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**Case Identifier:** 52e3990c-eb34-5763-998b-3c2d529cf6a1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.10.2017 200 2017 606
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-606_2017-10-26.pdf

## Full Text

200 17 606 UV
ACT/RUM/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

SWICA Versicherungen AG
Rechtsdienst UVG, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 24. Mai 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Okt. 2017, UV/17/606, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihre Arbeitgeberin bei der SWICA Versicherungen AG 
(SWICA bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als sie 
nach Angaben in der Unfallmeldung vom 17. Juni 2014 am 13. Juni 2014 
„mit mehreren Wagen in die Wand gefahren und auf die linke Seite gefal-
len“ sei und sich dabei an der Mittelhand links verletzt habe (Antwortbeilage 
[AB 1]). Die SWICA gewährte in der Folge zunächst die gesetzlichen Un-
fallversicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld 
(AB 2, 3). Nach Einholung von Unterlagen und eines interdisziplinären Gut-
achtens der Begutachtungsstelle B.________ GmbH vom 25. August 2016 
(AB 55) lehnte die SWICA mit Verfügung vom 7. September 2016 eine wei-
tere Leistungspflicht vollumfänglich ab (AB 62). Daran hielt sie auf Einspra-
che hin (AB 66, 75) mit Entscheid vom 24. Mai 2017 fest (AB 77).

B.

Mit Eingabe vom 28. Juni 2017 erhob die Versicherte Beschwerde. Sie be-
antragt, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere Unfallversicherungsleistun-
gen zu erbringen. Eventuell sei die Sache zu weiteren Abklärungen an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Mit Eingabe vom 17. August 2017 
reichte die Beschwerdeführerin weitere Arztberichte zu den Akten (Be-
schwerdebeilagen [BB] 5 ff.).

Mit Beschwerdeantwort vom 21. August 2017 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Okt. 2017, UV/17/606, Seite 3

Erwägungen:

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 24. Mai 
2017 (AB 77). Streitig ist der Anspruch auf Leistungen der Unfallversiche-
rung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über 
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) setzt die Zusprechung von Leis-
tungen der obligatorischen Unfallversicherung grundsätzlich das Vorliegen 
eines Berufsunfalls, eines Nichtberufsunfalls oder einer Berufskrankheit vo-

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raus. Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt weiter einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwi-
schen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 
E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind al-
le Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(„conditio sine qua non“; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö-
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worü-
ber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm 
obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli-
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. 
Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die Begründung 
eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 
UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, ei-

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nen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 
129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 30 
S. 122 E. 5.2). Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammen-
hangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesund-
heitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebli-
che Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von 
Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Be-
antwortung der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer 
Rechtsfrage – im Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzu-
sammenhang – nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu erfolgen (BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die Beur-
teilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, 
und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. 
Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese Adäquanzkri-
terien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 V 356 
E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleudertraumen 
und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schädel-Hirn-
traumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen 
Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adä-
quaten Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfaller-
eignis für die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ei-
ne massgebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv 
eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Ge-
wicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus-
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung 
der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere 
Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Ver-
letzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall 
entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2). Abhängig 
von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung 

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einzubeziehen. Diese werden unter Ausschluss psychischer Aspekte ge-
prüft (BGE 140 V 356 E. 5.1 S. 359). Bei banalen Unfällen wie z.B. bei ge-
ringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei 
leichten Unfällen wie z.B. einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen 
kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychi-
schen Gesundheitsstörungen in der Regel (vgl. jedoch BGE 140 V 356 
E. 5.3 S. 360) ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemei-
nen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Er-
kenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht 
geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 
129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a S. 139).

2.3 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der ver-
sicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 
Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf 
die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-
wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 
134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen 
Verbesserung ist nur prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Fest-
stellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-

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abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.

3.1 Zu prüfen ist vorab, ob ein Unfall im Rechtssinn vorliegt (vgl. E. 2.1 
hiervor). In den Akten finden sich dazu folgende Angaben:

3.1.1 Am 17. Juni 2014 meldete die Arbeitgeberin ein Ereignis vom 
13. Juni 2014, bei welchem die Beschwerdeführerin mit mehreren Wagen 
in die Wand gefahren und auf die linke Seite gefallen sei (AB 1).

Im November 2015 berichtete die Beschwerdeführerin per Telefon von zwei 
Ereignissen. Nebst demjenigen von 2014, als sie mit einem Wagen gegen 
eine Wand gefahren sei, wodurch der Wagen gekippt und die Beschwerde-
führerin auf die linke Seite gestürzt sei, erwähnte sie zusätzlich einen Sturz 
im Jahr 2013 mit einer Verletzung an der rechten Hand (AB 10).

Im Januar 2016 rapportierte die Beschwerdeführerin einem Mitarbeiter der 
Beschwerdegegnerin zwei Ereignisse. Im Oktober 2013 sei sie beim Schie-
ben eines beladenen Transporthandwagens über diesen gestolpert, beim 
Auffangen des Sturzes auf beide Hände gefallen und habe beide Beine an-
geschlagen. Am 13. Juni 2014 sei sie abermals über einen Transporthand-
wagen gestolpert, mit beiden Händen bzw. Handgelenken auf dem Boden 
aufgeprallt und habe die beiden Ellbogen und das linke Knie angestossen 
(AB 20).

Gegenüber den Gutachtern der Begutachtungsstelle B.________ GmbH 
erwähnte die Beschwerdeführerin drei Ereignisse. Im April 2013 habe sie 
eine falsche Bewegung mit dem rechten Arm gemacht und seither unter 
rechtsseitigen Schulterbeschwerden gelitten. Im Oktober 2013 sei sie über 

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einen Servicewagen gefallen, dabei auf beide Handflächen gestürzt, habe 
das linke Knie angeschlagen und sei mit beiden Schienbeinen an den Wa-
gen geprallt. Am 30. Juni 2014 sei sie wiederum über einen Wagen gefal-
len, habe beide Handgelenke angeschlagen und sich eine Verletzung des 
linken Ellbogens zugezogen (AB 55/6).

3.1.2 Bezüglich des Ereignisses von April 2013, welches allein gegenüber 
den Gutachtern rapportiert wurde (vgl. E. 3.1.1 hiervor), liegt von vornher-
ein kein Unfall vor, fehlt es doch an einem mindestens mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit ausgewiesenen aussergewöhnlichen äusseren Faktor 
im Sinne eines exogenen Elements, das so ungewöhnlich ist, dass eine en-
dogene Verursachung des behaupteten Gesundheitsschadens ausser Be-
tracht fällt (BGE 134 V 72 E. 4.1.1 S. 77). Dass eine unkoordinierte bzw. 
programmwidrige Bewegung vorgelegen hätte (vgl. BGE 130 V 117 E. 2.1 
S. 118), wird weder geltend gemacht noch finden sich hierfür in den Akten 
die geringsten Anhaltspunkte (AB 55/6, 46). Auch für das geltend gemachte 
Ereignis von Oktober 2013 liegen – abgesehen von den Erwähnungen im 
Gutachten der Begutachtungsstelle B.________ GmbH (AB 55/6) und in 
einem nicht datierten und nicht unterzeichneten Protokoll auf dem Briefpa-
pier der Arbeitgeberin (AB 46) – keine Akten vor. Die Beschwerdeführerin 
hat denn auch selbst angegeben, sie habe weiter gearbeitet und sei auch 
nicht zum Arzt gegangen (AB 55/6). Es kann offen bleiben, ob es sich da-
bei um einen Unfall im Rechtssinn gehandelt hat, da einerseits kein natürli-
cher Kausalzusammenhang bestünde (vgl. E. 3.4 hiernach) und anderer-
seits die Beschwerdeführerin in der Beschwerde (S. 3) vorbringt, sie sei vor 
dem Unfall von Juni 2014 gesund gewesen und habe nie ernsthaft an 
Schulterschmerzen links, Hand-, Schultergelenk- und Knieschmerzen gelit-
ten.

Das Ereignis vom 13. Juni 2014, welches mit Unfallmeldung vom 17. Juni 
2014 gemeldet wurde (AB 1), stellt dagegen klarerweise einen Unfall nach 
Art. 4 ATSG (vgl. E. 2.1 hiervor) dar, womit nachfolgend zu prüfen ist, ob 
die weiterhin geklagten Beschwerden in einem natürlichen Kausalzusam-
menhang mit diesem Unfall stehen (vgl. E. 2.2 und 2.2.1 hiervor).

3.2 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 24. Mai 2017 (AB 77) 
basiert in medizinischer Hinsicht hauptsächlich auf dem Gutachten der Be-

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gutachtungsstelle B.________ GmbH vom 25. August 2016 (AB 55). Darin 
wurden folgende Diagnosen festgehalten (AB 55/21):

Überwiegend wahrscheinlich im kausalen Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 13. Juni 2014 (Stolpersturz bei der Arbeit):

M25.52 Chronisch intermittierende leichtgradige Restbeschwerden 
Ellbogen links

Möglicherweise im teilkausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
13. Juni 2014:

M79.60 Anamnestisch chronische, teilweise bewegungs- und belas-
tungsabhängige Unterschenkel- und Fussschmerzen beid-
seits

Überwiegend wahrscheinlich ohne kausalen Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 13. Juni 2014

M79.61 Chronische, teilweise bewegungs- und belastungsabhängige 
Schulterschmerzen rechts

F45.41 Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren 

Z73.1 Histrionische Persönlichkeitsakzentuierung

Ohne Code: Aktenanamnestisch Status nach Diagnose einer mittel-
schweren bis schweren depressiven Episode 9/2015 im Rahmen der 
Schmerzsymptomatik, Status nach Diagnose einer leicht bis mittelgra-
dig ausgeprägten depressiven Episode bei rezidivierender depressi-
ver Störung 4/2016, aktuell remittiert

Am linken Ellbogen sei es beim Ereignis vom 13. Juni 2014 zu einer kaum 
dislozierten Fraktur am Radiusköpfchen gekommen, weshalb auch die 
diesbezüglich anamnestisch noch angegebenen, insgesamt allerdings ge-
ringen Restbeschwerden überwiegend wahrscheinlich darauf zurückzu-
führen seien. Für die anamnestisch noch angegebenen Beschwerden am 
linken Unterschenkel und Fuss lasse sich heute kein eindeutiges organi-
sches Korrelat finden, so dass ein Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
13. Juni 2014 nur möglicherweise in Betracht falle. An der rechten Schulter 
stünden die Befunde überwiegend wahrscheinlich nicht im kausalen Zu-
sammenhang mit dem erwähnten Ereignis. Die heute noch begründbare 
Einschränkung der Belastungsfähigkeit am Bewegungsapparat werde 
durch eine Pathologie an der rechten Schulter bedingt, die überwiegend 
wahrscheinlich nicht im kausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
13. Juni 2014 stehe. Bezüglich der unfallbedingten Problematik am linken 
Ellbogen sei es zu einer stabilen Ausheilung der erlittenen Fraktur gekom-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Okt. 2017, UV/17/606, Seite 10

men und auch die Beweglichkeit sei heute wieder seitengleich. Entspre-
chend habe diese derzeit keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in Tätig-
keiten ohne übermässig hohe Ansprüche an den linken Ellbogen und die 
Beschwerdeführerin könne auch ihre angestammte Tätigkeit als … wahr-
scheinlich wieder uneingeschränkt ausüben (AB 55/24 f.)

Aus psychiatrischer Sicht lasse sich aktuell eine lediglich noch subklinisch 
ausgeprägte depressive Restsymptomatik nach aktenanamnestischer de-
pressiver Episode im Rahmen einer chronischen Schmerzproblematik er-
heben, die nicht mehr das Ausmass einer eigenständigen, krankheitswerti-
gen affektiven Störung erreiche und die unter eine chronische Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Anteilen (ICD-10 F45.41) sub-
sumiert werden könne. Aus psychiatrischer Sicht lasse sich keine nen-
nenswerte Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit in schulterad-
aptierten Tätigkeiten begründen (AB 55/20).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezial-
ärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswür-
digung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien ge-
gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Okt. 2017, UV/17/606, Seite 11

3.4 Das Gutachten der Begutachtungsstelle B.________ GmbH vom 
25. August 2016 (AB 55) erfüllt die vorerwähnten höchstrichterlichen Be-
weisanforderungen und erbringt vollen Beweis (vgl. E. 3.3 hiervor). Damit 
ist zunächst erstellt, dass von weiteren Behandlungen keine namhafte Bes-
serung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann (AB 55/23 
Ziff. 9, 55/24 Ziff. 6), weshalb die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht 
abgeschlossen hat (Art. 19 Abs. 1 UVG; vgl. E. 2.3 hiervor).

Weiter gehen die Gutachter davon aus, dass kein natürlicher Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall von Juni 2014 und den geklagten Be-
schwerden am linken Knie, linken Fuss und an der rechten Schulter besteht 
(AB 55/17, 55/21 55/24 f.). Hinsichtlich des Knies links und Rückfusses 
links sind bildgebend allein altersentsprechende degenerative Veränderun-
gen festgestellt worden (AB 55/17), weshalb auch ein Kausalzusammen-
hang mit dem berichteten Ereignis von Oktober 2013 (vgl. E. 3.1.1 hiervor) 
von vornherein ausgeschlossen ist. Die Schulterproblematik rechts war – 
wie im Gutachten festgehalten wird (AB 55/17) – bereits im Januar 2013, 
also vor dem Unfall von Juni 2014 und auch vor dem Ereignis von Oktober 
2013 (vgl. E. 3.1.1 hiervor), Gegenstand bildgebender Untersuchungen. 
Hinzu kommt, dass in den zum Unfall von Juni 2014 zeitnahen Arztberich-
ten weder über rechtseitige Schulterbeschwerden berichtet wurde noch 
entsprechende Befunde aufgeführt wurden (AB 11.5, 11.6). Dass der Sturz 
von Juni 2014 auf die linke Seite (AB 1) zu der – erst ab Juli 2015 akten-
kundigen (vgl. AB 11.3) – Schulterproblematik rechts geführt haben könnte, 
ist demnach nicht überwiegend wahrscheinlich. Aktenwidrig ist deshalb der 
im Bericht des Spitals C.________ vom 6. Januar 2016 enthaltene Hinweis, 
die Beschwerdeführerin habe sofort nach dem Sturz im Juni 2014 Schmer-
zen in beiden Schultergelenken gehabt (AB 32), weshalb dieser Bericht 
nichts an der fehlenden Unfallkausalität der Schulterbeschwerden zu än-
dern vermag. Das Ereignis von Oktober 2013 hatte dagegen weder die 
Schulter noch die Ellbogen betroffen (vgl. E. 3.1.1 hiervor), weshalb es 
nicht Ursache der an diesen Körperteilen beklagten Beschwerden sein 
kann.

Auch die weiteren, in den Akten liegenden Berichte sprechen – entgegen 
der in der Beschwerde vertretenen Auffassung (S. 3 Ziff. 2 u. S. 4 Ziff. 4) – 

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nicht gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Einschätzung, weil sie 
keine (begründeten) Aussagen über den Kausalzusammenhang enthalten 
(Berichte der Klinik D.________ vom 26. Oktober [AB 69] und 30. No-
vember 2016 [AB 72] sowie des Spitals C.________ vom 14. November 
2016 [BB 13], 28. April [BB 12] und 31. Juli 2017 [BB 5]) bzw. die Frage 
letztlich mit Hinweis auf die Notwendigkeit einer gutachterlichen Klärung 
offen lassen (Bericht der Klinik D.________ vom 5. Juli 2017 [BB 8]). Auf 
die Einschätzung im Bericht des Spitals C.________ vom 6. Dezember 
2016 (BB 9/2) kann dagegen zum Vornherein nicht abgestellt werden, ba-
siert sie doch auf der beweisrechtlich unzulässigen Formel „post hoc ergo 
propter hoc“, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung 
schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem 
aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 
E. 4.2.3).

Somit ist erstellt, dass weder zwischen dem Unfall von Juni 2014 noch zwi-
schen dem berichteten früheren Ereignis von Oktober 2013 und den ge-
klagten Beschwerden am linken Knie, linken Fuss und an der rechten 
Schulter ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (AB 55/17, 55/21 
55/24 f.). Weitere Abklärungen (vgl. Beschwerde, S. 1 unten) sind demnach 
nicht nötig.

3.5 Die Beschwerden am linken Ellbogen sind gemäss Gutachten zwar 
kausal zum Unfall vom 13. Juni 2014 (AB 55/21, 55/24 f. Ziff. 7a u. 7c). Sie 
stehen jedoch im Hintergrund und es bestehen klinisch unauffällige Verhält-
nisse (AB 55/17, 55/24 Ziff. 4). Die Situation am linken Ellbogen wirkt sich 
denn auch nicht auf die angestammte Tätigkeit aus (AB 55/25 Ziff. 8a) und 
ist offensichtlich nicht behandlungsbedürftig (AB 55/23 Ziff. 9), weshalb in-
soweit von vornherein kein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung 
besteht.

3.6 In psychiatrischer Hinsicht wurde im Gutachten der Begutachtungs-
stelle B.________ GmbH von August 2016 eine chronische Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren diagnostiziert (ICD-10 
F45.41), die jedoch weder in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausal-
zusammenhang mit dem Unfall von Juni 2014 stehe noch eine nennens-
werte Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit zur Folge habe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Okt. 2017, UV/17/606, Seite 13

(AB 55/20 f.). Im Bericht des Spitals C.________ vom 28. April 2017 wurde 
nun eine chronische, wahrscheinlich reaktive Depression mit ausgeprägter 
Somatisierungstendenz, aktuell schwere depressive Episode, erwähnt 
(BB 12/2) und dem Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 28. Juli 2017 
ist nebst dem chronischen Schmerzsyndrom mit psychischen und somati-
schen Anteilen (ICD-10 F45.41) eine anhaltende mittelschwere depressive 
Episode zu entnehmen (BB 6). Ob gestützt auf die beiden letzteren Berich-
te allenfalls ein psychischer Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die 
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit besteht, kann vorliegend jedoch offen blei-
ben. Denn bei den Ereignissen von Oktober 2013 und Juni 2014 handelte 
es sich um leichte Unfälle (sofern überhaupt ein Unfall im Rechtssinn be-
jaht werden kann; vgl. E. 3.1.2 hiervor), bei welchen der adäquate Kausal-
zusammenhang in der Regel ohne weiteres zu verneinen ist, weil aufgrund 
der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizi-
nischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher 
Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verur-
sachen (vgl. E. 2.2.2 [am Schluss] hiervor). Aufgrund der in den Akten be-
schriebenen Unfallhergänge (vgl. E. 3.1.1 hiervor) besteht kein Anlass, vor-
liegend vom Regelfall abzuweichen.

3.7 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht eine wei-
tere Leistungspflicht verneint. Die Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschwerdeführerin 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Okt. 2017, UV/17/606, Seite 14

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SWICA Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.