# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b139fa6-c3d6-53f9-8451-6f74ab3ff262
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 29.08.2019 III 2019 52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2019-52_2019-08-29.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2019 52 + 96

Entscheid vom 29. August 2019 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________, 

gegen

1. Gemeinderat Ingenbohl, Parkstrasse 1,
Postfach 253, 6440 Brunnen,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, J.________strasse 14,
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, J.________strasse 9,
Postfach 1260, 6431 Schwyz, (nur Verfahren III 2019 52)
Vorinstanzen,

4. C.________,
c/o D.________,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. E.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung [III 2019 52];
Pfahlfundation Neubau Mehrfamilienhaus [III 2019 96])

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Sachverhalt:

A. Die Einfache Gesellschaft F.________ (Bauherrschaft) liess dem Gemein-
derat Ingenbohl (Gemeinderat) am 17. Dezember 2014 ein Baugesuch für den 
Abbruch des bestehenden Wohn- und Geschäftshauses und den Neubau eines 
Mehrfamilienhauses (MFH) auf dem in der Kernzone und im Perimeter Orts-
bildschutz gelegenen Grundstück KTN 001.________ (478 m2) einreichen. Das 
Baugesuch wurde im Amtsblatt Nr. (…) 2015 publiziert und öffentlich aufgelegt. 
Innert Frist wurden keine Einsprachen erhoben. In der Folge änderte und ergänz-
te die Bauherrschaft das Baugesuch mehrmals. Am 17. Juni 2016 liess sie eine 
weitere Projektänderung einreichen, welche ebenfalls im Amtsblatt (…) 2016 pu-
bliziert und öffentlich aufgelegt wurde. Hiergegen erhob die A.________ AG am 
9. Dezember 2016 öffentlich-rechtliche Einsprache beim Gemeinderat. 

B. Gestützt auf den Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 
12. April 2017 erteilte der Gemeinderat die Baubewilligung mit Beschluss (GRB) 
Nr. 857 vom 6. Juni 2017 wie folgt:

1. Im Sinne der Erwägungen (…) wird der Einfachen Gesellschaft F.________ 
(…) die Baubewilligung für den Abbruch des bestehenden Wohn- und 
Geschäftshauses und den Neubau eines Mehrfamilienhauses auf dem 
Grundstück KTN 001.________ unter Auflagen erteilt.

1.1 Auf die Einsprache der A.________ AG (…) wird im Sinne der Erwägungen 
nicht eingetreten. 

2.-10. (Auflagen und Nebenbestimmungen; bewilligte Pläne; Gebühren und Aus-
lagen; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung; Beilagen).

C. Gegen diesen GRB liess die A.________ AG mit Eingabe vom 6. Juli 2017 
Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz erheben mit den 
folgenden Anträgen:

1. Es sei der Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde Ingenbohl, 6440 
Brunnen, betreffend Baugesuch der Beschwerdegegnerin "Abbruch best. 
Wohn- und Geschäftshaus und Neubau eines Mehrfamilienhauses (2014-87 
und B2015-0045)" inkl. kt. Gesamtentscheid vom 12. April 2017 gesamthaft 
aufzuheben und das Baugesuch abzuweisen bzw. die Baubewilligung zu 
verweigern.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

D. Mit Beschluss (RRB) Nr. 143/2019 vom 19. Februar 2019 entschied der 
Regierungsrat wie folgt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Vorinstanz 1 [d.h. der Gemeinderat] 
wird angewiesen, der Beschwerdegegnerin für die Pfahlfundation die 
kommunale Baubewilligung (unter Beilage der Ausnahmebewilligung des 

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Amtes für Umweltschutz sowie des beiliegenden Merkblattes) zu erteilen und 
die Bewilligungsunterlagen mit dem Bewilligungsstempel zu versehen.

2. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren (inklusive Kanzleikosten) im Betrag 
von Fr. 2400.-- werden zu einem Drittel (Fr. 800.--) der Gemeinde Ingenbohl, 
zu einem Viertel (Fr. 600.--) der Beschwerdegegnerin und zu einem Sechstel 
(Fr. 400.--) der Beschwerdeführerin auferlegt. Ein Viertel (Fr. 600.--) wird auf 
die Staatskasse genommen. (…).

3. Der Beschwerdeführerin wird eine reduzierte Parteientschädigung von 
Fr. 1200.-- zugesprochen. Diese ist zur Hälfte (Fr. 600.--) von der Gemeinde 
Ingenbohl und zu einem Viertel (Fr. 300.--) von der Beschwerdegegnerin zu 
tragen. Ein Viertel (Fr. 300.--) ist vom Kanton zu tragen.

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung).  

E. Gegen diesen RRB (Versand am 26.2.2019) lässt die A.________ AG mit 
Eingabe vom 19. März 2019 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den 
folgenden Anträgen (Verfahren III 2019 52): 

1. Es sei der Beschluss des Regierungsrates Nr. 143/2019 vom 19. Februar 
2019 vollumfänglich aufzuheben. Gleichzeitig sei damit der Entscheid des 
Gemeinderats lngenbohl vom 6. Juni 2017 und der Gesamtentscheid des 
ARE vom 12. April 2017 aufzuheben.

2. Das beschwerdegegnerische Baugesuch sei abzuweisen.

3. Eventuell sei die Sache zur Durchführung eines korrekten Verfahrens, zu 
ergänzenden Sachverhaltsabklärungen und zur Neubeurteilung an die 
Bewilligungsbehörden zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

F. Mit Vernehmlassung vom 25. März 2019 beantragt das ARE die Abweisung 
der Beschwerde aus kantonaler Sicht. Ebenso beantragen der Gemeinderat und 
das Sicherheitsdepartement am 26. März 2019 bzw. 3. April 2019 die Beschwer-
deabweisung unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdeführerin. 

G.1 Mit GRB Nr. 409 vom 8. April 2019 beschloss der Gemeinderat gestützt auf 
den RRB Nr. 143/2019 vom 19. Februar 2019 was folgt:

1. Die Bewilligung für die Pfahlfundation des MFH auf KTN 001.________, 6440 
Brunnen, wird mit folgenden Auflagen und Bedingungen erteilt:

a) Die Bauausführung hat sich an den Pfahlplan Nr. 160082-01 der AF 
G.________AG (…) vom 22.08.2018 zu halten. 

b) Von dieser Baubewilligung darf erst Gebrauch gemacht werden, wenn 
die für das projektierte MFH am 6. Juni 2017 erteilte Baubewilligung 
rechtskräftig ist.

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2.-9. (Richtlinien/Auflagen; Meldepflichten; Enthaftung der Bewilligungsbehörde; 
Gebühren/Auslagen; Gültigkeitsdauer; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung; 
Beilagen). 

G.2 Gegen diesen GRB (Versand am 10.4.2019) lässt die A.________ AG mit 
Eingabe vom 1. Mai 2019 (gleichentags überbracht) fristgerecht Beschwerde 
beim Regierungsrat erheben mit den folgenden Anträgen:

1. Es sei der Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde Ingenbohl, 6440 
Brunnen, vom 8. April 2019 (2014-87) betreffend Pfahlfundation für Neubau 
Mehrfamilienhaus, F.________ 5, KTN 001.________, 6440 Brunnen, 
vollumfänglich aufzuheben. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin. 

G.3 Mit Verfügung vom 3. Mai 2019 überwies der Regierungsrat diese Be-
schwerde unter Bezugnahme auf seinen RRB Nr. 143 vom 19. Februar 2019 zur 
Beurteilung ans Verwaltungsgericht (Verfahren III 2019 96). 

G.4 Mit Schreiben vom 8. Mai 2019 teilt das ARE seinen Verzicht auf eine um-
fangreiche Vernehmlassung und eine explizite Antragsstellung mit. Der Gemein-
derat beantragt am 16. Mai 2019 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten-
folge zulasten der Beschwerdeführerin. 

G.5 Die Beschwerdegegnerin beantragt mit einer für beide Verfahren gemein-
samen Vernehmlassung vom 28. Mai 2019 die Abweisung der Beschwerden, 
soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
der Beschwerdeführerin. 

H. Mit einer gemeinsamen Stellungnahme für die beiden Verfahren vom 
29. Juli 2019 ersucht die Beschwerdeführerin um antragsgemässe Gutheissung 
der Beschwerden. 

I. Mit Schreiben vom 2. August 2019 lässt die Beschwerdegegnerin an ihren 
Anträgen und Ausführungen in der Vernehmlassung vom 28. Mai 2019 fest-
halten. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1 Im Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; SRSZ 234.110) vom 
6. Juni 1974 wird die Verfahrensvereinigung nicht ausdrücklich erwähnt. Nach 
konstanter Rechtsprechung können Beschwerden vereinigt werden, wenn das 
Gericht für zwei oder mehrere Verfahren in der gleichen Verfahrensart zuständig 
ist und sich die verschiedenen Beschwerden im Wesentlichen auf die gleichen 

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Tatsachen (Sachverhalt) und die gleichen Rechtsgründe (Rechtsfragen) stützen 
(vgl. statt Vieler: VGE III 2011 151+155 vom 18.1.2012 Erw. 1; VGE 603+606/92 
vom 23.09.1992 Erw. 1). 

1.1.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid unter anderem erwo-
gen, der Gemeinderat habe gestützt auf den Gesamtentscheid des ARE vom 
12. April 2017 als Auflage angeordnet, dass für die Pfahlfundation erst vor Bau-
freigabe eine technische Bewilligung eingeholt werden müsse. Dieses Vorgehen 
sei unzulässig. Der rechnerische Nachweis der Durchflusskapazität des Grund-
wassers sei eine Voraussetzung für die Erteilung einer gewässerschutzrecht-
lichen Ausnahmebewilligung. Der Nachweis müsse spätestens im Zeitpunkt der 
Baubewilligung vorliegen (Erw. 4.2). Mit Verfügung vom 21. Dezember 2018 (d.h. 
während des hängigen Verwaltungsbeschwerdeverfahrens) habe das zuständige 
Amt für Umweltschutz (AFU) der Beschwerdegegnerin gestützt auf den Bericht 
der H.________AG vom 26. Oktober 2018 sowie den Pfählungsplan Nr. 160082-
01 der AF G.________AG vom 22. August 2018 die gewässerschutzrechtliche 
Ausnahmebewilligung erteilt und diese direkt dem Rechts- und Beschwerde-
dienst zugestellt. Für den Regierungsrat bestehe unter Berücksichtigung der 
Vorbringen der Beschwerdeführerin kein Anlass, an der Einschätzung des AFU 
zu zweifeln (Erw. 4.3 f.). Der Gemeinderat sei noch anzuweisen, für die geplante 
Pfählung die kommunale Baubewilligung zu erteilen (Erw. 4.6). 

Dieser Aufforderung ist der Gemeinderat mit dem ebenfalls angefochtenen 
Beschluss Nr. 409 vom 8. April 2019 nachgekommen. Der Regierungsrat hat die 
hiergegen gerichtete Beschwerde vom 1. Mai 2019 gestützt auf § 52 VRP als 
Sprungbeschwerde ans Verwaltungsgericht überwiesen, nachdem er sich zur 
strittigen Frage der Rechtmässigkeit der Bewilligung für die Pfahlfundation im 
angefochtenen RRB Nr. 143/2019 bereits einlässlich geäussert hat. 

1.1.3 Die Voraussetzungen für eine Verfahrensvereinigung sind somit offen-
kundig gegeben. 

1.2 Der Regierungsrat hat die Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin 
im Gegensatz zum Gemeinderat bejaht (GRB Nr. 857 vom 6.6.2017 S. 10 ff. 
Erw. 19.1-19.7). Er hat ausgeführt, die Beschwerdeführerin sei Eigentümerin der 
nur rund 70 m vom Baugrundstück entfernten Liegenschaft KTN 002.________. 
Zudem bestehe, obwohl die beiden Grundstücke durch das Leewasser und die 
F.________strasse getrennt seien, offensichtlich eine direkte Sichtverbindung, 
auch wenn es zutreffend sei, dass die Sicht zwischen den beiden Grundstücken 
eingeschränkt sei. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung müsse die be-

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sondere Betroffenheit erst näher erörtert werden, wenn die Distanz zum Bau-
grundstück mehr als 100 m betrage (Erw. 1.5 f.). 

Dieser Begründung und somit der Bejahung der Beschwerdelegitimation ist bei-
zupflichten. Sie findet ihre Bestätigung in der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung, wonach die Beschwerdelegitimation von Nachbarn, deren Liegenschaften 
sich in einem Umkreis von bis zu rund 100 Metern befinden, meistens bejaht wird 
(vgl. auch Urteil BGer 1C_13972017 vom 6.2.2018 i.Sa. Einwohnergemeinde 
Udligenswil vs. Bezirksrat Küssnacht, Erw. 1.3). Die Beschwerdebefugnis wird im 
vorliegenden auch nicht mehr bestritten. Soweit die Beschwerdegegnerin die 
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, beantragt, konkreti-
siert sie diesen Nichteintretensvorbehalt nicht weiter, namentlich auch nicht hin-
sichtlich der Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführerin. 

Nachdem auch die übrigen Entscheidungsvoraussetzungen gegeben sind (§ 27 
Abs. 1 VRP), ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.3.1 Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, der Regierungsrat hätte nur 
prüfen müssen, ob der Gemeinderat ihre Beschwerdebefugnis zu Recht verneint 
hat und bei Bejahung dieser Frage die Sache an den Gemeinderat zurückweisen 
müssen. Stattdessen habe der Gemeinderat die Beschwerde abgewiesen. Be-
reits deshalb sei die Beschwerde gutzuheissen (Beschwerde vom 19.3.2019 S. 4 
lit. b Ziff. 1 ff.).

1.3.2 Ist die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten, so hat die Rechts-
mittelinstanz grundsätzlich nur zu prüfen, ob der Nichteintretensentscheid zu Un-
recht erfolgt ist. Bejaht sie diese Frage, so hebt sie den Nichteintretensentscheid 
auf und weist die Akten an die Vorinstanz zurück, damit diese hinsichtlich dieses 
Rechtsmittels einen Sachentscheid trifft (VGE III 2015 98 vom 26.8.2015 
Erw. 1.3.1; VGE II 2012 108 vom 24.10.2012 Erw. 2.1; VGE III 2014 194 vom 
27.11.2014 Erw. 2.1). 

Von dieser Praxis weicht das Verwaltungsgericht in bestimmten Fällen (vor allem 
aus verfahrensökonomischen Gründen) ab, beispielsweise wenn die Vorinstanz 
in einem ausführlichen obiter dictum eine materielle Beurteilung vorgenommen 
hatte (und eine entsprechende Rückweisung einem formalistischen Leerlauf 
gleichgekommen wäre), oder wenn es um einen zweiten Rechtsgang in der 
gleichen Sache ging (vgl. VGE III 2010 192 vom 14.4.2011 Erw. 2.1.2 m.V.a. 
VGE III 2010 202+203 vom 21.12.2010 Erw. 2; VGE 403/96 vom 27.9.1996 
Erw. 2 und dort enthaltene Hinweise).

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1.3.3 Der Gemeinderat hat mit GRB Nr. 857 vom 6. Juni 2017 trotz des Nicht-
eintretens die Beschwerde dennoch unter Annahme eines hypothetischen Ein-
tretens auch materiell behandelt (S. 12ff. Erw. 19.8 f.). Er hat ausgeführt, die 
erste Ausschreibung vom 9. Januar 2015 sei nicht angefochten worden. Streit-
gegenstand könnten mithin nur noch die Änderungen gemäss der zweiten Publi-
kation vom 18. November 2016 sein. Die Rügen der Zonenkonformität und der 
(grundsätzlichen) Rechtmässigkeit des Projektes seien daher verspätet. Des 
Weiteren ist der Gemeinderat auf die wesentlichen Vorbringen der Beschwerde-
führerin zur Verkehrssituation, zur Ortsbildkonformität und zur gewässerschutz-
konformen Realisierung des Bauvorhabens eingegangen. 

Der Gemeinderat hat die Einsprache trotz des (formellen) Nichteintretens somit 
auch materiell geprüft, womit eine Rückweisung der Sache durch den Regie-
rungsrat an den Gemeinderat einem formellen Leerlauf gleichgekommen wäre, 
wie der Regierungsrat zu Recht festgehalten hat (angefochtener Entscheid 
Erw. 1.7; vgl. Vernehmlassung des Sicherheitsdepartements vom 3.4.2019 S. 1 f. 
Ziff. 1). Es ist nicht davon auszugehen, dass der Gemeinderat in einem zweiten 
Durchgang eine andere Beurteilung vorgenommen hätte. 

2.1 Der geplante Neubau mit mehr oder weniger rechteckigem Grundriss (rund 
27 m Länge x rund 10 m Breite im Süden und rund 8 m Breite im Norden; vgl. 
Plan Nr. 101 Situation 1:500, vom 17.6.2016 rev.; Plan-Nr. 102 Grundriss EG / 
1.+2. OG 1.100, vom 10.2.2017 rev.) besteht gemäss dem Baubeschrieb vom 
17. Juni 2016 (rev.) aus Erdgeschoss (EG) mit Infrastrukturräumen und Park-
garage, drei Obergeschossen (OG) und einem Dachgeschoss (DG). Es werden 
drei 2 ½-Zimmerwohnungen, vier 4 ½-Zimmerwohnungen und im Südostbereich 
des EG ein Schaufenstermuseum (6.2 m2) erstellt werden. Das Gebäude weist 
ein Giebeldach mit einer Neigung von je 15° und einem in Nord-Süd-Richtung 
ausgerichteten Giebel auf. Die Firsthöhe beträgt 15.8 m, die Gebäudehöhe 
12.6 m (Südfassade), 12.5 m (Nordfassade) und 15.01 m Ostfassade (vgl. Plan-
Nr. 105 Fassaden 1:100, vom 10.2.2017 rev.). 

Das volumetrische Erscheinungsbild orientiert sich gemäss dem Baubeschrieb 
an den bisherigen gewachsenen Strukturen. Es nimmt den Gedanken des 
"kleinstädtischen" auf und wertet mit der Integration von Front-Officen entlang der 
F.________strasse das öffentliche Strassenleben auf. Das Gebäude reagiert als 
Schnittstelle zwischen dem nachbarlichen Überbauungsprojekt "I.________" (auf 
den Parzellen KTN 003.________, KTN 004.________ und KTN 005.________) 
und dem bestehenden neuzeitlichen Gebäude der F.________ 6 (vgl. Plan-
Nr. 120 Übersichtsplan mit Neubauprojekten Südfassade 1:100, vom 10.2.2017 
rev., mit den Fassaden der - von West nach Ost - Projekten I.________, dem 

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vorliegenden Projekt, den bestehenden Gebäuden F.________ 6, 10, 9 und 8 
sowie der J.________strasse 17). 

