# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a484f5e6-db0a-5213-9a61-9b37eb48dd8c
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.09.2020 S 2019 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-57_2020-09-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 16. September 2020 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(Sozialversicherungsbeiträge)

S 2019 57

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Urteil S 2019 57

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Urteil S 2019 57

A. A.________ ist selbstständig erwerbend. Für die Steuerperioden 2009 bis 2015 
ging der Kanton B.________ davon aus, dass der steuerrechtliche Wohnsitz auf dessen 
Gebiet gelegen habe. Da A.________ die Steuererklärungen zu den Steuerperioden 2009 
bis 2015 trotz Mahnung nicht eingereicht hatte, schritt die B.________ Steuerbehörde 
hinsichtlich der Staats- und Gemeindesteuern und der direkten Bundessteuer zur 
Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen. Dagegen wehrte sich A.________ 
erfolglos bis vor Bundesgericht (Urteile BGer 2C_195/2018 vom 2. März 2018, 
2C_2013/2018 vom 8. März 2018 und 2C_1059/2018 vom 18. Januar 2019).

Mit Verfügungen vom 27. November 2018 setzte die Ausgleichskasse Zug die 
persönlichen Beiträge von A.________ für die Jahre 2013 bis 2015 aufgrund der ihr 
mitgeteilten Daten der B.________ Steuerbehörde fest und forderte Verzugszinsen für die 
Differenzbeträge (AK-act. 8–13). Gegen die Nachtragsverfügungen für die Jahre 2014 und 
2015 erhob der Versicherte am 30. November 2018 Einsprache und verlangte deren 
Korrektur sowie den Verzicht auf eine Zinsbelastung (AK-act. 14). Am 7. Januar 2019 
mahnte ihn die Ausgleichskasse Zug für die ausstehenden Beiträge der Jahre 2014 und 
2015 samt Verzugszins (AK-act. 15). Auch dagegen erhob dieser Einsprache (AK-act. 17). 
Mit Einspracheentscheid vom 15. März 2019 bestätigte die Ausgleichskasse Zug die 
Nachtragsverfügungen für die Jahre 2014 und 2015 sowie die dazugehörigen 
Verzugszinsverfügungen (act. 20). Ein dagegen gestelltes Revisionsgesuch lehnte sie in 
der Folge ab (act. 21 f.).

B. Gegen den Einspracheentscheid vom 15. März 2019 erhob A.________ am 
23. April 2019 Beschwerde mit folgenden Anträgen (act. 1 S. 1 f.): 

1. Der Entscheid vom 15. März 2019, zugestellt am 25. März 2019, ist vollumfänglich 
aufzuheben.

2. Das Verfahren ist zur Neubeurteilung und unter Festhaltung und Berücksichtigung der 
tatsächlichen Einkommens- und Vermögenswerte an die Vorinstanz zurück zu weisen.

3. Erfolgt keine Rückweisung, hat das Verwaltungsgericht die Angelegenheit selbst neu 
zu prüfen und insbesondere sind die folgenden Anträge zu behandeln:
a) Die Nachtragsverfügungen für die Jahre 2014 und 2015 sind aufzuheben.
b) Es sind neue Verfügungen mit den tatsächlichen Verhältnissen zu erstellen.
c) Es sind keine „Verzugszinsen“ zu belasten, sowie das Inkasso für angeblich offene 

Beiträge bis zum Abschluss des Beschwerdeverfahrens auszusetzen.
d) Dem Beschwerdeführer sind die detaillierten Berechnungsgrundlagen, die zu den 

Nachtragsverfügungen geführt haben, vollständig vorzulegen.
e) Allenfalls ist festzustellen, dass dem Beschwerdeführer die zur Berechnung der 

Beiträge vorhergehenden Steuerveranlagungen nie eröffnet worden sind.

4. Dies alles unter Kosten- und Entschädigungspflichten zulasten der 
Beschwerdegegner.

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C. Nachdem die Verwaltung mit Vernehmlassung vom 2. Mai 2019 auf Abweisung 
der Beschwerde geschlossen hatte (act. 3), stellte der Beschwerdeführer mit Replik vom 
5. Juli 2019 folgende weitere Anträge (act. 8 S. 1):

a) Die Ausgleichkasse ist zu verpflichten, sämtliche Berechnungsgrundlagen mit den 
dazu verwendeten Zahlenwerten aus denen das effektive AHV-Pflichtige 
Erwerbseinkommen zweifelsfrei und nachvollziehbar hervorgeht, dem 
Verwaltungsgericht und dem Beschwerdeführer vorzulegen.

b) Sollten die detaillierten Zahlenwerte der Ausgleichskasse nicht vorliegend sein, ist 
diese zu verpflichten, die detaillierten Zahlenwerte und deren Herkunft bei den 
Steuerbehörden des Kantons B.________ zu verlangen.

c) Sollte sich die Ausgleichskasse nicht willens und/oder im Stande sehen, die 
detaillierten Zahlenwerte und deren Herkunft einzuholen und vorzulegen, sind diese 
durch das Verwaltungsgericht selbst bei der Steuerverwaltung des Kantons 
B.________ zu verlangen.

d) Dies alles unter Kosten- und Entschädigungspflichten zu Lasten der 
Beschwerdegegner.

Mit Duplik vom 11. Juli 2019 hielt die Verwaltung am Abweisungsantrag fest (act. 10), 
worauf der Beschwerdeführer in einer weiteren Stellungnahme vom 26. Juli 2019 den 
bereits gestellten Editionsantrag wiederholte (act. 12).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 84 AHVG – Zuständigkeit am Ort der 
Ausgleichskasse – gegeben, stammt doch der angefochtene Einspracheentscheid von der 
Ausgleichskasse Zug. Der Einspracheentscheid datiert vom 15. März 2019 (BF-act. 1) und 
ist frühestens am 16. März 2019 im Herrschaftsbereich des Beschwerdeführers 
eingetroffen. In Anwendung von Art. 56 ATSG ist dagegen Beschwerde beim zuständigen 

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Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift trägt das Datum des 23. April 
2019, wurde gleichentags der Post übergeben und ging am darauffolgenden Tag beim 
Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG unter 
Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem 
siebten Tag nach 
Ostern (14. bis 28. April 2019; Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG) als gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen verständlichen Antrag und 
eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die 
Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 
der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids 
(in casu 15. März 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch: BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 329 E. 2.2 f. und 130 V 445 E. 1.2.1, mit Verweis auf BGE 129 V 1 E. 1.2, 167 E. 1, 354 
E. 1, je mit weiteren Hinweisen).

3.
3.1 Vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit werden Beiträge erhoben 
(Art. 3 f. und 8 f. AHVG; Art. 2 und 3 IVG; Art. 26 und 27 des Bundesgesetzes über den 
Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft; EOG). Das Einkommen aus 
selbständiger Erwerbstätigkeit und das im Betrieb eingesetzte eigene Kapital werden von 
den kantonalen Steuerbehörden ermittelt und den Ausgleichskassen gemeldet (Art. 9 
Abs. 3 AHVG). 

3.2 Gemäss Art. 22 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVV; SR 831.101) werden die Beiträge vom Einkommen aus selbständiger 
Erwerbstätigkeit für jedes Beitragsjahr festgesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitragsjahr 
gilt. Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im Beitragsjahr tatsächlich erzielten 
Erwerbseinkommens und des am 31. Dezember im Betrieb investierten Eigenkapitals.

3.3 In der Regel obliegt es den Steuerbehörden, das für die Bemessung der Beiträge 
Selbständigerwerbender massgebende Erwerbseinkommen aufgrund der rechtskräftigen 

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Veranlagung für die direkte Bundessteuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital 
aufgrund der entsprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranlagung unter 
Berücksichtigung der interkantonalen Repartitionswerte zu ermitteln (Art. 23 Abs. 1 
AHVV). Die Ausgleichskassen verlangen für die ihnen angeschlossenen 
Selbständigerwerbenden von den kantonalen Steuerbehörden die für die Berechnung der 
Beiträge erforderlichen Angaben. Das Bundesamt erlässt Weisungen über die 
erforderlichen Angaben und das Meldeverfahren (Art. 27 Abs. 1 AHVV). Die Angaben der 
Steuerbehörden hierüber sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV). 

3.4 Nach der Rechtsprechung begründet jede rechtskräftige Steuerveranlagung die 
nur mit Tatsachen widerlegbare Vermutung, dass sie der Wirklichkeit entspreche. Da die 
Ausgleichskassen an die Angaben der Steuerbehörden gebunden sind und das 
Sozialversicherungsgericht grundsätzlich nur die Kassenverfügung auf ihre 
Gesetzmässigkeit zu überprüfen hat, darf das Gericht von rechtskräftigen 
Steuertaxationen bloss dann abweichen, wenn diese klar ausgewiesene Irrtümer 
enthalten, die ohne weiteres richtig gestellt werden können, oder wenn sachliche 
Umstände gewürdigt werden müssen, die steuerrechtlich belanglos, 
sozialversicherungsrechtlich aber bedeutsam sind. Blosse Zweifel an der Richtigkeit einer 
Steuertaxation genügen hiezu nicht; denn die ordentliche Einkommensermittlung obliegt 
den Steuerbehörden, in deren Aufgabenkreis das Sozialversicherungsgericht nicht mit 
eigenen Veranlagungsmassnahmen einzugreifen hat. Die selbständig erwerbenden 
Versicherten haben demnach ihre Rechte, auch im Hinblick auf die AHV-rechtliche 
Beitragspflicht, in erster Linie im Steuerjustizverfahren zu wahren (BGE 110 V 83 E. 4 und 
369 E. 2a; 106 V 129 E. 1; 102 V 27 E. 3a; AHI 1997 S. 25 f. E. 2b mit Hinweis).

4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin hatte sich bei Erlass des Einspracheentscheids vom 
15. März 2019 (AK-act. 20) auf die Meldungen der Dienststelle Steuern des Kantons 
B.________ vom 30. August und 22. November 2018 gestützt. Darin wurde das 
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit für das Jahr 2014 mit Fr. 32'000.– und für 
das Jahr 2015 mit Fr. 34'000.– beziffert (AK-act. 5–6 und 19).

Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass die vom Kanton B.________ 
vorgenommenen Veranlagungsverfügungen 2010 bis 2015 mit Abweisung der 
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts B.________ vom 2. Juli 2018 
durch das Bundesgericht (Urteil 2C_1059/2018 vom 18. Januar 2019) sowohl für die 

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Kantons- und Gemeindesteuern als auch für die direkte Bundesteuer rechtskräftig worden 
seien. Diese Veranlagungen seien nach pflichtgemässem Ermessen vorgenommen 
worden. Zudem sei der Kanton B.________ davon ausgegangen, dass der 
steuerrechtliche Wohnsitz für diese Jahre in C.________ gelegen habe. Demzufolge sei 
die B.________ Steuerbehörde für die AHV-Meldung zuständig gewesen.

4.2 Demgegenüber macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, bei der 
Ausgleichskasse Zug und in der Gemeinde Risch als Selbstständigerwerbender gemeldet 
zu sein, weshalb sein Einkommen aus dem selbständigen Erwerb und das in den Betrieb 
investierte Kapital einzig im Kanton Zug zu versteuern seien. Die Beschwerdegegnerin 
habe ihre Nachtragsverfügungen für die Steuerperioden 2014 und 2015 auf nicht belegten, 
nicht nachvollziehbaren und damit willkürlichen Werten erlassen. Zu jenem Zeitpunkt habe 
es noch gar keine verbindlichen Veranlagungen der Einkommen aus selbständigem 
Erwerb und des im Geschäft investierten Kapitals gegeben (act. 1 S. 2 f.). Gemäss der 
definitiven Veranlagung des Kantons Zug für die Steuerperiode 2014 betrügen das 
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit Fr. 24'000.– und die Geschäftsaktiven 
Fr. 263'995.–. Für die Steuerperiode 2015 liege noch keine definitive Veranlagung des 
Kantons Zug vor. Gemäss Jahresabschluss 2015 betrügen das Einkommen Fr. 19'000.– 
und die Geschäftsaktiven Fr. 222'846.– (act. 1 S. 3 f.).

Zur Abgabeberechnung sei nur das Einkommen aus der Betriebsstätte in Rotkreuz zu 
berücksichtigen, während zur Berechnung der direkten Bundessteuer sämtliche Einkünfte 
unabhängig von deren Herkunft herangezogen würden. Es lägen Abweichungen zwischen 
den Veranlagungen der Zuger Steuerbehörden und den B.________ Werten vor, womit 
nicht auszuschliessen sei, dass die B.________ Werte fehlerbehaftet seien (act. 8). 
Darüber hinaus sei ihm nie eine B.________ Veranlagung eröffnet worden, in welcher die 
Werte zur Berechnung der AHV-Abgaben festgehalten worden seien (act. 12 S. 1).

5.
5.1 Der Beschwerdeführer liegt schon seit einiger Zeit mit den Steuerbehörden des 
Kantons B.________ in Bezug auf seinen Steuerwohnsitz im Streit. Diese 
Rechtsstreitigkeiten sind mehrfach bis ans Bundesgericht gelangt. Dabei hat das 
Bundesgericht mit Urteil 2P.22/2007 am 10. März 2008 in Erwägung 5 einen 
Feststellungsentscheid der Steuerverwaltung des Kantons B.________ vom 
29. September 2005 bestätigt und damit rechtskräftig entschieden, dass der 
Beschwerdeführer seit dem 1. Januar 2003 in C.________ unbeschränkt steuerpflichtig 

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ist. Mit Urteil 2C_327/2014 vom 15. Januar 2015 bekräftigte das Bundesgericht diesen 
Standpunkt in Erwägung 4.1.1. Im gleichen Entscheid stellte das Bundesgericht in 
Erwägung 5.2 fest, dass der Rekurrent seit 2003 infolge wirtschaftlicher Zugehörigkeit 
über ein Nebensteuerdomizil im Kanton Zug verfügt. In der Folge besteuerte die 
Steuerverwaltung des Kantons Zug das im Kanton Zug gelegene Grundeigentum des 
Beschwerdeführers sowie dessen Einkünfte und Aktiven aus selbständiger 
Erwerbstätigkeit. 

Dem am 18. Januar 2019 ergangenen Bundesgerichtsurteil (Verfahren 2C_1059/ 2018) ist 
sodann zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer die Steuererklärungen zu den 
Steuerperioden 2010 bis 2015 im Kanton B.________ trotz Mahnung nicht eingereicht 
hatte, weshalb er am 12. Juni 2017 von der Dienststelle Steuern des Kantons B.________ 
hinsichtlich der Staats- und Gemeindesteuern des Kantons B.________ und der direkten 
Bundessteuer nach pflichtgemässem Ermessen für diese Steuerperioden veranlagt wurde. 
Darauf erhob er in allen zwölf Fällen Einsprache. Mangels erbrachten 
Unrichtigkeitsnachweises trat die Dienststelle Steuern des Kantons B.________ mit 
Einspracheentscheiden vom 30. November 2017 darauf nicht ein. Der Beschwerdeführer 
focht in der Folge die Nichteintretensentscheide beim Kantonsgericht des Kantons 
B.________ an. Dieses wies mit einzelrichterlicher Verfügung vom 2. Juli 2018 ein Gesuch 
um Wiedereinsetzung in den früheren Stand ab und trat mangels fristgerechter Leistung 
des Kostenvorschusses auf die Rechtsmittel nicht ein (E. 1.2.1). Der Rechtsstreit gelangte 
schliesslich an das Bundesgericht, welches die Verfügung vom 2. Juli 2018 betreffend die 
Veranlagungen in den Steuerperioden 2010 bis 2015 zum Prüfgegenstand erklärte 
(E. 2.1). In der Folge trat das Bundesgericht auf die Beschwerde und auf das Gesuch um 
Wiederherstellung in den früheren Stand mangels Wahrung der jeweiligen Frist nicht ein 
(E. 2.5).

5.2 Aufgrund der geschilderten Verfahrensgeschichte ist festzustellen, dass dem 
Beschwerdeführer die Veranlagungsverfügungen der Dienststelle Steuern des Kantons 
B.________ nach pflichtgemässem Ermessen vom 12. Juni 2017 bezüglich der Staats- 
und Gemeindesteuern des Kantons B.________ und der direkten Bundessteuer für die 
Steuerperioden 2010 bis 2015 korrekt eröffnet worden sein mussten, konnte er doch 
gegen sämtliche sechs Verfügungen Einsprachen erheben. Auch die 
Einspracheentscheide vom 30. November 2017, womit die Dienststelle Steuern des 
Kantons B.________ auf die Einsprachen nicht eintrat, wurden dem Beschwerdeführer 
offenbar korrekt eröffnet, hätte er sonst dagegen nicht ans Bundesgericht gelangen 

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können. Dieses trat schliesslich mit Urteil 2C_1059/2018 vom 18. Januar 2019 auf die 
Beschwerde nicht ein, weshalb der Beschwerdeführer mit seiner Rüge der mangelnden 
Eröffnung der Veranlagungsentscheiden nicht gehört werden kann.

5.3 Mit Bezug auf die vom Beschwerdeführer erhobenen Einwendungen gegen die 
von den Luzernen Steuerbehörden mitgeteilten Zahlen ist ihm zu entgegnen, dass er den 
für deren Überprüfung und allfällige Korrektur vorgesehenen Instanzenzug ausgeschöpft 
hat. Mit dem Bundesgerichtsurteil 2C_1059/2018 vom 18. Januar 2019 erwuchsen die 
angezweifelten Ermessensveranlagungen für die Steuerperioden 2014 und 2015 in 
Rechtskraft. Dadurch wurden sie verbindlich, weshalb sie im vorliegenden Verfahren auch 
nicht mehr hinterfragt werden dürfen. Im gesamten Instanzenzug wurden die 
ursprünglichen Veranlagungsverfügungen materiell nicht geändert. Die 
Nachtragsverfügungen der Beschwerdegegnerin beruhen auf den von der B.________ 
Steuerbehörde angenommenen Umständen (insbesondere die Bestreitung der 
Betriebsstätte in Zug [vgl. dazu Urteil des Verwaltungsgerichts Zug A 2019 7 vom 
27. August 2019 E. 4b]) und mitgeteilten Zahlen. Soweit sie auf eine Korrektur der von der 
B.________ Steuerbehörde mitgeteilten – inzwischen rechtskräftig veranlagten – Zahlen 
zielen, sind die Einwendungen des Beschwerdeführers daher nicht zu hören.

5.4 Nach der Rechtsprechung gilt die Verbindlichkeit der Angaben der 
Steuerbehörden für die Ausgleichskassen (Art. 23 Abs. 4 AHVV) auch hinsichtlich einer 
steuerlichen Ermessenstaxation. Die auf einer rechtskräftigen Ermessensveranlagung 
beruhende Steuermeldung ist somit für das AHV-Durchführungsorgan bzw. das 
Sozialversicherungsgericht ebenfalls verbindlich, obschon die Ermessenseinschätzung 
einer im ordentlichen Veranlagungsverfahren ergangenen, auf Grund von konkreten 
Positionen errechneten 
Taxation an Genauigkeit nachsteht. Allerdings sind die absolute Verbindlichkeit der 
Angaben der Steuerbehörden für die Ausgleichskassen und die daraus abgeleitete relative 
Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechtskräftigen Steuertaxationen auf die 
Bemessung des massgebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals 
beschränkt. Diese Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und 
beschlägt daher die Frage nicht, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gegebenenfalls 
solches aus selbstständiger oder aus unselbstständiger Tätigkeit vorliegt und ob die 
Person, die das Einkommen bezogen hat, beitragspflichtig ist. Somit haben die 
Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung auf Grund des AHV-Rechts zu 

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beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist 
(Urteil BGer H 210/06 vom 22. Juni 2007 E. 3.3–3.4 mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer weist zwar darauf hin, dass zur Abgabeberechnung nur das 
Einkommen aus der Betriebsstätte in Rotkreuz zu berücksichtigen sei, während zur 
Berechnung der direkten Bundessteuer sämtliche Einkünfte unabhängig von deren 
Herkunft herangezogen würden. Sollte er damit geltend machen, die von den B.________ 
Steuerbehörde mitgeteilten Einkommenszahlen enthielten nicht nur das Einkommen aus 
selbständiger Erwerbstätigkeit, sondern auch Einkommen aus weiteren Quellen, ist ihm zu 
entgegnen, dass sich den von der Beschwerdegegnerin herangezogenen 
Meldeformularen klar entnehmen lässt, dass die angegebenen Einkommenszahlen (im 
Rahmen der Veranlagung nach Ermessen) ausschliesslich dem selbständigen 
Haupterwerb zugeordnet wurden (vgl. AK 6–7 und 19).

5.5 Auch mit seinen Editionsanträgen vermag der Beschwerdeführer nicht 
durchzudringen. Der Datenaustausch zwischen den Ausgleichskassen und den 
Steuerbehörden (Bestellungen und Steuermeldungen) erfolgt ausschliesslich elektronisch. 
Die Daten werden einheitlich über die elektronische Datenaustauschplattform (DAP) 
basierend auf 
Sedex ausgetauscht. Die Übermittlung von Daten über eine andere 
Datenaustauschplattform, auf Datenträgern oder auf Papier ist ausgeschlossen (vgl. 
Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen über die Beiträge der 
selbstständig Erwerbenden und Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO [WSN], Stand 
1. Januar 2019, Rz. 1208–1210). Demzufolge können ihm im vorliegenden AHV-
rechtlichen Verfahren keine weitergehenden Unterlagen vorgelegt werden, als sich bereits 
in den Akten befinden. Für eine Einsicht in die Steuerakten muss sich der 
Beschwerdeführer an die B.________ Steuerbehörde wenden.

5.6. Zusammenfassend sind die Veranlagungen für die Steuerperioden 2014 und 2015 
rechtskräftig. Aufgrund der Bindungswirkung gelten die Angaben zum Einkommen aus 
selbständiger Erwerbstätigkeit und zu dem im Betrieb investierten Eigenkapital folglich 
auch aus AHV-rechtlicher Sicht. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

6. Das Verfahren ist gemäss Art. 61 lit. a ATSG kostenlos, weshalb keine 
Gerichtskosten zu erheben sind. Alsdann kann dem anwaltlich nicht vertretenen und 

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vollumfänglich unterliegenden Beschwerdeführer auch keine Parteientschädigung 
zugesprochen werden (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben und eine Parteientschädigung wird nicht 
zugesprochen.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

4. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtmittelbelehrung), an 
die Ausgleichskasse Zug sowie an das Bundesamt für Sozialversicherungen, 
Bern.

Zug, 16. September 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am