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**Case Identifier:** f25d4e1f-6ad5-555f-96fc-a1c417804fd6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 18.05.2022 810 21 307
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-307_2022-05-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 18. Mai 2022 (810 21 307)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Umweltschutz, Wasser und Energie 

 

 

Verlegung der Kosten für Feuerwehreinsatz zur Bewältigung eines Brandereignisses/

Chemieereignisses  

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Stefan Schulthess,  

Markus Clausen, Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin 
Elena Diolaiutti 
 
 

Beteiligte A.____ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Peter Vetter, 
Rechtsanwalt 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

 B.____ AG, Beigeladene, vertreten durch Alexander Heinzelmann, 
Advokat 

  
 

Betreff Einsatzkostenverfügung ABC-Ereignis  
(RRB Nr. 1612 vom 16. November 2021) 

 
 
A. Die A.____ AG bezweckt die Veredlung von Kunststoffteilen durch metallisches Be-
schichten (Galvanisieren). Der Sitz der Gesellschaft wurde im Juni 2020 vom Kanton Basel-
Landschaft in den Kanton C.____ (vgl. Handelsregistereintrag; abrufbar unter www.zefix.ch, 
zuletzt besucht am 4. Mai 2022) verlegt. In D.____ am E.____weg 12 bis 12a befand sich im 

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Jahr 2019 eine Produktionsstätte bzw. Geschäftsliegenschaft, bestehend aus Industrie-, Büro-
gebäude, Produktions-, Lager- und Umschlagshalle sowie aus einem Chemikalienlager. Eigen-
tümerin dieser Geschäftsliegenschaft ist die B.____ AG, welche diese an die A.____ AG ver-
mietet hatte. 
 
B. In der Produktionshalle der A.____ AG befanden sich die aus drei Strassen bestehen-
de Galvanisierungsanlage sowie der Behälter des Bades Nr. 127 (auch "Spüle" genannt). Unter 
anderem aufgrund einer pflichtwidrigen Unvorsichtigkeit eines damaligen Mitarbeiters, welcher 
bei den Kontrollgängen übersah, dass das Ablassventil des Bades Nr. 127 nicht ordnungsge-
mäss geschlossen war, kam es am 30. Juni 2019 in der Produktionshalle zu einem Brand.  
 
C. Am 30. Juni 2019, um 20:32 Uhr, ging bei der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-
Landschaft die Meldung über den Brand ein. Der Brand breitete sich auf den gesamten Behälter 
und in der Folge auf das Gebäude aus, anschliessend in Richtung Lagerhalle und Umschlags-
halle (mit Zwischenlager). Die Lagerhalle und der hintere Bereich der Umschlagshalle brannten 
vollständig aus. Zudem breitete sich das Feuer über das Dach weiter aus und griff auch auf das 
Dach des Chemikalienlagers über. Im Chemikalienlager wurden zu diesem Zeitpunkt verschie-
dene Chemikalien gelagert (Schwefelsäure, Natriumhydrogensulfit, Natronlauge, Salzsäure, 
Kaliumcyanid, Zyankali, Nickel(ll)-chlorid, Salpetersäure, HCl 30%, Hydrochlorid-Lösung). In 
den Becken der Fabrikationsstrassen befanden sich ebenfalls verschiedene Chemikalien. 
Durch die im Einsatz stehende Feuerwehr wurden im Chemikalienlager mehrere beschädigte 
Salzsäuregebinde festgestellt und in Havariefässern gesichert. Im Weiteren erlitten Schwefel-
säure-48%-Gebinde durch das Feuer einen Defekt, ohne dass Schwefelsäure auslief. Da kein 
Havariebecken resp. keine abflusslose Grube für allfällig kontaminiertes Löschwasser vorhan-
den war und der Boden rund um die vom Feuer betroffenen Gebäude teilweise aus Mergel be-
stand, wurde durch die Einsatzkräfte eine Transferleitung für das Löschwasser in die ARA 
Rhein erstellt. 
 
Aufgrund der gelagerten Chemikalien sowie des grossflächigen Brandes der Gebäude bestand 
eine akute Gefahr, dass giftige Chemikalien in die Luft sowie via Löschwasser in die Erde und 
ins Grundwasser hätten gelangen können. Die am Brandort gelagerten Stoffe hätten bei einem 
Austritt Personen oder Tiere an Leben oder Gesundheit gefährden und Schäden an der Umwelt 
bewirken können. Ein messbarer Austritt von chemischen Stoffen wurde durch den Einsatz der 
Rettungskräfte verhindert. Der Brand war am 1. Juli 2019, um ca. 01.00 Uhr, unter Kontrolle. In 
der Folge wurde eine Brandwache aufgestellt. Aufgrund von Brandnestern und Austritt von 
chemischen Dämpfen kam es bis zum 4. Juli 2019 erneut zum Einsatz der Rettungskräfte. 
 
Im Einsatz waren der Kantonale Krisenstab mit dem Schadenplatzkommando, die Polizei Ba-
sel-Landschaft, das Feuerwehrinspektorat, die Feuerwehren der Gemeinden D.____, F.____, 
G.____ und H.____ sowie der Lösch- und Rettungszug SBB. Im Weiteren waren die kantonale 
ABC-Wehr sowie die ABC-Koordinatorin und die Regio-Messgruppe im Einsatz. Rettungsdiens-
te, Zivilschutzorganisationen und verschiedene weitere Stellen wurden ebenfalls aufgeboten. 
 

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D. Mit Verfügung vom 25. März 2021 auferlegte das Amt für Militär und Bevölkerungs-
schutz des Kantons Basel-Landschaft (AMB) der A.____ AG die Einsatzkosten für das Ereignis 
in der Höhe von insgesamt Fr. 225'495.60.  
 
E. Gegen diese Verfügung erhob die A.____ AG, nachfolgend immer vertreten durch 
Dr. Peter Vetter, Rechtsanwalt, am 12. April 2021 Beschwerde beim Regierungsrat des Kan-
tons Basel-Landschaft (Regierungsrat). Die A.____ AG beantragte, es sei die Verfügung aufzu-
heben (Ziff. 1). Es seien ihr keine Kosten für den Feuerwehreinsatz, der im Zusammenhang mit 
dem Brandereignis vom 30. Juni bis 4. Juli 2019 am E.____weg 12/12a in D.____ notwendig 
geworden sei, anzulasten (Ziff. 2). Die Angelegenheit sei zur Feststellung und Verteilung der 
nicht aus dem Feuerwehreinsatz entstandenen Kosten infolge des erwähnten Brandereignisses 
zurückzuweisen (Ziff. 3); unter Kosten- und Entschädigungsfolge (Ziff. 4). Am 10. Juli 2021 
reichte die A.____ AG eine ergänzende Beschwerdebegründung ein. 
 
F. Nachdem das AMB am 12. Juli 2021 seine Stellungnahme eingereicht hatte, wies der 
Regierungsrat die Beschwerde mit Beschluss (RRB) Nr. 1612 vom 16. November 2021 ab. Der 
Regierungsrat folgte in seinem Beschluss der Auffassung der A.____ AG, das fragliche Ereignis 
könne nicht ausschliesslich als ABC-Ereignis qualifiziert werden, sondern sei auch als Brander-
eignis zu werten, und könne damit nicht auf sie abgewälzt werden, nicht. Der Regierungsrat 
führte aus, von Anbeginn des Einsatzes sei klar gewesen, dass die akute Gefahr, welche zur 
Qualifikation des Ereignisses als Grossereignis und zum Einsatz des Schadenplatzkommandos 
geführt habe, nicht durch den Brand, sondern durch die vorhandenen Chemikalien verursacht 
worden sei. Deshalb sei nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf eine Aufteilung des Er-
eignisses in ein Brand- und ein ABC-Ereignis verzichtet habe. Damit könnten die Kosten auf die 
A.____ AG abgewälzt werden. Des Weiteren wies sie die Beschwerde auch bezüglich der Rüge 
der A.____ AG, die den Gemeinden entstandenen Kosten für den Grundeinsatz seien direkt 
von diesen und nicht vom Kanton zu beanspruchen, ab. Zudem falle eine Kostenbeteiligung der 
B.____ AG ausser Betracht, da diese nicht als kostenpflichtige Zustandsstörerin zu qualifizieren 
sei.  
 
G. Mit Eingabe vom 29. November 2021 erhob die A.____ AG beim Kantonsgericht, Ab-
teilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde und beantragte die 
Aufhebung des RRB vom 16. November 2021. Im Übrigen wiederholte sie die in der Beschwer-
de an den Regierungsrat gestellten Rechtsbegehren Ziff. 2 bis Ziff. 4. Innert erstreckter Frist 
reichte die Beschwerdeführerin am 31. Januar 2022 die ergänzende Beschwerdebegründung 
ein. Im Wesentlichen machte sie geltend, ein Ereignis könne in mehrere Ereigniskategorien 
fallen, also Brand, ABC-Ereignis und Naturereignis umfassen, und jeder Ereignisteil sei nach 
den für seine Eigenart geltenden Regeln betreffend Kompetenzen und Kosten zu behandeln. 
Vorliegend seien die Kosten, die im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Grossfeuers an-
gefallen seien, von den Gemeinwesen zu tragen. Des Weiteren habe der Kanton keine Berech-
tigung nachgewiesen, die Ansprüche der Gemeinde in eigener Regie einfordern zu können. Die 
Vorinstanz hätte folglich die Forderung mangels ausreichend nachgewiesener Aktivlegitimation 
im Beschwerdeverfahren zur Klärung dieser Frage zumindest zurückweisen müssen. Schliess-
lich habe die Vorinstanz keine Kostenbelastung der B.____ AG, welche unter anderem auf-

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grund der fehlenden Sprinkleranlagen und Rückhaltebecken als Zustandsstörerin zu bezeich-
nen sei, vorgesehen. Auch aus diesem Grund sei die Verfügung aufzuheben und die Sache an 
die Vorinstanz zurückzuweisen, um ihr Gelegenheit zu geben, in eine allfällige erneute Kosten-
verlegung auch die B.____ AG mit einzubeziehen und ihr einen Kostenanteil aufzuerlegen. Die 
Beschwerdeführerin erklärte zudem, dass der Brand mittelbar ihr wirtschaftliches Ende bedeutet 
habe. 
 
Der Beschwerdegegner beantragte in seiner Vernehmlassung vom 24. Februar 2022 die kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde. Er führte unter anderem präzisierend aus, dass sich 
auch in der Produktionshalle, in welcher das Feuer entstanden sei, und nicht nur im Chemika-
lienlager grosse Mengen teils hochgiftiger Chemikalien befunden hätten.  
 
Die beigeladene B.____ AG liess sich nicht vernehmen.  
 
Mit präsidialer Verfügung vom 21. März 2022 überwies das Gerichtspräsidium den Fall der 
Kammer zu Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung.  
 
Mit Eingabe vom 20. April 2022 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin seine 
Honorarnote ein.  
 
Mit Eingabe vom 10. Mai 2022 teilte Alexander Heinzelmann, Advokat, dem Kantonsgericht mit, 
dass er die beigeladene B.____ AG nunmehr vertrete.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit 
gegeben. Die Beschwerdeführerin ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht – abgesehen von hier nicht 
vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Der Regierungsrat führt in seinem Beschluss aus, aus den gesetzlichen Grundlagen 
könne bei einem Brandereignis, das im Zusammenhang mit einem ABC-Ereignis stehe, nicht 
automatisch gefolgert werden, sämtliche Leistungen der Feuerwehr seien durch Dritte nach den 

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Regeln des Spezial- bzw. ABC-Ereignisses gemäss § 13 des Gesetzes über die Feuerwehr 
(FWG) vom 7. Februar 2013 zu ersetzen. Soweit sich die Leistungen zur Ereignisbewältigung 
auf das Brandereignis beziehen würden, richte sich die Kostenüberwälzung auf Dritte vielmehr 
nach § 7 FWG (RRB E. 5.3; Vernehmlassung des Regierungsrats vom 24. Februar 2022 zu 
Ziff. 1.7). Damit sieht der Regierungsrat vor, dass ein Ereignis grundsätzlich in ein Brandereig-
nis und in ein ABC-Ereignis aufgeteilt werden kann. Er erklärt jedoch, dass vorliegendenfalls 
der Brand zwar ursächlich für die entstandene Gefahrensituation gewesen sei, jedoch vom Ge-
fahrenpotential her absolut untergeordnet und marginal gewesen sei. Sämtliche erbrachten 
Leistungen hätten von Beginn an in erster Linie auf die Bewältigung des Chemieereignisses 
abgezielt, weshalb nicht zu beanstanden sei, dass die Vorinstanz auf eine Aufteilung des Ereig-
nisses in ein Brand- und ABC-Ereignis verzichtet und das Ereignis als Spezialereignis qualifi-
ziert habe (E. 6). Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass 
auch im vorliegenden Fall eine Aufteilung zwischen Brandereignis und ABC-Ereignis vorzu-
nehmen sei.  
 
4.1. Das FWG unterscheidet die Ereignisse in drei Kategorien, nämlich in Brandereignisse 
(§ 5 bis § 7 FWG), in Naturereignisse (§ 8 bis § 10 FWG) und in Spezialereignisse (§ 11 bis 
§ 13 FWG). In jeder dieser drei Kategorien wird die jeweilige Ereignisart zuerst definiert, dann 
die Zuständigkeit zur Ereignisbewältigung und anschliessend die Kostentragung geregelt.  
 
Die §§ 5 bis 7 FWG lauten wie folgt: 
 
"2.1 Brandereignisse 

 

§ 5 Definition 
1  Brandereignisse sind akut drohende oder eingetretene Schadenfeuer oder Schadensexplosionen. 

 

§ 6 Zuständigkeit zur Ereignisbewältigung 
1  Die Einwohnergemeinden sind zuständig für den Grundeinsatz zur Bewältigung von Brandereignis-

sen. Vorbehalten bleibt Absatz 2 Buchstabe a. 
2  Der Kanton ist zuständig 

a. für den Grundeinsatz zur Bewältigung von Brandereignissen auf Autobahnen und Autostrassen 

sowie auf dem Rhein, 

b. für den Ergänzungseinsatz zur Bewältigung der Brandereignisse. 

 

§ 7 Einsatzkosten, Ersatzpflicht 
1  Die Einwohnergemeinden und der Kanton tragen die Kosten des Einsatzes zur Bewältigung der Bran-

dereignisse, für die sie zuständig sind. 
2  Wer vorsätzlich oder grobfahrlässig ein Brandereignis verursacht, oder wer vorsätzlich oder grobfahr-

lässig seine Aufsichtspflicht über eine Person verletzt, die unter seiner Aufsicht stehend ein Brander-

eignis verursacht, ist verpflichtet, der Einwohnergemeinde bzw. dem Kanton die Einsatzkosten zu er-

setzen. 

 

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In § 8 FWG wird der Begriff Naturereignisse definiert. Die Zuständigkeiten zur Bewältigung des 
Naturereignisses in § 9 FWG sind gleich geregelt wie die Zuständigkeiten zur Bewältigung der 
Brandereignisse in § 6 FWG. Wie in § 7 FWG wird auch in § 10 FWG statuiert, dass die Ein-
wohnergemeinden und der Kanton die Kosten des Einsatzes zur Bewältigung der Naturereig-
nisse tragen, für die sie zuständig sind. Ebenso hat gemäss § 10 Abs. 2 FWG wie gemäss § 7 
Abs. 2 FWG der Verursacher bei grober Verletzung seiner Sorgfaltspflichten die Einsatzkosten 
der Einwohnergemeinde bzw. dem Kanton zu ersetzen.  
 
Die Definition des Spezialereignisses findet sich in § 11 FWG und lautet wie folgt:  
 
"1 Als Spezialereignisse gelten: 

a. Ereignisse, die die technische Rettung von Personen oder Tieren aus einer lebens- oder ge-

sundheitsbedrohenden Situation erfordern und die nicht ein anderes Ereignis gemäss diesem 

Gesetz sind (kurz: Unfallereignis); 

b. akut drohende oder eingetretene Ereignisse mit atomarer Strahlung oder mit biologischen oder 

chemischen Stoffen, die Personen oder Tiere an Leben oder Gesundheit gefährden oder die 

Schäden an der Umwelt bewirken (kurz: ABC-Ereignis); 

c. akut drohende oder eingetretene Ereignisse, die Personen oder Tiere an Leben oder Gesund-

heit gefährden oder die Schäden an Sachen bewirken und die nicht ein anderes Ereignis ge-

mäss diesem Gesetz sind (kurz: übrige Ereignisse)." 

 

Die Buchstaben ABC beim ABC-Ereignis stehen für atomar (= a), biologisch (= b) und chemisch 
(= c; siehe § 11 Abs. 1 lit. b FWG). Die Zuständigkeiten zur Ereignisbewältigung werden in § 12 
FWG gleich wie in § 6 und § 9 FWG geregelt. Damit ist die Einwohnergemeinde für den Grund-
einsatz zuständig und der Kanton für den Grundeinsatz zur Bewältigung von Spezialereignissen 
auf Autobahnen und Autostrassen sowie auf dem Rhein und für den Ergänzungseinsatz zur 
Bewältigung von Spezialereignissen. 
 
In § 13 FWG werden die Einsatzkosten und Ersatzpflicht wie folgt geregelt: 
 

"1  Die Einwohnergemeinden und der Kanton tragen die Kosten des Einsatzes zur Bewältigung der Spe-

zialereignisse, für die sie zuständig sind. 
2  Die Kosten des Einsatzes zur Bewältigung eines Spezialereignisses sind der Einwohnergemeinde 

bzw. dem Kanton zu ersetzen. 
3 Ersatzpflichtig ist 

a. im Falle eines Unfallereignisses die gerettete bzw. die tierhaltende Person 

b. im Falle eines ABC-Ereignisses die das Ereignis verursachende Person, 

c. im Falle eines übrigen Ereignisses die begünstigte Person. 
4  Die Kostenüberbindungen gemäss der kantonalen Gewässerschutzgesetzgebung bleiben vorbehal-

ten. " 

 
4.2. Aus den gesetzlichen Bestimmungen ergibt sich somit, dass bei jeder Ereignisart 
(Brand-, Natur-, Spezialereignis) zwischen Grundeinsatz und Ergänzungseinsatz unterschieden 
wird, wobei für den Grundeinsatz – abgesehen vom Fall des Einsatzes auf Autobahnen und 

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Autostrassen sowie auf dem Rhein – die Einwohnergemeinde zuständig ist und für den Ergän-
zungseinsatz der Kanton.  
 
4.3. In Bezug auf die Kostentragung unterscheiden sich die Regelungen. Bei den Brand- und 
Naturereignissen trägt – mit Ausnahme des Falles von vorsätzlicher und grobfahrlässiger Ver-
ursachung des Ereignisses – das Gemeinwesen die Kosten, wobei die Einwohnergemeinde die 
Kosten des Einsatzes zur Bewältigung des Ereignisses trägt, welches in ihre Zuständigkeit fällt, 
und der Kanton diejenigen Kosten des Einsatzes zur Bewältigung des Ereignisses, welches in 
seine Zuständigkeit fällt. Die Kosten des Einsatzes zur Bewältigung eines Spezialereignisses 
werden hingegen der verursachenden bzw. begünstigten Person auferlegt.  
 
4.4. Soweit § 13 Abs. 3 lit. b FWG die Überwälzung der Kosten für ein ABC-Ereignis auf 
den jeweiligen Verursacher vorsieht, ist festzuhalten, dass diese Bestimmung indessen keine 
eigenständige Bedeutung hat, weil sie Bundesrecht (Art. 59 des Bundesgesetzes über den 
Umweltschutz [Umweltschutzgesetz, USG] vom 7. Oktober 1983 bzw. Art. 54 des Bundesge-
setzes über den Schutz der Gewässer [Gewässerschutzgesetz, GSchG] vom 24. Januar 1991) 
umsetzt (vgl. Urteile des BGer 2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E 3.4 und 2C_162/2014 vom 
13. Juni 2014 E. 2.1). Das Umweltschutzgesetz bezweckt den Schutz von Menschen, Tieren 
und Pflanzen, ihrer Lebensgemeinschaften und Lebensräume gegen schädliche oder lästige 
Einwirkungen und den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen (Art. 1 Abs. 1 USG), das Ge-
wässerschutzgesetz bezweckt den Schutz der Gewässer vor nachteiligen Einwirkungen (Art. 1 
GSchG). Einwirkungen sind u.a. Luftverunreinigungen, Gewässerverunreinigungen oder andere 
Eingriffe in Gewässer, die durch den Umgang mit Stoffen erzeugt werden (vgl. Art. 7 Abs. 1 
USG und Art. 4 lit. c und d GSchG). Der C-Schutz dient der Bewältigung von C-Ereignissen, 
d.h. der Abwehr einer unmittelbar drohenden Einwirkung im Sinne des Umweltschutzgesetzes 
(Art. 7 Abs. 1 USG) sowie zu deren Feststellung und Behebung (vgl. Art. 59 USG).  
 
4.5. Wie in der E. 3 hiervor ausgeführt, anerkennt der Regierungsrat in seinem Beschluss 
(E. 5.3 und E. 6 a.E. e contrario), dass grundsätzlich auch bei einem Brandereignis, welches im 
Zusammenhang mit einem ABC-Ereignis steht, eine Aufteilung des Ereignisses in ein Brand- 
und in ein ABC-Ereignis vorgenommen werden kann, mit der Folge, dass die Kosten für die 
Leistungen, welche sich zur Ereignisbewältigung auf das Brandereignis beziehen, nach § 7 
FWG und nicht nach § 13 FWG aufzuerlegen sind. Zu prüfen ist demzufolge, ob vorliegenden-
falls zu Recht auf eine Aufteilung verzichtet wurde.  
 
5.1. Das FWG wurde erst vor ein paar Jahren umfassend revidiert und trat in der jetzigen 
Fassung am 1. Januar 2014 in Kraft. In der Vorlage an den Landrat des Kantons Basel-
Landschaft Nr. 2012-175 vom 19. Juni 2012 betreffend FWG (nachfolgend Landratsvorlage) 
wird auf Seite 2 ausgeführt, dass das bisherige Feuerschutzgesetz aus dem Jahre 1981 stam-
me und in sehr vielen Belangen überholt oder massiv lückenhaft sei. So seien beispielsweise 
die Einsätze der Feuerwehr bei Natur-, ABC- oder Unfallereignissen nicht geregelt. Nicht gere-
gelt seien auch die Einsatz- und Kostenzuständigkeiten von Kanton (Basellandschaftliche Ge-
bäudeversicherung, BGV) und Gemeinden. Ungenügend geregelt seien zudem die Rechts-
grundlagen für die Überbindung von Einsatzkosten an Private. Es dränge sich eine umfassende 

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Revision auf. Weiter wird in der Landratsvorlage unter dem Titel "Stossrichtung des neuen Ge-
setzes" ausgeführt, dass das FWG den interventiven Teil des Brandschutzes, d.h. die Feuer-
wehr, regle. Grundlage bilde der Grundauftrag der Feuerwehr, wie er im Konzept "Feuerwehr 
2015" der Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS) verankert sei. Dieses Konzept sei von den 
kantonalen Regierungen, so auch vom Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, geneh-
migt worden. Das Gesetz erneuere das Feuerwehrwesen im Kanton Basel-Landschaft von 
Grund auf und zwar sowohl inhaltlich wie auch strukturell. Es umfasse als Neuerung insbeson-
dere die Umsetzung des schweizerischen Konzepts "Feuerwehr 2015", welches explizit die 
Aufgaben der Feuerwehr umschreibe und den Fokus auf deren Kernaufgaben, nämlich die 
Einsätze bei Brand-, Natur-, ABC- und Unfallereignissen, richte (Landratsvorlage S. 9, Ziff. 5). 
Auf S. 10 der Landratsvorlage wird ausserdem ausgeführt, dass das neue FWG die aktuelle 
Situation abbilde. Zudem erfolge "eine Zusammenführung aus anderen Gesetzen wie bei-
spielsweise aus dem Umweltschutzgesetz (Oelwehr)".  
 
5.2.1. Das Konzept Feuerwehr 2015, Konzeption der FKS (nachfolgend Feuerwehrkonzept 
2015), wurde mit der Regierungskonferenz der FKS vom 5. Juni 2009 beschlossen. Darin legen 
die Mitglieder der FKS Ziele, Aufgaben und Standards von gemeinsamem Interesse fest. Mit-
glieder der FKS sind alle Kantone und das Fürstentum Liechtenstein. Mit dem Feuerwehrkon-
zept 2015 werde unter anderem die Koordination sowie Behandlung politischer, organisatori-
scher, fachlicher und finanzieller Fragen, die für das Feuerwehrwesen als öffentliche Aufgabe 
der Kantone und des Fürstentums Liechtenstein von gemeinsamem Interesse seien, bezweckt. 
Die Zuständigkeit der Mitglieder der FKS, insbesondere das hoheitliche Handeln der Feuer-
wehrinstanzen der Kantone, bleibe unberührt. Mit dem Konzept 2015 werde der gemeinsame 
Wille bekundet, die Feuerwehren unter Beachtung der in diesem Konzept formulierten Grund-
sätze zu organisieren. Die Mitglieder der FKS würden sich verpflichten, die Grundsätze im 
Rahmen ihrer Zuständigkeit und Möglichkeit umzusetzen (Feuerwehrkonzept 2015 S. 6).  
 
5.2.2. Im Konzept Feuerwehr 2015 werden die Kernaufgaben der Feuerwehren formuliert und 
die Prinzipien, die beachtet werden sollen, sofern Kantone und Gemeinden den Feuerwehren 
über die Kernaufgabe hinausreichende Aufgaben übertragen sollten. Gemäss Konzept Feuer-
wehr 2015 ist Kernaufgabe der Feuerwehren die Intervention bei Bränden, Naturereignissen, 
Explosionen, Einstürzen, Unfällen oder ABC-Ereignissen zum Schutz von Mensch, Tier, Umwelt 
und Sachwerten. Bezüglich Kostentragung wird ausgeführt, dass es Sache der zuständigen 
Behörden (Kanton, kantonale Instanzen, Gemeinden) sei, festzulegen, ob und wie Feuerwehr-
einsätze dem jeweiligen Verursacher oder Eigentümer beziehungsweise der anfordernden Per-
son oder Institution in Rechnung gestellt würden. Dabei sollten jedoch zwei Prinzipien berück-
sichtigt werden: Erstens seien die Brandeinsätze wie bisher grundsätzlich nicht in Rechnung zu 
stellen, um zu vermeiden, dass Notrufe aufgrund von Kostenüberlegungen verspätet erfolgen 
oder sogar unterbleiben würden. Zweitens sollten bezüglich der sonstigen Dienstleistungen der 
Feuerwehren die zuständigen Behörden für eine transparente und breit kommunizierte Kosten-
regelung sorgen, um Missverständnisse und eine leichtfertige Inanspruchnahme von Feuer-
wehr-Dienstleistungen zu vermeiden (Feuerwehrkonzept 2015 S. 7 f.). 
 

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5.3. Zu § 3 Abs. 1 lit. c FWG wird in der Landratsvorlage festgehalten, dass ABC-
Ereignisse im Grundeinsatz in die Zuständigkeit der Gemeinden und Betriebe fallen würden. 
Das heisse, Kleinereignisse würden durch diese bearbeitet und diese würden in jedem Fall die 
ersten Massnahmen vor Ort einleiten. Lediglich im Ergänzungseinsatz, der zweifellos und auch 
regelmässig rasch eintrete, sei der Kanton zuständig. Dies habe sich bewährt und stelle keine 
Änderung zur heutigen Praxis dar (Landratsvorlage S. 14, zu § 3 Abs. 1 lit. c FWG). Zu § 12 
Abs. 2 lit. b FWG wird ausgeführt, dass schon heute bei jedem grösseren Unfall- oder ABC-
Ereignis entweder automatisch, gestützt auf das kantonale Aufgebotskonzept oder manuell 
durch die örtliche Einsatzleitung Hilfe bei der Nachbargemeinde oder beim Stützpunkt aufgebo-
ten und eingesetzt werde. Neu werde dieser Einsatz als Ergänzungseinsatz definiert und expli-
zit der Kanton (BGV bzw. AMB) als dafür zuständig erklärt. Erbracht werde der Ergänzungsein-
satz für die Spezialereignisse durch Mittel der Stützpunktfeuerwehren bzw. der Nachbarge-
meinden, die in diesem Falle im Auftrage des Kantons (BGV bzw. AMB) sowie auf deren bzw. 
dessen Rechnung (§ 38 Absatz 1 FWG) zum Einsatz gelangen würden, sowie mit BGV- bzw. 
AMB-eigenen Mitteln (Landratsvorlage S. 18, zu § 12 FWG). Zu § 13 Abs. 1 FWG wird erörtert, 
dass die Einsatzkosten bei Unfall- und ABC-Ereignissen wie bisher und auch künftig bei der für 
das Ereignis zuständigen öffentlich-rechtlichen Rechtsperson anfallen würden (Landratsvorlage 
S. 18, zu § 13 FWG). Bezüglich § 13 Abs. 2 und 3 FWG wird festgehalten, dass die Einsatzkos-
tenverrechnung bisher lediglich bei vorsätzlicher oder grobfahrlässiger Verursachung oder bei 
Ölwehr- und Strahlenschutzeinsätzen möglich gewesen sei. Neu werde sie differenziert und 
sachgerecht geregelt (Landratsvorlage S. 18, zu § 13 FWG).  
 
5.4. Gemäss § 34a des Gesetzes über die Versicherung von Gebäuden und Grundstücken 
(Sachversicherungsgesetz) vom 12. Januar 1981 entrichten die Gebäudeeigentümerinnen und 
Gebäudeeigentümer nebst der Versicherungsprämie zweckgebundene Beiträge zur Finanzie-
rung von Beiträgen für den hoheitlichen, präventiven und interventiven Schutz von Personen 
vor Feuerschäden sowie von Gebäuden und Anlagen vor Feuer- und Elementarschäden (kurz: 
Präventions- und Interventionsbeiträge). Die Gebäudeversicherung ist im Kanton Basel-Land-
schaft wie in den meisten Kantonen obligatorisch und bei der kantonalen Gebäudeversicherung 
abzuschliessen (vgl. § 9 Sachversicherungsgesetz).  
 
5.5. Aus den obigen Darlegungen ergibt sich, dass die Einsätze bei Brand-, Natur-, ABC- 
und Unfallereignissen zu den Kernaufgaben der Feuerwehr gehören und dass Brandeinsätze 
grundsätzlich nicht in Rechnung zu stellen sind (Ausnahme bei vorsätzlicher oder grobfahrläs-
siger Verursachung). Die Kosten des Einsatzes zur Bewältigung eines ABC-Ereignisses sind 
hingegen gestützt auf Bundesrecht dem Kanton bzw. der Einwohnergemeinde von der verursa-
chenden Person zu ersetzen. Der C-Schutz dient der Bewältigung von C-Ereignissen, d.h. der 
Abwehr einer unmittelbar drohenden Einwirkung im Sinne des USG und des GSchG. Des Wei-
teren bezahlen alle Grundeigentümer, und somit auch die Eigentümer bzw. Betreiber eines 
umweltgefährdenden Betriebes, nebst der Versicherungsprämie zweckgebundene Beiträge zur 
Finanzierung von Beiträgen für den interventiven Schutz von Personen vor Feuerschäden so-
wie von Gebäuden und Anlagen vor Feuer- und Elementarschäden. Aus diesen Überlegungen 
muss der Schluss gezogen werden, dass eine Aufteilung zwischen Kosten, welche als Folge 
des Einsatzes zur Bewältigung des Brandereignisses, und solchen, welche als Folge des Ein-

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satzes zur Bewältigung des C-Ereignisses entstanden sind, vorgenommen werden muss und 
der auf das Brandereignis anfallende Kostenanteil nach § 7 FWG und der auf das C-Ereignis 
anfallende Kostenanteil nach § 13 FWG zu tragen bzw. zu überbinden ist. Zu diesem Schluss 
ist auch das Baurekursgericht des Kantons Zürich (BRGE) in seinem Urteil BRGE IV 
Nr. 0025/2012 vom 9. Februar 2012 (in: Baurechtsentscheide Kanton Zürich (BEZ) 2012 Nr. 32 
E. 5.3.3) gekommen (so auch BRGE IV Nr. 0052/2015 vom 9. April 2015, in: BEZ 2015 Nr. 43 
E. 4.3.1). Dabei stützte es sich auf kantonale Bestimmungen, welche mit denjenigen im FWG 
vergleichbar sind, sowie auf das GSchG und USG. Im Urteil wird ausgeführt, dass der C-Schutz 
der Bewältigung von C-Ereignissen, d.h. der Abwehr einer unmittelbar drohenden Einwirkung 
im Sinne des Umweltschutzgesetzes (Art. 7 Abs. 1 USG) sowie zu deren Feststellung und Be-
hebung (Art. 59 USG) diene. Dementsprechend sei auch die Kostenüberbindung nur soweit 
gerechtfertigt, als der Einsatz der Feuerwehr der Bewältigung des eigentlichen C-Ereignisses 
diene, d.h. soweit er Sicherungs- und Behebungsmassnahmen im Sinne von Art. 59 USG und 
Art. 54 GSchG umfasse. Davon abzugrenzen sei der Kostenersatz für die mit dem C-Ereignis 
allenfalls einhergehenden Kernaufgaben der Feuerwehr, namentlich die Schadenbekämpfung 
bei Bränden und Explosionen sowie die damit (und nicht mit den Umweltgefahren) verbundene 
Rettung von Menschen und Tieren. Das Baurekursgericht führt weiter aus, dass es keinen 
sachlichen Grund gebe, weshalb Brände im Zusammenhang mit C-Ereignissen bezüglich Kos-
tenersatz anders zu beurteilen wären als solche, bei denen keine toxischen oder umweltgefähr-
denden Stoffe im Spiel seien. Der in der gesetzlichen Bestimmung, welche mit § 7 i.V.m. § 5 
FWG vergleichbar ist, statuierte Grundsatz der Unentgeltlichkeit beziehe sich auf das Ereignis  
– Brand oder Explosionen – und sei nicht davon abhängig, an welchem Objekt das Schadener-
eignis eintrete oder wie es ausgelöst werde.  
 
6.1. Der Regierungsrat führt in seinem Beschluss (E. 6) aus, dass bei der Einsatzleitzentra-
le der Polizei Basel-Landschaft die Meldung über den Brand am 30. Juni 2019 um 20:32 Uhr 
eingegangen sei. Innert Minuten habe die Einsatzleitung erkannt, dass eine akute Bedrohung 
durch die vorhandenen chemischen Stoffe vorliege. Bereits um 20:39 Uhr, d.h. sieben Minuten 
nach der Erstalarmierung, habe die Einsatzleitung die Industriefeuerwehr Regio Basel AG 
(IFRB AG) für einen ABC-Einsatz (Einsatz ABC-Stützpunkt in D.____) aufgeboten. Die IFRB 
AG sei nach ihrer Alarmierung während über 9 Stunden im Einsatz gewesen (vgl. Rechnung 
der IFRB AG vom 9. Juli 2019, Beilage 1 zur Verfügung). Bereits in einem frühen Stadium des 
Ereignisses sei die Führung auf dem Schadenplatz durch das Schadenplatzkommando über-
nommen worden. Gemäss § 14 Abs. 2 des Gesetzes über den Bevölkerungsschutz und den 
Zivilschutz im Kanton Basel-Landschaft vom 5. Februar 2004 (nachfolgend Bevölkerungs-
schutzgesetz vom 5. Februar 2004) übernähmen die Schadenplatzkommandanten und Scha-
denplatzkommandantinnen bei einem Grossereignis die Führung auf dem Schadenplatz. Das 
Ereignis sei somit von den Zuständigen als Grossereignis qualifiziert worden. Ausschlaggebend 
für diese Qualifizierung sei nicht der Brand an sich gewesen, sondern die gegebene akute Ge-
fährdung durch die vorhandenen Chemikalien, die Personen oder Tiere an Leben oder Ge-
sundheit gefährdet oder die Umwelt bedroht hätten. Die Brandbekämpfung habe deshalb in 
erster Linie der Bekämpfung der akut drohenden Gefährdung durch die vorhandenen Chemika-
lien gedient. So sei auch dem Einsatzrapport der IFRB AG vom 2. Juli 2019 (vgl. Vorakten 
Nr. 36) zu entnehmen, dass das Hauptproblem die Chemie sei. Der Brand sei somit zwar ur-

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sächlich für die entstandene Gefahrensituation, jedoch vom Gefahrenpotential her absolut un-
tergeordnet und marginal gewesen. Sämtliche erbrachten Leistungen hätten von Beginn an in 
erster Linie auf die Bewältigung des Chemieereignisses abgezielt. Es sei deshalb nachvollzieh-
bar, dass die Vorinstanz in diesem konkreten Fall das Ereignis als Spezialereignis bzw. als 
ABC-Ereignis qualifiziert habe. Von Anbeginn des Einsatzes sei klar gewesen, dass die akute 
Gefahr, welche zur Qualifikation des Ereignisses als Grossereignis und zum Einsatz des Scha-
denplatzkommandos geführt habe, nicht durch den Brand verursacht worden sei, sondern durch 
die vorhandenen Chemikalien. Es sei deshalb im vorliegenden Fall nachvollziehbar und nicht zu 
beanstanden, dass die Vorinstanz auf eine Aufteilung des Ereignisses in ein Brand- und ABC-
Ereignis verzichtet habe. Das Ereignis sei somit als Spezial- bzw. ABC-Ereignis zu qualifizieren. 
 
6.2. Es ist unbestritten, dass aufgrund der gelagerten Chemikalien sowie des grossflächi-
gen Brandes der Gebäude eine akute Gefahr bestanden hatte, dass giftige Chemikalien in die 
Luft sowie via Löschwasser in die Erde und ins Grundwasser hätten gelangen können. Die am 
Brandort gelagerten Stoffe hätten bei einem Austritt Personen oder Tiere an Leben oder Ge-
sundheit gefährden und Schäden an der Umwelt bewirken können. Wie im RRB (Sachverhalt 
Ziff. 5) ausgeführt wird, breitete sich der Brand auf das Gebäude aus. Das Feuer breitete sich 
zudem weiter aus, so dass auch die Lagerhalle und der hintere Bereich der Umschlagshalle 
vollständig ausbrannten. Wäre ein Brand in diesen Gebäuden ausgebrochen und wären diese 
Gebäude- und Gebäudeteile vollständig ausgebrannt, ohne dass sich darin gefährliche Chemi-
kalien befunden hätten, wären diese Kosten als Brandereignis im Rahmen von § 7 FWG vom 
Kanton bzw. von der Gemeinde getragen worden (ausser das Brandereignis wird gemäss § 7 
Abs. 2 FWG vorsätzlich oder grobfahrlässig verursacht). Die Tatsache, dass die Brandbekämp-
fung in erster Linie der Bekämpfung der akut drohenden Gefährdung durch die vorhandenen 
Chemikalien gedient hat, ändert nichts am Umstand, dass die Kostenüberbindung nur soweit 
gerechtfertigt ist, als der Einsatz der Feuerwehr der Bewältigung des eigentlichen C-Ereignisses 
dient, d.h. soweit er Sicherungs- und Behebungsmassnahmen im Sinne von Art. 59 USG und 
Art. 54 GSchG umfasste. Nicht überbunden können hingegen die Kosten, die mit dem C-Ereig-
nis allenfalls einhergehenden Kernaufgaben der Feuerwehr, namentlich die Schadenbekämp-
fung bei Bränden und Explosionen sowie die damit (und nicht mit den Umweltgefahren) verbun-
dene Rettung von Menschen und Tieren, zusammenhängen. Damit ist der Beschwerdeführerin 
insoweit Recht zu geben, als eine Aufteilung der Kosten zwischen Brandereignis und C-Ereignis 
vorzunehmen ist, wobei die Kosten zur Bewältigung des Brandereignisses nach § 7 FWG und 
diejenigen zur Bewältigung des C-Ereignisses nach § 13 FWG zu tragen bzw. zu überbinden 
sind.  
 
6.3. Die Beschwerde ist in diesem Punkt insofern gutzuheissen, als die vorinstanzlichen 
Entscheide aufzuheben sind und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an das AMB zurückzu-
weisen ist. Dabei wird das AMB eine Aufteilung zwischen Kosten für das Brandereignis und 
solchen für das C-Ereignis vornehmen müssen. Zudem wird das AMB bezüglich der Kosten für 
das Brandereignis zu beurteilen haben, ob ein Fall von grobfahrlässiger Verursachung des 
Brandereignisses nach § 7 Abs. 2 FWG vorliegt. So begründet die Gemeinde D.____, in deren 
Hoheitsgebiet sich der Brand ereignet hat, z.B. ihre Rechnungen Nr. 109-2019, 110-2019 und 

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111-2019 damit, dass gestützt auf § 7 Abs. 2 FWG die Kosten für Einsätze bei Brandereignis-
sen den Betroffenen in Rechnung gestellt werden können.  
 
7.1.1. Die Beschwerdeführerin moniert als zweiten Punkt, dass das AMB keine Unterschei-
dung zwischen den Kosten zur Bewältigung des Grundeinsatzes und denjenigen zur Be-
wältigung des Ergänzungseinsatzes vorgenommen habe. Die Gemeinde sei zuständig für den 
Grundeinsatz zur Bewältigung von Brand- und Spezialereignissen und der Kanton für den Er-
gänzungseinsatz zur Bewältigung von Brand- und Spezialereignissen (§§ 6 und 12 FWG). Die-
se Unterscheidung diene auch der Feststellung, welche Kosten von der Gemeinde (Einsatzkos-
ten für den Grundeinsatz) und welche vom Kanton (Einsatzkosten für den Ergänzungseinsatz) 
verrechnet werden könnten. Vorliegend habe das AMB in dieser Hinsicht aber keinerlei Diffe-
renzierung vorgenommen. Es habe nicht zwischen Grund- und Ergänzungseinsatzkosten und 
damit auch nicht zwischen Kosten, die das AMB für den Kanton habe einfordern dürfen, und 
solchen, zu deren Einforderung es keine Kompetenz gehabt habe, unterschieden. Das AMB 
habe nie eine Berechtigung nachgewiesen, dass es allfällige Ansprüche der Gemeinden in ei-
gener Regie einfordern könne, und nie gezeigt, in welchem Umfang es eigene Ansprüche, d.h. 
Ansprüche des Kantons, geltend mache und in welchem Umfang seine Forderungen Gemein-
deansprüche beträfen. Die Vorinstanz husche in der E. 7 ihres Beschlusses über den Punkt 
hinweg und behaupte – geradezu in Parteivertretermanier – das Ereigniskosteninkasso sei eine 
Sache zwischen Kanton und Gemeinden, welche die Beschwerdeführerin nicht zu kümmern 
brauche. Die Beschwerdeführerin sehe das jedoch – zumindest im Rahmen eines Streits um 
einen verwaltungsrechtlichen Anspruch – anders. Auch in öffentlich-rechtlichen Forderungs-
streitigkeiten sei die Aktivlegitimation des Anspruchstellers auszuweisen. Geschehe dies nicht, 
könne der Anspruch nicht zugewiesen werden. Entsprechend hätte die Vorinstanz die Forde-
rung mangels ausreichend nachgewiesener Aktivlegitimation im Beschwerdeverfahren zur Klä-
rung dieser Frage zumindest zurückweisen müssen. Dabei verwies die Beschwerdeführerin auf 
ein Urteil des St. Galler Verwaltungsgerichts vom 19. Dezember 2013 (in: St. Gallische Ge-
richts- und Verwaltungspraxis [GVP] 2013 Nr. 52), in welchem das genannte Gericht festhielt, 
dass wie im Verfahren des Zivilprozesses die Aktivlegitimation auch im öffentlich-rechtlichen 
Klageverfahren als Frage des Rechtsanspruchs und nicht als Eintretensvoraussetzung geprüft 
werde.  
 
7.1.2. Der Regierungsrat hält in seinem Beschluss in der E. 7 fest, die Einwohnergemeinden 
und der Kanton würden die Kosten des Einsatzes zur Bewältigung der Spezialereignisse tra-
gen, für die sie zuständig seien. Die Kosten des Einsatzes zur Bewältigung eines Spezial-
ereignisses seien der Einwohnergemeinde bzw. dem Kanton zu ersetzen (§ 13 Abs. 1 und 2 
FWG). Der Wortlaut von § 13 FWG schliesse nicht aus, dass der Kanton zuhanden der Ge-
meinden die Einsatzkosten der verursachenden Person in Rechnung stelle und das Inkasso 
erledige oder sogar die Einsatzkosten den Gemeinden bezahle, um sie dann beim Verursacher 
einzufordern. Letztendlich sei dies eine Frage der Organisation zwischen Kanton und Gemein-
den. Die Einsatzleitung habe beim kantonalen Schadenplatzkommando gelegen, weshalb es 
nachvollziehbar sei, dass die Kostenabrechnung über den Kanton abgewickelt werde. Die Be-
schwerdeführerin könne diesbezüglich nichts für sich ableiten. 
 

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7.1.3. In der Vernehmlassung vom 24. Februar 2022 führt der Beschwerdegegner aus, die 
Legitimation des Kantons zur Einforderung der Einsatzkosten sei im vorliegenden Fall wie folgt 
zu begründen: Das in diesem Fall bewältigte Ereignis sei als Spezialereignis im Sinn von § 11 
Abs. 1 lit. b FWG zu qualifizieren. Die Einsatzführung bei der Bewältigung dieses Ereignisses 
habe beim Schadenplatzkommandanten und damit beim Kanton (§ 14 Abs. 2 Bevölkerungs-
schutzgesetz vom 5. Februar 2004) gelegen. § 13 Abs. 2 FWG lege u.a. fest, dass die Kosten 
des Einsatzes zur Bewältigung eines Spezialereignisses dem Kanton zu ersetzen seien. Die 
Legitimation des Kantons ergebe sich somit aus den §§ 3, 11 Abs. 1 lit. b und 13 Abs. 2 lit. b 
FWG in Verbindung mit § 14 Abs. 2 des Bevölkerungsschutzgesetzes vom 5. Februar 2004. 
§ 13 Abs. 2 FWG spreche von den Kosten des Einsatzes. Damit seien sämtliche Einsatzkosten 
aller in die Bewältigung involvierten Organisationen gemeint, soweit dafür eine gesetzliche 
Grundlage vorhanden sei und sie belegt werden könnten. Die Höhe der Einsatzkosten sei den 
der Verfügung beigelegten Rechnungen zu entnehmen. Der Gesamtbetrag werde von der Be-
schwerdeführerin nicht bestritten. 
 
7.2.1. Wie in den E. 4.1 und 4.2 hiervor ausgeführt, sind für den Grundeinsatz zur Bewälti-
gung von Brandereignissen und Spezialereignissen die Einwohnergemeinden zuständig (§§ 6 
Abs. 1 und 12 Abs. 1 FWG), für den Ergänzungseinsatz zur Bewältigung von Brandereignissen 
und Spezialereignissen ist hingegen der Kanton zuständig (§§ 6 Abs. 2 lit. b und 12 Abs. 2 lit. b 
FWG). Der Sicherheitsdirektion (SID) steht gemäss § 2 FWG i.V.m. § 3 Abs. 1 lit. c FWG der 
Vollzug der Kantonsaufgabe des Ergänzungseinsatzes zur Bewältigung von ABC-Ereignissen 
zu.  
 
7.2.2. Die SID ist unter anderem für den Vollzug der Gesetzgebung über den Bevölkerungs-
schutz und den Zivilschutz zuständig. Die Aufgaben des AMB umfassen unter anderem die Si-
cherstellung der Einsatzbereitschaft der kantonalen spezifischen Stützfeuerwehren für A-, B-, 
C-Ereignisse (§ 1 Abs. 1 lit. c Ziff. 6 und § 10a Abs. 2 lit. k der Dienstordnung der Sicherheitsdi-
rektion vom 23. Oktober 1984), die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Schadenplatz-
kommandantinnen und -kommandanten, der Schadenplatzkommandos sowie der Kantonalen 
Schadenwehr für A-, B-, C-Ereignisse und einer ABC-Fachberatung (§ 5 Abs. 2 lit. n und p der 
Dienstordnung des Amtes für Militär und Bevölkerungsschutz [Dienstordnung AMB] vom 
9. Dezember 2002). Das AMB bereitet die zur Erfüllung seiner Aufgaben notwendigen Verfü-
gungen für die SID vor (§ 5 Abs. 3 Dienstordnung AMB). Das Feuerwehr-Inspektorat übt die 
Aufsicht über die Feuerwehren aus (§ 37 Abs. 1 FWG). Es bietet im Ereignisfall die notwendi-
gen kommunalen, kantonalen und betrieblichen Feuerwehrmittel zum Einsatz auf, wenn der 
Kanton für die Bewältigung eines Ereignisses zuständig ist (§ 37 Abs. 2 lit. b FWG), und be-
stimmt oder übernimmt die Einsatzleitung bei einem Ereignis, für dessen Bewältigung der Kan-
ton zuständig ist (§ 37 Abs. 3 lit. b FWG). Die Schadenplatzkommandanten und Schadenplatz-
kommandantinnen übernehmen bei einem Grossereignis die Führung auf dem Schadenplatz 
(§ 14 Abs. 2 der bis zum 30. Juni 2022 gültigen Fassung des Bevölkerungsschutzgesetzes vom 
5. Februar 2004 bzw. gemäss § 21 Abs. 3 i.V.m. § 3 ff. der ab 1. Juli 2022 gültigen Fassung des 
Gesetzes über den Bevölkerungsschutz im Kanton Basel-Landschaft vom 20. Mai 2021 [Bevöl-
kerungsschutzgesetz vom 20. Mai 2021]). Der Kanton vergütet den Einwohnergemeinden und 
den Betrieben die Kosten der personellen und sachlichen Feuerwehrmittel, die er aufgrund von 

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§ 37 Abs. 2 FWG aufgeboten hat, sofern das Ereignis nicht auf deren Hoheitsgebiet bzw. Be-
triebsareal stattgefunden hat (§ 38 FWG).  
 
7.2.3. Gemäss Landratsvorlage bringe das neue Gesetz die Aufgabenabgrenzung zwischen 
Gemeinden und Kanton (BGV, AMB) durch die Begriffe "Grundeinsatz" und "Ergänzungsein-
satz" zum Ausdruck. Gemäss dem Subsidiaritätsprinzip seien für den ersteren die Gemeinden 
zuständig und für den letzteren der Kanton. Der Umfang des Grundeinsatzes werde durch die 
Verordnung definiert (§ 14 FWG, §§ 4 ff. der Verordnung über die Feuerwehr (FWV) vom 
27. August 2013). Der Ergänzungseinsatz sei selbsterklärend (Landratsvorlage S. 15, zu § 6 
FWG). Der Grundeinsatz umfasse als Aufgaben u.a. die Absperrung und Einweisung, die Ret-
tung von Menschen und Tieren, die Schadensbegrenzung, den Schutz von Umwelt und Sa-
chen, die eigentliche Bewältigung des Ereignisses (löschen, auffangen, auspumpen usw.) so-
wie die Kontrolle (Brandwache usw.). Die Anforderungen an den Grundeinsatz würden die zeit-
lichen und materialmässigen Vorgaben für den Ersteinsatz umfassen und würden in Anlehnung 
an die Leistungsnormen des schweizerischen Konzepts "Feuerwehr 2015" festgelegt. Die Ver-
ordnung werde schliesslich die erforderlichen Mittel an Personal und Material für den Grundein-
satz festlegen. Dabei werde speziell der Fokus darauf gelegt werden, dass jede Gemeinde den 
Grundeinsatz leisten könne und bei flächendeckenden Ereignissen eine gewisse Autonomie 
habe. Ebenso werde zu beachten sein, dass der Ergänzungseinsatz sichergestellt sei, d.h., 
dass sowohl die Hilfe der Stützpunktfeuerwehren und der Nachbarfeuerwehren jederzeit regio-
nal, kantonal und schweizerisch gewährleistet sei (Landratsvorlage S. 19, zu § 14 FWG). In der 
Landratsvorlage wird weiter aufgeführt, dass ABC-Ereignisse im Grundeinsatz in die Zuständig-
keit der Gemeinden und Betriebe fallen würden. Das heisse, Kleinereignisse würden durch die-
se bearbeitet und diese würden in jedem Fall die ersten Massnahmen vor Ort einleiten. Ledig-
lich im Ergänzungseinsatz, der zweifellos und auch regelmässig rasch eintrete, sei der Kanton 
zuständig. Dies habe sich bewährt und stelle keine Änderung zur heutigen Praxis dar (Land-
ratsvorlage S. 14, zu § 3 Abs. 1 lit. c FWG). Zudem wird in der Landratsvorlage festgehalten, 
dass schon heute bei jedem grösseren Unfall- oder ABC-Ereignis entweder automatisch, ge-
stützt auf das kantonale Aufgebotskonzept, oder manuell durch die örtliche Einsatzleitung Hilfe 
bei der Nachbargemeinde oder beim Stützpunkt aufgeboten und eingesetzt werde. Neu werde 
dieser Einsatz als Ergänzungseinsatz definiert und explizit der Kanton (BGV bzw. AMB) als da-
für zuständig erklärt. Erbracht werde "der Ergänzungseinsatz für die Spezialereignisse durch 
Mittel der Stützpunktfeuerwehren bzw. der Nachbargemeinden, die in diesem Falle im Auftrage 
des Kantons (BGV bzw. AMB) sowie auf deren bzw. dessen Rechnung (§ 38 Abs. 1 FWG) zum 
Einsatz gelangen, sowie mit BGV- bzw. AMB-eigenen Mitteln". So sei beispielsweise die techni-
sche Bergung mit hydraulischen Rettungsgeräten wie bisher Sache der speziell dafür ausgerüs-
teten und ausgebildeten Stützpunkte. Die einfache Rettung oder Bergung falle, da es sich um 
einen Grundeinsatz handle, weiterhin in den Aufgabenbereich der Ortsfeuerwehren (Landrats-
vorlage S. 18, zu § 12 Abs. 2 lit. b FWG). Die Stützpunktfeuerwehren seien u.a. das Einsatze-
lement für Ereignisse, für die der Kanton zuständig sei. Die Finanzierung der kantonalen Aufga-
ben obliege der BGV und solle die Standortgemeinden der Stützpunktfeuerwehren nicht belas-
ten. Bezüglich der ABC-Stützpunkte sei die SID zuständig (Landratsvorlage S. 25, zu § 36 
FWG).  
 

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7.3.1. Die gesetzlichen Bestimmungen zeigen, dass der Kanton für ein Ereignis (Ergän-
zungseinsatz zur Bewältigung von Brandereignissen und Spezialereignissen), wie den vorlie-
genden, zuständig ist. Die gesetzliche Regelung betreffend Zuständigkeit zur Erhebung der 
Kosten ist nicht eindeutig. Jedoch muss die kantonale Zuständigkeit zur Bewältigung des Ereig-
nisses auch die Kompetenz umfassen, die entstandenen Kosten einzufordern. Es kann nicht 
sein, dass der Kanton zur Bewältigung der Aufgabe zuständig und somit auch verpflichtet ist, er 
die Einsatzleitung und die Führung auf dem Schadenplatz innehat, aber die Gemeinden und die 
Privaten dann zur Rechnungstellung gegenüber dem Privaten verpflichtet wären. Mit der Zu-
ständigkeit zur Aufgabenbewältigung geht auch die Kompetenz des Kantons einher, die Forde-
rungen gegenüber der Beschwerdeführerin zu stellen und das Geld einzufordern. Wäre dem 
nicht so, müssten alle involvierten Gemeinden (wie im vorliegenden Fall auch die ausländischen 
Gemeinden) und Privaten der Beschwerdeführerin Rechnung stellen. Ausserdem würde eine 
Stelle fehlen, welche die Übersicht über alle Rechnungen hätte, und die Beschwerdeführerin 
sähe sich mit einer Vielzahl von Gläubigern konfrontiert. Zudem könnte dies dazu führen, dass 
die verschiedenen Rechnungssteller bezüglich der Qualifikationen, inwieweit es sich bei den 
Kosten um Kosten als Folge des Brand- oder ABC-Ereignisses handle und ob das Ereignis 
grobfahrlässig verschuldet worden sei oder nicht, unterschiedliche Beurteilungen vornehmen 
würden. So befinden sich in den Akten 29 Rechnungen, welche im Zusammenhang mit dem 
Ereignis stehen und an die SID bzw. AMB eingereicht wurden. Die interne Vergütungsregelung 
zwischen Kanton und Gemeinden findet sich in § 38 FWG: Ist der Kanton für die Bewältigung 
eines Ereignisses zuständig, so vergütet er den Einwohnergemeinden die Kosten der personel-
len und sachlichen Feuerwehrmittel, sofern das Ereignis nicht auf deren Hoheitsgebiet stattge-
funden hat (§ 38 i.V.m. § 37 Abs. 2 lit. b FWG). 
 
7.3.2. Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass der Kanton alle im Zusammenhang mit 
dem Ereignis stehenden Kosten von der Beschwerdeführerin einfordern kann. Jedoch muss er 
in seiner Verfügung aufzeigen, welcher Betrag als Folge der Bewältigung des Brandereignisses 
und welcher als Folge des Spezialereignisses gewertet wird (siehe E. 6.3). Des Weiteren hat 
der Kanton aufzuzeigen, welche Kosten auf den Grund- und welche auf den Ergänzungseinsatz 
entfallen. Die vorinstanzlichen Entscheide sind demzufolge auch aus diesem Grund aufzuheben 
und die Angelegenheit ist an das AMB zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Dabei wird das 
AMB aufzuzeigen haben, welche Kosten auf den Grundeinsatz und welche auf den Ergän-
zungseinsatz entfallen.  
 
8.1.1. Die Beschwerdeführerin beantragt als dritten Punkt, dass der B.____ AG als Eigentü-
merin der Betriebsgebäude und des Areals und als Vermieterin derselben als Zustandsstörerin 
ein Teil der Einsatzkosten aufzuerlegen sei. Die B.____ AG habe der Beschwerdeführerin zur 
Führung ihres Galvanikbetriebs ein überbautes Areal vermietet, welches den Brandschutzan-
forderungen, die zur Zeit des Brandereignisses gegolten hätten, nicht mehr entsprochen habe, 
weshalb dessen Zustand widerrechtlich gewesen sei. Die Gebäude hätten über keine Sprink-
leranlage verfügt und auf dem Areal hätten sich keine Rückhaltebecken für kontaminiertes 
Wasser befunden. Zudem sei der Boden um die Gebäude für ein Industrieareal nicht angemes-
sen versiegelt gewesen. Wären diese Massnahmen vorhanden gewesen, hätte der Aufwand 
zur Verhinderung eines möglichen C-Ereignisses weitgehend vermieden werden können.  

Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
8.1.2. Die Vorinstanz kommt im angefochtenen Beschluss zum Schluss, dass die B.____ AG 
weder eine Sorgfaltswidrigkeit begangen noch eine objektive Ordnungswidrigkeit der be-
herrschbaren Sache oder eine besondere Gefahrensituation geschaffen oder unterhalten habe. 
Die B.____ AG scheide somit als kostenpflichtige Zustandsstörerin aus. Es könne somit offen-
bleiben, ob ein allfälliges Handeln oder Unterlassen der B.____ AG bzw. der Zustand der durch 
sie vermieteten Liegenschaft unmittelbar kausal für den Eintritt der Gefahrenursache (den 
Brand) gewesen sei. Der Regierungsrat prüfte der Vollständigkeit halber die Unmittelbarkeit 
dennoch und kam zum Schluss, dass diese nicht gegeben sei. Der Brand sei unmittelbar durch 
das Fehlverhalten des Mitarbeiters der Beschwerdeführerin verursacht worden. Das Übersehen 
des geöffneten Ablassventils des Beckens Nr. 127 sowie die Aktivierung der Heizelemente trotz 
fehlender Befüllung des Beckens Nr. 127 hätten den Brand unmittelbar verursacht. Gleichzeitig 
hätten Schutzmechanismen wie eine Füllstandüberwachung des Beckens Nr. 127 sowie ein 
Trockenlaufschutz im Becken diesen Vorgang und den Brand verhindern können. Sämtliche der 
genannten Elemente seien durch die Beschwerdeführerin zu vertreten. Demgegenüber würden 
die fehlende Sprinkleranlage, die fehlende Bodenversiegelung und das fehlende Rückhaltebe-
cken als in der Kausalkette weiter entfernte Ursachen erscheinen, die nicht unmittelbare Ursa-
che für den Eintritt der Gefahr bzw. den Brandausbruch seien. Deren Fehlen habe "einzig" dazu 
geführt, dass der Brand nicht früher gelöscht worden sei, sich ausgebreitet habe und dass das 
Löschwasser aufgrund einer möglichen Umwelt- oder Gewässergefährdung in die ARA Rhein 
Kläranlage habe geleitet werden müssen. Dadurch sei ein grösserer Aufwand für die Ereignis-
bekämpfung entstanden. Bei Vorhandensein hätten diese Massnahmen nicht den Brandaus-
bruch verhindert, sondern die Folgen des Brandes abgeschwächt. Ihr Fehlen sei somit nicht 
unmittelbar kausal für den Eintritt der Gefahrenursache bzw. für den Brand. Damit sei ein allfäl-
liges Handeln oder Unterlassen der B.____ AG bzw. der Zustand der durch sie vermieteten 
Liegenschaft nicht unmittelbar kausal für den Eintritt der Gefahrenursache (den Brand) gewe-
sen.  
 
8.2.1. Zu prüfen ist, ob die B.____ AG zu Recht nicht als kostenpflichtige Zustandsstörerin 
qualifiziert wurde.  
 
8.2.2. Gemäss § 13 Abs. 2 lit. b FWG ist im Falle eines C-Ereignisses die das Ereignis verur-
sachende Person kostenpflichtig. Wie in der E. 4.4 hiervor bereits ausgeführt, hat diese Be-
stimmung indessen keine eigenständige Bedeutung, weil sie Art. 59 USG bzw. Art. 54 GSchG 
umsetzt (vgl. Urteile des BGer 1C_600/2019 vom 20. November 2020 E. 3.4; 2C_1096/2016 
vom 18. Mai 2018 E. 3.4 und 2C_162/2014 vom 13. Juni 2014 E. 2.1). Art. 2 USG statuiert, 
dass derjenige die Kosten zu tragen hat, der Massnahmen nach dem USG verursacht. Nach 
Art. 59 USG werden die Kosten von Massnahmen, welche die Behörden zur Abwehr einer un-
mittelbar drohenden Einwirkung sowie zu deren Feststellung und Behebung treffen, dem Verur-
sacher überbunden. Nach Art. 54 GSchG werden die Kosten von Massnahmen, welche die Be-
hörden zur Abwehr einer unmittelbar drohenden Gefahr für die Gewässer sowie zur Feststel-
lung und zur Behebung eines Schadens treffen, dem Verursacher überbunden. 
 

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8.3.1. Unter dem Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer gegen Verunreinigungen 
vom 16. März 1955 hatte sich die Massnahmen- und damit auch die Kostenpflicht im Falle einer 
Ersatzvornahme danach bestimmt, wer der verantwortliche Störer i.S. des Polizeirechts war. 
Danach galt als Störer, "wer eine adäquate Ursache des Schadens oder der Gefahr bildet", 
aber auch jeder, der bloss eine "condicio sine qua non" setzt, indem er es in Kauf nimmt, dass 
andern durch sein an sich nicht rechtswidriges Verhalten die Schaffung eines polizeiwidrigen 
Tatbestandes ermöglicht wird. Erst später fügte das Bundesgericht die Kostentragungspflicht 
einschränkende Kriterium der Unmittelbarkeit hinzu. Mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes über 
den Schutz der Gewässer gegen Verunreinigungen vom 16. März 1955 wurde neben dem 
Massnahmenpflichtigen für die Kostenpflicht neu der Begriff des Verursachers ins Gesetz auf-
genommen. Für die Bestimmung des polizeipflichtigen Störers wurde weiterhin insbesondere 
auf die rechtliche und tatsächliche Möglichkeit der wirksamen Wiederherstellung des polizeige-
mässen Zustandes abgestellt; demgegenüber kamen als kostenpflichtige Verursacher nun 
sämtliche Personen in Frage, welche gemäss Doktrin und Praxis für die Gefahr oder Störung 
mitverantwortlich waren. Die Umschreibung des Kreises der beteiligten und kostenverantwortli-
chen Verursacher orientiert sich allerdings ebenfalls am Störerprinzip und an der in Doktrin und 
Praxis allgemein anerkannten Unterscheidung zwischen Verhaltensstörer einerseits und Zu-
standsstörer anderseits an (Urteil des BGer 2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E. 2.5 m.w.H.). 
Der Rückgriff auf den Störerbegriff hat zur Folge, dass Verhaltensstörer wie auch Zustandsstö-
rer als Verursacher in Betracht kommen (SÉBASTIEN CHAULMONTET, Verursacherhaftungen im 
Schweizer Umweltrecht, Diss. Fribourg 2009, Rz 164). Die Unterscheidung zwischen Verhal-
tens- und Zustandsstörern hat auch unter den heutigen Art. 54 GSchG und Art. 59 USG Be-
stand (1C_146/2011 vom 29. November 2011 E. 2). Sie fand zudem Eingang in die Kostenre-
gelungen des Altlastenrechts (Art. 32d USG; BGE 131 II 743 E. 3.1), was dort allerdings teilwei-
se kritisiert wurde. Die vorgebrachten Einwände, insbesondere dass der Zustandsstörer nicht 
notwendigerweise stets auch als kostenpflichtiger "Zustandsverursacher" anzusehen sei, kön-
nen im Einzelfall auch bei einer antizipierten Ersatzvornahme Bedeutung erlangen. In aller Re-
gel ist die Gleichsetzung von Störer- und Verursacherbegriff jedoch sinnvoll, und das Bundes-
gericht hält demnach weiterhin an seiner Praxis fest (vgl. zur Begründung BGE 139 II 106 
E. 3.1.1 bis 3.6; siehe zum Ganzen BEATRICE WAGNER PFEIFER, in: Hettich/Jansen/Norer 
[Hrsg.], Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, Zürich/Basel/Genf 
2016, Rz 38 ff. zu Art. 54 GSchG m.w.H.). 
 
8.3.2. Störer ist derjenige, welcher durch sein eigenes oder ihm zurechenbares fremdes Ver-
halten eine Störung oder Gefahr verursacht oder dessen Sachen aufgrund ihres Zustands oder 
ihrer Beschaffenheit für eine derartige Situation verantwortlich sind. Die Störereigenschaft be-
stimmt sich ausschliesslich nach diesen objektiven Kriterien. Eine darüber hinausgehende 
Rechtswidrigkeit oder ein Verschulden sind nicht vorausgesetzt. Dennoch ist das Verschulden 
nicht ohne Bedeutung; es spielt namentlich bei der Aufteilung der Kosten unter mehreren Ver-
ursachern eine Rolle (ALAIN GRIFFEL, Umweltrecht in a nutshell, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2019, 
S. 37 m.w.H.). Der Störer ist polizeirechtlich verpflichtet, eine Gefahr oder Störung zu beseitigen 
oder die Kosten für die Massnahmen zur Herstellung des ordnungsgemässen Zustands zu tra-
gen (BGE 143 I 147 E. 5.1). Zur Begrenzung der Kostenpflicht hat – wie in der E. 8.3.1 hiervor 
bereits ausgeführt – die Praxis im Rahmen des im Umweltschutzrecht einschlägigen Verursa-

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cherprinzips, welches weitgehend auf den Störerbegriff abstellt, das Erfordernis der Unmittel-
barkeit etabliert (Urteil des BGer 2C_239/2011 vom 21. Februar 2012 E. 5.3.2). Als polizeirecht-
lich erhebliche Ursachen kommen nur solche in Betracht, die bereits selber die Grenze zur Ge-
fahr überschritten haben. In der Kausalkette entferntere, lediglich mittelbare Verursachungen 
scheiden aus (GRIFFEL, a.a.O., S. 37; WAGNER PFEIFER, a.a.O., Rz 47 zu Art. 54 GSchG). Nur 
die Ursachen, welche die Gefahrengrenze überschreiten, sind erheblich. Folglich können auch 
Ursachen eine Verursacherhaftung begründen, die nicht nach dem gewöhnlichen Lauf der Din-
ge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet waren, einen Erfolg von der Art des Einge-
tretenen herbeizuführen (CHAULMONTET, a.a.O., Rz 197 m.w.H). Die Lehre stellt teilweise in 
Anlehnung an das Haftpflichtrecht auf die Adäquanz der Kausalität ab. In vielen Fällen führt die 
Adäquanztheorie zum gleichen Ergebnis wie die Unmittelbarkeitstheorie (Urteil des BGer 
2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E. 2.4 m.w.H.; BGE 132 II 371 E. 3.5). In der Rechtsprechung 
wird der Störerbegriff mit dem Verursacherbegriff gleichgesetzt, was in der Literatur kritisiert 
wird (Urteil 1C_231/2012 vom 29. November 2012 E 3.1.2). 
 
8.3.3. Verhaltensstörer ist, wer durch sein eigenes Verhalten oder durch das Verhalten Drit-
ter, für die er verantwortlich ist (Kinder, Erfüllungsgehilfen), die öffentliche Ordnung und Sicher-
heit unmittelbar stört oder gefährdet (Urteil des BGer 2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E. 2.5.1 
m.w.H.). 
 
8.3.4. Zustandsstörer ist, wer die tatsächliche oder rechtliche Herrschaft über Sachen hat, 
welche die Polizeigüter unmittelbar stören oder gefährden (Urteil des BGer 2C_560/2019 vom 
22. Juli 2019 E. 3.2.5). Im Gegensatz zur Verhaltenshaftung knüpft die Zustandshaftung nicht 
an das die Gefahr oder Störung verursachende Verhalten an, sondern an die Beziehung einer 
Person zu derjenigen Sache, welche die Gefahr oder Störung unmittelbar verursacht. Es han-
delt sich somit um eine – wie Sébastian Chaulmontet diese Zustandshaftung in seiner Disserta-
tion nennt – "Gewalthaberhaftung" (CHAULMONTET, a.a.O., Rz 359). Anknüpfungspunkt für die 
Haftung des Zustandsstörers ist die Möglichkeit, auf die gefahrbringende Sache einzuwirken. 
Als Grund für die Verantwortlichkeit des Zustandsstörers wird aber auch angeführt, dass dieser 
die Vorteile seiner Sache geniesst und daher auch die mit ihr verbundenen Nachteile selbst zu 
tragen hat und nicht der Allgemeinheit aufbürden kann. Der Haftungsgrund für den Zustands-
hafter wird damit entweder mit der Einwirkungsmöglichkeit auf die Sache oder mit dem Gedan-
ken der Verbindung von Vorteilen und Lasten, die mit dem Nutzen der Sache verbunden sind, 
begründet (kritisch gegenüber dieser doppelten Haftungsbegründung: CHAULMONTET, a.a.O., 
Rz 370, 375). Es ist unerheblich, wodurch der polizeiwidrige Zustand der Sache verursacht 
worden ist. Die Störung kann durch Dritte, Naturereignisse, höhere Gewalt und Zufall entstan-
den sein. Entscheidend ist allein die objektive Tatsache, dass eine Störung vorliegt und die Sa-
che selbst unmittelbar die Gefahrenquelle bildet. Auch bilden – da es sich um eine reine Er-
folgshaftung handelt – weder das subjektive Verschulden des Gewaltinhabers noch die Verlet-
zung einer allfälligen Sorgfaltspflicht eine Haftungsvoraussetzung. Grundsätzlich soll der Eigen-
tümer oder Betreiber einer Sache bzw. Anlage für die davon ausgehenden Gefahren ohne 
Rücksicht auf deren Ursache – eigenes Verhalten, Naturereignisse, sonstige Fälle höherer Ge-
walt, Zufall – stets voll einzustehen haben. Zustandsverantwortlicher wird in der Praxis meistens 
der Eigentümer sein. Doch kommen auch Mieter, Pächter, Halter, Bauberechtigte, Wohnbe-

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rechtigte, Nutzniesser oder Beauftragte als Zustandsverantwortliche in Betracht (CHAULMONTET, 
a.a.O., Rz 361, 364). Eine Grenze findet die Haftung des Zustandsstörers dort, wo ein unbefug-
ter Dritter durch missbräuchliche Benutzung der an sich ungefährlichen Sache die Gefahr her-
beiführt (Urteil des BGer 2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E. 2.5.2 m.w.H.). 
 
8.3.5. Diejenige Person, die aufgrund ihres Verhaltens zur Kostentragung der Massnahme 
nach Art. 54 GSchG oder 59 USG herangezogen werden soll, wird analog zum Begriff des Ver-
haltensstörers häufig als Verhaltensverursacher bezeichnet. Beim Verhaltensverursacher beur-
teilt sich die Unmittelbarkeit aus der Sicht ex post. Die Unmittelbarkeit kann deshalb in einem 
konkreten Fall zu bejahen sein, obwohl im Zeitpunkt des Verhaltens (Tun oder Unterlassen) 
noch nicht "nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge" damit gerechnet werden musste, dass 
dieses Verhalten später einmal zu einer Gewässerverunreinigung (bzw. einer konkreten Gefahr 
einer solchen) führen würde. Das ist von Bedeutung, weil zwischen dem verursachenden Ver-
halten und der Erkennung einer Gewässergefährdung oder -verunreinigung mehrere Jahre ver-
streichen können. Das Kriterium der Unmittelbarkeit ist hier also nicht i.S. einer zeitlichen Nähe 
zu verstehen (WAGNER PFEIFER, a.a.O., Rz 49 ff. zu Art. 54 GSchG m.w.H.). Die unmittelbare 
Verursachung wird vom Bundesgericht auch nicht als räumliche Nähe verstanden, sondern als 
rechtliche Wertung (CHAULMONTET, a.a.O., Rz 199 f.; der jedoch ausführt, es bleibe weitgehend 
schleierhaft, was unter den wertenden Kriterien zu verstehen sei). Nicht erforderlich ist, dass 
das Verhalten im Zeitpunkt der Verursachung gesetzeswidrig war. So ist z.B. die Lagerung 
wassergefährdender Flüssigkeiten ausserhalb eines Gewässers zulässig, sofern damit nicht 
eine konkrete Verunreinigungsgefahr verbunden ist. Unterlässt der Inhaber der Anlage jedoch 
in Missachtung seiner Sorgfaltspflichten die Ergreifung von Sicherungsmassnahmen und 
kommt es in der Folge zu einem Sabotageakt und dadurch zu einer unmittelbar drohenden Ge-
wässergefährdung oder -verunreinigung, so ist der Anlageninhaber, neben dem Saboteur, als 
unmittelbarer Verhaltensverursacher zu qualifizieren. Das kostenbegründende Verhalten kann 
nicht nur in einem Tun, sondern auch in einem Unterlassen bestehen. Ein Unterlassen begrün-
det die Verhaltenshaftung jedoch nur, wenn eine besondere Rechtspflicht zu sicherheits- und 
ordnungswahrendem Handeln besteht. Bei einem Tun sind die Widerrechtlichkeit oder das Ver-
schulden demgegenüber für die Kostenverantwortlichkeit nach Art. 59 USG und Art. 54 GSchG 
grundsätzlich nicht von Relevanz. Diese Kriterien fliessen jedoch bei der Bemessung der Höhe 
der Kostenanteile mit ein (zum Ganzen WAGNER PFEIFER, a.a.O., Rz 49 f. zu Art. 54 GSchG 
m.w.H.).  
 
8.3.6. Wie bereits ausgeführt, wird neben dem Verhaltensverursacher nach herrschender 
Lehre und Rechtsprechung auch der Zustandsverursacher mitverantwortlich für die Kostentra-
gung. Die Kostentragungspflicht des Zustandsverursachers knüpft am Begriff des Zustandsstö-
rers an, wie er im Polizeirecht entwickelt wurde. Danach ist diejenige Person Zustandsstörer, 
die über die Sache, die den ordnungswidrigen Zustand bewirkt, rechtliche oder tatsächliche 
Gewalt hat (BGE 143 I 147 E 5.1; BGE 139 II 106 E. 3.1.1, jeweils m.w.H.). Das die Kostenver-
antwortlichkeit einschränkende Erfordernis der Unmittelbarkeit gilt auch für den Zustandsverur-
sacher. Dementsprechend muss die Sache selber unmittelbar die Gefahrenquelle gebildet ha-
ben (BGE 114 Ib 44 E. 2a). In der Lehre wurde die Gleichsetzung des Zustandsverursachers 
mit dem Zustandsstörer teilweise kritisiert. Das Bundesgericht geht demgegenüber grundsätz-

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lich davon aus, dass derjenige, der im Zeitpunkt der Durchführung einer behördlichen Mass-
nahme Inhaber des belasteten Grundstücks ist, immer Verursacher ist, auch wenn er das 
Grundstück bereits mit der Belastung erworben hatte und es ihm deshalb nicht möglich war, 
den Eintritt der Gefahr oder des Schadens zu vermeiden (BGE 139 II 106 E. 3.1.1). Solche Um-
stände, ebenso wie mögliche Vorteile, die dem Zustandsverursacher aus der Behebung einer 
Belastung entstehen, sind jedoch bei der Bemessung der Höhe der Kostenanteile zu berück-
sichtigen, was u.U. bis zum Verzicht auf eine Kostenbeteiligung führen kann (BGE 139 II 106 
E. 5.6, 6.1). Dieser Auslegung des Bundesgerichts ist zuzustimmen. Da das Verursacherprinzip 
im Unterschied zum zivilen Haftpflichtrecht kein Rechtswidrigkeitserfordernis kennt, wäre es 
widersprüchlich, den gegenwärtigen Inhaber der rechtlichen Gewalt über die Sache grundsätz-
lich von einer Kostentragungspflicht zu befreien, sofern ihm nicht eine Verletzung von Sorg-
faltspflichten angelastet werden kann. Die Verantwortlichkeit des Zustandsverursachers ist nicht 
im Unterlassen von Rechtspflichten begründet, sondern in seiner dinglichen Berechtigung sel-
ber, die neben dem Besitz und der Verfügungsmacht auch die Gefahrtragung und die Abgabe-
last beinhaltet. Könnte sich der Erwerber eines Grundstücks oder betrieblicher Anlagen kraft 
öffentlichen Rechts generell von einer Kostenverantwortlichkeit befreien, so würden damit im 
Ergebnis die zivilrechtlichen Gewährleistungsregelungen und die Pflicht zur Anwendung der 
"gewöhnlichen Aufmerksamkeit" (Art. 200 Abs. 2 des Bundesgesetzes betreffend die Ergän-
zung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR] vom 
30. März 1911 und Art. 221 OR) zumindest teilweise ausgehebelt. Einer angemessenen Kos-
tenbeteiligung des reinen Zustandsverursachers steht zumindest dann nichts entgegen, wenn 
eine Gefahrenlage, oder womöglich eine bereits bestehende Einwirkung, im Zeitpunkt des An-
tritts von Nutzen und Gefahr hätte erkannt werden können und vielleicht sogar tatsächlich er-
kannt wurde. Den unterschiedlichen Graden der Verantwortlichkeit ist i.S. der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung im Rahmen der Bemessung der Kostenanteile Rechnung zu tragen (zum 
Ganzen WAGNER PFEIFER, a.a.O., Rz 49, 55 ff.,60 zu Art. 54 GSchG m.w.H.). 
 
8.3.7. Wurde eine Massnahme nach Art. 54 GSchG oder 59 USG durch eine Mehrheit von 
Störern verursacht, so besteht keine Solidarhaftung und es ist nicht zulässig, einen einzelnen 
Störer mit den gesamten Kosten zu belasten. Es ist zu beachten, dass Verhaltens- und Zu-
standsstörer nicht gemeinsam die Störung bewirken, sondern dass diese aus ihrem Zusam-
mentreffen resultiert. Pflichtgemässes Ermessen gebietet in einem solchen Fall eine Kostenver-
legung, welche im Rahmen des Möglichen nach den allgemeinen Grundsätzen des Haftpflicht-
rechts dem subjektiven und objektiven Anteil eines jeden an der Verursachung entspricht 
(WAGNER PFEIFER, a.a.O., Rz 43 ff. zu Art. 54 GSchG; GRIFFEL, a.a.O., S. 40; PETER STEINER, 
Die Umsetzung des Verursacherprinzips durch das Umweltschutzrecht, Diss. 1999, S. 172). 
Durch die Unterbrechung des Kausalzusammenhangs kann die Haftung des Zustandsstörers 
ganz entfallen (Urteil des BGer 2C_1096/2016 vom 18. Mai 2018 E. 2.6 m.w.H.). 
 
8.4.1. Im Zusammenhang mit der antizipierten Ersatzvornahme bei Gewässerverunreinigun-
gen entwickelte das Bundesgericht auf der Grundlage der heutigen Art. 54 GSchG und Art. 59 
USG eine differenzierte Rechtsprechung, wie die Kosten im Falle einer Mehrzahl von Verursa-
chern zu verteilen sind. Zwischen den einzelnen Verursachern gilt in Anlehnung an die privat-

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rechtliche Regressordnung gemäss Art. 50 und 51 OR der Grundsatz der anteilsmässigen Kos-
tentragung. Massgebend sind folgende Hauptregeln:  
 
1. Bemessung der Haftungsquote nach dem subjektiven Verschulden: In erster Linie trägt der 
schuldhafte (Verhaltens-)Störer, in letzter Linie der schuldlose (Zustands-)Störer die Kosten 
(vgl. DENIS OLIVER ADLER, Das Verhältnis zwischen Verursacherprinzip und Haftpflichtrecht im 
Umweltrecht, Diss. Zürich 2011, S. 178; STEINER, a.a.O., S. 173). Hauptkriterium ist also das 
Verschulden. Während dieses für die Feststellung der Verursachereigenschaft keine Rolle 
spielt, kommt ihm im Zusammenhang mit der Kostenaufteilung ein entscheidendes Gewicht zu. 
Dabei hat die Qualifizierung als Verhaltens- oder Zustandsstörer keine selbständige Bedeutung; 
massgebend ist allein das Verschulden. 
 
2. Bemessung der Haftungsquote nach dem objektiven Ursachenanteil: Neben dem Verschul-
den ist auch zu berücksichtigen, in welchem objektiven Verhältnis die einzelnen Teilursachen 
zur entstandenen Gefahr bzw. zum eingetretenen Schaden einerseits und zu den übrigen Teil-
ursachen anderseits stehen. Einem Verursacher, der nur einen kleinen Teil des Schadens zu 
verantworten hat, können selbst dann nicht die gesamten Kosten auferlegt werden, wenn er 
grob schuldhaft handelte (vgl. zum Ganzen GRIFFEL, a.a.O., S. 40 f.).  
 
Trotz allem Bemühen, abstrakte Kriterien zu formulieren, bleibt die Aufteilung der Kosten unter 
verschiedenen Verursachern in hohem Mass eine Frage des pflichtgemässen Ermessens. In 
diesem Rahmen besteht auch Raum für Billigkeitsüberlegungen, etwa für die Berücksichtigung 
der wirtschaftlichen Situation der Verursacher. Billigkeitsgründe können allerdings nur zu einer 
Reduktion des Kostenanteils führen, nicht zu dessen Erhöhung (GRIFFEL, a.a.O., S. 41).  
 
8.4.2. Bei der Kostenüberbindung nach einer antizipierten Ersatzvornahme verfügt die Be-
hörde im Vergleich mit der zivilrechtlichen Kaskadenordnung über einen noch erweiterten Er-
messensspielraum. So kann sie den schuldlos mitbeteiligten Verursachern selbst dann Kosten-
anteile zuweisen, wenn es einen Verhaltensstörer gibt, der die Kosten durch unerlaubte Hand-
lung verschuldet hat. Nähere Angaben zur Bemessung der Verursacherquoten finden sich vor 
allem im Zusammenhang mit der Praxis zu den Kostenverteilungsverfügungen des Altlasten-
rechts. Danach sind sowohl die Art der Verursachung (Verhaltens- oder Zustandsverursachung) 
als auch das Gewicht (Haupt- oder Nebenursache) von Relevanz. Höhere Gewalt oder grobes 
Drittverschulden können zur Reduktion von Beteiligungsquoten führen bzw., bei einer Unterbre-
chung des Kausalzusammenhangs, auch zu einer gänzlichen Kostenbefreiung. Bei der Festle-
gung der Quoten geht die Praxis von einer Faustregel aus, wonach der Zustandsstörer einen 
Anteil von 10 – 30 % und der Verhaltensstörer einen Anteil von 60 – 90 % zu tragen hat. Für 
das Altlastenrecht wurde diese Quotenregel inzwischen durch das Bundesgericht jedoch relati-
viert. Eine Kostenbeteiligung von 10 % zu Lasten von Erben (Zustandsverursacher) wurde als 
"exzessiv" bezeichnet, sofern ihnen nicht aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalls die 
Quote ihres Rechtsvorgängers (Verhaltensverursacher) zugerechnet werden kann oder sie 
durch die Sanierung des Standorts einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt haben oder erlangen 
werden (BGE 139 II 106 E. 5.4−5.6; WAGNER PFEIFER, a.a.O., Rz 69 ff. zu Art. 54 GSchG; 
vgl. HANS RUDOLF TRÜEB, in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 1998, Rz 48 zu Art. 59). 

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Häufig ist es nicht möglich, bei einer Mehrheit von Verursachern die Verursacheranteile mit letz-
ter Wahrscheinlichkeit zu bestimmen. Die Gerichte lassen deshalb das Beweismass der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit auch bei der Festsetzung der Verursacheranteile genügen und 
erachten eine gewisse Pauschalisierung als zulässig (CORINA CALUORI, Altlastenrechte – eine 
Rechtsprechungsübersicht, in: Umweltrecht in der Praxis [URP] 2020, S. 485 ff., 511 f.).  
 
8.4.3. Das Kriterium des wirtschaftlichen Vorteils ist auf die Entstehungsgeschichte des Alt-
lastenrechts zurückzuführen. Bei der antizipierten Ersatzvornahme liegt keine vergleichbare 
rechtliche Ausgangslage vor. Dennoch zog das Bundesgericht das Argument des wirtschaftli-
chen Vorteils in einem erweiterten Sinne auch im Zusammenhang mit Art. 59 USG bzw. Art. 54 
GSchG heran, um einen Kostenanteil von 45 % zu Lasten des reinen Zustandsverursachers zu 
begründen (Urteil des BGer 1A.178/2003 vom 27. August 2004 E. 7). Auch in anderen Fällen 
lagen die den Zustandsstörern auferlegten Quoten bei antizipierten Ersatzvornahmen in der 
Rechtspraxis teilweise deutlich über 30 %. Begründet wurde dies in den jeweiligen Fällen mit 
der Verantwortung für eigene Tank- oder Heizungsanlagen, welche ursächlich waren für die von 
den Behörden zu ergreifenden Massnahmen des Gewässerschutzes. Ein polizeiwidriges Ver-
halten muss dabei nicht vorgelegen haben. So wurde in einem kantonalen Entscheid dem Zu-
standsstörer aufgrund einer nicht funktionierenden Überfüllsicherung trotz fehlender Verantwor-
tung für diesen Zustand eine Quote von 40 % zugewiesen (Entscheid des Baudepartements 
Aargau vom 20. April 1994 E. 6c, in: Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungs-
recht [ZBl] 1996, 128 ff.). In einem anderen kantonalen Entscheid wurden dem schuldlosen Zu-
standsstörer infolge einer aussergewöhnlichen und missverständlichen Anordnung der Ein-
füllstützen bei den Tankanlagen, die hauptsächlich zum Vorfall beigetragen hatte, sogar zwei 
Drittel der Kosten auferlegt (Urteil des Verwaltungsgerichts Solothurn vom 21. November 1995 
E. 4 f., in: Solothurnische Gerichtspraxis [SOG] 1995 Nr. 29). Ist dem Zustandsstörer zusätzlich 
ein Verschulden anzulasten, weil er den ihm obliegenden Verpflichtungen nicht nachkam, so 
können ihm sogar die gesamten Kosten auferlegt werden (Entscheid der Direktion der öffentli-
chen Bauten Zürich vom 15. Oktober 1996, in: URP 1997, 165 ff.). Den Zustandsstörer können 
insbesondere auch hohe Kosten treffen, wenn ein Schaden durch die Einwirkung von Naturer-
eignissen auf seine Anlage verursacht wurde und es deshalb keinen Verhaltensstörer gibt. In 
Härtefällen kann bei einer solchen Sachlage eine Reduzierung oder auch gänzliche Befreiung 
von der Kostentragung aus Billigkeitserwägungen angezeigt sein (Urteil des BGer vom 12. Feb-
ruar 1986 E. 3, in: ZBl 1987, 301 ff.). Grundsätzlich wird jedoch davon ausgegangen, dass der 
Anlageneigentümer aufgrund seiner Sachherrschaft und der Vorteile, die er aus der Nutzung 
seiner Anlage zieht, für die Kosten aufkommen muss, die entstehen, wenn sich ein abstraktes 
Gefährdungspotential ausnahmsweise einmal realisiert (Urteil des Verwaltungsgerichts Solo-
thurn vom 26. Januar 2011 E. 6, in: SOG 2011 Nr. 26). Rechnung zu tragen ist anderseits aber 
auch der wirtschaftlichen Tragbarkeit, insbesondere bei nicht versicherten oder versicherbaren 
Schäden (BGE 114 Ib 44 E. 3; Urteil des BGer vom 7. Oktober 1981 E. 5, in: ZBl 1982, 541 ff.). 
Abzulehnen ist dagegen das «Deep Pocket-Prinzip», d.h. eine Erhöhung der Kostenanteile ein-
zelner Verursacher einzig aufgrund ihrer wirtschaftlichen Leistungskraft (vgl. zum Ganzen 
WAGNER PFEIFER, a.a.O., Rz 72 ff. zu Art. 54 GSchG). 
 

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8.4.4. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gilt ein Grundeigentümer, welcher sein 
Grundstück dem Deponiebetreiber zur Nutzung zur Verfügung stellt als Zustandsstörer. Ist er 
am Gewinn der Deponie beteiligt und verfügt er über Vertreter im Verwaltungsorgan des Depo-
niebetreibers, gilt er sogar als Verhaltensstörer. Die Abgrenzung zwischen blossem Zustands-
störer und Verhaltensstörer lässt sich vielfach nicht allein anhand des äusseren Kausalverlaufs 
beurteilen, sondern die Qualifikation hängt auch von einer wertenden Beurteilung des in Frage 
stehenden Handlungsbeitrags ab. Stellt der Grundeigentümer sein Grundstück wissentlich und 
gegen Entgelt für eine potenziell umweltgefährdende Nutzung als Deponie (Ablagerung von 
Chemikalien) zur Verfügung, erscheint es gerechtfertigt, ihn als Verhaltensverursacher zu quali-
fizieren (BGE 142 II 232 E. 3.4). Bezüglich des Grundeigentümers als Verhaltensverursacher 
erklärt das Bundesgericht, dass der Grundeigentümer mit dem Zurverfügungstellen seines 
Grundstückes eine unmittelbare Verhaltensursache für die Umweltgefährdung gesetzt hat. Eine 
Rechtswidrigkeit der Verursachungshandlung ist nicht erforderlich. Das Verursacherprinzip ist 
ein Kostenzurechnungsprinzip und bezweckt nicht die Pönalisierung rechtswidrigen Verhaltens. 
Die Bedeutung des Verursacherprinzips liegt gerade darin, dass es – im Gegensatz zum Haft-
pflichtrecht – auch Umweltbeeinträchtigungen erfasst, welche die Rechtsordnung an sich dul-
det. Die Pflicht zur Sanierung von Altlasten und zur Tragung der Kosten besteht folglich unab-
hängig davon, ob die entsprechende Handlung zur Zeit der Verursachung dem Stand der Tech-
nik entsprach und behördlich bewilligt war (Urteil des BGer 1C_282/2016, 1C_294/2016 vom 
21. Februar 2018 E. 3.2; BGE 142 II 232 E. 3.4 m.w.H.). Das Bundesgericht begründet die Un-
mittelbarkeit beim Grundstückeigentümer als Verhaltensverursacher damit, dass das Grund-
stück zur Verfügung gestellt wurde, um darauf eine potenziell umweltgefährdende Nutzung zu 
betreiben. Es gibt keine Gründe dafür, die Unmittelbarkeit bei einem Zustandsverursacher an-
ders zu beurteilen. Auch der Zustandsverursacher stellt sein Grundstück für eine potenziell 
umweltgefährdende Nutzung zur Verfügung.  
 
9.1. Unbestritten ist, dass das Verhalten eines Mitarbeiters der Beschwerdeführerin zum 
Brand bzw. zum C-Ereignis geführt hat und im Zeitpunkt des Vorfalls eine unmittelbar drohende 
Gefahr für die Umwelt bestanden hat. Damit gilt die Beschwerdeführerin als Verursacherin im 
Sinne einer Verhaltensstörerin. 
 
9.2.1. Für die mögliche Qualifizierung der B.____ AG als Zustandsstörerin prüfte die Vor-
instanz in ihrem Entscheid, ob eine Sorgfaltswidrigkeit, eine objektive Ordnungswidrigkeit der 
beherrschbaren Sache oder eine Schaffung und Unterhaltung einer besonderen Gefahrensitua-
tion durch die Grundeigentümerin und Vermieterin der Gebäude als mögliche Ursachen des 
fraglichen Brand- und ABC-Einsatzes in Frage kommen könnten. Dabei hat sie aber verkannt, 
dass die Praxis die Ersatzpflicht des Zustandsstörers an die blosse Verfügungsmacht über eine 
Sache bzw. dingliche Berechtigung an einer Sache knüpft. Die Praxis begründet das damit, 
dass wer den Nutzen einer Sache (hier u.a. die jahrelangen Mietzinseinnahmen) innehat, auch 
die Nachteile tragen soll. Die Verantwortlichkeit des Zustandsverursachers ist eben nicht in ei-
nem Unterlassen von Rechtspflichten begründet, sondern in seiner dinglichen Berechtigung 
selber, die neben dem Besitz und der Verfügungsmacht auch die Gefahrentragung beinhaltet. 
Erst für die Prüfung der Kostenverteilung bei mehreren Verursachern ist sodann nach Art. 59 
USG bzw. Art. 54 GSchG zu prüfen, in welchem Umfang der Zustandsstörer in Anlehnung an 

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die hiervor in den E. 8.3.7 ff. aufgeführten Grundsätze als ersatzpflichtig zu beurteilen ist. Die 
Unmittelbarkeit ist dabei bereits zu bejahen, wenn der Grundeigentümer die Sache dem Mieter 
überlässt, um darauf eine potenziell umweltgefährdende Nutzung zu betreiben. Die Beschwer-
deführerin veredelte Kunststoffteile durch metallisches Beschichten. Dieser Vorgang wird gal-
vanisieren genannt. In den letzten Jahren kam es immer häufiger zu Bränden in Galvanisie-
rungsanlagen, die zu schwerwiegenden Schäden führten (vgl. https://de.genre.com/knowledge/
publications/pmint19-1-de.html#:~:text=Risiken,Austrocknen%20elektrisch%20beheizter%
20Bäder; letztmals besucht am 4. Mai 2022). Es lässt sich nicht bestreiten, dass die B.____ AG 
ihr Grundstück der Beschwerdeführerin wissentlich und gegen Entgelt für den potenziell um-
weltgefährdenden Betrieb einer Galvanikanlage zur Verfügung gestellt hat. Trägt sie als Grund-
stückeigentümerin den Nutzen an der gefährdenden Sache, so hat sie auch als schuldlose Zu-
standsstörerin die Nachteile zu tragen. Für die Kostenpflicht einer Zustandsstörerin wird keine 
Sorgfaltspflichtverletzung vorausgesetzt. Somit muss die B.____ AG – entgegen der Auffas-
sung des Regierungsrats – als Eigentümerin und Vermieterin des Grundstückes und der Lie-
genschaft zur Zeit des Vorfalles als Zustandsstörerin qualifiziert werden. Könnte der Grundei-
gentümerin die Unterlassung von Rechtspflichten vorgeworfen werden, so müsste sie nicht nur 
als Zustandsstörerin, sondern auch als Verhaltensstörerin qualifiziert werden. Die Angelegen-
heit ist demzufolge an das ABM zurückzuweisen, damit diese die Kostenanteile nach den hier-
vor in den E. 8.3.7 ff. genannten Grundsätzen bestimmt.  
 
9.2.2. Bei der Beurteilung der Kostenanteile (subjektives Verschulden, objektive Ursachenan-
teile) wird das ABM im Rahmen seines Ermessens zu berücksichtigen haben, dass die 
B.____ AG der Beschwerdeführerin zur Führung ihres Galvanikbetriebs ein überbautes Areal 
vermietet hat, das den Brandschutzanforderungen, die zur Zeit des Brandereignisses galten, 
nicht mehr entsprach (vgl. Stellungnahme der BGV an das AMB vom 16. Februar 2021). Die 
Gebäude verfügten über keine Sprinkleranlagen und auf dem Areal befanden sich keine Rück-
haltebecken für kontaminiertes Wasser. Diese Umstände erhöhten das Potential für insbeson-
dere eine Gefährdung der Gewässer durch Verunreinigungen erheblich. Zudem war der Boden 
um die Gebäude für ein Industrieareal allenfalls nicht angemessen versiegelt. Diese Umstände 
führten im konkreten Fall dazu, dass die Kosten der Massnahmen des C-Ereignisses sehr hoch 
waren. Diese Umstände waren mitursächlich für die Gefährdung bzw. das Mass der Gefähr-
dung der Gewässer und der Umwelt. Des Weiteren begünstigten weitere Umstände, wie z.B. 
die Distanz zwischen Temperaturfühler und Badwärmer und die Nähe der beheizten Badwär-
mer zur Behälterwand, das Entstehen des Brandes (siehe E. 4 des Sachverhalts des RRB).  
 
Bei der Festlegung der Kostenanteile wird das ABM zu bedenken haben, dass die Verantwort-
lichkeit des Zustandsverursachers eben nicht in einem Unterlassen von Rechtspflichten be-
gründet ist, sondern in seiner dinglichen Berechtigung selber, die neben dem Besitz und der 
Verfügungsmacht auch die Gefahrentragung beinhaltet. Für die Frage der Kostenanteile wird 
zudem von Relevanz sein, ob und in welchem Rahmen die B.____ AG als Eigentümerin und 
Vermieterin einerseits und die Beschwerdeführerin als Mieterin andererseits die Verantwortung 
für das Fehlen von Rückhaltebecken und Sprinkleranlagen und für die mangelhafte Versiege-
lung des Bodens zu tragen haben.  
 

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10. Die Beschwerde wird demzufolge gutgeheissen und der Regierungsratsbeschluss 
Nr. 1612 vom 16. November 2021 wird aufgehoben. Die Sache wird zur Neubeurteilung im Sin-
ne der Erwägungen an das AMB zurückgewiesen. Das AMB wird eine Aufteilung zwischen den 
Kosten für das Brandereignis und solchen für das C-Ereignis vornehmen müssen. Dabei wird 
das AMB zu beurteilen haben, ob ein Fall von grobfahrlässiger Verursachung des Brandereig-
nisses nach § 7 Abs. 2 FWG vorliegt. Des Weiteren wird das AMB aufzuzeigen haben, welche 
Kosten auf den Grundeinsatz und welche auf den Ergänzungseinsatz entfallen. Überdies wird 
das AMB zu prüfen haben, ob und in welchem Umfang die B.____ AG als Zustandsstörerin kos-
tenpflichtig ist.  
 
11.1. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO umfas-
sen die Verfahrenskosten die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten. Sie werden in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Entsprechend dem Ausgang 
des Verfahrens werden die Kosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- dem Beschwerdegegner aufer-
legt.  
 
11.2. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei zugespro-
chen werden. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht in seiner Honorarnote vom 
20. April 2020 für die Zeit vom 24. November 2020 bis 4. April 2022 einen Aufwand von 54.33 
Stunden à Fr. 300.-- geltend. Davon entfällt ein Aufwand von 32.8 Stunden auf die Zeit vor dem 
Erlass des angefochtenen Entscheids, welcher hier folglich nicht berücksichtigt werden kann. 
Für das kantonsgerichtliche Verfahren (ab 29. November 2021) wurde ein Aufwand von 
21.53 Stunden getätigt, was nicht zu beanstanden ist. Der Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
rerin macht einen Stundenansatz von Fr. 300.-- geltend. Gemäss § 3 Abs. 1 der Tarifordnung 
für die Anwältinnen und Anwälte (Tarifordnung) vom 17. November 2003 beträgt das Honorar 
Fr. 200.-- bis Fr. 350.-- pro Stunde, je nach Schwierigkeit und Bedeutung der Sache, der damit 
verbundenen Verantwortung und der persönlichen und finanziellen Verhältnisse der zahlungs-
pflichtigen oder der auftraggebenden Person. Das Kantonsgericht erachtet im vorliegenden Fall 
ein Stundenhonorar von Fr. 250.-- als angemessen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführe-
rin macht keine Auslagen geltend. Damit hat der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin 
für das vorliegende Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'892.10 
(21.53 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Im Übrigen werden 
die Parteikosten wettgeschlagen. Zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfah-
rens wird die Angelegenheit an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft zurückgewie-
sen.  
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Regierungsratsbeschluss 

Nr. 1612 vom 16. November 2021 aufgehoben und die Sache zur Neu-
beurteilung im Sinne der Erwägungen an das Amt für Militär und Bevöl-
kerungsschutz des Kantons Basel-Landschaft zurückgewiesen. 

   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen.  

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- werden dem Be-

schwerdegegner auferlegt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 4. Für das Verfahren vor Kantonsgericht hat der Beschwerdegegner der 

Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 5'892.10 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) auszurichten. Im 
Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen.  

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin