# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** edd1fb93-0dcf-5e00-8889-1915a7172f21
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.12.2008 D-7960/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7960-2008_2008-12-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7960/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet;
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______, Georgien,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. Dezember 2008 / 
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7960/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Herkunfts-
land Georgien am 29. Oktober 2008 verliess und über ihm unbekannte 
Länder am 5. November 2008 unter Umgehung der Grenzkontrollen in 
die  Schweiz  einreiste,  wo er  gleichentags  in  A._______ ein  Asylge-
such einreichte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im B._______ vom 24. Novem-
ber 2008 und der direkten Anhörung des BFM vom 2. Dezember 2008 
zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er 
sei  georgischer  Staatsangehöriger  aus  C._______  in  der  Region 
D._______ in E._______, wo er mit seiner Ehefrau und seiner Mutter 
gelebt und als Chauffeur eines Minibusses gearbeitet habe,

dass sein Vater im Jahr 2004 von Osseten getötet worden sei und im 
Jahr  2006  oder  2007  unbekannte  Leute  von  ihm  unter  Drohungen 
Geld, das sein Vater schuldig geblieben sei, gefordert hätten,

dass der Beschwerdeführer dieses Geld nicht bezahlt habe,

dass die unbekannten Leute ab August 2008 das Geld erneut gefor-
dert und dabei der Familie gedroht hätten,

dass am 8. September 2008 beziehungsweise am 29. September 2008 
die  Ehefrau  und  Mutter  des  Beschwerdeführers  entführt  und  in 
F._______ in der von Osseten okkupierten Region G._______ festge-
halten worden seien,

dass ihnen später die Flucht gelungen sei, worauf sie an ihren Wohn-
ort zurückgekehrt seien,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  seiner  Familie  am gleichen  Tag das 
Dorf verlassen habe und nach D._______ gereist sei, wo sich die Fa-
milie bei einem Cousin des Beschwerdeführer aufgehalten habe,

dass  der  Beschwerdeführer  während  seines  Aufenthaltes  in 
D._______ einen Drohbrief von den Entführern erhalten habe, 

dass  er  zudem im Fall  eines  weiteren  Verbleibs  in  Georgien  in  den 
Krieg geschickt worden wäre,

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dass die Ehefrau des Beschwerdeführers Georgien kurze Zeit  später 
verlassen habe und der Beschwerdeführer am 29. Oktober 2008 zu ei-
nem Freund nach H._______ und von dort  in einem Bus versteckt in 
die Schweiz gereist sei,

dass die  allgemeine Situation in  E._______ infolge  des  immer  noch 
herrschenden Krieges und der dort stationierten russischen Soldaten 
schwierig  sei  und  die  Georgier  von Osseten  und Russen vertrieben 
würden,

dass auch das Haus des Beschwerdeführers von Osseten besetzt wor-
den sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 10. Dezember 2008 in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31)  auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, 
seine Wegweisung anordnete und den Vollzug als zulässig, zumutbar 
und möglich erachtete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Dezember 2008 an 
das Bundesverwaltungsgericht gegen diese Verfügung Beschwerde er-
hob und sinngemäss beantragte, die angefochtene Verfügung sei voll-
umfänglich aufzuheben, sein Asylgesuch sei materiell zu entscheiden 
und vom Vollzug einer Wegweisung sei mangels Zulässigkeit und Zu-
mutbarkeit abzusehen,

dass er infolge der geltend gemachten Ereignisse nicht nach Georgien 
zurückkehren könne, weil für ihn und seine Familie die Gefahr bestehe, 
umgebracht zu werden, 

dass  die  dargelegte  Entführung  nicht  im  Zusammenhang  mit  dem 
Krieg in E._______ stehe,  jedoch die grosse Unruhe und Instabilität 
der Region die Gewährleistung der Sicherheit seiner Familie erschwe-
re,

dass er sich, nachdem er zur Zahlung einer Geldsumme aufgefordert 
worden sei, nicht an die Polizei habe wenden können, weil sonst die 
Situation ausser Kontrolle hätte geraten und seine Familie hätte getö-
tet werden können,

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dass  er  sich  jedoch  nach  der  Entführung  bei  der  Polizei  beschwert 
habe, worauf diese ihm mitgeteilt habe, sie habe in seinem Dorf keine 
Autorität mehr, weil sich die russischen Streitkräfte dort befänden,

dass er seine Identitätspapiere nicht habe mitnehmen können, weil er 
im Fall eines legalen Aufenthaltes überall hätte gefunden werden kön-
nen,

dass er deswegen nur den Führerschein nach H._______ mitgenom-
men habe und dieser – nachdem er mit  seinem Freund habe telefo-
nisch Kontakt herstellen können – über einen Bekannten zugesendet 
werde,

dass er in einem Kofferraum in die Schweiz gebracht worden sei, wes-
halb er nicht wissen könne, durch welche Länder er gereist sei,

dass er mit seiner Frau seit ihrer Ankunft in der Schweiz, die sie ihm 
telefonisch  mitgeteilt  habe,  keinen  Kontakt  mehr  habe  und  sich  die 
Mutter in I._______ aufhalte,

dass die Akten der Vorinstanz am 12. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  die 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gestützt hat,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die  Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), 

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prü-
fung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft, sei es, weil 
die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie of-
fensichtlich keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG auf-

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weisen,  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im 
Wegweisungspunkt nicht beschränkt ist, da sich die Vorinstanz diesbe-
züglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbindung mit Art. 83 des Bundesge-
setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der (AuG, SR 142.20) auch materiell zur Sache zu äussern hatte, 

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  und Abs. 3 AsylG abgaben,

dass seine Erklärung, er habe seine Identitätskarte und seinen Reise-
pass aus Angst, im Fall eines legalen Aufenthaltes gefunden zu wer-
den,  an seinem Wohnort  zurückgelassen,  mangels  Plausibilität  nicht 
zu überzeugen vermag, zumal die Mitnahme von Identitätsdokumenten 
einen Aufenthalt nicht automatisch legalisiert und der Beschwerdefüh-
rer nicht geltend machte, er hätte sich in D._______ oder H._______ 
im  Fall  eines  vorübergehenden  Aufenthaltes  behördlich  anmelden 
müssen,

dass die fehlende Mitnahme – wie die Vorinstanz zu Recht argumen-
tierte  – insbesondere deshalb nicht  nachvollziehbar ist,  weil  der Be-
schwerdeführer gemäss seinen Angaben im Zeitpunkt des Aufbruchs 
aus seinem Dorf  bereits an eine Ausreise aus Georgien dachte und 
ihm deshalb hätte bewusst sein müssen, dass er sich auch ausserhalb 
Georgiens mit legalen Identitätspapieren ausweisen müsste,

dass seine diesbezügliche Erklärung, er habe nicht an die Mitnahme 
der  Identitätspapiere  gedacht,  ebenso wenig  zu überzeugen vermag 
wie seine Erklärung, er habe den Reisepass nicht mitgenommen, weil 
er kein Visum enthalte, 

dass darüber hinaus die beiden Erklärungen an einem inneren Wider-
spruch leiden, weil jemand, der seinen Reisepass mangels vorhande-
nem Visum nicht mitnimmt, sich über die für die Reise benötigten und 
vorhandenen  Identitätspapiere  offensichtlich  Gedanken gemacht  hat, 
was mit der Erklärung, er habe nicht an die Identitätspapiere gedacht, 
nicht zu vereinbaren ist,

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dass  ferner  die  vom Beschwerdeführer  geschilderten  Umstände  der 
Reise in die Schweiz ohne Angabe einer substanziellen Beschreibung 
ausgefallen sind, weshalb sie nicht glaubhaft sind und davon auszuge-
hen  ist,  er  auf  einem  andern  als  dem  angegebenen  Weg  in  die 
Schweiz gelangt,

dass  zudem seine  Aussage,  er  habe  die  Reise  in  die  Schweiz  zwi-
schen dem 29. Oktober 2008 und dem 5. November 2008 im Koffer-
raum eines Autos verbracht und der Chauffeur habe nur drei Mal ange-
halten, nicht mit der Realität in Einklang gebracht werden kann, wes-
halb auch diese Aussagen nicht geglaubt werden können,

dass  insgesamt  die  unglaubhaften  Angaben  des  Beschwerdeführers 
über seine Ausreise die Unglaubhaftigkeit seiner Erklärungen, warum 
er  keine  Identitäts-  und  Reisepapiere  habe  abgeben  können,  unter-
mauert,

dass somit die Ausführungen des Beschwerdeführers, warum er nicht 
rechtsgenügliche Identitätspapiere abgegeben hat,  nicht  zu überzeu-
gen vermögen,

dass die Vorinstanz deshalb zu Recht ausführte, es lägen keine ent-
schuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht 
hätten, den Behörden innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Asylgesuchs Dokumente einzureichen, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  als  haltlos erachtete,  wie die nachfolgenden Erwägungen zei-
gen,

dass die Schilderungen des Beschwerdeführers, unter welchen er von 
unbekannten  Osseten zur  Bezahlung  einer  Geldsumme aufgefordert 
worden sei, nicht plausibel erscheinen, da er einerseits erst nach mehr 
als zwei Jahren seit dem Tod des Vaters für dessen Schulden belangt 
worden  sein  soll  und  er  andererseits  nicht  genau  angeben  konnte, 
wann er erstmals dazu aufgefordert worden sein will,

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dass nicht  nachvollzogen werden kann,  er  sei  im Jahr  2006 und im 
Jahr 2007 und dann erst wieder im August 2008 diesbezüglich bedroht 
worden,  weil  Erpresser  erfahrungsgemäss  schneller  zu  ihrem  Geld 
kommen wollen und deshalb davon auszugehen wäre, dass sie ihn in 
kürzeren Abständen zur Bezahlung aufgefordert hätten, weshalb auch 
diese Angabe nicht realistisch erscheint,

dass sich der Beschwerdeführer zudem nicht an die Polizei gewandt 
haben will mit der Begründung, diese hätte ihm nicht geholfen, was in-
dessen ebenfalls nicht nachvollzogen werden kann, zumal er nicht ein-
mal  einen  entsprechenden  Versuch  unternommen  hat  und  der  örtli-
chen Polizei in Georgien Vorkommnisse der erwähnten Art  zur Straf-
verfolgung gemeldet werden können,

dass er  ferner  keine konkreten Auskünfte über  die Hintergründe der 
väterlichen  Schuld  machen  konnte,  obwohl  davon  auszugehen  ist, 
dass allfällige Gläubiger ihm gegenüber entsprechende Angaben ge-
geben hätten, falls tatsächlich eine Schuld bestanden hätte,

dass er ausserdem – wie die Vorinstanz ebenfalls zutreffend argumen-
tierte – den in D.______ erhaltenen Drohbrief in der Anhörung nicht 
mehr  erwähnte,  obwohl  er  ausdrücklich  nach Vorfällen  im fraglichen 
Zeitpunkt gefragt wurde, was gegen die Glaubhaftigkeit spricht,

dass er darüber hinaus den Drohbrief weggeworfen haben will, obwohl 
er im Zeitpunkt des Erhalts bereits zur Ausreise entschlossen war und 
ihm somit  der  Drohbrief  als  Beweismittel  zur  Untermauerung  seiner 
Vorbringen hätte dienlich sein können, weshalb unter den gegebenen 
Umständen  die  angebliche  Zerstörung  des  Drohbriefes  gegen  die 
Glaubhaftigkeit der Aussagen spricht,

dass der Beschwerdeführer zudem keine substanziellen und detaillier-
ten Angaben über den Inhalt  des Drohbriefes zu Protokoll  gab, wes-
halb seine diesbezüglichen Angaben auch mangels Substanz nicht ge-
glaubt werden können,

dass im Übrigen auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochte-
nen Verfügung verwiesen wird, um unnötige Wiederholungen zu ver-
meiden,

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dass das BFM aufgrund der widersprüchlichen, substanzlosen, reali-
täts- und lebensfremden Aussagen des Beschwerdeführers zu Recht 
den Schluss zog, seine Vorbringen seien haltlos,

dass  ferner  die  geltend  gemachte  Befürchtung,  in  den  Militärdienst 
eingezogen  zu  werden,  ebenso  wenig  als  Verfolgung  im  Sinne  des 
Asylgesetzes zu betrachten ist wie die dargelegte Vertreibung von Ge-
orgiern aus E._______,

dass sich der Beschwerdeführer bezüglich Letzterem bei seinen Ver-
wandten oder seinem Freund in I._______ respektive H._______ hätte 
niederlassen können, wo die Georgier – entgegen den Aussagen des 
Beschwerdeführers – nicht vertrieben werden,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft  nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungshindernissen offen-
kundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 
Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische 
materielle Prüfung vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen getrof-
fen,

dass das BFM zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der [AuG, SR 142.20]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die ihm in Georgien droht,

dass insbesondere die geltend gemachte Verfolgung mangels  glaub-
hafter Angaben nicht als Verstoss gegen die völker- und landesrechtli-
chen Bestimmungen betrachtet werden kann, weshalb keine Anhalts-
punkte bestehen, der Beschwerdeführer werde im Fall einer Rückkehr 
in sein Heimatland Folter oder einer menschenrechtswidrigen Behand-
lung ausgesetzt sein,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass sich die Lage in Georgien seit  dem Sommer 2008 wieder  ent-
spannt hat, nachdem der am 12. August 2008 von der Europäischen 
Union vermittelte Waffenstillstand von beiden Seiten akzeptiert und un-
ter der Führung von Frankreich am 8. September 2008 im Detail gere-
gelt worden ist (vgl. Schweizerische Flüchtlingshilfe, Georgien, Update: 
Aktuelle Entwicklung, Johanna Fuchs, 16. Oktober 2008, S. 2 f.), wes-
halb in Georgien keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die 
Bevölkerung keiner konkreten Gewalt ausgesetzt ist,

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dass auch keine individuellen Gründe auf  eine konkrete Gefährdung 
des  Beschwerdeführers  im  Falle  einer  Rückkehr  in  sein  Heimatland 
schliessen lassen, 

dass der – gemäss Aktenlage gesunde – Beschwerdeführer zwar bis 
kurz  vor  seiner  Ausreise  in  seinem  Haus  in  C._______,  das  in 
E._______ liegt, lebte und als Chauffeur seinen Lebensunterhalt ver-
diente,

dass es ihm indessen freisteht, im Rahmen der in Georgien bestehen-
den Niederlassungsfreiheit an einem andern Ort innerhalb seines Hei-
matlandes – beispielsweise in  I._______,  wo sein Cousin und seine 
Mutter leben sollen, oder in H._______, wo er  sich vor der Ausreise 
bei seinem Freund aufgehalten haben will – Wohnsitz zu nehmen und 
eine Arbeitsstelle zu suchen, um sich eine neue Lebensgrundlage zu 
schaffen,

dass in I._______ – entgegen den Behauptungen des Beschwerdefüh-
rers  –  Georgier  nicht  von  Osseten  und  Russen  vertrieben  werden, 
weshalb die Situation nicht mit derjenigen in E._______ vergleichbar 
ist,

dass unter diesen Umständen der Vollzug der Wegweisung vorliegend 
als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  somit  auch in  Berück-
sichtigung der aktuellen Lage in  Georgien als zumutbar zu erachten 
ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegwei-
sung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 

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oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nachfolgende Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- ________ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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