# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 34845c10-8c91-5c2d-993e-7c6afd3861b4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.02.2023 720 2022 131 / 24 (720 22 131 / 24)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2022-131---24_2023-02-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 2. Februar 2023 (720 22 131 / 24) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung  
 
 
Überprüfung des Valideneinkommens im Revisionsverfahren nach Art. 17 Abs. 1 ATSG; 
Anrechnung von Bonuszahlungen; Rückweisung der Angelegenheit zu weiteren Abklä-
rungen  
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Markus Schmid, Rechts-
anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A.a Der 1963 geborene A.____ meldete sich am 23. Dezember 2016 unter Hinweis auf 
eine Lebendlebertransplantation aufgrund eines Gallengangtumors 2006 sowie eine einge-
schränkte Leistungs- bzw. Belastungsfähigkeit bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die 
gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnisse des Versicherten ab, wobei sie einen Inva-

 

 
 
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liditätsgrad von 69% ermittelte. Gestützt auf diese Ergebnisse sprach sie dem Versicherten mit 
Wirkung ab 1. Dezember 2017 eine Dreiviertelsrente zu. Diese Verfügung erwuchs unangefoch-
ten in Rechtskraft.  
 
A.b Im April 2021 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein. Nach Durchführung des 
Vorbescheidverfahrens reduzierte sie mit Verfügung vom 18. März 2022 die Dreiviertelsrente 
per 1. Mai 2022 auf eine halbe Rente. Zur Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, dass 
der Versicherte gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK) in den Jahren 2020 und 2021 
ein deutlich höheres Einkommen erzielt habe, welches als Invalidenlohn anzurechnen sei. Für 
den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 31. März 2021 liege zudem eine Verletzung der Melde-
pflicht vor. Bei ansonsten unveränderten Verhältnissen resultiere für das Jahr 2020 neu ein In-
validitätsgrad von 48% und für das Jahr 2021 ein solcher von 57%. Damit bestehe ab 1. Mai 
2022 neu Anspruch auf eine halbe Rente. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Markus Schmid, Advo-
kat, mit Eingabe vom 3. Mai 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Verfügung der Be-
schwerdegegnerin sei aufzuheben und diese zu verpflichten, ihm über das Datum des 31. De-
zember 2019 und somit auch über das Datum des 30. April 2022 hinaus, mindestens eine Drei-
viertelsrente auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte er im Wesentlichen 
an, bei der ursprünglichen Festlegung des Invaliditätsgrads sei bei beiden Vergleichseinkom-
men kein Bonus mitberücksichtigt worden. Werde nun auf der Seite des Invalideneinkommens 
ein Bonus berücksichtigt, müsse ein solcher auch bei der Festlegung des Valideneinkommens 
veranschlagt werden. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 15. Juni 2022 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiter-
entwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung erging nach dem 
1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entstehen, finden grund-
sätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2022 Anwendung. Be-
trifft die Verfügung über die Revision des Invaliditätsgrads eine versicherte Person, welche – 
wie im vorliegenden Fall – am 1. Januar 2022 das 55. Altersjahr vollendet hat, finden bis zum 
Erlöschen oder der Aufhebung des Rentenanspruchs immer die Bestimmungen des IVG und 
diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung (Kreisschreiben 

 

 
 
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über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, 
Rz. 9103; Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Ren-
tensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Die Bestimmungen werden im 
Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.  
 
