# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19e7be68-e7b8-529c-a924-f09e182c11be
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-23
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 23.04.2025 III 2024 203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2024-203_2025-04-23.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2024 203

Entscheid vom 23. April 2025 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Marco Lacher, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (vorsorglicher Sicherungsentzug)

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Sachverhalt:

A. Am 9. November 2024, ca. um 19:00 Uhr, lenkte A.________ (geb. ____) 
nach dem Konsum von Alkohol einen Personenwagen in C.________ auf der 
D.________strasse in Fahrtrichtung E.________. Auf der Höhe der Liegenschaft 
D.________strasse __ kollidierte sie mit der rechtsseitigen Leitplanke, wodurch 
das Fahrzeug so stark beschädigt wurde, dass ein Abschleppen erforderlich war. 
Nach dem Unfall begab sich A.________ an den Wohnort ihres Freundes in 
F.________, wo sie von der Kantonspolizei Schwyz gleichentags um ca. 23:45 
Uhr angetroffen wurde. Nach durchgeführter Atemalkoholprobe (mit einem Wert 
von 0.91 mg/l) wurde am 10. November 2024 um 01:04 Uhr im Spital 
G.________ eine Blutprobe sichergestellt, welche in der Folge dem Institut für 
Rechtsmedizin (IRM) der Universität Zürich zur Auswertung übermittelt wurde. 
Auf entsprechende Aufforderung hin deponierte A.________ am 11. November 
2024 ihren Führerausweis bei der Kantonspolizei Schwyz (Vi-act. 2 f.). Mit 
Schreiben vom 22. November 2024 sah das Verkehrsamt Schwyz aufgrund des 
geltend gemachten Nachtrunks vorerst von einem vorsorglichen Sicherungsent-
zug ab und retournierte A.________ den Führerausweis (Vi-act. 4). 

B. Am 25. November 2024 ging das pharmakologisch-toxikologische Gutach-
ten des IRM Zürich beim Verkehrsamt ein (Vi-act. 5). Gleichentags hat das Ver-
kehrsamt gegenüber A.________ einen vorsorglichen Sicherungsentzug des 
Führerausweises angeordnet und die Wiederaushändigung des Führerausweises 
vom Ergebnis eines verkehrsmedizinischen Untersuchs durch einen Verkehrs-
mediziner SGRM abhängig gemacht. A.________ wurde aufgefordert, den Füh-
rerausweis und allfällig vorhandene weitere Ausweise bis spätestens 25. De-
zember 2024 beim Polizeiposten H.________ oder beim Verkehrsamt abzuge-
ben. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen 
(Vi-act. 6).

C. Gegen diese Verfügung vom 25. November 2024 lässt A.________ fristge-
recht mit Eingabe vom 13. Dezember 2024 beim Verwaltungsgericht (Postein-
gang: 16.12.2024) Beschwerde erheben und folgende Anträge stellen:

1. Die Verfügung des Verkehrsamts Schwyz vom 25.11.2024 (Ausweis Nr. ____) 
sei vollumfänglich aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei der 
Führerausweis zurückzuerstatten.

2. Die von der Vorinstanz entzogene aufschiebende Wirkung dieser Beschwerde 
sei ohne Verzug wiederherzustellen.

3. Das Administrativverfahren sei bis zum Vorliegen des rechtskräftigen 
Strafentscheids zu sistieren.

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4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

D. Mit Zwischenbescheid III 2024 204 vom 16. Dezember 2024 weist der ver-
fahrensleitende Richter den Antrag auf Wiederherstellung der entzogenen auf-
schiebenden Wirkung ab.

E. Mit Vernehmlassung vom 28. Januar 2025 beantragt das Verkehrsamt die 
kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Die Beschwerdeführerin hält mit Replik vom 10. März 2025 an ihren Anträgen 
fest. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfü-
gen (Art. 14 Abs. 1 Strassenverkehrsgesetz [SVG; SR 741.01] vom 19.12.1958). 
Über Fahreignung verfügt, wer nach Art. 14 Abs. 2 SVG: 

a. das Mindestalter erreicht hat; 
b. die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren 

Führen von Motorfahrzeugen hat; 
c. frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträch-

tigt; und 
d. nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die 

Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. 

Eine Grundvoraussetzung für die Erteilung des Führerausweises ist die sog. 
Fahreignung. Mit diesem Begriff umschreiben alle betroffenen wissenschaftlichen 
Disziplinen (insbesondere Medizin, Psychologie und Jurisprudenz) die körperli-
chen und geistigen Voraussetzungen des Individuums, ein Fahrzeug im Stras-
senverkehr sicher lenken zu können. Die Fahreignung muss grundsätzlich dau-
ernd vorliegen (vgl. Urteil BGer 1C_79/2007 vom 6.9.2007 E. 3.1 mit Verweis auf 
die bundesrätliche Botschaft vom 31.3.1999 zur Änderung des Strassenver-
kehrsgesetzes, in deren Rahmen Art. 16d SVG erlassen wurde; BBl 1999 
S. 4462 ff., 4483 f.). 

1.2 Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, 
dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr be-
stehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Dies ist unter anderem der Fall, wenn eine Person 
an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. b 
SVG). Eine die Fahreignung ausschliessende Sucht kann beispielsweise bei ei-
ner Abhängigkeit von Alkohol gegeben sein (Philippe Weissenberger, Kommen-
tar zum Strassenverkehrsgesetz, 2. A., Zürich/St. Gallen 2015, Art. 16d N 25). 
Der Entzug des Führerausweises wegen fehlender Fahreignung ist ein Entzug zu 

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Sicherungszwecken (sogenannter Sicherungsentzug). Er bezweckt, die zu be-
fürchtende Gefährdung der Verkehrssicherheit in der Schweiz durch einen unge-
eigneten Fahrzeugführer in der Zukunft zu verhindern. Dementsprechend setzt er 
keine schuldhafte Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung vor-
aus (Weissenberger, a.a.O., Art. 16d N 8). Auf fehlende Fahreignung darf ge-
schlossen werden, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Alkohol- bzw. 
Drogenkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die na-
heliegende Gefahr besteht, dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten 
Strassenverkehr teilnimmt (BGE 129 II 82 E. 4.1; BGE 127 II 122 E. 3c). Somit 
können auch suchtgefährdete Personen, bei denen aber jedenfalls ein Alkohol-
missbrauch vorliegt, vom Führen eines Motorfahrzeugs ferngehalten werden (Ur-
teil BGer 6A.8/2007 vom 1.5.2007 E. 2). Voraussetzung für einen Sicherungsent-
zug ist aber in jedem Fall, dass der regelmässige Alkohol- bzw. Drogenkonsum 
die Fahreignung beeinträchtigt, d.h. der Betroffene mehr als jede andere Person 
der Gefahr ausgesetzt ist, sich ans Steuer eines Fahrzeugs in einem - dauernden 
oder zeitweiligen - Zustand zu setzen, der das sichere Führen nicht mehr ge-
währleistet (BGE 124 II 559 E. 4).

1.3 Wecken konkrete Anhaltspunkte ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des 
Betroffenen, ist eine verkehrsmedizinische Untersuchung durch einen Arzt anzu-
ordnen (Art. 15d Abs. 1 SVG, Art. 28a Abs. 1 Verkehrszulassungsverordnung 
[VZV; SR 741.51] vom 27.10.1976).

1.4 Ernsthafte Zweifel an der Fahreignung einer Person bestehen namentlich 
bei Vorliegen der in der nicht abschliessenden Aufzählung von Beispielen in 
Art. 15d Abs. 1 lit. a-e SVG genannten Gegebenheiten. Dies ist unter anderem 
der Fall bei Fahren in angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration 
von 1,6 Gewichtspromille oder mehr oder mit einer Atemalkoholkonzentration 
von 0,8 mg Alkohol oder mehr pro Liter Atemluft (Art. 15d Abs. 1 lit. a SVG). 
Diesfalls ist grundsätzlich zwingend und ohne weitere Einzelfallprüfung eine 
Fahreignungsuntersuchung anzuordnen, selbst wenn die Zweifel im konkreten 
Fall noch nicht erhärtet oder nur abstrakter Natur sind (vgl. Urteil BGer 
1C_285/2018 vom 12.10.2018 E. 3 mit Verweis auf Jürg Bickel, in: Basler Kom-
mentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, N 15 zu Art. 15d SVG). Diese Tat-
bestände begründen mithin einen Anfangsverdacht fehlender Fahreignung, wel-
cher zur Anordnung einer Fahreignungsuntersuchung führt (Botschaft vom 
20.10.2010 zu Via sicura, Handlungsprogramm des Bundes für mehr Sicherheit 
im Strassenverkehr, BBI 2010 8447, Ziff. 1.3.2.6, 8470). Es ist zudem weder er-
forderlich, dass einer der Abklärungsgründe nach Art. 15d Abs. 1 lit. a bis e SVG 
vorliegt noch braucht der Beweis eines Ausschlussgrundes vorzuliegen, ansons-

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ten die Norm überflüssig wäre und gegebenenfalls immer direkt gestützt auf Art. 
16d SVG ein Sicherungsentzug angeordnet werden müsste (vgl. Weissenberger, 
a.a.O., Art. 15d N 6).

1.5 Wird eine verkehrsmedizinische Abklärung angeordnet, so ist der Führer-
ausweis nach Art. 30 VZV im Prinzip vorsorglich zu entziehen (vgl. Urteil BGer 
1C_285/2018 vom 10.12.2018 E. 3.2 mit Verweis auf BGE 127 II 122 E. 5). Von 
dieser Regel kann in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden (vgl. 
Urteil BGer 1C_405/2022 vom 5.12.2022 E. 5.2 m.w.H.). Aufgrund des grossen 
Gefährdungspotenzials, welches dem Führen eines Motorfahrzeugs eigen ist, 
genügen bereits Anhaltspunkte, welche die Fahrzeugführer und 
Fahrzeugführerinnen als besonderes Risiko für die anderen 
Verkehrsteilnehmenden erscheinen lassen und ernsthafte Zweifel an ihrer 
Fahreignung erwecken, für den vorsorglichen Entzug des Führerausweises. Der 
strikte Beweis für die Fahreignung ausschliessende Umstände ist dazu nicht 
erforderlich (BGE 125 II 492 E. 2b; Urteil BGer 1C_536/2018 vom 30.1.2019 E. 3 
m.H.).

1.6 Während der Warnungsentzug eine schuldhafte Verkehrsregelverletzung 
voraussetzt und deshalb den Charakter einer Strafe aufweist, erfolgt der Siche-
rungsentzug nicht wegen eines schuldhaften Verhaltens des Ausweisinhabers, 
sondern im Interesse der Verkehrssicherheit. Der Grundsatz der Unschuldsver-
mutung (Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK) findet in Verfahren betreffend den 
Sicherungsentzug daher keine Anwendung (vgl. BGE 140 II 334 E. 6 m.H. auf 
BGE 122 II 350 E. 2c). 

2. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet grundsätzlich 
die Fragestellung, ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin zu Recht eine ver-
kehrsmedizinische Untersuchung bei einem Verkehrsmediziner SGRM zur Ab-
klärung der Fahreignung angeordnet und den Führerausweis für die Dauer der 
Abklärung vorsorglich entzogen hat.

2.1 Nach der Aktenlage ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin am 9. 
November 2024 nach dem Konsum von Bier um ca. 19:00 Uhr mit einem Perso-
nenwagen allein von ihrem Wohnort in C.________ losfuhr, um nach F.________ 
zu gelangen. In der Linkskurve auf der Höhe D.________strasse __ in 
C.________ kollidierte die Beschwerdeführerin mit der rechtsseitigen Leitplanke. 
Nachdem der Personenwagen von Dritten abtransportiert wurde, erfolgte eine 
Unfallmeldung bei der Kantonspolizei Schwyz, worauf eine polizeiliche Patrouille 
die Beschwerdeführerin gleichentags um ca. 23:45 Uhr in der Wohnung ihres 
Freundes in F.________ aufsuchte, wo die Beschwerdeführerin Wein konsumiert 

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hatte. Unbestritten ist weiter, dass die am 10. November 2024 um 01:04 Uhr si-
chergestellte Blutprobe der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Blutentnahme 
einen Wert von 1.36 - 1.50 Gewichtspromille Ethylalkohol aufwies (Vi-act. 5 S. 2). 
Gemäss dem pharmakologisch-toxikologischen Gutachten des IRM Zürich vom 
20. November 2024 konnten die Nachtrunkangaben der Beschwerdeführerin 
rechnerisch widerlegt werden, weshalb die Standardrückrechnung auf den Ereig-
niszeitpunkt ohne Berücksichtigung der Nachtrunkbehauptung galt. Gestützt auf 
das angegebene Trinkende vom 9. November 2024, 18:30 Uhr, lag im Ereignis-
zeitpunkt eine Alkoholmenge im Körper vor, die im Zeitpunkt des Resorptionsen-
des zu einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1.81 Gewichtspromille 
führte, bzw. lag im Ereigniszeitpunkt eine Blutalkoholkonzentration von maximal 
2.92 Gewichtspromille vor (Vi-act. 5 S. 2 f.). 

2.2 Die Beschwerdeführerin beanstandet vor Verwaltungsgericht die Beweis-
kraft des Gutachtens. Dieses beziehe sich einzig auf die Angaben der Be-
schwerdeführerin im FinZ-Set vom 9. November 2024. Das Protokoll der ärztli-
chen Untersuchung vom 10. November 2024 sowie das Einvernahmeprotokoll 
vom 10. November 2024 würden nicht beigezogen, weshalb das Gutachten un-
vollständig sei. Die ASTRA-Richtlinie für die Rückrechnung und theoretische Be-
rechnung der Blutalkoholkonzentration setze jedoch ausdrücklich voraus, dass 
für die Bestimmung der Blutalkoholkonzentration im Fall eines Nachtrunks ge-
naue Angaben über Trink- und Zeitverhältnisse vorlägen. Obwohl die Beschwer-
deführerin den grössten Teil des Alkohols erst über zwei Stunden nach dem Er-
eigniszeitpunkt zu sich genommen habe, nehme das Gutachten eine Standar-
drückrechnung auf den Ereigniszeitpunkt ohne Berücksichtigung der Nachtrunk-
behauptung vor. Unter Berücksichtigung der Angaben der Beschwerdeführerin in 
der ärztlichen Befragung und im Einvernahmeprotokoll, beide vom 10. November 
2024, sei nicht auszuschliessen, dass der Alkoholgehalt im Ereigniszeitpunkt un-
ter 1.6 Promille liege.

2.3.1 Die Beschwerdeführerin machte gegenüber den Polizeibeamten geltend, 
sie habe am 9. November 2024, zwischen 18:00 Uhr und 18:30 Uhr, 330 ml Bier 
getrunken. Nach dem Unfall habe sie gleichentags zwischen 21:00 Uhr und 
21:30 Uhr in F.________ ca. 4 dl Rotwein getrunken (vgl. FinZ-Set [Vi-act. 1] S. 
3). 

2.3.2 In der ärztlichen Befragung vom 10. November 2024 gab die Beschwerde-
führerin an, am 9. November 2024, zwischen 18:30 Uhr und 18:45 Uhr, 330 ml 
Bier getrunken zu haben. Nach dem Unfall habe sie gleichentags zwischen 21:00 
Uhr und 21:30 Uhr ca. 375 ml Wein getrunken (Vi-act. 5).

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2.3.3 In der anschliessend am 10. November 2024 ab 01:54 Uhr durchgeführten 
delegierten Einvernahme führte die Beschwerdeführerin aus, sie habe in der Ga-
rage in C.________ ein Bier getrunken (Vi-act. 1, Prot. Frage 5 f.). Nach ihrer 
Ankunft in F.________ habe sie allein eine offene Rotweinflasche leer getrunken. 
In der offenen Rotweinflasche hätten 1-2 dl gefehlt. Die Flasche sei sicher mehr 
als zur Hälfte voll gewesen (Prot. Frage 61 f.).

2.4 Das Gericht ist gemäss der Rechtsprechung an die Auffassung von Sach-
verständigen gebunden, soweit Fachfragen betroffen sind und keine triftigen 
Gründe für eine abweichende Würdigung sprechen (BGE 132 II 257 E. 4.4.1; Ur-
teil BGer 1C_147/2018 vom 5.10.2018 E. 5.1). 

2.5.1 Das IRM-Gutachten vom 20. November 2024 stützt sich bei der Rückrech-
nung der Blutalkoholkonzentration ausgehend vom unbestritten gebliebenen Er-
gebnis der forensisch-toxikologischen Analyse des peripheren Blutes auf die 
Aussagen der Beschwerdeführerin in der polizeilichen Befragung. Diese Aussa-
gen erfolgten nach der Belehrung über die Rechte als beschuldigte Person. Im 
Anschluss an die Befragung bestätigte die Beschwerdeführerin durch ihre Unter-
schrift die Richtigkeit und Vollständigkeit der protokollierten Aussagen (vgl. FinZ-
Set S. 3). Die Beschwerdeführerin stellt die Beweiskraft der polizeilichen Befra-
gung vor Gericht nicht in Abrede. Sie bestreitet auch nicht die Richtigkeit ihrer 
Aussagen. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass im IRM-
Gutachten auf die Aussagen im FinZ-Set abgestellt wurde. 

2.5.2 An diesem Ergebnis vermag vorliegend nichts zu ändern, dass die im Pro-
tokoll der ärztlichen Untersuchung wiedergegebenen Aussagen zu Trinkmenge 
und Trinkzeit von denjenigen im FinZ-Set abweichen. Die Angaben gegenüber 
der untersuchenden Ärztin erfolgten weder nach vorgängiger Rechtsbelehrung 
noch wurde das Protokoll im Anschluss der Beschwerdeführerin zur Kontrolle 
vorgelegt, was den Beweiswert der Angaben der Beschwerdeführerin im Proto-
koll der ärztlichen Untersuchung schmälert. Abgesehen davon liefert die Be-
schwerdeführerin weder eine Erklärung für die abweichenden Angaben noch be-
hauptet sie, (nur) ihre Angaben anlässlich der ärztlichen Untersuchung seien zu-
treffend. Im Übrigen weichen die Angaben zum Nachtrunk in der ärztlichen Un-
tersuchung (konsumierte Menge: 375 ml Rotwein) lediglich minimal von den An-
gaben im FinZ-Set (konsumierte Menge: 4 dl Rotwein) ab. Auch die Zeitangaben 
zum Vortrunk differieren nur marginal (ärztliche Untersuchung: Konsum von 
18:30 Uhr bis 18:45; FinZ-Set: Konsum von 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr). Demge-
genüber fiel das gutachterliche Ergebnis hinsichtlich der Plausibilisierung der 
Trinkmengenangaben überaus deutlich aus: Gestützt auf die Angaben im FinZ-

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Set wurde für den Zeitpunkt der Blutentnahme eine Blutalkoholkonzentrations-
Spanne von 0.00 bis 0.74 Gewichtspromille berechnet. Im Vergleich mit der in 
der Blutprobe bestimmten Blutalkoholkonzentration von 1.36 bis 1.50 Gewichts-
promille ergibt sich folglich eine nicht erklärbare Differenz von mindestens 0.62 
Gewichtspromille. Bei diesem klaren Ergebnis vermögen die aufgezeigten ge-
ringfügigen Abweichungen der Trinkzeit- und -mengenangaben in der ärztlichen 
Untersuchung das gutachterliche Ergebnis, wonach die Nachtrunkangaben rech-
nerisch widerlegt seien, bei weitem nicht zu erschüttern. Lediglich der Vollstän-
digkeit halber ist anzumerken, dass die Gutachter Kenntnis vom Protokoll der 
ärztlichen Untersuchung hatten (vgl. Vi-act. 5 S. 1). Es bestand allerdings wie 
gezeigt keine Veranlassung, auf dieses Protokoll abzustellen.

2.5.3 Auch die Angaben der Beschwerdeführerin in der delegierten Einvernahme 
vom 10. November 2024, ab 01:54 Uhr, führen zu keinem anderen Ergebnis. 
Zum einen fehlen präzise Angaben zum Vortrunk. Zum anderen lässt sich die 
Aussage, wonach die Beschwerdeführerin nach dem Unfallereignis angeblich 
"sicher mehr als die Hälfte" einer Rotweinflasche, mithin sicher mehr als 3.75 dl 
(bei einer Standard-75-cl-Weinflasche), konsumiert habe, zwanglos mit der 
Erstaussage vereinbaren, wonach ein Nachtrunk von ca. 4 dl erfolgt sei. Soweit 
die Beschwerdeführerin darüber hinausgehend angibt, in der offenen Rotweinfla-
sche hätten lediglich 1 - 2 dl gefehlt (was auf eine Trinkmenge von 5.5 - 6.5 dl 
schliessen liesse), vermag sie damit ihre ursprünglichen Aussagen nicht ernst-
haft in Zweifel zu ziehen, sind doch nach ständiger Rechtsprechung bei wider-
sprüchlicher Sachdarstellung sogenannte Erstaussagen in aller Regel zuverläs-
siger und unbefangener als nachträgliche Sachdarstellungen, welche bewusst 
oder unbewusst von Überlegungen rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 
könnten (vgl. Urteil BGer 1C_536/2018 vom 30.1.2019 E. 6). 

2.5.4 Replizierend beanstandet die Beschwerdeführerin, dass im Gutachten von 
einem Alkoholgehalt von 12 Volumenprozent im Rotwein ausgegangen werde. 
Stattdessen könnte der tatsächliche Alkoholgehalt anhand der sichergestellten 
Rotweinflasche ermittelt werden (vgl. Replik Rz. 5). Der Entscheid über den vor-
sorglichen Führerausweisentzug beruht regelmässig auf einer summarischen 
Prüfung der Sach- und Rechtslage. Er ergeht aufgrund der vorhandenen Akten 
und ohne weitere Beweiserhebungen, allenfalls mit Ausnahme eines liquiden Ur-
kundenbeweises (vgl. Urteil BGer 1C_364/2022 vom 15.12.2022 E. 4). Die vor-
liegend im Gutachten getroffene Annahme von 12 Volumenprozent entspricht ei-
nem durchschnittlichen Alkoholgehalt von Rotwein (vgl. Vi-act. 5 S. 2). Dass die-
se Annahme an und für sich bereits fehlerhaft sei, wird von der Beschwerdefüh-
rerin nicht behauptet und dafür bestehen auch keine Anhaltspunkte. Ebenso we-

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nig behauptet die Beschwerdeführerin, dass der Alkoholgehalt des von ihr kon-
sumierten Rotweins erheblich von diesem Standardwert abweiche. Der exakte 
Alkoholgehalt des angeblich konsumierten Rotweins ist unbestrittenermassen 
nicht aktenkundig. Der Umstand, dass anhand der sichergestellten Rotweinfla-
sche eine präzisere Berechnung der Nachtrunkmenge möglich wäre, vermag das 
IRM-Gutachten somit noch nicht in Frage zu stellen, zumal angesichts der be-
rechneten Blutalkoholkonzentration von maximal 0.74 Gewichtspromille (vgl. 
oben E. 2.5.2) auch ein etwas höherer Wert noch immer weit unterhalb des in der 
Blutprobe ermittelten Promillewerts von 1.36 liegen müsste. Von der Einholung 
der beantragten gerichtlichen Ergänzung des IRM-Gutachtens ist nach dem Ge-
sagten in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen.

2.5.5 Weitere Gründe gegen die gutachterliche Plausibilisierung der Trinkmen-
genangaben werden nicht vorgebracht und solche sind auch nicht ersichtlich. 
Gestützt auf das insoweit beweiskräftige Gutachten steht fest, dass die Trink-
mengenangaben rechnerisch widerlegt werden konnten. Damit verbietet sich die 
Berücksichtigung der behaupteten Nachtrunkangaben, weshalb die Gutachter die 
Standardrückrechnung zu Recht direkt auf den Ereigniszeitpunkt vorgenommen 
haben. Diesem Vorgehen widerspricht entgegen der Auffassung der Beschwer-
deführerin die Richtlinie des ASTRA betreffend die Rückrechnung und theoreti-
sche Berechnung der Blutalkoholkonzentration nicht. Gemäss Ziff. 3.4 dieser 
Richtlinie ist die Berechnung des Nachtrunkwertes nur bei Vorliegen genauer 
Angaben über Trink- und Zeitverhältnisse möglich. Solche genauen Angaben lie-
gen im FinZ-Set zweifellos vor. 

2.5.6 Zusammenfassend durfte die Vorinstanz auf die gutachterliche Feststellung 
abstellen, wonach im Ereigniszeitpunkt eine Alkoholmenge im Körper vorlag, die 
im Zeitpunkt des Resorptionsendes zu einer Blutalkoholkonzentration von min-
destens 1.81 Gewichtspromille führte bzw. die Blutalkoholkonzentration bei ma-
ximal 2.92 Gewichtspromille lag. Die Beschwerdeführerin bringt schliesslich vor, 
ein Alkoholgehalt von weniger als 1.6 Gewichtspromille im Ereigniszeitpunkt (und 
somit ein Wert unterhalb der Grenze, ab welcher Zweifel an der Fahreignung be-
stehen, vgl. Art. 15d Abs. 1 lit. a SVG) könne aufgrund sämtlicher Umstände 
nicht ausgeschlossen werden (vgl. Beschwerde Rz. 17). Dieser Argumentation ist 
in grundsätzlicher Hinsicht entgegenzuhalten, dass ein Sicherungsentzug nicht 
wegen eines schuldhaften Verhaltens, sondern im Interesse der Verkehrssicher-
heit erfolgt, sodass die Unschuldsvermutung nicht gilt und hinsichtlich des mass-
geblichen Alkoholisierungsgrades auf den Mittelwert abzustellen ist (vgl. BGE 
140 II 331 E. 6). Dieser beträgt gestützt auf das IRM-Gutachten rund 2.37 Ge-

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wichtspromille und überschreitet die Schwelle von 1.6 Gewichtspromille bei wei-
tem. 

3.1 Aufgrund der gutachterlich festgestellten hohen Blutalkoholkonzentration ist 
die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zu Recht davon ausgegangen, 
dass ernsthafte Zweifel an der Fahreignung der Beschwerdeführerin bestehen 
und deswegen die Wiederaushändigung des Führerausweises vom Ergebnis ei-
nes verkehrsmedizinischen Untersuchs abhängig zu machen ist. In Anbetracht 
der festgestellten hohen Blutalkoholkonzentration ist der automobilistische Leu-
mund der Beschwerdeführerin zum Vornherein nicht geeignet, die vorliegenden 
Bedenken an der Fahreignung auszuräumen.

3.2 Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit im Strassenverkehr ist es geeig-
net, erforderlich und zumutbar, den Führerausweis vorsorglich zu entziehen, 
wenn und soweit ernsthafte Zweifel an der Fahrtauglichkeit bestehen, die weite-
rer Abklärung bedürfen. Solche abklärungsbedürftigen Bedenken bestehen im 
konkreten Fall, weshalb die Vorinstanz im Rahmen ihres pflichtgemässen Er-
messens zu Recht einen vorsorglichen Sicherungsentzug angeordnet hat. Be-
sondere Umstände, welche den ausnahmsweisen Verzicht auf den vorsorglichen 
Führerausweisentzug rechtfertigen könnten, sind nicht ersichtlich. Der Argumen-
tation in der Beschwerde, wonach die Vorinstanz bei ernsthaften Anzeichen für 
eine erhöhte Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer keine 30-tägige Frist zur 
Ausweisrückgabe hätte ansetzen dürfen, ist Folgendes entgegenzuhalten: Die 
Vorinstanz hatte der Beschwerdeführerin den Führerausweis mit Schreiben vom 
22. November 2024 retourniert in der Annahme, die festgestellten hohen Atemal-
koholmesswerte seien zu erheblichen Teilen auf den behaupteten Nachtrunk 
zurückzuführen. Schon damals hat die Vorinstanz angekündigt, sofern die Aus-
wertung der Blutprobe eine Blutalkoholkonzentration von 1.6 Gewichtspromille 
oder mehr ergebe, müsse der Führerausweis wieder deponiert werden (Vi-act. 
4). Mit dieser Ankündigung übereinstimmend hat die Vorinstanz nach Eingang 
des IRM-Gutachtens am 25. November 2024 gleichentags den vorsorglichen Si-
cherungsentzug verfügt und mit dieser unverzüglichen Reaktion der besonderen 
Gefahr einer Teilnahme der Beschwerdeführerin am Strassenverkehr während 
der laufenden Abklärung angemessen Rechnung getragen.

3.3 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unbegründet, weshalb sie abzu-
weisen ist. 

4. Diesem Ergebnis entsprechend sind die Verfahrenskosten (Gerichtsge-
bühr, Kanzleikosten und Barauslagen) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Ei-
ne Parteientschädigung fällt ausser Betracht. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen, 
unter Einbezug des Zwischenbescheids) werden auf Fr. 900.-- festgelegt 
und der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat einen Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe bezahlt, sodass die Rechnung ausgeglichen ist. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (EB; unter Beilage der Replik vom 10.3.2025)
- und das Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnah-

men, 3003 Bern (A).

Schwyz, 23. April 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 25. April 2025