# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09a0e434-d378-5fc6-b774-ac8c3274fcbe
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.06.2008 D-4096/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4096-2008_2008-06-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4096/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Blaise Pagan, 
Gerichtsschreiberin Stella Boleki.

A._______, geboren (...),Nigeria,
wohnhaft (...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 17. Juni 2008 / (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4096/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest 

dass der  Beschwerdeführer  –  eigenen Angaben  zufolge ein  nigeria-
nischer  Staatsangehöriger  aus  B._______  –  sein  Heimatland  am 
23. April 2008 per Schiff verliess und am 13. Mai 2008 in der Schweiz 
um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 19. Mai 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
C._______  die  Personalien  des  Beschwerdeführers  erhob  und  ihn 
summarisch zum Reiseweg sowie zu den Gründen für das Verlassen 
des Heimatlandes befragte,

dass  der  Beschwerdeführer  gleichenorts  ein  erstes  Mal  am 27. Mai 
2008 einlässlich zu den Asylgründen (Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31])  und  ein  weiteres  Mal  am 
6. Juni  2008 von einem ausschliesslich männlichen Team ergänzend 
angehört wurde (Art. 41 Abs. 1 und Art. 17 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 6 
der  Asylverordnung  1  vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen 
[AsylV1, SR 142.311]),

dass  er  anlässlich  dieser  Befragungen zur  Begründung des  Asylge-
suchs im Wesentlichen geltend machte, er sei beim sexuellen Kontakt 
mit dem Königssohn von dessen Mutter überrascht worden, 

dass er in der Folge die schwangere Mutter weggestossen habe, als 
diese versucht habe, ihn am Wegrennen zu hindern,

dass die Mutter des Königssohnes, von Beruf Polizistin, den Verletzun-
gen des Sturzes wegen im Spital verstorben sei, 

dass die Dorfbewohner und die Polizei ihn daraufhin zu Hause in der 
Waldhütte  gesucht  hätten,  er  sich  jedoch  bei  einem  Fussballfreund 
versteckt gehalten habe, 

dass er gleichentags nachts im Pfarrhaus Zuflucht gefunden habe, 

dass er später erfahren habe, dass das im Wald gelegene Elternhaus 
niedergebrannt worden sei, 

dass er sich auf Rat  des Pfarrers hin nicht der Polizei gestellt  habe, 
weil er zur Strafe "lebendig begraben" worden wäre,

Seite 2

D-4096/2008

dass der  Dorfpfarrer  ihn am darauf  folgenden Morgen nach Calabar 
mitgenommen  und  ihn  dort  einem  weissen  Schiffsverantwortlichen 
übergeben habe,

dass dieser ihn ohne Ausweis- und Reisepapiere mit nach Belgien ge-
nommen habe, 

dass er dort  von einem ihm unbekannten Ort aus mit dem Zug ohne 
Umsteigen nach Zürich gelangt sei, 

dass er seine Papiere (ohne Foto und fremdem Namen) einem Unifor-
mierten gezeigt habe, 

dass  er  die  Reisepapiere  auf  dem  Vorplatz  des  BFM-Gebäudes 
weggeworfen habe,

dass auf eine Aufzählung weitergehender Einzelheiten verzichtet und 
auf die Protokolle der Anhörung und Befragungen verwiesen wird,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  17.  Juni  2008  –  gleichentags 
eröffnet  – in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a AsylG  auf  das 
Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheides zusammenfassend 
festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert  48  Stunden  nach 
Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe  keine  Reise-  und 
Identitätspapiere  abgegeben,  er  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft 
gemäss  Art.  3  und  7  AsylG  nicht,  und  zudem  seien  zusätzliche 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  in  seinem  Fall  aufgrund  der 
Aktenlage nicht erforderlich, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Juni 2008 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und beantragt, die Verfügung vom 17. Juni 2008 sei 
aufzuheben  und  das  Verfahren  zwecks  materieller  Prüfung  an  die 
Vorinstanz zurückzuweisen,

Seite 3

D-4096/2008

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht zudem beantragt, es sei ihm 
die  unentgeltliche  Rechtspflege  zu  gewähren  sowie  den  Kostenvor-
schuss zu erlassen, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 20. Juni 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-

Seite 4

D-4096/2008

scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgegeben(Art.  32  Abs.  2 
Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  c 
AsylG), 

Seite 5

D-4096/2008

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  ausführlich  und 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 19. Juni 2008 
offensichtlich  keinerlei  Argumente  anführt,  die  zu  einem  anderen 
Ergebnis führen können,

dass  nämlich  eine  Auseinandersetzung  mit  den  vorinstanzlichen 
Erwägungen gänzlich unterbleibt,

dass daher vollumfänglich auf  die diesbezüglich zutreffenden vorins-
tanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann,

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Reise von Calabar 
über Belgien in die Schweiz ohne Reise- oder Identitätspapiere bzw. 
mit den von ihm beschriebenen Papieren absolut unsubstanziiert und 
realitätsfremd sind (A9 S 13 ff.),

dass das BFM zu Recht davon ausgeht, der Beschwerdeführer sei mit 
eigenen Reisepapieren legal nach Europa gereist, bzw. reiche aus an-
deren als den von ihm geltend gemachten Gründen keine Identitäts- 
oder Reisepapiere ein,

dass  die  Vorinstanz  ebenso  zu  Recht  festhielt,  dass  die  vom  Be-
schwerdeführer  geltend  gemachten  Vorbringen  bezüglich  seiner  Ge-
burt  als Mitglied der Osu, seiner Homosexualität und der Ereignisse, 
die zu seiner Flucht geführt haben sollen, offensichtlich haltlos sind, 

dass  die  Schilderungen  des  Weitern  auf  der  ganzen  Länge  den 
Eindruck erwecken,  der  Beschwerdeführer  berichte nicht  über  selbst 
Erlebtes,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auch diesbezüglich auf die 
vollumfänglich vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann, 
denen  im  Übrigen  in  der  unsubstanziierten  Beschwerde  nichts 
entgegengehalten wird,

dass  sich  somit  offensichtlich  keine  Gründe  für  das  Bestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft  ergeben  und  klarerweise  keine  zusätzlichen 
Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG notwendig sind, 

Seite 6

D-4096/2008

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  im  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat droht,

Seite 7

D-4096/2008

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass es dem jungen, ungebundenen und gesunden Beschwerdeführer 
zuzumuten ist, sich eine Lebensgrundlage aufzubauen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass die  Begehren gestützt  auf  die  obenstehenden Erwägungen als 
aussichtslos  zu  bezeichnen  sind  und  daher  das  Gesuch  um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  das  Erheben  eines 
Kostenvorschusses  mit  dem vorliegenden  Entscheid  gegenstandslos 
geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

Seite 8

D-4096/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des Empfangs- und Ver-
fahrenszentrums  C._______  (Einschreiben; Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum C._______ (per Tele-
fax zu den Akten Ref.-Nr. (...), mit der Bitte um Eröffnung des Urteils 
an  den  Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der  beiliegenden 
Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (zuständige kantonale Behörde) ad (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Stella Boleki

Versand: 

Seite 9