# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6fb08400-4176-5f05-98a4-8fede4a08572
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2016 C-6186/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6186-2014_2016-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Das BGer ist mit Entscheid vom 

17.01.2017 auf die Beschwerde nicht 

eingetreten (8C_7/2017) 

 
 
    
 

  

  

 

 Abteilung III 

C-6186/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richterin Caroline Bissegger, Richter Michael Peterli,  

Gerichtsschreiberin Sonja Andrea Fünfkirchen. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (wohnhaft in der Republik Mazedonien) 

vertreten durch Dr. iur. André Largier, Rechtsanwalt,  

(Schweiz),  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch;  

Verfügung der IVSTA vom 10. September 2014. 

 

 

 

C-6186/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1962 geborene, verheiratete mazedonische Staatsangehörige 

A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) mit 

derzeitigem Wohnsitz in Mazedonien, war gemäss Auszug aus seinem 

Individuellen Konto (IK) von 1994 bis 2000 in der Schweiz versichert und 

entrichtete während insgesamt 84 Monaten Beiträge an die obligatorische 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Zuletzt war 

er als Hilfsarbeiter beziehungsweise Baggerführer bei der Firma 

B._______ AG tätig (vgl. vorinstanzliche Akten [nachfolgend: IVSTA-

act.] 42, 71).  

B.  

B.a Am 13. August 1992 erlitt der Versicherte gemäss den Akten der 

Schweizerischen Unfallversicherung (im Folgenden: SUVA) einen Arbeits-

unfall (Diagnose: Passagere Mikrohämaturie bei stumpfem Trauma der 

rechten Nierenloge nach Sturz vom Kleinbagger). Aus medizinischer Sicht 

war der Versicherte nach seiner Entlassung aus dem Spital C._______ ab 

17. September 1992 wieder zu 50% und ab 12. Oktober 1992 zu 100 % 

arbeitsfähig (SUVA-act. 1-4). Mit Unfallmeldung vom 26. Mai 1993 wurde 

der SUVA ein „Rückfall“ der Beschwerden gemeldet (SUVA-act. 9). Es 

folgten Hospitalisationen im Zeitraum vom 8. bis 16. November 1993 

(SUVA-act. 13, 16 f., 18 f.) und vom 12. bis 17. Mai 1994 (SUVA-act. 25 f.), 

um eine Neurolyse (Vorverlagerung) des Nervus ulnaris rechts sowie eine 

Spaltung und Revision der Loge de Guyon am Handgelenk rechts 

durchzuführen. Seine Tätigkeit als Bauarbeiter unterbrach er infolge 

Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vom 16. August bis 11. Oktober 1992, 

20. April bis 31. Dezember 1993 sowie vom 1. Januar bis 31. Dezember 

1994 (IVSTA-act. 42). Für die Unfallfolgen kam die SUVA auf und richtete 

dem Beschwerdeführer ab April 1993 ein Taggeld von 50% sowie ab 

8. November 1993 ein solches von 100% aus. Am 19. April 1995 beurteilte 

Dr. med. D.a._______, Kreisarzt der SUVA, den Versicherten ab 1. Mai 

1995 wieder zu 100% arbeitsfähig (SUVA-act. 49).  

B.b Mit Verfügung vom 5. Mai 1995 stellte die SUVA die bis Ende April 

1995 ausgerichteten Taggeldleistungen an den Versicherten ein und ver-

neinte für die Zeit ab 1. Mai 1995 jeglichen weiteren Leistungsanspruch im 

Zusammenhang mit dessen unfallbedingter Beeinträchtigung der Arm- und 

Handfunktionen rechts. Da die Verletzungen gut geheilt seien und der Ver-

sicherte nicht durch eine bleibende Erwerbsunfähigkeit oder für längere 

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Zeit in der Erwerbstätigkeit messbar beeinträchtigt sei, erfülle er die 

Voraussetzungen für eine Invalidenrente gemäss UVG nicht. Zudem habe 

er auch keinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung gemäss Art. 24 

UVG sowie weitere Taggeldleistungen (SUVA-act. 51). Die Verfügung 

wurde nach Ausschöpfung des Instanzenzugs vom Eidgenössischen 

Versicherungsgericht (im Folgenden: EVG; heute Bundesgericht [BGer]) 

mit Urteil vom 5. Februar 2001 im Ergebnis bestätigt (vgl. SUVA-act. 80, 

89, 96). 

C.  

Auf Anraten der SUVA (SUVA-act. 6) reichte der Beschwerdeführer am 

17. Mai 1994 respektive 18. Mai 1994 (Posteingang) bei der damals zu-

ständigen IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt Y._______ (im 

Folgenden: IV-Stelle Y._______) ein Gesuch zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung (IV; erste Rentenanmeldung) ein (vgl. IV-Akten 

Y._______ [im Folgenden: IV-act.] 3/1-6). Er machte unfallbedingte 

Beschwerden im rechten Arm geltend. Nachdem die IV-Stelle Y._______ 

die notwendigen Abklärungen durchgeführt und insbesondere die Akten 

der SUVA beigezogen hatte, sprach sie dem Beschwerdeführer mit der 

ihren Vorbescheid vom 19. Juni 1995 (IV-act. 16) im Wesentlichen 

bestätigenden Verfügung vom 19. Dezember 1995 eine vom 1. April 1994 

bis zum 31. Juli 1995 befristete ordentliche ganze Invalidenrente zu (IV-

act. 23, 25 f.). Diese Verfügung beziehungsweise die darin enthaltene 

Befristung der Invalidenrente wurde beim Sozialversicherungsgericht des 

Kantons Y._______ angefochten, von diesem aber mit Urteil vom 

25. November 1998 abgewiesen (IV-act. 31/6-15, 35). Das Bundesgericht 

bestätigte diesen Entscheid mit Urteil vom 5. Februar 2001 (IV-act. 37). 

D.  

D.a Mit Gesuch vom 9. Juli 2008 reichte der inzwischen in seinem Heimat-

land wohnende Versicherte beim mazedonischen Sozialversicherungs-

träger zuhanden der Schweizerischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

(IVSTA, im Folgenden auch: Vorinstanz) erneut ein Rentengesuch (zweite 

Rentenanmeldung) ein, welches am 26. März 2009 an die Vorinstanz über-

mittelt wurde (vgl. IVSTA-act. 1). 

D.b Nach Abklärungen zur Erwerbs- und gesundheitlichen Situation teilte 

die IVSTA dem Versicherten mit Vorbescheid vom 10. Dezember 2009 mit, 

sein Rentenbegehren sei abzuweisen, da er zwar infolge der Gesundheits-

beeinträchtigung in seinem angestammten Beruf als Bauarbeiter zu 70% 

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arbeitsunfähig sei, ihm jedoch die Ausübung einer leichteren, dem Gesund-

heitszustand besser angepassten, gewinnbringenden Tätigkeit (z.B. als 

Verkäufer, Telefonist oder Museumsaufseher) zumutbar sei, dies mit einer 

Erwerbseinbusse von 18%; der entsprechende Einkommensvergleich 

habe eine Einkommenseinbusse (beziehungsweise einen Invaliditätsgrad) 

von gerundet 18% ergeben, die keinen Anspruch auf eine Rente ergebe 

(IVSTA-act. 14.1, 14.3, 43, 44, 46). 

D.c Nach Einwand des Versicherten vom 28. Dezember 2009 (IVSTA-

act. 47/1) und ergänzender Stellungnahme des ärztlichen Dienstes der IV-

Stelle vom 1. Februar 2010 (IVSTA-act. 51) wies die IVSTA mit Verfügung 

vom 14. April 2010 (IVSTA-act. 52) das Rentenbegehren ab. Als Begrün-

dung führte sie im Wesentlichen an, dass zwar eine Arbeitsunfähigkeit im 

Umfang von 70% im angestammten Beruf (Bauarbeiter) bestehe, jedoch 

eine Verweistätigkeit zu 100% dem Beschwerdeführer zumutbar sei, dies 

mit einer Erwerbseinbusse von 18%. 

D.d Gegen diesen Entscheid erhob A._______ am 29. April 2010 

Beschwerde und beantragte, es sei ihm eine unbefristete IV-Rente gestützt 

auf einem Invaliditätsgrad von 100% auszurichten. Zudem reichte er 

mehrere medizinische Berichte aus dem Zeitraum vom 16. August 2007 

bis 28. Dezember 2009 als Beweismittel ein (IVSTA-act. 53). 

D.e Das Bundesverwaltungsgericht hob mit Urteil C-3413/2010 vom 

20. Dezember 2012 die angefochtene Verfügung vom 14. April 2010 auf 

und wies die Sache an die Vorinstanz zurück, damit diese eine um-

fassende, polydisziplinäre fachärztliche Begutachtung des Beschwerde-

führers in neurologischer, orthopädischer, psychiatrischer sowie kardio-

logischer Hinsicht durchführen lasse. Anschliessend sei der Rentenan-

spruch neu zu verfügen (IVSTA-act. 71).  

D.f Unter Berücksichtigung des polydisziplinären medizinischen Gut-

achtens vom 23. September 2013 (nachfolgend: Gutachten PMEDA; 

IVSTA-act. 90) der Beurteilung des medizinischen Dienstes vom 

9. Oktober 2013 (IVSTA-act. 94) und der Stellungnahme der Experten-

kommission der IVSTA vom 29. April 2014 (IVSTA-act. 98) stellte die 

Vorinstanz dem Versicherten mit Vorbescheid vom 30. April 2014 die Ab-

weisung des Leistungsbegehrens (zweite Rentenanmeldung) in Aussicht. 

Eine gewinnbringende Tätigkeit sei – nach Ansicht der Vorinstanz – in 

rentenausschliessender Weise zumutbar und es liege somit keine Invalidi-

tät vor, die einen Rentenanspruch zu begründen vermöge (IVSTA-act. 99). 

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D.g Nach Einwand des Versicherten vom 4. Juni 2014 (IVSTA-act. 101) 

und ergänzender Stellungnahme der Expertenkommission der IV-Stelle 

vom 8. September 2014 (IVSTA-act. 106) wies die IVSTA mit Verfügung 

vom 10. September 2014 (IVSTA-act. 107) das zweite Rentengesuch vom 

9. Juli 2008 respektive 26. März 2009 ab. 

E.  

E.a Gegen die abweisende Verfügung liess A._______ (nachfolgend: Be-

schwerdeführer) durch die bevollmächtigte und in Mazedonien zuge-

lassene Rechtsanwältin, Violeta Ilievska, am 15. Oktober 2014 Be-

schwerde erheben (vgl. Beschwerdeakten [nachfolgend: B-act.] 1). Nebst 

dem sinngemässen Antrag um unentgeltliche Prozessführung, stellte er fol-

gende Anträge – unter Kosten und Entschädigungsfolge: 

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 10. September 2014 sei auf-

zuheben. 

2. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer eine In-

validenrente auszurichten. 

3. Die Höhe der Integritätsentschädigung sei nach Vorliegen eines 

rechtsgenüglichen Gutachtens beziehungsweise nach Vornahme der 

rechtsgenüglichen Abklärung festzusetzen. 

Als Begründung führte der Beschwerdeführer sinngemäss an, dass die be-

gutachtenden Ärzte im Rahmen der umfassenden polydisziplinären Be-

gutachtung den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht korrekt 

abgeklärt hätten beziehungsweise der Beschwerdeführer den Beweiswert 

des polydisziplinären medizinischen Gutachtens vom 23. September 2013 

anzweifle. Die Vorinstanz habe auf Basis einer unrichtigen Sachver-

haltsfeststellung auf eine nicht realistische Leistungsfähigkeit des Be-

schwerdeführers geschlossen. Zudem reichte er ein ärztliches Attest des 

Neurologen Dr. M. D.b._______ (Krankenhaus E._______ Z._______) 

vom 14. Oktober 2014 ein (B-act. 1 Beilage 3). 

E.b Am 18. November 2014 teilte der Beschwerdeführer mit, er werde neu 

durch Rechtsanwalt (RA) Dr. iur. André Largier vertreten (B-act. 3). 

E.c Mit Schreiben vom 5. Februar 2015 nahm die Expertenkommission der 

IV-Stelle zur Beschwerde Stellung (IVSTA-act. 109).  

E.d Die Vorinstanz beantragte daraufhin mit Vernehmlassung vom 

27. Februar 2015 die Abweisung der Beschwerde. Am Zustand des Be-

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schwerdeführers habe sich gegenüber den früheren, gerichtlich akzep-

tierten Feststellungen nichts Wesentliches geändert. Der damals er-

rechnete Invaliditätsgrad von 13% [vgl. Sachverhalt Bst. D.c] gelte deshalb 

fort (B-act. 10). 

E.e Mit Replik vom 15. April 2015 (B-act. 17) liess der Beschwerdeführer 

die Beweiskraft des amtlichen Gutachtens abermals anzweifeln. Mangels 

Beweiswert des amtlichen Gutachtens sei ein neues polydisziplinäres 

Gutachten einzuholen. 

E.f Die Vorinstanz verzichtete am 11. Mai 2015 auf eine substantiierte 

Duplik (B-act. 19). 

E.g Mit Beschwerdeschrift vom 15. Oktober 2014 (B-act. 1) stellte der Be-

schwerdeführer ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und, nach-

dem er RA Dr. iur. André Largier als neuen Rechtsvertreter bevollmächtigt 

hatte, zusätzlich ein Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung (B-act. 3). 

Beide Gesuche wurden vom zuständigen Instruktionsrichter mit Verfügung 

vom 4. Juni 2015 bewilligt. Als amtlich bestellter Anwalt wurde Rechtsan-

walt Dr. iur. André Largier beigeordnet (B-act. 20).  

E.h Mit verfahrensleitender Verfügung vom 4. Juni 2015 wurde der 

Schriftenwechsel geschlossen (B-act. 20). 

E.i Am 29. Juli 2016 (Posteingang BVGer) reichte die SUVA ein auf einem 

Datenträger gespeichertes, vollständiges Aktendossier, chronologisch 

gereiht und durchgehend nummeriert samt Aktenverzeichnis ein (B-

act. 24). 

F.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird 

– soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Zu beurteilen ist die Beschwerde vom 15. Oktober 2014 (B-act. 1) 

gegen die Verfügung vom 10. September 2014 (B-act. 1.2; IVSTA-

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act. 197), mit welcher die Vorinstanz das Leistungsbegehren des Be-

schwerdeführers vom 9. Juli 2008 (IVSTA-act. 1) im Rahmen der 

Neuanmeldung des Beschwerdeführers abgewiesen hat. 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesver-

waltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-

gen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.3 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-

waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-

stimmt. Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine 

Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG (SR 830.1) 

anwendbar ist. 

1.4 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-

nommen; er ist durch die ihn betreffende Verfügung berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). Die Be-

schwerde ist im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht worden (Art. 60 

ATSG, Art. 52 VwVG). Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 

4. Juni 2015 die beantragte unentgeltliche Prozessführung gewährt wurde 

(B-act. 20) und folgedessen kein Kostenvorschuss zu leisten war, sind 

sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt. Auf die Beschwerde ist daher 

einzutreten. 

Die Parteiinteressen des Beschwerdeführers werden durch den bevoll-

mächtigten sowie vom Bundesverwaltungsgericht als amtlichen Beistand 

eingesetzten Dr. iur. André Largier vertreten. 

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer, über dessen Anspruch auf eine Invalidenver-

sicherung zu entscheiden ist, ist Staatsangehöriger von Mazedonien, so-

dass vorliegend das Abkommen vom 9. Dezember 1999 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Mazedonien über 

Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.520.1; nachfolgend: Sozialversiche-

rungsabkommen) zur Anwendung gelangt.  

2.2 Nach Art. 4 Abs. 1 des Sozialversicherungsabkommens sind die 

Staatsangehörigen des einen Vertragsstaates in ihren Rechten und 

Pflichten aus den Rechtsvorschriften des anderen Vertragsstaates, zu 

denen gemäss Art. 1 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 2 A lit. ii des Sozi-

alversicherungsabkommens auch die Bundesgesetzgebung über die 

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Seite 8 

schweizerische Invalidenversicherung gehört, den Staatsangehörigen 

dieses Vertragsstaates gleichgestellt; abweichende Bestimmungen in 

diesem Abkommen bleiben vorbehalten. Mangels vorliegend anwendbarer, 

abweichender Vorschriften bestimmt sich der Anspruch des Beschwerde-

führers auf Leistungen der Invalidenversicherung demnach ausschliesslich 

nach schweizerischem Recht.  

3.  

3.1 In materiell-rechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts-

sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 

Tatbestandes Geltung haben, wobei nach ständiger Praxis auf den im Zeit-

punkt des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes (hier: 10. Sep-

tember 2014) eingetretenen Sachverhalt abgestellt wird (BGE 130 V 329, 

BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für 

die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem 

Zeitpunkt nach den in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro rata 

temporis; vgl. BGE 130 V 445). Tatsachen, die den Sachverhalt seit dem 

Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung verändert haben, 

sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein 

(BGE 121 V 362 E. 1b). Nach Verfügungserlass verfasste ärztliche Be-

richte können jedoch berücksichtigt werden, wenn sie (rückwirkend) Bezug 

auf den – bereits im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung 

vorliegenden – gesundheitlichen Zustand des Beschwerdeführers 

nehmen, somit mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang 

stehen und allenfalls geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Ver-

fügungserlasses zu beeinflussen (vgl. BGE 116 V 80 E. 6b).  

3.2 Im vorliegenden Verfahren finden demnach die Normen des vom 

Bundesrat auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Teils der 6  IV-

Revision (IV-Revision 6a in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 

5659; 6. IV-Revision/erstes Massnahmenpaket]) Anwendung. Im Weiteren 

sind aber auch solche Bestimmungen zu berücksichtigen, die zu jenem 

Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung 

allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind (das 

IVG ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 

[AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die IVV in der entsprechenden Fassung 

der 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]).  

Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) zu 

http://www.admin.ch/ch/d/as/2011/5659.pdf
http://www.admin.ch/ch/d/as/2011/5659.pdf

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Seite 9 

beachten. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Arbeitsunfähig-

keit, Erwerbsunfähigkeit und Invalidität entsprechen den bisherigen von 

der Rechtsprechung zur Invalidenversicherung entwickelten Begriffen und 

Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1 ff.). Daran hat sich auch nach In-

krafttreten der 5. Revision des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 

nichts geändert, weshalb nachfolgend auf die dortigen Begriffsbe-

stimmungen verwiesen wird. 

3.3  

3.3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-

de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die In-

validität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein 

(Art. 4 Abs. 1 IVG); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begrün-

dung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und 

Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). 

3.3.2 Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche-

nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur 

vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG; 

der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Abs. 2 hat den Begriff der Er-

werbsunfähigkeit nicht modifiziert [BGE 135 V 215 E. 7.3]). 

3.3.3 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil-

weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 

Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 

einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

3.3.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden 

Fassung) besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% An-

spruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem solchen 

von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Gemäss 

Sozialversicherungsabkommen mit Mazedonien wird eine Invalidenrente 

bei Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz nur ab einem Invaliditätsgrad 

von 50% gewährt (Art. 5 Abs. 2 des Sozialversicherungsabkommens). 

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Seite 10 

3.3.5 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung 

haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre Erwerbs-

fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten 

oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres 

(Wartezeit) ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 

40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 Abs. 1 ATSG) sind (Bst. b 

und c). Der Invaliditätsgrad von Versicherten mit Wohnsitz und gewöhn-

lichen Aufenthalt ausserhalb der Schweiz muss – abgesehen von vor-

liegend nicht zutreffenden Ausnahmen – nach Ablauf der Wartezeit 50% 

betragen (vgl. Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG in der seit dem 1. Januar 2008 

geltenden Fassung). 

3.3.6 Wurde eine Rente rückwirkend befristet zugesprochen oder wurde 

eine solche wegen eines fehlenden oder zu geringen Invaliditätsgrades be-

reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn 

die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 

in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 3 

und 4 IVV in der bis zum 31. Dezember 2011 gültig gewesenen Fassung; 

BGE 133 V 263 E. 6). Tritt die Verwaltung – wie im vorliegenden Fall – auf 

die Neuanmeldung (i.c. zweites Rentenverfahren) ein, so hat sie die Sache 

materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 

Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 

tatsächlich eingetreten ist (vgl. Urteil des BVGer C-3412/2010 vom 

20. Dezember 2012 E. 5 [IVSTA-act. 71]; sie hat demnach in analoger 

Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen 

(vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 83 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie 

fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen 

Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch 

ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte 

Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität 

zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die 

gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 

E. 3.2.2 f.).  

3.4 Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch eine Änderung 

der tatsächlichen Verhältnisse voraus. Zu vergleichen ist dabei der Sach-

verhalt im Zeitpunkt der letzten der versicherten Person eröffneten rechts-

kräftigen Verfügung (vgl. Verfügung der IV-Stelle Y._______ vom 

19. Dezember 1995 [IV-act. 31], letztinstanzlich bestätigt durch das Urteil 

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Seite 11 

des EVG vom 5. Februar 2001 [IV-act. 37]), welche auf einer materiellen 

Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 

Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den er-

werblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht; vorbehalten 

bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revi-

sion (BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Ferner muss die Veränderung der Verhält-

nisse erheblich, das heisst hinsichtlich der Auswirkungen auf den Invalidi-

tätsgrad rentenwirksam sein (vgl. Art. 17 ATSG, BGE 130 V 343 E. 3.5 mit 

Hinweisen). Unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten – welche gleich-

ermassen auch im Neuanmeldungsverfahren gelten (vgl. BGE 133 V 108 

E. 5.2; Urteil des BGer I 658/05 vom 27. März 2006 E. 4.4) – ist die unter-

schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen 

Sachverhaltes unerheblich (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; 

SVR 1996 IV Nr. 70 E. 3a). 

3.5  

3.5.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvoll-

ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unan-

gemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.5.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat 

in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 

157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). 

3.5.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, 

sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis-

grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglich-

keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 

nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, 

die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 

würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b; 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Führen 

die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder 

das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 

bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 

http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-193
http://links.weblaw.ch/BGE-122-V-157
http://links.weblaw.ch/BGE-122-V-157
http://links.weblaw.ch/BGE-126-V-353
http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-193

C-6186/2014 

Seite 12 

und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Er-

gebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 

verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; UELI KIESER, Das Verwaltungs-

verfahren in der Sozialversicherung, 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 

122 V 162 E. 1d; 122 II 464 E. 4a; 120 Ib 224 E. 2b). Diese Praxis wurde 

vom Bundesgericht bestätigt (vgl. z.B. Urteil des BGer 8C_671/2014 vom 

19. März 2015 E. 2 m.w.H.). 

3.6  

3.6.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 

(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärzt-

liche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 

haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheits-

zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 

ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 

die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zu-

gemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Die - 

arbeitsmedizinische - Aufgabe der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich 

dazu zu äussern, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen 

oder geistigen Funktionen leidensbedingt eingeschränkt ist. Im Vorder-

grund stehen dabei vor allem jene Funktionen, welche für die nach der 

Lebenserfahrung im Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der ver-

sicherten Person wesentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, 

im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie 

Lasten heben und tragen kann). Die Frage, welche konkreten beruflichen 

Tätigkeiten auf Grund der medizinischen Angaben und unter Berücksichti-

gung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kommen, 

ist demgegenüber nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Ver-

waltung bzw. von der Berufsberatung zu beantworten (vgl. Urteil des 

EVG I 457/04 vom 26. Oktober 2004, in: SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit 

Verweis auf BGE 107 V 20 E. 2b). 

3.6.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-

legung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und 

Experten begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc mit Hin-

weisen). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

C-6186/2014 

Seite 13 

weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-

reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als 

Gutachten (vgl. dazu Urteil des EVG I 268/2005 vom 26. Januar 2006 

E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a).  

So ist den im Rahmen des im Verwaltungsverfahren eingeholten Gut-

achten externer Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtun-

gen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten 

und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, 

bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. 

dazu das Urteil des EVG vom 26. Januar 2006 [I 268/2005] E. 1.2, mit Hin-

weis auf BGE 125 V 352 E. 3a und weiteren Hinweisen). In Bezug auf Be-

richte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache 

Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftrags-

rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 

Patienten aussagen. Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner 

Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollzieh-

bar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine konkreten In-

dizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der 

befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger 

steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit 

schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-

trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-

scheinen lassen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b; 122 V 160 E. 1c; 

123 V 178 E. 3.4 sowie UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, 

Art. 43 Rz. 55). 

3.6.3 Nach der Rechtsprechung bestimmt sich der Beweiswert prognosti-

scher Angaben zur Arbeitsfähigkeit im rechtlich massgebenden Beur-

teilungszeitpunkt danach, ob sie im Lichte der erhobenen medizinischen 

Befunde und Diagnosen sowie der vorher oder später erstatteten, beweis-

kräftigen Arztberichte nachvollziehbar, einleuchtend und konkret überzeu-

gend sind und namentlich nichts für eine seitherige, objektive Ver-

schlechterung des Gesundheitszustands spricht, welche ernsthafte Zweifel 

an der Richtigkeit der früheren Prognose respektive der ursprünglich zuge-

muteten Restarbeitsfähigkeit begründet (vgl. unveröffentlichtes Urteil des 

BGer I 783/06 vom 6. September 2007 E. 4 mit Hinweisen; Urteil des 

BVGer C-2573/2006 vom 8. Juli 2008 E. 8.1). 

  

http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-351

C-6186/2014 

Seite 14 

4.  

Im vorliegenden Verfahren handelt es sich um eine Neuanmeldung 

respektive um ein Zweitgesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente vom 

9. Juli 2008 (vgl. Sachverhalt Bst. D.a), auf das die Vorinstanz eingetreten 

ist und es mit Verfügung vom 10. September 2014 abgewiesen hat. 

Demzufolge ist vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der Verfügung der 

IV-Stelle Y._______ vom 19. Dezember 1995 (Referenzzeitpunkt) bis zum 

Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 10. September 

2014 in rentenanspruchserheblicher Weise verschlechtert hat. 

4.1 Zunächst sind die medizinische Situation des Beschwerdeführers und 

die Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit darzulegen, die zur Gewährung einer 

zeitlich befristeten Invalidenrente durch die IV-Stelle Y._______ am 

19. Dezember 1995 geführt haben. 

4.1.1 Im August 1992 erlitt der Beschwerdeführer gemäss den Akten der 

SUVA einen Arbeitsunfall (Sturz aus einem Kleinbagger, der sich mehrfach 

überschlug), bei welchem er sich laut Bericht des Spitals C._______ vom 

27. August 1992 eine passagere Mikrohämaturie bei stumpfen Trauma der 

rechten Nierenloge sowie laut ärztlichem Zwischenbericht von 

Dr. med. D.c._______ vom 2. November 1992 eine posttraumatische 

Epicondylopathia ulnaris rechts zugezogen hatte (SUVA-act. 1-4). Im 

Folgejahr wurde ein 'Rückfall' aufgrund therapieresistenter Schmerzen bei 

posttraumatischer Epicondylopathia humeri ulnaris rechts nach Trauma am 

13. August 1992 diagnostiziert (SUVA-act. 9). Am 10. November 1993 

wurde der Nervus ulnaris am rechten Ellenbogen in der F._______ Klinik 

operativ vorverlegt (SUVA-act. 13, 16 f., 18 f.) und am 13. Mai 1994 die 

Loge de Guyon durch eine Dekompression des Nervus ulnaris im Bereich 

des Handgelenkes rechts erfolgreich revidiert (SUVA-act. 25 f.). Gemäss 

Austrittsbericht der beiden Orthopäden, Dres. D. D.d._______ und 

H. D.e._______, vom 17. Mai 1994 sei der Patient mit einer palmaren 

Gipsschiene und reizlosen Wundverhältnissen entlassen worden (SUVA-

act. 26; IV-act. 9). Im Rahmen der Nachkontrolle beurteilte 

Dr. med. D. D.d._______ den Patienten in seinem Bericht vom 31. Mai 

1994, als „an sich beschwerdefrei“. Am 7. Juni 1994 ergab die 

kreisärztliche Untersuchung durch Dr. J. D.f._______, dass der 

Beschwerdeführer mit fehlender motorischer Ulnarisfunktion der Hand 

rechts „noch lange nicht einsatzfähig“ sei. Der kraftvolle Faustschluss 

(rechts) sei gestört, weshalb ein Verlaufs-EMG anzufordern und eine 

C-6186/2014 

Seite 15 

Arbeitsplatz-Abklärung vorzunehmen sei (SUVA-act. 28). Dem Kontrollbe-

richt vom 30. Januar 1995 der F._______ Klinik ist zu entnehmen, dass der 

Patient – 14 Monate nach Vorverlagerung des Nervus ulnaris am rechten 

Ellbogen sowie sieben Monate nach Spaltung und Revision der Loge de 

Guyon am Handgelenk rechts – nach wie vor über Restbeschwerden im 

Bereich des rechten Armes im Sinne eines Schulter-/Armsyndromes, über 

belastungsabhängige und zum Teil Ruheschmerzen, sowie über eine 

gewisse Hyposensibilität im ulnarisversorgten Dermatom klage. 

Dr. med. D. D.d._______ beurteilte die medizinische Situation derart, dass 

ein chronisches Schulter-/Armsyndrom bestehe, welches aufgrund des 

langwierigen Krankheitsverlaufes und der bereits mehrfach erfolgten 

Therapien „wohl im Moment aus medizinischer Sicht austherapiert 

scheine“. Nach Ansicht der Ärzte in der F._______ Klinik sei der Patient in 

einer entsprechenden angepassten Tätigkeit mit Arbeiten, die einen Ge-

wichtseinsatz über 10-20 kg nicht übersteigen, sowie keine repetitiven 

Arbeiten über der Horizontale erfordern, zu 100% arbeitsfähig. Eine beruf-

liche Abklärung sei jedenfalls zu prüfen, weitere medizinische Kontrollen in 

der F._______ Klinik seien nicht vorgesehen (SUVA-act.  39; IV-act. 6, 18). 

Der ärztliche Zwischenbericht vom 23. März 1995 der Dres. med. 

W. D.a._______ (Kreisarzt der SUVA) und D.c._______ (damals 

behandelnder Arzt) verweist hinsichtlich der Diagnose auf die früheren 

Berichte und den letzten Bericht der F._______ Klinik vom 30. Januar 

1995. Als gegenwärtigen Zustand nannte Dr. med. W. D.a._______ eine 

erhebliche subjektive, aber auch objektive Schwäche im ganzen rechten 

Vorderarm. Die Pronation sei um die Hälfte eingeschränkt, ebenso die 

Dorsalextension im Handgelenk. Zudem bestehe eine Hypästhesie in den 

Fingern IV und V. Dr. med. D.c._______ hielt in Bezug auf die 

Arbeitsfähigkeit fest, dass der Patient wohl nie mehr zu 100% arbeitsfähig 

sein werde. Er empfahl eine Umschulung auf eine leichtere Tätigkeit, zumal 

der Arbeitswille beim Patienten vorhanden sei (SUVA-act. 39a).  

4.1.2 In der kreisärztlichen Untersuchung vom 19. April 1995 gab der Be-

schwerdeführer an, dass er beim Arbeitsversuch im März heftige 

Schmerzen vor allem im Vorderarm und auch in der Schulter bekommen 

habe, weshalb er die Arbeit wieder niedergelegt habe. Der Kreisarzt der 

SUVA, Dr. med. W. D.a._______, erachtete eine unfallbedingte, 

ellenbogengelenksnahe Verletzung als hinreichend wahrscheinlich. Die 

Handgelenksfunktionen seien frei, ebenso Extension und Flexion am 

rechten Ellbogen. Auch seien die Schulterfunktionen heute vollständig frei, 

keine Gelenkgeräusche feststellbar. Hinsichtlich der Einschätzung der 

verbleibenden Leistungsfähigkeit äusserte sich der Kreisarzt dahingehend, 

C-6186/2014 

Seite 16 

dass es verständlich sei, wenn es bei der Arbeitsaufnahme zu muskulären 

Beschwerden komme. Dies sei aber kein Grund, die Arbeit nun gänzlich 

niederzulegen. Der Versicherte sei ab 1. Mai 1995 zu 100% arbeitsfähig. 

Es seien ihm auch Arbeiten repetitiv über Kopfhöhe zumutbar (SUVA-

act. 49). Gestützt auf den kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 

19. April 1995 stellte die SUVA die Taggeldleistungen Ende April 1995 ein 

und schloss den ‚Rückfall‘ mit der Übernahme der ergangenen Heilkosten 

ab, da vor allem auch keine weitere medizinische Behandlung mehr nötig 

sei. Gleichzeitig hielt sie in ihrer Verfügung vom 5. Mai 1995 fest, dass der 

Versicherte weder Ansprüche auf eine Invalidenrente der 

Unfallversicherung noch auf eine Integritätsentschädigung habe (SUVA-

act. 80).  

4.1.3 In Vorkenntnis der erwähnten SUVA-Akten stellte die IV-Stelle 

Y._______ mit Vorbescheid vom 19. Juni 1995 (SUVA-act. 16) dem 

Beschwerdeführer aufgrund seiner langdauernden Krankheit die 

Ausrichtung einer befristeten Invalidenrente vom 1. April 1994 bis 31. Juli 

1995 in Aussicht (vgl. Sachverhalt Bst. C). Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit 

äusserte sich die IV-Stelle Y._______ dahingehend, dass sich die von ihr 

gemachten Erhebungen mit denjenigen der SUVA decken würden und die 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit dem 20. April 1993 teilweise und ab 

November 1993 vollumfänglich eingeschränkt sei. Seit 1. Mai 1995 sei ihm 

jedoch in einer entsprechenden (Verweis-)Tätigkeit wieder möglich, diese 

zu 100% auszuführen und dabei ein entsprechendes Einkommen zu 

erzielen (IV-act. 16). In der Folge unterbreitete die IV-Stelle Y._______ die 

vom Beschwerdeführer mit Schreiben vom 4. August 1995 (Posteingang 

IV-Stelle Y._______; IV-act. 20) gemachten Einwände dem zuständigen IV-

Arzt, Dr. med. K. D.g._______, zur Stellungnahme. Dieser teilte am 

17. August 1995 mit, dass der Versicherte am 30. Januar 1995 letztmals in 

der F._______ Klinik ganzheitlich, das heisst nicht nur unfallbezogen, 

untersucht worden sei. Gemäss diesem Kontrollbericht sei der Versicherte 

– mit der Einschränkung, keine Lasten über 20 kg zu heben und keine 

längerdauernde Überkopfarbeit zu verrichten – zu 100% arbeitsfähig. 

4.1.4 Mit Verfügung vom 19. Dezember 1995 bestätigte die IV-Stelle 

Y._______ die zugesprochene ordentliche ganze Invalidenrente (IV-

act. 25 f., 31). Dr. med. J. D.c._______ (FMH für Rheumaerkrankungen) 

äusserte sich am 20. Dezember 1995 auf Anfrage der IV-Stelle Y._______ 

bezüglich der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers dahingehend, 

dass sowohl er als auch die Fachärzte in der F._______ Klinik (im 

Gegensatz zur SUVA) der Meinung seien, es liege im Falle des 

C-6186/2014 

Seite 17 

Beschwerdeführers ein ungünstiges postoperatives Resultat vor, weshalb 

der Patient als Bauarbeiter wohl dauernd arbeitsunfähig bleibe. 

Dr. med. J. D.c._______ habe den Patienten zuletzt am 7. Dezember 1995 

untersucht und keine Verbesserung der Funktion sowie eine Abnahme der 

subjektiven Beschwerden feststellen können. Für eine leichtere Tätigkeit 

ohne starke Belastung des rechten Vorderarmes sei der Patient sicher 

teilweise (anfänglich zu 50%) und für eine geeignete Tätigkeit sogar zu 

100% arbeitsfähig. Als mögliche Verweistätigkeiten kämen ab dem 1. Juli 

1995 seines Erachtens unter anderem Tätigkeiten als Chauffeur mit 

kleinem Lieferwagen, Arbeiten im Fabrikationsbetrieb, als Bote oder 

Verkaufstätigkeiten in Betracht (IV-act. 27).  

4.1.5 Während des Verfahrens vor Sozialversicherungsgericht des 

Kantons Y._______ wurden folgende Arztberichte mit Hinweisen zur 

Diagnose und Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers eingeholt: 

– Kontrollbericht vom 19. Dezember 1996 von Dr. med. D. D.d._______, 
Oberarzt Orthopädie in der F._______ Klinik (SUVA-act. 67) 

– Arztzeugnis UVG vom 24. Dezember 1996 der Kreisagentur Y._______, 
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA-act. 68) 

– Arztzeugnis vom 13. Juli 2000 von Dr. med. J. D.c._______ (SUVA-act. 93) 

Dr. med. D. D.d._______ hielt in seinem Kontrollbericht vom 19. Dezember 

1996 fest, es persistiere nach wie vor das Schulter-Arm-Syndrom rechts 

mit den funktionell objektivierbaren Ausfällen bei einer an sich gut 

funktionierenden Sensibilität im Ulnarisbereich. Die fehlende aktive 

Pronation könne nur zum Teil passiv überwunden werden, klinisch und 

radiologisch finde der Orthopäde aber keine Gründe für diese 

Bewegungseinschränkungen. Allenfalls könne einer gezielten 

Sympatholyse (Ismelinblöcke) oder einer entsprechenden Stimulation eine 

Beschwerdeminderung und eine Funktionsverbesserung erreicht werden 

(SUVA-act. 67). Der Kreisarzt der SUVA diagnostizierte eine 

Einschränkung der Pronation im rechten Vorderarm um einen Drittel, 

Knacken im Ellbogen sowie eine deutliche Verminderung der Rohkraft. Die 

Diagnose sei gegenüber den früheren Berichten unverändert (SUVA-

act. 68). Dr. med. J. D.c._______ bestätigte am 13. Juli 2000 im 

Wesentlichen die Beurteilung des Kreisarztes. Objektiv sei die 

Beweglichkeit der HWS in der Rotation beidseitig um ein Drittel 

eingeschränkt, die Extension und Flexion sei ebenfalls um ein Drittel 

eingeschränkt. Beim Ausschluss sei die Kraft nach wie vor rechts mehr 

vermindert als links. Als Bauarbeiter bleibe der Patient vollständig (zu 

C-6186/2014 

Seite 18 

100%) arbeitsunfähig. Für eine leichtere Tätigkeit bestehe aus 

medizinisch-theoretischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 50%, im Idealfall 

bis 100% (SUVA-act. 93). 

4.1.6 Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Y._______ hielt mit 

Urteil vom 25. November 1998 fest, dass dem Beschwerdeführer ab 

1. August 1995, nach Ablauf von drei Monaten seit der ärztlich 

bescheinigten Arbeitsfähigkeit von 100% für behinderungsangepasste 

Tätigkeiten, keine Invalidenrente mehr zustehe, zumal der 

Beschwerdeführer spätestens seit 1. Mai 1995 wieder in leichten (Verweis-

)Tätigkeiten uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen sei (IV-act. 35).  

4.1.7 In seinem bestätigenden Urteil vom 5. Februar 2001 (SUVA-act. 96; 

IV-act. 37) hielt das EVG fest, dass an den medizinischen Beurteilungen 

der Ärzte der F._______ Klinik sowie der Dres. med. D.a._______ 

(Kreisarzt der SUVA) und D.c._______ (damals behandelnder Arzt) nichts 

auszusetzen sei. Der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner 

Restbeschwerden der rechten Hand nach Dekompression des Nervus 

ulnaris sowie Status nach Vorverlagerung des Nervus ulnaris in einer 

leidensangepassten Tätigkeit möglichst unter Vermeidung repetitiver 

Arbeiten über Kopfhöhe und ohne Heben schwerer Lasten spätestens ab 

dem 1. Mai 1995 wieder uneingeschränkt arbeitsfähig. 

4.2  

4.2.1 In der Neuanmeldung hat die für den mittlerweile im Ausland 

lebenden Beschwerdeführer zuständige Vorinstanz (IVSTA) mit Entscheid 

vom 14. April 2010 (IVSTA-act. 52) folgende medizinische Akten 

berücksichtigt:  

– Kurzbericht vom 16. August 2007 von Dr. med. R. D.h._______ in X._______ 
(IVSTA-act. 15.3; Übersetzung: IVSTA-act. 18); Diagnosen: Schwindel-
syndrom, Cephalea Vasomotorica (Kopfschmerzen); 

– Echokardiologischer Bericht vom 9. Juni 2008 von Dr. N. D.i._______ 
(Internist) in W._______ (IVSTA-act. 8.4 ; Übersetzung : IVSTA-act. 36.3 f.); 
Diagnose: Angina Pectoris;  

– Echo(tomo)graphie vom 9. Juni 2008 (IVSTA-act. 36.1 f.); Diagnose: mittlere 
Fettleber, Nierenleiden ohne Beeinträchtigung;  

– Kurzbericht der Klinik für Neurologie in W._______ vom 10. Juni 2008 (IVSTA-
act. 8.7; Übersetzung: IVSTA-act. 38.3 f.): Diagnosen: Zervikobrachialgie 
rechts, Status nach OP, Carpaltunnelsyndrom (CTS) rechts, Läsion des 
Nervus ulnaris in obs.; 

C-6186/2014 

Seite 19 

– Neurologischer Bericht von Dr. med. M. D.j._______ (Neurologe) vom 
17. Juni 2008 (vgl. IVSTA-act. 37); Diagnosen aufgrund der durchgeführten 
Elektromygraphie (EMG): chronische senso-motorische Teilläsion Nervus 
ulnaris rechts, senso-motorische Läsion des Nervus medianus rechts, chroni-
sche radikuläre Teilläsion der Wurzeln C6/C7 rechts; 

– Neurologischer Bericht von Dr. med. M. D.j._______ (Neurologe) vom 
29. Januar 2009 (vgl. IVSTA-act. 15.2; Übersetzung: IVSTA-act. 35); 
Diagnosen aufgrund der durchgeführten Elektromyographie (EMG): Funktion 
der rechten Hand vermindert; 

– Gutachten von Fachärzten für Traumatologie, Chirurgie und Arbeitsmedizin in 
W._______ vom 30. Januar 2009 (IVSTA-act. 6.1; Übersetzung: IVSTA-
act. 40.1). Feststellungen: Beine ohne Beeinträchtigung, neurologischer und 
psychischer Status ohne Beeinträchtigung; Diagnosen: Läsion des Nervs auf 
Höhe Unterarm, Status nach traumatischer Läsion Nervus ulnaris und 
medianus, Status nach OP; 

– Arztbericht vom 12. Juni 2009 von Dr. M. D.k._______, Neuropsychiater 
(IVSTA-act. 15.1; Übersetzung: IVSTA-act. 17). Diagnosen: Paralysis Nervus 
ulnaris rechts (Lähmung des rechten Ellennervs; Status nach OP), 
Carpaltunnelsyndrom (CTS) rechts (Status nach Freilegung), 
Schleudertrauma-Verletzung der Zervikalkörper, Ataktisches Syndrom 
(Gleichgewichtsstörungen), wiederkehrende vertebrobasiläre Insuffizienz 
(eingeschränkter Blutdurchfluss Arterie vertebralis/basilaris), 
posttraumatische Belastungsstörung (PTSD);  

– Fragebogen für den Arbeitgeber über Arbeits- und Lohnverhältnisse von 
Unselbständigerwerbenden vom 15. Juni 2009 (IVSTA-act. 14.3-14.6);  

– Fragebogen für den Versicherten vom 15. Juni 2009 (IVSTA-act. 14.1); 

– Stellungnahme vom 13. Oktober 2009 von Dr. med. C. D.l._______, Arzt des 
ärztlichen Dienstes der IVSTA (IVSTA-act. 43); 

– Arztbericht vom 28. Dezember 2009 von Dr. M. D.m._______, Facharzt für 
Allgemeinmedizin in W._______ (IVSTA-act. 48). Diagnosen: a) neurotischer 
Schwindel, Schwindelsyndrom b) Psychoneurosis, ängstlich-depressives 
Syndrom c) zerviko-kranielles Syndrom d) paroxismale Tachikardie, 
Stenokardie e) Paralysis nervus ulnaris rechts, Status nach OP f) 
Carpaltunnelsyndrom (CTS) rechts g) ataktisches Syndrom h) wieder-
kehrende vertebrobasiläre Insuffizienz; 

– Stellungnahme vom 1. Februar 2010 von Dr. med. C. D.l._______ (IVSTA-
Arzt; vgl. IVSTA-act. 51); 

– Neuropsychiatrisches Gutachten vom 17. Oktober 2010 von 
Dr. M. D.k._______ (Neuropsychiater; vgl. IVSTA-act. 59 f.); 

– Ergänzende Stellungnahme vom 1. Dezember 2010 von 
Dr. med. C. D.l._______ (IVSTA-Arzt; vgl. IVSTA-act. 63). 

C-6186/2014 

Seite 20 

4.2.2 In Würdigung dieser medizinischen Unterlagen (vgl. auch Urteil des 

BVGer C-3413/2010 vom 20. Dezember 2012 E. 4.2) führte der zuständige 

IVSTA-Arzt und Allgemeinmediziner, Dr. med. C. D.l._______, in seinen 

Stellungnahmen vom 13. Oktober 2009 und vom 1. Februar 2010 (IVSTA-

act. 43, 51) im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer leide an 

Spätfolgen eines Arbeitsunfalles, der zu einer signifikanten 

Funktionsstörung des rechten Armes, insbesondere der Hand geführt 

habe. Die ihm zur Einsicht unterbreiteten Unterlagen bestätigten den 

chronischen Verlauf sowie zusätzlich eine radikuläre Symptomatik, die von 

der Halswirbelsäule ausgehe und auch mögliche Verweisungstätigkeiten 

zusammen mit den Schulterproblemen etwas einschränke. Die Schwin-

delattacken, welche offenbar auf Durchblutungsstörungen zurückzuführen 

seien, verböten das Besteigen von Leitern oder Gerüsten und ergäben eine 

Behinderung beim Gehen auf unebenem Gelände. Er nannte als 

Hauptdiagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine 

Funktionsminderung der rechten Hand bei posttraumatischer, muskulärer 

Teil-Atrophie der Handmuskulatur, eine Peri-Arthropathie der rechten 

Schulter (ICD-10 M75.1) sowie ein chronisches zerviko-radikuläres 

Syndrom C7 rechts (ICD-10 M50.1). Als Nebendiagnose – ebenfalls mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit – stellte er eine vertebrobasiläre 

Insuffizienz mit wiederholtem Schwindel fest. Am 1. Februar 2010 hielt er 

fest, dass die ihm neu zugestellten Unterlagen die bisher bekannten 

gesundheitlichen Probleme sowie die daraus folgenden funktionellen Ein-

schränkungen bestätigen würden. Er halte an seiner medizinischen Ein-

schätzung der Gesundheitsbeeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit vom 

13. Oktober 2009 (IVSTA-act. 43) fest, wonach der Beschwerdeführer in 

einer leichten Verweistätigkeit (mit funktionalen Einschränkungen seit 

17. Juni 2008 [siehe neurologischer Bericht vom 17. Juni 2008 von 

Dr. med. M. D.j._______, IVSTA-act. 37]) zu 100% leistungsfähig sei. 

4.2.3 Im Beschwerdeverfahren vor Bundesverwaltungsgericht (C-

3413/2010) wurden folgende Arztberichte und medizinischen Stellung-

nahmen gewürdigt: Gutachten von Dr. med. M. D.k._______ vom 

17. Oktober 2010 aus X._______ (IVSTA-act. 59 f.) sowie die ergänzende 

Stellungnahme von Dr. med. C. D.l._______ des ärztlichen Dienstes vom 

1. Dezember 2010 (IVSTA-act. 63) zum neuropsychiatrischen Gutachten 

von Dr.  med. M. D.k._______. 

4.2.4 In seinem Urteil vom 20. Dezember 2012 führte das Bundesver-

waltungsgericht aus, dass die allein auf Aktenstudium basierende Beur-

teilung der Restarbeitsfähigkeit durch Dr. med. C. D.l._______ sich als 

C-6186/2014 

Seite 21 

nicht nachvollziehbar und schlüssig erweise, da sie einerseits auf 

ärztlichen Kurzberichten und Testergebnissen gründe, die keinerlei 

fachärztliche Ausführungen zur Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 

enthielten und damit zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht geeignet 

seien (so insbesondere die Berichte aus dem Zeitraum vom 9. Juni 2008 

bis zum 29. Januar 2009), andererseits sich auf das vom mazedonischen 

Sozialversicherungsträger in Auftrag gegebene Gutachten vom 30. Januar 

2009 (IVSTA-act. 6.1; Übersetzung: IVSTA-act. 40.1) stützten. Dieses 

Gutachten erweise sich als widersprüchlich und nicht nachvollziehbar 

begründet: Obwohl die Diagnosen einer Läsion der Nerven 

beziehungsweise eines Status nach Läsion sowie eines Status nach 

Operation des Nervus ulnaris und des Nervus medianus gestellt worden 

seien, werde bei den aktuellen Befunden festgehalten, die Beugung und 

die Streckung des Handgelenks sowie die Pronation sowie Supination 

seien normal. Des Weiteren werde festgehalten, dass der Status in 

neurologischer wie auch psychischer Hinsicht unauffällig sei (vgl. Punkt 8 

des Gutachtens). Diese Feststellungen widersprächen jedoch sämtlichen 

übrigen sich in den Akten befindlichen ärztlichen Berichten, wonach der 

Beschwerdeführer an Funktionsstörungen der rechten Hand 

beziehungsweise der rechten Schulter leide. So werde insbesondere auch 

im neurologischen Bericht von Dr. med. M. D.j._______ vom 29. Januar 

2009 sinngemäss festgehalten, die Funktion der rechten Hand sei 

vermindert. Auch die Ausführungen im mazedonischen Gutachten 

betreffend die Restarbeitsfähigkeit, wonach beim Beschwerdeführer in 

jeglicher Hinsicht eine Arbeitsfähigkeit bestehe, erwiesen sich als nicht 

nachvollziehbar. Aufgrund der medizinischen Dokumentation sei davon 

auszugehen, dass der Einsatz im angestammten Beruf für den 

Beschwerdeführer nicht mehr vollschichtig zumutbar sein dürfte. Das 

mazedonische Gutachten werde zudem den an den Beweiswert eines 

Arztberichts gestellten Anforderungen nicht gerecht, entbehre es doch 

grundsätzlich eingehender sowie nachvollziehbarer Ausführungen sowie 

Begründungen.  

Weiter hielt das Gericht fest, dass der Neuropsychiater 

Dr. med. M. D.k._______ in seinem fachärztlichen  Bericht vom 12. Juni 

2009 eine Lähmung des Nervus ulnaris rechts diagnostiziert habe. Darüber 

hinaus könne diesem Bericht entnommen werden, dass der Beschwerde-

führer offenbar zusätzlich zu den bekannten somatischen auch unter psy-

chischen Beeinträchtigungen leide, zumal Dr. med. M. D.k._______ die 

Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) gestellt 

habe. Auf diese Leiden des Beschwerdeführers sei 

C-6186/2014 

Seite 22 

Dr. med. C. D.l._______ indessen in seinen Stellungnahmen vom 

13. Oktober 2009 und vom 1. Februar 2010 nicht eingegangen. Ebenso 

wenig habe er sich zur Frage geäussert, ob und allenfalls in welcher Weise 

sich die im echokardiologischen Bericht vom 9. Juni 2008 festgestellte 

Angina Pectoris auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 

auswirke (vgl. IV-act. 78 und 87). Die Vorinstanz habe demnach den 

rechtserheblichen Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht unvollständig 

abgeklärt.  

Dies werde insbesondere dadurch bestätigt, dass Dr. med. C. D.l._______ 

in seiner Stellungnahme vom 1. Dezember 2010 bezüglich des replicando 

eingereichten neuropsychiatrischen Gutachtens vom 17. Oktober 2010 

ausgeführt habe, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 

sowohl in somatischer als auch in psychischer Hinsicht wesentlich 

schlechter sei, als er bisher angenommen habe. Aufgrund des Gutachtens 

vom 17. Oktober 2010 werde deutlich, dass eine funktionelle Einhändigkeit 

angenommen werden müsse und die Schwindelattacken – trotz Therapien 

– eine massive Bewegungsbehinderung zur Folge hätten. Zudem habe 

sich zusätzlich eine Depression eingestellt, welche die Ressourcen des 

Beschwerdeführers zusätzlich vermindere. Diese nachträglichen Fest-

stellungen hätten Dr. med. C. D.l._______ schliesslich dazu bewegt, die 

Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf von 70% auf 

80% und in leichten Verweisungstätigkeiten von 0% auf 30% zu erhöhen 

(vgl. Urteil des BVGer C-3413/2010 E. 4.3.3). 

4.3 Mit Verfügung vom 10. September 2014 (IVSTA-act. 107; B-act. 1.2) 

hat die Vorinstanz den Anweisungen des Bundesverwaltungsgerichts ge-

mäss Urteil C-3413/2010 vom 20. Dezember 2012 Rechnung getragen, in-

dem sie das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers ergänzend abge-

klärt und insbesondere gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten 

(PMEDA) vom 23. September 2013 (IVSTA-act. 90) sowie die medizini-

sche Stellungnahme der Expertenkommission der IV-Stelle vom 

8. September 2014 (IVSTA-act. 106) eine Neubeurteilung vorgenommen 

hat. Zur Begründung der erneuten Abweisung des Rentengesuchs führte 

sie im Wesentlichen an, dass die neuen Unterlagen, die der Versicherte 

seiner Antwort auf den Vorbescheid beigelegt habe [Arztbericht vom 9. Juni 

2014], nichts an der Richtigkeit des Vorbescheides vom 30. April 2014 

ändern würden. Auch aufgrund dieser Unterlagen liege keine Invalidität vor, 

die einen Rentenanspruch zu begründen vermöge. Eine posttraumatische 

Belastungsstörung sei seinerzeit nicht in Betracht gezogen worden und 

könne nach aktueller Rechtsprechung (Urteil des BGer 9C_671/2010 vom 

C-6186/2014 

Seite 23 

15. November 2012) nur anerkannt werden, wenn sie mit einer Latenz von 

wenigen Wochen bis Monaten nach einem Ereignis mit aussergewöhn-

licher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass auftrete, die bei fast 

jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Die Ergebnisse der Kon-

trolluntersuchung vom 29. Januar 2009 (Elektromyographie von Neurolab) 

stünden im Widerspruch zu den objektiven Schlussfolgerungen des Gut-

achtens vom 23. September 2013 (Seite 21 und 22). Des Weiteren werde 

im Bericht erwähnt, dass sich beim Versicherten ein „Affenhand-Phäno-

men“ gebildet habe. Dieses Phänomen bilde sich bekanntlich über einen 

langen Zeitraum. Keiner der Gutachter in Y._______ habe ein solches bei 

der Untersuchung im August 2013 festgestellt, sonst wäre dies im Bericht 

vom 23. September 2013 erwähnt worden (vgl. IVSTA-act. 107). 

4.4 Der Beurteilung der im Neuanmeldungsverfahren geltend gemachten 

gesundheitlichen Einschränkungen lagen bis zum Verfügungszeitpunkt 

(10. September 2014) – nebst den bereits erwähnten Vorakten (E. 4.2.1) – 

folgende weiteren medizinischen Berichte/Beurteilungen und Hinweise zur 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vor: 

– Fragebogen für den Arbeitgeber über Arbeits- und Lohnverhältnisse von 
Unselbständigerwerbenden vom 13. April 2013 (IVSTA-act. 80.3-80.5); 

– Fragebogen für den Versicherten vom 22. April 2013 (IVSTA-act. 80.1 f.); 

– Polydisziplinäre Medizinische Abklärungen vom 27./28. August 2013, 
Gutachten PMEDA vom 23. September 2013 der Klinik G._______ in 
Y._______ (IVSTA-act. 90); 

– Stellungnahme vom 9. Oktober 2013 von Dr. med. C. D.l._______ (vgl. 
IVSTA-act. 94) aufgrund des Gutachtens PMEDA vom 23. September 2013; 

– Stellungnahme der Expertenkommission IV-Stelle vom 29. April 2014 (IVSTA-
act. 98); 

– Arztbericht vom 9. Juni 2014 der Dres. Z. D.n._______ (Neuropsychiater) und 
V. D.o._______ (medizinische Psychologie), Spital X._______ (IVSTA-
act. 102.31; Übersetzung: IVSTA-act. 104; B-act. 1.5); 

– Stellungnahme der Expertenkommission IV-Stelle vom 8. September 2014 
(IVSTA-act. 106). 

4.5 In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob das von der Vorinstanz in 

Auftrag gegebene Gutachten PMEDA vom 23. September 2013 den 

Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten genügt. 

C-6186/2014 

Seite 24 

4.5.1 Das Gutachten PMEDA der Klinik G._______ vom 23. September 

2013 (IVSTA-act. 90) umfasst 41 Seiten einschliesslich die Protokolle der 

durchgeführten medizinischen Tests (u.a. Orthostasetest nach Schellong 

[S. 42 f.], Ruhe-EKG/2*5s + Rhyth. und Untersuchungsprotokoll vom 

27. August 2013 [Belastungs-EKG, IVSTA-act. 90.45]; Langzeit-EKG vom 

27./28. August, IVSTA-act. 90.50), eine umfassende medizinische Ein-

schätzung des Gesundheitszustandes und dessen Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit durch die einzelnen Fachgutachter, sowie eine Konsens-

beurteilung der PMEDA. Es basiert auf den dargelegten Vorakten sowie 

persönlichen Untersuchungen vom 27. und 28. August 2013 durch die 

Fachgutachter für Innere Medizin, Kardiologie, Neurologie, Orthopädie und 

Psychiatrie – im Beisein eines Dolmetschers. Der Hauptteil beginnt mit 

einer vierseitigen Auflistung der von der Vorinstanz zur Verfügung ge-

stellten Aktendokumente und Zusammenfassung der wesentlichen Arzt-

berichte, Gutachten und medizinischen Stellungnahmen (IVSTA-act. 90 

S. 2-4). 

4.5.2  Die Gutachter zitierten aus den von ihnen angeführten Arztberichten 

im Wesentlichen die Diagnosen, durchgeführten Therapien und Hinweise 

zur Arbeitsunfähigkeit, die sich mit den vorliegenden Gerichtsakten 

decken. Sie schickten explizit voraus, dass das vom Auftraggeber zu-

sammengestellte Aktendossier von ihnen gründlich geprüft worden sei und 

in der Folge für die Beantwortung der Gutachtenfragen nur die „wesent-

lichen Dokumente“ kurz zitiert würden (IVSTA-act. 90, S. 2). Entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers kann somit von vornherein nicht von 

einer unvollständigen Berücksichtigung der Akten durch die Gutachter ge-

sprochen werden, wie im nachfolgenden aufgezeigt wird. Die Teilgutachten 

enthalten eine ausführliche Anamnese nach Angaben des Beschwerde-

führers, einen ausführlichen Befund, die Diagnosen, die fachmedizinische 

Beurteilung der jeweiligen Gutachter sowie die Gutachtenfragen (u.a. zu 

den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit; siehe IVSTA-act. 90 S. 33-40). 

Das Gutachten entspricht somit in formaler Hinsicht den bundesgericht-

lichen Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten (vgl. E. 3.6.2 

m.w.H.). 

4.6 Die Gutachter stellten, nach eingehender Anamnese und Dokumenta-

tion ihrer Befunde, ihre Diagnosen und beurteilten den Gesundheitszu-

stand des Beschwerdeführers unter Mitberücksichtigung ihrer medizini-

schen Einschätzung zur verbleibenden beziehungsweise zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit wie folgt:  

C-6186/2014 

Seite 25 

4.6.1 Dr. med. R. D.p._______ beschreibt den Allgemeinzustand des Ver-

sicherten in seinem Befund als gut. Es sei kein Schongang, hingegen eine 

Minderbewegung des rechten Arms, sowie eine leicht hochgezogen ge-

haltene Schulter feststellbar. An Kopf und Hals bestehe ein unauffälliger 

Untersuchungsbefund, insbesondere unauffällige Pupillomotorik und 

rosige Konjunktiven. Es bestehe kein Klopfschmerz über den Kieferhöhlen. 

Der Blutdruck betrage im Sitzen am rechten Arm 150/104 mmHg bei einer 

Herzfrequenz von 82 pro Minute, am linken Arm 143/99 mmHg bei einer 

Herzfrequenz von 90 pro Minute. Die Herztöne seien auskultatorisch rein 

und regelmässig. Das Abdomen sei weich, es bestünden kein Druck-

schmerz und keine tastbaren Resistenzen. Der Kraftgrad in den Beinen sei 

beidseits gut, die Sensibilität der Beine sei beidseits seitengleich und intakt. 

Es seien keine Atrophien der Arme im Seitenvergleich, jedoch eine herab-

gesetzte Kraftanstrengung rechts bei allen Proben (proximal bis distal) fest-

stellbar. Die Wirbelsäule weise inspektorisch eine rechtskonvexe Skoliose 

auf. Der Romberg-Stehversuch sei etwas unsicher, ohne eine gerichtete 

Falltendenz zu einer Seite.  

Die internistische Diagnose von Dr. med. R. D.p._______ lautet: Verdacht 

auf (arterielle) Hypertonie; die Blutdruckkontrolle sollte optimiert werden. 

Eingehend auf die geklagten Beschwerden (zervikale Schmerzen, senso-

motorische Störung des rechten Arms, orthostatische Symptome), beur-

teilte der Fachgutachter den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 

wie folgt: Im einfachen kardiopulmonalen Belastungstest (Treppensteigen 

über drei Stockwerke) sei der Blutdruck nicht weiter angestiegen, die Herz-

frequenz sei unauffällig und die Atmung nicht namhaft eingeschränkt. Eine 

kardiopulmonale Beeinträchtigung sei anhand dieser klinischen Kriterien 

somit nicht evident. Die weitere internistische körperliche Untersuchung 

und Anamnese gäben keine Hinweise auf eine internistische Diagnose (so 

auch nicht auf die vorgebrachten Schwindelanfälle und Ohnmachtsge-

fühle). Die für den gesamten Arm reklamierte Einschränkung sei neuro-

logischerseits (oder psychiatrischerseits), die zervikalen Schmerzen seien 

orthopädisch/neurologisch zu bewerten. Eine internistische Erklärung biete 

sich nicht an. Zusammenfassend bestehe aus internistischer Sicht kein 

ausreichender Anhalt für eine Minderung der Arbeitsfähigkeit (IVSTA-

act. 90 S. 7-9).  

4.6.2 Dem detaillierten kardiologischen Befund von Dr. med. 

E. D.q._______ ist eingangs zu entnehmen dass der 51-jährige 

Versicherte mässig übergewichtig sei und sein Körperbau kräftig/muskulös 

sei. Der Blutdruck betrage am linken Arm 135/87 mmHg, am rechten Arm 

C-6186/2014 

Seite 26 

128/92 mmHg bei einer regelmässigen Pulsfrequenz von 70 pro Minute (in 

der allgemein-internistischen Untersuchung seien systolisch und 

diastolisch erhöhte Werte gemessen worden). Der Halsvenendruck sei 

normal, HJR (Hepatojugulärer Reflux [Test zur Beurteilung einer 

Herzinsuffizienz]) negativ, keine Ödeme. Ebenso seien die 

Lungenauskultation und die Herztöne normal (keine Herznebenge-

räusche).  

Die kardiologische Diagnose lautet: Kein Nachweis einer strukturellen 

Herzerkrankung (keine Angina Pectoris) respektive keine Hinweise für ein 

abnormes Rhythmus- oder Kreislaufverhalten. Gemäss kardiologischer 

Beurteilung seien die vom Versicherten geschilderten Kollapszustände im 

Rahmen orthostatisch bedingter Hypotonie, begünstigt durch die Opioid- 

und Psychopharmaka-Behandlung, zu diskutieren. In der kardiologischen 

Untersuchung sei dabei keine abnorme Orthostase-Reaktion zu dokumen-

tieren gewesen. Dennoch sei die bestehende Medikation aus Sicht des 

Gutachters zu überdenken. Die klinische kardiologische Untersuchung 

habe – neben der Adipositas – einen normalen Befund ergeben. Das 12-

Ableitungs-EKG (Elektrokardiogramm, das 12 Ableitungen gleichzeitig re-

gistriert) habe einen unauffälligen Erregungsablauf gezeigt. Im Belastungs-

EKG sei die Arbeitskapazität mit 120 Watt (entspreche 67% der Zielleistung 

von 178 Watt) deutlich vermindert, was sehr wahrscheinlich durch einen 

Trainingsmangel zu erklären sei. Dafür spreche auch der rasche Herzfre-

quenzanstieg unter Belastung. Im Übrigen sei das Belastungs-EKG normal 

gewesen, ohne Arrhythmien respektive ohne Hinweise für eine belastungs-

abhängige Ischämie (Minderdurchblutung). Auch die Ultraschallunter-

suchung habe einen normalen Befund mit normaler Funktion der Ventrikel 

und normaler Klappenfunktion ergeben. Im ambulanten 24-Stunden-EKG 

sei ein durchgehend normaler Sinusrhythmus mit adäquater zirkadianer 

Frequenzvariabilität zu dokumentieren gewesen. Es hätten keine ab-

normen Bradykardien und keine abnormen Pausen bestanden. Ebenso 

seien keine Tachyarrhythmien vorhanden. Eine Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit könne somit kardiologischerseits nicht attestiert werden 

(IVSTA-act. 90 S.11-13). 

