# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f243f2eb-1faf-53cc-b8b9-99715bdae089
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.06.2021 SB200506
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200506_2021-06-21.pdf

## Full Text

bergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB200506-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, lic. iur. S. Volken  

und lic. iur. C. Maira sowie der Gerichtsschreiber M.A. HSG  

M. Wolf-Heidegger 

 

Urteil vom 21. Juni 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend einfache Körperverletzung etc. und Widerruf  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 1. Abteilung,  
vom 13. Oktober 2020 (DG200077) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Sihl vom 8. April 2020 (Urk. 53) 

ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 80 S. 31 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der einfachen Körperverletzung i.S.v. Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von 

B._____ sowie 

− des Fahrens in fahrunfähigem Zustand i.S.v. Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG i.V.m. 

Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV. 

2. In Bezug auf den Vorwurf der einfachen Körperverletzung zum Nachteil von 

C._____ wird das Verfahren definitiv eingestellt. 

3. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft See / 

Oberland vom 21. Juli 2015 ausgefällten Freiheitsstrafe von 6 Monaten wird wider-

rufen. 

4. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafe bestraft mit  

14 Monaten Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 3 Tage 
durch Haft bereits erstanden sind. 

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 8 Monaten aufgeschoben und 

die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate), abzüglich 3 Tage, die 

durch Haft erstanden sind, wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

6. Es wird die Erstellung eines DNA-Profils im Sinne von Art. 5 des DNA-Profil- 

Gesetzes angeordnet. Der Beschuldigte wird verpflichtet, sich zwecks Abnahme 

einer DNA-Probe innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Urteils bei der Kantonspolizei 

Zürich, Erkennungsdienst, Zeughausstrasse 11, Zürich zur erkennungsdienstlichen 

Behandlung mit Wangenscheinhautabnahme zu melden. 

- 3 - 

7. Auf das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers C._____ 

wird nicht eingetreten. 

8. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen. 

9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der D._____ AG Schadenersatz von Fr. 8'370.85 

zu bezahlen. 

10. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 3'000.– zuzüglich 

5 % Zins ab 19. Januar 2018 als Genugtuung zu bezahlen.  

11. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'500.00   Kosten Vorverfahren; 

Fr. 1'778.05   Auslagen (Gutachten); 

Fr. 128.40   Auslagen (Gutachten); 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

12. Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidi-

ger des Beschuldigten mit Fr. 12'000.– (inkl. Barauslagen und 7.7% MwSt.) aus der 

Gerichtskasse entschädigt. 

13. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt, aber abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforde-

rung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

14. (Mitteilung) 

15. (Rechtsmittel)." 

- 4 - 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 4 f.) 

a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 103 S. 1 ff.) 

1. Herr A._____ sei des fahrlässigen Fahrens in fahrunfähigem Zustand 

schuldig zu sprechen. 

Herr A._____ sei vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung i.S.v. 

Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von B._____ freizusprechen. 

2. Das Verfahren in Bezug auf den Vorwurf der einfachen Körperverlet-

zung zum Nachteil von C._____ sei definitiv einzustellen. 

3. Auf den Widerruf des bedingten Vollzugs bezüglich der mit Strafbefehl 

der Jugendanwaltschaft See/Oberland vom 21. Juli 2015 ausgefällten 

Freiheitsstrafe von 6 Monaten sei zu verzichten. 

4. Herr A._____ sei mit einer vollziehbaren Geldstrafe von 

30 Tagessätzen zu CHF 30.00 zu bestrafen, wovon bis und mit heute 

1 Tagessatz durch Haft bereits erstanden ist. 

5. Es sei von der Anordnung einer Erstellung eines DNA-Profils im Sinne 

von Art. 5 des DNA-Profil-Gesetzes abzusehen. 

6. Auf das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers 

C._____ sei nicht einzutreten. 

7. Der Privatkläger B._____ sei mit seinem Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses zu verweisen. 

8. Die D._____ AG sei mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses zu verweisen. 

9. Der Privatkläger sei mit seinem Genugtuungsbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses zu verweisen. 

- 5 - 

10. Die bis zum erstinstanzlichen Urteil aufgelaufenen Verfahrenskosten 

(inkl. Kosten der amtlichen Verteidigung) seien zu 2/3 auf die Staats-

kasse zu nehmen und Herrn A._____ zu 1/3 aufzuerlegen, aber abzu-

schreiben. 

11. Die Kosten des Berufungsverfahrens (inkl. Kosten der amtlichen Ver-

teidigung) seien auf die Staatskasse zu nehmen, 

12. Der amtliche Verteidiger sei für seine Aufwendungen im Berufungs-

verfahren angemessen zu entschädigen. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 86) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

c) Der Privatklägerin D._____ AG: 

(Urk. 89) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

  

- 6 - 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1.  Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

13. Oktober 2020 wurde der Beschuldigte A._____ teilweise anklagegemäss der 

einfachen Körperverletzung sowie des Fahrens in fahrunfähigem Zustand schul-

dig gesprochen und unter Widerruf einer bedingt aufgeschobenen Vorstrafe mit 

einer teilbedingt zu vollziehenden Gesamt(Freiheits-)strafe von 14 Monaten be-

straft (Urk. 80 S. 31). Gegen diesen Entscheid liess der Beschuldigte durch sei-

nen amtlichen Verteidiger mit Eingabe vom 16. Oktober 2020 innert gesetzlicher 

Frist Berufung anmelden (Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 75). Die Berufungserklärung 

der Verteidigung ging ebenfalls innert gesetzlicher Frist beim Berufungsgericht ein 

(Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 82). Die Anklagebehörde und die Privatklägerin 

D._____ AG (fortan "Privatklägerin D._____") haben mit Eingaben vom 4. respek-

tive 15. Januar 2021 innert Frist mitgeteilt, dass auf Anschlussberufung verzichtet 

wird (Urk. 86 und 89; Art. 400 Abs. 2 f. und Art. 401 StPO). Beweisergänzungsan-

träge wurden im Berufungsverfahren nicht gestellt (Art. 389 Abs. 3 StPO; Urk. 82 

S. 5; Urk. 103; Prot. II S. 6 f.). Die Verteidigung hat die Berufung in ihrer Beru-

fungserklärung teilweise beschränkt (Urk. 82; Art. 399 Abs. 4 StPO). Die Ankla-

gebehörde und die Privatklägerin D._____ beantragen die Bestätigung des ange-

fochtenen Entscheides (Urk. 86 und Urk. 89).  

2.  Gemäss den Anträgen der Parteien sind im Berufungsverfahren das vor-

instanzliche Einstellen des Verfahrens betreffend den Privatkläger C._____ (Ur-

teilsdispositiv-Ziffer 2), die vorinstanzliche Regelung des Schadenersatz- und Ge-

nugtuungsbegehrens des Privatklägers C._____ sowie des Schaden-

ersatzbegehrens des Privatklägers B._____ (Urteilsdispositiv-Ziffern 7 und 8), die 

vorinstanzliche Kostenfestsetzung (Urteilsdispositiv-Ziffer 11) und die vorinstanz-

liche Regelung betreffend Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

(Urteilsdispositiv-Ziffer 12) nicht angefochten. 

Es ist vorab mittels Beschluss der Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen 

festzustellen (Art. 404 StPO). 

- 7 - 

II. Schuldpunkt 

1.1. In Anklageziffer 1. der Anklageschrift vom 8. April 2020 wird dem Beschul-

digten vorgeworfen, am 19. Januar 2018 im Club E._____ an der F._____-strasse 

in Zürich bei einer tätlichen Auseinandersetzung auf der Tanzfläche den Privat-

klägern C._____ und B._____ je einen Faustschlag ins Gesicht versetzt und diese 

dadurch verletzt zu haben (Urk. 53 S. 2).  

1.2. Betreffend den Privatkläger C._____ wurde das Verfahren eingestellt, da 

dieser seinen Strafantrag zurückgezogen hat (Urk. 80 S. 6 mit Verweisen).  

Betreffend den Privatkläger B._____ hat die Vorinstanz den Beschuldigten 

anklagegemäss der einfachen Körperverletzung schuldig gesprochen (Urk. 80 

S. 31).  

Die Verteidigung macht im Berufungsverfahren wie schon im Hauptverfahren 

zusammengefasst geltend, es sei nicht rechtsgenügend erstellt, dass der Be-

schuldigte den Privatkläger B._____ geschlagen und verletzt habe (Urk. 71 S. 7; 

Urk. 103 S. 4 ff.).  

Vorab ist festzuhalten, dass der Beschuldigte – nach inkonstantem Aussagever-

halten in der Untersuchung – heute nicht rundweg bestreitet, B._____ verletzt zu 

haben: Er habe eine oder mehrere Person(en) geschlagen, wisse aber nicht ge-

nau, welche (Prot. I S. 11 f.; Urk. 102 S. 4 ff.). Der Beschuldigte selber schliesst 

somit nicht aus, dass auch B._____ unter den Getroffenen war.  

2.1.  Die Vorinstanz hat in ihren Erwägungen vorab sämtliche relevanten Be-

weismittel angeführt, diese anschliessend einer korrekten Beweiswürdigung un-

terzogen und überzeugend geschlossen, der eingeklagte Sachverhalt sei, auch 

soweit seitens des Beschuldigten bestritten, rechtsgenügend erstellt (Urk. 80 S. 7-

17) Darauf wird vorab vollumfänglich verwiesen (Art. 82 Abs. 4 StPO).  

Das Nachstehende ist daher vornehmlich ergänzender Natur:  

2.2.  Gemäss Polizeirapport wurden beim massgeblichen Vorfall drei Personen 

im Gesicht verletzt, nämlich die Kollegen C._____, G._____ und B._____ 

- 8 - 

(Urk. 1/1 S. 4). Dass die durch B._____ erlittenen Gesichtsverletzungen in der 

Anklageschrift korrekt wiedergegeben werden, ergibt sich aus dem Arztbericht in 

Urk. 1/28/3 S. 1. Dass der Privatkläger B._____ diese Verletzungen bei der Aus-

einandersetzung im Club E._____ erlitten hat, bestreitet die Verteidigung nicht 

(Urk. 71; Urk. 103). Der Beschuldigte ist geständig, mehrere Personen ins Gesicht 

geschlagen zu haben: An der Hauptverhandlung sprach er von "ein oder zwei 

Personen" (Prot. I S. 11). In der Untersuchung sagte er allerdings auch aus, er 

habe zwei bis drei Schläge ausgeteilt; er habe zwei Personen geschlagen, dass 

er auch noch eine dritte Person geschlagen habe, schloss er nicht aus; er wisse 

es nicht (Urk. 1/8 S. 5 f.). An der Berufungsverhandlung führte er aus, dass er ein 

bis zwei Mal zugeschlagen habe, dass er aber nicht mehr wisse, wen er dabei ge-

troffen habe (Urk. 102 S. 4 ff.). 

Das aufgezeichnete Video-Material gibt bei sorgfältiger und wiederholter Visionie-

rung eindeutig wieder, dass einzig der Beschuldigte Faustschläge ausgeteilt hat 

(Urk. 1/24, ca. Minuten 9-11). Die Behauptung der Verteidigung, aus dem Video 

ergäbe sich einzig ein Tumult auf der Tanzfläche, jedoch keine weiteren Rück-

schlüsse (Urk. 71 S. 4; Prot. I S. 25; Urk. 102 S. 5 ff.), ist schlicht falsch. Damit ist 

die Mutmassung der Verteidigung, es könne noch ein unbekannter Dritter eben-

falls zugeschlagen und den Privatkläger B._____ verletzt haben, an sich schon 

widerlegt. Diese Hypothese ist aber auch aufgrund der übrigen Beweismittel un-

sinnig: Der Beschuldigte befand sich in Begleitung von drei Kollegen (H._____, 

I._____ und ein anderer J._____; Prot. I S. 10) am Tatort, sie seien auf der Tanz-

fläche zusammen gewesen (Urk. 1/16 S. 2). Wenn der Beschuldigte zwischenzeit-

lich angab, er sei nicht der einzige gewesen, der geschlagen habe, hat sich dies 

eindeutig nicht auf seine Begleiter, sondern auf seine – behaupteten – Kontrahen-

ten bezogen: Er wisse nicht, ob er schon geschlagen worden sei, als er zuge-

schlagen habe (Prot. I S. 11). Er habe nach dem Vorfall auch Schmerzen an der 

Nase verspürt (Prot. I S. 12). Dass einer seiner Begleiter, H._____, I._____, oder 

der andere J._____, je ebenfalls zugeschlagen hätten, hat der Beschuldigte nie 

auch nur ansatzweise behauptet. I._____ habe den Beschuldigten vielmehr zu-

rückhalten und beruhigen wollen, wobei er vom Beschuldigten ebenfalls – wenn 

auch unabsichtlich – verletzt wurde, was der Beschuldigte unumwunden zugibt 

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(Urk. 1/16 S. 7). Die Verteidigung stützt sich bei ihrer Behauptung eines zweiten 

Schlägers im Übrigen auf die Aussagen des Augenzeugen K._____ (Urk. 102 

S. 7): Dieser schilderte als Auskunftsperson jedoch, der Beschuldigte und eine 

andere Person hätten sich einen Schlagabtausch geliefert (Urk. 1/13 S. 1). Unab-

hängig davon, dass K._____s Aussage, eine Person habe gegen den Beschuldig-

ten eigentlich zugeschlagen, aufgrund der Videoaufzeichnung nicht wirklich über-

zeugt, gilt: Dass nebst dem Beschuldigten eine weitere Person gegen die Gruppe 

der späteren Verletzten geschlagen hätte, hat K._____ nicht geschildert. Dass gar 

eine Person aus der eigenen Gruppe von B._____ oder ein unbeteiligter Dritter 

den Privatkläger B._____ – unvermittelt und offensichtlich ohne jegliches Motiv – 

geschlagen und verletzt hätte, kann die Verteidigung schliesslich nicht ernsthaft 

behaupten.  

2.3.  Insgesamt verbleibt mit der Vorinstanz und entgegen der Berufungsbegrün-

dung der Verteidigung keinerlei Zweifel, dass sich der Vorfall wie in der Anklage-

schrift geschildert abgespielt hat. Es kann hierbei auf die zusammengefassten 

Einwände der Verteidigung Bezug genommen werden (Urk. 103 Rz. 24). Zu 1.: 

Es kann aufgrund der neben den Zeugenaussagen vorhandenen Beweismittel 

und der Aussagen des Beschuldigten ohne Zweifel erstellt werden, dass dieser in 

ein Handgemenge verwickelt war und mehrfach zugeschlagen hat. Zu 2. und 3.: 

Es ergibt sich aus der Videoaufnahme klar, dass niemand anderes als der Be-

schuldigte die Verletzungen des Privatklägers B._____ herbei geführt haben 

kann, zumal allfällige weitere Personen, sofern es solche gegeben haben sollte, 

lediglich tätlich gegen den Beschuldigten vorgegangen sein können und somit für 

die Verletzung des Privatklägers B._____ nicht verantwortlich sein können. Zu 4. 

und 5.: Mit der Vorinstanz darf ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass 

die Verletzungen des Privatklägers B._____ auch durch einen Schlag mit der lin-

ken Hand eines Rechtshänders in dieser Schwere hätten verursacht werden kön-

nen. Insbesondere ist auf den Videoaufnahmen ersichtlich, dass ein Begleiter des 

Beschuldigten, der auf der rechten Seite des Beschuldigten stand, versuchte, die-

sen zurückzuhalten. Dies steht im Einklang mit der Aussage von I._____, der ge-

nau dies so aussagte und angab, er habe schlichten und den Beschuldigten zu-

rückhalten wollen (Urk. 1/12 Antwort zu rage 11). Entsprechend ist davon auszu-

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gehen, dass besagter Begleiter den Beschuldigten eben auf der rechten Seite zu 

halten versuchte, was mit einem Schlag mit der linken Faust und damit auch mit 

dem vom Beschuldigten an der linken Hand getragenen Ring sehr treffend in Ein-

klang gebracht werden kann. Der bestrittene Tatvorwurf ist mithin rechtsgenügend 

erstellt.  

2.4.  Die rechtliche Würdigung der Anklagebehörde (Urk. 53 S. 3) und der Vor-

instanz (Urk. 80 S. 17 f.) ist korrekt und wird durch die Verteidigung auch nicht kri-

tisiert (Urk. 103). Der angefochtene Schuldspruch der einfachen Körperverletzung 

zum Nachteil des Privatklägers B._____ ist zu bestätigen.  

3.1.  In Anklageziffer 2 wird dem Beschuldigten vorgeworfen, am 

10. Februar 2018 ein Motorfahrzeug nach vorgängigem Alkoholkonsum mit einem 

Atem-Alkoholmesswert von 0,65 mg/l gelenkt zu haben (Urk. 53 S. 3). Der Be-

schuldigte bestreitet dies nicht (Urk. 71 S. 9 mit Verweisen; Urk. 102 S. 8).  

3.2.  Die Vorinstanz hat den Beschuldigten diesbezüglich anklagegemäss des 

Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG i.V.m. 

Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV schuldig gesprochen, wobei sie in 

subjektiver Hinsicht von Eventualvorsatz ausging (Urk. 80 S. 18). 

3.3.  Die Verteidigung macht im Berufungs- wie bereits im Hauptverfahren  

– kürzest – geltend, der Beschuldigte habe lediglich fahrlässig gehandelt; er habe 

darauf vertraut, noch fahrfähig zu sein und den Grenzwert von 0,5 Promille nicht 

überschritten zu haben (Urk. 71 S. 9; Urk. 82; Urk. 103 S. 9 f.).  

3.4.  Der beim Beschuldigten gemessene Atem-Alkoholmesswert von 0,65 mg/l 

entspricht einer Blutalkoholkonzentration von rund 1,3 Gewichtspromillen. Es ist 

notorisch, dass eine Alkoholkonzentration in diesem Umfang – ausser bei weit 

überdurchschnittlich alkoholgewöhnten Personen – regelmässig zu bereits sehr 

merklichen Beeinträchtigungen wie Tunnelblick, Konzentrations- und Gleichge-

wichtsstörungen führt.  

Der Beschuldigte wurde polizeilich kontrolliert, weil er auf der Autobahn auffällig 

langsam und in Schlangenlinien fuhr (Urk. 2/1 S. 1). Anlässlich der Kontrolle 

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empfanden die Polizeibeamten die Sprache des Beschuldigten als verwaschen 

(Urk. 2/2 S. 2).  

In der Untersuchung gab der Beschuldigte freimütig und wiederholt zu, bei der in-

kriminierten Fahrt die Wirkung des Alkoholkonsums gespürt zu haben, wenn 

schon er anlässlich der Berufungsverhandlung anfügte, er habe sich fahrtüchtig 

gefühlt (Urk. 102 S. 8). Gleichbleibend ist jedoch seine Aussage, dass er sich Al-

kohol nicht gewohnt sei (Urk. 1/16 S. 8; Urk. 102 S. 8). Letzteres anerkannte auch 

die Verteidigung im vorinstanzlichen Hauptverfahren (Urk. 71 S. 12). Angesichts 

dessen erweist sich die Darstellung des Beschuldigten und der Verteidigung, er 

sei davon ausgegangen, seine Alkoholkonzentration liege noch im legalen Be-

reich, als offensichtliche und reine Schutzbehauptung. Der Beschuldigte spürte 

seine Berauschung, er wollte jedoch seinen Wagen nicht stehen lassen und auf 

andere Weise nach Hause gelangen. Anlässlich der Berufungsverhandlung wurde 

aufgrund seiner Aussagen zudem deutlich, dass er damit hauptsächlich eine Bus-

se abwenden wollte, zumal er sein Fahrzeug auf einem kostenpflichtigen Park-

platz abgestellt hatte (Urk. 102 S. 8). Dadurch hat der Beschuldigte zumindest in 

Kauf genommen, mit unerlaubt hoher Alkoholkonzentration ein Fahrzeug zu len-

ken. Entgegen der Vorinstanz im Berufungsverfahren von direktem Vorsatz aus-

zugehen, schliesst das prozessuale Verbot der reformatio in peius aus.  

3.5. Auch dieser angefochtene Schuldspruch ist zu bestätigen.  

III. Sanktion 

1.1.  Die Vorinstanz hat eine bedingt aufgeschobene Vor-(Freiheits-)strafe von 

6 Monaten für vollziehbar erklärt, da der Beschuldigte die heute zu beurteilenden 

Taten während deren laufender Probezeit begangen hat. Anschliessend hat sie 

erkannt, dass für die aktuell zu beurteilenden Delikte eine Freiheitsstrafe auszufäl-

len ist. Als Folge davon hat die Vorinstanz eine Gesamtstrafe aus widerrufener 

Vorstrafe und der aktuell auszusprechenden Sanktion gebildet (Urk. 80 S. 18-21). 

All dies ist korrekt und überzeugend begründet (Art. 46 Abs. 1 und Art. 49 Abs. 1 

StGB).   

- 12 - 

1.2. Die Verteidigung bringt zum Widerruf des bedingten Vollzugs der Vorstrafe 

vor, der Beschuldigte habe die Taten, welche zu seinen Vorstrafen geführt hätten, 

vor einiger Zeit und noch in jugendlichem Alter begangen; nun sei er jedoch ein 

junger Erwachsener, der es verstanden habe, dass er für sein Leben selbst ver-

antwortlich sei, weshalb ihm keine schlechte Legalprognose gestellt werden kön-

ne (Urk. 103 S. 11). Während es zu begrüssen ist, dass der Beschuldigte sich 

derzeit einer Ausbildung zu widmen und diese zudem durch eigene Arbeitstätig-

keit zu finanzieren scheint, so ist doch nicht zu vergessen, dass bereits eine voll-

ziehbare Geldstrafe aus dem Jahr 2015 ihn nicht davon abgehalten hat, die vor-

liegend zu beurteilenden Taten zu begehen. Auch die drohende Gefahr einer voll-

ziehbaren Freiheitsstrafe von 6 Monaten scheint ihn sodann nicht zur Vernunft 

gebracht zu haben. So schritt er wiederholt – und jeweils unter Alkoholeinfluss – 

zu Straftaten, obschon er sich seiner eigenen Alkoholintoleranz und der Konse-

quenzen seines Alkoholkonsums bewusst ist oder zumindest bewusst sein müss-

te. Aufgrund dieser Entwicklung ist mit der Vorinstanz gerade nicht von einer gu-

ten Legalprognose auszugehen, weshalb sie den bedingten Vollzug der mit Straf-

befehl der Jugendanwaltschaft See / Oberland ausgefällten Freiheitsstrafe von 

6 Monaten zurecht widerrief und diesen Umstand sodann auch bei der Wahl der 

Vollzugsart der Gesamtstrafe berücksichtigte. Bei ihrem Antrag auf Verzicht auf 

den Widerruf der bedingten Vorstrafe geht die Verteidigung zudem von einem 

Freispruch vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung und einer Verurteilung 

lediglich wegen fahrlässigen Fahrens in fahrunfähigem Zustand aus (Urk. 71; 

Urk. 82; Urk. 103). Beides erfolgt wie erwogen heute nicht.  

1.3. Zu einem allfälligen Strafmass betreffend den Tatvorwurf der einfachen Kör-

perverletzung geht die Verteidigung eventualiter bei maximal 6 Monaten Frei-

heitsstrafe noch von einer angemessenen Strafe aus und betreffend das 

Strassenverkehrsdelikt geht sie – unzutreffend – von einer anderen, milderen 

rechtlichen Würdigung aus (Urk. 71 S. 12 ff.; Urk. 103 S. 13).  

1.4. Die Strafzumessung der Vorinstanz ist im Resultat korrekt und in der Be-

gründung nur in einem Punkt zu korrigieren: Die Vorinstanz macht betreffend die 

einfache Körperverletzung zulasten des Privatklägers B._____ als schwerste zu 

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beurteilende Tat zutreffende Erwägungen zur Tatkomponente, berücksichtigt bei 

der Festsetzung der Einsatzstrafe jedoch bereits sowohl die Vorstrafen des Be-

schuldigten wie seine Geständnisbereitschaft und Reue (Urk. 80 S. 21 f.). Diese 

Faktoren sind jedoch bei der Täterkomponente nachstehend zu berücksichtigen. 

Dies führt sinngemäss mit den Erwägungen der Vorinstanz zu einer Einsatzstrafe 

für das schwerste Delikt von rund 6 Monaten Freiheitsstrafe, was sodann auch 

dem von der Verteidigung im Eventualstandpunkt eingeräumten Strafmass ent-

spricht (Urk. 103 S. 11). Diese Einsatzstrafe ist mit der Begründung der Vo-

rinstanz in Abgeltung des Fahrens in fahrunfähigem Zustand – asperiert – um 

rund 2 Monate auf bis dahin 8 Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen.  

Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönlichen 

Verhältnisse des Beschuldigten angeführt (Urk. 80 S. 23 f.). An der Berufungsver-

handlung wurde aktualisiert, dass der Beschuldigte derzeit eine Zweitausbildung 

an einer Informatikschule absolviere. Um diese Ausbildung finanzieren zu können, 

arbeite er derzeit mit einem ca. 40% Pensum in der Gastronomie und habe 

Schulden bei Verwandten in der Höhe von rund Fr. 12'000.– eingehen müssen. Er 

verdiene derzeit monatlich netto rund Fr. 1'400.– und versuche mit fortschreiten-

der Zeit seine Schulden abzubezahlen (Urk. 102 S. 1 ff.; vgl. Urk. 91 und 93). Die 

persönlichen Verhältnisse des Beschuldigen wiegen strafzumessungsneutral. Ei-

ne gesteigerte Strafempfindlichkeit weist er nicht auf. Wenn die Vorinstanz ihm 

strafmindernd Reue attestiert, ist dies zutreffend: Diese bekundet der Beschuldig-

te grundsätzlich überzeugend. Ein eigentliches Geständnis legt er jedoch nicht ab: 

So fordert er auch heute einen Freispruch vom Vorwurf der Körperverletzung und 

macht zum Fahren im fahrunfähigen Zustand eine offensichtliche Ausrede gel-

tend. Straferhöhend wirken sich mit der Vorinstanz die beiden Vorstrafen des Be-

schuldigten aus (Urk. 81); hinzu kommt das Delinquieren während laufender Pro-

bezeit.  

1.5. Die Beurteilung der Täterkomponente führt somit zu einer Erhöhung der 

nach der Beurteilung der Tatkomponente bemessenen Einsatzstrafe um rund 

2 Monate Freiheitsstrafe, was zu einer Sanktionierung der aktuell zu beurteilen-

den Delikte mit 10 Monaten Freiheitsstrafe führt. Mit der Vorinstanz ist aus diesen 

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10 Monaten Freiheitsstrafe und der zu widerrufenden Vorstrafe von 6 Monaten 

Freiheitsstrafe asperierend eine Gesamtfreiheitsstrafe von 14 Monaten zu bilden 

(Urk. 80 S. 23).  

Die angefochtene Sanktion ist mithin im Quantitativ zu bestätigen.  

1.6. Der Anrechnung der erstandenen Haft von 3 Tagen steht nichts entgegen 

(Art. 51 StGB). 

2.  Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten für die bemessene Gesamtstrafe mit 

zutreffender Begründung den teilbedingten Strafvollzug gewährt (Art. 43 Abs. 1 

StGB). Sie hielt fest, dass die objektiven Voraussetzungen für einen teilbedingten 

Vollzug bei einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten gegeben seien. In subjektiver 

Hinsicht sei zu berücksichtigen, dass sämtliche Vorstrafen des Beschuldigten be-

reits einige Zeit zurücklägen und in jugendlichem Alter erstanden worden seien; 

die Vorstrafen und auch die vorliegend zu beurteilenden Strafen zeigten jedoch, 

dass der Beschuldigte mehrmals unter Alkoholeinfluss zu unüberlegten Handlun-

gen schritt, weshalb der Vollzug der Freiheitsstrafe zur Erhöhung der Bewäh-

rungsaussichten teilbedingt auszusprechen sei (Urk. 80 S. 24 f.). Daran ist schon 

aus prozessualen Gründen nichts zu seinen Ungunsten zu ändern (Art. 391 

Abs. 2 StPO). Die Strafe zu seinen Gunsten vollständig aufzuschieben, fällt auf-

grund dieser überzeugenden Erwägungen zur Legalprognose des Beschuldigten 

nicht in Betracht. 

Die Ansetzung des vollziehbaren Strafteils auf das gesetzliche Minimum von 

sechs Monaten ist angesichts der Tatsache, dass der Beschuldigte wiederholt 

Gewaltdelikte begangen hat, durchaus wohlwollend (Art. 43 Abs. 3 StGB). Auch 

dies ist jedoch zwingend zu bestätigen.  

Gleiches gilt für die Festsetzung der Probezeit für den aufgeschobenen Strafteil 

wiederum am unteren gesetzlichen Limit von 2 Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB).  

3.  Die Vorinstanz hat mit überzeugender Begründung dem Antrag der Ankla-

gebehörde folgend für den Beschuldigten die Erstellung eines DNA-Profils ange-

- 15 - 

ordnet (Urk. 80 S. 29). Dies wurde sodann von der Verteidigung auch nicht sub-

stantiiert bemängelt und ist daher ausgangsgemäss ohne Weiteres zu bestätigen.  

IV. Zivilforderungen 

1.  Die Verteidigung hat sich zur Schadenersatzforderung der Privatklägerin 

D._____ und der Genugtuungsforderung des Privatklägers B._____ im Hauptver-

fahren nicht substantiiert geäussert (Urk. 71; Prot. I S. 22 f.).  

2.1. Im Berufungsverfahren begründet sie ihre Anfechtung der diesbezüglichen 

vorinstanzlichen Regelung betreffend die Schadenersatzforderungen der Privat-

klägerin D._____ (vgl. Urk. 80 S. 26 f. und Urk. 89) im Hauptstandpunkt mit dem 

beantragten Freispruch des Beschuldigten vom Tatvorwurf der einfachen Körper-

verletzung (Urk. 103 S. 13 f.). Im Eventualstandpunkt bringt sie vor, dass eine 

substantiierte Bestreitung von verschiedenen Taxpunkt-Rechnungen ohne eine 

einzige weitergehende Ausführung zur Erforderlichkeit der Behandlungen nicht 

möglich sei (Urk. 103 S. 14). 

2.2. Aus den Taxpunkt-Rechnungen ergibt sich jeweils aufgrund der Angabe des 

Unfalldatums und aufgrund der zeitlichen Nähe zum vorliegend zu beurteilenden 

Vorfall, dass es sich um Behandlungskosten aufgrund des Vorfalls vom 

19. Januar 2018 handeln muss (Urk. 1/42/3). Weiter sind jedoch auch den einzel-

nen Taxpunkt-Rechnungen die jeweiligen erbrachten Dienstleistungen zu ent-

nehmen, welche klar einen Zusammenhang zu den durch den Beschuldigten ver-

ursachten Verletzungen aufweisen. So wurde der Beschuldigte offensichtlich ein-

leitend von Schutz und Rettung Zürich erstbehandelt (Urk. 1/42/3 S. 7), worauf er 

noch am selben Abend wegen der Rissquetschwunde und wenige Tage später 

wegen der Nasenverletzung stationär im Universitätsspital Zürich behandelt wur-

de (Urk. 1/42/3 S. 5-6). Nach seiner Entlassung aus dem zweiten stationären Auf-

enthalt bezog er weiter Schmerzmedikamente in der L._____-apotheke in 

M._____ (Urk. 1/42/3 S. 8). Dass sich der Beschuldigte sodann wegen des abge-

brochenen Zahnes auch in zahnmedizinische Behandlung begab, ist aus den wei-

teren Taxpunkt-Rechnungen ersichtlich (Urk. 1/42/3 S. 1-4). Insgesamt ist nicht 

nachvollziehbar, weshalb sich die Verteidigung aufgrund der eingereichten Belege 

- 16 - 

nicht dazu im Stande sieht, diese substantiiert zu bestreiten. Im Gegenteil sind 

diese äusserst detailliert und geben einen guten Überblick über die Behandlun-

gen, welche der Privatkläger B._____ im Nachgang zum Vorfall vom 19. Januar 

2018 über sich ergehen lassen musste. 

2.3. Mit der Vorinstanz ist der Beschuldigte daher zu verpflichten, der 

D._____ AG Schadenersatz in Höhe von Fr. 8'370.85 zu bezahlen. 

3.1.  Die Vorinstanz sprach dem Privatkläger B._____ eine Genugtuung in Höhe 

von Fr. 3'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 19. Januar 2018 zu (Urk. 80 S. 29). Die 

Verteidigung kritisiert hierbei, dass die Vorinstanz lediglich die subjektiven Aus-

wirkungen des Eingriffs für das Opfer und nicht die objektive Schwere des Ein-

griffs berücksichtigt habe. So sei es unzulässig, die subjektiven Auswirkungen nur 

abstrakt aus der objektiven Schwere abzuleiten (Urk. 103 S. 14 f.). Dem ist mit 

der Vorinstanz zu entgegnen, dass der Privatkläger B._____ aufgrund des Schla-

ges einen Tag hospitalisiert wurde und zahlreiche Behandlungen über sich erge-

hen lassen musste. Er erlitt eine schmerzhafte Rissquetschwunde und musste 

sich über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr zahlreichen zahnmedi-

zinischen Behandlungen aufgrund seines abgebrochenen Zahnes unterziehen, 

was für ihn sowohl mit Verlust an Lebenszeit als auch mit Schmerzen verbunden 

war. Zuletzt musste dem Privatkläger B._____ infolge seiner Nasenverletzung 

auch eine Prothese eingesetzt werden. Dass all dies zu einer erheblichen seeli-

schen Unbill des Privatklägers B._____ führte ist ohne Weiteres nachvollziehbar. 

Dass sodann auch von einer erheblichen objektiven Schwere des Eingriffs aus-

gegangen werden muss, ergibt sich bereits aus den Verletzungsfolgen. Die Vo-

raussetzungen für die Zusprechung einer Genugtuung sind damit erfüllt. Überdies 

ist mit der Vorinstanz sogar davon auszugehen, dass sich die geforderte Genug-

tuung noch am unteren Rand des für die Schwere der Tat und für die erlittenen 

Verletzungen möglichen beläuft und damit ohne Weiteres angemessen ist.  

3.2. Aufgrund des Gesagten ist die vorinstanzliche Regelung zu bestätigen und 

der Beschuldigte daher zu verpflichten, dem Privatkläger B._____ eine Genugtu-

ung in Höhe von Fr. 3'000.– zzgl. Zins zu 5% ab 19. Januar 2018 zu bezahlen. 

- 17 - 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1.  Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv-Ziffer 13) 

zu bestätigen (Art. 426 StPO).  

2.  Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– festzu-

setzen. 

3.  Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte mit seinen Anträgen 

vollumfänglich. Daher sind ihm auch die Kosten dieses Verfahrens, mit Ausnahme 

der Kosten seiner amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen (Art. 428 StPO).  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. Eine Ersatzforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO ist vorzubehalten.  

4. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, 

macht für das Berufungsverfahren Aufwendungen von 20.8 Stunden und damit 

von Fr. 4'576.– (exkl. MwSt.) sowie Auslagen in Höhe von Fr. 80.20 (exkl. MwSt.) 

und damit gesamthaft ein Honorar von Fr. 5'014.73 (inkl. MwSt.) geltend. Wäh-

rend der amtliche Verteidiger für die Nachbesprechung des vorinstanzlichen Ur-

teils, welche mit Entschädigung der Vorinstanz bereits abgegolten wurde, zu viel 

Aufwendungen in Rechnung stellt, ist er zusätzlich für die Teilnahme an der Beru-

fungsverhandlung zu entschädigen. Aufgrund dieser Umstände rechtfertigt es 

sich, den amtlichen Verteidiger für das Berufungsverfahren mit den geforderten 

Fr. 5'014.75 (inkl. MwSt.) zu entschädigen.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 1. Abteilung, 

vom 13. Oktober 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. (…) 

2. In Bezug auf den Vorwurf der einfachen Körperverletzung zum Nachteil von 

C._____ wird das Verfahren definitiv eingestellt. 

- 18 - 

3.-6. (…) 

7. Auf das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers 

C._____ wird nicht eingetreten. 

8. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

9.-10. (…) 

11. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'500.00   Kosten Vorverfahren; 

Fr. 1'778.05   Auslagen (Gutachten); 

Fr. 128.40   Auslagen (Gutachten); 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

12. Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher 

Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 12'000.– (inkl. Barauslagen und 7.7% 

MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

13. (…) 

14. (Mitteilung) 

15. (Rechtsmittel)." 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der einfachen Körperverletzung i.S.v. Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nach-

teil von B._____ sowie 

− des Fahrens in fahrunfähigem Zustand i.S.v. Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG 

i.V.m. Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV. 

- 19 - 

2. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft 

See / Oberland vom 21. Juli 2015 ausgefällten Freiheitsstrafe von 

6 Monaten wird widerrufen. 

3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafe bestraft mit 

14 Monaten Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 
3 Tage durch Haft bereits erstanden sind. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 8 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate), abzü-

glich 3 Tage, die durch Haft erstanden sind, wird die Freiheitsstrafe vollzo-

gen. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der D._____ AG Schadenersatz von 

Fr. 8'370.85 zu bezahlen.  

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 3'000.– 

zuzüglich 5 % Zins ab 19. Januar 2018 als Genugtuung zu bezahlen.  

7. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv-Ziffer 13) wird bestätigt. 

8.  Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'014.75   amtliche Verteidigung 

   
9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten. 

10. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (versandt) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt) 

- 20 - 

− den Privatkläger B._____ (versandt) und die Privatklägerin D._____ 
AG (Schaden-Nr. …; versandt) 

 (Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 
den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 
Erhalt des Dispositivs verlangen.) 

− den Privatkläger C._____ (im Dispositivauszug gemäss Rechtskraftbe-
schluss; versandt)  

 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz (mit Bitte um Vornahme der Mitteilung an die Kantons-
polizei Zürich [§ 54a PolG] gemäss eigener Dispositiv-Ziffer 2) 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste  

− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativ-

massnahmen, Postfach, 8090 Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und Formular B 
− die Jugendanwaltschaft See / Oberland, in die Akten des Untersu-

chungsverfahrens-Nr. 2014/01022. 

11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf- 
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

- 21 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird die Abnahme einer DNA-Probe des Beschuldigten und Erstellung 

eines DNA-Profils angeordnet. 

2. Der Beschuldigte wird verpflichtet, sich innert 30 Tagen ab Eintritt der 
Vollstreckbarkeit dieses Entscheids beim Forensischen Institut Zürich, 

Erkennungsdienst, Kasernenstrasse 29, 8004 Zürich, zur erkennungsdienst-

lichen Behandlung mit Wangenschleimhautabnahme zu melden. 

Der Kantonspolizei Zürich wird der Auftrag erteilt, entsprechende Voll-
zugshandlungen vorzunehmen.  

3. Meldet sich der Beschuldigte innert angesetzter Frist nicht, ist die Kantons-

polizei berechtigt und verpflichtet, den Beschuldigten zwecks Abnahme der 

DNA-Probe zwangsweise vorzuführen und die DNA-Probe zwangsweise 

abzunehmen. Dieser Beschluss gilt als Vorführbefehl. 

4. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (versandt) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

- 22 - 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten (mit Vermerk der Vollstreckbarkeit betreffend Fristenlauf 
gemäss Dispositiv-Ziffer 2 des DNA-Beschlusses) 

− die Vorinstanz 
− das Forensische Institut Zürich, Erkennungsdienst, Kasernenstras-

se 29, 8004 Zürich (im Dispositivauszug gemäss DNA-Beschluss) 
− die Kantonspolizei Zürich, Zeughausstrasse 11, 8004 Zürich (im Dis-

positivauszug gemäss DNA-Beschluss). 

5. Gegen diesen Entscheid kann – soweit die Verletzung verfassungsmässiger 

Rechte geltend gemacht wird (Art. 98 BGG) – bundesrechtliche 
Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
Zürich, 21. Juni 2021 

 
Der Präsident: 

 
 
 

lic. iur. Ch. Prinz 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

M.A. HSG M. Wolf-Heidegger 
 

 

- 23 - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 

	Urteil vom 21. Juni 2021
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 80 S. 31 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der einfachen Körperverletzung i.S.v. Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von B._____ sowie
	 des Fahrens in fahrunfähigem Zustand i.S.v. Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV.

	2. In Bezug auf den Vorwurf der einfachen Körperverletzung zum Nachteil von C._____ wird das Verfahren definitiv eingestellt.
	3. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft See / Oberland vom 21. Juli 2015 ausgefällten Freiheitsstrafe von 6 Monaten wird widerrufen.
	4. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafe bestraft mit  14 Monaten Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 3 Tage durch Haft bereits erstanden sind.
	5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 8 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate), abzüglich 3 Tage, die durch Haft erstanden sind, wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	6. Es wird die Erstellung eines DNA-Profils im Sinne von Art. 5 des DNA-Profil- Gesetzes angeordnet. Der Beschuldigte wird verpflichtet, sich zwecks Abnahme einer DNA-Probe innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Urteils bei der Kantonspolizei Zürich, Erke...
	7. Auf das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers C._____ wird nicht eingetreten.
	8. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der D._____ AG Schadenersatz von Fr. 8'370.85 zu bezahlen.
	10. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 3'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 19. Januar 2018 als Genugtuung zu bezahlen.
	11. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	12. Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 12'000.– (inkl. Barauslagen und 7.7% MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	13. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt, aber abgeschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135...
	14. (Mitteilung)
	15. (Rechtsmittel)."
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 4 f.)
	1. Herr A._____ sei des fahrlässigen Fahrens in fahrunfähigem Zustand schuldig zu sprechen.
	Herr A._____ sei vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung i.S.v. Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von B._____ freizusprechen.
	2. Das Verfahren in Bezug auf den Vorwurf der einfachen Körperverletzung zum Nachteil von C._____ sei definitiv einzustellen.
	3. Auf den Widerruf des bedingten Vollzugs bezüglich der mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft See/Oberland vom 21. Juli 2015 ausgefällten Freiheitsstrafe von 6 Monaten sei zu verzichten.
	4. Herr A._____ sei mit einer vollziehbaren Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu CHF 30.00 zu bestrafen, wovon bis und mit heute 1 Tagessatz durch Haft bereits erstanden ist.
	5. Es sei von der Anordnung einer Erstellung eines DNA-Profils im Sinne von Art. 5 des DNA-Profil-Gesetzes abzusehen.
	6. Auf das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers C._____ sei nicht einzutreten.
	7. Der Privatkläger B._____ sei mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses zu verweisen.
	8. Die D._____ AG sei mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses zu verweisen.
	9. Der Privatkläger sei mit seinem Genugtuungsbegehren auf den Weg des Zivilprozesses zu verweisen.
	10. Die bis zum erstinstanzlichen Urteil aufgelaufenen Verfahrenskosten (inkl. Kosten der amtlichen Verteidigung) seien zu 2/3 auf die Staatskasse zu nehmen und Herrn A._____ zu 1/3 aufzuerlegen, aber abzuschreiben.
	11. Die Kosten des Berufungsverfahrens (inkl. Kosten der amtlichen Verteidigung) seien auf die Staatskasse zu nehmen,
	12. Der amtliche Verteidiger sei für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren angemessen zu entschädigen.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	Es ist vorab mittels Beschluss der Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen festzustellen (Art. 404 StPO).

	II.  Schuldpunkt
	III.  Sanktion
	IV.  Zivilforderungen
	V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 1. Abteilung, vom 13. Oktober 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. (…)
	2. In Bezug auf den Vorwurf der einfachen Körperverletzung zum Nachteil von C._____ wird das Verfahren definitiv eingestellt.
	3.-6. (…)
	7. Auf das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers C._____ wird nicht eingetreten.
	8. Der Privatkläger B._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	9.-10. (…)
	11. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	12. Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 12'000.– (inkl. Barauslagen und 7.7% MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	13. (…)
	14. (Mitteilung)
	15. (Rechtsmittel)."
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der einfachen Körperverletzung i.S.v. Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von B._____ sowie
	 des Fahrens in fahrunfähigem Zustand i.S.v. Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV.

	2. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft See / Oberland vom 21. Juli 2015 ausgefällten Freiheitsstrafe von 6 Monaten wird widerrufen.
	3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafe bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 3 Tage durch Haft bereits erstanden sind.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 8 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate), abzüglich 3 Tage, die durch Haft erstanden sind, wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der D._____ AG Schadenersatz von Fr. 8'370.85 zu bezahlen.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 3'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 19. Januar 2018 als Genugtuung zu bezahlen.
	7. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv-Ziffer 13) wird bestätigt.
	8.  Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschu...
	10. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (versandt)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt)
	 den Privatkläger B._____ (versandt) und die Privatklägerin D._____ AG (Schaden-Nr. …; versandt)

	(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 den Privatkläger C._____ (im Dispositivauszug gemäss Rechtskraftbeschluss; versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 die Vorinstanz (mit Bitte um Vornahme der Mitteilung an die Kantonspolizei Zürich [§ 54a PolG] gemäss eigener Dispositiv-Ziffer 2)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen, Postfach, 8090 Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und Formular B
	 die Jugendanwaltschaft See / Oberland, in die Akten des Untersuchungsverfahrens-Nr. 2014/01022.

	11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden.
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird die Abnahme einer DNA-Probe des Beschuldigten und Erstellung eines DNA-Profils angeordnet.
	2. Der Beschuldigte wird verpflichtet, sich innert 30 Tagen ab Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Entscheids beim Forensischen Institut Zürich, Erkennungsdienst, Kasernenstrasse 29, 8004 Zürich, zur erkennungsdienstlichen Behandlung mit Wangenschle...
	Der Kantonspolizei Zürich wird der Auftrag erteilt, entsprechende Vollzugshandlungen vorzunehmen.
	3. Meldet sich der Beschuldigte innert angesetzter Frist nicht, ist die Kantonspolizei berechtigt und verpflichtet, den Beschuldigten zwecks Abnahme der DNA-Probe zwangsweise vorzuführen und die DNA-Probe zwangsweise abzunehmen. Dieser Beschluss gilt...
	4. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (versandt)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (mit Vermerk der Vollstreckbarkeit betreffend Fristenlauf gemäss Dispositiv-Ziffer 2 des DNA-Beschlusses)
	 die Vorinstanz
	 das Forensische Institut Zürich, Erkennungsdienst, Kasernenstrasse 29, 8004 Zürich (im Dispositivauszug gemäss DNA-Beschluss)
	 die Kantonspolizei Zürich, Zeughausstrasse 11, 8004 Zürich (im Dispositivauszug gemäss DNA-Beschluss).

	5. Gegen diesen Entscheid kann – soweit die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht wird (Art. 98 BGG) – bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.