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**Case Identifier:** e74f5aca-e230-5307-9afb-2f97d0c9d636
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-08
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 08.05.2013 A1 12 206
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_A1-12-206_2013-05-08.pdf

## Full Text

RVJ / ZWR 2014 9 

Bauwesen - KGE (öffentlichrechtliche Abteilung) A1 12 206 vom 
8. Mai 2013 

Baubewilligung: Orts- und Landschaftsbild; Ästhetikklausel 
-  Aufstellen von Plakatgerüst mit Werbefläche. Die kantonalen Vorschriften zum Orts- 

und Landschaftsbild beschränken sich nicht auf ein blosses Verunstaltungsverbot, 
sondern verlangen positiv eine Eingliederung, die eine befriedigende Gesamtwirkung 
ergibt. Den Behörden kommt praxisgemäss ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu 
(Art. 17 Abs. 1 BauG, Art. 24 lit.d und e BauV; E. 4). 

-  Untersagt sind Strassenreklamen, welche die Verkehrssicherheit beeinträchtigen 
könnten (Art. 6 Abs. 1 SVG, Art. 95 ff. SSV, Art. 188 Abs. 1 StrG; E. 5). 

-  Die Bauverweigerung ist verhältnismässig und mit der Eigentumsgarantie und der 
Wirtschaftsfreiheit vereinbar (Art. 26, 27 und 36 BV; E. 6). 

Autorisation de construire : protection des sites et du paysage ; 
clause d’esthétique 
-  Installation d'une structure pour affiches publicitaires. Les prescriptions cantonales 

en matière de protection des sites et du paysage ne se limitent pas à interdire toute 
altération, mais exigent positivement une intégration aboutissant à un effet d’ensem-
ble satisfaisant. Selon la pratique, une marge d’appréciation considérable est recon-
nue aux autorités dans ce domaine (art. 17 al. 1 LC, art. 24 let. d et e OC ; consid. 4). 

- Des publicités susceptibles de mettre en danger la sûreté du trafic sont interdites le 
long des routes (art. 6 al. 1 LCR, art. 95 ss OSR, art. 188 al. 1 LR ; consid. 5). 

- Le refus d’autorisation de construire est proportionné et compatible avec la garantie 
de la propriété et la liberté économique (art. 26, 27 et 36 Cst. ; consid. 6). 

 

Erwägungen 
(…) 

4.  Die Beschwerdeführerin rügt, die Auffassung der Vorinstanzen, 
das in diesem Format vorgesehene Plakat beeinträchtige das Orts- 
und Landschaftsbild, sei unhaltbar und sachlich nicht begründet. 

4.1  Die Vorschriften über die Ästhetik bezwecken als baurechtliche 
Gestaltungsvorschriften – entsprechend den Planungsgrundsätzen 
von Art. 3 Abs. 2 lit. b und Art. 17 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 
1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG, SR 700) - 
den Schutz des Landschafts-, Orts- und Strassenbildes, der histo-
rischen Stätten sowie der Natur- und Kunstdenkmäler. Generalklau-
seln enthalten meist ein allgemeines Verunstaltungs- oder Beeinträch-
tigungsverbot (negative ästhetische Generalklausel) oder verlangen 
eine gute Einordnung oder befriedigende Gesamtwirkung (positive 

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ästhetische Generalklausel; ZBl 8/2006, S. 426 f.). Ästhetikvorschrif-
ten sind somit baurechtlich materiellrechtliche Vorschriften, die eine 
eigenständige Bedeutung haben und durchaus zur Verweigerung oder 
Reduktion einer Baubewilligung oder zu bestimmten Auflagen führen 
können (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und 
Umweltrecht, 3. A., Zürich 1999, N. 653; Peter Hänni, Planungs-, Bau- 
und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., S. 303; BGE 115 Ia 370 
E. 5; Urteil des Kantonsgerichts A1 09 49 vom 17. Juli 2009 E. 4b). 
Solche Vorschriften finden sich im kantonalen und kommunalen 
Baurecht. 

4.2  Gemäss Art. 44 lit. a des kommunalen Bau- und Zonenregle-
ments vom 6. November 2000 (BZR), vom Staatsrat homologiert am 
10. April 2002, sowie nach Art. 17 Abs. 1 des kantonalen Bauge-
setzes vom 8. Februar 1996 (BauG; SGS/VS 705.1) müssen sich 
Bauten und Anlagen namentlich hinsichtlich Grösse, Stellung, Material 
und Farbe in die bauliche und landschaftliche Umgebung derart 
einordnen, dass eine befriedigende Gesamtwirkung entsteht. Nach 
Art. 24 lit. d und e BauV sind Bauten und Anlagen zu bewilligen, wenn 
sie in ästhetischer Hinsicht befriedigen und das Orts- und Land-
schaftsbild nicht beeinträchtigen. 

4.3  Die kommunalen und kantonalen Vorschriften beschränken sich 
nicht auf ein blosses Verunstaltungsverbot, sondern verlangen beide 
positiv eine Eingliederung, die eine befriedigende Gesamtwirkung 
ergibt (Einordnungs- oder Eingliederungsgebot; Walter Haller/Peter 
Karlen, a.a.O., N 653; Marcel Steiner, Die Ästhetikgeneralklauseln, in: 
Baurecht, 1994, S. 118). Ein solches Eingliederungsgebot geht weiter 
als das blosse Verunstaltungsverbot, welches eine Bauverweigerung 
nur rechtfertigt, wenn eine eigentliche Verunstaltung bewirkt wird. Ver-
langt das Gesetz ausdrücklich eine positiv gute Gestaltung zur Sicher-
stellung einer befriedigenden Gesamtwirkung, so dürfen strengere 
Massstäbe angelegt werden. Das Eingliederungsgebot erfasst Beein-
trächtigungen schlechthin (Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum 
Baugesetz des Kantons Bern, 3. Aufl., Band I, Bern 2007, Art. 9/10 
N. 13). Die positive, einordnende architektonische Gestaltung hat 
sicherzustellen, dass für die Bauten selbst und auch für das Ensemble 
und die bauliche und landschaftliche Umgebung eine gute Gestaltung 
und eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird. Bei der Beurtei-
lung darf die Behörde jedoch nicht auf ein beliebiges, subjektives 
architektonisches Empfinden oder Gefühl abstellen, sondern hat sich 

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auf objektive und grundsätzliche Kriterien zu stützen und sie hat dar-
zutun, dass deren Anwendung auf einen konkreten Sachverhalt zu 
Massnahmen (wie Bauverbot, Auflagen zu einer Baubewilligung usw.) 
führen muss, die sich auf die betreffende Eingliederungsklausel zu 
stützen vermögen. Es ist im Einzelnen darzulegen, warum mit einer 
bestimmten baulichen Gestaltung weder für den Bau selbst noch die 
Umgebung eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird (Marcel 
Steiner, a.a.O. S. 118; BGE 114 Ia 343 E. 4b; ZWR 1997 S. 57; 
Urteile des Kantonsgerichts A1 09 49 vom 17. Juli 2009 E. 4a, A1 07 
93 vom 5. Oktober 2007 E. 2 f.; P 63/94 vom 6. Januar 1995 E. 3 ff.). 
Auch wenn eine Baute den Bau- und Zonenvorschriften massstäblich 
entspricht, ist sie so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamt-
wirkung erreicht wird (Urteil des Bundesgerichts 1C_346/2007 vom 
16. Mai 2008 E. 3.3.1 in fine). 

4.4  Bei der Anwendung von Ästhetikklauseln kommt den Behörden 
praxisgemäss ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu. „Dans ces 
domaines, les autorités locales disposent donc d’un large pouvoir 
d’appréciation“ (Urteil des Bundesgerichtes 1C_133/2010 vom 4. Juni 
2010 E. 2.1 und BGE 129 I 337 E. 4.1). Entsprechend verfügt die 
Gemeinde insoweit über Autonomie (Urteil des Bundesgerichts 
1P.280/2002 vom 28. Oktober 2002 E. 2 und 3.4, mit Hinweisen). 
Anders als das Kantonsgericht ist der Staatsrat zwar grundsätzlich zur 
Ermessenskontrolle befugt, weshalb er neben der Rechtmässigkeit 
auch die Zweckmässigkeit eines angefochtenen Entscheids überprü-
fen kann. Soweit es jedoch um die Überprüfung eines Einordnungs-
entscheids geht, darf der Staatsrat nicht seine eigene Beurteilung an 
die Stelle derjenigen der Baubehörde setzen, wenn deren Entscheid 
auf einer vertretbaren Würdigung der massgebenden Sachumstände 
beruht. Das neben der Überprüfung des Sachverhalts auf Rechts-
kontrolle beschränkte Kantonsgericht kann gemäss Art. 78 lit. a VVRG 
nur bei Ermessensmissbrauch und -überschreitung eingreifen. Die 
Beschwerdeinstanzen haben demnach den Entscheid einer Baube-
hörde zu respektieren, wenn er vertretbar und nicht rechtsverletzend 
ist. Der Eingriff in das Ermessen würde eine Überschreitung der 
Kognitionsbefugnis darstellen und wäre willkürlich (vgl. BGE 116 III 70 
E. 2b; 113 Ib 376 E. 7a; 104 Ia 408 E. 5). Gleichzeitig würden die 
Beschwerdeinstanzen mit der Ausdehnung ihrer gesetzlichen Prü-
fungsbefugnis die Gemeindeautonomie verletzen (Urteil des Bundes-
gerichts 1P.678/2004 vom 21. Juni 2005, publ. in: ZBl 107/2006 
S. 430, E. 4 und 4.3). Es war dem Staatsrat und ist dem Kantons-

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gericht als Beschwerdeinstanzen somit verwehrt, eine eigene umfas-
sende Beurteilung der Gestaltung und Einordnung des Bauvorhabens 
vorzunehmen (Urteile des Bundesgerichts 1C_9/2009 vom 24. März 
2009 E. 3.2; 1C_346/2007 vom 16. Mai 2008 E. 3.3.2; 1P.678/2004 
vom 21. Juni 2005, E. 3.2 und E. 4, in: ZBl 107/2006 S. 430; 
1C_12/2007 vom 8. Januar 2008). 

4.5  Wie den sich in den Akten befindenden Photoaufnahmen entnom-
men werden kann, ist die Auffassung der KBK, die am fraglichen Ort 
anzubringende Reklamesystem passe nicht in die dort bestehende, 
weitgehend unbebaute Landschaft, vertretbar und jedenfalls nicht 
rechtsverletzend. Das Gericht kommt wie die Vorinstanzen zum 
Schluss, dass das zu beurteilende Plakatgerüst durchaus geeignet ist, 
das Orts- und Landschaftsbild zu beeinträchtigen. Das geplante 
Aufhängesystem stellt bereits allein aufgrund seiner Dimensionen mit 
einer Breite von ca. 10 m und einer Höhe von 6 m sowie mit einer 
Plakatfläche von 50 m2 (10 m x 5 m) einen nicht unwesentlichen 
Eingriff in die am geplanten Standort noch bestehende Frei- und 
Grünfläche dar. Im Übrigen würden selbst allfällige, einzelne "Bau-
sünden" aus der Vergangenheit nicht dazu führen, dass die bauästhe-
tischen und ortsbildschützenden Bestimmungen ausser Kraft gesetzt 
und generell geringere Anforderungen an die Gestaltung in der Bau-
zone zu stellen wären (Urteil des Bundesgerichts 1P.208/2005 vom 
19. Juli 2005 E. 2.6). Die Gemeinde und die KBK haben von dem 
ihnen zustehenden Ermessen pflichtgemäss Gebrauch gemacht und 
der Staatsrat hat dies zu Recht geschützt. 

Was die Beschwerdeführerin gegen die Erwägungen der Vorinstan-
zen betreffend Bauästhetik und Ortsbild (befriedigende Gesamtwir-
kung) vorbringt, beschränkt sich im Wesentlichen auf appellatorische 
Kritik und ist jedenfalls nicht geeignet, die Auffassung der kommu-
nalen und kantonalen Behörde als offensichtlich unhaltbar erscheinen 
zu lassen. Diesen Behörden ist bei der ästhetischen Würdigung des 
Bauvorhabens ein Ermessensspielraum zuzugestehen (Urteile des 
Bundesgerichts 1C_258/2009 vom 20. Mai 2010 und 1P.678/2004 
vom 21. Juni 2005 E. 4.3, in: ZBl 107/2006 S. 430). 

5.  Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, entgegen der 
Ansicht der Vorinstanzen beeinträchtige ihr Bauvorhaben die Ver-
kehrssicherheit nicht. 

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5.1  Gemäss Art. 188 Abs. 1 des Strassengesetzes vom 3. September 
1965 (StrG; SGS/VS 725.1) wird die Freilichtreklame durch die eidge-
nössische Gesetzgebung über den Strassenverkehr geregelt. Nach 
der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind gemäss Art. 6 Abs. 1 
Strassenverkehrsgesetz (SVG/ SR 741.01) vom 19. Dezember 1958 
(Stand am 1. Januar 2013) im Bereich der für die Fahrzeuge oder 
Fahrräder offenen Strassen Reklamen und andere Ankündigungen 
untersagt, die zu Verwechslungen mit Signalen oder Markierungen 
Anlass geben oder sonst, namentlich durch Ablenkung der Strassen-
benützer, die Verkehrssicherheit beeinträchtigen könnten. Konkreti-
siert wird Art. 6 Abs. 1 SVG in den Art. 95 ff. der Signalisations-
verordnung (SSV; SR 741.211) vom 5. September 1979 (Stand am 
1. Juli 2012). 

Als Strassenreklamen, deren Anbringung oder Änderung der Bewilli-
gung der nach kantonalem Recht zuständigen Behörde bedarf (Art. 99 
Abs. 1 SSV) gelten alle Werbeformen und anderen Ankündigungen in 
Schrift, Bild, Licht, Ton usw., die im Wahrnehmungsbereich der Fahr-
zeugführer liegen, während diese ihre Aufmerksamkeit dem Verkehr 
zuwenden (Art. 95 Abs. 1 SSV). Untersagt sind gemäss Art. 96 Abs. 1 
SSV Strassenreklamen, welche die Verkehrssicherheit beeinträchti-
gen könnten; die Bestimmung enthält in den lit. a bis d eine nicht 
abschliessende Aufzählung von Umständen, bei welchen typischer-
weise von einer solchen Beeinträchtigung auszugehen ist. Sodann 
benennt Art. 96 Abs. 2 SSV jene Konstellationen, bei welchen Stras-
senreklamen stets untersagt sind, d.h. eine Bewilligung zum Vornhe-
rein nicht in Frage kommt. In allen übrigen Fällen hat die zuständige 
Behörde im Einzelfall zu prüfen, ob die Reklame die Verkehrs-
sicherheit beeinträchtigen würde (Urteil des Bundesgerichts 
2A.112/2007 E. 3.1 vom 30. Juli 2007). 
 

5.2  Der Begriff der möglichen Beeinträchtigung der Verkehrssicher-
heit ist ein unbe-stimmter Rechtsbegriff, der seinen Inhalt aus dem 
Sinn und Zweck von Art. 6 Abs. 1 SVG sowie seiner Stellung im 
Gesetz und im Rechtssystem gewinnt. Der Behörde, die einen 
solchen Begriff anzuwenden hat, ist ein gewisser Beurteilungsspiel-
raum eingeräumt. Das Kantonsgericht prüft deshalb die Begriffsaus-
legung nur mit Zurückhaltung, insbesondere soweit örtliche oder tech-
nische Verhältnisse zu würdigen sind, worüber die lokalen Behörden 
in der Regel bessere Kenntnisse haben. Besondere Zurückhaltung ist 

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geboten, wenn die entscheidenden Fragen der Rechtsanwendung mit 
der Frage der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung verflochten 
sind, was bei der Beurteilung von Belangen der Verkehrssicherheit im 
Zusammenhang mit dem Anbringen von Reklamen ausgeprägt der 
Fall ist (Urteil des Bundesgerichts 2A.112/2007 vom 30. Juli 2007 
E. 3.2). Urteile 2A.204/2002 vom 30. Oktober 2002, E. 2.2, sowie 
2A.431/2004 vom 16. Dezember 2004, E. 2.2, je mit Hinweisen). 

5.3  Grundsätzlich misst das Kantonsgericht wie das Bundesgericht 
bei der Anwendung von Art. 6 Abs. 1 SVG bzw. von Art. 96 SSV dem 
Aspekt der Verkehrssicherheit unter Berücksichtigung des gesetzge-
berischen Willens im Verhältnis zu wirtschaftlichen Interessen grosses 
Gewicht bei. Es gilt bei der Bewilligung von Reklamen eine strenge 
Praxis zu handhaben (vgl. dazu die umfassende Darlegung im Urteil 
2A.249/2000 vom 14. Februar 2001, in: SJ 2001 I 529 ff., E. 3b mit 
Hinweisen; ferner: Urteile 2A.204/2002 vom 30. Oktober 2002, E. 2.2, 
sowie 2A.431/2004 vom 16. Dezember 2004, E. 2.2). Bereits eine 
potentielle Beeinträchtigung oder eine entfernte, nicht einmal in der 
Regel eintretende mittelbare Gefährdung reicht aus, um die Verkehrs-
sicherheit beeinträchtigen zu können, wie sich bereits aus dem 
Gesetzestext von Art. 6 Abs. 1 SVG ("beeinträchtigen könnten") ergibt 
(BGE 99 Ib 377 E. 2; vgl. auch Urteil 2A.431/2004 vom 16. Dezember 
2004, E. 2.2) und auch von Art. 96 Abs. 1 SSV zum Ausdruck kommt 
(Urteil des Bundesgerichts 2A.112/2007 vom 30. Juli 2007 E. 3.3). 

5.4  Eine potentielle Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit im Sinne 
von Art. 6 Abs. 1 SVG liegt nach den Ausführungsbestimmungen 
unter anderem dann vor, wenn durch die Strassenreklame das Erken-
nen anderer Verkehrsteilnehmer erschwert wird, wie im "näheren 
Bereich" von Fussgängerstreifen, Verzweigungen oder Ausfahrten 
(Art. 96 Abs. 1 lit. a SSV). Der Verordnungsgeber hat indessen darauf 
verzichtet, diesbezüglich starre Distanzangaben festzulegen. Vielmehr 
soll die Bewilligungsbehörde sämtliche Sachverhaltsmomente des 
konkreten Einzelfalles in ihren Entscheid einbeziehen (wie beispiels-
weise auch Art, Grösse und Ausrichtung der Strassenreklame, Umge-
bungsgestaltung, Streckenführung, usw.). Es liegt daher auf der 
Hand, dass eine analoge Anwendung der Distanzvorgabe von Art. 18 
Abs. 2 lit. d VRV, welche den Bereich absteckt, in welchem das 
Anhalten von Fahrzeugen vor und nach Strassenverzweigungen (in 
jedem Fall) unzulässig ist, für die Beurteilung von Strassenreklamen 
wenig sachgerecht erscheint. Zwar spielen die Abstände zwischen 

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dem Reklamestandort und Fussgängerstreifen, Verzweigungen und 
weiteren sensiblen, die Aufmerksamkeit der Fahrzeuglenker in 
erhöhtem Masse beanspruchenden Stellen für die Abschätzung einer 
möglichen Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit durchaus eine 
Rolle und nimmt das Gefährdungspotential mit zunehmender Entfer-
nung tendenziell ab. Es kann jedoch nicht von einer festen Distanz 
ausgegangen werden, ab welcher eine derartige Gefährdung so oder 
so ausgeschlossen werden kann. Ähnlich verhält es sich mit dem 
Abstand zu Signalen: Zwar untersagt Art. 97 Abs. 1 SSV nur Stras-
senreklamen an Signalen oder in ihrer unmittelbaren Nähe; eine 
potentielle Verkehrsgefährdung namentlich aus den in Art. 96 Abs. 1 
lit. c und d SSV genannten Gründen kann jedoch auch von weiter ent-
fernten Reklamen ausgehen (Urteil des Bundesgerichts 2A.112/2007 
vom 30. Juli 2007). 

5.5  Vorliegend lassen die festgestellten Abstände zwischen der 
geplanten Plakatanschlagstelle und der Hauptstrasse (Bahnhof-
strasse) mit dem Gehsteig sowie der bestehenden Einmündung 
(Grundstrasse) in die Hauptstrasse bereits den Schluss zu, dass die 
Verkehrssicherheit durch das Reklamevorhaben beeinträchtigt wer-
den könnte. Zu dieser Beurteilung gelangt man auch unter Würdigung 
sämtlicher hier vorliegender Umstände. Die Bahnhofstrasse in 
Gampel bildet Teil der Verbindung zwischen der Kantonsstrasse im 
Rhonetal und der BLS-Autoverladestation Goppenstein sowie dem 
Lötschental. Es handelt sich um eine zeitweise (Ferien, Feiertage, 
Wochenenden, usw.) sehr stark befahrene Strasse, die ein erhöhtes 
Gefahrenpotential birgt und in diesem Bereich von allen Verkehrsteil-
nehmern erhöhte Aufmerksamkeit verlangt. Hinzu kommt, dass sich in 
der Nähe der Bauparzelle die Ein- und Ausfahrt der Grundstrasse in 
die Bahnhofstrasse befindet. Ebenfalls in der Nähe der Bauparzelle 
sind Verkehrssignale (Höchstgeschwindigkeit, Überholverbot und 
Wegweiser) angebracht. Überdies ist die Bahnhofstrasse auf der Seite 
der Bauparzelle mit einem Trottoir versehen. All diese Umstände 
setzen höchste Konzentration sämtlicher Verkehrsteilnehmer (Fahr-
zeuglenker, Fussgänger und Radfahrer) voraus. Aufgrund ihrer 
Grösse, ihrer Nähe zur Hauptstrasse sowie ihrer Ausrichtung quer zur 
Fahrbahn befindet sich die geplante Plakatanschlagstelle unstreitig im 
Wahrnehmungsbereich der Verkehrsteilnehmer. Jegliche Ablenkung 
muss daher in diesem Bereich vermieden werden. Das Aufstellen des 
beabsichtigten Reklameträgers ist angesichts der konkreten örtlichen 
Verhältnisse geeignet, die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer in 

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ungebührlicher Weise abzulenken (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2A.204/2002 vom 30. Oktober 2002 E. 3.1). Mit der Setzung zusätzli-
cher Sinnesanreize im Wahrnehmungsbereich der Verkehrsteilnehmer 
wird deren Aufmerksamkeit vermindert und damit die Verkehrssicher-
heit beeinträchtigt (Urteil des Bundesgerichts 2A.112/2007 vom 
30. Juli 2007). Bei der gegebenen Sachlage gelangt das Gericht zum 
Ergebnis, es liege eine potentielle Beeinträchtigung der Verkehrs-
sicherheit vor, weshalb der Beschwerdeführerin die anbegehrte 
Bewilligung für die Plakatanschlagstelle auch aus diesem Grund zu 
verweigern ist. 

6.  Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die Bauverweigerung stelle 
einen Eingriff in die Eigentumsgarantie (Art. 26 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV; SR 
101]) und in die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) dar. 

6.1  Eine solche Einschränkung ist nur zulässig, wenn sie sich auf 
eine gesetzliche Grundlage stützt, im öffentlichen Interesse liegt und 
verhältnismässig ist (Art. 36 BV; Urteil des Bundesgerichts 
1C_317/2008 Urteil vom 14. April 2009 E. 2). Handelt es sich - wie im 
vorliegenden Fall - um einen leichten Eingriff, so genügt als gesetzli-
che Grundlage ein Gesetz im materiellen Sinn oder eine Generalklau-
sel, deren Auslegung und Anwendung das Bundesgericht nur auf Will-
kür hin überprüft (Urteil des Bundesgerichts 1C_160/2008 vom 
3. Oktober 2008; BGE 131 I 333 E. 4 S. 339 mit Hinweisen). 

6.2  Im zu beurteilenden Fall wurde die Baubewilligung gestützt auf 
Art. 17 BauG und Art. 44 lit. a BZR aus Gründen des Ortsbild- und 
Landschaftsschutzes sowie aufgrund von Art. 6 Abs. 1 SVG i.V.m 
Art. 95 ff. SSV aus Gründen der Verkehrssicherheit verweigert. Der 
Bauabschlag beruht auf mehreren gesetzlichen Grundlagen und er 
liegt im öffentlichen Interesse. Als gesetzliche Grundlage bestimmen 
das auf dem Raumplanungs-recht des Bundes beruhende BauG und 
das BZR die zulässige Nutzung der Bauparzelle. Wenn gestützt auf 
deren Bestimmungen die Behörden ein Bauvorhaben als nicht zu-
lässig erklären, wird damit ein raumplanerisches Ziel einer geordneten 
Überbauung verfolgt. Mit dem Strassenverkehrsrecht soll insbeson-
dere die Verkehrssicherheit gewährleistet werden. Die damit sicherlich 
einhergehende Beschränkung der verfassungsmässigen Rechte der 
Beschwerdeführerin ist vorliegend nicht derart einschneidend, als 
dass sie mit der Eigentumsgarantie und der Wirtschaftsfreiheit nicht 

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mehr vereinbar erscheint (Urteile des Kantonsgerichts A1 11 31 vom 
13. Januar 2012 E. 8 und A1 97 158 vom 3. Dezember 1998 E. 6.3). 
Raumplanung und Verkehrssicherheit stellen öffentliche Interessen 
dar, die vorliegend das private Interesse der Beschwerdeführerin bei 
weitem überwiegen. Die Bauverweigerung kann auch nicht als unver-
hältnismässig qualifiziert werden. Die Beschwerdeführerin hat nämlich 
aufgrund der Akten sowohl im Baubewilligungsverfahren als auch in 
den anschliessenden Beschwerdeverfahren verzichtet, ein Gesuch für 
ein redimensioniertes Projekt einzureichen. Dies, obwohl ihr die 
zuständige Baubewilligungsbehörde bereits auf ein vorgängig 
gestelltes Auskunftsgesuch hin unmissverständlich mitgeteilt hat, dass 
eine Plakatanschlagstelle in den vorgesehenen Dimensionen nicht 
bewilligt werden könne. Ob am geplanten Standort eine redimensio-
nierte Reklametafel bewilligt werden könnte, kann offen bleiben. Nach 
dem Gesagten liegt keine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit vor. Aus 
den gleichen Gründen ist ebenfalls eine Verletzung der Eigentumsga-
rantie der Beschwerdeführerin, die im Übrigen nicht Grundeigentü-
merin der Bauparzelle ist, zu verneinen. 

7.  Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit vollumfänglich abzu-
weisen, soweit auf sie einzutreten ist.