# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13850acf-e848-5efd-9589-1522e56f2deb
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-05-11
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 11.05.2009 BV.2009.18
**Docket/Reference:** BV.2009.18
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BV-2009-18_2009-05-11

## Full Text

Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR);;Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR);;Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR);;Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR)

Entscheid vom 11. Mai 2009  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Tito Ponti und Alex Staub,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A. GMBH, vertreten durch Advokat Hans-Jacob 
Heitz,  

 
Beschwerdeführerin 

 
 gegen 
   

EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION,  
 

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 VStrR) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BV.2009.18, BV.2009.19, BV.2009.20, 
BV.2009.21, BV.2009.22 und BV.2009.23 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend „ESBK“) gegen 
die Beschwerdeführerin verschiedene Strafuntersuchungen führt wegen 
des Verdachts der Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz vom 
18. Dezember 1998 über Glücksspiele und Spielbanken (Spielbankenge-
setz, SBG; SR 935.52); 

 
- sie im Rahmen dieser Strafuntersuchungen jeweils mit Verfügung vom 

24. Februar 2009 verschiedene Spielautomaten, Konsumationsgutscheine, 
Spieljetons und Bargeld (Kasseninhalt) beschlagnahmte, welche am 
22. Dezember 2008 in verschiedenen Restaurants in Z. sichergestellt wor-
den waren (BV.2009.18 – BV.2009.23, jeweils act. 2.1 und 2.3); 

 
- die Beschwerdeführerin als Eigentümerin der beschlagnahmten Gegen-

stände mit insgesamt sechs Beschwerden vom 25. Februar 2009 an den 
Direktor der ESBK gelangte und die vollständige Aufhebung der erwähnten 
Verfügungen und die unverzügliche und unbeschwerte Herausgabe der 
beschlagnahmten Gegenstände, eventualiter die Vereinigung aller gleich-
wertigen Verfahren (BV.2009.18 – BV.2009.23) und die Auferlegung nur 
eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 1'500.-- beantragte, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin 
(BV.2009.18 – BV.2009.23, jeweils act. 1); 

 
- der Direktor der ESBK die Beschwerden mitsamt seinen Stellungnahmen 

vom 3. März 2009 an die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 
weiterleitete und deren kostenfällige Abweisung beantragte, wobei dem 
Eventualantrag stattzugeben sei (BV.2009.18 – BV.2009.23, jeweils act. 2); 

 
- die Beschwerdeführerin am 10. März 2009 eingeladen wurde, bis 20. März 

2009 sechs Kostenvorschüsse in der Höhe von jeweils Fr. 1'500.-- zu leis-
ten (BV.2009.18 – BV.2009.23, jeweils act. 3); 

 
- die Beschwerdeführerin am 16. März 2009 an die I. Beschwerdekammer 

gelangte und eine Reihe von Verfahrensanträgen stellte, darunter die Ver-
einigung der vorliegenden Beschwerdeverfahren (BV.2009.18 – 
BV.2009.23, jeweils act. 5); 

 
- unter Abweisung der meisten dieser Anträge der Beschwerdeführerin die 

Frist zur Entrichtung der Kostenvorschüsse letztmals bis 9. April 2009 er-
streckt wurde (BV.2009.18 – BV.2009.23, jeweils act. 6); 

 

- 3 - 

 

 

- der Antrag auf Verfahrensvereinigung insbesondere abgelehnt wurde, da 
die Frage, ob sich die in den verschiedenen Beschwerdeverfahren stellen-
den Probleme rechtlicher und tatsächlicher Natur identisch seien, erst in 
den verfahrensabschliessenden Entscheiden zu beantworten wären, da je-
denfalls nicht offensichtlich sei, dass sämtliche der fraglichen Automaten 
identisch seien; 

 
- die Beschwerdeführerin am 7. April 2009 erneut an die I. Beschwerde-

kammer gelangte und eine Reihe von Verfahrensanträgen stellte 
(BV.2009.18 – BV.2009.23, jeweils act. 7); 

 
- unter Abweisung der meisten dieser Anträge der Beschwerdeführerin letzt-

mals eine Frist bis 24. April 2009 gewährt wurde, die ausstehenden Ko-
stenvorschüsse zu bezahlen, andernfalls auf ihre Beschwerden nicht einge-
treten werde (BV.2009.18 – BV.2009.23, jeweils act. 8); 

 
- der Vertreter der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 23. April 2009 mit-

teilte, dass keine Kostenvorschüsse eingehen würden, jedoch weiter an 
den Verfahrensanträgen um Verfahrensvereinigung und Sistierung festhielt, 
diesbezüglich eine formelle Zwischenverfügung verlangte und schliesslich 
formell beantragte, die „zufolge fehlender Beschwerdelegitimation“ nicht 
weiter instruierten Verfahren ohne Weiteres und ohne Kostenauflage vom 
Protokoll abzuschreiben, wobei den Beschwerdeführern eine Verfahrens-
entschädigung zuzusprechen sei (BV.2009.18 – BV.2009.23, jeweils 
act. 9); 

 
- somit in den vorliegenden Verfahren innerhalb der anberaumten Frist keine 

Kostenvorschüsse geleistet wurden, weshalb auf die Beschwerden andro-
hungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 62 
Abs. 3 BGG); 

 
- die Beschwerdeführerin demnach als unterliegende Partei die Verfahrens-

kosten zu tragen hat (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG), wo-
bei die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen ist (Art. 3 des Regle-
ments vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundes-
strafgericht; SR 173.711.32); 

 
- bei diesem Ausgang des Verfahrens kein Grund zur Ausrichtung einer Ver-

fahrensentschädigung besteht; 
 

- infolge nicht geleisteter Kostenvorschüsse auch nicht auf den am 6. Mai 
2009 gestellten Sistierungsantrag der Beschwerdeführerin (act. 10) einzu-
treten ist; 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 12. Mai 2009 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Advokat Hans-Jacob Heitz (mit Einzahlungsschein) 
- Eidgenössische Spielbankenkommission  
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der I. Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen 
nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).