# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49d3d4e5-a1be-5026-8467-ee1be063eb09
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 03.06.2021 IV 2020/169
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2020-169_2021-06-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/169

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 09.06.2022

Entscheiddatum: 03.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 03.06.2021
Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Voraussetzungen für eine 
Bemessung des Invalideneinkommens anhand des tatsächlichen 
Verdienstes nicht erfüllt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 3. Juni 2021, IV 2020/169).

Entscheid vom 3. Juni 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider 

und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.

IV 2020/169

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

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Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 4./6. September 2017 (IV-act. 1) bei der 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung (berufliche Integration/Rente) an. Sie sei seit Februar 2000 in 

einem Pensum von 40 % in einer Unternehmung angestellt. Seit ca. fünfzehn Jahren 

leide sie an diversen Schmerzen, einer Depression, Angst, Migräne und einem 

Fibromyalgie-Syndrom. Seit Juni 2017 befinde sie sich in Scheidung. Dr. med. B.___, 

Facharzt FMH Allgemeine Innere Medizin, hatte ihr in einer Bestätigung vom 20. Juni 

2017 (IV-act. 1-7) diverse Diagnosen bekanntgegeben, u.a. das erwähnte Fibromyalgie-

Syndrom, eine chronische Zervikalgie, Dorsalgie und Lumbalgie, eine geringe 

unspezifische Enthesitis L2-L5, eine aktivierte Spondylarthrose L2 und S1, ein 

sternokostales Schmerzsyndrom, eine Arthralgie in der Kniekehle rechts, ein schweres 

obstruktives Schlafapnoe-Syndrom bei schwerer Adipositas, Lymphödeme an beiden 

Unterschenkeln, eine Cholecystolithiasis, eine Periarthropathia coxae bds., eine 

Arthralgie Schultern bds., ein HWS-Akzelerationstrauma am 11.07.2008, eine 

Cervikobrachialgie rechts mit Epicondylitis humeri radialis, den Vd. a. Cluster 

Headache, ein rezidivierendes Cervikalsyndrom und chronische Kopfschmerzen. - In 

einem IV-Arztbericht vom 20. September 2017 (IV-act. 10-1 bis 5) gab Dr. B.___ unter 

Beilage zahlreicher Arztberichte als zusätzliche Diagnosen u.a. eine Arthralgie Knie 

links, eine schwere bilaterale Pneumonie 03/16, eine Refluxsymptomatik, eine 

moderate SIG-Arthrose bds., einen vestibulären Schwindel rechts, eine berufliche und 

familiäre Überlastungssituation, ein Ganzkörper-Schmerzsyndrom noch unklarer 

Ätiologie und einen V. auf eine Bicepssehnenlängsruptur rechts an. Zuletzt sei die 

Versicherte vom 24. bis 28. Juli 2017 voll arbeitsunfähig gewesen. Seither sei keine 

Arbeitsunfähigkeit mehr bescheinigt worden. Die Versicherte könnte noch an 

4.5 Stunden pro Tag Tätigkeiten ausüben, die bisherige dies allerdings nur zu 50 %. - 

Das Spital C.___ (Dr. med. D.___, Facharzt FMH Innere Medizin/Pneumologie) hatte in 

einem beigelegten Bericht vom 19. Mai 2016 (vgl. IV-act. 10-10 f.) von einem formal 

sehr schweren obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom und einer ausgeprägten 

A.a. 

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Rhonchopathie berichtet. Unter der ausgesprochen effizienten Therapie (sei die 

Rhonchopathie vollständig und) seien die obstruktiven Ereignisse praktisch vollständig 

eliminiert worden. Die Klinik für Innere Medizin am Spital C.___ hatte am 11. März 2016 

(vgl. IV-act. 10-14 ff.) auch von einer Besserung der schweren Pneumonie und 

Entlassung in gutem Allgemeinzustand berichten können. Die Klinik für Rheumatologie 

des Departements Innere Medizin am Kantonsspital St. Gallen hatte am 10. Juli 2014 

(IV-act. 10-31 ff.) als Diagnosen u.a. ein Fibromyalgie-Syndrom und den V.a. 

Depression benannt. Dr. med. E.___, Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie 

FMH, hatte am 9. Februar 2012 (IV-act. 10-38 ff.) mitgeteilt, es lägen rezidivierend 

depressive Episoden vor. Die Versicherte habe das Medikament Cipralex seit Juni 2011 

selbständig sistiert. - Die Arbeitgeberin bestätigte am 28. September 2017 (IV-act. 6) 

die Angaben der Versicherten zu Anstellungszeit und Pensum. - Die IV-

Sachbearbeiterin hielt am 28. November 2017 (IV-act. 11) fest, die Versicherte wolle 

trotz Scheidung nicht in einem höheren Pensum erwerbstätig sein (nach der 

morgendlichen Arbeit ruhe sie sich nachmittags aus). Sie sei daher vorwiegend 

Hausfrau.

Mit Mitteilung vom 1. Dezember 2017 (IV-act. 13) lehnte die Sozialversicherungs­

anstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen einen Anspruch auf berufliche Massnahmen 

ab, weil die Versicherte ihr angestammtes Pensum beizubehalten vermöge und kein 

höheres Pensum anstrebe.

A.b. 

Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gab in ihrem 

Arztbericht vom 5. Januar 2018 (IV-act. 14) an, als Diagnosen bestünden eine 

rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradige Episode mit somatischem 

Syndrom, chronifiziert, therapieresistent, seit vielen Jahren bestehend, ein chronisches 

generalisiertes Schmerzsyndrom (bei Fibromyalgie-Syndrom und diversen 

bezeichneten orthopädischen Leiden und chronischen Kopfschmerzen) und ein 

metabolisches Syndrom mit Adipositas, Diabetes mellitus und arterieller Hypertonie. 

Sie behandle die Versicherte seit Oktober 2014. Eine Erhöhung des bisherigen 

Pensums von 40 bis 50 %, das sie zu leisten vermöge, sei bisher aus gesundheitlichen 

Gründen nicht zumutbar gewesen und sei es auch zurzeit nicht. Es bestünden u.a. 

Einschränkungen im Bereich der Affektivität und des Antriebs, eine Schlafstörung und 

Müdigkeit sowie eine Beeinträchtigung durch eine Schmerzsymptomatik.

A.c. 

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Dr. B.___ benannte in einem IV-Arztbericht vom 20. Februar 2018 (IV-act. 21, vgl. 

IV-act. 21-22) und 21. Februar 2017 (gemeint wohl 2018, IV-act. 21-20) als weitere 

Diagnosen eine unspezifische Kollagenose (vorher DD). Die bisherige Tätigkeit sei der 

Versicherten noch zu 50 % zumutbar. Mit einer Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne 

nicht gerechnet werden. Die Einschränkungen bestünden in Schmerzen und einer 

reduzierten physischen Belastbarkeit infolge der erwähnten Diagnosen.

A.d. 

In einem Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt 

gab die Versicherte am 28. Februar 2018 (IV-act. 18) an, mehr als das Pensum von 

40 % vermöge sie keinesfalls zu leisten. Im Haushalt helfe ihr ihre Tochter.

A.e. 

Dr. F.___ erklärte im IV-Arztbericht vom 11. Juli 2018 (IV-act. 25), die Schlafstörung 

mit resultierender Müdigkeit und Beeinträchtigung der Tagesbefindlichkeit und des 

Gefühlslebens, die erhöhte Ängstlichkeit, die Selbstunsicherheit, die Schmerzen, die 

Reduktion der Leistungsfähigkeit, der Konzentration und des Selbstvertrauens sowie 

die Überforderungsgefühle ergäben ein klinisch signifikantes Leiden mit 

Einschränkungen in beruflichen und sozialen Funktionsbereichen. Es bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % für alle Tätigkeiten. Die bisherige, für die Versicherte 

geeignete Tätigkeit könne sie während bis zu ca. vier Stunden pro Tag ausüben. Eine 

Erhöhung des Pensums und ein Wechsel der Stelle mit Anpassungsanforderungen 

dagegen seien nicht zumutbar. - In einem beigelegten Bericht vom 1. Juni 2018 (IV-

act. 26) hatte die Abteilung Muskelzentrum/ALS Clinic der Interdisziplinären 

medizinischen Dienste am Kantonsspital St. Gallen (___ Dr. med. G.___, Facharzt für 

Neurologie) als bei der Versicherten erhobene Diagnosen angegeben eine Systemic 

Exertion Intolerance Disease (SEID)/ein chronisches Fatigue Syndrom, eine Migräne 

ohne Aura, ein Restless-legs-Syndrom, ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (mit 

CPAP versorgt) und eine arterielle Hypertonie. Zwei der beeinträchtigenden Bereiche 

seien einer konkreten therapeutischen Intervention gut zugänglich. Gegen das 

Restless-legs-Syndrom und gegen die Kopfschmerzen seien (entsprechend) 

Medikamente verschrieben worden. Beim chronifizierten, komplexen Schmerzsyndrom 

handle es sich am ehesten um eine Neurotransmitterstörung; die Pathophysiologie sei 

aber nicht geklärt. Zu empfehlen sei eine stationäre Rehabilitation mit multimodalem 

Schmerzkonzept, wie es in der Rehaklinik H.___ angeboten werde.

A.f. 

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Auf Anfrage (IV-act. 27) hin erklärte die Versicherte am 23. September 2018 (IV-

act. 29), ohne gesundheitliche Einschränkungen würde sie einer vollzeitlichen 

Erwerbstätigkeit nachgehen.

A.g. 

Am 10. April 2019 erstattete das Swiss Medical Assessment- and Business-Center 

(SMAB) das in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten (IV-act. 41; 

Begutachtungen zwischen 11. Februar 2019 und 6. März 2019, vgl. IV-act. 41-3). Als 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit für die letzte Tätigkeit wurden eine 

rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet, und psychologische 

Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten erhoben. 

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Hohlrundrücken mit 

pseudoradikulärem Lumbalsyndrom beidseits, ein Hallux interphalangeus beidseits mit 

beginnendem Digitus superductus D II auf I, eine Tendovaginitis stenosans D III und IV 

der linken Hand, ein (sehr schweres, Ziff. 9) obstruktives Schlafapnoe-Syndrom unter 

CPAP-Therapie, ein metabolisches Syndrom, eine Migräne ohne Aura, ein 

Spannungskopfschmerz und ein Restless-legs-Syndrom. Es bestünden 

Fähigkeitsstörungen in den Bereichen Durchhaltefähigkeit und 

Selbstbehauptungsfähigkeit und die körperliche Leistungsfähigkeit sei eingeschränkt. 

In der bisherigen Tätigkeit und in leidensangepassten Tätigkeiten sei die Versicherte 

gleichermassen vollzeitlich (8.5 Stunden pro Tag) mit einer Leistungsminderung von 

10 % arbeitsfähig. Relevant hierfür sei einzig das psychiatrische Fachgebiet. - Der 

Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung (ein Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie) hielt am 10. Mai 2019 fest, dem Gutachten könne vollumfänglich 

gefolgt werden, auch was den retrospektiven Verlauf betreffe. Daher sei von Oktober 

bis Dezember 2014 von 50 %, von Januar 2015 bis Dezember 2017 von 80 % und ab 

Januar 2018 von 90 % Arbeitsfähigkeit auszugehen.

A.h. 

Mit Vorbescheid vom 23. September 2019 (IV-act. 47) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der Versicherten eine Abweisung ihres 

Leistungsgesuchs in Aussicht, da der Invaliditätsgrad bei 10 % liege.

A.i. 

Die Versicherte liess am 24. Oktober 2019 (IV-act. 51) durch ihre Rechtsschutz­

versicherung ihr zustehende IV-Leistungen geltend machen. Schon beim 

gegenwärtigen Arbeitspensum von 40 % habe sie sehr starke Schmerzen von der 

A.j. 

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Hüfte an abwärts. Eine Erhöhung des Pensums sei ihr deshalb nicht möglich. Sie sei im 

Juni 2019 wegen dieses Leidens im Zentrum für Neurochirurgie an der Klinik I.___ in 

Behandlung gewesen. Gemäss dem Bericht darüber von Dr. med. J.___, Fachärztin für 

Neurochirurgie, vom 18. Juni 2019 und einer Röntgenbeurteilung vom 1. Juli 2019 

lägen Facettengelenksarthrosen L2/3 und L3/4, Bandscheibenprotrusionen L4/5 und 

L5/S1 sowie eine Einengung des Spinalkanals vor. Da sich diese Einschränkungen dem 

Gutachten nicht entnehmen lassen würden, sei dieses unvollständig. - Gemäss dem 

erwähnten Bericht vom 18. Juni 2019 (IV-act. 51-3 ff.) waren bei der Versicherten 

folgende Diagnosen gestellt worden: (zum einen) chronische gemischt nozizeptiv 

neuropathische multilokuläre Schmerzen bei einem Chronifizierungsgrad nach 

Gerbershagen III mit aktuell im Vordergrund stehender lumbosakraler 

Schmerzsymptomatik mit Ausstrahlung in den lateralen linken Ober- und medialen 

Unterschenkel bei bekannter Spondylarthrose L2 und S1 im MRI der LWS von Mai 

2014, Schmerzen ausgehend von der rechten Schulter bis zum rechten Ellenbogen bei 

bekannten cervikobrachialen Schmerzen mit Epicondylitis humeri radialis bei 

chronischer Überlastung, (des Weiteren, verkürzt wiedergegeben) Arthralgien beider 

Knie bei beginnender Gonarthrose, eine Migräne ohne Aura, ein Restless-legs-

Syndrom, eine SEID/ein chronisches Fatigue-Syndrom, ein obstruktives Schlafapnoe-

Syndrom, eine arterielle Hypertonie und ein symptomatischer Vitamin D3-Mangel. Die 

Ärztin hatte zur Bestandesaufnahme und zum Ausschluss einer Spinalkanalstenose 

oder von Facettengelenksarthrosen ein MRI der LWS mit Funktionsaufnahmen 

befürwortet, da bereits im MRI der LWS von 2014 Spondylarthrosen gefunden worden 

seien. Bei der folgenden entsprechenden Befunderhebung und Beurteilung hatten sich 

gemäss dem radiologischen Bericht vom 1. Juli 2019 (IV-act. 51-6 f.) ein fetthaltiges 

Hämangiom LWK 3, eine geringe Mehrverfettung an der ventralen Bodenplatte des L1, 

eine leicht- bis mässiggradige hypertrophe Facettengelenksarthrose auf Höhe L2/3, 

eine mässiggradige hypertrophe Facettengelenksarthrose, rechtsbetont, und etwas 

Flüssigkeit im rechten Gelenk als Hinweis auf eine Aktivierung bei L3/4, eine leicht links 

betonte, breitbasige flachbogige Bandscheibenprotrusion, eine fortgeschrittene 

hypertrophe Facettengelenksarthrose, leicht rechtsbetont, und zentral eine geringe 

Einengung des Spinalkanals ohne Einengung der Neuroforamina und ohne eindeutige 

Nervenwurzelaffektion bei L4/5, und eine schmalbogige, in das linke Neuroforamen 

hineinreichende Bandscheibenprotrusion und eine mässige hypertrophe 

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Facettengelenksarthrose auf Höhe L5/S1 gezeigt. - Am 26. November 2019 (IV-act. 53) 

wurde, den Einwand ergänzend, ausgeführt, die Feststellungen im Gutachten seien 

nicht nachvollziehbar. Die Versicherte sei mit ihrem aktuellen Pensum kräftemässig am 

äussersten Limit. Immer wieder geleistete Überstunden führten dazu, dass tagelang 

starke Schmerzen aufträten und die Versicherte eben gerade keinen privaten 

Aktivitäten oder sozialen Kontakten mehr nachgehen könne. Im Haushalt seien ein 

erheblicher zeitlicher Mehraufwand und lange Pausen nötig. Den gegenwärtigen 

Gesundheitszustand vermöge sie nur deshalb zu halten, weil sie ein Pensum von 

lediglich 40 % ausübe und nicht täglich Überstunden nötig seien. Müsste sie ein volles 

Pensum leisten, sähe das anders aus. Die orthopädische Untersuchung sei vom 

Umfang und der Intensität her unzureichend gewesen. Bei der Arbeit sei die 

Versicherte stets in Bewegung und habe kaum Ruhepausen, so dass die Schmerzen 

mit jeder Arbeitsstunde ansteigen würden. Die Beanspruchung bei der Arbeit sei also 

ungleich höher als bei einer medizinischen Untersuchung an einem freien Tag. Gemäss 

einem Schreiben von Dr. J.___ vom 7. November 2019 sei angesichts der verstärkten 

Schmerzen eine Infiltration vorgesehen und werde die Versicherte als in ihrer 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt beurteilt. Eventuell seien weitere medizinische 

Abklärungen vorzunehmen. - Dr. J.___ hatte in dem Bericht unter anderem erklärt, eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung sei aus schmerztherapeutischer Sicht zwar nicht sinnvoll zu 

stellen, doch bestehe sicherlich eine Einschränkung, da es immer wieder zu 

Exazerbationen der Beschwerden komme, wenn die Versicherte mehr als 40 % 

arbeiten müsse.

Das SMAB erklärte auf Vorlage der eingelegten Berichte (vgl. IV-act. 56; vorgelegt 

wurden wohl die Berichte vom 18. Juni 2019 und vom 1. Juli 2019, vgl. IV-act. 54-2) am 

2. März 2020 (IV-act. 57), der Gesundheitszustand der Versicherten habe sich nicht in 

für die Arbeitsfähigkeit relevanter Weise verändert.

A.k. 

Nach einem zweiten Vorbescheid vom 23. März 2020 (IV-act. 59) wies die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Leistungsgesuch der 

Versicherten mit Verfügung vom 25. Juni 2020 (IV-act. 62) ab. Bei einem vollen Pensum 

würde sie Fr. 75'780.-- verdienen, mit einer Arbeitsfähigkeit von 90 % in der bisherigen 

Tätigkeit entsprechend weniger. Der Invaliditätsgrad werde mittels Prozentvergleichs 

berechnet und liege bei 10 %.

A.l. 

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B.

Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 19. August 2020 (act. G 1). 

Die Beschwerdeführerin beantragt eine Überprüfung der angefochtenen Verfügung 

(und sinngemäss Leistungen der Invalidenversicherung). Sie sei nicht mehr in der Lage, 

zu 100 % zu arbeiten. Deshalb habe ihr Hausarzt ihr zu einer IV-Anmeldung geraten. 

Sie habe verschiedene sehr starke chronische Schmerzen und ihr gesundheitlicher 

Zustand habe sich im Lauf der Zeit nochmals massiv verschlechtert. Die Konsultation 

in der Schmerzklinik an der Klinik I.___ habe keinen Erfolg gebracht. Dr. med. K.___, 

Facharzt für Wirbelsäulen-Neurochirurgie, habe ferner eine äussert grosse Arthrose im 

unteren Lendenwirbelbereich als Ursache bezeichnet und ihr am 7. Juli 2020 zwei 

Kortison-Spritzen injiziert, worauf sie allergische Reaktionen, eine massive 

Verschlechterung des Restless-legs-Syndroms und einen Nervenzusammenbruch 

erlitten habe. Sie verspüre noch immer Nebenwirkungen und sei in einem Zustand der 

Verzweiflung. Seit einer Woche verspüre sie wieder Schmerzen. Der nächste Schritt 

werde dann wohl bald eine Operation sein. Wenn sie vier Tage hintereinander zu 40 % 

arbeite, könne sie kaum mehr Kraft für die Arbeit aufbringen. Dass ihr die 

Invalidenversicherung schreibe, sie sei zu 90 % arbeitsfähig, könne sie nicht verstehen. 

Nach einer Tätigkeit von 40 % müsse sie am Nachmittag während dreier Stunden 

liegen und sei nicht mehr fähig, etwas zu leisten. Auch eine andere Tätigkeit könne sie 

nicht ausüben, denn es gehe ihr psychisch schlecht und sie habe Angst vor 

Veränderungen und wenig Selbstvertrauen. In einer neuen Arbeitsumgebung könne sie 

sich unmöglich zurechtfinden. Die schon so lange anhaltenden ständigen Schmerzen 

würden sie auch psychisch enorm belasten, so dass sie keine Kraft mehr habe. Ihre 

Arbeitgeberin bewerte ihre Leistungen als ungenügend, weil sie nicht mehr so schnell 

sei. Sie setze sich auch selbst unter sehr grossen Druck; dann werde alles psychisch 

und körperlich noch schlimmer. Sie ersuche um eine unentgeltliche Rechtshilfe. - 

Beigelegt waren Berichte von Dr. K.___ vom 15. Juni 2020 (act. G 1.1) und vom 

23. Juni 2020 (act. G 1.2). Gemäss Letzterem hatte der Arzt auf der Grundlage eines 

aktuellen CTs der LWS (ohne Nennung von Herkunft oder Datum) eine ausgeprägte 

Spondylarthrose mit beginnender Spondylolyse LWK5/SWK1 rechtsbetont, eine kleine 

intraforaminale Diskushernie LWK5/SWK1 links und eine beginnende Spondylarthrose 

LWK3/4 rechtsbetont diagnostiziert. Die Versicherte habe über eine in den letzten 

Tagen bemerkte subjektive Verschlechterung der Rückenschmerzen rechtsseitig 

berichtet, ausserdem über intermittierende Lumboischialgien entsprechend dem 

Dermatom L5 links ohne klares bildmorphologisches Korrelat. Es sei eine 

Facettengelenksinfiltration auf der Ebene LWK5/SWK1 beidseits zu empfehlen. 

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C.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. September 2020 (act. G 5) beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie habe zu Recht auf das 

Gutachten abgestellt. Die eingereichten Arztberichte hätten an der gutachterlichen 

Einschätzung nichts zu ändern vermocht und die Gutachter hätten eine 

Verschlechterung des Gesundheitszustands verneint. Was die Vorbringen in der 

Beschwerde betreffe, sei festzuhalten, dass vorliegend lediglich der Sachverhalt zu 

beurteilen sei, wie er sich bis zum 25. Juni 2020 verwirklicht habe. Eine allfällige 

spätere langandauernde und wesentliche Verschlechterung wäre im Rahmen einer 

Wiederanmeldung zu prüfen, mit welcher eine solche Verschlechterung glaubhaft 

gemacht werden müsste.

D.

Von der ihr mit Schreiben vom 25. September 2020 (act. G 7) eingeräumten 

Möglichkeit, zur Beschwerdeantwort Stellung zu nehmen, hat die Beschwerdeführerin 

keinen Gebrauch gemacht.

E.

Am 17. November 2020 ist dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten) entsprochen worden (act. G 11). 

F.

Mit Eingabe vom 10. März 2021 (act. G13) teilt die Beschwerdeführerin mit, sie habe 

sich bei der Beschwerdegegnerin für eine berufliche Integration/Rente (sc. erneut) 

anmelden müssen, weil sie seit dem 10. September 2020 arbeitsunfähig und zurzeit 

stationär in der Klinik L.___ sei.

Erwägungen

1.

Im Streit liegt die Verfügung vom 25. Juni 2020, mit welcher die Beschwerdegegnerin 

das Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin vom 4./6. September 2017 um eine 

Rente abgewiesen hat. Berufliche Massnahmen anzuordnen, hatte sie bereits am 

1. Dezember 2017 abgelehnt. Das hatte sie damit begründet, dass der 

Beschwerdeführerin das bisherige Pensum noch möglich sei und sie nicht in einem 

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höheren Ausmass arbeiten wolle. Sollte sich zeigen, dass ohne 

Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage kommt, so gehörte zum 

Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den 

Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht der 

Beschwerdeführerin zu Massnahmen ausreichend in Anspruch genommen habe. 

2.

Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

3.  

Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und ihre Arbeitsfähigkeit sind 

polydisziplinär untersucht worden. Das SMAB-Gutachten vom 10. April 2019 wurde 

unter Federführung des Gutachters der Psychiatrie (und unter Supervision eines 

Facharztes für Allgemeine Innere Medizin) erstellt. Konsiliarisch wirkten eine 

Gutachterin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

ein Gutachter der Allgemeinen Inneren Medizin und eine Gutachterin der Neurologie mit 

(vgl. IV-act. 41-15). Auch eine Gutachterin der Pneumologie und Inneren Medizin wurde 

beigezogen und erklärte sich mit den Schlussfolgerungen einverstanden (IV-

act. 41-16). Am 3. April 2019 wurde der Konsens gefunden (vgl. IV-act. 41-14).

3.1. 

Im Einzelnen gab die Beschwerdeführerin der Gutachterin der Neurologie bekannt, 

am betreffenden Tag besonders heftige Schmerzen zu haben. Seit einem Monat 

beträfen immer gleich vorhandene Schmerzen den Bereich der Oberarme beidseits. 

Seit zwei bis drei Jahren bestünden auch zeitweise Schmerzen im Bereich beider 

Beine, insbesondere an den Oberschenkelaussenseiten. Immer vorhanden seien 

Kopfschmerzen. Einen Migräneanfall habe sie jedoch zuletzt vor mehr als einem halben 

Jahr gehabt. Die Krankheitsgeschichte habe 2012 begonnen. Jetzt sei sie nicht mehr 

schmerzfrei. Sie arbeite wegen der Schmerzen langsamer, was sie belaste, weil ihr 

Vorgesetzter nicht zufrieden sei. Die Arbeitsmenge sei nicht immer gleich; in Phasen 

mit einem Arbeitspensum von mehr als 40 % sei sie anschliessend sehr erschöpft. - 

Die Gutachterin hielt fest, der Neurostatus sei regelrecht. Eine neurologische Erklärung 

für die geklagten Schmerzen im Bereich der Arme und Beine beidseits habe sich nicht 

finden lassen, insbesondere hätten keine Hinweise für eine Radikulopathie, 

3.2. 

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Plexusläsion oder andersartige Nervenschädigung bestanden. Da die 

Beschwerdeführerin täglich ein oder zwei Schmerzmittel einnehme, sei von einem 

medikamenteninduzierten Kopfschmerz auszugehen. Dieser sei ohne Auswirkungen 

auf die Alltagstätigkeit und auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 41-82). Die Schilderung 

der Kopfschmerzen sei gut nachvollziehbar, die Kriterien einer Migräne seien erfüllt (bei 

jedoch sehr seltener Anfallsfrequenz; vgl. IV-act. 41-83). Vom behandelten Restless-

legs-Syndrom bestehe lediglich eine Restsymptomatik, die ebenfalls nicht von Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit sei (vgl. IV-act. 41-82). Es sei keine Diagnose mit Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit zu stellen (vgl. IV-act. 41-84).

Der Gutachterin der Pneumologie berichtete die Beschwerdeführerin, sie sei 

pulmonal gesehen beschwerdefrei, bekomme aber beim Aufwärtsgehen etwas 

Atemnot. Unter der CPAP-Therapie gehe es ihr gut, doch sei sie trotzdem tagsüber 

noch müde (vgl. IV-act. 41-90). Das Arbeitspensum von 40 % vermöge sie zu 

bewältigen, es wäre jedoch körperlich betrachtet besser, wenn sie nicht mehr (sc. 

wohl: zu Fuss) gehen müsste (vgl. IV-act. 41-91). - Die Gutachterin hielt fest, das sehr 

schwere obstruktive Schlafapnoe-Syndrom werde erfolgreich behandelt; es bestehe 

diesbezüglich eine sehr gute Compliance. Die Schmerzen und die Erschöpfbarkeit 

seien nicht pulmonal bedingt. Lungenfunktionell hätten sich absolut normale Werte 

finden lassen. Die beschriebene Anstrengungsdispnoe sei sicherlich auch durch eine 

erhebliche Dekonditionierung bei Adipositas bedingt. Das Restless-legs-Syndrom 

werde medikamentös behandelt, sei aber nicht komplett kontrolliert. Es habe aber 

keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 41-93). Aus rein pulmonaler 

Sicht bestehe seitens der Lunge und der Schlafapnoe keine Arbeitsunfähigkeit. Die 

Beschwerdeführerin könne leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten 

grundsätzlich zu 100 % ausüben (vgl. IV-act. 41-94).

3.3. 

Bei der allgemein-internistischen Begutachtung beklagte die Beschwerdeführerin 

Kopfweh und eine damit oft verbundene Schwindelsymptomatik, ausserdem 

Schmerzen wechselnd in beiden Kniegelenken, in der LWS und im rechten Arm sowie 

in der rechten Leiste. - Der Gutachter der Allgemeinen Inneren Medizin erklärte, das 

chronische Schlafapnoe-Syndrom sei sehr gut und der arterielle Blutdruck sei ebenso 

optimal eingestellt, die diabetische Stoffwechsellage ausreichend. Es sollten unbedingt 

eine Reduktion des Körpergewichts und eine medikamentöse Therapie der 

Hyperlipidämie erfolgen. Die Arbeitsfähigkeit werde durch die internistischen Aspekte 

nicht beeinflusst.

3.4. 

Anlässlich der psychiatrischen Begutachtung teilte die Beschwerdeführerin mit, sie 

sei an keinem Tag schmerzfrei. Die Schmerzen seien überall, aber nicht immer gleich 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/22

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stark. - Der Gutachter der Psychiatrie erklärte, bei der Beschwerdeführerin habe sich 

wahrscheinlich bereits 2004 eine depressive Episode entwickelt, worauf ein 

Antidepressivum eingesetzt worden sei. Darunter habe sich die Symptomatik 

verbessert. In den folgenden Jahren sei es nach Angaben der Beschwerdeführerin 

fluktuierend zu depressiven Verstimmungen gekommen und sie habe das Arzneimittel 

mit Unterbrüchen und zum Teil reduzierter Dosis weiter eingenommen. Im Jahr 201_, 

nach der Trennung vom Ehemann, sei sie dann in eine stärker ausgeprägte Depression 

im Sinn einer mittelgradigen depressiven Episode geraten und habe erstmals 

ambulante psychiatrische Behandlung in Anspruch genommen. Unter Erhöhung der 

erwähnten Medikation habe sich die Symptomatik allmählich wieder gebessert. Im Lauf 

des Jahres 2018 sei die Dosis von ehemals 20 auf die aktuellen 10 mg täglich reduziert 

worden. Als gutachterliche Diagnosen wurden die rezidivierende depressive Störung 

und die psychologischen und Verhaltens-Faktoren bei andernorts klassifizierten 

Krankheiten bezeichnet. Die Beschwerdeführerin sei durch familiäre Umstände 

belastet, habe aber ausserfamiliär viele gute soziale Kontakte, ausserdem eine 

langjährige berufliche Erfahrung und ein stabiles Beschäftigungsverhältnis. Sie sei in 

den Bereichen Durchhaltefähigkeit und Selbstbehauptungsfähigkeit eingeschränkt. 

Emotional belastende Tätigkeiten sollten vermieden werden. Ansonsten unterliege das 

Belastungsprofil keinen Einschränkungen (vgl. IV-act. 41-36 ff.). Die derzeitige Tätigkeit 

sei adaptiert. Die Beschwerdeführerin könnte sie an 8.5 Stunden pro Tag verrichten. 

Auch wenn keine schwerwiegende depressive Symptomatik oder schwerwiegende 

Schmerzsymptomatik vorlägen, sei doch anzunehmen, dass das Arbeitstempo (bzw. 

das Rendement) wegen der depressiven Symptomatik und der psychogenen Schmerz­

überlagerung leicht reduziert sei, und zwar im Bereich von 10 %. Insgesamt werde die 

Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer leidensadaptierten Tätigkeit auf 90 % 

geschätzt (vgl. IV-act. 41-38 f.). 

Bei der orthopädischen Begutachtung gab die Beschwerdeführerin an, seit vier bis 

fünf Jahren Schmerzen im Gesäss beidseits bei Belastung und in Ruhe beim Liegen auf 

der Seite zu haben. Ihre Beschwerden würden wandern, einmal seien sie im Knie, dann 

im Fuss, im Ellenbogen, im Handgelenk, im Finger, in der Schulter. Es handle sich um 

einen schnappenden Mittel- und Ringfinger links, einen Fersensporn beidseits und um 

Beschwerden in beiden Handgelenken, beiden Ellenbogengelenken (früher links, jetzt 

rechts), beiden Schultern, im D II des rechten Fusses und in beiden Kniegelenken, um 

häufige Schmerzen an der rechten Oberarm-Vorderseite und um ein morgendliches 

Gefühl geschwollener Finger. Die Physiotherapie bringe jeweils eine Linderung für 

maximal sechs Monate. Auch gegen die Kopfschmerzen habe sie schon oft 

Physiotherapie bekommen; diese träten aber immer wieder auf (vgl. IV-act. 41-46). - 

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/22

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Die Gutachterin der Orthopädie erhob den klinischen Befund. Sie beschrieb, dabei 

seien bei der Seitneigung des Kopfes nach rechts Schmerzen im linken Schultergürtel 

angegeben worden, beim Abspreizen und bei der Aussen- und Innenrotation des 

rechten Armes Schmerzen im rechten Oberarm, bei der Rückwärtsbewegung beider 

Arme im Schultergürtelbereich beidseits, bei der Seitneigung des Oberkörpers nach 

rechts in der linken Taille, bei der Untersuchung des rechten Kniegelenks in der 

Lendenwirbelsäule, bei der Beugung der Kniegelenke in diesen Gelenken. Ein 

Druckschmerz sei über dem Ringband A1 D III und IV der linken Hand, über dem 

Gelenkspalt des rechten Ellenbogengelenks und (samt dort Klopfschmerz) über den 

Dornfortsätzen von LWK5 und SWK1, über beiden Iliosakralgelenken und über dem 

medialen Gelenkspalt des linken Kniegelenks bezeichnet worden. Es hätten eine 

vermehrte Kyphose der Brust- und eine vermehrte Lordose der Lendenwirbelsäule 

bestanden, ausserdem ein Hallux interphalangeus beidseits mit beginnendem Digitus 

superductus D II auf I (vgl. IV-act. 41-49 f.). Die Gutachterin hielt fest, die 

Lendenwirbelsäule sei mit Ausnahme einer geringen Einschränkung der Rotation des 

Oberkörpers nach links frei beweglich gewesen. Hinweise auf eine akute Reizung 

lumbaler Nervenwurzeln hätten bei fehlender Schon- und Fehlhaltung, fehlendem 

paravertebralem Muskelhartspann, seitengleich demonstriertem Zehenspitzengang und 

ebensolcher Hocke sowie beidseits negativen Zeichen nach Lasègue und Bragard 

nicht bestanden. In der Röntgenaufnahme des Beckens vom 14. Februar 2019 hätten 

sich die im MRI vom 5. Mai 2014 und im Röntgenbild vom 9. Mai 2017 vorgefundenen 

degenerativen Veränderungen (in der dortigen Beschreibung erwähnt u.a. moderate 

ISG-Arthrose beidseits, Spondylosis deformans mit Osteochondrosis L3/4 und 

begleitender Arthrose der Facettengelenke) dargestellt. Belastungsabhängige 

pseudoradikuläre Schmerzen in beiden Gesässhälften seien aufgrund des 

radiologischen Befundes nachvollziehbar. Im MRI des rechten Knies vom 4. April 2016 

hätten sich deutliche myxoide Degenerationen des Aussenmeniskusvorderhorns und 

mässige Degenerationen des Innenmeniskushinterhorns, ein 1.3 cm grosses Ganglion 

im Hoffa-Fettkörper und ein diskreter Kniegelenkserguss dargestellt. Das MRI des 

linken Knies vom 3. Juli 2017 habe ebenfalls mukoide Degenerationen des 

Innenmeniskushinterhorns und des vorderen Kreuzbandes sowie eine geringe medial 

betonte Chondropathie Grad II am Femurkondylus gezeigt (ausserdem ein präpatellar 

lateral betontes subkutanes Hämatom nach Sturz). Es handle sich um 

altersentsprechende degenerative Veränderungen ohne wesentliche Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit. Die Fussstatik sei trotz erheblicher Überbelastung aufgrund des 

massiven Übergewichts unauffällig gewesen. Hinweise auf das Vorliegen einer Fasziitis 

plantaris hätten beidseits nicht bestanden, auch wenn schon im Röntgenbild des linken 

Calcaneus vom 7. März 2006 ein plantarer Fersensporn beschrieben worden sei. Im 

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Arthro-MR der rechten Schulter vom 23. Juli 2010 hätten sich diverse Schädigungen 

gezeigt, u.a. leichte degenerative Veränderungen im intraartikulären Verlauf mit einer 

Partialruptur der Supraspinatussehne und einer moderaten chronischen Tendinopathie 

der langen Bizepssehne. Aktuell hätten keine Hinweise für eine relevante 

Rotatorenmanschettenläsion oder für ein Impingementsyndrom bestanden. Es handle 

sich um einen altersentsprechenden Untersuchungsbefund. Mit Ausnahme einer 

Druckschmerzangabe über dem Gelenkspalt des rechten Ellenbogengelenks sei der 

Untersuchungsbefund diesbezüglich beidseits völlig unauffällig gewesen; auch 

Hinweise auf eine Epicondylitis hätten nicht bestanden. Die Handgelenke seien 

ebenfalls beide reizlos und frei beweglich gewesen. Während für die Ellenbogen- und 

Handgelenkbeschwerden keine objektivierbaren Korrelate bestünden, sei das 

Schnappen des linken Mittel- und Ringfingers möglich. Es bedinge jedoch keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. - Bei der Auseinandersetzung mit den Vorakten 

begründete die Gutachterin, weshalb zurzeit (entgegen der Diagnose der Klinik für 

Rheumatologie des Departements Innere Medizin am Kantonsspital St. Gallen vom 

10. Juli 2014) von einer Fibromyalgie nicht auszugehen sei. Ein Anhaltspunkt für eine 

rheumatisch-entzündliche Erkrankung bestehe - dies übereinstimmend mit der 

rheumatologischen Einschätzung - nicht. Die degenerativen Veränderungen in beiden 

Kniegelenken seien altersentsprechend (vgl. IV-act. 41-55). Die Gutachterin hielt fest, 

die Beschwerdeführerin habe sich während der Untersuchung ganz unbehindert 

bewegt und verhalten (vgl. IV-act. 41-55 und -48). Sie schloss, nur geringe 

Einschränkungen der Aktivitätenniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen seien 

nachvollziehbar (vgl. IV-act. 41-55). Mit dem Befund stimme auch der nur geringe 

Schmerzmittelbedarf überein (vgl. IV-act. 41-55; unter dem therapeutischen 

Referenzbereich liegendes Paracetamol, vgl. IV-act. 41-51; vgl. Angaben der 

Beschwerdeführerin IV-act. 41-105). Ihre Belastbarkeit sei aus orthopädisch-

traumatologischer Sicht nicht eingeschränkt. Es seien ihr sämtliche ihrem Alter und 

Kenntnisstand entsprechenden Tätigkeiten zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit in der 

bisherigen und in einer anderen Tätigkeit betrage 100 %. Empfohlen würden 

wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen der Lendenwirbelsäule (vgl. IV-

act. 41-56 f.). Die retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erfolge ab September 

2016 (vgl. IV-act. 41-56 f.). - Auch die Gutachterin der Orthopädie hat ihre Beurteilung 

demnach in Kenntnis der Vorakten und der geklagten Beschwerden sowie nach einer 

klinischen Untersuchung abgegeben.

Interdisziplinär wurde eine Arbeitsfähigkeitsschätzung von 90 % bei vollzeitlichem 

Arbeitspensum abgegeben. Zu vermeiden seien emotional belastende Tätigkeiten. 

Nebst den Fähigkeitsstörungen betreffend die Durchhalte- und die 

3.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/22

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4.  

Selbstbehauptungsfähigkeit sei auch die körperliche Leistungsfähigkeit einschränkt. In 

somatischer Hinsicht seien körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne 

Zwangshaltungen der Lendenwirbelsäule geeignet (vgl. IV-act. 41-12 f.).  

Was die orthopädisch-traumatologische Begutachtung anbelangt, ist zunächst 

darauf hinzuweisen, dass die Gutachterin namentlich die im radiologischen Bericht 

vom 9. Mai 2017 (IV-act. 41-111) erhobenen Beeinträchtigungen (ausgeprägte 

Insertionstendinopathie am Ansatz des Trochanter major, rechts stärker als links, 

Osteochondrosis symphysis und degenerative Veränderung der Iliosakralgelenke; 

Spondylosis deformans lumbalis mit Osteochondrosis L3/4 und begleitender Arthrose 

der Facettengelenke) mitbeurteilt hat. Die eigene bildgebende Befunderhebung 

erscheint jedoch als lediglich - aber immerhin - knapp ausreichend. Denn obwohl die 

Beschwerdeführerin diverse orthopädische Beeinträchtigungen beklagte, beschränkte 

sich die Gutachterin auf die Beurteilung eines einzigen aktuellen Röntgenbildes, 

nämlich einer Beckenübersicht ap im Stehen vom 14. Februar (recte:) 2019 (IV-

act. 41-50). Im Übrigen bezog sie sich (nebst einer Schulteraufnahme von 2010) auf 

Bilder aus den Jahren 2014 (MRI LWS und MRI beider ISG) und - wie erwähnt - 2017 

(Röntgen LWS). Im Gegenzug ist festzuhalten, dass ihre klinische Befunderhebung 

vollständig erscheint und für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit als bedeutender und 

vorliegend schliesslich als aussagekräftig zu betrachten ist. 

4.1. 

Die Beschwerdeführerin ihrerseits wendet die orthopädische Begutachtung 

betreffend ein, in der Klinik I.___ seien im Gutachten nicht erwähnte Einschränkungen 

festgestellt worden. Zum nach der Begutachtung erstellten Bericht der betreffenden 

Neurochirurgin Dr. J.___ vom 18. Juni 2019 (IV-act. 51-3 ff.) und zum radiologischen 

Befund vom 1. Juli 2019 (IV-act. 51-6 f.), worin u.a. von hypertrophen 

Facettengelenksarthrosen auf Höhe L2/3, L3/4 (dort mit Hinweis auf eine Aktivierung), 

L4/5 und L5/S1 (dort fortgeschrittene Arthrose), einer Bandscheibenprotrusion und 

zentral einer geringen Einengung des Spinalkanals L4/5, sowie von einer 

Bandscheibenprotrusion L5/S1 berichtet worden ist, hat das Begutachtungsinstitut 

SMAB am 2. März 2020 (IV-act. 57) Stellung genommen. Die Gutachterin der 

Orthopädischen Chirurgie und Traumatologie gab darin bekannt, eine lumbale 

Instabilität sei im MRI der LWS ausgeschlossen worden. Es hätten sich die bekannten, 

leicht- bis mässiggradigen hypertrophen Facettengelenksarthrosen von LWK3 bis 

SWK1 ohne Kompression von Nervenwurzeln dargestellt. Neue medizinische Befunde 

ergäben sich insgesamt nicht. Belastungsabhängige pseudoradikuläre Schmerzen in 

beide Gesässhälften seien aufgrund der radiologischen Befunde - wie im Gutachten 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/22

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5.  

dargestellt - nachvollziehbar. Eine Änderung der Beurteilung des Gesundheitszustands 

und der Arbeitsfähigkeit ergebe sich deswegen in orthopädisch-traumatologischer 

Hinsicht nicht. - Als gutachterlicher Einschätzung der röntgenologischen Befunde kann 

dieser Beurteilung gefolgt werden (auch wenn anzumerken ist, dass auf einer Etage 

auch fortgeschrittene Arthrosen festgestellt worden waren). Wie dem Bericht von 

Dr. J.___ vom 18. Juni 2019 zu entnehmen ist, hatte die Beschwerdeführerin denn auch 

davon berichtet, dass die seit ca. 20 Jahren bestehenden Schmerzen zuletzt im Herbst 

2018 (also noch vor der Begutachtung) wieder exazerbiert seien.    

Zur psychiatrischen Begutachtung lässt sich des Weiteren festhalten, dass, wie es 

unter dem Gesichtspunkt der Standardindikatoren erforderlich ist, namentlich die 

Belastungen und Ressourcen der Beschwerdeführerin berücksichtigt und die 

Fähigkeitsstörungen beschrieben worden sind (vgl. IV-act. 41-38). Es erfolgte auch ein 

Vergleich mit dem Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin in den Bereichen Freizeit 

und Haushalt (vgl. IV-act. 41-37; Beschreibung des Tagesablaufs bei IV-act. 41-32; vgl. 

auch IV-act. 41-47). 

4.3. 

Da in allen relevanten Fachbereichen umfassende Begutachtungen einschliesslich 

einer Auseinandersetzung mit den Vorberichten und den entsprechenden Diagnosen 

erfolgt sind und die Ergebnisse nachvollziehbar begründet sind, kann 

zusammenfassend für den Begutachtungszeitraum auf das Gutachten abgestellt 

werden. 

4.4. 

Demnach ist ab Januar 2018 von einer (hauptsächlich psychiatrisch bedingten) 

Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit und in 

leidensangepassten Tätigkeiten von 10 % (bei Fähigkeit zu vollzeitlicher Beschäftigung) 

auszugehen, retrospektiv aber von einer solchen von 50 % für die Zeit von Oktober bis 

längstens Dezember 2014 sowie von 20 % anschliessend bis maximal Ende 2017 (vgl. 

IV-act. 41-13). 

4.5. 

Die medizinischen Berichte vom 18. Juni 2019 und vom 1. Juli 2019 gaben - wie 

erwähnt - nicht Anlass zu einer rückblickend anderen Beurteilung der orthopädischen 

Verhältnisse zur Begutachtungszeit, sie sind aber auch nicht Grund zur Annahme einer 

späteren relevanten Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin 

(vgl. IV-act. 57).

5.1. 

Am 7. November 2019 (IV-act. 53-4) berichtete jedoch Dr. J.___ in der Folge von 

einer wesentlichen Verstärkung der Schmerzen der Beschwerdeführerin - nach einer 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/22

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allerdings vorhergehenden deutlichen Besserung im Anschluss an die Konsultation 

vom Juni 2019. - Dr. K.___ hielt in seinem Bericht vom 15. Juni 2020 fest, die 

Beschwerdeführerin habe über chronische, intermittierend starke Kreuzschmerzen mit 

einer Ausstrahlung in das linke Bein, insbesondere morgens und bei Belastung, 

berichtet. Eine Facettengelenksinfiltration vom April 2020 habe keine durchgreifende 

Linderung der Beschwerden erbracht. Der Neurochirurg erklärte, klinisch bestünden 

eine Lumbago mit paravertebralem Muskelhartspann und Lumboischialgien 

entsprechend dem Dermatom L5 links, aber keine Paresen und kein sensibles Defizit. 

Er wies auf die im MRI vom Juli 2019 beschriebenen Befunde hin und erklärte, er habe 

zur Diagnosesicherung ein CT der LWS veranlasst. Daraufhin erwähnte er im Bericht 

vom 23. Juni 2020 unter Hinweis auf ein vorgelegtes entsprechendes CT diagnostisch 

im Vergleich zu seinem vorangehenden Bericht einerseits eine neu lediglich 

"beginnende" Spondylarthrose LWK3/4 rechtsbetont, anderseits eine neu 

"ausgeprägte" Spondylarthrose mit neu "beginnender Spondylolyse LWK5/SWK1" 

rechtsbetont. Die Beschwerdeführerin habe berichtet, in den letzten Tagen eine 

subjektive Verschlechterung der Rückenschmerzen rechtsseitig bemerkt zu haben. Des 

Weiteren leide sie an intermittierenden Lumboischialgien entsprechend dem Dermatom 

L5 links ohne klares bildmorphologisches Korrelat. Der Arzt erwähnte zwar eine 

"subjektive" Verschlechterung und die Abwesenheit eines klaren Korrelats für die 

erwähnten intermittierenden Lumboischialgien, was gegen objektivierbare 

Beschwerden spricht. Er empfahl aber immerhin eine Facettengelenkinfiltration auf 

Ebene LWK5/SWK1 beidseits. Eine ausreichende Beantwortung der Frage nach einer 

allfälligen Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der Begutachtung bzw. seit 

dem 1. Juli 2019 kann aus dem kurzen Bericht nicht gelesen werden. Nach der 

Aktenlage ist das - im Übrigen zudem nicht aktenkundige - CT bis anhin auch nicht 

anderweitig in seiner diesbezüglichen medizinischen Aussage bewertet worden; weder 

RAD noch Gutachter haben eine Beurteilung abgegeben. Da es sich aber um 

Bildmaterial handelt, das noch vor Erlass der angefochtenen Verfügung erstellt wurde, 

wird darin ein vorliegend noch relevanter Sachverhalt erfasst. Was eine allfällige 

Veränderung nach dem 1. Juli 2019, an welchem ein röntgenologischer Befund 

erhoben wurde, der noch durch die Begutachtungsstelle beurteilt worden ist, betrifft, 

erweist sich der Sachverhalt demnach als ergänzend abklärungsbedürftig. 

Diesbezüglich ist die Sache entsprechend an die Beschwerdegegnerin - welche nach 

der Aktenlage im Übrigen bereits mit einer neuen Anmeldung befasst ist - zurück­

zuweisen.

Die allfälligen Folgen der Infiltration vom 7. Juli 2020, welche die 

Beschwerdeführerin in der Beschwerde beschreibt (allergische Reaktionen, massive 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/22

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6.  

Verschlechterung des Restless-legs-Syndroms, Nervenzusammenbruch, Verzweiflung) 

dagegen sind im vorliegenden Verfahren nicht mehr zu beurteilen. Denn es handelt sich 

nach der Beschreibung um plötzliche akute Reaktionen (auf die Infiltration), die erst 

nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2020 aufgetreten sind, und 

nicht etwa darum, dass damit Schädigungen entdeckt worden wären, von denen 

anzunehmen wäre, sie seien schon im Verfügungszeitpunkt vorhanden gewesen. Für 

die (richterliche) Beurteilung sind aber grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse 

massgebend, wie sie sich bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verwaltungsverfügung 

entwickelt haben (BGE 121 V 362 E. 1b, BGE 125 V 150 E. 2c). Nach dem Zeitpunkt 

des Erlasses der angefochtenen Verfügung (vom 25. Juni 2020) erhobene Befunde sind 

dagegen rechtsprechungsgemäss lediglich noch insofern von Bedeutung, als sie einen 

vorbestehenden Zustand beschreiben bzw. als sie mit dem Streitgegenstand in engem 

Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des 

Verfügungserlasses zu beeinflussen (zu Letzterem vgl. Bundesgerichtsurteil vom 7. 

Oktober 2016, 8C_357/2016 E. 3.2; vgl. BGE 99 V 102). Letzteres ist vorliegend 

hinsichtlich der erwähnten Folgen nicht anzunehmen.   

Für den Zeitraum, in welchem eine Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 

90 % anzunehmen ist - somit bis zum 1. Juli 2019 -, ergibt sich unter erwerblichem 

Aspekt Folgendes:

6.1. 

Nach Art. 16 ATSG (vgl. Art. 28a Abs. 1 IVG) wird für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrads das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). 

6.2. 

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdienen würde (vgl. BGE 129 V 222; vgl. etwa auch 

Bundesgerichtsurteil vom 7. Dezember 2015, 9C_422/2015). 

6.3. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 

von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person 

konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - 

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/22

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kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 

erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, können die Tabellenlöhne 

(gemäss der Lohnstrukturerhebung LSE des Bundesamtes für Statistik) herangezogen 

werden (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 22. November 2019, 8C_590/2019 E. 5.1, und 

vom 22. Februar 2019, 9C_479/2018 E. 2.2; BGE 143 V 295 E. 2.2).

Die Beschwerdeführerin hat nach der Aktenlage das Arbeitsverhältnis beibehalten, 

in welchem sie bereits seit dem Jahr 2000 stand. Daher kann von stabilen 

Arbeitsverhältnissen ausgegangen werden. Was das Arbeitspensum betrifft, hat die 

Beschwerdeführerin es im bisherigen Ausmass von 40 % weitergeführt, das 

gleichzeitig auch der nach ihrer Auffassung krankheitsbedingt maximalen 

Leistungsfähigkeit entspricht. Gemäss der Begutachtung ist indessen von einer 

erheblich höheren - nahezu vollen - medizinisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit 

auszugehen, nämlich einer solchen von 90 % bei vollzeitlicher Beschäftigung. Die 

Differenz zum faktisch wahrgenommenen Pensum ist so weitreichend, dass mit einem 

Pensum von 40 % keine volle Ausschöpfung am tatsächlichen Arbeitsplatz mehr 

angenommen werden und der dabei erzielte Verdienst somit nicht als 

Invalideneinkommen gelten kann.

6.5. 

Da sich die medizinische Arbeitsfähigkeitsschätzung allerdings auch auf die 

angestammte Tätigkeit bezieht, ist grundsätzlich zu erwarten, dass die 

Beschwerdeführerin invalidenversicherungsrechtlich betrachtet auch ein 

entsprechendes Einkommen zu erzielen in der Lage wäre. Ob ihre Arbeitgeberin ihr 

einen (demgemäss erforderlichen) Pensenausbau tatsächlich zugestehen könnte und 

würde, ist nicht abgeklärt worden, erscheint aber zumindest durchaus möglich, wird 

die Beschwerdeführerin doch nach ihren Angaben auch gelegentlich zu mehr als 40 % 

eines Vollpensums eingesetzt (vgl. IV-act. 41-79). 

6.6. 

Da die weitreichende Arbeitsfähigkeit mit dem Gutachten vom April 2019 

festgestellt wurde, als die Beschwerdeführerin rund 60-jährig war, ist davon 

auszugehen, dass ihr zum massgeblichen Zeitpunkt (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3) noch 

vier Jahre üblicher Erwerbsaktivitätszeit bevorstanden. Die Beschwerdeführerin befand 

sich zwar damals bereits seit 19 Jahren im gleichen Anstellungsverhältnis (was 

medizinisch als Ressource gewürdigt wurde), in welchem sie auch ein 

überdurchschnittlich hohes Einkommensniveau erreicht hat. Sie hatte jedoch davor 

auch schon Beschäftigungen bei anderen Arbeitgebern gehabt. Zudem ist zu 

6.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/22

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berücksichtigen, dass sie gemäss gutachterlicher Beurteilung einzig in den Fähigkeiten 

zum Durchhalten und zur Selbstbehauptung eingeschränkt ist (vgl. IV-act. 41-38), 

weshalb ihr insgesamt grundsätzlich auch ein Wechsel auf den allgemeinen 

Arbeitsmarkt zugemutet werden kann.

Ob die Beschwerdeführerin tatsächlich die bisherige Anstellung - allenfalls selbst 

mit reduziertem Pensum - beibehält, um dem Risiko einer allfälligen Arbeitslosigkeit 

vorzubeugen, kann für die vorliegende Beurteilung nicht ausschlaggebend sein. Denn 

für einen Einkommensvergleich in der Invalidenversicherung ist das zumutbare 

Invalideneinkommen massgebend, als welches ihr tatsächliches Einkommen bei einem 

Pensum von 40 % - wie erwähnt - nicht taugt. Bei der Invaliditätsbemessung wird 

zudem, wie in Art. 16 ATSG angeordnet, eine ausgeglichene Arbeitsmarktlage 

angenommen. Es kommt demnach nicht darauf an, ob eine invalide Person unter den 

konkreten Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich an eine Stelle vermittelt werden kann, 

sondern einzig darauf, ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene Arbeitskraft 

noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot 

an Arbeitskräften entsprächen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 4. Mai 2018, 

9C_294/2017 E. 5.4.2.; AHI 1998 S. 287 E. 3b). Der massgebliche theoretische und ab­

strakte ausgeglichene Markt (vgl. BGE 134 V 64, BGE 129 V 480 E. 4.2.2) hat nämlich 

rein hypothetischen Charakter und dient ausserdem dazu, die Risiken von 

Arbeitslosigkeit und Invalidität voneinander abzugrenzen (vgl. Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [seit 1. Januar 2007: Schweizerisches 

Bundesgericht] vom 10. Juli 2006, I 186/05 E. 2.3; Bundesgerichtsurteil vom 

23. September 2014, 9C_192/2014 E. 3.1; BGE 110 V 276 E. 4b, vgl. auch BGE 134 V 

64, BGE 129 V 480 E. 4.2.2). Für die Annahme einer Unverwertbarkeit der Restarbeits­

fähigkeit älterer versicherter Personen hat die Rechtsprechung schliesslich relativ hohe 

Hürden aufgestellt (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 18. Dezember 2019, 9C_693/2019 

E. 3), welche vorliegend nicht als überschritten zu betrachten sind.

6.8. 

Für den Fall, dass ein Ausbau des Pensums bei der Arbeitgeberin nicht möglich 

sein sollte, sind demnach die Durchschnittseinkommen gemäss den Tabellenlöhnen 

des Bundesamtes für Statistik beizuziehen (vgl. Anhang 2 der Textausgabe 

Invalidenversicherung, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Gesetze und 

Verordnungen, 2019, herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV, S. 228). Für 

das Jahr 2016 beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen von Frauen für 

Tätigkeiten des (untersten) Kompetenzniveaus 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder 

handwerklicher Art) Fr. 54'581.--. Mit Anwendung des Durchschnittseinkommens für 

Hilfstätigkeiten bleiben die anzunehmenden, in den diversen Tätigkeiten (vgl. IV-

6.9. 

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act. 41-79) erworbenen erwerblichen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin 

unberücksichtigt. Selbst wenn dennoch auf diesen Betrag abgestellt wird, ergibt sich 

nach Berücksichtigung der ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit von 10 % ein 

Invalideneinkommen von Fr. 49'123.--.

Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre 

gesundheitlich zumutbare verbleibende (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist 

ein Abzug (von den Tabellenlöhnen) zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des 

Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das 

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu 

schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. 

BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). Die medizinisch begründete 

Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin, welche in einer 

leichten Reduktion des Arbeitstempos bzw. Rendements liegt (IV-act. 41-39), hat in der 

medizinisch begründeten Arbeitsunfähigkeitsschätzung ihren Ausdruck gefunden und 

bietet keinen Grund für einen Abzug, auch wenn nicht ausser Acht gelassen werden 

kann, dass die Beschwerdeführerin nebst der depressiven Störung von somatischen 

Beschwerden diverser Lokalität betroffen ist (wie Rücken, grosse Zehe beidseits, linke 

Hand, Schlafapnoe-, metabolisches und Restless-legs-Syndrom, Migräne und 

Kopfschmerz, degenerative Veränderungen an Knien und Schultern). Die 

Beschwerdeführerin kann ihre Leistung - wie erwähnt - vollschichtig erbringen (a.a.O.), 

so dass auch ein Teilzeitabzug entfällt (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 12. November 

2019, 9C_542/2019 E. 3.1, vom 16. Mai 2019, 8C_705/2018 E. 4.3, vom 13. Februar 

2017, 9C_762/2016 E. 5, und vom 8. Mai 2018, 8C_211/2018 E. 4.4). Unter diesen 

Umständen erscheint es nicht gerechtfertigt, einen Abzug vom oben genannten 

Tabellenlohn anzubringen. 

6.10. 

Das Valideneinkommen 2016 beträgt nach der Aktenlage rund Fr. 75'780.--. Denn 

mit einem Pensum von 40 % erzielte die Beschwerdeführerin damals gemäss der 

Arbeitgeberbescheinigung (IV-act. 6-5 und 6-3) ein Einkommen von Fr. 30'312.-- 

(angesichts der Pensenschwankungen [vgl. IV-act. 41-79] eignet sich das IK-

Einkommen von 2016 von Fr. 33'441.-- [IV-act. 5-1] für die Umrechnung auf ein 

Vollpensum nicht). Bei voller Beschäftigung resultiert der oben genannte Betrag 

(Fr. 30'312.--/0.4).

6.11. 

Aus dem Vergleich dieses Valideneinkommens von Fr. 75'780.-- mit einem 

Invalideneinkommen von Fr. 49'123.-- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 35 %. Selbst 

wenn nicht damit gerechnet werden könnte, dass in der bisherigen Anstellung eine 

6.12. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/22

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7.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 

2020 teilweise gutgeheissen und die Sache wird zu ergänzenden Abklärungen im Sinn 

der Erwägungen und zu entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. 

2. Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

Erhöhung des Pensums möglich wäre, wird ein rentenbegründender Invaliditätsgrad 

demnach während des Zeitraums einer Arbeitsfähigkeit von 90 % - beurteilt einstweilen 

bis 1. Juli 2019 -  nicht erreicht. Was die anschliessende Periode bis zum Abschluss 

des vorliegenden Beurteilungszeitraums bis 25. Juli 2020 betrifft, sind wie erwähnt 

ergänzende medizinische Abklärungen (in Form einer Stellungnahme zur Frage einer 

allfälligen Verschlechterung) erforderlich. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2020 teilweise gutzuheissen und die Sache ist 

zu ergänzenden Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu entsprechender neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

7.1. 

Es rechtfertigt sich, bei diesem Ausgang des Verfahrens für die Kosten von einem 

vollen Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen und die Gerichtskosten, die nach 

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festgelegt werden (Art. 69 

Abs. 1  IVG), gesamthaft der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 

VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. - Die 

Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten) für 

die Beschwerdeführerin vom 17. November 2020 braucht damit nicht in Anspruch 

genommen zu werden.

7.2. 

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.06.2021
	Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Voraussetzungen für eine Bemessung des Invalideneinkommens anhand des tatsächlichen Verdienstes nicht erfüllt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Juni 2021, IV 2020/169).

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