# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6a8a519-46cc-533e-bb61-bbf8d6ddd087
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-03
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 03.07.2023 608 2023 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2023-23_2023-07-03.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2023 23

Urteil vom 3. Juli 2023

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Daniela Kiener 
Richter: Marc Sugnaux, Johannes Frölicher
Gerichtsschreiberin: Anne-Françoise Boillat

Parteien A.________, Beschwerdeführer,

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung – Drittauszahlung an den bevorschussenden Arbeit-
geber

Beschwerde vom 15. Februar 2023 gegen die Verfügung vom 26. Oktober 
2022

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer), geboren im August 1956, 
ledig, keine Kinder, arbeitete seit dem Jahr 1988 als Prüfungsexperte bei der B.________ (nachfol-
gend: Arbeitgeberin), zuletzt zu einem Beschäftigungsgrad von 90 Prozent. Im Rahmen dieser 
Anstellung war er bei der C.________ (nachfolgend: Pensionskasse) vorsorgeversichert.

Aufgrund eines Konfliktes am Arbeitsplatz, der eine rezidivierende depressive Störung (F33.2), 
gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, zur Folge hatte, wofür ihm ab dem 
3. Oktober 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit medizinisch bescheinigt wurde, meldete sich der Versi-
cherte im Dezember 2018 bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: 
IV-Stelle oder Vorinstanz) zum Leistungsbezug an.

Mit Verfügung vom 26. Oktober 2022 sprach ihm die IV-Stelle rückwirkend vom 1. Oktober 2019 
(Ablauf der einjährigen Wartefrist) bis 31. August 2021 (Erreichen des Rentenalters) eine befristete 
ganze Invalidenrente zu.

B. Das Arbeitsverhältnis zwischen Versichertem und Arbeitgeberin wurde per 31. März 2020 
mittels Vereinbarung aufgelöst. Bis dahin wurde dem Versicherten bis Ende September 2019 der 
volle Lohn, danach 90 Prozent desselben ausgerichtet (vgl. Art. 29 Abs. 1 des Bundespersonalge-
setzes vom 24. März 2000 [BPG; SR 172.220.1] i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und 2 der Bundespersonalver-
ordnung vom 3. Juli 2001 [BPV; SR 172.220.111.3]).

Für die Zeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (ab 1. April 2020) sprach ihm die Pensions-
kasse eine Überbrückungsrente (bis 31. August 2021) sowie eine Altersrente zu (Leistungsbescheid 
der Pensionskasse vom 19. Oktober 2022). Seit 1. September 2021 bezieht der Versicherte ausser-
dem eine Altersrente der Eidgenössischen Alters- und Hinterlassenenversicherung (Verfügung der 
Eidgenössischen Ausgleichskasse EAK vom 7. Mai 2021). 

Für die von ihnen erbrachten Vorschussleistungen haben sowohl die Pensionskasse (Gesuch vom 
19. Oktober 2022) als auch die Arbeitgeberin (Gesuch vom 24. Oktober 2022) einen Verrechnungs-
antrag gestellt. Entsprechend den Verrechnungsanträgen verfügte die IV-Stelle in der rentenzuspre-
chenden Verfügung vom 26. Oktober 2022, dass von der nachzuzahlenden IV-Rente von insgesamt 
CHF 54'670.- ein Betrag von CHF 7'000.50 (für die Zeit vom 01.10.2019-31.03.2020) an die Arbeit-
geberin und ein Betrag von CHF 40'072.40 (für die Zeit vom 01.04.2020-31.08.2021) an die Pensi-
onskasse gehe. Der Restbetrag von insgesamt CHF 8'008.10 (CHF 7'597.10 zuzüglich Verzugszins 
von CHF 411.-) werde dem Versicherten überwiesen.

C. Die Verfügung vom 26. Oktober 2022 enthielt keine Begründung und auch keine Rechtsmit-
telbelehrung, sondern lediglich den Hinweis, dass sich der Versicherte für Rückfragen betreffend 
Berechnung und Auszahlung der Leistung (inkl. Nachzahlung und Verrechnung) direkt an die Eidge-
nössische Ausgleichskasse EAK (D.________) wenden könne.

Am 28. Oktober 2022 kontaktierte der Versicherte D.________ von der Eidgenössischen 
Ausgleichskasse EAK. Er erklärte unter anderem, mit der Drittauszahlung an die Arbeitgeberin ganz 
grundsätzlich nicht einverstanden zu sein, hätten doch die Parteien seinerzeit in der Austrittsverein-
barung eine Saldoklausel vereinbart. Ausserdem sei er nur zu einem Beschäftigungsgrad von 
90 Prozent angestellt gewesen, weshalb in Anwendung von Art. 58 BPV höchstens 90 Prozent der 
Rente angerechnet werden dürften.

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Mit der Begründung, die konkrete Verrechnung nicht beurteilen zu können, verwies D.________ den 
Versicherten am 31. Oktober 2022 an die Arbeitgeberin.

Am 31. Oktober 2022 wandte sich der Versicherte per E-Mail an seine ehemalige Arbeitgeberin 
(E.________, Sachbearbeiterin Human Resources), welche er darum bat, ihm zu erklären, weshalb 
nicht nur 90 Prozent der Invalidenrente angerechnet worden seien. Ausserdem verwies er auf die in 
der Austrittsvereinbarung vereinbarte Saldoklausel und bat darum, den Verrechnungsantrag zu 
annullieren.

Mit E-Mail vom 2. November 2022 nahm E.________ dem Versicherten gegenüber Stellung. Sie 
wies darauf hin, dass dem Versicherten für die Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 31. März 2020 eine 
ganze Invalidenrente zugesprochen worden sei. Während dieser Zeit habe er 90 Prozent seines 
Lohnes erhalten (Lohnkürzung infolge Krankheit; vgl. Art. 56 Abs. 2 BPV). Entsprechend sei der 
Betrag, für welchen die Verrechnung beantragt worden sei (ganze Invalidenrente abzüglich Lohn-
kürzung) korrekt.

In zwei separaten E-Mails vom 2. November 2022 an D.________ resp. E.________ erklärte der 
Versicherte, sich mit dieser Antwort nicht zufrieden zu geben, da sie nicht auf seine Vorbringen 
(Saldoklausel, Beschäftigungsgrad von 90 Prozent) eingehe.

Am 7. November 2022 liess E.________, nach Rücksprache mit dem internen Rechtsdienst, dem 
Versicherten in einer weiteren E-Mail eine ausführliche Stellungnahme zukommen. Zum vom Versi-
cherten angerufenen Art. 58 BPV führte sie im Wesentlichen aus, dass, wenn die IV-Stelle in ihrer 
Rentenverfügung keine Aufteilung zwischen Beeinträchtigung in der Erwerbstätigkeit und Beein-
trächtigung in anderen Aufgabengebieten (Haushalt, Kinderbetreuung etc.) vornehme, die Invaliden-
rente als Rente für die Beeinträchtigung in der Erwerbstätigkeit gelte, was insbesondere bei hohen 
Beschäftigungsgraden überwiegend der Fall sei (ab einem IV-Grad von 70 Prozent werde bereits 
eine ganze IV-Rente gesprochen). Sollten im konkreten Fall Zweifel daran bestehen, ob wirklich die 
ganze Rente für die Beeinträchtigung in der Erwerbstätigkeit gesprochen worden sei, könne nur die 
IV-Stelle eine andere Aufteilung der Rente verfügen. Zur vom Versicherten ebenfalls angerufenen 
Saldoklausel führte sie aus, dass es sich dabei um eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem 
Versicherten und der Arbeitgeberin handle. Die Saldoklausel könne also nur zwischen diesen beiden 
Parteien Rechtswirkungen entfalten. Die vorliegend zur Diskussion stehende Abrechnung betreffe 
indes nicht das Verhältnis zwischen Versichertem und Arbeitgeberin, sondern das Verhältnis 
zwischen Arbeitgeberin und IV. Dieses Rechtsverhältnis habe zwar Auswirkungen auf die Ansprü-
che des Versicherten gegenüber der IV, indem ein Teil der zugesprochenen Invalidenrente der 
Arbeitgeberin überwiesen werde. Sofern der Versicherte mit dieser Drittauszahlung nicht einverstan-
den sei, müsse er dies mit der IV-Stelle regeln. 

Tags darauf meldete sich der Versicherte beim Eidgenössischen Personalamt EPA und bat um 
Klärung der Frage, ob bei einem Teilzeitpensum von 90 Prozent die ganze Invalidenrente oder nur 
90 Prozent derselben bei der Rückerstattung von Vorschussleistungen anzurechnen sei.

D. Mit E-Mail vom 2. Februar 2023 wurden dem Versicherten vom Eidgenössischen Personalamt 
EPA die Erläuterungen zur Revision der Bundespersonalverordnung (BPV) von 2015 (nachfolgend: 
Erläuterungen) zugestellt.

Am 3. Februar 2023 wandte sich der Versicherte ein weiteres Mal per E-Mail an die Arbeitgeberin. 
Unter Verweis auf die Erläuterungen führte er aus, dass die von ihm aufgeworfene Frage immer 

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noch nicht beantwortet sei, und bat darum, dass die Arbeitgeberin die Verrechnung der Invaliden-
rente entsprechend seinem damaligen Beschäftigungsgrad vornehme.

Mit E-Mail vom 10. Februar 2023 erhielt der Versicherte von der Arbeitgeberin (F.________, Leiterin 
Personal) abermals eine abschlägige Antwort. 

Auch dem Begehren, ihm die E-Mail vom 10. Februar 2023 in Form einer Verfügung zu eröffnen, 
wurde nicht entsprochen und der Versicherte an die IV-Stelle verwiesen.

E. Am 15. Februar 2023 erhob der Versicherte Beschwerde an das Kantonsgericht. Er stellt die 
folgenden Rechtsbegehren:

"1. Die Verfügung der Eidgenössischen Ausgleichskasse (EAK) vom 26. Oktober 2022 ist aufzuheben, und zwar 
in Bezug auf die Drittauszahlung an die B.________ für den Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis 31. März 2020 
in der Höhe von CHF 7'000.50 gemäss der von der EAK in ihrer Verfügung vom 26. Oktober 2022 
vorgenommenen Abrechnung.

2. Die EAK ist anzuweisen, die Drittauszahlung an die Arbeitgeberin B.________ gemäss der geltenden 
Grundlage in Artikel 58 Absatz 1 der Bundespersonalverordnung (BPV) vorzunehmen. Die verfügte 
Invalidenrente ist im erwähnten Zeitraum mit 90 Prozent zu verrechnen, was dem letzten Beschäftigungsgrad 
entsprach."

In der Begründung seiner Beschwerde moniert der Beschwerdeführer das Verhalten der verschie-
denen Akteure. So habe ihn die IV-Stelle an die Eidgenössische Ausgleichskasse EAK und diese 
wiederum an die Arbeitgeberin verwiesen. Die Arbeitgeberin verschiesse sich aber vor der Tatsache, 
dass für ihr Vorgehen kein ausreichendes Rückforderungsrecht existiere, und verweise wiederum 
an die IV-Stelle. Da er sich aber nicht gegen die Gewährung oder Verweigerung von Versicherungs-
leistungen zur Wehr setze, sondern nur gegen die Drittauszahlung an die Arbeitgeberin, habe für 
ihn kein Anlass bestanden, die rentenzusprechende Verfügung vom 26. Oktober 2022 anzufechten. 
Dies sei bei der Frage, ob die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden sei, sowie bei den Gerichts-
kosten zu berücksichtigen.

Des Weiteren stellt sich der Beschwerdeführer abermals auf den Standpunkt, dass die Arbeitgeberin 
aufgrund seines Beschäftigungsgrades von 90 Prozent auch nur 90 Prozent der zugesprochenen 
Invalidenrente hätte verrechnen dürfen.

Nachdem die Instruktionsrichterin mit Schreiben vom 27. Februar 2023 die Frage aufgeworfen hatte, 
ob die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden sei, und dem Beschwerdeführer eine Frist angesetzt 
hatte, um sich zu dieser Frage nochmals zu äussern und die Beschwerde gegebenenfalls zurückzu-
ziehen, erklärte dieser mit Eingabe vom 3. März 2023, an der Beschwerde festzuhalten. Aufgrund 
der wiederholten Falschauskunft durch die Eidgenössische Ausgleichskasse EAK betreffend die für 
die Drittauszahlung zuständige Behörde habe er sich in einem Irrtum befunden. Er bitte deshalb um 
eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist.

Der mit Verfügung vom 10. März 2023 auf CHF 400.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 
14. März 2023 geleistet.

In ihren Bemerkungen vom 8. Mai 2023 verweist die Vorinstanz auf eine Stellungnahme der Eidge-
nössischen Ausgleichskasse EAK vom 2. Mai 2022, welche ihrerseits auf eine Abweisung der 
Beschwerde schliesst. Der Stellungnahme der Eidgenössischen Ausgleichskasse EAK beigelegt 

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war nebst den Vorakten ein E-Mail der Arbeitgeberin (G.________, Leiterin Rechtsdienst) vom 
18. April 2023, mit welcher diese zum wiederholten Male an ihrer Argumentation festhielt.

In einer spontanen Eingabe vom 17. Mai 2023 äusserte sich der Beschwerdeführer ein weiteres Mal, 
wobei er an seinen Rechtsbegehren und deren Begründung festhielt und um Akteneinsicht ersuchte, 
welche ihm am 30. Mai 2023 gewährt wurde.

Am 21. Juni 2023 reichte das Eidgenössische Personalamt EPA dem Kantonsgericht auf entspre-
chende Anfrage die vollständigen Unterlagen betreffend den Antrag des Eidgenössischen Finanzde-
partements vom 3. Juni 2015 an den Bundesrat zur Änderung der Bundespersonalverordnung sowie 
die Kommentare BPV und VBPV (Verordnung zur Bundespersonalverordnung vom 6. Dezember 
2001; SR 172.220.111.31) von InfoPers | Arbeiten für die Schweiz, beide Stand 1. Januar 2023, zu 
den Akten.

Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet.

F. Auf die weiteren Elemente des Sachverhalts wird, soweit für die Entscheidfindung notwendig, 
in den nachstehenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

1.1. Die Beschwerde vom 15. Februar 2023 gegen die Verfügung vom 26. Oktober 2022 ist durch 
den Beschwerdeführer formgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz 
eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse daran, dass das 
Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Drittauszahlung an die Arbeitgebe-
rin betragsmässig korrekt verfügt wurde.

1.2. Stellt sich noch die Frage, ob die Beschwerde rechtzeitig erhoben wurde und darauf eingetre-
ten werden kann.

Gemäss Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der 
Eröffnung des Einspracheentscheides oder der Verfügung, gegen welche eine Einsprache ausge-
schlossen ist, einzureichen.

Angefochten ist eine Verfügung vom 26. Oktober 2022, mit welcher dem Beschwerdeführer eine 
vom 1. Oktober 2019 bis 31. August 2021 befristete ganze Invalidenrente zugesprochen wurde. 
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 15. Februar 2023 Beschwerde an das 
Kantonsgericht. Die Beschwerde wurde damit ganz offensichtlich erst nach Ablauf der Beschwerde-
frist von 30 Tagen beim zuständigen Kantonsgericht eingereicht, was vom Beschwerdeführer an 
sich auch nicht bestritten wird.

Art. 49 Abs. 3 Satz 3 ATSG sieht indes vor, dass der betroffenen Person aus einer mangelhaften 
Eröffnung einer Verfügung kein Nachteil erwachsen darf. Eine solche liegt etwa vor bei einer fehlen-
den Rechtsmittelbelehrung (vgl. Art. 49 Abs. 3 Satz 1 ATSG).

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Im vorliegenden Fall enthielt die angefochtene Verfügung vom 26. Oktober 2022 keine Rechtsmittel-
belehrung, war doch der zweite Verfügungsteil, welcher unter anderem die Begründung und die 
Rechtsmittelbelehrung beinhaltet (vgl. Beilagen der Eidgenössischen Ausgleichskasse EAK S. 137-
153), der Verfügung nicht beigelegt (vgl. Beilagen der Eidgenössischen Ausgleichskasse EAK 
S. 205-210). Der Beschwerdeführer, dem dieser zweite Verfügungsteil auch bei der Mitteilung 
desselben an die Eidgenössische Ausgleichskasse EAK vom 26. September 2022 (vgl. Beilagen 
der Eidgenössischen Ausgleichskasse EAK S. 131-153) nicht eröffnet worden war, hatte also keine 
Kenntnis davon. So wandte er sich, nachdem ihm die Verfügung vom 26. Oktober 2022 eröffnet 
worden war, an die Eidgenössische Ausgleichskasse EAK, die in der Verfügung als Kontakt bei 
Rückfragen betreffend Berechnung und Auszahlung der Leistung (inkl. Nachzahlung und Verrech-
nung) angegeben ist (vgl. Beilagen der Eidgenössischen Ausgleichskasse EAK S. 206). Die Eidge-
nössische Ausgleichskasse EAK konnte dem Beschwerdeführer aber nicht weiterhelfen, sondern 
verwies ihrerseits an die Arbeitgeberin. So versuchte der Beschwerdeführer ab dem 31. Oktober 
2022 wiederholt, mit der Arbeitgeberin zu einer Einigung zu gelangen, zuletzt im Februar 2023. 
Nachdem er von dieser abermals eine abschlägige Antwort erhalten hatte und mit E-Mail vom 
10. Februar 2023 ausserdem darauf hingewiesen worden war, dass auf künftige Anfragen zu dieser 
Thematik nicht mehr eingegangen werde (vgl. Beschwerdebeilage L), wandte sich der Beschwerde-
führer an das Kantonsgericht.

Bleibt zu erwähnen, dass der Beschwerdeführer weder von der Eidgenössischen Ausgleichskasse 
EAK noch von der Arbeitgeberin je darauf hingewiesen worden war, es müsse die Verfügung vom 
26. Oktober 2022, wenn er mit der Drittauszahlung an die Arbeitgeberin nicht einverstanden sei, 
beim Kantonsgericht anfechten. 

Aufgrund der gegebenen Umstände kann dem Beschwerdeführer, der sich umgehend – wenn auch 
aufgrund der fehlenden Rechtsmittelbelehrung bei der falschen Instanz – gegen die von ihm bean-
standete Drittauszahlung an die Arbeitgeberin zur Wehr setzte (vgl. Urteil BGer 8C_206/2010 vom 
25. Mai 2010 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen), aus der verspäteten Beschwerdeerhebung kein Nach-
teil erwachsen (vgl. Art. 49 Abs. 3 Satz 3 ATSG). Vielmehr ist so zu verfahren, dass die Möglichkeit, 
ein Rechtsmittel zu ergreifen, nicht eingeschränkt oder vereitelt wird (vgl. KIESER, Kommentar zum 
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 4., vollständig revidierte 
Auflage 2020, Art. 49 Rz. 72), was bedeutet, dass das Rechtsmittel trotz verspäteter Einreichung 
entgegenzunehmen ist.

1.3. Auf die Beschwerde vom 15. Februar 2023 gegen die Verfügung vom 26. Oktober 2022 ist 
folglich einzutreten.

2.

Es ist streitig, ob die Vorinstanz zu Recht einen Betrag von CHF 7'000.50 der nachzuzahlenden 
Invalidenrente an die Arbeitgeberin ausbezahlt hat.

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2.1. Der zu verrechnende Betrag wurde von der Arbeitgeberin wie folgt ermittelt (vgl. den Verrech-
nungsantrag vom 24. Oktober 2022; Beilagen der Eidgenössischen Ausgleichskasse EAK S. 191-
197): 

Zeitperiode der erbrachten 
Vorschussleistungen

Vorschussleistung pro Monat Total der Vorschussleistungen für die 
angegebene Zeitperiode

01.10.2019-31.03.2020 2'370.001 14'220.00

- 7'219.502

Total 7'000.50

1

1 entspricht der für den Zeitraum vom 01.10.2019-31.12.2020 zugesprochenen ganzen Invalidenrente
2 entspricht der Lohnkürzung infolge Krankheit (3 Monate à CHF 1'197.35 plus 3 Monate à CHF 1'209.15; vgl. IV-Akten 
S: 93 und 97)

Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, es dürfe nicht 100 Prozent der Invalidenrente angerech-
net werden, sondern – entsprechend seinem Beschäftigungsgrad von 90 Prozent – nur 90 Prozent 
derselben.

2.2. Nicht mehr bestritten ist, ob zufolge der mit der Arbeitgeberin vereinbarten Saldoklausel über-
haupt eine Verrechnung zulässig war.

3.

3.1. Gemäss Art. 85bis der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) können Arbeitgeber, Einrichtungen der beruflichen Vorsorge, Krankenversicherungen, 
öffentliche und private Fürsorgestellen oder Haftpflichtversicherungen mit Sitz in der Schweiz, 
welche im Hinblick auf eine Rente der Invalidenversicherung Vorschussleistungen erbracht haben, 
verlangen, dass die Nachzahlung dieser Rente bis zur Höhe ihrer Vorschussleistung verrechnet und 
an sie ausbezahlt wird (Abs. 1 Satz 1); die bevorschussenden Stellen haben ihren Anspruch mit 
besonderem Formular frühestens bei der Rentenanmeldung und spätestens im Zeitpunkt der Verfü-
gung der IV-Stelle geltend zu machen (Abs. 1 Satz 3). Als Vorschussleistungen gelten unter ande-
rem vertraglich oder aufgrund eines Gesetzes erbrachte Leistungen, soweit aus dem Vertrag oder 
dem Gesetz ein eindeutiges Rückforderungsrecht infolge der Rentennachzahlung abgeleitet werden 
kann (Abs. 2 Bst. b). Die Nachzahlung darf der bevorschussenden Stelle höchstens im Betrag der 
Vorschussleistung und für den Zeitraum, in welchem diese erbracht worden ist, ausbezahlt werden 
(Abs. 3).

3.2. Die B.________ ist eine organisatorisch verselbständigte Verwaltungseinheit ohne Rechts-
persönlichkeit der dezentralen Bundesverwaltung (vgl. die Regierungs- und Verwaltungsorganisati-
onsverordnung vom 25. November 1998 [RVOV; SR 172.010.1], Anhang 1 Ziff. B V 2.1.1). Das 
Arbeitsverhältnis für das Personal der B.________ wird folglich unter anderem im BPG und in der 
BPV geregelt (vgl. Art. 2 Abs. 1 Bst. e BPG; Art. 1 Abs. 1 Bst. a BPV). 

Die Leistungen der Arbeitgeber an die Angestellten bei Arbeitsverhinderung wegen Krankheit, 
Unfall, Invalidität, Militär‑, Zivilschutz- und Zivildienst sowie bei Mutterschaft sowie die Anrechnung 

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der Leistungen obligatorischer in- und ausländischer Sozialversicherungen an den Lohn und weitere 
Leistungen werden in den Ausführungsbestimmungen geregelt (Art. 29 Abs. 1 und 3 BPG). 

Diese sehen unter anderem vor, dass bei Arbeitsverhinderung wegen Krankheit oder Unfall der 
Arbeitgeber den vollen Lohn nach den Art. 15 und 16 BPG während zwölf Monaten bezahlt (Art. 56 
Abs. 1 BPV). Nach Ablauf dieser Frist bezahlt der Arbeitgeber während zwölf Monaten 90 Prozent 
des Lohnes (Art. 56 Abs. 2 BPV).

Des Weiteren ist vorgesehen, dass auf den Lohnanspruch bei Krankheit und Unfall Leistungen der 
Militärversicherung, der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) oder einer anderen 
obligatorischen Unfallversicherung dem Beschäftigungsgrad entsprechend angerechnet werden. 
Die Renten und Taggelder der Invalidenversicherung werden dem Beschäftigungsgrad entspre-
chend so weit angerechnet, als diese zusammen mit dem Lohn, einschliesslich der angerechneten 
Leistungen der Militärversicherung, der SUVA oder einer anderen obligatorischen Unfallversiche-
rung den ungekürzten Anspruch übersteigen (Art. 58 Abs. 1 BPV).

3.3. Art. 58 Abs. 1 BPV wurde per 1. August 2015 revidiert. Namentlich wurde der Passus "dem 
Beschäftigungsgrad entsprechend" in die Verordnungsbestimmung aufgenommen. 

Den dem entsprechenden Antrag des Eidgenössischen Finanzdepartements vom 3. Juni 2015 an 
den Bundesrat beigelegten Erläuterungen BPV (vgl. act. 11) lässt sich zu Art. 58 Abs. 1 Folgendes 
entnehmen: "Die vorliegende Änderung stellt klar, dass nur derjenige Teil der in Artikel 58 definierten 
Sozialversicherungsleistungen an den Krankenlohn angerechnet werden darf, der dem Beschäfti-
gungsgrad gemäss Arbeitsvertrag entspricht. Ist der Angestellte beispielsweise zu 50% beim Bund 
angestellt und bezahlt die IV eine ganze IV-Rente, darf nur die Hälfte der IV-Rente an seinen Kran-
kenlohn gemäss Artikel 56 angerechnet werden. Die andere Hälfte steht entweder einem anderen 
Arbeitgeber zu, falls der Angestellte aufgrund einer zweiten Anstellung noch Krankenlohn bezieht, 
oder sie geht direkt an den Angestellten, falls er keine andere Anstellung hat. Bei einer Teilrente darf 
diese nur insoweit berücksichtigt werden, als sie den Grad, für den kein Arbeitsverhältnis besteht, 
übersteigt. Beispiel: Bei einem Beschäftigungsgrad von 60% und einer halben IV-Rente dürfen nur 
10% der Rente angerechnet werden."

Im Kommentar BPV werden zu Art. 58 Abs. 1 weitere Fallbeispiele genannt. Unter Beispiel 4 wird 
zur Konstellation eines Mitarbeiters mit einem Beschäftigungsgrad von 50 Prozent und einer ganzen 
IV-Rente (IV-Grad: 70 Prozent) ausgeführt: "Bei einem BG von 50% darf der Arbeitgeber nur die 
Hälfte der ganzen IV-Rente mit Krankenlohn verrechnen. Er klärt bei der IV ab, zu welchen Teilen 
die IV-bedingte Einschränkung die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im übrigen Aufgaben-
bereich zu betätigen, betrifft. Ergibt die Abklärung z.B. eine Verteilung 50%:20%, wird der Arbeits-
vertrag […] unter Berücksichtigung der Fristen nach Art. 31a Abs. 1 BPV aufgelöst."

4.

4.1. Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer zuletzt zu einem Beschäftigungsgrad 
von 90 Prozent angestellt war. Das Arbeitsverhältnis wurde per Ende März 2020 aufgelöst. Bis dahin 
erhielt er unbestrittenermassen den vollen Lohn (bis Ende September 2019) resp. 90 Prozent des 
Lohnes (ab Oktober 2019) (vgl. auch den Auszug aus dem Lohnkonto; IV-Akten S. 93-102).

Weiter ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 26. Oktober 2022 für die 
Zeit vom 1. Oktober 2019 (Ablauf der einjährigen Wartefrist) bis 31. August 2021 (Erreichen des 
Rentenalters) eine ganze Invalidenrente zugesprochen wurde.

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In der sich überscheidenden Zeitspanne vom 1. Oktober 2019 (Beginn des Rentenanspruchs) bis 
31. März 2020 (Auflösung des Arbeitsverhältnisses), mithin während insgesamt 6 Monaten, hat der 
Beschwerdeführer somit sowohl Lohn, als auch eine ganze Invalidenrente zugesprochen erhalten. 
In Anwendung von Art. 30 Abs. 1 BPG ist damit die bevorschussende Dritte (Arbeitgeberin) von 
Gesetzes in die Rechte der angestellten Person (Beschwerdeführer) eingetreten (vgl. Art. 30 Abs. 1 
BPG), weshalb die Nachzahlung der Invalidenrente bis zur Höhe der Vorschussleistung zu verrech-
nen und an die Arbeitgeberin auszubezahlen ist (vgl. Art. 85bis Abs. 1 Satz 1 IVV).

4.2. Es wurde bereits gesagt, dass die Renten und Taggelder der Invalidenversicherung "dem 
Beschäftigungsgrad entsprechend" anzurechnen sind, und dies auch nur so weit, als sie zusammen 
mit dem Lohn den ungekürzten Anspruch übersteigen (vgl. Art. 58 Abs. 1 BPV). Da der Beschwerde-
führer unbestrittenermassen zu einem Beschäftigungsgrad von 90 Prozent angestellt war, hätte die 
Arbeitgeberin nur 90 Prozent der Invalidenrente (und nicht 100 Prozent) anrechnen dürfen. In Zahlen 
ausgedrückt hätte die Arbeitgeberin in ihrem Verrechnungsantrag Vorschussleistungen von lediglich 
CHF 2'133.- (anstatt CHF 2'370.-) pro Monat, ausmachend insgesamt CHF 12'798.- (6 Monate à 
CHF 2'133.-), berücksichtigen dürfen.

Nichts anderes ergibt sich aus den Erläuterungen sowie dem Kommentar BPV: Wenn der Arbeitge-
ber bei einem Beschäftigungsgrad von 50 Prozent nur die Hälfte der ganzen Invalidenrente mit dem 
(ungekürzten) Krankenlohn verrechnen darf, darf er bei einem Beschäftigungsgrad von 90 Prozent 
auch nur 90 Prozent der Invalidenrente verrechnen; der Rest geht an den anderen Arbeitgeber oder, 
falls der Angestellte – wie im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer – keine andere Anstellung hat, 
direkt an diesen. 

Bleibt zu erwähnen, dass, da die medizinischen Abklärungen ergeben haben, dass dem Beschwer-
deführer die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist resp. war (vgl. Beilagen der Eidgenössi-
schen Ausgleichskasse EAK S. 137), kein Anlass für weitere Abklärungen bei der IV-Stelle bestand, 
musste doch das Arbeitsverhältnis aufgrund der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers 
so oder anders aufgelöst werden. Aus dem gleichen Grund spielt es auch keine Rolle, ob der 
Beschwerdeführer nebst seiner Einschränkung in der Erwerbstätigkeit auch in seiner Haushaltstätig-
keit eingeschränkt ist resp. war.

4.3. Was die Vorinstanz resp. die Eidgenössische Ausgleichskasse EAK und die Arbeitgeberin 
dagegen vorbringen, vermag daran nichts zu ändern. Vielmehr ist festzustellen, dass die Eidgenössi-
sche Ausgleichskasse EAK – wie auch schon die Arbeitgeberin – komplett an der eigentlichen 
Fragestellung vorbeiargumentiert und sich namentlich auch zum vom Beschwerdeführer angerufe-
nen Art. 58 Abs. 1 BPV (namentlich dem Passus "dem Beschäftigungsgrad entsprechend") und den 
Erläuterungen dazu mit keinem Wort äussert.

Ausserdem wird verkannt, dass die Vorinstanz bei der Berechnung des IV-Grades die gemischte 
Methode angewandt hat. Bei der Berechnung des Teilinvaliditätsgrades in der Erwerbstätigkeit hat 
sie auf das konkrete, zuletzt erzielte Erwerbseinkommen abgestellt hat. Diesem Valideneinkommen 
wurde ein Invalideneinkommen gegenübergestellt, das anhand der Schweizerischen Lohnstruktur-
erhebung 2018 ermittelt wurde (vgl. Beilagen der Eidgenössischen Ausgleichskasse EAK S. 137-
139). Der so ermittelte Teilinvaliditätsgrad in der Erwerbstätigkeit ist also eine rein rechnerische 
Grösse, die sich aus der Erwerbseinbusse ergibt, die der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesund-
heitlichen Beeinträchtigungen erleidet; er sagt jedoch nichts aus über die konkrete gesundheitliche 
Beeinträchtigung sowie die Arbeitsunfähigkeit in der Erwerbstätigkeit. Da die Erwerbseinbusse 
bereits einen Teilinvaliditätsgrad in der Erwerbstätigkeit von über 70 Prozent und damit Anspruch 

Kantonsgericht KG
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auf eine ganze Invalidenrente ergab, wurde auf weitergehende Abklärungen im Bereich Haushalt 
verzichtet. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden und hat auch keinen Einfluss auf den Verrech-
nungsanspruch der Arbeitgeberin.

Kommt hinzu, dass sich die Vorgehensweise der Arbeitgeberin, bei einem hohen Beschäftigungs-
grad davon auszugehen, dass "die gesamte IV-Rente als Rente für die Beeinträchtigung in der 
Erwerbstätigkeit gelte, sofern die IV-Stelle keine resp. keine andere Aufteilung zwischen der Beein-
trächtigung in der Erwerbstätigkeit und der Beeinträchtigung in anderen Aufgabenbereichen (z.B. 
Haushalt) ausweise", weder aus der Verordnungsbestimmung noch aus den Erläuterungen oder 
dem Kommentar BPV erschliesst. Im Gegenteil: Sowohl die Erläuterungen wie auch der Kommentar 
BPV weisen explizit darauf hin, dass bei der Zusprache einer ganzen Invalidenrente diese nur dem 
Beschäftigungsgrad entsprechend angerechnet werden darf. Anders verhält es sich lediglich, wenn 
einem Angestellten mit Teilzeitpensum eine Teilrente zugesprochen wird. Diesfalls muss der Arbeit-
geber bei der IV-Stelle zunächst abklären, in welchem Ausmass die Invalidenrente die Erwerbstä-
tigkeit und die übrige Aufgabenerfüllung (z. B. Haushaltführung, Kinderbetreuung, etc.) betrifft (vgl. 
Kommentar BPV, Art. 58 Absatz 1 Beispiel 3), da eine Verrechnung selbstredend nur dann in Frage 
kommen kann, wenn die Teilrente auch tatsächlich den Teilbereich der Erwerbstätigkeit beschlägt. 
Um eine solche Fallkonstellation handelt es sich vorliegend aber nicht, wurde doch dem Beschwer-
deführer nicht eine Teilrente, sondern eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen.

5.

Daraus folgt, dass die Arbeitgeberin mit CHF 7'000.50 zu hohe Vorschussleistungen verrechnet hat. 
Da der Beschwerdeführer während des massgebenden Zeitraums (01.10.2019-31.03.2020) nur zu 
90 Prozent angestellt war, kann auch nur 90 Prozent der Invalidenrente (6 Monate à CHF 2'133.-, 
ausmachend CHF 12'798.-) angerechnet werden; der Rest geht direkt an den Beschwerdeführer. 
Von diesem Betrag sind, da vom ungekürzten Lohnanspruch auszugehen ist (vgl. Art. 58 Abs. 1 
BPV), die Lohnkürzungen infolge Krankheit (3 Monate à CHF 1'197.35 plus 3 Monate à 
CHF1'209.15, ausmachend CHF 7'219.50) zum Abzug zu bringen. Daraus ergibt sich ein zu verrech-
nender Betrag von CHF 5'578.50 (CHF 12'798.- minus CHF 7'219.50).

Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 26. Oktober 2022 
dahingehend abzuändern, als von der nachzuzahlenden Invalidenrente von insgesamt CHF 54'670.- 
ein Betrag von CHF 5'578.50 (für die Zeit vom 01.10.2019-31.03.2020) an die Arbeitgeberin und ein 
Betrag von CHF 40'072.40 (für die Zeit vom 01.04.2020-31.08.2021) an die Pensionskasse geht. 
Der Restbetrag von insgesamt CHF 9'430.10 (CHF 9'019.10 zuzüglich Verzugszins von CHF 411.-) 
ist dem Beschwerdeführer zu überweisen.

6.

Bei diesem Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten von CHF 400.- der unterliegenden 
Vorinstanz aufzuerlegen.

Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe zurückzuerstatten.

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen.

Die Verfügung der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg vom 26. Oktober 2022 
wird dahingehend abgeändert, als von der nachzuzahlenden Rente der Invalidenversicherung 
ein Betrag von CHF 5'578.50 an die B.________ und ein Betrag von CHF 9'430.10 an 
A.________ geht.

II. Die Verfahrenskosten werden auf CHF 400.- festgesetzt und der Invalidenversicherungsstelle 
des Kantons Freiburg auferlegt.

III. A.________ wird der geleistete Kostenvorschuss von CHF 400.- zurückerstattet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift 
muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angege-
ben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die 
Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid 
mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grund-
sätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 3. Juli 2023/dki

Die Präsidentin Die Gerichtsschreiberin