# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ee03d75-052a-528b-a463-269b5b5158d5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.11.2008 D-7177/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7177-2008_2008-11-27.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7177/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr.

1. A._______, geboren (...),
2. B._______, geboren (...),
3. C._______, geboren (...),
4. D._______, geboren (...),
5. E._______ geboren (...),
6. F._______ geboren (...),
angeblich Libanon (Palästinenser),
alle vertreten durch (...),
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuche und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 4. November 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7177/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführer  -  Palästinenser  mit  letztem  Wohnsitz  in 
G._______  -  am  7. September  2008  in  der  Schweiz  um  Asyl 
nachsuchten, wobei sie keine Identitätspapiere zu den Akten reichten,

dass  der  Beschwerdeführer 1  im  Rahmen  der  Erstbefragung  am 
18. September 2008 im Transitzentrum H._______ und der Anhörung 
nach Art. 29 Abs. 1  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 
142.31) durch das BFM vom 21. Oktober 2008 im Wesentlichen angab, 
er habe mit dem israelischen Geheimdienst zusammengearbeitet und 
Informationen über die Hisbollah im Südlibanon geliefert, wobei er ins-
besondere  Stellungen und Versammlungen  der  Hisbollah  fotografiert 
und gefilmt habe,

dass  er  beim  Filmen  eines  Postens  im  Südteil  von  G._______  am 
12. Juni  2007  von einem Mitglied  der  Hisbollah  ertappt  worden  sei, 
woraufhin  er  an  einem  unbekannten  Ort  festgehalten  und  verhört 
worden sei, 

dass er seinen Auftraggeber nicht verraten habe, obwohl er während 
der  Verhöre  geschlagen  und  misshandelt  worden  sei,  weshalb  er 
schliesslich  nach  einem  Jahr,  am  12.  Juni  2008,  aus  der  Haft  ent-
lassen worden sei,

dass er  nach seiner Rückkehr die Eigentumswohnung in  G._______ 
verkauft und die Stadt mit seiner Familie verlassen habe, wobei er sich 
bis zur Ausreise am (Datum) bei Freunden und Verwandten versteckt 
habe,  während  sich  die  Beschwerdeführerin 2  bei  (...)  im 
Flüchtlingslager I._______ bei J._______ aufgehalten habe,

dass sie über  (Land 1),  (Land 2)  und -  nach einem zwanzigtägigen 
Aufenthalt  in  K._______  -  ihm  unbekannte  Transitländer  am 
7. September 2008 illegal in die Schweiz gelangt seien, wobei sie die 
Landesgrenzen jeweils auf Nebenwegen passiert hätten,

dass  die  Beschwerdeführerin 2  anlässlich  ihrer  Befragung  am 
23. September  2008  im  Transitzentrum  H._______  und  der  direkten 
Bundesanhörung am 21. Oktober 2008 keine eigenen Asylgründe gel-
tend machte, sondern vorbrachte, sie habe den Libanon aufgrund der 

Seite 2

D-7177/2008

Probleme ihres Ehemannes verlassen, wobei sie über seine Tätigkeit 
und die Inhaftierung durch die Hisbollah nicht informiert gewesen sei, 

dass sie während des Aufenthalts bei (...) einen Anruf erhalten habe, 
bei  dem sie  nach  dem  Aufenthaltsort  ihres  Mannes  gefragt  und  ihr 
gedroht worden sei,  dass ihre Kinder entführt  würden, wenn sie den 
Ort  nicht  nenne,  woraufhin  sie  ihren Mann kontaktiert  habe und sie 
das Land am (Datum) verlassen hätten,

dass  bezüglich  der  weiteren  Aussagen  beziehungsweise der  Einzel-
heiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf die Protokolle bei den 
Akten verwiesen wird,

dass  die  Beschwerdeführer  trotz  entsprechender  Aufforderung  keine 
Identitätspapiere eingereicht haben, 

dass der Beschwerdeführer 1 zur Begründung ausführte, er habe nie 
einen Pass oder eine Identitätskarte beantragt oder besessen (vgl. A1, 
S. 4; A17, S. 3) und habe seinen Ausweis für palästinensische Flücht-
linge im Libanon schon vor längerer Zeit verloren (vgl. A1, S. 6), 

dass  er  bei  der  Ausreise  eine  Lebensmittelkarte  und  einen  Führer-
schein  mit  sich  geführt  habe,  welche  ihm  der  Schlepper  jedoch  in 
K._______ abgenommen habe (vgl. A1, S. 6; A17, S. 3 f.),

dass er auf der Reise zudem einen Ausweis des israelischen Geheim-
dienstes  bei  sich  gehabt  habe,  welchen  er  jedoch  in  (Land  2)  aus 
Angst vor Entdeckung vernichtet habe (vgl. A17, S. 3),

dass  er  daran  gedacht  habe,  einen  palästinensischen  Pass  zu  be-
schaffen,  er  jedoch im Lager I._______ niemanden habe telefonisch 
erreichen  können  und  danach  den  Zettel  mit  den  Telefonnummern 
verloren habe (vgl. A1, S. 5),

dass die Beschwerdeführerin 2 diesbezüglich ausführte, sie habe nie 
einen Pass oder eine Identitätskarte beantragt, sondern lediglich einen 
Flüchtlingsausweis besessen, der sich bei (...) befinde, ihr jedoch nicht 
zugestellt  werden  könne,  da  das  Haus  beobachtet  und  das  Telefon 
abgehört werde, wie ihr (...) mitgeteilt habe (vgl. A2, S. 3 f.; A16, S. 3),

Seite 3

D-7177/2008

dass sie für die Beschaffung von Papieren der Universität persönlich 
anwesend sein müsste, um den Empfang zu quittieren (vgl. A2, S. 5; 
A16, S. 3),

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 4. November  2008 –  eröffnet  am 
5. November 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf 
die Asylgesuche nicht  eintrat  und die  Wegweisung der  Beschwerde-
führer aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,

dass die Beschwerdeführer dagegen mit  Eingabe vom 12. November 
2008 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichten und um 
Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  und  Rückweisung  der 
Sache zur materiellen Prüfung der Asylgesuche sowie in formeller Hin-
sicht um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um 
Verlängerung der Frist zur ausführlichen Begründung der Beschwerde 
und Beibringung von Belegen ersuchten, 

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom 
14. November  2008  -  eröffnet  am  18. November  2008  -  feststellte, 
dass die Beschwerdeschrift mangelhaft sei, da sie zwar die Begehren, 
Ausführungen zur Wahrung der Beschwerdefrist sowie die Unterschrift 
der Vertreterin  der  Beschwerdeführer,  jedoch keine Begründung ent-
halte,

dass er den Beschwerdeführern mit selbiger Verfügung eine Nachfrist 
von drei  Tagen zur Beschwerdeverbesserung ansetzte, mit  dem Hin-
weis, dass bei ungenutztem Fristablauf auf die Beschwerde nicht ein-
getreten  werde  (Art. 52  Abs. 2  und  3  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 
172.021] i.V.m. Art. 110 Abs. 1 AsylG), und feststellte, dass über das 
Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses nach 
allfälligem fristgerechten Eingang einer Beschwerdeverbesserung be-
funden werde,

dass die Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 21. November 2008 in-
nert Frist eine Beschwerdeverbesserung zu den Akten reichten, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 

Seite 4

D-7177/2008

i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-
weise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde 
legitimiert sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  fristgerecht  eingereichte  und  nach  erfolgter  Ver-
besserung  nunmehr  auch  formgerechte  Beschwerde  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, bei denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht  auf  das Asylgesuch nicht  eingetreten ist,  wobei 
bei  Nichteintretensentscheiden gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Abs. 3 AsylG auch die Flüchtlingseigenschaft zum Prozessgegenstand 
gehört  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungs-
gerichts [BVGE] 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin oder eines 
zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 
vorliegend  -  wie  nachfolgend  aufgezeigt  -  um  eine  solche  handelt, 
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist, 
wobei auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen 
werden kann (Art. 111a Abs. 2 AsylG und Art. 109 Abs. 3 BGG i.V.m. 
Art. 6 AsylG),

Seite 5

D-7177/2008

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht eingetre-
ten wird,  wenn Asylsuchende den Behörden nicht  innert  48 Stunden 
nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird  oder  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass unter  den Begriff  „Reise- oder Identitätspapier“  gemäss Art. 32 
Abs. 2  Bst. a  AsylG  nur  Dokumente  fallen,  welche  von  den  heimat-
lichen Behörden zum Zweck des Identitätsnachweises ausgestellt wor-
den  sind,  mithin  grundsätzlich  nur  Reisepässe  und  Identitätskarten 
diese Anforderungen erfüllen, nicht aber zu anderen Zwecken ausge-
stellte  Dokumente  wie  Führerausweise  oder  Geburtsurkunden  (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 6), weshalb die Ausführungen der Beschwerdeführer 
zu Lebensmittelkarten, Führerausweisen oder Universitätsdiplomen in 
diesem Zusammenhang unbeachtlich  sind,  da diese keine rechtsge-
nüglichen Dokumente darstellen würden, 

dass  die  Beschwerdeführer  trotz  entsprechender  Aufforderung  keine 
Reise-  oder  Identitätspapiere  im  Sinne  der  genannten  Bestimmung 
eingereicht haben,

dass die  Ausführungen der  Beschwerdeführer,  sie  hätten  nie Reise-
pässe oder  Identitätskarten  besessen und seien ohne solche Doku-
mente  vom Libanon über  (Land  1)  nach (Land 2)  und von dort  aus 
durch  ihnen  unbekannte  Transitländer  in  die  Schweiz  gereist, 
angesichts der strengen Kontrolle an wichtigen Grenzübergängen als 
nicht realistisch erscheinen,

dass zudem die nicht nachvollziehbare Behauptung des Beschwerde-
führers 1, er habe einen Ausweis des israelischen Geheimdienstes bei 
sich gehabt und diesen – trotz der gefährlichen Route über (Land 1) – 
erst in (Land 2) aus Angst vor Entdeckung vernichtet, nicht zu seiner 
Glaubwürdigkeit beiträgt, 

Seite 6

D-7177/2008

dass die Beschwerdeführer trotz entsprechender Aufforderung bis zum 
heutigen Zeitpunkt  offensichtlich  keine  Anstrengungen  unternommen 
haben, um rechtsgenügliche Identitätspapiere einzureichen,

dass somit keine entschuldbaren Gründe für das Versäumnis der Be-
schwerdeführer, Identitätsdokumente einzureichen, vorliegen,

dass  die  Vorinstanz  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführer,  ihren 
Heimatstaat  wegen  der  angeblichen  Tätigkeit  des  Beschwerde-
führers 1  für  den  israelischen  Geheimdienst  und  dessen  Verhaftung 
durch die Hisbollah und der daraus abgeleiteten Furcht vor Verfolgung 
verlassen  zu  haben,  zutreffend  mangels  Substanz  und  Realkenn-
zeichen sowie aufgrund von diversen Widersprüchen im Zusammen-
hang mit den geltend gemachten Ereignissen und der angesichts der 
geschilderten Reiseroute über (Land 1) und (Land 2)  nicht  nachvoll-
ziehbaren Behauptung des Beschwerdeführers 1, er habe seinen Aus-
weis des israelischen Geheimdienstes während der Reise bei sich ge-
habt und diesen erst in K._______ aus Angst vor dortiger Entdeckung 
und Verhaftung vernichtet,  als  nicht  glaubhaft  erachtet  hat  und dass 
hierzu  auf  die  zu  bestätigenden  Erwägungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann, 

dass sich die Argumente in der Beschwerdeschrift im Wesentlichen in 
einer Wiederholung der bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend 
gemachten  Vorbringen  erschöpfen  und  die  vom  BFM  aufgezeigten 
Widersprüche und Ungereimtheiten nicht zu entkräften und keine asyl-
rechtlich relevante Verfolgung zu begründen vermögen,

dass  somit  keine  Abklärungen  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG notwendig erscheinen,

dass das Bundesamt demzufolge zu Recht  auf  die Asylgesuche der 
Beschwerdeführer nicht eingetreten ist,

dass die Anordnung der Wegweisung die gesetzliche Regelfolge des 
Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ist  (Art.  44  Abs. 1  AsylG),  wenn 
sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer fremdenpolizeilichen Auf-
enthaltsbewilligung befindet,

dass die Beschwerdeführer über keine derartige Bewilligung verfügen 
und auch keinen Anspruch auf eine solche geltend machen können, 
weshalb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung im Ein-

Seite 7

D-7177/2008

klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21),

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig 
oder nicht zumutbar ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführer - welche ge-
mäss eigenen Angaben vor der Ausreise wohlhabend waren, bei der 
Einreise in die Schweiz einen namhaften Betrag bei sich geführt haben 
und  im  Heimatstaat  über  verwandtschaftliche  Beziehungen  verfügen 
(vgl.  A1,  S. 2,  3  und  6;  A2,  S. 3  und  6),  wobei  die  Beschwer-
deführerin 2  das  Gymnasium absolviert  und  während  (...)  Jahre  die 
Universität  in G._______ besucht hat und neben Arabisch auch über 
einige  (Sprachkenntnisse)  verfügt  (vgl.  A2,  S. 2),  und  der  Be-
schwerdeführer 1  während  (...)  Jahren  die  Schule  besucht  hat,  seit 
(Jahr) selbständig als (Beruf) gearbeitet hat und neben Arabisch auch 
über  einige  (Sprachkenntnisse)  verfügt  (vgl.  A1,  S. 2)  -  sich  als 
durchführbar erweist,

dass der Vollzug insbesondere als zumutbar - die von der Beschwer-
deführerin 2 in  der  Beschwerdebegründung vom 21. November  2008 
vorgebrachte  psychische  Belastung  aufgrund  der  Flucht  und  der 
Befragungen während des Verfahrens lässt nicht auf eine konkrete Ge-
fährdung  aufgrund  einer  medizinischen  Notlage,  welche  im  Heimat-
staat nicht behandelbar wäre, schliessen -  sowie zulässig - es liegen 
keine Hinweise auf Verfolgung vor und es sind keinerlei Anhaltspunkte 
für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich - und möglich - 
es besteht die Pflicht, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr 
notwendigen  Reisepapiere  zu  bemühen  -  im  Sinne  von  Art.  83 
Abs. 2-4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Aus-
länderinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) zu erachten ist, weshalb 
die Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt,

dass  die  angefochtene  Verfügung  demnach  weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der  Vorinstanz  richtig  und  vollständig  festgestellt  wurde  (Art. 106 
AsylG),  weshalb  sie  zu  bestätigen  und die  Beschwerde abzuweisen 
ist,

Seite 8

D-7177/2008

dass  die  Beschwerdeführer  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses und somit sinngemäss um Gewährung der unent-
geltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  VwVG  ersucht 
haben, 

dass eine Partei,  die  nicht  über die erforderlichen Mittel  verfügt,  auf 
Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit werden kann, 
sofern  ihr  Begehren  nicht  aussichtslos  erscheint  (Art. 65  Abs. 1 
VwVG),

dass die vorliegende Beschwerde aufgrund vorstehender Erwägungen 
als aussichtslos zu qualifizieren ist  und daher das sinngemässe Ge-
such um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 16  Abs. 1 Bst. a  VGG i.V.m. Art. 2  und 3  des  Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführern 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

D-7177/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Susanne Burgherr

Versand:

Seite 10