.

3.

4.

Es wird kein Parteientschädigung zugesprochen.

- 15 -

5.

Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer sowie an das Bezirksgericht 

Zürich, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist in-

nert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 40'392.00.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. K. Würsch

versandt am:
6. Dezember 2024