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**Case Identifier:** 55f25437-1f10-575f-87f8-6e2cdf54dccf
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.05.2020 725 19 380/107
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-380-107_2020-05-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. Mai 2020 (725 19 380 / 107) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

Leistungseinstellung; Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis 

und den noch geltend gemachten Beschwerden zu Recht verneint.  
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Markus Schmid, Rechts-
anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Basler Versicherungen AG, Aeschengraben 21, 4002 Basel, Be-
schwerdegegnerin, vertreten durch Matthias Steiner, Rechtsanwalt, 
Furer & Partner Rechtsanwälte, Steinentorstrasse 13, Postfach 223, 
4010 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A.1 Der 1960 geborene A.____ arbeitete seit 2007 als Gärtner und Allrounder bei der seiner 
Ehefrau gehörenden Einzelfirma B.____ in X.____. Aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses war er 
bei der Basler Versicherungen AG (Basler) gegen die Folgen von Betriebs- und Nichtbetriebsun-
fällen versichert.  
 

 

 
 
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A.2 Der Versicherte war bereits seit dem 23. April 2017 wegen Ischiasschmerzen zu 100 % 
arbeitsunfähig, als er am 5. Juni 2017 daheim beim Hochsteigen einer Treppe stolperte und das 
Gleichgewicht verlor. In der Folge kippte er vom Treppenende rückwärts nach hinten. Dabei zog 
er sich einen Bruch des 7. Halswirbelkörpers (HWK), eine Hirnerschütterung und Gesichtsverlet-
zungen zu. Vom 6. bis 11. Juni 2017 war er im Spital C.____ in Y.____ hospitalisiert, wo am 8. 
Juni 2017 der Bruch des 7. HWK mit einer Spondylodese operativ versorgt wurde. Die Basler 
richtete in der Folge die gesetzlichen Leistungen bis Ende Dezember 2018 aus (vgl. Verfügung 
vom 7. März 2019). Die gegen die Einstellungsverfügung erhobene Einsprache wies die Suva mit 
Entscheid vom 15. Oktober 2019 ab. Im Wesentlichen wurde begründet, dass die aktuell noch 
geklagten Beschwerden nicht mehr kausal auf das Unfallereignis vom 6. Juni 2017 zurückzufüh-
ren seien. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Advokat Markus 
Schmid, mit Eingabe vom 18. November 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, dass der angefochtene Einspracheent-
scheid aufzuheben und die Basler zu verpflichten sei, die gesetzlichen Leistungen über den 
31. Dezember 2018 hinaus auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht 
sei die Basler aufzufordern, die gesamten Akten chronologisch und nummeriert dem Kantonsge-
richt einzureichen. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass das Gutachten der 
D.____ AG vom 10. Januar 2019 sowohl aus formellen wie auch aus materiellen Gründen be-
weisuntauglich sei, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. Er leide weiterhin an relevan-
ten, beeinträchtigenden Unfallfolgen, weshalb seine Arbeitsfähigkeit massgeblich eingeschränkt 
sei.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 6. Februar 2019 beantragte die Basler, vertreten durch Rechts-
anwalt Matthias Steiner, die Abweisung der Beschwerde. Unter Hinweis auf die Ausführungen im 
Einspracheentscheid sei die Einstellung der Leistungen rechtens. Die dagegen vom Beschwer-
deführer vorgebrachten Argumente würden daran nichts ändern.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten.  
 
2.1  Vorweg ist auf die Einwände formeller Natur einzugehen. Der Beschwerdeführer wendet 
ein, die Gutachtachtensaufträge an die D.____ AG seien erteilt worden, ohne dass er vorgängig 
angehört worden sei. Es liege damit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, weshalb die 
Gutachten bereits aus diesem Grund nicht verwertbar seien. 
 
2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Ge-
hör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-

 

 
 
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wirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person ein-
greift. Dieser verfassungsmässige Anspruch wird in Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allge-
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung mit Art. 
44 ATSG konkretisiert. Demnach gibt der Versicherungsträger - sofern zur Abklärung des Sach-
verhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholt werden muss 
-  der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter oder die Gutachterin 
aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen. 
 
2.3 Die Beschwerdegegnerin informierte den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 19. Juni 
2018, dass sie PD Dr. med. E.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation/Rheumatolo-
gie, von der D.____ AG beauftragt habe, ihn zu begutachten. Gleichzeitig wurde der Beschwer-
deführer mit den Gutachterfragen bedient und aufgefordert, allfällige Ergänzungen zum Frageka-
talog mitzuteilen. Der Gutachterauftrag an PD Dr. E.____ wurde demnach unter Berücksichtigung 
der gesetzlichen Vorgaben von Art. 44 ATSG erteilt. In Bezug auf die Begutachtung durch Dr. 
med. F.____, FMH Neurologie, Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Z.____, ist unklar, in 
welcher Form der Beschwerdeführer vorgängig darüber in Kenntnis gesetzt wurde. In den Akten 
findet sich eine Kopie einer E-Mail des zuständigen Sachbearbeiters der D.____ AG an die Be-
schwerdegegnerin vom 24. September 2018, welcher zu entnehmen ist, dass sich beim Be-
schwerdeführer eine neuropsychiatrische (recte wohl: neurologische) Begutachtung aufdränge 
(vgl. act. 1.045). In der Folge wurde dem Beschwerdeführer eine Terminbescheinigung zugestellt, 
wonach er am 26. September 2018 von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr in der MEDAS Z.____ durch Dr. 
E.____ neurologisch untersucht werde. Der Versicherte unterzeichnete diese Bescheinigung am 
27. September 2018 vorbehaltslos (vgl. act. 1.047). Daraus kann geschlossen werden, dass er 
auch mit der neurologischen Begutachtung einverstanden war. Entsprechend hat er in der Ein-
sprache keine Bedenken gegen Dr. E.____ geäussert. Auch vorliegend bringt er keine konkreten 
Einwände gegen den begutachtenden Neurologen vor. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
ist unter diesen Umständen nicht erkennbar. Der entsprechende Einwand des Beschwerdefüh-
rers erweist sich deshalb als unbegründet. 
 
3. Materiell ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zu Recht per 31. De-
zember 2018 eingestellt hat. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des 
vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids vom 15. Oktober 2019 entwickelt hat. Dieser 
Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbe-
fugnis (vgl. BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
4.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsun-
fällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss 
UVG setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden 
(Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen-
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetre-
ten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 

 

 
 
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kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen 
die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis 
mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesund-
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigen-
den Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 
ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Un-
fallereignis und dem eingetretenen Schaden ist nach der Rechtsprechung dann zu bejahen, wenn 
das Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung 
an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit 
Hinweis).  
 
4.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürli-
che und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 
363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des 
Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 
verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei 
voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsscha-
dens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts 
vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 

 

 
 
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5.1 Im Zusammenhang mit der Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers 
ist zu prüfen, in welchem Ausmass dieser unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legalde-
finition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 
Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2).  
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen 
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 
125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 

 

 
 
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6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falles liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich als zentral erweisen. 
 
6.2 Im undatierten Unfallschein des behandelnden Arztes Dr. med. G.____, Facharzt für All-
gemeinmedizin, Muesbach/Frankreich, wird festgehalten, dass der Beschwerdeführer am 5. Juni 
2017 bei einem Treppensturz Hämatome im Gesicht und eine Wunde an der Lippe erlitten habe. 
Radiologisch sei eine Fraktur des 7. HWK festgestellt worden.  
 
6.3 Die neurochirurgische Abteilung des Spitals C.____ teilte am 11. Juni 2017 mit, dass der 
Beschwerdeführer beim Eintritt am 6. Juni 2017 einen Glasgow Coma Score (GCS)-Wert von 15 
ausgewiesen, eine Halskrause getragen und keine sensomotorischen Defizite gezeigt habe. Eine 
Wunde im rechten Kinnbereich sei bereits notfallmässig behandelt gewesen. Am 8. Juni 2017 sei 
eine Osteosynthese durchgeführt worden. Die postoperative Behandlung habe sich einfach ge-
staltet und die radiologische Kontrolle sei befriedigend gewesen. Bei der Entlassung hätten keine 
sensomotorischen Defizite an den Extremitäten bestanden. Der Beschwerdeführer sei weiterhin 
100 % arbeitsunfähig. 
 
6.4 Gemäss Assessment-Bericht der D.____ AG vom 26. Juli 2017 hätten beim Versicherten 
bereits im Vorfeld zum Unfallereignis vom 5. Juni 2017 chronische Rückenbeschwerden mit Aus-
strahlung ins rechte Bein bis zum Knie sowie mit einer Minderung des Gefühls und der Kraft 
bestanden. Zu den Vorzuständen seien jedoch nur wenige medizinische Unterlagen vorhanden. 
Im Dossier fände sich eine UVG-Meldung vom 25. Februar 2016, welche auch einen Treppen-
sturz betroffen habe. Als Folgen seien Rückenschmerzen und eine Knieverletzung rechts und 
eine Arbeitsunfähigkeit bis 21. Dezember 2016 attestiert worden. Dr. G.____ habe im April 2017 
eine Lumbalgie diagnostiziert und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis voraussichtlich 31. Mai 
2017 bestätigt. Am 5. Juni 2017 sei es zum erwähnten Treppensturz mit Fraktur des 7. HWK 
gekommen, welche neurochirurgisch im Spital D.____ versorgt worden sei. 
 
6.5 Die Basler ersuchte die D.____ AG am 19. Juni 2018, eine konsiliarische Begutachtung 
des Beschwerdeführers vorzunehmen. PD Dr. E.____ untersuchte den Beschwerdeführer am 
2. und 3. Juli 2018. Im Gutachten vom 10. Januar 2018 (recte: 2019) diagnostizierte er mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit Restbeschwerden und eine leicht reduzierte Belastbarkeit im Be-
reich der Halswirbelsäule (HWS) nach/bei instabiler HWK 7-Fraktur am 5. Juni 2017 und einen 
Zustand nach Spondylodese mit lnterponat und Platte am 6. (recte: 8.) Juni 2017, konsolidiert. 
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit liege ein Zustand nach leichtem Schädel-Hirn-Trauma 
mit bildgebenden Veränderungen, aber ohne Bewusstseinsverlust und Amnesie vor. Mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit, jedoch ohne Zusammenhang mit dem Unfall vom 5. Juni 2017 be-
stünden ein chronisches lumbovertebrales bis spondylogenes sowie ein sensomotorisches Aus-
fallsyndrom L3 und L4 rechts bei fortgeschrittener Diskopathie L2-L5 mit Diskushernien L2-L3 
sowie L4-L5 und einer Kompression der Nervenwurzel L3 und L4 rechts, Spondylarthrosen L2-
L5 aktuell hinsichtlich der Symptomatik dominierend, eine Claudicatio ohne Hinweise auf engen 

 

 
 
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Spinalkanal, eine ST-Skoliose, teilweise durch Beckentiefstand links bedingt, ein funktionell be-
einträchtigendes sensomotorisches Karpaltunnelsyndrom links und vorwiegend myofaszial be-
tonte Schulterbeschwerden links ohne Hinweise auf eine spezifische Periarthropathia humeros-
capularis. Zudem leide der Beschwerdeführer an einem Schlafapnoesyndrom, einem leichten 
sensiblen Karpaltunnel- und einem Sulcus ulnaris-Syndrom rechts, einer Adipositas und einem 
Nikotinabusus. Der Beschwerdeführer habe seit vielen Jahren intermittierende Rückenschmer-
zen, welche erstmals im Frühjahr 2016 anhaltend mit Ausstrahlungen ins rechte Bein aufgetreten 
seien. Ausserdem seien damals auch Kniebeschwerden rechts beklagt worden. Seither bestün-
den auch Kribbelparästhesien im rechten Bein. Am 5. Juni 2017 habe sich der Versicherte bei 
einem Treppensturz eine instabile artikuläre Fraktur des 7. HWK und Verletzungen im Gesicht 
zugezogen. Bei einem GCS-Wert von 15 habe radiologisch zudem eine leichte Kontusion rechts 
frontal sowie ein beidseitiges minimales Subduralhämatom festgestellt werden können. Anläss-
lich der Beurteilung im D.____ AG seien aber die lumbalen Rückenschmerzen mit intermittieren-
der Ausstrahlung ins rechte Bein im Vordergrund gestanden. Nach wie vor lägen Schmerzanga-
ben zwischen 4 und 9 auf der visuellen Analogskala (VAS) vor. Es bestünden auch Kribbelparäs-
thesien vom 1. bis 3. Finger links mit Einschlafen der Hand, zum Teil auch nachts, und zuneh-
mende Sensibilitätsstörungen und Mühe beim Hantieren mit der linken Hand. Schliesslich würden 
seit dem Unfallereignis vom 5. Juni 2017 kognitive Schwierigkeiten mit rascher Ermüdbarkeit, 
Konzentrationsstörungen und Merkfähigkeitsproblemen beschrieben. Beschwerden im Bereich 
der linken Schulter würden vor allem beim Hantieren von Lasten und Tätigkeiten über Brusthöhe 
beklagt, weniger nachts, ausser wenn längere Zeit draufgelegen würde. Die Nackenbeschwerden 
stünden beschwerdemässig jedoch im Hintergrund. Objektivierbar sei nebst einer Adipositas eine 
s-förmige, hoch lumbal und thorakal betonte linkskonvexe, tieflumbal rechtskonvexe Skoliose. 
Die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäulen (LWS) sei vor allem in Lateralflexion nach rechts und 
in der Extension eingeschränkt, während die Flexion weitgehend frei sei. lm Bereich des Nackens 
bestehe vor allem eine Einschränkung der Linksrotation, eher vereinbar mit einer Dysfunktion der 
oberen HWS oder muskulär, währenddem die übrige Beweglichkeit weitgehend uneingeschränkt 
sei. Dagegen sei das Tinel-Zeichen positiv und es lägen Sensibilitätsstörungen sowie eine Thena-
ratrophie in der linken Hand vor. lm Bereich der linken Schulter seien die bei einer unauffälligen 
Beweglichkeit vorhandenen Schmerzen bei der isometrisch resistiven Trapeziusprüfung am 
ehesten mit einer myofaszialen Problematik vereinbar. Kognitiv sei der Versicherte unauffällig. 
Die Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) habe eine zuverläs-
sige Leistungsbereitschaft und eine gute Konsistenz der Tests ergeben. Die Belastbarkeit liege 
allgemein im Bereich einer leichten wechselbelastenden Arbeit. Limitierend würden sich die lum-
bale Region sowie das rechte Bein und die linke Hand (vor allem bei feinmotorischen und bei 
Aufgaben, welche einen Krafteinsatz mit der linken Hand erforderten) erweisen. Hinsichtlich des 
Nackens läge eine reduzierte Belastungstoleranz mit reduzierter Stabilisierungsfähigkeit vor, wel-
che sich jedoch nur beim Hantieren von Lasten über Brusthöhe sowie Arbeiten über Schulterhöhe 
auswirke.  
 
Dr. F.____ untersuchte den Beschwerdeführer am 26. September 2018. Er nannte in seinem 
Bericht vom 30. Oktober 2018 keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Im Zu-
sammenhang mit dem Unfallereignis vom 5. Juni 2017 hielt er bei einem Status nach instabiler 

 

 
 
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Fraktur des 7. HWK und Spondylodese fest, dass aktuell keine Hinweise auf eine radikuläre Aus-
strahlung oder Myelopathiezeichen bestünden. Ausserdem beschrieb er einen Status nach leich-
tem Schädel-Hirn-Trauma ohne Bewusstlosigkeit, jedoch mit Kontusionsödem und diskretem epi-
duralem Hämatom und allenfalls möglichen, aber nur minimen unspezifischen kognitiven Minder-
leistungen. Als überwiegend nicht unfallkausale Diagnose wurden ein chronisches lumbospondy-
logenes und radikuläres Syndrom L3-L4 rechts mit schweren Segmentdegenerationen in der un-
teren LWS sowie eine rechtsseitige Foramenstenose genannt, welche zusätzlich durch eine Sko-
liose mit Muskelatrophie der Oberschenkelmuskulatur rechts akzentuiert sei. Nicht unfallkausal 
und ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit bestünden ein elektrophysiologisch nachgewiesenes 
sensomotorisches Karpaltunnelsyndrom links und ein leichtes Karpaltunnelsyndrom rechts, ein 
leichtes sensibles Sulcus ulnaris-Syndrom rechts, ein schwergradiges, aber gut kontrolliertes 
Schlafapnoesyndrom und eine Adipositas. Der Beschwerdeführer bezeichne die Einschränkun-
gen im Bereich der LWS und der rechten unteren Extremität als Hauptproblem. Durch die unfall-
kausalen Diagnosen könnten keine irreversiblen komplexen Funktionseinschränkungen medizi-
nisch plausibel gemacht werden. Die verminderte Rückenbelastbarkeit sei sicher bereits durch 
vorbestehende erhebliche degenerative Wirbelsäulenschädigungen erklärbar. Hinsichtlich der 
HWS seien bei einem Status nach Spondylodese keine neurokompressiven oder neuroirritativen 
Störungen nachweisbar. Das Karpaltunnelsyndrom (links mehr als rechts) sei unfallfremd. Das 
Schlafapnoesyndrom sei sehr wahrscheinlich durch die Gewichtszunahme erklärbar. Diese Stö-
rung sei aber als reversibel zu verstehen und ausserdem gut kontrolliert. Aus neurologischer Sicht 
lägen ein Status quo sine und funktional ein Status quo ante vor und auf der Grundlage unfall-
kausaler Funktionseinschränkungen bestünden keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Das 
Zumutbarkeitsprofil werde vorrangig durch die unfallfremden vorbestehenden degenerativen Wir-
belsäulenveränderungen bestimmt. Die Vorzustände würden weit überwiegend dominieren.  
 
Zusammengefasst bestehe eine multifaktorielle Problematik, wobei vor allem die lumbalen 
Rückenbeschwerden und die Einschränkungen im Bereich der linken Hand im Vordergrund 
seien. Die Nackenproblematik bei Status nach Fraktur des 7. HWK und Spondylodese wirke sich 
noch beim Hantieren von leichten Lasten über Brusthöhe sowie bei Arbeiten über Schulterhöhe 
aufgrund einer noch reduzierten Stabilisierungsfähigkeit aus. Ausserdem seien die gefundenen 
Restfunktionsstörungen und muskulären Befunde hauptsächlich auf die obere HWS fokussiert. 
Bei Fortführung des stabilisierenden Trainings mit der Nackenmuskulatur sei jedoch nach 3 Mo-
naten (bzw. bis Ende Jahr) aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht zumindest von einem Sta-
tus quo sine auszugehen. Hinsichtlich der Folgen eines leichten Schädel-Hirn-Traumas ohne Be-
wusstlosigkeit und Amnesie würden zwar subjektiv noch Beschwerden angegeben, objektiv hät-
ten jedoch weder in der neurologischen noch in der rheumatologisch-orthopädischen Untersu-
chung in Übereinstimmung mit den ausgeübten Alltagsfunktionen inkl. Autofahren Hinweise auf 
relevante kognitive Einschränkungen gefunden werden können. Das Müdigkeitssyndrom sei als 
multifaktoriell und unspezifisch zu betrachten. In der medizinischen Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit wurde unter Berücksichtigung der Resultate der EFL festgestellt, dass die angestammte Tä-
tigkeit aus medizinischer Gesamtsicht (krankheitsbedingt und unfallmässig) nur hinsichtlich der 
Führungsaufgaben, welche 10-20% ausgemacht hätten, ausgeübt werden könne. Krankheitsbe-
dingte Ursachen stünden im Vordergrund, wohingegen die Unfallfolgen lediglich zu einer vorüber-
gehend eingeschränkten Funktion geführt hätten. Da in Bezug auf die Rückenbeschwerden und 

 

 
 
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den diesbezüglichen Funktionseinschränkungen weitgehend von einem stabilen Zustand ausge-
gangen werden könne, dürfte sich auch in Zukunft die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tä-
tigkeit krankheitsbedingt nicht namhaft verändern. Unter Berücksichtigung der eingeschränkten 
Aktivitäten über Schulterhöhe aufgrund einer reduzierten Stabilisierungsfähigkeit im Bereich des 
Nackens seien bis zum Erreichen des Status quo sine auch unfallbedingte Diagnosen mitbeteiligt 
bei der Einschränkung.  
 
6.7 Im Rahmen des Einspracheverfahrens äusserte sich Dr. med. H.____, FMH Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 2. März 2019 zu den Ausfüh-
rungen von PD Dr. E.____ und Dr. F.____. Er hielt fest, dass deren versicherungsmedizinische 
Kausalitätsbeurteilung grobe Mängel aufweise und nicht korrekt sei bezüglich der natürlichen 
Kausalität der medizinischen Situation. So setze ein Status quo sine einen Schaden, typischer-
weise eine Degeneration an der HWS voraus, welche aber weder radiologisch zu sehen noch 
intraoperativ beschrieben worden sei. Zudem sei ein Entfernen eines Wirbelkörpers und eine 
Metallcageeinlage ein definitiver Schritt in eine richtungsgebende Verschlimmerung, da damit 
anatomische Strukturen endgültig entfernt wurden. Deshalb seien der Status quo sine und der 
Status quo ante nicht mehr erreichbar. Die Begleitbeschwerden seien Folgeschäden des Schä-
del-Hirn-Traumas, welche erfahrungsgemäss bis 2 Jahre nach dem Unfall positiv verbessert wer-
den können. Erst dann könne mittels Bestimmung der Restfolgen und des Integritätsschadens 
ein eventuell vorliegender Endzustand festgestellt werden. Die Arbeitsfähigkeit sei somit weiter-
hin relevant eingeschränkt. Zu beachten sei ferner, dass der Beschwerdeführer in der ange-
stammten Tätigkeit mittelschwere bis schwere Arbeiten verrichtet habe. 
 
7.1 In Würdigung der vorstehend geschilderten medizinischen Unterlagen ging die Be-
schwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid bzw. in der diesem zu Grunde liegen-
den Verfügung gestützt auf die Beurteilungen von PD Dr. E.____ und Dr. F.____ davon aus, dass 
beim Versicherten der medizinische Endzustand hinsichtlich der Unfallfolgen Ende Dezember 
2018 erreicht gewesen sei. Sinngemäss sei nicht ersichtlich, dass im genannten Zeitpunkt von 
einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheits-
zustands zu erwarten gewesen wäre. Der Beschwerdeführer bestreitet dieses Vorgehen insbe-
sondere unter Hinweis auf die Ausführungen von Dr. H.____.  
 
7.2.1 Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden 
Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1 
UVG; BGE 137 V 199 E. 2.1, 134 V 109 E. 4.1). Die verunfallte Person hat demgemäss Anspruch 
auf Heilbehandlung, solange von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Bes-
serung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Ob eine namhafte Besserung noch 
möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwen-
dung des Begriffes "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere 

 

 
 
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(zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Ge-
wicht fallen muss (BGE 134 V 109 E. 4.3). Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven 
Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen - wie 
etwa einer Badekur - zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch 
auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicher-
ten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden 
(RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388, U 244/04 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 22. Juli 2016, 
8C_285/2016, E. 7.1 und vom 31. Juli 2013, 8C_970/2012, E. 2.3). 
 
7.2.2 Der Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin per 31. Dezember 2018 ist im Lichte 
der vorstehenden Beurteilungen nicht zu beanstanden. Sie stellte dabei auf die Ausführungen 
von PD Dr. E.____ und Dr. F.____ ab, welche in Bezug auf den beim Unfall vom 5. Juni 2017 
erlittenen Bruch des 7. HWK und der in der Folge durchgeführten Spondylodese übereinstim-
mend ausführten, dass eine ausgeheilte und stabile Situation vorliege. Die Nackenproblematik 
wirke sich im Untersuchungszeitpunkt lediglich noch bei Hantieren von leichten Lasten über 
Brusthöhe sowie Arbeiten über Schulterhöhe aufgrund einer noch reduzierten Stabilisierungsfä-
higkeit aus. Ihre Schlussfolgerung, wonach bei Fortführung des stabilisierenden Trainings noch 
längsten bis Ende 2018 eine zu berücksichtigende Einschränkung vorliege, ist nachvollziehbar. 
Hinsichtlich der Folgen des leichten Schädelhirntraumas ohne Bewusstlosigkeit und Amnesie 
stellten die Gutachter keine objektivierbaren Beschwerden fest und verwiesen auf die durch den 
Beschwerdeführer ausgeübten Alltagsfunktionen inkl. Autofahren. Sie gingen deshalb zu Recht 
davon aus, dass keine relevanten kognitiven Einschränkungen bestätigt werden konnten. Das 
vom Beschwerdeführer ebenfalls beklagte Müdigkeitssyndrom bezeichneten sie nachvollziehbar 
als multifaktoriell und unspezifisch. Die vorgenommene Einschätzung der Gutachter, wonach der 
Endzustand Ende Dezember 2018 eingetreten sei, erscheint deshalb insgesamt nachvollziehbar 
und einleuchtend. Demgegenüber weist Dr. H.____ betreffend den Endzustand auf die Möglich-
keit hin, dass sich die Folgeschäden des erlittenen Schädel-Hirn-Traumas noch verbessern wür-
den. Durch welche Massnahmen ein namhafter therapeutischer Fortschritt erzielt werden könnte, 
ist seinen Ausführungen aber nicht zu entnehmen. Weiter setzt er sich nicht mit den Untersu-
chungsergebnissen von Dr. F.____ auseinander, der im Rahmen seiner neurologischen Unter-
suchung keine relevante kognitive Minderleistung mehr feststelle konnte. Die Beurteilung von Dr. 
H.____ betreffend den Endzustand vermag nicht zu überzeugen bzw. den Beweiswert der gut-
achterlichen Feststellungen zu schmälern. Mit der Beschwerdegegnerin ist deshalb davon aus-
zugehen, dass der medizinische Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG per 31. Dezember 
2018 erreicht und die Basler berechtigt war, den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leis-
tungen (Heilbehandlung, Taggelder) auf diesen Zeitpunkt hin abzuschliessen.  
 
8.1 Die Beschwerdegegnerin prüfte in der Folge den Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Rente im Sinne von Art. 18 UVG und eine Integritätsentschädigung (vgl. Art. 24 UVG). Dabei 
stützte sie sich auf die Ausführungen der Gutachter Dr. F.____ vom 30. Oktober 2018 und PD Dr. 
E.____ vom 10. Januar 2019. Sie ging deshalb davon aus, dass zwischen dem Ereignis vom 5. 
Juni 2017 und den noch geklagten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 
Kausalität mehr vorliege, weshalb sie über den 31. Dezember 2018 hinaus keine Leistungen 

 

 
 
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schulde. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Die Beurtei-
lungen von Dr. F.____ und PD Dr. E.____ erfüllen sämtliche Voraussetzungen, die das Bundes-
gericht an eine beweistaugliche Beurteilungsgrundlage stellt (vgl. E. 5.3 hiervor). Die Gutachter 
setzen sich hinreichend mit den wesentlichen medizinischen Unterlagen auseinander und vermit-
teln insgesamt ein vollständiges Bild des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers. Alsdann 
nehmen sie gestützt auf ihre eingehenden persönlichen Untersuchungen und Befunderhebungen 
eine schlüssige Beurteilung der Kausalitätsfrage vor. Ihre Gesamtbeurteilung steht auch im Ein-
klang mit dem Gesundheitszustand, wie er in den vorhandenen medizinischen Unterlagen doku-
mentiert wird, weshalb sie grundsätzlich nicht zu beanstanden ist. Einzig die Ausführungen von 
Dr. F.____ betreffend das Erreichen des Status quo sine vel ante sind nicht nachvollziehbar. 
Diesbezüglich ist mit dem Beschwerdeführer davon auszugehen, dass - wie Dr. H.____ in seiner 
Aktenbeurteilung vom 2. März 2019 zu Recht ausführt - nach der erfolgten Spondylodese, bei 
welcher zur Stabilisierung der HWS zwei Halswirbel versteift wurden, in diesem Bereich ein irre-
versibler Bewegungsverlust der Wirbelsäule besteht. Deshalb kann ein Zustand, wie er vor bzw. 
ohne den Unfall bestanden hat bzw. hätte, nicht mehr erreicht werden. Auch PD Dr. E.____ 
kommt zum Schluss, dass ein Status quo ante wohl unwahrscheinlich ist. Die Einschätzung zur 
Frage des Status quo sind vel ante von Dr. F.____ überzeugen daher nicht, weshalb in diesem 
Punkt nicht darauf abgestellt werden kann. Letztlich ändert diese Erkenntnis und die Kritik von 
Dr. H.____ an der Beurteilung der Gutachter aber nichts an der Tatsache, dass zwischen dem 
Unfall vom 5. Juni 2017 und den über dem 31. Dezember 2018 geklagten Beschwerden mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit kein natürlicher Kausalzusammenhang mehr besteht. Unter die-
sen Umständen erübrigen sich weitergehende Ausführungen zur Frage des Erreichens des Sta-
tus quo sine vel ante. 
 
8.2.1 Auch die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, dieses Be-
weisergebnis in Frage zu stellen. Dabei ist zu beachten, dass er aufgrund der radiologischen 
Untersuchungen sowie aufgrund der Krankengeschichte an degenerativen Veränderungen der 
LWS leidet. Gestützt auf die Röntgenuntersuchung der LWS vom 23. Mai 2017 lag beim Be-
schwerdeführer bereits vor dem Unfallereignis eine deutliche Skoliose linkskonvex, mit Drehpunkt 
L2-L3 mit entsprechender foraminaler Beengung rechts vor. Aufgrund der MRI-Untersuchung der 
LWS vom 19. September 2017 zeigten sich sodann in Etage L2-L3 eine posteromediale Dis-
kushernie rechts (welche ein L3-Syndrom erklären könnte), in Etage 3-4 eine Vorwölbung der 
Bandscheibe mit Kontakt zur Nervenwurzel L4, in Etage 4-5 eine Diskushernie mit rechts poste-
romedialer Vorwölbung (mit foraminaler Komponente, welche ein L5-, aber auch ein L4-Syndrom 
erkläre) und eine Osteochondrose Modic II in Etage L5-S1 (vgl. Bericht von Dr. F.____ vom 30. 
Oktober 2018 S. 3/21). Die daraus resultierenden Beschwerden und Einschränkungen sind - auch 
wenn die entsprechende Bildgebung nach dem Unfallereignis datiert - degenerativer Natur, wes-
halb sie zu Recht nicht berücksichtigt wurden. Es war daher - entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers - nicht an der Beschwerdegegnerin, im vorliegenden Verfahren darzutun, wie 
sich diese degenerativen lumbalen Beschwerden durch medizinische Massnahmen verbessern 
oder gar beheben liessen.  
 
8.2.2 Soweit der Beschwerdeführer sich auf den Standpunkt stellt, dass die Parästhesien des 
4. und des 5. Fingers der rechten Hand Unfallfolgen seien, kann ihm nicht gefolgt werden. 

 

 
 
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Dr. F.____ führte im Rahmen seiner Begutachtung eine ergänzende Elektroneurographie durch. 
Dabei stellte er an der linken Hand messtechnisch ein sehr deutliches unfallfremdes Karpaltun-
nelsyndrom fest. Die sensiblen Störungen der linken Hand wurden daher nachvollziehbar diesem 
Befund zugeschrieben. In Bezug auf die Beschwerden am rechten Kleinfinger führte Dr. F.____ 
aus, dass eine C8-radikuläre Störung im Zusammenhang mit der Operation in Höhe C7-Th1 zwar 
denkbar wäre. Da motorische Defizite im C8-innervierten Myotom aber (beidseits) nicht feststell-
bar seien und zudem zervikoradikuläre Reizzustände fehlten, ist mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit davon auszugehen, dass auch diese Beschwerden nicht auf den Unfall vom 5. Juni 2017 
zurückzuführen sind.  
 
8.2.3 Nicht anders verhält es sich in Bezug auf die in der Beschwerde geltend gemachten 
Konzentrationsstörungen, die erhöhte Müdigkeit und das Schlafapnoesyndrom. Diesbezüglich ist 
dem neurologischen Gutachten zu entnehmen, dass während der gesamten Untersuchung trotz 
der sicherlich auch anstrengenden Befragung weder eine signifikante Müdigkeit noch ein Schlaf-
bedürfnis noch eine Verlangsamung der Bewegungsmuster oder des Sprachflusses aufgefallen 
sei. Es habe sich keine Veränderung der Mimik, der Haltung oder der Gestik gezeigt. Die vom 
Beschwerdeführer angegebenen kognitiven Einschränkungen seien allenfalls minim bis maximal 
leichtgradig und seien im klinischen Eindruck nicht überzeugend feststellbar. Zwar dokumentier-
ten die CT- und MRI-Befunde trotz fehlender Bewusstlosigkeit und Amnesie eine Gehirnkontu-
sion, so dass initial kognitive Minderleistungen erklärbar wären. Im Verlauf dürfe aber von einer 
recht guten Restitution ausgegangen werden. Für den Beschwerdeführer selbst seien denn auch 
nicht mehr spezifische kognitive Minderleistungen ein Problem, sondern vielmehr eine leicht er-
höhte Ermüdbarkeit. Diesbezüglich verwies Dr. F.____ zu Recht auf das schwerwiegende 
Schlafapnoesyndrom, welches überwiegend wahrscheinlich bei schon vorbestehender latenter 
Disposition in Form von langjährigem Schnarchen erst mit der Gewichtszunahme nach dem Un-
fall manifest geworden sei. Insgesamt überzeugen die Ausführungen des Neurologen zu den 
geltend gemachten kognitiven Beschwerden. Es wird deutlich, dass der Kausalzusammenhang 
zwischen diesen und dem Unfall vom 5. Juni 2018 entgegen der Auffassung des Beschwerde-
führers zu verneinen ist. Die gutachterlichen Ausführungen sind auch diesbezüglich einleuchtend 
und die dagegen vorgebrachten Argumente vermögen daran nichts zu ändern.  
 
8.2.4 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich unter Hinweis auf Dr. H.____ die Zumutbar-
keitsbeurteilung von PD Dr. E.____ in Frage stellt und eine Ausübung der angestammten (als 
schwer bis mitteschwer einzustufenden) Tätigkeit als nicht mehr zumutbar erachtet, kann ihm 
ebenfalls nicht gefolgt werden. Der Gutachter hält diesbezüglich fest, dass der Beschwerdeführer 
ab 1. Januar 2019 aufgrund der Spondylodese nur noch leichte Gewichte über Schulterhöhe, 
selten über Kopf heben könne. Dies ist unter Berücksichtigung der Arbeitssituation des Be-
schwerdeführers nicht zu beanstanden. Zwar ist die Arbeit im Gartenbau und der Gebäudereini-
gung teilweise als mittelschwer bzw. schwer einzustufen. Dem von PD Dr. E.____ beschriebenen 
Profil der angestammten Tätigkeit ist aber zu entnehmen, dass Tätigkeit über Schulterhöhe bzw. 
über Kopf selten sind und grössere Gewichte nicht erwähnt werden (vgl. Gutachten Seite 21/25). 
Da aber grössere Gewichte bis zur Horizontalen gemäss den erhobenen Befunden aus unfallme-
dizinischer Sicht zumutbar sind, ist die Zumutbarkeitsbeurteilung von PD Dr. E.____ nicht zu be-
anstanden.  

 

 
 
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8.3 Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des 
massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so besteht kein Anlass, dem in der Beschwerde 
vom 18. November 2019 gestellten Antrag des Beschwerdeführers zu entsprechen, wonach ein 
neurologisches und neurochirurgisches Gutachten anzuordnen sei. Der Anspruch auf rechtliches 
Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und - als Korrelat - die Pflicht der 
Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs 
indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheb-
lich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die 
vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser 
demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die 
damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Recht-
sprechung zulässig (BGE 141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 E. 1d). 
 
9. Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2019 
nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist deshalb als unbegründet abzuwei-
sen.  

 
10. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten werden bei diesem Verfahrensausgang wett-
geschlagen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 
 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 
 
 
 
 
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