# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9a055c20-c7ea-573e-9fe3-954ae39e12a2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 24.01.2022 LE210015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE210015_2022-01-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer   
 

 

Geschäfts-Nr.: LE210015-O/U 

damit vereinigt Geschäfts-Nr.: RE210002-O 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, die Oberrichter  

Dr. M. Kriech und lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. M. Reuss Valentini 

Beschluss und Urteil vom 24. Januar 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchstellerin und Berufungsklägerin 

 
vertreten durch Rechtsanwältin mag. iur. et lic. oec. publ. X1._____,  

substituiert durch MLaw X2._____,  

 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchsgegner und Berufungsbeklagter 

 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____,  

 

 

betreffend Eheschutz 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Meilen vom 29. Januar 2021 (EE190070-G) 
  

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(vgl. Urk. 176 S. 2-4 m.H.) 

Urteil und Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Meilen vom 29. Januar 2021: 

(Urk. 176 S. 79 ff.) 

"1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien zum Getrenntleben 
berechtigt sind und bereits seit 21. Oktober 2019 getrennt leben. 

  
 2. Die gemeinsame Tochter C._____, geboren am tt. mm. 2018, wird für die 

Dauer des Getrenntlebens unter die alternierende Obhut der Parteien ge-
stellt. 

 
 3. Die Betreuung von C._____ wird wie folgt aufgeteilt: 

 
a) Betreuung durch die Gesuchstellerin: 
 

- jeweils Montagmorgen, 08.00 Uhr, bis Mittwochmittag, 
12.00 Uhr,  

 
- an jedem zweiten Wochenende jeweils ab Freitagabend, 

18.00 Uhr, bis Montagmorgen, 08.00 Uhr (erstmals am Wo-
chenende vom 5./6. Dezember 2020). 

 
b) Betreuung durch den Gesuchsgegner: 

  
- jeweils Mittwochmittag, 12.00 Uhr, bis Freitagabend, 

18.00 Uhr, 
 
- an jedem zweiten Wochenende jeweils ab Freitagabend, 

18.00 Uhr, bis Montagmorgen, 08.00 Uhr (erstmals am Wo-
chenende vom 12./13. Dezember 2020). 

 
c) Die Übergaben erfolgen bei Kitabesuch durch C._____ bei der 

Kita. Die übrigen Übergaben finden jeweils bei Bringen von 
C._____ durch die Gesuchstellerin bei der Migros in D._____ und 
bei Abholen von C._____ durch die Gesuchstellerin beim 
Schwimmbad E._____ (Eingang) statt. 

 
 4. Es wird festgestellt, dass C._____ ihren Wohnsitz an der F._____-strasse ... 

in ... D._____ hat. Auf die weitergehenden Anträge der Parteien wird nicht 
eingetreten. 

 
 5. Die eheliche Wohnung mitsamt Hausrat an der F._____-strasse ... in ... 

D._____ (Einliegerwohnung im Einfamilienhaus der Mutter des Gesuchs-
gegners) wird der Gesuchstellerin zur alleinigen Benutzung zugeteilt. 

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 6. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt 

von C._____ folgende monatliche, im Voraus je auf den Ersten eines jeden 
Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 

 
a) ab 21. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 CHF 5'204.-- (davon 

CHF 4'005.-- Betreuungsunterhalt), 
 
b) ab Januar 2020 CHF 5'039.-- (davon CHF 4'005.-- Betreuungsunter-

halt), und  
 
c) ab 1. Juli 2021 CHF 1'199.-- (Barbedarf). 
 
Die Parteien übernehmen diejenigen Kosten für das Kind, die während der 
Zeit anfallen, die sie beim betreuenden Elternteil verbringt (insbesondere 
Verpflegung, Anteil Miete, Alltagsbekleidung) jeweils selber. 
 

 7. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, zusätzlich zu den monatlichen Unter-
haltsbeiträgen die Kosten des Kindes für die Krankenkasse (KVG+VVG) und 
die Fremdbetreuung zu bezahlen. 

 
 8. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für sich persönlich 

folgende monatliche, im Voraus je auf den Ersten eines jeden Monats zahl-
bare Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 

 
a) ab 21. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019: CHF 2'482.--, 
 
b)  ab 1. Januar 2020 CHF 396.--, und  
 
c)  ab 1. Juli 2021 CHF 767.--. 

 
 9. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner sich verpflich-

tet hat, der Gesuchstellerin den Betrag von CHF 1'700.-- für den Deutsch-
kurs, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Eheschutzurteils, zu be-
zahlen. 

 
10. Auf den Antrag, den Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin 

CHF 66'000.-- zum Kauf eines Fahrzeugs Mercedes GLC oder eines ähnli-
chen Fahrzeuges zu bezahlen wird nicht eingetreten. 

 
11. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsteller an die Unter-

haltsverpflichtung gemäss Ziff. 6 und 8 hiervor für die Gesuchsgegnerin be-
reits Leistungen im Betrag von CHF 55'996.-- erbracht hat. 

 
12. Der Antrag der Gesuchstellerin, den Gesuchsgegner zur Leistung eines 

Prozesskostenbeitrages zu verpflichten, wird abgewiesen. 
 
13.  Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

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CH 10'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

CH 345.00  Dolmetscherkosten 12. Mai 2020 

CH 255.00  Dolmetscherkosten 4. November 2020 

CH 322.50  Dolmetscherkosten 16. Dezember 2020 

CH 10'922.50  Kosten total. 
 
14. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. 
 
15. Die gegenseitigen Pateientschädigungen werden wettgeschlagen. 
 
16. [Schriftliche Mitteilung] 
 
17. [Berufung/Beschwerde]" 
 

Berufungsanträge: 

der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (Urk. 191 S. 2 f. und Urk. 203 S. 2 ff.): 
 
"1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 29. Januar 2021 hinsicht-

lich der Dispositivziffern 4, 6, 8, 12 und 14 aufzuheben. Stattdessen sei wie 
folgt zu entscheiden: 

 
a. Es sei festzustellen, dass C._____ ihren Wohnsitz am jeweiligen Woh-

nort der Berufungsklägerin hat, aktuell an der F._____-strasse ... in ... 
D._____ (Einliegerwohnung im Einfamilienhaus der Mutter des Beru-
fungsbeklagten).  

 
b. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin an 

den Unterhalt von C._____ ab 21. Oktober 2019 folgende monatliche, 
im Voraus je auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhalts-
beiträge zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen: 

 
- ab 21. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 CHF 5'646.– (davon 

CHF 4'320.– Betreuungsunterhalt) 
 
- ab 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021 CHF 5'454.– (davon 

CHF 4'157.– Betreuungsunterhalt) 
 
- ab 1. Juli 2021 CHF 3'033.– (davon CHF 0.– Betreuungsunter-

halt) 
 

c. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin für 
sich persönlich folgende monatliche, im Voraus je auf den Ersten eines 
jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 

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 - ab 21. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 CHF 1'170.– 
 
 - ab 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2021 CHF 1'052.– 
 
 - ab 1. Juli 2021 CHF 1'533.– 
 
d. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin für 

das Eheschutzverfahren vor dem Bezirksgericht Meilen per 1. April 
2020 einen Prozesskostenvorschuss von CHF 25'000.– zu bezahlen. 
Eventualiter sei der Berufungsklägerin für das Eheschutzverfahren vor 
dem Bezirksgericht Meilen per 1. April 2020 die unentgeltliche Prozess-
führung zu bewilligen und in der Person der Unterzeichnenden eine 
unentgeltliche Rechtsvertretung zu bestellen. 

 
 2. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, die ausserordentlichen Fremdbe-

treuungskosten in Höhe von CHF 3'825.50 für die Monate Juli und August 
2021 zu bezahlen; eventualiter seien die Kosten beiden Elternteilen im Ver-
hältnis zu ihrem Einkommen zu tragen.  

 
 3. Es seien die Schulferien wie folgt aufzuteilen: C._____ verbringt pro Jahr 6.5 

Wochen Ferien bei der Berufungsklägerin und 6.5 Wochen Ferien beim Be-
rufungsbeklagten. Die Parteien sprechen sich vorab über den Bezug der Fe-
rien ab, mindestens drei Monate im Voraus. Kommt keine Einigung zustan-
de, kommt der Berufungsklägerin in geraden Jahren das Entscheidungs-
recht betreffend Ferien zu, in ungeraden Jahren dem Berufungsbeklagten. 

 
 4. Es sei der Berufungsbeklagte die Zustimmung zur Ausreise ins Ausland, 

insb. in die USA, für Ferienbesuche während der Schulferien mit C._____ zu 
erteilen, eventualiter sei die Zustimmung des Berufungsbeklagten zur Aus-
reise durch das Gericht zu ersetzen.  

 
 5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Berufungsbe-

klagten, zuzüglich MwSt. von 7.7 %." 
 
des Gesuchsgegners und Berufungsbeklagten (Urk. 197 S. 2; Urk. 207 S. 2): 
 
"1. Das geänderte und ergänzte Rechtsbegehren der Berufungsklägerin in Ziffer 

3 der Stellungnahme der Berufungsantwort vom 5. Juli 2021 sei in Ergän-
zung des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 29. Januar 2021 gutzu-
heissen, im Übrigen seien die Berufung und die prozessualen Anträge ab-
zuweisen soweit darauf einzutreten ist und das Urteil des Bezirksgerichts 
Meilen vom 29. Januar 2021 sei zu bestätigen.  

 
 2. Eventualiter sei der Wohnsitz des Kindes C._____ beim Berufungsbeklagten 

festzulegen. 
 

- 6 - 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt zulasten der Gesuch-
stellerin und Berufungsklägerin." 

 

Erwägungen: 

A. Sachverhalt / Prozessgeschichte 

1. Die Parteien heirateten am tt. August 2017 in D._____ . Am tt. mm. 2018 
kam die Tochter C._____ zur Welt. Seit dem 21. Oktober 2019 leben sie getrennt, 

allerdings an der nämlichen Adresse F._____-strasse ... in ... D._____ , nachdem 

der Gesuchsgegner und Berufungsbeklagte (fortan Gesuchsgegner) aus der ehe-

lichen Einliegerwohnung aus- und ins Einfamilienhaus seiner Mutter an der glei-

chen Adresse umgezogen ist (Urk. 2 S. 4 Rz. 2, S. 6 Rz. 6, S. 7 Rz. 9; Urk. 25 S. 

3 Rz. 4; Urk. 77 S. 13).  

2. Mit Eingabe vom 20. November 2019 leitete die Gesuchstellerin und Beru-
fungsklägerin (fortan Gesuchstellerin) beim Bezirksgericht Meilen ein Eheschutz-

verfahren ein (Urk. 2). Der umfangreiche erstinstanzliche Prozessverlauf (vgl. u.a. 

superprovisorische Massnahmen, Verlängerung Gewaltschutzanordnungen etc.) 

kann dem angefochtenen Entscheid entnommen werden (Urk. 176 S. 5-14). Un-

term 29. Januar 2021 fällte die Vorinstanz schliesslich den eingangs zitierten Ent-

scheid (Urk. 176 S. 79 ff.).  

3. Dagegen erhob die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 12. Februar 2021 (Da-
tum Poststempel) fristgerecht (vgl. Urk. 170/2) Berufung mit den eingangs wie-

dergegebenen (später ergänzten und geänderten; vgl. Urk. 191 S. 2 ff.) Anträgen 

(Urk. 175; Urk. 180; Urk. 181/5-17). Das von der Gesuchstellerin erhobene 

Rechtsmittel gegen die Abweisung ihres Antrages auf Zusprechung eines Pro-

zesskostenbeitrages (vgl. Urk. 175 S. 3) wurde von der hiesigen Kammer zu-

nächst als Beschwerde in einem separat eröffneten Verfahren mit der Geschäfts-

Nr. RE210002 entgegengenommen. Dieses Verfahren wurde in der Folge mit Be-

schluss vom 5. Mai 2021 mit dem vorliegenden Berufungsverfahren vereinigt und 

als dadurch erledigt abgeschrieben (vgl. Urk. 184; Urk. 185/175-183; Urk. 186). 

Die fristgerecht (vgl. Urk. 186, Anhang) erstattete Berufungsantwort des Ge-

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suchsgegners datiert vom 22. Mai 2021 (Urk. 187; Urk. 189/1-2). Mit Eingabe vom 

5. Juli 2021 äusserte sich die Gesuchstellerin fristwahrend (vgl. Urk. 190) zu den 

Noven und neuen Unterlagen der Berufungsantwort. Überdies liess sie ihrerseits 

neue Anträge stellen, neue Tatsachenbehauptungen vorbringen und neue Unter-

lagen einreichen (Urk. 191; Urk. 192; Urk. 193/1-19). Innert erstreckter Frist (vgl. 

Urk. 195 und 196) bezog der Gesuchsgegner unterm 13. September 2021 Stel-

lung und reichte seinerseits neue Urkunden zu den Akten (Urk. 197; Urk. 189; 

Urk. 199/1-14). Nach gewährter Fristerstreckung (vgl. Urk. 200; Urk. 202) bezog 

wiederum die Gesuchstellerin rechtzeitig mit Zuschrift vom 25. Oktober 2021 Stel-

lung zur Noveneingabe des Gesuchsgegners, wobei sie ihrerseits neue Unterla-

gen einreichen liess (Urk. 203; Urk. 204 und Urk. 205/1-8). Dazu äusserte sich 

der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 10. November 2021 (Urk. 207) fristwahrend 

(Urk. 206). Mit Präsidialverfügung vom 16. November 2021 wurde diese Rechts-

schrift der Gesuchstellerin zur Kenntnis gebracht und den Parteien im Übrigen der 

Eintritt der Urteilsberatungsphase angezeigt (Urk. 208).  

B. Vorbemerkungen / Prozessuales 

1. Die Berufung hemmt den Eintritt der Rechtskraft im Umfang der Anträge 
(Art. 315 Abs. 1 ZPO). Nicht angefochten sind vorliegend die Dispositivziffern 1 

(Getrenntleben), 2 (alternierende Obhut), 3 (Betreuungsregelung), 5 (Zuteilung 

eheliche Wohnung an die Gesuchstellerin), 7 (Verpflichtung des Gesuchsgegners 

zusätzlich zu den monatlichen Unterhaltsbeiträgen die Kosten des Kindes für die 

Krankenkasse [KVG+VVG] und die Fremdbetreuung zu bezahlen, 9 (Vormerk-

nahme der Verpflichtung des Gesuchsgegners, der Gesuchstellerin Fr. 1'700.– für 

den Deutschkurs zu bezahlen), 10 (Nichteintreten auf den Antrag, wonach der 

Gesuchsgegner zu verpflichten sei, der Gesuchstellerin Fr. 66'000.– zum Kauf ei-

nes Fahrzeuges Mercedes GLC oder eines ähnlichen Fahrzeuges zu bezahlen) 

und 11 (Vormerknahme, dass der Gesuchsgegner an die Unterhaltsbeiträge be-

reits Leistungen im Betrag von Fr. 55'996.– erbracht hat). Der Eintritt der Rechts-

kraft dieser Dispositivziffern des Entscheides der Vorinstanz vom 29. Januar 2021 

ist vorzumerken. Hinsichtlich der teilweise angefochtenen Kosten- und Entschädi-

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gungsfolgen (vgl. Urk. 175 S. 2) erfolgt demgegenüber keine Vormerknahme der 

(Teil-) Rechtskraft (vgl. Art. 318 Abs. 3 ZPO).  

2. In ihrer Stellungnahme zur Berufungsantwort vom 5. Juli 2021 stellt die Ge-
suchstellerin neue Anträge (Urk. 191 S. 3). Gemäss Art. 317 Abs. 2 ZPO ist eine 

Klageänderung im Berufungsverfahren nur noch zulässig, wenn die Vorausset-

zungen nach Art. 227 Abs. 1 ZPO (gleiche Verfahrensart, sachlicher Zusammen-

hang mit dem bisherigen Anspruch oder Zustimmung der Gegenpartei) gegeben 

sind und sie auf neuen Tatsachen oder Beweismitteln beruht.  

Die ab Juni 2021 neu bezifferten Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge 

(Urk. 191 S. 3 f.) sind zulässig, da die Neubezifferung mit dem neuen Arbeitsver-

trag der Gesuchstellerin vom 27. Mai 2021 zusammenhängt (Urk. 193/1). Ebenso 

ist der neue Antrag betreffend die Verpflichtung des Gesuchsgegners zur Bezah-

lung der ausserordentlichen Fremdbetreuungskosten in der Höhe von 

Fr. 3'825.50 für die Monate Juli und August 2021 zuzulassen, weil auch dieser mit 

der neuen Arbeitssituation der Gesuchstellerin und den vom Gesuchsgegner zu 

leistenden Unterhaltszahlungen zusammenhängt.  

Neu beantragt die Gesuchstellerin sodann im Rahmen ihrer Stellungnahme zur 

Berufungsantwort die hälftige Aufteilung der Schulferien (Urk. 191 S. 3 Antrag Zif-

fer 3). Der Gesuchsgegner ist damit einverstanden (Urk. 197 S. 2, 25). Streng ge-

nommen ist die Regelung der Betreuungsanteile in den Schulferien zwar nicht 

Gegenstand des Berufungsverfahrens, zumal die Parteien den Streitgegenstand 

des Rechtsmittelverfahrens im Rahmen ihrer Berufungsanträge selbst festlegen 

(BGer 5A_90/2017 vom 24. August 2017, E. 11.2; Urk. 175 S. 2 f.). Weil jedoch 

beide Parteien mit einer solchen Regelung, welche vor Vorinstanz unterblieb (vgl. 

Urk. 191 S. 24; Urk. 176 S. 79), einverstanden sind, kann, nicht zuletzt aus pro-

zessökonomischen Gründen und mit Blick auf das Kindeswohl, Dispositivziffer 3 

des angefochtenen Urteils betreffend die Betreuung der Tochter C._____ ent-

sprechend ergänzt werden.  

Demgegenüber ist auf den neuen und bestrittenen Antrag der Gesuchstellerin in 

ihrer Stellungnahme zur Berufungsantwort, wonach der Gesuchsgegner zu ver-

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pflichten sei, die Zustimmung zur Ausreise ins Ausland, insbesondere für Ferien-

reisen in die USA mit C._____ während der Schulferien, zu erteilen (Urk. 191 S. 

4; Urk. 197 S. 2 und 25), nicht einzutreten. Solches ist nicht Gegenstand des Be-

rufungsverfahrens (vgl. Urk. 175 S. 2 f.) bzw. dieses prozessuale Versäumnis 

kann nun im Berufungsverfahren nicht mehr nachgeholt werden, weil die Be-

suchsregelung (teil-)rechtskräftig geworden ist. Daran ändert auch die hinsichtlich 

der Kinderbelange geltende Offizialmaxime (Art. 296 Abs. 3 ZPO) nichts, weil die 

Parteien, wie erwähnt, den Streitgegenstand des Rechtsmittelverfahrens im Rah-

men ihrer Berufungsanträge selbst festlegen. Es handelt sich hier auch nicht etwa 

um eine Klageänderung (Art. 317 Abs. 2 ZPO), welche zur Durchbrechung der 

Teilrechtskraft führen könnte (vgl. Reetz/Hilber, in: Sutter-

Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., Art. 317 N 75), sondern vielmehr 

um eine nicht mehr zulässige Erweiterung des Berufungsgegenstandes (vgl. O-

Ger ZH LE190037 vom 7.05.202 0 S. 11 f.). Die Gesuchstellerin ist diesbezüglich 

auf ein Abänderungsverfahren (Art. 134 ZGB, Art. 179 ZGB) bzw. die Kindes-

schutzbehörde zu verweisen.  

3. Betreffend die summarische Natur des vorliegenden Eheschutz(berufungs)-
verfahrens der Parteien kann vorweg auf die zutreffenden vorinstanzlichen Aus-

führungen verwiesen werden (Urk. 176 S. 14). Weil die relevanten Tatsachen mit-

hin lediglich glaubhaft zu machen sind, ist es zulässig, auf die Zusicherungen ei-

nes Ehegatten abzustellen, wenn dieser glaubwürdig erscheint und seine Darstel-

lung plausibel ist (Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Praxis, 2. A., Bern 2014, 

S. 1 m.w.H.).  

4. Das Berufungsverfahren ist ein eigenständiges Verfahren (BGE 142 III 413 
E. 2.2.1). Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine un-

richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und 

Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-

senheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). Die Berufung ist 

zu begründen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Es ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwie-

fern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft 

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zu betrachten ist. Dies setzt voraus, dass der Berufungskläger im Einzelnen die  

vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, und die Aktenstücke 

nennt, auf denen seine Kritik beruht. Es genügt nicht, lediglich auf die vor erster 

Instanz vorgetragenen Vorbringen zu verweisen, auf frühere Prozesshandlungen 

hinzuweisen oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise zu kritisie-

ren (BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Auf Rügen, die eine sachbezogene Auseinander-

setzung mit den Erwägungen des angefochtenen Urteils vermissen lassen, ist 

nicht einzutreten. Die Parteien sind grundsätzlich gehalten, erstinstanzlich gestell-

te Beweisanträge, denen nicht entsprochen wurde, vor der zweiten Instanz zu 

wiederholen (BGE 144 III 394 E. 4.2). Diese Begründungsanforderungen gelten 

sinngemäss auch für den Inhalt der Berufungsantwort (BGer 5A_660/2014 vom 

17. Juni 2015, E. 4.2 m.w.H.; BGer 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015, 

E. 2.4.2). Abgesehen von offensichtlichen Mängeln hat sich das Berufungsgericht 

grundsätzlich auf die Beurteilung der in der Berufung und Berufungsantwort ge-

gen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken. Die 

Rügen der Parteien geben mithin das Prüfungsprogramm der Berufungsinstanz 

vor; der angefochtene Entscheid ist grundsätzlich nur auf die gerügten Punkte hin 

zu überprüfen. In rechtlicher Hinsicht ist das Berufungsgericht, in Anwendung des 

Grundsatzes iura novit curia, bei dieser Prüfung jedoch weder an die Erwägungen 

der ersten Instanz noch an die mit den Rügen vorgetragenen Argumente der Par-

teien gebunden. In tatsächlicher Hinsicht ist es nicht an die Feststellungen des 

erstinstanzlichen Gerichts gebunden, auch wenn mangels entsprechender Sach-

verhaltsrügen der Parteien im Berufungsverfahren der erstinstanzliche Entscheid 

nach dem Gesagten in der Regel als Grundlage des Rechtsmittelverfahrens dient 

(BGE 144 III 394 E. 4.1.4 mit Hinweis auf BGE 142 III 413 E. 2.2.4 und weitere 

Entscheide). Das Berufungsgericht kann die Rügen der Parteien folglich auch mit 

abweichenden Erwägungen gutheissen oder abweisen (sog. Motivsubstitution; 

BGer 2C_124/2013 vom 25. November 2013, E. 2.2.2; Reetz/Hilber, a.a.O., 

Art. 318 N 21; Seiler, Die Berufung nach ZPO, Zürich 2013, N 1507; für das Ver-

fahren vor Bundesgericht: BGE 138 III 537 E. 2.2; 137 III 385 E. 3; BSK BGG-

Meyer/Dormann, Art. 106 N 11 f.). 

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5. Sind, wie vorliegend (Urk. 175 S. 2 f.), sowohl Kinder- als auch Ehegatten-
unterhaltsbeiträge festzulegen, ist eine gemeinsame Berechnung durchzuführen 

(Six, a.a.O., S. 104, N 2.61), zumal die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Un-

terhaltsschuldners nur einheitlich ermittelt werden kann. Daran ändert nichts, dass 

im Ergebnis unter neuem Unterhaltsrecht der Unterhaltsanspruch des Ehegatten 

nach Art. 163 ZGB klar vom Unterhaltsanspruch der Kinder nach Art. 276 i.V.m. 

Art. 285 ZGB zu unterscheiden ist. Somit schlägt die uneingeschränkte Untersu-

chungsmaxime auch hinsichtlich der Ermittlung der (möglichen) Ehegattenunter-

haltsbeiträge durch (vgl. OGer ZH LE170035 vom 8.12.2017, S. 11). Damit gilt die 

in Kinderbelangen gelockerte Novenschranke (BGE 144 III 349 E. 4.2.1) vorlie-

gend umfassend. Somit sind im Berufungsverfahren sämtliche Noven zu hören, 

auch wenn sie bereits vor Vorinstanz hätten vorgebracht werden können (OGer 

ZH LE190037 vom 7.05.2020, S. 14, E. 5, OGer ZH LE190019 vom 3.10.2019, E. 

II.3.1; BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 2021, E. 2.2 m.w.H.). Die Parteien tra-

gen indes auch bei Geltung der Untersuchungsmaxime die Last, die relevanten 

Tatsachenbehauptungen aufzustellen, zu bestreiten und wenn nötig zu substanti-

ieren (z.B. OGer ZH LE150023 vom 30.09.2015, E. II.4.3).  

C. Wohnsitz Tochter 

1. Die rund dreijährige gemeinsame Tochter der Parteien, C._____ , steht un-
angefochtenermassen unter der alternierenden Obhut der Parteien mit paritäti-

scher hälftiger Betreuung (Urk. 176 S. 79, Dispositivziffern 2 und 3). Die Vo-

rinstanz hielt dafür, aktuell stelle sich die Problematik, ob C._____ ihren Wohnsitz 

bei der Gesuchstellerin oder beim Gesuchsgegner habe, nicht, da beide Eltern 

nach wie vor an derselben Adresse logierten. Es genüge somit festzustellen, dass 

C._____ ihren Wohnsitz an der F._____-strasse ... in ... D._____ habe (Urk. 176 

S. 18 f.).  

2. Die Gesuchstellerin rügt im Wesentlichen, es sei durchaus denkbar und zu 
erwarten, dass sie sich in Zukunft eine neue eigene Wohnung suchen werde und 

die Parteien nicht mehr an derselben Adresse wohnen werden. Es sei daher sehr 

wohl relevant, ob die Tochter den Wohnsitz bei ihr oder beim Gesuchsgegner ha-

be. Mit Blick auf ihren unsicheren aufenthaltsrechtlichen Status als amerikanische 

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Staatsbürgerin, zumal sie aus der vor Ablauf eines dreijährigen ehelichen Zu-

sammenlebens getrennten Ehe keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufent-

haltsbewilligung zu begründen vermöge, sei der Wohnsitz der Tochter bei ihr fest-

zulegen (Urk. 175 S. 7; vgl. aber Urk. 203 S. 6, wonach sich diese Befürchtung in 

Anbetracht der neuen Arbeitsstelle glücklicherweise nicht bewahrheitet habe). Die 

erneut erhobenen Vorwürfe des Gesuchsgegners betreffend Kindesentzug lässt 

sie bestreiten. Sie sei nicht mit dem Kind verschwunden, sondern habe vielmehr 

im Frauenhaus Schutz gesucht. Die Parteien wohnten direkt nebeneinander bzw. 

übereinander (vgl. Urk. 203 S. 7). Dies habe zur Folge, dass sie kontinuierlich an-

einandergerieten. Sie beabsichtige nicht, aus D._____ wegzuziehen; insbesonde-

re, weil C._____ dort die Kita besuche und in der Nähe beider Elternteile wohnen 

solle. Sie sei selbst stark in D._____ verankert. Allerdings sei die aktuelle Wohnsi-

tuation für sie kaum mehr zumutbar. Sie beabsichtige daher, in eine neue Woh-

nung in D._____ zu ziehen, sobald sie finanziell stabil sei. Allenfalls kämen auch 

G._____  oder H._____  in Frage. Es sei überdies nicht klar, ob der Gesuchsgeg-

ner auch in Zukunft bei seiner Mutter wohnen bleiben werde. Dies sei ursprüng-

lich als Übergangslösung gedacht gewesen. Die von ihm geltend gemachte Kon-

tinuität sei daher ebenfalls nicht gewährleistet (Urk. 191 S. 6). Die Betreuung 

durch die Grossmutter väterlicherseits könnte weiterhin beansprucht werden, 

auch wenn sie in eine neue Wohnung in der Nähe ziehe (Urk. 203 S. 7).  

3. Der Gesuchsgegner macht geltend, C._____ habe seit dem Umzug in die 
Schweiz anfangs 2019 den Wohnsitz in D._____ . Sie sei dort in ein soziales Netz 

eingebunden, besuche dort die Kita und sei in unmittelbarer Nähe zur Grossmut-

ter väterlicherseits, die eine enge Bezugsperson darstelle. Es sei einzig die Ge-

suchstellerin gewesen, die ihm das gemeinsame Kind mehrfach entzogen und 

dessen Aufenthaltsort unrechtmässig verlegt habe. Er allein sorge für die notwen-

dige Stabilität und Kontinuität im Leben von C._____. Im Berufungsverfahren ma-

che die Gesuchstellerin neu geltend, dass sie wiederum eine neue Wohnung su-

che. Wo sie eine solche suche, sei nicht klar. Die Situation bei der Gesuchstellerin 

sei nach wie vor instabil. Ihre ausländerrechtliche Situation sei nicht relevant und 

auch in der Sache falsch. Es bestehe kein massgebliches rechtlich geschütztes 

Interesse der Gesuchstellerin an einer Festsetzung des Wohnsitzes des Kindes 

- 13 - 

bei ihrem eigenen Wohnsitz. Im Eventualfall wäre der Wohnsitz der Tochter 

C._____ vielmehr bei ihm festzulegen, weil nur bei ihm Kontinuität gewährleistet 

sei. Die Ausführungen der Gesuchstellerin zu ihrer (künftigen) Wohnsituation sei-

en derart widersprüchlich, dass nicht die Rede davon sein könne, dass sie sich in 

Bezug auf C._____ s Wohnsitz um Stabilität und Kontinuität kümmere. Mit Blick 

auf den bevorstehenden Kindergarteneintritt sei eine solch unklare Situation ge-

rade nicht im Interesse des Kindes. Er beabsichtige, weiterhin im Haus seiner 

Mutter wohnhaft zu bleiben, welche denn auch beide Parteien in der Kinderbe-

treuung unterstütze. Es sei auch widersprüchlich, dass die Gesuchstellerin in 

D._____ verwurzelt sein wolle, nachdem ihre Arbeitgeberin ihren Sitz in I._____  

habe und sodann seit Februar 2021 über ein zusätzliches Büro in den USA verfü-

ge (Urk. 197 S. 5 ff.).  

4. Das Gericht kann, wenn sich die Eltern darüber nicht einigen können, bei al-
ternierender Obhut den Aufenthaltsort des Kindes bestimmen und so den zivil-

rechtlichen Wohnsitz (Art. 25 Abs. 1 ZGB) festlegen, der insbesondere für die 

Einschulung des Kindes von Bedeutung ist (vgl. Gloor / Schweighauser, in FamP-

ra.ch 2014 S. 1, 10). Mit der Zuweisung der Obhut wird der Wohnsitz des Kindes 

bestimmt. Bei Anordnung der alternierenden Obhut, wie vorliegend, hilft die Obhut 

bei der Bestimmung des Wohnsitzes indes nicht mehr weiter. Das Gericht muss 

die Frage des Wohnsitzes vielmehr ausdrücklich regeln. Massgebend ist dabei 

der Lebensmittelpunkt. Bei paritätischer alternierenden Obhutsregelung befindet 

sich der Wohnsitz an dem Aufenthaltsort, zu dem die engsten Beziehungen be-

stehen (vgl. BGE 144 V 299 E. 5.3.3.1 f.). Wohnen beide Eltern nahe beieinander, 

verliert die Wohnsitzfrage aber teilweise an Bedeutung. So ist namentlich die Fra-

ge, bei welchem Elternteil das Kind seinen Wohnsitz hat, ohne Bedeutung, wenn 

beide Eltern diesen in derselben Gemeinde haben. Überdies ist die Bezeichnung 

des Wohnsitzes bei einem Elternteil bei gemeinsamer elterlicher Sorge ohnehin 

trügerisch, darf doch der entsprechende Elternteil den Aufenthaltsort und damit 

auch den Wohnort des Kindes nur in engem Rahmen ohne die Zustimmung des 

andern ändern, so dass bei der Verlegung des eigenen Wohnsitzes unter Um-

ständen jener des Kindes nicht auch ändert (vgl. Art. 301a ZGB; Geiser, Recht-

- 14 - 

sprechungspanorama Familienrecht, Ausgewählte Entscheides des Bundesge-

richts aus den Jahren 2019/2020, AJP 1/2021 S. 76 ff. E. 5.5.).  

Die Parteien wohnen nicht nur in der gleichen Gemeinde (D._____ ), sondern an 

der nämlichen Adresse F._____-strasse ..., wobei die Gesuchstellerin dort in der 

Einliegerwohnung im Einfamilienhaus der Mutter des Gesuchsgegners lebt. Kon-

krete Umzugspläne hat keine Partei dargetan. Wie die Vorinstanz zu Recht aus-

führte, besteht vor diesem Hintergrund, jedenfalls im Rahmen des vorliegenden 

Eheschutz(berufungs)verfahrens, welches die aktuellen Verhältnisse regelt und 

von beschränkter Geltungsdauer ist, kein Rechtsschutzinteresse an einer Rege-

lung, ob C._____ ihren Wohnsitz bei der Gesuchstellerin oder beim Gesuchsgeg-

ner hat. Massgeblich für die Wohnsitzfrage ist im Übrigen die Gemeinde und nicht 

die genaue Adresse. Sollten die Parteien wegziehen, wäre wohl ohnehin die Ge-

samtsituation (insbesondere die Aufrechterhaltung der alternierenden Obhut) neu 

zu prüfen. In Übereinstimmung mit der ersten Instanz genügt es somit, festzustel-

len, dass C._____ ihren Wohnsitz (aktuell) an der F._____-strasse ... in ... 

D._____ hat. Auf die weitergehenden Anträge der Parteien ist nicht einzutreten.  

D. Unterhaltsbeiträge 

1. Berechnungsmethode 

1.1. Die Vorinstanz ging davon aus, die Parteien hätten während des Zusam-
menlebens im Referenzjahr 2019 eine Sparquote von gegen Fr. 100'000.– gebil-

det. Der Unterhaltsanspruch der Gesuchstellerin sei daher aufgrund der einstufi-

gen Methode zu berechnen (Urk. 176 S. 21-28).  

1.2. Die Gesuchstellerin moniert, die Vorinstanz habe den Unterhalt aufgrund der 
unrichtigen Annahme einer Sparquote von Fr. 100'000.– einstufig statt zweistufig 

berechnet. Sie, die Gesuchstellerin, habe sowohl ihren Existenzbedarf als auch 

ihren gebührenden Bedarf vollumfänglich belegt und sei damit ihrer Substantiie-

rungspflicht im Hinblick auf beide Berechnungsmethoden genügend nachgekom-

men. Aufgrund der neusten bundesgerichtlichen Rechtsprechung und um eine 

verpönte Vermischung der Berechnungsmethoden zu verhindern, seien die Un-

- 15 - 

terhaltsbeiträge vorliegend insgesamt nach der verbindlichen zweistufig konkreten 

Methode zu bestimmen (Urk. 175 S. 7 f., 16; Urk. 191 S. 8 f.) 

1.3. Der Gesuchsgegner lässt erwidern, die Gesuchstellerin habe vor Vorinstanz 
die Anwendung der einstufig konkreten Unterhaltsberechnungsmethode mit kei-

nem Wort bestritten. Vielmehr habe sie über die gesamte Verfahrensdauer hin-

weg stets selbst einstufig gerechnet. Sie könne sich im Berufungsverfahren nun 

nicht neu auf den Standpunkt stellen, die Vorinstanz hätte zu Unrecht die einstufi-

ge Methode angewandt. Die jüngste Bundesgerichtspraxis, welche nach Akten-

schluss vor Vorinstanz und nach dem erstinstanzlichen Entscheid vom 29. Januar 

2021 ergangen sei, könne keine Anwendung finden, weil die Parteien sich dazu 

nie hätten äussern können. Ein Nachholen dieses Schritts vor Obergericht wäre 

unzulässig, da damit die Parteien einer vollen Instanz verlustig gingen. Überdies 

lasse das Bundesgericht die Berechnung nach der einstufig konkreten Methode 

zu, wenn die Verhältnisse es rechtfertigten und die Wahl der Methode im Ent-

scheid begründet werde. Auch führe die Anwendung der zweistufigen Methode 

nicht zu einem anderen Resultat (Urk. 187 S. 7 ff.; Urk. 197 S. 9 f.).  

1.4. Welche Unterhaltsberechnungsmethode zur Anwendung gelangt, ist eine 
Rechtsfrage. Das Gericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO; 

vgl. auch BGer 5A_776/2015 vom 4. Februar 2016, E. 5.2). Das Bundesgericht 

hat jüngst die Berechnungsmethode bezüglich Kinder-, Ehegatten- und nachehe-

licher Unterhaltsbeiträge vereinheitlicht und schweizweit verbindlich festgelegt: 

Massgeb-lich ist die zweistufig-konkrete Methode mit Überschussverteilung. Eine 

allfällige Sparquote ist vom Überschuss abzuziehen. Die einstufige Methode ist 

nur noch in Ausnahmefällen zulässig, insbesondere bei aussergewöhnlich günsti-

gen finanziellen Verhältnissen (vgl. BGE 147 III 265 E. 6.6 u. 7; BGE 147 III 293 

E. 4.5; vgl. auch BGE 147 III 301 E. 4.3). Diese Praxisänderung ist, entgegen der 

Ansicht des Gesuchsgegners, sofort und überall anzuwenden (vgl. BGer 

5A_847/2018 vom 6. Dezember 2019, E. 4.3.2; BGE 142 V 551 E. 4.1. m.w.H.). 

Im Berufungsverfahren konnten sich die Parteien denn auch dazu äussern. Die 

Fakten lieferten sie bereits im erstinstanzlichen Verfahren, wobei sich die anwalt-

lich vertretenen Parteien, wie die Gesuchstellerin richtig vorträgt (Urk. 191 S. 8), 

- 16 - 

bei guten finanziellen Verhältnissen nach der bisherigen Praxis vorsorglich ohne-

hin auf die Anwendbarkeit beider Methoden vorzubereiten hatten. Im Übrigen leg-

te auch der Gesuchsgegner vor Vorinstanz seinen Bedarf dar (vgl. Urk. 77 S. 35), 

welchen die erste Instanz im angefochtenen Entscheid trotz Anwendung der ein-

stufigen Berechnungsmethode festhielt (Urk. 176 S. 49-54). Die höchstrichterliche 

Praxis steht fest und ist anzuwenden, weshalb von einem diesbezüglichen "In-

stanzenverlust" nicht die Rede sein kann. Vorliegend ist daher von der zweistufi-

gen Methode auszugehen, nachdem keine extrem günstigen finanziellen Um-

stände gegeben sind (vgl. nachstehend). Der vom Gesuchsgegner zitierte BGer 

5A_747/2020 vom 29. Juni 2021, E. 4.1.3 (Urk. 197 S. 9), wonach die von den 

kantonalen Instanzen angewandte einstufige Berechnungsmethode ausnahms-

weise beibehalten wurde, ist nicht massgeblich, da die dortigen Eheleute in über-

durchschnittlich begüterten Verhältnissen lebten und sich an der Methodenwahl 

der kantonalen Instanzen nicht störten. Wurden die Bedarfe beider Parteien vor 

Vorinstanz einstufig dargelegt, ist es ohne weiteres möglich, gestützt darauf den 

für die zweistufige Methode massgeblichen engeren familienrechtlichen Bedarf 

festzulegen (a maiore ad minus). Der Sachverhalt ist daher hinreichend dargetan. 

Eine Rückweisung ist nicht nötig (vgl. Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 2 ZPO).  

2. Referenzperiode 

2.1. Bei Anwendung der zweistufigen Methode mit Überschussverteilung muss 
die vorliegend umstrittene Sparquote ermittelt werden, weil sie vom Überschuss 

abzuziehen ist (BGE 147 III 265 E. 7.3) und bei der unterhaltsverpflichteten Partei 

verbleibt (BGer 5A_90/2016 vom 16. August 2016, E. 4.5; Christine Arndt, Die 

Sparquote, Basis für die nacheheliche Unterhaltsberechnung, in: Roland Fank-

hauser / Ruth E. Reusser / Ivo Schwander [Hrsg.], Brennpunkt Familienrecht, 

Festschrift für Thomas Geiser zum 65. Geburtstag, 2017, S. 43 ff., S. 43 f.).  

2.2. Die erste Instanz nahm das Jahr 2019 bzw. die Zeit zwischen dem 31. De-
zember 2018 und 31. Dezember 2019 als Referenzjahr für die Sparquote. Sie 

hielt dafür, es mache wenig Sinn, die wenigen Monate, welche die Parteien nach 

der Geburt des Kindes am tt. mm. 2018 noch in London lebten, in die Berechnung 

einzubeziehen, weil dort die Lebenshaltungskosten anders als in der Schweiz und 

- 17 - 

zudem von den Parteien auch nicht substantiiert worden seien. Für den gelebten 

Lebensstandard sei auf die Zeit ab dem Umzug (auch der Gesuchstellerin) in die 

Schweiz (anfangs 2019) abzustellen. Ganz korrekt müsste man zwar den Tren-

nungszeitpunkt (21. Oktober 2019) nehmen. Der Einfachheit halber und da auch 

keine Anhaltspunkte dafür bestünden, dass unmittelbar nach der Trennung grös-

sere Vermögensverschiebungen stattgefunden hätten, sei aber darauf zu verzich-

ten (Urk. 176 S. 22).  

2.3. Die Gesuchstellerin rügt im Wesentlichen, die Vorinstanz habe die Refe-
renzperiode falsch festgesetzt. Sie habe insbesondere den massgebenden Tren-

nungszeitpunkt "der Einfachheit halber (sic!)" nicht berücksichtigt und damit die 

zwei Monate nach der Trennung am 21. Oktober 2019, mithin mehrere ausgewie-

sene Vermögensverschiebungen nicht miteinbezogen und stattdessen eine Pha-

se nach der Trennung zur Bemessung des vor der Trennung gelebten Lebens-

standards herangezogen. Für die Berechnung des zuletzt gelebten Lebensstan-

dards und der Sparquote müsse als Referenzperiode (mindestens) das Jahr vor 

der Trennung und somit der Zeitraum vom 21. Oktober 2018 bis 21. Oktober 2019 

massgebend sein (Urk. 175 S. 9 ff.). Selbst wenn Gründe vorlägen, die eine Ab-

weichung des Trennungsjahrs und das Ausserachtlassen der zwei Monate in 

London rechtfertigten, gehe es nicht an, an der Einjahresregel zur Bemessung 

festzuhalten und dazu eine Phase nach der Trennung der Parteien heranzuzie-

hen, nur damit auf ein ganzes Jahr abgestellt werden könne. Dies umso weniger, 

wenn es kurz vor der bemessenen Periode zu grösseren Vermögensverschie-

bungen gekommen sei, welche Auswirkungen auf die Berechnung der Sparquote 

hätten (Urk. 191 S. 9). Am 18. Dezember 2018 und daher kurz vor der von der 

Vorinstanz festgelegten Periode zur Berechnung des zuletzt gelebten Lebens-

standards sei namentlich der Kauf des Mercedes AMG zum Preis von 

Fr. 82'500.– erfolgt, welcher nicht zur Sparquote, sondern zum Lebensstandard 

zu zählen sei (Urk. 175 S. 10 Rz. 29).  

2.4. Der Gesuchsgegner hält die von der Vorinstanz festgelegte Referenzperiode 
für korrekt (vgl. auch Urk. 77 S. 21 ff.). Es müsse gemäss Lehre und Praxis nicht 

zwingend auf ein volles Jahr vor der Trennung abgestellt werden. Die Vorinstanz 

- 18 - 

habe eingehend begründet, weswegen sie auf das Kalenderjahr 2019 abgestellt 

habe. Die Parteien hätten davor in England gelebt und seien erst Ende 2018 bzw. 

anfangs 2019 in die Schweiz gezogen. Die Gesuchstellerin habe es unterlassen, 

Ausführungen zu den Lebenshaltungskosten in England zu machen. Die Zeit von 

Ende Oktober 2018 bis Ende Dezember 2018 könne auch vor dem Hintergrund 

des dannzumal erfolgten Umzugs in die Schweiz und der durch die Gesuchstelle-

rin initiierten Ausweisung des Gesuchsgegners aus der ehelichen Wohnung in 

London nicht massgeblich sein, da diese Phase weder Rückschlüsse auf die Le-

benshaltungskosten noch auf die Sparquote zulasse (Urk. 187 S. 10).  

2.5. Weil auf den zuletzt erreichten, gemeinsam gelebten Lebensstandard abzu-
stellen ist, erscheint es grundsätzlich sachdienlich, die letzten zwölf Monate vor 

der Trennung als relevante Referenzperiode zu betrachten. In dieser Referenzpe-

riode ist aufzuschlüsseln, was die Familie verbraucht bzw. was sie gespart hat. 

Die Referenzperioden für das Einkommen, den Verbrauch und die Sparquote ha-

ben selbstverständlich identisch zu sein (Christine Arndt, a.a.O., S. 51). Die Par-

teien leben seit dem 21. Oktober 2019 getrennt; massgebend wäre daher grund-

sätzlich der Zeitraum zwischen dem 21. Oktober 2018 und dem 21. Oktober 2019. 

Allerdings lebten sie erst ab Ende 2018 bzw. ab Januar 2019 wieder zusammen 

in der Schweiz. Die Lebenshaltungskosten während des gemeinsamen Zusam-

menlebens in London im Jahr 2018, bis der Gesuchsgegner auf Initiative der Ge-

suchstellerin im Rahmen eines Gewaltschutzverfahrens gemäss Verfügung des 

Central Family Court vom 4. Dezember 2018 aus der dortigen ehelichen Woh-

nung gewiesen wurde (vgl. Urk. 2 S. 7; Urk. 29 S. 4; Urk. 187 S. 13; Urk. 30/1), 

wurden - ausgenommen der Mietzins (vgl. Urk. 77 S. 26: GBP 2'100.– monatlich) 

- nicht näher dargetan. Weil die Referenzperioden für das Einkommen, den Ver-

brauchsunterhalt und die Sparquote identisch sein müssen, rechtfertigt es sich 

daher mit der Vor-instanz, den Beginn der Referenzperiode auf den 1. Januar 

2019 festzulegen. Das Ende ist grundsätzlich auf den Trennungszeitpunkt per 21. 

Oktober 2019 festzusetzen, wobei die Steuererklärung 2019 bzw. der Vermö-

gensstand per 31. Dezember 2019 gleichwohl als Hilfsmittel zur Berechnung der 

massgeblichen Sparquote heranzuziehen ist.  

- 19 - 

3. Berechnung der Sparquote 

3.1. Die Vorinstanz berechnete, wie erwähnt, eine Sparquote von "gegen 
Fr. 100'000.–" im Jahr 2019 (Fr. 135'283.– Differenz Vermögensstände per 31. 

Dezember 2018 und 31. Dezember 2019 gemäss den Steuererklärungen 2018 

und 2019 abzüglich trennungsbedingte Mehrkosten von rund Fr. 42'000.– [erhöh-

ter Grundbetrag {2 x Fr. 1'350.– statt Fr. 1'700.–} und zusätzliche Mietkosten des 

Gesuchsgegners von Fr. 2'500.–]). Den Ferrari und die Uhren rechnete sie dabei 

als einmalige Anschaffung bzw. Investitionen (zum Steuerwert) zur Sparquote 

(Urk. 176 S. 26 f.).  

3.2. Die Gesuchstellerin stellt das Vorliegen einer Sparquote in Abrede. Die Au-
tos hätten zum Lebensstandard gehört. So hätten die Parteien in den letzten zwei 

Jahren vor der Trennung drei Luxusfahrzeuge gekauft, nämlich am 18. Dezember 

2018 einen Mercedes AMG C 43 zum Preis von Fr. 82'500.–, am 7. Mai 2019 ei-

nen Ferrari zum Preis von Fr. 175'000.– und am 10. Oktober 2019 einen Merce-

des Benz GLC 220d 4 Matic zum Preis von Fr. 66'900.–. Der Mercedes AMG C 

43 sowie der Ferrari seien als Familienfahrzeuge gebraucht worden. Der Merce-

des Benz GLC 220d 4 Matic sei ein Geschenk des Gesuchsgegners an sie gewe-

sen und auch von ihr persönlich gefahren worden. Auch der Kauf von Schmuck 

und Wertsachen (Solitär-Ohrstecker am 1. Oktober 2019 à Fr. 5'900.–, Ring in 

Rotgold mit BriIlanten à Fr. 2'520.– am 16. Oktober 2017 und Solitärring à 

Fr. 11'900.– am 17. Juli 2017) sei Teil des Lebensstandards gewesen und es ha-

be sich mitnichten um Einmalanschaffungen gehandelt. Ihr Schmuck gehöre 

ebenso zum gehobenen Lebensstandard der Parteien wie der Kauf von Uhren 

durch den Gesuchsgegner. Zudem sei die Patek Philipp Uhr erst am 25. Novem-

ber 2019 und damit nach der Trennung gekauft worden, falle somit nicht in die 

massgebende Referenzperiode und sei damit so oder anders nicht zur Sparquote 

zu zählen, wie dies die Vorinstanz zu Unrecht getan habe. Aufgrund der neu fest-

zusetzenden Bemessungsperiode sei, entgegen den vorinstanzlichen Ausführun-

gen, auch nicht auf den Stand des Vermögens per 31. Dezember 2018 bzw. 

31. Dezember 2019 abzustellen, weshalb auch die Steuererklärungen 2018 und 

2019 nicht für den Stand des Vermögens in der Bemessungsperiode heranzuzie-

- 20 - 

hen seien. Insgesamt habe die Vorinstanz zu Unrecht eine Sparquote von 

Fr. 135'384.– berechnet (Urk. 175 S. 11 ff.).  

3.3. Demgegenüber macht der Gesuchsgegner geltend, die Parteien hätten bis 
zur Trennung nur etwas mehr als zwei Jahre zusammengelebt. Weder der Ferrari 

noch andere Fahrzeuge hätten zum massgeblichen Lebensstandard gehört, 

weswegen sie der Sparquote zuzuweisen seien. Den Mercedes AMG C 43 habe 

er im Hinblick auf seine Stelle bei der J._____  in der Schweiz erworben, nach-

dem er von der Gesuchstellerin aus der gemeinsamen Wohnung in London aus-

gewiesen worden sei. Die Gesuchstellerin habe vor Vorinstanz selbst ausgeführt, 

dass sie in der Schweiz ab und dann das Fahrzeug seiner Mutter benützt habe. 

Der Erwerb des Mercedes GLC sei ein Ersatz für den AMG C 43 gewesen und 

die Gesuchstellerin habe ihn nie benutzt, da sich die Parteien kurz darauf endgül-

tig getrennt hätten. Die Gesuchstellerin habe während des Zusammenlebens nie 

über ein eigenes Fahrzeug verfügt, sondern sei einzig im AMG C 43 und ganz 

vereinzelt im Ferrari mit dem Gesuchsgegner mitgefahren, wobei er den AMG 

C 43 vorwiegend zur Ausübung seines Berufs gebraucht habe. Wie die Vo-

rinstanz treffend ausgeführt habe, gehöre der Kauf von Schmuck in aller Regel 

nicht zum Lebensstandard, sondern sei als Vermögensbildung zu qualifizieren. 

Schmuckkäufe aus dem Jahr 2017, welche zur Hochzeit erfolgt seien, vermöch-

ten per se keinen Lebensstandard zu begründen. Zudem beginne die massgebli-

che Referenzperiode frühestens am 21. Oktober 2018. Die vorinstanzliche Be-

rechnung der Sparquote sei zu bestätigen. Für die von der Gesuchstellerin gel-

tend gemachten Abzüge bestehe kein Raum (Urk. 187 S. 13 ff.).  

3.4. a) Ausgaben, die der Vermögensbildung dienen, sind der Sparquote zu-
zurechnen. Dazu gehört nebst dem Erwerb von Wohneigentum (inkl. Investitio-

nen) das klassische Sparen, wie die Äufnung von Barmitteln auf Bankkontos, der 

Kauf von Wertpapieren sowie die Einzahlung in Lebensversicherungen oder in die 

2. oder 3. Säule. Weiter sind Auslagen oder Anschaffungen, die einmalig sind 

bzw. keine Regelmässigkeit aufweisen, zur Sparquote zu zählen (z.B. Kosten für 

Gerichtsverfahren oder eine Reise zum 20. Hochzeitstag). Davon zu unterschei-

den sind Rückstellungen, die im Hinblick auf Auslagen oder Anschaffungen erfol-

- 21 - 

gen, die zwar nicht alle paar Wochen oder Monate anfallen, aber dennoch einer 

Regelmässigkeit unterliegen (z.B. teure Reise alle fünf Jahre). Diese Ausgaben 

können nicht zur Sparquote gezählt werden (Arndt, a.a.O., S. 52). Nicht zur Spar-

quote zählen Auslagen, die auf den Verbrauch ausgerichtet sind. Dazu gehören 

beispielsweise Ausgaben für das Wohnen (Miete, Hypothekarzinsen, Nebenkos-

ten etc.), Krankenkassenprämien, Mobilität, Freizeit oder Ferien. In der Regel 

handelt es sich dabei um regelmässige Auslagen. Es sind aber auch Rückstellun-

gen für konkrete Ausgaben oder Anschaffungen zum Verbrauch zu zählen. Aus-

gaben für Kleider, Schuhe und Accessoires sind - auch wenn es sich in den meis-

ten Fällen nicht um wöchentliche oder monatliche und damit um regelmässige 

Auslagen handelt - klarerweise als Bedarfspositionen einzuordnen. Werden nur 

alle paar Jahre einmalige, aber dafür grössere Einkäufe getätigt, ist für diese Po-

sition die Referenzperiode zu verlängern und die entsprechenden Auslagen sind 

pro rata anzurechnen (Arndt, a.a.O., S. 55). Haben die Ehegatten alle zehn Jahre 

ein neues teures Auto gekauft, stellt sich die Frage, ob es sich dabei um eine 

Auslage handelt, welche dem Bedarf und damit dem Verbrauch oder im Sinne ei-

ner einmaligen Anschaffung der Sparquote zuzurechnen ist. Gehört das teure Au-

to zum Lebensstandard, liegt die Annahme nah, dass die Ehegatten in zehn Jah-

ren wieder ein neues Modell gekauft hätten. Folglich sind Rückstellungen, die 

während zehn Jahren explizit für den Autokauf gemacht wurden, zum Bedarf und 

nicht zur Sparquote zu rechnen. Der Kauf und das Verschenken von Schmuck 

wird prima vista im Sinne einer Einmalauslage zur Sparquote gezählt, zumal der 

Auslage auch ein Wert entgegensteht. Wurde Schmuck nur zu speziellen Anläs-

sen (z.B. Geburt eines Kindes, 10. Hochzeitstag) geschenkt, ist der Anschaf-

fungswert zur Sparquote zu zählen, zumal es sich nicht um eine regelmässige 

Anschaffung handelt. Gehörte das Schmuckgeschenk demgegenüber zu jedem 

Feiertag, könnte - dogmatisch betrachtet - aufgrund der Regelmässigkeit allenfalls 

ein Anspruch der beschenkten Partei in ihrem Bedarf begründet werden (Christine 

Arndt / Paul Langner, Arbeitskreise / Arbeitskreis 3: Neuere Entwicklungen im 

Recht des nachehelichen Unterhalts in guten finanziellen Verhältnissen, in FamP-

ra.ch - Schriftenreihe zum Familienrecht Band/Nr. 23, Achte Schweizer Familien-

recht§Tage, 2016, S. 177-202, S. 187 ff.). Das Vermögen kann auch durch die 

- 22 - 

Verringerung der Passiven vergrössert werden, beispielsweise durch die Tilgung 

von Schulden (Arndt / Langner, a.a.O., S. 186). Hingegen kann ein konjunktureller 

Mehr- oder Minderwert nicht zur Sparquote hinzugerechnet werden (vgl. Binder 

rechtsanwälte, Aufsatz_Sparquote_250618 vom 22. Juni 2018, S. 4 

[https.//docplayer.org 108862037-Die-sparquote-im-ehescheidungsrecht]).  

b) Um ein Gesamtbild der finanziellen Verhältnisse der Parteien während der 
gelebten Ehe (2017 bis 2019) zu erhalten, rechtfertigt sich vorab folgende Ge-

genüberstellung:  

 Einkommen Vermögen 
2017 (Urk. 71/23=78/16) Fr. 195'416 Fr. 4'570'545 
2018 (Urk. 129/104 [Ein-
schätzungsvorschlag 
Steueramt ]) 

Fr. 193'566 Fr. 4'939'357 

2019 (Urk. 162/185) Fr. 230'374 Fr. 5'015'493 

Es erscheint somit glaubhaft, dass jährlich gespart wurde.  

Per Beginn der Referenzperiode am 1. Januar 2019 betrug das Vermögen ge-

mäss Steuererklärung 2018 bzw. dem diesbezüglichen Einschätzungsvorschlag 

(Einsprache Gesuchsgegner) des kantonalen Steueramtes vom 30. September 

2020 Fr. 4'939'357.– (Urk. 129/104). Im Jahr 2019 gab es einzig hinsichtlich der 

Fahrzeuge (2018: Fr. 55'000.–; 2019: Fr. 138'000.–) und übrigen Vermögenswer-

te (namentlich antike Armbanduhren zum Steuerwert von Fr. 32'000.– im Jahr 

2019) wesentliche Veränderungen. Zudem wurden die Schulden um rund 

Fr. 18'500.– reduziert (vgl. Fr. 87'891.– 2018 versus Fr. 69'403.– 2019).  

Der Kauf eines Fahrzeuges stellt - vorbehaltlich besonderer Umstände - eine 

einmalige Anschaffung dar. Dies gilt vorliegend bezüglich des am 7. Mai 2019 

zum Preis von Fr. 175'000.– gekauften Ferraris (Urk. 78/28; vgl. auch Urk. 141 S. 

13). Dass die Familie gelegentlich im Ferrari mitfuhr und der Gesuchsgegner für 

C._____ einen Ferrari Kindersitz gekauft hat (Urk. 175 S. 13; Urk. 187 S. 13), än-

dert daran nichts. Der am 18. Dezember 2018 vom Gesuchsgegner im Hinblick 

auf seine Berufsausübung in der Schweiz zum Preis von Fr. 82'500.– gekaufte 

Mercedes AMG C 43 (Urk. 78/27) gehört ebenfalls zur Sparquote. Zudem lebten 

die Parteien damals nicht zusammen. Eine Korrektur des Vermögensstandes per 

- 23 - 

Ende 2018 drängt sich somit nicht auf. Am 10. Oktober 2019, kurz vor der Tren-

nung, kaufte der Gesuchsgegner einen Mercedes Benz GLC 220d 4 Matic zum 

Preis von Fr. 66'900.– (Urk. 27/38). Ob es sich hierbei um ein Geschenk an die 

Gesuchstellerin handelte oder ein Ersatzfamilienfahrzeug für den Mercedes AMG 

C 43 (vgl. dazu Urk. 176 S. 46), kann offenbleiben. Zum Lebensstandard der Ge-

suchstellerin kann dieses Fahrzeug jedenfalls nicht gezählt werden, nicht zuletzt 

deshalb, weil sie während des ehelichen Zusammenlebens nicht ständig über ein 

eigenes Auto verfügen konnte (Urk. 176 S. 44 ff.). Zudem machte die Gesuchstel-

lerin nicht geltend, geschweige denn belegte sie, dass spezifisch auf die Anschaf-

fung dieses Autos gespart wurde bzw. dass explizit über Jahre Rückstellungen für 

den Autokauf gemacht wurden (Urk. 175 S. 11-14; Urk. 191 S. 10; Arndt / Lang-

ner, a.a.O., S. 187). Es handelt sich mithin auch bei diesem Autokauf um eine 

ausserordentliche grössere Ausgabe, welche sich der Gesuchsgegner bzw. die 

Ehegatten aus den "Ersparnissen" leisten konnten und welche zur Sparquote zu 

zählen ist. Dieses Fahrzeug verkaufte der Gesuchsgegner nach der Trennung am 

27. November 2019 im Übrigen sogleich wieder zum Preis von Fr. 53'000.– 

(Urk. 78/39), weshalb es auch nicht in der Steuererklärung 2019 aufgeführt ist 

(vgl. Urk. 162/185 S. 4, 11; Urk. 155 N 96).  

Wie erwähnt wird der Kauf und das Verschenken von Schmuck in der Regel im 

Sinne einer Einmalauslage zur Sparquote gezählt, zumal der Auslage auch ein 

Wert entgegensteht (vgl. Arndt / Langner, a.a.O., S. 7). Mit Blick auf die von der 

Gesuchstellerin geltend gemachten dreimaligen Schmuckkäufe (Solitär-

Ohrstecker am 1. Oktober 2019 à Fr. 5'900.–, Ring in Rotgold mit BriIlanten à 

Fr. 2'520.– am 16. Oktober 2017 und Solitärring à Fr. 11'900.– am 17. Juli 2017) 

kann von Regelmässigkeit kaum die Rede sein. Zudem führte der Gesuchsgegner 

glaubhaft aus, dass die im Jahr 2017 getätigten Schmuckkäufe offenbar im Zu-

sammenhang mit der Heirat am 29. August 2017 erfolgten (Urk. 187 S. 14). Die 

Schmuckkäufe sind somit allesamt als Vermögensbildung zu qualifizieren und 

nicht als Verbrauch. Bezüglich der Uhren (vgl. Urk. 176 S. 25 f.; Urk. 78/31, /32) 

vermochte der Gesuchsgegner, welcher schon vor der Heirat Uhren besass, 

glaubhaft zu machen, dass es sich um Investitionen und damit einmalige Anschaf-

fungen handelt (vgl. Urk. 176 S. 27 m.H.; Urk. 71/24 [Ehe-/Erbvertrag]). Sie gehö-

- 24 - 

ren damit zur Sparquote (vgl. auch Steuerwert "Antike Armbanduhren" 

Fr. 32'000.– gemäss Steuererklärung 2019 [Urk. 162/185 S. 6 i.V.m. 12]). In die 

Referenzperiode fällt indes lediglich der Kauf der Patrimony Uhr für Fr. 29'000.– 

am 4. Mai 2019 (Urk. 78/31). Die zum Kaufpreis von Fr. 23'000.– am 25. Novem-

ber 2019 erworbene Patek Philippe Uhr (Urk. 78/32; Urk. 176 S. 26) gehört eben-

falls zur Sparquote. Diese Uhr wurde zwar nach der Trennung erworben, aller-

dings ist dieser Betrag gleichwohl nicht vom Vermögen per 31. Dezember 2019 

gemäss der Steuererklärung 2019 abzuziehen, weil ansonsten das entsprechen-

de Geld als Gegenwert vorhanden und deklariert worden wäre. Gegenteiliges 

wurde nicht glaubhaft gemacht. 

Damit beläuft sich die Sparquote auf Fr. 76'136.– bzw. Fr. 6'345.– pro Monat 

(Fr. 5'015'493.– Vermögensstand per 31. Dezember 2019 abzüglich 

Fr. 4'939'357.– Vermögensstand per 31. Dezember 2018 : 12 (vgl. Urk. 129/104, 

Anhang; Urk. 162/158 S. 6). Die Einkünfte des Gesuchsgegners gemäss der 

Steuererklärung 2019 beliefen sich auf durchschnittlich gerundet Fr. 19'200.– mo-

natlich (Fr. 230'374.– : 12). Damit verbrauchten die Parteien Fr. 12'855.– pro Mo-

nat.  

Im Übrigen hatten die Parteien während des Zusammenlebens im Jahr 2019 ei-

nen gemeinsamen Bedarf von Fr. 10'617.– (Fr. 1'700.– Grundbetrag Ehepaar + 

Fr. 400.– Grundbetrag für C._____ , Fr. 2'500.– Mietkosten, Fr. 1'540.– Kranken-

kasse für die ganze Familie + Fr. 200.– Kommunikation geschätzt, Fr. 30.– Haus-

rat- und Haftpflichtversicherung + Fr. 259.– Mobilitätskosten Gesuchsgegner + 

Fr. 83.– zusätzliche Gesundheitskosten Gesuchsgegner + Fr. 1'250.– Fremdbe-

treuungskosten C._____ + Steuern Fr. 2'655.–, vgl. Urk. 176 S. 54), womit ange-

sichts des vom Gesuchsgegner 2019 tatsächlich erzielten Einkommens von 

durchschnittlich rund Fr. 19'200.– pro Monat Fr. 8'583.– monatlich verblieben. Ab-

züglich der oben berechneten Sparquote von Fr. 6'345.– blieben mithin 

Fr. 2'238.– monatlich für Ferien, Restaurantbesuche, Hobbys etc. übrig (vgl. 

Urk. 176 S. 29, wo der Gesuchstellerin im einstufig ermittelten Bedarf Fr. 711.– für 

Reisen und ein Betrag von Fr. 1'000.– zur freien Verfügung zugestanden wurde, 

und Urk. 129/107 [Kreditkartenabrechnungen 2019]). 

- 25 - 

c) Die Gesuchstellerin bringt (für den Eventualfall) verschiedene Einwände be-
züglich der Steuererklärungen 2018 und 2019 vor (Urk. 175 S. 15 f.). Was die 

Nachdeklaration des offenbar bestrittenen Darlehens des Gesuchsgegners an die 

Gesuchstellerin in der Höhe von Fr. 59'148.– in der Steuererklärung 2018 anbe-

langt, so ist dieses beim Vermögen (als Aktivum) mit Blick auf den diesbezügli-

chen Einschätzungsvorschlag des kantonalen Steueramtes vom 30. September 

2019 (Urk. 129/104, Anhang) mitzuberücksichtigen. In der Steuererklärung 2019 

ist das Darlehen demgegenüber bereits enthalten (vgl. Urk. 162/185, Beiblatt zum 

Wertschriften- und Guthabenverzeichnis) und wurde damit implizit von der Vo-

rinstanz berücksichtigt (vgl. demgegenüber: Urk. 187 S. 15). Hinsichtlich des in 

der Steuererklärung 2018 deklarierten Steuerwerts des Mercedes AMG C 43 in 

der Höhe von Fr. 55'000.– (Urk. 129/104 S. 4) rechtfertigt sich keine Korrektur der 

Abschreibung, zumal auch der Einschätzungsvorschlag von diesem Wert ausgeht 

(vgl. Urk. 175 S. 15; Urk. 187 S. 15). Wenn die Gesuchstellerin dafür hält, der 

zum Zeitpunkt der Steuererklärung 2019 bereits zweijährige Mercedes AMG C 43 

könne zu einem Wert von höchstens Fr. 49'680.– versteuert werden (Urk. 175 S. 

15), ist sie darauf hinzuweisen, dass das Fahrzeug lediglich zu einem Steuerwert 

von Fr. 33'000.– versteuert wurde (Urk. 162/185 S. 11) und sich damit das Ver-

mögen per Ende 2019 und dementsprechend auch die Sparquote zugunsten der 

Gesuchstellerin tiefer präsentiert (vgl. auch Urk. 187 S. 16). Der Wert der Kunst-

objekte blieb gemäss den Steuererklärungen 2018 und 2019 gleich (vgl. 

Fr. 200'000.– [Urk. 129/104 S. 4 und Urk. 162/185 S. 6, 12; Urk. 187 S. 16]), wes-

halb sich Weiterungen erübrigen. Und schliesslich vermag die Gesuchstellerin die 

in der Steuererklärung 2019 unter Wertschriften- und Guthaben enthaltenen und 

damit glaubhaft gemachten beiden Darlehen an sie (vgl. Urk. 162/185 S. 6, 21: 

das bereits erwähnte Studiendarlehen in der Höhe von Fr. 58'102.– und das 

K._____  Darlehen von Fr. 43'235.–) nicht zu widerlegen (Urk. 175 S. 15 f.).  

4. Zweistufige Unterhaltsberechnung 

4.1. Einkommen des Gesuchsgegners 

a) Die Vorinstanz zog in Erwägung, der Gesuchsgegner sei seit seiner Rück-
kehr aus England bis Ende 2019 bei der J._____  Group tätig gewesen, wo er 

- 26 - 

gemäss Lohnausweis 2019 (abzüglich Autospesen) Fr. 10'396.– netto auf den 

Monat umgerechnet verdient habe. Sodann habe er durchschnittlich in den Jah-

ren 2017 und 2018 Vermögenserträge von monatlich Fr. 6'822.– erzielt. Für das 

Jahr 2019 könne somit von Gesamteinnahmen von Fr. 17'218.– pro Monat aus-

gegangen werden (Urk. 176 S. 64). Per Ende 2019 habe der Gesuchsgegner sei-

ne Anstellung bei der J._____  Group gekündigt, zumal ihm aufgrund sich häu-

fender Krankheitstage die Kündigung gedroht habe. Dem sei er zuvorgekommen, 

um einen entsprechenden Vermerk im Arbeitszeugnis zu vermeiden. Er sei des-

halb der Aufforderung seines Arbeitgebers nachgekommen, eine Aufhebungsver-

einbarung zu unterschreiben. Für Januar und Februar 2020 habe der Gesuchs-

gegner noch nicht die volle Entschädigung der Arbeitslosenkasse erhalten, wes-

halb diese Monate für eine Durchschnittsberechnung ausser Acht fielen. Von 

März 2020 bis und mit September 2020 habe er ohne Kinderzulagen durchschnitt-

lich Fr. 6'929.– Arbeitslosentaggelder erhalten, womit ihm im Jahr 2020 insgesamt 

(mit den Vermögenserträgen) Fr. 13'751.– zur Verfügung gestanden hätten. Es 

erscheine denn auch glaubhaft, dass der Gesuchsgegner, der sich im ersten An-

stellungsjahr mit einer bloss 30-tägigen Sperrfist befunden habe, gekündigt habe, 

um selbst einer Kündigung zu entgehen (Urk. 176 S. 65 f.).  

b) Die Gesuchstellerin hält im Rahmen ihrer Berufungsschrift dafür, die  
Vorinstanz habe das vom Gesuchsgegner bei der J._____  Group erzielte Netto-

einkommen von Fr. 10'396.– pro Monat sowie die durchschnittlich erzielten mo-

natlichen Vermögenserträge von Fr. 6'822.– und damit ein monatliches Gesamt-

einkommen von Fr. 17'218.– korrekt festgehalten. Hingegen könne die selbstver-

schuldete Arbeitslosigkeit des Gesuchsgegners nicht zu ihren Lasten gehen. Er 

habe im gesamten vorinstanzlichen Verfahren nicht belegen können, dass er ge-

kündigt habe, um selbst einer Kündigung zu entgehen, wie dies die Vorinstanz 

ausführe. Die Kündigung sei vielmehr prozesstaktisch erfolgt, zwecks Schmäle-

rung seiner Unterhaltspflicht. Seit Februar 2020 sei er wieder 100 % arbeitsfähig 

und auf Stellensuche. Mit seiner Ausbildung und Berufserfahrung sowie seinem 

Netzwerk hätte er bei genügenden Suchbemühungen längst eine neue Anstellung 

gefunden. Er selbst sei zuversichtlich. Hinreichende Stellensuchbemühungen ha-

be er jedoch nicht belegt. Weil er die Arbeitslosigkeit und Einkommenseinbusse 

- 27 - 

selbst herbeigeführt habe, sei für die Unterhaltsberechnung auf sein früheres Ein-

kommen in der Höhe von Fr. 17'218.– abzustellen. Sollte er innert kurzer Zeit kei-

ne neue Stelle finden, wäre ihm ein Vermögensverzehr für die Dauer des Ge-

trenntlebens zuzumuten (Urk. 175 S. 26 ff.).  

c) Der Gesuchsgegner lässt erwidern, er habe vor Vorinstanz detailliert die 
Hintergründe seiner Kündigung ausgeführt. Seine Ausführungen seien in der Fol-

ge unbestritten geblieben und könnten nun nicht im Berufungsverfahren nachträg-

lich hinterfragt werden. Zudem seien die Einwände auch in der Sache nicht stich-

haltig. Eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit werde bestritten. Vielmehr sei die 

vorinstanzliche Einkommensberechnung, welche auf den ausgewiesenen ALV-

Zahlungen und den Vermögenserträgen basiere, nicht zu beanstanden. Per 1. 

Juni 2021 werde er eine neue Stelle antreten, wo er monatlich Fr. 8'750.– brutto 

verdienen werde, was rund Fr. 7'600.– netto entspreche. Damit resultiere mit den 

Vermögenserträgen von Fr. 6'822.– pro Monat ein massgebliches Gesamtein-

kommen von Fr. 14'422.–. Mit Blick auf seine hälftige Kinderbetreuung sei dies 

angemessen. Ein Grund für einen Vermögensverzehr sei vor diesem Hintergrund 

nicht ersichtlich und auch nicht substantiiert worden (Urk. 187 S. 25 ff.; vgl. auch 

Urk. 197 S. 16 ff.).  

d) In ihrer Stellungnahme zur Berufungsantwort vom 5. Juli 2021 macht die 
Gesuchstellerin geltend, vom Zeitpunkt der Trennung (20. Oktober 2019) bis Juni 

2021 sei beim Gesuchsgegner nach wie vor von einem hypothetischen Einkom-

men in der Höhe des bei der J._____  Group erzielten von Fr. 10'396.– auszuge-

hen, zuzüglich der Vermögenserträge mithin von gesamthaft Fr. 17'218.– pro Mo-

nat. Ab Juli 2021 sei das tatsächliche Nettoeinkommen des Gesuchsgegners zu 

berücksichtigen, wobei es keinen Grund gebe, weshalb er nicht wie bisher eine 

Vollzeitstelle bekleiden könne, sondern fortan nur noch eine 80 %-Stelle, während 

sie 100 % arbeite. Eine vorhandene Arbeitskapazität sei praxisgemäss umfas-

send auszuschöpfen, insbesondere wenn es um Kindesunterhalt gehe. Ab 1. Juli 

2021 sei daher von einem Nettoerwerbseinkommen des Gesuchsgegners im Um-

fang von Fr. 9'500.– zuzüglich Fr. 6'822.– Vermögenserträge, mithin insgesamt 

- 28 - 

Fr. 16'322.– monatlich auszugehen. Darin sei eine allfällige Bonuszahlung noch 

nicht berücksichtigt (Urk. 191 S. 14 ff.).  

e) Vom 21. Oktober 2019 bis Ende Dezember 2019 ist unstrittig von monatli-
chen Gesamteinkünften des Gesuchsgegners in der Höhe von Fr. 17'218.– aus-

zugehen (Fr. 10'396.– Erwerbseinkommen J._____  + Fr. 6'822.– durchschnittli-

che monatliche Vermögenserträge; Urk. 175 S. 26; Urk. 187 S. 28 f.).  

Von Januar 2020 bis 31. Mai 2021 belaufen sich die tatsächlichen Einkünfte des 

Gesuchsgegners auf insgesamt Fr. 13'751.– im Monat (Fr. 6'929.– durchschnittli-

che volle monatliche Arbeitslosentaggelder + Fr. 6'822.– Vermögenserträge pro 

Monat; vgl. Urk. 129/110; Urk. 187 S. 30; Urk. 176 S. 65). Zu prüfen bleibt, ob 

dem Gesuchsgegner zufolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit bzw. Einkom-

mensminderung gleichwohl das bislang erzielte Einkommen in der Höhe von 

Fr. 17'218.– pro Monat in Anrechnung zu bringen ist, wie die Gesuchstellerin pos-

tuliert.  

Ab 1. Februar 2019 bis Ende Dezember 2019 war der Gesuchsgegner bei der 

J._____ angestellt (Urk. 156/122 S. 2; Urk. 78/18). Gemäss einem ersten ärztli-

chem Zeugnis vom 31. Oktober 2019 wurde er vom 30. Oktober 2019 bis 3. No-

vember 2019 zu 100 % und vom 4. November 2019 bis 10. November 2019 zu 

40 % krankgeschrieben (Urk. 78/72). Weitere vollumfängliche Krankschreibungen 

bis und mit 5. Februar 2020 folgten (Urk. 78/71, /72; Urk. 140/6). Am Vormittag 

des 7. November 2019 fand offenbar ein Meeting zwischen dem Gesuchsgegner 

und seiner Arbeitgeberin statt, wobei insbesondere die Räumung des Arbeitsplat-

zes des Gesuchsgegners sowie die Rückgabe gewisser Gegenstände der Arbeit-

geberin Thema waren (Urk. 156/123). Mit Schreiben vom 7. November 2019 kün-

digte der Gesuchsgegner selbst, unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungs-

frist (vgl. Urk. 156/122 S. 4), sein Arbeitsverhältnis per 29. Februar 2020 (vgl. 

Urk. 78/70). Gemäss Vereinbarung vom 21. November 2019 wurde das Arbeits-

verhältnis zwischen dem Gesuchsgegner und der J._____  Group alsdann jedoch 

vorzeitig und im gegenseitigen Einvernehmen bereits per 31. Dezember 2019 

aufgehoben (Urk. 78/70).  

- 29 - 

Vermindert der Unterhaltspflichtige sein Einkommen in Schädigungsabsicht, ist 

eine Abänderung der Unterhaltsleistung selbst dann ausgeschlossen, wenn die 

Einkommensreduktion nicht mehr rückgängig gemacht werden kann (BGE 143 III 

233, E. 3). Während der gesetzlichen 30-tägigen Sperrfrist im ersten Dienstjahr 

(vgl. Art. 336c Abs. 1 lit. b OR), vorliegend vom 30. Oktober 2019 bis und mit 28. 

November 2019, war der erkrankte Gesuchsgegner vor einer Kündigung (zur Un-

zeit) durch die Arbeitgeberin geschützt. Danach hätte ihm per Ende Februar 2020 

ordentlich gekündigt werden dürfen (Urk. 156/122 S. 4). Dass ihm mit Blick auf 

seine sich häufenden Krankheitstage (vgl. Urk. 78/71, /72) im ersten Dienstjahr 

die Kündigung drohte (vgl. Urk. 77 S. 39 und Urk. 155 S. 7), erscheint nachvoll-

ziehbar, weshalb dem aufgrund der Trennungssituation krankgeschriebenen Ge-

suchsgegner (vgl. Urk. 77 S. 39 und Urk. 155 S. 7) nicht vorgeworfen werden 

kann, dass er mit Blick auf den Eintrag in seinem Arbeitszeugnis und sein wirt-

schaftliches Fortkommen sein Arbeitsverhältnis am 7. November 2019 per 

29. Februar 2020 (vgl. Urk. 78/70) selbst kündigte. Im ersten Dienstjahr wird der 

(volle) Lohn bei Krankheit grundsätzlich während dreier Wochen fortbezahlt 

(Art. 324a Abs. 1 und 2 OR). Vor diesem Hintergrund kann dem Gesuchsgegner 

auch keine Schädigungsabsicht gegenüber der Gesuchstellerin unterstellt wer-

den, wenn er die Aufhebungsvereinbarung, wonach das Arbeitsverhältnis per 31. 

Dezember 2019 unter Auszahlung des November- und Dezembergehalts aufge-

hoben wird, am 27. November 2019 unterzeichnete (Urk. 78/70). Zwar bestand of-

fenbar eine Krankentaggeldversicherung (Urk. 78/73), allerdings blieb vor Vo-

rinstanz unbestritten - und es bestehen auch keine gegenteiligen Anhaltspunkte -, 

dass Krankentaggelder nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses per Ende 2019 

nicht mehr zur Diskussion standen, da hierfür die entsprechenden Pflichten sei-

tens der Arbeitgeberin bereits abgelaufen waren (Urk. 155 S. 7; Urk. 176 S. 66). 

Per Januar 2020 meldete sich der Gesuchsgegner denn auch beim RAV (vgl. 

Urk. 155 S. 7; Urk. 129/110). Somit sind dem Gesuchsgegner rückwirkend keine 

höheren hypothetischen Einkünfte anzurechnen, vielmehr ist auf die tatsächlich 

bezogenen Arbeitslosentaggelder (zuzüglich Vermögenserträge) abzustellen.  

Ab 1. Juni 2021 verdient der Gesuchsgegner Fr. 7'600.– netto pro Monat im 

Rahmen eines 80 %-Pensums (Urk. 187 S. 26 unten; Urk. 189/1; Urk. 191 S. 15). 

- 30 - 

Ein solches reduziertes Pensum ist ihm mit Blick auf die rechtskräftige alternie-

rende Obhut über die rund dreieinhalbjährige Tochter C._____ und insbesondere 

den Umstand, dass er sie jeweils von Mittwochmittag, 12.00 Uhr, bis Freitag-

abend, 18.00 Uhr, betreut (Urk. 176 S. 79, Dispositivziffern 2 und 3.b), wobei er 

C._____ den ganzen Freitag persönlich betreut (vgl. Urk. 141 S. 19 f.; Urk. 197 S. 

18 Rz. 75), zuzugestehen. Es besteht namentlich keinerlei Veranlassung, sein 

Einkommen auf ein Vollzeitpensum hochzurechnen, nur weil die Gesuchstellerin 

nunmehr ein solches versieht (vgl. nachstehend). Es liegt im Kindeswohl, dass 

C._____ in Anbetracht ihres Alters an einem Tag unter der Woche von einem El-

ternteil persönlich betreut wird und nicht in die Kinderkrippe muss. Am Gesagten 

ändern auch die von der Gesuchstellerin zitierten Entscheide betreffend volle 

Ausschöpfung der Leistungsfähigkeit des unterhaltspflichtigen Elternteils (vgl. 

Urk. 191 S. 15 unten) nichts, zumal vorliegend genügend Mittel vorhanden sind. 

Dass der neue Lohn des Gesuchsgegners hochgerechnet auf ein 100 % Pensum 

zu tief wäre, behauptet die Gesuchstellerin im Übrigen zu Recht nicht; im Gegen-

teil (vgl. Urk. 191 S. 15). Keine Rolle spielt sodann, dass eine solche Pensumsre-

duktion (während des Zusammenlebens) nicht vereinbart war (vgl. Urk. 203 S. 

14). Somit ist einschliesslich der Vermögenserträge von monatlichen Nettoein-

künften in der Höhe von Fr. 14'422.– auszugehen. Von gesicherten Bonuszahlun-

gen (vgl. Urk. 191 S. 16; Urk. 203 S. 17; Urk. 207 S. 7) ist nicht auszugehen 

(Urk. 189/1, wo von einem allfälligen Anspruch auf eine variable Vergütung die 

Rede ist).  

Zusammengefasst belaufen sich die massgeblichen Einkünfte des Gesuchsgeg-

ners somit auf Fr. 17'218.– vom 21. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019, 

Fr. 13'751.– von Januar 2020 bis und mit Mai 2021 und Fr. 14'422.– ab 1. Juni 

2021.  

4.2. Einkommen der Gesuchstellerin 

a) Da der Gesuchsgegner vor Vorinstanz glaubhaft machen konnte, gemäss 
Lebensplanung der Parteien sei beabsichtigt gewesen, dass die Gesuchstellerin 

zunächst Deutsch erlerne und dann eine Arbeit aufnehme, weswegen die ge-

meinsame Tochter C._____ , geboren tt. mm. 2018, früh und mittlerweile auch re-

- 31 - 

lativ umfassend fremdbetreut wurde und wird, erachtete die Vorinstanz für die 

Gesuchstellerin ein 70 %-Pensum für zumutbar und rechnete ihr unter Einräu-

mung einer rund sechsmonatigen Übergangsfrist ab 1. Juli 2021 dementspre-

chend ein hypothetisches Einkommen als Betriebswirtschafterin in der Höhe von 

Fr. 5'720.– netto an (vgl. Urk. 176 S. 56 ff. m.H., insbes. S. 64).  

b) Die Gesuchstellerin bestritt zunächst, wie bereits vor Vorinstanz, vehement 
eine Verpflichtung zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ihrerseits bereits im Rah-

men des Eheschutzverfahrens. Vielmehr müsse sie zuerst Deutsch lernen und für 

eine Tätigkeit im Immobilienbereich mindestens das Niveau C1 erlangen, was 

bestenfalls im Juli 2022 der Fall sein werde. Das Einkommen und subsidiär das 

Vermögen des Gesuchsgegners in der Höhe von fast fünf Millionen reichten aus, 

um nach der Trennung die Kosten zweier Haushalte zu finanzieren. Mit Blick auf 

das Schulstufenmodell sei ihr lediglich ein 50 %-Pensum frühestens per 1. Juli 

2023 zuzumuten, in dessen Rahmen sie ein Einkommen von Fr. 3'116.– netto pro 

Monat zu erzielen vermöge (Urk. 175 S. 17 ff.). Im Rahmen ihrer Stellungnahme 

zur Berufungsantwort vom 5. Juli 2021 liess sie dann aber vorbringen, es sei ihr 

trotz fehlender Berufserfahrung und mangelnder Sprachkenntnisse gelungen, per 

1. Juli 2021 ein Vollpensum anzutreten, womit sie Fr. 84'000.– brutto pro Jahr 

bzw. unter Berücksichtigung der üblichen Abzüge rund Fr. 5'753.– netto pro Mo-

nat verdiene (Urk. 191 S. 12 f.; Urk. 189/1). Im Rahmen ihrer Novenstellungnah-

me vom 25. Oktober 2021 bezifferte sie gestützt auf die nunmehr vorliegenden 

Lohnabrechnungen Juli bis September 2021 ein Monatsnettoeinkommen von 

Fr. 5'683.20 (Urk. 203 S. 12; Urk. 205/5). Ein zusätzliches Einkommen aus "phan-

tom stock options" erhalte sie nicht (Urk. 203 S. 12; Urk. 205/6).  

c) Der Gesuchsgegner hielt zunächst an der vorinstanzlichen Einschätzung 
fest (Urk. 187 S. 17 ff., insbes. S. 22). Im Rahmen seiner Stellungnahme vom 

13. September 2021 lässt er die Höhe des jährlichen Bruttoeinkommens bestrei-

ten, weil die Gesuchstellerin zusätzlich zum Jahresbruttoeinkommen von 

Fr. 84'000.– "phantom stock options" erhalte, welche ebenfalls Lohnbestandteil 

seien. Die Ausgabe derselben werde, wie aus dem Arbeitsvertrag hervorgehe, in 

einer separaten Vereinbarung im sog. "PSOP" geregelt, welche von der Gesuch-

- 32 - 

stellerin zu edieren sei. Ziehe man vom monatlichen Bruttolohn von einstweilen 

Fr. 7'000.– die üblichen sozialversicherungsrechtlichen Abzüge in der Höhe von 

13 % ab, so resultiere ohne den zusätzlichen Bonus ein monatliches Nettoer-

werbseinkommen in der Höhe von Fr. 6'090.–. Die Vorinstanz sei per 1. Juli 2021 

von einem (tieferen) hypothetischen Einkommen von Fr. 5'720.– monatlich aus-

gegangen, weshalb die Gesuchstellerin durch den angefochtenen Entscheid nicht 

beschwert sei (Urk. 197 S. 14 f.).  

d) Mit Blick auf den Stellenantritt der Gesuchstellerin per 1. Juli 2021 und ihren 
Verdienst in der Höhe von rund Fr. 5'683.–, welcher in der Grössenordnung des 

ihr von der Vorinstanz angerechneten Einkommens (Fr. 5'720.–, Urk. 176 S. 62) 

liegt, erübrigen sich nunmehr Ausführungen zum hypothetischen Einkommen (vgl. 

Urk. 175 S. 17-22). Vielmehr ist vom tatsächlich erzielten Einkommen auszuge-

hen. Ein allfälliges Zusatzeinkommen aus "phantom stock options" (= fiktive bzw. 

virtuelle Beteiligungspapiere, schuldrechtliche Erfolgsbeteiligung / Anwartschaft 

auf Geldzahlung;  vgl.

 www.mitarbeiterbeteiligungen.ch/mitarbeiterbeteiligungs-arten/phantom-

stocks-stock-appreciation-rights) ist der Gesuchstellerin nicht anzurechnen. Ei-

nerseits wählt der Vorstand nach eigenem Ermessen Personen aus, denen Phan-

tom Stock Options gewährt werden. Andererseits unterliegen diese einer Sperr-

frist und es erfolgen keine Auszahlungen, solange es nicht zu einem "qualified 

exit" des Unternehmens kommt (Urk. 203 S. 12 f.; Urk. 205/6 Ziffern 2, 3 und 4). 

Solche Zahlungen sind mithin äusserst ungewiss, nicht regelmässig zu erwarten 

und somit nicht mit herkömmlichen jährlichen Bonuszahlungen vergleichbar. Dass 

Phantom Stock Option Plans zum AHV-pflichtigen Lohn gemäss Art. 7 lit. cbis 

AHVV gehören, wie der Gesuchsgegner vorbringen lässt (Urk. 207 S. 6), ändert 

daran nichts. Im vorliegenden Eheschutzverfahren können nur tatsächlich reali-

sierte bezifferte geldwerte Leistungen als Einkommen Beachtung finden.  

4.3. Einkommen des Kindes 

Im Rahmen seiner Anstellung bei der J._____  erhielt der Gesuchsgegner keine 

Kinderzulagen ausbezahlt (Urk. 78/73; Urk. 78/18). Durch die Arbeitslosenkasse 

wurden ihm rund Fr. 200.– monatliche Kinderzulagen vergütet (Urk. 129/110). Es 

- 33 - 

ist davon auszugehen (vgl. Urk. 189/1), dass der Gesuchsgegner bei seiner neu-

en Anstellung Kinderzulagen in der nämlichen Höhe bezieht (vgl. auch Urk. 205/5, 

wonach die Gesuchstellerin keine Kinderzulagen erhält). Somit sind C._____ ab 

Januar 2020 Einkünfte in der Höhe von Fr. 200.– pro Monat in Anrechnung zu 

bringen (vgl. auch Urk. 176 S. 66 unten). Die Kinderzulagen sind vorab vom Bar-

bedarf von C._____ abzuziehen (BGE 137 III 59 E. 4.2.3). Die Vorinstanz sprach 

die Kindesunterhaltsbeiträge ohne Kinderzulagen zu (Urk. 176 S. 80, Dispositivzif-

fer 6). Mit Blick auf die alternierende hälftige Obhut der Parteien und nachdem der 

Gesuchsgegner die Krankenkasse und grossmehrheitlich die Fremdbetreuung der 

Tochter bezahlt, rechtfertigt es sich, die Kinderzulagen ihm zu belassen.  

4.4. Familienrechtlicher Bedarf / Vorbemerkungen 

Wie eingangs erwähnt, sind die Bedarfe der Beteiligten zweitinstanzlich entspre-

chend der neuen bundesgerichtlichen Praxis nunmehr zweistufig festzulegen. 

Dabei bilden die Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Exis-

tenzminimums (Notbedarf) nach Art. 93 SchKG der Konferenz der Betreibungs- 

und Konkursbeamten der Schweiz vom 1. Juli 2009 (BlSchKG 2009, S. 192 ff.; 

fortan eidgenössische Richtlinien) den Ausgangspunkt, wobei in Abweichung da-

von für jedes Kind ein (bei den Wohnkosten des Obhutsinhabers abzuziehender) 

Wohnkostenanteil einzusetzen ist und im Übrigen auch die Fremdbetreuungskos-

ten zu berücksichtigen sind. Diese beiden Positionen sowie die in den eidgenös-

sischen Richtlinien genannten Zuschläge (relevant für das Kind: Krankenkassen-

prämien, Schulkosten, besondere Gesundheitskosten) sind zum Grundbetrag hin-

zuzurechnen (vgl. BGE 147 III 265 E. 6.6. und 7.2.). Soweit es die finanziellen 

Mittel zulassen, ist der gebührende Unterhalt zwingend auf das sogenannte fami-

lienrechtliche Existenzminimum zu erweitern, auf welches diesfalls Anspruch be-

steht. Bei den Elternteilen gehören hierzu typischerweise die Steuern, ferner eine 

Kommunikations- und Versicherungspauschale, unumgängliche Weiterbildungs-

kosten, den finanziellen Verhältnissen entsprechende statt am betreibungsrechtli-

chen Existenzminimum orientierte Wohnkosten, Kosten zur Ausübung des Be-

suchsrechts und allenfalls angemessene Schuldentilgung; bei gehobeneren Ver-

hältnissen können namentlich auch über die obligatorische Grundversicherung 

- 34 - 

hinausgehende Krankenkassenprämien und allenfalls private Vorsorgeaufwen-

dungen von Selbständig-erwerbenden im Bedarf berücksichtigt werden. Beim 

Barbedarf des Kindes gehören zum familienrechtlichen Existenzminimum nament-

lich die Ausscheidung eines Steueranteiles, ein den konkreten finanziellen Ver-

hältnissen entsprechender Wohnkostenanteil und gegebenenfalls über die obliga-

torische Grundversicherung hinausgehende Krankenkassenprämien. Ein unzu-

lässiger Mix mit der zweistufigen Methode wäre hingegen die (bei überdurch-

schnittlichen Verhältnissen teilweise praktizierte) Vervielfachung des Grundbetra-

ges oder die Berücksichtigung von Zusatzpositionen wie Reisen, Hobbys, u.ä.m; 

solcher Lebensbedarf ist vielmehr aus dem Überschussanteil zu finanzieren. Im 

Übrigen ist auch allen anderen Besonderheiten des Einzelfalles erst bei der Ver-

teilung des Überschusses Rechnung zu tragen.  

4.4.1. Familienrechtlicher Bedarf der Gesuchstellerin 

a) Unbestritten und rechtlich korrekt sind die folgenden von der Vorinstanz ein-
gesetzten monatlichen Bedarfspositionen der Gesuchstellerin: Fr. 1'350.– Grund-

betrag, Fr. 1'666.– Wohnkosten (2/3 Anteil von Fr. 2'500.–), Fr. 150.– Kommuni-

kation (Tel./Internet/Serafe) und Fr. 30.– Hausrat- und Haftpflichtversicherung 

(Urk. 176 S. 29; Urk. 175 S. 23; Urk. 187 S. 24).  

b) Betreffend die Krankenkassenprämien veranschlagte die Vorinstanz die vom 
Gesuchsgegner anerkannten Fr. 708.75 pro Monat. Bezüglich den seitens der 

Gesuchstellerin geltend gemachten Fr. 764.75 sei nicht auszuschliessen, dass 

diese Erhöhung im Jahr 2021 auf einer falschen Prämienregion beruhe, nachdem 

im entsprechenden Beleg die Gesuchstellerin mit einer Adresse in Zürich aufge-

führt werde. Jedenfalls sei der Grund für die Prämienerhöhung nicht ersichtlich, 

weshalb auf die tiefere (anerkannte) Zahl abzustellen sei (Urk. 176 S. 29 ff.).  

Die Gesuchstellerin beharrt im Rahmen ihrer Berufung auf den Fr. 764.75 für die 

monatlichen Krankenkassenprämien, welche sie mittels Versicherungspolice be-

legt habe. Es sei weder erstellt noch begründet, dass der Wohnsitz in Zürich im 

Vergleich zu D._____ zu einer um Fr. 56.– monatlich höheren Prämie führen wür-

de (Urk. 175 S. 23; Urk. 140/11). Der Gesuchsgegner lässt erwidern, aus dem 

- 35 - 

beigebrachten Beleg erhelle eindeutig, dass die Krankenkassenpolice für das 

Jahr 2021 auf der Prämienregion Zürich 1 basiere und nicht wie die Police für das 

Jahr 2020 auf der Region Zürich 2, zu welcher D._____ gehöre (und welche ge-

mäss Zoneneinteilung bis zu 15 % günstiger sei; vgl. dazu Verordnung des EDI 

über die Prämienregionen, Art. 2 [SR 832.106]). Die Vorinstanz habe daher ent-

sprechend dem Wohnsitz der Gesuchstellerin richtig auf die Zahlen 2020 abge-

stellt (Urk. 187 S. 24).  

Die Gesuchstellerin vermochte nicht zu erklären, weshalb auf der Versicherungs-

police für das Jahr 2021 ihre Wohnadresse in Zürich mit der (teureren) Prämien-

region Zürich 1 angegeben ist (Urk. 140/11; vgl. Urk. 175 S. 23; Urk. 191 S. 13 f.). 

Weil sie nach wie vor in D._____ (Prämienregion Zürich 2) wohnt, sind die Anga-

ben auf der Police 2021 offensichtlich falsch. Es ist notorisch, dass die verschie-

denen Prämienregionen in grösseren Kantonen zu massgeblich unterschiedlich 

hohen Prämien zwischen Nachbargemeinden führen können. In Übereinstimmung 

mit der Vorinstanz ist daher durchgehend von den tieferen Krankenkassenprä-

mien gemäss Versicherungspolice 2020 mit korrekter Wohnsitzangabe in 

D._____ in der Höhe von rund Fr. 709.– im Monat auszugehen. 

c) Unter "Öffentl. Verkehr" rechnete die Vorinstanz der Gesuchstellerin den 
vom Gesuchsgegner für ein 3-Zonen Jahresabonnement 2. Klasse anerkannten 

Betrag in der Höhe von Fr. 96.– monatlich an (Urk. 176 S. 29, 31 f.). Im Rahmen 

der vor-instanzlich angewandten einstufigen Berechnungsmethode wurden der 

Gesuchstellerin überdies keine Kosten für ein Fahrzeug angerechnet, weil sie 

nicht hinreichend habe glaubhaft machen können, dass sie regelmässig ein Auto 

der Parteien benutzt habe bzw. ständig über ein eigenes Auto habe verfügen 

können (Urk. 176 S. 45 f.). Im Berufungsverfahren macht die Gesuchstellerin für 

Mobilität Kosten in der Höhe von Fr. 259.– (Autokosten bis Ende 2019) bzw. 

Fr. 96.– ab Januar 2020 geltend (Urk. 175 S. 23 f.).  

Gemäss den anwendbaren eidgenössischen Richtlinien können nur Kosten im 

Zusammenhang mit Fahrten zum Arbeitsplatz im Notbedarf berücksichtigt werden 

(vgl. Ziffer II.d). Auch im erweiterten familienrechtlichen Existenzminimum bei ge-

hobeneren Verhältnissen sind keine Auslagen für ein Fahrzeug, welches keinen 

- 36 - 

Kompetenzcharakter hat, zu berücksichtigen, ebenso wenig wie Kosten für den 

öffentlichen Verkehr, die nicht im Zusammenhang mit einer Berufsausübung ste-

hen. Solche Mobilitätskosten sind vielmehr aus dem Überschuss zu finanzieren. 

Im Rahmen der zweistufigen Berechnungsmethode ist es nicht (mehr) zulässig, 

das familienrechtliche Existenzminimum um beliebige Positionen zu erweitern 

(vgl. BGE 147 III 265 E. 7.2). Damit sind der Gesuchstellerin vom 21. Oktober 

2019 bis und mit Juni 2021 keine Mobilitätskosten im Bedarf in Anrechnung zu 

bringen. Ab Juli 2021 sind ihr die vom Gesuchsgegner anerkannten (vgl. Urk. 197 

S. 16) Fr. 96.– für den Arbeitsweg nach Altstetten mit dem öffentlichen Verkehr 

(Urk. 191 S. 14) anzurechnen.  

d) Neu sind der Gesuchstellerin ab Aufnahme ihrer Vollzeiterwerbstätigkeit per 
1. Juli 2021 anerkanntermassen Fr. 220.– Mehrauslagen für auswärtige Verpfle-

gung (vgl. Ziffer II.b der eidgenössischen Richtlinien) zuzugestehen (Urk. 191 

S. 14; Urk. 197 S. 16).  

e) Bei guten finanziellen Verhältnissen sind, wie vorstehend erwähnt, die Steu-
ern im familienrechtlichen Existenzminimum aufzunehmen. Steuerbetreffnisse 

können bereits aufgrund der Wechselwirkung zwischen diesen und der Höhe der 

Unterhaltsbeiträge nur aufwändig und damit im Widerspruch zur summarischen 

Natur des vorliegenden Verfahrens präzis bestimmt werden. Die mutmassliche 

Steuerlast ist daher approximativ festzusetzen bzw. pflichtgemäss zu schätzen.  

Angesichts der Gesamtunterhaltsbeiträge, welche der Gesuchstellerin für sich 

und C._____ für November und Dezember 2019 zuzusprechen und von ihr zu 

versteuern sind, rechtfertigt es sich unter Berücksichtigung des Kinderabzugs 

(Fr. 9'000.– Staats- und Gemeindesteuern, Fr. 6'500.– direkte Bundessteuern) 

sowie des pauschalen Abzugs für Versicherungsprämien (Fr. 2'600.– Staats- und 

Gemeindesteuern, Fr. 1'700.– direkte Bundessteuern; vgl. § 34 Abs. 1 lit. a und § 

31 Abs. 1 lit. g StG/ZH [LS 631.1]; Art. 35 Abs. 1 lit. a DBG [SR 642.11]; Art. 33 

Abs. 1 lit. g DBG) und mit Blick auf den anwendbaren Verheirateten- und Einel-

terntarif (§ 35 Abs. 2 StG/ZH; Art. 36 Abs. 2 und 2bis DBG) sowie den Steuerfuss 

in D._____ den Betrag für die laufenden Steuern auf Fr. 300.– pro Monat festzu-

legen (vgl. www.zh.ch/de/Steuern: Steuerrechner Kanton Zürich). Davon ist ein 

- 37 - 

Steueranteil für C._____ , welcher in deren Bedarf zu veranschlagen ist, auszu-

scheiden (BGE 147 III 265 E. 7.2). Dieser ist angesichts des Verhältnisses zwi-

schen den Barunterhaltsbeiträgen für C._____ und den von der Gesuchstellerin 

zu versteuernden Gesamtunterhaltsbeiträgen auf rund 20 % festzulegen (vgl. 

BGE 147 III 457 E. 4.2). Dementsprechend sind im Bedarf der Gesuchstellerin für 

die laufenden Steuern Fr. 240.– und bei C._____ Fr. 60.– in Anschlag zu bringen.  

Von Januar 2020 bis und mit Juni 2021 rechtfertigt es sich in Anbetracht der 

mutmasslich festzulegenden Unterhaltsbeiträge sowie mit Blick auf die erwähnten 

Abzüge, den anwendbaren Tarif und den Steuerfuss Fr. 250.– für die laufenden 

Steuern vorzusehen. Davon ist wiederum ein Steueranteil von 20 % und damit der 

Betrag von Fr. 50.– für C._____ auszuscheiden.  

Ab Juli 2021 erzielt die Gesuchstellerin ein eigenes Erwerbseinkommen. Diesbe-

züglich ist sie jedoch quellensteuerpflichtig (vgl. Urk. 205/5). Sie wird daher wei-

terhin nur die Unterhaltsbeiträge für sich und C._____ ordentlich zu versteuern 

haben. Der Quellensteuerabzug in der Höhe von Fr. 443.10 (6.330 %) wird schon 

beim Einkommen abgezogen und ist daher nicht im Bedarf zu veranschlagen. Mit 

Blick auf die mutmasslichen, angesichts des eigenen Einkommens der Gesuch-

stellerin markant tieferen Gesamtunterhaltsbeiträge (kein Betreuungsunterhalt 

mehr) kommt die Steuerbelastung unter Berücksichtigung der erwähnten Abzüge, 

des anwendbaren Tarifs und des Steuerfusses auf unter Fr. 10.– pro Monat zu 

liegen und erscheint daher vernachlässigbar.  

f) Angesichts der anzuwendenden zweistufigen Unterhaltsberechnungsmetho-
de sind im familienrechtlichen Existenzminimum der Gesuchstellerin sodann keine 

weiteren Kosten, wie Lifestyle, Ferien (Reise- und Übernachtungskosten), aus-

wärtiges Essen, Haarpflege, Wax, Nägel, Yoga, Fitness, Kleider und Schmuck 

(vgl. Urk. 176 S. 32 ff.; Urk. 175 S. 24 f.; Urk. 187 S. 25) zu berücksichtigen. Da-

mit ist die Gesuchstellern auf ihren Überschussanteil zu verweisen. Diesbezügli-

che Weiterungen erübrigen sich daher.  

g) Zusammengefasst präsentiert sich das familienrechtliche Existenzminimum 
der Gesuchstellerin somit wie folgt:  

- 38 - 

 Nov. / Dez. 2019 Jan. 2020 bis Juni 
2021 

ab Juli 2021 

Grundbetrag Fr. 1'350 Fr. 1'350 Fr. 1'350 
Wohnung Fr. 1'666 Fr. 1'666 Fr. 1'666 
Kommunikation Fr. 150 Fr. 150 Fr. 150 
Hausrat-
/Haftpflichtvers. 

Fr. 30 Fr. 30 Fr. 30 

Krankenkasse Fr. 709 Fr. 709 Fr. 709 
Mobilität Fr. 0 Fr. 0 Fr. 96 
Mehrauslagen 
Essen 

Fr. 0 Fr. 0 Fr. 220 

Steuern Fr. 240 Fr. 200 - 
total Fr. 4'145 Fr. 4'105 Fr. 4'221 
 

4.4.2. Familienrechtlicher Bedarf des Gesuchsgegners 

a) Unbestritten sind die monatlichen Wohnkosten in der Höhe von Fr. 1'666.–, 
die Krankenkassenprämien im Betrag von rund Fr. 635.– pro Monat, die Kommu-

nikationskostenpauschale von Fr. 150.– pro Monat sowie die Versicherungskos-

ten von Fr. 30.– monatlich (Urk. 176 S. 49 f.; Urk. 175 S. 28; Urk. 191 S. 17; 

Urk. 187 S. 27). 

b) Die Gesuchstellerin moniert, die Vorinstanz verkenne, dass der Gesuchs-
gegner mit seiner Mutter und damit einer erwachsenen Person in Haushaltsge-

meinschaft lebe, weshalb ihm - trotz alternierender Obhut - ein reduzierter Grund-

betrag in der Höhe von Fr. 1'250.– anzurechnen sei (Urk. 175 S. 28; Urk. 191 S. 

17). Der Gesuchsteller lässt solches bestreiten, zumal gemäss den eidgenössi-

schen Richtlinien nur dann ein Abzug vorzunehmen sei, wenn die andere erwach-

sene Person über ein Einkommen verfüge, was hier nicht der Fall sei und auch 

von der Gegenseite nicht substantiiert behauptet werde. Darüber hinaus liege 

auch kein konkubinatsgleicher Haushalt mit der Mutter vor. Es bleibe damit beim 

von der Erstinstanz veranschlagten Grundbetrag von Fr. 1'350.– (Urk. 187 S. 27; 

Urk. 176 S. 50). Dazu äusserte sich die Gesuchstellerin nicht mehr (Urk. 191 

S. 17).  

Die gemäss höchstrichterlicher Praxis anzuwendenden eidgenössischen Richtli-

nien enthalten für einen alleinerziehenden Schuldner lediglich einen Grundbetrag 

- 39 - 

von Fr. 1'350.– (vgl. Ziffer I). Dies im Gegensatz zum nicht mehr anwendbaren 

Kreisschreiben des Obergerichts des Kantons Zürich, wonach für einen alleiner-

ziehenden Schuldner in Haushaltgemeinschaft mit erwachsenen Personen ein re-

duzierter Grundbetrag von Fr. 1'250.– vorgesehen war (vgl. Ziffer II.2.1). Nach 

den eidgenössischen Richtlinien kann sodann bei kostensenkender Wohn-

/Lebensgemeinschaft, wenn der Partner des in einer kinderlosen, kostensenken-

den Wohn-/Lebensgemeinschaft lebenden Schuldners ebenfalls über ein Ein-

kommen verfügt, grundsätzlich der hälftige Ehegattengrundbetrag eingesetzt wer-

den (Ziffer I). Vorliegend lebt der Gesuchsgegner aber mit seiner Mutter und nicht 

etwa einer Partnerin in einer Wohngemeinschaft. Zudem betreut er C._____ zur 

Hälfte. Es bleibt damit beim vorinstanzlich veranschlagten Grundbetrag von 

Fr. 1'350.–.  

c) Unter dem Titel "Zus. Gesundheitskosten" veranschlagte die erste Instanz 
beim Gesuchsgegner einen monatlichen Betrag von Fr. 83.– für Franchise und 

Selbstbehalt von jährlich Fr. 1'000.– im Zusammenhang mit seiner infolge der 

Trennungssituation notwendig gewordenen psychotherapeutischen Behandlung; 

dies gestützt auf einen Beleg für das Jahr 2018, welcher diese Auslagen auswei-

se, sowie die glaubhaften Ausführungen des Gesuchsgegners, wonach er nach 

wie vor in regelmässiger Behandlung stehe, weshalb ihm diese Auslagen auch in 

den Folgejahren anfielen. Überdies habe die Gesuchstellerin diese Position auch 

nicht substantiiert bestritten (Urk. 176 S. 50 f.).  

Im Berufungsverfahren stellt sich die Gesuchstellerin auf den Standpunkt, es sei 

keineswegs glaubhaft gemacht, dass die Auslagen auch in den Folgejahren anfie-

len, nachdem der Gesuchsgegner nicht gesagt habe, er befinde sich aktuell in 

Behandlung, und anlässlich der Verhandlung vom 12. Mai 2020 sogar ausgesagt 

habe, er habe "wirklich kein psychisches Problem". Es seien deshalb - wenn 

überhaupt - nur die tatsächlich angefallenen Kosten zu berücksichtigen. Mit Blick 

auf die korrekte Referenzperiode vom 21. Oktober 2018 bis 21. Oktober 2019 ent-

falle auf die Monate November und Dezember 2018 ein Betrag von Fr. 15.–, wel-

cher beim Gesuchsgegner im Bedarf als ungedeckte Gesundheitskosten zu be-

rücksichtigen sei (Urk. 175 S. 28 f.). Der Gesuchsgegner bestreitet dies. Er habe 

- 40 - 

vor Vor-instanz anlässlich der Verhandlung vom 12. Mai 2020 ausgeführt, dass er 

immer noch in Behandlung sei, weswegen die Kosten entsprechend dem ange-

fochtenen Entscheid mitzuberücksichtigen seien.  

Laut Kostenzusammenstellung für 2018 hatte der Gesuchsgegner zusätzliche 

Gesundheitskosten im Umfang von Fr. 1'000.–. Dabei handelt es sich jedoch nicht 

ausschliesslich um Kosten für psychiatrische/psychotherapeutische Behandlun-

gen (vgl. Urk. 78/53). Vom 30. Oktober 2019 bis und mit 5. Februar 2020 war er 

aufgrund der Trennungssituation krankgeschrieben (Urk. 78/71, /72; Urk. 140/6). 

Im Rahmen der persönlichen Befragung vor Vorinstanz am 12. Mai 2020 bejahte 

der Gesuchsgegner, immer noch krankgeschrieben zu sein. Er habe aber keine 

Krankheit, es sei der Stress (Urk. 88 S. 19, 21). Er sei etwa drei- bis viermal bei 

einer Psychologin gewesen. Dr. K._____  (Psychiater, vgl. Urk. 78/72) habe er in 

seinem Leben nur zweimal gesehen, als er die zwei Zeugnisse ausgestellt habe. 

Wenn er zu viel Stress habe, dann gehe er zum Psychologen (Urk. 88 S. 23 f.). 

Auf die Frage, wie er sich zum Antrag betreffend Abklärung seiner Erziehungsfä-

higkeit stelle, antwortete der Gesuchsgegner, er habe wirklich kein psychisches 

Problem. Er sei gerade bei einem Arzt gewesen und dieser müsste etwas ma-

chen, wenn er bei ihm ein Problem feststellen würde (Urk. 88 S. 19, 21, 23 ff.).  

Vor diesem Hintergrund erscheint jedenfalls plausibel, dass dem Gesuchsgegner 

nicht nur im Jahr 2018 (Urk. 78/53), sondern auch im Jahr 2019 umgerechnet 

Kosten im Umfang von Fr. 83.– pro Monat anfielen (Fr. 300.– Franchise + 

Fr. 700.– maximaler jährlicher Selbstbehalt : 12 Monate, vgl. Urk. 78/53 S. 2). Seit 

6. Februar 2020 ist der Gesuchsgegner allerdings wieder vollumfänglich arbeits-

fähig (Urk. 140/6; Urk. 129/110) und hat per Juni 2021 eine Anstellung im 80 %-

Pensum bei der L._____  gefunden (Urk. 187 S. 26; Urk. 189/1). Dass er weiter-

hin in regelmässiger psychologischer Behandlung steht und ihm nach wie vor die 

Franchise und der jährliche maximale Selbstbehalt anfallen, vermochte er nicht 

hinreichend glaubhaft zu machen, geschweige denn entsprechende Kosten zu 

belegen. Es wäre ein Leichtes gewesen, eine Kostenzusammenstellung für das 

Jahr 2020 beizubringen. Somit können dem Gesuchsgegner ab 1. Januar 2020 

nur die von der Gesuchstellerin anerkannten ungedeckten Gesundheitskosten in 

- 41 - 

der Höhe von Fr. 15.– pro Monat (Urk. 175 S. 28; Urk. 191 S. 17) angerechnet 

werden.  

d) Für Mobilität berechnete die Vorinstanz dem Gesuchsgegner Fr. 259.– (Au-
tokosten für den Arbeitsweg bis Ende 2019 und danach Fr. 96.– pro Monat für 

den öffentlichen Verkehr analog der Gesuchstellerin (Urk. 176 S. 50, 52 f.). Die 

Gesuchstellerin anerkennt diese Zahlen nur unter dem Vorbehalt, dass auch ihr 

bis Ende 2019 Fr. 259.– monatlich zugestanden werden. Ab Juni 2021 sei es dem 

Gesuchsgegner zuzumuten, den Arbeitsweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln 

zu bestreiten, wofür ihm Fr. 96.– pro Monat zuzugestehen seien (Urk. 175 S. 28; 

Urk. 191 S. 17). Der Gesuchsgegner hält daran fest, dass bis Ende 2019 die Kos-

ten für das Fahrzeug in der Höhe von Fr. 259.– anzurechnen seien, da dieses 

Fahrzeug für die Ausübung des Berufs verwendet worden sei. Danach seien die 

Kosten für das Abonnement des öffentlichen Verkehrs in der Höhe von Fr. 96.– zu 

veranschlagen, da er auf diese Auslagen zwecks Stellensuche angewiesen ge-

wesen sei. Ab dem 1. Juni 2021 sei er wiederum für seine Stelle auf ein Auto an-

gewiesen und müsse nach N._____  pendeln. Zusammen mit der hälftigen Be-

treuung von C._____ und dem Bringen und Holen von der Kita sei diese Reise mit 

dem öffentlichen Verkehr nicht möglich, weswegen die Fahrzeugkosten zu be-

rücksichtigen seien (Urk. 187 S. 28).  

Der Gesuchsgegner war vom 30. Oktober 2019 bis und mit 30. November 2019 

und ab dem 2. Dezember 2019 für weitere vier Wochen, also in etwa bis zur Be-

endigung des Arbeitsverhältnisses mit der J._____  Zürich AG per 31. Dezember 

2019 gänzlich krankgeschrieben (Urk. 78/70-72; Urk. 140/6). Ab dem 5. Novem-

ber 2019 bis zum Ende der Anstellung am 31. Dezember 2019 war er zudem ent-

sprechend seinem Wunsch freigestellt (Urk. 78/70). Während November und De-

zember 2019 (vgl. auch Urk. 156/123 betreffend Räumung des Arbeitsplatzes) 

war der Gesuchsgegner somit nicht mehr erwerbstätig und dementsprechend fie-

len auch keine (regelmässigen) Fahrten zum Arbeitsplatz mehr an. Die Fr. 259.– 

sind daher nicht gerechtfertigt. Vielmehr sind ihm - wie der Gesuchstellerin bis zur 

Aufnahme ihrer Erwerbstätigkeit - keinerlei Mobilitätskosten zuzugestehen. Er ist 

diesbezüglich auf einen allfälligen Überschuss zu verweisen. Für die Zeit seiner 

- 42 - 

Arbeitslosigkeit von Januar 2020 bis Ende Mai 2021 (Urk. 129/110) rechtfertigt 

sich mit Blick auf die Stellensuche und Termine beim RAV die Anrechnung der 

Kosten für den öffentlichen Verkehr in der Höhe von Fr. 96.– im Monat. Ab 1. Juni 

2021 arbeitet der an der F._____-strasse ... in D._____ wohnhafte Gesuchsgeg-

ner bei der L._____  an der M._____-strasse ... in Zürich N._____  (Urk. 187 S. 

28; Urk. 189/1). Angesichts seines 80 %-Pensums sowie der hälftigen Betreu-

ungsverantwortung über C._____ und der dafür erforderlichen Flexibilität rechtfer-

tigt es sich, ihm die geltend gemachten Fahrzeugkosten in der Höhe von Fr. 259.– 

ab 1. Juni 2021 im Bedarf einzuberechnen.  

e) Von November 2019 bis und mit Mai 2021 sind dem Gesuchsgegner unter 
dem Titel Mehrauslagen auswärtige Verpflegung keinerlei Kosten anzurechnen 

(vgl. auch Urk. 175 S. 28, 30), weil er ab 30. Oktober 2019 nicht mehr erwerbstä-

tig war und sich dementsprechend zu Hause verköstigen konnte. Ab Juni 2021 

sind ihm entsprechend seinem 80 %-Pensum anerkanntermassen (Urk. 191 

S. 17) Fr. 176.– pro Monat in Anrechnung zu bringen. Dass die Gesuchstellerin 

diese Position vor Vorinstanz nicht bestritten hat (vgl. Urk. 187 S. 28), ist in Anbe-

tracht der anwendbaren Untersuchungsmaxime nicht von Belang. Überdies dürfte 

die Verhandlungsmaxime (Ehegattenunterhaltsbeiträge) nur im Ergebnis nicht 

verletzt werden, nicht aber mit Bezug auf einzelne Bedarfspositionen.  

f) Die Vorinstanz veranschlagte im Bedarf des Gesuchsgegners im Jahr 2019 
laufende Steuern von Fr. 2'655.–, basierend auf der Steuererklärung 2019 

(Urk. 162/185). Aufgrund des tieferen Einkommens des Gesuchsgegners zufolge 

Arbeitslosigkeit ergebe sich für 2020 eine Senkung der Steuerlast. Diese sei al-

lerdings geringfügig, weil die hohen Steuern im Wesentlichen aufgrund des Ver-

mögens des Gesuchsgegners anfielen. Die Steuerlast sei für das Jahr 2020 daher 

auf Fr. 2'595.– zu schätzen (Urk. 176 S. 50, 54). Diese Steuerbetreffnisse blieben 

seitens der Parteien unbestritten, insbesondere auch ab Juni bzw. Juli 2021 (vgl. 

Urk. 175 S. 28; Urk. 187 S. 27 f.; Urk. 191 S. 17; Urk. 197 S. 18). Sie erscheinen 

angemessen und sind zu übernehmen, zumal der Gesuchsgegner ab Juli 2021 in 

einem reduzierten Pensum von 80 % erwerbstätig ist. Ein Steueranteil für 

C._____ in deren Bedarf beim Gesuchsgegner ist trotz alternierender Obhut mit 

- 43 - 

hälftiger Betreuung nicht auszuscheiden, weil der Gesuchsgegner keine Kin-

derunterhaltsbeiträge erhält.  

g) Kosten für Hobbies und Ferien (Urk. 176 S. 50) sowie den Betrieb des Fer-
raris (vgl. Urk. 176 S. 52) können, wie bei der Gesuchstellerin, angesichts der 

zweistufigen Unterhaltsberechnungsmethode im familienrechtlichen Existenzbe-

darf keine Berücksichtigung finden. Der Gesuchsgegner ist damit auf seinen 

Überschussanteil zu verweisen.  

h) Zusammengefasst ist von folgendem familienrechtlichen Bedarf des Ge-
suchsgegners auszugehen: 

 Nov. / Dez. 2019 Jan. 2020 bis Mai 
2021 

ab Juni 2021 

Grundbetrag Fr. 1'350 Fr. 1'350 Fr. 1'350 
Wohnung Fr. 1'666 Fr. 1'666 Fr. 1'666 
Kommunikation Fr. 150 Fr. 150 Fr. 150 
Hausrat-
/Haftpflichtvers. 

Fr. 30 Fr. 30 Fr. 30 

Krankenkasse Fr. 635 Fr. 635 Fr. 635 
Gesundheitskosten Fr. 83 Fr. 15 Fr. 15 
Mobilität Fr. 0 Fr. 96 Fr. 259 
Mehrauslagen Es-
sen 

Fr. 0 Fr. 0 Fr. 176 

Steuern Fr. 2'655 Fr. 2'595 Fr. 2'595 
total Fr. 6'569 Fr. 6'537 Fr. 6'876 
 

4.4.3. Barbedarf des Kindes 

a) Nicht bestritten und zutreffend ist der Kindergrundbetrag in der Höhe von 
Fr. 400.–, welcher zwischen den Parteien zufolge der alternierenden hälftigen Be-

treuung zu halbieren ist. Sodann fallen für C._____ bei beiden Parteien je Wohn-

kosten von rund Fr. 834.– an (1/3 von Fr. 2'500.– jeweilige Gesamtmietkosten). 

Die Krankenkassenprämien belaufen sich auf rund Fr. 196.– im Monat und wer-

den vom Gesuchsgegner bezahlt.  

b) Die monatlichen Fremdbetreuungskosten für zwei bzw. ab Januar 2020 drei 
Tage pro Woche betragen Fr. 1'250.– bis Ende 2019 bzw. Fr. 1'870.– ab Januar 

2020; sie wurden und werden vom Gesuchsgegner bezahlt (Urk. 176 S. 30, 50, 

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54; Urk. 175 S. 30; Urk. 187 S. 28; Urk. 6/77 S. 32; Urk. 193/5). Ab September 

2021 besucht C._____ zusätzlich zu den drei Tagen in der O._____  Krippe je-

weils am Montag die P._____  Krippe, was rund Fr. 565.– pro Monat kostet 

(Urk. 193/6, /7). Es rechtfertigt sich, diese Kosten, für welche der Gesuchsgegner 

nicht aufkommen will (Urk. 197 S. 18 f.), auf Seiten der Gesuchstellerin zu be-

rücksichtigen. Dementsprechend hat sie diese Kosten auch zu bezahlen. Dabei 

hat sich im Rahmen der Gesamtrechnung selbstredend auch der Gesuchsgegner 

an diesen Kosten zu beteiligen. Die (nicht angefochtene, rechtskräftige) Disposi-

tivziffer 7 des erstinstanzlichen Entscheids (Urk. 176 S. 80), wonach der Ge-

suchsgegner verpflichtet wurde, zusätzlich zu den monatlichen Unterhaltsbeiträ-

gen die Kosten des Kindes für die Krankenkasse und die Fremdbetreuung zu be-

zahlen, ist somit dahingehend zu ergänzen, dass die Gesuchstellerin zu verpflich-

ten ist, die Fremdbetreuungskosten für den zusätzlichen Wochentag ab 1. Sep-

tember 2021 in der P._____  Kinderkrippe zu bezahlen.  

Umstritten sind die zusätzlichen Fremdbetreuungskosten für die Monate Juli und 

August 2021. Die Gesuchstellerin macht geltend, leider sei die O._____  Krippe 

während der Sommerferien vom 19. Juli bis 20. August 2021 bereits voll gewe-

sen. Auch der Tagesfamilienverein D._____ H._____  habe keine Kapazität mehr 

gehabt. Sie habe daher geplant, diese Zeit gemeinsam mit C._____ in den USA 

bei ihrer Familie zu verbringen. Ihr Arbeitgeber habe die Ferien bereits bewilligt 

gehabt und so wäre die Betreuung von C._____ auch während der fünfwöchigen 

kitafreien Zeit gewährleistet gewesen. Da der Gesuchsgegner seine Zustimmung 

zur Ausreise jedoch stur verweigert habe und keine Einigung über die Aufteilung 

der Ferien zustande gekommen sei, habe sie sich betreffend eine Alternative für 

die Kindsbetreuung umschauen müssen. In der ersten Juli-Hälfte sei C._____ von 

der Nanny am Montag und jeweils dienstags bis donnerstags (wie üblich) von der 

O._____  Kita betreut worden. In der zweiten Juli-Hälfte (ab 19. Juli 2021, Schul-

ferienbeginn) sei C._____ am Montag und Dienstag von der Nanny und am Mitt-

woch in der P._____  Kita in G._____  betreut worden. Die Zusatzkosten hätten 

sich für diesen Monat auf Fr. 4'009.– belaufen.