# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21af8f8f-70af-5dc6-b56d-49cf07053c14
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.04.2025 A-6957/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6957-2023_2025-04-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-6957/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Jürg Marcel Tiefenthal (Vorsitz), 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,  

Richter Jérôme Candrian,    

Gerichtsschreiber Roland Hochreutener. 
 

 
 

Parteien 
 Gemeinde Rümlang,  

Glattalstrasse 201,  

8153 Rümlang,   

vertreten durch Dr. iur. Adrian Strütt, Rechtsanwalt,  

ettlersuter Rechtsanwälte,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Flughafen Zürich AG,  

Rechtsdienst,  

Postfach, 8058 Zürich,   

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, 

Energie und Kommunikation UVEK,  

Bundeshaus Nord, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Luftfahrtanlagen; Zone West, Erweiterung Vorfeldflächen 

(1. Bauetappe); Verfügung vom 9. November 2023. 

A-6957/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 26. Juni 2013 verabschiedete der Bundesrat das Objektblatt IIIC des 

Flughafens Zürich als Teil des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL; 

< www.bazl.admin.ch > Infrastruktur > Flugplätze generell > Landesflughä-

fen > Flughafen Zürich > SIL-Prozess Flughafen Zürich > SIL Objektblatt 

2013 > Objektblatt Flughafen Zürich [Teil IIIC], abgerufen am 25.03.2025). 

Nach diesem Sachplan setzt sich der Flughafenperimeter einerseits aus 

Flächen zusammen, die der Infrastruktur für den Start und die Landungen 

der Flugzeuge dienen (Pisten und Rollwege inkl. Sicherheitsabstände). An-

derseits umgrenzt der Perimeter auch die von den übrigen Flughafenanla-

gen beanspruchten Flächen, wie insbesondere auch die Bauten und Anla-

gen der Passagier- und Frachtabfertigung und die landseitigen Verkehrs-

flächen einschliesslich Parkierung. Aus den Erläuterungen zum Flughafen-

perimeter geht hervor, dass sich der Bedarf an zusätzlichen Flächen für 

Flughafenanlagen insbesondere aus der Entflechtung von Start-/Landever-

kehr und Rollverkehr am östlichen Kopf der Piste 28 mit der Verlegung der 

Bauten und Anlagen der General Aviation auf die Westseite des Flugha-

fens, dem Flächenbedarf im Bereich der Tore durch die Einführung der EU-

Sicherheitsvorschriften, dem Flächenbedarf im Bereich der Passagierab-

fertigung durch die Umsetzung des Schengener Abkommens oder dem 

Flächenbedarf für die Behandlung des Regenwassers (Retentionsfilterbe-

cken) ergibt. Der zusätzliche Bedarf am Flughafenkopf liegt in der prognos-

tizierten Steigerung des Verkehrsaufkommens begründet (höhere Passa-

gierzahlen). Für die allfällige Verlängerung der Pisten 28 und 32 sind zu-

sätzliche Flächen im Westen bzw. Norden erforderlich. Die Zweckbestim-

mung, wie sie für die einzelnen Erweiterungsflächen innerhalb des Perime-

ters festgelegt ist, beruht auf der Masterplanung der Flughafenhalterin. Sie 

umschreibt die Hauptnutzung dieser Flächen und ist in dieser Hinsicht 

grundsätzlich verbindlich (Erläuterungen zum Flughafenperimeter, 

S. 35 f.). Aus der Karte 3 geht hervor, dass im westlichen Teil des Flugha-

fenperimeters, angrenzend an das Wohngebiet der Gemeinde Rümlang, 

Erweiterungsflächen für Flughafenanlagen vorgesehen sind (Ziff. 4).  

B.  

Mit Eingabe vom 28./29. März 2019 (Posteingang: 11. April 2019) reichte 

die Flugplatz Zürich AG (FZAG) beim Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL zu-

handen des zuständigen Eidgenössischen Departements für Umwelt, Ver-

kehr, Energie und Kommunikation (UVEK) das Plangenehmigungsgesuch 

«Zone West, Erweiterung der Vorfeldflächen (1. Bauetappe) – Nutzungs-

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Seite 3 

änderung» zu der am 2. Dezember 2013 erteilten Planänderung ein. Das 

Gesuch beinhaltet die Erstellung von 5 zusätzlichen Standplätzen mit 

elektrischer Energieversorgung für die Abfertigung. Insgesamt sollen in der 

Zone West 11 Abfertigungsplätze (7 Code-C- und 4 Code-E-Plätze) zur 

Verfügung stehen. Das Gesuch beinhaltet überdies eine Erweiterung der 

Flugzeugenergieversorgung (FEV), eine Anpassung der Standplatzent-

wässerung, die Schaffung einer neuen Verregnungsfläche, einschliesslich 

neuer Zuleitung und Unterstation, sowie die Erweiterung des bestehenden 

Retentionsfilterbeckens Rorzelg. Der Projektperimeter umfasst die Grund-

stücke Nrn. 4075 (GB Rümlang) und 1959 (GB Oberglatt) sowie Teile der 

Glattstrasse (Nr. 4100 [GB Rümlang]) und der Umfahrungsstrasse Stand-

plätze West (Grundstück Nr. 3139.14 [GB Kloten]). Zur Begründung ihres 

Gesuchs führte die FZAG aus, seit der Bewilligung der ersten Bauetappe 

mit 19 Standplätzen (2 für Abfertigungen) habe sie die Planung für die Ent-

wicklung des Flughafenkopfs, die unter anderem den Ersatz des Finger-

docks beinhalte, vorangetrieben. Während der Bauphase im Vorfeld Flug-

hafenkopf würden Abfertigungsplätze wegfallen. Um diesen Ausfall zu 

kompensieren und den mittel- und langfristig wachsenden Bedarf an Ab-

fertigungsplätzen decken zu können, würden in der Zone West mehr Ab-

fertigungsplätze benötigt, als im Jahr 2012 vorausgesehen worden sei.  

C.  

Das BAZL eröffnete in Vertretung des UVEK ein ordentliches Plangeneh-

migungsverfahren. Während der öffentlichen Auflage erhob unter anderem 

die Gemeinde Rümlang am 4. Juni 2019 gegen das Vorhaben Einsprache 

mit den Anträgen, es sei die Zustimmung zum Änderungsgesuch der Plan-

genehmigung zu verweigern und es sei die FZAG zu verpflichten, eine Um-

weltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchzuführen und in dieser insbeson-

dere auch die an den Immissionspunkten in Rümlang auftretenden Spit-

zenpegel sowie deren Häufigkeit abends, nachts und zur ersten Morgen-

stunde auszuweisen; anschliessend sei das Plangenehmigungsgesuch 

neu zu beurteilen. Eventualiter sei die FZAG zu verpflichten, das Projektän-

derungsgesuch zu überarbeiten und weitergehende Massnahmen zur 

Emissionsminderung zu treffen.  

D.  

Am 23. Oktober 2019 reichte die FZAG ein weiteres Plangenehmigungs-

gesuch für Hochbauten (Hangars und Bürohaus; Projekt Nr. 19-02-012) in 

der Zone West ein. Gegen dieses Gesuch erhob unter anderem wiederum 

die Gemeinde Rümlang Einsprache, in welcher sie insbesondere die 

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Seite 4 

Durchführung einer vollständigen UVP oder eines gleichwertigen Verfah-

rens forderte.  

E.  

Mit Schreiben vom 5. Oktober 2021 teilte das BAZL der Gemeinde Rüm-

lang mit, es sei nach der Beurteilung des Plangenehmigungsgesuchs 

durch das BAFU zum Schluss gekommen, dass die Nutzungsänderung als 

wesentliche Änderung des genehmigten Projekts «Zone West» einzustu-

fen und deshalb einer UVP zu unterziehen sei. Im Anschluss an die Nach-

reichung des Umweltverträglichkeitsberichts (UVB) durch die FZAG wurde 

das Projekt vom 11. Oktober 2021 bis zum 9. November 2021 erneut in 

den amtlichen Publikationsorganen des Kantons und des Bundes öffentlich 

aufgelegt. Innerhalb dieser Frist gingen zahlreiche Einsprachen, unter an-

derem auch jene der Gemeinde Rümlang vom 9. November 2021, ein. Sie 

beantragte, es sei die Zustimmung zum Änderungsgesuch der Plangeneh-

migung zu verweigern und es sei der Umweltverträglichkeitsbericht als 

mangelhaft zurückzuweisen. Insbesondere habe der Bericht Angaben 

dazu zu liefern, welche Gesamtbelastung an ausgewählten Empfangs-

punkten im Siedlungsgebiet von Rümlang bei der Addition der beiden 

Lärmbelastungen resultiere, sowie welche und wie viele Spitzenpegel in 

L(A)_max sowohl des Flug- als auch des Industrie- und Gewerbelärmbe-

triebs gesamthaft sowie aus dem Ausbauvorhaben selbst resultierten. 

Eventualiter sei die FZAG zu verpflichten, das Gesuch betreffend Pro-

jektänderung zu überarbeiten und weitergehende Massnahmen zur Emis-

sionsminderung zu treffen. Insbesondere sei die Gesuchstellerin zu ver-

pflichten, folgende Massnahmen aufzunehmen: Weitergehende Massnah-

men zur Reduktion von Lärmemissionen während der Nachtzeit und den 

Tagesrandstunden; Anzahl der Abfertigungen zwischen 22:00 und 07:00 

Uhr dürfen 1,6 pro Monat (gemäss Plangenehmigung vom 2. Dezember 

2013) nicht übersteigen; zeitliche Betriebsbeschränkungen zwischen 22:00 

und 07:00 Uhr (Verbot des Rollens [self-in und self-out] aus eigener Kraft 

und Schleppen der Flugzeuge ohne APU [Auxiliary Power Units]; Ver-

bot/Reduktion von Lärmemissionen durch den Verkehr von Unterhalts- und 

Kontrollfahrzeugen); Errichtung von Schallschutzwänden, Schallschutz-

wällen oder anderen Massnahmen gegen die Lärmausbreitung rund um 

die Abfertigungsplätze; zusätzliche Massnahmen an den Einwirkungsorten 

auf Kosten der Einsprachegegnerin (Massnahmen am Gebäude wie 

Schalldämmlüfter oder Ähnliches insbesondere zum Schutz vor Aufwach-

reaktionen); Befristung der Abfertigungsplätze in der Zone West bis zum 

Ende der Bauarbeiten am Flughafenkopf.   

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Seite 5 

F.  

Am 2. Mai 2022 liess sich das BAFU zum Projektänderungsgesuch ver-

nehmen und beantragte darin, die FZAG habe ihre Ausführungen mit vor-

sorglichen Massnahmen gegen Lärm, beurteilt nach Anhang 6 der LSV, zu 

ergänzen.  

G.  

Mit Eingabe vom 24. Juni 2022 nahm die FZAG zu den Anträgen des BAFU 

Stellung und reichte den per 23. Juni 2022 ergänzten UVB ein.  

H.  

Das BAFU nahm am 9. August 2022 erneut Stellung und führte in Bezug 

auf die Lärmimmissionen aus, die FZAG sei mit ihrem Schreiben vom 

24. Juni 2022 und den Ergänzungen des UVB vom 23. Juni 2022 den ent-

sprechenden Anträgen nachgekommen. Mit den zusätzlichen Angaben zu 

den Betriebszahlen könnten die zulässigen Immissionen im Sinne der Vor-

gaben des Lärmschutzrechts so festgelegt werden, dass die Immissionen 

nach Anhang 6 der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; 

SR 814.41) in genügender Weise beschränkt werden könnten. In Anbe-

tracht der bereits aufgelisteten vorsorglichen Massnahmen und der ent-

sprechenden Erklärungen der FZAG seien keine weiteren vorsorglichen 

Massnahmen ersichtlich, die im Sinne des Vorsorgeprinzips beantragt wer-

den könnten.  

I.  

In ihren Schlussbemerkungen vom 9. Februar 2023 hielt die Gemeinde 

Rümlang an ihren Anträgen und ihrer Begründung fest.  

J.  

Am 9. November 2023 erteilte das UVEK die Plangenehmigung mit diver-

sen Auflagen, legte die zulässigen Lärmimmissionen für Industrie- und Ge-

werbelärm unter Verweis auf die in Tabelle 12 des Umweltverträglichkeits-

berichts vom 22. Juli 2021 bzw. 23. Juni 2022 ausgewiesenen Beurtei-

lungspegel fest und wies die weitergehenden Einsprachen ab. In der Be-

gründung hielt es insbesondere fest, zwischen dem Plangenehmigungsge-

such für Hochbauten (Hangars und Bürohaus) und der geplanten Nut-

zungsänderung auf den Abfertigungsplätzen bestehe kein funktionaler Zu-

sammenhang, weshalb es sich um unabhängige Vorhaben handle, die in 

zwei separaten Verfahren zu beurteilen seien. Die Projektänderung unter-

liege der Umweltverträglichkeitsprüfung. Entsprechend der Beurteilung 

des BAFU werde das Vorhaben in Bezug auf den Lärm als umwelt-

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Seite 6 

verträglich eingestuft. Unter Berücksichtigung der Auflagen erfülle das Vor-

haben die gesetzlichen Anforderungen betreffend Bau- und Betriebslärm. 

Die in Tabelle 12 des UVB ausgewiesenen Beurteilungspegel bildeten Teil 

des vorliegenden Entscheids und würden als zulässige Lärmimmissionen 

festgelegt. Überdies seien die in den eingereichten Berichten und Konzep-

ten, insbesondere die im UVB vom 24. Juni 2022, vorgesehenen Massnah-

men umzusetzen bzw. einzuhalten.  

K.  

Mit Eingabe vom 14. Dezember 2023 erhebt die Gemeinde Rümlang 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) gegen die Plangenehmigungsverfü-

gung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den folgenden An-

trägen: 

1. Die angefochtene Plangenehmigungsverfügung sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, das bewilligte Gesuch grundle-

gend zu überarbeiten und weitergehende Massnahmen zur Lärmemissi-

onsminderung zu treffen. Insbesondere sei die Beschwerdegegnerin dazu 

zu verpflichten, die folgenden Verbesserungen in das Projekt aufzuneh-

men:  

1.1 Weitergehende Massnahmen zur Reduktion von Lärmemissionen 

während der Nachtzeit und den Tagesstunden.  

1.2 Anzahl der Abfertigungen zwischen 22:00 und 07:00 Uhr dürfen 

1.6 pro Monat (gemäss Plangenehmigung vom 2. Dezember 2013) 

nicht übersteigen. 

1.3 Zeitliche Betriebsbeschränkungen zwischen 22:00 Uhr und 

07:00 Uhr (Verbot des Rollens [self-in und self-out] aus eigener 

Kraft und Schleppen der Flugzeuge ohne APU; Verbot / Reduktion 

von Lärmemissionen durch den Verkehr von Unterhalts- und Kon-

trollfahrzeugen). 

1.4 Errichtung von Schallschutzwänden, Schallschutzwällen oder ande-

ren Massnahmen gegen die Lärmausbreitung rund um die Abferti-

gungsplätze.  

1.5 Zusätzliche Massnahmen an den Einwirkungsorten auf Kosten der 

Beschwerdegegnerin (Massnahmen am Gebäude wie Schalldämm-

lüfter oder Ähnliches insbesondere zum Schutz vor Aufwachreakti-

onen). 

1.6 Befristung der Abfertigungsplätze in der Zone West bis zum Ende 

der Bauarbeiten am Flughafenkopf. 

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Seite 7 

2. Eventualiter sei die angefochtene Plangenehmigungsverfügung anzupas-

sen mit Auflagen und / oder Bedingungen gemäss Rechtsbegehren 

Ziff. 1.1 und 1.6. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerde-

gegnerin.  

Zur Begründung bringt sie vor, die Vorinstanz habe ihre Ausführungen im 

Plangenehmigungsverfahren weitgehend nicht behandelt, weshalb sie ihre 

ursprünglichen Argumente im Beschwerdeverfahren nochmals darlege. 

Das (neue) Plangenehmigungsgesuch sei als treuwidrig einzustufen, weil 

die FZAG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) im Zusammenhang mit der 

Plangenehmigung vom 2. Dezember 2013 zugesichert habe, dass die Ab-

stellflächen primär als Parkflächen dienen sollten. Zudem sei ihr damals in 

Aussicht gestellt worden, dass in der Zone West ein hohes Gebäude er-

stellt würde, durch das die Beschwerdeführerin vor Betriebslärm etwas ab-

geschirmt würde. Mit dem hier zur Beurteilung stehenden neuen Plange-

nehmigungsgesuch beabsichtige die Beschwerdegegnerin eine Nutzungs-

änderung mit unzähligen Abfertigungen, die im Widerspruch zu deren Zu-

sicherungen stehe. Dies sei nicht nur unzulässig, sondern auch rechts-

missbräuchlich. Bei einer 160-fachen Zunahme der Abfertigungen sei da-

von auszugehen, dass die Lärmbelastung grösser sei als dies die Berech-

nungen der Beschwerdegegnerin ergeben hätten. Darüber hinaus seien 

die negativen Auswirkungen der nächtlichen Immissionen und der Auf-

wachreaktionen im UVB ungenügend berücksichtigt worden. Im vorliegen-

den UVB fehle überdies die notwendige Beurteilung der Gesamtlärmbelas-

tung durch den Betrieb des Flughafens. Er enthalte keine Angaben zum 

Zusammenwirken von Flug- sowie Industrie- und Gewerbelärm. Der UVB 

müsse darüber hinaus auch Angaben darüber enthalten, welche und wie 

viele Spitzenpegel sowohl aus dem Flug- als auch dem Industrie- und Ge-

werbelärm resultierten. Zudem fehlten im UVB auch Angaben darüber, wel-

cher Anteil der Gesamtbelastung auf die ersten beiden Nachtstunden so-

wie – infolge des hinzutretenden Industrie- und Gewerbelärms – auf die 

fluglärmfreie Zeit zwischen 23:30 und 06:00 Uhr falle. Die Projektänderung 

sei als wesentliche Änderung einer bestehenden Anlage einzustufen. Die 

Lärmimmissionen seien deshalb so weit zu begrenzen, als dies technisch 

und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar sei. Die Beschwerdegeg-

nerin erbringe den Nachweis nicht, dass sämtliche technisch und betrieb-

lich möglichen und wirtschaftlich tragbaren Massnahmen getroffen worden 

seien. Abfertigungen während der Nachtzeit dürften weiterhin nicht respek-

tive nur im Umfang der Plangenehmigung vom 2. Dezember 2013 (1,6 Ab-

fertigungen pro Monat) stattfinden. Eine besonders wirksame Massnahme 

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Seite 8 

bestünde darin, die allenfalls nächtlich stattfindenden 240 Abfertigungen 

pro Monat nur mit der Auflage zu bewilligen, dass die Flugzeuge nicht aus 

eigener Kraft rollen dürften und wenn sie geschleppt würden, dann nicht 

mit laufender APU. Die Errichtung von Schallschutzwänden, Schallschutz-

wällen oder andere Massnahmen gegen die Lärmausbreitung rund um die 

Abfertigungsplätze seien ohne Weiteres technisch und betrieblich möglich 

wie auch wirtschaftlich tragbar. Es drängten sich zudem weitere Schall-

schutzmassnahmen an der Gebäudehülle der betroffenen Liegenschaften 

auf.  

L.  

Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 15. Januar 2024, 

die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Ergänzend 

führt sie aus, die Beschwerdeführerin leite ihre Legitimation aus der Flug-

lärmbelastung ab. Die hier zur Beurteilung stehende Nutzungsänderung 

habe allerdings keine Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung, weshalb 

die Beschwerdelegitimation nicht aus dieser Belastung abgeleitet werden 

dürfe. Die Beschwerdeführerin könne ihre Legitimation im Beschwerdever-

fahren sodann auch nicht aus der Betroffenheit der Grundeigentümer ab-

leiten, da es sich um kleine Minderheit handle. In ihren hoheitlichen Aufga-

ben sei sie nicht beeinträchtigt. Solange sie nicht nachweise, dass ihr ge-

hörende Grundstücke übermässigen Industrie- und Gewerbeimmissionen 

ausgesetzt seien, sei ihre Legitimation zu verneinen. In der angefochtenen 

Plangenehmigungsverfügung habe sie die als fraglich bezeichnete Legiti-

mation deshalb offenlassen können, weil mehrere private Einsprecher 

gleichlautende Einsprachen erhoben hätten, so dass sie ohnehin eine ma-

terielle Beurteilung habe vornehmen müssen. In materieller Hinsicht be-

stehe entgegen der Argumentation der Beschwerdeführerin kein Anspruch 

auf Massnahmen, die die Lärmbelastung auf ihrem Gebiet verringern oder 

kompensieren würden. Das BAFU habe im vorinstanzlichen Verfahren zu-

treffend begründet, weshalb die Immissionen des Industrie- und Gewerbe-

lärms nicht mit den Fluglärmimmissionen zusammengerechnet und ge-

meinsam beurteilt werden könnten.  

M.  

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2024 beantragt die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Zur Begründung führt sie aus, die relevanten zusätzlichen Lärmimmissio-

nen seien konkret räumlich eng begrenzt. Es sei deshalb nicht davon aus-

zugehen, dass ein Grossteil der Bevölkerung genügend betroffen sei, um 

eine Beschwerdebefugnis zu rechtfertigen. Weshalb ein Widerspruch zur 

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Seite 9 

Plangenehmigung vom 2. Dezember 2013 bestehen soll, sei entgegen der 

Argumentation der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich. Nicht nachvoll-

ziehbar seien sodann die Vorwürfe der «Salamitaktik» und des rechtsmiss-

bräuchlichen Verhaltens. Vorliegend stehe ein neues Plangenehmigungs-

gesuch zur Diskussion, das eigenständig zu beurteilen sei und zudem in 

einem zeitlichen Abstand von 10 Jahren gestellt worden sei. Konkret seien 

in den bewohnten Bereichen aufgrund des Vorhabens keine Immissions-

grenzwertüberschreitungen zu verzeichnen. Die Beschwerdeführerin lege 

auch nicht konkret dar, weshalb es bei den Lärmimmissionen in der Nacht 

zu ausgeprägten Spitzen kommen soll. Bei Betriebslärm fänden typischer-

weise keine raschen Lärmpegelveränderungen statt. Der Betriebslärm 

weise eine völlig andere Lärmcharakteristik sowie andere Beurteilungszei-

ten und -kriterien als der Fluglärm auf. Der Verweis auf die erste Tages-

stunde betreffend Fluglärm erweise sich von daher bereits als verfehlt. Wie 

das BAFU bestätige, sei der UVB nach den einschlägigen Vorgaben des 

Bundes erstellt worden. Die von der Beschwerdeführerin vorgenommene 

unreflektierte Vermischung verschiedener Lärmquellen und -arten sei un-

haltbar. Die Beschwerdeführerin vermöge nicht aufzuzeigen, inwiefern die 

von ihr geforderten weiteren Massnahmen überhaupt etwas bringen sollen. 

Das BAFU habe in seiner Stellungnahme vom 9. August 2022 deutlich auf-

gezeigt, dass keine weiteren Massnahmen angezeigt seien.  

N.  

In ihren Schlussbemerkungen vom 23. April 2024 hält die Beschwerdefüh-

rerin an ihren bisher gestellten Anträgen und ihrer Begründung fest. 

O.  

Auf die übrigen Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten befin-

denden Dokumente wird in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen, 

soweit sie entscheidwesentlich sind. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Bei der angefochtenen Plangenehmigung handelt es sich um eine Ver-

fügung im Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG; 

SR 172.021), die von einer Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d des Ver-

waltungsgerichtsgesetzes (VGG; SR 173.32) erlassen wurde. Da keine 

Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungs-

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Seite 10 

gericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 31 VGG und Art. 44 

VwVG).  

Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem 

VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).  

1.2  

1.2.1 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders 

berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung hat (Bst. c). Verlangt ist somit nebst der formellen Be-

schwer, dass der Beschwerdeführer über eine besondere Beziehungsnähe 

zur Streitsache verfügt und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung 

oder Abänderung der angefochtenen Verfügung zu ziehen vermag (mate-

rielle Beschwer; vgl. BGE 137 II 30 E. 2.2.2 und E. 2.2.3). 

1.2.2 Die Beschwerdeführerin hat sich als Einsprecherin am vorinstanzli-

chen Verfahren beteiligt (vgl. dazu Art. 37f Abs. 1 und Abs. 3 des Bundes-

gesetzes über die Luftfahrt vom 21. Dezember 1948 [LFG; SR 748.0]) und 

ist dort mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen. Sie ist daher formell be-

schwert.  

1.2.3  

1.2.3.1 In Bezug auf die Einsprachelegitimation hat die Vorinstanz in der 

angefochtenen Verfügung ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe keine 

weiteren Ausführungen zu ihrer Beschwerdebefugnis gemacht. Dass sie 

durch die spezifischen, vom vorliegenden Vorhaben ausgehenden Immis-

sionen in der Erfüllung ihrer hoheitlichen Aufgaben respektive als Liegen-

schaftseigentümerin unmittelbar betroffen wäre, lege sie nicht dar. Ihr 

scheine die Einsprachelegitimation fraglich. Nachdem die Einsprache der 

Beschwerdeführerin aber in anderen legitimen Einsprachen identisch sei 

und die Rügen ohnehin behandelt werden müssten, werde im Folgenden 

darauf eingegangen.  

1.2.3.2 Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber im Beschwerdever-

fahren geltend, sie sei als unmittelbare Nachbarin des Flughafens Zürich 

sowie der betroffenen Piste 10/28, welche darüber hinaus teilweise auf Ge-

meindegebiet liege (Grundstück Nr. 4100 westlich des Pistenkreuzes), so-

wie als Vertreterin der Einwohnerschaft mehr als jedermann von den 

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Seite 11 

Auswirkungen des Projekts (insbesondere Lärmimmissionen) betroffen. 

Auch werde ein Grossteil der Bevölkerung von der Nutzungsänderung be-

troffen sein, indem zusätzliche Lärmbelästigungen entstünden. Sie sei des-

halb für sich selbst und auch als Vertreterin der Bürgerinnen und Bürger 

beschwerdelegitimiert.  

1.2.3.3 Die Beschwerdegegnerin bestreitet dagegen die Beschwerdelegiti-

mation mit der Begründung, die Beschwerdeführerin lege nicht dar, welche 

Liegenschaften vom Bauvorhaben respektive vom späteren Betrieb betrof-

fen seien. Unklar sei auch, welcher Konnex zur Piste 10/28 bestehen soll. 

Die relevanten Lärmimmissionen seien räumlich eng begrenzt, weshalb 

auch nicht davon auszugehen sei, dass ein Grossteil der Bevölkerung ge-

nügend betroffen sei, um eine Beschwerdebefugnis zu rechtfertigen.  

1.2.3.4 Die Formulierung in Art. 48 Abs. 1 VwVG stimmt mit derjenigen 

in Art. 89 Abs. 1 BGG überein, weshalb auf die bundesgerichtliche Recht-

sprechung zur Legitimation vor Bundesgericht zurückgegriffen werden 

kann. Danach können sich Gemeinwesen auf das allgemeine Beschwer-

derecht berufen, wenn sie durch einen hoheitlichen Akt gleich oder ähnlich 

wie eine Privatperson (z.B. als Grundeigentümer) betroffen sind oder aber 

in spezifischer Weise in der Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe be-

troffen werden und nicht nur das Interesse an der richtigen Rechtsanwen-

dung geltend machen (BGE 147 II 227 E. 2.3.2; 146 I 195 E. 1.2.1; MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 2.87 ff.; RENÉ WIEDERKEHR, Die Beschwer-

debefugnis des Gemeinwesens nach Art. 89 Abs. 1 BGG, in: recht 2016, 

S. 80 f. m.w.H.).   

Insbesondere in umweltrechtlichen Angelegenheiten kann ein Gemeinwe-

sen in erforderlichem Mass betroffen sein, wenn es als Gebietskorporation 

öffentliche Anliegen wie namentlich den Schutz der Einwohner vor schäd-

lichen oder lästigen Immissionen vertritt. Massgebend ist dabei, ob einer-

seits vom Vorhaben bedeutende Emissionen ausgehen und ob anderseits 

die Gesamtheit oder ein Grossteil der Gemeindeinwohner davon tangiert 

ist (BGE 131 II 753 E. 4.3.3). In einem späteren Entscheid erachtete es 

das Bundesgericht als ausreichend, dass sich die Gemeinde für den 

Schutz einer «Vielzahl» von Bewohnern ihres Siedlungsgebietes einsetzt 

(Urteil des BGer 1C_27/2022 vom 20. April 2023 E. 1.2). Entsprechend 

erfordert die Beurteilung der Legitimation unter diesem Titel eine zumindest 

summarische Prüfung der konkret zu erwartenden Immissionen bezüglich 

der Einwohner des betreffenden Gemeinwesens (Urteile des BGer 

A-6957/2023 

Seite 12 

1C_271/2023 vom 11. November 2024 E. 5.2; 1C_183/2019 vom 17. Au-

gust 2020 E. 1.2; 1C_139/2017 vom 6. Februar 2018 E. 1.2; Urteile des 

BVGer A-215/2021 vom 21. März 2023 E. 1.3; A-2061/2021 vom 25. Ja-

nuar 2023 E. 1.2; RENÉ WIEDERKEHR/STEFAN EGGENSCHWILER, Die allge-

meine Beschwerdebefugnis Dritter, 2. Aufl. 2025, Rz. 253 m.w.H.). 

Als wichtiges Kriterium für die Beurteilung der besonderen Betroffenheit 

dient in der Praxis die räumliche Distanz zum umstrittenen Bauvorhaben, 

wobei es nicht auf abstrakt bestimmte Distanzwerte ankommt. Vielmehr 

sind Dritte grundsätzlich immer dann zur Beschwerde berechtigt, wenn sie 

mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit durch Immissionen (Lärm, 

Staub, Erschütterungen, Licht oder andere Einwirkungen), welche der Bau 

oder Betrieb einer geplanten Anlage hervorruft, betroffen sind (BGE 136 II 

281 E. 2.3.2 m.H.). Nur wenn eine summarische Prüfung ergibt, dass keine 

Einwirkungen zu befürchten sind, kann sich die Frage stellen, ob auf die 

Beschwerde überhaupt einzutreten ist. Andernfalls bleibt die Frage nach 

der Zulässigkeit der behaupteten Einwirkungen Gegenstand der materiel-

len Prüfung, wobei eine kaum mehr zu begrenzende Öffnung des Be-

schwerderechts hin zu einer Popularbeschwerde zu vermeiden ist (Urteile 

des BGer 1C_395/2012 vom 23. April 2013 E. 2.3 und 1C_372/ 2009 E. 1.2 

m.H.; Urteile des BVGer A-709/2016 vom 23. November 2017 E. 1.2.1; A-

2415/2016 vom 16. Oktober 2017 E. 1.2.4; A-1577/2012 vom 27. März 

2013 E. 1.3.1). Bei Lärm, der durch eine Anlage oder deren Zubringerver-

kehr verursacht wird, bejaht das Bundesgericht die Legitimation, wenn die 

Zunahme deutlich wahrnehmbar ist; dies wird anhand von qualitativen (Art 

des Verkehrsgeräuschs) und quantitativen Kriterien (Erhöhung des Lärm-

pegels) beurteilt (vgl. BGE 140 II 214 E. 2.3; Urteil des BGer 1C_84/2024 

vom 20. Dezember 2024 E. 3.3).  

Der Projektperimeter liegt zu einem grossen Teil auf dem Gemeindegebiet 

der Beschwerdeführerin (Grundstücke Nrn. 4075 und 4100), und die Nut-

zungsänderung führt vorliegend – hauptsächlich als Folge der vermehrten 

Abfertigungen von Flugzeugen (42 pro Tag anstelle von 8 pro Monat) – an 

verschiedenen Immissionspunkten (15 bis 19) zu einer wahrnehmbaren 

Zunahme der Betriebslärmbelastung von bis zu 6 dB (A) im Vergleich zum 

Ausgangszustand (UVB, S. 26–29, vgl. insbesondere auch die Differenz-

darstellung gemäss Abbildung 9). Die summarische Prüfung ergibt, dass 

mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vielzahl der Einwohner der Beschwer-

deführerin von Lärmimmissionen der Nutzungsänderung betroffen ist. Die 

Legitimation ist deshalb unter diesem Aspekt zu bejahen (vgl. zur Legitima-

tion der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit Lärmimmissionen bei 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22summarische+Pr%FCfung+der+konkret+zu+erwartenden+Immissionen%22&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-II-214%3Ade&number_of_ranks=0#page214

A-6957/2023 

Seite 13 

der Sanierung der Piste 10-28: Urteil des BVGer A-1625/2018 vom 4. Ja-

nuar 2019 E. 1.2.6). Die Frage nach der Zulässigkeit der Immissionen 

bleibt Gegenstand der materiellen Prüfung. Die Beschwerdeführerin ist 

demnach zur Beschwerde legitimiert.  

1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 50 und 52 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechts-

verletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Ermes-

sensausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG).  

Es auferlegt sich allerdings namentlich dann eine gewisse Zurückhaltung, 

wenn die zu überprüfende Verfügung die Beurteilung von Fachfragen 

durch die sachkundige Vorinstanz voraussetzt und deren Entscheid mit 

Amtsberichten respektive Stellungnahmen von Fachstellen des Bundes 

übereinstimmt. In solchen Fällen weicht es nicht ohne Not bzw. zwingen-

den Grund von der Auffassung der Vorinstanz ab. Voraussetzung dafür ist 

allerdings, dass keine Anhaltspunkte für eine unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des Sachverhalts bestehen und die Vorinstanz alle für 

den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte prüfte bzw. alle berührten In-

teressen ermittelte und beurteilte, sich von sachgerechten Erwägungen lei-

ten liess und ihre Abklärungen sorgfältig und umfassend vornahm. Was 

insbesondere Amtsberichte und Stellungnahmen von Fachstellen des Bun-

des betrifft, so überprüft das Bundesverwaltungsgericht diese nur dann in-

haltlich und weicht bei der Prüfung naturwissenschaftlicher und techni-

scher Fragen nur dann davon ab, wenn stichhaltige Gründe, etwa offen-

sichtliche Mängel oder innere Widersprüche, dafür vorliegen (zum Ganzen 

Urteil des BGer 1C_544/2008 vom 27. August 2009 E. 8.6; Urteile des 

BVGer A-6544/2016 vom 1. Mai 2017 E. 2 und A-6015/2015 vom 10. Ja-

nuar 2017 E. 5, je m.w.H.; ferner Urteil des BVGer A-321/2016 vom 31. Ja-

nuar 2017 E. 2.3 m.w.H.). 

3.  

Am 11. August 2021 verabschiedete der Bundesrat das angepasste SIL-

Objektblatt des Flughafens Zürich als Teil der 16. Objektblatt-Serie. In Be-

zug auf die Umschreibung des Bedarfs an zusätzlichen Flächen für Flug-

hafenanlagen wird darin weiterhin auf die (allfällige) Verlängerung der 

A-6957/2023 

Seite 14 

Pisten 28 und 32 sowie die damit verbundene Verlegung der Bauten und 

Anlagen der General Aviation auf die Westseite des Flughafens, den Flä-

chenbedarf im Bereich der Tore durch die Einführung der EU-Sicherheits-

vorschriften, den Flächenbedarf im Bereich der Passagierabfertigung 

durch die Umsetzung des Schengener Abkommens, den Flächenbedarf für 

die Pflichtlagerhaltung von Flugtreibstoffen sowie den Flächenbedarf für 

die Behandlung des Regenabwassers (Retentionsfilterbecken) verwiesen. 

Aufgeführt ist darüber hinaus die Erweiterung des Rollwegsystems am öst-

lichen Ende der Piste 28 und entlang der Piste 14 (Erläuterungsbericht zum 

Objektblatt der 16. Serie, S. 27 f.; < www.bazl.admin.ch > Infrastruktur > 

Flugplätze generell > Landesflughäfen > Flughafen Zürich > SIL-Prozess 

Flughafen Zürich > SIL Objektblatt 2021 > Gesamtbericht 16. Serie, abge-

rufen am 25.03.2025).  

3.1 Bauten und Anlagen, die ganz oder überwiegend dem Betrieb eines 

Flugplatzes dienen (Flugplatzanlagen), dürfen nur mit einer Plangenehmi-

gung erstellt oder geändert werden (Art. 37 Abs. 1 LFG). Als solche gelten 

auch die mit der Anlage oder dem Betrieb zusammenhängenden Erschlies-

sungsanlagen und Installationsplätze. Genehmigungsbehörde ist bei Flug-

häfen das UVEK (Art. 37 Abs. 2 Bst. a LFG). Mit der Plangenehmigung 

werden sämtliche nach Bundesrecht erforderlichen Bewilligungen erteilt 

(Art. 37 Abs. 3 LFG). Die Plangenehmigung für Vorhaben, die sich erheb-

lich auf Raum und Umwelt auswirken, setzt grundsätzlich einen Sachplan 

voraus (Art. 37 Abs. 5 LFG). Art. 27d Abs. 1 der Verordnung vom 23. No-

vember 1994 über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL; SR 748.131.1) be-

stimmt, dass die Plangenehmigung erteilt wird, wenn das Projekt die Fest-

legungen des Sachplans einhält (Bst. a) und die Anforderungen nach Bun-

desrecht erfüllt, namentlich die luftfahrtspezifischen und technischen An-

forderungen sowie die Anforderungen der Raumplanung, des Umwelt-, Na-

tur- und Heimatschutzes (Bst. b).   

3.2 Der Bund erarbeitet die Grundlagen, um seine raumwirksamen Aufga-

ben erfüllen zu können; er erstellt die nötigen Konzepte und Sachpläne 

(Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 

1979 [RPG; SR 700]). Diese Bestimmung wird in den Art. 14 bis 23 der 

Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) näher aus-

geführt. Nach Art. 15 Abs. 3 RPV darf ein konkretes Vorhaben im Sachplan 

erst festgesetzt werden, wenn ein Bedarf dafür besteht (Bst. a), eine Prü-

fung von Alternativstandorten stattgefunden hat und das Vorhaben auf den 

betreffenden Standort angewiesen ist (Bst. b), sich die wesentlichen Aus-

wirkungen des Vorhabens auf Raum und Umwelt in einer der Planungs-

A-6957/2023 

Seite 15 

stufe entsprechenden Weise beurteilen lassen (Bst. c) und das Vorhaben 

mit der massgeblichen Gesetzgebung voraussichtlich vereinbar ist (Bst. d). 

Gemäss Art. 22 Abs. 1 RPV ist ein Sachplan für die Behörden verbindlich. 

Eine Festsetzung bindet die Behörden insoweit, als sich die damit verbun-

denen Auswirkungen auf Raum und Umwelt anhand der Sachplangrund-

lagen und des Standes der Planungen von Bund und Kantonen im Zeit-

punkt der Festsetzung beurteilen lassen (Art. 22 Abs. 3 RPV). Auch der 

Umsetzungsteil bzw. die Objektblätter, die für die einzelnen Objekte räum-

lich konkrete Angaben machen, sind für die Behörden verbindlich (JEANNE-

RAT/BÜHLMANN, in: Praxiskommentar RPG: Richt- und Sachplanung, Inte-

ressenabwägung, 2019, N. 77 zu Art. 13 RPG).  

Beim SIL handelt es sich um einen Sachplan im Sinne von Art. 13 

RPG (vgl. Art. 2 Bst. g VIL). Der SIL legt die Ziele und Vorgaben für die 

Infrastruktur der Zivilluftfahrt der Schweiz für die Behörden verbindlich fest 

(Art. 3a Abs. 1 VIL). Er besteht aus zwei Teilen, dem Konzept- und dem 

Objektteil. Der Konzeptteil enthält generelle Ziele und Vorgaben zur Infra-

struktur der schweizerischen Zivilluftfahrt. Er legt das Gesamtnetz mit den 

Standorten und den Funktionen der einzelnen Flugplätze fest. Der Objekt-

teil konkretisiert die Vorgaben aus dem Konzeptteil für die einzelnen Flug-

plätze. In den einzelnen Objektblättern werden für jeden Flugplatz der 

Zweck, das beanspruchte Areal, die Grundzüge der Nutzung, die Er-

schliessung sowie die Rahmenbedingungen zum Betrieb festgelegt. Zudem 

werden die Auswirkungen auf Raum und Umwelt aufgezeigt (Art. 3a Abs. 2 

VIL; vgl. dazu auch ADRIAN WALPEN, Bau und Betrieb von zivilen Flughä-

fen, 2005, S. 113 f. und 135 f.; vgl. zum Verfahren im Einzelnen Art. 37a–i 

LFG; Art. 27a–h VIL).  

3.3 Gemäss Art. 8 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz vom 

7. Oktober 1983 (USG; SR 814.01) werden Einwirkungen sowohl einzeln 

als auch gesamthaft und nach ihrem Zusammenwirken beurteilt. Bevor 

eine Behörde über die Planung, Errichtung oder Änderung von Anlagen 

entscheidet, prüft sie möglichst frühzeitig die Umweltverträglichkeit 

(Art. 10a Abs. 1 USG). Wer eine Anlage, die der Umweltverträglichkeits-

prüfung untersteht, planen, errichten oder ändern will, muss der zuständi-

gen Behörde einen Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) unterbreiten. Die-

ser bildet die Grundlage der Umweltverträglichkeitsprüfung (Art. 10b Abs. 1 

USG). Der Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegt insbesondere die Än-

derung von Flugplatzanlagen, wenn diese wesentliche Umbauten, Erwei-

terungen oder Betriebsänderungen betrifft und über die Änderung in einem 

Verfahren entschieden wird, das bei neuen Anlagen für die Prüfung 

A-6957/2023 

Seite 16 

massgeblich ist (Art. 2 Abs. 1 Bst. a und b i.V.m. Anhang Ziff. 14.1 der Ver-

ordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung; UVPV; SR 814.011).  

Nach Art. 10b Abs. 2 Satz 1 USG muss der Umweltverträglichkeitsbericht 

alle Angaben enthalten, die zur Prüfung des betroffenen Vorhabens nach 

den Vorschriften über den Schutz der Umwelt nötig sind. Dazu zählen ins-

besondere sämtliche Angaben, welche die zuständige Behörde benötigt, 

um das Projekt auf die Konformität mit den Vorschriften über den Schutz 

der Umwelt prüfen zu können (vgl. Art. 9 UVPV). Die Umweltschutzfach-

stellen beurteilen den Bericht und beantragen der für den Entscheid zu-

ständigen Behörde die zu treffenden Massnahmen (Art. 10c Abs. 1 USG).  

Nach der Rechtsprechung kann ausnahmsweise auf die Vervollständigung 

einer (mangelhaften) UVP verzichtet werden, wenn die vorgenommenen 

Sachverhaltsabklärungen materiell genügen, um die Vereinbarkeit des Vor-

habens mit den Umweltschutzvorschriften beurteilen zu können. Immerhin 

ist eine derartige Ausnahmesituation nicht leichthin anzunehmen. Auch bei 

einem nachträglichen Verzicht auf die Vervollständigung einer UVP muss 

Gewähr geboten sein, dass der Massstab einer im Ergebnis umfassenden 

und korrekten Ermittlung des umweltrechtlich relevanten Sachverhalts 

durch Fachpersonen nicht unterschritten wird (vgl. BGE 133 II 169 E. 2.2 

S. 172 f. m.w.H.; Urteil des BGer 1C_662/2017 vom 14. Mai 2019 E. 3.4).  

3.4 Das Umweltschutzgesetz bezweckt den Schutz der Menschen, Tiere 

und Pflanzen gegen schädliche und lästige Einwirkungen (Art. 1 Abs. 1 

USG). Zu solchen Einwirkungen gehören unter anderem Lärmimmissio-

nen, die durch den Bau und Betrieb von Anlagen erzeugt werden (Art. 7 

Abs. 1 USG). Das USG unterscheidet neue, geänderte und bestehende, 

ortsfeste Anlagen. Neue Anlagen dürfen nur errichtet werden, wenn die 

durch diese Anlagen allein erzeugten Lärmimmissionen, vorbehältlich Er-

leichterungen, die Planungswerte in der Umgebung nicht überschreiten 

(Art. 25 USG). Für Altanlagen sieht Art. 18 Abs. 1 USG vor, dass sanie-

rungsbedürftige Anlagen nur umgebaut oder erweitert werden dürfen, 

wenn sie gleichzeitig saniert werden. Art. 8 LSV konkretisiert Art. 18 USG 

und unterscheidet dabei wesentliche und unwesentliche Änderungen: Un-

wesentliche Änderungen oder Erweiterungen lösen keine Sanierungs-

pflicht für die bestehenden Anlageteile aus. Gemäss Art. 8 Abs. 1 LSV müs-

sen die Lärmimmissionen in diesen Fällen soweit begrenzt werden, als dies 

technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (vgl. Art. 8 

Abs. 1 LSV). Anders als bei Neuanlagen (Art. 25 Abs. 1 USG) müssen die 

Lärmimmissionen wesentlich geänderter oder erweiterter Anlagen nicht die 

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Seite 17 

Planungswerte, sondern die Immissionsgrenzwerte einhalten. Diese Rege-

lung wurde von Rechtsprechung und Literatur insofern ergänzt, als in be-

stimmten Fällen eine vollständige Gleichstellung mit Neubauten geboten 

ist, das heisst die Planungswerte gelten. Dies ist der Fall, wenn eine be-

stehende ortsfeste Anlage in konstruktiver oder funktionaler Beziehung so 

weit verändert wird, dass der weiterbestehende Teil der Anlage von gerin-

gerer Bedeutung erscheint als der erneuerte Teil (BGE 125 II 643 E. 17a 

S. 670; 115 Ib 456 E. 5a; sog. übergewichtige bzw. neubauähnliche Erwei-

terung). Gleiches gilt bei einer vollständigen Zweckänderung (Art. 2 Abs. 2 

LSV). Die Lärmimmissionen wesentlich geänderter oder erweiterter Anla-

gen müssen die Immissionsgrenzwerte einhalten (vgl. Art. 8 Abs. 2 LSV). 

Als wesentliche Änderungen gelten nach Art. 8 Abs. 3 LSV Umbauten, Er-

weiterungen und vom Inhaber der Anlage verursachte Änderungen des Be-

triebs, wenn zu erwarten ist, dass die Anlage selbst oder die Mehrbean-

spruchung bestehender Verkehrsanlagen wahrnehmbar stärkere Lärmim-

missionen erzeugen (Satz 1). Der Wiederaufbau von Anlagen gilt in jedem 

Fall als wesentliche Änderung (Satz 2). Nach bundesgerichtlicher Recht-

sprechung kann eine Änderung auch aufgrund anderer Kriterien, wie des 

Umfangs der baulichen Massnahmen und der Kosten, als wesentlich ein-

gestuft werden (BGE 141 II 483 E. 4.6; vgl. zum Ganzen Urteil des BGer 

1C_104/2017 vom 25. Juni 2018 E. 6.3 f.; ALIG/SCHÄRMELI, Die Beurteilung 

geänderter Altanlagen aus lärmschutzrechtlicher Sicht, Umweltrecht in der 

Praxis [URP] 2019/3, S. 195 ff., ROBERT WOLF, in: Vereinigung für Umwelt-

recht/Keller [Hrsg.], Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2004, 

Stand 2000, N. 47 zu Art. 25 USG [nachfolgend: Kommentar USG]). 

3.5 Gemäss Art. 11 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 1 Abs. 2 USG sind Emissionen 

im Rahmen der Vorsorge durch Massnahmen an der Quelle so weit zu be-

grenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich trag-

bar ist (vorsorgliche Emissionsbegrenzung). Gemäss Art. 11 Abs. 3 USG 

werden die Emissionsbegrenzungen verschärft, wenn feststeht oder zu er-

warten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden 

Umweltbelastung schädlich oder lästig werden (verschärfte Emissionsbe-

grenzung). Für die Beurteilung der schädlichen oder lästigen Einwirkungen 

legt der Bundesrat durch Verordnung Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 

Abs. 1 USG). Das Vorsorgeprinzip bedeutet nicht, dass sämtliche denkba-

ren Risiken vermieden werden, sondern dass ein vernünftiges Verhältnis 

zwischen den für die Sanierung aufgewendeten Mitteln und den damit ver-

miedenen Risiken angestrebt wird (BGE 131 II 431 E. 4.1 m.w.H.; BEATRICE 

WAGNER PFEIFER, Umweltrecht, 2017, Rz. 52).  

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%2B%22115+Ib+456%22+%2B%22Art.+2+Abs.+2+LSV%22&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-643%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page643

A-6957/2023 

Seite 18 

Die Einhaltung der Planungswerte belegt nicht ohne Weiteres, dass alle 

erforderlichen vorsorglichen Emissionsbegrenzungen gemäss Art. 11 

Abs. 2 USG getroffen worden sind. Ein Vorhaben vermag somit vor der 

Umweltschutzgesetzgebung nicht schon deswegen zu bestehen, weil es 

die einschlägigen Belastungsgrenzwerte einhält. Vielmehr ist im Einzelfall 

anhand der in Art. 11 Abs. 2 USG bzw. Art. 7 Abs. 1 Bst. a LSV genannten 

Kriterien zu prüfen, ob die Vorsorge weitergehende Beschränkungen erfor-

dert (zum Ganzen: BGE 141 II 476 E. 3.2 S. 479 f.; 124 II 517E. 4b S. 521 

f.). Solche weitergehenden Massnahmen müssen jedoch verhältnismässig 

sein; dies setzt in der Regel voraus, mit relativ geringem Aufwand eine we-

sentliche zusätzliche Reduktion der Emissionen erreicht werden kann 

(BGE 127 II 306 E. 8 S. 318; Urteile des BGer 1C_139/2020 vom 26. Au-

gust 2021 E. 3.2; 1C_283/2016 vom 11. Januar 2017 E. 6.3; je m.w.H.). 

Massnahmen zur Emissionsbegrenzung dürfen folglich nur angeordnet 

werden, wenn sie verhältnismässig sind. Der Verfassungsgrundsatz der 

Verhältnismässigkeit gilt jedoch durchwegs, also auch im Zusammenhang 

mit Massnahmen der verschärften Emissionsbegrenzung. Sind die Immis-

sionsgrenzwerte überschritten, verschiebt sich allerdings der Beurteilungs-

massstab, so dass auch einschneidende Massnahmen verhältnismässig 

sein können (vgl. GRIFFEL/RAUSCH, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 

Ergänzungsband zur 2. Aufl. 2011, N. 25 zu Art. 11 USG m.w.H.; DANIELA 

A. THURNHERR, Vorsorgeprinzip, Verpflichtungen und Grenzen für die Ver-

waltung und weitere staatliche Akteure, Gutachten im Auftrag des BAFU, 

2020, insbesondere S. 12 ff. und S. 45 ff.; < www.bafu.admin.ch > Themen 

> Umweltrecht > Publikationen und Studien > Rechtsgutachten > Allgemei-

nes und Übergeordnetes, abgerufen am 25.03.202).  

3.6 Die Ermittlung, Beurteilung und Kontrolle der Aussenlärmimmissionen 

ortsfester Anlagen ist auf Verordnungsstufe in den Art. 36 ff. LSV geregelt. 

Gemäss Art. 36 Abs. 1 LSV ermittelt die Vollzugsbehörde die Aussenlärm-

immissionen ortsfester Anlagen oder ordnet deren Ermittlung an, wenn sie 

Grund zu der Annahme hat, dass die massgebenden Belastungsgrenz-

werte überschritten sind oder ihre Überschreitung zu erwarten ist (Ermitt-

lungspflicht). Die Frage, ob Grund zur Annahme besteht, die Belastungs-

grenzwerte seien überschritten, verlangt nach einer vorwegnehmenden 

Würdigung der Lärmsituation, wobei an die Wahrscheinlichkeit grundsätz-

lich keine hohen Anforderungen gestellt werden dürfen. Erscheint eine 

Überschreitung möglich, ist die Vollzugsbehörde (im Rahmen eines Bewil-

ligungs- oder Genehmigungsverfahrens) zur Durchführung eines Beweis- 

und Ermittlungsverfahrens nach den Art. 36 ff. LSV und den Anhängen 2-7 

http://www.bafu.admin.ch/

A-6957/2023 

Seite 19 

LSV verpflichtet (Urteil des BVGer A-7248/2014 vom 27. Juni 2016 

E. 9.4.2.1 m.w.H.). Die Behörde berücksichtigt dabei die Zu- oder Ab-

nahme der Lärmimmissionen, die zu erwarten ist wegen der Errichtung, 

Änderung oder Sanierung ortsfester Anlagen, insbesondere, wenn ent-

sprechende Projekte im Zeitpunkt der Ermittlung bereits bewilligt oder öf-

fentlich aufgelegt worden sind (Art. 36 Abs. 2 Bst. a LSV). Zu ermitteln ist 

somit die (voraussichtliche) tatsächliche Lärmbelastung. Bei Strassen, Ei-

senbahnanlagen, Flugplätzen und militärischen Waffen-, Schiess- und 

Übungsplätzen hält die Vollzugsbehörde die nach Art. 36 ermittelten Lärm-

immissionen in je einem Kataster fest (Lärmbelastungskataster; Art. 37 

Abs. 1 LSV). Die Vollzugsbehörde hält in ihrem Entscheid über die Erstel-

lung, Änderung oder Sanierung einer Anlage die zulässigen Lärmimmissi-

onen fest (Art. 37a Abs. 1 LSV). Das BAFU kann Empfehlungen für eine 

vergleichbare Erfassung und Darstellung der in diesen Entscheiden fest-

gehaltenen Lärmimmissionen erlassen (Art. 37a Abs. 3 LSV).  

Die Art der Ermittlung ist in Art. 38 LSV festgehalten. Demnach werden  

Lärmimmissionen als Beurteilungspegel Lr oder als Maximalpegel Lmax an-

hand von Berechnungen oder Messungen ermittelt (Abs. 1; vgl. für den 

Fluglärm: Art. 38 Abs. 2 LSV; BVGE 2021 II/1 E. 26.2). Bei Gebäuden sind 

die Lärmimmissionen in der Mitte der offenen Fenster lärmempfindlicher 

Räume zu ermitteln (Art. 39 Abs. 1 LSV; vgl. dazu auch BGE 142 II 100 

E. 4.7; ALAIN GRIFFEL, Umweltrecht in a nutshell, 3. Aufl. 2023, S. 140 f.).  

Die Vollzugsbehörde beurteilt die ermittelten Lärmimmissionen ortsfester 

Anlagen anhand der Belastungsgrenzwerte nach den Anhängen 3 ff. zur 

LSV (Art. 40 Abs. 1 LSV). Der Lärm von Reparaturwerkstätten, Unterhalts-

betrieben und ähnlichen Betriebsanlagen auf zivilen Flugplätzen wird dem 

Lärm von Industrie- und Gewerbeanlagen gleichgestellt (Ziff. 1 Abs. 5 An-

hangs 5 zur LSV). Anhang 6 der LSV regelt sodann die Belastungsgrenz-

werte für den Industrie- und Gewerbelärm. Ebenso wird auch der Lärm des 

Rollverkehrs der Flugzeuge zu und von der Startbahn dem Industrie- und 

Gewerbelärm gleichgestellt (BAFU [Hrsg.] 2021: Leitfaden Fluglärm, Vor-

gaben für die Lärmermittlung, Bundesamt für Umwelt, Bern, Umwelt-Voll-

zug Nr. 1625: 36, [nachfolgend: Leitfaden Fluglärm], Ziff. 1.2, S. 11; 

< www.bafu.admin.ch/uv-1625-d >, abgerufen am 25.03.2025). Massge-

blich sind demnach die Belastungsgrenzwerte gemäss Ziff. 2 des An-

hangs 6 LSV:  

Die geltenden Belastungsgrenzwerte müssen grundsätzlich während der 

gesamten Betriebsdauer einer Anlage eingehalten werden. Entsprechend 

http://www.bafu.admin.ch/

A-6957/2023 

Seite 20 

verpflichtet Art. 37a Abs. 1 LSV die Vollzugsbehörde, in ihrem Entscheid 

über die Erstellung, Änderung oder Sanierung einer Anlage die zulässigen 

Lärmimmissionen festzulegen. Sie stützt sich bei der Festlegung auf die 

gemäss Art. 36 LSV für den zugelassenen Betrieb einer Anlage ermittelte 

Lärmbelastung. Mit der Festlegung wird festgehalten, in welchem Mass 

eine Anlage Lärm verursachen darf und inwieweit dem Anlageninhaber 

eine Abweichung von den Lärmgrenzwerten und somit Erleichterungen zu-

gestanden wird. Jedenfalls indirekt wird damit auch der zulässige Rahmen 

der betrieblichen Entwicklung festgelegt (Urteil des BVGer A-1936/2006 

vom 10. Dezember 2009 E. 51.3). Wird das festgelegte Immissionsmass 

überschritten, so stellt dies eine Abweichung von der bewilligten Nutzung 

der Anlage dar und die Vollzugsbehörde ist zur Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustands verpflichtet. Dies gilt jedenfalls, wenn die (tat-

sächlichen) Lärmimmissionen der Anlage auf Dauer wesentlich von den im 

Entscheid festgehaltenen Immissionen abweichen (Art. 37a Abs. 2 LSV); 

eine Bewilligung für lärmige Anlagen ergeht somit unter dem ausdrückli-

chen oder impliziten Vorbehalt einer späteren Ergänzung der Massnahmen 

zur Emissionsbegrenzung, sofern sich die angeordneten Massnahmen als 

ungenügend erweisen. Die Vollzugsbehörde trifft somit gemäss Art. 37a 

LSV auf der Grundlage der von ihr festgelegten zulässigen Lärmimmissio-

nen eine Kontrollpflicht (Urteil des BGer 1C_63/2019 vom 29. Januar 2020 

E. 5.2 m.H.; Urteil des BVGer A-1088/2018 vom 16. Oktober 2019 

E. 11.2.3 m.H.). 

4.  

Im Streit liegen ausschliesslich die durch die Projektänderung bedingten 

Lärmimmissionen. Nicht umstritten sind insbesondere die Umweltbereiche 

der Luftreinhaltung, des Gewässer-, Boden- sowie des Natur- und Heimat-

schutzes. Die Parteien sind sich dabei einig, dass die Erweiterung der Nut-

zung um fünf zusätzliche Standplätze (mit elektrischer Energieversorgung) 

einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegt. Nicht bestritten ist auch die 

Feststellung der Vorinstanz, dass zwischen den beiden Projekten für das 

Hochbauvorhaben (Sachverhalt, Bst. D hiervor) und der Nutzungsände-

rung für die Abfertigungsplätze kein funktionaler Zusammenhang besteht 

(vgl. dazu vgl. BGE 146 II 36 E. 3.4; 142 II 20 E. 3.1 S. 25 f. m.H.). Nicht 

Gegenstand der vorliegenden Beurteilung sind überdies Massnahmen im 

Zusammenhang mit dem Schutzkonzept Süd Phase 2, welche die Flug-

lärmbelastung betreffen (vgl. dazu Urteil des BVGer A-844/2021 vom 

18. April 2023 [Schutzkonzept Süd Phase 2]; Urteil des BGer 1C_271/2023 

vom 11. November 2024; Teilurteil des BVGer A-7837/2024 vom 11. März 

2025).   

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22146+II+36%22+%2BUVP&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-II-20%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page20

A-6957/2023 

Seite 21 

5.   

Die Erteilung der Plangenehmigung setzt zunächst voraus, dass das Pro-

jekt den Zielen und Vorgaben des SIL entspricht (Art. 27d Abs. 1 VIL). Am 

11. August 2021 hat der Bundesrat das SIL-Objektblatt als Teil der 16. Ob-

jektblatt-Serie verabschiedet. Wie einleitend (Sachverhalt, Bst. A hiervor) 

bereits ausgeführt, liegt der Bedarf an zusätzlichen Flächen für Flughafen-

anlagen zum einen in der prognostizierten Steigerung des Verkehrsauf-

kommens (höhere Passagierzahlen) begründet; zum andern ergibt sich der 

Mehrbedarf auch aus der Verlängerung der Pisten 28 und 32 sowie der 

damit verbundenen Verlegung der Bauten und Anlagen der General Avia-

tion auf die Westseite des Flughafens. Für Vorfelderweiterungen sind im 

SIL entsprechende Flächen explizit bezeichnet und vorgesehen (SIL der 

16. Serie, S. 14, 27 f. und 43 [Karte 4, Ziff. 5]). Diese konkrete räumliche 

Vorgabe ist für die Behörden verbindlich. Die hier zur Diskussion stehende 

Nutzungserweiterung steht folglich im Einklang mit den Vorgaben des 

Sachplans (vgl. zum Ermessens- und Beurteilungsspielraum des Bundes-

rates im Rahmen der Sachplanung: BGE 139 II 499 E. 4.1; Urteil des BGer 

1C_662/2017 vom 14. Mai 2019 E. 2.2; Urteil des BVGer A-2415/2016 vom 

16. Oktober 2017 E. 4.2; JEANNERAT/MOOR, in: Aemisegger et al. [Hrsg.], 

Praxiskommentar RPG, Richt- und Sachplanung, Interessenabwägung, 

2019, Art. 13 N. 103). 

6.  

Zu prüfen ist im Weiteren, ob die Nutzungsänderung die Anforderungen 

nach Bundesrecht, insbesondere jene des USG und der LSV, einhält 

(Art. 27d Abs. 1 VIL).  

6.1 Vorliegend ist unbestritten, dass das Umnutzungsprojekt als wesentli-

che (nicht aber neubauähnliche) Änderung einer bestehenden Anlage ein-

zustufen ist, weshalb die Lärmimmissionen nach Art. 8 Abs. 2 LSV soweit 

zu begrenzen sind, dass die Immissionsgrenzwerte nicht überschritten 

werden. Unbestritten ist überdies, dass der gesamte Flughafen aufgrund 

der bestehenden Fluglärmbelastung als sanierungsbedürftige Anlage im 

Sinne von Art. 16 USG gilt, die nur erweitert oder geändert werden darf, 

wenn sie gleichzeitig saniert wird (Art. 18 Abs. 1 USG). Die ausschliesslich 

durch Fluglärmmissionen verursachte Belastung des Gemeindegebietes 

der Beschwerdeführerin respektive dadurch bedingte Sanierungsmass-

nahmen sind nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung und des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. zur Sanierungspflicht in Bezug auf 

den Fluglärm BGE 124 II 293 E. 16a, 16b und 17 [Rahmenkonzession für 

den Ausbau des Flughafens Zürich]; 137 II 58 E. 5.1 [vorläufiges 

A-6957/2023 

Seite 22 

Betriebsreglement für den Flughafen Zürich]). Laufende Sanierungsmass-

nahmen im Zusammenhang mit dem Fluglärm stehen der hier zur Diskus-

sion stehenden Nutzungserweiterung nicht entgegen (vgl. dazu Urteil des 

BGer 1C_662/2017 vom 14. Mai 2019 E. 3.5).  

6.2 Der UVB vom 22. Juli 2021/23. Juni 2022 hält fest, dass die Beurteilung 

des Betriebslärmes anhand der Belastungsgrenzwerte für Industrie- und 

Gewerbelärm gemäss Anhang 6 erfolge. Als Berechnungsperimeter wurde 

eine Fläche von 42 km2 festgelegt (Abbildungen 6 ff., S. 25 ff.). Für die 

Beurteilung der Betriebslärmimmissionen wurden folgende Lärmimmissio-

nen berücksichtigt: 1. Anlagen der Industrie: Stromaggregate (Ground 

Power Units), Triebwerksprobeläufe (Standard-Standläufe); 2. Güterum-

schlag: Abfertigungsgerätschaften (Ground Support Equipment); 3. Ver-

kehr auf dem Betriebsareal: Roll- und Werkverkehr, Hilfsgasturbinen (Au-

xiliary Power Units, APU), Ein- und Ausfahrten der Parkhäuser; 4. Park-

häuser und Parkplätze: Parkierungsanlagen. Abgesehen vom Flughafen-

gefängnis befinden sich die ausgewählten Immissionspunkte im Einfluss-

gebiet in Nutzungszonen, in denen entweder keine störenden Betriebe 

(Empfindlichkeitsstufe II: Wohnzone) oder mässige störende Betriebe 

(Empfindlichkeitsstufe III: Gewerbezone) zugelassen sind. Auf dem Ge-

meindegebiet der Beschwerdeführerin wurden die Immissionspunkte 15 

bis 19 (Ifangstrasse 81, Park Inn Hotel, Breitenstrasse 6a, Breitenstrasse 

24 und Lägernstrasse 21) festgelegt. In zeitlicher Hinsicht werden der IST-

Zustand mit Daten aus dem Jahr 2017 (Z0), der Ausgangszustand (Zt), der 

die zukünftigen Verhältnisse im Jahr 2030 ohne das geplante Vorhaben 

widerspiegelt, und der Betriebszustand (Zt+), das heisst der zukünftige Zu-

stand mit Nutzungsänderung zum Zeitpunkt des Vollbetriebs (42 Abferti-

gungen pro Tag auf 7 Standplätzen anstelle von 8 Abfertigungen pro Mo-

nat) im Jahr 2030, verglichen. Gemäss Projektänderungsgesuch vom 

26. März 2019 (S. 10) sollen pro Nacht, das heisst zwischen 19:00 und 

07:00 Uhr (vgl. dazu Ziff. 31 des Anhangs 6 zur LSV), im Vergleich zum 

bisherigen Zustand 8 zusätzliche Abfertigungen erfolgen.     

Für die Immissionspunkte im Gemeindegebiet der Beschwerdeführerin 

wurden folgende Beurteilungspegel (Lr dB [A]) ermittelt: 

 

 

 

A-6957/2023 

Seite 23 

IP Strasse ES Z0 

(Tag) 

Zt 

(Tag) 

Zt+ 

(Tag) 

Z0 

(Nacht) 

Zt 

(Nacht) 

Zt+ 

(Nacht) 

15 Ifangstrasse 81d II 45.3 47.9 52.1 39.5 42.9 47.3 

16 Park im Hotel III 47.6 50.0 55.9 42.1 45.1 51.2 

17 Breitenstrasse 6a II 44.4 46.4 48.7 40.0 41.8 44.0 

18 Breitenstrasse 24 II 43.9 45.8 47.7 39.6 41.2 43.0 

19 Lägernstrasse 21 II 41.0 43.4 45.0 35.5 38.7 40.3 

 

Gemäss Anhang 6 der LSV gelten für die genannten Immissionspunkte die 

Immissionsgrenzwerte von 60 dB (A; ES II) bzw. 65 dB (A; ES III) am Tag 

und 50 dB (A; ES II) bzw. 55 dB (A; ES III) in der Nacht. Laut UVB führt die 

Nutzungsänderung mit vermehrten Aktivitäten auf den Standplätzen der 

Zone West zu wahrnehmbar stärkeren Lärmimmissionen im Gemeindege-

biet der Beschwerdeführerin. Der Überblick über die Betriebslärmbelas-

tung aller Immissionspunkte und Zustände für die Beurteilungszeiten Tag 

(Abbildung 10) und Nacht (Abbildung 11) sowie der Vergleich des Betriebs-

zustandes mit dem Ausgangszustand (Tabelle 13) zeigen auf, dass der Be-

urteilungspegel des Ausgangszustandes (Zt) im Vergleich zum Ist-Zustand 

(Z0) zunimmt. Diese Entwicklung resultiert aus dem prognostizierten Ver-

kehrswachstum. An den Immissionspunkten 15 bis 19 im Gemeindegebiet 

der Beschwerdeführerin führt die Nutzungsänderung laut UVB (Tabelle 13) 

zu einer Zunahme der Betriebslärmbelastung von bis zu 6 dB (A) im Ver-

gleich zum Ausgangszustand (UVB, S. 27–29). Die Immissionsgrenzwerte 

werden allerdings im Gemeindegebiet der Beschwerdeführerin sowohl am 

Tag als auch in der Nacht durchwegs eingehalten (vgl. Tabelle 14, UVB, 

S. 30). Die in Nachachtung des Vorsorgeprinzips vorgesehenen Massnah-

men umfassen die Durchführung von Triebwerkprobeläufen in der Schall-

schutzhalle. In Bezug auf den Einfluss von passiven Lärmschutzmassnah-

men wird im UVB weiter ausgeführt, dass bei einer 10 m hohen Lärm-

schutzwand entlang der ganzen Zone West an den nahegelegenen Stand-

orten (IP 16 bis IP 18) eine kaum wahrnehmbare Verbesserung von rund 

1 dB (A) erreicht werden könnte. Um den Einfluss der Nutzungsänderung 

auf die Betriebslärmbelastung in Rümlang ganz aufzufangen, müsste die 

Schallschutzwand mindestens 20 m hoch sein. Dies sei aus Gründen der 

Realisierbarkeit und der Kosten nicht verhältnismässig (S. 33).  

A-6957/2023 

Seite 24 

6.3 Aus dem UVB folgt, dass die Immissionsgrenzwerte an den massgeb-

lichen Punkten durchwegs eingehalten werden. Soweit die Beschwerde-

führerin einwendet, bei einer 160-fachen Zunahme der Abfertigungen sei 

davon auszugehen, dass die Lärmbelastung grösser ausfalle, als dies in 

den Berechnungen des UVB ausgewiesen sei, beruht ihre Argumentation 

auf einer blossen, nicht näher substanziierten Vermutung. Dieser stehen 

indes die Lärmberechnungen im UVB gegenüber, welche im Einklang mit 

den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere der LSV, vorgenommen worden 

sind und auf welche deshalb im konkreten Fall abzustellen ist.  

6.4  

6.4.1 Die Beschwerdeführerin fordert im Beschwerdeverfahren weiterhin 

die Überarbeitung des UVB im Hinblick auf die Klärung der Frage, welche 

Gesamtbelastung auf ihrem Gebiet durch das Zusammenwirken von Flug- 

sowie Industrie- und Gewerbelärm resultiert.  

Dagegen wendet die Vorinstanz ein, vom umstrittenen Vorhaben gingen 

einzig Lärmimmissionen aus, die als Industrie- und Gewerbelärm einzustu-

fen und nach Anhang 6 zu beurteilen seien. Wie in der angefochtenen Ver-

fügung ausgeführt, fehle es für das geltend gemachte Zusammenrechnen 

von Fluglärm mit dem Industrie- und Gewerbelärm an einer gesetzlichen 

Grundlage.  

6.4.2 Es trifft zwar zu, dass gemäss Art. 8 USG Einwirkungen sowohl ein-

zeln als auch gesamthaft und nach ihrem Zusammenwirken zu beurteilen 

sind. Der damit festgelegte Grundsatz der ganzheitlichen Betrachtungs-

weise berücksichtigt die Möglichkeit, dass unterschiedliche Umweltbelas-

tungen erst durch ihr Zusammentreffen zu ernsthaften Beeinträchtigungen 

führen können. Möglich sind namentlich kumulative und synergistische Ef-

fekte, weshalb Einwirkungen auch auf ihr mögliches Zusammenwirken 

oder ihre denkbare mehrfache Wirkung in der Umwelt zu beurteilen sind 

(BGE 150 II 547 E. 2.1; Urteil des BGer 1A.140/2003 vom 18. März 2004 

E. 4.3). Für eine Gesamtbetrachtung fehlen jedoch zum Teil wissenschaft-

lich-technische Grundlagen. So hielt das Bundesgericht dazu fest, dass im 

Bereich des Lärmschutzes das notwendige Instrumentarium für eine Ge-

samtbetrachtung der bestehenden Lärmquellen fehle, weshalb den beson-

deren Belastungen rund um Flughäfen, wo sich regelmässig Strassenver-

kehrs-, Eisenbahn- und Fluglärm überlagern, derzeit nur dadurch Rech-

nung getragen werden könne, dass die Belastungsgrenzwerte für den 

Fluglärm tendenziell eher tief gehalten würden (Urteile des BGer 

https://www.swisslex.ch/doc/aol/8c3cab56-e9c6-4d0a-b4fe-fced5211f8fb/9a0c9305-9de9-4e59-aeb9-d163884a9696/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/c9bb6c4e-a4f1-47f6-b47c-060ff4281944/citeddoc/868a5ec6-ec15-4d55-bd05-0cb5ac5c5c5f/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/c9bb6c4e-a4f1-47f6-b47c-060ff4281944/citeddoc/868a5ec6-ec15-4d55-bd05-0cb5ac5c5c5f/source/document-link

A-6957/2023 

Seite 25 

1C_685/2013 vom 6. März 2015 E. 6.3; 1A.140/2003 vom 18. März 2004 

E. 4.4). Zudem beurteilt die Vollzugsbehörde die Aussenlärmimmissionen 

gemäss Art. 40 Abs. 1 LSV anhand der in den Anhängen 3 ff. aufgeführten 

Belastungsgrenzwerte, ohne dass eine Wechselwirkung zwischen den ver-

schiedenen Lärmarten berücksichtigt würde. Die Pflicht zur Summierung 

übermässiger Lärmimmissionen beschränkt sich vielmehr auf Lärmarten 

der jeweils gleichen Art (gleicher Anhang LSV), da es an Indikatoren für 

eine Gesamtbeurteilung der Lärmarten aus verschiedenen Quellen fehlt 

(vgl. dazu auch Art. 40 Abs. 2 LSV; BGE 126 II 522 E. 37e; WAGNER PFEI-

FER, a.a.O., Rz. 506 und 677). Gemäss Anhang 5 Ziff. 1 Abs. 5 LSV wird 

der Lärm von Reparaturwerkstätten und Unterhaltsbetrieben für Fluggeräte 

sowie jener von Hilfstriebwerken (APU) dem Industrie- und Gewerbelärm 

gleichgestellt und ist nach Anhang 6 LSV zu ermitteln und zu beurteilen. 

Ebenso wird der Lärm des Rollverkehrs der Flugzeuge zu und von der 

Startbahn (Taxiing) dem Industrie- und Gewerbelärm gleichgestellt. In der 

Praxis werden die beiden Lärmarten folglich klar voneinander abgegrenzt 

und entsprechend separat ermittelt (vgl. dazu auch Leitfaden Fluglärm, 

Ziff. 1.2, S. 11; MAHLER/BÄRLOCHER/BÖGLI/KÖSTLI/WSCHIANSKY, Ermitt-

lung und Beurteilung von Industrie- und Gewerbelärm, Vollzugshilfe für In-

dustrie- und Gewerbeanlagen, BAFU [Hrsg.], 2024 [nachfolgend: Vollzugs-

hilfe für Industrie- und Gewerbeanlagen], Ziff. 3.1 S. 16; < www.bafu.ad-

min.ch/uv-1636-d >, abgerufen am 25.03.2025). Das Additionsprinzip fin-

det deshalb auf unterschiedliche Lärmarten keine Anwendung (Urteil des 

BGer 1C_544/2008, 1C_548/2008, 1C_550/2008 vom 27. August 2009 

E. 8.7). Im Übrigen steht mit den Angaben des BAFU fest, dass die Flug-

lärmimmissionen durch die hier zur Beurteilung stehende Nutzungsände-

rung nicht beeinflusst werden.  

Für ein Aufaddieren der beiden Lärmarten besteht nach dem Gesagten 

keine rechtliche Grundlage. In diesem Zusammenhang ist zudem auf die 

ergänzende Begründung des BAFU in dessen Stellungnahme vom 2. Mai 

2022 zu verweisen. Danach basieren die Belastungsgrenzwerte auf Lärm-

dosis-Belästigungswirkungskurven, die für die jeweiligen Lärmarten ermit-

telt worden sind und so die Störung korrekt widerspiegelten, nicht aber für 

die Summe der verschiedenen Lärmarten (S. 8). Es bedarf folglich keiner 

ergänzenden Angaben zum Zusammenwirken der beiden Lärmarten auf 

das Siedlungsgebiet der Beschwerdeführerin. Der UVB erweist sich in die-

ser Hinsicht als vollständig und es besteht demnach kein Anlass, die Streit-

sache zur Durchführung weiterer Abklärungen und Ergänzung des UVB an 

die Vorinstanz zurückzuweisen.  

https://www.swisslex.ch/doc/unknown/c9bb6c4e-a4f1-47f6-b47c-060ff4281944/citeddoc/1519c8f3-a732-45b5-b0a7-a772f15b0c46/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/c9bb6c4e-a4f1-47f6-b47c-060ff4281944/citeddoc/1519c8f3-a732-45b5-b0a7-a772f15b0c46/source/document-link
http://www.bafu.admin.ch/uv-1636-d
http://www.bafu.admin.ch/uv-1636-d

A-6957/2023 

Seite 26 

6.5 Entsprechendes gilt auch, soweit die Beschwerdeführerin die Durch-

führung weiterer Abklärungen zur Ermittlung von Lärmspitzenpegeln (im 

Hinblick auf die Intermittency Ratio tags und nachts) an den zu den Abfer-

tigungsplätzen nächstgelegenen Wohnhäusern fordert. Das BAFU hat in 

seiner Stellungnahme vom 2. Mai 2022 zu Recht ausgeführt, dass die ent-

sprechenden Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht den Vorschriften 

der LSV entsprächen; lärmartspezifische Effekte würden beim Industrie- 

und Gewerbelärm mit den Zuschlägen K1 bis K3 berücksichtigt (S. 8).  

Die Lärmimmissionen wurden vorliegend im Einklang mit den Vorgaben 

der Vollzugshilfe für Industrie- und Gewerbeanlagen ermittelt. Danach ist 

das zur Beurteilung verwendete Lärmbelastungsmass ein Beurteilungspe-

gel, der sich aus dem Mittelungspegel Leq sowie den jeweils massgeben-

den Pegelkorrekturen zusammensetzt. Der Korrekturwert K1 berücksich-

tigt dabei die Art der Anlage und den Zeitpunkt der Lärmphase i, der Kor-

rekturwert K2 trägt sodann der Tonhaltigkeit der Lärmphase i Rechnung 

und der Korrekturwert K3 berücksichtigt die Impulshaltigkeit der Lärm-

phase i. Die Lärmbeurteilung bezieht sich hierbei stets auf die Geräusche 

der massgeblichen Anlage, und bei der Ermittlung des Mittelungspegels 

werden die Fremdgeräusche nicht berücksichtigt. Immerhin können bei der 

Festlegung der immissionsortspezifischen Korrekturpegel K2 und K3 dau-

erhaft wahrnehmbare Fremdgeräusche berücksichtigt werden (Vollzugs-

hilfe für Industrie- und Gewerbeanlagen, S. 18 f.).  

 

Aus dem UVB geht in diesem Zusammenhang hervor, dass für die Strom-

aggregate (Ground Power Unit, GPU) und den Triebwerkprobelauf (Stan-

dardstandlauf, SSL) eine Pegelkorrektur K1 von 5 veranschlagt wurde. 

Auch für die Parkhäuser und Parkplätze (PKA) wurde in der Nacht ein Wert 

von 5 angenommen. Für alle anderen Lärmquellen (Verkehr auf dem Be-

triebsareal) sowie die Tageswerte der PKA wurde ein Wert von Null einge-

setzt. Laut den Feststellungen im UVB sind an den Immissionspunkten we-

der ton- noch impulshaltige Geräusche vom Betrieb hörbar, ausser bei den 

Standorten, die nahe an einer ungedeckten Parkierungsanlage liegen. Hier 

ist durch den Ein- und Ausparkverkehr sowie das Schlagen von Autotüren 

der Impulsgehalt des Geräusches deutlich wahrnehmbar. Deshalb wird 

einzig bei den Parkierungsanlagen eine Pegelkorrektur K3 = 4 vorgenom-

men. In allen anderen Fällen ist keine Pegelkorrektur (K2 und K3 = 0) not-

wendig (UVB, S. 22 f.).  

 

Im Zusammenhang mit der Überschreitung der Immissionsgrenzwerte 

durch Fluglärmimmissionen hat das Bundesgericht zwar ausgeführt, dass 

A-6957/2023 

Seite 27 

für die Nacht die Immissionsgrenzwerte anhand der kritischen Schwelle 

der Aufwachreaktionen festgelegt würden, wobei neben dem Maximalpe-

gel auch die Anzahl der Schallereignisse eine Rolle spiele. Eine solche Be-

grenzung bewirke grundsätzlich der von der Kommission für die Nachtzeit 

empfohlene Ein-Stunden-Leq (BGE 126 II 522 E. 45b). Im Rahmen der ak-

zessorischen Überprüfung der Grenzwerte für Fluglärm hielt das Bundes-

gericht fest, dass sich der Fluglärm auf eine kurze Zeitspanne zu einer be-

sonders sensiblen Tageszeit konzentriere; dies schlage sich im 16-Stun-

den-Leq nicht nieder, obwohl der Lärm lästig und – insbesondere bei Auf-

wachreaktionen – sogar schädlich sein könne. Die geltenden Grenzwerte 

seien deshalb ergänzungsbedürftig und es sei Sache der Fachbehörden 

des Bundes, die notwendigen Abklärungen zu veranlassen und dem Bun-

desrat einen Vorschlag für die Anpassung der LSV zu unterbreiten. Für das 

infrage stehende Verfahren sei davon auszugehen, dass insbesondere 

Personen, die unter der Anflugschneise von Piste 34 und Piste 28 wohnten, 

durch frühmorgendlichen respektive abendlichen Fluglärm in ihrem Wohl-

befinden zum Teil erheblich gestört würden, selbst wenn der 16-Stunden-

Leq die nach Anhang 5 LSV massgeblichen Immissionsgrenzwerte für die 

Tageszeit nicht überschreite (BGE 137 II 58 E. 5.3). 

In Bezug auf den hier zu beurteilenden Industrie- und Gewerbelärm beste-

hen allerdings keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass der Betrieb der 

Anlage trotz Einhaltung der Immissionsgrenzwerte und trotz angemesse-

ner Berücksichtigung der Pegelkorrekturfaktoren zu lärmbedingten Auf-

wachreaktionen führen würde. Dass die einschlägigen Belastungsgrenz-

werte nach Anhang 6 der LSV hier nicht anwendbar wären, kann deshalb 

– anders als bei den Werten gemäss Anhang 5 der LSV – nicht angenom-

men werden. Den Besonderheiten der Lärmart wurde vorliegend durch An-

wendung der genannten Pegelkorrekturen angemessen Rechnung getra-

gen.  

6.6 Schliesslich vermögen auch die neuesten Erkenntnisse der Wissen-

schaft eine Abkehr vom bisherigen Grenzwertsystem mit den zwei Zeitpe-

rioden Tag und Nacht sowie den drei Arten von Belastungsgrenzwerten, 

Planungswert (PW), Immissionsgrenzwert (IGW) und Alarmwert (AW) nicht 

zu rechtfertigen. Nach den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommis-

sion für Lärmbekämpfung (EKLB [Hrsg.] 2021: Grenzwerte für Strassen-, 

Eisenbahn- und Fluglärm. Empfehlungen der Eidgenössischen Kommis-

sion für Lärmbekämpfung EKLB, Eidgenössische Kommission für Lärmbe-

kämpfung [nachfolgend: Empfehlungen], Bern, S. 71 f.; < https://www.eklb. 

admin.ch/de/dokumentation/berichte >, abgerufen am 25.03.2025) ist 

A-6957/2023 

Seite 28 

namentlich aufgrund des derzeit nicht ausreichenden bzw. nicht generali-

sierbaren Kenntnisstandes auf eine wirkungsbezogene Beurteilung von 

Mehrfach- respektive Kombinationsbelastungen mittels Summation der 

Lärmart-spezifischen Beurteilungspegel zu verzichten. Vielmehr soll die 

Beurteilung der Lärmimmissionen wie bisher mittels eines Beurteilungspe-

gels Lr, zusammengesetzt aus Belastungsmass und Pegelkorrekturen, er-

folgen. Die Nachtperiode soll neu auf 9 Stunden (22:00 - 07:00 Uhr) aus-

gedehnt werden; die Tagperiode reduziert sich auf 15 Stunden (07:00 - 

22:00 Uhr). Für Fluglärm wird für die Stunde zwischen 06:00 und 07:00 Uhr 

neu ein zusätzlicher Einzelstundengrenzwert empfohlen. Die Empfindlich-

keitsstufen (ES) sollen beibehalten werden. Neu sollen die Grenzwerte in 

der ES II und III gleichgesetzt werden. Das bisherige Grenzwertschema mit 

einheitlichem IGW für alle Verkehrslärmarten soll im Wesentlichen beibe-

halten werden. In der ES II und ES III sollen die IGW bei 60 dB (A) für die 

Tagperiode und 50 dB (A) für die Nachtperiode festgelegt werden. Lärmart-

spezifische Unterschiede sollen wie bisher durch Pegelkorrekturen im Be-

urteilungspegel Lr abgebildet werden. Der Fluglärm wird gemäss Empfeh-

lung sowohl am Tag als auch in der Nacht strenger beurteilt als bisher. In 

der ES II (tagsüber) werden die Grenzwerte um 6 dB (A) strenger. Die 

Nachtzeit wird weiterhin mit Einzelstundengrenzwerten beurteilt, die in der 

ES II um 1-3 dB (A) strenger werden. Da bei allen in diesem Bericht be-

handelten Lärmarten empfohlen wird, den IGW in der ES III auf das Niveau 

der ES II zu senken, ergibt sich in der ES III eine grundsätzliche Verschär-

fung von 5 dB (A; Empfehlungen EKLB, S. 5–8 und 73 f.).  

Der Industrie- und Gewerbelärm wurde von der EKLB nicht beurteilt (vgl. 

Empfehlungen, S. 12). Selbst bei einer analogen Anwendung der Erkennt-

nisse der EKLB auf den konkreten Fall, namentlich einer Verschärfung der 

IGW in der ES III um 5 dB (A), wären die IGW – abgesehen von einer 

geringfügigen Überschreitung von 1,2 dB (A) beim IP 16 (Park im Hotel; Zt+ 

Nacht: 51.2 dB [A]) – grundsätzlich eingehalten. 

7.  

7.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die geplante Nutzungs-

änderung sei als treuwidrige Erweiterung des ursprünglichen Gesuchs ein-

zustufen. Die Beschwerdegegnerin verfolge mit ihrem Vorgehen eine un-

zulässige «Salamitaktik». Im Rahmen der Plangenehmigung vom 2. De-

zember 2013 habe die Beschwerdegegnerin mehrfach beteuert, dass die 

Abstellflächen primär als Parkflächen dienen sollten und in letzter Priorität 

zur betrieblichen Organisation des Flugbetriebs eingesetzt würden. 

A-6957/2023 

Seite 29 

Überdies sei damals ausgeführt worden, dass in einer weiteren Etappe in 

der Zone West ein hohes Gebäude erstellt würde, das das Siedlungsgebiet 

der Beschwerdeführerin vor Betriebslärm etwas abschirmen würde. Die ur-

sprüngliche Bewilligung sei unter einschränkenden Zusicherungen erlas-

sen worden, welche mit dem nunmehr gestellten Gesuch infrage gestellt 

würden. Die Verfahrenszersplitterung sei zudem missbräuchlich und stehe 

im Widerspruch zum Konzentrationsprinzip.  

7.2 Dagegen wendet die Beschwerdegegnerin ein, es sei nicht ersichtlich, 

inwiefern ein Widerspruch zur Plangenehmigung vom 2. Dezember 2013 

bestehen soll, zumal es hier um ein neues Plangenehmigungsverfahren 

gehe.  

7.3  

7.3.1 Der Grundsatz von Treu und Glauben gebietet ein loyales und ver-

trauenswürdiges Verhalten im Rechtsverkehr. Er wirkt sich im Verwaltungs-

recht vor allem in zweifacher Hinsicht aus. Zum einen verleiht der den Pri-

vaten in Form des Vertrauensschutzes einen Anspruch auf Schutz ihres 

berechtigten Vertrauens in das bestimmte Erwartungen weckende Verhal-

ten der Behörden. Er schützt den Privaten gegen den Staat. Zum andern 

verbietet der Grundsatz von Treu und Glauben sowohl den Privaten wie 

auch dem Staat, sich in ihren öffentlich-rechtlichen Beziehungen wider-

sprüchlich oder rechtsmissbräuchlich zu verhalten (ULRICH HÄFE-

LIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 

2020, Rz. 620 f.). Einen Vertrauensschutz gegenüber Behörden kann in 

der Regel nur geltend machen, wer gestützt auf sein Vertrauen die nicht 

ohne Nachteil nicht wieder rückgängig gemacht werden kann (BGE 146 I 

105 E. 5.1.1; 137 I 69 E. 2.5.1). Auch Privatpersonen sind im Rechtsver-

kehr mit den staatlichen Behörden an den Grundsatz von Treu und Glau-

ben gebunden (Art. 5 Abs. 3 BV). Die Behörden dürfen auf Erklärungen 

und Verhaltensweisen von Privaten vertrauen, wenn das Vertrauen durch 

eine vorbehaltlose Zusicherung eines Privaten, die sich auf einen zulässi-

gen Grund bezieht, begründet wurde (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., 

Rz. 717).  

7.3.2 Sofern und soweit die Beschwerdeführerin aus der Plangenehmi-

gung vom 2. Dezember 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Fortbestand 

der bestehenden Anlage respektive ein Änderungsverbot ableiten will, 

kann ihr nicht gefolgt werden. Zum einen kann in der genannten Verfügung 

keine verbindliche Vertrauensgrundlage im Sinne einer behördlichen 

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A-6957/2023 

Seite 30 

Zusicherung in unveränderte Anlagen abgeleitet werden. Entsprechende 

Zusagen oder Auskünfte gehen denn auch aus der genannten Verfügung 

nicht hervor. Zum andern steht eine Auskunft respektive Vertrauensgrund-

lage stets unter dem Vorbehalt der Änderung des Sachverhaltes oder der 

Gesetzgebung (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 695; BGE 119 Ib 

138 E. 4e). Im konkreten Fall ist das neue Plangenehmigungsgesuch eine 

Folge der im Sachplan prognostizierten Steigerung des Verkehrsaufkom-

mens, der Verlängerung der Pisten 28 und 32 respektive der damit verbun-

denen Verlegung der Bauten und Anlagen auf die Westseite des Flugha-

fens (vgl. dazu E. 5 hiervor). Insoweit kann vorliegend nicht von einem un-

veränderten Sachverhalt gesprochen werden, aus welchem die Beschwer-

deführerin einen Anspruch auf Vertrauensschutz ableiten könnte. Schliess-

lich steht jede Plangenehmigung unter dem Vorbehalt einer nachträglichen 

Anpassung an veränderte Verhältnisse, wobei die Rechtmässigkeit der be-

antragten Nutzungsänderung respektive -erweiterung im nachfolgenden 

Verfahren wiederum umfassend zu prüfen ist.  

7.3.3 Die Beschwerdeführerin rügt sodann, die Beschwerdegegnerin ver-

halte sich widersprüchlich, wenn sie im Rahmen des Plangenehmigungs-

verfahrens vom 2. Dezember 2013 die Nutzung der Vorfeldflächen noch 

auf die Parkierung auf zwei Abstellflächen beschränkt und nunmehr mit 

dem Nutzungsänderungsgesuch 5 zusätzliche Abfertigungsplätze fordere 

und damit massive Ausbaupläne verfolge.  

Entgegen der Argumentation der Beschwerdeführerin kann in diesem Vor-

gehen kein widersprüchliches Verhalten erblickt werden. Dass die Be-

schwerdegegnerin der Beschwerdeführerin rechtsverbindliche Zusagen 

über einen Verzicht auf eine Nutzungserweiterung gegeben hätte, geht im 

Übrigen aus den Akten nicht hervor und wird auch nicht substanziiert gel-

tend gemacht. 

7.4 Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin überdies, wenn sie 

im hier zur Diskussion stehenden Plangenehmigungsgesuch einen Wider-

spruch zum Konzentrationsprinzip erblickt. Nach Art. 37 Abs. 2 Bst. a und 

Abs. 3 LFG erteilt die Vorinstanz mit der Plangenehmigung sämtliche nach 

Bundesrecht für die Erstellung oder Änderung von Bauten und Anlagen er-

forderlichen Bewilligungen. Die Genehmigung fällt damit – im Sinne des 

Konzentrationsprinzips und in Anwendung der Verfahrensbestimmungen 

des LFG und der VIL – ausschliesslich in die Zuständigkeit der Vorinstanz. 

Dies gilt auch für das strittige Projektänderungsgesuch. Inwiefern dieses 

gegen das Konzentrationsprinzip verstossen soll, wird von der 

A-6957/2023 

Seite 31 

Beschwerdeführerin nicht substanziiert begründet und ist auch nicht er-

sichtlich. Das aus Art. 8 USG abgeleitete Prinzip der ganzheitlichen Be-

trachtungsweise verlangt im Übrigen eine gesamthafte Beurteilung aller 

Anlagen, die aufgrund ihres räumlichen, zeitlichen und funktionalen Zu-

sammenhangs als Gesamtanlage erscheinen (BGE 142 II 20 E. 3.1 m.H.; 

Urteile des BGer 1C_291/2018 vom 3. Juli 2019 E. 5.2; 

1C_99/2020, 1C_109/2020 vom 22. November 2023 E. 3.3 f., in: 

URP 2024 S. 45).  

Die Prüfung der Nutzungserweiterung umfasst sowohl die Auswirkungen 

der bisherigen als auch der neuen Vorfeldflächen, so dass eine gesamt-

hafte Beurteilung der Lärmimmissionen gewährleistet bleibt und der Be-

schwerdeführerin aus dem etappenweisen Vorgehen der Beschwerdegeg-

nerin kein Rechtsnachteil erwächst.  

Inwiefern das neue Plangenehmigungsgesuch gegen das Rechtsmiss-

brauchsverbot verstossen soll, ist bei dieser Sach- und Rechtslage nicht 

ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht substan-

ziiert dargelegt.  

8.  

8.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, es seien weitere Mass-

nahmen zur Lärmemissionsminderung zu treffen respektive eventualiter 

sei die Plangenehmigungsverfügung mit Auflagen und/oder Bedingungen 

gemäss Ziff. 1.1 bis 1.6 anzupassen. Die im Rechtsbegehren aufgeführten 

Massnahmen seien dabei nur exemplarisch und nicht abschliessend zu 

verstehen. Die Projektänderung sei als wesentliche Änderung einer beste-

henden Anlage einzustufen. Entsprechend seien die Lärmimmissionen 

nach Massgabe von Art. 11 USG und Art. 8 Abs. 1 und Abs. 2 LSV soweit 

zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaft-

lich tragbar sei. Als besonders wirksame Massnahme würde sich aufdrän-

gen, die allenfalls nächtlich stattfindenden 240 Abfertigungen pro Monat 

nur mit der Auflage zu bewilligen, dass die Flugzeuge nicht aus eigener 

Kraft rollen dürften und wenn sie geschleppt würden, dann nicht mit laufen-

der APU. Als weitere Massnahmen seien überdies die Errichtung von 

Schallschutzwänden, Schallschutzwällen oder anderen Möglichkeiten ge-

gen die Lärmausbreitung rund um die Abfertigungsplätze in Betracht zu 

ziehen. Wenn die Vorinstanz argumentiere, dass Schallschutzwände und 

Schallschutzwälle erstens nicht notwendig und zweitens zu teuer seien, so 

verletze sie einmal mehr das Vorsorgeprinzip. Aufgrund der vorgesehenen 

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A-6957/2023 

Seite 32 

Abfertigungen in der Nacht drängten sich zusätzliche Massnahmen an der 

Gebäudehülle der betroffenen Liegenschaften, wie insbesondere Schall-

dämmlüfter, auf. Die Beschwerdegegnerin begründe die Nutzungsände-

rung unter anderem damit, dass sie die Planung für die Entwicklung am 

Flughafenkopf vorangetrieben habe, die unter anderem den Ersatz des 

Fingerdocks beinhalte. Während der Bauarbeiten würden zusätzliche Ab-

fertigungsplätze wegfallen. Die Genehmigung der Nutzungsänderung sei 

deshalb auf die Dauer der Bauarbeiten zu befristen.  

8.2 Die Beschwerdegegnerin wendet dagegen ein, die Beschwerdeführe-

rin vermöge nicht aufzuzeigen, inwiefern die von ihr geforderten Massnah-

men überhaupt etwas bringen sollten. Zu Recht habe denn auch das BAFU 

in seiner Stellungnahme vom 9. August 2022 festgestellt, dass keine wei-

teren Massnahmen angezeigt seien. Die geforderte Lärmschutzwand 

müsste sodann mindestens 20 m hoch sein, um – aufgrund des Abstandes 

zur Lärmquelle – eine nennenswerte Wirkung zu erzielen. Zudem wäre die 

geforderte Wand auch unter dem Aspekt des Einordnungsgebotes proble-

matisch und es müsste zudem eine allfällige Störwirkung auf die Flugsi-

cherungsanlagen abgeklärt werden. Eine zeitliche Befristung der Nutzung 

dränge sich in keiner Weise auf, zumal bereits im SIL-Objektblatt der Bau 

einer ergänzenden Standplatzinfrastruktur vorgesehen ist. Dabei handle es 

sich offensichtlich nicht um eine nur vorübergehende, sondern vielmehr um 

eine definitive Nutzungserweiterung.  

8.3   

8.3.1 Eine sanierungsbedürfte Anlage darf nur umgebaut oder erweitert 

werden, wenn sie gleichzeitig saniert wird (Art. 18 Abs. 1 USG). Erleichte-

rungen, wie sie im Fall der Sanierung einer bestehenden ortsfesten Anlage 

gewährt werden könne, sollen hier, von Härtefällen abgesehen, wegfallen 

(BGE 141 II 483 E. 3.3). Die Vorschriften des USG werden in lärmrechtli-

cher Hinsicht in der LSV konkretisiert. Wird eine bestehende ortsfeste An-

lage wesentlich geändert, müssen gemäss Art. 8 Abs. 2 LSV die 

Lärmemissionen der gesamten Anlage so weit begrenzt werden, dass die 

Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden. Kann bei öffentlichen 

oder konzessionierten Anlagen die Einhaltung der lärmrechtlichen Anfor-

derungen nicht erreicht werden, so kann die Behörde – gestützt auf eine 

Interessenabwägung – Erleichterungen gewähren. Gleichzeitig verpflichtet 

sie die Eigentümer der lärmbelasteten bestehenden Gebäude, die Fenster 

lärmempfindlicher Räume nach Anhang 1 LSV gegen Schall zu dämmen 

(Art. 10 Abs. 1 LSV). Die Kosten für solche Schallschutzmassnahmen trägt 

A-6957/2023 

Seite 33 

der Inhaber der lärmigen Anlage (Art. 11 Abs. 2 LSV). Erleichterungen dür-

fen im Falle der Änderung einer bestehenden ortsfesten Anlage dann ge-

währt werden, wenn analog Art. 17 Abs. 1 USG bzw. Art. 7 Abs. 1 und 

Art. 14 Abs. 1 LSV das öffentliche Interesse an der geänderten Anlage 

überwiegt und (insoweit) die Einhaltung der massgebenden lärmrechtli-

chen Anforderungen zu unverhältnismässigen Betriebseinschränkungen 

führen oder untragbare Kosten verursachen würde (vgl. zum Ganzen 

BGE 137 II 58 E. 5.1). Die Pflicht zur Durchführung von passiven Schall-

schutzmassnahmen besteht bei neuen und wesentlich geänderten Anla-

gen ab Überschreitung der Immissionsgrenzwerte (Art. 25 Abs. 3 USG; 

Art. 8 Abs. 2 und Art. 10 LSV; BGE 136 II 263 E. 8.2; 126 II 522 E. 39a).  

8.3.2 Im konkreten Fall gilt es zu beachten, dass in den massgeblichen 

Gebäuden auf dem Gemeindegebiet der Beschwerdeführerin die durch 

den Fluglärm bedingten passiven Schallschutzmassnahmen in die Wege 

geleitet und grösstenteils auch realisiert worden sind (vgl. dazu den Peri-

meter der Schallschutzprogramms 2015 der Gemeinde Rümlang; 

< https://schallschutzprogramm.ch/download/196/Rmlang_-_Perimeter. 

pdf >; abgerufen am 25.03.2025). Wie die Vorinstanz in der angefochtenen 

Verfügung (S. 36) zu Recht festhält, wurden im Rahmen der 5. Bauetappe 

des Flughafens Zürich die Immissionsstandorte ermittelt und die Massnah-

men auch grösstenteils bereits umgesetzt. Die durch den Fluglärm be-

dingte Überschreitung der IGW ist nicht Gegenstand der vorliegenden Prü-

fung des Industrie- und Gewerbelärms. Bezüglich letzterem werden die 

massgeblichen IGW wie dargelegt auch nach der Nutzungsänderung ein-

gehalten. Unter dem Aspekt der Sanierungspflicht besteht demnach als 

Folge des hier zur Diskussion stehenden Projekts kein Anspruch auf die 

Durchführung von (weitergehenden) passiven Schallschutzmassnahmen 

(vgl. betr. Verpflichtung zur Durchführung von Schallschutzmassnahmen 

im Zusammenhang mit übermässigen Fluglärmimmissionen Urteil A-

844/2021 E. 7.3 und E. 7.4).   

8.4 Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen werden 

durch Massnahmen bei der Quelle begrenzt (Emissionsbegrenzungen; 

Art. 11 Abs. 1 USG). Unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung 

sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies 

technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Vorsorge-

prinzip; Art. 11 Abs. 2 USG; vgl. dazu auch GRIFFEL, Umweltrecht in a nut-

shell, S. 26 ff.; THURNHERR, a.a.O., insbesondere S. 12 und S. 51 ff.). Ein 

Vorhaben vermag mithin vor der Umweltschutzgesetzgebung nicht schon 

deswegen zu bestehen, weil es die einschlägigen Belastungsgrenzwerte 

https://schallschutzprogramm.ch/download/196/Rmlang_-_Perimeter.%20pdf
https://schallschutzprogramm.ch/download/196/Rmlang_-_Perimeter.%20pdf

A-6957/2023 

Seite 34 

einhält. Vielmehr ist im Einzelfall anhand der in Art. 11 Abs. 2 USG genann-

ten Kriterien zu prüfen, ob die Vorsorge weitergehende Beschränkungen 

erfordert (BGE 124 II 517 E. 4b; SCHRADE/LORETAN, Kommentar USG, 

N. 34b und N. 35 zu Art. 11 USG; GRIFFEL/RAUSCH, a.a.O., N. 11 zu Art. 11 

USG). Steht fest oder ist zu erwarten, dass die Einwirkungen unter Berück-

sichtigung der bestehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig wer-

den, so müssen verschärfte Emissionsbegrenzungen angeordnet werden 

(Art. 11 Abs. 3 USG).  

8.4.1 In Nachachtung des Vorsorgeprinzips hat das BAFU von der Be-

schwerdegegnerin mit Eingabe vom 2. Mai 2022 die Durchführung mehre-

rer Massnahmen zur Begrenzung der Lärmimmissionen gefordert. Mit der 

Ergänzung des UVB per 23. Juni 2022 (S. 32 f.) hat die Beschwerdegeg-

nerin die folgenden Massnahmen umgesetzt: 

- Während der Nacht (22:00 bis 06:00 Uhr) dürfen westlich der Piste 

16/34 keine Idle Powersettings durchgeführt werden (Art. 37 des An-

hangs 1 zum Betriebsreglement des Flughafens Zürich vom 30. Juni 

2011, Stand vom 13. Juli 2023).   

- Sämtliche Abfertigungsplätze werden mit stationärer Stromversor-

gung ausgerüstet. 

- Es besteht eine Pflicht zur Benützung der stationären Energiever-

sorgung. Ausnahmen sind auf die zwingend notwendige Dauer be-

schränkt. Die Ausnahmen von der Benützung der stationären FEV 

sowie die maximale Verwendungsdauer der APU richten sich nach 

den von der FZAG festgelegten und im schweizerischen Luftfahrt-

handbuch (AIP) veröffentlichten Vorschriften und sehen vor: 

o APU dürfen erst zum Anlassen der Triebwerke verwendet 

werden, frühestens 10 Min. vor off-block-time;  

o Anrollen und Rollvorgang mit eigner Kraft müssen mit der 

geringstmöglichen Triebwerkleistung erfolgen;  

o An Luftfahrzeugen, die nicht wegrollen, dürfen die Trieb-

werke nur mit Bewilligung von Apron Control oder der Airport 

Authority laufen gelassen werden. Solche Triebwerke dürfen 

die Leerlaufdrehzahl nicht überschreiten und höchstens fünf 

Minuten dauern; 

A-6957/2023 

Seite 35 

- Neue Abfertigungsfahrzeuge verfügen über Elektroantrieb.   

Mit diesen Massnahmen trägt die Beschwerdegegnerin in Nachachtung 

des Vorsorgeprinzips zu einer wesentlichen Minderung der Lärmbelastung 

bei. Das BAFU ist in der ergänzenden Stellungnahme vom 9. August 2022 

zum Schluss gelangt, dass die vorstehend aufgeführten zusätzlichen  

Massnahmen dem Vorsorgeprinzip gerecht werden und keine weiteren 

Massnahmen geboten sind.  

8.4.2 Soweit die Beschwerdeführerin darüberhinausgehend fordert, dass 

die Flugzeuge zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aus eigener Kraft rollen 

und beim Schleppen nicht mit laufenden Hilfstriebwerken unterwegs sein 

dürften, hat die Beschwerdegegnerin ausgeführt, dass die geforderten Auf-

lagen mit dem aktuellen Betriebskonzept nicht vereinbar wären und eine 

hierfür notwendige Umstellung des Gesamtkonzepts wirtschaftlich nicht 

tragbar sowie bezüglich Realisierbarkeit fraglich wäre. Das BAFU hat sich 

dieser Auffassung angeschlossen und ist zum Schluss gelangt, dass unter 

Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips – neben den vom Amt bereits über-

bundenen Auflagen (E. 8.4.1 hiervor) – keine weiteren Massnahmen be-

stünden, die unter Beachtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes um-

gesetzt werden könnten. Die Schlussfolgerungen des BAFU sind einleuch-

tend und nicht zu beanstanden. Dabei gilt es zu beachten, dass die IGW – 

wie dargelegt – im konkreten Fall eingehalten sind und sich weitergehende 

Massnahmen nur rechtfertigen, wenn mit relativ geringem Aufwand eine 

wesentliche zusätzliche Reduktion der Emissionen erreicht werden kann. 

Dies trifft auf die von der Beschwerdeführerin für die Zeit zwischen 22:00 

und 07:00 Uhr geforderte betriebliche Anpassung nicht zu. Für das Bun-

desverwaltungsgericht besteht deshalb kein Anlass, von der Einschätzung 

der Fachbehörde abzuweichen. 

8.4.3 Die Beschwerdeführerin beantragt sodann eventualiter, die Anzahl 

Abfertigungen zwischen 22:00 und 07:00 Uhr dürften 1.6 pro Monat (ge-

mäss Plangenehmigung vom 2. Dezember 2013) nicht übersteigen. Wie 

vorstehend (E. 7.3.2) dargelegt, begründet die ursprüngliche Plangeneh-

migungsverfügung keine verbindliche Vertrauensgrundlage für die geltend 

gemachte Bewahrung des bisherigen Zustandes. Die prognostizierte Stei-

gerung des Verkehrsaufkommens und die geplante Verlängerung der Pis-

ten 28 und 32 führen zu einem Mehrbedarf an Abfertigungsplätzen. Mit 

Blick auf die seit der Plangenehmigung erfolgte und die in Zukunft zu er-

wartende weitere Steigerung des Verkehrsaufkommens und den Mehrbe-

darf als Folge aus der Verlängerung der Pisten 28 und 32 ist von einem (im 

A-6957/2023 

Seite 36 

Vergleich zum ursprünglichen Projekt) wesentlich veränderten Sachverhalt 

auszugehen (vgl. dazu E. 7.3.2 hiervor). In Anbetracht dieser veränderten 

tatsächlichen Verhältnisse steht der Vertrauensschutz einer Nutzungser-

weiterung nicht entgegen.   

8.4.4 Die Beschwerdeführerin fordert im Weiteren die Errichtung von 

Schallschutzwänden respektive Schallschutzwällen. Im UVB wird dazu 

ausgeführt, dass der Einfluss von passiven Lärmschutzmassnahmen auf 

die Betriebslärmbelastung erneut untersucht worden sei. Dabei sind die 

Experten zum Schluss gelangt, dass bei einer 10 m hohen Lärmschutz-

wand entlang der ganzen Zone West an den nahegelegenen Standorten 

(IP16–IP18) eine kaum wahrnehmbare Verbesserung von rund 1dB (A) er-

reicht werden könnte. Falls man den Einfluss der Nutzungsänderung auf 

die Betriebslärmbelastung in Rümlang ganz auffangen wollte, müsste die 

Schallschutzwand eine Höhe von mindestens 20 m aufweisen. Die Umset-

zung dieser Massnahme sei allerdings aus Gründen der Realisierbarkeit 

und der Kosten nicht verhältnismässig (UVB, S. 33).  

8.4.4.1 Beim Vorsorgeprinzip handelt es sich in erster Linie um einen pro-

grammatischen Grundsatz. Der Gesetzgeber und die Rechtsanwendungs-

organe sind verpflichtet, dieses Prinzip so gut wie möglich zu konkretisie-

ren. In gewissen Konstellationen kann das Prinzip darüber hinaus einen 

justiziablen Teilgehalt aufweisen. Eine Bewilligungsverweigerung gestützt 

auf das Vorsorgeprinzip fällt allerdings nur unter restriktiven Voraussetzun-

gen in Betracht, wenn zum geplanten Bauvorhaben eine funktionell gleich-

wertige Alternative besteht, die dem Vorsorgeprinzip besser Rechnung 

trägt und gleichzeitig noch im Rahmen der Verhältnismässigkeit beachtet, 

oder wenn es der Bauherrschaft ausnahmsweise zumutbar ist, auf ihr Vor-

haben ganz zu verzichten (GRIFFEL/RAUSCH, a.a.O., N. 21 und 24 zu Art. 1 

USG; vgl. dazu auch THURNHERR, a.a.O., S. 42 f., Rz. 95 f.). Das Verhält-

nismässigkeitsprinzip schränkt dabei den Vorsorgegrundsatz ein, indem es 

verlangt, dass staatliche Interventionen den Anforderungen der Eignung, 

der Erforderlichkeit und der Zumutbarkeit genügen. Zumutbar sind dabei 

die gestützt auf das Vorsorgeprinzip ergriffenen Massnahmen, wenn ein 

angemessenes Verhältnis zwischen Eingriffszweck und Eingriffswirkung 

besteht (THURNHERR, a.a.O., S. 45 f., Rz. 101 f.).  

8.4.4.2 Aus dem UVB geht hervor, dass die Errichtung einer 10 m hohen 

Lärmschutzwand entlang der ganzen Zone West an den nahegelegenen 

Standorten (IP16–IP18) nicht zu einer wahrnehmbaren Verbesserung der 

Lärmbelastung führen würde. Der Erzielung einer wesentlichen 

A-6957/2023 

Seite 37 

Verminderung der Immissionen würde die Errichtung einer Schallschutz-

mauer in der Höhe von rund 20 m erfordern. Das Bundesverwaltungsge-

richt kommt im Einklang mit den Schlussfolgerungen des BAFU zum 

Schluss, dass Schallschutzmauern bzw. –wälle aufgrund der für eine we-

sentliche Lärmimmissionsreduktion erforderlichen Höhe respektive der da-

mit verbundenen Kosten aus Gründen der Verhältnismässigkeit nicht ge-

fordert werden können. Bei der Beurteilung der Zumutbarkeit von lärmmin-

dernden Massnahmen gilt es überdies zu beachten, dass laut UVB (Tabelle 

12, S. 24) – trotz der unbestrittenen Erhöhung der Betriebslärmimmissio-

nen – am Tag selbst die Planungswerte von 55 dB (A) bzw. 60 dB (A) 

durchwegs eingehalten werden; darüber hinaus werden auch in der Nacht 

die Immissionsgrenzwerte von 50 dB (A) bzw. 55 dB (A) deutlich unter-

schritten, wobei an den IP 17–19 gar der Planungswert eingehalten wird.  

8.4.5 Soweit die Beschwerdeführerin unter Verweis auf das Vorsorgeprin-

zip weitergehende passive Schallschutzmassnahmen (Schalldämmlüfter 

oder Ähnliches) fordert, besteht – wie ausgeführt (E. 8.3.1) – aufgrund der 

Einhaltung der IGW dazu grundsätzlich keine sanierungsrechtliche Ver-

pflichtung. Auch in Nachachtung des Vorsorgeprinzips besteht mit Blick auf 

die im UVB festgehaltenen Lärmimmissionen und die im Gemeindegebiet 

der Beschwerdeführerin bereits veranlassten Schallschutzmassnahmen 

(vgl. E. 8.3.2 hiervor) kein hinreichender Grund für weitergehende Mass-

nahmen wie den Einbau von Schalldämmlüftern oder automatischen Fens-

terschliessmechanismen (vgl. zur offenen Rechtslage in Bezug auf den 

Umfang der passiven Schallschutzmassnahmen bei Überschreitung der 

IGW im Sinne von Art. 10 Abs. 1 LSV: Urteil A-844/2021 E. 7.4). 

8.4.6 Auch soweit die Beschwerdeführerin die Befristung der Umnutzung 

bis Ende der Bauarbeiten am Flughafenkopf fordert, kann ihr nicht gefolgt 

werden. Denn ihr Begehren steht im Widerspruch zum eigentlichen Zweck 

der Nutzungserweiterung. Wie dargelegt, ist diese nicht allein aufgrund der 

vorübergehenden Entlastung während der Dauer der Bauarbeiten am 

Flughafenkopf erforderlich. Vielmehr soll mit dem Projekt mittel- und lang-

fristig auch der wachsende Bedarf an Abfertigungsplätzen gedeckt werden. 

Eine zeitliche Befristung stünde in offensichtlichem Widerspruch zum 

Zweck des Vorhabens, wie er auch bereits im SIL-Objektblatt festgehalten 

ist.  

9.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die projektierte Nutzungserweiterung 

unter Beachtung der im UVB vorgesehenen Massnahmen, der in der 

A-6957/2023 

Seite 38 

angefochtenen Verfügung verbindlich festgelegten zulässigen Lärmimmis-

sionen, der weiteren Festlegungen und Auflagen den gesetzlichen Anfor-

derungen, insbesondere auch in Bezug auf den Industrie- und Gewerbe-

lärm, genügt und weitergehende Massnahmen zur Lärmminderung in 

Nachachtung des Vorsorgeprinzips nicht verhältnismässig sind. Die Vorin-

stanz hat daher die ersuchte Plangenehmigung zu Recht erteilt, weshalb 

die Beschwerde abzuweisen ist.  

10.  

10.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrens-

kosten werden Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegen-

den Bundesbehörden auferlegt. Anderen Behörden sowie Kantonen und 

Gemeinden, die Beschwerde führen und unterliegen, werden Verfahrens-

kosten auferlegt, soweit sich der Streit um vermögensrechtliche Interessen 

von Körperschaften oder autonomen Anstalten dreht (Art. 63 Abs. 2 

VwVG).  

Bei diesem Ergebnis gilt die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei. 

Ihr sind jedoch, da vorliegend nicht deren vermögensrechtliche Interessen 

betroffen sind, keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 

VwVG).  

10.2 Das Bundesverwaltungsgericht kann der ganz oder teilweise obsie-

genden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung 

für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuspre-

chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht (VGKE, SR 173.320.2). Die Vorinstanz hat als Bundesbehörde kei-

nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Eben-