# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9dfdb3a3-f23f-5862-adcc-85c368dd4347
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-02
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 02.10.2025 S 2024 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2024-39_2025-10-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richterinnen: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz
lic. iur. Sarah Schneider und lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Thomas Kreyenbühl

U R T E I L  vom 2. Oktober 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Balmer, lege artis zug
Rechtsanwälte und Notare, Bahnhofstrasse 10, Postfach, 6302 Zug

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8010 Zürich
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung
(Leistungen)

S 2024 39

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Urteil S 2024 39

A.
A.a Der 1991 geborene A.________ war als selbständiger B.________ unter der Fir-
ma C.________ tätig. Der Betrieb war seit dem D.________ bei der Allianz Suisse Versi-
cherungs-Gesellschaft AG (fortan: Allianz) angeschlossen für die obligatorische Berufs- 
und Nichtberufsunfallversicherung; zusätzlich war der Inhaber A.________ dort freiwillig 
unfallversichert (BG-act. 1). Die Allianz schloss Letzteren mit Schreiben vom 27. Mai 2021 
aufgrund von Prämienausständen für die Periode zwischen 1. Januar 2021 und 30. Juni 
2021 per 6. Juni 2021 aus der freiwilligen Versicherung aus und erklärte, der Vertrag um-
fasse künftig nur noch die obligatorische Unfallversicherung gemäss UVG, durch welche 
die Angestellten versichert seien (BG-act. 2). 

A.b Mit E-Mail vom 5. Juli 2021 wandte sich A.________ an den Schadenservice der 
Allianz (BG-act. 4); am 13. Juli 2021 wurde ihm ein Schadenmeldeformular zugestellt (BG-
act. 6). Aktenkundig sind alsdann eine Unfallmeldung datiert vom 24. Juni 2021 (BG-
act. 4; Richtigkeit des Datums mit Blick auf den Ablauf unklar) und ein Bericht des 
E.________ vom 20. Mai 2021, wonach A.________ nach eigener Aussage am 19. Mai 
2021 einen Sturz aus 2,5 Metern Höhe erlitten habe; Frakturen und sonstige Traumafol-
gen hätten mittels CT-Traumaspirale ausgeschlossen werden können. Befundet wurde ei-
ne Diskushernie L4/5 mit Eindellung des Duralsacks und Einengung des linksseitigen Re-
cessus sowie ein Hernienrezidiv oder Narbengewebe im Segment L5/S1 (bei Status nach 
Sequesterektomie L5/S1 rechts am 6. März 2018 in F.________; BG-act. 14, 17). Weiter 
liegt bei den Akten ein "Arztzeugnis UVG" vom 18. August 2021, wonach A.________ am 
19. Mai 2021 einen Unfall erlitten habe (Leitersturz aus ca. 2,5 Metern Höhe bei der Ar-
beit), für den er ab 25. Mai 2021 durch Dr. med. G.________ (nach-)behandelt worden sei. 
Diagnostiziert wurde eine neu aufgetretene Diskushernie L4/L5 mit Affektion der L5-
Wurzel (BG-act. 9). Das H.________ bestätigte mit Bericht vom 22. September 2021 das 
Auftreten einer neuen Diskushernie L4/5 mit deutlicher Affektion der L5-Wurzel links bei 
(u.a.) vorbekannter Erkrankung in diesem Bereich. Die elektrodiagnostischen Befunde er-
gaben keine Anomalie (BG-act. 15). 

A.c Nach Rücksprache mit ihrem externen medizinischen Dienst ging die Allianz 
zunächst von einer vorübergehenden Verschlimmerung eines krankhaften Vorzustands 
aus (BG-act. 19). Auf Empfehlung des ärztlichen Dienstes holte sie beim Versicherungs-
nehmer weitere Angaben zum Sachverhalt ein. Dieser gab an, er habe sich am Mittwoch, 
19. Mai 2021 um ca. 11.45 Uhr in Luzern bei einem zu reinigenden Objekt befunden und 
habe Fenster gereinigt. Auf einmal sei er von oben, ca. in 2,5 Metern Höhe, von der Leiter 

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gerutscht und gestürzt. Er sei auf beiden Füssen gelandet und dann nach hinten auf sein 
Gesäss gefallen. Er sei wieder aufgestanden, ohne grosse Schmerzen, habe weitergear-
beitet und das Objekt abgeschlossen. Zum Mittagessen sei er bei seiner Partnerin zuhau-
se gewesen und habe sich danach aufs Sofa gelegt. Beim Aufstehen hätten ihn seine Bei-
ne nicht mehr getragen, worauf die Partnerin ihn in die Notaufnahme des E.________ be-
gleitet habe (BG-act. 21). Die Allianz erbrachte in der Folge zunächst bis zum 20. Januar 
2022 Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder; vgl. BG-act. 33 f.). Nach Durchführung er-
gänzender Abklärungen schrieb sie dem Versicherungsnehmer erstmals am 11. April 
2022, sie gehe davon aus, die Unfallfolgen seien zwischenzeitlich abgeklungen und der 
Status quo ante am 1. Mai 2022 erreicht (BG-act. 34). Danach befragte sie den Versiche-
rungsnehmer am 28. April 2022 weiter zum Unfallereignis: Insbesondere wollte sie wissen, 
bei welcher Liegenschaft sich der Unfall ereignet habe; sie bat um Zustellung der entspre-
chenden Offerte für den Auftrag (BG-act. 40). Am 7. Oktober 2022 erneuerte sie ihre Do-
kumentationsanfrage gegenüber dem zwischenzeitlich mandatierten Rechtsvertreter und 
erbat zusätzlich die Lohnabrechnungen bzw. die Buchhaltung für Januar bis April 2021. 
Dabei erläuterte sie, sie gehe davon aus, der Klient habe im relevanten Zeitpunkt kein 
Einkommen erzielt und sei deshalb nicht obligatorisch gegen Unfälle versichert gewesen. 
Auch stellte sie in Aussicht, im Falle der weiteren Verweigerung der Mitwirkung gestützt 
auf die Akten zu entscheiden (BG-act. 46). Der Versicherungsnehmer liess in der Folge 
eine Rechnung bezüglich eines Auftrags an der I.________ in Luzern einreichen (Fenster-
reinigung, Terrassenreinigung; Rechnungsdatum und Lieferdatum 22. Juni 2021), adres-
siert an die J.________ AG, z.Hd. Herrn K.________. Dieser Auftrag sei – gemäss Be-
gleitschreiben – entgegen dem Rechnungstext am 19. Mai 2021 ausgeführt worden (BG-
act. 48). Ein weiter eingeholter Bericht des Hausarztes Dr. med. L.________ vom 4. Janu-
ar 2023 äusserte sich nicht zur Unfallkausalität allfällig weiterhin bestehender Beeinträch-
tigungen (BG-act. 50). 

A.d In der Folge übertrug die Allianz die weiteren Abklärungen ihrer Abteilung Versi-
cherungsmissbrauch. Diese unterbreitete der Hausverwalterin der Liegenschaft 
I.________, Luzern, weitere Fragen (BG-act. 57). Gemäss deren Rückmeldung war die 
fragliche Fenster- und Balkonreinigung für den 28. und 29. Juni 2021 terminiert; zuständi-
ger Bauleiter sei Herr K.________ gewesen (BG-act. 58). 

A.e Schliesslich lehnte die Allianz mit Verfügung vom 6. Juli 2023 ihre Leistungspflicht 
mangels natürlicher Kausalität zwischen einem Unfallereignis und den erlittenen Beein-
trächtigungen ab (BG-act. 63). Mit Einspracheentscheid vom 7. März 2024 hielt sie an die-

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sem Ergebnis fest, wobei sie nun zusätzlich den Nachweis eines Unfallereignisses 
grundsätzlich verneinte (BG-act. 77). 

B. Gegen diesen Einspracheentscheid führte der Versicherungsnehmer Beschwerde 
beim Verwaltungsgericht. Er beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 
7. März 2024 sowie die Ausrichtung der "vollen gesetzlich vorgesehenen UVG-Leistungen 
(Heilungskosten und Tagesgelder, eventuell auch Rentenleistungen)". Eventualiter ver-
langt er vom Gericht die Einholung eines Gutachtens zwecks Feststellung des Sachver-
halts, subeventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu diesem Zweck 
(act. 1). 

C. Die Allianz hielt mit Vernehmlassung vom 7. Mai 2024 an ihrer Rechtsauffassung 
fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde (act. 3).

D. Das Verwaltungsgericht forderte den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 
19. Mai 2025 auf, Zeugen oder Dokumente zu benennen, die Ort, Zeit und Hergang des 
geltend gemachten Unfallereignisses erhellen könnten, da nach bisheriger Aktenlage ein 
Unfall am 19. Mai 2021 an der I.________ in Luzern unwahrscheinlich erscheine (act. 5). 
Der Beschwerdeführer benannte in der Folge die drei Zeugen M.________, N.________, 
und K.________ (act. 6), welche alsdann durch das Gericht schriftlich zu ihrer Kenntnis 
eines Unfallgeschehens vom 19. Mai 2021 befragt wurden (act. 9 ff.). K.________ hatte 
indes keine Kenntnis von einem Unfall (act. 12). M.________ liess telefonisch ausrichten, 
dass er hierzu nichts sagen wolle (act. 13). N.________ konnte sich zu einem Unfall vom 
19. Mai 2021 ebenfalls nicht äussern; er erinnerte sich lediglich, dass A.________ zu ei-
nem späteren Zeitpunkt von einem Unfall erzählt habe (act. 14). Mit Blick auf das unbe-
friedigende Beweisergebnis räumte das Verwaltungsgericht dem Beschwerdeführer eine 
letzte Frist bis zum 19. September 2025 ein, um Dokumente oder Zeugen zu benennen, 
welche Ort, Zeit und Hergang des von ihm geltend gemachten Unfallereignisses erhellen 
könnten (bspw. Auftragserteilung, Auftragsbeschrieb, Mail-Verkehr, Parking-Belege etc.; 
act. 15). Innert Frist liess sich der Beschwerdeführer nicht mehr vernehmen. 

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 
Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Bei Wohnsitz des Versicherungsnehmers in 
O.________ ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in Anwendung von § 4 Abs. 1 
lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversiche-
rung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerdegegnerin erliess den an-
gefochtenen Einspracheentscheid am 7. März 2024 und er ging dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers am 11. März 2024 zu (act. 1 S. 3). Die Beschwerdeschrift wurde am 
25. April 2024 der Post übergeben. Damit wurde die 30-tägige Frist – unter Berücksichti-
gung des österlichen Fristenstillstands vom 24. März bis zum 7. April 2024 – gemäss 
Art. 60 ATSG i.V.m Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG gewahrt. Die Beschwerdeschrift entspricht 
den formellen Anforderungen und der Beschwerdeführer ist als direkt Betroffener be-
schwerdelegitimiert. Somit ist die Beschwerde vom Gericht zu prüfen. Die Beurteilung er-
folgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsge-
richts (GO VG; BGS 162.11).

2. Nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) hat eine 
versicherte Person (u.a.) Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen 
(Art. 10 Abs. 1 UVG), bei Arbeitsunfähigkeit auf ein Taggeld (Art. 16 UVG) sowie bei Inva-
lidität auf eine Rente (Art. 18 UVG). In den Art. 1a ff. UVG sind der Kreis der versicherten 
Personen sowie der Versicherungsumfang aufgezählt. Der vorliegende Rechtsstreit dreht 
sich um die Frage, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zu Recht – nach vor-
läufiger Kostenübernahme zwischen dem 19. Mai 2021 und dem 20. Januar 2022 – nach 
Durchführung weiterer Abklärungen verneint und ihre Leistungen per letzterem Datum 
eingestellt hat (ohne Rückforderungen). Strittig ist dabei einerseits, ob ein Unfallereignis 
überhaupt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat, anderseits ob dieses 
für die geklagten Beschwerden kausal gewesen sei; weiter steht offensichtlich die (von der 
Allianz nicht explizit thematisierte) Frage im Raum, ob ein allfälliger Unfall sich vor oder 
nach Ende der Versicherungsdeckung ereignet habe.   

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2.1 Erste Voraussetzung für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers ist das Vor-
liegen eines Unfalls resp. einer unfallähnlichen Körperschädigung. Als Unfall gilt die plötz-
liche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Fak-
tors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt weiter voraus, dass zwischen 
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und adäquater Kausa-
lzusammenhang besteht (etwa: BGE 148 V 356 E. 3). Die natürliche Kausalität ist zu be-
jahen, wenn ohne den Unfall der Schaden nicht als eingetreten oder nicht als in der glei-
chen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann, auch wenn der 
Unfall nicht die alleinige oder unmittelbare Ursache der gesundheitlichen Störungen ist. Es 
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperli-
che oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit ande-
ren Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheit-
liche Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der Beweiswür-
digung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 
nicht (etwa: BGE 142 V 435 E. 1 mit Hinweisen; 129 V 177 E. 3.1). 

2.3 Die Unfallversicherung trifft grundsätzlich eine Untersuchungspflicht, d.h. sie hat 
die notwendigen Abklärungen zum Gesundheitszustand ihres Versicherten von Amtes 
wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen (Art. 43 Abs. 1 ATSG). 
Erforderlich sind weitere Abklärungen so lange, bis der massgebliche Sachverhalt mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (dazu etwa: BGE 146 V 51 E. 5.1) er-
stellt ist (etwa: BGer 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.2.1; Kieser/Kradolfer/Lend-
fers, ATSG-Kommentar, 5. Aufl. 2024, Art. 43 N 19). Der Untersuchungsgrundsatz gilt 
auch im Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht (Art. 61 lit. c ATSG). Dies ändert 
allerdings nichts daran, dass bei Scheitern des Beweises trotz zumutbarer Abklärungen 
die materielle Beweislast für das Vorliegen eines Unfalls sowie auch für deren Folgen die 
versicherte Person trifft (vgl. zu den Regeln der materiellen Beweislast etwa BGE 144 V 
50 E. 4.3 mit Hinweisen). 

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3. Vorliegend galt es grundsätzlich zu klären, ob, wann, wo und wie der 
Beschwerdeführer von einer Leiter gestürzt ist, wobei ihn offensichtlich die Obliegenheit 
traf, hierzu möglichst präzise, verifizierbare Angaben zu machen und in seinem 
Herrschaftsbereich befindliche Belege anzubieten. 

3.1 Die Vorinstanz führte in ihrem Einspracheentscheid vom 7. März 2024 im 
Wesentlichen aus, die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens seien von der 
leistungsansprechenden Person glaubhaft zu machen. Komme sie dieser Pflicht nicht 
nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben mache, 
bestehe keine Leistungspflicht. Das Vorliegen eines Unfallereignisses müsse gestützt auf 
die gemachten Angaben vom Versicherungsträger bzw. vom Gericht überprüft werden 
können; es müsse wahrscheinlich erscheinen, nicht bloss möglich (BG-act. 77 Ziff. 18). Im 
konkreten Fall habe der Versicherungsnehmer die Geschehnisse höchst ungenau und 
widersprüchlich geschildert. Die weiteren Abklärungen hätten ergeben, dass ein 
Unfallereignis am angegebenen Ort am 19. Mai 2021 überwiegend wahrscheinlich nicht 
stattgefunden habe (BG-act. 77 Ziff. 23 ff.). So oder anders sei der natürliche 
Kausalzusammenhang zwischen einem Leitersturz und einer Diskushernie – die i.d.R. 
degenerativ bedingt sei, umso mehr als beim Leistungsansprecher eine entsprechende 
Vorbelastung bestehe – nicht gegeben (BG-act. 77 Ziff. 38 ff.). Etwas anderes lasse sich 
auch den Berichten der behandelnden Ärzte nicht entnehmen (BG-act. 77 Ziff. 51 f.). 
Daran hielt sie im gerichtlichen Verfahren fest (act. 3). 

3.2 Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, er habe noch am Unfalltag 
eine wahrheitsgemässe Erstmeldung zuhanden der Unfallversicherung erstattet. Soweit im 
Folgenden widersprüchliche Schilderungen erfolgt seien, bietet er hierfür verschiedene 
Erklärungen an: mangelnde Sprachkenntnisse, psychische Traumatisierung, Zeitablauf mit 
entsprechend blasserem Erinnerungsvermögen sowie unpräzise und inkorrekte 
Sachverhaltswiedergaben des Personals des E.________ und der Beschwerdegegnerin 
(act. 1 Ziff. 12 ff.). Ohnehin sei der genaue Unfallhergang unwesentlich, da der 
Kausalzusammenhang zwischen Unfall und geschilderten Verletzungen jedenfalls zu 
bejahen sei, seien doch die Beschwerden erst nach dem behaupteten Unfallzeitpunkt 
dokumentiert worden (act. 1 Ziff. 22 ff., 27 ff.). Nach dem behaupteten Unfallzeitpunkt sei 
klar eine neue Diskushernie festgestellt worden (act. 1 Ziff. 36 ff.). 

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4.
4.1 Es liegt die besondere Konstellation vor, dass der Beschwerdeführer als 
Selbständigerwerbender nicht zum Kreis der obligatorisch versicherten Personen gehört, 
sich jedoch freiwillig versichern konnte (Art. 1a UVG e contrario, Art. 4 Abs. 1 UVG). Seine 
freiwillige Versicherungsdeckung endete mit Wirkung per 6. Juni 2021 zufolge 
Nichtbezahlens der Prämien (vgl. oben Sachverhalt lit. A.a). Dies wurde ihm mit Schreiben 
der Allianz vom 27. Mai 2021 mitgeteilt (BG-act. 2). Kurz darauf teilte der 
Versicherungsnehmer einen Unfall mit, den er auf einen Zeitpunkt vor Ende der 
Versicherungsdeckung datierte. Er machte dabei geltend, am 19. Mai 2021 im Zuge eines 
Reinigungsauftrags an der I.________, Luzern (Fenster, Terrassen) aus einer Höhe von 
2,5 Metern von einer Leiter gestürzt zu sein (im Detail: Sachverhalt lit. A.b und A.c 
vorstehend). Im Zuge der weiteren Abklärungen kumulierten sich Verdachtselemente 
dafür, dass es sich bei der Hernienproblematik allenfalls gar nicht um ein Unfallgeschehen 
handeln könnte bzw. jedenfalls ein Unfallereignis nicht am 19. Mai 2021 an der I.________ 
in Luzern stattgefunden haben könne, da der entsprechende Auftrag erst auf Ende Juni 
2021 zur Ausführung terminiert war und gemäss Auskunft der Verwaltung der Terminplan 
eingehalten wurde (BG-act. 58). Entsprechend unternahm denn auch die Abteilung 
Versicherungsmissbrauch der Allianz einen ersten Versuch, die Unfallumstände näher zu 
erhellen. 

4.2 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens gab alsdann auch das angerufene 
Verwaltungsgericht dem Beschwerdeführer mehrfach die Gelegenheit, ihm weitere 
Beweisofferten und Ausführungen zum Unfallgeschehen zur Würdigung zu unterbreiten 
(act. 5, 15). Es liessen sich jedoch weder Zeugen noch Belege auffinden (etwa: 
Auftragsbestätigung, E-Mail-Verkehr, Parkbelege aus der Buchhaltung etc.), welche es 
erlaubt hätten, ein Unfallereignis am 19. Mai 2021 an einem bestimmbaren Ort 
nachzuweisen. Insbesondere ist – entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers (act. 
1 Ziff. 12) – keine Erstmeldung am behaupteten Unfalltag, dem 19. Mai 2021, aktenkundig, 
sondern – wie er zwei Ziffern weiter unten selbst ausführt (act. 1 Ziff. 14) – wird eine 
Unfallmeldung erst am 24. Juni 2021 erwähnt, wobei aufgrund des zeitlichen Ablaufs (E-
Mail-Anfrage Schadenformular am 5. Juli 2021, Zustellung desselben am 13. Juli 2021) 
unklar ist, ob die Datierung korrekt ist oder ob tatsächlich der 24. Juli 2021 gemeint war. 
Wie es sich damit verhält, kann aber letztlich offen bleiben. Aktenkundig ist die Meldung 
datierend vom 24. Juni 2021 (in BG-act. 4) sowie eine Konsultation im E.________ am 19. 
Mai 2021, woselbst indes gerade keine Traumafolgen erhoben werden konnten, sondern 
lediglich die unbestritten vorbestehende Diskushernie sowie eine neue Hernie (BG-act. 

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14). Erstellt ist demnach, dass der Beschwerdeführer im Mai 2021 Schmerzen litt aufgrund 
einer neu aufgetretenen Diskushernie nun auch linksseitig, nachdem eine solche rechts 
bereits als vorbestehend bekannt war. Hingegen ist durch die aktenkundigen Berichte in 
keiner Weise nachgewiesen, dass er am 19. Mai 2021 ein Unfallereignis erlitt an der 
I.________ in Luzern. Solches liesse sich auch nicht durch ein medizinisches Gutachten 
nachweisen. Ebenfalls ist in keiner Weise glaubhaft gemacht, dass die neu aufgetretene 
Diskushernie links überhaupt in einem Zusammenhang stand mit einem Unfall, sondern 
ergibt sich aus den Schilderungen der behandelnden Ärzte durchs Band lediglich, dass 
eine neue Hernie nach dem behaupteten Unfall festgestellt wurde (vgl. insofern auch die 
grundsätzlich korrekte Aktenzusammenfassung in act. 1 Ziff. 36 ff.) bzw. dass die 
"Diskushernie unmittelbar nach dem [behaupteten] Unfall symptomatisch wurde" (act. 1 
Ziff. 45). 

4.3 Ohne Nachweis (mit überwiegender Wahrscheinlichkeit) eines Unfallereignisses 
oder einer unfallähnlichen Körperschädigung – dies nota bene bei einer 
Bandscheibenproblematik, die bereits spätestens seit 2018 beim Beschwerdeführer 
bekannt ist – bestand keine Grundlage für die Ausrichtung von Leistungen der 
Unfallversicherung und erübrigt sich jede weitere Prüfung von Unfallkausalität sowie auch 
der Versicherteneigenschaft und des Ausmasses der Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers. Entgegen dem, was der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, 
lässt sich auch mithilfe eines Gutachtens offensichtlich keine Aussage treffen zur 
Unfallkausalität einer Verletzung, wenn schon nicht geklärt werden kann, wann und wie 
ein allfälliger Unfall stattgefunden haben soll. Der Vollständigkeit halber ist immerhin 
anzumerken, dass prima vista als überwiegend wahrscheinlich erscheint, dass der 
Beschwerdeführer im Mai 2021 zwar unter Bandscheibenproblemen litt, dies jedoch ohne 
Zusammenhang mit einem Unfall, und ein Unfall an der I.________ in Luzern – wenn 
überhaupt – sich erst nach Ende seiner Versicherungsdeckung, nämlich Ende Juni 2021, 
ereignet haben könnte. 

So oder anders ist ein Leistungsanspruch zu verneinen und ist demnach der angefochtene 
Entscheid der Allianz zu bestätigen. Gibt es kein tangibles Unfallereignis, dessen Folgen 
näher beurteilt und auch mit Bezug auf die Kausalität untersucht werden könnte, erübrigt 
sich die Einholung eines Gerichtsgutachtens ebenso wie eine Rückweisung zur weiteren 
Sachverhaltsabklärung (act. 1 Ziff. 55 ff.). 

4.4 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

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Eine allfällige Rückerstattung unrechtmässig bezogener Leistungen nach Art. 25 Abs. 1 
ATSG ist vorliegend nicht Verfahrensgegenstand, weshalb sich Weiterungen auch hierzu 
erübrigen. Eine solche Rückforderung setzt voraus, dass die Bedingungen für eine pro-
zessuale Revision oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG) der ursprüngli-
chen Verfügung (oder formlosen Leistungszusprache) erfüllt sind (vgl. etwa BGer 
8C_241/2019 vom 8. Juli 2019 E. 3.2 mit Hinweisen). 

5. Bei sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfah-
ren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. fbis 
ATSG). Eine solche Kostenpflicht ist im Bereich der Unfallversicherung nicht vorgesehen, 
so dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG ist weder 
dem vollständig unterliegenden Beschwerdeführer noch der obsiegenden Versicherungs-
trägerin eine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die Be-
schwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 2. Oktober 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am