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**Case Identifier:** 8023f378-c71f-576d-b37e-edd773938cc7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.05.2016 200 2016 253
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-253_2016-05-20.pdf

## Full Text

200 16 253 KV
KNB/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 20. Mai 2016

Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Avanex Versicherungen AG 
Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 22. Januar 2016 
(Versicherten Nr. 96042740)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2016, KV/16/253, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) ist 
bei der Avanex Versicherungen AG (Avanex bzw. Beschwerdegegnerin) 
obligatorisch krankenpflegeversichert. Am 20. Juli 2015 stellte die Klinik 
B.________ ein Gesuch um Kostengutsprache für eine stationäre Rehabili-
tation des Stütz- und Bewegungsapparates für die Dauer von 21 Tagen 
(Akten der Avanex, Antwortbeilage [act. II] 11 ). Dieses Gesuch lehnte die 
Avanex nach Rücksprache mit ihrem Vertrauensarzt ab (act. II 12 f.). Damit 
erklärte sich der Versicherte nicht einverstanden und liess – nachdem ihn 
die Avanex darüber informierte, die eingereichten Unterlagen enthielten 
ungenügende Angaben – einen Bericht der behandelnden Ärztin nachrei-
chen (act. II 14 - 16). Nach Einholung vertrauensärztlicher Stellungnahmen 
(act. II 17, 19) lehnte die Avanex mit Verfügung vom 27. August 2015 eine 
Kostenbeteiligung für den geplanten stationären Therapieversuch aus der 
obligatorischen Krankenpflegeversicherung ab. Zur Begründung führte sie 
aus, die Ganzkörperkältetherapie (Kältekammer) sei keine Pflichtleistung 
der Krankenversicherer. Die Kriterien nach Art. 32 des Bundesgesetzes 
über die Krankenversicherung vom 18. März 1994 (KVG; SR 832.10) seien 
nicht erfüllt (act. II 20). Daran hielt die Avanex auf Einsprache des Versi-
cherten vom 31. August 2015 hin (act. II 21) – gestützt auf eine weitere 
vertrauensärztliche Stellungnahme (act. II 25) – mit Entscheid vom 22. Ja-
nuar 2016 fest (act. II 26).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 19. Februar 2016 Be-
schwerde. Er beantragt sinngemäss die kostenfällige Aufhebung des ange-
fochtenen Einspracheentscheides, die Erteilung der Kostengutsprache für 
den Kur- bzw. Rehabilitationsaufenthalt, die Übernahme von Hilfsmitteln 
sowie eine vertrauensärztliche Begutachtung. Gleichzeitig stellt er ein Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung einer amtlichen An-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2016, KV/16/253, Seite 3

wältin bzw. eines amtlichen Anwalts (vgl. Beschwerde S. 2 Rechtsbegeh-
ren).

Mit Beschwerdeantwort vom 19. April 2016 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten (vgl. E. 1.2 hiernach).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der die Verfügung vom 27. August 2015 
(act. II 20) bestätigende Einspracheentscheid vom 22. Januar 2016 
(act. II 26). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer aufgrund 
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung Anspruch auf Übernahme 
der Kosten für die verordnete stationäre Rehabilitation des Stütz- und Be-
wegungsapparates (Ganzkörperkältetherapie [Kältekammer]) hat. Nicht 

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Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet dagegen die beantragte 
Gewährung von Hilfsmitteln (vgl. Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren lemma 
3). Diesbezüglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

1.3 Der Streitwert liegt unter Fr. 20‘000.-- (vgl. Beschwerdeantwort 
S. 2 f. Ziff. 3), weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichter-
liche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kos-
ten für die Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit 
und ihrer Folgen dienen (Art. 25 Abs. 1 KVG). Dazu gehören unter ande-
rem die Untersuchungen und Behandlungen, die ambulant, stationär oder 
in einem Pflegeheim, sowie die Pflegeleistungen, die in einem Spital von 
Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden (Art. 25 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 KVG).

2.2 Die Leistungen nach den Art. 25 - 31 KVG müssen wirksam, 
zweckmässig und wirtschaftlich sein (Art. 32 Abs. 1 Satz 1 KVG). 

2.2.1 Eine medizinische Leistung ist im Sinne von Art. 32 Abs. 1 KVG 
wirksam, wenn sie objektiv den Erfolg der Behandlung der Krankheit erwar-
ten lässt, mit anderen Worten muss sie objektiv geeignet sein, auf den an-
gestrebten diagnostischen, therapeutischen oder pflegerischen Nutzen 
hinzuwirken. Wirksamkeit bezeichnet die kausale Verknüpfung von Ursa-
che (medizinische Massnahme) und Wirkung (medizinischer Erfolg; BGE 
139 V 135 E. 4.4.1 S. 139, 133 V 115 E. 3.1 S. 116, 130 V 299 E. 6.1 
S. 304; SVR 2005 KV Nr. 6 S. 21 E. 1.2). 

Die Wirksamkeit muss gemäss Art. 32 Abs. 1 Satz 2 KVG nach wissen-
schaftlichen Methoden nachgewiesen sein, was dann der Fall ist, wenn die 
in Frage stehende Behandlung von Forschern und Praktikern der medizini-
schen Wissenschaft auf breiter Basis als geeignet erachtet wird, wobei das 

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Ergebnis und die Erfahrung sowie der Erfolg einer bestimmten Therapie 
entscheidend sind; diesbezüglich sind in der Regel nach international aner-
kannten Richtlinien verfasste wissenschaftliche (Langzeit-)Studien erforder-
lich. Für den Bereich der klassischen Medizin muss die Wirksamkeit einer 
therapeutischen Vorkehr nach den Kriterien und Methoden der wissen-
schaftlichen Schulmedizin nachgewiesen sein, weshalb hier der Begriff der 
wissenschaftlich nachgewiesenen Wirksamkeit demjenigen der wissen-
schaftlichen Anerkennung entspricht (BGE 133 V 115 E. 3.1 und E. 3.2.1 
S. 117, 125 V 21 E. 5a S. 28). Allein der Umstand, dass ein Produkt medi-
zinalrechtlich zugelassen ist, führt nicht dazu, dass das Kriterium der Wirk-
samkeit ohne weiteres als erfüllt anzusehen ist (BGE 136 V 395 E. 5.3 
S. 400, 133 V 115 E. 3.3 S. 120).

2.2.2 Die Zweckmässigkeit einer Leistung setzt deren Wirksamkeit vor-
aus. Ob eine Leistung zweckmässig ist, muss anhand des diagnostischen 
oder therapeutischen Nutzens der Anwendung im Einzelfall, unter Berück-
sichtigung der damit verbundenen Risiken, gemessen am angestrebten 
Heilerfolg der möglichst vollständigen Beseitigung der körperlichen oder 
psychischen Beeinträchtigung beurteilt werden (BGE 137 V 295 E. 6.2 
S. 306, 130 V 299 E. 6.1 S. 304). Die Frage der Zweckmässigkeit hängt 
daher von medizinischen Kriterien ab und deckt sich mit derjenigen nach 
der medizinischen Indikation. Ist die medizinische Indikation einer wirksa-
men Behandlungsmethode gegeben, ist auch die Zweckmässigkeit zu be-
jahen. Umgekehrt sind medizinisch nicht indizierte therapeutische oder 
diagnostische Vorkehren regelmässig auch unzweckmässig (BGE 139 V 
135 E. 4.4.2 S. 140, 130 V 532 E. 2.2 S. 536; SVR 2001 KV Nr. 21 S. 62 
E. 2c).

Zweckmässigkeit und Wirksamkeit einer Leistung nach Art. 25 KVG sind 
prognostisch zu beurteilen (BGE 130 V 299 E. 5.2 S. 303). Zweckmässig-
keit und Wirksamkeit setzen voraus, dass die Massnahme geeignet ist, das 
angestrebte Ziel zu erreichen. Welche von mehreren in Betracht fallenden 
Massnahmen als geeigneter erscheint, ist im Rahmen dieser Vorausset-
zungen nicht entscheidend. Nach der gesetzlichen Regelung genügt es, 
dass die vom Arzt angeordnete Massnahme zweckmässig ist. Sind gleich-
zeitig mehrere Massnahmen als zweckmässig zu qualifizieren, beurteilt 

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sich die Leistungspflicht des Krankenversicherers unter dem Gesichtspunkt 
der Wirtschaftlichkeit (RKUV 1999 KV Nr. 64 S. 67 E. 3a; SVR 2001 KV 
Nr. 42 S. 120 E. 5a; vgl. auch BGE 126 V 334 E. 2a S. 338).

2.2.3 Wirtschaftlichkeit im Sinne von Art. 32 Abs. 1 KVG setzt Wirksam-
keit und Zweckmässigkeit voraus (GEBHARD EUGSTER, Bundesgesetz über 
die Krankenversicherung [KVG], 2010, S. 201, Rz 11). Nach der Recht-
sprechung bezieht sich das Wirtschaftlichkeitserfordernis auf die Wahl un-
ter mehreren zweckmässigen Behandlungsalternativen: Bei vergleichbarem 
medizinischem Nutzen ist die kostengünstigste Variante bzw. diejenige mit 
dem besten Kosten-/Nutzen-Verhältnis zu wählen (BGE 139 V 135 E. 4.4.3 
S. 140, 136 V 395 E. 7.4 S. 407).

2.3 Die Leistungspflicht für stationäre Behandlung setzt zunächst vor-
aus, dass sich die versicherte Person in einem Spital, d.h. einer Anstalt 
oder deren Abteilung aufhält, das der stationären Behandlung akuter 
Krankheiten oder der stationären Durchführung von Massnahmen der me-
dizinischen Rehabilitation dient (Art. 39 Abs. 1 KVG). Des Weiteren muss 
eine Krankheit vorliegen, welche eine Akutbehandlung oder medizinische 
Rehabilitation unter Spitalbedingungen erforderlich macht. Spitalbedürftig-
keit in diesem Sinne ist einerseits dann gegeben, wenn die notwendigen 
diagnostischen und therapeutischen Massnahmen nur in einem Spital 
zweckmässig durchgeführt werden können, anderseits auch dann, wenn 
die Möglichkeiten ambulanter Behandlung erschöpft sind und nur noch im 
Rahmen eines Spitalaufenthaltes Aussicht auf Behandlungserfolg besteht. 
Dabei kann eine Leistungspflicht für den Spitalaufenthalt auch dann beste-
hen, wenn der Krankheitszustand der versicherten Person einen solchen 
nicht unbedingt erforderlich macht, die medizinische Behandlung jedoch 
wegen besonderer persönlicher Lebensumstände nicht anders als im Spital 
durchgeführt werden kann (BGE 126 V 323 E. 2b S. 326, 120 V 200 E. 6a 
S. 206; SVR 2012 KV Nr. 13 S. 52 E. 3.1).

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3.

3.1 Zur Frage der medizinischen Indikation für eine stationäre Rehabili-
tation des Stütz- und Bewegungsapparates (Ganzkörperkältetherapie [Käl-
tekammer]) lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.1.1 Im Austrittsbericht der Klinik C.________ vom 16. Januar 2012 
(act. II 1) über die Hospitalisation vom 12. Dezember 2011 bis 4. Januar 
2012 wurden als Diagnosen chronische Schmerzen im Schulter-
/Nackenbereich links (bei St. n. diagnostischer Arthroskopie, Chondroplas-
tik und Entfernung freier Gelenkskörper am 27. Mai 2010, St. n. Subluxati-
onsverletzung der linken Schulter Oktober 2010, atypischer GLAD-Läsion 
links mit ausgedehntem Knorpelschaden am Humeruskopf und am anterio-
interioren Glenoid sowie anterio-interior-betonte Bankrat Läsion und kon-
konklusiv auch Hill-Sach’sche Impression links, relevante Partialruptur des 
Musculus infraspinatus links [Arthro-MRI Mai 2009]), ein St. n. ventraler 
Diskektomie und Fusion C7-Th1 Juni 2009 sowie eine Irritation des Nervus 
tibialis links vermerkt (act. II 1 S. 1). Der Patient habe in unverändertem 
Allgemeinzustand aus der stationären Rehabilitation in die ambulante phy-
siotherapeutische Weiterbehandlung entlassen werden können (act. II 1 
S. 2). Neben der Fortsetzung der Physiotherapie im ambulanten Rahmen 
zur Stabilisierung der Rumpfmuskulatur und Förderung von Kraft und Aus-
dauer wurde die psychologische Weiterbetreuung empfohlen (act. II 1 S. 4).

3.1.2 Am 2. September 2014 führte Dr. med. D.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
eine Schulterarthroskopie mit Débridement der Adhäsion im Intervall, Mobi-
lisation der Subscapularissehne, Entfernung eines freien Gelenkskörpers 
und eine geschlossene Mobilisation der Schulter links durch. Im Operati-
onsbericht desselben Tages nannte er als Diagnose eine eingeschränkte 
Aussenrotation bei Verklebungen der anterioren Kapsel/Subscapularis 
Schulter links nach anterio-inferiorem Capsular-Shift, Osteotomie des Gle-
noid anteroinferior bei GLAD-Läsion vom 2. Dezember 2010 (act. II 2 S. 1).

3.1.3 Dr. E.________, Chiropraktor SCG/ECU, berichtete am 14. Novem-
ber 2014, die verschiedenen Behandlungsversuche im Zusammenhang mit 
den Schmerzlokalisationen zeitigten in der Folge trotz „folgsamer“ Mitarbeit 

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des Patienten keine profunde Änderung der Schmerzsymptomatik und -
intensität. Insbesondere müsse aufgrund der spondylotischen Aberrationen 
in HWS, BWS und LWS sowie der Arthrotischen omarthral (richtig wohl: 
arthrotischen omarthralen Beschwerden) eine verminderte Belastbarkeit 
der Schmerzgebiete vorausgesetzt werden (act. II 4 S. 1). Da in der Ver-
gangenheit trotz der patientenseitigen „Folgsamkeit“ hinsichtlich eines er-
gonomischen Verhaltens im Alltag, der Durchführung von Übungen und 
verschiedenen Behandlungsansätzen keine konstante Verbesserung des 
Gesundheitszustandes aufgetreten sei, könne in der Folge auch mittelfristig 
nicht mit einer wesentlichen Besserung gerechnet werden (act. II 4 S. 2).

3.1.4 Im Bericht vom 1. Dezember 2014 (act. II 5) diagnostizierte Dr. med. 
D.________ einen St. n. Débridement von Adhäsionen im Intervall, Mobili-
sation der Subscapularissehne, Teilkapsulektomie anteroinferior, Entfer-
nung eines freien Gelenkskörpers und Mobilisation links vom 2. September 
2014 und einem St. n. anteroinferiorem Capsular-Shift, Osteotomie Glenoid 
anteroinferior bei GLAD-Läsion vom 2. Dezember 2010 sowie ein therapie-
resistentes Vertebral-Syndrom der unteren HWS und der oberen BWS mit 
thoracaler Betonung und einem St. n. Spondylodese C7/Th1 im 2009. Be-
züglich der Schulter rechts sehe er eine Besserung der Beweglichkeit nach 
dem arthroskopischen Débridement und der Mobilisation. Für die Aussen-
rotationsstellung in Neutralstellung bestehe noch ein Defizit im Vergleich 
zur Gegenseite. Die Physiotherapie solle auf jeden Fall weiter durchgeführt 
werden.

Dr. med. D.________ bestätigte in seinem Bericht vom 25. März 2015 
(act. II 6) die oben genannten Diagnosen. Ergänzend berichtete er, aus 
chirurgisch orthopädischer Sicht bestehe eine sehr gute Verbesserung der 
Beweglichkeit der Schulter nach der Adhäsiolyse/Lösen des Capsular-
Shifts. Auch habe sich der Bewegungsablauf unter Physiotherapie verbes-
sert. Letztlich verbleibe nur die muskuläre Situation über dem Schultergür-
tel mit Physiotherapie zu verbessern.

3.1.5 Am 7. Mai 2015 wurden im Notfallzentrum des Spitals F.________ 
als Diagnosen ein Stolpersturz vom 6. Mai 2015 mit PIP Distorsion Dig. III 
und IV links sowie rezidivierende Stolperstürze bei vorbestehender Sensibi-
litätsstörung Fuss links, und ein chronisches, bisher therapieresistentes 

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Vertebralsyndrom der unteren HWS und oberen BWS mit thorakaler Beto-
nung festgehalten (act. II 7 S. 1). Im Röntgenbild habe sich kein Hinweis 
auf eine ossäre Läsion gezeigt (act. II 7 S. 2).

3.1.6 Im Befundbericht vom 15. Mai 2015 (act. II 8) hielt Dr. med. 
G.________, Fachärztin für Radiologie, fest, es bestünden eine breitflächi-
ge Diskushernie Th8/9, eine kostovertebrale Arthrose Th9/10 auf der linken 
Seite und Facettengelenksarthrosen Th4/5 bis Th6/7 auf der linken Seite. 
Es läge weder eine Einengung des Spinalkanals noch eine fokale Myelon-
läsion vor.

3.1.7 In einem weiteren Bericht vom 17. Juni 2015 (act. II 10) diagnosti-
zierte Dr. med. D.________ zusätzlich zu den bereits in den Berichten vom 
1. Dezember 2014 (act. II 5) und 25. März 2015 (act. II 6) erhobenen Dia-
gnosen einen Verdacht auf ein symptomatisches Mortonneurom interdigital 
II/III links bei Verkürzung der Flexoren (leichtem Spreizfuss und einen St. n. 
Stolpersturz vom 6. Mai 2015 mit Distorsion PIP Dig. III/V der Hand links 
unter konservativer Behandlung mit Ergotherapie und Schienung 
(act. II 10  S. 1). Die Schulter links sei nach dem Stolpersturz leicht gereizt, 
die Beweglichkeit sei jedoch unverändert gut. Es bestehe die bekannte 
Omarthrose. Bezüglich der Hand links befinde sich der Patient in ergothe-
rapeutischer Behandlung, bezüglich der HWS/BWS finde die Behandlung 
extern statt (act. II 10 S. 2).

3.1.8 Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
gab in der ärztlichen Verordnung für die Einweisung zur «klinisch-
stationären Rehabilitation» vom 24. Juni 2015 (act. II 11 S. 2) als Einwei-
sungsgrund ein therapieresistentes Vertebralsyndrom nach Sportunfall 
2008 und als Funktionsdefizit Bewegungs- und Belastungseinschränkun-
gen an. Das Behandlungsziel sei die Mobilisation.

In ihrem ärztlichen Zeugnis vom 17. August 2015 nannte sie als Diagnosen 
anhaltende interskapuläre Schmerzen unklarer Aetiologie seit Sportunfall 
beim Kanufahren 2008, einen St. n. ventraler Diskektomie und Fusion 
C7/Th1 am 2. Juni 2009, ein chronisches pseudoradikuläres Schmerzsyn-
drom ohne Radikulopathie, einen St. n. arthroskopischem Débridement und 
Chondroplastik der linken Schulter am 27. Mai 2010 bei atypischer GLAD-

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Läsion und ausgedehntem Knorpelschaden, einen St. n. erneutem arthro-
skopischem Débridement 2014, anhaltende Schulterschmerzen links, eine 
Scapula alata links und einen St. n. Stolpersturz am 6. Mai 2015 mit Distor-
sion PIP Dig. III und IV links und Zerrung palmare Platte. Bei dieser kom-
plexen Situation wäre ein stationärer Therapieversuch medizinisch drin-
gend indiziert. Zudem könnte eine intensive Begleitung des Patienten in 
einem stationären Setting eine Verbesserung der schwierigen Schmerz-
symptomatik bringen. Obwohl die vorhergehenden Rehabilitationsaufent-
halte wenig nachhaltigen Erfolg gebracht hätten, sei der Patient überzeugt, 
mit einer Ganzkörperkältetherapie die richtige Therapieform gefunden zu 
haben (act. II 16).

3.1.9 Mit Stellungnahme vom 25. August 2015 (act. II 19) hielt der Ver-
trauensarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med.  I.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, fest, die Ganzkörperkältetherapie sei keine 
Pflichtleistung, die Wirksamkeit sei nicht belegt. Die Behandlung könne in 
einem ambulanten Setting erfolgen. Aufgrund des bisherigen Verlaufs, der 
bereits seit drei Jahren chronifizierten Schmerzsituation und dem unverän-
derten Outcome der letzten stationären Behandlung, könne mit einer weite-
ren Rehabilitation mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein Erfolg erzielt 
werden.

3.1.10 Am 15. September 2015 wurde eine (Arthro-) MR des linken Schul-
tergelenks durchgeführt (act. II 23). In der Beurteilung wurden eine im Ver-
lauf seit Dezember 2012 diskrete Zunahme der Knorpelschäden humeral 
und eine leichte subakromiale Bursitis festgehalten. Ein Rotatorenman-
schettenriss wurde ausgeschlossen.

3.1.11 In der vertrauensärztlichen Beurteilung vom 20. Januar 2016 
(act. II 25) führte Dr. med.  J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere 
Medizin und Physikalische Medizin und Rehabilitation, aus, die Wirksam-
keit der Ganzkörperkältetherapie/Kältekammer sei unklar. Es gäbe nach 
ihren Recherchen keine Studien, die Evidenz basiert seien und den Erfolg 
dieser Methode bei Patienten mit chronischen Schmerzen bestätigten. Die 
Kältekammertherapie sei bis anhin auch vom Bundesamt für Gesundheit 
(BAG) nicht weiter geprüft worden. Sie sei nicht im Anhang 1 der Verord-
nung über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 

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vom 29. September 1995 (Krankenpflege - Leistungsverordnung KLV; 
SR 832.112.31) aufgeführt. Zudem würde die medizinische Indikation der 
Ganzkörperkältetherapie nicht zweckmässig sein, weil die Leiden des Pati-
enten ausserhalb der Indikationsliste der Klinik B.________ stünden. Er 
leide an einer anderen Diagnose. Für die Behandlung mit chronischen 
Schmerzen bestünden wirksame Alternativen: Eine multimodale interdiszi-
plinäre Schmerztherapie, die entweder ambulant oder stationär durchge-
führt werde. Der Patient habe vom 12. Dezember 2011 bis 4. Januar 2012 
ein stationäres multimodales Schmerzprogramm absolviert. Der Gesund-
heitszustand des Patienten sei allerdings beim Austritt unverändert gewe-
sen (Ziff. 1). Eine medizinische Behandlung sei indiziert und könne im 
Rahmen eines ambulanten Therapiesettings erreicht werden. Im Bericht 
der C.________ vom 16. Januar 2012 sei beim Austritt eine weitere ambu-
lante, psychotherapeutische Weiterbetreuung, ferner unterstützende psy-
chosoziale Massnahmen sowie eine angepasste Tätigkeit im Rahmen einer 
Tagesklinik empfohlen worden (Ziff. 3). Auch die Hausärztin des Patienten 
sei von einem Erfolg der Behandlung mit Ganzkörperkältethera-
pie/Kältekammer nicht überzeugt. Sie empfehle in ihrem Gesuch einen 
Therapieversuch in einem stationären Setting um eine Verbesserung der 
schwierigen Schmerzsymptomatik zu erreichen. Chronische Schmerzen 
würden nur bedingt von medizinisch somatischen Massnahmen günstig 
beeinflusst. Die Empfehlungen der Klinik C.________ seien in dieser Situa-
tion als Langzeitmassnahme sinnvoll und angemessen (Ziff. 4).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

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chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354). Die Berichte und Gutachten ständiger Vertrau-
ensärzte haben in beweisrechtlicher Hinsicht grundsätzlich den gleichen 
Stellenwert wie die verwaltungsinternen Arztberichte und Gutachten der 
UVG-Versicherer (RKUV 2001 KV 189 S. 492 E. 5b).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem ablehnenden Ein-
spracheentscheid vom 22. Januar 2016 (act. II 26) massgeblich auf die 
vertrauensärztliche Beurteilung der Dr. med. J.________ vom 21. Januar 
2016 (act. II 25). Dieser Berichte ist für die streitigen Belange umfassend, 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis und unter 
einlässlicher Würdigung der Vorakten – insbesondere des ärztlichen Zeug-
nisses der Hausärztin – abgegeben (vgl. act. II 16, act. II 24 S. 3). Weiter 
ist er widerspruchsfrei und enthält begründete Schlussfolgerungen. Der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2016, KV/16/253, Seite 13

Bericht erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert von ärztlichen Berichten gestellten Anforderungen, weshalb dar-
auf abzustellen ist (vgl. E. 3.2.1 f. hiervor).

3.3.1 Gestützt auf die schlüssige Beurteilung der Dr. med. J.________ ist 
die Wirksamkeit der Ganzkörperkältetherapie/Kältekammer unklar bzw. 
nicht erstellt. Namentlich weist sie daraufhin, dass keine Studien, die Evi-
denz basiert sind und den Erfolg dieser Methoden bei Patienten mit chroni-
schen Schmerzen bestätigen, vorliegen (act. II 25 S. 1 lemma 1; vgl. 
E. 2.2.1 hiervor). Gegenteiliges ist nicht ersichtlich und wird auch nicht gel-
tend gemacht. Vielmehr geht selbst die einweisende Hausärztin von einem 
blossen Versuch aus, was weder für deren Wirksamkeit noch deren Eig-
nung spricht. Dass der Beschwerdeführer überzeugt ist mit der Ganzkör-
perkältetherapie die richtige Therapieform gefunden zu haben (act. II 16), 
ist hier nicht entscheidend, figuriert sie doch auch nicht in der KLV als Leis-
tung, welche vorbehaltlos oder zumindest unter bestimmten Voraussetzun-
gen zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung geht. Hinzu 
kommt, dass, wie die Vertrauensärztin der Beschwerdegegnerin ebenfalls 
zutreffend festhält, die beim Beschwerdeführer diagnostizierten Leiden 
ausserhalb der Indikationsliste der Klinik B.________ für eine Ganzkör-
perkältetherapie stehen. Folglich fehlt es an der medizinischen Indikation 
für die anbegehrte Ganzkörperkältetherapie. Eine Leistungspflicht muss 
damit mangels Wirksamkeit und Zweckmässigkeit abgelehnt werden (vgl. 
E. 2.2.1 f. hiervor). Anzumerken bleibt, dass die Vertrauensärztin der Be-
schwerdegegnerin eine medizinische Behandlung im Rahmen eines ambu-
lanten Therapiesettings für indiziert hält. Sie erachtet die von der Klinik 
C.________ im Austrittsbericht vom 16. Januar 2012 empfohlene ambulan-
te psychotherapeutische Weiterbetreuung als Langzeitmassnahme für 
sinnvoll und angemessen (act. II 1 S.4, act. II 25 Ziff. 3 f.). Unter dem As-
pekt der Wirtschaftlichkeit wäre damit ohnehin der ambulanten Behandlung 
der Vorrang einzuräumen, bestreitet doch auch der Beschwerdeführer 
nicht, dass diese im Verhältnis zur stationären Behandlung kostengünstiger 
ist (vgl. E. 2.2.3 hiervor).

3.3.2 An diesem Ergebnis vermögen auch die Einwände des Beschwer-
deführers nichts zu ändern. Soweit er vorbringt, es hätten verschiedene 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2016, KV/16/253, Seite 14

behandelnde Ärzte eine stationäre Rehabilitation beantragt (vgl. Beschwer-
de S. 3 lemma 1) übersieht er, dass eine auf einer ärztlichen Einweisung 
beruhende stationäre Behandlung nicht ausreicht um eine Spital- oder Re-
habilitationsbedürftigkeit zu bejahen und zudem vorliegend die Möglichkei-
ten ambulanter Behandlung nicht erschöpft sind (vgl. Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht {BGer}] 
vom 22. August 2001, K 180/00, E. 2b; E. 2.3 hiervor).

Der Umstand, dass der Beschwerdeführer nicht persönlich exploriert wur-
de, schmälert den Beweiswert der fachärztlichen Einschätzung nicht, konn-
te die Vertrauensärztin sich anhand der vorhandenen Akten doch ein ge-
samthaft lückenloses Bild verschaffen (vgl. RKUV 2006 U 578 S. 175 
E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Ihre Beurteilung ist nachvollziehbar und 
überzeugend. Weitere Sachverhaltserhebungen sind bei dieser Ausgangs-
lage nicht erforderlich, weshalb sich auch die beantragte gutachterliche 
Neubeurteilung erübrigt (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. 1 und S. 12 Ziff. 6.5; 
sog. antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]).

3.3.3 Nach dem Dargelegten erweist sich der angefochtene Einspra-
cheentscheid vom 22. Januar 2016 (act. II 26) als rechtens. Die dagegen 
erhobene Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

4.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und 
Beiordnung einer amtlichen Anwältin bzw. eines amtlichen Anwalts.

Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den 
Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, wenn die 
Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2016, KV/16/253, Seite 15

nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzungen kann 
überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, 
wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen 
(Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 
S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1). Ob die Verbeiständung durch einen 
Anwalt oder eine Anwältin notwendig oder doch geboten ist, beurteilt sich 
nach den konkreten objektiven und subjektiven Umständen. Praktisch wird 
man sich im Einzelfall fragen, ob eine nicht bedürftige Partei unter sonst 
gleichen Verhältnissen vernünftigerweise eine rechtskundige Person bei-
ziehen würde, weil sie selber zuwenig rechtskundig ist und das Interesse 
am Prozessausgang den Aufwand rechtfertigt (BGE 103 V 46 E. 1b S. 47).

4.3.1 In Anbetracht der Kostenlosigkeit des Verfahrens (vgl. E. 4.1 hier-
vor) ist auf das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von der 
Kosten- bzw. Vorschusspflicht) nicht einzutreten (vgl. MERKLI/AESCHLI-
MANN/HERZOG, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 39 N. 1). 

4.3.2 Eine Rechtsvertretung war nach den konkreten objektiven und sub-
jektiven Umständen nicht notwendig, da der Beschwerdeführer vorliegend 
selbständig und hinreichend Beschwerde erhoben hatte. Das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege hinsichtlich der Beiordnung einer amtlichen 
Anwältin bzw. eines amtlichen Anwalts ist abzuweisen (vgl. auch prozess-
leitende Verfügung vom 9. März 2016).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2016, KV/16/253, Seite 16

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung einer amt-
lichen Anwältin bzw. eines amtlichen Anwalts wird abgewiesen, soweit 
darauf einzutreten ist.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
-  Avanex Versicherungen AG, Recht & Compliance 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.