2. Die Beschwerdegegnerin ermittelte in ihrer Revisionsverfügung vom 18. März 2022 für 
das Jahr 2020 neu einen Invaliditätsgrad von 48% und für das Jahr 2021 einen solchen von 
57%. Hierzu erwog sie u.a., dass für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 31. März 2021 eine 
Verletzung der Meldepflicht vorliege. Gleichzeitig stellte sie jedoch den Erlass einer separaten 
Verfügung betreffend die Rückerstattung der gegebenenfalls zu Unrecht bezogenen Leistungen 
in Aussicht. Die Frage nach einer allfälligen Meldepflichtverletzung bildet vorliegend demnach 
nicht Anfechtungs- und folglich auch nicht Streitgegenstand, nachdem die Beschwerdegegnerin 
in ihrer Verfügung auch nicht weiter auf die Tatbestandsvoraussetzungen einer Meldepflichtver-
letzung eingeht. Der Beschwerdeführer beantragt mit der vorliegenden Beschwerde denn auch 
ausschliesslich die Weiterausrichtung der bisherigen Dreiviertelsrente. Streitig und im Folgen-
den zu prüfen ist damit einzig die revisionsweise Herabsetzung der bisher ausgerichteten Drei-
viertelsrente.  
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeits-
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% inva-
lid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Vier-
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Inva-
liditätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist 
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach-
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu 
verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 
Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbs-

 

 
 
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fähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht 
entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Be-
weisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwi-
ckelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leis-
tungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von 
der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrund-
lage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei 
die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit 
Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszu-
standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente unter anderem revidierbar, wenn 
sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen in Bezug auf die Betätigung im 
üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich 
verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen; vgl. auch: BGE 117 V 198 E. 3b mit 
weiteren Hinweisen; RUDOLF RÜEDI, Die Verfügungsanpassung als verfahrensrechtliche Grund-
figur namentlich von Invalidenrentenrevisionen, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Die Revision 
von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 16 f.). Dazu gehört auch 
eine pensumsunabhängige Veränderung der Vergleichs-, namentlich des Invalideneinkommens 
(Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG, Rz. 15). Hingegen ist die lediglich unter-
schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions-
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-
ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht 
(BGE 133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Wie eingangs erwähnt, sprach die 
IV-Stelle mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 20. Juli 2018 dem Ver-
sicherten eine auf einem Invaliditätsgrad von 69% basierende Dreiviertelsrente zu. Nach Vor-
nahme weiterer Abklärungen im Rahmen des 2021 eingeleiteten Revisionsverfahrens gelangte 
sie zur Auffassung, dass bei einem Invaliditätsgrad von zuletzt neu 57% nunmehr Anspruch auf 
eine halbe Rente resultiere. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Herabsetzung der noch bis zum 
30. April 2022 ausgerichteten Dreiviertelsrente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, 
wie er im Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügung vom 20. Juli 2018 bestanden hat, mit 
demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 18. März 2022.  

 

 
 
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5. Aktenkundig und zwischen den Parteien nicht streitig ist, dass sich der Gesundheitszu-
stand des Beschwerdeführers nicht verändert hat. Ebenfalls unbestritten ist, dass mit den 2020 
und 2021 erzielten höheren Invalideneinkommen ein Revisionsgrund vorliegt. Streitig und zu 
prüfen ist hingegen, ob von einer rentenrelevanten Veränderung in den erwerblichen Verhält-
nissen ausgegangen werden kann. Im Zentrum der Beurteilung steht hierbei die Frage, welches 
Valideneinkommen dem Einkommensvergleich zugrunde zu legen ist.  
 
6.1 Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher 
Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen be-
steht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen). Es ist nicht erforderlich, dass gerade die 
geänderte Tatsache zu einer Neufestsetzung der Invalidenrente führt; vielmehr kann sich bei 
der allseitigen Prüfung des Rentenanspruchs ergeben, dass ein anderes Anspruchselement zu 
einer Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente führt (Urteile des Bundesge-
richts vom 21. Oktober 2014, 9C_378/2014, E. 4.2 und vom 18. November 2014, 8C_510/2014, 
E. 4.2 mit zahlreichen Hinweisen). 
 
6.2 In BGE 136 V 369 befasste sich das Bundesgericht mit der Rechtskraft von Entschei-
den über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung. Es hielt fest, dass die Rechtskraft 
von Verfügungen und (Einsprache- oder Beschwerde-) Entscheiden über Dauerleistungen im 
Bereich der Sozialversicherung, u.a. Renten der Alters- und Invalidenversicherung, grundsätz-
lich zeitlich unbeschränkt ist. Sie erfasse die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Fakto-
ren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte 
beträfen. Es liege insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betref-
fenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren könnten daher vorbe-
hältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids 
(Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode 
in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere 
Regelung vor (BGE 136 V 369 E. 3 mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Im zitierten Entscheid 
findet sich hingegen keine Aussage des Inhalts, dass im Falle einer Revision nach Art. 17 
ATSG die früheren Rentenberechnungselemente wie Arbeitsunfähigkeitsgrad oder hypotheti-
sche Validen- und Invalideneinkommen zufolge Rechtskraft nicht mehr überprüft werden könn-
ten (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juli 2014, 9C_185/2014, E. 3.1). Vielmehr sind diese 
Elemente (vgl. BGE 141 V 15) im Rahmen der umfassenden Prüfung des Rentenanspruchs im 
Revisionsverfahren zu beurteilen. So hat denn auch das Bundesgericht in verschiedenen Fällen 
die revisionsweise Überprüfung des Valideneinkommens zugelassen (vgl. Urteile des Bundes-
gerichts vom 2. Juli 2014, 9C_185/2014, vom 21. Oktober 2014, 9C_378/2014, vom 
18. November 2014, 8C_510/2014 und vom 1. Mai 2020, 8C_700/2019). Eine umfassende An-
spruchsprüfung unter Einbezug der übrigen Elemente hat auch dann zu erfolgen, wenn die Re-
visionstatsache eine Änderung des Invalideneinkommens darstellt (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 3. März 2017, 8C_741/2016, E. 4.2). Entgegen den Darlegungen in der angefochte-
nen Verfügung steht der Überprüfung des Valideneinkommens demnach nichts im Wege. Den 
entsprechenden Einwand hat die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung denn auch – zu 
Recht – nicht weiter aufrechterhalten.  
 

 

 
 
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6.3.1 Aus der medizinischen Aktenlage lässt sich entnehmen, dass sich die IV-Stelle im 
Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 20. Juli 2018 bei der für die Ermittlung des 
Ausmasses der Invalidität erforderlichen Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeits-
fähigkeit des Versicherten im Wesentlichen auf die Beurteilung ihres Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) vom 9. März 2018 stützte. Darin stellte Dr. med. B.____, FMH Anästhesiologie, 
u.a. die Diagnose eines Status nach orthotoper Lebendlebertransplantation am 28. November 
2006 bei Cholangiokarzinom (Bismuth IV). Diesbezüglich wurde ausgeführt, dass beim Versi-
cherten 2006 eine Lebendlebertransplantation erfolgt sei. Seit nunmehr zwei Jahren leide er 
unter wiederkehrenden Entzündungen des Gallengangs, welche den Allgemeinzustand des 
Versicherten stark einschränken würden und zu wiederholten Hospitalisationen geführt hätten. 
Die Behandler der Heptalogie würden von einer sogenannten ischämischen Cholangitis ausge-
hen. Hierbei komme es bedingt durch die anatomischen Verhältnisse nach einer Lebertrans-
plantation zu einer Minderdurchblutung der Gallengänge mit nachfolgender Entzündung. Die 
Cholangitiden würden teilweise schwer verlaufen mit septischen Zustandsbildern. Der Versi-
cherte stehe unter dauerhafter Antibiotikatherapie. Er beklage körperliche Schwäche und Kon-
zentrationsstörungen. Ferner bestehe ein reaktiver psycho-physischer Erschöpfungszustand. 
Laut Hausarzt seien leichte Tätigkeiten zu 50% zumutbar, was sich mit der Einschätzung der 
Behandler des Spitals E.____ decke. Diese Einschätzung sei plausibel begründet und nachvoll-
ziehbar. Zumutbar seien leichte überwiegend sitzende Tätigkeiten. Die angestammte Tätigkeit 
entspreche einer angepassten Tätigkeit. Der Versicherte arbeite im angestammten Beruf in re-
duziertem Pensum.  
 
6.3.2 Gestützt auf die Ergebnisse dieser Beurteilung sprach die Beschwerdegegnerin dem 
Versicherten mit Verfügung vom 20. Juli 2018 auf der Basis eines Invaliditätsgrads von 69% 
eine Invalidenrente zu. Der errechnete Invaliditätsgrad basierte auf einem Einkommensver-
gleich. Die Beschwerdegegnerin ermittelte sowohl das massgebende Validen- wie auch das 
zumutbare Invalideneinkommen anhand der Angaben der Arbeitgeberin des Versicherten. Für 
die Bestimmung des Valideneinkommens stellte sie auf das zuletzt als Chief Investment Officer 
und Mitglied der Geschäftsleitung ohne Gesundheitsschaden erzielte Einkommen bei der 
C.____, mithin auf ein Jahreseinkommen von Fr. 262'000.-- ab. Das Invalideneinkommen be-
stimmte sie auf der Grundlage des geänderten Arbeitsvertrags vom 22. August 2016, wonach 
der Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens in seiner neuen Tätigkeit als Senior Re-
lationship Manager bei derselben Arbeitgeberin einen garantierten Bruttolohn von Fr. 160'000.-- 
bei einem 100%-Pensum erwirtschaften würde. Aufgrund der attestierten Restarbeitsfähigkeit 
von 50% setzte sie das Invalideneinkommen demnach auf Fr. 80’000.-- fest. Aus der Gegen-
überstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultierte der Invaliditätsgrad von 69%. 
 
6.4 Im Rahmen des der Verfügung vom 18. März 2022 zugrundeliegenden Einkommens-
vergleichs zog die Beschwerdegegnerin als Invalideneinkommen das in den Jahren 2020 und 
2021 gemäss IK-Auszug bei der C.____ tatsächlich erzielte Jahreseinkommen im Umfang von 
Fr. 139'484.-- bzw. Fr. 116'064.-- bei. Für die Bemessung des Valideneinkommens stellte sie 
weiterhin auf das Einkommen ab, welches der Versicherte ohne den Gesundheitsschaden er-
zielt hätte. Nach Anpassung dieses Einkommens an die Nominallohnentwicklung (Jahre 2018 
bis 2020) errechnete sie ein mutmassliches Einkommen von Fr. 269’919.--. Aus der Gegen-

 

 
 
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überstellung der beiden Einkommen resultierte neu ein Invaliditätsgrad von 48% (2020) bzw. 
57% (2021). 
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin begründet die revisionsweise Herabsetzung der Invalidenren-
te im Wesentlichen damit, dass der ursprünglichen Rentenverfügung vom 20. Juli 2018 ein In-
valideneinkommen in der Höhe von Fr. 80'000.-- zugrunde gelegt worden sei. Der Beschwerde-
führer gehe nach wie vor dem medizinisch zumutbaren Pensum von 50% nach. Gemäss IK-
Auszug habe er indessen im Jahr 2020 ein Einkommen von Fr. 139'484.--- und im Jahr 2021 
ein solches von Fr. 116'064.-- erzielt. Gestützt auf den neu errechneten Invaliditätsgrad bestehe 
demnach Anspruch auf eine halbe Rente. Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf 
den Standpunkt, dass bei der ursprünglichen Festlegung des Invaliditätsgrads bei beiden Ver-
gleichseinkommen kein Bonus mitberücksichtigt worden sei. Werde nun auf der Seite des Inva-
lideneinkommens ein Bonus berücksichtigt, müsse ein solcher auch bei der Festlegung des 
Valideneinkommens veranschlagt werden. Seine Arbeitgeberin habe mit Schreiben vom 
17. November 2021 bestätigt, dass der Bonus im Gesundheitsfall Fr. 49'000.-- betragen würde. 
Allerdings gehe sie darin insofern von falschen tatsächlichen Voraussetzungen aus, als sie das 
Einkommen bei 100%-iger Tätigkeit nicht auf die Mitgliedschaft in der Geschäftsleitung bezo-
gen, sondern das aktuell ausgeübte Pensum und den dabei erzielten Lohn auf 100% hochge-
rechnet habe. Im Jahr 2021 habe der beim Invalideneinkommen berücksichtigte Bonus 
Fr. 40’860.-- betragen. Allein schon die Berücksichtigung eines ziffernmässig gleichen Bonus 
auf der Seite des Valideneinkommens würde zu einem Invaliditätsgrad von 63% und damit zu 
einem Anspruch auf die bisherige Dreiviertelsrente führen. Damit würden sich auch weitere Ab-
klärungen für das Jahr 2021 erübrigen.  
 
7.2 Aktenkundig und unbestritten ist, dass sich das in den Jahren 2020 und 2021 tatsäch-
lich erzielte (höhere) Einkommen jeweils aus dem Bruttolohn und einem entsprechenden Bonus 
zusammensetzt (Jahr 2020: Fr. 75'204.-- [Bruttolohn] + Fr. 64’2800.-- [Bonus] = Fr. 139'484.--- / 
Jahr 2021: Fr. 75'204.-- [Bruttolohn] + Fr. 40'860.-- [Bonus] = Fr. 116'064.--). Ferner trifft es ent-
sprechend dem Dafürhalten des Beschwerdeführers zu, dass die Festsetzung der Vergleichs-
einkommen in der ursprünglichen Verfügung ohne Berücksichtigung allfälliger Zusätze erfolgte. 
Aus dem Fragebogen für Arbeitgebende vom 1. Februar 2017 resultiert, dass das berücksich-
tigte Valideneinkommen dem 12-mal ausbezahlten Monatslohn entsprach. Diese Tatsache wird 
seitens der Beschwerdegegnerin – soweit ersichtlich – ebenfalls nicht bestritten. Im Kontext der 
Frage, ob in erwerblicher Hinsicht von einer rentenrelevanten Veränderung ausgegangen wer-
den kann, gilt es daher insbesondere zu beurteilen, ob der Beschwerdeführer überwiegend 
wahrscheinlich auch im Gesundheitsfall einen entsprechenden Bonus erzielt hätte.  
 
7.3.1 Betrachtet man die Einkommensentwicklung gemäss IK-Auszug, so fällt auf, dass der 
Versicherte bis und mit im Jahr 2012 ein Einkommen über Fr. 300'000.-- erzielte. Dieses redu-
zierte sich in den folgenden Jahren. Die Beschwerdegegnerin führt diesbezüglich an, dass der 
Beschwerdeführer demnach bereits im Jahr 2013 ein tieferes Einkommen erzielt habe und ab 
diesem Zeitpunkt auch keine zusätzlichen Bonuszahlungen mehr ausgewiesen seien. Soweit 
die Beschwerdegegnerin allein auf dieser Grundlage die zusätzliche Anrechnung eines Bonus 
auf Seiten des Valideneinkommens verneint, kann ihr nicht gefolgt werden. Wie bereits darge-

 

 
 
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legt (vgl. E. 6.1 und 6.2 hiervor), ist der Rentenanspruch bei Vorliegen eines Revisionsgrunds in 
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an 
frühere Beurteilungen besteht. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass sich der 
vorliegenden Aktenlage mehrere Hinweise entnehmen lassen, wonach der Gesundheitszustand 
des Beschwerdeführers bereits vor Beginn des gesetzlichen Wartejahres, mithin vor 2016 be-
einträchtigt gewesen war. Bereits in seiner Anmeldung vom 23. Dezember 2016 wies der Be-
schwerdeführer auf wiederholte Gallengangentzündungen und Leberabszesse mit mehreren 
Hospitalisationen hin. Im Bericht des Spitals D.____, Klinik für Innere Medizin, vom 13. Oktober 
2016 finden sich u.a. die Diagnosen eines Status nach einer Pneumokokken-Sepsis unter Im-
munsupression im Juli 2013, nach kleinen Leberabszessen mit E. coli-Sepsis im Oktober 2014 
sowie nach beginnenden cholangitischen Leberabszessen im November 2015. Im Bericht vom 
18. Oktober 2016 derselben Institution wird u.a. von seit 2 Jahren rezidivierenden Cholangitiden 
sowie einem chronischen Verschluss der A. hepatica im Oktober 2014 berichtet. Im Bericht des 
Spitals E.____ vom 1. Dezember 2016 findet sich u.a. auch die Diagnose eines Status nach 
einem Leberabszess bei chronischem Verschluss der A. hepatica und Kollateralbildung im No-
vember 2015. Echtzeitlich dokumentiert ist die im Zeitraum vom 31. Juli 2013 bis 7. August 
2013 erfolgte Hospitalisation aufgrund der Pneumokokken-Sepsis, welche mit einer leichten 
Erhöhung der Leberwerte sowie einer deutlichen Erhöhung der Cholestaseparameter einher-
ging. Zwar kann allein vor diesem medizinischen Hintergrund nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf einen Zusammenhang zwischen dem Gesundheitszustand und dem stetig 
sinkenden Einkommen des Beschwerdeführers geschlossen werden. Es bestehen bei dieser 
Aktenlage aber hinreichende Anhaltspunkte dafür, dass sich der beeinträchtigte Gesundheits-
zustand des Versicherten bereits zu einem früheren Zeitpunkt auf das Arbeitsverhältnis ausge-
wirkt bzw. sich in einem reduzierten Einkommen und fehlenden Bonuszahlungen niederge-
schlagen haben könnte. Diese hätten die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen veran-
lassen müssen. Indem sie in der leistungsreduzierenden Verfügung indessen unbesehen auf 
das bisherige Valideneinkommen abstellte, ist sie ihrer – aus dem Untersuchungsgrundsatz 
resultierenden – Pflicht zur richtigen und vollständigen Abklärung des rechtserheblichen Sach-
verhalts nur unzureichend nachgekommen.  
 
7.3.2 Die vorinstanzliche Beweiswürdigung ist aber auch mit Blick auf die übrigen Akten in 
Frage zu stellen. Am 26. Oktober 2021 ersuchte die Beschwerdegegnerin die Arbeitgeberin des 
Versicherten um Beantwortung der Fragen, welches Einkommen Letzterer im Jahr 2021 erzie-
len und wie hoch ein allfälliger Bonus ausfallen würde. Mit Schreiben vom 17. November 2021 
führte die Arbeitgeberin aus, dass der Bruttolohn bei einem Pensum von 100% Fr. 160'000.-- 
betragen und der Bonus sich auf Fr. 49'000.-- belaufen würde. Die Fr. 160'000.-- entsprechen 
dem garantierten Bruttolohn gemäss geändertem Arbeitsvertrag vom 22. August 2016 (vgl. 
E. 6.3.2 hiervor). Ergänzend wies sie darauf hin, dass der Versicherte im Gesundheitsfall mehr 
Vermögen verwalten könnte, was logischerweise zu einem höheren Grundgehalt und einer 
entsprechend berechneten Bonuszahlung führen würde ("Il va sans dire que si l’état de santé 
de Monsieur A.____ lui permettait une activité à plein temps, la mass d’ avoirs qu’il serait à 
même de gérer serait plus conséquente, ce qui entraînerait logiquement une augmentation de 
sa rénuméeration de base, ainsi que le paiement d’un bonus calculé en conséquence"). Wenn-
gleich die Arbeitgeberin sich in diesem Schreiben auf das hypothetische vollschichtige Er-

 

 
 
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werbspensum in der aktuell als Senior Relationship Manager ausgeübten Tätigkeit bezieht, 
stellt dieses Schreiben doch ein gewichtiges Indiz für eine mögliche Bonuszahlung im Gesund-
heitsfall dar. Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer ohne Eintritt der Gesundheitsbeein-
trächtigung überwiegend wahrscheinlich als Chief Investment Officer und Mitglied der Ge-
schäftsleitung bei derselben Arbeitgeberin tätig wäre und damit wohl einen grösseren Verant-
wortungsbereich innehaben dürfte. Von welchen Aspekten eine entsprechende Bonuszahlung 
abhängt, lässt sich den vorliegenden Akten indessen nicht entnehmen. Diese lassen lediglich 
den Schluss zu, dass die Ausrichtung zumindest (auch) von den Leistungen des Versicherten 
abhängt. Unter diesen Umständen wären jedoch weitere Abklärungen bei der Arbeitgeberin des 
Beschwerdeführers notwendig gewesen. Damit hätten nähere Angaben zu den Hintergründen 
der Bonuszahlungen in Erfahrung gebracht und daraus allfällige Rückschlüsse auf die Tätigkeit 
im Gesundheitsfall gezogen werden können. Auch unter diesen Aspekten mangelt es vorlie-
gend an der vollständigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts.  
 
8. Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass es anlässlich der Rentenüberprüfung Grund 
für eine Revision gab, da der Beschwerdeführer in den Jahren 2020 und 2021 ein deutlich hö-
heres Einkommen erzielte. Die Frage, ob tatsächlich von einer rentenrelevanten Veränderung in 
den erwerblichen Verhältnissen ausgegangen werden kann bzw. welches Valideneinkommen 
zu veranschlagen ist, lässt sich anhand der vorliegenden Aktenlage indessen nicht beurteilen. 
Damit kann auch nicht über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers entschieden werden. 
Der relevante Sachverhalt bedarf deshalb weiterer Abklärung. Demzufolge ist die Angelegen-
heit in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 18. März 2022 zur weiteren Abklärung an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird weitere medizinische Abklärungen bei 
den behandelnden Fachpersonen des Versicherten, namentlich für den Zeitraum ab 2013, zu 
veranlassen haben. In diesem Rahmen wird sie die Frage zu klären haben, ob der Gesund-
heitszustand des Versicherten bereits ab dem genannten Zeitraum erwerbliche Auswirkungen 
zeitigte. Ferner wird sie bei der derzeitigen Arbeitgeberin Abklärungen betreffend die tatsächlich 
erbrachten Leistungen des Versicherten sowie die Voraussetzungen der Bonuszahlungen 
durchzuführen haben, um daraus mögliche Rückschlüsse auf die erwerbliche Entwicklung im 
Gesundheitsfall ziehen zu können. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Abklärungen wird die 
Beschwerdegegnerin nochmal neu über die Rentenrevision zu verfügen haben. Die Beschwer-
de ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefoch-
tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer 
Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un-
terliegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 

 

 
 
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denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. 
 
9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf 
Ersatz ihrer Parteikosten. Dem obsiegenden Beschwerdeführer ist demnach eine Parteient-
schädigung zulasten der IV-Stelle zuzusprechen. In der Honorarnote vom 29. Juni 2022 hat der 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Aufwand von 13 Stunden und 6 Minuten geltend 
gemacht, der sich angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als ange-
messen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss 
für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu ent-
schädigen. Nicht zu beanstanden sind ferner auch die geltend gemachten Auslagen in der Hö-
he von Fr. 175.10. Dem Beschwerdeführer ist demnach eine Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 3'715.75 (13 Stunden und 6 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 175.10 
sowie 7,7% Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
10. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 
17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-
richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwi-
schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und 
über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) –  nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kön-
nen (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen En-
dentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 
weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche-
rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endent-
scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch 
für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren 
materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 18. März 2022 aufge-
hoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle 
Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'715.75 (inkl. Auslagen und 7.7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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