# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f373064-387e-58b6-83b7-9d88daf7a03f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1996 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1996-38_0000-00-00.pdf

## Full Text

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von der Piste entfernt war und dieselbe überblicken konnte und ob es 
schon einmal vorgekommen war, dass die Hunde einfach auf die Piste 
sprangen.

Aufgrund einer vorläufigen Wertung finden sich nach dem 
Gesagten

durchaus Anhaltspunkte, die eine Anklage nicht zum vornherein aus- 
schliessen. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen, die angefochtene 
Ein- stellungsverfügung aufzuheben und die Sache zur weiteren 
Untersuchung an
die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen.
BK 96 71 Entscheid vom 11. Dezember 1996

38 - Fahrlässige Körperverletzung   (Art. 125 StGB).  Zur Ver- 
kehrssicherungspflicht auf Skipisten bei Verwendung 
von Pistenbearbeitungsmaschinen. Vorsichtspflichten 
des Skifahrers.

Aus den Erwägungen:
3. Nach Art. 125 StGB wird bestraft, wer fahrlässig einen 

Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt. Damit jemand 
aufgrund dieser Bestimmung zur Verantwortung gezogen werden kann, 
müssen zwei Vor- aussetzungen erfüllt sein. Einmal muss sich der Täter 
dem Vorwurf fahrläs- sigen Verhaltens aussetzen und sodann muss 
dieses für den Eintritt der Schädigung ursächlich, das heisst adäquat 
kausal sein. Fahrlässig begeht je- mand eine Tat, wenn sie darauf 
zurückzuführen ist, dass der Täter die Fol- ge seines Verhaltens aus 
pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht 
Rücksicht genommen hat. Das tatbestandsmässige Verhalten kann in 
einem Tun liegen, im Herbeiführen oder Steigern einer Gefahr, die dann 
in den Erfolg umgeschlagen ist. Es kann aber auch in blossem Unter- 
lassen bestehen, dann nämlich, wenn jemand in Verletzung einer 
Rechts- pflicht (als sogenannter Garant) eine Handlung unterlässt, die 
objektiv mög- lich gewesen wäre, und dabei voraussehen konnte, dass 
der verpönte Erfolg abgewendet worden wäre.

Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die 
Vorsicht nicht beobachtet, zu der er nach den Umständen und nach 
seinen persönli- chen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 18 Abs. 3 
StGB). Das Mass der im Einzelfall zu beachtenden Sorgfalt lässt sich 
demnach nicht allgemein be- stimmen. Es richtet sich vielmehr nach den 
konkreten Umständen, zu denen unter anderem Art, Zweck und 
Notwendigkeit der geplanten Handlung, die mit ihr verbundenen 

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Gefahren sowie die zur Verfügung stehenden Hilfsmit- tel und 
Schutzvorkehrungen gehören, des weiteren aber auch nach den spe- 
ziellen Kenntnissen und Fähigkeiten des Täters. Der Richter hat den 
Sach- verhalt auch dahingehend zu prüfen, inwiefern eine Gefährdung 
sich im Rahmen des Tolerierbaren bewegt (vgl. S. Trechsel, Kommentar 
zum StGB,

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1989, N. 23 ff. zu Art. 18 StGB). Richtet sich das Mass der zu 
beachtenden Sorgfalt nach den konkreten Umständen, so heisst dies 
auch, dass im Ein- zelfall zu unterscheiden ist, welche Vorkehrungen 
zum Schutz des Rechts- gutes an sich möglich gewesen wären, welche 
zur Vermeidung einer Gefahr konkret zu treffen waren, und welche 
effektiv getroffen wurden.

4. Sowohl anlässlich seiner polizeilichen als auch seiner 
untersu- chungsrichterlichen Einvernahme erklärte der Lenker des 
Pistenfahrzeuges, J., dass er sich am besagten Tag vor dem Einfahren 
in die Traverse, wo es zum Unfall kam, über Funk mit dem Patrouilleur 
V in Verbindung gesetzt und diesem seine Weiterfahrt angekündigt 
habe, damit dieser die Signalisa- tionstafel mit der Aufschrift «slow, 
langsam» und «Achtung Pistenfahrzeug» anfangs der Grischapiste 
aufstelle. Während der ganzen Fahrt sei das Blink- licht seines 
Fahrzeugs eingeschaltet gewesen. Als er nach dem Unfall zur 
Bergstation gefahren sei, sei das betreffende Signal denn auch auf der 
lin- ken Seite der Piste gestanden. V bestätigte anlässlich seiner 
polizeilichen Befragung vom 24. Januar 1995, dass sich J. mit ihm über 
Funk in Verbin- dung gesetzt und seine Fahrt angekündigt habe. 
Demzufolge habe er sich zur Grischapiste begeben, wo er das 
Plastikband mit den Signeten «slow, langsam» und «Achtung 
Pistenfahrzeug» aufgestellt habe. Bei seiner unter- 
suchungsrichterlichen Einvernahme vom 13. Dezember 1995 erklärte 
V., dass er - nachdem ihm J seine Fahrt angekündigt habe - das Signal 
«Ach- tung Pistenmaschine, slow/langsam» aufgestellt habe. Während 
des ganzen Nachmittags sei bereits das Gefahrendreieck mit der 
aufgezeichneten Pi- stenmaschine aufgestellt gewesen. Das Skigebiet 
sei sehr windexponiert, weshalb die Pistenmaschinen häufig auch 
während des Pistenbetriebs aus- rücken müssten, um die Abfahrten in 
gutem Zustand zu halten. Demgegen- über erklärten sowohl der 
Verunfallte als auch sein Begleiter W. überein- stimmend, sie hätten, 
als sie die Abfahrt über die Grischapiste antraten, keines der beiden 
erwähnten Warnsignale bemerkt.

Zwar darf bei der Würdigung der Aussagen von J. und V nicht 
aus- ser acht gelassen werden, dass beide ein besonderes Interesse am 
Ausgang des Strafverfahrens haben. Die Aussagen zeigen sich aber als 
in sich ge- schlossen, anschaulich und logisch, was für ihre 
Glaubwürdigkeit spricht. Beide Personen wurden sowohl polizeilich als 
auch untersuchungsrichterlich befragt. Wesentliche Abweichungen in 
der Schilderung ergaben sich in den verschiedenen Befragungen nicht 
und die Aussagen von J. und W. stimmen in bezug auf die 
Kontaktaufnahme vor der Fahrt und das Aufstellen der Ge- fahrensignale 

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überein. Auch die übereinstimmenden Aussagen von A. und W., sie 
hätten kein Warnsignal bemerkt, erscheinen im Zusammenhang mit dem 
weiteren Ablauf des Geschehens als folgerichtig und glaubwürdig. Wei- 
tere, auch nur einigermassen stichhaltige Anhaltspunkte, welche eine 
der Darstellungen zusätzlich bekräftigen würden, bestehen nicht. Eine 
Über-

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zeugung in die eine oder andere Richtung lässt sich somit nicht 
gewinnen. Auch von den Einvernahmen, die der Beschwerdeführer 

zusätzlich bean- tragt, ist kein zusätzlicher Aufschluss zu erwarten. A. 
hat bereits zu Proto- koll gegeben, er habe kein Signal gesehen. Seine 

erneute Befragung dürfte diesbezüglich mit Sicherheit zu keinem 
anderen Ergebnis führen. Auch auf eine Befragung des 

Beschwerdeführers hinsichtlich des Verhaltens des Ra- tracfahrers bei 
der Weiterfahrt nach dem Unfall kann verzichtet werden. Denn wie sich 
der Ratracfahrer nach dem Unfall verhalten hat, gibt keinen Aufschluss 

darüber, ob er den Unfall selbst und damit die Körperverletzung des 
Beschwerdeführers fahrlässig verursacht hat. Eine Befragung des Be- 
triebsleiters über die Vorkehrungen, welche er für das Befahren der 

Piste durch Pistenfahrzeuge angeordnet hat, gibt keine Auskunft darüber, 
welche Sicherheitsmassnahmen vor der fraglichen Fahrt effektiv 
getroffen wurden. Desgleichen erübrigt sich eine Befragung der 

Polizistin D. Sie war am Un- falltag nicht vor Ort anwesend. 
Unerheblich ist, dass die Polizistin D., wie der Beschwerdeführer 

geltend macht, bestätigen könne, dass zumindest am Tag, an dem die 
Rekonstruktion des Unfalls vorgenommen wurde, im ganzen Skigebiet 
im Bereich von Traversen und zuoberst auf den jeweiligen Abfahrten am 
Pistenrand jeweils das Signal mit der Aufschrift «Achtung langsam - 

Pistenfahrzeug» aufgestellt gewesen sei, obwohl keine Pisten- 
fahrzeuge unterwegs gewesen seien. Zum einen liesse sich selbst dann, 
wenn die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Feststellung der 
Polizistin zu- treffen sollte, nicht sagen, wie es sich am Unfalltag 

verhalten hat. Zum an- deren ist ja gerade durch die Aussage von V und 
J. belegt, dass an Tagen, an denen im Skigebiet aufgrund der dort 

häufigen Schneeverwehungen Pi- stenfahrzeuge zum Einsatz kommen, 
zu Beginn der Arbeiten aber noch vor den jeweiligen Fahrten morgens 

und mittags das Gefahrendreieck mit der aufgezeichneten 
Pistenmaschine aufgestellt wird. Bei Antritt der Fahrt wird dann 
zusätzlich noch das grössere Signal «Achtung Pistenmaschine - 

slow/langsam» aufgestellt. Schliesslich steht die vom Beschwerdeführer 
aus seiner Beobachtung gezogene Vermutung, es habe sich am Unfalltag 

gleich verhalten wie am Tag des Augenscheins, letztlich gerade im 
Widerspruch zur Aussage von W. und A., die überhaupt keine 
Signalisation angetroffen haben wollen. Insofern müsste davon 
ausgegangen werden, dass zumindest eines der Signale effektiv 

aufgestellt gewesen war, und diese Warnung von den beiden Skifahrern 
übersehen wurde. Da in bezug auf die Frage, ob das Gefahrendreieck 

und die Signalisationstafel «Achtung Pistenfahrzeug - slow, langsam» 
anfangs der Grischapiste zum Zeitpunkt, als die beiden Ski- fahrer ihre 

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Abfahrt antraten, aufgestellt waren oder nicht, letztlich aber doch sich 
widersprechende Aussagen vorliegen, keine ausreichenden Indizi- en 

bestehen, welche die eine oder andere Version erhärten würden, solche 
auch nicht von zusätzlichen Abklärungen zu erwarten sind und insofern 

kei-

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ne ausreichende Überzeugung gewonnen werden kann, darf J. oder 
einem Verantwortlichen der Bergbahn auch nicht zum Vorwurf gemacht 
werden, die fraglichen Signale seien nicht aufgestellt worden. Auch lässt 
sich den Ge- nannten nicht einfach unterstellen, sowohl das 
Gefahrensignal «Achtung Pi- stenfahrzeug - slow, langsam» als auch das 
Gefahrendreieck stehe immer am fraglichen Ort und die diesbezüglichen 
Angaben seien falsch. Nach dem von der Unschuldsvermutung (Art. 6 
Abs. 2 EMRK) abgeleiteten Grundsatz «in dubio pro reo» (vgl. dazu Pra. 
83 (1994) Nr. 259; BGE 106 IV 88 mit Hin- weisen), der auch als 
Leitgedanke des Bündner Strafprozessrechts gilt (vgl. PKG 1978 3196), 
wäre in einem allfälligen Gerichtsverfahren vielmehr von dem für die 
Angeschuldigten günstigeren Sachverhalt auszugehen (vgl.
N. Schmid, Strafprozessrecht, 2. Auflage, Zürich 1993, N. 294). Das 
Aufstel- len der vorerwähnten Signale und die Inbetriebnahme der 
Warnleuchte müsste demnach bejaht werden. Die Auffassung der 
Staatsanwaltschaft, es lasse sich insofern auch kein strafrechtlich 
relevantes Verschulden nachwei- sen, lässt sich mit triftigen Gründen 
vertreten.

5. Ein strafrechtlich relevantes Verhalten käme allerdings dann 
in Frage, wenn das Aufstellen der Signalisationstafel mit der Aufschrift 
«Ach- tung Pistenfahrzeug - slow/langsam» und des Gefahrendreiecks 
sowie die Inbetriebnahme der Warnleuchte des Pistenfahrzeugs für die 
Absicherung des Streckenstücks, an dem sich der Unfall ereignete, von 
vornherein nicht ausreichend war. Nur in diesem Fall wäre auch relevant, 
welche Sicherungs- massnahmen seitens der Verantwortlichen der 
Bergbahn auf diesem Strek- kenabschnitt effektiv angeordnet wurden. 
Denn nur dann, wenn sich die am Unfalltag seitens der Angestellten 
getroffenen Massnahmen als ungenügend erweisen sollten, käme 
überhaupt ein strafrechtlich relevantes Verhalten der Betriebsleitung in 
Frage. Abzuklären ist demnach, welche Vorkehrungen im unteren Teil 
der Traverse, wo es zum Unfall kam, angesichts der konkreten 
Umstände zur Vermeidung einer Gefährdung angezeigt waren.

a) Der Betreiber einer Skianlage ist gehalten, die 
erforderlichen Vorsichts- und Schutzmassnahmen zu treffen, damit 
den Skifahrern aus alpinen (typischen) und weiteren (atypischen) 
Gefahren, die nicht einer Skiabfahrt als solcher eigen sind, kein 
Schaden erwächst. Laut den Richtli- nien des Verbandes der 
Seilbahnunternehmungen dürfen Pistenbearbei- tungsmaschinen nur 
mit eingeschaltetem Blinkwarnlicht verkehren, und sie sind nach 
Möglichkeit ausserhalb der Betriebszeiten der Transportanla- gen zur 
Pistenpräparierung einzusetzen. Werden solche Maschinen während der 
Betriebszeiten eingesetzt, ist der erhöhten Gefahr je nach den kon- 

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kreten Umständen durch zusätzliche Schutzvorkehrungen zu 
begegnen (PKG 1988 34 136).

Aber auch der Skifahrer hat sein Verhalten und seine Fahrweise den 
gegebenen Verhältnissen anzupassen. Er ist gehalten, so zu fahren, dass es

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nicht zu einer Selbst- oder Fremdgefährdung kommt. Ohne gegenteilige 
An- zeichen darf er dabei - gleich wie der Ratracfahrer - 
selbstverständlich ein rechtmässiges Verhalten Dritter erwarten (vgl. 
BGE 106 IV 353). Der Ski- fahrer hat, da sich der Maschineneinsatz im 
Interesse einer tadellosen Her- richtung von Pisten auch während den 
Betriebszeiten nicht vermeiden lässt, grundsätzlich mit dem Auftauchen 
von Pistenbearbeitungsmaschinen zu rechnen (H. Stiffler, Skirecht, 2., 
vollständig überarbeitete Auflage, Deren- dingen 1991, N. 586 5.153). 
Dies erfordert vom Skifahrer eine entsprechen- de Aufmerksamkeit, zu 
welcher er bei der Ausübung seines Sports allgemein verpflichtet ist. Im 
offenen Gelände kann der Skifahrer die Pistenmaschine in der Regel 
ohne weiteres erkennen. In weniger übersichtlichen Stellen ist die 
Pistenpräparierung jedoch heikler. Zur Gefahrvermeidung fallen hier 
die völlige oder teilweise Sperrung des betreffenden Pistenabschnittes 
und/oder die Warnung der Skifahrer durch Aufsichtspersonen oder 
Gefah- rensignale in Betracht (H. Stiffler, a.a.O., N. 1381 5.368).

b) Im vorliegenden Fall wurde die Pistenmaschine während der 
Be- triebszeit der Bergbahn eingesetzt. Wie V, aber auch J. erklärten, 
sind sol- che Einsätze im fraglichen Gebiet relativ häufig notwendig, da 
das Skigebiet windexponiert ist und des öfteren Verwehungen zu 
beseitigen sind. Diese Begründung erscheint plausibel und insofern ist 
die Notwendigkeit des Ein- satzes des Ratrac während der Betriebszeit 
der Bergbahn fraglos zu beja- hen, zumal der tadellose Zustand der 
Pisten gerade auch der Sicherheit der Skifahrer dient. Durch den Einsatz 
wurde aber eine Gefahr geschaffen, der je nach Beschaffung des 
Geländes mit adäquaten Schutzvorkehrungen be- gegnet werden 
musste.

c) Aus dem Erhebungsbericht der Kantonspolizei, dem Fotoblatt
und der von A. erstellten Skizze sowie den vom 
Untersuchungsrichteramt Samedan am 18. März 1996 vorgenommenen 
Ausmessungen geht hervor, dass die rund 200 Meter lange Traverse, 
Teilstück der als mittelschwer (rot) eingestuften Grischapiste, am 
Unfallort ca. 6 Meter breit ist, rund 6 % Ge- fälle aufweist und in einem 
offenen, unbewachsenen und gut überblickbaren Gelände liegt. Im 
oberen Teil wird die Traverse durch eine Kuppe begrenzt. Als J. die 
beiden Skifahrer auf der Kuppe erblickte und merkte, dass einer der 
beiden seine Fahrt fortsetzte, hielt er seinen Ratrac sofort an (vgl. hier- 
zu die übereinstimmenden Aussagen von J. und W.) Die Distanz 
zwischen der Kuppe und dem Standort des Ratrac zum Zeitpunkt des 
Unfalls betrug ca. 114 Meter. Die Distanz zwischen dem Ratrac und 
dem Ort, wo A. ver- unfallte, betrug gemäss   Messung des 
Untersuchungsrichteramtes rund 17 Meter, nach Schätzung des 

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Verunfallten 15 Meter. Am Unfalltag war das
Wetter gut. Es war windstill und es herrschten gute Sichtverhältnisse. 
Ge- mäss Unfallprotokoll des Pisten- und Rettungsdienstes lag auf den 
Pisten Pulverschnee. Nach Aussage von A. war die Piste eher eisig.

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Zwar ist die Traverse, in der sich der Unfall ereignete, bei einer 
Brei- te von ca. 6 Metern eher eng. Ein Vorbeikommen an der 4,4 Meter 
breiten Pistenmaschine war daher nicht ohne besondere Vorsicht 
möglich. Entwe- der musste die Pistenmaschine ganz auf die Seite 
manövriert werden, wor- auf ein Skifahrer in langsamerer Fahrt 
vorbeiziehen konnte oder aber der Skifahrer musste die Piste verlassen, 
um die Maschine passieren zu lassen, was angesichts der Hanglage nur 
unter erschwerten Bedingungen möglich war. Das Aufeinandertreffen 
auf den Ratrac erfolgte aber nicht unverhofft, und auch die Tatsache, 
dass ein Kreuzen nur erschwert möglich sein würde, war früh erkennbar. 
Die 200 Meter lange Traverse war für Skifahrer, die über die Kuppe in 
die Traverse einfuhren, auf die ganze Distanz ohne Ein- schränkung 
überblickbar und die Pistenmaschine, welche zum Zeitpunkt des Unfalls 
rund 117 Meter von der Kuppe entfernt stand, war in diesem un- 
bewachsenen, offenen und schneebedeckten Gelände gut erkennbar. 
Die strassenmässig angelegte Piste verlief zudem von der Kuppe bis 
zum Be- reich, wo das Pistenfahrzeug stand, ohne jegliche relevante 
Krümmung oder Senkung, durch die ein Skifahrer in seiner Sicht hätte 
behindert werden können. Nachdem die Skifahrer über die Kuppe in 
eine neue Geländekam- mer einfuhren, durfte zudem davon 
ausgegangen werden, dass sie sich ein Bild über die Verhältnisse im 
neu einsehbaren Pistenteil machten. So durf- ten die Verantwortlichen 
davon ausgehen, dass Skifahrer zur Aufmerksam- keit verpflichtet sind, 
grundsätzlich auf Sichtdistanz zu fahren und die Ge- schwindigkeit 
ihrem Können und den Verhältnissen anpassen und die aufgestellten 
Warnsignale beachten. Auch verhielt es sich nicht so, dass ein über die 
Kuppe kommender Skifahrer durch die Breite der Traverse im obe- ren 
Bereich über die Ausdehnungen der Piste im unteren Bereich hätte 
getäuscht werden können. Die Piste war - wie auf dem Fotoblatt 
erkennbar ist - schon anfangs der Traverse eng. Sie war - wie der 
Beschwerdeführer in seiner Skizze selbst anführt - vom «Start weg breit 
wie eine Bergstrasse». Unter diesen Umständen musste einem 
Skifahrer auch ohne besonderen Hinweis schon allein aufgrund der 
Geländebeschaffenheit und der Pisten- anlage klar sein, dass er sich nun 
in einem engeren Pistenteil befand und das Kreuzen mit einer 
Pistenmaschine entsprechend vorsichtig angegangen wer- den musste. Ist 
schliesslich zugunsten der Angeschuldigten davon auszuge- hen, dass 
die oben erwähnten Signale aufgestellt waren, so lässt sich auch nicht 
sagen, allfällige Skifahrer seien nicht auf die Gefahr aufmerksam ge- 
macht worden und sie hätten deshalb auch nicht mit dem Auftauchen 
eines Ratrac in diesem Bereich der Piste rechnen müssen. Angesichts der 
Sichtdi- stanz, der Pistenanlage und des relativ geringen Gefälles 

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stellten sich den Skifahrern in diesem Teilstück der Piste darüber 
hinaus keine nennenswer- ten Schwierigkeiten. Extreme 
Geschwindigkeiten waren nicht zu erwarten. Bereits die fast 
rechtwinklige Kurve bei der Kuppe war nur mit mässigem

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Tempo zu bewältigen, so dass nicht damit gerechnet werden musste, ein 
Ski- fahrer könnte rein aufgrund seines Tempos nicht mehr in der Lage 
sein, rechtzeitig auf die sich im unteren Teil der Traverse befindliche 
Pistenma- schine zu reagieren. Selbst einem zügig fahrenden 
Skisportler, der die auf- gestellten Gefahrensignale nicht beachtete, die 
Kuppe auch nicht für einen Zwischenhalt nutzte und erst nach der 
Einfahrt in die Traverse seinen Blick aufrichtete, um die Situation auf 
der Piste in der neuen Geländekammer zu erfassen, blieb genügend 
Zeit, um anzuhalten oder sich zumindest durch eine Verlangsamung 
der Fahrt auf das Kreuzen mit dem Ratrac einzurich- ten. Dies wird im 
vorliegenden Fall durch den Skifahrer W., der über die Kuppe in die 
Traverse einfuhr, den Ratrac wahrnahm und anhielt, denn auch klar 
belegt. Dabei musste - wie sich aus den Sichtverhältnissen ergibt
- bereits ein relativ flüchtiger Blick nach vorn genügen, um das sich von 
der
Umgebung sehr deutlich abhebende Fahrzeug zu erkennen. Durch die 
noch mehr als 110 Meter entfernte, aber bereits auf diese Distanz gut 
erkennbare Maschine wurde demnach für einen in die Traverse 
einfahrenden Skifahrer, sei dieser nun ein Anfänger oder ein 
fortgeschrittener Fahrer, keine derart gefährliche Begegnungssituation 
geschaffen, die ein Absperren des unteren Traversenteils, das 
Aufstellen einer Aufsichtsperson, einer zusätzlichen  Warnleuchte oder 
einer Tafel, die besonders auf die Ausdehnung des Pi- stenteils 
erforderlich gemacht hätte. Angesichts der. konkreten Verhältnisse im 
Bereich des Unfallorts waren die getroffenen Sicherheitsmassnahmen, 
nämlich das Aufstellen von zwei Warnsignalen, ausreichend. Es lässt 
sich demnach weder sagen, die Pistenverantwortlichen hätten mehr 
Vorkehrun- gen anordnen müssen, noch kann dem Ratracfahrer 
vorgeworfen werden, er hätte unter den gegebenen Umständen nicht bis 
zum Ort, wo der Unfall ge- schah, in die Traverse einfahren dürfen. Ein 
strafrechtlich relevantes Ver- halten des Pistenfahrzeugführers oder 
eines Verantwortlichen der Bergbahn müsste demnach, wäre die 
Angelegenheit gerichtlich zu beurteilen, verneint werden, da keine 
ausreichenden Anhaltspunkte für das Vorliegen einer straf- und 
verfolgbaren Handlung oder Unterlassung gegeben sind.

6. Schliesslich kommt man nicht umhin, auch auf das Verhalten 
des Skifahrers hinzuweisen. Anlässlich seiner polizeilichen 
Einvernahme vom
21. Januar 1995 erklärte A., er sei am fraglichen Nachmittag von der 
Kuppe in die Traverse ein- und dann langsam im Slalom bergab 
gefahren. Da auf der Piste viele Steine gelegen hätten und er neue Skier 
gefahren sei, habe er sich nur auf die Piste konzentriert. Nach etwa 100 

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Metern habe er die Pi- stenmaschine erkannt. Er sei erschrocken und 
habe ausweichen wollen. Dies habe er jedoch nicht gekonnt, da die 
Maschine den Weg versperrt habe. Er habe nicht mehr anhalten können 
und habe versucht, gegen den Berg aus- zuweichen, wo er gegen einen 
Felsbrocken gefahren sei. Da er die Piste sehr gut kenne, habe er auf der 
Kuppe nicht angehalten. Dies würde er niemals

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machen. Er sei überzeugt gewesen, dass nichts auf der Piste stehen 
würde. Es sei das erste Mal gewesen, dass er in der Traverse eine 
Pistenmaschine angetroffen habe. Er fahre seit rund 30 Jahren Ski, 12 
davon im Skigebiet Piz Nair. Im Gegensatz dazu wurde in der 
Beschwerdeschrift geltend ge- macht, A. habe, da die Piste vorerst sehr 
breit sei und keine Signalisation darauf hingewiesen habe, dass ein 
Vorbeikommen am Ratrac nicht möglich sei, nicht unbedingt annehmen 
müssen, dass er seine Fahrt zu unterbrechen habe, um den Ratrac 
passieren zu lassen. Er habe annehmen dürfen, er kön- ne, wenn auch 
langsam, die Piste hinunterfahren und komme an ihm vorbei. Kurz vor 
dem Unfall habe er aber feststellen müssen, dass ihm die Piste 
gänzlich versperrt worden sei. Da der Ratrac nach Aussage des 
Lenkers stillgestanden sei, habe A annehmen dürfen, das Fahrzeug 
wolle ihn vor- beifahren lassen. Er sei aber getäuscht und überrascht 
worden. Eine Fron- talkollision habe er nur durch ein Ausweichen 
gegen den steilen Berghang vermeiden können.

Auffallend ist, dass die beiden Darstellungen des Geschehensablaufs
recht widersprüchlich sind. Während A. gemäss Aussage vom 25. 
Januar 1995 den Ratrac nicht bemerkt haben will und durch diesen 
überrascht wur- de, müsste aufgrund der Darlegungen in der 
Beschwerdeschrift davon aus- gegangen werden, er habe den Ratrac sehr 
wohl rechtzeitig erkannt, sei aber irrigerweise zur Auffassung gelangt, 
ein Kreuzen sei ohne weiteres möglich. Grundsätzlich vermag die 
Aussage von A. vom 25. Januar 1995 eher zu über- zeugen, da sie noch 
relativ kurze Zeit nach dem Unfall erfolgte und das Ge- schehene 
plausibler erklärt. Zudem sind keine Gründe ersichtlich, welche die 
Widersprüche, die sich durch die in wesentlichen Punkten geradezu kon-
träre Darstellung des Geschehens in der zweiten Version ergeben, auch 
nur einigermassen erklären könnten. Im einen wie im anderen Fall muss 
sich A. jedoch vorwerfen lassen, er habe sich sehr unvorsichtig 
verhalten.

a) Skifahrer müssen immer damit rechnen, dass sich im Bereich 
ei- nes frei zugänglichen Pistenabschnitts, den sie selbst benützen, auch 
andere Skifahrer oder sogar atypische Benützer wie etwa Fussgänger 
aufhalten (H. Stiffler, a.a.O., N. 467). Sie haben auch, da sich der 
Maschineneinsatz im In- teresse einer tadellosen Herrichtung von 
Pisten auch während den Be- triebszeiten nicht vermeiden lässt, 
jederzeit mit dem Auftauchen von Pi- stenbearbeitungsmaschinen zu 
rechnen. Dies erfordert vom Skifahrer eine entsprechende 
Aufmerksamkeit, zu welcher er allgemein verpflichtet ist. So schreibt 
die FlS-Regel 2 vor, der alpine Skifahrer müsse auf Sichtdistanz fahren 
und die Geschwindigkeit seinem Können und den Verhältnissen an- 

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passen. Diese Regel wird als die wichtigste der vier von der FIS 
aufgestell- ten Verhaltensregeln betrachtet (Stiffler, N. 123). Die Regel 
ist dem Ski- fahrer auch vom Strassenverkehr her vertraut und im 
Rechtsbewusstsein verankert.

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b) Das für ihn überraschende Auftauchen des Ratrac erklärt A. 
ur- sprünglich damit, dass er sich - von der Kuppe abwärts - wegen 
seiner neu- en Skier auf die Piste konzentriert habe. Daraus muss 
geschlossen werden, dass er seine Aufmerksamkeit lediglich auf den 
unmittelbaren Raum vor seinen Skiern richtete und sich dieserart 
annähernd 100 Meter ohne einen vorwärtsgerichteten Kontrollblick auf 
den Ratrac zubewegte. Dadurch ver- hielt er sich sehr unvorsichtig. Denn 
weshalb er, wie er geltend macht, über- zeugt gewesen sein konnte, dass 
nichts und niemand auf der Piste stehen würde, ist nicht ersichtlich. Er 
begab sich bei der Traverse in eine neue, vor der Kuppe nicht einsehbare 
Geländekammer und ohne Kontrollblick konn- te die Überzeugung, dass 
die Piste über eine Distanz von mehr als 100 Me- tern frei war, gar nicht 
bestehen. Auch die Tatsache, dass er mit einer dreis- sigjährigen 
Erfahrung sicherlich nicht mehr zu den Anfängern, sondern zu den 
geübteren Fahrern gehört und die Piste zudem gut kannte, befreite ihn 
nicht von der Pflicht, das vor ihm liegende Gelände zu beobachten und 
sei- ne Fahrweise den Wahrnehmungen entsprechend einzurichten. 
Hätte statt des Ratracfahrers ein gestürzter Skifahrer oder eine Gruppe 
von stehenden Skifahrern die Traverse versperrt, wäre A. ebenfalls zum 
Anhalten oder Ab- bremsen gezwungen gewesen. Dass sich ein 
Skifahrer, ohne anzuhalten und ohne einen vorwärtsgerichteten Blick 
von der Kuppe bis zum unteren Teil der Traverse begibt, darf als 
aussergewöhnlich bezeichnet werden und stellt letztlich ein Verhalten 
dar, mit dem weder der Ratracfahrer noch die Pistenverantwortlichen 
zu rechnen brauchten.

Gleich verhält es sich, wenn auf die zweite Version des 
Beschwerde-

führers abgestellt wird. Dass ein geübter Skifahrer, der den in einer 
erkenn- bar schmalen Traverse stehenden Ratrac wahrnimmt und sich auch 
bewusst ist, dass er nur langsam vorbeifahren kann, sich der Maschine 
dennoch mit ei- ner Geschwindigkeit nähert, die es ihm nicht mehr erlaubt, 
seine Fahrt ohne Notmanöver rund 20 Meter vor der Pistenmaschine zu 
unterbrechen, steht noch deutlicher ausserhalb dessen, womit seitens der 
Verantwortlichen ge- rechnet werden musste. So wirkt es auch wenig 
überzeugend, wenn A. in sei- ner Beschwerdeschrift geltend macht, er sei 
trotz Wahrnehmung des Ratrac und der Erkenntnis, nur ein langsames 
Vorbeifahren sei möglich, von der Enge der Stelle überrascht worden, 
zumal er, wie er früher selbst angab, die Piste im fraglichen Bereich sehr 
gut kannte und die Breite der Piste bereits anfangs der Traverse noch auf 
ca. 4,5 Meter einschätzte. Im einen wie im anderen Fall ist der Unfall 
letztlich nicht auf einen Fehler des Ratracfahrers oder der Pi- 
stenverantwortlichen, sondern allein auf ein allzu sorgloses, die 

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notwendige Aufmerksamkeit ausser acht lassendes Verhalten des 
Beschwerdeführers zurückzuführen. Eine Verantwortung des Ratracfahrers 
oder der Pistenver- antwortlichen müsste demnach in Berücksichtigung 
der konkreten Verhält- nisse auch mangels eines adäquaten 
Kausalzusammenhangs verneint werden.

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7. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen durfte die Staatsan- 
waltschaft mit sachlichen Gründen davon ausgehen, dass im 
Zusammenhang mit dem Unfall des Beschwerdeführers dem Ratracfahrer 
oder anderen Ver- antwortlichen der Luftseilbahn AG kein strafbares 
Verhalten vorgeworfen werden kann und die zu beurteilenden Sachverhalte 
für eine Anklage nicht ausreichend sind. Die Einstellung der 
Strafuntersuchung gestützt auf Art. 82 StPO erweist sich demzufolge 
weder als rechtswidrig noch als unangemes- sen, weshalb die Beschwerde 
abzuweisen ist.
BK 25/96 Entscheid vom 11. Juli 1996
(Die gegen diesen Entscheid eingereichte Nichtigkeitsbeschwerde 
und staatsrechtliche Beschwerde hat das Bundesgericht mit Urteilen 
vom 30. Ja- nuar 1997 abgewiesen.)

- Zum Recht auf Akteneinsicht im Straf- (Beschwerde-) 
verfahren ( Art. 76c Abs.1, Art. 97 Abs.3, Art. 137f. StPO; 
Art. 4 BV). Der Angeschuldigte und sein Verteidiger ha- 
ben grundsätzlich Anspruch auf Einsicht in alle erhebli- 
chen Akten des Strafverfahrens, so auch in die Stellung- 
nahme des Untersuchungsrichters zu einer Beschwerde 
gegen dessen Amtshandlungen. Kein Einsichtsrecht be- 
steht dagegen in Unterlagen allgemein taktischer Natur 
(wie Einsatzdispositive und Sicherheitskonzepte) sowie 
rein interne Akten (wie Gedächtnisstützen, Entwürfe, 
Referate).

Aus den Erwägungen:
Der durch Art. 4 BV garantierte Anspruch auf rechtliches Gehör 

enthält unter anderem auch das Recht auf Akteneinsicht. Dieses ist 
gleich- sam Vorbedingung für das Recht auf Äusserung und 
Stellungnahme, dem ei- gentlichen Kern des Anspruches auf rechtliches 
Gehör. Der Angeschuldig- te kann sich nur dann wirksam zur Sache 
äussern und geeignete Beweise führen oder bezeichnen, wenn ihm die 
Möglichkeit eingeräumt wird, die Akten einzusehen, auf welche sich 
die Behörde bei ihrer Entscheidung stützt. Das rechtliche Gehör dient 
in diesem Sinne einerseits der Sachauf- klärung und stellt andererseits 
ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungs- recht im Verfahren dar. 
Daraus ergibt sich, dass dem Angeschuldigten und dessen Verteidiger 
grundsätzlich Einsicht in alle erheblichen Akten des Strafverfahrens zu 
gewähren ist, mithin in all jene, welche für die spätere Beurteilung - 
sowohl im belastenden als auch im entlastenden Sinn - von Bedeutung 

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sein könnten (vgl. BGE 115 V 301 ff.).
Nicht zu den Strafakten gehören und damit nicht dem Anspruch auf