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**Case Identifier:** d22c4f29-17ce-5d6e-82b9-d68f9fa4b373
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.10.2017 200 2017 552
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-552_2017-10-13.pdf

## Full Text

200 17 552 IV
SCP/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Fürsprecher Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 23. Mai 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, IV/17/552, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1981 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im November 2014 unter Hinweis auf Depressionen, ADHS 
sowie Alkohol- und Benzodiazepinabhängigkeit bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwort-
beilage [AB] 2). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) klärte 
die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse ab und sprach dem Ver-
sicherten Frühinterventionsmassnahmen in Form von Berufsberatung zu 
(AB 39). In der Folge beauftragte sie Dr. med. C.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Begutachtung des Versicherten 
(Gutachten vom 18. Dezember 2016 [AB 63.1]) und stellte ihm mit Vorbe-
scheid vom 5. April 2014 (AB 66) die Abweisung des Anspruchs auf berufli-
che Massnahmen in Aussicht. Nach dagegen vorgebrachten Einwänden 
(AB 70) verfügte die IVB am 23. Mai 2017 (AB 72) wie vorgesehen.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher Dr. iur. 
B.________, mit Eingabe vom 7. Juni 2017 Beschwerde mit dem Antrag, 
die Verfügung vom 23. Mai 2017 sei aufzuheben und dem Beschwerdefüh-
rer seien die gesetzlichen Leistungen (berufliche Massnahmen betreffend 
das im September 2016 begonnene, dreijährige Studium an der Universität 
...) zuzusprechen. Er macht im Wesentlichen geltend, er verfüge über keine 
abgeschlossene Berufsausbildung, nachdem er 2009 sein Bachelorstudium 
der ... aus gesundheitlichen Gründen habe aufgeben müssen, zudem liege 
ein Invaliditätsgrad von mehr als 20 % vor, womit ein Anspruch auf berufli-
che Massnahmen bestehe.

Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 12. Juli 
2017 die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, es sei fraglich, ob 
überhaupt ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege. Sicherlich 
betrage der Invaliditätsgrad jedoch weniger als 20 %, womit kein Anspruch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, IV/17/552, Seite 3

auf Übernahme der Kosten im Zusammenhang mit dem Bachelorstudium 
bestehe.

Mit Replik vom 16. August 2017 bzw. Duplik vom 4. September 2017 halten 
die Parteien an den bisher gestellten Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 23. Mai 2017 (AB 72). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf berufli-
che Massnahmen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-
sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
141 V 281 E. 2.1 S. 285).

2.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

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2.4 Gemäss Art. 17 IVG besteht Anspruch auf Umschulung auf eine 
neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig 
ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbes-
sert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit 
ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (Abs. 2). 
Unter Umschulung ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich die Summe 
der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die not-
wendig und geeignet sind, den vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbs-
tätig gewesenen Versicherten eine ihrer früheren annähernd gleichwertige 
Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln (BGE 139 V 399 E. 5.4 S. 403, 130 V 488 
E. 4.2 S. 489; SVR 2016 IV Nr. 10 S. 31 E. 4.1).

Als invalid im Sinne von Art. 17 IVG gilt, wer nicht hinreichend eingegliedert 
ist, weil der Gesundheitsschaden eine Art und Schwere erreicht hat, welche 
die Ausübung der bisherigen Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise unzu-
mutbar macht. Dabei muss der Invaliditätsgrad ein bestimmtes erhebliches 
Mass erreicht haben; nach der Rechtsprechung ist dies der Fall, wenn die 
versicherte Person in den ohne zusätzliche berufliche Ausbildung noch 
zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde 
Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen 
Richtwert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2 S. 490, 124 V 108 E. 2b S. 110; 
SVR 2010 IV Nr. 24 S. 74 E. 4).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

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medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

2.7 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.1.1 Im Kurzaustrittsbericht der psychiatrischen Dienste D.________ 
vom 12. November 2009 (AB 10) wurden eine mittelgradige depressive 
Episode (ICD-10: F32.1) sowie ein Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegen-
wärtig abstinent (ICD-10: F10.21), mit Wahrnehmungsstörungen (akusti-
schen Halluzinationen) bzw. differentialdiagnostisch einer Ersterkrankung 

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aus dem schizophrenen Formenkreis, diagnostiziert. Im Rahmen der Hos-
pitalisation (2. bis 12. November 2009) sei ein problemloser Valium-
unterstützter Alkoholentzug durchgeführt worden. Eine MRI-Untersuchung 
des Schädels aufgrund des ersten psychotischen Schubes habe keine Auf-
fälligkeiten ergeben. Eine neuroleptische medikamentöse Therapie habe 
der Patient vorerst abgelehnt. Für die Dauer der Hospitalisation wurde eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert.

3.1.2 Im Bericht der psychiatrischen Dienste E.________ vom 17. Okto-
ber 2013 (AB 8) betreffend eines stationären (9. bis 11. Oktober 2013) bzw. 
tagesklinischen (11. bis 16. Oktober 2013) Aufenthaltes finden sich die fol-
genden Diagnosen:

- Störung durch Alkohol, akute Intoxikation ohne Komplikationen (ICD-
10: F10.00)

- Alkoholabhängigkeitssyndrom mit gegenwärtigem Substanzgebrauch, 
ohne körperliche Symptome (ICD-10: F10.24)

- Abhängigkeitssyndrom von Sedativa, gegenwärtiger Substanzge-
brauch, ohne körperliche Symptome (ICD-10: F13.24)

- Leichte depressive Episode, ohne somatisches Syndrom (ICD-10: 
F32.00).

Die Zuweisung sei aufgrund von Suizidgedanken und akuter Alkoholintoxi-
kation, begleitet von einer erhöhten Tabletteneinnahme, erfolgt. Bereits am 
Tag nach der Aufnahme sei der Patient wieder zuversichtlich gewesen und 
habe seine Suchtproblematik differenziert beschreiben können. Eine medi-
kamentöse Entzugstherapie habe sich erübrigt, da sich praktisch keine 
Entzugssymptome gezeigt hätten. Er habe zeitlich und örtlich orientiert bei 
euthymer Grundstimmung entlassen werden können. Es habe keine 
Selbst- oder Fremdgefährdung bestanden.

3.1.3 Dipl. psych. F.________, Fachpsychologin für Psychotherapie und 
Neuropsychologie, diagnostizierte im Bericht vom 13. Mai 2005 (richtig: 
2014 [AB 13]) eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS 
NOS [DSM V: 314.9]). Sie hielt fest, aktuell lägen rezidivierende depressive 
Episoden vor dem Hintergrund eines fragilen Selbstwertgefühls und eine 
Suchtproblematik mit Substanzeinsatz zum Zwecke der Selbstberuhigung 
und Dämpfung vor. Klinisch hätten sich während der Untersuchung keine 
relevanten Auffälligkeiten gezeigt. Die Kriterien für ADHS seien bei den 
selbstanamnestischen Angaben, in störungsspezifischen Messmitteln und 

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im klinischen Interview teilweise erfüllt. Die fremdanamnestischen Angaben 
der Mutter und der Partnerin wiesen nicht konsistent auf eine ADHS hin. 
Somit seien die Bedingungen für die Diagnose einer ADHS nach DSM V 
nur teilweise erfüllt. Da dennoch einige ADHS-typische Symptome vorlä-
gen, deren Vorhandensein der Patient auch für die Kindheit ausdrücklich 
bejahe, erscheine die Diagnose der subsyndromalen ADHS angemessen. 
Ein Teil der Symptomatik sei sicherlich durch die anderen psychischen 
Störungen bedingt.

3.1.4 Am 25. September 2014 (AB 12) berichtete der psychiatrische 
Dienst E.________, der Patient habe sich vom 12. bis 15. September 2014 
zum zweiten Mal auf freiwilliger Basis in stationärer Behandlung befunden. 
Diagnostiziert wurden ein Alkoholabhängigkeitssyndrom (ICD-10: F10.2) 
mit akuter Alkoholintoxikation bei Eintritt, ein schädlicher Gebrauch von 
Benzodiazepinen (ICD-10: F13.1), Probleme in der Beziehung zur Lebens-
partnerin (ICD-10: Z63.0) und eine ADHS (aktenanamnestisch). Nach ei-
nem Alkoholrückfall im Rahmen eines genehmigten Ausgangs am 15. Sep-
tember 2014 sei der Patient auf seine Forderung hin bei fehlenden Hinwei-
sen für eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung aus der stationären Be-
handlung entlassen worden.

3.1.5 Im Bericht der Klinik G.________ vom 9. Januar 2015 (AB 21 S. 1 
ff.) wurden eine ADHS im Erwachsenenalter (ICD-10: F90.0; Diagnose 
17.04.2014) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig re-
mittiert (ICD-10: F33.4), diagnostiziert. Es bestehe eine Alkohol- und eine 
Hypnotikaabhängigkeit, jeweils gegenwärtig in beschützender Umgebung 
abstinent (ICD-10: F10.21 und F13.21). Der Patient habe sich vom 
30. September 2014 bis zum 6. Januar 2015 für einen qualifizierten Alko-
holentzug in stationärer Behandlung befunden. Die Erstellung einer konklu-
siven Prognose sei zum jetzigen Zeitpunkt schwierig. Unter Beibehaltung 
der Abstinenz und Fortsetzung der Pharmako- und Psychotherapie könne 
die Arbeitsfähigkeit wahrscheinlich vollumfänglich wiedererlangt werden. 
Die Arbeit als ... sei derzeit nicht zumutbar. Jedoch sei eine Tätigkeit mit 
regelmässiger Arbeitszeit ohne Schicht- und Nachtarbeit mit einem planba-
ren und gut organisierbaren Arbeitsvolumen realistisch. Bei solchen Arbei-

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ten habe der Patient mittlerweile Strategien entwickelt, mit seinen Konzen-
trations- und Auffassungseinschränkungen umzugehen.

3.1.6 Die RAD-Ärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie, führte im Bericht vom 19. Februar 2015 (AB 26) aus, 
die Beeinträchtigung sei prinzipiell minimal. Es bestehe ein Subsyndrom 
einer ADHS und eine Vulnerabilität zur Entwicklung depressiver Sympto-
me. Eine Tätigkeit im angestammten Beruf als ... sei in Anbetracht der 
Suchtmittelabhängigkeit nicht anzuraten. In angepasster Tätigkeit bestehe 
eine vollständige Arbeitsfähigkeit.

3.1.7 Im Bericht vom 17. März 2015 (AB 29) attestierte med. pract. 
I.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, eine vollständi-
ge Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum vom 1. Juli 2014 bis zum 6. Januar 
2015. Sie hielt fest, zurzeit träten phasenweise depressive Symptome und 
kurze Rückfälle mit Alkohol auf. Die Prognose sei mit begleitender Psycho-
therapie gut. Der Versicherte sollte nicht mehr an Stellen arbeiten, an de-
nen er freien Zugang zu Medikamenten bzw. Benzodiazepinen habe. Er 
sollte nicht in Schichten arbeiten und auch nicht in der Nacht, wegen der 
Gefahr erneuter Depressionen. Ein regelmässiger Arbeitsablauf wäre auch 
von Seiten der ADHS wünschenswert.

3.1.8 Dem Bericht der Klinik G.________ vom 25. Juni 2015 (AB 33) ist 
zu entnehmen, dass sich der Patient aufgrund eines massiven Alkohol- und 
Drogenrückfalls vom 3. bis 17. Juni 2015 in stationärer Behandlung befand. 
Mitauslösend für den Rückfall sei eine Perspektivenlosigkeit gewesen, da 
er keine konkrete Tagesstruktur gehabt und nicht genau gewusst habe, wie 
es weiter gehen solle. Bei Austritt aus der Klinik habe der Patient im Ver-
gleich zum Eintrittsstatus eine aufgehellte und stabile Stimmung gezeigt.

3.1.9 Im Bericht vom 30. Juli 2015 (AB 37) führte die RAD-Ärztin Dr. 
med. H.________ unter Hinweis auf die Biographie des Versicherten aus, 
bei der Suchtmittelabhängigkeit handle es sich nicht um ein reines Sucht-
geschehen. Es scheine bisher keine Folgeschäden durch den Substanzmit-
telgebrauch zu geben. Die Diagnose ADHS könne nicht wirklich nachvoll-
zogen werden. Diese sei bereits im Rahmen der Abklärung im Jahr 2014 

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durch die bestehende Psychopathologie in Frage gestellt und durch die 
Nachbehandler unkritisch übernommen worden.

3.1.10 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Gutachten vom 18. De-
zember 2016 (AB 63.1) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidi-
vierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4), eine 
Alkoholabhängigkeit, gegenwärtig abstinent, aber in Behandlung mit aver-
siven Medikamenten (ICD-10: F10.23), eine einfache Aufmerksamkeits-
störung ADHS (ICD-10: F90.0) und eine kombinierte Persönlichkeitss-
törung mit emotional instabilen und passiv aggressiven Anteilen (ICD-10: 
F61.0). In seiner angestammten Tätigkeit als ... sei der Explorand aufgrund 
seiner Suchtmittelabhängigkeit zu 100 % arbeitsunfähig (S. 31 Ziff. 1). In 
einer angepassten Tätigkeit bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Da-
bei sollte er keinen freien Zugang zu Medikamenten und Suchtmitteln ha-
ben und geregelte Arbeitszeiten ohne Schichtdienst, insbesondere keinen 
Nachtdienst (S. 32 Ziff. 2).

3.2 Die von Dr. med. C.________ im Gutachten vom 18. Dezember 
2016 gestellten Diagnosen einer Aufmerksamkeitsstörung sowie einer 
kombinierten Persönlichkeitsstörung (AB 63.1 S. 25 f., S. 29) vermögen 
insoweit nicht zu überzeugen, als sich die Gutachterin dabei ausschliess-
lich auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und im Übrigen 
auf eine in medizinischer Hinsicht unvollständige Aktenlage abstützt. Die 
RAD-Ärztin Dr. med. H.________ hielt im Rahmen ihrer Aktenbeurteilung 
vom 30. Juli 2015 (AB 37 S. 7) mit nachvollziehbarer Begründung fest, 
dass die Diagnose einer ADHS aufgrund der bestehenden Psychopatholo-
gie nicht wirklich nachvollzogen werden könne und im Rahmen der Ab-
klärung im Jahre 2014 (AB 13) denn auch in Frage gestellt, jedoch in der 
Folge von den nachbehandelnden Ärzten unkritisch übernommen worden 
sei. So wies dipl. psych. F.________ darauf hin, dass sich während der 
Untersuchung klinisch keine relevanten Auffälligkeiten zeigten und die Kri-
terien für ADHS bei den selbstanamnestischen Angaben, in störungsspezi-
fischen Messmitteln und im klinischen Interview bloss teilweise erfüllt waren 
(AB 13 S. 7). Dabei ist zu beachten, dass die vom Beschwerdeführer ge-
genüber der Gutachterin gemachten Angaben über seine Schul- und Ju-
gendzeit in krassem Widerspruch mit den Angaben der als Heilpädagogin 

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tätigen Mutter stehen, welche über eine normale Persönlichkeitsentwick-
lung berichtete und das Vorliegen einer ADHS ausschloss, zumal auch von 
den Lehrern dieser Verdacht nie geäussert worden sei und der Beschwer-
deführer in der Schule immer mitgekommen sei, ohne viel dafür zu machen 
(AB 13 S. 5). Da sich die Gutachterin mit diesen fremdanamnestischen 
Angaben in keiner Weise auseinandergesetzt hat, erweisen sich die von ihr 
gestellten Diagnosen einer ADHS und einer in der Jugendzeit erworbenen 
Persönlichkeitsstörung als nicht schlüssig. Als korrekt zeigt sich zudem die 
Feststellung der RAD-Ärztin, dass sich die Aktenlage auch hinsichtlich der 
Ausbildung zum ... (Bachelor-Studium [AB 42]) und den Umständen deren 
Abbruchs im Jahr 2009 als recht dünn erweist (AB 46 S. 7), liegt doch 
diesbezüglich einzig ein Kurzaustrittsbericht der psychiatrischen Dienste 
D.________ vom 12. November 2009 an die behandelnde Hausärztin vor, 
aus welchem hervorgeht, dass der Beschwerdeführer während zehn Tagen 
einen problemlosen Alkoholentzug absolvierte (AB 10 S. 2). Akten über die 
offenbar vorgesehene psychiatrische Nachbehandlung bei Dr. med. 
J.________ sowie Gespräche bei der K.________ finden sich in den Akten 
ebenso wenig wie allfällige Akten des schulpsychologischen Dienstes bzw. 
betreffend der vom Beschwerdeführer erwähnten kinderpsychiatrischen 
Behandlung in der sechsten und siebten Klasse (AB 13 S. 3).

Fest steht dagegen aufgrund der Aktenlage einzig, dass sich der Be-
schwerdeführer bereits während der Jugendzeit mit psychosozialen Belas-
tungsfaktoren und übermässigem Alkohol- bzw. Suchtmittelkonsum kon-
frontiert sah, was ihn jedoch nicht daran hinderte, die gymnasiale Ausbil-
dung mit einem Matura-Notendurchschnitt von 5.2 erfolgreich zu absolvie-
ren (AB 13 S. 4 und 6). Damit ist höchst fraglich, ob der Abbruch der Aus-
bildung an der Berner Fachhochschule ... (AB 2 S. 4 Ziff. 5.3) im Jahr 2009 
überhaupt mit einem invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesund-
heitsschaden in Zusammenhang steht, wie dies der Beschwerdeführer gel-
tend macht (Beschwerde S. 3 Art. 1). Aufgrund der nachfolgenden Überle-
gungen kann diese Frage letztlich offen bleiben.

3.3 Die sowohl von der RAD-Ärztin Dr. med. H.________ (AB 26 
S. 26) als auch von der Gutachterin Dr. med. C.________ (AB 63.1 S. 31) 
definierte Bedingung, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Berufs-

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ausübung nicht durch Medikamentenkontakt in Versuchung gebracht wer-
den darf, suchtrückfällig zu werden, ist aus medizinisch-therapeutischer 
Sicht nachvollziehbar, erweist sich indessen aus invalidenversicherungs-
rechtlicher Sicht als nicht relevant, worauf die Beschwerdegegnerin zu 
Recht hinweist (Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 5). Denn aus den medizini-
schen Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seine Rückfälle nicht 
aufgrund einer Versuchung durch Suchtmittel, sondern als Reaktion auf 
psychosoziale Belastungen und Überforderung provozierte (AB 63.1 S. 25). 
Insoweit ist diesbezüglich weder auf das Gutachten vom 18. Dezember 
2016 (AB 63.1) noch auf die Stellungnahmen der RAD-Psychiaterin vom 
19. Februar 2015 (AB 26) bzw. vom 30. Juli 2015 (AB 37) abzustellen. Zu 
ergänzen ist, dass es offenbar während seiner vom September 2011 bis 
Ende April 2014 dauernden Anstellung in der L.________, wo er in der 
Betäubungsmittelabgabe arbeitete (AB 18 S. 8), nie zu solchen Übergriffen 
gekommen ist und er diese Stelle schlussendlich aus anderen Gründen 
aufgegeben hat (AB 9 S. 1). Nach der Beurteilung des letzten Arbeitgebers 
könnte der Beschwerdeführer denn auch in einem ... arbeiten (AB 18 S. 9).

3.4 Der geltend gemachte Anspruch ist einzig nach Art. 17 IVG (Um-
schulung) zu beurteilen, worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend hin-
weist (Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 6).

Nach dem hiervor Gesagten wäre dem Beschwerdeführer die bisher aus-
geübte Tätigkeit als ... bzw. ... weiterhin zumutbar, womit es an einer Inva-
lidität fehlt und kein Anspruch auf die Übernahme der Kosten im Zusam-
menhang mit dem begonnenen Bachelorstudium besteht. Wie nachfolgend 
aufzuzeigen ist, änderte sich daran auch nichts, wenn auf das von der Gut-
achterin Dr. med. C.________ bzw. der RAD-Ärztin Dr. med. H.________ 
definierte Zumutbarkeitsprofil (AB 63.1 S. 32 Ziff. 2; AB 26 S. 5) abgestellt 
würde.

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des Anspruchsbeginns massgebend, wobei Validen- und Invalidenein-
kommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben sind (vgl. BGE 129 V 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, IV/17/552, Seite 13

222, 128 V 174; SVR 2003 IV Nr. 11 E. 3.1.1). Vorliegend sind für den Ein-
kommensvergleich zur Beurteilung der erforderlichen leistungsspezifischen 
Invalidität (vgl. E. 2.4 hiervor) die Zahlen des Jahres 2017 (Zeitpunkt der 
Verfügung [AB 72]) heranzuziehen, da es sich bei der Umschulung um eine 
Naturalleistung handelt (ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz 
über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Art. 17 N. 1), bei welcher die 
rückwirkende Zusprechung begriffsnotwendig ausser Betracht fällt und wel-
che somit nur für die Zukunft gewährt werden kann. Da die entsprechenden 
statistischen Grundlagen (noch) nicht vorliegen, hat sich der Einkommens-
vergleich diesbezüglich auf das Jahr 2016 abzustützen.

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des Anspruchsbeginns nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich 
verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der 
Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst 
angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Lässt 
sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Be-
einträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, 
ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn abzustel-
len. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter 
Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls 
relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 
139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG; heute Bundesgericht] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2.2 Die Beschwerdegegnerin hat zur Bemessung des Valideneinkom-
mens das zuletzt bei der L.________ in einem Pensum von 80 % erzielte 
Einkommen (AB 18 S. 3 Ziff. 2.9 f.) herangezogen und dieses auf ein Voll-
zeitpensum umgerechnet (AB 72 S. 1), was nicht korrekt ist. Diesbezüglich 
wäre vorauszusetzen, dass der Beschwerdeführer sich einerseits nicht aus 
freien Stücken mit einem tieferen Beschäftigungsgrad begnügte und ande-
rerseits der Arbeitgeber bereit und in der Lage gewesen wäre, den Be-
schwerdeführer in einem höheren Pensum zu beschäftigen (vgl. dazu pro-
zessleitende Verfügung vom 12. Juni 2017 [in den Gerichtsakten]). Diese 

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Voraussetzungen sind nicht erfüllt, da eine Aufstockung der Stellenprozen-
te gemäss Aktenlage ausser Diskussion stand (Replik S. 3 Ziff. 10) und der 
Beschwerdeführer bewusst lediglich in einem Pensum von 80 % arbeiten 
wollte, um sich daneben zu 20 % der Kinderbetreuung zu widmen (AB 9 
S. 2).

4.2.3 Folglich ist das Valideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur-
erhebungen (LSE) zu bestimmen. Unter Berücksichtigung der Tabelle TA1 
der LSE 2014, Männer, Position 86-88 (Gesundheits- u. Sozialwesen), 
Kompetenzniveau 2 ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 69'627.-- 
(Fr. 5'552.-- x 12 Monate / 40 Wochenstunden x 41.6 Wochenstunden 
[BUA, Position 86-88, 2016] / 102.5 x 103 [Tabelle T1.1.10, Position 86-88, 
Männer, 2014 bzw. 2016]).

4.3

4.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 S. 188, 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-

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kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.3.2 Das Invalideneinkommen wurde von der Beschwerdegegnerin 
korrekterweise anhand des Totalwertes der Tabelle TA1 2014 im Kompe-
tenzniveau 1 bestimmt (AB 72 S. 2). Dementsprechend ergibt sich ein zu-
mutbares Invalideneinkommen von Fr. 67'033.-- (Fr. 5'312.-- x 12 Monate / 
40 Wochenstunden x 41.7 Wochenstunden [BUA, Total, 2016] / 103.2 x 
104.1 [Tabelle T1.1.10, Total, Männer, 2014 bzw. 2016]). Gründe für einen 
Abzug vom Tabellenlohn sind keine ersichtlich, zumal der Beschwerdefüh-
rer in einer leidensangepassten Tätigkeit vollumfänglich einsatzfähig ist. 
Invaliditätsfremde Gründe, welche einen Abzug rechtfertigen würden (vgl. 
E. 4.3.1 hiervor), liegen ebenfalls nicht vor.

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen re-
sultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 2'594.-- bzw. ein Invaliditätsgrad von 
(aufgerundet) 4 % ([Fr. 69'627.-- - Fr. 67'033.--] / Fr. 69'627.-- x 100), was 
nicht zu einem Anspruch auf Umschulung führt (vgl. E. 2.4 hiervor). Daran 
würde sich auch bei Gewährung des vom Beschwerdeführer beantragten 
leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn in der Höhe von 10 % (Be-
schwerde S. 6 Art. 6) nichts ändern. Diesfalls resultierte ein Invaliditätsgrad 
von 13 % ([Fr. 69'627.-- - {Fr. 67'033.-- x 0.9}] / Fr. 69'627.-- x 100).

4.5 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 23. Mai 
2017 (AB 72) im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene 
Beschwerde ist folglich abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

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Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Parteientschädigung; auch die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen 
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 3 VR-
PG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.