# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0c84e21-90c7-542b-8dde-4964f81a49e6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.10.2021 UE210045
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE210045_2021-10-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE210045-O/U/HEI 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident, die Oberrichterinnen  

lic. iur. A. Meier und lic. iur. C. Gerwig sowie Gerichtsschreiber 

Dr. iur. M. Stadler 

 

Beschluss vom 15. Oktober 2021 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Nichtanhandnahme   
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft Winterthur/Unterland vom 3. Februar 2021, C-2/2020/10040439 
 
  

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Erwägungen: 

I. 

1. Am 6. November 2020 erstattete A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführe-

rin) Strafanzeige bei der Kantonspolizei Zürich gegen B._____ (nachfolgend: Be-

schwerdegegner 1). Konkret erhob die Beschwerdeführerin den Vorwurf, dass der 

Beschwerdegegner 1 seine ärztliche Sorgfaltspflicht verletzt habe, indem er sie 

nicht über Risiken und Nebenwirkungen eines Medikaments aufgeklärt habe; 

nach Einnahme dieses Medikaments sei sie im Jahr 2018 in einen psychischen 

Ausnahmezustand geraten. In der Folge rapportierte die Kantonspolizei Zürich 

gegen den Beschwerdegegner 1 wegen (fahrlässiger) Körperverletzung (Urk. 12/1 

S. 2). Schliesslich verfügte die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (nachfol-

gend: Staatsanwaltschaft) am 3. Februar 2021 die Nichtanhandnahme einer Stra-

funtersuchung (Urk. 5 = Urk. 12/4). 

2. Mit Eingabe vom 11. Februar 2021 erhob die Beschwerdeführerin gegen die 

ihr am 10. Februar 2021 zugestellte Nichtanhandnahmeverfügung (Urk. 12/7) Be-

schwerde. Darin beantragte sie sinngemäss die Aufhebung der Nichtanhandnah-

meverfügung (Urk. 2). 

3. Mit Verfügung vom 15. Februar 2021 wurde der Beschwerdeführerin Frist 

zur Leistung einer Prozesskaution in Höhe von CHF 1'500.00 angesetzt (Urk. 6). 

Die eingeforderte Prozesskaution ging innert Frist ein (Urk. 8). 

4. Die Staatsanwaltschaft verzichtete am 3. März 2021 unter Einreichung der 

Untersuchungsakten auf eine Stellungnahme (Urk. 11; Urk. 12). Der Beschwer-

degegner 1 liess sich innert der ihm angesetzten Frist (Urk. 9) nicht vernehmen 

(vgl. Urk. 10/1). 

II. 

1. Im Rahmen ihrer Anzeigeerstattung gab die Beschwerdeführerin gegenüber 

der Kantonspolizei Zürich im Wesentlichen Folgendes zu Protokoll: Im Jahr 2015 

sei sie zum Beschwerdegegner 1 gegangen, um von ihm eine Auskunft darüber 

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zu erhalten, ob es ein Medikament gäbe, "welches den Menschen gesund ma-

chen kann in jederlei Hinsicht". In der Folge habe er für sie bei der zuständigen 

Gesundheitsbehörde erfolgreich ein Gesuch eingereicht, um ihr ein Cannabis-Öl 

(Dronabinol Lösung 2.5%) verschreiben zu können. Im Januar 2018 habe sie das 

Medikament zum ersten Mal eingenommen, nämlich gleich 6-7 Tropfen nach Vor-

gabe des Beschwerdegegners 1. Weil sie sich danach unwohl gefühlt habe, habe 

sie sich gleichentags beim Beschwerdegegner 1 gemeldet. Dieser habe ihr dann 

gesagt, dass sie die Menge reduzieren solle. Ab April 2018 habe sie die Dosis er-

höht und fast jeden Tag 3-4 Tropfen vom Cannabis-Öl genommen. In diesem 

Zeitpunkt habe sie angefangen, sich "total komisch zu verhalten". Sodann habe 

sie sich an die Apotheke gewandt, welche ihr das Medikament zugestellt habe. 

Diese habe ihr schliesslich eine Informationsbroschüre zukommen lassen, woraus 

sie (die Beschwerdeführerin) aber nicht schlau geworden sei. Deshalb habe sie 

das Cannabis-Öl weiterhin zu sich genommen. Sie habe Wahnvorstellungen und 

Halluzinationen gekriegt, habe Realität und Vergangenheit und Zukunft nicht mehr 

auseinanderhalten können. Ihr Körper habe sich auch immer bewegen müssen; 

zudem habe sie schlimme Bauchschmerzen, Herzrasen und einen hohen Blut-

druck gehabt. Sie sei alleine mit der Situation nicht mehr klar gekommen. Im Juli 

2018 sei sie schliesslich in die Psychiatrie C._____ gebracht worden. Als sie wäh-

rend des dortigen Aufenthalts kurz nach Hause habe gehen können, sei sie auf 

die "blöde Idee" gekommen, wieder vom Cannabis-Öl zu nehmen, da sie die 

Hoffnung gehabt habe, dass es ihr helfen würde. Nach dem Austritt aus der Psy-

chiatrie im August 2018 habe sie das Medikament abgesetzt; erst danach, im 

September/Oktober 2018, habe sie gemerkt, dass sie wieder klar im Kopf gewor-

den sei. Der Beschwerdegegner 1 habe sie nie über Risiken und/oder Nebenwir-

kungen des Medikaments aufgeklärt. Würde er dies getan haben, hätte sie es nie 

eingenommen. Sie habe "das Gefühl", dass sie (heute) mit dem Herz Probleme 

habe und sich ihr Kreislauf unstabil anfühle. Vor der Einnahme des Cannabis-Öls 

sei dies "nicht so intensiv" gewesen (vgl. zum Ganzen Urk. 12/2 S. 3 ff.). 

2.1 Die Staatsanwaltschaft erwog in ihrer Nichtanhandnahmeverfügung, dass 

polizeiliche Abklärungen beim Institut für Rechtsmedizin ergeben hätten, dass 

Dronabinol grundsätzlich ein sicheres Medikament sei und Menschen nicht kör-

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perlich schädigen könne.·Es könnten zwar Verwirrtheitszustände auftreten, aber 

keine Halluzinationen oder Wahnvorstellungen, wie sie die Beschwerdeführerin 

beschrieben habe. Somit seien die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, unter 

denen die Beschwerdeführerin im Jahr 2018 gelitten habe, nicht auf die Einnahme 

des Medikaments Dronabinol zurückzuführen. Im Übrigen habe die Beschwerde-

führerin das Medikament im April 2018 nach einem Unterbruch in erhöhter Dosis 

aus eigenem Antrieb wieder eingenommen; als sie im Mai 2018 begonnen habe, 

sich (gemäss eigenen Aussagen) komisch zu verhalten, habe sie das Medika-

ment unbeirrt weiter eingenommen und auch keinen Kontakt mit dem Beschwer-

degegner 1 bezüglich der vermeintlich vom Cannabis-Öl stammenden Nebenwir-

kungen aufgenommen. Der Beschwerdegegner 1 habe somit gar keine Gelegen-

heit gehabt, sich mit der Beschwerdeführerin über die von ihr erlebten "Nebenwir-

kungen" zu unterhalten. Schliesslich hielt die Staatsanwaltschaft fest, dass selbst 

wenn man den Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung als möglicherweise 

erfüllt ansehen würde, die Strafantragsfrist bereits im Jahr 2018, nach letzter Ein-

nahme des Medikaments im August 2018, abgelaufen sei (Urk. 5 S. 2 f.). 

2.2 In ihrer Beschwerde führte die Beschwerdeführerin – erneut – aus, dass sich 

ihr Verhalten ab ca. April 2018 auf einmal "total verändert" habe. Aufgrund der 

Nebenwirkungen des Dronabinolöls sei sie im Juli 2018 in die Psychiatrie 

C._____ eingeliefert worden. Durch das Ganze sei ihr ein sehr grosser Schaden 

zugefügt worden, "gesundheitlich, psychisch, physisch", so dass sie in Not gera-

ten sei, gesundheitlich wie auch finanziell. Auch ihr Sohn sei dadurch psychisch 

belastet worden. Der Beschwerdegegner 1 habe seine ärztliche Sorgfaltspflicht 

verletzt, da er sie weder über das Medikament aufgeklärt noch bei dessen Ein-

nahme überwacht habe; deshalb sei er zur Rechenschaft zu ziehen (Urk. 2 

S. 1 f.). 

3. Nach Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO eröffnet die Staatsanwaltschaft eine Unter-

suchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der 

Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatver-

dacht ergibt. Sie verzichtet auf die Eröffnung, wenn sie sofort eine Nichtanhand-

nahmeverfügung oder einen Strafbefehl erlässt (Art. 309 Abs. 4 StPO). Gemäss 

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Art. 310 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichtanhandnahme, so-

bald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fragli-

chen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt 

sind (lit. a), Verfahrenshindernisse bestehen (lit. b) oder aus den in Art. 8 StPO 

genannten Gründen auf eine Strafverfolgung zu verzichten ist (lit. c). Die Frage, 

ob ein Strafverfahren über eine Nichtanhandnahme erledigt werden kann, beur-

teilt sich nach dem aus dem Legalitätsprinzip abgeleiteten Grundsatz "in dubio 

pro duriore" (Art. 5 Abs. 1 BV sowie Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und 

Art. 324 Abs. 1 StPO). Danach darf eine Nichtanhandnahme durch die Staatsan-

waltschaft gestützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO nur in sachverhaltsmässig und 

rechtlich klaren Fällen ergehen. Im Zweifelsfall, wenn die Gründe der Nichtan-

handnahme nicht mit absoluter Sicherheit gegeben sind, muss das Verfahren er-

öffnet werden. Der Grundsatz "in dubio pro duriore" ist unter Würdigung der im 

Einzelfall gegebenen Umstände zu handhaben. Der Staatsanwaltschaft und der 

Beschwerdekammer steht insoweit ein gewisser Ermessenspielraum zu (BGE 

143 IV 241 E. 2.2.1; 137 IV 285 E. 2.3; BGer 6B_810/2020 vom 14.7.2020 E. 2.1; 

6B_573/2017 vom 11.1.2018 E. 5.2). 

4.1 Wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schä-

digt, wird, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe be-

straft (Art. 125 Abs. 1 StGB). Ist die Schädigung schwer, so wird der Täter von 

Amtes wegen verfolgt (Art. 125 Abs. 2 StGB). Nach Art. 122 StGB begeht eine 

schwere (vorsätzliche) Körperverletzung, wer vorsätzlich einen Menschen le-

bensgefährlich verletzt (Abs. 1), wer vorsätzlich den Körper, ein wichtiges Organ 

oder Glied eines Menschen verstümmelt oder ein wichtiges Organ oder Glied un-

brauchbar macht, einen Menschen bleibend arbeitsunfähig, gebrechlich oder 

geisteskrank macht, das Gesicht eines Menschen arg und bleibend entstellt 

(Abs. 2) oder wer vorsätzlich eine andere schwere Schädigung des Körpers oder 

der körperlichen oder geistigen Gesundheit eines Menschen verursacht (Abs. 3). 

Als eine von der Generalklausel i.S.v. Art. 122 Abs. 3 StGB einbezogene "andere 

schwere Schädigung des Körpers oder der körperlichen oder geistigen Gesund-

heit" kommen nur Beeinträchtigungen in Betracht, die hinsichtlich ihrer Qualität 

mit den in Abs. 1 und 2 derselben Bestimmung aufgeführten Verletzungen ver-

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gleichbar sind (statt vieler ROTH/BERKEMEIER, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Bas-

ler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl., Basel 2019, Art. 122 N 20 ff. m.w.H.). 

4.2 Aus den vorliegenden Akten geht nicht hervor, dass die Beschwerdeführerin 

Strafantrag wegen einfacher Körperverletzung gestellt hat. Selbst wenn für den 

Beginn der Strafantragsfrist (erst) auf die letzte Einnahme des fraglichen Medika-

ments im August 2018 oder den Zeitpunkt im September/Oktober 2018, als sie 

nach ihren Angaben wieder klar im Kopf gewesen sei, abgestellt würde, war die 

Strafantragsfrist im Zeitpunkt ihrer Strafanzeige im November 2020 längst abge-

laufen (vgl. Art. 31 StGB; zum Ganzen RIEDO, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Bas-

ler Kommentar, a.a.O., Art. 31 N 15 ff. m.w.H.). Damit scheidet die Bestrafung 

wegen einer fahrlässigen einfachen Körperverletzung a priori aus. Insofern sind 

die Voraussetzungen für die Eröffnung einer Untersuchung mit der Staatsanwalt-

schaft nicht gegeben (vgl. Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). 

4.3.1 Sodann fehlt es an konkreten objektiven Anhaltspunkten für eine adäquat 

kausale (fahrlässige) schwere Körperverletzung. Die Beschwerdeführerin behaup-

tet, die von ihr geschilderten Nebenwirkungen seien Folgeerscheinungen aus der 

Einnahme des fraglichen Medikaments. Aus den zahlreichen von der Beschwer-

deführerin beigebrachten Unterlagen geht zwar hervor, dass gemäss Verlegungs-

bericht des Kantonsspitals Winterthur im Rahmen der Hospitalisation der Be-

schwerdeführerin vom 6./7. Juli 2018 bei dieser u.a. eine akute Psychose (religiös 

gefärbter Wahn, optische und akustische Halluzinationen) diagnostiziert wurde. 

Fremdanamnestisch durch ihre Tochter habe sich die Psychose jedoch nach ei-

nem Todesfall in der Bekanntschaft "auf dem Boden einer bereits vorbestehenden 

Religiosität" entwickelt. Einem weiteren Bericht des Kantonsspitals Winterthur ist 

weiter zwar zu entnehmen, dass bei der Beschwerdeführerin am 15. Oktober 

2018 u.a. ein "intermittierendes Herzstolpern" festgestellt wurde (vgl. zum Ganzen 

Urk. 3/6 S. 1 ff.). Dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Be-

schwerden überhaupt (noch) mit der Einnahme des Cannabisöls zusammenhän-

gen bzw. damit in einem (natürlichen und adäquaten) Kausalzusammenhang ste-

hen, lässt sich diesen Krankenakten aber nicht entnehmen. Gemäss den polizeili-

chen Abklärungen beim Institut für Rechtsmedizin (IRM) ist sodann kaum wahr-

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scheinlich, dass durch die Einnahme des Medikaments "Dronabinol Lösung 2.5%" 

monatelange Wahnvorstellungen und Halluzinationen auftreten oder (bis heute) 

andauernde Herz- und Kreislaufprobleme ausgelöst werden können (vgl. 

Urk. 12/1 S. 3 f.). Gemäss Auskunft des IRM ist das Medikament vielmehr sicher 

und löst keine körperlichen Schäden aus. Etwas anderes bringt auch die Be-

schwerdeführerin nicht vor. Sie selbst hat denn auch bloss von einem "Gefühl" 

gesprochen, wonach sie heute noch Probleme mit dem Herz und dem Kreislauf 

habe. Sie habe bereits vor der Einnahme des Medikaments Kreislaufprobleme 

gehabt, wobei sie "einfach das Gefühl" habe, dass dies davor "nicht so intensiv" 

gewesen sei. Nach Einnahme des Medikaments habe sie während 2 Jahren keine 

Menstruation mehr gehabt; "vielleicht" sei dies wegen des Cannabisöls gewesen. 

Schliesslich erwähnte die Beschwerdeführerin auch, dass sie vor ihrer Zwangs-

einweisung in die Psychiatrie im Sommer 2018 bereits einmal (im Jahr 2004) im 

Rahmen einer (heute) fürsorgerischen Unterbringung in die Psychiatrie eingewie-

sen worden sei (Urk. 12/2 S. 7+2). 

4.3.2 Ebenso fehlt es an konkreten Anhaltspunkten für eine ungenügende Auf-

klärung der Beschwerdeführerin durch den Beschwerdegegner 1. Es geht aus 

den von der Beschwerdeführerin bei der Kantonspolizei Zürich eingereichten Un-

terlagen zumindest hervor, dass der Beschwerdegegner 1 in einem Schreiben 

vom 26. November 2017 zuhanden des Bundesamts für Gesundheit, das auch 

zur Unterzeichnung durch die Beschwerdeführerin vorgesehen war, in Bezug auf 

die Behandlung der Beschwerdeführerin u.a. die von ihm "bevorzugte Abgabe-

form" des Dronabinolöls sowie weitere Behandlungsmodalitäten erläutert hat 

(Urk. 3/6). Mangels kausaler (schwerer) Körperverletzung kann diese Frage vor-

liegend aber ohnehin offengelassen werden. 

4.3.3 Was sodann den Vorwurf der mangelnden Aufsicht durch den Beschwer-

degegner 1 betrifft, sind die Erwägungen der Staatsanwaltschaft ebenfalls nicht 

zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin sagte selbst, dass sie sich erst ab Mai 

2018 "total verändert" habe. Zuvor, im Januar 2018, habe sie 6 bis 7 Tropfen 

"nach Vorgabe" des Beschwerdegegners 1 eingenommen. Nachdem sie sich da-

mit unwohl gefühlt habe, habe er ihr geraten, die Menge zu reduzieren. Später 

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aber, ab April 2018, hat sie – nach eigenen Angaben – die Dosis von sich aus er-

höht und fast jeden Tag drei bis vier Tropfen eingenommen. Selbst während ihres 

Aufenthalts in der Psychiatrie im Juli/August 2018 – so die Beschwerdeführerin 

weiter – sei sie auf die "blöde Idee" gekommen, wieder vom Cannabis-Öl zu 

nehmen in der "Hoffnung", dass es ihr helfen würde. Ihren Aussagen zufolge hat 

sie nach der ersten Rückmeldung an den Beschwerdegegner 1 und dessen Emp-

fehlung in der Folge, nachdem die angeblichen schweren Nebenwirkungen aufge-

treten sein sollen, den Beschwerdegegner 1 (zumindest) bis zur letzten Einnahme 

des Medikaments im August 2018 offenbar nicht mehr kontaktiert bzw. informiert 

(vgl. Urk. 12/2 S. 4 ff.). Wie die Staatsanwaltschaft treffend erwog, hatte der Be-

schwerdegegner 1 somit gar keine Gelegenheit, sich mit der Beschwerdeführerin 

über die von ihr erlebten "Nebenwirkungen" auszutauschen und entsprechend da-

rauf zu reagieren. 

5. Zusammenfassend liegen mit der Staatsanwaltschaft keine genügenden 

Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten des Beschwerdegegners 1 vor.  Im Er-

gebnis hat die Staatsanwaltschaft die Nichtanhandnahme einer Strafuntersu-

chung zu Recht verfügt, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 

III. 

1. Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Aufwands 

des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf 

CHF 1'000.00 festzusetzen (§ 17 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 1 lit. b-d GebV OG). Die 

Kosten sind ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 

Abs. 1 StPO) und aus der von ihr geleisteten Prozesskaution zu beziehen. Der 

Restbetrag der Prozesskaution ist unter dem Vorbehalt allfälliger Verrechnungs-

ansprüche des Staates der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. 

2. Mangels Antrag und besonderer Umtriebe ist dem Beschwerdegegner 1 kei-

ne Entschädigung auszurichten. Der Beschwerdeführerin steht bei diesem Aus-

gang des Verfahrens keine Entschädigung zu. 

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Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf CHF 1'000.00 festgesetzt, der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt und aus der geleisteten Prozesskaution bezogen. Der Rest-

betrag der Prozesskaution wird unter dem Vorbehalt allfälliger Verrech-

nungsansprüche des Staates der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde) 
− den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad C-2/2020/10040439 

(gegen Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad C-2/2020/10040439, 
unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 12; gegen Emp-
fangsbestätigung) 

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte. 

5. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

- 10 - 

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 

 
 
Zürich, 15. Oktober 2021 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. M. Stadler 
 
 
 

	Beschluss vom 15. Oktober 2021
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.

	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf CHF 1'000.00 festgesetzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und aus der geleisteten Prozesskaution bezogen. Der Restbetrag der Prozesskaution wird unter dem Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates der Besc...
	3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad C-2/2020/10040439 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad C-2/2020/10040439, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 12; gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte.

	5. Rechtsmittel:  Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bund...