# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4666f885-f6a1-582e-b813-13c371527877
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 15.12.2021 II 2021 100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-100_2021-12-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

r

II 2021 100

Entscheid vom 15. Dezember 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien 1. A.________ AG,

2. B.________,
Beschwerdeführer,
beide vertreten durch C.________,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Lohnbeiträge 2017 - 2019; 
Beitragsstatus)

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Sachverhalt:

A. Die am 12. Juli 2017 im Handelsregister eingetragene A.________ AG mit 
Sitz in D.________ bezweckt den Betrieb eines Architekturbüros, Beteiligung an 
Bauprojekten und Projektentwicklung im Immobilienbereich. Sie verfügt über ein 
voll liberiertes Aktienkapital von Fr. 100'000.--, eingeteilt in 100 Namenaktien zu 
je Fr. 1'000.--. Präsident des Verwaltungsrates ist B.________, Mitglied des Ver-
waltungsrates E.________, beide zeichnen mit Kollektivunterschrift zu zweien. 

B. Am 1. März 2021 führte die Suva Zentralschweiz im Auftrag der Aus-
gleichskasse Schwyz bei der A.________ AG eine Arbeitgeberkontrolle für den 
Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis 31. Dezember 2019 durch. Laut dem Revisionsbe-
richt vom gleichen Tag (1.3.2021) verrichtete B.________, selbständig-
erwerbender Architekt, Arbeiten für die A.________ AG und stellte dieser monat-
lich seine Arbeitsstunden in Rechnung. Der Revisor erkannte auf ein Unterakkor-
danten-Verhältnis und rechnete für die Jahre 2017 bis 2019 Fr. 62'353.--, 
Fr. 125'366.-- sowie Fr. 127'570.--, total Fr. 315'289.--, auf (Vi-act. 1). 

C.1 Mit Nachzahlungsverfügungen vom 30. März 2021 (Vi-act. 2, 5 und 8) er-
hob die Ausgleichskasse Schwyz von der A.________ AG folgende Sozialversi-
cherungsbeiträge (AHV/IV/EO; ALV; FAK; zuzüglich Verwaltungskosten) (Beträ-
ge in Franken):

Jahr Lohnsumme Betrag
2017 62'353.-- 8'955.45
2018 125'366.-- 17'748.65
2019 127'570.-- 17'982.30
Total 315'289.-- 44'686.40

Zudem wurden mit Verfügungen ebenfalls vom 30. März 2021 (Vi-act. 3, 6 und 9) 
von der A.________ AG folgende Verzugszinsen für auszugleichende Lohnbei-
träge gefordert (Beträge in Franken):

Jahr Zinspflichtiger Betrag Verzugszins
2017 8'955.45 1'330.90
2018 17'748.70 1'750.25
2019 17'982.30 874.15

Total 3'955.30

Mit Revisionsrechnungen ebenfalls vom 30. März 2021, welche die vorangegan-
genen Rechnungen für die jeweiligen Perioden (2017, 2018 und 2019) ersetzten, 
wurden von der A.________ AG die jeweiligen neuen Gesamtbeiträge gefordert 
(Vi-act. 4, 7 und 10). 

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C.2 Mit Verfügung vom 30. März 2021 informierte die Ausgleichskasse Schwyz 
B.________, dass die A.________ AG als Arbeitgeberin verpflichtet worden sei, 
für ihn auf einer Lohnsumme von Fr. 315'289.-- total paritätische Beiträge von 
Fr. 39'253.45 (10.25% Arbeitnehmer/-geberbeiträge AHV/IV/EO; 2.2% ALV-
Beiträge) zu bezahlen habe. B.________ wurde gleichzeitig ersucht, seine Ge-
schäftsabschlüsse der Jahre 2017 bis 2019 einzureichen (Vi-act. 11). 

D. Mit Eingabe vom 16. April 2021 liessen die A.________ AG sowie 
B.________, gegen die Nachzahlungs- und Verzugszinsenverfügungen vom 
30. März 2021 Einsprache erheben mit dem Antrag, diese "ersatzlos aufzuheben 
resp. zu stornieren, da deren rechtliche Grundlage fehlt" (Vi-act. 12). Die Aus-
gleichskasse holte hierauf eine Stellungnahme beim zuständigen Suva-Revisor 
sowie ergänzende Unterlagen beim Vertreter von B.________ sowie der 
A.________ AG ein (Vi-act. 15 f.). 

E. Mit Entscheid Nr. 1109/21 vom 30. August 2021 wies die Ausgleichskasse 
Schwyz die Einsprache ab unter gleichzeitiger Bestätigung der Verfügungen vom 
30. März 2021 (Disp.-Ziff. 1). Kosten wurden infolge Kostenlosigkeit des Verfah-
rens keine erhoben (Disp.-Ziff. 2).

F. Gegen diesen Einspracheentscheid (Versand am 30.8.2021) lassen die 
A.________ AG sowie B.________ mit Eingabe vom 18. September 2021 
(Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Schwyz erheben mit dem Antrag, 

die gesamten Veranlagungen und Revisionsrechnungen 2017, 2018 + 2019 sind 
ersatzlos aufzuheben resp. zu stornieren, da deren rechtliche Grundlage fehlt. 

G. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 5. Oktober 2021 die 
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge gemäss Gesetz. 

H. Die Beschwerdeführer reichen am 27. Oktober 2021 eine Replik ein. Die 
Vorinstanz teilt am 2. November 2021 Verzicht auf eine Duplik mit. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Die Beschwerdeführer thematisieren in ihrer Beschwerde auch "ev. SUVA-
Beiträge" (Beschwerde S. 1). Solche sind jedoch nicht Gegenstand der ange-
fochtenen Verfügungen. Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten 
werden. 

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1.2 Vorab rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs, weil sie sich im Einspracheverfahren nicht zur Stellungnahme des Revi-
sors vom 24. April 2021 (recte: 26.4.2021, vgl. Vi-act. 15) hätten äussern können 
(Beschwerde S. 2 oben). 

1.2.1 Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 sind auf die 
im ersten Teil des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung (AHVG; SR 831.10) vom 20. Dezember 1946 geregelte Alters- und Hinter-
lassenenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Ab-
weichung vom ATSG vorsieht (Art. 1 Abs. 1 AHVG).

1.2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör. Sie müssen nicht an-
gehört werden vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind (Art. 42 
ATSG). Spätestens im Einspracheverfahren hat die Verwaltung also die allge-
meinen Grundsätze des rechtlichen Gehörs zu wahren und der versicherten Per-
son oder ihrem Vertreter Einsicht in die Akten zu gewähren, auf deren Grundlage 
sie den Einspracheentscheid abstützt. Wird nach Erhebung einer Einsprache 
festgestellt, dass die Entscheidungsgrundlagen unvollständig sind, so ist der 
Sachverhalt unter Wahrung der Parteirechte zu vervollständigen und das Verwal-
tungsverfahren mit dem Einspracheentscheid abzuschliessen (BGE 132 V 389 
Erw. 4.1). Das Akteneinsichtsrecht im Besonderen wird in Art. 47 ATSG normiert. 

1.2.3 Aus den aktenkundigen Unterlagen ist zu schliessen, dass die Beschwer-
deführer bzw. deren Vertreter über die von der Vorinstanz beim Suva-Revisor 
eingeholte Stellungnahme nicht informiert wurden und sie sich hierzu auch nicht 
äussern konnten. Insoweit liegt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. 

1.2.4 Das Recht auf Akteneinsicht ist wie das Recht, angehört zu werden, formel-
ler Natur. Die Verletzung des Rechts auf Akteneinsicht führt ungeachtet der Er-
folgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung. Vorbehalten bleiben praxisgemäss Fälle, in denen die Ver-
letzung des Akteneinsichtsrechts nicht besonders schwer wiegt und dadurch ge-
heilt wird, dass die Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, sich vor einer 
Instanz äussern kann, welche sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen unein-
geschränkt überprüft. Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des 
rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels 
selbst bei einer schwer wiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann ab-
zusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf 
und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung 

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gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurtei-
lung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 Erw. 5.1).

1.2.5 Vorliegend wiegt die festgestellte Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht 
schwer. Die beim Suva-Revisor eingeholte Stellungnahme vom 26. April 2021 
unterscheidet sich inhaltlich nicht, jedenfalls nicht wesentlich, von dessen Revisi-
onsbericht vom 1. März 2021. Dieser war den Beschwerdeführern bekannt, und 
sie konnten sich hierzu auch äussern. Zum andern ist nicht ersichtlich, dass die 
Beschwerdeführer, die ergänzende Unterlagen einzureichen hatten (vgl. vorste-
hend Ingress lit. D), ihrerseits weder mit der Beschwerde noch zu einem späteren 
Zeitpunkt um Akteneinsicht ersuchen liessen, was ihnen jederzeit freistand. Hin-
zu kommt, dass das Verwaltungsgericht die Streitsache uneingeschränkt prüfen 
kann. Eine Rückweisung würde offenkundig zu einem unnötigen Leerlauf führen 
und stünde im Widerspruch zum Gebot der beförderlichen Beschwerdebeurtei-
lung (vgl. Art. 61 lit. a ATSG). 

1.3 Zwar kann die Einsprache gegen die Beitragsverfügung Art. 10 Abs. 3 Ver-
ordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; 
SR 830.11) vom 11. September 2002 wahlweise schriftlich oder bei persönlicher 
Vorsprache mündlich erhoben werden. Ansonsten besteht aber im Einsprache-
verfahren kein Anspruch auf eine mündliche Vorsprache bzw. Verhandlung oder 
- wie von den Beschwerdeführern mit ihrer Eingabe vom 22. Juni 2021 (S. 2) im 
Einspracheverfahren beantragt (Vi-act. 19) - einen persönlichen Vortritt, um die 
Angelegenheit abschliessend klären können (vgl. angefochtener Entscheid 
Erw. 11 mit Hinweis auf VGE II 2020 114 vom 19.5.2021 Erw. 9.2). 

Mit dem in Art. 61 lit. a ATSG für das sozialversicherungs- bzw. verwaltungsge-
richtliche Verfahren normierten Grundsatz der Öffentlichkeit des Verfahrens wird 
Art. 6 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK; SR 0.010) vom 4. November 1950 Rechnung getragen. Für das Ein-
spracheverfahren besteht kein analoger Anspruch. Nichts anderes ergibt sich 
auch aus dem kantonalen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; SRSZ 
234.110) vom 6. Juni 1974, welche subsidiär zur Anwendung kommt (Art. 61 Ein-
leitungssatz ATSG). Gemäss § 17 Abs. 1 VRP ist das Verfahren vor den Verwal-
tungsbehörden, den selbständigen Rekurskommissionen und dem Verwaltungs-
gericht unter Vorbehalt abweichender Vorschriften schriftlich.

1.4 Soweit die Rüge der Beschwerdeführer betreffend Verletzung des rechtli-
chen Gehörs die Suva-Revision vom 1.3.2021 betreffen sollte (vgl. Beschwerde 
S. 2 oben [Zwischentitel]), geht aus dem Suva-Revisionsbericht (Vi-act. 1 S. 1) 
hervor, dass neben einer weiteren mit der Administration betrauten Person auch 

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E.________, Verwaltungsratsmitglied der Beschwerdeführerin Ziff. 1, als Aus-
kunftsperson in die Suva-Revision involviert war. 

2. Strittig ist vor Verwaltungsgericht nach wie vor die Frage, ob der Be-
schwerdeführer Ziff. 2, soweit er für seine Arbeit von der Beschwerdeführerin 
Ziff. 1 entschädigt wurde, als selbständig erwerbstätig (so die Beschwerdeführer) 
oder als unselbständig erwerbstätig (so die Vorinstanz) zu qualifizieren ist. 

2.1.1 Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen, der 
Beschwerdeführer Ziff. 2 sei seit dem 1. Januar 1986 als selbständigerwerbender 
Architekt der Ausgleichskasse Schwyz angeschlossen. Es sei nicht in Frage zu 
stellen, dass er auch nach der Gründung der Beschwerdeführerin Ziff. 1 weiterhin 
selbständigerwerbend sei. Für direkt ausgeführte Arbeiten, d.h. eigene Direktauf-
träge als Architekt, gelte er nach wie vor als Selbständigerwerbender. Dies 
schliesse nicht aus, dass er gleichzeitig auch Arbeitnehmer sein könne 
(Erw. 7.1 f.). 

Eine schriftliche Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Beschwerdeführerin 
Ziff. 1 und des Beschwerdeführers Ziff. 2 bestehe nicht. Seit der Gründung der 
Beschwerdeführerin Ziff. 1 seien noch vom Beschwerdeführer Ziff. 2 abgeschlos-
sene Aufträge über die Beschwerdeführerin Ziff. 1 "abgewickelt" worden. Das ge-
samte Personal des Beschwerdeführers Ziff. 2 habe zur Beschwerdeführerin 
Ziff. 1 gewechselt; die Aufträge seien mit deren Personal ausgeführt worden. 

Zudem sei die Beschwerdeführerin Ziff. 1 für das Inkasso und die Gesamtfaktu-
rierung zuständig. Der Beschwerdeführer Ziff. 2 habe der Beschwerdeführerin 
Ziff. 1 monatlich seine Stunden, die er für die Arbeit an den erwähnten Aufträgen 
erbracht habe, in Rechnung gestellt. Es sei davon auszugehen, dass diese Auf-
träge gewissermassen auf die Beschwerdeführerin Ziff. 1 übertragen worden sei-
en und nun Direktaufträge der Beschwerdeführerin Ziff. 1 darstellten (Erw. 7.4). 

Durch das Verwaltungsratsmandat des Beschwerdeführers Ziff. 2 solle sicherge-
stellt werden, dass für Dritte ersichtlich sei, dass der Beschwerdeführer Ziff. 2 
nach wie vor hinter der Beschwerdeführerin Ziff. 1 stehe, welche nur für die Ab-
wicklung der (Gross-)Aufträge verantwortlich zeichne. Dieser Umstand und die 
Regelung des Inkassos sprächen dagegen, dass der Beschwerdeführer im Zu-
sammenhang mit diesen Aufträgen weiterhin in eigenem Namen sowie auf eige-
ne Rechnung und damit in seiner Funktion als selbständigerwerbender Architekt 
aufgetreten sei. Daran ändere auch nichts, dass der Beschwerdeführer Ziff. 2 
gegenüber den Auftraggebern nach wie vor als verantwortlicher Architekt und di-
rekter Ansprechpartner aufgetreten sei. Selbst wenn der Beschwerdeführer in 
seinem Auftritt keine Änderung vorgenommen und seine Verantwortung für die 

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fraglichen Aufträge wahrgenommen haben möge, so sei die Situation aus sozial-
versicherungsrechtlicher Sicht eine andere. Besonders zu beachten sei, dass 
das spezifische Unternehmerrisiko des Selbständigerwerbenden nicht verwech-
selt oder gleichgesetzt werden könne mit dem Risiko bzw. der Verantwortung ei-
nes Organs und leitenden Angestellten (Erw. 7.5). 

Stark und entscheidend ins Gewicht falle, dass die Beschwerdeführerin Ziff. 1 
das Inkasso- und Delkredererisiko sowie auch die Unkosten trage und der Be-
schwerdeführer Ziff. 2 nicht (mehr) in eigenem Namen und auf eigene Rechnung 
handle, soweit es sich um Aufträge handle, die auf die Beschwerdeführerin Ziff. 1 
übertragen worden seien. Der Beschwerdeführer Ziff. 2 sei als Unterakkordant 
der Beschwerdeführerin tätig und habe im Rahmen seiner Tätigkeit für die über-
tragenen (früher eigenen) Aufträge kein spezifisches Unternehmerrisiko mehr 
(Erw. 7.6, 8). An dieser Qualifikation ändere auch der Umstand nichts, dass der 
Beschwerdeführer Ziff. 2 die an ihn ausgerichteten Entschädigungen in der Fi-
nanzbuchhaltung seiner Einzelfirma verbucht und darauf zum Teil bereits Beiträ-
ge als Selbständigerwerbender entrichtet habe. Gegebenenfalls könne er nach 
Rechtskraft des Entscheids eine entsprechende Korrektur beantragen (Erw. 9). 

2.1.2 Mit der Beschwerde vom 18. September 2021 werden im Wesentlichen 
sinngemäss - und teils auch wörtlich - die gleichen Vorbringen gemacht wie in 
der Einsprache vom 16. April 2021. 

Bereits im Jahre 2016 habe der Beschwerdeführer Ziff. 2 mit seiner Einzelfirma 
über einen Auftragsbestand für Architektur von mehreren Millionen verfügt. Um 
die Abwicklung dieser Grossaufträge, wozu er sich verpflichtet habe und für wel-
che er auch inskünftig in Haftung bleibe, nur unter seiner Leitung in den nächsten 
vier bis acht Jahren auszuführen, habe er eine Möglichkeit mit einem Angestell-
ten gesucht, der auch aktiv in der Geschäftsleitung mitmachen würde. Mit 
E.________ sei in der Folge die Beschwerdeführerin Ziff. 1 gegründet worden. 
Diese habe ab Mitte 2017 das gesamte Personal von der Einzelfirma des Be-
schwerdeführers Ziff. 2 übernehmen und weiterhin mit diesem die vorhandenen 
Aufträge abwickeln sollen. E.________ sollte die neuen Aufträge der Beschwer-
deführerin Ziff. 1 abwickeln und die Administration etc. leiten. Da der Beschwer-
deführer Ziff. 2 die Verantwortung und das Risiko der vorhandenen Grossaufträ-
ge nicht auf die Beschwerdeführerin Ziff. 1 habe übertragen können und immer 
persönlich für die Leitung und Ausführung gegenüber den Auftraggebern habe 
haften müssen, sei Folgendes vereinbart worden:

- Der Beschwerdeführer Ziff. 2 werde unentgeltlich im Verwaltungsrat der Be-
schwerdeführerin Ziff. 1 tätig sein.

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- Der Beschwerdeführer Ziff. 2 laste zu einem grossen Teil seine ehemaligen 
Angestellten für die Grossprojekte aus und übergebe nur das Inkasso und die 
Gesamtfakturierung der Beschwerdeführerin Ziff. 1 (statt einer fremden Fac-
toringgesellschaft), wobei die B.________ Architekten grundsätzlich monat-
lich nur die fakturierbaren Stunden nach Arbeitsfortschritt für die Arbeit an 
den Objekten, Leitung und Koordination der eigenen Aufträge in Rechnung 
stellten. Es stelle folglich rechtlich klar kein Unterakkordantenverhältnis dar, 
da die Beschwerdeführerin Ziff. 1 keine Weisungsberechtigung bei den Auf-
trägen von B.________ habe und sie folglich nur ihr Personal zur Verfügung 
stelle.

- Die gesamte Infrastruktur der B.________ Architekten werde vom Beschwer-
deführer Ziff. 2 der Beschwerdeführerin Ziff. 1 nur zur Verfügung gestellt, da-
mit sein ehemaliges Personal ohne Schwierigkeiten oder Mehraufwand für 
seine Grossprojekte weiterarbeiten könne. Das Knowhow und die Daten ver-
blieben im Eigentum der B.________ Architekten. Für die zur Verfügungstel-
lung der Infrastruktur erhalte der Beschwerdeführer Ziff. 2 keine Entschädi-
gung, da er Eigentümer bleibe.

- Es sei auch vereinbart worden, dass der Beschwerdeführer Ziff. 2 nach Ab-
wicklung der Grossaufträge seine Tätigkeit im Verwaltungsrat aufgebe.

- Der Beschwerdeführer Ziff. 2 bleibe selbständigerwerbend und mehrwert-
steuerpflichtig.

- Auch nach der Personalauslagerung an die Beschwerdeführerin Ziff. 1 betra-
ge der Netto-Anteil an diesem Honorar ca. 60% der Gesamteinnahmen, die 
an die Deckung der Kosten der Einzelunternehmung des Beschwerdeführers 
Ziff. 2 beitragen müssten. 

- Die Einzelunternehmung des Beschwerdeführers Ziff. 2 trage die erheblichen 
Investitionen der Infrastruktur weiter, die vorwiegend für Grossaufträge not-
wendig seien.

- Im Innen- wie im Aussenverhältnis handle der Beschwerdeführer Ziff. 2 in ei-
genem Namen und auf eigene Rechnung und trage das volle Unternehmerri-
siko alleine.

- Der Beschwerdeführer Ziff. 2 verfüge auch über ein Büro ausserhalb der 
Bürogemeinschaft, welches er alleine finanziere.

- Trotz Auslagerung des Personals müsse der Beschwerdeführer Ziff. 2 seinen 
Anteil an dessen Auslastung finanziell mittragen und folglich die Unkosten 
übernehmen und das Verlustrisiko voll mittragen.

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- Über die Art und Weise der Arbeitserbringung von eingemietetem Personal 
entscheide nur der Beschwerdeführer Ziff. 2. 

2.2.1 Selbständig erwerbend ist, wer Erwerbseinkommen erzielt, das nicht Ent-
gelt für eine als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer geleistete Arbeit darstellt 
(Art. 12 Abs. 1 ATSG). Selbstständigerwerbende können gleichzeitig auch Ar-
beitnehmerinnen oder Arbeitnehmer sein, wenn sie entsprechendes Erwerbsein-
kommen erzielen (Art. 12 Abs. 2 ATSG). Als Arbeitnehmer gelten Personen, die 
in unselbständiger Stellung Arbeit leisten und dafür massgebenden Lohn nach 
dem jeweiligen Einzelgesetz beziehen (Art. 10 ATSG).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall 
selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht auf Grund der 
Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend 
sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnis-
se vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qua-
lifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Als unselbständig er-
werbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einem Arbeitgeber in be-
triebswirtschaftlicher bzw. arbeitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und kein 
spezifisches Unternehmerrisiko trägt. Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich 
indessen noch keine einheitlichen, schematisch anwendbaren Lösungen ablei-
ten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte 
zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils 
unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil 
dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zu Tage treten, muss sich der Ent-
scheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall überwiegen 
(BGE 144 V 111 Erw. 4.2). 

Selbständige Erwerbstätigkeit liegt im Regelfall vor, wenn die beitragspflichtige 
Person durch Einsatz von Arbeit und Kapital in frei bestimmter Selbstorganisation 
und nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt mit dem Ziel, 
Dienstleistungen zu erbringen oder Produkte zu schaffen, deren Inanspruchnah-
me oder Erwerb durch finanzielle oder geldwerte Gegenleistungen abgegolten 
wird (BGE 115 V 161 Erw. 9a). In diesem Sinne gelten beispielsweise Fachleute, 
die einmalig oder wiederholt als Berater zur Lösung von bereichsspezifischen 
oder organisatorischen Problemen hinzugezogen werden, ohne eindeutig in ei-
nem Arbeitsverhältnis zum Auftraggeber zu stehen, regelmässig als selbständig-
erwerbende Personen (BGE 110 V 72 Erw. 4b; Urteil BGer 9C_589/2019 vom 
2.3.2020 Erw. 3.2 f.). 

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2.2.3 Akkordanten sind im Allgemeinen Unselbständigerwerbende (Wegleitung 
über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO [WML], gültig ab 1.1.2019, 
Stand 1.1.2022, Rz. 4022). Selbständige Erwerbstätigkeit ist anzunehmen bei 
Bestehen einer Betriebsorganisation (Arbeitsstätte mit branchenüblicher Arbeits-
einrichtung; bedeutende eigene oder gemietete Betriebsmittel; auf eigene Rech-
nung bezogene Materialien; gleichzeitig verschiedene eigene Akkordgruppen auf 
verschiedenen Arbeitsplätzen im Einsatz) oder bei regelmässiger Direktüber-
nahme von Drittaufträgen (Werkeigentümerinnen und Werkeigentümer, Bauherr-
schaft, Architektinnen und Architekten usw.; WML Rz. 4024 f.). 

2.2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Ge-
richt dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 
Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög-
lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 
folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichs-
te würdigen (BGE 126 V. 353 Erw. 5.b mit Hinweisen; Urteil BGer 9C_281/2018 
vom 9.10.2018 Erw. 5.2).

3.1 Mit seiner Stellungnahme vom 26. April 2021 legt der Suva-Revisor belegt 
dar, dass die Beschwerdeführerin Ziff. 1 die an den Beschwerdeführer Ziff. 2 be-
zahlten Beträge in der Finanzbuchhaltung unter dem Konto F.________ als Auf-
wand verbucht hat. Von diesen Gesamtbeträgen (Fr. 62'975.-- Jahr 2017, 
Fr. 126'615.45 Jahr 2018 sowie Fr. 128'841.-- Jahr 2019) wurden je die Mehr-
wertsteuern in Abzug gebracht und die Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitge-
berbeiträge [6.225%]) aufgerechnet, was zu den aufgerechneten Lohnsummen 
führt. 

3.2.1 Mit Schreiben vom 8. Juni 2021 (vgl. vorstehend Ingress lit. D; VI-act. 18) 
ersuchte die Vorinstanz die Beschwerdeführer um Zustellung verschiedener Un-
terlagen und ergänzende Angaben, so betreffend die von den Beschwerdefüh-
rern in der Einsprache vom 16. April 2021 erwähnte Vereinbarung über die Zu-
sammenarbeit, allfällige Entschädigungen des Beschwerdeführers Ziff. 2 an die 
Beschwerdeführerin Ziff. 1, die geltend gemachten erheblichen Investitionen des 
Beschwerdeführers Ziff. 2 in die Infrastruktur, die Verträge der Grossaufträge des 
Beschwerdeführers Ziff. 2, allfällige weitere Direktaufträge des Beschwerdefüh-
rers Ziff. 2 sowie die Geschäftsabschlüsse des Beschwerdeführers Ziff. 2 für die 
Jahre 2017 bis 2019.

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3.2.2 Mit Schreiben vom 22. Juni 2021 (Vi-act. 19) reichten die Beschwerdefüh-
rer die Gründungsakten der Beschwerdeführerin Ziff. 1 ein. Ein Gesellschaftsver-
trag bestehe nicht. Die 100 Namenaktien zu je Fr. 1'000.-- würden von der 
G.________ AG (49 Aktien) und dem Vertreter (51 Aktien) gehalten; der Be-
schwerdeführer Ziff. 2 besitze keine Aktien. Die Vereinbarungen zwischen der 
Beschwerdeführerin Ziff. 1 und dem Beschwerdeführer Ziff. 2 seien mündlich ge-
troffen worden; Schriftlichkeit sei nicht erforderlich. 

Auch nach der Personalauslagerung der Einzelunternehmung an die Beschwer-
deführerin Ziff. 1 habe der Beschwerdeführer Ziff. 2 mit direkten eigenen Aufträ-
gen noch selbständig im Jahr 2018 einen Umsatz von 58 % und im Jahr 2019 
von 40.3 % erzielt. Die Jahresabschlüsse der Einzelunternehmung für die Jahre 
2016 bis 2019 lägen als Nachweise bei, ebenso Kopien zu Aufträgen. 

3.2.3 Gemäss den Erfolgsrechnungen 2016 und 2017 der Einzelunternehmung 
(Beilagen zu Vi-act. 19 [= Schreiben der Beschwerdeführer vom 22.6.2021]) be-
lief sich der Erlös aus "Honorar Architekt" auf Fr. 1'082'767.-- bzw. auf 
Fr. 480'074.40. Erlöse (Zahlungen) seitens der Beschwerdeführerin Ziff. 1 sind 
für das Jahr 2017 (Gründungsjahr der Beschwerdeführerin Ziff. 1) nicht ausge-
wiesen. In den Geschäftsjahren 2018 und 2019 beliefen sich die Architektenho-
norare (aus der Einzelunternehmung) auf Fr. 272'583.90 bzw. Fr. 0.-- und seitens 
der Beschwerdeführerin Ziff. 1 auf Fr. 184'396.25 bzw. Fr. 130'397.05.

Des Weiteren wurden in den Geschäftsjahren 2016 und 2017 Lohnaufwendun-
gen ("Personalaufwand Handel") von total Fr. 583'476.60 bzw. Fr. 186'491.20 
verbucht, nicht aber in den folgenden Jahren 2018 und 2019. 

Ansonsten ist noch bei den Aktiven unter "Immobile Sachanlagen" ein "Darlehen 
A.________ AG" von Fr. 58'454.90 (2017) bzw. Fr. 185'990.45 (2018) bzw. 
Fr. 106'490.45 (2019) ausgewiesen. 

3.2.4 In der Eingabe vom 22. Juni 2021 (vgl. vorstehend Erw. 4.1.2) machen die 
Beschwerdeführer geltend, der Beschwerdeführer Ziff. 2 habe mit direkten eige-
nen Aufträgen noch selbständig im Jahr 2018 einen Umsatz von 58% und im 
Jahr 2019 von 40.3% erzielt. Dies lässt sich so den Erfolgsrechnungen indes 
nicht entnehmen. 

Vielmehr entsprechen diese Prozentsätze (bzw. die in den Erfolgsrechnungen 
bei den vorerwähnten Honoraren seitens der Beschwerdeführerin Ziff. 2 hand-
schriftlich vermerkten Prozentsätze von 59.7% bzw. 42%) den Verhältnissen der 
jeweiligen Honorare seitens der Beschwerdeführerin Ziff. 1 an den Beschwerde-
führer Ziff. 2 von Fr. 130'397.05 zum Total der Erlöse von Fr. 218'338.25 (Jahr 
2019) bzw. von Fr. 184'396.25 zum Erlöstotal von Fr. 438'372.80 (Jahr 2018). 

12

Für welche Aufträge/Projekte diese Zahlungen der Beschwerdeführerin Ziff. 1 er-
folgten, lässt sich den Akten nicht entnehmen und wurde/wird von den Be-
schwerdeführern auch nicht erläutert. 

3.2.5 Die von den Beschwerdeführern eingereichten Auftragskopien betreffen 
Vereinbarungen zwischen verschiedenen Bauherrschaften und dem Beschwer-
deführer Ziff. 2 vom 22. Juni 2017, 26. August 2015 und 31. August 2017. Zur 
Realisierung und Abwicklung dieser Aufträge lassen sich - trotz Beweisauflage 
der Vorinstanz (vgl. vorstehend Ingress lit. D und Erw. 3.2.1 f.) - ebenfalls weder 
den Eingaben noch den Ausführungen der Beschwerdeführer konkrete Angaben 
entnehmen. 

4.1 Vorab ist festzuhalten, dass auch im verwaltungsgerichtlichen Beschwer-
deverfahren unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer Ziff. 2 seit der Gründung 
der Beschwerdeführerin Ziff. 1 weiterhin auch selbständigerwerbend ist. Zur Dis-
position stehen einzig die anlässlich und aufgrund der Suva-Revision vom 
1. März 2021 vorgenommenen Aufrechnungen (vgl. vorstehend Ingress lit. B und 
C). 

4.2.1 Es darf also im Sinne der Darstellung der Beschwerdeführer davon ausge-
gangen werden, dass nach der Gründung der Beschwerdeführerin Ziff. 1 sowohl 
diese wie auch der Beschwerdeführer Ziff. 2 weiterhin als Selbständigerwerben-
der Aufträge abwickelten. Indes lassen sich den Ausführungen der Beschwerde-
führer sowohl in der Einsprache wie auch in der vorliegenden Beschwerde und 
trotz der Beweisauflage der Vorinstanz - wie erwähnt - keine näheren Angaben 
zu diesen Aufträgen und insbesondere deren Abgrenzung und Zuordnung zum 
Auftrags-/Arbeitsvolumen der Beschwerdeführerin Ziff. 1 und des Beschwerde-
führers Ziff. 2 entnehmen. 

4.2.2 Das auf der Homepage der Beschwerdeführerin Ziff. 1 publizierte Werkver-
zeichnis (https://www. H.________ , eingesehen am 9.12.2021) hingegen um-
fasst Werke zurückgehend bis weit über das Gründungsjahr hinaus. Soweit die 
Werke bei der Gründung noch nicht abgeschlossen waren, spricht dies für eine 
integrale Übernahme durch die Beschwerdeführerin Ziff. 1. Beispielsweise wird 
ein Gestaltungsplan I.________ (________) im Werkverzeichnis aufgeführt. Es 
drängt sich entsprechend der Schluss auf, dass die von den Beschwerdeführern 
eingereichte Vereinbarung vom 22. Juni 2017 betreffend die Arealüberbauung 
I.________, die also noch vor der Gründung der Beschwerdeführerin Ziff. 1 am 
12. Juli 2017 abgeschlossen wurde, ebenfalls unter der Beschwerdeführerin 
Ziff. 1 weitergeführt wurde. Im Werkverzeichnis konkret genannt wird die Über-
bauung Ortskern J.________, welche demgemäss in drei Etappen (________) 

https://www.suterrenner.ch/werkverzeichnis

13

erfolgt(e); betreffend die Überbauung Ortskern J.________ haben die Beschwer-
deführer den Planvertrag Nr. K.________ vom 26. August 2015 eingereicht, wel-
cher (noch) auf die Einzelunternehmung des Beschwerdeführers lautete. 

Dieser (Markt-)Auftritt nach aussen spricht jedenfalls dafür, dass die (bestehen-
den) Aufträge seit der Gründung der Beschwerdeführerin Ziff. 1 unter der Feder-
führung derselben bzw. in deren Namen erfolgten. Dies beschlägt zwangsläufig 
auch den Eindruck, dass die Haftung bei der Beschwerdeführerin Ziff. 2 liegt. 
Dokumente, welche auf etwas anderes schliessen lassen, werden von den Be-
schwerdeführern nicht beigebracht. 

4.2.3 In betriebswirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht kann die Darstel-
lung der Beschwerdeführer nicht überzeugen. Zunächst scheint es wenig pas-
send, wenn mit Bezug auf E.________ von einem "Angestellten" gesprochen 
wird, der aktiv in der Geschäftsleitung mitmacht. Immerhin hält er 49 % des Akti-
enkapitals, ist er Verwaltungsratsmitglied und wird auf der Homepage der Be-
schwerdeführerin Ziff. 1 als Mitinhaber geführt, während der Beschwerdeführer 
Ziff. 2 gemäss den eigenen Angaben der Beschwerdeführer keine Aktien besitzt 
(auch wenn er auf der Homepage der Beschwerdeführerin als "Mitinhaber" be-
zeichnet wird). Des Weiteren ist es betriebswirtschaftlich nicht nachvollziehbar, 
dass sich der Beschwerdeführer Ziff. 2 von der Beschwerdeführerin Ziff. 1 für die 
Zurverfügungstellung von Infrastrukturanlagen nicht abgelten lässt. Mit dem Ar-
gument, diese seien im Eigentum des Beschwerdeführers Ziff. 2 geblieben, lässt 
sich dies nicht erklären: die Zurverfügungstellung setzt gerade eine Eigentümer-
schaft oder einen Besitzes- bzw. besitzähnlichen Anspruch voraus. 

Soweit der Beschwerdeführer Ziff. 2 hingegen geltend macht, die Auslastung des 
Personals finanziell mittragen und Unkosten übernehmen zu müssen, widerspie-
gelt sich dies in der Buchhaltung der Einzelunternehmung des Beschwerdefüh-
rers Ziff. 2 nicht. Hauptposition unter "übrigem Personalaufwand" sind die eige-
nen Spesen (2018 und 2019 je Fr. 9'600.-- bei gesamtem übrigem Personalauf-
wand von je rund Fr. 10'500.--). Für die Lohnkosten des Personals kam/kommt 
mithin nicht mehr der Beschwerdeführer Ziff. 2, sondern die Beschwerdeführerin 
Ziff. 1 auf. Wenn die Weisungsbefugnis des Beschwerdeführers Ziff. 2 gegenüber 
dem Personal kraft seiner Eigenschaft als Verwaltungsratspräsident und seiner 
Organfunktion bei der Beschwerdeführerin Ziff. 1 weiterhin bestand, lässt sich 
hieraus für die Qualifikation der von ihm selber im Rahmen der und für die Be-
schwerdeführerin Ziff. 1 erbrachten Arbeitsleistungen unmittelbar nichts ableiten.

4.2.4 Was die vom Beschwerdeführer Ziff. 2 eingereichten Verträge (vgl. vorste-
hend Erw. 3.2.5) anbelangt, lässt sich diesen nicht entnehmen, wie weit die ver-

14

traglichen Zahlungen (bereits) geleistet wurden und/oder allenfalls noch zu leis-
ten sind; es ist auch nicht ersichtlich, ob solche Zahlungen in die von der Suva-
Revision vorgenommenen Aufrechnungen einflossen oder nicht. Dies wird von 
den Beschwerdeführern auch nicht näher erläutert. Mit dem Argument blosser 
mündlicher Abmachungen lässt sich diesbezüglich wie auch hinsichtlich anderer 
Argumente der Beschwerdeführer vorliegend nichts rechtsgenüglich beweisen. 

4.2.5 Unglaubhaft ist die Argumentation, die Beschwerdeführerin Ziff. 1 habe für 
den Beschwerdeführer Ziff. 2 (bloss) die Funktion einer Inkassostelle (anstelle 
einer fremden Factoringgesellschaft) übernommen. Träfe dies zu, wäre er-
klärungsbedürftig, weshalb dieses Inkasso offensichtlich nur für einen Teil der 
vom Beschwerdeführer Ziff. 2 mit seiner Einzelunternehmung erbrachten Archi-
tekturleistungen über die Beschwerdeführerin Ziff. 1 lief. Wenn der Beschwerde-
führer Ziff. 2 der Beschwerdeführerin Ziff. 1 monatlich "die Stunden für 
B.________" (monatlich rund Fr. 9'500.-- bis Fr. 12'200.--) in Rechnung stellte, 
kann dies im Gesamtkontext nicht anders verstanden werden, als dass Leistun-
gen abzugelten waren, welche der Beschwerdeführer Ziff. 2 als Arbeitnehmer 
bzw. als Akkordant für die Beschwerdeführerin Ziff. 1 erbrachte. Es ist der Vorin-
stanz beizupflichten (angefochtener Beschluss Erw. 7), dass die Beschwerdefüh-
rerin Ziff. 1 insoweit für die dem Beschwerdeführer Ziff. 2 abzugeltenden Leistun-
gen entsprechend das Inkasso- und Delkredererisiko trug. Hieran ändert der 
Umstand nichts, dass der Beschwerdeführer Ziff. 2 in seiner Einzelunternehmung 
in den Jahren 2016 bis 2019 konstant einen Betrag von Fr. 10'000.-- als Delkre-
dere bilanzierte. Seine parallel weitergeführte selbständige Tätigkeit als Architekt 
ist unbestritten (vgl. vorstehend Erw. 4.1). 

4.3 Zusammenfassend kann in Würdigung der gesamten Umstände, wie sie 
sich aus den Rechtsschriften und weiteren Akten ergeben, nach Massgabe des 
Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlichkeit und in Übereinstimmung 
mit dem Suva-Revisor sowie der Vorinstanz gefolgert werden, dass der Be-
schwerdeführer Ziff. 2 hinsichtlich der Abgeltungen seitens der Beschwerdeführe-
rin Ziff. 1 als Unselbständigerwerbender zu qualifizieren ist. 

4.4 Zu bestätigen ist auch die Korrektheit der ermittelten AHV-pflichtigen Lohn-
summen sowie darauf erhobenen Sozialversicherungsbeiträge und Verzugszin-
sen. Hierzu machen die Beschwerdeführer vor dem Verwaltungsgericht - soweit 
ersichtlich - keine Einwände (mehr) geltend, jedenfalls keine substantiierten. Es 
kann in dieser Hinsicht auf die zu bestätigenden vorinstanzlichen Erwägungen 
verwiesen werden (Erw. 10 sowie 12 f.). Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 

15

5.1 Gemäss dem bis 31. Dezember 2020 gültigen Art. 61 lit. a ATSG i.V.m. 
Art. 1 Abs. 1 AHVG musste das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsge-
richt u.a. für die Parteien kostenlos sein. Für nach dem 1. Januar 2021 eingelei-
tete Verfahren ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflich-
tig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. fbis erster 
Satzteil ATSG; vgl. Übergangsbestimmung Art. 83 ATSG). Mithin wurde die all-
gemeine Kostenlosigkeit gestrichen und es kommt bezüglich Verfahrenskosten 
das kantonale Recht zur Anwendung (Art. 61 Satz 1 ATSG; § 71 ff. VRP), soweit 
nicht die Kostenlosigkeit gemäss neuem Art. 61 lit. fbis ATSG greift. Vorliegend 
handelt es sich um eine Streitigkeit über Beiträge, womit grundsätzlich bei (teil-
weisem) Unterliegen Kosten auferlegt werden können. 

Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von ins-
gesamt Fr. 500.-- (vgl. § 3 der Gebührenordnung für die Verwaltung und die 
Rechtspflege im Kantons Schwyz [GebO; SRSZ 173.111] vom 20.1.1975 i.V.m. 
§ 25 Ziff. 29 GebO [Gebührenrahmen von Fr. 100.-- bis Fr. 20'000.-- für verwal-
tungsgerichtliche Beschwerdeverfahren]) sind dem Verfahrensausgang entspre-
chend den unterliegenden Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit 
aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

5.2 Parteientschädigungen sind dem Verfahrensausgang entsprechend nicht 
zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG). 

16

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbar-
keit auferlegt. Sie haben diesen Betrag innert 30 Tagen seit Zustellung des 
Entscheids auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu 
überweisen.

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführer (3/R; unter Beilage der Eingabe der 

Vorinstanz vom 2.11.2021)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 15. Dezember 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 12. Januar 2022