# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 06f0087c-7710-57c1-9b70-3d7ce0145810
**Source:** Aargau (entscheidsuche) (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-17
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 17.12.2025 ZSU.2024.227
**Docket/Reference:** ZSU.2024.227
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZSU-2024-227_2025-12-17.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 5. Kammer 

 

ZSU.2024.227 
(SF.2023.26)  

Art. 78 

 

Entscheid vom 17. Dezember 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Holliger, Präsident  

Oberrichter Lindner 

Oberrichterin Merkofer 

Gerichtsschreiberin von Salis 

 

 
   

Klägerin   A._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwältin Michèle Dürrenberger,  

[…] 

 

  
   

Beklagter   B._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwältin Andrea Metzler,  

[…]  

  

 

 
 

Gegenstand  Eheschutz 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Parteien heirateten am 28. März 2008 und leben seit dem 1. Mai 2023 

getrennt. Aus ihrer Ehe gingen die Kinder C._____ (geb. tt.mm. 2008), 

D._____ (geb. tt.mm. 2011) und E._____ (geb. tt.mm. 2016) hervor. 

 

2. 

2.1. 

Am 11. August 2023 reichte die Klägerin ein Eheschutzgesuch beim Be-

zirksgericht Q._____, Präsidium des Familiengerichts, mit u.a. folgenden 

Anträgen ein: 

 

" […] 

 

3. 
Die Kinder C._____, geb. tt.mm. 2008, D._____, geb. tt.mm. 2011 und 
E._____, geb. tt.mm. 2016 seien unter die alleinige Obhut der Gesuchstellerin 
[Klägerin] zu stellen. Es sei festzuhalten, dass die Kinder ihren amtlichen 
Wohnsitz bei der Gesuchstellerin haben. 
 
4. 
Es seien folgende Betreuungszeiten des Gesuchsgegners [Beklagter] festzu-
setzen: 

Jedes 2. Wochenende von Freitag nach der Schule bis Sonntagabend 
18.00 Uhr, sowie vier Wochen Ferien pro Jahr. 

Ein darüber hinaus gehendes Betreuungsrecht sei der Parteiabsprache vor-
behalten. 
 
5. 
5.1 
Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, 2023 an den Unterhalt seiner Kinder 
mindestens folgende Beträge monatlich und monatlich im Voraus zu bezah-
len: 

Für C._____, geb. tt.mm. 2008 ab 1. Mai 2023 CHF 1'740.00 

Für D._____, geb. tt.mm. 2011 ab 1. Mai 2023 CHF 1'745.00 

Für E._____, geb. tt.mm. 2016 ab 1. Mai 2023 CHF 1'400.00 

zzgl. allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Zulagen, Beweisergebnis aus-
drücklich vorbehalten. 
 
5.2 
Der Gesuchsgegner sei darüber hinaus zu verpflichten, sich an den ausser-
ordentlichen notwendigen Kinderkosten, sofern diese im Vorfeld besprochen 
und nicht von Dritten getragen werden (Zahnarzt, Kinderlager, etc.) hälftig zu 
beteiligen. 
 
6. 
Es sei festzustellen, dass der Gesuchsgegner für die Zeit von 1. Mai 2023 bis 
und mit August 2023 gesamthaft CHF 8'000.00 an Unterhalt bezahlt hat. Er 
ist berechtigt, diesen Betrag von seiner Unterhaltspflicht in Abzug zu bringen. 

 
[…]" 

 - 3 - 

 

 

 

2.2. 

Am 11. Oktober 2023 wurden die Kinder angehört. 

 

2.3. 

Mit Stellungnahme vom 18. Oktober 2023 stellte der Beklagte u.a. folgende 

Anträge: 

 
" […] 
 
2. 
2.1 
Die gemeinsamen Kinder C._____, geboren am tt.mm.2008, D._____, ge-
boren am tt.mm.2011, und E._____, geboren am tt.mm.2016 seien unter 
die alternierende Obhut der Parteien zu stellen. 
 
2.2 
Die Betreuungsanteile seien wie folgt festzulegen: 
Der Gesuchsgegner betreut die Kinder D._____ und E._____ jeweils in 
den geraden Kalenderwochen von Freitagabend nach der Schule bis Frei-
tagabend und in den ungeraden Kalenderwochen betreut die Gesuchstel-
lerin die Kinder von Freitagabend nach der Schule bis Freitagabend. 
Der Sohn C._____ wohnt auf dessen eigenen Wunsch derzeit bei der Ge-
suchstellerin und besucht den Gesuchsgegner jedes 2. Wochenende. Das 
Kontaktrecht zwischen C._____ und dem Gesuchsgegner sei der direkten 
Absprache zwischen Vater und Sohn zu überlassen. 
Die Schulferien seien zwischen den Parteien je hälftig aufzuteilen. 
 
2.3 
Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Kinder maxi-
mal folgende Beiträge monatlich zu bezahlen: 
Für C._____ 
CHF 990.00 ab 01.05.2023 – 31.07.2023 
CHF 980.00 vom 01.08.2023 – 31.12.2023 
CHF 925.00 vom 01.01.2024 – 31.07.2024 
CHF 910.00 ab 01.08.2024 
 
Für D._____ 
CHF 430.00 ab 01.05.2023 – 31.07.2023 
CHF 300.00 vom 01.08.2023 – 31.12.2023 
CHF 250.00 vom 01.01.2024 – 31.07.2024 
CHF 250.00 vom 01.08.2024 – 31.07.2026 
CHF 330.00 ab 01.08.2026 
 
Für E._____ 
CHF 450.00 ab 01.05.2023 – 31.07.2023 
CHF 205.00 vom 01.08.2023 – 31.12.2023 
CHF 160.00 vom 01.01.2024 – 31.07.2024 
CHF 160.00 vom 01.08.2024 – 31.07.2026 
CHF 255.00 ab 01.08.2026 
 
2.4 
Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien ausserordentliche 
Kosten für die Kinder nach vorgängiger Absprache je zur Hälfte bezahlen. 
 
 

 - 4 - 

 

 

2.5 
Es sei festzustellen, dass der Gesuchsgegner bis und mit Oktober 2023 
CHF 12'000.00 an anrechenbaren Unterhalt bezahlt hat. 
 
3. 
Es sei festzustellen, dass die Parteien gegenseitig keinen persönlichen 
Unterhaltsbeitrag schulden. 
 
[…]" 

 

2.4. 

Am 30. November 2023 fand vor dem Gerichtspräsidium Q._____ die 

Hauptverhandlung statt, anlässlich derer die Parteien Replik bzw. Duplik 

erstatteten, worin sie je an den bereits gestellten Anträgen festhielten, und 

befragt wurden. Am Ende der Verhandlung unterzeichneten die Parteien 

eine Teilvereinbarung, worin sie sich u.a. auf das Folgende einigten: 

 
" […] 
 
3. 
3.1. 
Der Sohn C._____ (geb. tt.mm. 2008) sei für die Dauer des Getrenntlebens 
unter die Obhut der Mutter zu stellen. 
 
3.2. 
Der Vater sei berechtigt zu erklären, den Sohn C._____ jedes zweite Wo-
chenende von Freitag, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich auf Be-
such zu nehmen.  
 
Ein weitergehendes Besuchsrecht bleibt der direkten Absprache zwischen 
C._____ und dem Vater überlassen. 
 
4. 
4.1. 
Die Kinder D._____ (geb. tt.mm. 2011) und E._____ (geb. tt.mm. 2016) 
seien unter die alternierende Obhut der Eltern zu stellen. In einer ersten 
Phase hat die Mutter einen Betreuungsanteil von 70 % und der Vater einen 
solchen von 30 %. 
 
4.2. 
Es sei festzustellen, dass die Söhne C._____, D._____ und E._____ ihren 
Hauptwohnsitz bei der Mutter haben. 
 
4.3. 
4.3.1. 
Die Eltern sind damit einverstanden, dass in der ersten Phase und bis auf 
weiteres die Betreuungsanteile wie folgt umgesetzt werden: 
 
- Die Mutter betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von 

Sonntag, 18.00 Uhr, bis Donnerstag, nach Schulschluss bzw. Schluss 
Fremdbetreuung, sowie jedes zweite Wochenende von Freitag, 17.00 
Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr. 

- Der Vater betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von 
Donnerstag, nach Schulschluss bzw. Schluss Fremdbetreuung, bis 

 - 5 - 

 

 

Freitag, 17.00 Uhr, sowie jedes zweite Wochenende von Freitag, 17.00 
Uhr bis Sonntag, 18.00 Uhr. 

- Die Kinder nehmen das Nachtessen bei der Mutter ein, wenn die Be-
treuungszeit am Freitag, 17.00 Uhr, endet. Sie nehmen das Nachtes-
sen auch am Sonntag bei der Mutter ein. 

- Übernachtungen von D._____ beim Vater finden erst statt, wenn 
D._____ damit einverstanden ist. 

 
4.3.2. 
Die Eltern "überlassen" den Kindern, wann diese erste Phase beginnen 
soll. Sie sind damit einverstanden, dass die Fachrichterin die Kinder noch-
mals anhört und ihnen die vereinbarte Lösung vorstellt. Anschliessend legt 
das Gericht pro Kind den Beginn der ersten Phase fest. 
 
4.4. 
Die Eltern setzen die Beratung bei F._____, Jugend- und Familienbera-
tungsstelle Bezirk Q._____, fort. Gegenstand dieser Beratung sind u.a. fol-
gende Themen: 
 
- Was wollen die Kinder mittelfristig (Ausgangspunkt sind die Kinderan-

hörungen vom 11. Oktober 2023 und die Empfehlungen der Fachrich-
terin vom 20. Oktober 2023)? 

- Verbesserung der Kommunikation zwischen den Eltern (vgl. Ziff. 6) 
- Umgang und Umfang der Jugendlichen mit Social Media 
 
4.5. 
Zusammen mit F._____ besprechen die Eltern den Ausbau der alternie-
renden Obhut. Diese Besprechung ist grundsätzlich ergebnisoffen. Die El-
tern streben einen Ausbau der alternierenden Obhut per 1. Juli 2024 an 
(Vater hat einen Betreuungsanteil von mindestens 40 %). 
 
4.6. 
Im gegenseitigen Einverständnis und unter Einbezug von Frau F._____ 
sowie unter Berücksichtigung der Wünsche und Bedürfnisse der Kinder 
können die Eltern die Betreuungsanteile grundsätzlich jederzeit anpassen, 
wobei jedoch immer zu beachten ist, dass eine gewisse Konstanz und Sta-
bilität der Betreuungstage bestehen bleibt. Die Eltern versuchen auch, die 
Anzahl der Wechsel zu minimieren. 
 
4.7. 
Stossen die Eltern und Frau F._____ bei der Beratung an unüberwindbare 
Grenzen, ist jeder Elternteil berechtigt, erneut ein Eheschutzverfahren ein-
zuleiten. Alle Punkte der Teilvereinbarungen können neu thematisiert wer-
den; die Einrede der res iudicata kann nicht erhoben werden. Die Eltern 
sind zudem über Art. 296 Abs. 1 ZPO (Kinderbelange in familienrechtli-
chen Angelegenheiten) informiert ("Das Gericht erforscht den Sachverhalt 
von Amtes wegen."). 
 
4.8. 
Die Eltern unterstützen die Kinder, damit diese regelmässig mit einer Ver-
trauensperson der JFB über ihre eigenen Probleme sprechen können. 
Diese Vertrauensperson ist berechtigt, sich mit Frau F._____ auszutau-
schen, sofern die Kinder dies punktuell ausdrücklich wünschen. 
 
5. 
Die Schulferien verbringen die drei Söhne je hälftig bei den Eltern. Die Fe-
rien sind mindestens zwei Monate im Voraus abzusprechen. 

 - 6 - 

 

 

[…]" 

 

2.5. 

Am 8. Dezember 2023 fand erneut eine Kinderanhörung mit D._____ und 

E._____ statt, gestützt auf welche die Besuchsregelung gemäss Teilver-

einbarung vom 30. November 2023 für D._____ und E._____ mit Verfü-

gung vom 8. Dezember 2023 wie folgt modifiziert wurde: 

 

" 2. 
2.1. 
Gestützt auf die Kinderanhörung geht D._____ ab sofort nebst dem bereits 
festgelegten Besuchswochenende jeden Donnerstag nach der Schule zum 
Vater und nimmt mit ihm das Nachtessen ein. Nach dem Nachtessen geht 
er wieder zur Mutter. Ab dem ersten regulären Besuchswochenende im 
2024 wird D._____ zudem jede zweite Woche von Donnerstag nach der 
Schule bis Sonntagabend beim Vater sein. 
 
2.2. 
Gestützt auf die Kinderanhörung geht E._____ ab sofort nebst dem bereits 
festgelegten Besuchswochenende jeden Donnerstag nach der Schule bis 
Freitag, 17 Uhr, zum Vater. Falls sich E._____ jedoch am Donnerstag nach 
dem Nachtessen entscheidet, trotzdem zur Mutter zurückzugehen, ist die-
sem Wunsch zu entsprechen. Verbringt er die Nacht von Donnerstag auf 
Freitag bei der Mutter, ist mit E._____ abzusprechen, ob er am Freitag 
nach der Schule bis 17 Uhr zum Vater geht oder zur Mutter. Ab dem ersten 
regulären Besuchswochenende im 2024 wird E._____ zudem jede zweite 
Woche von Donnerstag nach der Schule bis Sonntagabend beim Vater 
sein." 

 

2.6. 

Der Beklagte stellte mit Eingabe vom 16. Februar 2024 u.a. folgende neue 

Anträge: 

 

" 1. 
In der Phase 1, welche am 18.01.2024 beginnt und am 21.04.2024 endet, 
seien die Betreuungsanteile wie folgt festzulegen: 
Der Vater betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von Don-
nerstag, nach Schulschluss bzw. Schluss Fremdbetreuung bis Freitag 
17:00 Uhr sowie in den ungeraden Kalenderwochen von Freitag 17:00 Uhr 
bis Sonntag 18:00 Uhr. 
 
Die Mutter betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von Sonn-
tag 18:00 Uhr bis Donnerstag nach Schulschluss bzw. Schluss Fremdbe-
treuung sowie in den geraden Kalenderwochen von Freitag 17:00 Uhr bis 
Sonntag 18:00 Uhr. 
 
In der 2 Phase ab 21.04.2024 seien die Betreuungsanteile wie folgt fest-
zulegen: 
Der Vater betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von Mitt-
woch ab 17.00 Uhr (Schluss Fremdbetreuung), bis Freitag 17:00 Uhr sowie 
in den ungeraden Kalenderwochen von Freitag 17:00 Uhr bis Sonntag 
18:00 Uhr. 
 

 - 7 - 

 

 

Die Mutter betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von Sonn-
tag 18:00 Uhr bis Mittwoch 17.00 Uhr (Schluss Fremdbetreuung) sowie in 
den geraden Kalenderwochen von Freitag 17:00 Uhr bis Sonntag 18:00 
Uhr. 
 
[…] 
 
3. 
Zur Unterstützung der Eltern bei der Umsetzung der Betreuungsanteile 
und Regelung der Aufteilung der Ferien und Feiertage sei gerichtlich eine 
Beistandschaft anzuordnen. 
 
[…]" 

 

2.7. 

Mit schriftlichem Parteivortrag vom 13. März 2024 stellte der Beklagte u.a. 

folgende modifizierte Begehren: 

 

" Ziffer 1., 2, 3.1, 3.2, 4.8 und 6 der Teilvereinbarung vom 30.11.2023 sei 
zu genehmigen bzw. falls die Gesuchstellerin die Teilvereinbarung vom 
30.11.2023 in diesen Ziffern nicht bestätigt, und zur Regelung der Betreu-
ungsanteile werden folgende Begehren gestellt: 
 
[…] 
 
3. 
3.1 
Der [C._____] sei für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der 
Gesuchstellerin zu stellen. 
 
3.2 
Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, seinen Sohn C._____ den 
ungeraden Kalenderwochen jedes 2. Wochenende von Freitag 17:00 Uhr 
bis Sonntag 18.00 Uhr zu Besuch zu nehmen. 
 
Ein weitergehendes Besuchsrecht bleibt der direkten Absprache zwischen 
C._____ und dem Vater überlassen. 
 
3.3 
[D._____ und E._____] seien unter die alternierende Obhut der Parteien 
zu stellen. 
 
[…] 
 
3.3.5 
Ab Januar 2024 bis 21.04.2024 seien die Betreuungsanteile für D._____ 
und E._____ wie folgt festzulegen: 
Der Vater betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von Don-
nerstag, nach Schulschluss bzw. Schluss Fremdbetreuung bis Freitag 
17:00 Uhr sowie in den ungeraden Kalenderwochen von Freitag 17:00 Uhr 
bis Sonntag 18:00 Uhr. 
 
Die Mutter betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von Sonn-
tag 18:00 Uhr bis Donnerstag nach Schulschluss bzw. Schluss Fremdbe-
treuung sowie in den geraden Kalenderwochen von Freitag 17:00 Uhr bis 
Sonntag 18:00 Uhr. 

 - 8 - 

 

 

Ab 21.04.2024 seien die Betreuungsanteile wie folgt festzulegen: 
Der Vater betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von Mitt-
woch ab 17.00 Uhr (Schluss Fremdbetreuung), bis Freitag 17:00 Uhr sowie 
in den ungeraden Kalenderwochen von Freitag 17:00 Uhr bis Sonntag 
18:00 Uhr. 
 
Die Mutter betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von Sonn-
tag 18:00 Uhr bis Mittwoch 17.00 Uhr (Schluss Fremdbetreuung) sowie in 
den geraden Kalenderwochen von Freitag 17:00 Uhr bis Sonntag 18:00 
Uhr. 
 
[…] 
 
6. 
6.1 
Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Kinder maxi-
mal folgende Beiträge monatlich vorschüssig zu bezahlen: 
 
Für C._____ 
CHF 970.00 ab 01.05.2023 – 31.12.2023 
CHF 950.00 vom 01.01.2024 – 30.04.2024 
CHF 915.00 vom 01.05.2024 – 31.07.2024 
CHF 850.00 ab 01.08.2024 
inkl. die vom Gesuchsgegner bezogene Kinderzulage für C._____ von 
CHF 100.00 
 
Für D._____: 
CHF 320.00 ab 01.05.2023 – 31.12.2023 
CHF 470.00 vom 01.01.2024 – 30.04.2024 
CHF 230.00 vom 01.05.2024 – 31.07.2027 
CHF 140.00 ab 01.08.2027 
Der Gesuchsgegner wird berechtigt, die für D._____ bezogene Kinderzu-
lage zu behalten. 
 
Für E._____: 
CHF 370.00 ab 01.05.2023 – 31.12.2023 
CHF 540.00 vom 01.01.2024 – 30.04.2024 
CHF 330.00 vom 01.05.2024 – 31.07.2026 
CHF 260.00 vom 01.08.2024 – 31.07.2027 
CHF 235.00 ab 01.08.2027 
Der Gesuchsgegner wird berechtigt, die für E._____ bezogene Kinderzu-
lage zu behalten. 
 
6.2 
Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien ausserordentliche 
Kosten für die Kinder nach vorgängiger Einigung und Absprache je zur 
Hälfte bezahlen. 
 
6.3 
Es sei festzustellen, dass der Gesuchsgegner bis und mit März 2024 
CHF 22'000.00 an anrechenbaren Unterhalt bezahlt hat. 
 
7. 
Es sei festzustellen, dass die Parteien gegenseitig keinen persönlichen 
Unterhaltsbeitrag schulden. 
 
 

 - 9 - 

 

 

 
Eventuell: 
Maximal sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, einen allfälligen ab 2024 
ausbezahlten Netto-Bonus im Umfang von 
CHF 110.00 pro Monat für den Zeitraum 01.01.2024 – 30.04.2024 
CHF 120.00 pro Monat für den Zeitraum 01.05.2024 – 31.07.2024 
CHF 90.00  pro Monat für den Zeitraum 01.08.2024 [–] 31.07.2028 
CHF 110.00 pro Monat für den Zeitraum 01.08.2026 – 31.07.2027 
CHF 50.00  ab 01.08.2027 
an die Gesuchstellerin weiterzuleiten. 
 
[…]" 

 
2.8. 

Die Klägerin reichte ihren Parteivortrag am 15. März 2024 ein und stellte 

u.a. folgende modifizierte Begehren: 

 

" [… d]ie Ziff. 1., 2., 3.1., 4.2., 4.8., 5 und 6 der Teilvereinbarung vom 
30. November 2023 seien nach wie vor gerichtlich zu genehmigen. 
 
Im Übrigen werden folgende neue Anträge gestellt bzw. wiederholt: 
 
1. 
Die [D._____ und E._____] seien ebenfalls unter die alleinige Obhut der 
Gesuchstellerin zu stellen. Es sei festzuhalten, dass die Kinder ihren amt-
lichen Wohnsitz bei der Gesuchstellerin haben. 
 
2. 
Es seien folgende Betreuungszeiten analog der getroffenen Teilvereinba-
rung vom 30. November 2023 festzusetzen:  
 

• Die Mutter betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche 
von Sonntag, 18.00 Uhr bis Donnerstag nach Schulschluss bzw. 
Schluss Fremdbetreuung, sowie jedes zweite Wochenende von 
Freitag, 17.00 Uhr bis Sonntag, 18.00 Uhr. 

• Der Vater betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche 
von Donnerstag, nach Schulschluss bzw. Schluss Fremdbetreu-
ung bis Freitag 17.00 Uhr, sowie jedes zweite Wochenende von 
Freitag, 17.00 Uhr bis Sonntag, 18.00 Uhr. 

• Die Kinder nehmen das Nachtessen bei der Mutter ein, wenn die 
Betreuungszeit am Freitag, 17.00 Uhr endet. Sie nehmen das 
Nachtessen auch am Sonntag bei der Mutter ein. 

• Übernachtungen von D._____ beim Vater finden erst statt, wenn 
D._____ damit einverstanden ist. 

• Der Vater sei berechtigt zu erklären, den Sohn C._____, jedes 
zweite Wochenende von Freitag, 17.00 Uhr bis Sonntag, 18.00 
Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen, wobei es das gleiche Wochen-
ende wie die beiden anderen Söhne sein soll. 

• Ein darüber hinaus gehendes Betreuungsrecht sei der Parteiab-
sprache vorbehalten, dies unter Berücksichtigung der Bedürfnisse 
der Kinder. 

 
3. 
Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Kinder 
mindestens folgende Beträge monatlich und monatlich im Voraus zu be-
zahlen: 

 - 10 - 

 

 

Für C._____, […]  ab 1. Mai 2023  CHF 1'740.00 
Für D._____, […]  ab 1. Mai 2023  CHF 1'745.00 
Für E._____, […]  ab 1. Mai 2023  CHF 1'400.00 
zzgl. allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Zulagen. 
 
Der Gesuchsgegner sei darüber hinaus zu verpflichten, sich an den aus-
serordentlichen notwendigen Kinderkosten, sofern diese im Vorfeld be-
sprochen und nicht von Dritten getragen werden (Zahnarzt, Kinderlager, 
etc.) hälftig zu beteiligen. 

 
[…]" 

 

2.9. 

Mit Entscheid vom 9. September 2024 erkannte das Gerichtspräsidium 

Q._____ u.a.: 

 

" […] 
 
3. 
3.1 
Der Sohn C._____ […] wird unter die Obhut der Mutter gestellt. 
 
3.2 
Der Vater wird berechtigt erklärt, den Sohn C._____ in den geraden Ka-
lenderwochen jeweils von Freitag, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu 
sich auf Besuch zu nehmen. 
 
3.3 
Im gegenseitigen Einverständnis können die Eltern und C._____ ein wei-
tergehendes Besuchsrecht vereinbaren. Sie nehmen diesfalls insbeson-
dere auf die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche von C._____ Rück-
sicht. 
 
4. 
4.1 
Die Söhne D._____ (geb. tt.mm. 2011) und E._____ (geb. tt.mm. 2016) 
werden unter die alternierende Obhut der Eltern gestellt. Der Betreuungs-
anteil der Mutter beträgt 54 %, derjenige des Vaters 46 %.  
 
4.2 
Die Betreuungsanteile der Eltern werden wie folgt festgelegt: 
- Die Mutter betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von 

Sonntag, 18.00 Uhr, bis Mittwoch, 17.00 Uhr bzw. Schluss Fremdbe-
treuung, sowie in den ungeraden Kalenderwochen von Freitag, 17.00 
Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr. 

- Der Vater betreut die Söhne D._____ und E._____ jede Woche von 
Mittwoch, 17.00 Uhr bzw. Schluss Fremdbetreuung, bis Freitag, 17.00 
Uhr, sowie in den geraden Kalenderwochen von Freitag, 17.00 Uhr, 
bis Sonntag, 18.00 Uhr. 

- Wenn die Kinder das Wochenende bei der Mutter verbringen, nehmen 
sie das Nachtessen am Freitag bei der Mutter ein. Am Sonntag neh-
men die Kinder das Nachtessen jeweils auch bei der Mutter ein. 

- Am Mittwoch nehmen die Kinder das Nachtessen beim Vater ein. 
 
 
 

 - 11 - 

 

 

4.3 
Anderslautende Betreuungsanteile und / oder Betreuungszeiten bleiben 
der Absprache der Eltern unter Mitwirkung der Beiständin oder des Bei-
standes vorbehalten, wobei die schulischen und persönlichen Bedürfnisse 
und Wünsche der Kinder zu berücksichtigen sind. 
 
5. 
5.1 
Die Schulferien und Feiertage verbringen die drei Söhne je hälftig bei den 
Eltern. Die Eltern vereinbaren mit Hilfe der Beiständin oder des Beistandes 
die Ferien für das folgende Jahr jeweils bis spätestens 15. November. Kön-
nen sich die Eltern über die Aufteilung der Ferien und Feiertage auch mit 
Hilfe der Beiständin oder des Beistandes nicht verständigen, haben die 
Eltern abwechslungsweise das alleinige Bestimmungsrecht, d.h. die Mut-
ter für die ungeraden Jahre und der Vater für die geraden Jahre. Der be-
stimmungsberechtigte Elternteil teilt dem anderen Elternteil die Festlegung 
der Ferien und Feiertage für das folgende Jahr jeweils bis spätestens 
30. November mit. 
 
5.2 
Die Eltern verbringen die noch anstehenden Ferien und Feiertage 2024 
wie folgt (gemäss aussergerichtlicher Vereinbarung der Eltern): 

 

Herbstferien 

Freitag, 27. September 2024, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 6. Oktober 

2024, 9.00 Uhr 

Vater 

Sonntag, 6. Oktober 2024, 9.00 Uhr, bis Sonntag, 13. Oktober 

2024, 18.00 Uhr 

Mutter 

Allerheiligen 

Donnerstag, 31. Oktober 2024, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 3. No-

vember 2024, 18.00 Uhr 

Vater 

Weihnachtsferien 

Freitag, 20. Dezember 2024, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 29. Dezem-

ber 2024, 9.00 Uhr 

Vater 

Sonntag, 29. Dezember 2024, 9.00 Uhr, bis Sonntag, 5. Januar 

2025, 18.00 Uhr 

Mutter 

 
 
5.3 
Es wird festgestellt, dass die Söhne C._____, D._____ und E._____ ihren 
Hauptwohnsitz bei der Mutter haben. 
 
6. 
6.1 
Es wird eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB für 
folgende Kinder errichtet: 
 
- C._____ (geb. tt.mm. 2008) 
- D._____ (geb. tt.mm. 2011) 
- E._____ (geb. tt.mm. 2016) 
 
 

 - 12 - 

 

 

6.2 
Die Beiständin oder der Beistand hat namentlich folgenden Auftrag: 
 
- Unterstützung der Eltern bei der Umsetzung der alternierenden Obhut 

bei D._____ und E._____ 
- Unterstützung der Eltern bei der Aufteilung der Ferien und Feiertage 
- Unterstützung der Eltern, dass sie ihre Konflikte auf der Elternebene 

nicht auf die Kinder projizieren 
- Unterstützung der Eltern in ihrer Kommunikation betreffend Kinderbe-

lange 
- Unterstützung der Eltern, den Kontakt der Kinder zum anderen Eltern-

teil zu fördern 
- Bei Bedarf Anmeldung der Eltern zum Kurs "Kinder im Blick" 
 
[…] 
 
8. 
8.1 
Der Vater wird verpflichtet, der Mutter an den Unterhalt der Kinder monat-
lich vorschüssig folgende Beiträge zu bezahlen: 
 
- vom 1. Mai 2023 bis zum 31. Dezember 2023: 
 Fr. 1'480.00 für C._____ 
 Fr.  510.00  für D._____ 
 Fr.  690.00  für E._____ 
 
- vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Juli 2024: 
 Fr. 1'680.00 für C._____ 
 Fr. 1'120.00 für D._____ 
 Fr. 1'070.00 für E._____ 
 
- vom 1. August 2024 bis Rechtskraft Entscheid: 
 Fr. 1'670.00 für C._____ 
 Fr. 1'080.00 für D._____ 
 Fr. 1'080.00 für E._____ 
 
- ab Rechtskraft Entscheid bis 31. Juli 2026: 
 Fr. 1'640.00 für C._____ 
 Fr.  410.00  für D._____ 
 Fr.  550.00  für E._____ 
 
- ab 1. August 2026: 
 Fr. 1'640.00 für C._____ 
 Fr.  410.00  für D._____ 
 Fr.  460.00  für E._____ 
 
Die vom Vater für C._____ bezogene ergänzende Kinder- bzw. Ausbil-
dungszulage ist zusätzlich zu den oben aufgeführten Beträgen zu bezah-
len. Die vom Vater für D._____ und E._____ bezogenen ergänzenden Kin-
derzulagen kann der Vater behalten. 
 
8.2 
Dieser Unterhaltsberechnung liegen namentlich folgende Eckpunkte zu-
grunde: 
- Der Vater trägt jene Kosten, die anfallen, wenn die Kinder von ihm be-

treut werden (z.B. Wohnen, Verpflegung, Körperpflege, Freizeitaktivi-

 - 13 - 

 

 

täten, Ferien oder zusätzliche Fremdbetreuungskosten während sei-
ner Betreuungszeiten). 

- Die Mutter trägt jene Kosten, die anfallen, wenn die Kinder von ihr be-
treut werden (z.B. Wohnen, Verpflegung, Körperpflege, Freizeitaktivi-
täten, Ferien oder zusätzliche Fremdbetreuungskosten während ihrer 
Betreuungszeiten). 

- Zurzeit werden die Kinder während der Schulzeit wie folgt fremdbe-
treut: 
D._____: 4-mal Mittagstisch pro Woche 
E._____: 5-mal Mittagstisch pro Woche und sieben Stunden Betreu-
ung (Dienstag zwei Stunden, Mittwoch vier Stunden und Donnerstag 
eine Stunde) pro Woche. 

- Die Mutter zahlt die während der Schulzeit anfallenden Fremdbetreu-
ungskosten (Mittagstisch, Betreuung) gemäss vorstehender Auflis-
tung, auch wenn die Betreuung oder das Mittagessen auf die Betreu-
ungszeit des Vaters fällt. 

- Es wird davon ausgegangen, dass der Vater die Kinder während sei-
ner Betreuungszeiten nebst den oben aufgeführten Zeiten nicht fremd-
betreuen muss. Fallen trotzdem zusätzliche Fremdbetreuungskosten 
bei ihm an, hat er für diese Kosten aufzukommen, ohne dass er sie 
vom zu leistenden Unterhaltsbeitrag in Abzug bringen kann. 

- Die Mutter zahlt die Krankenkassenprämien (Grundversicherung nach 
KVG und Zusatzversicherung nach VVG) der Kinder. Ebenfalls trägt 
sie die weiteren Gesundheitskosten (z.B. allfällige Selbstbehalte) der 
Kinder. 

- Zurzeit bezieht die Mutter die gesetzlichen Zulagen und behält sie. Der 
Vater bezieht zusätzliche Kinderzulagen. Diejenige für C._____ leitet 
er der Mutter weiter und diejenigen für D._____ und E._____ behält 
er. 

 
[…]" 

 

3. 

3.1. 

Gegen diesen ihr am 13. September 2024 zugestellten Entscheid erhob die 

Klägerin mit Eingabe vom 22. September 2024 (Postaufgabe: 23. Septem-

ber 2024) fristgerecht Berufung und beantragte: 

 

" 1. 
Ziffer 3.2, Ziff. 3.3, Ziff. 4.1, Ziff. 4.2 und Ziff. 8.1, des Entscheids des Be-
zirksgerichts Q._____ vom 9. September 2024 seien aufzuheben und wie 
folgt abzuändern: 
 
Ziff. 3.2 
Angesichts des Alters des Sohnes C._____ wird auf eine konkrete Be-
suchsregelung verzichtet. 
 
Ziff. 3.3 ersatzlos aufzuheben. 
 
Ziff. 4 
4.1 
Die Söhne D._____, geb. tt.mm. 2011 und E._____, geb. tt.mm. 2016 wer-
den unter die alternierende Obhut der Eltern gestellt. Der Betreuungsanteil 
der Mutter beträgt 79 %, derjenige des Vaters beträgt 21 %. 
 

 - 14 - 

 

 

4.2 
Die Betreuungsanteile der Eltern werden wie folgt festgelegt: 
- Der Vater betreut die beiden Söhne D._____ und E._____ in den ge-

raden Kalenderwochen von Freitagabend 17 Uhr bzw. Schulschluss 
bis Sonntagabend 18 Uhr sowie jeden Donnerstag nach Schulschluss 
bis zum Abendessen (D._____) bzw. bis Freitag 17 Uhr (E._____). 

- in der übrigen Zeit werden sie von der Mutter betreut. 
 
Ziff. 8 
8.1 
Der Vater wird verpflichtet der Mutter an den Unterhalt der Kinder monat-
lich vorschüssig folgende Beiträge zu zahlen: 
 
- Vom 1. Mai 2023 bis zum 31. Dezember 2023: 

Für C._____   CHF 1'480.00 
Für D._____  CHF 510.00 

 Für E._____  CHF 690.00 
 
- Ab 1. Januar 20224 

 Für C._____  CHF 1'680.00 
 Für D._____  CHF 1'120.00 
 Für E._____  CHF 1'070.00 

 
Die vom Vater für C._____ bezogene ergänzende Kinder- bzw. Ausbil-
dungszulage ist zusätzlich zu den oben aufgeführten Beträgen zu bezah-
len. Die vom Vater für D._____ und E._____ bezogenen ergänzenden Kin-
derzulagen kann der Vater behalten. 
 
2. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuchsgegners 
und Berufungsbeklagten." 

 

3.2. 

Der Beklagte erhob gegen den ihm am 30. September 2024 zugestellten 

Entscheid des Gerichtspräsidiums Q._____ vom 9. September 2024 mit 

Eingabe vom 9. Oktober 2024 ebenfalls fristgerecht Berufung und bean-

tragte: 

 

" 1.  
Der Entscheid des Präsidiums des Familiengerichts Q._____ vom 
09.09.2024 sei in Ziffer 8.1 aufzuheben und wie folgt zu ersetzen: 
 

8.1 
Der Vater wird verpflichtet, der Mutter an den Unterhalt der Kinder 
monatlich vorschüssig folgende Beiträge zu bezahlen: 
 
Vom 01.05.2023 bis zum 31.12.2023: 
CHF 1170.00 für C._____ 
CHF 280.00 für D._____ 
CHF 470.00 für E._____ 
 
Vom 01.01.2024 bis zum 31.07.2024: 
CHF 1300.00 für C._____ 
CHF 755.00 für D._____ 
CHF 915.00 für E._____ 

 - 15 - 

 

 

 
Vom 01.08.2024 bis Rechtskraft Entscheid: 
CHF 1340.00 für C._____ 
CHF 720.00 für D._____ 
CHF 860.00 für E._____ 
 
Ab Rechtskraft Entscheid bis 31.07.2026: 
CHF 1310.00 für C._____ 
CHF 440.00 für D._____ 
CHF 615.00 für E._____ 
 
Ab 01.08.2026: 
CHF 1230.00 für C._____ 
CHF 280.00 für D._____ 
CHF 350.00 für E._____ 
 
Die vom Vater für C._____ bezogene ergänzende Kinder- bzw. Aus-
bildungszulage ist zusätzlich zu den oben aufgeführten Beträgen zu 
bezahlen. Die vom Vater für D._____ und E._____ bezogenen ergän-
zenden Kinderzulagen kann der Vater behalten. 

 
2. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. MWST zu Lasten der Ge-
suchstellerin." 

 

3.3. 

Mit Berufungsantwort vom 18. November 2024 beantragte die Klägerin die 

kostenfällige Abweisung der Berufung des Beklagten. 

 

3.4. 

Mit Berufungsantwort vom 21. November 2024 beantragte der Beklagte die 

kostenfällige Abweisung der Berufung der Klägerin und stellte neu den An-

trag, dass Ziff. 3.2 des angefochtenen Entscheids aufzuheben und dahin-

gehend neu zu fassen sei, als das Kontakt- und Ferienrecht aufgrund des 

Alters von C._____ der direkten Absprache zwischen Sohn und Vater zu 

überlassen sei. 

 

3.5. 

Am 9. und 16. Dezember 2024 (Klägerin) und am 12. und 17. Dezember 

2024 (Beklagter) erfolgten weitere Eingaben. 

 

3.6. 

Mit Verfügung vom 22. Januar 2025 wurde von der Instruktionsrichterin ge-

stützt auf das Ersuchen der Kinder mit Eingaben vom 15. November 2024 

und 4. Dezember 2024 Rechtsanwalt Giuseppe Dell’Olivo als Kindsvertre-

ter für alle drei Kinder ernannt. In der gleichen Verfügung wurde die Einho-

lung einer Stellungnahme beim Kindsvertreter sowie die Einholung eines 

Verlaufsberichts bei der Beiständin der Kinder angeordnet. 

 

3.7. 

Am 6. Februar 2025 reichte die Beiständin den Verlaufsbericht ein. 

 - 16 - 

 

 

 

3.8. 

Mit Stellungnahme vom 13. Februar 2025 beantragte der Kindsvertreter: 

 

" 1. Es sei die aufschiebende Wirkung für die Berufung der Mutter betref-

fend die alternierende Obhut insbesondere der Kontaktregelung zwi-

schen den Kindern und dem Vater zu erteilen. 

 

2. Für C._____ sei aufgrund seines Alters auf eine konkrete Besuchs- 

und Ferienregelung zwischen ihm und seinem Vater zu verzichten. 

 

3. Betreffend D._____ sei im Rahmen der alternierenden Obhut fol-

gende Betreuungsregelung festzulegen: 

 

• In den geraden Kalenderwochen wird D._____ von Donners-
tagabend nach der Schule bzw. nach 17.00 Uhr, bis Sonn-
tag, 18.00 Uhr, vom Vater betreut. 

• Zusätzlich geht D._____ in den ungeraden Kalenderwochen 
am Donnerstag nach der Schule bzw. ab 17.00 Uhr zum Va-
ter zum Nachtessen und geht danach wieder zur Mutter 
nachhause und schläft bei ihr. 

• Die restliche Zeit verbringt D._____ bei der Mutter. 

• Die Ferien seien auf die Eltern je hälftig aufzuteilen. 

• Die Weihnachts- und Neujahrsferien sollen so aufgeteilt wer-
den, dass die Kinder jeweils in den ungeraden Jahren Weih-
nachten bei der Mutter und Silvester/Neujahr beim Vater ver-
bringen. In den geraden Jahren soll es umgekehrt sein. 

 

4. Betreffend E._____ sei im Rahmen der alternierenden Obhut fol-

gende Betreuungsregelung festzulegen: 

• In den geraden Kalenderwochen wird E._____ von Donners-
tagabend nach der Schule bzw. nach 17.00 Uhr, bis Sonntag 
18.00 Uhr, vom Vater betreut. 

• In den ungeraden Kalenderwochen geht E._____ am Don-
nerstag nach der Schule bzw. ab 17.00 Uhr zum Vater, 
schläft beim Vater und wird dann beim Vater bis Freitag-
abend, um 17.00 Uhr, betreut. 

• Die restliche Zeit verbringt E._____ bei der Mutter. 

• Die Weihnachts- und Neujahrsferien sollen so aufgeteilt wer-
den, dass die Kinder jeweils in den ungeraden Jahren Weih-
nachten bei der Mutter und Silvester/Neujahr beim Vater ver-
bringen. In den geraden Jahren soll es umgekehrt sein. 

 

5. Für alle drei Kinder, C._____, D._____ und E._____, sei in Ergän-
zung zur bereits eingesetzten Beistandschaft eine externe Vertrau-
ensperson einzusetzen. Die Vertrauensperson sei insbesondere be-
rechtigt zu erklären, sich in Absprache mit den Kindern mit der Bei-
ständin auszutauschen. 

 

 - 17 - 

 

 

Der Aufgabenkatalog der bereits eingesetzten Beiständin sei dahin-
gehend zu erweitern, eine externe Vertrauensperson für die Kinder 
zu suchen und die entsprechende Erstkontakte aufzugleisen. 

 

6. Über die Festsetzung der Kinderunterhaltsbeiträge wird von Seiten 
der Kindsvertretung auf entsprechende Anträge verzichtet, da die 
Festsetzung der Kinderunterhaltsbeiträge der Offizialmaxime unter-
liegt. 

 

7. Das Honorar des Kindsvertreters sei im Rahmen der Gerichtskosten 
direkt durch die Staatskasse zu ersetzen." 

 

3.9. 

Mit Eingaben vom 24. Februar 2025 (Kindsvertreter), vom 28. Februar 2025 

(Klägerin) und vom 6. März 2025 (Beklagter) reichten die Verfahrensbetei-

ligten Stellungnahmen zum Verlaufsbericht der Beiständin vom 6. Februar 

2025 ein.  

 

3.10. 

Mit Verfügung vom 17. März 2025 wies die Instruktionsrichterin das Gesuch 

des Kindsvertreters um aufschiebende Wirkung ab. 

 

3.11. 

Mit Eingaben vom 17. März 2025 (Beklagter), vom 20. März 2025 (Kinds-

vertreter) und vom 24. März 2025 (Klägerin) reichten die Verfahrensbetei-

ligten weitere Stellungnahmen ein.  

 

3.12. 

Mit Eingabe vom 8. Oktober 2025 reichte der Kindsvertreter seine Hono-

rarnote ein, welche den Parteien zur freigestellten Stellungnahme zuge-

stellt wurde. Die Parteien nahmen dazu innert Frist keine Stellung. 

 

 
    

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1.Prozessuales 

1.1. 

Gegen den angefochtenen Entscheid ist als Rechtsmittel die Berufung ge-

geben (Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO). Mit der Berufung können beim Oberge-

richt als Rechtsmittelinstanz (§ 10 lit. c EG ZPO) die unrichtige Rechtsan-

wendung sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend ge-

macht werden (Art. 310 ZPO). Der Berufungskläger hat sich mit den Ent-

scheidgründen der Erstinstanz im Einzelnen auseinanderzusetzen und er 

muss konkret aufzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid fehlerhaft 

ist (REETZ, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 

4. Aufl. 2025 [ZPO-Komm.], N. 36 zu Art. 311 ZPO). Die Beanstandungen 

am angefochtenen Entscheid haben die Parteien innert der Berufungs- 

 - 18 - 

 

 

bzw. Berufungsantwortfrist vollständig vorzutragen; ein allfälliger zweiter 

Schriftenwechsel oder die Ausübung des Replikrechts dienen nicht dazu, 

die bisherige Kritik zu vervollständigen oder gar neue vorzutragen. Sodann 

hat sich die Berufungsinstanz – mit Ausnahme von offensichtlichen Män-

geln – auf die Beurteilung der vorgebrachten Rügen gegen das erstinstanz-

liche Urteil zu beschränken (BGE 142 III 413 E. 2.2.2). 

 

1.2. 

In Kinderbelangen erforscht das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen 

(Art. 296 Abs. 1 ZPO, sog. Erforschungsmaxime) und das Gericht ist nicht 

an die Parteianträge gebunden (Art. 296 Abs. 3 ZPO, sog. Offizialmaxime). 

Dass das Gericht den Sachverhalt zu erforschen hat, ändert aber nichts an 

der Mitwirkungspflicht der Parteien. Die Parteien haben die rechtserhebli-

chen Tatsachen darzutun und die entsprechenden Beweise für vorge-

brachte Tatsachen vorzulegen oder zu beantragen (BGE 140 III 485 E. 3.3; 

Urteil des Bundesgerichts 5A_855/2017 vom 11. April 2018 E. 4.3.2). 

 

1.3. 

Die eingeschränkte Zulässigkeit zur Vorbringung von neuen Tatsachen und 

Beweismittel gilt bei den der Erforschungs- und Offizialmaxime unterliegen-

den Kinderbelangen nicht. Neue Tatsachen und Beweismittel können im 

Berufungsverfahren bis zur Urteilsberatung unbeschränkt vorgebracht wer-

den (Art. 317 Abs. 1bis i.V.m. Art. 407f ZPO). 

 

1.4. 

Beim Eheschutzverfahren handelt es sich um ein summarisches Verfahren, 

weshalb bei bestrittenen Tatsachen Glaubhaftmachen genügt. Glaubhaft 

gemacht ist eine Tatsache, wenn für deren Vorhandensein gewisse Ele-

mente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, 

dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte (vgl. LÖTSCHER/SCHENK, ZPO-

Komm., N. 12 zu Art. 271 ZPO; HASENBÖHLER, Das Beweisrecht der ZPO, 

2015, N. 0.4, 2.6, 3.47 und 5.63). 

 

1.5. 

Das Obergericht kann ohne Verhandlung aufgrund der Akten entscheiden 

(Art. 316 Abs. 1 ZPO). 

 

2. Streitgegenstand 

2.1. 

Der Streitgegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens sind der per-

sönliche Verkehr zwischen dem Beklagten und C._____, die Betreuungs-

anteile von E._____ und D._____, sowie die Höhe der Barunterhaltsbei-

träge an die Söhne. 

 

 - 19 - 

 

 

2.2. 

Unstrittig sind der Trennungszeitpunkt, die Zuweisung der ehelichen Lie-

genschaft an die Klägerin, die Zuteilung der alleinigen Obhut über C._____ 

an die Klägerin sowie die Feststellung, dass sich die Parteien gegenseitig 

keinen persönlichen Unterhalt schulden. Auch die Ferien- und Feiertagsre-

gelungen gemäss angefochtenem Entscheid blieben von der Klägerin und 

dem Beklagten unangefochten. 

 

3. Persönlicher Verkehr C._____ 

3.1. angefochtener Entscheid 

Die Vorinstanz erklärte den Beklagten berechtigt, C._____ in den geraden 

Kalenderwochen jeweils von Freitag, 17.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, 

zu sich auf Besuch zu nehmen (Dispositiv-Ziff. 3.2.). Die Vorinstanz stützte 

sich dabei auf die übereinstimmenden Anträge der Parteien in den schrift-

lichen Parteivorträgen. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass jedes nicht 

klar geregelte Detail zwischen den Parteien zu Diskussionen führen würde 

(angefochtener Entscheid E. 5.6.2). 

 

3.2. Parteistandpunkte 

3.2.1. Klägerin 

Die Klägerin verlangt in Anbetracht des Alters von C._____ die Streichung 

der Besuchsregelung gemäss angefochtenem Entscheid. Sie bringt vor, 

dass der Beklagte auf eine starre und minutiöse Besuchsregelung beharre 

und sich C._____ dadurch unter Druck gesetzt fühle. Zudem sei C._____ 

in einem Alter, in welchem er seine Wochenendplanung mehrheitlich selbst 

bestimmen möchte. Schliesslich sei eine konkrete Regelung der Betreu-

ungszeit bei einem 16-jährigen Kind nicht praxisorientiert (Berufung Kläge-

rin S. 4 f.). 

 

3.2.2. Beklagter 

Der Beklagte bestreitet, dass er C._____ unter Druck setze und auf minu-

tiöse und starre Besuchszeiten poche. Der Beklagte habe deshalb bei einer 

gemeinsamen Besprechung bei der Jugend- und Familienberatung 

Q._____ gegenüber C._____ kommuniziert, dass er aufgrund seines Alters 

den Beklagten besuchen könne, wann er möchte. So beantragt der Be-

klagte neu, dass die im vorinstanzlichen Entscheid festgehaltene Besuchs-

regel dahingehend anzupassen sei, dass das Kontakt- und Ferienrecht auf-

grund des Alters von C._____ der direkten Absprache zwischen Vater und 

Sohn zu überlassen sei (Berufungsantwort Beklagter S. 10). 

 

3.2.3. Kindsvertreter 

Der Kindsvertreter beantragt ebenfalls, dass auf eine konkrete Besuchsre-

gelung zwischen dem Beklagten und C._____ zu verzichten sei. C._____ 

habe ihm gegenüber den Wunsch geäussert, dass er selbst bestimmen 

möchte, wann und wie oft er mit dem Beklagten Kontakt habe. Zudem 

 - 20 - 

 

 

spreche auch das Alter von C._____ gegen eine konkrete Besuchsrege-

lung (Stellungnahme Kindsvertreter vom 13. Februar 2025 S. 5 f.). 

 

3.3. Würdigung 

Gemäss Art. 176 Abs. 3 i.V.m 273 Abs. 3 ZGB wird auf Verlangen eines 

Elternteils der persönliche Verkehr zu einem Kind richterlich geregelt. Vor-

liegend sind sich Parteien nunmehr einig, dass der Beklagte und C._____ 

ihre persönlichen Kontakte selbstständig absprechen sollen. Anderslau-

tende von den Parteien zuvor gestellte Anträge gelten somit als zurückge-

zogen. Folglich ist die vorinstanzliche Regelung betr. Besuchs- und Ferien-

recht zwischen C._____ und dem Beklagten aufzuheben und im Sinne der 

übereinstimmenden Parteianträge festzustellen, dass das Besuchs- und 

Ferienrecht der direkten Absprache zwischen dem Beklagten und C._____ 

unterstellt wird. Damit einhergehend wird Dispositiv-Ziff. 3.3 des angefoch-

tenen Entscheids ersatzlos aufgehoben. Ebenfalls wird von Amtes wegen 

die Ferienregelung gemäss angefochtenem Entscheid (Dispositivziffer 

5.1.) angepasst, sodass sie nur noch auf die beiden jüngeren Söhne An-

wendung findet.  

 

Im Übrigen entspricht der Verzicht auf eine konkrete Besuchsregelung ge-

mäss dem Kindsvertreter ohnehin auch dem eindeutigen von C._____ ge-

äusserten Wunsch. Auch die Fachrichterin beschrieb C._____ anlässlich 

der Kinderanhörung als sicher, selbstbewusst und reflektiert (act. 48). 

Ebenso gewann die Beiständin in ihrem Gespräch mit C._____ den Ein-

druck, dass er genau wisse, was er möchte und sehr reflektiert sei (Beilage 

8 zur Stellungnahme des Beklagten vom 6. März 2025). Aus den im Beru-

fungsverfahren eingereichten Unterlagen der Parteien ist zudem ersicht-

lich, dass C._____ und der Beklagte nur unregelmässig Kontakt haben und 

dass es zu einem Kontaktabbruch kam (Berufungsantwort Beklagter, S. 9; 

Stellungnahme des Beklagten vom 12. Dezember 2024 S. 2 f. und Stel-

lungnahme Klägerin vom 16. Dezember 2024). C._____ hat implizit und 

wiederholt zum Ausdruck gebracht, dass er mit einem fix geregelten Be-

suchsrecht nicht einverstanden ist (u.a. Eingabe des Kindsvertreters vom 

13. Februar 2025 S. 5 f.). Dem Wunsch von C._____ kommt aufgrund sei-

nes Alters und seines konstant geäusserten Willens im Sinne des Kindes-

wohls grosses Gewicht zu. C._____ wird in Kürze 17 Jahre alt und ist somit 

hinsichtlich der Besuchsregelung ohne Weiteres urteilsfähig (vgl. auch E. 

4.5.1).  

 

4. Obhut / Betreuungsregelung 

4.1. angefochtener Entscheid 

Die Vorinstanz stellte D._____ und E._____ unter die alternierende Obhut 

beider Parteien mit Betreuungsanteilen von 54 % (Klägerin) und 46 % (Be-

klagter; Dispositiv-Ziff. 4.1.). Die Vorinstanz kam unter Würdigung verschie-

dener Kriterien zum Ergebnis, dass keine konkreten Gründe gegen die al-

ternierende Obhut sprechen würden und deren Anordnung mit dem 

 - 21 - 

 

 

Kindeswohl vereinbar sei (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.5.1 ff.). Aller-

dings bezeichnete sie die Bindungstoleranz sowie die Kommunikations- 

und Kooperationsfähigkeit der Parteien als stark verbesserungsbedürftig. 

Die vorgenannten Punkte sollten sich aber durch eine klare Regelung der 

Kinderbelange verbessern. Hinsichtlich des Kriteriums der Stabilität führte 

die Vorinstanz aus, die Klägerin habe vorgebracht, dass sie die Kinder wäh-

rend des Zusammenlebens hauptsächlich betreut habe. Die Parteibefra-

gung habe jedoch ergeben, dass der Beklagte die Kinder regelmässig ins 

Bett gebracht habe, mit ihnen allein in die Skiferien gegangen sei und an-

dere Aktivitäten mit ihnen allein unternommen habe. Da die Kinder viel 

fremdbetreut worden seien, seien das Zu-Bett-bringen sowie die Aktivitäten 

in den Ferien und Freizeit im Verhältnis zu den Betreuungsanteilen ent-

sprechend stark zu gewichten. Zudem werde die alternierende Obhut be-

reits seit Mitte Dezember 2023 bzw. Anfang Januar 2024 praktiziert. Weiter 

wohnten die Parteien beide in Frick, sodass den Kindern auch bei der al-

ternierenden Obhut die Zugehörigkeit zu ihrem sozialen Umfeld gewährt 

werde. Sodann nahm die Vorinstanz auf die zwei Kinderanhörungen Be-

zug: Anlässlich der ersten Kinderanhörung am 11. Oktober 2023 hätten 

E._____ und D._____ erklärt, dass sie zwar jedes zweite Wochenende 

beim Beklagten verbringen und einmal unter der Woche bei ihm Nachtes-

sen möchten, allerdings mehr bei der Klägerin sein möchten. Bei der zwei-

ten Kinderanhörung vom 8. Dezember 2023 habe E._____ dann den 

Wunsch geäussert, dass er jeden Donnerstag beim Beklagten Nachtessen 

und anschliessend dort übernachten möchte. Auch D._____ habe angege-

ben, dass er am Donnerstag beim Beklagten übernachten wolle, wenn dies 

mit seinem Besuchswochenende zusammenfalle. Eine einzelne Übernach-

tung sei ihm aber zu kompliziert. 

 

Es sei unbestritten, dass D._____ und E._____ jedes zweite Wochenende 

von Freitag, 17 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, vom Vater betreut werden. Auch 

betreue der Beklagte D._____ und E._____ bereits jede Woche von Don-

nerstag nach Schulschluss bzw. Schluss Fremdbetreuung bis Freitag, 

17.00 Uhr. Zudem hätten D._____ und E._____ in der zweiten Kinderan-

hörung geäussert, dass sie mehr Zeit beim Beklagten verbringen möchten 

als nur an jedem zweiten Wochenende. Da eine einzelne Übernachtung 

beim Beklagten für D._____ zu kompliziert sei, erscheine es angebracht, 

dass E._____ und D._____ zusätzlich zu den vierzehntäglichen Wochen-

enden jede Woche von Mittwoch, ab 17.00 Uhr bzw. ab Schluss Fremdbe-

treuung, bis Freitag 17.00 Uhr vom Beklagten betreut werden. Es seien 

keine Gründe ersichtlich, weshalb die Betreuungsregelung nicht sofort um-

gesetzt werden könne. Ausserdem sei es nicht sinnvoll, den Beginn der 

Betreuungsregelung den Kindern zu überlassen und sie somit in den El-

ternkonflikt zu involvieren, weshalb die Regelung sofort umgesetzt werden 

könne und "ab Rechtskraft" des Entscheids gelte (angefochtener Entscheid 

E. 5.7.2). 

 

 - 22 - 

 

 

4.2. Parteistandpunkte 

4.2.1. Vorbemerkung 

Aufgrund der grösseren Anzahl an Eingaben im vorliegenden Verfahren 

werden im Folgenden die Parteistandpunkte sowie die Stellungnahmen der 

Beiständin und des Kindsvertreters in chronologischer Reihenfolge darge-

stellt. 

 

4.2.2. Klägerin 

Die Klägerin bringt im Wesentlichen vor (Berufung Klägerin S. 6 ff.), dass 

nur E._____ zusätzlich zum zweiwöchentlichen Wochenende eine (zusätz-

liche) Nacht pro Woche beim Beklagten verbringen möchte . D._____ 

nehme zwar jeweils am Donnerstag das Nachtessen beim Beklagten ein, 

möchte aber weiterhin nicht beim ihm übernachten. Weiter habe die Vo-

rinstanz den Umstand ausser Acht gelassen, dass die Klägerin von 2011 

bis 2019 gar nicht gearbeitet habe und in dieser Zeit vollumfänglich für die 

Kinderbetreuung zuständig gewesen sei. Die hohe Gewichtung, dass der 

Beklagte die Kinder teilweise ins Bett gebracht habe (mit einem Zeitauf-

wand von maximal 30 Minuten) und mit ihnen Wandern gegangen sei, 

müsse kritisch hinterfragt werden. Fakt sei, dass die Klägerin bis zur Tren-

nung neben ihrer Arbeit von 60% die Kinderbetreuung nebst der Fremdbe-

treuung allein gestemmt habe. Ebenfalls bestritten werde eine verminderte 

Bindungstoleranz. Wäre die Klägerin tatsächlich vermindert bindungstole-

rant, hätte sie auf die Beibehaltung der zweiten vorinstanzlichen superpro-

visorischen Anordnung bestanden. In der Tat mangle es an der Kommuni-

kations- und Kooperationsfähigkeit der Parteien, die auch durch Fachper-

sonen nicht verbessert werden könne. Darüber hinaus habe die Vorinstanz 

aktenwidrig festgehalten, dass D._____ einer Übernachtung ab Januar 

2024 zugestimmt habe. Er habe vielmehr klar zu Protokoll gegeben, dass 

er dies nicht möchte und den Zeitpunkt selbst bestimmen wolle. Seit De-

zember 2023 würden die Parteien die Betreuungsregelung mit Betreuungs-

anteilen von rund 79 % bei der Klägerin und 21 % beim Beklagten leben. 

Seit diesem Zeitpunkt habe die Vorinstanz keine neuen Erkenntnisse ge-

wonnen, die darauf hindeuten könnten, dass eine Änderung der Betreu-

ungsregelung die Angelegenheit entschärfen würde. Zudem habe die Vo-

rinstanz ausser Acht gelassen, dass D._____ und E._____ aufgrund ihres 

ADHS spezifische Bedürfnisse nach Konstanz und wenig Abwechslung in 

ihrem Alltag hätten. Weiter sei widersprüchlich, dass die Vorinstanz den 

Parteien ein Schreiben mit dem Inhalt zugestellt habe, dass ein letzter Ei-

nigungsversuch unternommen werde, andernfalls werde ein berufungsfä-

higer Entscheid auf Basis einer alleinigen Obhut erlassen. Insgesamt 

werde der Eindruck gewonnen, dass die Vorinstanz einen Entscheid ge-

troffen habe, der die Erkenntnisse der Fachpersonen und aus der Kinder-

anhörung völlig ausser Acht lasse. 

 

 - 23 - 

 

 

4.2.3. Beklagter 

Der Beklagte führt hinsichtlich der Obhuts- und Betreuungsregelung u.a. 

aus (Berufungsantwort Beklagter S. 5 ff), dass die Klägerin durch ihr Ver-

halten die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Betreuungsregelung ak-

zentuiere, indem sie die direkte Kommunikation mit dem Beklagten verwei-

gere und die Kinder als Briefboten benütze. Während des Zusammenle-

bens habe er stets eine aktive Vaterrolle für seine Kinder wahrgenommen 

und möchte diese auch fortführen. Die Behauptung der Klägerin, sie habe 

in den Jahren 2011 bis 2019 nicht gearbeitet und sei ausschliesslich für die 

Kinderbetreuung zuständig gewesen, sei unzutreffend. Ebenfalls falsch sei 

die Behauptung, der Beklagte habe sich während des Zusammenlebens 

täglich maximal 30 Minuten persönlich um die Kinder gekümmert. Weiter 

sei der Einwand der Klägerin, dass zusätzliche Betreuungsanteile die 

ADHS-Problematik verstärken würde, falsch. So hätte sich nach der Logik 

der Klägerin in den Phasen der minimalen Betreuungsanteile des Beklag-

ten die ADHS-Problematik verbessern müssen, was nicht der Fall gewesen 

sei. 

 

4.2.4. Klägerin 

Mit Eingabe vom 9. Dezember 2024 weist die Klägerin nochmal auf die 

angespannte Kommunikation zwischen den Parteien hin und reicht eine 

Empfehlung ihres Therapeuten ein, die direkte Kommunikation mit dem Be-

klagten so weit als möglich einzustellen. 

 

Mit Eingabe vom 16. Dezember 2024 führt die Klägerin aus, dass ihr die 

Söhne mitgeteilt hätten, dass sie im direkten Gespräch mit dem Beklagten 

kein Gehör gefunden hätten und der Entscheid der Vorinstanz nicht mit ih-

ren Vorstellungen übereinstimme. Die Kinder hätten unablässig, konstant 

und klar mitgeteilt, dass der vom Beklagten gewünschte Betreuungsplan 

nicht gewünscht sei und sie damit überfordert seien.  

 

4.2.5. Beklagter 

Der Beklagte wendet bezüglich der Empfehlung des Therapeuten u.a. ein 

(Stellungnahme Beklagter vom 17. Dezember 2024): Die Klägerin habe 

eine psychosomatische Schmerzstörung und dies schon seit Jahren vor 

der Trennung. Die grosse psychische Belastung habe nichts mit den eheli-

chen Schwierigkeiten der Parteien zu tun, betreffe die Kinderbelange aber 

massiv. Die psychischen Probleme der Klägerin würden (u.a.) nicht nur die 

Kommunikationsschwierigkeiten erklären, sondern auch das Ignorieren der 

vorinstanzlichen Betreuungsregelung oder dass keine Schulabsprachen 

mehr stattfinden würden. Er beantragt, dass die Klägerin betreffend ihre 

Belastbarkeit und Erziehungsfähigkeit begutachtet werde. Daraus werde 

sich ergeben, welche Massnahmen zum Wohl der Kinder erforderlich 

seien. 

 

 - 24 - 

 

 

4.2.6. Beiständin 

Im Verlaufsbericht vom 6. Februar 2025 für die Zeit vom 4. Dezember 2024 

bis 5. Februar 2025 äussert sich die Beiständin im Wesentlichen wie folgt: 

Sie habe mit den Eltern Einzelgespräche geführt, da gemeinsame Gesprä-

che seitens der Klägerin nicht erwünscht seien. Ein gemeinsames Ge-

spräch konnte nicht aufgegleist werden. Die Kommunikation zwischen den 

Eltern sei bisher ausschliesslich über die Beiständin erfolgt. Bezüglich 

Kommunikation mit dem Beklagten habe die Klägerin ausgeführt, dass sie 

Sorge habe, dass ihre Worte verdreht würden. Weiter habe die Klägerin ihr 

gegenüber mitgeteilt, dass sie die Kinder nicht zwingen möchte, entgegen 

ihrem Willen zum Beklagten zu gehen. Die Klägerin erhoffe sich, dass eine 

vom Obergericht festgelegte Betreuungsregelung die Kommunikation zwi-

schen den Eltern entspannen würde. Nach Angaben der Beiständin werde 

die Betreuungsregelung der Vorinstanz weitgehend umgesetzt, wobei die 

Kinder aber erst ab Donnerstagabend vom Beklagten betreut würden. 

 

4.2.7. Kindsvertreter 

Der Kindsvertreter bringt mit Stellungnahme vom 13. Februar 2025 zusam-

mengefasst vor: Er stimme der Vorinstanz zu, dass die Eltern derart in ih-

rem Elternkonflikt gefangen seien, dass sie in den meisten Kinderbelangen 

versuchten, die Sache zu ihren Gunsten auszulegen und somit nicht kom-

promissbereit seien. In den Gesprächen mit D._____ und E._____ am 3. 

sowie am 6. Februar 2025 habe sich ersterer dafür ausgesprochen, in den 

geraden Kalenderwochen von Donnerstagabend nach der Schule bzw. 

nach 17.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, vom Beklagten betreut zu werden. 

Zusätzlich möchte er in den ungeraden Kalenderwochen donnerstags beim 

Beklagten das Abendessen einnehmen. In der restlichen Zeit wünsche er 

sich die Betreuung durch die Klägerin. E._____ hingegen möchte in leichter 

Abweichung zu D._____ nicht nur donnerstags in den ungeraden Kalen-

derwochen das Abendessen beim Beklagten einnehmen, sondern auch 

dort übernachten. Gemäss den Kindern handle es sich bei der gewünsch-

ten Lösung auch um das Betreuungsmodell, welches grundsätzlich gelebt 

werde. Die Kinder hätten glaubwürdig dargelegt, dass ihnen die vorinstanz-

lich angeordnete Betreuungsregelung zu kompliziert sei und es für sie 

Stress bedeute, bereits mitten in der Woche den Wohnort wechseln zu 

müssen. Der Kindsvertreter habe bei den Gesprächen mit den Kindern 

wahrgenommen, dass D._____ und E._____ zu beiden Eltern eine gute 

Beziehung hätten. Schliesslich fordert er, den Aufgabenkatalog der Bei-

ständin dahingehend zu erweitern, dass sie mit der Suche nach einer Ver-

trauensperson für alle drei Kinder beauftragt werde. 

 

4.2.8. Beklagter 

Der Beklagte äussert sich zu den Eingaben der Beiständin und der Kinds-

vertretung im Wesentlichen wie folgt (Stellungnahme Beklagter vom 

6. März 2025 S. 2 ff.): Die Behauptung der Klägerin, der Beklagte drehe ihr 

jedes Wort im Mund um, werde bestritten, da diese Aussage ohne Belege 

 - 25 - 

 

 

und Anhaltspunkte erfolge. Er erwarte von der Klägerin, dass sie sich für 

die gerichtliche Betreuungsregelung einsetze. Die Funktion der Beiständin 

als Kommunikationsdrehscheibe stufe diese im Interesse der Kinder als 

nicht sachgerecht ein. So würden trotz kurzer Wohndistanz das Anmelde-

formular der IV betreffend E._____ oder Unterlagen hinsichtlich eines Aus-

landaufenthaltes von C._____ über die Beiständin versendet. Die Einschät-

zung der Kindsvertretung, die gerichtlich festgelegte Betreuungsregelung 

sei zu unruhig und kompliziert, könne er nicht nachvollziehen. Es würde 

einfacher sein, wenn E._____ und D._____ bereits am Mittwoch 17.00 Uhr 

zum Beklagten kämen und er sie bis zum Wochenende betreue. Zudem 

seien D._____ und E._____ im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids 

bezüglich der Betreuungsregelung gar nicht urteilsfähig gewesen. Ab-

schliessend stellt er erneut den Antrag auf Begutachtung der Klägerin hin-

sichtlich ihrer Belastbarkeit und Erziehungsfähigkeit. Eventuell sei sie zu 

verpflichten, eine Therapie zur Verbesserung der Bindungstoleranz zu ab-

solvieren. 

 

4.2.9. Kindsvertreter 

Der Kindsvertreter teilte mit Eingabe vom 20. März 2025 mit, dass D._____ 

und E._____ bei einem weiteren Gespräch erneut den Wunsch geäussert 

hätten, am aktuell gelebten Betreuungskonzept festzuhalten. Weiter weist 

er den Einwand des Beklagten zurück, dass D._____ und E._____ im Zeit-

punkt des erstinstanzlichen Entscheids hinsichtlich der Betreuungsrege-

lung nicht urteilsfähig gewesen seien. Insbesondere D._____ sei im Sep-

tember 2024 bereits 13 Jahre alt gewesen und werde dieses Jahr 14 Jahre 

alt. Auch wenn E._____ noch nicht 10 Jahre alt sei, sei sich dieser sehr 

wohl bewusst, um was es bei der Betreuungsregelung gehe. Hinzu komme, 

dass E._____ mehr Kontakt zu seinem Vater möchte als die älteren Ge-

schwister, was dafür spreche, dass er nicht von diesen beeinflusst werde. 

 

4.2.10. Klägerin 

In einer weiteren Eingabe vom 24. März 2025 hält die Klägerin im Wesent-

lichen fest, sie befürchte, dass der Beklagte ein Besuchsrecht nach seinen 

Vorstellungen vollstrecken möchte, welches dem Kindeswohl abträglich 

sei. Zudem kritisiert sie, der Beklagte lasse ausser Acht, dass D._____ star-

kes ADHS habe. Deshalb benötige D._____ klare und stabile Strukturen. 

Hinsichtlich der vom Beklagten angezweifelten Erziehungsfähigkeit führt 

sie aus, falls das Gericht wider Erwarten ein Gutachten hinsichtlich der Er-

ziehungsfähigkeit der Klägerin in Betracht ziehe, sollten beide Elternteile 

begutachtet werden. Zur mangelnden Kommunikation zwischen den Par-

teien erklärt sie, diese sei dem Umstand geschuldet, dass der Kindsvater 

seine Schwierigkeiten und seinen Frust auf der Paarebene nicht von der 

Elternebene abgrenzen könne. Darüber hinaus hätten es die Parteien zwi-

schenzeitlich geschafft, die Kostenregelung für den Auslandaufenthalt von 

C._____ zu klären. Dies zeige, dass die Parteien erste Schritte unternom-

men hätten, die Kinderbelange gemeinsam zu regeln. 

 - 26 - 

 

 

4.3. Theorie 

Haben beide Elternteile die gemeinsame elterliche Sorge, prüft das Gericht 

im Sinne des Kindeswohls die Anordnung einer alternierenden Obhut, 

wenn ein Elternteil oder Kind dies verlangt (Art. 298 Abs. 2ter ZGB). Bei der 

alternierenden Obhut handelt es sich jedoch nicht um den Regelfall, wel-

cher angeordnet wird, sobald gemeinsame elterliche Sorge besteht. Die 

Betreuungsregelung hat sich gestützt auf die konkreten Umstände am 

Wohl des Kindes zu orientieren (BGE 142 III 612 E. 4.2; Urteil des Bundes-

gerichts 5A_527/2015 vom 6. Oktober 2015 E. 4; BÜCHLER/CLAUSEN, in: 

Kommentar zum Familienrecht, Scheidung, Band I: ZGB [FamKomm.], 

4. Aufl. 2022, N. 6 zu Art. 298 ZGB). Die Obhut nach Art. 298 Abs. 2 ZGB 

umfasst die Betreuung des Kindes im Alltag und damit das Recht, mit ihm 

in häuslicher Gemeinschaft zu leben (BGE 147 III 121 E. 3.2.2; SCHWEN-

ZER/COTTIER, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I [BSK ZGB], 7. Aufl. 

2022, N. 4 zu Art. 298 ZGB). Das Bundesgericht hat sich ausführlich dazu 

geäussert, welche Kriterien bei der Beurteilung der Obhut heranzuziehen 

sind (BGE 142 III 617 E. 3.2.3 und 142 III 612 E. 4). Das Leitprinzip ist dabei 

stets das Kindeswohl, weshalb die Interessen der Eltern in den Hintergrund 

zu treten haben (BGE 142 III 617 E. 3.2.3). Eine notwendige Vorausset-

zung der alternierenden Obhut ist, dass beide Eltern erziehungsfähig sind. 

Erziehungsfähigkeit liegt vor, wenn die Eltern bereit und in der Lage sind, 

ihre Kinder persönlich zu betreuen sowie die Stabilität der Verhältnisse zu 

gewährleisten, die für eine harmonische Entfaltung des Kindes notwendig 

ist (BGE 111 II 225 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 5A_105/2016 vom 7. 

Juni 2016 E. 2.2). Die Bindungstoleranz ist ein Teilaspekt der Erziehungs-

fähigkeit und bezeichnet die Bereitschaft eines Elternteils, mit dem anderen 

in Kinderbelangen zusammenzuarbeiten und insbesondere die Beziehung 

zum anderen Elternteil zuzulassen und aktiv zu fördern (Urteil des Bundes-

gerichts 5A_351/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 5.2 mit weiteren Hinwei-

sen). Weiter setzt die praktische Umsetzung der alternierenden Obhut       

voraus, dass die Eltern fähig und bereit sind, in den Kinderbelangen mitei-

nander zu kommunizieren und zu kooperieren. Allein aus dem Umstand, 

dass ein Elternteil sich einer Regelung mit geteilter Betreuung widersetzt, 

kann nicht ohne Weiteres geschlossen werden, die nötige Kooperation sei 

nicht gewährleistet. Ein derartiger Schluss könnte nur dort in Betracht fal-

len, wo die Eltern aufgrund der zwischen ihnen bestehenden Feindseligkei-

ten auch hinsichtlich anderer Kinderbelange nicht zusammenarbeiten kön-

nen mit der Folge, dass sie ihr Kind im Szenario einer alternierenden Obhut 

dem gravierenden Elternkonflikt in einer Weise aussetzen würden, die sei-

nen Interessen offensichtlich zuwiderläuft (BGE 142 III 612 E. 4.3). Der al-

ternierenden Obhut nicht entgegensteht, wenn die Eltern für die Entscheid-

findung auf Drittpersonen (z.B. eine Beistandschaft) angewiesen sind (Ur-

teil des Bundesgerichts 5A_629/2019 vom 13. November 2020 E. 4.2). 

Weiter kommt es auf die geografische Situation an, namentlich die Distanz 

zwischen den Wohnungen der beiden Eltern. Bedeutsam ist auch die Sta-

bilität, wie sie mit einer Weiterführung der bisherigen Regelung einhergeht. 

 - 27 - 

 

 

In diesem Sinne ist eine alternierende Obhut umso eher angezeigt, wenn 

die Eltern das Kind schon vor ihrer Trennung abwechselnd betreut haben. 

Andere Kriterien sind das Alter des Kindes, seine Beziehungen zu (tatsäch-

lichen oder faktischen) Geschwistern und seine Einbettung in das weitere 

soziale Umfeld. Die Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich zu be-

treuen, spielt hauptsächlich dann eine Rolle, wenn spezifische Bedürfnisse 

des Kindes eine persönliche Betreuung notwendig erscheinen lassen oder 

wenn ein Elternteil selbst in den Randzeiten (morgens, abends und an den 

Wochenenden) nicht bzw. kaum zur Verfügung stünde; ansonsten ist von 

der Gleichwertigkeit von Eigen- und Fremdbetreuung auszugehen. Beach-

tung verdient auch der Wunsch des Kindes, selbst wenn es bezüglich der 

Betreuungsregelung (noch) nicht urteilsfähig ist (BGE 142 III 612 E. 4.3). 

 

4.4. Würdigung 

4.4.1. Vorbemerkung 

Vorweg ist auf die Rüge der Klägerin einzugehen, wonach es widersprüch-

lich sei, dass die Vorinstanz im Zusammenhang mit einem letzten Eini-

gungsversuch angekündigt habe, sie müsse einen Entscheid gestützt auf 

die alleinige Obhut fällen, falls der Einigungsversuch scheitere (Berufung 

S. 10; act. 267). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz 

in ihren Bemerkungen zum letzten Vergleichsvorschlag ausgeführt hat, 

dass ihrer Ansicht nach die meisten wichtigen Voraussetzungen für die An-

ordnung der alternierenden Obhut grundsätzlich erfüllt seien (act. 279). 

Den Parteien musste somit bewusst sein, dass die Vorinstanz eine alter-

nierende Obhut nicht ausschloss. Zudem ist zu berücksichtigen, dass sich 

das Gericht bei der Entscheidung über die Obhut am Kindeswohl orientie-

ren muss. Deshalb kann die Vorinstanz nicht allein auf eine allenfalls etwas 

unklar formulierte Aussage behaftet werden.  

 

Weiter beantragt die Klägerin für E._____ und D._____ die alternierende 

Obhut, obwohl sie gleichzeitig ausführt, dass der von der Vorinstanz ange-

ordnete Betreuungsumfang für eine alternierende Obhut zumindest für 

D._____ gar nicht gegeben sei (Berufung Klägerin S. 6).  

 

Gestützt auf den Umstand, dass das Gericht in Kinderbelangen aufgrund 

der Offizialmaxime nicht an die Parteianträge gebunden ist, wird nachfol-

gend zuerst auf die Anordnung der alternierenden Obhut und anschlies-

send auf die Festlegung der Betreuungsanteile eingegangen. 

 

4.4.2. Erziehungsfähigkeit 

4.4.2.1. 

Vorinstanzlich wurde die gegenseitige Erziehungsfähigkeit von den Par-

teien nicht in Frage gestellt. Der Beklagte beantragt im Berufungsverfahren 

eine Begutachtung der Klägerin hinsichtlich ihrer Erziehungsfähigkeit. 

Eventualiter sei die Klägerin zu verpflichten, eine Therapie zur Verbesse-

rung der Bindungstoleranz zu absolvieren, falls eine eingeschränkte 

 - 28 - 

 

 

Bindungstoleranz festgestellt würde (Eingabe des Beklagten vom 17. De-

zember 2024 S. 3; Eingabe des Beklagten vom 6. März 2025 S. 5). 

 

4.4.2.2. 

Im summarischen Eheschutzverfahren geht es darum, möglichst rasch eine 

optimale Situation für die Kinder zu schaffen. Langwierige Abklärungen, 

etwa durch Gutachten, sollten auch im Streitfall nicht die Regel sein, son-

dern nur angeordnet werden, wenn besondere Umstände vorliegen (Urteile 

des Bundesgerichts 5A_444/2008 vom 14. August 2009 E. 2.2 und 

5A_22/2010 vom 7. Juni 2020 E. 4.4.2). Solche Umstände können vorlie-

gen, wenn z.B. ein erhärteter Verdacht auf Missbrauch in allen Formen be-

steht, bei massiven Auseinandersetzungen oder bei einer vollständigen 

Verweigerungshaltung einer Partei betreffend die Besuchsrechtsausübung 

(BÜCHLER/CLAUSEN, a.a.O.., N. 17 zu Art. 133 ZGB). Entsprechende Um-

stände sind hier gerade nicht ersichtlich. Obwohl sich die direkte Kommu-

nikation zwischen den Parteien schwierig gestaltet, ist sie nicht derart von 

Feindseligkeiten geprägt, dass man von einer massiven Auseinanderset-

zung sprechen könnte, die ein Gutachten rechtfertigen würde, was sich be-

reits daraus ergibt, dass die Kinder nach wie vor regelmässig in einem grös-

seren Umfang vom Beklagten betreut werden, als dies bei einem gerichts-

üblichen Besuchsrecht der Fall wäre (vgl. E. 4.4.2.3 unten). Folglich ist der 

Antrag auf Einholung eines Erziehungsfähigkeitsgutachtens abzuweisen. 

 

4.4.2.3. 

Die Vorinstanz stellte korrekt fest, dass beide Parteien grundsätzlich erzie-

hungsfähig sind, auch wenn die Bindungstoleranz verbesserungswürdig 

ist. Entgegen dem Vorbringen des Beklagten kann gestützt auf den Bericht 

des Therapeuten sowie mit Verweis auf mögliche frühere psychische Vor-

belastungen nicht ohne Weiteres auf die Einschränkung der Erziehungsfä-

higkeit geschlossen werden. Aus den Akten ergeben sich keine objektiven 

Anhaltspunkte, dass die Klägerin die Grundbedürfnisse der Kinder nicht er-

kennen und die alltägliche Betreuung der Kinder nicht sicherstellen könnte. 

Dies wird auch nicht vom Beklagten behauptet. Auch wenn die im                

vorinstanzlichen Entscheid festgehaltenen Betreuungszeiten von D._____ 

und E._____ nicht vollumfänglich umgesetzt werden, werden die Kinder re-

gelmässig in einem grösseren Umfang durch den Beklagten betreut, als 

dies bei einem gerichtsüblichen Besuchsrecht der Fall wäre (vgl. SCHWEN-

ZER/COTTIER, a.a.O., N. 15 zu Art. 273 ZGB, wonach die Praxis in der 

Deutschschweiz im Konfliktfall bei schulpflichtigen Kindern zu zwei Wo-

chenenden pro Monat und zwei bis drei Ferienwochen tendiert). D._____ 

und E._____ haben dem Kindsvertreter zudem mitgeteilt, dass sie gerne 

zum Vater gehen würden. Darüber hinaus hatte der Kindsvertreter den Ein-

druck, dass die Kinder zu beiden Parteien eine gute Beziehung hätten 

(Stellungnahme Kindsvertreter vom 13. Februar 2025 S. 10 f.).  

 

 - 29 - 

 

 

Übereinstimmend mit den Feststellungen der Vorinstanz ist zudem festzu-

halten, dass die Parteien zwar Probleme haben, miteinander zu kommuni-

zieren. Die klare Regelung der Betreuungsanteile durch die Vorinstanz 

konnte die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit nicht merklich ver-

bessern. Auch wenn die Kommunikation zwischen den Parteien primär und 

vorwiegend über die Beiständin läuft (Verlaufsbericht der Beiständin vom 

6. Februar 2025, S. 3 f.; Stellungnahme Beklagter vom 6. März 2025 S. 2; 

Eingabe der Klägerin vom 24. März 2025 S. 3), kann den Parteien indessen 

eine Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit nicht vollständig abge-

sprochen werden. So betreut der Beklagte D._____ und E._____ in einem 

höheren Ausmass als bei einem gerichtsüblichen Besuchsrecht. Dies 

scheint trotz eingeschränkter Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit 

zu funktionieren. Auch die Kooperation in anderen Kinderbelangen (z.B. die 

Anmeldung der Ergotherapie für E._____ oder die Anmeldung für den Aus-

landaufenthalt von C._____) erfolgt zwar umständlich über die Beiständin, 

aber sie funktioniert. So konnten die Parteien auch die Kostenregelung für 

den Auslandaufenthalt von C._____ klären, was vom Beklagten unbestrit-

ten blieb (vgl. Stellungnahme Klägerin vom 24. März 2025 S. 3). Trotz des 

unbestrittenermassen bestehenden Konflikts zwischen den Parteien, sind 

diese folglich noch in einem Mindestmass fähig und bereit, in Kinderbelan-

gen zu kommunizieren und zu kooperieren. 

 

Auch wenn die Situation zwischen den Parteien sehr konfliktbehaftet ist und 

die Kommunikation schwierig ist, kann damit noch nicht die Vermutung der 

Erziehungsfähigkeit widerlegt werden. Nachdem der Beklagte im Beru-

fungsverfahren keine schweren Erziehungsdefizite, welche der Anordnung 

einer alternierenden Obhut im Hinblick auf das Kindeswohl, d.h. die körper-

liche, seelische und geistige Integrität der Kinder (vgl. BGE 146 III 313 

E. 6.2.2), geradezu entgegenstehen würden, glaubhaft macht, ist davon 

auszugehen, dass beide Parteien erziehungsfähig sind. Folglich ist auch 

der Eventualantrag des Beklagten, wonach die Klägerin eine Therapie zur 

Verbesserung der Bindungstoleranz zu absolvieren habe, ebenfalls abzu-

weisen. 

 

4.4.3. Stabilität 

Die Parteien haben hinsichtlich der Betreuungssituation während des Zu-

sammenlebens unterschiedliche Ansichten. 

 

Gemäss den Akten war die Klägerin von 2011 bis ca. Mitte 2019 lediglich 

in einem geringen Umfang erwerbstätig (vgl. [Steuererklärung Steuerjahr 

2012, S. 2], Beilage 3 zur Duplik des Beklagten vom 30. November 2023; 

[Lebenslauf der Klägerin], Beilage 1 zur Replik der Klägerin vom 30. No-

vember 2023). Es kann davon ausgegangen werden, dass die Klägerin für 

die Kinderbetreuung in dieser Zeit hauptsächlich zuständig war. Es ist je-

doch darauf hinzuweisen, dass zwischen der Rückkehr aus R._____ und 

der Trennung fast vier Jahre vergangen sind, weshalb die gelebte 

 - 30 - 

 

 

Betreuungsregelung vor und während des Aufenthalts in R._____ nicht 

mehr gleich stark ins Gewicht fallen kann. 

 

Nachdem der Beklagte im Jahr 2020 eine Home-Office-Stelle angetreten 

hatte, übernahm er eine höhere Erziehungsverantwortung, indem er die 

Kinder jeweils abends ins Bett brachte, am Mittwochnachmittag für die Kin-

derbetreuung zuständig war und allein mit den Kindern – wenn (teilweise) 

auch mit Unterstützung seiner Mutter – Ausflüge unternahm und mit ihnen 

in die Ferien ging (act. 147 bis 150). Ebenfalls begleitete er jeweils am Mitt-

wochnachmittag E._____ in die Ergotherapie (act. 156). Seit der Trennung, 

und somit seit mehreren Jahren, betreut der Beklagte die Kinder sodann in 

einem über das gerichtsübliche Besuchsrecht hinausgehenden Umfang. 

Die Kinder sind sich somit gewohnt, vom Beklagten allein betreut zu wer-

den.  

 

Ohnehin ist zu berücksichtigen, dass vor allem bei Säuglingen das Krite-

rium der Stabilität eine wichtige Rolle spielt, wobei – wie vorliegend – bei 

Jugendlichen die Zugehörigkeit zu einem sozialen Umfeld im Vordergrund 

steht (Urteil des Bundesgerichts 5A_629/2019 vom 13. November 2020 

E. 4.2).  

 

Aus all den erwähnten Gründen spricht der Gesichtspunkt der Stabilität 

nicht gegen die Anordnung einer alternierenden Obhut.  

 

4.4.4. Soziales Umfeld und Wille der Kinder 

Wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, wohnen beide Parteien in dersel-

ben Ortschaft. Dadurch sind die Kinder gut in ihrem sozialen Umfeld einge-

bunden, unabhängig davon, bei welcher Partei sie sich gerade aufhalten. 

 

Ebenfalls haben D._____ und E._____ im Rahmen der zweiten Kinderan-

hörung den Wunsch geäussert, mehr Zeit beim Beklagten zu verbringen 

(act. 172 f.). Auch gegenüber dem Kindsvertreter haben beide zum Aus-

druck gebracht, dass sie gerne Zeit bei beiden Elternteilen verbringen (Ein-

gabe des Kindsvertreters vom 13. Februar 2025 S. 9 ff.) 

 

4.4.5. Persönliche Betreuung 

Die Erwägungen der Vorinstanz (angefochtener Entscheid E. 5.5.7.) zur 

Möglichkeit der Eltern die Kinder persönlich zu betreuen, wurden von den 

Parteien nicht beanstandet. Die Vorinstanz stellte korrekt fest, dass die Kin-

der bereits während des Zusammenlebens in einem grossen Umfang 

fremdbetreut wurden und keine besonderen Bedürfnisse der Kinder vorlie-

gen, die eine persönliche Betreuung erforderlich machen würden. 

 

4.4.6. Zwischenfazit 

Zusammen mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass keine Gründe gegen 

die Anordnung der alternierenden Obhut sprechen. 

 - 31 - 

 

 

4.5. Betreuungsanteile 

4.5.1. Theorie 

Aus der Anordnung der alternierenden Obhut kann nicht ein Anspruch der 

Elternteile auf die exakt gleiche Betreuungszeit abgeleitet werden. Es ist 

unbestritten, dass eine alternierende Obhut nicht eine streng hälftige Auf-

teilung der Betreuung voraussetzt. Vielmehr ist die Aufteilung der Betreu-

ung von den konkreten Umständen des Einzelfalls abhängig und nach rich-

terlichem Ermessen zu entscheiden. Das Gericht hat eine den entspre-

chenden Besonderheiten angepasste Lösung zu finden (Urteil des Bundes-

gerichts 5A_139/2020 vom 26. November 2020 E. 3.3.3 f.). Das Kindes-

wohl gilt als oberste Richtschnur (vgl. Entscheid der 5. Zivilkammer des 

Obergerichts ZSU.2022.173 vom 6. März 2023 E. 5.1 mit Hinweisen). Zur 

Regelung der Betreuungsanteile sind aufgrund fehlender gesetzlicher Nor-

mierungen die Bestimmungen über den persönlichen Verkehr analog her-

anzuziehen (SCHWENZER/COTTIER, a.a.O., N. 10 zu Art. 298 ZGB; BÜCH-

LER/CLAUSEN, a.a.O., N. 11 zu Art. 298 ZGB). Der Wille des Kindes ist ein 

wichtiges Kriterium (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_719/2013 vom 

17. Oktober 2014 E. 4.4). Es muss zwar beachtet werden, dass der Kinder-

willen nicht automatisch mit dem Kindeswohl gleichgesetzt werden kann 

(Urteil des Bundesgerichts 5A_266/2017 vom 29. November 2017 E. 7.2). 

Vor allem bei älteren Kindern rückt ein konstant und nachdrücklich geäus-

serter Wille indessen in den Vordergrund (Urteil des Bundesgerichts 

5A_719/2013 vom 17. Oktober E. 4.4). Hinsichtlich des Besuchsrechts 

bzw. der Betreuungsanteile ist von der Fähigkeit zu autonomer Willensbil-

dung eines Kindes, d.h., dass das Kind fähig ist, seine eigene Situation zu 

erkennen und trotz äusserer Einflüsse eine eigene Meinung zu bilden, un-

gefähr ab dem zwölften Altersjahr auszugehen (Urteile des Bundesgerichts 

5A_400/2023 vom 11. Januar 2024 E. 3.3.3, 5A_875/2017 vom 6. Novem-

ber 2018 E. 3.3 und 5A_719/2013 vom 17. Oktober 2014 E. 4.4).  

 

4.5.2. Würdigung 

4.5.2.1. Allgemein 

In der zweiten Kinderanhörung am 8. Dezember 2023 äusserten D._____ 

und E._____ den Wunsch, mehr Zeit beim Beklagten zu verbringen 

(act. 172 f.). D._____ stimmte zu, ab Schulbeginn zum Jahresbeginn 2024 

bereits am Donnerstagabend in der Woche der regulären Besuchswochen-

enden zum Beklagten zu gehen und an den übrigen Donnerstagen das 

Abendessen dort einzunehmen (act. 173). E._____ hingegen möchte jeden 

Donnerstag beim Beklagten übernachten (act. 174). Gemäss dem Kinds-

vertreter sprachen sich D._____ und E._____ in den Gesprächen vom 

3. und 6. Februar 2025 für die zuvor genannte Betreuungsregelung aus. 

Nach ihren Angaben werde diese Regelung grundsätzlich auch so gelebt 

(Stellungnahme Kindsvertreter vom 13. Februar 2025 S. 8 f.). Auch der Be-

klagte bestätigt, dass er seine Söhne derzeit in diesem Umfang betreut, 

indem er angibt, D._____ in den ungeraden Wochen nur für etwa zwei 

 - 32 - 

 

 

Stunden zu sehen (Berufungsantwort des Beklagten S. 3; Stellungnahme 

Beklagter vom 6. März 2025 S. 2). 

 

4.5.2.2. D._____ 

D._____ ist mittlerweile 14 Jahre alt und hinsichtlich der Betreuungsrege-

lung ohne Weiteres urteilsfähig. Da D._____ mehr von der Klägerin als vom 

Beklagten betreut wird, liegt es zwar durchaus nahe, dass er (mehr oder 

weniger stark und im Bewusstsein) von dieser beeinflusst werden könnte. 

Hinweise darauf, dass eine derartige Beeinflussung, welche die autonome 

Willensbildung einschränkt, stattgefunden hat, sind indes nicht ersichtlich. 

D._____ hat seinen Betreuungswunsch während der Kinderanhörung da-

mit begründet, dass für ihn Einzelübernachtungen zu kompliziert seien (act. 

173). Auch vor dem Hintergrund der ADHS-Diagnose von D._____ ist eine 

Betreuungsregelung mit wenigen Ortswechseln vorzuziehen. Die               

Vorinstanz hat – wenn auch nicht explizit mit Bezug auf die ADHS-Diag-

nose – das Bedürfnis nach Konstanz sowie die Überforderung durch Ein-

zelübernachtungen erkannt und dies bei der Festlegung der Betreuungs-

anteile grundsätzlich berücksichtigt. Dennoch würde D._____ nach Aus-

sage des Kindsvertreters die Regelung der Vorinstanz überfordern, dass er 

jede Woche von Mittwochabend bis Freitagabend beim Beklagten verbrin-

gen soll, da er so bereits mitten in der Woche den Wohnort wechseln 

müsste (vgl. Stellungnahme Kindsvertreter vom 13. Februar 2025 S. 10). 

Der Kindsvertreter erachtet diesen Einwand als glaubhaft. Weiter bekräftigt 

D._____ seinen Willen dadurch, dass er aktuell den Beklagten nicht im Um-

fang der vorinstanzlich festgelegten Betreuungsregelung besucht. 

 

Obwohl der Kinderwille nicht automatisch mit dem Kindeswohl gleichzuset-

zen ist, ist in diesem Fall aufgrund der vorliegend grossen Gewichtung des 

Kinderwillens diesem Kriterium bei der Festlegung der Betreuungsanteile 

den Vorzug zu geben. Es wäre mit dem Kindeswohl nicht vereinbar, entge-

gen dem starken Widerstand von D._____ einen höheren Betreuungsanteil 

des Beklagten zu erzwingen, zumal eine direkte Realvollstreckung auf-

grund des Alters von D._____ nicht in Betracht fallen würde (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 5A_764/2013 vom 20. Januar 2014 E. 2.1). Ergänzend ist 

zu würdigen, dass D._____ seit über einem Jahr – mehr oder weniger – 

seine gewünschte Betreuungsregelung lebt. Die Beibehaltung dieser Be-

treuungsregelung gewährleistet somit auch eine gewisse Kontinuität, dies 

auch mit Blick auf seine ADHS-Diagnose. 

 

Der Kindsvertreter beantragt zudem die hälftige Aufteilung der Ferien und 

der Feiertage, was bereits der vorinstanzlichen Regelung entspricht (Dis-

positiv-Ziff. 5.1.). Diese wird von den Parteien akzeptiert und ist nicht an-

gefochten. Die Beiständin hat dafür besorgt zu sein, dass bei der Verstän-

digung über die Aufteilung der Feiertage auch die Wünsche der Kinder be-

rücksichtigt werden. 

 

 - 33 - 

 

 

Somit ist für D._____ folgende Betreuungsregelung festzulegen: 

 

- Der Beklagte betreut D._____ in den geraden Kalenderwochen von 

Donnerstag, 17.00 Uhr bzw. Schluss Fremdbetreuung, bis Sonn-

tag, 18.00 Uhr.  

- Zusätzlich nimmt D._____ jeden Donnerstag das Nachtessen beim 

Beklagten ein.  

- In den übrigen Zeiten wird D._____ von der Klägerin betreut.  

 

In Anwendung der Berechnungsmethodik, wonach ein Tag in drei Einheiten 

unterteilt (Morgen / Beginn bis Ende der Schule / Abend) und über 14 Tage 

hinweg berechnet wird, wie viele Einheiten jeder Elternteil von insgesamt 

42 Einheiten (3 Einheiten à 14 Tage) zu verantworten hat (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 5A_117/2021 vom 9. März 2022 E. 4.4), ergibt sich mit der 

nunmehr angeordneten Betreuungsregelung (vgl. hiervor) – unter Berück-

sichtigung von gleich viel Ferienwochen pro Jahr (mithin 6.5) und Elternteil 

sowie ohne Berücksichtigung des Nachtessen an jedem 2. Donnerstag – 

ein Betreuungsanteil des Beklagten von 29 % und ein Betreuungsanteil der 

Klägerin von 71 %, was einer alternierenden Obhut entspricht (vgl. zur 

Lehre und Rechtsprechung, wonach ab einem Mindestbetreuungsanteil 

von ca. 25 – 30% oder mindestens acht Betreuungstagen pro Monat von 

einer alternierenden Obhut auszugehen ist: MAIER/VECCHIE, Geteilte Obhut 

um jeden Preis?, in: AJP 2022 S. 696 ff., S. 707; VETTERLI, FamKomm., 

N. 1g zu Art. 176 ZGB). Dies auch vor dem Hintergrund, dass bei obiger 

Berechnung das zusätzliche Nachtessen in den ungeraden Kalenderwo-

chen noch nicht berücksichtigt ist. 

 

4.5.2.3. E._____ 

E._____ ist neun Jahre alt und daher altersbedingt noch nicht in gleichem 

Masse zur autonomen Willensbildung fähig wie D._____. Da E._____ mehr 

von der Klägerin als vom Beklagten betreut wird, ist nicht ausgeschlossen, 

dass er von ihr beeinflusst werden könnte, insbesondere unter Berücksich-

tigung seines Alters. Indessen möchte E._____ mehr Zeit beim Beklagten 

verbringen als seine Brüder und übernachtet regelmässig allein beim Be-

klagten. Dies deutet darauf hin, dass E._____ bereits über eine gewisse 

autonome Willensbildung verfügt und sich von den Wünschen seiner Brü-

der (und allenfalls auch von seiner Mutter) abgrenzen kann. Zu dieser Er-

kenntnis kommt auch der Kindsvertreter, der aufgrund seiner Gespräche 

mit D._____ und E._____ den Eindruck gewann, dass E._____ sich sehr 

wohl bewusst sei, worum es bei der Betreuungsregelung geht (Stellung-

nahme Kindsvertreter vom 20. März 2025 S. 2). Zudem hatte sich E._____ 

bereits in der zweiten Kinderanhörung vom 8. Dezember 2023 (act. 174) 

und somit über ein Jahr vor den Gesprächen mit dem Kindsvertreter für 

dieses Betreuungsmodell ausgesprochen. Wie D._____ hat auch E._____ 

seinen Wunsch nach dieser Betreuungsregelung bekräftigt, indem er den 

Beklagten aktuell nicht im Umfang der vorinstanzlich festgelegten 

 - 34 - 

 

 

Betreuungsregelung besucht. Zwischenzeitlich wurde auch bei E._____ ein 

ADHS diagnostiziert (Beilage 6 zur Berufung der Klägerin), was für eine 

gewisse Konstanz und wenig Ortswechsel bei der Betreuung spricht. Of-

fensichtlich hat E._____ zwar keine Probleme damit, alle zwei Wochen eine 

einzelne Nacht beim Beklagten zu verbringen. Jedoch ist gemäss den Aus-

führungen des Kindsvertreters die für E._____ von der Vorinstanz festge-

legte Regelung, wonach er bereits am Mittwochabend den Wohnort wech-

seln müsste, zu stressig (vgl. Stellungnahme Kindsvertreter vom 13. Feb-

ruar 2025 S. 10). Ebenfalls ist zu beachten, dass E._____ seine ge-

wünschte Betreuungsregelung (jede Woche von Donnerstagabend bis 

Freitagabend sowie jede zweite Woche zusätzlich von Freitag- bis Sonn-

tagabend) seit Januar 2024 lebt, weshalb die Weiterführung der seitdem 

faktisch gelebten Betreuungsregelung auch Kontinuität schafft. Auch wenn 

der Kinderwille allein nicht ausschlaggebend sein kann, ist in diesem Fall 

dem Betreuungswunsch von E._____ aufgrund der vorgenannten Um-

stände hohes Gewicht beizumessen. Zumal es nicht darum geht, dass 

E._____ den Kontakt zum Beklagten verweigert. Im Gegenteil verbringt 

E._____ gerne Zeit mit dem Beklagten, was auch weiterhin zu fördern ist. 

Jedoch wäre es auch bei E._____ aufgrund seines konstant geäusserten 

Willens kontraproduktiv, ihn zu entgegen seinem Wunsch zu zwingen, be-

reits am Mittwochabend zum Beklagten zu gehen. Folglich ist die vo-

rinstanzliche Regelung dahingehend abzuändern, dass E._____ zusätzlich 

zu den Wochenenden in den geraden Kalenderwochen, jeden Donnerstag 

beim Beklagten übernachtet. Hinsichtlich der Ferien- und Feiertagsrege-

lung ist auf das bei D._____ Gesagte (vgl. E. 4.5.2.2 hiervor) zu verweisen. 

 

Somit ist für E._____ folgende Betreuungsregelung vorzusehen: 

 

- Der Beklagte betreut E._____ jede Woche von Donnerstag, 17.00 

bzw. Schluss Fremdbetreuung, bis Freitag 17.00 Uhr bzw. Schluss 

Fremdbetreuung, sowie in den geraden Kalenderwochen von Don-

nerstag, 17.00 Uhr bzw. Schluss Fremdbetreuung, bis Sonntag, 

18.00 Uhr.  

- In der restlichen Zeit wird er von der Klägerin betreut. 

- Wenn E._____ das Wochenende bei der Klägerin verbringt, nimmt 

er das Nachtessen am Freitag bei der Klägerin ein.  

 

Dies entspricht unter Berücksichtigung der hälftigen Aufteilung der Ferien 

einem Betreuungsanteil des Beklagten von 34 % und einem Betreuungs-

anteil der Klägerin von 66 % (vgl. zur Methodik der Betreuungsanteilbe-

rechnung E. 4.5.2.2 oben), was einer alternierenden Obhut entspricht. 

 

4.6. Zwischenfazit 

Die Klägerin dringt mit ihrer Berufung in Bezug auf die Betreuung – mit 

Ausnahme der mit vorliegendem Entscheid angeordneten Übernachtung 

von D._____ jeden zweiten Donnerstag – weitestgehend durch. Die 

 - 35 - 

 

 

Berufung der Klägerin ist somit hinsichtlich der Abänderung der Betreu-

ungsanteile von D._____ und E._____ teilweise gutzuheissen. Es bleibt 

darauf hinzuweisen, dass gemäss Dispositiv-Ziff. 4.3. des vorinstanzlichen 

Entscheids anderslautende Betreuungsanteile nach Absprache der Par-

teien unter Mitwirkung der Beiständin vorbehalten sind. 

 

5. Erweiterung Aufgabenkatalog Beiständin 

5.1. Antrag Kindsvertreter 

Der Kindsvertreter beantragt den Aufgabenkatalog der Beiständin zu erwei-

tern. Sie sei damit zu beauftragen, eine externe Vertrauensperson für die 

Kinder zu suchen und die entsprechenden Erstkontakte aufzugleisen. Er 

begründet dies (u.a.) damit, dass im Aufgabenkatalog der Beiständin ein 

konkreter Einbezug der Kinder fehle. Nach Ansicht des Kindsvertreters 

könne die Beiständin die Rolle als Vertrauensperson nicht wahrnehmen, da 

sie früher oder später in einen Interessenkonflikt mit den Eltern geraten 

könne (Stellungnahme Kindsvertreter vom 13. Februar 2025 S. 6 ff.). 

 

5.2. Theorie 

Hat das Gericht im Rahmen des Eheschutzes auch die Beziehungen der 

Eltern zu den Kindern zu gestalten, so trifft es anstelle der Kindesschutz-

behörde die nötigen Kindesschutzmassnahmen (Art. 315a Abs. 1 ZGB). 

Erfordern es die Verhältnisse, so ernennt die Kindesschutzbehörde bzw. 

das Gericht dem Kind einen Beistand, der die Eltern in ihrer Sorge um das 

Kind mit Rat und Tat unterstützt (Art. 308 Abs. 1 ZGB). Die Kindesschutz-

behörde kann dabei dem Beistand besondere Befugnisse übertragen wie 

z.B. die Überwachung des persönlichen Verkehrs (Art. 308 Abs. 2 ZGB). 

Die Errichtung einer Beistandschaft muss zur Erreichung des angestrebten 

Zwecks als geeignet erscheinen (Urteil des Bundesgerichts 5A_1029/2020 

vom 19. Mai 2021 E. 3.6.1; BGE 140 III 241 E. 2.1). 

 

5.3. Würdigung 

Ein Blick in den Aufgabenkatalog der Beiständin zeigt, dass sich dieser vor 

allem auf die Unterstützung der Eltern in Bezug auf die Kinderbelange be-

schränkt (Dispositiv-Ziff. 6.2.). Ein konkreter Einbezug der Kinder bzw. die 

Aufgabe der Beiständin, Ansprechperson für die Kinder zu sein, fehlt. Auch 

wenn – wie die Vorinstanz richtig ausführt (angefochtener Entscheid E. 6.2) 

– die Beiständin eine Vertrauens- und Ansprechperson für alle Beteiligten 

sein soll, ist es sinnvoll, dies im vorliegenden Fall explizit im Aufgabenka-

talog der Beistandsperson festzuhalten. Eine autoritative Anordnung im 

Aufgabenkatalog, dass die Beiständin damit beauftragt werden soll, eine 

Vertrauensperson für die Kinder zu suchen, ist indessen nicht zielführend. 

Einerseits kann die Beiständin selbst für die Kinder eine Vertrauensperson 

sein oder gegebenenfalls Kontakte aufgleisen. Andererseits hängt es 

schliesslich von den Kindern ab, welche Personen sie in ihrem Umfeld als 

Vertrauensperson wahrnehmen. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass 

die Beiständin den Interessen der Kinder verpflichtet ist. Die Unterstützung 

 - 36 - 

 

 

der Eltern durch die Beiständin erfolgt stets mit Blick auf das Kindeswohl. 

Inwiefern sich hier ein Interessenkonflikt ergeben könnte, der es der Bei-

ständin unmöglich macht, als Vertrauensperson zu fungieren, ist nicht er-

sichtlich. Mit der Anpassung der Beistandschaft und der Änderung des Auf-

gabenkatalogs der Beistandsperson ist die Ernennungsurkunde entspre-

chend anzupassen. Das Familiengericht Q._____ als Kindes- und Erwach-

senenschutzbehörde (KESB) hat in diesem Zusammenhang die nötigen 

Vollzugshandlungen vorzunehmen.  

 

6. Unterhalt 

6.1. Vorinstanzlicher Entscheid 

Die Vorinstanz berechnete den Unterhaltsanspruch der Kinder wie folgt: 

 

6.1.1. 

Die Vorinstanz bildete folgende fünf Unterhaltsphasen (angefochtener Ent-

scheid E. 8.13): 

 

- Phase 1: 1. Mai 2023 bis zum 31. Dezember 2023 

- Phase 2: 1. Januar 2024 bis zum 31. Juli 2024 

- Phase 3: 1. August 2024 bis Rechtskraft Entscheid 

- Phase 4: ab Rechtskraft Entscheid bis 31. Juli 2026  

- Phase 5: ab 1. August 2026 

 

6.1.2. 

Zunächst ermittelte die Vorinstanz den Bedarf der Kinder für die jeweilige 

Phase (angefochtener Entscheid E. 8.6.1 bis 8.6.4): 

 

Das familienrechtliche Existenzminimum von C._____ bezifferte die Vo-

rinstanz für Phase 1 auf Fr. 1'139.00 (Grundbetrag: Fr. 600.00; Wohnkos-

tenanteil: Fr. 250.00; Kinderbetreuung: Fr. 160.00; VVG: Fr. 89.00; Steuer-

anteil: Fr. 40.00), für die Phase 2 auf Fr. 1'268.00 (neu: KVG: Fr. 100.00, 

Kinderbetreuung: Fr. 175.00, VVG: Fr. 103.00) sowie ab Phase 3 auf 

Fr. 1'293.00 (neu: auswärtige Verpflegung und Schulweg: Fr. 200.00, Kin-

derbetreuung: Fr. 0.00). 

 

Das familienrechtliche Existenzminimum von D._____ bezifferte die Vo-

rinstanz für Phase 1 auf Fr. 1'414.00 (Grundbetrag: Fr. 600.00; Wohnkos-

tenanteil: Fr. 500.00; Kinderbetreuung: Fr. 200.00; VVG: Fr. 94.00; Steuer-

anteil: Fr. 20.00), für die Phase 2 auf Fr. 1'541.00 (neu: KVG: Fr. 100.00, 

Kinderbetreuung: Fr. 208.00, VVG: Fr. 103.00; Steueranteil: Fr. 30.00), für 

Phase 3 auf Fr. 1'478.00 (neu: Kinderbetreuung: Fr. 145.00) sowie ab 

Phase 4 auf Fr. 1'468.00 (neu: Steueranteil: Fr. 20.00). 

 

Das familienrechtliche Existenzminimum von E._____ bezifferte die Vo-

rinstanz für Phase 1 auf Fr. 1'700.00 (Grundbetrag: Fr. 400.00; Wohnkos-

tenanteil: Fr. 500.00; Kinderbetreuung: Fr. 740.00; VVG: Fr. 40.00; 

 - 37 - 

 

 

Steueranteil: Fr. 20.00), für die Phasen 2 und 3 auf Fr. 1'532.00 (neu: KVG: 

Fr. 100.00, Kinderbetreuung: Fr. 454.00, VVG: Fr. 48.00; Steueranteil: 

Fr. 30.00), für Phase 4 auf Fr. 1'522.00 (neu: Steueranteil: Fr. 20.00) sowie 

für Phase 5 auf Fr. 1'526.00 (neu: Grundbetrag: Fr. 600.00; Kinderbetreu-

ung: Fr. 258.00). 

 

6.1.3. 

Weiter wurden die betreibungsrechtlichen bzw. familienrechtlichen Exis-

tenzminima der Parteien wie folgt bestimmt (angefochtener Entscheid 

E. 8.7): 

 

Bei der Klägerin für Phase 1 auf Fr. 2'524.00 (Grundbetrag: Fr. 1'200.00; 

Wohnkosten: Fr. 750.00 [= Fr. 1'500.00 abzgl. Wohnkostenanteile von 

C._____, D._____ und E._____ von Fr. 750.00]; Krankenkasse [VVG]: 

Fr. 264.00, Arbeitsweg: Fr. 15.00, Kommunikations- und Versicherungs-

pauschale Fr. 100.00; Steuern: Fr. 195.00), für Phase 2 und 3 auf Fr. 3'303 

(neu: Krankenkasse KVG: Fr. 409.00, Krankenkasse VVG: Fr. 298.00; 

Steuern: Fr. 531.00) und ab Phase 4 auf Fr. 3'172.00 (neu: Steuern: 

Fr. 400.00). 

 

Beim Beklagten für Phase 1 auf Fr. 5'720.00 (Grundbetrag: Fr. 1'200.00; 

Wohnkosten: Fr. 2'680.00 [= Fr. 3'180.00 abzgl. Wohnkostenanteile von 

D._____ und E._____ von Fr. 500.00]; Krankenkasse [VVG]: Fr. 247.00, 

Kommunikations- und Versicherungspauschale Fr. 100.00; Steuern: 

Fr. 1'493.00), für Phase 2 und 3 auf Fr. 6'101.00 (neu: Krankenkasse KVG 

Fr. 381.00) und ab Phase 4 auf Fr. 6'436.00 (neu: Steuern: Fr. 1'828.00). 

 

6.1.4. 

Anschliessend wurden die Einkommen der Parteien ermittelt (angefochte-

ner Entscheid E. 8.8.3 und 8.8.4). Dabei ging die Vorinstanz bei der Kläge-

rin bei einem 75 %-Haupterwerbspensum und einem monatlichen Neben-

erwerbseinkommen von einem Gesamteinkommen von Fr. 6'802.00 für alle 

Phasen aus und beim Beklagten von 1. Mai 2023 bis 31. Dezember 2023 

(Phase 1) von Fr. 11'403.00 und ab 1. Januar 2024 (Phase 2) von 

Fr. 13'136.00. 

 

6.1.5. 

Sodann ging die Vorinstanz von zu berücksichtigenden Sparquoten beim 

Beklagten von monatlich Fr. 1'306.00 (Säule 3a: Fr. 574.00, Pflichtamorti-

sation: Fr. 583.00, Lebensversicherung: Fr. 149.00) und bei der Klägerin 

von monatlich Fr. 824.00 (Säule 3a: Fr. 574.00, Pflichtamortisation: 

Fr. 250.00) aus (angefochtener Entscheid E. 8.10.2).  

 

6.1.6. 

In der Folge bestimmte die Vorinstanz die Unterhaltsbeiträge unter Berück-

sichtigung der Sparquoten der Parteien nach der zweistufigen Methode mit 

 - 38 - 

 

 

Überschussverteilung. Im Sinne einer Kontrollrechnung berechnete sie den 

zuletzt gelebten gemeinsamen Standard unter Berücksichtigung der Spar-

quote (angefochtener Entscheid E. 8.10 ff.).  

 

Da C._____ unter die alleinige Obhut der Klägerin gestellt wurde, hat die 

Vorinstanz dem Beklagten den ganzen Barunterhalt von C._____ auferlegt. 

Den Unterhalt von D._____ und E._____ hat die Vorinstanz aufgrund der 

Anordnung der alternierenden Obhut sowie den unterschiedlichen Betreu-

ungsanteilen in den verschiedenen Phasen anteilsmässig festgelegt. Dabei 

hat sie die bei den Parteien direkt anfallenden Kinderkosten berücksichtigt 

sowie die Überschussanteile proportional zu den Betreuungsanteilen ver-

teilt (angefochtener Entscheid E. 8.12 ff.). 

 

6.2. Richterliches Ermessen 

Der festzusetzende Unterhalt kann und muss nicht das exakte Ergebnis 

einer quasi wissenschaftlich genauen mathematischen Berechnung sein. 

Aufgabe des Gerichts ist es, in einem Umfeld von Pauschalisierungen und 

Schätzungen sein pflichtgemässes Ermessen mit Blick auf das grosse 

Ganze auszuüben (MAIER, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, 2023, 

Rz. 49). In Unterhaltssachen ist das richterliche Ermessen gross 

(BGE 134 III 580 E. 4). 

 

6.3. Theorie 

6.3.1. 

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist in allen Unterhaltsstrei-

tigkeiten grundsätzlich die zweistufige Methode der Existenzminimabe-

rechnung mit Überschussverteilung zur Anwendung zu bringen 

(BGE 147 III 293, 147 III 308). Dabei werden die zur Verfügung stehenden 

finanziellen Mittel so auf die Familienmitglieder verteilt, dass in einer be-

stimmten Reihenfolge (Barunterhalt, Betreuungsunterhalt der Kinder, ehe-

licher und nachehelicher Unterhalt, Volljährigenunterhalt) das betreibungs-

rechtliche bzw. bei genügenden finanziellen Mittel das familienrechtliche 

Existenzminimum aller Beteiligten gedeckt wird. Bei der Bedarfsermittlung 

bzw. der Ermittlung des gebührenden Unterhalts sind als Ausgangspunkt 

die "Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der 

Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzmini-

mums" zu verwenden bzw. für die tatsächlichen Verhältnisse im Kanton 

Aargau die im Kreisschreiben der Schuldbetreibungs- und Konkurskom-

mission des Obergerichts vom 21. Oktober 2009 enthaltenen Richtlinien für 

die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (Notbedarf) 

nach Art. 93 SchKG (SchKG-Richtlinien; KKS.2005.7). Bei Kindern ist in 

Abweichung davon (zusätzlich) je ein (bei den Wohnkosten des Obhutsin-

habers abzuziehender) Wohnkostenanteil einzusetzen und im Übrigen sind 

auch die Fremdbetreuungskosten zu berücksichtigen. Diese Positionen so-

wie die in den Richtlinien genannten Zuschläge (relevant für das Kind: 

Krankenkassenprämien, Schulkosten, besondere Gesundheitskosten) sind 

 - 39 - 

 

 

zum Grundbetrag hinzuzurechnen. Soweit es die finanziellen Mittel zulas-

sen, ist der gebührende Unterhalt zwingend auf das sog. familienrechtliche 

Existenzminimum zu erweitern. Dazu gehören sowohl bei den Elternteilen 

als auch bei den Kindern typischerweise die Steuern und bei den Eltern 

eine Kommunikations- und Versicherungspauschale. Soweit nach allseiti-

ger Deckung des familienrechtlichen Existenzminimums Ressourcen ver-

bleiben (sog. Überschuss), kann der Barbedarf bzw. der hierfür zu verwen-

dende Unterhaltsbeitrag durch Zuweisung eines Überschussanteils nach 

dem Prinzip von grossen und kleinen Köpfen (gemeint: Eltern und minder-

jährige Kinder) weiter erhöht werden (BGE 147 III 265 E. 7.2 f.). 

 

6.3.2. 

Für den ehelichen wie für den nachehelichen Unterhalt gilt der vor der Tren-

nung gelebte Lebensstandard als Obergrenze des gebührenden Unterhalts 

(BGE 140 III 485 E. 3.3). Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, kann 

methodisch vorab das Gesamteinkommen dem Gesamtbedarf der Familie 

vor der Trennung gegenübergestellt werden. Bevor ein allfälliger Über-

schuss verteilt wird, ist die für die massgebliche Zeit des Zusammenlebens 

ermittelte Sparquote in Abzug zu bringen. Der verbleibende, für die Lebens-

haltungskosten aufgewendete Überschuss ist im Sinne der Grundregel 

nach "grossen und kleinen Köpfen" (BGE 147 III 285 E. 7.3) auf die Fami-

lienmitglieder bzw. die "Beteiligten der Unterhaltseinheit" zu verteilen. Tren-

nungsbedingte Mehrkosten werden bei den weiteren Schritten der Unter-

haltsbestimmung vollständig im Grundbedarf abgebildet. Indem der per-

sönliche Überschussanteil im Trennungszeitpunkt "eingefroren" 

(BGE 147 III 293 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 5A_524/2020 vom 

2. August 2021 E. 4.6.2), der Grundbedarf aber jeweils anhand der aktuel-

len Verhältnisse neu bestimmt wird, sind diese bei der Bestimmung der 

Grenze des gebührenden Unterhalts in jedem Fall berücksichtigt. Die 

Summe aus aktuellem Grundbedarf und "eingefrorenem" Überschussanteil 

stellt die Obergrenze des gebührenden Unterhalts dar. Bei der Berechnung 

der zu leistenden Unterhaltsbeiträge nach der Methode der Grundbedarfs-

rechnung mit Überschussverteilung aufgrund der Verhältnisse nach der 

Trennung ist der dem Unterhaltsgläubiger zugewiesene Überschuss auf 

den "eingefrorenen" Überschussanteil zu begrenzen. Die (nach trennungs-

bedingten Mehrkosten) verbleibende Sparquote wird somit nicht vom Ge-

samtüberschuss abgezogen, sondern ist in der Korrektur zu hoch zugewie-

sener Überschussanteile auf den "eingefrorenen" Betrag berücksichtigt. 

Übersteigen die trennungsbedingten Mehrkosten die Sparquote, müssen 

sich die Beteiligten (Unterhaltsgläubiger und -schuldner) gleichmässig ein-

schränken (BGE 147 III 293 E. 4.4; vgl. auch SCHWIZER/OERI, "Neues" Un-

terhaltsrecht?, in: AJP 2022 S. 7 f.). Sodann ist entsprechend dem Grund-

satz der Eigenversorgung zu prüfen, inwiefern die Ehegatten diesen Unter-

halt je selbst finanzieren können. 

 

 - 40 - 

 

 

Soweit sich die Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners nicht verbes-

sert hat, ist auch beim Kindesunterhalt der Überschussanteil des Kindes 

auf ein Niveau zu begrenzen, das ihm die Beibehaltung des Lebensstan-

dards vor der Trennung gestattet. Nur wenn sich die finanziellen Verhält-

nisse des Unterhaltsschuldners nach der Trennung verbessern, hat das 

Kind – bei ansonsten unveränderten Verhältnissen – grundsätzlich An-

spruch auf Teilhabe an dessen (verbesserter) Leistungsfähigkeit (Urteil des 

Bundesgerichts 5A_920/2023 vom 28. November 2024 E. 2.4.3). 

 

6.4. Einkommen Beklagter 

6.4.1. 

Die Vorinstanz stellte ein monatliches Fixeinkommen des Beklagten von 

Fr. 11'350.20 netto fest (angefochtener Entscheid E. 8.8.4). Einen 13. Mo-

natslohn erhalte er nicht. Weiter ermittelte sie Bonuszahlungen im Jahr 

2022 von netto Fr. 9'436.00 sowie im Jahr 2023 in Höhe von netto 

Fr. 6'638.00. Da diese Zahlungen im Rahmen der neuen Anstellung des 

Beklagten seit 1. Juni 2022 erfolgt seien, hat die Vorinstanz diese Bonus-

zahlungen anteilsmässig bis Februar 2023 ([Fr. 9'436.00 + Fr. 6'638.80] : 

9) berücksichtigt und berechnete somit einen Bonusanteil von monatlich 

Fr. 1'786.00. Zudem hat sie ebenfalls festgestellt, dass der Beklagte im 

Februar 2023 Fr. 6'000.00 des im selben Jahr ausbezahlten Bonus der Klä-

gerin überwiesen habe (Beilage 13 zur Stellungnahme Beklagter vom 

16. Februar 2024), weshalb davon auszugehen sei, dass dieser im glei-

chen Umfang bereits verbraucht worden sei. Es rechtfertige sich deshalb, 

im Jahr 2023 lediglich Fr. 53.25 dem Einkommen des Beklagten anzurech-

nen (Fr. 638.80 : 12) und erst ab Januar 2024 einen Bonus in Höhe von 

Fr. 1'786.00 zu berücksichtigen. 

 

6.4.2. 

Der Beklagte macht geltend (Berufung Beklagter S. 4 f.), dass es sich beim 

im Jahr 2022 ausgerichteten Nettobonus von Fr. 9'436.00 um einen Sign-

on Bonus handle. Dieser Bonus habe nichts mit dem Geschäftsergebnis zu 

tun und sei einmalig ausgerichtet worden. Die Vorinstanz habe somit sei-

nem Einkommen zu Unrecht den Sign-on Nettobonus in Höhe von 

Fr. 9'436.00 angerechnet. 

 

6.4.3. 

Die Klägerin wendet ein (Berufungsantwort Klägerin S. 3), dass der Sign-

on Bonus vollumfänglich zu berücksichtigen sei. Der Beklagte habe einer-

seits diese Begründung im vorinstanzlichen Verfahren nicht vorgebracht 

und andererseits werde diese Art von Bonus regelmässig dann gezahlt, 

wenn durch einen Stellenwechsel eine Bonuszahlung beim alten Arbeitge-

ber nicht mehr erfolge und dieser somit kompensiert werde. Zudem bestrei-

tet die Klägerin, dass der Bonus bei Trennung bereits verbraucht gewesen 

sei. Der Beweis dazu habe der Beklagte nicht erbringen können.  

 

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6.4.4. 

Das Erwerbseinkommen aus unselbständiger Tätigkeit umfasst Zulagen al-

ler Art, wie Überstundenentschädigungen, das 13. Monatsgehalt sowie 

auch Gratifikationen und Boni (vgl. HAUSHEER/SPYCHER, Handbuch des 

Unterhaltsrechts, 3. Aufl. 2023, Kap. 5 Rz. 7; Urteil des Bundesgerichts 

5A_125/2020 vom 31. August 2020 E. 4.2.1). Bonuszahlungen gehören so-

mit zum massgeblichen Einkommen. Sie erfolgen zwar meist zeitlich ver-

zögert, stellen aber dennoch