Die Statik des Gebäudes wird durch einen Massivbau mit einer Tiefenfundation 
sichergestellt. 

2.2 Der Regierungsrat kam im angefochtenen Entscheid unter Berücksichti-
gung der Vorgaben des Inventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz 
(ISOS) und des im Jahr 1984 vom damaligen Amt für Kulturpflege herausge-
gebenen Ortsbildinventars (Ortsbildinventar) der Gemeinde (Erw. 2.1 f.f) sowie 
der massgebenden kantonalen und kommunalen Bestimmungen zur baulichen 
Einordnung zum Ergebnis, dass sich das Bauvorhaben in das bestehende Orts-, 
Quartier- und Strassenbild eingliedert (Erw. 3.5). An der fachlichen Beurteilung 
der Grundwasserdurchflusskapazität und der gewässerschutzrechtlichen Aus-
nahmebewilligungsfähigkeit der vorgesehenen Pfahlfundation hatte der Regie-
rungsrat, wie gesagt (vorstehend Erw. 1.1.2), nichts zu beanstanden. Die Tangie-
rung von Gewässerräumen (Leewasser und F.________bächlein) verneinte der 
Regierungsrat; insbesondere würden keine neuen Meteorwasserleitungen inner-
halb der Gewässerräume erstellt (Erw. 5.3). Der Regierungsrat verneinte weiter 
die Einholung eines Fachgutachtens der Eidgenössischen Natur- und Heimat-
schutzkommission (ENHK) bzw. der Eidgenössischen Denkmalpflege (EKD) zur 
Frage der Eingliederung (Erw. 6.1 ff.). Anhaltspunkte für die Gefährdung von 
Personen oder Sachen bei Bauarbeiten konnte der Regierungsrat nicht erkennen 
(Erw. 7.1 f.). Ein verkehrstechnisches Gutachten sei nicht erforderlich 
(Erw. 8.1 ff.).

2.3.1 Die Beschwerdeführerin rügt in der Beschwerde vom 19. März 2019 na-
mentlich, es liege keine rechtskonforme kantonale Ausnahmebewilligung in Be-
zug auf die Pfählung vor; das Koordinationsgebot gemäss Art. 25a des 
Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; RPG; SR 700) 
vom 22. Juni 1979 werde verletzt (S. 5 f. lit. c); überhaupt sei der Verfahrensab-
lauf unzulässig (S. 8 lit. e). Der Entscheid sei unzulässig. Die Anweisung an den 
Gemeinderat, die Bewilligung für die Pfahlfundation zu erteilen, sei unzulässig 
und in Verletzung des rechtlichen Gehörs erfolgt (S. 6 f. lit. d). Der angefochtene 
Entscheid weise einen inneren, nicht auflösbaren Widerspruch auf, sei krass ge-
rechtigkeits- und gesetzwidrig und verstosse gegen Art. 9 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 (S. 7 f. 
lit. e). Zu Unrecht sei kein Gutachten der ENHK/EKD eingeholt worden (S. 8 ff. 
lit. f), und zu Unrecht seien die ISOS-Vorgaben und das Ortsbildinventar nicht 
angewendet worden (S. 11 f. lit. g; vgl. Stellungnahme vom 29.7.2019 S. 3 

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Ziff. 4 ff.). Des Weiteren wird geltend gemacht, es fehle eine Einfahrtsbewilligung 
in die Kantonsstrasse und die Kostenauferlegung sei unzulässig (S. 12 f. lit. h). 

2.3.2 In der Beschwerde vom 1. Mai 2019 bemängelt die Beschwerdeführerin 
das Fehlen einer gesetzlichen Grundlage (S. 3 f. Ziff. 1 f.). Aus ihren Ausfüh-
rungen geht hervor, dass sie damit meint, dass der Gemeinderat die Baube-
willigung für die Pfahlfundation nicht vor Rechtskraft des angefochtenen RRB 
Nr. 143/2019 hätte erteilen dürfen. Zudem rügt sie ein unrichtiges Verfahren. 
Weder liege ein korrektes Baugesuch vor noch sei ein Baugesuch für die Pfahl-
fundation publiziert worden (S. 4 f. Ziff. 1 ff.; vgl. Stellungnahme vom 29.7.2019 
S. 1 Ziff. 3). Diese Rügen betreffen mithin im Kern die mit der Beschwerde vom 
19. März 2019 gerügte Verletzung des Koordinationsgebots. 

2.4 Die Rüge der Beschwerdeführerin, die Gemeinde sei sinngemäss ange-
wiesen worden, eine neue Bewilligung für die Pfahlfundation ohne Rechtsmittel-
möglichkeit für die Beschwerdeführerin zu erlassen (S. 6 lit. d.4), ist angesichts 
der gegen den diesbezüglichen GRB Nr. 409 vom 8. April 2019 erhobenen Be-
schwerde (vgl. vorstehend Ingress lit. G.1 ff.) obsolet geworden. 

2.5 Unbehelflich ist die Rüge, der Regierungsrat heisse die Beschwerde an 
verschiedenen Stellen gut, weise sie aber vollumfänglich ab (Beschwerde vom 
19.3.2019 S. 7 f. lit. e Ziff. 1 ff.). 

Die Beschwerdeführerin beantragte die gesamte Aufhebung der Baubewilligung 
und Abweisung bzw. Verweigerung des Baugesuchs. Diesem Antrag hat der 
Regierungsrat nicht stattgegeben. Die Bejahung der Beschwerdebefugnis der 
Beschwerdeführerin war Voraussetzung dafür, dass der Regierungsrat überhaupt 
- zu Recht (vgl. vorstehend Erw. 1.3.1 ff.) - materiell auf die Beschwerde ein-
gehen konnte. Diesem Umstand wie auch der Berechtigung der Rüge, dass die 
Einreichung eines Pfählungsplan mit Durchflussnachweis erst vor Baubeginn 
unzulässig sei, hat der Regierungsrat bei der Kostenverlegung und Regelung der 
Parteientschädigung Rechnung getragen. 

3.1.1  Nach Art. 25a RPG ist für ausreichende Koordination zu sorgen, falls die 
Errichtung oder die Änderung einer Baute oder Anlage Verfügungen mehrerer 
Behörden verlangt. Die für die Koordination verantwortliche Behörde sorgt für 
eine inhaltliche Abstimmung sowie möglichst für eine gemeinsame oder 
gleichzeitige Eröffnung der Verfügungen (Art. 25a Abs. 2 lit. d RPG). Die 
Verfügungen dürfen keine Widersprüche enthalten (Art. 25a Abs. 3 RPG). 
Gemäss Art. 33 Abs. 4 RPG sind für die Anfechtung von Verfügungen kantonaler 

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Behörden, auf die Art. 25a Abs. 1 RPG Anwendung findet, einheitliche 
Rechtsmittelinstanzen vorzusehen. 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss die Rechtsanwendung 
materiell koordiniert, d.h. inhaltlich abgestimmt werden, wenn für die Verwirk-
lichung eines Projekts verschiedene materiell-rechtlichen Vorschriften 
anzuwenden sind und zwischen diesen Vorschriften ein derart enger 
Sachzusammenhang besteht, dass sie nicht getrennt und unabhängig 
voneinander angewendet werden dürfen. Sodann ist zu gewährleisten, dass die 
verschiedenen koordinationspflichtigen Entscheide in einem einheitlichen 
Rechtsmittelverfahren angefochten werden können. Nebst der inhaltlichen 
Abstimmung verfolgt das Koordinationsgebot den Zweck, eine Staffelung der 
Verfahren und damit die Wiederholung von Einsprache- und 
Rechtsmittelverfahren zu inhaltlich gleichen oder gleichartigen Streitpunkten zu 
vermeiden. Der Instanzenzug soll nicht mehrmals durchlaufen werden müssen. 
Gleichzeitig ist erforderlich, dass die Parteirechte der Einsprache- und 
Rechtsmittelbefugten und sonstigen Verfahrensbeteiligten nicht beschränkt 
werden. Greift die Koordinationspflicht nach Art. 25a RPG, 
so gilt aufgrund des Koordinationsgebots insbesondere die Pflicht zur 
gemeinsamen bzw. zumindest gleichzeitigen Eröffnung mehrerer Verfügungen 
(vgl. Art. 25a Abs. 2 lit. d RPG) (vgl. Urteil BGer 1C_236/2013 vom 4.2.2014 Erw. 
3.1 ff. mit zahlreichen Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; BGE 138 II 23 
[Ufenau] nicht publ. Erw. 5.3). Die Regeln von Art. 25a Abs. 1 und 2 RPG zur 
Koordinationspflicht stellen lediglich bundesrechtliche Minimalanforderungen an 
die entsprechenden kantonalen Verfahren dar. Verlangt ist dabei nicht eine 
maximale, sondern bloss eine ausreichende Koordination (vgl. Urteil BGer 
1C_617/2017 vom 25.5.2018 [ZBl 2019] S. 39 ff. Erw. 2.2). Ein gestaffeltes Vor-
gehen der Behörden lässt Art. 25a RPG nach der Rechtsprechung nur zu, sofern 
dadurch die erforderliche materielle und soweit möglich formelle Koordination der 
Entscheide nicht vereitelt wird (BGE 126 II 26 Erw. 5d). Eine rein inhaltliche 
Abstimmung der erforderlichen Spezialbewilligungen mit der Baubewilligung 
genügt diesen Anforderungen grundsätzlich nicht. Erforderlich ist, dass die Spe-
zialbewilligungen auch erstinstanzlich erteilt sind, damit sie im Rechtsmittelver-
fahren zusammen mit der Baubewilligung beurteilt werden können (BGE 127 II 
273 Erw. 3d; vgl. das vorerwähnte Urteil BGer 1C_617/2017 vom 25.5.2018 
[ZBl 2019] S. 39 ff. Erw. 2.2). 

3.1.2  Kantonal wird die Verfahrenskoordination insbesondere in den §§ 77 Abs. 3, 
81 und 83 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 
1987 sowie in den §§ 2 f., § 38 und §§ 40 ff. der Vollzugsverordnung zum Pla-

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nungs- und Baugesetz (VvPBG; SRSZ 400.111) vom 2. Dezember 1997 
geregelt. 

Bedarf das Bauvorhaben auch der Bewilligung oder Zustimmung weiterer Instan-
zen des Bundes, Kantons oder Bezirks, leitet die Gemeinde das vollständige 
Baugesuch nach einer ersten Prüfung mit ihrem Bericht an die vom Regierungs-
rat bezeichnete kantonale Amtsstelle weiter. Diese sorgt für die beförderliche und 
koordinierte Zustellung und Behandlung des Baugesuches durch alle zuständi-
gen Instanzen des Bundes, des Kantons sowie des Bezirks und stellt die kanto-
nale Baubewilligung zusammen mit den weiteren Bewilligungen der Gemeinde 
zur Eröffnung an die Parteien zu (§ 77 Abs. 3 PBG). Über Baugesuch und all-
fällige öffentlich-rechtliche Einsprachen ist gleichzeitig Beschluss zu fassen. Die 
kommunale Baubewilligung und der Einspracheentscheid sind zusammen mit der 
kantonalen Baubewilligung allen Parteien gleichzeitig zuzustellen (§ 81 Abs. 2 
PBG). Das Amt für Raumentwicklung ist die kantonale Fachstelle für Raum-
planung im Sinne von Art. 31 RPG. Für die Abwicklung der Planungs- und Bau-
bewilligungsverfahren ist die ihm unterstellte Baugesuchszentrale zuständig 
(§ 3 Abs. 1 VvPBG).

3.1.3 Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 122 II 81 
Erw. 6.d/cc) ist die Verfahrenskoordination grundsätzlich bereits im erstinstanz-
lichen Verfahren durchzuführen; damit soll sichergestellt werden, dass primär die 
für das Vorhaben zuständigen Fachbehörden die sich stellenden Sach- und 
Rechtsfragen entscheiden und die für die Projektgenehmigung erforderliche um-
fassende Interessenabwägung vornehmen; bei Meinungsverschiedenheiten zwi-
schen verschiedenen zuständigen (kantonalen) Fachbehörden ist es Aufgabe der 
politischen Behörden, eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen. Eine Verla-
gerung des erstinstanzlichen Entscheids auf die Ebene der Justiz widerspräche 
deren Funktion, Verwaltungsentscheide nach rechtlichen Kriterien zu überprüfen; 
zudem fehlt den Gerichten regelmässig das notwendige Spezial-Fachwissen. 

3.1.4 Für die Beurteilung von Beschwerden sind mit dem Regierungsrat und dem 
Verwaltungsgericht einheitliche Rechtsmittelinstanzen vorgesehen. Dem Regie-
rungsrat kommt volle Kognition zu (vgl. § 46 VRP). Es können neue Tatsachen 
und Beweisanträge geltend gemacht werden (§ 48 VRP). Der Regierungsrat als 
Beschwerdeinstanz ist nicht an die Anträge der Parteien gebunden. Er kann die 
Verfügung oder den Entscheid zugunsten oder zuungunsten einer Partei ändern 
(§ 49 VRP). 

3.2 Die kantonale Gewässerschutzfachstelle erteilt die Bewilligungen für 
Bauten und Anlagen in den besonders gefährdeten Gewässerschutzbereichen 

12

(§ 29 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz 
[EGzGSchG; SRSZ 712.110] vom 19.4.2000). § 4 Abs. 1 Vollzugsverordnung zum 
Einführungsgesetz zum Gewässerschutzgesetz (VVzGSchG; SRSZ 712.111) 
vom 3. Juli 2001 bezeichnet das Amt für Umweltschutz als kantonale 
Gewässerschutzfachstelle, welche die Bewilligung für die Erstellung und die 
Änderung von Bauten und Anlagen sowie für Grabungen, Erdbewegungen und 
ähnliche Arbeiten in den besonders gefährdeten Bereichen (Art. 19 Abs. 2 
GSchG) erteilt 
(§ 4 Abs. 1 lit. c VVzGSchG; vgl. VGE 1014/02 vom 27.9.2002 Erw. 5.b/cc; VGE 
III 2011 197 vom 25.9.2012 Erw. 3.4; VGE III 2017 1 vom 24.7.2017 Erw. 4.3.3). 

3.3.1 Die Bauherrschaft hat mit dem Baugesuch auf dem Formular Z04 korrekt 
deklariert, dass eine Pfählung vorgesehen ist, und dies auch im Baubeschrieb 
festgehalten. 

Das AFU (und mit ihm das ARE) ist mit seinem Fachbericht vom 13. Januar 2015 
(RR-act. III/01/3) unzutreffenderweise davon ausgegangen, dass die für die Be-
willigung der Pfahlfundation erforderlichen Unterlagen erst vor der Baufreigabe 
eingereicht werden müssen. Der Gemeinderat hat eine entsprechende Auflage in 
die Baubewilligung vom 6. Juni 2017 aufgenommen (Erw. 4.d). Die Beschwerde-
führerin hat dies mit ihrer Verwaltungsbeschwerde vom 6. Juli 2017 zu Recht als 
(bundes-)rechtswidrig gerügt (S. 12 ff. lit. C). 

3.3.2 Der Regierungsrat als verwaltungsinterne Beschwerdeinstanz hat hierauf 
bei erwähnter voller Kognition getreu dem Untersuchungsgrundsatz (§ 18 VRP) 
und der Mitwirkung der Parteien (§ 19 VRP), namentlich der Bauherrschaft, 
sowie unter Wahrung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin (Art. 29 
Abs. 2 BV; § 21 VRP) die erforderlichen Abklärungen betreffend die gewässer-
schutzrechtliche Ausnahmebewilligung in die Wege geleitet und das erforderliche 
Bewilligungsverfahren im Verwaltungsbeschwerdeverfahren nachgeholt (vgl. In-
gress des angefochtenen RRB lit. D und E). In diesem Rahmen wurde die Be-
willigung richtigerweise vom AFU erteilt. 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin liegt die diesbezügliche Zu-
ständigkeit nicht beim ARE (Beschwerde vom 19.3.2019 S. 5 lit. c.2), sondern 
beim AFU. Das ARE (Baugesuchszentrale) fasst die Stellungnahmen der kanto-
nalen Ämter im Gesamtentscheid nur zusammen, ohne materiell Einfluss auf den 
Inhalt der jeweiligen Stellungnahmen zu nehmen (vgl. Vernehmlassung des ARE 
vom 25.3.2019 S. 2; Vernehmlassung des Sicherheitsdepartements vom 3.4.2019 
S. 2 Ziff. 2). Die Verfügung des AFU vom 21. Dezember 2018 ist auch rechts-
gültig unterzeichnet; gemäss den nicht zu bezweifelnden Angaben des Sicher-

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heitsdepartements (Vernehmlassung vom 3.4.2019 S. 2 Ziff. 3) ist die Unter-
schrift dem stellvertretenden Amtsvorsteher zuzuordnen. Von Nichtigkeit der 
Verfügung des AFU vom 21. Dezember 2018 (Beschwerde vom 19.3.2019 
S. 6 Ziff. 5) kann mithin keine Rede sein. Indes wäre es wünschenswert, wenn 
"i.V."-Unterschriften, die nicht der in Druckschrift bezeichneten Person ent-
sprechen, lesbar wären. 

3.3.3 Es ist mithin nicht ersichtlich, dass bzw. inwieweit durch dieses Vorgehen 
das Koordinationsgebot verletzt worden sein könnte. Sinn und Zweck des Koor-
dinationsgebotes (inhaltliche Abstimmung der erforderlichen Verfügungen unter 
Einschluss der im Verwaltungsbeschwerdeverfahren nachgeholten gewässer-
schutzrechtlichen Bewilligung; Vermeidung von Widersprüchen) blieben jederzeit 
gewahrt. 

Die Aufhebung der Baubewilligung und/oder Rückweisung der Sache an die Vor-
instanz (Gemeinderat) zwecks Neubeurteilung (oder sogar Neupublikation nach 
vorgängigem Bauabschlag) einzig aufgrund des zu erbringenden Durchfluss-
nachweises samt Pfählungsplan hätte sich als verfahrensökonomischer Leerlauf 
erwiesen. Gegen eine erneute Baubewilligung, welche einzig um die gewässer-
schutzrechtliche Bewilligung zu ergänzen wäre, wäre wiederum vorerst der Be-
schwerdeweg an den Regierungsrat offen gestanden, was dem Zweck des Koor-
dinationsgebotes, welches auch die Wiederholung von Einsprache- und Rechts-
mitteln zu inhaltlich gleichartigen Streitpunkten vermeiden will, zuwiderlaufen 
würde. Aus diesem Grunde hat der Gemeinderat auch zu Recht der Anweisung 
des Regierungsrates Folge geleistet und die gewässerschutzrechtliche Ausnah-
mebewilligung unverzüglich eröffnet. Gerade damit konnte die gebotene Koordi-
nation gewährleistet werden. Hieran ändert die Tatsache nichts, dass der Regie-
rungsrat die gegen den GRB Nr. 409 vom 8. April 2019 erhobene Beschwerde 
als Sprungbeschwerde weitergeleitet hat, nachdem er die entsprechende Verfü-
gung im Beschwerdeverfahren veranlasst hat. Dass bzw. inwiefern das Vorgehen 
des Regierungsrates willkürlich sein sollte, ist nicht ersichtlich.

3.3.4 Im Weiteren ist daran zu erinnern, dass dem Regierungsrat die Oberauf-
sicht über den Schutz der Gewässer zukommt, und das von ihm bezeichnete 
Departement, d.h. das Umweltdepartement, für ihn die Aufsicht über den Schutz 
der Gewässer und die Tätigkeit der damit beauftragten Behörden, Amtsstellen 
und Privaten wahrnimmt (vgl. § 3 Abs. 1 Satz 1 und § 4 Abs. 1 EGzGSchG; § 3 
VVzGSchG). Kraft dieser Aufsichtsfunktion wäre er mithin auch befugt, den 
Erlass einer gewässerschutzrechtlichen Ausnahmebewilligung durch das AFU 
unbesehen einer Beschwerde zu veranlassen. 

14

Ebenso übt der Regierungsrat die Aufsicht über die Gemeinden aus (§ 84 ff. des 
Gesetzes über die Organisation der Gemeinden und Bezirke [Gemeindeorgani-
sationsgesetz, GOG; SRSZ 152.100] vom 25.10.2017). Es stand ihm mithin zu, 
die Gemeinde zur Eröffnung der Bewilligung für die Pfahlfundation anzuweisen. 
Die Beschwerdegegnerin weist vernehmlassend (S. 8 lit. B.1) darauf hin, dass 
gegen diese Weisung, sofern sie aufsichtsrechtlicher Natur ist, die Beschwerde 
unzulässig wäre, weil dem Verwaltungsgericht keine Aufsichtsfunktion gegenüber 
dem Regierungsrat zusteht. 

3.4 Aufgrund der erforderlichen gewässerschutzrechtlichen Bewilligung, welche 
einzig den Nachweis der Durchflusskapazität (samt Pfählungsplan) voraussetzt, 
war auch keine Neupublikation des gesamten Baugesuchs oder eines Gesuchs 
für die Pfählung erforderlich. Aus der Pflicht, (im ordentlichen Verfahren) Bauge-
suche öffentlich aufzulegen (§ 78 Abs. 1 PBG), lässt sich nicht ableiten, dass für 
jede einzelne erforderliche (Teil-)Bewilligung ein gesondertes Baugesuch ein-
gereicht werden muss. In den Baugesuchsunterlagen haben sich sämtliche 
zur Bewilligungserteilung bzw. -überprüfung notwendigen Pläne und Unterlagen 
zu befinden (vgl. § 77 Abs. 1 PBG; Art. 84 Abs. 1 des kommunalen Bauregle-
ments [BauR] vom 22.8.2002). Die Erforderlichkeit einer Pfählung war vorliegend 
mit dem Baugesuch, wie erwähnt, transparent gemacht worden. Die Rüge der 
Beschwerdeführerin, in diesem Zusammenhang sei ihr rechtliches Gehör ver-
letzt worden (Beschwerde vom 1.5.2019 S. 2 Ziff. 5), ist unbegründet. Es ist 
auch nicht ersichtlich, dass die Pfählung einen weiteren Personenkreis oder 
weitere Objekte tangieren könnte (Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 
29.7.2019), als das Baugesuch, das ordentlich publiziert und öffentlich aufgelegt 
wurde und mit welchem, was noch einmal zu wiederholen ist, auch die erforder-
liche Pfahlfundation deklariert wurde. 

Der Regierungsrat hat die Beschwerdeführerin über die einzelnen Schritte im 
Verwaltungsbeschwerdeverfahren regelmässig orientiert (vgl. RR-act. VI), insbe-
sondere auch über die jeweils eingeholten/eingereichten Unterlagen betreffend 
den Nachweis der Durchflusskapazität (samt Pfählungsplan) und ihr hierbei auch 
das rechtliche Gehör gewährt (namentlich RR-act. VI/10, 16 [rechtliches Gehör], 
17, 18, 20, 22, 23, 24 [Zustellung von Originalakten], 25, 27, 29, 30, 31 [recht-
liches Gehör]). 

3.5 Vorliegend artikuliert die Beschwerdeführerin in ihren Rechtsschriften, so-
weit ersichtlich, im Übrigen keine materiellen Einwände gegen die Rechtmässig-
keit der vom AFU mit Verfügung vom 21. Dezember 2018 bewilligten Pfahlfunda-
tion und Beurteilung der Durchflusskapazität des Bauuntergrundes sowie der 
diesbezüglichen Überprüfung durch den Regierungsrat (angefochtener Entscheid 

15

Erw. 4.1 ff.). Es kann daher vollumfänglich auf diese zu bestätigenden Erwägun-
gen verwiesen werden. Anzufügen ist, dass sich die Beschwerdeführerin bereits 
im Rahmen des rechtlichen Gehörs zur Verfügung des AFU vom 21. Dezember 
2018 samt dazugehörigen Unterlagen mit ihrer Stellungnahme vom 11. Februar 
2019 im Verwaltungsbeschwerdeverfahren (RR-act. I/05) materiell nicht zur 
Verfügung des AFU vom 21. Dezember 2018, sondern nur (kurz) zu den - nicht 
Gegenstand der konkreten Gehörsgewährung bildenden - Problemkreisen des 
Ortsbildschutzes/ISOS und der geltend gemachten Notwendigkeit eines ENHK/ 
EKD-Gutachtens geäussert hat. 

Die Rüge der Beschwerdeführerin, es liege keine rechtskonforme Ausnahme-
bewilligung in Bezug auf die Pfählung vor, entbehrt mithin einer Grundlage.

4. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, es müsse ein Gutachten der 
ENHK/EKD eingeholt werden. 

4.1.1 Nach Art. 78 Abs. 1 BV sind für den Natur- und Heimatschutz die Kantone 
zuständig. Dieser ausdrückliche Vorbehalt zugunsten der kantonalen Zuständig-
keit ist vor allem für den Bereich des Landschafts-, Ortsbild- und Denkmalschut-
zes bedeutsam, da für das Gebiet des Naturschutzes in Art. 78 Abs. 4 BV eine 
weitgehende Gesetzgebungskompetenz des Bundes besteht (Marti, St. Galler 
Kommentar zu Art. 78 BV Rz. 5). Ebenso sind die Kantone für den Vollzug der 
Vorschriften über den Umweltschutz zuständig, soweit das Gesetz ihn nicht dem 
Bund vorbehält (Art. 74 Abs. 3 BV). 

Gemäss Art. 78 Abs. 2 BV nimmt der Bund bei der Erfüllung seiner Aufgaben 
Rücksicht auf die Anliegen des Natur- und Heimatschutzes. Er schont Land-
schaften, Ortsbilder, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler; er 
erhält sie ungeschmälert, wenn das öffentliche Interesse es gebietet. Mit dieser 
Bestimmung werden auch kantonale Behörden verpflichtet, soweit sie Bundes-
aufgaben erfüllen. Erfasst werden grundsätzlich alle raumbezogenen Rechtan-
wendungsverfahren, die wesentlich durch das Bundesrecht determiniert werden, 
insbesondere auch Ausnahmebewilligungsverfahren nach Art. 24 ff. RPG, nicht 
aber Nutzungsplanverfahren und Baubewilligungen innerhalb der Bauzonen, so-
fern nicht Bundesaufgaben betroffen sind. 

4.1.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimat-
schutz (NHG; SR 451) vom 1. Juli 1966 sorgen der Bund, seine Anstalten und 
Betriebe sowie die Kantone bei der Erfüllung der Bundesaufgaben dafür, dass 
das heimatliche Landschafts- und Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- 
und Kulturdenkmäler geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ih-
nen überwiegt, ungeschmälert erhalten bleiben. 

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Art. 2 NHG definiert in nicht abschliessender Weise (BGE 139 II 271 Erw. 9.1), 
was unter "Erfüllung von Bundesaufgaben" zu verstehen ist. Bundesaufgaben in-
nerhalb des Baugebietes bilden namentlich die Bewilligung von Mobilfunkan-
lagen und die Zweitwohnungsregelung nach Art. 75 b BV (Marti, a.a.O., Art. 78 
BV Rz. 9, mit Hinweis auf BGE 131 II 545 Erw. 2.2 und BGE 139 II 271 Erw. 9). 
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann eine Bundesaufgabe mithin 
auch dann vorliegen, wenn eine kantonale Behörde verfügt hat (erwähnter 
BGE 139 II 271 mit Aufzählung von Bundesaufgaben wie Rodungsbewilligung, 
Biotopschutz gemäss Art. 18 ff. NHG, die Bewilligung von technischen Eingriffen 
in ein Gewässer nach Art. 8 ff. des Bundesgesetzes [BGF; SR 923.0] vom 
21.6.1991 über die Fischerei bzw. die Erteilung von fischereirechtlichen Bewilli-
gungen, Gewässerschutz und Sicherung angemessener Restwassermengen, 
Schutz von Mooren und Moorlandschaften von besonderer Schönheit und natio-
naler Bedeutung sowie von wildlebenden Säugetieren und Vögeln). Mit BGE 142 
II 509 hat das Bundesgericht auch Neueinzonungen, die sich auf Art. 15 RPG 
(in der Fassung vom 15.6.2012, in Kraft seit 1.5.2014) stützen, als Bundesauf-
gabe im Sinne von Art. 78 Abs. 2 BV qualifiziert (zum Ganzen vgl. Urteil BGer 
1C_700/2013 vom 11.3.2014 ["Interlaken"] Erw. 2.2). Aus der Verzeichnung im 
ISOS kann die Erfüllung einer Bundesaufgabe hingegen nicht abgeleitet werden 
(vgl. Urteil BGer 1C_700/2013 vom 11.3.2014 ["Interlaken"] Erw. 2.4). 

4.1.3 Ist für die Erfüllung einer Bundesaufgabe der Bund zuständig, so beurteilt 
je nach Zuständigkeit das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Bundesamt für 
Kultur oder das Bundesamt für Strassen, ob ein Gutachten durch eine Kommis-
sion nach Art. 25 Abs. 1 erforderlich ist. Ist der Kanton zuständig, so obliegt diese 
Beurteilung der kantonalen Fachstelle nach Art. 25 Abs. 2 NHG (Art. 7 Abs. 1 
NHG). Kann bei der Erfüllung der Bundesaufgabe ein Objekt, das in einem 
Inventar des Bundes nach Art. 5 NHG aufgeführt ist, erheblich beeinträchtigt 
werden oder stellen sich in diesem Zusammenhang grundsätzliche Fragen, so 
verfasst die Kommission zuhanden der Entscheidbehörde ein Gutachten. Die 
Kommission gibt darin an, ob das Objekt ungeschmälert zu erhalten oder wie es 
zu schonen ist (Art. 7 Abs. 2 NHG).

4.1.4 Für den Kanton Schwyz sind die massgebenden Vorschriften einerseits im 
kantonalen Natur- und Heimatschutzgesetz und andererseits auch im Planungs- 
und Baurecht zu finden (vgl. § 56 PBG "Schutz des Landschafts- und Ortsbildes" 
mit Vorbehalt der besonderen Vorschriften über den Natur- und Heimatschutz in 
Abs. 2). Der Schutz des Gesetzes über den Natur- und Heimatschutz und die 
Erhaltung von Altertümern und Kunstdenkmälern (KNHG; SRSZ 720.110) vom 
29. November 1927 bezieht sich u.a. auf Ortsbilder (§ 1 Abs. 2 lit. b KNHG). 

17

Gemäss § 2 Abs. 1 KNHG ist es untersagt, die in § 1 KNHG genannten Schut-
zobjekte ohne Bewilligung der zuständigen Behörde zu beseitigen, zu verunstal-
ten, in ihrer Wirkung zu beeinträchtigen oder sie der Allgemeinheit zu entziehen. 
Demgemäss sind insbesondere die Errichtung oder Veränderung von Hoch- und 
Tiefbauten dann zu untersagen, wenn dadurch die Schutzobjekte in ihrem Be-
stande bedroht, verunstaltet, in ihrer Erscheinung beeinträchtigt, oder der Allge-
meinheit entzogen würden (vgl. § 2 Abs. 2 KNHG). Der Gemeinderat sorgt für 
den Schutz der in § 1 KNHG genannten Gegenstände und trifft die nach § 2 
KNHG erforderlichen Verfügungen (§ 3 Abs. 1 KNHG). Unterlässt ein Gemeinde-
rat die erforderlichen Massnahmen, so schreitet der Regierungsrat von sich aus 
ein (§ 3 Abs. 2 KNHG). Auch bei der Erfüllung von kantonalen und kommunalen 
Aufgaben sind die Bundesinventare wie das ISOS von Bedeutung und zu 
berücksichtigen (BGE 135 II 209 Erw. 2.1; EGV-SZ 2014 B 8.7 Erw. 6.3; vgl. 
Art. 6 Abs. 1 NHG; Leimbacher, Kommentar NHG, Zürich 1997, Art. 6 N 27 ff.). 

4.1.5 Angesichts der dargelegten Rechtslage gilt die Erteilung einer 
Baubewilligung innerhalb der Bauzone grundsätzlich nicht als Bundesaufgabe. 
Allein die allfällige Pflicht zur Beachtung eines Bundesinventares auch bei der 
Erfüllung von kantonalen Aufgaben begründet keine Erfüllung einer 
Bundesaufgabe. Des Weiteren gilt es zu differenzieren zwischen einem 
bundesrechtlich geregelten Sachverhalt einerseits und der Vollzugszuständigkeit 
anderseits. 

Soweit für die Pfahlfundation eine gewässerschutzrechtliche 
Ausnahmebewilligung erteilt werden muss, was als eine Bundesaufgabe im 
Sinne von Art. 2 NHG zu qualifizieren ist, ist deswegen nicht zwingend eine 
Begutachtung durch die ENHK/EDK zu veranlassen. Das 
Sicherheitsdepartement weist vernehmlassend am 3. April 2019 zutreffend 
darauf hin (S. 2 Ziff. 6), dass die kantonale Fachstelle für Denkmalschutz gemäss 
Art. 7 Abs. 1 zweiter Satz NHG diesfalls zu beurteilen hat, ob ein solches 
Gutachten erforderlich ist, wenn der Kanton für die Erfüllung der Bundesaufgabe 
zuständig ist. 

Ebenso führt das Sicherheitsdepartement gleichenorts zu Recht aus, dass eine 
obligatorische Begutachtung durch die ENHK/EDK voraussetzt, dass ein in 
einem Bundesinventar aufgeführtes Objekt "erheblich beeinträchtigt" wird oder 
dass "sich in diesem Zusammenhang grundsätzliche Fragen" stellen (Art. 7 
Abs. 2 Satz 1 NHG). Weder das eine noch das andere trifft vorliegend zu. Ab-
gesehen davon wurde im konkreten Fall auf Anraten des kantonalen 
Denkmalpflegers als externer Gutachter Prof. Dipl. Architekt ETH/SIA 
K.________ beigezogen, der gemäss der Einschätzung des Denkmalpflegers 

18

hierfür infolge seiner Mitarbeit am kommunalen Kernzonenplan prädestiniert war. 
Mit dem in der Folge überarbeiteten Projekt wurden Kritikpunkte des 
Denkmalpflegers betreffend Ortsbildschutz und Einbettung aufgenommen (vgl. 
Fachbericht des kantonalen Denkmalpflegers vom 24.11.2016 [RR-act. III/01/B3]; 
angefochtener Beschluss Erw. 3.2 f.). 

4.1.6  Von der beantragten Expertise durch die ENHK/EKD konnte und kann vor-
liegend somit ohne Verletzung des Rechts - so auch ohne Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes und des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin 
- abgesehen werden. Die Rüge, es hätte (zwingend) ein Gutachten der EN-
HK/EKD erstellt werden müssen, ist unbegründet.

4.2 Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die ISOS-Vorgaben und das Ortsbild-
inventar seien nicht berücksichtigt worden.

4.2.1  Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss (Erw. 2.1 ff.) die recht-
lichen Grundlagen betreffend die Eingliederung von Bauten ins Landschafts-, 
Orts-, Quartier- und Strassenbild dargelegt (§ 56 Abs. 1 PBG; Art. 13 Abs. 1 
BauR) und auf den Vorbehalt gemäss § 56 Abs. 2 PBG zugunsten der besonde-
ren Vorschriften über den Natur- und Heimatschutz (d.h. das KNHG) hingewie-
sen (vgl. vorstehend Erw. 4.1.4). Namentlich hat er festgehalten, dass die Ge-
meinde über § 56 PBG hinausgehende Anforderungen normiert hat. So bestimmt 
Art. 13 Abs. 2 BauR, dass der Gemeinderat zur Verhinderung einer störenden 
Baugestaltung im Baubewilligungsverfahren Bedingungen und Auflagen verfügen 
oder Projektänderungen verlangen kann, wobei das Ortsbildinventar bei der Be-
urteilung als Richtlinie dient. Gemäss Art. 13 Abs. 3 BauR sind innerhalb des 
Ortsbildschutz-Perimeters im Baubewilligungsverfahren die Aussagen des ISOS 
(Bd. Kanton Schwyz, EDI 1990) sowie diejenigen des Ortsbildinventars als weg-
leitende Projektierungs- und Entscheidungsgrundlagen zu berücksichtigen. Für 
die Kernzone im Besonderen postuliert Art. 44 Abs. 3 BauR, dass Neubauten, 
Renovationen und andere bauliche Massnahmen sowie die Umgebungsgestal-
tung erhöhten gestalterischen Anforderungen zu genügen haben und bezüglich 
Dimensionen, Fassadengestaltung, Form und Materialien gut ins Orts- und 
Strassenbild einzufügen sind. Bei der Bearbeitung, Beurteilung und Bewilligung 
von Bauprojekten sind gemäss Art. 44 Abs. 4 BauR die Aussagen des ISOS 
sowie diejenigen des Ortsbildinventars als wegleitende Projektierungs- und 
Entscheidungsgrundlagen zu berücksichtigen. 

Des Weiteren hat der Regierungsrat erwogen, die gemäss ISOS schützenswer-
ten Ortsbilder von nationaler Bedeutung seien im Richtplan des Kantons Schwyz 
(vom Regierungsrat mit RRB Nr. 209 vom 8.3.2016 verabschiedet, vom Kantons-

19

rat am 13.4.2016 zur Kenntnis genommen, vom Bundesrat am 24.5.2017 ge-
nehmigt) als Hinweise aufgeführt. Die Gemeinde habe den Schutzperimeter des 
ISOS im geltenden kommunalen Nutzungsplan vom 22. August 2002 aufge-
nommen. Damit sei die direkte Berücksichtigung des ISOS bei der Beurteilung 
von Bauvorhaben kantonal durch den Richtplan sowie die Bestimmungen des 
KNHG und kommunal durch Art. 44 Abs. 4 BauR klar vorgegeben (Erw. 2.4). 

Die Richtigkeit dieser rechtlichen Ausführungen des Regierungsrates wird von 
der Beschwerdeführerin, soweit ersichtlich, nicht in Frage gestellt. 

4.2.2 Mit Bezug auf das konkrete Bauvorhaben hat der Regierungsrat weiter 
unter anderem dargelegt, dass das Baugrundstück im ISOS-Gebiet Nr. 2 (Altes 
Wohn- und Gewerbequartier nördlich des Dorfbaches) liege, für welches das 
Erhaltungsziel B (Erhalten der Struktur; Erhalten der Anordnung, Gesamtform 
und Gesamtmerkmale von Bauten und Freiräumen; Integrales Erhalten der für 
die Strukturmerkmale wesentlichen Einzelelemente) gelte (Erw. 2.3). Dieses Er-
haltungsziel schreibe eine obligatorische Begleitung im Baubewilligungsverfahren 
durch die Denkmalpflege, offizielle Fachinstanzen oder andere Fachleute vor. 
Da dem ISOS auch im kommunalen Aufgabenbereich Behördenverbindlichkeit 
zukomme, sei die Baubewilligungsbehörde verpflichtet, die kantonale Denk-
malpflege oder andere denkmalpflegerische Fachleute im kommunalen Bau-
bewilligungsverfahren bei der Beurteilung des Baugesuches beizuziehen, wenn 
das ISOS dies ausdrücklich vorschreibe (Erw. 3.1 mit Hinweis auf VGE III 2014 
116+129 vom 25.11.2014 Erw. 6.7). Die kantonale Denkmalpflege habe im 
kommunalen Baubewilligungsverfahren bereits im Jahr 2015 direkt mitgewirkt mit 
verschiedenen Stellungnahmen. Auf ihre Empfehlung hin sei Prof. Dipl. Architekt 
ETH/SIA K.________ als Gutachter bestimmt worden (vgl. vorstehend 
Erw. 4.1.5). An insgesamt vier Workshop-Sitzungen habe der Gutachter mit den 
Projektentwicklern und dem Denkmalpfleger das Bauvorhaben besprochen, 
kritisch hinterfragt und sukzessive weiterentwickelt. Als wesentliche Änderung 
gegenüber der Ersteingabe sei das ursprünglich geplante Flachdach durch ein 
Schrägdach mit voll ausgebautem Dachgeschoss ersetzt worden. Zudem seien 
das Dach und die Ostfassade in Richtung F.________ verlängert worden 
(Erw. 3.3). Der Gemeinderat habe die Vorgaben des ISOS und des Ortsbild-
inventars im Baubewilligungsbeschluss berücksichtigt und sich in genügender 
Weise damit auseinandergesetzt (Erw. 3.4; GRB Nr. 857 vom 6.6.2017 Erw. 1.1). 
Die Dimensionierung des Bauvorhabens in der Kernzone werde in erster Linie 
durch die Vorgaben des Ortsbildschutzes begrenzt. Das Gebäude sei mit einer 
Firsthöhe von 15.8 m etwas höher als das bestehende Wohn- und Geschäfts-
haus mit einer Höhe von rund 11.4 m. Das Bauprojekt folge mit seiner Volumetrie 

20

der bestehenden Krönung und nehme zusammen mit der geplanten Überbauung 
"I.________" das leichte "Auf und Ab" der Dorfsilhouette auf. Der Umstand, dass 
Dacheinschnitte gemäss Ziff. 5.1.3 des Ortsbildinventars im Ortskern nicht er-
wünscht seien, bedeute nicht von vornherein, dass das Bauprojekt mit dem Ein-
ordnungsgebot nicht mehr vereinbar wäre (Erw. 3.5). 

4.2.3 Es kann nicht gesagt werden, dieser regierungsrätlichen Beurteilung hafte 
etwas Rechtsfehlerhaftes an. Das vorliegend strittige Gebäude erweist sich als 
Ergebnis eines längeren Planungsprozesses unter enger Begleitung der Denk-
malpflege als Fachinstanz sowie unter Beizug eines externen Sachverständigen. 
Den Vorgaben des ISOS und des Ortsbildinventars wie selbstredend auch den 
massgebenden kantonalen und kommunalen gesetzlichen Bestimmungen zur 
Einordnung wurde rechtsgenüglich Beachtung geschenkt. Der Übersichtsplan 
(Plan-Nr. 120 Übersichtsplan mit Neubauprojekten Südfassade 1:100, vom 
10.2.2017 rev.) illustriert, dass sich der geplante Neubau gut ins Gefüge der 
(ebenfalls geplanten wie bestehenden) Gebäude nördlich entlang der 
F.________ einordnet. Dieser Übersichtsplan verdeutlicht auch das für die Be-
schwerdeführerin nicht feststellbare "Auf und Ab" (Beschwerde vom 19.3.2019 
S. 12 lit.  e) der Silhouette. Die im Vergleich mit dem abzubrechenden Gebäude 
als nicht unerheblich zu beurteilende Erhöhung der geplanten Baute (vgl. Be-
schwerde S. 12 lit. d) fällt daher nicht ins Gewicht, zumal wenn berücksichtigt 
wird, dass östlich mit F.________ 6 ein Flachdachgebäude von vergleichbarer 
Höhe folgt und sich vis à vis, d.h. südlich der F.________, ebenfalls in der Kern-
zone, drei höhere Turmbauten befinden. 

4.2.4 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, kann die Rechtmässigkeit der regie-
rungsrätlichen Beurteilung nicht in Frage stellen. Das ISOS verbietet keinen 
Höherbau (Beschwerde vom 19.3.2019 S. 11 lit. g.2). Ein eigenständiges "ISOS" 
stellen die vorinstanzlichen Beurteilungen nicht dar (Beschwerde S. 11 lit. g.3). 
Das ISOS wie auch das Ortsbildinventar wurde wie gesagt hinreichend und ins-
besondere rechtsgenüglich berücksichtigt; welche weitergehende Auseinander-
setzung mit dem ISOS und dem Ortsbildinventar erforderlich wäre, wird von der 
Beschwerdeführerin nicht, jedenfalls nicht substantiiert, dargelegt (Beschwerde 
S. 11 lit. g.3.a). Auch wenn das ISOS einen Bezug zu den Bauten links des Ufers 
nicht konkret vorsieht (Beschwerde S. 11 lit. 3.b), wird auch diese Optik bei der 
Beurteilung nicht nur durch die gleiche Situierung des fraglichen Bereichs in der 
Kernzone, sondern auch durch das Ortsbildinventar und die vorerwähnten ge-
setzlichen Vorgaben zur Einordnung geboten. Eine Fokussierung der Beurteilung 
der Einordnung nur unter Bezugnahme auf die eine Uferseite des Leewassers 
und der F.________strasse ist unhaltbar. Die abweichende Beurteilung der Ein-

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ordnung seitens der Beschwerdeführerin gründet letztlich in der Tatsache, dass 
ästhetische Belange von subjektiven Auffassungen und persönlichem Empfinden 
geprägt sind.

4.3.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet des Weiteren, es fehle eine Ein-
fahrtsbewilligung in die Kantonsstrasse. Vorliegend führen die Autos zuerst in die 
Gemeindestrasse "F.________strasse", anschliessend über einen verengten Be-
reich in die Kantonsstrasse "L.________strasse" und könnten dort den Bus, Tou-
risten und weitere Fussgänger gefährden. Mit anderen Worten: vom Bauvorha-
ben sei auch die L.________strasse betroffen. Ebenso sei nicht ausgeschlossen, 
dass der massive Mehrverkehr bei der Rückfahrt zu den vorgesehenen Bauten 
den Verkehrsfluss auf der L.________strasse negativ tangiere. Diese Problema-
tik sei nicht erörtert worden, womit das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin 
verletzt worden sei. Das Tiefbauamt sei zu Unrecht ausgelassen worden; es feh-
le die kantonale Bewilligung gemäss § 47 Abs. 2 des Strassengesetzes (StraG; 
SRSZ 442.110) vom 15. September 1999 (Beschwerde vom 19.3.2019 S. 12 f. 
Ziff. 1 bis 4). 

4.3.2  Das Erstellen neuer und der Aus- oder Umbau bestehender Zufahrten und 
privater Zugänge zu Strassen bedürfen einer Bewilligung des Strassenträgers 
(§ 47 Abs. 1 StraG). Eine Bewilligung ist auch erforderlich, wenn über eine be-
stehende Zufahrt ein wesentlich grösserer oder andersartiger Verkehr in eine 
Strasse geleitet werden soll (§ 47 Abs. 2 StraG). Die Bewilligung wird verweigert, 
wenn der Gemeingebrauch erheblich behindert, die Umweltschutzvorschriften 
nicht eingehalten oder die Verkehrssicherheit gefährdet würden (§ 48 Abs. 1 
StraG). 

Gemäss § 25 Abs. 1 der Strassenverordnung (StraV; SRSZ 442.111) vom 
18. Januar 2000 sind Zufahrten und Zugänge nach § 47 StraG bewilligungspflich-
tig, wenn sie neu erstellt werden (lit. a) oder wenn Planungsmassnahmen oder 
Bauprojekte für bestehende Einfahrten und Zugänge eine zusätzliche oder an-
dersartige Belastung erwarten lassen (lit. b). Eine rechtsgültig erteilte Einfahrts-
bewilligung ist zu überprüfen, wenn die erwartete Belastung nach § 25 Abs. 1 
lit. b erheblich ist (§ 25 Abs. 2 StraV).

Träger der Hauptstrassen ist der Kanton (§ 5 Abs. 2 StraG). Träger von Verbin-
dungsstrassen ist in der Regel der Bezirk oder die Gemeinde (§ 6 Abs. 2 StraG). 

4.3.3 Vorab ist festzuhalten, dass es sich bei der L.________strasse im fragli-
chen Bereich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin wie bei der 
F.________strasse um eine Gemeindestrasse und nicht um eine Kantonsstrasse 
handelt. Strassenträger beider Strassen ist also die Gemeinde. 

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Der Gemeinderat hat in der Baubewilligung vom 6. Juni 2017 die Frage der "Er-
schliessung/Einfahrtsbewilligung" geprüft und festgehalten (S. 6 Erw. 3 und 
S. 10 f. Ziff. 19.4 [im Rahmen der Prüfung der Beschwerdelegitimation]), die 
F.________strasse sei keine für den allgemeinen Verkehr geöffnete Durch-
gangsstrasse, sondern beidseitig mit einem Fahrverbot belegt. Gestattet sei nur 
der Zubringerdienst. Das Verkehrsaufkommen halte sich in Grenzen, zumal sich 
bisher im Perimeter keine grösseren Bauten befänden. Der Mehrverkehr aus 
dem Neubauprojekt mit neuen Parkplätzen sei gering, zumal die 
F.________strasse sowohl in die L.________strasse als auch in die 
J.________strasse einmünde. Zu berücksichtigen sei auch, dass schon heute 
ein Wohn- und Geschäftshaus auf KTN 001.________ stehe, die Parkplätze ent-
lang des Leewassers auf KTN 006.________ bereits vorhanden seien und nur 
sechs Parkplätze neu seien; es könne daher nicht von einer wahrnehmbaren 
Verkehrszunahme ausgegangen werden. Die hinreichende Erschliessung könne 
bejaht werden. Sollten sich wider Erwarten Probleme ergeben, bleibe die 
nachträgliche Verfügung von Verkehrsbeschränkungen vorbehalten, insbesonde-
re die Anbringung eines Einbahnregimes. Entsprechend erteilte der Gemeinderat 
die Einfahrtsbewilligung unter Auflagen (betreffend den Bauverkehr und den Win-
terdienst). 

4.3.4 Es ist dem Regierungsrat beizupflichten (angefochtener Beschluss 
Erw. 8.3), dass die Einfahrtsbewilligung nicht Eingang ins Dispositiv der Baube-
willigung gefunden hat, der Gemeinderat sich mit der Frage indes einlässlich 
auseinandergesetzt hat. Mit dem Regierungsrat (angefochtener Beschluss 
Erw. 8.4) ist an der Richtigkeit der gemeinderätlichen Ausführungen nicht zu 
zweifeln. Von einem massiven Mehrverkehr kann bei neun Parkplätzen (fünf von 
vierzehn erforderlichen Parkplätzen werden abgegolten) bzw. einem Mehr von 
nur sechs Parkplätzen gegenüber dem Ist-Zustand nicht gesprochen werden, 
zumal in/von zwei Richtungen weg-/zugefahren werden kann. Damit ist gleich-
zeitig auch gesagt, dass die L.________strasse durch dieses geringe Verkehrs-
aufkommen nicht relevant mehrbelastet wird, womit auch eine (zusätzliche) Be-
einträchtigung der Verkehrssicherheit ausgeschlossen werden kann. 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist auch nicht das Tiefbauamt, 
sondern der Gemeinderat für die Erteilung der Einfahrtsbewilligung zuständig, da 
es sich bei den betroffenen Strassen um Gemeindestrassen handelt. Angesichts 
der Ausführlichkeit der vorinstanzlichen Begründungen kann auch die Rüge der 
Verletzung des rechtlichen Gehörs (geltend gemachte fehlende/mangelnde Be-
gründung) nicht verfangen. Den Antrag auf Erstellung eines Verkehrsgutachtens 
stellt die Beschwerdeführerin, soweit ersichtlich, nicht mehr. Abgesehen davon 

23

wurde die Notwendigkeit eines solchen vom Regierungsrat ohne Weiteres zu 
Recht verneint. 

4.3.5 Nachdem im Lichte der Erschliessung (§ 53 PBG; Art. 22 Abs. 1 und Abs. 2 
lit. b RPG) einzig die Frage der Einfahrtbewilligung und damit verbunden der 
Verkehrssicherheit strittig war und eine anderweitige Erschliessungsproblematik 
nicht erkennbar ist, erweist sich das Bauvorhaben auch als hinreichend erschlos-
sen. 

4.4 Kein Erfolg kann auch der Rüge der unzulässigen Kostenauferlegung be-
schieden sein. Die Verwaltungsbeschwerde hat nicht zur Aufhebung der Baube-
willigung vom 6. Juni 2017 geführt, sondern vielmehr zu deren Bestätigung und 
somit zur Abweisung der Beschwerde (vgl. vorstehend Erw. 2.5). Der Bejahung 
der Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin entgegen der gemeinderät-
lichen Negation sowie der Berechtigung der Rüge betreffend die Notwendigkeit 
einer Bewilligung für die Pfahlfundation, welche als Folge der ergänzenden Ab-
klärungen des Regierungsrates vom hierfür zuständigen AFU im Rahmen des 
Verwaltungsbeschwerdeverfahrens erteilt werden konnte, hat der Regierungsrat 
bei der Regelung der Verfahrenskosten und Parteientschädigung hinreichend 
Rechnung getragen, indem er der Beschwerdeführerin nur einen Sechstel der 
Kosten auferlegt hat. 

5.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen erweisen sich die Beschwerden 
als unbegründet und sind daher abzuweisen. 

5.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten der beiden verwal-
tungsgerichtlichen Verfahren (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 3'500.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

5.3 Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend ist die Beschwerdeführe-
rin zu verpflichten, der beanwalteten Beschwerdegegnerin eine Parteientschädi-
gung zu entrichten. Diese wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für 
Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordent-
licherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 
einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungs-
kriterien erwähnt, unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insge-
samt Fr. 1'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt. 

5.4 Was die Kosten von Fr. 500.-- für das Einspracheverfahren anbelangt 
(Baubewilligung vom 6.6.2017 Disp.-Ziff. 7.6), dürfen solche gemäss der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 143 II 467 Regeste; vgl. auch Urteil BGer 

24

1C_388/2018 vom 8.1.2019 Erw. 5.2) den Einsprechern grundsätzlich nicht auf-
erlegt werden. Eine offensichtlich missbräuchliche Einspracheerhebung, welche 
hiervon abzuweichen erlaubt, kann der Beschwerdeführerin nicht vorgeworfen 
werden. Mithin ist die Beschwerde unabhängig von einem entsprechenden An-
trag betreffend die Einsprachekosten gutzuheissen. Dieser Gutheissung (ohne 
entsprechende Rügen) kommt nur eine marginale Bedeutung zu. Eine andere 
Verlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen für das regierungsrätliche wie 
das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren lässt sich deswegen nicht 
rechtfertigen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde im Verfahren III 2019 52 wird 
Disp.-Ziff. 7.6 der Baubewilligung vom 6. Juni 2017 (GRB Nr. 857), womit 
der Beschwerdeführerin für das Einspracheverfahren Kosten von insge-
samt Fr. 500.-- auferlegt wurden, ersatzlos aufgehoben. Im Übrigen werden 
die Beschwerden im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Kosten der beiden Verfahren (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Bar-
auslagen) von insgesamt Fr. 3'500.-- werden der Beschwerdeführerin auf-
erlegt. Sie hat am 28. März 2019 im Verfahren III 2019 52 einen Kostenvor-
schuss von Fr. 2'500.-- und am 16. Mai 2019 im Verfahren III 2019 96 einen 
solchen von Fr. 1'500.-- bezahlt, womit ihr Fr. 500.-- aus der Gerichtskasse 
zurückzubezahlen sind. 

3. Die Beschwerdeführerin hat der beanwalteten Beschwerdegegnerin 
eine Parteientschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt.) von insgesamt 
Fr. 1'500.-- zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R; unter Beilage der 

Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 2.8.2019)
- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R)
- den Gemeinderat Ingenbohl (R; unter Beilage der Eingabe der Be-

schwerdegegnerin vom 2.8.2019)
- den Regierungsrat (2)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (unter Bei-

lage der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 2.8.2019)
- das kantonale Amt für Raumentwicklung (unter Beilage der Eingabe der 

Beschwerdegegnerin vom 2.8.2019)
- das Bundesamt für Umweltschutz (BAFU), 3003 Bern (A)
- und das Bundesamt für Kultur, Hallwylstrasse 15, 3003 Bern (A).

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Schwyz, 29. August 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 10. September 2019