# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc34bb3e-46c7-5dcc-8f94-ac964859dc17
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.09.2010 D-4529/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4529-2010_2010-09-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4529/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

A._______, geboren [...], Staat unbekannt, 
vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan, 
Advokatur Kanonengasse,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin-Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 21. Juni 2010 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4529/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer – ein in Syrien geborener Kurde und Ajna-
bi – eigenen Angaben zufolge Qamishli am 18. Januar 2009 verliess, 
über Istanbul  nach Griechenland gelangte und von dort  nach einem 
einwöchigen Aufenthalt  mit  einer gefälschten [...]  Identitätskarte über 
Italien am 2. März 2009 in die Schweiz einreiste, wo er am selben Tag 
ein erstes Asylgesuch stellte, 

dass  er  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte,  er  sei  von  einem Angehörigen  des  politischen  Sicherheits-
dienstes  gesucht  worden,  weil  er  syrische  Gemeindebehörden  be-
schimpft habe, welche ihn wegen seiner Tätigkeit als [...] mehrmals be-
lästigt und festgehalten hätten,

dass er anlässlich der Gehörsgewährung am 20. März 2009 zu einer 
allfälligen  Zuständigkeit  Griechenlands  oder  Italiens  sagte,  er  habe 
dort kein Asylgesuch gestellt, es seien ihm keine Fingerabdrücke ge-
nommen worden, und er wolle nicht in eines dieser Länder gehen (vgl. 
Befragungsprotokoll vom 2. März 2009, A1 S. 8), 

dass das BFM mit Verfügung vom 24. September 2009 in Anwendung 
von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31)  auf  das  erste  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  vom 
2. März 2009 nicht eintrat und seine Wegweisung nach Griechenland 
im Rahmen des Dublin-Verfahrens anordnete, 

dass  der  Beschwerdeführer  nach  zwei  erfolglosen  Versuchen  am 
16. Dezember 2009 nach Griechenland überstellt wurde, 

dass er am 27. April  2010 in der Schweiz zum zweiten Mal um Asyl  
nachsuchte, 

dass  er  anlässlich  der  Erstbefragung im Empfangs-  und Verfahrens-
zentrum (EVZ)  X._______ im  Wesentlichen  die  gleichen  Asylgründe 
geltend machte wie beim ersten Asylgesuch, 

dass  er  nach  seiner  Überstellung  nach  Griechenland  dort  während 
zweier Tage inhaftiert gewesen und bei seiner Freilassung zum Verlas-
sen des Landes aufgefordert worden sei, 

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dass  er  in  Griechenland  kein  Asylgesuch  gestellt  habe  (vgl.  Befra-
gungsprotokoll vom 3. Mai 2010, B1 S. 1), 

dass er  Griechenland kurz nach der  Freilassung verlassen und sich 
vom 21. Dezember 2009 bis am 20. April 2010 illegal bei einem Freund 
in Istanbul aufgehalten habe,

dass er  nicht  nach Syrien zurückgekehrt  sei,  weil  seine Verwandten 
ihm davon abgeraten hätten, 

dass er am 20. April 2010 aus der Türkei ausgereist und am 26. April  
2010 illegal  in die Schweiz gelangt  sei,  wo er am folgenden Tag ein 
zweites Asylgesuch einreichte, 

dass sein Bruder B._______ (N [...]) vor ungefähr drei Monaten eben-
falls in der Schweiz um Asyl nachgesucht habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 21. Juni 2010 – eröffnet am 22. Juni 
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das zweite 
Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  vom 27. April 2010  nicht  eintrat 
und dessen Wegweisung nach Griechenland anordnete, 

dass  es  den  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufforderte,  die  Schweiz 
spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, und 
festhielt, einer Beschwerde gegen diese Verfügung komme keine auf-
schiebende Wirkung zu,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer sei am 16. Dezember 2009 im Rahmen des Dublin-Ab-
kommens von der Schweiz nach Griechenland überstellt und dort am 
selben Tag "als Asylbewerber daktyloskopisch registriert" (E. 1 S. 3 der 
Verfügung) worden, 

dass Griechenland gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 2004 
zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäi-
schen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 
des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat 
oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags (Dublin-Assoziierungsab-
kommen [DAA, SR 0.142.392.68]) und auf das Übereinkommen vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 

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und  von  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen 
Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwe-
gen gestellten Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, 
SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei, 
wenn  der  Beschwerdeführer  das  Hoheitsgebiet  der  Mitgliedstaaten 
nicht länger als drei Monate verlassen habe, 

dass der geltend gemachte viermonatige Aufenthalt des Beschwerde-
führers in der Türkei unglaubhaft sei, zumal er ihn in keiner Weise ha-
be belegen können, und insbesondere seine Auskünfte zum Verbleib in 
Istanbul und zur Rückreise in die Schweiz dürftig und pauschal ausge-
fallen seien, 

dass er lediglich angegeben habe, während der fünftägigen Fahrt von 
der  Türkei  in  die Schweiz  nur ein  einziges Mal  aus  dem Lastwagen 
ausgestiegen zu sein und an einem unbekannten Ort in ein Auto ge-
wechselt zu haben, 

dass solche oberflächlichen und unkonkreten Aussagen für Personen 
typisch seien, welche ihren tatsächlichen Reiseweg und Aufenthaltsort 
zu verheimlichen versuchten, 

dass Asylsuchende zudem gerne einen Aufenthalt von über drei Mona-
ten ausserhalb des Dublin-Raumes geltend machten, um einer mögli -
chen Überstellung im Rahmen dieses Abkommens zu entgehen, 

dass das BFM am 12. Mai 2010 ein Ersuchen um Übernahme des Be-
schwerdeführers im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Bst. c  der  Verordnung 
[EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 [Dublin-II-VO] zur 
Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitglied-
staats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in 
einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist, gestellt habe,

dass die griechischen Behörden bis zum Ablauf der Frist am 27. Mai 
2010 das Ersuchen nicht beantwortet hätten und die Zuständigkeit ge-
stützt auf Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-VO deshalb auf Griechenland 
übergegangen sei, 

dass auch die entsprechende Mitteilung des BFM an die griechischen 
Behörden  vom  28.  Mai  2010  verbunden  mit  der  Aufforderung,  die 
Übergabeformalitäten innert zweier Arbeitstage bekannt zu geben, un-
beantwortet geblieben sei, 

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dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder Verlängerung (Art. 19 f. Dublin-II-VO) – bis spätestens am 28. No-
vember 2010 zu erfolgen habe, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs erklärt 
habe, Griechenland verfüge über kein funktionierendes Asylwesen und 
stelle keine Unterkunft zur Verfügung, 

dass er für den Fall einer Wegweisung nach Griechenland mit Suizid-
absichten gedroht habe, 

dass  gemäss  den  griechischen  Behörden  alle  Personen,  welche  im 
Rahmen  eines  Dublin-Verfahrens  nach  Griechenland  überstellt  wür-
den, die Möglichkeit hätten, ein Asylgesuch einzureichen, und sich der 
Beschwerdeführer  zudem  gegen  eine  unzureichende  Unterbringung 
zur Wehr setzen könne, 

dass sich eine grosse psychische Belastung nicht selten bei Menschen 
bemerkbar mache, auf deren Asylgesuch nicht eingetreten wurde, Sui-
zidabsichten jedoch einem Wegweisungvollzug unter dem Aspekt von 
Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Men-
schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) nicht  entgegen-
stünden, 

dass auch die Anwesenheit eines Bruders des Beschwerdeführers in 
der Schweiz daran nichts zu ändern vermöge, da die in der Dublin-II-
VO vorgesehenen Zuständigkeitskriterien bezüglich Familie vorliegend 
nicht anwendbar seien, 

dass nämlich Art. 2 Bst. i Dublin-II-VO den Begriff der Familienangehö-
rigen auf die Kernfamilie einschränke, wozu der Bruder nicht gehöre, 
und Ziffer 7 der Präambel sich ebenfalls auf diesen Begriff der Kernfa-
milie beziehe und der Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht 
habe, seine Rückführung nach Griechenland sei  deswegen nicht  zu-
mutbar, 

dass auf das Asylgesuch daher nicht einzutreten sei, 

dass der Beschwerdeführer in einen Drittstaat reisen könne, in dem er 
Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finde und 
deshalb das Non-Refoulement-Gebot bezüglich des Heimat- oder Her-
kunftsstaates nicht zu prüfen sei, 

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dass ferner keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3  EMRK  im 
Falle einer Rückkehr nach Griechenland bestünden, 

dass die Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und Möglichkeit  des Vollzugs zu 
bejahen seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 
23. Juni 2010 (vorab per Telefax) gegen die Verfügung des BFM vom 
21. Juni 2010 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob, 

dass er dabei unter anderem beantragt, die vorinstanzliche Verfügung 
sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, die Staatenlosig-
keit des Beschwerdeführers festzustellen, 

dass  ferner  das  Erlöschen  der  Zuständigkeit  Griechenlands  für  das 
vorliegende Asylverfahren nach Art. 16 Abs. 3 der Dublin-II-VO festzu-
stellen sei, 

dass eventualiter das BFM anzuweisen sei, nach Art. 3 Abs. 2 Dublin-
II-VO auf  das  Asylgesuch  einzutreten  und  das  Asylverfahren  in  der 
Schweiz durchzuführen, 

dass der Beschwerdeführer in prozessualer Hinsicht um die Erteilung 
der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde  sowie  darum ersucht, 
die Vollzugsbehörden seien im Sinne vorsorglicher Massnahmen anzu-
weisen,  von Vollzugshandlungen bis  zum Entscheid  über  das vorlie-
gende Gesuch um Erteilung der  aufschiebenden Wirkung (Art. 107a 
2. Satz AsylG) abzusehen,

dass  er  ferner  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sowie 
den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragt, 

dass der Rechtsvertreter zur Beschwerdebegründung im Wesentlichen 
geltend macht,  die Verpflichtung Griechenlands zur Wiederaufnahme 
sei nach Art. 16 Abs. 3 Dublin-II-VO erloschen und die Schweiz sei für 
die Durchführung des Asylverfahrens zuständig, 

dass der Beschwerdeführer nämlich  den über dreimonatigen Aufent-
halt in der Türkei glaubhaft gemacht habe, habe er doch anlässlich der 
Befragung die Umstände seiner Reise von Griechenland nach Istanbul 

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genau beschrieben, die genauen Daten und den Ort des Aufenthalts in 
Istanbul genannt sowie angegeben, wer den Aufenthalt in Istanbul und 
die Reise in die Schweiz finanziert habe, und die Vorinstanz habe da-
zu keine weiteren Fragen gestellt, 

dass – selbst wenn nicht von einem mindestens dreimonatigen Aufent-
halt  in  der  Türkei  ausgegangen  würde  –  eine  Rückschaffung  nach 
Griechenland  sowohl  aufgrund  der  unmenschlichen  Aufnahme-  und 
Haftbedingungen als  auch aufgrund der Gefahr einer Kettenabschie-
bung nach Syrien das Non-Refoulement-Gebot nach Art. 3 EMRK ver-
letzen würde, 

dass Dublin-Rückkehrer in Griechenland beim Zugang zum Asylverfah-
ren denselben Schwierigkeiten ausgesetzt seien wie die übrigen Asyl -
suchenden, 

dass zudem die erforderlichen Aufnahmestrukturen für Asylsuchende 
in Griechenland fehlen würden und die Bemerkung der Vorinstanz, der 
Beschwerdeführer  könne  sich  gegen  eine  unzureichende  Unterbrin-
gung zur Wehr setzen, realitätsfremd sei, 

dass  Berichte  von  UNHCR  über  tatsächliche  Rückschiebungen  von 
Griechenland in die Türkei und von dort teilweise in die Heimatstaaten 
der  Asylsuchenden  vorlägen  und  auch  für  Dublin-Rückkehrer  keine 
Garantie des Non-Refoulements bestehe, 

dass der Beschwerdeführer – der nach erfolgter Überstellung in Grie -
chenland sogleich inhaftiert und aufgefordert worden sei, das Land in-
nert  30 Tagen zu verlassen – Gefahr laufe, bei einer erneuten Über-
stellung  ohne  Prüfung  der  Asylgründe  abgeschoben  zu  werden  und 
deshalb konkrete Hinweise auf eine Verletzung des Non-Refoulement-
Gebotes nach Art. 3 EMRK bestünden, 

dass die humanitäre Klausel nach Art. 15 Dublin-II-VO es ermöglichen 
würde,  die  Anwesenheit  des  Bruders  des  Beschwerdeführers  in  der 
Schweiz zu berücksichtigen, 

dass aufgrund des fragilen psychischen Zustandes des Beschwerde-
führers eine Unterstützung durch den Bruder wichtig und es deshalb 
angezeigt wäre, die Asylverfahren der beiden Brüder in der Schweiz 
durchzuführen, 

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dass das BFM aus diesen Gründen anzuweisen sei, auf das Asylge-
such einzutreten und darüber materiell zu entscheiden, 

dass das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung mit 
Zwischenverfügung vom 23. Juni 2010 provisorisch aussetzte (Art. 56 
VwVG), 

dass der Rechtsvertreter mit Faxeingabe vom 24. Juni 2010 (Eingang 
des Originals: 25. Juni 2010) das Bundesverwaltungsgericht unter Bei-
lage der Kopie eines Haftentlassungsgesuchs an die zuständige Be-
hörde des Kantons Graubünden über  die am 23. Juni  2010 erfolgte 
Festnahme seines Mandanten informierte und um die  Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sowie um seine Er-
nennung zum unentgeltlichen Rechtsbeistand ersuchte, 

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom 
25. Juni  2010 das Gesuch um Gewährung der  aufschiebenden Wir-
kung der Beschwerde (Art. 107a Satz 2 AsylG) guthiess, da begründe-
te  Anhaltspunkte  für  eine Verletzung der  EMRK durch Griechenland 
vorlägen, 

dass er das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ebenfalls guthiess, auf  die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses verzichtete, und das Gesuch um Ge-
währung  der  unentgeltlichen  Rechtsverbeiständung  im  Sinne  von 
Art. 65 Abs. 2 VwVG abwies, 

dass der  Bezirksvizepräsident  [...]  am 25. Juni  2010 das Haftentlas-
sungsgesuch ablehnte und die Ausschaffungshaft bis am 22. Septem-
ber 2010 anordnete, 

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 9. Juli 2010 festhielt,  
der  Beschwerdeführer  habe  sowohl  die  Umstände  der  Reise  von 
Athen nach Istanbul als auch den dortigen Aufenthalt und die Reise in 
die Schweiz pauschal, unsubstanziiert und oberflächlich beschrieben, 
weshalb er einen längeren Aufenthalt in Istanbul nicht habe glaubhaft 
machen können, 

dass  die  Mitwirkungspflicht  des  Beschwerdeführers  es  gebiete,  den 
Reiseweg ausführlich zu beschreiben, was er auch in der Beschwerde-
schrift unterlassen habe, 

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dass alle Personen, welche im Rahmen eines Dublin-Verfahrens nach 
Griechenland überstellt würden, die Möglichkeit hätten, ein Asylgesuch 
einzureichen und Befürchtungen, wonach ihre Asylgründe nicht geprüft 
würden, unbegründet seien, 

dass der  Beschwerdeführer  von den in  der  Beschwerde geltend ge-
machten  Schwierigkeiten  beim  Zugang  zum  Asylverfahren  in  Grie-
chenland nicht betroffen sei, habe er doch gemäss Fingerabdruckver-
gleich am Flughafen von Athen am Tag der  Überstellung ein Asylge-
such gestellt  ("Eurodactreffer Typ GR1 =  Asylgesuch", S. 2 der Ver-
nehmlassung), 

dass dem BFM keine konkreten Anhaltspunkte vorlägen, Griechenland 
halte sich bezüglich des Refoulement-Verbotes nicht an seine völker-
rechtlichen Verpflichtungen, 

dass das BFM besonders verletzliche Personen – unter anderem sol-
che, die auf eine wesentliche medizinische Hilfe angewiesen seien – 
nicht nach Griechenland überstelle, weil Anhaltspunkte vorlägen, die-
ser Staat treffe während des Asylverfahrens keine angemessenen Vor-
kehrungen,  um besonders verletzliche Personen zu identifizieren,  zu 
betreuen und unterzubringen, 

dass das Bundesamt im vorliegenden Fall darauf verzichtet habe, sein 
Selbsteintrittsrecht  auszuüben, weil  der Beschwerdeführer  – ein  jun-
ger, gesunder Mann – nicht als besonders verletzlich angesehen wer-
den könne, 

dass gemäss Art. 8  EMRK über die Kernfamilie  hinausgehende ver-
wandtschaftliche Bande nur dann unter den Schutz der Einheit der Fa-
milie fielen, wenn eine nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung 
bestehe und ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis gegeben sei, 

dass der Beschwerdeführer seit seiner Ausreise aus Syrien im Januar 
2009 getrennt von seiner Familie gelebt habe und deshalb nicht von ei-
nem besonders engen Verhältnis zu seinem Bruder ausgegangen wer-
den könne, 

dass  der  geltend  gemachte  fragile  psychische  Gesundheitszustand 
des Beschwerdeführers nicht  automatisch ein besonderes Abhängig-
keitsverhältnis  begründe, zumal  er  gegenüber  dem BFM nie  geltend 
gemacht habe, er sei auf die Unterstützung durch seinen Bruder ange-

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wiesen, und eine Rückführung nach Griechenland sei  deshalb unzu-
mutbar, 

dass der Rechtsvertreter  des Beschwerdeführers auf  das Einreichen 
einer Replik verzichtete, 

dass die gegen die Anordnung der Ausschaffungshaft bis am 22. Sep-
tember 2010 erhobene Haftbeschwerde mit Entscheid des Kantonsge-
richts [...] vom 6. Juli 2010 abgewiesen wurde, 

dass das Bundesgericht mit Urteil vom 6. August 2010 die gegen den 
Entscheid des [...] Kantonsgerichts erhobene Beschwerde abwies, 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG 
und Art. 52 VwVG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  über  offensichtlich  begründete 
Beschwerden  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  ei-
nes  zweiten  Richters  respektive  einer  zweiten  Richterin  entscheidet 
(Art. 111 Bst. e AsylG) und die vorliegende Beschwerde, wie nachfol-
gend aufgezeigt,  offensichtlich begründet ist,  weshalb der Beschwer-

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deentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111a  Abs. 2 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), 

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs indes 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  dies-
bezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese 
Fragen –  namentlich  diejenigen hinsichtlich  des Bestehens von Voll-
zugshindernissen (Durchführbarkeit der Überstellung an den zuständi-
gen Mitgliedsstaat)  – in  den Dublin-Verfahren bereits  vor Erlass des 
Nichteintretensentscheides stellen,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass im vorliegenden Fall Anlass zur Frage besteht, ob die Vorinstanz 
im Rahmen der angefochtenen Verfügung ihren Pflichten hinreichend 
nachgekommen  ist,  die  sich  aus  dem  Untersuchungsgrundsatz  und 
der  Begründungspflicht  beziehungsweise  dem  Anspruch  des  Be-
schwerdeführers auf rechtliches Gehör ergeben, 

dass  zentral  der  geltend  gemachte  viermonatige  Aufenthalt  des  Be-
schwerdeführers  in  der  Türkei  und  seine  anschliessende  Reise  von 
Istanbul nach Y._____ [Schweiz] umstritten sind, 

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung 
im EVZ lediglich die folgenden vier Fragen zum behaupteten viermo-
natigen Türkeiaufenthalt stellte: "Wohin gingen Sie in der Türkei?", Wo 

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lebten Sie in Istanbul?", Was machten Sie?" und "Hat Ihr Freund Sie 
auch finanziell unterstützt?" (B1 S. 2), 

dass solche Fragen nicht geeignet  sind, die Glaubhaftigkeit  des gel -
tend gemachten Türkeiaufenthalts abschliessend abzuklären, 

dass insgesamt zehn Fragen zur Reise von Istanbul in die Schweiz (B1 
S. 7) gestellt wurden, wie beispielsweise "Wann fuhren Sie in Istanbul 
los?", "Wie lange waren Sie im Lastwagen'",  "Wer war der Fahrer?",  
Waren sie  allein  im Lastwagen?",  "Wann kamen Sie  in  der  Schweiz 
an?" und "Wo stiegen Sie aus dem PW aus?" (vgl. B1 S. 7), 

dass,  wer  derart  geschlossene Fragen stellt,  nicht  mit  ausführlichen 
Antworten rechnen darf, 

dass  die  Sachbearbeiterin  oder  der  Sachbearbeiter  es  unterliess, 
nachzufragen  und  den  Beschwerdeführer  aufzufordern,  detailliertere 
Angaben  zum Türkeiaufenthalt  und  zur  Reise  von  der  Türkei  in  die 
Schweiz zu machen, 

dass die unterbliebene Antwort Griechenlands auf das Rückübernah-
meersuchen  entgegen  der  Ansicht  der  Vorinstanz  nicht  als  implizite 
Bestätigung der Unglaubhaftigkeit  des Türkeiaufenthalts gelten kann, 
reagieren die griechischen Behörden doch notorisch nicht  auf  Rück-
übernahmeersuchen von anderen Dublin-Mitgliedstaaten, 

dass der diesbezügliche Sachverhalt  daher  nicht  hinreichend erstellt 
ist  und eine abschliessende Beurteilung der Glaubhaftigkeit  des gel-
tend gemachten viermonatigen Aufenthalts des Beschwerdeführers in 
der Türkei aufgrund der Akten nicht möglich ist, 

dass daher auch die Frage,  ob der Beschwerdeführer  sich mehr als 
drei  Monate ausserhalb des Hoheitsgebietes der Dublin-Mitgliedstaa-
ten aufgehalten hat (vgl. Art. 16 Abs. 3 Dublin-II-VO) und ob Griechen-
land  oder  die  Schweiz  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  zu-
ständig ist, nicht beantwortet werden kann, 

dass das BFM die vom Beschwerdeführer anlässlich der Gehörs-ge-
währung zu einer allfälligen Rücküberstellung nach Griechenland ge-
äusserten Suizidabsichten nicht  in Zweifel  zog und in der Verfügung 
ausführte, diese würden einem Wegweisungsvollzug unter dem Aspekt 
von Art. 3 EMRK nicht entgegenstehen, 

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dass diese Argumentation vor dem Hintergrund der bekannten Situa-
tion von Asylsuchenden in Griechenland erstaunt, 

dass die Vorinstanz in der Vernehmlassung sodann  offensichtlich wi-
dersprüchlich  argumentiert,  wenn  sie  die  ungenügenden  Vorkehren 
Griechenlands  zum Schutz  besonders  verletzlicher  Personen  einge-
steht und – ohne auf die geäusserten Suizidabsichten einzugehen – 
den Beschwerdeführer "nicht als besonders verletzlich" bezeichnet, an 
anderer Stelle aber anmerkt, der geltend gemachte fragile psychische 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers begründe nicht  automa-
tisch ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zu seinem Bruder, 

dass das BFM es sodann unterlassen hat, den psychischen Gesund-
heitszustand  des  Beschwerdeführers  abzuklären,  etwa  mittels  eines 
Arztberichts oder eines Berichts über sein Verhalten in der Ausschaf-
fungshaft, 

dass ferner die für den Fall einer erneuten Überstellung geäusserten 
Suizidabsichten  des  Beschwerdeführers  auch  im  zweiten  Rücküber-
nahmebegehren an Griechenland nicht erwähnt sind (vgl. B13), 

dass  das  BFM seiner  Pflicht  zur  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts somit  nicht nachgekommen ist  und damit auch die Be-
gründungspflicht beziehungsweise den Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf rechtliches Gehör verletzt hat, 

dass sich nunmehr die Frage stellt, ob die festgestellte Verletzung des 
Anspruchs auf rechtliches Gehör geheilt werden kann oder zur Kassa-
tion der angefochtenen Verfügung führen muss, 

dass aus prozessökonomischen Gründen der Gesetzgeber die Verwal-
tungsbeschwerde  grundsätzlich  reformatorisch  ausgestaltet  hat  und 
gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG eine Kassation und Rückweisung an die 
Vorinstanz nur  ausnahmsweise erfolgen darf,  so  etwa,  wenn weitere 
Tatsachen festgestellt  werden müssen und ein umfassendes Beweis-
verfahren durchzuführen ist, 

dass die in diesen Fällen fehlende Entscheidungsreife zwar grundsätz-
lich  durch  die  Beschwerdeinstanz  selbst  hergestellt  werden  kann, 
wenn  dies  im  Einzelfall  aus  prozessökonomischen  Gründen  ange-
bracht erscheint, wobei allerdings eine Grenze gezogen werden muss, 

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deren Überschreitung nicht mehr ohne Weiteres durch die Beschwer-
deinstanz rückgängig gemacht werden kann, 

dass eine sachgerechte Lösung im Sinne einer Heilung oder Kassation 
sich entscheidend an der Schwere der Verletzung einer Verfahrensvor-
schrift,  aber auch daran zu orientieren hat,  ob die Verletzung auf ei-
nem Versehen beruht  oder das Resultat  einer gehäuften unsorgfälti-
gen Verfahrensführung ist, 

dass indessen bei einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Ge-
hör angesichts seiner formellen Natur von vornherein keine Rolle spie-
len  kann,  ob  die  Missachtung  von  Verfahrensvorschriften  durch  die 
Vorinstanz Einfluss auf das Ergebnis hatte (Entscheidungen und Mit -
teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 
Nr. 38 E. 7.1), 

dass im vorliegenden Fall  die  Verletzung der  Begründungspflicht  als 
schwerwiegender Mangel zu erachten ist, weil das BFM auf das Asyl-
gesuch nicht eingetreten ist, ohne den Sachverhalt in den entscheid-
wesentlichen Punkten vollständig abzuklären,

dass  die  Beschwerde daher  insofern  gutzuheissen ist,  als  damit  die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 21. Juni 2010 beantragt 
wird, 

dass die Sache zur erneuten Beurteilung im Sinne der Erwägungen an 
die Vorinstanz zurückzuweisen ist, 

dass es sich bei dieser Sachlage erübrigt, auf die übrigen Ausführun-
gen in der Beschwerdeschrift näher einzugehen,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  keine  Kosten  zu  erheben 
sind (Art. 63 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG),

dass gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG der obsiegenden 
Partei  von Amtes wegen oder  auf  Begehren eine Entschädigung für 
die ihr erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten 
zugesprochen werden kann (vgl. für  die Grundsätze der Bemessung 
der Parteientschädigung ausserdem Art. 7 ff. des Reglements über die 
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 
21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2], 

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dass seitens des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers keine Kos-
tennote eingereicht wurde und auf die Nachforderung einer solchen in-
dessen verzichtet wird (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE), weil im vorliegenden 
Verfahren der Aufwand des Schriftenwechsels zuverlässig abgeschätzt 
werden kann, 

dass gestützt  auf  die in  Betracht  zu ziehenden Bemessungsfaktoren 
(Art. 9-13 VGKE) dem Beschwerdeführer Fr. 500.– (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer)  als  Parteientschädigung  für  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht zuzusprechen sind, 

dass das BFM dem Beschwerdeführer diesen Betrag zu entrichten hat.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen und die 
Verfügung des BFM vom 21. Juni 2010 wird aufgehoben.

2.
Die Akten werden dem BFM zur erneuten Beurteilung der Sache über-
wiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Dem Beschwerdeführer  wird eine Parteientschädigung von Fr. 500.– 
zugesprochen, die ihm durch das BFM zu entrichten ist.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  (Einschreiben;  vorab 
per Telefax)

- das BFM, zu den Akten Ref.-Nr. N [...] (in Kopie)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt, Dublin-Office (per Telefax)
- [die zuständige kantonale Behörde] (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand: 

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