# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7d5101b-a0f8-5d2a-812b-d0ca096bb258
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-17
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 17.10.2017 SK 2016 414
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2016-414_2017-10-17.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 16 414

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 17. Oktober 2017 

Besetzung Oberrichter Kiener (Präsident i.V.), Oberrichterin Bratschi, Ober-
richter Schmid
Gerichtsschreiber Müller

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

und

C.________
a.v.d. Fürsprecherin D.________

Straf- und Zivilklägerin

Gegenstand Einfache Körperverletzung, mehrfache Drohung, mehrfache üble 
Nachrede, mehrfache Beschimpfung und mehrfache Tätlichkeiten

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Einzelgericht) vom 26. November 2016 (PEN 15 812) 

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Erwägungen:

I. Formelles

1. Prozessgeschichte

A.________ (nachfolgend: Berufungsführer) wurde mit Strafbefehl vom 8. April 
2015 wegen einfacher Körperverletzung, mehrfacher Drohung, mehrfacher übler 
Nachrede, mehrfacher Beschimpfung und mehrfacher Tätlichkeiten schuldig erklärt 
und zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen à CHF 30.00 (bedingt; Probezeit 2 
Jahre), zu einer Verbindungsbusse von CHF 450.00, zu einer Busse von 
CHF 500.00 sowie zur Übernahme der Verfahrenskosten verurteilt (pag. 450 f.). 
Nachdem er Einsprache gegen den Strafbefehl erhoben (pag. 456) und die Regio-
nale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) am 
Strafbefehl festgehalten hatte (pag. 564), fand am 20. Oktober 2016 die erstin-
stanzliche Hauptverhandlung statt (pag. 645 ff.).  

Das Regionalgericht Bern-Mittelland (nachfolgend: Vorinstanz) verurteilte den Be-
rufungsführer wegen einfacher Körperverletzung, mehrfacher Drohung, mehrfacher 
übler Nachrede, mehrfacher Beschimpfung und mehrfacher Tätlichkeiten, alle be-
gangen zum Nachteil von C.________ (nachfolgend: Straf- und Zivilklägerin), zu 
einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen à CHF 30.00 (bedingt; Probezeit 2 Jahre), zu 
einer Verbindungsbusse von CHF 600.00 sowie zu einer Übertretungsbusse von 
CHF 500.00. Ausserdem wurde er zur Bezahlung der erstinstanzlichen Verfahrens-
kosten – inklusive Kosten für die amtliche Verteidigung und Kosten der unentgeltli-
chen Rechtspflege der Privatklägerschaft – sowie zur Bezahlung einer Genugtuung 
an die Straf- und Zivilklägerin von CHF 1‘300.00 zuzüglich Zins von 5 % seit dem 
1. Januar 2014 verurteilt (pag. 691 ff.). 

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete Fürsprecher B.________ namens des Berufungsfüh-
rers am 26. Oktober 2016 fristgerecht Berufung an (pag. 765). Die schriftliche Ur-
teilsbegründung der Vorinstanz datiert vom 29. November 2016 (pag. 698 ff.). 

Am 16. Dezember 2016 reichte der Berufungsführer form- und fristgerecht die Be-
rufungserklärung ein (pag. 780 ff.). Dabei führte er aus, das Urteil der Vorinstanz 
werde vollumfänglich angefochten. Am 22. Dezember 2016 teilte die Straf- und Zi-
vilklägerin mit, dass sie weder Nichteintreten auf die Berufung beantrage noch An-
schlussberufung erkläre (pag. 788). Am 28. Dezember 2016 teilte die General-
staatsanwaltschaft mit, dass sie auf die Teilnahme am oberinstanzlichen Verfahren 
verzichte (pag. 790 f.). Am 3. Februar 2017 teilte die Verfahrensleitung den Partei-
en mit, dass die amtliche Verteidigung sowie die unentgeltliche Rechtspflege für die 
Privatklägerschaft bis auf Widerruf auch im oberinstanzlichen Verfahren gelte und 
fragte sie an, ob sie mit der Durchführung eines schriftlichen Verfahrens einver-
standen seien (pag. 792 f.). Nachdem die entsprechenden Erklärungen eingelangt 
waren, ordnete die Verfahrensleitung am 14. Februar 2017 die Durchführung eines 
schriftlichen Verfahrens an (pag. 800 f.). Am 17. März 2017 reichte der Berufungs-
führer die schriftliche Berufungsbegründung ein (pag. 813 ff.). Die Stellungnahme 

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der Straf- und Zivilklägerin zur Berufungsbegründung ging am 21. April 2017 ein 
(pag. 844).   

3. Oberinstanzliche Beweismassnahmen 

Oberinstanzlich wurden von Amtes wegen ein aktueller Leumundsbericht sowie ein 
aktueller Strafregisterauszug des Berufungsführers eingeholt (pag 804 und 
pag. 806 ff.). 

4. Anträge der Parteien

Fürsprecher B.________ stellte namens des Berufungsführers die folgenden An-
träge:
1. Vollumfängliche Anfechtung: Das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 26. Oktober 

2016 (PEN 15 821) wird vollumfänglich angefochten.

2. Zivilklage: Die Zivilklage von C.________ sei kostenfällig abzuweisen.

3. Genugtuung: C.________ sei zu verurteilen A.________ eine Genugtuung von CHF 1‘000.00 zu 
bezahlen.

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen für das erstinstanzliche Verfahren: C.________ sei zu den Ge-
richts- und Parteikosten für das erstinstanzliche Verfahren zu verurteilen.

Eventuell: Die Gerichts- und Parteikosten für das erstinstanzliche Verfahren seien vom Staat zu 
tragen.

5. Gerichts- und Parteikosten für das obergerichtliche Verfahren: C.________ sei zum Ersatz der 
Gerichts- und Parteikosten für das obergerichtliche Verfahren zu verurteilen.

Eventuell: Die Gerichts- und Parteikosten für das obergerichtliche Verfahren seien vom Staat zu 
tragen.

Die Straf- und Zivilklägerin stellte ihrerseits folgende Rechtsbegehren:

A. Der Berufungsführer sei im Sinne des erstinstanzlichen Urteils schuldig zu sprechen

1. der einfachen Körperverletzung, begangen circa Mitte August 2013 in Bern und anderswo, z.N. 
von C.________,

2. der Drohung, mehrfach begangen in der Zeit von Mitte August 2013 bis Mitte März 2014 in Bern 
und anderswo, z.N. von C.________,

3. der üblen Nachrede, mehrfach begangen in der Zeit von Mitte Dezember 2013 bis Mitte März 
2014 in Bern und anderswo, z.N. von C.________,

4. der Beschimpfung, mehrfach begangen in der Zeit von Mitte Dezember 2013 bis Mitte März 2014 
in Bern und anderswo, z.N. von C.________,

5. der Tätlichkeiten, mehrfach begangen in der Zeit von Mitte Dezember 2013 bis Mitte März 2014 in 
Bern und anderswo, z.N. von C.________.

B. Der Berufungsführer sei zu verurteilen

1. zu einer gerichtlich zu bestimmenden Sanktion,

2. zu einer Genugtuung von mindestens CHF 1‘300.00 zuzüglich Zins zu 5 % seit 01.01.2014 an 
C.________, 

3. zu den erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten und

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4. zum Ersatz der erst- und oberinstanzlichen Parteikosten der Straf- und Zivilklägerin gemäss ein-
gereichten Kostennoten.

C. weitere Verfügungen

Für den Fall der Nichterhältlichkeit der Parteientschädigung der Straf- und Zivilklägerin sei das 
amtliche Honorar der Unterzeichnerin gemäss eingereichter Kostennote festzusetzen. 

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Das angefochtene Urteil ist von der Kammer vollumfänglich zu überprüfen. Sie ver-
fügt dabei über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 und 3 Schweizerische Strafpro-
zessordnung [StPO; SR 311]).

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

6. Vorwurf gemäss Strafbefehl

Dem Berufungsführer wurden im Strafbefehl vom 8. April 2015 folgende Sachver-
halte zur Last gelegt (pag. 450):   

1. A.________ würgte die Privatklägerin anlässlich eines verbalen Streites mit beiden Händen am 
Hals, worauf die Privatklägerin während längerer Zeit Schmerzen verspürte sowie Beschwerden 
beim Atmen hatte [ca. Mitte August 2013].

2. A.________ beging übliche [recte: üble] Nachrede zN der Privatklägerin, indem er gegenüber Drit-
ten (so z.B. E.________, aber auch ihren Verwandten im F.________ und anderswo) sagte, die 
Privatklägerin sei eine schlechte Mutter, sie sei öfters nächtelang unterwegs und schaue nicht 
zum Kind und sie sei in Zürich als Nutte tätig [ca. Mitte August 2013 bis Mitte März 
2014].

3. A.________ drohte der Privatklägerin mehrfach,

- indem er sagte, er würde ihr das Kind wegnehmen und in den F.________ reisen,

- indem er kundtat, die aussereheliche Beziehung den Behörden im F.________ zu melden, 
weshalb sie bei einer allfälligen Rückkehr mit schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen 
rechnen müsse,

- indem er ausführte, er würde ihr Leben zur Hölle machen und sie würde ihre Eltern nie mehr 
sehen,

wodurch er sie in Angst versetzte [ca. Mitte Dezember 2013 bis Mitte März 2014].

4. A.________ beschimpfte die Privatklägerin, indem er sie (sinngemäss) als Nutte bezeichnete, als 
schlechte Mutter, als Miststück, als Verrückte, etc. [ca. Mitte Dezember 2013 bis Mitte 
März 2014].

5. A.________ beging wiederholte Tätlichkeiten, indem er der Privatklägerin im Januar 2014 einen 
Stapel Papier ins Gesicht schlug und zu einem unbekannten Zeitpunkt im oben umschriebenen 
Zeitrahmen einen Ordner gegen ihren Hals schlug, was beides keine Verletzungsfolgen nach sich 
zog [ca. Mitte Dezember 2013 bis Mitte März 2014].

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7. Sachverhalt gemäss Vorinstanz

Die Vorinstanz erachtete die Sachverhalte gemäss Strafbefehl vom 8. April 2015 
ebenfalls als erstellt (pag. 750).  

8. Vorbringen der Verteidigung

Im Kern bringt die Verteidigung – nachdem sie zunächst die Beweismittel in diesem 
Verfahren zusammenfassend wiedergibt, was hier nicht dargestellt zu werden 
braucht (siehe pag. 815-822) – vor was folgt:

Der Berufungsführer sei klar unschuldig. Er sei vollumfänglich und kostenfällig frei-
zusprechen. Die Anforderungen, die materiell an den Beweis zu stellen seien, er-
gäben sich aus der Unschuldsvermutung (Art. 6 Europäische Menschenrechtskon-
vention [EMRK; SR 0.101], Art. 32 Abs. 1 Schweizerische Bundesverfassung [BV; 
SR 101], Art. 26 Abs. 4 der Verfassung des Kantons Bern [KV, BSG 101.1]) und 
aus dem Willkürverbot (Art. 9 BV, Art. 11. Abs. 1 KV). Der Grundsatz in dubio pro 
reo verlange vom Gericht einen Schuldbeweis, wobei es sich nicht von der Exis-
tenz eines für den Angeschuldigten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären 
dürfe, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestünden, dass sich der Sachver-
halt so verwirklicht habe. Die Beweiswürdigungsregel sei verletzt, wenn das Gericht 
an der Schuld des Angeschuldigten erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel 
erkennen müsste. Dies alles vermöchte jedoch an der Problematik der Beweis-
führung nichts zu ändern. Schwierigkeiten in der Beweisführung würden letztlich 
prozessual zu Lasten des Staates und nicht des Berufungsführers gehen. Es könne 
nicht angehen, in beweismässig besonders schwierigen Fällen grundlegende und 
über Jahrhunderte erkämpfte Prinzipien des Strafprozesses über Bord zu werfen. 
Gemäss Art. 9 BV habe jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Orga-
nen ohne Willkür und nach Treu und Glauben behandelt zu werden. In der heutigen 
Rechtssprache bedeute Willkür «grobe Unrichtigkeit». Das Willkürverbot sei ver-
letzt, wenn ein Urteil offensichtlich unhaltbar sei, zur tatsächlichen Situation in kla-
rem Widerspruch stehe, eine Norm oder einen umstrittenen Rechtsgrundsatz krass 
verletze oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufe (BGE 
127 170 E. 5a und BGE 124 1250 E. 5). Willkür liege nur vor, wenn nicht bloss die 
Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar sei; oder 
anders ausgedrückt, eine willkürfreie Argumentation führe zu einem anderen Er-
gebnis. Als Beweiswürdigungsregel besage die Maxime, dass sich der Strafrichter 
nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalts über-
zeugen lassen dürfe, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu un-
terdrückende Zweifel bestünden, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht habe. In-
wiefern dieser Grundsatz verletzt sei, habe das Bundesgericht bisher unter dem 
Gesichtspunkt der Willkür geprüft, d.h. es habe nur eingegriffen, wenn der Sach-
richter den Beschuldigten verurteilt habe, obgleich bei objektiver Würdigung des 
Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche bzw. schlechterdings nicht zu unter-
drückende Zweifel an dessen Schuld fortbestünden. Willkür in der Beweisführung 
liege vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgehe, die mit 
der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stünden, auf einem offenkundi-
gen Fehler beruhten oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwi-

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derlaufen würden. Der Berufungsführer sei mithin gestützt auf den Grundsatz in 
dubio pro reo freizusprechen (pag. 833 [die würdigenden Vorbringen der Verteidi-
gung zu den einzelnen Beweismitteln finden sich sodann hinten E. 12.1 ff.]).   

9. Vorbringen der Straf- und Zivilklägerin

Die Straf- und Zivilklägerin verweist grundsätzlich auf die Ausführungen der Vorin-
stanz. Diese zitiere die Beweismittel – im Gegensatz zum Berufungsführer – aus-
führlich und objektiv. Dieser gebe die Beweismittel überwiegend einseitig und ver-
fälschend wieder. Obwohl eine neutrale Zusammenfassung der Beweismittel ange-
zeigt wäre, würdige er diese. Dabei stelle er aktenwidrige Zusammenhänge her. 
Dazu seien zwei Beispiele aufzuführen:

- Unzulässige Würdigung in pag. 813 [recte: pag. 815] Berufungsbegründung, ad 
SMS-Verläufe: «Die SMS-Nachricht auf pag. 238/9 ist nicht nur undatiert, son-
dern erscheint aufgesetzt. Die beiden Freundinnen haben zum Nachteil des 
Beschuldigten SMS-Nachrichten verfasst. Als Beweis ist dieses SMS nicht 
tauglich.» 

- Falsche Folgerungen in pag. 817 Berufungsbegründung, ad Aussagen Straf- 
und Zivilklägerin: «Sie habe aus Angst keine Meldung gemacht; aber später 
habe er sie mal mit einem Ordner an den Hals geschlagen (sic. gemeint ist der 
Vorfall von Anfangs Januar 2014)». Bei dieser Interpretation verkenne der Be-
rufungsführer, dass es sich beim Vorfall mit dem Papierstapel, welcher sich 
gemäss erstinstanzlichem Urteil anfangs Januar 2014 zugetragen habe, und 
demjenigen mit dem Ordner um zwei verschiedene Vorfälle handle (pag. 450, 
Strafbefehl Ziffer 5f; pag. 751, Urteilserwägungen).

Der Berufungsführer unterlasse es, sich vertieft mit der Beweiswürdigung der Vor-
instanz auseinanderzusetzen. Er begnüge sich mit pauschaler und rein appellatori-
scher Kritik. Der Berufungsführer stelle wiederholt nicht aktenkundige Hypothesen 
ohne Begründung als Tatsachen in den Raum. Dazu sei ein Beispiel aufzuführen:

- pag. 823 Berufungsbegründung: «Als Anfang der intimen Beziehung zwischen 
der Privatklägerin und G.________ ist jedenfalls die Streetparade vom 10./11. 
August 2013 zu betrachten ...». Dabei setze sich der Berufungsführer in keiner 
Art damit auseinander, dass sich G.________ gerade nicht sicher gewesen sei, 
wann die Beziehung begonnen habe (pag. 246, Aussagen G.________; pag. 
742, Urteilsbegründung). 

Der Berufungsführer gebe im Weiteren Aussagen der Straf- und Zivilklägerin ak-
tenwidrig wieder und versuche damit, sie in ein schlechtes Licht zu stellen. In die-
sem Zusammenhang werde auf zwei Beispiele verwiesen:

- pag. 824 Berufungsbegründung: «Sie droht dem Beschuldigten für den Fall, 
dass er die Strafanzeige gegen H.________ und G.________ nicht zurückzieht, 
mit Konsequenzen». Tatsache sei vielmehr, dass es sich dabei um eine Bitte 
gehandelt habe, ohne In-Aussichtstellen von Konsequenzen (pag. 114, 
pag. 269). 

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- pag. 826 Berufungsbegründung: Dort ordne der Berufungsführer Angaben an-
derer (SMS von I.________) fälschlicherweise der Straf- und Zivilklägerin zu 
(vgl. pag. 266). 

Des Weiteren konstruiere der Berufungsführer falsche (zeitliche) Zusammenhänge. 
Folgende Beispiele seien dazu aufzuführen: 

- pag. 826 Berufungsbegründung: «Als sich die Frage der Obhut stellte, hat sie 
den gemeinsamen Sohn J.________ aus der KITA genommen und ist ohne 
Angabe einer Adresse mit J.________ verschwunden.». Im Zeitpunkt ihres 
Wegzuges – im Mai 2014 – hätten sich die Parteien bereits über die Obhut in 
einer Trennungsvereinbarung – im Januar 2014 – geeinigt (pag. 27). 

- pag. 827 Berufungsbegründung: «Der Beschuldigte hat sie nicht verfolgt, sonst 
hätte er sie ja auch nicht allein an die Streetparade gehen lassen». Die Verfol-
gung sei von der Straf- und Zivilklägerin für diesen Zeitraum – im Sommer 2013 
– gar nie behauptet worden. 

- pag. 830 Berufungsbegründung: «Anlässlich der Einvernahme von G.________ 
am 03. April 2014 befand sich die Straf- und Zivilklägerin im F.________» 
(pag. 160, Z. 116). Daraus folgere der Berufungsführer, dass die Straf- und Zi-
vilklägerin im F.________ nichts zu befürchten habe. Er übersehe dabei aber, 
dass sich die Aussagen von G.________ nicht auf die Straf- und Zivilklägerin, 
sondern deren Schwester, H.________, welche im F.________ lebe, beziehe. 
Die Straf- und Zivilklägerin sei letztmals im April 2013 im F.________ gewesen.  

Bei der Würdigung der Aussagen der Straf- und Zivilklägerin durch den Berufungs-
führer handle es sich überwiegend um eine Aneinanderreihung von pauschalen 
Unterstellungen (pag. 827 ff.). Bezüglich der Aussagen von G.________ 
(pag. 830 f.) nehme der Berufungsführer über weite Strecken auf dessen Angaben 
im eigenen – eingestellten – Verfahren Bezug (pag. 159 ff.), welche vorliegend 
nicht von Relevanz seien. Auch die weiteren Zeugenaussagen würden nicht diffe-
renziert gewürdigt und teilweise falsch wiedergegeben. Dies zum Beispiel betref-
fend die Zeugin K.________: Der Berufungsführer bringe vor, die Straf- und Zivil-
klägerin habe mit ihr nie über das Würgen gesprochen (pag. 832). Es sei indes auf 
pag. 210 Z. 75 ff. zu verweisen: «Sie hat mir einmal erzählt, dass sie von Herrn 
A.________ mal gewürgt wurde.». Ohne kritische Auseinandersetzung erachte der 
Berufungsführer seine Angaben als erwiesen. Zusammenfassend unterlasse er es, 
eine eigentliche Beweiswürdigung vorzunehmen und die Aussagen der Parteien 
und Zeugen anhand der geltenden Kriterien der Aussageanalyse kritisch zu würdi-
gen und in einen Zusammenhang zu den übrigen Beweismitteln zu setzen.

Der Berufungsführer führe überdies einerseits aus, es handle sich bei der Anzeige 
der Straf- und Zivilklägerin um einen Racheakt (pag. 824). Andererseits mache er 
geltend, das Ganze sei ein minutiös geplantes Konstrukt (pag. 823, pag. 826). Be-
reits diese Argumentationsweise sei widersprüchlich, handle es sich bei einem Ra-
cheakt doch um eine Reaktion auf eine Handlung / ein Ereignis, bei einem Kon-
strukt um ein «Hinarbeiten» auf etwas. Somit seien Racheakt und Konstrukt hin-
sichtlich des Entstehungszeitpunkts der angeblich falschen Aussagen unvereinbar. 
Bezüglich des Racheaktes behaupte der Berufungsführer, die Straf- und Zivilkläge-

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rin habe auf seine Weigerung, seine Anzeigen zurückzuziehen, ihrerseits mit einer 
Anzeige reagiert. Damit mache er offenbar geltend, die Straf- und Zivilklägerin ha-
be im Nachhinein den Berufungsführer fälschlicherweise aus Rache beschuldigt. 
Dem stehe aber entgegen, dass die Straf- und Zivilklägerin schon lange vor ihrer 
Anzeige sowohl gegenüber Fachpersonen (Arztzeugnisse, Fachstelle häusliche 
Gewalt) als auch gegenüber Privaten (Zeugen), mündlich und schriftlich (Ehe-
schutzgesuch) sämtliche später vorgeworfenen Tathandlungen benannt und depo-
niert habe. Indem der Berufungsführer immer wieder ausführe, es handle sich um 
ein Konstrukt, unterstelle er der Straf- und Zivilklägerin hingegen ein von Anfang an 
geplantes Vorgehen, mit dem Ziel, ihn zu verunglimpfen. Einem solchen Konstrukt 
stehe insbesondere das aktenkundige Verhalten der Straf- und Zivilklägerin 
während und unmittelbar nach der Trennung entgegen. Die Straf- und Zivilklägerin 
führe im Eheschutzgesuch aus (pag. 19), dass sie von einer Anzeigeerstattung ab-
sehe. Sie sei nach dem Auszug aus der ehelichen Wohnung bereit gewesen, von 
einer Übergangswohnung im Mattenhofquartier in die Nachbarschaft des Beru-
fungsführers zu ziehen (pag. 69); dies u.a., damit dieser sein Kontaktrecht von zwei 
Tagen pro Woche möglichst ohne Aufwand habe ausüben können und J.________ 
nicht den Kindergarten und die Kita habe wechseln müssen. Eine entsprechende 
Regelung des Kontaktrechts sei im Januar 2014 nach Verhandlungen unter den 
Anwältinnen in einer Trennungsvereinbarung festgehalten worden (pag. 27). Selbst 
bei der Anzeigeerstattung am 19. März 2014 habe die Straf-und Zivilklägerin auf 
eine Fernhaltung verzichtet, um das Kontaktrecht zwischen dem Vater und 
J.________ nicht zu erschweren (pag. 14). 

Dies alles mache deutlich, dass für die Straf- und Zivilklägerin vorerst eine gütliche 
Einigung prioritär gewesen sei und sie ihre eigenen Interessen denjenigen von 
J.________ und seinem Vater am Kontakt untergeordnet habe. Als die Straf- und 
Zivilklägerin jedoch habe realisieren müssen, dass der Berufungsführer weiter und 
intensiver – insbesondere auch gegen ihr Umfeld – agiere, habe sie sich zur Straf-
anzeige entschlossen. Damit sei der Zeitpunkt ihrer Anzeigeerstattung nachvoll-
ziehbar. Es gebe weder Anhaltspunkte für ein Konstrukt noch für eine Retourkut-
sche. Als die Straf- und Zivilklägerin auch mit der Anzeige dem Berufungsführer 
keinen Einhalt habe gebieten können, sei ihr nichts anderes übrig geblieben, als im 
Mai 2014 mit J.________ von Bern wegzuziehen. In diesem Zusammenhang sei es 
der Straf- und Zivilklägerin wichtig festzuhalten – und dadurch werde auch das von 
der Vorinstanz festgestellte Aussageverhalten des Berufungsführers bestätigt –, 
dass sie ihm nach ihrem Wegzug J.________ nicht vorenthalten habe. Vielmehr sei 
der Berufungsführer nicht bereit gewesen, sich auf ein begleitetes Besuchsrecht 
einzulassen (Beilagen 1-11). Der Vollständigkeit halber sei darauf hinzuweisen, 
dass die Anwaltskammer des Obergerichts des Kantons Bern im Zusammenhang 
mit der Beschwerde des Berufungsführers von der Eröffnung eines Disziplinarver-
fahrens gegen Fürsprecherin D.________ abgesehen habe (Beilage 12).

10. Unbestrittener und bestrittener Sachverhalt

Der Berufungsführer bestreitet alle Vorwürfe. Es liegt mithin kein unbestrittener 
Sachverhalt vor, soweit er mit den strafrechtlichen Vorwürfen in Verbindung steht.

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Der Berufungsführer verneint also, die Straf- und Zivilklägerin gewürgt, geschlagen, 
bedroht, beschimpft oder ihr übel nachgeredet zu haben. Er behauptet, es sei zwi-
schen ihnen nie zu tätlichen Auseinandersetzungen gekommen und er habe nie 
schlecht über sie gesprochen. Den Sohn J.________ habe er ihr nicht gedroht 
wegzunehmen.

11. Verweis auf theoretische Grundlagen und Wiedergabe der Beweismittel

Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundlagen der Beweiswürdigung (pag. 708 
ff.), die objektiven Beweismittel (Arztbericht L.________ vom 30. August 2013, 
pag. 711; Arztbericht M.________ vom 5. September 2013, pag. 711; SMS-
Verläufe, pag. 712 f.; Bestätigung N.________ vom 1. Juli 2017, pag. 713, Bestäti-
gung O.________, pag. 713; Schreiben P.________ vom 26. Februar 2015, 
pag. 713, Eheschutzgesuch vom 5. September 2013, pag. 714; Scheidungsklage 
vom 4. Juni 2016, pag. 714; Stellungnahme des Berufungsführers zum Gesuch um 
vorsogliche Massnahmen vom 4. Juli 2014, pag. 715; Stellungnahme zur Ehe-
scheidungsklage vom 5. September 2014, pag. 715; Gefährdungsmeldung 
Q.________ vom 25. März 2013, pag. 715 f.; Kurzbericht R.________ vom 20. Mai 
2014, pag. 716; Schreiben FS S.________ vom 19. Juli 2016, pag. 716; Schreiben 
Dr. T.________ vom 27. Juli 2016, pag. 717) sowie die einzelnen Aussagen der 
Beteiligten (Straf- und Zivilklägerin, pag. 717 ff.; Berufungsführer, pag. 722 ff.; 
G.________, pag. 726 ff.; H.________, pag. 728 f.; E.________, pag. 729 ff.; 
K.________, pag. 731 f.; U.________, pag. 732) korrekt wiedergegeben. Darauf 
kann verwiesen werden.   

12. Beweiswürdigung durch die Kammer

Die nachfolgenden Ausführungen sind im Lichte von BGE 141 IV 244 E. 1.2.3 so 
aufgebaut, dass zunächst die einzelnen Vorbringen der Verteidigung sowie die 
Darlegungen der Vorinstanz zu den verschiedenen Beweismitteln wiedergegeben 
sind. Jeweils gleich im Anschluss erfolgen kritische Auseinandersetzungen mit die-
sen sich teilweise diametral entgegenstehenden Argumenten durch die Kammer 
(sogleich E. 12.1-12.11). Diese führen abschliessend zu einem gesamthaften Be-
weisergebnis (hinten E. 12.12).  

12.1 Arztberichte

Die Vorinstanz führt zu den Arztberichten Folgendes aus:
Bei den Arztberichten handelt es sich um Beweismittel, die auf Erhebungen bei der Patientin beruhen, 
d.h. auf den Aussagen der Patientin gegenüber dem Arzt (Anamnese). Der Arzt ist bei der Anamnese 
auf die Aussagen der Patientin angewiesen, sie ist daher subjektiv gefärbt. Aus diesem Grund sind 
die Arztberichte entsprechend kritisch zu beurteilen. 

Selbst bei kritischer Würdigung unterstreichen die beiden Arztberichte die Ausführungen der Privat-
klägerin, dass die eheliche Situation für sie zur Belastung wurde und sie einen Ausweg suchte. Wenn 
die Privatklägerin die Arztberichte lediglich dafür wollte, um später gegen ihren Mann etwas in der 
Hand zu haben, warum hatte sie damals noch nicht von Gewalt gesprochen? So hat sie keinen Nut-
zen an den Arztberichten. Wenn es darum ging, ein Konstrukt gegen den Beschuldigten aufzubauen, 

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hätte dies äusserst minutiös, mit verschiedenen Akteuren geplant und einstudiert werden müssen. 
Das ist äusserst unwahrscheinlich, da viel zu komplex.

Die Verteidigung vertritt folgende Auffassung:
Arztbericht L.________ vom 30. August 2013 (pag. 732/3)

Der Vorinstanz kann insoweit gefolgt werden als der Arzt bei der Anamnese auf die Aussagen der Pa-
tientin angewiesen ist; die Berichte deshalb subjektiv gefärbt und entsprechend kritisch zu beurteilen 
seien. Da die Vorinstanz bereits den Sachverhalt in unzulässiger Weise verfälschte, kann auch ihrer 
Würdigung nicht gefolgt werden. Die Privatklägerin hat Frau Dr. med. V.________ vom L.________ 
am 7. August 2013, 21.00 Uhr, konsultiert und gab an, sie würde sich mit ihrem Ehemann seit 5 Jah-
ren streiten und wolle nun die Trennung verlangen. Der Beschuldigte habe weder sie noch das Kind 
jemals geschlagen. Es stellt sich hier die grundsätzliche Frage, was wollte die Privatklägerin mit ihrer 
Konsultation des L.________s erreichen und weshalb liess sie sich von E.________ begleiten. Es 
handelte sich ja hier keinesfalls um einen Notfall. Die Privatklägerin hat tatsächlich ein äusserst minu-
tiös, mit verschiedenen Akteuren geplantes Konstrukt aufgebaut. Bis am 6./7. August 2013 haben die 
Parteien noch im selben Bett geschlafen. Die Privatklägerin ist am 10./11. August 2013 mit 
G.________ und E.________ an die Streetparade gegangen; sie haben gemeinsam bei G.________ 
übernachtet. G.________ bestätigt, dass er und die Privatklägerin seit der Streetparade ein Paar sei-
en (pag. 246, Z. 53). E.________ die mit dem frischverliebten Paar in AD.________ übernachtet hat, 
will erst im Februar 2014 von dieser Beziehung erfahren haben (pag. 205, Z. 147). Der erste Kinder-
gartentag von J.________ am 12. August 2013 war der Privatklägerin völlig gleich. Am 13. August 
2013 soll die Privatklägerin vom Beschuldigten gewürgt worden sein. Am 14. August 2013 will sie auf 
dem Migrationsamt vorgesprochen haben (pag. 79, Z. 224) und am 15. August 2013 fand ihre Be-
sprechung mit Fürsprecherin D.________ statt (pag. 614). Herr A.________ führte am Dienstag, 20. 
August 2013, 15.59 Uhr, ein langes Gespräch mit einer Angestellten des W.________-Büros und 
schilderte seine Situation. Er erhielt einen Termin bei Frau Fürsprecherin D.________ für Montag, 2. 
September 2013, 09.00 Uhr, und das Versprechen Frau D.________ werde am nächsten oder 
übernächsten Tag anrufen. Am Donnerstag, 22. August 2013, 16.33 Uhr, erhielt er einen Anruf von 
Frau Fürsprecherin D.________, die ihm erklärte, sie übernehme sein Mandat. Der Inhalt dieses aus-
führlichen Gesprächs sei hier kurz wiedergegeben: Herr A.________ erklärte, seine Ehefrau sei sehr 
aggressiv, weshalb er sich an die Polizei gewandt aber keine Strafanzeige eingereicht habe. Die Poli-
zei habe ihn an die Fachstelle Häusliche Gewalt verwiesen. Aus Angst, dass seine Frau den Sohn 
J.________ in den F.________ entführe, habe er den Pass von sich und J.________ sichergestellt. 
Zudem habe er seiner Ehefrau erklärt, dass er ihre Aussagen in Zukunft aufnehmen werde, weil sie 
immer wieder lüge. Frau D.________ machte ihn darauf aufmerksam, dass er bestraft werden könne, 
falls er seine Ehefrau ohne ihr Wissen aufnehme; zudem bestätigte sie den Besprechungstermin von, 
Montag, 2. September 2013, 09.00 Uhr, und ersuchte ihn folgende Dokumente zum Besprechungs-
termin mitzubringen: Familienbüchlein, Arbeitsvertrag, Kündigung, Lohnausweis, Mietvertrag, Kran-
kenkasse, Steuererklärung, usw. Am Dienstag, 27. August 2013 fand die zweite Besprechung von 
C.________ mit Fürsprecherin D.________ statt (pag. 614). Am Freitag, 30. August 2013, erhielt Herr 
A.________ ein Telefonat aus dem W.________-Büros, Frau D.________ könne ihn nicht vertreten, 
da sie bereits seine Ehefrau vertrete. Die vielen Informationen, die Frau Fürsprecherin D.________ 
von Herrn A.________ erhalten hat, wurden nun gegen ihn eingesetzt; sei es durch Einreichen von 
Strafanzeigen oder der Behauptung, er wolle seinen Sohn in den F.________ entführen. Ein schriftli-
cher Bericht des L.________s wurde von der Privatklägerin erst später verlangt und am 30. August 
2013 verfasst.

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Arztbericht Dr. med. M.________ vom 5. September 2013 (pag. 732/3)

Die Eigenanamnese ist die Erfragung von medizinisch potenziell relevanten Informationen durch den 
Arzt bei der der Patient selbst antwortet. Herr Dr. M.________ hat keinen direkten Zusammenhang 
zwischen der Eigenanamnese und der Diagnose herstellen können. Der Versuch der Privatklägerin 
dem Beschuldigten eine Straftat anzuhängen ist auch hier gescheitert. Nachdem Herr Dr. X.________ 
keine Hinweise von Würgemalen finden konnte, überwies er sie an Dr. med. M.________, der bereits 
am 2. September 2013 eine Halssonographie durchführte, aber keine Auffälligkeiten fand. Das auffäl-
lige Arztshopping nach der zweiten Besprechung der Privatklägerin mit ihrer Anwältin am 27. August 
2013 zeigt auf, dass dem Beschuldigten mit allen Mitteln ein strafbares Verhalten angelastet werden 
soll. Die eigeholten Arztberichte wurden nun im Eheschutzgesuch der Privatklägerin vom 5. Septem-
ber 2013 weidlich ausgenutzt. Dort wird ausgeführt: Am 13. August 2013 würgte er die Ehefrau im 
ehelichen Domizil, liess aber von ihr ab, als sie zu verstehen gab, dass sie nicht mehr atmen könne. 
In der Folge schlug er noch zweimal mit der Rückseite eines Ordners gegen ihren Hals. ... Die Ehe-
frau musste sich aufgrund anhaltender Schmerzen in ärztliche Behandlung bei Herrn Dr. med. 
X.________ begeben. Dieser hat sie an einen Spezialisten, Herrn Dr. med. M.________ weiterver-
wiesen, welcher eine Quetschung der Halsmuskulatur diagnostizierte (pag. 19). Die Ausführungen der 
Privatklägerin im Eheschutzgesuch strotzen nur so vor Unwahrheiten. Es ist besonders perfid, dem 
Beschuldigten die Verursachung einer nicht vorhandenen Quetschung der Halsmuskulatur zu unter-
schieben, dem Gericht den gegenteiligen Arztbericht jedoch vorzuenthalten. Die Privatklägerin hat 
beim Verfassen des Eheschutzgesuches bereits über den Arztbericht von Dr. M.________ verfügen 
müssen, sonst könnte sie nicht daraus zitieren. Eine bewusst falsche Aussage zu deponieren und 
dem Gericht gleichzeitig den Arztbericht vorzuenthalten sagt viel über das Aussageverhalten der Pri-
vatklägerin aus. Die Privatklägerin hat mit ihrem Lügengebäude leider einen grossen Erfolg verzeich-
nen können. Sie ist mit ihrem Sohn zu ihrem Geliebten, G.________, gezogen und hat dem Beschul-
digten seinen Sohn grundlos ein halbes Jahr vorenthalten. Sie verzeigt im Übrigen noch immer ihr 
Domizil bei ihrer Anwältin, dies obschon dem Beschuldigten ihre Adresse längst aus den Akten be-
kannt ist. Die gute Privatklägerin sollte so vor dem bösen Beschuldigten beschützt werden. Dieses 
Verhalten hatte leider Einfluss auf das Zivilgericht und das Strafgericht; aber auch die KESB, das Ju-
gendamt und Frau Q.________ von der Fachstelle Häusliche Gewalt liessen sich davon beeindru-
cken. Im Zivilverfahren hat die Privatklägerin ihr Ziel erreicht, indem der Sohn bei ihr lebt und dem 
Beschuldigten nicht einmal ein übliches Besuchsrecht zuerkannt wird. Der Beschuldigte sah sich auch 
gezwungen gegen das Urteil der Vorinstanz eine Beschwerde einzulegen. 

Die Kammer hält den Ausführungen des Berufungsführers, soweit sie sich unter 
diesem Titel überhaupt mit den Arztberichten beschäftigen, Folgendes entgegen: 
Ganz grundsätzlich trifft die Kritik nicht zu, dass die «Vorinstanz den Sachverhalt in 
unzulässiger Weise verfälschte». Hierzu sind für die Kammer keine Anzeichen er-
sichtlich. Des Weiteren bestand für die Straf- und Zivilklägerin am Abend des 
7. August 2013 in der Tat ein Anlass zur Aufsuchung des L.________s, da sie of-
fenbar mit den Nerven am Ende war, weil der Berufungsführer angeblich nach ih-
ren Aussagen seit längerem verbal aggressiv war. Es wurde ihr denn auch Temes-
ta verschrieben, welches in der Regel bei Angstzuständen und Schlafstörungen 
eingenommen wird (pag. 24). E.________ führte dazu aus: Einmal sind wir noch in den 
L.________ gegangen zusammen, damals weinte sie nur noch und war seelisch völlig am Boden. 
Damals war aber glaublich nichts Körperliches… (pag. 203 Z. 81 f.). Nach Ansicht der 

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Kammer hat am 7. August 2013 also – entgegen der Ansicht des Berufungsführers 
(pag. 262 Z. 191) – ein Streit stattgefunden.

Hinsichtlich des Berichts von Dr. med. M.________ vom 5. September 2013 kann 
ergänzt werden, dass die Ausführungen dazu im Eheschutzgesuch vom 5. Sep-
tember 2013 tatsächlich latent übertrieben erscheinen. Für die hier zu beurteilen-
den Sach- und Rechtsfragen ist es jedoch irrelevant, was die Rechtsanwältin der 
Straf- und Zivilklägerin im Eheschutzverfahren wortwörtlich ausführte. Immerhin 
steht selbst bei kritischer Würdigung – wie sie die Vorinstanz vornahm – fest, dass 
der behandelnde Arzt unter dem Titel «Diagnose» notierte «St n Halsweichteil-
traume 08/13» und weiter hinten unter Beurteilung und Procedere «Bezüglich des 
Halstraumas denke ich am ehesten an eine lokalisierte Weichteilverletzung» 
(pag. 25 f.). Die Ausführungen der Vorinstanz erweisen sich nach dem Gesagten 
als schlüssig.

12.2 SMS-Nachrichten

Die Vorinstanz bringt zu den SMS-Nachrichten vor was folgt:

Bei den SMS-Nachrichten handelt es sich um Beweismittel, die auf der Aussage des jeweiligen Text-
Verfassers beruhen. Sie sind grundsätzlich geeignet, die Aussagen der Privatklägerin zu bestätigen 
oder zu ergänzen. Auch sie sind subjektiv gefärbt und kritisch zu würdigen. 

SMS zwischen der Privatklägerin und dem Beschuldigtem (pag. 114 f., 269 f., 437 ff., 600 ff.)

Die übertriebene und zugleich anschuldigende Art der Antworten des Beschuldigten auf die eher 
zurückhaltenden SMS-Nachrichten seiner Frau (pag. 114 f., 269 f., 437 ff., 600 ff.) hinterlassen den 
Eindruck, dass der Beschuldigte keinen sachlichen Umgangston mehr finden kann. Ohne konkrete 
Anhaltspunkte zu nennen, beschuldigt er die Privatklägerin in einem Rundumschlag, dass sie ihm 
drohe, ihn belüge, mobbe und verarsche. Die knappe und wiederum zurückhaltende Antwort der Pri-
vatklägerin – „Du hesches nid verstande…“ (pag. 114, 269, 439, 604) - verdeutlicht die übertriebene 
Reaktion des Beschuldigten. Aufgrund der Intensität seiner Nachrichten sind diese eher zu seinen 
Ungunsten zu werten. Vielmehr sind sie dahingehend zu verstehen, dass sie die [nachstehenden] 
Ausführungen der Privatklägerin bezüglich der Beschimpfungen und des unhöflichen  Verhaltens zu 
unterstreichen vermögen.

SMS zwischen der Privatklägerin und einer Freundin (pag. 84 f. / pag. 238 f.)

Insbesondere die SMS zwischen einer Freundin und der Privatklägerin (pag. 84 f. / pag. 238 f.) un-
termauern das von der Privatklägerin über den Beschuldigten vermittelte Bild. Es kann ausgeschlos-
sen werden, dass die Privatklägerin Einfluss auf ihre Freundin zum Verfassen einer solchen SMS-
Nachricht genommen hätte. Die Mitteilung und die Sorge der Freundin wie auch die Antworten der 
Privatklägerin wirken integer, authentisch und nicht ausgedacht. Dass die SMS als ein ausgeheckter 
Komplott gegen den Beschuldigten angesehen werden könnte, ist daher nur schwer vorstellbar. Viel-
mehr dient die Nachricht der Veranschaulichung der Umgangsform des Beschuldigten. Die Angst der 
Privatklägerin gegenüber ihrem Mann ist aufgrund solcher Drohungen nachvollziehbar.

SMS zwischen I.________ und dem Beschuldigten (pag. 267)

Die SMS-Nachricht von I.________ (pag. 267) unterstreicht die Aussagen der Privatklägerin. Selbst 
wenn I.________ seiner Wut Ausdruck verleiht, so vermeidet er es, den Beschuldigten sinnlos zu dif-
famieren. Er begründet seine Einmischung und gibt dem Beschuldigten zu verstehen, was er von 

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dessen Verhalten hält. Die Nachricht wirkt auch bei einer kritischen Würdigung glaubhaft und über-
zeugend. Es ist nicht ersichtlich, weshalb sich der Freund von E.________ ohne Grund an den Be-
schuldigten wenden und ihn mit seinem Verhalten konfrontieren sollte. Diese Nachricht zeigt auf, dass 
der Beschuldigte ein Verhalten an den Tag legt, das von anderen nicht geschätzt wird. Die Nachricht 
hat nach Auffassung des Gerichts und entgegen der Auffassung des Beschuldigten keinen drohenden 
Charakter. Sie stellt lediglich eine Meinungskundgabe von I.________ dar, mit welcher er versucht, 
dem Beschuldigten die Art und Weise seiner Umgangsform mit Mitmenschen zu vermitteln.

SMS zwischen der Privatklägerin und der Schwester des Beschuldigten (pag. 111, 264 f.)

Die Nachrichten der Privatklägerin an die Schwester des Beschuldigten (pag. 111, 264 f.) stimmen mit 
den Aussagen der Privatklägerin überein. Sie versucht sogar, ihre Entscheidung zur Trennung zu 
rechtsfertigen. Sie gibt der Schwägerin zu verstehen, dass sie das Verhalten ihres Mannes nicht län-
ger erdulden kann. Dennoch belastet sie den Beschuldigten nicht mehr als nötig. Die Aussagen der 
Privatklägerin in den Nachrichten wirken echt, wohl überlegt und entschlossen. Dass sich die Privat-
klägerin alles nur ausgedacht haben könnte und es nur als Vorwand dient, ist unwahrscheinlich. Alle 
Aussagen (Privatklägerin und Zeugen) sowie die SMS-Nachrichten aufeinander abzustimmen und 
sowohl konstant als auch korrekt bei dieser Geschichte zu bleiben, wäre kaum vorstellbar. 

SMS zwischen der Schwester des Beschuldigten und dem Beschuldigten (pag. 111, 264)

Die Nachricht der Schwester des Beschuldigten an ihn (pag. 111, 264) vermag hingegen das Gericht 
nicht zu überzeugen. Die Darstellung der Privatklägerin als rache- und hassbesessene, feindselige 
Ehefrau stehen im Widerspruch zu den Nachrichten der Schwester an die Privatklägerin (pag. 111, 
264 f.). Die Schwester zeigt sich einerseits als die unterstützende, hoffnungsvolle Schwägerin, welche 
die Privatklägerin über alles lieben und über die Situation tief traurig sein will. Andererseits ist davon 
in der Nachricht an ihren Bruder nichts mehr zu sehen. Ein solcher Widerspruch nimmt der Nachricht 
ihre Glaubwürdigkeit und sie vermag die Aussagen der Privatklägerin nicht zu widerlegen.

Die Verteidigung vertritt folgende Auffassung: 
SMS-Nachrichten (pag. 733/5)

Die Absicht der Vorinstanz war es offensichtlich, die Aussagen von C.________ zu bestätigen oder zu 
ergänzen, sie nimmt einseitig Partei anstatt die Argumente beider Seiten zu berücksichtigen. Die Pri-
vatklägerin schreibt voller Hass, Rache und Feindseligkeit. Sie droht dem Beschuldigten für den Fall, 
dass er die Strafanzeigen gegen H.________ und G.________ nicht zurückzieht, mit Konsequenzen. 
Der Beschuldigte hat die Strafanzeigen nicht zurückgezogen und die Privatklägerin hat ihre Drohung 
wahr gemacht und gegen den Beschuldigten eine Strafanzeige eingereicht. Ihr Eingeständnis, 
G.________ verfüge über eine schlechte Presse, sind angesichts der Tatsache, dass dieser ein Bor-
dell führte und aufgrund seines Schneeballsystems mediale Aufmerksamkeit erfuhr, mild ausgedrückt. 
Zudem ist der Aussagewert von undatierten, mit unbekannten Personen geführten SMS-Nachrichten 
nicht geeignet, irgendeinen Beweis zu erbringen. Die Aussagen der Privatklägerin können kaum 
durch Zeugenaussage erhärtet werden, weshalb sie auch hier versucht Aussagen von unbekannten 
Personen, beziehungsweise von Personen die wohl als Zeugen ungeeignet wären, in das Verfahren 
einzubringen. Sie ist zudem nur begrenzt fähig, SMS-Nachrichten auf Deutsch zu verfassen, weshalb 
diese vermutlich zum Teil von G.________ stammen. Die Parteien waren nicht in der Lage, die SMS-
Nachrichten in ihrer Muttersprache zu verfassen; ihre Smartphones sind dafür nicht eingerichtet. Frau 
K.________ verfügt über ein juristisches Studium aus dem F.________ und ist der Privatklägerin von 
Beginn weg mit Rat und Tat zu Seite gestanden. Sie hat die Privatklägerin beraten, sich ein Arztzeug-
nis zu besorgen und sich an eine Anwältin zu wenden. Frau K.________ hat entscheidend Einfluss 

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ausgeübt und dadurch das Verfahren verfälscht. Die Würdigung der Vorinstanz beruht auf einem fal-
schen Sachverhalt. Auch bei der Würdigung der SMS von I.________ ist die Vorinstanz auf einem 
Auge blind. Seine Aussagen sind diffamierend und der Beschuldigte musste ihn bitten, sich anständig 
zu verhalten. I.________ ist oder war der Freund von E.________ und stellt sich gleich wie 
K.________ einseitig in den Dienst der Privatklägerin. Die Aussagen von Y.________ zeigen erstmals 
ihr Bedauern und Anteilnahme aus. Sie versucht die Privatklägerin von ihrem Hass, Rache und 
Feindseligkeit gegenüber dem Beschuldigten abzubringen und bittet ihren Bruder, Verständnis aufzu-
bringen und die Ehe in Liebe weiterzuführen. Die Würdigung der Vorinstanz ist schlicht unhaltbar.

Ferner bringt die Verteidigung bereits bei ihrer Darstellung des Sachverhalts würdi-
gend vor, die Staatsanwaltschaft habe den Namen der Freundin der Straf- und Zi-
vilklägerin, K.________, den Scheidungsakten entnommen und gegen den Willen 
der Straf- und Zivilklägerin öffentlich gemacht. Die SMS-Nachricht auf pag. 238 f. 
sei nicht nur undatiert, sondern erscheine aufgesetzt. Die beiden Freundinnen hät-
ten zum Nachteil des Berufungsführers SMS-Nachrichten verfasst. Als Beweise 
seien diese SMS untauglich (pag. 815).

Den Ausführungen des Berufungsführers, wonach die Vorinstanz einseitig für die 
Straf- und Zivilklägerin Stellung nehme und diese voller Rache und Feindseligkeit 
schreibe, kann die Kammer im Lichte der aktenkundigen Konversationen nicht fol-
gen. Auch von einem Androhen von Konsequenzen kann nicht ausgegangen wer-
den, wurden doch vom Mobiltelefon der Straf- und Zivilklägerin Texte versendet wie 
«[…] ich bitte dich nochmal.. J.________ und dir zuliebe» oder «Du hesches nid 
verstande..bitte nimm die anzeige zurück..dir zuleibe..Allen zuliebe..danke» (pag. 
269). Nichts zur Sache tut diesbezüglich ferner die Vergangenheit von 
G.________. Ausserdem erschliesst sich der Kammer nicht, inwiefern die Vorin-
stanz bei der Würdigung der SMS von I.________ «auf einem Auge blind» sein 
soll, wie der Berufungsführer geltend macht (pag. 825). I.________ begründet 
nämlich sogar – wie die Vorinstanz richtig festhält –, wieso er dem Berufungsführer 
mit den gewählten harten Worten eine SMS schreibt (siehe bspw. «[…] Wie bereits er-
wähnt habe ich bisher immer gehofft, dass dieser konflikt mit vernunft und besonnenheit zu einem gu-
ten ende kommt und ich mich da raushalten kann. Nun leider habe ich mich getäuscht […].» [pag. 
267]).  

Des Weiteren ist den SMS-Unterhaltungen, in welche die Schwester des Beru-
fungsführers involviert war, insgesamt kein zu hohes Gewicht beizumessen. Offen-
bar versuchte sie, es beiden Seiten recht zu machen. Bezeichnenderweise bat sie 
den Berufungsführer denn auch, er solle diese weitergeleiteten Nachrichten «nicht 
gegen sie bei Diskussionen» benutzen (pag. 264). 

Gesamthaft betrachtet überzeugen die Ausführungen der Vorinstanz zu den SMS-
Nachrichten. Ihre diesbezügliche Beweiswürdigung ist einleuchtend.  

12.3 Bestätigungsschreiben

Die Vorinstanz bringt zu den verschiedenen Bestätigungsschreiben Folgendes vor:
Bei den Bestätigungsschreiben (pag. 190 f., 280 f., 596) handelt es sich um Beweismittel, die auf 
Wunsch des Beschuldigten angefertigt wurden. Aufgrund der spezifischen Auswahl der Verfasser sind 
die Schreiben besonders kritisch zu würdigen. 

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Bestätigungsschreiben von N.________ (pag. 190, 280)

Wie aus den Aussagen der Privatklägerin und der Zeugen hervorgeht (pag. 203, Z. 75 ff., pag. 205, 
Z. 159 f., pag. 249, Z. 151, pag. 647, Z. 43 f., pag. 648, Z. 1 f.), ist die Privatklägerin sehr zurückhal-
tend und vertraut sich nur schwer und zögerlich jemandem an. Daher erstaunt es nicht, wenn sie sich 
der Nachbarin, N.________, gegenüber nicht geöffnet hat und lediglich von Unstimmigkeiten gespro-
chen hatte. 

Das Schreiben sagt nichts darüber aus, wie der Beschuldigte „hinter verschlossenen Türen“ mit der 
Privatklägerin umgegangen ist. Das Schreiben schliesst das gerügte Verhalten des Beschuldigten 
nicht aus. Die Wahrnehmung des Verhaltens in der Öffentlichkeit hat nicht jenem in der Privatsphäre 
zu entsprechen. Grundsätzlich versucht man in der Öffentlichkeit sich anständig zu verhalten. Man will 
vermeiden, vor den Mitmenschen negativ wahrgenommen zu werden und von sich ein anderes als 
das gewünschte Bild zu vermitteln. Dass die Nachbarin als Aussenstehende daher nicht viel von den 
Streitigkeiten mitbekommen hat, erstaunt nicht. Das Schreiben von N.________ ist dementsprechend 
nicht geeignet, die Aussagen der Privatklägerin zu widerlegen.

Bestätigungsschreiben Familie O.________ (pag. 191, 281)

Die Aussage, wonach die Privatklägerin auf Frage bestätigt haben soll, zwei Liebhaber – einen für die 
Arbeit und den anderen für am Wochenende – zu haben, erscheint unwahrscheinlich. Mit dieser Aus-
sage wurde gar über das Ziel hinausgeschossen. Es ist schwerlich denkbar, dass die Privatklägerin 
gleich zwei Liebhaber hätte und ihrem Ehemann damit Anlass zu Streit bieten würde. Insbesondere 
das Thema bezüglich Streetparade in diesem Schreiben wie in jenem von N.________ wirkt absicht-
lich erwähnt. Dass die Privatklägerin, die sich ohnehin nur zögerlich äussert, gegenüber Aussenste-
henden ein solch spezifisches Detail preisgeben würde, ist wenig glaubhaft. Das ganze Schreiben 
wirkt abgesprochen, übertrieben, unecht und als reines Gefälligkeitsschreiben. Es vermag nicht zu 
überzeugen.

Bestätigungsschreiben P.________ (pag. 596)

„He is very respectful Helpful and absolutely correct person with a great Character. I have seen him 
how he treats his Sisters and Parents and also his past Relationships. All his friends are long term 
friends and they all trust him very much and are proud of his friendship. He would never do something 
which he can’t stand for it and whatever happens he always says the truth.” Ein Schreiben, das in ei-
ner übertriebenen Weise positive Eigenschaften hervorhebt und verallgemeinert, wirkt künstlich und 
unecht. Das Schreiben lässt die persönliche Komponente des Verfassers vermissen, wie beispiels-
weise, dass der Beschuldigte für ihn immer ein hilfsbereiter, treuer Freund gewesen ist. Das Be-
schränken auf das persönliche Empfinden oder das Auslassen von positiven Hervorhebungen (abso-
lutely, always, never, very) hätte das Schreiben glaubwürdiger wirken lassen. Somit vermag auch die-
ses Schreiben nicht zu überzeugen.

Die Verteidigung äussert sich folgendermassen zu den Bestätigungsschreiben:
Bestätigungsschreiben von N.________ (pag. 735)

Der Vorfall vom 17. März 2014 im Treppenhaus wird von N.________ glaubhaft beschrieben. Völlig 
unglaubhaft ist jedoch die Aussage der SMS-Nachricht vom 19. März 2014 (pag. 266), dort wird der 
der Beschuldigte bezichtigt, sich die Verletzung selber zugezogen zu haben; er sei der wahre Täter. 
Dies obschon N.________ den Schrei gehört hat und die Polizei Verletzungen beim Beschuldigten 
feststellen konnte. Die Privatklägerin kann nicht als zurückhaltend bezeichnet werden, ihre Aufma-
chung an der STREETPARADE vom 10./11. August 2013 deutet jedenfalls nicht daraufhin. Die Vorin-

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stanz hat es abgelehnt, ein entsprechendes Foto der Privatklägerin zu den Akten zu erkennen. Die 
Privatklägerin hat sich mit G.________ und E.________ an der Streetparade ausgetobt. Sie hat be-
reits im Sommer N.________ erzählt, sie wolle an die Streetparade gehen und der Beschuldigte sei 
zu alt für sie. Die Privatklägerin hat richtigerweise gegenüber N.________ nie behauptet, sie werde 
vom Beschuldigten geschlagen oder sonst wie misshandelt. N.________ hat bestätigt, dass sich der 
Beschuldigte immer anständig verhalten haben soll und auch keinem islamistischen Frauenbild Vor-
schub leisten. Diese Aussagen werden grundsätzlich nicht bestritten, die Vorinstanz will diese Aussa-
gen jedoch nicht als Bestätigung anerkennen, weil es sich hinter verschlossenen Türen abspiele. Kor-
rekterweise darf die Vorinstanz hier auch nichts zu Ungunsten des Beschuldigten herleiten. Sie muss 
mindestens nach dem Grundsatz in dubio pro reo die Aussagen zu Gunsten des Beschuldigten wer-
ten. Die Darstellung des Vorfalls vom 17. März 2014 und die SMS-Nachricht der Privatklägerin vom 
19. März 2014 sind durchaus geeignet, die Aussagen der Privatklägerin zu widerlegen.

Bestätigungsschreiben der Familie O.________ (pag. 735/6) 

Wer einen 19 Jahre älteren Partner heiratet, ihn anschliessend als zu alt erachtet und sich mit einem 
jüngeren Mann u.a. an der Streetparade vergnügt, kann durchaus zwei Männer umgarnen, einen der 
ihr während der Woche bei verschiedenen Arbeiten hilft, der andere zum ausschliesslichen Vergnü-
gen am Wochenende. Die Privatklägerin wollte den Beschuldigten mit ihrer Teilnahme an der Street-
parade ärgern; sie wollte ihm schaden.

Bestätigungsschreiben von P.________ (pag. 736) 

Dieses Schreiben kann nicht einfach als verallgemeinert, künstlich und unecht abgetan werden, denn 
es enthält auch eine detaillierte Beschreibung der Ereignisse vom 6. Januar 2015. Die Privatklägerin 
hat die Wohnung des Beschuldigten ohne seine Einwilligung betreten, was immerhin zu einem Poli-
zeieinsatz führte. Dies zeigt mindestens auf, dass sich die Privatklägerin nicht durch rechtliche Gege-
benheiten aufhalten lässt.  

Das Bestätigungsschreiben von N.________ wirft ein positives Licht auf den Beru-
fungsführer, was die Kammer anerkennt. Darin beschreibt sie aber mit keinem Wort 
den Vorfall im Treppenhaus vom 17. März 2014, wie es der Berufungsführer aus-
führt. In dieser Hinsicht ist das Schreiben somit von keiner Relevanz. Zuzustimmen 
ist dem Berufungsführer indessen insoweit, als aus dem Bestätigungsschreiben 
nichts zu seinen Ungunsten abgeleitet werden kann. Dies hat die Vorinstanz aber 
auch nicht getan, sondern bloss ausgeführt, das Schreiben von N.________ sei 
nicht geeignet, die Aussagen der Privatklägerin zu widerlegen, was richtig ist. Die 
Straf- und Zivilklägerin lässt im Übrigen richtig ausführen, dass die aktenkundige 
SMS-Nachricht vom 19. März 2013 von I.________ stammt und nicht von ihr (pag. 
266 oben; anders dargestellt pag. 826 Z. 3 f.). 

