# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eef61c6e-867f-5170-9743-42a8767cfaa6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 31.03.2021 IV 2019/28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-28_2021-03-31.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/28

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.10.2021

Entscheiddatum: 31.03.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 31.03.2021
Art. 7, 8 und 16 ATSG. Art. 28 IVG. Würdigung eines polydisziplinären 
Gutachtens. Eine retrospektive Arbeitsfähigkeitsschätzung für adaptierte 
Tätigkeiten fehlt. Rückweisung zur Ergänzung des Gutachtens (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. März 2021, IV 
2019/28).

Entscheid vom 31. März 2021

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Viviane Kull

Geschäftsnr.

IV 2019/28

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marcel Köppel, Mätzler & Partner, 

Grossfeldstrasse 45, 7320 Sargans,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich im Juli 2013 wegen eines Polytraumas infolge eines 

Motorradunfalls vom 15. Mai 2013 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1). Er gab an, im Herkunftsland die Schule 

besucht zu haben. Einen Beruf habe er nicht erlernt. Er arbeite als Anlagenführer bei 

B.___ in einem Vollzeitpensum. Gemäss Arbeitsvertrag betrug das Grundgehalt ab 

1. Februar 2013 Fr. 5'050.-- brutto (Fr. 4'800.-- + Fr. 250.-- Zulage für 

Schichtbereitschaft, IV-act. 4). Die B.___ teilte am 18. Juli 2013 mit (IV-act. 12), der 

Versicherte sei als Anlagenführer angestellt. Sie legte Lohnkontoauszüge bei.

A.a. 

Der Hausarzt Dr. med. C.___ berichtete am 24. September 2013 (IV-act. 19), der 

Versicherte habe am 15. Mai 2013 einen Motorradunfall mit einer komplexen 

Unterschenkelfraktur links und mehreren Second-Look-Operationen und mit einer 

Tibiaplateaufraktur rechts erlitten. Er attestierte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in 

der Tätigkeit als Anlagenführer, da diese Tätigkeit häufiges Gehen beinhalte. Er legte 

einen Bericht der Klinik Z.___ vom 30. August 2013 bei. Darin waren die folgenden 

Diagnosen angegeben: St.n. Motorradunfall am 15. Mai 2013 (komplexe nach ventral 

dislozierte proximale Unterschenkelfraktur mit Weichteilschaden M. Tibialis anterior 

und traumatischer Eröffnung des Kniegelenks links, RQW ventro-lateraler 

Oberschenkel links, St.n. Logenspaltung, offener Reposition und temporärer Fixierung 

mittels kniegelenksüberbrückendem Fixateur extern, Kniegelenkspülung und 

Wundversorgung am 15. Mai 2013, St.n. Second-Look-Operation und Coldex-Wechsel 

am 17. Mai 2013, St.n. Third-Look, Débridement und VAC-Wechsel am 21. Mai 2013), 

minim dislozierte Tibiaplateaufraktur rechts, Schulterkontusion rechts (vgl. auch die 

Austrittsberichte des Y.___ vom 17. Juni 2013 und der X.___ vom 9. September 2013, 

A.b. 

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Fremdakten-act. 2-7, 4-7). Am 20. November 2013 berichteten Fachärzte dieser Klinik 

(IV-act. 27), eine CT des linken Unterschenkels habe eine Konsolidation der 

intraartikulären Anteile der Fraktur und einen grossen Substanzdefekt der 

metaphysären Fraktur gezeigt. Der Versicherte sei mit einer operativen Revision 

einverstanden. Am nächsten Tag wurde der Versicherte operiert (Fremdakten-act. 6-4). 

Im Anschluss daran berichteten Fachärzte über einen langsamen Heilungsverlauf (vgl. 

die Berichte der Klinik Z.___ vom 23. Januar 2014, 24. März 2014, 9. Mai 2014, 25. Juni 

2014, 3. September 2014 und 4. November 2014, IV-act. 30, 34, 37, 41, 43, 46). Am 

4. November 2014 attestierten sie eine unveränderte vollständige Arbeitsunfähigkeit 

des Versicherten als Anlagenführer.

Dr. med. D.___ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) notierte am 19. November 

2014 (IV-act. 47), es sei von einem instabilen Gesundheitszustand auszugehen.

A.c. 

Am 27. April 2015 teilte Dr. med. E.___, Oberarzt an der Klinik Z.___, mit (IV-

act. 55), radiologisch zeige sich die Tibiaplateaufraktur rechts, welche konservativ 

behandelt worden sei, als gut verheilt. Im Unterschenkel links zeige sich im Vergleich 

zu den Voraufnahmen eine deutlich zunehmende Konsolidierung. Erstmalig sei von 

einer Konsolidierung der Situation auszugehen. Klinisch stagniere die Entwicklung 

jedoch. Er attestierte dem Versicherten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als 

Anlagenführer. Fachärzte des W.___ gaben am 26. August 2015 die Diagnose eines 

chronifizierten gemischt-nozizeptiv-neuropathischen Schmerzsyndroms an (IV-act. 67). 

Sie teilten mit, der Versicherte habe berichtet, dass ihm die Arbeitsstelle bei B.___ per 

Ende Juli 2015 gekündigt worden sei. Der Versicherte gehe mit einem rechtsseitigen 

Stock. Die Schmerzen würden unterhalb der Kniescheibe beginnen und dann 

medialseits Richtung OSG ziehen. Anamnestisch und klinisch würden sie die 

Problematik im Rahmen eines chronifizierten gemischt-nozizeptiv-neuropathischen 

Schmerzsyndroms im Knie und im Unterschenkelbereich linksseitig beurteilen. Am 

17. September 2015 gaben Fachpersonen der V.___ an (Fremdakten-act. 24-9), sie 

hätten eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

(ICD-10 F45.41) diagnostiziert. Beim Versicherten stehe eine depressive Reaktion auf 

die einschneidende Lebensveränderung durch den Unfall im Vordergrund. Sie 

empfahlen eine psychiatrische Behandlung in Wohnortsnähe. Fachärzte der Klinik 

Z.___ teilten am 18. September 2015 mit (IV-act. 74), der Versicherte könne mit einem 

A.d. 

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starken Entlastungshinken frei gehen. Eine CT-Untersuchung habe die Tibia und die 

Fibula links als deutlich konsolidiert gezeigt. Der Versicherte spüre dennoch 

belastungsabhängige Schmerzen, wahrscheinlich von einer Nervenläsion im Bereich 

des Nervus saphenus-Gebiets. Fachärzte der U.___ teilten am 15. Oktober 2015 mit 

(Fremdakten-act. 24-2), der elektroneurologische Befund sei mit einer Läsion des N. 

saphenus links vereinbar. Fachärzte des W.___ berichteten am 23. November 2015 

(Fremdakten-act. 24-4), die neuropathische Schmerzsymptomatik habe sich unter einer 

medikamentösen Behandlung gebessert. Fachpersonen des Psychiatrie-Zentrums 

F.___ gaben am 8. Januar 2015 (richtig wohl: 8. Januar 2016, IV-act. 78) die Diagnosen 

einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 

F45.41) und einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) an. Sie 

attestierten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Fachärzte der Klinik Z.___ teilten am 

14. Januar 2016 mit (IV-act. 80), der Versicherte könne bei einem deutlichen Hinken 

unter Vollbelastung frei gehen; an Unterarm-Gehstützen zeige sich ein flüssiges und 

problemloses Gangbild. Wahrscheinlich wäre es sinnvoll, die Entfernung des 

Osteosynthesematerials am linken Knie durchzuführen, bevor ein Arbeitsversuch 

erfolge. Am 19. Mai 2016 berichteten Fachärzte derselben Klinik (IV-act. 88), am 

10. Mai 2016 seien eine Exploration des Nervus saphenus links mit einer Neurotomie 

und eine Osteosynthesematerialentfernung an der Tibia links erfolgt. Am 29. Juni 2016 

teilten Fachärzte mit (IV-act. 93), der Versicherte habe über eine Verbesserung der 

Situation berichtet. Die Pseudarthrose bzw. der grosse Defekt im Schienbeinkopf 

scheine ossär durchbaut und soweit verheilt. Die Schmerzen medialseits im Kniegelenk 

zeigten sich regredient. Am 24. August 2016 gab Dr. E.___ an (IV-act. 97), im Vergleich 

zur Voruntersuchung am 27. Juni 2016 hätten die Gangsicherheit sowie das Gangbild 

eine Besserungstendenz gezeigt. Der Heilungsverlauf zeige sich wieder eher 

stagnierend. Fachpersonen des Psychiatrie-Zentrums F.___ gaben am 27. August 2016 

an (IV-act. 95), der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich verbessert. Die 

Arbeitsfähigkeit sei aus somatischer Sicht eingeschränkt.

Der RAD-Arzt Dr. D.___ erachtete am 21. September 2016 eine polydisziplinäre 

Begutachtung für angezeigt (IV-act. 105).

A.e. 

Am 21. und 22. Februar 2017 wurde der Versicherte durch die medexperts ag 

polydisziplinär (orthopädisch, psychiatrisch, internistisch, neurologisch und 

A.f. 

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neuropsychologisch) abgeklärt. Im Gutachten vom 11. April 2017 nannten die 

Sachverständigen folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-

act. 111-78 f.): Posterolaterale Instabilität Kniegelenk links, beginnende Gonarthrose 

links mit einer eingeschränkten Belastbarkeit beim Gehen und Stehen bei einem St.n. 

einem Motorradunfall am 15. Mai 2013, Re-Osteosynthese der proximalen Tibia links 

und Auffüllen des Knochendefektes mit Beckenkammspongiosa am 21. November 

2013, in Folge chronische Knieschmerzen links mit Chronifizierungsgrad I (ausführliche 

Diagnosen siehe die Auflistung im Gutachten). Als Nebendiagnosen ohne wesentliche 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gaben sie unter anderem an: AC-

Gelenkssprengung Tossy 3 mit einer deutlichen Dehiszenz und Fehlstellung ohne 

funktionelle Einschränkung, minimal dislozierte Tibiaplateaufraktur rechts, konservativ 

behandelt, Läsion N. saphenus links ohne Hinweise für ein neuropathisches oder 

neuralgisches Schmerzsyndrom, Tinnitus rechts ohne Hinweis auf eine Hörminderung. 

Die orthopädische Gutachterin äusserte sich zur Untersuchung (IV-act. 111-45 ff.); ihre 

Beurteilung hielt sie in der polydisziplinären Zusammenfassung fest (vgl. unten). Der 

psychiatrische Sachverständige führte aus (IV-act. 111-59 ff.), nach einer Durchsicht 

der Akten, dem Erheben der Anamnese und der Befunde liessen sich keine 

objektivierbaren psychischen Befunde mit einer relevanten Ausprägung und Schwere 

erheben. Der Versicherte zeige keine Hinweise auf eine depressive Erkrankung oder 

eine Angststörung. Er zeige auch keine Hinweise auf ein Suchtleiden, eine 

schizophreniforme Erkrankung oder eine Persönlichkeitsstörung. Im Raum stehe die 

Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung. In den Berichten der 

behandelnden Therapeuten werde die Diagnose aufgeführt, aber inhaltlich nicht belegt. 

Die beschriebenen Flashbacks sehe er als eine normale Erinnerung an den Unfall an. 

Der Versicherte fahre wieder Auto und müsse öfters die Unfallstelle passieren. Der 

Versicherte berichte gefasst und geordnet vom Unfall, wirke normal emotional belastet 

ohne Überreagieren und zeige auch keine psychovegetativen Symptome. Die Diagnose 

einer posttraumatischen Belastungsstörung könne aktuell nicht gestellt werden. In den 

Akten sei eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren 

aufgeführt. In der interdisziplinären Besprechung sei zu erfahren gewesen, dass die 

vom Versicherten berichteten Schmerzen vor allem aus orthopädischer Sicht erklärbar 

und auf den Unfall zurückzuführen seien. Die in der neurologischen Untersuchung 

gezeigte Verdeutlichung sehe er nicht als eine anhaltende Demonstration von 

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quälenden, langanhaltenden Schmerzen. Somit verneine er die Diagnose einer 

chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren. Zurzeit 

bestünden keine konkreten Erscheinungsformen einer psychischen 

Gesundheitsschädigung. Eine Aggravation oder ähnliche Erscheinungen liessen sich 

nicht eruieren. Der Versicherte habe schulisch ein hohes Bildungsniveau erreicht und 

sei vor einem Universitätsstudium gestanden, habe in der Schweiz aber in einer 

einfachen körperlichen Tätigkeit gearbeitet. Als Ressource zu betrachten sei das 

Autofahren, das Treffen von Leuten und das Pflegen von Kontakten. Der Versicherte 

habe zudem seine Deutschkenntnisse auf das Niveau B1 verbessern können. Eine 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit könne er nicht stellen. Als Diagnose 

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei ein Verdacht auf ein St.n. 

Anpassungsstörung mit verschiedenen Gefühlen 2013/2014 zu nennen. Er gehe davon 

aus, "dass der Versicherte bisher, weder früher noch heute, relevant aufgrund einer 

psychischen Erkrankung in der bisherigen wie auch in einer adaptierten Tätigkeit 

eingeschränkt war und ist". Die früheren psychiatrischen Einschätzungen bezüglich der 

Arbeitsfähigkeit seien nicht nachvollziehbar, da vor allem auch die somatischen 

Beschwerden miteinbezogen worden seien. Der internistische Gutachter konnte keine 

Diagnose mit einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen (IV-act. 111-68). Er 

attestierte eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Der neurologische Experte erklärte (IV-

act. 111-76), die Zuordnung der Beschwerden sei von neurologischer Seite eher 

schwierig. Die Symptomdarstellung sei sehr allgemein und vage erfolgt, sei schwer zu 

fassen und auch nur durch Nachfragen partiell einzugrenzen gewesen. Die 

Symptomdarstellung, aber auch die Beobachtung des An- und Auskleidevorgangs mit 

einem heftigen Überatmen sowie die Schilderung der eingestellten Haushaltsaktivitäten 

deuteten auf ein dysfunktionales Bewältigungsmuster hin, wobei Ätiologie und 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit psychiatrisch untersucht würden. Plakativ habe 

auch die Einnahme eines "Schmerzmittels" (Motilium) während der Untersuchung 

gewirkt. Die neuropsychologische Testung habe in Übereinstimmung mit dem klinisch-

neurologischen Befund keine Hinweise auf eine hirnsubstanziell bedingte 

neurokognitive Leistungseinschränkung ergeben. Aus neurologischer Sicht sei lediglich 

der angegebene Tinnitus rechts bedeutsam, weil Tätigkeiten mit Lärmbelastung oder 

gehörschädigender Wirkung nicht möglich seien. Bei fehlenden neurokognitiven 

Einschränkungen, fehlenden Sinnesbehinderungen und normaler motorischer Funktion 

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der Extremitäten seien auch gute Ressourcen vorhanden. Der neurologische Gutachter 

gab keine Diagnose mit einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an. Er attestierte eine 

vollständige Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in adaptierten Tätigkeiten nach 

der Abheilung der orthopädisch-chirurgischen Unfallfolgen. Die neuropsychologische 

Sachverständige hielt fest (IV-act. 112-5), trotz Fremdsprachigkeit habe der Versicherte 

bei der Testbearbeitung häufig über eine rasche Auffassungsgabe bzw. schriftliches 

und mündliches Instruktionsverständnis verfügt. Im Vordergrund seien häufige und 

ausgeprägte Schmerzangaben gestanden. Im Untersuchungsverlauf habe der 

Versicherte eine Schmerztablette eingenommen. Erstaunlicherweise sei der Versicherte 

dennoch in der Lage gewesen, in der Mehrzahl der verschiedenen kognitiven 

Teilbereiche altersnormgerechte Ergebnisse zu erreichen. In der polydisziplinären 

Zusammenfassung gaben die Gutachter an (IV-act. 111-81 ff.), der Versicherte habe 

beim Motorradunfall am 15. Mai 2013 eine proximale Tibia- und Fibulafraktur links 

erlitten, die wegen einer Pseudarthrosenbildung mehrfach operiert worden sei. Eine 

minimal dislozierte Tibiaplateaufraktur rechts und die AC-Gelenksprengung der 

Schulter rechts seien konservativ behandelt worden. Der Heilungsverlauf sei durch die 

Pseudarthrosenbildung verzögert gewesen. Erst nach der Metallentfernung an der Tibia 

links sei eine Besserung eingetreten. Im Bereich der Wirbelsäule hätten sich bis auf 

muskuläre bzw. myofasziale Triggerpunkte im Bereich des Rückenstreckeransatzes 

links keine Einschränkungen gefunden. Im Bereich der oberen Extremitäten hätten sich 

radiologisch ein deutlich verbreiteter AC-Gelenkspalt ohne wesentliche arthrotische 

Veränderungen und ohne Anhalt für eine periartikuläre oder paraossale 

Weichteilkalzifikation gefunden. Die Schulterfunktion und die übrigen Funktionen der 

Hand- und Fingergelenke seien nicht eingeschränkt gewesen. Im Bereich der unteren 

Extremitäten seien die endgradig eingeschränkte Hüftfunktion links sowie die 

Druckdolenz über dem Adduktorenverlauf links und Tibiakopf proximal/medial links 

durch die muskulären Defizite bei Ansatztendinopathien erklärbar. Auch die 

posterolaterale Instabilität sei überwiegend auf die muskulären Defizite der 

knieführenden und -stabilisierenden Muskulatur zurückzuführen. Die beklagte "giving 

way Symptomatik" werde überwiegend durch die muskulären Defizite bei einer leicht- 

bis mittelgradigen posterolateralen Instabilität erklärt. Die eingeschränkte Beweglichkeit 

des linken oberen Sprunggelenkes bei einer Dorsalflexion sei auf die verkürzte 

Wadenmuskulatur links zurückzuführen. Die Schmerzmedikation sei insuffizient. Aus 

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orthopädischer Sicht sei der Versicherte in der angestammten Tätigkeit zu 50% 

eingeschränkt. Begründet werde dies mit der eingeschränkten Belastbarkeit bei einem 

überwiegenden Stehen und Gehen, der posterolateralen Instabilität des linken 

Kniegelenks und einer Verlangsamung aufgrund der Schmerzen. Die medikamentöse 

Schmerzbehandlung sei auf den Bedarf ausgerichtet. Dies lasse eine geringe 

Schmerzintensität vermuten, sei aber nicht leitliniengerecht. Bei einer Edukation, einer 

suffizienten Schmerztherapie in Kombination mit Physiotherapie und MTT und einer 

Hilfsmittelversorgung (Knieorthese mit einer seitlichen Stabilisierung) könnte medizin-

theoretisch ausgehend von einem Vollpensum eine langsame Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit von 50% auf 70% erreicht werden. Ein Arbeitsversuch werde 

empfohlen. Nicht zumutbar seien Tätigkeiten ausschliesslich im Stehen und Gehen, 

Treppen-, Leiter- und Gerüstesteigen mit einem schweren Heben und Tragen von 

10-15 kg Gewicht, Gehen auf unebenem Gelände sowie einem ständigen Fusseinsatz 

durch das Betätigen von Pedalen. Ausgehend von einem Vollpensum werde in einer 

adaptierten Tätigkeit eine Leistungsminderung von ca. 20-30% wegen den 

Restfunktionsstörungen des Kniegelenks und der Schmerzchronifizierung 

angenommen. Eine stufenweise Eingliederung mit einem Beginn von 50% werde 

empfohlen. Aus neurologischer Sicht sei auf die Diskrepanz bei der Schilderung der 

Schmerzsymptomatik hingewiesen und keine neuropathische Schmerzsymptomatik 

angenommen worden, wobei die Schädigung des Nervus saphenus klinisch von 

untergeordneter Bedeutung sei. Die neuropsychologische Testung habe in 

Übereinstimmung mit dem klinisch-neurologischen Befund keine Hinweise auf eine 

hirnsubstanziell bedingte neurokognitive Leistungseinschränkung ergeben. Aus 

neuropsychologischer Sicht sei das Schmerzverhalten auffällig gewesen. Psychiatrisch 

hätten sich keine objektivierbaren Befunde mit einer relevanten Ausprägung und 

Schwere erheben lassen. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Anlagenführer sei der 

Versicherte aus orthopädischer Sicht zu 50% arbeitsfähig. Eine stufenweise 

Wiedereingliederung und vermehrte Pausen mit der Möglichkeit zu sitzen seien 

notwendig. Eine stufenweise Steigerung auf 70% erscheine unter Berücksichtigung 

eines vermehrten Pausenbedarfs von 15 Minuten nach ein bis zwei Stunden möglich. 

Nach der Aktenlage sei der Arbeitsplatz ungekündigt. Der Beginn der 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit werde mit dem Unfallereignis am 

15. Mai 2013 angenommen und danach zu 100% beurteilt. Auch im weiteren Verlauf 

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sei der Versicherte wie attestiert zu 100% arbeitsunfähig gewesen. Durch die 

vielfachen OP-Massnahmen und wegen der Pseudarthrose habe ein verzögerter 

Heilungsverlauf bestanden. Frühestens sechs Wochen nach der OSME werde bei einer 

subjektiven Besserung der Kniefunktion eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit angenommen. 

Spätestens ab dem Gutachtenzeitpunkt werde der Versicherte unter Berücksichtigung 

des Leistungsprofils, der vermehrten Pausen und der Hilfsmittelversorgung zu 50% 

arbeitsfähig eingeschätzt. In einer adaptierten Tätigkeit sei der Versicherte aus 

orthopädischer Sicht unter Berücksichtigung des Leistungsprofils voll arbeitsfähig. Eine 

Leistungsminderung von 20-30% werde bei einem vermehrten Pausenbedarf und einer 

Verlangsamung aufgrund der chronifizierten Schmerzen angenommen. Der Beginn sei 

sofort möglich. Eine stufenweise Wiedereingliederung werde vorgeschlagen. Zumutbar 

seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit der Möglichkeit zu sitzen, ohne das 

schwere Heben und Tragen von Lasten von 10-15 kg, ohne längere gebückte, 

kauernde Positionen, ohne einseitige Zwangshaltungen, ohne das Gehen auf 

unebenem Gelände, Klettern und Leiter-Gerüste-Steigen.

Die RAD-Ärztin Dr. med. G.___ notierte am 20. April 2017 (IV-act. 113), auf das 

Gutachten könne abgestellt werden. Die Arbeitsfähigkeit werde ausschliesslich aus 

orthopädischer Sicht eingeschränkt. Ab dem Unfallzeitpunkt am 15. Mai 2013 habe 

eine vollständige Arbeitsunfähigkeit angestammt und adaptiert bestanden. Ab sechs 

Wochen nach der letzten Operation (Osteosynthesematerialentfernung am 10. Mai 

2016) habe die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 50% und in adaptierten 

Tätigkeiten 75% betragen.

A.g. 

Am 30. Mai 2017 fand ein Strategiegespräch statt (IV-act. 119). Dieses ergab, dass 

der Versicherte einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung habe. Vom 7. August 2017 bis 

31. Oktober 2017 wurde beim Versicherten eine berufliche Abklärung durchgeführt mit 

dem Ziel, zur Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt die 

Präsenzzeit von vier auf sechs Stunden an fünf Tagen pro Woche zu steigern. Die 

Abklärung ergab, dass bei einer Präsenz von vier Stunden am Tag eine 

Leistungsfähigkeit von 25% hatte erzielt, aber diese nicht weiter hatte gesteigert 

werden können (IV-act. 158). Der Eingliederungsverantwortliche notierte am 

3. November 2017 (IV-act. 155), der Versicherte habe im Verlauf keinen bis einen gering 

spürbaren Willen, seine Arbeits- und Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen oder 

A.h. 

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voranzubringen, gezeigt. Am 7. November 2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten 

mit, das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen werde abgewiesen (IV-

act. 157).

Am 13. November 2017 berichtete Dr. E.___ (IV-act. 165), im letzten halben Jahr 

habe sich eine Besserung der Situation mit einer verbesserten Gehfähigkeit gezeigt. Als 

neue Diagnose gab er einen St.n. LWS-Kontusion 09/2017 an. Am 28. November 2017 

liess der Versicherte drei Arztberichte einreichen (IV-act. 168). Der Hausarzt Dr. C.___ 

hatte am 3. November 2017 angegeben (IV-act. 169), es bestünden Einschränkungen 

für kniebelastende Tätigkeiten bei einem sehr zögerlichen Heilungsverlauf. Es sei damit 

zu rechnen, dass keine 50%ige Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne. Fachpersonen 

des Psychiatrie-Zentrums F.___ hatten am 15. November 2017 dieselben Diagnosen 

wie im Bericht vom 8. Januar 2015 (richtig wohl: 2016, IV-act. 78) mitgeteilt (IV-

act. 170). Sie hatten festgehalten, im Laufe der Behandlung habe eine Verbesserung 

der psychischen Symptome erzielt werden können. Dennoch sei aufgrund der 

chronischen Schmerzen und der beim Unfall erlittenen körperlichen Verletzungen 

weiterhin eine reduzierte Belastbarkeit begleitet von Zukunftsängsten gegeben. Die 

Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der somatischen Unfallfolgen nicht gegeben. Dr. E.___ 

hatte am 20. November 2017 berichtet (IV-act. 171), er könne sich der Stellungnahme 

des RAD, laut der im angestammten Beruf eine 50%ige und in adaptierten Tätigkeiten 

eine 75%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, nicht anschliessen. Dieser Bericht bilde nicht die 

tatsächliche Situation ab. Neben den multiplen Knochenbrüchen und ausgedehnten 

Weichteilverletzungen habe sich über die Jahre ein relevantes Schmerzsyndrom mit 

den in einer solchen Situation durchaus zu erwartenden psychischen Belastungen 

entwickelt. Seines Erachtens seien relevante Aspekte übersehen worden. Im Bericht 

stehe in einem Satz ein auffälliges Schmerzverhalten. Er wisse nicht, worauf sich diese 

Aussage stütze bzw. was mit auffällig gemeint sei. Eine 75%ige Arbeitsfähigkeit in 

angepassten Tätigkeiten erscheine zu hoch.

A.i. 

Der Versicherte wurde am 18. Januar 2018 kreisärztlich untersucht (Fremdakten-

act. 111). Der Kreisarzt der SUVA hielt fest, nach wie vor bestehe eine verminderte 

Belastbarkeit, vor allem im Bereich des linken Beins, aber auch im Bereich der rechten 

Schulter, bei einem anhaltenden Schmerzsyndrom, bei leichten muskulären Defiziten 

und bei einer erheblichen Selbstlimitierung. Er werde den Versicherten für einen 

A.j. 

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Aufenthalt in die T.___ aufbieten, um die Leistungsfähigkeit im Bereich beider 

Körperregionen nachhaltig zu verbessern. Vom 7. Februar 2018 bis 7. März 2018 war 

der Versicherte in der T.___ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 9. März 2018 gaben 

Fachpersonen die folgenden Diagnosen an: Unfall vom 15. Mai 2013, Angst und 

depressive Störung, gemischt (ICD-10 F41.2), 09/2017 LWS Kontusion, atypische 

Thoraxschmerzen nicht-koronarer Genese (ausführliche Diagnosen siehe Fremdakten-

act. 128). Sie hielten fest, eine mässige Symptomausweitung sei beobachtet worden. 

Diese sei teilweise auf eine psychische Störung zurückzuführen. Das Ausmass der 

demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren 

pathologischen Befunden nur zum Teil erklären. Die festgestellte psychische Störung 

begründe aktuell keine arbeitsrelevante Leistungsminderung. Aus unfallkausaler Sicht 

sei die Tätigkeit als Anlagebediener nicht zumutbar, da die Anforderungen (bis schwere 

Tätigkeit, ganztags stehend/gehend) zu hoch seien. Eine leichte Tätigkeit ohne 

gebeugte, hockende oder kniende Zwangshaltungen, wechselbelastend, ohne Arbeiten 

auf Leitern oder Gerüsten, ohne längeres Gehen auf unebenem Boden, ohne häufiges 

Treppensteigen, ohne Arbeiten mit schlagenden/vibrierenden Geräten, ohne Arbeiten 

über der Horizontalen und ohne häufiges Hantieren von Lasten körperfern sei ganztags 

zumutbar. Der Versicherte sehe sich als zu 20-30% arbeitsfähig. Der Kreisarzt der 

SUVA notierte am 16. März 2018 (Fremdakten-act. 132), es sei vom Endzustand 

auszugehen. Er gehe mit der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der T.___ einher. Der 

(neue) Hausarzt Dr. med. H.___ attestierte am 5. April 2018 zuhanden der 

Arbeitslosenversicherung eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 15. Mai 2013 bis 

31. März 2018 und eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. April 2018 bis auf 

weiteres (IV-act. 174). Fachpersonen des Psychiatrie-Zentrums F.___ teilten am 

10. April 2018 mit (IV-act. 175), der Status des Versicherten sei seit dem letzten IV-

Bericht unverändert. Am 1. Mai 2018 berichtete Dr. E.___ (IV-act. 180), der Endzustand 

sei eingetreten. Das Hauptziel, die freie Gehfähigkeit, zumindest über kürzere Strecken, 

sei erreicht und die Schmerzen seien wesentlich weniger geworden. Er habe den 

Versicherten vom 30. April 2018 bis 30. Juli 2018 zu 50% arbeitsunfähig geschrieben; 

dieser sei arbeitssuchend. Dr. H.___ gab am 7. Juli 2018 an (IV-act. 182), der 

medizinische Endzustand sei weitgehend erreicht. Der Versicherte sei in der bisherigen 

Tätigkeit aufgrund der orthopädischen und psychischen Einschränkungen seit dem 

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Unfall vollständig arbeitsunfähig. In einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit sei er 

ab dem 30. April 2018 zu 50% arbeitsfähig.

Die RAD-Ärztin Dr. G.___ notierte am 26. Juli 2018 nach einer Durchsicht der 

Berichte (IV-act. 186), der Gesundheitszustand habe sich im Vergleich zum 

polydisziplinären Gutachten vom 11. April 2017 nicht verändert; in Bezug auf das 

Kniegelenk sei sogar von einer Besserung berichtet worden. Am 22. September 2017 

sei der Versicherte auf das Gesäss gestürzt und habe sich eine Prellung zugezogen. 

Der Fall sei von der SUVA am 26. September 2017 abgeschlossen worden. Gemäss 

dem Austrittsbericht der T.___ resultierten von Seiten des Rückens keine 

Einschränkungen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten habe weiterhin 

Gültigkeit.

A.k. 

Mit einem Vorbescheid vom 27. August 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten 

mit (IV-act. 189), sie sehe die Zusprache einer ganzen Rente ab dem 1. Mai 2014 bis 

30. September 2016 vor. Zur Begründung gab sie an, vom 15. Mai 2013 bis Ende Juni 

2016 habe in sämtlichen Tätigkeiten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. 

Anschliessend habe sich der Gesundheitszustand wesentlich und anhaltend 

verbessert. In adaptierten Tätigkeiten bestehe seither eine 75%ige Arbeitsfähigkeit. Bei 

einem Valideneinkommen von Fr. 64'458.-- und einem Invalideneinkommen von 

Fr. 49'840.-- (Abstützen auf den Durchschnittsverdienst der Arbeitnehmenden gemäss 

der Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik) betrage der Invaliditätsgrad 

23%. Die ganze Rente werde deshalb nach einer dreimonatigen Übergangszeit per 

30. September 2016 eingestellt. Der Versicherte liess am 24. September 2018 einen 

Einwand erheben (IV-act. 192). Sein Rechtsvertreter beantragte die Zusprache einer 

ganzen Rente ab 1. Mai 2014 bis 30. September 2016 und einer Dreiviertelsrente ab 

1. Oktober 2016. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, der Versicherte 

habe im Jahr vor dem Unfall ein Jahreseinkommen von Fr. 73'896.-- erzielt. Da er 

seither in den Genuss von Lohnerhöhungen gekommen wäre, sei von einem 

Valideneinkommen von Fr. 80'000.-- auszugehen. Das Invalideneinkommen sei deutlich 

zu hoch beziffert. Die Einschätzung einer 75%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten lasse sich nicht mit den Aussagen von Dr. E.___ in den Berichten vom 

20. November 2017 und 1. Mai 2018 vereinbaren. Die nicht realistische Einschätzung 

des RAD ergebe sich auch aus den Berichten von Dr. C.___ vom 3. November 2017 

A.l. 

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und von dessen Nachfolger Dr. H.___ vom 7. Juli 2018. Die Beurteilungen der Dres. 

E.___, C.___ und H.___ fänden ihre Bestätigung im Schlussbericht über die Berufliche 

Abklärung vom 9. November 2017. Darin sei dem Versicherten, im Widerspruch zum 

Bericht der T.___ vom 9. März 2018, ein uneingeschränkter Wille bezüglich einer 

Wiedereingliederung in das Erwerbsleben bestätigt worden. Zusätzlich zu 

berücksichtigen seien die aktenkundig vorhandenen psychogenen Störungen (inkl. 

Tinnitus). Im Bericht des Psychiatrie-Zentrums F.___ vom 15. November 2017 seien die 

psychogenen Störungen bestätigt worden. Die körperlichen Beeinträchtigungen und 

die psychogenen Störungen schränkten den Versicherten in seinen 

Erwerbsmöglichkeiten erheblich ein. Es sei von einem Invaliditätsgrad von zumindest 

60% auszugehen. Die IV-Stelle bat den RAD um eine Stellungnahme zum Einwand des 

Versicherten. Die RAD-Ärztin Dr. G.___ hielt am 18. Oktober 2018 fest (IV-act. 193), 

Dr. E.___ bemängle, dass neben den Knochenbrüchen und Weichteilverletzungen ein 

relevantes Schmerzsyndrom mit psychologischen Belastungen vorliege. Gemäss dem 

Gutachten vom 11. April 2017 sei der Schmerzzustand interdisziplinär abgeklärt 

worden. Eine Schmerzdiagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei nicht 

gestellt worden. Auch hätten keine psychiatrischen Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit vorgelegen. Dies werde auch im Bericht der T.___ bestätigt. Dr. E.___ 

könne ein auffälliges Schmerzverhalten nicht nachvollziehen. Dieses werde im 

neuropsychologischen Teilgutachten erwähnt. Die T.___ habe eine mässige 

Symptomausweitung bestätigt. Dr. E.___ beziffere die Arbeitsfähigkeit etwas anders als 

die Gutachter, dabei handle es sich um eine andere Beurteilung desselben 

medizinischen Sachverhalts. Der Bericht von Dr. C.___ vom 3. November 2017 enthalte 

keine Befunde und sehr wenige Angaben; er sei wenig aussagekräftig. Auch aus dem 

Bericht von Dr. H.___ vom 7. Juli 2018 lasse sich keine Veränderung des 

Gesundheitszustands im Vergleich zum Gutachten ableiten. Der psychiatrische 

Gutachter habe sich ausführlich mit den Berichten des Psychiatrie-Zentrums F.___ 

auseinandergesetzt und habe deren Beurteilung nicht nachvollziehen können. Auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten könne weiterhin abgestellt werden. Die IV-

Stelle sandte die RAD-Stellungnahme dem Versicherten am 19. Oktober 2018 zu (IV-

act. 196).

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B.  

Mit einer Verfügung vom 18. Dezember 2018 sprach die IV-Stelle dem 

Versicherten eine vom 1. Mai 2014 bis 30. September 2016 befristete ganze Rente zu 

(IV-act. 197). Zum Einwand hielt sie fest (IV-act. 194), sie habe diesen sowie die 

beigelegten medizinischen Unterlagen dem RAD zur Stellungnahme unterbreitet. 

Demnach hätten aus dem Schreiben und "aus all den Berichten keine neuen Fakten 

hervorgebracht werden [können], um an der bisherigen medizinischen Beurteilung und 

Arbeitsfähigkeit-Schätzung etwas ändern zu können". Bei der Festlegung des 

Valideneinkommens stütze sie sich auf die Abrechnungen bei der AHV-

Ausgleichskasse vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens. Gemäss dem 

Kontoauszug (IK) sei im Jahr 2011 mit Fr. 65'353.-- das höchste je erzielte 

Erwerbseinkommen abgerechnet worden. Eine Erhöhung des Valideneinkommens sei 

deshalb unbegründet.

A.m. 

Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) liess am 29. Januar 2019 eine 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 18. Dezember 2018 erheben. Sein 

Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, soweit damit 

die dem Beschwerdeführer zukommende Rente ab dem 30. September 2016 

eingestellt werde, und die Zusprache einer ganzen Rente ab 1. Mai 2014 bis 

30. September 2016 sowie einer Dreiviertelsrente ab 1. Oktober 2016 (act. G 1). Zur 

Begründung machte er ergänzend zu seinem Einwand zum Vorbescheid im 

Wesentlichen geltend, die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) anerkenne in 

der angefochtenen Verfügung den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ganze 

Rente für die Zeit ab 1. Mai 2014 bis 30. September 2016. In diesem Umfang bleibe die 

Verfügung vom 18. Dezember 2018 unangefochten. Die Beschwerdegegnerin sei auf 

den Einwand, wonach der Beschwerdeführer bereits im Jahr vor dem Unfall ein 

Jahreseinkommen von Fr. 73'896.-- erzielt habe, nicht eingegangen. Es sei von einem 

Valideneinkommen von Fr. 80'000.-- auszugehen. Zu beanstanden sei das 

Invalideneinkommen von Fr. 49'840.--. Diese Einschätzung lasse sich nicht mit den 

Aussagen der Dres. E.___, C.___ und H.___ in Übereinstimmung bringen. Daran ändere 

auch die Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. G.___ vom 18. Oktober 2018 nichts. 

Entgegen der RAD-Stellungnahme begründe die festgestellte psychische Störung sehr 

wohl eine arbeitsrelevante Leistungsminderung. Zur Beurteilung der 

B.a. 

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Leistungsminderung sei ein psychiatrisches Gutachten einzuholen. Auf das Gutachten 

vom 11. April 2017 könne nicht uneingeschränkt abgestellt werden.

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 15. März 2019 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, das 

Gutachten der medexperts ag vom 11. April 2017 sei beweiskräftig. Die Vorbringen des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers und die von ihm ins Recht gelegten 

Arztberichte weckten keine Zweifel am Beweiswert des Gutachtens. Der 

Rechtsvertreter habe die behauptete Lohnentwicklung bis auf Fr. 80'000.-- nicht 

begründet. Gemäss den Lohnkontoauszügen der B.___ habe der Beschwerdeführer im 

Jahr 2011 ein Bruttoeinkommen von Fr. 73'153.35 und im Jahr 2012 ein solches von 

Fr. 71'199.95 erzielt. Die darin eingerechneten Kinder- und Ausbildungszulagen seien 

nicht zu berücksichtigen (vgl. Art. 6 Abs. 2 lit. f AHVV). Zu berücksichtigen sei jedoch 

eine Lohnerhöhung ab Januar 2013. Das Valideneinkommen betrage Fr. 70'383.70. Bei 

einem Valideneinkommen von Fr. 70'383.70 und einem Invalideneinkommen von 

Fr. 49'840.-- betrage der Invaliditätsgrad 29%. Der Beschwerdeführer habe damit ab 

1. Oktober 2016 keinen Anspruch mehr auf eine Invalidenrente.

B.b. 

Der Beschwerdeführer liess in der Replik vom 12. Juni 2019 im Wesentlichen 

ergänzend geltend machen (act. G 10), bei objektiver Würdigung der ins Recht 

gelegten Berichte stehe fest, dass konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit des 

Gutachtens vorhanden seien. Bei der Berechnung des Valideneinkommens habe die 

Beschwerdegegnerin ausser Acht gelassen, dass für die Schichtbereitschaft ein Zusatz 

von Fr. 250.-- pro Monat und dass Nachtschichtzulagen sowie eine sogenannte 

"Werkzeugwechselprämie" ausbezahlt worden seien. Zudem habe der 

Beschwerdeführer regelmässig Überstunden- und Sonntagsarbeit geleistet. Das 

Valideneinkommen von Fr. 70'383.70 sei zu tief. Der Rechtsvertreter reichte 

Mailkorrespondenzen zwischen der SUVA und der B.___ betreffend die Entwicklung 

des Lohnes des Beschwerdeführers für die Jahre 2014 bis 2018 ein (act. G 10.1).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 12).B.d. 

Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies den Beschwerdeführer am 

20. Januar 2021 auf die Möglichkeit eines nachteiligen Urteils (sog. reformatio in peius) 

hin (act. G 13). Ein Beschwerderückzug erfolgte nicht.

B.e. 

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Erwägungen

1.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung 

vom 18. Dezember 2018 eine vom 1. Mai 2014 bis 30. September 2016 befristete 

ganze Rente zugesprochen. Ab 1. Oktober 2016 hat sie bei einem Invaliditätsgrad von 

23% einen Rentenanspruch verneint. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat 

die Aufhebung der Verfügung vom 18. Dezember 2018 beantragt, soweit damit die 

Rente ab dem 30. September 2016 eingestellt werde. Nach der ständigen Praxis des 

Bundesgerichts liegt bei einer rückwirkenden Zusprache einer Invalidenrente, die 

gleichzeitig befristet, herauf- oder herabgesetzt wird, ein einziges Rechtsverhältnis vor. 

Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistung angefochten, ist die 

gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten 

gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben (BGE 131 V 164, 

125 V 413). Die angefochtene Verfügung vom 18. Dezember 2018 regelt ein

Rechtsverhältnis, nämlich den Rentenanspruch des Beschwerdeführers bis zum 

18. Dezember 2018. Im Beschwerdeverfahren bildet deshalb die Verfügung vom 

18. Dezember 2018 als Ganzes den Anfechtungsgegenstand; der Anfechtungs- und 

der Streitgegenstand sind identisch. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist somit, ob 

der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

2.  

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 

SR 830.1). Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/23

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3.  

Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

2.2. 

Um das zumutbare Invalideneinkommen ermitteln zu können, muss der 

verbliebene Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Massgebend zur Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind das von der Beschwerdegegnerin bei der 

medexperts ag in Auftrag gegebene polydisziplinäre (orthopädisch, psychiatrisch, 

internistisch, neurologisch und neuropsychologisch) Gutachten vom 11. April 2017 

sowie die im Nachgang dazu erstellten Berichte von Dr. E.___ vom 13. November 2017, 

20. November 2017 und 1. Mai 2018, von Dr. C.___ vom 3. November 2017, von 

Dr. H.___ vom 7. Juli 2018, von der T.___ vom 9. März 2018 und vom Psychiatrie-

Zentrum F.___ vom 15. November 2017 und 10. April 2018. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers hat geltend gemacht, diese Berichte weckten Zweifel am 

Beweiswert des Gutachtens. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob dem 

Gutachten voller Beweiswert zukommt, das heisst, ob es die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

belegt.

3.1. 

Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 

Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 

125 V 352 E. 3a). Notwendig ist zudem, dass der psychiatrische Gutachter die vom 

Bundesgericht in Bezug auf anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und 

vergleichbare psychosomatische Leiden geschaffenen und später auf alle psychischen 

Erkrankungen, insbesondere auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen, 

anwendbar erklärten Standardindikatoren berücksichtigt hat (vgl. BGE 141 V 281; 143 

V 409 und 143 V 418).

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/23

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Alle Sachverständigen der medexperts ag haben umfassende Kenntnis von den 

Vorakten gehabt und diese gewürdigt. Sie haben den Beschwerdeführer eingehend 

persönlich untersucht, die subjektiven Klagen aufgenommen und im Gutachten die 

objektiven Befunde wiedergegeben. Gestützt darauf haben sie die Diagnosen gestellt 

und – sowohl einzeln als auch im Rahmen einer Konsensbesprechung – eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben. Anhaltspunkte dafür, dass die Untersuchung 

nicht umfassend gewesen wäre, bestehen nicht.

3.3. 

Der psychiatrische Gutachter hat keine Diagnose mit einer Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit stellen können. In Bezug auf die nach dem Unfall vom 15. Mai 2013 

aufgetretene psychische Verschlechterung hat er die Verdachtsdiagnose eines St.n. 

einer Anpassungsstörung mit verschiedenen Gefühlen 2013/2014 angegeben. Er hat 

überzeugend begründet, weshalb er die in den Vorakten angegebenen Diagnosen einer 

posttraumatischen Belastungsstörung und einer chronischen Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren weder hat nachvollziehen noch im 

Untersuchungszeitpunkt hat bestätigen können. In den Berichten des Psychiatrie-

Zentrums F.___ ist ab dem 27. August 2016 über einen verbesserten psychischen 

Gesundheitszustand berichtet und angegeben worden, die Arbeitsfähigkeit sei aus 

somatischer Sicht eingeschränkt (IV-act. 95, 170, 175). In Bezug auf die im Bericht vom 

15. November 2017 festgehaltene reduzierte Belastbarkeit begleitet von 

Zukunftsängsten ist festzuhalten, dass diese mit den chronischen Schmerzen und den 

beim Unfall erlittenen körperlichen Verletzungen begründet worden ist (IV-act. 170). 

Dass bei seit langer Zeit bestehenden körperlichen Beeinträchtigungen eine 

eingeschränkte Belastbarkeit und Zukunftsängste bestehen können, ist plausibel. 

Angesichts der Angabe, dass die Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht eingeschränkt 

sei, hat jedoch – entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers – überwiegend wahrscheinlich keine psychische Beeinträchtigung 

mit einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestanden. Auch die Angabe von 

Dr. E.___ im Bericht vom 20. November 2017, dass sich neben den multiplen 

Knochenbrücken und ausgedehnten Weichteilverletzungen über die Jahre ein 

relevantes Schmerzsyndrom mit psychischen Belastungen entwickelt habe, vermag 

keine Zweifel am psychiatrischen Teilgutachten zu wecken. Der psychiatrische 

Gutachter hat nämlich – nach der interdisziplinären Besprechung mit den weiteren 

Sachverständigen – ein chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen und 

psychischen Faktoren explizit ausgeschlossen (vgl. auch die RAD-Stellungnahme vom 

18. Oktober 2018, IV-act. 193). Im Bericht der T.___ vom 9. März 2018 ist die Diagnose 

einer Angst und Depression, gemischt (ICD-10 F41.2) angegeben worden. Die 

Fachärzte haben aber explizit festgehalten, dass die festgestellte psychische Störung 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/23

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keine arbeitsrelevante Leistungsminderung bewirke (Fremdakten-act. 128). Auch die 

von Dr. H.___ am 7. Juli 2018 angegebenen Diagnose einer reaktiven Depression als 

Folge des Unfalls (IV-act. 182) hat in Anbetracht der Einschätzungen der behandelnden 

Psychiater überwiegend wahrscheinlich keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, 

zumal Dr. H.___ keine psychiatrischen Befunde genannt hat, anhand welcher die 

angegebene Diagnose nachvollzogen werden könnte. Im Weiteren hat sich der 

psychiatrische Gutachter zu den Standardindikatoren, insbesondere zur Konsistenz 

und zu den Ressourcen des Beschwerdeführers, geäussert. Seine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung ist sprachlich leicht unpräzis ausgefallen; aufgrund der 

klaren Angabe, dass er keine Diagnose mit einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

hat stellen können, kann er damit aber nur gemeint haben, dass der Beschwerdeführer 

in der angestammten und in einer adaptierten Tätigkeit nie aus psychischen Gründen 

relevant eingeschränkt gewesen ist. Das psychiatrische Teilgutachten ist überzeugend, 

weshalb – entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers – 

kein psychiatrisches (Gerichts-)Gutachten einzuholen ist.

In somatischer Hinsicht hat der internistische Gutachter keine Diagnose mit einer 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen können. Gegenteilige medizinische Berichte 

liegen nicht vor. Die vom Versicherten beklagten Thoraxschmerzen (vgl. die Diagnose 

der atypischen Thoraxschmerzen nicht-koronarer Genese im Bericht der T.___ vom 

9. März 2018, Fremdakten-act. 128) hat der internistische Gutachter überzeugend als 

muskuloskelettal bedingt aufgrund einer Überbelastung durch das Stockgehen 

beurteilt. Der neurologische Gutachter hat ebenfalls keine Diagnose mit einer 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen können. Er hat erklärt, dass die Zuordnung 

der Beschwerden eher schwierig gewesen sei. Zudem hat er auf ein mögliches 

dysfunktionales Bewältigungsmuster hingewiesen. Dieses ist von den Fachärzten der 

T.___ im Bericht vom 9. März 2018 bestätigt worden. Diese haben nämlich angegeben, 

dass eine mässige Symptomausweitung beobachtet worden sei. Auch die 

neuropsychologische Sachverständige hat festgehalten, dass anlässlich der 

Untersuchung Schmerzangaben im Vordergrund gestanden seien. Die orthopädische 

Gutachterin hat aufgezeigt, dass aufgrund der posterolateralen Instabilität des 

Kniegelenks links, der beginnenden Gonarthrose links mit einer eingeschränkten 

Belastbarkeit beim Gehen und Stehen und der chronischen Knieschmerzen links die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (qualitativ und quantitativ) eingeschränkt ist. 

Sie hat ein Profil für eine adaptierte Tätigkeit formuliert (keine Tätigkeiten 

ausschliesslich im Stehen und Gehen, kein Treppen-, Leiter- und Gerüstesteigen, kein 

Heben und Tragen von Lasten von 10-15 kg Gewicht, kein Gehen auf unebenem 

Gelände sowie keinen ständigen Fusseinsatz durch das Betätigen von Pedalen). In der 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/23

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angestammten Tätigkeit als Anlagenführer hat sie im Begutachtungszeitpunkt eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert und einen Arbeitsversuch empfohlen. Sie ist dabei 

irrtümlich davon ausgegangen, dass die Arbeitsstelle des Beschwerdeführers bei der 

B.___ ungekündigt sei. Ob diese Arbeitsfähigkeitsschätzung überzeugend ist, kann 

offengelassen werden, da zur Beurteilung des Rentenanspruchs die Arbeitsfähigkeit in 

adaptierten Tätigkeiten massgebend ist. In adaptierten Tätigkeiten hat die 

orthopädische Gutachterin im Begutachtungszeitpunkt eine Arbeitsfähigkeit von 

70-80% attestiert, vollschichtig umsetzbar mit einer Leistungsminderung von 20-30% 

aufgrund der Restfunktionsstörungen des Kniegelenks und der Schmerzchronifizierung 

mit einem vermehrten Pausenbedarf und einer Verlangsamung. Dr. E.___ hat dazu am 

20. November 2017 festgehalten (IV-act. 171), eine 75%ige Arbeitsfähigkeit in 

adaptierten Tätigkeiten erscheine ihm zu hoch. Neue medizinische Befunde hat er nicht 

angegeben; vielmehr hat er über einen verbesserten Gesundheitszustand berichtet (so 

auch im Bericht vom 13. November 2017, IV-act. 165). Am 1. Mai 2018 hat er dann 

mitgeteilt, der Endzustand sei eingetreten; er hat eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 

attestiert. Bei den Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit durch Dr. E.___ handelt es sich 

also nur um eine andere Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts (respektive 

hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers gar verbessert). Diese sind 

nicht geeignet, Zweifel an der überzeugenden Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

orthopädischen Gutachterin zu wecken. Dasselbe gilt in Bezug auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen durch Dr. C.___ am 3. November 2017 (IV-act. 169) und 

Dr. H.___ am 7. Juli 2018 (IV-act. 182); weder Dr. C.___ noch Dr. H.___ haben neue 

medizinische Befunde angegeben. In diesem Zusammenhang ist nämlich der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer 

auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifel eher zugunsten ihrer Patienten 

auszusagen pflegen und dazu neigen, die pessimistischen Beschwerdeschilderungen 

ihrer Patienten als objektiv ausgewiesen zu qualifizieren (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b.cc; 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 5. April 2004, I 814/03 E. 2.4.2). 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat vorgebracht, die Beurteilungen der 

Dres. E.___, C.___ und H.___ fänden ihre Bestätigung im Schlussbericht über die 

berufliche Abklärung vom 9. November 2017. Darin sei dem Versicherten, im 

Widerspruch zum Bericht der T.___ vom 9. März 2018, ein uneingeschränkter Wille 

bezüglich einer Wiedereingliederung in das Erwerbsleben bestätigt worden. Soweit der 

Rechtsvertreter damit geltend machen möchte, die im Gutachten attestierte 70-80%ige 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten sei zu hoch, da der Beschwerdeführer in der 

beruflichen Abklärung trotz festgestellter Motivation nur zu einer Leistung von 25% 

fähig gewesen sei, ist festzuhalten, dass mehrere Ärzte eine Selbstlimitierung des 

Beschwerdeführers festgestellt haben (vgl. die kreisärztliche Untersuchung vom 

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18. Januar 2018, Fremdakten-act. 111, sowie den Bericht der T.___ vom 9. März 2018, 

Fremdakten-act. 128; vgl. auch die Beurteilungen des neurologischen Gutachters und 

der neuropsychologischen Gutachterin). Dies lässt darauf schliessen, dass den 

Fachpersonen der beruflichen Abklärung die Selbstlimitation des Beschwerdeführers 

entgangen ist, zumal eine solche auch bewusstseinsfern, also trotz geäusserter 

Motivation, vorhanden sein kann. Auch der Schlussbericht über die berufliche 

Abklärung (IV-act. 158) vermag deshalb keine Zweifel an der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten zu wecken. Die Schätzung einer 70-80%igen 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten im Zeitpunkt der Begutachtung ist damit 

überzeugend. Die empfohlene stufenweise Wiedereingliederung ist nicht als tiefere 

Arbeitsfähigkeitsschätzung zu qualifizieren, sondern dient der Schonung des 

Beschwerdeführers, um sich von seiner Selbstlimitierung zu lösen. In der 

Konsensbeurteilung haben die Gutachter im Vergleich zum orthopädischen 

Teilgutachten das Tätigkeitsprofil präzisiert und angegeben, dem Beschwerdeführer 

seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit der Möglichkeit zu sitzen, ohne 

schweres Heben und Tragen von Lasten von 10-15 kg, ohne längere gebückte, 

kauernde Position, ohne einseitige Zwangshaltungen und ohne Gehen auf unebenem 

Gelände, Klettern, Leiter-Gerüste-Steigen, zumutbar. Zu ergänzen ist, dass kein 

ständiger Fusseinsatz durch das Betätigen von Pedalen erfolgen sollte. Auch diese 

Angaben sind überzeugend. Retrospektiv haben die Sachverständigen eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ab dem Unfall vom 

15. Mai 2013 bis mindestens sechs Wochen nach der 

Osteosynthesematerialentfernung (Operation vom 10. Mai 2016) attestiert. 

Anschliessend bzw. spätestens ab dem Zeitpunkt der Begutachtung haben sie eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit angegeben. Eine retrospektive 

Arbeitsfähigkeitsschätzung für adaptierte Tätigkeiten fehlt jedoch im Gutachten. Die 

RAD-Ärztin Dr. G.___ hat ihre Angabe einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in 

adaptierten Tätigkeiten ab dem Unfallzeitpunkt bis Ende Juni 2016 nicht ausreichend 

begründet (IV-act. 113). Aus der Sicht eines medizinischen Laien scheint nicht 

ausgeschlossen, dass vor dem Begutachtungszeitpunkt eine relevante Arbeitsfähigkeit 

in einer leidensadaptierten Erwerbstätigkeit bestanden haben könnte; es liegen 

zahlreiche medizinische Berichte zum Behandlungs- und Heilungsverlauf vor. Ob die 

Zusprache der ganzen Rente bis 30. September 2016 zu Recht erfolgt ist, ist damit 

offen. Die Angelegenheit ist deshalb zur weiteren Abklärung (Ergänzung des 

Gutachtens) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Rückweisung in diesem Fall zulässig (vgl. 

BGE 137 V 210, E. 4.4.1.4, laut dem eine Sache zurückgewiesen werden kann, wenn 

lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/23

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4.  

Ausführungen erforderlich ist; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 15. November 

2019, 8C_525/2019, E. 3.3). Mit der Rückweisung wird dem Beschwerdeführer die 

Möglichkeit gewährleistet, das Ergebnis der ergänzenden Sachverhaltsabklärung durch 

ein Gericht mit voller Kognition prüfen zu lassen.

Nach den ergänzenden Abklärungen wird die Beschwerdegegnerin erneut über 

den Rentenanspruch verfügen. Sie wird dabei zu berücksichtigen haben, dass gemäss 

der Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen Zulagen für Schicht- und 

Überzeitarbeit nicht zum Valideneinkommen zu zählen sind (vgl. Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. August 2020, IV 2018/119, E. 4, 

m.w.H.). Dasselbe gilt in Bezug auf Zulagen für Sonntagsarbeit, da es aus 

invalidenversicherungsrechtlicher Sicht als irrelevante Zufälligkeit zu betrachten ist, ob 

eine versicherte Person, die als Hilfsarbeiter erwerbstätig (gewesen) ist, in einem 

Betrieb, in welchem Sonntagsarbeit hat geleistet werden können, gearbeitet hat. Im 

Weiteren wird die Beschwerdegegnerin auch zu berücksichtigen haben, dass in Bezug 

auf die Bemessung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens die 

verbliebene Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten massgebend ist, auch wenn der 

Beschwerdeführer im Zeitpunkt des potentiellen Rentenbeginns bei der B.___ noch in 

einem ungekündigten Arbeitsverhältnis gestanden ist. In Bezug auf das 

Invalideneinkommen ist nämlich eine rein ökonomische Betrachtungsweise 

erforderlich; aus objektiver Sicht ist es einer versicherten Person daher zumutbar, trotz 

eines bestehenden Arbeitsverhältnisses eine adaptierte Hilfsarbeit auszuüben, wenn 

das dabei erzielbare Einkommen höher gewesen wäre als dasjenige am konkreten 

Arbeitsplatz. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren kann der Einkommensvergleich für 

die Zeit nach der Begutachtung nicht beurteilt werden, obwohl der Sachverhalt in 

Bezug auf den verbliebenen Arbeitsfähigkeitsgrad ab dem Begutachtungszeitpunkt 

rechtsgenüglich erstellt ist, da über den Rentenanspruch in einer einzigen Verfügung zu 

entscheiden ist (vgl. BGE 131 V 164).

3.6. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erweist 

sich als angemessen. Praxisgemäss ist die Rückweisung an die Verwaltung zur 

ergänzenden Abklärung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (vgl. 

BGE 132 V 235, E. 6.1). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss 

in gleicher Höhe ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

4.1. 

bis

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Verfügung vom 18. Dezember 2018 wird aufgehoben und die Sache wird zur 

Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Auch hier gilt, dass eine Rückweisung zur 

weiteren Abklärung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu betrachten ist. Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat 

keine Honorarnote eingereicht. In durchschnittlich aufwändigen Beschwerdeverfahren 

betreffend einen Rentenanspruch wird regelmässig eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- zugesprochen. Da es sich bei diesem 

Beschwerdeverfahren um ein durchschnittlich aufwändiges handelt, hat die 

Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer also mit Fr. 3'500.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4.2. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 31.03.2021
	Art. 7, 8 und 16 ATSG. Art. 28 IVG. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Eine retrospektive Arbeitsfähigkeitsschätzung für adaptierte Tätigkeiten fehlt. Rückweisung zur Ergänzung des Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. März 2021, IV 2019/28).

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