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**Case Identifier:** a56d7b78-abda-5338-8a95-b8c10ac285c7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.12.2021 100 2020 441
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-441_2021-12-15.pdf

## Full Text

100.2020.441U
KEP/NUI/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Dezember 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Nuspliger

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …

Beschwerdeführerin

gegen

B.________
vertreten durch Fürsprecher …

Beschwerdegegner 1

Einwohnergemeinde Saanen
Abteilung Bauinspektorat, Raumplanung, Infrastrukturen, 
Schönriedstrasse 8, 3792 Saanen

Beschwerdegegnerin 2

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3011 Bern

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.12.2021, Nr. 100.2020.441U, 
Seite 2

betreffend Baupolizei; nachträgliche Baubewilligung für verschiedene 
bauliche Anpassungen an bestehendem Chalet (Entscheid der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 3. November 2020; 
BVD 110/2020/71)

Sachverhalt:

A.

B.________ ist Eigentümer der Parzelle Saanen Gbbl. Nr. 1________ in der 
Wohnzone W3a. Das Grundstück ist mit einem Chalet bebaut. Die Einwoh-
nergemeinde (EG) Saanen bewilligte am 20. September 2016 folgendes 
Bauvorhaben am bestehenden Gebäude: «Erweiterung der Unterge-
schosse, energetische Sanierung, Ersatz Heizung, Giebeleinbau, diverse 
Fassaden-, Grundriss- und Umgebungsarbeiten». Mit Entscheid vom 9. Ok-
tober 2017 bewilligte die Gemeinde Änderungen zur Baubewilligung (Pro-
jektänderung 1). Während der Bauphase intervenierte A.________ als Nutz-
niesserin des Nachbargrundstücks mehrmals bei der Gemeinde, weil das 
Bauvorhaben die Erscheinung des Chalets mehr veränderte als sie ange-
nommen hatte. Nach einer zurückgezogenen Projektänderung 2 und einer 
Baueinstellungsverfügung hinsichtlich der Stützmauern im Einstellhallenbe-
reich, ordnete die Gemeinde am 30. November 2018 erneut eine Baueinstel-
lung an, weil das Bauvorhaben in weiteren Punkten (u.a. sog. Betonbehälter 
im Spa-Bereich) von den bewilligten Plänen abwich. In Dispositiv-Ziffer 5 
lehnte sie gleichzeitig den Antrag von A.________ auf Neuprofilierung und 
Neupublikation ab. Dagegen erhob A.________ am 8. Januar 2019 Be-
schwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD). Am 
18. März 2019 verfügte die Gemeinde die Wiederherstellung des rechtmäs-
sigen Zustands und ordnete den Rückbau gemäss der Bewilligung vom 
9. Oktober 2017 (Projektänderung 1) an. B.________ reichte am 1. April 
2019 ein als Projektänderung bezeichnetes nachträgliches Baugesuch ein, 
gegen das A.________ Einsprache erhob. Mit Stellungnahme vom 15. Juli 
2019 gab B.________ überarbeitete Pläne ein, welche die Gemeinde im 
Planaustauschverfahren ohne erneute Publikation als Projektänderung 3 

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entgegennahm. Mit Gesamtentscheid vom 6. April 2020 erteilte die EG 
Saanen die nachträgliche Baubewilligung und wies die Einsprache ab.

B.

Dagegen erhob A.________ am 8. Mai 2020 Beschwerde bei der BVD, die 
das Verfahren mit jenem betreffend Neuprofilierung und Neupublikation ver-
einigte. B.________ reichte am 24. August 2020 überarbeitete Pläne ein, 
welche die BVD als Projektänderung 4 entgegennahm. Mit Entscheid vom 
3. November 2020 wies die BVD die Beschwerde vom 8. Januar 2019 
betreffend die Neuprofilierung und Neupublikation ab. Sie bewilligte die Pro-
jektänderung 4 und wies die Beschwerde vom 8. Mai 2020 gegen den Ge-
samtentscheid vom 6. April 2020 ab, soweit sie nicht gegenstandslos gewor-
den war und sie darauf eintrat.

C.

Hiergegen hat A.________ am 3. Dezember 2020 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben und Folgendes beantragt:

«1. Der Entscheid der Vorinstanz vom 3. November 2020 […] und der 
Entscheid der Bewilligungsbehörde vom 6. April 2020 […] seien auf-
zuheben.

2. Es sei festzustellen, dass der ‹Betonbehälter›, welcher Gegenstand 
des angefochtenen Entscheids vom 3. November 2020 bildet […], 
und das zusätzlich eingebaute ‹Zwischengeschoss› oberhalb der 
Einstellhalle nicht rechtskräftig bewilligt wurden.

3. Es sei ferner festzustellen, dass der ‹Betonbehälter› und das zusätz-
lich eingebaute ‹Zwischengeschoss› nicht bewilligungsfähig sind, 
und es sei die Wiederherstellung des Vorzustandes anzuordnen.

4. Eventuell (zu Ziff. 3 oben): Die Akten seien an die Vorinstanz zurück-
zuweisen mit der Anweisung, die Bewilligungsfähigkeit des ‹Beton-
behälters› und des ‹Zwischengeschosses› zu prüfen.

5. Der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, Massnahmen zu treffen, 
welche die Nutzung einer an die …strasse angrenzenden, 
betonierten Grundstücksfläche als Parkplatz ausschliessen.

B.________ und die EG Saanen beantragen mit Beschwerdeantworten vom 
7. bzw. 5. Januar 2021 je die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 

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einzutreten sei. Die BVD schliesst mit Vernehmlassung vom 17. Dezember 
2020 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21; 
vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; 
BSG 721.0]) zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist als Einsprecherin und Nutzniesserin des be-
nachbarten Grundstücks durch den angefochtenen Entscheid besonders be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Än-
derung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 
eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist un-
ter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht bildet 
der Entscheid der BVD vom 3. November 2020; dieser ist an die Stelle des 
Gesamtentscheids der EG Saanen vom 6. April 2020 getreten (sog. Devolu-
tiveffekt der Beschwerde; vgl. BVR 2018 S. 528 E. 3.3, 2010 S. 411 E. 1.4). 
Soweit die Beschwerdeführerin auch die Aufhebung des Gesamtentscheids 
der EG Saanen beantragt (vorne Bst. C), ist daher auf die Beschwerde nicht 
einzutreten (vgl. zum Ganzen Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 74 N. 26 i.V.m. Art. 72 
N. 18, Art. 84 N. 19). Zudem begründet die Beschwerdeführerin nicht, wes-
halb die Vorinstanz zu Unrecht auf ihre Feststellungsbegehren nicht einge-
treten sein soll. Auch insoweit ist auf die Beschwerde (Rechtsbegehren 1) 
nicht einzutreten. Wie bereits vor der Vorinstanz ersucht die Beschwerdefüh-
rerin um Feststellung, dass das Bauvorhaben (nun konkret hinsichtlich des 
Betonbehälters und des Zwischengeschosses) nicht rechtskräftig bewilligt 

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worden sei. Die Vorinstanz trat auf dieses Begehren nicht ein, weil die Frage 
der Rechtmässigkeit des Betonbehälters Teil der materiellen Beurteilung 
bilde und kein gesondertes Feststellungsinteresse ersichtlich sei, was die 
Beschwerdeführerin auch nicht begründe (angefochtener Entscheid E. 2b). 
Gleich verhält es sich im verwaltungsgerichtlichen Verfahren und ist auf die 
Beschwerde in diesem Punkt ebenfalls nicht einzutreten; den Anliegen der 
Beschwerdeführerin kann mit dem rechtsgestaltenden Begehren vollständig 
Rechnung getragen werden und es fehlt deshalb an einem schutzwürdigen 
Feststellungsinteresse (BVR 2016 S. 247 [VGE 2015/332 vom 23.2.2016] 
nicht publ. E. 1.3, 2014 S. 33 E. 1.4 mit weiteren Hinweisen; Allgemein zum 
Feststellungsinteresse BVR 2018 S. 310 E. 7.3 mit Hinweisen). Auf die Fest-
stellungsbegehren 2 und 3 ist daher nicht einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Der Beschwerdegegner nahm am bestehenden Chalet verschiedene 
Bauarbeiten vor. Namentlich befindet sich oberhalb der Einstellhalle neu ein 
Zwischengeschoss. Zudem grub er in die Böschung rechts neben der Ein-
stellhalleneinfahrt eine Terrasse mit einer schräg gegen oben gerichteten 
Öffnung ein, die als Lichtschacht dient; darauf befindet sich ein Aussenwhirl-
pool, der zum Spa-Bereich im Untergeschoss gehört. Das Terrain wurde in 
der Folge wieder aufgeschüttet. Diese von den Verfahrensbeteiligten als 
«Betonbehälter» bezeichnete Baute wird nachfolgend Spa-Terrasse ge-
nannt. Den Akten kann dazu Folgendes entnommen werden:

2.1.1 Am 20. September 2016 erteilte die Gemeinde dem Beschwerde-
gegner die Baubewilligung für Bauarbeiten am bestehenden Chalet mit 
folgender Beschreibung: Erweiterung der Untergeschosse, energetische 
Sanierung, Ersatz Heizung, Giebeleinbau, diverse Fassaden-, Grundriss- 
und Umgebungsarbeiten (Akten Gemeinde act. 3C pag. 133). Gegen das 
Bauvorhaben waren keine Einsprachen eingegangen. Nach Baubeginn (vgl. 
Bericht des beco vom 13.4.2017, Akten Gemeinde act. 3C pag. 128) reichte 

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der Beschwerdegegner am 24. April 2017 ein Projektänderungsgesuch ein 
(Projektänderung 1; Akten Gemeinde act. 3C pag. 119). Die Gemeinde hielt 
mit Schreiben vom 12. Mai 2017 fest, die Gestaltung und Einordnung in das 
Terrain von Garageneinfahrt, Stützmauern und vorgelagerten Bauten sei 
schlecht vorstellbar. Deshalb finde am 22. Mai 2017 eine Begehung statt, 
wofür eine Profilierung erforderlich sei (Akten Gemeinde act. 3C pag. 116; 
entspricht wohl Fotos in act. 3C pag. 168; vgl. auch die Visualisierung vom 
22.5.2017 in act. 3C pag. 113). Am 11. und 18. Juli 2017 wurde das geän-
derte Bauvorhaben publiziert (vgl. Akten Gemeinde act. 3C pag. 67), wobei 
keine Einsprachen eingingen. Am 9. Oktober 2017 erteilte die Gemeinde die 
Baubewilligung für die Projektänderung 1 mit folgendem Beschrieb: Erweite-
rung der Untergeschosse, Giebeleinbau sowie diverse Fassaden- und 
Grundrissänderungen (Akten Gemeinde act. 3C pag. 84).

2.1.2 Während der Bauarbeiten intervenierte die Beschwerdeführerin 
mehrmals bei der Gemeinde und wies auf Überschreitungen der Baubewilli-
gung hin. Am 12. Juni 2018 reichte der Beschwerdegegner ein Gesuch für 
geringfügige Anpassungen an der Einfassung des Aussenwhirlpools ein 
(Projektänderung 2; Akten Gemeinde act. 3C pag. 71 f.). Nach einem Hin-
weis von Dritten und anlässlich einer Baukontrolle stellte die Gemeinde Ab-
weichungen vom bewilligten Bauvorhaben fest. Sie verfügte am 12. Juli 2018 
die Baueinstellung hinsichtlich der Stützmauern im Bereich der Einstellhal-
leneinfahrt (Akten Gemeinde act. 3C pag. 59). Am 23. Juli 2018 führte die 
Gemeinde einen Augenschein mit Beteiligung der Beschwerdeführerin durch 
(vgl. Protokoll in Akten Gemeinde act. 3C pag. 50 und Stellungnahme der 
Beschwerdeführerin vom 30.7.2018 in act. 3C pag. 47). Am 8. August 2018 
erhob diese Einsprache gegen die Projektänderung 2 (Akten Gemeinde 
act. 3C pag. 38). Darin rügte sie unter anderem eine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs (Akteneinsicht) und machte namentlich geltend, der Aussen-
whirlpool sei zu Unrecht nicht profiliert worden und nicht bewilligungsfähig. 
Am 10. August 2018 erhielt die Beschwerdeführerin Kopien der bewilligten 
Pläne der ursprünglichen Baubewilligung und der Projektänderung 1 (Akten 
Gemeinde act. 3C pag. 37). Am 18. September 2018 hob die Gemeinde die 
Baueinstellungsverfügung vom 12. Juli 2018 hinsichtlich der Stützmauern 
auf und hielt fest, der Rückbau gemäss dem vom Beschwerdegegner einge-
reichten Plan vom 3. September 2018 solle innert vier Wochen erfolgen (Ak-

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ten Gemeinde act. 3C pag. 28). Am 21. September 2018 zog der Beschwer-
degegner die Projektänderung 2 zurück; gleichzeitig verpflichtete er sich, die 
darin beantragten Änderungen innert vier Wochen rückgängig zu machen 
und das Bauvorhaben gemäss den bewilligten Plänen der Projektänderung 1 
auszuführen (Akten Gemeinde act. 3C pag. 24). Darauf schrieb die Ge-
meinde das Verfahren betreffend die Projektänderung 2 am 17. Oktober 
2018 ab (Akten Gemeinde act. 3C pag. 20). Gegen die Aufhebung des Bau-
stopps hinsichtlich der Stützmauern erhob die Beschwerdeführerin am 
17. Oktober 2018 Beschwerde bei der BVD (Akten Gemeinde act. 3E 
pag. 84). Am 26. Oktober 2018 ersuchte die Beschwerdeführerin die Ge-
meinde unter anderem um Erlass einer Verfügung nach Art. 16 Abs. 4 des 
Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilli-
gungsdekret, BewD; BSG 725.1; nachträgliche Profilierung und Neupublika-
tion der Stützmauern im Eingangsbereich und beim Aussenwhirlpool; Akten 
Gemeinde act. 3E pag. 77), wobei sie ihr Gesuch in weiteren Schreiben er-
neuerte (Akten Gemeinde act. 3E pag. 69 und 66). Am 30. November 2018 
verfügte die Gemeinde eine zweite Baueinstellung hinsichtlich weiterer von 
der Baubewilligung abweichenden Teile, unter anderem die Einfassung zur 
Spa-Terrasse. Im Rahmen dieser Verfügung wies die Gemeinde gleichzeitig 
den Antrag der Beschwerdeführerin auf Neuprofilierung und Neupublikation 
im Sinn von Art. 16 Abs. 4 BewD ab (Ziff. 5 des Dispositivs, Akten Gemeinde 
act. 3E pag. 64). Mit Entscheid vom 7. Januar 2019 hiess die BVD das 
Rechtsmittel der Beschwerdeführerin gut und hob die Verfügung vom 
18. September 2018 (Aufhebung der ersten Baueinstellung) auf. Sie erwog 
zusammengefasst, die Gemeinde habe das mit der Baueinstellungsverfü-
gung eingeleitete Baupolizeiverfahren weiterzuführen. Aufgrund der Diffe-
renzen zwischen dem bewilligten Zustand und dem vom Beschwerdegegner 
eingereichten Rückbauplan sei sie gehalten, eine unmissverständliche Wie-
derherstellungsverfügung zu erlassen (Akten Gemeinde act. 3E pag. 62). 
Die Beschwerdeführerin erhob am 8. Januar 2019 auch Beschwerde gegen 
Ziffer 5 der zweiten Baueinstellungsverfügung, wonach nicht neu profiliert 
werde, zugleich stellte sie einen Antrag auf Sistierung des Verfahrens bis 
zum Abschluss des Baupolizeiverfahrens. Die BVD sistierte das Verfahren 
antragsgemäss (Akten BVD act. 3A pag. 1 ff. und 21 f.).

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2.1.3 Am 18. März 2019 verfügte die Gemeinde den Rückbau respektive 
die Wiederherstellung des Zustands von verschiedenen Bauteilen gemäss 
den bewilligten Plänen der Projektänderung 1, namentlich die Einfassung 
der Spa-Terrasse (Akten Gemeinde act. 3E pag. 53). Hierauf reichte der Be-
schwerdegegner am 1. April 2019 ein als Projektänderung 3 bezeichnetes 
nachträgliches Baugesuch ein mit der Beschreibung «Grundriss- und Fassa-
denanpassungen, Einbau von 2 Oblichten im UG1, Anpassungen an Gar-
tenstützmauern und Einstellhalleneinfahrt». Im Begleitschreiben hielt er fest, 
bezüglich der übrigen Bereiche, die Gegenstand der Wiederherstellungsver-
fügung bildeten, würden die Arbeiten gemäss den bewilligten Plänen ausge-
führt respektive zurückgebaut (Akten Gemeinde act. 3E pag. 48 und 49). 
Das nachträgliche Baugesuch wurde am 16. und 23. April 2019 publiziert 
(vgl. Akten Gemeinde act. 3E pag. 44). Die Beschwerdeführerin erhob am 
15. Mai 2019 dagegen Einsprache (Akten Gemeinde act. 3E pag. 39). Am 
15. Juli 2019 reichte der Beschwerdegegner überarbeitete Pläne ein, die 
nach seinen Angaben untergeordnete bewilligungsfähige Änderungen bein-
halteten, die versehentlich nicht farblich markiert worden seien (Akten Ge-
meinde act. 3E pag. 23 und 24), worauf die Gemeinde einen Planaustausch 
vornahm. Mit Gesamtentscheid vom 6. April 2020 hiess die Gemeinde das 
nachträgliche Baugesuch gut (Projektänderung 3; Akten Gemeinde act. 3E 
pag. 2). Darin hielt die Gemeinde unter anderem fest, sowohl die Baubewil-
ligung als auch die Projektänderung 1 seien ordentlich publiziert und soweit 
gemäss Art. 16 BewD notwendig profiliert worden. Namentlich aus dem 
«Schnitt H-H» der Projektänderung 1 ergebe sich, dass die Einfassung der 
Spa-Terrasse nicht mehr als 1,2 m über das gewachsene Terrain hinaus-
rage. Somit habe dafür auch keine Pflicht zur Profilierung bestanden. Die 
Spa-Terrasse sei auf den massgebenden Plänen der Projektänderung 1 klar 
ersichtlich, vermasst und bewilligt worden (E. 15.2). Nachdem die Gemeinde 
das nachträgliche Baugesuch bewilligt hatte (Projektänderung 3), nahm die 
BVD das sistierte Verfahren hinsichtlich der abgelehnten Neuprofilierung und 
Neupublikation wieder auf und vereinigte es antragsgemäss mit dem zwi-
schenzeitlich ebenfalls hängigen Beschwerdeverfahren gegen die nachträg-
liche Bewilligungserteilung.

2.2 In der Folge kam die Vorinstanz zum Schluss, dass die Beschwerde-
führerin die ursprüngliche Baubewilligung und die Projektänderung 1 man-

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gels Einsprache nicht mehr in Frage stellen und aus einer allfällig mangel-
haften Profilierung nichts zu ihren Gunsten ableiten könne. Weiter bilde die 
zurückgezogene Projektänderung 2 nicht mehr Verfahrensgegenstand. Zu 
prüfen blieb, ob die Gemeinde das nachträgliche Baugesuch (Projektände-
rung 3) zu Recht bewilligt hatte. Nach einem Hinweis der Vorinstanz auf Un-
terschiede zwischen den Plänen der Projektänderung 1 und des nachträgli-
chen Baugesuchs (Projektänderung 3) reichte der Beschwerdegegner über-
arbeitete Pläne ein, mit denen er kleinere Änderungen neu farblich markierte 
und weitere neu ebenfalls als Projektanpassung auswies (namentlich Bad 
und Geräteraum sowie Spa-Terrasse). Zur geänderten Dimensionierung der 
Spa-Terrasse führte er aus, die Öffnung sei gegenüber der Projektände-
rung 1 ausführungsbedingt geringfügig angepasst worden. Die Breite sei um 
19 cm vergrössert und die Tiefe um ca. 60 cm reduziert worden. Die Anpas-
sungen dienten der besseren Integration in das Gelände und fielen optisch 
nicht auf. Es handle sich letztlich um eine Verkleinerung (Reduktion Tiefe 
grösser als Vergrösserung Breite; vgl. Verfügung vom 3.8.2020 und Stel-
lungnahme Beschwerdegegner vom 24.8.2020, Akten BVD act. 3B 
pag. 53 ff.). Die Vorinstanz stellte fest, das Vorhaben bleibe in den Grundzü-
gen gleich, nahm es als Projektänderung 4 entgegen und verzichtete auf 
eine Publikation. Sie beurteilte das nachträgliche Baugesuch anhand den 
neu eingereichten Plänen mit dem Stempel vom 25. August 2020 (Akten 
BVD act. 3B hinter pag. 58). Die Einwände der Beschwerdeführerin erach-
tete sie als unbegründet, bis auf die wenigen, denen mit den geänderten 
Plänen entsprochen wurde. Dass die Änderungen nicht bewilligt werden 
könnten, sei weder ersichtlich noch geltend gemacht (angefochtener Ent-
scheid E. 5d a.E.). Weiter beurteilte die Vorinstanz die Rügen der Beschwer-
deführerin betreffend den Anspruch auf rechtliches Gehör, die Aussenka-
mine, die nicht bewilligten Parkplätze, den Neigungswinkel der Böschung, 
der maximal überbauten Fläche pro Gebäude, die Verletzung des Grenzab-
stands und die Fensteröffnungen der Spa-Terrasse als unbegründet, soweit 
sie nicht gegenstandslos geworden seien (angefochtener Entscheid E. 4, 6-
11). – Gegen die von der Vorinstanz als Projektänderung 4 nachträglich be-
willigten Änderungen bringt die Beschwerdeführerin im verwaltungsgerichtli-
chen Verfahren nichts vor. Sie ist zusammengefasst vielmehr der Ansicht, 
die Spa-Terrasse und das Zwischengeschoss oberhalb der Einstellhalle 
seien mangels genügender Profilierung insgesamt nicht rechtskräftig bewil-

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ligt worden. Die Vorinstanz habe eine Rechtsverweigerung begangen, indem 
sie die Bewilligungsfähigkeit und den Wiederherstellungsbedarf nicht geprüft 
habe. Ausserdem müssten bauliche Massnahmen zur Verhinderung der 
Parkplatznutzung auf der …strasse angeordnet werden. Damit beschlagen 
ihre Rügen einzig die Spa-Terrasse, das Zwischengeschoss und die von ihr 
beanstandete Parkplatznutzung; die weiteren vor der Vorinstanz noch 
umstrittenen Punkte bilden vor Verwaltungsgericht nicht mehr Verfah-
rensgegenstand.

3.

3.1 Zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdeführerin die Spa-Terrasse 
und das Zwischengeschoss oberhalb der Einstellhalle noch in Frage stellen 
kann. Gegen die ursprüngliche Baubewilligung und die Projektänderung 1 
hat sie unbestrittenermassen keine Einsprache erhoben (vgl. vorne E. 2.1.1). 
Sie macht aber geltend, die genannten Elemente seien pflichtwidrig nicht 
profiliert gewesen, womit der angefochtene Entscheid die Profilierungsvor-
schrift von Art. 16 Abs. 4 und die Veröffentlichungsvorschrift für die bean-
spruchten Ausnahmen von Art. 26 Abs. 3 Bst. e BewD verletze.

3.2 Die Profilierung von Bauten und Anlagen auf dem Baugrundstück soll 
– als Ergänzung der Projektpläne – das Bauvorhaben veranschaulichen 
(Lage und Dimensionierung; Visualisierungsfunktion). Ihr kommt ausserdem 
Publizitätswirkung zu und sie dient namentlich auch dem Rechtsschutz (In-
formations- und Warnfunktion). Mit der Profilierung sollen die äusseren Um-
risse der geplanten Bauten und Anlagen im Gelände abgesteckt und kennt-
lich gemacht werden. Es brauchen nicht sämtliche baulichen Einzelheiten 
ersichtlich zu sein. Es geht nur darum, die für das Erscheinungsbild wesent-
lichen Abmessungen im Gelände aufzuzeigen. Um Details über das Vorha-
ben zu erfahren, müssen die Interessierten ohnehin die Baugesuchsakten 
einsehen (BVR 2009 S. 129 [VGE 22930/22931 vom 20.10.2008] nicht publ. 
E. 4.2, 1993 S. 314 E. 7; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, 
Band I, 5. Aufl. 2020, Art. 34/34a N. 20; Arnold Marti, Die Bauaussteckung, 
in Rüssli/Hänni/Häggi Furrer [Hrsg.], Staats- und Verwaltungsrecht auf vier 
Ebenen, Festschrift für Tobias Jaag, 2012, S. 219 ff., 224 ff.). Die Gemein-

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deverwaltung hat unmittelbar nach Erhalt der Baueingabe und nach erfolgter 
Profilierung deren Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen (formelle Vorprü-
fung; Art. 17 BewD). Ist das Bauvorhaben nicht oder nur mangelhaft profiliert, 
verlangt sie die sofortige Verbesserung (Art. 17 Abs. 3 BewD). Wird dieser 
Mangel erst nach erfolgter Bekanntmachung des Bauvorhabens behoben, 
so muss die Bekanntmachung wiederholt werden und verlängert sich die 
Einsprachefrist entsprechend (Art. 16 Abs. 4 BewD). Bei einer Projektände-
rung ist keine Nachprofilierung nötig, wenn die Änderung selber nicht publi-
ziert werden muss (zum Ganzen Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 34/34a N. 22). 
Weil die Profilierung neben der öffentlichen Publikation Teil der massgeben-
den Eröffnung eines Baugesuchs bzw. des entsprechenden Baubewilli-
gungsverfahrens bildet, sind allfällige Mängel entsprechend den Grundsät-
zen über die fehlerhafte Eröffnung von Verfügungen zu behandeln (Arnold 
Marti, a.a.O., S. 228). Unterbleibt eine Eröffnung oder ist sie mangelhaft, darf 
der übergangenen Partei daraus kein Nachteil entstehen (Art. 44 Abs. 6 
VRPG). Ihr gegenüber erwächst der Bauentscheid deshalb nicht in Rechts-
kraft (sog. hinkende Rechtskraft); sie kann den Entscheid auch nach Ablauf 
der Rechtsmittelfrist innert 30 Tagen anfechten (sog. nachträgliche Be-
schwerde). Fristauslösend ist für sie die Kenntnis des massgebenden Sach-
verhalts. Diese liegt nach der Rechtsprechung dann vor, wenn die beschwer-
deberechtigte Person im Besitz aller für die erfolgreiche Wahrung ihrer Inte-
ressen wesentlichen Informationen ist bzw. bei gebührender Aufmerksam-
keit sein könnte. Dabei ist nicht erforderlich, dass sie alle Einzelheiten der 
behördlichen Anordnung erfährt; es genügt vielmehr, dass sie Kenntnis von 
den wesentlichen Elementen erhält. Sie ist alsdann nach Treu und Glauben 
verpflichtet, die ihr zumutbaren Schritte zur Fristwahrung zu unternehmen; 
übermässige Nachforschungen werden indessen nicht als zumutbar erach-
tet. Welches Mass an Aufmerksamkeit der übergangenen Partei zugemutet 
werden darf, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab (statt vieler 
BVR 2010 S. 433 E. 4.1, 2008 S. 251 E. 4.1; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 35-
35c N. 11, Art. 38-39 N. 26; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 44 N. 59, Ruth Herzog, 
a.a.O., Art. 67 N. 13, je mit Hinweisen; vgl. für die Rechtsfolgen bei mangel-
hafter Baupublikation statt vieler auch BGE 117 Ib 270 S. 276 E. 1c und d; 
BGer 1C_301/2016 vom 4.1.2017, in URP 2017 S. 400 ff. E. 3.5.2 f.). Man-
gelhafte Profilierung ist nach Treu und Glauben sofort zu rügen. Wer seine 

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Verfahrensrechte ausüben konnte, vermag aus einer mangelhaften Profilie-
rung keine Rechte abzuleiten (vgl. VGE 2019/337/348 vom 23.11.2020 
E. 3.3, 2015/348 vom 24.6.2016 E. 2.2, 2012/208 vom 31.1.2013 E. 2.3 f.; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 34/34a N. 20, Art. 35-35c N. 11; Arnold Marti, 
a.a.O., S. 228 ff.; vgl. auch die Bemerkungen von Arnold Marti zu 
BGer 1C_509/2011 vom 8.6.2012 in ZBl 2013 S. 624 ff.).

3.3 Nach eigenen Angaben hatte die Beschwerdeführerin Kenntnis vom 
Bauvorhaben, sie sei aber wegen einem ihr vorgelegten Fassadenplan da-
von ausgegangen, dass sich das äussere Erscheinungsbild und die Silhou-
ette des Nachbarchalets nicht verändere und habe deswegen keine Einspra-
che erhoben. Die Beschwerdeführerin war damit im Zeitpunkt der öffentli-
chen Auflage unstreitig über das Bauvorhaben informiert und hätte die Bau-
gesuchsakten samt Plänen einsehen können. Die unbestrittenermassen 
zumindest teilweise aufgestellten Profile erfüllten damit ihren allgemeinen 
Warn- und Informationszweck (vgl. die Fotos des Beschwerdegegners in der 
vorinstanzlichen Beschwerdeantwort hinter Rz. 16). Ob sie tatsächlich voll-
ständig und ordnungsgemäss aufgestellt waren, lässt sich nachträglich (in-
zwischen ausgeführtes Bauvorhaben) nicht mehr feststellen; auch nicht mit 
den von der Beschwerdeführerin als Beispiel erwähnten allfälligen Schrei-
nerrechnungen oder in der Praxis wohl kaum vorhandenen Profilierungsplä-
nen (vgl. Beschwerde Rz. 81). Aus den Akten ergibt sich zwar, dass die Ge-
meinde nach Eingang der Projektänderung 1 eine Profilierung forderte und 
einen Augenschein vornahm (vgl. vorne E. 2.1.1). Es ist aber nicht auszu-
schliessen, dass die Gemeinde in der Folge davon ausging, dass die Einfas-
sung der Spa-Terrasse nicht mehr als 1,2 m über das gewachsene Terrain 
hinausragen würde und eine Profilierung deshalb als entbehrlich erachtete 
(vgl. Gesamtentscheid Gemeinde vom 6.4.2020 E. 15.2, Akten Gemeinde 
act. 3E pag. 2). Aus mehreren Gründen kann aber mit der Vorinstanz offen-
gelassen werden, wie es sich damit verhält: Ist eine Profilierung unvollstän-
dig oder fehlerhaft, kann dies während der Dauer des Baubewilligungsver-
fahrens gerügt und eine Verbesserung verlangt werden (allenfalls mit Ver-
längerung der Einsprachemöglichkeit oder gar einer neuen Ausschreibung; 
vgl. E. 3.2 hiervor, auch zum Folgenden). Wurde die Baute bereits erstellt, 
ist eine nachträgliche Profilierung nicht mehr zweckmässig, was auch die 
Beschwerdeführerin einräumt. Eine nachträgliche Anfechtung einer bereits 

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erteilten Baubewilligung oder gar eine Aufhebung eines Bewilligungsent-
scheids nach ausgeführtem Bauvorhaben erscheint zudem ausgeschlossen, 
wenn die Nachbarn durch die Profilierung auf das Vorhaben im fraglichen 
Bereich hingewiesen wurden. In einem solchen Fall gehört es zur pflichtge-
mässen Aufmerksamkeit, die aufgelegten Baupläne zu konsultieren. Das gilt 
hier umso mehr, weil es um Arbeiten an einem bestehenden Gebäude geht, 
die zu einem grossen Teil im Untergeschoss und im Terrain stattfanden; über 
ihren effektiven Umfang konnten nur die Baupläne im Detail Auskunft geben. 
Das setzt allerdings voraus, dass der Mangel anhand der Baupläne hätte 
erkannt werden können (vgl. auch die Bemerkungen von Arnold Marti zu 
BGer 1C_509/2011 vom 8.6.2012 in ZBl 2013 S. 624 ff., 627).

3.4 Aus den Plänen der Projektänderung 1 ergibt sich Folgendes: Das 
Zwischengeschoss oberhalb der Einstellhalle war bereits im ursprünglichen 
Baugesuch geplant und entsprechend in den Plänen «Grundrisse» und 
«Schnitte» ausgewiesen (Akten Gemeinde act. 3C2). Die Spa-Terrasse be-
antragte der Beschwerdegegner mit Projektänderung 1; diese ist mitsamt 
Grundmassen im Plan «Untergeschosse (2. UG/1. UG)», Grundriss Zwi-
schengeschoss und im Plan «Schnitte», Schnitt H-H eingezeichnet (Akten 
Gemeinde act. 3C1). Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, ergab 
sich daraus das damals beantragte Bauvorhaben (namentlich Spa-Terrasse 
und Zwischengeschoss) in genügender Klarheit. Daran ändert nichts, dass 
die Spa-Terrasse auf dem Plan «Oberirdische Geschosse» unterhalb des 
Erdgeschossgrundrisses nicht angedeutet wird und auf dem Plan «Fassa-
den» in der farblichen Visualisierung der Westfassade kaum erkennbar ist. 
Sie ist auf den Plänen für das sie betreffende Geschoss ausgewiesen; eine 
Andeutung auch auf den Plänen für das darüberliegende Geschoss wäre 
zwar architektonisch noch genauer (wie es z.B. in Projektänderung 4 nun 
dargestellt ist, vgl. Plan «Oberirdische Geschosse», Grundriss Erdgeschoss, 
in Akten BVD act. 3B hinter pag. 58), ist aber nicht erforderlich. Eine Visua-
lisierung der Westfassade ist zudem nicht vorgeschrieben (Art. 14 BewD im 
Umkehrschluss). In der dennoch vorhandenen farblichen Visualisierung ist 
die Einfassung der Spa-Terrasse im Ansatz erkennbar, auch wenn sie sich 
stark in die Böschung und der geplanten Bepflanzung einordnet. Auch in der 
schwarz-weissen Ansicht der Westfassade ist der Standort der Spa-Ter-
rasse in weisser statt grauer Farbe angedeutet. Es trifft zwar zu, dass die 

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Einordnung der Spa-Terrasse in das Terrain anhand von Fassaden- und 
Grundrissplan schwer vorstellbar ist. Zusammen mit dem Schnittplan ist sie 
aber genug deutlich ersichtlich. Selbst wenn die Profilierung fehlerhaft gewe-
sen wäre, hätte die Beschwerdeführerin demnach bei pflichtgemässer Auf-
merksamkeit und Sorgfalt – also bei Einsichtnahme in die aufgelegten Pläne 
– den angeblichen Mangel erkennen können und müssen. Eine nachträgli-
che Anfechtung der Baubewilligung oder gar eine Wiederholung der Profilie-
rung ist in einer solchen Situation nicht gerechtfertigt.

3.5 Die Vorinstanz liess bei diesem Ergebnis offen, ob die Beschwerde-
führerin die mangelhafte Profilierung nach Treu und Glauben überhaupt 
rechtzeitig gerügt habe (angefochtener Entscheid E. 3d). Den Akten kann 
dazu jedenfalls Folgendes entnommen werden: Spätestens im April 2018 
nahm die Beschwerdeführerin Kenntnis vom Bau der Spa-Terrasse und 
wandte sich per E-Mail an den Beschwerdegegner (Akten Gemeinde act. 3C 
pag. 77). Bei der Gemeinde erkundigte sie sich am 11. Juli 2018 nach dem 
Vorgehen bei fehlender Profilierung und nach den Bauplänen (Akten Ge-
meinde act. 3C pag. 60 und 57 mit Übersetzung). Am 23. Juli 2018 gewährte 
ihr die Gemeinde Einsicht in die Pläne (Akten Gemeinde act. 3C pag. 51). 
Allerdings durfte sie keine Kopien/Fotos von den Plänen erstellen; mit 
Schreiben vom 10. August 2018 übermittelte die Gemeinde ihrem Anwalt 
Kopien der Pläne der ursprünglichen Bewilligung und der Projektänderung 1 
(Akten Gemeinde act. 3C pag. 37). Aus der Auflistung der Beilagen ist zu 
schliessen, dass der Plan «Untergeschosse» der Projektänderung 1 nicht 
mitgeliefert wurde; auf Nachfrage hin wurde der Plan am 17. Juli 2019 zuge-
stellt (Akten Gemeinde act. 3E pag. 22). In der Einsprache vom 8. August 
2018 gegen die Projektänderung 2 rügte die Beschwerdeführerin neben der 
Verletzung des rechtlichen Gehörs (Akteneinsicht) die fehlende Profilierung 
der Spa-Terrasse und deren Bewilligungsfähigkeit. Nachdem das Verfahren 
betreffend die Projektänderung 2 abgeschrieben worden war, verlangte sie 
mehrmals eine Verfügung der Gemeinde hinsichtlich der Profilierung (erst-
mals mit Schreiben vom 26.10.2018; vgl. vorne E. 2.1.2). Damit hat sie trotz 
Kenntnis der wesentlichen Elemente (im April 2018 bzw. spätestens am 
23. Juli 2018) nicht innert 30 Tagen eine nachträgliche Beschwerde einge-
reicht. Die Rüge der angeblich mangelhaften Profilierung erweist sich dem-
nach ohnehin als verspätet.

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3.6 Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, ihre Kinder als betroffene 
Grundeigentümer hätten ebenfalls keine Einsprache erheben können, kann 
ihr nicht gefolgt werden. Diese hätten ihrerseits bereits durch die öffentliche 
Bekanntmachung ohne weiteres Kenntnis erlangen sollen. Ob das Bauvor-
haben schliesslich eine Ausnahme von Art. 9 Abs. 2 des Baureglements der 
EG Saanen vom 22. Oktober 1993 (GBR; mehr als 270 m2 überbaute Fläche 
pro Gebäude) beansprucht hätte, wäre Gegenstand einer materiellen Prü-
fung. Eine solche Ausnahme war jedenfalls weder beantragt noch wurde sie 
bewilligt. Es ist daher nicht ersichtlich, dass ein entsprechender Hinweis in 
der Baupublikation erforderlich gewesen wäre (vgl. Beschwerde Rz. 88 f.). 
Der Schluss der Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführerin aus einer all-
fällig mangelhaften Profilierung nichts zu ihren Gunsten ableiten könne und 
es zu verantworten habe, wenn sie die Pläne nicht eingesehen habe, ist nach 
dem Gesagten nicht zu beanstanden. Namentlich hat die BVD keine formelle 
Rechtsverweigerung begangen, indem sie die Beschwerdeführerin nicht zur 
nachträglichen Beschwerde zuglassen und die Bewilligungsfähigkeit der 
Spa-Terrasse und des Zwischengeschosses nicht bzw. nur mit kurzer Even-
tualbegründung (vgl. angefochtener Entscheid E. 9d und 10c) geprüft hat. 
Sie ist zu Recht davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin die ur-
sprüngliche Bewilligung und die Projektänderung 1 nicht mehr in Frage zu 
stellen vermag und die Projektänderung 2 (abgeschriebenes Verfahren) 
nicht mehr thematisiert werden kann. Der Antrag der Beschwerdeführerin auf 
Anordnung der Wiederherstellung des Vorzustands und der Eventualantrag 
auf Rückweisung an die Vorinstanz zur Prüfung der Bewilligungsfähigkeit er-
weisen sich als unbegründet. Unter diesen Umständen kann dahingestellt 
bleiben, ob die Rügen der Beschwerdeführerin abgeschlossene Verfahren 
betreffen und sie auf das Widerrufsverfahren zu verweisen wäre (vgl. Be-
schwerdeantwort Beschwerdegegner 1 Rz. 7 und 54). Beim vorliegenden 
Ergebnis ist die Dimensionierung der Spa-Terrasse nicht weiter zu prüfen, 
weshalb der Beweisantrag auf Durchführung eines Augenscheins abgewie-
sen wird (vgl. Beschwerde Rz. 66). Auch die beantragte Parteibefragung 
(Beschwerde Rz. 73) lässt keine entscheidwesentlichen Erkenntnisse erwar-
ten und wird abgewiesen (zur antizipierten Beweiswürdigung statt vieler 
BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3; BVR 2020 S. 113 E. 3.7, 2018 
S. 206 E. 4.5).

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4.

Hinsichtlich der Rüge der unzulässigen Parkplatznutzung ergibt sich aus den 
Akten Folgendes: Aus dem Situationsplan zur Projektänderung 4 ist erstmals 
als Änderung ersichtlich, dass die Mauer entlang der …strasse 
(nordwestlich) näher an das Grundstück versetzt wurde, was die bereits vor-
handene Ausweichstelle verbreitert (vgl. Plan «Situation» in Akten BVD 
act. 3B hinter pag. 58). Die Bewilligungsfähigkeit dieser baulichen Mass-
nahme stellt die Beschwerdeführerin nicht in Frage, sie stört sich aber an der 
möglichen Nutzung der neu geschaffenen Fläche als Parkplatz. In der Ein-
stellhalle sind vier Parkplätze vorhanden, was dem oberen Wert der Band-
breite gemäss Art. 51 Abs. 1 Bst a der Bauverordnung vom 6. März 1985 
(BauV; BSG 721.1) entspricht. Auf den bewilligten Plänen sind darüber hin-
aus keine Aussenparkplätze vorgesehen. Wie die Vorinstanz zutreffend er-
wogen hat, wird es Sache der Gemeinde sein, baupolizeiliche Massnahmen 
anzuordnen, sollte der Beschwerdegegner oder «Hilfspersonen» die fragli-
che Aussenfläche unzulässigerweise als Parkplatz nutzen (vgl. angefochte-
ner Entscheid E. 7). Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, der Be-
schwerdegegner müsse verpflichtet werden, die (objektiv mögliche und tat-
sächliche) Nutzung der Fläche als Parkplatz durch geeignete Massnahmen 
(wie Absperrung, Steine oder Bepflanzung mit Baum) zu unterbinden (Be-
schwerde Rz. 110 ff.), ist die Beschwerde ebenfalls unbegründet.

5.

Nach dem Gesagten hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle 
stand. Die Beschwerde ist unbegründet und abzuweisen, soweit darauf ein-
zutreten ist (vgl. vorne E. 1.2). Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die 
unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig. Sie hat die Verfahrens-
kosten zu tragen und dem anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner 1 die 
Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 
VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 4'000.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner 1 die Parteikosten 
für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf Fr. 6'405.10 
(inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Beschwerdegegner 1
- Beschwerdegegnerin 2
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.