# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53589a98-ae14-5533-b455-b13065eeb55d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.03.2024 IV 2023/51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2023-51_2024-03-07.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/51

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 10.04.2024

Entscheiddatum: 07.03.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 07.03.2024
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG Das Einkommen des 
Beschwerdeführers als selbständig Erwerbender sank bereits vor dem 
Auftreten invalidisierender Einschränkungen aus überwiegend 
wahrscheinlich invaliditätsfremden Gründen. Die Beschwerdegegnerin hat 
das Valideneinkommen zu hoch angesetzt, weshalb in Bezug auf den 
abgestuften Rentenanspruch zwischenzeitlich lediglich Anspruch auf eine 
halbe Rente besteht (reformatio in peius)(Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. März 2024, IV 2023/51).

Entscheid vom 7. März 2024

Besetzung

Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 

Michaela Machleidt Lehmann und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Beatrix 

Zahner

Geschäftsnr.

IV 2023/51

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, rechtsanwälte.og 42, 

Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 2/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter), seit 1984 als Fenstermonteur selbständig 

erwerbend, meldete sich aufgrund Folgen eines am 26. August 2016 erlittenen 

Schlaganfalls (siehe dazu Austrittsbericht der Klinik für Neurologie des 

Universitätsspitals Zürich [USZ] vom 31. August 2016, IV-act. 21-10 ff.) am 30. Januar 

2017 bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Mit 

Mitteilung vom 1. Februar 2017 wies die IV-Stelle das Gesuch betreffend berufliche 

Eingliederungsmassnahmen ab, da der Versicherte selbständig erwerbend sei (IV-

act. 8).

A.a. 

Die Hausärztin Dr. med. B.___, Fachärztin für Chirurgie, berichtete am 24. Februar 

2017 darüber hinaus unter anderem über eine hypertensive Herzkrankheit, eine 

Adipositas permagna, Arthrosen beider Hände und Schultergelenke, Kniegelenke 

sowie der Sprunggelenke mit daraus resultierender Einschränkung der Beweglichkeit 

und Belastbarkeit. Weiter könne eine operative Sanierung einer ausgedehnten 

Nabelhernie aufgrund des frischen Insultgeschehens noch nicht durchgeführt werden. 

Seit dem 26. August 2016 sei der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig (IV-act. 21-1 f.). 

Im Arztbericht vom 2. Oktober 2017 (Posteingang) attestierte sie eine 

Arbeitsunfähigkeit von 85 % ab dem 27. Februar 2017 und von 75 % ab dem 19. Juni 

2017. Sie führte aus, der Versicherte stehe unter Mitbetreuung durch die 

Suchtberatungsstelle C.___, um den vermehrten Alkoholkonsum nicht in ein 

Suchtverhalten abgleiten zu lassen. Der Versicherte weise eine geringe Stresstoleranz 

A.b. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 3/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

- chronische, zurzeit mässige Schmerzen der Halswirbelsäule bei fortgeschrittenen 

degenerativen Veränderungen mit Schwerpunkt C4 - C6

- chronische Schmerzen des rechten Schultergelenkes im Sinne einer lmpingement-

Symptomatik aufgrund einer AC-Gelenksarthrose

auf; diesbezüglich bestehe eine Gefahr der Verschlechterung durch psychisch 

fordernde Situationen im Berufsleben. Er könne nur noch eingeschränkt schwere 

Lasten ständig heben oder tragen und insbesondere keine Überkopfarbeiten 

durchführen infolge der Arthrosen in den oberen Extremitäten, die auch die Schultern 

sowie beide Hände beträfen. Zusätzlich seien Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten 

sowie auf unebenem Gelände, insbesondere wenn sie mit dem Bewältigen von Lasten 

verbunden seien, durch das Bestehen von Arthrosen im Fuss- und 

Sprunggelenksbereich erschwert. Bezüglich der geistigen Leistungsfähigkeit benötige 

der Versicherte noch Erholungszeit (IV-act. 37-1 ff.).

Die IV-Stelle sprach dem Versicherten vom 17. September 2018 bis 17. März 2019 

Support bei der Stellensuche in Form eines Coachings von 25 Stunden zu (Mitteilung 

vom 24. September 2018, IV-act. 64). Sodann konsultierte der Versicherte das 

Ostschweizer Adipositaszentrum des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) zur 

Reevaluierung einer bariatrischen Operation (Bericht vom 5. April 2019, IV-

act. 100-6 ff.). Die Frühinterventionsmassnahme wurde um 15 Stunden vom 1. Juni 

2019 bis 31. August 2019 verlängert (Mitteilung vom 7. Juni 2018, IV-act. 74). 

Anlässlich einer zwischenzeitlichen psychologischen Abklärung vom 21. Juni 2019 

wurden eine Binge-Eating-Störung (ICD-10: F50.8) sowie eine rezidivierende 

depressive Episode, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0) diagnostiziert (Bericht 

Klinik für Psychosomatik des KSSG vom 9. Juli 2019, IV-act. 100-3 f.). Mit Mitteilung 

vom 7. März 2020 wurden die beruflichen Massnahmen abgeschlossen (IV-act. 88).

A.c. 

Der RAD hielt eine polydsziplinäre Begutachtung (Allgemeine Innere Medizin, 

Neurologie, Orthopädie, Psychiatrie) für erforderlich (Stellungnahme vom 13. August 

2020, IV-act. 105-3 f.), welche dem Swiss Medical Assessment- and Business-Center 

(SMAB AG) Bern zugeteilt wurde. Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (gekürzte Wiedergabe):

A.d. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 4/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

- chronische Schmerzen des linken Schultergelenkes im Sinne einer lmpingement-

Symptomatik aufgrund einer hochgradigen AC-Gelenksarthrose ohne 

Bewegungseinschränkung

- chronische Schmerzen des rechten Kniegelenkes bei signifikanter anteromedialer 

Instabilität und fortgeschrittener lnstabilitäts-Pangonarthrose

- chronische Schmerzen des linken Kniegelenkes bei im Vordergrund stehender 

fortgeschrittener Chondromalazie retropatellar

- chronische Schmerzen des linken Handgelenkes aufgrund einer Radiokarpalarthrose 

mit/bei St.n. alter konsolidierter distaler Radiusfraktur

- chronische Schmerzen des rechten Handgelenkes und der rechten Hand bei 

fortgeschrittener Radiokarpalarthrose rechts sowie Midkarpalarthrose sowie

- intermittierendes, mehrheitlich asymptomatischem Vorhofflimmern.

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fanden sie unter anderem

- einen St. n. rezidivierenden TIA im August 2016 bei Vorhofflimmern (per definitionem 

ohne Strukturschaden des Gehirns)

- eine Adipositas Grad II, BMI 37.2 kg/m2

- eine Hypercholesterinämie, aktuell gut eingestellt, eine Hypertriglyceridämie und 

einen Diabetes mellitus Typ 2

- eine Lebersteatose Grad III, bei Status nach Äthylabusus

- eine arterielle Hypertonie mit hypertensiver Kardiopathie

- eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (F43.2), remittiert und

- einen schädlichen Gebrauch von Alkohol, derzeit abstinent (F10.1).

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 5/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Gutachter kamen zum Schluss, die angestammte Tätigkeit als Fenstermonteur sei 

dem Versicherten seit August 2016 nicht mehr zumutbar (IV-act. 113-11, 13). Der 

Versicherte sei in der Lage, körperlich nur leichte Tätigkeiten durchzuführen. Mittlere 

und schwere körperliche Belastungen müssten aus kardialen Gründen vermieden 

werden. Wegen des Diabetes mellitus müsse er sich auch während der Arbeitszeit 

regelmässig ernähren können und falls notwendig, auch die Möglichkeit haben, den 

Blutzucker zu kontrollieren. Nicht adaptiert seien Tätigkeiten mit Benutzung von 

Gerüsten und Leitern, Überkopftätigkeiten, Tätigkeiten, die eine Sicherungsfunktion mit 

beiden Händen voraussetzen sowie im Knien und Hocken auszuführende Arbeiten; die 

Tätigkeiten müssten überwiegend im Sitzen ausgeführt werden mit der Möglichkeit von 

eigen gewählten Positionswechseln (IV-act. 113-12). Eine optimal angepasste Tätigkeit 

sei dem Versicherten im Pensum von 80 % (8,5 Stunden pro Tag, Leistungsfähigkeit 

80 %) zumutbar. Die Leistungseinschränkung von 20 % sei durch nachvollziehbare 

chronische Schmerzen und vermehrte Pausenzeiten begründet (IV-act. 113-11, 14). Die 

Arbeitsfähigkeit bestehe ab August 2016 mit Ausnahme der stationären Behandlung 

vom 26. bis 31. August 2020 und anschliessender Rehabilitationsphase von drei bis 

vier Wochen. Aufgrund einer vorübergehenden reaktiven depressiven Entwicklung 

habe gemäss Dr. D.___ eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % ab Oktober 2017 und 

weiterhin gemäss Bericht vom Juni 2018 bestanden. Aktuell bestehe keine die 

Arbeitsfähigkeit einschränkende depressive Symptomatik mehr; seit wann könne 

anhand der Anamnese und der spärlichen Akten nicht exakt bestimmt werden (IV-

act. 113-14).

A.e. Der RAD hielt die gutachterliche Einschätzung für plausibel und umschrieb aus 

arbeitsmedizinischer Sicht zusätzliche Schonauflagen (keine Tätigkeiten mit 

Absturzgefahr, kein Gehen auf unebenem, glattem oder instabilem Boden und mit 

Vibrationen an Händen/Armen, keine Kältearbeit, keine Hitzearbeit; Stellungnahme vom 

25. Januar 2021; IV-act. 114-2).

A.f. Gegen den Vorbescheid vom 22. Februar 2021, mit welchem die IV-Stelle dem 

Versicherten die Abweisung des Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 37 % 

in Aussicht stellte, liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 

M. Bivetti, am 14. April 2021 Einwand erheben. Im Wesentlichen machte er geltend, es 

sei von einem höheren Valideneinkommen auszugehen. Es könne von ihm nicht 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 6/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

verlangt werden, bei einer verbleibenden Aktivitätszeit von weniger als sechs Jahren 

seinen Betrieb aufzugeben. Eventualiter sei ihm ein Leidensabzug von 20 % zu 

gewähren (IV-act. 122-1 ff.).

A.g. Mit Verfügung vom 2. August 2021 wies die IV-Stelle das Rentengesuch wie 

angekündigt ab (IV-act. 125). Nachdem der Versicherte Beschwerde erhoben (IV-

act. 129) und der Rechtsdienst empfohlen hatte, beim behandelnden Psychiater die 

Dauer der von ihm attestierten Arbeitsunfähigkeit nachzufragen (IV-act. 134, so später 

auch der RAD, IV-act. 146), widerrief die IV-Stelle die angefochtene Verfügung am 

21. Oktober 2021 (IV-act. 135). Das Versicherungsgericht schrieb das Verfahren mit 

Verfügung vom 22. November 2021 ab (IV-act. 144).

A.h. Med. pract. D.___ beantwortete am 21. Dezember 2021 Fragen der IV-Stelle 

dahingehend, die Therapie sei im August 2018 zunächst beendet worden. Der 

Versicherte sei seit Therapiebeginn aus psychiatrischer Sicht zunächst 30 % 

arbeitsunfähig und ab Juli 2018 wieder 100 % arbeitsfähig gewesen (IV-act. 149). Eine 

weitere Anfrage bei med. pract. D.___ ergab, dass vom 6. November 2019 bis 

20. Januar 2020 eine (weitere) Therapie des Versicherten erfolgt sei. Er habe den 

Versicherten während dieser Zeit nicht krank geschrieben. Die Behandlung habe die 

Erarbeitung einer Strategie zur Gewichtsreduktion bezweckt; eine depressive 

Symptomatik habe damals nicht bestanden (IV-act. 170).

A.i. Mit Verfügungen vom 25. Januar 2023 sprach die IV-Stelle dem Versicherten ab 

1. August 2017 bis 31. Dezember 2017 eine Viertelsrente (IV-act. 171, 177), vom 

1. Januar 2018 bis 30. September 2018 eine Dreiviertelsrente (IV-act. 171, 175) und ab 

1. Oktober 2018 wiederum eine Viertelsrente (IV-act. 171, 173, 176, 178) zu. Gestützt 

auf das SMAB-Gutachten ging sie von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit und gemäss 

dem Behandler von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit vom 22. Oktober 2017 bis 30. Juni 

2018 aus. Zur Bestimmung des Valideneinkommens stützte sie sich auf den 

Durchschnitt der in den Jahren 2008 bis 2015 erzielten Einkommen (inklusive 

Krankentaggelder und Indexierung) von Fr. 92'021.-- ab. Das Invalideneinkommen 

bemass sie anhand der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik 

(BFS), Kompetenzniveau 1. Ab 1. August 2017 bestehe bei einem Invaliditätsgrad von 

42 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Von Oktober 2017 bis 30. Juni 2018 sei der 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 7/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Versicherte zusätzlich aus psychiatrischer Sicht 30 % arbeitsunfähig gewesen. Bei 

einer Arbeitsfähigkeit von 56 % resultiere ein Invaliditätsgrad von 63 % und vom 

1. Januar bis 30. September 2018 bestehe ein befristeter Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente (IV-act. 171).

B.

B.a. Mit Beschwerde vom 1. März 2023 beantragte der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), nach wie vor vertreten durch Rechtsanwalt Bivetti, die Verfügungen 

der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 25. Januar 2023 seien unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und es sei ihm ab August 2017 eine 

ganze Rente zuzusprechen. Zur Begründung liess er vorbringen, er sei spätestens seit 

Oktober 2017 zusätzlich zu den somatischen Gründen aus psychischen Gründen 

eingeschränkt gewesen. Die Annahme der Beschwerdegegnerin, dass sich sein 

psychischer Gesundheitsschaden ab Juni 2018 verbessert habe, stehe im Widerspruch 

zum Arztbericht von med. pract. D.___ vom 21. Juni 2018 und zur Fortführung der 

psychiatrischen Behandlung bis März 2020. Er habe bereits seit dem Jahr 2012 unter 

gesundheitlichen Problemen gelitten. Für die Bestimmung des Valideneinkommens 

seien daher weiter zurückliegende Einkommen, die Erwerbsersatzeinkommen aus 

Taggeldern und die Nominallohnentwicklung zu berücksichtigen. So ergebe sich ein 

massgebendes Valideneinkommen von Fr. 118'791.--. Aufgrund der erheblichen 

Anforderungen an eine Verweistätigkeit und seines Alters sei die Verwertbarkeit auch 

gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr gegeben. In der verbleibenden 

Aktivitätszeit könne von ihm nicht verlangt werden, seinen Betrieb aufzugeben. Somit 

habe er spätestens ab August 2018 Anspruch auf eine ganze Rente. Eventualiter sei ein 

Leidensabzug von mindestens 20 % vorzunehmen, so dass bis zur Verbesserung des 

psychischen Gesundheitszustands im Sommer 2020 ein Invaliditätsgrad von 75 %, im 

Anschluss bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ein Invaliditätsgrad von 65 % resultiere 

(act. G 1).

B.b. Mit Beschwerdeantwort vom 25. April 2023 stellte die Beschwerdegegnerin den 

Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen. Sie brachte vor, eine depressive 

Dekompensation sei gemäss dem psychiatrischen Gutachter abgefangen worden und 

danach auch unter der aktuellen Belastung (Krebserkrankung seiner Ehefrau) bislang 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 8/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

nicht erneut aufgetreten. Med. pract. D.___ habe ihre Anfragen am 21. Dezember 2021 

und am 6. Oktober 2022 klar und eindeutig beantwortet. Es bestünden keine Zweifel, 

dass die psychisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lediglich bis Ende 

2018 angedauert habe. Bezüglich Valideneinkommen sei zunächst darauf hinzuweisen, 

dass sie – die Beschwerdegegnerin – die Taggelder der Krankenversicherung im 

relevanten Zeitraum hinzugerechnet habe. Um ein möglichst genaues 

Valideneinkommen zu ermitteln, habe sie die Einkommen der Jahre 2008 bis 2015 

berücksichtigt und auf das Jahr 2017 hochindexiert. Daraus habe sich ein 

Valideneinkommen von Fr. 92'021.-- ergeben. Der Beschwerdeführer sei in einer 

adaptierten Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig (mit Ausnahme der Zeit zwischen Oktober 

2017 und Juni 2018). Er sei somit in quantitativer Hinsicht nur leicht eingeschränkt. 

Seine Einschränkungen seien nicht derart gravierend, dass geeignete Stellen auf dem 

Arbeitsmarkt überhaupt nicht denkbar wären. Spätestens mit Eingang des 

polydisziplinären Gutachtens am 19. Januar 2021, jedoch bereits im November 2017, 

als der Beschwerdeführer 55 Jahre alt gewesen sei, sei festgestanden bzw. diskutiert 

worden, dass der Beschwerdeführer seine selbständige Erwerbstätigkeit werde 

aufgeben müssen. Ein zusätzlicher Tabellenlohnabzug zum gewährten befristeten 

Teilzeitabzug von 10 % sei nicht gerechtfertigt (act. G 4).

B.c. In der Replik vom 30. Juni 2023 liess der Beschwerdeführer geltend machen, die 

Reduktion seines Einkommens sei in erster Linie auf die verminderte körperliche 

Leistungsfähigkeit zurückzuführen. Das Beschwerdebild, das zur Wiederaufnahme der 

Psychotherapie geführt habe, sei komplex gewesen und habe nicht nur das 

Übergewicht erfasst. Weiter sei ihm bis mindestens Juni 2018 behandlerseits (lediglich) 

eine Teilarbeitsfähigkeit attestiert worden. Die medizinische Zumutbarkeit habe vor der 

Vorlage des Gutachtens nicht zuverlässig festgestellt werden können. Aufgrund der 

nachvollziehbaren Schmerzen könne er nur noch körperlich leichte und weiter im Profil 

eingeschränkte Tätigkeiten ausführen. Der gewährte Teilzeitabzug von 10 % sei zu tief 

(act. G 8).

B.d. Mit Schreiben vom 3. Januar 2024 räumte das Gericht dem Beschwerdeführer 

Gelegenheit zum allfälligen Rückzug der Beschwerde und/oder zur allfälligen 

Stellungnahme ein, da das Gericht möglicherweise zum Schluss gelangen könnte, für 

die Dauer vom 1. Januar 2018 bis 30. September 2018 bestehe zu seinen Ungunsten 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 9/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

lediglich Anspruch auf eine halbe Rente und nicht wie verfügt auf eine Dreiviertelsrente 

(act. G 14).

B.e. Mit Eingabe vom 16. Februar 2024 hielt der Beschwerdeführer an der Beschwerde 

fest (act. G 17).

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge 

sowie die Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.  

Anfechtungsobjekt sind die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 25. Januar 

2023 (nicht jedoch diejenige, die sich an die Ehefrau des Beschwerdeführers richtet 

[Neuberechnung der IV-Rente der Ehefrau aufgrund der rückwirkenden Zusprache der 

IV-Rente an den Beschwerdeführer, IV-act. 174]). Streitgegenstand bildet der 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Der Beschwerdeführer meldete sich am 

30. Januar 2017 zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Gemäss dem beweistauglichen 

(dazu nachfolgend E. 2.1 ff.) Gutachten bestand eine relevante Arbeitsunfähigkeit ab 

August 2016, weshalb ein allfälliger Rentenanspruch nach Ablauf des Wartejahres ab 

1. August 2017 besteht (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]).

1.1. 

Am 1. Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der 

Invalidenversicherung verschiedene Änderungen des IVG und der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und am 1. Januar 2024 eine Änderung 

betreffend die Bestimmung des Invalideneinkommens Art. 26  Abs. 3 IVV in Kraft 

getreten. Die vorliegend angefochtenen Verfügungen datieren vom 25. Januar 2023. In 

zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der 

Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands 

Geltung haben (BGE 144 V 213 E. 4.3.1). Demnach sind die Bestimmungen in der bis 

31. Dezember 2021 gültigen Fassung anwendbar, da die angefochtene Verfügung 

einen noch unter Geltung des alten Rechts entstandenen Rentenanspruch zum 

Gegenstand hat (vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der 

1.2. 

bis

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 10/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Diese werden nachfolgend in der alten Fassung 

zitiert.

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.3. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine 

Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.4. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen).

1.5. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 11/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.  

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

1.6. 

Die Beweistauglichkeit des den Verfügungen zugrundeliegenden Gutachtens der 

SMAB AG Bern vom 18. Januar 2021 ist unbestritten. Es erfüllt die Anforderungen der 

Rechtsprechung: Die Gutachter haben Anamnese (IV-act. 113- 33 ff., IV-act. 113-55 ff.; 

IV-act. 113-68 ff.; IV-act. 113-80 ff.) und Befunde (IV-act. 113-36 ff.; IV-act. 113-59 ff.; 

IV-act. 113-70 ff.; IV-act. 113-85 ff.) regelrecht erhoben und die wesentlichen Akten 

berücksichtigt (IV-act. 113-36; IV-act. 113-61, 63; IV-act. 113-74; IV-act. 113-89). Die 

Ausführungen zur Diagnostik (IV-act. 113-42 f.; IV-act. 113-61; IV-act. 113-73; IV-

act. 113-87 f.) und zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 113-47 f.; IV-

act. 113-62; IV-act. 113-75; IV-act. 113-92 ff.) sind nachvollziehbar. Mit dem RAD 

(Stellungnahme vom 25. Januar 2021, IV-act. 114) ist somit auf das Gutachten 

abzustellen und von einer aus somatischer Sicht führenden dauerhaften 80 %igen 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit ab August 2016 auszugehen.

2.1. 

Strittig ist der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht. Während 

die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass vom 22. Oktober 2017 bis 30. Juni 2019 

aus psychiatrischer Sicht eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit bestand, vertritt der 

Beschwerdeführer die Ansicht, dass sich sein Gesundheitszustand ab Juli 2018 nicht 

gebessert habe.

2.2. 

Der psychiatrische Gutachter konnte im Untersuchungszeitpunkt im November 

2020 keine depressive Symptomatik mehr feststellen; anhand der Anamnese und der 

spärlichen Akten konnte er jedoch nicht beurteilen, seit wann diese nicht mehr bestehe 

(IV-act. 113-63). Er verwies auf den Behandler, welcher ab Oktober 2017 eine 30%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestierte und dies in seinem Bericht im Juni 2018 immer noch 

bestätigte. Diese Einschränkung hielt der Gutachter für plausibel.

2.2.1. 

Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seit 5. Oktober 2017 bei 

med. pract. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung stehe 

und dieser ihm eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert habe (Arztbericht 

med. pract. D.___ vom 22. Oktober 2017, IV-act. 40-7, 10). Im Arztbericht vom 21. Juni 

2018 führte med. pract. D.___ aus, der Beschwerdeführer leide unter einer 

mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1). Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit 

2.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

von 30 % "vom 5. Oktober 2017 (Behandlungsbeginn) bis anhin" (IV-act. 54-3). In 

Beantwortung einer entsprechenden Nachfrage der Beschwerdegegnerin gab 

med. pract. D.___ am 21. Dezember 2021 unter anderem an, die Therapie sei im 

August 2018 "zunächst beendet" worden. Der Beschwerdeführer sei aus 

psychiatrischer Sicht ab Juli 2018 wieder 100 % arbeitsfähig gewesen (IV-act. 149). Am 

6. Oktober 2022 berichtete er, die Wiederaufnahme der Behandlung sei am 

6. November 2019 erfolgt und diese habe bis 20. Januar 2020 gedauert. Während 

dieser Zeit habe er den Beschwerdeführer nicht krank geschrieben. Die Behandlung sei 

zur Erarbeitung von Strategien zur Gewichtsreduktion erfolgt. Eine depressive 

Symptomatik habe zu jener Zeit nicht bestanden (IV- act. 170). Der RAD nahm am 

24. Januar 2022 Stellung, die Angaben von med. pract. D.___ fügten sich in das 

bisherige Bild der Krankengeschichte konsistent ein. Eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % 

habe von Oktober 2017 bis Ende Juni 2018 bestanden. Ab Juli 2018 sei der 

Beschwerdeführer voll arbeitsfähig gewesen und im August sei die Therapie beendet 

worden (IV-act. 151).

Anlässlich einer psychiatrischen Abklärung (Bericht vom 29. Mai 2018, 

Untersuchung am 5. April 2018; Fremdakten, act. 2-12) zuhanden des 

Krankentaggeldversicherers diagnostizierte Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie, eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion, 

gegenwärtig vollständig remittiert (ICD-10; F43.21). Diese schränke die Arbeitsfähigkeit 

nicht ein (Fremdakten, act. 2-19). Dem Verlaufsbericht der Hausärztin vom 5. Juni 2020 

ist zu entnehmen, dass sich der psychische Gesundheitszustand vorübergehend 

verschlechtert habe, als der Beschwerdeführer im Februar 2019 das Medikament 

Valdoxan abgesetzt habe und dass im Juni 2019 aufgrund der verschlechterten 

sozialen Lage erneut psychische Probleme mit sporadischem Alkohol- und 

Nikotinkonsum aufgetreten seien. Nach einer eindringlichen Beratung und 

Besprechung der Gesamtsituation habe sich der Beschwerdeführer wieder gefangen 

und sei phasenweise bezüglich Alkohol und Nikotin wieder abstinent gewesen. Im 

Februar 2020 habe sich der Beschwerdeführer wiederum über psychische Probleme 

und Schlafstörungen beklagt, nachdem med. pract. D.___ aufgrund der Leberwerte die 

Medikation mit Valdoxan zwei Monate zuvor gestoppt habe (IV-act. 95).

2.2.3. 

Zwar erscheint fraglich, weshalb der behandelnde Psychiater das absehbare 

Ende der Arbeitsunfähigkeit per Ende Juni 2018 im Arztbericht vom 21. Juni 2018 nicht 

erwähnte. Indes basierte dieser Bericht auf der Konsultation vom 7. Juni 2018 (IV-

act. 54-1), was plausibel erscheinen lässt, dass er die Remission erst anlässlich einer 

späteren Konsultation mit genügender Sicherheit bestätigen konnte. Zudem stellte 

2.2.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 13/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.

Weiter zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit verwerten 

kann.

Dr. E.___ bereits im April 2018 keine psychischen Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit mehr fest (Fremdakten, act. 2-19). Der Beschwerdeführer schilderte, er 

habe sich nach der Vorstellung im Adipositaszentrum im April 2019 nochmals in 

Therapie bei med. pract. D.___ begeben (IV-act. 113-56). Dies passt zur Aussage von 

med. pract. D.___, vordergründiges Ziel der zweiten Therapiephase sei die 

Gewichtsreduktion gewesen. Gegen die Annahme einer weiterhin andauernden 

arbeitsfähigkeitsrelevanten Depression spricht auch, dass med. pract. D.___ gemäss 

Bericht der Hausärztin das Valdoxan um den Jahreswechsel 2019/2020 herum 

aufgrund der Leberwerte absetzte, ohne dieses durch ein anderes Antidepressivum zu 

ersetzen. Vielmehr wurde die Therapiephase gemäss med. pract. D.___ am 20. Januar 

2020 (IV-act. 170) bzw. gemäss dem Beschwerdeführer im März 2020 (IV-act. 113-56) 

beendet. Der Beschwerdegegnerin ist somit zu folgen, dass mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine depressionsbedingte 30%ige Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit von Oktober 2017 bis Ende Juni 2018 vorlag. Unbestritten und 

nachvollziehbar bestand diese zusätzlich zur somatisch bedingten Einschränkung der 

Leistungsfähigkeit von 20 %.

Zusammenfassend war der Beschwerdeführer somit von August 2016 bis Ende 

September 2017 zu 80 %, von Oktober 2017 bis Ende Juni 2018 zu 56 % und ab Juli 

2018 wieder zu 80 % arbeitsfähig.

2.3. 

Der Beschwerdeführer bringt vor, massgebend sei der Zeitpunkt der Eröffnung des 

Gutachtens mit Vorbescheid vom 22. Februar 2021, zwei Monate vor Erfüllung des 

59. Lebensjahres. Er verfüge über keine berufliche Ausbildung und habe die Schulzeit 

vor mehr als 50 Jahren in einem Land verbracht, das nicht mehr existiere. Die 

Aufnahme einer (angepassten) Tätigkeit mit dem sehr einschränkenden 

Anforderungsprofil sei realitätsfremd. Bei einer verbleibenden Aktivitätszeit von im 

Verfügungszeitpunkt weniger als 6 Jahren sei ihm die Aufgabe seines Betriebs nicht 

zumutbar (act. G 1 S. 10).

3.1. 

Die Möglichkeit einer versicherten Person, das verbliebene Leistungsvermögen auf 

dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt von den konkreten 

Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend sind rechtsprechungsgemäss die Art und 

Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 14/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die 

Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, 

beruflicher Werdegang oder die Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem 

angestammten Bereich. Beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt handelt es sich um eine 

theoretische Grösse, so dass nicht leichthin angenommen werden kann, die 

verbliebene Leistungsfähigkeit sei unverwertbar. Er umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit 

einem sozialen Entgegenkommen des Arbeitgebers rechnen können. Unverwertbarkeit 

der Restarbeitsfähigkeit ist insbesondere dann anzunehmen, wenn die zumutbare 

Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil 

des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2020, 8C_416/2020, E. 4 mit Verweisen). An die 

Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten betreffend Verweistätigkeiten sind 

rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. Dezember 2016, 9C_469/2016, E. 3.2). Das fortgeschrittene 

Alter stellt einen invaliditätsfremden Faktor dar. Dennoch kann es 

rechtsprechungsgemäss zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen 

Gegebenheiten dazu führen, dass die einer versicherten Person verbliebene 

Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht 

mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die 

Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Massgebend können dabei die Art 

und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare 

Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch 

Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, 

beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem 

angestammten Bereich sein (Urteil des Bundesgerichts vom 25. November 2021, 

8C_535/2021, E. 5.3.2). Eine verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Erreichen des AHV-

Alters schliesst die Verwertbarkeit der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit für sich 

alleine nicht aus. Massgebend sind stets die konkreten Umstände und nicht eine 

abstrakte Alterslimite (Urteile des Bundesgerichts vom 14. Dezember 2017, 

9C_535/2017, E. 4.5.2 [nicht amtlich publiziert in BGE 143 V 431], und vom 9. Juni 

2021, 8C_55/2021, E. 5.2.1 f.). Die Rechtsprechung hat für die Unverwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen relativ hohe Hürden aufgestellt (Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. November 2021, 8C_535/2021, E.  5.6). Massgebend für die 

Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist der Zeitpunkt des 

Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)erwerbstätigkeit. Dies ist 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 15/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegeben, sobald die medizinischen Unterlagen eine zuverlässige 

Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 461 f. E. 3.3 f.).

Vorliegend datiert das SMAB-Gutachten vom 18. Januar 2021, welches 

grundsätzlich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung als massgebliches Datum 

gilt. Spätestens mit dem Vorbescheid vom 22. Februar 2021 erlangte der 

Beschwerdeführer Kenntnis vom Ergebnis des Gutachtens (IV-act. 117), mithin im Alter 

von 59 Jahren und rund 10 Monaten. Das Bundesgericht bejaht die Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit bei unter 60-jährigen Versicherten regelmässig und verneint sie 

lediglich, wenn starke gesundheitliche Einschränkungen vorliegen, krankheitsbedingte 

Ausfälle bereits absehbar sind, die langjährige Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden 

kann und keine anderen Kompetenzen vorhanden sind, die betroffenen Personen über 

keine oder nur schlechte Berufsausbildungen verfügen, altersbedingt mit einer geringen 

Anpassungsfähigkeit zu rechnen ist und/oder eine lange Absenz vom Arbeitsmarkt 

vorliegt (vgl. Thomas Gächter / Philipp Egli / Michael E. Meier / Martina Filippo, 

Rechtsgutachten "Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der 

Invalidenversicherung" und die Schlussfolgerungen daraus "Fakten oder Fiktion? Die 

Frage des fairen Zugangs zu Invalidenleistungen. Schlussfolgerungen aus dem 

Rechtsgutachten "Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der 

Invalidenversicherung'" vom 27. Januar 2021], 22. Januar 2021, Rz 125, S. 53 und Rz 

147, S. 58, je mit Verweisen). Diese Kriterien erfüllt der Beschwerdeführer nicht, sodass 

sein Alter keinen entscheidenden Faktor für die Beurteilung der Verwertbarkeit seiner 

Restarbeitsfähigkeit bildet.

3.3. 

Die Gutachter kamen im Konsens zum Schluss, der Beschwerdeführer sei in der 

Lage, körperlich nur leichte Tätigkeiten ohne Arbeiten auf Gerüsten und Leitern, ohne 

Überkopftätigkeiten, ohne Tätigkeiten, die eine Sicherungsfunktion mit beiden Händen 

voraussetzen und ohne Verrichtung in kniender und hockender Stellung auszuführen. 

Die Tätigkeiten müssten überwiegend im Sitzen durchführbar sein mit der Möglichkeit 

selbst gewählter Positionswechsel (IV-act. 113-12). Der RAD schloss aus 

arbeitsmedizinischer Sicht zusätzlich Arbeiten mit Absturzgefahr, mit Gehen auf 

unebenen, glatten oder instabilen Böden, mit Vibrationen an Händen und Armen sowie 

in Kälte oder Hitze aus (IV-act. 114-2). Der Beschwerdeführer hat selbst bereits 

mögliche Tätigkeiten evaluiert, so im Bereich Qualitätskontrolle (IV-act. 51-6), als 

Übersetzer, wobei er noch ein Diplom dazu benötigen würde (IV-act. 113-36, 59) und 

im Import von Jungbäumen (IV-act. 113-59). Diese Tätigkeiten entsprechen dem 

Anforderungsprofil und es ist nicht ersichtlich, dass die Realisierung einer solchen bei 

ausgeglichenem Arbeitsmarkt nicht möglich sein sollte. Der Beschwerdeführer hat in 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 16/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.  

seiner Heimat die Mittelschule und zwei Jahre Betriebswirtschaftsstudium absolviert 

(IV-act. 113-57) und hat Kenntnisse in Latein, Russisch, Englisch, Französisch und 

Serbisch; allerdings stuft er seine EDV-Kenntnisse als gering ein (IV-act. 79-2). Seine 

selbständige Tätigkeit hat er mittlerweile aufgegeben (IV-act. 82-1, IV-act. 113-69; 

Auszug zefix UID CHE-107.619.678), weshalb die Aufgabe des eigenen Betriebs der 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht mehr entgegensteht. Mit seiner 

Berufserfahrung und seinen weiteren Kenntnissen stehen ihm trotz der 

Einschränkungen gemäss dem gutachterlichen Adaptionsprofil (leichte, eher sitzende 

Tätigkeiten) und seines fortgeschrittenen Alters genügend Stellen, zumindest im 

Hilfsarbeiterbereich (beispielsweise Kontroll-, Überwachungs-, Sortier- und 

Verpackungstätigkeiten sowie leichte Montagearbeiten, welche selbst bei funktionell 

einarmigen Versicherten nicht ausgeschlossen erscheinen, vgl. dazu Urteile des 

Bundesgerichts vom 19. Mai 2022, 8C_55/2022, E. 4.4.1, vom 27. August 2020, 

8C_462/2020, E. 5.1, vom 28. Oktober 2019, 9C_300/2019, E. 5.3.3, vom 10. April 

2019, 8C_811/2018, E. 4.4.2 und vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, E. 4.2.1), auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen. Demnach kann in Anbetracht der hohen 

Anforderungen an die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit vorliegend nicht von 

einer solchen ausgegangen werden.

Zu prüfen bleibt der Einkommensvergleich. Massgebend dafür ist das Jahr 2017 

(vgl. BGE 129 V 222). Die Beschwerdegegnerin legte dem Einkommensvergleich ein 

Valideneinkommen von Fr. 92'201.-- zugrunde (IV-act. 160 f.; IV-act. 171). Sie stützte 

sich dabei insbesondere auf den Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 

19. April 2018 (IV-act. 51; IV-act. 160 ff.; IV-act. 171). Dabei stellte sie auf den 

Durchschnitt der indexierten Einkommen der Jahre 2008 bis 2017 ab und 

berücksichtigte die dem Beschwerdeführer im Jahr 2014 ausgerichteten 

Krankentaggelder (IV-act. 162). Der Beschwerdeführer rügt insbesondere, der 

Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin beruhe auf einem zu tiefen 

Valideneinkommen. Sein Einkommen habe sich ab dem Jahr 2012 aus 

gesundheitlichen Gründen verringert. Unter Berücksichtigung des AHV-pflichtigen 

Lohns gemäss IK-Auszug seit 2001, der Taggelder der Jahre 2014 und 2015 sowie der 

Nominallohnentwicklung resultiere ein Valideneinkommen von Fr. 118'791.-- (act. G 1 

S. 8 f.).

4.1. 

Der Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, 

dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen (Validen- und 

Invalideneinkommen) ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Ist eine Ermittlung des Validen- und/oder 

Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des 

Einzelfalls nicht möglich, wird subsidiär auf die Lohnstatistik, in der Regel auf die 

Tabellenlöhne der LSE, abgestellt (BGE 148 V 189 E. 9.2.1, mit Verweis auf BGE 142 V 

178, E. 2.5.7; Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2022, 8C_104/2021 [zur 

Publikation vorgesehen], E. 6.3.2 betr. Invalideneinkommen).

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. 

In der Regel ist am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst anzuknüpfen, da erfahrungsgemäss 

die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (Urteil des 

Bundesgerichts   vom 11. April 2023, 8C_592/2022, E. 4.2.1). Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Die Ermittlung des Valideneinkommens 

hat so konkret wie möglich zu erfolgen (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Februar 

2023, 8C_738/2021, E. 3.4.2.1). Weiter ist nicht auf den schon länger zurückliegenden 

Verdienst abzustellen, sondern auf das hypothetische Einkommen im Zeitpunkt des 

Rentenbeginns (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 

9C_192/2014, E. 3.2). Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar, war die versicherte Person 

zur Zeit des Eintritts des Gesundheitsschadens arbeitslos oder hätte sie ihre bisherige 

Stelle auch ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung in der Zeit bis zum 

Rentenbeginn verloren, so können die Zahlen der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) herangezogen werden (vgl. 

Urteil vom 25. August 2017, 8C_382/2017, E. 2.3.1). Markant überdurchschnittlich hohe 

Verdienste sind nur dann als Valideneinkommen heranzuziehen, wenn mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass sie (ohne Eintritt des 

Gesundheitsschadens) weiterhin erzielt worden wären (Urteile des Bundesgerichts vom 

5. September 2019, 9C_239/2019, E. 2.2.1, und vom 14. Mai 2019, 9C_190/2019, 

E. 4.2). Dies schliesst indessen grundsätzlich nicht aus, dass auch aufgrund guter 

Berufskenntnisse, breiter Berufserfahrung, optimaler Leistung oder eines dauernd 

überdurchschnittlichen Arbeitspensums vor dem Eintritt der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung erzielte sehr hohe Einkommen in den Einkommensvergleich 

miteinbezogen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Februar 2011, 

8C_671/2010, E. 4.5.3). Sodann ist bei sehr starken und verhältnismässig kurzfristigen 

Einkommensschwankungen auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Januar 2022, 

8C_572/2021, E. 3.2).

 4.4. 

Das Valideneinkommen von Selbständigerwerbenden kann grundsätzlich auf der 

Basis der Einträge im IK bestimmt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 

19. Januar 2022, 8C_572/2021, E. 3.2). Dies kann indes nicht unbesehen erfolgen, 

namentlich wenn die versicherte Person als einziger Gesellschafter und Verwaltungsrat 

seiner Gesellschaft faktisch selbständig erwerbend ist und auf die Aufteilung Gehalt / 

Gewinnanteil bestimmenden Einfluss hat (vgl.  Urteile des Bundesgerichts vom 

22. Dezember 2021, 8C_12/2021, E. 4.3 und 4.4.1, und vom 15. September 2020, 

8C_450/2020, E. 4.3.2). Der versicherten Person wie auch der IV-Stelle steht der 

Gegenbeweis offen, dass das tatsächlich erzielte (beitragspflichtige) Einkommen höher 

oder tiefer ist als die verabgabten IK-Einkünfte, wobei die Vermutung, dass die im IK 

eingetragenen Einkommen nicht einzig durch tiefere unpersonalisierte Saläre in der 

Erfolgsrechnung oder tiefere in der Buchhaltung ausgewiesene Gewinne umgestossen 

werden können (Urteil vom 29. Mai 2018, 9C_771/2017, E. 3.6.1 f., Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. Mai 2016, E. 3.6.1, 9C_658/2015 vom E. 5.1.1 mit Hinweisen). 

Die Beweislast dafür, dass in einem konkreten Fall die Regel der Anknüpfung an den 

zuletzt erzielten Verdienst nicht greift, trifft die versicherte Person, wenn sich ein 

Abweichen davon zu ihren Gunsten (höheres Valideneinkommen) auswirkt (Urteil des 

Bundesgerichts vom 5. April 2019, 9C_818, E. 4.2.1; Art. 8 ZGB).

4.4.1. 

Beim Beschwerdeführer sind keine Gründe ersichtlich, welche einem Abstellen 

auf den IK-Auszug entgegenstehen. Zwischen dem veranlagten Einkommen bzw. der 

Buchhaltung und den im IK-Auszug aufgeführten Einkommen bestehen keine 

grösseren unerklärbaren Diskrepanzen.

4.4.2. 

 4.5. 

Der Beschwerdeführer erzielte gemäss IK-Auszug ab dem ersten ganzen Jahr 

seiner selbständigen Tätigkeit im 1994 gegründeten Unternehmen die in nachfolgender 

Tabelle aufgeführten Einkommen. Aufgrund der Folgen der Knieverletzung wurde ihm 

im Jahr 2007 eine Erwerbsausfallsentschädigung von Fr. 7'103.-- 

(Veranlagungsberechnung 2007, IV-act. 122-20) und im Jahr 2008 eine solche von 

Fr. 27'800.-- ausgerichtet (Veranlagungsberechnung 2008, IV-act. 122-22). Im Jahr 

2014 wurden ihm Taggelder im Betrag von Fr. 28'671.-- (Veranlagungsberechnung 

4.5.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 19/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Tabelle Vergleich der Einkommen der Jahre 1995 bis 2017

4.5.2. Aus der Tabelle ergibt sich, dass die bis zum Jahr 2009 erzielten Einkommen des 

Beschwerdeführers im Vergleich zu den nachfolgenden Jahren höher waren und ab 

diesem Jahr kontinuierlich abnahmen. Dazu gab der Beschwerdeführer an, dass er in 

diesen Jahren ohne Rücksicht auf die Gesundheit viel arbeitete. Nachdem die Kinder 

die Ausbildung fertig absolvierten, habe er das Arbeitspensum freiwillig reduziert im 

Sinne eines Versuches, den Stress zu reduzieren (Abklärung vor Ort; IV-act. 51-7, 

sowie Assessmentgespräch vom 15. August 2018; IV-act. 79-2; siehe Beweiswert der 

sogenannten "Aussagen der ersten Stunde", BGE 121 V 45 E. 2a). Eine genaue 

Zeitangabe dazu fehlt in den Akten. Ebenso ungeklärt ist, ob eine einmalige 

Pensumsreduktion erfolgte oder die stetigen Einkommensrückgänge ab dem Jahr 2010 

auf abgestufte Reduktion zurückzuführen sind. Die 19__ geborene Tochter absolvierte 

eine Ausbildung zur Sekundarstufenlehrerin; sie schloss diese gemäss den Angaben 

des Beschwerdeführers im Jahr 2012 ab (act. G 17). Die 19__ geborene Tochter liess 

sich im Kunstbereich und die 19__ geborene in einer dreijährigen Lehre zur 

Chemielaborantin ausbilden (IV-act. 113-57). Unter Berücksichtigung des Zeitpunkts 

des Berufsabschlusses der jüngsten Tochter erscheint plausibel, dass die 

Verminderung des Einkommens des Beschwerdeführers ab 2010 auf dessen 

freiwilligen Entschluss beruhte. Wirtschaftliche Gründe für die Einkommensreduktion 

sind keine ausgewiesen, wobei diese sowieso nicht ohne Weiteres massgebend wären.

4.5.3. Der Einkommensrückgang lässt sich aufgrund der vorliegenden Akten auch nicht 

mit echtzeitlich ausgewiesenen gesundheitlichen Einschränkungen erklären. Bezüglich 

einer Ruptur des Kreuzbandes rechts war der Beschwerdeführer ab 1. April 2008 nicht 

mehr arbeitsunfähig (vgl. Bericht Orthopädie F.___ betreffend Operation vom 

20. Dezember 2007, IV-act. 37-41 f.; Bericht Orthopädie F.___ vom 12. März 2008, IV-

act. 37-43). In den Jahren 2009 bis 2013 wurden dem Beschwerdeführer keine 

Krankentaggelder ausgerichtet. Ab dem Jahr 2013 (linkes Knie) und 2015 (Schultern) 

sind degenerative bzw. arthrotische Beschwerden dokumentiert (IV-act. 113-44). 

Erstmals objektiviert wurden arthrotische Beschwerden im linken Knie mit dem MRI 

vom 18. Dezember 2013 (IV-act. 37-40). Im Jahr 2014 führte ein Arbeitsunfall zu einer 

2014, IV-act. 122-36) und im Jahr 2015 von Fr. 14'992.-- (Veranlagungsberechnung 

2015, IV-act. 122-37; Beschwerde, act. G 1 S. 8) bezahlt.

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 20/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 17. Februar 2014 und von 50 % ab 12. Mai bis 

31. August 2014 (Fremdakten, act. 3-11 ff., 3-17 und 3-22). Die Hausärztin wies im 

Arztbericht vom 2. Oktober 2017 (Posteingang) auf zunehmend belastungsabhängige 

Schmerzen in beiden Füssen, in beiden Knien, in beiden Schultern und in beiden 

Handgelenken sowie auf noch bestehende Nackenschmerzen und zunehmende 

Bewegungseinschränkungen in den beiden Handgelenken und in den Sprunggelenken 

hin (IV-act. 37). Dass sie eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

Fensterbauer nicht bereits ab Behandlungsbeginn am 1. Januar 2014 (IV-act. 37-2), 

sondern erst ab dem Schlaganfall vom 26. August 2016 (IV-act. 37-4) attestierte, mag 

dem Wunsch des Beschwerdeführers entsprochen haben. Der orthopädische 

Gutachter hielt schliesslich fest, aufgrund der degenerativen Veränderung der 

Halswirbelsäule, der Schultergelenke, der Kniegelenke und der Radiokarpalarthrose 

links und rechts (zu den genauen Diagnosen vgl. IV-act. 113-44) seien dem 

Beschwerdeführer nur noch körperlich leichte Tätigkeiten zumutbar und seit August 

2016 bestehe in der bisherigen Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr (vgl. IV-act. 

113-47). Ausser im Jahr 2014 sind keine Arbeitsunfähigkeiten durch echtzeitliche 

Atteste ausgewiesen. In diesem Jahr erhielt der Beschwerdeführer allerdings ein 

Taggeld, welches dem im IK-Auszug ausgewiesenen Einkommen hinzuzurechnen ist. 

Somit sind vor dem Jahr 2015 keine grösseren Auswirkungen auf das Einkommen rein 

aufgrund eines Gesundheitsschadens belegt. Zu beachten ist aber, dass es sich bei 

den gutachterlich diagnostizierten Leiden um chronische Schmerzen bzw. 

fortschreitende degenerative Veränderungen handelt. Es erscheint nicht plausibel, dass 

bei diesen Leiden aus orthopädischer Sicht, welche die Folgen des Insults nicht 

berücksichtigt, in der angestammten Tätigkeit exakt ab August 2016 eine plötzliche 

Reduktion der Arbeitsfähigkeit von 100 % auf 0 % erfolgt sein soll. Vielmehr ist 

anzunehmen, dass sich die gesundheitlichen Einschränkungen bereits vorher 

zumindest teilweise auf die Einkommenshöhe auswirkten. Dem Abklärungsbericht vor 

Ort vom 29. November 2017 lässt sich dazu lediglich entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer seit Jahren an multipler Gelenksarthrose (Füsse, Finger, Schultern) 

und an Herzrhythmusstörungen leide (IV-act. 51-2). Weiter führte der Sachverständige 

in diesem Bericht aus, die Auftragslage bei der Fenstermontage sei von der 

Entwicklung im Baugewerbe abhängig, welche zurzeit grundsätzlich gut sei. Es gebe 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 21/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

keine invaliditätsfremden Gründe für einen Ertragsrückgang (IV-act. 51-7). Insofern 

lässt sich die Einkommenseinbusse auch nicht auf solche Gründe zurückführen.

4.6. Vorliegend handelt es sich nicht um einen typischen Fall mit starken 

Einkommensschwankungen, sondern um einen solchen mit etappenweiser 

abnehmenden Einkommensentwicklung, welche auf unterschiedliche Gründe 

zurückzuführen ist. Der Beschwerdeführer führte in der Beschwerdeschrift vom 

14. September 2021 selbst aus, die ersten gesundheitlichen Probleme seien im Jahr 

2012 aufgetreten (IV-act. 129-9). Im neuesten Schreiben änderte er seine Angaben 

dahingehend ab, dass er bereits im Jahr 2010 gesundheitlich eingeschränkt gewesen 

sei. Wie bereits ausgeführt, sind für die Jahre 2009 bis 2013 keine echtzeitlichen 

Arbeitsunfähigkeiten oder Taggeldleistungen dokumentiert. Somit erscheint als 

überwiegend wahrscheinlich, dass der Einkommensrückgang in den Jahren 2009 bis 

2013 wesentlich auf invaliditätsfremden Gründen beruhte. Massgebend für die 

Ermittlung des Valideneinkommens ist, wie bereits unter E. 4.3 dargetan, was die 

versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdienen würde. Es rechtfertigt sich daher, die vor dem Jahr 

2010 erzielten Einkommen ausser Acht zu lassen. Denn der Einkommensrückgang ab 

dem Jahr 2010 lässt sich mit dem freiwillig reduzierten Pensum des Beschwerdeführers 

erklären. Ab spätestens Ende Jahr 2013 sind degenerative Beschwerden beim Knie 

(MRI vom 15. Dezember 2013, IV-act. 113-6) ausgewiesen, allerdings wurden keine 

echtzeitlichen Arbeitsunfähigkeiten attestiert. Wenn im Jahr 2014 beim Einkommen das 

Taggeld hinzugerechnet wird, liegt das Einkommen im üblichen Rahmen bzw. ist gar 

höher als in den vorherigen Jahren 2012 und 2013. Daher kann mit Blick auf die 

erzielten Einkommen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen 

werden, dass sich die gesundheitlichen Einschränkungen erst ab dem Jahr 2015 

deutlicher auswirkten (siehe vorstehende E. 4.5.1). Zuvor begnügte sich der 

Beschwerdeführer freiwillig über längere Zeit mit einem tieferen Einkommen, welches 

auch ohne gesundheitliche Einschränkungen stetig abnahm. Da die Einkommen der 

Jahre 2010 bis und mit 2014 gewissen Schwankungen unterliegen, erscheint die 

Ermittlung eines Durchschnittswerts angemessen. Somit beläuft sich das 

Valideneinkommen auf Fr. 80'418.-- (siehe die Einkommen gemäss der Tabelle E. 4.5).

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 22/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.7. Unbestritten ist, dass bei der Bemessung des Invalideneinkommens vom Lohn 

nach der Lohnstrukturentwicklung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) von Fr. 

67'102.-- (Jahr 2017; Informationsstelle AHV/IV, Invalidenversicherung, Ausgabe 2022, 

Anhang 2) auszugehen ist. Trotz Berufserfahrung des Beschwerdeführers, seiner 

vielseitigen Interessen bzw. Berufsmöglichkeiten (Qualitätskontrolle Fenster, 

Übersetzer, Import von Jungbäumen), seiner Intelligenz und seiner sehr guten 

Integration mit ausserordentlich guten Deutschkenntnissen rechtfertigt sich verbunden 

mit dem nötigen Berufswechsel und aufgrund der fehlenden spezifischen Kenntnisse in 

einem anderen Bereich nicht die Anwendung eines höheren Kompetenzniveaus (vgl. 

dazu Urteil des Bundesgerichts vom 2. November 2021, 8C_276/2021, E. 5.4.1).

4.8. Der Beschwerdeführer macht einen Tabellenlohnabzug von 20 % geltend. Diesen 

begründet er damit, dass er bisher einer körperlich schweren Tätigkeit nachgegangen 

sei und ihm nunmehr nur noch eine leichte Tätigkeit zuzumuten sei. Diese sei sodann 

bezüglich Positionen, Bewegungen und Dauer weiteren erheblichen Einschränkungen 

unterworfen (act. G 1 S. 10). Die Beschwerdegegnerin anerkennt einen befristeten 

Teilzeitabzug ausschliesslich beim Arbeitsfähigkeitsgrad von 56 % und somit für die 

Zeitspanne von Oktober 2017 und Juni 2018 (IV-act. G 4 S. 10).

4.8.1. Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Lohndaten 

wie namentlich der LSE ermittelt, ist der so erhobene Ausgangswert gemäss bisheriger 

Rechtsprechung allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen 

werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und die versicherte 

Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg 

verwerten kann. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung 

der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen 

und darf 25 % nicht übersteigen. Dem Abzug kommt als Korrekturinstrument bei der 

Festsetzung eines möglichst konkreten Invalideneinkommens überragende Bedeutung

zu (BGE 148 V 174 E. 9.2.2, mit Verweisen).

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 23/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.8.2. Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer während der 

56%igen Arbeitsfähigkeit vorübergehend einen Teilzeitabzug von 10 %. Die Höhe des 

Abzuges ist eine Ermessensfrage. Das kantonale Gericht darf sein Ermessen nicht 

ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (Urteil des 

Bundesgerichts von 6. Juli 2018, 8C_297/2018, E. 3.4). Gegen den vorgenommenen 

Abzug ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Jedoch erscheint es nicht ohne Weiteres 

plausibel, dass der Abzug nur vorübergehend bei der tieferen Arbeitsfähigkeit gewährt 

werden soll. Wäre der Beschwerdeführer in einem Arbeitsverhältnis gestanden und 

hätte er aufgrund des Gesundheitsschadens einige Monate lediglich in einem 

reduzierteren Pensum (56 %) der Erwerbstätigkeit nachgehen können, hätte dies nicht 

zu einer vorübergehenden Kürzung des Lohnes geführt. Im Übrigen hat nicht nur die 

Teilzeittätigkeit Einfluss auf die Höhe des Lohnes. Einerseits sind im vorliegenden Fall 

weitere Faktoren zu beachten, die sich ebenfalls lohnmindernd auswirken. So befindet 

sich der Beschwerdeführer bereits in einem fortgeschrittenen Alter und übte während 

vieler Jahre dieselbe schwere Tätigkeit aus. Aus medizinischer Sicht ist er aufgrund 

seines Diabetes darauf angewiesen, dass er sich während der Arbeitszeit regelmässig 

ernähren und allenfalls den Blutzucker kontrollieren kann, was die Gutachter bei der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht berücksichtigt haben, denn die Erkrankung wurde als 

solche ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingestuft (IV-act. 113-10). Ausserdem 

sind allfällige nachteilige Entwicklungen aus neuropsychologischer Sicht nicht 

auszuschliessen (vgl. IV-act. 113-11). Im Übrigen kann er nur ideal leidensadaptierte 

Tätigkeiten ausüben, was zu einer eingeschränkten Auswahl an Arbeitstätigkeiten führt 

und ein gewisses Entgegenkommen eines Arbeitgebenden bedingt. Andererseits ist zu 

beachten, dass die in der LSE erhobenen Einkommen von zumeist nicht behinderten 

Personen erzielt werden und darin auch Löhne für körperlich schwere Tätigkeiten 

enthalten sind (vgl. BGE 148 V 174 E. 9.2.3; erläuternder Bericht (nach 

Vernehmlassung) zur Änderung der IVV Umsetzung der Motion SGK-N 22.3377 

«Invaliditätskonforme Tabellenlöhne bei der Berechnung des IV-Grads; vgl. das in E. 

3.3 erwähnte Rechtsgutachten von Gächter/Egli/Meier/Filippo, S. 189 ff.). Aufgrund der 

genannten Umstände, des eingeschränkten, unter anderem nur körperlich leichte 

Tätigkeiten umfassenden Zumutbarkeitsprofils und der im Vergleich zu einer vollständig 

gesunden Arbeitskraft eingeschränkten Flexibilität erscheint es nachvollziehbar, dass 

der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit nicht mit demselben ökonomischen Erfolg 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 24/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

verwerten kann wie eine gesunde Person. Dementsprechend nahm die 

Beschwerdegegnerin zu Recht einen Abzug von 10% vom Tabellenlohn vor, allerdings 

ist dieser nicht nur vorübergehend zu gewähren.

4.9. Bei einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ergibt sich unter Berücksichtigung des 

10%igen Tabellenlohnabzugs ein Invalideneinkommen von Fr. 48'313.--. Während der 

56%igen Arbeitsunfähigkeit bei Gewährung eines 10%igen Tabellenlohnabzugs 

besteht ein Invalideneinkommen von Fr. 33'819.--. Setzt man diese 

Invalideneinkommen dem Valideneinkommen von Fr. 80'418.-- gegenüber, ergibt sich 

bei der 80%igen Arbeitsfähigkeit ein Invaliditätsgrad von 39,92 %. Das Auf- oder 

Abrunden hat nach den anerkannten Regeln der Mathematik zu erfolgen und es ist auf 

die nächste ganze Prozentzahl auf- oder abzurunden (BGE 130 V 121, E. 3.2). Somit 

wird ein Invaliditätsgrad von 40 % erreicht und der Beschwerdeführer hat Anspruch auf 

eine Viertelsrente. Bei der 56%igen Arbeitsfähigkeit resultiert ein Invaliditätsgrad von 

57,95% und damit ein Anspruch auf eine halbe Rente. Demnach hat der 

Beschwerdeführer vom 1. August 2017 bis 31. Dezember 2017 Anspruch auf eine 

Viertelsrente, vom 1. Januar 2018 bis 30. September 2018 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) auf 

eine halbe Rente und ab 1. Oktober 2018 wiederum auf eine Viertelsrente.

5.

5.1. Folglich hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für den Zeitraum 

vom 1. Januar 2018 bis 30. September 2018 zu Unrecht eine Dreiviertelsrente 

zugesprochen. Dem Beschwerdeführer wurde am 3. Januar 2024 Gelegenheit zur 

Stellungnahme und/oder zum Rückzug der Beschwerde zur in Aussicht stehenden 

reformatio in peius eingeräumt (act. G 14). Dieser hielt mit Schreiben vom 16. Februar 

2024 an der Beschwerde fest (act. G 17).

5.2. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Die Verfügung vom 

25. Januar 2023 betreffend Anspruch vom 1. Januar 2018 bis 30. September 2018 auf 

eine Dreiviertelsrente ist aufzuheben und dem Beschwerdeführer für diesen Zeitraum 

eine halbe Rente zuzusprechen.

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 25/25

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.3. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der 

Verfahrensausgang gilt hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen als ein 

Unterliegen des Beschwerdeführers. Somit sind ihm die Gerichtskosten vollumfänglich 

aufzuerlegen. Mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die 

geschuldete Gerichtsgebühr getilgt. Bei diesem Verfahrensausgang hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g 

ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Verfügung vom 25. Januar 2023 betreffend 

Anspruch vom 1. Januar 2018 bis 30. September 2018 auf eine Dreiviertelsrente wird 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer für diesen Zeitraum eine halbe Rente 

zugesprochen.

2.

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese sind 

durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt.

3.

Das Begehren um eine Parteientschädigung wird abgewiesen.

bis

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 07.03.2024
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG Das Einkommen des Beschwerdeführers als selbständig Erwerbender sank bereits vor dem Auftreten invalidisierender Einschränkungen aus überwiegend wahrscheinlich invaliditätsfremden Gründen. Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen zu hoch angesetzt, weshalb in Bezug auf den abgestuften Rentenanspruch zwischenzeitlich lediglich Anspruch auf eine halbe Rente besteht (reformatio in peius)(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. März 2024, IV 2023/51).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte