# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63b31e47-3385-5a26-bf7f-3e823b4ab542
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.09.2011 E-5227/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5227-2011_2011-09-27.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­5227/2011

U r t e i l   v om   2 7 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi,
mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis;  
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

Parteien A._______, geboren am (…),
Nigeria, 
(…)
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 8. September 2011 / (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  der  Ethnie  der  Igbo  angehörend,  eigenen 
Angaben  zufolge  sein  Heimatland  am  27.  oder  28.  Mai  2011  auf  dem 
Luftweg mit einem nicht auf seine Identität  lautenden Reisepass verliess 
und  nach  einem  viertägigen Aufenthalt  in  Frankreich  auf  dem Landweg 
am 4. Juni 2011 in die Schweiz gelangte, wo er am 5. Juni 2011 um Asyl 
nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum  (EVZ)  vom  16.  Juni  2011  sowie  der  Anhörung  vom 
31.  August  2011  durch  das  BFM  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  nach  den  Wahlen  vom  16.  April  2011 
hätten  Angehörige  der  Haussa  die  Kirche,  in  der  sein  Vater  als  Pastor 
tätig  gewesen  sei,  und  (nebst  anderen  Häusern  des  Dorfes)  das  Haus 
seiner Familie abgebrannt und seine Eltern sowie seine ältere Schwester 
getötet,

dass  er  sich  mit  Hilfe  eines  Freundes  seines  Vaters  aus  den  örtlichen 
Tumulten habe befreien können, nach Lagos zu einem weiteren Freund 
gebracht worden und in dessen Begleitung nach einem Monat Aufenthalt 
in Lagos auf dem Luftweg nach Europa gelangt sei,

dass  bezüglich  der  Ausführungen  des Beschwerdeführers  im Einzelnen 
auf die Akten zu verweisen ist,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  8.  September  2011  –  eröffnet  am      
16.  September  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug 
anordnete,

dass das BFM zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuch 
zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert  48 
Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe  keine 
Reise­  oder  Identitätspapiere  abgegeben  und  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,

dass  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers,  in  Nigeria  nie  einen 
Identitätsausweis  besessen  zu  haben,  bezweifelt  werden  müsse,  da  er 
angeblich einen Pass beantragt und ausgestellt erhalten habe,  in einem 
Internat zur Schule gegangen sei und in den Bücherläden seines Vaters 
gearbeitet habe,

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dass  ferner  erfahrungswidrig  sei,  nicht  gewusst  zu  haben,  auf  welchen 
Namen  der  Pass  ausgestellt  gewesen  sei,  mit  dem  er  aus  Nigeria 
ausgereist sei,

dass  auch  unerklärlich  bleibe,  warum  er  in  Anbetracht  des Umstandes, 
dass  eine Schwester  im Heimatland  lebe,  nicht  in  der  Lage  sein  sollte, 
gültige Ausweise zu beschaffen,

dass  in  diesem  Zusammenhang  völlig  haltlos  sei,  wenn  er  nicht  wisse, 
wie  der  Mann  geheissen  habe,  bei  dem  er  rund  einen  Monat  lang  in 
Lagos gewohnt habe,

dass  somit  der  Verdacht  erhärtet  werde,  er  wolle  die  Schweizer 
Asylbehörden über den wahren Grund und die wahren Umstände seiner 
Ausreise sowie über seine Identitätsausweise täuschen,

dass  deshalb  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglichen würden, Reise­ oder Identitätspapiere 
einzureichen,

dass der Beschwerdeführer  im Weiteren die Flüchtlingseigenschaft nicht 
erfülle  und  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass  bezüglich  der  Begründung  des  BFM  im  Einzelnen  auf  die 
angefochtene  Verfügung  und  ­  soweit  entscheidwesentlich  ­  auf  die 
nachfolgenden Erwägungen verwiesen wird,

dass  gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  nicht 
einzutreten sei,

dass  dem  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  folge  und  der  Vollzug  der  Wegweisung 
zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  20.  September  2011 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhebt  und  beantragt,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
aufzuheben  und  das  Verfahren  zwecks  materieller  Prüfung  an  die 
Vorinstanz zurückzuweisen,

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dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragt,  der  vorliegenden 
Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen,

dass er zudem um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht und weiter beantragt, es sei 
eine angemessene Parteientschädigung auszurichten,

dass  ihm  eventualiter  die  vorläufige  Aufnahme  wegen  Unzumutbarkeit 
der Wegweisung zu gewähren sei,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  22.  September  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  Art. 5  VwVG  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 

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Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit 
dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerdeverfahren 
ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 
Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise­ oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren Gründen nicht  in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), 
auf Grund des Anhörung sowie gestützt auf Art.  3 und Art.  7 AsylG die 

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Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder 
sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  c 
AsylG),

dass  das BFM  in  der  angefochtenen Verfügung ausführlich  und  –  nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  der  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts 
überzeugend − dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise­ 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  die  Entgegnungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  als  blosse 
Gegenbehauptungen  zu  bezeichnen  sind  und  nicht  stichhaltig 
erscheinen,

dass  etwa  der  Einwand  des  Beschwerdeführers,  als  nigerianischer 
Staatsangehöriger  habe  er  einen  Pass  beantragen  können,  ohne  eine 
Identitätskarte zu besitzen, aufgrund der Aktenlage unbehelflich ist, einen 
entschuldbaren  Grund  für  das  Nichteinreichen  von  Reise­  oder 
Identitätspapieren darzulegen,

dass auch das Vorbingen in der Rechtsmitteleingabe, er könne sich nicht 
an  den  Namen  erinnern  auf  den  der  Pass  ausgestellt  gewesen  sei mit 
dem  er  sein  Heimatland  verlassen  habe,  in  Berücksichtigung  der 
Bedeutung der Sache nicht nachvollziehbar wäre, entspräche die illegale 
Ausreise wahren Gegebenheiten,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  nicht  überzeugenden 
Ausführungen  des  Beschwerdeführers  sowie  der  gesamten  Aktenlage 
davon  ausgeht,  er  habe  bei  seiner  Ausreise  aus  seinem  Heimatland 
authentische  Identitäts­  und  Reisepapiere  besessen,  welche  er  jedoch 
innert  48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen 
Mitwirkungspflicht  (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen 
Behörde nicht aushändigte,

dass  im  Weiteren  das  BFM  aufgrund  der  Aktenlage  die 
Flüchtlingseigenschaft zu Recht verneint und zusätzliche Abklärungen zu 
deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat,

dass  auch  diesbezüglich  die  in  der  Rechtsmitteleingabe  erhobenen 
Einwände offensichtlich nicht durchzudringen vermögen,

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dass das BFM  in der angefochtenen Verfügung zu Recht  feststellte, der 
Beschwerdeführer habe  in der Befragung  im EVZ vorgebracht, nach der 
Bekanntgabe der Wahlergebnisse am 17. April  2011 hätten die Haussa 
sogleich angefangen, Leute zu töten und Gebäude niederzubrennen und 
er habe am Tag nach den Ereignissen  in den Nachrichten  vernommen, 
dass  die  Kirche  abgebrannt  sei  und  seine  Familienangehörigen  getötet 
worden  seien, wobei  er  präzisiert  habe,  bis  zum 19. April  2011  im Dorf 
verblieben zu sein,

dass  er  im  Rahmen  der  einlässlichen  Anhörung  hingegen  versichert 
habe,  er  habe  von  der  Zerstörung  der  Kirche  und  dem  Tod  seiner 
Familienangehörigen  am  18.  April  2011,  am  Tag  der 
Auseinandersetzungen, vom Freund seines Vaters erfahren und sei noch 
am selben Tag in Lagos angekommen,

dass wesentliche  widersprüchliche  Angaben  in  dieser  deutlichen  Art  zu 
zentralen Aspekten  des Sachverhaltes  nicht  nachvollziehbar  erscheinen 
lassen,  dass  der  Beschwerdeführer  die  geltend  gemachten  Ereignisse 
tatsächlich in der von ihm vorgebrachten Form erlebt hat,

dass die Vorbringen demnach unglaubhaft erscheinen,

dass in der Rechtsmitteleingabe diesen widersprüchlichen Angaben auch 
nichts entgegen gehalten wird,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen im Übrigen vollumfänglich auf 
die  in  entscheidwesentlicher  Hinsicht  zutreffenden  Erwägungen  in  der 
angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass die diesbezüglichen Entgegnungen in der Rechtsmitteleingabe sich 
in  wesentlichen  Teilen  wiederum  als  blosse  Gegenbehauptungen 
ausnehmen und nicht zu überzeugen vermögen,

dass  somit  im  vorliegenden  Verfahren  aufgrund  der  Aktenlage  unter 
Verzicht  auf  zusätzliche  tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im 
Rahmen  einer  bloss  summarischen  Prüfung  der  eindeutige  Schluss 
gezogen  werden  kann,  dass  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllt,  und  einem  Vollzug  seiner 
Wegweisung  keine Hindernisse  entgegenstehen  (Art.  32 Abs.  3 Bstn.  b 
und c AsylG),

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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a   AsylG 
zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass bei dieser Sachlage der Rückweisungsantrag abzuweisen ist,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  der  gleiche 
Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie 
sind  zu  beweisen, wenn  der  strikte  Beweis möglich  ist,  und  andernfalls 
wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in: 
Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht,  2. Aufl., 
Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer im Heimatland droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdeführers 
noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  dem  Beschwerdeführer  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ­ 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

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dass bei dieser Sachlage die Ausrichtung einer Parteientschädigung nicht 
in Betracht kommt (Art. 64 Abs. 1 VwVG) und der entsprechende Antrag 
abzuweisen ist,

dass  sich  die  in  der  Beschwerde  gestellten  Rechtsbegehren  aufgrund 
vorstehender Erwägungen als aussichtslos erweisen, weshalb der Antrag 
auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist (Art. 65 
Abs. 1 VwVG),

dass mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache der prozessuale 
Antrag  auf  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  gegen­
standslos wird,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG),

dass mit vorliegendem Urteil  in der Hauptsache der Antrag auf Erteilung 
der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gegenstandslos ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­   werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: