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**Case Identifier:** e3469102-6323-5b9a-80ac-1995553ad20d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.04.2024 720 23 83 / 78 (720 2023 83 / 78)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-83---78_2024-04-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. April 2024 (720 23 83 / 78) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente / Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Tschopp, Advokat, 
Advokaturbüro, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1960 geborene, zuletzt als Anlageberater bei der B.____ AG tätig gewesene 
A.____ meldete sich am 20. Februar 2020 unter Hinweis auf eine reduzierte Herzfunktion nach 
einem am 20. Juli 2019 erlittenen Herzinfarkt bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Bezug von Leistungen an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen 
Verhältnisse ermittelte die IV-Stelle Basel-Landschaft beim Versicherten ab 7. August 2020 (Ab-
lauf des Wartejahres) einen Invaliditätsgrad von 100 % und ab 26. Februar 2021 einen solchen 
von 16 %. Gestützt auf diese Ergebnisse sprach die IV-Stelle A.____ - nach durchgeführtem 

 

 
 
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Vorbescheidverfahren - mit Verfügung vom 9. Februar 2023 für den Zeitraum vom 1. August 
2020 bis 31. Mai 2021 eine befristete ganze Rente zu. Gleichzeitig lehnte sie einen weiteren 
Rentenanspruch ab 1. Juni 2021 ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Larissa Manera, am 
13. März 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er, es sei die angefochtene 
Verfügung vollumfänglich aufzuheben und es sei die Sache zur Klärung des medizinischen 
Sachverhalts und der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
Danach sei erneut über seinen Leistungsanspruch zu entscheiden; unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. Am 31. März 2023 teilte Advokatin Larissa Manera mit, dass Advokat Daniel Tschopp 
im vorliegenden Beschwerdeverfahren die Vertretung des Beschwerdeführers übernehme.  
 
D. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 1. Juni 2023 die Abweisung der 
Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von Dr. med. C.____, 
Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 13. April 
2023 bei.  
 
E. Mit Replik vom 8. August 2023 liess der Beschwerdeführer durch seinen neuen 
Rechtsvertreter, Advokat Daniel Tschopp, beantragen, es sei die angefochtene Verfügung auf-
zuheben und es sei ihm ab 1. August 2020 bis auf weiteres eine ganze Invalidenrente zuzu-
sprechen. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung vollumfänglich aufzuheben und es sei 
die Sache zur Klärung des medizinischen Sachverhalts und der verbleibenden Restarbeitsfä-
higkeit an die Vorinstanz zurückzuweisen. Danach sei erneut über seinen Leistungsanspruch zu 
entscheiden; unter o/e-Kostenfolge. Die Beschwerdegegnerin wiederum beantragte in ihrer 
Duplik vom 5. Oktober 2023 nach wie vor die Abweisung der Beschwerde.   
 
F. Im Hinblick auf die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zog das Kantonsgericht 
bei der D.____ AG die Krankentaggeldversicherungsakten des Beschwerdeführers bei. 
 
G. Anlässlich der Urteilsberatung vom 1. Februar 2024 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass die vorhandene medizinische Aktenlage keine abschliessende Beurteilung 
des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers zulasse. Es seien weitere medizinische Abklä-
rungen nötig, wobei die Einholung eines versicherungsexternen kardiologischen Gutachtens im 
Vordergrund stehe. Das Kantonsgericht zog deshalb in Betracht, die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Angelegenheit zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachver-
halts im Sinne der Erwägungen und anschliessender Neuentscheidung an die IV-Stelle zurück-
zuweisen. In Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach der Be-
schwerde führenden Partei auch dann Gelegenheit zum Rückzug der Beschwerde zu geben ist, 
wenn eine rentenzusprechende Verfügung aufgehoben und die Sache zu weiterer Abklärung 
und neuer Entscheidung an die IV-Stelle zurückgewiesen werden soll (BGE 137 V 314), be-
schloss es, den Fall auszustellen und dem Versicherten vorab die Möglichkeit einzuräumen, 
seine Beschwerde zurückzuziehen. 
 

 

 
 
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H. Mit Eingabe vom 12. Februar 2024 teilte der Versicherte mit, dass er vollumfänglich an 
seiner Beschwerde festhalte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 13. März 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Auf alle Rentenansprüche, die ab 
dem 1. Januar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie diejenigen des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung Anwendung (Kreisschreiben über Invalidität 
und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100). Vorliegend 
erging die angefochtene Verfügung erst nach dem 1. Januar 2022, im Streit liegt jedoch ein 
vorher, am 1. August 2020, entstandener Rentenanspruch des Versicherten. Insoweit beurteilt 
sich die Angelegenheit nach den bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassungen des 
IVG, der IVV und des ATSG (Urteil des Bundesgerichts vom 13. November 2023, 
8C_309/2023, E. 2.1 mit Hinweis). Die betreffenden Bestimmungen werden im Folgenden je-
weils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 

 

 
 
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durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person stützt sich die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) 
auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung 
zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 
arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2024, 8C_122/2023, E. 2.3). Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 
140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 
143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entschei-
dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

 

 
 
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auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-
geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des 
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt Berichten und Gutachten versicherungsinter-
ner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Soll ein 
Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an 
die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 am Ende, mit Hinweis).  
 
4.1 Wie den medizinischen Akten entnommen werden kann, erlitt der Versicherte am 
20. Juli 2019 in den Ferien in E.____ einen Herzinfarkt und wurde vor Ort zwei Wochen statio-
när behandelt. Nach seiner Rückführung in die Schweiz war er im Spital F.____ hospitalisiert. In 
der Folge erhoben die behandelnden Ärztinnen und Ärzte bei ihm im Wesentlichen folgende 
Diagnosen: (1) Koronare 2-Gefäss-Erkrankung mit/bei (1.1) Status nach STEMI anterior und 
inferior (20.07.2019), (1.2) Lika/PTCA 07/2019 (Italien): Verschluss ACD im Bereich der Crux, 
hochgradige RIVA Stenose frustraner Rekanalisationsversuch der ACD; (1.3) MPS 07/2019 
(Italien): Nekrotische Myokardareale basal inferior, basal inferoseptal, mittinferior, mittinferosep-
tal und apikal inferior nachweisbar, EF 41 %; (1.4) Lika/PTCA 07.08.2019: Frustraner Rekanali-
sationsversuch der ACD, erfolgreiche PTCA und Stentversorgung einer hochgradigen Stenose 
des mittleren RIVA; (2) Gewichtsverlust und Entzündungskonstellation unklarer Ätiologie; (3) 
Diabetes mellitus; (4) Chronische Niereninsuffizienz; (5) Leichtes bis mittelgradiges Schlafap-
noesyndrom unter CPAP-Therapie; (6) Symptomatische, immobilisierende Bakerzyste Knie 
links (vgl. die Berichte des Spitals F.____, Kardiale Rehabilitation, vom 26. November 2019 und 
der behandelnden Kardiologin Dr. med. G.____, Kardiologie FMH, vom 7. Januar 2020). Im 
August 2020 musste dem Beschwerdeführer im Spital F.____ wegen einer Verschlechterung 
des Gesundheitszustands ein dritter Stent gesetzt werden. Im Anschluss an diesen Eingriff 
wurde bei ihm in den nachfolgenden Arztberichten als kardiale Hauptdiagnose neu jeweils eine 
koronare 3-Gefäss-Erkrankung festgehalten (vgl. den Bericht des Spitals F.____, Kardiologie, 
vom 22. August 2020). Soweit es um die Beurteilung des Gesundheitszustands des Versicher-
ten geht, stimmen die Standpunkte der Parteien weitgehend überein.  
 
4.2 Uneinigkeit besteht hingegen in Bezug auf die Frage, wie sich die geschilderten ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Arbeits-und Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers auswirken. Der RAD-Arzt Dr. C.____ vertritt den Standpunkt, dass beim Versicherten ab 
August 2020 (Ablauf des Wartejahres) bis zum 25. Februar 2021 eine vollständige Arbeitsunfä-
higkeit bestanden habe. Seither sei er aber sowohl im angestammten Beruf als Anlage- und 

 

 
 
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Kundenberater einer Bank als auch in einer angepassten Verweistätigkeit wieder uneinge-
schränkt arbeitsfähig (vgl. die Berichte von Dr. C.____ vom 28. Juni 2021, 3. August 2021 [samt 
Aktennotiz vom 20. Oktober 2021] und 2. März 2022). Die behandelnde Kardiologin Dr. G.____ 
schliesst sich in Bezug auf den Zeitraum von August 2020 bis 25. Februar 2021 der Einschät-
zung des RAD-Arztes an. Im Gegensatz zu diesem ist sie aber der Auffassung, dass dem Ver-
sicherten in der Zeit danach, d.h. ab 26. Februar 2021, die Ausübung bzw. die Wiederaufnahme 
des angestammten Berufs als Anlage- und Kundenberater einer Bank nicht mehr zumutbar sei. 
Diese Tätigkeit sei unweigerlich mit hohem Zeitdruck und schwerem emotionalem Stress und 
somit mit Arbeitsbedingungen verbunden, die der Versicherte mit Blick auf seine schwere koro-
nare Erkrankung in jedweder Tätigkeit zu meiden habe (vgl. die Berichte von Dr. G.____ vom 
4. Januar 2022 und 22. Februar 2023).  
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 9. Februar 2023 bei der 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf die erwähnten Berichte von Dr. C.____ 
vom 28. Juni 2021, 3. August 2021 (samt Aktennotiz vom 20. Oktober 2021) und 2. März 2022. 
Dabei gelangte sie zur Auffassung, dass beim Beschwerdeführer ab 7. August 2020 (Ablauf des 
Wartejahres) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Seit dem 26. Februar 2021 
sei er dann im angestammten Beruf als Anlage- und Kundenberater einer Bank und in einer 
angepassten Verweistätigkeit wieder uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen.  
 
5.2 Entgegen der Auffassung der IV-Stelle kann den genannten Beurteilungen des RAD-
Arztes Dr. C.____ im vorliegenden Beschwerdeverfahren keine ausschlaggebende Beweiskraft 
beigemessen werden. Bei der beweisrechtlichen Würdigung seiner Einschätzung ist vorab da-
ran zu erinnern, dass Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen - wie be-
reits weiter oben festgehalten (vgl. E. 3.3 hiervor) - nicht derselbe Beweiswert zukommt wie 
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar 
wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu 
stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh-
men (BGE 145 V 97 E. 8.5 am Ende, mit Hinweis). Solche Zweifel liegen hier vor. Unklar bleibt 
insbesondere, ob es dem Beschwerdeführer aus kardiologischer Sicht tatsächlich zumutbar ist, 
ab 26. Februar 2021 wieder ohne Einschränkungen in seiner angestammten Tätigkeit als Anla-
ge- und Kundenberater einer Bank zu arbeiten. Während die behandelnde Kardiologin die Fra-
ge verneint, wird sie von Dr. C.____ ohne Weiteres bejaht. In diesem Zusammenhang ist vorab 
darauf hinzuweisen, dass es sich beim genannten RAD-Arzt nicht um einen Facharzt für Kar-
diologie handelt. Dieser Umstand ist, für sich allein betrachtet, allerdings noch nicht von aus-
schlaggebender Bedeutung. Entscheidend ist vorliegend vielmehr, dass die Begründung seiner 
Einschätzung inhaltlich nicht zu überzeugen vermag. So geht Dr. C.____ bei seiner Beurteilung 
davon aus, dass es sich bei der Tätigkeit eines Kundenberaters einer Bank - entgegen der 
Schilderung der behandelnden Kardiologin - nicht um eine Arbeit "mit hohem Zeitdruck und 
schwerem emotionalem Stress" handle. Es verhalte sich im Gegenteil so, dass Kundengesprä-
che in einem für den Kunden angenehmen Ambiente stattfinden würden. Man wolle den Kun-
den nicht stressen, sondern überzeugen, und es werde auch kein Zeitdruck auf den Kunden 

 

 
 
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ausgeübt. Es erschliesse sich ihm deshalb nicht, wie bei einem Job als Kundenberater einer 
Bank Stress für den Berater entstehen solle. Dieser Betrachtungsweise des RAD-Arztes kann 
nun aber klarerweise nicht gefolgt werden. Dr. C.____ legt seiner Beurteilung offensichtlich ein 
unzutreffendes Anforderungsprofil eines Anlage- und Kundenberaters einer Bank zu Grunde, 
weshalb auf seine diesbezügliche Einschätzung nicht abgestellt werden kann. Es fehlt somit im 
vorliegenden Fall vorab an einer Abklärung der Leistungsfähigkeit des Versicherten, die das 
tatsächliche, konkrete Anforderungsprofil der angestammten Tätigkeit als Anlage- und Kunden-
berater einer Bank hinreichend berücksichtigt. Vor einer abschliessenden Beurteilung des Ren-
tenanspruchs des Beschwerdeführers sind deshalb entsprechende zusätzliche Abklärungen 
aus fachärztlicher kardiologischer Sicht erforderlich. 
 
6. In seiner Replik bringt der Beschwerdeführer vor, seine Resterwerbsfähigkeit sei auf-
grund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Verbindung mit seinem fortgeschrittenen 
Alter nicht mehr nachgefragt und deren Verwertung sei ihm auch gestützt auf die Selbsteinglie-
derungslast nicht mehr zumutbar. Auf diesen Einwand ist im vorliegenden Verfahrensstadium 
nicht weiter einzugehen. Solange nicht abschliessend geklärt ist, ob beim Beschwerdeführer ab 
26. Februar 2021 überhaupt - und bejahendenfalls in welchem Ausmass - eine Einschränkung 
der Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestand, kann die Frage der Verwertbarkeit der (Rest-) Ar-
beitsfähigkeit nicht schlüssig beurteilt werden.  
 
7.1 Nach dem Gesagten lässt die vorhandene medizinische Aktenlage (noch) keine ab-
schliessende Beurteilung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers zu. Es sind weitere 
medizinische Abklärungen erforderlich. Die IV-Stelle wird zu diesem Zwecke ein verwaltungsex-
ternes kardiologisches Gutachten zur Frage der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwer-
deführers einzuholen haben. In diesem Zusammenhang wird insbesondere das konkrete Anfor-
derungsprofil der Tätigkeit eines Anlage- und Kundenberaters einer Bank zu klären sein. An-
schliessend wird die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang dem Versicherten die 
Ausübung des angestammten Berufs noch zumutbar ist, unter Berücksichtigung dieses effekti-
ven Anforderungsprofils zu beurteilen sein. Falls die Gutachterin oder der Gutachter zur Auffas-
sung gelangen sollte, dass die Exploration des Versicherten nicht nur aus kardiologischer Sicht, 
sondern unter Beizug weiterer Fachdisziplinen erfolgen sollte, wird sie bzw. er die IV-Stelle um 
eine entsprechende Erweiterung des Auftrags zu ersuchen haben. Gestützt auf die Ergebnisse 
der Aktenergänzung wird die IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch der Versicher-
ten neu zu befinden haben.  
 
7.2 Als Ergebnis ist somit festzuhalten, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen 
ist, als die angefochtene Verfügung vom 9. Februar 2023 aufzuheben und die Angelegenheit 
zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an 
die IV-Stelle zurückzuweisen ist. 
 
8. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.  
 
8.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rück-

 

 
 
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weisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und Entscheidung (mit noch offe-
nem Ausgang) für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädi-
gung als vollständiges Obsiegen der Beschwerde führenden Partei, unabhängig davon, ob sie 
beantragt oder ob das Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (BGE 137 V 210 
E. 7.1 mit Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt ausdrücklich auch für das kantonale Beschwerde-
verfahren (Urteil des Bundesgerichts vom 23. August 2023, 9C_379/2022, E. 4.2; BGE 
137 V 57 E. 2.1 und 2.2 mit Hinweisen). 
 
8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden 
die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auf-
erlegen sind. 
 
8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
hat in seiner Honorarnote vom 31. Oktober 2023 für das vorliegende Verfahren einen Zeitauf-
wand von 13 Stunden und 55 Minuten geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stel-
lenden Sachverhalts- und Rechtsfragen zwar eher als hoch, insgesamt aber noch als ange-
messen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss 
für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu ent-
schädigen. Nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Auslagen von Fr. 107.40. Dem 
Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘862.75 
(13 Stunden und 55 Minuten à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 107.40 zuzüglich 7,7 % Mehrwert-
steuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-

 

 
 
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sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt.  
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 9. Februar 2023 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle 
Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3‘862.75 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 http://www.bl.ch/kantonsgericht