# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39d92a4c-2d09-5944-8d8b-a5e9f2e51633
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.11.2025 E-7931/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7931-2025_2025-11-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7931/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Mathias Lanz, 

mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger;   

Gerichtsschreiber Lukas Rathgeber. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 7. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7931/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 11. September 2023 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte und dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region 

B._______ zugewiesen wurde, 

dass das SEM mit Verfügung vom 17. Oktober 2023 auf das Asylgesuch 

nicht eintrat und den Beschwerdeführer nach C._______ wegwies,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Juni 2025 – betitelt als 

zweites Asylgesuch beziehungsweise Mehrfachgesuch – das SEM um Be-

handlung seines Asylgesuches in der Schweiz ersuchte und erklärte, sich 

seit Ergehen des Nichteintretensentscheids ununterbrochen in der 

Schweiz aufgehalten zu haben und darauf hinwies, die Zuständigkeit Kro-

atiens für die Durchführung seines Asyl- und Wegweisungsverfahrens sei 

nunmehr erloschen, 

dass das nationale Asylverfahren mit Verfügung vom 2. Juli 2025 wieder-

aufgenommen und der Beschwerdeführer dem Kanton D._______ zuge-

wiesen wurde, 

dass die summarische Befragung zur Person am 31. Juli 2025 und die ver-

tiefte Anhörung zu den Asylgründen am 23. September 2025 im Beisein 

seiner damaligen Rechtsvertretung stattfanden, 

dass der Beschwerdeführer geltend machte, er sei türkischer Staatsange-

höriger kurdischer Ethnie, stamme aus der E._______, habe das Berufs-

gymnasium abgeschlossen und die Berufe Koch und Metzger erlernt,  

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen die politi-

sche Verfolgung durch staatliche Behörden und durch Dritte (Hizbullah) 

aufgrund seiner Ethnie und seiner, respektive den politischen Aktivitäten 

von Familienmitgliedern geltend machte, 

dass seine Familie seit einem Aufstand in E._______ im Jahr 2014 Prob-

leme mit den Behörden bekommen habe und sein Bruder R.B. (nachfol-

gend: Bruder) verhaftet und gegen ihn (den Bruder) ein Strafverfahren ein-

geleitet worden sei,  

dass sein Bruder schon länger politisch aktiv gewesen sei und aufgrund 

seiner Verurteilung zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe in die Schweiz 

geflüchtet sei, wo er am 6. Oktober 2020 Asyl erhalten habe (N […]),  

E-7931/2025 

Seite 3 

dass seine Familie seit den erwähnten Ereignissen im Jahr 2014 von der 

Hizbullah, respektive der Hür Dava Partisi (HÜDA-PAR; Partei der freien 

Sache) bedroht werde,  

dass er selbst in den Jahren 2018 und 2019 begonnen habe, für die Halkla-

rin Demokratik Partisi (HDP; Demokratische Partei der Völker) aktiv zu wer-

den und er sich aufgrund der Ereignisse der Vergangenheit in Antalya auf-

gehalten und dort eine Lehre absolviert sowie gearbeitet habe,  

dass er seit dem Jahr 2023 den Verdacht habe, dass er beobachtet und 

verfolgt werde,  

dass er am 20. Mai 2023 in einen Vorfall zwischen zwei streitenden Perso-

nen auf der Strasse vor seinem Wohngebäude verwickelt und mit einem 

Messer verletzt worden sei, wobei ihn dieses Ereignis in seinem Verdacht 

bestätigt habe, von der Hizbullah verfolgt zu werden,  

dass er bei der Polizei im Rahmen dieses Vorfalls Anzeige erstattet habe, 

welche er in der Folge aber zurückgezogen habe,  

dass er seine Arbeit gekündigt habe und nach Diyarbakir zurückgekehrt 

sei, 

dass er mit seinem Bruder in der Schweiz telefoniert und dieser ihm mitge-

teilt habe, dass die Hizbullah wegen ihm auf Blutrache aus sei und die 

HÜDA-PAR seit 2023 im Parlament sitze, was die Hizbullah enorm gestärkt 

habe,  

dass er sein Leben nicht mehr als sicher betrachtet habe, da er befürchtet 

habe, von der Hizbullah umgebracht zu werden,  

dass er die Türkei daraufhin am 5. September 2023 legal verlassen habe,  

dass sein Vater in der Folge von einer unbekannten Person kontaktiert 

worden und nach ihm gefragt worden sei,  

dass die Polizei weiterhin regelmässig bei seiner Familie nach dem Aufent-

haltsort seines Bruders frage,  

dass der Beschwerdeführer zur Stützung seiner Vorbringen im vorinstanz-

lichen Verfahren unter anderem Justizdokumente aus der Türkei betref-

fend das Verfahren seines Bruders, ein Dokument betreffend seine Partei-

mitgliedschaft, ein Schreiben eines Anwalts aus der Türkei sowie diverse 

Arztberichte zum Vorfall im Mai 2023 zu den Akten reichte (vgl. Verfügung 

des SEM vom 7. Oktober 2025 Ziff. I/5. f.), 

E-7931/2025 

Seite 4 

dass der zum damaligen Zeitpunkt mandatierten Rechtsvertretung ein Ent-

wurf des Asylentscheids vom 2. Oktober 2025 zugestellt wurde und der 

Beschwerdeführer in der Stellungnahme vom 6. Oktober 2025 auf die be-

stehende Bedrohung seines Lebens in der Türkei verwies,  

dass das SEM mit Verfügung vom 7. Oktober 2025 die Flüchtlingseigen-

schaft des Beschwerdeführers verneinte, sein Asylgesuch abwies und die 

Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Oktober 2025 gegen 

diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht, unter Beilage von Be-

weismitteln, Beschwerde erhob, 

dass in dieser beantragt wird, es sei die angefochtene Verfügung des SEM 

vom 7. Oktober 2025 aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, seine 

Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren, 

dass eventualiter beantragt wird, die Sache sei zur vollständigen und rich-

tigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeurtei-

lung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass der Beschwerdeführer in verfahrensrechtlicher Hinsicht die aufschie-

bende Wirkung der Beschwerde beantragt,  

dass das Bundesverwaltungsgericht den Eingang der Beschwerde mit 

Schreiben vom 17. Oktober 2025 bestätigte,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

E-7931/2025 

Seite 5 

dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat (Art. 55 Abs. 1 VwVG), 

das SEM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht 

entzogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG) und somit auf den Antrag auf Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung mangels Rechtschutzinteresses nicht einzu-

treten ist, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters zu entscheiden ist 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich – wie nachfolgend aufgezeigt – um ein 

solches Rechtsmittel handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu be-

gründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass der Beschwerdeführer eventualiter zwar die Rückweisung der Sache 

zur ergänzenden Abklärung des Sachverhalts beantragt, der Beschwerde-

schrift jedoch keine hinreichend substantiierten formellen Rügen zu ent-

nehmen sind,  

dass die Frage, inwieweit die Beweiswürdigung, die asylrechtliche Rele-

vanz oder die Lageeinschätzung des SEM zutreffend sind, nicht das recht-

liche Gehör oder die Erstellung des Sachverhalts betrifft, sondern die ma-

terielle rechtliche Würdigung der Sache,  

dass der Umstand, dass das SEM – wie vorliegend – zu einer anderen 

Einschätzung kommt, als vom Beschwerdeführer gefordert, nicht auf eine 

ungenügende oder unvollständige Sachverhaltsabklärung schliessen 

lässt,  

dass sich das SEM umfassend mit einer drohenden Reflexverfolgung so-

wie den politischen Aktivitäten des Beschwerdeführers und seiner Familie 

auseinandergesetzt hat, 

dass das SEM somit zutreffend davon ausgegangen ist, der rechtserhebli-

che Sachverhalt sei vollständig und richtig erstellt, 

dass die Verfügung der Vorinstanz auch keine Begründungspflichtverlet-

zung erkennen lässt,  

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Seite 6 

dass die Vorinstanz nachvollziehbar und im Einzelnen hinreichend diffe-

renziert aufzeigt, von welchen Überlegungen sie sich hat leiten lassen, 

dass sie sich nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander-

setzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss 

(vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2), 

dass das Rechtsbegehren auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

daher abzuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft 

zu machen ist (Art. 7 AsylG),  

dass das SEM seinen Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, die 

Vorbringen des Beschwerdeführers hielten vor allem den Anforderungen 

an die Flüchtlingseigenschaft nicht stand,  

dass sich der Beschwerdeführer nie politisch exponiert habe und somit 

keine beachtliche Wahrscheinlichkeit einer politischen Verfolgung durch 

staatliche Behörden bestehe,  

dass keine Ermittlungen oder Gerichtsverfahren gegen den Beschwerde-

führer eingeleitet worden seien,  

dass die geltend gemachte Reflexverfolgung wegen seines Bruders in An-

betracht der geschilderten Ereignisse aufgrund mangelnder Intensität asyl-

rechtlich nicht relevant sei und nicht von einer begründeten Furcht vor einer 

zukünftigen Verfolgung ausgegangen werden könne,  

dass die Bedrohung des Beschwerdeführers beziehungsweise seiner Fa-

milie durch die Hizbullah sowie die HÜDA-PAR mitunter deshalb nicht asyl-

relevant sei, da es der Beschwerdeführer unterlassen habe, staatlichen 

Schutz in Anspruch zu nehmen, 

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Seite 7 

dass die weiteren Vorbringen bezüglich anderer Familienmitglieder, die ih-

ren Job nach dem Putschversuch verloren oder nicht bekommen hätten, 

nicht asylrelevant seien,  

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe in materieller 

Hinsicht geltend macht, seine Vorbringen seien als glaubhaft einzuschät-

zen und im Wesentlichen die Vorbringen aus dem erstinstanzlichen Ver-

fahren wiederholt, 

dass er erneut auf die politischen Aktivitäten von ihm sowie seiner Famili-

enmitglieder hinweist und ausführlich auf die Ereignisse im Jahr 2014 ein-

geht,  

dass er sich eingehend zu der geltend gemachten Bedrohung durch die 

HÜDA-PAR und die Hizbullah äussert sowie einen Bericht von Human-

Rights-Watch zur Hizbullah in der Türkei zu den Akten reichte,  

dass das Gericht nach Durchsicht der Akten zum Schluss gelangt, dass 

das SEM in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung zur Erkennt-

nis gelangt ist, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforde-

rungen von Art. 3 AsylG nicht zu genügen vermögen,  

dass auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es dem 

Beschwerdeführer nicht gelingt, diesen Argumenten etwas Stichhaltiges 

entgegenzusetzen, 

dass entgegen der Einwände in der Beschwerdeschrift die Glaubhaftigkeit 

der Vorbringen nicht von Bedeutung ist, da die Voraussetzungen von Art. 3 

AsylG selbst bei Wahrunterstellung nicht erfüllt sind,  

dass der Beschwerdeführer, wie bereits von der Vorinstanz festgestellt, we-

der vorbestraft ist noch ein relevantes politisches Profil aufweist, sodass 

nicht mit einer erheblichen oder beachtlichen Wahrscheinlichkeit von einer 

zukünftigen Verfolgung ausgegangen werden kann,   

dass mit der Vorinstanz festzustellen ist, dass die Diskriminierungen von 

Kurden in der Türkei und die geltend gemachten Geschehnisse aufgrund 

des Bruders vor der Ausreise (Hausdurchsuchungen und Befragungen 

durch die Polizei) die flüchtlingsrechtlich relevante Intensität nicht errei-

chen, 

dass vorliegend nicht von einer drohenden Reflexverfolgung auszugehen 

ist und auf die Ausführungen in der Verfügung verwiesen werden kann,  

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Seite 8 

dass der Beschwerdeführer sodann die Ereignisse im Zusammenhang mit 

der Messerattacke im Mai 2023 nur oberflächlich zu beschreiben ver-

mochte und sich daraus auch keine Rückschlüsse auf einen gezielten An-

griff der Hizbullah ableiten lässt, 

dass in Bezug auf die vorgebrachte drohende Verfolgung durch Dritte (Hi-

zbullah/HÜDA-PAR) ergänzend darauf hinzuweisen ist, dass das Bundes-

verwaltungsgericht in ständiger Praxis von der grundsätzlichen Schutzfä-

higkeit und Schutzwilligkeit der türkischen Strafverfolgungs- und Justizbe-

hörden ausgeht (vgl. statt vieler Urteil des BVGer E-150/2024 vom 18. Ja-

nuar 2024 E. 6.2.1 m.w.H.), 

dass der Beschwerdeführer gemäss eigener Aussagen seine Anzeige zu-

rückzog, auf staatlichen Schutz freiwillig verzichtete und seine Ausführun-

gen in der Beschwerdeschrift, wonach er dies aus Angst vor Vergeltungs-

massnahmen getan habe, nicht zu überzeugen vermögen, 

dass ohnehin keine Garantie für einen langfristigen individuellen Schutz 

vor nichtstaatlicher Verfolgung verlangt werden kann, gelingt es doch kei-

nem Staat, jederzeit und überall die absolute Sicherheit seiner Bürgerinnen 

und Bürger zu gewährleisten (vgl. Urteil des BVGer D-2738/2024 vom 

20. August 2024 S. 4 m.w.H.), 

dass dem Beschwerdeführer zuzumuten ist, im Bedarfsfall den Schutz sei-

nes Heimatstaates vor nichtstaatlicher Verfolgung auszuschöpfen, 

dass zudem weder die umfangreichen Ausführungen in der Beschwerde 

zum Hintergrund der «Hizbullah», der Ereignisse im Jahr 2014 noch das 

eingereichte Schreiben des Anwalts aus der Türkei geeignet sind, diesbe-

züglich zu einer von derjenigen des SEM abweichenden Beurteilung zu 

führen, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die 

Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwer-

deführer insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt 

(Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je 

m.w.H.),  

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Seite 9 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Weg-

weisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis 

möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach den vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf 

eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhalts-

punkte für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behand-

lung (im Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass auch unter Berücksichtigung des Wiederaufflammens des türkisch-

kurdischen Konfliktes sowie der bewaffneten Auseinandersetzungen zwi-

schen der PKK und staatlichen Sicherheitskräften seit Juli 2015 in ver-

schiedenen Provinzen im Südosten des Landes und der Entwicklungen 

nach dem Militärputschversuch im Juli 2016 gemäss konstanter Praxis des 

Bundesverwaltungsgerichts nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt 

oder von bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen in der Türkei – auch nicht für 

Angehörige der kurdischen Ethnie – auszugehen ist (vgl. statt vieler Urteil 

des BVGer E-1087/2024 vom 2. Mai 2025 E. 8.4.2 m.w.H.) 

dass der Beschwerdeführer aus der Provinz E._______ stammt, einer Re-

gion, die vom Erdbeben im Frühjahr 2023 betroffen war, gemäss seinen 

Aussagen jedoch nicht davon auszugehen ist, dass er und seine Familie 

vom Erdbeben unmittelbar betroffen gewesen sind,  

E-7931/2025 

Seite 10 

dass der Beschwerdeführer über ein ausgeprägtes familiäres Netzwerk in 

der Türkei verfügt, auf das er bereits vor seiner Ausreise zurückgreifen 

konnte und fundierte Berufserfahrung vorweisen kann, 

dass er gemäss Aktenlage gesund ist und keine relevanten gesundheitli-

chen Probleme geltend machte,  

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner, wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist, 

dass es dem Beschwerdeführern obliegt, sich die für die Rückkehr allen-

falls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 47 Abs. 1 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist, 

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG), 

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist, 

dass dem Beschwerdeführer demnach die Kosten des Verfahrens – wel-

che praxisgemäss auf Fr. 1’000.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-7931/2025 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Mathias Lanz Lukas Rathgeber 

 

 

Versand: