# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6cacd48-bc1e-5d46-9cb6-e49927a038db
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.08.2013 UV 2012/69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-69_2013-08-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/69

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 20.08.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 20.08.2013
Art. 6 UVG. Verneinung fortbestehender kausaler Unfallrestfolgen nach Sturz 
von einer Leiter. Verneinung der adäquaten Kausalität hinsichtlich der 
geklagten psychischen Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 20. August 2013, UV 2012/69).

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Annina Baltisser

Entscheid vom 20. August 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

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A.

A.a  A.___ war seit dem 1. Oktober 2006 bei der Firma B.___ als 

Reinigungsmitarbeiterin tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als sie am 26. Mai 2011 beim Fensterputzen aus ca. zwei bis drei 

Metern Höhe von einer Leiter fiel (Suva-act. 1, Suva-act. 24).

A.b  Bei der Erstbehandlung mit stationärem Aufenthalt bis 28. Mai 2011 im 

Kantonsspital C.___ wurden eine Kontusion Lendenwirbelsäule und Sacrumbereich 

und eine Rissquetschwunde Unterarm rechts diagnostiziert. Frische ossäre Läsionen 

konnten radiologisch ausgeschlossen werden (Suva-act. 6, Suva-act. 9). Eine am 10. 

Juni 2011 durchgeführte MR der HWS ergab einen Verdacht auf eine undislozierte 

Fraktur des Processus articularis inferior C2 und C3 rechts mit begleitender 

Bandverletzung dorsal sowie vermutlich Traumatisierung des IVG C2/C3 rechts, zudem 

multisegmentale degenerative Veränderungen osteodiskaler Genese (Suva-act. 15). 

Eine CT der HWS nativ vom 15. Juni 2011 zeigte einen Blockwirbelkörper HWK 2/3 im 

Bereich des Facettengelenks rechts. Eine nichtdislozierte Fraktur des Processus 

articularis inferior HWK6 links sei eher unwahrscheinlich (Suva-act. 22). Dr. med. D.___, 

Allgemeinmedizin, Manuelle Medizin (SAMM), führte im Arztbericht vom 8. Juli 2011 

aus, es persistiere eine cervical betonte Schmerzsymptomatik mit Ausbreitungs- und 

Chronifizierungstendenz. Möglich sei zudem eine posttraumatische Belastungsstörung 

(Suva-act. 21). Im Arztbericht vom 2. September 2011 gab Dr. D.___ an, die Versicherte 

klage über ein unverändertes Schmerzbild, zeige bei der Untersuchung allodyne 

Reaktionen und gebe neu Missempfindungen im Dermatom C6-7 rechts an. Die 

Versicherte sei vorerst bis zum 21. September 2011 100% arbeitsunfähig (Suva-act. 

20). Im Arztbericht vom 13. Oktober 2011 diagnostizierte Dr. med. E.___, Fachärztin 

FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Nacken- und Schulterschmerzen sowie 

Spannungskopfschmerzen nach einem Leitersturz. Die Untersuchungsergebnisse 

würden gegen eine depressive Störung sprechen. Es fänden sich keine Anhaltspunkte 

für eine posttraumatische Belastungsstörung oder eine Schmerzverarbeitungsstörung 

(Suva-act. 45). Am 2. November 2011 wurde eine Untersuchung durch Suva-Kreisarzt 

Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, durchgeführt (Suva-act. 34). Am 6. Dezember 2011 und 25. 

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Januar 2012 folgten neurologische Untersuchungen sowie am 15. Dezember 2011 eine 

elektrophysiologische Diagnostik durch Dr. med. G.___, Facharzt FMH Neurologie, der 

ein mittelgradiges CTS beidseitig und eine Blockwirbelbildung HWK 2/3 diagnostizierte. 

Es bestünde keine radikuläre oder Myelon-Läsion (Suva-act. 38, Suva-act. 39). Ein am 

27. Dezember 2011 durchgeführtes MRT des Schädels ergab ein punktförmiges 

unspezifisches rechts frontales Glioseherdchen sowie eine ansonsten regelrechte 

Darstellung der intrazerebralen Strukturen, keine Kontusionsherde und keine 

Blutungsresiduen (Suva-act. 41).

A.c  Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung vom 23. Februar 2012 (Suva-act. 46) 

eröffnete die Suva der Versicherten mit Verfügung vom 13. März 2012 die Einstellung 

der bisherigen Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) per 1. April 2012. Die 

bestehenden Beschwerden seien nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich 

krankhafter Natur (Suva-act. 48).

A.d  Gegen diese Verfügung vom 13. März 2012 erhob der Rechtsschutzversicherer 

der Versicherten, die Orion Rechtsschutz-Versicherung AG, Basel, am 29. März 2012 

Einsprache. Zur Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, die Beschwerden der 

Versicherten würden seit dem Unfallereignis persistieren. Zuvor sei die Versicherte 

beschwerdefrei gewesen, weshalb die Beschwerden mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen seien (Suva-act. 51).

A.e  Mit Einspracheentscheid vom 3. Juli 2012 wies die Suva die Einsprache ab. 

Aufgrund der übereinstimmenden ärztlichen Beurteilungen und medizinischen 

Abklärungsresultate stehe fest, dass die von der Versicherten noch geklagten 

Beschwerden nicht auf einem objektivierbaren organischen Substrat beruhten, das 

beim Unfall vom 26. Mai 2011 gesetzt worden wäre. Auch bestehe zwischen den 

psychischen Beschwerden und dem Unfall kein adäquater Kausalzusammenhang 

(Suva-act. 56). Der Krankenversicherer hatte seine am 5. April 2012 vorsorglich 

erhobene Einsprache (Suva-act. 52) nach Überprüfung der Akten am 11. Mai 2012 

wieder zurückgezogen (Suva-act. 54).

A.f Mit E-Mail vom 14. August 2012 ersuchte der Rechtsschutzversicherer der 

Versicherten um Wiedererwägung des Einspracheentscheides (Suva-act. 57-1), wobei 

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sie auf den Arztbericht vom 26. Juni 2012 verwies. Darin diagnostizierte Dr. med. 

H.___, Chefarzt Chirurgie, Spital I.___, bei der Versicherten ein Serom unterhalb des 

rechten Beckenkamms dorsal (Suva-act. 57-2). Die Suva führte im E-Mail vom 16. 

August 2012 aus, es bestehe kein Anlass, den Einspracheentscheid vom 3. Juli 2012 

aufzuheben. Aus dem Bericht vom 26. Juni 2012 gehe nicht hervor, dass das Serom im 

Sinne eines natürlichen Kausalzusammenhangs auf den Unfall vom 26. Mai 2011 

zurückzuführen wäre (Suva-act. 58).

B.

B.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Juli 2012 erhob Rechtsanwalt lic. iur. 

Michael Bührer, St. Gallen am 3. September 2012 Beschwerde mit den Anträgen, der 

Einspracheentscheid sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten, insbesondere 

Taggelder und Heilbehandlung. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, weitere Abklärungen vorzunehmen und über die Streitsache neu zu 

verfügen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, der Sachverhalt sei 

unvollständig abgeklärt worden. Die Beschwerdeführerin habe schon lange am Serom 

gelitten, dieses sei jedoch aufgrund der verschiedenen Beschwerden bis im Sommer 

2012 nicht erkannt worden. Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall 

und dem Serom sei offensichtlich. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

ersuchte um eine Nachfrist zur ergänzenden Beschwerdebegründung (act. G 1).

B.b  Am 24. September 2012 teilte der Rechtsvertreter der Versicherten mit, das 

Mandat sei erloschen (act. G 3). Mit Schreiben vom 27. September 2012 ergänzte die 

Beschwerdeführerin die Beschwerde sinngemäss, indem sie ausführte, sie habe vor 

dem Unfall vom 26. Mai 2011 keine gesundheitlichen Beschwerden gehabt. Seit dem 

Unfall habe sie Schmerzen und müsse bis zu 15 Tabletten am Tag nehmen, um diese 

zu lindern (act. G 5).

B.c  Mit Beschwerdeantwort vom 10. Dezember 2012 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Der Arztbericht vom 26. Juni 

2012 stelle hinsichtlich des Seroms lediglich eine Verdachtsdiagnose dar und 

bezeichne dieses ausserdem als blossen Status nach einer nicht näher beschriebenen 

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Kontusion. Der Bericht zeige ausserdem, dass es sich um einen absolut bagatellären 

Befund handle (act. G 9).

B.d  Die Beschwerdeführerin liess die Frist zur Einreichung einer allfälligen Replik 

unbenutzt verstreichen, worauf der Schriftenwechsel abgeschlossen wurde (act. G 11).

B.e  Auf Aufforderung des Versicherungsgerichts nahm Dr. H.___ mit Eingabe vom 10. 

August 2013 zur Unfallkausalität des am 26. Juni 2012 festgestellten Seroms Stellung 

(act. G 12, 13).

Erwägungen:

1. 

1.1 Streitig ist, ob die Leistungen, welche die Beschwerdegegnerin im Anschluss an 

das Unfallereignis vom 26. Mai 2011 ausgerichtet hatte, auf den 1. April 2012 

eingestellt werden durften.

1.2 Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Juli 

2012 die rechtlichen Voraussetzungen zur Leistungspflicht des Unfallversicherers, 

insbesondere jene des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

Unfallereignis und gesundheitlicher Schädigung (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]; BGE 129 V 181 E. 3.1, mit Hinweisen) 

und zum Entfallen der Leistungspflicht des Unfallversicherers zutreffend dar (Suva-act. 

56, E. 1). Darauf ist zu verweisen. Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, 

den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 111 E. 2). Bei 

physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen 

Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 

3a).

2. 

2.1 Zwischen den Parteien ist zunächst streitig, ob die geklagten Beschwerden der 

Beschwerdeführerin durch einen im Sinne der Rechtsprechung organisch 

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nachweisbaren Unfallschaden (vgl. hierzu das Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 

2008, 8C_806/2007, E. 8.2, mit Hinweisen) verursacht sind. Die Beschwerdegegnerin 

verneint diese Frage gestützt auf die übereinstimmenden ärztlichen Beurteilungen und 

medizinischen Abklärungsresultate (Suva-act. 56). Die Beschwerdeführerin macht 

demgegenüber geltend, die Schmerzen würden seit dem Unfallereignis vom 26. Mai 

2011 persistieren. Gemäss Arztbericht von Dr. H.___ vom 26. Juni 2012 sei zudem ein 

Serom diagnostiziert worden, welches aufgrund der verschiedenen Beschwerden bis 

im Sommer 2012 nicht erkannt worden sei und deshalb erst jetzt behandelt werden 

könne. Entsprechend sei der Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden (act. G 1, act. 

G 5).

2.2 Bezüglich der rechtlichen Würdigung des Arztberichtes vom 26. Juni 2012 ist 

festzuhalten, dass das Gericht nach ständiger Rechtsprechung die Gesetzmässigkeit 

des angefochtenen Einspracheentscheides in der Regel nach dem Sachverhalt 

beurteilt, der zu jenem Zeitpunkt gegeben war. Massgebend sind die rechtserheblichen 

Tatsachen, wie sie sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides vom 3. Juli 2012 

entwickelt haben (BGE 131 V 243 Erw. 2.1; BGE 121 V 366 Erw. 1b, mit Hinweisen: 

RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 Erw. 2a). Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin 

ist der Arztbericht vom 26. Juni 2012 demnach in die rechtliche Würdigung des 

Sachverhalts mit einzubeziehen.

2.3 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a, mit 

Hinweis; RKUV 2000 Nr. K 124 S. 214).

2.4 Dr. H.___ hält im Zusammenhang mit dem geltend gemachten Serom im 

Arztbericht vom 26. Juni 2012 fest, die Beschwerdeführerin sei ihm zur Beurteilung 

einer Schwellung unterhalb des rechten Beckenkammes dorsal zugewiesen worden, 

wobei es sich palpatorisch um ein prall elastisches Gebilde gehandelt habe. Gemäss 

Rücksprache mit dem Röntgenoberarzt sei gleichentags eine CT-gesteuerte Punktion 

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durchgeführt und die Flüssigkeit zur Bakteriologie eingesandt worden. Gemäss 

Angaben der Radiologie habe es sich bei dem Gebilde um ein Serom gehandelt (Suva-

act. 57-2). Dass ein Serom auch nach Verletzungen und Stössen auftreten kann, steht 

ausser Frage. Zu klären ist allerdings, ob das Unfallereignis vom 26. Mai 2011 noch als 

natürliche Ursache des über ein Jahr später festgestellten Sermons gelten kann. Die 

Beschwerdeführerin bringt diesbezüglich lediglich vor, Dr. med. J.___, Facharzt FMH 

für Allgemeine Innere Medizin und Facharzt FMH für Tropen- und Reisemedizin, habe 

telefonisch bestätigt, dass ein Serom nur unfallbedingt entstehen könne (Suva-act. 

57-1). Dr. H.___ führt im Schreiben vom 10. August 2013 auf die Frage, ob das 

festgestellte Serom als kausal zum Unfallereignis anzusehen sei, aus, es sei 

festzuhalten, dass aus den vorliegenden Daten nicht schlüssig nachweisbar sei, ob 

sich das anlässlich der Konsultation vom 26. Juni 2012 gefundene Serom auf den von 

der Beschwerdeführerin angegebenen Leitersturz vom 26. Mai 2011 kausal 

zurückführen lasse (act. G 13). Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der 

medizinischen Abklärungen und Untersuchungen vermag auch die Argumentation der 

Beschwerdeführerin, in den medizinischen Unterlagen sei von Beschwerden am 

Beckenkamm verschiedentlich die Rede, das Serom sei jedoch aufgrund der 

verschiedenen Beschwerden bis im Sommer 2012 nicht erkannt worden, nicht zu 

überzeugen. Damit ist das im Arztbericht vom 26. Juni 2012 diagnostizierte Serom 

nicht überwiegend wahrscheinlich als Folge des Ereignisses vom 26. Mai 2011 zu 

erachten. Im Weiteren kann auch mit Blick auf die übrige medizinische Aktenlage (vgl. 

Suva-act. 6, 9, 12, 15, 20, 21, 22, 34, 38, 39, 45) nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden, dass die über den 1. April 

2012 hinaus geklagten Beschwerden objektivierbare organische Unfallfolgen im Sinne 

der Rechtsprechung darstellen. Insbesondere gilt es festzuhalten, dass eine 

gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil 

sie nach diesem aufgetreten ist ("post hoc ergo propter hoc"-Formel; BGE 119 V 342 

E. 2b/bb). Das Argument der Beschwerdeführerin, vor dem Unfall sei sie 

beschwerdefrei gewesen und seit dem Unfall würden die Schmerzen persistieren, hilft 

daher nichts.

3. 

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3.1 Sind die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen. Hierbei ist zwischen der bei Schleudertraumen 

und äquivalenten Verletzungen massgebenden Praxis gemäss BGE 134 V 109 und den 

bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen gemäss BGE 

115 V 133 zu differenzieren (vgl. BGE 127 V 103 E. 5b/bb). Die Beschwerdegegnerin 

hat zur Adäquanzprüfung BGE 115 V 133 herangezogen. Die Anwendung dieser so 

genannten "Psycho-Praxis" nach BGE 115 V 133 erscheint angezeigt, zumal ein 

Schleudertrauma respektive eine schleudertraumaähnliche Verletzung gemäss der 

vorliegenden Aktenlage nicht zur Debatte steht.

3.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, das Unfallereignis vom 26. 

Mai 2011 (Sturz von der Leiter aus ca. zwei bis drei Meter Höhe) sei als mittelschwerer 

Unfall zu qualifizieren (Suva-act. 56). Diese Einschätzung ist mit Blick auf den 

augenfälligen Geschehensablauf und mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 

2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1) nicht zu beanstanden und hält sich im Rahmen der 

Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung bei Sturzereignissen. Danach wurden als 

mittelschwer bis schwer im mittleren Bereich Unfälle qualifiziert, bei denen die 

versicherte Person aus einer Höhe von mehreren Metern von Leitern, Gerüsten oder 

von einem Dach auf den Boden stürzte und erhebliche Verletzungen und Frakturen 

erlitt (vgl. die Übersicht über die Rechtsprechung zu Sturzunfällen in RKUV 1998 Nr. U 

307 S. 449 E. 3a; ferner RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.).

3.3 Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und 

psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, 

nicht allein aufgrund des Unfalls schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, objektiv 

erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen 

oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen (vgl. zu den Adäquanzkriterien BGE 115 V 135 ff.; BGE 117 V 369 ff.). Im 

Einspracheentscheid vom 3. Juli 2012 hat die Beschwerdegegnerin in Würdigung der 

gesamten Aktenlage dargelegt, dass die massgeblichen Kriterien allesamt nicht erfüllt 

seien (Suva-act. 56). Der Aktenlage sind keine Anhaltspunkte zu entnehmen, die gegen 

die Ausführungen der Beschwerdegegnerin zum adäquaten Kausalzusammenhang 

sowie zu den einzelnen Adäquanzkriterien sprechen. Darüber hinaus bringt auch die 

Beschwerdeführerin keine substantiierten Einwände dagegen vor. Es kann deshalb auf 

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die überzeugenden Erwägungen im Einspracheentscheid (Suva-act. 56, E. 4) verwiesen 

werden. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 26. Mai 2011 

und den beklagten Beschwerden ist somit zu verneinen.

4. 

Zusammenfassend sind die von der Beschwerdeführerin nach dem 1. April 2012 

fortbestehenden Beschwerden nicht durch einen organisch nachweisbaren 

Unfallschaden verursacht worden. Im Weiteren ist auch der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und einer allfälligen psychischen 

Fehlentwicklung zu verneinen. Entsprechend ist die Leistungseinstellung per 1. April 

2012 nicht zu beanstanden.

5. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheides vom 3. Juli 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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