4.6.3 Prof. Dr. med. H. D.r._______ beschrieb den Beschwerdeführer in 

seinem neurologischen Befund wie folgt: Der Versicherte habe den Unter-

suchungsraum mit einem zögerlichen Gangbild mit Schonhaltung des 

rechten Arms betreten. Das Aus- und Ankleiden sei unter „demonstrativ an-

mutender Schonung des rechten Arms“ erfolgt. Der Gutachter beschrieb 

http://flexikon.doccheck.com/de/Elektrokardiogramm
http://flexikon.doccheck.com/de/Ableitung

C-6186/2014 

Seite 27 

den Beschwerdeführer als sonnengebräunte Person mit muskulösem Ha-

bitus sowie beschwielten Fusssohlen – als Zeichen einer regen Mobilität. 

Während der gesamten Untersuchung habe der Versicherte – deutlich dis-

krepant zu seinen anamnestischen Angaben zur aktuellen Schmerzinten-

sität – „nicht schmerzgequält oder anderweitig beeinträchtigt“ gewirkt. In 

seinem Befund äusserte sich der Neurologe im Detail zur Kopf/Halswirbel-

säule, zu den Hirnnerven, zur Motorik und Koordination, Sensibilität, zu den 

Muskeldehnungsreflexen, Pyramidenbahnzeichen, zum Vegetativum, zur 

psychischen und neuropsychologischen Situation, einschliesslich der 

neuropsychologischen Funktionen. 

Unter „Neurologische Diagnosen“ hielt der Gutachter fest, dass kein aus-

reichender Anhaltspunkt für eine behindernde Läsion am zentralen oder 

peripheren Nervensystem, der Wirbelsäule sowie der paravertebralen 

Strukturen vorliege. Der Neurologe diagnostizierte ein „mögliches leicht-

gradiges Defektsyndrom des Nervus ulnaris rechts“. Zudem zeige der Be-

schwerdeführer „deutliche Zeichen einer bewusstseinsnahen, demonstra-

tiven Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden“. Der Gutachter 

beurteilte die vorgebrachten Beschwerden (zervikale Schmerzen, senso-

motorische Störung des rechten Arms, Kopfschmerzsyndrom, die gra-

vierende Schmerzsymptomatik während der Untersuchungssituation) wie 

folgt: In der klinischen Untersuchung habe sich kein ausreichendes Korre-

lat für eine Schmerzbeeinträchtigung sowie für eine behinderungsrelevante 

neurogene Störung gefunden. Der Befund im Bereich des rechten Ell-

bogens (Sulcus-ulnaris-Syndrom) sowie die Angaben zur Sensibilität 

könnten für ein allenfalls leichtgradiges Sulcus-ulnaris-Syndrom rechts be-

ziehungsweise ein residuelles Defektsyndrom des Nervus ulnaris auch auf 

Höhe der Loge Guyon (Handgelenk) sprechen, assoziierte behinderungs-

relevante Paresen und Atrophien im Versorgungsareal des Nervus ulnaris 

rechts seien jedoch nicht evident. Die in der formalen Untersuchung dar-

gebotene (und anamnestisch reklamierte) Bewegungseinschränkung des 

Kopfes sei grob diskrepant zu der „freien und ungehinderten Beweglich-

keit“ ausserhalb der formalen Untersuchungssituation (z.B. auf dem Gang 

des Praxisgebäudes und auf der Strasse vor dem Spital). Zudem habe der 

Beschwerdeführer – deutlich diskrepant zu seinen anamnestischen An-

gaben zur aktuellen Schmerzstärke – nicht wesentlich schmerzbeein-

trächtigt gewirkt. Nach Beobachtungen des Gutachters seien dem Be-

schwerdeführer freie und rasche Kopfbewegungen in alle Richtungen, freie 

spontane Bewegungen des rechten Arms sowie ein flüssiger Gang mög-

lich. Hinzu komme, dass die weiteren objektiven physischen Zeichen für 

C-6186/2014 

Seite 28 

eine zumindest deutlich regere Mobilität und Aktivität sprächen als anam-

nestisch berichtet und das (wenn auch zögerlich eingeräumte) Führen 

eines Kraftfahrzeuges mit der Attestierung einer namhaften behinderungs-

relevanten motorischen Gesundheitsstörung nicht vereinbar sei. Zu-

sammenfassend ergeben sich für den Gutachter „keine ausreichenden An-

haltspunkte für eine namhafte Beeinträchtigung der Gesundheit mit Ein-

fluss auf die angestammte/erlernte sowie jedwede vergleichbare oder auch 

eine andere Arbeit des allgemeinen Arbeitsmarktes, dies per sofort gel-

tend“. 

Zudem bemängelte der Gutachter, dass der (von Dr. med. M. D.j._______ 

am 17. Juni 2008; vgl. IVSTA-act. 37) attestierte (und durch den IVSTA-

Arzt, Dr. med. C. D.l._______, am 13. Oktober 2009 sowie am 

1. Dezember 2010; vgl. IVSTA-act. 43, 63 bestätigte) zervikale oder den 

rechten Arm betreffende radikuläre Defekt (am Wirbelkörper C7) nicht 

korrekt sei. Der Kennreflex für C7 und alle anderen relevanten Kennreflexe 

der zervikalen Spinalnerven beziehungsweise des Armnervengeflechts 

seien seitengleich erhalten, weshalb ein relevanter radikulärer Defekt 

ausscheide. Die zervikale Beweglichkeit sei in der spontanen Beobachtung 

frei und ungehindert gewesen, hier könne keine namhafte Behinderung 

vorliegen. Das zervikale operative Ergebnis sei als sehr gut einzuschätzen. 

Die weiteren aktenkundigen Einlassungen und Interpretationen bezüglich 

einer „vertebrobasilären Insuffizienz“ (siehe Arztbericht von 

Dr. M. D.m._______ vom 28. Dezember 2009, IVSTA-act. 48) seien 

ebenfalls abwegig und falsch, da ein derartiges Syndrom keine 

schulmedizinische Anerkennung gefunden habe und bestenfalls spekulativ 

sei. Eine zerebrale Durchblutungsstörung im hinteren Stromgebiet sei bei 

dem Versicherten auch niemals belegt worden (IVSTA-act. 90 S. 16-22). 

4.6.4 Der orthopädische Befund von Dr. med. M. D.s._______ beinhaltet 

die detaillierten Untersuchungsergebnisse betreffend die Wirbelsäule und 

den Rumpf, die oberen Extremitäten sowie den Beckengürtel und die 

unteren Extremitäten. Der Gutachter diagnostizierte einen Status nach 

Spondylodese der Halswirbelkörper (HWK) 6/7 (1998), Status nach 

Dekompression des Nervus ulnaris (Sulcus und Loge de Guyon) rechts. 

Der Fachgutachter beurteilte insbesondere das vom Beschwerdeführer 

beklagte „diffus verteilte chronifizierte Beschwerdebild“ mit Schwerpunkt im 

zervikalen und lumbalen Bereich. Er hielt fest, dass klinische Zeichen einer 

Anschluss-Instabilität in den Nachbarsegmenten der zervikalen 

Spondylodese nicht zu erheben seien, radikuläre zervikale Läsionen 

liessen sich durch die orthopädische Untersuchung ebenfalls nicht 

C-6186/2014 

Seite 29 

feststellen, und anamnestische oder klinische Zeichen einer zervikalen 

Spinalkanal-kompression lägen nicht vor. Die in der klinischen Prüfung 

demonstrierte Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule sei 

diskrepant zu der zumindest besseren spontanen Mobilität des Kopfes 

(siehe hierzu auch die Ausführungen des Neurologen in E. 4.7.3). Dies sei 

im Kontext der lege artis durchgeführten Spondylodese zumindest im hier 

demonstrierten Ausmass nicht plausibel. Letztlich sei auch die reklamierte, 

diffuse, den gesamten Körper betreffende Symptomatik durch eine 

orthopädische, vertebragene oder arthrogene Erkrankung nicht schlüssig 

zu erklären, so dass hier ein wesentlicher nicht-somatischer Störungsanteil 

wahrscheinlich sei. Angesichts der erfolgten zervikalen Spondylodese und 

Operationen im Bereich des rechten Arms seien allenfalls qualitative 

Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit dergestalt gegeben, dass 

körperliche schwere Tätigkeiten auf Dauer nicht mehr geeignet seien. 

Bezüglich des beklagten wiederkehrenden lokalen Schmerzsyndroms von 

Seiten der Lendenwirbelsäule sei in der klinisch-orthopädischen 

Untersuchung lediglich eine subjektive lumbosacrale Druckdolenzangabe 

festgestellt worden. Ein namhafter paravertebraler Hartspann oder ein 

lumbales radikuläres Defizit seien nicht evident. Für die aktenkundig 

berichtete Schultergelenkserkrankung (vgl. Kontrollbericht der F._______ 

Klinik vom 30. Januar 1995, SUVA-act. 39) habe sich kein hinreichender 

klinischer Anhalt gefunden. Die zuletzt ausgeübte Arbeit als 

„Maschinenführer“ (Kran, [Klein-]Bagger) sei jedoch nicht als körperlich 

schwer einzustufen und somit uneingeschränkt leistbar, dies per sofort. 

Dr. med. M. D.s._______ wies auch darauf hin, dass der Versicherte 

offensichtlich privat einen Personenwagen führen könne, was sich hinsicht-

lich der dabei erforderlichen Beweglichkeit des Kopfes nicht wesentlich von 

der Führung eines Baggers oder eines Krans unterscheide (IVSTA-act. 23-

27). 

4.6.5 Dem psychiatrischen Befund von Dr. med. E. D.t._______ sind Be-

obachtungen und die Ergebnisse der psychiatrischen Untersuchung be-

treffend das äussere Erscheinungsbild und Verhalten des Beschwerde-

führers, dessen Bewusstsein, Orientierung, Mnestik (Gedächtnis), Kon-

zentration und Aufmerksamkeit, formales Denken, Befürchtungen und 

Zwänge, inhaltliches Denken, Wahrnehmungen, Ich-Störungen, Affektivi-

tät, Antrieb und Psychomotorik, Suizidalität zu entnehmen. Ziff. 2.53 „Psy-

chiatrische Diagnosen“ ist zu entnehmen, dass kein ausreichender Anhalt 

für eine die Arbeitsfähigkeit mindernde psychiatrische Erkrankung festge-

stellt worden sei. Es bestehe jedoch ein Fehlgebrauch von Benzodia-

zepinen und Analgetika. 

C-6186/2014 

Seite 30 

In seiner Beurteilung hielt der Psychiater fest, dass der Beschwerdeführer 

vorrangig über eine erhebliche beeinträchtigende Schmerzsymptomatik, 

nicht jedoch über depressive Symptome im engeren Sinne geklagt habe. 

Für eine aktenkundig erwogene depressive Symptomatik bestehe hier 

anamnestisch kein hinreichender Anhalt. Auch in der hiesigen Exploration 

habe sich keine namhafte Depressivität erkennen lassen, weshalb die ICD-

10-Kriterien eines depressiven Syndroms nicht erfüllt seien. Ebenso lasse 

sich keine posttraumatische Belastungsstörung, Anpassungsstörung oder 

somatoforme Schmerzstörung postulieren oder untermauern. Zudem fehle 

es an Anhaltspunkten für einen namhaften innerseelischen Konflikt. 

Traumatische Kriegserlebnisse seien ebenfalls nicht hinreichend evident. 

Für eine quälende Schmerzsymptomatik bestehe im klinischen Eindruck 

kein ausreichender Anhalt. Die in der Exploration geschilderten Symptome 

liessen formal allenfalls die Überlegung einer psychotischen Erkrankung 

zu. Der oft unklare, vage, bunte, auch verdeutlichend wirkende Be-

schwerdevorgang erlaube hier jedoch aus Sicht des Gutachters keine ent-

sprechende Diagnose. Die Angaben zu den nachträglich berichteten 

Suizidversuchen seien eher vage und unkonkret geblieben. Bislang sei 

keine psychotische Störung dokumentiert worden. Der Gutachter verwies 

zudem – wie bereits die Fachgutachter für Neurologie und Orthopädie – 

auf die aus somatischer Sicht begutachtete bewusstseinsnahe demonstra-

tive Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden, die mit zu berück-

sichtigen sei. Auffällig sei die Medikamenten-Anamnese, die für einen Fehl-

gebrauch von suchtinduzierenden Benzodiazepinen und Analgetika (ein-

schliesslich Opioiden) spreche. Die Fahrtauglichkeit des Beschwerde-

führers sei bis zu einer kontrollierten Opioid- und Benzodiazepin-Karenz 

nicht gegeben. Eine schrittweise Rückführung der Medikation in 4 Wochen 

sei ausreichend (IVSTA-act. 90.29-32). 

4.6.6 Die Gutachter kamen unter Berücksichtigung der aktenkundigen und 

erhobenen Daten im Rahmen der Konsensbeurteilung der PMEDA (Ziff. 3) 

zum Schluss, dass weder auf somatischem noch auf psychiatrischem Ge-

biet Gesundheitsstörungen belegt oder wahrscheinlich seien, die die 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten sowie jedweder vergleichbaren 

Tätigkeit oder einer anderen körperlich nicht schweren Arbeit des allge-

meinen Arbeitsmarkts namhaft und auf Dauer einschränkten. Der aktuelle 

Fehlgebrauch von Benzodiazepinen und Analgetika bedinge eine passa-

gere nicht gegebene Fahrtauglichkeit und schliesse somit Arbeiten [im 

Baugewerbe] als „Bagger- und Kranführer“ (ebenso das Führen von Kraft-

fahrzeugen im Strassenverkehr) bis zu einer kontrollierten Benzodiazepin- 

und Analgetika-Karenz vorübergehend aus. Ein Sistieren der genannten 

C-6186/2014 

Seite 31 

Medikation sei medizinisch zumutbar, liege im Gesundheitsinteresse des 

Versicherten und könne innerhalb von vier Wochen erreicht werden. Für 

leichte und mittelschwere Arbeiten ohne das Führen von Kraftfahrzeugen 

bestehe per sofort eine Arbeitsfähigkeit von 100%. 

Der gegebene postoperative Status nach einer zervikalen Spondylodese 

(1998) und zweimaliger Operation im Bereich des rechten Arms mit mög-

licher geringer residueller Schädigung (1992) des Nervus ulnaris auf Höhe 

des Handgelenks schliesse aus orthopädischer Sicht und neurologischen 

Gründen Arbeiten mit schwerer körperlicher Belastung auf Dauer aus 

(Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit). Darüber hinaus be-

stehe ein Verdacht auf Hypertonie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig-

keit (IVSTA-act. 90 S. 32 f.; vgl. auch Ziff. 4 Gutachtenfragen, IVSTA-

act. 90 S. 34). 

4.7  

4.7.1 Am 9. Oktober 2013 nahm Dr. med. C. D.l._______ (FMH 

Allgemeine Medizin und IVSTA-Arzt) zum polydisziplinären Gutachten 

PMEDA vom 23. September 2013 ergänzend Stellung. In seiner 

Stellungnahme stützte er die Beurteilung der Gutachter und wich in seiner 

Würdigung nur insofern ab, als der Beschwerdeführer innert 6 Monaten 

(anstatt 4 Wochen) von der Therapie mit Beeinträchtigung der 

Fahrtauglichkeit weggeführt werden müsse, was offenbar aus 

psychiatrischer Sicht zumutbar sei. Dies habe zur Folge, dass vorerst die 

Arbeitsunfähigkeit von 80% in angestammter Tätigkeit weiterhin gelte, 

währendem ab Datum der Expertise eine angepasste Verweistätigkeit 

vollzeitig (100% Arbeitsfähigkeit) zumutbar sei. In sechs Monaten sei ein 

spezialärztlicher Bericht anzufordern, der den oben genannten 

Medikamentenentzug bestätige und den genauen Verlauf schildere (vgl. 

IVSTA-act. 94). 

4.7.2 Am 29. April 2014 äusserte sich die (polydisziplinär zusammenge-

setzte) Expertenkommission der IV-Stelle dahingehend, dass der Be-

schwerdeführer nicht an einer psychopathologischen Erkrankung leide, 

weshalb die festgestellte Behandlung mit Benzodiazepinen und Analgetika, 

darunter auch Opiate, nicht medizinisch indiziert/nötig sei und ein Medika-

mentenentzug gemäss Gutachter innert vier Wochen erfolgen könne. Nach 

ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts sei die Medikamentenab-

hängigkeit nicht rentenrelevant. Demnach liege (nach erfolgtem zumut-

barem Medikamentenentzug) eine volle Arbeitsfähigkeit vor, weshalb die 

von den Gutachtern und dem RAD festgehaltene Arbeitsunfähigkeit von 

C-6186/2014 

Seite 32 

80% in der bisherigen Tätigkeit nicht berücksichtigt werden könne (IVSTA-

act. 98). 

4.7.3 Im nach Vorbescheid eingereichten Privatgutachten der Dres. Z. P. 

D.n._______, Neuropsychiater, und V. D.o._______, medizinische Psycho-

logie, Spital X._______, vom 9. Juni 2014 hielten die beiden Ärztinnen, 

nach Erhebung der Lebensanamnese, Würdigung von Vorakten und per-

sönlicher Untersuchung folgende neurologische Diagnosen fest: Paralyse 

des Nervus ulnaris rechts (Status nach Operation), Karpaltunnelsyndrom 

rechts (Status nach Freilegung und Verlegung des Nervs), Schleuder-

trauma, vertebrobasiläre Insuffizienz, ataktisches Syndrom (Gleichge-

wichtsstörungen), posttraumatisches Belastungssyndrom. In psychiatri-

scher Hinsicht wurde als Diagnose das posttraumatische Belastungssyn-

drom (F43.1) festgehalten. Die neurologische Untersuchung habe eine 

Verletzung der peripheren Nerven (Nervus ulnaris und Nervus medianus) 

rechts ergeben, verbunden mit einem Verlust der motorischen, sensori-

schen und trophischen Funktionen, einer radikulären Läsion der Spinal-

wurzeln C6 und C7 als Folge des alten Halstraumas und einer Diskus-

hernie. Parallel dazu dauere eine kombinierte radikuläre und periphere 

Läsion an. In psychischer Hinsicht liege eine betonte Angst und Depression 

vor, gründend im Trauma vom 13. August 1992 und den in ihrer Schwere 

fortschreitenden Verletzungen an der rechten Hand. Der sozioökono-

mische Status habe ebenfalls Einfluss auf die Depression, weil der Be-

schwerdeführer arbeitsunfähig sei und keine reelle Wiedereingliederungs-

möglichkeit bestehe. Er benötige eine fortgesetzte Behandlung mit Analge-

tika, Antidepressiva, Beruhigungsmitteln und Neurotropinen (Nerven 

stimulierende Arzneimittel). In chronologischer Würdigung der Dokumente 

sei eine Progression der Symptome und eine Reduktion der motorischen 

und sensorischen Funktionen der rechten Hand, begleitet von einem 

algodystrophischen Syndrom (Entzündung des Bindegewebes der Hand 

mit Schwellung und Schmerzen), zu beobachten. Aufgrund ihrer Schwere 

und Chronizität hätten die diagnostizierten Erkrankungen, seien sie neuro-

logischer, somatischer oder psychischer Natur, negative Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit. 

4.7.4 Mit ergänzender Stellungnahme vom 8. September 2014 liess sich 

die Expertenkommission der IVSTA zum Privatgutachten vernehmen. Sie 

wies einleitend auf einen Widerspruch im Gutachten hin (Einsatz der 

rechten Hand versus Unmöglichkeit, wegen der Verletzung der rechten 

Hand eine Arbeit zu finden), auf eine Würdigung von (veralteten) Unfall-

akten, die mit Urteilen des Sozialversicherungsgerichts des Kanton 

C-6186/2014 

Seite 33 

Y._______ und des Bundesgerichts sowohl im Unfallversicherungs- als 

auch im Invalidenversicherungs-Bereich rechtskräftig beurteilt worden 

seien. Damals sei eine posttraumatische Belastungsstörung nicht bestätigt 

worden und könne deshalb auch heute nicht festgehalten werden. Zudem 

widerspreche deren aktuelle Diagnostizierung der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zur Latenzzeit, in welcher solche Störungen auftreten 

würden. Die im Gutachten zitierten Ergebnisse des EMG-Berichts vom 

29. Januar 2009 stünden im Widerspruch zu den objektiven klinischen 

Feststellungen des neurologischen Teilgutachtens PMEDA. Die im Bericht 

vom 9. Juni 2014 erwähnte „Affenhand“ (Fehlstellung der Hand infolge 

Medianuslähmung) sei aus medizinischer Sicht Folge einer 

längerdauernden Entwicklung. Die Gutachter der PMEDA hätten (deshalb) 

eine solche Fehlstellung erwähnt, wenn sie bestanden hätte. Zu erwähnen 

sei schliesslich das widersprüchliche Verhalten des Beschwerdeführers in 

der Untersuchung. Als Fazit sei festzuhalten: eine volle Arbeitsunfähigkeit 

für schwere Arbeiten und volle Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten 

sei bereits nach dem Unfall ermittelt worden. Der Einkommensverlust habe 

13% betragen. Der (Gesundheits-) Zustand des Versicherten habe sich 

nicht verbessert. Das Privatgutachten führe daher zu keiner anderen 

Einschätzung (IVSTA-act. 106). 

4.7.5 Mit der Beschwerde hat der Beschwerdeführer zusätzlich einen Arzt-

bericht von Dr. M. D.b._______, Neurologie, vom 14. Oktober 2014 einge-

reicht (B-act. 1 Beilage 3). Diesem Bericht sind die Diagnosen eines zervi-

kalen Bandscheibenschadens mit Radikulopathie (M50.1) sowie eine 

Läsion des Nervus ulnaris (G56.2) zu entnehmen.  

4.7.6 Die Expertenkommission der IVSTA hielt dazu mit weiterer Stellung-

nahme vom 5. Februar 2015 (IVSTA-act. 109) fest, dass der Neurologe in 

seinem Bericht vom 14. Oktober 2014 eine eingeschränkte Kraft der 

rechten Hand und eine muskuläre Atrophie befunde; der Vergleich mit 

seinem früheren Bericht vom 29. Januar 2009 zeige eine vergleichbare 

Situation. Der Einsatz der Hand werde trotzdem als möglich beschrieben. 

Die Kommission führte weiter aus, der im Bericht beschriebene klinische 

Zustand sei deckungsgleich mit den Erhebungen im Gutachten der 

PMEDA. Die Experten hätten zwar die Einschränkung am Ellenbogen er-

wähnt, aber in der klinischen Untersuchung keine funktionellen Ein-

schränkungen an Kopf und rechtem Arm feststellen können. Es liege des-

halb keine neue Sachlage vor bzw. werde keine relevante Ver-

schlechterung der funktionellen Einschränkungen geltend gemacht, die 

nicht bereits berücksichtigt worden seien. Die Arbeitsunfähigkeit in einer 

C-6186/2014 

Seite 34 

angepassten Tätigkeit betrage Null. Eine neue Expertise sei nicht erforder-

lich. 

4.8 Festzustellen ist, dass das PMEDA-Gutachten die formellen und 

materiellen Anforderungen an ein Gutachten erfüllt (vgl. E. 3.6), auf per-

sönlichen Untersuchungen in den vorliegend zentralen Fachbereichen und 

aktueller Bildgebung beruht, die Vorakten und abweichende fachliche Be-

urteilungen berücksichtigt und diskutiert, in seinen Schlussfolgerungen be-

züglich der medizinischen Situation und der daraus folgenden Arbeitsfähig-

keit schlüssig erscheint und ihm daher voller Beweiswert zuzurechnen ist.  

Das Privatgutachten vom 9. Juni 2014 demgegenüber weist verschiedene 

formelle und materielle Mängel auf: Abweichend vom schweizerischen 

Gutachtens-Standard sind die Gründe für die Begutachtung im Spital von 

X._______ einleitend von den beiden Ärztinnen nicht genannt worden. Zu-

dem verweisen sie auf eine persönliche Untersuchung des Beschwerde-

führers, ohne das Datum derselben zu nennen; zeitlich ist deren Befun-

dung daher nicht einzuordnen. Des Weiteren stützen sich die beiden 

Ärztinnen – mit den auf den Seiten 4 und 5 genannten und in kurzer Form 

diskutierten Vorakten (EMG/ENG vom 1.9.1993, weiterer undatierter Be-

richt, Berichte des Spitals Y._______ vom 18.11.1993 und 7.2.1994, 

undatierte EMG- und ENG-Untersuchungen, undatierte Messung der 

Leitgeschwindigkeit der Nerven, Bericht vom 25.11.1994, EMG vom 

29.1.2009, neuropsychiatrischer Bericht vom 12.6.2009 mit Angiographie) 

zur Beurteilung der aktuellen Unfallfolgen vom 13. August 1992 auf 

einerseits veraltete (Berichte bis 1994) und insgesamt weitgehend 

unvollständige Akten. Beispielsweise fehlen in der Würdigung die 

aktenkundigen Konsultationsberichte der F._______ Klinik vom 14.12.1994 

und 30.1.1995 (SUVA-act. 34 f.), die kreisärztliche Untersuchung vom 

19.4.1995 (SUVA-act. 39a), die Beurteilung des IV-Arztes vom 17.8.1995 

(IVSTA-act. 13 S. 2), die Kontrollbericht der F._______ Klinik vom 

19.12.1996 (SUVA-act. 69b), die Arztzeugnisse vom 24.12.1996 (SUVA-

act. 62) und 13.7.2000 (SUVA-act. 76); im Neuanmeldungsverfahren 

wurden zahlreiche weitere Berichte eingereicht, die den Privatgutachtern 

offensichtlich nicht vorlagen (vgl. IVSTA-act. 6 S. 1, 8 S. 3, 8 S. 7, 15 S. 1, 

15 S. 2, 15 S. 4, 36 S. 1, 37, 43, 48, 51, 59 f., 63, 90 S. 45, 90 S. 50). 

Insbesondere bleibt zu erwähnen, dass die Privatgutachterinnen – trotz 

rechtlicher Vertretung des Beschwerdeführers im Vorbescheidverfahren 

und Hinweis der damaligen Rechtsvertreterin auf das Gutachten (vgl. 

IVSTA-act. 101 S. 1) – ihre Schlüsse in Unkenntnis des PMEDA-

Gutachtens vom 23. September 2013 (IVSTA-act. 90 S. 1 ff.) gezogen 

C-6186/2014 

Seite 35 

haben. Bereits der Umstand, dass das – notabene nur bidisziplinäre – 

Privatgutachten die Vorakten nicht ansatzweise vollständig gewürdigt hat, 

spricht gegen dessen Beweiswert (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

C-6713/2014 vom 26. September 2016 E. 4.8). Weiter weist die Vorinstanz 

zu Recht darauf hin, dass die medizinischen Akten bis April 1995 der 

Würdigung sowohl in UV-rechtlicher als auch in IV-rechtlicher Hinsicht 

durch das Sozialversicherungsgericht des Kantons Y._______ und das 

Bundesgericht unterlagen und rechtskräftig festgestellt worden ist, dass die 

Unfallfolgen ausgeheilt sind und zu Recht auf eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten geschlossen worden ist. Weiter 

weist die Expertenkommission darauf hin, dass das Privatgutachten in sich 

widersprüchlich sei, wenn einerseits gesagt werde, der Beschwerdeführer 

setze seine rechte Hand ein, anderseits darauf hingewiesen werde, dass 

er wegen seiner Verletzungen an der rechten Hand keine Arbeit mehr finde. 

Hinzu kommt, dass gemäss den Privatgutachtern die attestierte post-

traumatische Belastungsstörung seit dem Unfall vorliege, der psychiatri-

sche Teilgutachter in der PMEDA jedoch wenige Monate zuvor eine solche 

Erkrankung ausschloss und dies auf klare Befunde abstützte; zu dieser ab-

weichenden Befundung haben sich die Privatgutachter – wie gesagt – nicht 

geäussert. Nicht entscheidend sind zudem die vom psychiatrischen Privat-

gutachter genannten Testungen, zumal das Bundesgericht wiederholt fest-

gehalten hat, dass für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die klinische 

Untersuchung ausschlaggebend ist (vgl. Urteil BGer 9C_255/2014 vom 

29. April 2014 E. 3.2). Schliesslich äussern sich die Privatgutachter nicht 

ansatzweise zur mehrfach von den Gutachtern festgehaltenen demonstra-

tiven Darbietung von funktionellen Einschränkungen und Beschwerden 

(IVSTA-act. 90 S. 35). Dem Privatgutachten ist daher der Beweiswert ab-

zusprechen und für das vorliegende Beschwerdeverfahren ist vollumfäng-

lich auf das eingehende und schlüssige Gutachten der PMEDA abzu-

stellen. 

Auch die Beurteilung der Expertenkommission vom 5. Februar 2015 hin-

sichtlich der neurologischen Untersuchung vom 14. Oktober 2014 ist zu 

bestätigen (vgl. E. 4.7.6). Die beiden Berichte von Dr. M. D.b._______ vom 

29. Januar 2009 und 14. Oktober 2014 enthalten ähnliche Feststellungen. 

Im späteren Bericht werden sogar leicht bessere Nervenleitgeschwindig-

keiten festgehalten. Der Bericht vom 14. Oktober 2014 enthält zudem 

keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Es kann daher auf die Ergebnisse 

und Würdigung der Arbeitsfähigkeit durch den neurologischen Teilgut-

achter der PMEDA abgestellt werden. 

C-6186/2014 

Seite 36 

4.9 Die Vorinstanz hat damit im angefochtenen Entscheid zu Recht auf 

eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten ab Gut-

achtensdatum, mit Ausnahme von schweren Tätigkeiten, geschlossen (vgl. 

dazu auch E. 5.2). Wie sie zu Recht ausführt, liegt sowohl in somatischer 

als auch psychiatrischer Hinsicht keine rentenrelevante Erkrankung (mehr) 

vor. Die von den Experten festgehaltene Medikamentenabhängigkeit ist 

einerseits gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht 

rentenrelevant (vgl. Urteil 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2), eine 

eigenständige Erkrankung als Folge des Medikamentenmissbrauchs ist 

den medizinischen Akten nicht zu entnehmen und dem Beschwerdeführer 

ist in Anbetracht der von den PMEDA-Gutachtern festgehaltenen Diagno-

sen zuzumuten, einen ärztlich begleiteten Entzug durchzuführen, der ihm 

in Beachtung des Schadenminderungsprinzips die Aufnahme einer unein-

geschränkten Erwerbstätigkeit ermöglicht. Zu den möglichen angepassten 

Erwerbstätigkeiten gehört auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als 

„Maschinenführer“ (Kran, [Klein-]Bagger). 

5. Abschliessend sind der von der Vorinstanz errechnete Erwerbsvergleich 

und der ermittelte Invaliditätsgrad zu überprüfen.  

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-

kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-

gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-

glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 

sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). 

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 

die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst ge-

nau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 

Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 

fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 

können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 

schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-

gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 

E. 1, 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2).  

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des 

(hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Vali-

den- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben 

C-6186/2014 

Seite 37 

und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis 

zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). 

5.2 Die Vorinstanz hat im Neuanmeldungsverfahren, nach erfolgter 

Expertise, geschlossen, dass der Beschwerdeführer eine angepasste 

Tätigkeit (darunter auch seine bisherige Tätigkeit als „Maschinenführer“ 

[Kran, {Klein-}Bagger]) seit Gutachtensdatum wieder vollschichtig ausüben 

könne. Damit hat sie sinngemäss – in Vornahme eines Prozentvergleichs 

(vgl. dazu BGE 114 V 310 E. 3c; Urteil des BGer 9C_310/2009 vom 

14. April 2010 E. 3.2) – auf eine Invalidität von 0% geschlossen und 

dementsprechend keinen Einkommensvergleich mehr durchgeführt (der 

letzte stammt vom 21. Dezember 2010 [IVSTA-act. 65]), was aufgrund des 

oben Gesagten nicht zu beanstanden ist. Dieser Invaliditätsgrad gibt 

keinen Anspruch auf Ausrichtung einer Invalidenrente.  

5.3 Daran ändert sich nichts, wenn – gestützt auf die Feststellungen der 

PMEDA-Gutachter und der Beurteilung des RAD vom 9. Oktober 2013 – 

ein aktualisierter Einkommensvergleich durchgeführt wird, wie nachfolgend 

aufzuzeigen ist. 

5.3.1 Die Vorinstanz hat im zuletzt durchgeführten Einkommensvergleich 

vom 21. Dezember 2010 zur Berechnung des Valideneinkommens statt auf 

den letzten Lohn des Beschwerdeführers im Jahre 1993 von CHF 3‘900.- 

(indexiert bis 2014 gemäss Schweizerischem Lohnindex, BFS 2016: 1993 

[Index: 1‘743], 2014 [Index: 2‘220], ergebend: CHF 4‘967.30 [CHF 3‘900 / 

1‘732 * 2‘220]) zu seinen Gunsten auf die Tabellenlöhne des Bundesamtes 

für Statistik (BFS) abgestellt (ergebend entsprechend der nachfolgenden 

Berechnung: CHF 6‘034.10).  

Dem Tabellenlohn des Jahres 2014 (TA1 des BFS, Monatlicher Bruttolohn 

[Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, des Arbeitsplatzes und Geschlecht, 

Privater Sektor, Männer, Anforderungsniveau 4 [einfache und repetitive 

Tätigkeiten], Ziff. 41-43, Baugewerbe) ist ein Valideneinkommen von 

CHF 5‘816.00 für 40 Std./Woche für das Jahr 2014 zu entnehmen. 

Umgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.5 Std./Woche (für 

das Jahr 2014) beträgt der Bruttolohn beziehungsweise das 

Valideneinkommen CHF 6‘034.10 ([{5‘816.00 : 40} x 41.5]; vgl. IVSTA-

act. 65). 

5.3.2 Das Invalideneinkommen setzt sich aus den Tabellenlöhnen für 

„leichte Verweistätigkeiten mit einer geringen Einschränkung“ mit einem 

C-6186/2014 

Seite 38 

Anforderungsprofil 4 [einfache und repetitive Tätigkeiten] aus folgenden 

Bereichen zusammen: „Erbringung von sonstigen [einschliesslich persön-

licher] Dienstleistungen“ (Ziff. 94-96; Monatslohn: CHF 5‘989.00), „Gross-

handel, Handel und Reparatur von Motorfahrzeugen“ (Ziff. 45-46; Monats-

lohn: CHF 5‘848.00), „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (Ziff. 77-

82; Monatslohn: CHF 5‘228.00), was für das Jahr 2014 einen durchschnitt-

lichen Monatslohn (bei 40 Std./Woche) von CHF 5‘688.33 für Herren 

ergibt. Umgerechnet auf die für die im Jahr 2014 übliche durchschnittliche 

Arbeitszeit (Durchschnittswert der erwähnten Wirtschaftsabteilungen 

[{42.0 + 41.2 + 41.8 Stunden} : 3]) von gerundet 41.7 Stunden pro Woche 

und einem Arbeitspensum von 100% ergibt dies einen Durchschnittswert 

von CHF 5‘930.08 ([5‘688.33 : 40 Std.] x 41.7 Std.). In Berücksichtigung 

eines Leidensabzugs von 10% (5‘930.08 – 10% = CHF 5‘337.08) resultiert 

bei einer zumutbaren Tätigkeit von 100% ein Invalideneinkommen von 

CHF 5‘337.10  

5.3.3 Unter Berücksichtigung eines Valideneinkommens von CHF 6‘034.10 

und eines Invalideneinkommens von CHF 5‘337.10 ergibt sich ein Invalidi-

tätsgrad von 11.55% beziehungsweise gerundet 12% ([{CHF 6‘034.10 - 

CHF 5‘337.10} x 100] : 6‘034.10). Auch dieser Invaliditätsgrad ergibt keinen 

Anspruch auf eine Invalidenrente. 

5.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass zwischen der rechtskräftigen 

Verfügung vom 19. Dezember 1995 und der angefochtenen Verfügung 

vom 10. September 2014 vorübergehende, zeitlich eingeschränkte Ge-

sundheitsverschlechterungen vorlagen, die jedoch keine langandauernde 

Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 IVG zur Folge hatten. Die 

Vorinstanz hat mit angefochtener Verfügung vom 10. September 2014 zu 

Recht auf einen Invaliditätsgrad von 0% geschlossen und das Rentenbe-

gehren abgewiesen bzw. auch bei Abstellen auf eine angepasste Tätigkeit, 

ausgeübt zu 100%, ergäbe der Einkommensvergleich keinen Invaliditäts-

grad von mindestens 50% (Art. 29 Abs. 4 IVG; vgl. E. 3.3.4 f.), der An-

spruch auf eine Invalidenrente gibt. Die Beschwerde ist damit vollumfäng-

lich abzuweisen. 

6.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

6.1 Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer grundsätzlich die 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1, Art. 2 und 

C-6186/2014 

Seite 39 

Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der Beschwerdeführer hat jedoch mit Rechtsmitteleingabe 

vom 15. Oktober 2014 um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

ersucht. Am 4. Juni 2015 hat der zuständige Instruktionsrichter das Gesuch 

gestützt auf Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen, zumal der Beschwerde-

führer den Nachweis der Mittellosigkeit erbracht hat und das Begehren 

nach summarischer Prüfung nicht aussichtslos erschien (vgl. B-act. 20). 

Demzufolge werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

6.2  

6.2.1 Keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat der unterliegende Be-

schwerdeführer (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario), soweit sie auf Auf-

wendungen abstützen, die der früheren Rechtsvertreterin mit Beschwerde-

eingabe vom 15. Oktober 2014 erwachsen sind. Die Vorinstanz hat ge-

mäss Art. 7 Abs. 3 VGKE ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteient-

schädigung. Der Rechtsvertreter des unterliegenden Beschwerdeführers, 

Dr. iur. André Largier, der mit Zwischenverfügung vom 4. Juni 2015 als 

amtlich bestellter Anwalt eingesetzt wurde (Art. 65 Abs. 2 VwVG), hat für 

seine Aufwendungen ab Einreichung des Gesuchs um unentgeltliche 

Rechtspflege (B-act. 3) Anspruch auf ein amtliches Honorar zu Lasten der 

Gerichtskasse.  

6.2.2 Die Entschädigung des Rechtsvertreters wird mangels Einreichung 

einer Kostennote unter Berücksichtigung des meist gebotenen und akten-

kundigen Aufwandes (Eingaben vom 18. November 2014 [Mandatsan-

zeige], 1. Dezember 2014 [Fristerstreckungsgesuch], 16. Januar 2015 

[Erstbegründung zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege], 12. März 

2015 [Ersuchen um Aktenzustellung], 15. April 2015 [Replik inkl. Begrün-

dung zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege]) auf CHF 2'500.– (inkl. 

Auslagen und MWST) festgesetzt (Art. 65 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 16 

Abs. 1 Bst. a VGG und Art. 14 Abs. 2 VGKE). 

6.2.3 Gelangt der Beschwerdeführer später zu hinreichenden Mitteln, so ist 

er verpflichtet, dem Bundesverwaltungsgericht Honorar und Kosten des 

Rechtsanwalts zu vergüten (Art. 65 Abs. 4 VwVG). 

 

(Dispositiv auf der nachfolgenden Seite) 

C-6186/2014 

Seite 40 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3.  

Dem unentgeltlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers, Rechtsan-

walt Dr. iur. André Largier, wird zu Lasten der Gerichtskasse eine Ent-

schädigung von CHF 2'500.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zuge-

sprochen. 

4.  

Dieses Urteil geh