# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8473c05-b160-576c-b3ee-98b06201ad59
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 09.11.2022 ZK2 2021 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2021-40_2022-11-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 9. November 2022

Referenz ZK2 21 40

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Hubert und Bergamin
Gabriel, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, Postfach 250, 7001 Chur 

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel
Kornplatz 2, Postfach 21, 7001 Chur 

Gegenstand Forderung (Kostenentscheid)

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Surselva vom 26.05.2021, 
mitgeteilt am 12.07.2021 (Proz. Nr. 115-2020-1)

Mitteilung 14. November 2022

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Sachverhalt

A. A._____ verkaufte B._____ mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 
_____ 2017 die Grundstücke Nrn. C._____, D._____ und E._____, Grundbuch der 
Gemeinde F._____, zu einem beurkundeten Preis von CHF 1'600'000.00. Davon 
sollte B._____ CHF 50'000 per 17. November 2017 und die restlichen CHF 
1'550'000.00 bei Besitzesantritt an A._____ bezahlen. Eine zusätzliche, vom öf-
fentlich beurkundeten Kaufvertrag nicht erfasste Zahlung von CHF 50'000.00 er-
folgte nach Vertragsabschluss. Weiter vereinbarten die Parteien, der Vertrag falle 
dahin und die gemäss Vertrag angezahlte Summe von CHF 50'000.00 verfalle der 
Verkäuferin als Reuegeld, sofern B._____ den restlichen Kaufpreis von CHF 
1'550'000.00 nicht bis zum 30. Juni 2019 überweise. Zudem vereinbarten sie für 
allfällige aus dem Vertrag entstehende Streitigkeiten den Gerichtsstand F._____. 
Zwischen den Parteien entbrannte daraufhin ein Streit darüber, ob der Vertrag 
gültig oder ungültig bzw. nichtig sei und ob die Anzahlung von CHF 100'000.00 
zurückzuzahlen sei.

B. Nach erfolgloser Schlichtung vom 18. September 2019 reichte B._____ am 
20. Dezember 2019 beim Regionalgericht Surselva eine Klage gegen A._____ ein 
mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei festzustellen, dass der zwischen der Beklagten als Verkäuferin 
und der Klägerin als Käuferin abgeschlossene Grundstückkaufvertrag 
vom 06.10.2017 betreffend die Grundstücke Nr. C._____, D._____ 
und E._____, Grundbuch der Gemeinde F._____, nichtig, eventuell 
wegen Willensmängeln auf Seiten der Klägerin ungültig ist.

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den geleisteten Betrag 
von Fr. 100'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 06.05.2019 zu bezahlen. 

3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Be-
klagten.

C. A._____ beantragte in der Klageantwort vom 14. Februar 2020, was folgt:

1. Es sei auf die Klage nicht einzutreten.

a. zufolge fehlenden Rechtsschutzinteresses

b. zufolge fehlender örtlicher Zuständigkeit des Regionalgerichts Sur-
selva.

2. Eventuell es [sic!] sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.

3. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin.

Zudem stellte sie folgenden Verfahrensantrag:

Es sei das Verfahren vorab auf den beklagtischen Nichteintretensantrag 
gemäss den nachfolgend substantiierten Einwendungen zu beschränken 
und vorab über den Nichteintretensantrag zu entscheiden.

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D. Das Regionalgericht Surselva teilte den Parteien mit prozessleitender Ver-
fügung vom 18. Februar 2020 mit, das Verfahren sei aus prozessökonomischen 
Gründen vorerst auf die in Frage stehenden Prozessvoraussetzungen, insbeson-
dere auf jene der örtlichen Zuständigkeit des Gerichts, zu beschränken. Die Par-
teien konnten bis zum 13. März 2020 dazu Stellung nehmen. 

E. B._____ reichte ihre Stellungnahme, nach gewährter
Fristerstreckung, am 15. April 2020 beim Regionalgericht Surselva ein. Darin hielt 
sie unverändert an ihren materiellen Anträgen in der Klage vom 20. Dezember 
2019 fest und ergänzte in formeller Hinsicht den Antrag, wonach auf die Klage 
vom 20. Dezember 2019 einzutreten sei.

F. Am 29. Mai 2020 fand vor dem Regionalgericht Surselva die Hauptverhand-
lung des vorerst auf die Prozessvoraussetzungen beschränkten Verfahrens statt. 
Mit gleichentags ergangenem Entscheid, mitgeteilt am 16. Juni 2020, erkannte 
das Regionalgericht Surselva, wie folgt:

1. Auf die Klage wird eingetreten.

2. a) Die Gerichtskosten für den vorliegenden Verfahrensabschnitt in 
Höhe von CHF 4'500.00 (Entscheidgebühr) gehen zu Lasten der Be-
klagten.

b) Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für den vorliegenden 
Verfahrensabschnitt eine Parteientschädigung von CHF 9'781.00 (inkl. 
Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen. 

3. a) (Rechtsmittelbelehrung)

b) (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

4. (Mitteilung)

G. Mit prozessleitender Verfügung vom 8. September 2020 ordnete der vorsit-
zende Richter einen zweiten Schriftenwechsel mit Frist bis zum 30. September 
2020 an. Nach erstreckter Frist reichte B._____ am 30. Oktober 2020 ihre Replik 
ein, worin sie unverändert an den Rechtsbegehren vom 20. Dezember 2019 fest-
hielt und diese vertieft begründete. A._____ beantragte mit Schreiben vom 3. De-
zember 2020 eine Fristerstreckung, welche aufgrund der verspäteten Anfrage 
nicht gewährt wurde. Das Verfahren wurde daher ohne Duplik weitergeführt.

H. Am 26. Mai 2021 fand vor dem Regionalgericht Surselva die Hauptverhand-
lung statt. Die Rechtsbegehren blieben unverändert.

I. Mit Entscheid vom 26. Mai 2021, mitgeteilt am 12. Juli 2021, erkannte das 
Regionalgericht Surselva, wie folgt: 

1. Auf Ziffer 1 des klägerischen Rechtsbegehrens wird nicht eingetreten.

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2. Im Übrigen wird die Klage gutgeheissen und A._____ wird verpflichtet, 
B._____ CHF 100'000.00 zuzüglich Zins von 5% seit dem 16. Mai 
2019 zu bezahlen.

3.a) Die Gerichtskosten in der Höhe von total CHF 17'350.00 
(CHF 16'790.00 Entscheidgebühr, CHF 30.00 Kosten der Beweis-
führung, CHF 350.00 Pauschale für das Schlichtungsverfahren) gehen 
zu Lasten von A._____. Sie werden im Umfang von CHF 17'000.00 
aus den von B._____ in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschüssen 
bezogen.

A._____ wird verpflichtet, B._____ den Betrag von CHF 17'350.00 
(CHF 16'970.00 Entscheidgebühr, CHF 30.00 Kosten der Beweis-
führung, CHF 350.00 Pauschale für das Schlichtungsverfahren) zu er-
setzen/zu bezahlen. 

   b) A._____ wird verpflichtet, B._____ eine Parteientschädigung von CHF 
51'800.80 (inkl. Barauslagen, Spesen sowie Interessenswertzuschlag 
[recte: Interessenwertzuschlag] und MwSt.) zu bezahlen.

4.a) (Rechtsmittel)

   b) (Rechtsmittel Kostenentscheid)

5. (Mitteilung)

J. Gegen diesen Entscheid erklärte A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführe-
rin) mit Eingabe vom 9. September 2021 (Poststempel) Kostenbeschwerde an das 
Kantonsgericht von Graubünden, wobei sie folgende Rechtsbegehren stellte:

1. Ziff. 3 des Dispositivs des angefochtenen Urteils vom 26. Mai 2021, 
mitgeteilt am 12. Juli 2021 sei aufzuheben, resp. wie folgt abzuändern:

3. a

Die Gerichtskosten seien auf maximal CHF 8'000.00 festzulegen, wo-
von CHF 4'500.00 bereits bezahlt sind.

3. b

Die von der Beklagten an die Klägerin zu bezahlende Parteientschädi-
gung sei auf allerhöchstens CHF 20'000.00 (inkl. Barauslagen, Spesen 
sowie Interessenwertzuschlag und Mehrwertsteuer) festzulegen, wo-
von CHF 9'781.00 bereits bezahlt sind.

2. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin.

K. In ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Oktober 2021 (Poststempel) beantragte 
B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Berufung (recte: 
Beschwerde), soweit darauf einzutreten sei, unter voller Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zulasten der Beschwerdeführerin. 

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L. Am 18. Oktober 2021 (Poststempel) reichte die Beschwerdegegnerin ihre 
Honorarnote bei der Rechtsmittelinstanz ein. Mit Eingabe vom 25. Oktober 2021 
(Poststempel) nahm die Beschwerdeführerin zur gegnerischen Honorarnote Stel-
lung.

M. Der von der Beschwerdeführerin einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe 
von CHF 2'000.00 ging fristgereicht bei der Rechtsmittelinstanz ein. Das Kantons-
gericht hat die vorinstanzlichen Akten beigezogen und das Verfahren erweist sich 
als spruchreif. Auf die Begründungen der Anträge sowie auf die Ausführungen im 
angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen. 

Erwägungen

1. Die Beschwerdeführerin wehrt sich vorliegend gegen die im Entscheid des 
Regionalgerichts Surselva vom 26. Mai 2021 festgelegten Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen (Dispositiv-Ziffern 3a und 3b). Dagegen steht (nur) die Beschwerde 
zur Verfügung (vgl. Art. 110 ZPO i.V.m. Art. 319 ff. ZPO), welches Rechtsmittel die 
Beschwerdeführerin denn auch gewählt hat. Die gegen den am 12. Juli 2021 mit-
geteilten, schriftlich begründeten Entscheid erhobene Beschwerde vom 9. Sep-
tember 2021 erweist sich unter Berücksichtigung von Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO als 
rechtzeitig. Unter Vorbehalt der nachfolgenden Ausführungen (vgl. insbesondere 
Erwägung 3) ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.1. Die Beschwerdeführerin beantragte, der Beschwerde sei die aufschiebende 
Wirkung zu erteilen (act. A.1, Rz. I.2). Sie begründete dies damit, dass die Vor-
instanz die Gerichtskosten sowie die ausseramtliche Entschädigung viel zu hoch 
angesetzt habe. Bei Bezahlung der Kosten laufe sie Gefahr, diese nicht mehr von 
der Beschwerdeführerin zurückverlangen zu können (act. A.1, Rz. III.A.5). Dem-
gegenüber bestritt die Beschwerdegegnerin, dass die Kosten der Vorinstanz zu 
hoch angesetzt seien. Zudem bringe sie keine Argumente zur Untermauerung ih-
rer These vor, wonach sich die Rückforderung der zu viel bezahlten Entschädi-
gung schwierig gestalten dürfte. Da das Kantonsgericht mit Verfügung vom 
13. September 2021 den Antrag auf aufschiebende Wirkung bereits abgelehnt 
habe, seien weitere Bemerkungen hierzu überflüssig (act. A.2, Rz. 16 f.).

2.2. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausgeführt hat, wurde der Antrag, 
wonach der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei, bereits mit 
Verfügung des Vorsitzenden der II. Zivilkammer vom 13. September 2021 abge-
wiesen. Dies mit der Begründung, wonach die geltend gemachte Gefahr der Un-

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einbringlichkeit der zu viel bezahlten Entschädigungen nicht weiter substantiiert 
worden sei. Im Bereich der Dispositionsmaxime sei es nicht Aufgabe des Gerichts, 
die Akten nach allfälligen Hinweisen über die finanziellen Verhältnisse der Be-
schwerdeführerin zu durchforsten. Die Beschwerdeführerin habe damit die Nach-
teile, die ihr aus der Nichtgewährung der aufschiebenden Wirkung drohen könn-
ten, nicht hinreichend dargetan (act. D.2). Daran ist festzuhalten und Weiterungen 
erübrigen sich.

3.1. Die Beschwerdeführerin beantragte in ihrer Klageantwort, es sei auf die 
Klage zufolge fehlenden Rechtschutzinteresses sowie fehlender örtlicher Zustän-
digkeit nicht einzutreten (vgl. RG act. I./2., S. 2). Die Vorinstanz beschränkte dar-
aufhin das Verfahren vorerst auf die in Frage stehenden Prozessvoraussetzungen 
(vgl. die im Dossier VII. ["Korrespondenzen"] enthaltene, jedoch nicht einakturierte 
Verfügung vom 18. Februar 2020). Mit Entscheid vom 29. Mai 2020 hielt die Vor-
instanz alsdann fest, dass auf die Klage eingetreten werde. Die in diesem Zu-
sammenhang – d.h. in Bezug auf die Prüfung der Prozessvoraussetzungen – an-
gefallenen Gerichtskosten setzte es auf CHF 4'500.00 fest und auferlegte sie der 
Beschwerdeführerin. Im Weiteren verpflichtete sie die Beschwerdeführerin, der 
Beschwerdegegnerin "für den vorliegenden Verfahrensabschnitt" (d.h. wiederum 
mit Bezug auf die strittigen Prozessvoraussetzungen) eine Parteientschädigung 
von CHF 9'781.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen. 

3.2. Beim Entscheid vom 29. Mai 2020 handelt es sich um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 237 ZPO, da – nachdem die Vorinstanz das Eintreten auf 
die Klage beschloss – durch abweichende oberinstanzliche Beurteilung (d.h. bei 
Nichteintreten auf die Klage) sofort ein Endentscheid herbeigeführt worden wäre. 
Gemäss Art. 237 Abs. 2 ZPO sind Zwischenentscheide selbständig anzufechten; 
eine spätere Anfechtung zusammen mit dem Endentscheid ist ausgeschlossen. In 
diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin gegen den 
Zwischenentscheid vom 29. Mai 2020 kein Rechtsmittel ergriffen hat und die 
Rechtsmittelfrist (längst) abgelaufen ist. Auf den Zwischenentscheid ist daher nicht 
mehr zurückzukommen – die darin enthaltenen Kosten- und Entschädigungsfol-
gen sind in Rechtskraft erwachsen. Sofern die Beschwerdeführerin nun im vorlie-
genden Verfahren Rügen erhebt, welche sich von der Sache her gegen die im 
Zwischenentscheid getroffene Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen 
bezieht, ist sie dementsprechend nicht zu hören (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO). 
Dies betrifft zunächst die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach die Aus-
sichtslosigkeit des Antrages auf Nichteintreten auf die Klage dermassen offen-
sichtlich gewesen sei, dass es wenig Aufwand bedurft habe, um das Gericht da-

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von zu überzeugen (vgl. act. A.1, Rz. III.B.2). Dasselbe gilt, wenn die Beschwerde-
führerin vorbringt, eine ausseramtliche Entschädigung "für das Zwischenverfah-
ren" in der Höhe von CHF 3'000.00 erachte sie als das zulässige Maximum 
(act. A.1, Rz. III.B.3) bzw. für das Verfassen der Stellungnahme zu den Prozess-
voraussetzungen samt Teilnahme an der Hauptverhandlung sei ein Aufwand von 
zehn Stunden angemessen (vgl. act. A.1, Rz. III.B.5 [drittes Lemma]). Auf all dies 
ist, wie gesagt, nicht mehr zurückzukommen, nachdem die im Zwischenentscheid 
zugesprochene Parteientschädigung unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist.

4.1. Die Bemessung des angemessenen anwaltlichen Aufwands hat auf einer 
individuellen Würdigung zu beruhen, bei welcher dem Gericht ein erheblicher Er-
messensspielraum zukommt. Massgebend sind in erster Linie der Umfang der 
notwendigen und tatsächlich geleisteten Arbeit, das Mass der unumgänglichen 
Umtriebe sowie die objektive Bedeutung der Streitsache (PKG 2014 Nr. 20 E. 4b; 
PKG 2005 Nr. 5 E. 9b). Die objektive Bedeutung der Streitsache beurteilt sich 
nach den Auswirkungen des Entscheides auf die Rechtsstellung der Parteien; in 
vermögensrechtlichen Angelegenheiten bemessen sich diese insbesondere nach 
dem Streitwert (vgl. etwa KGer GR KSK 17 3 v. 21.2.2017 E. 3d). Sodann sind die 
sich stellenden Sach- und Rechtsfragen von Belang; bei einer unkomplizierten 
Rechtssache ist daher der Aufwand entsprechend kurz zu halten (vgl. statt vieler 
KGer GR ZK2 15 25 v. 4.8.2015 E. 2c). Dies gilt grundsätzlich auch dann, wenn 
die Gegenpartei weitschweifige Ausführungen macht, die in diesem Umfang nicht 
nötig sind. Ganz allgemein kann nämlich der Umfang der verfassten Rechtsschrif-
ten allein nicht ausschlaggebend sein, sondern nur insofern, als die darin getätig-
ten Ausführungen nicht als unnötige Wiederholungen, sachfremde Überlegungen 
oder geradezu aussichtslose Vorbringen qualifiziert werden müssen (vgl. hierzu 
auch Art. 108 ZPO, wonach unnötige Prozesskosten derjenige zu bezahlen hat, 
der sie verursacht hat). Die Schwierigkeiten ergeben sich letztlich aus dem Fall 
selbst und nicht anhand der Rechtsschriften bzw. der Anzahl der darin vorge-
brachten Rügen (KGer GR ZK2 19 79 v. 29.9.2021 E. 6.4.4). Bei der Angemes-
senheitsprüfung Berücksichtigung finden kann ferner – wenn auch bloss im Sinne 
einer Plausibilisierung der Ergebnisse – die Höhe der gegnerischen Honorarforde-
rung (vgl. etwa KGer GR ZK2 18 4 v. 13.6.2018 E. 9.2).

4.2. Die Vorinstanz erwog in ihrem Entscheid, die Beschwerdegegnerin habe 
anlässlich des vorinstanzlichen Hauptverfahrens eine Honorarnote für den Zeit-
raum vom 15. April 2019 bis zum 26. Mai 2021 eingereicht. Die Parteientschädi-
gung für den Zeitraum ab der Position vom 26. Februar 2020 bis zum 29. Mai 
2020 (insgesamt 32.41 Stunden) seien der Beschwerdegegnerin jedoch bereits im 

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Entscheid vom 29. Mai 2020 zugesprochen worden. Damit sei einzig der Aufwand 
vom 15. April 2019 bis zum 25. Februar 2020 sowie vom 30. Mai 2020 bis zum 
26. Mai 2021 zu beurteilen. Der für diesen Zeitraum geltend gemachte und detail-
liert ausgewiesene Aufwand von 157.91 Stunden (53.66 Stunden vom 15. April 
2019 bis zum 25. Februar 2020 bzw. 104.25 Stunden vom 30. Mai 2020 bis zum 
26. Mai 2021) erscheine in Anbetracht des Umfangs und der Schwierigkeit des 
Falles angemessen (act. B.2, E. 7.1).

4.3. Die Beschwerdeführerin gibt in grundsätzlicher Hinsicht zu bedenken, es 
sei um eine Forderung in Höhe von CHF 100'000.00 (nebst Zins) gegangen. Dabei 
seien ihr – sofern es beim Urteil bleibe – ausseramtliche Entschädigungen in Höhe 
von insgesamt CHF 61'581.00 entstanden. Die Beschwerdeführerin kritisiert, die 
Anwaltskosten stünden in keinem Verhältnis zur Streitsumme (act. A.1, Rz. 
III.B.1). In Bezug auf die materiell-rechtlichen Fragestellungen sei ein Aufwand 
von 69 Stunden (statt von über 190 Stunden) als an der obersten Grenze liegend 
anzusehen (act. A.1, Rz. III.B.4). Diesen Ausführungen ist insofern beizupflichten, 
als Parteientschädigung und Streitwert in einem vernünftigen Verhältnis zu stehen 
haben. Das ergibt sich einerseits aus Art. 16a Abs. 2 AnwG (BR 310.100), wonach 
sich die Parteientschädigung unter anderem nach der Bedeutung der Streitsache 
bemisst, und andererseits aus Art. 2 Abs. 2 Ziff. 3 HV (BR 310.250), wonach die 
geforderte Entschädigung nicht eine von der Sache bzw. von den legitimen 
Rechtsschutzbedürfnissen her nicht gerechtfertigte Belastung der unterliegenden 
Partei zur Folge haben darf. Im Lichte dieser Vorgaben erweist sich die der Be-
schwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid zugesprochene Parteientschädi-
gung als offensichtlich übersetzt, zumal sich auch nicht sagen lässt, besondere 
Umstände hätten es – unabhängig vom Streitwert – gerechtfertigt, besonders ho-
hen Aufwand zu betreiben, wie man dies allenfalls für einen "Pilotprozess" mit 
zahlreichen bislang ungeklärten Rechtsfragen bejahen könnte. Vielmehr ging es 
um einen nicht unüblichen Fall einer vertragsrechtlichen Auseinandersetzung, bei 
der die Gültigkeit eines Grundstückkaufvertrages wegen Schwarzgeldzahlungen 
zur Diskussion stand. Entsprechend den vorgebrachten Rügen hatte die Vor-
instanz zunächst die geltend gemachte Nichtigkeit des Vertrages wegen der Ver-
letzung von Formvorschriften zu prüfen (was sie bejahte; vgl. act. B.2, E. 5), ehe 
sie sich der Irrtumsanfechtung und der absichtlichen Täuschung widmete (wobei 
sie einen Grundlagenirrtum teilweise bejahte und eine absichtliche Täuschung 
verneinte; vgl. act. B.2, E. 6).

4.4. Die geltend gemachte und von der Vorinstanz (weitestgehend) zugespro-
chene Entschädigung erweist sich jedoch nicht nur im Gesamten als unangemes-

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sen hoch. Die nachfolgende Auseinandersetzung mit den spezifischen Rügen der 
Beschwerdeführerin wird zeigen, dass auch einzelne Aufwandpositionen ihrer 
Höhe nach nicht zu rechtfertigen sind.

4.5.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet zunächst die Aufwendungen der Be-
schwerdegegnerin für den Zeitraum vom 15. April 2019 bis zum 12. Juni 2019 in 
der Höhe von rund 15 Stunden. Solche vorprozessualen Bemühungen – das Ver-
mittlungsbegehren sei erst am 3. Juli 2019 gestellt worden – könnten der Gegen-
partei nicht in Rechnung gestellt werden (act. A.1, Rz. III.B.5 [erstes Lemma]). Die 
Beschwerdegegnerin wendet dagegen ein, diese Aufwendungen seien bereits mit 
dem Zwischenentscheid vom 29. Mai 2020 zugesprochen worden und daher nicht 
mehr Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (act. A.2, Rz. 30). Im Übrigen 
gehörten zu den Vertretungskosten gemäss Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO auch vorpro-
zessuale Kosten, die im Zeitpunkt des Endentscheides (retrospektiv betrachtet) 
notwendig oder nützlich gewesen seien für die Vorbereitung des Prozesses oder 
dessen mögliche Verhinderung. Hierzu zählten insbesondere vorprozessuale Ver-
gleichsgespräche, welche in kausalem Zusammenhang mit dem Prozess stünden. 
In der Zeit vom 15. April 2019 bis zum 12. Juni 2019 habe sie, die Beschwerde-
gegnerin, ihren Rechtsvertreter instruiert, welcher daraufhin schriftlich an die Be-
schwerdeführerin herangetreten sei und von ihr die Rückerstattung der 
CHF 100'000.00 gefordert habe. Diese Aufwendungen seien sehr wohl erforderlich 
gewesen, hätten sie insbesondere den darauffolgenden Prozess verhindern kön-
nen, hätte die Beschwerdeführerin bereits damals erkannt, dass die Forderung der 
Beschwerdegegnerin gerechtfertigt gewesen sei. Die Beschwerdegegnerin habe 
der Beschwerdeführerin die Möglichkeit geben wollen, die Angelegenheit ausser-
prozessual und somit kostengünstig zu erledigen (act. A.2, Rz. 31).

4.5.2. Mit dem Zwischenentscheid vom 29. Mai 2020 wurden diejenigen Aufwen-
dungen des beschwerdegegnerischen Rechtsvertreters abgegolten, welche zwi-
schen dem 26. Februar 2020 und dem 29. Mai 2020 angefallen sind (vgl. act. B.2, 
E. 7.1). Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin fallen somit die von der 
Beschwerdeführerin beanstandeten (vorprozessualen) Aufwendungen zwischen 
dem 15. April 2019 und dem 12. Juni 2019 nicht darunter, was zur Folge hat, dass 
sie im vorliegenden Verfahren thematisiert werden können. Zu prüfen ist daher, ob 
vorprozessuale Bemühungen entschädigungsfähig im Sinne von Art. 95 Abs. 3 
lit. b ZPO sind.

4.5.3. Gemäss Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden gilt, dass vorprozes-
suale Aufwendungen im Rahmen der Parteientschädigung zu berücksichtigen 
sind, soweit sie unmittelbar mit der Vertretung der Partei im gerichtlichen Verfah-

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ren in Zusammenhang stehen. Dazu können auch die Aufwendungen für Ver-
gleichsbemühungen gezählt werden, soweit sie in kausalem Zusammenhang mit 
dem Prozess stehen (vgl. KGer GR ZK2 13 57 v. 10.9.2018/25.11.2019 E. 9.2.2 
m.w.H. [bestätigt in BGer 4A_95/2020 v. 17.4.2020 E. 3.2 f.]). Der Standpunkt der 
Beschwerdeführerin, wonach vorprozessuale Bemühungen generell nicht zu ent-
schädigen seien, lässt sich vor diesem Hintergrund nicht halten. Vielmehr ist zu 
prüfen, ob solche Aufwendungen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem nach-
folgenden gerichtlichen Verfahren stehen. Trifft dies zu, so erweisen sich auch 
diese Aufwendungen als notwendig oder doch immerhin als nützlich.

4.5.4. Auf den ersten Blick fallen in der eingereichten Honorarnote (RG act. II./56) 
keine vorprozessualen Bemühungen auf, die – zumindest von ihrer Umschreibung 
her – nicht in unmittelbarem Zusammenhang zum nachfolgenden Gerichtsverfah-
ren stehen und die Beschwerdeführerin macht Entsprechendes auch nicht gel-
tend. Insbesondere ist es nicht unüblich, sich durch die Mandantschaft zu Beginn 
instruieren zu lassen, diverse Abklärungen in tatsächlicher oder rechtlicher Hin-
sicht vorzunehmen sowie gewisse Korrespondenz – sei dies mit der Mandant-
schaft oder der Gegenpartei bzw. deren Rechtsvertretung – zu tätigen. Was den 
hierfür angefallenen Zeitaufwand betrifft, so fällt eine Aufwandposition auf, nämlich 
5.75 Stunden für das Verfassen (inkl. Überarbeiten) eines Schreibens an die Ver-
käuferschaft (Aufwand zwischen dem 1. Mai 2019 und dem 4. Mai 2019). Bei be-
sagtem Schreiben handelt es sich um RG act. II./26 (Schreiben vom 6. Mai 2019), 
mit welchem der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an die Gegenpartei ge-
langte und die Nichtigkeit des Grundstückkaufvertrages geltend machte bzw. er-
klärte, den entsprechenden Kaufvertrag "nicht zu halten und von diesem zurückzu-
treten". Es ist zwar durchaus üblich und allenfalls aufgrund der Sorgfaltspflicht so-
gar geboten, vor Einleitung eines Gerichtsverfahrens die Gegenseite mit der strit-
tigen Forderung zu konfrontieren und diese zu begründen. Die Darlegung des be-
schwerdegegnerischen Standpunktes wurde dabei jedoch in einer Ausführlichkeit 
gehalten, die nicht notwendig gewesen wäre. Das Schreiben erstreckt sich über 
11 Seiten und liest sich kaum anders als eine Klage. Nach einer Kurzbegründung 
(S. 1 f.) erfolgt eine einlässliche Darlegung des eigenen Standpunktes ("Im Einzel-
nen"; S. 3-11). Das war – zumindest in jenem Zeitpunkt – klar übertrieben und es 
ist vor diesem Hintergrund auch nicht nachvollziehbar, was die Beschwerdegegne-
rin damit meint, wenn sie festhält, zu den vorprozessualen Bemühungen zählten 
insbesondere vorprozessuale Vergleichsgespräche, welche in kausalem Zusam-
menhang mit dem Prozess stünden (vgl. act. A.2, Rz. 31). Dass sie um eine gütli-
che Streitbeilegung bemüht gewesen wäre, geht jedenfalls aus ihrem Schreiben 
vom 6. Mai 2019 nicht hervor. Der geltend gemachte Aufwand von 5.75 Stunden 

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erweist sich daher nicht mehr als angemessen und ist um 2 Stunden zu reduzie-
ren. Dies gilt insbesondere auch deshalb, weil für Rechtsabklärungen bereits se-
parat 2.5 Stunden in Rechnung gestellt worden sind (vgl. Aufwandposition 
"Rechtsabklärungen, Swisslexrecherche" vom 30. April 2019), der für das Verfas-
sen des Schreibens an die Gegenpartei geltend gemachte Aufwand somit nur das 
Verfassen als solches, d.h. ohne Vorarbeiten, betrifft. Im Übrigen ist zu beachten, 
dass der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin im nachfolgenden Gerichtsver-
fahren ausführliche Rechtsschriften eingereicht hat (und hierfür auch hohen Auf-
wand in Rechnung stellte; vgl. hierzu unten Erwägungen 4.6.4 und 4.8.2), welche 
sich inhaltlich weitestgehend mit dem Schreiben vom 6. Mai 2019 (RG act. II./56) 
decken. Diese Vorgehensweise ist zwar an sich nicht zu beanstanden, reduziert 
jedoch den als angemessen anzusehenden Aufwand für nachfolgende Tätigkei-
ten, wenn im späteren Gerichtsverfahren auf "Vorarbeiten" ausserhalb des Pro-
zesses zurückgegriffen werden kann. 

4.6.1. Die Beschwerdeführerin bringt sodann vor, für die Ausarbeitung der Klage-
begründung (inkl. Verfassen von Zeugenfragen und Teilexpertenfragen) sei ein 
Aufwand von über 30 Stunden geltend gemacht worden. Es seien jedoch nur die 
Bemühungen der Gegenpartei zu vergüten, welche für den Ausgang des Prozes-
ses entscheidend seien. Sie halte einen Aufwand von 10 Stunden für angemessen 
(act. A.1, Rz. III.B.5 [zweites Lemma]). Die Beschwerdegegnerin hält dem entge-
gen, dabei gehe es abermals um Aufwendungen, für welche ihr bereits im Zwi-
schenentscheid vom 29. Mai 2020 eine ausseramtliche Entschädigung zugespro-
chen worden sei. Darüber hinaus sei zu erwähnen, dass die Vorinstanz unübli-
cherweise bereits nach Einreichung der Klageschrift die Einreichung der detaillier-
ten Zeugen- und Expertenfragen beantragt (gemeint wohl: verlangt) habe, ohne zu 
wissen, ob die Behauptungen, die mit den Zeugenaussagen oder Expertisen hät-
ten bewiesen werden sollen, anerkannt würden oder nicht. Das Formulieren der 
detaillierten Fragethemen sei mit entsprechendem Aufwand verbunden gewesen 
(act. A.2, Rz. 32).

4.6.2. Entgegen der Behauptung der Beschwerdegegnerin hat die Vorinstanz den 
Aufwand ihres Rechtsvertreters, welcher im Zusammenhang mit den erwähnten 
Fragethemen angefallen ist, nicht im Zwischenentscheid vom 29. Mai 2020 abge-
golten. Der entsprechende Aufwand ist zwischen dem 13. Januar 2020 und dem 
27. Januar 2020 angefallen; demgegenüber wurden im Zwischenentscheid ledig-
lich diejenigen Aufwendungen entschädigt, welche zwischen dem 26. Februar 
2020 und dem 29. Mai 2020 angefallen sind (vgl. act. B.2, E. 7.1). Für das Verfas-
sen von Fragethemen hat der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin im Zeit-

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raum vom 13. Januar 2020 bis zum 16. Januar 2020 einen Aufwand von 7.5 Stun-
den geltend gemacht. Am 27. Januar 2020 hat er unter anderem die Fragethemen 
überarbeitet, was zusammen mit den Änderungswünschen der Klientin sowie ei-
nem Schreiben an das Regionalgericht 1.5 Stunden gedauert hat (vgl. RG act. 
II.56). Das Formulieren der Fragethemen hat dabei insgesamt (rund) 9 Stunden in 
Anspruch genommen. 

4.6.3. Es trifft zu, dass die Vorinstanz unmittelbar nach Eingang der Klage die Be-
schwerdegegnerin (in ihrer Rolle als Klägerin) aufgefordert hat, zu den von ihr zur 
Zeugenaussage bzw. zur Parteibefragung/Beweisaussage aufgerufenen Personen 
entsprechende Zeugenfragethemen bzw. Parteifragethemen bis zum 27. Januar 
2020 nachzureichen. Ebenso wurde die Beschwerdegegnerin angehalten, innert 
gleicher Frist je einen entsprechenden Fragekatalog für die zwei von ihr beantrag-
ten schriftlichen Auskünfte nachzureichen. Die Vorinstanz wies ausserdem darauf 
hin, sollte diesen Vorgaben nicht nachgekommen werden, so werde der Verzicht 
auf die Erhebung/Abnahme des entsprechenden Beweismittels angenommen (vgl. 
die im Dossier VII. ["Korrespondenzen"] enthaltene, nicht einakturierte Verfügung 
vom 3. Januar 2020).

Zwar muss im ordentlichen Verfahren die klagende Partei bereits in der Klage-
schrift die Beweismittel einzeln bezeichnen und den behaupteten Tatsachen zu-
ordnen (Art. 221 Abs. 1 lit. e ZPO). Ob jedoch bereits in dieser Prozessphase – 
d.h. wenn noch unklar ist, ob die beklagte Partei überhaupt eine Klageantwort ein-
reicht, die Klage anerkennt oder, falls sie sich zur Wehr setzt, welche einzelnen 
Tatsachenbehauptungen sie bestreitet und welche nicht – von der klagenden Par-
tei verlangt werden sollte, einen detaillierten Katalog der Fragethemen zu erstel-
len, erscheint zumindest fraglich (vgl. auch Art. 150 Abs. 1 ZPO, wonach nur über 
streitige Tatsachen Beweis geführt wird). Ein solches Vorgehen birgt jedenfalls die 
Gefahr von unnötigem Aufwand, insbesondere dann nämlich, wenn Fragen zu 
Tatsachenbehauptungen formuliert werden müssen, die sich im Nachhinein als 
gar nicht bestritten erweisen.

Die Beschwerdegegnerin äussert sich jedoch nicht (substantiiert) dazu, inwieweit 
der Zeitpunkt der Einholung der Fragethemen im vorliegenden Fall konkret zu ei-
nem unnötigen Aufwand geführt haben soll. Namentlich wird mit keinem Wort er-
wähnt, dass und allenfalls welche der formulierten Fragen sich infolge fehlender 
Bestreitung von Tatsachenbehauptungen nachträglich als unnötig herausgestellt 
hätten. In Anbetracht dessen muss bei den im Zusammenhang mit der Ausformu-
lierung der Fragethemen entstandenen Kosten von Ohnehin- bzw. Sowiesokosten 
ausgegangen werden, die auch bei späterer Aufforderung entstanden wären und 

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entsprechend nicht als unnötig qualifiziert werden können. In diesem Lichte be-
trachtet erscheint ein Aufwand von insgesamt (rund) 9 Stunden für die Formulie-
rung der Fragethemen als nicht angemessen. Denn die Beschwerdegegnerin als 
klagende Partei musste sich bei der Abfassung der Klageschrift ohnehin genau 
überlegen, zu welchen konkreten Tatsachenbehauptungen sie welche Zeugen 
befragen lassen will (sog. Verknüpfung der Beweismittel). Dieser Aufwand fiel 
aber bereits bei der Ausarbeitung der Klageschrift an. Ist indes eine (sorgfältige) 
Verknüpfung der Beweismittel einmal vorgenommen, so ist der Aufwand für die 
schriftliche Formulierung der Fragethemen, welche auf der Verknüpfung der Be-
weismittel aufbauen kann, entsprechend klein. Der für die Ausarbeitung der Fra-
gethemen zu vergütende Aufwand ist daher um 6 Stunden zu reduzieren.

4.6.4. Für die Vorbereitung und die Ausarbeitung der Klageschrift hat der Rechts-
vertreter der Beschwerdegegnerin zwischen dem 13. November 2019 und dem 
18. Dezember 2019 insgesamt 20.5 Stunden aufgewendet. Darin enthalten sind 
auch rechtliche Abklärungen (RG act. II./56). Auch hier handelt es sich – entgegen 
der Behauptung der Beschwerdegegnerin – nicht um Aufwand, welcher bereits mit 
dem Zwischenentscheid vom 29. Mai 2020 vergütet wurde, bezog sich dieser 
doch (nur) auf Bemühungen des beschwerdegegnerischen Rechtsvertreters, wel-
che zwischen dem 26. Februar 2020 und dem 29. Mai 2020 angefallen sind (vgl. 
act. B.2, E. 7.1). Der Beschwerdeführerin ist sodann darin beizupflichten, dass der 
für die Ausarbeitung der Klage angefallene Aufwand übersetzt ist. Die Klage um-
fasst 43 Seiten, was in keinem Verhältnis steht zu den sich stellenden Sach- und 
Rechtsfragen sowie dem Streitwert. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bereits vorprozessual Rechtsabklärungen 
getätigt hat und den beschwerdegegnerischen Rechtsstandpunkt in seinem 
Schreiben an die Gegenpartei vom 6. Mai 2020 ausführlich dargelegt hat. Hinzu 
kommen weitere drei Stunden für die Ausarbeitung des Schlichtungsbegehrens 
(vgl. Aufwandposition "Verfassen Vermittlungsbegehren, Telefon mit Klientin" vom 
3. Juli 2019). Die dabei geleisteten "Vorarbeiten" konnte der Rechtsvertreter der 
Beschwerdegegnerin ohne Weiteres auch im Gerichtsverfahren bzw. für die Klage 
nutzen (was er offensichtlich auch getan hat), was zwar – wie bereits erwähnt (vgl. 
oben Erwägung 4.5.4) – nicht unzulässig ist, indes den für die Ausarbeitung der 
Klage als angemessen anzusehenden Aufwand entsprechend reduziert. Unter 
diesen Umständen erscheint ein Aufwand für die Ausarbeitung der Klage von 10 
Stunden (statt von 20.5 Stunden) als angemessen, weshalb die von der Vor-
instanz zugesprochene Parteientschädigung entsprechend herabzusetzen ist.

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4.7.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet im Weiteren, der Rechtsvertreter der 
Beschwerdegegnerin habe für die Prüfung des Zwischenentscheids eine Stunde 
aufgewendet. Dies sei weit übersetzt (act. A.1, Rz. III.B.5 [viertes Lemma]). Die 
Beschwerdegegnerin hält am getätigten Aufwand fest (act. A.2, Rz. 34).

4.7.2. Am 17. Juni 2020 hat der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin für 
"Eingang Zwischenentscheid, Prüfen, Mitteilung an Klientin" eine Stunde Aufwand 
verrechnet. Der Zwischenentscheid vom 29. Mai 2020 umfasst 8 Seiten (RG 
act. VIII./Entscheid vom 29. Mai/16. Juni 2020). Der Aufwand erscheint gerade 
noch angemessen, da davon auszugehen ist, dass der Rechtsvertreter den Ent-
scheid bei der Mitteilung an die Klientin auch mit ihr besprochen hat. Zu erwähnen 
bleibt, dass dieser Aufwand, obwohl er in Zusammenhang mit dem Zwischenent-
scheid steht, noch nicht mit diesem abgegolten wurde, da die anlässlich der 
Hauptverhandlung vom 29. Mai 2020 eingereichte Honorarnote des beschwerde-
gegnerischen Rechtsvertreters (RG act. II./53) einen entsprechenden Aufwand für 
die "Nachbearbeitung" des Zwischenentscheides nicht in Rechnung stellte und der 
Beschwerdegegnerin diesbezüglich auch nicht mehr als beantragt zugesprochen 
wurde.

4.8.1. Gemäss der Beschwerdeführerin ist ein Aufwand von mehr als 50 Stunden 
für die Replik getätigt worden. Dies sei viel zu hoch. Mit 10 Stunden sei der ent-
sprechende Aufwand bereits grosszügig abgegolten (act. A.1, Rz. III.B.5 [fünftes 
Lemma]). Dagegen wendet die Beschwerdegegnerin ein, dass sie auf eine 57-
seitige Klageantwort zu reagieren gehabt habe. Darin habe die Beschwerdeführe-
rin nicht kurz und bündig die Forderung bestritten, sondern etliche weitere Aussa-
gen getätigt. Die Beschwerdegegnerin habe aufgrund der Dispositionsmaxime alle 
Behauptungen substantiiert bestreiten müssen, weshalb letztlich dieser grosse 
Aufwand entstanden sei (act. A.2, Rz. 35).

4.8.2. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin hat für das Verfassen der 
Replik (inkl. Vorbereitung) rund 50 Stunden in Rechnung gestellt (vgl. "Vorberei-
tung Replik, Aktenstudium" vom 28. September 2020 [Aufwand 2 Stunden]; "Ver-
fassen Replik, fertigstellen Replik, überarbeiten Replik" vom 30. September 2020 
[Aufwand 43 Stunden]; "Eingang neuer Unterlagen und Änderungswünsche von 
Klientin, Überarbeiten Replik, Ergänzen Fragethemen 1. Teil" vom 26. Oktober 
2020 [Aufwand 5 Stunden]). Eine Replik im Umfang von 66 (!) Seiten erscheint 
jedoch in der vorliegenden Angelegenheit als offensichtlich übertrieben, womit 
auch der dabei angefallene Aufwand nicht als angemessen angesehen werden 
kann. Es mag zwar durchaus zutreffen, dass im Anwendungsbereich der Disposi-
tionsmaxime alle Behauptungen zu substantiieren bzw. diejenigen der Gegenpar-

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tei zu bestreiten sind, doch ist auch hier – mit Blick auf den Streitwert und die sich 
stellenden Sach- und Rechtsfragen – Augenmass zu halten. So ist denn daran zu 
erinnern, dass allenfalls weitschweifige Ausführungen der Gegenpartei nicht ohne 
Weiteres dazu berechtigen, gewissermassen "ins gleiche Muster" zu verfallen (vgl. 
oben Erwägung 4.1). Der für die Ausarbeitung der Replik zu vergütende Aufwand 
ist daher um 30 Stunden zu reduzieren.

4.9.1. Die Beschwerdeführerin führt schliesslich aus, dass für das Vorbereiten 
(gemeint sein dürfte das Vorbereiten der Hauptverhandlung) ihres Erachtens auch 
hier ein Aufwand von 10 Stunden und nicht von 37 Stunden angemessen sei 
(act. A.1, Rz. III.B.5 [sechstes Lemma]). Die Beschwerdegegnerin hält dem entge-
gen, es sei zu berücksichtigen, dass im Rahmen einer Hauptverhandlungen Aus-
führungen zum Rechtlichen vorgetragen werden könnten und an der Hauptver-
handlung somit nicht nur bereits in den Rechtsschriften Vorgetragenes wiederholt 
werde. Eine Hauptverhandlung möge sodann sorgfältig vorbereitet werden (act. 
A.2, Rz. 36). 

4.9.2. Für die Vorbereitung der Hauptverhandlung hat der Rechtsvertreter der Be-
schwerdegegnerin 32.5 Stunden in Rechnung gestellt ("Vorbereitung Hauptver-
handlung" vom 30. April 2021 [Aufwand 4 Stunden]; "Verfassen Plädoyer, verfas-
sen zweiter Parteivortrag, überarbeiten Plädoyer, Email an Klientin" vom 3. Mai 
2021 bis 19. Mai 2021 [Aufwand 26.5 Stunden]; "Eingang Email von Klientin, An-
passen Plädoyer, Emailkorrespondenz mit Klientin" vom 25. Mai 2021 [Aufwand 2 
Stunden]). Hinzu kommen fünf Stunden für die Teilnahme an der Hauptverhand-
lung (inkl. An- und Rückreise). Dies dürfte gemeint sein, wenn die Beschwerdefüh-
rerin von 37 Stunden ausgeht, wobei dieser Aufwand nicht nur die Vorbereitung 
der Hauptverhandlung, sondern auch die Teilnahme daran (inkl. An- und Rückrei-
se) betrifft. Die Verhandlung selbst dauerte von 13:45 Uhr bis 16:20 Uhr, mithin 
rund 2.5 Stunden (vgl. das im Dossier VIII. ["Verfügungen, Protokolle, Entscheide"] 
enthaltene, nicht einakturierte Protokoll der Hauptverhandlung vom 26. Mai 2021). 
Die Zugfahrt von G._____ nach F._____ dauert rund 35 Minuten. Berücksichtigt 
man den Weg von der Kanzlei des beschwerdegegnerischen Rechtsvertreters 
zum Bahnhof sowie eine gewisse Zeitreserve in F._____, so lässt sich eine Reise-
zeit pro Weg von gut einer Stunde annehmen. Die für die Teilnahme an der 
Hauptverhandlung in Rechnung gestellten 5 Stunden erscheinen demnach als 
ausgewiesen. Nicht gerechtfertigt erscheint jedoch der für die Vorbereitung der 
Hauptverhandlung in Rechnung gestellte Aufwand von insgesamt 32.5 Stunden. 
Dies ergibt sich schon nur daraus, dass im Vorfeld ein doppelter Schriftenwechsel 
stattgefunden hat und sich der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin bereits in 

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diesem Rahmen sehr ausführlich zur Sache geäussert hat (43-seitige Klage bzw. 
66-seitige Replik). Unter diesen Umständen ist es nicht mehr erforderlich, den ein-
genommenen Standpunkt anlässlich der Hauptverhandlung in extenso zu rekapi-
tulieren. Im ersten Parteivortrag (RG act. II./55 [S. 1-18]) wurden denn auch weit-
gehend Wiederholungen vorgetragen, was zwar nicht unzulässig ist, jedoch nicht 
erkennen lässt, inwiefern dabei neuer Aufwand in erheblichem Umfang angefallen 
sein soll. Dasselbe gilt grundsätzlich ebenso für den zweiten Parteivortrag (RG 
act. II./55 [S. 19-30]), wobei der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin dabei 
auch Überlegungen zum Rechtlichen vortrug. Diese sind jedoch vom Umfang her 
eher bescheiden ausgefallen und erschöpfen sich im Wesentlichen in der Wieder-
gabe der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der Standardkommentarlitera-
tur. Das ist selbstverständlich nicht zu beanstanden, hält jedoch den für die Ab-
klärung der Rechtslage notwendigen Aufwand in Grenzen, da es sich um leicht 
zugängliche Quellen handelt. Im Übrigen ist zu beachten, dass der Rechtsvertreter 
der Beschwerdegegnerin bereits 2.5 Stunden für die vorprozessuale Abklärung 
der Rechtslage in Rechnung gestellt hat (vgl. oben Erwägung 4.5.4). Vor diesem 
Hintergrund will nicht einleuchten, warum es notwendig gewesen sein soll, für die 
Vorbereitung der Hauptverhandlung 32.5 Stunden – d.h. beinahe vier (!) Arbeits-
tage – aufzuwenden. Der betriebene Aufwand sprengt jedenfalls offensichtlich den 
Rahmen dessen, was als sorgfältige Vorbereitung angesehen werden kann. Der 
Aufwand ist entsprechend dem Gesagten um 24 Stunden zu kürzen. Damit ver-
bleibt ein für die Vorbereitung der Hauptverhandlung zu berücksichtigender Auf-
wand von 8.5 Stunden, was rund einem Arbeitstag entspricht und im vorliegenden 
Fall ohne Weiteres als ausreichend erscheint.

4.10. Zusammenfassend ist der von der Vorinstanz als angemessen angesehene 
Aufwand des beschwerdegegnerischen Rechtsvertreters im Umfang von 157.91 
Stunden wie folgt zu kürzen: 2 Stunden für vorprozessuale Bemühungen (vgl. 
oben Erwägung 4.5.4), 6 Stunden für die Formulierung der Fragethemen (vgl. 
oben Erwägung 4.6.3), 10.5 Stunden für das Verfassen der Klageschrift (vgl. oben 
Erwägung 4.6.4), 30 Stunden für die Ausarbeitung der Replik (vgl. oben Erwägung 
4.8.2) sowie 24 Stunden für die Vorbereitung der Hauptverhandlung (vgl. oben 
Erwägung 4.9.2). Daraus resultiert ein von der Beschwerdeführerin zu entschädi-
gender Aufwand von 85.41 Stunden (157.91 Stunden – 72.5 Stunden).

5.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet den vom Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin geltend gemachten Interessenwertzuschlag. Dieser sei bei die-
ser einfachen Sach- und Rechtslage nicht gerechtfertigt (act. A.1, Rz. III.B.6). Die 

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Beschwerdegegnerin hält am Interessenwertzuschlag in der in Rechnung gestell-
ten Höhe fest (act. A.2, Rz. 38 f.).

5.2. Als üblich gilt ein einmaliger Interessenwertzuschlag, der in einem ange-
messenen Verhältnis zum Honorar nach Zeitaufwand steht und folgende Ansätze 
nicht übersteigt: bei einem Interessenwert von CHF 100'000.00 bis zu 
CHF 500'000.00 beträgt der Zuschlag CHF 4'000.00 bis CHF 15'000.00 (Art. 3 
Abs. 2 HV). Der Interessenwert bestimmt sich sinngemäss nach den verfahrens-
rechtlichen Regeln über den Streitwert (Art. 3 Abs. 3 HV). Kein oder ein reduzier-
ter Interessenwertzuschlag ist üblich bei Verfahren zur Auflösung von Ehen und 
eingetragenen Partnerschaften, soweit sich die Klage nicht auf Leistungen be-
zieht, welche die Ehegatten beziehungsweise die Partner persönlich gegeneinan-
der geltend machen oder wenn das Verfahren durch Vergleich, Rückzug oder An-
erkennung erledigt wird (Art. 3 Abs. 4 Ziff. 1 und 2 HV).

5.3. Im vorliegenden Fall beträgt der Streitwert CHF 100'000.00 (vgl. RG act. I./1 
und I./2). Die Voraussetzungen für den Verzicht oder die Reduktion des Interes-
senwertzuschlags sind nicht gegeben. Der von der Beschwerdegegnerin geltend 
gemachte Interessenwertzuschlag von CHF 4'000.00 (RG act. II./56, S. 4) liegt im 
Rahmen des gesetzlich Erlaubten und steht ausserdem in einem angemessenen 
Verhältnis zum Honorar nach Zeitaufwand (dazu eingehend PKG 2021 Nr. 9 E. 
6.4.5 f.). Die Rüge der Beschwerdeführerin ist dementsprechend unbegründet.

6.1. Die Beschwerdeführerin stellt schliesslich die Angemessenheit der Ge-
richtsgebühr in Frage und beantragt, die Gerichtskosten seien auf maximal 
CHF 8'000.00 festzusetzen, wovon jedoch CHF 4'500.00 bereits bezahlt seien. Sie 
begründet dies damit, aus den Erwägungen ergebe sich nicht, wie die Vorinstanz 
auf Gerichtskosten in der Höhe von CHF 16'970.00 gekommen sei und dieser Be-
trag sei auch nicht gerechtfertigt. Dies umso weniger, da bereits für den Zwi-
schenentscheid Gerichtsgebühren in der Höhe von CHF 4'500.00 verlangt worden 
seien. Das Gericht habe sich in beiden Fällen, bis auf eine Ausnahme, aus den 
gleichen Richtern zusammengesetzt. Der Fall sei somit mindestens vier Richtern 
bekannt gewesen. Die Angelegenheit sei weder in tatbestandlicher noch in rechtli-
cher Hinsicht schwierig gewesen und die sich stellenden Rechtsfragen seien sehr 
einfach zu beantworten gewesen (act. A.1, Rz. III.B.7). Die Beschwerdegegnerin 
ist hingegen der Ansicht, dass die CHF 4'500.00 nichts mit dem Entscheid vom 26. 
Mai 2021 zu tun hätten, da es sich um die Gerichtskosten aus dem Zwischenent-
scheid handle und diese bereits rechtskräftig beurteilt worden seien. Der Be-
schwerdeführerin könne nicht gefolgt werden, wenn sie beanstande, dass nicht 

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klar sei, wie die Vorinstanz auf die Gerichtskosten gekommen sei, da dies gar im 
Dispositiv des Entscheids aufgeführt sei (act. A.2, Rz. 40 ff.). 

6.2. Die Tarife für Prozesskosten (Gerichtskosten und Parteientschädigung) le-
gen die Kantone fest (Art. 96 ZPO). In Graubünden kommt für zivilrechtliche Ver-
fahren vor Regionalgerichten die Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivil-
verfahren zur Anwendung (VGZ; BR 320.210). Für vermögensrechtliche oder nicht 
vermögensrechtliche Verfahren vor Regionalgericht, welche im ordentlichen Ver-
fahren vom Kollegialgericht beurteilt werden, kann das Gericht grundsätzlich eine 
Entscheidgebühr in der Höhe von CHF 3'000.00 bis CHF 30'000.00 erheben 
(Art. 3 Abs. 1 VGZ). In Verfahren, die einen besonders grossen Aufwand verursa-
chen, kann eine Entscheidgebühr von bis zu CHF 100'000.00 erhoben werden 
(Art. 3 Abs. 2 VGZ). Gerichtskosten sind Kausalabgaben, weshalb sie dem Kost-
endeckungs- und Äquivalenzprinzip genügen müssen. Das Äquivalenzprinzip kon-
kretisiert das Verhältnismässigkeitsprinzip und das Willkürverbot für den Bereich 
der Kausalabgaben (Art. 5 Abs. 2 und Art. 9 BV). Es bestimmt, dass eine Gebühr 
nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der Leistung 
stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen halten muss. Der Wert der Leistung 
bemisst sich nach dem wirtschaftlichen Nutzen, den sie dem Pflichtigen bringt, 
oder nach dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme im Verhältnis 
zum gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweigs, wobei schemati-
sche, auf Wahrscheinlichkeit und Durchschnittserfahrungen beruhende Massstäbe 
angelegt werden dürfen. Gerichtsgebühren dürfen die Inanspruchnahme der Justiz 
nicht verunmöglichen oder übermässig erschweren (BGer 1C_50/2016 v. 
12.5.2016 E. 3.2 m.w.H.). 

6.3. Das Regionalgericht hat die Gerichtsgebühr auf CHF 16'970.00 festgesetzt 
(act. B.2, E. 7). Angesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen, der um-
fassenden Rechtsschriften (die – auch wenn sie teilweise unnötig lang ausgefallen 
sind – vom Gericht dennoch bearbeitet werden mussten) des Beweisverfahrens 
(welches insbesondere diverse – auch rechtshilfeweise erfolgte – Zeugeneinver-
nahmen umfasste) sowie der Redaktion des Entscheides erscheint die von der 
Vorinstanz festgelegte Gerichtsgebühr zwar eher an der oberen Grenze, aber 
gleichwohl noch im Rahmen des Zulässigen, sodass in das der Vorinstanz dies-
bezüglich zukommende Ermessen nicht einzugreifen ist. Hinzu kommen 
CHF 30.00 für die Beweisführung sowie CHF 350.00 für das Schlichtungsverfah-
ren, was nicht zu beanstanden ist. Die Gerichtsgebühr von CHF 17'350.00 ist da-
her zu bestätigen.

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7.1. Die Beschwerde wird dem Gesagten zufolge teilweise gutgeheissen und 
der durch die Beschwerdeführerin zu entschädigende Aufwand des Rechtsvertre-
ters der Beschwerdegegnerin wird insgesamt um 72.5 Stunden reduziert. Damit ist 
der Beschwerdegegnerin für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der Beschwerdeführerin in der Höhe von CHF 30'718.50 (85.41 
Stunden à CHF 270.00 [vgl. Honorarvereinbarung RG act. II./2] = CHF 23'060.70; 
Kleinspesen CHF 1'279.10; Reisespesen CHF 182.50 [vgl. zu den unbestritten 
gebliebenen Spesen act. B.2, E. 7.1 in fine]; Interessenwertzuschlag 
CHF 4'000.00; zzgl. 7.7% MwSt.) zuzusprechen. Im Übrigen wird die Beschwerde 
abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

7.2. Die vorinstanzlichen Gerichtskosten von CHF 17'350.00, zusammengesetzt 
aus den Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 16'790.00, Spesen für die Be-
weisführung in der Höhe von CHF 30.00 sowie Schlichtungsgebühren in der Höhe 
von CHF 350.00, sind zu bestätigen. Die Beschwerde ist entsprechend abzuwei-
sen.

8.1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens setzen sich aus den Gerichtskosten 
und der Parteientschädigung zusammen (vgl. dazu Art. 95 Abs. 1 ZPO). Sie ge-
hen zulasten der unterliegenden Partei (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Das Beschwerde-
verfahren hat ergeben, dass eine Herabsetzung des zu entschädigenden Aufwan-
des um 72.5 Stunden gerechtfertigt erscheint. Unter Berücksichtigung des Interes-
senwertzuschlags hält die Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von CHF 
20'000.00 (statt CHF 61'597.30 [recte: CHF 61'581.80]) als angemessen, wovon 
CHF 9'781.00 bereits bezahlt seien (vgl. act. A.1, Rz. III.B.7). Wie ausgeführt (vgl. 
oben Erwägung 3) ist auf die im Rahmen des Zwischenentscheides zugesproche-
ne Parteientschädigung im Betrag von CHF 9'781.00 nicht mehr zurückzukommen 
(weshalb die Beschwerdeführerin in dieser Hinsicht unterliegt). Insgesamt hat die 
Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin für das Verfahren vor der Vorinstanz 
mit CHF 40'499.50 (CHF 30'718.50 + CHF 9'781.00) zu entschädigen. Damit ob-
siegt die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren rund zur Hälfte 
(CHF 61'581.80 [von der Vorinstanz zugesprochene Gesamt-Entschädigung in 
beiden Entscheiden] ./. CHF 40'499.50 [Gesamt-Entschädigungsanspruch auf-
grund des Beschwerdeverfahrens] ./. CHF 20'000.00 [Beantragte Gesamt-
Entschädigung gemäss beschwerdeführerischem Rechtsbegehren]). Daran ändert 
nichts, dass die Beschwerdeführerin in Bezug auf die beantragte Reduktion der 
Gerichtskosten ebenfalls unterliegt, da die Prüfung der entsprechenden Rüge nur 
geringen Aufwand verursacht hat. Es bleibt somit beim hälftigen Obsiegen bzw. 
Unterliegen der Beschwerdeführerin. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die 

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Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens, welche in Anwendung von Art. 10 
Abs. 1 VGZ auf CHF 3'000.00 festzusetzen sind, von den Parteien je hälftig, d.h. 
jeweils im Betrag von CHF 1'500.00, zu tragen. Die Gerichtskosten werden aus 
dem von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss von CHF 2'000.00 
bezogen (act. D.1). Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerde-
führerin den Betrag von CHF 500.00 direkt zu ersetzen. Im Umfang der verblei-
benden CHF 1'000.00 werden die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin durch 
das Kantonsgericht in Rechnung gestellt.

8.2. Da die Parteien im Beschwerdeverfahren je zur Hälfte obsiegen, werden die 
Parteikosten wettgeschlagen.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Dispositiv-Ziffer 3b des 
Entscheids des Regionalgerichts Surselva vom 26. Mai 2021 (Proz.-Nr. 
115-2020-1) wird aufgehoben und wie folgt ersetzt:

3. b) A._____ wird verpflichtet, B._____ eine Parteientschädigung von CHF 
30'718.50 (inkl. Barauslagen, Interessenwertzuschlag und MwSt.) zu be-
zahlen.

2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 3'000.00 ge-
hen je zur Hälfte, d.h. jeweils im Betrag von CHF 1'500.00, zu Lasten von 
B._____ und von A._____. Die Gerichtskosten werden aus dem von 
A._____ geleisteten Kostenvorschuss von CHF 2'000.00 bezogen. B._____ 
wird verpflichtet, A._____ den Betrag von CHF 500.00 direkt zu ersetzen. 
Im Umfang der verbleibenden CHF 1'000.00 werden die Gerichtskosten 
B._____ durch das Kantonsgericht in Rechnung gestellt.

4. Die Parteikosten für das Beschwerdeverfahren werden wettgeschlagen.

5. Gegen den Kostenentscheid mit einem Streitwert von mindestens CHF 
30'000.00 kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in Zi-
vilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

6. Mitteilung an: