# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 496bfca8-d528-56cd-8021-d29a17202656
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 22.10.2025 ZR2 2025 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZR2-2025-37_2025-10-22.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 22. Oktober 2025
mitgeteilt am 27. Oktober 2025

Referenz ZR2 25 37

Instanz Zweite zivilrechtliche Kammer

Besetzung Richter-Baldassarre, Vorsitzende
Bazzell, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Claudio Allenspach

B._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Claudio Allenspach

gegen

C._____
Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andreas Rüd u/o Rechtsan-
wältin Dr. iur. Manuela Heiss

Gegenstand Forderung

Anfechtungsobj. Verfügung des Vorsitzenden des Regionalgerichts Landquart vom 
15. August 2025, mitgeteilt am 15. August 2025 (Proz. Nr. 115-
2020-14)

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Sachverhalt

A. C._____ reichte am 9. Juli 2020 gegen die B._____ und A._____ eine Stu-
fenklage am Regionalgericht Landquart ein, bestehend aus Rechtsbegehren auf 
Auskunftserteilung und Edition von Unterlagen (Stufe 1) sowie Rechtsbegehren auf 
Leistung einer noch zu beziffernden Forderung (Stufe 2).

B. Der Vorsitzende des Regionalgerichts Landquart setzte der B._____ und 
A._____ mit Verfügung vom 15. Juli 2020 Frist zur Klageantwort an, vorläufig be-
schränkt auf das Rechtsbegehren 1 (Stufe 1).

C. Die B._____ und A._____ erstatteten am 4. November 2020 die Klageant-
wort. Darin nahmen sie zu sämtlichen Vorbringen der Klageschrift Stellung. Sie hiel-
ten fest, dass es sich nicht um eine abschliessende Klageantwort handle und eine 
Ergänzung vorbehalten bleibe.

D. Es folgten eine Replik von C._____ vom 5. Februar 2021 und eine Duplik von 
der B._____ und A._____ vom 31. Mai 2021.

E. Mit Beweisverfügung vom 20. Juli 2022 beschränkte der Vorsitzende des Re-
gionalgerichts Landquart das Verfahren auf die Stufe 1.

F. Mit Teilurteil vom 7. Dezember 2022 entschied das Regionalgericht Land-
quart über die Rechtsbegehren der Stufe 1. Es verpflichtete die B._____ und 
A._____ zur Edition verschiedener Informationen.

G. Nach Abweisung der gegen diesen Teilentscheid erhobenen Rechtsmittel 
durch das Kantonsgericht von Graubünden (Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK2 23 18 vom 31. Mai 2024) und das Bundesgericht (Urteil des Bun-
desgerichts 4A_384/2024 vom 3. März 2025) edierten die B._____ und A._____ mit 
begleitenden Ausführungen in Eingabe vom 24. April 2025 mehrere Unterlagen.

H. Mit Verfügung vom 29. April 2025 stellte der Vorsitzende des Regionalge-
richts Landquart diese Unterlagen C._____ zu und setzte ihm Frist zur Bezifferung 
seiner Forderungen an. Der Vorsitzende führte in der Verfügung aus, dass zwar 
noch die alte Fassung von Art. 85 ZPO gelte (vgl. Art. 407f ZPO e contrario), zur 
Vermeidung von Unklarheiten werde C._____ jedoch eine Frist zur Bezifferung an-
gesetzt. Danach sei der B._____ und A._____ die Möglichkeit zur Klageantwort zu 
Stufe 2 einzuräumen, zumal ihre ursprüngliche Klageantwort vorläufig auf die 
Rechtsbegehren 1 (Stufe 1) beschränkt worden sei.

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I. C._____ reichte am 30. Juni 2025 eine Eingabe mit dem Titel "Klage (Stufe 
2)" ein.

J. Der Vorsitzende des Regionalgerichts Landquart leitete diese mit Verfügung 
vom 3. Juli 2025 an die B._____ und A._____ weiter und setzte ihnen Frist zur Kla-
geantwort an.

K. Die B._____ und A._____ monierten dieses Vorgehen mit Eingabe vom 
4. August 2025 und beantragten, es sei ihnen die Frist zur Klageantwort abzuneh-
men, die "Klage (Stufe 2)" vom 30. Juni 2025 sei aus dem Recht zu weisen und 
dem C._____ sei Frist zur (ausschliesslichen) Bezifferung der Klage anzusetzen. 
Begründend führten sie aus, C._____ habe sich entgegen der Aufforderung nicht 
auf die Bezifferung der Forderung beschränkt, sondern eine umfassende Klage zur 
Klagestufe 2 eingereicht. Diese sei angesichts der Klagebewilligung vom 9. Juni 
2020 offensichtlich verspätet. Auch sei es nicht zulässig, der klagenden Partei die 
Möglichkeit von drei Sachvorträgen einzuräumen. 

L. Der Vorsitzende des Regionalgerichts wies diese Anträge mit Verfügung vom 
15. August 2025 ab und setzte der B._____ und A._____ Frist an, zur Klage vom 
4. November 2020 (recte: 9. Juli 2020), soweit es nicht um Ausführungen zur 
Stufe 1 gehe, sowie zur Rechtsschrift vom 30. Juni 2025 eine Klageantwort einzu-
reichen. Begründend führte er aus, dass bei der Stufenklage der klagenden Partei 
Frist zur Bezifferung der Klage angesetzt werden müsse; dies sehe das Gesetz aus-
drücklich vor. Es ergebe sich von selbst, dass die Bezifferung bzw. die entspre-
chend angepassten Rechtsbegehren zu begründen seien. Der Kläger habe geset-
zeskonform die Rechtsbegehren beziffert, in den Ziffern 5 bis 14 unter Verweis auf 
die Klage vom 9. Juli 2020 und die Replik vom 5. Februar 2021 eine Zusammenfas-
sung und Aktualisierung vorgenommen und ab Ziffer 15 Ausführungen im Zusam-
menhang mit der Berechnung des Anspruchs getätigt. Dagegen sei nichts einzu-
wenden.

M. Gegen diese Verfügung vom 15. August 2025 erhoben die B._____ und 
A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am gleichen Tag Beschwerde und stell-
ten die nachfolgenden Beschwerdeanträge:

1. Die Verfügung des Regionalgerichts Landquart vom 15. August 2025 
betreffend "Frist Klageantwort" (Proz. Nr. 115-2020-14) sei vollumfäng-
lich aufzuheben.

2.1 a) Die "Klage (Stufe 2)" des C._____ vom 30. Juni 2025 sei aus dem 
Recht zu weisen.

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      b) Eventualiter sei das Regionalgericht Landquart anzuweisen, die 
"Klage (Stufe 2)" des C._____ vom 30. Juni 2025 aus dem Recht 
zu weisen.

2.2 a) Dem Kläger sei eine kurze Frist zur – ausschliesslichen – Beziffe-
rung der Klage auf Grundlage der Klage vom 9. Juli 2020 zu setzen.

     b) Eventualiter sei das Regionalgericht Landquart anzuweisen, dem 
Kläger eine kurze Frist zur – ausschliesslichen – Bezifferung der 
Klage auf Grundlage der Klage vom 9. Juli 2020 zu setzen.

3. Eventualiter sei die Sache im Sinne der Erwägungen zu neuer Entschei-
dung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerde-
gegners, eventualiter zu Lasten der Vorinstanz.

Formelle Anträge

5.1 a) Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung im Sinne von 
Art. 325 ZPO zu erteilen.

b)aa) Im Rahmen des Entscheids betreffend Gewährung der aufschie-
benden Wirkung sei den Beklagten die in der angefochtenen Verfü-
gung gesetzte Frist zur Einreichung der Klageantwort abzunehmen 
und anzuordnen, dass die Frist erst wieder anzusetzen ist, wenn 
das vorliegende Verfahren rechtskräftig entschieden ist.

   bb) Eventualiter sei das Regionalgericht Landquart im Rahmen des Ent-
scheids betreffend Gewährung der aufschiebenden Wirkung anzu-
weisen, den Beklagten die in der angefochtenen Verfügung ge-
setzte Frist zur Einreichung der Klageantwort abzunehmen mit der 
Auflage, dass die Frist erst wieder anzusetzen sei, wenn das vorlie-
gende Verfahren rechtskräftig entschieden ist.

5.2 Die aufschiebende Wirkung sei superprovisorisch anzuordnen.

N. Die Vorsitzende der Zweiten zivilrechtlichen Kammer erteilte der Beschwerde 
mit Verfügung vom 27. August 2025 superprovisorisch die aufschiebende Wirkung 
und nahm die Frist zur Klageantwort einstweilen ab.

O. Mit Beschwerdeantwort vom 5. September 2025 beantragte C._____ (nach-
folgend: Beschwerdegegner), auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter 
sei sie abzuweisen, jeweils ohne Kostenantrag. Prozessual stellte er zudem den 
Antrag, die aufschiebende Wirkung sei der Beschwerde ohne erneute Anhörung der 
Beschwerdeführer wieder zu entziehen.

P. Die Beschwerdeführer hielten in der Stellungnahme vom 19. September 
2025 an ihren Beschwerdeanträgen fest.

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Erwägungen

1.1. Prozessleitende Verfügungen sind innert einer zehntägigen Frist mit Be-
schwerde anfechtbar, sofern ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht 
(Art. 321 Abs. 2 ZPO; Art. 319 lit. b Ziff. 1 e contrario und Ziff. 2 ZPO). Zuständig für 
die Beurteilung von Beschwerden ist die Vorsitzende der Zweiten zivilrechtlichen 
Kammer als Einzelrichterin, zumal von keiner Partei ein Entscheid in Dreierbeset-
zung beantragt wurde (Art. 7 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 EGzZPO [BR 320.100] i.V.m. 
Art. 10 lit. a und Art. 14 Abs. 2 OGV [BR 173.010]). Die Beschwerde erfolgte frist-
gerecht (Entscheiddatum 15. August 2025; Poststempel Beschwerde 25. August 
2025).

1.2. Sieht keine Gesetzesbestimmung die Anfechtung mit Beschwerde vor, kön-
nen prozessleitende Verfügungen nur separat angefochten werden, wenn durch sie 
ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. Der Gesetzgeber hat mit die-
sem Erfordernis die Anfechtung prozessleitender Verfügungen erschwert, da der 
Gang des Prozesses nicht unnötig verzögert werden soll (Botschaft vom 28. Juni 
2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, BBl 2006 S. 7377 erster Spiegel-
strich). Anders als für die Beschwerde ans Bundesgericht (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG), 
welche einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil voraussetzt, setzt die Be-
schwerde an die kantonale Rechtsmittelinstanz (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO) bloss ei-
nen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil voraus. Ferner ist nach der Praxis 
des Bundesgerichts zu Art. 93 BGG ein Nachteil rechtlicher Natur erforderlich, der 
sich auch mit einem späteren günstigen Endentscheid nicht oder nicht gänzlich be-
seitigen lässt. Demgegenüber lässt die kantonale Praxis zu Art. 319 ZPO daneben 
auch drohende Nachteile tatsächlicher Natur genügen, sofern diese eine gewisse 
Schwere bzw. Erheblichkeit aufweisen (statt vieler: Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZR1 24 239 vom 12. März 2025 E. 1.4 mit Verweis auf BGE 137 III 
380 E. 1.2.1 f.). Ein nicht wiedergutzumachender Nachteil i.S.v. Art. 93 BGG stellt 
immer auch einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil i.S.v. Art. 319 ZPO 
dar (vgl. Erfordernis des doppelten Instanzenzugs, Art. 75 Abs. 2 BGG).

1.3.1. Die Beschwerdeführer machen Nachteile rechtlicher und tatsächlicher Natur 
geltend. Der tatsächliche Nachteil bestehe im unzumutbaren zeitlichen und finanzi-
ellen Aufwand für die Erstattung einer Klageantwort auf eine offensichtlich verspätet 
eingereichte Klage (Eingabe vom 30. Juni 2025). Eine Klärung zum jetzigen Zeit-
punkt sei prozessökonomischer und auch notwendig, zumal das Nachholen eines 
ordentlichen Schriftenwechsels für die erste Instanz im Rechtsmittelverfahren gar 
nicht mehr durchführbar sei. Der rechtliche Nachteil bestehe darin, dass sich der 
Beschwerdegegner dreimal (Klage vom 9. Juli 2020, Klage vom 30. Juni 2025 und 

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anstehende Replik) äussern könne und der Aktenschluss in einen dritten Schriften-
wechsel (bzw. einen dritten Parteivortrag in der Hauptverhandlung) verschoben 
würde. Dieser Nachteil könne nicht wiedergutgemacht werden. Würde die "Klage 
Stufe 2" von der Rechtsmittelinstanz als unzulässig qualifiziert, könne auch der fol-
genden Klageantwort keine Bedeutung zukommen. Würde die "Klage Stufe 2" als 
zweiter Vortrag bzw. Replik qualifiziert, müsse die anstehende Klageantwort eben-
falls als zweiter Vortrag bzw. Duplik qualifiziert werden. Dies hätte zur Folge, dass 
sich die Beklagten nur einmal umfassend zu Stufe 2 hätten äussern dürfen, war 
doch ihre erste Klageantwort auf Stufe 1 beschränkt (act. A.1, II.C.5.1).

1.3.2. Der Beschwerdegegner wendet ein, die Rechtsmittelinstanz könne eine drei-
malige Äusserungsmöglichkeit korrigieren, beispielsweise indem sie den Beru-
fungsentscheid nur auf Behauptungen stütze, welche die Parteien bis zum korrekten 
Zeitpunkt des Aktenschlusses aufgestellt hätten. Es liege daher kein nicht leicht wie-
dergutzumachender Nachteil rechtlicher Natur vor. Der zeitliche und finanzielle Auf-
wand qualifiziere unter keinem Titel als drohender, nicht leicht wiedergutzumachen-
der Nachteil; die Kosten würden der unterliegenden Partei auferlegt und auf Antrag 
erhöht werden können, etwa mit Blick auf die Komplexität des Falls, des Streitwerts 
oder zusätzlicher Rechtsschriften. Entscheide darüber, welche Eingaben, Behaup-
tungen und Rechtsmittel zu berücksichtigen sind, würden im Rechtsmittelverfahren 
überprüft werden können. Die Beschwerdeführer würden einen tatsächlichen Nach-
teil von der erforderlichen Intensität nicht substantiieren und belegen (act. A.2, 
IV.29-31).

1.3.3. Die Beschwerdeführer erklären, es handle sich bei der angefochtenen Ver-
fügung nicht bloss um eine einfache Fristansetzung. Die Verfügung beinhalte die 
Qualifikation der Eingabe vom 30. Juni 2025 als Klage, was zur Konsequenz habe, 
dass sich der Beschwerdegegner dreimal zur Klagestufe 2 werde äussern können. 
Der Beschwerdegegner verkenne, dass die von ihm behauptete Korrektur im 
Rechtsmittelverfahren eine Qualifikation seiner Eingabe als Replik bedeuten würde, 
welcher nur die Duplik folgen könne. Diesfalls würde die Rechtsmittelinstanz nur auf 
einen umfassenden Sachvortrag der Beschwerdeführer abstützen, obwohl auch ih-
nen zwei Sachvorträge zustünden. Ferner würde damit ein Prozessabschnitt – die 
Klageantwort zu Stufe 2 der massgeblichen Klage vom 9. Juli 2020 – übersprungen, 
was sich nicht mehr korrigieren liesse. Wenn schon müsse der Schriftenwechsel ab 
Klageantwort wiederholt werden, was – wenn überhaupt zulässig respektive mög-
lich – nicht zumutbar sei. Die Prozessökonomie gebiete es, bereits im jetzigen Sta-
dium (und nicht erst im Rechtsmittelverfahren) zu klären, ob einer klagenden Partei 
in der Klagestufe 2 "wiederum zwei Rechtsschriften" zustehen oder nicht. Es stehe 

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ausser Frage, dass drei statt zwei Sachvorträge, teils nach Aktenschluss, ein Ver-
fahren verlängern und verteuern würden. Die erhebliche Verteuerung eines Verfah-
ren könne einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil darstellen, unabhän-
gig davon, ob die Mehrkosten letztlich allenfalls von der Gegenpartei getragen wer-
den müssen (act. A.3, II.B.2.3).

1.4.1. In tatsächlicher Hinsicht ist vorab festzustellen, dass der Beschwerdegegner 
in der Eingabe vom 30. Juni 2025 das bisher unbezifferte bzw. unter Angabe eines 
Mindeststreitwerts gestellte Rechtsbegehren 2 aus seiner Klage vom 9. Juli 2020 
bezifferte. Das ursprüngliche Rechtsbegehren lautete auf Bezahlung eines Mindest-
werts von CHF 4'200'000.00 zzgl. Verzugszins, das nachträglich bezifferte Rechts-
begehren auf Bezahlung von CHF 13'281'603.30, zzgl. Verzugszins (act. B.1; 
act. B.6). Zudem formulierte er einen Eventualantrag (Rechtsbegehren 2) und ein 
weiteres Rechtsbegehren (Rechtsbegehren 3). Die bisherigen Rechtsbegehren 3 
bis 4 nummerierte er neu als Rechtsbegehren 4 bis 5, ohne sie inhaltlich zu verän-
dern. Sodann folgen Ausführungen und Beweisofferten. Mit Verfügung vom 3. Juli 
2025 leitete der Vorsitzende wie in lit. K dargelegt die Eingabe an die Beschwerde-
führer weiter und erklärte, "die Klage (Stufe 2) betreffend Forderung" sei fristgerecht 
eingereicht worden und die B._____ und A._____ erhielten in der Beilage "die 
Klage" zur Einreichung der "Klageantwort". In der angefochtenen Verfügung vom 
15. August 2025 führt der Vorsitzende sodann aus, die Bezifferung, die Zusammen-
fassung und Aktualisierung sowie die Ausführungen im Zusammenhang mit der Be-
rechnung des Anspruchs – mithin die gesamte Eingabe vom 30. Juni 2025 – seien 
gesetzeskonform und es sei nichts gegen sie einzuwenden.

1.4.2. Mit der Qualifikation der Eingabe als gesetzeskonform hat der Vorsitzende 
implizit festgehalten, dass auch die gemäss den Beschwerdeführern über die Bezif-
ferung hinausgehenden Ausführungen zulässig und damit grundsätzlich beachtlich 
sind. Es handelt sich dabei um eine vorläufige Beurteilung, die als Empfehlung an 
die für den Endentscheid zuständige Kammer zu verstehen ist. Denn Parteieinga-
ben – auch unzulässige – sind grundsätzlich zu den Akten zu nehmen und der Ge-
genpartei zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zuzustellen (Art. 222 ZPO). Welche 
Eingaben, Behauptungen und Beweismittel dem Entscheid zugrunde zu legen sind 
(Art. 229 ZPO) entscheidet erst die zuständige Kammer im Endentscheid – oder die 
Rechtsmittelinstanz im Rechtsmittelentscheid. Zu prüfen ist vorliegend, ob durch die 
vorläufige Beurteilung rechtliche und tatsächliche Nachteile verursacht werden, die 
durch den Endentscheid oder ein Rechtsmittelverfahren nicht leicht wiedergutge-
macht werden können.

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1.4.3. Die Bezeichnung der Eingabe vom 30. Juni 2025 als Klage und die Aufforde-
rung der Gegenseite zur Klageantwort lassen vermuten, dass der Vorsitzende des 
Regionalgerichts Landquart beabsichtigt, nach Eingang der Klageantwort der Be-
schwerdeführer einen weiteren Schriftenwechsel (Replik, Duplik) zu Stufe 2 durch-
zuführen. Bei dieser Verfahrensgestaltung und Beachtlichkeit der gesamten Ein-
gabe vom 30. Juni 2025 würde dem Beschwerdegegner faktisch (rückwirkend) drei-
mal (Klage vom 9. Juli 2020, Eingabe vom 30. Juni 2025, Replik) und den Be-
schwerdeführern zweimal (Klageantwort, Duplik) unbeschränkt die Möglichkeit ge-
geben, sich zur Stufe 2 zu äussern. Ein solch asymmetrischer Schriftenwechsel 
stellt einen rechtlichen Nachteil dar.

1.4.4. Der Umstand, dass die Klägerseite dreimal die Möglichkeit erhalten würde, 
sich unbeschränkt zu äussern, erweitert das Verfahren um eine weitere Rechts-
schrift, auf die wiederum die Möglichkeit der Replik eingeräumt werden müsste. 
Dies verlängert das Verfahren im Vergleich zu einem Verfahren mit bloss doppeltem 
Schriftenwechsel. Zudem ist die Ausfertigung einer Klageantwort zur Klage vom 
9. Juli 2020 (16-seitig) sowie zur Eingabe vom 30. Juni 2025 (32-seitig) aufwändiger 
und teurer. Sie wird auch einen entsprechend umfangreicheren weiteren Schriften-
wechsel nach sich ziehen, als wenn nur zur Klage vom 9. Juli 2020 repliziert werden 
müsste. Die Verlängerung des Verfahrens und der erwähnte Zeit- und Kostenauf-
wand stellen tatsächliche Nachteile dar (zur Erheblichkeit siehe E. 1.4.8).

1.4.5. Der Beschwerdegegner bringt vor, im End- bzw. Rechtsmittelentscheid 
könne auf Behauptungen abgestellt werden, welche die Parteien bis zum korrekten 
Zeitpunkt des Aktenschlusses aufgestellt haben (E. 1.3.2). Die Beschwerdeführer 
wenden ein, dies ziehe die Qualifikation der Eingabe vom 30. Juni 2025 als Replik 
bzw. zweite unbeschränkte Äusserungsmöglichkeit des Klägers nach sich, was den 
Nachteil nicht behebe. Wenn schon müsse das Verfahren ab Klageantwort wieder-
holt werden, was jedoch nicht zumutbar sei (E. 1.3.3).

1.4.6. Die Novenschranke greift, nachdem beiden Parteien zweimal die Möglichkeit 
gegeben wurde, sich unbeschränkt zu äussern. Beim vorliegenden asymmetrischen 
Schriftenwechsel sind diese Voraussetzungen nie erfüllt, da sich stets entweder 
eine Partei einmal zu viel oder einmal zu wenig hätte äussern können. Würde im 
End- oder Rechtsmittelentscheid die Eingabe vom 30. Juni 2025 als Replik bzw. 
zweite unbeschränkte Äusserungsmöglichkeit des Beschwerdegegners und die 
Klageantwort der Beschwerdeführer als Duplik qualifiziert und danach die Noven-
schranke fallen, so wären dem Beschwerdegegner zwar nur zwei unbeschränkte 
Äusserungsmöglichkeiten gewährt worden (Klage vom 9. Juli 2020, Eingabe vom 
30. Juni 2025), die Beschwerdeführer hätten sich mit der zur Duplik umqualifizierten 

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Klageantwort jedoch nur einmal zu Stufe 2 äussern können. Sie würden mit diesem 
Vorgehen rückwirkend einer zweiten Äusserungsmöglichkeit beraubt und der 
Schriftenwechsel wäre weiterhin asymmetrisch und der rechtliche Nachteil damit 
nicht behoben bzw. wiedergutgemacht. Würde bei diesem Szenario die (effektive) 
Duplik der Beschwerdeführer als zweite unbeschränkte Äusserungsmöglichkeit der 
Beklagtenseite zugelassen, so würde diese auf eine als Noveneingabe zu behan-
delnde und nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 229 ZPO zuzulassende 
(effektive) Replik des Beschwerdegegners folgen. Dass auf eine novenrechtlich be-
schränkte Eingabe ein unbeschränkter Sachvortrag folgt, widerspricht offensichtlich 
der gesetzlichen Konzeption des doppelten Schriftenwechsels. Die Asymmetrie 
lässt sich daher auch auf diesem Wege nicht rückwirkend beheben. Ein Abstützen 
auf die Behauptungen, die bis zum "korrekten Zeitpunkt des Aktenschlusses" auf-
gestellt worden seien, scheidet aus. 

1.4.7. Die Beschwerdeführer wenden ein, dass einer unzulässigen Eingabe we-
sensgemäss keine ordnungsgemässe Klageantwort und Duplik folgen bzw. diesen 
auch keine Bedeutung zukommen könne. Den Parteien steht es in der Klageant-
wort, Replik und Duplik jedoch grundsätzlich frei, sich unbeschränkt zu äussern, 
ohne thematische Ausschlüsse, die von einer unzulässigen Eingabe abgesteckt 
werden. Entsprechend wären eine Klageantwort, Replik und Duplik auch hinsicht-
lich der auf die unzulässige Eingabe replizierenden Ausführungen zuzulassen. Ent-
sprechend könnten im End- oder Rechtsmittelentscheid die Eingabe vom 30. Juni 
2025 oder die Teile der Eingabe, die über die Bezifferung hinausgehen, für unbe-
achtlich erklärt und dem Entscheid die Klage vom 9. Juli 2020, die Eingabe vom 
30. Juni 2025 beschränkt auf die Bezifferung, die Klageantwort, Replik und Duplik 
zugrunde gelegt werden. Damit würde der Entscheid auf einem symmetrischen 
Schriftenwechsel basieren und der rechtliche Nachteil wäre leicht wiedergutge-
macht.

1.4.8. Der für diese Ausführungen zusätzlich anfallende zeitliche und finanzielle 
Aufwand, stellt keinen erheblichen Nachteil dar. Er unterscheidet sich nicht von Stel-
lungnahmen zu unzulässigen (verspäteten) oder nicht rechtserheblichen Aus-
führungen. Allenfalls können die unnötigen Kosten dem Beschwerdegegner aufer-
legt werden, gestützt darauf, dass der Vorsitzende des Regionalgerichts Landquart 
den Beschwerdegegner mit Verfügung vom 29. April 2025 zur Bezifferung und nicht 
zu einem Parteivortrag (Klage, Replik) aufforderte.

1.4.9. Da sich der geltend gemachte rechtliche Nachteil leicht wiedergutmachen 
lässt (E. 1.4.7) und die geltend gemachten tatsächlichen Nachteile nicht die erheb-

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liche Intensität aufweisen (E. 1.4.8), fehlt eine Sachurteilsvoraussetzung der Be-
schwerde. Auf die Beschwerde ist deshalb nicht einzutreten.

2. Mit dem begründeten Entscheid in der Sache werden die Anträge betreffend 
Erteilung bzw. Entzug der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos. Angesichts der 
abgenommenen Frist zur Klageantwort wird nach Eintritt der Rechtskraft des vorlie-
genden Entscheids vom Vorsitzenden des Regionalgerichts Landquart den Be-
schwerdeführern eine neue Frist zur Klageantwort anzusetzen sein.

3.1. Die Prozesskosten gehen dem Verfahrensausgang entsprechend zulasten 
der Beschwerdeführer (Art. 106 ZPO).

3.2. Die Entscheidgebühr ist auf CHF 1'000.00 festzusetzen und den Beschwer-
deführern solidarisch aufzuerlegen (Art. 12 Abs. 1 VGZ [BR 320.210]). Sie ist mit 
dem von ihnen in derselben Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

3.3. Mangels Honorarnote ist der Aufwand des Rechtsvertreters des Beschwer-
degegners zu schätzen (Art. 2 HV [BR 310.250]). Angesichts der aufgeworfenen 
Sach- und Rechtsfragen sowie des damit verbundenen Aufwands erscheint eine 
Entschädigung von pauschal CHF 3'000.00 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) 
als angemessen. Sie ist den Beschwerdeführern solidarisch aufzuerlegen.

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Es wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Der Vorsitzende des Regionalgerichts Landquart wird angewiesen, nach 
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids der B._____ und 
A._____ eine neue Frist zur Klageantwort zur Klagestufe 2 anzusetzen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'000.00 gehen unter soli-
darischer Haftung zulasten der B._____ und A._____ und werden mit dem 
von ihnen geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1'000.00 verrechnet.

4. Die C._____ und A._____ werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, 
C._____ eine Parteientschädigung von CHF 3'000.00 (inkl. Spesen und 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

5. [Rechtsmittelbelehrung] 

6. [Mitteilung an:]