# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1b9f4cc-4092-5d27-97b5-77a61fd54516
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-19
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 19.07.2023 603 2023 76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2023-76_2023-07-19.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Rue des Augustins 3, case postale 630, 1701 Fribourg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2023 76
603 2023 119

Urteil vom 19. Juli 2023

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Dominique Gross 
Richter: Marianne Jungo

Vanessa Thalmann
Gerichtsschreiber-Praktikant: Victor Beaud

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Fabian 
Meier

gegen

AMT FÜR STRASSENVERKEHR UND SCHIFFFAHRT, Vorinstanz    

Gegenstand Strassenverkehr und Transportwesen

Sicherungsentzug des Führerausweises der Kategorien F, G und M; Verwei-
gerung des Lernfahr- bzw. Führerausweises 

Beschwerde vom 20. April 2023 gegen die Verfügung vom 30. März 2023

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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführer), geboren im Jahr 1999, erlangte im Jahr 2013 den Führer-
ausweis für die Kategorie M und im Jahr 2020 den Führerausweis auf Probe der Kategorien B, B1, 
F und G. 

Im Informationssystem Verkehrszulassung (vgl. Art. 89a ff. des Strassenverkehrsgesetzes vom 
19. Dezember 1958 [SVG; SR 741.01] und die Verordnung vom 30. November 2018 über das Infor-
mationssystem Verkehrszulassung [IVZV; SR 741.58]) ist er namentlich mit folgenden Massnahmen 
verzeichnet: Verfügung vom 12. November 2015: Entzug des Führerausweises für einen Monat 
aufgrund einer mittelschweren Widerhandlung; Verfügung vom 3. Juli 2019: Entzug des Führeraus-
weises für zwei Monate wegen einer mittelschweren Widerhandlung; Verfügung vom 7. Januar 
2021: Entzug des Führerausweises für vier Monate und Verlängerung der Probezeit infolge einer 
mittelschweren Widerhandlung; Verfügung vom 31. März 2022: Annullierung des Ausweises 
während der Probezeit. 

In der letztgenannten Verfügung hatte die Kommission für Administrativmassnahmen im Strassen-
verkehr, deren Zuständigkeiten per 1. Juli 2022 durch das Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt 
(Vorinstanz) übernommen wurden, erwogen, dass der Beschwerdeführer am 30. Januar 2022 
ausserorts mit seinem Personenwagen die erlaubte Geschwindigkeit von 80 km/h um 21 km/h über-
schritten hatte, was eine leichte Widerhandlung gegen die Verkehrsvorschriften darstelle. Der 
Führerausweis werde nach einer leichten Widerhandlung zwingend entzogen, wenn er in den voran-
gegangenen zwei Jahren bereits entzogen oder eine andere Administrativmassnahme verfügt 
worden war. Der Führerausweis auf Probe verfalle mit der zweiten Widerhandlung, die zum Entzug 
des Ausweises führe. Vorliegend sei folglich der Führerausweis auf Probe des Beschwerdeführers 
verfallen und müsse annulliert werden. Die Vorinstanz erwog weiter, dass die Erteilung eines neuen 
Lernfahrausweises frühestens ein Jahr nach der begangenen Widerhandlung möglich sei. Er müsse 
hierfür ein Gutachten durch einen anerkannten Psychologen für Verkehrspsychologie erstellen 
lassen, das seine Fahreignung bestätige. Trotz Annullierung des Führerausweises sei er indes 
berechtigt, Fahrzeuge der Spezialkategorien F, G und M zu lenken. 

B. Die Gutachterin B.________, lic. phil. Psychologin FSP, hat den Beschwerdeführer am 
13. Februar 2023 am Institut C.________ untersucht und erstattete am 6. März 2023 ein verkehrs-
psychologisches Fahreignungsgutachten. Im Ergebnis schloss sie, dass die charakterliche Fahreig-
nung des Beschwerdeführers aus verkehrspsychologischer Sicht zum aktuellen Zeitpunkt nicht 
bejaht werden könne. Zur Wiederherstellung der Fahreignung werde eine Verkehrstherapie im 
Umfang von mindestens zehn Sitzungen als notwendig erachtet. 

C. Der Beschwerdeführer führte anlässlich seiner Stellungnahme vom 17. März 2023 zuhanden 
der Vorinstanz insbesondere aus, dass er sich im letzten Jahr ein Auto mit einer zugelassenen 
Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h (Kategorie F) gekauft habe, damit er seine Stelle als Service-
monteur behalten könne. Dadurch habe er trotzdem am Strassenverkehr teilnehmen können, 
weshalb ihm die Fahrpraxis nicht fehle. Er sei als Servicemonteur auf ein Auto angewiesen und 
möchte daher die Prüfung für die Kategorie B wiederholen. Er habe sich anlässlich des Gutachtens 
nicht so gut ausdrücken können und nicht die richtigen Worte gefunden. Im letzten Jahr habe er sich 
intensiv mit seiner Vorgeschichte auseinandergesetzt und seine Fehler analysiert und erkannt, dass 
zu schnelles Fahren gefährlich sei. Er denke, dass er ab jetzt die Geschwindigkeitsbeschränkungen 

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einhalten werde und damit keine Gefahr mehr darstelle. Auch werde er seine Fahrweise den Stras-
senverhältnissen anpassen. 

D. Die Vorinstanz verfügte am 30. März 2023, dass der Führerausweis der Spezialkategorien 
F, G und M des Beschwerdeführers auf unbestimmte Dauer entzogen wird. Zudem wurde ihm ein 
Lernfahr- bzw. Führerausweis verweigert. Zur Begründung stützte sich die Vorinstanz im Wesentli-
chen auf das Gutachten des Instituts C.________. Aus diesem gehe namentlich hervor, dass er sich 
nicht ausreichend selbstkritisch mit seiner Vorgeschichte im Strassenverkehr auseinandergesetzt 
habe, dass ihm die Motive und personenbezogenen Faktoren seines Fehlverhaltens nur ungenü-
gend bewusst schienen und folglich derzeit nicht von einem angemessenen Verantwortungs-, 
Problem- und Gefahrenbewusstsein ausgegangen werden könne. Die Fahreignung sei daher aus 
verkehrsmedizinischer und -psychologischer Sicht verneint worden. Die Vorinstanz führte weiter 
aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines bisherigen Verhaltens keine Gewähr biete, dass 
er künftig beim Führen eines Motorfahrzeuges die Vorschriften beachten und auf die Mitmenschen 
Rücksicht werden nehme. Die Rückerstattung des Führerausweises könne nach Absolvierung einer 
Verkehrstherapie im Umfang von mindestens zehn Sitzungen und einer erneuten verkehrspsycho-
logischen Untersuchung in Erwägung gezogen werden. Schliesslich hat die Vorinstanz einer allfälli-
gen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen.

E. Am 20. April 2023 hat der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung Beschwerde (603 2023 
76) an das Kantonsgericht erhoben. Er beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. 
Eventualiter sei die Angelegenheit zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur 
Begründung führt er zusammengefasst aus, dass dem Gutachten nicht gefolgt werden könne und 
er fahrgeeignet sei.

F. Die Vorinstanz beantragt am 19. Mai 2023 die Abweisung der Beschwerde. 

G. Am 10. Juli 2023 ersucht der Beschwerdeführer um Wiederherstellung der aufschiebenden 
Wirkung (603 2023 119).

H. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.   

Erwägungen

1.

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 12 des kantonalen Gesetzes 
vom 12. November 1981 zur Ausführung der Bundesgesetzgebung über den Strassenverkehr 
[AGSVG; SGF 781.1] in Verbindung mit Art. 114 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über 
die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des 
Rechtsmittels gegen den vorliegenden Entscheid legitimiert (Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist 
wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt 
(Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

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2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist vorliegend 
ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3.

3.1. Der erstmals erworbene Führerausweis für Motorräder und Motorwagen wird zunächst auf 
Probe erteilt. Die Probezeit beträgt drei Jahre (Art. 15a Abs. 1 SVG). Für Inhaber des Führerauswei-
ses auf Probe wird der definitive Führerausweis erteilt, wenn die Probezeit abgelaufen ist und die 
vorgeschriebenen Weiterbildungskurse besucht wurden (Art. 15b Abs. 2 SVG). Wird dem Inhaber 
der Ausweis auf Probe wegen einer Widerhandlung entzogen, so wird die Probezeit um ein Jahr 
verlängert (Art. 15a Abs. 3 SVG). Der Führerausweis auf Probe verfällt mit der zweiten Widerhand-
lung, die zum Entzug des Ausweises führt (Art. 15a Abs. 4 SVG). Ein neuer Lernfahrausweis kann 
frühestens ein Jahr nach Begehung der Widerhandlung und nur auf Grund eines verkehrspsycholo-
gischen Gutachtens erteilt werden, das die Eignung bejaht (Art. 15a Abs. 5 SVG).

Der vorerst nur probeweisen Erteilung des Führerausweises liegt der Gedanke zugrunde, dass sich 
Neulenker während einer dreijährigen Probezeit in der Fahrpraxis bewähren sollen, bevor ihnen der 
(unbefristete) Führerausweis definitiv erteilt wird. Während der Probezeit soll sich der Neulenker 
durch einwandfreies und klagloses Fahrverhalten im Verkehr ausweisen. Verstösse gegen 
Verkehrsregeln lösen deshalb während der Probezeit nicht nur die gegen Inhaber des unbefristeten 
Führerausweises vorgesehenen Strafsanktionen und Administrativmassnahmen aus. Sie erschwe-
ren gleichzeitig auch die Erlangung des unbefristeten Ausweises. Besteht der Neulenker die Probe-
zeit nicht, kann er wie erwähnt frühestens ein Jahr nach der zweiten Widerhandlung mit Ausweis-
entzug und nach erfolgter verkehrspsychologischer Abklärung der Fahreignung einen neuen Lern-
fahrausweis, und erst nach erneutem Bestehen der Führerprüfung einen neuen Führerausweis auf 
Probe beantragen. Das neu eingeführte administrativmassnahmenrechtliche Instrument dient – 
ergänzend zur Verschärfung der Warnungsentzüge – der strengeren Ahndung und Prävention 
von SVG-Widerhandlungen durch Neulenker und damit der Erhöhung der Verkehrssicherheit (BGE 
136 I 345 E. 6.1 mit Hinweisen; BGE 136 II 447 E. 5.1). 

3.2. Vorliegend hat die Vorinstanz mit der Verfügung vom 31. März 2022, welche nicht angefoch-
ten wurde, den Führerausweis auf Probe des Beschwerdeführers annulliert, da er am 30. Januar 
2022 eine leichte Widerhandlung gegen die Verkehrsvorschriften begangen hat und ihm der Führer-
ausweis auf Probe in den vorangegangenen zwei Jahren bereits entzogen worden war. Die Vorin-
stanz erwog, dass die Erteilung eines neuen Lernfahrausweises frühestens ein Jahr nach der began-
genen Widerhandlung möglich sei. Er müsse hierfür ein Gutachten durch einen anerkannten 
Psychologen für Verkehrspsychologie erstellen lassen, das seine Fahreignung bestätige. Gemäss 
der Verfügung war der Beschwerdeführer trotz der Annullierung des Führerausweises auf Probe 
weiterhin ausdrücklich berechtigt, Fahrzeuge der Spezialkategorien F, G und M zu führen. 

Der Beschwerdeführer unterzog sich am 13. Februar 2023 einer Begutachtung zur Bestätigung 
seiner Fahreignung. Gestützt auf das Gutachten des Instituts C.________ vom 6. März 2023 schloss 
die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung vom 30. März 2023, dass der Beschwerdeführer 
(generell) nicht fahrgeeignet sei; daher verfügte sie einen Sicherungsentzug auch hinsichtlich der 
Spezialkategorien F, G und M und verweigerte ihm einen neuen Lernfahr- bzw. Führerausweis. 

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3.3. Hiergegen wehrt sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde. Er führt im Wesentlichen 
aus, dass die Abklärung der charakterlichen respektive verkehrspsychologischen Fahreignung 
durch die Gutachterin unvollständig, falsch, widersprüchlich und nicht nachvollziehbar sei. Die Vorin-
stanz habe ausschliesslich auf dieses Gutachten abgestellt. Da dieses jedoch nicht überzeuge, sei 
ein zweites Gutachten einzuholen. Er verfüge seit dem Jahr 2013 über den Führerausweis für Motor-
fahrräder und seit dem Jahr 2020 jenen auf Probe für Motorwagen. Insgesamt sei er seit über acht 
Jahren motorisierter Verkehrsteilnehmer; in dieser Zeit sei es zu drei mittelschweren Widerhandlun-
gen gekommen. Das ausdauernde korrekte Verhalten im Strassenverkehr sei ebenfalls zu berück-
sichtigen. Da er für seine Berufstätigkeit auf ein Fahrzeug angewiesen sei und gestützt auf die Verfü-
gung vom 31. März 2022 den Führerausweis für die Kategorien F, G und M habe behalten können, 
habe er sich ein Auto angeschafft, das max. 45 km/h fährt. Er habe damit täglich am Strassenverkehr 
teilgenommen und seither sei es zu keinem weiteren Fehlverhalten gekommen. Der angefochtene 
Entzug sei daher nicht geeignet, um weiter zur Verkehrssicherheit beizutragen und erweise sich als 
unverhältnismässig. 

3.4. Es ist somit zu prüfen, ob die Vorinstanz dem Beschwerdeführer gestützt auf das Gutachten 
vom 6. März 2023 zu Recht die (generelle) Fahreignung abgesprochen und den Entzug des Führer-
ausweises (auch) hinsichtlich der Spezialkategorien F, G und M sowie die Verweigerung des Lern-
fahr- bzw. Führerausweises verfügte.

4.

4.1. Das SVG spricht sich über den Umfang des Sicherungsentzugs nicht aus. Diesbezügliche 
Bestimmungen finden sich im Verordnungsrecht. Nach Art. 33 Abs. 1 der Verordnung vom 27. Okto-
ber 1976 über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (VZV; SR 741.51) 
hat der Entzug des Lernfahr- oder des Führerausweises einer Kategorie oder Unterkategorie den 
Entzug des Lernfahr- oder Führerausweises aller Kategorien, aller Unterkategorien und der Spezial-
kategorie F zur Folge. Die Entzugsbehörde kann gemäss Art. 33 Abs. 4 lit. a VZV mit einem solchen 
Entzug auch den Führerausweis der Spezialkategorien G und M entziehen. Bei Art. 33 Abs. 4 lit. a 
VZV handelt es sich um eine Kann-Vorschrift. Eine solche Bestimmung räumt den rechtsanwenden-
den Behörden erhebliches Ermessen ein, das diese pflichtgemäss auszuüben haben. Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung, in Übereinstimmung mit der dominierenden Ansicht in der 
Lehre, hat jedenfalls ein Sicherungsentzug gestützt auf Art. 16b Abs. 2 lit. e SVG (Entzug auf unbe-
stimmte Zeit, mindestens aber für zwei Jahre, wenn in den vorangegangenen zehn Jahren der 
Ausweis dreimal wegen mindestens mittelschweren Widerhandlungen entzogen war), dessen 
Zweck es ist, den mehrfach rückfälligen, als öffentliche Gefahr geltenden Lenker vom Verkehr 
auszuschliessen, in der Regel den Entzug aller Ausweiskategorien zur Folge (Urteil BGer 1C_6/2019 
vom 23. April 2019 E. 3.2, mit zahlreichen Hinweisen auf die Lehre und Rechtsprechung). Wie 
erwähnt, verfällt nach Art. 15a Abs. 4 SVG der Führerausweis auf Probe mit der zweiten Widerhand-
lung, die zum Entzug des Ausweises führt. Diese Bestimmung bezweckt ebenfalls die Gewährleis-
tung der Verkehrssicherheit, indem Personen, die bereits in einer Probephase mehrfach Widerhand-
lungen begangen haben, vom Verkehr vorerst ferngehalten werden und ihre Fahrausbildung nach 
einer verkehrspsychologischen Begutachtung neu aufnehmen müssen (siehe hierzu oben E. 3.1), 
was allenfalls auch für den Entzug aller Ausweiskategorien als Regelfall sprechen könnte. 

Jedenfalls gilt aber nach Art. 14 Abs. 1 SVG, dass Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahr-
kompetenz verfügen müssen. Über Fahreignung verfügt, wer das Mindestalter erreicht hat, die erfor-
derliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen 
hat, frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt, und nach 

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seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die Vorschriften zu beachten 
und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (Art. 14 Abs. 2 lit. a-d SVG). Über Fahrkompetenz 
verfügt, wer die Verkehrsregeln kennt und Fahrzeuge der Kategorie, für die der Ausweis gilt, sicher 
führen kann (Art. 14 Abs. 3 lit. a und b SVG).

4.2. Das Gericht ist bei der Würdigung eines Gutachtens einer sachverständigen Person grund-
sätzlich frei. In Fachfragen darf es jedoch nur aus triftigen Gründen von einer Expertise abweichen 
und muss Abweichungen begründen. Die Beweiswürdigung und die Beantwortung der sich stellen-
den Rechtsfragen ist Aufgabe des Gerichts. Dieses hat zu prüfen, ob sich aufgrund der übrigen 
Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der 
gutachterlichen Darlegungen aufdrängen. Erscheint dem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens 
in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser 
Zweifel zu erheben. Das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die 
gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung 
verstossen (zum Ganzen: BGE 136 II 359 E. 3.2 mit Hinweisen).

5.

5.1. Die Gutachterin hat den Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung vom 13. Februar 
2023 ausführlich befragt und er musste überdies standardisierte Leistungstests absolvieren. Sie 
legte insbesondere dar, dass für eine positive Prognose bezüglich des zukünftigen Verhaltens im 
Strassenverkehr grundsätzlich die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein müssen: Verantwortungs-
bewusstsein, d.h. die aktenkundigen Vorfälle im Strassenverkehr wurden aufgearbeitet, die Verant-
wortung für das gezeigte Fehlverhalten sollte übernommen worden sein (intakte Verantwortungs-
übernahme); Problembewusstsein, d.h. die in der eigenen Person liegenden Ursachen für die akten-
kundigen Vorfälle sollten erkannt worden sein; Risikobewusstsein, d.h. die Gefahren im Strassen-
verkehr, insbesondere die mit den Vorfällen einhergehenden Risiken und Gefahren sollten ausrei-
chend erkannt worden sein (adäquates Gefahren- und Risikobewusstsein); Anpassungsbereitschaft, 
d.h. Sinn und Zweck der geltenden Regeln im Strassenverkehr sollten verstanden und akzeptiert 
sowie die Bereitschaft sich den Regeln anzupassen sollte gegeben sein (intakte Regelakzeptanz); 
Selbstkontrolle, d.h. risikoreiche emotionale Zustände und deren Einfluss auf das Verhalten wurden 
erkannt und es sollten Handlungsoptionen zum Umgang mit diesem Einfluss vorhanden sein 
(Vermeidungs- und Kompensationsstrategien), bzw. Gefühle werden erkannt, Verhalten geplant und 
die Handlung umgesetzt. Zudem sollte eine ausreichende kognitive Leistungsfähigkeit zum Führen 
von Motorfahrzeugen der vorhandenen Fahrkategorie in den Bereichen Konzentrationsfähigkeit, 
Aufmerksamkeit, visuelle Orientierung, Überblicksgewinnung und Belastbarkeit vorliegen. 

Die Gutachterin kam in ihrer Expertise zum Schluss, dass diese Voraussetzungen beim Beschwer-
deführer derzeit nicht gegeben seien. In der Gesamtschau sprächen die Befunde dafür, dass er sich 
bislang nicht ausreichend selbstkritisch mit seiner Vorgeschichte im Strassenverkehr auseinander-
gesetzt habe. Sie hat ihn umfassend zu den bisherigen Vorfällen im Strassenverkehr befragt und 
stellte namentlich fest, dass seine Schilderungen über weite Teile wenig reflektiert und unkritisch 
ausfielen. Auffallend oft habe er auch angegeben, dass er es nicht wisse oder sich nur ungenau 
erinnere. Aus seinen Einlassungen könne abgeleitet werden, dass er dazu neige, seine momenta-
nen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen und sich bewusst für das Missachten von Regeln zu 
entscheiden, was auf eine geringe Anpassungsbereitschaft und/oder eine erhöhte Risikobereitschaft 
hinweisen könne. Die Motive und personenbezogenen Faktoren seines Fehlverhaltens schienen ihm 
nur ungenügend bewusst zu sein; er übernehme die Verantwortung für sein Fehlverhalten nur unvoll-
ständig. Zudem hätten sich Fragen hinsichtlich seiner Gefahrenwahrnehmung bzw. -einschätzung 

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ergeben. Er habe sich zwar weiter im Gespräch auch anpassungsbereit gezeigt, wobei seine Motiva-
tion für die künftige Anpassung im Strassenverkehr zur Hauptsache auf äusseren Faktoren, wie dem 
Wiedererhalt des Führerausweises und der Vermeidung weiterer Sanktionen, zu beruhen scheine. 
Nachhaltige innere Motivationsgründe, wie beispielsweise die Erhöhung der Verkehrssicherheit, 
seien nur am Rande erkennbar gewesen. Seine ungenügende Reflexion zeige sich auch in seiner 
Einschätzung von sich als Autofahrer, wo er sich trotz vier Vorfällen – davon zwei Mal mit Unfallfolge 
– als überdurchschnittlich guten Autofahrer beschrieben habe. Er zeige überdies Wissensdefizite, 
so habe er den Anhalteweg deutlich unterschätzt. Derzeit könne somit nicht von einem angemesse-
nen Verantwortungs-, Problem- und Gefahrenbewusstsein ausgegangen werden. Angesichts 
dessen fehle es ihm an den Voraussetzungen, um notwendige Veränderungen einzuleiten und trag-
fähige Strategien zur Vermeidung weiterer Vorfälle im Strassenverkehr zu entwickeln. Aus gutach-
terlicher Sicht werde daher bezweifelt, dass er seine Vorsätze, welche sich mehrheitlich auf der 
Ebene der Absichtsbildung befänden, umzusetzen und sich angepasst im Strassenverkehr zu 
verhalten. Die Wahrscheinlichkeit für weiteres Fehlverhalten werde derzeit noch als erhöht beurteilt. 
Anlässlich der Standardtests habe er überdies eine Tendenz gezeigt, sozial erwünscht zu antworten 
bzw. Ergebnisse zu seinen Gunsten zu verfälschen. Die Skalen in den Profilen seien daher nicht 
hinreichend sicher interpretierbar. Insgesamt könne die charakterliche Fahreignung aus verkehrs-
psychologischer Sicht zum aktuellen Zeitpunkt nicht bejaht werden. 

5.2. Das Explorationsgespräch und insbesondere auch die Aussagen des Beschwerdeführers 
sind im Gutachten detailliert wiedergegeben und die Einschätzungen der Gutachterin erweisen sich 
auf dieser Basis als schlüssig und nachvollziehbar. So hat sie den Beschwerdeführer ausführlich zu 
den Vorfällen im Strassenverkehr und unter anderem auch zu dem Ereignis vom 12. April 2019 
befragt, als er mit einem Motorrad, ohne im Besitz der entsprechenden Führerausweiskategorie zu 
sein, in einer Kurve ins Rutschen kam und verunfallte. Er erklärte der Gutachterin, dass er gestützt 
auf die Angaben eines Kollegen davon ausgegangen war, dass er zum Führen eines Rollers bis 
50 Kubik berechtigt sei, da er die Theorieprüfung fürs Auto gemacht habe. Er gab auf ihre entspre-
chende Frage hin an, dass er nicht wisse, wie er das Ereignis beurteilen solle, "keine Ahnung […], 
sicher nicht gut". Er habe auch nicht mehr gewusst, dass ihm der Führerausweis entzogen worden 
sei, der Roller, den er bereits seit einiger Zeit fuhr (er könne nicht mehr genau sagen, wie lange er 
diesen schon hatte, zwischen einem und fünf Monaten) sei eh nicht mehr fahrtüchtig gewesen. Der 
Beschwerdeführer führt in seiner Beschwerde aus, dass es aufgrund der vergangenen Zeitdauer 
verständlich sei, dass er sich nicht mehr daran erinnerte. Dies ist indes erstaunlich, da doch dieses 
Ereignis lediglich etwa vier Jahre her ist und ein entsprechender Vorfall und die entsprechenden 
Konsequenzen für einen vorsichtigen Fahrzeugführer durchaus eindrücklich und prägend sein 
dürften. Hinsichtlich der Geschwindigkeitsüberschreitung vom 30. Januar 2022 gab er der Gutach-
terin an, dass er laut der Polizei 105 km/h gefahren sei. Ihm sei erst im Nachhinein bewusstgewor-
den, dass er zu schnell gefahren sei, vorher nicht. Er sei abgelenkt gewesen und habe mit seiner 
damaligen Freundin, die auf dem Beifahrersitz gesessen sei, ein Alltagsgespräch geführt. Bis auf 
die Geschwindigkeit habe er alles im Griff gehabt. Er hätte anhalten können, wenn etwas auf der 
Strasse gewesen wäre, weil er auf die Strasse und nach vorne geschaut habe. Er sei "gut, aber zu 
schnell" gefahren. Dieses herabspielende Antwortmuster wiederholte sich anlässlich des Gesprächs 
mit der Gutachterin bei zahlreichen Fragen. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Gutachterin 
daraus folgerte, dass beim Beschwerdeführer bislang noch keine angemessene Auseinanderset-
zung mit seinen Verkehrsauffälligkeiten stattgefunden habe, dass seine Schilderungen über weite 
Teile wenig reflektiert und unkritisch ausfielen und er auffallend oft angegeben habe, dass er sich 
nicht mehr genau erinnere. Auch kann der Gutachterin gefolgt werden, wenn sie aus diesem 
Antwortmuster schloss, dass er die Verantwortung für sein bisher gezeigtes Fehlverhalten nur 

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unvollständig übernommen habe und dazu neige, die Fehler auf äussere bzw. situative Faktoren 
(dem Kollegen vertraut; nasse Strasse; Ablenkung durch Gespräch mit der Beifahrerin; dem Fahr-
zeuglenker vor ihm nachgefahren) abzuschieben. Über seine eigene Beteiligung an den Vorfällen 
zeige er sich wenig reflektiert. 

Die Gutachterin erörterte weiter, dass sich seine ungenügende Reflexion auch in seiner Einschät-
zung von sich als Autofahrer zeige, da er sich trotz vier Vorfällen – davon zwei Mal mit Unfallfolge – 
als überdurchschnittlich guten Autofahrer beschrieben habe. Er zeige überdies Wissensdefizite, so 
habe er den Anhalteweg deutlich unterschätzt. Der Beschwerdeführer rügt in seiner Beschwerde, 
dass die Gutachterin seine Selbsteinschätzung als guten Autofahrer als Argument für eine unkriti-
sche Aufarbeitung der Vorfälle verwendet habe, und macht geltend, dass es sicher nicht falsch sei, 
ihn in Anbetracht seiner täglichen Teilnahme am Strassenverkehr als "normalen Autofahrer" zu 
betrachten. Indes spiegelt sich die von der Gutachterin konstatierte Selbstüberschätzung – ebenso 
wie das noch wenig reflektierte Verhalten – deutlich in seinen Angaben bei der Begutachtung, dass 
er sich hinsichtlich seiner Fähigkeiten im Strassenverkehr im Vergleich zu anderen Autofahrern auf 
einer Skala von 0 für sehr schlecht bis 10 für sehr gut bei 8 sehe; dies, weil er wisse, dass er es gut 
könne und jeden Tag in D.________ arbeiten und keine Probleme habe, seit er den Führerausweis 
auf Probe nicht mehr habe. Damit sieht er sich offenbar nicht als "normalen", sondern als guten bzw. 
sehr guten Fahrer, was aufgrund der zahlreichen Vorfälle offensichtlich als eine deutliche Überschät-
zung zu bewerten ist – selbst wenn es nun seit dem Vorfall vom 30. Januar 2022 mit seinem neuan-
geschafften Fahrzeug der Kategorie F zu keinen Widerhandlungen mehr gekommen ist. Den Anhal-
teweg schätzte er bei einer Geschwindigkeit von rund 100 km/h auf etwa 20 m (anstatt rund 130 m, 
wobei schon der durchschnittliche Reaktionsweg länger ist als die von ihm angegebenen 20 m) bzw. 
bei 80 km/h auf 10 bis 20 m. Dies zeigt deutlich auf, dass der Beschwerdeführer markante Fehlein-
schätzungen vornimmt, welche im Strassenverkehr gefährliche Folgen haben können – was sich bei 
den aktenkundigen Vorfällen mehrmals bestätigt hat. 

Wenn der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde weiter geltend macht, dass er jeweils nur fahrläs-
sig gegen die Verkehrsregeln verstossen habe und sich entgegen dem Gutachten nicht bewusst für 
die Missachtung von Regeln entscheide, ist er insbesondere an den Vorfall vom 26. September 2015 
zu erinnern, als er ein Kleinmotorrad lenkte, ohne im Besitz der entsprechenden Führerausweiskate-
gorie zu sein und überdies eine Kollegin ohne Helm als Passagierin mitnahm. Er durfte in keiner 
Weise davon ausgehen, dass dies erlaubt war. Dennoch fuhr er am 12. April 2019, im blinden 
Vertrauen auf die Angaben eines Kollegen, erneut mit einem Motorrad, ohne im Besitz des entspre-
chenden Ausweises zu sein und baute aufgrund der überhöhten Geschwindigkeit in einer Kurve 
einen Unfall. Gerade weil er das Motorrad während längerer Zeit (gemäss seiner wiederum unklaren 
Angabe zwischen einem und fünf Monaten) fuhr, konnte bzw. durfte ihm nicht verborgen bleiben, 
dass er hinsichtlich dieser Fahrzeugkategorie nicht fahrberechtigt war. Weiter rügte der Beschwer-
deführer, dass das Gutachten widersprüchlich sei, indem die Gutachterin ihm etwa eine einge-
schränkte Anpassungsfähigkeit attestiere, aber festhalte, dass er sich "im aktuellen Explorationsge-
spräch auch anpassungsbereit" zeige. Diesen vermeintlichen Widerspruch konnte die Gutachterin 
jedoch im Gutachten schlüssig auflösen, indem sie ihm eine Anpassungsfähigkeit lediglich aufgrund 
äusserer Faktoren, nicht aber aus nachhaltigen inneren Motivationsgründen wie etwa die Erhöhung 
der Verkehrssicherheit zusprach. 

Das Gutachten erweist sich damit insgesamt als vollständig, schlüssig und widerspruchsfrei. Es 
drängen sich keine ernsthaften Einwände dagegen auf und für das Gericht besteht kein triftiger 
Grund, von dieser Expertise abzuweichen bzw. weitere Beweise zu erheben. Es kam aufgrund des 
Verhaltens des Beschwerdeführers bereits mehrfach zu gefährlichen Situationen bzw. zu Unfällen, 

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wobei er bei zwei Widerhandlungen mit Fahrzeugen gefahren ist, ohne im Besitz des entsprechen-
den Führerausweises zu sein (am 26. September 2015 mit einem Kleinmotorrad und am 12. April 
2019 mit einem Motorrad), und sein Bewusstsein hinsichtlich dieser Fehler erscheint offensichtlich 
noch nicht genügend ausgebildet. Die Einschätzung, wonach es ihm derzeit auch hinsichtlich der 
Kategorien F, G und M an der charakterlichen Fahreignung fehlt, erscheint daher als nachvollziehbar 
und der entsprechende Entzug auch für diese Kategorien ist – mit Blick auf die Verkehrssicherheit 
– notwendig und verhältnismässig und im Ergebnis gerechtfertigt, selbst wenn er seit dem letzten 
Vorfall vom 30. Januar 2022 keine weitere Widerhandlung mit seinem neu angeschafften Fahrzeug 
der Klasse F begangen hat.  

5.3. Gestützt auf das schlüssige Gutachten hat die Vorinstanz mit der angefochtenen Verfügung 
folglich zu Recht geschlossen, dass die Fahreignung des Beschwerdeführers verneint werden muss, 
und daher verfügt, dass ihm der Führerausweis (auch) der Spezialkategorien F, G und M auf unbe-
stimmte Dauer zu entziehen und der Lernfahr- bzw. Führerausweis namentlich für die Kategorie B 
zu verweigern ist.

5.4. Der Antrag des Beschwerdeführers auf Parteibefragung bzw. auf die Anordnung eines weite-
ren Gutachtens ist damit abzuweisen, da dies am feststehenden Ergebnis nichts zu ändern vermöch-
te (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3). 

6.

Die angefochtene Verfügung ist somit im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die Beschwerde (603 2023 
76) ist folglich abzuweisen und die Verfügung der Vorinstanz vom 30. März 2023 ist zu bestätigen. 

Der Beschwerdeführer ist indes darauf aufmerksam zu machen, dass es ihm gemäss dieser Verfü-
gung offensteht, sich nach Absolvierung der in der angefochtenen Verfügung angeordneten 
Verkehrstherapie im Umfang von mindestens zehn Sitzungen – die er im Grundsatz nicht beanstan-
dete – unverzüglich einer erneuten verkehrspsychologischen Untersuchung zu unterziehen zwecks 
Wiederzulassung zum Strassenverkehr.  

7.

Das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung (603 2023 119) ist mit dem sofor-
tigen Entscheid in der Hauptsache als gegenstandslos abzuschreiben. 

8.

Die Verfahrenskosten, die auf CHF 800.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang entspre-
chend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem Kostenvorschuss zu verrechnen (Art. 131 
Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und 
Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz; TarifVJ; SGF 150.12). 

Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde (603 2023 76) wird abgewiesen.

II. Das Gesuch (603 2023 119) um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung wird als 
gegenstandslos abgeschrieben.

III. Die Gerichtskosten von CHF 800.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

IV. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 19. Juli 2023/dgr

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber-Praktikant