# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c3cdc6f-c4ee-5c9b-af56-f4e5854e87a5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.02.2021 200 2020 760
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-760_2021-02-04.pdf

## Full Text

200 20 760 EL
ACT/BOC/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 4. Februar 2021

Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 28. September 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Feb. 2021, EL/20/760, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) ist langjähriger Bezüger einer ganzen Invalidenrente und 
einer Hilflosenentschädigung leichten Grades, wobei er zusätzlich zur Inva-
lidenrente Ergänzungsleistungen bezieht (Akten der IV-Stelle Bern [nach-
folgend: IVB; act. III] 16, 21 f., 33, 38, 41, 43, 48 f., 57 f., 69 f.; Akten der 
Ausgleichskasse des Kantons Bern [nachfolgend: AKB bzw. Beschwerde-
gegnerin; act. II] 1, 6, 8, 18 - 20, 28 f., 31, 33, 35, 44 f., 47, 51, 53, 57, 73). 
Mit Verfügung vom 4. August 2020 (act. II 78) rechnete die AKB für den 
Anspruch auf Ergänzungsleistungen ab März 2021 bei den Einnahmen ein 
hypothetisches Erwerbseinkommen der Ehefrau des Versicherten im Be-
trag von Fr. 12'312.-- pro Jahr an, dies zusätzlich zum bereits als Einkom-
men berücksichtigten Betrag für die Pflege und Betreuung des Versicherten 
im Umfang der Hilflosenentschädigung der Invalidenversicherung, in der 
Berechnung ab Mai 2020 Fr. 5'688.-- betragend pro Jahr (act. II 73/6). Die 
dagegen erhobene Einsprache wies die AKB mit Einspracheentscheid vom 
28. September 2020 ab (act. II 80 f.). 

B.

Mit Eingabe vom 6. Oktober 2020 leitete die AKB eine mit "Einsprache ge-
gen Ihre Verfügung vom 28. September 2020" betitelte Eingabe des Versi-
cherten vom 30. September 2020 zuständigkeitshalber zur weiteren 
Bearbeitung an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern weiter. Der Be-
schwerdeführer beantragt sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen 
Entscheides und den Verzicht auf die Anrechnung eines hypothetischen 
Erwerbseinkommens seiner Ehefrau bei den Einnahmen. Zudem droht er, 
sich selber oder Dritten Gewalt anzutun.

Mit Blick auf die Gewaltandrohung des Beschwerdeführers stellte der In-
struktionsrichter der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde mit prozess-
leitender Verfügung vom 12. Oktober 2020 eine Kopie der Beschwerde 

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vom 30. September 2020 zu. Gleichzeitig holte er bei der Beschwerdegeg-
nerin eine Beschwerdeantwort ein. 

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2020 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Den Parteien wurde mit prozessleitender Verfügung vom 12. Januar 2021 
Gelegenheit gegeben, zu den eingeholten IV-Akten eine allfällige Stellung-
nahme einzureichen. Mit Eingabe vom 18. Januar 2021 hält die Beschwer-
degegnerin vollumfänglich am gestellten Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde fest, während sich der Beschwerdeführer innert Frist nicht 
vernehmen liess.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

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1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 28. September 2020 
(act. II 81). Streitig ist der Anspruch auf Ergänzungsleistungen ab März 
2021 (act. II 78/1 unten). Im Rahmen des Streitgegenstandes ist allein zu 
prüfen, in welchem Umfang ein hypothetisches Einkommen der Ehefrau bei 
der Berechnung der Ergänzungsleistungen zu berücksichtigen ist. Daher 
hat sich die richterliche Beurteilung praxisgemäss auf diesen Punkt zu be-
schränken, wogegen kein Anlass besteht, die übrigen unbestrittenen Be-
rechnungspositionen in die Prüfung mit einzubeziehen (BGE 110 V 48 E. 
4a S. 53; ZAK 1992 S. 487 E. 1b). 

1.3 Die Beurteilung der Beschwerde fällt in die einzelrichterliche Zu-
ständigkeit, da der Streitwert unter Fr. 20'000.-- liegt (Art. 57 Abs. 1 
GSOG). Denn einerseits kann ein EL-Entscheid in zeitlicher Hinsicht nur für 
ein Kalenderjahr Rechtsbeständigkeit entfalten (BGE 141 V 255 E. 1.3 S. 
258), andererseits berücksichtigt die Beschwerdegegnerin ein hypotheti-
sches Einkommen der Ehefrau des Beschwerdeführers im Umfang von 
zusätzlich jährlich Fr. 12'312.-- (act. II 81/4), weshalb die Differenz zwi-
schen den zugesprochenen und den beantragten Ergänzungsleistungen 
maximal dem genannten Betrag entspricht.

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2021 sind die Änderung vom 22. März 2019 des Bun-
desgesetzes vom 6. Oktober 2006 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) und die Än-
derung vom 29. Januar 2020 der Verordnung vom 15. Januar 1971 über 
die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (ELV; SR 831.301) in Kraft getreten. Für Bezügerinnen und Bezü-
ger von Ergänzungsleistungen, für die die EL-Reform insgesamt einen 
tieferen Betrag der jährlichen Ergänzungsleistungen oder einen Verlust des 
Anspruchs auf eine jährliche Ergänzungsleistung zur Folge hat, gilt 
während dreier Jahren ab Inkrafttreten dieser Änderung das bisherige 

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Recht (Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 22. März 
2019 [EL-Reform]).

Die von der Beschwerdegegnerin in der durch den angefochtenen Einspra-
cheentscheid bestätigten Verfügung vom 4. August 2020 (act. II 78) vorge-
nommene Berechnung basiert auf der bis zum 31. Dezember 2020 
massgebenden Rechtslage (vgl. den Verweis auf den per 1. Januar 2021 
aufgehobenen aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG [act. II 78/1] und den Betrag für 
den Lebensbedarf in der Höhe von Fr. 39'345.-- [act. II 78/3; vgl. Art. 1 lit. b 
und c sowie Art. 3 der Verordnung 19 über Anpassungen bei den Ergän-
zungsleistungen zur AHV/IV {AS 2018 3535}]). In Bezug auf die hier stritti-
ge Frage der Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens der 
Ehefrau des Beschwerdeführers hat sich die Rechtslage per 1. Januar 
2021 insofern geändert, als bei Ehegatten ohne Anspruch auf Ergänzungs-
leistungen das hypothetische Erwerbseinkommen zu 80 % angerechnet 
wird (Art. 11a Abs. 1 i.V.m. Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG [in der ab 1. Januar 
2021 gültigen Fassung]), wohingegen bis zum 31. Dezember 2020 eine 
Anrechnung lediglich im Umfang von zwei Dritteln erfolgte (aArt. 11 Abs. 1 
lit. a [in der bis 31. Dezember 2020 gültigen Fassung] i.V.m. lit. g [aufgeho-
ben per 1. Januar 2021] ELG; vgl. auch act. II 78/3). Da die bis 31. Dezem-
ber 2020 gültige Rechtslage für den Beschwerdeführer die günstigere 
Lösung darstellt, ist vorliegend das bisherige Recht massgebend.

2.2 Gemäss Art. 4 Abs. 1 ELG haben Personen mit Wohnsitz und ge-
wöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz Anspruch auf Ergänzungsleistungen, 
wenn sie eine Rente der AHV oder IV beziehen oder nach lit. b oder d der 
genannten Bestimmung Anspruch auf eine solche Rente hätten. Die Er-
gänzungsleistungen bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung sowie 
der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1 
ELG). Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die 
anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (aArt. 9 
Abs. 1 ELG [in der bis 31. Dezember 2020 gültigen Fassung]).

2.3 Bei Personen, die nicht dauernd oder längere Zeit in einem Heim 
oder Spital leben (zu Hause lebende Personen), fällt unter die Ausgaben in 
erster Linie der Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf pro Jahr. Dane-
ben gehören zu den anerkannten Ausgaben der Mietzins einer Wohnung 

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und die damit zusammenhängenden Nebenkosten, die Gewinnungskosten, 
die Gebäudeunterhaltskosten, die Beiträge an die Sozialversicherungen 
des Bundes, ein jährlicher Pauschalbetrag für die obligatorische Kranken-
pflegeversicherung sowie geleistete familienrechtliche Unterhaltsbeiträge 
(aArt. 10 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 ELG [in der bis 31. Dezember 2020 gülti-
gen Fassung]).

2.4 Als Einnahmen anzurechnen sind die Erwerbseinkünfte, die Ein-
künfte aus Vermögen sowie unter dem Titel Vermögensverzehr ein Fünf-
zehntel, bei Altersrentnerinnen und -rentnern ein Zehntel des Reinver-
mögens, soweit es einen gewissen Betrag übersteigt (aArt. 11 Abs. 1 lit. a - 
c ELG [in der bis 31. Dezember 2020 gültigen Fassung]). Zu den anre-
chenbaren Einnahmen gehören ferner die Renten und familienrechtliche 
Unterhaltsbeiträge (Art. 11 Abs. 1 lit. d und h ELG).

2.4.1 Als Einkommen anzurechnen sind auch Einkünfte und Vermögens-
werte, auf die verzichtet worden ist (aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG [aufgehoben 
per 1. Januar 2021]). Mit dieser Regelung, welche die Verhinderung von 
Missbräuchen bezweckt, soll eine einheitliche und gerechte Lösung ermög-
licht werden, indem sich die schwierige Prüfung der Frage erübrigt, ob beim 
Verzicht auf Einkommen oder Vermögen der Gedanke an eine EL tatsäch-
lich eine Rolle gespielt hat oder nicht (BGE 131 V 329 E. 4.4 S. 335, 122 V 
394 E. 2 S. 397). Eine Verzichtshandlung liegt vor, wenn die versicherte 
Person ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung 
auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsan-
spruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber fak-
tisch nicht Gebrauch macht bzw. ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn 
sie aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer mög-
lichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 140 V 267 E. 2.2 S. 
270; SVR 2018 EL Nr. 10 S. 26 E. 3.1). Die Tatbestandselemente „ohne 
rechtliche Verpflichtung“ resp. „ohne adäquate Gegenleistung“ sind nicht 
kumulativ, sondern alternativ (BGE 134 I 65 E. 3.2 S. 70 = Pra 2008 S. 562, 
131 V 329; SVR 2020 EL Nr. 4 S. 13 E. 3.2.2). In zeitlicher Hinsicht ist zu 
beachten, dass für die Berücksichtigung eines Vermögensverzichts in der 
EL-Berechnung grundsätzlich unerheblich ist, wie weit die Verzichtshand-
lung zurückliegt (BGE 145 V 306 E. 2.3.1 S. 308).

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2.4.2 Unter dem Titel des Verzichtseinkommens (aArt. 11 Abs. 1 lit. g 
ELG [aufgehoben per 1. Januar 2021]) ist auch ein hypothetisches Ein-
kommen des Ehegatten eines EL-Ansprechers anzurechnen (vgl. Art. 9 
Abs. 2 ELG), sofern auf eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder deren zu-
mutbare Ausdehnung verzichtet wird. Daran ändert eine (Teil-)Invalidität 
des betroffenen Ehepartners nichts. Ist dieser im rechtlichen Sinne nicht 
invalid, ist Art. 14a wie Art. 14b ELV weder direkt noch analog anwendbar. 
Bei der Ermittlung einer allfälligen zumutbaren Erwerbstätigkeit der Ehefrau 
oder des Ehemannes ist der konkrete Einzelfall unter Anwendung familien-
rechtlicher Grundsätze (vgl. Art. 163 des Schweizerischen Zivilgesetzbu-
ches [ZGB; SR 210]) zu berücksichtigen. Dementsprechend ist auf das 
Alter, den Gesundheitszustand, die Sprachkenntnisse, die Ausbildung, die 
bisherige Tätigkeit, die konkrete Arbeitsmarktlage sowie gegebenenfalls auf 
die Dauer der Abwesenheit vom Berufsleben abzustellen (BGE 142 V 12 E. 
3.2 S. 14; SVR 2019 EL Nr. 15 S. 38 E. 3.2). Dabei ist dem Ehegatten 
rechtsprechungsgemäss sowohl im Falle laufender als auch erstmals bean-
tragter EL eine realistische Übergangsfrist für die zumutbare Aufnahme 
einer Erwerbstätigkeit oder die Ausdehnung eines Arbeitspensums ein-
zuräumen. Dies gilt dort nicht, wo mit Blick auf einen absehbaren künftigen 
EL-Bezug des einen Ehepartners, beispielsweise infolge Eintritts in das 
AHV-Rentenalter und Aufgabe der Erwerbstätigkeit, dem anderen Ehepart-
ner im Vorfeld genügend Zeit zur Verfügung stand, um sich erwerblich ein-
zugliedern (BGE 142 V 12; SVR 2019 EL Nr. 15 S. 38 E. 3.2).

3.

3.1 Zu Recht nicht bestritten ist, dass die Ehefrau des Beschwerdefüh-
rers gesundheitlich in der Lage wäre, ein Erwerbseinkommen zu erzielen 
(Fragebogen vom 8. Juli 2020; act. II 76/2 f.). Weiter ist erstellt, dass die 
Ehegattin keinerlei Arbeitsbemühungen vorgenommen hat, weshalb nicht 
nachgewiesen ist, dass sie aus Gründen des Arbeitsmarktes kein Einkom-
men erzielen könnte, wobei die Beweislast bei ihr liegt (URS MÜLLER, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl. 2015, Art. 11 N. 
524).

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3.2 Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, seine Ehefrau 
könne nicht ausserhäuslich arbeiten, weil sie ihn pflegen müsse. 

3.2.1 Gestützt auf die Akten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer seit 
Jahren eine ganze Rente der Invalidenversicherung bezieht (act. III 21, 38, 
43/1, 49, 57, und 69); weiter erhält er seit September 2004 eine Hilflosen-
entschädigung für eine Hilflosigkeit leichten Grades (act. III 33/2, 41, 43/4, 
48, 58 und 70), wobei Letztere auf der Einschränkung in zwei alltäglichen 
Lebensverrichtungen (An-/Auskleiden resp. Körperpflege) gründet (act. III 
30/4). Die letzte Abklärung vor Ort erfolgte dabei 2006 (Abklärungsbericht 
vom 24. Mai 2006; act. III 40/2). Weiter findet sich seit 2013 (Bericht des 
Dr. med. B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 5. 
März 2013; act. III 56) kein psychiatrischer Arztbericht mehr in den Akten 
der Invalidenversicherung. Wegen dieses langen Zeitablaufs ist nicht ge-
klärt, ob der Beschwerdeführer aktuell tatsächlich der Pflege durch die Ehe-
frau bedarf oder nicht; es kann im Übrigen aus dem kurzen Bericht des Dr. 
med. B.________ vom 17. August 2020 (act. II 79), der sich in den Akten 
der Beschwerdegegnerin befindet, nichts Entscheidendes abgeleitet wer-
den, da die entsprechenden Ausführungen zu unspezifisch sind. Dr. med. 
B.________ führte im erwähnten Bericht aus (act. II 79), der Beschwerde-
führer leide an einer chronischen paranoiden Schizophrenie (vollentwickel-
tes Wahnsystem), was einer Geisteskrankheit gleichkomme. Durch die 
paranoide Schizophrenie sei der Beschwerdeführer von der Realität stark 
abgekoppelt. Die Krankheit nehme einen chronischen Verlauf, jedoch unter 
Medikation Olanzapin 15mg sei er einigermassen gut eingestellt. Unter der 
aktuellen Diagnose sei der Beschwerdeführer voll und ganz auf die Hilfe 
seiner Frau angewiesen.

3.2.2 Damit geht die Sache zurück an die Beschwerdegegnerin, damit sie 
eine psychiatrische Abklärung veranlasse und anschliessend neu verfüge. 
Anders als in der Beschwerdeantwort, S. 4 f. Ziff. 2.5, ausgeführt, hat die 
Beschwerdegegnerin medizinische Abklärungen zu treffen, wenn die ent-
sprechenden Angaben nicht aus den Akten anderer Sozialversicherer ent-
nommen werden können und den Anspruch auf Ergänzungsleistungen 
betreffen – anders als im Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 
vom 14. Mai 2020, EL/2020/38, E. 3.3 (Beschwerdeantwort, S. 5 Ziff. 2.5), 

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liegen hier keine aktuellen Arztberichte zum Gesundheitszustand vor. In-
soweit besteht denn auch keine absolute Bindung an die Entscheide der 
Invalidenversicherung.

3.2.3 Schliesslich kann auf die Abklärung auch deshalb nicht verzichtet 
werden, weil der Beschwerdeführer aktuell allein eine Hilflosenentschädi-
gung für eine Hilflosigkeit leichten Grades bezieht (act. III 70): Denn nach 
ERWIN CARIGET/UWE KOCH, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Aufl. 
2009, S. 158 (auf den sich die Beschwerdegegnerin bezieht; act. II 81/3 
Ziff. 2.5), können die Pflege- und Betreuungsaufgaben des Ehegatten 
durch die Bezugsberechtigung für eine Hilflosenentschädigung mittleren 
resp. schweren Grades oder durch ein detailliertes Arztzeugnis nachgewie-
sen werden. 

3.3 Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 28. September 2020 (act. II 81) in Gutheissung der Beschwerde auf-
zuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, da-
mit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen über 
den Anspruch auf Ergänzungsleistungen neu verfüge.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. aArt. 61 lit. a ATSG (in 
der bis 31. Dezember 2020 gültigen Fassung; vgl. Art. 83 ATSG) sind keine 
Verfahrenskosten zu erheben. 

4.2 Trotz seines Obsiegens hat der nicht vertretene Beschwerdeführer 
nach konstanter Praxis keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da 
der Aufwand zur Wahrung seiner Interessen den Rahmen dessen nicht 
überschritten hat, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise zur Be-
sorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat 
(BGE 127 V 205 E. 4b S. 207; SVR 2019 KV Nr. 7 S. 51 E. 9.2.1).

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der 
Ausgleichskasse des Kantons Bern vom 28. September 2020 aufgeho-
ben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit 
sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen über 
den Anspruch auf Ergänzungsleistungen neu verfüge.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________ (inkl. Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 

2021)
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.