# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 15b6e26d-233a-5ffa-917c-0efa540aafcb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.08.2023 725 22 318 / 187 (725 2022 318 / 187)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-22-318---187_2023-08-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. August 2023 (725 22 318 / 187) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Einstellung der Heilbehandlungskosten gestützt auf kreisärztliche Berichte (Art. 19 Abs. 

1 UVG); unterlassene Rentenprüfung nach Vorliegen des medizinischen Endzustandes 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1980 geborene A.___ war als Schweisser bei der B.____ AG in X.____ angestellt 
und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen Unfallfolgen versichert. Am 11. Februar 2006 
stürzte er beim Snowboardfahren und zog sich dabei eine Talusfraktur links zu. Diese Fraktur 
wurde am 20. Februar 2006 im Spital C.____ osteosynthetisch versorgt (vgl. Schadenmeldung 
vom 22. Februar 2006 und Berichte des Spitals C.____ vom 20. und 27. Februar 2006). Die 
Metallentfernung und das Débridement im Bereich des Sinus Tarsi links erfolgten am 5. Mai 

 

 
 
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2007 (vgl. Operationsbericht des Spitals C.____ vom 9. Mai 2007). Für diese Unfallfolgen er-
brachte die Suva die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld).  
 
B. Gemäss Schadenmeldung vom 9. Februar 2016 zog sich der Versicherte beim Herun-
tergehen der Treppe am 25. April 2015 ein Supinatonstrauma des oberen Sprunggelenks 
(OSG) links zu (vgl. Bericht des Spitals C.____ vom 12. Mai 2015). Im Verlauf entwickelte sich 
eine Arthrose am unteren Sprunggelenk (USG), weshalb am 25. Februar 2016 eine Subtalar-
Arthrodese links und am 10. Januar 2017 eine Rearthrodese links im Spital C.____ durchge-
führt wurden (vgl. Operationsberichte vom 25. Februar 2016 und 12. Januar 2017). Die Suva 
anerkannte die Unfallkausalität und richtete die gesetzlichen Leistungen aus.  
 
C. Gestützt auf das vom Versicherten im März 2016 eingereichte Leistungsgesuch führte 
die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die erforderlichen Abklärungen durch und sprach dem 
Versicherten gestützt auf ihre Ergebnisse mit Verfügung vom 11. Dezember 2018 eine vom 
1. September 2016 bis 31. Dezember 2017 befristete ganze Invalidenrente zu. Einen Renten-
anspruch ab dem 1. Januar 2018 verneinte sie, da der Invaliditätsgrad lediglich 14 % betrug. 
Nach erneuter Anmeldung zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV) im Dezember 2018 lehnte die IV-Stelle nach Abschluss der Eingliederungsmassnah-
men mit Verfügung vom 23. Oktober 2020 einen Rentenanspruch gestützt auf einen Invalidi-
tätsgrad von 12 % ab. 
 
D.  Da der Versicherte an den Eingliederungsmassnahmen der IV nicht teilgenommen und 
sich trotz mehrmaliger Aufforderung nicht bei der Suva gemeldet hatte (vgl. Aktennotiz vom 
29. März 2018), schloss diese den Fall am 29. März 2018 ab. Für die verbliebene Beeinträchti-
gung aus dem Unfall vom 11. Februar 2006 sprach die Suva dem Versicherten mit Verfügung 
vom 9. August 2018 aufgrund des vollständig versteiften USG links eine Integritätsentschädi-
gung bei einer Integritätseinbusse von 20 % zu. Eine Prüfung des Anspruchs auf eine Invaliden-
rente lehnte sie zurzeit ab. Erst wenn der Versicherte sich den zumutbaren IV-Einglie-
derungsmassnahmen unterziehe, werde der Rentenanspruch beurteilt. 
 
E. Infolge anhaltender linksseitiger Fussschmerzen meldete der Versicherte im Herbst 
2020 bei der Suva einen Rückfall an. Nach Einholung der kreisärztlichen Beurteilung von 
Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
vom 25. Februar 2021 anerkannte die Suva, dass die Beschwerden am linken Fuss auf das 
Unfallereignis vom 11. Februar 2006 zurückzuführen seien. Sie war jedoch der Auffassung, 
dass seit dem letzten Behandlungsabschluss keine unfallbedingte, objektivierbare Verschlim-
merung des Gesundheitszustandes eingetreten sei, welche einer Behandlung bedürfe 
(vgl. Schreiben vom 3. März 2021). In der Folge lehnte sie mit Verfügung vom 22. April 2021 die 
Ausrichtung von Heilbehandlungskostenleistungen – mit Ausnahme der ärztlich verordneten 
Schuheinlagen – ab, wobei sie auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. E.____, 
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, verwies. Gegen 
diese Verfügung erhob der Versicherte am 11. Mai 2021 bzw. am 29. Juni 2021 Einsprache und 
legte den Bericht seines behandelnden Arztes, PD Dr. med. phil. F.____, FMH Orthopädische 

 

 
 
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Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 23. Juni 2021 bei. Mit Entscheid 
vom 27. Oktober 2022 hielt die Suva an der Ablehnung der Leistungspflicht fest.   
 
F. Gegen diesen Einspracheentscheid reichte der Versicherte am 25. November 2022 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), ein. In 
seiner verbesserten Beschwerdeeingabe vom 19. Dezember 2022 beantragte er sinngemäss, 
es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und es sei die Suva zu verpflichten, ihm weiter-
hin die Heilbehandlungskosten für die Behandlung der Folgen aus dem Unfall vom 11. Februar 
2006 zu vergüten. In der Begründung beanstandete er im Wesentlichen die Beweistauglichkeit 
der kreisärztlichen Beurteilungen.  
 
G. In ihrer Vernehmlassung vom 11. Januar 2023 schloss die Suva auf Abweisung der 
Beschwerde und verwies dabei auf die Ausführungen im Einspracheentscheid vom 27. Oktober 
2022.  
 
H.  Zur Vervollständigung der Akten zog das instruierende Präsidium des Kantonsgerichts 
am 12. Januar 2023 die Akten der IV-Stelle und der Taggeldversicherung, der AXA Versiche-
rungen AG (AXA), bei. Die Akten der AXA gingen am 16. Januar 2023 und diejenigen der IV-
Stelle am 30. Januar 2023 beim Kantonsgericht ein.   
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge-
richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide 
der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene –
 Beschwerde des Versicherten vom 25. November 2022 bzw. vom 19. Dezember 2022 ist dem-
nach einzutreten. 
 
2. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen über die Unfallversicherung sowie der Verordnung über die Unfallversiche-
rung (UVV) vom 20. Dezember 1982 in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die 
sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen ereignet haben, werden jedoch 
nach bisherigem Recht ausgerichtet (Übergangsbestimmung in Art. 118 Abs. 1 UVG). So ver-

 

 
 
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hält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend noch auf das bis 31. Dezember 
2016 gültig gewesene Recht des UVG und der UVV sowie die dazu ergangene Rechtsprechung 
Bezug zu nehmen ist. 
 
3.1 Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte aus dem Unfall vom 11. Februar 2006 
Anspruch auf Vergütung der Heilbehandlungskosten durch die Suva hat.  
 
3.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Die verunfallte Person hat Anspruch auf Heilbehandlung, solange von der Fortsetzung 
der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet wer-
den kann; mit dem Fallabschluss fallen die vorübergehenden Leistungen in Form von Heilbe-
handlung und Taggeld dahin, und es ist der Rentenanspruch zu prüfen (Art. 19 Abs. 1 UVG; 
BGE 134 V 109 E. 4.1).  
 
3.3 Die Verwendung des Begriffes "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, dass die 
durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes-
serung ins Gewicht fallen muss (BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen). Weder eine weit ent-
fernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch 
ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger thera-
peutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. Dabei geht es nicht um das 
Dahinfallen jeglichen Bedarfs an Heilbehandlung. Der Fallabschluss bedingt auch nicht, dass 
eine ärztliche Behandlung der Unfallfolgen nicht länger erforderlich ist. Bei der Beurteilung des 
Fallabschlusses muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht 
aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (SVR 2020 UV Nr. 24 S. 95, 
8C_614/2019 E. 5.2; RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388, U 244/04 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 
vom 2. Juni 2022, 8C_219/2022, E. 4.1 mit Hinweisen). 
 
3.4 Nahtlos an Art. 19 Abs. 1 UVG schliesst sich Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach soll eine 
Heilbehandlung – wie auch die in den Art. 11 bis 13 UVG vorgesehenen Kostenvergütungen – 
nach Festsetzung der Rente durch den Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzun-
gen gewährt werden, so bei Berufskrankheit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur wesentli-
chen Besserung oder Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit 
(lit. b), zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen Verbesse-
rung oder zur Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes im Fal-
le der Erwerbsunfähigkeit (lit. d). Im dazwischenliegenden Bereich, nämlich, wenn einerseits 
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 
Abs. 1 UVG mehr erwartet werden kann und anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 
UVG nicht erfüllt sind, hat der Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An 
seine Stelle tritt alsdann der obligatorische Krankenpflegeversicherer (BGE 134 V 109 E. 4.2).  
 

 

 
 
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3.5 Art. 11 UVV hält fest, dass Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen 
gewährt werden. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeint-
lich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weite-
rer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Lei-
den im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem 
völlig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen; 
RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2). 
 
4.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche – insbesondere bei 
der Feststellung des Gesundheitszustandes, dem Erreichen eines Endzustandes und der Ar-
beitsfähigkeit der versicherten Person – ist die rechtsanwendende Behörde auf verlässliche 
medizinische Entscheidungsgrundlagen angewiesen (BGE 134 V 231 E. 5.1, 132 V 93 E. 4). 
Das Gericht hat diese Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu 
entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten der Prozess nicht erledigt werden, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 
und die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abgestellt wird (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun-
gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam-
nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet 
sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen 
kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gut-
achten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. An die Beweiswürdi-
gung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines 
externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-
verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 135 V 465 E. 4.4).  
 
4.2 Bei der Beurteilung der strittigen Frage, ob im Zeitpunkt des Fallabschlusses (hier: 
22. April 2021) noch mit einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes des Versicher-
ten gerechnet werden konnte, stützte sich die Suva auf die Beurteilungen von Dr. D.____ vom 
25. Februar 2021 und von Dr. E.____ vom 8. und 20. April 2021 sowie vom 28. September 
2021. Beide Kreisärzte bezweifeln nicht, dass die geltend gemachten Beschwerden am linken 
Fuss auf das Ereignis vom 11. Februar 2006 zurückzuführen sind. Sie sind jedoch der Auffas-
sung, dass seit dem letzten Behandlungsabschluss keine unfallbedingte objektivierbare Ver-
schlimmerung eingetreten und aufgrund des bisherigen Verlaufs keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes zu erwarten sei. Dr. D.____ verwies zur Begründung auf die Röntgen-
bilder vom 17. Februar 2021, wonach eine unveränderte Situation des linken Fusses im Ver-
gleich zu den Voraufnahmen vom 27. August 2019 bestehe (vgl. Beurteilung des bildgebenden 

 

 
 
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Befundes durch PD Dr. med. G.____ vom 17. Februar 2021). Gestützt auf diesen Befund ging 
der Kreisarzt davon aus, dass keine behandlungsbedürftige, objektivierbare Verschlimmerung 
des Gesundheitszustandes eingetreten sei. Dr. E.____ stützte sich bei der Begründung seiner 
Ansicht auf den Bericht der Hausärztin, Dr. med. H.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 
21. März 2021. Dr. H.____ hielt darin fest, dass der Gesundheitszustand am linken Fuss statio-
när sei; Beschwerden würden auch nur bei Belastung auftreten. Mit Physiotherapie und eventu-
ell Stosswellentherapie könnten die Folgeschäden auf ein erträgliches Mass reduziert werden. 
Aus den Ausführungen der Hausärztin schloss Dr. E.____, dass ein medizinischer Endzustand 
vorliege (vgl. Stellungnahme vom 8. April 2021). In seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 
20. April 2021 führte er nach Durchsicht der medizinischen Akten präzisierend aus, dass ein 
langjähriger Verlauf mit Chronifizierung im OSG und USG links vorliege. Gerade wegen dieser 
deutlich chronifizierten Beschwerden sei nicht zu erwarten, dass eine weitere Physiotherapie 
den Gesundheitszustand des Versicherten wesentlich beeinflussen könne. An dieser Auffas-
sung hielt Dr. E.____ in seiner Stellungnahme vom 28. September 2021 fest.  
 
4.3 In Würdigung der medizinischen Aktenlage ist die vorinstanzliche Auffassung, wonach 
gestützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen nicht damit gerechnet werden könne, dass sich 
der Gesundheitszustand des Versicherten noch namhaft verbessern würde, nicht zu beanstan-
den. Zwar sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versiche-
rungsfall gestützt auf versicherungsinterne Berichte entschieden werden soll. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. E. 4.1 hiervor). Sol-
che Zweifel liegen hier aber nicht vor. Die Einschätzungen der Kreisärzte erweisen sich als 
schlüssig und nachvollziehbar. Insbesondere die Aktenbeurteilung von Dr. E.____ vom 20. April 
2021 beruht auf einem sorgfältigen Studium der vorhandenen medizinischen Akten und erweist 
sich in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als überzeugend. Seine Schlussfol-
gerung, wonach aufgrund der chronifizierten Beschwerden keine wesentliche Verbesserung der 
linken Fussproblematik mehr erwartet werden könne, ist nachvollziehbar. Ebenso ist es schlüs-
sig, dass gestützt auf den bildgebenden Befund vom 17. Februar 2021, wonach sich der Zu-
stand des linken Fusses seit der letzten bildgebenden Untersuchung nicht verändert habe, von 
einem medizinischen Endzustand auszugehen ist (vgl. Stellungnahme von Dr. D.____ vom 
25. Februar 2021). Dazu kommt, dass Dr. H.____ auch in klinischer Hinsicht von einer unver-
änderten Situation berichtete (vgl. Bericht vom 28. Januar 2021). Bei dieser Sachlage hat die 
Suva zu Recht die Heilbehandlungskosten gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG eingestellt.   
 
4.4 Daran ändert auch die Ansicht von Dr. H.____ nichts, wonach sie zur Behandlung der 
Fussbeschwerden weiterhin Physiotherapie und gegebenenfalls Stosswellentherapie empfiehlt. 
Auch wenn es sich dabei unbestrittenermassen um unfallbedingte Behandlungsmassnahmen 
handelt, geht aus ihren Ausführungen deutlich hervor, dass diese Massnahmen nur zur 
Schmerzlinderung dienen. Ein Blick in die medizinischen Akten zeigt denn auch, dass es trotz 
langjähriger Physiotherapie, Stosswellentherapie und medikamentöser Therapie zu keiner 
namhaften Verbesserung der gesundheitlichen Problematik am linken Fuss gekommen ist. 
Ebenso wenig kann aus der Tatsache, dass die Suva die Kosten für orthopädische Schuheinla-
gen übernahm, nichts zu Gunsten des Versicherten abgeleitet werden. Denn die Kostenüber-

 

 
 
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nahme für die Schuheinlagen beruht auf Kulanz (vgl. ärztliche Beurteilung von Dr. E.____ vom 
20. April 2021 und Verfügung vom 22. April 2021) und kann deshalb keinen Leistungsanspruch 
des Versicherten begründen.  
 
4.5 Nichts anderes ergibt sich aus den Vorbringen des Versicherten, wonach er nicht nur 
Beschwerden am linken Fuss habe, sondern auch ein Hüftleiden habe, das auf das Unfallereig-
nis vom 11. Februar 2006 zurückzuführen sei (vgl. Aktennotiz vom 2. März 2021). Gemäss der 
medizinischen Aktenlage steht fest, dass er an einem CAM-Impingement an den Hüften beid-
seits, symptomatisch rechts, leidet (vgl. MRT-Befund der Hüfte vom 25. Februar 2019 sowie 
Berichte der Klinik I.____ vom 30. Januar 2019 und 29. März 2019). Ob die Beeinträchtigungen 
an den Hüften unfallbedingt sind, lässt sich auch aufgrund der ärztlichen Beurteilungen nicht 
erschliessen. Dr. med. J.____, Klinik I.____, empfahl eine Hüftarthroskopie (vgl. Bericht vom 
9. April 2019), welche jedoch nie durchgeführt wurde. Dem Bericht von PD Dr. F.____ vom 
21. April 2020 ist zu entnehmen, dass die Hüftproblematik Anfang 2019 mit Stosswellentherapie 
behandelt wurde. Diese Behandlung musste jedoch wegen der Covid-19-Pandemie unterbro-
chen werden. Gemäss den Akten fanden nach Beendigung der Corona-Krise keine weiteren 
medizinischen Massnahmen an den Hüften statt. Aufgrund dieser Sachlage durfte die Suva 
davon ausgehen, dass die Hüftproblematik nicht mehr behandlungsbedürftig ist, zumal auch die 
medizinischen Fachpersonen keine entsprechenden Behandlungen empfahlen und solche vom 
Versicherten auch nicht geltend gemacht wurden. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die 
Suva das Hüftleiden bei der Beurteilung des Anspruchs auf Heilbehandlungsmassnahmen nicht 
einbezog.   
 
4.6 Weiter bringt der Versicherte vor, dass ein operativer Eingriff am linken Fuss im Raum 
gestanden habe. Es trifft zu, dass Dr. med. K.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates, Klinik I.____, mit Berichten vom 3. April 2019 und 20. Mai 
2019 sowie die Ärzteschaft des Universitätsspitals Basel am 14. Mai 2019 einen erneuten ope-
rativen Eingriff am linken Fuss vorschlugen. PD Dr. F.____, den der Versicherte für eine Dritt-
meinung aufsuchte, riet jedoch von einer nochmaligen Operation ab und schlug stattdessen 
eine konservative Behandlung der linksseitigen Fussschmerzen mit neuen Therapieansätzen 
vor. Er verordnete orthopädische Schuheinlagen, eine Anpassung der Medikamente, eine 
Stosswellentherapie und eine Intensivierung der Physiotherapie (vgl. Berichte vom 
17. September 2019 und 12. November 2019). Mit diesem Vorgehen erklärte sich der Versi-
cherte einverstanden (vgl. Telefonnotiz der Suva vom 19. Januar 2021), weshalb er aus der im 
Raum gestandenen Operation nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Gleichzeitig steht auf-
grund der Ausführungen von PD Dr. F.____ fest, dass mit den von ihm vorgeschlagenen Mass-
nahmen keine wesentliche Verbesserung der Fussproblematik erzielen werden konnte. Es ist 
deshalb weiterhin von einem medizinischen Endzustand auszugehen.  
 
4.7 An dieser Stelle ist zu bemerken, dass die Suva die Unfallkausalität der linksseitigen 
Fussbeschwerden – entgegen ihren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung vom 
22. April 2021 – nicht bestreitet, berichtigte sie doch in ihrem Einspracheentscheid vom 27. Ok-
tober 2022 die angefochtene Verfügung und anerkannte die Fussproblematik links als Unfallfol-
ge. Der Versicherte verkennt jedoch, dass die Suva nur solange Leistungen für Unfallfolgen zu 

 

 
 
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erbringen hat, bis die medizinischen Fachpersonen die Behandlung abgeschlossen haben. Bei 
Vorliegen eines stabilen Gesundheitszustandes besteht gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG kein 
Anspruch mehr auf Heilbehandlungskosten gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG, selbst wenn eine ärzt-
liche Behandlung weiterhin erforderlich ist (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2012, 
8C_727/2012, E. 3.2.2). 
 
5.1 Wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind, hat der Unfallversicherer den Anspruch auf eine 
Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu prüfen (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 
109 E. 4.1). Vorliegend prüfte die Suva den Anspruch des Versicherten auf eine Integritätsent-
schädigung bereits im Rahmen des Grundfalles. Gestützt auf die Beurteilung von Dr. E.____ 
vom 18. Oktober 2017 sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom 9. August 2018 eine 
Integritätsentschädigung bei einer Einbusse vom 20 % zu. Den Rentenanspruch beurteilte sie 
nicht. Die Begründung für dieses Vorgehen ist der Aktennotiz vom 29. März 2018 zu entneh-
men. Danach wollte die Suva eine Rentenprüfung erst vornehmen, wenn sich der Versicherte 
den zumutbaren IV-Eingliederungsmassnahmen unterzogen habe. Den IV-Akten ist hierzu zu 
entnehmen, dass der Versicherte der IV-Eingliederungsmassnahme, welche am 1. Februar 
2018 im Spital L.____ gestartet hätte, unabgemeldet fernblieb, die nachfolgenden Anrufe der 
IV-Stelle und des Spitals L.____ nicht entgegennahm und auf das eingeschriebene Schreiben 
der IV-Stelle betreffend Schadenminderungsauflage nicht antwortete (vgl. Abschlussbericht der 
Eingliederungsmassnahmen vom 5. März 2018). Trotz mehrmaliger Aufforderung meldete sich 
der Versicherte offenbar auch nicht bei der Suva (vgl. Aktennotiz vom 29. März 2018). Aus den 
IV-Akten geht aber auch weiter hervor, dass der Versicherte die IV-Stelle bereits am 18. De-
zember 2018 erneut um Gewährung von Eingliederungsmassnahmen ersuchte. In der Folge 
nahm die IV-Stelle die Prüfung des Anspruchs auf Eingliedermassnahmen wieder auf (vgl. Mit-
teilung vom 18. Januar 2019). Mit Verfügung vom 20. Februar 2019 erteilte sie ihm Kostengut-
sprache für eine Berufswahlabklärung im Spital L.____ vom 18. Februar 2019 bis 17. Mai 2019 
(vgl. Aktennotiz vom 28. Januar 2018), an welcher der Versicherte auch teilnahm. Die berufli-
chen Massnahmen konnten jedoch nach Beendigung der Berufswahlabklärung im Spital L.____ 
aufgrund der anstehenden Operationen und der weiteren medizinischen Behandlungen sowie 
der mangelnden psychischen Belastbarkeit des Versicherten nicht weitergeführt werden 
(vgl. Abschlussbericht des Spitals L.____ vom 24. Mai 2019). Da die Weiterführung von berufli-
chen Massnahmen aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich war, schloss die IV-Stelle die 
Eingliederungsmassnahmen ab. Für deren Wiederaufnahme verlangte sie vom Versicherten 
eine medizinische Bestätigung, aus welcher hervorgehe, dass er arbeitsfähig sei und ein stabi-
ler Gesundheitszustand sowohl in physischer als auch psychischer Hinsicht von mindestens 
6 Monaten vorliege (vgl. Abschlussbericht der Eingliederungsmassnahmen vom 2. Dezember 
2019 und Mitteilung vom 4. Dezember 2019). In der Folge prüfte die IV-Stelle den Anspruch des 
Versicherten auf eine Invalidenrente. Gestützt auf die RAD-Beurteilungen vom 12. August 2020 
verneinte sie aufgrund eines Invaliditätsgrades von 12 % einen Rentenanspruch des Versicher-
ten (vgl. Verfügung vom 23. Oktober 2020). Knapp ein Jahr später am 1. September 2021 teilte 
die M.____ im Auftrag des Versicherten der IV-Stelle mit, dass der Versicherte seit Mai 2021 
ein 6-monatiges Praktikum als Arbeitsagoge im Umfang von 80 % im Verein für Sozialpsychiat-

 

 
 
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rie (VSP) absolviere (vgl. auch Aktennotiz Standortgespräch vom 3. Februar 2022). Da der Ver-
sicherte die Auflagen (bestehende Arbeitsfähigkeit und stabiler Gesundheitszustand über 6 Mo-
nate) für die Wiederaufnahme der beruflichen Massnahmen erfüllte, nahm die IV-Stelle ent-
sprechende Abklärungen vor. Die Ausbildung zum Arbeitsagogen wurde jedoch nicht von der IV 
unterstützt. Der Versicherte und die IV-Stelle beschlossen deshalb, dass er sich zum Schweiss-
fachmann ausbilden lasse (vgl. Aktennotiz Standortgespräch vom 3. Februar 2022). Die IV-
Stelle erteilte sodann eine Kostengutsprache für den Kurs zum Schweissfachmann vom 
13. Juni 2022 bis 11. Juli 2022 beim Schweizerischen Verein für Schweisstechnik (vgl. Mittei-
lung vom 25. Juli 2022). Ob der Versicherte an diesem Kurs teilnahm und den Fachausweis 
zum Schweissfachmann inzwischen erworben hat, ist den Akten nicht zu entnehmen.  
 
5.2 Aufgrund dieser Ausführungen ist festzustellen, dass der Versicherte ab 2019 im Rah-
men der IV-Eingliederungsmassnahmen seinen Mitwirkungspflichten nachkam. Wegen seines 
damaligen Gesundheitszustandes konnten die beruflichen Massnahmen nach Beendigung der 
Abklärung im Spital L.____ per Mai 2019 nicht weitergeführt werden, weshalb die IV-Stelle die 
Eingliederungsmassnahmen im Dezember 2019 abschloss. Mit der Teilnahme an den IV-
Eingliederungsmassnahmen hat der Versicherte die Voraussetzungen für eine Rentenprüfung 
durch die Suva erfüllt. Über die Wiederaufnahme der beruflichen Abklärungen und den Ab-
schluss der Eingliederungsmassnahmen Ende 2019 war die Suva orientiert, wurden ihr doch 
die Verfügung vom 20. Februar 2019 betreffend Kostengutsprache für die Berufswahlabklärung 
im Spital L.____ und die Mitteilung vom 4. Dezember 2019 betreffend Abschluss der Eingliede-
rungsmassnahmen eröffnet. Spätestens bei der Eröffnung der IV-Rentenverfügung vom 
23. Oktober 2020, mit welcher die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 12 % ermittelt hatte, wäre 
eine Prüfung des Anspruchs auf eine UVG-Invalidenrente angezeigt gewesen (vgl. Art. 18 Abs. 
1 UVG). Aus welchem Grund die Suva keine Rentenprüfung vornahm, kann aufgrund der Akten 
nicht erklärt werden. Eine Rentenprüfung nahm die Suva auch nicht mit dem Erlass der Verfü-
gung vom 22. Januar 2021 vor, als sie infolge Vorliegens eines medizinischen Endzustandes 
den Fall abschloss und den Anspruch auf Heilbehandlungsmassnahmen ablehnte, zumal im 
Zeitpunkt des Fallabschlusses die IV-Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen und somit 
sämtliche Voraussetzungen gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG erfüllt waren, um den Rentenanspruch 
des Versicherten zu prüfen.  
 
5.3 Die Beurteilung des Anspruchs auf eine unfallversicherungsrechtliche Invalidenrente ist 
hier insbesondere mit Blick auf Art. 21 Abs. 1 UVG von grosser Bedeutung. Mit Art. 21 Abs. 1 
UVG wird unter anderem für die Heilbehandlung eine Ausnahme von dem zuvor in Art. 19 Abs. 
1 UVG aufgestellten Grundsatz geschaffen, wonach der Anspruch auf Heilbehandlung mit dem 
Fallabschluss dahinfällt (BGE 143 V 148 E. 5.3.3). Gemäss dieser Bestimmung hat eine versi-
cherte Person Anspruch auf Heilbehandlungskosten, wenn sie unter einem Rückfall oder an 
Spätfolgen leidet und die Erwerbsfähigkeit durch medizinische Vorkehren wesentlich verbessert 
oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt werden kann (lit. b) oder wenn sie zur Erhal-
tung ihrer verbleibenden Erwerbsfähigkeit dauernd der Behandlung und Pflege bedarf (lit. c). 
Dem klaren Wortlaut von Art. 21 Abs. 1 UVG nach wird jedoch für diese Heilbehandlungsleis-
tungen vorausgesetzt, dass ein Rentenanspruch vorliegt. Da die Suva den Rentenanspruch des 
Versicherten noch nicht geprüft hat, steht offen, ob er gegebenenfalls Anspruch auf Heilbehand-

 

 
 
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lungskosten gestützt auf Art. 21 Abs. 1 UVG hat. Es erscheint unter diesen Umständen sach-
lich gerechtfertigt, die Angelegenheit zur Prüfung der Rentenfrage an die Suva zurückzuweisen.  
 
5.4 Im Zusammenhang mit der in Art. 19 Abs. 1 UVG verankerten Voraussetzung, wonach 
der Anspruch auf eine Invalidenrente erst zu prüfen ist, wenn allfällige Eingliederungsmass-
nahmen abgeschlossen sind, ist darauf hinzuweisen, dass die IV-Stelle aufgrund des Gesuchs 
der M.____ vom 1. September 2021 die Durchführung von beruflichen Massnahmen wiederauf-
genommen hat. Aus den IV-Akten ist jedoch nicht ersichtlich, ob diese Massnahmen inzwischen 
wieder abgeschlossen worden sind. Falls die IV-Eingliederungs-massnahmen noch am Laufen 
sind, stellte sich die Frage, ob der Versicherte Anspruch auf eine Übergangsrente gemäss Art. 
19 Abs. 3 UVG in Verbindung mit Art. 30 UVV hat. Gemäss dieser Bestimmung ist eine Über-
gangsrente vom Abschluss der ärztlichen Behandlung an auszurichten, wenn von der Fortset-
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des 
Versicherten mehr zu erwarten ist, jedoch der Entscheid der IV über die berufliche Eingliede-
rung erst später gefällt wird. Allerdings reichen laufende Eingliederungsmassnahmen allein 
nicht aus, um die Suva diesfalls zur Weiterausrichtung der bisherigen Leistungen zu verpflich-
ten. Nach der Rechtsprechung muss der ausstehende Entscheid der Invalidenversicherung 
über die berufliche Eingliederung Vorkehren betreffen, die geeignet sind, den Anspruch auf eine 
Invalidenrente der Unfallversicherung zu beeinflussen (Urteile des Bundesgerichts vom 16. Ja-
nuar 2014, 8C_588/2013, E. 3.4 und vom 5. September 2013, 8C_205/2013, E. 3.2.4, je mit 
weiteren Hinweisen). Da die Suva einen solchen Rentenanspruch noch nicht geprüft hat, kann 
zum heutigen Zeitpunkt nicht beurteilt werden, ob diese Voraussetzung erfüllt ist.  
 
5.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die kreisärztlichen Beurteilungen von 
Dr. D.____ und Dr. E.____ betreffend medizinischen Endzustand beweiskräftig sind, weshalb 
darauf abzustellen ist. Es ist demzufolge mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszu-
gehen, dass zum Zeitpunkt des Fallabschlusses per April 2021 keine wesentliche Verbesserung 
des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden konnte und deshalb kein 
Anspruch auf Ausrichtung von Heilbehandlungskosten gemäss Art. 10 UVG besteht. Demge-
genüber unterliess es die Suva, den Rentenanspruch des Versicherten zu prüfen, weshalb die 
Angelegenheit in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides vom 27. Oktober 2022 
zur Prüfung des Rentenanspruchs des Versicherten an die Suva zurückzuweisen ist. Falls ein 
Rentenanspruch zu bejahen ist und die IV-Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen sind, 
hat die Suva zu prüfen, ob der Versicherte gestützt auf Art. 21 UVG Anspruch auf Heilbehand-
lungsmassnahmen hat. Sind dagegen die Eingliederungsmassnahmen noch am Laufen, wird 
die Suva den Anspruch des Versicherten auf eine Übergangsrente gemäss Art. 30 UVV zu be-
urteilen haben. Gestützt auf ihre Ergebnisse hat sie sodann über den Leistungsanspruch der 
Versicherten neu zu befinden. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
6. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kos-
tenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine 
Kostenpflicht vor, kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Ge-
richtskosten auferlegen. Da das UVG keine Kostenpflicht vorsieht und sich die Parteien weder 
mutwillig noch leichtsinnig verhalten haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 

 

 
 
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erheben. Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 
 
7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 E. 4.2).  
 
7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten  
Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachste-
hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2022 aufgehoben und die 
Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Suva zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.