# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a54bfff4-68bf-5a4b-b5e7-595c1dea5964
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-18
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Strafrechtliche Abteilung 18.12.2023 2024_OG S 23 18 Mehrfache versuchte schwere Körperverletzung, mehrfache einfache Körperverletzung u
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_003_2024-OG-S-23-18-Mehr_2023-12-18.pdf

## Full Text

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 OBERGERICHT 

 Strafrechtliche Abteilung 

__________________________ 

OG S 23 18 

 

 

Verf ü gun g  vom 18.  Dezemb er 2023  

 

__________________________ 

Besetzung 

 

 

Vizepräsidentin Lenka Ziegler 

Gerichtsschreiberin Michelle Zemp 

__________________________ 

Verfahrensbeteiligte 

 

 

Staatsanwaltschaft des Kantons Uri, Bahnhofstrasse 1, 

Postfach, 6460 Altdorf 

Berufungsklägerin 

 

und 

 

A.__,  

vertreten durch RA MLaw Stephanie Bieri, Rudolf & Bieri AG, 

Brunnenmöslistrasse 1, 6280 Hochdorf  

vertreten durch RA MLaw Martina Frischkopf, Rudolf &  

Bieri AG, Ober-Emmenweid 46, Postfach,  

6021 Emmenbrücke  

Privatkläger 1 

 

und 

 

B.__,  

vertreten durch RA MLaw Hannes Munz, Anwaltsgemein-

schaft Luzern, Denkmalstrasse 2, Postfach, 6000 Luzern 

Privatkläger 2 

 

 

 

2 
 

gegen 

 

C.__,  

amtlich verteidigt durch RA MLaw Matthias Kessler, Kessler 

Landolt Giacomini & Partner, Oberer Steisteg 18,  

Postfach 148, 6431 Schwyz 

Beschuldigter/Berufungsbeklagter 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

__________________________ 

Gegenstand 

 

Mehrfache versuchte schwere Körperverletzung, mehrfa-

che einfache Körperverletzung u. mehrfache Sachbeschä-

digung 

(Berufung gegen Urteil Landgericht Uri [LGS 22 13] vom 

29.06.2023) 

 

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Erwägungen: 

1. 

Wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, kann dieses bis zum Abschluss der Parteiverhandlungen bezie-

hungsweise bis zum Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweis- oder Aktenergänzungen 

zurückziehen (Art. 386 Abs. 2 Schweizerische Strafprozessordnung [StPO, SR 312.0]). Der Rückzug ist 

endgültig, es sei denn, die Partei sei durch Täuschung oder eine unrichtige behördliche Auskunft zu 

ihrer Erklärung veranlasst worden (Art. 386 Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 37g i.V.m. Art. 25a Abs. 3 lit. b 

Gesetz über die Organisation der richterlichen Behörden (GOG, RB 2.3221) ist der Vorsitzende der 

strafrechtlichen Abteilung zuständig, Prozessentscheide ohne Sachurteil zu fällen. Dies betrifft na-

mentlich die Erledigung des Prozesses durch Rückzug. Der Entscheid über die Abschreibung ergeht in 

Form einer Verfügung (Art. 80 Abs. 1 StPO). 

2. 

Am 12. Juli 2023 meldete die Staatsanwaltschaft des Kantons Uri gegen das Urteil Landgericht Uri [LGS 

22 13] vom 29. Juni 2023 Berufung an. Am 31. Oktober 2023 wurde die Berufung innert der Frist zur 

Einreichung der Berufungserklärung (Art. 399 Abs. 3 StPO) zurückgezogen. Damit ist das Urteil des 

Landgerichts Uri in Rechtskraft erwachsen (Art. 437 Abs. 1 lit. b StPO) und das Verfahren wird als erle-

digt abgeschrieben. 

3. 

Während der Frist zur Einreichung der Berufungserklärung im Sinne von Art. 399 Abs. 3 StPO führt das 

Obergericht in der Regel, abgesehen vom Versand der Eingangsbestätigung, keine Verfahrenshandlun-

gen aus. Bei einem Rückzug innerhalb der Berufungserklärungsfrist entsteht beim Obergericht zusätz-

lich ein geringer Aufwand für die Abschreibungsverfügung. Aus rechtsstaatlichen Gründen sollen die 

Parteien die Abschätzung der Weiterzugsrisiken unbeeinträchtigt von Kostenüberlegungen vorneh-

men können. Daher ist auf die Erhebung von Kosten zu verzichten. Bei diesem Verfahrensausgang ent-

stehen keine Entschädigungs- oder Genugtuungsansprüche des Berufungsklägers (Art. 429 StPO). 

  

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Das Obergericht verfügt: 

1. Die Berufung wird als durch Rückzug erledigt am Geschäftsprotokoll abgeschrieben. 

Das Urteil des Landgerichts Uri [LGS 22 13] vom 29. Juni 2023 wird rechtskräftig. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. Eine Entschädigung oder Genugtuung wird nicht entrichtet. 

4. Zustellung 

 

 

Altdorf, 18. Dezember 2023 

 

OBERGERICHT DES KANTONS URI 

Strafrechtliche Abteilung 

Die Vorsitzende Die Gerichtsschreiberin 

 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. Bundesgerichtsgesetz 

(BGG, SR 173.110) erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der voll-

ständigen Ausfertigung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, in der in Art. 42 BGG vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die zulässigen Beschwerdegründe 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes. 

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