# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e89dc667-8f81-57f2-9434-d22a8aeb2156
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.04.2008 E-2274/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2274-2008_2008-04-14.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2274/2008/

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  A p r i l  2 0 0 8

Einzelrichterin Therese Kojic, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli, 
Gerichtsschreiberin Muriel Beck Kadima.

A._______
Türkei,
vertreten durch Fürsprecher und Notar Jürg Walker, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch; Verfügung des BFM vom 
1. April 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2274/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer – ein ethnischer Kurde mit letztem Wohn-
sitz in Istanbul – eigenen Angaben zufolge im Februar 2006 sein Hei-
matland verliess und am 8. März 2006 in die Schweiz einreiste, 

dass sein Rechtsvertreter  mit  Schreiben vom 13. Februar 2008 dem 
BFM mitteilte, der Beschwerdeführer werde ein Asylgesuch einreichen, 
wobei er darauf hinwies, dass dieser sechs Cousins habe, welche für 
die PKK gegen den türkischen Staat kämpften, 

dass der Beschwerdeführer am 18. Februar 2008 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum (EVZ) ... um Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung im EVZ vom 
25. Februar 2008 sowie der direkten Anhörung vom 10. März 2008 zur 
Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte,  sein 
Heimatland im Jahr 2006 verlassen zu haben,  weil  sein Vater in  der 
Schweiz lebe und er als Kurde in der Türkei nur Arbeit ohne Sozialver-
sicherung habe finden können, 

dass er aber vor allem wegen des bevorstehenden Militärdienstes um 
Asyl ersuche, weil er befürchte, im Kriegsgebiet seinen Dienst absol-
vieren zu müssen (vgl. A2, S. 5 und 6; A13, S. 10),

dass er ferner in der Türkei – das letzte Mal im Spätsommer 2005 – an 
Kundgebungen teilgenommen habe,  wobei  er  einmal  von der Polizei 
festgenommen und ein bis zwei Tage auf dem Polizeiposten Kücükyali 
festgehalten worden sei, 

dass er danach keine Schwierigkeiten mehr mit den türkischen Behör-
den gehabt habe, 

dass  er  mit  Schreiben  vom 1.  Dezember  2006,  welches  er  zu  den 
Akten reichte, zur Musterung aufgefordert worden sei, 

dass  ihm  dieses  Aufgebot  erst  am 16. Februar  2008  nachgeschickt 
worden sei, weil er es jetzt brauche (vgl. A 13, S. 7), 

dass er indessen vorher davon Kenntnis gehabt habe und sich die tür-
kischen Militärbehörden  nach  dieser  Aufforderung  bei  seinem Onkel 
nach ihm erkundigt hätten (vgl. A 13, S. 15),

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dass er befürchte, bei einer Rückkehr in sein Heimatland wegen des 
Nichtbefolgens dieser Aufforderung in Haft genommen zu werden,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 1. April 2008 – am selben Tag dem Beschwerdeführer per-
sönlich und am 2. April  2008 dem Rechtsvertreter eröffnet – gestützt 
auf Art. 33 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der 
Schweiz sowie deren Vollzug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 
8. April 2008 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erhob und die Aufhebung der Verfügung beantragte, 

dass weiter beantragt wurde, es sei  auf das Asylgesuch einzutreten, 
die  Wegweisung  sei  aufzuheben,  der  Beschwerdeführer  sei  in  der 
Schweiz vorläufig aufzunehmen und in verfahrensrechtlicher Hinsicht 
sei  ihm die unentgeltliche Rechtspflege sowie die unentgeltliche Ver-
beiständung durch den unterzeichnenden Rechtsvertreter  zu gewäh-
ren,

dass er zur Begründung im Wesentlichen vorbrachte, es lägen Hinwei-
se auf eine asylrelevante Verfoglung vor, zudem sei er exilpolitisch tä-
tig geworden, indem er am 29. März 2008 an einer Kundgebung vor 
dem  türkischen  Generalkonsulat  in  Zürich  teilgenommen  habe,  was 
den türkischen Behörden sicher bekannt geworden sei, 

dass er dies mit drei Fotografien belegte, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungs-
verfahren vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-

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weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1. VwVG),

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108a AsylG, Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die  unrichtige  und unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die Vorinstanz  zurückgehen zu lassen (vgl. die  weiterhin zutreffende 
Praxis der Schweizerischen Asylrekurskommission [ARK] in  Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie 
deren Vollzugs materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungs-
gericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 33 Abs. 1 und 3 AsylG auf das Asylgesuch einer Per-
son,  die  sich  illegal  in  der  Schweiz  aufhält,  nicht  eingetreten  wird, 
wenn sie offensichtlich bezweckt,  den drohenden Vollzug einer Weg-
weisung  oder  Ausweisung  zu  vermeiden,  es  sei  denn,  eine  frühere 

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Einreichung des Gesuchs sei nicht möglich oder nicht zumutbar gewe-
sen oder es ergäben sich Hinweise auf eine Verfolgung,

dass ein solcher Zweck zu vermuten ist, wenn das Gesuch in engem 
zeitlichem Zusammenhang mit einer Verhaftung, einem Strafverfahren, 
dem Vollzug  einer  Strafe  oder  dem Erlass  einer  Wegweisungsverfü-
gung eingereicht wird (Art. 33 Abs. 2 AsylG),

dass sich der Beschwerdeführer seit seiner Einreise in die Schweiz im 
Jahr 2006 illegal in der Schweiz aufhielt und zeitweise einer illegalen 
Erwerbstätigkeit nachging,

dass er am 5. September 2007 verhaftet und und in der Folge mangels 
eines Aufenthaltstitels aufgefordert wurde, die Schweiz bis am 26. Ja-
nuar 2008 zu verlassen, 

dass er mit Schreiben seines Rechtsvertreters vom 13. Februar 2008 
an das BFM mitteilen liess, er gedenke ein Asylgesuch einzureichen, 
was schliesslich am 18. Februar 2008 erfolgte,

dass ein  enger  zeitlicher  Zusammenhang zwischen der Asylbeantra-
gung und der Verhaftung beziehungsweise der Wegweisungsverfügung 
und der damit verbundenen Ausreisefrist  vom  26. Januar 2008 zwei-
felsohne gegeben ist und  die damit verbundene Vermutung der miss-
bräuchlichen Nachreichung des Asylgesuchs zu bejahen ist, 

dass der Beschwerdeführer, welcher gemäss eigenen Aussagen am 8. 
oder 10. März 2006 in die Schweiz eingereist ist (vgl. A1, S. 6; A13, S. 
8), auf die Frage, weshalb er nicht bereits früher ein Asylgesuch habe 
einreichen können, einwendete, er habe damals eine Freundin gehabt, 
welche  damit  nicht  einverstanden  gewesen  sei,  weil  sie  befürchtet 
habe, er könnte zurückgeschickt werden (vgl. A13, S. 9), 

dass dieser Einwand keine überzeugende Erklärung für das Zuwarten 
darstellt, zumal von einer tatsächlich verfolgten oder gefährdeten Per-
son  erwartet  werden  kann,  dass  sie  nach  der  Einreise  um  Schutz 
nachsucht und damit nicht nahezu zwei Jahre zuwartet,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelungen ist, glaubhaft zu 
machen,  ihm  sei  eine  frühere  Einreichung  des  Asylgesuches  nicht 
möglich oder nicht zumutbar gewesen, 

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dass weiter zu prüfen ist, ob Hinweise auf Verfolgung im Sinne von Art. 
33 Abs. 3 Bst. b AsylG vorliegen und dabei ein tiefer Beweismassstab 
anzuwenden ist, 

dass die ARK in ihrer Rechtsprechung zu den Nichteintretens-Tatbe-
ständen nach Art. 32ff. AsylG bei der Prüfung von Hinweisen auf Ver-
folgung  von  einem  weiten  Verfolgungsbegriff  ausgeht  (vgl.  EMARK 
1999 Nr. 17),  der neben Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG auch 
Wegweisungsvollzugshindernisse im Sinne von Art. 83 des Bundesge-
setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der (AuG, SR 142.20; zuvor analog geregelt in Art. 14a Abs. 2 – 4 des 
Bundesgesetzes  über  Aufenthalt  und  Niederlassung  der  Ausländer, 
aANAG) und namentlich von Art. 3  der Konvention vom 4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) und Art. 3 des  Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 
gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigen-
de  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR  0.105) verbotene  menschen-
rechtswidrige Behandlung - umfasst (vgl. dazu EMARK 2003 Nr. 18, 19 
und 20.),

dass auf das entsprechende Gesuch einzutreten ist, wenn sich Hinwei-
se  auf  eine  Verfolgung nicht  auf  den ersten Blick ("prima facie")  als 
haltlos  erweisen  und  die  Vorbringen der  Asylsuchenden im Rahmen 
einer umfassenden Prüfung unter dem strengeren Blickwinkel von Art. 
7 AsylG auf ihre Glaubhaftigkeit hin zu prüfen sind (vgl. EMARK 1999 
Nr. 17 E 4b S. 115),

dass sich diese Praxis auch heute noch als zutreffend erweist, 

dass das Bundesamt vorliegend zu Recht zum Schluss gekommen ist, 
es lägen offensichtlich keine Hinweise auf Verfolgung vor, 

dass nämlich im Rahmen einer summarischen Prüfung die Vorbringen 
des Beschwerdeführers als offensichtlich haltlos zu bezeichnen sind, 

dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Befürchtungen, er 
habe wegen des Nichtbefolgens der Aufforderung zur Musterung vom 
1. Dezember 2006 eine Haftstrafe zu befürchten (vgl. A13, S. 14), ins-
besondere deshalb nicht geglaubt werden können, weil er im Oktober 
oder November 2007 – also zu einem Zeitpunkt in dem er von den tür-
kischen Behörden wegen des nicht  geleisteten Militärdienstes bezie-
hungsweise  des  Nichtbefolgens  des  Musterungsaufgebotes  gesucht 

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worden  sein  will  –  offenbar  mit  den  türkischen  Behörden  in  der 
Schweiz  zwecks  Ausstellung  einer  neuen  Identitätskarte  in  Kontakt 
stand (vgl. A13, S. 3), 

dass die  türkische Vertretung in  der  Schweiz  den Beschwerdeführer 
anlässlich der Ausstellung neuer Identitätspapiere auf den nicht geleis-
teten Militärdienst  angesprochen hätten,  wenn er  seine militärischen 
Angelegenheiten nicht geregelt hätte,

dass angesichts  des Kontaktes des Beschwerdeführers  mit  den hei-
matlichen Behörden und der Ausstellung neuer Identitätspapiere durch 
diese davon auszugehen ist, er habe seinen Militärdienst geregelt, 

dass aus der vorgelegten Aufforderung zur Musterung jedenfalls nicht 
auf  eine  dem Beschwerdeführer  in  der  Heimat  drohende  Verfolgung 
geschlossen  werden  kann,  zumal  dieses  Schreiben  lediglich  belegt, 
dass der Beschwerdeführer zur  Musterung vorgeladen wurde,  womit 
weder eine allfällige Dienstpflicht und damit eine mögliche Refraktion 
noch das unentschuldigte Fernbleiben von der Musterung belegt oder 
glaubhaft gemacht ist,

dass selbst eine allfällige Bestrafung wegen unentschuldigten Nichter-
scheinens zur Musterung nicht als Verfolgung im oben erwähnten Sin-
ne zu betrachten wäre, 

dass ferner das BFM in seiner Verfügung vom 1. April 2008 zu Recht 
feststellte, die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Festnahme im Zu-
sammenhang mit seiner Teilnahme an einer Kundgebung in der Türkei 
sei auffallend stereotyp und oberflächlich geschildert worden und des-
halb als offensichtlich haltlos zu werten, 

dass die sehr vagen Angaben und die offensichtliche Unkenntnis des 
Beschwerdeführers über die angeblichen Kundgebungen (Daten, Ziel, 
Veranstalter,  vgl. A13,  S. 12),  die Haltlosigkeit  seiner  gesamten Vor-
bringen bestärken,

dass die vom Rechtsvertreter in seiner Eingabe vom 13. Februar 2008 
geltend gemachten Aktivitäten der Cousins des Beschwerdeführers bei 
der PKK von diesem selbst anlässlich der Befragungen nicht erwähnt 
wurden,  weshalb  auch keine Hinweise auf  eine allfälligen Reflexver-
folgung  vorliegen  (zur  Praxis  betreffend  Reflexverfolgung  siehe 
EMARK 2005 Nr. 21), 

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dass schliesslich im Zusammenhang mit der geltend gemachten  exil-
politischen Tätigkeit festzuhalten ist, dass subjektive Nachfluchtgründe 
dann anzunehmen sind,  wenn eine asylsuchende Person erst  durch 
die Flucht aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Ver-
haltens nach der Ausreise eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG 
zu befürchten hat,

dass Personen mit  subjektiven Nachfluchtgründen zwar  gemäss Art. 
54  AsylG kein  Asyl  erhalten,  jedoch  als  Flüchtlinge vorläufig  aufge-
nommen werden (vgl. EMARK 2000 Nr. 16 E. 5a S. 141 f., mit weiteren 
Hinweisen),

dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachte einmalige Teilnah-
me an einer Demonstration kurz nach dem Einreichen seines Asylge-
suches offensichtlich nicht  genügt,  um die Aufmerksamkeit  der türki-
schen Behörden auf sich zu ziehen,

dass somit auch der vorgebrachte subjektive Nachfluchtgrund als halt-
los zu bezeichnen ist, 

dass nach dem Gesagten keine Hinweise auf Verfolgung im Sinne von 
Art. 33 Abs. 2 Bst. b AsylG vorliegen,

dass das BFM demnach gestützt auf Art. 33 AsylG zu Recht auf das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat, zumal lediglich eine Heiratsabsicht behaup-
tet  wird,  weshalb die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den ge-
setzlichen Bestimmungen steht  und zu bestätigen ist  (Art. 44 Abs. 1 
AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über 
Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. die bisherige zutreffende 
Praxis der ARK in EMARK 2001 Nr. 21), 

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen des Ausländergesetzes über die vorläufige Aufnahme zu 
regeln ist (Art. 83 ff. AuG),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich 
sind,  die  dem Beschwerdeführer  in  seinem Heimat-  oder  Herkunfts-
staat droht (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass weder die im Heimat- oder Herkunftsstaat herrschende politische 
Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit  des Wegwei-
sungsvollzugs dorthin sprechen,

dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 
der Vollzug der Wegweisung für den jungen und gesunden Beschwer-
deführer in den Heimatstaat unzumutbar wäre, zumal seine Mutter und 
zwei Schwestern nach wie vor in der Türkei wohnhaft sind, so dass er 
dort über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt,

dass der Beschwerdeführer über eine Schulausbildung sowie  langjäh-
rige Berufserfahrungen (...) verfügt, weshalb nicht davon auszugehen 
ist,  er  gerate  bei  einer  Rückkehr  in  eine  Existenz  bedrohende 
Situation, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden 
Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung als grundsätzlich möglich erscheint, 
da es Pflicht des Beschwerdeführers ist, sich um die Beschaffung der 
für die Rückkehr notwendigen Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  sich  zudem  gemäss  dem  Beschwerdeführer seine Identitäts-
papiere  bei  den  Behörden  des  Kantons  (...)  befinden,  weshalb  die 
Argumente  in  der  Beschwerde,  wonach  der  Beschwerdeführer  ohne 
Papiere zurückkehren müsste und daher bereits im Zielflughafen fest-
genommen würde, unbehelflich sind, 

dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das Vor-
liegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

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dass aus den dargelegten Gründen den im vorliegenden Verfahren ge-
stellten Rechtsbegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschie-
den waren, weshalb das gleichzeitig eingereichte Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 
2 VwVG unabhängig  von den Fragen der  prozessualen Bedürftigkeit 
und der sachlichen Notwendigkeit einer Rechtverbeiständung abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die 
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 
11. Dezember 2006 [VGKE, SR 173.320.2]) demnach dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten,  bestimmt  auf  Fr.  600.--,  werden  dem  Be-
schwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen ab Ver-
sand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers (Einschreiben;  Beila-
gen: 3 Fotografien im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum ... (zu den Akten Ref.-
Nr. N_______, in Kopie)

-

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Therese Kojic Muriel Beck Kadima

Versand: 

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