# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af636fbd-b85e-5d50-a6f6-89d6f6d3f3cb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 06.03.2015 530 14 33 (530 2014 33)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_530-14-33_2015-03-06.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 6. März 2015 (530 14 33) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Eigenmietwert / Liegenschaftsunterhalt USA 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Steuerrichter J. Felix, Dr. P. Spitz, 
Gerichtsschreiber D. Brügger 
 
 

Parteien A.____ 
 
 Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Beschwerdegegnerin 
 
 
 

betreffend direkte Bundessteuer 2012 
 
 

 
 
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Sachverhalt: 

 

1. Mit Veranlagungsverfügung der direkten Bundessteuer 2012 vom 27. Februar 2014 hat 

die Steuerverwaltung für die Liegenschaft der Beschwerdeführer in B.____ (US-Liegenschaft) 

unter Verweis auf die Kurzmitteilung Nr. 414 der Steuerverwaltung vom 15. Juni 2007 (KM Nr. 

414) einen Eigenmietwert in Höhe von Fr. 16‘465.-- aufgerechnet und einen Liegenschaftsun-

terhalt in Höhe des Pauschalabzugs von Fr. 1‘647.-- zugelassen.  

 

 

2. Mit Eingabe vom 17. März 2014 erhoben die Pflichtigen unter anderem mit den Begeh-

ren, die US-Liegenschaft sei bei der Einkommenssteuer nicht zu berücksichtigen, eventualiter 

sei ein Eigenmietwert in Höhe von Fr. 6‘505.-- aufzurechnen und ein Liegenschaftsunterhalt in 

Höhe von Fr. 17‘250.-- zum Abzug zuzulassen, Einsprache. Zur Begründung machten sie gel-

tend, der Eigenmietwert sei aufgrund des Gebäudewertes zu ermitteln. Weiter seien die Rech-

nungen der C.____ in Höhe von $ 14‘250.--, der D.____ in Höhe von $ 1‘500.--, die Kosten für 

einen Hin- und Rückflug in die USA in Höhe von $ 1‘500.-- sowie die in den USA entrichtete 

Property Tax in Höhe von $ 5‘700.-- als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen. 

 

 

3. Mit Einsprache-Entscheid vom 26. August 2014 wurde die Einsprache teilweise gutge-

heissen. Zur Begründung führte die Steuerverwaltung aus, der Wert der Liegenschaft und der 

Ertrag daraus würden in der Schweiz satzbestimmend berücksichtigt. Bei der Property Tax 

handle es sich um eine Objektsteuer, die als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen sei. 

Für die Berechnung des Eigenmietwertes sei grundsätzlich vom Kaufpreis auszugehen. Auf-

grund der bevorzugten Lage sei dem Gebäude ein nicht unbedeutender Wert zuzurechnen. 

Man erachte deshalb 2/3 des gesamten Kaufpreises für das Gebäude als sachgerecht. Den 

geltend gemachten Kosten für den Bootssteg sowie die Flugreise in die USA fehle es am wert-

erhaltenden Charakter, so dass lediglich der Pauschalabzug gewährt werden könne. 

 

 

4. Mit Eingabe vom 24. September 2014 erhoben die Pflichtigen mit den Begehren, 1. Es 

sei 1/3 des Kaufpreises der Liegenschaft in den USA zur Ermittlung des Eigenmietwertes her-

anzuziehen, 2. Es seien die Rechnungen der C.____ und der D.____ sowie die Property Tax 

als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen, Beschwerde. Zur Begründung machten sie 

geltend, im Jahr 2012 habe man sich zu einer Teilerneuerung des bestehenden Bootsstegs 

 
 
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entschieden, da die Holzkonstruktion, insbesondere der stützende und tragende Unterbau, 

durch den Einfluss des Salzwassers und des Muschelbefalls‚ reparaturbedürftig gewesen sei. 

Der bestehende mechanische Bootshebelift, welcher auf der Holzkonstruktion montiert sei, sei 

nicht ersetzt worden. Die Notwendigkeit der elektrischen Arbeiten sei eine Folge der werterhal-

tenden Zimmermannsarbeiten gewesen. Bei der Property Tax handle es sich um eine Grund- 

und Vermögenssteuer, welche als Objektsteuer als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug zuzulas-

sen sei. 

