# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49188366-9257-56ae-a4e9-6ebdfcb18ed8
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1989-06-06
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 06.06.1989 Verwaltung ARGVP 1989 1176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_Verwaltung-ARGVP-198_1989-06-06.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1175,1176

gungsverfahrens für das Bauvorhaben des St. Messungen nötig sind, die 
er aufgrund der Umweltschutzgesetzgebung zu erbringen hat, müssten 
die Kosten von ihm getragen werden.

RRB 7.6.1988

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Vollzugsbefehl (Art. 289 ZPO). Verhältnis zum Sachurteil; Besonderhei­
ten bei der Durchsetzung eines Besuchsrechtes (Art. 273f. ZGB).

Im Rekurs gegen einen Vollzugsbefehl nach Art. 289 der Zivilprozess­
ordnung (ZPO; bGS 231.1) kann etwa geltend gemacht werden, die an­
geordneten Massnahmen stünden mit dem Entscheid nicht im Einklang, 
welcher zu vollstrecken sei (Alfred Kölz, Kommentar zum Verwaltungs­
rechtspflegegesetz des Kantons Zürich, Zürich 1978, N.45 zu § 30 VRG; 
Hans-Jürg Schär, Kommentar zum Verwaltungsverfahrensgesetz, Teufen 
1985, N. 25 vor Art. 31 VwVG; vgl. BGE100 la 348 E. 3), sie seien unverhält­
nismässig oder verstiessen gegen Treu und Glauben. Auf die inhaltliche 
Richtigkeit des zu vollstreckenden Urteils kann aber grundsätzlich nur 
zurückgekommen werden, wenn grobe Verstösse gegen unverzichtbare 
Rechte gerügt werden (vgl. Hanspeter Geiser, Rechtsschutz im Verwal­
tungsvollstreckungsverfahren, St.Gallen 1978, S.121f.; auf Nichtigkeit ein­
schränkend Schär, N .23f. vor A rt.31 VwVG und Max 
A. Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, 6. Auflage, Basel/ 
Stuttgart 1986, Nr. 35 B VI d), denn mit dem Entscheid ist der strittige Sach­
verhalt an sich abschliessend beurteilt worden. In der Vollstreckung stellt 
sich nur noch die Frage nach der Folge dieser Beurteilung.

Bei der Durchsetzung eines Besuchsrechtes sind aber zudem Schran­
ken zu berücksichtigen, die im Zivilgesetzbuch selbst umschrieben wer­
den: «Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefähr­
det, üben die Eltern ihn pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um 
das Kind gekümmert oder liegen andere wichtige Gründe vor, so kann 
ihnen das Recht auf persönlichen Verkehr verweigert oder entzogen wer­
den» (Art. 274 Abs. 2 ZGB). Diese Vorschrift ist, obwohl sie bereits im Sach­
urteil zum Tragen kam, auch im Vollstreckungsverfahren anzuwenden 
(Walter Bühler/Karl Spühler, Die Ehescheidung, in: Berner Kommentar 
zum Schweizerischen Privatrecht, Bd. 11.1.2,3. Auflage, Bern 1980, N. 352f.

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Entscheide des Regierungsrates 1176

Art.156 ZGB; B G E107 II 301 E .4-7 ; kritisch: BernardSchneider, in: SJK 
2 [1982] S.6). Gestützt auf diese Bestimmung darf die Vollstreckung 
er nur für kurze Zeit verweigert werden, da für generelle Änderungen 
s Besuchsrechtes das Sachurteil zu ändern ist (Klage nach Art. 157 ZGB).

RRB 6.6.1989

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