Die Kammer geht im Weiteren nicht so weit, dass sie das Schreiben von 
P.________ geradezu als künstlich und unecht bezeichnen würde. Dennoch ver-
mag der Berufungsführer aus diesem «parteiischen» Schreiben nichts zu seinen 
Gunsten abzuleiten, da es sich nicht zu den strafrechtlichen Vorwürfen äussert. 
Soweit der Berufungsführer ausführt, die Straf- und Zivilklägerin würde sich «nicht 
durch rechtliche Begebenheiten aufhalten» lassen, so ist dem entgegen zu halten, 
dass sie an der Türe läutete und P.________ gemäss seinen eigenen Ausführun-
gen darauf antwortete, also die Türe öffnete (vgl. pag. 596: «which I answered»). 

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Dass der Berufungsführer später – einige Minuten nachdem er die Wohnung ver-
lassen hatte und danach zurückkam – mit der Polizei zu tun hatte, erscheint für 
dieses Verfahren höchstens von sehr untergeordneter Bedeutung. 

Nach dem Gesagten vermögen die Argumente des Berufungsführers nichts an der 
Korrektheit der Ausführungen der Vorinstanz zu ändern. 

12.4 Akten Eheschutz und Scheidung

Die Vorinstanz trägt hierzu folgende Argumente vor:
Eheschutzgesuch vom 05.09.2013 (pag. 17 ff.), Scheidungsklage vom 04.06.2014 (pag. 33 ff.), Ge-
such um vorsorgliche Massnahmen vom 04.06.2014 (pag. 41 ff.)

Die genannten Rechtsschriften sind Eingaben der Privatklägerin im parallel laufenden Zivilverfahren. 
Sie beruhen vollständig auf den Angaben der Privatklägerin. Dennoch bestätigen, präzisieren und 
vervollständigen sie die Aussagen der Privatklägerin als auch der Zeugen G.________, H.________, 
E.________ und K.________ im Strafverfahren. Durch die hohe Detailfülle, die Unterlegung mit kon-
kreten Beispielen, die Konstanz und die Übereinstimmung mit den Aussagen im Strafverfahren, den 
SMS-Nachrichten etc. sind die Rechtschriften geeignet, die Aussagen der Privatklägerin zu stützen. 

Auch hier ist es äusserst unwahrscheinlich, dass die Privatklägerin im Sinne eines Konstrukts / eines 
Komplotts die Vorfälle bereits im viel früheren Zivilverfahren geltend macht, um dies dann auch im 
Strafverfahren nutzen und sich darauf berufen zu können. Dies hätte ebenfalls wieder äusserst minu-
tiös, mit verschiedenen Akteuren geplant und einstudiert werden müssen. 

Stellungnahme des Beschuldigten betreffend Gesuch um vorsorgliche Massnahmen vom 04.07.2014 
(pag. 46 ff.) und Informelle Stellungnahme zur Ehescheidungsklage vom 05.09.2014 (pag. 56 f.)

Wie die Rechtschriften der Privatklägerin basieren auch die Stellungnahmen des Beschuldigten im Zi-
vilverfahren lediglich auf dessen Angaben. Jegliche Angaben der Privatklägerin werden bestritten und 
vielfach ins Gegenteil gekehrt. Die Stellungnahmen sind nicht geeignet, die Aussagen der Privatkläge-
rin zu widerlegen.

Die Verteidigung macht hierzu folgende Ausführungen:
Zu den Eheschutz- und Scheidungsakten (pag. 736/7) 

Beide Elternteile haben die Obhut über J.________ beantragt. Die Privatklägerin hatte offenbar 
Angst, die Obhut könnte dem Beschuldigten zugesprochen werden. Sie hat deshalb alles daran ge-
setzt, dieses Ziel zu erreichen. Sie hat den Rat von K.________ befolgt, den Beschuldigten mit Arzt-
berichten zu diskreditieren. Die Arztberichte bestätigen jedoch die Aussagen des Beschuldigten. 
Trotzdem sind diese Berichte im Eheverfahren und im Strafverfahren von der Privatklägerin einge-
reicht worden. Beide Gerichte haben falsche Schlüsse daraus gezogen. Die Privatklägerin hat in ih-
rem SMS vom 19. März 2014 (pag. 226) bestätigt, dass sie G.________ seit Jahren kennt und auch 
von den bedenklichen medialen Berichten, z.B. vom Kassensturz, Kenntnis hat. Als sich die Frage der 
Obhut vor dem Zivilgericht stellte, hat sie den gemeinsamen Sohn J.________ aus der KITA genom-
men und ist ohne Angabe einer Adresse mit J.________ verschwunden. Es ist ihr gelungen, dem 
Kindsvater den Sohn über ein halbes Jahr vorzuenthalten. Nachdem ruchbar wurde, dass sie bei ih-
rem Geliebten in AD.________ wohnt, begann ein anderes böses Spiel. J.________ habe Angst vor 

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seinem Vater und es dürfe ihm lediglich ein begleitetes Besuchsrecht zugestanden werden. Diese 
Ungerechtigkeit ist auch durch den Umstand ermöglicht worden, dass sie bei ihrer Anwältin Domizil 
verzeigt hat. Es ist zwar legitim sich von seinem Ehepartner zu trennen und sogar die Obhut für das 
gemeinsame Kind zu beanspruchen. Die Privatklägerin ist äusserst raffinert, ja skrupellos vorgegan-
gen, um ihr Ziel zu erreichen. Die Geschwister E./G, ihre Schwester H.________ und K.________ mit 
juristischen Ratschlägen, haben sie dabei unterstützt. Die Privatklägerin hat offensichtlich auch die 
Vorinstanz überzeugen können, ihre Aussagen sollen echt, wohl überlegt, entschlossen, konstant, mit 
einer hohen Detailfülle und mit konkreten Beispielen unterlegt sein. Beim Beschuldigten wird lediglich 
ausgeführt, seine Stellungnahmen seien nicht geeignet, die Aussagen der Privatklägerin zu widerle-
gen. Die Vorinstanz beachtet die Entstehung der Aussagen, ein wichtiger Punkt um den Wahrheits-
gehalt von Aussagen zu ermitteln, nicht. Zudem müsste auch hier im Zweifel für den Beschuldigten 
geurteilt werden.

Zunächst ist seitens der Kammer festzuhalten, dass es schleierhaft erscheint, wie 
die Verteidigung in diesem Zusammenhang behaupten kann, die Straf- und Zivil-
klägerin habe in ihrem SMS vom 19. März 2014 (pag. 226, recte pag. 266) 
bestätigt, dass sie G.________ seit Jahren kenne und auch die bedenklichen me-
dialen Berichte zur Kenntnis genommen habe, wenn doch dieses SMS vom 19. 
März 2014 von I.________ stammt, wie es übrigens am Anfang der Berufungsbe-
gründung auch noch korrekt dargestellt wurde (siehe pag. 815 zuunterst). Des Wei-
teren zieht der Berufungsführer – wie die Straf- und Zivilklägerin richtig ausführt 
(pag. 847) – mit Blick auf den Zeitablauf falsche Schlüsse hinsichtlich der Obhut 
von J.________. 

Im Übrigen kann auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden. Es trifft 
zwar zu, dass die Eheschutz- und Scheidungsakten auf den Angaben der Straf- 
und Zivilklägerin beruhen. Weshalb sie falsch sein sollten, legt der Berufungsführer 
aber nicht dar. Vielmehr begnügt er sich damit, die Straf- und Zivilklägerin mit pau-
schalen Aussagen generell in ein schlechtes Licht zu rücken. Von einem Komplott 
ist nach Ansicht der Kammer wahrlich nicht auszugehen. Inwiefern in diesem Kon-
text «im Zweifel für den Beschuldigten geurteilt» werden müsste, legt der Beru-
fungsführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. 

12.5 Aussagen C.________

Die Vorinstanz vertritt hinsichtlich der Aussagen der Straf- und Zivilklägerin folgen-
de Auffassung:
Die Aussagen der Privatklägerin erscheinen detailliert, ausführlich, stimmig, nachvollziehbar und wi-
derspruchsfrei. Im Kernbereich stimmen ihre Aussagen in allen Befragungen überein. Sie sagt gleich-
bleiben[d] und konstant aus. Sie beschreibt auch ihre Gedanken und Interaktionen. Es passt in den 
ganzen Ablauf der Geschichte: Die Privatklägerin heiratet im F.________ ihren Mann, kommt hierher 
in die Schweiz, in einen anderen Kulturkreis, sie kennt niemanden und kann auch die Sprache nicht. 
Mit dem kleinen Kind wird sie vorerst auch etwas zu Hause angebunden gewesen sein. Mit der Zeit 
lernt sie aber etwas Deutsch, sie lernt andere Leute kennen, auch Schweizer/innen und sieht, wie 
man hier recht offen lebt. Kurz gesagt, die Privatklägerin emanzipiert sich. Sie wird eine eigenständige 
Frau, die ein eigenes Leben haben will, die auch mal etwas unternimmt, auch ohne den Ehemann. 
Sie will sich später von ihrem Mann trennen, was er nicht akzeptieren kann oder will und da rastet er 
aus und wird handgreiflich. Die Aussagen lassen kein kalkuliertes, zielgerichtetes Aussageverhalten 

19

erkennen. Die Aussagen machen viel mehr deutlich, dass die Privatklägerin irgendwann einfach ge-
nug hatte. So kann sie authentisch erklären, warum sie schliesslich Anzeige erstattet hatte: „Ich hatte 
damals noch grosse Angst vor ihm und es wurde nach und nach mit seinem Verhalten schlimmer. Er 
hat mich dann später mal mit einem Ordner an meinen Hals geschlagen. Als er immer handgreiflicher 
und gewalttätiger wurde und nachdem ich eine eigene Wohnung hatte, beschloss ich, ihn zu stoppen 
und eine Anzeige aufzugeben“ (pag. 80, Z. 233 ff., pag. 234, Z. 233 ff.) Sie übertreibt nicht und sie be-
lastet ihren Mann nicht übermässig. Sie will ihn nicht bloss schlecht darstellen und sie gewinnt ihm 
auch Gutes ab. Beispielsweise habe er sie beim Würgen losgelassen, als er sah, dass sie nicht mehr 
atmen konnte (pag. 70, Z. 129 f., pag. 79, Z. 220, pag. 233, Z. 220, pag. 647, Z. 31 f.). Sie sagte 
auch, er sei grundsätzlich ein guter Vater (pag. 71, Z. 175).  

Durch die vielen detailreichen, spezifischen Schilderungen unter Angabe von persönlichen Gedanken, 
Gefühlen und wiedergegebenen Interaktionen und Gesprächen wirken die Vorfälle als tatsächlich er-
lebt. So erzählte sie etwa, wie schliesslich alles zu viel wurde, also dass der Beschuldigte ihr zu Un-
recht unterstellt hatte, dass sie gleichzeitig einen Freund im F.________ und auch hier mit anderen 
Männern eine Beziehung habe, und sogar, dass sie mit ihrem Cousin eine Beziehung gehabt hätte 
(pag. 651, Z. 18 ff.). Dann habe er auch begonnen, mit dem Sohn eine Gehirnwäsche zu machen, wo 
es dann für sie sehr schlimm und zu viel gewesen sei (pag. 651, Z. 20 ff.). Oder ferner etwa, dass er 
sie nach dem Würgen gefragt habe, wer ihr beigebracht habe, sich trennen bzw. scheiden lassen zu 
wollen (pag. 79, Z. 220 ff. / pag. 233, Z. 220 ff., pag. 647, Z. 38 f.). Sie erwähnte auch unwichtige, ne-
bensächliche Details, wie etwa, dass es sich um einen roten Ordner gehandelt habe, mit dem er sie 
gegen ihren Hals geschlagen habe (pag. 650, Z. 7). Ferner hat sie anstelle der Nennung „Migrations-
dienst“ oder „Fremdenpolizei“ den Namen der Strasse „Predigergasse“ benutzt (u.a. pag. 79, Z. 227, 
pag. 233, Z. 227). Sie gibt aber auch zu, wenn sie etwas nicht oder nicht mehr weiss. So weiss sie 
beispielsweise den Namen der Dame beim Empfang des Migrationsdienstes nicht mehr (pag. 79, 
Z. 226, pag. 233, Z. 226, pag. 651, Z. 44). Weiter war sie sich auch nicht sicher, wie dick der Stapel 
Papier war (pag. 649, Z. 34 ff.), oder ob es lose oder gebundene Blätter bei diesem Stapel waren 
(pag. 652, Z. 28-31).

Sie kann klare zeitliche Angaben machen, grenzt die Vorfälle zeitlich ein. Beispielsweise ordnet sie 
den Beginn der üblen Nachrede klar auf den Zeitpunkt der Trennung ein und dass der Beschuldigte 
bis heute nicht damit aufgehört habe (pag. 76, Z. 102 ff., pag. 230, Z. 107 ff.). Sie sagt zudem explizit, 
dass sie seit Januar 2014 nicht mehr handgreiflich angegangen wurde (pag. 70, Z. 116). Weiter sagt 
sie beispielsweise auch aus, dass der Vorfall mit dem Würgen auf den Zeitpunkt der Trennung fällt, 
also August 2013 (pag. 70, Z. 125 ff., pag. 79, Z. 216 ff., pag. 233, Z. 216 ff., pag. 647, Z. 22). Auch 
die räumliche Verknüpfung stellt kein Problem dar. So kann sie etwa genau sagen, dass der Würge-
Vorfall im Wohnzimmer geschah und er sie anschliessend in die Mitte des Zimmers geworfen habe 
(pag. 647, Z. 36 ff.). Oder weiter auch, dass der Vorfall mit dem Stapel Papier zuerst mit dem Holen 
der Schutzgurte beim Beschuldigten zuhause begonnen und sich schliesslich vor der Tür des Kinder-
gartens abgespielt habe (pag. 649, Z. 8 ff.). Ihre Antworten sind immer ähnlich, aber nicht ganz genau 
gleich und wirken somit nicht einstudiert. Zum Beispiel waren einmal ihre Eltern am Telefon (pag. 70, 
Z. 125 ff., pag. 79, Z. 216 ff., pag. 233, Z. 216 ff.) und einmal ihre Mutter und ihr Bruder (pag. 647, Z. 
22 ff.), als der Beschuldigte die Privatklägerin anschliessend gewürgt hatte. Die Aussagen von 
C.________ stehen zudem nicht alleine da. Ihre Aussagen werden durch die Zeugenaussagen ge-
stützt (siehe nachfolgende Ziffern 3.5.2.-3.5.5.). 

Bezüglich des Würge-Vorfalls hat sie ihren Eltern, Freundinnen, ihrer Schwester und auch ihrem neu-
en Freund davon erzählt. Dies aber nicht geradeheraus, sondern zurückhaltend, zögerlich und erst 

20

auf Nachfrage (pag. 647, Z. 43 f., pag. 648, Z. 1 f., pag. 203, Z. 75 ff., pag. 249, Z. 151). Dieses Ver-
halten passt zu Opfer[n] häuslicher Gewalt. Sie verstecken Spuren, fressen das Ganze in sich hinein, 
schämen sich dafür, geben zuerst eine andere Ursache an und öffnen sich dann doch mit der Zeit. Es 
ist auch nicht aussergewöhnlich, dass Opfer nicht zum Arzt gehen, dies häufig aus Angst. Dies konnte 
die Privatklägerin auch glaubhaft vermitteln: „Aus Angst habe ich das nicht gemacht. An jenem Tag 
als ich bei der Predigergasse war und ich nach Hause ging, sprach er mich darauf an und sagte, dass 
ich zur Polizei gehen würde, und dort alles berichten würde. Dort habe ich erfahren, dass er mich im-
mer verfolgt, wenn ich rausgehe. Ich hatte Angst und wusste nicht, was alles passieren würde.“ 
(pag. 80, Z. 240 ff., pag. 234, Z. 240 ff.). Möglich ist aber auch, dass sie nicht zum Arzt ging, weil es 
keine grobe Verletzung gab, die behandelt werden musste. Die Privatklägerin ging anschliessend 
doch noch zum Arzt, weil ihr die länger anhaltenden Schmerzen Sorgen bereiteten (pag. 80, Z. 243 
ff., pag. 234, Z. 243 ff.). Dass dann der Arzt etwa drei Wochen später vom Würge-Vorfall nichts mehr 
feststellen konnte, überrascht nicht. Das von der Privatklägerin beschriebene Würgen war nicht so, 
dass es längerfristige, nachweisbare Spuren hinterlassen und unmittelbar einen Arztbesuch notwen-
dig gemacht hätte. Hätte sie überdies nur zum Arzt gehen wollen, um gegen ihren Mann etwas in der 
Hand zu haben, so hätte sie sich wohl unmittelbar nach dem Vorfall einen Termin geben lassen. 

Es überrascht auch nicht, dass niemand Spuren am Hals gesehen haben will. Einerseits hinterlässt 
nicht jedes Würgen längerdauernde sichtbare Würgemale. Die Privatklägerin hätte auch nichts der-
gleichen erwähnt, dass längerfristig Würgemale sichtbar gewesen sein sollen. Durch die nachvoll-
ziehbare Schilderung des Vorfalls durch die Privatklägerin kann vermutet werden, dass tatsächlich 
nicht lange Spuren des Vorfalls zu sehen waren (pag. 70, Z. 127 ff.). Zudem ist die Privatklägerin eher 
d[u]nklerer Hautfarbe, weshalb Hautverfärbungen weniger schnell sichtbar sind. Mit einem Schal, wie 
sie auch an der Hauptverhandlung einen trug, hätte ferner die Halspartie abgedeckt werden können. 
Kaschiert wird oftmals auch aus Scham, da das Opfer nicht als Opfer dastehen will. Somit passt auch 
dieser Teil der Aussage in das ganze Geschehen. Es kann also durchaus möglich sein, dass niemand 
etwas bemerkte, weil auch niemand etwas bemerken sollte. Die Privatklägerin beabsichtigte am 
14.8.2013 offenbar beim Migrationsdienst oder der Polizei eine Meldung wegen Häuslicher Gewalt zu 
machen, entschied sich dann aber anders. Das alleine spricht noch nicht dafür, dass es nichts zu 
melden gab, weil eben nichts passiert sei. Auch dass beim Migrationsdienst keine Notiz einer Vor-
sprache gefunden wurde, spricht nicht gegen das Würgen. Die Privatklägerin schilderte nachvollzieh-
bar, dass es für den Migrationsdienst tatsächlich nichts aufzuschreiben gab. Dieses Argument, dass 
aus diesem Grund der Würge-Vorfall gar nicht gewesen sei, sticht also nicht. Auch dasjenige Argu-
ment, die Privatklägerin sei ja zwei Tage später bei ihrer Anwältin gewesen und danach sei nichts un-
ternommen worden (weder Arzt noch Polizei noch Auszug aus der Wohnung), deshalb sei auch kein 
Würgen geschehen, sticht nicht. Wie die Privatklägerin glaubhaft darlegen konnte, erzählte sie erst ih-
ren Eltern vom Vorfall und sprach dann eine Weile nicht mehr darüber ehe sie sich auf Nachfrage zö-
gerlich und zurückhaltend ihren Freundinnen gegenüber anvertraute (pag. 647, Z. 43 f., pag. 648, 
Z. 1 f., pag. 203, Z. 75 ff., pag. 205, Z. 159 f.). Es wird möglicherweise Gründe für das Verhalten der 
Privatklägerin gegeben haben. Ob, was und wann sie es ihrer Anwältin erzählt hatte, das braucht sie 
zurecht nicht bekannt zu geben. Nicht alle geschlagenen Frauen ziehen sogleich aus, das braucht mit 
einem Kind eine gewisse Organisation und Überwindung. Nicht alle geschlagenen Frauen gehen zur 
Polizei und nicht alle geschlagenen Frauen gehen zu einem Arzt. Daraus kann also nichts abgeleitet 
werden. 

Schliesslich wurde dieser Vorfall mit dem Würgen von der Privatklägerin auch bereits in ihrem Ehe-
schutzgesuch erwähnt (pag. 19). Wäre der Vorfall nicht geschehen und dieser Vorwurf nur ins Spiel 
gebracht worden, um dem Ehemann zu schaden und ihm das Kind wegzunehmen, es sich also um 

21

ein Konstrukt / ein Komplott handelt, dann hätte dies äusserst minutiös, mit verschiedenen Akteuren 
geplant und einstudiert werden müssen. Das ist äusserst unwahrscheinlich. Zudem würde es erstau-
nen, wenn die Privatklägerin ein Konstrukt / ein Komplott gegen ihren Ehemann erfinden würde, und 
dann nur einen leichteren Würge-Vorfall inszenieren würde. Es kann davon ausgegangen werden, 
dass sie ansonsten die Geschichte gravierender dargestellt hätte, um dem Ganzen mehr Gewicht und 
Eindruck zu verleihen. Somit kann davon ausgegangen werden, dass der Vorfall mit dem Würgen sich 
so ereignet hat, wie er von der Privatklägerin geschildert wurde. Wenn bereits der gravierendste Vor-
fall mit dem Würgen als erstellt erachtet werden kann und ein Konstrukt / ein Komplott wegfällt, so 
kann auf weitreichende Ausführungen zu den beiden weiteren Vorfällen verzichtet werden. Festzuhal-
ten ist, dass die Aussagen zu den Vorfällen mit dem Ordner und dem Stapel Papier glaubwürdig sind. 
Sie sind zu einzigartig und spezifisch, als dass sie ausgedacht sein könnten. Zudem sind auch hier 
die Aussagen der Privatklägerin sehr detailliert, lebhaft, konstant und widerspruchsfrei (pag. 69, 
Z. 107 ff., pag.  78, Z. 187 ff., pag. 79, Z. 190 ff., pag. 232, Z. 187 ff., pag. 233, Z. 190 ff., pag. 80, 
Z. 234 f., pag. 234, Z. 234 f., pag. 648, Z. 43 ff., pag. 649, Z. 1-45, pag. 650, Z. 1-19). Sie passen in 
die ganze Geschichte hinein. Insbesondere die Aussage von H.________, wie sie ihre Schwester 
nach diesem Vorfall mit dem Stapel Papier angetroffen hat (pag. 217, Z. 72 ff.), stützen die Aussagen 
der Privatklägerin und lassen den Vorfall plausibel und als tatsächlich vorgefallen erscheinen. Die 
Aussagen der Privatklägerin sind auch in den übrigen Punkten glaubhaft. Sie sind ohne Wider-
sprüche, stimmig, nachvollziehbar, detailliert, eingebettet in die Lebensgeschichte und differenziert. 
Das Ganze passt zudem in die gesamte Situation. Der Beschuldigte scheint eine Persönlichkeit zu 
sein, die immer Recht haben will, er ist ein gewisser Kontrollfreak, er ist der bestimmende Teil, er ist 
das Oberhaupt der Familie, er ist – wie es die Privatklägerin ausdrückte – wie ein Lehrer und nicht wie 
ein Ehemann. Dass seine Frau Gefallen an der offenen Schweizer Kultur findet und sich emanzipiert, 
läuft seiner Vorstellung der Ehe zuwider. Er will seine Frau für sich allein. Die Ehefrau will sich nun 
aber von ihm trennen. Der Ehemann, von Geburt her aus dem F.________, ist in seiner Ehre verletzt, 
er fühlt sich gekränkt, dass ihn seine Frau verlassen will und so reagiert er mit Drohungen und Be-
schimpfungen etc., in der Hoffnung, seine Frau an sich zu binden. 

Dass die Ehefrau ihren Vertrauenspersonen von den Drohungen, Beschimpfungen und der üblen 
Nachrede erzählt, ist gar zu erwarten. Welche Frau lässt sich schon gerne als Hure, Nutte oder 
schlechte Mutter betiteln, will bei anderen als solche dargestellt werden und lässt das Ganze noch 
unausgesprochen auf sich sitzen? Dass zudem Freunde und Familie einem von solchen Äusserungen 
berichten, weil es ihnen „auf dem Magen liegt“, ist nicht ungewöhnlich und verständlich. Die Privatklä-
gerin konnte glaubhaft vermitteln, dass sie nicht nur durch Anrufe von anderen Leuten von der üblen 
Nachrede erfahren hat, sondern sie selbst direkt mitbekommen hatte, wenn er sie etwa in ihrer Anwe-
senheit während der Telefonate mit ihrer Familie verunglimpfte (u.a. pag. 230, Z. 82 ff., pag. 647, 
Z. 23 ff.). Insbesondere mit der Aussage bezüglich übler Nachrede „Er machte dies in der Absicht, 
dass diese Leute, die ich kenne und [mit welchen ich] verkehre, Abstand von mir nehmen und mich al-
leine lassen würden.“ (pag. 650, Z. 28 f.) kann das Ganze nachvollzogen werden. Das soziale Umfeld 
der Privatklägerin ist hier in der Schweiz eher klein und wenn er sie isoliert, bindet er sie an sich. 
Wenn er die Privatklägerin gegenüber anderen verunglimpft, selbst in ihrer Anwesenheit, so ist es 
nicht weiter erstaunlich, dass er sie auch beschimpft. Die Aussagen zur Beschimpfung ziehen sich 
nicht nur konstant durch die Aussagen der Privatklägerin, sondern auch durch jene der Zeugen. 

Bezüglich der Drohungen fällt insbesondere die Aussage mit der Botschaft und dem Anruf an den 
Mann ihrer Tante auf (u.a. pag. 232, Z. 160 ff., pag. 648, Z. 17 ff.). Diese Aussage ist so ausserge-
wöhnlich und spezifisch, dass sie gerade deswegen sehr glaubwürdig erscheint. Auch die Drohung, 
ihr das Kind wegzunehmen (pag. 69, Z. 100 ff., pag. 77, Z. 137 ff., pag. 231, Z. 137 ff., pag. 648, Z. 8 

22

ff.), passt in die ganze Geschichte. Das Kind ist bekannterweise der Schwachpunkt einer Mutter und 
eine solche Drohung ist durchaus geeignet, sie gefügig zu machen. Dass der Beschuldigte schon lan-
ge hier ist und es ihm nicht in den Sinn komme, mit dem Kind in den F.________ zu gehen, hindert 
ihn nicht daran, mit so etwas zu drohen. Die Privatklägerin sagte, er habe ihr mehrmals gedroht, dass 
er laut F.________-Gesetz dieses Recht habe und ein Vater habe generell das Recht, wann immer er 
will, das Kind mitzunehmen (pag. 77, Z. 137 ff. / pag. 231, Z. 137 ff.). Die Zeugin K.________, eine 
Juristin, bestätigte, dass der Mann bei einer Trennung nach dem persischen Zivilrecht alle Rechte ha-
be (pag. 212, Z. 151 ff.). Dass eine Mutter Angst davor hat, ist in keiner Weise lächerlich. Er wäre 
nämlich nicht der erste Mann, der sein Kind in sein Heimatland entführt. Dass weiter auch Drohungen 
gefallen sind, wie er werde ihr das Leben zur Hölle machen oder sie werde ihre Eltern nicht mehr se-
hen, ist in der Situation der Ehegatten A.________-C.________ durchaus vorstellbar. Die Aussagen 
der Privatklägerin stehen allesamt nicht alleine da, sondern werden gestützt durch glaubhafte Aussa-
gen von G.________, H.________, E.________ und K.________ (siehe Würdigung der Zeugenaus-
sagen, nachfolgende Ziffern 3.5.2.-3.5.5.). Die Aussagen sind so unterschiedlich, dass sie nicht abge-
sprochen sein können. Dass die Privatklägerin und Herr G.________ noch vor der Trennung schon 
eine Liebesbeziehung hatten, ist eine reine Vermutung des Beschuldigten und durch überhaupt nichts 
belegt. Aufgrund der glaubhaften Aussagen der Privatklägerin (u.a. pag. 231, Z. 123-130) und der 
Zeugenaussagen von G.________ und E.________ (pag. 246, Z. 52 f., pag. 247, Z. 56-58; pag. 205, 
Z. 146 f., pag. 206, Z. 188 f.) über das Kennenlernen bis zur Beziehung, zu dieser es erst nach der 
Trennung und nach dem Auszug der Privatklägerin aus der gemeinsamen Wohnung gekommen sei, 
ist davon auszugehen, dass die Liebesbeziehung zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestand.

Die Verteidigung würdigt ihre Aussagen wie folgt:
Aussagen C.________ (pag. 737-743)

Die Privatklägerin stammt wie der Beschuldigte aus dem F.________. Dieser lebt jedoch schon seit 
30 Jahren in der Schweiz und ist voll integriert. Die 19 Jahre jüngere Privatklägerin hat mit der Zeit 
andere Bedürfnisse entwickelt. Dem Beschuldigten ist dies nicht entgangen, aber er versuchte durch-
zuhalten. Die Privatklägerin begann im Sommer 2013 ernsthaft an eine Trennung zu denken. 
G.________ und E.________ haben ihr von der Streetparade berichtet und so entstand bei ihr der 
starke Wunsch an diesem Ereignis teilzunehmen; dies umso mehr als sich zwischen ihr und 
G.________ eine Liebschaft entwickelte. Als Anfang der intimen Beziehung ist jedenfalls die Streetpa-
rade vom 10./11. August 2013 zu betrachten. Die Nacht vom 10. auf den 11. August 2013 als die Pri-
vatklägerin gemeinsam mit E.________ bei G.________ in AD.________ übernachteten und es zu In-
timitäten kam, ist als Auslöser für das Folgende zu verstehen. Sie kümmert sich nicht um den ersten 
Kindergartentag ihres Sohnes am 12. August 2013. Am 13. August 2013 haben die Parteien zuhause 
mit einem Freund aus dem F.________ bis 20.00 Uhr ein gemeinsames Nachtessen eingenommen. 
Der Freund ging nach Hause und die Privatklägerin suchte in Begleitung von E.________ den 
L.________ auf. Bei der Anamnese lügt sie die Ärztin in mehrfacher Hinsicht an. Die Privatklägerin 
hatte an diesem Abend erwiesenermassen keinen Streit. Die Parteien streiten denn auch nicht seit 
drei Jahren. Der Beschuldigte hat weder die Privatklägerin noch das Kind je geschlagen. Die Privat-
klägerin wirkte auch nicht ängstlich. Die Privatklägerin kommt zwar aus dem F.________-Kulturkreis, 
hat die Annehmlichkeiten des westlichen Lebens aber sehr schnell angenommen, ohne auf die Kon-
takte zu ihrer Familie aufzugeben. Der Beschuldigte hat sie nicht verfolgt, sonst hätte er sie ja auch 
nicht alleine an die Streetparade gehen lassen. An der Streetparade hat sie die Drittbeziehung mit 
G.________ aufgenommen. Die Privatklägerin hat ihre Strafanzeige am 19. März 2014, 13.30 Uhr, 
eingereicht (pag. 2). Die Privatklägerin bzw. G.________ hat in den SMS vom Beschuldigten den 

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Rückzug der vom ihm gegen H.________ am 26. Januar 2014 (pag. 121ff) und gegen G.________ 
am 26. Februar 2014 (pag. 135ff) eingereichten Strafanzeigen verlangt und ihm Konsequenzen ange-
droht, falls er nicht Abstand von diesen Strafverfahren nehme. Der unmittelbare Anlass für die Straf-
anzeige der Privatklägerin war der Überfall auf den Beschuldigten vom 17. März 2014, wo als deren 
Urheber G.________ vermutet wurde. Die Privatklägerin drohte dem Beschuldigten bereits mit dem 
SMS vom 28. Februar 2014 und 1. März 2014 Konsequenzen an, falls er diese Strafanzeigen nicht 
zurückziehen würde; nun ist noch ein weiterer Vorfall dazugekommen. I.________, der Freund von 
E.________, droht dem Beschuldigten in seinen SMS vom 19. März 2014 (pag. 266). Als sich der Be-
schuldigte weigerte, seine Strafanzeigen zurückzuziehen, erfolgte anschliessend die Strafanzeige der 
Privatklägerin gegen ihn. Die Aussagen der Privatklägerin sind von Hass und Rache durchzogen und 
nicht wie die Vorinstanz ausführt, stimmig, nachvollziehbar und widerspruchsfrei. Die Ausführungen 
der Privatklägerin vom 14. Januar 2015 (pag. 80, Z. 233f) sind nicht schlüssig. Sie gibt an von Be-
schuldigen in der Zeit nach der Trennung, d.h. 19. Oktober 2013 bis Mitte Januar 2014 geschlagen 
worden zu sein. Die am 19. März 2014 eingereichte Strafanzeige war sicherlich nicht eine Folge die-
ser Ereignisse, sondern wie bereits ausgeführt, wegen dem Übergriff auf dem Beschuldigten vom 17. 
März 2014 und die entsprechende Untersuchung. Zudem ist es höchst unwahrscheinlich, dass die 
Privatklägerin nach dem angeglichen Würgen vom 13. August 2013 noch mit dem Beschuldigten zu-
sammengewohnt hätte und der Beschuldigte gemeinsam mit ihr, ohne Hilfe Dritter, den Umzug vom 
19. Oktober 2013 vorgenommen hätte. Die Vorinstanz leitet aus der Aussage der Privatklägerin, der 
Beschuldigte habe beim Würgen losgelassen die Glaubwürdigkeit ihrer Aussage ab. Wenn der Be-
schuldigte sie nicht irgendwann losgelassen hätte, wäre sie heute ja tot. Sie hat diesen Fall sehr 
schlimm dargestellt, indem sie ausführte, dass sie derart stark gewürgt worden sei, dass sie beinahe 
gestorben sei (pag. 79, Z, 220). Ihre Schilderungen werden aggraviert und sind deshalb nicht glaub-
würdig. 

Die Privatklägerin behauptet weiter, im Januar 2014 habe der Beschuldigte sie mit einem Stapel Pa-
pier an den Hals geschlagen (pag. 78/79). Der Beschuldigte hatte lediglich zwei Blätter mit Liedern für 
J.________ bei sich. Weshalb sollte er einen Ordner mit sich herumtragen? Die Zeugen der Privat-
klägerin, H.________, G.________ und E.________ geben diesen Sachverhalt einigermassen gleich-
lautend zu Protokoll, was auch kein Wunder ist, denn erstens hat dieser Vorfall nie stattgefunden, 
zweitens gab es keine Zeugen und drittens haben alle eine gleichlautende, wahrheitswidrige Ge-
schichte deponiert. Die Privatklägerin hat aus unerfindlichen Gründen auch hier wieder die Polizei 
bemüht, diese konnte jedoch keine entsprechenden Feststellungen aufnehmen. Ein derart heftiger 
Schlag mit einem Bundesordner an den Hals hätte doch Spuren hinterlassen müssen. Es ist unwahr-
scheinlich, dass sich der Beschuldigte, der die Privatklägerin und J.________ gemäss ihren Aussa-
gen beim L.________ vom 7. August 2013 noch nie geschlagen hat, ihr anschliessend beim Umzug 
derart behilflich war, in so kurzer Zeit zu einer Bestie mutierte und die Privatklägerin mit der Unterstüt-
zung von G.________ und ihrer Anwältin nach dem sogenannten Würgevorfall vom 13. August 2013 
bis am 19. Oktober 2013 in der gemeinsamen Wohnung blieb. Die Privatklägerin hat für ihre angebli-
chen Vorfälle zwar keine Zeugen, bezeichnet jedoch mehrere Personen als Zeugen, die bei ihren 
Aussagen durchwegs alle mit einer Schilderung beginnen, wie wenn sie selber dabei gewesen, eben 
Zeugen gewesen wären. Erst auf Nachfrage mussten sie kleinlaut zugeben, lediglich das wiederge-
geben zu haben, was ihnen von der Privatklägerin mitgeteilt worden ist. Die Personen um die Privat-
klägerin, ihre Schwester, G.________ und E.________ sowie I.________ haben einen derart engen 
Bezug zueinander, dass der Verdacht im Raume steht, diese Personen wollten der Privatklägerin bei 
ihrer Auseinandersetzung mit der Obhut über J.________ mit allen Mitteln beistehen. Die Privatkläge-
rin hat denn auch Zeugen benannt, die sachdienliche Angaben machen könnten, aber Angst hätte 

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diese beim Gericht zu deponieren. Auch dort, wo die Zeugen nicht auf die Aussagen der Privatkläge-
rin angewiesen, so beispielsweise bei der behaupteten üblen Nachrede, sind keine verwertbaren 
Aussagen beigebracht worden. 

Den Ausführungen der Vorinstanz, die Privatklägerin habe sich als Opfer häuslicher Gewalt geschämt 
und habe deshalb nichts davon erzählt, kann nicht gefolgt werden. Die Privatklägerin führt seit der 
Streetparade vom 10./11. August 2013 eine enge, intime Beziehung zu G.________. Dieser hat je-
doch deponiert, dass er keine Würgemale oder andere Zeichen bei der Privatklägerin entdeckt habe. 
Seine Schwester will gesehen haben wie die Privatklägerin immer ein Halstuch oder Rollkragenpullis 
getragen habe und schiebt deshalb den Anfang der Beziehung in den Februar 2014, dies obschon sie 
die Streetparade 2013 gemeinsam mit der Privatklägerin und ihrem Bruder besucht hat. Zudem ist es 
unwahrscheinlich, dass die Privatklägerin am 14. August 2013 wegen dem angeblichen Würgevorfall 
das Migrationsamt aufgesucht haben will und am darauffolgenden Tag ihrer Anwältin nichts davon be-
richtet. Unglaubwürdig erscheint diese Aussage zudem, wenn berücksichtigt wird, dass die Privatklä-
gerin mehrmals die Polizei wegen Kleinigkeiten kommen liess und sich von den Ärzten eine Beschei-
nigung für Misshandlungen verlangte, die sich gar nie ereignet hatten. Weshalb sie sich gerade die-
ses eine Mal nicht an die Polizei gewandt hat, ist unverständlich. Bei der Beweiswürdigung ist dem 
Umstand Rechnung zu tragen, wenn das Opfer keine Beweise vorbringen kann, weil sich der Sach-
verhalt nur zwischen ihm und dem Täter ereignet hat und keine Zeugen oder andere Merkmale vor-
handen sind. Wenn das Opfer jedoch durchaus Gelegenheit hatte, die Beweise zu sichern, beispiels-
weise durch ein rechtzeitig erstelltes Arztzeugnis, so hat das Fehlen jeglichen Beweises zu Lasten 
des Opfers zu gehen. Sie hat ihre Anwältin zwei Tage nach dem angeblichen Vorfall aufgesucht und 
in dieser Zeit Intimitäten mit G.________ ausgetauscht. Es gibt nur eine mögliche Erklärung für ihr 
Nichthandeln: Dieser Vorfall hat gar nie stattgefunden. Sie hat bereits bei ihrem Arztbesuch beim 
L.________ vom 7. August 2013, dem anschliessenden Besuch bei Dr. Jenni und schliesslich bei der 
Konsultation vom 2. und 5. September 2013 bei Dr. M.________, versucht einen Grund herzuleiten, 
damit sie den Beschuldigten verlassen konnte. Sie brauchte offensichtlich solche Gründe um ihrer 
Familie klar zu machen, weshalb sie sich trennen liess. Es ist richtig, dass die Privatklägerin nicht 
verpflichtet ist, dem Gericht mitzuteilen, ob und wann sie ihrer Anwältin den angeblichen Würgevorfall 
mitgeteilt hat. Bei der Beweiswürdigung ist dies jedoch, im Gegensatz zu den Ausführungen der Vor-
instanz, durchaus zum Nachteil der Privatklägerin zu werten. Der Vorfall mit dem Ordner stützt sich 
einzig und allein auf die Aussagen der Privatklägerin. Sind nicht die Aussagen des Beschuldigten 
glaubwürdiger? Er hat für J.________ zwei Blätter mitgebracht. Weshalb sollte er mit einem Ordner 
lose in der Hand im Quartier herumlaufen? Für einen Ordner hätte er wohl eine Tasche mitgenom-
men. Die von der Privatklägerin aufgeführten Zeugen deponierten ihre Aussagen, wie wenn sie die-
sen Vorfall persönlich miterlebt hätte. Erst auf Nachfrage gaben sie zu, nur die Behauptungen der Pri-
vatklägerin zu wiederholen.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe die Privatklägerin verunglimpft, aber die entsprechen-
den Zeugen werden nicht beigebracht oder haben sich durch ihre Nähe zur Privatklägerin bzw. durch 
ihre Falschaussagen bereits als unglaubwürdig dargestellt. Die Privatklägerin hat nicht nur gedroht, 
dem Beschuldigten das Kind wegzunehmen, sie hat ihm das Kind auch tatsächlich vorenthalten. Das 
Kind ist nicht nur der Schwachpunkt einer Mutter, sondern auch des Vaters. Der Beschuldigte ist seit 
30 Jahren in der Schweiz und hat das schweizerische Bürgerrecht erworben und will auch in der 
Schweiz bleiben. Die Privatklägerin hat bis zum Beginn ihrer Drittbeziehung immer wieder erklärt, sie 
fühle sich in der Schweiz nicht heimisch und wolle zurück in den F.________ oder zu ihrer Tante in 
die USA gehen. Am 20. August 2013, 15.59 Uhr, telefonierte der Beschuldigte dem W.________-
Büros und erhielt die Versicherung, dass Fürsprecherin D.________ ihn zurückrufen würde. Am 22. 

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August 2013 fand ein ausführliches Gespräch zwischen dem Beschuldigten und seiner vermeintlichen 
Anwältin statt, indem ihm die Anwältin einerseits die Dokumente aufzählte, die er zur Besprechung 
vom 2. September 2013 mitbringen sollte; andererseits unterbreitete der Beschuldigte den Sachver-
halt in kurzen Zügen, insbesondere die Befürchtung, dass seine Ehefrau mit dem Kind in den 
F.________ zurückgehen könnte. Am 30. August 2013 erhielt er von der Kanzlei die Nachricht, Für-
sprecherin D.________, könne ihn nicht vertreten, da sie bereits die Gegenpartei vertrete. Mit Erstau-
nen hat der Beschuldigte aus den Aussagen der Privatklägerin und den Rechtschriften ihrer Anwältin 
später zur Kenntnis nehmen müssen, dass nicht sie mit dem Kind in den F.________ gehen will, son-
dern er derjenige sei. Mit diesem Argument ist ihm u.a. das Besuchsrecht für ein halbes Jahr vorent-
halten und später nur ein begleitetes Besuchsrecht gewährt worden. Die Ausführungen der Vorinstanz 
zum Rechtssystem im F.________, die sie sich von der Zeugin K.________ bestätigen lässt, entspre-
chen nicht den Tatsachen. Es ist zwar richtig, dass die Frauen im F.________ nicht gleichberechtig[t] 
sind, aber die Voraussetzungen für eine Steinigung einer Frau sind derart hoch, dass kaum jemand 
davor Angst haben muss. Gerade Frauen aus dem F.________ sind diese Voraussetzungen bekannt. 
Die Privatklägerin und die Zeugin K.________ versuchen hier, die Angelegenheit aufzubauschen. Die 
Privatklägerin konnte denn auch ungehindert in den F.________ reisen. Anlässlich der Einvernahme 
von G.________ am 3. April 2014 befand sich die Privatklägerin im F.________ (pag. 160, Z. 116). 
Auch hier versucht die Privatklägerin, sich durch falsche Sachverhaltsangaben in eine bessere Positi-
on für das Zivilverfahren zu bringen. Sie hat weder Angst vor dem Beschuldigten noch von einer Stei-
nigung im F.________. Der Staatsanwalt hat sie anlässlich der Einvernahme vom 14. Januar 2014 
auf den Widerspruch ihrer Aussagen zu einer ausserehelichen Beziehung und dem Steinigungsge-
setz hingewiesen (pag. 232, Z. 174ff). Die Falschaussagen der Privatklägerin stehen nicht alleine da, 
sie werden, wie oben ausgeführt, u.a. gestützt von der Zeugin K.________, H.________ sowie 
G.________ und E.________. G.________ hat am 14. Januar 2015 vor der Staatsanwaltschaft 
bestätigt, dass er und die Privatklägerin seit der Streetparade vom 10./11. August 2013 ein Paar seien 
(pag. 246, Z.53). E.________ will von dieser Beziehung erst im Februar 2014 etwas erfahren haben 
(pag. 205, Z. 147) und die Privatklägerin gibt als Beginn der Beziehung Dezember 2013 an (pag. 231, 
Z. 123). Hier ist den Angaben von G.________ zu folgen. Dies insbesondere weil es erwiesen ist, 
dass die Privatklägerin das Wochenende der Streetparade zusammen mit G.________ und 
E.________ verbracht hat.  

