# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d22947c7-181d-5cfa-bc23-0d8e16c99b85
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 03.11.2022 UE210243
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE210243_2022-11-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE210243-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident, Oberrichterin lic. iur. A. 

G._____ und Oberrichter lic. iur. D. Oehninger sowie Gerichtsschrei-

ber Dr. iur. D. Hasler 

 

Beschluss vom 3. November 2022 
 

in Sachen 

 

A._____.ch, Schweizerische Interessengemeinschaft …,  
Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

1. B1._____, Zweigniederlassung der B2._____,  
2. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
Beschwerdegegnerinnen 

 

betreffend Nichtanhandnahme  
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft Zürich-Limmat vom 6. August 2021, C-3/2021/10026477 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

I.  Prozessgeschichte 

1. Am 30. Juli 2021 erstatteten C._____ als Präsident und D._____ als Vor-
standsmitglied für den Verein «A._____.ch» bei der Staatsanwaltschaft Zürich-

Limmat gegen die Direktion B1._____, E._____-strasse …, … Zürich, und die 

verantwortliche Direktorin F._____ Strafanzeige betreffend Verleumdung im Sinne 

von Art. 174 StGB (Urk. 11/1 = Urk. 3/2). Der Verein wirft ihnen zusammengefasst 

vor, den Verein und dessen Partnerorganisationen sowie deren Mitglieder in ver-

schiedenen zwischen dem 17. März 2021 und dem 16. Juli 2021 ausgestrahlten 

…- und …-sendungen ohne irgendwelche Beweismittel fortlaufend und planmäs-

sig der Brand- und Sprengstoffanschläge auf … bezichtigt zu haben. Die Staats-

anwaltschaft nahm eine Strafuntersuchung gegen B1._____, Zweigniederlassung 

der B2._____ als beschuldigte Person mit Verfügung vom 6. August 2021 nicht an 

die Hand. Der Stellvertretende Leitende Staatsanwalt genehmigte diese 

Verfügung am 10. August 2021 (Urk. 3/1 = Urk. 11/7). 

2. Gegen diese Verfügung erhoben wiederum C._____ als Präsident und D._____ 
als Vorstandsmitglied für den Verein «A._____.ch» mit Eingabe vom 19. August 

2021 fristgerecht Beschwerde (Urk. 2). Sie beantragen für den Verein (fortan: Be-

schwerdeführer) sinngemäss die Aufhebung der Verfügung und die Anweisung an 

die Staatsanwaltschaft, eine Untersuchung unverzüglich an die Hand zu nehmen.  

3. Am 15. September 2021 leistete der Beschwerdeführer fristgerecht die verlang-
te Prozesskaution in Höhe von Fr. 2000.– (Urk. 5; Urk. 7). In der Folge reichte die 

Staatsanwaltschaft die verlangten Untersuchungsakten ein und verzichtete 

gleichzeitig mit Schreiben vom 18. Oktober 2021 auf eine Stellungnahme zur Be-

schwerdeschrift (Urk. 9; Urk. 11). Die als Beschwerdegegnerin 1 ins Rubrum auf-

genommene B1._____, Zweigniederlassung der B2._____ liess sich nicht ver-

nehmen (vgl. Urk. 5; Urk. 10). Damit erweist sich das Verfahren als spruchreif. 

- 3 - 

II.  Sachurteilsvoraussetzungen 

1. Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. Da-
gegen ist die Beschwerde beim Obergericht zulässig (Art. 310 Abs. 2 i. V. m. 

Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG).  

2.  

2.1. Nach Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes In-
teresse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel 

ergreifen. Die Beschwerdebefugnis verlangt demnach eine direkte persönliche 

Betroffenheit der rechtsuchenden Person in den eigenen rechtlich geschützten In-

teressen (BGE 145 IV 161 E. 3.1; 143 IV 475 E. 2.9). Ein solches Interesse muss 

überdies aktuell und praktisch sein. Ein rein tatsächliches Interesse oder ein zu-

künftiges juristisches Interesse genügt nicht (BGE 144 IV 81 E. 2.3.1; Urteil des 

Bundesgerichts 1B_464/2018 vom 28. Januar 2019 E. 2.1). Als Partei gilt hierbei 

jede formelle Partei nach Art. 104 StPO und damit auch die Privatklägerschaft. 

Unter den Begriff der Privatklägerschaft fällt die geschädigte Person, die aus-

drücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin zu beteiligen 

(Art. 118 Abs. 1 StPO). Als geschädigte Person gilt, wer durch die Straftat in sei-

nen Rechten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO). Die Voraus-

setzung der unmittelbaren Rechtsverletzung knüpft an den Rechtsgutbegriff an. 

Unmittelbar verletzt und geschädigt ist nach Rechtsprechung und herrschender 

Lehre, wer Träger des durch die verletzte Strafnorm geschützten oder zumindest 

mitgeschützten Rechtsguts ist, also wer unter den Schutzbereich der verletzten 

Strafnorm fällt (BGE 140 IV 155 E. 3.2; BGE 138 IV 258 E. 2.2 f.; Mazzucchelli/-

Postizzi, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 

2014 [=BSK], N 21 zu Art. 115 StPO je mit Hinweisen). Eine Beeinträchtigung von 

blossen Interessen – beispielsweise an der Verfolgung einer Straftat – genügt in-

des nicht. Ebenfalls sind Personen, denen aus dem Strafverfahren indirekt mate-

rielle oder immaterielle Vorteile erwachsen können, aber deren Rechtsposition 

nicht im Schutzbereich der verletzten Strafnorm liegt, nicht geschädigt i. S. v. 

Art. 115 Abs. 1 StPO (Mazzucchelli/Postizzi, BSK, N 25 zu Art. 115 StPO mit Hin-

weisen).  

- 4 - 

2.2. Die Staatsanwaltschaft begründete die angefochtene Verfügung im Wesentli-
chen damit, dass die Beschwerdegegnerin 1 in den beanzeigten Sendungen kei-

nerlei Organisationen namentlich genannt habe und deshalb niemanden, auch 

nicht den Beschwerdeführer der planmässigen Brand- und Sprengstoffanschläge 

bezichtige. Deswegen sei der Tatbestand der Verleumdung nach Art. 174 StGB 

sowie allfälliger weiterer Ehrverletzungsdelikte nicht erfüllt (Urk. 3/1 S. 1). Der Be-

schwerdeführer rügt, dass es bei seiner landesweiten grossen Bekanntheit, vorab 

jener seines Präsidenten, sowie jener der Partnerorganisation «H._____» und de-

ren Präsidentin G._____ keine Nennung von Namen brauche, um schwere Ruf-

schädigungen und grosses Misstrauen zu erzeugen (Urk. 2 S. 1 f.). Die Beurtei-

lung, ob der Beschwerdeführer als Privatkläger Beschwerde erheben darf, fällt 

damit zusammen mit der materiellen Beurteilung, ob ein hinreichender Tatver-

dacht auf eine Verleumdung zu seinem Nachteil vorliegt und folglich eine Strafun-

tersuchung zu eröffnen wäre.  

2.3. Solche doppelrelevanten Tatsachen, die für die Zulässigkeit wie die Begrün-
detheit eines Rechtsmittels ausschlaggebend sind, werden grundsätzlich nur im 

Rahmen der Begründetheit geprüft. Für die Zulässigkeit genügt, wenn die doppelt 

relevanten Tatsachen schlüssig behauptet wurden (BGE 141 III 294 E. 5.1 f. mit 

Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 6B_361/2019 vom 17. Mai 2019 E. 1 so-

wie 6B_535/2017 und 6B_599/2017 vom 19. September 2017 E. 3.1). Das ist hier 

mit Blick auf die Begründungsanforderungen einer Laienbeschwerde für den Be-

schwerdeführer noch erfüllt (Art. 396 Abs. 1 i. V. m. Art. 385 Abs. 1 StPO; vgl. Ur-

teil des Bundesgerichts 6B_182/2020 vom 6. Januar 2021 E. 2.5 mit Hinweisen).  

2.4. Von vornherein nicht auf die Beschwerde einzutreten ist jedoch insoweit, als 
der Beschwerdeführer (sinngemäss) eine Verleumdung der Organisation 

«H._____» und deren Präsidentin geltend macht. Dadurch wäre er nicht in seinen 

eigenen Rechten betroffen, weshalb er hierfür nicht beschwerdelegitimiert ist. 

Gleiches gilt für eine allfällige Verleumdung des Präsidenten persönlich, da so-

wohl aus der Strafanzeige als auch aus der Beschwerdeschrift eindeutig hervor-

geht, dass dieser zusammen mit einem weiteren Vorstandsmitglied als Präsident 

im Namen des Vereins und nicht (auch) in seinem eigenen Namen handelt.  

- 5 - 

3. Die übrigen Voraussetzungen für einen Sachentscheid geben zu keinen Be-
merkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist im genannten Umfang einzutreten.  

III.  Rechtmässigkeit der Nichtanhandnahme 

1. Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss die Verletzung von Art. 309 Abs. 1 lit. a 
und Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO, weil die Staatsanwaltschaft zusammengefasst zu 

Unrecht davon ausgegangen sei, dass in den beanstandeten Sendungen und Be-

richten im Zusammenhang mit planmässiger Brandstiftung und Sprengstoffan-

schlägen auf …-anlagen keine Namen und Personen genannt worden seien, weil 

die Staatsanwaltschaft diese hetzerisch aufgemachten Sendungen sogar sachlich 

finde und weil der Beschwerdeführer die Direktion der Beschwerdegegnerin 1 

mehrfach …-anlagen als Brand- oder Sprengstoffanschläge aufmerksam gemacht 

habe (Urk. 2).  

2. Die Staatsanwaltschaft verfügt die Nichtanhandnahme unter anderem, sobald 
aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen 

Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind 

(Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). Eine Nichtanhandnahme darf nur in sachverhalts-

mässig und rechtlich klaren Fällen ergehen. Es muss sicher feststehen, dass der 

Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt. Im Zweifelsfall ist eine Untersu-

chung zu eröffnen (BGE 137 IV 285 E. 2.3). Eine Nichtanhandnahmeverfügung 

kann auch bei Fehlen eines zureichenden Verdachts erlassen werden. Ein Tatbe-

stand gilt als eindeutig nicht erfüllt, wenn gar nie ein Verdacht hätte geschöpft 

werden dürfen oder wenn sich der zu Beginn der Strafverfolgung vorhandene An-

fangsverdacht vollständig entkräftet hat. Die Staatsanwaltschaft eröffnet hingegen 

eine Untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, 

aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender 

Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). Die zur Eröffnung einer Strafunter-

suchung erforderlichen tatsächlichen Hinweise auf eine strafbare Handlung müs-

sen erheblich und konkreter Natur sein. Blosse Gerüchte oder Vermutungen ge-

nügen nicht. Der Anfangsverdacht soll eine plausible Tatsachengrundlage haben, 

aus der sich die konkrete Möglichkeit der Begehung einer Straftat ergibt (Urteile 

- 6 - 

des Bundesgerichts 6B_322/2019 vom 19. August 2019 E. 3; 6B_830/2013 vom 

10. Dezember 2013 E. 1.4; je mit Hinweisen; zum Ganzen auch Bosshard/-

Landshut, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur 

Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N 4 zu Art. 310 StPO; Om-

lin, BSK, N 8 und 9 zu Art. 310 StPO). 

3. Der Verleumdung nach Art. 174 Ziff. 1 StGB macht sich auf Antrag strafbar, wer 
jemanden wider besseres Wissen bei einem andern eines unehrenhaften Verhal-

tens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, be-

schuldigt oder verdächtigt.  

3.1. Um zu beurteilen, ob eine Äusserung ehrverletzend ist, ist nicht der Sinn 
mass- gebend, den ihr die betroffene Person gibt. Vielmehr ist auf eine objektive 

Auslegung gemäss der Bedeutung, die ihr der unbefangene durchschnittliche Drit-

te unter den gesamten konkreten Umständen beilegt, abzustellen. Nach der 

Rechtsprechung ist ein Text nicht nur anhand der verwendeten Ausdrücke – je für 

sich allein genommen – zu würdigen, sondern auch nach dem allgemeinen Sinn, 

der sich aus dem Text als Ganzes ergibt (BGE 137 IV 313 E. 2.1.3; Urteile des 

Bundesgerichts 6B_365/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.2, 6B_1020/2018 vom 

1. Juli 2019 E. 5.1.2 und 6B_230/2018 vom 24. Oktober 2018 E. 1.1.4 je mit Hin-

weisen). 

3.2. Nach der Rechtsprechung liegt eine Ehrverletzung nur vor, wenn sich die 
Äusserung gegen eine bestimmte oder bestimmbare Person richtet. Richtet sich 

die Äusserung undifferenziert gegen eine Gruppe von Personen – z. B. alle 

Schweizer, Beamten, Jäger oder Chirurgen –, scheidet die Annahme einer Ehr-

verletzung aus, da sich die Äusserung aufgrund ihrer Allgemeinheit derart ab-

schwächt und verwässert, dass der einzelne Angehörige der Gruppe nicht mehr 

als unmittelbar betroffen angesehen werden kann (BGE 143 IV 77 E. 4.3; 124 IV 

262 E. 2a; 100 IV 43 E. 3 f.). Die Ehre des einzelnen Mitglieds der angegriffenen 

Gruppe kann nur dann verletzt sein, wenn die angegriffene Personengruppe der-

art klein ist, dass dadurch erkennbar dieses Mitglied betroffen ist (vgl. Riklin, in: 

Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N 52 zu Vor Art. 173 StGB; Trechsel/-

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Lehmkuhl, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 

2021, N 14 zu Vor Art. 173 StGB). 

3.3. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung können auch juristische Personen 
in ihrer Ehre verletzt werden (BGE 114 IV 14 E. 2a; Urteile des Bundesgerichts 

6B_1020/2018 vom 1. Juli 2019 E. 5.1.1. und 6B_782/2014 vom 22. Dezember 

20214 E. 2.4.1; je mit Hinweisen). Eine juristische Person wird in ihrer Ehre ver-

letzt, wenn behauptet wird, dass sie eine Tätigkeit oder einen Zweck verfolgt, der 

geeignet ist, sie nach allgemein anerkannten Moralvorstellungen verachtenswert 

zu machen, oder wenn sie selbst verunglimpft wird, indem auf das verachtenswer-

te Verhalten ihrer Organe oder Angestellten hingewiesen wird (Urteile des Bun-

desgerichts 6B_1020/2018 vom 1. Juli 2019 E. 5.1.1. und 6B_119/2017 vom 

17. Dezember 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). 

4. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, bei seiner landesweiten 
grossen Bekanntheit brauche der Name nicht genannt zu werden, um bei den Zu-

hörern und Zuschauern eine schwere Rufschädigung und grosses Misstrauen zu 

erzeugen, was offensichtlich das Ziel der Sendungen gewesen sei (Urk. 2 S. 2 f.). 

Dadurch gesteht der Beschwerdeführer wie bereits in seiner Strafanzeige zu, 

dass sein Name in den beanzeigten Sendungen nicht genannt wurde (vgl. Urk. 3/-

2 S. 1). In der Beschwerdeschrift wird seine grosse Bekanntheit bei den Adressa-

ten der Sendungen nur behauptet, aber mit keiner plausiblen Tatsachengrundlage 

versehen. Dies geschah auch in der Strafanzeige nicht. Die dort zitierten Wortlau-

te der Äusserungen in den Sendungen sind «militante ….-gegner», «…-gegner» 

oder «Gegner zünden …» (Urk. 3/2 S. 2 f.). Diese Äusserungen richten sich undif-

ferenziert gegen eine Gruppe von Personen und nicht gegen den Beschwerdefüh-

rer als juristische Person selbst. Dasselbe gilt auch für die in der Strafanzeige zi-

tierten Aussagen «Es gibt in der ganzen Schweiz Protest und unterdessen fliegen 

hin und wieder sogar … in die Luft.» sowie «Der Widerstand ist breit organisiert 

……… Dann die vielen Einsprachen in der ganzen Schweiz bis hin zu Brandan-

schlägen in der Region I._____». Der Hinweis auf eine breite Organisation des 

Widerstandes fokussierte gerade nicht auf den Beschwerdeführer oder eine be-

stimmte andere Gruppierung, sondern impliziert für den unbefangenen durch-

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schnittlichen Dritten im Gegenteil eine Vielzahl von Gruppierungen, die Wider-

stand gegen … leisten. Folglich ging die Staatsanwaltschaft zu Recht davon aus, 

dass die Beschwerdegegnerin 1 den Beschwerdeführer nicht der planmässigen 

Brand- und Sprengstoffanschlägen auf …-anlagen bezichtigte. Damit kann offen-

bleiben, ob die von der Staatsanwaltschaft als beschuldigte Person geführte Be-

schwerdegegnerin 1 als Zweigniederlassung überhaupt als beschuldigte Person 

in Frage kommt (vgl. Art. 102 Abs. 4 StGB). Ebenso kann offenbleiben, ob die 

Staatsanwaltschaft die beanzeigten Sendungen als sachlich bezeichnen durfte. 

Schliesslich ist auch irrelevant, dass der Beschwerdeführer die Direktion der Be-

schwerdegegnerin 1 auf zahlreiche andere mögliche Brand- und Explosionsursa-

chen als entsprechende Anschläge hinwies (Urk. 2 S. 2 f.; vgl. Urk. 11/2–4).  

5. Im Ergebnis durfte die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung gestützt auf 
Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO nicht an die Hand nehmen, weil der Straftatbestand der 

Verleumdung zum Nachteil des Beschwerdeführers eindeutig nicht erfüllt ist. Die 

Beschwerde ist folglich abzuweisen.  

IV.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Bei diesem Ausgang unterliegt der Beschwerdeführer und die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens sind ihm aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Gemessen an 

der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie am Zeitaufwand des Gerichts ist 

die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1200.– festzusetzen und 

von der geleisteten Prozesskaution zu beziehen (§ 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 

lit. b–d GebV OG). Im Mehrbetrag ist die Prozesskaution dem Beschwerdeführer 

nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelver-

fahren gegen den vorliegenden Entscheid zurückzuerstatten. Vorbehalten bleibt 

das staatliche Verrechnungsrecht. 

2. Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Entschädi-
gung (Art. 436 Abs. 1 i. V. m. Art. 433 Abs. lit. a StPO). 

3. Die Beschwerdegegnerin 1 stellte keine Anträge und nahm keine Stellung zur 
Beschwerde (vgl. Urk. 14 f.). Folglich hat auch sie keinen Anspruch auf eine Ent-

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schädigung (vgl. BGE 138 IV 248 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 6B_265/2016 

vom 1. Juni 2016 E. 2.3). 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 

2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1200.– fest-

gesetzt, dem Beschwerdeführer auferlegt und von der geleisteten Prozess-

kaution bezogen. 

3. Im Mehrbetrag wird die Prozesskaution dem Beschwerdeführer nach Ablauf 

der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren 

gegen den vorliegenden Entscheid unter Vorbehalt des staatlichen Verrech-

nungsrechts zurückerstattet. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen zugespro-

chen. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde) 
− die Beschwerdegegnerin 1 (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad C-3/2021/10026477 (gegen 

Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad C-3/2021/10026477 (unter 
Rücksendung der beigezogenen Akten [Urk. 11]; gegen Empfangsbe-
stätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch). 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 
der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in 

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der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schrift-

lich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwer-

devoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen 

des Bundesgerichtsgesetzes. 

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 

 
 
Zürich, 3. November 2022 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. D. Hasler 
 

	Beschluss vom 3. November 2022
	Erwägungen:
	I.   Prozessgeschichte
	1. Am 30. Juli 2021 erstatteten C._____ als Präsident und D._____ als Vorstandsmitglied für den Verein «A._____.ch» bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat gegen die Direktion B1._____, E._____-strasse …, … Zürich, und die verantwortliche Direktorin...
	2. Gegen diese Verfügung erhoben wiederum C._____ als Präsident und D._____ als Vorstandsmitglied für den Verein «A._____.ch» mit Eingabe vom 19. August 2021 fristgerecht Beschwerde (Urk. 2). Sie beantragen für den Verein (fortan: Beschwerdeführer) s...
	3. Am 15. September 2021 leistete der Beschwerdeführer fristgerecht die verlangte Prozesskaution in Höhe von Fr. 2000.– (Urk. 5; Urk. 7). In der Folge reichte die Staatsanwaltschaft die verlangten Untersuchungsakten ein und verzichtete gleichzeitig ...
	II.   Sachurteilsvoraussetzungen
	1. Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. Dagegen ist die Beschwerde beim Obergericht zulässig (Art. 310 Abs. 2 i. V. m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG).
	2.
	2.1. Nach Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Die Beschwerdebefugnis verlangt demnach eine direkte persönliche Betroffenheit d...
	2.2. Die Staatsanwaltschaft begründete die angefochtene Verfügung im Wesentlichen damit, dass die Beschwerdegegnerin 1 in den beanzeigten Sendungen keinerlei Organisationen namentlich genannt habe und deshalb niemanden, auch nicht den Beschwerdeführer...
	2.3. Solche doppelrelevanten Tatsachen, die für die Zulässigkeit wie die Begründetheit eines Rechtsmittels ausschlaggebend sind, werden grundsätzlich nur im Rahmen der Begründetheit geprüft. Für die Zulässigkeit genügt, wenn die doppelt relevanten Tat...
	2.4. Von vornherein nicht auf die Beschwerde einzutreten ist jedoch insoweit, als der Beschwerdeführer (sinngemäss) eine Verleumdung der Organisation «H._____» und deren Präsidentin geltend macht. Dadurch wäre er nicht in seinen eigenen Rechten betrof...
	3. Die übrigen Voraussetzungen für einen Sachentscheid geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist im genannten Umfang einzutreten.
	III.   Rechtmässigkeit der Nichtanhandnahme
	1. Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss die Verletzung von Art. 309 Abs. 1 lit. a und Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO, weil die Staatsanwaltschaft zusammengefasst zu Unrecht davon ausgegangen sei, dass in den beanstandeten Sendungen und Berichten im Zusam...
	2. Die Staatsanwaltschaft verfügt die Nichtanhandnahme unter anderem, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind (Art. 310 Abs....
	3. Der Verleumdung nach Art. 174 Ziff. 1 StGB macht sich auf Antrag strafbar, wer jemanden wider besseres Wissen bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdä...
	3.1. Um zu beurteilen, ob eine Äusserung ehrverletzend ist, ist nicht der Sinn mass- gebend, den ihr die betroffene Person gibt. Vielmehr ist auf eine objektive Auslegung gemäss der Bedeutung, die ihr der unbefangene durchschnittliche Dritte unter den...
	3.2. Nach der Rechtsprechung liegt eine Ehrverletzung nur vor, wenn sich die Äusserung gegen eine bestimmte oder bestimmbare Person richtet. Richtet sich die Äusserung undifferenziert gegen eine Gruppe von Personen – z. B. alle Schweizer, Beamten, Jäg...
	3.3. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung können auch juristische Personen in ihrer Ehre verletzt werden (BGE 114 IV 14 E. 2a; Urteile des Bundesgerichts 6B_1020/2018 vom 1. Juli 2019 E. 5.1.1. und 6B_782/2014 vom 22. Dezember 20214 E. 2.4.1; ...
	4. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, bei seiner landesweiten grossen Bekanntheit brauche der Name nicht genannt zu werden, um bei den Zuhörern und Zuschauern eine schwere Rufschädigung und grosses Misstrauen zu erzeugen, was offensic...
	5. Im Ergebnis durfte die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung gestützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO nicht an die Hand nehmen, weil der Straftatbestand der Verleumdung zum Nachteil des Beschwerdeführers eindeutig nicht erfüllt ist. Die Beschwerde i...
	IV.   Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Bei diesem Ausgang unterliegt der Beschwerdeführer und die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ihm aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Gemessen an der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie am Zeitaufwand des Gerichts ist die Gerichtsgebühr ...
	2. Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Entschädigung (Art. 436 Abs. 1 i. V. m. Art. 433 Abs. lit. a StPO).
	3. Die Beschwerdegegnerin 1 stellte keine Anträge und nahm keine Stellung zur Beschwerde (vgl. Urk. 14 f.). Folglich hat auch sie keinen Anspruch auf eine Entschädigung (vgl. BGE 138 IV 248 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 6B_265/2016 vom 1. Juni 2...

	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.
	2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1200.– festgesetzt, dem Beschwerdeführer auferlegt und von der geleisteten Prozesskaution bezogen.
	3. Im Mehrbetrag wird die Prozesskaution dem Beschwerdeführer nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren gegen den vorliegenden Entscheid unter Vorbehalt des staatlichen Verrechnungsrechts zurückerstattet.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)
	 die Beschwerdegegnerin 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad C-3/2021/10026477 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad C-3/2021/10026477 (unter Rücksendung der beigezogenen Akten [Urk. 11]; gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch).

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bunde...
	Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.