# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0e2a1ba-20ab-534d-a7cd-a04541481177
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2014 C-4461/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4461-2013_2014-11-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-4461/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  N o v e m b e r  2 0 1 4   

Besetzung 

 
Richter Michael Peterli (Vorsitz), 

Richterin Franziska Schneider,  

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser. 
 

 
 

Parteien 

 
Hirslanden Klinik Aarau AG,   

vertreten durch Rechtsanwälte Prof. Dr. iur. Urs Saxer und 

lic. iur. Thomas Rieser,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 Regierungsrat des Kantons Aargau,  

handelnd durch Departement Gesundheit und Soziales des 

Kantons Aargau, Bachstrasse 15, 5001 Aarau,  

Vorinstanz, 

 

Assura-Basis SA,  

SUPRA 1846 SA,  

Mitbeteiligte. 

 

 

Gegenstand 

 
KVG, Nichtgenehmigung Tarifvertrag und Tariffestsetzung 

stationäre Spitalbehandlung (RRB vom 19. Juni 2013). 

 

C-4461/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Datum vom 16. Mai 2012 liess die Hirslanden Klinik Aarau AG ihre mit 

den Krankenversicherern Assura-Basis SA (nachfolgend: Assura) und 

SUPRA 1846 SA (nachfolgend Supra) abgeschlossenen Tarifvertrag im 

Sinne von Art. 49 Abs. 1 KVG zur Genehmigung durch den Regierungsrat 

einreichen (Akten Vorinstanz [V-act.] 3-21). Der Vertrag sah (gemäss An-

hang 2) für das Jahr 2012 eine Baserate (Basisfallwert) von CHF 10'150.- 

vor. 

A.a Mit Schreiben vom 31. Mai 2012 teilte das Departement Gesundheit 

und Soziales des Kantons Aargau (nachfolgend: Departement oder DGS) 

den Tarifparteien mit, dass von anderen Vertragsparteien für die gleichen 

Leistungen ein Antrag auf Tariffestsetzung eingereicht worden sei und die 

verschiedenen Verfahren zeitlich aufeinander abgestimmt würden. Das 

Verfahren zur Vertragsgenehmigung werde daher deutlich länger dauern 

als bisher (V-act. 22). Am 13. August 2012 verlangte das Departement bei 

der Klinik ergänzende Unterlagen für seine interne Tarifberechnung (V-

act. 24). 

A.b Weiter holte das Departement bei der Preisüberwachung die Stel-

lungnahme vom 11. Oktober 2012 ein (V-act. 33-42). Diese empfahl, den 

vorgelegten Tarifvertrag nicht zu genehmigen bzw. einen Basisfallwert 

von höchstens CHF 8'974.- zu genehmigen oder festzusetzen. 

A.c Nachdem das Departement von der Klinik weitere Auskünfte verlangt 

hatte (vgl. V-act. 44-48), stellte es den Parteien seine eigene Berechnung 

des Basisfallwerts zu und stellte in Aussicht, dem Regierungsrat die 

Nichtgenehmigung der Tarifverträge zu empfehlen. Sodann erhielten die 

Parteien Gelegenheit, einen angepassten Tarifvertrag mit einem Basis-

preis (Basisfallwert) von maximal CHF 9'864.- (inkl. Anlagenutzungskos-

ten) zur Genehmigung oder allfällige Schlussbemerkungen einzureichen 

(V-act. 51-55).  

A.d Die Klinik nahm mit Eingabe vom 14. Februar 2013 zur Empfehlung 

der Preisüberwachung und den Berechnungen des Departements Stel-

lung. Weiter bestätigte sie ihren Antrag auf Genehmigung der Tarifverträ-

ge (V-act. 62-73). 

B.  

Der Regierungsrat des Kantons Aargau (nachfolgend: Regierungsrat) be-

C-4461/2013 

Seite 3 

schloss am 19. Juni 2013 (RRB 2013-720), den von der Klinik mit Assura 

und Supra abgeschlossenen Tarifvertrag nicht zu genehmigen (Dispositiv-

Ziff. 1). Gleichzeitig setzte er die für die Tarifparteien anwendbare Basera-

te (Basisfallwert) für das Jahr 2012 auf CHF 9'864.- fest (Dispositiv-

Ziff. 2). 

Zur Begründung wird einerseits auf bundesrechtliche Tarifgestaltungs-

grundsätze (namentlich der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit) und anderer-

seits auf § 8 Abs. 2 des Spitalgesetzes des Kantons Aargau vom 

25. Februar 2003 (SpiG, SAR 331.200) verwiesen, wonach für das Jahr 

2012 pro Leistungserbringer nur eine Baserate (Basisfallwert) genehmigt 

werden könne. Weiter dürfe der Tarif gemäss Art. 59c Abs. 1 Bst. a KVV 

(SR 832.102) höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten der Leis-

tung decken. Weil der vertraglich vereinbarte Tarif erheblich über der vom 

Departement kalkulierten Baserate (Basisfallwert) liege, könne der Tarif-

vertrag nicht genehmigt werden. Somit liege ein tarifloser Zustand vor, 

weshalb der Regierungsrat den Tarif hoheitlich festzusetzen habe. Auf-

grund der kantonalrechtlichen Vorgabe habe der Regierungsrat die glei-

che Baserate (Basisfallwert) wie im parallel laufenden Tariffestsetzungs-

verfahren festzusetzen. 

Ebenfalls am 19. Juni 2013 beschloss der Regierungsrat, die von der Kli-

nik mit der Einkaufsgemeinschaft Helsana/Sanitas/KPT (HSK) abge-

schlossenen Tarifverträge nicht zu genehmigen, und den Basisfallwert für 

die Tarifparteien auf CHF 9'864.- (für das Jahr 2012) festzusetzen (RRB 

2013-721). Den gleichen Basisfallwert setzte er mit RRB 2013-691 vom 

19. Juni 2013 gegenüber den von der Einkaufsgemeinschaft tarifsuisse 

AG vertretenen Krankenversicherern fest. 

C.  

Die Hirslanden Klinik Aarau AG, vertreten durch die Rechtsanwälte Urs 

Saxer und Thomas Rieser, liess am 22. Juli 2013 Beschwerde gegen die 

drei Beschlüsse (RRB 2013-721, RRB 2013-720 und RRB 2013-691) er-

heben (Verfahren C-4190/2013). Betreffend RRB 2013-720 liess sie be-

antragen, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und der von der 

Klinik mit Assura und Supra abgeschlossene Tarifvertrag sei zu genehmi-

gen; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen. Zur Begründung wird insbesondere vorgebracht, die Vor-

instanz habe das Verhandlungsprimat bzw. die Tarifautonomie nicht be-

achtet, kein Benchmarking vorgenommen sowie die KVG-widrigen 

Art. 59c KVV und § 8 Abs. 2 SpiG angewendet (act. 1). 

C-4461/2013 

Seite 4 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 14. August 2013 wurde das Verfahren betref-

fend RRB 2013-720 vom Verfahren C-4190/2013 abgetrennt und den 

Parteien die neue Verfahrensnummer C-4461/2013 bekanntgegeben 

(act. 2). Weiter wurde die Beschwerdeführerin zur Leistung eines Kosten-

vorschusses von CHF 6'000.- aufgefordert. Der Betrag ging am 

21. August 2013 bei der Gerichtskasse ein (act. 3 und 4). 

E.  

Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 12. September 2013 

auf Abweisung der Beschwerde (act. 6).  

F.  

Die Mitbeteiligten (Assura und Supra) reichten keine Stellungnahme ein. 

G.  

Mit Verfügung vom 23. Oktober 2013 wurde den Verfahrensbeteiligten 

mitgeteilt, dass der im Verfahren C-1698/2013 bei der SwissDRG AG ein-

geholte Bericht vom 16. September 2013 zu den Akten genommen werde 

(act. 8). 

H.  

Die Beschwerdeführerin beantragte mit Eingabe vom 4. November 2013, 

es seien den Parteien vor Ansetzung einer Frist zur Stellungnahme zum 

Bericht der SwissDRG AG ergänzende Informationen zukommen zu las-

sen (act. 9). 

I.  

Auf entsprechende Einladung des Gerichts reichte die Preisüberwachung 

am 20. November 2013 ihre Stellungnahme ein. Darin hielt sie an ihrer 

Empfehlung an den Regierungsrat vom 11. Oktober 2012 fest (act. 10). 

J.  

Mit Verfügung vom 7. Januar 2014 nahm das Gericht zu den von der Be-

schwerdeführerin aufgeworfenen Fragen betreffend Bericht der Swiss-

DRG AG Stellung und lud das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur Stel-

lungnahme ein (act. 11). 

K.  

Das BAG hielt in seiner Stellungnahme vom 6. Februar 2014 zunächst 

fest, die Voraussetzungen für eine Tariffestsetzung seien vorliegend nicht 

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Seite 5 

erfüllt gewesen. Dennoch äussere es sich zu einigen Punkten der Tarif-

festsetzung (act. 12). 

L.  

L.a In ihrer abschliessenden Stellungnahme vom 14. März 2014 hielt die 

Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest und nahm zu den Eingaben 

der Vorinstanz, des BAG und der Preisüberwachung sowie zum Bericht 

der SwissDRG AG Stellung (act. 18).  

L.b Die Vorinstanz bestätigte ihren Antrag auf Abweisung der Beschwer-

de und verwies zur Begründung auf ihre Vernehmlassung (act. 19). 

L.c Die Mitbeteiligten reichten keine Stellungnahme ein. 

L.d Die Schlussstellungnahmen wurden den Verfahrensbeteiligten mit 

Verfügung vom 28. April 2014 zur Kenntnis zugestellt (act. 20). 

M.  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereich-

ten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen 

der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

  

C-4461/2013 

Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Den angefochtenen RRB 2013-720 vom 19. Juni 2013 hat die Vorin-

stanz gestützt auf Art. 46 Abs. 4 und Art. 47 Abs. 1 KVG erlassen. Ge-

mäss Art. 53 Abs. 1 KVG kann gegen Beschlüsse der Kantonsregierun-

gen nach Art. 46 Abs. 4 und Art. 47 KVG beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde geführt werden. Das Bundesverwaltungsgericht ist deshalb 

zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 90a Abs. 2 

KVG). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich ge-

mäss Art. 37 VGG (SR 173.32) und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG grundsätz-

lich nach den Vorschriften des VwVG (SR 172.021). Vorbehalten bleiben 

allfällige Abweichungen des VGG und die besonderen Bestimmungen 

des Art. 53 Abs. 2 KVG.  

1.3 Die Beschwerdeführerin ist primäre Adressatin des angefochtenen 

Beschlusses und ohne Zweifel zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist, 

nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, einzutre-

ten (vgl. Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

1.4 Die Beschwerdeführerinnen können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-

brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder un-

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die 

Unangemessenheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG; zur 

Überprüfungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichts bei Tariffestset-

zungsbeschlüssen siehe BVGE 2014/3 E. 1.4).  

2.  

Am 1. Januar 2009 ist die KVG-Revision zur Spitalfinanzierung (Ände-

rung vom 21. Dezember 2007, AS 2008 2049) in Kraft getreten. Per 

1. Januar 2012 wurde der Systemwechsel bei der Spitalfinanzierung voll-

zogen (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 21. Dezember 

2007 [Spitalfinanzierung]). Der angefochtene Beschluss ist somit auf-

grund des revidierten KVG und dessen Ausführungsbestimmungen zu 

beurteilen. 

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Seite 7 

2.1 Spitäler sind nach Art. 39 Abs. 1 (in Verbindung mit Art. 35) KVG zur 

Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) 

zugelassen, wenn sie die Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzun-

gen gemäss Bst. a-c erfüllen, der von einem oder mehreren Kantonen 

gemeinsam aufgestellten Planung für eine bedarfsgerechte Spitalversor-

gung entsprechen (Bst. d) und auf der nach Leistungsaufträgen in Kate-

gorien gegliederten Spitalliste des Kantons aufgeführt sind (Bst. e). 

2.2 Gemäss Art. 43 Abs. 1 KVG erstellen die (zugelassenen) Leistungs-

erbringer ihre Rechnungen nach Tarifen oder Preisen. Nach Art. 43 Abs. 4 

KVG werden Tarife und Preise in Verträgen zwischen Versicherern und 

Leistungserbringern (Tarifvertrag) vereinbart oder in den vom Gesetz be-

stimmten Fällen von der zuständigen Behörde festgesetzt. Dabei ist auf 

eine betriebswirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte Struktur 

der Tarife zu achten. 

2.3 Parteien eines Tarifvertrages sind einzelne oder mehrere Leistungs-

erbringer oder deren Verbände einerseits sowie einzelne oder mehrere 

Versicherer oder deren Verbände anderseits (Art. 46 Abs. 1 KVG). Der 

Tarifvertrag bedarf der Genehmigung durch die zuständige Kantonsregie-

rung oder, wenn er in der ganzen Schweiz gelten soll, durch den Bundes-

rat (Art. 46 Abs. 4 Satz 1 KVG). Die Genehmigungsbehörde prüft, ob der 

Tarifvertrag mit dem Gesetz und dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Bil-

ligkeit in Einklang steht (Art. 46 Abs. 4 Satz 2 KVG). Dem Genehmi-

gungsentscheid kommt konstitutive Wirkung zu (BVGE 2013/8 E. 2.1.4 

m.w.H.). 

2.4 Kommt zwischen Leistungserbringern und Versicherern kein Tarifver-

trag zustande, so setzt die Kantonsregierung nach Anhören der Beteilig-

ten den Tarif fest (Art. 47 Abs. 1 KVG). Können sich Leistungserbringer 

und Versicherer nicht auf die Erneuerung eines Tarifvertrages einigen, so 

kann die Kantonsregierung den bestehenden Vertrag um ein Jahr verlän-

gern. Kommt innerhalb dieser Frist kein Vertrag zustande, so setzt sie 

nach Anhören der Beteiligten den Tarif fest (Art. 47 Abs. 3 KVG).  

2.5 Unter dem Titel "Tarifverträge mit Spitälern" bestimmt Art. 49 Abs. 1 

KVG, dass die Vertragsparteien für die Vergütung der stationären Be-

handlung einschliesslich Aufenthalt und Pflegeleistungen in einem Spital 

(Art. 39 Abs. 1) oder einem Geburtshaus (Art. 29) Pauschalen vereinba-

ren. In der Regel sind Fallpauschalen festzulegen. Die Pauschalen sind 

leistungsbezogen und beruhen auf gesamtschweizerisch einheitlichen 

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Strukturen. Die Vertragsparteien können vereinbaren, dass besondere 

diagnostische oder therapeutische Leistungen nicht in der Pauschale 

enthalten sind, sondern getrennt in Rechnung gestellt werden. Die Spital-

tarife orientieren sich an der Entschädigung jener Spitäler, welche die tari-

fierte obligatorisch versicherte Leistung in der notwendigen Qualität effi-

zient und günstig erbringen. Gemäss Art. 49 Abs. 8 KVG ordnet der Bun-

desrat in Zusammenarbeit mit den Kantonen schweizweit Betriebsver-

gleiche zwischen Spitälern an, insbesondere zu Kosten und medizini-

scher Ergebnisqualität. Die Spitäler und die Kantone müssen dafür die 

nötigen Unterlagen liefern. Der Bundesrat veröffentlicht die Betriebsver-

gleiche. 

2.6 Gestützt auf Art. 49 Abs. 2 KVG wurde von den Tarifpartnern und den 

Kantonen die SwissDRG AG eingesetzt, die für die Erarbeitung und Wei-

terentwicklung der Tarifstruktur zuständig ist. Die Tarifstruktur und deren 

Anpassungen sind vom Bundesrat zu genehmigen (Art. 49 Abs. 2 Satz 5 

KVG). Die ab 1. Januar 2012 im akutsomatischen Bereich anwendbare 

Version 1.0 der Tarifstruktur SwissDRG wurde vom Bundesrat am 6. Juli 

2011 genehmigt (Mitteilung des Bundesrates vom 6. Juli 2011: Bundesrat 

genehmigt die neue Tarifstruktur SwissDRG). 

2.7 Gestützt auf Art. 43 Abs. 7 KVG hat der Bundesrat Art. 59c KVV er-

lassen (in Kraft seit 1. August 2007; AS 2007 3573). Nach dessen Abs. 1 

prüft die Genehmigungsbehörde (im Sinne von Art. 46 Abs. 4 KVG), ob 

der Tarifvertrag namentlich folgenden Grundsätzen entspricht: Der Tarif 

darf höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten der Leistung de-

cken (Bst. a). Der Tarif darf höchstens die für eine effiziente Leistungs-

erbringung erforderlichen Kosten decken (Bst. b). Ein Wechsel des Tarif-

modells darf keine Mehrkosten verursachen (Bst. c). Gemäss Art. 59c 

Abs. 3 KVV sind diese Grundsätze bei Tariffestsetzungen nach Art. 47 

KVG sinngemäss anzuwenden. 

3.  

In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die Tarifverträge zu 

Recht nicht genehmigt hat. Die Nichtgenehmigung betrifft einen Tarifver-

trag, der den Basisfallwert für die leistungsbezogenen und auf der 

SwissDRG-Tarifstruktur beruhenden Fallpauschalen (Art. 49 Abs. 1 Satz 

2 und 3 KVG) festlegt. 

3.1 Der zuständigen kantonalen Behörde obliegen im Festsetzungsver-

fahren nach Art. 47 Abs. 1 KVG einerseits und im Genehmigungsverfah-

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Seite 9 

ren nach Art. 46 Abs. 4 KVG andererseits unterschiedliche Aufgaben. Im 

Genehmigungsverfahren hat sie zu prüfen, ob der von den Tarifpartnern 

bestimmte Tarif mit dem Gesetz und den Geboten der Wirtschaftlichkeit 

und Billigkeit im Einklang steht. Im Festsetzungsverfahren hat die Behör-

de demgegenüber selbst einen Tarif zu bestimmen, wobei auch dieser mit 

den genannten Geboten im Einklang stehen muss. Bei der Preisfindung 

steht sowohl den Tarifparteien als auch der Festsetzungsbehörde inner-

halb der gesetzlichen Schranken je ein Ermessensspielraum zu. Im Ge-

nehmigungsverfahren hat die Behörde nicht ihr Ermessen an die Stelle 

eines sachgerecht ausgeübten Ermessens der Vertragspartner zu stellen 

(siehe zum Ganzen: Urteil des BVGer C-2283/2013 vom 11. September 

2014 [zur Publikation vorgesehen], E. 24.3.3 m.w.H.). Daraus folgt, dass 

der Grundsatz, wonach das Bundesverwaltungsgericht – zumindest in der 

Phase der Einführung der leistungsbezogenen Fallpauschalen – den Vor-

instanzen bei der Umsetzung der Preisbildungsregel nach Art. 49 Abs. 1 

Satz 5 KVG beziehungsweise bei der Durchführung des Benchmarkings 

einen erheblichen Spielraum einzuräumen hat (C-2283/2013 E. 5.4, vgl. 

auch BVGE 2014/3 E. 10.1.4), in erster Linie für Tariffestsetzungen gilt. Ist 

hingegen die Nichtgenehmigung eines Tarifvertrages zu beurteilen, hat 

das Bundesverwaltungsgericht auch zu prüfen, ob die Genehmigungsbe-

hörde den Ermessensspielraum, welcher den Tarifparteien zusteht, res-

pektiert hat (zum Ganzen: Urteil BVGer C-4460/2013 vom 29. Oktober 

2014 [zur Publikation vorgesehen] E. 3.1). 

3.2 Die zuständige Kantonsregierung hat gemäss Art. 46 Abs. 4 Satz 2 

KVG namentlich zu prüfen, ob der zur Genehmigung eingereichte Tarif-

vertrag mit dem Gebot der Wirtschaftlichkeit in Einklang steht.  

3.2.1 Die Beschwerdeführerinnen beanstanden unter anderem, die Vorin-

stanz habe ihre Wirtschaftlichkeitsprüfung nicht auf ein Benchmarking 

gestützt und eine reine Kostenbetrachtung vorgenommen, was dem neu-

en Recht widerspreche. Weiter habe sie das Verhandlungsprimat bezie-

hungsweise die Tarifautonomie nicht beachtet und den Spielraum für Ge-

nehmigungen generell und unbesehen der konkreten Verhältnisse auf le-

diglich 2% Abweichung festgelegt.  

3.2.2 Die Vorinstanz hat von einem Benchmarking abgesehen mit der 

Begründung, bisher existiere noch kein allgemein anerkanntes System 

des Benchmarkings der Tarife gemäss SwissDRG und die in Art. 49 

Abs. 8 KVG vorgesehenen Betriebsvergleiche lägen noch nicht vor. Die 

von den verschiedenen Akteuren vorgenommenen Benchmarkings wie-

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Seite 10 

sen erhebliche Differenzen und auch methodische Mängel auf. Die Kan-

tone verfügten zurzeit in der Regel nicht über genügend Daten, um ein 

eigenes Benchmarking vorzunehmen. Zudem könne nach Ansicht des 

Regierungsrats nicht davon ausgegangen werden, dass sich aufgrund 

der SwissDRG Version 1.0 die Leistungen der Spitäler beziehungsweise 

der verschiedenen Spitaltypen vergleichen liessen. Im Einführungsjahr 

von SwissDRG gelte es besonders das Vertragsprimat zu beachten, so-

weit die Tarife nicht wesentlich von der Wirtschaftlichkeitsprüfung gemäss 

Art. 46 Abs. 4 KVG abweichen würden (angefochtener RRB S. 10 f.). Als 

genehmigungsfähig beziehungsweise mit dem Gebot der Wirtschaftlich-

keit vereinbar erachte sie – unabhängig von einem Benchmarking – ledig-

lich einen Tarif, der nicht mehr als die (spitalindividuell) transparent aus-

gewiesenen Kosten der Leistung decke, wobei eine Toleranzmarge von 

2 % gewährt würde (angefochtener RRB S. 11, act. 6 S. 3). 

3.2.3 Im Grundsatzentscheid C-1698/2013 betreffend Festsetzung eines 

Basisfallwerts für leistungsbezogene und auf der SwissDRG-Tarifstruktur 

beruhende Fallpauschalen hat das Bundesverwaltungsgericht festgestellt, 

dass die Wirtschaftlichkeitsprüfung grundsätzlich durch den Vergleich der 

schweregradbereinigten Fallkosten (benchmarking-relevante Basiswerte) 

der Spitäler zu erfolgen hat (BVGE 2014/3 E. 2.8.4.4). Im System der 

neuen Spitalfinanzierung bilden die individuellen Kosten eines Spitals die 

Grundlage für die Ermittlung der benchmarking-relevanten Betriebskosten 

und des benchmarking-relevanten Basiswerts. Für die Durchführung der 

Betriebsvergleiche und die Bestimmung des Referenzwerts ist auf die 

möglichst genau ermittelten Leistungs- und Kostendaten der Vergleichs-

spitäler abzustellen. Der Basisfallwert (Baserate) hat aber nicht diesen 

Kosten zu entsprechen, da kein Kostenabgeltungsprinzip gilt. Die frühere 

– gestützt auf aArt. 49 Abs. 1 KVG entwickelte – Praxis zu den anrechen-

baren Kosten ist somit nicht mehr anwendbar (BVGE 2014/3 E. 2.8.5). Ef-

fizienzgewinne von Spitälern (mit einem benchmarking-relevanten Basis-

wert unterhalb des gesetzeskonform bestimmten Benchmarks) sind nicht 

unzulässig (BVGE 2014/3 E. 2.9.4.4 und 2.9.5). Art. 59c Abs. 1 Bst. a 

KVV, wonach der Tarif höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten 

der Leistung decken darf, ist in dem Sinne gesetzeskonform auszulegen, 

dass es sich bei den "ausgewiesenen Kosten der Leistung" nicht um die 

individuellen Kosten des Spitals, dessen Tarif zu beurteilen ist, handelt, 

sondern um die Kosten des Spitals, welches den Benchmark bildet (und 

an dessen Tarif sich die Spitaltarife gemäss Art. 49 Abs. 1 Satz 5 KVG zu 

orientieren haben; BVGE 2014/3 E. 2.10.1).  

C-4461/2013 

Seite 11 

Die Nichtgenehmigung eines Tarifvertrages kann deshalb – entgegen der 

Ansicht der Vorinstanz – nicht damit begründet werden, dass die verein-

barte Baserate über den vom Kanton ermittelten Kosten für das betref-

fende Spital liege (C-4460/2013 E. 3.3.2). 

3.3 Der Argumentation der Vorinstanz, weshalb auf ein Benchmarking zu 

verzichten sei, kann nicht gefolgt werden. Hierzu ist insbesondere auf das 

zweite Grundsatzurteil betreffend Festlegung eines Basisfallwerts für leis-

tungsbezogene und auf der SwissDRG-Tarifstruktur beruhende Fallpau-

schalen hinzuweisen, in welchem sich das Bundesverwaltungsgericht 

eingehend mit dem Benchmarking befasst hat (C-2283/2013 insbes. E. 4-

6, vgl. auch E. 8 ff.). 

3.3.1 In diesem Urteil wurde erneut festgehalten, dass die Preisbestim-

mung nach Art. 49 Abs. 1 Satz 5 KVG aufgrund eines Vergleichs mit an-

deren Spitälern, welche die versicherte Leistung in der notwendigen Qua-

lität effizient und günstig erbringen, erfolgt. Zur Ermittlung und Auswahl 

dieser als Referenz massgebenden Spitäler ist ein Fallkosten-Betriebs-

vergleich notwendig (E. 3.6). Weiter wurde dargelegt, welche Vorausset-

zungen zur Vergleichbarkeit der Fallkosten idealtypisch gegeben sein 

müssen (E. 4) und welche dieser Voraussetzungen noch fehlen bezie-

hungsweise verbessert werden müssen (E. 5). Dazu gehören namentlich 

die gemäss Art. 49 Abs. 8 KVG vorgesehenen Betriebsvergleiche, deren 

Ergebnisse für das hier massgebende Jahr noch nicht vorlagen. Dennoch 

ist auch in der Einführungsphase eine auf die vom Gesetzgeber ange-

strebten Ziele ausgerichtete Preisbestimmung erforderlich. Den Tarifpart-

nern, Festsetzungs- und Genehmigungsbehörden verbleibt die Möglich-

keit, ersatzweise auf möglichst aussagekräftige vorhandene Daten abzu-

stellen und erkannte Mängel mit sachgerechten Korrekturmassnahmen 

zu "überbrücken" (E. 5.4).  

3.3.2 Weiter prüfte das Gericht, welche Korrekturmassnahmen in einer 

Übergangsphase sachgerecht und vertretbar sein können (C-2283/2013 

E. 6). So kann beispielsweise die Auswahl einer repräsentativen Teilmen-

ge (Stichprobe) vertretbar sein, obwohl für den Betriebsvergleich idealer-

weise von der Grundgesamtheit aller akutsomatischen Spitäler auszuge-

hen wäre (E. 6.1). Zur Bildung von Benchmarking-Gruppen (z.B. nach 

Spitalkategorie) hat das Gericht unter anderem erwogen, eine solche ste-

he im Widerspruch zur Grundidee eines schweizweiten, möglichst breit 

abgestützten Betriebsvergleichs (E. 6.6.1). Es stellte fest, dass für die zu-

künftige Entwicklung in der Preisfindungspraxis die Kategorisierung wenig 

C-4461/2013 

Seite 12 

zielführend sei, zumal bereits die Kategorienbildung Probleme verursache 

(E. 6.6.4). Dennoch könne in einer Einführungsphase der Entscheid einer 

Kantonsregierung, für spezielle Spitäler (z.B. Universitätsspitäler) auf ei-

nen eigenen Betriebsvergleich abzustellen, geschützt werden (E. 6.6.6). 

Zudem ist bei der Preisgestaltung unter Umständen der spezifischen Si-

tuation der Leistungserbringer Rechnung zu tragen, so dass – ausgehend 

von einem Referenzwert – aus Billigkeitsgründen differenzierte Basisfall-

werte verhandelt oder festgesetzt werden müssen (vgl. dazu E. 6.8, s.a. 

E. 3.4 und E. 22.3 ff.).  

3.3.3 Obwohl das Benchmarking idealtypisch kostenbasiert und nicht 

aufgrund der verhandelten Preise zu erfolgen hat, sind Ausnahmen vom 

Grundsatz des Fallkostenvergleichs möglich. Solange für einzelne Kanto-

ne verwertbare Kostendaten fehlen, ist für eine Übergangsphase allen-

falls auch die Orientierung an festgesetzten oder genehmigten Tarifen 

anderer Spitäler zu tolerieren. Im Rahmen eines solchen Preisbenchmar-

kings müsste jedoch geprüft werden, wie weit bei der Gestaltung der Ver-

gleichstarife Verhandlungsspielräume beansprucht wurden, ob spitalindi-

viduelle Besonderheiten berücksichtigt wurden, und ob diese auch für das 

zu beurteilende Spital gleichermassen zutreffen. Bei Preisvergleichen be-

steht die Gefahr, dass sich der Vergleich auf überhöhte oder unwirtschaft-

liche Verhandlungsergebnisse bezieht. Andererseits könnte ein Spital be-

reit sein, günstige Tarife der OKP zu akzeptieren, wenn sein Trägerkanton 

bereit ist, entsprechende Lücken durch Subventionen zu schliessen. Die 

Orientierung an solchen Tarifen wäre nicht sachgerecht. Ein Preisbench-

marking kann nur in Ausnahmefällen und unter besonderen Vorausset-

zungen sachgerecht sein. Die Verlässlichkeit der verwendeten Ver-

gleichsdaten ist abhängig davon, wie sehr die gesetzlichen Vorgaben an-

lässlich der Genehmigung beachtet wurden. Die Festsetzung oder Ge-

nehmigung von Tarifen anhand einer Orientierung an bereits genehmigten 

oder festgesetzten Tarifen setzt eine bundesrechtskonforme Wirtschaft-

lichkeitsprüfung der Vergleichstarife voraus (C-2283/2013 E. 6.7, vgl. 

auch BVGE 2014/3 E. 10.3.2). 

3.4 Soweit im angefochtenen RRB unter Hinweis auf § 8 Abs. 2 SpiG 

ausgeführt wird, der Regierungsrat müsse für die Klinik den gleichen Ba-

sisfallpreis genehmigen wie festsetzen, kann auf das Urteil C-4460/2013 

verwiesen werden. Danach stellt § 8 Abs. 2 SpiG nicht eine zulässige 

Konkretisierung des Grundsatzes der Billigkeit im Sinne von Art. 46 

Abs. 4 Satz 2 KVG dar. Vielmehr verstösst die kantonale Norm gegen 

C-4461/2013 

Seite 13 

diesen und weitere Grundsätze des KVG, namentlich das Vertragsprimat 

und die Vertragsfreiheit (C-4460/2013 E. 3.4-3.5.3). 

4.  

Die Beschwerdeführerin stellt im Hauptantrag das Begehren, der ange-

fochtene Beschluss sei aufzuheben und der von der Klinik mit Assura und 

Supra abgeschlossene Tarifvertrag sei zu genehmigen; eventualiter sei 

die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

4.1 Aus der Feststellung, dass der Nichtgenehmigungsentscheid auf ei-

ner unrichtigen Auslegung des Bundesrechts beruht, lässt sich noch nicht 

ableiten, dass die Voraussetzungen für eine Genehmigung der Tarifver-

träge (Art. 46 Abs. 4 Satz 2 KVG), erfüllt seien. Da die Vorinstanz von der 

unzutreffenden Annahme ausgegangen ist, ein Tarif könne nicht als wirt-

schaftlich erachtet werden, wenn er mehr als die spitalindividuell kalku-

lierten Fallkosten decke, und ein Benchmarking deshalb als nicht erfor-

derlich erachtete, hat sie den rechtserheblichen Sachverhalt nur unvoll-

ständig abgeklärt. Wie das Bundesverwaltungsgericht bereits in BVGE 

2014/3 (E. 1.5.4) festgehalten hat, sind ergänzende Sachverhaltsabklä-

rungen im Beschwerdeverfahren – mit dem Ziel, ein reformatorisches Ur-

teil zu fällen – nur in besonderen Fällen angezeigt (vgl. auch C-

2283/2013 E. 1.5.3). 

4.2 Die Durchführung des Genehmigungsverfahrens obliegt gemäss 

Art. 46 Abs. 4 KVG der Kantonsregierung. Dabei darf und soll sie – auch 

nach Inkrafttreten der KVG-Revision zur neuen Spitalfinanzierung – 

durchaus einen strengen Massstab anlegen (vgl. Botschaft KVG 1991, 

S. 180), obwohl sie den Parteien einen Ermessensspielraum zuzugeste-

hen hat (vgl. vorne E. 3.1 sowie C-2283/2013 E. 24.3.3). Allein die Tatsa-

che, dass sich die Tarifparteien auf einen Basisfallpreis geeinigt haben, 

lässt diesen noch nicht als wirtschaftlich erscheinen (vgl. Urteil des 

BVGer C-8011/2009 vom 28. Juli 2011 E. 5). Kommt die Genehmigungs-

behörde zum Ergebnis, der Tarifvertrag könne nicht genehmigt werden, 

müssen die Parteien die Möglichkeit haben, die Nichtgenehmigung ge-

richtlich überprüfen zu lassen. Würde das Bundesverwaltungsgericht an-

stelle der zuständigen Kantonsregierung das Genehmigungsverfahren 

durchführen, bestünde kein Rechtsmittel gegen dessen Entscheid, was 

nicht sachgerecht und mit Blick auf die Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) 

problematisch erschiene (C-4460/2013 E. 4.2). 

C-4461/2013 

Seite 14 

4.3 Demnach ist die Beschwerde im Eventualantrag gutzuheissen. Der 

angefochtene Beschluss ist aufzuheben und die Sache ist zur Neubeur-

teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

5.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

5.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden 

die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Den Vorinstanzen 

werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Die 

Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsa-

che, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (vgl. 

Art. 63 Abs. 4
bis

 VwVG; zur Qualifikation als vermögensrechtliche Streitig-

keit vgl. BVGE 2010/14 E. 8.1.3). 

5.1.1 Das für die Kostenverteilung massgebende Ausmass des Unterlie-

gens ist aufgrund der gestellten Rechtsbegehren zu beurteilen (MICHAEL 

BEUSCH, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 

über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008, Rz. 13 zu Art. 63). Dabei 

ist auf das materiell wirklich Gewollte abzustellen (MOSER ET AL., Prozes-

sieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 4.43).  

5.1.2 Obwohl die Beschwerdeführerin vorliegend nur mit ihrem Eventual-

antrag durchdringt, rechtfertigt es sich, für den Kostenentscheid von ei-

nem vollständigen Obsiegen auszugehen. Auf das Erheben von Verfah-

renskosten ist daher zu verzichten. Der Beschwerdeführerin wird der ge-

leistete Kostenvorschuss zurückerstattet. 

5.2 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG hat die obsiegende Partei Anspruch auf 

eine Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und ver-

hältnismässig hohen Kosten (vgl. auch Art. 7 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Entschädigung wird 

der Körperschaft oder autonomen Anstalt auferlegt, in deren Namen die 

Vorinstanz verfügt hat, soweit sie nicht einer unterliegenden Gegenpartei 

auferlegt werden kann (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Mangels Kostennote ist die 

Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (vgl. Art. 14 Abs. 2 

VGKE). Unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Auf-

C-4461/2013 

Seite 15 

wandes erscheint eine Entschädigung von CHF 4'000.- (einschliesslich 

Auslagenersatz und Mehrwertsteuer) angemessen. 

6.  

Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bun-

desgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, 

die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Ver-

bindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, ist gemäss Art. 83 Bst. r des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) unzuläs-

sig. Das vorliegende Urteil ist somit endgültig. 

 

  

C-4461/2013 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene 

Beschluss aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der 

Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 

wird der geleistete Kostenvorschuss zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung zu Lasten der 

Vorinstanz in der Höhe von CHF 4'000.- (inkl. Auslagenersatz und Mehr-

wertsteuer) zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Auszahlungsfor-

mular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. RRB 2013-720; Gerichtsurkunde) 

– die Mitbeteiligten (Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) 

– die Preisüberwachung (Kopie zur Kenntnis) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Peterli Susanne Fankhauser 

 

 

 

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