# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad000d29-adf4-5a50-8f6c-7bc0b667447e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.01.2019 UV 2017/40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-40_2019-01-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/40

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 14.01.2019

Entscheiddatum: 14.01.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 14.01.2019
Art. 6 UVG: Bestätigung der Leistungseinstellung unter dem Gesichtspunkt 
der unfallbedingten Kontusionsverletzung im Bereich des rechten 
Handgelenks. Rückweisung zu weiteren Abklärungen in Bezug auf eine 
allfällige unfallbedingte Schädigung des rechten Ellbogens (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom14. Januar 2019, UV 
2017/40). 

Entscheid vom 14. Januar 2019

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Miriam Lendfers und Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/40

             

Parteien

A.___,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Franziska Ammann, MLaw,

Advokatur 107, Rorschacher Strasse 107, 9000 St. Gallen,

 

gegen

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

 

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

 

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Geschäftsführer der B.___ GmbH bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert. Am 4. August 2016 meldete die Arbeitgeberin, der Versicherte sei am 24. 

Juli 2016 auf einer Zuschauertribüne über einen Absatz neben der Treppe gestolpert 

und über eine Sitzreihe gestürzt, er habe sich das Handgelenk und die Finger 

rechtsseitig verletzt und verspüre ein Taubheitsgefühl im kleinen Finger, wobei die 

Schädigung noch unbestimmt sei (Suva-act. 1). Mit Schreiben vom 6. September 2016 

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sicherte die Suva dem Versicherten die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen 

(Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 6). Am 8. September 2016 reichte die 

Arbeitgeberin der Suva ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. med. C.___, Facharzt 

FMH für Allgemeinmedizin, vom 6. September 2016 für eine Arbeitsunfähigkeit des 

Versicherten vom 24. Juli bis 8. September 2016 ein (Suva-act. 9).

A.b  Gemäss Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ vom 27. September 2016 hatte am 3. 

August 2016 eine Erstbehandlung stattgefunden. Der Versicherte hatte angegeben, 

beim Unfall vom 24. Juli 2016 eine Handgelenkskontusion erlitten zu haben. Als 

Befunde hatte Dr. C.___ eine teigige Schwellung im Bereich der ganzen Hand mit 

Druckdolenz ulnocarpal sowie eine Hypästhesie im Bereich des Hypotenars sowie des 

Kleinfingers erhoben und den Versicherten für eine MRI-Untersuchung des rechten 

Handgelenks der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des Kantonsspitals St. 

Gallen (KSSG) zugewiesen. Die am 19. August 2016 durchgeführte Untersuchung hatte 

eine Längsruptur der Extensor carpi ulnaris-Sehne, eine Perforation des Discus 

triangularis zentral, ein 9 mm messendes Ganglion palmoradial des Radiokarpalgelenks 

mit perifokalem Reizzustand sowie ein intraossäres 8 mm messendes Ganglion im Os 

trapezoideum mit angrenzendem perifokalem Knochenmarksödem zur Darstellung 

gebracht, im Übrigen jedoch ein normales Kernspintomogramm gezeigt (Suva-act. 16). 

Laut Arztzeugnis UVG hatte zudem am 26. September 2016 eine Konsultation bei Dr. 

med. D.___, Facharzt FMH Handchirurgie, Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, stattgefunden (Suva-act. 10). Am selben Tag 

hatte Dr. C.___ ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit des 

Versicherten ab dem 9. September bis 25. September 2016 ausgestellt (Suva-act. 

17-2).

A.c  In dem von der Suva eingeholten Untersuchungsbericht vom 26. September 2016 

(Eingang bei der Suva am 28. September 2016) hatte Dr. D.___ die Diagnosen 

Handgelenkskontusion rechts vom 24. Juli 2016 mit ulnokarpalen 

Handgelenksbeschwerden, Partialläsion Extensor carpi ulnaris Sehne und Neuropraxie 

des Nervus ulnaris in der Guyon-Loge gestellt (Suva-act. 13).

A.d  Am 20. und 21. Oktober 2016 folgte auf Zuweisung von Dr. D.___ eine Beurteilung 

durch Dr. med. E.___, Facharzt Neurologie FMH, der gestützt auf eine klinische und 

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elektrodiagnostische Untersuchung ein sensomotorisches Sulcus ulnaris-Syndrom 

rechts sowie eine ulnare Handgelenkskontusion rechts am 24. Juli 2016 bei 

Beinahesturz diagnostizierte und eine kernspintomographische Untersuchung des 

Ellbogens empfahl (Suva-act. 18).

A.e  Am 28. Oktober 2016 legte die Suva die medizinischen Unterlagen, zusammen mit 

der konsiliarischen Beurteilung von Dr. E.___, ihrem Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur 

Beurteilung der Unfallfolgen vor (Suva-act. 19). Gestützt auf dessen Beurteilung vom 2. 

November 2016 (Suva-act. 19) eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 

3. November 2016 die Einstellung der Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und 

Taggeld) per 4. November 2016. Zur Begründung führte sie an, dass die aktuell 

bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich 

krankhafter Natur seien. Der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall vom 24. Juli 

2016 eingestellt hätte (Status quo sine), sei gemäss kreisärztlicher Beurteilung 

spätestens drei Monate nach dem Unfallereignis wieder erreicht (Suva-act. 21).

A.f  Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 5. Dezember 2016, vertreten 

durch Rechtsanwältin MLaw Franziska Ammann, St. Gallen, Einsprache mit den 

Anträgen, die Verfügung sei aufzuheben und dem Versicherten seien die gesetzlichen 

Leistungen zuzusprechen (Suva-act. 26). Zusammen mit der Einsprache reichte die 

Rechtsvertreterin insbesondere einen Bericht von Dr. med. G.___, Radiologie Nordost, 

Diagnosezentrum H.___, vom 17. November 2016 über eine am selben Tag 

durchgeführte MRI-Untersuchung des rechten Ellbogens des Versicherten ein (Suva-

act. 26-14 f.).

A.g  Am 7. Dezember 2016 ersuchte die Suva Dr. F.___ erneut um eine Beurteilung des 

Schadenfalls, welche dieser am 16. Dezember 2016 vorlegte. Darin hielt er an der 

Auffassung fest, der Status quo sine sei spätestens drei Monate nach dem Ereignis 

erreicht gewesen (Suva-act. 28 f.).

A.h  Am 19. Dezember 2016 reichte die Rechtsvertreterin des Versicherten ein 

Arztzeugnis von Dr. C.___ vom 15. Dezember 2016 über eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Dezember 2016 bis 17. Januar 2017 ein (Suva-act. 30).

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A.i   Am 6. April 2017 wandte sich die Suva mit dem Bericht von Dr. G.___ vom 17. 

November 2016 für eine ergänzende Stellungnahme an Dr. F.___, welche dieser am 6. 

April 2017 einreichte (Suva-act. 35).

 

B.   

Mit Einspracheentscheid vom 18. April 2017 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. 36).

 

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 18. April 2017 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) durch seine Rechtsvertreterin am 22. Mai 2017 

Beschwerde erheben. Darin wurde beantragt, der Einspracheentscheid der Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 18. April 2017 sowie die Verfügung vom 3. 

November 2016 seien aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen 

Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei ein Gutachten zur Unfallkausalität 

anzuordnen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde unter Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 14. September 2017 (act. G 6) und Duplik vom 16. Oktober 2017 

(act. G 8) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.

 

Erwägungen

 

1.   

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Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.20) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

 

2.   

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit 

der Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin ab dem 4. November 2016.

 

3.   

3.1  Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im 

Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, 

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Als weitere Voraussetzung der 

Leistungspflicht des Unfallversicherers ist sodann die natürliche und adäquate 

Kausalität zwischen dem Unfall und der festgestellten Gesundheitsschädigung verlangt 

(vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; ALEXANDRA RUMO-

JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen 

natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel 

auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

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nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz 

gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige 

Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 

45).

 

3.2  Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; THOMAS LOCHER/

THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 

70 N. 58 f.). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 

muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Da es sich bei der Einstellung von Versicherungsleistungen um 

eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast für den Wegfall der 

vom Unfallversicherer zunächst anerkannten natürlichen Kausalität - anders als bei der 

Frage, ob ein leistungsbegründender Kausalzusammenhang überhaupt je gegeben war 

- nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 

363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 263 f. E. 3b; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., 

S. 54 f.). Dieser Grundsatz gilt aber nur für Verletzungen, welche damals thematisiert 

worden waren und somit Gegenstand der Anerkennung bildeten (Urteil des 

Bundesgerichts vom 20. August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 27. April 2005, U 6/05, auszugsweise publiziert in: 

AJP 2006 S. 1290 ff.). Allerdings tragen die Parteien im Sozialversicherungsrecht in der 

Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift indessen erst Platz, wenn es sich als 

unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen; 

RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4, 55).

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4.   

Unstreitig ist zunächst, dass der Beschwerdeführer am 24. Juli 2016 einen Unfall im 

Sinn von Art. 4 ATSG erlitten hat, sich dabei das Handgelenk angeschlagen und 

daraufhin unter Handgelenksbeschwerden sowie einem Taubheitsgefühl des 

Kleinfingers gelitten hat. Sein Hausarzt Dr. C.___ schrieb ihn ab dem 24. Juli 2016 zu 

100% arbeitsunfähig (vgl. dazu Suva-act. 1, 9). Mit Schreiben vom 6. September 2016 

teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die Übernahme der 

Heilbehandlungskosten sowie die Ausrichtung von Taggeldern ab dem 27. Juli 2016 

mit (Suva-act. 6). Die Leistungsanerkennung erfolgte jedoch in Unkenntnis der 

konkreten Unfallverletzungen. Die Beweislast liegt damit nur in Bezug auf die Folgen 

der Handgelenkskontusion bei der Beschwerdegegnerin. Hinsichtlich der Frage, ob es 

sich bei den der Beschwerdegegnerin erst im Rahmen ihrer nachfolgenden 

Abklärungen zur Kenntnis gelangten ärztlich erhobenen strukturellen 

Gesundheitsschäden um solche beim Unfall vom 24. Juli 2016 erlittene Verletzungen 

handelt, ist der Beschwerdeführer beweisbelastet (vgl. Erwägung 3.2).

 

5.   

Nachfolgend ist zunächst die Dauer der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin in 

Bezug auf die Handgelenksproblematik des Beschwerdeführers zu prüfen.

 

5.1  Die bei ihm am 19. August 2016 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin 

des KSSG durchgeführte MRI-Untersuchung des Handgelenks rechts brachte eine 

Längsruptur der Extensor carpi ulnaris Sehne, eine Perforation des Discus triangularis 

zentral (TFFC-Läsion) und Ganglien palmoradial sowie intraossär im Os trapezoideum 

mit angrenzendem perifokalem Knochenmarksödem hervor (Suva-act. 16). Dr. D.___ 

diagnostizierte hierauf im Untersuchungsbericht vom 26. September 2016 eine 

Handgelenkskontusion rechts vom 24. Juli 2016 mit ulnokarpalen 

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Handgelenksbeschwerden, eine Partialläsion Extensor carpi ulnaris Sehne und eine 

Neuropraxie in der Guyon-Loge (Suva-act. 13).

 

5.2  Dr. F.___ bezeichnete die radiologisch erhobenen Gesundheitsschäden in seinen 

Beurteilungen vom 2. November und 16. Dezember 2016 (Suva-act. 19, 29) 

überzeugend und schlüssig als unfallfremd, indem er von verschleiss- bzw. 

überlastungsbedingten Vorzuständen ausging. Sehnenrupturen bzw. -risse entwickeln 

sich ohne weiteres auch degenerativ, d.h. ohne Trauma (vgl. ALFRED M. DEBRUNNER, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 628; PSCHYREMBEL, 

Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 1646; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. 

Aufl. München 2003, S. 1681). Im MRI-Untersuchungsbericht haben die Ärzte der Klinik 

für Radiologie und Nuklearmedizin des KSSG den Nachweis weiterer Traumafolgen 

verneint (Suva-act. 16) und auch Dr. D.___ hat in Bezug auf die radiologischen 

Untersuchungsbefunde in keiner Weise auf eine unfallkausale strukturelle Läsion im 

Handgelenksbereich hingewiesen (Suva-act. 13). Die Längsruptur der Extensor carpi 

ulnaris Sehne wurde von ihm lediglich in der Anamnese erwähnt und von Dr. F.___ 

wurde sie aufgrund ihrer Verlaufsrichtung als überwiegend wahrscheinlich degenerativ 

bedingt bezeichnet (Suva-act. 29). Die Perforation des Discus triangularis zentral 

bezeichnete Dr. D.___ als physiologisch und die Zysten ohnehin nur als Zufallsbefunde, 

weil sie nicht im schmerzhaften Bereich liegen würden. Selbst die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers nennt einzig die Verletzung der Extensor carpi ulnaris Sehne, 

vermag jedoch keinen Hinweis auf eine traumatische Verursachung anzugeben, und 

geht auch in ihren weiteren Ausführungen nicht auf eine weitergehende 

Handgelenksproblematik ein (act. G 1 und G 6).

 

5.3  Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 24. Juli 2016 

geklagten Hyposensibilität stellte Dr. D.___ anlässlich seiner Untersuchung vom 26. 

September 2016 fest, dass sich diese im Nervus ulnaris Gebiet auf den palmaren Teil 

beschränke. Das Problem zeige sich also nicht im Sulcus ulnaris, sondern eher distal in 

der Guyon-Loge. Entsprechend diagnostizierte Dr. D.___ eine Neuropraxie des Nervus 

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ulnaris in der Guyon-Loge (Suva-act. 13). Die neurologische und elektrodiagnostische 

Untersuchung durch Dr. E.___ vom 20. und 21. Oktober 2016 zeigte dann allerdings 

normale Verhältnisse des Nervus ulnaris im Bereich des Handgelenks (u.a. Loge de 

Guyon; Suva-act. 18). Selbst die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers scheint in 

der Beschwerde vom 22. Mai 2017 (act. G 1) unter Hinweis auf den 

Untersuchungsbericht von Dr. E.___ vom 22. Oktober 2016 (Suva-act. 18) 

einzuräumen, dass die Hypästhesien nicht - wie bisher angenommen - durch eine 

Schädigung im Bereich des Handgelenks ausgelöst worden seien (vgl. dazu 

nachfolgende Erwägung 6).

 

5.4  In Bezug auf das rechte Handgelenk diagnostizierte Dr. D.___ also unfallbedingt 

nur eine Handgelenkskontusion rechts (Suva-act. 13). Hinsichtlich dieser ging die 

Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen von Dr. F.___ vom 2. November 

und 16. Dezember 2016 von einer (nur) vorübergehenden Verschlimmerung eines 

verschleiss- respektive überlastungsbedingten Vorzustandes im Bereich des rechten 

Handgelenks aus, bezüglich welcher der Status quo sine spätestens drei Monate nach 

dem Ereignis erreicht sei. Entsprechend stellte sie ihre Versicherungsleistungen per 4. 

November 2016 ein (Suva-act. 19, 21, 29, 36). Bei einer Kontusionsverletzung handelt 

es sich, sofern sie - wie im konkreten Fall - nicht von einer strukturellen Läsion begleitet 

ist, um eine einfache Weichteilverletzung, welche nach der medizinischen Erfahrung 

auch ohne spezifische Behandlung innert kurzer Zeit folgenlos abheilt und bei der sich 

die damit verbundenen Beschwerden demzufolge gänzlich zurückbilden (vgl. 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 412).

 

5.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Folgen der vom Beschwerdeführer 

beim Unfall vom 24. Juli 2017 erlittenen Handgelenkskontusion mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit per Datum der Leistungseinstellung vom 4. 

November 2016 abgeheilt waren und die Leistungseinstellung unter diesem 

Gesichtspunkt nicht zu beanstanden ist.

 

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6.   

Zu prüfen ist schliesslich eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin in Bezug auf 

eine allfällige unfallbedingte Schädigung im Bereich des rechten Ellbogens.

 

6.1  Erstmals im Rahmen seiner Untersuchungen vom 20. und 21. Oktober 2016 

diagnostizierte Dr. E.___ klinisch-neurologisch und mittels Elektroneuromyographie ein 

sensomotorisches Sulcus ulnaris-Syndrom, also eine Schädigung im rechten Ellbogen, 

und wich von einer Nervus ulnaris-Läsion im Bereich des Handgelenks (u.a. Loge de 

Guyon) ab (Suva-act. 18). In seiner Beurteilung vom 2. November 2016 wies Dr. F.___ 

auf die Kompression des Nervus ulnaris im Ellbogenbereich hin, äusserte sich jedoch 

nicht zu deren Ätiologie (Suva-act. 19; vgl. Erwägung 5.2). In seinen - im Rahmen des 

Einspracheverfahrens - verfassten Beurteilungen vom 16. Dezember 2016 (Suva-act. 

29) und 6. April 2017 (Suva-act. 35) äusserte sich Dr. F.___ sodann auch zur Frage der 

Unfallkausalität der Ellbogenproblematik, worauf sich die Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Einspracheentscheid massgeblich abstützte.

 

6.2  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts entscheidend ist, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

einer eingereichten oder in Auftrag gegebenen ärztlichen Stellungnahme ist 

grundsätzlich weder deren Herkunft noch deren Bezeichnung als Bericht oder 

Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1). Auch Berichte und Gutachten, welche die 

Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und 

Ärztinnen einholen, können beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes 

strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, 

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so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4. mit Hinweis; 

bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). 

Die Rechtsprechung erachtet sodann ärztliche Stellungnahmen aufgrund der Akten, 

wie sie vorliegend von Dr. F.___ erstellt wurden, als zulässig, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, 

damit der Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (Urteil des EVG vom 8. Februar 2007, U 

223/06, E. 5.1.2; PVG 1996 Nr. 89 265 E. 3b; RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95). Wie die 

nachfolgende materiellrechtliche Beurteilung bzw. Beweiswürdigung zeigt, durfte 

jedoch die Beschwerdegegnerin das Beweisverfahren mit den kreisärztlichen 

Beurteilungen nicht als abgeschlossen betrachten.

 

6.3  Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche Läsion, wenn sie durch einen 

entsprechenden apparativen/bildgebenden Untersuchungsbefund (mittels Röntgen, 

Computertomogramm, Kernspintomographie, Arthroskopie) erhoben wird bzw. 

bestätigt werden kann (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 

363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]; Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen).

 

6.4  Dr. E.___ erhob beim Beschwerdeführer am 20. und 21. Oktober 2016 mittels EEG 

eine eindeutige axonale Schädigung des Nervus ulnaris zum Musculus abductor digiti 

minimi sowie auch zum Musculus interosseus I und II bei deutlicher Verlangsamung der 

Nervenleitgeschwindigkeit im Sulcus ulnaris und diagnostizierte gestützt darauf das 

sensomotorische Sulcus ulnaris-Syndrom rechts. Im konkreten Fall führte also nicht 

nur ein vom Beschwerdeführer angegebenes Symptommuster zur Syndrom-Diagnose 

(vgl. dazu ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1791). Vielmehr konnte das Krankheitsbild 

einem bestimmten organischen Befund - einer Kompression des Ulnarnervs im Bereich 

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des rechten Ellbogens - zugeordnet und der Gesundheitsschaden objektiviert bzw. 

verifiziert werden. Am 17. November 2016 folgte die MRI-Untersuchung des rechten 

Ellbogens durch Dr. G.___, welche eine mässiggradige Partialruptur der 

ursprungsnahen gemeinsamen Extensorensehne am Epikondylus humeri radialis, eine 

Zerrung/Partialruptur der radio-dorsalen Gelenkkapsel unter Einbezug des dorsalen 

Anteils des Kollateralbandes, eine Stressreaktion/leichte Zerrung auch der dorso-

ulnaren Gelenkkapsel auf Höhe des Bodens des Sulcus ulnaris mit hier kurzstreckig 

diskret akzentuiert enhancendem Nervus ulnaris, eine subchondrale Zyste zentro-

dorsal am Capitulum humeri mit angrenzend kleinem unspezifischem 

Knochenmarksödem (DD: unspezifisch degenerativ, DD: posttraumatisch, im Rahmen 

einer sich vorwiegend subchondral manifestierenden kleinen osteochondralen Läsion), 

eine ödematöse imbibierte Plica humero radialis, eine Insertionstendinose und 

vorwiegend dorsale Peritendinitis der Trizepssehne und flächenhafte Infiltration dorsal 

entlang des Olekranons unter Einbezug der bursa olecrani-Region zur Darstellung 

brachte (Suva-act. 26-14).

 

6.5  Eine traumatische Verursachung des Sulcus ulnaris-Syndroms verneinte Dr. F.___ 

in der Beurteilung vom 16. Dezember 2016 mit der Erklärung, beim Unfall vom 24. Juli 

2016 habe nachweislich keine Verletzung des Ellbogens mit Kontusion/Distorsion 

stattgefunden. Weiter werde die Handmuskulatur bereits kurz nach dem Unfallereignis 

als sichtbar atroph beschrieben, was nach Ablauf einer derart kurzen Zeit nicht möglich 

sei und für eine chronische unfallunabhängige Kompression des Ulnarnervs im Sulcus 

ulnaris des nicht unfallbedingt geschädigten Ellbogengelenks spreche (Suva-act. 29). 

Auch in der Stellungnahme vom 6. April 2017 stellte sich Dr. F.___ auf den Standpunkt, 

beim Unfall vom 24. Juli 2016 sei es zu einem Anprall der Handkante im Ulnarbereich 

gekommen, ohne dass ein Sturz und damit eine Beteiligung des Ellbogengelenks 

stattgefunden habe. Ohne Traumatisierung seien sämtliche im MRI aufgeführten 

Befunde bzw. Veränderungen des Ellbogengelenks als unfallunabhängige 

Erkrankungen zu bewerten. Die Veränderungen stünden demnach überwiegend 

wahrscheinlich nicht in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 24. 

Juli 2016, sondern seien ausschliesslich verschleissbedingten Erkrankungen 

geschuldet (Suva-act. 35).

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6.6 

6.6.1      Wie bereits erwähnt, hat der Beschwerdeführer am 24. Juli 2016 

unbestrittenermassen einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten und sich dabei 

eine Handgelenkskontusion rechts zugezogen (vgl. Erwägung 4). Nachfolgend ist 

jedoch eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin in Bezug auf die Beschwerden 

am rechten Ellbogen streitig und zu prüfen. Die unfallbedingte Handgelenkskontusion 

vom 24. Juli 2016 bedeutet nicht ohne Weiteres, dass auch bezüglich des rechten 

Ellbogens eine unfallbedingte Schädigung stattgefunden hat. Eine solche wäre etwa zu 

bejahen, wenn der Beschwerdeführer dabei nicht nur das rechte Handgelenk, sondern 

auch den rechten Ellbogen angeschlagen und sich dadurch eine natürlich kausale 

Verletzung zugezogen hätte. Dies in dem Sinn, dass es offensichtlich erscheint, dass in 

der Regel nur ein vom Unfall betroffener Körperteil eine Verletzung mit nachfolgenden 

Beschwerden zeitigen kann. Insofern bildet der Unfallmechanismus ein massgebendes 

Kriterium für die Beurteilung der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung. Wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen, vermag jedoch die in den kreisärztlichen 

Beurteilungen entscheidende Feststellung, der rechte Ellbogen sei beim Unfall nicht 

beteiligt gewesen, nicht zu überzeugen.

 

6.6.2      Laut Bagatellunfallmeldung UVG vom 4. August 2016 ist der 

Beschwerdeführer auf der Zuschauertribüne über einen Absatz neben der Treppe 

gestolpert und über eine Sitzreihe gestürzt. Als verletzter Körperteil wurden das rechte 

Handgelenk und ein Finger rechts vermerkt (Suva-act. 1). Im Arztzeugnis UVG notierte 

Dr. C.___ unter der Rubrik "Angaben des Patienten", der Beschwerdeführer sei auf 

einer Zuschauertribüne gestanden, sei dabei über einen Absatz neben der Treppe 

gestolpert und habe sich eine Handgelenkskontusion zugezogen (Suva-act. 10). Im 

Untersuchungsbericht von Dr. D.___ vom 26. September 2016 wurde wiederum ein 

Sturz erwähnt, jedoch nur auf das Handgelenk (Suva-act. 13). Dr. E.___ hielt sodann als 

"relevante Anamnese" fest, der Beschwerdeführer sei auf dem Weg zur Tribüne auf der 

Treppe ausgerutscht und dabei mit der rechten ulnaren Handgelenkskante gegen eine 

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Stuhllehne geschlagen. Der Neurologe diagnostizierte eine ulnare 

Handgelenkskontusion rechts am 24. Juli 2016 bei Beinahesturz. Ellbogenschmerzen 

wurden verneint und ein Ellbogentrauma als nicht erinnerlich bezeichnet (Suva-act. 18). 

Sämtliche ärztlichen Untersuchungen bezogen sich denn auch zunächst auf das rechte 

Handgelenk, wo der Beschwerdeführer über ulnokarpale Schmerzen sowie eine 

Hyposensibilität im Ulnarisgebiet klagte. Aus den angeführten Unfallschilderungen ist 

ein sturzbedingter Aufprall des rechten Ellbogens auf den Boden oder auf einen Sitz 

nicht augenscheinlich. Immerhin ist jedoch einzuräumen, dass der Beschwerdeführer 

durchaus gestürzt sein könnte und sich selbst ein Ausrutschen bzw. Stolpern im 

Bereich einer Treppe und Anschlagen an einer Stuhllehne unerwartet und schnell 

abspielt und damit nicht immer in sämtlichen Einzelheiten wahrgenommen wird. Der 

Beschwerdeführer wurde ausserdem nie anhand des üblichen Fragenkatalogs der 

Unfallversicherer persönlich und ausführlich zum Unfallhergang befragt (vgl. dazu 

Urteile des EVG vom 26. Februar 2004, U 64/2002, E. 2.2.3, und vom 27. Juni 2002, U 

148/01, E. 2.b). Die Aussagekraft der Unfallschilderungen und damit ihr Beweiswert für 

die Beurteilung der Unfallkausalität der Ellbogenproblematik ist damit in Frage gestellt, 

zumal immerhin das rechte Handgelenk vom Unfallgeschehen betroffen war und damit 

zwangsläufig auch die gesamte obere rechte Extremität involviert war.

 

6.6.3      Der Beschwerdeführer hat von Beginn weg fortdauernd über eine Hypästhesie 

im Bereich des Kleinfingers und des Hypotenars geklagt (Suva-act. 10), also über eine 

Symptomatik sowohl des Sulcus ulnaris- als auch des Loge de Guyon-Syndroms (vgl. 

dazu DEBRUNNER, a.a.O., 751 f.; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 700, 1243 "Nerven-

kompressionssyndrom", 1750; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1314, 1781, 1885 

"Ulnartunnel-Syndrom"). Der Ulnarisnerv verläuft auf der Kleinfingerseite an der 

medialen Seite des Unterarms sowie in der Ellbogenrinne (Sulcus nervi ulnaris; ROCHE 

LEXIKON, a.a.O., S. 1314; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1249), weshalb eine genaue 

Diagnosestellung schwierig sein dürfte. Jedenfalls stellte auch Dr. D.___ zunächst im 

Untersuchungsbericht vom 26. September 2016 fest, dass die Hyposensibilität im 

Nervus ulnaris Gebiet auf den palmaren Teil beschränkt sei, sich das Problem also 

nicht im Sulcus ulnaris, sondern eher distal in der Guyon-Loge zeige. Dennoch empfahl 

er Dr. C.___ die Einholung einer konsiliarischen Beurteilung hinsichtlich der Nervus 

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ulnaris-Problematik durch Dr. E.___ (Suva-act. 13). Der Neurologe führte am 20. und 

21. Oktober 2016 eine elektroneurographische Untersuchung durch, welche eine 

Schädigung des Nervs im Sulcus ulnaris und nicht, wie bisher angenommen, eine 

Schädigung im Handgelenksbereich zeigte (Suva-act. 18). Das Gesagte zeigt immerhin 

auf, dass der Beschwerdeführer echtzeitlich unter einer Ellbogenproblematik litt und 

seit dem Unfall vom 24. Juli 2016 Brückensymptome vorliegen, welche die 

Ellbogenproblematik zeitlich als Einheit kennzeichnen. Wenngleich der 

Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen ist, dass Dr. E.___ mit seiner Aussage im 

Untersuchungsbericht vom 22. Oktober 2016 - aufgrund der Schilderung des 

Beschwerdeführers, dass sich die Hypästhesien innerhalb weniger Stunden nach dem 

Unfall manifestiert hätten, sei von einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall 

auszugehen sei (Suva-act. 18) - grundsätzlich nur eine zeitliche Einordnung vornimmt 

und der zeitliche Aspekt allein keine wissenschaftlich genügende Erklärungskraft 

besitzt (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 69 zu 

Art. 4 ATSG; MAURER, a.a.O., S. 460 N. 1205 [= Beweisführung nach der Formel "post 

hoc ergo propter hoc"]; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren 

Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb) - ist zu bemerken, dass eine solche 

Beweisführung im konkreten Fall für die Beurteilung der Unfallkausalität nicht 

untauglich ist. Vor dem Hintergrund einer Anamnese mit einer naheliegenden 

Unfallbeteiligung des rechten Ellbogens, mit posttraumatischen Symptomen, 

derentwegen der Beschwerdeführer zeitnah zum Unfall seinen Hausarzt konsultierte, 

und mit einer apparativ verifizierten Nervenverletzung bestehen zumindest erhebliche 

Hinweise auf eine traumatische Ellbogenverletzung. Eine Gesamtbetrachtung im Sinne 

der vorangegangenen Erwägungen lässt jedoch ohne weitere Abklärungen keine 

aussagekräftige Beurteilung der Unfallkausalität zu. Zudem ist in den medizinischen 

Akten in keiner Weise erklärt, inwiefern die beim Beschwerdeführer verifizierte 

Nervenschädigung überhaupt auch degenerativ bedingt sein kann. Eine gegenteilige 

Beurteilung erschliesst sich auch nicht aus der von Dr. F.___ festgestellten Atrophie der 

Handmuskulatur. Immerhin ist anzunehmen, dass die Muskelatrophie mit der 

Nervenschädigung im Zusammenhang steht, und festzustellen, dass für die Zeit vor 

dem Unfall keine Hinweise auf eine Muskelatrophie aktenkundig sind. Von Dr. F.___ 

wird zudem nicht begründet, ob sich eine Muskelatrophie infolge einer 

Nervenschädigung nicht auch innerhalb von rund drei Monaten entwickeln kann. Im 

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Übrigen beruht seine Beurteilung nicht auf einer eigenen Untersuchung der Atrophie, 

womit seine Einschätzung primär spekulativen Charakter hat.

 

6.6.4      Die Argumentation der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 

29. Juni 2017 (act. G 3), die differentialdiagnostischen Verweise von Dr. G.___ würden 

nur eine rein zeitliche Vermutung beinhalten, erscheint nicht ohne Weiteres schlüssig. 

Zum einen ist nicht erkennbar, ob Dr. G.___ mit den Differentialdiagnosen 

postkontusionell bzw. deren Zusatz "posttraumatisch" (nur) eine zeitliche Einordnung 

vornehmen wollte, zum anderen führt er als Differentialdiagnose alternativ die 

degenerativ bzw. überlastungsbedingte Verursachung auf. Damit bleibt immerhin 

ungeklärt, ob eine traumatische Verursachung der radiologisch erhobenen 

Gesundheitsschäden tatsächlich weniger wahrscheinlich ist als eine unfallunabhängige 

degenerative Verursachung. Beweisrechtlich ist dies insofern von Bedeutung, als die 

Beschwerdegegnerin zutreffend feststellte, Dr. G.___ äussere sich im MRI-

Untersuchungsbericht nicht zur Frage der Kausalität. An dieser Stelle ist zu 

wiederholen, dass die Frage nach einer unfallbedingten Schädigung des rechten 

Ellbogens am 24. Juli 2016 mangels Spruchreife noch nicht beurteilt werden kann (vgl. 

Erwägung 6.6.2), womit der Schlussfolgerung von Dr. F.___ die Grundlage fehlt. Auch 

unter diesem Blickwinkel lässt es sich gestützt auf die derzeitige Aktenlage nicht 

rechtfertigen, der traumatischen Differentialdiagnose jegliche Bedeutsamkeit 

abzusprechen, der degenerativen Differentialdiagnose jedoch zu folgen. Hinsichtlich 

der MRI-Befunde "Zerrung/Partialruptur der radio-dorsalen Gelenkkapsel unter 

Einbezug des dorsalen Anteils des Kollateralbandes, Stressreaktion/leichte Zerrung 

auch der dorso-ulnaren Gelenkkapsel auf Höhe des Bodens des Sulcus ulnaris mit hier 

kurzstreckig diskret akzentuiert enhancendem Nervus ulnaris" ist schliesslich nicht 

erklärt, inwiefern diese überhaupt degenerativ bedingt sein könnten. Immerhin wurde 

eine der Zerrungen im Bereich des verletzten Nervus ulnaris erhoben (vgl. dazu 

Erwägung 6.4) und diesbezüglich von Dr. G.___ nur eine mit dem Zusatz 

"posttraumatisch" ergänzte Differentialdiagnose gestellt.

 

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6.6.5      Dr. F.___ begründet seine Feststellung, sämtliche im MRI-

Untersuchungsbericht vom 17. November 2016 (Suva-act. 26; vgl. Erwägung 5.4) 

aufgeführten Veränderungen des Ellbogengelenks seien als unfallunabhängige 

Erkrankungen zu bewerten, wie gesagt (vgl. Erwägung 6.5), entscheidend mit der 

Annahme, beim Unfall vom 24. Juli 2016 habe keine Beteiligung des rechten Ellbogens 

stattgefunden. Wie in Erwägung 6.6.2 dargelegt, konnte sich aber Dr. F.___ hinsichtlich 

Unfallhergang gerade nicht auf eine spruchreif abgeklärte Sachlage verlassen, womit 

seine Annahme als zentrale, beweiskräftige Begründung für eine Verneinung der 

Unfallkausalität nicht genügt.

 

6.7  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine Gesamtbetrachtung der 

medizinischen und übrigen Aktenlage mindestens geringe Zweifel an der ohne eigene 

Untersuchung des Beschwerdeführers erfolgten Beurteilung von Dr. F.___ bzw. seiner 

Beantwortung der Frage entstehen lässt, dass die von Dr. E.___ und Dr. G.___ 

apparativ bzw. radiologisch im Bereich des rechten Ellbogens erhobenen 

Gesundheitsschäden unfallfremd seien. Die lediglich knapp begründeten 

kreisärztlichen Beurteilungen (Suva-act. 19, 35) beleuchten die Frage unzureichend und 

vermögen insofern nicht zu überzeugen. Der Sachverhalt erweist sich damit hinsichtlich 

der Fragen, ob es sich bei den fraglichen Gesundheitsschäden um zumindest teilweise 

traumatische Unfallfolgen (vgl. dazu Art. 36 Abs. 1 UVG; Urteil des EVG vom 18. 

Februar 2003, U 287/02, E. 4.4) oder um rein degenerative Gesundheitsschäden 

handelt bzw. ob dem Unfallereignis vom 24. Juli 2016 kausale Bedeutung zukommt, als 

noch nicht spruchreif. Für eine abschliessende Beurteilung dieser Fragen sind weitere 

medizinische Abklärungen notwendig, welche die Beschwerdegegnerin durch einen 

versicherungsexternen Fachspezialisten durchzuführen haben wird.

 

7.   

7.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 18. April 2017 (Suva-act. 36) teilweise gutzuheissen und die 

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Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinn der Erwägungen und anschliessend 

neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

 

7.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Gemäss Art. 61 lit. g 

ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt auch die Rückweisung der Sache an die 

Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen (BGE 132 V 215 E. 6.2). Die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine Kostennote eingereicht. Angesichts 

der Schwierigkeit des Falles sowie der Art und des Umfangs der Bemühungen 

erscheint eine Parteientschädigung, wie in vergleichbaren Fällen üblich (vgl. etwa den 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juli 2018, UV 

2016/43, E. 5.2), von pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) angemessen.

 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 18. April 

2017 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen im 

Sinn der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

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Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.01.2019
	Art. 6 UVG: Bestätigung der Leistungseinstellung unter dem Gesichtspunkt der unfallbedingten Kontusionsverletzung im Bereich des rechten Handgelenks. Rückweisung zu weiteren Abklärungen in Bezug auf eine allfällige unfallbedingte Schädigung des rechten Ellbogens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom14. Januar 2019, UV 2017/40). 

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