# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9289ae55-d52c-56ce-95bb-1a62ef255578
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.03.2013 UV 2012/43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-43_2013-03-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/43

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.09.2019

Entscheiddatum: 08.03.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 08.03.2013
Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Rückfallkausalität bei HWS-Trauma im Grundfall 
verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 8. 
März 2013, UV 2012/43). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_271/2013.

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 8. März 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert Baumann, Waisenhausstrasse 17,

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Helsana Unfall AG, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) war in einem Pensum von 60% bei der B.___, tätig 

und dadurch bei der Helsana Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana) 

unfallversichert, als sie am 7. April 2008 in einer Kurve die Kontrolle über ihr Auto 

verlor, über den rechten Strassenrand geriet und einen Eisenzaun durchbrach. Das 

Auto rutschte daraufhin ca. 40 Meter einen Abhang hinunter, wobei es sich 4-5 Mal 

überschlug und schlussendlich auf dem Dach liegen blieb (act. G 17.1/K2, K27 ). Die 

Versicherte wurde ins Spital X.___ eingeliefert und dort bis zum 8. April 2008 behandelt. 

Dabei wurde ein Beschleunigungstrauma der Halswirbelsäule (HWS) diagnostiziert (act. 

G 17.1/M2, M4). Die Weiterbehandlung nach Spitalaustritt erfolgte insbesondere durch 

den Hausarzt, Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin (act. G 17.1/M3, 

M5), sowie Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin (act. G 17.1/M20, M21, 

K39, K41). Nachdem die Versicherte nach dem Unfall zunächst zu 100% arbeitsunfähig 

gewesen war, hatte sie ihre Arbeit ab 23. Juni 2008 in einem Pensum von 50% 

aufnehmen können. Per 8. September 2008 hatte sie wieder eine volle Arbeitsfähigkeit 

erreicht (act. G 17.1/K13, K22 f., K28, K33). Die Helsana anerkannte ihre 

Leistungspflicht. In einer Telefonnotiz vom 19. Februar 2010 hielt die Helsana fest, die 

Versicherte habe ihr gleichentags mitgeteilt, dass sie Dr. D.___ letztmals im Januar 

2010 konsultiert habe und die Behandlungen abgeschlossen seien. Man habe die 

Versicherte hierauf darüber informiert, dass der Fall abgeschlossen werde und sie sich 

bei einem Rückfall wieder melden könne (act. G 17.1/K46).

A.b Am 29. Juni 2011 teilte die Versicherte der Helsana telefonisch mit, dass sie sich 

wegen Schwindelattacken wieder in ärztliche Behandlung begeben habe. Die Helsana 

stellte ihr darauf einen Fragebogen für Rückfälle zu, den die Versicherte am 11. Juli 

2011 beantwortete (act. G 17.1/K47 f., K50). In der Folge verlangte die Helsana bei den 

im Fragebogen angeführten Ärzten - Dr. med. E.___, Spezialarzt FMH für ORL, X.___, 

Dr. med. F.___, Praktischer Arzt, sowie Dr. med. St. H.___, Facharzt FMH 

Neurochirurgie, B.___, Neurochirurgisches Zentrum, Heiden, - und beim ebenfalls 

behandelnden Arzt Dr. med. G.___, Spezialarzt FMH für Otorhinolaryngologie, Hals- 

und Gesichtschirurgie, St. Gallen, die medizinischen Berichte ein (act. G 4.1/29 ff., act. 

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G 17.1/M22 ff.) ein. Am 4. Oktober 2011 legte Dr. H.___ der Helsana einen weiteren 

Untersuchungsbericht vor (act. G4.1/34, act. G 17.1/M26). Am 5. Oktober 2011 

unterbreitete die Helsana die Akten ihrem beratenden Arzt, Dr. med. I.___, Facharzt für 

Innere Medizin FMH, welcher einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den 

von der Versicherten im Juni bzw. Juli 2011 gemeldeten Beschwerden und dem Unfall 

vom 7. April 2008 nur als möglich bezeichnete (act. G 17.1/M28).

A.c Gestützt auf diese Beurteilung teilte die Helsana der Versicherten mit Verfügung 

vom 10. Oktober 2011 mit, sie sei für die am 29. Juni 2011 als Rückfall zum Ereignis 

vom 7. April 2008 gemeldeten Beschwerden nicht leistungspflichtig (act. G 17.1/K56).

B. 

Die gegen diese Verfügung von der CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG, 

St. Gallen, für die Versicherte am 16. November 2011 erhobene Einsprache (act. G 

17.1/K65) wies die Helsana mit Einspracheentscheid vom 13. April 2012 ab (act. G 

17.1/K71). Der Krankenversicherer hatte eine vorsorglich erhobene Einsprache wieder 

zurückgezogen (act. G 17.1/K60, K69).

C.   

C.a Mit Eingabe vom 14. Mai 2012 erhob Rechtsanwalt lic. iur. R. Baumann, St. Gallen, 

für die Versicherte Beschwerde mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 13. 

April 2012 (und damit auch die Verfügung vom 10. Oktober 2011) sei vollumfänglich 

aufzuheben. Es sei festzustellen, dass für den von der Beschwerdeführerin am 29. Juni 

2011 und 11. Juli 2011 gemeldeten Schadenfall bzw. die entsprechenden 

Beschwerden eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bestehe, bzw. die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzlichen 

Leistungen (Behandlungskosten, Wegkosten, Taggelder, Rente, 

Integritätsentschädigung, etc.) ab wann rechtens, zuzusprechen und auszurichten. 

Eventualiter sei in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids die Streitsache 

an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer, insbesondere medizinischer 

Abklärungen zurückzuweisen, damit nach Vorliegen der Abklärungsergebnisse neu 

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über die Leistungsansprüche der Beschwerdeführerin verfügt werden könne, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

C.c Mit Replik vom 23. Oktober 2012 (act. G 13) und Duplik vom 21. November 2012 

(act. G 17) bestätigten die Parteien ihre Standpunkte. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin legte zusammen mit der Replik weitere medizinische Akten vor 

(act. G 13.1).

C.d Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt 

der übrigen Akten wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.

Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid (Erwägung II.4, 

II.7, II.9) die rechtliche Voraussetzung der für eine Leistungspflicht des Unfallver­

sicherers erforderlichen Kausalität zwischen Unfall und in dessen Folge eingetretener 

Gesundheitsschädigung (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

[UVG; SR 832.20]; BGE 129 V 181 E. 3) sowie die Leistungspflicht bei Rückfällen 

zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

2.  

2.1  Fest steht, dass die Beschwerdegegnerin mit der Ausrichtung von Leistungen die 

Unfallkausalität zwischen dem Unfall vom 7. April 2008 und den anschliessend 

aufgetretenen - eine Heilbehandlung notwendig machenden und eine 

Arbeitsunfähigkeit bewirkenden - Beschwerden anerkannt hat. In ihrer Telefonnotiz 

vom 19. Februar 2010 ist sodann von einem Behandlungsabschluss im Januar 2010 

die Rede (act. G 17.1/K46). Ihre volle Arbeitsfähigkeit hatte die Beschwerdeführerin 

bereits im September 2008 wieder erreicht (act. G 17.1/K33). Im Juni bzw. Juli 2011 

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meldete sie eine erneut aufgetretene Behandlungsbedürftigkeit an. Während sich die 

Beschwerdegegnerin nun auf den Standpunkt stellt, die Beschwerdeführerin habe zu 

beweisen, dass die neu gemeldeten Beschwerden im Sinn eines Rückfalls mit dem 

Unfall vom 7. April 2008 in einem natürlichen Kausalzusammenhang stünden, geht die 

Beschwerdeführerin von einem Fortdauern des Grundfalls aus, womit die 

Beschwerdegegnerin den Wegfall der Kausalität beweisen müsste.

2.2  Wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion 

steht, hat der Fallabschluss in Form einer Verfügung zu erfolgen (BGE 132 V 417 E. 4; 

Art. 124 UVV). Erlässt der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt 

dieses in der Regel dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht 

innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 145). Standen zu einem 

bestimmten Zeitpunkt keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch 

vorliegen, ohne dass der versicherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer 

schliesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein. In dieser Konstellation ist 

entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es 

werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. 

Dies ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten 

Umstände zu beurteilen. Dabei kommt der Art der Verletzung und dem Verlauf der 

Genesung eine entscheidende Rolle zu. Lag ein vergleichsweise harmloser Unfall mit 

günstigem Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer Zeit einen Anspruch 

auf Leistungen begründete, wird tendenziell eher von einem stillschweigend erfolgten 

Abschluss auszugehen sein als nach einen komplizierten Heilungsverlauf. Andererseits 

ist der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls und nicht unter demjenigen 

des Rückfalls zu prüfen, wenn die versicherte Person während der leistungsfreien Zeit 

weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten hat bzw. wenn 

Brückensymtome gegeben sind, die das Geschehen über das betreffende Intervall 

hinweg als Einheit kennzeichnen (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 

8C_185/2008, E. 4.3 mit Hinweisen).

2.3   

2.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat den Grundfall nie formell (mit entsprechender 

Verfügung) abgeschlossen. In den Akten findet sich lediglich eine Notiz vom 19. 

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Februar 2010 über ein Telefongespräch mit der Beschwerdeführerin (act. G 17.1/K46). 

Es wurde notiert, die Beschwerdeführerin sei letztmals im Januar 2010 bei Dr. D.___ 

gewesen. Die Behandlungen seien abgeschlossen worden. Sie fühle sich sehr gut und 

habe auch keine Kopfschmerzen mehr. Sie gehe noch ein bis zweimal pro Woche ins 

Krafttraining. Laut Telefonnotiz folgte sodann von der Beschwerdegegnerin die - zwar 

nicht schriftliche, immerhin aber telefonische bzw. mündliche - Erklärung, dass sie den 

Fall abschliesse. Die Beschwerdeführerin machte daraufhin gegenüber der 

Beschwerdegegnerin bis zur Rückfallmeldung vom 29. Juni 2011 (act. G 17.1/K47) 

keinerlei Versicherungsleistungen geltend. Da die Rückfallmeldung deutlich über ein 

Jahr nach dem formlosen, immerhin jedoch mündlich mitgeteilten Fallabschluss 

erfolgte bzw. die Beschwerdeführerin innerhalb eines Jahres keine Einwände gegen die 

Information der Beschwerdegegnerin vom 19. Februar 2010 erhob, ist nach geltender 

Praxis von einer Rückfallsituation auszugehen (vgl. BGE 134 V 145).

2.3.2 Die Beschwerdegegnerin durfte im Übrigen auch ex ante betrachtet davon 

ausgehen, dass nach dem Februar 2010 keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder 

Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten werde. Die erstbehandelnden Ärzte des Spitals X.___ 

diagnostizierten bei der Versicherten ein HWS-Beschleunigungstrauma (act. G 17.1/

M2). Das Unfallereignis vom 7. April 2008 war nicht ohne weiteres als harmlos 

einzustufen. Eine schwerwiegendere Beeinträchtigung der HWS oder auch anderer 

Körperteile wäre durch das mehrmalige Überschlagen des Autos durchaus möglich 

gewesen. Andererseits ist allgemein zu berücksichtigen, dass die Heilung einer HWS-

Distorsion ohne strukturelle Läsion (vgl. dazu Erwägung 3.3.1) gemäss medizinischer 

Erfahrung im Regelfall innerhalb eines gewissen Zeitraums - in der Regel innerhalb von 

sechs Monaten bzw. spätestens einem Jahr (bei vorbestehenden degenerativen 

Veränderungen) nach dem Unfall - eintritt (vgl. dazu E. Bär, Prellung, Verstauchung 

oder Zerrung der Wirbelsäule, Ein Update. In Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 79 

[2008] S. 100 ff. mit zahlreichen Hinweisen auf ältere Publikationen; Alfred M. 

Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 805; Rolf P. 

O.___egger, Das "Schleudertrauma" der Halswirbelsäule - Stand der Diskussion, in: 

SZS 39/1995 S. 255). In seinem Bericht vom 18. Februar 2009 führte Dr. D.___ aus, 

dass die Beschwerdeführerin nach wie vor Taubheitsgefühle in den Fingern III. bis V. 

sowie Nacken- und Kopfschmerzen beklage. Als Befunde erhob er eine Dysfunktion 

der HWS-Gelenke und Muskulatur sowie eine Einschränkung der HWS-Rotation nach 

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rechts zwischen dem 1. und 2. Wirbel um 50%. Unmittelbar nach der manuellen 

Behandlung habe eine Normalisierung stattgefunden. Es bestehe ein absoluter 

Zusammenhang der Beschwerden mit dem Unfallereignis. Die Beschwerdeführerin 

habe zwar auf die bisherigen zahlreichen Therapien nicht angesprochen, sei aber in 

klarem Gegensatz dazu jetzt fast beschwerdefrei. Sie sei insgesamt fünf Mal bei ihm 

gewesen und habe ausgesprochen positiv auf seine Behandlung angesprochen, so 

dass die Behandlungsintervalle sukzessive hätten vergrössert werden können. Vorerst 

sei ein Intervall von vier Wochen vorgesehen. Geplant sei die Weiterführung seiner 

manuellen und myofaszialen Behandlung in grösser werdenden Abständen. Die 

Prognose sei gut. Rezidive seien in den ersten Monaten noch möglich, könnten aber 

schnell und effizient abgefangen werden (act. G 17.1/M20). Im Verlaufsbericht vom 18. 

August 2009 hielt Dr. D.___ sodann fest, die Beschwerdeführerin habe erst seit der 

manuellen und myofaszialen Behandlung bei ihm (bisher neun Sitzungen) eine 

deutliche Besserung ihrer Beschwerden erfahren. Sie habe zeitweise schmerzfreie 

Tage, manchmal aber unter Belastung - wenn auch in der Intensität nicht mehr 

vergleichbar - ähnliche Probleme wie früher. Bei massiven Verspannungen habe sie 

auch Parästhesien in den Händen. Zurzeit seien nur noch alle acht Wochen 

Behandlungen nötig. Auf diese spreche sie ausgezeichnet an. Gelegentlich würden nur 

kleinere Rezidive auftreten. Die letzte Sitzung habe am 8. Juni 2009, die jetzige am 17. 

August 2009 stattgefunden. Nach seiner Strategie müsse die Beschwerdeführerin über 

längere Zeit in solchen Abständen oder vielleicht noch grösseren Abständen behandelt 

werden, damit eine dauerhafte Heilung eintreten könne. Eine intensiviertere 

Behandlung sei zurzeit nicht notwendig, da die Teil-Rezidive sowieso kommen würden, 

mit oder ohne intensive Behandlung. Der Endzustand des unfallbedingten Schadens 

sei noch nicht eingetreten. Es könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein noch 

besseres Heilungsergebnis als jetzt erzielt werden. Der Beweis dafür liege darin, dass 

die Behandlungsabstände immer mehr hätten vergrössert werden können, ohne dass 

es der Beschwerdeführerin schlechter gegangen sei. Somit sei dies der Beweis, dass 

bereits eine deutliche Besserung eingetreten sei, wenn die Beschwerdeführerin auch 

nicht ganz beschwerdefrei sei. Es bestehe keine dauernde erhebliche Schädigung der 

Integrität, da immer noch mit einer Verbesserung zu rechnen sei. Allerdings würde er 

die Beschwerdeführerin gern in so grossen Abständen weiter behandeln. Es sei zu 

bedenken, dass bis jetzt erst neun Sitzungen nötig gewesen seien und seine Strategie 

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auf Langfristigkeit ausgerichtet sei (act. G 17.1/M21). Im Januar 2010 und damit ein 

viertel Jahr später wurde die Behandlung bei Dr. D.___ schliesslich abgeschlossen und 

die Beschwerdeführerin erklärte, es gehe ihr sehr gut, sie habe auch keine 

Kopfschmerzen mehr (act. G 17.1/K46). Den Berichten von Dr. D.___ sowie der 

Mitteilung der Beschwerdeführerin ist ohne weiteres ein günstiger Heilungsverlauf ohne 

bedeutsame Stagnationen, mit nur gewöhnlichen gelegentlichen Teil-Rezidiven und 

letztlich erreichter Beschwerdefreiheit bzw. bleibendem Erfolg zu entnehmen. 

Nachdem die Versicherte nach dem Unfall zunächst zu 100% arbeitsunfähig gewesen 

war, nahm sie ihre Arbeit ab 23. Juni 2008 wieder zu 50% auf und war sodann bereits 

wieder seit 8. September 2008 in ihrem 60%-Pensum durchgängig voll arbeitsfähig. 

Angesichts dieser Sachlage und des von der Beschwerdeführerin selbst mitgeteilten 

Therapieabschlusses bei Dr. D.___ durfte die Beschwerdegegnerin davon ausgehen, es 

werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten (act. 

G 17.1/K13, K22 f., K28, K33).

2.4  Brückensymptome, die das Geschehen über die leistungsfreie Zeit hinweg als 

Einheit kennzeichnen bzw. auf ein Andauern das Grundfalls schliessen lassen würden, 

sind im konkreten Fall nicht mit der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen (vgl. dazu Th. Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. 

Bern 2003, S. 451 f.). Zwar können Brückensymptome naturgemäss auch relativ 

harmloser Natur sein und dürfen in der Regel nicht nur dann anerkannt werden, wenn 

sie auch durchgängig ärztlich behandelt wurden (vgl. Urteil des EVG vom 6. Juni 2006, 

U 12/06, E. 4.3.2). In Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin ist jedoch 

festzuhalten, dass ein rund 18 Monate dauerndes Intervall gänzlich ohne ärztliche 

Behandlung oder Kontrolle mit durchgehender Arbeitsfähigkeit, vielmehr für einen 

Unterbruch der nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden spricht. Der Umstand, 

dass die Beschwerdeführerin laut Akten ab Februar 2011 physiotherapeutische 

Behandlungen in der B.___, Heiden, absolvierte (act. G 13.2 f.), laut ärztlichem Attest 

vom 23. Oktober 2012 am 29. März 2011 Dr. med. J.___, Facharzt FMH für 

orthopädische Chirurgie, Wirbelsäulenzentrum am Rosenberg, St. Gallen, konsultierte 

und ihr dabei eine neue Physiotherapieverordnung ausgestellt wurde (act. G 15.1), 

vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Die behandlungsfreie Zeit würde damit 

immer noch ein Jahr betragen. Brückensymptome sind während der behandlungsfreien 

Zeit fortdauernde Beschwerden dar. Insofern sind weitere ärztliche Untersuchungen 

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bzw. die dabei erhobenen Befunde und Diagnosen sowie fortgesetzte Therapien - wie 

von der Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 21. November 2012 festgehalten (act. 

G 17, Ziff. 4) - nicht bereits Brückensymptomen gleichzusetzen, vermögen aber 

massgebenden Hinweis auf Brückensymptome zu bilden. Dies aber selbstverständlich 

nur, wenn zwischen den beiden Elementen mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Laut Angaben im 

Fragebogen für Rückfälle vom 11. Juli 2011 (act. G 17.1/K50) sowie in der Beschwerde 

vom 14. Mai 2012 (act. G 1) ging die Beschwerdeführerin nach Abschluss der Therapie 

bei Dr. D.___ von sich aus ins Krafttraining, zur Fussreflexzonenmassage, zur 

Körpermassage sowie in die Wassergymnastik (act. G 17.1/K50). Die fraglichen 

Massnahmen stellen grundsätzlich Therapieoptionen zur Behandlung von HWS-

Beschwerden dar. In Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin sind sie jedoch 

durchaus auch blosse Ertüchtigungsübungen und/oder dienen der allgemeinen 

Förderung körperlichen Wohlbefindens. Nachdem nach dem Abschluss der ärztlichen 

Behandlung durch Dr. D.___ im Januar 2010 für einen Zeitraum von mindestens einem 

Jahr bis zur Geltendmachung weiterer Leistungen keine ärztlichen Berichte über 

Untersuchungen mehr vorliegen, denen konkrete Befunde und Diagnosen zu 

entnehmen wären, anhand derer ein Zusammenhang mit der HWS-Problematik 

hergestellt werden könnte, vermögen die fraglichen Massnahmen somit insgesamt 

lediglich einen möglichen Hinweis auf Brückensymptome zu bilden. Während des 

fraglichen Zeitraums konnte mithin mit hinreichender Zuverlässigkeit angenommen 

werden, die Unfallfolgen seien geheilt, wie es die Definition des Rückfalls (vgl. 

Erwägung 2.2) verlangt. Von dieser Beurteilung wäre selbst dann auszugehen, wenn 

gegenüber der Beschwerdeführerin anlässlich des Telefongesprächs vom 19. Februar 

2010 nicht wörtlich von einem Fallabschluss, sondern von einer momentanen 

Einstellung der Behandlung die Rede gewesen wäre. Dabei und angesichts des 

Umstands, dass die Behandlung bei Dr. D.___ offensichtlich einen massgebenden 

Heilungserfolg zeitigte, würde es nämlich erstaunen, dass die Beschwerdeführerin bei 

den angeblich fortdauernden Brückensymptomen die Behandlung bei Dr. D.___ nicht 

wieder aufnahm. Die Nachteile, die sich aus dem fehlenden Nachweis von 

Brückensymptomen ergeben, gehen zu Lasten der Beschwerdeführerin, die daraus 

Ansprüche für sich ableiten möchte. Als Ergebnis daraus ist die Leistungspflicht der 

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Beschwerdegegnerin hinsichtlich der am 29. Juni und 11. Juli 2011 gemeldeten 

Beschwerden auch unter diesem Aspekt als Rückfall zu prüfen.

3.  

3.1  Dass die Beschwerdeführerin unter den im Rückfallfragebogen vom 11. Juli 2011 

angeführten Beschwerden, die eine Heilbehandlung notwendig machten (vgl. u. a. act. 

G 1.5, act. G 15.1), leidet, wird damit nicht in Abrede gestellt. Vorliegend gilt es jedoch 

die Anspruchsberechtigung der Beschwerdeführerin auf Leistungen der 

Beschwerdegegnerin als Unfallversicherer und damit die Kausalität der geklagten 

Beschwerden zum Unfall vom 7. April 2008 zu prüfen (vgl. Art. 6 UVG). Von Bedeutung 

ist vorerst die Frage nach dem Vorliegen relevanter unfallkausaler somatischer Befunde 

im Sinn struktureller Veränderungen.

3.2  Die Beschwerdeführerin klagt(e) zunächst sowohl im Rahmen des Grundfalls als 

auch des Rückfalls über neurologische Beschwerden bzw. Ausfälle im Sinne von 

Schmerzen in den rechten Arm bis in die Finger ausstrahlend sowie 

Sensibilitätsstörungen in Händen und Füssen (act. G 17.1/M5 f., M10, M20, act. G 

13.5). Im Rahmen des Grundfalls wurde am 14. Juni 2008 eine erste neurologische 

Untersuchung durch Dr. med. K.___, Facharzt Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, St. Gallen, durchgeführt (act. G 17.1/M10). Dieser Arzt verneinte eine 

posttraumatische Ulnaris- oder Medianus-Neuropathie verneinte. Die Neurographie 

habe keine Hinweise auf eine Neuropathie ergeben. Auffallend sei lediglich die deutlich 

zu grosse distale motorische Latenzzeit am Nervus medianus links. Hier liege aber mit 

grosser Sicherheit kein Karpaltunnelsyndrom vor, für das es auch klinisch keinen 

direkten Anhalt gebe, sondern eine Innervationsanomalie, da die proximale Latenz 

völlig normal und das Antwortpotential bei proximaler höher als bei distaler Reizung 

gewesen sei. Klinisch würde die Verteilung der Beschwerden (bis auf die hier 

angegebenen Sensibilitätsstörungen links radial, die eher zu C6 passen würde) zu 

einem radikulären Syndrom C7, C8 beidseits passen. Eine Wurzelläsion sei jedoch im 

MRT ausgeschlossen worden, weshalb er kein EMG der paravertebralen Muskulatur 

zum Nachweis einer eventuellen Wurzelläsion durchgeführt habe. Die Beschwerden 

würden zu einer Zerrung des Armplexus passen. Ursache könne beispielsweise ein 

stumpfes Schultertrauma eventuell mit Schleuderbewegung des Kopfes zur Gegenseite 

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sein. Zur Untersuchung des unteren Armplexus käme noch ein Schulter-MRT in Frage, 

er habe jedoch Zweifel, ob man angesichts der doch geringen klinischen Symptome 

eine entsprechende Läsion im Plexusbereich, falls vorhanden, überhaupt nachweisen 

könnte. Angesichts der geringen Symptome sei eine nur leichte Nervenläsion 

wahrscheinlich und es sei mit einer Ausheilung innerhalb von 2 bis 6 Monaten nach 

dem Unfall zu rechnen. Im Bericht über das Schulter-MRT rechts vom 30. September 

2008, durchgeführt durch Dr. med. L.___, Facharzt medizinische Radiologie FMH, 

wurde keine Verletzung des Armplexus festgehalten (act. G 17.1/M15). Am 27. August 

2012 wurde die Beschwerdeführerin im Rahmen des Rückfalls durch Dr. med. M.___, 

Neurologie FMH, St. Gallen, neurologisch und elektrophysiologisch untersucht. Die 

Neurologin diagnostizierte ein unklare Sensibilitätsstörung und "Blockadezustände". 

Aus neurologischer Sicht könne sie jedoch die beklagten Beschwerden nicht näher 

einordnen. Eine Polyneuropathie sei klinisch und elektrophysiolgisch nicht nachweisbar 

(act. G 13.5). Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass die neurologischen 

Untersuchungen keine unfallkausalen Verletzungen der Nerven zeigten (vgl. dazu act. G 

13.5: Bericht von Dr. F.___ vom 5. August 2012).

3.3   

3.3.1 Die Beschwerdeführerin beklagte sodann im Rahmen des Grundfalls und des 

Rückfalls Kopf- und Nackenschmerzen sowie Schwindelbeschwerden. Die anlässlich 

des Grundfalls durchgeführten radiologischen Untersuchungen der HWS brachten 

keine somatischen Befunde hervor. So zeigte der Röntgenbefund der HWS anlässlich 

der Erstbehandlung im Spital X.___ keine frische Fraktur (vgl. act. G 17.1/M2, M4), das 

HWS-Röntgen mit Funktionsaufnahmen durch Dr. L.___ vom 29. Mai 2008 ein 

normentsprechendes HWS-Skelett in Neutralposition, eine etwas eingeschränkte 

Beweglichkeit zwischen Inklination und Reklination in beiden Positionen ein weiterhin 

normales intervertebrales Alignement, normal weite Bandscheibenräume, keine 

Zeichen einer segmentalen Instabilität sowie übereinstimmend keine 

frakturverdächtigen Veränderungen (act. G 17.1/M7), und die gleichentags 

durchgeführte cervicale Kernspintomographie ebenfalls ein normentsprechendes Bild 

speziell ohne Anhaltspunkte für eine spinale, foraminale oder recessale Enge und ohne 

Kompression der C7-Nervenwurzel rechts (act. G 17.1/M8).

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3.3.2 Die Beschwerdeführerin hat sich nach Abschluss des Grundfalls bzw. infolge der 

als Rückfall gemeldeten Beschwerden in Bezug auf die HWS nochmals 

verschiedentlich medizinisch abklären lassen. Unfallkausale strukturelle Veränderungen 

konnten jedoch nach wie vor keine festgestellt werden. Wegen der 

Schwindelbeschwerden wurde zunächst eine otorhinolaryngologische Untersuchung 

durch Dr. E.___ durchgeführt. Der ORL-Facharzt konnte laut Bericht vom 15. August 

2011 in der Vestibularisprüfung keine eindeutigen Nystagmen feststellen. Die von ihm 

erhobenen Befunde bezeichnete er lediglich als fraglich und möglich und hielt 

abschliessend fest, dass er mit seinen Untersuchungsmethoden beim Zustand nach 

Schleudertrauma sehr feine okulo vestibuläre Dysbalancen nicht feststellen könne. Dies 

bedürfe einer relativ aufwendigen Abklärung, wofür er eine Weiterabklärung durch Dr. 

G.___ empfehle (act. G 17.1/M22). Eine solche fand in der Folge statt. Die im audio-

neurootologischen Bericht von Dr. G.___ vom 13. September 2011 (act. G 17.1/M24) 

festgehaltenen Untersuchungsergebnisse vermögen jedoch ebenfalls keinen 

überwiegend wahrscheinlichen Beweis für eine unfallkausale organische 

Schwindelursache sowie die ausserdem beklagten Kopfschmerzen und Cervico-

Cephalgien zu erbringen. Dr. G.___ stellt in seinem Bericht die Diagnosen eines Status 

nach cervico-cephalem Akzelerations-/Dezelerationstrauma im Rahmen des 

Verkehrsunfalls vom 7. April 2008 sowie eines posttraumatischen cervico-encephalen 

Syndroms und einer Funktionsstörung des posturalen Kontrollsystems mit peripher-

zentraler vestibulärer Funktionsstörung linksbetont, visuo-oculomotorischer 

Funktionsstörung, cervico-proprio-nociceptiver Funktionsstörung rechtsbetont mit 

rechtsbetonten Cervico-Cephalgien bei multisegmentaler Funktionsstörung der 

cervicalen Bewegungssegmente, pp der cervicalen Facettengelenke und mit 

Funktionsstörung entlang des vestibulo-spinalen und cervico-spinalen Reflexes. Von 

einer peripher-zentralen vestibulären, visuo-oculomotorischen und cervico-

proprioceptiven Funktionsstörung könne man anhand des erhobenen Befundmusters 

im Rahmen der neuro-otometrischen Testbatterie ausgehen. Es handle sich um 

Befunde, welche die chronifizierten Schwindel- und Gleichgewichtsbeschwerden 

erklären würden. Die posturo-locomotorische Problematik mit posturaler Unsicherheit 

erkläre sich durch eine Funktionsstörung entlang des vestibulo-spinalen und cervico-

spinalen Reflexes und eine geringgradig reduzierte neuro-muskuläre Leistung der 

unteren Extremitäten. Die chronischen rechtsbetonten Cervico-Cephalgien bzw. die 

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cervicogenen Kopfschmerzen seien auf eine Funktionsstörung der cervicalen 

Schmerzschleife im afferenten und efferenten Teil auf der Basis eines Reizzustandes 

der cervicalen Nociceptoren, vor allem am Niveau der cervicalen Facettengelenke bzw. 

der Kapseln der cervicalen Facettengelenke zurückzuführen. Die cervico-

oculometrischen Testverfahren würden bei einem hochgradig reduzierten Gain entlang 

des cervico-oculären und cervico-collischen Reflexes auf die Mikroläsionen der 

Facettengelenke hinweisen und die pathologischen Werte für die somato-sensorische 

Afferenz der computerisierten dynamischen Posturographie seien mit einer 

Funktionsstörung entlang des cervico-spinalen Reflexes vereinbar.

3.3.3 Die von Dr. G.___ gestellten Hauptdiagnosen eines Status nach cervico-cephalem 

Akzelerations-/Dezelerationstrauma im Rahmen des Verkehrsunfalls vom 7. April 2008 

sowie eines posttraumatischen cervico-encephalen Syndroms und einer 

Funktionsstörung des posturalen Kontrollsystems vermögen keine Unfallkausalität zu 

begründen. Über die Unfallrestfolgen wird damit nichts Konkretes ausgesagt. 

Ebensowenig bedeutet das Vorliegen von Schmerzsyndromen automatisch das 

Vorliegen unfallkausaler struktureller Gesundheitsschädigungen. Laut Roche Lexikon 

Medizin (5. Aufl. München 2003, S. 1791) handelt es sich bei einem Syndrom um ein 

sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit 

weitgehend identischem "Symptommuster" manifestierendes Krankheitsbild mit 

unbekannter, vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen bedingter oder nur teilweise 

bekannter Ätiogenese. Der Begriff "posttraumatisch" vermag juristisch gesehen 

gleichfalls nichts über eine allfällige Unfallkausalität auszusagen, sondern drückt nur 

aus, dass gewisse Beschwerden bzw. gesundheitliche Störungen nach einem Unfall 

aufgetreten sind. Die Annahme, dass Gesundheitsbeeinträchtigungen unfallbedingt 

sein müssen, weil sie nach dem Unfall aufgetreten sind ("post hoc ergo propter hoc"), 

ist nach ständiger Rechtsprechung beweisrechtlich für sich allein nicht ergiebig (vgl. A. 

Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205; 

BGE 119 V 335 E. 2b/bb in fine; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007] E. 7.2.4 S. 54 mit 

Hinweisen). Die von Dr. G.___ sowohl als Hauptdiagnose, aber insbesondere auch als 

Begleitdiagnosen dokumentierten Funktionsstörungen belegen sodann ebenfalls keine 

strukturelle Läsionen. In Bezug auf die von ihm durchgeführten Tests bzw. 

Untersuchungen fällt auf, dass die Ergebnisse mehrheitlich im Normbereich liegen oder 

lediglich geringfügig auffällige Befunde ergeben haben. Damit ist nicht ohne Weiteres 

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nachvollziehbar, woraus sich die von Dr. G.___ festgestellten Funktionsstörungen 

letztlich ergeben. In seinem Bericht werden zahlreiche Fachbegriffe aneinandergereiht, 

die für den medizinischen Laien nur schwer verständlich sind, wodurch die 

Nachvollziehbarkeit der Aussage massiv erschwert ist. Gerade deshalb ist auch nicht 

zu verstehen, woraus Dr. G.___ letztlich die von ihm angeführten und offensichtlich 

objektivierten Mikroläsionen der Facettengelenke ableitet. Das diesbezüglich 

durchgeführte cervico-oculometrische Testverfahren und insbesondere der als 

hochgradig reduziert bezeichnete Gain entlang des cervio-oculären und cervico-

collischen Reflexes ist zumindest im Bericht nicht exakt zu ermitteln. Letzterer wird im 

Zusammenhang mit dem Blickfolgebewegungstest mit Kopfrotation nach re und li um 

45° genannt. Im Bericht sind zudem weitere Gain-Werte aufgeführt, diese jedoch im 

Normbereich liegend oder nur geringgradig reduziert erhoben. Bei der von Dr. G.___ 

unter anderem angewandten Posturographie - mit dieser Untersuchungsmethode 

wurde im konkreten Fall ein weiterer Befund im pathologischen Bereich erhoben 

(Gesamtaequlibriumscore) - handelt es sich nach der Rechtsprechung sodann um eine 

Untersuchungsmethode, mit welcher sich nur beschränkte Erkenntnisse gewinnen 

lassen. Die Posturographie liefert zwar zusätzlich Informationen und es lassen sich 

damit sonst nicht fassbare Gleichgewichtsstörungen objektivieren. Sie vermag jedoch 

keine direkten Aussagen zur Ätiologie des Leidens und zu dessen allfälliger 

Unfallkausalität zu machen. Auch lässt sich daraus nicht unmittelbar auf eine 

bestimmte Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit schliessen. Sie bildet deshalb lediglich ein 

zusätzliches Element bei der Beurteilung vestibulärer Störungen (vgl. die Urteile des 

EVG vom 29. März 2006, U 254/04, E. 2.3.2, und U 197/04, E. 3.2, bestätigt durch 

Urteil des Bundesgerichts vom 1. September 2009, 8C_964/2008, E. 3.2.3). Der 

Wortteil "-algie" der Begleitdiagnose Cervico-Cephalgie bedeutet schliesslich einfach 

Schmerz, Leid (Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 262. Aufl. Berlin 2010, S. 49). 

Dessen Ursache bzw. eine dafür verantwortliche, konkrete unfallkausale strukturelle 

Läsion wird damit nicht erhoben. Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass die 

medizinischen Abklärungen von Dr. G.___ keine durch den Unfall bedingte, objektiv 

ausgewiesene organisch-strukturelle Befunde für den Schwindel sowie die Kopf- und 

Nackenschmerzen der Beschwerdeführerin zu belegen vermögen.

3.3.4 Den Berichten von Dr. F.___ und Dr. H.___ vom 15. August 2011 (act. G 17.1/

M23) bzw. 4. Oktober 2011 (act. G 17.1/M26 f.) sind schliesslich für die fraglichen 

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Beschwerden ebenfalls keine Hinweise auf organisch-strukturelle Befunde bzw. 

Diagnosen zu entnehmen. Hinsichtlich der von den beiden Ärzten gestellten Diagnosen 

"Gleichgewichtsstörungen, Cervikozephalgie" bzw. "chronisch, therapieresistente 

Schulter- und Nackenschmerzen rechts paravertebral betont, Cervikozephalgien 

rechtsbetont sowie exazerbierend-/rezidivierender Drehschwindel bei St. n. 

Schleudertrauma mit HWS-Distorsion im April vor 3 Jahren" ist auf die Ausführungen 

im Zusammenhang mit dem Bericht von Dr. G.___ zu verweisen (vgl. Erwägung 3.3.3). 

Zu ergänzen ist, dass eine Chronifizierung gleichfalls nicht für ein unfallkausales 

organisches Substrat spricht. Im Verlauf einer solchen wird das ursprünglich erlittene 

Verletzungsmuster für das Ausmass der erlebten Behinderung immer bedeutungsloser. 

Andere Faktoren, wie zum Beispiel das Individum selber, die Arbeitsumstände, das 

soziale Umfeld, das medizinische und legale System sowie ökonomische Umstände 

spielen eine massgebende Rolle

(vgl. Bär/Bertrand/Kiener, Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67 vom Dezember 

1994, S. 45 ff.). Dr. F.___ hält sodann in seinem Bericht eine unfallfremde 

differentialdiagnostische Möglichkeit als Ursache für die Schwindelbeschwerden - 

Otolithen ("OhrO.___e") im Bereich der linken Bogengänge - fest. Hinsichtlich der von 

beiden Ärzten manuell erhobenen Befunde ist schliesslich - soweit sich diese 

überhaupt ausserhalb des Normbereichs befinden - festzuhalten, dass eine solche 

Untersuchung nur klinische, nicht aber somatisch-strukturelle Ergebnisse zu Tage 

fördert. Als solche gelten Ergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des 

Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde lediglich auf 

die Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein 

organisches Substrat namhaft gemacht. Entsprechend können ein Thoracic outlet 

Syndrom (TOS), myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde, 

Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie 

Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit für sich allein nicht als organisch hinreichend 

nachweisbare Unfallfolgen betrachtet werden. Gleiches gilt für Nackenverspannungen 

bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 17. 

Oktober 2008, 8C_124/2008, mit zahlreichen Hinweisen, sowie vom 7. Februar 2008, U 

13/07, E. 3.2 und 3.3).

3.4  Zusammenfassend ist festzustellen, dass die medizinischen Abklärungen keine 

durch den Unfall bedingten organisch strukturellen Befunde ergeben haben.

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4.  

4.1  Ist - wie dies konkret der Fall ist - ein Schleudertrauma oder eine äquivalente 

Verletzung der HWS (vgl. dazu SVR 2003 UV Nr. 12 S. 36 E. 3.1.2 mit Hinweisen [U 

78/02]) diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit 

einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, 

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und 

Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, 

so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach 

eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel auch ohne nachweisbare 

pathologische bzw. organische Befunde anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch 

BGE 117 V 369 E. 3e; Bestätigung in BGE 134 V 109 E. 9). Dieses Beschwerdebild mit 

einer Häufung von Beschwerden muss nicht in seiner umfassenden Ausprägung 

innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Es genügt, 

wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS 

manifestieren (Urteile des Bundesgerichts vom 30. Januar 2007, U 215/05, und vom 

15. März 2007, U 258/06; RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 E. 5e). Im Weiteren muss nach der 

Rechtsprechung (vgl. dazu Urteil des EVG vom 4. November 2005, U 312/05) nicht der 

gesamte Beschwerdekatalog vorliegen, um von einer Unfallkausalität ausgehen zu 

können. Da bei der Beschwerdeführerin wichtige der einschlägigen Symptome (Kopf- 

und Nackenschmerzen sowie Schwindel) zeitnah nach dem Unfall aufgetreten waren 

(vgl. act. G 17.1/M1), wurde von der Beschwerdegegnerin im Rahmen des Grundfalls 

das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und 

fraglichen Beschwerden anerkannt. Es wurde nie in Frage gestellt und ist in den 

medizinischen Akten auch mehrfach belegt (vgl. act. G 17.1/M 3f., M20), dass die 

Beschwerdeführerin wegen des Unfalls an Schmerzen und Einschränkungen litt, die zu 

vorübergehender Arbeitsunfähigkeit und Behandlungsbedürftigkeit führten.

4.2  Hinsichtlich der mit Rückfallmeldung vom 11. Juli 2011 (act. G 17.1/K50) 

vorgebrachten Beschwerden müssen nun aber in die Beurteilung der Frage nach deren 

natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 7. April 2008 weitere 

Umstände miteinbezogen werden. Es fragt sich, unter welchen Umständen noch von 

einer überwiegend wahrscheinlichen Unfallkausalität ausgegangen werden kann. 

Diesem Erfordernis kann insbesondere eine explizite und schlüssig begründete 

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ärztliche Kausalitätszuweisung genügen. Ein mögliches Indiz für eine Rückfallkausalität 

bilden sodann die bereits erwähnten Brückensymptome, die das Geschehen über das 

betreffende Intervall hinweg als Einheit kennzeichnen.

4.3  Wie in Erwägung 2.4 ausgeführt, sind im konkreten Fall für den Zeitraum von rund 

einem Jahr, d.h. zwischen dem Behandlungsabschluss bei Dr. D.___ im Januar 2010 

(act. G 17.1/K46) mindestens bis zur Vorstellung bei Dr. J.___ am 29. März 2011 (G 

15.1), Brückensymptome nicht rechtsgenüglich nachgewiesen. Bereits aufgrund dieser 

Tatsache erscheint ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den 

in der Rückfallmeldung vom 11. Juli 2011 geklagten Beschwerden - schmerzhafte 

Hals-Nackenverspannungen, Nacken-Hinterkopfschmerzen, Migräne mit Erbrechen, 

Benommenheit, Missempfinden im Gesicht und in den Händen, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Schwindel und Gangunsicherheit (act. G 17.1/M11) - fraglich.

4.4  Im Rahmen der Kausalitätsbeurteilung ist weiter der Verlauf der 

Beschwerdesymptomatik in Betracht zu ziehen. Im Rahmen des Grundfalls klagte die 

Beschwerdeführerin einzig über Nacken- und Kopfschmerzen sowie über 

Schwindelbeschwerden. Das neu geklagte Beschwerdebild (vgl. Erwägung 4.3 und den 

in den Berichten von Dr. F.___ vom 5. August 2012 nochmals ergänzten 

Beschwerdekatalog [act. G 13.4 f.]) stellt zwar ebenfalls ein typisches Leidensprofil für 

eine HWS-Verletzung dar (vgl. dazu Liste in H. Schmidt, J. Senn, Hrsg., 

Schleudertrauma - neuester Stand: Medizin, Biomechanik, Recht und Case 

Management, 1. Aufl. Zürich 2004, S. 14 f.), zeichnet sich jedoch gegenüber dem 

Beschwerdebild des Grundfalls durch eine massgebende Symptomausweitung aus. 

Treten neuartige Symptome nach einer mehrmonatigen Latenzzeit auf, müssen diese 

als für eine HWS-Verletzung untypisch bezeichnet und können nicht als natürlich 

kausal der HWS-Verletzung zugeordnet werden (vgl. dazu Erwägung 4.1). In Bezug auf 

die Aktivierung von nicht objektivierbaren Unfallverletzungen ist es bei Vorliegen einer 

langen Latenzzeit wahrscheinlicher, dass die neuen Beschwerden nunmehr auf einen 

anderen, unfallunabhängigen Kausalverlauf zurückzuführen sind.

4.5  Die Beschwerdeführerin hat sich infolge der als Rückfall gemeldeten Beschwerden 

nochmals verschiedentlich abklären lassen. Eine überzeugende, schlüssig begründete 

ärztliche Einschätzung, welche die (Re-)aktivierung der nicht objektivierbaren 

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Unfallverletzungen dem Unfallereignis vom 7. April 2008 zuordnet, liegt jedoch nicht bei 

den Akten, womit sich ein natürlicher Kausalzusammenhang nicht mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit begründen lässt.

4.5.1 Am 16. Juni 2011 fand eine erste Konsultation bei Dr. F.___ statt. Im 

Fragenkatalog der Beschwerdegegnerin hielt der Arzt am 15. August 2011 fest, dass 

die von ihm erhobenen Befunde/Diagnosen überwiegend wahrscheinlich in natürlichem 

Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 7. April 2008 stehen würden. Zur Begründung 

führte er an, dass Beschwerdebeginn und -art durch den Unfall erklärbar seien und 

keine andere Ursache bekannt sei. Auf die Frage, ob die zur Zeit noch vorhandenen 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf das Unfallereignis vom 7. April 2008 als 

alleinige oder Teilursache zurückzuführen seien, antwortete er, er könne dies nur 

annehmen, aber nicht sicher sagen. Zum Schluss bestätigte er nochmals, dass keine 

anderen Faktoren als das Unfallereignis bekannt seien, welche den Heilungsverlauf 

verzögern würden (act. G 17.1/M23). Am 5. August 2012 berichtete Dr. F.___, das 

aktuelle Krankheitsbild werde durch eine Reizung (Irritation) der Nervensysteme im 

Kopfbereich bzw. der Wirbelsäule hervorgerufen. Für andere Ursachen, als den 

stattgehabten Unfall, fänden sich keine Hinweise. Die Kausalität lasse sich also 

aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit als Unfallfolge (das Beschwerdebild der 

Beschwerdeführerin entspreche genau den möglichen anatomisch geschädigten 

Strukturen) und der fehlenden Ursache bzw. Erklärbarkeit anderer Erkrankungen, 

herleiten (act. G 13.4). Seine Erklärung, das aktuelle Krankheitsbild werde durch eine 

Reizung (Irritation) der Nervensysteme im Kopfbereich bzw. der Wirbelsäule 

hervorgerufen, wofür der stattgehabte Unfall ursächlich sei, kommt einer Behauptung 

gleich, für welche es keine überzeugende Begründung gibt. Im Übrigen räumt er in 

seinem weiteren Bericht vom 5. August 2012 (act. G 13.5) ein, dass auch andere, 

krankheitsbedingte Gründe für die Nervenstörung in Frage kommen könnten. Seiner 

anfänglichen Bejahung der überwiegend wahrscheinlichen Kausalität im Bericht vom 

15. August 2011 schliesst sich letztlich auch die nicht mehr mit der gleichen 

Überzeugungskraft ausgestattete Formulierung an, er könne eine alleinige 

Unfallkausalität oder Teilursächlichkeit des Unfalls nur annehmen, aber nicht sicher 

bestätigen. Genauso wie vieles möglich ist, kann vieles auch angenommen werden 

oder als gleich wahrscheinlich gelten. Der Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ist damit jedoch nicht erfüllt. Zusammenfassend ist mithin 

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festzuhalten, dass die Ausführungen von Dr. F.___ einen Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfallereignis vom 7. April 2008 und der als Rückfall gemeldeten 

Beschwerdesymptomatik nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermögen.

4.5.2 Ab 7. Juli 2011 gab sich die Beschwerdeführerin bei Dr. H.___ in Behandlung, 

welcher am 21. September 2011 ebenfalls den Fragenkatalog der Beschwerdegegnerin 

ausfüllte (act. G 17.1/M25). Auch er stellte eine überwiegend wahrscheinliche Kausalität 

zum Unfallereignis vom 7. April 2008 fest und verneinte das Vorliegen unfallfremder 

Faktoren. Im Übrigen verwies er auf seinen Bericht vom 4. Oktober 2011 (act. G 17.1/

M26 f.). Seiner Feststellung im Fragenkatalog widersprechend verwies er darin unter 

der Rubrik "Beurteilung und Procedere" auf das Untersuchungsergebnis von Dr. E.___, 

der einen Verdacht auf Otolithen im Bereich der linken Bogengänge gestellt habe. 

Dieser sei der Patientin ausführlich als differentialdiagnostische Möglichkeit für ihre 

Schwindelbeschwerden dargelegt worden. Im Weiteren hielt Dr. H.___ fest, dass sich 

die Patientin nach Abschluss ihres Urlaubs hinsichtlich der vorbekannten HWS-

Beschwerden deutlich gebessert gezeigt habe. Weitere Kontrolltermine beim 

behandelnden HNO-Spezialisten seien nicht geplant gewesen. Er habe mit der 

Patientin besprochen, bei Persistenz der Beschwerden als interventionelles Vorgehen 

eine selektive Präzisionsdiagnostik mit Blockade des 3. Occipitalnerven vorzunehmen. 

In Anbetracht des lindernden Leidensdrucks sehe die Patientin jedoch zum aktuellen 

Zeitpunkt hiervon ab. Sie werde gegebenenfalls bei gesteigertem Leidensdruck erneut 

bei ihm vorstellig. - Die Ausführungen von Dr. H.___ vermögen keine überwiegend 

wahrscheinliche Unfallkausalität der Rückfallsymptomatik zu begründen. Vielmehr 

verweist er auf einen unfallfremden Faktor und beschreibt im weiteren einen 

massgebenden Beschwerderückgang. Entsprechend konnten von ihm durchwegs 

normale Befunde erhoben werden. Seine anamnestischen Ausführungen vermögen 

sodann ebenfalls nichts zur Kausalitätsbeurteilung beizutragen, sondern beschreiben 

lediglich den Grundfall, hinsichtlich welchem die Beschwerdegegnerin einen 

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und damaligen Beschwerden 

anerkannt und Leistungen erbracht hat. Schliesslich vermögen auch seine Diagnosen - 

chronische therapieresistente Schulter- und Nackenschmerzen rechts paravertebral 

betont, Cervikocephalgien rechtsbetont sowie exazerbierender rezidivierender 

Drehschwindel bei Status nach Schleudertrauma mit HWS-Distorsion im April vor 3 

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Jahre - keinen überwiegend wahrscheinlichen Hinweis auf eine Unfallkausalität zu 

bieten (vgl. Erwägung 3.3.3). Die Einschätzung von Dr. H.___ im Fragenkatalog vom 21. 

September 2011 (act. G 17.1/M25) einer überwiegend wahrscheinlichen 

Unfallkausalität basiert mithin nicht auf einer schlüssigen und überzeugenden 

Begründung. Auf seinen im Bericht vom 14. November 2011 (act. G 4.1/38) einzig 

hergestellten zeitlichen Zusammenhang zum Unfall kann ebenfalls nicht abgestellt 

werden (vgl. Erwägung 3.3.3: "post hoc ergo propter hoc").

4.5.3 Der beratende Arzt Dr. I.___ bezeichnet schliesslich in seiner Beurteilung vom 5. 

Oktober 2011 (act. G 17.1/M28) die Kausalität des Rückfalls zum Ereignis vom 7. April 

2008 lediglich als möglich und nicht als wahrscheinlich oder gar sicher. Der Umstand, 

dass er seine Beurteilung ausschliesslich aufgrund der Akten abgegeben und die 

Beschwerdeführerin nicht selbst untersucht hat, steht deren Beweiswert nicht 

entgegen. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 

persönlichen Untersuchungen vorliegen (vgl. dazu PVG 1996 Nr. 89, 265 E. 3b; RKUV 

1988 Nr. U 56 S. 371 E. 5b). Den Anmerkungen von Dr. I.___ ist zu entnehmen, dass er 

seine Einschätzung in Kenntnis der Vorakten bis und mit Eingang 4. Oktober 2011 

abgegeben hat. Act. G 17.1/M26 trägt von der Beschwerdegegnerin einen 

Eingangsstempel vom 4. Oktober 2011, womit davon auszugehen ist, dass der 

fragliche Bericht - wie von der Beschwerdegegnerin dargelegt - gleichentags bei ihr 

eingegangen ist und Dr. I.___ damit auch dieses Aktenstück vorlag. Der beratende Arzt 

begründet seine Beurteilung damit, es handle sich bei den Beeinträchtigungen der 

Beschwerdeführerin um unspezifische und häufig auftretende Beschwerden 

(Schwindel, Nackenschmerzen), welche durch viele verschiedene Ursachen ausgelöst 

werden könnten. Die (neuen) Symptome seien medizinisch ab Juli 2011 und damit 18 

Monate nach Abschluss der früheren Behandlung dokumentiert, und eigentliche 

Brückensymptome und unfallspezifische Befunde würden fehlen. Seine Folgerung 

umfasst damit die im Rahmen der vorliegenden Kausalitätsbeurteilung massgebenden 

Umstände und erscheint angesichts des vorstehend Gesagten in der Schlussfolgerung 

einer Verneinung der Rückfallkausalität durchaus schlüssig und überzeugend. 

Nachdem die Beschwerdeführerin bis zur Rückfallmeldung mindestens ein Jahr lang 

keinen Anspruch mehr auf Leistungen der Unfallversicherung erhob, kommt weiteren 

möglichen Ursachen für die erneut geklagten Beschwerden besonderes Gewicht zu 

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bzw. kann jedenfalls nicht mehr als ein möglicher Kausalzusammenhang angenommen 

werden.

4.5.4 An dieser Beurteilung vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass Dr. I.___ 

die Berichte von Dr. H.___ vom 14. November 2011 (act. 4.1/38), von Dr. O.___ vom 18. 

Oktober 2011 (act. G 1.5) und von der Fachpsychologin N.___ vom 16. März 2012 (act. 

G 1.6) nicht vorgelegen haben. Die fraglichen Berichte bringen keine neuen, die 

Rückfallkausalität anders zu betrachtenden Erkenntnisse hervor. Wie in Erwägung 4.5.2 

bereits für die früheren Berichte dargelegt, vermag die Argumentation von Dr. H.___ die 

Unfallkausalität der als Rückfall gemeldeten Beschwerden nicht als überwiegend 

wahrscheinlich nachzuweisen. Die Begründungen von Dr. O.___ sind sodann im 

konkreten Fall gerade nicht so ausgestaltet, dass sie zu überzeugen vermöchten. Im 

Rahmen des Grundfalls zeigte sich bei der Beschwerdeführerin ein positives 

Ansprechen auf die Therapie bei Dr. D.___, weshalb die Behandlung im Januar 2010 

abgeschlossen werden konnte. Auch der zeitliche Verlauf spricht hier gegen eine 

Rückfallkausalität (Erwägung 2.3.1, 2.4). Die aktuellen Befunde stellen sich schliesslich 

weder als speziell unfallspezifisch dar noch lassen sie sich radiologisch einer 

Unfallverletzung zuordnen (vgl. Erwägung 3). Fachpsychologin N.___ stellt die Diagnose 

einer posttraumatischen Belastungsstörung, weswegen sich die Beschwerdeführerin 

bei ihr seit 16. Februar 2012 in psychotherapeutischer Behandlung befand. 

Grundsätzlich kann eine psychische Problematik, welche erst nach einer Latenzzeit von 

rund vier Jahren auftritt, nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Teil des für ein Schleudertrauma oder eine 

schleudertraumaähnlichen Verletzung typischen Beschwerdebilds von organischen und 

psychischen Beschwerden betrachtet werden. Dies zumal die im konkreten Fall 

gestellte psychatrische Diagnose nicht zum typischen Beschwerdebild im Anschluss an 

ein HWS-Trauma gehört und damit nicht auf ein komplexes Gesamtbild von aus dem 

Unfall hervorgehenden organischen und psychischen Beschwerden (vgl. BGE 134 V 

109 E. 6.2.1, 7.1 und BGE 117 V 359 E. 5d/aa) hinweist. Doch auch im Sinne einer 

psychischen Fehlreaktion, die nach einem Unfall stattgefunden hat (vgl. BGE 115 V 

133) erscheint der natürliche Kausalzusammenhang der von Fachpsychologin N.___ 

gestellten Diagnose zum Unfallereignis vom 7. April 2008 nicht überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen. Im fraglichen Bericht wird nicht auf das Unfallereignis 

vom 7. April 2008 Bezug genommen und es erscheint angesichts der sehr langen, 

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vierjährigen Latenzzeit im besten Fall möglich, dass die beschriebenen psychischen 

Probleme auf dieses zurückzuführen sind (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S. 247). Dies zumal 

die Wirkungen eines Unfalls hinsichtlich allfälliger psychischer Belastung im Regelfall 

mit der Zeit abnehmen und nicht nach mehreren Jahren plötzlich auftreten.

5.

Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin einen 

Anspruch der Beschwerdeführerin mangels überwiegend wahrscheinlicher natürlicher 

Kausalität zwischen den als Rückfall gemeldeten Beschwerden und dem Unfall vom 7. 

April 2008 auf erneute Leistungen abgelehnt hat. Es ist nicht zu erwarten, dass weitere 

medizinische Abklärungen wesentliche neue Erkenntnisse aufzuzeigen vermögen, die 

den erforderlichen Nachweis liefern, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte 

Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d). Fehlt es nach dem Gesagten am 

rechtsgenüglichen Nachweis eines natürlichen Kausalzusammenhangs, muss auf die 

Frage der Adäquanz (BGE 125 V 461 E. 5a) nicht mehr eingegangen werden.

6.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 13. April 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.03.2013
	Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Rückfallkausalität bei HWS-Trauma im Grundfall verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 8. März 2013, UV 2012/43). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_271/2013.

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