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**Case Identifier:** c2859b86-c9c2-5638-a01f-4fe62f767dcd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 15.03.2012 I/1-2011/91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2011-91_2012-03-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2011/91

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 15.03.2012

Entscheiddatum: 15.03.2012

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 15.03.2012
Art. 40, Art. 33 und 45 Abs. 1 lit. a, Art. 53 StG. Pauschalspesen, Fr. 400.– pro 
Monat bei selbst. Radio/TV-Händler angemessen, zumal erhebliche effektive 
Spesen zugelassen wurden. Leistung von Dividenden bei Aktien-
Leerverkäufen sind keine Schuldzinsen, sondern nicht abzugsfähige 
Kapitalverluste. Bei der Vermögensbewertung sind die im Depotauszug der 
Bank mit negativen Werten aufgeführten Call-Optionen mit Null zu bewerten 
und können nicht als negative Vermögenswerte abgerechnet werden (VRKE 
I/1-2011/91 vom 15. März 2012).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiber Thomas Scherrer

A und B Y-Z, Rekurrenten,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Staats- und Gemeindesteuer 2006

Sachverhalt:

A.- A und B Y-Z wohnen im eigenen Einfamilienhaus in M. A Y ist eidg. diplomierter 

und konzessionierter Radio- und Fernsehelektroniker. Er betreibt unter seinem Namen 

ein Einzelunternehmen mit Sitz in N und einem weiteren Geschäftslokal in O, das den 

Verkauf und die Reparatur von Radio-, TV-, Hifi Stereo-, Video- und Akustikanlagen 

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sowie die Installation von Antennen bezweckt. Zudem ist er an der Y AG beteiligt, die 

Eigentümerin der Liegenschaft an der S-Strasse in N ist. B Y-Z ist Angestellte des 

Einzelunternehmens.

B.- A und B Y-Z deklarierten am 19. März 2007 für 2005 steuerbare Einkünfte von 

Fr. 101'620.-- einerseits und Abzüge von Fr. 113'296.-- anderseits sowie ein 

steuerbares Vermögen von Fr. 1'175'266.--. Auf die Aufforderung vom 5. März 2008 hin 

reichten die Steuerpflichtigen am 19. März 2008 verschiedene Unterlagen zur 

Ergänzung der Deklaration ein. Am 23. Mai 2008 stellte die Veranlagungsbehörde den 

Steuerpflichtigen einen Veranlagungsvorschlag zu. Am 6. Juni 2008 besprach der 

zuständige Steuerkommissär den Vorschlag mit A Y.

Am 18. April 2011 wurden A und B Y-Z für die Staats- und Gemeindesteuern 2006 

gemäss Veranlagungsprotokoll auf dem Steuererklärungsformular mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 43'600.-- zum Satz von Fr. 51'700.-- und mit einem 

steuerbaren Vermögen von Fr. 1'725'000.-- zum Satz von Fr. 2'078'000.-- veranlagt. 

Die Veranlagungsbehörde erhöhte die Einkünfte aus der selbständigen Erwerbstätigkeit 

von Fr. 29'493.-- gemäss nicht unterzeichnetem Geschäftsabschluss per 31. Dezember 

2006 auf Fr. 52'971.--, indem sie entsprechend dem Ergebnis der Besprechung vom 

6. Juni 2008 bei den Mietkosten für Büro und Garage am Wohnort Fr. 11'200.-- 

(Buchhaltung Fr. 14'400.-- Büro und Fr. 4'800.-- Garage, Veranlagung Fr. 6'000.-- Büro 

und Fr. 2'000.-- Garage), beim Privatanteil für die Fahrzeuge Fr. 1'200.-- (Buchhaltung 

Fr. 1'800.--, Veranlagung Fr. 3'000.--), bei den Kosten für Information und Ausbildung 

Fr. 478.-- (Abonnement St. Galler Tagblatt Fr. 319.-- und Finanz und Wirtschaft 

Fr. 159.--), bei den Pauschalspesen Fr. 9'600.-- (Buchhaltung Fr. 14'400.--, 

Veranlagung Fr. 4'800.--) und bei der Werbung einen Privatanteil von Fr. 1'000.-- 

(Buchhaltung Fr. 19'255.35, Veranlagung Fr. 18'255.35) aufrechnete. Die deklarierten 

Erwerbseinkünfte aus der unselbständigen Tätigkeit von B Y-Z von Fr. 54'147.-- 

erhöhte sie um von der Arbeitgeberin übernommene Versicherungsbeiträge von 

Fr. 522.-- auf den Nettolohn II gemäss Lohnausweis von Fr. 54'669.--. Bei den 

deklarierten Einkünften aus Wertschriften und Guthaben von

Fr. -1'600.-- rechnete die Veranlagungsbehörde "negative Dividenden" aus 

Aktienleerverkäufen von insgesamt Fr. 19'300.-- sowie Dividenden von Fr. 47.-- und 

Fr. 45.-- auf, so dass sich Einkünfte aus dem beweglichen Vermögen von Fr. 17'792.-- 

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ergaben. Die deklarierten Schuldzinsen von Fr. 30'902.-- reduzierte sie um die Zinsen 

für die Hypothek auf der Liegenschaft an der S-Strasse in N, die im Eigentum der Y AG 

steht, von Fr. 14'734.15 und noch nicht in Rechnung gestellte Lombardkreditzinsen 

von Fr. 4'840.25. Der deklarierte Abzug für die Verwaltungskosten auf dem 

Wertschriftenbestand von Fr. 4'294.-- wurde um Fr. 1'524.-- auf Fr. 2'770.-- (2 ‰ der 

nicht selbst verwalteten Wertschriften) herabgesetzt. Zudem erhöhte sie den Abzug für 

die Säule 3a von A Y um Fr. 1'103.-- auf die nachgewiesene Einzahlung von Fr. 

7'295.--. Insgesamt erhöhte sich damit das steuerbare Einkommen von Fr. -11'676.-- 

gemäss Deklaration um Fr. 63'387.40 (Fr. 24'000.-- Erwerbseinkünfte, Fr. 19'392.-- 

Einkünfte aus Wertschriften und Guthaben, Fr. 19'574.40 Schuldzinsen, Fr. 1'524.-- 

Verwaltungskosten Wertschriften abzüglich Erhöhung Säule 3a Fr. 1'103.--) auf 

Fr. 51'711.--. Beim deklarierten Vermögen von Fr. 1'175'266.-- rechnete die 

Veranlagungsbehörde bei den Aktien der Y AG entsprechend deren innerem Wert 

Fr. 108'900.-- sowie Kapitalverluste aus Optionenhandel von Fr. 105'980.-- und 

Fr. 86'905.-- auf und anerkannte anderseits die auf der im Eigentum der Y AG 

stehenden Liegenschaft an der S-Strasse in N lastende Hypothek von Fr. 600'985.-- 

nicht als Schuld der Rekurrenten, so dass sich das steuerbare Vermögen um 

insgesamt Fr. 902'860.-- auf Fr. 2'078'036.-- erhöhte.

Das kantonale Steueramt wies die gegen die Veranlagung erhobene Einsprache am 

7. April 2011 ab.

C.- Gegen den Einspracheentscheid vom 7. April 2011 erhoben A und B Y-Z mit 

Eingabe vom 3. Mai 2011 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission. Sie 

beantragen, bei der selbständigen Erwerbstätigkeit des Rekurrenten Pauschalspesen 

von monatlich Fr. 600.-- zuzulassen, beim Wertschriftenertrag "negative Dividenden" 

von Fr. 18'050.-- zu berücksichtigen und das Wertschriftenvermögen auf 

Fr. 1'192'124.-- festzusetzen. Schliesslich beantragen die Rekurrenten, einem anderen 

Steuerkommissär zugeteilt zu werden.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 22. Juni 2011, der Rekurs sei unter 

Kostenfolge zulasten der Rekurrenten abzuweisen. Die Rekurrenten nahmen dazu am 

5. Juli 2011 Stellung. Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit 

erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig, soweit die Anträge 

die Festlegung der Steuerfaktoren im angefochtenen Entscheid betreffen. Hingegen 

fällt die beantragte Bezeichnung eines neuen Steuerkommissärs nicht in die 

Zuständigkeit der Verwaltungsrekurskommission. Auf die Übermittlung des Gesuchs an 

die Vorinstanz kann verzichtet werden, da die Rekurrenten das Begehren bereits dem 

Vorsteher des kantonalen Steueramtes eingereicht haben. Auf ein Ausstandsbegehren 

könnte wegen Verwirkung des Anspruchs nicht eingetreten werden, da den 

Rekurrenten bekannt war, welcher Steuerkommissär über ihre Einsprache befinden 

würde (vgl. dazu Cavelti/

Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 176). Im 

Übrigen ist die Befugnis zur Rekurserhebung gegeben. Der Rekurs vom 3. Mai 2011 ist 

rechtzeitig eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, 

abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

abgekürzt: VRP). Soweit die Anträge in die Zuständigkeit der 

Verwaltungsrekurskommission fallen und die Rekurrenten zur Erhebung des 

Rechtsmittels befugt sind, ist dementsprechend auf den Rekurs einzutreten.

2.- Im Rekurs sind zunächst die Einkünfte des Rekurrenten aus seiner selbständigen 

Erwerbstätigkeit umstritten. Die Vorinstanz hat zum ausgewiesenen Geschäftsergebnis 

gemäss Abschluss per 31. Dezember 2006 von Fr. 29'493.-- verbuchte Aufwendungen 

von insgesamt Fr. 23'478.-- aufgerechnet. Die Rekurrenten wenden sich nicht mehr 

gegen die Aufrechnungen von Fr. 11'200.-- bei den Mietkosten für Büro und Garage 

am Wohnort, Fr. 1'200.-- als zusätzlichen Privatanteil bei den Fahrzeugkosten, 

Fr. 478.-- für Zeitungsabonnemente und Fr. 1'000.-- bei den – in erster Linie Kosten für 

Gastronomie und Wein umfassenden – Auslagen für Werbung. Sie beanstanden einzig 

die Beschränkung der pauschal verbuchten Spesen von Fr. 1'200.-- auf Fr. 400.-- 

monatlich.

Bei selbständiger Erwerbstätigkeit werden gemäss Art. 40 Abs. 1 StG die geschäfts- 

oder berufsmässig begründeten Kosten abgezogen. Die Bestimmung entspricht den 

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Vorgaben von Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG) und deckt 

sich mit Art. 27 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (SR 642.11, 

abgekürzt: DBG). Abzugsfähig ist der gesamte Aufwand, der für die selbständige 

Erwerbstätigkeit notwendig ist; die Nachweispflicht liegt beim Steuerpflichtigen 

(vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 3 und 

22 zu Art. 27 DBG). Dieser Nachweis umfasst neben der geschäfts- oder 

berufsmässigen Begründetheit auch das Faktum, dass die Aufwendungen tatsächlich 

angefallen sind (vgl. Reich/Züger, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 

Band I/2a, 2. Aufl. 2008, N 39 zu Art. 27 DBG). Nicht abziehbar sind nach Art. 34 lit. a 

DBG insbesondere die Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und 

seiner Familie sowie der durch die berufliche Stellung des Steuerpflichtigen bedingte 

Privataufwand.

Der Rekurrent hat trotz des Hinweises der Veranlagungsbehörde in der Besprechung 

vom 1. Februar 2006 keine Belege für die geltend gemachten Pauschalspesen 

vorgelegt. Indessen ist davon auszugehen, dass bei jeder Geschäftsführung 

unvermeidlich Kleinausgaben, wie sie im Zusammenhang mit der unselbständigen 

Erwerbstätigkeit im Muster-Spesenreglement aufgeführt werden (vgl. StB 30 Nr. 1), 

anfallen. Monatliche Auslagen von Fr. 400.-- erscheinen unter Berücksichtigung der 

Veranlagungspraxis bei der Genehmigung von Spesenreglementen bei unselbständiger 

Erwerbstätigkeit, die sich vorab an der Höhe des Lohnes orientiert, als glaubhaft und 

angemessen (vgl. VRKE I/1-266/2003 vom 18. August 2004, S. 8; VRKE I/1-7/2006 

vom 3. Oktober 2006, S. 6 f.; StR 57/2002 S. 863). Dieser Ansatz berücksichtigt, dass 

der Rekurrent zwar ein vergleichsweise tiefes Einkommen aus seiner selbständigen 

Tätigkeit erzielt, jedoch als Geschäftsführer der Einzelfirma selbstredend eine leitende 

Funktion ausübt. Er beachtet zudem, dass nebst den pauschalen Geschäftsspesen 

Aufwendungen für Werbung, die vor allem Auslagen für Gastronomie und Wein 

umfassen, von rund Fr. 18'000.-- als geschäftsmässige begründete Aufwendungen 

berücksichtigt wurden und die Vorinstanz den Privatanteil für die drei 

Geschäftsfahrzeuge mit Fr. 3'000.-- zurückhaltend bemessen hat.

Der Rekurs erweist sich dementsprechend insoweit, als damit eine Erhöhung der 

abzugsfähigen Pauschalspesen beantragt wird, als unbegründet.

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3.- Im Rekurs wird sodann die Berücksichtigung von "negativen Dividenden" im 

Rahmen der Wertschriftenerträge anbegehrt. Der Rekurrent hat bei den Einkünften aus 

dem beweglichen Vermögen im Zusammenhang mit Leerverkäufen Dividenden von 

Fr. 6'400.-- für F-Aktien, Fr. 5'400.-- für G-Aktien und Fr. 6'250.-- für H-Genussscheine 

in Abzug gebracht. Die Vorinstanz hat diese Abzüge nicht berücksichtigt mit der 

Begründung, die Differenz zwischen Aktienwert und Leerverkauf stelle Kapitalgewinn/-

verlust und nicht Schuldzins dar. Mangels gesetzlicher Grundlage sei ein Abzug nicht 

möglich.

a) Gemäss Art. 33 Abs. 1 StG sind Erträge aus beweglichem Vermögen steuerbar, 

insbesondere Zinsen aus Guthaben (lit. a), Einkünfte aus der Veräusserung oder 

Rückzahlung von Obligationen mit überwiegender Einmalverzinsung, die dem Inhaber 

anfallen (lit. b) und Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse und geldwerte 

Vorteile aus Beteiligungen aller Art, soweit sie keine Rückzahlung bestehender 

Kapitalanteile darstellen (lit. c, in der bis 31. Dezember 2010 geltenden Fassung, nGS 

42-73). Bei beweglichem Privatvermögen können gemäss Art. 44 Abs. 1 StG die 

Kosten der Verwaltung durch Dritte und die weder rückforderbaren noch 

anrechenbaren Quellensteuern abgezogen werden. Bei den allgemeinen Abzügen 

können schliesslich gemäss Art. 45 Abs. 1 lit. a StG die privaten Schuldzinsen, soweit 

sie nicht als Anlagekosten gelten, im Umfang der steuerbaren Vermögenserträge 

zuzüglich Fr. 50'000.-- berücksichtigt werden (in der bis 31. Dezember 2008 geltenden 

Fassung, nGS 42-73). Die Regelungen entsprechen den Vorgaben von Art. 7 Abs. 1 

und Art. 9 Abs. 1 StHG und stimmen inhaltlich mit Art. 20 Abs. 1 lit. a, b und c (in der 

bis 31. Dezember 2008 gültigen Fassung, AS 1991 S. 1184), Art. 32 Abs. 1 und Art. 33 

Abs. 1 lit. a DBG überein.

b) Der umstrittenen Abzugsfähigkeit der "negativen Dividenden" liegen vom 

Rekurrenten getätigte Leerverkäufe von Aktien zugrunde. So hat der Rekurrent 

beispielsweise am 21. April 2006 2'000 F-Aktien verkauft, ohne dass er die Titel bereits 

besass. Als wirtschaftlich Berechtigter hatte der Käufer Anspruch auf die am 23. April 

2006 ausgeschüttete Dividende von Fr. 3.20 je Aktie. Der Rekurrent erwarb seinerseits 

die Titel am 5. Mai 2006, mithin nach der Dividendenausschüttung, um seine 

Verpflichtung aus dem Verkauf vom 21. April 2006 zu erfüllen. Er musste dem Käufer 

nicht nur die Titel liefern, sondern auch für die Dividende aufkommen, auf welche der 

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Käufer als wirtschaftlich Berechtigter Anspruch hatte. Vergleichbare Geschäfte tätigte 

der Rekurrent mit G-Aktien und H-Genussscheinen. Das spekulative Element dieser 

Geschäfte umfasst auch die Auswirkungen der Dividendenzahlung auf den Aktienkurs. 

So wird davon ausgegangen, dass sich beim Leerverkauf der F-Aktien am 21. April 

2006 die unmittelbar bevorstehende Dividendenzahlung vom 23. April 2006 in einer 

entsprechenden Kurssteigerung niederschlägt und sich umgekehrt der Kurs beim Kauf 

der Aktien durch den Rekurrenten nach der Dividendenausschüttung am 5. Mai 2006 

wieder entsprechend gesenkt hat. Soweit dieser Mechanismus nicht spielt, d.h. die 

Differenz zwischen dem erzielten höheren Preis aus dem Leerverkauf und dem 

bezahlten tieferen Preis beim nachträglichen Kauf zur Deckung der Dividendenzahlung 

nicht ausreicht, liegt deshalb ein Kapitalverlust vor, der steuerlich nicht berücksichtigt 

werden kann, zumal der Rekurrent unbestrittenermassen nicht als Wertschriftenhändler 

besteuert wird.

Die Dividendenzahlungen nach Leerverkäufen können deshalb nicht als 

Gewinnungskosten behandelt werden. Insbesondere sind sie nicht als 

Verwaltungskosten im Sinn von Art. 44 Abs. 1 StG abzugsfähig. Zwar wird 

beispielsweise die Weiterleitung von Dividendenzahlungen durch den Borger von 

Wertpapieren an den Verleiher bei den Verwaltungskosten für das bewegliche 

Vermögen berücksichtigt (Securities-Lending, vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

a.a.O., N 18 zu Art. 32 DBG). Indessen ist die Situation des Securities-Lending mit 

jenem bei einem Leerverkauf wirtschaftlich nicht vergleichbar. Der Borger der 

Wertpapiere nimmt – als wirtschaftlich Berechtigter – die Dividendenzahlung ein. Sie 

wird bei ihm dementsprechend auch steuerlich erfasst. Ist er verpflichtet, die Zahlung 

an den Ausleiher (Lender) weiterzugeben, ist dies eine Ausgleichszahlung, die als 

Gewinnungskosten abziehbar ist. Er bleibt aber weiterhin Borger und an den 

Wertpapieren wirtschaftlich Berechtigter.

Die Dividendenzahlung kann auch nicht im Rahmen des Abzugs der Schuldzinsen 

berücksichtigt werden. Beim Begriff der Schuldzinsen handelt es sich um einen 

wirtschaftlichen Begriff, der eng auszulegen ist. Schuldzinsen sind alle Vergütungen, 

welche der Steuerpflichtige einer Drittperson für die Gewährung einer Geldsumme oder 

das ihr zur Verfügung gestellte Kapital zu leisten hat, sofern dieses Entgelt nach der 

Zeit und als Quote des Kapitals in Prozenten berechnet wird und damit nicht die 

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Kapitalschuld getilgt wird. Das Vorhandensein einer Kapitalschuld (als Geldschuld, d.h. 

einer Verpflichtung, die Geld zum Leistungsgegenstand hat) ist Voraussetzung für die 

Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen. Die Kapitalschuld muss dabei nicht freiwillig 

entstanden sein; es genügt, dass der Steuerpflichtige einer Drittperson einen 

bestimmten Geldbetrag (oder in Geld bewertbares anderes Vermögensgut) schuldet 

(vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 8 zu Art. 33 DBG). Zwar schuldete der 

Rekurrent im Zusammenhang mit den Leerverkäufen von Aktien die Lieferung von in 

Geld bewertbaren Wertpapieren. Indessen handelt es sich bei der Dividende nicht um 

ein in Abhängigkeit von der Zeit und der Kapitalhöhe geschuldetes Entgelt, sondern um 

eine Beteiligung am Unternehmensgewinn.

Schliesslich können die "negativen Dividenden" auch nicht – wie dies die Rekurrenten 

deklariert haben – im Rahmen der Erträge aus dem beweglichen Vermögen abgezogen 

werden. Art. 33 Abs. 1 StG bestimmt, welche Einkünfte aus dem beweglichen 

Vermögen steuerbar sind. Steuerbar sind grundsätzlich die Bruttoeinkünfte (vgl. für die 

Zinsen Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, N 22 zu Art. 20 DBG). Die Abzüge von 

Gewinnungskosten bei den Erträgen aus dem beweglichen Privatvermögen können – 

wie dargestellt – gestützt auf Art. 44 und Art. 45 StG berücksichtigt werden, soweit sie 

die Anforderungen erfüllen.

c) Damit erweist sich der Rekurs, insoweit damit die Aufrechnung der von den 

Rekurrenten in Abzug gebrachten "negativen Dividenden" auf Leerverkäufen von Aktien 

beanstandet wird, als unbegründet.

4.- Schliesslich ist im Rahmen der Ermittlung des steuerbaren Vermögens die Höhe 

des Wertschriftenvermögens umstritten. Die Rekurrenten haben Wertschriften und 

Guthaben von Fr. 1'192'124.-- deklariert. Die Vorinstanz ist von Fr. 1'493'909.-- 

ausgegangen. Im Rekurs wird geltend gemacht, es sei nicht ersichtlich, wo die 

Differenz von Fr. 301'785.-- liege. Die Vorinstanz macht geltend, bereits in der 

Veranlagung sei festgehalten worden, dass die Aktienbewertung der Y AG einen Wert 

von Fr. 3'300.-- je Aktie vorsehe (Aufrechnung Fr. 108'900.--; vgl. dazu nachfolgend 

E. 4b/aa) und die Kapitalverlustpositionen der Optionsprodukte nicht abzugsfähig seien 

(Aufrechnungen Fr. 86'905.-- und Fr. 105'980.--; vgl. dazu nachfolgend E. 4b/bb). Der 

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Rekurrent hält entgegen, die Erklärungen und Zahlen seien sehr dürftig. Eine 

buchhalterisch saubere Addition aller Beträge würde sicher Klarheit schaffen.

a) Gemäss Art. 53 Abs. 1 StG unterliegt das gesamte Reinvermögen der 

Vermögenssteuer. Das Vermögen wird entsprechend Art. 54 StG grundsätzlich zum 

Verkehrswert bewertet. Wertpapiere werden gemäss Art. 56 Abs. 1 StG nach dem 

Kurswert oder, wenn kein solcher besteht, nach dem inneren Wert bewertet. 

Nachgewiesene Schulden, für die der Steuerpflichtige allein haftet, werden nach Art. 62 

StG voll, andere Schulden, wie Solidar- und Bürgschaftsschulden, nur insoweit, als sie 

der Steuerpflichtige tragen muss, abgezogen.

b) aa) Im Wertschriftenverzeichnis hat der Rekurrent 99 Aktien der Y AG mit einem 

Nennwert von je Fr. 1'000.-- mit je Fr. 2'200.-- bewertet, insgesamt Fr. 217'800.--. Der 

– im Rekurs unbestrittene – innere Wert betrug indessen Fr. 3'300.-- je Aktie, 

insgesamt also Fr. 326'700.--. Daraus ergibt sich eine Erhöhung des 

Wertschriftenvermögens um

Fr. 108'900.-- (Fr. 1'100.-- je Aktie).

bb) Der Steuerauszug der F AG weist für die Rekurrenten Vermögenswerte mit 

Verrechnungssteuerabzug von Fr. 292'300.-- und solche ohne 

Verrechnungssteuerabzug von Fr. 527'863.-- aus. Diese Werte haben die Rekurrenten 

in das Wertschriftenverzeichnis übertragen. Die Vorinstanz hat bei den 

Vermögenswerten mit Verrechnungssteuerabzug mit negativen Werten ausgewiesene 

und berücksichtigte Positionen für Call-Optionen auf H-Genussscheinen von 

Fr. 105'980.-- und Fr. 86'905.-- mit der Begründung aufgerechnet, dabei handle es sich 

um Kapitalverluste.

Eine Call-Option räumt dem Inhaber das Recht ein, verpflichtet ihn aber nicht, einen 

bestimmten Basiswert – im Fall des Rekurrenten Roche-Genussscheine – zu einem im 

Voraus vereinbarten Preis und in einer im Voraus vereinbarten Menge bis zu einem 

bestimmten Zeitpunkt zu kaufen. Weniger als Nichts konnten die Call-Optionen im 

Depot des Rekurrenten deshalb am 31. Dezember 2006 nicht wert sein. Die Vorinstanz 

hat damit zu Recht die im Auszug der F AG ausgewiesenen negativen Steuerwerte bei 

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der Ermittlung des Wertschriftenvermögens der Rekurrenten nicht berücksichtigt. Die 

Aufrechnungen sind im Übrigen zahlenmässig ohne Weiteres nachvollziehbar.

c) Der Rekurs erweist sich dementsprechend auch insoweit, als die Ermittlung des 

steuerbaren Vermögens beanstandet wird, als unbegründet.

5.- Im Dispositiv des Einspracheentscheids und ebenso im Veranlagungsprotokoll des 

Steuererklärungsformulars ist für das Steuerjahr 2006 ein steuerbares Einkommen von 

Fr. 43'600.-- zum Satz von Fr. 51'700.-- und ein steuerbares Vermögen von 

Fr. 1'725'000.-- zum Satz von Fr. 2'078'000.-- vermerkt. Die Steuerfaktoren beim 

satzbestimmenden Einkommen und Vermögen entsprechen lediglich den auf das 

Hauptsteuerdomizil der Rekurrenten in der Gemeinde M entfallenden Anteilen am 

Einkommen und Vermögen. Der Rekurrent ist aber aufgrund seiner selbständigen 

Erwerbstätigkeit, die er in der Steuerperiode 2006 in den Gemeinden N und O 

ausgeübt hat, auch in diesen beiden Gemeinden des Kantons St. Gallen steuerpflichtig. 

Die auf diese Gemeinden entfallenden Anteile an den Einkünften und am Vermögen 

sind bei der Ermittlung des im Kanton steuerbaren Einkommens und Vermögens 

ebenfalls zu erfassen. Bei unbeschränkt Steuerpflichtigen sind die massgebenden 

Einkünfte und Vermögenswerte in allen st. gallischen Gemeinden zu berücksichtigen. 

Dementsprechend ist das gesamte Einkommen und Vermögen der Rekurrenten, die 

weder ausserhalb des Kantons St. Gallen noch ausserhalb der Schweiz über einen 

weiteren steuerlichen Anknüpfungspunkt verfügen, im Kanton St. Gallen steuerpflichtig. 

Die Ausscheidung der Steuerfaktoren auf die beteiligten Gemeinden ist Gegenstand 

einer besonderen Verfügung, die vom Gemeindesteueramt am Wohnsitz der 

Steuerpflichtigen ergeht (vgl. dazu Art. 233 und 234 StG sowie Art. 89 ff. StV).

6.- Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs abzuweisen ist, soweit auf ihn 

eingetreten werden kann. Der angefochtene Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 

7. April 2011 ist indessen aufzuheben und die Rekurrenten sind für die Staats- und 

Gemeindesteuern 2006 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 51'700.-- und mit 

einem steuerbaren Vermögen von Fr. 2'078'000.-- zu veranlagen.

7.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten den Rekurrenten 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- erscheint 

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angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.    Der angefochtene Einspracheentscheid des kantonalen Steueramts vom

       7. April 2011 wird aufgehoben. Die Rekurrenten werden für die Staats- und

       Gemeindesteuern 2006 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 51'700.--

       und mit einem steuerbaren Vermögen von Fr. 2'078'000.-- veranlagt.

3.    Die Rekurrenten bezahlen die amtlichen Kosten von Fr. 1'000.-- unter Verrechnung

       des Kostenvorschusses von Fr. 600.--.

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	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 15.03.2012
	Art. 40, Art. 33 und 45 Abs. 1 lit. a, Art. 53 StG. Pauschalspesen, Fr. 400.– pro Monat bei selbst. Radio/TV-Händler angemessen, zumal erhebliche effektive Spesen zugelassen wurden. Leistung von Dividenden bei Aktien-Leerverkäufen sind keine Schuldzinsen, sondern nicht abzugsfähige Kapitalverluste. Bei der Vermögensbewertung sind die im Depotauszug der Bank mit negativen Werten aufgeführten Call-Optionen mit Null zu bewerten und können nicht als negative Vermögenswerte abgerechnet werden (VRKE I/1-2011/91 vom 15. März 2012).

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