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**Case Identifier:** 38a54671-b481-54b6-a448-a39f936ba16a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 04.02.2025 ZR1 2023 126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2023-126_2025-02-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 4. Februar 2025

Referenz ZR1 23 126

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Schmid Christoffel und Michael Dürst
Fleisch, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli
Aquasanastrasse 8, 7000 Chur

Gegenstand Entzug Befugnisse Vorsorgeauftrag

Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Nordbünden vom 17. August 2023, mitgeteilt am 24. 
August 2023 

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Sachverhalt

A. Mit Entscheid vom 9. August 2019 validierte die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, Zweigstelle Nordbünden (nachfolgend: 
KESB Nordbünden), den Vorsorgeauftrag von B._____ vom 10. April 2017 und 
setzte deren Tochter A._____ als Vorsorgebeauftragte mit umfassender Personen- 
und Vermögenssorge und Vertretung im Rechtsverkehr ein.

B. Am 15. November 2022 reichte C._____ (Schwester von A._____ und 
Tochter von B._____) eine Gefährdungsmeldung bei der KESB Nordbünden ein. 
Grund dafür waren angeblich übermässige und unerklärliche Abflüsse vom 
Vermögen ihrer Mutter B._____.

C. Nachdem die KESB Nordbünden A._____ persönlich angehört und weitere 
Abklärungen getroffen hatte, entzog sie A._____ mit Entscheid vom 17. August 
2023 mit Wirkung per 30. September 2023 sämtliche ihr im Vorsorgeauftrag vom 
10. April 2017 eingeräumten Befugnisse. Gleichzeitig errichtete sie für B._____ eine 
Beistandschaft nach Erwachsenenschutzrecht und setzte D._____ als Beiständin 
ein. A._____ wurde angewiesen, unverzüglich nach der Vollstreckbarkeit des 
Entscheids der neu ernannten Beistandsperson sämtliche erforderlichen Akten 
geordnet sowie die Vermögenswerte gegen Quittung zu übergeben, der KESB 
Nordbünden das Original der Vertretungsurkunde zu retournieren und sämtliche 
Kopien davon zu vernichten.

D. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), 
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli, am 25. September 2023 
Beschwerde an das Kantongericht von Graubünden und stellte folgende Anträge:

1. Der Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Graubünden, Zweigstelle 
Nordbünden, vom 17. August 2023 betreffend Entzug Befugnisse 
Vorsorgebeauftragte / Errichtung Beistandschaft / Ernennung 
Beistandsperson sei vollumfänglich aufzuheben und es sei 
festzustellen, dass der Beschwerdeführerin die im Vorsorgeauftrag vom 
10. April 2017 eingeräumten Befugnisse zu belassen sind.

2. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur neuen 
Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu Lasten der 
Vorinstanz.

E. Mit Beschwerdeantwort vom 3. November 2023 beantragte die KESB 
Nordbünden die Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden 
könne. 

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F. Die Beschwerdeführerin reichte am 18. Januar 2024 eine Replik ein, wobei 
sie an ihren Anträgen festhielt. 

G. Die KESB Nordbünden verzichtete mit Schreiben vom 22. Januar 2024 auf 
eine weitere Stellungnahme.

H. Die Beschwerdeführerin wurde aufgefordert, dem Kantonsgericht einen 
Kostenvorschuss von CHF 1'500.00 zu überweisen, welcher fristgerecht 
eingegangen ist. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Das Verfahren 
erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1.1. Anfechtungsobjekt ist ein Entscheid der Kollegialbehörde der KESB 
Nordbünden vom 17. August 2023 betreffend den Entzug der Befugnisse der 
Vorsorgebeauftragten sowie die Errichtung einer Beistandschaft und die Ernennung 
einer Beistandsperson. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen einen solchen 
Entscheid der Erwachsenenschutzbehörde beim zuständigen Gericht Beschwerde 
erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 EGzZGB (BR 210.100) ist das Obergericht 
des Kantons Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz (per 1. Januar 
2025 ging im Rahmen der erfolgten Zusammenführung der beiden oberen 
kantonalen Gerichte zum Obergericht des Kantons Graubünden die Zuständigkeit 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde vom Kantonsgericht auf das 
Obergericht über). Innerhalb des Obergerichts ist die Erste zivilrechtliche Kammer 
zuständig (Art. 9 OGV [BR 173.010]).

1.2. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär die 
bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen (vgl. Art. 450f ZGB). Gemäss Art. 60 
Abs. 5 EGzZGB sind die Bestimmungen über die Berufung sinngemäss anwendbar, 
sofern das übergeordnete Recht nichts Anderes vorsieht. Demnach kann die 
Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO aufgrund der Akten und ohne 
Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung entscheiden.

1.3. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheids der KESB 
schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen (Art. 450b Abs. 1 
ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 3 ZGB). Die Mitteilung des Entscheids erfolgte am 24. 
August 2023 und ging bei der Beschwerdeführerin am 25. August 2023 ein. Die am 
Montag, 25. September 2023 eingereichte Beschwerde erfolgte frist- und 
formgerecht.

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2.1. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB 
Rechtsverletzungen (Ziff. 1), unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts (Ziff. 2) und Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt 
werden. Die Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das 
erstinstanzliche Urteil in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft 
werden kann (vgl. SCHMID, Erwachsenenschutz, Kommentar, 2010, Art. 450a N. 1). 
Das Obergericht ist an die Parteianträge nicht gebunden und erforscht den 
Sachverhalt von Amtes wegen. Neue Tatsachen und Beweismittel sind zugelassen 
(Art. 60 Abs. 3 EGzZGB). Dennoch gilt das Rügeprinzip gemäss Art. 450a Abs. 1 
ZGB, welches die nach Art. 446 ZGB geltende Untersuchungs- und Offizialmaxime  
eine förmliche Beschwerde voraussetzt und die Beschwerdeinstanz sich folglich 
primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentriert (DROESE, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 
7. Aufl. 2022, Art. 450a N. 4 f.; SCHMID, a.a.O., Art. 450a N. 1).

2.2. Zur Erhebung einer Beschwerde befugt sind gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB die 
am Verfahren beteiligten Personen (Ziff. 1), die der betroffenen Person 
nahestehenden Personen (Ziff. 2) sowie Personen, die ein rechtlich geschütztes 
Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben 
(Ziff. 3). Als am Verfahren beteiligte Personen gelten jene Personen, die vom zu 
erlassenden Entscheid unmittelbar betroffen sind, namentlich die hilfsbedürftige 
Person im Sinne von Art. 388 Abs. 1 ZGB, zu deren Gunsten behördliche 
Massnahmen angeordnet werden sollen. Betroffen sein können auch der Beistand, 
dessen Handlungen oder Unterlassungen Gegenstand des Verfahrens bilden, das 
Kind im kindesschutzrechtlichen Verfahren sowie Dritte, wenn deren Interessen 
vom zu fällenden Entscheid unmittelbar betroffen sind (vgl. Botschaft zur Änderung 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und 
Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001 ff., S. 7084; Urteile des 
Bundesgerichts 5A_618/2016 vom 26. Juni 2017 E. 1.2; 5A_166/2017 vom 26. April 
2017 E. 2.2; 5A_979/2013 vom 28. März 2014 E. 6). Als Verfahrensbeteiligte gelten 
auch weitere Personen, die am Verfahren vor der KESB tatsächlich beteiligt waren 
oder denen mindestens ein Entscheid der KESB zugestellt wurde (vgl. HÄFELI, 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 3. Aufl., Bern 2021, Rz. 886). Allerdings 
begründet der Umstand allein, dass eine Person im erstinstanzlichen Verfahren zur 
Stellungnahme eingeladen oder dass ihr der Entscheid eröffnet wurde, noch keine 
Parteistellung im Sinne von Art. 450 Abs. 2 ZGB (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_165/2019 vom 16. August 2019 E. 3.2; DROESE, a.a.O., Art. 450 N. 29 f.). 
Nahestehende Personen und Personen, die ein rechtlich geschütztes Interesse an 
der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben, gelten 

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demgegenüber nicht als "am Verfahren beteiligte Personen". Diesen Personen steht 
ein Beschwerderecht gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 und Ziff. 3 ZGB zu (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_165/2019 vom 16. August 2019 E. 3.2). Nahestehende 
Personen sind mithin auch ohne Beteiligung am erstinstanzlichen Verfahren zur 
Beschwerde legitimiert (MARANTA, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 7. Aufl., 2022, Vor Art. 443-450g N. 
13a). Gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB ist zur Beschwerde legitimiert, wer der 
betroffenen Person nahesteht, dadurch geeignet erscheint, deren Interessen 
wahrzunehmen, und mit der Beschwerde auch tatsächlich die Interessen der 
betroffenen Person verfolgt. Mithin genügt die Eigenschaft als "nahestehende 
Person" für sich alleine nicht für die Beschwerdelegitimation gemäss Art. 450 Abs. 
2 Ziff. 2 ZGB. Vielmehr muss sich aus der Nähe zur betroffenen Person auch eine 
Eignung zur Wahrung ihrer Interessen ergeben. Überdies muss die nahestehende 
Person auch tatsächlich die Wahrung der Interessen der betroffenen Person mit der 
Beschwerde bezwecken (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_721/2019 vom 8. Mai 
2020 E. 2.3.1 m.w.H.). Nimmt die Drittperson hingegen eigene Interessen wahr, ist 
unerheblich, ob sie als nahestehende Person qualifiziert werden könnte. Ihre 
Beschwerdelegitimation richtet sich diesfalls nach den Voraussetzungen von Art. 
450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_746/2016 vom 5. April 
2017 E. 2.3.3; 5A_112/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 2.5.1.1). Nahestehende 
Personen können beispielsweise die Eltern, die Kinder sowie andere durch 
Verwandtschaft oder Freundschaft mit der betroffenen Person Verbundene sein 
(BBI 2006 7001 ff., S. 7084). Handelt es sich bei dem Dritten um einen (nahen) 
Verwandten und/oder eine im gleichen Haushalt lebende Person, so wird diese von 
der Rechtsprechung regelmässig – im Sinne einer Tatsachenvermutung – als 
nahestehende Person und damit als Person, welche geeignet erscheint, die 
Interessen des Betroffenen wahrzunehmen, anerkannt (Urteile des Bundesgerichts 
5A_112/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 2.5.1; 5A_663/2013 vom 5. November 
2013 E. 3.3).

2.3. Bei der Beschwerdeführerin handelt es sich um die von der KESB 
Nordbünden mit Entscheid vom 9. August 2019 eingesetzte Vorsorgebeauftragte. 
Als solche ist sie grundsätzlich als eine am Verfahren beteiligte Person gemäss Art. 
450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zur Beschwerdeerhebung legitimiert (vgl. PKG 2023 Nr. 2 E. 
3.3.3). In der Rechtsprechung wird jedoch teilweise die Meinung vertreten, dass 
eine verfahrensbeteiligte (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB) oder nahestehende (Art. 450 
Abs. 2 Ziff. 2 ZGB) Person nicht beschwerdelegitimiert ist, wenn sie eine 
Massnahme anficht, die gegen sie selbst – d.h. die verfahrensbeteiligte oder 
nahestehende Person –  gerichtet ist (vgl. Urteile des Obergerichts des Kantons 

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Zürich PQ180080 vom 13. Dezember 2018 E. 2.1; PQ180047 vom 5. September 
2018 2.3; je mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf nahestehende Personen gemäss 
Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB ist eine solche Einschränkung nicht zu beanstanden, da 
die Eignung zur Interessenwahrnehmung der betroffenen Person und das Fehlen 
von Interessenskonflikten als Legitimationsvoraussetzung anerkannt sind (DROESE, 
a.a.O., Art. 450 N. 35; Urteil des Bundesgerichts 5A_322/2019 vom 8. Juli 2020 
E. 2.3.3). Weniger klar ist die Sache bei den verfahrensbeteiligten Personen 
gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB, da das Bundesgericht grundsätzlich 
festgehalten hat, dass ein Beistand als beteiligte Person zu gelten hat, soweit die 
Handlungen oder Unterlassungen des Beistands zum Gegenstand des Verfahrens 
geworden sind (Urteil des Bundesgerichts 5A_979/2013 vom 28. März 2014 E. 6). 
Aufgrund dessen ist die Legitimation der Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall 
zu bejahen, auch wenn damit eine Massnahme angefochten wurde, welche sich 
klar gegen die Beschwerdeführerin richtet (Entzug der Befugnisse aus dem 
Vorsorgeauftrag).

3.1. Art. 368 ZGB regelt, wann die Erwachsenenschutzbehörde bei einem 
Vorsorgeauftragsverhältnis einzuschreiten hat. Demnach trifft die 
Erwachsenenschutzbehörde von Amtes wegen oder auf Antrag einer 
nahestehenden Person die erforderlichen Massnahmen, wenn die Interessen der 
auftraggebenden Person gefährdet oder nicht mehr gewahrt sind (Abs. 1). Sie kann 
insbesondere der beauftragten Person Weisungen erteilen, diese zur Einreichung 
eines Inventars, zur periodischen Rechnungsablage und zur Berichterstattung 
verpflichten oder ihr die Befugnisse teilweise oder ganz entziehen (Abs. 2). Eine 
tatsächliche Gefahr ist für das Einschreiten nicht erforderlich. Es genügt, wenn die 
Interessen überhaupt nicht mehr oder nicht mehr richtig wahrgenommen werden, 
der oder die Beauftragte also bloss passiv bleibt oder nachlässig oder 
unaufmerksam handelt (ohne dass bereits eine Interessengefährdung vorliegen 
würde). Eine Sorgfaltspflichtverletzung ist nicht erforderlich. Bei der Anordnung der 
erforderlichen Massnahmen hat sich die Erwachsenenschutzbehörde an das 
Subsidiaritäts- und das Verhältnismässigkeitsprinzip zu halten. Ein Entzug der 
Befugnisse ist zu prüfen, wenn die Anordnungen im Vorsorgeauftrag nicht (mehr) 
genügen oder der bzw. die Beauftragte nicht (mehr) in der Lage ist, die Aufgaben 
pflichtgemäss zu erfüllen. Zulässig ist der teilweise oder der vollständige Entzug der 
Befugnisse, wobei letzterer der Aufhebung des Vorsorgeauftrags entspricht. Der 
teilweise Entzug rechtfertigt sich dann, wenn sich der Beauftragte (nur) für gewisse 
Geschäfte nicht mehr eignet oder sich die Verhältnisse derart geändert haben, dass 
er den neuen Aufgaben nicht gewachsen ist (JUNGO, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 

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Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 7. Aufl. 2022, Art. 368 N. 2 
ff.).

3.2.1. Die Erfüllung eines Vorsorgeauftrags gemäss Art. 365 Abs. 1 ZGB richtet 
sich nach dem Auftragsrecht. Müssen Geschäfte besorgt werden, die vom 
Vorsorgeauftrag nicht erfasst sind, oder hat die beauftragte Person in einer 
Angelegenheit Interessen, die denen der betroffenen Person widersprechen, so 
benachrichtigt die beauftragte Person unverzüglich die Erwachsenenschutzbehörde 
(Art. 365 Abs. 2 ZGB). Bei Interessenkollisionen entfallen von Gesetzes wegen die 
Befugnisse der beauftragten Person (Art. 365 Abs. 3 ZGB). 

Die beauftragte Person hat den Vorsorgeauftrag also nach den Bestimmungen über 
den Auftrag auszuführen. Das bedeutet zunächst, dass die auftragsrechtlichen 
Bestimmungen sinngemäss anwendbar sind. Ganz allgemein ist die 
Vorsorgebeauftragte zur gleichen Sorgfalt verpflichtet wie eine beauftragte Person 
i.S.v. Art. 394 ff. OR. Dementsprechend haftet sie grundsätzlich auch nach 
denselben Kriterien. Bei der Konkretisierung der Pflichten im Einzelnen bleibt aber 
stets zu berücksichtigen, dass die Beauftragte sich strikte an den Interessen der 
Auftraggeberin zu orientieren, deren höchstpersönlichen Willen zu beachten und 
diesen auszuführen hat. Nur so wird dem Prinzip der Selbstbestimmung der 
Auftraggeberin genügende Beachtung geschenkt,  legt diese doch die gesamte 
Entscheid- und Handlungskompetenz im Bereich der Personen- und/oder der 
Vermögenssorge in die Hände der Beauftragten. 

In Bezug auf die Interessenwahrung der Auftraggeberin kommt der Beauftragten 
eine besondere Sorgfaltspflicht zu. Die Vorsorgebeauftragte hat in Anwendung von 
Art. 400 OR über ihre Geschäftsführung Rechenschaft abzulegen und die 
Gegenstände oder Mittel, die ihr zugekommen sind, herauszugeben. Aus diesem 
Grund hat sie die Erfüllung ihrer Aufgaben zu dokumentieren (GEISER, in: 
Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar, Erwachsenenschutz, 2013, 
Art. 365 N. 19). Diese Rechenschaft und Herausgabe schuldet sie zwar durchaus 
der Auftraggeberin. Die Erfüllung der Pflichten kann aber nicht von der 
Auftraggeberin selbst geprüft werden (GEISER, a.a.O., Art. 365 N. 5; 
FOUNTOULAKIS/ROSCH, in: Rosch/Fountoulakis/Heck [Hrsg.], Handbuch Kindes- und 
Erwachsenenschutz, 3. Aufl. 2022, N. 1157). An ihrer Stelle handelt während der 
Dauer des Vorsorgeauftrags gegebenenfalls die KESB (Art. 368 Abs. 2 ZGB; 
BOENTE, Zürcher Kommentar, Der Erwachsenenschutz, Die eigene Vorsorge und 
Massnahmen von Gesetzes wegen, Art. 360-387 ZGB, 2015, Art. 365 N. 72).

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3.2.2. Die Beauftragte handelt also für die Auftraggeberin und vertritt diese im 
Rahmen des Vorsorgeauftrags. Fallen aber Geschäfte an, die vom Vorsorgeauftrag 
nicht gedeckt sind, oder tritt eine Interessenkollision ein, wird der Rahmen des 
Vorsorgeauftrags überschritten. Diesfalls hat die Beauftragte die KESB zu 
benachrichtigen. Dabei muss die Beauftragte die KESB über den Wortlaut von Art. 
365 Abs. 2 ZGB hinaus und ganz allgemein auch dann benachrichtigen, wenn ihres 
Erachtens Massnahmen des Erwachsenenschutzes erforderlich sind. Das ergibt 
sich aus der Sorgfalts- und Treuepflicht. Eine Interessenkollision erfordert dann die 
Benachrichtigung, wenn sie von der Auftraggeberin nicht bewusst in Kauf 
genommen wurde. Denn das Vertrauensverhältnis zwischen ihr und der 
Beauftragten kann gewisse Interessenkollisionen einschliessen, die erstere unter 
Umständen bewusst in Kauf genommen oder gar beabsichtigt hat (JUNGO, a.a.O., 
Art. 365 N. 21 ff., m.w.H.).

Die sorgfältige Ausführung des Vorsorgeauftrags umfasst mit anderen Worten die 
unverzügliche Benachrichtigung der KESB, wenn die Beauftragte feststellt, dass 
Geschäfte besorgt werden müssen, welche nicht von ihrem Auftrag abgedeckt sind, 
oder wenn aus anderen Gründen weitere Massnahmen des Erwachsenenschutzes 
zur Wahrung der Interessen der Urteilsunfähigen notwendig sind (Art. 365 Abs. 2 
ZGB; HRUBESCH-MILLAUER/JAKOB, Das neue Erwachsenenschutzrecht – 
insbesondere der Vorsorgeauftrag und die Patientenverfügung, in: Wolf [Hrsg.], Das 
neue Erwachsenenschutzrecht – insbesondere Urteilsfähigkeit und ihre Prüfung 
durch die Urkundsperson, 2012, S. 95). Unverzüglich bedeutet zu einem Zeitpunkt, 
in dem allenfalls noch keine konkreten Geschäfte zu besorgen sind, aber die 
abstrakte Interessenkollision oder die nicht geregelte Aufgabe bereits erkennbar 
sind (LANGENEGGER, in: Rosch/Büchler/Jakob, Erwachsenenschutzrecht, 
Einführung und Kommentar zu Art. 360 ff. ZGB und VBVV, 2. Aufl. 2015, Art. 365 
N. 10; vgl. auch BOENTE, a.a.O., Art. 365 N. 102). Sind vom Vorsorgeauftrag nicht 
gedeckte Geschäfte zu tätigen und handelt es sich nicht bloss um eine Lücke in 
Nebenpunkten, die durch eine Ergänzung des Vorsorgeauftrags gefüllt werden 
könnte (Art. 364 ZGB), so hat die Behörde eine Massnahme anzuordnen. Liegt eine 
Interessenkollision vor, entfallen die Befugnisse der Beauftragten von Gesetzes 
wegen, jedoch einzig für jene Angelegenheit, in der sich die Kollision ergibt. In allen 
anderen Bereichen bleibt die Beauftragte unverändert zum Handeln befugt (JUNGO, 
a.a.O., Art. 365 N. 24 m.w.H.).

3.3.1. In Bezug auf die Vermögenssorge hält die KESB Nordbünden der 
Beschwerdeführerin vor, das Vermögen ihrer Mutter mit dem eigenen Vermögen 
vermischt zu haben und seit Validierung des Vorsorgeauftrages diverse Barbezüge 

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oder Belastungen von den Konti der Mutter getätigt oder zugelassen zu haben, 
welche sie gegenüber der KESB Nordbünden nicht oder nur partiell nachvollziehbar 
darstellen könne. Darüber hinaus habe sie für sich selbst und für ihre Schwester 
C._____ Daueraufträge im Betrag von monatlich je CHF 2'500.00 vom Konto ihrer 
Mutter eingerichtet. Dies habe insgesamt dazu geführt, dass seit dem Zeitpunkt der 
Validierung des Vorsorgeauftrages bis zum 27. Januar 2023 bei ihrer Mutter eine 
Vermögenseinbusse von weit mehr als CHF 200'000.00 entstanden sei. Damit habe 
die Beschwerdeführerin gegen die Bestimmungen des Vorsorgeauftrages 
verstossen, wonach mit Ausnahme von Gelegenheitsgeschenken oder 
Zuwendungen zur Erfüllung einer sittlichen Pflicht keine Vermögenswerte 
verschenkt werden dürften. Auf diese Bestimmung sei die Beschwerdeführerin vor 
der Validierung des Vorsorgeauftrages ausdrücklich hingewiesen worden. Ebenso 
sei ihr ausdrücklich erläutert worden, dass es zur sorgfältigen Ausübung des 
Auftrages gehöre, Vermögen der Auftraggeberin nicht mit eigenem Vermögen zu 
vermischen, Rechnungen und Quittungen aufzubewahren sowie nach Möglichkeit 
den elektronischen Zahlungsverkehr zu bevorzugen. Durch den erwähnten 
Vermögensschaden seien die Vermögensinteressen ihrer Mutter gefährdet, 
weshalb die KESB Nordbünden zum Einschreiten verpflichtet und veranlasst sei, 
der Beschwerdeführerin die Befugnisse zur Vermögenssorge zu entziehen.  

3.3.2. Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass 
der fragliche Dauerauftrag auf ausdrücklichen Wunsch der Mutter hin errichtet 
worden sei. Dies sei vor der Validierung des Vorsorgeauftrages geschehen und 
zwar zu einem Zeitpunkt, als die Mutter diesbezüglich noch urteilsfähig gewesen 
sei. Zudem habe die Mutter bereits in der Vergangenheit immer wieder 
Schenkungen in erheblichem Umfang getätigt, da es ihr stets ein Anliegen gewesen 
sei, ihre beiden Töchter finanziell zu unterstützen. Die Weiterführung des 
Dauerauftrages entspreche daher dem ausdrücklichen Willen der Mutter. Zudem 
könne bei einem steuerbaren Vermögen von CHF 1'197'084.00 per 31. Dezember 
2022 und einem Dauerauftrag von monatlich CHF 5'000.00 kaum eine Gefährdung 
der finanziellen Situation vorliegen. Ebenso wenig liege eine 
Vermögensvermischung vor. Die Beschwerdeführerin habe das Konto Nr. E._____ 
bei der F._____ Bank eröffnet, um die finanziellen Angelegenheiten ihrer Mutter zu 
regeln. Zwar laute das Konto auf den Namen der Beschwerdeführerin, dies jedoch 
aus reinen Praktikabilitätsgründen. Das Konto diene ausschliesslich den 
finanziellen Angelegenheiten ihrer Mutter. Folglich sei es jeweils auch in der 
Steuererklärung der Mutter aufgeführt worden. Schliesslich macht die 
Beschwerdeführerin geltend, dass die KESB Nordbünden verpflichtet gewesen 
wäre, zuerst mildere Massnahmen anzuordnen als den vollständigen Entzug der 

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Befugnisse. Dazu hätte sie bspw. Weisungen erteilen, eine periodische 
Berichterstattung verlangen oder Beratungen zur Qualitätsverbesserung anbieten 
können.

3.4.1.  Vorliegend ist zu prüfen, ob die KESB Nordbünden zu Recht in Anwendung 
von Art. 368 ZGB eingeschritten ist und der Beschwerdeführerin sämtliche ihr im 
Vorsorgeauftrag vom 10. April 2017 eingeräumten Befugnisse entzogen hat. Dabei 
ist vorab ein Blick auf die Entwicklung des Vermögens der Mutter seit der 
Validierung des Vorsorgeauftrags vom 9. August 2019 sowie auf die damalige 
Situation zu werfen.  

3.4.2. Aufgrund einer Meldung der Beschwerdeführerin im Juni 2019 und der von 
der Beschwerdeführerin am 18. Juni 2019 erfolgten Einreichung des 
Vorsorgeauftrags (KESB-act. 1) beauftragte die KESB Nordbünden Dr. med. 
G._____ mit der Beurteilung des Schwächezustands von B._____ (KESB-act. 2). 
Die Beurteilung von Dr. med. G._____ ging am 28. Juni 2019 ein. Demnach hatte 
er B._____ seit dem 15. Mai 2019 als Heimarzt in der H._____ betreut. Er führte 
aus, dass bei B._____ eine fortgeschrittene Demenz bekannt sei. Nach einem Sturz 
am 8. April 2019 habe sie operiert werden müssen, eine Rückkehr nach Hause sei 
danach nicht mehr möglich gewesen. Es sei ihr aufgrund ihrer Demenz nicht mehr 
möglich, in allen Belangen einen vernunftgemässen Willen zu bilden, insbesondere 
bei komplexeren Fragestellungen, und es sei ihr auch nicht mehr möglich, die 
eigenen Angelegenheiten zu erledigen, namentlich die Verwaltung ihres 
Einkommens und Vermögens zu übernehmen (KESB-act. 5). 

3.4.3. Nach Einsetzung der Beschwerdeführerin als Vorsorgebeauftragte wurde ihr 
die Vertretungsurkunde zugestellt. Aus dieser ergibt sich unter anderem, dass die 
Beschwerdeführerin mit der Wahrung der finanziellen Interessen von B._____ 
beauftragt wurde. Dabei wurde sie insbesondere auf das Verbot aufmerksam 
gemacht, Vermögenswerte der Auftraggeberin zu verschenken, mit Ausnahme von 
Gelegenheitsgeschenken oder Zuwendungen zur Erfüllung einer sittlichen Pflicht. 
Sie war zudem verpflichtet, die KESB unverzüglich zu benachrichtigen, wenn 
Geschäfte besorgt werden müssten, die vom Vorsorgeauftrag nicht erfasst sind, 
oder wenn die Vorsorgebeauftragte in einer Angelegenheit Interessen hat, welche 
denen von B._____ widersprechen (KESB-act. 13). 

3.4.4. Aus den Akten ergibt sich, dass von den Konti von B._____ seit Einsetzung 
der Beschwerdeführerin als Vorsorgebeauftragte im Jahre 2019 erhebliche 
Vermögensabflüsse erfolgt sind und sich das liquide Vermögen der Mutter gemäss 
den vorliegenden Steuerklärungen zwischen Ende 2018 – dem letzten Jahr vor der 

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Validierung des Vorsorgeauftrages – und Ende 2021 von rund CHF 660'000.00 (act. 
B.5) auf rund CHF 180'000.00 reduziert hat (KESB-act. 17 S. 84). Der 
Vermögensabfluss betrug somit rund CHF 480'000.00. 

3.4.5. Aufgrund der von der Beschwerdeführerin eingereichten Akten ist erstellt, 
dass seit Juni 2019 ein Teil der Vermögensabflüsse auf Überweisungen an die 
Beschwerdeführerin selber zurückzuführen ist. So wurde der  Beschwerdeführerin 
am 5. Juni 2019 ein Betrag von CHF 5'000.00 vom Konto ihrer Mutter überwiesen. 
Am 24. Juli 2019 erfolgte eine Überweisung von CHF 2'500.00 (act. B.9). Die 
Beschwerdeführerin machte dazu bereits mit Schreiben vom 30. Juni 2023 
gegenüber der KESB Nordbünden geltend, es habe sich dabei um einen 
Dauerauftrag ihrer Mutter gehandelt, welche ausdrücklich den Wunsch geäussert 
habe, ab Mai 2019 einen Dauerauftrag zugunsten ihrer Töchter einzurichten (act. 
B.14 S. 1 f.). 

3.5. Ausgangspunkt für die einer Vorsorgebeauftragten übertragenen Aufgaben 
ist der von der KESB Nordbünden validierte Vorsorgeauftrag. Dieser stammt aus 
dem Jahre 2017, übertrug der Beschwerdeführerin die Personensorge, die 
Vermögenssorge und die Vertretung im Rechtsverkehr und beinhaltete einzelne 
besondere Punkte. Darin wurde auf die Wahrung der finanziellen Interessen der 
Auftraggeberin hingewiesen und auch festgehalten, die Beauftragten dürften keine 
Vermögenswerte verschenken, mit Ausnahme von Gelegenheitsgeschenken oder 
Zuwendungen zur Erfüllung einer sittlichen Pflicht (KESB-act. 1 S. 2 f.). Hinweise 
auf die Überweisung von Geld mittels Daueraufträgen finden sich im 
Vorsorgeauftrag nicht. Dementsprechend wurde der Vorsorgeauftrag validiert und 
wurden in der Urkunde die im Vorsorgeauftrag enthaltenen Rechte und Pflichten 
wiedergegeben (KESB-act. 12). Anhaltspunkte, dass B._____ wie von der 
Beschwerdeführerin behauptet und abweichend vom Wortlaut des 
Vorsorgeauftrags im Mai 2019 – zu einem Zeitpunkt, in welchem sie sich nach ihrem 
Sturz und der Operation bereits in der H._____ befunden hat und kurz bevor die 
Beschwerdeführerin bei der KESB Nordbünden die Validierung des 
Vorsorgeauftrags beantragt hat – den Willen geäussert haben soll, Daueraufträge 
an die beiden Töchter in Höhe von monatlich CHF 2'500.00 auszurichten, sind aus 
den umfangreichen Akten nicht ersichtlich. Dies gilt umso weniger, als bereits die 
ersten beiden Zahlungen unterschiedlich hoch ausgefallen ist (vgl. act. B.9). Somit 
kann nicht davon ausgegangen werden, dass es sich bei den beiden Zahlungen um 
einen (gleichen) Dauerauftrag handelt. Die erste Zahlung aus dem fraglichen 
Dauerauftrag dürfte also frühestens am 24. Juli 2019 getätigt worden sein. Dieser 
Zeitpunkt liegt jedoch rund einen Monat nach dem Datum, an welchem die 

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Beschwerdeführerin die Validierung des Vorsorgeauftrages ihrer Mutter bei der 
KESB Nordbünden beantragt hatte und somit selbst von deren Urteilsunfähigkeit 
ausgegangen war. Weitere Änderungen der Aufträge ergaben sich kurz darauf. Ab 
dem 30. September 2019 erfolgten die Zahlungen über ein neues Konto bei der 
F._____ Bank, was nichts Anderes bedeutet, als dass wiederum ein neuer 
Dauerauftrag errichtet werden musste (act. B.15). Aufgrund des Zeitpunkts der 
Zahlungen bestehen also unüberwindbare Zweifel daran, dass diese tatsächlich von 
der Mutter B._____ zu Gunsten der Beschwerdeführerin in Auftrag gegeben wurden 
und dass die Mutter zudem bei der Auslösung derselben noch vernunftgemäss 
handeln konnte. Zwar lässt sich vom Zeitpunkt der Überweisung noch nicht direkt 
auf den Zeitpunkt schliessen, an welchem der Dauerauftrag bei der Bank in Auftrag 
gegeben wurde. Spätestens als die Überweisungen über das Konto bei der F._____ 
Bank getätigt wurden (welches auf den Namen der Beschwerdeführerin lautet) bzw. 
neu in Auftrag gegeben wurden, lag die Verantwortung für die Ausführung derselben 
bei der Beschwerdeführerin, welche zu diesem Zeitpunkt bereits als 
Vorsorgebeauftragte eingesetzt war. Dabei ist es unerheblich, dass die Mutter 
bereits in der Vergangenheit grössere Schenkungen an ihre Töchter ausrichtete, 
wurde doch wie erwähnt im Vorsorgeauftrag (KESB-act. 1) sowie in der von der 
KESB Nordbünden ausgefertigten Urkunde (KESB-act. 12) ausdrücklich 
festgehalten, dass mit Ausnahme von Gelegenheitsgeschenken oder 
Zuwendungen zur Erfüllung einer sittlichen Pflicht keine Vermögenswerte 
verschenkt werden dürfen. Da der Vorsorgeauftrag öffentlich beurkundet wurde, ist 
davon auszugehen, dass die Mutter der Beschwerdeführerin über die betreffende 
Bestimmung aufgeklärt wurde und diese ihrem Willen entsprach. Sofern die 
Beschwerdeführerin also versucht, aus früher getätigten Schenkungen einen 
abweichenden mutmasslichen Willen der Mutter zu konstruieren, kann ihr nicht 
gefolgt werden.

3.6. Zudem lässt sich die Vermögensminderung bei der Mutter nicht alleine durch 
den Dauerauftrag erklären. Die Abflüsse über den oberwähnten Dauerauftrag 
beliefen sich für den massgebenden Zeitraum von Ende 2018 bis Ende 2021 auf 
eine Höhe von ca. CHF 145'000.00 und begründen somit nur einen kleineren Teil 
der gesamten Vermögensverminderung von rund CHF 480'000.00 (vgl. act. B.5 und 
KESB-act. 17 S. 84). Die Beschwerdeführerin beteuert zwar, dass die übrigen 
Abflüsse ausschliesslich für die Belange der Mutter eingesetzt worden seien. In den 
beim Obergericht befindlichen Akten finden sich jedoch keine Belege, aus welchen 
sich die getätigten Ausgaben nachvollziehen lassen. In den eingereichten 
Bankauszügen (vgl. act. B.15) finden sich etliche Vergütungen der 
Beschwerdeführerin an sich selbst und an ihre Schwester mit dem handschriftlichen 

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Hinweis, dass es sich um "Spesen" handle. Welche Spesen dabei angefallen sein 
sollen, wird jedoch nicht ersichtlich. Somit war für die KESB Nordbünden nicht 
möglich, festzustellen, ob das Vermögen – wie von der Beschwerdeführerin 
behauptet – tatsächlich nur für die Aufwendungen der Mutter benutzt wurde. 
Gemäss der durch das Revisorat der KESB und die Beschwerdeführerin erstellten 
Budgetrechnung für das Jahr 2023 sollten die Ausgaben der Mutter durch die 
Einnahmen in etwa gedeckt sein (KESB-act. 39 S.556). Daher steht zumindest der 
Verdacht im Raum, dass ein Teil der Gelder für andere, in den Akten nicht 
dokumentierte Zwecke verwendet wurde. 

3.7. Jedenfalls ist die Beschwerdeführerin ihrer Dokumentationspflicht in keiner 
Weise nachgekommen (Art. 365 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 400 Abs. 1 OR) und sie hat 
gegen die Auflage, wonach keine Vermögenswerte verschenkt werden dürfen, 
verstossen. Somit liegen Sorgfaltspflichtverletzungen in der Ausführung des der 
Beschwerdeführerin übertragenen Vorsorgeauftrages vor. Die KESB Nordbünden 
war somit verpflichtet, einzuschreiten und die erforderlichen Massnahmen zu 
erlassen (Art. 368 Abs. 1 ZGB). Offen bleibt noch die Frage, ob allenfalls mildere 
Mittel als der vollständige Entzug der Vermögenssorge angebracht gewesen wären. 
Solche sind jedoch nicht ersichtlich. Aufgrund der erheblichen Minderung des 
Vermögens und auch der fehlenden Dokumentation der Ausgaben durfte die KESB 
Nordbünden von einer hohen Gefährdung des Vermögens der Mutter ausgehen, 
weshalb der vollständige Entzug der Verfügungsmacht der Beschwerdeführerin 
über das Vermögen ihrer Mutter und die Errichtung einer Beistandschaft auch für 
das Obergericht die einzig zweckmässige Massnahme darstellen. Die von der 
Beschwerdeführerin geltend gemachten milderen Massnahmen wie das Erteilen 
von Weisungen, eine periodische Berichterstattung oder Beratungen zur 
Qualitätsverbesserung erweisen sich nicht in gleicher Weise geeignet, um das 
Vermögen der Mutter zu schützen. Aufgrund der begangenen 
Sorgfaltspflichtverletzung und der Vermögensgefährdung erweist sich die 
getroffene Massnahme vielmehr als verhältnismässig. Der Entzug der Befugnisse 
im Bereich der Vermögenssorge ist folglich weder rechtswidrig noch unangemessen 
und die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen.

4.1. Der Vorsorgeauftrag von B._____ enthielt auch die Beauftragung der 
Beschwerdeführerin für die Personensorge und die Vertretung von B._____ im 
Rechtsverkehr (KESB-act. 1 S. 2). Die Personensorge umfasst dabei die Fürsorge 
in persönlichen Angelegenheiten und richtet sich nach den individuellen 
Bedürfnissen der Betroffenen. Dies kann beispielsweise in der Beratung in 
persönlichen Belangen oder in der Hilfestellung im Alltag sein, die Vermittlung einer 

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geeigneten Unterkunft oder hinreichende medizinische oder soziale Behandlung 
oder aber der erforderlichen Pflege beinhalten (vgl. BIDERBOST, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 
7. Aufl. 2022, Art. 391 N. 14 ff.). Der Bereich der Personenvorsorge wird in der 
Praxis vielfach eng mit der Vermögenssorge verbunden sein, wenn es um die 
Geltendmachung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungsansprüchen (IV, EL, 
Hilflosenentschädigung) oder um die Bereiche der Pflege und Betreuung geht. 
Diese Aufgabenbereiche spielen naturgemäss in die Bereiche der 
Medizin/Gesundheit sowie des Wohnens und der Arbeit/Bildung/Beschäftigung 
hinein. Dabei ist eine Aufteilung der Aufgaben in der Personen- und 
Vermögenssorge auf jeweils verschiedene Personen, sei es zwei 
Beistandspersonen oder aber eine Beistandsperson und eine Vorsorgebeauftragte, 
denkbar (vgl. REUSSER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar 
Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 7. Aufl. 2022, Art. 400 N. 36; HÄFELI, in: 
Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenenschutz, 2013, 
Art. 402 N. 1 ff.; SCHMID, a.a.O., Art. 402 N. 3). Gleichzeitig wird festgehalten, dass 
sich trotz Aufgabenteilung in der Praxis gewisse Aufgabenbereiche überschneiden 
könnten, beispielsweise wenn eine Person für die Personensorge und die andere 
für die Vermögenssorge zuständig sei und es gelte, für die hilfsbedürftige Person 
eine den persönlichen und finanziellen Verhältnissen angemessene Unterkunft zu 
suchen. In solchen Fällen gelangen die Regeln der gemeinsamen Amtsführung zur 
Anwendung (vgl. PKG 2022 Nr. 9 E. 5.3.3; REUSSER, a.a.O., Art. 402 N. 18).

4.2. Die Vertretung im Rechtsverkehr in den entsprechenden Angelegenheiten ist 
wiederum Voraussetzung für eine wirksame Wahrnehmung der Personen- und 
Vermögenssorge. Es geht um rechtsgeschäftliche oder rechtsgeschäftsähnliche 
Handlungen, die den Bereich der Vermögens- und Personensorge betreffen 
können. Dazu gehört etwa die Vertretung der verbeiständeten Person gegenüber 
Amtsstellen, Gerichten, Versicherungen, privaten oder öffentlichen Einrichtungen, 
Privatpersonen, Vermietern etc. (BIDERBOST, a.a.O., Art. 391 N. 21).

4.3. In Bezug auf die Personensorge hielt die KESB Nordbünden fest, dass die 
Beschwerdeführerin ihre Mutter nie besuchen würde. Dies hätten sowohl die Heim- 
als auch die Stationsleitung des H._____ ausgesagt. Besuche seien jeweils nur 
durch die Schwester der Beschwerdeführerin erfolgt. Bei dieser Sachlage sei es 
mehr als fraglich, wie die Beschwerdeführerin ihren Aufgaben und Pflichten in der 
Personensorge habe nachkommen können, wenn sie bezüglich Befinden, 
Gesundheitszustand, notwendiger medizinischer Massnahmen und damit 
zusammenhängender Rechte während all diesen Jahren vornehmlich auf Angaben 

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Dritter angewiesen gewesen sei (vgl. angefochtener Entscheid Erw. II. S. 2 f.; 
Vernehmlassung act. A.2 S. 5). Zum Entzug der Befugnisse im Bereich der 
Vertretung im Rechtsverkehr äusserte sich die KESB Nordbünden weder in ihrem 
Entscheid vom 17. August 2023 noch in der Beschwerdeantwort vom 2. November 
2023.

4.4. Die Beschwerdeführerin bringt ihrerseits vor, dass sie regelmässigen 
telefonischen Kontakt zu ihrer Mutter pflege und stets zur Stelle sei, wenn ihre 
Präsenz erforderlich sei. Ohnehin käme es nicht darauf an, welche der beiden 
Schwestern den engeren Kontakt zur Mutter pflege. Entscheidend sei alleine, ob sie 
ihren Pflichten als Vorsorgebeauftragte nachgekommen sei. Sie habe stets alle für 
die Gesundheit ihrer Mutter notwendigen Massnahmen veranlasst und die damit 
verbundenen Rechte wahrgenommen und auch für einen geordneten Alltag ihrer 
Mutter gesorgt. Zudem verbiete der Vorsorgeauftrag ihr nicht, Substituten oder 
Hilfspersonen beizuziehen. Insofern sei insgesamt nicht ersichtlich, in welcher 
Weise sie ihre Pflichten als Vorsorgebeauftragte im Bereich der Personensorge 
verletzt haben solle (act. A. 1 S. 14 f.). 

4.5. Was die Betreuung der Mutter durch die Beschwerdeführerin anbelangt, so 
liegen unterschiedliche Angaben vor. So sagte die Schwester der 
Beschwerdeführerin aus, dass diese die Mutter nie besuchen würde. Selbst bei 
einem medizinischen Notfall habe sie bloss einen Anruf von der Beschwerdeführerin 
erhalten, mit der Aufforderung, dass sie (die Schwester) nachschauen solle (KESB-
act. 50). Andererseits hält die Stationsleiterin des I._____ fest, dass aus ihrer Sicht 
beide Töchter bemüht seien, die Interessen der Mutter zu wahren. Als die Mutter 
bspw. dringend auf neue Kleider angewiesen war, habe die Beschwerdeführerin 
Kleider für sie bestellt, welche direkt geliefert worden seien (KESB-act. 68 und 78). 
Die Stationsleiterin der H._____ sagte demgegenüber wieder aus, dass sie die 
Beschwerdeführerin während des Aufenthalts der Mutter zwischen Mai 2019 bis 
Januar 2023 nie gesehen habe und alle Anliegen der Mutter stets über deren 
Schwester gelaufen seien (KESB-act. 85). 

Vorliegend wird von der Beschwerdeführerin nicht klar dargelegt, wie sie die 
Personensorge für ihre Mutter gewährleistet hat. Vielmehr sind die Rügen am 
vorinstanzlichen Entscheid sehr allgemein ausgefallen. Allein die Pflege von 
telefonischem Kontakt ist nicht Ausdruck der Personensorge und kann auch von 
Angehörigen erfolgen, welche nicht für die Personensorge eingesetzt sind. Die 
Erwähnung des Einsatzes von Substituten und Hilfspersonen deutet ebenfalls nicht 
auf eine besonders intensive persönliche Wahrnehmung dieser Aufgabe hin. Die 
Frage nach der Anzahl der persönlichen Besuche ist für die Beurteilung jedoch 

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ohnehin nebensächlich. Wie bereits erwähnt wurde, lassen sich die 
Aufgabenbereiche der Personensorge, Vermögenssorge und des Rechtsverkehrs 
kaum strikt abgrenzen. Zu schützende Rechtsgüter sind die Person oder das 
Vermögen der Betroffenen, doch besteht eine Wechselwirkung zwischen den 
Bereichen. Letztlich geht es um die Person der Betroffenen, d.h. die Wahrung der 
Gesamtheit der auf ihre Persönlichkeit bezogenen Interessen, wobei fiskalische und 
andere öffentlichen Interessen keine Rolle spielen dürfen (vgl. BIDERBOST, a.a.O., 
Art. 391 N. 6).

4.6. Für eine wirksame Betreuung von B._____ scheint es unerlässlich, dass in 
allen erwähnten Aufgabenbereichen eine reibungslose Vertretung sichergestellt ist. 
Nur so kann den Bedürfnissen der Mutter ganzheitlich entsprochen werden. Im 
Hinblick auf die Pflegebedürftigkeit und die Unterbringung im Altersheim ist davon 
auszugehen, dass die Bereiche der Personen- und Vermögenssorge sowie die 
Vertretung im Rechtsverkehr im vorliegenden Fall eine enge Abstimmung 
untereinander erfordern. Die Wahrnehmung der Personensorge dürfte sich für die 
Beschwerdeführerin somit als schwierig erweisen, ohne dass entsprechende 
Befugnisse im Bereich der Vermögenssorge bestehen. Ebenso liesse sich die 
Vermögenssorge durch die neu eingesetzte Beiständin kaum zweckmässig 
wahrnehmen, ohne Vertretungsbefugnisse in den entsprechenden Bereichen der 
Personensorge. Eine Aufteilung der Personen- und Vermögenssorge auf zwei 
unterschiedliche Personen, nämlich die Beschwerdeführerin für die Personensorge 
und die eingesetze Beiständin für die Vermögenssorge, würde einen erheblichen 
Koordinationsaufwand mit sich bringen. Angesichts der vorliegenden Umstände 
(und auch des Wohnorts der Beschwerdeführerin) ist stark zu bezweifeln, ob eine 
solche Zusammenarbeit zwischen der Beschwerdeführerin und der Beiständin zu 
Gunsten von B._____ reibungslos funktionieren könnte. Viele Aufgaben im Bereich 
der Personensorge und des persönlichen Kontakts mit der Mutter werden zudem 
offenbar von der Schwester C._____ wahrgenommen, was aufgrund der 
angespannten Beziehung zwischen den Schwestern ebenfalls ein erhebliches 
Konfliktpotential beinhaltet. In Anbetracht dieser Umstände erweist es sich folglich 
als angebracht, nebst der Vermögenssorge auch die Personensorge und die 
Vertretung im Rechtsverkehr der Beiständin zu übertragen. Nur so kann die 
Gesamtheit der auf die Persönlichkeit bezogenen Interessen umfassend und 
effizient gewahrt werden. Ausserdem scheint gegen die Beschwerdeführerin noch 
ein Strafverfahren betreffend ungetreuer Geschäftsführung im Zusammenhang mit 
der Pflichtverletzung als Vorsorgebeauftragte zu laufen (act. D.10). Selbst wenn 
dieses ergebnislos enden sollte, dürfte das Vertrauensverhältnis aufgrund der im 
Bereich der Vermögenssorge begangenen Sorgfaltspflichtverletzungen (vgl. E. 3) 

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derart gestört sein, dass die Beschwerdeführerin für die Geschäfte aus dem 
Vorsorgeauftrag insgesamt nicht mehr geeignet erscheint und nur ein kompletter 
Entzug des Vorsorgeauftrages in Frage kommen kann. Folglich erweist sich der 
Entzug sämtlicher der im Vorsorgeauftrag vom 10. April 2017 eingeräumten 
Befugnisse als gerechtfertigt.

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin mit ihren 
Rügen nicht durchdringt. Der Entzug der Befugnisse aus dem Vorsorgeauftrag 
sowie die Errichtung einer Beistandschaft mit den im angefochtenen Entscheid 
umschriebenen Aufgaben und Kompetenzen erweisen sich weder als rechtswidrig 
noch unangemessen. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

6. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf 
CHF 1'500.00 festgelegt (Art. 10 Abs. 1 VGZ [BR 320.210]). Die 
Beschwerdeführerin ist vollumfänglich unterlegen und hat daher die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). 
Besondere Umstände, welche entsprechend Art. 63 Abs. 3 EGzZGB einen Verzicht 
auf die Erhebung von Verfahrenskosten rechtfertigen würden, sind vorliegend keine 
auszumachen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 
1'500.00 gehen zu Lasten der Beschwerdeführerin und werden mit dem von ihr in 
derselben Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Bei diesem Ausgang des 
Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 1'500.00 gehen 
zu Lasten von A._____ und werden mit dem von ihr in derselben Höhe 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]