# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27ea3398-bea8-5eaf-bb0f-75ef0bb512dd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 27.03.2024 ZK2 2023 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2023-17_2024-03-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 27. März 2024

Referenz ZK2 23 17

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Hubert und Bergamin
Guetg, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Castelberg
Vincenz & Partner, Masanserstrasse 40, 7000 Chur 

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt C._____ 

Gegenstand Forderung (Kostenentscheid)

Anfechtungsobj. Abschreibungsentscheid des Regionalgerichts Viamala vom 
16.03.2023, mitgeteilt am 16.03.2023 (Proz. Nr. 115-2021-4)

Mitteilung 4. April 2024

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Sachverhalt

A. Aufgrund der vom Bundesrat verfügten Betriebsschliessungen infolge CO-
VID-19 war die Betreiberin des Restaurants D._____, die A._____, gezwungen, ihr 
Restaurant zweimal für eine längere Dauer zu schliessen. 

B. Die A._____ gelangte in der Folge mit einer Schadensmeldung an die 
B._____, mit welcher sie am 22. August 2018 einen Versicherungsvertrag abge-
schlossen hatte. Dieser beinhaltete unter anderem eine Epidemieversicherung, 
welche einen Versicherungsnehmer gegen Umsatzverluste, Mehrkosten und Wa-
renschäden infolge Erreger übertragbarer Krankheiten absichert.

C. Die B._____ wies die Meldung mit dem Hinweis zurück, Schäden infolge 
Krankheitserregern, für welche national oder international die WHO-
Pandemiestufen 5 oder 6 gelten würden, seien von der Epidemieversicherung 
ausgeschlossen. 

D. Nach erfolgloser Durchführung des Schlichtungsverfahrens erhob die 
A._____ mit Eingabe vom 18. März 2021 Klage beim Regionalgericht Viamala. Sie 
beantragte, die B._____ sei zu verpflichten, ihr für die Zeit vom 17. März 2020 bis 
10. Mai 2020 einen Betrag von CHF 62'930.45 zzgl. 5 % Zins seit dem 1. April 
2021 zu bezahlen. Ferner sei die B._____ zu verpflichten, ihr den Betrag von 
CHF 10'000.00 für die Zeit vom 4. Dezember 2020 bis 31. März 2021 zu bezahlen; 
unter Vormerkung eines Nachklagevorbehaltes. 

E. Die B._____ beantragte die Abweisung der Klage.

F. Mit Schreiben vom 6. April 2022 erklärte die A._____ ihren Klagerückzug. 

G. Das Regionalgericht Viamala ersuchte die Parteien im Hinblick auf die Ver-
fahrensabschreibung um Einreichung der Honorarnoten. Die A._____ bemängelte 
in der Folge die von der B._____ eingereichte Honorarnote, in welcher deren 
Rechtsvertreter einen Gesamtaufwand von total 114.55 Arbeitsstunden zu einem 
Stundenansatz von CHF 270.00 sowie einen Interessenwertzuschlag von 
CHF 4'000.00 geltend machte (Total der beantragten Parteientschädigung: 
CHF 38'746.60). 

H. Mit Entscheid vom 16. März 2023, gleichentags mitgeteilt, schrieb die Ein-
zelrichterin am Regionalgericht Viamala das Verfahren infolge Klagerückzugs als 
erledigt ab, auferlegte die Kosten des Vermittleramtes von CHF 300.00 sowie die 
Gerichtskosten von CHF 2'000.00 der A._____ und verpflichtete diese, der 

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B._____ eine Parteientschädigung von insgesamt CHF 30'497.15 (inkl. Auslagen 
und MwSt.) zu bezahlen. 

I. Die A._____ (fortan: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt 
Thomas Castelberg, liess gegen den Kostenentscheid mit Eingabe vom 17. April 
2023 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden erheben. Damit bean-
tragt sie, die Kosten der B._____ (fortan: Beschwerdegegnerin) seien in Aufhe-
bung von Dispositivziffer 3 auf einen Aufwand von 60 Stunden à CHF 240.00 zu 
reduzieren. Eventualiter seien die Kosten der Beschwerdegegnerin nach Ermes-
sen des Gerichts zu reduzieren. Zusätzlich wird beantragt, der Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen.

J. Die Beschwerdegegnerin beantragt die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde.

K. Der von der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 18. April 2023 erhobe-
ne Kostenvorschuss in Höhe von CHF 3'000.00 ging fristgerecht ein.

L. Mit Verfügung des Vorsitzenden der II. Zivilkammer vom 12. Juni 2023 wur-
de das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen und die 
Kosten wurden bei der Prozedur belassen. 

M. Die vorinstanzlichen Verfahrensakten wurden beigezogen. Die Angelegen-
heit erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet die in Dispositivziffer 3 des 
Abschreibungsentscheids der Einzelrichterin am Regionalgericht Viamala vom 16. 
März 2023 enthaltene Entschädigungsregelung zugunsten der Beschwerdegegne-
rin. Gegen Kostenentscheide, worunter auch der Entscheid betreffend die Partei-
entschädigung fällt, kann gemäss Art. 110 i.V.m. Art. 319 ff. ZPO selbständig Be-
schwerde erhoben werden. Das gilt unbesehen um Art. 328 Abs. 1 lit. c ZPO auch 
dann, wenn die in einem Abschreibungsentscheid getroffene Kostenregelung an-
gefochten werden will (vgl. BGE 139 III 133 E. 1.2 und 1.3; BGer 5A_327/2015 v. 
17.6.2015 E. 1.1). Beschwerdeinstanz ist das Kantonsgericht von Graubünden 
(Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]). Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zu-
ständigkeit zur Beurteilung der vorliegenden zivilrechtlichen Beschwerde bei der II. 
Zivilkammer (vgl. Art. 7 Abs. 1 lit. b KGV [BR 173.100]). Die übrigen Eintretens-
voraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, sodass auf die Be-
schwerde einzutreten ist. 

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2. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 
unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 
ZPO). Die freie Kognition der Beschwerdeinstanz in Rechtsfragen gilt grundsätz-
lich auch in Fällen, in denen die als verletzt gerügte Rechtsnorm dem Gericht ein 
(Rechtsfolge-)Ermessen einräumt, wie dies insbesondere für die Vorschriften be-
treffend Festsetzung der Parteientschädigung gilt (Art. 2 ff. HV [BR 310.250]; insb. 
Art. 2 Abs. 1 HV). Die Beschwerdeinstanz hat auch eine Angemessenheitskontrol-
le vorzunehmen, wobei festzuhalten ist, dass sie nur mit einer gewissen Zurück-
haltung in einen wohl überlegten und vertretbaren Ermessensentscheid der ersten 
Instanz eingreift (KGer GR ZK1 18 105 und ZK1 18 107 v. 1.10.2020 E. 2.4 
m.w.H.; OGer ZH RE180002-O/U v. 19.4.2018 E. 2.2 m.w.H.). Damit geht die Be-
schwerdegegnerin fehl, wenn sie ausführt, die Kognition der Beschwerdeinstanz 
sei auf eine qualifizierte Ermessensüberschreitung begrenzt und damit eine An-
gemessenheitsprüfung nicht möglich (vgl. act. A.2, Ziff. 5). 

3. Die Vorinstanz auferlegte die Gerichtskosten infolge Klagerückzugs vollum-
fänglich der Klägerin (Beschwerdeführerin) und verpflichtete diese ausgangs-
gemäss, der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Die Kostenauferlegung an die Beschwerdeführerin an sich wird nicht 
beanstandet.

4. Die Vorinstanz wies hinsichtlich der Höhe der Entschädigung darauf hin, 
Ausgangslage der Prüfung bilde die im Recht liegende Honorarnote, welche auf-
grund der Rügen der Klägerin zu überprüfen sei. Dieses Vorgehen entspricht der 
Praxis.

4.1. Die Vorinstanz kürzte den geltend gemachten Stundenansatz von 
CHF 270.00 mangels eingereichter Honorarvereinbarung auf den mittleren Ansatz 
von CHF 240.00. Auch den geltend gemachten Interessenwertzuschlag von 
CHF 4'000.00 sprach die Vorinstanz nicht zu. Dieser sei nur geschuldet, wenn er 
zwischen Klient und Anwalt vereinbart worden sei, was vorliegend in Ermangelung 
einer Honorarvereinbarung nicht belegt sei. Die Vorinstanz sprach der Beklagten 
(Beschwerdegegnerin) ein Honorar in Höhe von CHF 30'497.15 zu (Zeithono-
rar: CHF 27'492.00 zzgl. 3 % Barauslagen und 7.7 % MwSt.; vgl. act. B.2, E. 7). 

4.2. Diese vorinstanzliche Kürzung des geltend gemachten Stundenansatzes 
gemäss der beklagtischen Honorarnote sowie die Streichung des Interessenwert-
zuschlags wird von keiner Partei beanstandet (vgl. act. A.1 Ziff. 12). In Ermange-
lung einer schriftlichen Honorarvereinbarung erfolgten die Kürzungen gestützt auf 

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die kantonale Rechtsprechung ohnehin zu Recht (vgl. etwa KGer GR ZK2 19 14 v. 
29.6.2020 E. 3.3.2 sowie ZK1 16 133 v. 24.11.2016 E. 2d). 

5. Nachfolgend werden die vorinstanzliche Begründung sowie die Vorbringen 
der Parteien zur strittigen Stundenaufwandhöhe zusammengefasst wiedergege-
ben.

5.1. Die Vorinstanz führte aus, infolge Klagerückzuges habe sie keine materielle 
Sachbeurteilung vorgenommen, weshalb nicht überprüfbar sei, ob der geltend 
gemachte Aufwand sachlich begründet und objektiv notwendig und entschädi-
gungspflichtig sei. Die Klägerin habe lediglich den von der Beklagten geltend ge-
machte Arbeitsaufwand ab März 2021 von 114.55 Stunden moniert, weil dieser im 
Vergleich zu ihrem Aufwand zu hoch bemessen sei. Nicht überprüft werde daher, 
ob die Aufwendungen im konkreten Fall materiell gerechtfertigt seien oder nicht 
(act. B.2, E. 6). 

Die Vorinstanz pflichtete der Klägerin bei und hielt fest, die Aufwendungen der 
Beklagten erschienen im Verhältnis zu den Aufwendungen der Klägerin "doch sehr 
hoch". Dies sei darin begründet, dass die Beklagte im Gegenzug zur Klägerin zwei 
Rechtsvertreter beschäftigt habe. Die Vorinstanz kam zum Schluss, der geltend 
gemachte Aufwand von 114.55 Arbeitsstunden sei zwar zweifellos sehr hoch, in-
dessen sei nicht ersichtlich, inwieweit er offensichtlich unangemessen hoch sei, 
weshalb er zu entschädigen sei (act. B.2, E. 6). 

5.2. Die Beschwerdeführerin moniert zusammengefasst, der Beschwerdegegne-
rin sei eine übermässige und damit unangemessen hohe Aufwandentschädigung 
zugesprochen worden. Es sei zu beachten, dass die Beschwerdegegnerin eine 
diejenige der Beschwerdeführerin übersteigende Parteientschädigung geltend 
mache, obwohl deren Rechtsvertreter erst im Klageverfahren mandatiert worden 
seien. Die Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin würden – betrachte man le-
diglich den Aufwand des Klageverfahrens – einen Aufwand von 114.55 Stunden 
geltend machen, wobei ihr eigener Rechtsvertreter lediglich 44 Stunden hierfür 
geltend mache. Ein Teil dieses Aufwandes könne auf das anfallende Aktenstudi-
um zurückgeführt werden und sei durch den späten Eintritt in das Verfahren be-
gründet. Für das Verfassen der einzelnen Rechtsschriften sei übermässig viel Zeit 
aufgewendet worden. Insbesondere der für die 14-seitige Duplik veranschlagte 
Aufwand von 59.7 Stunden sei zu hoch. Ebenfalls übermässig hoch sei der Auf-
wand für die Stellungnahme zur Triplik von 20.25 Stunden, zumal die Schrift gera-
de einmal drei Seiten aufweisen würde. Bei alledem sei zu beachten, dass die Be-
schwerdegegnerin im erstinstanzlichen Verfahren Beklagte gewesen sei, weshalb 

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es für sie grundsätzlich genügt habe, substantiiert zu bestreiten. Weil der Aufwand 
gesamthaft als übermässig zu taxieren sei, es jedoch schwierig sei, die ungerecht-
fertigten konkreten Aufwandpositionen im Einzelnen festzulegen, sei eine pau-
schale Kürzung vorzunehmen. Der Aufwand sei auf total 60 Arbeitsstunden zu 
reduzieren (vgl. act. A.1, Ziff. 13 ff.). 

Weiter argumentiert die Beschwerdeführerin, der Beizug von zusätzlichen Anwäl-
ten habe zu nicht entschädigungspflichtigem Mehraufwand geführt. Die Be-
schwerdegegnerin habe nicht dargetan, inwieweit der zusätzliche Anwalt bzw. die 
später noch beigezogene Anwältin über Spezialwissen verfügt hätte, das für die 
Bearbeitung des vorliegenden Falles notwendig gewesen wäre. Die durch die 
Mehrfachvertretung bedingten Mehrkosten seien nicht angemessen und nicht zu 
entschädigen. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, die zugespro-
chene Entschädigung führe zu einer nicht gerechtfertigten Belastung von ihr (act. 
A.1, Ziff. 23 ff.). 

5.3. Die Beschwerdegegnerin verweist im Wesentlichen auf die ihrer Ansicht 
nach zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Kostenentscheid, welchen sie 
sich anschliesst. Sie weist darauf hin, dass hinsichtlich der Bemessung der Partei-
entschädigung ein erheblicher Ermessensspielraum bestehe. Es könne lediglich 
gerügt werden, dass eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung vorliege (act. 
A.2, Ziff. 7 ff.). 

6. Ob und in welcher Höhe der obsiegenden Partei eine Parteientschädigung 
(Art. 95 Abs. 1 lit. b ZPO) zuzusprechen ist, bestimmt sich nach den allgemeinen 
Regeln der ZPO und des in Art. 96 ZPO vorbehaltenen kantonalen Rechts. Partei-
kosten werden – entsprechend der geltenden Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 
ZPO) – nur auf Antrag zugesprochen (Art. 105 Abs. 2 ZPO; BGE 139 III 334 
E. 4.3; Adrian Urwyler/Myriam Grütter, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 
Schweizerische Zivilprozessordnung, DIKE-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2016, N 4 
zu Art. 105 ZPO). Bei berufsmässiger Vertretung umfasst die Parteientschädigung 
die Kosten dieser Vertretung (Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO), wobei sich die Höhe 
grundsätzlich nach dem anwendbaren kantonalen Tarif richtet. Im Kanton 
Graubünden ist die Parteientschädigung für die Kosten der anwaltlichen Vertre-
tung in Gerichtsverfahren in der Verordnung über die Bemessung des Honorars 
der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) geregelt. Gemäss 
Art. 2 HV setzt die urteilende Instanz die Parteientschädigung der obsiegenden 
Partei nach Ermessen fest (Abs. 1). Sie geht dabei vom Betrag aus, welcher der 
entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung in Rechnung ge-
stellt wird, soweit der vereinbarte Stundenansatz zuzüglich allfällig vereinbartem 

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Interessenwertzuschlag üblich ist und keine Erfolgszuschläge enthält (Abs. 2 Ziff. 
1), der geltend gemachte Aufwand angemessen und für die Prozessführung erfor-
derlich ist (Abs. 2 Ziff. 2) und die geforderte Entschädigung nicht eine von der Sa-
che bzw. von den legitimen Rechtsschutzbedürfnissen her nicht gerechtfertigte 
Belastung der unterliegenden Partei zur Folge hat (Abs. 2 Ziff. 3). Gemäss bun-
desgerichtlicher Praxis gilt der Grundsatz, dass die Parteientschädigung nur den 
objektiv erforderlichen Vertretungsaufwand umfassen soll (BGer 9C_331/2008 v. 
4.9.2008 E. 3.2). Die Bemessung hat folglich auf einer individuellen Würdigung zu 
beruhen, bei welcher dem Gericht ein erheblicher Ermessensspielraum zukommt 
(vgl. KGer GR KSK 14 64 v. 30.9.2014 E. 3b; KSK 11 56 v. 6.9.2011 E. 5b). Die 
Einreichung einer Kostennote ist fakultativ (Art. 105 Abs. 2 ZPO). Hat eine Partei 
eine detaillierte Kostennote eingereicht, so muss das Gericht eine allfällige Kür-
zung aufgrund des Anspruchs auf rechtliches Gehör begründen (Art. 53 ZPO; 
Martin Sterchi, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, 
Bern 2012, N 9 zu Art. 105 ZPO). In Fällen, in denen der geltend gemachte Auf-
wand gesamthaft als übermässig erscheint, es jedoch schwierig ist, die ungerecht-
fertigten konkreten Aufwandposten im Einzelnen festzulegen, ist es grundsätzlich 
zulässig, pauschale Kürzungen vorzunehmen (BGer 1B_96/2011 v. 6.6.2011 E. 
2.4; vgl. zum Ganzen KGer GR ZK2 18 19 v. 2.7.2019 E. 13.3). Dabei kann der 
Richter auch anhand der Akten die Komplexität des Falles bzw. anhand des ver-
fassten Textes unter Prüfung des Umfanges und des Inhaltes den dafür notwendi-
gen zeitlichen Aufwand schätzen (vgl. KGer GR ZB 08 39 v. 23.3.2009 E. 3). 

7. Die Vorinstanz stellte gestützt auf die Ausführungen der Beschwerdegegne-
rin einen geltend gemachten Stundenaufwand von total 114.55 Stunden fest, was 
nicht zutrifft (dazu sogleich).

7.1. Die Beschwerdegegnerin reichte im vorinstanzlichen Verfahren diverse Ho-
norarrechnungen ihrer Rechtsvertreter ein, aus denen sich ein Gesamtaufwand 
von 114.9 Stunden ergibt (vgl. act. B.6 bis B.10). In diesen respektive den darin 
enthaltenen Leistungsnachweisen sind die Tätigkeiten – abgesehen gewisser 
Ausnahmen – grösstenteils tageweise zusammengefasst aufgeführt und pauschal 
mit einem Stundentotal versehen, sodass der benötigte Aufwand nicht für jede 
Tätigkeit einzeln eruiert werden kann. Vor diesem Hintergrund ist eine Überprü-
fung der Honorarnote hinsichtlich der Angemessenheit einzelner Aufwandpositio-
nen nur eingeschränkt möglich. Infolgedessen rechtfertigt es sich im vorliegenden 
Fall – sofern nötig – pauschale Kürzungen vorzunehmen. Wie noch zu zeigen sein 
wird, können gewisse Aufwandpositionen thematisch zugeordnet werden und die 

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Kostennote kann hinsichtlich pauschal zusammengefasster Aufwandpositionen 
entsprechend überprüft werden.

7.2. Bevor auf die konkrete Prüfung des Honorars eingegangen wird, ist Fol-
gendes festzuhalten: Den beigelegten Rechnungen der Kanzlei E._____ sind drei 
unterschiedliche Kürzel zu entnehmen. Zweifellos stehen diese Kürzel für F._____ 
G._____ sowie H._____ welche alle an der vorliegenden Streitsache mitwirkten. 
Die Vorinstanz hielt diesbezüglich fest, es sei nicht unüblich, dass in grösseren 
Kanzleien mehrere Rechtsanwälte gleichzeitig ein Mandat betreuen würden, und 
Rechtsanwalt H._____ verfüge gemäss Homepage über "grosse Erfahrung in der 
Prozessführung auf Beklagtenseite im (…) allgemeinen Haftpflicht- und Versiche-
rungsrecht". Durch das gemeinsame Zusammenwirken könnten Synergieeffekte 
gewonnen werden, wobei auch klar sei, dass bei Beizug mehrerer Rechtsanwälte 
unvermeidbar Doppelspurigkeiten resultierten, was den vorliegenden Aufwand 
aber nicht unangemessen erscheinen lasse (vgl. act. B.2, E. 6). Dieser Sichtweise 
kann sich die Beschwerdeinstanz nicht anschliessen. Aus den Honorarrechnun-
gen ergibt sich, dass vom 29. März 2021 bis und mit 1. September 2021, d.h. bis 
zum Eingang der beschwerdeführerischen Replik, lediglich Rechtsanwalt G._____ 
und H._____ das Mandat betreuten. Ein Blick in die Aufwandpositionen zeigt zu-
dem, dass dabei G._____ federführend war (vgl. etwa act. B.6 und B.7). Die vorin-
stanzliche Argumentation, wonach ein Beizug von Rechtsanwalt H._____ auf-
grund dessen Spezialisierung angezeigt gewesen wäre, greift zu kurz. Rechtsan-
walt G._____ verfügt über kein Spezialwissen im streitgegenständlich relevanten 
Versicherungsrecht. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich des privaten Bau- und 
Immobilienrechts sowie im baubezogenen und allgemeinen Haftpflichtrecht und im 
Familienrecht (vgl. die unbestritten gebliebenen Ausführungen der Beschwerde-
führerin in act. A.1, Ziff. 23). Diese Mandatszuteilung innerhalb der Anwaltskanzlei 
ist eher ungewöhnlich und kann nicht dazu führen, mit dem Argument des "not-
wendigen" Beizuges eines spezialisierten Rechtsanwaltes eine Mehrfachbetreu-
ung zu rechtfertigen. Dies hat jedenfalls dann zu gelten, wenn wie vorliegend kei-
ne Aufteilung der Mandatsbetreuung auf Teilbereiche erfolgt. Die Vorinstanz lässt 
auch ausser Acht, dass mit Rechtsanwältin F._____ eine dritte Person am Mandat 
mitwirkte und im Zusammenhang mit der Redaktion der Duplik offenbar die Feder-
führung übernahm (vgl. act. B.8, Position vom 9. September 2021). Im Gegensatz 
zu Rechtsanwalt G._____ ist diese im Haftpflicht- und Versicherungsrecht spezia-
lisiert. Im Ergebnis wirkten am Mandat gesamthaft zwei spezialisierte Rechtsver-
treter sowie ein nicht spezialisierter Rechtsvertreter mit. Inwieweit und weshalb die 
vorliegende Streitsache den Beizug von zwei spezialisierten Rechtsanwälten er-
forderlich gemacht hätte, bleibt unbeantwortet. Soweit die Vorinstanz diesbezüg-

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lich zumindest implizit auf die Prozesserfahrenheit von Rechtsanwalt H._____ hin-
zuweisen scheint, kann ihr nicht gefolgt werden. Es kann von einem prozessieren-
den Rechtsanwalt ohne weiteres eine Beherrschung der Grundlagen des Zivilpro-
zessrechts sowie eine adäquate Prozessführung erwartet werden. Dies umso 
mehr, als in der vorliegenden Konstellation nicht ersichtlich ist, inwieweit komplexe 
zivilprozessuale Fragestellungen zu klären gewesen wären. (Unnötige) Mehrkos-
ten, die dadurch entstanden sind, dass auf Seiten der Beschwerdegegnerin drei 
Anwälte an dem Fall gearbeitet haben, hat die Beschwerdeführerin von vornherein 
nicht zu ersetzen (vgl. dazu auch KGer GR ZK2 20 8 v. 29.10.2020 E. 3.3.2). Sol-
che Mehrkosten haben sich zum einen ergeben, weil die Rechtsanwälte die 
Rechtsschriften gegenseitig studierten, gegenlasen, kommentierten, überarbeite-
ten und ergänzten (vgl. dazu auch E. 7.4 f.). Andererseits ergaben sich auch 
Mehrkosten aufgrund des mehrfachen Aktenstudiums, der unzähligen (jeweils 
doppelt bzw. dreifach erfassten) internen Besprechungen, Korrespondenzen etc. 
Die Beschwerdegegnerin macht nicht geltend, die Rechtsvertreter hätten sich bei 
der Redaktion bzw. beim übrigen mit der Erarbeitung der Rechtsschriften verbun-
denen Aufwand aufgeteilt, wodurch Synergieeffekte hätten genutzt worden kön-
nen. Auch macht sie nicht geltend, der Beizug mehrerer Rechtsanwälte sei aus 
anderen Gründen (Zeitdruck, krankheitsbedingte Ausfälle etc.) notwendig gewe-
sen.

Nicht alle diese (unnötigen) Mehrkosten lassen sich nun zeitmässig konkret eruie-
ren. Dies liegt vor allem in der mehrheitlich tageweisen Leistungserfassung be-
gründet, werden dadurch doch mehrere Leistungen in nur einem Gesamtauf-
wandstotal ausgewiesen. Dies betrifft insbesondere und im Wesentlichen auch 
den durch die Redaktion der Rechtsschriften angefallenen Aufwand bzw. den wei-
teren im Zusammenhang mit der Redaktion der Rechtsschriften stehenden Auf-
wand. Die nicht konkret eruierbaren (unnötigen) Mehrkosten infolge Mehrfachver-
tretung werden bei den pauschalen Kürzungen der thematisch zusammengefass-
ten Aufwandpositionen durch einen angemessenen Zuschlag berücksichtigt (vgl. 
dazu nachfolgend E. 7.4 ff.). Die konkret feststellbaren und keinen direkten Bezug 
zur Ausarbeitung der Rechtsschriften aufweisenden (unnötigen) Mehrkosten wer-
den nachfolgend ausgewiesen und gekürzt (vgl. E. 7.3).

7.3. Sowohl G._____ wie auch H._____ weisen am 29. März 2021 eine Stunde 
Aufwand aus (act. B.6). Ein Blick in den Leistungsbeschrieb zeigt, dass die von 
H._____ vorgenommene Leistung beinahe vollständig in derjenigen von G._____ 
aufgeht, sodass der von H._____ geltend gemachte Zeitaufwand von einer Stunde 
nicht zu entschädigen ist. Gleiches ist hinsichtlich der erfassten Leistungen vom 9. 

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April 2021 festzustellen (vgl. act. B.7). Die erfasste Leistung von G._____ von 0.1 
Stunden geht vollständig in derjenigen von H._____ von 0.25 Stunden auf. Sie ist 
entsprechend nicht zu entschädigen. Dies kann ferner betreffend die Leistungen 
von H._____ vom 3. Mai 2021 (1.85 Stunden) sowie vom 6. Mai 2021 (0.35 Stun-
den) festgestellt werden, welche gemäss Beschrieb vollständig deckungsgleich ist 
mit derjenigen von G._____ (Leistung vom 3. Mai 2021) bzw. vollständig in der 
von G._____ erfassten Leistung aufgeht (Leistung vom 6. Mai 2021). Sodann stellt 
die von G._____ erfasste Leistung vom 24. Juni 2021 ("E-Mail C._____ betr. Ver-
fügung Regionalgericht Viamala"; 0.1 Stunden) durch die Mehrfachmandatierung 
verursachte unnötige Mehrkosten dar, handelte es sich hierbei doch um die 
Durchsicht der von H._____ intern versandten E-Mail betreffend die Verfügung 
des Regionalgerichts Viamala. H._____ hat diese Leistung bereits gleichentags 
verbucht ("Empfang und Durchsicht Vf RegGer Viamala, E-Mail I._____"). Glei-
ches ist betreffend die von H._____ erfassten Leistungen vom 22. Juni 2021 (0.5 
Stunden), 18. August 2021 (0.1 Stunden), 17. September 2021 (0.1 Stunden), 6. 
Oktober 2021 (0.1 Stunden), 19. Oktober 2021 (0.1 Stunden), 19. November 2021 
(0.2 Stunden) und 18. Januar 2022 (0.1 Stunden) zu konstatieren (act. B.7, B.8, 
B.9 und B.10). Diese gehen in den von G._____ jeweils gleichentags geltend ge-
machten Leistungen auf (0.7, 0.15, 0.2, 0.5, 0.2, 0.3 und 0.5 Stunden). Die Leis-
tungen von H._____ sind damit nicht zu entschädigen.

Damit lassen sich insgesamt 4.6 Stunden konkret eruieren, die durch die Mehr-
fachvertretung entstanden sind. Diese (unnötigen) Mehrkosten sind nicht zu ent-
schädigen. 

7.4. Wie bereits festgehalten wurde, lassen sich die mit der Erarbeitung der 
Rechtsschriften angefallenen Aufwendungen aufgrund der pauschalen tageweisen 
Leistungserfassung nicht gesondert ermitteln. Infolgedessen ist dieser Aufwand 
jeweils gesamthaft einer Prüfung zu unterziehen und – soweit angezeigt – pau-
schal zu kürzen. Dabei werden die Aufwandpositionen, soweit ihnen ein Bezug zu 
den Rechtsschriften entnommen werden kann, thematisch den entsprechenden 
Aufwandrubriken (Klageantwort; Duplik; Stellungnahme zur Triplik) zugeordnet. 

7.4.1. Ab dem 10. Juni 2021 fielen im Zusammenhang mit der Redaktion der Kla-
geantwort Arbeiten an. Am 22. Juni 2021 wurde die Klageantwort eingereicht (vgl. 
act. B.7). Die Aufwandpositionen mit unmittelbarem Bezug zur Klageantwort be-
laufen sich auf ein Total von 13.55 Stunden (aufgeführte Leistungen vom 10. Juni 
2021 bis zum 22. Juni 2021; exkl. die bereits gekürzte Position von "C._____" vom 
22. Juni 2021 von 0.5 Stunden [vgl. E. 7.3]). Dieser Aufwand ist unter Berücksich-
tigung der 26-seitigen Klageantwort ohne weiteres angemessen. 

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7.4.2. Der mit der Duplik in Zusammenhang stehende Aufwand beläuft sich auf 
rund 59.8 Stunden (vgl. act. B.8 und B.9; Positionen 9. September 2021, 27. Sep-
tember 2021 bis 6. Oktober 2021 [exkl. Aufwand von "C._____" vom 6. Oktober 
2021; vgl. E. 7.3]), 9. November 2021 bis 19. November 2021 [exkl. Aufwand von 
"C._____" vom 19. November 2021; vgl. E. 7.3]). Diesbezüglich ist mit dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin festzuhalten, dass der Aufwand insge-
samt unangemessen hoch ist. So ist nicht aus den Augen zu verlieren, dass die 
Beschwerdegegnerin im erstinstanzlichen Verfahren Beklagte war, weshalb es für 
sie grundsätzlich genügte, substantiiert zu bestreiten, wobei für ein substantiiertes 
Bestreiten – anders als beim substantiierten Behaupten – ein einfaches Bestreiten 
der einzelnen Tatsachenbehauptungen genügt; die Beschwerdegegnerin musste 
weder begründen, weshalb die klägerischen Behauptungen nicht stimmen sollten, 
noch musste sie Gegenbehauptungen aufstellen (Art. 222 Abs. 2 ZPO; vgl. KGer 
GR ZK2 20 87 v. 29.10.2020 E. 3.2.4 m.w.H.). Freilich darf ihr angesichts des Um-
fangs der Replik von 22 Seiten ein entsprechender Bestreitungsaufwand zugebil-
ligt werden. Selbstverständlich stand es ihr auch frei, darüber hinausgehende Aus-
führungen zu machen. Die dadurch verursachten Kosten sind jedoch unter dem 
Blickwinkel zu beurteilen, dass nur der notwendige Aufwand zu ersetzen ist. Dies-
bezüglich fällt auf, dass die Beschwerdegegnerin an mehreren Stellen in der Du-
plik das bereits in der Klageantwort Festgehaltene nochmals ausführt bzw. auf das 
bereits in der Klageantwort Ausgeführte verweist. Allgemein gilt es sodann festzu-
halten, dass die tatsächlichen Begebenheiten der Streitsache in den wesentlichen 
Grundzügen unstreitig waren und vor allem Rechtsfragen zu klären waren (Zuläs-
sigkeit des Pandemieausschlusses; Ungewöhnlichkeits- und Unklarheitsregel; 
Auslegung des Vertrages). Der geltend gemachte Gesamtaufwand von rund 60 
Stunden steht in keinem vernünftigen Verhältnis zur lediglich elf Seiten umfassen-
den Duplik (gezählt wurden lediglich beschriebene Seiten). Bei alledem ist nicht zu 
vergessen, dass unnötige Mehrkosten durch den Beizug von mehreren Rechtsver-
tretern angefallen sind und sich diese Zusammenarbeit nicht nur auf die kurze Ab-
sprache der sich stellenden wesentlichen Rechtsfragen konzentrierte. Vielmehr 
haben auch die übrigen zwei Rechtsvertreter an der – hauptsächlich von Rechts-
anwältin F._____ verfassten – Duplik mitgeschrieben, sie gegengelesen und 
überarbeitet. Insgesamt erscheint hierfür ein Aufwand von 30 Stunden als ange-
messen. Der im Zusammenhang mit der Ausarbeitung der Duplik veranschlagte 
Gesamtaufwand von 59.8 Stunden ist entsprechend um 29.8 Stunden zu reduzie-
ren.

7.4.3. Aus den gleichen Überlegungen ist auch der für die im Zusammenhang mit 
der Redaktion der Stellungnahme zur Triplik aufgeführte Aufwand als übermässig 

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zu taxieren. So werden rund 19.95 Stunden veranschlagt (vgl. act. B.9 und act. 
B.10; Positionen vom 16. Dezember 2021 bis 19. Januar 2022; exkl. die Position 
vom 16. Dezember 2021 betreffend "C._____" und vom 18. Januar 2022 betref-
fend "C._____"; vgl. E. 7.3), wobei ein erheblicher Teil des Aufwandes durch die 
unnötigen Doppelaufwände bedingt sein dürfte (gegenseitige Durchsicht; Konfe-
renzen etc.). Tritt hinzu, dass dieser Aufwand in einer lediglich zweieinhalb Text-
seiten umfassenden Stellungnahme zur Triplik mündete, die zudem in der Haupt-
sache aus Bestreitungen mit Verweisen auf die Klageantwort bzw. Duplik besteht. 
Der geltend gemachte Aufwand ist um 10 Stunden zu kürzen. 

7.5. Vor dem Hintergrund des Gesagten erweist sich der von der Vorinstanz 
zugesprochene Stundenaufwand in Höhe von 114.55 Stunden als unangemessen 
hoch. Der von der Beschwerdeführerin effektiv geltend gemachte Stundenaufwand 
von 114.9 ist um 44.4 Stunden auf (gerade noch) angemessene 70.5 Stunden zu 
reduzieren. Es resultiert ein zu entschädigendes Honorar von CHF 18'769.55 
(Stundenansatz von CHF 240.00 und exkl. Interessenwertzuschlag [vgl. E. 4.1 f.]; 
inkl. 3 % Spesen und 7.7 % MwSt.). 

8. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden in Anwendung von Art. 9 
VGZ (BR 3120.210) auf CHF 3'000.00 festgesetzt. Die Beschwerdeführerin, wel-
che im Hauptbegehren eine Reduktion auf 60 Arbeitsstunden, mithin eine Kürzung 
um 54.55 Stunden, beantragte, obsiegt zu 4/5. Dementsprechend gehen 4/5 der 
Verfahrenskosten (d.h. CHF 2'400.00) zulasten der Beschwerdegegnerin. Sie 
werden mit dem von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss von 
CHF 3'000.00 verrechnet. Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, der Be-
schwerdeführerin CHF 2'400.00 zu ersetzen. 

9. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin für das vorliegende 
Beschwerdeverfahren zu entschädigen, wobei praxisgemäss die Bruchteilsver-
rechnungsmethode zur Anwendung gelangt, gemäss welcher die jeweiligen Ob-
siegensanteile der Parteien gegenseitig verrechnet werden (vgl. etwa KGer GR 
ZK1 14 115 v. 17.9.2015 E. 15b). Der Beschwerdeführerin sind mithin 3/5 ihrer 
Aufwendungen zu entschädigen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
reichte keine Honorarnote ein, sodass seine Entschädigung nach pflichtgemäs-
sem Ermessen auf pauschal CHF 3'000.00 festgelegt wird. Die Beschwerdegeg-
nerin hat folglich die Beschwerdeführerin mit CHF 1'800.00 zu entschädigen. 

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositivziffer 3 des Ent-
scheids der Einzelrichterin am Regionalgericht Viamala vom 16. März 2023 
(Proz.-Nr. 115-2021-4) wird aufgehoben und wie folgt neu formuliert:

3. Die A._____ wird verpflichtet, der B._____ eine Parteientschädigung 
von insgesamt CHF 18'769.55 (inkl. Spesen und MwSt.) zu bezahlen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 3'000.00 gehen im Um-
fang von 4/5, d.h. in Höhe von CHF 2'400.00, zulasten der B._____ und im 
Umfang von 1/5, d.h. in Höhe von CHF 600.00, zulasten der A._____. Sie 
werden mit dem von der A._____ geleisteten Kostenvorschuss von 
CHF 3'000.00 verrechnet. Die B._____ wird verpflichtet, der A._____ den 
Betrag von CHF 2'400.00 direkt zu ersetzen.

3. Die B._____ wird verpflichtet, der A._____ für das vorliegende Beschwer-
deverfahren eine Parteientschädigung in Höhe von CHF 1'800.00 (inkl. 
Spesen und MwSt.) zu bezahlen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: