# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc56afe9-5219-5d1b-8a61-96e04422f2b7
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-24
**Language:** de
**Title:** Neuanmeldung. Würdigung Gutachten. Es kann auf das MEDAS-Gutachten abgestellt werden, wonach eine Arbeitsfähigkeit von 70 % besteht.
**Docket/Reference:** IV.2013.00941
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00941.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00941
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Schüpbach
Urteil
vom
24. Februar 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Kurt Brunner
Hirschier
& Brunner,
Advokatur
und Notariat
Ringstrasse 25, 6010 Kriens
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1963, war seit 2002 zu 100
%
bei
der
Firma Y.___
als
kaufmännische Hilfskraft im Bereich Administration
tätig (
Urk.
7/9
,
Urk.
7/36
)
.
Unter Hinweis auf
eine chronische Veneninsuffizienz  zweiten Grades des linken Beins, eine arterielle Hypertonie sowie Adipositas meldete sich
die Versicherte
am 1
8.
Mai 2011 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation
ab und holte bei
der
MEDAS
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
8.
Juni 2012
erstattet wurde (
Urk.
7/33
).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
7/
39-52
)
verneinte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom 1
7.
September 2013
einen Rentenanspruch (
Urk.
7/53
=
Urk.
2)
.
2.
Die Versicherte erhob am 1
8.
Oktober 2013
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Ver
fügung vom
1
7.
September 2013
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben
und
die Sache
zur vollständigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts und zur Festsetzung des I
nvaliditätsg
rades sowie einer Rente an die
Beschwer
degegnerin
zurückzuweisen
(S. 2
Ziff.
1
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
5.
November 2013
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde
der Beschwerdeführerin am
3.
Dezember 2013 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit
liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Ver
bindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon
aus, dass
die Beschwerdeführerin gemäss vorhandenen Unterlagen seit Oktober 2010 in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei
(S. 1)
.
Aufgrund der medizini
schen Abklärungen sei die Beschwerdeführerin seit Oktober 2010 zu 20
%
in ihrer angestammten Tätigkeit eingeschränkt. Somit sei eine durchschnittliche Arbeits
unfähigkeit von 40
%
nicht erreicht worden. Auch bei Ablauf des Wartejahres im Oktober 2011 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 30
%
, welche keinen Renten
anspruch begründe (S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich dagegen auf den Standpunkt,
der rechtserheb
liche Sachverhalt und im Besonderen der aktuelle Gesundheitszustand seien nicht richtig und vollständig abgeklärt worden
(S. 3
, S. 7
)
.
2.3
Streitig und zu prüfen
ist,
ob ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor
liegt, mithin die Arbeitsfähigkeit sowie
ein allfälliger
Anspruch auf Leistungen der Invali
denversicherung der Beschwerdeführerin.
3.
3.1
Prof.
Dr.
med.
Z.___
,
Facharzt für Chirurgie
,
für Allgemeinchirurgie und Traumatologie und für
Viszeralchirurgie
berichtete am
1.
Juni 2011 (
Urk.
7/15/8-9) über die
Hospitalisation
der Beschwerdeführerin vom 2
0.
bis 2
2.
Mai 2011 im
Spital A.___
. Er nannte folgende Diagnosen:
-
chronische Veneninsuffizienz Grad II Bein links mit primärer Stamm- und Seitenastinsuffizienz der
V
ena
saphena
magna links Hach III
-
distales Unterschenkel-Lymphödem
-
Adi
positas
Er
berichtete über
ein
en unkomplizierten
postoperative
n
Verlauf mit sauberen und einwandfrei abgeheilten Wundverhältnissen.
Die Beschwerdeführerin sei vom 1
9.
Mai bis 1
0.
Juni 2011 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen.
3.2
Dr.
med.
B.___
,
praktische Ärztin
, berichtete am
9.
November 2011 (
Urk.
7/15/1-5) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
chronische Veneninsuffizienz Grad II Bein links
-
Status nach
Varizektomie
links
,
Dermatoliposklerose
linker Unterschen
kel
-
d
istales Unterschenkellymphödem
-
Lipohypertrophie
-
mediale
Ba
kerz
yste
links
-
Osteochondrose
und
Spondyloarthrose
der L
endenwirbelsäule (L
WS
)
-
degenerative Bandscheibenveränderung L5/S
-
degenerative Veränderung am ISG beidseits
Als Diagnosen ohne
Auswirkung auf
die
A
rbeitsfähigkeit nannte sie
eine
arte
rielle Hypertonie
sowie eine
Adipositas.
Sie
führte aus, die
Beschwerdeführerin sei wegen der Zunahme der familiären und sozialen Belastung
öfter
s
depressiv
.
Die
Prognose
sei
eher schlecht  (S. 3
Ziff.
1.4).
Die Arbeitsfähigkeit sei durch die eingeschränkte Beweglichkeit und die Schmer
zen massiv vermindert. Die Beschwerdeführerin könne nicht lange sitzen und stehen und leide unter Konzentrationsstörungen. Aktuell sei der Beschwer
deführerin
die
bisherige Tätigkeit nicht zumutbar.
Es bestehe eine
100%
ige
A
rbeitsunfähigkeit
(
S. 3
Ziff.
1.7).
Die Einschränkungen
und somit die Arbeits
fähigkeit
könnten eventuell durch eine neue Operation, Lymphdrainage und Psychotherapie verbessert werden (S. 3
Ziff.
1.8).
3.3
Die Gutachter der MEDAS erstatteten ihr polydisziplinäres Gutachten am
8.
Juni 2012 (
Urk.
7/33) gestützt auf
die Akten sowie die Unter
suchungen der Beschwerdeführerin
im Mai 2012 (S. 1)
. Sie nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 17):
-
Verdacht auf eine leicht- bis mittelgradige depressive Stö
rung (ICD-10 F32.0), Differentialdiagnose
: Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2), beste
hend seit Herbst 2011
-
leichtgradiges
subakromiales
Impingementsyndrom
Schulter links, beste
hend seit
zirka
2-3 Jahren
-
Polydegeneration, symptomatisch seit 2-3 Jahren, mit:
-
Zweietagen-Degeneration an der LWS
-
Dreietagen-Degeneration an der
Halswirbelsäule (
HWS
)
-
eindeutigen medial-betonten
femorotibialen
Knie
gelenksarthrosen beid
seits
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (S. 17):
-
dysfunktionale Krankheitsverarbeitung
-
chronisch-venöse Insuffizienz, aktuell Stadium C2 nach CEAP links, Sta
dium C1 nach CEAP rechts
-
Status nach erfolgreicher Varizenoperation links
am
2
0.
Mai 20
11
-
chronisches Ödem linkes Bein
-
wahrscheinlich multifaktoriell bedingt
(chronisch-venöse Insuffizienz, grosse
Bakerzyste
,
Lipomatosis
cutis
)
-
Adipositas
permagna
mit BMI von 42
-
arterielle Hypertonie
Sie führten aus,
d
ie
Beschwerdeführerin
klage aktuell über Knieschmerzen, lum
bale Schmerzen sowie Schmerzen über dem Steissbein,
in die Schultern beid
seits ausstrahlen
de
Schmerzen im Nackenbereich, frontale Kopfschmerzen und Druckschmerz auf der Brust
(S. 11 f.)
.
Der rheumatolog
ische Teilgutachter führte aus, im aktuellen Zustand könne
der
Beschwerdeführerin
zu
ge
mute
t werden
, die aktuelle Tätigkeit in einem Umfang von 6 Stunden pro Tag zu absolvieren, zumal die Tätigkeit einer leichten, dem Leiden angepassten Tätigkeit nahekomme
(S. 15)
.
Der psychiatrische Teilgutachter führte aus, die
Motivation sei bei der
Be
schwerdeführerin
gegeben
. E
s fänden sich keine kognitiven Störungen, keine Bewusstseinsstörungen, kein
psychosenahes
Erleben, mit Ausnahme der
Affekt
labilität
, keine durchgehend eingeschränkte Emotionalität und auch keine schwerwiegende Störung des Antriebs
. S
o
seien
die Auswirkungen auf die be
reits angepasst erscheinende Arbeit mit nicht mehr als 30
%
an
zu
nehme
n. D
ies
e
Auswirkungen
sollte
n
bei suffizienter Behandlung
auf nicht weniger als 20
%
zurückgefahren werden
(S. 1
6 oben
)
.
Der
angiologische
Teilgutachter führte aus, dass das
angiologische
Problem nicht limitierend für eine Arbeitstätigkeit in der genannten Ausübung
sei. Aus
an
gio
logisch
/phlebologischer Sicht
bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (S. 16
Mitte
)
.
Zusammenfassend sei die Beschwerdeführerin s
owohl durch die psychischen al
s
auch durch die somatischen Leiden in der bisherigen Tätigkeit als Allrounderin in der Firma des Sohnes leichtgradig eingeschränkt
(S. 22)
.
Die bisherige Tätig
keit sei ihr in einem zeitlichen Rahmen von sechs Stunden pro Tag zumutbar
(S.
23
Ziff.
3.4)
.
Es bestehe
somit
eine medizinisch-begründete A
rbeitsunfähig
keit
von 20
%
seit Oktober 2010 bis September 2011 durch die
Polydegenera
tion
. Seit Oktober 2011
bis heute bestehe eine 30%ige Arbeitsfähigkeit (S. 23
Ziff.
3.6 und
Ziff.
3.7)
.
Durch
eine
Gewichtsreduktion könnten
die
Schmerzen reduziert werden, wobei zumin
dest wieder eine 80
%ige A
rbeitsfähigkeit
herge
stellt werden könne
(S. 24
Ziff.
4.2)
.
3.4
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärzt
licher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am 1
9.
Juli 2012 Stellung (
Urk.
7/38/3) und führte aus, es könne auf das MEDAS-Gutachten abgestellt werden, wonach bis
Ende September
2011 von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
und danach von einer Arbeitsfähigkeit von 70
%
ausgegangen werden könne.
3.5
Dr.
B.___
(vorstehend E. 3.2)
berichtete am 1
8.
Oktober 2013 (
Urk.
3) und nannte folgende Diagnosen:
-
arterielle Hypertonie
-
Adipositas
permagna
-
Osteochondrose
,
Spondyloarthrose
links konvexe Skoliose
-
kleine intra- bis
extraforaminale
Diskushernien L5/S1 beidseits mit Tan
gierung der Wurzel L5
-
OSG-Arthrose beidseits
-
mässige
Gonarthrose
medialbetont
mit vollständigem Knorpeldefekt im medialen
Femurkondylus
Knie links
-
chronische Schädigung der
Me
nisci
mehr lateral als medial Knie links
-
grosses
Gangliom
am Ansatz des med
ialen
Kopfes des M.
Gastrocnemius
links
-
Bakerzyste
Knie links
-
mittelgradige
medialbetonte
Pangonarthrose
Knie rechts
-
medialer Meniskusriss Knie rechts
-
ausgedehnte VKB Knie rechts
-
Status nach
Mammaetumor
rechts mit/bei Status nach Stanzbiopsie
am
1
8.
Mai 20
12 mit benigner Histologie
-
c
hronische Veneninsuffizienz II linkes Bein mit primärer Stamm und
Sei
tenast
-
Insuffizienz der
Vena
saphena
magna links hoch III
-
Status nach
Crossektomie
links mit Stripping der V.
saphena
magna,
Sei
tenast
- und
Phleboektomien
Unterschenkel links und
Ligatir
Vena
perforentes
Unterschenkel links am 2
5.
Mai 20
11
-
rezidivierende
Varikophlebitiden
links
Sie
führte aus,
die Beschwerdeführerin sei seit dem 2
9.
Oktober 2010 in
ihrer
hausärztliche
n
Behandlung
.
Die
von ih
r
attestierte
und im MEDAS-Gutachten zitierte
A
rbeitsunfähigkeit
von 100
%
habe sich auf die Zeit eines operativen Eingriffs bezogen
(S. 1)
.
Das Leistungsvermögen u
nd die Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin
seien deutlich herabgesetzt
(S. 2)
.
4.
4.1
Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stützte sich die Beschwerdegegnerin insbesondere auf das MEDAS-Gutachten vom 8. Juni 2012 (Urk. 7/33), wonach der Beschwerdeführerin
die bisherige Tätigkeit, welche als angepasst zu be
trach
ten sei, sechs Stunden pro Tag
(
70
%
)
zumutbar sei
(vgl. vorstehend E. 3.
3
).
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das MEDAS-Gutachten (vgl. vorstehend E. 3.
3
) die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden
in angemessener Weise berücksichtigt, in Kenntnis der und in Auseinanderset
zung mit den
Vorakten
erstattet wurde und der konkreten medizinischen Situa
tion Rechnung trägt. So zeigten die MEDAS-Gutachter in nachvollziehbarer Weise auf, dass rheumatologisch
relativ neu aufgetretene Schmerzen am rech
ten Schultergelenk bestünden, welche mit einem
leichtgradigen
subakromialen
Impingementsyndrom
ohne Hinweise auf eine alltagsrelevante
Rotatorenman
schettenläsion
vereinbar seien. Sie legten ausserdem plausibel dar, dass sich diese Schulterschmerzen durch einfache Rehabilitationsmassnahmen im positi
ven Sinne behandeln liessen und demzufolge keine signifikante Auswirkung auf die Definition der zumutbaren Arbeitsfähigkeit hätten (
Urk.
7/33 S. 19 Mitte).
Weiter setzten sich die MEDAS-Gutachter differen
ziert mit dem
angiologischen
(S. 20 f.), psychischen (S. 21) und internistischen (S. 21 f.) Befundstatus der Beschwerdeführerin auseinander u
nd
nahmen ausdrücklich Stellung
zu den qua
li
ta
tiven und quantitativen Beeinträchtigungen aufgrund der festgestellten Stö
run
gen sowie deren Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 22 f.).
Die
Beurteilungen leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hän
ge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. So zeigten die MEDAS-Gut
ach
ter in nachvollziehbarer Weise auf,
dass sich aus rheumatologischer Optik eine Einschränkung der zumutbaren mechanischen Belastbarkeit des Achsenskeletts sowie beider Kniegelenke ergebe, weshalb die Reduktion der zu
mutbaren Belast
barkeit vor allem rücken- und kniebelastende Tätigkeiten be
treffe
(S. 20
oben
)
.
Weiter machten die MEDAS-Gutachter darauf aufmerksam, dass man der Be
schwer
deführerin im aktuellen Zustand zumuten könnte, die aktuelle
Arbeits
tätigkeit
in einem Umfang von sechs Stunden pro Tag zu absol
vieren, zumal die Arbeitstätigkeit einer leichten, dem Leiden angepassten Tätig
keit nahekomme (S. 20 Mitte).
Die Beurteilung
durch die MEDAS-Gutachter ist  nach dem Gesagten für die Be
ant
wortung der gestellten Frage umfassend.
Das Gutachten erfüllt damit die
praxisgemässen
Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfäng
lich, so dass für die
Entscheidfindung
und insbesondere die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit da
rauf abgestellt werden kann.
4.3
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere, insbesondere rheu
ma
tologische
und orthopädische
Abklärungen
auch in Bezug auf die neu auf
getretenen Schulterschmerzen
zu treffen, ist festzuhal
ten, dass sowohl der psy
chi
sche als auch der physische Gesundheitszustand sowie die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin in den Beurteilungen gebührend
be
rücksichtigt wurden. Die Beschwerdeführerin ver
mochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig ist. Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitreichende medizinische Einschätzungen aus ver
schiedenen Fachrich
tungen abgeklärt wurde, erweisen sich die vorliegenden medizinischen Akten al
s ausrei
chend. Ausserdem lässt
auch
der
neueste
von der Beschwerdeführerin eingereichte
Bericht
von Dr.
B.___
(vgl. vorstehend E. 3.5)
nicht darauf schliessen, dass eine neue rheu
ma
tologische
und/oder orthopädische
Begutachtung zu einem anderen Re
sul
tat führen würde.
Dem Bericht ist
nichts Anderes beziehungsweise Neues zu entnehmen, das geeignet wäre, das MEDAS-Gutachten in Zweifel zu ziehen. So nannte
Dr.
B.___
lediglich die bereits bekannten Diagnosen und machte
keine
weiteren
Angaben zur Arbeitsfähigkeit. Sie wies
ledig
lich darauf hin, dass
sich d
ie
von ihr
attestierte
und im MEDAS-Gutachten zitierte
A
rbeitsunfähigkeit von 100
%
auf die Zeit eines operativen Eingriffs bezogen
habe, d
as Leistungsver
mögen u
nd die Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin
jedoch
deutlich herab
gesetzt
seien.
Anzufügen bleibt, dass es im Übrigen unter Beachtung des Unterschieds von medizinischem Behandlungs- und
Abklärungs
auftrag
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; 124 I 170 E. 4. S. 175; Urteil des Bun
desgerichts 9C_906/2011 vom 8. August 2012 E. 4.4) nicht angeht, eine medizi
nische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass für weitere Ab
klärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu abweichenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig
ge
äusserten
divergierenden Auf
fassungen festhalten (Urteile des Bundesgerichts 8C_567/2010 vom 19. Novem
ber
2010 E. 3.2.2 sowie 9C_710/2011 vom 20. März 2012 E. 4.5).
4.4
Die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf die medizinischen Ab
klä
run
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Ein
wände brachte sie nicht vor.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS-Gutachter umzustossen ver
möchten. Auf weitere Abklärungen kann deshalb verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157).
4.
5
Nach der Würdigung der medizinischen Akten ist z
usammenfassend festzuhal
ten, dass auf die überzeugende, nachvollziehba
re und ausführ
lich begründete Einschätzung der MEDAS-Gutachter abzustellen und somit von einer
7
0%igen Arbeitsfähigkeit gemäss beschriebenem
Zumut
barkeitsprofil
auszugehen ist.
Es ist nicht ersichtlich
, dass bei der Beschwerdeführerin ein
derart
relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen ist, der eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit
in
einem grösseren Ausmass als
30
%
begründen kann. Vielmehr ist aufgrund der ärzt
lichen Beurteilungen davon auszugehen, dass es sich bei den geklagten Be
schwerden um Erkrankungen mit einer
Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
von maximal
30
%
handelt und bei der Beschwerdeführerin so
wohl eine zeitlich als auch leistungsmässi
g gering
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit vorliegt. Weitere Abklärungen erübrigen sich
.
4.6
Nach dem Gesa
gten hat die Beschwerdegegnerin
den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung
zu Recht
ver
neint.
Die angefochtene Verfügung vom
17
.
September
2013 erweist sich somit als rech
tens und ist zu bestätigen, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 700.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 7
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-   Rechtsanwalt Kurt Brunner
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu
zustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannSchüpbach