# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38eabaaa-c351-5c7f-8e85-709681fb165c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.08.2023 200 2023 157
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-157_2023-08-17.pdf

## Full Text

200 23 157 UV
SCI/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. August 2023

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

C.________ Genossenschaft
Beigeladene 1

D.________ AG
Beigeladene 2

E.________ AG
Beigeladene 3

betreffend Einspracheentscheid vom 8. Februar 2023 (UID: 302-86717.8)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Aug. 2023, UV/23/157, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ ist als … im … tätig (Akten der Suva [nach-
folgend Suva bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II] 1 S. 2; 17 S. 2). Am 4. 
Januar 2022 meldete er sich bei der Ausgleichskasse des Kantons Bern 
(AKB) rückwirkend per 1. November 2021 für eine selbständige Erwerbs-
tätigkeit an (act. II 1). Die AKB überantwortete die Beurteilung der Status-
frage zu Koordinationszwecken der Suva. Diese wies das Gesuch 
bezüglich selbstständiger Erwerbstätigkeit mit Schreiben vom 20. Oktober 
2022 (act. II 16) formlos ab, was sie mit Verfügung vom 8. November 2022 
(act. II 18) bestätigte. Darin stellte die Suva fest, A.________ sei für seine 
Tätigkeit "…" per 1. November 2021 als unselbstständigerwerbend zu qua-
lifizieren. Die dagegen von A.________, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, erhobene Einsprache (act. II 25) wies die Suva mit Entscheid 
vom 8. Februar 2023 (act. II 32) ab. 

B.

Dagegen liess A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer), weiterhin 
vertreten durch Fürsprecher B.________, mit Eingabe vom 2. März 2023 
Beschwerde erheben. Er stellt die folgenden Rechtsbegehren: 

1. Der Einspracheentscheid vom 8. Februar 2023 der Suva, Versiche-
rungstechnik in der Sache … sei aufzuheben und es sei der sozialver-
sicherungsrechtliche Status "Selbständigerwerbend" für den 
Beschwerdeführer zu bestätigen;

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwer-
degegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 5. Juni 2023 beantragt die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 8. Juni 2023 lud der Instruktionsrichter 
die C.________ Genossenschaft (Beigeladene 1), die D.________ AG 

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(Beigeladene 2) und die E.________ AG (Beigeladene 3) zum Verfahren 
bei und gewährte ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme.

Im Schreiben vom 20. Juni 2023 nahm die Beigeladene 3 Stellung, 
während sich die Beigeladenen 1 und 2 nicht vernehmen liessen. 

Mit Eingaben vom 21. Juli 2023 respektive 24. Juli 2023 reichten die Be-
schwerdegegnerin bzw. der Beschwerdeführer Schlussbemerkungen ein, 
wobei beide Parteien an ihren Rechtsbegehren festhalten. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 31. Juli 2023 stellte der Instruktions-
richter die Schlussbemerkungen den Verfahrensbeteiligten wechselseitig 
zu. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten. 

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1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 8. November 2022 (act. II 
18) bestätigende Einspracheentscheid vom 8. Februar 2023 (act. II 32). 
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdefüh-
rer betreffend seine Tätigkeit als … im … zu Recht als unselbstständig er-
werbend qualifiziert hat. Soweit der Beschwerdeführer mit der Begründung, 
ihm sei durch "die unverhältnismässig lange Untätigkeit der Beschwerde-
gegnerin" ein Schaden entstanden, Ersatz geltend macht (Beschwerde S. 
6, Ziff. 7d), ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, hat die Beschwerde-
gegnerin über diesen Punkt doch nicht befunden respektive liegt insoweit 
kein Anfechtungsobjekt vor.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1

2.1.1 Gemäss Art. 1a Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 20. März 
1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) sind die in der 
Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer obligatorisch nach diesem Gesetz 
versichert. Nach Art. 4 Abs. 1 UVG können sich in der Schweiz wohnhafte 
Selbstständigerwerbende freiwillig versichern. 

2.1.2 Als Arbeitnehmer nach Art. 1a Abs. 1 UVG gilt, wer eine unselbst-
ständige Erwerbstätigkeit im Sinne der Bundesgesetzgebung über die Al-
ters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ausübt (Art. 1 der Verordnung 
vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]; 
vgl. auch Art. 10 ATSG). Selbstständigerwerbend ist, wer Erwerbseinkom-

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men erzielt, das nicht Entgelt für eine als Arbeitnehmerin oder Arbeitneh-
mer geleistete Arbeit darstellt (Art. 12 Abs. 1 ATSG). 

Wird eine Person in der AHV als unselbstständig erwerbstätig behandelt, 
gilt sie, von wenigen (und hier nicht interessierenden) Ausnahmen abgese-
hen (Art. 1a und Art. 2 UVV), auch in der Unfallversicherung als Arbeit-
nehmerin (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. April 2023, 
8C_518/2022, E. 3.1). Entsprechend ist für die Abgrenzung zwischen 
selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit auf die (insbeson-
dere) im Bereich der AHV entwickelte Rechtsprechung abzustellen. 

2.2 Danach beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbstständige 
oder unselbstständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund der Rechts-
natur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind 
vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhält-
nisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte bieten, ohne jedoch 
ausschlaggebend zu sein. Als unselbstständig erwerbstätig ist im Allgemei-
nen zu betrachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher 
bzw. arbeitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches 
Unternehmerrisiko trägt. Die Hauptkriterien zur Bestimmung des Abhängig-
keitsverhältnisses im Hinblick auf die Arbeitsorganisation und aus be-
triebswirtschaftlicher Sicht sind das Weisungsrecht des Arbeitgebers, das 
Unterordnungsverhältnis des Arbeitnehmers zu diesem und seine Ver-
pflichtung, die ihm anvertraute Aufgabe persönlich zu erfüllen. Ein weiteres 
Kriterium bildet die Verpflichtung des Arbeitnehmers, seine Dienste regel-
mässig für denselben Arbeitgeber zu erbringen. Darüber hinaus bedeutet 
die Möglichkeit des Arbeitnehmers, seine Arbeitszeit zu gestalten, nicht 
unbedingt, dass es sich um eine selbstständige Tätigkeit handelt. Aus die-
sen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, 
schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirt-
schaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitrags-
rechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung 
der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach 
Merkmale beider Erwerbsarten zutage treten, muss sich der Entscheid oft 
danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall überwiegen 
(BGE 146 V 139 E. 3.1 S. 141; SVR 2021 UV Nr. 14 S. 71 E. 3.2).

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2.3

2.3.1 Charakteristische Merkmale einer selbstständigen Erwerbstätigkeit 
sind die Tätigung erheblicher Investitionen, die Benützung eigener Ge-
schäftsräumlichkeiten sowie die Beschäftigung von eigenem Personal. Das 
spezifische Unternehmerrisiko besteht dabei darin, dass die versicherte 
Person unabhängig vom Arbeitserfolg Kosten des Betriebs zu tragen hat, 
wie namentlich Unkosten, Verluste, Inkasso- und Delkredererisiko (BGE 
122 V 169 E. 3c S. 172; SVR 2009 AHV Nr. 9 S. 34 E. 4.3; AHI 2003 S. 
370 E. 3.3).

Bei typischen Dienstleistungstätigkeiten, für deren Ausübung häufig weder 
besondere Investitionen zu tätigen noch Angestelltenlöhne zu bezahlen 
sind, tritt das Unternehmerrisiko gegenüber demjenigen der betriebswirt-
schaftlich-arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit vom Auftrag- oder Arbeit-
geber in den Hintergrund. Daher kommt der Frage, ob eine 
arbeitsorganisatorische Integration in dessen Betrieb besteht, entscheiden-
de Bedeutung zu (BGE 146 V 139 E. 5.1 S. 145 und E. 6.2 S. 147; SVR 
2020 AHV Nr. 19 S. 60 E. 2.3).

2.3.2 Von unselbstständiger Erwerbstätigkeit ist auszugehen, wenn die 
für den Arbeitsvertrag typischen Merkmale vorliegen, d.h. wenn die versi-
cherte Person Dienst auf Zeit zu leisten hat, wirtschaftlich vom "Arbeitge-
ber" abhängig ist und während der Arbeitszeit auch in dessen Betrieb 
eingeordnet ist, praktisch also keine andere Erwerbstätigkeit ausüben 
kann. Indizien dafür sind das Vorliegen eines bestimmten Arbeitsplans, die 
Notwendigkeit, über den Stand der Arbeiten Bericht zu erstatten, sowie das 
Angewiesensein auf die Infrastruktur am Arbeitsort. Das wirtschaftliche 
Risiko der versicherten Person erschöpft sich diesfalls in der (alleinigen) 
Abhängigkeit vom persönlichen Arbeitserfolg oder, bei einer regelmässig 
ausgeübten Tätigkeit, darin, dass bei Dahinfallen des Erwerbsverhältnisses 
eine ähnliche Situation eintritt, wie dies beim Stellenverlust eines Arbeit-
nehmers der Fall ist (BGE 122 V 169 E. 3c S. 172).

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3.

3.1 Es ist unbestritten und es steht fest, dass der Beschwerdeführer 
seit November 2021 als … im … tätig ist bzw. seine Arbeitskraft als … für 
gewisse Kunden zur Verfügung stellt (act. II 17 S. 2). In der "AHV Anmel-
dung Selbständigerwerbende" vom 4. Januar 2022 (act. II 1 S. 2-4) gab er 
zum "Unternehmenszweck" an, "Vermietung als … in diversen Unterneh-
men". Angestellte habe er keine, die Buchhaltung erfolge durch einen 
Treuhänder. Das jährliche Einkommen betrage geschätzt Fr. 80'000.-- 
(S. 2). Er verfüge über drei Kunden (C.________ Genossenschaft … [Bei-
geladene 1], F.________ AG … [bzw. D.________ AG = Beigeladene 2], 
G.________ AG). Die Art der Aufträge bezeichnete der Beschwerdeführer 
mit "…". Das unternehmerische Risiko liege im Erwerbsausfall; das Inkas-
sorisiko trage er. Weder Unkosten, Unterhaltskosten noch Arbeitsmängel 
gingen zu seinen Lasten. Zur Arbeitsorganisation gab der Beschwerdefüh-
rer an, er trete in eigenem Namen auf, müsse die Arbeiten persönlich aus-
führen, habe eigenes Briefpapier und erstelle selber Offerten und 
Rechnungen. Investitionen habe er keine getätigt (S. 3). Gegenüber der 
Beschwerdegegnerin gab er am 3. März 2022 ferner an, kein eigenes … zu 
besitzen (act. II 5). Ein der Beschwerdegegnerin eingereichtes und den 
Zeitraum vom 1. November 2021 bis 31. Mai 2022 betreffendes Kontoblatt 
weist "…" im Betrag von Fr. 77'977.65 aus (act. II 14 S. 15), die dazugehö-
rigen Kundendaten auf den beigelegten (und nur einen Bruchteil dieses 
Erlöses dokumentierenden) Rechnungen wurden indes abgedeckt (S. 16-
18).

3.2 Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 8. Februar 2023 (act. II 32) fest, der Beschwerdeführer leihe 
sich als … für das … aus. Eine grosse Anzahl und Varietät von Arbeit ver-
gebenden Betrieben sei nicht ersichtlich. Er führe … mit … durch. Der Um-
stand, dass der Beschwerdeführer verschiedene Versicherungen 
abgeschlossen habe und eine getrennte Buchführung führe sowie diese in 
die Hände eines Treuhänders übergeben habe, sprächen alleine nicht für 
das Vorliegen einer selbstständigen Erwerbstätigkeit. Fahre ein … mit … 
eines … bestimmte Touren, so sei er notwendigerweise an Weisungen des 
die Arbeit vergebenden Betriebes betreffend Arbeitszeit und Arbeitsort ge-

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bunden, auf die Organisation sowie die Mittel des Betriebes und damit auch 
auf dessen Infrastruktur angewiesen und infolgedessen in dessen Arbeits-
organisation eingegliedert. Dies treffe auch dann zu, wenn der Beschwer-
deführer Anfragen für … ablehnen könnte. Festzuhalten sei daher, dass 
der Beschwerdeführer weder ein relevantes Unternehmerrisiko zu tragen 
habe, indem er sich als … ohne eigenes … an verschiedene Betriebe aus-
leihe, noch sei aus den Akten eine arbeitsorganisatorische oder wirtschaft-
liche Unabhängigkeit zu mehreren und sich abwechselnden Betrieben 
ersichtlich. In der Folge qualifizierte die Beschwerdegegnerin die Tätigkeit 
des Beschwerdeführers als unselbstständigerwerbend (E. 3.7 [S. 7 f.]).

3.3 Was der Beschwerdeführer gegen diese in allen Teilen überzeu-
gende Begründung beschwerdeweise einwenden lässt, vermag zu keinem 
anderen Schluss zu führen: 

3.3.1 Soweit er vorbringt, er habe Kapital für den Start der Unterneh-
mung eingesetzt (Beschwerde, S. 4, Ziff. 4, Punkt 1), so findet sich der ent-
sprechende Beleg am angeführten Ort (Akten des Beschwerdeführers [act. 
I] 15) nicht. Im Übrigen gab der Beschwerdeführer gegenüber der AKB an, 
keine Investitionen getätigt zu haben (act. II 1 S. 3). Weiter stellt die Form 
der Buchführung (Beschwerde, S. 4, Ziff. 4, Punkt 2 und 3) kein (massge-
bliches) Beurteilungskriterium für die Statusfrage (selbststän-
dig/unselbstständig) dar, was ebenso auf den Finanzfluss über eigene 
Bankverbindungen zutrifft (Beschwerde, S. 4, Ziff. 4, Punkt 4). Ebenso we-
nig ist der Umstand, dass die Mehrwertsteuer abgerechnet wird (Be-
schwerde, S. 4, Ziff. 4, Punkt 5; act. I 2), für die Beurteilung des 
Beitragsstatuts präjudizierend, da im Bereich des Steuerrechts der Abgren-
zung zwischen selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit nicht 
die gleiche Bedeutung zukommt wie bei der sozialversicherungsrechtlichen 
Beitragspflicht (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; heute BGer] vom 29. Januar 2003, H 118/02, E. 4.2). Ferner be-
zweckt die Unternehmens-Identifikationsnummer (UID; Beschwerde, S. 4, 
Ziff. 4, Punkt 6; act. I 3) allein die Vereinfachung des Austauschs zwischen 
Unternehmen und Behörden (vgl. <www.bfs.admin.ch> –>Register 
->Unternehmensregister ->Unternehmens-Identifikationsnummer UID) und 
es lässt sich daraus kein Rückschluss auf die Statusfrage ziehen. Im Wei-

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teren kann der Beschwerdeführer aus dem Abschluss diverser privatrecht-
licher Versicherungsverträge (Beschwerde, S. 4, Ziff. 4, Punkte 7-10; act. I 
4-6) – betreffend act. I 16 wurde im Übrigen entgegen der beschwerdewei-
sen Angaben kein Beweismittel eingereicht – nichts zu seinen Gunsten 
ableiten, ist doch nicht ersichtlich und wird auch nicht dargetan, dass sei-
tens der Versicherungsgesellschaften die Qualifikation als Selbstständi-
gerwerbender geprüft worden wäre, abgesehen davon, dass diese auch 
nicht befugt und kompetent wären, für die Sozialversicherungsträger ver-
bindliche Festlegungen vorzunehmen. Dasselbe trifft auf die Mitgliedschaft 
beim Verband H.________ zu (Beschwerde, S. 4, Ziff. 4, Punkt 11; act. I 7 
f.; vgl. <www.routiers.suisse> -> Mitglied werden). Selbst wenn die Begrün-
dung der entsprechenden Rechtsverhältnisse eine "vorfrageweise" Ein-
schätzung der Statusfrage voraussetzte, vermöchte dies demnach in keiner 
Weise die ausschliesslich nach Massgabe öffentlichrechtlicher und nament-
lich sozialversicherungsrechtlicher Normen zu beurteilende sowie aufgrund 
eines Verwaltungsakts durch eine hoheitlich handelnde Behörde zu ent-
scheidende Statusfrage zu präjudizieren.

3.3.2 Was sodann die Vorbringen auf Seite 4 f. der Beschwerde (Ziff. 5) 
anbelangt, so ergibt sich was folgt: 

Der Beschwerdeführer macht geltend, mit vier Hauptkunden (C.________ 
Genossenschaft … [Beigeladene 1], D.________ AG [Beigeladene 2], 
E.________ AG [Beigeladene 3] und "G.________ AG") sowie nicht na-
mentlich genannten "diversen Kleinkunden" in der Zeit vom 1. November 
2021 bis 31. Dezember 2022 einen Umsatz auf …leistungen in der Höhe 
von Fr. 152'702.50 erwirtschaftet zu haben (Beschwerde, Ziff. 5, Punkte 1 
und 2). Was den behaupteten Bruttoerlös anbelangt, so kann offen bleiben, 
ob dieser mit dem ins Recht gelegten Dokument act. I 9a hinreichend er-
stellt ist. Denn sämtliche den vorliegend massgeblichen Zeitraum ab dem 
1. November 2021 betreffenden Unterlagen des Beschwerdeführers erge-
ben weder Rechnungsstellungen an die "G.________ AG" (gemäss zefix 
existiert nur eine I.________ AG) oder an andere Unternehmen im Sinne 
der "diversen Kleinkunden". Einzig an die C.________ Genossenschaft …, 
die D.________ AG und die E.________ AG wurden Rechnungen gestellt 
(act. I 10). Diese wurden im vorliegenden Beschwerdeverfahren beigeladen 

http://www.routiers.suisse

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und es wurde ihnen die Möglichkeit gewährt, zur Sache Stellung zu neh-
men. Davon hat allein die Beigeladene 3 mit Schreiben vom 20. Juni 2023 
Gebrauch gemacht. Danach sei der Beschwerdeführer vom 1. Mai bis 31. 
Oktober 2021 bei ihr als Mitarbeiter … angestellt gewesen (vgl. auch Akten 
der Beigeladenen 3 [act. III] 2). Nach Beendigung dieses Arbeitsverhältnis-
ses habe er gelegentlich Aufträge erhalten, mit einem ihrer … …touren zu 
fahren (vgl. act. III 3). Dabei habe der Beschwerdeführer seine Arbeitskraft, 
jedoch kein Material zur Verfügung gestellt. Für diese Tätigkeit bestehe 
kein Vertrag und keine schriftliche Vereinbarung. Aufgaben, Kompetenzen 
und Verantwortung liessen sich mit denen eines Angestellten vergleichen. 
Diese Darstellung wurde vom Beschwerdeführer nicht bestritten (vgl. des-
sen Eingabe vom 24. Juli 2023). Dass sich die Verhältnisse in Bezug auf 
die übrigen vom Beschwerdeführer genannten Kunden – namentlich hin-
sichtlich der Beigeladenen 1 und 2 – wesentlich anders präsentieren, ergibt 
sich weder aus den im Verwaltungsverfahren noch im Gerichtsverfahren 
eingereichten Akten, zumal der Beschwerdeführer nicht über ein eigenes 
… verfügt (vgl. E. 3.1 vorne). Insbesondere macht er in seiner Stellung-
nahme vom 24. Juli 2023 nichts Entsprechendes geltend, indem er etwa 
Dokumente eingereicht hätte, welche in Bezug auf die übrigen genannten 
Kunden auf eine anderweitige Arbeitsorganisation deuteten. Vor diesem 
Hintergrund weist die Beschwerdegegnerin in ihren Schlussbemerkungen 
vom 21. Juli 2023 zu Recht darauf hin, dass wenn eine Tätigkeit mit dem 
bisherigen Arbeitgeber von bedeutendem Umfang ausgewiesen ist, an die 
Anerkennung des Status als Selbstständigerwerbender in Bezug auf diese 
Tätigkeit erhöhte Anforderungen zu stellen sind (Entscheid des BGer vom 
5. Juli 2011, 9C_1062/2010, E. 7.4; UELI KIESER, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum AHVG, 4. Aufl., 2020, Art. 5 N. 12). Ist dem Dargeleg-
ten entsprechend eine weitgehende arbeitsorganisatorische Integration 
gegeben, scheidet die Annahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit aus 
(vgl. E. 2.2 f. vorne). 

Daran ändern auch die weiteren beschwerdeweisen Vorbringen unter Ziff. 
5 nichts: So ist es für die Statusfrage bei gegebener Tatsachenlage nicht 
erheblich, wie der Beschwerdeführer seine Kundenbeziehungen vertraglich 
regelt, so etwa hinsichtlich der Haftungsfrage oder der Rechnungsstellung 
(Beschwerde, Ziff. 5, Punkte 3 und 4), sind doch zivilrechtliche Verhältnisse 

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nicht ausschlaggebend (vgl. E. 2.2 vorne). Im Übrigen gab der Beschwer-
deführer gegenüber der AKB an, Arbeitsmängel gingen nicht zu seinen 
Lasten (vgl. act. II 1 S. 3). Weiter erfolgte die in der Beschwerde geltend 
gemachte Akquisition von Neukunden per August 2023 (Ziff. 5, Punkt 5) 
und somit ausserhalb des vorliegend massgeblichen Beurteilungszeitraums 
bis zum angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. Februar 2023 (vgl. 
BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Akquisition bedeu-
tet vorliegend zudem, dass der Beschwerdeführer Unternehmen finden 
muss, die ihn wie Festangestellte oder auf Abruf angestellte Arbeitnehmer 
auf ihren … einsetzen. Die Akquisition der …aufträge ist ausschliesslich 
Sache der Unternehmen.

3.3.3 Schliesslich ist es entgegen dem Beschwerdeführer (Beschwerde, 
S. 5 f., Ziff. 7a) nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur 
Begründung des angefochtenen Einspracheentscheids (u.a.) auch die Zif-
fern 4087 – 4089 der Wegleitung des Bundesamts für Sozialversicherun-
gen (BSV) über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO (WML) 
berücksichtigte (act. II 32 E. 2.6 S. 4), zumal die genannten Ziffern eine 
überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben (vgl. E. 2.2 f. vor-
ne) darstellen (BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). 
Was sodann den pauschalen Einwand betrifft, die Einstufung als Unselbst-
ständigerwerbender verstosse mangels gesetzlicher Grundlage gegen die 
Wirtschaftsfreiheit (Beschwerde, S. 6, Ziff. 7b; Art. 94 der Bundesverfas-
sung [BV; SR 101]), so trifft dies mit Blick auf die dargelegten Rechtsgrund-
lagen offensichtlich nicht zu (vgl. E. 2.2 f. vorne); im Übrigen kann auf die 
zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid ver-
wiesen werden (act. II 32 E. 4.3 S. 9). Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, 
inwiefern das Verhalten der Beschwerdegegnerin eine gestützt auf Art. 5 
Abs. 3 BV (Treu und Glauben) vom materiellen Recht abweichende Beur-
teilung der Statusfrage zu begründen vermöchte (Beschwerde, S. 6, Ziff. 
7c). Insbesondere musste der Beschwerdeführer aufgrund der Verlautba-
rungen der Beschwerdegegnerin von Anbeginn des Verwaltungsverfahrens 
weg und stets damit rechnen, sozialversicherungsrechtlich als Unselbst-
ständiger qualifiziert zu werden (vgl. act. II 5; 10; 17 S .2). Dass es zu (nicht 
erheblichen) Verzögerungen bei der Abklärung des Sachverhalts kam, ist 
sodann auch dem Verhalten des Beschwerdeführers bzw. dessen Rechts-

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vertreters zuzuschreiben (vgl. act. II 13 S. 1). Ein Verstoss der Beschwer-
degegnerin gegen den Grundsatz von Treu und Glauben ist nicht auszu-
machen. 

3.4 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerde-
führer für seine Tätigkeit "…" per 1. November 2021 zu Recht als unselbst-
ständigerwerbend qualifiziert und der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 8. Februar 2023 erging zu Recht. Die dagegen erhobene Beschwerde 
ist als offensichtlich unbegründet abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

4.

4.1 Das vorliegende Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 61 Ingress 
ATSG i.V.m. Art. 102 ff. VRPG und Art. 1 des Dekrets vom 24. März 2010 
betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrenskostendekret; VKD; 
BSG 161.12]; vgl. auch BBl 2018 1639). Die Verfahrenskosten bestehen 
aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 Satz 1 VRPG). Die Behörde 
setzt die Gebühr gestützt auf die gesetzliche Gebührenordnung nach 
pflichtgemässem Ermessen fest (Art. 103 Abs. 2 VRPG). Die Gebühren für 
die Beurteilung von Streitigkeiten durch das Verwaltungsgericht betragen 
auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts Fr. 200.-- bis Fr. 2'500.-- 
(Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 51 lit. e VKD).

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Aug. 2023, UV/23/157, Seite 13

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva  
- C.________ Genossenschaft (Beigeladene 1)
- D.________ AG (Beigeladene 2)
- J.________ (Beigeladene 3)
- Bundesamt für Gesundheit

Zur Kenntnis:
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen, 

Chutzenstrasse 10, 3007 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.