 

 

5. Mit Vernehmlassung vom 10. November 2014 beantragte die Steuerverwaltung die teil-

weise Gutheissung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, für ausländische Liegen-

schaften fehlten die nötigen Angaben wie Brandlagerwert und Korrekturfaktoren, um nach den 

massgebenden Regeln den Eigenmietwert bestimmen zu können. Deshalb gelte für die Be-

rechnung gemäss KM Nr. 414 folgende Grundregel: Der Ausländische Wert der Liegenschaft 

(Kaufpreis) sei durch 2.6 (Repartitionswert 260%) zu teilen, was den Katasterwert des Kantons 

Basel-Landschaft ergebe, welcher wiederum durch 3.45 zu teilen sei, was zum einfachen 

Brandlagerwert führe. Die Alternative dazu wäre eine Berechnung anhand von Mietzinseinnah-

men. Das Bundesgericht fordere eine Eigenmietwertbesteuerung im Umfang von mindestens 

60% des Marktwertes. Für eine vergleichbare Liegenschaft werde Fr. 770.-- pro Woche ver-

langt. Die Kosten für den Bootssteg könnten als Unterhalt abgezogen werden, da bei ausländi-

schen Liegenschaften keine Unterscheidung zwischen Land und Gebäude gemacht werde. 

Was die Property Tax anbelange, so sei bereits im Einsprache-Entscheid ausgeführt worden, 

dass es sich dabei um eine Objektsteuer handle, die als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug 

zuzulassen sei. Anschliessend finde gemäss internationalem Steuerrecht eine objektmässige 

Ausscheidung in die USA statt, was dazu führe, dass der Liegenschaftsunterhalt nur in der 

Satzbestimmung Berücksichtigung finden würde. 

 

 

6. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Begehren fest. Ergän-

zend wiesen die Pflichtigen darauf hin, die Liegenschaft in den USA sei entgegen der Meinung 

der Steuerverwaltung in deren Vernehmlassung nicht im Jahr 2010, sondern im Jahr 1980 er-

stellt worden. Hinsichtlich der von der Steuerverwaltung in der Vernehmlassung erwähnten Wo-

chenmietpreisen führten sie aus, dass diese unrealistisch seien, da Liegenschaften zu solchen 

Preisen nicht über das ganze Jahr, sondern nur in wenigen Monaten vermietet werden könnten. 

Ein realistischerweise erzielbarer Jahresmietzins würde rund $ 18‘000.-- (12 Monate à $ 1‘500.-

 
 
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-) betragen. Zur Untermauerung reichten die Pflichtigen eine Übersicht von Objekten mit Lang-

zeitvermietung ein. 

 

 

 

 

Das Steuergericht zieht  in Erwägung: 

 

1. Das Steuergericht ist gemäss Art. 140 des Bundesgesetzes über die direkte Bundes-

steuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 zur Anhandnahme der vorliegenden Streitsache zustän-

dig, wobei gemäss § 4 der Vollzugsverordnung DBG vom 13. Dezember 1994 i.V.m. § 129 Abs. 

1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG) vom 7. Februar 

1974 Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8’000.-- nicht 

übersteigt, vom Präsidenten und zwei Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt 

werden. Da die in formeller Hinsicht an eine Beschwerde zu stellenden Anforderungen erfüllt 

sind, ist ohne weiteres darauf einzutreten. 

 

 

2. Vorliegend unterliegt zunächst der Beurteilung, wie der Eigenmietwert der US-

Liegenschaft der Beschwerdeführer zu bestimmen ist. 

 

 

3. a) Gemäss Art. 6 DBG ist bei persönlicher Zugehörigkeit die Steuerpflicht unbe-

schränkt; sie erstreckt sich aber nicht auf Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke 

im Ausland (Abs. 1). Die Abgrenzung der Steuerpflicht für Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten 

und Grundstücke erfolgt im Verhältnis zum Ausland nach den Grundsätzen des Bundesrechts 

über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung. Wenn ein schweizerisches Unter-

nehmen Verluste aus einer ausländischen Betriebsstätte mit inländischen Gewinnen verrechnet 

hat, innert der folgenden sieben Jahre aber aus dieser Betriebsstätte Gewinne verzeichnet, so 

ist im Ausmass der im Betriebsstättestaat verrechenbaren Gewinne eine Revision der ursprüng-

lichen Veranlagung vorzunehmen; die Verluste aus dieser Betriebsstätte werden in diesem Fall 

in der Schweiz nachträglich nur satzbestimmend berücksichtigt. In allen übrigen Fällen sind 

Auslandsverluste ausschliesslich satzbestimmend zu berücksichtigen. Vorbehalten bleiben die 

in Doppelbesteuerungsabkommen enthaltenen Regelungen (Abs. 3). Gemäss Art. 7 Abs. 1 

DBG entrichten die natürlichen Personen, die nur für einen Teil ihres Einkommens in der 

 
 
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Schweiz steuerpflichtig sind, die Steuer für die in der Schweiz steuerbaren Werte nach dem 

Steuersatz, der ihrem gesamten Einkommen entspricht. 

 

 b) Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppelbesteuerung 

auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen vom 2. Oktober 1996 (DBA CH-USA) können 

Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus unbeweglichem Vermögen 

(einschliesslich der Einkünfte ausland- und forstwirtschaftlichen Betrieben) bezieht, das im an-

deren Vertragsstaat liegt, im anderen Staat besteuert werden. Gemäss Art. 23 Abs. 1 lit. a DBA 

CH-USA wird in der Schweiz die Doppelbesteuerung wie folgt vermieden: Bezieht eine in der 

Schweiz ansässige Person Einkünfte, die nach diesem Abkommen in den Vereinigten Staaten 

besteuert werden können, so nimmt die Schweiz, vorbehaltlich der Buchstaben b), c) und d) 

und des Absatzes 3, diese Einkünfte von der Besteuerung aus; für Gewinne, mit denen sich 

Absatz 1 von Artikel 13 (Gewinne aus der Veräusserung von Vermögen) befasst, gilt diese Be-

freiung jedoch nur dann, wenn die Besteuerung dieser Gewinne in den Vereinigten Staaten 

nachgewiesen wird. Die Schweiz kann bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkom-

men dieser Person den Steuersatz anwenden, der anzuwenden wäre, wenn die betreffenden 

Einkünfte nicht von der Besteuerung ausgenommen wären. Mit anderen Worten geht die zitierte 

Norm von der Freistellung mit Progressionsvorbehalt aus, d.h. die Schweiz nimmt die in den 

USA auf unbeweglichem Vermögen erzielten und versteuerten Einkünfte von der Besteuerung 

aus und berücksichtigt dieselben lediglich satzbestimmend. 

 

 

4. a) Gemäss Art. 21 Abs. 1 DBG sind die Erträge aus unbeweglichem Vermögen, 

insbesondere alle Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung, Nutzniessung oder sonstiger Nut-

zung (lit. a); der Mietwert von Liegenschaften oder Liegenschaftsteilen, die dem Steuerpflichti-

gen aufgrund von Eigentum oder eines unentgeltlichen Nutzungsrechts für den Eigengebrauch 

zur Verfügung stehen (lit. b); Einkünfte aus Baurechtsverträgen (lit. c); Einkünfte aus der Aus-

beutung von Kies, Sand und anderen Bestandteilen des Bodens (lit. d) steuerbar. Die Festset-

zung des Eigenmietwertes erfolgt gemäss Art. 21 Abs. 2 DBG unter Berücksichtigung der orts-

üblichen Verhältnisse und der tatsächlichen Nutzung der am Wohnsitz selbstbewohnten Lie-

genschaft. 

 

 b) Die Eidgenössischen Steuerverwaltung (EStV) als gesamtschweizerisches Auf-

sichtsorgan anerkennt die für die kantonalen Steuern massgebenden Eigenmietwerte auch für 

 
 
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die direkte Bundessteuer, sofern sie gemäss den periodischen, stichprobeweise durchgeführten 

Erhebungen im kantonalen Durchschnitt nicht unter 70% des Marktmietwerts (Interventionslimi-

te) liegen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., Zürich 2009, 

Art. 21 N 96). Die jeweils kantonal festgelegten Mietwerte, welche für die Staatssteuer gelten, 

können für die direkte Bundessteuer jedoch nicht in jedem Kanton ohne Korrektur resp. Zu-

schlag übernommen werden. Aus diesem Grund hat die ESTV in ihrem Rundschreiben an die 

kantonalen Verwaltungen vom 21. Februar 2008 den jeweils erforderlichen Zuschlag in den 

davon betroffenen Kantonen, geltend ab der Steuerperiode 2007, festgelegt. Im Kanton Basel-

Landschaft hat aufgrund dessen ein Zuschlag von 20% zu erfolgen. Der Eigenmietwert für die 

direkte Bundessteuer beträgt demzufolge 120% des kantonalen Eigenmietwertes für die 

Staatssteuer.  

