# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8f6bb38-fce5-502c-ba39-26a70a61e90a
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-31
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 31.01.2023 S 2021 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-56_2023-01-31.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 31. Januar 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Visana Versicherungen AG, Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 16
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2021 56

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Urteil S 2021 56

A. Die 1958 geborene A.________ stolperte am 22. Juni 2020 nach dem Abstellen 
des Fahrrades rückwärts auf den Rücken und zog sich dabei eine 
Deckplattenimpressionsfraktur des Brustwirbelkörpers (BWK) 12 zu (vgl. UV-act. 3, 5 und 
6). Zu diesem Zeitpunkt war A.________ als Kindergartenlehrperson in einem 
Teilzeitpensum von 22 % (4,60 Stunden pro Woche) bei der Gemeinde B.________ 
angestellt (vgl. UV-act. 5) und als solche bei der Visana Versicherungen AG (nachfolgend: 
die Visana) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (vgl. hierzu 
die besondere Bestimmung für teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte in der UVG-Police; UV-
act. 146). Die Visana anerkannte das Ereignis als Nichtberufsunfall (UV-act. 9, 10), 
vergütete verschiedene medizinische Leistungen (etwa den stationären Aufenthalt vom 
22. Juni bis 8. Juli 2020 im Spital C.________, Verlaufskontrollen, Medikamente und 
Physiotherapiesitzungen) und richtete Taggeldzahlungen aus.

Im Einweisungszeugnis des Spitals C.________ vom 29. Juni 2020 bat Stationsärztin 
Dr. med. D.________ um Kostengutsprache für eine muskuloskelettale Rehabilitation in 
der Klinik E.________ (UV-act. 7–8). Die Visana lehnte das Kostengutsprachegesuch, 
nach Eingang des Zusatzbriefes des Spitals C.________ vom 2. Juli 2020 (UV-act. 14–
15), mit E-Mail vom 6. Juli 2020 ab (UV-act. 18). In der Folge bat Dr. D.________ mit 
Einweisungszeugnis vom 8. Juli 2020 um Kostengutsprache für eine Erholungskur im 
Kurhotel F.________ (UV-act. 22–23). Mit E-Mail vom 9. Juli 2020 lehnte die Visana auch 
dieses Gesuch ab (UV-act. 24). 

Mit Schreiben vom 23. Juli 2020 zeigte sich die Versicherte mit der Ablehnung der Kosten-
gutsprache nicht einverstanden und übermittelte der Visana die Rechnung für den 10-
tägigen Kuraufenthalt im Kurhotel F.________ mit der Bitte um Begleichung (UV-act. 43). 
Die Visana liess daraufhin ihren beratenden Arzt, Dr. med. G.________, zur 
medizinischen Indikation des Aufenthaltes Stellung nehmen (Stellungnahme vom 
24. August 2020; UV-act. 55). Mit Schreiben vom 10. September 2020 bat A.________ um 
eine anfechtbare Verfügung, nachdem ihr am 24. August 2020 telefonisch mitgeteilt 
worden war, dass die Visana die Kosten von Fr. 3'650.– für den Kuraufenthalt nicht 
übernehmen werde (UV-act. 67). Mit Verfügung vom 14. Januar 2021 lehnte die Visana 
die Kostenübernahme für den Kuraufenthalt vom 8. bis 17. Juli 2020 mangels 
medizinischer Indikation ab, gleichzeitig liess sie der Versicherten die Beurteilung des 
beratenden Arztes zukommen (UV-act. 106–108). Dagegen erhob die Versicherte am 
3. Februar 2021 Einsprache (UV-act. 115–116). Daraufhin legte die Unfallversicherung 
das Dossier der Versicherten ihrem beratenden Arzt, Dr. med. H.________, vor. Der Arzt 

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Urteil S 2021 56

äusserte sich am 23. Februar 2021 zur Frage, ob die Ausführungen der Versicherten in 
der Einsprache etwas an der Beurteilung in der Verfügung vom 14. Januar 2021 änderten 
(UV-act. 122–123). Mit Einspracheentscheid vom 25. März 2021 wies die Visana die 
Einsprache der Versicherten ab (UV-act. 129–135).

B. Dagegen gelangte A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit 
Beschwerde vom 22. April 2021 an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug und 
beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 25. März 2021; die 
Versicherung habe die Kosten für die stationäre Rehabilitation vom 8. bis 17. Juli 2020 von 
Fr. 3'650.– zu übernehmen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Visana. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Zeugenbefragung ihres behandelnden 
Arztes, Dr. med. I.________, sowie ihres Ehemannes, J.________, sofern ihre Darlegung 
der damaligen Umstände bezweifelt werden sollte (act. 1). 

C. Die Visana (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte mit Beschwerde-
antwort vom 18. Mai 2021 die Abweisung der Beschwerde (act. 3). 

D. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen 
fest (act. 5, 7). 

E. Am 20. Dezember 2022 forderte das Gericht bei der Beschwerdegegnerin 
Unterlagen zur Unfalldeckung der Versicherten für Nichtbetriebsunfälle nach, welche sich 
bis anhin nicht in der Verfahrensakten befunden hatten (act. 9). Diese gingen beim Gericht 
am 5. Januar 2023 ein (act. 10; UV-act. 146, 147), was der Beschwerdeführerin 
gleichentags zur Kenntnis gebracht wurde (act. 11). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Gesetzes 
über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist 
das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der 

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Urteil S 2021 56

Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeführerin 
wohnt in B.________ ZG. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in 
Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die 
Beschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 
25. März 2021 (frühestens zugestellt am 26. März 2021). Die Beschwerdeschrift wurde am 
22. April 2021 der Post übergeben, womit die Beschwerde rechtzeitig eingereicht wurde 
(Art. 60 Abs. 1 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG). Die Beschwerdeschrift entspricht den 
formellen Anforderungen und die Beschwerdeführerin ist als direkt Betroffene 
beschwerdelegitimiert. Somit ist die Beschwerde vom Gericht zu prüfen. Die Beurteilung 
erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 Abs. 1 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 25. März 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 146 V 364 E. 7.1).

3. Aufgrund der formellen Natur des Anspruchs auf rechtliches Gehör (BGE 144 I 11 
E. 5.3) ist vorab auf die von der Beschwerdeführerin (sinngemäss) vorgebrachte Rüge der 
Gehörsverletzung einzugehen. Die Beschwerdeführerin führt diesbezüglich aus, dass sie 
weder die beiden Stellungnahmen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin noch 
den im Einspracheentscheid erwähnten Austrittsbericht des Spitals C.________ erhalten 
habe (act. 1 S. 3). Sie habe zwar nicht explizit Akteneinsicht verlangt, erachte es jedoch 
als Gebot der Fairness, dass ihr die Unfallversicherung diejenigen Unterlagen zur 
Verfügung stellen würde, auf welche diese ihren ablehnenden Entscheid gestützt habe 
(act. 5 S. 2).

3.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. 
Artikel 42 ATSG hält fest, dass die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör haben; mit 
der Einschränkung, dass sie nicht angehört werden müssen vor Verfügungen, die durch 
Einsprache anfechtbar sind. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, 
anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines 
Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört 
insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur 

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Urteil S 2021 56

Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen und Einsicht in die Akten zu nehmen. 
Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, 
die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam 
zur Geltung bringen kann (BGE 140 I 99 E. 3.4; 135 II 286 E. 5.1). Voraussetzung des 
Äusserungsrechts sind genügende Kenntnisse über den Verfahrensverlauf, was auf das 
Recht hinausläuft, in geeigneter Weise über die entscheidwesentlichen Vorgänge und 
Grundlagen vorweg orientiert zu werden (BGE 141 I 60 E. 3.3; 140 I 99 E. 3.4). Wie weit 
dieses Recht geht, lässt sich nicht generell, sondern nur unter Würdigung der konkreten 
Umstände beurteilen. Entscheidend ist, ob dem Betroffenen ermöglicht wurde, seinen 
Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen (BGE 136 I 265 E. 3.2; 135 II 286 E. 5.1). Es 
besteht kein Anspruch darauf, zur vorgesehenen Erledigung Stellung zu nehmen (BGE 
134 V 97 E. 2.8.2; 132 II 485 E. 3.4). Der Versicherungsträger, der neue Akten beizieht, ist 
grundsätzlich verpflichtet, die Beteiligten über den Aktenbeizug zu informieren (BGE 
132 V 387 E. 3.1), sofern sie diese Akten nicht schon kennen und auch nicht kennen 
können (BGE 132 V 387 E. 6.2). Unter Umständen kann es genügen, sie zur Verfügung 
der Parteien bereitzuhalten (BGE 128 V 272 E. 5b/bb). Soweit sich der Bericht einer 
verwaltungsinternen Fachstelle darauf beschränkt, an sich feststehende Tatsachen 
sachverständig zu würdigen, muss er den Betroffenen vorgängig des behördlichen 
Entscheides nicht zur Stellungnahme unterbreitet werden (BGE 115 V 297 E. 2g/bb; zum 
Ganzen auch: Hans-Jakob Mosimann, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des 
Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 42 N 8 ff. und N 33 ff. mit weiteren Hinweisen). Um 
Akteneinsicht zu erhalten, hat eine Partei grundsätzlich ein Gesuch einzureichen (vgl. Art. 
8b Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSV; SR 830.11]; BGE 132 V 387 E. 6.2).

3.2 Vorliegend hat die Beschwerdeführerin nicht um Akteneinsicht ersucht. Zudem 
dürften ihr die Stellungnahme von Dr. med. G.________, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 24. August 2020 (UV-act. 55) sowie 
der Austrittsbericht des Spitals C.________ vom 14. Juli 2020 (UV-act. 26–29) bereits 
bekannt gewesen sein oder hätten ihr zumindest schon vor Erlass des 
Einspracheentscheids bekannt sein können. So wurde der Beschwerdeführerin die 
Stellungnahme von Dr. G.________ zusammen mit der Verfügung vom 14. Januar 2021 
zugestellt; dies ist zumindest der Verfügungsbegründung zu entnehmen (vgl. UV-act. 106–
108). So oder anders wusste die Beschwerdeführerin spätestens ab diesem Zeitpunkt von 
der Beurteilung des beratenden Arztes und hätte um Akteneinsicht ersuchen können, was 
sie nicht getan hat. Der Austrittsbericht des Spitals C.________ vom 14. Juli 2020 wurde 

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an die Hausärztin der Beschwerdeführerin gesandt (UV-act. 29). In der Stellungnahme 
vom 23. Februar 2021 äusserte sich Dr. med. H.________, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, zu den in der Einsprache vorgebrachten 
Argumenten der Beschwerdeführerin und beschränkte sich dabei darauf, die vorhandenen 
Akten (insoweit bereits feststehende Tatsachen) zu würdigen (UV-act. 122–123), weshalb 
der Versicherten diese Stellungnahme nicht vor Erlass des Einspracheentscheids 
zugestellt werden musste. Im angefochtenen Einspracheentscheid ist sodann die 
Stellungnahme von Dr. H.________ ausführlich wiedergegeben; bezeichnenderweise hat 
die Beschwerdeführerin auch im vorliegenden Verfahren nicht um Akteneinsicht ersucht. 
Damit ist zusammenfassend festzuhalten, dass der Gehörsanspruch der Beschwer-
deführerin nicht verletzt wurde. 

4. Umstritten ist sodann, ob die Beschwerdegegnerin die Kostengutsprache für die 
stationäre Rehabilitation bzw. Erholungskur vom 8. bis 17. Juli 2020 von Fr. 3'650.– zu 
Recht verneint hat. Dabei gilt es zu prüfen, ob es sich beim Aufenthalt im Kurhotel 
F.________ um eine zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen im Sinne des Gesetzes 
gehandelt hat. 

4.1 Gemäss Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung von 
(natürlich und adäquat kausalen) Unfallfolgen. 

4.2 Damit eine Heilbehandlung als "zweckmässig" gilt und von der Unfallversicherung 
übernommen werden kann, müssen die WZW-Kriterien (Wirksamkeit, Zweckmässigkeit, 
Wirtschaftlichkeit) erfüllt sein. Wirksamkeit ist gegeben, wenn die Behandlung geeignet ist, 
die gesundheitliche Beeinträchtigung zu beheben. Die Wirksamkeit muss mit 
wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen sein (BGE 133 V 115 E. 3.1). 
Zweckmässigkeit liegt vor, wenn die Leistung im Einzelfall die angestrebte Wirkung 
erreichen kann. Damit eine Behandlung wirtschaftlich ist, muss ein angemessenes 
Kosten-Nutzen-Verhältnis bestehen (vgl. Art. 67 Abs. 2 der Verordnung über die 
Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Artikel 10 UVG selber äussert sich nicht zur 
Wirtschaftlichkeit. Artikel 54 UVG verpflichtet aber die Leistungserbringer in der 
Unfallversicherung allgemein, sich auf das durch den Behandlungszweck geforderte Mass 
zu beschränken (vgl. Martina Filippo, in: Basler Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, 
2019, Art. 10 N 6 f.).

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Die Zweckmässigkeit einer Behandlung wird aufgrund von medizinischen Kriterien 
bestimmt. Besteht eine klare medizinische Indikation für eine Behandlung, kann ohne 
weitere Abklärungen von der Zweckmässigkeit ausgegangen werden (BGE 125 V 95 E. 
4a). Bei der Beurteilung der Zweckmässigkeit der Heilbehandlung ist prospektiv die 
Summe der positiven Wirkungen einer Massnahme auf die versicherte Person mit den 
positiven Wirkungen von alternativen Massnahmen oder mit dem Verzicht auf jegliche 
Massnahmen zu vergleichen, wobei sowohl das Kriterium der Zweckmässigkeit als auch 
dasjenige der Wirtschaftlichkeit voraussetzen, dass die Massnahme erforderlich und 
notwendig ist (vgl.  Gebhard Eugster, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht 
(SBVR), Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 508 f. Rz. 331 f.). 

Bestehen zwischen zwei alternativen Behandlungsmethoden vom medizinischen 
Standpunkt aus keine ins Gewicht fallenden Unterschiede in dem Sinne, dass sie unter 
dem Gesichtspunkt der Zweckmässigkeit mit Bezug auf den angestrebten Erfolg als 
gleichwertig zu bezeichnen sind, ist grundsätzlich die kostengünstigere und damit 
wirtschaftlichere Anwendung zu wählen (BGE 127 V 138 E. 5 mit weiteren Hinweisen). Ist 
die Erfolgsprognose einer kostengünstigeren Massnahme nicht eindeutig, kann im 
Rahmen des allgemeinen Rechtsgrundsatzes der Schadenminderungspflicht zumindest 
ein Versuch damit verlangt werden (vgl. BGE 130 V 299 E. 6.2.2.2 mit Hinweisen).

4.3 Gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. c UVG hat die versicherte Person namentlich Anspruch 
auf Behandlung, Verpflegung und Unterkunft in der allgemeinen Abteilung eines Spitals. 
Wird eine Person bei einem Unfall dermassen verletzt, dass eine Spitalbedürftigkeit 
besteht (d. h., ihre Verletzungen rechtfertigen eine Behandlung im Spital), so übernimmt 
die Versicherung die Kosten des Spitalaufenthalts. Als Spitäler gelten inländische 
Anstalten oder Abteilungen von solchen, die der stationären Behandlung von Krankheiten 
und Unfallfolgen oder der Durchführung von Massnahmen der medizinischen 
Rehabilitation dienen, unter dauernder ärztlicher Leitung stehen, über das erforderliche 
fachgemäss ausgebildete Pflegepersonal und über zweckentsprechende medizinische 
Einrichtungen verfügen (Art. 68 Abs. 1 UVV; Martina Filippo, a.a.O., Art. 10 N 22 f.). 

Die medizinische Rehabilitation schliesst an die eigentliche Unfallbehandlung an und 
bezweckt, die durch den Unfall oder die Behandlung selbst bewirkte Beeinträchtigung der 
körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit mit Hilfe medizinischer Massnahmen ganz 
oder teilweise zu beheben. Sie kann ambulant, teilstationär, in einer Kuranstalt, in einem 
Pflegeheim oder in einer spezialisierten Rehabilitationsklinik erfolgen, wobei im letzteren 

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Fall eine Spitalbedürftigkeit vorausgesetzt ist, welche nach der notwendigen 
Behandlungsintensität, dem Behinderungsgrad, der Pflegebedürftigkeit und der Schwere 
des Hauptleidens oder zusätzlich komplizierender Gesundheitseinschränkungen zu 
beurteilen ist (vgl. BGE 126 V 323 E. 2c). 

Die Tatsache allein, dass Behandlung und Aufenthalt im Spital vom behandelnden Arzt 
verschrieben wurden, ist für die Übernahme der Hospitalisationskosten nicht 
entscheidend. Die Anspruchsvoraussetzung der Spitalbedürftigkeit beurteilt sich nach 
objektiven Kriterien, weshalb unbeachtlich ist, dass ein Patient die Spitalbedürftigkeit 
vielfach nicht selber beurteilen kann. In zeitlicher Hinsicht sind für die Beurteilung der 
Spitalbedürftigkeit die gesundheitlichen Verhältnisse im Zeitpunkt des Spitaleintritts 
massgebend (Eugster, a.a.O., S. 543 Rz. 448 mit Hinweisen).

4.4 Gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. d UVG übernimmt die Unfallversicherung die Kosten 
von ärztlich verordneten Nach- und Badekuren. Als Kuranstalten gelten Institutionen, die 
der Nachbehandlung oder Kur dienen, unter ärztlicher Leitung stehen, über das 
erforderliche fachgemäss ausgebildete Personal und über zweckentsprechende 
Einrichtungen verfügen (Art. 68 Abs. 2 UVV). Nach- und Badekuren müssen sowohl 
medizinisch indiziert als auch auch von einem Arzt angeordnet worden sein, damit die 
Unfallversicherung diese Leistungen vergütet (Martina Filippo, a.a.O., Art. 10 N 28 f.).

5. In Würdigung der Akten kann Folgendes festgehalten werden:

5.1 Nachdem Stationsärztin Dr. med. D.________ im Einweisungszeugnis vom 
29. Juni 2020 noch festgehalten hatte, dass eine ambulante Betreuung der Patientin 
momentan nicht realisierbar sei und die selbständige Mobilisation noch nicht habe erreicht 
werden können (notwendige Hilfeleistung beim Waschen/Anziehen, geht mit Gehhilfe, 
braucht Begleitung; UV-act. 7–8), verbesserte sich der Gesundheitszustand der 
Beschwerdeführerin im weiteren Verlauf des Aufenthalts im Spital C.________. Doktor 
D.________ berichtete bereits einige Tage später im "Kostengutsprache Zusatzbrief" vom 
2. Juli 2020, dass sich eine deutliche Besserung zeige, die Patientin könne teils auch 
selbständig mobilisiert werden. Aus medizinischer Sicht sei die Patientin bereit für den 
Übergang in eine Rehabilitationsklinik, sodass die Therapie intensiviert und dadurch eine 
effektive und rasche Rekonvaleszenz erreicht werden könne (UV-act. 14–15). Mit 
Einweisungszeugnis vom 8. Juli 2020 beantragte Dr. D.________ schliesslich keine 
Rehabilitation in der Klinik E.________ mehr, sondern eine Erholungskur im Kurhotel 

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F.________ (gewünschtes Eintrittsdatum 8. Juli 2020). Die Patientin würde sehr von einer 
Erholungskur profitieren, um dadurch eine effektive und rasche Rekonvaleszenz zu 
erlangen. Letztlich solle die Rückkehr in die gewohnte Umgebung ermöglicht werden. Die 
Patientin sei selbständig (Tag und Nacht) und benötige geringe Hilfeleistung (UV-act. 22–
23, wobei bei der erwähnten benötigten Hilfeleistung keiner der vorgegebenen Bereiche 
[Waschen/Anziehen oder Transfer/WC] angekreuzt wurde). Mit diesen Angaben 
übereinstimmend wurde im Austrittsbericht des Spitals C.________ vom 14. Juli 2020 
(Hospitalisation vom 22. Juni bis 8. Juli 2020) festgehalten, dass die Patientin unter 
ausgebauter Analgesie im Verlauf schmerzkompensiert gewesen sei. Die Mobilisation "en 
bloc" unter Anleitung der Physiotherapie habe schrittweise begonnen werden können. Es 
zeigten sich keine neurologische Ausfälle der Peripherie. Die radiologischen 
Verlaufskontrollen zeigten stabile Verhältnisse, sodass die konservative Therapie 
fortgeführt worden sei. Im Verlauf habe die Patientin einen sicheren Gang auf der Ebene 
und bei der Treppe vorweisen können. Der Austrittsbericht wurde neben Stationsärztin 
Dr. D.________ auch vom leitenden Arzt, Dr. med. I.________, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie FMH Chirurgie, elektronisch 
visiert (UV-act. 26–29). 

Wenn auch im Zeitpunkt der ersten Anfrage am 29. Juni 2020 noch eine gewisse 
Unselbständigkeit – mithin wohl auch Spitalbedürftigkeit – der Beschwerdeführerin aus 
den echtzeitigen Arztberichten abgeleitet werden kann, ist eine solche im vorliegend 
relevanten Zeitpunkt des Eintritts in das Kurhotel F.________ am 8. Juli 2020 nicht mehr 
ausgewiesen. Im ersten Einweisungszeugnis war für die "muskuloskelettale Rehabilitation" 
denn auch noch als gewünschtes Eintrittsdatum in die Klinik E.________ der 30. Juni 
2020 vorgesehen (UV-act. 7–8). Nach ein paar wenigen weiteren Tagen im Spital 
C.________ verbesserte sich die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin 
allerdings aktenkundig derart, dass bei der nunmehr selbständigen (Tag und Nacht) und 
schmerzkompensierten Patientin mit sicherem Gang auf der Ebene und bei der Treppe 
keine Spitalbedürftigkeit mehr anzunehmen war. Letzteres ist für die Kostenübernahme 
eines stationären Rehabilitationsaufenthaltes eine notwendige Voraussetzung (vgl. 
vorstehende E. 4.3). 

Unter Berücksichtigung dieses deutlich verbesserten Gesundheitszustandes erscheint 
auch schlüssig, dass die behandelnde Ärztin im zweiten Gesuch um Kostengutsprache 
nicht mehr von einer "Rehabilitation", sondern einer "Erholungskur" sprach. Die 
diesbezügliche Abgrenzung ist zwar im Einzelfall schwierig und offenbar sollte die 

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vorliegende "Erholungskur" auch dazu dienen, die Mobilität der Beschwerdeführerin weiter 
zu verbessern (vgl. hierzu etwa BGE 126 V 323 E. 2d). Jedoch ist mit der Einschätzung 
der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin (vgl. UV-act. 55, 122–123) einig zu gehen, 
dass hierfür mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweismass der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGer 9C_717/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 3.3 mit 
Hinweisen) auch ein ambulantes Setting (mit Physiotherapie und Spitex) ausgereicht 
hätte. Für die Richtigkeit dieser prospektiven Einschätzung spricht schliesslich auch, dass 
im Kurhotel F.________ die Schmerztherapie mit Nicht-Opioid-Analgetika (Dafalgan und 
Novalgin) unverändert belassen wurde (darunter sei die Patientin stets 
schmerzkompensiert gewesen) und einzig physiotherapeutische Übungen durchgeführt 
wurden (vgl. den Austrittsbericht vom 20. Juli 2020, UV-act. 32–33; sowie den 
Therapieplan, UV-act. 124). Stehen zwei Behandlungsmethoden zur Auswahl, ist der 
kostengünstigeren (vorliegend ambulanten) Variante der Vorzug zu geben (vgl. 
vorstehende E. 4.2). Soweit ersichtlich, kam die Unfallversicherung für die Pflegekosten 
(inkl. Physiotherapie und Medikamente) im Kurhotel F.________ auf (vgl. UV-act. 35–37), 
womit es diesbezüglich sein Bewenden haben kann. 

5.2 Im Übrigen ist aus den Akten auch für eine eigentliche Erholungskur keine 
medizinische Indikation ersichtlich. Erholungskuren dienen Versicherten ohne besondere 
Pflege- und Behandlungsbedürftigkeit zur Erholung und Genesung nach Erkrankungen 
bzw. Unfällen, die eine wesentliche Verminderung des Allgemeinzustandes zur Folge 
hatten. Dass eine solche Erholungsbedürftigkeit bestand, ergibt sich aus den Akten nicht. 
Abgesehen davon vertritt selbst die Beschwerdeführerin die Ansicht, dass es sich bei der 
Behandlung im Kurhotel F.________ eigentlich um eine Rehabilitationsmassnahme mit 
dem Zweck der Wiedererlangung verlorener bzw. der Verbesserung beeinträchtigter 
Funktionsfähigkeiten gehandelt habe; eine eigentliche Erholungsbedürftigkeit macht sie 
nicht geltend (vgl. in diesem Sinne die Ausführungen der Beschwerdeführerin in act. 5 S. 2 
f.). 

5.3 Es ist zwar durchaus nachvollziehbar, dass sich die Beschwerdeführerin – nach 
guten Erfahrungen in der Vergangenheit – eine stationäre Nachbehandlung gewünscht 
(vgl. UV-act. 7) und sich bei ihren (unfallfremden) Vorbelastungen (vgl. die Diagnoseliste 
in UV-act. 29) subjektiv noch unsicher gefühlt hatte. Vor diesem Hintergrund überrascht es 
auch nicht, dass die behandelnden Ärzte im Hinblick auf ihren Behandlungsauftrag und die 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung um entsprechende Kostengutsprachen ersucht 
hatten (vgl. hierzu etwa BGE 135 V 465 E. 4.5). Dies ändert jedoch nichts daran, dass bei 

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objektiver Betrachtung gestützt auf die Aktenlage weder eine stationäre Rehabilitation 
noch eine Erholungskur medizinisch indiziert waren. Die von der Beschwerdeführerin 
vorgebrachten Einschränkungen (erhebliche Mobilitätsbehinderung mit Sturzgefahr 
aufgrund eines hohen Bedarfs an Opioiden, starke Schmerzen, erforderliche engmaschige 
Pflegebedürftigkeit; vgl. hierzu etwa act. 1 S. 4 f. und act. 5 S. 3) finden demgegenüber 
keinerlei Rückhalt in den echtzeitlichen Berichten der behandelnden Ärzte. Ihre 
Ausführungen vermögen damit keine Zweifel an der Einschätzung der beratenden Ärzte 
der Beschwerdegegnerin zu erwecken, weshalb darauf abgestellt werden kann (vgl. zum 
Beweiswert von Berichten von versicherungsinternen medizinischen Fachpersonen 
BGE 135 V 465 E. 4.4; sowie zur Beweiskraft von Aktenbeurteilungen BGer 8C_448/2022 
vom 23. November 2022 E. 4.3.3 mit Hinweisen). 

5.4 Am vorliegenden Ergebnis würden sodann auch die beantragten 
Zeugenbefragungen nichts zu ändern vermögen. Neben der behandelnden Ärztin 
Dr. D.________ zeichnete auch Dr. I.________ den Austrittsbericht vom 14. Juli 2020, 
worin stabile Verhältnisse sowie ein sicherer Gang der Patientin beschrieben wurden (UV-
act. 26–28). Seine offenbar gegenüber der Beschwerdeführerin vor dem Hintergrund der 
vorbestehenden Hüftoperation geäusserte Mahnung zur Vorsicht (vgl. act. 1 S. 4) steht der 
Einschätzung im Austrittsbericht nicht entgegen. Der Ehemann wäre als medizinischer 
Laie nicht in der Lage, sich objektiv zur Spitalbedürftigkeit der Beschwerdeführerin zu 
äussern. Nach dem Gesagten wären weder von der Befragung des Ehemannes noch von 
Dr. I.________, von welchem bereits ein schriftlicher Bericht bei den Akten liegt, neue 
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann und der entsprechende 
Antrag abzuweisen ist (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung BGE 136 I 229 E. 5.3; BGer 
8C_812/2013 vom 10. April 2014 E. 3.2.2). 

5.5 Die Beschwerdegegnerin hat damit die Kostenübernahme für den Aufenthalt im 
Kurhotel F.________ gemäss Rechnung vom 17. Juli 2020 (UV-act. 30) zu Recht 
abgelehnt. Die Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen. 

6. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im UVG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteient-
schädigung ist – der ohnehin nicht vertretenen Beschwerdeführerin – bei diesem 
Verfahrensausgang nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG). Dem obsiegenden 
Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG ebenfalls keine 
Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Beschwerdegegnerin, sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 31. Januar 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am