# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27d226d9-36f6-5935-b61b-43bba7f29f81
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 04.08.2020 RT200101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT200101_2020-08-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT200101-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende,  

Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler und Oberrichter 

lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 4. August 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Kanton Zürich,  
Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

vertreten durch Zentrale Inkassostelle der Gerichte,  

 

betreffend Rechtsöffnung 

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 22. Juli 2020 (EB200215-I) 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1. a) Mit Verfügung vom 22. Juli 2020 setzte das Bezirksgericht Uster 

(Vorinstanz) dem Gesuchsteller eine Frist zur Leistung eines Vorschusses für die 

Gerichtskosten des Rechtsöffnungsverfahrens an (Urk. 2). 

b) Hiergegen erhob der Gesuchsgegner am 28. Juli 2020 fristgerecht Be-

schwerde und stellte den Beschwerdeantrag (Urk. 1): 

"Demzufolge ist auf die Rechtsöffnung vom Bezirksgericht Uster aufzuheben" 

c) Da sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unzulässig erweist, 

kann auf den Beizug der vorinstanzlichen Akten und auf weitere Prozesshandlun-

gen verzichtet werden (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Die Prozessvoraussetzungen für eine Beschwerde sind von Am-

tes wegen zu prüfen, d.h. auch ohne dass eine Partei dies verlangt (Art. 60 ZPO). 

Eine solche Prozessvoraussetzung ist, dass diejenige Partei, welche Beschwerde 

erhebt, durch den angefochtenen Entscheid einen Nachteil erleidet. Ohne einen 

solchen Nachteil besteht kein schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung der 

Beschwerde und ist dementsprechend auf diese nicht einzutreten (vgl. Art. 59 

Abs. 1 und Abs. 2 lit. a ZPO). 

b) Mit der angefochtenen Verfügung vom 22. Juli 2020 wird einzig dem 

Gesuchsteller eine Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses angesetzt. Entge-

gen dem Beschwerdeantrag wird mit dieser insbesondere keine Rechtsöffnung 

erteilt. Der Gesuchsgegner erleidet durch die angefochtene Verfügung keinen 

Nachteil (der blossen Einbezug in ein Gerichtsverfahren stellt noch keinen recht-

lich relevanten Nachteil dar). 

c) Nach dem Gesagten kann auf die Beschwerde des Gesuchsgegners 

nicht eingetreten werden. Sie ist demgemäss abzuweisen. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren kann umständehalber auf die Er-

hebung von Gerichtskosten verzichtet werden. 

- 3 - 

b) Der Gesuchsgegner hat ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

gestellt (Urk. 1). Infolge des Verzichts auf die Erhebung von Gerichtskosten ist 

dasselbe jedoch gegenstandslos und entsprechend abzuschreiben. 

Weil nicht klar ist, ob das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege auch für 

das vorinstanzliche Verfahren gemeint war, ist die Beschwerdeschrift zu den Ak-

ten der Vorinstanz zu geben. 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Gesuchsgegner zufolge seines Unterliegens, dem Gesuchsteller 

mangels relevanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren 

wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Gerichtskosten erhoben. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an die Vorinstanz, an den Ge-

suchsteller und an die Vorinstanz je unter Beilage einer Kopie von Urk. 1,  

je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

- 4 - 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 19'423.45. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 4. August 2020 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
sn 

	Beschluss vom 4. August 2020
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben.
	2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Gerichtskosten erhoben.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an die Vorinstanz, an den Gesuchsteller und an die Vorinstanz je unter Beilage einer Kopie von Urk. 1,  je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...