# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c76e7abc-57ce-5325-be8f-e60732665768
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.07.2009 D-4134/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4134-2009_2009-07-06.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4134/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A.A._______, geboren (...), 
und ihre Kinderd
B.A._______, geboren (...),
C.A._______, geboren (...),
unbekannter Herkunft,
alle vertreten durch lic. iur. Bernhard Zollinger, 
Rechtsanwalt, 
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4134/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge B._______ 
(heute: C._______ [Anmerkung des Gerichts])  am 30. Mai  2008 ver-
liessen  und  am 2. Juni 2008  in  die  Schweiz  gelangten,  wo sie  glei-
chentags um Asyl nachsuchten,

dass A.A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 4. Juni 2008 
im Empfangs-  und Verfahrenszentrum (EVZ)  E._______ summarisch 
befragt und am 3. Juni 2009 vom BFM im Sinne von Art. 29 Abs. 1 des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  zu  ihren 
Asylgründen angehört wurde,

dass  sie  zur  Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen  geltend 
machte,  nach  Kriegsausbruch  1999  sei  sie  (zusammen  mit  ihrem 
Mann,  ihren  Eltern  und  ihrem  Bruder  und  dessen  Familie)  von 
D._______ nach B._______ geflohen,

dass ihr Mann eines Tages nicht von der Arbeit zurückgekommen sei 
und sie nicht wisse, wo er sich aufhalte,

dass sie sich zusammen mit ihren Kindern, ihrer Mutter und der Fami-
lie ihres Bruders bis zur Ausreise in B._______ aufgehalten habe,

dass sie dort  von Unbekannten belästigt  worden seien,  indem diese 
mehrmals nachts zu ihnen gekommen seien, den Bruder geschlagen 
und sie sowie ihre Schwägerin belästigt beziehungsweise geschlagen 
hätten,

dass die ganze Familie vor diesem Hintergrund B._______ verlassen 
habe und in die Schweiz gereist sei,

dass betreffend die weiteren Aussagen beziehungsweise Einzelheiten 
des rechtserheblichen Sachverhaltes auf die Protokolle bei den Akten 
verwiesen wird,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. Juni 2009 – eröffnet am 20. Juni 
2009  – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf die Asylge-
suche nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

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dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Anga-
ben  der  Beschwerdeführerin  wiesen  verschiedene  Widersprüche  auf 
und seien als unsubstanziiert zu bezeichnen, was zum Schluss führe, 
dass  sich  die  Beschwerdeführerin  auf  eine  konstruierte  Asylbegrün-
dung abstütze,

dass sie die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht 
erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der 
Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin, sie und ihre Fa-
milie  hätten die Geburtszertifikate im Lastwagen, mit  dem sie in  die 
Schweiz  gelangt  seien,  vergessen  und  liegengelassen,  konstruiert 
wirkten,

dass entsprechend keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es ih-
nen verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 26. Juni 2009 (Post-
stempel)  durch  ihren  Rechtsvertreter  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhoben und dabei  beantrag-
ten, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, den Beschwerdefüh-
renden  sei  Asyl,  eventualiter  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren 
und das Verfahren sei im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung 
zurückzuweisen,

dass dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden zudem nach Ein-
sicht  in  die  Akten Gelegenheit  zur  ergänzenden Beschwerdebegrün-
dung einzuräumen sei,

dass von Amtes wegen infolge des engen sachlichen Zusammenhangs 
aufgrund enger verwandtschaftlicher Verbindung eine Vereinigung des 
Verfahrens mit denjenigen der Mutter und des Bruders der Beschwer-
deführerin zu prüfen sei,

dass zusammen mit der Beschwerde eine Bescheinigung der Associa-
tion  for  Protecting  Roma Rights  (Verein  für  den  Schutz  von  Roma-
Rechten,  Bezirk  F._______,  Gemeinde  D._______,  G._______) 
eingereicht wurde und verschiedene Beweisanträge gestellt wurden,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 30. Juni 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – unter Vorbehalt  der nachfolgenden Erwägungen – einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass  die  Beschwerdeführenden  zwar  zusammen  mit  der  Mutter  der 
Beschwerdeführerin  sowie  deren  Bruder  mit  Familie  in  die  Schweiz 
einreisten und sie dieselben Umstände als Asylgründe vorbringen,

dass jedoch kein Anlass besteht, die Verfahren von erwachsenen Fa-
milienangehörigen zu vereinigen,  weshalb der  entsprechende Antrag 
abzuweisen ist,

dass die Verfahren aber koordiniert – mit gleichem Urteilsdatum – zu 
behandeln sind,

dass  die  editionspflichtigen  Akten den Beschwerdeführenden  bereits 
bei Eröffnung des Entscheides durch die Vorinstanz ausgehändigt wur-
den (Disp.-Ziff. 5),

dass es den Beschwerdeführenden möglich war, innert  der  fünf  (ar-
beits-)tägigen  Beschwerdefrist  eine  rechtsgenüglich  begründete  Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht einzureichen,

dass der Antrag auf Einräumung einer Nachfrist  zu ergänzender Be-
schwerdebegründung nach Einsicht in die Akten abzuweisen ist, zumal 
auch die Voraussetzungen von Art. 53 VwVG nicht erfüllt sind,

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM   ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. a.a.O., E. 2.1 S. 73),

dass hingegen die Gewährung von Asyl nicht Gegenstand des vorlie-
genden Verfahrens bildet und somit auf das entsprechende Begehren 
nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass die Beschwerdeführenden bis heute keine gültigen Identitätsdo-
kumente zu den Akten gereicht haben,

dass die Behauptung in der Beschwerde, eine Aufforderung zur Nach-
reichung von  Identitätsdokumenten  wie im vergleichbaren Fall  N (...) 
sei an die Beschwerdeführerin nicht ergangen, aktenwidrig ist (vgl. A 
3/1),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, warum für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass die Aussage der Beschwerdeführerin, sie hätten die Geburtszerti-
fikate im Lastwagen, in dem sie in die Schweiz gereist seien, verges-
sen, mit der Vorinstanz als nicht überzeugend einzustufen ist,

dass es sich gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts beim Be-
griff  "Reise-  und  Identitätspapiere"  um Dokumente  handelt,  die  "so-
wohl  die einwandfreie Feststellung der Identität  als  auch die sichere 
Durchführung  der  Rückschaffung"  ermöglichen  sollen  (vgl.  BVGE 
2007/7 E. 6),

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dass es sich bei dem auf Beschwerdeebene eingereichten Schreiben 
der  "Association  für  Protecting  Roma  Rights"  in  D._______ 
offensichtlich nicht  um ein Reise- oder Identitätspapier  im Sinne der 
erwähnten Rechtsprechung handelt,

dass überdies auch die nachträgliche Einreichung von gültigen Reise- 
oder Identitätspapieren nichts ändern würde, weil es bei der Frist von 
48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaf-
fung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existierenden, 
für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. EMARK 
1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 110),

dass es Asylsuchenden obliegt, ihre Identität offen zu legen und Rei-
sepapiere  und  Identitätsausweise  abzugeben  (Art. 8  Abs. 1  Bstn.  a 
und b AsylG), weshalb der Vorwurf, die Beschaffung von Identitätspa-
pieren hätte von Amtes wegen erfolgen müssen, fehl geht,

dass nicht nachvollziehbar erscheint, weshalb die Beschwerdeführerin 
ihren angeblich letzten Aufenthaltsort  mit B._______ bezeichnet (vgl. 
A1/8 S. 1), obschon dieser bereits seit dem Jahr 1992 C._______ ge-
nannt wird,

dass  es  überdies  bezeichnend  für  konstruierte  Angaben  erscheint, 
wenn die Beschwerdeführerin zwar einen Betrag für die in Anspruch 
genommene Schleppertätigkeit,  nicht  jedoch die  dazugehörige  Wäh-
rung nennen konnte (vgl. A11/9 S. 4),

dass aufgrund der Aktenlage sowohl Identität  wie auch Herkunft  der 
Beschwerdeführenden  bis  heute  nicht  zweifelsfrei  feststeht  und  da-
durch ihre persönliche Glaubwürdigkeit in Frage gestellt ist,

dass im Weiteren mit der Vorinstanz übereinstimmend festzuhalten ist, 
die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht, da die Schilderungen der Beschwerdeführe-
rin den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht genügen,

dass das Bundesamt zutreffend auf die Widersprüche in den Angaben 
der Beschwerdeführerin zu den Asylgründen hingewiesen hat,

dass es auch einer Person ohne Schuldbildung gelingen sollte, selbst 
Erlebtes adäquat und entsprechend substanziiert zu schildern,

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dass dem BFM darin zuzustimmen ist, dass die Schilderungen der be-
haupteten Übergriffe durch die Beschwerdeführerin vage blieben,

dass kein Zusammenhang zwischen der gesundheitlichen Beeinträch-
tigung der Tochter der Beschwerdeführerin (vgl. A11/9 S. 3) und den 
geltend gemachten Asylgründen ersichtlich ist,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und – wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass  bei  dieser  Sachlage  die  Beweismittelanträge  abzuweisen  sind, 
zumal der Sachverhalt hinreichend erstellt erscheint (vgl. EMAKR 2003 
Nr. 13 S. 84),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht einge-
treten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 
44  Abs. 2 AsylG),  diese Untersuchungspflicht  jedoch nach Treu und 
Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden fin-
det (Art. 8 AsylG), welche auch die Substanziierungslast tragen (Art. 7 
AsylG), und es deshalb nicht Sache der Asylbehörden sein kann, nach 
allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypothetischen  Herkunftslän-
dern beziehungsweise -orten zu forschen, 

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dass die Beschwerdeführenden deshalb die Folgen ihrer mangelhaften 
Mitwirkung  respektive  der  Verheimlichung  ihrer  wahren  Identität  und 
Herkunft zu tragen haben, indem vermutungsweise davon auszugehen 
ist, es würden einer Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat kei-
ne  landes-  oder  völkerrechtlichen  Vollzugshindernisse  im  Sinne  von 
Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 des Bundesgesetzes vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und  Ausländer  (AuG, 
SR 142.20) entgegenstehen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.),

dass die gesundheitlichen Schwierigkeiten der Tochter der Beschwer-
deführerin zu keiner anderen Betrachtungsweise führen,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzu-
tun,  inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen    vor    dem   Bundesverwaltungsgericht   [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden (Einschreiben, Bei-
lagen: Verfügung des BFM vom 18.6.2009 im Original [Beilage zur 
Beschwerdeschrift], Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  zu  den  Akten  Ref.-Nr.  N  (...)  (in 
Kopie)

- das (...) des Kantons H._______ ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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