# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc6ad799-d45a-5ef9-b82c-3447398af444
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-04-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 27.04.2005 BK 2005 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2005-36_2005-04-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

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Ref.: Chur, 27. April 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
BK 05 36

Entscheid
Beschwerdekammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Rehli und Hubert 
Aktuarin Duff Walser

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In der strafrechtlichen Beschwerde

des A. X., Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Tobias Fank-
hauser, Rennweg 10, 8022 Zürich,

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 1. Februar 
2005, mitgeteilt am 10. Februar 2005, in Sachen gegen Z., Beschwerdegegner, 

betreffend fahrlässige Körperverletzung (Skiunfall),

hat sich ergeben:

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A. Am 15. Januar 2003 zirka um 14.00 Uhr ereignete sich im Skigebiet 
B. im unteren Bereich der P.-Piste ein Skiunfall zwischen Z. und A. X.. Letzterer 
zog sich dabei eine Rippenfraktur sowie einen Daumenbruch an der rechten 
Hand zu. In der Folge stellte A. X. am 15. April 2003 beim Untersuchungsrichter-
amt Strafantrag gegen Z. wegen fahrlässiger Körperverletzung.

B. Am 11. Juli 2003 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden  
eine Strafuntersuchung gegen Z. wegen fahrlässiger Körperverletzung gemäss 
Art. 125 StGB. 

C. Mit Verfügung vom 1. Februar 2005, mitgeteilt am 10. Februar 
2005, stellte die Staatsanwaltschaft Graubünden die Strafuntersuchung gegen Z. 
ein. Zur Begründung wurde ausgeführt,  es könne nach Aktenlage nicht rechts-
genüglich dargelegt werden, welcher der beiden in den Unfall verwickelten Ski-
fahrer seine Sorgfaltspflichten gemäss FIS-Regeln verletzt habe. Falls Anklage 
gegen Z. erhoben würde, wäre mit grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Frei-
spruch zu rechnen. 

D. Gegen diese Einstellungsverfügung liess A. X. mit Eingabe vom 3. 
März 2005 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden erheben mit folgendem Rechtsbegehren:

„1.  Es sei die angefochtene Einstellungsverfügung aufzuheben und das 
Untersuchungsrichteramt sei anzuweisen, gegen den Angeschuldig-
ten Z. Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung zu erheben oder 
zumindest die Strafuntersuchung gegen Z. durch Einvernahme von 
Frau H. X. noch zu ergänzen.“

Auf die Einholung einer Stellungnahme von Z. wurde verzichtet. In ihrer 
Vernehmlassung vom 17. März 2005 beantragt die Staatsanwaltschaft Graubün-
den die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie die weiteren 
Erwägungen in der angefochtenen Einstellungsverfügung wird, soweit erforder-
lich, im Folgenden eingegangen.

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung :

1. Gemäss Art. 138 StPO kann die Beschwerdekammer angefochtene 
Einstellungsverfügungen nicht nur auf Rechtswidrigkeit, sondern auch auf Unan-
gemessenheit überprüfen. Bei der Überprüfung der Unangemessenheit eines 
Entscheides soll aber die Beschwerdekammer ihr Ermessen nur dort an die Stelle 
desjenigen der Vorinstanz setzen, wo sich deren Verfügung nicht mit triftigen 
Gründen rechtfertigen lässt (vgl. PKG 1996 Nr. 37). Ebenso muss bei der Beur-
teilung der Rechtmässigkeit oder Angemessenheit einer Einstellungsverfügung 
berücksichtigt werden, dass an den Nachweis der Täterschaft hohe Anforderun-
gen zu stellen sind. Eine Einstellungsverfügung ist demzufolge dann angemes-
sen und hält der umschriebenen Prüfung stand, wenn aufgrund des Untersu-
chungsergebnisses objektiv oder subjektiv nicht genügend Anhaltspunkte für das 
Vorliegen einer straf- und verfolgbaren Handlung gegeben sind und somit ein 
Freispruch erwartet werden müsste, und wenn keine neuen Beweismittel ersicht-
lich sind, die das ermittelte Beweisergebnis zu beeinflussen vermöchten. Anklage 
ist nur dann zu erheben, wenn in objektiver und subjektiver Hinsicht Anhalts-
punkte vorliegen, die einen Schuldspruch als wahrscheinlich erscheinen lassen 
(vgl. zum Ganzen Willy Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kan-
tons Graubünden [StPO], 2. Aufl., Chur 1996, S. 164 Ziff. 3.3 zu Art. 82 StPO, S. 
111 Ziff. 6 zu Art. 75 StPO).

2.  a) Vorliegend steht fest, dass es am 15. Januar 2003 auf der P.-
Piste im Gebiet B. zu einer Kollision zwischen den beiden Skifahrern A. X. und 
Z. gekommen ist. Dies bestätigen beide Beteiligten übereinstimmend in ihren 
Aussagen anlässlich der polizeilichen Einvernahmen (vgl. act. 3.8, act. 3.17). In 
Bezug auf den Unfallhergang erweisen sich die Angaben der Kollisionsgegner 
jedoch als widersprüchlich. So gab A. X. anlässlich seiner polizeilichen Befra-
gung vom 18. Juni 2003 zu Protokoll, er sei mit kurzen Schwüngen auf der steilen 
Piste zu Tale gefahren, als er plötzlich von hinten links im Rücken einen starken 
Stoss/Schlag gespürt habe, worauf er zu Boden gestürzt sei. Er habe sofort ge-
wusst, dass ihn jemand von hinten umgefahren habe. Seiner Ansicht nach sei Z. 
voll in ihn hinein gefahren (vgl. act. 3.8, S. 1, 3). Demgegenüber führte Z. bei der 
rechtshilfeweisen Einvernahme vom 1. Dezember 2003 gegenüber der Polizei 
aus, dass A. X. rechts von der Seite her in ihn hinein gefahren sei. Letzterer habe 
offenbar ein Problem bei der Abfahrt gehabt, worauf er den Hang nach links hin 
zu ihm (Z.) und seinem norwegischen Geschäftsfreund L. hinunter und von der 
Seite her in ihn hinein gefahren sei. Aus seiner Sicht habe A. X. ihn angefahren 

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(vgl. act. 3.17, S. 2, 3). Z. bestätigte damit im Wesentlichen jene Angaben aus 
seinem e-mail an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vom 10. April 2003 
(act. 3.16.8), wonach nicht er in A. X., sondern letzterer in ihn hinein gefahren ist. 
Jeder der beiden Unfallbeteiligten gab also zu Protokoll, dass der andere in ihn 
hinein gefahren sei, wobei der eine ausführt, er sei von hinten umgefahren wor-
den, während der andere schildert, dass der Kollisionsgegner von rechts in ihn 
hinein gefahren sei. 

Z. führte zwar aus, dass er den am höheren Teil des Hanges talwärts fah-
renden A. X. „im Auge gehabt“ habe, als er (Z.) den flacheren Teil der Piste pas-
sierte. Ebenso gab er an, er meine, A. X. rechtzeitig gesehen zu haben. Dass er 
den Kollisionsgegner vor sich bemerkt habe, wie es in der Beschwerdeschrift be-
hauptet wird, hat er jedoch nie ausgesagt. Das Blickfeld eines Skifahrers beträgt 
rund 90° (vgl. Hans-Kaspar Stiffler, Schweizerisches Schneesportrecht, 3. Aufl., 
Bern 2002, N 88 zu § 2 mit Hinweisen). Es umfasst also nicht bloss voranfah-
rende Pistenbenutzer, sondern ebenfalls solche, die auf gleicher Höhe fahren 
und je nach Blickrichtung gar unmittelbar von hinten herannahende Schneesport-
ler. Aus dem Umstand, dass Z. den Kollisionsgegner gemäss eigenen Angaben 
„im Auge gehabt“ beziehungsweise rechtzeitig gesehen hat, lassen sich dem-
nach keinerlei Rückschlüsse darauf ziehen, dass A. X. vor ihm zu Tale gefahren 
ist und der Beschwerdegegner diesen in der Folge überholt haben muss. Es ist 
ebenso gut möglich, dass er auf gleicher Höhe neben dem Beschwerdeführer 
respektive -wie von L. in seiner schriftlichen Stellungnahme behauptet (vgl. act. 
3.16.11)- letzterer gar hinter Z. unterwegs war. Die entsprechenden Angaben des 
Beschwerdegegners lassen mithin die Positionen der beiden Skifahrer vor dem 
Zusammenprall offen. Zwar führte der Angeschuldigte aus, dass A. X. offenbar 
aufgrund von Problemen bei der Abfahrt überraschend nach links hin quer über 
die Piste auf ihn und seinen norwegischen Geschäftsfreund L. zugefahren sei. 
Überdies trifft es zu, dass der Beschwerdegegner A. X. vor der Kollision noch 
eine Warnung zugerufen haben will, welche jedoch zu spät erfolgte (vgl. act. 3.17, 
S. 2). Wann Z. seinen Warnruf ausgestossen beziehungsweise in welcher Posi-
tion und in welchem Abstand zum Beschwerdeführer er sich in diesem Moment 
befunden hat, ergibt sich indes nicht aus seiner Schilderung. Ebensowenig ergibt 
sich daraus irgendein stichhaltiger Hinweis darauf, wie die Fahrspuren der beiden 
Unfallbeteiligten zueinander verliefen bevor es zur Situation kam, dass der Be-
schwerdegegner A. X. nur noch durch Zurufen vor der unmittelbar bevorstehen-
den Kollision warnen konnte. Zur Beantwortung der Frage, ob einer den anderen 
von hinten überholt hat beziehungsweise beide Skifahrer versetzt oder ungefähr 

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auf gleicher Höhe talwärts fuhren respektive wer von woher in wen hinein gefah-
ren ist, vermag die Tatsache, dass Z. dem Beschwerdeführer noch zugerufen 
hat, somit nichts beizutragen. Dasselbe gilt auch für den Umstand, wonach A. X. 
gemäss Angaben des Beschwerdegegners die Piste gequert haben soll, bevor 
er mit ihm zusammengeprallt ist. Allein aus dem Umstand, dass der Beschwer-
deführer von rechts nach links quer über die Piste gefahren ist, bevor er mit Z. 
zusammenstiess, lässt sich nämlich ohne Kenntnisse über die Geschwindigkei-
ten der beiden Skifahrer sowie deren Abstände zueinander keineswegs darauf 
schliessen, dass der Beschwerdegegner von hinten gekommen sein und A. X. in 
der Folge während des Querens überholt haben muss. Sollte nämlich A. X. eher 
schnell gefahren und Z. mit eher langsamerem Tempo unterwegs gewesen sein, 
wäre es auch bei umgekehrter Ausgangsposition zum Zusammenstoss zwischen 
ihnen gekommen. Je nach Tempo und seitlichen Abständen der beiden Skifahrer 
hätte sodann auch bei einer Ausgangsposition auf gleicher Höhe ein Queren der 
Piste nach links seitens des Beschwerdeführers zu einer Kollision mit dem Ange-
schuldigten führen können. Dabei bleibt zu bemerken, dass sowohl dieser Unfall-
hergang, von dem die Vorinstanz ausgeht, wie auch die anderen dargelegten 
Versionen, jeweils nur eine von mehreren, gleichermassen möglichen Sachver-
haltsvarianten darstellen. Denn aus den widersprechenden Aussagen der Betei-
ligten ergeben sich keine triftigen Anhaltspunkte in Bezug auf Fahrspuren, Ab-
stände und Geschwindigkeiten, welche eine Variante gegenüber den andern er-
härten würden. Wenn der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in den Schil-
derungen von Z. Belege dafür zu erkennen glaubt, dass letzterer den vor ihm 
fahrenden und längst erkannten A. X. von hinten überholt und dabei aufgrund 
ungenügendem Abstand respektive nicht angemessen gewählter Fahrspur oder 
überhöhter Geschwindigkeit auf das Manöver von A. X. nicht mehr reagieren 
konnte, kann seinen Ausführungen daher nicht gefolgt werden. Vielmehr bleibt 
aufgrund der widersprechenden Aussagen der Beteiligten weitgehend unklar, wie 
sich der Unfall im Hinblick auf die Art und Weise des Zusammenstosses wie auch 
auf die Fahrspuren der beiden Schneesportler vor der Kollision tatsächlich zuge-
tragen hat.

b) Aufschluss über diese offenen Fragen vermag denn auch die übrige 
Aktenlage nicht zu geben. Es gehen nämlich auch daraus keine stichhaltigen Hin-
weise hervor, welche eine der möglichen Sachverhaltsvarianten gegenüber den 
andern bekräftigen würden. So konnten aufgrund der fehlenden sofortigen Tat-
bestandsaufnahme die Positionen, Abstände und Fahrspuren der Unfallbeteilig-
ten vor der Kollision sowie die Art und Weise des Zusammenpralls nicht mehr 

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eruiert werden. Es liegen mithin weder Fotoblätter noch Polizeiskizzen bei den 
Akten, aus denen im Hinblick auf diese offenen Fragen etwas Schlüssiges abge-
leitet werden könnte. Ebensowenig lassen sich aus der Art der erlittenen Verlet-
zungen zuverlässige Schlussfolgerungen auf den Unfallhergang und die Kollisi-
onsdynamik ziehen. Auch wurden, abgesehen von den beiden Unfallbeteiligten, 
keine Personen zum Unfallgeschehen befragt. Es sind mithin keine zusätzlichen 
Aussagen vorhanden, welche Anhaltspunkte zur Erhellung der Unfalldynamik lie-
fern könnten. Wohl liegt eine schriftliche Stellungnahme von L. bei den Akten (vgl. 
act. 3.16.11), welcher am Unfalltag kurz vor dem Zusammenstoss gemeinsam 
mit Z. die Piste hinunterfuhr. Darin führt ersterer aus, dass A. X. seiner Auffas-
sung nach Probleme beim Schwingen hatte und in der Folge mit erhöhter Ge-
schwindigkeit quer über die Piste auf die linke Seite gefahren sei, womit die ent-
sprechenden Ausführungen von Z. bestätigt werden. Wenn auch zu bemerken 
bleibt, dass gemäss seinen weiteren Angaben die Unfallursache im Einklang zu 
den Aussagen des Beschwerdegegners ebenfalls eher im Fahrverhalten von A. 
X. zu sehen ist, schildert L. im Übrigen doch ein sowohl von der Darstellung von 
A. X. als auch von jener des Beschwerdegegners abweichendes Unfallgesche-
hen. Die Stellungnahme von L. vermag daher zur Ermittlung der Unfalldynamik 
ebenfalls nichts Wesentliches beizutragen. Entsprechend sind auch von einer 
Zeugenbefragung des Betreffenden keine neuen Erkenntnisse für das Beweiser-
gebnis zu erwarten, zumal davon auszugehen ist, dass er seine schriftlichen An-
gaben anlässlich einer solchen Einvernahme bestätigen würde. Ebensowenig 
sachdienlich erscheint die vom Beschwerdeführer beantragte Zeugeneinver-
nahme seiner Tochter H. X.. Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Tochter 
habe kurz nach dem Unfall mit Z. telefoniert. Sie habe dabei vom Angeschuldig-
ten erfahren, dass dieser gemeinsam mit seinem Freund von hinten zu fahren 
gekommen sei und dass beide A. X. vor sich gesehen hätten. Letzterer habe 
dann aber unerwartet einen etwas grösseren Bogen gemacht, worauf es zur Kol-
lision gekommen sei. Er (Z.) sei nicht gestürzt, da er auf den Zusammenstoss 
gefasst gewesen sei (vgl. act. 01, S. 2, 3). Selbst wenn H. X. dies und damit die 
Angaben ihres Vaters in einer Zeugenaussage bestätigen würde, stünden dieser 
Version aber nach wie vor die ebenso glaubhafte Darstellung von Z. sowie die 
Ausführungen von L. gegenüber. Dabei ist entsprechend zu würdigen, dass es 
sich bei der zur Einvernahme beantragten Zeugin um die Tochter des am Aus-
gang des Verfahrens ebenfalls interessierten Beschwerdeführers handelt. Über-
dies ist H. X. keine Tatzeugin. Vielmehr vermöchte sie auch anlässlich einer Zeu-
genaussage bloss mittelbar wahrgenommene Tatsachen zu schildern. Zwar stellt 
auch der Zeuge vom Hörensagen grundsätzlich ein zulässiges Beweismittel dar. 

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Allerdings ist der Beweiswert einer solchen nicht sachnahen, mittelbaren Aus-
sage mit besonderer Vorsicht zu prüfen (vgl.  Willy Padrutt, a.a.O., S. 210, Ziff. 
1.1 zu Art. 89 StPO mit Hinweisen). In Anbetracht dessen vermöchte somit allein 
der Umstand, dass H. X. als Zeugin befragt würde, zu keiner erhöhten Glaubwür-
digkeit ihrer Aussagen gegenüber den Angaben von Z. zu führen. Auch von einer 
Zeugenbefragung von H. X. sind mithin keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, 
welche eine der möglichen Sachverhaltsvarianten zusätzlich bekräftigen und das 
Beweisergebnis somit in die eine oder andere Richtung beeinflussen könnten. 

c) Im Ergebnis stehen sich somit in Bezug auf den Unfallhergang die wi-
dersprechenden Aussagen der Unfallbeteiligten gegenüber, welche Raum für 
mehrere, gleichermassen mögliche Sachverhaltsvarianten offen lassen. Dabei 
ergeben sich aus den Akten keine hinreichenden Indizien, aufgrund derer einer 
dieser Sachverhaltsversionen gegenüber den andern der Vorzug zu geben wäre, 
das heisst also, welche bezüglich der Unfalldynamik zu einer Klärung führen wür-
den. Nach dem Gesagten sind denn auch keine weiteren Beweismittel ersichtlich, 
aufgrund derer zusätzlicher Aufschluss über das Unfallgeschehen zu erwarten 
wäre und welche somit am bestehenden Beweisergebnis etwas ändern könnten. 
Lässt aber das vorliegende Untersuchungsergebnis den Unfallhergang demnach 
im Ungewissen und sind diesbezüglich auch von zusätzlichen Beweiserhebun-
gen keine erhellenden Ergebnisse zu erwarten, so durfte die Vorinstanz aufgrund 
des bestehenden Beweisresultats mit triftigen Gründen davon ausgehen, dass 
dem Beschwerdegegner eine strafrechtlich relevante Sorgfaltspflichtsverletzung 
nicht rechtsgenüglich nachgewiesen werden kann und im Falle der Anklageerhe-
bung mit einem Freispruch gerechnet werden müsste. Der zu beurteilende Sach-
verhalt reicht somit für eine Anklage nicht aus. Die Staatsanwaltschaft Graubün-
den hat das Strafverfahren gegen Z. daher zu Recht eingestellt. 

3. Erweist sich die Beschwerde von A. X. demzufolge als unbegründet 
und muss sie abgewiesen werden, so gehen die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens zu Lasten des Beschwerdeführers (Art. 160 Abs. 1 StPO). 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 600.-- gehen zu Lasten des 
Beschwerdeführers.

3. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof 
des schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bun-
desgericht innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung 
des Entscheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundes-
strafrechtspflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Beschwerdelegitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtig-
keitsbeschwerde gelten die Art. 268 ff. BStP.

4. Mitteilung an:

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Für die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident Die Aktuarin