# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 28cd6a0e-6eb6-5758-b450-714694a26105
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2002-08-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Aufsichtskommission 19.08.2002 AGVE_2002_24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_AUK_001_AGVE-2002-24_2002-08-19.pdf

## Full Text

78 Obergericht / Handelsgericht 2002

B. Anwaltsrecht

24 Grundhonorar für ein durchschnittliches Eheschutz- bzw. Präliminarver-
fahren
Gegen die Festsetzung eines Grundhonorars von Fr. 2'500.-- für ein
durchschnittliches Eheschutz- bzw. Präliminarverfahren gestützt auf § 3
Abs. 1 lit. b AnwT ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Zusätzlich einge-
reichte Rechtsschriften werden im Rahmen von § 6 Abs. 3 AnwT berück-
sichtigt und mit entsprechenden Zuschlägen entschädigt. Sie führen nicht
zur Erhöhung des Grundhonorars.

Aus dem Entscheid der Inspektionskommission vom 19. August 2002 i.S.
S. gegen Gerichtspräsidium L.

25 Ungebührliche Urteilskritik
Der Vorwurf, man werde "den Eindruck nicht los, es handle sich um ein
politisches, rassistisches und sexistisches Urteil", überschreitet die Gren-
zen der zulässigen Urteilskritik und verstösst gegen § 14 Abs. 1 AnwG.

Aus dem Entscheid der Anwaltskommission vom 12. August 2002 i.S. R.
(bestätigt durch Urteil des Verwaltungsgerichts vom 19. Dezember 2002)

Aus den Erwägungen

4. d) Der beschuldigte Anwalt führte in seiner Beschwerde-
schrift gegen das Urteil des Gerichtspräsidiums X aus (S. 2/3), es sei
derart einseitig, emotional, ja geradezu gehässig, dass es sich gerade
selber disqualifiziere. Im Übrigen werde man den Eindruck nicht los,
es handle sich um ein politisches, rassistisches und sexistisches Ur-
teil.

aa) In seinem Schreiben vom 28. Dezember 2001 stellte der
beschuldigte Anwalt sich dann auf den Standpunkt, nicht behauptet
zu haben, das Urteil sei politisch, rassistisch und sexistisch. Diese