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**Case Identifier:** bba88339-72ce-54ae-bdc7-045d6fac8876
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-03-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.03.2017 200 2015 336
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-336_2017-03-30.pdf

## Full Text

200 15 336 IV
KNB/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. März 2017

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Fürsprecherin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. März 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/2015/336, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborenen A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
wurde am 12. November 2008 nach einer Koronarangiographie ein fal-
sches Medikament (Heroin) verabreicht (Akten der Invalidenversicherung 
[IV; Antwortbeilage {AB}] 26.39 S. 2 f., 26.40). Der Unfallversicherer, wel-
cher bezüglich dieses Ereignisses die gesetzlichen Leistungen ausrichtete 
(vgl. u.a. AB 26.13 S. 2, 26.28), liess die Versicherte in der Folge in der 
Begutachtungsstelle C.________ begutachten (Gutachten vom 24. Mai 
2011 [AB 34.2]). Gestützt auf die Erkenntnisse der getätigten Erhebungen 
wurde am 18. Juni 2012 (AB 42.1 S. 10 ff.) die Leistungseinstellung per 31. 
Dezember 2011 verfügt. Diese Verfügung wurde vom Unfallversicherer mit 
Einspracheentscheid vom 25. Februar 2013 (AB 49.3) wie auch vom Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern mit unangefochten gebliebenem Urteil 
vom 13. September 2013, UV/13/216 (AB 52), bestätigt.

B.

In der Zwischenzeit hatte sich die Versicherte im Mai 2009 unter Hinweis 
auf eine seit dem Ereignis vom 12. November 2008 bestehende posttrau-
matische Belastungsstörung bei der IV zum Leistungsbezug angemeldet 
(AB 2). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) 
medizinische und erwerbliche Erhebungen durch. 

Mit Schreiben vom 12. Februar 2014 (AB 61) teilte sie der Versicherten mit, 
zur Klärung der Leistungsansprüche sei eine polydisziplinäre Begutachtung 
notwendig. Die Versicherte zeigte sich mit Schreiben vom 25. Februar 2014 
(AB 67) mit der in Aussicht gestellten polydisziplinären Begutachtung nicht 
einverstanden und verlangte eine Verlaufsbegutachtung durch die „bisheri-
gen“ Gutachter der Begutachtungsstelle C.________. Mit Verfügung vom 
7. März 2014 (AB 68) hielt die IVB an dem in Aussicht gestellten Vorgehen 
wie auch am Fragenkatalog fest. Auf die dagegen erhobene Beschwerde 

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(AB 69) trat das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit unangefochten 
gebliebenem Urteil vom 20. August 2014, IV/14/320 (AB 76), nicht ein.

C.

In der Folge teilte die IVB der Versicherten mit Schreiben vom 22. Septem-
ber 2014 (AB 80) mit, die polydisziplinäre Begutachtung werde durch die 
MEDAS in ... durchgeführt. Gestützt auf das entsprechende Gutachten vom 
13. Januar 2015 (AB 88.1) und einen Abklärungsbericht Haushalt vom 9. 
Februar 2015 (AB 90) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 12. Februar 
2015 (AB 91) die Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht. Für den 
Zeitraum nach Ablauf des Wartejahres im November 2009 ermittelte sie in 
Anwendung der gemischten Methode (30 % Erwerbstätigkeit, 70 % Aufga-
benbereich Haushalt) einen Invaliditätsgrad von 35 %, ab Dezember 2011 
liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden mehr vor. Nach dagegen 
vorgebrachten Einwänden (AB 94) und Stellungnahme durch den Ab-
klärungsdienst (AB 97) verfügte die IVB am 24. März 2015 (AB 98) wie 
angekündigt.

D.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecherin 
B.________, mit Eingabe vom 14. April 2015 Beschwerde mit den folgen-
den Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 24. März 2015 sei auf-
zuheben.

2. Es sei der Beschwerdeführerin ab dem 1. November 2009 bis zum 
31. Januar 2012 bei einem Invaliditätsgrad von 86 % eine ganze IV-
Rente auszurichten.

3. Es sei der Beschwerdeführerin ab dem 1. September 2013 bei einem 
Invaliditätsgrad von 54 % eine halbe IV-Rente auszurichten.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -.

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Mai 2015 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch 
die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b 
ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten 
sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. März 2015 
(AB 98). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG). Mit dieser Regelung sind die bisher ungeschriebenen 
Rechtsgrundsätze und insbesondere die Rechtsprechung zur Ausschei-
dung der invaliditätsfremden Faktoren und zum Zumutbarkeitsprinzip neu 
ausdrücklich im Gesetz festgehalten (BGE 140 V 197 E. 6.2.1 S. 199, 135 
V 215 E. 7.3 S. 230; Botschaft zur 5. IVG-Revision, BBl 2005 4530 ff.).

2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens 
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein-
schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern 
es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, 
die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehen-

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den ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesell-
schaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab 
zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281). Ausgangspunkt der An-
spruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. Eine Einschränkung 
der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann anspruchserheblich sein, wenn 
sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwand-
frei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285).

2.2.2 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstren-
gung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in 
Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen „Validität" der versicherten Person auszuge-
hen ist (E. 3.7.2).

Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird – gemäss erwähntem Ent-
scheid – durch einen strukturierten, normativen Prüfungsraster ersetzt. An-
hand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine ergebnisoffene symme-
trische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungshindernder äus-
serer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Res-
sourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (E. 
3.6). Es gilt neu im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systemati-
sierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), welche sich in die Kate-
gorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3) und „Konsistenz“ einteilen las-
sen (E. 4.4). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die Anerken-
nung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn 
die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitli-
chen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren 
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Be-
weislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person 
zu tragen (E. 6).

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2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4

2.4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 141 V 15 E. 3.2 S. 20, 125 V 146 E. 2a S. 150).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 

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und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

2.7 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

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3.

3.1 Den medizinischen Akten ist – soweit entscheidwesentlich – das 
Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Im Austrittsbericht des Spitals D.________ vom 20. November 
2008 (AB 26.39 S. 2 f.) wurde ein belastungsabhängiger, nichtkoronarer 
Thoraxschmerz, eine iatrogene Opiatintoxikation, eine Hyperthyreose so-
wie eine Nervenreizsymptomatik des Nervus peronaeus lateralis unklarer 
Genese diagnostiziert. Die Patientin sei am 12. November 2008 wegen 
Thoraxschmerzen zur Koronarangiographie eingetreten. Bei der Herzunter-
suchung habe sich ein unauffälliger Befund gezeigt. Nach einer irrtümlichen 
Verabreichung eines Teils einer Heroindosis habe die Patientin eine aus-
geprägte Atemdepression entwickelt und es sei zu einem hypoxisch be-
dingten Krampfanfall gekommen, der umgehend mit Valium habe unterbro-
chen werden können. Daraufhin sei die Patientin auf die Intensivstation 
verlegt und intubiert worden. Auf Naloxon-Gaben sei sie soweit aufgeklart, 
dass sie nach kurzer Zeit wieder habe extubiert werden können. In der Fol-
ge sei sie stets kardiopulmonal stabil und am Folgetag allseits gut orientiert 
gewesen. Es hätten leichte Kopfschmerzen und ein generelles Unwohlsein 
persistiert, dies sei im Verlauf aber weitgehend regredient gewesen. Kli-
nisch-neurologisch hätten sich im Verlauf keine Auffälligkeiten gefunden. 
Das durchgeführte Schädel-MRI habe einen Normalbefund gezeigt. Auf-
grund der raschen Wiederherstellung eines suffizienten Gasaustausches 
nach der iatrogenen Opiatüberdosierung seien mittelfristig keine neurologi-
schen Residuen zu erwarten.

3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie FMH, 
führte im Bericht vom 24. Mai 2010 (AB 31.2 S. 1 f.) aus, die Beschwerde-
führerin habe als Folge der Heroininjektion eine posttraumatische Belas-
tungsstörung (PTBS; ICD-10: F43.1) entwickelt. Es bestünden eine starke 
allgemeine Ängstlichkeit, panikartige Ängste bei Reizen, die an das 
während des Spitalaufenthaltes erlittene Trauma erinnerten, eine Geräu-
schempfindlichkeit und Schreckhaftigkeit, Ängste in Menschenansammlun-
gen, ein reduziertes Selbstwertgefühl, Stimmungsschwankungen, 
Schlafstörungen mit Angstträumen sowie Verkrampfungen im Schulter-/Na-

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ckenbereich mit starken Kopfschmerzen. Zudem klage die Beschwerdefüh-
rerin über Konzentrations-, Gedächtnis- und Wortfindungsstörungen. Diese 
Symptomatik sei seit dem Beginn der Behandlung (Dezember 2008) voll 
ausgebildet. Weiter führte der Arzt aus, ein Teil der Konzentrations- und 
Gedächtnisstörungen könnte durch die PTBS bedingt sein. Die Wortfin-
dungsstörungen seien aber nicht typisch und sprächen eher für eine hirn-
organische Genese. Die Patientin sei im angestammten Beruf weiterhin zu 
100 % arbeitsunfähig. Aufgrund der in der letzten Zeit erzielten Fortschritte 
sei trotz des chronifizierten Verlaufs mit einer Verbesserung zu rechnen.

3.1.3 Die Fachärzte der Begutachtungsstelle C.________ diagnostizier-
ten im polydisziplinären Gutachten vom 24. Mai 2011 (AB 34.2) eine 
schwere depressive Episode (bzw. gemäss Anamnese eine chronische 
Depression; ICD-10: F33.2) bei einer chronisch verlaufenden PTBS (ICD-
10: F43.1), eine substituierte Hypothyreose seit Jahren (ICD-10: E03.9) 
sowie Sensibilitätsstörungen am linken Fussrücken (ICD-10: G60.8; S. 47 
Ziff. 6 und S. 60 Ziff. 11).

Die Gutachter hielten fest, die Patientin habe auf die Heroingabe mit einer 
Apnoe (Atemstillstand) reagiert, die gemäss Aktenlage jedoch höchstens 
eine Minute gedauert habe. Ein Kreislaufstillstand habe nie bestanden. 
Auch sei ein durch Heroin ausgelöster epileptischer Anfall eher unwahr-
scheinlich. Dagegen könnte es sich um hypoxisch bedingte Myoklonien 
aufgrund des Atemstillstandes gehandelt haben (S. 39 f.). Nach einer ein-
maligen Verabreichung von Heroin seien keine bleibenden neurologischen 
Symptome zu erwarten. Eine solche Komplikation sei in der Literatur nie 
beschrieben worden. Dies betreffe insbesondere die festgestellten minimen 
und für sich betrachtet nicht abnormen Bewegungsstörungen. Diese seien 
im Rahmen der starken Nervosität und Angespanntheit der Patientin 
während der Untersuchung zu interpretieren, während welcher sie zum Teil 
auch hyperventiliert habe. Hinweise für eine unabhängige Bewegungs-
störung ergäben sich nicht (S. 45 f.). Bei der Patientin liege eine erlebnis-
reaktive Störung mit Ängsten vor, welche früh im Verlauf aufgetreten sei 
und gemäss den früh festgehaltenen Symptomen einer PTBS entsprochen 
habe. Solche Störungen hätten keine Korrelation zu somatischen Befun-
den. Eine hirnorganische Genese des psychischen Zustandsbildes könne 

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mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. 
Sowohl der Verlauf wie auch die angegebenen Symptome und der aktuell 
nachweisbare psychopathologische Befund sprächen für eine schwere de-
pressive Episode im Zusammenhang mit einer PTBS (S. 53 Ziff. 5.7 und 
S. 58 Ziff. 7). Insbesondere gehörten die bestehenden Konzentrations- und 
Aufmerksamkeitsstörungen sowie die geklagten kognitiven Beschwerden 
zu den Symptomen einer PTBS. Zusammen mit der Tatsache, dass eine 
kurze Apnoe bestanden und das MRI keine strukturelle Veränderung im 
Gehirn gezeigt habe, müsse das Ergebnis der neuropsychologischen Un-
tersuchung im Spital F.________, welche nur minimale Beeinträchtigungen 
der geteilten Aufmerksamkeit ergeben habe, als klares Indiz gewichtet 
werden, dass das Gehirn der Beschwerdeführerin keinen strukturellen 
Schaden genommen habe (S. 44). Schliesslich führten die Gutachter aus, 
aufgrund der psychischen Störung bestehe (zurzeit) sowohl in der ange-
stammten Tätigkeit als ... wie auch in einer angepassten Tätigkeit eine 
massive Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % (S. 53 
f. Ziff. 6.1 und 6.2). Die weitere Behandlung der psychischen Störung sei 
dringend angezeigt. Mit dieser könne der Gesundheitszustand und die Ar-
beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin voraussichtlich namhaft verbessert 
werden (S. 55 f. Ziff. 7.1).

3.1.4 Dem Gutachten der MEDAS vom 13. Januar 2015 (AB 88.1) las-
sen sich die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
entnehmen (AB 88.1 S. 43):

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig ausge-
prägt;

- Posttraumatische Belastungsstörung mit chronischem Verlauf bei:
- Status nach akzidenteller Heroininjektion am 12. November 2008.

Sowohl aus internistischer wie auch aus neurologischer Sicht liege keine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (AB 88.1 S. 22, S. 30), das neuro-
psychologische Testprofil habe keine kognitiven Beeinträchtigungen ge-
zeigt (AB 88.1 S. 42).

Der psychiatrische Gutachter führte aus, infolge der fälschlicherweise er-
folgten Heroininjektion sei es bei der Versicherten zum völligen Bruch mit 
ihrem bisherigen Leben gekommen. Sie habe eine Anpassungsstörung 

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entwickelt, die sich aufgrund der Zeit und der Symptomatik in eine post-
traumatische Belastungsstörung entwickelt habe. Anlässlich der aktuellen 
Exploration hätten sich weiterhin Symptome einer posttraumatischen Be-
lastungsstörung gezeigt. Es bestünden diffuse Ängste und Unsicherheiten 
in allen Lebensbereichen. Die Versicherte habe es jedoch geschafft, eine 
gewisse Autonomie wiederzuerlangen. Sie arbeite aktuell zu 40 % bei der 
H.________ mit einem eingeschränkten Arbeitsprofil. Wegen ihrer Ängste 
sei es ihr nicht möglich, Spritzen zu verabreichen oder Verantwortung zu 
tragen. Sie exponiere sich in diesem Bereich nicht. Es bestünden ein Ver-
meidungsverhalten, eine soziale Isolation und ein ständiges unbestimmtes 
Angsterlebnis (AB 88.1 S. 35 f.). 

Die Gutachter beurteilten die Explorandin als zu 50 % arbeitsfähig, wobei 
sich die Einschränkung allein aus psychischen Gründen ergebe. Die aktuel-
le Einschätzung gelte seit der Wiederaufnahme der H.________-Tätigkeit 
im Frühjahr (richtig: Dezember [AB 58 S. 1 Ziff. 2.1]) 2011. Vorgängig habe 
zwischen November 2008 bis zu jenem Zeitpunkt eine vollständige Arbeits-
unfähigkeit vorgelegen. Im Haushalt ergebe sich eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit von 10 %, ebenfalls aus psychischen Gründen. Es bestehe 
eine vermehrte Erschöpfbarkeit, die Explorandin brauche mehr Pausen, 
habe gewisse Einschränkungen bspw. beim Einkaufen oder bei der Pla-
nung komplexerer Abläufe (AB 88.1 S. 45).

3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte die vorliegend angefochtene Ver-
fügung vom 24. März 2015 (AB 98) auf die Gutachten der Begutachtungs-
stelle C.________ vom 24. Mai 2011 (AB 34.2) und der MEDAS vom 13. 
Januar 2015 (AB 88.1). Beide Gutachten erfüllen die von der höchstrichter-
lichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts 
gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.6 hiervor und hinsichtlich des Gutach-
tens der Begutachtungsstelle C.________ bereits VGE UV/13/216, E. 3.3), 
weshalb ihnen volle Beweiskraft zukommt. Dies ist zwischen den Parten 
denn auch unbestritten.

3.3 Für den Zeitraum nach Ablauf des Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG) im November 2009 ging die Beschwerdegegnerin, der Einschät-
zung der Gutachter der Begutachtungsstelle C.________ folgend (AB 34.2 
S. 53 f. Ziff. 6.1), von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 80 % in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/2015/336, Seite 13

jeglicher Tätigkeit aus (AB 90 S. 5 Ziff. 3.8). Demgegenüber hält die Be-
schwerdeführerin dafür, im genannten Zeitraum sei gestützt auf das ME-
DAS-Gutachten von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbe-
reich auszugehen (Beschwerde, S. 18).

Es ist festzustellen, dass die Gutachter der MEDAS ab November 2008 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % aus psychiatrischen Gründen attestieren 
(AB 88.1 S. 45 Ziff. 10), sich jedoch nicht mit der davon abweichenden 
früheren Einschätzung der Gutachter der Begutachtungsstelle C.________ 
auseinandersetzen. Letztere ist mit Blick auf den von den Gutachtern erho-
benen psychopathologischen Befund sowie den Schweregrad der Sym-
ptomatik (AB 34.2 S. 37 f.) schlüssig und nachvollziehbar. Da zudem das 
im Mai 2011 erstellte Gutachten der Begutachtungsstelle C.________ zeit-
lich näher am zu beurteilenden Zeitpunkt liegt und dementsprechend dies-
bezüglich aussagekräftiger ist als das erst knapp vier Jahre später erstellte 
MEDAS-Gutachten, ist mit der Beschwerdegegnerin für die Zeit ab Novem-
ber 2009 von einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % auszugehen.

3.4 Für den Zeitraum ab Dezember 2011 verneinte die Beschwerde-
gegnerin in Anwendung der (damaligen) bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung zur Überwindbarkeit von „pathogenetisch-ätiologisch unklaren syn-
dromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage“ 
(BGE 137 V 64 E. 4.1 S. 67, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 
S. 50, 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354) das Vorliegen eines invalidisierenden 
Gesundheitsschadens (AB 98 S. 2; AB 90 S. 5 Ziff. 3.8). Die Beschwerde-
führerin bringt dagegen vor, diese Rechtsprechung sei auf die bei ihr dia-
gnostizierten Leiden nicht anwendbar (Beschwerde S. 8) und selbst wenn 
dies der Fall wäre, seien die Morbiditätskriterien erfüllt, womit von einer 
Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszugehen sei (Beschwerde S. 14).

Wie es sich bezüglich der Anwendbarkeit der damaligen Rechtsprechung 
mit Bezug auf die diagnostizierte PTBS verhält, kann offen bleiben: In BGE 
142 V 342 E. 5.2.3 S. 347 f. hat das Bundesgericht (BGer) jedenfalls fest-
gehalten, soweit es darum gehe, die Auswirkungen der Störung auf das 
Leistungsvermögen bzw. die Arbeitsfähigkeit zu erheben und zu gewichten, 
bedürfe es gerade auch bei der PTBS des „konsistenten Nachweises“ mit-
tels „sorgfältiger Plausibilitätsprüfung“. Dafür liege die besondere Eignung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/2015/336, Seite 14

des strukturierten Beweisverfahrens unter Verwendung der Standardindika-
toren nach Massgabe von BGE 141 V 281 E. 4.1.3 vor dem rechtlichen 
Hintergrund des Art. 7 Abs. 2 ATSG auf der Hand (E. 5.2.3). 

Damit ist nachfolgend in Anwendung der Praxis nach BGE 141 V 281 zu 
prüfen, ob der im MEDAS-Gutachten vom 13. Januar 2015 attestierten Ar-
beitsunfähigkeit von 50 % (AB 88.1 S. 45) aus rechtlicher Sicht zu folgen 
ist. Das Gutachten lässt eine schlüssige Beurteilung dieser Rechtsfrage zu 
(BGE 141 V 281 E. 5 S. 304), so verlieren denn auch „altrechtliche“ Exper-
tisen gemäss Bundesgericht nicht per se ihren Beweiswert (BGE 141 V 281 
E. 8 S. 309).

3.4.1 Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ ist zunächst 
der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu prüfen (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.1 S. 298 f.). Hier ist festzuhalten, dass die Ausprägung der diagno-
serelevanten Befunde und Symptome sich als nicht übermässig erweist. So 
ist die Beschwerdeführerin in der Lage, ab 5:45 Uhr morgens entsprechend 
ihren häuslichen und erwerblichen Verpflichtungen einem strukturierten 
Tagesablauf zu folgen (AB 88.1 S. 19, S. 32). Betreffend „Behandlungser-
folg oder -resistenz“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist zu bemerken, 
dass sich die Beschwerdeführerin keiner psychiatrischen oder psychothe-
rapeutischen Therapie mehr unterzieht, sondern lediglich den Hausarzt 
einmal pro Monat aufsucht (AB 88.1 S. 19, S. 32). Hinsichtlich der „psychia-
trischen Komorbidität“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.) ist folgendes 
festzustellen: Die MEDAS-Gutachter führten die (gegenwärtig mittelgradig 
ausgeprägte) depressive Störung im Gegensatz zu den Gutachtern der 
Begutachtungsstelle C.________ als eigenständige Diagnose neben der 
PTBS auf (AB 88.1 S. 43; 34.2 S. 47), ohne dies jedoch näher zu begrün-
den. Die Gutachter der Begutachtungsstelle C.________ hingegen hielten 
dazu fest, die Symptome der affektiven Störung (depressive Symptome) 
seien im Verlauf korrekterweise als PTBS diagnostiziert worden (AB 34.2 
S. 43), was denn auch den Diagnosekriterien der ICD-10 entspricht (ICD-
10: F43.1). Insofern ist am Vorliegen einer neben der PTBS bestehenden 
depressiven Erkrankung zu zweifeln. Selbst wenn jedoch den MEDAS-
Gutachtern zu folgen wäre, erfüllte die diagnostizierte mittelgradig ausge-
prägte depressive Episode das Kriterium einer psychiatrischen Komorbi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/2015/336, Seite 15

dität nicht, fehlt es doch an einer konsequenten Depressionstherapie, de-
ren Scheitern nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung das Leiden erst 
als resistent ausweisen würde (vgl. Entscheid des BGer vom 29. April 
2013, 9C_667/2013, E. 4.3.2). Insofern kann bezüglich dieser Diagnose 
nicht auf einen invalidisierenden Gesundheitsschaden geschlossen werden 
(vgl. Entscheid des BGer vom 29. Oktober 2013, 9C_454/2013, E. 4.1). 

Was den Komplex „Persönlichkeit“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302) anbe-
langt, sind keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass die Persönlichkeit 
der Beschwerdeführerin ein Leistungsvermögen ausschlösse. Vielmehr hat 
sie es geschafft, ihre Ressourcen zu mobilisieren und „eine gewisse Auto-
nomie wiederzuerlangen“ (AB 881. S. 35), was sich insbesondere darin 
zeigt, dass sie im Jahre 2011 wieder eine Arbeitstätigkeit aufgenommen 
hat.

Hinsichtlich des „sozialen Kontextes“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303 f.) 
lässt sich dem Gutachten entnehmen, dass eine soziale Isolation bestehe 
(AB 88.1 S. 36). Diese ist jedoch – auch unter Mitberücksichtigung der 
40 %-igen ausserhäuslichen Tätigkeit – nicht als ausgeprägt zu betrachten, 
zumal sie auch Kolleginnen zu Besuchen empfängt und gelegentlich zu-
sammen mit einer Kollegin reitet (AB 88.1 S. 32).

3.4.2 In der Kategorie „Konsistenz“ (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303 f.) 
besteht keine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen 
vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.), ins-
besondere scheint die Beschwerdeführerin in der Haushaltsführung we-
sentlich geringer eingeschränkt zu sein als im Erwerbsleben, so attestierten 
die Gutachter diesbezüglich denn auch lediglich eine Einschränkung von 
10 % (AB 88.1 S. 45 Ziff. 11). Therapeutische Optionen (BGE 141 V 281 
E. 4.4.2 S. 304) nimmt sie – abgesehen von der Einnahme von Medika-
menten – nicht in Anspruch, obwohl eine nach dem Ereignis begonnene 
Gesprächstherapie offenbar hilfreich gewesen ist (AB 88.1 S. 32). Die Gut-
achter erachten einen länger dauernden stationären Aufenthalt in einer 
spezialisierten Klinik als Möglichkeit, eine relevante Verbesserung der psy-
chischen Situation zu erreichen. Die Motivation der Beschwerdeführerin zu 
einem derartigen stationären Aufenthalt sei aber gering (AB 88.1 S. 45 
Ziff. 12). Insofern ist nicht von einem hohen Leidensdruck auszugehen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/2015/336, Seite 16

3.4.3 In der Gesamtbetrachtung erweisen sich die geltend gemachten 
funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten psychischen 
Beeinträchtigungen anhand der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 
281 nicht als überwiegend wahrscheinlich erstellt. Der im MEDAS-
Gutachten attestierten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der Höhe von 
50 % (AB 88.1 S. 45 Ziff. 11) ist damit aus rechtlicher Sicht nicht zu folgen, 
vielmehr ist das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens ab 
Dezember 2011 (AB  58 S. 1 Ziff. 2.1) zu verneinen.

4.

4.1 In Bezug auf die Berechnung des Invaliditätsgrades für den Zeit-
raum von November 2009 (Ablauf des Wartejahres) bis Dezember 2011 
basiert die angefochtene Verfügung vom 24. März 2015 (AB 98) auf dem 
Abklärungsbericht Haushalt vom 9. Februar 2015 (AB 90) sowie der Stel-
lungnahme des Abklärungsdienstes vom 24. März 2015 (AB 97). Davon 
ausgehend, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit (bis zur 
Trennung vom Ehemann im September 2013 [AB 90 S. 4 Ziff. 3.5]) zu 30 % 
erwerbstätig und zu 70 % im Haushalt tätig gewesen wäre, wurde ein Ge-
samtinvaliditätsgrad von gewichtet 35 % ermittelt.

Der im Abklärungsbericht festgelegte Status blieb von der Beschwerdefüh-
rerin unbestritten bzw. wurde von dieser implizit anerkannt (Beschwerde 
S. 18). Es liegen keine Hinweise vor, die eine Anpassung des Status erfor-
dern würden. Damit ist nachfolgend der Invaliditätsgrad für den Zeitraum 
von November 2009 bis Dezember 2011 anhand der gemischten Methode 
zu ermitteln (vgl. E. 2.4.2 hiervor).

4.2 Zunächst ist die Einschränkung im Erwerbsbereich zu bestimmen.

4.2.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Bei 
Ablauf des Wartejahres im November 2009 und IV-Anmeldung im März 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/2015/336, Seite 17

2009 (AB 2) beginnt der Rentenanspruch frühestens am 1. November 2009 
(Art. 28 Abs. 1 lit. b sowie Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG). Auf diesen Zeitpunkt 
hin ist nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

4.2.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325).

Die Beschwerdeführerin arbeitete vor dem Ereignis vom 12. November 
2008 als ... bei der G.______AG und erzielte dort zuletzt ein Einkommen 
von Fr. 25‘804.-- (AB 12 S. 3 [Eintrag für 2008]; 18 S. 2). Dies entspricht 
indexiert auf das Jahr 2009 einem Valideneinkommen von Fr. 26‘323.-- (Fr. 
25‘804.-- / 104.5 x 106.6 [BFS, Tabelle T1.05, Nominallohnindex, Position 
85, Index 2008 bzw. 2009]).

4.2.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Da die Beschwerdeführerin die ihr im massgebenden Zeitpunkt zumutbare 
Arbeitsfähigkeit von 20 % (vgl. E. 3.3) nicht verwertete, hat die Beschwer-
degegnerin das Invalideneinkommen korrekterweise anhand eines Tabel-
lenlohnes bestimmt (AB 90 S. 6). Unter Berücksichtigung der Tabelle TA1 
2008, „Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirtschaftsabteilungen, 
Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater Sektor“, 
Pos. 86 (Gesundheitswesen), Anforderungsniveau 3 („Berufs- und Fach-
kenntnisse vorausgesetzt“), Frauen, ergibt sich unter Berücksichtigung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/2015/336, Seite 18

gutachterlich festgestellten zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 20 % ein auf 
das Jahr 2009 indexiertes Jahreseinkommen von Fr. 14‘447.-- (Fr. 5‘674.-- 
x 12 Monate / 40 Wochenstunden x 41.6 Wochenstunden [BUA, Pos. 86, 
2008] / 104.5 x 106.6 [BFS, Tabelle T1.05, Nominallohnindex, Position 85, 
Index 2008 bzw. 2009] x 0.2).

4.2.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (vgl. 
E. 4.2.2 und 4.2.3 hiervor) resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 11‘876.-- 
bzw. ein Invaliditätsgrad von 45 %. Damit ergibt sich für den Teilbereich 
Erwerbstätigkeit ein gewichteter Invaliditätsgrad von 13.5 % (45 % x 0.3).

4.3 Im Weiteren ist die Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt 
zu bestimmen.

4.3.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

4.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat im Abklärungsbericht Haushalt vom 
9. Februar 2015 festgehalten, eine genaue Festsetzung der Einschränkun-
gen im Haushalt nach Ablauf des Wartejahres sei nicht mehr möglich. Die 
Versicherte gebe an, dass sie zirka einen Drittel der Aufgaben selber über-
nommen habe, den Rest habe ihre Mutter gemacht, ein wenig ihr Mann 
und der Rest sei liegen geblieben. Berücksichtige man die Schadenminde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/2015/336, Seite 19

rungspflicht des Ehemannes (20 %) und der damals noch nicht volljährigen 
Kinder (je 5 %), sei von einer Einschränkung von 36 % auszugehen (AB 90 
S. 11 Ziff. 8). Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die von den Gut-
achern der Begutachtungsstelle C.________ festgehaltene Einschränkung 
von 80 % betreffe auch angepasste Tätigkeiten, zumal solche, welche von 
der Patientin ein wesentliches Mass an selbstständiger Arbeit erforderten. 
Ein selbstständiges Arbeiten verlange auch die Tätigkeit im Haushalt und in 
der Kinderbetreuung, weshalb die gutachterliche Einschätzung auch für 
den Aufgabenbereich zutreffe. Da die Beschwerdeführerin unter einer psy-
chisch bedingten Beeinträchtigung leide, sei der medizinischen Einschät-
zung bei Divergenzen zwischen den Ergebnissen der Haushaltabklärung 
und den ärztlichen Feststellungen ein erhöhtes Gewicht beizumessen (Be-
schwerde S. 17).

Die von den Gutachtern der Begutachtungsstelle C.________ festgehalte-
ne „massive Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit“ von 80 % bezieht sich 
explizit auf jegliche berufliche Tätigkeit (AB 34.2 S. 53 f. Ziff. 6.1, 6.2). Auf 
eine ebenso hohe Einschränkung bei der Erledigung der Aufgaben im 
Haushalt kann daraus nicht geschlossen werden, zumal die Beschwerde-
führerin selbst im Gespräch mit der Abklärungsperson nicht von einer Ein-
schränkung in dieser Grössenordnung ausging. Es ist nicht zu beanstan-
den, dass die Beschwerdegegnerin der Aussage der Beschwerdeführerin, 
wonach sie zirka einen Drittel der Aufgaben selber übernommen habe (AB 
90 S. 8 Ziff. 5.5), als sogenannte „Aussage der ersten Stunde“ erhöhtes 
Gewicht beigemessen hat, sind diese doch in der Regel unbefangener und 
zuverlässiger als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von 
nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 
beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c S. 
143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2). Korrekterweise hat die Beschwer-
degegnerin des Weiteren die den Familienangehörigen obliegende Scha-
denminderungspflicht (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509; SVR 2011 IV Nr. 11 
S. 30 E. 5.5) bei der Bemessung der Höhe der Einschränkungen im Aufga-
benbereich berücksichtigt. Der diesbezüglich angerechnete Umfang der 
zumutbaren Mithilfe (Ehemann: 20 %; beide Kinder: je 5 % [AB 90 S. 11 
Ziff. 8]) erscheint sachgerecht. Insgesamt ergibt sich keine Veranlassung, 
in das Ermessen der Abklärungsperson einzugreifen (vgl. E. 4.3.1 hiervor). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/2015/336, Seite 20

In Bezug auf den Aufgabenbereich Haushalt ist damit von einer Einschrän-
kung von 36 % auszugehen, was gewichtet einem Invaliditätsgrad von 
25.2 % (36 % x 0.7) entspricht. 

4.4 Bei einem Status von 30 % Erwerb und 70 % Aufgabenbereich 
Haushalt resultiert unter Anwendung der gemischten Methode für den Zeit-
raum von November 2009 bis Dezember 2011 ein Gesamtinvaliditätsgrad 
von gerundet 39 % ([45 % x 0.3] + [36 % x 0.7]), was nicht zu einer Rente 
berechtigt (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.5 Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin einen Renten-
anspruch der Beschwerdeführerin mangels eines rentenbegründenden 
Invaliditätsgrads (vgl. E. 4.4 hiervor) bzw. eines invalidisierenden Gesund-
heitsschadens ab Dezember 2011 (vgl. E. 3.4.3) zu Recht abgewiesen. Die 
gegen die Verfügung vom 24. März 2015 (AB 98) erhobene Beschwerde ist 
damit abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Angesichts ihres Unterliegens hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/2015/336, Seite 21

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecherin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.