# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efa3ad73-3760-5d13-99b8-a572f4edc911
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 20.06.2013 SB130096
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130096_2013-06-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130096-O/U/eh 
 
 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, und lic. iur. M. Langmeier, 

Ersatzoberrichter lic. iur. E. Leuenberger sowie die Gerichts-

schreiberin lic. iur. C. Laufer  

 

Urteil vom 20. Juni 2013 

 

in Sachen 
 

1. ... 

2. A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 
 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. H. Bebié,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend 

mehrfacher Raub etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 1. Abteilung,  
vom 30. Oktober 2012 (DG120214) 
 

 

 

 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. Juli 2012  

(Urk. HD 29/27) ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil und Beschluss der Vorinstanz:  

Es wird beschlossen: 

1. Prozess Nr. DG120215 wird mit dem vorliegenden Prozess Nr. DG120214 

 vereinigt und unter der letztgenannten Prozess-Nr. weitergeführt.  

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig 

− des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB in Verbin-
dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie 

− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne 
von  Art. 19a Ziff. 1 BetmG.  

Vom Vorwurf des Raubes gegenüber den Geschädigten C._____ und  

D._____ (ND 1) wird der Beschuldigte B._____ freigesprochen. 

2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des mehrfachen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB, teilweise in 
Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie 

− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne 
von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.  

3. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe (wo-

von 12 Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse von Fr. 500.–.  

-   3   - 

4. Bezahlt der Beschuldigte B._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an de-

ren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten B._____ wird aufgescho-

ben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

6. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe (wo-

von 19 Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse von Fr. 300.–.  

7. Bezahlt der Beschuldigte A._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an de-

ren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

8. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten A._____ wird im Umfang 

von 27 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im 

Übrigen (9 Monate, abzüglich 19 Tage, die durch Haft erstanden sind) wird 

die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. 

9. Der Geschädigte C._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren und  

Genugtuungsbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

10. Das sichergestellte und bei der Bezirksgerichtskasse Zürich unter der Sach-

kautionsnummer … deponierte Messer (Hemp Cutter) wird eingezogen und 

durch die Bezirksgerichtskasse vernichtet.  

11. Das sichergestellte und bei der Bezirksgerichtskasse Zürich unter der Sach-

kautionsnummer … deponierte iPhone wird eingezogen und dem  

Geschädigten C._____ innerhalb dreier Monate nach Rechtskraft auf erstes 

Verlangen herausgegeben. Nach Ablauf dieser Frist wird das iPhone durch 

die Bezirksgerichtskasse vernichtet. 

12. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

-   4   - 

Fr. 4'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr.         Kosten der Kantonspolizei  

Fr. 2'000.–   Gebühr Anklagebehörde B._____ 

Fr. 2'000.–   Gebühr Anklagebehörde A._____  

Fr. 1'581.65   Auslagen Untersuchung B._____ 

Fr. 2'067.65   Auslagen Untersuchung A._____  

Fr. 11'974.70   amtliche Verteidigung B._____  

Fr. 11'492.30   amtliche Verteidigung A._____  
 
 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

13. Jedem Beschuldigten werden seine Untersuchungskosten auferlegt.  

Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen derjenigen der  

amtlichen Verteidigung, werden den Beschuldigten je zur Hälfte auferlegt. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse  

genommen.  

14. (Mitteilungen) 

15. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:  

 (Urk. 57 S. 1) 

1. Es sei Herr A._____ vom Vorwurf des Raubes sowie des Raubversuchs 

freizusprechen. 

2. Es sei Herr A._____ vom Vorwurf der mehrfachen Übertretung des  

Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziffer 1 BetmG freizu-

sprechen. Er sei der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne 

von Art. 19a Ziffer 1 BetmG schuldig zu sprechen. 

-   5   - 

3. Es sei Ziffer 6 des Dispositivs des Urteils vom 30.10.2012 abzuändern und 

Herr A._____ höchstens mit einer Busse von Fr. 300.-- zu bestrafen.  

Eventualiter sei er mit einer Strafe von höchstens 12 Monaten (unter  

Anrechnung der Untersuchungshaft) und einer Busse von höchstens  

Fr. 300.-- zu bestrafen. 

4. Es sei Ziffer 8 Satz 1 und Satz 2 des Dispositivs des Urteils vom 30.10.2012 

aufzuheben. Eventualiter, für den Fall der Anordnung einer Freiheitsstrafe, 

sei für diese der bedingte Strafvollzug zu gewähren. 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzügl. MWSt, zu Lasten der 

Staatskasse. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich; Urk. 52) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 30. Oktober 2012 wurde der 

Beschuldigte des mehrfachen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB, teil-

weise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, sowie der mehrfachen Übertretung 

des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig  

gesprochen und mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon 19 Tage durch 

Haft erstanden waren, sowie einer Busse von Fr. 300.– bestraft. Der Vollzug der 

Freiheitsstrafe wurde im Umfang von 27 Monaten aufgeschoben und die Probe-

zeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im restlichen Umfang (9 Monate, abzüglich die  

bereits erstandenen 19 Tage) wurde die Freiheitsstrafe für vollziehbar erklärt. Für 

die - sofort zu bezahlende - Busse setzte die Vorinstanz für den Fall der schuld-

haften Nichtbezahlung eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen an. Weiter wurde 

der Privatkläger C._____ mit seinem Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren 

-   6   - 

auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen und wurde über die Verwendung von 

sichergestellten Gegenständen entschieden. Schliesslich wurden dem Beschul-

digten die ihn betreffenden Untersuchungskosten sowie die Hälfte der Gerichts-

kosten auferlegt, ausgenommen die Kosten der amtlichen Verteidigung. Diese 

wurden auf die Gerichtskasse genommen (Urk. 46 S. 59 ff.). 

Im gleichen Urteil wurde sodann der mitbeschuldigte B._____ des versuchten 

Raubes und der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes schuldig 

gesprochen und mit einer bedingt auf 2 Jahre aufgeschobenen Freiheitsstrafe von 

24 Monaten sowie einer Busse von Fr. 500.– bestraft. 

1.2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte A._____ (nachfolgend Beschul-

digter genannt) seine amtliche Verteidigerin am 31. Oktober 2012 innert Frist Be-

rufung anmelden (Urk. 36) und nach Zustellung des begründeten Urteils 

(Urk. 45/3) am 13. Februar 2013 - ebenfalls fristgerecht - dem Obergericht die Be-

rufungserklärung einreichen (Urk. 47). Mit Präsidialverfügung vom 20. März 2013 

wurde die Berufungserklärung in Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO den 

Gegenparteien übermittelt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben 

oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 50). Am 3. April 2013 

teilte die Staatsanwaltschaft mit, auf die Erhebung einer Anschlussberufung zu 

verzichten und die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils zu verlangen 

(Urk. 52). Seitens der Privatkläger liess sich niemand verlauten. Beweisanträge 

wurden allseits keine gestellt. 

1.3. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der verspätete 

Beschuldigte persönlich in Begleitung seiner amtlichen Verteidigerin erschienen 

ist, waren weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzunehmen (Prot. II 

S. 3 ff.). Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung 

(Prot. II S. 7 ff.). 

-   7   - 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Soweit das vorinstanzliche Urteil den gleichzeitig mit dem Beschuldigten 

verurteilten B._____ betrifft, hat keine der Parteien ein Rechtsmittel eingelegt. In-

soweit ist das Urteil deshalb in Rechtskraft erwachsen. 

2.2. Die amtliche Verteidigerin des (vorliegend) Beschuldigten beantragt, es sei 

der Beschuldigte in diesbezüglicher Abänderung/Aufhebung der betreffenden vor-

instanzlichen Entscheidungen einzig der Übertretung des Betäubungsmittel-

gesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu sprechen und mit einer 

Busse von höchstens Fr. 300.– zu bestrafen (Urk. 47 S. 2). Anlässlich der  

Berufungsverhandlung erklärte die Verteidigerin, die vorinstanzliche Kostenfest-

setzung gemäss Dispositivziffer 12 werde nicht angefochten (Prot. II S. 6).  

Berufungsgegenstand bilden damit die folgenden Dispositivziffern des vorinstanz-

lichen Urteils: 

- Ziff. 2 (Schuldspruch) 

- Ziff. 6 - 8 (Sanktion) 

- Ziff. 13 (Kostenregelung, soweit den Beschuldigten betreffend) 

 

Auch wenn die Verteidigerin im Berufungsverfahren erklärte, die Übertretungs-

busse und die Ersatzfreiheitsstrafe seien nicht angefochten, bestand zwischen 

der Anfechtung des Schuldpunktes betreffend mehrfache BetmG-Übertretungen 

und der entsprechenden Sanktion (Busse) ein Konnex. 

2.3. Im restlichen Umfang ist das vorinstanzliche Urteil in Rechtskraft erwachsen, 

was vorab vorzumerken ist (Art. 399 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 402 und 

437 StPO). 

3. Sachverhalt 

3.1. Dem Beschuldigten wird - ganz kurz zusammengefasst - vorgeworfen, in 

den frühen Morgenstunden des 17. September 2011 unter Zuhilfenahme eines 

kleinen Klappmessers einen Raub verübt (ND 1, Beute 1 iPhone) sowie einen 

Raub verüben versucht (HD, keine Beute) zu haben. Weiter habe er zwischen  

-   8   - 

Januar 2011 und 11. Februar 2012 ca. zwei Mal eine Linie Kokain durch  

Schnupfen sowie vor dem 17. September 2011 eine gassenübliche Portion  

Marihuana konsumiert (HD). 

3.2. Hinsichtlich des Betäubungsmittelkonsums war und ist der Beschuldigte ge-

ständig (Urk. 29/10/7 S. 8). In diesem Zusammenhang richtet sich seine  

Berufung denn auch ausschliesslich dagegen, dass ihn die Vorinstanz im Wider-

spruch zu ihren ausdrücklich anderslautenden Erwägungen im Dispositiv der 

mehrfachen und nicht nur der (einfachen) Übertretung des BetmG schuldig  

gesprochen hat (Urk. 47 S. 2 und 6; Urk. 57 S. 11).  

Es kann vorweggenommen werden, dass diese Kritik zu Recht erfolgt. Aus den 

Erwägungen der Vorinstanz ergibt sich klar, dass sie den Beschuldigten entgegen 

dem entsprechend formulierten Anklagevorwurf gerade nicht der mehrfachen 

Übertretung des BetmG schuldig sprechen wollte (Urk. 46 S. 43). Wenn sie dies 

im Dispositiv dann trotzdem tat (Urk. 46 S. 59), ist dies ein offensichtlicher Irrtum 

und zu korrigieren. Es ist indes anzumerken, dass die Begründung der Vorinstanz 

nicht zutreffend ist, da der Beschuldigte sowohl Kokain als auch Marihuana  

konsumiert hat, was für eine mehrfache Tatbegehung spricht, zumal die Zeit-

räume des jeweiligen Konsums nicht deckungsgleich sind. 

3.3. Die Raubvorwürfe bestreitet der Beschuldigte dagegen. Das Geschehen 

gemäss HD habe sich anders und dergestalt abgespielt, als dass er den Tat-

bestand des Raubes nicht erfüllt habe, und beim Überfall auf C._____  

gemäss ND 1 sei er gar nicht zugegen gewesen. Der massgebliche Sachverhalt 

ist damit aufgrund der vorliegenden Beweismittel zu erstellen. Welchen Grund-

sätzen dabei zu folgen ist, hat die Vorinstanz zutreffend und ausführlich aufge-

zeigt. Auf die entsprechenden Erwägungen ist zu verweisen (Urk. 46 S. 9-13). 

A. Anklagevorwurf betreffend versuchter Raub zum Nachteil von E._____ 
und F._____ (HD) 

3.4. Die Vorinstanz hat die Aussagen von E._____ und F._____ zutreffend zu-

sammengefasst und gewürdigt (Urk. 46 S. 27-31; Art. 82 Abs. 4 StPO). Es be-

-   9   - 

steht kein Zweifel daran, dass die beiden wahrheitsgemäss aussagten und au-

thentisch das von ihnen Erlebte schilderten. Insbesondere sind auch keine Anzei-

chen dafür ersichtlich, dass sie die Beschuldigten übermässig belasten würden, 

sondern sie sagten sachlich, zurückhaltend und recht emotionslos objektiv aus; 

sie legten auch offen, wenn sie etwas nicht mehr wussten oder sich nicht mehr si-

cher waren. Während in ähnlichen Fällen bei Aussagen von Zeugen mit Geschä-

digtenstellung oftmals - auch durchaus unbewusst - aggravierende Interpretatio-

nen zu erkennen sind, ist Solches vorliegend nicht so. Gegenteils sind sich die 

Geschädigten der Situation bewusst ("Ich bin momentan vielleicht mit ihnen ver-

feindet": E._____, Urk. 29/12/3 S. 4) und es tritt das Bemühen, ehrlich und neutral 

auszusagen, mehrfach deutlich zu Tage. Stellvertretend dafür sei beispielsweise 

erwähnt, dass E._____ das polizeiliche Einvernahmeprotokoll korrigierte, als der 

befragende Beamte den Angriff von B._____ als "mit Tritten" festgehalten hatte, 

während E._____ nur "ein Tritt" protokolliert haben wollte (Urk. 29/12/1 S. 6), dass 

er das zur Diskussion stehende Messer sehr zurückhaltend mit einer Klingenlän-

ge von "2 bis 3, maximal 5 Zentimeter" beschrieb (Urk. 29/12/1 S. 8 - während in 

Wirklichkeit die Klinge 6,5 cm und das ganze Messer knapp 15 cm misst:  

Urk. 29/10/7 S. 2), oder auch dass er einräumt, das Ganze "zuerst nicht als feind-

lichen Übergriff" wahrgenommen zu haben (Urk. 29/12/3 S. 8). F._____ stand an-

lässlich der Konfrontation mit den Beschuldigten dazu, diese nicht bzw. nur vage 

wieder zu erkennen (Urk. 29/13/2 S. 5), konnte dann aber im Vergleich der Bei-

den klar sagen, dass er das Handgemenge mit dem vorliegend Beschuldigten ge-

habt habe (Urk. 29/13/2 S. 8). Auch konnte er die Täter ebenfalls recht genau und 

zutreffend beschreiben (Urk. 29/13/1 S. 4) und stellte überdies fest  

- was gleichermassen zutrifft - dass der vorliegend Beschuldigte im Gegensatz zu 

B._____ kein Deutsch sprach (Urk. 29/13/2 S. 8). Zurückhaltung und Bemühen 

um objektive Aussagen zeigte sich schliesslich auch, wenn F._____ erklärte, es 

sei (lediglich) "schon irgendwie eine Bedrohung" für ihn gewesen; verbale Bedro-

hungen seien aber nicht erfolgt (Urk. 29/13/2 S. 12). 

3.5. Demgegenüber waren die Aussagen des Beschuldigten augenscheinlich 

gesteuert, kalkulierend und dem jeweiligen Untersuchungsergebnis angepasst; 

wahrheitsgemäss auszusagen war für ihn - wenn überhaupt - ganz offensichtlich 

-   10   - 

nur von untergeordneter Priorität. Prozessuale Nachteile darf es für einen  

Beschuldigten selbstredend nicht haben, wenn er lügt. Der Glaubhaftigkeit der 

Aussagen tut ein solches Aussageverhalten, wie es der Beschuldigte an den Tag 

legte, jedoch in hohem Masse Abbruch. 

3.5.1. Zunächst bestritt er in der ersten polizeilichen Einvernahme vom  

17. September 2011 (Urk. 29/10/1) überhaupt, irgendetwas mit dem ihm vorge-

haltenen Raubvorwurf zu tun zu haben. Von einem Raubüberfall wisse er nichts 

(Urk. 29/10/1 S. 5). Zum fraglichen Zeitpunkt sei er alleine in der …-Bar  

gewesen und hernach mit B._____ zum Hauptbahnhof gegangen (Urk. 29/10/1 

S. 7). Auf Vorhalt des sichergestellten Messers erklärte er, dieses sei ihm nicht 

bekannt (Urk. 29/10/1 S. 10). Als reichlich aussergewöhnlich muss sodann die 

folgende Antwort des Beschuldigten bezeichnet werden (Urk. 29/10/1 S. 9): "Ich 

sage nicht, dass ich nicht weiss, wie man ein solches Delikt verübt. Aber ich lebe 

hier und ich lasse mich nicht auf solche Sachen ein. Würde ich ein solches Delikt 

verüben, dann würde ich es perfekt machen. Es ist komisch, dass wenn man je-

manden überfällt auch nichts wegnimmt." Auf die Nachfrage, weshalb er - verräte-

rischerweise - denn darauf komme, dass dem Opfer nichts abgenommen worden 

sei (was zutrifft), versuchte sich der Beschuldigte dann zu retten: "Ich nehme nicht 

an, dass ihm nichts abgenommen wurde. Aber ich habe ja schon gefragt, was 

dieser Person weggenommen wurde. Bei mir fand man nichts."  

3.5.2. Auch in der tags darauf folgenden Hafteinvernahme blieb der Beschuldigte 

dabei, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben. Ein Messer habe er am fraglichen 

Abend ebenfalls nicht auf sich getragen. Er werde falsch beschuldigt (Urk. 29/10/2 

S. 2 ff.). 

3.5.3. In der staatsanwaltlichen Einvernahme vom 29. September 2011 wurde 

dem Beschuldigten dann nochmals der zusammengefasste Vorhalt gemacht, wie 

er später in ausführlicher Fassung in die Anklage eingeflossen ist: Die beiden  

Beschuldigten hätten die Geschädigten E._____ und F._____ zunächst nach 

Geld gefragt, worauf diese aber kein Geld herausgeben hätten. Anschliessend 

habe der vorliegend Beschuldigte F._____ in eine Seitengasse gedrängt und ver-

sucht, diesem Portemonnaie und Mobiltelefon aus den Taschen zu  

-   11   - 

nehmen. Schliesslich habe er - der Beschuldigte - ein Messer gezückt, welches 

ihm jedoch kurz darauf wieder aus der Hand gefallen sei. Daraufhin seien die  

Beschuldigten geflüchtet (Urk. 29/10/3 S. 2).  

Hier räumte der Beschuldigte nun ein, es sei so, wie es ihm die Staatsanwältin 

vorgehalten hatte. Allerdings verwies er darauf, dass er betrunken gewesen sei 

und sich nicht mehr genau erinnern könne. Er habe nicht gedacht, dass es etwas 

Schlimmes sei, und er habe keine Absicht gehabt, jemandem weh zu tun. Wenn 

es so passiert sei, so fühle er sich schlecht und schuldig deswegen und über-

nehme die Verantwortung (Urk. 29/10/3 S. 2). In der Folge schwächte der  

Beschuldigte den ihm vorgehaltenen und von ihm im Grundsatz anerkannten 

Sachverhalt aber wieder deutlich ab: So sei er nur deswegen auf B._____ sowie 

die zwei Geschädigten zugegangen und habe einen der beiden an der Jacke ge-

packt, weil er gedacht habe, die beiden würden Probleme machen und mit 

B._____ kämpfen. Ob er um Geld gefragt habe, könne er sich nicht erinnern; er 

spreche kein Deutsch (Urk. 29/10/3 S. 3). Der Beschuldigte gab zwar nun auch 

zu, das Messer aufgeklappt in der Hand gehabt zu haben: Er habe mit dem von 

B._____ erhaltenen Messer aber eine Zigarette zurecht geschnitten und es dann 

ca. 1 m vor F._____ fallen lassen, als er auf diesen zugegangen sei, um ihn mit 

beiden Händen packen zu können. Er habe diesen nicht verletzen wollen 

(Urk. 29/10/3 S. 4, 6). Dass sie - die beiden Beschuldigten - abgemacht hätten, 

die Geschädigten nach Geld zu fragen, stritt der Beschuldigte ab. Auf den Vorhalt, 

dass B._____ ausgesagt habe, der Beschuldigte habe den einen Geschädigten 

um Geld gefragt, reagierte der Beschuldigte mit Gegenfragen: "Auf welche Art 

habe ich ihn um Geld gebeten? Auf ein aggressive Art? Oder fragte ich in norma-

lem Ton nach Geld?" (Urk. 29/10/3 S. 5). Die Staatsanwältin wollte dann wissen, 

ob er bestreite, versucht zu haben, F._____ Portemonnaie und Mobiltelefon aus 

der Hosentasche zu ziehen, wie dieser ausgesagt habe. Darauf erwiderte der Be-

schuldigte, er könne sich nicht erinnern, ob er versucht habe, das zu machen. Er 

habe F._____ aber gepackt, und es habe ein Handgemenge gegeben (Urk. 

29/10/3 S. 5). 

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Es kann unschwer festgestellt werden, dass es dem Beschuldigten in dieser  

Einvernahme offensichtlich nicht mehr möglich schien, seine grundsätzliche  

Beteiligung am Vorfall abzustreiten. Sein Aussageverhalten an diesen Umstand 

anpassend, verlegte er sich nun darauf geltend zu machen, er sei betrunken  

gewesen und könne sich nicht mehr genau erinnern. Das geht indessen nicht auf 

und ist unglaubhaft: Einerseits hatte er in den ersten beiden Einvernahmen  

noch ausgesagt, sich trotz des Alkoholkonsums "normal" gefühlt zu haben  

(Urk. 29/10/1 S. 11) bzw. hatte er gar ausdrücklich in Abrede gestellt, betrunken  

gewesen zu sein (Urk. 29/10/2 S. 3: "Nein, ich hatte nicht so viel"), und anderer-

seits ist sehr auffällig, wie sich der Beschuldigte an ihn belastende Umstände 

nicht mehr erinnern will, ihn entlastende Umstände aber sehr genau schildert: 

Wann er das Messer wo zu welchem Zweck in der Hand gehabt und in welchem 

genauen Abstand zu F._____ er es fallen gelassen habe, beschreibt der Beschul-

digte sehr detailliert. Ob er aber versucht habe, F._____ Portemonnaie und Mobil-

telefon aus der Hosentasche zu ziehen, will der Beschuldigte nicht mehr wissen. 

Das kann schlichtweg nicht sein. Ob man versucht hat, seinem Gegenüber 

Portemonnaie und Mobiltelefon aus der Hosentasche zu ziehen, muss man wis-

sen - ausser es gehe um einen einzelnen Überfall im Rahmen von Serienüberfäl-

len (was der Beschuldigte ja wohl kaum geltend machen möchte) oder es liege 

eine richtiggehende Amnesie vor - wofür aber keinerlei Anhaltspunkte bestehen 

und wogegen insbesondere auch die Aussagen des Beschuldigten selber spre-

chen. Was der Beschuldigte in der Einvernahme vom 29. September 2011 aus-

führte, sind mithin ganz weitgehend beschönigende, unglaubhafte Schutzbehaup-

tungen. 

3.5.4. In der Befragung vom 1. November 2011 - nach den staatsanwaltschaftli-

chen Zeugeneinvernahmen von E._____ und F._____ - blieb der Beschuldigte 

weitgehend bei seinen Darstellungen. Nur bestritt er nun, F._____ in die Hosenta-

schen gegriffen zu haben (Urk. 29/10/4 S. 2), und machte geltend, 3 bis 3,5 Meter 

von diesem entfernt gewesen zu sein, als er das Messer noch in der Hand gehabt 

habe (Urk. 29/10/4 S. 4). 

-   13   - 

Es braucht keine weiteren Erläuterungen, dass hier eine Fortsetzung des an-

passerischen, beschönigenden Aussageverhaltens vorliegt. 

3.5.5. Die Schlusseinvernahme vom 23. Mai 2012 (Urk. 29/10/7 S. 8) sowie die 

Befragung anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 30 S. 6 ff.) 

brachten keine neuen Erkenntnisse. 

3.5.6. Anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte an, er habe das 

Messer noch in der Hand gehalten, als er auf F._____ zugegangen sei. Als 

F._____ ihn weggestossen habe, habe er das Messer fallen lassen, damit er 

F._____ auch habe wegstossen können (Urk. 58 S. 11 f. und 17). Weiter räumte 

der Beschuldigte ein, seine Hände in den Hosentaschen von F._____ gehabt zu 

haben. Er habe gedacht, dass F._____ etwas hervorholen werde (Urk. 58 S. 13). 

Auf diese Ausführungen wird noch zurückzukommen sein. 

3.6. Im Sinne der vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 46 S. 35 ff.; Art. 82 Abs. 4 

StPO) ist damit im Wesentlichen gestützt auf die Aussagen der Geschädigten 

E._____ und F._____ der Sachverhalt als erstellt zu erachten. So steht fest, dass 

sich die beiden Beschuldigten recht spontan (für die in der Anklageschrift aufge-

führte "Vorgeschichte" zur Planung der Überfälle liegen mit der Vorinstanz keine 

Beweise vor) entschieden haben, die Geschädigten zu überfallen und ihnen 

Wertgegenstände abzunehmen. Hinsichtlich des konkreten Vorgehens ist auf die 

Wiedergabe in der Anklageschrift abzustellen und im Sinne der Aussagen von  

F._____ insbesondere auch davon auszugehen, dass der Beschuldigte sich zu-

nächst mit weggestecktem Messer ins Handgemenge begeben und  

versucht hat, F._____ Wertgegenstände aus den Hosentaschen zu nehmen, um 

erst hernach - von F._____ weggestossen - das Messer zu ziehen. Allerdings fiel 

ihm dieses dann sogleich wieder aus der Hand, worauf er es aufnahm und sich 

entfernte (vgl. dazu Urk. 29/13/2 S. 9/10). Die - schliessliche - Darstellung des 

Beschuldigten, wonach er das Messer bereits in der Hand gehabt habe, als er auf 

F._____ zugegangen sei, steht den Aussagen von F._____ nicht entgegen, ist 

doch davon auszugehen, dass F._____ dieses anfänglich gar nicht wahr-

genommen hat. Dass der Beschuldigte von Anfang an mit gezücktem Messer auf 

F._____ zugegangen ist, kann ihm jedoch nicht angelastet werden, da dieser  

-   14   - 

Vorwurf in der Anklage nicht enthalten ist. Im Folgenden ist deshalb von dem in 

der Anklageschrift geschilderten Vorgehen auszugehen. Gemäss seiner Dar-

stellung liess der Beschuldigte das Messer vor dem Eingreifen fallen, was  

unglaubhaft ist: Offensichtlich war der Beschuldigte der Auffassung, angesichts 

der Aussagen der Beteiligten nicht mehr abstreiten zu können, ein Messer in der 

Hand gehalten zu haben, und versuchte er so, eine ihn möglichst entlastende 

Sachverhaltsvariante zu präsentieren. Diese wirkt indessen reichlich lebensfremd: 

Ein Räuber wird sein Opfer doch entweder mit gezücktem oder aber weggesteck-

tem Messer angreifen, dieses jedoch sicher nicht beim Angriff fallen lassen, womit 

er es aus seinem Herrschaftsbereich verliert und es gar allenfalls der Gegner er-

greifen könnte. Da ist die Schilderung von F._____ um einiges plausibler, wonach 

der Beschuldigte angesichts der Gegenwehr das Messer gezückt habe. Der Um-

stand, dass dem Angreifer das Messer aus der Hand fällt, ist sodann für das Op-

fer zweifelsohne ein einprägsames und auffälliges Geschehenselement, welches 

deutlich wahrgenommen wird und entsprechend auch eingeordnet werden kann: 

So ist F._____ zu glauben, dass ihn der Beschuldigte zunächst durchsucht und 

das Messer erst hernach, nachdem er weggestossen worden war, eingesetzt hat. 

Hätte der Beschuldigte das Messer tatsächlich vor dem Angriff zu Boden fallen 

lassen, wäre das F._____ als eher sonderbares Verhalten mit grosser Wahr-

scheinlichkeit auch so in Erinnerung geblieben. Die heute erstmals vorgebrachte 

Darstellung des Beschuldigten, er habe Angst gehabt, F._____ würde selbst et-

was - wohl gemeint eine Waffe - hervorziehen, weshalb er in dessen Taschen ge-

griffen habe (Urk. 58 S. 13), vermag schliesslich nicht zu überzeugen und ist als 

nachgeschobener Erklärungsversuch zu werten. Dem von der Vorinstanz zum 

Anklagevorwurf gemäss HD gezogenen Fazit ist damit zu folgen (Urk. 46 S. 37 - 

vgl. dazu im Weiteren Erw. 4.1 nachstehend). 

 

 

 

-   15   - 

B. Anklagevorwurf betreffend Raub zum Nachteil von C._____ und 
D._____ (ND 1) 

3.7. In diesem Punkt kann vollumfänglich auf die sorgfältigen, zutreffenden  

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 46 S. 13-20; Art. 82  

Abs. 4 StPO), denen es an sich nichts beizufügen gibt.  

3.8. Es steht fest, dass die beiden Geschädigten C._____ und  

D._____ am 17. September 2011 um ca. 4 Uhr morgens bei der Verzweigung …-

Strasse/…-Strasse, Zürich, auf die in der Anklageschrift umschriebene Weise - an 

dieser Stelle noch ausgenommen die Identität der Angreifer - überfallen worden 

sind, wobei C._____ ein iPhone und eine silberne Halskette weggenommen wor-

den sind. Die Vorinstanz hat aufgrund verschiedener Indizien als erstellt erachtet, 

dass der Beschuldigte derjenige Täter war, der C._____ mit einem Messer be-

droht und diesem das iPhone aus der Hosentasche gezogen hat. Der Beschuldig-

te bestreitet, etwas mit diesem Überfall zu tun zu haben (Urk. 29/10/4 S. 4/5; Urk. 

29/10/6 S. 6; Urk. 30 S. 6; Urk. 58 S. 15 f.). Aus folgenden Gründen erscheint je-

doch die Täterschaft des Beschuldigten als mit ausreichender Gewissheit erwie-

sen: 

3.8.1. Der Überfall auf C._____ und D._____ fand nur wenige Minuten vor demje-

nigen auf E._____ und F._____ sowie wenige Meter von jenem Tatort entfernt 

statt. Nachdem - wie vorstehend gesehen - der Beschuldigte an diesem ersten 

Übergriff beteiligt war, beweist dies - nur, aber immerhin - dass er sich zur mass-

geblichen Zeit in der fraglichen Gegend aufgehalten hat und die Vornahme eines 

Überfalls nicht als dem Beschuldigten grundsätzlich persönlichkeitsfremde Hand-

lungsalternative zu bezeichnen ist.  

3.8.2. C._____ und D._____ beschrieben beide den Täter, der C._____ mit dem 

Messer bedroht hatte, in einer Weise, die auf den Beschuldigten passt: Dieser ist 

effektiv 175 cm gross, von schlanker, sportlicher Statur, trug ein weisses T-Shirt, 

hatte dunkle kurze Haare und ist ein leicht dunkelhäutiger "…-Typ" (Urk. 29/14/2 

S. 2; vgl. dazu Urk. 29/14/1 S. 4 und Urk. 29/14/4 S. 7 sowie Urk. 29/15/1 S. 4 

und Urk. 29/15/4 S. 10). Einzig wenn C._____ in der ersten polizeilichen Einver-

-   16   - 

nahme sagte, der Täter sei "ca. 22 Jahre alt" gewesen (Urk. 29/14/1 S. 4), so trifft 

dies auf den Beschuldigten ziemlich deutlich nicht zu, war dieser doch zur Tatzeit 

- wie im übrigen C._____ selbst auch - bereits 30-jährig. Das spricht aber nicht 

gegen die übrigen Depositionen C._____s und schliesst die Täterschaft des Be-

schuldigten nicht aus: Einerseits ist das Alter eines Gegenübers - zumal noch un-

ter Umständen, wie sie vorliegend gegeben waren - schon ganz grundsätzlich 

häufig schwierig zu schätzen, und andererseits ist dies in besonderem Masse 

dann der Fall, wenn, ebenfalls wie vorliegend, eine Person fremdländischer Her-

kunft in Frage steht. 

Weiter für eine Täterschaft des Beschuldigten spricht sodann der durchaus  

auffällige Umstand, dass C._____ den ihn bedrohenden Täter als "eher  

ruhige Persönlichkeit" beschrieb (Urk. 29/14/1 S. 4), wie auch schon F._____ da-

von gesprochen hatte, dass sich der Beschuldigte "komischerweise sehr ruhig" 

verhalten habe (Urk. 29/13/1 S. 3). Hinzu kommt, dass C._____ auf einer Wahl-

bildvorlage aus acht verschiedenen Personen den Beschuldigten identifizierte, 

wenn auch - seine Aussage selber relativierend - nur mit einer Sicherheit von 

50 % (Urk. 29/14/2). In der persönlichen Konfrontation mit den beiden Beschuldig-

ten bezeichnete dann C._____ den vorliegend Beschuldigten als "eher" die Per-

son, die ihn bedroht habe, und schloss dafür den mitbeschuldigten B._____ aus 

(Urk. 29/14/4 S. 13). 

3.8.3. Weiter belastet den Beschuldigten, dass C._____ und D._____ beschrei-

ben, wie der Täter zur Bedrohung ein metallisches, kleines, spitzes Messer ein-

gesetzt habe (Urk. 29/14/1 S. 3; Urk. 29/14/4 passim; Urk. 29/15/4 S. 4, 8/9), was 

absolut auf das Messer zutrifft, welches der Beschuldigte damals anerkannter- 

und erstelltermassen im Besitz hatte und welches er dann vor seiner Verhaftung 

im Tram Nr. … deponierte. Was die Verteidigung hiezu aus den Aussagen von 

B._____ betreffend den - angeblichen - Übergabezeitpunkt des Messers zuguns-

ten des Beschuldigten ableiten möchte (Urk. 57 S. 2), ist nicht ganz ersichtlich 

und jedenfalls nicht geeignet zu beweisen, dass der Beschuldigte "zum Zeitpunkt 

des Raubes gegen C._____/D._____ nicht im Besitz eines Messers war". Die 

Verteidigerin räumt ja auch selbst ein, dass B._____ das Messer gemäss seinen 

-   17   - 

Aussagen maximal 30 Minuten vor dem Vorfall E._____/F._____ dem  

Beschuldigten gegeben habe - und in dieser Zeitspanne liegt der 15 Minuten vor 

dem Vorfall E._____/F._____ begangene Überfall auf C._____ und D._____ of-

fensichtlich. Die vom Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung vorge-

brachte Darstellung, er habe das Messer erst 5 bis 10 Minuten vor dem Vorfall mit 

E._____/F._____ von B._____ erhalten (Urk. 58 S. 9) - womit er eine kürzere 

Zeitspanne angibt, als die Verteidigung einräumt - ändert nichts daran, zumal der 

Beschuldigte dies heute erstmals geltend gemacht hat. Diese Aussage des Be-

schuldigten ist zudem offensichtlich auf die ihm zweifellos bekannten zeitlichen 

Angaben in der Anklage ausgerichtet und damit so wenig glaubhaft wie die weite-

re, ebenfalls neue Behauptung des Beschuldigten, er sei eine Viertelstunde vor 

dem Vorfall mit E._____/F._____ noch in der …-Bar gewesen (Urk. 58 S. 17). 

3.8.4. Sehr deutlich gegen den Beschuldigten spricht schliesslich, dass im selben 

Tramabteil, wie er verhaftet und das Messer gefunden wurde, auch das iPhone 

von C._____ sichergestellt werden konnte (Urk. 29/16/1-3). Dass dieses  

eine Sitzreihe hinter dem Messer zwischen der Sitzbank und der Wand klemmte 

(Urk. 29/16/2), ist nicht von Belang und vermag den Beschuldigten nicht zu  

entlasten, der ja bekanntlich zusammen mit  B._____ unterwegs war und überdies 

vor seiner eigenen Verhaftung noch Zeit hatte, einen Gegenstand "loszuwerden", 

weil B._____ zuerst arretiert worden war (Urk. 29/16/5 S. 9). Wenn die Verteidige-

rin geltend macht, es sei durchaus bzw. gar ohne weiteres wahrscheinlich, dass 

mit dem Tram, in welchem sich auch Schwarzafrikaner befunden hätten und wel-

ches aus Richtung Tatort gekommen sei, auch der - vom Beschuldigten verschie-

dene - effektive Täter gefahren sein und angesichts des Auftretens der Polizei un-

ter Zurücklassung des gestohlenen iPhones das Tram verlassen haben könnte 

(Urk. 47 S. 2/3; Urk. 57 S. 4), so ist dies eine blosse Mutmassung, für welche kei-

nerlei objektiven Anhaltspunkte bestehen und welche nicht mehr als den Charak-

ter einer rein abstrakt und theoretisch denkbaren Möglichkeit aufweist (vgl. dazu 

die Vorinstanz in Urk. 46 S. 10). 

3.9. Mit der Vorinstanz (Urk. 46 S. 19/20) reichen diese Indizien - Mosaik-

steinchen gleich - aus, die Täterschaft des Beschuldigten zu beweisen. Es ist 

-   18   - 

nach menschlichem Ermessen auszuschliessen, dass in enger zeitlicher und 

räumlicher Nähe zum Tatort, wo der Beschuldigte am Übergriff auf E._____ und 

F._____ beteiligt war, ein dem Beschuldigten zum Verwechseln ähnlicher (gleiche 

Körpergrösse, ähnliches Alter, ähnliche Haare, "…-Typ", weisses T-Shirt, ruhiges 

Verhalten), ein ähnliches Messer verwendender unbekannter Täter C._____ über-

fallen hat, wobei er dann später auch noch gerade ins gleiche Tram wie der Be-

schuldigte hätte einsteigen und das C._____ entwendete iPhone auf die gleiche 

Weise zwischen die Sitzbank und die Wand des Trams stecken müssen, wie dies 

der Beschuldigte eine Sitzreihe weiter vorne mit dem Messer getan hat. Gegen-

teils steht aufgrund der gegebenen Beweislage mit ausreichender Sicherheit und 

ohne vernünftige Zweifel fest, dass der Beschuldigte die Tat so begangen hat, wie 

sie ihm in der Anklageschrift vorgeworfen wird.  

3.10. Was die Verteidigung hiegegen vorbringt, vermag diesen Schluss nicht zu 

erschüttern: 

3.10.1. Wenn sie der Vorinstanz vorwirft, diese habe nicht berücksichtigt, "dass 

die beiden Beschuldigten nach dem angeblichen Raub von der Polizei kontrolliert 

wurden und die Polizei dabei kein Deliktsgut entdeckt hat" (Urk. 47 S. 2; Urk. 57 

S. 5), so verhält dies aus zwei Gründen nicht: Zunächst sagte der Beschuldigte in 

der Einvernahme vom 17. September 2011 - worauf die Verteidigung verweist - 

lediglich aus, "wir wurden sogar noch von der Polizei kontrolliert", was einerseits 

unbelegt ist und andererseits überhaupt nicht heisst, dass die Beschuldigten von 

der Polizei nach Deliktsgut durchsucht worden wären. Und sodann würde selbst 

der Umstand, dass die Beschuldigten von der Polizei durchsucht worden wären 

und ihnen kein Deliktsgut abgenommen worden ist, noch lange nicht bedeuten, 

dass der Beschuldigte nicht eben doch das iPhone von C._____ auf sich getragen 

haben könnte. So hätte es insbesondere etwa von der Polizei dem  

Beschuldigten als dessen Eigentum zugeordnet werden können. Mit grösster 

Wahrscheinlichkeit konnten die den Beschuldigten angeblich kontrollierenden  

Beamten denn auch noch keine Kenntnis vom Überfall auf C._____ haben, da die 

entsprechende Anzeige erst um 05.00 Uhr erstattet wurde (Urk. 29/7 S. 4) und die 

- angebliche - Kontrolle vor oder nur ganz wenige Minuten danach hätte erfolgen 

-   19   - 

müssen, nachdem der Beschuldigte bereits um 05.35 Uhr im Tram verhaftet wor-

den (Urk. 29/23/1) und der Verhaftung überdies noch eine gewisse  

polizeiliche Beobachtungsphase vorausgegangen ist (Urk. 29/16/5 S. 4). 

3.10.2. Auch dass die Verteidigung auf die Aussage von D._____ verweist, wo-

nach sie und C._____ von "ca. fünf Personen" überfallen worden seien (Urk. 47 

S. 2), hilft dem Beschuldigten nicht weiter: Davon abgesehen, dass sich D._____ 

dabei offensichtlich nicht sehr sicher war (z.B.: "Ein Mann stand einfach daneben 

und hat nichts gemacht", Urk. 29/15/1 S. 3; "ca. 4 bis 5 Personen", Urk. 29/15/4 

S. 4); 2 Personen hätten sie "ausgenommen", zwei "Hauptakteure", Urk. 29/15/4 

S. 4, 5), ist vorliegend einzig entscheidend, welche Handlungen dem Beschuldig-

ten nachzuweisen sind. Wenn allfällige Mittäter nicht bekannt sind, bedeutet das 

nicht, dass es solche nicht gegeben hat. 

3.10.3. Die Verteidigung rügt schliesslich eine Verletzung des Anklageprinzips. 

Die Anklage werfe dem Beschuldigten vor, den Raub zum Nachteil von  

C._____ und D._____ zusammen mit dem Mitbeschuldigten B._____ verübt zu 

haben. Die Vorinstanz habe lediglich den Beschuldigten schuldig gesprochen, 

den Mitbeschuldigten B._____ hingegen freigesprochen. Gemäss Auffassung der 

Vorinstanz habe sich der Sachverhalt damit nicht so zugetragen, wie er in der An-

klage formuliert sei. Ein Handeln ohne den Mitbeschuldigten B._____ werde dem 

Beschuldigten in der Anklage nicht vorgeworfen. Es verstosse gegen das Ankla-

geprinzip, wenn der Beschuldigte wegen eines Sachverhalts verurteilt werde, der 

in der Anklage nicht enthalten sei (Urk. 47 S. 5; Urk. 57 S. 3 und 5). 

Gemäss Art. 325 Abs. 1 lit. f. StPO bezeichnet die Anklageschrift möglichst kurz, 

aber genau die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung 

von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung. Damit wird verlangt, dass 

die Anklageschrift den Sachverhalt möglichst präzise und konzise darstellt. Die 

vorgeworfenen Verhaltensweisen sind nicht generell zu umschreiben, sondern 

möglichst zu spezifizieren. Dadurch sollten die dem Beschuldigten zur Last geleg-

ten Delikte in objektiver und subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert werden, 

so dass er bzw. seine Verteidigung sich in der Hauptverhandlung effektiv  

dagegen zur Wehr setzen kann (BSK StPO-Heimgartner/Niggli, Art. 325 N 19). 

-   20   - 

Entsprechend besteht keine Verletzung des Anklageprinzips, solange der  

Beschuldigte aus der Anklage ersehen kann, was ihm konkret vorgeworfen wird, 

und er sich gestützt auf diese Informationen auch effektiv (oder wirksam) ver-

teidigen kann. 

Bezieht man diese Grundsätze auf den vorliegenden Fall, so ist festzuhalten, 

dass der Beschuldigte jederzeit genau wusste und weiss, was ihm konkret vorge-

worfen wird. Er und seine Verteidigerin konnten sich im bisherigen Verfahren  

daher auch unmissverständlich gegen die Vorwürfe verteidigen. Weiter ist zu er-

wähnen, dass die Vorinstanz den in der Anklageschrift erwähnten Mitbeschuldig-

ten B._____ nicht deshalb freisprach, weil sie zum Schluss gelangte, der Be-

schuldigte habe allein gehandelt, sondern weil nicht erstellt werden konnte, dass 

B._____ der weitere Beteiligte am Raub war. Mit anderen Worten konnte dessen 

Identität nicht überzeugend geklärt werden. Jedoch war stets klar, dass es - nebst 

dem Beschuldigten - einen zweiten Täter gab. Daraus geht hervor, dass die An-

klage B._____ im Sinne eines weiteren Beteiligten erfasste. Es ist daher nicht zu 

beanstanden, wenn die Vorinstanz - nebst dem Beschuldigten - von einem unbe-

kanntem Dritten ausging. Die Verteidigungsrechte des Beschuldigten wurden 

dadurch in keiner Weise tangiert. Damit steht fest, dass die vorliegende Anklage 

entgegen der Rüge der Verteidigung den strafprozessualen Anforderungen ge-

nügt. 

4. Rechtliche Würdigung 

4.1. Die Vorinstanz hat das Handeln des Beschuldigten gegenüber F._____ als 

versuchten Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB gewürdigt (Urk. 46 S. 37 ff., 39). Die Verteidigung bestreitet 

dies: Es könne keine Rede davon sein, dass der Beschuldigte F._____ das Mes-

ser hingehalten und ihn so genötigt habe. Vielmehr sei das Messer gemäss den 

Aussagen von F._____ sogleich zu Boden gefallen. Alleine der Umstand, dass 

der Beschuldigte mit beiden Händen F._____s Hosentaschen durchsucht habe, 

könne nicht unter den Tatbestand des Raubes subsummiert werden (Urk. 47 S. 4; 

Urk. 57 S. 6/7). 

-   21   - 

4.1.1. Die Vorinstanz hat darum auf einen Raubversuch geschlossen, weil 

E._____ und - vorliegend relevant - F._____ nichts entwendet worden ist. Das für 

einen Raub tatbestandsmässig erforderliche Nötigungsmittel sah sie dagegen mit 

folgender Erwägung als erfüllt an: "Indem der Beschuldigte A._____ dem Ge-

schädigten F._____ ein geöffnetes Klappmesser in einem Abstand von zirka 50 

cm hinhielt, drohte er dem Geschädigten mit einem unmittelbaren Eingriff in seine 

körperliche Integrität und es ist davon auszugehen, dass sich auch ein durch-

schnittlich besonnener Mensch in dieser Situation dem Ansinnen des Beschuldig-

ten gebeugt hätte." Die nicht sehr intensive Gewaltanwendung in Form des Reis-

sens an der Kapuze und In-die-Nische-drängen falle dagegen als Nötigungsmittel 

weniger ins Gewicht (Urk. 46 S. 38). 

4.1.2. In der Anklageschrift steht diesbezüglich Folgendes (S. 6): "Als A._____ 

klar wurde, dass F._____ seine Wertsachen nicht freiwillig herausgab, zog er das 

ihm zuvor vom Beschuldigten übergebene Klappmesser hervor und hielt es, wäh-

rend er in einem Abstand von ca. 50 cm zu F._____ stand, mit geöffneter Klinge 

leicht zur Seite gerichtet. Aufgrund einer schwungvollen Bewegung mit dem Arm, 

welche A._____ nach dem Hervorziehen des Messers machte, fiel ihm dieses so-

gleich aus der Hand und zu Boden, worauf er es wieder aufhob, '…, …' rief und 

davonrannte." Es ist festzustellen, dass das von der Vorinstanz angeführte "Hin-

halten" des Messers, woraus sie die Androhung eines unmittelbaren Eingriffs in 

die körperliche Integrität F._____s schliesst, in dieser Form nicht in der  

Anklageschrift umschrieben ist. Es ist ein Unterschied, ob jemand ein Messer hält, 

während er in einem Abstand von 50 cm zu einer anderen Person steht, oder ob 

jemand derselben ein Messer in einem Abstand von ca. 50 cm hinhält. In der  

Anklageschrift ebenfalls nicht enthalten ist das heute erfolgte Eingeständnis des 

Beschuldigten, wonach er das Messer von Anfang an in der Hand gehalten habe 

(vgl. dazu Erw. 3.6 vorstehend). 

4.1.3. Basis für die Formulierung der Anklageschrift waren in diesem Zusammen-

hang die Aussagen von F._____, der dem Beschuldigten gegenüber stand und 

dessen Handlungen von nahem verfolgen konnte. Da fällt auf, dass - wie teilweise 

schon erörtert - F._____ immer beschrieb, wie er sich gewehrt und den Beschul-

-   22   - 

digten von sich weggestossen habe, bevor dieser dann das Messer gezogen ha-

be, welches aber aufgrund einer "komischen Bewegung" des Beschuldigten zu 

Boden gefallen sei (Urk. 29/13/1 S. 2/3; Urk. 29/13/2 S. 6, 9). Dabei sei der Be-

schuldigte - so erklärte F._____ auf Frage - "vielleicht einen halben Meter" von 

ihm entfernt gestanden (Urk. 29/13/2 S. 10). Dass er vom Beschuldigten mit dem 

Messer direkt bedroht worden sei - wie das durch das vorinstanzlich verwendete 

"Hinhalten" suggeriert wird -, sagte F._____ nie aus. Vielmehr kann seinen Aus-

sagen entnommen werden, dass der Beschuldigte zwar das Messer zückte, es 

aber nicht in dem Sinne zum Einsatz brachte, als er es F._____ drohend vorge-

halten hätte. Denn bevor Solches geschehen konnte, fiel das Messer dem Be-

schuldigten aus der Hand. F._____ sagte denn auch ausdrücklich aus, er habe 

keine Angst gehabt (Urk. 29/13/1 S. 4); "irgendwie eine Bedrohung" sei es indes-

sen schon gewesen, als die beiden Beschuldigten ihn gepackt und gleichzeitig 

weggeschoben hätten (Urk. 29/13/2 S. 12). 

4.1.4. Im Hinblick auf den Tatbestand von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB ist damit 

festzuhalten, dass weder die vom Beschuldigten angewendete Gewalt (insbeson-

dere das In-die-Nische-drängen) noch die durch das blosse Hervornehmen des 

Messers im Raume stehende Drohung die erforderliche Nötigungsintensität  

erreichten, um tatbestandsmässig zu sein (vgl. dazu etwa BSK Strafrecht II-Niggli/ 

Riedo, Art. 140 N 12 ff.). F._____ beugte sich dem Beschuldigten denn auch 

nicht, sondern wehrte sich und schlug diesen in die Flucht (vgl. Urk. 29/13/2 S. 6, 

10). Dass allerdings der Beschuldigte die Absicht hatte, einen Raub zu begehen, 

steht - entgegen der Verteidigung (Urk. 47 S. 4; Urk. 57 S. 8 ff.) - gleichwohl aus-

ser Zweifel und wird in optima forma nur schon dadurch bewiesen, dass der Be-

schuldigte in die Hosentaschen von F._____ gegriffen hat. Sodann ist aber auch 

davon auszugehen, dass der Beschuldigte das Messer zumindest drohend gegen 

F._____ zum Einsatz gebracht hätte, wenn es ihm denn nicht aus der Hand gefal-

len wäre: Einerseits hatte der Beschuldigte sein Messer nur einige Minuten zuvor 

bereits zur Verübung eines Raubes zum Nachteil von C._____ eingesetzt, und 

andererseits wäre nicht ersichtlich, aus welchem anderen Grund der Beschuldigte 

das Messer hervorgezogen haben könnte, nachdem er von F._____ weggestos-

-   23   - 

sen worden war, als es zur Weiterverfolgung seiner räuberischen Absichten auch 

einzusetzen. 

4.1.5. Damit trifft zwar im Sinne der entsprechenden Kritik der Verteidigung zu, 

dass ein nötigendes "Hinhalten" des Messers durch den Beschuldigten und eine 

damit verbundene Androhung eines unmittelbaren Eingriffs in die körperliche  

Integrität F._____s nicht erwiesen ist - und abgesehen davon auch von der An-

klageschrift nicht umfasst wäre. Dass das Handeln des Beschuldigten aber des-

wegen nicht unter den Tatbestand des (versuchten) Raubes fiele, ist unrichtig. 

Der Versuch eines Raubes beginnt mit dem unmittelbaren Ansetzen zur  

Nötigungshandlung, sofern diese von der Absicht getragen wird, einen Diebstahl 

zu begehen. Dieses unmittelbare Ansetzen kann bereits im Betreten des Tatorts 

bestehen (BSK Strafrecht II-Niggli/Riedo, Art. 140 N 158 mit Verweisen). Dass der 

Beschuldigte durch das In-die-Nische-drängen und - insbesondere - das Zücken 

des Messers in diesem Sinne mit dem Raub begonnen und damit die Schwelle 

zum Versuchsstadium überschritten hat, kann nicht ernsthaft bestritten werden. 

4.1.6. Durch sein Vorgehen gegen F._____ hat sich der Beschuldigte  

damit des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Ver-

bindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht. 

4.2. Hinsichtlich des unter ND 1 eingeklagten und erwiesenen Sachverhalts 

(Überfall zum Nachteil von C._____) ist vollumfänglich auf die vorinstanzlichen 

Erwägungen zu verweisen (Urk. 46 S. 42/43). Diesbezüglich ist der  

Beschuldigte des (vollendeten) Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 

schuldig zu sprechen. 

4.3. Schliesslich beanstandet die Verteidigung, dass die Vorinstanz den  

Beschuldigten wegen mehrfachen Raubes, teilweise in Verbindung mit Art. 22 

StGB, verurteilt habe. Aufgrund des eingeklagten Sachverhalts werde dem  

Beschuldigten jedoch ein Raub und ein Raubversuch vorgeworfen, weshalb er 

auch höchstens eines Raubes und eines Raubversuchs schuldig gesprochen 

werden könnte (Urk. 47 S. 5). 

-   24   - 

Das ist ein Streit um Worte: Inhaltlich ist offensichtlich, dass die Vorinstanz den 

Beschuldigten genau so verurteilt hat, wie es die Verteidigung für höchstens  

möglich erachtet. Es ist auch durchaus richtig, dass sich der Beschuldigte des 

mehrfachen Raubes schuldig gemacht hat - nämlich des zweimaligen -, wobei es 

in einem Falle beim Versuch geblieben ist. Es ist jedoch einzuräumen, dass die 

Formulierung der Vorinstanz dem unbefangenen Leser die Annahme nahelegt, 

der Beschuldigte habe mehr als einen vollendeten und einen versuchten Raub 

verübt. 

In diesem Sinne ist der Beschuldigte zur Verdeutlichung des Raubes im Sinne 

von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie des versuchten Raubes im Sinne von 

Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu 

sprechen.  

Hinzu kommt - wie schon erwähnt (Erw. 3.2 vorstehend) - der Schuldspruch  

wegen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 

BetmG. 

5. Strafzumessung 

5.1. Die Vorinstanz hat richtig zusammengefasst, wie eine Strafe zuzumessen ist 

(Urk. 46 S. 44-47). Auch das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumes-

sung wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; 135 IV 130 E. 5.3.1; 132 IV 

102 E. 8.1; je mit Hinweisen). Auf beides kann verwiesen werden. 

5.2. Auszugehen ist vom (vollendeten) Raub zum Nachteil von C._____ als 

schwerstes Delikt im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB. Innerhalb des zur  

Verfügung stehenden Strafrahmens von 180 Tagessätzen Geldstrafe bis zu  

10 Jahren Freiheitsstrafe (Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) erscheint die objektive 

Tatschwere als - mit der Vorinstanz (Urk. 46 S. 50) - keineswegs mehr leicht. Der 

Beschuldigte setzte mit dem - wenn auch nur verhältnismässig kleinen - Messer, 

welches er C._____ drohend 30 bis 50 cm vor den Hals hielt, ein potentiell le-

bensgefährliches Nötigungsmittel ein, um C._____ gefügig zu machen. Dem steht 

die relativ geringe Beute eines iPhones im Wert von Fr. 600.– entgegen, wobei - 

-   25   - 

wiederum mit der Vorinstanz - wohl davon auszugehen ist, dass der Beschuldigte 

auch mehr genommen hätte, wenn sich die Möglichkeit dazu eröffnet hätte. Mit 

einer auf die Tatzeit rückgerechneten Blutalkoholkonzentration zwischen 1,17 ‰ 

und 2,1 ‰ (Urk. 29/19/6) war der Beschuldigte doch recht deutlich betrunken, und 

hinzu kommen möglicherweise Einflüsse aus einem früheren Kokain- und Can-

nabiskonsum (Urk. 29/19/7 S. 3). Wenn die Vorinstanz deshalb von einer in ge-

ringem Masse eingeschränkten Schuldfähigkeit und entsprechender Verschul-

densminderung ausgeht (Urk. 46 S. 50), so kann das so stehen gelassen werden. 

Eine weitergehend, in erheblichem Masse eingeschränkte Schuldfähigkeit anzu-

nehmen, wie dies die Verteidigung fordert (Urk. 57 S. 11), besteht bei der gege-

benen Blutalkoholkonzentration dagegen kein Anlass (vgl. BGE 122 IV 50). Die 

von der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 24 Monaten - mithin ungefähr 

ein Sechstel der maximal möglichen Strafe - erscheint deshalb als angemessen. 

5.3. Wegen des zusätzlich zum Nachteil von F._____ begangenen Raubver-

suchs ist diese Einsatzstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen 

zu erhöhen. Wenn hier die Vorinstanz ebenfalls von einer Einsatzstrafe von 24 

Monaten ausgeht (Urk. 46 S. 50), trägt sie den konkreten Umständen und insbe-

sondere den Unterschieden zwischen den beiden Raubhandlungen des Beschul-

digten allerdings zu wenig Rechnung. So mag eine Einsatzstrafe von  

24 Monaten für das mutmasslich vollendete Delikt gegen F._____ angemessen 

sein, unterscheiden sich doch die beiden Überfälle in der grundsätzlichen Anlage 

nicht gross. Im Verhältnis zum Vorfall C._____ fällt aber schon ins Gewicht, dass 

der Beschuldigte F._____ das Messer eben gerade nicht drohend vorgehalten 

hat, sondern ihm dieses aus der Hand gefallen ist, bevor er es  

nötigend einsetzen konnte. Dass es diesbezüglich beim Versuch geblieben ist, ist 

primär der Ungeschicktheit des Beschuldigten zuzuschreiben, möglicherweise 

beeinflusst durch den Konsum von Alkohol und Betäubungsmitteln. Auch F._____ 

hat aber nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass dem Beschuldigten kein voll-

endeter Raub gelungen ist, namentlich indem er sich gegen die  

Wegnahme des Mobiltelefons und des Portemonnaies gewehrt und den  

Beschuldigten schliesslich weggestossen hat. 

-   26   - 

Tritt der tatbestandsmässige Erfolg nicht ein, so ist die Strafe im Sinne von Art. 22 

Abs. 1 StGB jedenfalls zu mindern. Dabei hängt das Mass der zulässigen Reduk-

tion unter anderem von der Nähe des tatbestandsmässigen Erfolgs und den tat-

sächlichen Folgen der Tat ab (BGE 121 IV 55 E. 1). Vor diesem Hintergrund ist 

klar, dass der (vollendete) Raub zum Nachteil von C._____ und der Raubversuch 

zum Nachteil von F._____ nicht zu gleich hohen Einsatzstrafen führen können. 

Betrachtet man eine Einsatzstrafe von 24 Monaten als für das mutmasslich voll-

endete Delikt gegen F._____ angemessen, können auf dem konkreten Versuch 

(noch keine vollendete Nötigungshandlung, keine Beute) nicht mehr als 15 Mona-

te stehen. In Anwendung des Aperationsprinzips erscheint somit für die beiden 

Raubtaten zusammen eine aufgrund deren Tatschwere ermittelte Einsatzstrafe 

von 32 Monaten als angemessen. 

5.4. Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten kann zunächst 

auf die zusammenfassende Wiedergabe im vorinstanzlichen Urteil verwiesen 

werden (Urk. 46 S. 52 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Anlässlich der Berufungsverhand-

lung gab der Beschuldigte an, er werde vom Sozialamt unterstützt,  

welches ihm eine Arbeitsstelle mit einem Pensum von 75 % vermittelt habe.  

Das Sozialamt zahle ihm Fr. 420.– sowie täglich Fr. 8.– für Essen und Transport-

kosten. Der Beschuldigte gab weiter an, weder Vermögen noch Schulden  

zu haben (Urk. 58 S. 2 f.). Der Beschuldigte hat bisher keine Einträge im  

schweizerischen Strafregister erwirkt (Urk. 49). 

Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten wirken sich neutral auf die 

Strafzumessung aus (zur Vorstrafenlosigkeit: BGE 136 IV 1). 

5.5. Gleiches ist schliesslich zum Nachtatverhalten des Beschuldigten zu  

sagen: Er ist nicht geständig und zeigt weder Einsicht noch Reue (vgl. dazu BGE 

118 IV 349 und 121 IV 202; BSK StGB I-Wiprächtiger, Art. 47 N. 129 ff.). 

5.6. Aus diesen Gründen hat es damit bei der Einsatzstrafe zu bleiben und ist 

der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten zu bestrafen. Darauf 

anzurechnen sind die vom Beschuldigten erstandenen 20 Tage Untersuchungs-

haft (Art. 51 StGB). Dass die Vorinstanz lediglich 19 Tage Untersuchungshaft  

-   27   - 

anrechnete (Urk. 46 S. 54 und Dispositivziffer 8), entspringt wohl einem  

Rechnungsfehler. 

5.7. Für die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes hat die Vorinstanz 

schliesslich eine Busse von Fr. 300.– ausgesprochen, unter Festsetzung einer 

Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung 

(Urk. 46 S. 53/54). Diese Strafe erscheint angemessen und wurde von der Vertei-

digung im Berufungsverfahren ausdrücklich akzeptiert (Prot. II S. 5 f.).  

5.8. Gesamthaft ist der Beschuldigte deshalb mit einer Freiheitstrafe von  

32 Monaten zu bestrafen, wovon 20 Tage durch Untersuchungshaft erstanden 

sind, sowie mit einer Busse von Fr. 300.–, an deren Stelle im Falle der schuld-

haften Nichtbezahlung eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen tritt. 

6. Vollzug 

6.1. Eine Strafe von 32 Monaten kann nicht vollständig bedingt aufgeschoben 

werden (Art. 42 Abs. 1 StGB). Hingegen kommt ein teilbedingter Aufschub des 

Vollzugs gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB in Frage. Dabei darf der unbedingt voll-

ziehbare Teil die Hälfte der Strafe nicht übersteigen und muss sowohl der aufge-

schobene wie auch der zu vollziehende Teil mindestens sechs Monate betragen 

(Art. 43 Abs. 2 und 3 StGB). 

6.2. Grundvoraussetzung für eine teilbedingte Strafe im Sinne von Art. 43 StGB 

ist, dass eine begründete Aussicht auf Bewährung besteht. Zwar fehlt ein ent-

sprechender Verweis auf Art. 42 StGB, doch ergibt sich dies aus Sinn und Zweck 

von Art. 43 StGB. Wenn und soweit die Legalprognose des Täters nicht schlecht 

ausfällt, verlangt die Bestimmung, dass zumindest ein Teil der Strafe auf Bewäh-

rung ausgesetzt wird. Umgekehrt gilt, dass bei einer Schlechtprognose auch ein 

bloss teilweiser Aufschub der Strafe nicht gerechtfertigt ist. Denn wo keinerlei 

Aussicht besteht, der Täter werde sich in irgendeiner Weise durch den - ganz  

oder teilweise - gewährten Strafaufschub beeinflussen lassen, muss die Strafe in 

voller Länge vollzogen werden. Die Auffassung, dass die subjektiven Voraus-

setzungen von Art. 42 StGB auch für die Anwendung von Art. 43 StGB gelten 

-   28   - 

müssen, entspricht ganz überwiegender Lehrmeinung (BGE 134 IV 1 E. 5.3.1 mit 

div. Verweisen). Das - unklare - Element des Verschuldens im Wortlaut von  

Art. 43 Abs. 1 StGB ist gemäss Bundesgericht mit der - verschuldensmässig  

ermittelten - Strafhöhe verknüpft: Die Notwendigkeit einer teilbedingten Freiheits-

strafe ergibt sich demzufolge - wie vorliegend - als Folge der Schwere des  

Verschuldens, das sich in einer Strafhöhe zwischen zwei und drei Jahren nieder-

schlägt (BGE 134 IV 1 E. 5.3.3). Das Verhältnis zwischen aufgeschobenem und 

zu vollziehendem Strafteil ist nach pflichtgemässem Ermessen so festzusetzen, 

dass darin die Wahrscheinlichkeit der Legalbewährung des Täters einerseits und 

dessen Einzeltatschuld anderseits hinreichend zum Ausdruck kommen. Je  

günstiger die Prognose und je kleiner die Vorwerfbarkeit der Tat, desto grösser 

muss der auf Bewährung ausgesetzte Strafteil sein. Der unbedingte Strafteil darf 

dabei das unter Verschuldensgesichtspunkten (Art. 47 StGB) gebotene Mass 

nicht unterschreiten (BGE 134 IV 1 E. 5.6).  

6.3. Wie gesehen, ist der Beschuldigte bisher vorstrafenlos geblieben und ist ihm 

deshalb keine ungünstige Legalprognose zu stellen. Aufgrund des prozessualen 

Verschlechterungsgebotes (Art. 391 Abs. 2 StPO) käme sodann ohnehin nicht in 

Frage, mehr als die vorinstanzlich ausgesprochenen 9 Monate für vollziehbar zu 

erklären (Urk. 46 S. 56). 

6.4. Die Vorinstanz hat mit den 9 Monaten einen Viertel der von ihr gesamthaft 

ausgesprochenen Strafe von 36 Monaten zum Vollzug bestimmt. Angesichts  

dessen, dass 36 Monate die höchstmögliche Strafe ist, bei welcher der teilbeding-

te Vollzug überhaupt noch möglich ist (Art. 43 Abs. 1 StGB), erscheint dies als 

durchaus wohlwollend. Jedenfalls erscheint nun nicht geboten, weniger als  

9 Monate für vollziehbar zu erklären, auch wenn die gesamthafte Strafe im  

Berufungsverfahren auf 32 Monate reduziert worden ist. Angesichts der noch  

immer hohen Strafe erscheinen so die Verschuldensgesichtspunkte angemessen 

berücksichtigt. 

6.5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe von 32 Monaten ist damit im Umfang von  

23 Monaten bei einer Probezeit von 2 Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB; vgl. dazu  

-   29   - 

Urk. 46 S. 56; Art. 82 Abs. 4 StPO) bedingt aufzuschieben. Im übrigen Umfang  

(9 Monate) ist die Strafe zu vollziehen. 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Ausgangsgemäss - es bleibt bei der Verurteilung - ist die vorinstanzliche 

Kostenverlegung zu bestätigen (angefochtenes Urteil Dispositivziffer 13). Dies  

betrifft insbesondere auch den Entscheid, die Kosten der amtlichen Verteidigung 

für diese Verfahrensstufe (definitiv) auf die Gerichtskasse zu nehmen (Urk. 46  

S. 58, 61). Allerdings bestand dafür, die Kosten der amtlichen Verteidigung  

definitiv und nicht nur einstweilen unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht  

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO der Gerichtskasse zu überbinden, keine Veran-

lassung. Die Vorinstanz begründet diesen Entscheid denn auch überhaupt nicht. 

Wiederum aufgrund des prozessualen Verschlechterungsverbots gemäss Art. 391 

Abs. 2 StPO ist es aber der Berufungsinstanz verwehrt, dies zu Ungunsten des 

einzig Berufung führenden Beschuldigten abzuändern. 

7.2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen Urteil unterliegt der Beschul-

digte mit seiner Berufung nahezu vollständig; das vorinstanzliche Urteil wird nur 

hinsichtlich der Sanktion leicht abgeändert. Es rechtfertigt sich daher, die Kosten 

des Berufungsverfahrens dem Beschuldigten zu 9/10 aufzuerlegen und zu 1/10 

auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Kosten für die amtliche Verteidigung im 

Berufungsverfahren sind im Umfang von 9/10 einstweilen und im Umfang von 

1/10 definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. Eine Rückforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von 9/10 ist vorzubehalten.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 1. Abteilung, 

vom 30. Oktober 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig 

-   30   - 

 - des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB 
 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie 

 - der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 
 im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.  

 Vom Vorwurf des Raubes gegenüber den Geschädigten C._____ und 
D._____ (ND 1) wird der Beschuldigte B._____ freigesprochen. 

2. (…) 

3. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe (wo-
von 12 Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse von Fr. 500.–.  

4. Bezahlt der Beschuldigte B._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren 
Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten B._____ wird  
aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu be-
zahlen. 

6. (…) 

7. (…) 

8. (…) 

9. Der Geschädigte C._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren und  
Genugtuungsbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

10. Das sichergestellte und bei der Bezirksgerichtskasse Zürich unter der Sach-
kautionsnummer … deponierte Messer (Hemp Cutter) wird eingezogen und 
durch die Bezirksgerichtskasse vernichtet.  

11. Das sichergestellte und bei der Bezirksgerichtskasse Zürich unter der Sach-
kautionsnummer … deponierte iPhone wird eingezogen und dem  
Geschädigten C._____ innerhalb dreier Monate nach Rechtskraft auf erstes 
Verlangen herausgegeben. Nach Ablauf dieser Frist wird das iPhone durch 
die Bezirksgerichtskasse vernichtet. 

12. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 
Fr.            Kosten der Kantonspolizei  
Fr. 2'000.–   Gebühr Anklagebehörde B._____ 
Fr. 2'000.–   Gebühr Anklagebehörde A._____  
Fr. 1'581.65   Auslagen Untersuchung B._____ 
Fr. 2'067.65   Auslagen Untersuchung A._____  
Fr. 11'974.70   amtliche Verteidigung B._____  
Fr. 11'492.30   amtliche Verteidigung A._____  

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

-   31   - 

13. [Nur rechtskräftig, soweit B._____ betreffend:] Jedem Beschuldigten wer-
den seine Untersuchungskosten auferlegt. Die Kosten des gerichtlichen Ver-
fahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung,  
werden den Beschuldigten je zur Hälfte auferlegt. Die Kosten der amtlichen 
Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen.  

14. (Mitteilungen) 

15. (Rechtsmittelbelehrung) 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB [ND 1], 

- des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB  

in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB [HD] sowie 

- der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a 

Ziff. 1 BetmG [HD]. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 32 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  

20 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Busse 

von Fr. 300.–. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 23 Monaten aufge-

schoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (9 Monate, 

abzüglich 20 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind) wird die 

Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

5. Die erstinstanzliche Kostenverlegung (Ziff. 13) wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

-   32   - 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 9/10 auferlegt und zu 1/10 

auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

werden im Umfang von 9/10 einstweilen und im Umfang von 1/10 definitiv 

auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von 9/10 vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
− den Privatkläger F._____ 
− den Privatkläger C._____ 
(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen 
Anträge [Art. 84 Abs. 4 StPO] - wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern 
sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 

und Vollzugsdienste 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
− die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  

Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich.  

 

-   33   - 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 20. Juni 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Laufer 
 

 

	Urteil vom 20. Juni 2013
	Urteil und Beschluss der Vorinstanz:
	Es wird beschlossen:
	1. Prozess Nr. DG120215 wird mit dem vorliegenden Prozess Nr. DG120214  vereinigt und unter der letztgenannten Prozess-Nr. weitergeführt.
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig
	 des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie
	 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von  Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

	Vom Vorwurf des Raubes gegenüber den Geschädigten C._____ und  D._____ (ND 1) wird der Beschuldigte B._____ freigesprochen.
	2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des mehrfachen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie
	 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

	3. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 12 Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse von Fr. 500.–.
	4. Bezahlt der Beschuldigte B._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten B._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	6. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 19 Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse von Fr. 300.–.
	7. Bezahlt der Beschuldigte A._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	8. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten A._____ wird im Umfang von 27 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (9 Monate, abzüglich 19 Tage, die durch Haft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzog...
	9. Der Geschädigte C._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren und  Genugtuungsbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	10. Das sichergestellte und bei der Bezirksgerichtskasse Zürich unter der Sachkautionsnummer … deponierte Messer (Hemp Cutter) wird eingezogen und durch die Bezirksgerichtskasse vernichtet.
	11. Das sichergestellte und bei der Bezirksgerichtskasse Zürich unter der Sachkautionsnummer … deponierte iPhone wird eingezogen und dem  Geschädigten C._____ innerhalb dreier Monate nach Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben. Nach Ablauf die...
	12. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	13. Jedem Beschuldigten werden seine Untersuchungskosten auferlegt.  Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen derjenigen der  amtlichen Verteidigung, werden den Beschuldigten je zur Hälfte auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung w...
	14. (Mitteilungen)
	15. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Es sei Herr A._____ vom Vorwurf des Raubes sowie des Raubversuchs freizusprechen.
	2. Es sei Herr A._____ vom Vorwurf der mehrfachen Übertretung des  Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziffer 1 BetmG freizusprechen. Er sei der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziffer 1 BetmG schuldig zu spre...
	3. Es sei Ziffer 6 des Dispositivs des Urteils vom 30.10.2012 abzuändern und Herr A._____ höchstens mit einer Busse von Fr. 300.-- zu bestrafen.  Eventualiter sei er mit einer Strafe von höchstens 12 Monaten (unter  Anrechnung der Untersuchungshaft) u...
	4. Es sei Ziffer 8 Satz 1 und Satz 2 des Dispositivs des Urteils vom 30.10.2012 aufzuheben. Eventualiter, für den Fall der Anordnung einer Freiheitsstrafe, sei für diese der bedingte Strafvollzug zu gewähren.
	5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzügl. MWSt, zu Lasten der Staatskasse.
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 30. Oktober 2012 wurde der Beschuldigte des mehrfachen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB, teil-weise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, sowie der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelges...
	1.2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte A._____ (nachfolgend Beschuldigter genannt) seine amtliche Verteidigerin am 31. Oktober 2012 innert Frist Berufung anmelden (Urk. 36) und nach Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 45/3) am 13. Februa...
	1.3. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der verspätete Beschuldigte persönlich in Begleitung seiner amtlichen Verteidigerin erschienen ist, waren weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 3 ff.). Das vorl...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Soweit das vorinstanzliche Urteil den gleichzeitig mit dem Beschuldigten verurteilten B._____ betrifft, hat keine der Parteien ein Rechtsmittel eingelegt. Insoweit ist das Urteil deshalb in Rechtskraft erwachsen.
	2.2. Die amtliche Verteidigerin des (vorliegend) Beschuldigten beantragt, es sei der Beschuldigte in diesbezüglicher Abänderung/Aufhebung der betreffenden vorinstanzlichen Entscheidungen einzig der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne v...
	2.3. Im restlichen Umfang ist das vorinstanzliche Urteil in Rechtskraft erwachsen, was vorab vorzumerken ist (Art. 399 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO).

	3. Sachverhalt
	3.1. Dem Beschuldigten wird - ganz kurz zusammengefasst - vorgeworfen, in den frühen Morgenstunden des 17. September 2011 unter Zuhilfenahme eines kleinen Klappmessers einen Raub verübt (ND 1, Beute 1 iPhone) sowie einen Raub verüben versucht (HD, kei...
	3.2. Hinsichtlich des Betäubungsmittelkonsums war und ist der Beschuldigte geständig (Urk. 29/10/7 S. 8). In diesem Zusammenhang richtet sich seine  Berufung denn auch ausschliesslich dagegen, dass ihn die Vorinstanz im Widerspruch zu ihren ausdrückli...
	3.3. Die Raubvorwürfe bestreitet der Beschuldigte dagegen. Das Geschehen gemäss HD habe sich anders und dergestalt abgespielt, als dass er den Tatbestand des Raubes nicht erfüllt habe, und beim Überfall auf C._____  gemäss ND 1 sei er gar nicht zugeg...
	3.4. Die Vorinstanz hat die Aussagen von E._____ und F._____ zutreffend zusammengefasst und gewürdigt (Urk. 46 S. 27-31; Art. 82 Abs. 4 StPO). Es besteht kein Zweifel daran, dass die beiden wahrheitsgemäss aussagten und authentisch das von ihnen Erleb...
	3.5. Demgegenüber waren die Aussagen des Beschuldigten augenscheinlich gesteuert, kalkulierend und dem jeweiligen Untersuchungsergebnis angepasst; wahrheitsgemäss auszusagen war für ihn - wenn überhaupt - ganz offensichtlich nur von untergeordneter Pr...
	3.5.1. Zunächst bestritt er in der ersten polizeilichen Einvernahme vom  17. September 2011 (Urk. 29/10/1) überhaupt, irgendetwas mit dem ihm vorgehaltenen Raubvorwurf zu tun zu haben. Von einem Raubüberfall wisse er nichts (Urk. 29/10/1 S. 5). Zum f...
	3.5.2. Auch in der tags darauf folgenden Hafteinvernahme blieb der Beschuldigte dabei, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben. Ein Messer habe er am fraglichen Abend ebenfalls nicht auf sich getragen. Er werde falsch beschuldigt (Urk. 29/10/2 S. 2 ff.).
	3.5.3. In der staatsanwaltlichen Einvernahme vom 29. September 2011 wurde dem Beschuldigten dann nochmals der zusammengefasste Vorhalt gemacht, wie er später in ausführlicher Fassung in die Anklage eingeflossen ist: Die beiden  Beschuldigten hätten di...
	3.5.4. In der Befragung vom 1. November 2011 - nach den staatsanwaltschaftlichen Zeugeneinvernahmen von E._____ und F._____ - blieb der Beschuldigte weitgehend bei seinen Darstellungen. Nur bestritt er nun, F._____ in die Hosentaschen gegriffen zu hab...
	3.5.5. Die Schlusseinvernahme vom 23. Mai 2012 (Urk. 29/10/7 S. 8) sowie die Befragung anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 30 S. 6 ff.) brachten keine neuen Erkenntnisse.
	3.5.6. Anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte an, er habe das Messer noch in der Hand gehalten, als er auf F._____ zugegangen sei. Als F._____ ihn weggestossen habe, habe er das Messer fallen lassen, damit er F._____ auch habe wegsto...
	3.6. Im Sinne der vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 46 S. 35 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO) ist damit im Wesentlichen gestützt auf die Aussagen der Geschädigten E._____ und F._____ der Sachverhalt als erstellt zu erachten. So steht fest, dass sich die beid...
	3.7. In diesem Punkt kann vollumfänglich auf die sorgfältigen, zutreffenden  Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 46 S. 13-20; Art. 82  Abs. 4 StPO), denen es an sich nichts beizufügen gibt.
	3.8. Es steht fest, dass die beiden Geschädigten C._____ und  D._____ am 17. September 2011 um ca. 4 Uhr morgens bei der Verzweigung …-Strasse/…-Strasse, Zürich, auf die in der Anklageschrift umschriebene Weise - an dieser Stelle noch ausgenommen die ...
	3.8.1. Der Überfall auf C._____ und D._____ fand nur wenige Minuten vor demjenigen auf E._____ und F._____ sowie wenige Meter von jenem Tatort entfernt statt. Nachdem - wie vorstehend gesehen - der Beschuldigte an diesem ersten Übergriff beteiligt war...
	3.8.2. C._____ und D._____ beschrieben beide den Täter, der C._____ mit dem Messer bedroht hatte, in einer Weise, die auf den Beschuldigten passt: Dieser ist effektiv 175 cm gross, von schlanker, sportlicher Statur, trug ein weisses T-Shirt, hatte dun...
	3.8.3. Weiter belastet den Beschuldigten, dass C._____ und D._____ beschreiben, wie der Täter zur Bedrohung ein metallisches, kleines, spitzes Messer eingesetzt habe (Urk. 29/14/1 S. 3; Urk. 29/14/4 passim; Urk. 29/15/4 S. 4, 8/9), was absolut auf das...
	3.8.4. Sehr deutlich gegen den Beschuldigten spricht schliesslich, dass im selben Tramabteil, wie er verhaftet und das Messer gefunden wurde, auch das iPhone von C._____ sichergestellt werden konnte (Urk. 29/16/1-3). Dass dieses  eine Sitzreihe hinter...
	3.9. Mit der Vorinstanz (Urk. 46 S. 19/20) reichen diese Indizien - Mosaiksteinchen gleich - aus, die Täterschaft des Beschuldigten zu beweisen. Es ist nach menschlichem Ermessen auszuschliessen, dass in enger zeitlicher und räumlicher Nähe zum Tator...
	3.10. Was die Verteidigung hiegegen vorbringt, vermag diesen Schluss nicht zu erschüttern:
	3.10.1. Wenn sie der Vorinstanz vorwirft, diese habe nicht berücksichtigt, "dass die beiden Beschuldigten nach dem angeblichen Raub von der Polizei kontrolliert wurden und die Polizei dabei kein Deliktsgut entdeckt hat" (Urk. 47 S. 2; Urk. 57 S. 5), s...
	3.10.2. Auch dass die Verteidigung auf die Aussage von D._____ verweist, wonach sie und C._____ von "ca. fünf Personen" überfallen worden seien (Urk. 47 S. 2), hilft dem Beschuldigten nicht weiter: Davon abgesehen, dass sich D._____ dabei offensichtli...
	3.10.3. Die Verteidigung rügt schliesslich eine Verletzung des Anklageprinzips. Die Anklage werfe dem Beschuldigten vor, den Raub zum Nachteil von  C._____ und D._____ zusammen mit dem Mitbeschuldigten B._____ verübt zu haben. Die Vorinstanz habe ledi...
	Gemäss Art. 325 Abs. 1 lit. f. StPO bezeichnet die Anklageschrift möglichst kurz, aber genau die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung. Damit wird verlangt, dass die Anklag...
	Bezieht man diese Grundsätze auf den vorliegenden Fall, so ist festzuhalten, dass der Beschuldigte jederzeit genau wusste und weiss, was ihm konkret vorgeworfen wird. Er und seine Verteidigerin konnten sich im bisherigen Verfahren  daher auch unmissve...

	4. Rechtliche Würdigung
	4.1. Die Vorinstanz hat das Handeln des Beschuldigten gegenüber F._____ als versuchten Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB gewürdigt (Urk. 46 S. 37 ff., 39). Die Verteidigung bestreitet dies: Es könne ...
	4.1.1. Die Vorinstanz hat darum auf einen Raubversuch geschlossen, weil E._____ und - vorliegend relevant - F._____ nichts entwendet worden ist. Das für einen Raub tatbestandsmässig erforderliche Nötigungsmittel sah sie dagegen mit folgender Erwägung ...
	4.1.2. In der Anklageschrift steht diesbezüglich Folgendes (S. 6): "Als A._____ klar wurde, dass F._____ seine Wertsachen nicht freiwillig herausgab, zog er das ihm zuvor vom Beschuldigten übergebene Klappmesser hervor und hielt es, während er in ein...
	4.1.3. Basis für die Formulierung der Anklageschrift waren in diesem Zusammenhang die Aussagen von F._____, der dem Beschuldigten gegenüber stand und dessen Handlungen von nahem verfolgen konnte. Da fällt auf, dass - wie teilweise schon erörtert - F._...
	4.1.4. Im Hinblick auf den Tatbestand von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB ist damit festzuhalten, dass weder die vom Beschuldigten angewendete Gewalt (insbesondere das In-die-Nische-drängen) noch die durch das blosse Hervornehmen des Messers im Raume ste...
	4.1.5. Damit trifft zwar im Sinne der entsprechenden Kritik der Verteidigung zu, dass ein nötigendes "Hinhalten" des Messers durch den Beschuldigten und eine damit verbundene Androhung eines unmittelbaren Eingriffs in die körperliche  Integrität F.___...
	4.1.6. Durch sein Vorgehen gegen F._____ hat sich der Beschuldigte  damit des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht.
	4.2. Hinsichtlich des unter ND 1 eingeklagten und erwiesenen Sachverhalts (Überfall zum Nachteil von C._____) ist vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen (Urk. 46 S. 42/43). Diesbezüglich ist der  Beschuldigte des (vollendeten)...
	4.3. Schliesslich beanstandet die Verteidigung, dass die Vorinstanz den  Beschuldigten wegen mehrfachen Raubes, teilweise in Verbindung mit Art. 22 StGB, verurteilt habe. Aufgrund des eingeklagten Sachverhalts werde dem  Beschuldigten jedoch ein Raub ...

	5. Strafzumessung
	5.1. Die Vorinstanz hat richtig zusammengefasst, wie eine Strafe zuzumessen ist (Urk. 46 S. 44-47). Auch das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; 135 IV 130 E. 5.3.1; 132 IV 102 E. 8.1; je...
	5.2. Auszugehen ist vom (vollendeten) Raub zum Nachteil von C._____ als schwerstes Delikt im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB. Innerhalb des zur  Verfügung stehenden Strafrahmens von 180 Tagessätzen Geldstrafe bis zu  10 Jahren Freiheitsstrafe (Art. 140 ...
	5.3. Wegen des zusätzlich zum Nachteil von F._____ begangenen Raubversuchs ist diese Einsatzstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. Wenn hier die Vorinstanz ebenfalls von einer Einsatzstrafe von 24 Monaten ausgeht (Urk. 46 S...
	5.4. Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten kann zunächst auf die zusammenfassende Wiedergabe im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 46 S. 52 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Besch...
	5.5. Gleiches ist schliesslich zum Nachtatverhalten des Beschuldigten zu  sagen: Er ist nicht geständig und zeigt weder Einsicht noch Reue (vgl. dazu BGE 118 IV 349 und 121 IV 202; BSK StGB I-Wiprächtiger, Art. 47 N. 129 ff.).
	5.6. Aus diesen Gründen hat es damit bei der Einsatzstrafe zu bleiben und ist der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten zu bestrafen. Darauf anzurechnen sind die vom Beschuldigten erstandenen 20 Tage Untersuchungshaft (Art. 51 StGB). D...
	5.7. Für die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes hat die Vorinstanz schliesslich eine Busse von Fr. 300.– ausgesprochen, unter Festsetzung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung (Urk. 46 S. 53/54). Di...
	5.8. Gesamthaft ist der Beschuldigte deshalb mit einer Freiheitstrafe von  32 Monaten zu bestrafen, wovon 20 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 300.–, an deren Stelle im Falle der schuldhaften Nichtbezahlung ei...

	6. Vollzug
	6.1. Eine Strafe von 32 Monaten kann nicht vollständig bedingt aufgeschoben werden (Art. 42 Abs. 1 StGB). Hingegen kommt ein teilbedingter Aufschub des Vollzugs gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB in Frage. Dabei darf der unbedingt vollziehbare Teil die Hälft...
	6.2. Grundvoraussetzung für eine teilbedingte Strafe im Sinne von Art. 43 StGB ist, dass eine begründete Aussicht auf Bewährung besteht. Zwar fehlt ein entsprechender Verweis auf Art. 42 StGB, doch ergibt sich dies aus Sinn und Zweck von Art. 43 StGB....
	6.3. Wie gesehen, ist der Beschuldigte bisher vorstrafenlos geblieben und ist ihm deshalb keine ungünstige Legalprognose zu stellen. Aufgrund des prozessualen Verschlechterungsgebotes (Art. 391 Abs. 2 StPO) käme sodann ohnehin nicht in Frage, mehr als...
	6.4. Die Vorinstanz hat mit den 9 Monaten einen Viertel der von ihr gesamthaft ausgesprochenen Strafe von 36 Monaten zum Vollzug bestimmt. Angesichts  dessen, dass 36 Monate die höchstmögliche Strafe ist, bei welcher der teilbedingte Vollzug überhaupt...
	6.5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe von 32 Monaten ist damit im Umfang von  23 Monaten bei einer Probezeit von 2 Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB; vgl. dazu  Urk. 46 S. 56; Art. 82 Abs. 4 StPO) bedingt aufzuschieben. Im übrigen Umfang  (9 Monate) ist die ...

	7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	7.1. Ausgangsgemäss - es bleibt bei der Verurteilung - ist die vorinstanzliche Kostenverlegung zu bestätigen (angefochtenes Urteil Dispositivziffer 13). Dies  betrifft insbesondere auch den Entscheid, die Kosten der amtlichen Verteidigung für diese Ve...
	7.2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen Urteil unterliegt der Beschuldigte mit seiner Berufung nahezu vollständig; das vorinstanzliche Urteil wird nur hinsichtlich d...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 1. Abteilung, vom 30. Oktober 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 32 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  20 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 300.–.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 23 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (9 Monate, abzüglich 20 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. Die erstinstanzliche Kostenverlegung (Ziff. 13) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 9/10 auferlegt und zu 1/10 auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden im Umfang von 9/10 einstweil...
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 den Privatkläger F._____
	 den Privatkläger C._____
	(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge [Art. 84 Abs. 4 StPO] - wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich.

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.