# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe9dd56d-0764-5462-b656-dd1eaf90a62f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.02.2021 725 20 309/36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-309-36_2021-02-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. Februar 2021 (725 20 309 / 36) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Abweisung der Beschwerde; Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Heil-

behandlungskosten der Kniebeschwerden der Beschwerdeführerin besteht mangels Kau-

salzusammenhangs zum Unfallereignis nicht. Was die Narben an der Hand sowie die übri-

gen Beschwerden anbelangt, ist die Leistungseinstellung zu Recht erfolgt, da bei der Be-

schwerdeführerin der sog. medizinische Endzustand eingetreten ist. 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Olivia Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 SWICA Krankenversicherung AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 
8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A.1 Die 1985 geborene A.____ war in einem Teilzeitpensum beim Restaurant C.____ in 
X.____ angestellt und deswegen bei der SWICA Krankenversicherung AG (SWICA) unfallversi-

 

 
 
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chert. Am 4. November 2018 erlitt die Versicherte einen Unfall, wobei sie auf ihrem Nachhause-
weg von der Arbeit beim Überqueren eines Fussgängerstreifens von einem Personenwagen er-
fasst und nach vorne geschleudert wurde und mit der rechten Körperseite auf dem Asphalt auf-
schlug. Gemäss Austrittsbericht des Spitals D.____ vom 4. November 2018 wurden folgende Di-
agnosen gestellt: Eine contusio capitis (Schädelprellung) und eine Kontusion der rechten Schul-
ter. Im weiteren Verlauf traten bei A.____ ausserdem Visusstörungen an den Augen und später 
noch Schmerzen am rechten Knie auf. Der Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstö-
rung konnte nicht bestätigt werden, jedoch wurde eine Fehlverarbeitung nach Unfall mit depres-
siven Symptomen festgestellt.  
 
A.2 Nachdem die SWICA nach dem Unfallereignis Versicherungsleistungen in Form von 
Heilbehandlungskosten und Taggeldern erbracht hatte, lehnte sie mit Verfügung vom 6. Novem-
ber 2019 eine weitere Leistungspflicht ab, zumal bezüglich der Beschwerden der Halswirbelsäule 
(HWS) mit keiner namhaften Besserung der Gesundheitsschädigung mehr gerechnet werden 
könne und die Kniebeschwerden rechts nur möglicherweise Folge des Unfall-ereignisses seien. 
Eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache von A.____ wurde mit Entscheid vom 25. Juni 
2020 abgewiesen.  
 
B. Mit Schreiben vom 30. Juli 2020 (Eingang am 27. August 2020) erhob A.____ Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht), und beantragte sinngemäss, der Einspracheentscheid vom 25. Juni 2020 sei aufzuhe-
ben und die SWICA sei zu verpflichten, ihr weiterhin die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. 
Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, sie habe bis zum Unfall vom 4. November 2018 
keinerlei Beschwerden am rechten Knie gehabt. Sollte sich in Zukunft eine Operation als notwen-
dig erweisen, seien die anfallenden Kosten durch die SWICA zu decken. Des Weiteren wolle sie 
die durch den Unfall zurückgebliebenen Narben an der rechten Hand durch eine plastische Ope-
ration entfernen lassen, falls diese in absehbarer Zeit nicht verheilen sollten.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 21. September 2020 schloss die SWICA auf Abweisung 
der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren 
Wohnsitz hat. Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person oder des Beschwerde führen-
den Dritten im Ausland, so ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem 

 

 
 
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sich ihr letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweizerischer Arbeit-
geber Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Die Versicherte lebte zuletzt in Y.____ (BL) und ar-
beitete im Restaurant C.____ in X.____ sowie im Restaurant E.____ in Y.____, bevor sie nach 
Z.____ ausgewandert ist, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Land-
schaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versiche-
rungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheent-
scheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – unter Berücksichtigung des Fristenstill-
standes gemäss Art. 22a Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG) vom 20. Dezember 1968 vom 15. Juli bis und mit 15. August – auch frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde der Versicherten vom 30. Juli 2020 (Eingang 27. August 2020) ist 
demnach einzutreten.  
 
2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen, na-
mentlich für Heilbehandlungskosten, zu Recht per 6. November 2019 eingestellt hat. Zur Diskus-
sion stehen insbesondere Heilbehandlungen für die Beschwerden am rechten Knie sowie für die 
Narbenbeseitigung an der rechten Hand der Beschwerdeführerin. Nicht mehr streitig ist hingegen, 
dass bezüglich der HWS-Beschwerden, der Visusstörungen sowie der psychischen Beschwer-
den ein Endzustand erreicht ist. Des Weiteren wird auch die Haarlosigkeit an der Schläfe von der 
Beschwerdeführerin im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nicht mehr thematisiert. Schliesslich 
ist auch der Anspruch auf UVG-Taggelder nicht mehr streitig, zumal die Beschwerdeführerin ge-
stützt auf die medizinischen Akten in Tätigkeiten, die nicht regelmässige Positionen in einer tiefen 
Hocke bedingen, wieder uneingeschränkt arbeitsfähig ist und ausserdem auch keine Taggeld-
leistungen fordert. 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung), namentlich auf die ambulante Behandlung durch den Arzt (lit. a). Ist die versicherte Person 
infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG An-
spruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80% des versicherten Ver-
dienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs. 1 UVG). 
Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und erlischt 
mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem 
Tod der versicherten Person. Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10% 
invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch den 
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie 
nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird 
mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung 
der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 

 

 
 
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3.2 Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in 
einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 
(BGE 129 V 177 E. 3). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich orga-
nisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate mit 
der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2).  
 
3.3 Die vorübergehenden Leistungen wie Taggelder und Heilbehandlung hat der Unfallver-
sicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 
sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Was darunter zu verste-
hen ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 
der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Die Verwendung des Begriffes "namhaft" in 
Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung 
ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 
mit Hinweisen). Kommt der Versicherungsträger hingegen zum Schluss, dass eine Fortsetzung 
der ärztlichen Behandlung nicht mehr zu einer nennenswerten Besserung führt, oder hält er eine 
Behandlung, die vom Versicherten oder seinem Arzt vorgeschlagen worden ist, für unzweckmäs-
sig, kann er gestützt auf Art. 48 UVG die Fortsetzung der Behandlung ablehnen. Ein Anspruch 
auf weitere medizinische Behandlung besteht somit nur, wenn damit eine erhebliche Besserung 
des Gesundheitszustandes erreicht werden kann. Hingegen verleihen weder eine weit entfernte 
Möglichkeit eines positiven Resultats wegen der Fortsetzung einer ärztlichen Behandlung noch 
ein geringfügiger therapeutischer Fortschritt, der von weiteren Massnahmen erwartet wird, An-
spruch auf die Durchführung der Massnahmen. In diesem Zusammenhang muss der Gesund-
heitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellun-
gen beurteilt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2014, 8C_836/2013, E. 4.3). 
Nicht notwendig für den Fallabschluss ist hingegen, dass keine ärztliche Behandlung mehr erfor-
derlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.2.2). Ist ein End-
zustand eingetreten, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzei-
tiger Prüfung des Anspruches auf eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsentschädigung ab-
zuschliessen (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
3.4 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
stands – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr 
vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlrei-
chen weiteren Hinweisen). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wich-
tige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit Hinweisen). 
 
3.5 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

 

 
 
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pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wes-
halb es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
3.6 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Dagegen sind bei Entscheiden gestützt auf 
versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem 
Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, an die Beweiswürdigung strenge Anfor-
derungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Ver-
waltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, 
E. 3.2). Bleiben erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen 
Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmass-
nahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.3 und vom 19. November 2007, 8C_364/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 

 

 
 
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5. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts liegen zahlreiche ärztliche Unterlagen 
vor, welche vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Nachfolgend werden jedoch nur die für 
den vorliegenden Fall entscheidrelevanten Berichte aufgeführt. 
 
5.1 Im Austrittsbericht des Spitals D.____ vom 4. November 2018 wurde festgehalten, dass 
die Versicherte anlässlich des Unfalls eine contusio capitis und eine Kontusion der rechten Schul-
ter erlitten habe. Ein CCT und HWS habe weder eine akute intrakranielle Blutung noch eine akute 
Schädelbasis-, Kalotten- oder HWS-Fraktur ergeben. Es lägen eine Weichteilschwellung und ein 
Weichteilhämatom rechts frontal vor. 
 
5.2 Mit Bericht vom 19. Dezember 2018 diagnostizierte die behandelnde Hausärztin, 
Dr. med. F.____, FMH Allgemeine Innere Medizin und lnfektiologie, eine commotio capitis mit 
persistierenden Visusstörungen, eine Schulterprellung rechts ohne Sehnen- oder Gelenksläsion, 
diverse Schürfwunden im Gesicht und an der rechten Hand sowie einen Verdacht auf eine post-
traumatische Belastungsstörung. Die Patientin arbeite wieder zu 50% ihres Pensums, sei aber 
anschliessend immer sehr erschöpft. Sie sei in der Konzentration, aber auch im Heben von Las-
ten und bei langem Stehen und Gehen noch eingeschränkt.  
 
5.3 Mit Verlaufsbericht vom 6. Februar 2019 vermeldete Dr. F.____ gute Fortschritte, indem 
die Schmerzen im Schulter-/Nackenbereich und die Visusstörungen abgenommen und sich die 
kognitiven Fähigkeiten verbessert hätten. In der letzten Zeit seien zusätzlich Knieschmerzen 
rechts in den Vordergrund getreten, wobei aktuell weder eine Bewegungseinschränkung noch ein 
Behandlungsbedarf bestehe. Das Arbeitspensum habe auf 60% gesteigert werden können. 
 
5.4 Mit Bericht vom 5. April 2019 teilte Dr. F.____ mit, dass die Beschwerdeführerin wieder 
zu 80% ihres alten Pensums arbeite und in den nächsten Wochen eine volle Arbeitsfähigkeit 
erreicht werden könne. Wegen der Knieschmerzen rechts erfolge eine Vorstellung bei Dr. med. 
G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates.  
 
5.5 Mit Konsultationsbericht vom 12. April 2019 hielt Dr. G.____ eine Irritation des Streckap-
parates im rechten Knie fest, entweder im Rahmen der Kontusion oder einer gewissen Fehlbe-
lastung nach dem Unfall. Beschwerden seien vor allem im Schneidersitz und in der tiefen Hocke 
vorhanden.  
 
5.6 Nachdem Dr. G.____ die Beschwerdeführerin für ein MRI des rechten Knies an die Klinik 
H.____ zugewiesen hatte, beurteilte Dr. med. I.____, FMH Radiologie, in ihrem Bericht vom 
28. Mai 2019 die Beschwerden am rechten Knie nach dem MRI wie folgt: mediale Meniskopathie 
(bei) intrameniskalen Substanzdefekten und zartem Horizontalriss mit Kontakt zur Unterfläche; 
hypertrophe elongierte Plica rnediopatellaris, perifokal leichtes Ödem des Fettkörpers; mässiger 
Gelenkserguss, reizfreie Patellarsehne; keine hyaline Chondropathie, kein bone bruise. 
 
5.7 Mit Bericht vom 10. Juni 2019 stufte Dr. F.____ ihre Patientin als 100%ig arbeitsfähig 
ein, da in der klinischen Untersuchung in Ruhe keine Bewegungseinschränkungen seitens des 

 

 
 
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rechten Knies erkennbar seien. Die volle Arbeitsfähigkeit gelte jedoch nur, wenn die Beschwer-
deführerin vom Tragen schwerer Lasten befreit wäre, was aber bei ihren beiden aktuellen Anstel-
lungen als Serviceangestellte und Köchin nicht möglich sei.  
 
5.8 Im weiteren Verlauf beauftragte die Beschwerdegegnerin Dr. med. J.____, FMH Ortho-
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, mit einer spezialärztlichen Un-
tersuchung zur Bestimmung der Arbeitsfähigkeit, des weiteren Behandlungspfades sowie der na-
türlichen Kausalität. Dr. J.____ diagnostizierte in seiner Kurzbeurteilung vom 18. Juni 2019 einen 
Auffahrunfall vom 4. November 2018 mit Weichteilverletzungen der Hände, commotio cerebri, 
HWS-Distorsion sowie oligosymptomatischer Meniskopathie im medialen Hinterhorn des rechten 
Knies. Dr. J.____ kam zusammenfassend zum Schluss, dass mangels Einschränkungen im All-
tag und aufgrund des Auftretens der Probleme nur in tiefer Beugestellung betreffend Knie ein 
Handeln nicht notwendig sei. Bei Zunahme der Beschwerden könne primär von einer Kortisonin-
filtration Besserung erwartet werden. Ein operativer Eingriff mit Meniskusnaht sei aktuell nicht 
notwendig. Ob dieser notwendig sein werde, hänge davon ab, welchen beruflichen Tätigkeiten 
die Explorandin im Ausland nachgehen wolle. Mit Vorteil sollten endgradige Flexionen bei der 
Arbeit vermieden werden. Für eine behinderungsangepasste Tätigkeit rein im Stehen oder Gehen 
oder im Sitzen mit freiem Einsatz der oberen Extremitäten könne eine 100%ige Arbeit zugemutet 
werden. Die Frage nach dem ursächlichen Zusammenhang der Kniebeschwerden mit dem Unfall 
vom 4. November 2018 könne nicht sicher beantwortet werden; es liege eine bloss mögliche Tei-
lursache vor. Da vom rechten Knie weder Aufnahmen aus der Zeit vor dem Unfall noch zeitnah 
nach dem Unfall bestünden, lasse sich nicht beweisen, ob schon vor dem Unfall eine asympto-
matische Meniskopathie bestanden habe, welche sich durch den Unfall verschlechtert habe, oder 
ob diese durch das Unfalltrauma verursacht worden sei. Für Letzteres spreche das hochenerge-
tische Trauma, für Ersteres der Umstand, dass das rechte Knie nach dem Unfall in keinem der 
initialen Berichte erwähnt worden sei. Hätte die Explorandin ligamentäre Verletzungen gehabt, 
wäre dies klinisch in Erscheinung getreten. Es wäre sinnvoll, bei der Hausärztin nachzufragen, 
wann die Kniebeschwerden aufgetreten seien. 
 
5.9 Mit Konsultationsbericht vom 19. Juni 2019 gab Dr. G.____ an, seine Patientin verspüre 
nach wie vor nur in tiefer Hocke oder im Schneidersitz Beschwerden im rechten Knie. Da sie in 
Kürze für längere Zeit nach Z.____ reise, habe er ihr in erster Linie eine konservative Behandlung 
mit Vermeiden der auslösenden Situationen (belastende tiefe Flexion) empfohlen. Erst wenn es 
zu Blockaden oder einer Zunahme der Schmerzen komme, würde er eine Kniearthroskopie mit 
Meniskusrefixation empfehlen. 
 
5.10 Mit Stellungnahme vom 16. Juli 2019 brachte Dr. G.____ vor, die Beschwerdeführerin 
sei bis zum Unfallereignis absolut beschwerdefrei gewesen, weshalb die Unfallkausalität mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben sei. Mit Bericht vom 20. August 2019 gab Dr. F.____ 
an, ihre Patientin habe die Beschwerden (Schmerzen zentral im Knie) erstmals im Januar 2019 
geäussert und in früheren Konsultationen nie über Knieschmerzen geklagt. 
 

 

 
 
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5.11 Mit Kurzstellungnahme vom 28. August 2019 gab Dr. J.____ vorerst an, dass die Menis-
kusverletzung mit grosser Wahrscheinlichkeit unfallbedingt sei, da aus dem Bericht der Hausärz-
tin hervorgehe, dass die Explorandin vor dem Unfall keine Beschwerden am Knie gehabt habe. 
In der Folge wies die Beschwerdegegnerin Dr. J.____ auf die unbestrittene Rechtsprechung hin, 
wonach die Beweisregel "post hoc ergo propter hoc" im Sinne einer natürlichen Vermutung, Be-
schwerden müssten unfallbedingt sein, wenn eine vorbestehende Erkrankung bis zum Unfall 
schmerzfrei war, medizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich daher nicht zulässig sei. Daraufhin 
nahm Dr. J.____ am 30. September 2019 erneut Stellung und führte aus, es sei klar festzuhalten, 
dass posteriore Meniskusläsionen sogar ohne Symptome vorhanden seien. Dies würde sicherlich 
dafürsprechen, dass eine Läsion vorgeherrscht hätte, ohne dass sie symptomatisch gewesen 
wäre. Unter dem 40. Lebensjahr könnten Verletzungen des posterioren Meniskus auch ohne li-
gamentäre Verletzungen auftreten. Somit schliesse das Fehlen einer solchen eine Ruptur nicht 
aus. Jedoch hätten die Verletzten einen bone bruise. Das MRI des Knies der Versicherten sei 
erst etwa sieben Monate nach dem Unfall durchgeführt worden. Dort liesse sich nach dieser Zeit 
kein bone bruise nachweisen. Auch liessen sich nach dieser Zeit abgeheilte Partialrupturen der 
Seitenbänder nicht eindeutig verifizieren. Dieses Kriterium könne somit nicht eindeutig als Beweis 
angewendet werden. Des Weiteren führte Dr. J.____ aus, dass die Beschwerdeführerin keine 
prädisponierenden Faktoren, die für eine degenerative Meniskusläsion sprechen würden, auf-
weise. Die Versicherte habe ein hochenergetisches Trauma erlitten, als sie vom Fahrzeug erfasst 
worden sei. Dies würde genügen, um eine Meniskusläsion zu verursachen. Da ein unmittelbar 
posttraumatisches MRI fehle, könne nicht lückenlos beantwortet werden, ob ein bone bruise oder 
eine Partialruptur des medialen Seitenbandes vorgelegen habe. Zusammenfassend hielt Dr. 
J.____ fest, dass man rein mathematisch von einer nur möglichen Unfallkausalität sprechen 
müsste.  
 
5.12 Dr. med. K.____, FMH Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sowie 
Handchirurgie, berichtete am 9. April 2020, die Patientin weise mehrere traumatisch bedingte 
Narben im Bereich der rechten Hand dorsal auf. Bei der klinischen Untersuchung hätten sich drei 
bis vier verbreiterte nicht dolente Narben mit zum Teil Tendenz zur Hypertrophie im Bereich des 
rechten Handrückens gezeigt. Die Narben seien frei verschiebbar. Es seien keine Tinelzeichen 
auslösbar. Die Sensibilität und Zirkulation der Finger seien normal. Die Beweglichkeit der Finger 
und des Handgelenks seien seitengleich. Zusätzlich weise die Beschwerdeführerin eine narbige 
Alopezie (Haarlosigkeit) im Bereich der rechten Schläfe auf. Neben Narbenmassage mit Narben-
creme hätten sie eine Therapie mit Cica care begonnen. Zusätzlich solle die Versicherte die Nar-
ben nicht der Sonne aussetzen.  
 
