# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a901b3e3-a828-5fd7-8ffb-e6cbd75bb3aa
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.08.2015 710 15 100 (710 2015 100)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_710-15-100_2015-08-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. August 2015 (710 15 100) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Alters- und Hinterlassenenversicherung  

 

Beiträge: Dividendenausschüttungen sind nur dann als massgebender Lohn zu betrach-
ten, wenn von einem offensichtlichen Missverhältnis zwischen der Arbeitsleistung und 

den bezogenen Löhnen ausgegangen werden muss. Bei berufstätigen Versicherten im 

Rentenalter ist der Rentnerfreibetrag in Höhe von Fr. 1‘400.-- pro Monat zu berücksichti-

gen 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 
4102 Binningen, Beschwerdegegnerin 
 
 

Beigeladener B.____ 
 

  
 
 
 

Betreff Beiträge (243'723 / 21463.0.0) 
 
 
 

 

 
 
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A. Die A.____ ist der Sozialversicherungsanstalt Basel-Landschaft (nachfolgend: Aus-
gleichskasse) als beitragspflichtige Arbeitgeberin angeschlossen. Am 11. November 2014 führ-
te diese eine Arbeitgeberkontrolle durch. Den gestützt auf diese Kontrolle verfassten Revisions-
bericht und die Abrechnung versandte die Ausgleichskasse am 7. Januar 2015. Gleichentags 
erliess sie eine Nachtragsverfügung, mit welcher unter anderem Beiträge auf einen Teil der Di-
videndenausschüttungen an B.____, welcher von 1997 bis 2011 Verwaltungsratspräsident und 
Geschäftsführer der A.____ war, geltend gemacht wurden. Konkret erhob die Ausgleichskasse 
von der A.____ für die Kontrollperiode 2010 - 2012 AHV/IV/EO- sowie FAK- und ALV-Beiträge 
in Höhe von Fr. 13‘746.-- (inkl. Verwaltungskosten) sowie Verzugszinsen von Fr. 2‘187.60. Die 
gegen die Nachzahlungsverfügung vom 7. Januar 2015 gerichtete Einsprache vom 28. Januar 
2015 wies die Ausgleichskasse mit Entscheid vom 13. Februar 2015 ab.  
 
B. Hiergegen erhob die A.____ am 10. März 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte die Aufhebung des angefoch-
tenen Einspracheentscheids. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, die Aus-
gleichskasse habe bei der Berechnung des Lohns von B.____ den AHV-rechtlichen Rentner-
freibetrag in Höhe von Fr. 1‘400.-- pro Monat nicht berücksichtigt. Zudem habe sie nicht beach-
tet, dass B.____ in den Jahren 2009 und 2010 sein Arbeitspensum von 100% auf 80% reduziert 
habe. Weiter argumentierte die Beschwerdeführerin, dass die Forderung für das Jahr 2010 ver-
jährt sei. Schliesslich habe die Ausgleichskasse die Einsprache nicht korrekt behandelt, da die-
se von derselben Person, welche auch die Nachtragsverfügung erlassen habe, bearbeitet wor-
den sei.  
 
C. Mit Beschwerdeantwort vom 7. Mai 2015 beantragte die Ausgleichskasse die Abweisung 
der Beschwerde. Eventualiter sei die Aufrechnung der Dividendenausschüttung unter Berück-
sichtigung des Rentnerfreibetrages vorzunehmen. Betreffend die Nichtberücksichtigung des 
Rentnerfreibetrags hielt die Ausgleichskasse fest, dass selbst bei Beachtung desselben das 
Einkommen von B.____ in den Jahren 2009 und 2010 immer noch unter dem berechneten 
branchenüblichen Lohn gelegen habe. Weiter führte die Ausgleichskasse aus, dass das be-
hauptete Teilzeitpensum von B.____ in den Jahren 2009 und 2010 nicht belegt sei.  
 
D. Mit Verfügung vom 26. Mai 2015 lud das Kantonsgericht B.___ zum Beschwerdeverfah-
ren bei. Am 12. Juni 2015 liess dieser sich zur Beschwerde vernehmen. Er bestätigte, dass er 
in den Jahren 2009 und 2010 80% gearbeitet und im Jahr 2011 sein Pensum auf 60% reduziert 
habe. Weiter machte er geltend, dass die Ausgleichskasse bei der Arbeitgeberrevision im De-
zember 2014 sowohl die Buchhaltung als auch das Lohnsystem geprüft habe. Es leuchte unter 
diesen Umständen nicht ein, inwiefern die Pensenreduktion nicht nachgewiesen sei. Diese sei 
zudem aufgrund seines Übertritts ins Rentenalter und des Verkaufs des Unternehmens logisch 
und nachvollziehbar. 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die form- und fristgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Gericht eingereich-
te Beschwerde ist einzutreten.  
 
1.2 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid der Be-
schwerdegegnerin vom 13. Februar 2015. In der diesem Entscheid zugrunde liegenden Verfü-
gung vom 7. Januar 2015 erhob die Ausgleichskasse neben den vorliegend strittigen Beiträgen 
aus Dividendenausschüttung an den Beigeladenen auch Beiträge auf ausgerichtete Osterzula-
gen des Jahres 2011 von insgesamt Fr. 53‘400.-- und auf Weihnachtsgelder im Jahr 2012 in 
Höhe von Fr. 6‘100.--. Diese Beiträge wurden von der Beschwerdeführerin anerkannt und sind 
daher vorliegend nicht zu prüfen.  
 
2.1 Gemäss Art. 4 und 5 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversi-
cherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 sind nur auf dem Erwerbseinkommen AHV-Beiträge 
geschuldet, nicht aber auf dem Vermögensertrag (BGE 122 V 178 E. 3b). Dividenden sind 
grundsätzlich beitragsfreier Vermögensertrag (vgl. Rz 2011 der Wegleitung des Bundesamtes 
für Sozialversicherung [BSV] über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO [WML 1.09, 
Stand 1. Januar 2015]; zur Verbindlichkeit von Weisungen für das Sozialversicherungsgericht: 
vgl. BGE 138 V 346 E. 6.2 S. 362; 137 V 1 E. 5.2.3 S. 8; 133 V 257 E. 3.2 S. 258 mit Hinwei-
sen; vgl. 133 II 305 E. 8.1 S. 315). Aus diesem Grund mag es unter beitragsrechtlichem Ge-
sichtswinkel vorteilhaft erscheinen, hohe Dividenden und ein tiefes Salär auszurichten (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts vom 8. April 2015, 9C_837/2014, E. 1.1 mit Hinweis auf SZS 2013 S. 
76 und Urteil des Bundesgerichts vom 25. Oktober 2012, 9C_669/2011, E. 2.1).  
 
2.2 Richtet eine Aktiengesellschaft Leistungen an Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerinnen 
aus, die gleichzeitig gesellschaftliche Beteiligungsrechte besitzen, stellt sich bei der Festset-
zung sowohl der direkten Bundessteuer als auch der Sozialversicherungsbeiträge die Frage, ob 
und inwieweit es sich um Arbeitsentgelt (massgebenden Lohn) oder aber um Gewinnausschüt-
tung (Kapitalertrag) handelt. Letztere unterliegt beim Empfänger oder der Empfängerin der di-
rekten Bundessteuer im Sinne von Art. 20 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die direkte 
Bundessteuer (DBG) vom 14. Dezember 1990, da sie ihren Grund in der Aktionärseigenschaft 
des Empfängers hat. Gemäss dessen Abs. 1bis sind jedoch Dividenden seit Anfang 2009 nur zu 
60% steuerbar, wenn die entsprechenden Beteiligungsrechte mindestens 10% des Grund- oder 
Stammkapitals einer Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft darstellen.  
 
2.3 Nach der Rechtsprechung gehören Vergütungen, die als reiner Kapitalertrag zu be-
trachten sind, nicht zum massgebenden Lohn. Ob dies zutrifft, ist nach Wesen und Funktion 
einer Zuwendung zu beurteilen. Deren rechtliche oder wirtschaftliche Bezeichnung ist nicht ent-
scheidend und höchstens als Indiz zu werten. Unter Umständen können auch Zuwendungen 
aus dem Reingewinn einer Aktiengesellschaft massgebender Lohn sein; dies gilt laut Art. 7 lit. h 
Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 
namentlich für Tantiemen. Es handelt sich dabei um Vergütungen, die im Arbeitsverhältnis ihren 
Grund haben. Zuwendungen, die nicht durch das Arbeitsverhältnis gerechtfertigt werden, gehö-

 

 
 
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ren nicht zum massgebenden Lohn, sondern sind Gewinnausschüttungen, welche eine Gesell-
schaft ihren Gesellschaftern ohne entsprechende Gegenleistung zuwendet, aber unbeteiligten 
Dritten unter den gleichen Umständen nicht erbringen würde (BGE 134 V 297 E. 2.1, mit weite-
ren Hinweisen auf BGE 103 V 1 E. 2b; ZAK 1989 S. 147, E. 2b, Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] H 131/86; Pra 
86/1997 Nr. 96 S. 520 f., E. 4b, H 241/96; Urteil des EVG vom 19. November 2002, H 49/02, E. 
4.1; siehe auch: PAUL CADOTSCH, Unternehmenssteuerreform II: Dividenden und AHV-Beiträge, 
in Steuerrevue [StR] 1/2009, S. 47 ff.).  
 
2.4 In BGE 134 V 297, der auch nach Inkrafttreten der Unternehmenssteuerreform II gültig 
bleibt (Bundesgerichtsurteil vom 25. Oktober 2012, 9C_669/2011, E. 2.6), stellte das Bundesge-
richt fest, praxisgemäss sei es Sache der Ausgleichskassen, selbstständig zu beurteilen, ob ein 
Einkommensbestandteil als massgebender Lohn oder als Kapitalertrag zu qualifizieren sei. Es 
entspreche aber der in Art. 23 AHVV enthaltenen Ordnung, wonach sich die Kassen in der Re-
gel auf die durch die Steuerbehörden akzeptierte Aufteilung zwischen Lohn und Dividenden 
hielten. Wie in der steuerrechtlichen Betrachtung sei sodann auch AHV-rechtlich von der durch 
die Gesellschaft vorgenommenen Aufteilung auszugehen und davon nur abzuweichen, wenn 
ein offensichtliches Missverhältnis zwischen Arbeitsleistung und Entgelt bzw. zwischen einge-
setztem Vermögen und Dividende bestehe (E. 2.3). Dabei habe die Gesellschaft einen erhebli-
chen Ermessensspielraum; den Steuerbehörden (und den AHV-Behörden) stehe es nicht zu, 
die Angemessenheit des Lohnes bzw. der Dividende frei zu überprüfen. Wie im AHV-Recht 
(E. 2.2), aber mit umgekehrten Vorzeichen, sei dabei auf einen Drittvergleich abzustellen: Es ist 
zu prüfen, ob unter Berücksichtigung aller objektiven und subjektiven Faktoren die gleiche Leis-
tung auch einem aussenstehenden Dritten erbracht worden wäre (dazu im Detail und mit zahl-
reichen Hinweisen: BGE 134 V 297 E. 2.2).  
 
2.5 Hinsichtlich der Frage, ob ein offensichtliches Missverhältnis zwischen Arbeitsleistung 
und Lohn bzw. zwischen eingesetztem Vermögen und Dividende besteht, hat sich eine Praxis 
entwickelt, die laut BGE 134 V 297 in modifizierter Form bundesrechtskonform ist (sog. 
"Nidwaldner Praxis"). Demnach werden deklariertes AHV-Einkommen und branchenübliches 
Gehalt einerseits und Dividendenzahlung und Aktienwert anderseits zueinander in Beziehung 
gesetzt, um zu bestimmen, ob ein Teil der ausgeschütteten Dividende als beitragsrechtlich 
massgebendes Einkommen aufzurechnen ist. Vom Bundesgericht ist die genannte Praxis ledig-
lich insofern korrigiert worden, als die Angemessenheit des (beitragsfreien) Vermögensertrags 
nicht in Relation zum Nennwert (Nominalwert), sondern zum effektiven wirtschaftlichen Wert der 
Aktien (Eigenkapital inkl. offene und stille Reserven) zu beurteilen ist (BGE 134 V 297 E. 2.8). 
 
3.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin berechtigt war, auf die Differenz 
zwischen erzieltem Einkommen und branchenüblichem Durchschnittslohn des Beigeladenen in 
den Jahren 2009 und 2010 Beiträge zu erheben. 
 
3.2 Die Ausgleichskasse stellte im Rahmen der Arbeitgeberkontrolle vom 11. November 
2014 fest, dass der Beigeladene Dividenden bezogen hatte. In der Folge kontrollierte sie des-
sen Lohnbezüge der Jahre 2004 bis 2011 und stellte fest, dass er in den Jahren 2009 und 2010 

 

 
 
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deutlich weniger verdiente (2004: Fr. 150‘000.--, 2005: Fr. 165‘000.--, 2006: Fr. 162‘000.--, 
2007: Fr. 171‘000.--, 2008: Fr. 182‘000.--, 2009: Fr. 143‘000.--, 2010: Fr. 146‘000.--). Die Divi-
dendenbezüge in diesen beiden Jahren betrugen Fr. 700‘000.-- (2009) und Fr. 162‘500 (2010). 
In einem nächsten Schritt verglich die Ausgleichskasse den Lohn des Beigeladenen in den Jah-
ren 2009 und 2010 mit den branchenüblichen Löhnen unter Berücksichtigung seiner Stellung 
und Verantwortung im Betrieb. Dabei ermittelte sie einen Lohn von Fr. 170‘000.--, welcher deut-
lich über denjenigen lag, den der Beigeladene in diesen beiden Jahren bezogen hat. Unter die-
sen Umständen sah sich die Ausgleichskasse gezwungen, die Angemessenheit der Dividende 
in Relation zum effektiven wirtschaftlichen Wert der Beteiligungsrechte unter Berücksichtigung 
des durch die Steuerbehörden ermittelten Steuerwerts zu bemessen. Der Beigeladene habe 
100% der Namenaktien besessen und deren kantonaler Bruttosteuerwert habe im Jahr 2009 
Fr. 17‘568.-- und im Jahr 2010 Fr. 15‘330.-- pro Aktie betragen. Gestützt auf diese Angaben 
habe die Dividende im Jahr 2009 39.84% und im Jahr 2010 10.60% des Eigenkapitalertrags 
ausgemacht. Unter diesen Umständen sei die Differenz zwischen dem tatsächlich bezogenen 
und dem branchenüblichen Lohn als massgebender Lohn nacherhoben worden. 
 
3.3 Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber zunächst geltend, dass die Beschwer-
degegnerin bei der Berechnung des Lohnes des Beigeladenen in den Jahren 2009 und 2010 
den Rentnerfreibetrag von Fr. 1‘400.-- nicht berücksichtigt habe. Unter Aufrechnung dieses Be-
trages habe der Lohn im Jahr 2009 Fr. 159‘182.-- und im Jahr 2010 Fr. 163‘419.-- betragen. 
Zwar habe diese Argumentation Eingang in den Einspracheentscheid gefunden; der Forde-
rungsbetrag sei aber nicht angepasst worden. Weiter monierte die Beschwerdeführerin, dass 
die Beschwerdegegnerin die Reduktion des Arbeitspensums von 100% auf 80% des Beigela-
denen in den Jahren 2009 und 2010 unbeachtet gelassen habe. Diese sei sowohl aufgrund der 
Lohnreduktion als auch durch den Auszug des Lohnsystems nachgewiesen.  
 
4.1 Das Vorgehen der Ausgleichskasse zur Bestimmung der Löhne des Beigeladenen als 
solches ist nicht zu beanstanden. So ermittelte sie den Lohn des Beigeladenen gemäss den 
Weisungen, was - wie vorstehend in Erwägung 2.2 ff. unter Hinweis auf die Rechtsprechung 
des Bundesgerichts - rechtens ist. In der Folge ging die Beschwerdegegnerin jedoch von einem 
offensichtlichen Missverhältnis zwischen der Arbeitsleistung des Beigeladenen und seinem 
Lohn aus. Diese Auffassung kann aus nachfolgenden Gründen nicht geschützt werden. 
 
4.2 Zunächst steht fest und wird von der Beschwerdegegnerin in ihrem Eventualbegehren 
bestätigt, dass bei der Berechnung des Lohnes des Beigeladenen der Rentnerfreibetrag nicht 
berücksichtigt wurde. Gemäss Art. 3 Abs. 1 AHVG sind auch erwerbstätige Personen im Ren-
tenalter grundsätzlich beitragspflichtig. Art. 6quater AHVV besagt jedoch, dass Frauen, die das 
64., und Männer, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, vom Einkommen aus unselbständi-
ger Erwerbstätigkeit nur den Teil Beiträge entrichten müssen, der je Arbeitgeber Fr. 1‘400.-- im 
Monat bzw. Fr. 16‘800.-- im Jahr überstiegt. Vorliegend wurde der 1944 geborene Beigeladene 
im Januar 2009 65 Jahre alt und trat ins Rentenalter ein; ab Februar 2009 bezog er eine ordent-
liche Altersrente der AHV. Die Beschwerdegegnerin hätte deshalb im Jahr 2009 einen Rentner-
freibetrag von Fr. 15‘400.-- (Februar 2009 bis Dezember 2009) und im Jahr 2010 einen solchen 
in Höhe von Fr. 16‘800.-- berücksichtigen müssen. Damit hätte die Beschwerdegegnerin bei der 

 

 
 
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Beitragsberechnung im Jahr 2009 von einem Einkommen von Fr. 158’400.-- (Fr. 143‘000.-- plus 
Fr. 15‘400.--) und im Jahr 2010 von Fr. 162‘800.-- (Fr. 146‘000.-- plus Fr. 16‘800.--) ausgehen 
müssen. Dass der Beigeladene auch unter Berücksichtigung dieser Beträge den von der Be-
schwerdegegnerin errechneten branchenüblichen Durchschnittlohn von Fr. 170‘000.-- nicht er-
zielte, ändert nichts daran. Der angefochtene Einspracheentscheid ist daher in dieser Hinsicht 
fehlerhaft, weshalb er bereits aus diesem Grund aufzuheben ist.  
 
4.3.1 Der Einspracheentscheid hält aber auch aus nachfolgenden Gründen einer Überprü-
fung nicht stand. Die Beschwerdeführerin beanstandete bereits im vorinstanzlichen Verfahren, 
es sei der Tatsache keine Beachtung geschenkt worden, dass der Beigeladene ab dem Jahr 
2009 sein ursprünglich 100%iges Arbeitspensum auf 80% und ab 2011 auf 60% reduziert habe. 
Die von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten Lohnzahlungen seien daher auf ein 100% 
Pensum umzurechnen, woraus Einkommen resultieren würden, welche über dem errechneten 
branchenüblichen Lohn von Fr. 170‘000.-- lägen. Die Beschwerdegegnerin hielt dieser Argu-
mentation entgegen, dass eine Pensenreduktion nicht bewiesen sei.  
 
4.3.2 Zur Untermauerung ihrer Behauptung reichte die Beschwerdeführerin einen Screens-
hot aus der Lohnbuchhaltung ein, welchem zu entnehmen ist, dass ab 1. Januar 2009 das Pen-
sum 80% und ab 1. Januar 2011 60% betragen habe. Der Systemauszug ist weder datiert noch 
weist er auf eine bestimmte Person hin. Einzig gestützt auf diese Angaben ist mit der  Be-
schwerdegegnerin einig zu gehen, dass die Behauptung, wonach der Beigeladene im strittigen 
Zeitpunkt nur noch 80% gearbeitet habe, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausge-
wiesen ist. Diese Pensenreduktion lässt sich aber aus der weiteren Argumentation der Be-
schwerdeführerin und des Beigeladenen schliessen. So wird von beiden darauf hingewiesen, 
dass der Beigeladene im Januar 2009 das 65. Lebensjahr erreicht und ins Rentenalter eingetre-
ten ist. Glaubhaft wird festgehalten, dass dieser Umstand zum Anlass genommen wurde, beruf-
lich kürzer zu treten und das Arbeitspensum zu reduzieren. Gleichzeitig wurde auch die Be-
triebsnachfolge in die Wege geleitet und per November 2011 vollzogen. Ab diesem Zeitpunkt 
schied der Beigeladene aus dem operativen Bereich des Betriebes aus. Weiter ist zu beachten, 
dass der Lohn des Beigeladenen in den Jahren 2009 und 2010 um circa 20% tiefer lag als noch 
im Jahr 2008. So erzielte er im Jahr 2008 ein Einkommen von Fr. 182‘000.--. Im Jahr 2009 wur-
de ihm noch ein Betrag von Fr. 143‘000.-- bzw. 78,6% des Vorjahreslohns und im Jahr 2010 ein 
solcher von Fr. 146‘000.-- bzw. 80,21% des im Jahr 2008 bezogenen Lohnes ausbezahlt. Da 
aus den vorliegenden Akten keine anderen Gründe ersichtlich sind, ist mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass diese Lohnreduktion darauf zurückzuführen ist, 
dass der Beigeladene ab 2009 tatsächlich sein Arbeitspensum auf 80% reduzierte. Unter die-
sen Umständen wäre die Beschwerdegegnerin jedoch verpflichtet gewesen, die von ihr festge-
stellten Einkommen der Jahre 2009 und 2010 auf ein 100% Pensum umzurechnen und diese 
Beträge ihrer Berechnung zugrunde zu legen. Dies hätte für das Jahr 2009 einen Lohn von 
Fr. 178‘750.-- und für das Jahr 2010 einen solchen von Fr. 182‘500.-- ergeben, welche beide 
auch ohne Berücksichtigung der Rentnerfreibeträge über dem von der Beschwerdegegnerin 
errechneten branchenüblichen Durchschnittslohn von Fr. 170‘000.-- liegen.  
 

 

 
 
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4.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin bei der Erhebung 
der Beiträge den Rentnerfreibetrag nicht berücksichtigt hat. Weiter kann nicht von einem offen-
sichtlichen Missverhältnis zwischen der Arbeitsleistung des Beigeladenen und den von diesem 
in den Jahren 2009 und 2010 bezogenen Löhnen ausgegangen werden. Da gemäss Recht-
sprechung (BGE 134 V 297) die Umqualifikation einer Dividende in massgebenden Lohn nur 
zulässig ist, wenn kumulativ ein unangemessen tiefer Lohn mit einer im Vergleich zum einge-
setzten Kapital unangemessen hohen Dividende einhergeht, braucht nicht zusätzlich geprüft zu 
werden, ob zwischen dem eingesetzten Vermögen und der ausgeschütteten Dividende ein sol-
ches Missverhältnis besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. April 2015, 9C_837/2014, 
E. 2.3). Unter diesen Umständen ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Ein-
spracheentscheid vom 13. Februar 2015 aufzuheben. Auf weitere Ausführungen betreffend die 
übrigen Einwände der Beschwerdeführerin (Verjährung der Beitragsforderung für das Jahr 2009 
verjährt und unkorrekte Bearbeitung der Einsprache durch die Beschwerdegegnerin) kann unter 
den gegebenen Umständen verzichtet werden. 
 
5. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der 
Ausgleichskasse Basel-Landschaft vom 13. Februar 2015 aufgehoben 
und es wird festgestellt, dass die in der Nachtragsverfügung vom 
7. Januar 2015 enthaltenen Aufrechnungen der Dividendenausschüt-
tungen an B.___ in den Jahren 2009 und 2010 nicht als beitragspflich-
tiger Lohn angerechnet werden dürfen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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