# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d862f89f-daf6-5a87-93a6-20f22443184d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 10.04.2015 ZK1 2015 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-45_2015-04-10.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 10. April 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 45 21. April 2015

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuar ad hoc Manser

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____, geboren am _____1985, leidet gemäss verschiedenen ärztlichen 
Diagnosen seit Jahren an einer paranoiden Schizophrenie.

B. Am 17. März 2015 begab er sich in Begleitung seiner Eltern freiwillig auf die 
geschlossene Station D11 der Klinik A._____. Grund dafür war sein psychotischer 
Zustand.

C. Vor dem Klinikeintritt am 17. März 2015 befand sich X._____ bereits im 
Jahre 2012 für sechs Wochen in der Klinik B._____ auf der Station C._____ sowie 
zuletzt im Jahr 2014 für drei Tage in der Klinik A._____ auf der Station D11. Da-
zwischen war er in ambulanter Therapie bei Dr. D._____.

D. Wegen stark psychotischer Symptomatik mit paranoiden Ideen und potenti-
eller Selbst- und Fremdgefährdung wurde X._____ am 18. März 2015 durch Dr. 
E._____ von den Psychiatrischen Diensten Graubünden (PDGR) gestützt auf Art. 
427 ZGB in der Klinik A._____ zurückbehalten.

E. Gleichentags wurde X._____ durch Dr. med. F._____ wegen paranoider 
Schizophrenie (aufgrund einer Sistierung der Medikamenteneinnahme) sowie 
Selbst- und Fremdgefährdung für vier Wochen fürsorgerisch in der Klinik A._____ 
untergebracht.

F. Hiergegen liess X._____ mit Eingabe vom 20. März 2015 (Poststempel vom 
23. März 2015) Rekurs (recte: Beschwerde) beim Kantonsgericht von Graubünden 
erheben mit dem sinngemässen Antrag um Aufhebung der fürsorgerischen Unter-
bringung.

G. Mit Schreiben vom 24. Februar 2015 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts die Psychiatrische Klinik A._____ um einen kurzen 
Bericht zum Gesundheitszustand von X._____, zur Art der Behandlung und insbe-
sondere darüber, ob die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung 
weiter gegeben seien. Gemäss dem Bericht der Psychiatrischen Dienste 
Graubünden, Klinik A._____, vom 27. März 2015 sei bei X._____ bei anhaltender 
psychotischer Symptomatik und fehlender Krankheits- und Behandlungseinsicht 
am 19. März 2015 eine Behandlung ohne Zustimmung angeordnet worden. Seit-
her nehme Herr X._____ die orale Medikation mit Zyprexa regelmässig ein und es 
komme allmählich zu einem Rückgang der paranoiden Symptome. Es bestehe bei 
ihm aktuell nur eine sehr beschränkte Behandlungs- und Krankheitseinsicht. Die 

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kontinuierliche Einnahme der Medikation sei daher dringlich ärztlich indiziert. Ein 
vorzeitiger Abbruch der Massnahme hätte einen erneuten Rückfall mit potentieller 
Selbst- und Fremdgefährdung zur Folge.

H. Mit prozessleitender Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts vom 30. März 2015 wurde Dr. med. G._____, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gestützt auf Art. 439 Abs. 3 in Verbindung 
mit Art. 450e Abs. 3 ZGB mit der Begutachtung von X._____ betraut. Die Gutach-
terin wurde ersucht, sich zum Gesundheitszustand von X._____ und zur Notwen-
digkeit der fürsorgerischen Unterbringung zu äussern, und insbesondere darzule-
gen, ob und inwiefern ein Bedarf an einer Behandlung der festgestellten psychi-
schen Erkrankung beziehungsweise an der Betreuung der betroffenen Person be-
stehe und mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben des 
Betroffenen beziehungsweise von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung 
der gutachterlich festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unter-
bliebe. Des Weiteren sollte sie die Frage beantworten, ob aufgrund des festge-
stellten Handlungsbedarfs eine stationäre Behandlung beziehungsweise Betreu-
ung unerlässlich sei oder allfällige ambulante Alternativen bestünden, wobei die 
Expertin auch darüber Auskunft zu geben habe, ob die betroffene Person über 
glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht verfüge.

Das entsprechende Kurzgutachten datiert vom 02. April 2015 und wurde 
dem Kantonsgericht von Graubünden am 07. April 2015 überbracht. Die Gutachte-
rin attestiert darin X._____ eine Paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20). Der Pati-
ent sei immer noch krankheits- und behandlungsuneinsichtig. Wenn die notwendi-
ge Behandlung, insbesondere die medikamentöse Behandlung und Betreuung 
zum jetzigen Zeitpunkt unterbleibe, könne sich der psychische Zustand rasch ver-
schlechtern und es könne wieder zu einem erneuten Rückfall mit potenzieller 
Selbst- und Fremdgefährdung kommen. Eine ambulante Behandlung sei zurzeit 
mangels Kooperation und auch wegen akuter psychotischer Symptomatik nicht 
möglich. Nach dem Abklingen der psychotischen Phase seien eine weitere ambu-
lante psychotherapeutische Betreuung und eine regelmässige Medikamentenein-
nahme unbedingt notwendig. Eine aktuelle Gefahr von Suizidalität und Fremdge-
fährdung wurde durch die Gutachterin verneint.   

I. Am 10. April 2015 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher X._____ mit sei-
ner Begleitperson von der Klinik A._____ teilnahm. Zusammensetzung und Zu-
ständigkeit des Gerichts blieben unbestritten. Die richterliche Befragung bezog 

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sich insbesondere auf seine derzeitige Wohn-, Berufs- und Vermögenssituation, 
die Einweisung und den Aufenthalt in der Klinik A._____ sowie auf seine Perspek-
tiven im Falle einer Entlassung aus der Klinik.

J. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung wie auch auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Ak-
ten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Vorliegend handelt es sich um ein Verfahren, welchem eine ärztlich ange-
ordnete fürsorgerische Unterbringung nach Art. 429 des Schweizerischen Zivilge-
setzbuches (ZGB; SR 210) zugrunde liegt. Da das Kantonsgericht in solchen An-
gelegenheiten die einzige kantonale Beschwerdeinstanz ist (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 
ZGB in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetz-
buch [EGzZGB; BR 210.100]), hat der Beschwerdeführer sein Begehren um ge-
richtliche Überprüfung der fürsorgerischen Unterbringung an der hierfür zuständi-
gen Stelle eingereicht.

b) Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung nach Art. 429 Abs. 1 ZGB 
kann die betroffene oder eine ihr nahestehende Person innert zehn Tagen schrift-
lich das zuständige Gericht anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 sowie Abs. 2 ZGB). 
Eine Begründung ist gemäss Art. 439 Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen 
über das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz und damit auch 
Art. 450e Abs. 1 ZGB für sinngemäss anwendbar erklärt, nicht notwendig. Vorlie-
gend wurde die Beschwerdefrist mit Eingabe vom 23. März 2015 (Poststempel) 
gewahrt. Aus dem in der Beschwerde gestellten Antrag geht klar hervor, dass der 
Beschwerdeführer mit der fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik A._____ 
nicht einverstanden ist und unverzüglich entlassen werden möchte. Auf die frist- 
und formgerecht erhobene Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Wie bereits erwähnt, sieht Art. 439 Abs. 3 ZGB für die gerichtliche Überprü-
fung einer ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe 
Anwendung der Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Be-
schwerdeinstanz (Art. 450a ff. ZGB) vor. Von besonderer Bedeutung ist dabei 
Art. 450e ZGB, der an sich das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines 
durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsent-
scheids behandelt. Zu beachten sind sodann die allgemeinen Verfahrens-

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grundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Ver-
fahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das Ge-
setz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (Daniel 
Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N. 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB 
verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an glei-
cher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen.

3.a) Gemäss dem aufgrund des Verweises in Art. 439 Abs. 3 ZGB sinngemäss 
anwendbaren Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den Ent-
scheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein 
Gutachten eingeholt werden. Das Gutachten muss von einer unabhängigen, im 
laufenden Verfahren noch nicht involvierten sachverständigen Person erstellt wer-
den und in dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Ver-
fahren stellenden Fragen äussert (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 48 ff. zu 
Art. 439 ZGB, und Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N. 19 zu Art. 450e ZGB sowie BGE 137 III 
289 E. 4.4 f. und Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, 
jeweils noch zum bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des 
Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem am 07. April 
2015 erstatteten Kurzgutachten von Dr. med. G._____, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, welche den Beschwerdeführer am 31. März 2015 in der 
Klinik A._____ persönlich untersuchte und auch die Einweisungsverfügung von 
Dr. med. F._____ sowie die Berichte der Psychiatrischen Dienste Graubünden 
konsultierte, wurde dieser Vorschrift Genüge getan.

b) Nach Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N. 848 
f.). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 10. April 2015 
wurde diese Vorgabe umgesetzt.

c) Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärzte und Ärztinnen 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat die Ärztin oder der Arzt die betroffe-
ne Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 
ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-

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nen Angaben auszuhändigen (Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Was die verfahrens-
rechtlichen Anforderungen angeht, kann vorab festgehalten werden, dass der an-
gefochtene Unterbringungsentscheid vom 18. März 2015 des anordnenden Arz-
tes, Dr. med. F._____, diesen zu genügen vermag. So geht aus dem Entscheid 
selber hervor, dass der Beschwerdeführer von dem vorerwähnten Arzt persönlich 
untersucht und angehört worden ist. Alsdann enthält der entsprechende Entscheid 
die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. Allerdings 
fehlt die unterschriftliche Bestätigung des Beschwerdeführers, ein Exemplar der 
Verfügung erhalten zu haben. Dieser Umstand ist letztlich unbeachtlich, da der 
Beschwerdeführer offensichtlich ungeachtet dessen in der Lage war, das gerichtli-
che Verfahren zur Überprüfung seiner Unterbringung in der Klinik A._____ umge-
hend einzuleiten. Schliesslich war Dr. med. F._____, Facharzt FMH für Kinder- 
und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, als im Kanton Graubünden zur 
selbständigen Berufsausübung zugelassene Arzt gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a 
EGzZGB in Verbindung mit Art. 22 der Verordnung zum Kindes- und Erwachse-
nenschutz (KESV; BR 215.010) zur Anordnung der Unterbringung in der Klinik 
A._____ legitimiert.

4.a) Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz vor Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Absatz 2). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Absatz 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 vor 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betrof-
fenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu: Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend ge-
nannten (vgl. Bernhart, a.a.O., N. 262; Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 12 zu 
Art. 426 ZGB; Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, 
Erwachsenenschutz, Bern 2013, N. 34 zu Art. 426 ZGB) Schwächezustände: psy-
chische Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich 
ist sodann eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der 
Behandlung beziehungsweise Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der 
Person die nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch 

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eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt wer-
den kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Ur-
teile des Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1; 5A_346/2013 
vom 17. Mai 2013 E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegen-
seitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand 
allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern im-
mer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. 
Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung 
aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer mil-
deren Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die 
Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N. 7 zu Art. 426 ZGB).

b) Gemäss dem Gutachten von Dr. med. G._____ vom 02. April 2015 ist aus-
gewiesen, dass der Beschwerdeführer an einer paranoiden Schizophrenie (ICD-
10: F20) leidet. Dieses Krankheitsbild stellt eine psychische Störung im Sinne der 
gesetzlichen Bestimmung von Art. 426 Abs. 1 ZGB dar (vgl. Bernhart, a.a.O., N 
285 ff.). Die Gutachterin stützt sich in ihrem Gutachten vom 02. April 2015 (act. 
07) nebst einer persönlichen Konsultation zulässigerweise auf die Rückhalteverfü-
gung vom 18. März 2015 (act. 04.2), die Einweisungsverfügung vom 18. März 
2015, auf den Behandlungsplan vom 23. März 2015 (act. 04.3) und den Bericht 
der Klinik A._____ vom 27. März 2015 (act. 04). Unter Wiedergabe der frem-
danamnestischen Angaben, führt die Gutachterin aus, dass der Beschwerdeführer 
seit mindestens 2012 an paranoider Schizophrenie leide. Wegen dieser Erkran-
kung sei er bis zur heutigen Einweisung bereits zweimal in stationärer als auch in 
ambulanter psychiatrischer Behandlung gewesen. Seit der letzten Behandlung 
habe er selbständig alle seine Medikamente abgesetzt. Er glaube, dass er keine 
Schizophrenie habe und ihn die Einnahme der verschiedenen Medikamente be-
einträchtigen würde. Aktuell sei der Beschwerdeführer in Begleitung seiner Eltern 
und der Polizei freiwillig auf die geschlossene Station der Klinik A._____ gekom-
men. Dem sei nach Auskunft seiner Eltern vorausgegangen, dass er gewalttätig 
gegenüber ihnen und dem jüngeren Bruder gewesen sei. Er habe gedroht, sich 
selbst oder andere von einer Brücke zu stürzen. Der Beschwerdeführer selbst ha-
be berichtet, dass er mit seinem Bruder Streit gehabt habe, da dieser nicht habe 
aufhören wollte zu rauchen und zu kiffen. Er sei aber immer friedlich gewesen. Im 
Eintrittsbericht vom 17. März 2015 wird sodann ausgeführt, dass der Beschwerde-
führer redselig, scheinbar gut gelaunt (verbreite eine lockere Atmosphäre) und 
nicht aggressiv in die Klinik A._____ eingetreten sei. Er sei orientiert gewesen und 

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habe Stimmen und optische Halluzinationen verneint. Er spreche jedoch von 
Mobbing und von terroristischen, politischen und kriminalistischen Infiltrationen. Er 
studiere Chemie und Physik, was aber durch cyberkinetische Initiativen verhindert 
würde. Er habe keine suizidalen Gedanken, was glaubhaft sei. Er sei nicht miss-
trauisch oder aggressiv gewesen. Wegen stark psychotischer Symptomatik mit 
paranoiden Ideen und potenzieller Selbst- und Fremdgefährdung sei er am 18. 
März 2015 durch die Klinik zurückbehalten und am selben Tag durch Dr. med. 
F._____ fürsorgerisch untergebracht worden. Wegen anhaltender psychotischer 
Symptomatik und fehlender Krankheits- und Behandlungseinsicht sei am 19. März 
2015 eine Behandlung ohne Zustimmung angeordnet worden. Seither nehme der 
Patient die orale Medikation mit Zyprexa regelmässig ein und es komme zu einem 
allmählichen Rückgang der paranoiden Symptome. Zum aktuellen Psychostatus 
führt die Gutachterin aus, dass der Beschwerdeführer allseits orientiert und be-
wusstseinsklar sei und keine Auffassungsstörungen habe. Das Gedächtnis sei 
grob unauffällig. Der Gedankengang sei deutlich beschleunigt und mehrmals 
sprunghaft. Im formalen Denken sei er ideenflüchtig und zerfahren. Eine aktuelle 
Eigen- oder Fremdgefährdung wird durch die Gutachterin verneint. Zur momenta-
nen Unterbringung in der Klinik A._____ führt sie aus, dass der Beschwerdeführer 
seit Februar 2015 zuerst präpsychotisch, dann stark psychotisch gewirkt habe und 
es am 17. März 2015 zur Exazerbation der bekannten paranoiden Schizophrenie 
gekommen sei. Aktuell sei der Patient noch instabil. Es würden weiterhin psychoti-
sche Symptome bestehen. Der Beschwerdeführer habe mehrmals geäussert, 
dass man ihn am studieren hindern wolle, indem man seinen Computer manipulie-
re. Aus diesem Grund habe er schon mehrmals die Nummer 117 (Polizei) angeru-
fen, E-Mails an den Dekan der Universität geschickt und Anzeige gegen Unbe-
kannt erstattet. Der Patient sei immer noch krankheits- und behandlungsunein-
sichtig. Wenn die notwendige Behandlung, insbesondere die medikamentöse Be-
handlung und Betreuung zum jetzigen Zeitpunkt unterbleibe, könne sich der psy-
chische Zustand rasch verschlechtern und es könne wieder zu einem erneuten 
Rückfall mit potenzieller Selbst- und Fremdgefährdung kommen. Eine ambulante 
Behandlung sei zurzeit mangels Kooperation und auch wegen akuter psychoti-
scher Symptomatik nicht möglich. Er habe die verordnete Medikation (Haldol und 
Psychopax) verweigert und nur Zyprexa in reduzierter Dosierung eingenommen. 
Nach dem Abklingen der psychotischen Phase seien eine weitere ambulante psy-
chotherapeutische Betreuung und eine regelmässige Medikamenteneinnahme 
unbedingt notwendig. Anlässlich der richterlichen Befragung führte er aus, dass er 
sich nicht als schizophren sehe und dass er im Vorfelde der letzten Einweisung 
nur einen akuten paranoiden Schub gehabt habe. Er sei der Meinung, dass man 

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ihn unter Drogen gesetzt habe, könne dies aber nicht beweisen. Bis er ca. 25 Jah-
re alt gewesen sei, habe er über seine Traumatisierungen hinweggelebt. Da sei 
ihm bewusst geworden, dass er bereits seit seiner Kindheit Probleme gehabt ha-
be. Er habe dies immer und immer wieder durchlebt, weshalb er gemeint habe, er 
sei unter Drogen gesetzt worden. Auch vor dem Kantonsgericht erwähnte er, dass 
er im Internet fehlgeleitet und manipuliert worden sei. Er habe in O.1_____ die 
Maturität gemacht. Seit er in O.2_____ am studieren sei, habe er bereits diverse 
Studiengänge angefangen, jedoch noch kein Studium abgeschlossen. Sein Uni-
Account sei gehackt worden, was ihn in seinen Leistungsbemühungen einge-
schränkt habe. Er sei in O.2_____ bspw. so fehlgeleitet worden, dass die Angaben 
der Hörsäle, wo seine Vorlesungen hätten stattfinden sollen, nicht gestimmt hätten 
oder dass er zur falschen Zeit zum richtigen Ort geleitet worden sei. Dies sei mit 
ein Grund gewesen, weshalb er mit seinem Bruder Streit gehabt habe. Er sei wie-
der zuhause gewesen, wäre aber lieber weiter an der Uni am studieren gewesen. 
Er habe dieses Semester nicht studieren können, weil der Hörsaal, in welchem er 
offiziell Vorlesung gehabt hätte, die ganze Zeit zugesperrt gewesen sei. Ob er von 
Unbekannt oder sogar durch die Uni selber an seinem Recht auf Bildung gehindert 
worden sei, könne er nicht beurteilen. 

Aufgrund der zahlreichen ärztlichen Diagnosen und des Gesagten ist jedenfalls 
hinreichend erstellt, dass beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand in Form 
einer psychischen Störung vorliegt.

c) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung resp. Betreuung. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, 
dass eine fürsorgerische Unterbringung nur verfügt bzw. nur solange aufrechter-
halten werden darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von 
einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, 
dass es zur Beurteilung eines Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs wesentlich 
sei, mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffe-
nen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachter-
lich festgestellten Krankheit bzw. die Betreuung unterbleibe (vgl. BGE 140 III 101 
E. 6.2.2 sowie BGE 140 III 105 E. 2.4 mit Verweisen auf die Bundesgerichtsurteile 
5A_312/2007 vom 10. Juli 2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 
E. 5.3). Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Vor-
aussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschrei-
bung beabsichtigte der Gesetzgeber eine im Vergleich zum bisherigen Recht re-
striktivere Regelung der Entlassungsvoraussetzungen, welche der sog. 

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Drehtürpsychiatrie entgegen wirken sollte (vgl. Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches, a.a.O., S. 7063). Bei richtiger Auslegung galt 
indessen bereits unter altem Recht, dass eine Entlassung zu unterbleiben hatte, 
solange die Voraussetzungen für eine Einweisung gegeben waren. Insofern hat 
sich die Rechtslage nicht verändert. Der Entscheid über die Entlassung ist stets 
anhand des Zustandes des Betroffenen im aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen 
(vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 44 zu Art. 426 ZGB). Dabei ist eine Interes-
senabwägung im Hinblick auf den Zweck der fürsorgerischen Unterbringung, näm-
lich die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverantwortung im Ent-
lassungszeitpunkt vorzunehmen.

d) Der fürsorgerischen Unterbringung vom 18. März 2015 ging der freiwillige 
Klinikeintritt des Beschwerdeführers am 17. März 2015 voraus. Wie bereits er-
wähnt, wurde die Unterbringung aufgrund seines psychotischen Zustands ange-
ordnet, wobei er gemäss den Aussagen seiner Eltern gewalttätig gegenüber ihnen 
und dem jüngeren Bruder vorgegangen sei. Er habe des Weiteren gedroht, sich 
selbst oder andere von einer Brücke zu stürzen. Bereits im Eintrittsbericht vom 17. 
März 2015 wurde jedoch eine Eigengefährdung durch die Klinik A._____ verneint. 
Der Patient sei bei seinem Eintritt weder aggressiv noch misstrauisch gewesen. 
Gemäss polizeilichen Angaben hätte er sich bereits beim Aufgreifen in der Woh-
nung und auf dem Transport in die Klinik friedlich gezeigt. Von einer möglichen 
Fremdgefährdung ist im Bericht keine Rede. Auch Dr. med. G._____ verneint in 
ihrem Kurzgutachten eine Eigengefährdung durch Suizidalität und sieht keinen 
Anhalt für eine Fremdgefährdung. Dass die Gutachterin als auch die Klinik 
A._____ in ihrem Bericht vom 27. März 2015 dennoch von einer vorzeitigen Ent-
lassung des Beschwerdeführers abraten, wird damit begründet, dass sich der psy-
chische Zustand des krankheits- und behandlungsuneinsichtigen Beschwerdefüh-
rers bei unterlassener Behandlung, insbesondere der kontinuierlichen Einnahme 
der Medikation, rasch verschlechtern würde und es erneut zu Rückfällen mit po-
tenzieller Selbst- und Fremdgefährdung kommen könne. Konkrete Anhaltspunkte, 
welche auf eine solche Selbst- oder Fremdgefährdung hindeuten würden, werden 
jedoch keine genannt. Eine unmittelbare und konkrete Selbst- oder Fremdgefähr-
dung lässt sich auch nicht aus den dem Gericht vorliegenden Akten entnehmen. 
Bis auf die - oben genannte - Aussage der Eltern bestehen keine Hinweise darauf, 
dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit jemals gewalt-
tätig/fremdgefährdent gewesen ist. Die beiden früheren stationären Behandlungen 
des Beschwerdeführers sowie die wahrgenommene ambulante Therapie standen 
gemäss den Akten denn auch nicht in diesem Zusammenhang. An der Hauptver-

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handlung vom 10. April 2015 äusserte sich der Beschwerdeführer zu den Ereig-
nissen, welche im Zusammenhang mit seinem Klinikeintritt standen, dahin, dass er 
Streit mit seinem Bruder gehabt habe. Dieser sei dann tätlich gegen ihn vorge-
gangen, wobei sie sich heute wieder vertragen würden. Auch mit seinen Eltern 
würde er ab und zu Auseinandersetzungen haben, wobei sie sich jedoch immer 
wieder einig werden würden. Dass es bei diesen Auseinandersetzungen zu Ge-
walttätigkeiten gekommen sei, bestritt der Beschwerdeführer. Inwiefern tatsächlich 
jemals eine konkrete und ernsthafte Fremd- und Eigengefährdung durch den Be-
schwerdeführer - insbesondere im Zusammenhang mit seinem freiwilligen Klinik-
eintritt - vorgelegen hat, lässt sich dem Gericht einzig aufgrund der gemachten 
Äusserungen der Eltern nicht erschliessen. Es soll hier nicht in Abrede gestellt 
werden, dass aufgrund des psychischen Zustands des Beschwerdeführers wohl 
häufig eine Belastungssituation für die Familie vorliegt und ein erhebliches Kon-
fliktpotential in sich birgt. Auch wird nicht in Frage gestellt, dass vor dem Klinikein-
tritt eine Auseinandersetzung zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Familie 
stattgefunden hat und es womöglich auch zu einer tätlichen Auseinandersetzung 
gekommen sein könnte, wobei der Beschwerdeführer selbst- und fremdgefähr-
dende Äusserungen gemacht hat. Dies reicht für die Begründung einer hinrei-
chend konkreten Eigen- und Fremdgefährdung jedoch nicht aus. Tatsache ist, 
dass eine Eigengefährdung bereits im Eintrittsbericht der Klinik A._____ verneint 
wurde. Von einer Fremdgefährdung wird - trotz den bekannten Äusserungen der 
Eltern - nicht gesprochen. Der Patient sei vielmehr freiwillig, anscheinend gut ge-
launt und nicht aggressiv in die Klinik eingetreten. Auch die Äusserung der Polizei, 
dass sich der Beschwerdeführer beim Aufgreifen in der Wohnung und dem Trans-
port in die Klinik friedlich gezeigt habe, lassen vielmehr darauf schliessen, dass 
sich der Streit bei der Familie X._____ bereits wieder gelegt hatte und keine un-
mittelbar konkrete Gefährdungssituation (mehr) vorlag. Sodann bestätigt auch Dr. 
med. G._____ in ihrem Kurzgutachten, dass beim Beschwerdeführer weder die 
Gefahr von Suizidalität noch ein Anhalt auf Fremdgefährdung bestehe. Sie er-
wähnt lediglich eine potentielle Selbst- und Fremdgefährdung, sollte sich der psy-
chische Zustand des Beschwerdeführers wieder verschlechtern, ohne jedoch kon-
krete Anhaltspunkte zu nennen, welche auf eine solche hindeuten würden. Folg-
lich lassen sich aus diesen Ausführungen nicht die vom Gesetz geforderte konkre-
te Selbst- und Fremdgefährdung von erheblichem Ausmass ablesen. Wie erwähnt 
ergibt sich eine solche auch aus der Auseinandersetzung des Beschwerdeführers 
mit seiner Familie im Vorfelde des freiwilligen Klinikeintritts nicht zweifelsfrei. Zu 
beachten ist in diesem Zusammenhang auch, dass, würde eine konkrete Fremd-
gefährdung vorliegen, - wovon hier nicht ausgegangen werden kann - diese im 

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Sinne von Art. 426 Abs. 2 ZGB zwar zu berücksichtigen wäre, für sich alleine aber 
keine Unterbringung bzw. Aufrechterhaltung rechtfertigt, da die fürsorgerische Un-
terbringung dem Schutz des Betroffenen und nicht seiner Umgebung dient (vgl. 
Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 41 zu Art. 426 mit weiteren Hinweisen). Sodann 
lässt der Umstand, dass Dr. med. F._____ die fürsorgerische Unterbringung ledig-
lich für vier und nicht für die maximal zulässigen sechs Wochen angeordnet hat, 
vermuten, dass der einweisende Arzt beim Beschwerdeführer nicht von der Not-
wendigkeit einer längerfristigen stationären Behandlung ausgegangen war. Zu 
erwähnen bleibt hier, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der Hauptver-
handlung vom 10. April 2015 dem Kantonsgericht von Graubünden - trotz seinen 
oben genannten Äusserungen bezüglich Fehlleitung im Internet, etc. - in einer re-
lativ guten Verfassung gezeigt hat, orientiert war und die Fragen des Vorsitzenden 
auf verständliche und zusammenhängende Weise beantwortet hat. Eine Eigen- 
oder Fremdgefährdung wurde durch den Beschwerdeführer glaubhaft verneint. 
Eine hinreichend konkrete und erhebliche Selbstgefährdung durch Suizid und/oder 
Fremdgefährdung liegt in casu zum heutigen Zeitpunkt nicht vor.

5. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung nicht (mehr) erfüllt sind. Wenngleich dem Kurzgut-
achten von Dr. med. G._____ zu entnehmen ist, dass der Patient für die Errei-
chung einer psychischen Stabilität und einer langfristigen Verbesserung noch in 
der Klinik zu verbleiben habe, ist die zwangsweise stationäre Unterbringung in der 
Klinik A._____ aufgrund der fehlenden Selbst- und Fremdgefährdung nicht mehr 
zu rechtfertigen und somit unverhältnismässig. Eine solche kommt nämlich nur als 
ultima ratio in Betracht. Damit ist die vorliegende Beschwerde gutzuheissen und 
die ärztliche Einweisungsverfügung vom 18. März 2015 aufzuheben. An dieser 
Stelle sei angemerkt, dass die verfügte Dauer der fürsorgerischen Unterbringung 
in casu ohnehin innerhalb der nächsten Tage verstreichen wird und der Be-
schwerdeführer - auch bei einer Abweisung seiner Beschwerde - spätestens dann 
aus der Klinik zu entlassen wäre. Für die Anordnung sonstiger Massnahmen sieht 
sich das Gericht vorliegend nicht veranlasst.

6. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die Pro-
zesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO grundsätzlich der unterliegenden Partei 
auferlegt. Der Beschwerdeführer ist mit seinem Antrag auf sofortige Entlassung 
aus der Psychiatrischen Klinik A._____ vollständig durchgedrungen. Bei diesem 
Verfahrensausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt 

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Fr. 3'085.00, bestehend aus Fr. 1'500.00 Gerichtsgebühr und Fr. 1'585.00 Gutach-
terkosten, zu Lasten des Kantons Graubünden.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die fürsorgerische Unterbringung 
wird aufgehoben. Die ärztliche Leitung der Klinik A._____, Psychiatrische 
Dienste Graubünden, wird angewiesen, den Beschwerdeführer umgehend 
aus der Anstalt zu entlassen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt Fr. 3'085.00 (Fr. 
1'500.00 Gerichtsgebühr und Fr. 1'585.00 Gutachterkosten) verbleiben 
beim Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: