# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 237bbba4-4a52-5565-9450-acd4311c3f2d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-08-30
**Language:** de
**Title:** Anspruch auf eine Rente insbesondere für eine in der Vergangenheit liegende Zeitperiode. Nach zweimaliger Rückweisung erweist sich der Sachverhalt aufgrund der psychiatrischen und internistischen Begutachtung als genügend abgeklärt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden ist weder aktuell noch für die Vergangenheit ausgewiesen.
**Docket/Reference:** IV.2023.00541
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2023.00541.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2023.00541
II. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiber Wilhelm
Urteil
vom
30. August 2024
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Davide Loss
advokatur
kanonengasse
Militärstrasse 76, Postfach 1012, 8021 Zürich 1
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1989, schloss im Sommer 2008 die Berufslehre zur Kauffrau ab (
Urk.
6/1/5). Anschliessend war sie mit Unterbrüchen in wechselnden Anstellungsverhältnissen erwerbstätig (Urk.
6/8). Ab dem 1. Februar
2013 arbeitete sie mit einem Pensum von 60 % für die
Y.___ GmbH
(
Urk.
6/1/6,
Urk.
6
/8 u
.
Urk.
6
/11). Während dieses Arbeitsverhältnisses bezog die Versicherte wiederholt
Leistungen der
Krankentaggeldversicherung (
Urk.
6/6/5-6,
Urk.
6/6/14,
Urk.
6/6/16 u. Urk.
6/6/109-110). Im Mai 2017 meldete sie sich bei der
Eidgenössischen Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug an
. Zur Begründung gab die Versicherte an,
seit Februar 2014 an einer chronischen Borreliose, einer Nebennierenunterfunktion, einem chronischen Erschöpfungssyndrom und an einer hormonellen Problematik
zu
leide
n
(
Urk.
6/1). Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
nahm die Unterlagen des Krankentaggeldversicherers zu ihren Akten (Urk.
6/6) und führte mit der Versicherten am 20. Juli 2017 ein Standortgespräch (
Urk.
6/7). Überdies holte sie einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
6/8), Arbeitgeberauskünfte (
Urk.
6/11) und Berichte der behandelnden Ärztin Dr. med.
Z.___
ein (Urk.
6/9, Urk.
6/18). Mit Vorbescheid vom 27. Juli 2018 stellte sie der Versicherten die Abweisung ihres Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
6/20). Mit Verfügung vom 21. September
2018 verneinte die IV-Stelle
sodann
wie angekündigt einen Leistungsanspruch (
Urk.
6/22). Die am 23. Oktober 2018 gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde (
Urk.
6/25/3-9) hiess das Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom 21. Februar 2019 im Verfahren IV.2018.00925 in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen und zum neuen Entscheid über den Leistungsanspruch an die IV
Stelle zurückwies (
Urk.
6/27).
1.2
In der Folge holte die IV-Stelle einen Bericht von Dr. med.
A.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
,
einen Verlaufsbericht von Dr.
Z.___
und einen aktuellen IK-Auszug ein (
Urk.
6/34,
Urk.
6/36,
Urk.
6/41). Ferner gab sie eine psychiatrische Begutachtung der Versicherten durch Dr. med.
B.___
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, in Auftrag (
Urk.
6/43). Die
Expertin
erstattete ihr Gutachten am 6. Dezember 2019 (
Urk.
6/4
6
). Am 2. Juni 2020 erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid, mit dem sie der Versicherten die Abweisung ihres Leistungsgesuchs in Aussicht stellte (
Urk.
6/4
8
). Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 7. August 2020
Einwände (
Urk.
6/5
3
). Mit Verfügung vom 7. September 2020 hielt die IV-Stelle an der in Aussicht gestellten Leistungsabweisung fest (Urk.
6/55
).
Die von der Versicherten dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
6/57
/8-16
) hiess das Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2020.00704 vom 3
0.
März 2021 in dem Sinne gut, dass
es
den angefochtenen Entscheid aufhob und die Sache zur Durchführung ergänzender Abklärungen neuerlich an die IV-Stelle zurückwies (
Urk.
6/59).
1.3
Die IV-Stelle holte daraufhin einen aktuellen IK-Auszug ein (
Urk.
6/63) und veranlasste die Durchführung einer internistischen Begutachtung (
Urk.
6/75 ff).
Die Gutachterin
Dr.
med.
C.___
, Fachärztin für Innere Medizin, Physikalischen Medizin und Rehabilitation, erstattete ihr
e Expertise
am 20.
Februar 2023 (
Urk.
6/97). Am 1
4.
April 2023 erliess
die IV-Stelle
den Vorbescheid, mit dem sie der Versicherten die Abweisung ihres Leistungsgesuchs in Aussicht stellte (
Urk.
6/99). Dagegen erhob die Versicherte am 1
7.
Mai 2023, ergänzt am
4.
Juli 2023, Einwände (
Urk.
6/100,
Urk.
6/104).
Am 1
8.
September
2023 erliess die IV-Stelle die Verfügung, mit der sie wie angekündigt das Leistungsbegehren abwies (
Urk.
6/110 =
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom
1
8.
September 2023 erhob die Versicherte am
19.
Oktober 2023 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihr ab dem
1.
Februar 2018 bis zum 3
1.
März 2022 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.
Ev
entualiter sei die Angelegenheit
zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zusätzlich
bean
tragte
die Versicherte die Durchführung einer öffentlichen Hauptverhandlung (
Urk.
1 S. 2 f.). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 2
9.
November 2023 die Abweisung der Beschwerde (Urk.
5
S. 2
f.
). Dies wurde der Beschwerdeführerin am
6.
Dezember 2023 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8). Am 1
4.
Mai 2024 führte das Gericht die von der Beschwerdeführerin beantragte öffentliche Hauptverhandlung durch, anlässlich der die Parteien
ihre
gestellten Anträge erneuerten und das Gericht die Beschwerdeführerin persönlich befragte
. Ferner erklärten die Parteien, aussergerichtliche Vergleichsgespräche würden in Betracht gezogen und das
Gericht
werde
im Falle einer Einigung über selbige in Kenntnis gesetzt
(Prot.
S.
3
ff.).
Am 2
2.
Mai 2024 reicht
e
der Vertreter der Beschwerdeführerin eine Honoraraufstellung ein (
Urk.
12 f.).
Mit Eingabe vom 2
3.
Mai 2024 teilte die Beschwerdegegnerin mit, eine vergleichsweise Einigung
komme für sie nicht in Frage
(
Urk.
15). Davon wurde der Beschwerdeführerin am
3.
Juni 2024 Kenntnis gegeben (
Urk.
16).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die
Invaliden
versicherung
(IVV) in Kraft getreten. Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202
2.
Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember
2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein
Rentenanspruch
entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar
2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar
2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Auf Grund der im
Mai 2017
anhängig gemachten Anmeldung bei der Invaliden
versicherung
(
Urk.
6/1)
könnten allfällige Leistungen frühestens ab
Oktober 2017
ausgerichtet werden (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG).
In dieser übergangs
rechtlichen Konstellation ist die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesene Rechts
lage massgebend, die im Folgenden
soweit nichts anderes vermerkt ist
jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungs
gericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweis
regeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerde
verfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni
2021 E. 3.2, je
m.w.H
.).
2.5
Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des
Sozialversicherungs
gerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein (BGE 115 V 111 E. 3d/
bb
; Maurer, Sozial
versicherungsrecht, Bd. I, 2. unveränderte Aufl., Bern 1983, S. 438
Ziff.
7a). Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweis
last nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 115 V 133 E. 8a). Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs
grundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen
(BGE 117 V 261 E. 3b).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung ihrer Verfügung vom
18.
September 2023 aus,
die
durchgeführten Abklärungen hätten gezeigt, dass weder aus psychiatrischer noch aus somatischer Sicht ein Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die erwerblichen Fähigkeit
en
gegeben sei.
Gerügt worden sei, das Gutachten von
Dr.
C.___
äussere sich
nur sporadisch
zu den internistischen Beschwerden im Verlauf seit der Anmeldung zum Leistungsbezug im Sommer 2017 und es sei darin zu Unrecht festgehalten worden, eine Borreliose habe klinisch nie festgestellt werden können.
Tatsächlich
seien multiple ärztliche Untersuchungen durchgeführt worden, jedoch jeweils ohne Diagnose mit relevante
m
Krankheitswert. Im Gutachten sei sodann nie festgehalten worden, die Borreliose sei klinisch nie bestätigt worden. In den Berichten von
Dr.
Z.___
sei ein S
t
atus nach Borreliose durch Zeckenstich festgehalten worden. Allerdings handle es sich um eine Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit.
Gemäss den Erkenntnissen der Gutachte
ri
n sei
die retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
insbesondere
schwierig, weil bezogen auf den Zeitpunkt der Anmeldung zum Leistungsbezug Hinweise auf eine krankheitsrelevante somatische Ursache der geklagten Beschwerde
n
fehl
ten
.
Es bestehe
bei dieser Sachlage
kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung
(
Urk.
2 S. 1 f.)
.
3.2
Die Beschwerdeführerin
bemängelt
e
in ihrer Beschwerdebegründung vom
19.
Oktober
2023
das internistische Gutachten von
Dr. C.___
vom 2
0.
Februar 202
3.
Die Schlussfolgerung der Expertin,
dass keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen,
überzeuge nicht
. Richtig sei zwar,
dass
aktuell keine Leistungseinschränkung bestehe, die Anspruch auf eine Invalidenrente gäbe. Anders verhalte es sich aber retrospektiv
für die
Zeit vom 1.
Februar 2018 bis Ende März 202
2.
Es bleibe o
ffen, weswegen die Gutachterin zum Schluss habe kommen können, die Arbeitsfähigkeit habe sich seit der Anmeldung im Juli 2017 nicht verändert, obschon eine erhebliche Anzahl von Berichten verschiedener Ärzte und Ärztinnen
, die allesamt ein
Erschöpfungs
syndrom
diagnostiziert hätten
-
unter anderem
die Berichte von
Dr.
Z.___
vom
2.
Mai und 2
3.
August 2017
(
Urk.
6/6/136 f.,
Urk.
6/9/1-5)
,
de
r
Bericht von
Dr. A.___
vom Mai 2019
(Urk.
6/34)
und
de
r
jenige von
Dr. D.___
,
Praktischer Arzt
vom 1
5.
Oktober 2020 (vgl.
Urk.
6/
57/
17
-18
)
-
eine andere Beurteilung naheleg
t
e
n
.
Diese Ärzte hätten ihre
Einschätzung
insbesondere auf der Basis regelmässiger Untersuchungen gezogen.
Die Expertin
Dr. C.___
hätte vor diesem Hintergrund ihre abweichende Auffassung begründet darlegen müssen. Es sei ein Fakt, dass sie (die Beschwerdeführerin) etliche Jahre erheblich unter dem Erschöpfungssyndrom gelitten habe und deswegen arbeitsunfähig gewesen sei. Die Abklärungen zahlreicher Fachärzte, die stets ein Bild im
Norm
bereich
ergeben hätten, änderten daran nichts.
Für die behandelnden Ärzte sei es stets aug
enscheinlich gewesen, dass eine chronische Erschöpfung und eine damit verbundene Arbeitsunfähigkeit vorgelegen
hätten
.
Dr. C.___
habe sodann explizit geäussert, eine Borreliose sei klinisch nicht festgestellt worden. Dies sei nicht haltbar, hätten doch
Dr.
Z.___
und
Dr. A.___
klar ein
e
entsprechende Diagnose gestellt, wobei sich diese namentlich auf entsprechende Laborbefunde ab
gestützt hätten
.
Aus den genannten Gründen könne auf das Gutachten von
Dr. C.___
nicht abgestellt werden.
Für die Zeit der Anmeldung zum Leistungsbezug im Sommer 2017 sei
en e
ntgegen der Auffassung der Beschwer
degegnerin durch ärztliche Berichte somatische Ursachen für die Beschwer
den in der Form von Lebensmittelintoleranzen, Borreliose, eine
r
Störung der Darmflora und
von
hormonellen Ungleichgewichten dokumentiert. Der Umstand, dass keine genaue Ursache für die Beschwerden habe gefunden werden können, könne nicht ihr (der Beschwerdeführerin) angelastet werden.
Dies würde in diametralem Widerspruch
zum im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungs
grundsatz stehen. Aufgrund des nicht nachvollziehbaren Gutachtens seien weitere Abklärungen angezeigt.
Aufgrund der Aktenlage sei
von einer
voll
ständigen
Arbeitsunfähigkeit vom Zeitpunkt der Anmeldung im Sommer 2017 bis zum
1.
Dezember 2021 auszugehen
. Ab
Februar 2018 bis Ende März 2022 bestehe somit Anspruch auf eine ganze Rente
(
Urk.
1 S. 13 ff.).
3.3
In den Ausführungen anlässlich der Hauptverhandlung vom 1
4.
Mai 2024 blieben die Parteien bei ihren Anträgen und den bereits geäusserten Standpunkten (Prot.
S. 3 ff.).
4.
Im Urteil IV.2020.00704 vom 3
0.
März 2021
erwog
das
Sozialversicherungs
gericht
(E. 4.2)
, d
ie psychiatrische Begutachtung
durch
Dr. B.___
(Gutachten vom
6.
Dezember 2019;
Urk.
6/46)
habe ergeben,
dass ein Leiden psychischer Natur auszuschliessen
sei
. Weder
habe
die Gutachterin Anzeichen für eine gravierende psychische Erkrankung, wie beispielsweise eine Persönlichkeits
störung, noch solche für andere psychische Leiden, wie beispielsweise eine depressive Störung
,
eruieren können
. Noch nicht einmal psychosoziale Belastungsfaktoren
seien manifest geworden.
Dr. B.___
habe
betont
, die im Selbsterleben zentrale und anhaltende Hauptbeschwerde sei eine gestörte Vitalität mit diversen Manifestationsformen, denen kein
e
psychiatrische Bedeutung zuge
messen werden könne
(
Urk.
6/59/7).
Das Ergebnis der psychiatrischen Begutachtung ist unbestritten geblieben
(Prot. S. 4)
un
d
es liegen keine Anhalts
punkte
dafür vor, dass
von einer abweichenden Betrachtungsweise
auszugehen wäre
.
Nachdem feststeht, dass ein psychisches Leiden auszuschliessen ist, ist zu
prüfen
, ob für die von der Beschwerdegegnerin geklagten Beschwerden eine somatische Ursache in Betracht fällt.
Im Zentrum dieser
Beur
t
eilung
steht das internistische Gutachten von
Dr. C.___
vom 2
0.
Februar 2023 (Urk.
6/97).
5.
5.1
Gestützt auf die im Einzelnen genannten medizinischen
Vorakten
(Urk.
6/97/5
ff.), die Anamnese (
Urk.
6/97/32 ff.), die erhobenen klinischen und
bildgebenden Befunde sowie die Laborbefunde (
Urk.
6/97/35 ff. u. Urk.
6/97/43
ff.) kam
Dr. C.___
in ihrem internistischen Gutachten vom 20.
Februar 2023 zum Schluss, eine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit lasse sich nicht stellen. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit nannte sie eine Osteoporose (aktuell unbehandelt) und ein Untergewicht (BMI 17,9
6
kg/m
2
;
Urk.
6/97/38
).
5.2
Zum bisherigen Verlauf
führt
e
Dr. C.___
aus, die Beschwerdeführerin leide seit Jahren
hauptsächlich unter einer
Erschöpfungssymptomatik und zusätzlich unter verschiedenen Beschwerden des Magen- und Darmtraktes, der Haut, der Augen, der Ohren, der Weichteile und der Gelenke. Diese Beschwerden
bestünden
seit mindestens 201
3.
Damals habe die Beschwerdeführerin eine berufs
begleitende Ausbildung als Marketingmanagerin begonnen.
Im Sommer 2014 seien die Beschwerden stärker geworden
,
mit wiederkehrenden krankheits
bedingten Absenzen am Arbeitsplatz. Ab Sommer 2015 sei sie definitiv krankge
schrieben gewesen
und im Sommer 2017 habe sie sich bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug angemeldet. Es seien multiple somatische Fachabklärungen durchgeführt worden, wobei keine Diagnose mit relevantem Krankheitswert habe gestellt werden können. Seit Beginn der Symptomatik
und
bis dato fänden sich in den Akten immer wieder Hinweise auf eine psycho
somatische Komponente der Beschwerden.
Die psychiatrische Begutachtung habe indes
sen gezeigt, dass kein psychisches Leiden mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit bestehe.
Gemäss
Krankheitsanamnese sei die
Konisation
vom Dezember
2013 wegen eines auffälligen PAP-Tests im September 2012
mit anschliessender Impfung mit
Gardasil
einschneidend gewesen.
Nach dieser Intervention seien Blasenbeschwerden, Infekte und abdominale Schmerzen aufgetreten. Nach erfolgter antibiotischer Behandlung seien Darmbeschwerden, vaginale Beschwerden, Gelenkschmerzen, Schwächezustände ohne neurologische und/oder kardiologische Korrelate, Sehstörungen ohne objektive Korrelate
und
starke Schwindelepisoden ohne krankheitsrelevante ORL-Befunde aufgetreten. Die Beschwerdeführerin selber sei überzeugt, dass die Einnahme der Antibiotika zu chronischen Darmbeschwerden
verbunden
mit Lebensmitt
el
allergien
beziehungsweise -intoleranzen
geführt habe. Die beschriebenen allergischen Symptome
wie grippale Gefühle,
Schmerzen, Schwäche, Schwindel und
Erschöpfung
passten
indessen
kaum zu einem allergischen Symptombild.
Das Gewicht, das von der Beschwerdeführerin mittels Ernährung und auch durch Sport kontrolliert werde, sei für ihre Körpergrösse zu gering. Das Untergewicht werde begleitet von
Oligomenorrhoe
, Haarausfall und Osteoporose. Die Beschwerdeführerin
habe
sich homöopathisch
behandelt
. 2014 und 2015 seien verschiedene sog
enannt
ganzheitliche Untersuchungen von Blut, Speichel, Urin und Stuhl durchgeführt worden und es seien homöopathische Präparate angeboten worden. Konventionell-medizinisch hätten keine Diagnosen gestellt werden können. Namentlich seien eine kardiale Genese der Palp
it
ationen und ein Morbus
Menière
ausgeschlossen worden.
2015 sei eine leichte Anämie festgestellt worden
und
eine neurologische Untersuchung sei unauffällig
gewesen, ebenso eine endokrinologische. 2016 seien mehrere Behandlungen mit Ozon durch
geführt worden und es sei immer wieder von einer
Borrelieninfektion
die Rede gewesen, wobei eine klinische Borreliose nie festgestellt worden sei. Mehrmals sei ein
e
MRI
-Untersuchung
des Neurokraniums
durchgeführt worden,
wobei alle Befunde unauffällig gewesen seien. Ab 2012 seien regelmässig Darm- und Magenspiegelungen einschliesslich Biopsien durchgeführt worden. Auch hier hätten keine krankheitsrelevanten Befunde erhoben werden können. Die Beschwerdeführerin befinde sich weiterhin in einem Zentrum für komplementäre Medizin in Behandlung und erhalte zweiwöchig Infusionen mit
orthomolekulären
Präparaten und Vitaminen
(
Urk.
6/97/38-40)
.
5.3
Zu
r
Konsistenz, zur Plausibilität
, zur Selbsteinschätzung
und zu den Ressourcen hielt
Dr. C.___
fest, es bestünden keine Hinweise auf eine fehlende Authentizität. Die Angaben der Beschwerdeführerin seien konsistent und plausibel. In der Anamnese fehlten psychosoziale Belastungsfaktoren oder Hinweise auf eine akute psychische Störung. Diese Beobachtungen stimmten überein mit der Beurteilung im psychiatrischen Gutachten von
Dr. B.___
.
Die Beschwerdeführerin verfüge über ausreichende Ressourcen
, um eine vollständige Arbeitsintegration erreichen zu können. Sie sei gebildet, interessiert, sozial gut vernetzt und ohne akute finanzielle Probleme
. Sich selber schätze sie mit günstiger Prognose ein (
Urk.
6/97/40).
5.4
Zur Arbeitsfähigkeit führte die Gutachterin aus, aus somatischer Sicht bestehe zum gegebenen Zeitpunkt keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
Retrospektive sei die Arbeitsfähigkeit schwierig zu beurteilen. Allerdings fehlten seit der Anmeldung zum Leistungsbezug
im Sommer
2017 Hinweise auf eine krankheitsrelevante somatische Ursache für die Beschwerden der Beschwerde
führerin. Zusammenfassend
sei festzustellen, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auch retrospektiv, das heiss
e
seit der Anmeldung bei der Invalidenversicherung 2017
und bis heute
,
keine Änderungen erfahren
habe
(Urk.
6/97/41).
6.
6.1
Hinsichtlich des Beweiswertes
des Gutachtens von
Dr. C.___
ist zunächst entscheidend, dass dieses für die
streitigen Belange umfassend ist
. Die Expertin verfasste dieses in Kenntnis der
Vorakten
, unter Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin
geklagten Beschwerden,
gestützt auf eine Anamnese und nach Erhebung der Befunde (Klinik, Bildgebung und Laborbefunde). Die formalen Voraussetzungen, die an eine beweiskräftige Expertise zu stellen sind, sind damit erfüllt (vgl. vorstehende E. 2.4). Zu prüfen ist somit, ob das Gutachten
in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
von
Dr. C.___
begründet sind.
6.2
6.2.1
Was die Einschätzung der erwerblichen Leistungsfähigkeit
von
Dr. C.___
bezogen auf den Gutachtenszeitpunkt (
3
0.
August 2022;
Urk.
6/
97/1
)
und seither
betrifft, so wurde diese von der Beschwerdeführerin insofern nicht in Frage gestellt, als sie einen Rentenanspruch nur bis und mit März 2022 geltend macht
(
Urk.
1 S. 14
Rz
.
52)
. In der persönlichen Befragung anlässlich der
Hauptver
handlung
gab die Beschwerdeführerin an, seit Dezember 2021 wieder zu arbeiten, zunächst im Umfang eines Pensums von 40
%, welches sie in der Folge bis auf 80
%
steigerte (Prot. S. 7). Hier massgebend ist die erwerbliche Leistungsfähigkeit vom Zeitpunkt der Gesuchstellung im Juli 2017 bis und mit März 2022 und damit eine retrospektive Beurteilung.
Diese wird von der Beschwerdeführerin
mit de
m
Argument bemängelt,
e
s bleibe offen, weswegen die Gutachterin zum Schluss habe kommen können, die Arbeitsfähigkeit habe sich seit der Anmeldung im Juli
2017 nicht verändert, obschon
die Berichte der behandelnden
Ärzte und Ärztinnen, die allesamt ein Erschöpfungssyndrom diagnostiziert hätten
-
unter anderem die Berichte von
Dr.
Z.___
vom
2.
Mai
und 2
3.
August 2017 (Urk.
6/6/136 f.,
Urk.
6/9/1-5), de
r
Bericht von
Dr. A.___
vom Mai 2019 (Urk.
6/34) und de
r
jenige von
Dr. D.___
vom 1
5.
Oktober 2020 (vgl.
Urk.
6/57/17-18
)
-
, eine andere Beurteilung naheleg
ten
. Diese Ärzte hätten ihre Schlussfolgerungen insbesondere auf der Basis regelmässiger
Unter
suchungen
gezogen.
Die Gutachterin
hätte vor diesem Hintergrund ihre abweichende Auffassung begründet darlegen müssen
, denn es stehe fest
, dass sie (die Beschwerdeführerin) etliche Jahre erheblich unter dem Erschöpfungssyndrom gelitten habe und deswegen arbeitsunfähig gewesen sei. Die Abklärungen
zahl
reicher
Fachärzte, die stets ein Bild im Normbereich ergeben hätten, änderten daran nichts. Für die behandelnden Ärzte sei es stets augenscheinlich gewesen, dass eine chronische Erschöpfung und eine damit verbundene Arbeitsunfähigkeit vorgelegen
hätten
. Andernfalls wären nicht derart viele Untersuchungen nötig gewesen (
Urk.
1 S. 14 f.
Rz
.
52-55).
6.2.2
Im Bericht
vom
2.
Mai
2017
führte
Dr.
Z.___
aus, nach langjährigen
rezidi
vierenden
Infekten und Magen-/Darmbeschwerden und mit diagnostizierte
r
Osteoporose habe die Beschwerdeführerin
sie
wegen eines Erschöpfungssyndroms aufgesucht.
Aufgrund zuvor
bereits erfolgte
r
Untersuchungen seien eine Borreliose, eine auf
Heliobacter
positive Gastritis und multipelste Infektionen festgestellt worden.
Die Beschwerdeführerin habe berichtet, dass
es
aufgrund von stark einschränkenden Symptomen wie Übelkeit, Inappetenz, Zittern,
Schwäche
anfälle
n
, Schwindel, Müdigkeit, Sehstörungen
und
Missempfindungen seit 2015 zunehmend zu einer Erschöpfungssymptomatik gekommen
und
eine Fortführung der Arbeitstätigkeit ab Mitte 2015 nicht mehr möglich gewesen sei.
Bei den durch sie (
Dr.
Z.___
) veranlassten Untersuchungen hätten sich unter anderem eine Nebennierenschwäche
und multiple Lebensmittelintoleranzen gezeigt, welche die von der Beschwerdeführerin beschriebenen Symptome wie Schwäche, Erschöpfung und Müdigkeit erklär
t
en.
Ein Erschöpfungssyndrom könne Grund für eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit sein. Da jeder
Patient mit
Neben
nierenschwäche u
nterschiedlich auf die Therapie reagiere, sei es nicht
vorherzu
sehen
, ab wann die Beschwerdeführerin wieder ins Berufsleben zurückkehren könne. Im Rahmen der letzten klinischen Kontrollen hätten sich bereits Ansätze einer ersten Besserung der Symptomatik gezeigt
(
Urk.
6/6/136)
.
Im Bericht vom 2
3.
August 2017 nannte
Dr.
Z.___
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ei
n chronisches Erschöpfungssyndrom mit Konzentrationsstörungen, persistierende Magenbeschwerden und eine
Osteo
porose
im Bereich der Lendenwirbelsäule. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie rezidivierende
Harnwegsinfekte
, einen Status nach rezidivierenden Otitiden und einen Status nach Borreliose
durch
Zeckenstich (
Urk.
6/9/1).
Dr.
Z.___
betonte erneut, die Beschwerdeführerin
leide
unter einem ausgeprägten Schwächegefühl und einer Erschöpfung, was die Unfähigkeit zur Ausübung der Tätigkeit als Kauffrau zur Folge habe. Zur Prognose erklärte die Ärztin, aktuell plane sie eine weitere Abklärung
durch das
Univers
itätsspital E.___,
da es bisher immer nur kurzzeitig zu einer Besserung gekommen sei. Welche Tätigkeit in welchem Umfang künftig in Frage komme, könnte noch nicht gesagt werden. Eine
geringfügige
Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit sei ihres Erachtens anzustreben
,
mit dem Ziel, das Pensum in der Folge dann zu steigern (Urk.
6/9/2
f.).
Richtig ist, dass
Dr.
Z.___
in den erwähnte
n
Berichten eine ausgeprägte Erschöpfung als Hauptsymptom nannte und
entsprechend auch ein Erschöpfungssyndrom diagnostizierte. Trotz Verweis auf multiple, im Einzelnen
allerdings
nicht genannte Untersuchungen und Abklärungen vermochte sie eine konkrete Ursache für die Erschöpfungssymptomatik nicht zu nennen.
Im
Bericht v
om
2.
Mai 2017
hielt sie lediglich fest
, die im Laufe der Abklärungen erkannte
Nebennierenschwäche und
die
multiple
n
Lebensmittelintoleranzen
könnten die
von der Beschwerdeführerin beschriebenen Symptome wie Schwäche, Erschöpfung und Müdigkeit erklären
, und des Weiteren, e
in
Erschöpfungs
syndrom
könne Grund für eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit sein
(
Urk.
6/6/136)
. Dies
genügt als Nachweis einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit für die körperlich nicht belastende Tätigkeit als Kauffrau
allerdings
nicht
, zumal
sich
gemäss
den Darlegungen von
Dr.
Z.___
vom 23.
August 2023
nicht
mehr
die Nebennierenproblematik, sondern die Magenbeschwerden und die Osteoporose limitierend auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (
Urk.
6/9/1).
6.2.3
Dr. A.___
führte in seinem am 1
0.
Mai 2019 bei der Beschwerdegegnerin
einge
gangenen
Bericht aus, die Beschwerdeführerin sei seit März 2018 bei ihm in Behandlung.
Sie erscheine zweimal wöchentlich und erhalte Infusionen mit Eisen, Magnesium, Zink und Kalium.
Als Diagnosen nannte
Dr. A.___
(soweit leserlich)
eine Erschöpfungsdepression, eine chronische Fatigue
und eine
Leukozytopenie
. Es handle sich um chronische Diagnosen, die zum
Teil
seit Jahren bestünden.
Derzeit gehe die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit nach. Prognostisch könne er keine Einschätzung abgeben (
Urk.
6/34/2 f. u. 5).
Auch diese Ausführungen eignen sich nicht, um eine krankheitsbedingte
voll
ständige
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in der betreffenden Zeit rechtsgenüglich zu begründen. Was die Diagnose einer Erschöpfungsdepression betrifft, so ist
Dr. A.___
als Internist fachlich nicht geeignet
, um aus
ver
sicherungsrechtlicher
Sicht
eine psychiatrische Diagnose zu stellen, zumal diese den Erkenntnissen der fachpsychiatrischen Begutachtung durch
Dr. B.___
widerspricht
, die für den gesamten relevanten Zeitraum kein psychisches Leiden und auch keine damit im Zusammenhang stehende
Arbeitsunfähigkeit
fests
tellte
(vgl.
Urk.
6/46
/25 ff.
).
Die Diagnose einer chronischen Fatigue begründete
Dr. A.___
nicht weiter, so dass seine
Einschätzung
, die Beschwerdeführerin könne keiner Arbeit nachgehen,
objektiv
nicht nachvollzogen werden kann. Nämliches gilt für die Diagnose einer Anämie resp
ektive
Leukozytopenie
. Auch in diesem Zusammenhang erschliesst sich eine
vollständige
Arbeitsunfähigkeit nicht.
6.2.4
Dr. D.___
nannte in seinem Bericht vom 1
5.
Oktober 2020 als Diagnosen ein schwer
es körperliches
und psychisches Erschöpfungssyndrom
,
schwere und multiple Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronische Gelenk- und
Muskel
schmerzen,
chronische Ekzeme und eine Osteoporose. Vielfältige und ausgeprägte Symptome bestünden bereits seit
zirka
201
3.
Die Beschwerdeführerin habe
glaub
haft
ausgeprägte körperliche Reaktionen auf viele Nahrungsmittel (Schmerzen, Schwäche, Bauchprobleme) beschr
i
eben, was dazu geführt habe, dass für die Zufuhr von Nahrungsmitteln nur wenige Optionen
bestünden
.
Grundsätzlich bestünden die Magen- und Darmprobleme bereits seit der Kindheit mit diversen Blasenentzündungen im Verlauf. Die Ursachen hätten auch mittels diverser Abklärungen nicht hinreichen
d
ermittelt werden können. Aufgrund einer diagnostizierten Schwäche der Neurohypophys
ären Nebennieren-Achse sei eine Behandlung mit Hormonen eingeleitet worden. Auch dies aber habe zu keiner ausreichenden Besserung geführt.
Aufgrund
der
stark reduzierte
n
Möglichkeit der Nahrungsaufnahme habe
eine
intravenöse Behandlung mit Aminosäuren und Mikronährstoffen in die Wege geleitet werden müssen. Im weiteren Verlauf sei auch eine
Histaminintoleranz
diagnostiziert worden. Gesamthaft habe die Beschwerdeführerin eine absolut glaubhafte massive Erschöpfung geschildert. Es sei ursächlich von einem multifaktoriellen Geschehen auszugehen, dies auf der Basis eines gestörten Darm
m
ikrobioms, einer konsekutiven
Histaminintoleranz
sowie regulativen Störungen der hormonellen Situation (
Urk.
6/57/17 f.).
Den Darlegungen von
Dr. D.___
folgend, stand der von der Beschwerdeführerin geklagte Erschöpfungszustand im Zusammenhang mit einer multifaktoriellen Nahrungsmittelunverträglichkeit mit gestörtem Mikrobiom des Darms, einer konsekutiven
Histaminintoleranz
und einer regulativen Störung der hormonellen Situation. Allerdings wies
Dr. D.___
explizit darauf hin, dass die Ursachen des Leidens trotz verschiedener Abklärungen nicht hätten festgestellt werden können. Auch ergibt sich aus den Darlegungen von
Dr. D.___
nicht, bezüglich welcher Nahrungsmittel eine Unverträglichkeit best
and
.
Jedoch erschliesst
sich aus seinen Darlegungen, dass er diesbezüglich in erster Linie auf die Angaben der Beschwerdeführerin abstellte
,
-
was bei der Beurteilung
ver
sicherungsrechtlicher
Ansprüche nicht als Beweisgrundlage gelten kan
n - und
er
die Schwäche und Erschöpfung zur Hauptsache auf die verminderte
Nahrungs
aufnahme
zurückführ
t
e
, was wiederum ausschlaggebend für die Einleitung der intravenösen Gabe von
Aminosäuren und Mikronährstoffen
war
. Eine eindeutig krankheitsbedingte Ursache für die auch von
Dr. C.___
festgestellte
Unter
ernährung
(vgl.
Urk.
6/97/38 f.) und die von der Beschwerdeführerin geklagten Erschöpfungszustände ist anhand der Darlegungen von
Dr. D.___
nicht
nach
gewiesen.
6.2.5
Richtig ist, dass die behandelnden Ärzte der Beschwerdeführerin diese regel
mässig untersuchten. Beweismässig erhebliche Ursachen für die von der Beschwerdeführerin geklagten Erschöpfungszustände
vermochten diese
aller
dings
trotz verschiedener Untersuchungen nicht zu benennen. Entgegen der Auf
fassung der Beschwerdeführerin berücksichtigte
Dr. C.___
umfassend die
Vorakten
(
Urk.
6/97/5 ff. u. 38 ff.). Allerdings ergaben sich weder aufgrund von diesen noch aufgrund der von der Gutachterin selber vorgenommenen Unter
suchungen und den
von
ihr
veranlassten Abklärungen (
Urk.
6/97/32 ff.) konkret in Betracht fallende Ursachen für das geklagte Leidensbild. Insofern besteht Über
einstimmung zwischen den Erkenntnissen der behandelnden Ärzte und der inter
nistischen Expertin. Eine Arbeitsunfähigkeit in der hier massgeblichen Zeit
periode ist aufgrund der Berichte der behandelnden Ärzte nicht hinreichend
aus
gewiesen
.
6.3
Die Beschwerdeführerin rüg
t
e sodann,
Dr. C.___
habe explizit geäussert, eine Borreliose sei klinisch nicht festgestellt worden. Dies sei nicht haltbar, hätten doch
Dr.
Z.___
und
Dr. A.___
klar ein
e
entsprechende Diagnose gestellt, wobei sich diese namentlich auf entsprechende Laborbefunde abstütze
(
Urk.
1 S.
15 f.
Rz
.
56
)
.
Richtig ist, dass bei der Beschwerdeführerin eine
Borreliose
infektion
festgestellt wurde (
Urk.
6/6/136,
Urk.
6/34/10 f.).
Die Gu
t
achterin
Dr. C.___
verneinte entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin
die
Borrelieninfektion
nicht. Vielmehr
kam
sie in Übereinstimmung mit den
Vorakten
(
Urk.
6/97/5 ff.)
zum Schluss, das klinische Bild einer
Borrelienerkrankung
sei
zu keinem Zeitpunkt ausgewiesen gewesen (
Urk.
6/97/40).
Eine längerdauernde Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit im Zusammenhang mit der
Borrelien
infektion
und darüber hinaus eine damit im Zusammenhang stehende erwerbliche Beeinträchtigung von Dauer
ist demgemäss nicht
aktenkundig
. Zu beachten
ist im Übrigen
, dass
auch
Dr.
Z.___
im Bericht vom 23.
August 2017 der Borreliose keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt
hat
(
Urk.
6/9/1).
6.4
Die Beschwerdeführerin stellt sich
ferner
auf den Standpunkt, d
er Umstand, dass keine genaue Ursache für die Beschwerden habe gefunden werden können, könne nicht ihr (der Beschwerdeführerin) angelastet werden.
Es seien zahlreiche Bericht
e
aktenkundig, die somatische Ursachen für die geklagten Beschwerden nahelegten, insbesondere Lebensmittelintoleranzen,
eine
Borreliose, eine Störung der Darm
flora
und
hormonelle Ungleichgewichte.
Aufgrund des nicht nachvollziehbaren Gutachtens seien
in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes
weitere Abklärungen angezeigt
(
Urk.
1 S. 16 f.
Rz
.
59
f.
)
.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin impliziert die Untersuchungspflicht im Sozialversicherungs
verfahren keinen Anspruch auf stets weitere Abklärungen, wenn die bisher erfolgten keine hinreichenden Hinweise auf eine erwerbsrelevante Erkrankung zeitigten.
Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil
des Bundesgericht
s
8C_641/2019 vom 8.
April 2020 E.
3.3.1 mit Hinweis
,
nicht publ. in: BGE 146 V 12).
Dies ist hier der Fall. Die Gutachterin
Dr. C.___
ist in umfassender Würdigung der umfangreichen
Vorakten
(
Urk.
6/97/5 ff.) nachvollziehbar zum Schluss gekommen, dass für den relevanten Zeitraum
keine
Erkrankung festgestellt werden konnte
, die geeignet gewesen wäre, die erwerblichen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin dauerhaft zu
beeinträchtigen
. Dies gilt insbesondere für die von
der
Beschwerdeführerin namentlich genannte
Borreliose
(vgl. vorstehende E.
6.3)
,
aber auch für die
Störung der Darmflora
oder
hormonelle Ungleichgewichte.
Sind die erfolgten Abklärungen als umfassend und im Ergebnis schlüssig zu bezeichnen
,
so liegt Beweislosigkeit vor, deren Folgen die versicherte Person zu tragen hat
(Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.
März 2021 E. 3.2.2 mit Hinweis auf BGE 144 V 427 E. 3.2)
.
6.5
6.5.1
Anlässlich der Hauptverhandlung gab die Beschwerdeführerin in der persönlichen Befragung an, in der Zeit von Februar 2018 bis Dezember 2021 habe sie gar nichts machen können, da sie unter extremer Erschöpfung gelitten habe. Bereits nach der morgendlichen Dusche sei sie schon fast zusammengebrochen, da schon dies zu anstrengend gewesen sei. Sie habe damals bei ihren Eltern gewohnt, da sie auf deren Hilfe angewiesen gewesen sei. Einen Haushalt hätte sie nicht mehr selber führen können. Eine körperliche Betätigung sei in dieser Zeit gar nicht mehr möglich gewesen. Es habe Phasen gegeben, in denen es ihr etwas besser gegangen sei. Dann habe sie für etwa zehn Minuten einen Spaziergang im Wald machen können. Zur Hauptsache aber sei sie in dieser Zeit gelegen oder gesessen. Alles sei ihr zu anstrengend gewesen (Prot. S. 6).
6.5.2
Bei der psychiatrischen Untersuchung durch
Dr. B.___
im Dezember 2019
hatte die
Beschwerdeführerin zu ihrem seinerzeitigen Tagesablauf
erwähnt
, sie stehe jeweils zwischen halb sieben und acht Uhr auf und bereite sich das Früh
stück zu. Da sie nur wenige Sor
t
en Gemüse zu sich nehmen könne, falle stets eine erhebliche Rüst- und Kocharbeit an. Nach dem Frühstück räume sie auf und füttere den Hund. Hernach erledige sie die Morgentoilette. Sie
dusche
und schminke sich täglich und sie pflege auch ihren Kleiderstil. Dies sei für ihr Wohl
befinden wichtig. Hernach sei sie erschöpft und setze sich eine Weile hin und lese gelegentlich. Falls
v
ormittag
s
Arzttermine anstünden, mache sie sich dafür bereit. Ausser Haus bewege sie sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch mit dem Auto, jedoch stets in Begleitung. Das Mittagessen nehme sie zusammen mit ihrer Mutter ein, wobei jede ihre Mahlzeit für sich selber zubereite. Auch nachmittags habe sie oft Termine und sie gehe auch mit dem Hund spazieren. Das
von ihr bewohnte Zimmer
im
Elternh
aus
halte
sie selber in Ordnung. Auch die Wäsche wasche und bügle sie selber. Abends esse sie immer früh das von ihr wiederum selber zubereitete Abendessen. Hobbymässig beschäftige sie sich mit der Produktion von Schmuck mit Halbedelsteinen. Diesen stelle sie auch aus und verkaufe ihn. Sie verfüge über ein soziales Netzwerk, das sie pflege. Wenn es darum gehe, Freunde zu treffen, lasse sie sich abholen. Solch
e
Treffen beinhalteten Gespräche während ein oder zwei Stunden oder einen Kinobesuch (
Urk.
6/46/21 ff.).
6.5.3
Die Angaben der Beschwerdeführerin bei der psychiatrischen Expertin zeig
en
, dass die alltäglichen Aktivitäten in der fraglichen Zeit wohl über das Mass dessen hinaus gingen, als es die Beschwerdeführerin anlässlich der gerichtlichen Verhandlung retrospektiv schilderte. Dies spricht zumindest eher gegen die Bewertung der Situation durch
die
behandelnden Ärzte, welche stets eine umfassende Erschöpfung beschrieben. Gegen eine objektiv fassbare somatisch
e
Erkrankung mit erheblicher Auswirkung auf die erwerblichen Leistungs
fähigkeiten spricht auch der Umstand, dass im Zeitpunkt der psychiatrischen Untersuchung im Dezember 2019 (
Urk.
6/46/2) und damit innerhalb des Zeit
raums, für den eine Rente beansprucht wird, die Medikation der Beschwerde
führerin gemäss deren Angaben ausschliesslich aus diversen orthomolekularen Produkten, Vitaminen und Vitalstoffen bestand (
Urk.
6/46/23). Auch dies spricht gegen ein objektiv ausgewiesenes Leiden mit der Folge einer weitgehenden Beeinträchtigung der erwerblichen Leistungsfähigkeit.
6.
6
Die Schlussfolgerung der Gutachterin, es habe weder aktuell noch retrospektiv ein Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eruiert werden können, so dass von einer seit der Anmeldung zum Leistungsbezug uneingeschränkten erhaltenen Arbeitsfähigkeit auszugehen
ist
,
erweist sich
aufgrund der
Vorakten
(
Urk.
6/97/5-31) und der eigenen Untersuchungen der Gutachterin (Anamnese, klinische, bildgebende und Laborbefunde;
Urk.
6/97/32-38,
Urk.
6/97/43-46)
als
nachvollziehbar.
Damit
ist
der
entscheidwesentliche
Sachverhalt
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin
als hinreichend
und
schlüssig
abgeklärt
zu beurteilen
. Die Gutachterin legte nachvollziehbar und unter ausführlicher Berück
sichtigung der medizinischen
Vorakten
dar, dass sämtliche bisherigen Unter
suchungen
,
ihre eigenen,
aber
insbesondere auch die
zeitlich zurückliegenden
durch die behandelnden Ärzte
,
keine zuverlässigen Hinweise auf ein eindeutig fassbares Leiden als erklärbare Ursache der geklagten Beschwerden
ergeben hatten
(
Urk.
6/97/38 ff.)
.
Selbst die Beschwerdeführerin räumte ein, die Abklärungen der behandelnden Ärzte hätten stets ein Bild im Normbereich ergeben (
Urk.
1 S. 15
Rz
.
54).
Damit ist es nachvollziehbar, dass die Gutachterin
Dr. C.___
zum Schluss kam, die Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Kauffrau und auch für andere angepasste Tätigkeiten sei weder im Gutachtenszeitpunkt noch zuvor gesundheitsbedingt beeinträchtigt gewesen
(
Urk.
6/97/40 f.)
.
Weitere Abklärungen, wie sie die Beschwerdeführerin im Eventualstandpunkt beantragt
e
(
Urk.
1 S. 2, Prot. S. 3), sind demgemäss entbehrlich. Aufgrund der umfassenden Begutachtungen auf psychiatrischem und internistischem Fachgebiet und auch angesichts der zuvor erfolgten zahlreichen Abklärungen, anlässlich derer kein Leiden objektiviert werden konnte, das nachvollziehbarerweise eine dauerhafte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hat
te
, vermöchten weitere Abklärungen
an diesem Umstand nichts zu ändern (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, je
m.w.H
.)
, weswegen sich weder die Einholung eines gericht
lichen Gutachtens noch eine weitere Rückweisung der Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen aufdrängt (vgl. Urk. 1 S.
2.
Prot. S. 3
, 4 f. u. 9
)
.
Aus den dargelegten Gründen ist der Entscheid der Beschwerde
gegnerin
, die einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin verneinte, nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
7.
7.1
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie
nach durchgeführter Hauptverhandlung
auf Fr.
1’0
00.--
anzusetzen und aus
gangsgemäss der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
7.2
Eine Entschädigung für ihren Prozessaufwand (
Urk.
1 S. 2,
Urk.
13)
s
t
eht
der Beschwerdeführerin entsprechend dem Ausgang des Prozesses nicht zu. Ein solcher Anspruch besteht nur im Falle des Obsiegens (
Art.
61
lit
. g ATSG,
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
1’000
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Davide Loss
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
Grieder-MartensWilhelm