# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b9b43d1-6e92-51eb-9cd8-034263962bf4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 14.12.2017 B 2016/61 und 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-61-und-62_2017-12-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/61 und 62

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 14.12.2017

Entscheiddatum: 14.12.2017

Entscheid Verwaltungsgericht, 14.12.2017
Bildungsrecht, Schulisches Disziplinarrecht.Die beiden Beschwerdeführer 
und Arbeitskollegen bildeten sich an der Baukaderschule St. Gallen (Höhere 
Fachschule) zeitgleich zum dipl. Techniker HF weiter. Für die Diplomarbeit 
wurde sämtlichen Studierenden die identische schriftliche Aufgabe zur 
Lösung im Büro/Betrieb gestellt. Die Arbeiten der beiden Beschwerdeführer 
sind inhaltlich teilweise identisch; der Beschwerdeführer 2 hat gewisse (eher 
untergeordnete) Teile vom Beschwerdeführer 1 übernommen. Die 
Baukaderschule schloss die beiden Prüfungskandidaten daraufhin wegen 
„grober Verletzung der Prüfungsdisziplin“ von der Prüfung aus.Das 
Prüfungsreglement sieht vor, dass die Diplomarbeit im Betrieb bzw. Büro 
erledigt werden kann. Zwar ist nachvollziehbar (jedoch nirgends 
ausdrücklich erwähnt oder verlangt), dass die Arbeit eigenständig zu 
erstellen ist. Der Prüfungsmodus schliesst aber nicht aus, dass die 
Kandidaten vom Arbeitsumfeld in der einen oder andern Form Unterstützung 
erhalten oder sich untereinander austauschen. Letzterem ist insbesondere 
förderlich, dass sämtlichen Kandidaten die identische Aufgabe gestellt 
wurde. Die Erwartungen an die Eigenständigkeit der Arbeiten dürfen vor 
diesem Hintergrund nicht überspannt werden. Der erwähnte 
Ausschlussgrund liegt im konkreten Fall gegenüber keinem der 
Beschwerdeführer vor. Insbesondere darf den Kandidaten nicht zum 
Nachteil gereichen, dass sie dieselben Vorlagen benützt haben 
(Verwaltungsgericht, B 2016/61 und 62).

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Wehrle

 

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Verfahrensbeteiligte

A.X.,

Beschwerdeführer I (B 2016/61),

und

 

B.Y.,

Beschwerdeführer II (B 2016/62),

 

beide vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Susanne Vincenz-Stauffacher, 

Schützengasse 6, 9000 St. Gallen,

gegen

 

 

Bildungsdepartement des Kantons St. Gallen, Davidstrasse 31, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

 

Baukaderschule St. Gallen, Schreinerstrasse 5, 9000 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hubert Bühlmann, Museumstrasse 35, Postfach 41, 

9004 St. Gallen,

 

Gegenstand

Ausschluss aus dem Prüfungsverfahren / Ungültigerklärung der Diplomarbeit

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. A.X. und B.Y. arbeiten im gleichen Architekturbüro (Q. AG, St. Gallen). Sie nahmen 

gemeinsam am Lehrgang "Höhere Fachschule für Technik HF Hochbau" 2012 - 2015 

der Baukaderschule St. Gallen teil. Nach erfolgreichem Abschluss der Vorprüfungen 

wurde der Lehrgangsklasse am 14. Dezember 2014 die (für alle Teilnehmer identische) 

Aufgabe für die schriftliche Diplomarbeit abgegeben; diese war im Betrieb/Büro zu 

erledigen und bis 23. Januar 2015, 07:00 Uhr einzureichen. Am 13. Januar 2015 

besuchte der Prüfungsexperte W.S. die Beiden an ihrem Arbeitsplatz. Anlässlich der 

Korrektur der Arbeiten stellte sich heraus, dass die Arbeit von A.X. Gemeinsamkeiten 

mit der von B.Y. eingereichten aufwies. Am 9. bzw. 11. Februar 2015 wurden A.X. und 

B.Y. vom Verfasser der Aufgabenstellung und vom Lehrgangsleiter diesbezüglich 

angehört. Am 12. Februar 2015 nahmen sie zum Vorhalt des Prüfungsbetrugs 

schriftlich Stellung. Schliesslich verfügte der Prüfungsobmann der Baukaderschule am 

26. Februar 2015, die beiden Arbeiten vom laufenden Prüfungsverfahren 

auszuschliessen und für ungültig zu erklären, weil die Vorgaben der Eigenständigkeit 

bzw. der selbständigen Bearbeitung nicht erfüllt seien. Die Diplomprüfungen seien 

mithin nicht bestanden.

B. Die von A.X. und B.Y. gegen diese Verfügungen erhobenen Rekurse wies die 

Berufsfachschulkommission des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums 

St. Gallen mit Entscheiden vom 7. Juli 2015 ab. Der Vergleich der Arbeiten durch 

mehrere Experten habe Übereinstimmungen u.a. im Baubeschrieb (Abschrankungen, 

Pfähle, Montagebau in Holz, Gerüstungen, Aussentüren in Metall, plastische und 

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elastische Dichtungsbeläge, Schreinerarbeiten, Bodenbeläge aus Holz), in den 

Planunterlagen (Massketten, Zeichnungsbild im Schnitt A-A 1:20, Beschriftung 

"Brettschichtträger", gleicher Orthographiefehler im Schnittplan A-A 1:20 beim Wort 

"Hafenpavillon") und im statischen Konzept (Orthographiefehler an den Stellen 

"Schwimmnachweise", "Dimensionierung" sowie "und Dimensionierungen") ergeben. 

Insgesamt seien die beiden Arbeiten in wesentlichen Teilen identisch, was auch von 

den übrigen Lehrgangsteilnehmern anlässlich deren Präsentation bemerkt worden sei.

B.Y. habe in seinem Schreiben vom 12. Februar 2015 eingeräumt, Grundlage seiner 

Arbeit sei eine CAD-Datei von A.X. mit Vorlagen für verschiedene Wandaufbauten, 

Fenster- und Storendetails sowie Textvorlagen gewesen, in die ihn dieser instruiert 

habe. In dieser Vorlage habe er sein Projekt aufgezeichnet und beim Layout der Pläne 

die Beschriftungs- und Vermassungstypen aus dem Diplomplan von A.X. kopiert und in 

seine Arbeit eingesetzt. Auch beim Baubeschrieb habe er "ein paar Sätze" von seinem 

Kollegen abgeschrieben und ferner bei den Devisierungen die Informationen zum 

Bauvorhaben von ihm übernommen. Aufgrund der Übereinstimmungen und der 

eingestandenen Zusammenarbeit mit A.X. könne im Fall von B.Y. nicht von einer 

selbständig erstellten Arbeit ausgegangen werden. Vielmehr handle es sich bei der 

Arbeit von B.Y. um ein Plagiat.

Im Rekursentscheid betreffend A.X. erwog die Berufsfachschulkommission, die 

festgestellten Übereinstimmungen seien einerseits Folge der bewussten Überlassung 

seiner am 14. Januar 2015 bereits weitgehend fertiggestellten Arbeit an B.Y. 

Andererseits habe er nachträglich aber auch noch aufgrund von Tipps und Anregungen 

aus dem Büro – offenkundig auch von B.Y. – Anpassungen vorgenommen. Angesichts 

der Übereinstimmungen und der erwiesenen Zusammenarbeit mit B.Y. könne auch bei 

A.X. nicht von einer selbständig verfassten Arbeit ausgegangen werden. Nicht nur das 

Profitieren von fremder Leistung, sondern auch die aktive Unterstützung eines 

Kandidaten sei geeignet, das Prüfungsergebnis unredlich zu verfälschen.

In beiden Entscheiden erwog die Berufsfachschulkommission, wenn nicht festgestellt 

werden könne, welcher Kandidat für die in wesentlichen Teilen übereinstimmenden 

Prüfungsarbeiten verantwortlich sei, sei es gerechtfertigt, beide vom Prüfungsverfahren 

auszuschliessen und diese auf die Möglichkeit einer Wiederholung zu verweisen.

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C. Gegen die Entscheide der Berufsfachschulkommission erhoben B.Y. und A.X. 

Rekurs beim Bildungsdepartement. Dieses wies die Rechtsmittel mit Entscheiden vom 

26. Februar 2016 ab. Durch ihr Verhalten hätten die beiden Prüfungskandidaten gegen 

die Prüfungsdisziplin verstossen. Ihre Arbeiten seien nicht geeignet, das Erreichen der 

Ausbildungsziele nachzuweisen. Durch ihr Zusammenwirken hätten sie demnach den 

Zweck der Abschlussprüfung vereitelt. Deren Bewertung sei nicht möglich, weil 

wesentliche Teile der beiden Arbeiten identisch seien. Aus diesem Grund verbiete sich 

auch, den disziplinarischen Verstoss – wie beantragt – lediglich mit einem Punkteabzug 

bzw. einer Reduktion der Note zu ahnden. Für den Prüfungsausschluss würden zudem 

generalpräventive Überlegungen sprechen.

D. Mit Eingaben vom 15. März 2016 und Ergänzungen vom 18. April 2016 erhob 

Rechtsanwältin lic. iur. Susanne Vincenz-Stauffacher für A.X. (Beschwerdeführer I) und 

B.Y. (Beschwerdeführer II) gegen die Rekursentscheide des Bildungsdepartementes 

(Vorinstanz) Beschwerden beim Verwaltungsgericht. Sie beantragte, die angefochtenen 

Entscheide seien aufzuheben und die Baukaderschule St. Gallen sei anzuweisen, die 

Diplomarbeit der Beschwerdeführer zuzulassen und zu bewerten, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz. Diese beantragte mit 

Vernehmlassungen vom 29. April 2016 Abweisung der Beschwerden. Die 

Baukaderschule (Beschwerdegegnerin) und die Berufsfachschulkommission des 

Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St. Gallen – beide vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. Hubert Bühlmann – liessen sich am 14. Juni 2016 vernehmen und 

beantragten ebenfalls, die Beschwerden seien abzuweisen. Die Beschwerdeführer 

hielten in einer weiteren Stellungnahme vom 25. August 2016 an ihren Anträgen fest.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und den 

angefochtenen Entscheid wird – soweit erforderlich – in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

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1.1. Beschwerden, die sich auf denselben Streitgegenstand beziehen und die 

nämlichen Tatbestands- und Rechtsfragen aufwerfen, können verfahrensrechtlich 

vereinigt und in einem einzigen Entscheid erledigt werden (GVP 1972 Nr. 30). Den 

Beschwerdeführern werden Disziplinarfehler vorgeworfen, die sich auf denselben 

Lebenssachverhalt – die gemeinsame Ausarbeitung ihrer Diplomarbeiten – beziehen. 

Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sind in weiten Teilen identische 

Rekursentscheide, die aus gleichen Gründen mit Beschwerden angefochten wurden. 

Aus Sicht der Verfahrensökonomie drängt es sich auf, die Beschwerdeverfahren 

B 2016/61 und 62 zu vereinigen und das Verhalten der Beschwerdeführer in einem 

einzigen Entscheid zu würdigen.

1.2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die 

Beschwerdeführer sind zur Beschwerdeerhebung befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 

45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerden wurden rechtzeitig erhoben und entsprechen (unter 

Berücksichtigung der Beschwerdeergänzungen vom 18. April 2016) den Anforderungen 

in inhaltlicher und formeller Hinsicht (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 

48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerden ist einzutreten.

2. Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht können Rechtsverletzungen geltend 

gemacht werden. Die Beschwerdeführer können sich auch darauf berufen, die 

angefochtene Verfügung oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig 

oder unvollständig festgestellten Sachverhalt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Als 

Rechtsverletzungen gelten u.a. qualifizierte Fehler in der Ermessensausübung. Dem 

Verwaltungsgericht ist es jedoch verwehrt, die Angemessenheit des angefochtenen 

Entscheids zu prüfen. Eine zusätzliche Einschränkung der Prüfungsdichte kann sich 

daraus ergeben, dass das Verwaltungsgericht nicht über besonderes pädagogisches 

Fachwissen verfügt, weshalb es die Bewertung von Prüfungsleistungen nur mit 

Zurückhaltung überprüft. Das Verwaltungsgericht kontrolliert regelmässig nur, ob die 

Bewertung einer Examensleistung nachvollziehbar ist, keine Mängel aufweist und nicht 

auf sachfremden Kriterien beruht (vgl. VerwGE B 2016/172 vom 26. Oktober 2016 E. 2; 

B 2014/151 vom 4. Dezember 2014 E. 2.2; B 2014/108 vom 16. September 2014 

E. 4.1, alle www.gerichte.sg.ch). Rügen, die organisatorische oder verfahrensrechtliche 

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Gesichtspunkte einer Prüfung betreffen, prüft es indessen ohne diese Zurückhaltung 

(VerwGE B 2014/108, a.a.O., E. 4.1).

3. Die Vorinstanz hat in E. 2 der angefochtenen Entscheide unter zutreffendem Verweis 

auf Art. 46 Abs. 1 VRP ausgeführt, dass sie (im Gegensatz zum Verwaltungsgericht) die 

bei ihr angefochtenen Entscheide nicht nur auf Rechtsfehler, sondern auch auf deren 

Angemessenheit überprüfe. Sie greife aber nicht ohne Not in die Ermessensausübung 

der Vorinstanz ein, wenn diese wegen ihrer grösseren Vertrautheit mit den 

tatsächlichen Verhältnissen das Ermessen besser ausüben könne. Im konkreten Fall 

beschränkte sich die Vorinstanz sogar auf eine Willkürprüfung, indem sie sich in E. 6.6 

des angefochtenen Entscheids mit dem Begriff der "Willkür" befasste und 

anschliessend darlegte, dass der verfügte Prüfungsausschluss "nicht 

willkürlich" (E. 6.d) und verhältnismässig sei (E. 6.e).

3.1. Es steht ausser Frage, dass die materielle Bewertung von Prüfungsleistungen 

(Benotung) zurückhaltend überprüft werden darf, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt (vgl. BGer 2D_32/2013 vom 23. Juli 2013 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 136 I 

229 E. 5.4.1; BGE 131 I 467 E. 3.1; VerwGE B 2013/250 vom 8. Juli 2014 E. 2; Cavelti/

Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 632). Rügen, 

die organisatorische oder verfahrensrechtliche Gesichtspunkte betreffen, sind ohne 

diese Zurückhaltung zu prüfen (vgl. auch BGer 2P.44/2007 vom 2. August 2007 E. 2.1; 

2D_7/2011 vom 19. Mai 2011 E. 1.2). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist nicht 

das Ergebnis der Abschlussarbeit an sich, sondern die Frage, ob das Verhalten der 

Beschwerdeführer den Tatbestand der groben Verletzung der Prüfungsdisziplin erfüllt. 

Die Auslegung eines solchen unbestimmten Rechtsbegriffes ist eine Rechtsfrage, die – 

anders als etwa die Bewertung von Examensleistungen – keine Zurückhaltung in der 

Prüfung durch höhere Instanzen zulässt. Ihre Beantwortung bedarf zudem nicht des 

besonderen Fachwissens einer Prüfungskommission, und mit Blick auf die 

einschneidende Sanktion (Ausschluss von der Prüfung) verbietet sich unter dem 

Gesichtspunkt der Gleichbehandlung eine weitgehend einzelfallorientierte 

Betrachtungsweise anhand individueller Verhältnisse (vgl. BVGer, Entscheid 

B-4685/2013 vom 25. Februar 2014 E. 10.5, www.bvger.ch). Beschränkt sich eine mit 

voller Kognition ausgestattete Rechtsmittelinstanz auf eine reine Rechtskontrolle oder 

gar auf blosse Willkürprüfung, begeht sie eine formelle Rechtsverweigerung (BGE 133 II 

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35 E. 3; M. Donatsch, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum 

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 2014, N 54 zu § 20 

VRG). Freilich darf auch eine Rechtsmittelbehörde, welcher volle Kognition zusteht, in 

Ermessensfragen einen Entscheidungsspielraum der Vorinstanz respektieren. Sie hat 

eine unangemessene Entscheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl 

unter mehreren angemessenen Lösungen überlassen (vgl. BGE 127 II 238 E. 3.b/aa; 

BGE 123 II 210 E. 2.c). Eine Fach-Rekursinstanz (wie beispielsweise das 

Bildungsdepartement) darf den Entscheid der Vorinstanz indessen nur dann schützen, 

wenn sie geprüft hat, ob sich keine zweckmässigere, angemessenere Lösung anbietet 

(BGE 130 II 449 E. 4.1; vgl. auch BGE 131 II 680 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Darauf hat die 

Vorinstanz – obwohl vom Verwaltungsgericht bereits in früheren Entscheiden darauf 

hingewiesen (vgl. z.B. VerwGE B 2014/108 vom 16. September 2014 E. 4 mit 

Hinweisen) – zu Unrecht verzichtet.

3.2. Der dargelegte Verfahrensmangel ist grundsätzlich nicht heilbar, da die Kognition 

des Verwaltungsgerichts gegenüber jener der Vorinstanz beschränkt ist (vgl. Art. 61 

Abs. 1 VRP). Von einer Aufhebung des Entscheids und der Rückweisung an die 

Vorinstanz zu neuer Entscheidung gemäss Art. 64 in Verbindung mit Art. 56 Abs. 2 VRP 

ist aber ausnahmsweise abzusehen. Die Rückweisung würde einem formalistischen 

Leerlauf gleichkommen, weil im Wesentlichen die Auslegung eines unbestimmten 

Rechtsbegriffes und damit eine Rechtsfrage streitig ist, die das Verwaltungsgericht 

selbst frei überprüfen kann und muss.

 

4. In formeller Hinsicht beanstanden die Beschwerdeführer diverse Verletzungen des 

rechtlichen Gehörs.

4.1. Das rechtliche Gehör (Art. 15 VRP; Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV) ist das zentrale Mitwirkungsrecht der 

Parteien im Verwaltungsverfahren. Es dient einerseits der Sachaufklärung und 

garantiert zugleich ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien (BGE 

140 I 99 E. 3.4). Diese haben insbesondere Anspruch auf Äusserung zur Sache vor 

Fällung des Entscheids, auf Abnahme ihrer erheblichen, tauglichen, rechtzeitig und 

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formrichtig angebotenen Beweise und auf Mitwirkung an der Erhebung von Beweisen 

oder zumindest auf Stellungnahme zum Beweisergebnis (BGE 137 II 266 E. 3.2; 135 II 

286 E. 5.1).

4.2. Die Beschwerdeführer machen zunächst geltend, ihre zu Handen des 

Lehrgangsleiters eingereichten Stellungnahmen vom 12. Februar 2015 habe dieser 

sowohl den Prüfungsexperten als auch den nachfolgend mit der Angelegenheit 

befassten Mitgliedern der Kommission HF Hoch- und Tiefbau vorenthalten. Ferner 

habe sich der Lehrgangsleiter gegenüber den Kommissionsmitgliedern tendenziös 

ausgedrückt, indem er behauptet habe, der Beschwerdeführer 1 habe "fast 

zugegeben", dass er "geschummelt" habe, während der Beschwerdeführer 2 dies 

"abgestritten" habe. Niemand habe jedoch Veranlassung gehabt, "Schummeleien" 

zuzugeben oder abzustreiten. Vielmehr hätten die Beschwerdeführer mündlich und 

schriftlich transparent dargelegt, wie die Arbeiten individuell zu Stande gekommen 

seien. Gleiches gelte für den Umstand, dass die beiden Arbeiten auf demselben Server 

gespeichert worden seien. Auch diesbezüglich habe der Lehrgangsleiter in 

tendenziöser Weise von "Zugeben" gesprochen und damit gegenüber den 

Kommissionsmitgliedern suggeriert, die Beschwerdeführer seien sich fehlbaren 

Verhaltens bewusst. Aus den erwähnten Stellungnahmen ergebe sich jedoch, dass der 

Beschwerdeführer 2 zwar Bürovorlagen und Arbeitsteile des Beschwerdeführers 1 

verwendet, seine Diplomarbeit in den massgebenden Teilen jedoch selbst erstellt habe. 

Aufgrund der übereinstimmenden Darlegungen der beiden Kandidaten sei es möglich 

gewesen, zu bestimmen, welche Teile der Beschwerdeführer 2 selbst erstellt und 

welche er vom Beschwerdeführer 1 übernommen habe. Dass die Experten in ihren 

Stellungnahmen festgehalten hätten, es lasse sich nicht feststellen, welche Arbeitsteile 

original und welche kopiert und bearbeitet worden seien, lasse nur den Schluss zu, 

dass ihnen die beiden schriftlichen Stellungnahmen der Beschwerdeführer nicht 

bekannt gewesen seien. Diese offensichtliche Gehörsverletzung sei weder im erst- 

noch im zweitinstanzlichen Rekursverfahren geheilt worden. Denn die Vorinstanz habe 

die Rügen inhaltlich nicht geprüft, sondern die Beurteilung ihrer Vorinstanz unbesehen 

übernommen. Damit habe sie selbst eine Gehörsverletzung begangen.

4.3. Aus der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 25. Februar 2015 (vi-act. 7a/12) 

ergibt sich, dass sich fünf Prüfungsexperten mit den Diplomarbeiten und der 

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Fragestellung des Prüfungsbetruges auseinandergesetzt haben. In der Verfügung sind 

die Deckungsgleichheiten der beiden Arbeiten in nicht abschliessender Form 

aufgelistet. Nach Auffassung der Experten seien deckungsgleiche Kernbereiche der 

Arbeiten offensichtlich von einem der beiden Kandidaten erledigt und vom anderen 

kopiert und bearbeitet worden. Welche Teile original und welche kopiert und bearbeitet 

seien, lasse sich nicht feststellen. Daraus schliessen die Beschwerdeführer, ihre 

Stellungnahmen seien den Experten nicht bekannt gewesen. Dies mag zutreffen, 

wurden die Beschwerdeführer doch erst nach Entdeckung dieser Gemeinsamkeiten 

durch die Experten zu einem Einzelgespräch mit der Lehrgangsleitung und mit einem 

Vertreter der Experten eingeladen und mit dem Vorwurf des Prüfungsbetruges 

konfrontiert (vgl. act. 2/3 ff.). Aufgrund dieser (logischen) zeitlichen Abfolge ist jedoch 

keine Verletzung des rechtlichen Gehörs ersichtlich.

Dass der Kommission HF, welche die beiden Diplomarbeiten vor der Sitzung vom 

19. Februar 2015 zunächst sichtete und dann konsultativ als Plagiate bezeichnete (vgl. 

act. 9/7a/6), nicht auch die eigens vorher eingeholten schriftlichen und mündlichen 

Stellungnahmen der Beschwerdeführer vorgelegen hätten, lässt sich aus den Akten 

nicht ableiten. Die Kommission hat sich vielmehr eingehend mit den deckungsgleichen 

Teilen in den beiden Diplomarbeiten befasst. Ob die angeblich nicht berücksichtigten 

Argumente der Beschwerdeführer zu einem anderen Konsultativentscheid hätten 

führen müssen, ist demnach keine Frage des rechtlichen Gehörs.

Im Übrigen gehen auch die Beschwerdeführer nicht davon aus, dem schliesslich 

verfügenden Prüfungsobmann hätten diese Unterlagen nicht zur Verfügung gestanden, 

zumal diese in der Verfügung explizit erwähnt sind. Es ist demnach erstellt, dass von 

der entscheidenden Instanz auch die Sichtweisen der Beschwerdeführer (und nicht nur 

der angeblich tendenziöse Bericht des Lehrgangsleiters) tatsächlich gehört worden 

sind. Ob die Verfügung der Beschwerdegegnerin sachlich richtig und widerspruchsfrei 

war, ist mithin keine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern der richtigen materiellen 

Rechtsanwendung. Ein formeller Mangel ist nicht ersichtlich. Zu diesem Schluss ist 

auch die Vorinstanz gelangt, die sich – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer 

– einlässlich mit diesen Vorwürfen befasst hat (vgl. E. 5.c ff. des angefochtenen 

Entscheids).

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4.4. Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, eine zu Handen der 

Berufsfachschulkommission am 11. März 2015 eingereichte Stellungnahme ihrer 

Arbeitgeberin (Q. AG; Doss. B 2016/61 act. 6/14 = Doss. B 2016/62 act. 6/11) sei von 

den Vorinstanzen zu Unrecht nicht gewürdigt worden. Auch dies verletze ihren 

Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV).

Die Vorinstanz führte zu dieser Rüge aus, der Arbeitgeberin komme keine 

Rechtsmittellegitimation zu, weshalb deren Eingabe von der 

Berufsfachschulkommission nicht habe gewürdigt werden müssen. Die 

Beschwerdeführer machen zu Recht geltend, dass dieser Umstand nicht über die 

Zulassung dieser Stellungnahme als Beweismittel entscheiden kann, und sie frei sind, 

auf wessen Standpunkte sie sich zur Begründung ihrer Anträge berufen wollen. 

Inhaltlich gab die Stellungnahme indessen nichts wieder, was sich nicht auch schon 

aus den mündlichen und schriftlichen Vorbringen der beiden Prüfungskandidaten 

ergab. So führte die Arbeitgeberin unter anderem aus, dass die Arbeiten im Büro und 

mit Hilfe von Bürovorlagen entstanden seien, was zu den offensichtlichen Ähnlichkeiten 

geführt habe. Die Vorgänge, die zu diesen Ähnlichkeiten geführt haben, sind 

unbestritten. Streitig ist nur deren Würdigung. Vor diesem Hintergrund verletzte es das 

rechtliche Gehör der Beschwerdeführer nicht, wenn die Vorinstanzen – aus welchen 

Gründen auch immer – auf die Abnahme eines (zusätzlichen) Beweises über 

unbestrittene Tatsachen verzichtet haben. Aus dem gleichen Grund erübrigt sich die 

Befragung der beiden Vertreter der Arbeitgeberin im verwaltungsgerichtlichen 

Verfahren als Zeugen (vgl. den Antrag in act. 5, S. 5).

4.5. Im Übrigen beantragen die Beschwerdeführer weder gestützt auf die gerügten 

Verfahrensfehler noch auf die vorinstanzliche Beurteilung in der Sache eine 

Rückweisung der Streitsache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz. Vielmehr wollen sie 

die Beschwerdegegnerin anweisen lassen, ihre Diplomarbeiten zuzulassen und zu 

bewerten. Ob die gerügten Verfahrensmängel erheblich sind, noch im 

Beschwerdeverfahren geheilt werden können oder zur Aufhebung des angefochtenen 

Entscheids führen müssen, kann daher an sich offenbleiben.

5.

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5.1. Die höhere Berufsbildung dient der Vermittlung und dem Erwerb von 

Qualifikationen, die für die Ausübung einer anspruchs- oder einer 

verantwortungsvolleren Berufstätigkeit erforderlich sind (vgl. Art. 26 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Berufsbildung, SR 412.10, BBG). Die höhere Berufsbildung 

wird unter anderem durch eidgenössisch anerkannte Bildung an einer höheren 

Fachschule erworben (Art. 27 lit. b BBG). Die höheren Fachschulen sind Gegenstand 

von Art. 29 BBG. Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und 

Forschung (WBF) stellt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Organisationen für die 

eidgenössische Anerkennung der Bildungsgänge und Nachdiplomstudien an höheren 

Fachschulen Mindestvorschriften auf. Diese betreffen die Zulassungsbedingungen, 

Lerninhalte, Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Abs. 3). Die Kantone können 

selber Bildungsgänge anbieten (Abs. 4) und üben die Aufsicht über die höheren 

Fachschulen aus, soweit sie eidgenössisch anerkannte Bildungsgänge anbieten (Abs. 

5).

5.2. Die Bildungsgänge und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen vermitteln 

den Studierenden Kompetenzen, die sie befähigen, in ihrem Bereich selbständig Fach- 

und Führungsverantwortung zu übernehmen. Sie sind praxisorientiert und fördern 

insbesondere die Fähigkeit zu methodischem und vernetztem Denken, zur Analyse von 

berufsbezogenen Aufgabenstellungen und zur praktischen Umsetzung der erworbenen 

Kenntnisse (vgl. Art. 2 Abs. 1 und 2 der Verordnung des WBF über Mindestvorschriften 

für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren 

Fachschulen, SR 412.101.61, MiVo-HF). Die konkreten Bildungsziele und -inhalte 

werden in Rahmenlehrplänen festgelegt; diese werden von den Bildungsanbietern in 

Zusammenarbeit mit den Organisationen der Arbeitswelt entwickelt und erlassen und 

vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) auf Antrag der 

eidgenössischen Kommission für höhere Fachschulen genehmigt (vgl. Art. 6 und 7 

MiVo-HF). Der Bildungsanbieter erlässt eine Promotionsordnung (Art. 8 MiVo-HF). Die 

abschliessenden Qualifikationsverfahren für Bildungsgänge und Nachdiplomstudien 

bestehen mindestens aus einer praxisorientierten Diplom- oder Projektarbeit und aus 

mündlichen oder schriftlichen Prüfungen (vgl. Art. 9 Abs. 1 MiVo-HF).

5.3. Die Baukaderschule ist eine Höhere Fachschule für Technik und Teil des 

Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St. Gallen (GBS). Dessen 

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Berufsschulkommission erliess am 2. Februar 2004 das Prüfungsreglement für die 

Technikerschule TS Hochbau (Prüfungsreglement). Gemäss Art. 6 des 

Prüfungsreglements setzt sich die Diplomprüfung aus schriftlichen und / oder 

mündlichen Vordiplomprüfungen und einer schriftlichen Diplomarbeit zusammen. Die 

Diplomarbeit umfasst die Themen Baukonstruktionslehre, Bauleitung und Baukosten, 

ist schriftlich und dauert mindestens 40 Stunden. Sie findet am Ende des 

Ausbildungsganges statt und kann im Betrieb bzw. Büro erledigt werden (vgl. Art. 8). 

Eine genügende Bewertung der Diplomarbeit ist eine der Voraussetzungen für das 

Bestehen der Diplomprüfung. Nach Art. 13 des Prüfungsreglements können der 

Gebrauch unerlaubter Hilfsmittel sowie die grobe Verletzung der Prüfungsdisziplin den 

Ausschluss von der Prüfung zur Folge haben. Über den Ausschluss entscheiden der 

Leiter / die Leiterin der Baukaderschule oder der Prüfungsobmann bzw. die 

Prüfungsobfrau. Art. 14 des Prüfungsreglements ist zu entnehmen, dass die 

Diplomarbeit einmal und frühestens nach Ablauf eines Semesters wiederholt werden 

kann.

6.

6.1. Beim Ausschluss von der Prüfung wegen "grober Verletzung der Prüfungsdisziplin" 

handelt es sich um eine administrative Massnahme disziplinarischen Charakters, mit 

der spezial- und generalpräventiv ein geordneter Prüfungsablauf sichergestellt werden 

soll; sekundär soll die angedrohte Massnahme repressiv wirken (vgl. Häfelin/Müller/

Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 1505 ff; Wiederkehr/Richli, 

Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Band I, Bern 2012, Rz. 3155, je mit 

Hinweisen). Die Ergreifung einer disziplinarischen Massnahme setzt voraus, dass die 

betroffene Person in einem besonderen Rechtsverhältnis (sog. "Sonderstatus") zum 

oder unter besonderer Aufsichtsbefugnis des Staates steht, die Massnahme auf einer 

gesetzlichen Grundlage beruht, die Person ein Verschulden trifft, die Massnahme 

verhältnismässig ist und gegenüber der Person das rechtliche Gehör gewährt worden 

ist (Wiederkehr/Richli, a.a.O., Rz. 3153 mit Hinweisen). Bei disziplinarischen 

Massnahmen, die – wie hier – in einem Sonderstatusverhältnis ausgesprochen werden, 

gelten geringere Anforderungen an die Normdichte und -stufe (vgl. BGE 135 I 79 E. 6.2 

mit Hinweis auf BGE 123 I 296 E. 3; Wiederkehr/Richli, a.a.O., Rz. 3154). Im 

vorliegenden Fall wurden die Beschwerdeführer wegen grober Verletzung der 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2017&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=135+I+79&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-I-296%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page296

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Prüfungsdisziplin sanktioniert, und zwar gestützt auf ein im Rahmen der 

Anstaltsautonomie des GBS erlassenes Prüfungsreglement. Gemäss Art. 8 MiVo-HF 

hat der Bildungsanbieter eine Promotionsordnung zu erlassen; die konkreten 

Verhaltenspflichten sind aber weder in der einschlägigen Bundesgesetzgebung noch in 

den kantonalen Ausführungserlassen erwähnt. Dennoch ist aufgrund der 

Gesamtumstände von einer genügenden Gesetzesgrundlage für die disziplinarische 

Sanktion auszugehen, zumal es sich konkret um Verhaltenspflichten handelt, die sich in 

voraussehbarer Weise aus dem Zweck des Rechtsverhältnisses ergeben und die 

angesichts der Möglichkeit, die Prüfung zu wiederholen, nicht geradezu sehr schwer 

wiegen (vgl. Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, 

§ 43 N 31). Denn gerade im schulischen Disziplinarrecht muss die gesetzliche 

Regelung nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht bis ins letzte Detail 

gehen, sondern darf der Natur des Rechtsverhältnisses entsprechend weit gefasst sein 

(BGE 129 I 12 E. 8.5).

6.2. Gemäss Art. 13 des Prüfungsreglements kann von der Prüfung ausgeschlossen 

werden, "wer unerlaubte Hilfsmittel verwendet oder die Prüfungsdisziplin grob verletzt". 

Welche Verhaltensweisen unter diesen Tatbestand fallen, ist nirgends näher ausgeführt, 

weshalb es sich bei der "groben Verletzung der Prüfungsdisziplin" um einen 

unbestimmten Rechtsbegriff handelt (vgl. vorne, E. 3.1). Eine konstante Praxis der 

Erstinstanz ist weder bekannt noch aktenkundig. Anhaltspunkte dafür, was unter 

"Prüfungsdisziplin" zu verstehen ist, in welchen Fällen sie als verletzt gilt und wann eine 

solche Verletzung noch als "leicht", wann aber als "grob" gewertet wird, wurden von 

keiner mit der Streitsache befassten Instanz referiert. Konturen verleiht das 

Prüfungsreglement (vgl. Art. 8), wonach die Diplomarbeit im Betrieb bzw. Büro erledigt 

werden kann. Zwar ist nachvollziehbar (jedoch nirgends ausdrücklich erwähnt oder 

verlangt), dass die Arbeit eigenständig zu erstellen ist, doch schliesst der 

Prüfungsmodus nicht aus, dass die Kandidaten vom Arbeitsumfeld in der einen oder 

andern Form Unterstützung erhalten oder sich untereinander austauschen. Letzterem 

ist insbesondere förderlich, dass sämtlichen Kandidaten die identische Aufgabe gestellt 

wurde. Die Erwartungen an die Eigenständigkeit der Arbeiten dürfen vor diesem 

Hintergrund nicht überspannt werden. Auf die Abgabe einer Eigenständigkeitserklärung 

wurde zudem verzichtet. Ebenso wenig wurden disziplinarische Sanktionen explizit 

angedroht für den Fall, dass die Prüfungsaufgabe mit Drittpersonen oder anderen 

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Prüfungskandidaten besprochen bzw. Lösungsansätze ausgetauscht würden (vgl. 

Aufgabenstellung in act. 2/2).

6.2.1. Der Beschwerdeführer 1 äusserte sich dahingehend, dass er seine Arbeit bis 

zum 10. Januar 2015 im Wesentlichen erledigt und bis zum 19. Januar 2015 daran 

noch "Feinjustierungen" vorgenommen habe. Beim Besuch des Prüfungsexperten W.S. 

am 14. Januar 2015 sei die Arbeit fast fertig und ausgedruckt gewesen, und zwar in der 

Form, in der er sie später abgegeben habe. In den letzten Tagen vor der Abgabe habe 

er nach nochmaligem Durchlesen sowie Tipps und Hinweisen aus dem Büro einige 

wenige Anpassungen vorgenommen. Die Arbeit habe er auf dem Firmenserver 

abgespeichert, auf den ca. zehn Personen – darunter der Beschwerdeführer 2 – Zugriff 

hätten. Seine Arbeit habe dem Beschwerdeführer 2 "als Kollege zur Verfügung 

gestanden". Er streite nicht ab, dass er Fachgespräche mit diesem und den anderen 

Mitarbeitern der Q. AG geführt habe. Das Nutzen von Bürovorlagen habe im 

Baubeschrieb zu gewissen Parallelen beigetragen.

6.2.2. In seiner Stellungnahme verwies der Beschwerdeführer 2 zunächst auf ein 

Fachgespräch mit der Zimmerei K. AG, das er zusammen mit dem Beschwerdeführer 1 

geführt habe und woraus der Lösungsansatz entstanden sei. Den grössten Teil der 

zeichnerischen Arbeit habe er am 10./11. Januar 2015 im Büro erledigt. Grundlage sei 

eine CAD-Datei von der Lehrabschlussprüfung des Beschwerdeführers 1 gewesen, 

worin dieser diverse Vorlagen von verschiedenen Wandaufbauten, Fenster- und 

Storendetails sowie Textvorlagen abgespeichert habe. Der Beschwerdeführer 1 habe 

ihm während der Arbeitszeit teilweise bei Einstellungen im CAD geholfen. Aus dessen 

Diplomplan habe er Beschriftungs- und Vermassungstypen kopiert und in seinen 

eigenen eingesetzt. Für den Bauleitungsteil habe er bürointerne Vorlagen verwendet. 

Auch diesen Teil habe er, teils nach Rücksprache mit den Arbeitskollegen, selbständig 

erarbeitet. Beim Baubeschrieb habe er ein paar Sätze vom Beschwerdeführer 1 

abgeschrieben oder ihn auf Verbesserungspotenzial hingewiesen. Bei den 

Devisierungen habe er die "Information zum Bauvorhaben" vom Beschwerdeführer 1 

übernommen. Am 21. Januar 2015 sei er schliesslich mit der Arbeit fertig gewesen. 

Den Zeitaufwand bezifferte er mit "sicher über 100 Stunden". Er gab zudem an, im 

Büro mit den Arbeitskollegen und untereinander selbstverständlich über die 

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Diplomarbeiten gesprochen zu haben; die Arbeiten seien jedoch selbständig erstellt 

worden.

6.2.3. Die Mitglieder der Kommission HF Hoch- und Tiefbau stellten an der Sitzung 

vom 19. Februar 2015 fest, die zu vielen gleichen Details sprächen gegen eigenständig 

entwickelte Arbeiten. Nicht nur ein Detail sei gleich, sondern bei allen Dokumenten sei 

zusammengearbeitet worden. Ein Mitglied äusserte Bedenken, weil der Nachweis, wo 

zusammengearbeitet worden sei, problematisch sei (act. 9/7a/10 S. 5). In der 

konsultativen Abstimmung sprachen sich hinsichtlich des Beschwerdeführers 1 zwei 

Kommissionsmitglieder für bestanden und vier für nicht bestanden aus (bei einer 

Enthaltung). Beim Beschwerdeführer 2 betrug das Stimmenverhältnis sechs zu eins zu 

seinen Ungunsten. Zuvor hatten die Experten zuhanden der Kommission festgestellt, 

dass "zeichnerische Elemente der Konstruktionspläne und der Schriftstücke aus dem 

Teil Bauleitung deckungsgleiche Darstellungen und Formulierungen aufweisen" und die 

teils wortwörtlich gleichen Formulierungen, deckungsgleichen Zeichnungselemente in 

den Plänen und die an gleichen Stellen vorhandenen orthographischen Fehler 

aufgelistet (act. 9/7a/11). Der Prüfungsobmann verwies in seiner Verfügung auf diese 

Aufzählung und hielt fest, damit sei der Tatbestand des Prüfungsbetrugs erfüllt 

(act. 9/7a/12)

6.2.4. Die Berufsschulkommission hielt mit Blick auf das Verhalten des 

Beschwerdeführers 1 fest, er habe dem Beschwerdeführer 2 seine Arbeit bewusst zur 

Bearbeitung des gleichen Themas überlassen; vor allem habe er aber aktiv mit diesem 

zusammengearbeitet. Wegen der Übereinstimmungen und der erwiesenen 

Zusammenarbeit könne nicht von einer selbständig erarbeiteten Arbeit ausgegangen 

werden. Damit entspreche die Diplomarbeit nicht dem Ausbildungsziel des 

Lehrganges. Weil nicht festgestellt werden könne, welcher Kandidat für die 

Übereinstimmungen verantwortlich sei, müssten beide Arbeiten ausgeschlossen 

werden. Gegenüber dem Beschwerdeführer 2 hielt die Berufsschulkommission 

ergänzend fest, es genüge den Anforderungen an eine selbständige Arbeit keinesfalls, 

wenn sich der Kandidat für die Ausarbeitung eines kleineren Projekts von einem 

Kollegen über die Bedienung des CAD an seinem eigenen Arbeitsort instruieren lassen 

müsse. Er habe den Eindruck erweckt, die Inhalte seiner Projektarbeit selbst entwickelt 

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zu haben, tatsächlich basiere diese jedoch auf fremden Vorlagen. Solches Verhalten sei 

unredlich; bei der Arbeit handle es sich um ein Plagiat.

