# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 729a9c1c-1789-5af9-9e02-0c74b4816866
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 13.02.2014 S 2013 103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2013-103_2014-02-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 103

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuar Simmen

URTEIL
vom 13. Februar 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Leistungen nach UVG

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1. A._____ ist bei der C._____ AG angestellt und bei der B._____ AG gegen 

die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Mit 

Schadenmeldung der Arbeitgeberin vom 6. Mai 2013 erhielt die B._____ 

AG die Mitteilung, dass sich A._____ anlässlich eines Sturzes auf der 

Kellertreppe Mitte Januar 2011 das rechte Knie angeschlagen habe. Das 

Schadendatum wurde mit 15. Januar 2011 („unpräzis“) angegeben. In der 

erwähnten Schadenmeldung wurde weiter ausgeführt, die seit dem Unfall 

bestehenden Schmerzen seien selbst mit Salben behandelt worden. Im 

Juni 2011 und Mai 2013 habe A._____ aufgrund der anhaltenden 

Beschwerden ihren Hausarzt Dr. med. D._____ aufgesucht. Am 2. Mai 

2013 sei im Diagnose Zentrum N._____, ein MRI durchgeführt worden. 

Dieses habe einen Horizontalriss am lateralen Meniskus ergeben. 

Gemäss Fragebogen vom 10. Mai 2013 sei A._____ bei Dr. med. 

D._____ in Behandlung und von diesem zu Dr. med. E._____ überwiesen 

worden. Ein Termin bei Dr. med. E._____ stehe noch aus.

2. Dr. med. D._____ führte im Arztbericht vom 7. Mai 2013 aus, die 

Erstbehandlung sei am 23. April 2013 erfolgt. Er befand eine 

Streckhemmung bei ansonsten unauffälligen Tests. Das MRI habe einen 

intrameniskalen Horizontalriss am lateralen Meniskus, vor allem im 

Vorderhornbereich, mit deutlichem langstreckigem Ganglion vom 

Hinterhorn zum Vorderhorn ergeben. Diagnostiziert wurde eine 

Verletzung des lateralen Meniskus rechts. Hinsichtlich Kausalität führte 

Dr. med. D._____ aus, dass der klinische Befund, die Anamnese und der 

MRI-Befund übereinstimmen würden. Es könne sich durchaus um einen 

Spätschaden des damaligen Unfalls handeln. Im Überweisungsschreiben 

an Dr. med. E._____ vom 6. Mai 2013 hielt Dr. med. D._____ unter dem 

Titel Diagnose „Knieschmerzen rechts bei degenerativer 

Meniskusveränderung lateral Knie rechts“ fest.

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3. Eine am 28. Mai 2013 von Dr. med. F._____ durchgeführte 

Kniegelenksonografie bestätigte das grosse Meniskusganglion lateral bei 

Meniskusläsion. Bei maximaler Flexion im rechten Kniegelenk bestünden 

zudem ein radiärer Einriss des medialen Meniskus und ein tubuläres 

Ganglion vom lateralen Meniskus ausgehend. 

4. Auf Nachfrage der B._____ AG zur Behandlung im Juni 2011 beschrieb 

Dr. med. D._____ im Arztbericht vom 13. Juni 2013 den damaligen 

Befund und die Diagnose wie folgt: „Knieumfänge beidseits identisch, 

leichte Druckdolenz infrapatellär medial lateral ohne Erguss, nicht 

überwärmt, Zohlen negativ aber leichte Krepitation, VKB und 

Meniskusteste damals unauffällig, keine muskulären Verkürzungen, 

neurologische Tests unauffällig, Seitenbänder intakt. Diagnose: Reizknie.“ 

Hinsichtlich der damaligen Beschwerden hielt er fest: 

„Belastungsschmerzen im rechten Knie infrapatellär bei Belastung und im 

Liegen.“ Die Behandlung erfolgte mittels Physiotherapie.

5. Mit Schreiben an A._____ vom 5. Juli 2013 stellte die B._____ AG in 

Aussicht, keine Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung zu 

erbringen. Das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors sei 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bewiesen. Mit Verfügung vom 

10. Juli 2013 bestätigte die B._____ AG ihren Standpunkt. Dagegen 

erhob A._____ am 5. August 2013 Einsprache und machte unter 

Einreichung des Operationsberichtes von Dr. med. E._____ vom 10. Juli 

2013 geltend, dass sie im Januar 2011 auf der Kellertreppe gestürzt sei. 

Ihr Sohn könne den Vorfall bestätigen. Das Ereignis erfülle den 

Unfallbegriff. Am 17. Juli 2013 erhob die G._____ AG als gesetzlicher 

Krankenversicherer vorsorglich ebenfalls Einsprache, welche sie nach 

Prüfung der Unterlagen mit Schreiben vom 2. August 2013 wieder 

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zurückzog. Mit Einspracheentscheid vom 21. August 2013 wies die 

B._____ AG die Einsprache von A._____ ab.

6. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 

11. September 2013 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit den Anträgen auf Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids und Verpflichtung der B._____ AG zur Ausrichtung 

der gesetzlichen Leistungen. Eventualiter sei die B._____ AG zur 

Vornahme weiterer Abklärungen zu verpflichten. Mitte Januar 2011 habe 

sich mit dem Treppensturz und einem direkten Kontusionstrauma des 

rechten Kniegelenks ein klarer Unfall im Sinne der Gesetzgebung 

ereignet. Die B._____ AG sei der ihr obliegenden Abklärungspflicht nicht 

nachgekommen. Es könne ihr nicht vorgeworfen werden, dass sie erst ein 

halbes Jahr nach dem Unfall den Arzt aufgesucht habe und sich daher 

nicht an das genaue Unfalldatum erinnern könne. Sie bestreite, dass das 

Unfallereignis dem Arzt bei der Erstkonsultation im Sommer 2011 nicht 

mitgeteilt worden sei. Bloss weil das Schadendatum als „unpräzis“ 

angegeben worden sei, könne nicht der Rückschluss gemacht werden, es 

läge kein Unfall vor. Datum und Hergang seien zwei verschiedene 

Sachen. Die Beweisregel der ersten unbefangenen Aussage greife hier 

nicht, da sie den Unfall bereits vor dem Erhalt des negativen 

Leistungsentscheids der B._____ AG anlässlich des Arztbesuchs im Jahr 

2013 erwähnt habe, was aktenkundig sei. Ihr Sohn sei als Zeuge tauglich 

und könne Angaben zum Sachverhalt machen. Seit dem Unfall sei sie nie 

mehr beschwerdefrei gewesen, dies im Gegensatz zum Zeitpunkt vor 

dem Unfall. Die Diagnose „Reizknie“ vom Sommer 2011 sei eine klinische 

Diagnose und könne dazu verleiten, von einem krankhaften Befund zu 

sprechen. Tatsache sei aber, dass die richtige Diagnose zu diesem 

Zeitpunkt noch nicht bekannt gewesen und erst mit dem MRI im Sommer 

2013 Klarheit geschaffen worden sei. Der dabei erhobene Befund eines 

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Meniskusrisses spreche bei sonst weitgehend normalen Befunden ohne 

Degenerationen ebenfalls dafür, dass es sich dabei um eine Unfallfolge 

handle. Selbst wenn nur teilweise Unfallfolgen vorliegen sollten - was 

bestritten werde - wäre die B._____ AG gemäss Art. 36 UVG 

leistungspflichtig. Die Frage des überwiegend wahrscheinlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom Januar 2011 

und dem im Jahr 2013 diagnostizierten Meniskusriss habe der Arzt zu 

beantworten. Aufgrund der mündlichen Aussagen sei von einem 

mindestens überwiegend wahrscheinlichen Zusammenhang auszugehen. 

7. Die B._____ AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Vernehmlassung vom 7. Oktober 2013 die Abweisung der Beschwerde. 

Sie halte an ihrer Auffassung gemäss Einspracheentscheid fest. Es gehe 

nicht um den geschilderten Unfallhergang oder das genaue 

Schadendatum, sondern um die Tatsache, dass der Beweis, wonach die 

heutigen Beschwerden auf ein versichertes Ereignis zurückzuführen 

seien, nicht habe erbracht werden könne. Das Unfalldatum habe weder in 

der Schadenmeldung noch anderweitig genau bezeichnet werden 

können. Es sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass 

der Sturz Mitte Januar 2011 zu einem direkten Kontusionstrauma geführt 

habe. Aus den Akten sei nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin 

das Unfallereignis bereits im Jahr 2011 thematisiert habe. Die damalige 

Diagnose „Reizknie“ lasse auch nicht auf ein solches schliessen. Eine 

Befragung des Sohnes der Beschwerdeführerin verspreche keine Klärung 

des Sachverhalts. Dieser könnte möglicherweise zum Unfall aussagen, 

nicht aber zur Frage der Kausalität zwischen dem damaligen Ereignis und 

den ab dem 23. April 2013 behandelten Kniebeschwerden. Die blosse 

Möglichkeit, dass es sich bei den Kniebeschwerden um Unfallfolgen 

handeln könnte, reiche zur Begründung eines Kausalzusammenhangs 

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nicht aus. Notwendig wäre vielmehr eine überwiegende 

Wahrscheinlichkeit. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften 

sowie auf den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit 

erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. August 2013. 

Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den 

Kausalzusammenhang zwischen dem behaupteten Unfallereignis von 

Mitte Januar 2011 und den diagnostizierten Kniebeschwerden und damit 

ihre Leistungspflicht hinsichtlich der Kniebeschwerden zu Recht verneint 

hat.

2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) werden, soweit das Gesetz nicht etwas anderes 

bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss 

Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 

Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur 

Folge hat. Art. 6 Abs. 2 UVG sieht sodann vor, dass der Bundesrat auch 

Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalls ähnlich sind, in die 

Versicherung einbeziehen kann. Von dieser Kompetenz hat der 

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Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht und verschiedene 

Körperschädigungen auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den 

Unfällen gleichgestellt. 

3. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen 

Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 

der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 

Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 

des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall 

die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 

genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität des Versicherten 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele (BGE 119 V 335 E.1, 117 V 360 E.4 mit Hinweisen). Ob zwischen 

einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm 

obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 

hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht. Der Richter und die 

Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie 

von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 

würdigen. Dieser Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

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übersteigt einerseits die Annahme einer blossen Möglichkeit 

beziehungsweise einer Hypothese, und liegt anderseits unter demjenigen 

(etwa im Zivilprozess massgebenden) der strikten Annahme der zu 

beweisenden Tatsache. Die Wahrscheinlichkeit ist insoweit überwiegend, 

wenn der begründeten Überzeugung keine konkreten Einwände 

entgegenstehen. Gilt es, zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten zu 

entscheiden, ist diejenige überwiegend wahrscheinlich, welche sich am 

ehesten zugetragen hat (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts U 96/03 vom 7. Juli 2003 E.2.2; BGE 126 V 353 

E.5b, 125 V 193 E.2; RKUV 1986 Nr. U 9 S. 347; ALEXANDRA RUMO-

JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

[UVG], 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 29; UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 43 N. 30). 

b) Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind vom 

Leistungsansprecher glaubhaft zu machen. Unvollständige, ungenaue 

oder widersprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis nicht (RKUV 

1990 Nr. U 86 S. 50; BGE 103 V 175 E.a; Urteil des Bundesgerichts 

8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1). Zur Glaubhaftmachung eines 

Unfalls genügt es nicht, einen Gesundheitsschaden nachzuweisen, der 

möglicherweise auf ein Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern es 

müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich 

ins Detail gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund derer der 

Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein Bild 

zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären (ALEXANDRA RUMO-

JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 29). Ein Unfall unter 

Ausschluss von Zeugen gilt nicht an sich als unbewiesen. Doch müssen 

die Aussagen der versicherten Person als glaubwürdig erscheinen, dürfen 

keine Widersprüche aufweisen und müssen mit den vorhandenen Indizien 

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im Wesentlichen übereinstimmen. Die versicherte Person muss aber nicht 

einen strikten Beweis für alle zeitlichen und örtlichen Umstände erbringen 

(ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 30). 

Unter Umständen kann auch der medizinische Befund einen Beweis dafür 

bilden, dass eine Schädigung auf eine ungewöhnliche äussere 

Einwirkung, also auf ein Unfallereignis, zurückzuführen ist. Der 

mangelnde Nachweis eines Unfalls lässt sich aber selten durch 

medizinische Feststellungen ersetzen. Diese dienen aber mitunter als 

Indizien im Beweis für oder gegen das Vorliegen eines Unfalls (BGE 

134 V 72 E.4.3.2.2 mit Hinweisen). 

c) Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Danach hat das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen 

zu untersuchen, kann aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen. 

Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinne einer 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen somit in 

der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 

gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift 

jedoch erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 

hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (RKUV 2003 Nr. U 485 S. 259 f., 

1990 Nr. U 86 S. 50, 1986 Nr. U 9 S. 347 f.; ALEXANDRA RUMO-

JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 29).

4. a) Unbestritten ist vorliegend, dass Dr. med. D._____ am 23. April 2013 eine 

Verletzung des lateralen Meniskus rechts diagnostizierte (vgl. Arztbericht 

vom 7. Mai 2013, beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 3) und die 

Beschwerdeführerin aufgrund dieser Kniebeschwerden am 10. Juli 2013 

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von Dr. med. E._____ operiert wurde (vgl. Operationsbericht vom 10. Juli 

2013, beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 7). Streitig ist dagegen, ob 

diese Beschwerden mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit auf ein versichertes Unfallereignis gemäss Art. 4 

ATSG oder ein sinnfälliges Geschehen gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV 

zurückzuführen sind. Die Beschwerdegegnerin verneint den 

Leistungsanspruch im Wesentlichen mit der Begründung, dass die 

Kniebeschwerden nicht mit der im Sozialversicherungsrecht verlangten 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen 

Zusammenhang mit dem behaupteten Unfallereignis von Mitte Januar 

2011 stünden. Dieser Auffassung schliesst sich das Gericht an.

b) Einerseits ist vorliegend bereits fraglich, wenn auch nicht 

entscheidrelevant, ob sich ein Unfallereignis Mitte Januar 2011 tatsächlich 

wie von der Beschwerdeführerin behauptet zugetragen hat. So konnte 

das Datum des geltend gemachten Unfallereignisses weder in der 

Schadenmeldung vom 6. Mai 2013 (Bg-act. 1) noch anderweitig genau 

bezeichnet werden. Vielmehr wurde dieses in der erwähnten 

Schadenmeldung mit 15. Januar 2011 und der Bemerkung 

„Schadendatum unpräzis“ angegeben. Sodann suchte die 

Beschwerdeführerin erst im Juni 2011 - mithin ein halbes Jahr nach dem 

behaupteten Unfallereignis - ihren Hausarzt Dr. med. D._____ auf. Dieser 

äusserte sich auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin am 13. Juni 2013 

(vgl. Bg-act. 8) zum „Befund vom Juni 2011 und Diagnose“ wie folgt:

„Knieumfänge beidseits identisch, leichte Druckdolenz infrapatellär medial 
lateral ohne Erguss, nicht überwärmt, Zohlen negativ aber leichte 
Krepitation, VKB und Meniskusteste damals unauffällig, keine muskulären 
Verkürzungen, neurologische Test unauffällig, Seitenbänder intakt. 
Diagnose: Reizknie.“

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Unter dem Titel „Damalige Beschwerden laut Darstellung der Versicherten 

gemäss meinen Akteneintragungen“ führte Dr. med. D._____ in 

erwähntem Arztbericht aus:

„Belastungsschmerzen im rechten Knie infrapatellär bei Belastung und im 
Liegen. Keine weiteren anamnestischen Notizen.“ 

Dem Arztbericht von Dr. med. D._____ vom 13. Juni 2013 sind somit 

keine Hinweise auf ein allfälliges Unfallgeschehen von Mitte Januar 2011 

zu entnehmen. Es ist aber davon auszugehen, dass Dr. med. D._____, 

wenn er damals von der Beschwerdeführerin über einen Mitte Januar 

2011 erlittenen Treppensturz informiert worden wäre - wie die 

Beschwerdeführerin geltend macht - dies in seinen Aufzeichnungen auch 

so festgehalten hätte. Entsprechende Angaben finden sich in seinen 

Unterlagen jedoch wie gesehen nicht. Damit ist anzunehmen, dass die 

Beschwerdeführerin anlässlich der ärztlichen Untersuchung bei Dr. med. 

D._____ im Juni 2011 ein Unfallereignis von Mitte Januar 2011 nicht 

erwähnte. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass ein derartiger 

Vorfall, hätte er sich in der Tat wie von der Beschwerdeführerin behauptet 

zugetragen, dem untersuchenden Hausarzt auch geschildert worden 

wäre. Die Beschwerdeführerin aber machte ein Unfallereignis von Mitte 

Januar 2011 erst mit der Schadenmeldung vom 6. Mai 2013 und damit 

rund zweieinhalb Jahre nach dem behaupteten Unfallereignis geltend. 

Zweifel an dem von der Beschwerdeführerin geltend gemachten 

Unfallereignis ergeben sich auch aus der bereits vorstehend erwähnten 

Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin nach dem geltend 

gemachten Treppensturz von Mitte Januar 2011 nicht unmittelbar in 

ärztliche Behandlung begeben, sondern deswegen erst rund sechs 

Monate später ihren Hausarzt Dr. med. D._____ aufgesucht hatte. 

Schliesslich können auch aus der im Juni 2011 gestellten Diagnose 

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„Reizknie“ keine Rückschlüsse auf ein allfälliges Unfallereignis gezogen 

werden. 

c) Selbst wenn vorliegend von einem Unfallereignis, wie es von der 

Beschwerdeführerin behauptet wird, ausgegangen würde, wäre die 

gesetzliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus UVG – wie 

nachfolgend dargestellt wird - zu verneinen. Denn aus den medizinischen 

Berichten ergeben sich keine Hinweise, welche auf einen überwiegend 

wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwischen dem geltend 

gemachten Unfallereignis und den diagnostizierten Kniebeschwerden 

hinweisen würden. Dr. med. D._____ hält im Überweisungsschreiben an 

Dr. med. E._____ vom 6. Mai 2013 (Bg-act. 7) als Diagnose 

„Knieschmerzen rechts bei degenerativer Meniskusveränderung lateral 

Knie rechts“ fest, ohne Hinweise auf ein im Januar 2011 erlittenes 

Unfallereignis. Im Arztzeugnis vom 7. Mai 2013 (Bg-act. 3) führt derselbe 

Dr. med. D._____ hinsichtlich Kausalität aus, dass der klinische Befund, 

die Anamnese und der MRI-Befund übereinstimmen würden. Es könnte 

sich [bei den Kniebeschwerden] durchaus um einen Spätschaden des 

damaligen Unfalls handeln. Dr. med. D._____ hält es somit für möglich, 

nicht aber für überwiegend wahrscheinlich, dass die Kniebeschwerden 

auf das behauptete Unfallereignis zurückzuführen sind. Sodann lassen 

sich auch aus dem MRI-Bericht von Dr. med. H._____ vom 2. Mai 2013 

(Bg-act. 4) und dem Arztbericht von Dr. med. F._____ vom 3. Juni 2013 

(Bg-act. 6) keine Hinweise für einen überwiegend wahrscheinlichen 

Kausalzusammenhang ableiten. Vielmehr wird das von der 

Beschwerdeführerin behauptete Unfallereignis in diesen Berichten gar 

nicht erst erwähnt. Sämtliche bei den Akten liegenden medizinischen 

Berichte enthalten folglich keine Hinweise, wonach die diagnostizierten 

und ab dem 23. April 2013 behandelten Kniebeschwerden mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das von der Beschwerdeführerin 

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geltend gemachte Unfallereignis von Mitte Januar 2011 zurückzuführen 

sind. Vor diesem Hintergrund ist aber die von der Beschwerdegegnerin 

gezogene Schlussfolgerung, wonach die diagnostizierten 

Kniebeschwerden nicht mit der im Sozialversicherungsrecht verlangten 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen 

Zusammenhang mit dem behaupteten Unfallereignis stehen, in keiner 

Weise zu beanstanden. 

5. a) Es bleibt zu prüfen, ob die diagnostizierte Verletzung des lateralen 

Meniskus rechts eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von 

Art. 9 Abs. 2 UVV darstellt, für welche die Beschwerdegegnerin 

leistungspflichtig ist.

b) Wie ausgeführt werden auch Körperschädigungen, die den Folgen eines 

Unfalls ähnlich sind, in die Versicherung einbezogen. Nach Art. 9 Abs. 2 

UVV sind die abschliessend aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie 

nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration 

zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den 

Unfällen gleichgestellt. Nach der Rechtsprechung müssen aber auch bei 

den unfallähnlichen Körperschädigungen die Tatbestandsmerkmale des 

Unfallbegriffs – fehlende Absicht, äusserer Faktor, Plötzlichkeit, 

Schädigung (vgl. Art. 4 ATSG) – erfüllt sein; ausgenommen ist lediglich 

das Element der Ungewöhnlichkeit eines äusseren Faktors (BGE 129 V 

466 E.2.2). Eine unfallähnliche Körperschädigung muss dabei 

insbesondere auf ein äusseres Ereignis, d.h. einen ausserhalb des 

Körpers liegenden objektiv feststellbaren, sinnfälligen, also 

unfallähnlichen Vorfall zurückzuführen sein. Wo ein solches Ereignis mit 

Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur 

als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 UVV aufgezählten 

Gesundheitsschadens, liegt eine krankheits- oder degenerativ bedingte 

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Gesundheitsschädigung vor, die nicht der Leistungspflicht des 

Unfallversicherers unterliegt (BGE 129 V 466 E.2.2).

c) Die Beschwerdeführerin litt an einer Verletzung des lateralen Meniskus 

rechts. Dieser medizinische Befund ist grundsätzlich unter die in Art. 9 

Abs. 2 lit. c UVV erwähnten Meniskusrisse zu subsumieren. Darüber 

hinaus wäre aber – wie gesehen – erforderlich, dass sich die 

unfallähnliche Körperschädigung auf ein äusseres Ereignis, d.h. einen 

ausserhalb des Körpers liegenden objektiv feststellbaren, sinnfälligen, 

also unfallähnlichen Vorfall zurückführen lässt; erforderlich ist mithin auch 

hier ein Kausalzusammenhang zwischen dem unfallähnlichen Ereignis 

und der Körperschädigung. Wie vorstehend unter Erwägung 4 bereits 

dargestellt, können im konkreten Fall jedoch die diagnostizierten und ab 

dem 23. April 2013 behandelten Kniebeschwerden nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das von der Beschwerdeführerin 

behauptete Unfallereignis zurückgeführt werden, weshalb die 

Beschwerdegegnerin auch eine Leistungspflicht aus Art. 9 Abs. 2 UVV zu 

Recht verneint hat.

6. Auf weitere Abklärungen sowie auf die Zeugenbefragung des Sohnes der 

Beschwerdeführerin kann vor dem Hintergrund der vorstehenden 

Ausführungen verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 

134 I 140 E.5.3, 124 V 90 E.4b). Denn einerseits sind hiervon keine 

neuen Erkenntnisse zu erwarten, und anderseits könnte der Sohn der 

Beschwerdeführerin zwar möglicherweise das Unfallereignis von Mitte 

Januar 2011 bestätigen, indessen nichts zur vorliegend relevanten 

Kausalität zwischen dem Ereignis und den diagnostizierten 

Kniebeschwerden aussagen. Dementsprechend ist es aber auch nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Sohn der 

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Beschwerdeführerin vor Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids 

nicht befragt hat.

7. a) Nachdem die diagnostizierten und ab dem 23. April 2013 behandelten 

Kniebeschwerden vorliegend nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf ein versichertes Unfallereignis im 

Sinne von Art. 4 ATSG oder ein sinnfälliges Geschehen im Sinne von 

Art. 9 Abs. 2 UVV zurückgeführt werden können, entfällt von vornherein 

auch eine Leistungspflicht aus Art. 36 UVG. Dementsprechend hat aber 

die Beschwerdegegnerin ihre gesetzliche Leistungspflicht aus UVG zu 

Recht verneint, weshalb sich die Beschwerde als unbegründet erweist 

und abzuweisen ist. 

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung - kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht sodann keine 

aussergerichtliche Entschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]