# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37315003-deac-5cc6-9bb4-ce21db761a54
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.09.2021 UV 2020/74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-74_2021-09-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/74

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 15.02.2022

Entscheiddatum: 21.09.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 21.09.2021
Art. 52 Abs. 2 ATSG. Begründungspflicht. Der angefochtene 
Einspracheentscheid enthält eine rechtsgenügliche Begründung. Art. 18 und 
19 UVG. Rentenanspruch. Gestützt auf die beweiskräftige kreisärztliche 
Beurteilung ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 
Tätigkeiten auszugehen. Es bestehen keine Gründe, die einen mindestens 
10%igen Tabellenlohnabzug rechtfertigen. Kein rentenbegründender 
Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 21. September 2021, UV 2020/74).

Entscheid vom 21. September 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber 

Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

UV 2020/74

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, 

Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ GmbH als Chauffeur angestellt und dadurch bei der Suva 

obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als er 

am 27. August 2013 bei der Auslieferung eines ungefähr 30 kg schweren Pakets starke 

Schmerzen im Schulterbereich rechts verspürt habe (Schadenmeldung vom 11. März 

2014, UV-act. 2; zum Ereignishergang siehe auch die Angaben des Versicherten vom 

8. April 2014, UV-act. 12). Wegen einer SLAP-Läsion rechts (siehe hierzu UV-act. 9-1) 

wurde der Versicherte am 7. März 2014 operiert (SLAP-Repair; siehe hierzu den 

Operationsbericht von Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie, vom 19. März 2014, UV-

act. 9-2 f.). Die Suva ging von einer unfallähnlichen Körperschädigung an der rechten 

Schulter aus (siehe die kreisärztliche Stellungnahme vom 21. Mai 2014, UV-act. 20) und 

erbrachte Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen (UV-act. 21). Am 13. Juni 2014 

unterzog sich der Versicherte einer Schulterarthroskopie rechts (mit Tenotomie und 

Tenodose der langen Bizepssehne mittels Interferenzschraube, subacromialer 

Synovektomie und Acromioplastik; Operationsbericht von Dr. C.___ vom 20. Juni 2014, 

UV-act. 41).

A.a. 

Vom 3. Dezember 2014 bis 6. Januar 2015 befand sich der Versicherte zur 

stationären Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon. Die dort behandelnden 

medizinischen Fachpersonen diagnostizierten eine SLAP-Läsion rechts und 

kurzstreckige Supraspinatusunterflächenläsion rechts. Es habe im Rahmen der 

A.b. 

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Rehabilitation eine leichte Verbesserung der Schmerzproblematik erreicht werden 

können. Da die angestammte Tätigkeit mit wiederholtem Hantieren von bis 40 kg 

schweren Lasten verbunden sei, sei dem Versicherten deren Ausübung nicht zumutbar. 

Mittelschwere leidensangepasste Tätigkeiten seien dem Versicherten ganztags 

zumutbar (Austrittsbericht vom 12. Januar 2015, UV-act. 93). Die Kreisärztin med. 

pract. D.___, Fachärztin für Chirurgie, vertrat in der Stellungnahme vom 12. Februar 

2015 die Ansicht, dass die vom Beschwerdeführer ebenfalls geklagten 

Nackenbeschwerden mit Kopfschmerzen und schlechtem Schlaf auf degenerative 

Veränderungen zurückzuführen seien und nicht im Zusammenhang mit einem 

unfallversicherten Ereignis stünden. Sie bejahte das Vorliegen objektiver Unfallfolgen 

bezüglich des Schulterleidens (UV-act. 96).

Am 25. September 2015 wurde der Versicherte in der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates am Kantonsspital St. Gallen 

(KSSG) erneut an der rechten Schulter operiert (Schulterarthroskopie, Bizepstenotomie, 

Adhäsiolyse und AC-Resektion rechts; siehe den Austrittsbericht des Oberarztes 

Dr. med. E.___ vom 29. September 2015, UV-act. 155, sowie dessen Operationsbericht 

vom 25. September 2015, UV-act. 153). Nach einer ambulanten Nachkontrolle vom 

17. Dezember 2015 berichtete Dr. E.___ am 18. Dezember 2015, der Versicherte habe 

postoperativ noch weiterhin persistierende Schmerzen. Diese seien gleich stark wie 

präoperativ. Er gehe von einem chronischen Schmerzsyndrom mit Schultersteife aus. 

Aus seiner Sicht gebe es keine Möglichkeit, die Situation operativ zu verbessern (UV-

act. 168).

A.c. 

Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates, untersuchte den Versicherten am 12. April 2016. Im 

gleichentags erstellten Bericht diagnostizierte er eine Instabilität beim 

Bizepssehnenanker rechts im Sinn einer SLAP II-Läsion. Aktuell persistiere eine 

Periarthropathia humerus scapularis mit leichter bis mittelgradiger 

Funktionseinschränkung und es fände sich eine Bewegungs- und Kraftminderung des 

rechten Schultergelenks. Es sei weder von konservativen noch operativen 

Behandlungsmassnahmen eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands zu 

erwarten. Der Versicherte könne dem Zumutbarkeitsprofil angepasste Tätigkeiten 

vollschichtig durchführen. Die angestammte Tätigkeit als Chauffeur mit schwerer 

A.d. 

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Beladetätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar (UV-act. 208). Den Integritätsschaden 

schätzte der Kreisarzt auf 10 % (UV-act. 209).

Mit Verfügung vom 28. April 2016 wies die IV-Stelle des Kantons St. Gallen das 

Gesuch des Versicherten um berufliche Massnahmen und eine Rente ab (UV-act. 210). 

Die Suva teilte dem Versicherten am 9. Juni 2016 mit, dass sie die gesamten 

Versicherungsleistungen ab 1. Oktober 2016 einstellen werde, da von weiteren 

Behandlungsmassnahmen keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands 

mehr erwartet werden könne (UV-act. 216). Mit Verfügung vom 10. August 2016 sprach 

sie ihm eine Entschädigung für eine 10%ige Integritätseinbusse zu und wies das 

Rentengesuch mit der Begründung ab, dass der Versicherte bezogen auf eine dem 

Zumutbarkeitsprofil angepasste Tätigkeit über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfüge 

und keine unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit vorliege (UV-act. 227). 

Die Verfügung erwuchs in Rechtskraft.

A.e. 

Am 7. September 2017 liess der Versicherte einen Rückfall melden (UV-act. 240). 

Der behandelnde Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am 10. Oktober 2017, der 

Versicherte leide an einem Rotatorenintervalldefekt nach dreimaliger Voroperation 

rechts und an einer Bursitis subacromialis bei fraglichem Impingement und SLAP-

Läsion II links. Eine von ihm am 28. September 2017 durchgeführte Infiltration 

subacromial links (siehe hierzu UV-act. 244) habe zu keiner Schmerzreduktion, sondern 

zu einer Verstärkung geführt, die aber wieder abgeklungen sei. Die Schmerzen in der 

rechten Schulter seien unverändert. Er könne die Schmerzen in der linken Schulter in 

dem (geklagten) Ausmass nicht erklären und dem Versicherten nicht weiterhelfen. Die 

von ihm gewünschte Operation habe er abgelehnt, da das Resultat wahrscheinlich wie 

rechts schlecht sein werde (UV-act. 243). Kreisärztin Dr. med. H.___, Fachärztin für 

Neurochirurgie, hielt die Beschwerden an der rechten Schulter für eine Unfallfolge, 

nicht jedoch diejenigen an der linken Schulter (Stellungnahme vom 14. Dezember 2017, 

UV-act. 246). Die Suva erbrachte in der Folge Leistungen für die anerkannten 

Unfallfolgen (Heilbehandlung, UV-act. 254).

A.f. 

Dr. G.___ berichtete am 13. Dezember 2017, die Schmerzen in der rechten 

Schulter hätten in den letzten Wochen zugenommen und nun bestehe eine Vorwölbung 

A.g. 

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im Bereich des AC-Gelenks. Er diagnostizierte unter Hinweis auf die Ergebnisse einer 

bildgebenden Untersuchung vom 5. Dezember 2017 (MRT Arthrographie des rechten 

Schultergelenks; UV-act. 253) ein Weichteilganglion im Bereich des 

Acromioclaviculargelenks mit Defekt des Rotatorenintervalls bei Status nach 

dreimaliger Voroperation rechts. Bei einer Punktion des Ganglions sei nur wenig 

gallertiges Material gekommen. Bei entsprechendem Leidensdruck müsse das 

Ganglion entfernt werden (UV-act. 259). Kreisärztin Dr. H.___ vertrat in der 

Stellungnahme vom 12. Januar 2018 die Auffassung, sofern es sich um ein vom AC-

Gelenk rechts ausgehendes Ganglion handle, so stehe es in einem 

Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 27. August 2013 (UV-act. 261).

Am 28. Juni 2018 wurde in der Klinik I.___ eine röntgengesteuerte Punktion des 

AC-Gelenks rechts durchgeführt (UV-act. 301). PD Dr. med. J.___, Leitender Arzt 

Schulterchirurgie an der Klinik I.___, diagnostizierte chronische Schulterschmerzen 

rechts. Glücklicherweise sei im Rahmen der Punktion kein Low grade-Infekt 

nachgewiesen worden. Bei in der Bildgebung suffizienter Resektion und unauffälligen 

übrigen Strukturen (Rotatorenmanschette, Knorpel, Labrum, etc.) und deutlicher 

Scapuladyskinesie scheine eine weitere chirurgische Intervention nicht zielführend. Als 

nächster Schritt werde eine Infiltration im Bereich des resezierten AC-Gelenks 

vorgenommen (Bericht vom 24. Juli 2018 zur Sprechstunde vom 20. Juli 2018, UV-

act. 300). Diese erfolgte am 23. Juli 2018 (UV-act. 316-1 unten). Am 16. November 

2018 wurde eine ultraschallgesteuerte Infiltration im Bereich des Sulcus bicipitalis 

durchgeführt. Alle 3 Infiltrationen führten zu keiner Verbesserung der Symptomatik, was 

die behandelnden Ärzte der Klinik I.___ zur Schlussfolgerung veranlasste, dass sich aus 

schulterorthopädischer Sicht kein operatives Vorgehen anbiete (siehe die Berichte der 

Klinik I.___ vom 30. Oktober 2018, UV-act. 316, und vom 22. November 2018, UV-

act. 323). Kreisärztin Dr. H.___ untersuchte den Versicherten am 17. Dezember 2018 

und gelangte zur Einschätzung, von weiteren Behandlungen sei keine 

versicherungsmedizinisch relevante Verbesserung des Gesundheitszustands zu 

erwarten. Der aktuelle Untersuchungsbefund zeige keine wesentlichen Veränderungen 

im Vergleich zu den Untersuchungsbefunden der kreisärztlichen Untersuchung vom 

12. April 2016. Es würden sich keine Änderungen betreffend Zumutbarkeitsprofil und 

der Beurteilung des Integritätsschadens ergeben. Der Versicherte verfüge im Rahmen 

A.h. 

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des Zumutbarkeitsprofils vom 12. April 2016 über eine volle Arbeitsfähigkeit (UV-

act. 329).

Der seit 23. November 2018 behandelnde Dr. med. K.___, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 15. März 2019 einen Zustand nach 

einem Arbeitsunfall mit Verletzung der rechten Schulter und eine längere depressive 

Reaktion (ICD-10: F43.21). Aus psychiatrischer Sicht sei der Versicherte 100 % 

arbeitsunfähig (UV-act. 344). Eine am 5. März 2019 am rechten Schultergelenk des 

Versicherten durchgeführte MRT Arthrographie ergab einen leichten Reizzustand der 

Bursa subacromialis und eine Tendinose der Supraspinatussehne (UV-act. 351). Die 

Suva teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 25. März 2019 sinngemäss mit, dass 

sie die bislang erbrachten Leistungen ab 9. April 2019 einstelle, da von weiteren 

medizinischen Behandlungen keine Verbesserung der Schulterbeschwerden rechts 

mehr erwartet werden könne. Die von ihm geklagten psychogenen Störungen würden 

nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stehen, 

weshalb sie hierfür nicht leistungspflichtig sei (UV-act. 347).

A.i. 

Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen schätzte den Versicherten bezogen auf eine 

leidensangepasste Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig, ermittelte einen Invaliditätsgrad von 

0 % und wies dessen Rentengesuch mit Verfügung vom 15. Juli 2019 ab (UV-act. 363; 

zur bereits am 21. März 2019 von der IV-Stelle verfügten Abweisung des Gesuchs um 

berufliche Massnahmen siehe UV-act. 346-2 f.).

A.j. 

Am 24. Juni 2019 verspürte der Versicherte starke Schmerzen an der rechten 

Schulter (siehe die Dokumentation der Integrierten Notfallpraxis Wil in UV-act. 365), 

was er der Suva am 26. Juli 2019 meldete (UV-act. 364). Diesen Schadenfall erfasste 

die Suva als Rückfall und erbrachte hierfür wieder Versicherungsleistungen (siehe 

Schreiben vom 19. September 2019, UV-act. 372; zur Taggeldhöhe siehe die 

Verfügung vom 15. Januar 2020, UV-act. 442). Eine am 3. September 2019 erfolgte MR 

Arthrographie der rechten Schulter ergab: postoperative Veränderungen des AC-

Gelenks; Zeichen einer Capsulitis adhäsiva mit ausgeprägter Synovialitis im anterioren 

Rotatorenintervall und auch im Recessus axillaris; einen kleinen gelenkseitigen 

Konturdefekt der Supraspinatussehne (kleiner als 30 %), DD gelenkseitige Partialruptur, 

DD postoperative Veränderungen und Zeichen einer geringen Tendinose der 

A.k. 

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Supraspinatussehne und ein aufgefasertes superius Labrum am Bizepssehnenanker 

bei Status nach SLAP-Repair (UV-act. 367). Dr. med. L.___, Facharzt für Chirurgie, 

berichtete am 5. September 2019, aufgrund des eher blanden MRI Befundes sei eine 

chirurgische Intervention momentan nicht zu empfehlen. Er bescheinigte dem 

Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 368). Dr. med. M.___, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, der den 

Versicherten am 28. September 2019 untersucht hatte, empfahl im Bericht vom 

30. September 2019 zur Behandlung der Impingementproblematik Übungen zur 

Kräftigung des Musculus latissimus dorsi. Die Arbeit als Chauffeur solle in Teilzeit 

aufgenommen werden können, am ehesten stufenweise mit der Einschränkung, dass 

mit der rechten Hand keine Lasten über Nabelhöhe bewegt werden müssten und die 

Gewichte klein seien (UV-act. 386). Am 30. September 2019 konsultierte der 

Versicherte wegen Kopfschmerzen Dr. med. N.___, Fachärztin für Neurologie. Diese 

diagnostizierte ein cervicocephales Schmerzsyndrom im Rahmen der bekannten 

chronischen Schulterschmerzen rechts und verordnete zur Behandlung eine rein 

symptomatisch wirkende analgetisch-muskelrelaxierende Medikation (Bericht vom 

1. Oktober 2019, UV-act. 384-2 ff.). Am 28. Oktober 2019 berichtete Dr. L.___, der 

Versicherte klage weiterhin über unverändert starke Schmerzen im Bereich der rechten 

Schulter mit intermittierender Ausstrahlung in den Nacken. Der Versicherte sei im 

Moment nicht in der Lage, selbst leichte Arbeiten auszuführen, obwohl sein 

Arbeitsplatz optimiert worden sei. Nach der Ausschöpfung aller konservativen 

Möglichkeiten und erfolgloser Infiltrationstherapie sei eine nochmalige diagnostische 

Schulterarthroskopie rechts mit Kapselrepair zu diskutieren. Nach 3 erfolglosen 

Schulteroperationen seien die Heilungsaussichten bei einer 4. Schulterarthroskopie 

sehr reduziert (UV-act. 398; zur von Dr. L.___ am 28. Oktober 2019 durchgeführten 

Weichteilsonographie im rechten Schulterbereich siehe UV-act. 426).

Kreisärztin Dr. H.___ ging in der Beurteilung vom 16. März 2020 davon aus, dass 

bezüglich der rechten Schulter der medizinische Endzustand erreicht sei. Der 

Versicherte habe sich gegen eine Schulterarthroskopie entschieden. Von weiteren 

konservativen Massnahmen sei eine versicherungsmedizinisch relevante Verbesserung 

des Gesundheitszustands nicht zu erwarten. Sie bescheinigte dem Versicherten 

weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten, 

A.l. 

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B.  

C.  

deren Zumutbarkeitsprofil sie an die nach der Beurteilung vom 12. April 2016 

eingetretene leichte gesundheitliche Verschlechterung anpasste. Eine Vergrösserung 

des Integritätsschadens verneinte sie (UV-act. 458). Mit Schreiben vom 31. März 2020 

teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie die Heilkosten- und Taggeldleistungen 

auf den 1. Mai 2020 einstelle (UV-act. 466). Am 18. Juni 2020 verfügte die Suva die 

Abweisung der Gesuche um eine Invalidenrente und eine Erhöhung der 

Integritätsentschädigung (UV-act. 482).

Gegen die Verfügung vom 18. Juni 2020 erhob der Versicherte am 22. Juni 2020 

Einsprache und beantragte die Ausrichtung mindestens einer 10%igen Invalidenrente 

(UV-act. 483). Zur Begründung machte er in der ergänzenden Eingabe vom 3. August 

2020 geltend, dass das von der Suva gestützt auf den Medianlohn für Hilfsarbeiter 

gemäss der schweizerischen Lohnstrukturerhebung ermittelte Invalideneinkommen zu 

hoch sei und die konkreten Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit zu wenig 

berücksichtige. Dr. G.___ solle «eine Auflistung der noch voll und/oder teilweise 

zumutbaren Bewegungen, Haltungen und Funktionen» vornehmen (UV-act. 485).

B.a. 

Die Suva wies die Einsprache ab und hielt an der Auffassung fest, dass im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs auch bei einem 10%igen Tabellenlohnabzug 

kein rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad resultiere, da auch diesfalls das 

Invalideneinkommen höher als das Valideneinkommen sei. Da die bestehende 

Aktenlage ein zuverlässiges Bild des Gesundheitszustands des Versicherten erlaube, 

bestehe kein weiterer Abklärungsbedarf (Einspracheentscheid vom 1. September 2020, 

UV-act. 487).

B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 1. September 2020 erhob der 

Beschwerdeführer am 30. September 2020 Beschwerde. Er beantragte dessen 

Aufhebung und die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin, damit sie 

weitere medizinische und erwerbliche Abklärungen vornehme, worauf neu zu 

entscheiden sei. Eventualiter sei ihm mindestens eine 10%ige Invalidenrente zu 

gewähren; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Ausserdem ersuchte er um 

C.a. 

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Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung. Zur Begründung brachte der 

Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass sich die Beschwerdegegnerin mit der 

Einsprachebegründung nicht konkret und umfassend befasst habe. Zudem sei der 

aktuelle Schadenfall noch nicht spruchreif, weil der medizinische Zustand noch nicht 

definitiv sei. Bei der rechten Schulter oberhalb des Schlüsselbeins sei «ein Knochen/ein 

anderer Körperteil? herausgesprungen», der sehr schmerzhaft sei und der medizinisch 

angegangen werden müsse. In Bezug auf das von der Beschwerdegegnerin ermittelte 

Invalideneinkommen rügte er, es könne nicht sein, dass er mit seiner deutlichen 

Beeinträchtigung mehr verdienen könne, als er effektiv verdient habe, als er noch 

gesund und voll arbeitsfähig gewesen sei. Es bestünden keine Anhaltspunkte, dass er 

damals freiwillig eine minderbezahlte Beschäftigung angenommen habe. Er stellte den 

Antrag, dass er diesbezüglich im Rahmen einer öffentlichen Verhandlung zu befragen 

sei («Parteibefragung anlässlich einer öffentlichen Verhandlung», act. G 1).

Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 9. Dezember 

2020 die Abweisung der Beschwerde. Im Wesentlichen machte sie geltend, der 

angefochtene Einspracheentscheid sei rechtsgenüglich begründet worden. Am 

kreisärztlich umschriebenen Profil für eine leidensangepasste Tätigkeit bestünden keine 

Zweifel, weshalb sich weitere medizinische Abklärungen erübrigen würden. 

Korrekterweise sei bei der Ermittlung des Invalideneinkommens kein 

Tabellenlohnabzug zu gewähren. Da das Invalideneinkommen das Valideneinkommen 

übersteige, sei ein Rentenanspruch ausgeschlossen. Der Umstand, dass vorliegend ein 

negativer Invaliditätsgrad resultiere, sei nicht zu beanstanden (act. G 7).

C.b. 

Am 15. Dezember 2020 wurde dem Gesuch des Beschwerdeführers um 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für das Beschwerdeverfahren 

entsprochen (act. G 8).

C.c. 

In der Replik vom 23. Februar 2021 hielt der Beschwerdeführer unverändert an 

seinen Beschwerdeanträgen fest (act. G 12) und reichte einen Bericht von Dr. med. 

O.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, vom 10. Dezember 2020 ein (act. G 12.1).

C.d. 

Die Beschwerdegegnerin hielt in der Duplik vom 8. April 2021 an der von ihr 

beantragten Beschwerdeabweisung fest (act. G 14).

C.e. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers für den nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) versicherten Schaden an der rechten Schulter. Dabei ist zwischen 

den Parteien zu Recht unbestritten, dass die vom Beschwerdeführer darüber hinaus 

geklagten Leiden (wie etwa die psychischen Beeinträchtigungen) nicht in einem 

Kausalzusammenhang mit einem UVG-versicherten Ereignis stehen.

Am 19. August 2021 teilte der Beschwerdeführer mit, am Antrag auf die 

Durchführung einer öffentlichen Verhandlung nicht mehr festzuhalten (act. G 16).

C.f. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität 

ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum Begriff der Erwerbsunfähigkeit 

siehe Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Die Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80 % 

des versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 

Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG).

1.1. 

Die Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für sämtliche Versicherungs­

leistungen der Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat-kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.). Für 

die Beantwortung der Frage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten oder 

1.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/16

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2.

Zunächst zu prüfen ist die Rüge des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin 

habe den Einspracheentscheid nicht rechtsgenüglich begründet. Namentlich habe sie 

es versäumt, sich mit der Problematik der rechten dominanten Extremität und der 

damit zusammenhängenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auseinanderzusetzen 

(act. G 1, II. Rz 3).

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungerecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 55 und 58, und Urteil des Bundesgerichts 

vom 1. September 2008, 8C_522/2007, E. 4.3.2).

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a).

1.3. 

Einspracheentscheide sind zu begründen (Art. 52 Abs. 2 ATSG). Die grundsätzliche 

Pflicht einer Behörde, ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf 

rechtliches Gehör. Dabei darf sich die Verwaltung nicht damit begnügen, die von der 

betroffenen Person vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu 

prüfen. Die Verwaltung hat vielmehr ihre Überlegungen auch namhaft zu machen und 

sich dabei ausdrücklich mit den konkreten Einwendungen auseinander zu setzen oder 

zumindest die Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht 

berücksichtigen kann (BGE 124 V 183 E. 2b).

2.1. 

Bereits im Schreiben vom 31. März 2020 äusserte sich die Beschwerdegegnerin 

zur Problematik der rechten dominanten Extremität und der damit 

zusammenhängenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, indem sie die 

entsprechende kreisärztliche Einschätzung wiedergab (UV-act. 466). In der Verfügung 

vom 18. Juni 2020 verwies sie auf dieses Schreiben und wiederholte die zu 

beachtenden Anforderungen an eine dem rechten Schulterleiden angepasste Tätigkeit 

2.2. 

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3.

Des Weiteren ist die Frage zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt spruchreif 

abgeklärt wurde.

(UV-act. 482-1 unten). In der Einsprache vom 22. Juni 2020 fehlt jegliche Begründung 

des Rentenantrags (UV-act. 483). In der ergänzenden Eingabe vom 3. August 2020 

beschränken sich die knappen Ausführungen des rechtskundig vertretenen 

Beschwerdeführers grösstenteils auf die Bemessung des Invalideneinkommens. Mit 

der detaillierten kreisärztlichen Einschätzung des Zumutbarkeitsprofils für eine dem 

rechten Schulterleiden angepasste Tätigkeiten setzte er sich mit keinem Wort 

auseinander. Er begründete namentlich nicht, weshalb diese mangelhaft wäre und ein 

Bedarf für die von ihm bei Dr. G.___ geforderte «Auflistung der noch voll und/oder 

teilweise zumutbaren Bewegungen, Haltungen und Funktionen» besteht (UV-act. 485). 

Mängel sind diesbezüglich denn auch gar nicht erkennbar (siehe nachstehende E. 3.2). 

Der Beschwerdeführer brachte somit bezüglich der kreisärztlichen 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des Leidens an der rechten Schulter und den 

diesbezüglichen Ausführungen der Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 31. März 

2020 sowie in der Verfügung vom 18. Juni 2020 nichts vor, was im Rahmen der 

Begründung des Einspracheentscheids einer inhaltlichen Auseinandersetzung 

zugänglich gewesen wäre. Zudem gab die Beschwerdegegnerin – nebst der die rechte 

Schulter betreffenden Diagnose (UV-act. 487-6) – im angefochtenen 

Einspracheentscheid die kreisärztliche Beurteilung des Zumutbarkeitsprofils erneut 

wieder (UV-act. 487-3 und UV-act. 487-9 unten). Eine Verletzung der 

Begründungspflicht liegt damit nicht vor.

Mit überzeugender Begründung, gestützt auf eine persönliche Untersuchung des 

Beschwerdeführers und in schlüssiger Würdigung der diesbezüglich einhelligen 

Einschätzungen verschiedenster mit der rechten Schulter des Beschwerdeführers 

vertrauten medizinischen Sachverständigen gelangte Kreisärztin Dr. H.___ im Bericht 

vom 4. November 2019 zur Auffassung, dass ein stabiler medizinischer Zustand 

erreicht sei, falls sich der Beschwerdeführer gegen eine als ultima ratio zu 

betrachtende, mit bloss sehr geringen Verbesserungschancen verbundene nochmalige 

Schulterarthroskopie entscheide (UV-act. 402-9; siehe auch den Bericht vom 16. März 

2020, UV-act. 458). Deshalb und da sich der Beschwerdeführer gegen einen weiteren 

operativen Eingriff entschied (siehe hierzu UV-act. 456), ist der Zeitpunkt der von der 

Beschwerdegegnerin gewählten Rentenprüfung mit vorgängiger Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) nicht zu beanstanden. Zu 

3.1. 

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ergänzen bleibt, dass der Beschwerdeführer diese Betrachtungsweise nicht 

substanziiert in Frage stellt. Ausserdem ergeben sich aus dem vom Beschwerdeführer 

im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht von Dr. O.___ vom 10. Dezember 2020 

ebenfalls keine ärztlichen Behandlungsmassnahmen, von denen noch eine namhafte 

Besserung des rechten Schultergelenks des Beschwerdeführers hätte erwartet werden 

können. Vielmehr führte Dr. O.___ aus, im Moment sehe er keine Möglichkeiten, den 

Zustand durch irgendwelche Massnahmen im Schulterbereich zu verbessern (act. 

G 12.1, S. 2 unten). Es besteht demnach kein weiterer Abklärungsbedarf bezüglich des 

Erreichens des medizinischen Endzustands.

Der Beschwerdeführer legt im Beschwerdeverfahren nicht konkret dar (vgl. etwa 

act. G 1, II. Rz 4, und act. G 12, II. Rz 1 und Rz 5), welche objektiv relevanten 

Gesichtspunkte die Beschwerdegegnerin bzw. Kreisärztin Dr. H.___ bei ihrer 

überzeugenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste 

Tätigkeiten ausser Acht gelassen hätte. Solche ergeben sich auch nicht aus den Akten, 

insbesondere nicht aus dem Bericht von Dr. O.___ vom 10. Dezember 2020 (act. 

G 12.1). Bei der Beweglichkeitsprüfung des rechten Schultergelenks ergaben sich 

ebenfalls keine relevanten Unterschiede: Die Kreisärztin führte aus, der 

Beschwerdeführer habe bei der Abduktion und Flexion im Bereich 80 bis 90° einen 

painful arc angegeben (UV-act. 402-7 unten). Dr. O.___ gab an, die aktive Abduktion 

sei bis zur Horizontalen (= 90°) möglich. «Flexion 110°» (act. G 12.1, S. 2), womit er 

keine höhere Bewegungseinschränkung feststellte und folglich die von ihm vage 

umschriebene «etwas Auswulstung laterale Clavicula palpatorisch» (act. G 12.1, S. 2) 

jedenfalls keine relevante (zusätzliche) Funktionsbeeinträchtigung nach sich zu ziehen 

scheint. Im Beurteilungsteil hat Dr. O.___ sie ausserdem nicht explizit erwähnt, was zu 

erwarten gewesen wäre, wenn er der Auswulstung eine relevante Bedeutung hätte 

beimessen wollen. Aus der von ihm veranlassten bildgebenden Abklärung vom 

26. Oktober 2020 (act. G 12.1, S. 2) gehen ebenfalls keine Hinweise auf einen 

verschlechterten Gesundheitszustand oder bisher unentdeckt gebliebene relevante 

Aspekte hervor. Ins Gewicht fällt ausserdem, dass sich Dr. O.___ mit keinem Wort – 

weder in qualitativer noch quantitativer – Hinsicht zur Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers äusserte. Es bestehen folglich keine, auch keine geringen Zweifel 

an der kreisärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bezogen auf 

leidensangepasste Tätigkeiten, weshalb darauf abzustellen ist (siehe zum Beweiswert 

versicherungsinterner medizinischer Berichte Urteil des Bundesgerichts vom 7. April 

2021, 8C_740/2020, E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 229 E. 5.2). Ergänzend kann auf 

die zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin verwiesen werden (act. G 7, 

Rz 4.3). Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung ist mit überwiegender 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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4.

Es verbleibt die Bestimmung des Invaliditätsgrads. Aus den Akten und den 

Ausführungen des Beschwerdeführers gehen keine Hinweise hervor, dass die 

Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers vor Eintritt des Gesundheitsschadens über 

dem Medianlohn für Hilfsarbeiter gemäss der schweizerischen Lohnstrukturerhebung 

(siehe hierzu Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle 

AHV/IV, Ausgabe 2019) gelegen hätte. Die konkrete betragliche Ermittlung der 

Vergleichseinkommen oder die Frage nach der Freiwilligkeit des vom 

Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten (Minder-)Verdiensts 

können offenbleiben, weshalb auch auf weitere Abklärungen verzichtet werden kann. 

Selbst wenn nämlich zugunsten des Beschwerdeführers ein Prozentvergleich 

vorgenommen würde, resultierte bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten kein rentenbegründender 10%iger Invaliditätsgrad. Wie 

die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zutreffend ausführte (act. G 7, 

Rz 4.4), liegen keine Gründe vor, die einen 10%igen Tabellenlohnabzug rechtfertigen. 

Der Beschwerdeführer, geboren 1982, steht erst im jüngeren bis mittleren Erwerbsalter. 

Weder aufgrund dieses Alters noch aus anderen Umständen lässt sich der Schluss 

ziehen, dass er über eine eingeschränkte Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit 

verfügt. Aus der Erwerbsbiografie des Beschwerdeführers ergibt sich ausserdem, dass 

er bereits verschiedene Tätigkeiten ausübte (siehe die Ausführungen im Bericht von 

Dr. K.___ vom 15. März 2019, UV-act. 344-1), was ebenfalls für eine hohe erwerbliche 

Anpassungsfähigkeit spricht. Ob die Nationalität des Beschwerdeführers vorliegend ein 

lohnsenkender Faktor ist, kann offenbleiben, weil er im Rahmen des Prozentvergleichs 

sowohl beim Validen- als auch Invalideneinkommen gleichermassen ausgeklammert 

wäre. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt (act. G 7, Rz 4.4), ist die 

Funktion der rechten oberen Extremität des Beschwerdeführers nicht vollständig 

aufgehoben. Vielmehr sind ihm auch damit noch – wenn auch stark eingeschränkt – 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bezogen auf dem 

Leiden an der rechten Schulter angepasste Tätigkeiten über eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit verfügt. Dabei gilt das folgende, von Kreisärztin H.___ detailliert und 

unter ausdrücklicher Berücksichtigung der nach April 2016 eingetretenen leichten 

Verschlechterung beschriebene Zumutbarkeitsprofil: Dem Beschwerdeführer sind 

ganztags leichte Arbeiten zumutbar. Arbeiten über Kopf sowie repetitive Arbeiten in 

Brusthöhe mit rechts bzw. beidhändig sollten dabei gemieden werden. 

Einschränkungen für die linke obere Extremität bestehen keine. Gewichte bis 15 kg 

können selten körpernah und bis Hüfthöhe gehoben und getragen werden (UV-

act. 458-2).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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leichte erwerbliche Verrichtungen zumutbar (siehe zum Anforderungsprofil vorstehende 

E. 3.2). Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass das Spektrum möglicher 

leidensangepasster Hilfsarbeitertätigkeiten bezogen auf einen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG) nicht derart eingeschränkt erscheint, 

dass erhebliche lohnwirksame Nachteile zu befürchten sind. Mangels Erheblichkeit für 

den Rentenanspruch kann offenbleiben, ob allenfalls ein 5%iger Tabellenlohnabzug in 

Betracht fällt. Die Beschwerdegegnerin hat damit zu Recht einen Invaliditätsgrad von 

weniger als 10 % ermittelt und das Rentengesuch abgewiesen.

5.  

Entscheid

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.5.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch 

anwendbaren Fassung).

5.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Ihm wurde am 15. Dezember 2020 die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung bewilligt, womit der Staat verpflichtet ist, für die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen (act. G 8). Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers reichte keine Kostennote ein. Für die Rechtsvertretung im 

Beschwerdeverfahren erscheint mit Blick auf die Anforderungen und Komplexität der 

Streitsache sowie auf vergleichbare Fälle eine pauschale Parteientschädigung von 

Fr. 4'000.-- angemessen. Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der Fünftelskürzung (Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes; sGS 963.70) pauschal mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

5.3. 

Wenn es die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers gestatten, kann 

er zur Nachzahlung der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden 

(Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1] i.V.m. 

Art. 123 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272]).

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.09.2021
	Art. 52 Abs. 2 ATSG. Begründungspflicht. Der angefochtene Einspracheentscheid enthält eine rechtsgenügliche Begründung. Art. 18 und 19 UVG. Rentenanspruch. Gestützt auf die beweiskräftige kreisärztliche Beurteilung ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen. Es bestehen keine Gründe, die einen mindestens 10%igen Tabellenlohnabzug rechtfertigen. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. September 2021, UV 2020/74).

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