# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3652962f-bd39-5e89-b540-e49d26c5fdbb
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-28
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 28.08.2025 BZ 2025 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2025-84_2025-08-28.pdf

## Full Text

20250730_105133_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2025 84

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter M. Siegwart
Gerichtsschreiber J. Lötscher

Urteil vom 28. August 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ GmbH,
Zustelladresse: B.________
Beschwerdeführerin,

gegen

C.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Konkurseröffnung in der Betreibung Nr. D.________ des Betreibungsamtes Zug
(Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 1. Juli 2025)

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Sachverhalt

1. Mit Entscheid vom 1. Juli 2025 eröffnete der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug auf 
entsprechendes Begehren der C.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) in 
der Betreibung Nr. D.________ des Betreibungsamtes Zug über die A.________ GmbH 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) den Konkurs (offener Betrag inkl. Zinsen und Kosten: 
CHF 7'997.30). Zur Begründung hielt der Einzelrichter im Wesentlichen fest, die Parteien 
seien auf den 1. Juli 2025, 09.00 Uhr, zur Konkursverhandlung vorgeladen worden, seien 
aber nicht erschienen. Die Beschwerdeführerin habe auch sonst nichts von sich hören las-
sen, weshalb der Entscheid auf Grundlage der Akten zu fällen sei. Die Beschwerdeführerin 
sei als Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister eingetragen und unterliege 
daher der Konkursbetreibung. Im vorliegenden Verfahren seien die Voraussetzungen für die 
Konkurseröffnung erfüllt, weshalb über die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 171 f. 
SchKG und Art. 251 ZPO der Konkurs zu eröffnen sei (Verfahren EK 2025 377).

2. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 3. Juli 2025 Be-
schwerde beim Obergericht des Kantons Zug. Sie beantragte sinngemäss, die Konkurseröff-
nung vom 1. Juli 2025 sei aufzuheben. Nach entsprechenden Erläuterungen des Präsidenten 
i.V. der II. Beschwerdeabteilung ergänzte die Beschwerdeführerin ihre Beschwerde mit Ein-
gaben vom 7. und 9. Juli 2025.

3. Mit Verfügung vom 9. Juli 2025 erkannte der Präsident der II. Beschwerdeabteilung der Be-
schwerde aufschiebende Wirkung zu.

4. Während die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung verzichtete, hielt die Beschwerdegegnerin 
mit Eingabe vom 11. Juli 2025 fest, bis auf die Konkursforderung von CHF 7'997.30 bestün-
den aktuell keine Ausstände der Beschwerdeführerin mehr. Nach erfolgter Überweisung der 
bei der Gerichtskasse des Kantons Zug hinterlegten Konkursforderung habe sie – die Be-
schwerdegegnerin – kein Interesse mehr an der Konkurseröffnung.

Erwägungen

1. Die Voraussetzungen zur Konkurseröffnung waren im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Ent-
scheids erfüllt. Es lagen damals keine Konkurshinderungsgründe vor, weder in formell- noch 
in materiellrechtlicher Hinsicht (Art. 172 ff. SchKG). Namentlich war in jenem Zeitpunkt die 
Schuld inkl. Zinsen und Kosten weder getilgt noch gestundet (Art. 172 Ziff. 3 SchKG). Die 
Vorinstanz war daher verpflichtet, dem Konkursbegehren ohne Weiteres stattzugeben und 
über das in der Schweiz gelegene Vermögen der Beschwerdeführerin den Konkurs zu eröff-
nen.

2. Nach Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung aufheben, 
wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, 
dass inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist (Ziff. 1), der 
geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist 
(Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3). 

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Bei der 10-tägigen Rechtsmittelfrist von Art. 174 Abs. 1 SchKG handelt es sich um eine ge-
setzliche Frist. Die Konkursaufhebungsgründe gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1-3 SchKG sind 
daher nur zu berücksichtigen, wenn sie sich innert der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben 
und urkundlich nachgewiesen werden. Ferner muss innert der Rechtsmittelfrist die Zahlungs-
fähigkeit glaubhaft gemacht werden. Es ist nicht statthaft, die Frist zur Beibringung der 
gehörigen Unterlagen zu verlängern (vgl. BGE 139 III 491 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 
5A_977/2022 vom 28. Februar 2023 E. 2.1.2).

3. Die Beschwerdeführerin hinterlegte innerhalb der zehntägigen Rechtsmittelfrist die Konkurs-
forderung von CHF 7'997.30 bei der Gerichtskasse zuhanden der Beschwerdegegnerin 
(act. 1/1). Der in Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG erwähnte Konkursaufhebungsgrund ist damit 
gegeben. Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin ihre Zahlungsfähigkeit 
glaubhaft gemacht hat. 

4. Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache dann, wenn für ihr Vorhandensein gewisse Elemente 
sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht ver-
wirklicht haben könnte. Im Hinblick auf die Aufhebung der Konkurseröffnung bedeutet dies, 
dass die Zahlungsfähigkeit des Schuldners wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungs-
unfähigkeit. In diesem Bereich dürfen keine zu strengen Anforderungen gestellt werden, ins-
besondere wenn die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des schuldnerischen Unternehmens 
nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vor-
zulegen, die geeignet sind, seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. Der 
Schuldner muss namentlich nachweisen, dass gegen ihn kein Konkursbegehren in einer 
ordentlichen Konkurs- oder in einer Wechselbetreibung hängig ist und dass keine weiteren 
vollstreckbaren Betreibungen vorliegen. Wichtigstes bzw. unerlässliches Dokument zum 
Glaubhaftmachen der Zahlungsfähigkeit ist der Auszug aus dem Betreibungsregister; vorzu-
legen ist ein Betreibungsregisterauszug mindestens der letzten drei Jahre. Zahlungsfähigkeit 
bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel zur Begleichung der fälligen Schulden vorhanden 
sind. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist sich ein Schuldner, der beispielsweise Kon-
kursandrohungen anhäufen lässt, systematisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere 
Beträge nicht bezahlt. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen den Schuldner 
noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte 
für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf unabsehbare 
Zeit als illiquid erscheint. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf einem aufgrund 
der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck. Dabei sind 
auch Betreibungen, gegen die Rechtsvorschlag erhoben wurde, im Rahmen der Gesamt-
betrachtung der Zahlungsgewohnheiten zu berücksichtigen. Der Schuldner ist daher 
grundsätzlich gehalten, zu jeder im Betreibungsregister nicht als erledigt aufgeführten Forde-
rung Stellung zu nehmen und behauptete Zahlungsvereinbarungen und geleistete Raten zu 
belegen (Urteile des Bundesgerichts 5A_353/2022 vom 31. August 2022 E. 2.3 und 2.5.2 
und 5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 2.2 und 3.3, je mit Hinweisen). Bei der 
Beurteilung der Zahlungsfähigkeit kommt dem Richter ein weiter Ermessensspielraum zu 
(vgl. Giroud/ Theus Simoni, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 26).

5. Zur Zahlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist Folgendes festzuhalten:

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5.1 Gemäss dem von der Beschwerdeführerin eingereichten Betreibungsregisterauszug des Be-
treibungsamtes Zug vom 3. Juli 2025 (act. 4/9) wurden gegen sie – nebst der Betreibung, die 
zur Konkurseröffnung geführt hat und durch Hinterlegung des geschuldeten Betrags bei der 
Gerichtskasse erledigt ist – seit November 2024 vier Betreibungen über insgesamt 
CHF 22'454.85 angehoben. Davon sind zwei Betreibungen über CHF 9'309.45 durch Zah-
lung erledigt. Dasselbe gilt auch für die weiteren von der Beschwerdegegnerin angehobenen 
Betreibungen Nr. E.________ und F.________ über insgesamt CHF 13'145.40, nachdem 
Letztere in der Eingabe vom 11. Juli 2025 bestätigt hat, dass die Beschwerdeführerin mit 
Ausnahme der hinterlegten Konkursforderung keine Ausstände mehr habe (act. 8). Damit 
bestehen keine offenen Betreibungen mehr.

5.2 Gemäss der eingereichten Bilanz per 30. Juni 2025 (act. 6/1) verfügt die Beschwerdeführerin 
nebst transitorischen Aktiven von CHF 10'978.78 und einem Mieterkautionskonto von 
CHF 9'330.00 über liquide Mittel von insgesamt CHF 107'581.83 (Kasse CHF 7'122.50, 
G.________ Bank CHF 10.00, H.________ Bank CHF 923.02, Durchlaufkonto CHF 
99'526.31) und über ein Anlagevermögen von CHF 926'881.90. Auf der anderen Seite wird 
ein kurzfristiges Fremdkapital von CHF 612'642.17 ausgewiesen. Dieses setzt sich wie folgt 
zusammen: negativer Saldo von CHF 175'006.67 des Kontokorrentkontos bei der 
H.________ Bank, Darlehensschuld von CHF 83'094.10 gegenüber dem Geschäftsführer 
und Gesellschafter der Beschwerdeführerin, Darlehensschuld von CHF 200'000.00 gegenü-
ber dem zweiten Gesellschafter. Überdies haben weitere Personen Darlehensforderungen 
gegenüber der Beschwerdeführerin im Umfang von insgesamt CHF 94'553.00. Schliesslich 
bestehen transitorische Passiven von CHF 59'988.40. Auch wenn zugunsten der Beschwer-
deführerin davon ausgegangen werden kann, dass die Gesellschafter ihre Darlehensforde-
rungen einstweilen zurückstellen, vermögen die liquiden Mittel von CHF 107'581.83 die übri-
gen kurzfristigen Schulden von CHF 329'548.07 (CHF 175'006.67 + CHF 94'553.00 + 
CHF 59'988.40 = CHF 329'548.07) bei Weitem nicht zu decken. Hinzu kommt das langfristige 
Fremdkapital von CHF 498'000.00. Die Aktiven von CHF 1'054'772.51 sind damit geringer als 
das Fremdkapital von CHF 1'110'642.17, so dass die Beschwerdeführerin auch überschuldet 
ist. Angesichts dessen, dass der Geschäftsführer in der Vergangenheit die fälligen Verbind-
lichkeiten der Beschwerdeführerin aus seinem eigenen Vermögen bezahlt hat und keine of-
fenen Betreibungen vorhanden sind, kann bei äusserst grosszügiger Betrachtungsweise die 
Zahlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin bejaht werden. Die Beschwerdeführerin muss sich 
allerdings im Klaren darüber sein, dass in einem erneuten Konkurs erheblich strengere An-
forderungen an die Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit gestellt würden.

6. Die Voraussetzungen, unter denen die II. Beschwerdeabteilung im Rechtsmittelverfahren die 
Konkurseröffnung aufheben kann, sind im vorliegenden Fall erfüllt. Die Beschwerde erweist 
sich als begründet. Sie ist daher gutzuheissen und das Konkursdekret ist aufzuheben. 

7. Trotz dieses Ausgangs des Beschwerdeverfahrens hat die Beschwerdeführerin die Kosten 
des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens zu tragen. Wie erwähnt, erging das Konkurs-
dekret damals zu Recht. Die Beschwerdeführerin hat die Voraussetzungen für dessen Auf-
hebung erst im Nachhinein geschaffen. Sie hat damit das Beschwerdeverfahren verursacht, 
weshalb sie auch für diese Kosten einzustehen hat (Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO).

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Urteilsspruch

1. In Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids des Einzelrichters 
am Kantonsgericht Zug vom 1. Juli 2025 aufgehoben und das Konkursbegehren der Be-
schwerdegegnerin wird abgewiesen. 

2. Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren eine Entscheidgebühr von 
CHF 750.00 auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1'800.00 
verrechnet. Der Restbetrag von CHF 1'050.00 wird an das Konkursamt Zug überwiesen, das 
den sich nach Abzug seiner eigenen aufgelaufenen Kosten ergebenden Saldo der Be-
schwerdeführerin zurückzuerstatten hat. 

3. Die Gerichtskasse wird angewiesen, den hinterlegten Betrag von CHF 7'997.30 an die Be-
schwerdegegnerin auszuzahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (EK 2025 377)
- Konkursamt Zug
- Handelsregisteramt Zug (im Dispositiv)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation des Kantons Zug (im Dispositiv)
- Betreibungsamt Zug (im Dispositiv)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer J. Lötscher
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

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