Zu den Standpunkten des Berufungsführers hält die Kammer Folgendes fest: Mehr-
fach führt er aus, als Anfang der intimen Beziehung zwischen der Straf- und Zivil-
klägerin und G.________ sei die Streetparade vom 10./11. August 2013 zu be-
trachten (pag. 827; auch bereits pag. 823: G.________ bestätigt, dass er und die Privatklä-
gerin seit der Streetparade ein Paar seien (pag. 246, Z. 53). Dem kann allerdings – selbst 
wenn es aus strafrechtlicher Sicht höchstens von sehr untergeordneter Bedeutung 
ist – nicht gefolgt werden und es ist richtig zu stellen. G.________ führte an ange-
gebener Stelle nämlich aus: Seit wann sind sie ein Paar? Das war glaublich im September… 
wann ist die Streetparade? Die ist glaublich im August… In dem Fall ist es seit August oder Sep-
tember, einfach als sie umgezogen ist… im Oktober?! Daraus erhellt, dass G.________ den 
genauen Zeitpunkt nicht mehr wusste, schliesslich aber aussagte, es sei wohl an-
lässlich des Umzuges (im Oktober) gewesen. Es ist also eher so, dass die beiden 
im Oktober 2013 – der Umzug fand am 19. Oktober 2013 statt (pag. 35)  – ein Paar 
wurden und nicht bereits Mitte August 2013. Nachweislich falsch ist es zudem, 
wenn der Berufungsführer hier plötzlich angibt, die Straf- und Zivilklägerin habe am 
13. August 2013 den L.________ aufgesucht. Dieser Besuch fand am 7. August 

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2013 statt. Der 13. August 2013 war das Datum des mutmasslichen Würgens. 
Ebenfalls behauptete die Straf- und Zivilklägerin nie, der Berufungsführer hätte sie 
bereits in den Tagen der Streetparade verfolgt. Dass die Aussagen der Straf- und 
Zivilklägerin «von Hass und Rache durchzogen» seien, ist die Kammer nicht in der 
Lage zu erkennen. Einigermassen verwunderlich wirkt auch die Ausführung zum 
Würgevorwurf, «wenn der Beschuldigte sie nicht irgendwann losgelassen hätte, 
wäre sie heute ja tot». Dies mag abstrakt betrachtet stimmen; die Straf- und Zivil-
klägerin wollte in diesem Kontext indes aussagen, dass der Berufungsführer sie 
immerhin (in verdankenswerter Weise) losgelassen habe, als er sah, dass sie stark 
litt. 

Was die Vorfälle mit dem Papierstapel und dem Ordner betrifft, scheint der Beru-
fungsführer zu übersehen, dass es sich dabei um zwei verschiedene Vorwürfe 
handelt (pag. 450: indem er der Privatklägerin im Januar 2014 einen Stapel Papier ins Gesicht 
schlug und zu einem unbekannten Zeitpunkt im oben umschriebenen Zeitrahmen einen Ordner gegen 
ihren Hals schlug). So schildert es auch die Straf- und Zivilklägerin (pag. 79 Z. 199; 
pag. 80 Z. 234 f.). Da bereits im Strafbefehl vermerkt ist, dass der Schlag mit dem 
Ordner keine Verletzung nach sich zog – deshalb steht der Vorwurf der Tätlichkeit 
im Raum –, ist es auch nicht so, dass «ein derart heftiger Schlag […] doch Spuren 
hinterlassen» müsste (pag. 828). 

Dem Berufungsführer ist beizupflichten, wenn er die Ansicht vertritt, bei Aussage 
gegen Aussage-Konstellationen sei grundsätzlich von einer Nullhypothese auszu-
gehen. Dies hat die Vorinstanz jedoch getan und vor diesem Hintergrund sämtliche 
Beweise gewürdigt. Dabei hat sie richtig erkannt, dass der Umstand, dass die 
Straf- und Zivilklägerin nicht mitgeteilt hat, wann sie mit ihrer Anwältin über den 
Würge-Vorfall gesprochen hat, neutral zu werten ist. Überdies ändert dieser Ne-
benschauplatz hinsichtlich der (von Person zu Person augenscheinlich unter-
schiedlichen) Mitteilungs«freude» nichts an der Frage, ob der Berufungsführer ge-
würgt hat oder nicht. Mit anderen Worten ist es nicht so, dass diese Gegebenheit 
gegen den Berufungsführer verwendet würde. Indem der Berufungsführer zudem 
seine Argumente wiederum damit bekräftigen will, dass die Beziehung zwischen 
der Straf- und Zivilklägerin und G.________ bereits Mitte August 2013 aktuell ge-
wesen sei, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es handelt sich dabei bloss 
um seine These, die er mit keiner stichhaltigen Begründung zu untermauern ver-
mag. Zu den Ausführungen bezüglich der Steinigungen im F.________ – ob diese 
nun eine reale Gefahr darstellen oder nicht – braucht einzig angemerkt zu werden, 
dass nicht die Straf- und Zivilklägerin im April 2014 im F.________ war, sondern ih-
re dort wohnhafte Schwester.  

Die Vorinstanz hat sich demgegenüber eingehend mit den Aussagen der Straf- und 
Zivilklägerin auseinandergesetzt und diese korrekt gewürdigt. Zum eben Ausge-
führten kann mithin ergänzend darauf verwiesen werden. 

12.6 Aussagen G.________

Die Vorinstanz bringt zu den Aussagen von G.________ Folgendes vor:
Herr G.________ mag möglicherweise als Person charakterlich nicht gerade überzeugen und da-
durch eher unglaubwürdig sein, dennoch sind seine einzelnen Aussagen auf ihre Glaubhaftigkeit zu 

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überprüfen. Eine Person ist nicht per se unglaubwürdig, sondern im Einzelfall ist die Glaubhaftigkeit 
der konkreten Aussage zu überprüfen und von Bedeutung. Die Aussagen des Zeugen stimmen mit 
den Aussagen der Privatklägerin überein. Insbesondere die sehr authentische Aussage, dass es Sa-
chen gegeben habe, die sie ihm nicht erzählen wollte (pag. 90, Z. 151 / pag. 249, Z. 151), macht die 
zurückhaltende Art der Privatklägerin deutlich und widerspiegelt das von der Privatklägerin erhaltene 
Bild. Seine Aussagen sind stimmig, nachvollziehbar, detailliert, sachlich, zurückhaltend und auch er 
belastet den Beschuldigten nicht mehr als nötig. Er bringt auch eigene Gedankengänge, Empfindun-
gen und Interaktionen mit ein. Er sagt z.B. auch, dass er dazwischen gegangen wäre, falls er Hand-
greiflichkeiten mitbekommen hätte (pag. 88, Z. 63 ff. / pag. 247, Z. 63 ff.), was durchaus denkbar ist. 
Zudem sagt er, er habe nicht das Gefühl, dass sie abgeschlagen wurde, der psychische Druck sei das 
Schlimme gewesen (pag. 90, Z. 151 ff. / pag. 249, Z. 151 ff.). Oder bezüglich der üblen Nachrede 
bringt er ferner etwa den Vergleich ein, dass die Mutter seines Sohnes ein super Mami sei, aber die 
Privatklägerin sei noch viel fürsorglicher (pag. 89, Z. 129 f., pag. 248, Z. 129 f.). Dadurch gibt er 
glaubhaft zu verstehen, dass ihm Verunglimpfungen der Privatklägerin zugetragen wurden und sie 
ihm zuwiderliefen. 

Der Zeuge beschreibt und begründet sehr detailliert, ausführlich und glaubhaft, wie der Beschuldigte 
die Privatklägerin unter Druck setzte (pag. 90, Z. 161 ff. / pag. 249, Z. 161 ff.). Etwa die Aussage, 
dass der Beschuldigte seine Frau mit einem Feldstecher in ihrer Wohnung beobachtet habe, ist sehr 
spezifisch, speziell und einzigartig und wirkt dadurch wiederum glaubhaft. Insbesondere seine Aussa-
ge, dass die Privatklägerin das Gefühl hatte, dass sie das erdulden müsse (pag. 91, Z. 174 f. / 
pag. 250, Z. 174 f.), ist eine authentische Schilderung, weshalb die Privatklägerin auch so lange 
durchgehalten hatte. Er erwähnt spontane Einfälle und Details, wie etwa, dass ihm gerade einfällt, 
dass er den Schlag mit dem Stapel Papier nicht direkt, aber aus etwa 200 Metern Entfernung mitbe-
kommen habe und spricht dabei von einem Heft oder einer Zeitung (pag. 90, Z. 148 ff. / pag. 249, Z. 
148 ff.). Die Aussagen sind sehr sachlich, differenziert und nicht übertrieben. Er beschreibt etwa sach-
lich und sagt offen, dass er die körperlichen Übergriffe nicht miterlebt hat. Er schildert demgegenüber 
einen kleinen Vorfall mit dem Packen am Handgelenk, der von den anderen nicht erwähnt wurde. Er 
sagt sogar, dass er keine Verletzungen gesehen hätte (pag. 88, Z. 90 f., pag. 247, Z. 90 f.). Der be-
schrieben Vorfall, dass der Beschuldigte seine Frau am Arm gepackt hat, passen in das Bild, wonach 
er der bestimmende Teil der Familie gewesen sein soll und die Frau sich unterzuordnen habe. Die 
Ausführungen, warum er ihr die Erzählung des Würge-Vorfalls geglaubt hat, sind sehr authentisch, 
spezifisch und aussergewöhnlich. Er beschreibt es mit der Mentalität, wonach der Mann das Sagen 
habe, und untermauert dabei insgesamt das vom Beschuldigten beschriebene Bild: „C.________ fragt 
mich sogar, ob sie aufstehen oder telefonieren dürfe. So etwas habe ich noch nie erlebt. Es war an-
scheinend auch so, dass wenn er Lust auf Sex hatte, dann musste sie auf gut Deutsch gesagt die 
Beine breit machen“ (pag. 89, Z. 115 ff. / pag. 248, Z. 115 ff.). Der Zeuge macht ferner auch plausible 
Verknüpfungen, mit welchen auf das tatsächliche Bestehen der vorgeworfenen Taten rückgeschlos-
sen werden kann. So räumt er etwa bezüglich der Drohungen ein, dass diese auf Persisch stattgefun-
den haben und er kein Persisch könne. Er habe etwa von deutschsprechenden Freundinnen der Pri-
vatklägerin davon erfahren. Er verbindet dann das Ganze mit dem Verhalten der Privatklägerin, die 
anschliessend jeweils sehr aufgelöst gewesen sei und geweint habe (pag. 89, Z. 97 ff. / pag. 248, Z. 
97 ff.). Folglich sind die Aussagen des Zeugen geeignet, die Aussagen der Privatklägerin zu unter-
stützen.     

Die Verteidigung würdigt dessen Aussagen wie folgt:
Aussagen G.________ (pag. 743-744)

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De[n] Ausführungen [der] Vorinstanz ist insofern zu folgen, dass G.________ als Person charakterlich 
nicht gerade überzeugt und dadurch eher unglaubwürdig erscheine. Merkwürdig ist jedoch, dass ge-
rade diejenige Aussage diese[s] Zeugen die am meisten zu überzeugen vermag, von der Vorinstanz 
nicht aufgeführt wird, nämlich die Tatsache, dass er und die Privatklägerin seit der Streetparade vom 
10./11. August 2013 ein Paar seien (pag. 246, Z.53). Dass G.________, wie er behauptet (pag. 159, 
Z. 39), ohne eine Drittperson, insbesondere nicht die Privatklägerin, nach Bern gefahren sei und den 
Beschuldigten unter dem Namen Z.________ zu Rede gestellt, ist unglaubwürdig. Ihm kann jedoch 
insbesondere gefolgt werden, als er angibt, er wollte mit seiner Aussprache erreichen, dass der Be-
schuldigte die Strafanzeigen gegen ihn und H.________ zurückziehe. Diese Strafanzeigen seien zwar 
nicht gegen die Privatklägerin gerichtet gewesen, sollten jedoch sie treffen (pag. 159, Z. 49f). Die 
Strafanzeige der Privatklägerin war deshalb, entgegen den Ausführungen der Vorinstanz, nicht einge-
reicht weil sie Angst vor dem Beschuldigten hätte oder sonst wie durch seine Handlungen in Be-
drängnis komme, sondern wegen den durch den Beschuldigten eingereichten Strafanzeigen; die Pri-
vatklägerin sann in ihrem Hass auf Rache. Die Familie C.________ bedient sich bekanntlich der per-
sischen Sprache, weshalb G.________ nur diejenigen Begebenheiten wiedergeben kann die er mit 
seinen eigenen Augen sah, oder die ihm übersetzt worden sind. Als der Beschuldigte mit der Privat-
klägerin in Anwesenheit ihrer Schwester und ihm telefoniert habe, hätte sie der Beschuldigte nach ei-
nem Z.________ gefragt, worauf H.________ von hinten auf Persisch geschrien habe. C.________ 
habe ihm daraufhin die Aussage von H.________ wie folgt übersetzt: Ich habe ihn dir geschickt und 
könnte auch noch mehr schicken (pag. 160, Z. 104). Diese Aussage stimmt mit den Ausführungen 
des Beschuldigten überein. Das Bild, dass G.________ und die Vorinstanz von der Privatklägerin 
zeichnen, sie frage sogar ob sie aufstehen oder telefonieren dürfe (pag. 248, Z. 119), stimmt so gar 
nicht mit der Tatsache überein, dass sie an die Streetparade ging, dort eine Drittbeziehung begann, 
dem Beschuldigten während einem halben Jahr den Sohn vorenthielt und schliesslich mit Erfolg dar-
auf pochte, dass dem Vater lediglich ein begleitetes Besuchsrecht zuerkannt worden ist. Sie hat zu-
dem mit allen Mitteln versucht, Arztzeugnisse zu erhalten, die sich gegen den Beschuldigten richten. 
G.________ hat bei seiner ersten Anhaltung durch die Polizei die Drittbeziehung zur Privatklägerin 
verschwiegen, weil er vermeiden wollte, dass sie des Ehebruchs bezichtigt wird (pag. 161, Z. 123ff). 
Nachdem sich die Privatklägerin anlässlich seiner E