6.2.5. Die Vorinstanz hielt in den angefochtenen Entscheiden fest, es sei "offensichtlich 

und bedürfe keiner Begründung", dass die Prüfungsdisziplin verletzt sei, wenn 

Prüfungskandidaten Inhalt ihrer Diplomarbeiten austauschen und in die eigene Arbeit 

einfügen würden. Das Erreichen der Ausbildungsziele sei nur nachweisbar, wenn die 

persönliche Leistung jedes einzelnen Prüflings erkenn- und beurteilbar sei. Im Fall der 

Beschwerdeführer könne nicht mehr eindeutig bestimmt werden, welcher Teil der 

Arbeit auf deren persönlichen Leistung beruhe. Die Übereinstimmungen (gleiche 

Schreibfehler und Satzstellungen, viele übereinstimmende Details, Masslinien auf den 

Plänen an derselben Stelle, Schraffurlängen millimetergenau identisch) beträfen 

"wesentliche Teile" der Diplomarbeit und seien nicht lediglich auf Instruktionen zur 

Bedienung des CAD zurückzuführen. Mit ihrem Verhalten hätten sie gegen die 

Prüfungsdisziplin verstossen und den Zweck der Abschlussprüfung vereitelt.

6.3.

6.3.1. Die Beschwerdegegnerin und die beiden Vorinstanzen haben die 

Beschwerdeführer mit der Begründung, es handle sich um eine "Teamarbeit", 

disziplinarisch gleich behandelt. Eine derartige Pauschalierung ist unzulässig, zumal die 

konkreten Beiträge den Beschwerdeführern durchaus zugeordnet werden können. Wie 

es zu den genannten formalen und inhaltlichen Übereinstimmungen der beiden 

Arbeiten kam, schilderten sie von Anfang an detailliert, übereinstimmend und plausibel. 

Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kann anhand der Aussagen bestimmt werden, 

wer die Arbeit zuerst erstellt hat – nämlich der Beschwerdeführer 1 – und wer Teile 

davon übernommen hat (der Beschwerdeführer 2). Dies deckt sich mit der Feststellung 

des Prüfungsexperten W.S., wonach der Beschwerdeführer 1 am 14. Januar 2015 mit 

der Diplomarbeit fast fertig gewesen sei, während sich der Beschwerdeführer 2 erst 

konzeptionelle Gedanken gemacht habe. Aus den aktenmässig dokumentierten 

erstinstanzlichen Abklärungen ergibt sich weiter, dass es sich bei den 

Übereinstimmungen um zeichnerische Elemente der Konstruktionspläne sowie um 

deckungsgleiche Darstellungen und Formulierungen aus dem Teil Bauleitung handelt. 

Bei näherer Betrachtung der Prüfungsarbeiten wird offensichtlich, dass das statische 

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Konzept und die Konstruktionspläne auf unterschiedlichen Ansätzen beruhen, d.h. 

einer gewissen Originalität nicht entbehren. Soweit im Übrigen gemeinsame (Büro-) 

Vorlagen verwendet wurden, ist dies nicht zu beanstanden; solche dürften auch von 

den anderen Prüfungskandidaten verwendet worden sein. Anders verhält es sich mit 

den Prüfungsteilen, die der Beschwerdeführer 2 vom Beschwerdeführer 1 übernommen 

bzw. abgeschrieben hat. Dabei handelt es sich nach dessen zutreffender Auffassung 

jedoch um inhaltlich und fachlich eher untergeordnete Passagen. Dass die zu 

erbringende Qualifikationsleistung deswegen nicht mehr messbar wäre, trifft nicht zu.

6.3.2. Das Vorliegen einer "groben Verletzung der Prüfungsdisziplin" lässt sich 

gegenüber dem Beschwerdeführer 1 nicht bestätigen. Dass zwischen den 

Prüfungskandidaten ein gewisser Austausch stattfindet und sowohl untereinander als 

auch mit Kollegen und Vorgesetzten am Arbeitsplatz Anregungen ausgetauscht 

werden, ist bei der genannten Prüfungskonzeption nicht zu vermeiden. Dass der 

Beschwerdeführer 2 mit Wissen des Beschwerdeführers 1 Zugriff auf seine auf dem 

Firmenserver gespeicherte Arbeit hatte, entspricht zwar wohl nicht gerade dem 

erwünschten Verhalten, stellt aber noch keinen groben Verstoss gegen die 

Prüfungsordnung dar. Der Prüfungsmodus ist nicht geeignet, einen solchen Austausch 

zu verhindern. Wenn sie dies verhindern möchte, müsste die Beschwerdegegnerin die 

Diplomarbeit anders organisieren (z.B. individuelle Aufgabenstellungen, Prüfung im 

geschlossenen Raum, explizites Verbot der Kontaktaufnahme, Abgabe von 

Eigenständigkeitserklärungen).

6.3.3. Auch mit Blick auf den Beschwerdeführer 2 fehlt es an der notwendigen 

Intensität des Fehlverhaltens. Die Übereinstimmungen sind nur teilweise auf direktes 

Abschreiben der Arbeit des Beschwerdeführers 1 zurückzuführen. Im Wesentlichen 

entstanden sie, weil den Arbeiten identische Vorlagen zugrunde lagen, wie sie am 

Arbeitsplatz der beiden Kandidaten zur Verfügung standen. Auch hierbei zeigt sich, 

dass angesichts des Prüfungsmodus ein gewisses Mass an Unterstützung von Dritten 

erlaubt sein muss bzw. geradezu damit zu rechnen ist, z.B. beim Konfigurieren dieser 

Vorlagen. Dass die Unterstützung durch Kandidaten derselben Prüfung disziplinarisch 

schwerer wiegt als durch Arbeitskollegen oder Vorgesetzte, ist nicht ersichtlich. Den 

Beschwerdeführer 2 aufgrund der konkret erhaltenen Unterstützung zu sanktionieren, 

erscheint rechtsfehlerhaft, zumal unbestritten ist, dass er keine Kopie der Arbeit des 

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Beschwerdeführers 1 einreichte, sondern für seine Konstruktionsansätze lediglich 

denselben Darstellungstypus verwendet hat. Unlauter handelte der Beschwerdeführer 

2 jedoch insofern, als er beim Baubeschrieb die Formulierungen teilweise wortgleich 

übernommen hat. Weil es sich dabei (gemessen am Arbeitsaufwand von 100 Stunden) 

um untergeordnete Punkte handelte und ohnehin fraglich ist, inwiefern hierbei 

Originalität überhaupt möglich war, scheidet die Annahme eines groben Verstosses 

gegen die Prüfungsdisziplin jedoch aus.

7. Zusammenfassend ergibt sich, dass keiner der Beschwerdeführer grob gegen die 

Prüfungsdisziplin verstossen hat. Weil es dem Fehlverhalten an der nötigen Intensität 

fehlte, ist es nicht tatbestandsmässig. Angesichts dessen kann offen bleiben, ob der 

verfügte Prüfungsausschluss verhältnismässig war. Dem von den Verfahrensbeteiligten 

in diesem Zusammenhang diskutierten Notenabzug scheint es im Übrigen bereits an 

einer gesetzlichen Grundlage zu fehlen. Die Beschwerden sind demnach gutzuheissen, 

die Entscheide der Vorinstanz sind aufzuheben und die Beschwerdegegnerin ist 

anzuweisen, die Diplomarbeiten zuzulassen und mit den bereits vorgenommenen 

Bewertungen (Note 4.8; vgl. Doss. B 2016/61 act. 9/7a/12) zu eröffnen.

8.

8.1. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die amtlichen Kosten der 

Beschwerdeverfahren zu Lasten der Beschwerdegegnerin, deren Anträge abgewiesen 

werden (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von je Fr. 1'500.-- erscheint 

angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die 

Erhebung der Kosten wird verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP). Die Kostenvorschüsse von je 

Fr. 1'500.-- sind den Beschwerdeführern zurückzuerstatten.

8.2. Neu zu verlegen sind auch die amtlichen Kosten der Rekursverfahren, wobei diese 

Kostenverlegung in der Regel in Bezug auf die Beteiligten und deren Anteile analog 

dem Entscheid des Verwaltungsgerichts vorgenommen wird (vgl. R. Hirt, Die Regelung 

der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, 

S. 103). Durch die Aufhebung der Rekursentscheide fallen auch die entsprechenden 

Kostensprüche dahin. Die amtlichen Kosten dieser Rekursverfahrens gehen zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin. Auf deren Erhebung ist ebenfalls zu verzichten. Die der 

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Vorinstanz geleisteten Kostenvorschüsse von je Fr. 1'500.-- sind den 

Beschwerdeführern zurückzuerstatten.

Gleiches gilt für die Verfahren vor der Berufsfachschulkommission: Die amtlichen 

Kosten von je Fr. 1'000.-- gehen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Auf die Erhebung 

ist zu verzichten. Der Kostenvorschuss von Fr. 500.--, den der Beschwerdeführer 1 der 

Berufsfachschulkommission geleistet hat, ist ihm zurückzuerstatten.

8.3. Bei diesem Verfahrensausgang hat die mit ihren Anträgen unterlegene 

Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführer für die ausseramtlichen Kosten der 

Beschwerdeverfahren zu entschädigen. Gleiches gilt für die Rekursverfahren, erschien 

doch auch hierfür der Beizug der Rechtsvertreterin angesichts der Bedeutung des 

Falles und der Komplexität der Rechtslage notwendig (vgl. Art. 98 Abs. 1 und 2 sowie 

Art. 98bis VRP). Eine Entschädigung von Fr. 2'000.-- für jeden Beschwerdeführer, d.h. 

insgesamt Fr. 4'000.-- (zuzüglich 4% Barauslagen und Mehrwertsteuer), für sämtliche 

in diesem Zusammenhang geführten Rekurs- und Beschwerdeverfahren erscheint 

angemessen (Art. 6, 19, 22 Abs. 1 Ingress und lit. a bzw. b sowie Art. 28bis Abs. 1 und 

Art. 29 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Beschwerdeverfahren B 2016/61 und B 2016/62 werden vereinigt.

2. Die Beschwerden werden gutgeheissen und die Entscheide der Vorinstanz vom 

26. Februar 2016 werden aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin wird angewiesen, die 

Diplomarbeiten der Beschwerdeführer zuzulassen und mit den bereits vorgenommenen 

Bewertungen zu eröffnen.

3.

3.1. Die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren von je Fr. 1'500.-- gehen zu 

Lasten der Beschwerdegegnerin. Auf die Erhebung wird verzichtet. Die von den 

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Beschwerdeführern geleisteten Kostenvorschüsse (je Fr. 1'500.--) werden diesen 

zurückerstattet.

3.2. Die amtlichen Kosten der vorinstanzlichen Rekursverfahren von je Fr. 1'500.-- 

gehen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Auf die Erhebung wird verzichtet. Die von 

den Beschwerdeführern geleisteten Kostenvorschüsse (je Fr. 1'500.--) sind diesen 

zurückzuerstatten.

3.3. Die amtlichen Kosten der Rekursverfahren vor der Berufsfachschulkommission von 

je Fr. 1'000.-- gehen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Auf die Erhebung wird 

verzichtet. Der vom Beschwerdeführer 1 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.-- ist 

diesem zurückzuerstatten.

4. Die Beschwerdegegnerin entschädigt die Beschwerdeführer für die Rekurs- und 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit insgesamt je Fr. 2'000.-- (zuzügl. 4% 

Barauslagen, zuzügl. Mehrwertsteuer).

 

Der Präsident                            Der Gerichtsschreiber

Eugster                                      Wehrle

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 14.12.2017
	Bildungsrecht, Schulisches Disziplinarrecht.Die beiden Beschwerdeführer und Arbeitskollegen bildeten sich an der Baukaderschule St. Gallen (Höhere Fachschule) zeitgleich zum dipl. Techniker HF weiter. Für die Diplomarbeit wurde sämtlichen Studierenden die identische schriftliche Aufgabe zur Lösung im Büro/Betrieb gestellt. Die Arbeiten der beiden Beschwerdeführer sind inhaltlich teilweise identisch; der Beschwerdeführer 2 hat gewisse (eher untergeordnete) Teile vom Beschwerdeführer 1 übernommen. Die Baukaderschule schloss die beiden Prüfungskandidaten daraufhin wegen „grober Verletzung der Prüfungsdisziplin“ von der Prüfung aus.Das Prüfungsreglement sieht vor, dass die Diplomarbeit im Betrieb bzw. Büro erledigt werden kann. Zwar ist nachvollziehbar (jedoch nirgends ausdrücklich erwähnt oder verlangt), dass die Arbeit eigenständig zu erstellen ist. Der Prüfungsmodus schliesst aber nicht aus, dass die Kandidaten vom Arbeitsumfeld in der einen oder andern Form Unterstützung erhalten oder sich untereinander austauschen. Letzterem ist insbesondere förderlich, dass sämtlichen Kandidaten die identische Aufgabe gestellt wurde. Die Erwartungen an die Eigenständigkeit der Arbeiten dürfen vor diesem Hintergrund nicht überspannt werden. Der erwähnte Ausschlussgrund liegt im konkreten Fall gegenüber keinem der Beschwerdeführer vor. Insbesondere darf den Kandidaten nicht zum Nachteil gereichen, dass sie dieselben Vorlagen benützt haben (Verwaltungsgericht, B 2016/61 und 62).

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