5.13 Dr. F.____ führte am 28. Juli 2020 aus, Knieschmerzen rechts seien erstmals am 7. De-
zember 2018 erwähnt worden. Vor dem Unfall habe sie die Patientin seit dem 23. August 2017 
viermal gesehen, dabei seien nie Knieschmerzen erwähnt worden. Leider sei ihr nicht bekannt, 
bei wem sich die Beschwerdeführerin vorher in hausärztlicher Betreuung befunden habe. Am 31. 
Januar 2019 hätten die Knieschmerzen weiterhin bestanden. Die Versicherte habe erwähnt, dass 
sie beim Unfall auch auf das rechte Knie gestürzt sei. Es sei eine Kniebandage verordnet worden. 
Bei persistierenden Schmerzen in der Konsultation vom 27. März 2019 sei die Patientin zur or-
thopädischen Beurteilung an Dr. G.____ überwiesen worden. Dieser habe die Diagnose einer 

 

 
 
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Kniekontusion gestellt und Physiotherapie verordnet. Aufgrund der persistierenden Schmerzen 
habe Dr. G.____ dann im Mai 2019 ein MRI veranlasst, das einen schräg verlaufenden Menis-
kuseinriss gezeigt habe. Dr. F.____ habe die Beschwerdeführerin zuletzt am 24. Mai 2019 gese-
hen. 
 
6.1 Die Beschwerdeführerin macht in Bezug auf das Knie keine aktuell anfallenden Behand-
lungen geltend. Es gehe ihr lediglich darum, dass die Kosten durch die Versicherung gedeckt 
seien, falls sich in Zukunft eine Operation als notwendig erweisen sollte. Sie sei der Auffassung, 
dass der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den Knie-Beschwerden zweifellos ge-
geben sei, zumal sie vor dem Unfall keinerlei Beschwerden am rechten Knie gehabt habe. Ge-
stützt auf die Beurteilungen von Dr. J.____ vom 18. Juni 2019 und vom 30. September 2019 ist 
jedoch festzuhalten, dass die Kniebeschwerden lediglich möglicherweise auf das Unfallereignis 
vom 4. November 2018 zurückzuführen sind. Dies insbesondere aufgrund der Tatsache, dass 
kein unmittelbar posttraumatisches MRI vorliegt und auch direkt nach dem Ereignis keine Be-
schwerden beklagt wurden. Die Knieschmerzen sind zeitlich verzögert zum Unfallereignis aufge-
treten. Gemäss Dr. F.____ hat die Beschwerdeführerin Kniebeschwerden erstmals im Dezember 
2018 resp. im Januar 2019 beklagt (vgl. E. 5.10 und 5.13 hiervor). Dementsprechend kann der 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 4. November 2018 und den Kniebeschwerden 
nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
werden. Auch der Umstand, dass vor dem Unfall keine symptomatischen rechtsseitigen Kniebe-
schwerden bestanden haben, begründet für sich alleine keine Unfallkausalität. Wie die Beschwer-
degegnerin zu Recht erwähnt hat, ist die Beweisregel "post hoc ergo propter hoc" nicht zulässig. 
Eine gesundheitliche Schädigung gilt beweisrechtlich praxisgemäss nicht schon dann als durch 
den Unfall verursacht, weil sie nach diesem aufgetreten ist (Urteil des Bundesgerichts vom 4. 
August 2020, 8C_772/2019, E. 4.2.2 mit weiteren Hinweisen). Des Weiteren ist an dieser Stelle 
darauf hinzuweisen, dass auch eine übermässige Belastung wie häufiges, schweres Heben und 
ständiges "In-die-Hocke-Gehen" zu den möglichen Auslösern einer Meniskopathie gehören   
(https://www.bauerfeind.de/de/gesundheit/diagnose-therapie/dossier-knie-und-kniescheibe/meniskusriss/, besucht 
am 1. März 2021). Meniskopathien sind häufig und oft bestehen keine Schmerzen oder Ein-
schränkungen. Die Versicherte hat in ihrer Beschwerde selber ausgeführt, dass sie bei der Arbeit 
in den Restaurants oft im Schneidersitz gearbeitet habe oder in die Hocke habe gehen müssen. 
Auch hat sie darauf hingewiesen, dass Z.____innen für das Vorbereiten von Mahlzeiten oft in die 
Hocke gehen würden. Somit ist es durchaus auch möglich, dass eine übermässige Belastung die 
Knie-Beschwerden bei der Beschwerdeführerin ausgelöst hat. Die Beschwerdegegnerin ist je-
denfalls im Ergebnis zu Recht gestützt auf die schlüssigen Ausführungen von Dr. J.____ davon 
ausgegangen, dass die Meniskusläsion höchstens mit dem Beweisgrad der Möglichkeit durch 
den Unfall vom 4. November 2018 verursacht worden ist. Weder die behandelnden Ärzte noch 
die Beschwerdeführerin selbst bringen etwas vor, das Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs-
sigkeit der Beurteilung von Dr. J.____ zu erwecken vermöchte. Da es sich beim natürlichen Kau-
salzusammenhang zwischen einer Gesundheitsschädigung und einem Unfall um einen leistungs-
begründenden Sachverhalt handelt, trägt die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosigkeit. 
Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für Heilbehandlungskosten betreffend die Kniebe-
schwerden der Versicherten ist demnach zu verneinen.  
 

 

 
 
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6.2 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Narben an der rechten Hand würden 
sie sehr stören. Dies nicht nur aus Sicht einer Frau, sondern auch weil sie als Rezeptionistin in 
einem fünf Sterne Hotel arbeite. Aufgrund beruflicher Anforderung sei es notwendig, diese Nar-
ben zu entfernen. Sollten die Narben in absehbarer Zeit nicht verheilen, ersuche sie das Gericht, 
ihrem Antrag auf Wiederherstellung durch eine plastische Operation stattzugeben. Mit der Be-
schwerdegegnerin ist jedoch festzuhalten, dass die Narbenbeseitigung vor allem ästhetisch mo-
tiviert ist, wofür die Unfallversicherung nicht leistungspflichtig ist. Der Beschwerdegegnerin ist 
auch insofern zuzustimmen, als das im vorliegenden Verfahren eingereichte Foto der Hand kei-
nesfalls eine entstellende Wirkung der Narben zeigt. Schliesslich hat die Beschwerdeführerin ge-
mäss Dr. K.____ durch die Narben an der Hand auch weder Einschränkungen der Handbeweg-
lichkeit noch behandlungsbedürftige Schmerzen (vgl. E. 5.12 hiervor). Eine plastische Operation 
würde demnach nicht zu einer erheblichen Besserung des Gesundheitszustandes der Beschwer-
deführerin führen.  
 
6.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 
für die Heilbehandlungskosten der Kniebeschwerden der Beschwerdeführerin mangels Kausal-
zusammenhangs zum Unfallereignis vom 4. November 2018 nicht besteht. Was die Narben an 
der Hand sowie die übrigen Beschwerden anbelangt, ist die Leistungseinstellung per 6. Novem-
ber 2019 zu Recht erfolgt, da bei der Beschwerdeführerin der sog. medizinische Endzustand 
eingetreten ist. Es ist nicht ersichtlich, mit welchen weiteren medizinischen Therapien der Ge-
sundheitszustand noch namhaft verbessert werden sollte. Gemäss Dr. F.____ ist die Beschwer-
deführerin denn auch seit dem Bericht vom 10. Juni 2019 für Tätigkeiten ohne Tragen schwerer 
Lasten wieder zu 100% arbeitsfähig.  
 
7. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungen, namentlich für Heilbehandlungskosten, im 
Ergebnis zu Recht per 6. November 2019 eingestellt und den Fall abgeschlossen. Dementspre-
chend ist die Beschwerde der Versicherten abzuweisen.  
 
8. Die Versicherte ist an dieser Stelle jedoch erneut auf Art. 11 UVV hinzuweisen, wonach 
die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt werden. Sofern in Zu-
kunft ein Rückfall oder eine Spätfolge des Unfalles vom 4. November 2018 auftreten sollte, kann 
die Beschwerdeführerin von ihrem Rückfallmelderecht Gebrauch machen. Dies gilt aufgrund des 
vorliegenden Entscheids aber folgerichtig nicht für die Kniebeschwerden.  
 
9. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Januar 2021) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind demnach für das vorliegende 
Verfahren keine Kosten zu erheben. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Parteient-
schädigung zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG). 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.  
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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