# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 464b548a-e2f9-563f-933b-2c7252cf642f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.08.2018 IV 2016/315
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-315_2018-08-16.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/315

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 16.08.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2018
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss beweistauglichem Gutachten 
fehlen konsistente Befunde, welche die Arbeitsfähigkeit dauerhaft 
einschränken. Insbesondere ist die von den behandelnden Ärzten 
diagnostizierte Depression nicht plausibel (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. August 2018, IV 
2016/315).

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela

Machleidt Lehmann und Marie-Theres Rüegg Haltinner;

Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.  

IV 2016/315

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller,

Engelgasse 214, 9053 Teufen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (vormals B.___) meldete sich am 4. April 2014 bei der Invalidenversicherung 

(IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 15). Der Versicherte hatte seit 1. November 1990 

als kaufmännischer Mitarbeiter bei der C.___ AG (vormals D.___ AG, ab 1. Oktober 

2013 E.___ AG) gearbeitet (Angaben Arbeitgeberin vom 22. April 2014, IV-act. 30). Er 

war durch die Arbeitgeberin am 23. Januar 2014 bei der IV zur Früherfassung 

angemeldet worden, nachdem er seit 29. Juli 2013 durch seinen Hausarzt wegen 

Burnout zwischen 50 % und aktuell 100 % krankgeschrieben worden war (IV-act. 7; 

Arztzeugnisse Dr.med. F.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, Physikalische 

Medizin und Rehabilitation, IV-act. 9-1 f.; IV-act. 16-1 ff.). In der Klinik G.___ waren 

während einer ambulanten Rehabilitationsbehandlung vom 6. bis 31. Januar 2014 eine 

Anpassungsstörung mit Kränkung und motivationalen Defiziten (ICD-10: F43.23) sowie 

akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1) diagnostiziert worden (Bericht vom 

12. Februar 2014; IV-act. 49-14 ff.).

A.b  Dr.med. H.___, Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte eine rezidiv-

mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F33.1), eine Insomnie (ICD-10: F51.0) sowie 

ein Erschöpfungssyndrom (ICD-10: Z 73.0). Er berichtete, er behandle den Versicherten 

seit 4. Oktober 2013; zuvor sei dieser während ca. 10 Jahren durch Dr.med. I.___, 

Allgemeinmedizin FMH sowie Psychiatrie und Psychotherapie FMH, therapiert worden. 

Die Behandlung umfasse die Medikation mit Venlafaxin und regelmässige 

Psychotherapie. Der Versicherte leide an Antriebsschwäche, Vergesslichkeit, rascher 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ermüdbarkeit, stark reduzierter Konzentrations- und Merkfähigkeit und reduzierter 

psychischer Belastbarkeit. Aktuell sei er zu 100 % arbeitsunfähig in jeglicher Tätigkeit. 

Die Prognose sei günstig, aktuell sei aber noch keine Wiedereingliederung möglich 

(Arztberichte vom 20. April 2014, IV-act. 31, und vom 25. September 2014, IV-act. 41). 

Die IV-Stelle wies mit Mitteilung vom 3. Juni 2014 das Gesuch um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen ab, da sie aktuell nicht möglich seien (IV-act. 36).

A.c  Im Auftrag des Krankentaggeldversicherers erstattete Dr.med. J.___, Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein psychiatrisches Gutachten (Gutachten vom 

3. September 2014, Fremdakten, act. 2-2 ff.). Sie konnte klinisch keine 

Konzentrations-, Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisstörung objektivieren und 

diagnostizierte eine mittelschwere depressive Episode (ICD-10: F32.1; Fremdakten, 

act. 2-11). Diese umfasse auch die im Vorfeld attestierten Diagnosen einer Insomnie 

und eines Erschöpfungssyndroms (Fremdakten, act. 2-10) und führe nach 

versicherungsmedizinischen Massstäben zu einer Arbeitsfähigkeit von 50 %. Das 

Leiden sei therapierbar und begründe keine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit (Fremdakten, 

act. 2-12 f.).

A.d  Vom 13. Oktober bis 7. Dezember 2014 war der Versicherte in stationärer, 

integrierter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung in der Klinik K.___ 

(Austrittsbericht vom 23. Dezember 2014, IV-act. 49-10 ff.). Dort wurden die Diagnosen 

einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F 32.1) im Rahmen einer komplexen 

psychosozialen Belastungssituation (ICD-10: Z56, Z63) mit Ausbildung eines 

Erschöpfungssyndroms (ICD-10: Z73) auf dem Boden von akzentuierten 

Persönlichkeitszügen sowie in somatischer Hinsicht unter anderem eines 

zervikobrachialen und thorakalen Schmerzsyndroms mit muskulärer Dysbalance sowie 

Wirbelsäulenfehlform und Fehlhaltung (Skoliose thorakal) gestellt. Es wurde 

festgehalten, nach wie vor beklage sich der Versicherte über Ein- und 

Durchschlafschwierigkeiten, teilweise Sehstörungen, permanente Rücken- und 

Schulterschmerzen, Gedankenkreisen, Konzentrationsstörungen und 

Arbeitsblockaden. Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie die 

Arbeitsblockaden hätten sich nur moderat verbessert (IV-act. 49-11 f.).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.e  Die IV-Stelle wies mit Mitteilung vom 14. Januar 2015 das Gesuch um berufliche 

Massnahmen erneut ab, da diese aufgrund des Gesundheitszustandes nicht möglich 

seien (IV-act. 44).

A.f  Dr. H.___ führte im Verlaufsbericht vom 8. März 2015 aus, es sei keine wesentliche 

Verbesserung eingetreten. Die Behandlungsintensität sei auf drei Sitzungen pro Woche 

gesteigert und die Dosierung der Medikamente Trittico und Venlafaxin sei erhöht 

worden. Konzentration und Merkfähigkeit würden sich zunehmend verschlechtern, der 

Versicherte weise keine Arbeitsausdauer und Belastbarkeit auf. Er empfehle eine 

Berentung (IV-act. 54-2 ff.).

A.g  Die IV-Stelle beauftragte am 27. April 2015 die Swiss Medical Assessment and 

Business-Center (SMAB) AG mit einer orthopädisch-psychiatrischen Begutachtung des 

Versicherten (IV-act. 59). Die Gutachterstelle teilte am 26. Juni 2015 der IV-Stelle mit, 

es sei zusätzlich eine neuropsychologische Abklärung erforderlich (IV-act. 62). Das 

Gutachten vom 20. August 2015 (Dr.med. L.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie; Dr.med. M.___, Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie; Dipl. 

Psych. N.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP; Untersuchungen 15. und 26 

Juni und 22. Juli 2015; IV-act. 65) kam zum Ergebnis, dass beim Versicherten keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege. Aus orthopädisch-traumatologischer Sicht 

sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anhand der aktuellen Befunde nicht mit der 

gebotenen Wahrscheinlichkeit zu attestieren (IV-act. 65-11, 46 f.). Die 

neuropsychologischen Testergebnisse seien völlig unplausibel und nicht mit einer 

authentischen Gedächtnisstörung zu vereinbaren. Aufgrund der mangelnden Mitarbeit 

des Versicherten habe kein valides Testprofil erhoben werden können (IV-act. 65-12, 

31, 53 ff.). Aus psychiatrischer Sicht bleibe als einzig zu stellende Diagnose eine 

aggravierte Neurasthenie übrig, wenn man eine hochgradig wahrscheinliche Simulation 

ausschliesse (IV-act. 65-8, 33 f., vgl. auch IV-act. 65-21 f.).

A.h  Nach Einholung einer Stellungnahme von RAD-Arzt Dr.med. O.___, Facharzt für 

Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 7. September 2015 (IV-act. 66) stellte 

die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 18. September 2015 in Aussicht, 

das Rentengesuch abzuweisen (IV-act. 70). Hiergegen liess der Versicherte am 26. 

Oktober 2015 Einwand erheben und machte im Wesentlichen geltend, das Gutachten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der SMAB AG bilde keine verlässliche Grundlage für die Evaluation seiner 

Einschränkungen (IV-act. 75). Zum Einwand und zu verschiedenen weiteren 

Abklärungen (Bericht des ehemaligen behandelnden Psychiaters Dr. I.___ vom 21. 

Januar 2016, IV-act. 78; Stellungnahme RAD-Arzt Dr. O.___ vom 1. Februar 2016, IV-

act. 79) nahm der psychiatrische Gutachter am 15. März 2016 Stellung (IV-act. 81). 

RAD-Arzt Dr. O.___ hielt am 23. März 2016 hierzu fest, ein neuer medizinischer 

Sachverhalt ergebe sich in Würdigung der Stellungnahme des Gutachters nicht (IV-act. 

82). Die IV-Stelle gewährte dem Versicherten gleichen Tags eine zweite Anhörung (IV-

act. 83).

A.i Gegen den Versicherten wurde ein Straf(vor)verfahren wegen Drohung und 

Widerhandlungen gegen das Waffengesetz eingeleitet. Im Rahmen dieses 

Strafverfahrens wurde durch Dr.med. P.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, 

ein forensisch-psychiatrisches Gutachten erstellt (Vorabstellungnahme vom 28. April 

2016, Fremdakten, act. 4-2 ff.). Darin wurde dargelegt, der Versicherte sei in letzter Zeit 

in einer belastenden Situation mit ungünstiger Umgebung mit narzisstischen 

Kränkungen gewesen (falsche Therapie, Geldnot, Ehefrau, die ihn abgelehnt und 

klärende Gespräche verweigert habe, kein Anschluss bei der Z.___-Clique), was 

diagnostisch am ehesten als Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion 

gemischt (ICD-10: F43.22) einzuordnen sei. Die diagnostischen Kriterien gemäss 

ICD-10 für eine Depression seien sicher nicht erfüllt, schon gar nicht im Ausmass einer 

schweren Depression (Fremdakten, act. 4-7).

A.j Der RAD nahm am 13. Juli 2016 Stellung, aus der Vorabstellungnahme von Dr. 

P.___ ergäben sich hinsichtlich der diagnostischen Einschätzung und der Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit keine neuen Aspekte (IV-act. 98).

A.k  Mit Verfügung vom 16. August 2016 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren um 

Rente ab. Die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass dem Versicherten 

keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit attestiert werden könne. Die 

ergänzenden medizinischen Abklärungen sowie Rückfragen bei den Gutachtern hätten 

ergeben, dass sich keine neuen medizinischen Sachverhalte aus dem Einwand ergäben 

(IV-act. 99).

B. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.a  Gegen die Verfügung vom 16. August 2016 lässt A.___, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic.iur. D. Ehrenzeller, am 15. September 2016 Beschwerde erheben. Er 

beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

aufzuheben, und es sei ihm mit Wirkung spätestens ab Oktober 2014 mindestens eine 

Dreiviertelsrente zuzusprechen. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung 

aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Im psychiatrischen Gutachten finde sich aktenwidrig die Aussage, es 

bestehe keine regelmässige ambulante Therapie und es finde auch keine 

psychopharmakologische Behandlung statt. Der Gutachter würdige die 

Retraumatisierungen seit seiner Jugend sowie die jahrelange Überforderung am 

Arbeitsplatz und dessen Verlust nicht, welche die früher kompensierte und überdeckte 

psychische Schwäche hätten hervortreten lassen. Am Vortag der 

neuropsychologischen Untersuchung habe er einen Halsnerv eingeklemmt und gegen 

die Schmerzen vom Hausarzt Morphium verschrieben erhalten. Zudem habe die 

Begutachtung bei einer Temperatur von über 30°C stattgefunden, weshalb nicht 

erstaune, dass die Ergebnisse nicht nachvollziehbar seien. Dass er bei schwierigen 

Aufgaben eine Leistung knapp unter dem Normbereich gezeigt habe, schliesse aus, 

dass er aggraviert habe. Ansonsten hätte er die Leistung bei den schwierigen Aufgaben 

bewusst zurückgenommen, nicht aber bei den einfachen Tests. Das psychiatrische 

Gutachten sei sehr knapp und erlaube gerade zu dieser Aussage weder Rückschlüsse 

noch Vergleichsmöglichkeiten. Das bei der neuropsychologischen Testung gezeigte 

Verhalten belege, dass während der Testung eine Blockade eingetreten sei. Aufgrund 

der wesentlichen Bedeutung der neuropsychologischen Testung sei das SMAB-

Gutachten nicht verwertbar, und es sei ein nach Zufallsprinzip zu vergebendes 

polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Er habe dem Gutachter über seine Behandlung 

berichtet und diese sei aktenkundig. Die Stellungnahme vom 15. März 2016, dass dies 

(der Behandlungsumfang) dahingestellt bleiben könne, da jedenfalls mindestens von 

einer Aggravation ausgegangen werden müsse, sei sachfremd und belaste die 

Glaubwürdigkeit des Gutachtens. Ausgehend von einer im besten Falle noch 

erreichbaren 50 %igen Arbeitsfähigkeit ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 64 % und 

somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 14. November 2016 beantragt die 

Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen. Unter Verweis auf das 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gutachten vom 20. August 2015, auf die Stellungnahme des RAD vom 1. Februar 2016 

und die Stellungnahme der SMAB AG vom 15. März 2016 führt sie aus, dem Gutachten 

der SMAB AG komme voller Beweiswert zu und es könne vollumfänglich darauf 

abgestellt werden (act. G 4).

B.c  Mit Replik vom 15. Februar 2017 macht der Beschwerdeführer insbesondere 

geltend, das Vorgehen bei der Bestimmung der Gutachterstelle sei unzulässig 

gewesen, weil sich schon von Anbeginn weg abgezeichnet habe, dass es nicht bei 

einem bidisziplinären Gutachten bleiben würde. Er nehme bei Schmerzexazerbationen, 

wie er sie am Tag vor der neuropsychologischen Testung erlitten habe, auch bereits 

vorhandene Medikamente ein. Er reicht dazu verschiedene Medikamentenlisten und 

Konsultationsberichte ein (Bericht Dr.med. Q.___, Innere Medizin, vom 9. Februar 2015; 

Bericht Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Kantonsspital St. Gallen [KSSG] vom 16. Februar 2015; 

Stellungnahme Dr. F.___ vom 29. Dezember 2016; Medikamentenliste des 

Beschwerdeführers vom 29. Januar 2017; act. G 10.1). Er befinde sich seit 15. Juli 

2016 in Behandlung bei med.pract. R.___, die ihn ebenfalls nach wie vor als 

arbeitsunfähig einschätze. Hierzu legt er Arbeitsunfähigkeitszeugnisse vom 2. 

Dezember 2016 und vom 11. Januar 2017 sowie eine Vereinbarung zuhanden der 

Bewährungshilfe vom 22. Dezember 2016 (act. G 10.1) ins Recht. Weiter bringt er vor, 

es bestünden ein neuer Konflikt mit seiner Noch-Ehefrau und Selbstvorwürfe bezüglich 

eines sexuellen Missbrauchs, welchen seine Tochter habe erleben müssen, was eine 

zusätzliche relevante Belastung bedeute (act. G 10).

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 12).

Erwägungen

1. 

1.1  Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2  Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf 

objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 396 E. 5.3 und 

E. 6, BGE 141 V 289 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2016, 

8C_1/2016, E. 4.3). Erforderlich ist zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden 

objektiviert werden können und sich auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 30. November 2017, 8C_350/2017, E. 5.4, und 

vom 27. März 2015, 8C_673/2014, E. 5.1.1; BGE 143 V 427 E. 6). Soweit die 

Beschwerden nicht empirisch-klinisch, anamnestisch oder bildgebend und/oder 

apparativ nachgewiesen werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. 

November 2017, 8C_350/2017, E. 5.4), ist der Beweis nach dem strukturierten 

Verfahren mittels Indikatoren zu führen (BGE 143 V 428, E. 7.1). Der Beweis für eine 

lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit kann nur dann 

als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen 

im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer 

Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer 

Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 V 427, E. 6 a. E.).

1.3  Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.4  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

1.5  Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 

360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2. 

2.1  Medizinische Grundlage der angefochtenen Verfügung vom 16. August 2016 bildet 

das Gutachten der SMAB-AG vom 20. August 2015 (IV-act. 65). Zunächst ist zu prüfen, 

ob es die formellen Kriterien erfüllt.

2.2  In einem Urteil vom 16. März 2015 befand es das Bundesgericht als zulässig, von 

der für polydisziplinäre Gutachten vorgesehenen Vergabe nach Zufallsprinzip (Art. 

72bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) 

abzusehen, wenn sich im Rahmen einer bidisziplinären Begutachtung eine weitere 

Fachdisziplin als angezeigt erweise. Das ursprünglich in die Wege geleitete 

bidisziplinäre Gutachten sei vorschriftsgemäss angekündigt und seitens der 

versicherten Person nicht beanstandet worden (Urteil des Bundesgerichts vom 16. 

März 2015, 8C_680/2014, mit Hinweis auf BGE 139 V 349). So verhält es sich auch 

vorliegend. Die neuropsychologische Untersuchung wurde nicht etwa beantragt und 

abgelehnt, sondern von der Gutachterstelle als notwendig erachtet und effektiv 

durchgeführt. Dafür, dass eine polydisziplinäre Begutachtung offenkundig notwendig 

gewesen wäre oder in Umgehungsabsicht nicht angeordnet wurde, finden sich keine 

Anhaltspunkte. Der RAD hatte am 8. April 2015 eine bidisziplinäre Begutachtung für 

notwendig erachtet, der Einbezug einer neuropsychologischen Abklärung erfolgte auf 

Initiative des psychiatrischen Gutachters (IV-act. 57; IV-act. 62). Dieser hielt eine 

neuropsychologische Begutachtung für erforderlich, da die Angaben des 

Beschwerdeführers hinsichtlich der Symptomatik nicht hätten nachvollzogen werden 

können; er habe Defizite beschrieben, die sonst nur bei Menschen mit Demenzen 

aufträten (IV-act. 65-32). Grund für die zusätzliche neuropsychologische Abklärung 

waren demnach die Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der psychiatrischen 

Begutachtung, womit der Beschwerdegegnerin kein zweckgerichtetes Vorgehen zu 

unterstellen ist. Zudem sind neuropsychologische Untersuchungsergebnisse im 

Rahmen einer gesamthaften Beweiswürdigung nur (- aber immerhin -) insoweit 

bedeutsam, als sie überprüf- und nachvollziehbar sind und sich in die anderen 

(interdisziplinären) Abklärungsergebnisse schlüssig einfügen (Urteil des Bundesgerichts 

vom 7. August 2009, 8C_261/2009, E. 5.2, mit weiteren Verweisen). Die 

Neuropsychologie ist insofern der psychiatrischen Disziplin im Sinne einer Hilfsdisziplin 

beigeordnet. Dies spricht zusätzlich gegen die Notwendigkeit eines Vergabeverfahrens 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

für polydisziplinäre Gutachten. Dass die Beauftragung der SMAB AG nicht nach 

Zufallsprinzip erfolgte, führt damit nicht zur Unverwertbarkeit des Gutachtens.

3. 

3.1  Mithin ist das Gutachten inhaltlich auf seine Beweistauglichkeit zu prüfen.

3.2  Die orthopädische Gutachterin führte aus, der Versicherte beschreibe ständig 

auftretende Schmerzen im Bereich der gesamten Wirbelsäule ohne Ausstrahlung oder 

Schmerzverstärkung beim Husten, Niessen und Pressen. Druckschmerzangaben über 

den Costotransversalgelenken des 1. bis 4. und des 10. bis 12. Brustwirbels stünden in 

wahrscheinlichem Zusammenhang mit der vermehrten Kyphose im oberen Anteil der 

Brustwirbelsäule und mit der radiologisch sichtbaren, generalisierten, im unteren BWS-

Bereich teilweise überbrückenden Spondylosis. Die Druckschmerzangabe über den 

Facettengelenken L3/4 beidseits sei wahrscheinlich durch die radiologisch sichtbaren 

mässigen Spondylarthrosen der unteren lumbalen Wirbelsäule verursacht. Der 

kernspintomographische Befund einer osteodiskal bedingten Recessusstenose C4/5 

und C5/6 beidseits sei in der altersgleichen allgemeinen Population häufig und 

bekanntlich ohne epidemologisch belegten eigenständigen Krankheitswert (IV-act. 

65-10, 46). Die beschriebenen Bildbefunde seien ohne klinisches Korrelat. Eine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei aus orthopädisch-traumatologischer Sicht 

anhand der aktuellen Befunde nicht mit der gebotenen Wahrscheinlichkeit zu 

attestieren (IV-act. 65-11, 46 f.). Auch Dr. F.___ gab im Arztbericht vom 11. Februar 

2015 (Posteingang IV-Stelle) an, es bestünden keine die Arbeitsfähigkeit in der 

bisherigen Tätigkeit einschränkenden Befunde. Aus somatischer Sicht wäre eine 

wechselbelastende Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten und ohne vornübergeneigte 

Zwangshaltungen anzustreben. Für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit verwies er 

auf Dr. H.___ (IV-act. 49-2 ff.). Das orthopädische Teilgutachten wird durch die 

vorliegenden Akten oder den Beschwerdeführer nicht weiter in Frage gestellt. Aus 

somatischer Sicht ist somit von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit auszugehen.

3.3  Die neuropsychologische Gutachterin führte aus, die Ergebnisse des 

Beschwerdeführers hätten bei einfachen Gedächtnisaufgaben unter dem Bereich von 

Demenzpatienten im fortgeschrittenen Stadium gelegen. Das Leistungsniveau liege 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

hingegen bei schwierigeren Aufgaben nur noch knapp unter dem Normbereich der 

Gesunden mit vergleichbarer Bildung. Dieses Profil mit schwersten Beeinträchtigungen 

bei einfachen Aufgaben und leichten Beeinträchtigungen bei schwierigen Untertests sei 

neuropsychologisch völlig unplausibel. In der Gesamtbetrachtung bestünden deutliche 

Hinweise auf eine suboptimale Leistungsmotivation in der Testsituation. Eine valide 

Erfassung kognitiver Defizite sei somit nicht möglich. Es ergäben sich Hinweise für vor 

allem nicht authentische neuropsychologische Störungen (IV-act. 65-54). Zum vom 

Beschwerdeführer erhobenen Einwand, bei einer bewussten Aggravation hätte er nicht 

bei den einfachen, sondern bei komplexeren Aufgaben gewollt ein schlechtes Ergebnis 

erzielt, nimmt der psychiatrische Gutachter Stellung, der Beschwerdeführer habe so 

geantwortet wie ein Mensch, der bewusst ein suboptimales Leistungsbild vorgebe. 

Beschwerdevalidierungstests seien "genau anders herum aufgebaut", wie der 

Beschwerdeführer vermute (IV-act. 81-2). Dazu führte RAD-Arzt Dr. O.___ aus, 

Beschwerdevalidierungstests seien so angelegt, dass sich ohne testpsychologische 

Fachkenntnisse der Schwierigkeitsgrad während der Testung nicht erkennen lasse 

(Stellungnahme vom 1. Februar 2016, IV-act. 79-2). Gemeint sein dürfte damit der so 

genannte Testdeckeneffekt: Einige Tests wurden so konzipiert, dass sie eine 

Schwierigkeit vortäuschen, aber in Wirklichkeit so einfach sind, dass sie von den 

Exploranden (annähernd) fehlerfrei ausgeführt werden können. Erwartet wird also eine 

maximale Leistung und eine Punktezahl (score) im Bereich des Maximums ("der 

Decke"). Der Testdeckeneffekt beruht also darauf, dass die minimale Leistung für einen 

Maximalscore ausreicht und auch bei einer gewissen Funktionsbeeinträchtigung 

erwartet werden kann (Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], Der Einsatz von 

Beschwerdevalidierungstests in der IV-Abklärung, Forschungsbericht Nr. 4/08, S. 24). 

Was die geltend gemachte Einnahme von Tramal bzw. Morphin sowie die Hitze 

anbelangt, hatte der Beschwerdeführer gegenüber der neuropsychologischen 

Gutachterin angegeben, aktuell wegen Armschmerzen Tramal und Morphium 

einzunehmen (IV-act. 65-51). Die Neuropsychologin hielt dazu fest, dass die 

Testergebnisse auch nicht mit der aktuellen Schmerzproblematik im linken Arm oder 

der Medikation erklärbar seien (IV-act. 65-54). Weiter ist aktenmässig lediglich belegt, 

dass dem Beschwerdeführer am 8. Februar 2015 im KSSG u.a. Tramal verschrieben 

und durch Dr. F.___ erst am 28. Juli 2015, d.h. nach der neuropsychologischen 

Untersuchung am 22. Juli 2015, abgegeben wurde (Bericht der Klinik für 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates KSSG vom 16. 

Februar 2015 mit Rezept; Schreiben Dr. F.___ vom 29. Dezember 2016, act. G 10.1). 

Auch hätten die Wirkung der Medikamente und der heissen Witterung gemäss RAD-

Arzt Dr. O.___ zu einer konsistenten, testadäquaten Veränderung der einzelnen 

Testergebnisse und des testübergreifenden Ergebnismusters führen müssen 

(Stellungnahme vom 1. Februar 2016, IV-act. 79-2). Es ist demnach mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass durch die vom Beschwerdeführer genannten 

Faktoren keine Verfälschung der Testresultate stattfand.

3.4  Neben den neuropsychologischen Testresultaten erhob der psychiatrische 

Gutachter Dr. L.___ weitere Inkonsistenzen, namentlich zwischen den geltend 

gemachten Beschwerden und den erhobenen Befunden. Er führte aus, der 

Beschwerdeführer habe eine nicht nachvollziehbare Ausprägung der Symptomatik mit 

Defiziten, die sonst nur bei Menschen mit Demenzen aufträten, beschrieben (IV-act. 

65-8). Der Beschwerdeführer berichte, er versuche während zwei Stunden zu arbeiten; 

für den Haushalt habe er eine Unterstützung. Weiter gehe er für eine bis zwei Stunden 

spazieren, mache Qi Gong und Rückengymnastik. Ansonsten schlafe er am Vor- und 

Nachmittag. Er sei vergesslich wie ein 99-Jähriger und könne bei seinem Mobiltelefon 

lediglich die Notizfunktion nutzen (IV-act. 65-25 f.). Die Angaben des 

Beschwerdeführers seien nicht mit einem psychiatrischen Störungsbild - insbesondere 

nicht mit demjenigen einer Depression - in Einklang zu bringen gewesen (IV-act. 81-1 

f., IV-act. 65-9, 34). In der Untersuchung sei der formale Gedankengang geordnet 

gewesen. Merkfähigkeit, Kurz- und Langzeitgedächtnis und Intelligenzniveau seien 

unauffällig gewesen. Die Grundstimmung sei ausgeglichen und die affektive 

Stimmungsfähigkeit nicht beeinträchtigt gewesen. Es habe keine Affektlabilität oder 

Affektinkontinenz bestanden und es habe keine Interesselosigkeit, kein ausgewiesener 

Rückzug und keine Anhedonie erfragt werden können. Es hätten sich Hinweise auf eine 

narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung, nicht aber auf eine Persönlichkeitsstörung 

gefunden. Urteils- und Kritikfähigkeit seien erhalten gewesen (IV-act. 65-29 f.). Die 

Fähigkeiten zur Anpassung an Regeln und Routinen, zur Planung und Strukturierung 

von Aufgaben, zur Flexibilität und Umstellung, zur Anwendung fachlicher 

Kompetenzen, die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die 

Selbstbehauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Gruppenfähigkeit, die 

Fähigkeit zu familiären bzw. intimen Beziehungen und zu Spontan-Aktivitäten, zur 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Selbstpflege sowie die Verkehrsfähigkeit seien nicht beeinträchtigt (IV-act. 65-36). Der 

psychiatrische Gutachter schloss aus den erwähnten Inkonsistenzen auf Simulation 

oder Aggravation und diagnostizierte eine (aggravierte) Neurasthenie sowie 

akzentuierte Persönlichkeitszüge, welche die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkten (IV-

act. 65-8, 32 ff.).

3.5  Zur vom behandelnden Dr. H.___ diagnostizierten Depression führte der 

psychiatrische Gutachter an, es sei nicht erklärbar, warum ein depressives 

Krankheitsbild über einen derart langen Zeitraum, trotz einer massiven therapeutischen 

Intervention, nahezu unverändert persistiere beziehungsweise laut den Angaben des 

Versicherten sogar noch zunehme (IV-act. 65-32). Die Intensität einer dreimal 

wöchentlichen Therapie entspräche bei den geltend gemachten Beschwerden nicht 

den gültigen Leitlinien (IV-act. 65-34). Diese Einschätzung wird durch Dr. P.___ 

bestätigt, der - im Gegensatz zu den behandelnden Ärzten und zur Vorgutachterin Dr. 

J.___ (vgl. Arztberichte Dr. H.___ vom 20. April 2014, IV-act. 31, und vom 25. 

September 2014, IV-act. 41; Gutachten Dr. J.___ vom 3. September 2014, Fremdakten, 

act. 2-2 ff.; Austrittsbericht Klinik K.___ vom 23. Dezember 2014, IV-act. 49-10 ff.) - 

eine Depression ebenfalls ausschloss und ausführte, die Therapie sei als solche unter 

dem "Deckmantel" einer schweren Depression durchgeführt worden. Die 

Therapiehäufigkeit von drei Sitzungen wöchentlich sei nicht plausibel. Der 

Beschwerdeführer selbst gebe an, dass er unter den Medikamenten nun zwei Jahre 

lang eigentlich ständig müde gewesen sei und keine Verbesserung, sondern eine 

Verschlechterung erlitten habe (Fremdakten, act. 4-5 f.). Dr. P.___ erfasste die 

Auswirkungen der in letzter Zeit für den Beschwerdeführer belastenden Situation als 

Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10: F43.22; 

Fremdakten, act. 4-7) und hielt ein "Absitzen" der Therapie mit Blick auf eine IV-

Berentung ebenfalls für möglich (Fremdakten, act. 4-6). Dr. J.___ hatte in ihrem 

Gutachten vom 3. September 2014 aufgrund der von ihr diagnostizierten 

mittelschweren depressiven Episode zwar eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert, 

jedoch abschliessend festgehalten, es handle sich um ein behandelbares Leiden, 

welches keine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründe (Fremdakten, act. 2-11 f., 13). 

Dr. L.___ erhob im Befund sodann Hinweise auf eine narzisstische 

Persönlichkeitsakzentuierung, nicht aber auf eine Persönlichkeitsstörung (IV-act. 

65-30). Dr. P.___ hielt zur Persönlichkeit des Beschwerdeführers fest, die Zuneigungs-, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Geltungs- und Aufmerksamkeitsbedürftigkeit, sein Wunsch nach einer starken 

männlichen Identität, seine Identitätsunsicherheit deswegen und die sehr grossen 

Minderwertigkeitsgefühle seien sicher nahe an einer Persönlichkeitsstörung 

(akzentuierte Persönlichkeitszüge, ICD-10: Z73.1), oder das Störungsmass sei gemäss 

ICD-10 erfüllt (kombinierte Persönlichkeitsstörung, ICD-10: F61). Grundsätzlich würde 

der Beschwerdeführer bei günstiger Umgebung, d.h. mit ihm wohlwollenden 

Menschen, die ihn in seinen Minderwertigkeitsgefühlen nicht ständig kränkten, 

womöglich gut funktionieren, wäre auch arbeitsfähig (Fremdakten, act. 4-7). Die 

Beurteilungen von Dr. L.___ und Dr. P.___ stimmen somit auch darin überein, dass 

grundsätzlich keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Persönlichkeitsstörung 

besteht. Eine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Diagnose einer 

Persönlichkeitsstörung erhoben auch Dr. J.___ (Fremdakten, act. 2-8 ff.) und die 

behandelnden Fachärzte (vgl. Arztberichte Dr. H.___ vom 20. April 2014, IV-act. 31, und 

vom 25. September 2014, IV-act. 41; Austrittsbericht Klinik K.___ vom 23. Dezember 

2014, IV-act. 49-10 ff.) nicht.

3.6  Zusammenfassend stellte nicht nur der Gutachter der SMAB, Dr. L.___, keine die 

Arbeitsfähigkeit auf Dauer einschränkende psychiatrische Erkrankung fest, sondern 

auch Dr. P.___ und Dr. J.___ kamen zu diesem Ergebnis. Ob zusätzlich aufgrund einer 

fehlenden leitliniengerechten Behandlung auf einen nicht ausgeprägten Leidensdruck 

geschlossen werden kann (so Dr. L.___, IV-act. 65-35), erweist sich in Anbetracht der 

neuropsychologischen Testergebnisse und der in der psychiatrischen Untersuchung 

erhobenen Befunde und Inkonsistenzen als von untergeordneter Bedeutung. Immerhin 

ist hierzu anzumerken, dass der Beschwerdeführer gegenüber dem psychiatrischen 

Gutachter angab, er nehme 375 mg Mefenacid (ein Schmerzmittel) ein (IV-act. 65-26), 

während vom behandelnden Psychiater und den neuropsychologischen und 

orthopädischen Gutachterinnen eine antidepressive Medikation mit Venlafaxin und 

Trittico (beides Antidepressiva, vgl. www.compendium.ch) erwähnt wird (Arztbericht Dr. 

H.___ vom 8. März 2015, IV-act. 54-2; orthopädisches Teilgutachten IV-act. 65-40, 51). 

Bei der Festnahmeeröffnung am 1. April 2016 erklärte der Beschwerdeführer, 375 mg 

Venlafaxin einzunehmen, wobei eine vorübergehend in seinem Haushalt lebende 

Person offenbar ausgesagt hatte, er habe die Medikamente nicht eingenommen, da er 

davon müde geworden sei (Fremdakten, act. 4-45 f.). Dies erscheint auch angesichts 

seiner Äusserung gegenüber Dr. P.___, dass er unter deren Wirkung nun zwei Jahre 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

lang eigentlich ständig müde gewesen sei (Fremdakten, act. 4-6), als plausibel. In der 

Vorabstellungnahme von Dr. P.___ wird zudem festgehalten, dass man bei der 

Hausdurchsuchung diverse volle Packungen Medikamente gefunden haben soll 

(Fremdakten, act. 4-6).

3.7  Gesamtbetrachtend ist das SMAB-Gutachten schlüssig und nachvollziehbar. Im 

Konsens wurden die massgeblichen Indikatoren gemäss strukturiertem 

Beweisverfahren abgehandelt (IV-act. 65-20 ff.). Auffällig erscheint schliesslich, dass 

der Beschwerdeführer einerseits Schlafstörungen beklagte (Gutachten Dr. J.___, 

Fremdakten, act. 2-8) und andererseits angab, bis zu 16 Stunden zu schlafen 

(psychiatrisches Teilgutachten, IV-act. 65-26; Vorabstellungnahme Dr. P.___, 

Fremdakten, act. 4-6). Ebenso fällt auf, dass sich der Beschwerdeführer gegenüber 

dem Krankentaggeldversicherer und dessen Gutachterin als selbständigerwerbender 

Treuhänder mit einem jährlichen Einkommen von mehr als Fr. 100'000.-- präsentierte 

(Fremdakten, act. 1-3 und 2-3) diese selbständige Tätigkeit im IV-Verfahren 

demgegenüber nicht erwähnte bzw. als minimal darstellte (vgl. IV-act. 12-4 und 15-5). 

Weiterer Klärungsbedarf besteht jedoch nicht. Es ist vielmehr gestützt auf das 

beweiskräftige Gutachten von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in angestammter und 

angepasster Tätigkeit auszugehen. Retrospektiv attestierten die Gutachter der SMAB 

AG dem Beschwerdeführer eine invalidenversicherungsrechtlich relevante 

Arbeitsunfähigkeit lediglich für die Zeiten der Hospitalisationen (IV-act. 65-16, 36 f., 48). 

Von einer länger dauernden insbesondere depressionsbedingten Arbeitsunfähigkeit ist 

demnach nicht auszugehen.

4. 

4.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

und durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt. Der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 16.08.2018
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss beweistauglichem Gutachten fehlen konsistente Befunde, welche die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschränken. Insbesondere ist die von den behandelnden Ärzten diagnostizierte Depression nicht plausibel (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. August 2018, IV 2016/315).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T05:52:52+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen