# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9090c7d-a3b6-5b81-a508-c000bd3c1de9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht 07.04.2021 FS.2019.14/15-EZE2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_001_FS-2019-14-15-EZE2_2021-04-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: FS.2019.14/15-EZE2

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)

Publikationsdatum: 07.07.2021

Entscheiddatum: 07.04.2021

Entscheid Kantonsgericht, 07.04.2021
Art. 276 ZGB, Art. 285 Abs. 1 ZGB: Betreut der nicht hauptbetreuende 
Elternteil ein Kind mit Regelmässigkeit weitergehend als an jedem zweiten 
Wochenende, ist dies bei der Bedarfsrechnung zu berücksichtigen. Beiden 
Eltern wird der Grundbetrag von Fr. 1'350.00 eingesetzt, der Grundbetrag 
des Kindes wird im Verhältnis der Betreuung aufgeteilt. Es ist dann auch ein 
Teil der Wohnkosten von beiden Eltern als Bedarf des Kindes einzusetzen. 
(Kantonsgericht, Einzelrichter im Familienrecht, 7. April 2021, FS.2019.14/15-
EZE2).

Zusammenfassung des Sachverhalts:

 

A. C., geb. 1983, und B. C., geb. 1973, heirateten im Jahr 2013. Sie sind Eltern von D., 

geb. 2015. Nachdem sich die Ehegatten im Jahr 2017 getrennt hatten, stellte A. C. am 

20. März 2018 ein Eheschutzgesuch.

 

Es war durch die erstinstanzliche Familienrichterin bereits rechtskräftig festgesetzt, 

dass die Mutter D. regelmässig an den Werktagen von Montag bis Donnerstag betreute 

und der Vater an den Freitagen. Zusätzlich verbrachte D. die Wochenenden 

alternierend beim Vater bzw. bei der Mutter. Der Vater betreute überdies seine Tochter 

M., Halbschwester von D.

 

Aus den Erwägungen:

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Über die ganze Zeit hat der Vater D. in einem grösseren Ausmass als über jedes zweite 

Wochenende betreut. Klar ist deshalb, dass D. auch beim Vater ein eigenes Zimmer 

braucht. Überdies übersteigen die durch ihn verursachten Kosten beim Vater die 

"Minimalkosten", wie sie bei Wochenendbesuchen anfallen. Deshalb wird ein Teil des 

Grundbetrages für D. beim Vater eingesetzt. …. Deshalb wird in den nachfolgenden 

Übersichten für D. je eine Spalte vorgesehen für den Aufwand, den die Mutter 

übernimmt, und eine Spalte für den Aufwand, den der Vater übernimmt (vgl. auch 

Jungo/Arndt, Barunterhalt der Kinder: Bedeutung von Obhut und Betreuung der Eltern, 

FamPra.ch 2019, S. 750 ff., 753).

 

                                B.C.               D.                     M.                A.C.                  D.

Grundbedarf  

                                                                                               

Grundbetrag         1'350.00         *)130.00            400.00         1'350.00          *)270.00

       

Wohnkosten         1'200.00        **)400.00         **)400.00        1'080.00         **)350.00  

     

                                Weitere Positionen nicht mehr von Belang

 

*) Es wird davon ausgegangen, dass D. ungefähr 120 Tage pro Jahr beim Vater 

verbringt (jedes zweite Wochenende 50 Tage, jeden Freitag 50 Tage, Ferien ca. 20 

Tage). Entsprechend werden etwa 30% des Grundbetrages von D. in derjenigen Spalte 

für ihn eingesetzt, die die vom Vater übernommenen Kosten enthält.

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**) Wenn ein Kind im Haushalt eines Elternteils wohnt, werden ca. 25% der gesamten 

Wohnkosten dem Kind zugerechnet, bei zwei Kindern je ca. 20% der gesamten 

Wohnkosten.

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	Entscheid Kantonsgericht, 07.04.2021
	Art. 276 ZGB, Art. 285 Abs. 1 ZGB: Betreut der nicht hauptbetreuende Elternteil ein Kind mit Regelmässigkeit weitergehend als an jedem zweiten Wochenende, ist dies bei der Bedarfsrechnung zu berücksichtigen. Beiden Eltern wird der Grundbetrag von Fr. 1'350.00 eingesetzt, der Grundbetrag des Kindes wird im Verhältnis der Betreuung aufgeteilt. Es ist dann auch ein Teil der Wohnkosten von beiden Eltern als Bedarf des Kindes einzusetzen. (Kantonsgericht, Einzelrichter im Familienrecht, 7. April 2021, FS.2019.14/15-EZE2).

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