# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3534b884-4557-5fd0-b75d-5fe648548df5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 16.01.2018 S 2017 90
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2017-90_2018-01-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 90

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Audétat, Racioppi 

Aktuar Paganini

URTEIL

vom 16. Januar 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dominique Chopard,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____ ist Bauarbeiter. Am 13. Januar 2016 meldete er sich bei der IV-

Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) wegen einer 

Lungenkrankheit an. Im Arztbericht des Hausarztes Dr. med. B._____ 

vom 11. Mai 2016 an die Krankentaggeldversicherung wurde ihm ab dem 

22. September 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert.

2. Im Austrittsbericht über den stationären Aufenthalt von A._____ vom 11. 

Juni 2016 bis 25. Juni 2016 stellte das RehaZentrum eine 100%ige Ar-

beitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bis 9. Juli 2016 fest und 

empfahl eine Reevaluierung der Arbeitsfähigkeit mittels Ergospirometrie 

durch den behandelnden Pneumologen, was das RehaZentrum auch in 

den Berichten vom 28. Juli 2016 an die Krankentaggeldversicherung und 

vom 31. Oktober 2016 an den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)-

Ostschweiz bestätigte.

3. Am 13. Oktober 2016 fand eine monodisziplinäre (pneumologische) Ab-

klärung durch den RAD-Arzt Dr. med. C._____ statt, der im entsprechen-

den Gutachten vom 11. Januar 2017 aufgrund der diagnostizierten chro-

nisch-obstruktiven Lungenerkrankung und der Kardiomyopathie mit leich-

ter Hypokinesie anterior und leichter bis beginnend mittelgradig einge-

schränkter linksventrikulärer Pumpfunktion eine Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit verneinte und von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit 

in einer angepassten Tätigkeit ab Gutachtendatum ausging. Im Auftrag 

der Krankentaggeldversicherung erstellte sodann die Swiss Medical As-

sessment- and Business-Center (SMAB) AG am 2. November 2016 ein 

internistisch-kardiologisches Gutachten, worin als Diagnosen mit Auswir-

kung auf die Arbeitsfähigkeit ein COPD GOLD II, Risikoklasse B und eine 

Kardiomyopathie unklarer Genese angegeben wurden. Laut SMAB-

Gutachtern seien für die Arbeitsfähigkeit von A._____ die Lungensituation 

und in einem kleinen Ausmass auch die leicht eingeschränkte Pumpfunk-

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tion des linken Ventrikels von zentralem Belang. Eine körperliche schwere 

Tätigkeit sei nicht mehr möglich, dagegen sei eine körperlich leichte bis 

mittelschwere Tätigkeit ab Juli 2016 im Umfang von 70 % denkbar. Am 

14. Februar 2017 erging die Abschlussbeurteilung durch den RAD-Arzt 

Dr. med. D._____, der darauf hinwies, dass der RAD-Arzt Dr. med. 

C._____ und die SMAB-Gutachter bezüglich Arbeitsfähigkeit zum glei-

chen Schluss gekommen seien, indessen das Datum des Beginns der 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit unterschiedlich festgesetzt hätten.

4. Gestützt auf diese medizinischen Erkenntnisse und einen aus dem Ein-

kommensvergleich resultierenden IV-Grad von 27.5 % verneinte die IV-

Stelle mit Verfügung vom 28. März 2017 einen Rentenanspruch. 

5. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 16. Juni 

2017 Beschwerde mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung sei auf-

zuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzli-

chen Versicherungsleistungen (Invalidenrente und berufliche Massnah-

men) auszurichten. Materiell machte er im Wesentlichen geltend, die War-

tefrist habe am 11. August 2015 und nicht am 22. September 2015 be-

gonnen. Gemäss Beurteilung des RAD-Arztes bestehe eine Arbeitsfähig-

keit von 70 % in angepassten Tätigkeiten frühestens ab Januar 2017, was 

zu einem Rentenanspruch per 1. August 2016 führe. Er leide nicht nur an 

pneumologischen, sondern an zahlreichen, die Arbeitsfähigkeit zusätzlich 

einschränkenden Beschwerden, sodass die IV-Stelle eine polydisziplinäre 

Begutachtung hätte veranlassen müssen. Selbst wenn man auf die vor-

liegenden Akten abstellen wolle, müsste ihm infolge zahlreicher Ein-

schränkungen in der Arbeitsfähigkeit ein Leidensabzug von 25 % zuge-

standen werden.

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6. Mit Vernehmlassung vom 4. August 2017 beantragte die IV-Stelle (nach-

folgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie führte 

insbesondere aus, der Beginn des Wartejahres per 22. September 2015 

sei korrekt. Laut SMAB-Gutachten sei die Arbeitsfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit ab Austritt aus der RehaKlinik, also ab Juli 2016 zumutbar. Der 

Beschwerdeführer sei pneumologisch und internistisch-kardiologisch be-

gutachtet worden. Auf weitere Abklärungen sei daher zu verzichten. Ein 

Leidensabzug sei schliesslich nicht gerechtfertigt. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und auf die angefochtene 

Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet die Ver-

fügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 28. März 2017. Das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist aufgrund von Art. 69 

Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemei-

nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung 

mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) zur Beurteilung der Beschwerde sachlich und örtlich 

zuständig. Als formeller und materieller Verfügungsadressat ist der Be-

schwerdeführer von der angefochtenen Verfügung unmittelbar betroffen 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlicher Überprüfung 

(Art. 59 ATSG). 

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b) Die angefochtene Verfügung vom 28. März 2017 wurde dem Beschwer-

deführer nicht eingeschrieben zugesendet. Da er behauptet, diese nicht 

erhalten zu haben und ein Nachweis hierfür nicht erbracht werden kann, 

ist hier, wie die Beschwerdegegnerin selbst anerkennt, davon auszuge-

hen, dass der Beschwerdeführer frühestens mit Erhalt der Akten am 17. 

Mai 2017 (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 3) von der Verfü-

gung Kenntnis erhielt (vgl. BGE 136 V 295 E.5.9 [= Pra 2011 Nr. 12], Ur-

teil des Bundesgerichts 8C_262/2012 vom 8. Juni 2012 E.3), sodass die 

am 16. Juni 2017 erhobene Beschwerde fristgerecht eingereicht wurde 

(vgl. Art. 60 ATSG). Auf die im Übrigen formgerechte Beschwerde (vgl. 

Art. 61 lit. b ATSG) ist demzufolge einzutreten. 

2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer einen Rentenan-

spruch hat oder nicht. Hierzu ist insbesondere seine Restarbeitsfähigkeit  

in adaptierter Tätigkeit und deren Beginn abzuklären. Unbestritten ist hin-

gegen, dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als 

Bauarbeiter nicht mehr arbeitsfähig ist. 

3. Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden verursachte, 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit 

(Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), die die Folge von Geburtsgebre-

chen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Der rentenbe-

gründende Invaliditätsgrad ist in diesem Fall aufgrund eines Einkommens-

vergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Dazu 

wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-

fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein-

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kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). 

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 

die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus 

der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. all-

gemeine Methode des Einkommensvergleiches; BGE 130 V 343 E.3.4.2, 

128 V 29 E.1). Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn ei-

ne versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Ein-

gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

kann, während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich zu mindestens 40 % im bisherigen Beruf oder Aufgaben-

bereich eingeschränkt gewesen ist und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG). Sind diese Vorausset-

zungen erfüllt, so steht der versicherten Person nach Ablauf von sechs 

Monaten nach Geltendmachung des Anspruchs, frühestens im Monat der 

Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 Abs. 1 IVG), bei einem Invali-

ditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente, bei einem Invaliditäts-

grad von mindestens 50 % eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditäts-

grad von 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

4. Der Beschwerdeführer führt zunächst aus, dass nicht ersichtlich sei, wie 

die Beschwerdegegnerin auf den 22. September 2015 als Beginn des 

Wartejahres komme, während die E._____ Versicherung als Krankentag-

geldversicherung von einer Arbeitsunfähigkeit ab dem 11. August 2015 

ausgehe. Dem Beschwerdeführer kann dabei nicht gefolgt werden. Wie 

die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, bestätigte der Hausarzt des 

Beschwerdeführers, Dr. med. B._____, Facharzt FMH für Allgemeine Me-

dizin, mehrfach eine Arbeitsunfähigkeit ab dem 22. September 2015. Er 

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hielt dies ausdrücklich im Arztzeugnis vom 13. Januar 2016 (beschwer-

degegnerische Akten [Bg-act] 13 S. 10, Antwort auf Frage 6) und im Arzt-

bericht vom 27. Januar 2016 (Bg-act. 18 S. 3, Antwort auf Frage 1.6) fest. 

Zudem ist gemäss dem Arbeitgeberbericht vom 8. Februar 2016 (Bg-act. 

19 S. 3) sowie dem Lohnkonto (Bg-act. 19 S. 12) davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer im August und teilweise im September 2015 

(bis zum 21. September 2015) gearbeitet hat, was auch den Angaben des 

Beschwerdeführers anlässlich der RAD-Abklärung vom 13. Oktober 2016 

entspricht (Bg-act. 48 S. 7, Ziff. 3.2.3.2). Somit ist gemäss den vorliegen-

den Akten davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer seit dem 22. 

September 2015 eine andauernde Arbeitsunfähigkeit bestand. Der von 

der Beschwerdegegnerin festgelegte Beginn des Wartejahres ab dem 22. 

September 2015 ist daher nicht zu beanstanden.

5. a) Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet 

werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls an-

dere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei können sich die IV-Stellen 

und im Streitfall die Sozialversicherungsgerichte auf die Regionalen Ärzt-

lichen Dienste (Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die Berichte der behan-

delnden Ärztinnen und Ärzte oder auf externe medizinische Sachverstän-

dige abstützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Die Aufgabe des Arztes besteht dar-

in, den Gesundheitszustand zu beurteilen und − wenn nötig − seine Ent-

wicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachge-

rechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven 

Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine Diagnose zu 

stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür die Verwal-

tung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgeab-

schätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die 

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Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende Beurtei-

lungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, 

d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so substanziell 

wie möglich zu begründen hat. Die ärztlichen Auskünfte bilden sodann ei-

ne wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-

tungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (vgl. 

BGE 140 V 193 E.3.2 m.w.H.).

b) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Da-

nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-

send und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren be-

deutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-

sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-

stellt (vgl. BGE 125 V 351 E.3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-

geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 

und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 

125 V 351 E.3a mit Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-

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zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit 

Hinweisen). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweis-

würdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 112 V 30 

E.1a mit Hinweisen). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-

holten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund einge-

hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 

Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-

gen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In 

Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter auch der Er-

fahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 

auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.4.3.2, 4.4 und 4.5, 

125 V 351 E.3a und 3b). Sodann kommt auch den Berichten und Gutach-

ten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache al-

lein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versiche-

rungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf 

Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, wel-

che das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als be-

gründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, 

welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an 

die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab an-

zulegen (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c). Beste-

hen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

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versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-

klärungen vorzunehmen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).

c) Im vorliegenden Fall gibt es an der von der Beschwerdegegnerin festge-

stellten 70%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in adaptierter 

Tätigkeit nichts zu bemängeln, denn diese ist fachärztlich begründet und 

nachvollziehbar dargelegt. So hat der RAD-Arzt Dr. med. C._____, Fach-

arzt FMH für Innere Medizin, Pneumologie und Arbeitsmedizin, in seinem 

Gutachten vom 11. Januar 2017 (Bg-act. 48 S. 1-16) eine multifaktoriell 

bedingte kardiopulmonale Leistungseinschränkung in leidensangepassten 

Tätigkeiten auf 30 % eingeschätzt. Als leidensangepasste Tätigkeit gelte 

gemäss RAD-Arzt eine solche mit leichter bis mittelschwerer körperlicher 

Arbeit in Wechselhaltung, ohne regelmässige Exposition gegenüber Käl-

te, Nässe und Zugluft sowie atemwegsreizenden Aerosolen (Staub, 

Dämpfe, Rauch). Am besten vollzögen sich zukünftige Tätigkeiten in ge-

schlossenen und ausreichend temperierten Räumlichkeiten. Diese Ein-

schätzung wird im von der Krankentaggeldversicherung in Auftrag gege-

benen SMAB-Gutachten vom 2. November 2016 (Bg-act. 55 S. 45-62) 

bestätigt. Beide Arztberichte sind in Berücksichtigung der Vorakten er-

gangen und gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen hier keine Indizien, zu-

mal auch keine diesen fachärztlichen Einschätzungen widersprechenden 

Arztberichte vorliegen. Folglich durfte die Beschwerdegegnerin darauf ab-

stellen. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er leide nicht nur an 

pneumologischen, sondern auch an weiteren zahlreichen, die Arbeits-

fähigkeit ebenfalls einschränkenden Beschwerden, kann ihm nicht gefolgt 

werden. Zum einen legt er nicht dar, welche zusätzlichen Beschwerden 

die Arbeitsfähigkeit ebenfalls einschränken sollten. Zum anderen ergeben 

sich aus den Akten keine diesbezüglichen Hinweise (vgl. dazu insbeson-

dere den RAD-Abklärungsbericht vom 11. Januar 2017 [Bg-act. 48 S. 1-

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16] und das SMAB-Gutachten vom 2. November 2016 [Bg-act. 55 S. 45-

62]). Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt, wurde der Be-

schwerdeführer bereits sowohl pneumologisch als auch internistisch-

kardiologisch begutachtet. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit beruht 

somit auf umfassenden Abklärungen, weshalb die Beschwerdegegnerin 

zu Recht von weiteren medizinischen Abklärungen abgesehen hat. Die 

Anordnung des vom Beschwerdeführer beantragten polydisziplinären 

Gutachtens ist demnach nicht angezeigt und in antizipierter Beweiswürdi-

gung abzuweisen (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 127 V 491 E.1b, 124 V 90 

E.4b, 122 V 157 E.1d). 

d) Die Aussagen der Fachärzte divergieren indessen bezüglich des Beginns 

der eingeschätzten 70%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit. 

Gemäss RAD-Arzt Dr. med. C._____ gilt die beurteilte 70%ige Arbeits-

fähigkeit in adaptierter Tätigkeit ab "Gutachtendatum" (vgl. Bg-act. 48 S. 

15). Darunter ist aber wohl das Datum der Untersuchung, d.h. der 13. Ok-

tober 2016, und nicht etwa das Datum des Verfassens des Gutachtens, 

d.h. der 11. Januar 2017, zu verstehen, da letzteres einzig und allein im 

Ermessen des Gutachters liegt und von seiner allgemeinen Arbeitsbelas-

tung abhängig ist. Zudem sind im erwähnten Gutachten keine Hinweise 

ersichtlich, woraus sich ergäbe, dass das Datum des Verfassens des 

Gutachtens gemeint wäre. Demgegenüber gehen die Fachärzte des 

SMAB in ihrer Beurteilung vom 2. November 2016 davon aus, dass die 

Aufnahme einer angepassten Tätigkeit im Umfang von 70 % seit Austritt 

aus der RehaKlinik am 25. Juli 2016 und damit seit Juli 2016 zumutbar 

gewesen sei (vgl. Bg-act. 55 S. 59). Darauf weist auch der RAD-Arzt Dr. 

med. D._____ am 14. Februar 2017 hin, äussert sich indessen nicht wei-

ter zur Frage des Beginns der 70%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit (vgl. Bg-act. 61. S. 10). Die Argumentation der Beschwerdegeg-

nerin, weshalb auf die Einschätzung der SMAB-Gutachter abzustellen sei 

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(mithin auf den Beginn der Restarbeitsfähigkeit am 1. Juli 2016), über-

zeugt nicht. So führt sie in der Vernehmlassung vom 3. August 2017 le-

diglich aus, dass dies angesichts der Krankheit des Beschwerdeführers 

schlüssig sei. Es sei nicht ersichtlich und auch nicht geltend gemacht 

worden, dass sich diese Krankheit nach Austritt (aus der RehaKlinik) noch 

verbessert (recte: wohl eher verschlechtert) habe. Die SMAB-Gutachter 

führen indessen selbst aus, dass eine retrospektive Einschätzung der Ar-

beitsfähigkeit schwierig sei und sie treffen denn auch bloss eine Annah-

me, wonach eben die Aufnahme einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in adap-

tierter Tätigkeit seit Austritt aus der RehaKlinik zumutbar sei (vgl. Bg-act. 

55 S. 59 unten). Aufgrund des Gesagten ist somit auf die Einschätzung 

des RAD-Facharztes Dr. med. C._____ abzustellen, gemäss welcher eine 

70%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit seit seiner Untersuchung 

vom 13. Oktober 2016 besteht. Diese Einschätzung wird im Übrigen auch 

durch die Feststellung der SMAB-Gutachter bekräftigt, wonach die Resta-

rbeitsfähigkeit (70 %) vom gegenwärtigen Gesundheitszustand her denk-

bar sei, wobei die gutachterliche Untersuchung am 17. Oktober 2016, al-

so nur gerade vier Tage nach der RAD-Untersuchung vom 13. Oktober 

2016 erfolgte (vgl. Bg-act. 55 S. 59 erster Absatz).

e) Wie bereits vorne in Erwägung 4 erwähnt wurde, bestand ab dem 22. 

September 2015 eine andauernde, vollständige Arbeitsunfähigkeit. Das 

Wartejahr gemäss Art. 29 Abs. 3 IVG ist somit am 21. September 2016 

abgelaufen, weshalb ab dem 1. September 2016 bis zum Zeitpunkt der 

RAD-Begutachtung am 13. Oktober 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähig-

keit (auch in adaptierter Tätigkeit) und damit ein Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente bestand. Wie in der vorstehenden Erwägung 5e soeben 

festgehalten, ist ab dem 13. Oktober 2016 von einer Verbesserung 

(70%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit) auszugehen. Nach Art. 

88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 

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831.201) ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabset-

zung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichti-

gen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere 

Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie 

ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraus-

sichtlich weiterhin andauern wird. Vorliegend ist dem Beschwerdeführer 

demnach seit dem Zeitpunkt der Verbesserung am 13. Oktober 2016 

noch während dreier weiterer Monate eine ganze Invalidenrente zuzu-

sprechen. Rechnet man ab dem 13. Oktober 2016 drei Monate hinzu, so 

kommt man auf den 13. Januar 2017. Massgebend für die Abrechnung ist 

aber jeweils das Ende des Monats, in dem die Rente wegfällt (vgl. Infor-

mationsstelle AHV/IV in Zusammenarbeit mit BSV [Hrsg.], Merkblatt 4.04 

Leistungen der IV, Invalidenrenten der IV, Ziff. 10). Demnach hat der Be-

schwerdeführer vom 1. September 2016 bis zum 31. Januar 2017 einen 

Anspruch auf eine befristete ganze Invalidenrente. Die entsprechende 

Rentenberechnung wird die Beschwerdegegnerin noch vorzunehmen ha-

ben. 

6. a) Bezüglich eines allfälligen, weitergehenden Rentenanspruchs ab dem 1. 

Februar 2017 ist noch die vom Beschwerdeführer beantragte Gewährung 

eines Leidensabzuges zu werten. Hingegen werden das Valideneinkom-

men ebenso wie die Bemessungsmethode des Invalideneinkommens 

(nach Tabellen-Lohn gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für 

Statistik [LSE] 2014, Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten körperli-

cher oder handwerklicher Art], männlich) vom Beschwerdeführer zu Recht 

nicht beanstandet. 

b) Die Frage, ob und in welchem Ausmass die Tabellenlöhne für die Ermitt-

lung des Invalideneinkommens herabzusetzen sind, hängt von allen per-

sönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (lei-

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densbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität, Aufenthalts-

kategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen sind (vgl. BGE 134 V 322 E.5.2, 129 V 472 

E.4.2.3, 126 V 75 E.5b). Es kann dabei höchstens ein Leidensabzug von 

25 % zugelassen werden (vgl. BGE 135 V 297 E.5.2, 126 V 75  E.5b/cc). 

Ein Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen, sondern nur dann, wenn 

im Einzelfall genügend Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicher-

te Person wegen eines oder mehrerer der genannten Merkmale ihre ge-

sundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Ar-

beitsmarkt nur noch mit unterdurchschnittlichem Erwerbserfolg verwerten 

kann (vgl. BGE 135 V 297 E.5.2, 126 V 75 E.5b). Der Leidensabzug be-

zweckt, ausgehend von statistischen Werten ein Invalideneinkommen zu 

ermitteln, welches der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung 

der noch möglichen Verrichtungen im Rahmen der (Rest-)Arbeitsfähigkeit 

am besten entspricht (vgl. BGE 134 V 322 E.6.2). In Bezug auf die Über-

prüfung des Leidensabzugs ist die Kognition des kantonalen Versiche-

rungsgerichtes nicht auf Rechtsverletzung beschränkt, sondern erstreckt 

sich auch auf die Beurteilung der Angemessenheit der Verwaltungsverfü-

gung (vgl. BGE 137 V 71 E.5.2; MEYER/REICHMUTH, in: STAUF-

FER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichtes zum Sozia-

lversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 

3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a Rz. 114).

c) Der Beschwerdeführer macht geltend, dass aufgrund seiner zahlreichen 

weiteren, qualitativen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit sowie infol-

ge des Wechsels von einer schweren zu einer leichten bis mittelschweren 

Tätigkeit und des vorgerückten Alters ein Leidensabzug von mindestens 

25 % zu gewähren sei. Dem ist aber erstens entgegenzuhalten, dass 

25 % ohnehin dem maximalen Abzug entspräche. Zudem wurden die vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden bereits bei der Bemessung 

- 15 -

der noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit (70 %) berücksichtigt (vgl. Bg-act. 

48 S. 15 und 55 S. 57-61). Wie oben unter Erwägung 5a dargelegt, sind 

ausserdem die vom Beschwerdeführer behaupteten, weiteren Einschrän-

kungen medizinisch nicht objektiviert. Der Beschwerdeführer macht dazu 

in seiner Beschwerde auch keine näheren Ausführungen. Ferner rechtfer-

tigt der Umstand allein, dass ihm nurmehr leichte bis mittelschwere Tätig-

keiten zumutbar sind, noch keinen Leidensabzug (vgl. Urteile des Bun-

desgerichts 8C_97/2014 vom 16. Juli 2014 E.4.2, 9C_386/2012 vom 18. 

September 2012 E.5.2, 8C_773/2009 vom 19. Februar 2010 E.5.3). Was 

den weiteren Einwand des fortgeschrittenen Alters anbelangt, so ist dar-

auf hinzuweisen, dass ein fortgeschrittenes Alter als abzugsrelevanter 

Aspekt immer unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände des Ein-

zelfalles zu prüfen ist und für sich allein noch keinen Abzug rechtfertigt 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 

E.4.2, 9C_334/2013 vom 24. Juli 2013 E.3, 9C_160/2013 vom 28. August 

2013 E.4.2, 9C_130/2010 vom 14. April 2010 E.3.3.3). Das Alter des Be-

schwerdeführers (im Verfügungszeitpunkt 57-jährig) wirkt sich vorliegend 

nicht lohnsenkend aus (vgl. MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 109 

mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_328/2011 vom 7. De-

zember 2011 E.10.2, wonach Hilfsarbeiten auf dem massgebenden hypo-

thetischen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt wer-

den). Ein Leidensabzug ist somit vorliegend nicht zu gewähren. Schliess-

lich ist noch zu bemerken, dass selbst ein als grosszügig zu wertender 

Leidensabzug von 15 % noch keinen Anspruch auf eine Invalidenrente 

begründen würde. 

d) Ausgehend von einer Restarbeitsfähigkeit von 70 % und gestützt auf die 

Gegenüberstellung des unbestrittenen Valideneinkommens von 

Fr. 65'645.90 und des Invalideneinkommens (ohne Leidensabzug) 

gemäss LSE 2014, Kompetenzniveau 1, männlich von Fr. 47'626.50 re-

http://links.weblaw.ch/de/9C_455/2013
http://links.weblaw.ch/de/9C_334/2013
http://links.weblaw.ch/de/9C_160/2013
http://links.weblaw.ch/de/9C_130/2010

- 16 -

sultiert ein IV-Grad von 27.45 % (vgl. angefochtene Verfügung S. 2 [Bg-

act. 59] und Bg-act. 60 S. 1), damit gerundet (vgl. BGE 130 V 121 E.3) 

27 %. Ab dem 1. Februar 2017 besteht daher kein Rentenanspruch.  

7. Schliesslich macht der Beschwerdeführer noch einen Anspruch auf beruf-

liche Massnahmen geltend. Diese sind jedoch nicht Gegenstand der vor-

liegend angefochtenen Verfügung, weshalb auf den entsprechenden An-

trag nicht weiter eingegangen wird. Im Übrigen wurde ein entsprechender 

Auftrag an die Berufsberatung – soweit den Akten entnommen werden 

kann – offensichtlich bereits erteilt (vgl. Bg-act. 61 S. 11 und Bg-act. 21). 

8. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 

vom 1. September 2016 bis zum 31. Januar 2017 aufgrund einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit und unter Berücksichtigung von Art. 88a 

Abs. 1 IVV Anspruch auf eine befristete ganze Invalidenrente hat. Ab dem 

1. Februar 2017 besteht hingegen aufgrund einer 70%igen Arbeitsfähig-

keit in adaptierter Tätigkeit bei einem IV-Grad von 27 % kein Rentenan-

spruch. In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung 

somit aufzuheben. 

9. a) Das Beschwerdeverfahren ist – in Abweichung zu Art. 61 lit. a ATSG –

gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsge-

richt kostenpflichtig. Der Beschwerdeführer hat die Ausrichtung der ge-

setzlichen Versicherungsleistungen beantragt. Durch die Zusprechung 

der befristeten ganzen Invalidenrente obsiegt er somit im Grundsatz (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 9C_995/2012 vom 17. Januar 2013 E.3). Daher 

hat die unterliegende Beschwerdegegnerin die Verfahrenskosten von 

Fr. 700.-- zu tragen. 

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b) Dem obsiegenden Beschwerdeführer steht nach Art. 61 lit. g ATSG eine 

aussergerichtliche Entschädigung zu. Da er, wie erwähnt, im Grundsatz 

obsiegt, ist ihm eine ungekürzte Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 9C_995/2012 vom 17. Januar 2013 E.3, 

9C_288/2015 vom 7. Januar 2016 E.4.2 f.). Der Rechtsvertreter hat keine 

Honorarnote eingereicht. Das Gericht erachtet eine von der Beschwerde-

gegnerin auszurichtende, aussergerichtliche Entschädigung von pauschal 

Fr. 1'500.-- (inkl. MWST) als angemessen. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung vom 28. 

März 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass A._____ vom 1. 

September 2016 bis zum 31. Januar 2017 Anspruch auf eine ganze Inva-

lidenrente hat.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides 

an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden hat A._____ aussergerichtlich mit 

Fr. 1'500.-- (inkl. MWST) zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]