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**Case Identifier:** 137d5187-a6c6-5cc9-b75f-ee75677ea49e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-08-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.08.2023 C-4421/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4421-2022_2023-08-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4421/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 1 .  O k t o b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Michael Peterli (Vorsitz), 

Richter Christoph Rohrer, Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiberin Julia Pandey. 
 

 
 

Parteien 
 See-Spital Horgen, 

vertreten durch lic. iur. Lorenzo Marazzotta, Rechtsanwalt, 

M&R Rechtsanwälte AG,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Regierungsrat des Kantons Zürich,  

handelnd durch Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Krankenversicherung, Spitalliste Akutsomatik; 

RRB Nr. 1104 vom 24. August 2022. 

 

 

 

C-4421/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Das See-Spital Horgen war auf der Zürcher Spitalliste Akutsomatik 2012 

(Version 2022.4; gültig ab 1. Januar 2022) mit einem Leistungsauftrag für 

diverse Leistungsbereiche aufgeführt. Im Kanton Zürich findet bei der 

Vergabe von Leistungsaufträgen das von der Gesundheitsdirektion des 

Kantons Zürich (GD ZH) entwickelte Spitalplanungs-Leistungsgruppenkon-

zept (SPLG-Konzept) Anwendung, das medizinische Leistungen anhand 

des Schweizerischen Operationskatalogs (CHOP) und des internationalen 

Diagnoseverzeichnisses (ICD) zu Leistungsgruppen zusammenfasst (vgl. 

die Erläuterungen der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen 

und -direktoren [GDK] zum SPLG-Konzept für die Akutsomatik, abrufbar 

unter <https://www.gdk-cds.ch/de/gesundheitsversorgung/spitaeler/pla-

nung/splg>, besucht am 27. Juli 2023). Die Leistungsgruppen werden wie-

derum zu einzelnen Leistungsbereichen zusammengefasst. Der Leistungs-

bereich Querschnittsbereiche umfasst ganz allgemein verschiedene medi-

zinische Leistungen, die nicht organspezifisch definiert und gruppiert wer-

den können, da es sich um übergreifende Behandlungen handelt (Anhang 

zur Zürcher Spitalliste 2023 Akutsomatik: Leistungsspezifische Anforde-

rungen [Version 2023, draft; gültig ab 1. Januar 2023]; Vorakten 1.4.5). 

Bis Ende des Jahres 2022 setzte sich der Leistungsbereich Querschnitts-

bereiche einzig aus den Leistungsgruppen KINM (Kindermedizin), KINC 

(Kinderchirurgie), KINB (Basis-Kinderchirurgie), GER (Akutgeriatrie Kom-

petenzzentrum), PAL (Palliative Care Kompetenzzentrum), AVA (Akutso-

matische Versorgung Abhängigkeitskranker) und ISO (Sonderisoliersta-

tion) zusammen. Das See-Spital Horgen hatte einen Leistungsauftrag für 

die Leistungsgruppe KINB, wobei diese – im Gegensatz zum aktuellen Spi-

talplanungs-Leistungsgruppenkonzept (gültig ab 1. Januar 2023) – auch 

Leistungen im Bereich der Anästhesie von Kindern umfasste. 

B.  

B.a Am 11. April 2018 beauftragte der Regierungsrat des Kantons Zürich 

(nachfolgend: Regierungsrat oder Vorinstanz) mit Beschluss (RRB) 

Nr. 338/2018 die GD ZH, die Spitallisten 2012 für Akutsomatik durch eine 

neue Spitalplanung auf das Jahr 2022 abzulösen (Vorakten 1.1.1.1). Mit 

RRB Nr. 695/2019 vom 10. Juli 2019 beschloss er, die Spitalplanung 2022 

auf das Jahr 2023 zu verschieben (Vorakten 1.1.1.2). An einer Dialogver-

anstaltung der GD ZH vom 2. Februar 2021 wurden die Spitäler über die 

Inhalte des provisorischen Versorgungsberichts vom Januar 2021, die 

https://www.gdk-cds.ch/de/gesundheitsversorgung/spitaeler/planung/splg
https://www.gdk-cds.ch/de/gesundheitsversorgung/spitaeler/planung/splg

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Seite 3 

Anforderungen und die Evaluationskriterien informiert (Vorakten 1.3.1). Im 

Juni 2021 publizierte die GD ZH den definitiven Versorgungsbericht (nach-

folgend: Versorgungsbericht 2021; Vorakten 1.4.3). Am 1. Juli 2021 eröff-

nete sie das Bewerbungsverfahren für die neue Spitalliste Akutsomatik 

2023. Zum Erhalt eines Leistungsauftrags wurde von den sich bewerben-

den Spitälern vorausgesetzt, dass sie nebst den generellen Anforderungen 

Akutsomatik (Version 2023.1) auch die weitergehenden leistungsspezifi-

schen Anforderungen Akutsomatik (Version 2023.1) erfüllen. Das See-Spi-

tal Horgen bewarb sich am 13. September 2021 um einen Leistungsauftrag 

für diverse Leistungsgruppen (Vorakten 2.2.2), unter anderem für die Leis-

tungsgruppe KINB Basis-Kinderchirurgie im Leistungsbereich Quer-

schnittsbereiche. Dieser Leistungsbereich umfasst nebst den bisherigen 

Leistungsgruppen KINM, KINC, KINB, GER, PAL, AVA und ISO die neuen 

Leistungsgruppen KAA (Kinderanästhesie «A»), KAB (Kinderanästhesie 

«B»), KAC (Kinderanästhesie «C») und KAD (Kinderanästhesie «D»). Das 

See-Spital Horgen erweiterte ihre Bewerbung am 13. Dezember 2021 um 

die Leistungsgruppe KAC (Vorakten 2.2.34). In der Folge erarbeitete die 

Gesundheitsdirektion einen Entwurf eines Strukturberichts, der die provi-

sorische Spitalliste enthielt, und führte zu diesem eine Vernehmlassung 

durch (Vorakten 1.6.5, 1.6.11 und 1.6.12).  

B.b Der Regierungsrat des Kantons Zürich erliess gestützt auf den ange-

passten endgültigen Strukturbericht vom August 2022 (Vorakten 1.7.1) mit 

RRB Nr. 1104/2022 vom 24. August 2022 (nachfolgend: Spitallistenbe-

schluss) eine neue Spitalliste im Bereich der Akutsomatik (Spitalliste 2023 

Akutsomatik [Version 2023.1]) und setzte sie auf den 1. Januar 2023 in 

Kraft (Vorakten 1.8.1). Zudem hob er die Züricher Spitalliste 2012 Akutso-

matik sowie alle früheren Anhänge zu dieser auf den 31. Dezember 2022 

auf. Dem See-Spital Horgen wurde gemäss der Zürcher Spitalliste 2023 

Akutsomatik ein Leistungsauftrag für eine Vielzahl von Leistungsgruppen 

in den Leistungsbereichen Basispaket, Dermatologie, Hals-Nasen-Ohren, 

Neurochirurgie, Neurologie, Ophthalmologie, Gastroenterologie, Viszeral-

chirurgie, Hämatologie, Gefässe, Nephrologie, Urologie, Pneumologie, Be-

wegungsapparat chirurgisch, Rheumatologie, Gynäkologie, Neugeborene, 

(Radio-)Onkologie und Querschnittsbereiche zugesprochen. Für gewisse 

Leistungsgruppen wurde dem See-Spital Horgen ein Leistungsauftrag le-

diglich bis am 31. Dezember 2023 resp. bis am 31. Dezember 2026 provi-

sorisch erteilt; für andere Leistungsgruppen erhielt es hingegen keinen 

Leistungsauftrag. Im hier interessierenden Leistungsbereich Querschnitts-

bereiche erhielt das See-Spital Horgen einen Leistungsauftrag für die bei-

den Leistungsgruppen KAD (Kinderanästhesie «D») und GER 

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Seite 4 

(Akutgeriatrie Kompetenzzentrum), jedoch nicht für die Leistungsgruppe 

KAC, für die es sich ebenfalls beworben hatte.  

C.  

Das See-Spital Horgen (nachfolgend: Beschwerdeführerin) erhob am 

30. September 2022 beim Bundesverwaltungsgericht durch ihren Rechts-

vertreter Beschwerde gegen den Spitallistenbeschluss vom 24. August 

2022, soweit dieser sie betraf (BVGer-act. 1). Sie stellt folgende Rechtsbe-

gehren:  

1. Die Dispositiv-Ziffern I., V. und VII. des angefochtenen Beschlusses Nr. 1104 des 

Regierungsrats des Kantons Zürich vom 24. August 2022 seien insoweit aufzuheben 

und zu ändern, als dass der Beschwerdeführerin (See-Spital Horgen) auch für die Leis-

tungsgruppe KAC ein unbefristeter Leistungsauftrag zu erteilen sei. 

2. Eventualiter sei der Leistungsauftrag für die Leistungsgruppe KAC befristet für einen 

Zeitraum von drei Jahren (1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2025) zu erteilen. 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer 

zu Lasten des Kantons Zürich. 

Weiter stellte die Beschwerdeführerin folgenden prozessualen Antrag:  

4. Es sei zuhanden des Regierungsrats des Kantons Zürich im Rahmen einer verfahrens-

leitenden Zwischenverfügung festzuhalten, dass der Beschwerde im beantragten Um-

fang aufschiebende Wirkung zukommt, womit es der Beschwerdeführerin für die 

Dauer des Beschwerdeverfahrens gestattet ist, Behandlungen, welche von den mit der 

Spitalliste 2023 neu eingeführten Leistungsgruppe KAC erfasst wird (recte: werden), 

zu erbringen, da insoweit weiterhin die Leistungsaufträge gemäss der Spitalliste 2012 

gelten. 

D.  

Der mit Zwischenverfügung vom 5. Oktober 2022 bei der Beschwerdefüh-

rerin eingeforderte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.– (BVGer-

act. 2) wurde am 21. Oktober 2022 geleistet (BVGer-act. 4).  

E.  

Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 14. Dezember 2022 

die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 6).  

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 10. Januar 2023 wies der Instruktionsrichter 

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Seite 5 

den Verfahrensantrag der Beschwerdeführerin ab (BVGer-act. 7), da auf-

grund der aufschiebenden Wirkung die bisherige Spitalliste weiterhin Gel-

tung hatte und die Beschwerdeführerin die Leistungen im Rahmen der 

Leistungsgruppe KINB für die Dauer des Beschwerdeverfahrens weiterhin 

erbringen konnte.   

G.  

Auf entsprechende Einladung des Instruktionsrichters vom 10. Januar 

2023 (BVGer-act. 7) nahm das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am 

8. Februar 2023 als Fachbehörde Stellung (BVGer-act. 8).  

H.  

Die Vorinstanz und die Beschwerdeführerin reichten am 21. März 2023 

resp. am 23. März 2023 ihre Schlussbemerkungen ein (BVGer-act. 10 und 

11).  

I.  

Mit Zwischenverfügung vom 5. Oktober 2023 erwog das Bundesverwal-

tungsgericht, dass aus der Begründung der Verfügung vom 10. Januar 

2023 hervorgeht, dass das Bundesverwaltungsgericht nicht erkannte, dass 

die Beschwerdeführerin unter der Geltung der bisherigen Spitalliste 2012 

sämtliche Leistungen im Bereich der Leistungsgruppe KAC erbracht hatte, 

da diese im damaligen Leistungsauftrag für die Leistungsgruppe KINB voll-

umfänglich enthalten waren. Weiter zog es in Erwägung, dass die bisherige 

Spitalliste aufgrund der aufschiebenden Wirkung weiterhin Geltung hat und 

die Beschwerdeführerin während der Dauer des Beschwerdeverfahrens 

sämtliche Leistungen erbringen darf, die sie auch unter der bisherigen Spi-

talliste 2012 erbringen durfte. Da im Falle einer Leistungserbringung durch 

die Beschwerdeführerin im Umfang des bisherigen Leistungsauftrags für 

die Leistungsgruppe KINB für die Dauer des Beschwerdeverfahrens keine 

Hinweise auf eine Gefährdung der Patientensicherheit vorlagen, bestand 

für das Bundesverwaltungsgericht kein Anlass, der Beschwerde die auf-

schiebende Wirkung (ausnahmsweise) zu entziehen. Daher hob es Dispo-

sitiv-Ziffer 1 der Verfügung vom 10. Januar 2023 auf und berichtigte diese 

von Amtes wegen. Es verfügte, dass auf den Verfahrensantrag der Be-

schwerdeführerin mangels Rechtsschutzinteresse nicht eingetreten wird. 

Es stellte zudem fest, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der aufschie-

benden Wirkung befugt ist, während der Dauer des Beschwerdeverfahrens 

die bisherigen Leistungen im Bereich KINB weiterhin zu erbringen (BVGer-

act. 15). 

 

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Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Nach Art. 53 Abs. 1 KVG kann gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen 

nach Art. 39 KVG beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde geführt 

werden. Der angefochtene Spitallistenbeschluss des Regierungsrats des 

Kantons Zürich vom 24. August 2022 wurde gestützt auf Art. 39 KVG er-

lassen. Das Bundesverwaltungsgericht ist deshalb zur Beurteilung der Be-

schwerde zuständig (vgl. auch Art. 90a Abs. 2 KVG). Die weiteren Sachur-

teilsvoraussetzungen sind erfüllt, weshalb auf die Beschwerde einzutreten 

ist.  

2.  

2.1 Schliesslich ist der Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdever-

fahrens zu bestimmen.  

2.2 Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechts-

pflege ist das Rechtsverhältnis, welches – im Rahmen des durch die Ver-

fügung bestimmten Anfechtungsgegenstandes – den auf Grund der Be-

schwerdebegehren effektiv angefochtenen Verfügungsgegenstand bildet. 

Nach dieser Begriffsumschreibung sind Anfechtungsgegenstand und 

Streitgegenstand identisch, wenn die Verfügung insgesamt angefochten 

wird. Bezieht sich demgegenüber die Beschwerde nur auf einen Teil des 

durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses, gehören die nicht 

beanstandeten Teilaspekte des verfügungsweise festgelegten Rechtsver-

hältnisses zwar wohl zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand 

(BGE 125 V 413 E. 1b). 

2.3 Nach der Rechtsprechung ist die Spitalliste als Rechtsinstitut sui gene-

ris zu qualifizieren. Für die Bestimmung des Anfechtungsgegenstandes ist 

wesentlich, dass die Spitalliste aus einem Bündel von Individualverfügun-

gen besteht (BVGE 2013/45 E. 1.1.1; 2012/9 E. 3.2.6). Anfechtungsgegen-

stand im vorliegenden Beschwerdeverfahren – und damit Begrenzung des 

Streitgegenstands – bildet nur die Verfügung, welche das die Beschwerde-

führerin betreffende Rechtsverhältnis regelt. Die nicht angefochtenen Ver-

fügungen der Spitalliste erwachsen in Rechtskraft (BVGE 2012/9 E. 3.3), 

was auch auf die nicht angefochtenen Teile der die Beschwerdeführerin 

betreffenden Verfügung zutrifft. 

2.4 Die Beschwerdeführerin hat die sie betreffende Verfügung des vor-

instanzlichen Spitallistenbeschlusses nicht insgesamt angefochten. Die 

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Seite 7 

Beschwerde richtet sich lediglich gegen die Nichterteilung eines 

Leistungsauftrags für die Leistungsgruppe KAC, womit sich der 

Streitgegenstand hierauf beschränkt. 

3.  

3.1 Mit Beschwerde gegen einen Spitallistenentscheid im Sinne von Art. 39 

Abs. 1 KVG kann die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des 

Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens und die unrichtige 

oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ge-

rügt werden. Nicht zulässig ist hingegen die Rüge der Unangemessenheit 

(Art. 53 Abs. 2 Bst. e KVG i.V.m. Art. 49 VwVG). Bei der Spitalplanung und 

beim Erlass der Spitalliste verfügt der Kanton über einen erheblichen Er-

messensspielraum (BVGE 2018 V/3 E. 4.1 mit Hinweisen). 

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist nach dem Grundsatz der Rechtsan-

wendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungs-

rechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 212; THOMAS HÄBERLI, in: Praxiskommentar 

Verwaltungsverfahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, N 49 zu Art. 62).  

4.  

4.1 In materieller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin mit Beschwerde 

vom 30. September 2022, der Regierungsrat habe im angefochtenen Be-

schluss die Nichterteilung eines Leistungsauftrags in der Leistungsgruppe 

KAC mit der angestrebten Konzentration der Leistungserbringung und der 

genügenden Bedarfsdeckung durch andere, besser geeignete Leistungs-

erbringer mit hohen bzw. höheren Fallzahlen und Erfahrung begründet, 

ohne zu beachten, dass die Beschwerdeführerin den geforderten Richtwert 

– mit Ausnahme der Jahre 2021 und 2022 (durch Covid-19 und den Umzug 

in einen Neubau bedingt) – jederzeit erfüllt habe.  

4.2 Die Durchführung eines bundesrechtskonformen Verwaltungsverfah-

rens auf Erlass einer Verfügung, und damit die Gewährung des rechtlichen 

Gehörs, ist von Amtes wegen zu prüfen (BVGE 2013/45 E. 6.1). In formel-

ler Hinsicht ist daher vorab zu prüfen, ob die Vorinstanz im Rahmen des 

Spitallistenverfahrens den Anspruch auf vorgängige Orientierung und die 

Begründungspflicht, die gemäss ständiger Lehre und Rechtsprechung zum 

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Seite 8 

gefestigten Bestand des Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 

Abs. 2 BV, Art. 1 Abs. 3 i.V.m. Art. 35 Abs. 1 VwVG, Art. 18 Abs. 2 der Ver-

fassung des Kantons Zürich (KV ZH; LS 101) sowie § 10 Abs. 1 des Ver-

waltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Zürich (VRG ZH; LS 175.2) 

gehören (vgl. RENÉ WIEDERKEHR/IVY ANGELLI ROSALES-GEYER, Anspruch 

auf Orientierung nach Art. 29 Abs. 2 BV, AJP 2018, S. 1261 mit Hinweisen), 

gewahrt hat.  

4.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, weshalb seine 

Verletzung ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur 

Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Ent-

scheids führt (BGE 137 I 195 E. 2.2; 135 I 187 E. 2.2 mit Hinweisen; WALD-

MANN/BICKEL, in: Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 3. Aufl. 

2023, N 28 f. zu Art. 29).  

4.4  

4.4.1 Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Recht auf 

Orientierung sind den Parteien genügende Kenntnisse über den Verfah-

rensverlauf zu gewähren, was auf das Recht hinausläuft, in geeigneter 

Weise über die entscheidwesentlichen Vorgänge und Grundlagen vorweg 

orientiert zu werden. Dabei geht es nicht nur um formelle Abläufe wie ins-

besondere die Abnahme von Beweisen, sondern auch um inhaltliche An-

forderungen (BGE 140 I 99 E. 3.4 mit Hinweisen). Das Recht auf vorgän-

gige Orientierung ist im Bewerbungsverfahren der Spitalplanung wesent-

lich. Die interessierten Spitäler müssen unter anderem hinreichend darüber 

orientiert sein, welche Anforderungen für einzelne Leistungsgruppen zu er-

füllen sind (FANKHAUSER/RUTZ, Spitalplanung und Spitalfinanzierung, in: 

SZS 2018, S. 293 mit Hinweisen). Auch Richtwerte zu Fallzahlen statuie-

ren ähnlich wie absolute Mindestfallzahlgrenzen Anforderungen an die Spi-

täler im Zusammenhang mit den zu erfüllenden Fallzahlen, räumen den 

Spitalplanungsbehörden jedoch ein grösseres Ermessen ein. Bei der Be-

rücksichtigung von Richtwerten haben die Spitalplanungsbehörden in den 

Spitalplanungsgrundlagen zu erläutern, weshalb sie sich auf solche und 

nicht auf absolute (Mindest-)Fallzahlgrenzen stützen und inwiefern wissen-

schaftliche Studien zur Bestimmung der massgebenden Richtwerte beige-

zogen wurden. Es ist darzulegen, welche Gründe die Erteilung eines Leis-

tungsauftrags trotz einer erheblichen Unterschreitung des Richtwerts resp. 

die Nichterteilung eines Leistungsauftrags trotz einer erheblichen Über-

schreitung des Richtwerts rechtfertigen können. An dieser Stelle anzumer-

ken ist, dass das Bundesverwaltungsgericht in seiner Rechtsprechung 

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Seite 9 

noch nicht materiell beurteilen musste, ob das Abstellen auf Richtwerte 

KVG- resp. KVV-konform ist.  

4.4.2  

4.4.2.1 Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Anforderungen für die Zuteilung 

eines Leistungsauftrags für die Leistungsgruppe KAC hinreichend klar und 

nachvollziehbar aus den Spitalplanungsgrundlagen hervorgehen.  

4.4.2.2 Wie die Spitalplanungsbehörden im Versorgungsbericht Zürcher 

Spitalplanung 2023 vom Juni 2021 (Vorakten 1.4.3; nachfolgend: Versor-

gungsbericht) und im Strukturbericht Zürcher Spitalplanung 2023 vom Au-

gust 2022 (Vorakten 1.7.1; nachfolgend: Strukturbericht) darlegen, wurden 

die vier neuen kinderanästhesiologischen SPLG KAA (Alter: ab Geburt), 

KAB (Alter: post Neonatalperiode), KAC (Alter: ab 3 Jahren) und KAD (Al-

ter: ab 6–12 Jahren) eingeführt, weil Fachgremien einen Verbesserungs-

bedarf bei der Versorgungsqualität festgestellt hatten. Diese basieren auf 

dem «Paediatric Anaesthesia Project 2030» der Schweizer Gesellschaft für 

Kinderanästhesie (SGKA) und der Schweizerischen Gesellschaft für Anäs-

thesiologie und Perioperative Medizin (SSAPM). Die Anforderungen sind 

abhängig vom Alter und Anästhesierisiko der Kinder sowie von der Kom-

plexität der Eingriffe. Sodann weisen die Spitalplanungsbehörden darauf 

hin, dass das Erfüllen der altersgruppenspezifischen Bedingungen für die 

Erteilung eines Leistungsauftrags vorausgesetzt wird. Dabei gelten 25 Ein-

griffe pro Jahr und pro Facharzt und Fachärztin resp. Experte und Expertin 

Anästhesiepflege in jeder Altersgruppe als Richtwert. Die weitergehenden 

leistungsspezifischen Anforderungen Akutsomatik 2023.1 (Version 2023; 

gültig ab 1. Januar 2023; Vorakten 1.9.3) sehen vor, dass ein Kinderanäs-

thesieteam mit Fachärzten und Fachärztinnen mit Kinderanästhesieerfah-

rung und regelmässiger klinischer Praxis und Anästhesiepflegende mit Kin-

deranästhesieerfahrung und regelmässiger klinischer Praxis vorhanden 

sein muss. Wann das Erfordernis einer regelmässigen klinischen Praxis 

erfüllt ist, ist für sich alleine unklar. Da die Vorinstanz jedoch einen Richt-

wert von 25 Eingriffen festgesetzt hat, kann dies als genügende Konkreti-

sierung dieser vagen Formulierung verstanden werden. Im Übrigen enthal-

ten die Spitalplanungsgrundlagen keine näheren Ausführungen zur An-

wendung des Richtwerts und zu möglichen Abweichungen von diesem. 

Auch finden sich in jenen keine Hinweise auf wissenschaftliche Grundla-

gen zur Plausibilisierung des Richtwerts von 25 Eingriffen. Erst im Be-

schwerdeverfahren – und damit verspätet – hat die Vorinstanz zu dieser 

Frage medizinische Fachartikel als Beilagen zu ihrer Vernehmlassung ins 

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Seite 10 

Recht gelegt (BVGer-act. 6, Beilagen 1 und 2). Infolgedessen ist eine Ver-

letzung des Rechts auf vorgängige Orientierung zu bejahen.  

4.4.2.3 Zur Frage, weshalb die Spitalplanungsbehörden einen Richtwert 

von 25 und nicht eine (höhere) Mindestfallzahl heranzogen, führt die Vo-

rinstanz ebenfalls erst in ihrer Vernehmlassung an, dass sie nicht bereits 

zu Beginn der Einführung der neuen Kinderanästhesie-Querschnittsberei-

che die Anforderungen zu hoch ansetzen und den Aufwand einer Fallzah-

lenerfassung pro Facharzt und Fachärztin vorerst vermeiden wollte. Weiter 

weist sie darauf hin, dass der Richtwert aus medizinwissenschaftlicher Per-

spektive wesentlich höher sein müsste, da sich die Komplikationsrate bei 

weniger als 100 Fällen pro Jahr auf mehr als das Fünffache der Komplika-

tionsrate bei über 200 Fällen pro Jahr beläuft. Letztlich sei der Richtwert 

von 25 aber gar nicht ausschlaggebend gewesen, da diejenigen Leistungs-

erbringer, denen ein Leistungsauftrag für die Leistungsgruppe KAC erteilt 

worden sei, weit höhere Fallzahlen als die Beschwerdeführerin aufwiesen. 

Zwar genügen diese Ausführungen dem Anspruch des Beschwerdeführers 

auf vorgängige Orientierung; sie ergingen indes erst in der Vernehmlas-

sung und damit zu spät. Ob die Festlegung eines Richtwerts auf lediglich 

25 Fälle pro Anästhesist und Anästhesistin pro Jahr – sollten Richtwerte 

denn überhaupt zulässig sein (vgl. E. 4.3.1) – den in Art. 39 Abs. 2ter KVG 

verankerten Qualitätsanforderungen entspricht und damit bundesrechts-

konform ist, ist Gegenstand der materiellen Beurteilung.  

4.4.2.4 Im Anhang (S.39) des Versorgungsberichts finden sich weitere An-

forderungen für die Leistungsgruppen KAA (Alter: ab Geburt), KAB (Alter: 

post Neonatalperiode), KAC (Alter: ab 3 Jahren) und KAD (Alter: ab 6–12 

Jahren), die tabellarisch aufgeführt sind. Für die Gruppe KAC zu beachten 

ist, dass hinsichtlich der Verfügbarkeit erforderlich ist, dass ein Facharzt 

oder eine Fachärztin Anästhesiologie innerhalb von 30 Minuten im Haus 

ist. Diese Anforderung ist hinreichend klar und nachvollziehbar formuliert. 

4.4.2.5 Zuletzt ist darauf hinzuweisen, dass das Recht auf vorgängige Ori-

entierung auch die Festlegung der für das Evaluationsverfahren massge-

benden Datenjahre in den Spitalplanungsgrundlagen erfasst. Vorliegend ist 

aus den sich in den Akten befindlichen Spitalplanungsgrundlagen nicht er-

sichtlich, auf welche Datenjahre die Vorinstanz abgestellt hat. Der Struk-

turbericht enthält einzig den Hinweis, dass Leistungsdaten des Jahres 

2020 auf Grund der Covid-Pandemie nicht berücksichtigt worden seien 

(Vorakten 1.7.1, S. 23). Denkbar ist, dass sich bei der Erfassung der Daten 

auf der Bewerbungsplattform ein entsprechender Hinweis auf die 

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Seite 11 

massgebenden Datenjahre befand. Sollte dies nicht der Fall sein, obliegt 

es der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin hierüber zu orientieren. 

4.5  

4.5.1 Sodann ist die Begründungspflicht wesentlicher Bestandteil des An-

spruchs auf rechtliches Gehör. Die Begründung soll verhindern, dass sich 

die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und dem Betroffenen 

ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten 

(BGE 143 III 65 E. 5.2).  

4.5.2 Mit Blick auf die Begründungspflicht im Spitalplanungsverfahren ist 

zu bedenken, dass die Auswahl des Spitallistenangebots in einem zweistu-

figen Verfahren erfolgt. Auf der ersten Stufe erfolgt die Auswahl der zur 

Leistungserbringung grundsätzlich geeigneten Spitäler. Besteht ein Über-

angebot an geeigneten Spitälern, ist auf der zweiten Stufe eine Auswahl-

entscheidung zwischen den sich bewerbenden Spitälern zu treffen. Die 

Krankenversicherungsverordnung nimmt keine Trennung dieser Schritte 

vor, sondern stellt im Sinne materieller Mindestanforderungen lediglich ei-

nen allgemeinen Kriterienkatalog zur Verfügung (NADJA LÜTHI, Spitalpla-

nung im wettbewerbsorientierten Umfeld – Bestandesaufnahme und Ana-

lyse, Basel 2022, S. 163 Rz. 374). Aus den Spitalplanungsgrundlagen und 

dem Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetz des Kantons Zürich (SPFG; 

LS 813.20) geht indes klar hervor, dass ein zweistufiges Auswahlverfahren 

zur Anwendung gelangt. Der Versorgungsbericht erläutert das Vorgehen 

bei der Vergabe der Leistungsaufträge folgendermassen: In der Phase I 

wird geprüft, ob die Leistungserbringer die generellen und leistungsspezi-

fischen Anforderungen und die weiteren Anforderungen gemäss § 5 Abs. 1 

SPFG erfüllen. Sofern mehrere potenzielle Leistungserbringer die Anforde-

rungen erfüllen, werden gemäss § 6 Abs. 1 Bst. c SPFG in Phase II die 

bestmöglichen Bewerber ausgewählt. Das Auswahlermessen der Spital-

planungsbehörden kommt in erster Linie auf der zweiten Stufe zum Tragen. 

Aus der Begründung der Nichterteilung eines Leistungsauftrags muss – 

zumindest implizit – hervorgehen, auf welcher Stufe der Beschluss zur 

Nichterteilung eines Leistungsauftrags erfolgte, damit den sich bewerben-

den Spitälern eine allfällige sachgerechte Anfechtung ermöglicht wird.  

4.5.3 Die Begründung der Nichterteilung eines Leistungsauftrags für die 

Leistungsgruppe KAC unter Hinweis darauf, dass der Bedarf an entspre-

chenden Leistungen mit anderen, besser geeigneten Leistungserbringern 

mit wesentlich höheren Fallzahlen gedeckt werden könne, erweckt den 

https://www.swisslex.ch/doc/unknown/baedaa47-0bf6-4771-b254-37ac8c97db8d/citeddoc/f1c6b13d-40d4-4489-bc0d-8c54fec48a54/source/document-link

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Eindruck, dass die Vorinstanz das Kriterium der grundsätzlichen Eignung 

– das Vorliegen der generellen und (weitergehenden) leistungsspezifi-

schen Voraussetzungen – der Beschwerdeführerin bejahte und diese erst 

auf der zweiten Stufe des Auswahlverfahrens nicht berücksichtigte. Auch 

war die Beschwerdeführerin der Ansicht, dass es unbestritten sei, dass sie 

sämtliche Anforderungen für den Erhalt eines Leistungsauftrags für die 

Gruppe KAC erfülle (BVGer-act. 1, S. 10). Erst aus der Vernehmlassung 

der Vorinstanz – und damit verspätet – geht hervor, dass diese der Auffas-

sung ist, die Fallzahlen der Beschwerdeführerin seien für die Gewährung 

der Patientensicherheit zu tief. Auch enthalten die Spitalplanungsgrundla-

gen keine Hinweise darauf, auf welcher Stufe des Auswahlverfahrens der 

Richtwert von 25 zu berücksichtigen ist. 

4.5.4 Ferner ist zu beachten, dass an die Begründungsdichte von Verfü-

gungen im Zusammenhang mit Spitallisten aufgrund des den Behörden 

zustehenden Ermessenspielraums und der Komplexität der Materie er-

höhte Anforderungen zu stellen sind (Urteil BVGer C-5576/2011 E. 6.3). 

Die verfügende Behörde muss im Rahmen ihrer Begründung nachvollzieh-

bar darlegen, welche Gründe für sie ausschlaggebend waren und insbe-

sondere, ob die massgebenden Kriterien erfüllt oder inwieweit sie verfehlt 

wurden (NADJA LÜTHI, a.a.O., S. 167 mit Hinweis auf Urteil des BVGer C-

5576/2011 vom 2. Juni 2014 E. 6.3). Sofern für die Nichterteilung eines 

Leistungsauftrags entscheidrelevant, ist – unter Wahrung allfälliger Ge-

heimhaltungsinteressen – aufzuzeigen, in welchen Bereichen konkurrie-

rende Spitäler im Vergleich besser abschneiden.  

4.5.5  

4.5.5.1 Fraglich ist, ob die Überlegungen der Vorinstanz, die ihrem Ent-

scheid zur Nichterteilung eines Leistungsauftrags für die Leistungsgruppe 

KAC an die Beschwerdeführerin zugrunde liegen, rechtsgenüglich aus der 

angefochtenen Verfügung hervorgehen.  

4.5.5.2 Die Beschwerdeführerin weist für die Jahre 2018–2021 über fol-

gende Fallzahlen für die Leistungsgruppe KAC auf (BVGer act. 1, S. 11):  

 2018 2019 2020 2021 

ambulant 10 4 13 4 

stationär 26 17 9 10 

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Total 36 21 22 14 

Wie erwähnt, begründet die Vorinstanz die Nichterteilung eines Leistungs-

auftrags für die Gruppe KAC an die Beschwerdeführerin im Spitallistenbe-

schluss damit, dass der Bedarf an entsprechenden Leistungen mit ande-

ren, besser geeigneten Leistungserbringern mit bisher wesentlich höheren 

Fallzahlen gedeckt werden könne. Die knappe und undifferenzierte Be-

gründung vermag nicht aufzuzeigen, welche konkreten Anforderungen die 

Beschwerdeführerin nicht erfüllt hat. Es unterbleibt die erforderliche Ausei-

nandersetzung mit den Fallzahlen der Beschwerdeführerin. So vermag 

diese immerhin für die Jahre 2018, 2019 und 2020 Fallzahlen aufzuweisen, 

die den Richtwert von 25 überschreiten resp. nur um wenige Fälle unter-

schreiten. Für das Jahr 2021 weist sie indes eine Fallzahl von 14 auf, die 

den Richtwert erheblich unterschreitet. Auch bestehen grundlegende Un-

klarheiten hinsichtlich der Feststellung der Fallzahlen pro Facharzt resp. 

Fachärztin. So ist die Höhe der Fallzahlen, die auf die einzelnen Anästhe-

sisten und Anästhesistinnen fällt, im Kanton Zürich gar nicht bekannt. Es 

oblag der Vorinstanz, spätestens mit dem Spitallistenbeschluss zu begrün-

den, welches Vorgehen sie angesichts dieses Umstands wählt. Wie sie 

dies in ihrer Vernehmlassung nahelegt, besteht ein mögliches Vorgehen 

darin, für die Leistungsgruppe KAC die Fallzahlen pro Spital durch die An-

zahl der Fachärzte und Fachärztinnen, die zur Durchführung von entspre-

chenden Kinderanästhesien qualifiziert sind, zu dividieren. Selbst aus den 

verspäteten Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung geht 

nicht nachvollziehbar hervor, wie sie die für das Evaluationsverfahren mas-

sgebenden Fallzahlen der einzelnen Spitäler konkret ermittelt hat. Es ent-

steht gar der Eindruck, sie habe lediglich bei der Beschwerdeführerin eine 

Division der Fallzahlen vorgenommen und bei konkurrierenden Spitälern 

auf die Fallzahlen pro Standort für die Leistungsgruppe KAC abgestellt. 

Zudem unterlässt es die Vorinstanz zu begründen, ob und aus welchen 

Gründen sie einzig die stationären oder auch die ambulanten Fallzahlen 

berücksichtigte. Im Übrigen sind zur Nachvollziehbarkeit des Auswahlent-

scheids die Fallzahlen und die Anzahl der Fachärzte und Fachärztinnen 

konkurrierender Spitäler, die zur Durchführung von entsprechenden Kin-

deranästhesien qualifiziert sind, offenzulegen.  

4.5.5.3 Folglich vermag die Begründung der Nichterteilung eines Leis-

tungsauftrags an die Beschwerdeführerin unter Hinweis darauf, dass der 

Bedarf an Leistungen mit anderen, besser geeigneten Leistungserbringern 

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mit wesentlich höheren Fallzahlen gedeckt werden könne, den Anforderun-

gen an die Begründungspflicht nicht zu genügen.  

4.6 Zusammengefasst hat die Vorinstanz den Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 1 

Abs. 3 i.V.m. Art. 35 Abs. 1 VwVG, Art. 18 Abs. 2 KV ZH sowie § 10 Abs. 1 

VRG ZH verletzt, da diese nicht rechtsgenüglich über entscheidrelevante 

Grundlagen des Auswahlverfahrens orientiert wurde und der 

Spitallistenbeschluss, soweit dieser dessen Rechtsverhältnis betrifft, 

mangelhaft begründet ist. Eine Heilung der Gehörsverletzung fällt 

grundsätzlich ausser Betracht, da das Bundesverwaltungsgericht einzige 

Beschwerdeinstanz ist und im vorliegenden Beschwerdeverfahren nur 

über eine eingeschränkte Überprüfungsbefugnis verfügt (vgl. E. 3.1). Der 

angefochtene Spitallistenbeschluss ist insoweit aufzuheben, als er die 

Nichterteilung eines Leistungsauftrags in der Leistungsgruppe KAC an die 

Beschwerdeführerin betrifft. Die Sache ist zur neuen Verfügung unter 

Wahrung des rechtlichen Gehörs im Sinne der Erwägungen an die 

Vorinstanz zurückzuweisen.  

5.  

5.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden 

die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der Vorinstanz 

werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Da die 

Rückweisung aufgrund eines Verfahrensfehlers der Vorinstanz erfolgt, hat 

die Beschwerdeführerin als vollständig obsiegend zu gelten (vgl. MOSER ET 

AL., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl., S. 295, 

Fn. 142 zu Rz. 4.43). Es sind daher keine Verfahrenskosten zu erheben 

und der Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss zurückzu-

erstatten. 

5.2 Als obsiegende Partei hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und verhältnis-

mässig hohen Kosten (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Entschädigung ist von der 

Vorinstanz zu leisten (vgl. Art. 64 Abs. 2 VwVG). Mangels Kostennote ist 

die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (vgl. Art. 14 Abs. 2 

VGKE). Unter Berücksichtigung des gebotenen Aufwandes erscheint eine 

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Seite 15 

Entschädigung von CHF 6'000.– (inkl. Mehrwertsteuerzuschlag im Sinne 

von Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) angemessen. 

6.  

Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes-

gericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die 

das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbin-

dung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, ist gemäss Art. 83 Bst. r BGG 

unzulässig. Das vorliegende Urteil ist somit endgültig (vgl. auch BGE 141 

V 361). 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Der angefochtene Spitallistenbeschluss wird insoweit aufgehoben, als er 

die Nichterteilung eines Leistungsauftrags an die Beschwerdeführerin in 

der Leistungsgruppe KAC betrifft. Die Sache wird im Sinne der Erwägun-

gen zur Gewährung des rechtlichen Gehörs und anschliessendem Erlass 

einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird 

der geleistete Kostenvorschuss von CHF 5‘000.– zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine pauschale Par-

teientschädigung von Fr. 6'000.– zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Bun-

desamt für Gesundheit. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Peterli Julia Pandey 

 

 

 

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