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**Case Identifier:** 68780023-5e28-595d-9251-b5744c112525
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.09.2025 A-1426/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1426-2024_2025-09-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid angefochten beim BGer 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1426/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Iris Widmer (Vorsitz), 

Richter Jürg Steiger, Richter Pierre-Emmanuel Ruedin, 

Gerichtsschreiberin Anna Strässle. 
 

 
 

Parteien 
 Stiftung A._______, 

(…), 

(…), 

vertreten durch 

Diego Clavadetscher, Rechtsanwalt, 

Clavatax Steuer-Advokatur AG, 

(…), 

Beschwerdeführerin, 

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, 

Hauptabteilung Mehrwertsteuer, 

Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern, 

Vorinstanz, 

  
 

 
 

Gegenstand 
 Mehrwertsteuer; subjektive Steuerpflicht; Leistungen an eng 

verbundene Personen; Entgelt - Nicht-Entgelt; Bezugssteuer 

(Steuerperioden 2014 bis 2018). 

 

 

 

A-1426/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Stiftung A._______ mit Sitz in (…) (nachfolgend: Steuerpflichtige) 

bezweckt gemäss Eintrag im Handelsregister (zusammengefasst) vorwie-

gend in Entwicklungs- und Schwellenländern Unternehmensgründungen 

und -entwicklungen (…) zu fördern. (…) Zur Erreichung des Zweckes kann 

die Stiftung Zuwendungen machen, Darlehen zinslos oder zu Vorzugszin-

sen gewähren oder eigene Projekte finanzieren. 

A.b Die Steuerpflichtige ist wegen Verfolgung gemeinnütziger Zwecke von 

der Steuerverwaltung des Kantons (…) nach Art. 56 Bst. g des Bundesge-

setzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG, 

SR 642.11) von der Steuerpflicht befreit. Sie ist von der Eidgenössischen 

Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) in Rahmen der Kontrolle per 1. Ja-

nuar 2014 rückwirkend im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen einge-

tragen worden. Sie rechnet die Mehrwertsteuer mit Pauschalsteuersätzen 

sowie nach vereinnahmten Entgelten ab. 

B.  

B.a Zwischen Oktober 2019 und Januar 2020 führte die ESTV bei der 

Steuerpflichtigen eine Kontrolle im Sinne von Art. 78 Abs. 1 des Bundes-

gesetzes vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer (MWSTG, 

SR 641.20) durch, welche sich über die Steuerperioden 2014 bis 2018 

(Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2018) erstreckte. Daraus 

resultierte die Einschätzungsmitteilung (nachfolgend: EM) Nr. (…) vom 

(Datum), worin die ESTV die Steuerforderung für die kontrollierten Steuer-

perioden 2014 bis 2018 auf Fr. 473'457.-- zzgl. Verzugszins seit dem 

30. April 2017 nachforderte. 

Die ESTV begründete die Steueraufrechnungen insbesondere damit, dass 

es sich bei den von der Steuerpflichtigen vereinnahmten und von ihr als 

«Spenden-/Mitgliederbeiträgen» und «Einzelspenden» bezeichneten Ein-

nahmen nicht um Spenden handle. Vielmehr handle es sich um steuerbare 

Leistungen, da ein «Spender» für seine Leistung diverse Gegenleistungen 

erhalte. Ausserdem stellten die Verlinkungen (Hyperlinke) auf Websites 

von anderen Stiftungen, Organisation und Unternehmen jeweils eine steu-

erbare Werbeleistung (und nicht eine von der Steuer ausgenommene Be-

kanntmachungsleistung) dar. Sodann gehe sie (die ESTV) bei den auf dem 

Konto ***1 erfassten, von der nahestehende Stiftung B._______ an die 

Steuerpflichtige geleistete Zahlungen von weiterverrechneten Personal- 

und Infrastrukturbenützungsaufwendungen für die entsprechende 

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Seite 3 

Projektbewirtschaftung/-betreuung durch die Steuerpflichtige aus. Weiter 

habe ein Personalverleih an die nahestehenden Stiftung B._______ und 

die C._______ AG stattgefunden. Die Leistungen von Herrn D._______ für 

die Buch- und Geschäftsführung dieser nahestehenden Gesellschaften 

stellten steuerbare Erträge aus dem Personalverleih dar. Personaleinsätze 

von Herrn D._______ seien auch nicht drittpreiskonform verrechnet wor-

den; daraus folgten weitere Korrekturen. Zudem stellten die Einnahmen 

aus den Bilderverkäufen des Stifters steuerbare Leistungen dar. Sodann 

seien in zwei Geschäftsfällen Beratungsleistungen beansprucht worden; 

diese nicht verbuchten Umsätze stellten keine «Sachspenden» dar, son-

dern steuerbare Leistungen. Letztlich müssten Dienstleistungsbezüge aus 

dem Ausland versteuert werden. 

B.b Mit Schreiben vom 22. April 2020 teilte die Steuerpflichtige betreffend 

die EM mit, dass sie Fr. 200'000.-- unter ausdrücklichem Vorbehalt über-

weisen werden. Die Zahlung erfolgte am 24. April 2020 (mit dem Vermerk 

«unter Vorbehalt»). 

B.c Wiederum mit Schreiben vom 27. Mai 2020 sowie vom 26. April 2021 

bestritt die Steuerpflichtige – mit Ausnahme der Ziffer 1.6 (Kostenweiter-

rechnungen an Dritte und Mitarbeiter) – sämtliche Ziffern der EM und be-

gründete ihre Bestreitungen.  

B.d Mit Verfügung vom 24. Februar 2022 bestätigte die ESTV die Steuer-

forderung gemäss EM vollumfänglich. 

B.e Mit E-Mail vom 2. März 2022 ersuchte der Vertreter der Steuerpflichti-

gen um Akteneinsicht, welche am 4. März 2022 gewährt wurde. 

C.  

C.a Mit Eingabe vom 28. März 2022 erhob die Steuerpflichtige Einsprache 

gegen die Verfügung vom 24. Februar 2022 und beantragte die Aufhebung 

und Neufestsetzung der Steuernachforderung für die Steuerperioden 2014 

bis 2018. Zugleich reichte die Steuerpflichtige diverse Beweismittel ein. 

C.b Mit Schreiben vom 13. Juni 2023 ersuchte die ESTV die Steuerpflich-

tige um zusätzliche Informationen und die Einreichung weiterer Beweismit-

tel. Dieser Aufforderung kam die Steuerpflichtige innert erstreckter Frist am 

31. August 2023 (teilweise) nach und reichte weitere Beweismittel ein. 

C.c Mit Einspracheentscheid vom 30. Januar 2024 hiess die ESTV die Ein-

sprache der Steuerpflichtigen in Höhe von Fr. 17'420.10 teilweise gut, im 

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Seite 4 

Übrigen wies sie die Einsprache ab. Sie setzte die Steuernachforderung 

für die Steuerperioden 2014 bis 2018 (Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis 

31. Dezember 2018) gemäss Ziffer 3 der Erwägungen fest (Ziff. 1). Sie ver-

fügte weiter, die Steuerpflichtige schulde der ESTV für die Steuerperioden 

2014 bis 2018 (Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2018) eine 

Steuernachforderung in Höhe von Fr. 456'037.-- zzgl. Verzugszins zu 4 % 

seit dem 30. April 2017 und zu 4.75 % seit dem 1. Januar 2024 (kein Ver-

zugszins sei für die Zeit vom 20. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 

geschuldet; Ziff. 2). Die Zahlung der Steuerpflichtigen von Fr. 200'000.-- 

werde an die Steuer- und Verzugszinsforderung angerechnet (Ziff. 3). 

D.  

D.a Mit Eingabe vom 1. März 2024 lässt die Steuerpflichtige (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) gegen den Einspracheentscheid vom 30. Januar 

2024 Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht erheben. Sie beantragt, 

der Einspracheentscheid vom 30. Januar 2024 sei aufzuheben und sie (die 

Beschwerdeführerin) sei rückwirkend per 1. Januar 2014 aus der subjekti-

ven Steuerpflicht gemäss Art. 10 MWSTG zu entlassen (Ziff. 1). Eventuali-

ter sei die Steuernachforderung für die Steuerperioden 2014 bis 2018 neu 

festzusetzen (Ziff. 2); dies alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

D.b Mit Vernehmlassung vom 15. April 2024 beantragt die ESTV (nachfol-

gend: Vorinstanz), die Beschwerde vom 1. März 2024 sei unter Kosten-

folge zulasten der Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 216.45 teilweise 

gutzuheissen, im Übrigen aber abzuweisen. 

D.c Mit unaufgeforderter Stellungnahme vom 7. Mai 2024 nimmt die Be-

schwerdeführerin zur vorinstanzlichen Vernehmlassung Stellung. Sie hält 

dabei an ihren Anträgen fest, bekräftigt ihre bereits vorgebrachte Argumen-

tation und reicht weitere Beweismittel nach. 

Auf die weiteren Vorbringen in den Eingaben der Parteien wird – soweit sie 

für den Entscheid wesentlich sind – in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Bundes-

gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, 

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Seite 5 

SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 

SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine 

solche liegt hier nicht vor. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 

30. Januar 2024 stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG dar. Zu-

dem ist die Vorinstanz eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG. Das Bun-

desverwaltungsgericht ist demnach für die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG oder das MWSTG nichts anderes bestimmen 

(Art. 37 VGG; Art. 81 Abs. 1 MWSTG). 

1.3 Der Einspracheentscheid ist an die Beschwerdeführerin adressiert, 

welche von diesem in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht betroffen ist 

und am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat. Sie ist daher zur Be-

schwerde legitimiert (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen form- 

und fristgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 

VwVG) ist demnach einzutreten. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Ent-

scheid grundsätzlich in vollem Umfang. Die Beschwerdeführerin kann mit 

der Beschwerde neben der Verletzung von Bundesrecht auch die unrich-

tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

sowie die Unangemessenheit rügen (vgl. Art. 49 VwVG). Es wendet das 

Recht von Amtes wegen an und ist an die Begründung der Parteien nicht 

gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

1.5  

1.5.1 Im Beschwerdeverfahren gilt die Untersuchungsmaxime, wonach die 

entscheidende Behörde den rechtlich relevanten Sachverhalt von sich aus 

abklären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen muss. Der Untersu-

chungsgrundsatz wird im Mehrwertsteuerverfahren indes dadurch relati-

viert, dass den Verfahrensbeteiligten spezialgesetzlich statuierte Mitwir-

kungspflichten auferlegt werden (Art. 13 VwVG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 

MWSTG; BVGE 2009/60 E. 2.1.2). Die Beschwerdeinstanz nimmt jedoch 

nicht von sich aus zusätzliche Sachverhaltsabklärungen vor oder unter-

sucht weitere Rechtsstandpunkte, für die sich aus den vorgebrachten Rü-

gen oder den Akten nicht zumindest Anhaltspunkte ergeben (BVGE 

2010/64 E. 1.4.1; ANDRÉ MOSER ET AL., Prozessieren vor dem Bundesver-

waltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 1.49 ff., 1.54 f., 3.119 ff.). Sodann gilt im 

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Seite 6 

Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht der Grundsatz der freien Be-

weiswürdigung (siehe auch Art. 81 Abs. 3 MWSTG). Die Beweiswürdigung 

endet mit dem richterlichen Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche 

Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder nicht. Der Beweis ist geleistet, 

wenn das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdigung zur Überzeugung 

gelangt ist, dass sich der rechtserhebliche Sachumstand verwirklicht hat 

(BGE 130 II 482 E. 3.2; vgl. statt vieler: Urteil des BVGer A-719/2018 vom 

2. Mai 2019 E. 2.5). 

1.5.2 Beim Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als er-

wiesen zu gelten hat oder nicht, ist die Frage des Beweismasses (bzw. 

Beweisgrades) zu berücksichtigen. Als Regelbeweismass gilt der volle 

(strikte) Beweis. Dieser ist erbracht, wenn das Gericht am Vorliegen der 

behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls 

verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (BGE 130 III 321 E. 3.2; Urteil 

des BGer 1C_514/2023 vom 4. März 2024 E. 4.2). Verlangt wird ein so ho-

her Grad der Wahrscheinlichkeit, dass vernünftigerweise mit der Möglich-

keit des Gegenteils nicht mehr zu rechnen ist. Nicht ausreichend ist dage-

gen, wenn bloss eine überwiegende Wahrscheinlichkeit besteht, dass sich 

die behauptete Tatsache verwirklicht hat (BGE 128 III 271 E. 2b/aa; MOSER 

ET AL., a.a.O., Rz. 3.141; vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer A-6002/2022 

vom 21. Dezember 2023 [teilweise bestätigt durch Urteil des BGer 

9C_72/2024 vom 29. April 2024] E. 1.4.3 mit Hinweis). 

1.5.3 Ist ein Sachverhalt nicht erstellt bzw. bleibt ein Umstand unbewiesen, 

ist zu regeln, wer die Folgen der Beweislosigkeit trägt. Im Steuerrecht gilt 

grundsätzlich, dass die Steuerbehörde die (objektive) Beweislast für Tatsa-

chen trägt, welche die Steuerpflicht als solche begründen oder die Steuer-

forderung erhöhen (steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen). Dem-

gegenüber ist die steuerpflichtige Person für die steueraufhebenden und 

steuermindernden Tatsachen beweisbelastet, das heisst für solche Tatsa-

chen, welche eine Steuerbefreiung oder Steuerbegünstigung bewirken 

(anstelle vieler: BGE 140 II 248 E. 3.5; Urteile des BGer 2C_709/2017 vom 

25. Oktober 2018 E. 3.2; 2C_715/2013 vom 13. Januar 2014 E. 2.3.3; Ur-

teil des BVGer A-6390/2016, A-6393/2016 vom 14. September 2017 E. 1.4 

mit weiteren Hinweisen). 

1.5.4 Liegen Beweisschwierigkeiten vor, die typischerweise bei bestimm-

ten Sachverhalten auftreten, werden Beweiserleichterungen vorgesehen, 

zum Beispiel indem das Beweismass herabgesetzt (Glaubhaftmachung 

statt des vollen Beweises) wird (vgl. BGE 147 II 309 E. 5.2; 128 III 271 

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E. 2b/bb; MOSER ET AL., a.a.O., Rz. 3.152). Die Beweiserleichterung setzt 

demnach eine «Beweisnot» voraus. Diese Voraussetzung ist erfüllt, wenn 

ein strikter Beweis nach der Natur der Sache nicht möglich oder nicht zu-

mutbar ist, insbesondere wenn die von der beweisbelasteten Partei be-

haupteten Tatsachen nur mittelbar durch Indizien bewiesen werden kön-

nen. Eine «Beweisnot» liegt aber nicht schon darin begründet, dass eine 

Tatsache, die ihrer Natur nach ohne weiteres dem unmittelbaren Beweis 

zugänglich wäre, nicht bewiesen werden kann, weil der beweisbelasteten 

Partei die Beweismittel fehlen. Blosse Beweisschwierigkeiten im konkreten 

Einzelfall können nicht zu einer Beweiserleichterung führen (BGE 149 III 

218 E. 2.2.3; 130 III 321 E. 3.2, je mit Hinweisen). Schliesslich führen Be-

weisschwierigkeiten grundsätzlich nicht zu einer Umkehr der Beweislast 

(LARDELLI/VETTER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zi-

vilgesetzbuch I, Art. 1 – 456 ZGB, 7. Aufl. 2022 [nachfolgend: BSK ZGB], 

Art. 8 N. 71; vgl. zum Ganzen auch: Urteile des BVGer A-5757/2015 vom 

19. Februar 2016 E. 2.2.2; A-3256/2014 vom 11. August 2015 E. 2.7.2; 

A-7570/2009, A-7572/2009 vom 22. Juni 2011 E. 2.3.2). 

1.5.5 Für die Beweislastverteilung ist es grundsätzlich irrelevant, ob die 

mehrwertsteuerpflichtige Person ihre Mitwirkungspflichten nachkommt. So 

gilt, dass die mehrwertsteuerpflichtige Person die Folgen der Beweislosig-

keit von steuermindernden Tatsachen in der Regel auch dann trägt, wenn 

sie die ihr durch das Selbstveranlagungsprinzip auferlegten Pflichten ver-

letzt (Urteile des BVGer A-4140/2021 vom 20. April 2023 E. 1.8.2 mit wei-

teren Hinweisen; A-7570/2009, A-7572/2009 vom 22. Juni 2011 E. 2.3.3; 

A-5004/2007 vom 11. September 2009 E. 1.3.2; vgl. zur Rechtsprechung 

des Bundesgerichts, welche die Mitwirkungspflicht ausdrücklich aus dem 

Anwendungsbereich von Art. 8 ZGB ausgeklammert hat: BGE 133 V 205 

E. 5.5; 119 II 305; vgl. auch: BGE 147 III 139 E. 3.1.2; vgl. auch: LAR-

DELLI/VETTER, BSK ZGB, Art. 8 N. 71). Zwischen Untersuchungsgrundsatz, 

Mitwirkungspflicht, Beweislastverteilung und Beweislosigkeit besteht trotz-

dem ein gewisser Zusammenhang. Wirkt die steuerpflichtige Person näm-

lich an der Ermittlung steuerbegründender oder steuermehrender Tatsa-

chen pflichtwidrig (vgl. bspw. zur Auskunftspflicht gemäss Art. 68 Abs. 1 

MWSTG, welche auch die Herausgabe von Geschäftsbüchern und den zu-

gehörigen Belegen beinhaltet) und schuldhaft nicht gehörig mit – und ver-

eitelt sie dadurch den von der Steuerbehörde zu leistenden Beweis – oder 

ist der steuerpflichtigen Person die Ermittlung steueraufhebender 

oder -mindernder Tatsachen aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat, 

unmöglich oder nicht zumutbar, so befindet sich die Steuerbehörde bzw. 

die steuerpflichtige Person in einem unverschuldeten Beweisnotstand (vgl. 

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Seite 8 

zuvor E. 1.5.4), der es verbietet, nach der allgemeinen Beweislastregel zu-

ungunsten der beweisbelasteten Behörde bzw. steuerpflichtigen Person zu 

entscheiden (vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer A-7570/2009, 

A-7572/2009 vom 22. Juni 2011 E. 2.3.3 mit weiteren Hinweisen; siehe 

zum Untersuchungsnotstand der Veranlagungsbehörde [bei den direkten 

Steuern]: MARTIN ZWEIFEL ET AL., Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, 

3. Aufl. 2024, § 15 N. 12, wonach die Untersuchungspflicht der Veranla-

gungsbehörde bei einem Untersuchungsnotstand zwangläufig erlöschen 

müsse). 

1.6 Gemäss Art. 33 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 MWSTG nimmt die 

Behörde die ihr angebotenen Beweise ab, wenn diese für den Entscheid 

erheblich und zur Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheinen. Die ur-

teilende Behörde kann ohne Verletzung des verfassungsrechtlichen An-

spruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]; 

Art. 29 VwVG) von einem beantragten Beweismittel dann absehen, wenn 

der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich ist, 

wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn zum Voraus ge-

wiss ist, dass der angebotene Beweis keine wesentlichen Erkenntnisse zu 

vermitteln vermag oder wenn die verfügende Behörde den Sachverhalt auf 

Grund eigener Sachkunde ausreichend würdigen kann (sog. antizipierte 

Beweiswürdigung; vgl. BGE 145 I 167 E. 4.1; 131 I 153 E. 3; 122 V 157 

E. 1d; Urteil des BVGer A-4256/2021 vom 14. November 2022 E. 1.3.3 mit 

weiteren Hinweisen; ALFRED KÖLZ ET AL., Verwaltungsverfahren und Ver-

waltungsrechtspflege des Bundes, 4. Aufl. 2025, Rz. 537). 

  

2.1 Der Bund erhebt eine allgemeine Verbrauchssteuer nach dem System 

der Netto-Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug (Mehrwertsteuer; Art. 130 

BV; Art. 1 Abs. 1 MWSTG). Die Steuer wird auf den im Inland von steuer-

pflichtigen Personen gegen Entgelt erbrachten Leistungen (Inlandsteuer), 

auf dem Bezug von Leistungen von Unternehmen mit Sitz im Ausland 

durch Empfänger und Empfängerinnen im Inland (Bezugssteuer) und auf 

Einfuhren von Gegenständen (Einfuhrsteuer) erhoben (Art. 1 Abs. 2 

MWSTG). Die Erhebung erfolgt nach den Grundsätzen der Wettbewerbs-

neutralität, der Wirtschaftlichkeit der Entrichtung und der Erhebung und der 

Überwälzbarkeit (Art. 1 Abs. 3 MWSTG; zum Ganzen statt vieler: Urteil des 

BVGer A-2668/2019 vom 6. April 2021 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). 

  

A-1426/2024 

Seite 9 

2.2  

2.2.1 Die Veranlagung und Entrichtung der Inlandsteuer erfolgt nach dem 

Selbstveranlagungsprinzip. Die steuerpflichtige Person stellt dabei eigen-

ständig fest, ob sie die Voraussetzungen der subjektiven Steuerpflicht 

(Art. 10 und 66 MWSTG) erfüllt, ermittelt die Steuerforderung selber 

(Art. 71 MWSTG) und begleicht diese innerhalb von 60 Tagen nach Ablauf 

der Abrechnungsperiode (Art. 86 Abs. 1 MWSTG). Das Selbstveranla-

gungsprinzip bedeutet somit, dass der Leistungserbringer selbst für die 

Feststellung der Mehrwertsteuerpflicht bzw. -forderung verantwortlich ist 

(vgl. BGE 140 II 202 E. 5.4; Urteile des BVGer A-1418/2018 vom 24. April 

2019 E. 2.2; A-2788/2018 vom 27. September 2018 E. 2.6; nichts daran 

ändert, dass neuere deutschsprachige Bundesgerichtsentscheide von 

«modifizierter Selbstveranlagung» sprechen [BGE 144 I 340 E. 2.2.1 mit 

Hinweisen]). 

2.2.2 Die ESTV kann bei steuerpflichtigen Personen Kontrollen durchfüh-

ren (Art. 78 MWSTG; Urteil des BGer 2C_326/2015 vom 24. November 

2016 E. 3.2). Diese werden mit einer Einschätzungsmitteilung abgeschlos-

sen, welche den Umfang der Steuerforderung in der kontrollierten Steuer-

periode und die steuerliche Nachbelastung bzw. Steuergutschrift festhält 

(Art. 78 Abs. 5 MWSTG; vgl. BEATRICE BLUM, in: Geiger/Schluckebier 

[Hrsg.], MWSTG Kommentar, 2. Aufl. 2019 [nachfolgend: MWSTG Kom-

mentar 2019], Art. 78 N. 46). Die ESTV hat die Steuerforderung für die be-

treffende Steuerperiode im Rahmen ihrer Einschätzungsmitteilung umfas-

send zu prüfen (Urteil des BGer 2C_190/2015 vom 27. Juli 2015 E. 2.2). 

2.3  

2.3.1 Bis zum 31. Dezember 2017 regelte Art. 10 Abs. 1 MWSTG, dass 

steuerpflichtig ist, wer unabhängig von Rechtsform, Zweck und Gewinnab-

sicht ein Unternehmen betreibt und nicht nach Absatz 2 von der Steuer-

pflicht befreit ist. Ein Unternehmen betreibt, wer eine auf die nachhaltige 

Erzielung von Einnahmen aus Leistungen ausgerichtete berufliche oder 

gewerbliche Tätigkeit selbständig ausübt (Bst. a) und unter eigenen Na-

men nach aussen auftritt (Bst. b). Von der Steuerpflicht nach Absatz 1 ist 

gemäss Art. 10 Abs. 2 MWSTG unter anderem befreit, wer als nicht ge-

winnstrebiger, ehrenamtlich geführter Sport- oder Kulturverein oder als ge-

meinnützige Institution im Inland weniger als Fr. 150'000.-- Umsatz aus 

steuerbaren Leistungen erzielt, sofern er oder sie nicht auf die Befreiung 

von der Steuerpflicht verzichtet; der Umsatz bemisst sich nach den verein-

barten Entgelten ohne die Steuer (Bst. c). 

A-1426/2024 

Seite 10 

2.3.2 Gemäss Art. 10 Abs. 1 MWSTG in der ab 1. Januar 2018 geltenden 

Fassung ist steuerpflichtig, wer unabhängig von Rechtsform, Zweck und 

Gewinnabsicht ein Unternehmen betreibt und entweder (Bst. a) mit diesem 

Unternehmen Leistungen im Inland erbringt oder (Bst. b) Sitz, Wohnsitz 

oder Betriebsstätte im Inland hat. Ein Unternehmen betreibt gemäss Art. 10 

Abs. 1bis MWSTG, wer eine auf die nachhaltige Erzielung von Einnahmen 

aus Leistungen ausgerichtete berufliche oder gewerbliche Tätigkeit selb-

ständig ausübt, unabhängig von der Höhe des Zuflusses von Mitteln, die 

nach Art. 18 Abs. 2 MWSTG nicht als Entgelt gelten (Bst. a) und unter ei-

genem Namen nach aussen auftritt (Bst. b). Von der Steuerpflicht ist ge-

mäss Art. 10 Abs. 2 MWSTG unter anderem befreit, wer als nicht gewinn-

strebiger, ehrenamtlich geführter Sport- oder Kulturverein oder als gemein-

nützige Institution innerhalb eines Jahres im In- und Ausland weniger als 

Fr. 150'000.-- Umsatz aus Leistungen erzielt, die nicht nach Art. 21 Abs. 2 

MWSTG von der Steuer ausgenommen sind (Bst. c [Stand bis zum 31. De-

zember 2022]). 

2.4  

2.4.1 Der Mehrwertsteuer unterliegen – wie gezeigt (E. 2.1) – unter ande-

rem die im Inland von steuerpflichtigen Personen gegen Entgelt erbrachten 

Leistungen; sie sind steuerbar, soweit das MWSTG keine Ausnahme vor-

sieht (Inlandsteuer, Art. 18 Abs. 1 MWSTG). 

2.4.2 Als Leistung gilt die Einräumung eines verbrauchsfähigen wirtschaft-

lichen Wertes an eine Drittperson in Erwartung eines Entgelts (Art. 3 Bst. c 

MWSTG). Die Leistung umfasst als Oberbegriff sowohl Lieferungen (vgl. 

Art. 3 Bst. d MWSTG) als auch Dienstleistungen (vgl. Art. 3 Bst. e 

MWSTG; vgl. Botschaft vom 25. Juni 2008 zur Vereinfachung der Mehr-

wertsteuer, BBl 2008 6885 ff. [nachfolgend: Botschaft zur Vereinfachung 

der Mehrwertsteuer], 6939). 

2.4.3 Steuerobjekt der Inlandsteuer bildet ein mehrwertsteuerliches Leis-

tungsverhältnis. Ein solches wird durch folgende Tatbestandsmerkmale, 

die kumulativ erfüllt sein müssen, charakterisiert: 

– Es bedarf einer Leistung zwischen zwei Beteiligten (Leistungserbringer 

und Leistungsempfänger); 

– der erbrachten Leistung muss ein Entgelt (Vermögenswert, den der 

Empfänger oder an seiner Stelle eine Drittperson für den Erhalt einer 

A-1426/2024 

Seite 11 

Leistung aufwendet; Art. 3 Bst. f MWSTG) als Gegenleistung gegen-

überstehen; 

– die Leistung und das Entgelt müssen miteinander innerlich wirtschaft-

lich verknüpft sein, wobei nach Rechtsprechung und Doktrin zur Beur-

teilung der inneren wirtschaftlichen Verknüpfung zwischen Leistung 

und Entgelt die Sicht des Leistungsempfängers einzunehmen ist (vgl. 

statt vieler: BGE 140 I 153 E. 2.5.2; Urteil des BGer 2C_585/2017 vom 

6. Februar 2019 E. 3.2 mit Hinweis; Urteil des BVGer A-2528/2022 vom 

15. Februar 2024 E. 2.2.2 mit weiteren Hinweisen; FELIX GEIGER, 

MWSTG Kommentar 2019, Art. 3 N. 41). 

Fehlt eine dieser Voraussetzungen, besteht in Bezug auf die Inlandsteuer 

kein Steuerobjekt und der Vorgang steht ausserhalb des Geltungsbereichs 

der (schweizerischen) Mehrwertsteuer (Botschaft zur Vereinfachung der 

Mehrwertsteuer, 6958; zum Ganzen statt vieler: BGE 132 II 353 E. 4.3 mit 

weiteren Hinweisen; Urteil des BVGer A-2668/2019 vom 6. April 2021 

E. 2.2.2 mit weiteren Hinweisen). 

Sodann hat die Beurteilung, ob ein Leistungsverhältnis besteht, in erster 

Linie nach wirtschaftlichen, tatsächlichen Kriterien zu erfolgen (sog. «wirt-

schaftliche Betrachtungsweise»). Die zivil- bzw. vertragsrechtliche Sicht ist 

nicht entscheidend, hat aber immerhin Indizwirkung (DIEGO CLAVADET-

SCHER, in: Zweifel/Beusch/Glauser/Robinson [Hrsg.], Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer, 

2. Aufl. 2025 [nachfolgend: MWSTG Kommentar 2025], Art. 18 N. 14 f.). 

Für die Annahme eines Leistungsverhältnisses ist damit nicht von Bedeu-

tung, ob die Leistung oder das Entgelt (oder beide) mit oder ohne rechtliche 

(vertragliche) Verpflichtung erbracht werden. Vielmehr genügt eine wirt-

schaftliche Verknüpfung zwischen Leistung und Entgelt, wobei diese (zu-

mindest) aus Sicht des Leistungsempfängers bejaht werden können muss 

(Urteile des BVGer A-4155/2021 vom 31. Mai 2022 E. 2.2.1; A-553/2021 

vom 8. Februar 2022 E. 2.5; A-3677/2016 vom 6. August 2018 E. 3.2.2 f.; 

A-6831/2013 vom 8. Juli 2015 E. 3.1.5 f.; vgl. CLAVADETSCHER, MWSTG 

Kommentar 2025, Art. 18 N. 16 f. mit weiteren Hinweisen). Auch die buch-

halterische Erfassung von Leistungen kann nach konstanter Rechtspre-

chung lediglich ein Indiz für eine mehrwertsteuerrechtliche Qualifikation 

sein, vermag jedoch die wirtschaftliche Realität nicht zu ändern (Urteile des 

BVGer A-2244/2020 vom 13. Januar 2022 E. 2.4; A-3437/2015 vom 2. Mai 

2016 E. 2.2.2; A-2464/2015 vom 11. November 2015 E. 2.2.3 mit Hinweis). 

A-1426/2024 

Seite 12 

2.4.4 Im Rahmen der Beurteilung, ob ein Leistungsverhältnis vorliegt, ist 

zu prüfen, wer als Leistungserbringer und wer als Leistungsempfänger zu 

gelten hat. Wer als Leistungserbringer zu gelten hat, bestimmt sich laut 

Art. 20 Abs. 1 MWSTG und nach konstanter Rechtsprechung in erster Linie 

nach dem Aussenauftritt. Das mehrwertsteuerlich relevante Handeln wird 

demgemäss grundsätzlich demjenigen zugeordnet, der gegenüber Dritten 

im eigenen Namen auftritt (RALF IMSTEPF, Die Zuordnung von Leistungen 

gemäss Art. 20 des neuen MWSTG, in: Archiv für schweizerisches Abga-

berecht [ASA] 78 S. 757 ff., S. 772). Massgebend ist dabei die Frage, wie 

die angebotene Leistung für die Allgemeinheit bzw. für den neutralen Drit-

ten objektiv erkennbar in Erscheinung tritt (zum Ganzen statt vieler: Urteil 

des BVGer A-2528/2022 vom 15. Februar 2024 E. 2.2.2 mit weiteren Hin-

weisen). 

2.4.5 Wenn eine Person im Namen und für Rechnung einer anderen Per-

son handelt (und somit nach aussen hin nicht als Leistungserbringerin auf-

tritt), gilt die Leistung als durch die vertretene Person getätigt (sog. direkte 

Stellvertretung), sofern die Voraussetzungen nach Art. 20 Abs. 2 Bst. a und 

b MWSTG kumulativ erfüllt sind: Bst. a verlangt, dass die Vertreterin nach-

weisen kann, dass sie als Stellvertreterin handelt und die vertretene Per-

son gegenüber der Steuerbehörde eindeutig identifizieren kann. Bst. b 

setzt mit Bezug auf das Aussenverhältnis voraus, dass die Vertreterin das 

Bestehen eines Stellvertretungsverhältnisses gegenüber dem Leistungs-

empfänger ausdrücklich bekannt gibt oder sich dieses (zumindest) aus den 

Umständen ergibt. Hierbei ist nach objektiven Massstäben – und nicht nach 

der Wahrnehmung des konkreten Leistungsempfängers – zu prüfen, ob 

Umstände vorliegen, welche auf das Bestehen eines Stellvertretungsver-

hältnisses schliessen lassen. Lediglich aus Sicht eines objektiven Dritten 

muss erkennbar gewesen sein, dass der Handelnde nicht sich selbst, son-

dern einen Dritten verpflichten wollte (Urteil des BGer 2C_767/2018 vom 

8. Mai 2019 E. 2.1.1; vgl. Urteil des BGer 2C_387/2020 vom 23. November 

2020 E. 6.4; Urteil des BVGer A-2350/2020 vom 17. Januar 2022 E. 4.3.1 

und E. 4.3.3; PIERRE-MARIE GLAUSER, MWSTG Kommentar 2025, Art. 20 

N. 34; IMSTEPF, Zuordnung von Leistungen, S. 773 ff.). Mithin gilt nicht der 

Vertreter, der im Sinne der direkten Stellvertretung in fremdem Namen und 

für fremde Rechnung handelt, als Leistungserbringer, sondern der Vertre-

tene (Urteil des BVGer A-5789/2018 vom 27. Mai 2020 E. 2.5.2; GLAUSER, 

MWSTG Kommentar 2025, Art. 20 N. 37; zum Ganzen: Urteil des BVGer 

A-1356/2022 vom 27. Oktober 2022 E. 3.2.3). 

A-1426/2024 

Seite 13 

2.4.6 Im alten Mehrwertsteuerrecht wurde der Rechnung eine zentrale Be-

deutung beigemessen. Sie war nicht ein reiner Buchungsbeleg, sondern 

stellte ein wichtiges Indiz dafür dar, dass der Aussteller auch Leistungser-

bringer ist und die mehrwertsteuerlich relevante Handlung tatsächlich statt-

gefunden hat (BGE 131 II 185 E. 5; Urteile des BGer 2C_1151/2014 vom 

4. Juni 2015 E. 4.1; 2C_561/2009 vom 25. März 2011 E. 4.1 mit Hinweisen; 

Urteile des BVGer A-3497/2015 vom 25. Februar 2016 E. 3.1; A-720/2013 

vom 30. Januar 2014 E. 2.5 mit Hinweisen; vgl. auch: CLAVADETSCHER, 

MWSTG Kommentar 2025, Art. 18 N. 38 mit weiteren Hinweisen). Unter 

dem neuen Mehrwertsteuerrecht ist die Bedeutung der Fakturierung zu re-

lativieren; bei der Beurteilung, wer Leistungserbringer ist, sind die gesam-

ten Umstände massgeblich (vgl. CLAVADETSCHER, MWSTG Kommentar 

2025, Art. 18 N. 38). Die Rechnung ist nach wie vor ein zu berücksichtigen-

des, aber nicht mehr das entscheidende Kriterium (CLAVADETSCHER, 

MWSTG Kommentar 2025, Art. 18 N. 37). Entspricht eine Rechnung den 

mehrwertsteuerlichen Anforderungen (Art. 3 Bst. k MWSTG), so das Bun-

desgericht unlängst, «stellt sie ein wichtiges Indiz dafür dar, dass die fak-

turierende Person (Rechnungsadressant) auch tatsächlich die leistungser-

bringende Person ist und die in der Rechnung ausgewiesene Leistung er-

bracht hat, während spiegelbildlich der Rechnungsadressat grundsätzlich 

als leistungsempfangende Person zu gelten hat» (Urteil des BGer 

9C_185/2024, 9C_188/2024 vom 4. November 2024 E. 4.1 mit Hinweis auf 

2C_680/2021 vom 31. Mai 2022 E. 3.4.3 f.; vgl. auch: Urteil des BGer 

9C_433/2024 vom 16. Dezember 2024 E. 5.4.3 [zur Publikation vorgese-

hen]). Ergibt sich die Zuordnung von Leistungen indessen bereits aus dem 

öffentlichen Recht, kommen den konkreten Verträgen und Rechnungen 

keine entscheidende Bedeutung zu (Urteil des BGer Urteil 9C_185/2024, 

9C_188/2024 vom 4. November 2024 E. 7.1.2). 

2.4.7 Mangels Leistung – bzw. weil diesen Mittelflüssen die innere wirt-

schaftliche Verknüpfung mit einer mehrwertsteuerlichen Leistung fehlt (vgl. 

E. 2.4.3) – gelten namentlich die in Art. 18 Abs. 2 Bst. a-l MWSTG genann-

ten Mittelflüsse nicht als Entgelt (sog. Nicht-Entgelte; vgl. Urteile des 

BVGer A-6558/2020 vom 13. April 2022 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen; 

A-2566/2020 vom 11. November 2021 E. 2.5). 

2.5 Zu den sog. Nicht-Entgelten nach Art. 18 Abs. 2 MWSTG zählen unter 

anderem Spenden. 

2.5.1 Eine Spende gemäss Art. 3 Bst. i MWSTG ist eine freiwillige Zuwen-

dung in der Absicht, den Empfänger oder die Empfängerin zu bereichern 

A-1426/2024 

Seite 14 

ohne Erwartung einer Gegenleistung im mehrwertsteuerlichen Sinne (vgl. 

BGE 149 II 255 E. 2.4.1; 141 II 182 E. 3.3). 

Die Spende erscheint nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als 

eine Zuwendung, wobei es sich auch dabei um eine Geld-, Sach- oder 

Dienstleistung handeln kann, welche die spendende Person erbringt oder 

veranlasst. Von der «Freiwilligkeit» der Zuwendung ist auszugehen, wenn 

die spendende Person keiner gesetzlichen oder (vertrags-) rechtlichen Ver-

pflichtung unterliegt, die empfangende Person zu begünstigen. Sodann 

setzt Art. 3 Bst. i MWSTG einerseits eine Begünstigungsabsicht voraus, 

die sich im Willen äussert, die empfangende Person zu bereichern. Der 

tatsächlichen Entreicherung auf Ebene der spendenden Person steht die 

beabsichtigte Bereicherung auf Ebene der empfangenden Person gegen-

über. Anderseits ergeht die Spende frei von der Erwartung einer rechtser-

heblichen Gegenleistung. Die Spende erfolgt mithin nicht, um auf diese 

Weise eine von der begünstigten Person erbrachte individuell-konkrete 

(Haupt-)Leistung abzugelten (BGE 149 II 255 E. 2.4.2.1 mit weiteren Hin-

weisen; 141 II 182 E. 3.3). Die spendenempfangende Person kann weitge-

hend nach Gutdünken über die erlangten Mittel verfügen, was nicht aus-

schliesst, dass Spenden im Hinblick auf ein bestimmtes Projekt getätigt 

werden. Grundsätzlich unterliegt die begünstigte Person keinerlei rechtlich 

normierter Verhaltensbindung, abgesehen davon, dass sie etwa die Zu-

wendung in einer Publikation in neutraler Form einmalig oder mehrmalig 

erwähnt (sogleich: E. 2.5.2). Mit dieser geringfügigen Einschränkung er-

langt die begünstigte Person die Mittel zur freien Verfügung (BGE 149 II 

255 E. 2.4.2.2). 

Eine Zuwendung gilt – wie erwähnt – gemäss Art. 3 Bst. i MWSTG auch 

dann als Spende, wenn sie in einer Publikation in neutraler Form ein- oder 

mehrmalig erwähnt wird, selbst wenn dabei die Firma oder das Logo des 

Spenders verwendet wird oder es sich um Beiträge von Passivmitgliedern 

sowie von Gönnern und Gönnerinnen an Vereine oder an gemeinnützige 

Organisationen handelt. Beiträge von Gönnern und Gönnerinnen an ge-

meinnützige Organisationen gelten auch dann als Spende, wenn die ge-

meinnützige Organisation ihren Gönnern und Gönnerinnen freiwillig Vor-

teile im Rahmen des statutarischen Zwecks gewährt, sofern sie dem Gön-

ner oder der Gönnerin mitteilt, dass kein Anspruch auf die Vorteile besteht. 

Bis zum 31. Dezember 2017 wurden gemäss Art. 3 Bst. i MWSTG Beiträge 

von Passivmitgliedern sowie von Gönnern und Gönnerinnen an Vereine 

oder an gemeinnützige Organisationen den Spenden gleichgestellt. 

A-1426/2024 

Seite 15 

Als Gönner gelten Personen, deren Beiträge hauptsächlich die Unterstüt-

zung des Begünstigten und nicht der Erhalt einer Gegenleistung bezwe-

cken. Nicht als Gegenleistung gelten Vergünstigungen, welche üblicher-

weise Passivmitgliedern und Gönnern als Dank gewährt werden. Macht die 

gemeinnützige Organisation darüber hinaus ihren Gönnern davon Mittei-

lung, dass sie ihnen im Rahmen des statutarischen Zwecks freiwillig Vor-

teile gewähren kann, muss sie die Gönner gleichzeitig darauf hinweisen, 

dass kein Anspruch auf die Vorteile besteht, damit die Gönnerbeiträge im-

mer noch als Spende qualifiziert werden (MWST-Info 05 «Subventionen 

und Spenden» [nachfolgend: MI 05], Ziff. 2.3.1). Die Verdankung des Mit-

glieder- oder Gönnerbeitrages im Rahmen des sozial Üblichen ist somit 

keine Leistung im mehrwertsteuerlichen Sinne. Dies gilt auch dann, wenn 

Passivmitglieder und Gönner zwecks Verdankung ihres Beitrages an be-

stimmten Veranstaltungen der Einrichtung (z.B. Gratiseintritt zu einem 

Festanlass) teilnehmen können (MWST-Info 04 «Steuerobjekt» [nachfol-

gend: MI 04], Ziff. 6.14). 

2.5.2 Wie soeben gezeigt, gilt eine Zuwendung auch dann als Spende, 

wenn sie in einer Publikation in neutraler Form ein- oder mehrmalig er-

wähnt wird, selbst wenn dabei die Firma oder das Logo des Spenders ver-

wendet wird (Art. 3 Bst. i Ziff. 1 MWSTG). Eine Nennung einer Zuwendung 

«in neutraler Form» im Sinne von Art. 3 Bst. i Ziff. 1 MWSTG kann nach 

Verwaltungspraxis und Doktrin nur vorliegen, wenn die Nennung des Zu-

wendenden in der Publikation nicht mit Werbeslogans versehen ist, darin 

nicht auf seine Produkte hingewiesen wird und auch keine zusätzlichen 

Bemerkungen zu seiner Geschäftstätigkeit enthalten sind (Urteile des 

BVGer A-2978/2019 vom 30. April 2020 E. 2.3.4.2; A-1591/2014 vom 

25. November 2014 E. 4.2.4; MI 05, Ziff. 2.2.1; GEIGER, MWSTG Kommen-

tar 2019, Art. 3 N. 64). Diese Regelung dient der Abgrenzung von (mangels 

Entgelts bzw. Leistungsverhältnisses) nicht steuerbaren Verdankungen 

von Spenden von den grundsätzlich steuerbaren Werbe- bzw. Bekanntma-

chungsleistungen (vgl. Urteile des BVGer A-2978/2019 vom 30. April 2020 

E. 2.3.4.2; A-1591/2014 vom 25. November 2014 E. 4.2.4). Keine Spende 

liegt vor, wenn die Zahlung erkennbar um Erlangung einer Leistung willen 

erbracht wird (vgl. BGE 149 II 255 E. 2.4.2.1; 141 II 182 E. 3.3; Urteil des 

BGer 2C_506/2007 vom 13. Februar 2008 E. 3.3; GEIGER, MWSTG Kom-

mentar 2019, Art. 3 N. 62). 

2.6  

2.6.1 Gemäss Art. 21 Abs. 2 Ziff. 27 MWSTG sind Bekanntmachungsleis-

tungen, die gemeinnützige Organisationen zugunsten Dritter oder Dritte 

A-1426/2024 

Seite 16 

zugunsten gemeinnütziger Organisationen erbringen, von der Mehrwert-

steuer ausgenommen. Eine Bekanntmachungsleistung beruht auf einem 

Leistungsverhältnis, derweil Spenden – wie aufgezeigt (E. 2.5) – als frei-

willige Zuwendungen in der Absicht, den Empfänger ohne Erwartung einer 

Gegenleistung im mehrwertsteuerlichen Sinn zu bereichern, gelten (vgl. 

Art. 3 Bst. i MWSTG; Urteil des BGer 2C_576/2013 vom 20. Dezember 

2013 E. 2.2.3; Urteile des BVGer A-2978/2019 vom 30. April 2020 

E. 2.3.4.2; A-1591/2014 vom 25. November 2014 E. 4.2.4; GEIGER, 

MWSTG Kommentar 2019, Art. 3 N. 61 f.). 

2.6.2 Bekanntmachungsleistungen sind Leistungen, mit welchen eine Zu-

wendung – d.h. die Unterstützung oder Förderung – in einer Form der Öf-

fentlichkeit bekannt gemacht wird, die über die neutrale Nennung in einer 

Publikation hinausgeht. Sie bezweckt das In-Verbindung-Bringen der zu-

wendenden Person mit einer bestimmten Organisation, mit dem Ziel, den 

Bekanntheitsgrad und das Image der zuwendenden Person zu fördern (vgl. 

Urteile des BGer 2C_466/2020 vom 26. August 2020 E. 4.4; 2C_576/2013 

vom 20. Dezember 2013 E. 2.2.2; Urteile des BVGer A-2978/2019 vom 

30. April 2020 E. 2.3.4.1; A-1591/2014 vom 25. November 2014 E. 4.2.4; 

MI 04, Ziff. 6.27.3). Die zuwendende Person erhofft sich eine Verbesserung 

ihrer Marktposition, zumindest eine positive Wirkung auf ihre «Public Rela-

tions» (Marketing- und Kommunikationsziele; geht über die blosse Dank-

sagung hinaus); ihr soziales Engagement soll ersichtlich und damit ein 

Imagegewinn erzielt werden (MI 04, Ziff. 6.27.3; GEIGER, MWSTG Kom-

mentar 2019, Art. 3 N. 63 mit Hinweis auf Urteil des BGer 2C_967/2013 

vom 19. Mai 2014 E. 2.3). Eine Bekanntmachungsleistung liegt vor, wenn 

für das Publikum erkennbar ist, dass nicht Werbung für das Unternehmen 

oder eine Organisation beziehungsweise für deren Tätigkeit und Produkte 

betrieben wird, sondern auf das Engagement des Unternehmens gegen-

über der bekanntmachenden Organisation (bzw. das Engagement der Or-

ganisation) aufmerksam gemacht werden soll. Es muss jedoch nicht in je-

dem Fall ausdrücklich auf die Unterstützung hingewiesen werden, sofern 

sich diese Tatsache aus den Umständen ergibt (z.B. Bekanntgabe der Zu-

wendung bzw. des Zuwenders anlässlich einer Veranstaltung; MI 04, 

Ziff. 6.27.3). 

2.6.3 Eine steuerbare Werbeleistung und keine Bekanntmachungsleistung 

liegt vor, wenn nicht die Mitteilung der Unterstützung oder Förderung im 

Vordergrund steht, sondern die Bekanntmachung eines Unternehmens 

oder einer gemeinnützigen Organisation beziehungsweise seiner/ihrer 

Leistungen (Produktwerbung) oder auch Tätigkeit (MI 04, Ziff. 6.27.4). Bei 

A-1426/2024 

Seite 17 

einer steuerbaren Werbeleistung wird ohne Bezug zu einer Zuwendung ein 

Unternehmen bekannt gemacht oder für dessen Leistungen (Waren und 

Dienstleistungen) geworben beziehungsweise wenn einem Unternehmen 

ermöglicht wird, für sich oder seine Leistungen (Waren und Dienstleistun-

gen) Werbung zu machen (MI 04, Ziff. 6.27.3). 

2.7  

2.7.1 Die Steuer wird vom tatsächlich empfangenen Entgelt berechnet 

(Art. 24 Abs. 1 MWSTG). Das Entgelt stellt nicht nur Tatbestandselement 

des Steuerobjekts dar (E. 2.4.3), sondern bildet auch die Bemessungs-

grundlage der Mehrwertsteuer (vgl. BGE 132 II 353 E. 4.1; BVGE 2011/44 

E. 3.1; Urteil des BVGer A-2430/2019 vom 29. Dezember 2020 E. 2.4.1). 

2.7.2 Der Grundsatz gemäss Absatz 1 wird durch Art. 24 Abs. 2 MWSTG 

eingeschränkt. Danach gilt im Fall einer Lieferung oder Dienstleistung an 

eine eng verbundene Person (E. 2.7.3) als Entgelt der Wert, der unter un-

abhängigen Dritten vereinbart würde. Diese Bestimmung entspricht dem 

im Steuerrecht bekannten Grundsatz des Drittvergleichs (sog. «dealing at 

arm's length»; vgl. BGE 142 II 488 E. 3.5.2; Urteile des BVGer 

A-3493/2023 vom 27. Februar 2024 E. 2.2.2; A-4155/2021 vom 31. Mai 

2022 E. 2.4.2; A-2490/2020 vom 18. November 2020 E. 2.2.2; 

A-5556/2019 vom 28. Mai 2020 E. 2.3.2; A-2137/2018 vom 15. Januar 

2020 E. 3; GEIGER, MWSTG Kommentar 2019, Art. 24 N. 12). 

2.7.3 Gemäss Art. 3 Bst. h MWSTG (in der bis zum 31. Dezember 2017 

geltenden Fassung [AS 2009 5203]) gelten als «eng verbundene Perso-

nen» die Inhaber und Inhaberinnen von massgebenden Beteiligungen an 

einem Unternehmen oder ihnen nahe stehende Personen. Eine massge-

bende Beteiligung lag vor, wenn die Schwellenwerte gemäss Art. 69 DBG 

überschritten wurden oder wenn eine entsprechende Beteiligung an einer 

Personengesellschaft vorlag (Urteil des BVGer A-4155/2021 vom 31. Mai 

2022 E. 2.4.1 mit weiteren Hinweisen). Seit dem 1. Januar 2018 gelten die 

Inhaber und Inhaberinnen von mindestens 20 % des Stamm- oder Grund-

kapitals eines Unternehmens oder von einer entsprechenden Beteiligung 

an einer Personengesellschaft oder ihnen nahestehende Personen als eng 

verbundene Personen (Art. 3 Bst. h Ziff. 1 MWSTG [in der ab 1. Januar 

2018 geltenden Fassung]). Als eng verbundene Personen gelten auch Stif-

tungen und Vereine, zu denen eine besonders enge wirtschaftliche, ver-

tragliche oder personelle Beziehung besteht; nicht als eng verbundene 

Personen gelten Vorsorgeeinrichtungen (Art. 3 Bst. h Ziff. 2 MWSTG [in 

der ab 1. Januar 2018 geltenden Fassung]). Als nahe stehende Personen 

A-1426/2024 

Seite 18 

gelten etwa verwandtschaftlich verbundene natürliche Personen (Familien-

mitglieder und Verwandte), aber auch Schwesterngesellschaften oder 

Grossmuttergesellschaften. Von Schwesterngesellschaften ist die Rede, 

wenn zwei Unternehmen vom gleichen Beteiligungsinhaber (meist eine 

Muttergesellschaft) beherrscht werden (CLAVADETSCHER, MWSTG Kom-

mentar 2025, Art. 3 N. 156, N. 158 und N. 179). 

Bei Tauschverhältnissen gilt gemäss Art. 24 Abs. 3 MWSTG der Marktwert 

jeder Leistung als Entgelt für die andere Leistung. 

2.7.4 Die Anwendbarkeit dieses Drittvergleichs bedingt eine Leistung zu ei-

nem Vorzugspreis, also zu einem Entgelt, welches nicht mit dem Preis 

übereinstimmt, den ein unabhängiger Dritter zu bezahlen hätte (sog. «Dritt-

preis»; vgl. Urteile des BVGer A-3493/2023 vom 27. Februar 2024 E. 2.2.4; 

A-2304/2019 vom 20. April 2020 E. 2.2.4.3; A-3734/2011 vom 9. Januar 

2013 E. 2.3.2). Im Weiteren muss es sich beim Empfänger der Leistung 

um eine eng verbundene Person im Sinne von Art. 3 Bst. h MWSTG 

(E. 2.7.3) handeln (Urteil des BVGer A-4190/2020, A-4195/2020 vom 

15. Dezember 2021 E. 3.2.3). 

2.7.5 Rechtsfolge einer solchen Leistung zu einem Vorzugspreis an eine 

eng verbundene Person ist, dass für die Bemessung der Mehrwertsteuer 

eine besondere (fiktive) Bemessungsgrundlage herangezogen wird. Die 

Leistung wird auf den Wert korrigiert, der unter unabhängigen Dritten ver-

einbart würde. Massgebend ist der Drittpreis, das heisst der Preis, den ein 

Dritter der gleichen Abnehmerkategorie auf dem Markt üblicherweise für 

dieselbe Leistung zu bezahlen hätte (sog. «Marktwert»; vgl. Urteil des 

BGer 2C_778/2008 vom 8. April 2009 E. 3.1; zum Ganzen auch: Urteile 

des BVGer A-3493/2023 vom 27. Februar 2024 E. 2.2.5; A-2490/2020 vom 

18. November 2020 E. 2.2.4; A-2137/2018 vom 15. Januar 2020 E. 3; 

A-6831/2013 vom 8. Juli 2015 E. 3.2.2.3). Dieser Drittpreis ist in den meis-

ten Fällen kein exakter Wert, sondern kann nur annäherungsweise be-

stimmt werden (Urteil des BVGer A-2137/2018 vom 15. Januar 2020 E. 3 

mit weiteren Hinweisen). 

  

3.1 Nicht mehr strittig ist die Nachforderung der Bezugssteuer der Steuer-

periode 2014 in Höhe von Fr. 1'273.-- für Dienstleistungsbezüge aus dem 

Ausland (ausführlich: E. 12.2). Mit den Urteilen des BGer 2C_563/2022 

vom 31. Oktober 2022 E. 1.2 und 2C_392/2022 vom 15. November 2022 

E. 3.6 ff. wurde die seitens des BVGer angestossene Rechtsprechung (vgl. 

A-1426/2024 

Seite 19 

Urteil des BVGer A-4848/2021 vom 1. April 2022 E. 5.2) insoweit fortentwi-

ckelt, als dass die Steuerforderung nicht bloss bei teilweiser schriftlicher 

Anerkennung oder teilweiser vorbehaltloser Bezahlung einer Einschät-

zungsmitteilung teilweise in Rechtskraft erwächst (Art. 43 Abs. 1 Bst. b 

MWSTG). Vielmehr erwachsen nach der genannten Rechtsprechung auch 

Verfügungen, Einspracheentscheide oder Urteile im Sinne von Art. 43 

Abs. 1 Bst. a MWSTG – insoweit sie nicht oder nicht mehr bestritten sind – 

partiell in Rechtskraft und bewirken damit die partielle Rechtskraft der 

ihnen zugrundeliegenden Steuerforderung. In diesem Sinne ist der ange-

fochtene Entscheid im oben bezifferten Umfang, in welchem er nicht mehr 

bestritten ist (in Höhe von Fr. 1'273.--) in Rechtskraft erwachsen. 

3.2  

3.2.1 Die Verjährung der Mehrwertsteuerforderung ist von Amtes wegen zu 

prüfen (BGE 142 II 182 E. 3.2.1; 138 II 169 E. 3.2; 133 II 366 E. 3.3). Art. 42 

Abs. 6 MWSTG sieht eine absolute Festsetzungsverjährung von zehn Jah-

ren nach Ablauf der Steuerperiode vor, in welcher die Steuerforderung ent-

standen ist. Es kann folglich ab dem 1. Januar 2025 für die Steuerperiode 

2014 keine zusätzliche Mehrwertsteuer mehr erhoben werden (vgl. für ver-

gleichbare Konstellationen: Urteil des BGer 2C_1021/2020 vom 28. Juli 

2021 E. 4.1; Urteil des BVGer A-3493/2023 vom 27. Februar 2024 

E. 3.1.1). 

3.2.2 Aufgrund der zwischenzeitlich eingetretenen absoluten Verjährung 

des Rechts zur Festsetzung der Steuerforderung in Bezug auf die Steuer-

periode 2014 ist die Beschwerde im Umfang der die Steuerperiode 2014 

betreffenden, noch nicht in Rechtskraft erwachsenen (vgl. E. 3.1) bzw. 

noch bestrittenen Steuernachforderung, das heisst im Umfang von 

Fr. 75'413.-- (Steuernachforderung 2014 von Fr. 76'686.-- abzüglich 

Fr. 1'273.--) gutzuheissen. 

3.3  

3.3.1 Infolge Verfolgung gemeinnütziger Zwecke (vgl. Sachverhalt Bst. A.b) 

handelt es sich bei der Beschwerdeführerin um eine gemeinnützige Orga-

nisation im Sinne von Art. 3 Bst. j MWSTG. Die Beschwerdeführerin finan-

ziert sich unter anderem mit Beiträgen des sog. «E._______ ». Hierfür wird 

zwischen der Beschwerdeführerin und der Geldgeberin bzw. dem Geldge-

ber eine «E._______ Vereinbarung» abgeschlossen. Die natürlichen oder 

juristischen Personen, die diesem Kreis angehören, werden von der Be-

schwerdeführerin als «Mitglieder» bezeichnet. Dabei handelt es sich nicht 

um eine Mitgliedschaft im rechtlichen Sinne, denn der E._______ ist nicht 

A-1426/2024 

Seite 20 

in eine Rechtsform gekleidet. Weiter finanziert sie sich durch Beiträge von 

natürlichen Personen (ohne Abschluss einer solchen Vereinbarung) und 

anderen Stiftungen wie die Stiftung B._______, die ebenfalls vom Stifter 

der Beschwerdeführerin, F._______ sel. (nachfolgend: Stifter), gegründet 

wurde. Diese Beträge werden von der Beschwerdeführerin als «Ein-

zelspender» bezeichnet. Durch den Verkauf von Bildern des Stifters der 

Beschwerdeführerin erzielt sie weitere Einnahmen. 

Wenn die Beschwerdeführerin sich entscheidet, in einem neuen Land tätig 

zu werden (sog. «A._______-Land»), bietet sie sog. «Aufbauspenden» an. 

Liegt ein gewisses «Startkapital» vor, wird im entsprechenden Land die Tä-

tigkeit aufgenommen. Mittels Unternehmenspatenschaften kann ein Geld-

geber oder eine Geldgeberin sich mit «Ausbildungsspenden» engagieren 

und Kleinunternehmen (KMU) ermöglichen, am Programm der Beschwer-

deführerin teilzunehmen. Für ein gefördertes KMU in einem Entwicklungs- 

oder Schwellenland wird jeweils ein Projektkürzel verwendet (unter ande-

rem in Spendenvereinbarungen, auf Spendenrechnungen, in der Buchhal-

tung). Ein Geldgeber oder eine Geldgeberin kann selbst festlegen, in wel-

chem Land ihr Beitrag eingesetzt werden soll (…). Wird in einer Spenden-

vereinbarung oder auf einer Spenderrechnung ein Projektkürzel genannt, 

wird der entrichtete Betrag diesem Projekt zugewiesen und grundsätzlich 

für diesen Zweck verwendet. 

3.3.2 Im vorliegenden Fall ist noch strittig und zu prüfen, ob die von den 

«Mitgliedern» des E._______ geleisteten Zahlungen an die Beschwerde-

führerin als Spenden oder als Entgelte zu qualifizieren sind (E. 4). Ausser-

dem gilt es zu klären, wie es sich bei den Zahlungen der sog. «Einzelspen-

der» verhält (E. 5). Sodann sind die Zahlungen von fünf juristischen Perso-

nen an die Beschwerdeführerin zu qualifizieren (als Spenden oder Ent-

gelte) und damit zusammenhängend, ob die Bekanntmachung dieser Zah-

lungen auf der Internetseite der Beschwerdeführerin als steuerbare Wer-

beleistung oder von der Steuer ausgenommene Bekanntmachungsleistung 

gilt (E. 6). Überdies muss geklärt werden, ob die Zahlungen von der nahe-

stehenden Stiftung B._______ an die Beschwerdeführerin als Entgelt für 

die allfällige Projektbewirtschaftung/-betreuung oder als Spenden einzu-

ordnen sind (E. 7). Die Steuernachforderung infolge Personalverleih an 

weitere nahestehende juristische Personen (Stiftung B._______ und 

C._______ AG) ist grundsätzlich unbestritten. Die Einnahmen aus Perso-

nalverleih unterliegen jedoch nur dann der Mehrwertsteuer, wenn sich 

ergibt, dass die Beschwerdeführerin subjektiv mehrwertsteuerpflichtig ist 

(E. 8). Auf die Personaleinsätzen von Herrn D._______ bei der C._______ 

A-1426/2024 

Seite 21 

AG und der Stiftung B._______ bzw. deren drittpreiskonformen Verrech-

nung, ist ebenfalls einzugehen (E. 9). Weiter wurden Kunstwerke des Stif-

ters der Beschwerdeführerin veräussert. Hierbei ist zu prüfen, durch wen 

die Verkäufe erfolgten bzw. wem die Einnahmen zuzuordnen sind und ob 

es sich bei diesen um Entgelt oder Spenden handelt (E. 10). Schliesslich 

gilt es zu klären, ob zwischen den Leistungen der Beschwerdeführerin und 

den Leistungen (sog. «Sachspenden») von Herrn G._______ und der 

H._______ GmbH jeweils Tauschgeschäfte vorliegen oder ob es sich um 

Spenden gehandelt hat (E. 11) und wie es sich mit der subjektiven Mehr-

wertsteuerpflicht und den Dienstleistungsbezügen aus dem Ausland ver-

hält (E. 12). 

  Zahlungen der «Mitglieder» des E._______ 

4.1  

4.1.1 Die Beschwerdeführerin führt hinsichtlich dieser Zahlungen aus, dass 

kein Leistungsaustausch vorliege und es sich somit um Nichtentgelte bzw. 

Spenden gemäss Art. 18 Abs. 2 MWSTG handle. Bei den «Mitgliedern» 

des E._______ handle es sich um einen offenen Kreis von natürlichen und 

juristischen Personen. Diese würden sich über eine bestimmte Zeitperiode 

hinweg zu jährlich wiederkehrenden, hohen Spenden für Projekte in 

A._______-Länder verpflichten. Dafür werde eine schriftliche Vereinbarung 

erstellt. 

4.1.2 Es sei «marketingtechnisch» sinnvoll, dass diese Personen durch be-

sondere Vereinbarungen und Aufmerksamkeiten bzw. Anlässe «an der 

Stange» gehalten würden. Anlässe dienten der Beschwerdeführerin dazu, 

die Beziehung zu den Geldgebenden zu pflegen und weitere Werbung für 

ihren Stiftungszweck zu machen sowie die Spender-Community auszu-

bauen; es solle möglichst ein kontinuierlicher Spendenzufluss aufrecht-

erhalten werden. Die Anlässe seien für die Beschwerdeführerin ein sehr 

wichtiger Kommunikationskanal und diente dazu, das Vertrauen der Geld-

gebenden in die Stiftung zu erhalten und weiter zu vertiefen. Die Geldge-

benden sollten «aus erster Hand und im Originalton» erfahren, was sie (die 

Beschwerdeführerin) mit den grosszügigen Spenden unterstütze oder was 

künftig gefördert werden soll, um eine langfristige, auf Vertrauen basie-

rende Beziehung zwischen ihr (der Beschwerdeführerin) und den Spende-

rinnen und Spendern herzustellen. 

4.1.3 Als Dank für die Spenden würden die «Mitglieder» des E._______ 

unter anderem zu einem Wochenende im Hotel I._______, einem Bankett 

A-1426/2024 

Seite 22 

und verschiedenen Veranstaltungen eingeladen. An diesen Veranstaltun-

gen würden Informationen zur Tätigkeit der Beschwerdeführerin vermittelt. 

Zudem hätten die «Mitglieder» des E._______ die Möglichkeit, an einer 

sog. «Investorenreise» in die Projektländer (A._______-Land) teilzuneh-

men, wobei diese Reise vom «Mitglied» des E._______ selber bezahlt wer-

den müsse. Die Beträge der einzelnen Spendenzahlungen, welche sie (die 

Beschwerdeführerin) anstrebe und auch erziele, seien überdurchschnittlich 

hoch. Dementsprechend müsse sie ihre Veranstaltungen auch eher in ei-

nem «gehobenen Rahmen» durchführen; ein «Sandwich an einem Steh-

tisch» sei nicht der geeignete Rahmen, um eine «Spende in der Höhe von 

Fr. 20'000.-- beliebt zu machen». 

4.1.4 Die Zahlungen der «Mitglieder» des E._______ seien – so die Be-

schwerdeführerin weiter – erfolgt, damit sie (die Stiftung bzw. Beschwerde-

führerin) das erhaltene Geld für den gewünschten Zweck verwende. Das 

Motiv der E._______-Mitglieder sei somit die Spende, der allenfalls im 

Sinne eines Dankeschöns erhalten wirtschaftliche Vorteil sei nebensäch-

lich. Ausserdem bestünde zwischen den Zahlungen und den erbrachten 

Leistungen wertmässig ein grosses Missverhältnis. Für die Anlässe im Ho-

tel I._______ seien in den Jahren 2014 bis 2018 pro «Mitgliedschaft» im 

E._______ durchschnittlich Spendeneinnahmen von jährlich Fr. 20'789.-- 

erzielt worden, wobei die durchschnittlichen Kosten für einen Teilnehmer 

Fr. 383.-- ausmachten (1.84 % eines «Beitrages»). Für die E._______-

Bankette stünden die durchschnittlich Spendeneinnahmen von jährlich 

Fr. 20'789.-- marginalen Kosten von lediglich Fr. 106.-- gegenüber. Die 

E._______-Mitglieder würden wirtschaftlich unvernünftig handeln, wenn 

sie für eine Leistung im Wert von insgesamt Fr. 489.-- einen Preis von 

Fr. 20'789.-- bezahlen würden. Daher stelle der Besuch der Anlässe ein 

untergeordnetes Motiv dar. Vielmehr hätten die zahlenden Personen sie 

(die Beschwerdeführerin) bereichern wollen, damit sie ihren Aufgaben 

nachgehen könne. Aufgrund des wertmässigen Missverhältnisses sei da-

von auszugehen, dass zwischen Zahlung und Leistung keine innere wirt-

schaftliche Verknüpfung bestehe. Das Missverhältnis – und auch die 

Rechtsform der Beschwerdeführerin als gemeinnützige Organisation – be-

gründe eine tatsächliche Vermutung, dass das Motiv der Zahlenden in der 

Unterstützung und Bereicherung der Beschwerdeführerin gelegen habe. 

Die meisten E._______-Mitglieder hätten ausserdem nur vereinzelt an An-

lässen teilgenommen, was zeige, dass die Teilnahme an diesen Veranstal-

tungen nicht das ausschlaggebende Element gewesen sei.  

A-1426/2024 

Seite 23 

4.1.5 Hinsichtlich ihres eigenen Motivs bzw. ihrer Entgeltserwartung führt 

die Beschwerdeführerin aus, dass es sich bei den Anlässen im Hotel 

I._______ etc. primär um eine Danksagung an die E._______-Mitglieder 

gehandelt habe, sowie darum, diese zu einem erneuten Abschluss einer 

E._______-Vereinbarung zu motivieren. Die Einladungen seien aber ohne 

Entgeltserwartung ausgesprochen worden. Bei ihrer (der Beschwerdefüh-

rerin) Entgeltserwartung genüge nicht, irgendeine Erwartung auf einen 

wirtschaftlichen Vorteil darzulegen, sondern die Erwartung auf einen kon-

kreten Mittelfluss, der als Entgelt für die wirtschaftliche Handlung anzuse-

hen sei. Da auch andere Personen in das Fünfsternehotel eingeladen wor-

den seien, werde ersichtlich, dass diese Einladung nicht davon abhängig 

gewesen sei, ob der Betrag gezahlt worden sei. Primäres Ziel der Anlässe 

sei es gewesen, bestehende Spenderinnen und Spender zu weiteren Zah-

lungen zu animieren bzw. an sich zu binden und potentielle Geldgeber, die 

noch keine Spenden geleistet hätten, zu akquirieren. Somit habe es sich 

um eine reine Marketingmassnahmen gehandelt. Dass sie keine Entgelt-

serwartungen gehabt habe, zeige sich auch an ihrer Rechtsform als ge-

meinnützige Stiftung, die sich primär über Spenden finanziere und diese 

auch als solche verbucht habe. Betreffend die Möglichkeit der E._______-

Mitglieder an Reisen teilzunehmen, argumentiert die Beschwerdeführerin, 

dass – zumindest heute – alle interessierten Personen daran teilnehmen 

könnten und es keine Exklusivität gegeben habe, wobei auch alle für diese 

Reise anfallenden Kosten von den Teilnehmenden separat hätten bezahlt 

werden müssen. Hierbei handle es sich somit nicht um einen verbrauchs-

fähigen wirtschaftlichen Wert im Sinne von Art. 3 Bst. c MWSTG. 

4.1.6 Hinsichtlich der Sachverhaltserstellung durch die Vorinstanz führt die 

Beschwerdeführerin aus, dass dieser nicht rechtsgenügend ermittelt wor-

den sei. Die Vorinstanz habe es unterlassen, jedes einzelne Leistungsver-

hältnis daraufhin zu prüfen, ob es sich bei der Zahlung um ein Nicht-Entgelt 

oder ein Entgelt handle. Ihre (jene der Beschwerdeführerin) fehlende Ent-

geltserwartung sei von der Vorinstanz jedenfalls nicht widerlegt worden. 

Sie (die Beschwerdeführerin) sei hingegen ihrer Mitwirkungspflicht nach-

gekommen. Ihre Auflistung zeige nämlich, dass alle Zahlungen einem be-

stimmten Verwendungszweck zugewiesen worden seien, was einen Rück-

schluss auf das Zahlungsmotiv der zahlenden Person zulasse. In ihrer 

Buchhaltung würden nämlich die Beträge je nach Verwendungszweck auf 

verschiedenen Spendenertragskosten erfasst. 

4.1.7 Schliesslich macht sie (die Beschwerdeführerin) geltend, dass bei 

der Mehrwertsteuer aufgrund des Selbstdeklarationsverfahrens eine 

A-1426/2024 

Seite 24 

«Vermutung der Richtigkeit der Selbstdeklarationsveranlagung» gelte, wo-

bei sie die Einnahmen als Spenden verbucht und behandelt hätte. 

Die Frage des unternehmerischen Bereichs sei durch die Vorinstanz nicht 

wirklich behandelt und damit auch nicht bewiesen worden. 

4.2  

4.2.1 Die Vorinstanz hingegen stellt sich auf den Standpunkt, es liege ein 

Leistungsaustausch vor. Die E._______-Mitglieder hätten Leistungen, wie 

eine Übernachtung in einem Fünfsternehotel oder die Teilnahme an einem 

Bankett, erhalten, welche davon abhängig gewesen seien, dass ein Beitrag 

geleistet werde. Ein innerer wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den 

Beiträgen und den Leistungen sei somit gegeben. Nur bei Leistungen mit 

einem unbedeutenden Geld- bzw. wirtschaftlichen Wert sei anzunehmen, 

dass aus Sicht des Leistungsempfängers die Leistung nicht Motivation und 

Anlass für die Zahlung der Beiträge seien, sondern die Unterstützung (und 

Bereicherung) im Vordergrund stehe («sozialübliches Dankeschön»). Die 

vorliegenden Leistungen hätten keinen unbedeutenden wirtschaftlichen 

Wert und könnten nicht als Vergünstigung (an Gönnerinnen und Gönner) 

oder als Verdankung im Rahmen des sozial Üblichen qualifiziert werden. 

4.2.2 Die Zahlungsversprechen im Rahmen der Vereinbarungen stellten 

ausserdem einklagbare Ansprüche der Beschwerdeführerin und keine frei-

willigen Beiträge im Sinne einer Spende dar. Im Gegenzug bestehe ein un-

bedingter Rechtsanspruch auf Teilnahme an diesen Anlässen. Zwar könne 

das «Fundraising» auch Anlässe umfassen, an welchen bestehende/po-

tentielle Spender informiert würden. Die vorliegenden Leistungen hätten 

aber einen wesentlichen wirtschaftlichen Wert, der über die übliche Bezie-

hungspflege hinausgehe und dienten primär der Unterhaltung und dem 

Wohlbefinden der «Spender». Die Anlässe hätten zwar auch der Pflege der 

Beziehung gedient, es habe aber nicht mehr die Unterstützung im Vorder-

grund gestanden, sondern die Teilnahme an den Anlässen selbst. Die 

Buchhaltung zeige ausserdem, dass für diese Leistungen (Wochenende 

im I._______) Aufwendungen in Höhe von rund Fr. 36'000.-- bis 

Fr. 54'000.-- verbucht worden seien. 

4.2.3 Grundsätzlich wolle ein Spender die Tätigkeit eines Unternehmens 

fördern. Dabei werde mit einer Spende die Erwartung verknüpft, dass die 

Sach- oder Geldleistung in einer bestimmten Weise verwendet werde; dies 

stelle jedoch keine Gegenleistung dar. Da die «Spendenden» vorliegend 

eine erhebliche Gegenleistung erhielten, trete neben den Förderungswillen 

A-1426/2024 

Seite 25 

gleichwertig die Erwartung, eine bestimmte Leistung zu erhalten. Daran 

ändere auch die Zweckbestimmung der «Spende» nichts. Da es sich bei 

der Teilnahme an den Reisen in ein «A._______-Land» um ein exklusives 

Angebot für E._______-Mitglieder handle, liege eine Leistung der Be-

schwerdeführerin an die E._______-Mitglieder vor, selbst wenn die Reise-

kosten von diesen selber übernommen werden müssten. 

4.2.4 Im Rahmen ihrer Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, dass un-

bestritten sei, dass die Beschwerdeführerin den E._______-Mitgliedern 

mittels Vereinbarungen und Ausschreibungen auf ihrer Webseite Zusiche-

rungen abgegeben haben, dass sie an diversen Anlässen teilnehmen 

könnten. Ausserdem stehe nicht im Streit, dass die Zahlungen und die in 

Anspruch genommenen bzw. in Aussicht gestellten Leistungen wertmässig 

nicht in einem «vernünftigen» Verhältnis gestanden hätten. Die E._______-

Mitglieder hätten einen Preis bezahlt, der über dem Drittpreis gelegen 

hätte, dies wohl auch mit der Absicht, die Beschwerdeführerin teilweise zu 

bereichern. Die innere wirtschaftliche Verknüpfung äussere sich im Vorlie-

gen marktwirtschaftlich gleichwertiger Leistungen, wobei keine absolute 

Gleichwertigkeit verlangt werde. Beim Leistungsaustausch spiele es keine 

Rolle, ob Leistung und Gegenleistung wertmässig in einem vernünftigen 

Verhältnis stünden oder ob darin noch Goodwill-Leistungen, Sympathiezu-

wendungen des Patrons aus der Unternehmenskasse und dergleichen ent-

halten seien. Es genüge, dass Leistung und Entgelt innerlich derart ver-

knüpft seien, dass die eine Leistung ohne die andere nicht erfolgt wäre. Es 

bestünde bei einem Missverhältnis somit gerade keine «tatsächliche Ver-

mutung» für das Vorliegen einer Spende. Eine Aufteilung in einen Spen-

den- und einen Entgeltsanteil habe die Rechtsprechung stets abgelehnt. 

4.2.5 Eine Spende werde – so betont die Vorinstanz – nicht in Erwartung 

einer Leistung gegeben, sondern freiwillig. Eine Übernachtung in einem 

Fünfsternehotel oder ein Abendessen würden nicht mehr als Vergünsti-

gung zählen, die üblicherweise an Passivmitglieder und Gönner als Dank 

gewährt würden. Ausserdem genüge es für die Berechnung des Leistungs-

wertes nicht, nur auf die Kosten des Leistungserbringers abzustellen, da 

dieser aus der Sicht des Leistungsempfängers zu beurteilen sei. Zudem 

würden sich die verwendeten Zahlen als zu tief erweisen. 

4.2.6 Eine Vermutung, dass Zahlungen an eine gemeinnützige Stiftung 

Spenden seien, existiere nicht und die Annahme, dass Menschen wirt-

schaftlich vernünftig handeln würden, sei kein taugliches Kriterium. Die Be-

schwerdeführerin hätte Entgelt erwartet. Sie verspreche ihren «Spendern» 

A-1426/2024 

Seite 26 

auf ihrer Webseite und in ihren Verträgen, dass diese mit einer Begleitper-

son an einem Wochenende im Fünfsternehotel und auch an einem Bankett 

teilnehmen könnten. Im Gegenzug erwarte sie die Bezahlung der 

«Spende» in einer bestimmten Höhe, da nur derjenige, der einen Betrag 

von mindestens Fr. 10'000.-- bezahle, die versprochenen Leistungen er-

halte. Hierdurch bringe die Beschwerdeführerin zum Ausdruck, dass sie 

diesen Wochenenden den entsprechenden Mindestwert zuordne (bzw. die-

sen Mindestbetrag für die Teilnahme erwarte). 

4.2.7 Es bestünde überdies keine «Vermutung der Richtigkeit der Selbst-

deklarationsveranlagung»; sowohl das Gesetz, als auch die durch die stän-

dige Rechtsprechung angewendete und gestützte Beweislastverteilung 

spreche dagegen. 

4.3 Bei der Beurteilung, ob ein Leistungsverhältnis vorliegt oder nicht, ist 

ausschlaggebend, ob den Zahlungen der E._______-Mitglieder eine inner-

lich wirtschaftlich verknüpfte Leistung (der Beschwerdeführerin) gegen-

übersteht. Zu Recht unbestritten ist, dass die an die E._______-Mitglieder 

erbrachten Hotelübernachtungen und Abendessen verbrauchsfähige wirt-

schaftliche Werte darstellen. Nicht im Streit liegt sodann, dass es sich bei 

der Beschwerdeführerin um eine gemeinnützige Organisation im Sinne des 

MWSTG handelt. Aus den Akten ergibt sich Folgendes: Die meisten 

E._______-Mitglieder haben eine schriftliche Vereinbarung mit der Be-

schwerdeführerin unterzeichnet (näher dazu nachfolgend: E. 4.3.1.1), wel-

che die gegenseitigen Rechte und Pflichten regelt. Bei einem kleinen Teil 

der E._______-Mitglieder erfolgten die Zahlungen aufgrund schriftlicher 

Korrespondenz (vgl. beispielsweise: Vernehmlassungsbeilage [VB] 3, Un-

terlagen zur Ziff. 1.1 der EM, Schreiben vom 3. Mai 2017, S. 5 f.; Zusiche-

rung von Spenden per Brief durch die J._______ Foundation vom 26. Ok-

tober 2016 [inkl. Rechnung {vgl. Schenkungsversprechen vom 6. Juni 

2011}], S. 79-82, S. 85, S. 88  [vgl. hierzu E. 6.4.5]; E-Mail vom 18. Juni 

2014 [Jubiläumsspende], S. 25; E-Mail vom 7. Mai 2014, S. 26 [vgl. auch 

S. 30]), Rechnungen, sowie Überweisungen bzw. Gutschriftsanzeigen mit 

Zahlungsgrund [vgl. beispielsweise: VB 3, Unterlagen zur Ziff. 1.1 der EM, 

S. 24 {basierend auf einem «Treuhandvertrag mit anschliessender Schen-

kung»}, S. 178]). 

4.3.1  

4.3.1.1 In den Akten befinden sich grösstenteils vorgedruckte und weitge-

hend gleichlautende «E._______» Vereinbarungen (VB 3, Unterlagen zur 

Ziff. 1.1 der EM, beispielsweise: S. 3 f. [Person 1/Person 2]; S. 33 f. 

A-1426/2024 

Seite 27 

[Person 2]; S. 43 f. [Person 3/Person 4]; S. 59 f. [Person 5]; S. 61 f. [Per-

son 6]; S. 70 f. [Person 5]; S. 74 [Person 7]; S. 77 f. [Person 8]; S. 96-99 

[2013-2018; Person 9]; S. 112 f. [2012-2015; Person 10]; S. 116 f. [2011-

2015; Person 10]; S. 124 f. [Person 11]; S. 128 f. [Person 12]; S. 130 f. 

[K._______ AG/Person 12]; S. 143 [2011-2015; Person 13]; S. 149-153 

[2012-2016; Person 14]; S. 154 f. [L._______ AG]; S. 156 f. [L._______ 

AG/Person 15]; S. 159 f. [M._______ AG/Person 16]; S. 161 f. [Person 17]; 

S. 168 f. [2009-2013; Person 18; hat trotzdem in der massgeblichen Steu-

erperiode Beiträge gezahlt {vgl. Rechnung, VB 3, S. 14 [2018] und S. 166 

[2017]}; mündlich 2014 und 2015; ab 2016 mündlich]; S. 171 f. [Person 19]; 

S. 173 f. [N._______ AG/Person 20]; S. 179 f. [Person 21]; S. 185 f. [2012-

2016; Person 22]; S. 191 f. [Person 23]; S. 195 f. [Person 24]; S. 203 [nur 

teilweise vorhanden; O._______ AG/Person 25]; S. 204 f. [Person 26]; 

S. 206 f. [Person 27]; S. 209 f. [nicht unterzeichnet; Person 27]; S. 213 f. 

[Person 28]; S. 216 f. [Person 29]). Darin wurde der jeweilige Name des 

Mitglieds von Hand oder mittels Computer eingetragen. Gemäss dieser 

Vereinbarung verpflichtet sich das Mitglied, jährlich mindestens  

Fr. 10'000.-- während mindestens vier Jahren zu überweisen (als «Associ-

ate» ist ein Beitrag in Höhe von Fr. 25'000.-- und als «Partner» ist ein sol-

cher von Fr. 50'000.-- vorgesehen). Die Vereinbarung wird zumeist still-

schweigend bis auf Widerruf um jeweils ein Jahr verlängert. Das Engage-

ment ist nach Ablauf von vier (oder fünf) Jahren jederzeit (mit einer Kündi-

gungsfrist von einem [teilweise drei] Monat[en] auf Ende Jahr) auflösbar 

(vgl. beispielhaft zudem VB 3, Unterlagen zur Ziff. 1.1 der EM, S. 5, wo al-

lerdings explizit darauf hingewiesen wurde, dass man jederzeit – und somit 

wohl ohne Kündigungsfrist – aus dem E._______ aussteigen könne). Als 

Verwendungszweck der Beiträge wird angegeben, dass die Beiträge prio-

ritär für den Aufbau von A._______-Ländern verwendet werden sollen, wo-

bei ein Teil auch für eine Patenschaft in A._______-Ländern eingesetzt 

würden. In einigen Vereinbarungen ist vermerkt, dass die Beiträge dort ein-

gesetzt würden, wo gerade der grösste Bedarf bestehe. Die E.________-

Mitglieder erhalten hierfür folgende als «Leistungen» bezeichnete Ange-

bote und Informationen (teilweise auch unter dem Titel «Sie sind immer auf 

dem Laufenden» aufgeführt [VB 3, Unterlagen zur Ziff. 1.1 der EM, 

S. 96/S. 98, S. 112, S. 116, S. 143, S. 149 f./S. 152, S. 168, S. 185, S. 191, 

S. 206, S. 209]): 

• Einladung zum jährlichen E._______ Abend «A._______ aus ers-

ter Hand» mit dem Gründerehepaar (teilweise als «A._______ 

E._______ Bankett» bezeichnet und als zusätzliche Leistung eine 

Einladung zum jährlichen «A._______ E._______ Neujahrs-Apéro» 

[VB 3, Unterlagen zur Ziff. 1.1 der EM, S. 59, S. 154, S. 179] oder 

A-1426/2024 

Seite 28 

vormals «Bankett» [VB 3, Unterlagen zur Ziff. 1.1 der EM, S. 96, 

S. 98, S. 112, S. 143, S. 150, S. 168 f.]) 

• Einladung ans jährliche I._______ (VIP) Weekend 

• Update und Erläuterung strategischer Fragen im geeigneten Rah-

men 

• Information über ausserordentliche Situationen 

• Frühbuchungsmöglichkeiten bei A._______ Reisen (teilweise als 

Investorenreisen benannt) 

• Newsletter und Jahresbericht 

• Einladung an regionale A._______-Veranstaltungen 

• Rückfragemöglichkeit an den Stiftungsrat und Geschäftsleitung 

• Zusätzliche Leistungen für Associates und Partner: Mitgliedschaft 

im Stiftungsbeirat, der sich einmal pro Jahr mit dem Stiftungsrat von 

A._______ trifft und Erwähnung auf der Website als «Associate» 

resp. «Partner» 

Das Mitglied kann durch das Setzen eines Kreuzes zwischen Member, 

Associate und Partner eine Absichtserklärung abgeben. In einzelnen Ver-

einbarungen wurde bei der Absichtserklärung die vorgedruckten vier Jahre 

lang dauernde Verpflichtung von Hand gestrichen und beispielsweise auf 

ein Jahr begrenzt (VB 3, Unterlagen zur Ziff. 1.1 der EM, S. 2, S. 4). Unter 

«Bemerkungen/Spezielle Vereinbarungen» konnte das neue E._______-

Mitglied von Hand die konkrete Abwicklung des Engagements gemäss Ab-

sprache mit der Beschwerdeführerin vermerken. Oft wurden darunter kon-

krete Spendenprojekte aufgezählt (teilweise auch mit einem Projektkürzel) 

und festgehalten, welche Beträge wofür verwendet werden sollen. Diese 

Tatsachen sind aktenkundig und unbestritten. 

4.3.1.2 Aus der aktuellen Webseite (< […] >, zuletzt besucht am 2. Sep-

tember 2025) der Beschwerdeführerin ergibt sich Folgendes: 

«E._______ Spende: Mit Ihrer Spende für den E._______ geben Sie uns (…). 

Das Engagement im E._______ läuft für (Mindestjahre) Jahre und unterschei-
det zwischen den Unterstützungsstufen (…) [jährliche Spende ab Fr. 10'000.-
-; Einfügung durch das Gericht], (…) [jährliche Spende ab Fr. 25'000.--; Ein-
fügung durch das Gericht] und (…) [jährliche Spende ab Fr. 50'000.--; Einfü-
gung durch das Gericht]. Die Unterstützung kann nach Ablauf dieser Zeit je-
derzeit aufgelöst werden. 

(Beschreibung, dass das E._______ Mitglied auf dem Laufenden gehalten 
wird): 3x pro Jahr sind Sie zu verschiedenen A._______-Anlässen 

A-1426/2024 

Seite 29 

eingeladen, wo Sie in die aktuellen Tätigkeiten von A._______ einen Einblick 
erhalten. Erfahren Sie als erste von neuen Entwicklungen. […] 

(…)! 

[…] 

(Beschreibung, dass das E._______ Mitglied auf dem Laufenden gehalten 
wird). 3x pro Jahr sind Sie zu verschiedenen A._______-Anlässen eingela-
den, (…). 

• Einladung zum jährlichen E._______ Neujahrsapéro 

• Einladung zum jährlichen E._______ Dinner 

• Einladung zum Spendenwochenende». 

Der – von der Vorinstanz aufgezeigten – ehemaligen Webseite der Be-

schwerdeführerin aus dem Archiv (VB 11, Auszüge/Ausdruck Internet, 

S. 23) lässt sich Folgendes entnehmen: 

«Ihr Nutzen – Ihr ‹ROl› [Return on Investment; Anmerkung des Gerichts] 

Sie profitieren mit der Unterstützung der Projekte der Stiftung A._______. Ihre 
Spende ist steuerlich abzugsfähig – Ihr ‹Return on Investment› bietet zudem 
einen emotionalen und karitativen Mehrwert. Als Mitglied des E._______ ge-
niessen Sie zusätzlich noch weitere Vorteile. 

• Einladung an den jährlichen E._______ Abend und regionale Veran-
staltungen 

• Einladung ans I._______ VIP Weekend 

• Frühbuchungsmöglichkeit bei A._______ Reisen 

• Individuelle Reise in ein A._______-Land als Begleitung der Projekt-
leitung 

• Als Associate oder Investor werden Sie oder ein Vertreter Ihrer Firma 
Mitglied des Stiftungsbeirats, der sich einmal pro Jahr mit dem Stif-
tungsrat trifft». 

In diversen Dankesschreiben und E-Mails der Beschwerdeführerin an die 

E._______-Mitglieder wird sodann über die anstehenden Anlässe der Be-

schwerdeführerin informiert (vgl. beispielsweise: VB 3, Unterlagen zur 

Ziff. 1.1 der EM, S. 5, S. 41, S. 58, S. 90). 

4.3.1.3 Unbestritten ist vorliegend, dass die Beschwerdeführerin die 

E._______-Mitglieder (und zwar auch diejenigen, welche keine 

E._______-Vereinbarung unterzeichnet haben, aber auf andere Weise 

«Mitglieder» wurden, vgl. E. 4.3) an Anlässe wie dem I._______ (VIP) Wo-

chenende und dem E._______-Bankett eingeladen hat und fast alle 

E._______-Mitglieder tatsächlich an einem oder mehreren davon teilge-

nommen haben; teilweise in Begleitung eines Partners bzw. einer Partne-

rin. Hinsichtlich des I._______ (VIP) Wochenende ergibt sich aus den 

A-1426/2024 

Seite 30 

Akten zudem, dass auch Nicht-Mitglieder beiwohnten, die nach einer Teil-

nahme Zahlungen an die Beschwerdeführerin leisteten, aber ohne Mitglied 

zu werden. Vereinzelt besuchten Personen dieses Wochenende und sind 

erst danach E._______-Mitglieder geworden (vgl. als Beispiel: VB 3, 

S. 208 [Person 27]). Schliesslich nahmen Personen an dem Wochenende 

teil, welche nicht E._______-Mitglieder waren und wohl auch keine Zah-

lungen leisteten (vgl. z.B.: Person 30, Person 31, Person 32, Person 33, 

Person 34, Person 35, Person 36, welche weder in der Buchhaltung der 

Beschwerdeführerin erscheinen, noch aus der Liste der Einzelspender her-

vorgehen). Von den jeweils über 100 Teilnehmenden an den besagten Wo-

chenenden in den massgeblichen Jahren waren jeweils nur zwischen 19 

bis 29 Teilnehmer zugleich E._______-Mitglieder (VB 15, Excel-Liste Teil-

nehmer Anlässe; VB 16, Excel-Liste E._______-Mitglieder 2014 bis 2018; 

VB 2, EM, Beilage 2 [Einzelspender]; VB 3, Unterlagen zur Ziff. 1.1 der EM, 

Rechnung des Hotels I._______ an die Beschwerdeführerin vom 11. Juni 

2015, S. 218 ff.; VB 13, Buchhaltung der Beschwerdeführerin 2014 bis 

2018; VB 27, Einspracheentscheid vom 30. Januar 2024, Auflistung der 

Leistungen an die E._______-Mitglieder, S. 53-62; siehe auch: Be-

schwerde, S. 11, S. 14 und S. 32-42). 

4.3.2  

4.3.2.1 Vorliegend haben gemäss Beurteilung des Bundesverwaltungsge-

richts die E._______-Mitglieder ihren Beitrag bzw. die Zahlung gerade nicht 

in Erwartung einer Teilnahme am I._______ (VIP) Wochenende oder des 

E._______-Banketts geleistet, sondern wollten die Beschwerdeführerin 

unterstützen und bereichern, damit diese ihren karitativen Aufgaben nach-

gehen kann. Dies ergibt sich aus den folgenden Umständen: 

Sowohl auf der aktuellen und ehemaligen Webseite der Beschwerdeführe-

rin als auch in den Dankesschreiben für den geleisteten Beitrag wird zwar 

auf diese Anlässe hingewiesen (E. 4.3.1.2). Daraus lassen sich aber noch 

keine Einzelheiten über den jeweiligen Anlass herauslesen. Vielmehr ergibt 

sich zumindest aus der aktuellen Webseite, dass es bei diesen Anlässen 

insbesondere darum geht, den E._______-Mitgliedern einen Einblick in die 

aktuellen Tätigkeiten der Beschwerdeführerin zu geben. Im Vordergrund 

(der Zahlung) stand demnach nicht der Erhalt einer Hotelübernachtung 

oder die Teilnahme an einem Bankett, sondern die Unterstützung und Be-

reicherung der Beschwerdeführerin, damit diese ihren Stiftungszweck er-

füllen kann. An den Anlässen ging es zudem um die Vermittlung von Infor-

mationen zu den einzelnen Projekten und die Generierung von weiteren 

Spenden. Dies zeigt sich auch gerade daran, dass dem I._______ (VIP) 

A-1426/2024 

Seite 31 

Wochenende auch einige Nicht-Mitglieder beiwohnten, welche nach einer 

Teilnahme Zahlungen an die Beschwerdeführerin leisteten (ohne 

E._______-Mitglied zu werden). Das Wochenende wurde zudem auch von 

Personen besucht, welche erst nach der Teilnahme E._______-Mitglieder 

wurden. Ein Grossteil der Personen, welche an dem Wochenende teilnah-

men, waren nicht einmal E._______-Mitglieder und leisteten wohl auch 

keine Zahlungen (vgl. oben [E. 4.3.1.3]). 

Dass es den E._______-Mitgliedern als Leistungsempfänger bzw. zahlen-

den Personen darum ging, die Stiftung zu unterstützen und zu bereichern 

und somit keine wirtschaftliche Verknüpfung zwischen dem Geldbetrag und 

der Teilnahme an den Anlässen vorliegt, ergibt sich ebenfalls aus den ein-

zelnen E._______-Vereinbarungen. Unter «Verwendungszweck» wird – 

wie gezeigt (E. 4.3.1.1) – ausgeführt, dass die Beiträge prioritär für den 

Aufbau von A._______-Ländern verwendet werden sollen bzw. dass die 

Beiträge dort eingesetzt würden, wo gerade der grösste Bedarf bestehe. 

Ausserdem konnte das E._______-Mitglied unter «Bemerkungen/Spezi-

elle Vereinbarungen» die konkrete Abwicklung des Engagements gemäss 

Absprache mit der Beschwerdeführerin vermerken, wobei darunter oft kon-

krete Spendenprojekte aufgezählt und festgehalten wurde, welche Beträge 

wofür verwendet werden sollen (E. 4.3.1.1). Mit ihrem freiwilligen Beitrag 

verbindet die zahlende Person zwar die Erwartung, dass ihre Geldleistung 

in bestimmter Weise verwendet wird bzw. sie tätigt die Zahlung im Hinblick 

auf ein bestimmtes Projekt. Darin ist aber keine konkrete Gegenleistung zu 

erblicken (vgl. Urteil des BGer 2C_576/2013 vom 20. Dezember 2013 

E. 2.2.3 mit Hinweis auf BGE 126 II 443 E. 8a; vgl. auch Urteil des BGer 

9C_609/2022 vom 13. Juni 2023 E. 2.4.2.2). Im vorliegenden Fall verhält 

es sich ebenso. Das E._______-Mitglied leistete die Zahlung in der Regel 

im Hinblick auf ein bestimmtes Projekt, worin keine Gegenleistung zu er-

blicken ist. Zwar machten die E._______-Mitglieder eine rechtlich bindende 

Zusage jährlich einen finanziellen Beitrag zu leisten, diese Zahlung gilt 

gleichwohl als Spende, da im Zeitpunkt der Zusage die Freiwilligkeit gege-

ben war (vgl. zur Freiwilligkeit der Spende: GEIGER, MWSTG Kommentar 

2019, Art. 3 N. 60). Abgesehen davon, konnte das Mitglied jederzeit den 

Mitgliederkreis verlassen (E. 4.3.1.1). 

Trotz ihrer Teilnahme an den Anlässen, welche neben der Information über 

die Projekte sicherlich auch der Unterhaltung und dem Wohlbefinden der 

beitragsleistenden E._______-Mitglieder dienten, stand stets die Unterstüt-

zung der Beschwerdeführerin bzw. derer Projekte im Vordergrund. Dies 

zeigt sich unter anderem auch daran, dass die Mehrheit der 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=2C_576%2F2013+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-443%3Ade&number_of_ranks=0#page443

A-1426/2024 

Seite 32 

Teilnehmenden an diesen Anlässen noch (gar) nicht E._______-Mitglied 

war (E. 4.3.1.3). Somit war die Teilnahme an den Anlässen nicht ursächlich 

für die Zahlungen. Dies ergibt sich auch daraus, dass in diversen 

E._______-Vereinbarungen diese Anlässe nicht unter «Leistungen» ver-

merkt sind, sondern festgehalten wird, dass das Mitglied (unter anderem 

an diesen Anlässen) «immer auf dem Laufenden» gehalten werde. Beim 

E._______-Bankett würden die Mitglieder denn auch – neben dem festli-

chen Dinner – ein Update und Erläuterung strategischer Fragen erhalten 

und es fände ein Diskussionsforum statt (E. 4.3.1.1). 

4.3.2.2 Unbestrittenermassen kostete das I._______ (VIP) Wochenende 

bzw. eine Übernachtung im Fünfsternhotel einige Hundert Franken pro teil-

nehmende Person. Die Beschwerdeführerin stellt hierbei auf ihre verbuch-

ten Kosten in Höhe von durchschnittlich rund Fr. 383.-- pro Teilnehmer ab 

bzw. Fr. 106.-- für das Bankett. Die Vorinstanz geht – da nicht ausschliess-

lich auf die Kosten für die Leistungserbringung abgestellt werden könne – 

von einem höheren Wert bzw. dem marktüblichen Preis für ein Doppelzim-

mer im Juni aus und beziffert diesen, insbesondere mit Blick auf die Web-

seite des Hotels I._______, zwischen Fr. 400.-- und Fr. 500.--, worauf auch 

nachfolgend abgestellt wird. Zu prüfen ist, ob es sich hierbei noch um eine 

Vergünstigung, welche Gönnerinnen und Gönner üblicherweise gewährt 

werden bzw. ein sozialübliches Dankeschön handelt. Eine solche Verdan-

kung ist nämlich – wie gezeigt (E. 2.5.1 in fine) – keine Leistung im mehr-

wertsteuerlichen Sinne. Es ist mit der Vorinstanz zwar einig zu gehen, dass 

die besagten Leistungen (zwischen Fr. 400.-- und Fr. 500.--) für einen 

durchschnittlich verdienenden Menschen einen wesentlichen wirtschaftli-

chen Wert haben. Mit Blick auf die Höhe der jährlichen Spenden der 

E._______-Mitglieder, welche sich zwischen Fr. 10'000.-- bis Fr. 50'000.-- 

bewegen und somit erhebliche finanzielle Beiträge darstellen, ist jedoch 

davon auszugehen, dass es sich bei den E._______-Mitglieder grössten-

teils um (sehr) wohlhabende Personen handelt. Aus ihrer (vorliegend mas-

sgeblichen) Sicht stellt die Übernachtung kein wesentlicher wirtschaftlicher 

Wert dar, der über die übliche Beziehungspflege hinausgeht, sondern eine 

Verdankung im Rahmen des (in ihren Kreisen) sozial Üblichen. Für die 

E._______-Mitglieder steht nach wie vor die finanzielle Unterstützung der 

Beschwerdeführerin im Vordergrund, wobei der allenfalls im Sinne eines 

Dankeschöns erhaltene wirtschaftliche Vorteil nebensächlich ist und nicht 

Motivation und Anlass für ihre Zahlung war. 

4.3.2.3 Letztlich spricht im vorliegenden Fall auch das wertmässige Miss-

verhältnis dagegen, dass zwischen der Zahlung des Mitgliederbeitrags und 

A-1426/2024 

Seite 33 

der Teilnahme am I._______ (VIP) Wochenende oder am E._______-Ban-

kett eine innere wirtschaftliche Verknüpfung besteht. Anders als bei den 

durch die Vorinstanz zitierten Urteilen des Bundesgerichts (vgl. sogleich) 

kann die Beschwerdeführerin vorliegend nämlich ein Missverhältnis aufzei-

gen. Aus den Akten ergibt sich, was überdies unbestritten ist, dass die Zah-

lungen der E._______-Mitglieder und die von ihnen (grösstenteils) in An-

spruch genommenen Leistungen wertmässig nicht in einem vernünftigen 

Verhältnis stehen. Die Beschwerdeführerin erzielte in den massgeblichen 

Jahren 2014 bis 2018 pro E._______-Mitgliedschaft im Durchschnitt Ein-

nahmen in Höhe von jährlich Fr. 20'789.-- ([2014: Fr. 485'540.-- / 19 Mit-

glieder = Fr. 25'555.--, 2015: Fr. 483'930.-- / 19 Mitglieder = Fr. 25'470.--, 

2016: Fr. 492'630.-- / 25 Mitglieder = Fr. 19'705.--, 2017: Fr. 510'068.-- / 29 

Mitglieder = Fr. 17'589.--, 2018: Fr. 398'216.-- + Fr. 55'000.-- = 

Fr. 453'216.-- / 29 Mitglieder = Fr. 15'628.--; insgesamt: Fr. 103'947.-- / 5 

(Jahre) = Fr. 20'789.--] zum Ganzen: VB 2, EM, Beiblatt 1, Ziff. 1.1 bzw. 

Beilage 1; VB 16, Excel-Liste E._______-Mitglieder 2014 bis 2018; vgl. 

auch Beschwerde, Rz. 53 und Rz. 90). Diesen Zahlungen ist der Wert der 

durch die E._______-Mitglieder einmal im Jahr bezogenen Übernachtung 

im Fünfsternehotel (inkl. Bankett) in Höhe von maximal Fr. 600.-- (vgl. 

E. 4.3.2.2 [rund Fr. 100.-- {Bankett} und max. Fr. 500.-- {Hotel}]) gegenüber 

zu stellen. Hieraus ergibt sich ein durchschnittliches Verhältnis von gerade 

einmal 2.89 % (Fr. 100.-- * Fr. 600.-- / Fr. 20'789.--). Dabei ist durchaus von 

einem offensichtlichen Missverhältnis zu sprechen. Dies im Gegensatz 

zum Urteil 2C_466/2020 vom 26. August 2020, in welchem das Bundesge-

richt in E. 5.3.2 ausführte, der (dortigen) Beschwerdeführerin sei nicht zu 

folgen, wenn sie vorbringe, die Zahlung der Genossenschaft stünde offen-

kundig in keinem Verhältnis zur Leistung. Die einem solchen Missverhältnis 

zugrunde liegenden (steuermindernden) Tatsachen seien weder vo-

rinstanzlich erstellt noch mache die Beschwerdeführerin eine unvollstän-

dige Sachverhaltsermittlung durch die Vorinstanz geltend. Das Zurverfü-

gungstellen eines Labels, das eine klimaneutrale Geschäftstätigkeit ver-

mittle, sei ohne Weiteres als eine (werthaltige) Bekanntmachungsleistung 

zu erfassen. Insgesamt könne nicht davon ausgegangen werden, dass ein 

offensichtliches Missverhältnis zwischen den Leistungen der Beschwerde-

führerin und den Entgelten bestehe. Auch im Urteil 2C_967/2013 vom 

19. Mai 2014 E. 4.5 konnte die (dortige) Beschwerdeführerin nicht nach-

weisen, dass die Sponsoringbeiträge des Clubs in einem krassen Missver-

hältnis zu deren insgesamt erbrachten Bekanntmachungsdienstleistungen 

standen. Dafür, dass zwischen der Zahlung des Mitgliederbeitrags und der 

Teilnahme am I._______ (VIP) Wochenende oder am E._______-Bankett 

keine innere wirtschaftliche Verknüpfung besteht (und somit kein 

A-1426/2024 

Seite 34 

Leistungsaustausch) spricht letztlich auch, dass sich eine innere wirtschaft-

liche Verknüpfung allem voran durch das Vorliegen marktwirtschaftlich 

gleichwertiger (äquivalenter) Leistungen äussert, wobei Gesetz und Praxis 

keine absolute Gleichwertigkeit verlangen (Urteile des BGer 2C_100/2016 

vom 9. August 2016 E. 3.1; 2C_576/2013 vom 20. Dezember 2013 

E. 2.2.1 mit weiteren Hinweisen). Vorliegend wurde das eindeutige Miss-

verhältnis jedoch bereits aufgezeigt. 

4.3.3 Insgesamt stehen den Zahlungen der E._______-Mitglieder somit 

keine hinreichend konnexen Leistungen der Beschwerdeführerin gegen-

über. 

4.3.4 Gemäss Art. 3 Bst. c MWSTG liegt eine Leistung vor, wenn die Ein-

räumung eines verbrauchsfähigen wirtschaftlichen Wertes an eine Drittper-

son in Erwartung eines Entgelts erfolgt (E. 2.4.2). Folglich ist die Entgelt-

serwartung der Beschwerdeführerin zu prüfen: 

4.3.4.1 Entgegen der Auffassung der Vorinstanz haben zukünftige 

E._______-Mitglieder die streitbetroffenen Leistungen, wie die Übernach-

tung im Fünfsternehotel oder die Teilnahme am Bankett, auch dann erhal-

ten, wenn sie ihre Zahlung noch nicht geleistet haben. Selbst Nichtmitglie-

der haben diese Leistungen erhalten. Wie gezeigt, waren von den über 100 

Teilnehmenden an den besagten Wochenenden in den massgeblichen 

Jahren jeweils nur zwischen 19 bis 29 Teilnehmer zugleich E._______-Mit-

glieder (ausführlich: E. 4.3.1.3). Es kann der Vorinstanz somit nicht gefolgt 

werden, dass die Beschwerdeführerin den Mitgliedern des E._______ ver-

spreche, mit einer Begleitperson an einem Wochenende im Fünfsterneho-

tel und an einem Bankett teilnehmen zu können und im Gegenzug hierfür 

eine Bezahlung von mindestens Fr. 10'000.-- (im Sinne einer Mindestspen-

denhöhe) erwarte. Vielmehr zeigen die Akten, dass die Einladung in das 

Fünfsternehotel oder ans Bankett nicht davon abhängig gewesen ist, ob 

(vorgängig) ein «Mitgliederbeitrag» gezahlt wurde. Die Einladungen sind 

ohne Entgeltserwartung (wenn auch nicht ohne Hoffnung auf Einnahmen) 

ausgesprochen worden. Es ist davon auszugehen, dass es sich einerseits 

tatsächlich primär um eine Danksagung an die E._______-Mitglieder ge-

handelt hat bzw. um Massnahmen, diese zu weiteren Zahlungen zu ani-

mieren. Andererseits sollten dadurch offensichtlich potentielle Geldgeber, 

die noch keine Spenden geleistet hatten, gewonnen werden. 

A-1426/2024 

Seite 35 

4.3.4.2 Die Beschwerdeführerin hat die Übernachtung im Fünfsternehotel 

und die Teilnahme am Bankett somit ohne Entgeltserwartung ausgespro-

chen. 

4.3.5  

4.3.5.1 Hinsichtlich der Teilnahme an den «Investorenreisen» bzw. Reisen 

in ein «A._______-Land» liegt gemäss Vorinstanz eine Leistung im mehr-

wertsteuerlichen Sinn vor, da es sich für die E._______-Mitglieder um eine 

exklusive Möglichkeit handle, an einer geführten Reise teilzunehmen. Laut 

Beschwerdeführerin habe aber keine Exklusivität bestanden. An den Rei-

sen könnten alle interessierten Personen teilnehmen, sie würden – zumin-

dest heute – auf der Website ausgeschrieben. Habe sich ein E._______-

Mitglied für eine solche Teilnahme entschieden, habe es sämtliche für 

diese Reise anfallenden Kosten separat bezahlen müssen. Bei dieser «ex-

klusiven Möglichkeit, an einer geführten Reise teilzunehmen» handle es 

sich nicht um einen verbrauchsfähigen wirtschaftlichen Wert. 

4.3.5.2 Ob es sich bei diesen Reisen um einen verbrauchsfähigen wirt-

schaftlichen Wert handelt, kann offengelassen werden. Da bereits bei der 

Übernachtung im Fünfsternhotel und der Teilnahme am Bankett keine in-

nere wirtschaftliche Verknüpfung besteht, ist eine solche erst recht nicht 

bei einer derart vagen Möglichkeit zu erblicken, an einer allfälligen, durch 

die Beschwerdeführerin angebotenen, aber selbst zu zahlenden, Reise 

teilzunehmen. Auch hier standen die Unterstützung und Bereicherung der 

Beschwerdeführerin bzw. derer Projekte im Vordergrund und nicht der Er-

halt dieser Reise. 

4.4 Insgesamt stehen den Zahlungen der E._______-Mitglieder keine hin-

reichend konnexen Leistungen der Beschwerdeführerin gegenüber und 

auch die Beschwerdeführerin hatte keine Entgeltserwartung. Ein Leis-

tungsverhältnis ist demnach zu verneinen, weshalb die streitbetroffenen 

Mittelflüsse als sog. Nicht-Entgelte gelten (vgl. E. 2.4.7). Ausserdem hat 

sich gezeigt, dass trotz leichter Abweichungen in den Formulierungen der 

Vereinbarung und der den jeweiligen E._______-Mitgliedern zur Verfügung 

gestellten Auswahl zwischen drei unterschiedlichen Mitgliederbeiträgen so-

wie der unterschiedlichen Ausgestaltung der «Spendenverhältnisse» (vgl. 

E. 4.3) entgegen der Beschwerdeführerin somit keine für die Beurteilung 

des vorliegenden Falls rechtswesentlichen Unterschiede bestehen. Folg-

lich kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, sie habe diesbezüglich 

den Sachverhalt nicht rechtsgenüglich ermittelt. 

A-1426/2024 

Seite 36 

  Zahlungen von «Einzelspendern» 

5.1 Sodann gilt es zu klären, wie es sich bei den Zahlungen von Personen 

verhält, welche nicht dem E._______ angehörten und unregelmässige 

bzw. teilweise nicht wiederkehrende Beiträge zahlten (nachfolgend als sog. 

«Einzelspender» bezeichnet). 

5.2 Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, auch diesbe-

züglich habe die Vorinstanz nicht rechtsgenüglich nachgewiesen, dass je-

der der insgesamt 233 aufgerechneten Spendeneingänge aufgrund der 

Absicht der zahlenden Person erfolgt sei, eine Leistung zu erhalten. Zudem 

habe die Vorinstanz ihre Entgeltserwartung (diejenige der Beschwerdefüh-

rerin) nicht dargelegt. Auch bei den Einzelspendern finde sich hinter na-

hezu jedem Namen ein Verwendungszweck (teilweise inkl. Anzahl der zu-

gesagten Ratenzahlung). Auch die Einzelspender hätten in aller Regel für 

einen ganz konkreten Zweck gezahlt. Da die Vorinstanz auf die Begrün-

dung hinsichtlich der E._______-Mitglieder verweise, würden auch hier 

ihre allgemeinen Ausführungen zu den E._______-Mitgliedern gelten. Hin-

sichtlich der wirtschaftlichen Gesamtbetrachtung sei anzumerken, dass in 

den massgeblichen Jahren ein Einzelspender bzw. eine Einzelspenderin 

im Durchschnitt Fr. 4'100.-- gespendet habe. Im Rahmen ihrer Stellung-

nahme führt sie (die Beschwerdeführerin) aus, es genüge nicht, wenn die 

Vorinstanz ihre Aufrechnung mit Verweis auf die Ausführungen bzgl. 

E._______-Mitglieder begründe. Letztlich hätten nicht einmal die 

E._______-Mitglieder einen privatrechtlich durchsetzbaren Anspruch auf 

eine Teilnahme an den Anlässen gehabt. 

5.3 Die Vorinstanz entgegnet, bestehende und auch potentielle Geldgeber 

hätten auch in dieser Konstellation an Anlässen der Beschwerdeführerin 

teilnehmen können, welche über die üblichen Fundraising-Aktivitäten einer 

gemeinnützigen Organisation oder ein sozialübliches Dankeschön hinaus-

gehen würden. Aus Sicht der zahlenden Person stehe nicht mehr die Un-

terstützung der Beschwerdeführerin, sondern (auch) der Erhalt der Leis-

tungen wie eine Teilnahme am I._______ (VIP) Wochenende oder am 

E._______-Bankett im Vordergrund. Der Förderwille setze nämlich voraus, 

dass die zahlende Person nur eine Gegenleistung von geringem Wert er-

halten würde. Insgesamt bestünde eine innere wirtschaftliche Verknüp-

fung. 

5.4 Nicht bestritten und aufgrund der Akten erstellt ist, dass diverse Perso-

nen, welche zwar nicht dem E._______ angehörten, trotzdem am 

A-1426/2024 

Seite 37 

I._______ (VIP) Wochenende und am E._______-Bankett teilgenommen 

haben und zugleich (unregelmässige) Beiträge an die Beschwerdeführerin 

überwiesen haben (vgl. E. 4.3.1.3; insbesondere: VB 2, EM, Beiblatt 1, 

Ziff. 1.2 bzw. Beilage 2; VB 15, Excel-Liste Teilnehmer Anlässe). 

5.4.1 Vorliegend steht den Zahlungen der Einzelspender keine innerlich 

wirtschaftlich verknüpfte Leistung (der Beschwerdeführerin) gegenüber. 

Anders als bei den E._______-Mitgliedern machten die Einzelspender vor-

liegend (wohl) nicht einmal eine rechtlich bindende Zusage, eine Spende 

zu tätigen; sie hatten keine E._______-Vereinbarungen unterzeichnet und 

galten demnach nicht als E._______-Mitglieder. Sie wurden nicht offiziell 

an die Anlässe eingeladen und besassen keinen durchsetzbaren Anspruch 

darauf. Im Zeitpunkt der Zahlung hatten die Einzelspender demnach nicht 

die Absicht, eine Leistung der Beschwerdeführerin – wie die Teilnahme am 

I._______ (VIP) Wochenende und am E._______-Bankett – zu erhalten. 

Vielmehr wollten sie die Beschwerdeführerin unterstützen und bereichern 

ohne Erwartung einer konkreten Gegenleistung. Dass von einer Spende 

auszugehen ist, zeigt sich im Übrigen auch daran, dass bei nahezu allen 

Einzelspendern neben dem Namen ein konkreter Verwendungszweck auf-

geführt wurde (vgl. diesbezüglich BGE 126 II 443 E. 8a, wonach in der 

Nennung eines Verwendungszwecks keine konkrete Gegenleistung zu er-

blicken ist). 

5.4.2 Ausserdem fehlt es auch in dieser Konstellation an der Entgeltser-

wartung der Beschwerdeführerin (vgl. hierzu: E. 4.3.4). Sie liess die Ein-

zelspender nämlich teilweise an den jährlichen Anlässen teilnehmen, bevor 

diese erstmals gezahlt hatten bzw. ohne zu wissen, ob sich diese Person 

im Folgejahr (in den Folgejahren) noch einmal zu einer Spende bereit er-

klären. Da es sich bei den Einzelspendern nicht um E._______-Mitglieder 

handelte und diese keine E._______-Vereinbarung unterzeichnet hatten, 

wurden sie nicht aufgrund einer solchen Vereinbarung (und erst recht nicht 

aufgrund der Webseite) auf die Anlässe der Beschwerdeführerin aufmerk-

sam gemacht. Die Einladung in das Fünfsternehotel oder ans Bankett ist 

somit nicht davon abhängig gewesen, ob (vorgängig) ein Beitrag gezahlt 

wurde. Die Einladungen sind ohne Entgeltserwartung ausgesprochen wor-

den (vgl. hierzu auch: E. 4.3.4.1). 

5.5 Insgesamt stehen den Zahlungen der Einzelspender keine hinreichend 

konnexen Leistungen der Beschwerdeführerin gegenüber. Da letztlich 

auch die Beschwerdeführerin keine Entgeltserwartung hatte, liegt auch aus 

ihrer Sicht kein Leistungsverhältnis vor. Ein Leistungsverhältnis ist 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=2C_576%2F2013+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-443%3Ade&number_of_ranks=0#page443

A-1426/2024 

Seite 38 

demnach auch hier zu verneinen, weshalb die streitbetroffenen Mittelflüsse 

als sog. Nicht-Entgelte gelten (vgl. E. 2.4.7). 

  Zahlungen von «Partner-Organisationen» 

6.1 Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Zahlungen (ab 2015) von fünf juristi-

schen Personen an die Beschwerdeführerin als Spenden oder Entgelte zu 

qualifizieren sind bzw. ob die diesbezügliche Bekanntmachung durch die 

Beschwerdeführerin als steuerbare Werbeleistung oder von der Steuer 

ausgenommene Bekanntmachungsleistung gilt. 

Auf der Webseite der Beschwerdeführerin wurden im relevanten Zeitraum 

unter anderem fünf juristische Personen – verlinkt und mit Logo – als «Part-

ner-Organisationen» genannt. Es handelt sich um die P._______ Founda-

tion, die J._______ Foundation, die Q._______ Stiftung, die R._______ 

Stiftung und die S._______ Genossenschaft (VB 11, Auszüge/Ausdrucke 

Internet, S. 14 f. und S. 25 f.). Nicht bestritten ist und aus den Akten ergibt 

sich, dass die Beschwerdeführerin von diesen juristischen und zugleich ge-

meinnützigen Personen Geldbeträge erhalten hat (VB 4, Unterlagen zur 

Ziff. 1.3 der EM, S. 1, S. 3 f., S. 7 f., S. 10, S. 24, S. 26 ff., S. 33 f., S. 37, 

S. 39, S. 41; VB 3, Unterlagen zur Ziff. 1.1 der EM, S. 79 ff.). 

6.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass überhaupt ein Leistungsver-

hältnis vorliegt. Bei keiner der fünf Organisationen sei belegbar, dass deren 

Motiv (für die Auszahlung der Beträge) der Erhalt einer Leistung gewesen 

sei. Drei von diesen Organisationen hätten keine Erwähnung ihrer Unter-

stützung gefordert. Für die Praxisfestlegung der ESTV zu Art. 3 Bst. i 

MWSTG, wonach bei einer Verlinkung ein Leistungsverhältnis vorliege, be-

stehe keine rechtliche Grundlage. Hinsichtlich Bekanntmachungsleistun-

gen führt sie aus, dass sie und ihre Gegenparteien gemeinnützige Stiftun-

gen seien, weshalb das subjektive Tatbestandsmerkmal von Art. 21 Abs. 2 

Bst. 27 MWSTG doppelt erfüllt sei. Eine explizite «Verdankung» der Zah-

lungen der «Partner-Organisationen» – auf welche die Vorinstanz in der 

EM und der Verfügung noch abgestellt habe – werde in der Praxisfestle-

gung der Vorinstanz nirgends als Tatbestandsvoraussetzung gefordert (es 

genüge eine «Bekanntgabe»). Explizit zugelassen sei die Verlinkung mit 

der Internetseite der zuwendenden Person. Es dürften sogar deren Ge-

schäftstätigkeit allgemein beschrieben oder auch eine allgemeine Werbe-

botschaft damit verbunden werden. Indem sie (die Beschwerdeführerin) 

die zahlenden Organisationen als «Partner» bezeichnet habe, habe sie die 

Unterstützung durch die fünf Organisationen bekannt gemacht. Im 

A-1426/2024 

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Rahmen ihrer Stellungnahme führt sie erneut aus, keine der fünf zahlenden 

Organisationen habe eine Verlinkung (durch die Beschwerdeführerin) er-

wartet. Sie (die Beschwerdeführerin) habe diese freiwillig erstellt. Es gebe 

keinen vernünftigen Grund, weshalb die gemeinnützigen Organisationen in 

der Verlinkung einen besonderen «wirtschaftlichen Mehrwert» erblickt hät-

ten, der über eine Publikation hinausgegangen wäre. Eine Bekanntma-

chungsleistung müsse – mangels Leistungsverhältnis – eigentlich gar nicht 

geprüft werden. Jedenfalls habe der Begriff einer Partnerschaft bei gemein-

nützigen Organisationen eine andere Bedeutung, als bei unternehmerisch 

tätigen Rechtsträgern. 

6.3 Laut Vorinstanz liege keine (von der Steuer ausgenommene) Bekannt-

machungsleistung vor, weil zum einen eine Verdankung fehle (bzw. ein Hin-

weis auf die Unterstützung im Internet) und zum andern mit der Verlinkung 

auf die juristische Person generell für deren Tätigkeit geworben werde. Es 

sei aufgrund der Unterlagen erstellt, dass bei einzelnen Geldgebern deren 

Nennung gemäss den schriftlichen Vereinbarungen geschuldet und auch 

effektiv erbracht worden sei. Mi