# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2130a11b-4e90-5db1-ac47-c3d6200b1b16
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-30
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 30.04.2025 UE250034
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE250034_2025-04-30.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: UE250034-O/U/REA>GRO

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i.V., lic. iur. B. Stiefel und 

Dr. iur. P. Klaus sowie Gerichtsschreiberin Dr. iur. M. Simon

Verfügung und Beschluss vom 30. April 2025

in Sachen

A._____,
Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____,

gegen

1. B._____,
2. Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
Beschwerdegegner

betreffend Nichtanhandnahme 

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft I des Kantons Zürich vom 21. Januar 2025

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Erwägungen:

I.

1. Am 17. November 2024 erstattete A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

Strafanzeige gegen ihren (damaligen) Partner B._____ (nachfolgend: Beschwer-

degegner) wegen Tätlichkeiten und stellte einen entsprechenden Strafantrag (vgl. 

Urk. 3/4 S. 1 ff. [Polizeirapport vom 8. Januar 2025] = 9/1/1/1; Urk. 9/1/2/1 [Straf-

antrag vom 17. November 2024]). Sie wirft diesem vor, er habe ihr in jener Nacht, 

auf einer Autofahrt von C._____ nach D._____ (in E._____), während sie das 

Fahrzeug lenkte und er auf dem Beifahrersitz sass, mit der Hand ins Gesicht ge-

schlagen (Urk. 3/4 S. 1 ff.). Der Beschwerdegegner stellte ebenfalls einen Straf-

antrag gegen die Beschwerdeführerin wegen Tätlichkeiten, da diese ihn auch ge-

schlagen habe (Urk. 9/1/3/1; Urk. 3/4 S. 2 f.).

2. Mit Verfügung vom 21. Januar 2025 nahm die Staatsanwaltschaft I des Kan-

tons Zürich (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) eine Strafuntersuchung gegen den 

Beschwerdegegner wegen Tätlichkeiten gestützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. c StPO 

nicht anhand (Urk. 6 = 3/2). Dagegen liess die Beschwerdeführerin mit Eingabe 

vom 3. Februar 2025 rechtzeitig (vgl. Urk. 5/1; Urk. 10) Beschwerde erheben und 

beantragen, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur 

Eröffnung bzw. Weiterführung der Strafuntersuchung an die Staatsanwaltschaft 

zurückzuweisen. Zudem sei diese anzuweisen, das Verfahren betreffend Tätlich-

keiten mit dem gegen den Beschwerdegegner laufenden Verfahren betreffend 

Drohung etc. (…) zu vereinigen. Des Weiteren ersuchte sie für das Beschwerde-

verfahren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Alles unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten des Staates (Urk. 2 S. 2).

3. Die Akten der Staatsanwaltschaft wurden elektronisch beigezogen (Urk. 9; vgl. 

auch Urk. 8). Da sich die Beschwerde, wie nachfolgend dargelegt, als offensicht-

lich unbegründet erweist, wurde auf einen Schriftenwechsel verzichtet (Art. 390 

Abs. 2 StPO). Das Verfahren ist spruchreif.

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II.

1. Die Staatsanwaltschaft begründete die Nichtanhandnahme im Wesentlichen 

damit, dass dem Beschwerdegegner und der Beschwerdeführerin vorgeworfen 

werde, sie hätten sich während der Autofahrt gegenseitig ins Gesicht geschlagen. 

Bei den Vorwürfen handle es sich um Bagatellen i.S.v. Art. 52 StGB mit geringer 

Schuld und ohne Tatfolgen. Da die jeweiligen Tätlichkeiten umgehend durch Tät-

lichkeiten beantwortet worden seien, sei der Rechtsfrieden sofort wieder herge-

stellt worden. In analoger Anwendung von Art. 177 Abs. 3 StGB sowie Art. 52 

StGB sei somit kein Strafverfahren durchzuführen (Urk. 6 E. 1 f.).

Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, es könne nicht allein auf-

grund des Polizeirapports vom 8. Januar 2025 davon ausgegangen werden, dass 

es sich beim erwähnten Vorfall nur um eine Bagatelle gehandelt habe, insbeson-

dere weil die im Rapport zusammengefassten Aussagen der Beteiligten deutlich 

voneinander abwichen und daher weitere Untersuchungshandlungen zur Klärung 

des Sachverhalts unerlässlich seien. Ohnehin seien die Voraussetzungen von 

Art. 52 StGB nicht erfüllt, da der Handlungsunwert nicht als gering eingestuft und 

der Vorfall nicht isoliert beurteilt werden könne, sondern im Rahmen einer umfas-

senderen Situation von häuslicher Gewalt und mindestens im Sinne von wieder-

holten Tätlichkeiten nach Art. 126 Abs. 2 StGB zu beurteilen sei. Die entsprechen-

den Verfahren gegen den Beschwerdegegner seien zu vereinen. Auch könnten 

die Tatfolgen nicht als geringfügig qualifiziert werden, da die Beschwerdeführerin 

noch immer an Schmerzen an der Nase leide und angesichts der konkreten Um-

stände (Autofahrt) auch eine Gefährdung des Lebens i.S.v. Art. 129 StGB in Be-

tracht käme. Ohne nähere Sachverhaltsabklärungen könne nicht davon ausge-

gangen werden, dass es sich beim Schlag des Beschwerdegegners nur um Tät-

lichkeiten gehandelt habe. Ebenso wenig lasse sich zweifelsfrei feststellen, dass 

die Beschwerdeführerin ebenfalls Tätlichkeiten begangen habe. Um zu prüfen, ob 

eine (analoge) Anwendung von Art. 177 Abs. 3 StGB (Retorsion) in Frage käme, 

hätten die Parteien protokollarisch befragt werden und eine Würdigung der Aus-

sagen erfolgen müssen (Urk. 2 Rz. 24 ff.).

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2. 

2.1. Gemäss Art. 310 Abs. 1 lit. c StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nicht-

anhandnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports fest-

steht, dass aus den in Art. 8 StPO genannten Gründen auf eine Strafverfolgung 

zu verzichten ist. Nach Art. 8 Abs. 1 StPO sehen Staatsanwaltschaft und Gerichte 

von der Strafverfolgung ab, wenn das Bundesrecht es vorsieht, namentlich unter 

den Voraussetzungen der Art. 52-54 StGB. Gemäss Art. 52 StGB sieht die zu-

ständige Behörde von einer Strafverfolgung, einer Überweisung an das Gericht 

oder einer Bestrafung ab, wenn Schuld und Tatfolgen geringfügig sind. Sofern 

nicht überwiegende Interessen der Privatklägerschaft entgegenstehen, sehen 

Staatsanwaltschaft und Gerichte gemäss Art. 8 Abs. 2 lit. a StPO namentlich auch 

dann von einer Strafverfolgung ab, wenn der Straftat – neben den anderen der 

beschuldigten Person zur Last gelegten Taten – für die Festsetzung der zu erwar-

tenden Strafe oder Massnahme keine wesentliche Bedeutung zukommt.

2.2. Tätlichkeiten nach Art. 126 Abs. 1 StGB liegen vor bei einer das allgemein 

übliche und gesellschaftlich geduldete Mass überschreitenden physischen Einwir-

kung auf einen Menschen, die keine Schädigung des Körpers oder der Gesund-

heit zur Folge hat. Körperliche Schmerzen sind für eine Tätlichkeit nicht vorausge-

setzt (Urteil des Bundesgerichts 6B_328/2021 vom 13. April 2022 E. 1.3 m.w.H.).

3. 

3.1. Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der Tatbestandsaufnahme gegenüber 

der Polizei an, der Beschwerdegegner habe gesehen, wie sie bei der Fahrt habe 

gähnen müssen, woraufhin er wütend geworden sei und laut geschrien habe, wo-

bei sie nicht mehr wisse, was er gesagt habe. Dann habe er ihr mit der linken 

Handaussenfläche ins Gesicht geschlagen und sie an der Lippe und der Nase ge-

troffen, woraufhin sie schützend ihre Hände vor ihr Gesicht gehalten habe. Weiter 

gab sie an, den Beschwerdegegner nie geschlagen zu haben. Er dagegen habe 

sie in letzter Zeit geschlagen, wobei sie nicht sagen könne, wann zum letzten Mal 

(Urk. 3/4 S. 3). Der Beschwerdegegner gab gegenüber der Polizei an, er habe die 

Beschwerdeführerin (während der Autofahrt) nicht geschlagen, ihr aber mit der 

linken Hand einen Klaps gegen den Oberarm gegeben bzw. dagegen gedrückt 

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oder gestossen, wobei es sein könne, dass er in Richtung Gesicht abgerutscht 

sei. Die Beschwerdeführerin habe ihn geschlagen bzw. ihn mit der Hand im Ge-

sicht getroffen, oberhalb des linken Auges (Urk. 3/4 S. 2 f.).

3.2. Ob die Staatsanwaltschaft zurecht von gegenseitigen Tätlichkeiten bzw. einer 

Retorsion (Art. 177 Abs. 3 StGB analog) ausgegangen ist, kann offengelassen 

werden, da die Nichtanhandnahme, wie nachfolgend dargelegt, selbst dann vor 

Art. 310 Abs. 1 lit. c StPO standhält, wenn angenommen wird, die Beschwerde-

führerin habe keine Tätlichkeiten gegenüber dem Beschwerdegegner ausgeübt.

3.3. Für die Behauptung der Beschwerdeführerin, dass es sich bei der (mutmass-

lichen) Handlung des Beschwerdegegners um mehr als Tätlichkeiten gehandelt 

habe (vgl. Urk. 2 Rz. 27, 29 ff.), lassen sich keine Hinweise in den Akten finden, 

und es ist nicht ersichtlich, dass eine Strafuntersuchung die nötigen Beweise hier-

für liefern könnte. Gemäss dem von der Beschwerdeführerin beigebrachten Arzt-

bericht vom 18. Dezember 2024 begab sie sich (erst) am 13. Dezember 2024, 

mithin fast einen Monat nach dem Vorfall, in ärztliche Konsultation (Urk. 3/12 

S. 1). Ob es sich beim darin beschriebenen Vorfall um jenen vom 17. November 

2024 handelt, ist nicht klar und wohl kaum mehr feststellbar. Die Datumsangabe 

im Arztbericht (16. November 2024) stimmt jedenfalls nicht mit jenem gemäss 

dem Polizeirapport überein, und die Beschwerdeführerin macht geltend, es habe 

mehrere Vorfälle von Tätlichkeiten gegeben (Urk. 2 Rz. 28; vgl. auch die polizeili-

che Verfügung vom 19. November 2024, Urk. 3/5 S. 2). Es ist denkbar, dass die 

geschilderten Beschwerden (Schmerzen an der Nase etc.) die Folgen anderer 

Vorfälle sind. Jedenfalls geht aus dem Polizeirapport nicht hervor, dass die Be-

schwerdeführerin gegenüber der Polizei angegeben hätte, dass sie nach dem 

Vorfall vom 17. November 2024 an Schmerzen gelitten hätte. Die im Arztbericht 

erwähnten (angeblich von der Polizei gemachten) Fotos von den mutmasslichen 

Verletzungen liegen auch nicht bei den Akten. Zudem ergibt sich aus dem Arztbe-

richt, dass die Feststellungen der Ärztin zum Vorfall und dessen angeblichen Fol-

gen einzig auf den mündlichen Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der 

Konsultation beruhen, mithin deren Parteidarstellung wiedergibt.

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Was die Behauptung betrifft, dass angesichts der konkreten Umstände (Autofahrt) 

auch eine Gefährdung des Lebens i.S.v. Art. 129 StGB in Betracht käme (Urk. 2 

Rz. 27, 34), gibt es keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass für die Beschwer-

deführerin (oder deren Tochter, die sich offenbar ebenfalls im Auto befand, vgl. 

Urk. 3/4 S. 2) eine unmittelbare Lebensgefahr entstanden wäre. Dass sie bei-

spielsweise auch nur ansatzweise die Kontrolle über das Auto verloren hätte, 

wurde nicht geltend gemacht und geht nicht aus den Akten hervor. Auch sind kei-

nerlei Hinweise auf eine Skrupellosigkeit des Beschwerdegegners auszumachen. 

Es wurde auch nicht dargetan und ist nicht ersichtlich, inwiefern sich solche An-

haltspunkte aus einer Strafuntersuchung ergeben könnten. Eine Gefährdung des 

Lebens i.S.v. Art. 129 StGB fällt ausser Betracht. Eine allfällige Gefährdung im 

Strassenverkehr manifestiert sich vielmehr in einem Strassenverkehrsdelikt, wofür 

der Beschwerdegegner offenbar bereits separat verfolgt wird (vgl. Urk. 3/4 S. 3).

Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass es sich bei der (mutmasslichen) 

Handlung des Beschwerdegegners vom 17. November 2024 höchstens um Tät-

lichkeiten – mithin eine Übertretung, die lediglich mit Busse zu ahnden ist – und 

somit eine Bagatelle handelte.

3.4. Was das Argument anbelangt, dass der Vorfall in einem grösseren Kontext 

von häuslicher Gewalt zu betrachten sei (Urk. 2 Rz. 28, 36 ff.), ist zu berücksichti-

gen, dass eine Auseinandersetzung (vgl. auch Urk. 3/4 S. 2: "verbaler Streit") 

während einer Autofahrt nicht zwingend im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt 

stehen muss. Auch dass sich offenbar im Rahmen der Abklärungen des Vorfalls 

bzw. bei der "Nachbetreuung" der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 3/4 S. 3) Hin-

weise auf andere mutmassliche Straftaten des Beschwerdegegners (die sich zu 

anderen Zeitpunkten zugetragen haben sollen) ergeben haben, was dann zur 

Verhängung von Massnahmen gemäss dem Gewaltschutzgesetz geführt habe, 

bedeutet nicht ohne Weiteres, dass auch der Vorfall vom 17. November 2024 

zwingend Teil der Untersuchung bzw. eines Strafverfahrens wegen häuslicher 

Gewalt ist oder sein müsste. Es ist denn auch nicht ersichtlich und wurde nicht 

substantiiert geltend gemacht, dass die (mutmassliche) Handlung des Beschwer-

degegners im Auto Teil einer Ausübung physischer Gewalt zur Durchsetzung sei-

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ner "Stellung" und seines Willens, die er praktisch zur Methode gemacht hätte, 

wäre (vgl. ROTH/KESHELAVA, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, 

Art. 126 StGB N 10; vgl. auch den Beschluss der III. Strafkammer des Oberge-

richts des Kantons Zürich UE150292-O vom 30. Juni 2016 E. III.3.1.2). Insgesamt 

vermochte die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen nicht darzutun, dass es 

unangemessen wäre, den Vorfall im Auto als nicht mit anderen dem Beschwerde-

gegner zur Last gelegten Taten zusammenhängend zu betrachten. Es drängt sich 

nicht auf, die mutmasslichen Tätlichkeiten vom 17. November 2024 als Teil mehr-

facher Tätlichkeiten i.S.v. Art. 126 Abs. 2 StGB zu beurteilen. Die Prüfung einer 

allfälligen Verfahrensvereinigung erübrigt sich.

3.5. Im Übrigen umfasst das separate Verfahren gegen den Beschwerdegegner 

offenbar bereits mehrfache Drohungen und mehrfache (vom Vorfall vom 17. No-

vember 2024 unabhängige) Tätlichkeiten zum Nachteil der Beschwerdeführerin 

(vgl. Urk. 3/5 [Verfügung der Kantonspolizei Zürich vom 19. November 2024] 

S. 2). Unabhängig davon, ob die mutmasslichen Tätlichkeiten vom 17. November 

2024 strafrechtlich verfolgt werden, erscheint eine Bestrafung des Beschwerde-

gegners wegen Straftaten zum Nachteil der Beschwerdeführerin möglich. Es ist 

nicht davon auszugehen, dass den mutmasslichen Tätlichkeiten vom 17. Novem-

ber 2024, neben den anderen dem Beschwerdegegner zur Last gelegten Taten 

(insbes. mehrfache Drohungen und mehrfache Tätlichkeiten; ggf. auch ein Stras-

senverkehrsdelikt wegen Führens eines Fahrzeugs im angetrunkenen Zustand, 

vgl. Urk. 3/4 S. 3), für die Festsetzung der zu erwartenden Sanktion eine wesentli-

che Bedeutung zukäme. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern überwiegende In-

teressen der Beschwerdeführerin einer Nichtanhandnahme in Bezug auf die mut-

masslichen Tätlichkeiten vom 17. November 2024 entgegenstünden.

3.6. Nach dem Erwogenen – und unter Berücksichtigung des Umstands, dass der 

Staatsanwaltschaft bei der Beurteilung der Frage, ob eine Nichtanhandnahme er-

folgen soll, ein gewisser Ermessensspielraum zukommt (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 6B_67/2022 vom 24. Oktober 2022 E. 2.3.1) – ist nicht zu beanstanden, 

dass diese davon ausging, dass Schuld und Tatfolgen geringfügig sind (vgl. Art. 8 

Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 52 StGB). Wie dargelegt, ist auch nicht ersichtlich, dass 

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überwiegende Interessen der Beschwerdeführerin einer Nichtanhandnahme ent-

gegenstünden oder dass den mutmasslichen Tätlichkeiten vom 17. November 

2024, neben den anderen dem Beschwerdegegner zur Last gelegten Taten, für 

die Festsetzung der zu erwartenden Sanktion eine wesentliche Bedeutung zu-

käme (vgl. Art. 8 Abs. 2 lit. a StPO).

4. Die Staatsanwaltschaft hat zurecht gestützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. c StPO eine 

Untersuchung gegen den Beschwerdegegner nicht anhand genommen. Die Be-

schwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

III.

1. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens wird die Beschwerdeführerin 

kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO).

2. Sie ersucht (als mutmassliche Geschädigte bzw. Privatklägerin, vgl. auch 

Urk. 2 Rz. 9 ff.) um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Be-

schwerdeverfahren (Urk. 2 S. 2 und S. 13 ff. Rz. 42 ff.). Deren Gewährung setzt 

voraus, dass die betroffene Person nicht über die erforderlichen Mittel für die 

Durchsetzung ihrer Zivilansprüche bzw. ihrer Strafklage verfügt, und dass die Zi-

vil- bzw. Strafklage nicht aussichtslos erscheint (vgl. Art. 136 Abs. 1 StPO). Nach-

dem eine (allfällige) Zivil- bzw. Strafklage der Beschwerdeführerin in Bezug auf 

den Vorfall vom 17. November 2024 angesichts der obigen Erwägungen als aus-

sichtslos erscheint, erübrigen sich Weiterungen zu deren finanziellen Verhältnis-

sen. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist abzuwei-

sen.

3. Die Gerichtsgebühr ist in Beachtung der Bemessungskriterien von § 2 Abs. 1 

lit. b-d GebV OG (Bedeutung und Schwierigkeit des Falls, Zeitaufwand des Ge-

richts) und gestützt auf § 17 Abs. 1 GebV OG umständehalber (in Anbetracht der 

finanziellen Situation der Beschwerdeführerin, vgl. Urk. 2 Rz. 43 ff.) ausnahms-

weise auf einen reduzierten Betrag von Fr. 600.– festzusetzen.

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4. Bei diesem Verfahrensausgang – und mangels entstandener Umtriebe für den 

Beschwerdegegner – sind für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädi-

gungen zuzusprechen.

Es wird verfügt:
(Oberrichter lic. iur. A. Flury)

1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege wird abgewiesen.

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Be-

schluss.

Es wird beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 600.– festge-

setzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an:

 Rechtsanwalt MLaw X._____, zweifach, für sich und die Beschwerde-
führerin (per Gerichtsurkunde);

 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, ad … (gegen Empfangs-
bestätigung);

 den Beschwerdegegner (per Gerichtsurkunde).

5. Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

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Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 30. April 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Präsident i.V.:

lic. iur. A. Flury

Gerichtsschreiberin:

Dr. iur. M. Simon