 

 c) Gemäss § 43 StG ist der Wert der Grundstücke unter billiger Berücksichtigung 

des Verkehrswertes und des Ertragswertes zu ermitteln (Abs. 1). Massgebend ist die Kataster-

schätzung. Das Nähere bestimmt die Vollziehungsverordnung (Abs. 3). Gemäss § 14 des 

Dekrets gilt als Verkehrswert der Gebäude grundsätzlich der durchschnittliche Brandversiche-

rungswert in den ersten 15 der letzten 17 Jahre vor der Neuschätzung. Gemäss § 27ter StG 

leitet sich der Eigenmietwert von dem gemäss dem Sachversicherungsgesetz vom 12. Januar 

1981 geschätzten einfachen Brandlagerwert einer Liegenschaft ab, welcher mit einem gemein-

despezifischen Korrekturfaktor, einem Korrekturfaktor nach Alter der Liegenschaft und einem 

Korrekturfaktor für Stockwerkeigentum multipliziert wird, was den steuerlichen Brandlagerwert 

ergibt (Abs. 1). Die Korrekturfaktoren nach Alter der Liegenschaft betragen: bei 25 Jahre und 

jünger: --; bei 26 bis 85 Jahre: 0.9; bei 86 Jahre und älter: 0.8 (Abs. 3). Bis zu einem steuerli-

chen Brandlagerwert von Fr. 20'000.-- beträgt der Eigenmietwert 64.53%. Für jeden um Fr. 

100.-- höheren steuerlichen Brandlagerwert reduziert sich dieser Satz gemäss nachstehender 

Tabelle […] (Abs. 5). Der Eigenmietwert beträgt 60% des marktüblichen Mietwertes (Abs. 6). 

 

 d) Im interkantonalen Verhältnis kann der Eigenmietwert der ausserkantonalen Lie-

genschaft gemäss KM Nr. 414 ohne Korrekturen direkt übernommen werden, da dieser in der 

Regel ebenfalls 60% der Marktmiete beträgt. Für ausländische Liegenschaften fehlen die nöti-

gen Angaben wie Brandlagerwert und Korrekturfaktoren, um nach den für die Staatssteuer 

massgebenden Regeln den Eigenmietwert bestimmen zu können, weshalb für die Berechnung 

folgende Grundregel zur Anwendung kommen soll: Der Ausländische Wert der Liegenschaft 

wird durch 2.6 (Repartitionswert 260%) geteilt, was den Katasterwert des Kantons Basel-

 
 
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Landschaft ergibt, welcher wiederum durch 3.45 zu teilen ist, was zum einfachen Brandlager-

wert führt.  

 

 

5. Es stellt sich die Frage, ob vorliegend auf die KM Nr. 414 abzustellen ist. Das Veranla-

gungsverfahren hat den Charakter eines Massenverfahrens. Hinzu kommt, dass im Steuer-

recht im Interesse der Praktikabilität eine gewisse Schematisierung und Pauschalisierung un-

ausweichlich und deshalb zulässig ist (vgl. Entscheid des Bundesgericht [BGE] 131 I 291, E. 

3.2.1). In solchen Fällen genügt es, wenn die gesetzliche Regelung nicht in genereller Weise zu 

einer wesentlich stärkeren Belastung oder systematischen Benachteiligung bestimmter Grup-

pen von Steuerpflichtigen führt (vgl. BGE 126 I 76, E. 2a). Letzteres ist bei der Anwendung der 

KM Nr. 414 nicht auszumachen. Im Gegenteil ist die KM Nr. 414 Ausdruck einer langjährigen 

und konstanten Praxis, welche bei unterschiedlichen Steuerpflichtigen zu vergleichbaren Er-

gebnissen führt. So ist auch im vorliegenden Fall nicht erkennbar, wieso die Anwendung der-

selben ein nicht sachgerechtes oder gar willkürliches Resultat ergeben soll. Das Abstellen auf 

den Erwerbspreis der ausländischen Liegenschaft ist angesichts der praktischen Bewertungs-

probleme jedenfalls nicht zu beanstanden (vgl. dazu auch den Entscheid der Steuerrekurs-

kommission Basel-Stadt vom 20. Juni 2013, publ. in Basellandschaftliche und Baselstädtische 

Steuerpraxis [BStPra], Bd. XXII, S. 267 ff., E. 5c). Entsprechend ist für die Berechnung des Ei-

genmietwertes der US-Liegenschaft von der KM Nr. 414 auszugehen. 

 

 

6. In quantitativer Hinsicht berechnet sich der Eigenmietwert entsprechend wie folgt. 

 

 a) Gemäss Settlement Statement vom 27. Juni 2011 betrug der Kaufpreis der US-

Liegenschaft $ 262‘129.71. Vorliegend ist das Steuerjahr 2012 strittig, so dass der Kaufpreis 

zum Jahresmittelkurs der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) des Jahres 2012 von 

0.937918 umzurechnen ist, was Fr. 245‘856.17 ($ 262‘129.71 x 0.937918) ergibt. Dieser Betrag 

ist durch 2.6 zu teilen, was zu einem Katasterwert von Fr. 94‘560.-- (Fr. 245‘856.17 / 2.6) führt, 

welcher wiederum durch 3.45 zu teilen ist, was einen Brandlagerwert von Fr. 27‘408.-- (Fr. 

94‘560.-- / 3.45) ergibt. 

 

 b) Bezüglich der Altersentwertung gilt vorliegend aufgrund des Baujahrs von 1980 

gemäss Auszug aus dem Lee County Property Appraiser betreffend die US-Liegenschaft (vgl. 

 
 
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www.leepa.org) der Faktor 0.9, was einen steuerlich massgebenden Brandlagerwert von Fr. 

24‘667.-- (Fr. 27‘408.-- x 0.9) ergibt.  

 

 c) Gemäss der Tabelle in § 27ter Abs. 5 StG ist bei der Umrechnung des Brandla-

gerwertes bei einem steuerlichen Brandlagerwert zwischen Fr. 20'001.-- und Fr. 26'000.-- von 

einem Satz von 64.53% auszugehen (Korrekturfaktor: 0.192925%). Vorliegend beläuft sich der 

steuerliche Brandlagerwert gemäss vorangehender Berechnung auf Fr. 24‘667.--. Die Korrektur 

des Prozentsatzes errechnet sich wie folgt: Fr. 24‘667.-- ./. Fr. 20‘001.-- = Fr. 4'666.--; Fr. 

4‘666.-- : 100 = Fr. 46.66; Fr. 46.66 x 0.192925 = 9.00%. Der Satz von 64.53% ist demzufolge 

auf 55.53% (64.53% ./. Fr. 9.00%) zu reduzieren. Der steuerlich massgebliche Brandlagerwert 

ist mit diesem Satz zu multiplizieren, was einen Eigenmietwert für die Staatssteuer von Fr. 

13‘691.-- (Fr. 24‘667.-- x 55.53%) ergibt.  

 

 d) Zur Ermittlung des Eigenmietwertes der direkten Bundessteuer ist, wie hiervor 

unter Erw. 4b festgehalten wurde, ein Zuschlag von 20% auf den Eigenmietwert der Staats-

steuer vorzunehmen. Demzufolge beträgt der Eigenmietwert für die direkte Bundessteuer Fr. 

16‘429.-- (Fr. 13‘691.-- x 120%).  

 

 

7. Weiter unterliegt der Beurteilung, ob die von den Pflichtigen geltend gemachten Kosten 

für den Bootssteg sowie die Objektsteuer als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen 

sind. 

 

 

8. a) Nach Art. 32 Abs. 2 DBG können bei Liegenschaften im Privatvermögen die Un-

terhaltskosten, die Kosten der Instandstellung von neu erworbenen Liegenschaften, die Versi-

cherungsprämien und die Kosten der Verwaltung durch Dritte abgezogen werden. Der Steuer-

pflichtige kann für Grundstücke des Privatvermögens anstelle der tatsächlichen Kosten und 

Prämien einen Pauschalabzug geltend machen. Der Bundesrat regelt diesen Pauschalabzug 

(Art. 32 Abs. 4 DBG). Dabei kann in jeder Steuerperiode und für jede Liegenschaft zwischen 

dem Abzug der tatsächlichen Kosten und dem Pauschalabzug gewählt werden (Art. 3 der Ver-

ordnung vom 24. August 1992 über den Abzug der Kosten von Liegenschaften des Privatver-

mögens bei der direkten Bundessteuer).  

 

 
 
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 b) Unterhaltskosten sind Aufwendungen, welche die Erhaltung bisheriger Werte 

bezwecken und die nach längeren oder kürzeren Zeitabschnitten erneut zu tätigen sind. Unter-

haltsarbeiten lassen ein Gebäude in seiner Gestaltung, Form und Zweckbestimmung unverän-

dert weiter bestehen; es werden einzig die mangelhaften Teile ersetzt oder instand gestellt. Un-

terhaltsarbeiten sind Aufwendungen zur Erhaltung der Liegenschaft im bisherigen Zustand. Von 

den Unterhaltskosten zu unterscheiden sind Aufwendungen, welche zur Wertvermehrung eines 

Grundstücks führen. Solche wertvermehrende Aufwendungen sind bei der Einkommenssteuer 

nicht abzugsfähig (vgl. Schweighauser in: Nefzger/Simonek/Wenk, Kommentar zum Steuerge-

setz des Kantons Basel-Landschaft, § 29 N 111 ff.). 

 

 c) Die Abgrenzung zwischen Werterhaltung und Wertvermehrung erfolgt nach ob-

jektivtechnischen Kriterien. Alle Aufwendungen, welche ein Grundstück in einen besseren Zu-

stand versetzten, d.h. zum Beispiel ein Haus in den Rang eines besser ausgestatteten, wertvol-

leren Gebäudes aufrücken lassen, haben wertvermehrenden Charakter. Die Aufwendungen für 

die Instandstellung oder Modernisierung eines Grundstückes, welche einer eigentlichen Neuein-

richtung gleichkommt, sind daher nicht als Unterhaltskosten abzugsfähig (vgl. Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., Zürich 2013, § 30 N 

36 ff.). Zur Abgrenzung der abzugsfähigen Unterhaltskosten von den wertvermehrenden Auf-

wendungen hat die Steuerverwaltung im Merkblatt "Liegenschaftsunterhalt, Energiesparmass-

nahmen, Umwelt- und Lärmschutzmassnahmen, Denkmalpflege“ (Merkblatt), Stand 1.1.2015, 

einen nicht abschliessenden Katalog aufgestellt. 

 

 d) Die Tatsachen, welche einen bestimmten Liegenschaftsaufwand als abzugsfähi-

gen Liegenschaftsunterhalt im Sinne von Art. 32 Abs. 2 DBG erscheinen lassen, sind steuer-

mindernd und deshalb von der steuerpflichtigen Person darzutun und nachzuweisen (vgl. Der 

Steuerentscheid [StE] 1991 B 25.6 Nr. 21; Ernst Blumenstein/Peter Locher, System des Steuer-

rechts, 6. A., Zürich 2002, S. 416 und S. 453). Häufig kann eine einzelne bauliche Massnahme 

oder Anschaffung nicht als Ganzes entweder dem Aufwand oder den wertvermehrenden Auf-

wendungen zugeteilt werden, da sie Elemente beider Kategorien umfasst. In diesen Fällen 

müssen die Kosten in abzugsfähigen Aufwand und wertvermehrende Aufwendungen zerlegt 

werden (Höhn/Waldburger, Steuerrecht, Band II, 9. A., Bern 2002, § 41 N 84).  

 

 

9. Nach gefestigter Rechtsprechung sind bei den selbst genutzten Liegenschaften nur die-

jenigen Kosten als Unterhalt abzugsfähig, die mit dem steuerbaren Eigenmietwert in unmittelba-

 
 
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rem Zusammenhang stehen. Für die Abzugsfähigkeit solcher Kosten ist es daher notwendig, 

dass der liegenschaftliche Wert, an welchem der Unterhalt getätigt wurde, im Eigenmietwert 

enthalten ist. Dieser enge Konnex ist im Kanton Basel-Landschaft bei Garten- und Umge-

bungsarbeiten in der Regel nicht vorhanden, weil der Eigenmietwert allein aufgrund des Ge-

bäudewertes ermittelt wird (vgl. dazu den Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 

22. Januar 2014, publ. in BStPra, Bd. XXII, S. 62 ff.). Vorliegend wurde, wie hiervor gesehen, 

der Eigenmietwert der US-Liegenschaft aufgrund des Kaufpreises bestimmt. Der Kaufpreis der 

Liegenschaft umfasst das Gebäude und das Land, so dass, da der zitierte enge Konnex gege-

ben ist, vorliegend die Garten- und Umgebungsarbeiten abgezogen werden können. 

 

 

10. a) Die Pflichtigen machen zunächst die Kosten für den Bootssteg bzw. die Rech-

nungen der C.____ in Höhe von $ 14‘250.-- sowie der D.____ in Höhe von $ 1‘500.--, total so-

mit $ 15‘750.-- geltend. Zur Begründung führten sie aus, im Jahr 2012 habe man sich zu einer 

Teilerneuerung des bestehenden Bootsstegs entschieden, da die Holzkonstruktion, insbeson-

dere der stützende und tragende Unterbau, durch den Einfluss des Salzwassers und des Mu-

schelbefalls‚ reparaturbedürftig gewesen sei. Der bestehende mechanische Bootshebelift, wel-

cher auf der Holzkonstruktion montiert sei, sei nicht ersetzt worden. Die Notwendigkeit der 

elektrischen Arbeiten sei eine Folge der werterhaltenden Zimmermannsarbeiten gewesen. Ge-

mäss Auszug aus dem Lee County Property Appraiser betreffend die US-Liegenschaft (vgl. 

www.leepa.org) wurde im Jahr 1986 ein Bootssteg errichtet. Dass derselbe im Jahr 2012, d.h. 

26 Jahre später von den Pflichtigen ersetzt werden musste, ist nachvollziehbar. Es handelt sich 

somit um werterhaltende Unterhaltsarbeiten, welche zum Abzug zuzulassen sind. 

 

b) Die Pflichtigen machen weiter die in den USA bezahlte Objektsteuer in Höhe von $ 

5‘700.-- geltend. Gemäss dem zitierten Merkblatt, Ausscheidungskatalog, Ziff. 10.2.6 sind aus-

serkantonale Liegenschaftssteuern (Objektsteuern) vollumfänglich als Unterhaltskosten zum 

Abzug zuzulassen. Für internationale Liegenschaftssteuern kann nichts anderes gelten, so dass 

die bezahlte Property Tax in Höhe von $ 5‘700.-- zum Abzug zuzulassen ist. 

 

c) Zusammenfassend ergibt sich damit ein abzugsfähiger Liegenschaftsunterhalt in Höhe 

von $ 21‘450.-- ($ 15‘750.-- + $ 5‘700.--), welcher gemäss Jahresmittelkurs der Eidgenössi-

schen Steuerverwaltung (ESTV) des Jahres 2012 von 0.937918 umzurechnen ist, was Fr. 

20‘118.-- ($ 21‘450.-- x 0.937918) ergibt. 

 

 
 
Seite 11   

11. Unter Verweis auf die vorstehenden Ausführungen ist abschliessend darauf hinzuwei-

sen, dass die US-Liegenschaft nur für die Satzbestimmung zu berücksichtigen ist und die Aus-

scheidungsverluste nicht zu übernehmen sind. 

 

 

Aufgrund all dieser Ausführungen ist die Beschwerde demnach teilweise gutzuheissen. 

 

 

12. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens und einem Obsiegen in der Höhe von rund 

30% sind den Beschwerdeführern nach Art. 144 Abs. 1 DBG reduzierte Verfahrenskosten auf-

zuerlegen. 

 

  

 
 
Seite 12   

Demgemäss    w i r d  e r k a n n t :  

 

://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 

 2. Die Steuerverwaltung wird angewiesen, die Beschwerdeführer im Sinne der Erwägun-

gen neu zu veranlagen, inkl. internationaler Ausscheidung, und zwar mit folgenden Pa-

rametern: 

  - Eigenmietwert US-Liegenschaft Fr. 16‘429.--, 

  - Unterhaltsabzug US-Liegenschaft Fr. 20‘118.--, 

  - US-Liegenschaft nur für die Satzbestimmung, 

  - Ausscheidungsverlust nicht übernehmen.  

 3. Den Beschwerdeführern werden gemäss Art. 144 Abs. 1 DBG reduzierte Verfahrens-

kosten in der Höhe von Fr. 560.-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 100.--) auferlegt, 

welche mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. Der zu viel 

bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 240.-- wird den Beschwerdeführern zurückerstattet. 

 4. Mitteilung an die Beschwerdeführer (1), die Eidgenössische Steuerverwaltung, Bern (1) 

und die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3).