# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa9de188-519c-507a-996e-0613cebc7f02
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-26
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 26.10.2017 BK 2017 373
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2017-373_2017-10-26.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 17 373

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 26. Oktober 2017

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter Trenkel, 
Oberrichter Stucki
Gerichtsschreiberin Lauber 

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

Gegenstand Rechtsverzögerung

Strafverfahren wegen Pornografie und sexueller Handlungen mit 
Kindern 

Beschwerde betreffend Rechtsverzögerung der Kantonalen 
Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben (BA 15 181)

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Erwägungen:

1. Die Kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben (nachfolgend: Staats-
anwaltschaft) führt gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer), amtlich 
verteidigt durch Rechtsanwältin B.________, ein Strafverfahren wegen Pornografie 
und sexueller Handlungen mit Kindern. Am 9. September 2017 erhob der Be-
schwerdeführer persönlich bei der Beschwerdekammer in Strafsachen Beschwerde 
und machte eine Rechtsverzögerung der Staatsanwaltschaft geltend. Zudem stellte 
er ein Gesuch um Wechsel der amtlichen Verteidigung sowie einen Antrag auf 
Herausgabe von Datenbeständen. Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte mit 
Stellungnahme vom 28. September 2017 die Abweisung der Beschwerde, soweit 
darauf einzutreten sei. Mit Replik vom 18. Oktober 2017 hielt der Beschwerdeführer 
an den gestellten Anträgen fest und beantragte zusätzlich die Aushändigung der 
strafrechtlich irrelevanten Geräte.

2. Die Beschwerde ist zulässig gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der 
Strafverfolgungsbehörden, aber auch gegen Unterlassungen unter Einschluss der 
Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (Art. 393 Abs. 2 Bst. a der Schweize-
rischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0]). Beschwerden wegen Rechtsver-
weigerung und Rechtsverzögerung sind an keine Frist gebunden (Art. 396 Abs. 2 
StPO). Die Zuständigkeit der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts 
des Kantons Bern ergibt sich aus Art. 13 Bst. c StPO i.V.m. Art. 35 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1] und Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts 
[OrR OG; BGS 162.11]. Der Beschwerdeführer ist durch die gerügte Rechtsverzö-
gerung unmittelbar in seinen rechtlichen geschützten Interessen betroffen und so-
mit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die Beschwerde 
ist – unter Vorbehalt des Nachstehenden – einzutreten.

Der Beschwerdeführer stellt zugleich mit seiner Beschwerde ein Gesuch um 
Wechsel der amtlichen Verteidigung sowie einen Antrag auf Herausgabe von Da-
tenbeständen. In der Replik beantragt er zudem, es seien ihm strafrechtlich irrele-
vante Geräte auszuhändigen. Hierfür ist vorweg die Staatsanwaltschaft zuständig. 
Erst die betreffende Verfügung der Staatsanwaltschaft kann mit Beschwerde ange-
fochten werden. Mit Verfügung vom 18. September 2017 wurde daher eine Kopie 
der Beschwerde der Staatsanwaltschaft zur Prüfung zugestellt. Soweit das Gesuch 
um Wechsel der amtlichen Verteidigung sowie den Antrag auf Herausgabe von Da-
tenbeständen und Geräten betreffend ist demnach auf die Beschwerde nicht einzu-
treten.

3.

3.1 Zur Garantie eines gerechten Verfahrens nach Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfas-
sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) gehören der ausdrück-
liche Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist und das Verbot der 
Rechtsverzögerung. Weiter verpflichtet Art. 5 Abs. 1 StPO die Strafbehörden, dass 
sie die Strafverfahren unverzüglich an die Hand nehmen und diese ohne unbe-
gründete Verzögerung zum Abschluss bringen. Nach der bundesgerichtlichen 

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Rechtsprechung wird der Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist 
missachtet, wenn eine Sache über Gebühr verschleppt wird. Die Beurteilung der 
angemessenen Verfahrensdauer entzieht sich indessen starren Regeln. Es ist 
vielmehr in jedem Einzelfall zu prüfen, ob sich die Dauer unter den konkreten Um-
ständen als angemessen erweist. Der Streitgegenstand und die damit verbundene 
Interessenlage können raschere Entscheide erfordern oder längere Behandlungs-
perioden erlauben. Entscheidend sind weiter der Umfang und die Komplexität der 
aufgeworfenen Sachverhalts- und Rechtsfragen. Kriterien für die Angemessenheit 
der Verfahrensdauer im Rahmen von Strafverfahren bilden etwa die Schwere des 
Tatvorwurfs, die Komplexität des Sachverhalts, die dadurch gebotenen Untersu-
chungshandlungen, das Verhalten der beschuldigten Person und dasjenige der 
Behörden (z.B. unnötige Massnahmen oder Liegenlassen des Falls) sowie die Zu-
mutbarkeit für die beschuldigte Person. Strafverfahren sind zügig voranzutreiben, 
um die beschuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie erhobenen Vorwürfe 
im Ungewissen zu lassen. Anspruch auf Verfahrensbeschleunigung haben primär 
beschuldigte Personen. Eine Rechtsverzögerung liegt damit insbesondere vor, 
wenn die Behörde im Verfahren über mehrere Monate hinweg untätig gewesen ist, 
mithin das Verfahren respektive der Verfahrensabschnitt innert wesentlich kürzerer 
Zeit hätte abgeschlossen werden können (Beschluss des Obergerichts des Kan-
tons Bern BK 13 215 vom 25. September 2013, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). 

3.2 Die Generalstaatsanwaltschaft nimmt zur Rechtsverzögerungsbeschwerde wie 
folgt Stellung: 
1. Staatsanwältin C.________ hat eine ausführliche interne Stellungnahme zum Vorwurf der Rechts-

verzögerung – um den es hier ausschliesslich geht – verfasst, die nachstehend wiedergegeben 
wird:

«Der Beschwerdeführer macht in seiner eigenhändig verfassten Beschwerde geltend, das Be-

schleunigungsgebot sei verletzt, da seit der Hausdurchsuchung mehr als zwei Jahre vergangen 

seien, ohne dass er wisse, welchen Inhalts die zu erwartende Anklage sein werde. Um zu diesem 

Vorwurf Stellung nehmen zu können, müssen der Ablauf des Verfahrens beziehungsweise die 

Ermittlungshandlungen der Strafverfolgungsbehörden beleuchtet werden.

Das Verfahren nahm seinen Anfang mit der Strafanzeige der Kriminalpolizei D.________ vom 

7. April 2014. Darin wird dem Benutzer der ICQ-Nummer .________ mit dem Nickname 

E.________ und der eMail-Adresse .________ Verbreitung, Veröffentlichung, Erwerb und Besitz 

kinderpornografischer Schriften gemäss Art. 184 b StGB (Deutschland) vorgeworfen. Dieser ICQ-

Benutzer konnte als A.________ identifiziert werden. 

Mittels Übernahme der Strafverfolgung vom 27. April 2015 gelangte das vorliegende Verfahren in 

die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben. Am 22. Mai 2015 wurde des-

halb das Verfahren gegen A.________ eröffnet wegen Pornografie. Es wurden ein Hausdurchsu-

chungsbeschluss sowie ein Auftrag an die Polizei erteilt, diese Hausdurchsuchung durchzuführen, 

den Beschuldigten zu befragen und erkennungsdienstlich zu behandeln sowie die sichergestellten 

Gegenstände auszuwerten. Die Hausdurchsuchung mit anschliessender Befragung des Beschul-

digten konnte am 18. Juni 2015, drei Wochen nach Übernahme des Verfahrens, durchgeführt 

werden. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass der Beschuldigte im Anschluss an die 

Hausdurchsuchung nicht verhaftet wurde. Er wurde lediglich für die polizeiliche Befragung festge-

nommen und anschliessend wieder entlassen (vorläufige Festnahme 06.10 – 08.55 Uhr). 

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Da A.________ anlässlich der Hausdurchsuchung für die Mehrheit der sichergestellten Ge-

genstände die Siegelung verlangte, musste das Entsiegelungsverfahren eingeleitet werden. Die-

ses gestaltete sich im vorliegenden Verfahren sehr aufwändig. Dies insbesondere aufgrund der 

grossen Datenmenge, welche betroffen war. Die Datenmenge machte es schwierig für das Kanto-

nale Zwangsmassnahmengericht, ein Konzept zu erarbeiten, welches gleichzeitig die Verfahrens-

rechte des Beschuldigten respektierte, die Beweissicherung nicht tangierte sowie die Praktikabi-

lität berücksichtigte. Aufgrund der Komplexität des Entsiegelungsverfahrens wurde dem Beschul-

digten Rechtsanwältin B.________, welche dieser vorerst privat mandatiert hatte, als amtliche 

Verteidigerin beigeordnet. Der Schriftenwechsel im Entsiegelungsverfahren dauerte bis am 10. 

August 2015. Bezüglich des praktischen Vorgehens, wie vorzugehen ist, damit der Beschuldigte 

die nicht zu entsiegelnden Daten bezeichnen kann, mussten intern diverse Abklärungen getroffen 

werden, da das ursprünglich vom Kantonalen Zwangsmassnahmengericht vorgesehene Prozede-

re, dem Beschuldigten eine Kopie der Harddisk herauszugeben zwecks Löschung der nicht zu 

entsiegelnden Dateien, von der Staatsanwaltschaft als nicht gangbar erachtet wurde. 

Schliesslich entschied das Kantonale Zwangsmassnahmengericht am 4. November 2015, der Be-

schuldigte habe sich bis zum 11. Dezember 2015 mit dem FDF in Verbindung zu setzen, um kon-

kret die Dateien und Verzeichnisse zu bezeichnen, welche nicht zu entsiegeln seien. 

Mit Schreiben vom 11. Dezember 2015 bezeichnete der Beschuldigte die entsprechenden Datei-

en, worauf das Kantonale Zwangsmassnahmengericht am 11. Januar 2016 den Entscheid betref-

fend Entsiegelung erliess. 

Damit erst konnte mit der Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände begonnen werden. En-

de März 2016 (29.03.2016) fand eine Sitzung statt, an welcher der polizeiliche Sachbearbeiter 

F.________, der auswertende Beamte des FDF, G.________ sowie die Verfahrensleiterin teil-

nahmen. Von Seiten der Polizei wurden erste Ergebnisse der Auswertung präsentiert. Aufgrund 

dieser Ergebnisse wurde das Verfahren auf den Vorwurf der sexuellen Handlungen mit Kind aus-

gedehnt. Die vorläufige Auswertung hatte nämlich ergeben, dass zahlreiche Fotos eines blonden 

Jungen vorhanden waren, auf denen dieser nackt spielt oder sich sogar nackt präsentiert, indem 

er sein Geschlechtsteil und/oder sein blosses Gesäss in die Kamera zeigt. Weiter war eine kurze 

Videosequenz zu sehen, in welcher eine Kinderhand an einem Penis manipuliert. Diese Ergebnis-

se zogen entsprechende Ermittlungen nach sich, bis feststand, dass es sich bei dem Jungen auf 

diesen Bildern ebenso wie auf dem Video, welches sich auf der GoPro-Kamera befand (Inhaltsbe-

schreibung des Videos vgl. Antrag auf Entsiegelung vom 26.06.2015), um den Sohn des Beschul-

digten, H.________, geb. 15.11.2004, handelt. 

An der erwähnten Sitzung wurde die Verfahrensleiterin dahingehend informiert, dass sich auf den 

Speichermedien des Beschuldigten eine mehrere Gigabyte Daten enthaltende verschlüsselte Par-

tition befinde. Die bisherigen Auswertungen ergaben den Verdacht, dass sich in dieser verschlüs-

selten Partition illegale Daten befinden könnten (Laufwerk Z:\ Verzeichnis „XES“, was rückwärts 

gelesen „SEX“ bedeutet). Die Passwörter dazu gab der Beschuldigte nicht bekannt. 

Somit mussten die Ermittlungen auf zwei Gleisen gleichzeitig weiter vorangetrieben werden. Ei-

nerseits musste der Verdacht der sexuellen Handlungen mit dem eigenen Sohn mittels der übli-

chen polizeilichen Ermittlungsmethoden abgeklärt werden. Anderseits wurde dem FDF am 4. Juli 

2016 der Auftrag erteilt, zu versuchen, die verschlüsselte Partition zu entschlüsseln. Dieser Ver-

such wurde zeitlich auf einen Monat begrenzt, um das Verfahren nicht in die Länge zu ziehen.

Gleichzeitig wurden Einvernahmen vorbereitet mit dem Beschuldigten, seiner Lebenspartnerin 

I.________ sowie dem gemeinsamen Sohn H.________ (Videoeinvernahme). Dabei galt es, die 

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Kollusionsgefahr zu begrenzen und zu verhindern, dass der Beschuldigte bereits im Vorfeld sei-

nen Sohn in dessen Aussagen beeinflussen könnte. Weiter musste auf Termine der Beteiligten, 

auch des Beschuldigten und seiner Anwältin, Rücksicht genommen werden. Ebenso war wichtig, 

die schulischen Belange von H.________ zu berücksichtigen sowie die praktischen Probleme (Be-

treuung der Tochter des Beschuldigten) während des Tages, an welchem alle drei Einvernahmen 

durchgeführt werden sollten, sicherzustellen, dabei aber eine Traumatisierung von H.________ zu 

verhindern. Am 14. Juni 2016 schliesslich konnten die drei Einvernahmen unter Wahrung der Par-

teirechte durchgeführt werden.

Nachdem eine Entschlüsselung der verschlüsselten Partition durch den FDF nicht gelungen war, 

entschloss sich die Verfahrensleitung, von der Möglichkeit einer Entschlüsselung durch EURO-

POL in Den Haag Gebrauch zu machen. Die entsprechenden Daten wurden Anfang September 

2016 auf diplomatischem Weg an EUROPOL überbracht. Eine Entschlüsselung gelang aber auch 

dort nicht. Nachdem alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft waren, wurde die Anzeige ver-

fasst. Sie ging Mitte Februar 2017 bei der Staatsanwaltschaft ein. 

Anschliessend wurden durch die zuständige Staatsanwältin die Vorbereitung der Schlusseinver-

nahme sowie die Verfassung der Anklageschrift an die Hand genommen. Das Akkusationsprinzip 

verlangt, dass Tatvorwürfe möglichst genau formuliert werden müssen. In einem Fall wie dem vor-

liegenden, in welchem es in zahlreichen Fällen um das Versenden von pornografischen Daten an 

verschiedene Empfänger/Empfängerinnen im Rahmen von verschiedenen Chats geht, kann die 

genaue Umschreibung des Tatvorwurfs nur durch detaillierte Aufarbeitung der einzelnen Chats 

geschehen und ist entsprechend aufwändig, da dem Beschuldigten der genaue Zeitpunkt bekannt 

gegeben werden muss, an welchem er sich durch Versenden / Empfangen von pornografischen 

Daten bzw. Erstellen von pornografischen Schriften strafbar gemacht haben soll. 

Aufgrund mehrerer Anklagen in Haftfällen, welche von Gesetzes wegen vordringlich behandelt 

werden müssen (Art. 5 Abs. 2 StPO), konnten diese Arbeiten zwar an die Hand genommen, aber 

noch nicht fertig gestellt werden. Nachdem nun aber in einem grossen Komplex mit fünf Beschul-

digten eine Anklage ans Fünfergericht (drei Beschuldigte) überwiesen werden konnte, je eine ans 

Fünfergericht bzw. ans Dreiergericht unmittelbar vor der Anklage stehen, dürften die Schlussein-

vernahme sowie die Anklage gegen A.________ im Herbst 2017 erfolgen.»

2. Gestützt auf diese Ausführungen der kantonalen Staatsanwältin wird deutlich, dass die Rüge des 
Beschwerdeführers wegen Rechtsverzögerung fehl geht. Die Staatsanwältin hat aufgezeigt, dass 
es in den zwei Jahren, die das Verfahren gegen den Beschwerdeführer nun andauert, keine län-
geren Zeiten gegeben hat, in denen das Verfahren stillgestanden ist. Ohnehin kann von den 
Strafbehörden nicht verlangt werden, dass sie sich ständig einem einzigen Fall widmen. Zeiten, in 
denen das Verfahren stillsteht, sind unumgänglich. Wirkt – wie vorliegend – keiner dieser Zeitab-
schnitte stossend, ist eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen. Dabei können Zeiten mit intensiver 
behördlicher oder gerichtlicher Tätigkeit andere Zeitspannen kompensieren, in denen aufgrund der 
Geschäftslast keine Verfahrenshandlungen erfolgten (BGE 130 IV 54 E. 3.3.3; 124 I 139 E. 2c; Ur-
teil des Bundesgerichts 6B_295/2012 vom 24. Oktober 2012, E. 4.2). Es ist daher nicht zu bean-
standen, dass die Staatsanwältin die Schlusseinvernahme und die Anklage aufgrund hoher Ge-
schäftslast in Haftfällen noch nicht durchführen bzw. abschliessen konnte. Angesichts der aufge-
zeigten Ermittlungshandlungen sowie der Tatsache, dass es sich vorliegend um einen komplexen 
Fall handelt, kann nicht von einer übermässigen Verfahrensdauer oder einer Verfahrensverzöge-
rung gesprochen werden. Zu berücksichtigen ist dabei ausserdem, dass die Staatsanwaltschaft in 
Fällen wie dem vorliegenden auf das technische Wissen eines Spezialdienstes angewiesen ist, 
dessen Kapazitäten begrenzt sind und die Auswertung der Daten einige Zeit in Anspruch nimmt. 

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3.3 Diesen Ausführungen der Generalstaatsanwaltschaft resp. der Staatsanwaltschaft 
schliesst sich die Beschwerdekammer an. Die Generalstaatsanwaltschaft resp. die 
Staatsanwaltschaft haben einlässlich aufgezeigt, dass und warum im vorliegenden 
Strafverfahren nicht von einer übermässigen Verfahrensdauer oder einer Verfah-
rensverzögerung ausgegangen werden kann. Es kann auf die Erwägung hiervor 
sowie die aufgezeigten Ermittlungshandlungen verwiesen werden. Die Vorbringen 
des Beschwerdeführers in der Replik vermögen daran nichts zu ändern. Soweit der 
Beschwerdeführer ein schleppendes Verfahren aufgrund der Siegelung rügt, ist ihm 
entgegenzuhalten, dass, wenn er von seinem Siegelungsrecht Gebrauch macht, 
den dadurch bedingten Zeitaufwand nicht beanstanden kann. Es sind keine An-
haltspunkte ersichtlich, dass insoweit das Verfahren nicht angemessen vorange-
trieben worden ist. Wie die Staatsanwaltschaft dargetan hat, gestaltete sich das 
Entsiegelungsverfahren insbesondere aufgrund der grossen Datenmengen – der 
Beschwerdeführer hatte für die Mehrheit der sichergestellten Gegenstände die Sie-
gelung verlangt – als sehr aufwändig. Das Kantonale Zwangsmassnahmengericht 
hat am 11. Januar 2016 den Entscheid betreffend Siegelung getroffen. Am 1. März 
2016 verlangte die amtliche Verteidigerin die Ausscheidung von bezeichneten pri-
vaten Daten vorzunehmen. Die Staatsanwaltschaft teilte am 18. April 2016 mit, 
dass gemäss Auskunft des Fachbereichs Digitale Forensik (FDF) der Datenexport 
und die nötige Sichtung schätzungsweise rund zwei Stunden dauern und 
CHF 240.00 kosten würden. Sollte der Beschwerdeführer mit diesem Vorgehen 
einverstanden sein, werde er gebeten, sich direkt mit dem FDF in Verbindung zu 
setzen. Dies hat der Beschwerdeführer offensichtlich nicht gemacht, weshalb er 
sich auch die diesebzügliche Verzögerung in der Ausscheidung der Daten selbst 
zuzuschreiben hat. Es trifft nicht zu, dass sich schlicht niemand darum gekümmert 
haben soll. Aus den Akten ergibt sich zudem, dass sich die Staatsanwaltschaft zwi-
schenzeitlich ausnahmsweise bereit erklärt hat, die Ausscheidung seiner im 
Schreiben vom 1. März 2016 von Rechtsanwältin B.________ bezeichneten priva-
ten Daten ohne Zahlung eines Kostenvorschusses vornehmen zu lassen (vgl. 
Schreiben der Staatsanwaltschaft vom 29. September 2017). Was die Ausdehnung 
des Verfahrens wegen sexueller Handlungen mit Kindern anbelangt, ist augen-
scheinlich, dass es diesbezüglich zu weiteren Ermittlungen und deshalb einer län-
geren Verfahrensdauer gekommen ist. Auch insoweit musste der Beschwerdefüh-
rer befragt werden. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren betreffend Rechtsver-
zögerung ist nicht darüber zu befinden, ob die Aufnahmen betreffend die Tochter 
und den Sohn des Beschwerdeführers strafrechtlich relevant sind. Es erübrigen 
sich daher Ausführungen zu den hierzu gemachten Einwänden des Beschwerde-
führers. Die Generalstaatsanwaltschaft hat schliesslich zutreffend dargelegt, dass 
es nicht zu beanstanden ist, dass die Staatsanwaltschaft die Schlusseinvernahme 
und Anklage aufgrund hoher Geschäftslast noch nicht durchführen resp. abschlies-
sen konnte (vgl. E. 3.2 hiervor). Hierbei handelt es sich nicht um eine Aushebelung 
des Beschleunigungsgebots. 

Zusammengefasst liegt gestützt auf das Ausgeführte auch nach der Auffassung der 
Beschwerdekammer in Strafsachen keine Rechtsverzögerung vor. Die Beschwerde 
erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 

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4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1‘000.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschwerdeführer hat das Beschwerdeverfahren selbst 
bestritten. Eine Entschädigung der amtlichen Verteidigung für das Beschwerdever-
fahren ist daher nicht festzusetzen. 

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘000.00, werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Für das Beschwerdeverfahren ist keine amtliche Entschädigung festzusetzen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwältin B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Kantonalen Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben, Staatsanwältin 

C.________ (mit den Akten)

Bern, 26. Oktober 2017 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Die Gerichtsschreiberin:

Lauber 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.