# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2bf967a0-18e1-50c0-b399-3624d585400a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-12-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 08.12.2003 PZ 2003 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_PZ-2003-97_2003-12-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 03. January 2025 Schriftlich mitgeteilt am: 
PZ 03 97

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Präsident Brunner, Aktuarin ad hoc Strässler.

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In der Zivilsache

des F. X. und A. X., Gesuchsteller und Beschwerdeführer, vertreten durch lic.oec. 
HSG Alfred P. Müller, Im Ochsenbrunnen 11, 7310 Bad Ragaz, 

gegen

den Entscheid des Kreispräsidenten fünf Dörfer vom 28. April 2003, mitgeteilt am 3. 
Juli 2003, in Sachen gegen D., Gesuchsgegner und Beschwerdegegner 1, C., Ge-
suchsgegner und Beschwerdegegner 2, beide vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. 
HSG Hermann Just, Postfach 414, Masanserstrasse 35, 7001 Chur, sowie gegen 
Z. E. und Y. E., Gesuchsgegner und Beschwerdegegner 3, 

betreffend Erlass eines Amtsbefehls

hat sich ergeben:

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A. Am 9. Dezember 2002 liessen F. X. und A.  X. beim Kreisamt ein Ge-
such um Erlass eines Amtsverbots stellen mit folgendem Wortlaut: 

1. Es sei ein Amtsverbot zu erlassen, wonach das Befahren Abstellen 
und Parkieren von Fahrzeugen jeglicher Art, das Abstellen und La-
gern von jeglichem Material (inklusive Laub und Schnee), das Be-
treten und Begehen der Parzelle 1 in G. für Unberechtigte kreisamt-
lich zu verbieten sei. 

2. Das Amtsverbot sei gemäss Art. 155 Abs. 1 ZPO allgemein zur 
Kenntnis zu bringen. 

B. Das Gesuch wurde im Amtsblatt des Kantons Graubünden vom 9. Ja-
nuar 2003 und im Bezirksamtsblatt vom 10. Januar 2003 gemäss Art. 154 ZPO vor-
schriftsgemäss publiziert. 

C. 1. Am 15. Januar 2003 erhoben Z. E. und Y. E. frist- und formgerecht 
Einsprache gegen das Amtsverbotsgesuch mit dem Antrag, dieses Gesuch abzu-
weisen. D. und C. reichten ihre Einsprache ebenfalls innert Frist am 29. Januar 2003 
mit folgenden Rechtsbegehren ein: 

1. Das Amtsverbotsgesuch der Eheleute F. X. und A.  X., publiziert im 
Amtsblatt des Kantons Graubünden vom 9. Januar 2003, sei abzu-
weisen. 

2. Eventualiter sei den Gesuchstellern eine Frist zur Einreichung der 
ordentlichen Klage anzusetzen, bei deren unbenutzten Ablauf das 
Gesuch abgewiesen werde. 

3. Eventualiter sei das Gesuch dahingehend zu ergänzen, dass der 
Zubringerdienst gestattet und dass das Lagern von jeglichem Ma-
terial (inkl. Laub und Schnee) aus dem Begehren gestrichen wird. 

4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Gesuchsteller.

Zur Begründung wurde in beiden Einsprachen im Wesentlichen vorgebracht, 
dass sich das Gesuch in erster Linie gegen die dienstbarkeitsberechtigten Eigentü-
mer der benachbarten Parzellen 2, 3 und 4 richte. Eine Besitzesstörung durch ver-
botene Eigenmacht im Sinne von Art. 928 ZGB sei nicht nachgewiesen. 

2. F. X. und A.  X. beantragten in ihrer Stellungnahmen vom 29. Januar 2003 
und vom 13. Februar 2003 die kostenfällige Abweisung der Einsprachen, sofern 
darauf überhaupt einzutreten sei. Sie hielten dafür, dass sich ihr Amtsverbotsge-
such nur gegen Übergriffe von unberechtigten Personen richte und reichten diverse 
Beweismittel ein, welche diese Übergriffe belegen sollten. 

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3. Anlässlich der beiden mündlichen Verhandlungen, welche der Vizekreis-
präsident am 10. April 2003 jeweils mit den Gesuchstellern einerseits und mit den 
Gesuchsgegnern D. und C. bzw. mit den Gesuchsgegnern E. andererseits um 10.00 
Uhr bzw. um 11.05 Uhr durchführte, lehnte der Vizekreispräsident das von F. X. und 
A.  X. gestellte Ausstandsbegehren gegen seine Person ab. In der Sache konnte 
keine Einigung erzielt werden. Gemäss dem Protokoll der ersten Verhandlung (act. 
24 der kreisamtlichen Akten) bezeichnete F. X. unter anderem den Vizekreispräsi-
denten als Kriminellen. Der Grundbuchplan sei wertlos, da er auf einem kriminellen 
Urteil des Kantons- und des Bezirksgerichts basiere. Weiter äusserte er sich dahin-
gehend, D. sei nicht klar im Kopf. Rechtsanwalt Just betitelte er als Kriminellen und 
Rassisten. Daraufhin warnte der Vizekreispräsidenten, er werde F. X. bei der nächs-
ten Verfehlung mit Fr. 200.-- büssen. Diese Busse sprach er in der Folge aus, als 
F. X. Rechtsanwalt Just vorwarf, er wisse genau, dass "Freimaurer B." den ersten 
Anwalt eingeschüchtert habe. 

D. Mit Entscheid vom 28. April 2003, mitgeteilt am 3. Juli 2003, entschied 
der Vizekreispräsident was folgt:

1. Das Gesuch von F. X. und A. X. um Erlass eines Amtsbefehls wird 
abgelehnt. 

2. F. X. wird wegen Verstoss gegen Art. 4 Abs. 4 ZPO mit einer Busse 
von Fr. 200.-- belegt. 

3. Die Kosten des Kreisamtes Fünf Dörfer betragen total Fr. 1'850.-- 
und gehen zu Lasten der Gesuchsteller und sind innert 30 Tagen 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Amtsbefehles zu bezahlen. 

4. Die Gesuchsteller haben die Gesuchsgegner 1 (Z. E. und Y. E.) 
ausseramtlich mit Fr. 1'000.-- (MwSt inbegriffen) zu entschädigen. 

Die Gesuchsteller haben die Gesuchsgegner 2 (D. und C.) ausser-
amtlich mit Fr. 2'500.-- (MwSt inbegriffen) zu entschädigen.

5. (Rechtsmittelbelehrung)

6. Mitteilung

E. Gegen diesen Entscheid reichten F. X. und A. X. am 14. Juli 2003 
Beschwerde beim Kantonsgerichtspräsidenten ein mit folgenden Anträgen: 

1. Der Entscheid des Kreispräsidenten Fünf Dörfer vom 28. April 2003 
sei vollumfänglich aufzuheben und das nachgesuchte Amtsverbot 
der Beschwerdeführer sei gutzuheissen. 

2. Eventualiter sei den Beschwerdeführern gemäss Art. 154 Abs. 3 
ZPO Frist zur Klage anzusetzen. 

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3. Unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Beschwerdegegner. 

2. Z. E. und Y. E. sowie D. und C. beantragten in ihren Vernehmlassungen 
vom 24. Juli 2003 und vom 12. August 2003 die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde. 

3. In seiner Stellungnahme vom 28. Juli 2003 begründete der Kreisvizeprä-
sident die Abweisung des Ausstandsbegehrens gegen seine Person und hielt fest, 
dass er es begrüssen würde, wenn gestützt auf Art. 25 Abs. 3 GVG ein anderer 
Kreispräsident für die Behandlung der Fälle X. bestimmt würde. Im übrigen bean-
tragte er sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. 

4. Auf die Begründung der Beschwerde, die Ausführungen der Beschwerde-
gegner, auf die weitere Stellungnahme des Kreisvizepräsidenten und auf die Erwä-
gungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, nachstehend einge-
gangen. 

Das Kantonsgerichtspräsidium zieht in Erwägung :

1. Gegen Entscheide im Amtsbefehlsverfahren kann nach Art. 152 ZPO in-
nert 10 Tagen seit Mitteilung Beschwerde an das Kantonsgerichtspräsidium erho-
ben werden (Art. 152 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde von F. X. und A. X. vom 14. 
Juli 2003 richtet sich gegen den Amtsbefehlsentscheid des Kreispräsidenten Fünf 
Dörfer vom 28. April 2003, mitgeteilt am 3. Juli 2003, welcher tags darauf beim 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführer einging. Auf das frist- und formgerecht ein-
gereichte Rechtsmittel kann eingetreten werden. 

2.a) In ihrer Stellungnahme vom 13. Februar 2003 zu den Einsprachen gegen 
das Amtsverbotsgesuch (act. 17.1 der Akten des Kreisamtes) verlangten F. X. und 
A. X. den Ausstand des Vizekreispräsidenten H. wegen Befangenheit, ohne dies 
näher zu begründen. Sie wiederholten das Ausstandsbegehren anlässlich der 
mündlichen Verhandlungen vom 10. April 2003. In der Beschwerde vom 14. Juli 
2003 liessen sie dazu näher ausführen, dass es völlig klar sei, dass der Kreisvize-
präsident und heutige Kreispräsident vormals im Gemeinderat von G. gesessen sei 
und gegenüber den Gesuchstellern daran beteiligt gewesen sei, "laufend negative 
Entscheide zu fällen". Den Gesuchstellern sei heute klar, weshalb ihren Anträgen in 

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der Gemeinde G. nie Folge geleistet werde und weshalb sie aus nicht nachvollzieh-
baren Gründen und aus allgemeiner Ablehnung nie zum Ziel gelangen würden. 

b) Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer hat der Vizekreispräsi-
dent das in diesem Verfahren vorgebrachte Ausstandsbegehren durchaus geprüft. 
Er kam dabei aber zum Schluss, dass exakt dieselben Ausstandsgründe geltend 
gemacht wurden, welche die nach Art. 22 Abs. 3 GVG für die Beurteilung bestritte-
ner Ausstandsfragen betreffend einen Kreispräsidenten oder dessen Stellvertreter 
zuständige Justizaufsichtskammer des Kantonsgerichts von Graubünden mit Be-
schluss vom 16. Oktober 2001 in Sachen des F. X. gegen das Kreisamt Fünf Dörfer 
betreffend Ausstand einer Gerichtsperson (AB 01 17) für nicht stichhaltig erachtet 
hatte. In der Tat beschränken sich die Beschwerdeführer bei der Begründung wie-
derum auf nicht belegte Mutmassungen, wonach der Vizekreispräsident in seiner 
Funktion als Mitglied des Gemeinderates (recte wohl: des Gemeindevorstandes und 
der Baukommission) von G. regelmässig gegen sie entschieden habe. Zusätzlich 
wird H. pauschal unterstellt, er sei dafür verantwortlich, dass den Anträgen der Be-
schwerdeführer bei der Gemeinde G. nie Folge geleistet würde. Im Entscheid AB 1 
17 hatte die Justizaufsichtskammer klar festgehalten, dass blosse Mutmassungen 
einer Partei nicht ausreichen, um Misstrauen in die Unvoreingenommenheit eines 
Richters oder einer Richterin zu erwecken. Die Tatsache allein, dass H. bei der Aus-
übung der erwähnten Ämter auch mit Geschäften zu tun gehabt habe, welche F. X. 
und A.  X. betroffen hätten, würden ihn selbst dann nicht als befangen erscheinen 
lassen, wenn er - was allerdings nicht belegt sei - in früheren Verfahren gegen diese 
gestimmt hätte. Im Beschluss AB 03 14 der Justizaufsichtskammer vom 15. Sep-
tember 2003 in Sachen des F. X. gegen den Kreispräsidenten Fünf Dörfer wurde 
festgehalten, dass auch aus aktueller Sicht keine Ausstandsgründe gegen H. er-
kennbar seien, welche seinerzeit von der Justizaufsichtskammer übersehen worden 
seien. In den Akten des vorliegenden Verfahrens finden sich ebenfalls keinerlei An-
haltspunkte dafür, dass H. die Beschwerdeführer bei der Erfüllung seiner Aufgaben 
in irgendeiner Form geschädigt hätte. In der aktuellen Rechtsschrift bringen sie 
nichts vor, das den Verdacht zu erwecken vermöchte, dass ihnen H. nicht mehr 
unvoreingenommen entgegentreten könnte. Wollte man ein Mitglied des Gerichts, 
welches im selben Gerichtssprengel andere öffentliche Ämter ausübt oder welches 
mit der Leitung anderer Verfahren mit denselben Parteien beauftragt war, regelmäs-
sig als befangen einstufen, würde das dazu führen, dass gerade in eher kleinen 
Gerichtssprengeln in einer grösseren Anzahl von Rechtsstreitigkeiten wegen alltäg-
licher Beziehungen ganze Gerichte in den Ausstand treten müssten. Dies aber 

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würde zu einer von der Ausstandsordnung nicht gewollten Aushöhlung der Garantie 
eines verfassungsmässigen Gerichts führen (vgl. PKG 1980, Nr. 15).

Zusammenfassend ergibt sich, dass sich der Vizekreispräsident und heutige 
Kreispräsident Fünf Dörfer angesichts der unveränderten Sach- und Rechtslage auf 
den Entscheid der Justizaufsichtskammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
vom 16. Oktober 2001 stützen durfte, gemäss welchem er weiterhin berechtigt und 
verpflichtet war, im Rahmen der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung die ihm über-
tragenen richterlichen Aufgaben auch gegenüber F. X. und A.  X. wahrzunehmen. 
Die Rüge der Befangenheit ist unbegründet. 

3.a) Gemäss Art. 154 ZPO kann beim Kreispräsidenten ein allgemeines 
Amtsverbot verlangt werden, wenn angeblich unberechtigte Handlungen allgemein 
ausgeübt werden. Allgemeine Amtsverbote haben praktisch ausschliesslich Besit-
zesschutzansprüche gemäss Art. 926 ff. ZGB zum Gegenstand, wobei eigenmäch-
tige Besitzesstörungen die Hauptanwendungsfälle bilden (vgl. Rudolf Rehli, Das Be-
fehlsverfahren nach bündnerischem Recht, insbesondere sein Anwendungsbe-
reich, Zürich 1977, S. 53f.). Besitzesstörung im Sinne von Art. 928 ZGB ist jede 
übermässige Beeinträchtigung der tatsächlichen Herrschaft über die Sache in ir-
gendeiner ihrer Äusserungen, soweit sie nicht zum Verlust geführt hat. Hauptan-
wendungsfall der Störungsklage ist der Besitz an Liegenschaften. Besitzesstörun-
gen sind namentlich die Immissionen von Rauch, Wasser, Gas, üblen Gerüchen, 
radioaktiven Strahlen und Partikeln, Hitze, Musik und Lärm, aber auch die ausdeh-
nende Ausübung von Grunddienstbarkeiten über die bisherige konstante Ausübung 
hinaus oder andererseits die Verunmöglichung der bisherigen Ausübung oder Ver-
änderung der bisherigen Ausübungsmöglichkeit einer Grunddienstbarkeit oder 
Grundlast, an denen Rechtsbesitz besteht. Keine Störung liegt in Einwirkungen, die 
nicht übermässig und daher im nachbarlichen Verhältnis zu dulden sind (Emil W. 
Stark, Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, BD. IV, 3. Abt., 3. 
Teilbd., 2. Aufl., Bern 1984, NN. 19 ff., 24 zu Art. 928 ZGB; derselbe im Basler Kom-
mentar zum Schweizerischen Privatrecht, ZGB II, 2. Aufl., Basel 2003, N. 2 zu Art. 
928 ZGB und NN 9 ff. Vor Art. 926-929 ZGB). 

b) Wird gegen ein Amtsverbotsgesuch nach der Auskündigung Einsprache 
erhoben, kann der Kreispräsident darüber selber im summarischen Verfahren ent-
scheiden oder - bei nicht sofort überblickbaren Verhältnissen - einer Partei Frist zur 
Klage beim ordentlichen Gericht ansetzen (Art. 154 Abs. 3 ZPO). Im selbständigen 
Verfahren vor dem Kreisamt sind Einreden aus dem Recht grundsätzlich ausge-

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schlossen (vgl. PKG 1988 Nr. 24, E. 1, S. 95; Stark, a.a.O., N. 2 zu Art. 928 ZGB). 
Beurteilt wird nur die Frage nach dem Besitz. Der Entscheid des Kreispräsidenten 
hat einstweiligen Charakter und erwächst nicht in materielle Rechtskraft. Die betrof-
fene Partei kann den Entscheid jederzeit vom Zivilgericht überprüfen lassen (PKG 
1988 Nr. 24, E. 2b), S. 96f.). 

c) Beim bundesrechtlichen Besitzesschutz handelt es sich um einen materi-
ellrechtlichen Anspruch (vgl. Marginale zu Art. 146 ZPO; Rehli, a.a.O., S. 59). Die 
Regelung des Verfahrens ist jedoch dem kantonalen Recht überlassen. Der bünd-
nerische Zivilprozess sieht für den Besitzesschutz ausschliesslich das summarische 
Befehlsverfahren vor (Art. 137 Ziff. 14 ZPO, Rehli, a.a.O., S. 57). Im summarischen 
Verfahren gelten die Vorschriften des beschleunigten Verfahrens mit gewissen Ein-
schränkungen, die sich aus Art. 138 ZPO ergeben. Als Beweismittel sind Urkunden, 
schriftliche Auskünfte, Augenscheine und Beweisaussagen der Partei zulässig. An-
dere Beweismittel werden nur zugelassen, wenn der Kläger nicht ins ordentliche 
Verfahren verwiesen werden kann oder wenn sie das Verfahren nicht wesentlich 
verzögern (Art. 138 Ziff. 4 ZPO). Wenn die durch das summarische Verfahren be-
dingte Beweismittelbeschränkung eine Verschlechterung der Stellung einer Partei 
zur Folge hat, müsste an sich der ordentliche Prozessweg zur Verfügung stehen. 
Der bundesrechtliche Besitzesschutz verlangt nämlich nach einem abschliessen-
den Verfahren. Da im bündnerischen Recht aber ausschliesslich das Amtsbefehls-
verfahren dafür vorgesehen ist und eine Überweisung ins ordentliche Verfahren 
nach dem rechtskräftigen Erlass eines Amtsbefehls nicht erfolgt, mit anderen Wor-
ten mit dem Amtsbefehl ein abschliessender possessorischer Entscheid ergeht, 
sind im Besitzesschutzverfahren alle erheblichen Beweise zuzulassen (vgl. Art. 138 
Ziff. 4 ZPO). Das Verfahren büsst damit den Charakter eines rein summarischen 
Verfahrens ein (vgl. PKG 2001 Nr. 39, E. 4 mit Hinweis auf Guldener, Schweizeri-
sches Zivilprozessrecht, 3. Aufl., Zürich 1979, S. 589). Neue Urkunden können im 
Beschwerdeverfahren jedenfalls dann eingereicht werden, wenn sie sich nicht auf 
neue Tatsachen beziehen. Dem Kantonsgerichtspräsidenten steht im Beschwerde-
verfahren die volle Prüfungsbefugnis zu (PKG 2001, E. 2 b) und c) und PZ 02 135 
vom 28. März 2003, E. 4 und E.2). 

d) Wer sich auf Besitzesschutz beruft, hat seinen Besitz und die Störung bzw. 
deren Wahrscheinlichkeit für die Zukunft beweisen (Art. 146 Abs. 2 ZPO, Stark, Ber-
ner Kommentar, N. 52 zu Art. 928 ZPO). In Besitzesschutzangelegenheiten ist 
grundsätzlich voller Beweis für das Vorhandensein der behaupteten rechtserhebli-
chen Tatsachen zu erbringen. Die Verletzung privatrechtlicher Gesetzesbestim-

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mungen oder privater Ansprüche ist nachzuweisen. Es können nur klar und unzwei-
felhaft ausgewiesene Ansprüche durchgesetzt werden (PKG 2001 Nr. 39, E. 4c) mit 
Hinweis auf Rehli, a.a.O., S. 96; PZ 02 135 vom 28. März 2003, E. 4a)). 

4. Die Gesuchsteller und Beschwerdeführer sind Eigentümer der Parzelle 1, 
in der Gemeinde G. und üben unbestrittenermassen die tatsächliche Gewalt über 
das Grundstück aus. Als Besitzer dieser Liegenschaft (Emil W. Stark, Berner Kom-
mentar, a.a.O., N. 12 Vor Art. 926-929 ZGB) sind sie grundsätzlich berechtigt, Be-
sitzesschutz zu beanspruchen (Stark, a.a.O., N. 7 ff. zu Art. 928 ZGB). Zu prüfen 
bleibt, ob die Gesuchsteller den Nachweis der Besitzesstörung bzw. deren Wahr-
scheinlichkeit für die Zukunft zu erbringen vermögen (Art. 146 Abs. 1 ZPO; Stark, 
a.a.O., N. 52 zu Art. 928 ZGB).

5. a) Das Amtsverbotsgesuch vom 9. Dezember 2002 (act. 1.1. der Akten 
des Kreisamtes) wurde damit begründet, dass die Gesuchsteller in den verflosse-
nen Jahren in zunehmendem Mass hätten feststellen müssen, dass ihr Privatgrund-
stück durch die Anwohner und Besucher der Nachbarliegenschaften gestört werde 
(Befahren des Vorplatzes, Begehen und Betreten der Liegenschaft, Ablagern von 
Material, namentlich von Laub und Schnee). Sie würden immer wieder feststellen, 
dass auf ihrem Grund und Boden fremde Fahrzeuge abgestellt würden, so dass 
ihnen die ungehinderte Zufahrt zu ihrem Grundstück unmöglich sei. Es komme gar 
vor, dass "böse Buben" über Nacht Material (Abfall, Laub, Schnee etc.) auf ihrem 
Grundstück deponieren würden. Als Beweismittel boten die Gesuchsteller die Par-
teieinvernahme an und beriefen sich auf Gerichtsnotorietät. In den Stellungnahmen 
zur Einsprache der Eheleute E. vom 29. Januar 2003 (Act. 7 der Akten des Kreis-
amtes, S. 4 Ziff. 2 und S. 5 Mitte) und zur Einsprache der Nachbarn D. und C. vom 
13. Februar 2003 (act. 17.1 der Akten des Kreisamtes; S. 2 Ziff. 3) wurde betont, 
dass sich das Amtsverbotsgesuch nicht gegen die Dienstbarkeitsberechtigten, son-
dern nur gegen Übergriffe von unberechtigten Personen richte. Unberechtigte 
Dritte, namentlich Schüler und andere Jugendliche sowie erwachsene Leute wür-
den die Privatgrundstücke, insbesondere das Grundstück der Gesuchsteller, immer 
wieder als Abkürzung Richtung Kantonsstrasse benutzen (act. 17.1, S. 3). Unbe-
rechtigte wie beispielsweise Kinder aus der Umgebung würden mit Spielgeräten wie 
Trottinett, Rollerblades oder Rollerskates auf dem Grundstück Nr. 1 herumsausen 
(act. 7, S. 3). Es seien aber auch die Dienstbarkeitsberechtigten bzw. ihre Besucher, 
welche ihre Rechte widerrechtlich beanspruchen und beispielsweise auf dem Pri-
vatgrundstück der Gesuchsteller ihre Fahrzeuge stundenlang stehen lassen wür-
den. Ebenfalls werde auf dem Privatgrundstück der Gesuchsteller laufend Material 

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abgelagert (act. 17.1, S. 4; act. 7, S.5). Als Beweismittel reichten die Gesuchsteller 
mit der Stellungnahme vom 13. Februar 2003 "anstatt vieler" diverse Schriftstücke 
und Fotos ein (act. 17.2 - 17.14 des Kreisamtes) und boten weitere Beweismittel 
(Videos, Augenschein, Gutachten) an. In der Beschwerde vom 14. Juli 2003 wird 
einerseits nochmals ausgeführt, dass das Amtsverbotsgesuch nicht darauf abziele, 
dass damit primär die Dienstbarkeitsberechtigten, deren Besucher und Zubringer 
behindert werden sollen, das Amtsverbot diene im Gegenteil unter anderem auch 
dazu, die Rechte der Nachbarn zu wahren (S. 5). Andererseits ist für die Beschwer-
deführer Tatsache, dass die Nachbarn nicht ablassen würden, sie weiterhin in ihrem 
Besitz zu stören (S. 9 unten). 

b) Zulasten der Parzelle 1 der Beschwerdeführer und zugunsten der benach-
barten, mit Wohnhäusern überbauten Parzellen 2 (D.), 3 (C.) und 4 (E.) der Be-
schwerdegegner ist im Grundbuch der Gemeinde G. ein Fuss- und Fahrwegrecht 
eingetragen, welches die Grundstücke mit dem öffentlichen Z.-weg verbindet (vgl. 
act. 1.3 der Akten des Kreisamtes). Bezüglich der umstrittenen Lage und Ausdeh-
nung erkannte das Kantonsgericht im Berufungsentscheid vom 14. Juni 1999 (ZF 
99 23), dass sich die Dienstbarkeit durch den von den ursprünglichen Parteien des 
Dienstbarkeitsverhältnisses gemeinsam erstellten Zufahrtsweg begrenzen lasse. A.  
X., damals alleinige Eigentümerin der Parzelle 1, wurde verpflichtet, die Ein- und 
Zufahrt zum Z.-weg ab der Abzweigung zum Vorplatz auf ihrer Parzelle wieder so 
herzustellen und zu gestalten, dass das zu Gunsten der Parzellen 2, 3 und 4 der 
Gemeinde G. eingetragene Fuss- und Fahrwegrecht nördlich innerhalb der in die-
sem Bereich verlaufenden Kulturgrenze und südlich mindestens innerhalb der in 
jenem Bereich verlaufenden Kulturgrenze ungehindert ausgeübt werden könne. 
Zum Inhalt und Umfang der Dienstbarkeit stellte das Gericht fest, dass ein unge-
messenes, weder räumlich noch funktionell begrenztes Fuss- und Fahrwegrecht 
derart bestehe, dass der Zugang und die Zufahrt vom öffentlichen Mittelweg über 
das belastete Grundstück zu den berechtigten Grundstücken gewährleistet werde 
(E.5a), S. 10). Dieses Fuss- und Fahrwegrecht gilt nicht nur für die Bewohnerinnen 
und Bewohner der berechtigten Liegenschaften, sondern auch für ihre Besucher 
und Zubringerinnen. Es bleibt auch dann unverändert gültig, wenn ein Amtsverbot 
erlassen würde. Dies anerkennen die Beschwerdeführer ausdrücklich, indem sie in 
ihren Rechtsschriften (Stellungnahme vom 29. Januar 2003 i.S. gegen die Eheleute 
E., S. 3, Ziff. 1; Stellungnahme vom 13. Februar 2003, S. 8f.; Beschwerde vom 14. 
Juli 2003, S. 5 ad 6) ausführen lassen, dass das Amtsverbotsgesuch nicht darauf 
abziele, dass die Dienstbarkeitsberechtigten, deren Besucher und Zubringer behin-
dert werden sollen. Der Erlass eines allgemeinen Amtsverbots kommt im konkreten 

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Fall somit nur dann in Frage, wenn rechtsgenüglich nachgewiesen ist, dass entwe-
der die dienstbarkeitsberechtigten Nachbarinnen, Besucher und Zubringerinnen 
den Besitz über das bestehende Fuss- und Fahrwegrecht hinaus in unzulässig aus-
gedehnter Weise beanspruchen, dass Dritte den Besitz übermässig beeinträchtigen 
oder dass Besitzesstörungen für die Zukunft wahrscheinlich sind. 

c) Die Beschwerdeführer machen geltend, sie seien in den vergangenen Jah-
ren in zunehmendem Masse durch widerrechtliche Handlungen der Beschwerde-
gegner und Nachbarn und deren Besucher in ihrem Besitz gestört worden (Be-
schwerde vom 14. Juli 2003, S. 5 ad 5 und 6). Konkret werfen sie den Dienstbar-
keitsberechtigten vor, sie und ihre Besucher würden das Privatgrundstück befahren, 
mit ihren Fahrzeugen auf dem Garagenplatz wenden, rangieren sowie stundenlang 
parkieren (Stellungnahme vom 13. Februar 2003, S. 4 und 9). Zudem würde Schnee 
und Laub absichtlich derart deponiert, dass an ihren Mauern beträchtlicher Schaden 
entstanden sei (S. 4 und 9). Als Beweismittel führten sie im Amtsbefehlsgesuch (act. 
1.1. des Kreisamtes; S. 3) Gerichtsnotorietät an und verlangten eine Parteieinver-
nahme. Mit der Stellungnahme vom 13. Februar 2003 reichten sie "anstatt vieler" 
diverse Schriftstücke und Fotos ein (act. 17.2 - 17.14 des Kreisamtes) und boten 
als weitere Beweismittel Videos, einen Augenschein und Gutachten an. In der Be-
schwerde wurden als zusätzliche Beweismittel eine Auskunft bei der Staatsanwalt-
schaft betreffend ein hängiges Verfahren, die Edition von Verfahrensakten, eine Ex-
pertise sowie die Parteieinvernahme beantragt. 

Wie bereits die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat, ist zwar bekannt, dass 
zwischen den Parteien verschiedene Verfahren ausgetragen wurden und dass die 
Beschwerdeführer vor Gericht unter anderem geltend machen, dass sie seit Jahren 
in ihrem Besitz gestört würden. Dass solche Besitzesstörungen durch die Nachbarn 
und Besucher der Nachbarliegenschaften erfolgt sind, ist aber nicht gerichtsnoto-
risch. Die Beschwerdeführer legten zum Beweis für die Besitzesstörungen mit der 
Stellungnahme vom 13. Februar 2003 zwölf Urkunden ein, deren Beweiskraft der 
Kantonsgerichtspräsident gemäss Art. 164 ZPO nach Form und Inhalt zu bemessen 
hat. Dabei fällt auf, dass sieben dieser Urkunden, nämlich die Beilagen 1, 3, 4, 9, 
10, 11 und 12 (act. 17.3, 17.5, 17.6, 17.11, 17.12, 17.13 und 17.14 des Kreisamtes) 
von den Beschwerdeführern oder ihren Rechtsvertretern verfasst sind; rechtlich sind 
sie als blosse Parteibehauptungen zu qualifizieren. Beilage 1 (act. 17.3) ist eine 
Strafanzeige gegen einen Besucher des Ehepaars C.. Dieser Besucher soll nach 
der Darstellung des Anzeigeerstatters F. X. am 20. Oktober 2002 auf dem Grunds-
tück der Beschwerdeführer widerrechtlich parkiert haben, bei der Wegfahrt aggres-

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siv auf F. X. losgefahren sein und Bäume und Sträucher beschädigt haben. Ein 
Strafurteil, welches diesen Sachverhalt bestätigen würde, liegt nicht vor. Beilage 3 
(act. 17.5) ist ein nicht datierter und nicht unterzeichneter Zettel mit dem Hinweis 
"Herr O., dies ist kein Parkplatz! Merken Sie sich das". Aus diesem Zettel, den A.  
X. eigenen Angaben zufolge einem Besucher einer Nachbarsfamilie unter den 
Scheibenwischer geklemmt hat, ist weder ersichtlich, wo der besagte Besucher par-
kiert hat noch geht daraus hervor, wie lange dies gedauert hat. Das Schriftstück ist 
bereits aus diesem Grund nicht geeignet, eine Besitzesstörung zu beweisen. In der 
Beilage 4 (act. 17.6) fordern die Beschwerdeführer die Eheleute C. auf, ihr Grunds-
tück nicht mehr widerrechtlich zu begehen, zu befahren und weder Schnee noch 
Laub darauf zu werfen. Dieser eingeschriebene Brief der Beschwerdeführer vom 
21. November 1998 enthält dieselben Behauptungen, welche rund fünf Jahre später 
im Amtsbefehlsverfahren erneut vorgebracht werden, Beweiskraft kommt dieser Ur-
kunde nicht zu. Zu diesem Schluss kam der Kreispräsident Fünf Dörfer bereits in 
einem Entscheid vom 22. September 1999, welchen die Beschwerdeführer als Bei-
lage 8 (act. 17.10) einreichten. Inwiefern sie aus diesem Entscheid etwas zu ihren 
Gunsten ableiten wollen, ist nicht nachvollziehbar. Ihr Gesuch, den damaligen und 
heutigen Beschwerdegegnern zu verbieten, weiterhin Materialien wie Schnee und 
Laub auf ihrem Grundstück zu deponieren, wurde damals nämlich mangels Nach-
weis einer Besitzesstörung abgewiesen. Aus der Beilage 9 (act. 17.11), einem 
Schreiben des damaligen Rechtsvertreters an die Beschwerdeführer vom 28. Sep-
tember 1999, ergibt sich, dass dieser die Auffassung vertrat, dass der Entscheid 
des Kreispräsidenten nicht korrekt sei. Von einer Anfechtung riet er allerdings ab. 
In der Korrespondenz an den Kreispräsidenten im November 1999 hält der Anwalt 
fest, dass der Entscheid vom 22. September 1999 zwar akzeptiert, aber nicht gou-
tiert werden könne. Die Eingriffe der Nachbarschaft hätten zu einem Schaden an 
der Stützmauer von A.  X. geführt. Es sei davon auszugehen, dass sich die Nach-
barn mit grösster Wahrscheinlichkeit um die fremden Rechte futieren und weiterhin 
z.B Schnee ablagern würden. Die Angelegenheit werde aber vorläufig, bis zur 
nächsten Missachtung des Beschwerdeführerin durch ihre Nachbarn, als erledigt 
betrachtet (Brief vom 7. Oktober 1999, act. 17.11). Aus diesen Akten ergibt sich 
einerseits, dass A. X. mit dem für sie negativen Entscheid des Kreispräsidenten 
betreffend Besitzesstörung zwar nicht einverstanden war, ihn aber zumindest inso-
fern akzeptierte, als sie kein Rechtsmittel dagegen ergriff. Der Nachweis dass da-
mals, vor dem Herbst 1999, Besitzesstörungen tatsächlich erfolgt sind, kann damit 
offensichtlich nicht erbracht werden. Dasselbe gilt für den öffentlichen Brief von F. 
X. an den Bezirksgerichspräsidenten Unterlandquart vom Januar 2002 (Beilage 10, 
act. 17.12), den eingeschriebenen Brief vom 24. Januar 2003 an den Anwalt seiner 

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Frau (Beilage 11, act. 17.13) und denjenigen vom 23. Dezember an die Eheleute E. 
(Beilage 12, act. 17.14). In allen Briefen werden den Nachbarn unter anderem di-
verse Besitzesstörungen vorgeworfen. Sämtliche Vorwürfe bleiben aber unbelegt. 

Sieht man von den von den Beschwerdeführern und ihrem Rechtsvertreter 
geschriebenen Urkunden ab, bleiben verschiedene Fotos, mit welchen Besitzess-
törungen durch Nachbarn und deren Besucherinnen bewiesen werden sollen. Die 
Bilder der Fotoserie der Beilage 2 (act. 17.4), welche das Datum 10. Oktober 2002 
trägt, können bestenfalls als Dokumentation des Wendemanövers eines Fahrzeu-
ges interpretiert werden. Aus der auf den Fotos ebenfalls eingeblendeten Zeit ergibt 
sich aber, dass dieses Manöver nicht einmal eine Minute gedauert hat. Selbst wenn 
die Lenkerin oder der Lenker somit um eine halbe Wagenlänge auf das Grundstück 
der Beschwerdeführer gefahren sein sollte, wie dies die Beschwerdegegner für 
möglich halten (Vernehmlassung vom 12. August 2003, S. 3) übersteigt ein solches 
Wendemanöver das Mass dessen, was unter Nachbarn üblicherweise zu dulden ist, 
nicht. Eine übermässige Störung kann mit diesen Fotos jedenfalls nicht bewiesen 
werden. Auch auf den drei Fotos der Beilage 5 (act. 17.7) ist - dies ist aus der Ein-
blendung der Zeit durch die Beschwerdeführer selbst ersichtlich - lediglich ein Zeit-
raum von knapp einer Minute dokumentiert. Selbst wenn das fotografierte Fahrzeug 
auf dem Grundstück der Beschwerdeführer und damit in ihrem Herrschaftsbereich 
stehen sollte, kann für diesen kurzen Zeitraum nicht von einer übermässigen 
Störung ausgegangen werden. Hinzu kommt, dass die Bilder aus dem Jahre 1997 
stammen und damit nicht geeignet sind, eine aktuelle Situation wiederzugeben. Bei-
lage 6 (act. 17.8) ist nicht datiert, so dass auch hier fraglich ist, ob das Bild aktuell 
ist. Wohl ist handschriftlich die Fahrzeugnummer und die Zeit (ca. 16.02 bis 17.25) 
notiert. Dass das Fahrzeug tatsächlich während dieser Zeitspanne am fotografierten 
Ort parkiert war, kann damit aber nicht rechtsgenüglich belegt werden. Ob aus dem 
Foto klar hervorgeht, dass der Besitz der Beschwerdeführer tangiert war, kann da-
mit offen bleiben. Weitere Beweismittel für das angebliche Befahren und Parkieren 
auf dem Grundstück der Beschwerdeführer wurden nicht eingereicht.

Soweit die Beschwerdeführer vorbringen, die Nachbarn würden widerrecht-
lich Laub auf ihrem Grundstück deponieren, legen sie hierfür keinen Beweis vor. 
Schnee ist auf der Fotoserie der Beilage 7 (act. 17.9) zu sehen. Wo dieser Schnee 
genau liegt, ist auf den meist wenig scharfen Bildern allerdings nicht erkennbar. Die 
Parzellengrenze dürfte bei winterlichen Verhältnissen grundsätzlich schwer erkenn-
bar sein; ihr Verlauf lässt sich jedenfalls nicht mit einem mit Filzstift eingetragenen 
Strich beweisen. Wer diesen Schnee dorthin geschaufelt hat, bleibt naturgemäss 

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ebenfalls offen. Schliesslich handelt es sich - jedenfalls nach dem abgebildeten Da-
tum - sprichwörtlich um Schnee von gestern, nämlich um solchen aus dem Jahre 
1999. Die Fotos waren bereits im damaligen Verfahren vor dem Kreispräsidenten 
vergeblich eingereicht worden und vermögen auch in diesem Verfahren nicht zu 
belegen, dass die Nachbarn auf dem Besitz der Beschwerdeführer Schneedepo-
nien anlegten und heute noch anlegen. Damit kann offen bleiben, ob Schnee, wel-
cher an den Rand der dienstbarkeitsberechtigten Zufahrt geschippt wird, überhaupt 
übermässig stören und damit als Besitzesstörung im Sinne von Art. 928 ZGB quali-
fiziert werden kann. Soweit geltend gemacht wird, durch ungerechtfertigte Schnee-
ablagerungen seien Schäden an der Stützmauer der Beschwerdeführer entstanden 
(Beschwerde, S.8), verweisen diese einzig auf eigene Briefe und auf einen Brief 
ihres damaligen Rechtsvertreters. Beweise, welche über eine blosse Behauptung 
hinaus gehen würden, liegen nicht vor. Dasselbe gilt für die Behauptung, dass Da-
chziegel der Beschwerdeführer beschädigt worden seien, weil Steine geworfen wor-
den seien. 

d) Soweit die Beschwerdeführer geltend machen, ihr Besitz werde durch 
Dritte übermässig gestört, legen sie hierfür keinerlei Beweismittel vor. Es bleibt bei 
der Darstellung in den Rechtsschriften, dass Kinder mit diversen Spielgeräten auf 
dem Parkplatz der Beschwerdeführer herumsausen würden und dass das Grunds-
tück von Jugendlichen regelmässig als Abkürzung benutzt würde. Diese Beweislo-
sigkeit haben die Beschwerdeführer zu tragen. Selbst wenn nachgewiesen wäre, 
dass am 27. Juni 2003 um 18.30 Uhr ein junges Paar über das Grundstück Richtung 
G. gegangen ist, kann damit ein Durchgang, wie ihn die Eheleute X. behaupten, 
nicht ausreichend bewiesen werden (Beschwerde S. 6). Vereinzelte Vorfälle reichen 
für den Erlass eines Amtsbefehl nicht aus; die für eine Besitzesstörung erforderliche 
Intensität wird damit noch nicht erreicht. 

e) Zusammenfassend ergibt sich, dass den Beschwerdeführern mit den ein-
gereichten Beweismitteln der Nachweis von übermässigen Störungen in der Ver-
gangenheit, sei dies durch die dienstbarkeitsberechtigten Nachbarn, sei dies durch 
unberechtigte Dritte, nicht gelungen ist. Rechtlich relevante Störungen, deren Wie-
derholung zu befürchten sind, sind nicht ausreichend belegt (vgl. Stark, Berner 
Kommentar, a.a.O., N. 43 zu Art. 928 ZGB). Aufgrund einer Würdigung sämtlicher 
Beweismittel erscheint dem Kantonsgerichtspräsidenten aber auch die Wahrschein-
lichkeit künftiger Störungen nicht als derart gross, dass sie den Erlass eines Amts-
befehls zu rechtfertigen vermöchte. Allein der Umstand, dass die nachbarschaftli-
chen Verhältnisse am Z.-weg mehr als getrübt sind und dass weitere Gerichtsver-

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fahren zu erwarten sind, lässt es nicht als wahrscheinlich erscheinen, dass die 
Dienstbarkeitsberechtigten ihre vertraglichen Rechte künftig übermässig beanspru-
chen und damit den Besitz der Beschwerdeführer übermässig stören werden. Wie-
weit diese Rechte gehen, kann in einem Besitzesschutzverfahren ohnehin nicht be-
urteilt werden. Eine Besitzesstörung durch unberechtigte Dritte konnte für die Ver-
gangenheit nicht einmal ansatzweise bewiesen werden. Für die Zukunft erscheint 
sie wenig wahrscheinlich. Dass der Zufahrtsweg zu den Häusern der Parteien eine 
Sackgasse ist und somit von Unberechtigten nicht als Durchfahrt benützt werden 
kann, ergibt sich aus der bei den Akten liegenden Situationsskizze (Beilage 08/4) 
und wird indirekt auch von den Beschwerdeführern anerkannt (Beschwerde S. 6), 
welche nur geltend machen, dass Fussgänger die Grundstücke durchqueren wür-
den. Wie nun aber der Kreispräsident in seinem Entscheid unwidersprochen fest-
gestellt hat, sind sämtliche Liegenschaften an der Zufahrtsstrasse mit Zäunen 
und/oder Mauern, teilweise mit steilen Böschungen abgegrenzt. Angesichts dieser 
Abgrenzungen gegen aussen ist nicht anzunehmen, dass derart viele Aussenste-
hende die Grundstücke zu Fuss als Abkürzung benutzen werden, dass dies zu einer 
übermässigen Störung führen würde. 

f) Wohl kann der Kantonsgerichtspräsident im Beschwerdeverfahren gemäss 
Art. 152 Abs. 3 ZPO von Amtes wegen zusätzliche Beweismittel erheben. Es bleibt 
aber auch unter dem Geltungsbereich der Untersuchungsmaxime Sache der Par-
teien, die für die Beurteilung der behaupteten Tatsachen erforderlichen Beweismit-
tel einzureichen oder solche zumindest konkret zu nennen. So reicht es namentlich 
nicht aus, "anstatt vieler" einige Urkunden, welche sich im vorliegenden Verfahren 
als nicht beweiskräftig erwiesen haben, einzulegen und darauf hinzuweisen, dass 
jederzeit weitere Beweismittel nachgereicht werden könnten. Wenn die angeblich 
vorhandenen Videos, Fotos und dergleichen mehr Besitzesstörungen tatsächlich 
hätten beweisen können, wäre es Sache der Beschwerdeführer gewesen, diese 
näher zu bezeichnen und sie von sich aus zu den Akten zu geben, zumal das Nach-
reichen von Beweismitteln jedenfalls zu bereits behaupteten Tatsachen selbst im 
Rechtsmittelverfahren noch möglich gewesen wäre. Es ist weder Sache des 
Kreispräsidenten noch des Kantonsgerichtspräsidenten, aus angeblich vielen Be-
weismitteln die tauglichen auszuwählen. Soweit die Beschwerdeführer als Beweis-
mittel die formfreie Befragung beantragen, ist dazu einerseits festzuhalten, dass 
diese kein eigentliches Beweismittel darstellt. Sie kann nur als Hilfsmittel zur Wahr-
heitsfindung beitragen. Aussagen zu Gunsten der befragten Partei sind bei der Wür-
digung der übrigen Beweise zu berücksichtigen, ihnen kommt aber keine Beweis-
kraft zu. Zugeständnisse oder Aussagen zu Ungunsten der befragten Partei unter-

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liegen der freien Beweiswürdigung (PKG 1990 Nr. 13 mit Hinweisen). Nach Art. 112 
ZPO soll der Richter eine Partei zudem nur dann formfrei befragen, wenn ihre Vor-
bringen unklar, unvollständig oder unbestimmt sind. Dies trifft im vorliegenden Fall 
nicht zu. Welche Besitzesstörungen behauptet werden, ist klar. Am Ergebnis, dass 
sie nicht bewiesen sind, lässt sich mit einer Parteibefragung nichts ändern. Eine 
Beweisaussage nach Art. 201 ZPO wurde zu Recht nicht beantragt, zumal die Vor-
aussetzungen hierfür ohnehin nicht gegeben sind. Ein Gutachten ist dann anzuord-
nen, wenn zur Aufklärung des Sachverhaltes Fachkenntnisse erforderlich sind (Art. 
188 ZPO). Inwieweit dies vorliegend der Fall sein soll, ist nicht ersichtlich und wird 
auch von den Beschwerdeführern nicht näher dargelegt. Mit einem Augenschein 
könnten wohl die örtlichen Verhältnisse näher angeschaut werden. Ein Augen-
schein ist aber nur eine Momentaufnahme zu einem im voraus bestimmten Zeit-
punkt und damit ebenfalls wenig geeignet, behauptete übermässige Besitzesstörun-
gen zu beweisen. 

g) Nach dem Gesagten ergibt sich, dass den Beschwerdeführern der Nach-
weis übermässiger Besitzesstörungen nicht gelungen ist und solche in Zukunft auch 
nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind. Die Beschwerde er-
weist sich auch in diesem Punkt als unbegründet. 

5. Nach Art. 154 Abs. 3 Satz 2 ZPO kann der Kreispräsident über Einspra-
chen gegen ein Amtsverbotsgesuch selber im summarischen Verfahren entschei-
den oder einer Partei Frist zur Klage beim ordentlichen Gericht ansetzen. Die Über-
weisung ins ordentliche Verfahren erfolgt indes nur bei nicht sofort überblickbaren 
Verhältnissen. Diesfalls soll das Zivilgericht in einem kontradiktorischen und mit al-
len Beweismitteln ausgestatteten Verfahren einen endgültigen Entscheid fällen 
(PKG 1988 Nr. 24, E. 2b), S. 96f.). Im vorliegenden Fall haben die Beschwerdefüh-
rer Besitzesstörungen durch die Nachbarn und durch Dritte geltend gemacht und 
als Beweismittel insbesondere verschiedene Urkunden eingereicht. Der behauptete 
Sachverhalt ist einfach, die angebotenen Beweismittel sind ohne weiteres überblick-
bar. Der Entscheid des Kreispräsidenten, selbst im summarischen Verfahren über 
die Frage des Besitzesschutzes zu befinden, kann unter diesen Umständen nicht 
beanstandet werden. Entsprechend erweist sich auch der Eventualantrag, den Be-
schwerdeführern Frist zur Einreichung einer ordentlichen Klage anzusetzen, als un-
begründet. Ihnen steht es frei, den ordentlichen Prozessweg zu beschreiten und 
dabei auch aus dem Recht zu klagen (vgl. PKG 1988 Nr. 24). 

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6. Auf die vom Kreispräsidenten gemäss Ziff. 2 des angefochtenen Entschei-
des auferlegte Busse wird in der Beschwerde mit keinem Wort eingegangen. Es ist 
angesichts der von der Vorinstanz unwidersprochen festgestellten Umstände auch 
nicht ersichtlich, weshalb diese Busse aufgehoben werden sollte. Das Rechtsmittel 
erweist sich somit in allen Punkten als unbegründet und wird abgewiesen.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten von Fr. 2'000.-- 
zuzüglich Schreibgebühr unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten der Beschwerde-
führer, welche die anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner 1 und 2 ausseramtlich 
ebenfalls unter solidarischer Haftbarkeit mit Fr. 600.-- zu entschädigen haben .

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Demnach erkennt das Kantonsgerichtspräsidium :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.--  und die Schreibge-
bühr von Fr. 255.--, total somit Fr. 2'255.--, gehen unter solidarischer Haft-
barkeit zu Lasten der Beschwerdeführer, welche die anwaltlich vertretenen 
Beschwerdegegner 1 und 2 ausseramtlich ebenfalls unter solidarischer Haft-
barkeit mit Fr. 600.-- zu entschädigen haben. 

3. Mitteilung an:

__________

Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden 
Der Präsident: Die Aktuarin ad hoc: