# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 372f9e3f-9078-5451-ad64-9cbc29a64510
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-10-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 11.10.2004 SF 2004 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2004-37_2004-10-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

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Ref.: Chur, 11. Oktober 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF  04 37 (mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Heinz-Bommer, Jegen, Riesen-Bienz und Burtscher
Aktuar ad hoc L. Duff

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In der Strafsache

Z., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Arno Lombardini, Postfach 474, 
Reichsgasse 65, 7002 Chur,

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 19. Juli 2004, 

wegen mehrfachen unvollendeten Raubversuchs, Sachbeschädigung, 
Hausfriedensbruchs, einfacher Körperverletzung und mehrfacher Drohung

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

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A. Z. wurde am 6. Februar 1981 in Davos geboren. Die ersten Lebens-
jahre verbrachte er vorwiegend in A., wo er auch vier Klassen der Primarschule 
besuchte. Während dieser Zeit lebte er bei einem Onkel. Im Alter von etwa 10 Jah-
ren kam Z. nach Klosters, wo er dann bei seinen Eltern - welche zu diesem Zeitpunkt 
bereits seit ein paar Jahren in der Schweiz gearbeitet hatten -aufwuchs. Hier setzte 
der Angeklagte die Primarschule fort und besuchte anschliessend die Realschule. 
Nach der Schulentlassung absolvierte er bei der Firma Karosserie B. in Klosters 
eine Lehre als Karosseriespengler, welche er im Juni 2001 mit Erfolg abschloss. 
Nach der Rekrutenschule trat Z. am 1. November 2001 bei der C. in D. eine Stelle 
auf dem erlernten Beruf an. Im Herbst 2002 übernahm er nach der Unteroffiziers-
chule seinen ehemaligen Lehrbetrieb in Klosters. Diesen gab er am 1. Oktober 2003 
wieder auf. Seither arbeitet Z. in der C.-Garage in E. als Karosseriespengler und 
verdient dort monatlich brutto CHF 4'100.--. Er hat weder Vermögen noch Schulden. 
Der Angeklagte ist ledig und hat keine Kinder.

Im schweizerischen Strafregister ist Z. mit einer Vorstrafe registriert: Am 21. 
Dezember 2001 verurteilte ihn das Bezirksamt F. wegen grober Verletzung von Ver-
kehrsregeln zu einer Busse von Fr. 600.--.

Gemäss Leumundsbericht der Kantonspolizei Klosters geniesst der Ange-
klagte an seinem Wohnort einen guten Ruf.

Z. befand sich vom 13. November 2002, 11.12 Uhr, bis 14. November 2002, 
21.30 Uhr, in Polizeihaft.

B. Z. wird des mehrfachen unvollendeten Raubversuchs, der Sachbe-
schädigung, des Hausfriedensbruchs, der einfachen Körperverletzung und der 
mehrfachen Drohung angeklagt. Dieser Anklage liegt nach Anklageschrift der 
Staatsanwaltschaft Graubünden vom 19. Juli 2004 der folgende Sachverhalt zu-
grunde:

„1. Im September 2000 fragten G. und H. den Angeklagten an, ob er mit 
ihnen an einem Raubüberfall mitwirken würde. Dieser war spontan da-
mit einverstanden. Gemäss dem in der Folge ausgearbeiteten Tatplan 
sollten Z. und G. vermummt und mit Softgun-Pistolen ausgerüstet in ein 
Hotel im Engadin eindringen, den Nachtportier fesseln und das in der 
Rezeption vorhandene Geld behändigen. H. sollte während der Ta-
tausübung die Umgebung beobachten. Die Beute wäre zu gleichen Tei-
len auf die drei Täter aufgeteilt worden.

Am Abend des 23. September 2000 fuhren die drei Männer im Perso-
nenwagen von H. nach I., um noch in der gleichen Nacht den Tatplan 
umzusetzen. Als Tatobjektiv entschieden sie sich vor Ort für das Hotel 
J. in I., in dessen Nähe sie das Fahrzeug nach Mitternacht abstellten. 

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Während der per Handy mit seinen Komplizen verbundene H. beim Auto 
wartete und von dort aus die Umgebung beobachtete, vermummten sich 
Z. und G. und begaben sich so zum Hoteleingang. Dort nahmen die 
beiden ihre Softgun- Pistolen in die Hand und zogen sich Skibrillen an. 
In der Folge mussten sie jedoch feststellen, dass im Hotel kein Licht 
mehr brannte, weshalb sie unverrichteter Dinge zum Fahrzeug zurück-
kehrten. 

Nachdem der geplante Raubüberfall im Hotel J. nicht durchgeführt wer-
den konnte, beschlossen Z., H. und G. ihren Tatplan in der gleichen 
Nacht in einem anderen Hotel in der Umgebung von I. umzusetzen. Als 
Tatobjekt wählte man schliesslich das Hotel K. in L..

Gegen 01.20 Uhr des 24. September 2000 stellte H. seinen Wagen in 
der Nähe des Hotels ab und überwachte von dort aus den Eingang. Z. 
und G. begaben sich darauf zum Hoteleingang, wo sie sich vermumm-
ten und die Softgun-Pistolen in die Hand nahmen. So betraten die bei-
den Männer das Hotel. Z. begab sich unverzüglich zum Nachtportier, 
M., der sich im Eingangsbereich aufhielt und forderte diesen mit vorge-
haltener Pistole auf, sich auf den Boden zu legen. Weil der Hotelange-
stellte vorerst nicht reagierte, drückte Z. das Opfer zu Boden. Nun wurde 
M. von den beiden Tätern mit Kabelbindern an Händen und Füssen ge-
fesselt und anschliessend von Z. in den hinteren Teil des Hotelein-
gangsbereichs gebracht. Gleichzeitig begab sich G. mit den Schlüsseln 
des Opfers in die Rezeption. In diesem Moment erschien der Haustech-
niker des Hotels K., N., bei der Rezeption und wurde von Z. mit vorge-
haltener Pistole ebenfalls auf den Boden gezwungen und von den 
Tätern an den Handgelenken mit Kabelbindern gefesselt. Sodann ver-
suchte G. erfolglos, die Schubladen in der Rezeption und die Glastür 
zum Büro zu öffnen. Darauf brach er zwei Schubladen auf und durch-
suchte mehrere Behältnisse. Schliesslich verliessen Z. und G., welche 
telefonisch stets mit H. verbunden waren, das Hotel ohne etwas erbeu-
tet zu haben. Unmittelbar danach konnten sich die beiden Opfer von 
ihren Fesseln befreien. 

M. zog sich bei dieser Tat an der linken Wange, an der Schläfe und am 
Jochbein Prellungen zu.

Am Mobiliar entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. CHF 500.--.

M. und N. stellten am 24. September 2000 Strafantrag wegen Körper-
verletzung.

Am 25. September 2000 stellte O., als Vertreter des Hotels K., Strafan-
trag wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs.

2. Am 16. November 2003 hielt sich Z. um ca. 06.00 Uhr vor dem T. in P. 
auf. Gleichzeitig unterhielt sich Q. vor dm erwähnten Geschäft mit ver-
schiednen Personen. Als Q. zu seinen Gesprächspartnern die Worte 
„pa la pinga“ sagte, begab sich der Angeklagte zu ihm hin und schlug 
ihm mit seiner rechten Hand mit erheblicher Kraft gegen das Gesicht. 
Dadurch wurde Q. verletzt. Zwei Angestellten des T.s, R. und S., gelang 
es darauf Z. zurückzudrängen. Nun sagte der Angeklagte zu R. sinn-
gemäss, dass er zurückkommen und ihm sämtliche Knochen brechen 
werde, sodass er danach tot sei. Gleiche oder ähnliche Drohungen 
sprach er auch gegenüber S. aus. Schliesslich äusserte sich Z. bei die-
ser Gelegenheit auch dahingehend, dass er den T. anzünden werde.

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Durch den erwähnten Schlag ins Gesicht erlitt Q. eine Oberkieferfraktur 
rechts und war mehrere Tage arbeitsunfähig.

Q. stellte am 16. November 2003 Strafantrag gegen den Angeklagten 
wegen Körperverletzung und Drohung. U. (Geschäftsführer des T.s in 
Davos), S. und R. beantragten am 24. November 2003 die Bestrafung 
von Z. wegen Drohung.“

C. Mit Verfügung des Kantonsgerichtspräsidums vom 4. August 2004 
wurde Rechtsanwalt lic. iur. Arno Lombardini als amtlicher Verteidiger des Ange-
klagten eingesetzt. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. Oktober 2004 vor der 
Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden waren der Angeklagte, dessen 
amtlicher Verteidiger und Staatsanwalt V. anwesend. Gegen die Zuständigkeit und 
die Zusammensetzung des Gerichtes wurden keine Einwände erhoben. Im Rahmen 
der Verlesung der Akten zur Person führte Z. auf entsprechende Frage des Vorsit-
zenden aus, derzeit nicht mehr in E., sondern wieder in Klosters zu wohnen. Er 
arbeite bei der A.-Garage als Karosseriespengler mit einem monatlichen Verdienst 
von Fr. 4'400.-- brutto. Nach Abschluss des Beweisverfahrens stellte und begrün-
dete Staatsanwalt V. folgende Anträge:

"1. Z. sei des mehrfachen unvollendeten Raubversuchs gemäss Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, der Sachbe-
schädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, des Hausfriedensbruchs 
gemäss Art. 186 StGB, der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB und der mehrfachen Drohung gemäss Art. 180 StGB 
schuldig zu sprechen.

 2. Dafür sei er, unter Anrechnung der Polizeihaft von zwei Tagen, mit 16 
Monaten Gefängnis zu bestrafen.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben, unter Ansetzung ei-
ner Probezeit von zwei Jahren.

4. Gesetzliche Kostenfolge.“

Zum Sachverhalt und zur rechtlichen Subsumtion in Bezug auf die Beteili-
gung an den beiden Raubversuchen wurden keine weiteren Bemerkungen ange-
bracht. Was den Anklagepunkt 2 anbelange, gebe der Angeklagte zu, Drohungen 
ausgesprochen zu haben. Soweit Z. jedoch bestreite, Q. in der ihm vorgeworfenen 
Weise verletzt zu haben, könne ihm nicht gefolgt werden. Aus den Aussagen des 
Geschädigten und jener von S. gehe eindeutig hervor, dass massive Gewalt ange-
wendet worden sein müsse. Eine Gesamtwürdigung der Aussagen lasse nur den 
Schluss zu, dass der Angeklagte tatsächlich zugeschlagen und damit Tatbestand 
der einfachen Körperverletzung erfüllt habe. Das Verschulden sei erheblich; insbe-
sondere beim Raubüberfall im Hotel K. sei der Angeklagte kaltblütig und brutal vor-
gegangen. Die Q. zugefügte Körperverletzung sei selbst dann als übermässige Re-

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tourkutsche zu werten, wenn der Angeklagte aufgrund eines Missverständnisses 
davon ausgegangen sei, der Geschädigte habe ihn als „Sohn einer Schlampe“ be-
zeichnet. Strafmindernd wirke sich das Teilgeständnis aus, die Vorstrafe aus dem 
Jahre 2001 sei leicht straferhöhend zu werten. Strafschärfend falle das Zusammen-
treffen mehrerer strafbarer Handlungen in Betracht. Strafmilderung infolge versuch-
ter Tatbegehung könne - wenn überhaupt - nur in geringem Ausmass erfolgen. Bei 
Würdigung aller Strafzumessungsgründe erscheine eine Gefängnisstrafe von 16 
Monaten als angemessen. Der bedingte Strafvollzug könne gewährt werden.

Der amtliche Verteidiger anerkannte den in der Anklageschrift relevierten 
Sachverhalt sowie die von der Staatsanwaltschaft vorgenommene rechtliche Sub-
sumtion insoweit, als die beiden in I. und L. begangenen Raubversuche zur Beur-
teilung stehen. Die zur Last gelegte Körperverletzung sei  aktenmässig nicht erstellt. 
Dass es am Morgen des 16. November 2003 zum Ausspruch von Drohungen - Tod, 
Brechen aller Knochen, Anzünden des Ladens - gekommen sei, könne nicht ernst-
haft bestritten werden. Diese seien jedoch (da nicht ernstgemeint) kaum geeignet 
gewesen, R. und S. in Angst und Schrecken zu versetzen. Im Rahmen der Strafzu-
messung sei zu berücksichtigen, dass das Verschulden des Angeklagten nicht allzu 
schwer wiege. So hätten er und seine Komplizen H. und G. ein recht stümperhaftes 
Tatverhalten an den Tag gelegt. Z. habe überdies über die Details des geplanten 
Raubüberfalls nicht Bescheid gewusst und sei gegenüber dem Nachtportier des Ho-
tels K., M., nicht derart gewalttätig aufgetreten wie G.. Z. sei mehr Mitläufer aus 
Dummheit oder Leichtsinn gewesen. Strafmildernd sei in Betracht zu ziehen, dass 
er im Alter von 19 Jahren noch nicht die volle Einsicht in das Unrecht seiner Tat 
besessen habe; zudem sei seit der Tat relativ lange Zeit (4 Jahre) verstrichen. 

Abschliessend stellte der amtliche Verteidiger folgende Anträge:

"1. Z. sei des mehrfachen unvollendeten Raubversuchs gemäss Art. 140 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, der Sachbe-
schädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB und des Hausfriedensbruchs 
gemäss Art. 186 StGB schuldig zu sprechen.

 2. Dafür sei er mit einer Gefängnisstrafe von 10 Monaten zu bestrafen.

3. Es sei Z. der bedingte Strafvollzug zu gewähren.

4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.“

Auf die weitere Begründung der Anträge des Anklagevertreters und des amt-
lichen Verteidigers wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 
näher eingegangen.

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Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1. Der Angeklagte ist überführt und geständig, zusammen mit G. und H. 
am Abend des 23. September 2000 über den W. nach I. gefahren zu sein in der 
Absicht, sich an der Ausführung eines Raubüberfalls zu beteiligen. Das Vorhaben 
wurde schliesslich beim Hotel J. in I. und (da die Täter nicht ins Hotel gelangten) 
kurze Zeit später beim Hotel K. in L. in die Tat umgesetzt, allerdings auch hier mit 
der Folge, dass der Angeklagte zusammen mit G. zwar das Hotel betrat, der Ort 
des Geschehens jedoch ohne Beute verlassen werden musste. Des Weiteren ist 
erstellt, dass es am Morgen des 16. November 2003 um 06.00 vor dem T. in Davos 
zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen dem Angeklagten und Q. kam. In 
der Folge wurden dann unbestrittenermassen die in der Anklageschrift genannten 
Drohungen gegenüber S. und R. ausgesprochen. Z. machte jedoch sowohl im Un-
tersuchungsverfahren wie auch anlässlich der Hauptverhandlung geltend, Q. nur 
mit der flachen Hand an der Brust zurückgestossen zu haben. Möglicherweise habe 
er ihn dabei versehentlich im Gesicht getroffen, jedoch keinesfalls mit der in der 
Anklageschrift erwähnten Wucht. Bezüglich der verschiedenen Anklagepunkte er-
gibt sich nachstehend was folgt:

a) Die Beweislast für die dem Beschuldigten zur Last gelegten Tat liegt 
grundsätzlich beim Staat (Willy Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des 
Kantons Graubünden [StPO], 2. Auflage, Chur 1996, S. 306). Bei der Würdigung 
der Beweismittel entscheidet das Gericht nach freier Überzeugung (Art. 144 Abs. 2 
in Verbindung mit Art. 125 Abs. 2 StPO). An den Tatbeweis sind hohe 
Anforderungen zu stellen; verlangt wird mehr als eine blosse Wahrscheinlichkeit, 
nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft, denn mit solcher Gewissheit lassen 
sich infolge der Unzulänglichkeit des menschlichen Erkenntnisvermögens 
Tatsachen kaum je beweisen (Padrutt, a.a.O., S. 306). Nach der aus Art. 32 Abs. 1 
BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden Beweiswürdigungsregel „in dubio pro reo“ 
darf sich der Strafrichter jedoch nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten 
ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären, wenn bei objektiver Betrachtung 
Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat, oder mit anderen 
Worten Zweifel an den tatsächlichen Voraussetzungen für ein verurteilendes 
Erkenntnis bestehen (BGE 124 IV 87 f.). Bloss theoretische Zweifel sind indessen 
nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht 
verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erhebliche und schlechterdings 
nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach der 
objektiven Sachlage aufdrängen (BGE 120 Ia 37). Aufgabe des Richters ist es, ohne 

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Bindung an starre Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu überwinden und 
sich mit Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die 
Bildung der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die Schuld 
des Beschuldigten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise und Indizien stützen, 
die vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen vermögen (Padrutt, 
a.a.O., S. 307). Diese allgemeine Rechtsregel kommt im Übrigen nicht bereits dann 
zur Anwendung, wenn Aussage gegen Aussage steht; vielmehr ist anhand 
sämtlicher sich aus den Akten ergebender Umstände zu untersuchen, ob die 
Darstellung der Staatsanwaltschaft oder jene des Beschuldigten den Richter zu 
überzeugen vermag. Nur für den Fall, dass eine solche Überzeugung weder in der 
einen noch in der anderen Richtung zu gewinnen ist, muss gemäss dem Grundsatz 
„in dubio pro reo“ der für den Beschuldigten günstigere Sachverhalt Anwendung 
finden (Padrutt, a.a.O., S. 308), und es hat alsdann ein Freispruch zu erfolgen.

Zu den verschiedenen Beweismitteln ist anzumerken, dass der Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung eine Rangordnung verbietet. Demnach sind die Aussa-
gen von Zeugen, Auskunftspersonen wie auch jene des Angeschuldigten voll gültige 
Beweismittel mit derselben Beweiseignung. Insbesondere das Geständnis ist nur 
ein Beweismittel unter mehreren und es bildet keine wesentliche Voraussetzung für 
eine Verurteilung, auch wenn es in aller Regel als relativ sichere Basis für eine sol-
che erscheint (Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 3. Auflage, D. 1997, N 290 ff. 
sowie N 613). Bei der Würdigung der Beweise ist weniger die Form, sondern viel-
mehr der Inhalt, das heisst deren innere Autorität, massgebend (Schmid, a.a.O., N 
290). Entsprechend interessiert im Rahmen des Gerichtsverfahrens nicht in erster 
Linie die persönliche Glaubwürdigkeit des Angeschuldigten oder von Zeugen, son-
dern die sachliche Glaubhaftigkeit ihrer konkreten Aussagen (Robert Hauser, Der 
Zeugenbeweis im Strafprozess mit Berücksichtigung des Zivilprozesses, D. 1974, 
S. 311 ff.). 

b) Des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, 
wer unter anderem mit Gewalt gegen eine Person einen Diebstahl begeht. Als 
Strafe drohen Zuchthaus bis zu zehn Jahren oder Gefängnis nicht unter 6 Monaten. 
Der Täter muss zunächst die nötigende Handlung vornehmen, welche den Dieb-
stahl ermöglichen soll, und alsdann diesen auch wirklich verüben; erst damit ist die 
Tat vollendet. Vorweg ist zu bemerken, dass sich die Nötigungshandlung bzw. die 
Gewalt gegen denjenigen richten muss, der in einer bestimmten Beziehung zum 
Objekt des Diebstahls steht, namentlich durch die Ausübung eigenen Gewahrsams 
am Objekt. Unter den Begriff der Gewalt lässt sich jede unmittelbare physische Ein-

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wirkung auf den Körper des Opfers verstehen, wie z.B. das Umreissen des Opfers 
beim Griff nach der Sache oder Entreissdiebstähle begangen an betagten Frauen. 
Sodann muss der Täter wie erwähnt einen Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB 
begehen. Dieser muss ihm gerade durch die Nötigungshandlung ermöglicht oder 
mindestens erleichtert werden (Jörg Rehberg/Niklaus Schmid/Andreas Donatsch, 
Strafrecht III, D. 2003, S. 137 f.; Stefan Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 
Kurzkommentar, 2. Auflage, D. 1997, N 3 ff. zu Art. 140 StGB). 

Wie der polizeilichen Einvernahme des Mitbeteiligten H. vom 14. November 
2002 (act. 4.14) zu entnehmen ist, hatten er und G. gemeinsam die Idee zur Tatbe-
gehung; die Sache sei aus Geldmangel initiiert worden. Der Angeklagte führte vor 
dem Untersuchungsrichter aus, dass ihn die beiden Vorgenannten einige Tage vor 
dem Raubüberfall auf ihr Vorhaben angesprochen haben, welches er offenbar als 
„cool“ empfand und spontan zusagte (act. 4.17). Ein bis ins Detail besprochener 
Tatplan hat nach Aussagen G.s nicht vorgelegen; es sei jedoch vereinbart worden, 
dass Tosmislav H. draussen im Auto warten und per Mobiltelefon mit ihm (G.) ver-
bunden sein würde. Die Rollenverteilung zwischen ihm und Z. sei nicht genau ab-
gesprochen worden; eine eigentliche Führungsrolle habe niemand übernommen 
(act. 4.4). Die verwendeten Utensilien (Skijacken, Mützen, Skibrillen und Softgun-
Pistolen) stammten von einem früheren Raubüberfall, welchen H. und G. in Davos 
durchgeführt hatten (act. 5.18). In tatsächlicher Hinsicht ist weiter erstellt, dass sich 
beim ersten Tatobjekt, dem Hotel J. in I., der Angeklagte und G. - ausgerüstet mit 
Skijacken, Mützen, Skibrillen und Softgun-Pistolen - dem Hoteleingang näherten. 
Da kein Licht brannte und die automatische Türe verschlossen blieb, zogen die 
Täter unverrichteter Dinge wieder ab (vgl. act. 5.38). Schliesslich setzten sie ihr Vor-
haben kurze Zeit später beim Hotel K. in L. in die Tat um, indem sie zunächst den 
Réceptionisten M. sowie den Haustechniker N. zu Boden zwangen und mit Kabel-
bindern fesselten (act. 5.9, 5.12 und 5.38). G. brach in der Folge verschiedene 
Schubladen auf, fand jedoch darin kein Geld vor. Schliesslich zogen die Täter er-
neut ohne Beute ab. Im Lichte dieser Ausführungen erhellt, dass das Verhalten des 
Angeklagten sowie jenes der weiteren Beteiligten in objektiver Hinsicht den Tatbe-
stand des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erfüllt; es war von 
Anfang an geplant worden, allenfalls anwesende Personen zu fesseln, um danach 
einen Diebstahl begehen zu können (act. 5.38). In rechtlicher Hinsicht ist jedoch zu 
beachten, dass Z. nicht allein der Tatausführung beteiligt war. Es ist daher zu prü-
fen, ob er neben G. und H. einen so wesentlichen Tatbeitrag geleistet hat, dass er 
als Mittäter erscheint. Sodann ist für die Strafbarkeit von Bedeutung, dass beide 

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Taten nicht vollendet wurden, womit sich die Frage stellt, in welchem Stadium der 
Abbruch erfolgte.

aa) Mittäter ist, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung ei-
nes Delikts vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern so zusam-
menwirkt, dass er als Hauptbeteiligter dasteht (vgl. BGE 108 IV 92), und der über 
die tatsächliche Begehung der Tat nicht allein zu bestimmen hat, sondern zusam-
men mit anderen; Mittäterschaft setzt somit eine (Mit-) Tatherrschaft voraus (vgl. 
BGE 111 IV 53 E. 1b). Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Um-
ständen des konkreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so 
wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. Mittäterschaft setzt unter anderem 
einen gemeinsamen Tatentschluss voraus. Dieser muss indes nicht ausdrücklich 
bekundet werden; es genügt, wenn er konkludent zum Ausdruck kommt (BGE 115 
IV 161). Dabei ist nicht erforderlich, dass der Mittäter bei der Entschlussfassung 
mitwirkte; es genügt, dass er sich später den Vorsatz seines Mittäters zu eigen 
macht (Trechsel, a.a.O., N 12 Vorbemerkungen zu Art. 24 StGB). Mittäter ist da-
nach, wer auf der Grundlage eines gemeinsamen Tatplanes die Durchführung der 
gemeinschaftlichen Tat durch seinen Beitrag zusammen mit den übrigen Beteiligten 
beherrscht; Mitherrschaft ist dabei jede arbeitsteilige, für den Erfolg wesentliche Mit-
wirkung im Ausführungsstadium. Wie den Ausführungen unter lit. b hievor entnom-
men werden kann, haben G. und H. den Angeklagten in ihr Vorhaben eingeweiht 
und noch vor der Abfahrt nach I. - wenn auch nicht bis ins letzte Detail - einen Tat-
plan ausgearbeitet. Vorgesehen war, dass Z. zusammen mit G. ins Hotel gehen und 
allenfalls Anwesende überwältigt würden. Geplant war gemäss Aussage von H. des 
Weiteren eine gleichmässige Aufteilung der Beute (act. 5.25), was regelmässig ein 
Indiz für Mittäterschaft darstellt (Trechsel, a.a.O., N 14 Vorbemerkungen zu Art. 24 
StGB). Beim Überfall auf das Hotel K. hat Z. sowohl den Nachtportier wie den später 
hinzugekommenen Haustechniker zu Boden gezwungen und beide bewacht, 
während G. nach Bargeld suchte. Damit hat er zweifelsohne einen erheblichen Tat-
beitrag geleistet, weshalb er als Mittäter zu betrachten ist. 

bb) Beim unvollendeten Versuch gemäss Art. 21 StGB hat der Täter mit 
der Ausführung der Tat begonnen, aber nicht alles vorgekehrt, was nach seiner Vor-
stellung zur Vollendung erforderlich war. Der Grund kann einerseits darin liegen, 
dass der Täter freiwillig, aus eigenem Antrieb, zurücktrat (Art. 21 Abs. 2 StGB) oder 
ihn anderseits äussere Umstände zum vorzeitigen Abbruch der Tat zwangen (Art. 
21 Abs. 1 StGB; Stefan Trechsel/Peter Noll, Schweizerisches Strafrecht, Allgemei-
ner Teil I, 4. Auflage, D. 1994, S. 156). Davon abzugrenzen ist - was sich oftmals 

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schwierig gestaltet - die straflose Vorbereitungshandlung. Nach ständiger Praxis 
des Bundesgerichts gehört zur Ausführung der Tat, das heisst zum strafbaren Ver-
such, schon jede Tätigkeit, die nach dem Plan des Täters auf dem Weg zum Erfolg 
den letzten entscheidenden Schritt darstellt, von dem es in der Regel kein Zurück 
mehr gibt, es sei denn wegen äusserer Umstände, die eine Weiterverfolgung der 
Absicht erschweren oder verunmöglichen (vgl. BGE 120 IV 115 mit Hinweisen, BGE 
119 IV 253). Ob diese Schwelle überschritten ist, ist nach der Persönlichkeit des 
Täters und den Umständen des Einzelfalles zu entscheiden (vgl. BGE 87 IV 155, 
BGE 83 IV 145). Strafbarer Versuch ist immer dann anzunehmen, wenn der Täter 
bereits Ausführungshandlungen vorgenommen hat (Trechsel, a.a.O., N 3 zu Art. 21 
StGB.). Weitere massgebende Kriterien für die Abgrenzung des Versuchs von der 
Vorbereitungshandlung sind die Tatentschlossenheit und die zeitliche Tatnähe (vgl. 
BGE 117 IV 397). Ausgehend von diesen grundsätzlichen Überlegungen ist festzu-
halten, dass in beiden zur Beurteilung stehenden Fällen die Schwelle zur Tataus-
führung überschritten wurde. Keiner weiteren Begründung bedarf dieser Schluss 
bezüglich des Überfalls auf das Hotel K. in L., wo die Täter eindeutig Nötigungs-
handlungen vornahmen und verschiedene Schubladen nach Barmitteln durchsuch-
ten. Etwas schwieriger - da weniger eindeutig - gestaltet sich die Abgrenzung beim 
Überfall auf das Hotel J. in I.; indessen lassen die Verfahrensakten letztlich auch 
hier keinen Zweifel daran aufkommen, dass mehr als nur Vorbereitungshandlungen 
vorgenommen wurden. Die Frage, ob strafbarer Versuch bereits mit dem Verlassen 
des Autos beziehungsweise mit der Annäherung an das Tatobjekt anzunehmen ist, 
kann dabei grundsätzlich offen bleiben. Es steht jedenfalls fest, dass sich der An-
geklagte und G. bis zum Hoteleingang begaben, die automatische Eingangstüre 
jedoch verschlossen blieb (vgl. act. 5.38). Dass sie damit den letzten entscheiden-
den Schritt zur Tatausführung getan haben, lässt sich nicht ernsthaft bestreiten, so 
dass unvollendeter Raubversuch in zwei Fällen vorliegt. 

c) Subjektiv erfordert Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB vorsätzliche Tatbege-
hung. Der Vorsatz des Täters muss sich auf die Nötigungshandlung und auf die 
Tatbestandsmerkmale des Diebstahls (Wegnahme einer fremden beweglichen Sa-
che, Absicht der Aneignung und der unrechtmässigen Bereicherung) beziehen. An 
einer vorsätzlichen Begehung der Tat durch den Angeklagten kann angesichts des 
Vorgehens und der einzelnen Tatumstände kein Zweifel bestehen. Nach dem Tat-
plan hatte sich Z. zusammen mit G. und H. eigens zwecks Ausübung eines Raubü-
berfalls nach I. begeben in der Absicht, unrechtmässig an fremdes Geld zu gelan-
gen. Aus welchem Grund man sich zur Tat entschlossen hatte - Geldnot im Falle 
von G. und H., Leichtsinn und Gedankenlosigkeit beim Angeklagten - ist unerheb-

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lich. Damit ist Z., wie es die Staatsanwaltschaft beantragt und der Verteidiger auch 
anerkennt, des mehrfachen unvollendeten Raubversuches gemäss Art. 140 Ziff. 1 
Abs. 1 StGB in Verbindung Art. 21 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

d) Gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB wird auf Antrag mit Gefängnis oder 
Busse bestraft, wer eine Sache, an der fremdes Eigentum besteht, beschädigt, zer-
stört oder unbrauchbar macht. Die Bestimmung dient dem Schutz des Berechtigten 
vor jeder Beeinträchtigung seiner Sache (BGE 120 IV 321). Das tatbestandsmäs-
sige Verhalten umfasst nicht nur Eingriffe in die Substanz der Sache durch Beschä-
digen oder Zerstören, sondern auch die Beeinträchtigung der Funktion, die ihr nach 
der Beschaffenheit oder nach dem Willen des Eigentümers zukommt, was das Ge-
setz mit der Handlung des Unbrauchbarmachens deutlich macht (Reh-
berg/Schmid/Donatsch, a.a.O., S. 168 f.). In subjektiver Hinsicht wird das Wissen 
um die Fremdheit der Sache und der Wille verlangt, diese im umschriebenen Sinne 
zu beeinträchtigen.

Auf der Suche nach Bargeld im Hotel K. hat der beim Raubversuch mitbetei-
ligte G. verschiedene Schubladen aufgebrochen (vgl. act. 5.20 und 5.23). Dass er 
dabei vorsätzlich handelte und das Vorgehen letztlich zum Tatplan gehörte, bedarf 
keiner weiteren Begründung. Als Mittäter ist Z. für den entstandenen Schaden 
vollständig mitverantwortlich, was vom Angeklagten denn auch nicht bestritten wird. 
Somit steht fest, dass sich Z. der Sachbeschädigung schuldig gemacht hat. Die not-
wendigen Strafanträge liegen bei den Akten.

d) Des Hausfriedensbruchs macht sich gemäss Art. 186 StGB strafbar, 
wer gegen den Willen des Berechtigten in ein Haus eindringt. Die Bestimmung 
schützt das sogenannte Hausrecht, das heisst die Befugnis, über einen bestimmten 
Raum ungestört zu herrschen (BGE 112 IV 33). Der Begriff des Hauses ist weit zu 
fassen; darunter fallen nicht nur Wohnhäuser, sondern jede mit dem Boden fest und 
dauernd verbundene Baute, hinsichtlich welcher ein schutzwürdiges Interesse 
besteht, über den umbauten Raum frei zu bestimmen und in ihm den Willen frei zu 
betätigen (BGE 108 IV 39). Entsprechend kommt es nicht darauf an, ob diese durch 
eine Türe oder dergleichen verschlossen sind oder werden können 
(Rehberg/Schmid/Donatsch, a.a.O., S. 393 f.). Die Art und Weise des Eindringens 
- heimlich, offen oder gewaltsam - ist ebenfalls unerheblich; vollendet ist das Delikt, 
wenn der Täter mit einem Teilbereich seines Körpers in den geschützten Raum 
gelangt (Delnon/Rüdy: Basler Kommentar, a.a.O., N 18 ff. zu Art. 186 StGB). 

2

Zwecks Tatausübung hat sich der Angeklagte zusammen mit G. ins Innere 
des Hotels K. begeben. Dass er dabei gegen den Willen des Berechtigten handelte, 
ist offensichtlich. Dieser Wille braucht nach herrschender Lehre und 
Rechtsprechung nicht ausdrücklich erklärt zu werden, sondern kann sich aus den 
Umständen ergeben (Trechsel, a.a.O., N 14 zu Art. 186 StGB). Somit steht fest, 
dass sich Z. des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB schuldig gemacht 
hat. Die für die Bestrafung notwendigen Strafanträge wurden fristgerecht gestellt.

4. Der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 
macht sich schuldig, wer vorsätzlich einen Menschen an Körper oder Gesundheit 
schädigt. Eine Körperverletzung im Sinne einer Schädigung von Körper oder Ge-
sundheit kann im Allgemeinen erst dann angenommen werden, wenn durch die Be-
einträchtigung ein krankhafter Zustand herbeigeführt wird - bloss vorübergehende, 
unwesentliche Störungen des Wohlbefindens sind zur Begründung der Strafbarkeit 
nicht ausreichend (Andreas Roth, in: Marcel A. Niggli/Hans Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Strafgesetzbuch II, Art. 111-401 StGB, Basel 2003, N 14 f. Vor-
bemerkungen zu Art. 122 StGB). So liegt eine Schädigung der körperlichen Inte-
grität immer dann vor, wenn die zugefügten Verletzungen oder Schädigungen min-
destens eine gewisse Behandlung und Heilungszeit erfordern. Dies trifft beispiels-
weise auf Knochenbrüche zu, selbst wenn diese unkompliziert sind und verhältnis-
mässig rasch und problemlos ausheilen. Gleiches gilt für durch Schläge oder Stösse 
hervorgerufene Quetschungen, sofern diese nicht lediglich eine vorübergehende 
harmlose Störung des Wohlbefindens zur Folge haben. Dass die körperlichen Be-
einträchtigungen den Beizug eines Arztes nötig machen, ist nicht erforderlich    (An-
dreas Roth, Basler Kommentar, a.a.O., N 4 zu Art. 123 StGB; BGE 103 IV 65). 
Ähnliches gilt für die Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit. 
So sind jene – vorübergehenden – Störungen als einfache Körperverletzung zu be-
handeln, welche einem eigentlichen krankhaften Zustand gleichkommen, wie bei-
spielsweise die Zufügung erheblicher Schmerzen (Trechsel, a.a.O., N 2 zu Art. 123 
StGB).

Wie aus den Verfahrensakten hervorgeht, kam es am Morgen des 16. No-
vember 2003 vor dem T. in Davos zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen 
Z. und Q.. Im Untersuchungsverfahren wie auch vor Schranken machte der Ange-
klagte geltend, von Q. als „Hurensohn“ bezeichnet worden zu sein; den in den Akten 
erwähnten Ausdruck „pa la pinga“ (in etwa gleichbedeutend mit „scheiss drauf“) 
habe er nicht vernommen. Daraufhin habe er Q. mit der offenen Hand an der Brust 
zurückgestossen, ihm dabei aber keinesfalls die in den Akten erwähnte Oberkiefer-

2

fraktur zugefügt. Diese Argumentation hält einer näheren Prüfung nicht stand. Q. 
gab an, dass der Angeklagte auf ihn zugekommen sei und ihm grundlos und ohne 
Vorankündigung stark ins Gesicht geschlagen habe; danach sei er mehrere Sekun-
den benommen gewesen (act. 6.8). Die beiden Tatzeugen S. und R. bestätigten 
diesen Vorgang sowohl in der polizeilichen Einvernahme (act. 6.9 und 6.10) wie 
auch im untersuchungsrichterlichen Konfrontverhör mit dem Angeklagten (act. 6.14 
und 6.16). Demnach habe Z. „mit aller Härte“ beziehungsweise „mit voller Wucht“ 
zugeschlagen. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass sämtliche Zeugen-
aussagen übereinstimmen und zudem unter ausdrücklichem Hinweis auf die straf-
rechtlichen Folgen einer Falschaussage erfolgten; dies spricht für einen hohen 
Wahrheitsgehalt der Depositionen. Nichts zugunsten des Angeklagten lässt sich 
aus der Aussage von X. ableiten, welcher sich zwischen diesen und Q. gestellt ha-
ben will, um einen Schlagabtausch zu verhüten. Zu einem Faustschlag sei es nicht 
gekommen (act. 6.12). Der Angeklagte selbst bestätigte jedoch, Q. an der Brust 
zurückgestossen und ihn möglicherweise versehentlich im Gesicht getroffen zu ha-
ben. Dieses Zurückstossen sei „sicher ein wenig fester erfolgt“ (act. 6.15). Im Kon-
frontverhör mit Q. (act. 6.13) ist dann davon die Rede, dass er (Z.) Q. „ziemlich 
massiv“ zurückgestossen habe. Es ist jedenfalls anzunehmen, dass der Angeklagte 
als ehemaliger Kampfsportler (Thai-Boxen), in alkoholisiertem Zustand und mit ei-
ner derartigen Beleidigung konfrontiert, nicht eben Zurückhaltung beim Einsatz sei-
ner Körperkräfte hat walten lassen. Unerheblich ist dabei, ob mit der flachen Hand 
oder mit der Faust zugeschlagen wurde. Wenn der Angeklagte geltend macht, Q. 
tags darauf im Restaurant gesehen und nichts von einer Verletzung bemerkt zu 
haben, ist darauf hinzuweisen, dass eine Oberkieferfraktur nicht zwangsläufig zu 
einem Anschwellen des Gesichts führen muss. Dass sich Q. die Verletzung ander-
weitig zugezogen hat, ist höchst unwahrscheinlich, entspricht es doch der üblichen 
Handlungstendenz, so bald als möglich nach deren Eintritt einen Arzt aufzusuchen; 
zudem ist schlechterdings kein Grund ersichtlich, weshalb Q. den ihm bis dahin 
nicht bekannten Angeklagten (vgl. act. 6.13) wider besseren Wissens einer strafba-
ren Handlung bezichtigen sollte. Gleiches gilt für die beiden Zeugen S. und R.. Als 
Schutzbehauptung erweist sich der Einwand des Angeklagten, wonach Q. unter 
Drogeneinfluss gestanden habe und möglicherweise in seinem Drogenrausch 
später hingefallen sei (act. 6.13). Nach Angaben von S. hat dieser sich vielmehr 
völlig normal und unauffällig benommen (act. 6.8). Q. räumte ein, etwas angetrun-
ken gewesen zu sein; er habe jedoch jederzeit gewusst, was er sprach und tat (act. 
6.8 und 6.9). Nach dem Dargelegten besteht für das Kantonsgericht kein Zweifel an 
der Täterschaft des Angeklagten. Die zugefügte Oberkieferfraktur mit einer Hei-
lungsdauer von 4 bis 6 Wochen stellt eine Körperverletzung im Sinne von Art. 123 

2

Abs. 1 Ziff. 1 StGB dar. In subjektiver Hinsicht handelte Z. zumindest eventualvor-
sätzlich, musste er bei einer solchen Schlagausführung doch mit dem Eintritt von 
Verletzungsfolgen rechnen. Indem er Q. gleichwohl direkt ins Gesicht schlug, er-
füllte er auch den subjektiven Tatbestand der erwähnten Bestimmung. Der für die 
Bestrafung notwendige Strafantrag liegt bei den Akten.

5. Gemäss Art. 180 StGB wird, wer jemanden durch schwere Drohung in 
Schrecken oder Angst versetzt, auf Antrag mit Gefängnis oder mit Busse bestraft. 
In objektiver Hinsicht muss der Täter einen schweren Nachteil in Aussicht stellen, 
dessen tatsächliche Zufügung er als von seinem Willen abhängig darstellt. Ob das 
angedrohte Übel ernst gemeint ist und der Täter es realisieren kann, ist unerheblich 
(Trechsel, a.a.O., N 2 zu Art. 180 StGB). Bei verbaler Drohung ist zu prüfen, ob die 
gefallenen Äusserungen nach den gesamten Umständen geeignet gewesen sind, 
das Opfer in Angst und Schrecken zu versetzen. Dabei ist ein objektiver Tatbestand 
anzuwenden; nur diejenige Drohung soll als schwer gelten, die ein verständiger 
Mensch mit durchschnittlicher Belastbarkeit als solche empfindet (BGE 99 IV 212 
ff.). Mimosen werden vom Strafrecht nicht geschützt. Vollendet ist das Delikt, wenn 
das Opfer tatsächlich in Angst und Schrecken versetzt wird; der Bedrohte muss die 
Verwirklichung des angedrohten Übels befürchten. Daran fehlt es, wenn das Opfer 
nur von einem Bluff der Täterschaft ausgeht oder ihm der angedrohte Nachteil 
lediglich unangenehm ist (Vera Delnon/Bernhard Rüdy, Basler Kommentar, a.a.O., 
N 19 zu Art. 180 StGB). Subjektiv ist Vorsatz bzw. Eventualvorsatz erforderlich. Der 
Bedrohende muss sein Opfer mit Wissen und Willen in Schrecken oder Angst 
versetzen oder zumindest in Kauf nehmen, dass sein Verhalten eine solche Wirkung 
zeitigt.

Der Angeklagte bestreitet nicht, dass es im Anschluss an die tätliche 
Auseinandersetzung mit Q. vor dem T. in Davos mehrfach zum Ausspruch von 
Drohungen gekommen ist. Gemäss Aussagen von R. und S. hat Z. mehrfach damit 
gedroht, ihnen alle Knochen zu brechen und den Laden anzuzünden (vgl. act. 6.9 
und 6.10). Das Argument, die Aussagen seien nicht ernst gemeint gewesen und der 
Angeklagte habe seine Drohungen nicht in die Tat umsetzen wollen, erweist sich 
als unbehelflich, da es darauf - wie bereits erwähnt - nicht ankommt. Die Drohungen 
müssen als massiv bezeichnet werden und waren nach den Umständen durchaus 
geeignet, bei den Betroffenen Angst und Schrecken auszulösen. Dies umso mehr, 
als Z. mit seinem Angriff auf Q. seine Gewaltbereitschaft eindrücklich unter Beweis 
stellte und sich offenbar nur schwer zu beruhigen vermochte. Bei dieser Sachlage 
besteht kein Anlass, die gefallenen Äusserungen über Gebühr zu verniedlichen. 

2

Dass, wie der amtliche Verteidiger ausführte, unter Jugendlichen des Öfteren solche 
Kraftausdrücke verwendet werden, mag zutreffen, lässt solches Verhalten aber 
nicht a priori als straflos erscheinen. Die Drohungen erfolgten in äusserst 
aggressiver, ernstzunehmender Weise. Sowohl S. als auch R. führten aus, sie 
hätten grosse Angst vor dem Angeklagten gehabt (act. 6.9 und 6.10). Entgegen der 
Darstellungen des amtlichen Verteidigers in seinem Parteivortrag handelte es sich 
weder „um eine kleinere Auseinandersetzung unter ein paar Betrunkenen“ noch 
erscheinen die Geschehnisse am fraglichen Morgen als alltäglich. Dies wird nicht 
zuletzt auch dadurch verdeutlicht, dass sowohl S. als auch R. gegen den 
Angeklagten Strafantrag stellten. Nach dem Dargelegten hat Z. den Tatbestand von 
Art. 180 StGB objektiv wie subjektiv mehrfach erfüllt. 

6. Bei der Strafzumessung hat der Richter gemäss Art. 63 StGB vom 
Verschulden des Täters auszugehen und insbesondere die Beweggründe, das 
Vorleben und die persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Der Begriff des 
Verschuldens bezieht sich dabei auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der 
konkreten Straftat. Im Rahmen der Tatkomponente sind insbesondere zu beachten 
das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art und Weise seiner Herbeiführung 
sowie die Beweggründe des Schuldigen, während die Täterkomponente vor allem 
das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und 
im Strafverfahren - beispielsweise Reue, Einsicht und Strafempfindlichkeit - umfasst 
(BGE 117 IV 113 f.). Diese in die Waagschale gelegten Elemente wirken 
strafmindernd oder straferhöhend, wobei die Überlegungen des Richters 
nachvollziehbar sein müssen; das Strafmass muss mit anderen Worten plausibel 
erscheinen (BGE 121 IV 56 f.). Bei der Gewichtung der einzelnen, im Rahmen der 
Strafzumessung zu beachtenden Komponenten steht dem Sachrichter ein 
erheblicher Spielraum des Ermessens zu (BGE 121 IV 4). 

a) Wenn jemand durch eine oder mehrere Handlungen mehrere 
Freiheitsstrafen verwirkt hat, so verurteilt ihn der Richter nach dem in Art. 68 StGB 
statuierten Asperationsprinzip zu der Strafe der schwersten Tat und erhöht deren 
Dauer angemessen. Er kann jedoch das höchste Mass der angedrohten Strafe nicht 
um mehr als die Hälfte überschreiten und ist dabei zudem an das gesetzliche 
Höchstmass der Strafart gebunden. Schwerste Tat ist diejenige, welche unter den 
mit der höchsten Strafe bedrohten Tatbestand fällt. Grundlage für die 
Strafzumessung bildet im vorliegenden Fall der in Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 
vorgesehene Strafrahmen, der von mindestens sechs Monaten Gefängnis bis zu 
Zuchthaus in der Höhe von 10 Jahren reicht. 

2

b) Der Gesetzgeber hat damit zu erkennen gegeben, dass der Raub als 
ernstzunehmendes Delikt zu qualifizieren ist. Die objektive Schwere des Delikts im 
konkreten Einzelfall zeigt sich aber insbesondere aufgrund des Ausmasses des 
deliktischen Erfolgs sowie der Art und Weise der Ausführung der Tat. Diese 
erlauben dem Gericht eine Verfeinerung der Wertung, die der Gesetzgeber 
vorgezeichnet hat. Das Verschulden des Angeklagten kann sowohl hinsichtlich der 
der Tat- als auch der Täterkomponente nicht bagatellisiert werden. Ohne weitere 
Überlegungen anzustellen, beteiligte er sich an zwei Raubversuchen und fügte Q. 
ohne Vorwarnung eine nicht unerhebliche Verletzung im Gesicht zu. Straferhöhend 
fällt die Vorstrafe ins Gewicht, allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Verfehlung 
auf dem Gebiet des Strassenverkehrsrechts erfolgte und damit nicht einschlägig ist. 
Strafschärfend wirken sich vorliegend die mehrfache Begangenschaft und das 
Zusammentreffen mehrerer Straftatbestände. Strafmindernd sind das 
Teilgeständnis des Angeklagten, sein rechter Leumund und das kooperative 
Verhalten während der Strafuntersuchung zu berücksichtigen. Strafmildernd fällt ins 
Gewicht, dass die beiden Raubüberfälle im Versuchsstadium endeten. Hingegen 
besteht kein Anlass, das jugendliche Alter des Angeklagten und den Zeitablauf 
strafmildernd zu werten. Zum einen sind keinerlei Anzeichen ersichtlich, dass Z. im 
Zeitpunkt der Tatbegehung zufolge verzögerter Entwicklung nicht fähig war, das 
Unrecht seines Handelns zu erkennen und sich gemäss dieser Einsicht zu verhalten 
(vgl. Trechsel, a.a.O. N 26 zu Art. 64 StGB). Zum andern ist seit der Begehung der 
beiden versuchten Raubüberfälle weder verhältnismässig lange Zeit verstrichen 
(diesbezüglich gilt als Massstab die ordentliche Verjährungsfrist, BGE 92 IV 202 f.) 
noch hat sich - wie die Q. zugefügte Körperverletzung zeigt - Z. danach 
wohlverhalten. Indessen kann das jugendliche Alter zum Zeitpunkt der beiden 
versuchten Raubüberfälle strafmindernd berücksichtigt werden.

Unter Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsgründe erscheint es als 
angemessen und gerechtfertigt, Z. eine Gefängnisstrafe von 16 Monaten 
aufzuerlegen. 

c) Nach Art. 69 StGB rechnet der Richter dem Verurteilten die Unter-
suchungshaft auf die Freiheitsstrafe an, sofern der Täter diese nicht durch sein 
Verhalten nach der Tat herbeigeführt oder verlängert hat. Von der Anrechnung darf 
nach der neueren Praxis des Bundesgerichts nur abgesehen werden, wenn der 
Beschuldigte durch ein gemäss rechtsstaatlichen Grundsätzen objektiv vor-
werfbares Verhalten, welches ihm zum Verschulden gereicht, die Untersuchungs-
haft in der Absicht herbeigeführt oder verlängert habe, den Strafvollzug zu ver-

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kürzen oder zu umgehen (BGE 117 IV 406). Als solches Verhalten gilt weder die 
blosse Verweigerung von Aussagen noch das blosse Leugnen der Tat, denn der 
Beschuldigte ist nicht zur Offenbarung von Straftaten verpflichtet. Die Anrechnung 
hat indessen zu unterbleiben, wenn der Beschuldigte die Behörden durch unwahre 
Behauptungen und Einwendungen zu weiteren und unnötigen Erhebungen 
veranlasste oder wenn er seine Verteidigungsrechte zur Erreichung sachfremder     
Zwecke missbrauchte (BGE 117 IV 406; BGE 105 IV 241). Ablehnungsgründe im 
Sinne der aufgeführten Rechtsprechung bestehen in Bezug auf Z. nicht, so dass 
einer Anrechnung der erstandenen Polizeihaft von 2 Tagen an die ausgefällte Strafe 
nichts entgegensteht.

7. Bei diesem Strafmass ist zu prüfen, ob Z. die Rechtswohltat des 
bedingten Strafvollzuges gewährt werden kann. Die diesbezüglichen 
Anforderungen ergeben sich aus Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB. Die Gewährung 
des bedingten Strafvollzuges ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, bei 
deren Vorliegen der Verurteilte einen Rechtsanspruch darauf hat (vgl. Trechsel, 
a.a.O., N 5 zu Art. 41 StGB).

a) In objektiver Hinsicht ist zunächst erforderlich, dass die Freiheitsstrafe 
18 Monate nicht übersteigt. Gemäss Art. 41 Ziff. 1 Abs. 2 StGB ist der Aufschub 
einer Freiheitsstrafe von Gesetzes wegen nicht zulässig, wenn der Verurteilte 
innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat wegen eines vorsätzlich begangenen 
Verbrechens oder Vergehens eine Zuchthaus- oder Gefängnisstrafe von mehr als 
drei Monaten verbüsst hat. In subjektiver Hinsicht ist der Aufschub der Freiheits-
strafe zulässig, wenn Vorleben und Charakter des Verurteilten erwarten lassen, er 
werde dadurch von weiteren Verbrechen oder Vergehen abgehalten; es muss ihm 
mit anderen Worten eine günstige Prognose gestellt werden können. Verlangt wird 
eine innere und infolgedessen dauernde Besserung; durch die Warnungsstrafe 
muss der Verurteilte von Verbrechen und Vergehen schlechthin abgehalten werden, 
nicht nur in Bezug auf Strafhandlungen von der Art, welche zur Beurteilung stehen 
(Roland M. Schneider, in: Marcel A. Niggli/Hans Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Strafgesetzbuch I, Art. 1-110 StGB, Basel 2003, N 69 f. zu Art. 41). Bei der 
günstigen Prognose sind alle rechtlich massgebenden Gesichtspunkte des Vorle-
bens, des Charakters, des Leumunds, der konkreten Tatumstände wie auch alle 
weiteren Tatsachen, die gültige Rückschlüsse auf die Bewährungsaussichten zu-
lassen, abwägend in die Beurteilung mit einzubeziehen, um aufgrund einer Gesamt-
würdigung darüber zu entscheiden, ob beim Verurteilten berechtigtes Vertrauen auf 
dauerndes Wohlverhalten besteht. Dabei ist es unzulässig, einzelnen dieser Beur-

2

teilungskriterien eine vorrangige Bedeutung beizumessen und andere zu vernach-
lässigen oder überhaupt ausser Acht zu lassen (BGE 124 IV 107 ff.; PKG 1993 Nr. 
24). Der Richter soll sich dergestalt ein möglichst vollständiges Bild der Täterper-
sönlichkeit machen. Nur eine bestimmte Aussicht auf wirkliche und dauernde Bes-
serung rechtfertigt es, den Strafvollzug zurücktreten zu lassen (PKG 1969 Nr. 32). 
Der Richter muss begründetes Vertrauen haben, dass der Verurteilte in Zukunft 
dauernd - und nicht nur während der Probezeit - einen klaglosen Lebenswandel 
führen werde. Man darf indes ruhig eingestehen, dass die Zukunft naturgemäss mit 
zahlreichen Unsicherheiten behaftet ist und selbst eine umfassende und sehr inten-
sive Auseinandersetzung mit der Täterpersönlichkeit eine absolut verlässliche Vor-
aussage nicht ermöglicht. Es steht somit die Frage im Mittelpunkt, unter welchen 
Voraussetzungen einem Verurteilten trotz unsicherer Zukunftsaussichten Vertrauen 
geschenkt werden darf (PKG 1993 Nr. 24). Wo zwischen vager Hoffnung und Be-
denken geschwankt wird, verbietet sich die Gewährung des bedingten Strafvollzu-
ges.

b) Da Z. innerhalb der letzten fünf Jahre keine Freiheitsstrafe verbüssen 
musste und beim hier zu behandelnden Fall eine Strafe von nicht mehr als 18 Mo-
naten verhängt wird, sind die objektiven Voraussetzungen für den bedingten Straf-
vollzug erfüllt. Auch in subjektiver Hinsicht erachtet das Gericht die Voraussetzun-
gen als gegeben. Zwar ist Z. strafrechtlich vorbelastet, allerdings handelt es sich 
dabei um eine einmalige Verfehlung auf dem Gebiete des Strassenverkehrsrechts 
aus dem Jahre 2001, welche somit nicht einschlägig ist und sich bei der Prognose-
stellung nicht erheblich ungünstig auswirkt. Das vorliegende Verfahren hat bei ihm 
einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Zudem zeigte er sich während des Straf-
verfahrens kooperativ, bereute seine Taten weitgehend und zeigte Einsicht, leicht-
sinnig und bedenkenlos bei der Ausführung von zwei Raubversuchen mitgewirkt zu 
haben. Dass Z. auch anlässlich der Hauptverhandlung kategorisch abstritt, Q. eine 
Oberkieferfraktur zugefügt zu haben, gibt im Rahmen der Prognoseprüfung zwar zu 
gewissen Bedenken Anlass. Auf der anderen Seite ist indes festzustellen, dass die 
Tat in alkoholisiertem und psychisch erregtem Zustand ausgeführt wurde, der Täter 
derzeit voll im Erwerbsleben steht, seine Lebensweise offenbar kritisch überdacht 
und erkannt hat, dass strafrechtliche Verfehlungen seiner weiteren Entwicklung mit 
Sicherheit nicht förderlich sind. Es kann demnach mit guten Gründen davon ausge-
gangen werden, dass Z. die notwendigen Lehren für seinen weiteren Weg hat zie-
hen können und er sich inskünftig wohlverhalten wird. Somit kann dem Angeklagten 
der bedingte Strafvollzug gewährt werden. Die Dauer der Probezeit wird auf zwei 
Jahre festgesetzt.

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8. Die Kosten der Strafuntersuchung, des Gerichtsverfahrens sowie der 
amtlichen Verteidigung gehen bei diesem Ausgang des Verfahrens zu Lasten des 
Verurteilten (Art. 158 Abs. 1 StPO). Die Kosten der angerechneten Polizeihaft und 
jene eines allfälligen Strafvollzuges trägt der Kanton Graubünden (Art. 158 Abs. 3 
StPO in Verbindung mit Art. 188 StPO).

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Demnach erkennt die Strafkammer :

1. Z. ist schuldig des mehrfachen unvollendeten Raubversuchs gemäss Art. 
140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 StGB, der Sachbe-
schädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, des Hausfriedensbruchs gemäss 
Art. 186 StGB, der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB und der mehrfachen Drohung gemäss Art. 180 StGB.

2. Dafür wird er mit 16 Monaten Gefängnis bestraft, abzüglich der erstandenen 
Polizeihaft von zwei Tagen.

Der Vollzug der Strafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit 
von zwei Jahren.

3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft

 Graubünden von Fr. 3'139.50

- der Gerichtsgebühr von Fr. 2’000.00

- und dem Honorar der amtlichen Verteidigerin von Fr. 2'294.30

total somit Fr. 7'433.80

gehen zu Lasten des Verurteilten. Die Kosten der angerechneten Polizeihaft 
und eines allfälligen Strafvollzugs trägt der Kanton Graubünden.

4. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, beim Kassationshof des schweizerischen Bundes-
gerichts Nichtigkeitsbeschwerde eingelegt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der gemäss Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstraf-
rechtspflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Be-
schwerdelegitimation und die weiteren Voraussetzungen gelten die Art. 268 
ff. BStP.

5. Mitteilung an:

__________ 

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Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident:  Der Aktuar ad hoc: