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**Case Identifier:** 2875be89-e161-5e4e-b05d-a0f729241a50
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.03.2007 C-2765/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2765-2006_2007-03-19.pdf

## Full Text

Abtei lung III
C-2765/2006
{T 0/2}

Urteil vom 19. März 2007

Mitwirkung: Richter S. Mesmer, Richter M. Peterli, Richterin F. Schneider, 
Gerichtsschreiberin S. Uhlmann

X._______,
Beschwerdeführer, vertreten durch Advokat Andreas Edelmann, Bahnhof-
strasse 1, 5330 Zurzach,

gegen

Eidgenössische Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland

betreffend
Invalidenversicherungs-Rente

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. Der  am  9.  Juli  1942  geborene,  in  Frankreich  lebende  deutsche  Bürger 
X._______,  der in den Jahren 1978 bis  1980 und 1990 bis  2001 in  der 
Schweiz  gearbeitet  und  hierbei  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-, 
Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV)  entrichtet  hatte, 
beantragte mit Schreiben vom 26. Oktober 2002 (act. 1), es sei ihm eine 
Rente  der  Eidgenössischen  Invalidenversicherung  auszurichten.  Er 
machte  geltend,  infolge  eines  am  17.  September  2001  erlittenen 
Arbeitsunfalls an einer Beschädigung des linken Knies und Wadenbeins zu 
leiden. 

B. Die  mit  der  Prüfung  des  Leistungsbegehrens  befasste  IV-Stelle  des 
Kantons Basel-Stadt erhob im Wesentlichen folgende Unterlagen zu den 
Akten:

- den  Bericht  zur  Hospitalisation  des  Beschwerdeführers  in  der  Allge-
meinchirurgischen Universitätsklinik B._______ vom 1. Oktober 2001 (act. 
19),  aus  welchem  sich  ergibt,  dass  der  Beschwerdeführer  vom  17. 
September 2001 bis 5. Oktober 2001 wegen einer unfallbedingten offenen 
Tibiaschaftfraktur  sowie  einem  Kompartmentsyndrom  am  Unterschenkel 
links hospitalisiert war, wobei am 17. September 2001 eine Tibianagelung 
mittels  CTN und  Faszienspaltung,  am 18.  September  2001  eine  Wund-
revision  zwecks  Blutstillung  und  am 27.  September  2001  ein  Wundver-
schluss erforderlich gewesen waren;

- den Arztbericht vom 19. April 2002 von Dr. med. P._______, Neurologe, 
der  festhielt,  dass  die  vom  Beschwerdeführer  beklagten  artikulären 
Schmerzen  des  linken  Kniegelenkes  und  des  Knöchels  orthopädischer 
Genese  seien,  und  der  Massagen  und  Physiotherapie  zur  Behandlung 
empfahl (act. 10.1); 

- den Arbeitgeberfragebogen vom 22. November 2002 des letzten Arbeit-
gebers  des  Beschwerdeführers,  dem  zu  entnehmen  ist,  dass  der 
Beschwerdeführer  ab  dem  1.  November  1997  als  Bauberufsarbeiter  an 
fünf Tagen zu je 8,2 Stunden pro Woche angestellt war und seit dem 17. 
September 2001 zu 100% arbeitsunfähig ist (act. 7);

- den SUVA-Bericht von Dr. med. R._______, Kreisarzt, vom 4. September 
2002,  wonach  die  kreisärztliche  Untersuchung  multiple,  nicht  immer 
reproduzierbare  Beschwerden  am linken  Knie  und Unterschenkel  ergab, 
eine  Gonarthrose  kompensiert  ist,  die  Osteosynthese-  und  Entlastungs-
narben am Unterschenkel  überdurchschnittlich empfindlich und die OSG-
Extension  verbesserungsbedürftig  sind.  Zur  Verbesserung  der  Lebens-
qualität,  Belastbarkeit und evt. zur Herstellung der Arbeitsfähigkeit  wurde 
ein Aufenthalt in der Rehaklinik_______ vorgeschlagen (act. 10.1);

- die Arztberichte von Dr. med. J._______, Chefarzt für Chirurgie, vom 4. 
Juni 2002 (act. 19), vom 5. November 2002 (act. 10.1) und vom 14. Januar 
2003  (act.  19),  gemäss  welchen  der  Gesuchsteller  an  neuralgischen 
Beschwerden und einem posttraumatischen Logensyndrom leide, aufgrund 

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deren  von  einer  100%  Arbeitsunfähigkeit  ausgegangen  werde  und  evt. 
eine IV-Rente in Betracht zu ziehen sei;

- den Austrittsbericht vom 18. November 2002 der Rehaklinik B.______, in 
welchem  festgehalten  wird,  dass  der  Beschwerdeführer  an  unklaren 
Weichteilbeschwerden der linken Wade nach Osteosynthese, einer Tibia-
fraktur  und  Faszienspaltung  sowie  unklarer  Hypästhesie  an  der  Unter-
schenkelvorderseite  leide  und  vorerst  ein  halbtägiger  Einsatz  mit 
reduzierter Leistung bei Vermeidung von repetitiven Arbeiten in knieender 
und kauernder  Position  mit  schwerster  Belastung für  die  Unterschenkel-
muskulatur  empfohlen  wurde.  Dabei  wurde  ihm  zunächst  eine  Arbeits-
unfähigkeit von 66 2/3 % ab dem 4. November 2002 attestiert (act. 8);

- den SUVA-Bericht von Dr. med. R._______, Kreisarzt, vom 17. Juni 2003 
wonach die Unterschenkelbeschwerden eine ganztägige Besorgung einer 
leichten  abwechslungsreichen  Tätigkeit  mit  stets  freier  Wahl  zwischen 
sitzenden, stehenden und gehenden Verrichtungen, mit kleinen Traglasten 
bis max. 10 kg, ohne Leiterarbeit und ohne Zwangshaltung im Knien oder 
Kauern sowie mit einer etwas längeren Mittagspause erlauben, wobei ein 
Einsatz  im Wasserbau nicht möglich sei (act. 14);

- den Arztbericht von Dr. med. B._______ vom 10. September 2003 (act. 
19), der von einer schmerzbedingten, vollständigen Invalidität ausgeht;

- die  Verfügung  der  SUVA  vom  24.  September  2003,  in  welcher  eine 
Erwerbsunfähigkeit  von 27% und eine Integritätseinbusse  von 15% fest-
gestellt wurde und unter Berücksichtigung der Unfallfolgen eine körperlich 
leichte,  wechselbelastende  (sitzende/gehende/stehende)  Tätigkeit  ohne 
Heben und Tragen von Lasten über 10 kg ganztags mit einer verlängerten 
Mittagspause als zumutbar erachtet wurde (act. 17);

- ein  am 7.  Februar  2004  von  Dr.  med.  W._______,  Rheumatologe,  er-
stelltes, auf ambulante Untersuchung vom 29. Dezember 2003 gestütztes 
Untergutachten, wonach der Gesuchsteller an einer komplexen Schmerz-
symptomatik leide, welche in erster Linie neuropathischer Genese und in 
den  Weichteilen  des  Unterschenkels  zu  lokalisieren  seien.  Die  Knie-
schmerzen seien wahrscheinlich periartikulärer Genese und nur teilweise 
auf  die  beginnende  Arthrose  des  femoro-tibialen  medialen  und  femoro-
patellaren Gleitlagers  zurückzuführen;  ein wesentlicher  Störfaktor  sei  die 
fibröse  Ankylose  mit  deutlicher  Flexionsbehinderung  des  linken  Knie-
gelenkes. Aus rheumatologischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit als Bau-
maschinist  nicht  möglich,  für  eine  alternative  und  zwar  vorwiegend 
sitzende  Tätigkeit  sei  vorerst  von  einer  Arbeitsfähigkeit  von  50%  bzw. 
halbtags auszugehen (act. 29);

- den  von  Dr.  med.  Z._______  für  die  IV-Stelle  am  10.  März  2004 
verfassten Bericht, in dem Bezug auf das bei Dr. med. W._______ in Auf-
trag  gegebene  Untergutachten  genommen  und  festgehalten  wird,  der 
Gesundheitszustand  des  Gesuchstellers  habe  sich  seit  März  2003 
stabilisiert,  doch  sei  die  bisherige  Tätigkeit  als  Baumaschinist  aus 
rheumatologischer Sicht nicht mehr möglich. Für eine alternative und zwar 

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vorwiegend sitzende Tätigkeit  sei von einer Arbeitsfähigkeit  von vorläufig 
50% (halbtags) auszugehen (act. 20);

- ein zusätzliches Schreiben von Dr. med. W._______ vom 26. September 
2004  (act.37),  gemäss  dem  er  die  Meinung  von  Dr.  med.  R._______ 
bezüglich  der  Gonarthrose  teilt,  doch  dessen  Beurteilung  der  Arbeits-
fähigkeit als wenig realistisch beurteilt.

C. Mit  Verfügung  vom  11.  November  2004  (act.  42)  sprach  die 
Eidgenössische  Invalidenversicherung,  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Aus-
land  (im  Folgenden:  IV-Stelle)  aufgrund  eines  krankheitsbedingten  Ein-
kommensverlustes dem Gesuchsteller mit Wirkung ab dem 1. September 
2002 eine bis zum 31. August 2003 befristete volle Invalidenrente zu.

D. Gegen  diese  Verfügung  erhob  der  Beschwerdeführer  am  9.  Dezember 
2004 fristgerecht  Einsprache (act.  46).  Er beantragte  die Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung und die Zusprechung einer unbefristeten vollen 
Rente. Gleichzeitig ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege. 

Er  machte  sinngemäss  geltend,  dass  die  IV-Stelle  nur  den  älteren  Ent-
scheid  der  SUVA  berücksichtigt  habe,  statt  sich  auf  die  in  den  Akten 
befindenden  neueren  medizinischen  Gutachten  zu  stützen.  Die  ver-
meintliche  Bindung  der  IV-Stelle  an  die  frühere  Verfügung  der  SUVA 
beruhe auf einer falschen Interpretation der einschlägigen Gerichtspraxis. 
Es  sei  zwar  richtig,  dass  die  frühere  Praxis  des  Bundesgerichtes  einen 
Vorrang  der  SUVA statuiert  habe,  doch  habe  das Bundesgericht  diesen 
Vorrang  im  Entscheid  BGE  119  V  468  stark  relativiert,  indem  es  aus-
drücklich  einer  abweichenden  Fixierung  des  Invaliditätsgrades  zwischen 
SUVA  und  IV-Entscheid  zugestimmt  und  zudem  die  Frage  aufgeworfen 
habe,  ob  sich  nicht  sogar  die  SUVA  dem  IV-Entscheid  zu  unterwerfen 
habe.  Im  vorliegenden  Fall  dränge  sich  ein  Abweichen  vom  früheren 
SUVA-Entscheid  zwingend  auf.  Einerseits  sei  der  SUVA-Entscheid  nie 
einer  richterlichen  Prüfung  unterzogen  worden,  andererseits  habe  sein 
Mandant  angenommen,  dass  er  aufgrund  der  erteilten  Auskünfte  durch 
seine  behandelnden  Ärzte  eine  ganze  IV-Rente  erhalten  würde.  Es  sei 
nicht einzusehen, dass die zuerst von der IV selbst festgestellte Invalidität 
von  100%  ab  September  2003  plötzlich  nur  noch  26%  betragen  solle, 
zumal  sich  der  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  nicht 
gebessert habe und auch die behandelnden Ärzte Dr. med. J._______ und 
Dr.  med.  B._______  eine  100%  Arbeitsunfähigkeit  attestierten.  Die 
Beurteilung  durch  Dr.  med.  R._______,  der  im Sommer  2003  von einer 
Arbeitsfähigkeit  im  Rahmen  des  Zumutbaren  ausgegangen  sei,  ändere 
nichts daran. Das von der IV-Stelle in Auftrag gegebene Gutachten von Dr. 
med. Z._______ bzw. das rheumatologische Untergutachten von Dr. med. 
W._______  erachte  die  von  Dr.  med.  R._______  angenommene 
Arbeitsfähigkeit  als wenig realistisch und gehe von einer Arbeitsfähigkeit 
von  höchstens  50%  aus,  jedoch  bloss  bei  einer  vorwiegend  sitzenden 
Tätigkeit. In Anbetracht der erwähnten bundesgerichterlichen Praxis seien 
die von der Beurteilung des SUVA Kreisarztes  abweichenden gutachter-

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lichen  Ergebnisse  als  massgeblich  zu  berücksichtigen.  Aufgrund  der 
erlittenen  Beinverletzung  könne  das  verletzte  Bein  nur  noch  wenig  und 
zeitlich  sehr  beschränkt  belastet  werden.  Hinzu  kämen  die  täglichen 
Schmerzen,  die  wegen  der  Reduktion  der  Schmerzmedikation  eine  zu-
sätzliche Belastung darstellten. Die französischen Ärzte bestätigten, dass 
sich  das  verletzte  Bein  in  einem  Zustand  befinde,  der  jegliche  weitere 
Arbeitstätigkeit  verunmögliche.  Daher  sei  am  Antrag  auf  Aufhebung  der 
Verfügung vom 11. November 2004 und Zusprechung einer vollen Rente 
festzuhalten. 

Der Einsprache beigelegt waren:

- ein von Dr. med. J._______, Chefarzt, Centre Hospitalier, am 8. August 
2003 erstelltes ärztliches Zeugnis, wonach der Beschwerdeführer an den 
Folgen der am 17. September 2001 erlittenen Fraktur leide und aufgrund 
der  Arbeitsunfähigkeit  eine  volle  Invalidität  in  Betracht  gezogen  werden 
müsse (act. 46);

-  ein  am  13.  Dezember  2004  von  Dr.  med.  F._______,  Hausarzt, 
ausgestelltes ärztliches Attest (act. 46);

-  Rentenbescheid  der  LVA  Rheinland-Pfalz  vom  25.  Februar  2004, 
Festsetzung der Altersrente für schwerbehinderte Menschen (act. 46);

- Französischer Rentenbescheid vom 4. November 2003;

- Unterlagen Mietvertrag vom 6. Oktober 2004 (act. 46);

- Französischer Steuerbeleg vom 1. Januar 2004 (act. 46);

E. Mit  Einspracheentscheid  vom  5.  April  2006  (act.  54)  wies  die  IV-Stelle 
unter  Gewährung  der  unentgeltlichen Verbeiständung  die Einsprache  ab 
und bestätigte die Verfügung vom 11. November 2004. 

Zur  Begründung  führte  die  IV-Stelle  aus,  dass  bei  der  Bemessung  des 
Invaliditätsgrades  die  Verwaltung  auf  Unterlagen  angewiesen  sei,  die 
ärztliche und auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen hätten. Der 
SUVA-Entscheid  und die darin  erfolgte  Bemessung des Erwerbsunfähig-
keitsgrades  könnten  sehr  wohl  berücksichtigt  werden.  Der  Einsprecher 
könne sich immer noch mittels Revisions- oder Wiedererwägungsbegehren 
gegen den SUVA-Entscheid zur Wehr setzen. Zudem habe sich auch die 
Rechtsprechung dahingehend festgelegt, dem in zeitlicher Hinsicht zuerst 
ergehenden Entscheid eine besondere  Bedeutung zukommen zu lassen. 
Weiter gehe auch der Regional Ärztliche Dienst (RAD) beim Beschwerde-
führer  von  einer  Leistungseinschränkung  von  25% aus,  da  als  Gesund-
heitsstörung nur eine mit  wenigen Residuen abgeheilte Tibiaschaftfraktur 
vorliege. Diese Frakturen beeinflussten kein Gelenk, so dass nach Heilung 
des Knochens keine schmerzhaften Folgen zu erwarten seien (act. 61).

F. Gegen den Einspracheentscheid erhob der Beschwerdeführer am 11. Mai 
2006  (act.  58)  unter  Beilage  verschiedener  ärztlicher  Zeugnisse  Be-
schwerde  bei  der  Eidgenössischen  Rekurskommission  der  Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland wohnenden 
Personen. Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 5. April  2006 sei 

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aufzuheben,  es  sei  eine  Neuberechnung  des  Invaliditätsgrades  vor-
zunehmen  und  es  sei  dem  Beschwerdeführer  eine  volle  Rente  zuzu-
sprechen. Weiter wurde beantragt, es sei die unentgeltliche Rechtspflege 
unter  Bestellung  des  beigezogenen  Advokaten  zu  bewilligen  und  es  sei 
dem  Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung  für  das  vorgängige 
Einspracheverfahren zu gewähren. 

Zur  Begründung  wurde  sinngemäss  ausgeführt,  dem  Beschwerdeführer 
seien  im  Einspracheverfahren  die  von  der  Vorinstanz  bei  Ärzten 
eingeholten  zusätzlichen  Stellungnahmen  nie  zugestellt  worden.  Darin 
liege  eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs.  Zudem  wiederholte  der 
Beschwerdeführer  im Wesentlichen  die  schon in  der  Einsprache  vom 9. 
Dezember 2004 vorgebrachten Rügen. 

G. In  ihrer  Vernehmlassung  vom  7.  Juli  2006  (act.  59)  beantragte  die 
Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde und verwies im Wesentlichen 
auf  die  Ausführungen  des  am  5.  April  2006  ergangenen  Einsprache-
entscheids.

H. Replicando hielt der Beschwerdeführer an seinen Beschwerdegründen fest 
und  reichte  gleichzeitig  ein  neues  ärztliches  Zeugnis  mit  Datum vom 6. 
Juni 2006 ein (act. 60). 

Mit  Duplik  vom 29. August  2006 beantragte die Vorinstanz weiterhin die 
Abweisung der Beschwerde.

I. Am 1. Januar 2007 ging das Beschwerdeverfahren auf das Bundesverwal-
tungsgericht  über,  das  den  Parteien  am  2.  März  2007  die  Zusammen-
setzung  des  Spruchkörpers  bekannt  gab.  Es  gingen  keine  Ausstands-
begehren ein. 

J. Auf  die  Vorbringen  der  Parteien  wird  –  soweit  als  erforderlich  –  in  den 
folgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig  ist,  die 
Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- oder 
Schiedskommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der  Departe-
mente  hängigen  Rechtsmittel.  Das  neue  Verfahrensrecht  ist  anwendbar 
(Art.  53  des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundes-
verwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]).

1.1 Gemäss  Art.  31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. 
Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021), 
sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten 
die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundsgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung  (VG,  SR  831.20)  beurteilt  das  Bundes-

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verwaltungsgericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  der  IV-Stelle  für 
Versicherte im Ausland. 

Da die angefochtene Anordnung ohne Zweifel als Verfügung im Sinne von 
Art. 5 VwVG zu qualifizieren ist und zudem keine Ausnahme gemäss Art. 
32  VGG  vorliegt,  ist  das  Bundesverwaltungsgericht  zur  Beurteilung  der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  legitimiert,  wer  vor  der  Vorinstanz  am Verfahren  teil-
genommen hat,  durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist 
und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. 
Als  Gesuchsteller  hat  der  Beschwerdeführer  am  vorinstanzlichen  Ver-
fahren teilgenommen, ist als Adressat durch die angefochtene Verfügung 
ohne  Zweifel  berührt  und  hat  an  ihrer  Aufhebung  bzw.  Abänderung  ein 
schutzwürdiges  Interesse.  Auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde ist daher einzutreten.

2. In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer eine Verletzung seines 
Anspruchs  auf  rechtliches  Gehör  geltend.  Er  stellt  sich  auf  den  Stand-
punkt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, weil ihm nachträglich 
eingeholte  ärztlichen  Stellungnahmen  vor  Erlass  des  Einspracheent-
scheides nicht zugestellt worden seien. 

2.1 Das rechtliche Gehör umfasst die Rechte der Parteien auf Teilnahme am 
Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung. 
In diesem Sinne dient es einerseits der Sachabklärung, stellt andererseits 
aber auch ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass von 
Verfügungen dar,  welche in  die Rechtsstellung des Einzelnen eingreifen 
(vgl. BGE 126 V 130 E. 2b, 121 V 150 E. 4a; A. KÖLZ/I. HÄNER, Verwaltungs-
verfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, 
Rz. 292  ff.).  Zum verfassungsmässigen  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör 
(Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]), der für das Verwaltungsverfahren 
in  Art.  26  ff.  VwVG  konkretisiert  worden  ist,  gehören  insbesondere 
Garantien  bezüglich  Beweisverfahren,  Begründungspflicht  der  Behörden 
und Akteneinsicht.  Darin enthalten ist  ebenfalls das Recht,  sich zu allen 
rechtserheblichen Punkten vor Erlass einer Verfügung äussern zu können 
(Art. 30 VwVG).

2.2 Im vorinstanzlichen Verfahren stellte die IV-Stelle dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers  auf  Gesuch  hin  am  15.  Dezember  2004  die  voll-
ständigen IV-Akten zur Verfügung. Im Einspracheverfahren konnte sich der 
Beschwerdeführer zu dem von der IV-Stelle festgesetzten Invaliditätsgrad 
und der Rentendauer äussern.  Er hat  von seinem Ausführungsrecht  Ge-
brauch  gemacht  und  insbesondere  kritisiert,  die  IV-Organe  hätten  sich 
einseitig am vorangegangenen SUVA-Entscheid orientiert  und diesen als 
bindend angesehen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Rüge hat die IV-Stelle 
vor Erlass des Einspracheentscheids weitere Stellungnahmen bei Dr. med. 
W._______ und beim RAD eingeholt. 

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Es ist  unbestritten,  dass  diese  nachträglichen  Stellungnahmen  dem Be-
schwerdeführer  nicht  zur  Kenntnis  gebracht  worden  sind,  obwohl  die 
Vorinstanz ihren Einspracheentscheid auch hierauf abgestützt hat. 

2.3 Nach  ständiger  Praxis  kann  eine  nicht  besonders  schwerwiegende 
Verletzung des rechtlichen Gehörs allerdings dann als geheilt gelten, wenn 
der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern,  die  sowohl  den  Sachverhalt  wie  auch  die  Rechtslage  frei 
überprüft – wobei eine Heilung die Ausnahme bleiben soll (vgl. BGE 127 V 
438 E. 3d/aa, 126 V 130 E. 2b, 118 Ib 111 E. 4b, 117 Ib 481, 116 V 182 E. 
1b; VPB 61.30 E 3.1). 

Die  festgestellte  Gehörsverweigerung  ist  keineswegs  als  besonders 
schwerwiegend  zu  qualifizieren,  betraf  sie  sie  doch  bloss  Aktenstücke, 
welche bereits Bekanntes bestätigten, und hat der Beschwerdeführer kein 
Gesuch  um  Akteneinsicht  gestellt,  obwohl  er  aufgrund  seiner 
Ausführungen  in  der  Einsprache  damit  rechnen  musste,  dass  weitere 
Abklärungen  erfolgen  könnten.  Nach  Eröffnung  des  angefochtenen 
Einspracheentscheids  war  dem  Beschwerdeführer  auf  Gesuch  hin  die 
vollständige Akteneinsicht – auch in die nachträglichen Stellungnahmen – 
gewährt worden (act. 57), so dass er ohne Weiteres in der Lage war, den 
Entscheid sachgerecht anzufechten. Vor der Rekurskommission und dem 
Bundesverwaltungsgericht,  dem volle  Kognition zukommt,  konnte  er  sich 
umfassend,  in  doppeltem  Schriftenwechsel  äussern,  so  dass  die 
Gehörsverletzung im Beschwerdeverfahren geheilt worden ist. 

3. Der  Beschwerdeführer  ist  Staatsangehöriger  eines  Mitgliedstaates  der 
Europäischen Gemeinschaft (EU), so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 
in  Kraft  getretene  Abkommen  vom  21.  Juni  1999  zwischen  der 
schweizerischen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen 
Gemeinschaft mit ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit 
(FZA,  SR  0.142.112.681),  insbesondere  dessen  Anhang  II,  der  die 
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit  regelt,  anwendbar ist 
(Art.  153a, in Kraft seit dem 1. Juni 2002,  des Bundesgesetzes vom 20. 
Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG, 
SR 831.10]). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des 
Rates  vom  14.  Juni  1971  haben  die  Personen,  die  im  Gebiet  eines 
Mitgliedstaates wohnen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte 
und  Pflichten  aufgrund  der  Rechtsvorschriften  eines  Mitgliedstaates  wie 
die  Staatsangehörigen  dieses  Staates  selbst,  soweit  besondere 
Bestimmungen  dieser  Verordnung  nichts  anderes  vorsehen.  Demnach 
richtet  sich  vorliegend  der  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf 
Leistungen  der  Invalidenversicherung  nach  dem schweizerischen  Recht, 
insbesondere dem IVG sowie der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201).

4. Mit Einspracheentscheid vom 5. April 2006 hat die IV-Stelle ihre Verfügung 
vom 11. November 2004,  mit  welcher dem Beschwerdeführer ab dem 1. 
September 2002 eine bis zum 31. August 2003 befristete ganze IV-Rente 
bei  einem Invaliditätsgrad von 100% zugesprochen wurde,  bestätigt  und 

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die  dagegen  erhobene  Einsprache  abgewiesen.  Aufgrund  der  Be-
schwerdebegehren streitig und daher im Folgenden zu prüfen ist, ob der 
Versicherte Anspruch auf eine unbefristete IV-Rente hat. 

5. Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  mass-
gebend  sind,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden  Tat-
bestandes Geltung haben,  und weil  ferner  die  Gerichte  im Bereiche  der 
Sozialversicherung bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den 
im  Zeitpunkt  des  Erlasses  des  angefochtenen  Verwaltungsaktes  einge-
tretenen Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 V 4 E. 1.2 mit 
Hinweisen), sind hier die ab 1. Januar 2003 geltenden Bestimmungen des 
Bundesgesetzes  vom  6.  Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts  (ATSG,  SR  830.1)  sowie  die  entsprechende 
Verordnung  vom 11.  September  2002 (ATSV,  SR 830.11),  mit  welchem 
unter  anderem  auch  verschiedene  materiellrechtliche  Bestimmungen 
geändert worden sind, in Verbindung mit dem IVG (in seiner Fassung vom 
31. März 2003 [4. IVG-Revision], in Kraft seit 1. Januar 2004) und der IVV 
anwendbar.  Nach  dem  massgebenden  Zeitpunkt  des  Erlasses  des 
streitigen Entscheids (hier: 5. April 2006) eingetretene Rechts- und Sach-
verhaltsänderungen können im derzeitigen Verfahren nicht  berücksichtigt 
werden;  Tatsachen,  die  jenen  Sachverhalt  seither  verändert  haben, 
können im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein 
(BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). 

In  BGE 130 V 343 hat  das  Eidgenössische  Versicherungsgericht  (EVG) 
erkannt,  dass  es  sich  bei  den  in  Art.  3  bis  Art.  13  ATSG  enthaltenen 
Legaldefinitionen  in  aller  Regel  um eine  formellgesetzliche  Fassung  der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor 
Inkrafttreten des ATSG handelt  und sich inhaltlich damit keine Änderung 
ergibt,  weshalb  die  hiezu  entwickelte  Rechtsprechung  übernommen  und 
weitergeführt werden kann. Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt 
nicht  zu  einer  Modifizierung  der  bisherigen  Judikatur  zur  Invaliditäts-
bemessung  bei  erwerbstätigen  Versicherten,  welche  weiterhin  nach  der 
allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist. 

6. Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, 
wer invalid im Sinne des Gesetzes (Art. 8 ATSG) ist und beim Eintritt der 
Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, 
Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  geleistet  hat  (Art. 36  Abs. 1 
IVG).  Diese  Bedingungen  müssen  kumulativ  erfüllt  sein;  fehlt  eine,  so 
entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. 

Der Beschwerdeführer hat während mehr als einem Jahr Beiträge an die 
schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleis-
tet, so dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch 
auf  eine  ordentliche  Invalidenrente  erfüllt  ist  (Art.  36  Abs.  1  IVG).  Zu 
prüfen  bleibt,  ob  er  auch  nach  dem 31.  August  2003  in  rentenberechti-
gendem Ausmass invalid ist.

7. Nach Art. 8 ATSG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit  dauernde ganze oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit.  Art.  4  IVG führt 

10

dazu aus, dass die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder 
Unfall  sein  kann;  nach  Abs.  2  dieser  Norm  gilt  die  Invalidität  als 
eingetreten,  sobald  sie  die  für  die  Begründung  des  Anspruchs  auf  die 
jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat.

7.1 Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen  oder 
geistigen Gesundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und 
Eingliederung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbs-
möglichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen und geistigen Gesundheit  bedingte,  volle  oder  teilweise 
Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder Aufgabenbereich zumutbare  Arbeit 
zu leisten.  Bei langer  Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit  in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

7.2 Ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in 
der bis zum 31. Dezember 2003 geltenden Fassung), wenn die versicherte 
Person mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn 
sie mindestens zur Hälfte  und derjenige auf  eine Viertelsrente,  wenn sie 
mindestens  zu  40%  invalid  ist.  Gemäss  Art.  28  Abs.  1ter  IVG  werden 
Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50%  entsprechen, 
jedoch  nur  an  Versicherte  ausgerichtet,  die  ihren  Wohnsitz  und 
gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Nach der 
Rechtsprechung  des EVG stellt  Art.  28  Abs.  1ter  IVG nicht  eine  blosse 
Auszahlungsvorschrift,  sondern  eine besondere  Anspruchsvoraussetzung 
dar (BGE 121 V 275 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt ab 1. 
Juni 2002 für  Schweizer Bürger und Staatsangehörige der Europäischen 
Gemeinschaft, die Anspruch auf Viertelsrenten haben, wenn sie in einem 
Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben. Nach dem 
seit  1.  Januar  2004  in  Kraft  stehenden  Art.  28  Abs.  1  IVG  hat  ein 
Versicherter Anspruch auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 
40%,  auf  eine  halbe  Rente  bei  einem solchen  von  50%,  auf  eine  Drei-
Viertel-Rente bei einem Grad der Invalidität von 60% und auf eine ganze 
Rente bei einem solchen von 70%.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das  die  versicherte  Person nach Eintritt  der  Invalidität  und  nach Durch-
führung  der  medizinischen  Behandlung  und  allfälliger  Eingliederungs-
massnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid  geworden  wäre  (sog.  Valideneinkommen;  Art.  16  ATSG).  Der 
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt  und  einander  gegenübergestellt  werden,  worauf  sich  aus  der 
Einkommensdifferenz  der  Invaliditätsgrad  bestimmen  lässt.  Insoweit  die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt  werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen  und  die  so  gewonnenen  Annäherungswerte  miteinander  zu 
vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 

11

30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). Erwerbsunfähig-
keit  ist,  vereinfacht  ausgedrückt,  die  durch  einen  Gesundheitsschaden 
verursachte  Unfähigkeit,  durch  zumutbare  Arbeit  Geld  zu  verdienen 
(ALFRED MAURER, Bundessozialversicherungsrecht, Basel 1993, S. 140). 

7.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdeverfahren  das  Gericht)  auf  Unterlagen  angewiesen,  welche 
Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben.  Aufgabe der Ärzte ist  es,  den Gesundheitsschaden zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die 
ärztlichen  Auskünfte  eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der 
Frage,  welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  noch  zugemutet 
werden können. Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglichkeiten im 
angestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten 
zu  prüfen.  Bei  der  Bemessung  der  Invalidität  ist  auf  die  objektiven 
wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung abzustellen, welche 
nicht  zwingend  mit  dem  vom  Arzt  festgelegten  Grad  der  funktionellen 
Einschränkung  übereinstimmen  müssen  (BGE 110  V  275  E.  4a [=  ZAK 
1985 S. 462 E. 4a]). Im Streitfall entscheidet der Richter (BGE 114 V 314f. 
E. 3c, 115 V 133f. E. 2 mit Hinweisen).

Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversicherungs-
recht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein in seinem 
bisherigen  Tätigkeitsbereich  dauernd  arbeitsunfähiger  Versicherter  ge-
halten  ist,  innert  nützlicher  Frist  Arbeit  in  einem  anderen  Berufs-  oder 
Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen,  soweit  sie  möglich  und 
zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es 
am  behandelnden  Arzt  bzw.  am  Vertrauensarzt  einer  IV-Stelle  zu 
entscheiden,  in  welchem  Ausmass  ein  Versicherter  seine  verbliebene 
Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese so genannte Verwei-
sungstätigkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen  zu  lassen  (leidens-
angepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.).

7.4 Wann die Invalidität bei einer Person, welche eine Rente verlangt, eintritt, 
beurteilt  sich  nach  Art.  29  Abs.  1  IVG.  Danach  entsteht  der 
Rentenanspruch, sobald der Versicherte mindestens zu 40% bleibend er-
werbsunfähig  geworden  ist  (lit.  a:  Dauerinvalidität)  oder  während  eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch zu mindestens 40% arbeitsunfähig 
war  und der  Invaliditätsgrad nach Ablauf  der  Wartezeit  mindestens  40% 
beträgt (lit. b: langdauernde Krankheit; vgl. BGE 121 V 269 ff. E. 5 und 6). 
Eine  Arbeitsunfähigkeit  von  20%  ist  bei  der  Berechnung  der  durch-
schnittlichen Arbeitsunfähigkeit nach lit. b von Art. 29 Abs. 1 IVG bereits zu 
berücksichtigen  (vgl.  Randziffer  2016  des  vom  Bundesamt  für  Sozial-
versicherung herausgegebenen Kreisschreibens über  Invalidität  und Hilf-
losigkeit; AHI-Praxis 1998 S. 124).

8. Die  Verwaltung  als  verfügende  Instanz  und  –  im  Beschwerdefall  –  das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie 

12

von  ihrem  Bestehen  überzeugt  sind  (Max  Kummer,  Grundriss  des 
Zivilprozessrechts,  4.  Aufl.,  Bern 1984,  S.  136).  Im Sozialversicherungs-
recht  hat  das  Gericht  seinen  Entscheid,  sofern  das  Gesetz  nicht  etwas 
Abweichendes  vorsieht,  nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit  zu  fällen.  Die  blosse  Möglichkeit  eines  bestimmten 
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die 
Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie 
von  allen  möglichen  Geschehensabläufen  als  die  wahrscheinlichste 
würdigen  (BGE  126  V  360  E.  5b,  125  V  195  E.  2,  je  mit  Hinweisen). 
Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeu-
gung, ein bestimmter Sachverhalt  sei als überwiegend wahrscheinlich zu 
betrachten  und  es  könnten  weitere  Beweismassnahmen  an  diesem 
feststehenden  Ergebnis  nichts  mehr  ändern,  so  ist  auf  die  Abnahme 
weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; UELI KIESER, 
Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, 
Rz  450;  A.  KÖLZ/I.  HÄNER,  a.a.O. Rz.  111  und  320;  FRITZ GYGI,  Bundes-
verwaltungsrechtspflege, Bern 1983, 2. Aufl., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 
469 E. 4a, 122 III 223 E. 3c, 120 Ib 229 E. 2b, 119 V 344 E. 3c mit Hin-
weis). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche 
Gehör (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b; BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 
E. 1d mit Hinweis).

8.1 Der  Sozialversicherungsprozess  ist  vom  Untersuchungsgrundsatz  be-
herrscht.  Danach hat  das Gericht  von Amtes  wegen für  die richtige  und 
vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu  sorgen. 
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen 
sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 
2,  122  V  158  E.  1a,  je  mit  Hinweisen).  Zum  anderen  umfasst  die  be-
hördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, was von 
einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf 
den  im  Rahmen  des  streitigen  Rechtsverhältnisses  (Streitgegenstand) 
rechtserheblichen Sachverhalt.  Rechtserheblich  sind  alle  Tatsachen,  von 
deren  Vorliegen  es  abhängt,  ob  über  den  streitigen  Anspruch  so  oder 
anders zu entscheiden ist  (FRITZ GYGI,  a.a.O.,  S. 43 und 273). In diesem 
Rahmen  haben  Verwaltungsbehörden  und  Sozialversicherungsgericht 
zusätzliche  Abklärungen  stets  vorzunehmen  oder  zu  veranlassen,  wenn 
hiezu  aufgrund  der  Parteivorbringen  oder  anderer  sich  aus  den  Akten 
ergebenden Anhaltspunkten hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 
E. 4a mit Hinweis; Entscheid des EVG i.S. W. vom 20. Juli 2000, I 520/99).

8.2 Das  Bundesrecht  schreibt  nicht  vor,  wie  die  einzelnen  Beweismittel  zu 
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs-  und Beschwerdeverfahren 
gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung.  Danach  haben  Ver-
sicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Beweise  frei,  d.h. 
ohne  Bindung  an  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und  pflicht-
gemäss zu würdigen.  Für das Beschwerdeverfahren bedeutet  dies,  dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel,  unabhängig davon, von 
wem sie stammen, objektiv zu prüfen, und danach zu entscheiden hat, ob 

13

die  verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige  Beurteilung  des  streitigen 
Rechtsanspruchs  gestatten.  Insbesondere  darf  es  bei  einander  wider-
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht  erledigen,  ohne 
das  gesamte  Beweismaterial  zu  würdigen  und  die  Gründe  anzugeben, 
warum  es  auf  die  eine  und  nicht  auf  die  andere  medizinische  These 
abstellt.  Hinsichtlich des Beweiswertes einer ärztlichen Stellungnahme ist 
entscheidend,  ob  sie  für  die  streitigen  Belange  umfassend  ist,  auf  all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt,  in Kenntnis  der Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in 
der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen  Situation  einleuchtet  und  ob  die  Schlussfolgerungen  der  Ex-
pertinnen  und  Experten  begründet  sind.  Ist  dies  der  Fall,  kommt  einem 
ärztlichen  Gutachten  erhöhter  Beweiswert  zu.  Das  Gericht  weicht  unter 
diesen  Umständen  nicht  ohne  zwingenden  Grund  von der  Einschätzung 
der  medizinischer  Experten  ab.  Bestehen  allerdings  Zweifel  an  der 
Zuverlässigkeit  und  Schlüssigkeit  der  ärztlichen  Feststellungen,  sind  er-
gänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 
1c mit Hinweisen; AHI 2001 S. 113 E. 3a; RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193 E. 
2a/bb und 1998 Nr. U 313 S. 475 E. 2a).

9. Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 17. Septem-
ber 2001 einen Arbeitsunfall  erlitten hat, wobei sein linker Unterschenkel 
zwischen einer Mauerabdeckung und einem 15 bis 18 Tonnen schweren 
Pontonelement eingeklemmt wurde, was zu einer offenen Unterschenkel-
querfraktur  mit  Compartmentsynrom  führte  und  eine  notfallmässige 
Osteosynthese  mit  einem  verriegelten  Marknagel  sowie  mediale  und 
laterale  Fascienspaltung  notwendig  machte.  Im  weiteren  Verlauf  zeigte 
sich ein leichter  Spitzfuss  links und eine beginnende Gon-  und Femoro-
patellararthrose links.

9.1 In  seinem  umfassenden,  aufgrund  voller  Aktenkenntnis  und  nach  per-
sönlicher Begutachtung des Beschwerdeführers erstellten Gutachten kam 
der SUVA-Kreisarzt Dr. med. R._______ zum Schluss, dem Beschwerde-
führer sei trotz der diagnostizierten Krankheitsbilder eine leichte, abwechs-
lungsreiche Tätigkeit mit längeren Mittagspausen möglich, wobei stets die 
freie  Wahl  zwischen  sitzenden,  stehenden  und  gehenden  Verrichtungen 
bestehen  müsse.  Die  Arbeit  könne kleine  Traglasten  bis  zu  max.  10 kg 
umfassen,  nicht  aber  Leiterarbeit  und  oder  Zwangshaltungen  im  Knien 
oder  Kauern.  Aufgrund  der  wirtschaftlichen  und  medizinischen 
Abklärungen setzte die SUVA den Grad der Erwerbsunfähigkeit  auf 27% 
ab dem 1. September 2003 fest. 

Hingegen  erachtete  Dr.  med.  W._______,  der  für  den  von  der  IV-Stelle 
beigezogenen  Dr.  med.  Z._______  ein  Untergutachten  erstellt  hat,  die 
Annahme einer  vollen  Arbeitsfähigkeit  als  wenig  realistisch und ging bei 
einer vollschichtigen Arbeit von einer um 50% eingeschränkten Leistungs-
fähigkeit  aus.  Zu  diesem  Befund  kam  Dr.  med.  W._______  ebenfalls 
aufgrund einer persönlichen Begutachtung des Beschwerdeführers,  aller-
dings  ohne Beizug  der  vollständigen  Akten.  Auf  Rückfrage  der  IV-Stelle 
und unter Berücksichtigung der SUVA-Akten führte er in seinem Schreiben 

14

vom 26. September 2004 ergänzend aus, dass er zwar die Einschätzung 
von Dr.  med.  R._______  teile  und grundsätzlich  von keiner  Verschlech-
terung  des  Gesundheitszustandes  seit  dem  Unfall  ausgehe.  Die  Gon-
arthrose sei  weiterhin ruhig und führe als unfallfremder  Faktor  zu keiner 
wesentlichen Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit. Zugleich betonte er aber, 
dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. R._______ seines 
Erachtens wenig realistisch sei. 

Auf Anfrage der IV-Stelle nahm Dr. med. L._______, RAD (act. 52), zu den 
Ausführungen  von  Dr.  med.  W._______  Stellung.  Er  wies  vorab  in 
genereller  Weise  darauf  hin,  dass  seines  Wissens  die  SUVA  bei  allen 
Zumutbarkeitsbestimmungen  von  einer  ganztägigen,  allenfalls  bezüglich 
der Leistung, nicht aber zeitlich reduzierten Arbeitsfähigkeit  ausgehe. Dr. 
med. W.______ lasse die vollschichtige Arbeit zwar gelten, bemesse aber 
eine zu hohe Leistungseinbusse von 50%; der Auffassung der SUVA, die 
von einer 25%-igen Einbusse ausgehe, könne er sich anschliessen. 

Im Arztbericht  vom 5. November 2002 diagnostizierte Dr. med. J.______ 
ein  posttraumatisches  Logensyndrom,  das  nach  seiner  nicht  weiter 
begründeten  Einschätzung  zu  einer  bis  Ende  2003  dauernden 
Arbeitsunfähigkeit  von  100%  führe.  Auch  Dr.  med.  B._______  ging  in 
seinem  Arztbericht  vom  10.  September  2003  –  ebenfalls  ohne  weitere 
Begründung – von einer Invalidität von 100% aufgrund der unfallbedingten 
Schmerzen aus.

9.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, im vorliegenden Verfahren sei vom 
SUVA-Entscheid  abzuweichen  und  auf  das  Gutachten  von  Dr.  med. 
W.______  bzw.  dessen  Einschätzung  der  Leistungseinbusse  des  Be-
schwerdeführers abzustellen, das durch die beigebrachten Arztberichte im 
Wesentlichen bestätigt werde.

Liegen  sich  widersprechende  ärztliche  Einschätzungen  mit  unterschied-
licher Beurteilung der Arbeitsfähigkeit  vor,  folgt das Gericht  in der Regel 
derjenigen, welche die Anforderungen der Rechtsprechung an Gutachten 
(besser) erfüllt und damit als verlässlicher erscheint (vgl. E. 8.2 hiervor). 

Dr. med. W._____ standen, wie er im Schreiben vom 26. September 2004 
selbst  ausführt,  die  umfangreichen  SUVA-Akten  beim  Erstellen  seines 
nicht  zur  Verfügung.  Seine  Stellungnahme  wurde  nicht  in  Kenntnis  der 
relevanten Vorakten abgegeben und kann nicht den gleichen Beweiswert 
für  sich  beanspruchen  wie  ein  ärztliches  Gutachten  im  Sinne  der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 8.2 hiervor). Demgegenüber 
ist das Gutachten des SUVA-Kreisarzt Dr. med. R._______ in vollständiger 
Kenntnis  der  rechtserheblichen  Vorakten  und  nach  allseitigen 
Untersuchungen  erstellt  worden.  Die  Schlüsse  des  Arztes  werden 
einleuchtend  begründet,  so  dass  seiner  gutachterlichen  Beurteilung  ein 
erhöhter  Beweiswert  zukommt.  Mangels  einem  unfallfremdem, 
erwerbsrelevantem  Gesundheitsschaden  ist  daher  vom  bereits 
rechtskräftigen Entscheid der SUVA, der auf dem Gutachten von Dr. med. 
R._______ beruht, nicht ohne zwingende Gründe abzuweichen.

15

Derartige  Gründe  sind  nicht  ersichtlich.  Die  Einschätzung  von  Dr.  med. 
W._______  erfolgte  aufgrund  einer  mangelhaften  Anamnese  und 
begründet  die  Abweichung  von  der  ersten  Beurteilung  der 
Erwerbsunfähigkeit  durch  den  SUVA-Kreisarzt  in  keiner  Weise.  Sie  ist 
nicht geeignet, die Ergebnisse des Gutachtens von Dr. med. R._______ in 
Frage zu stellen – umso mehr, als sich auch der angefragte Arzt des RAD, 
Dr.  med.  L._______,  in  Kenntnis  beider  Beurteilungen  den  Folgerungen 
der SUVA anschloss. Die vom Beschwerdeführer beigebrachten ärztlichen 
Zeugnisse  und  Kurzberichte  von  Dr.  med.  C._______,  Dr.  med. 
F._______,  Dr.  med.  H._______,  Dr.  med.  A._______,  Dr.  med. 
J._______. und Dr. med. B._______, in denen dem Beschwerdeführer zum 
Teil  eine Invalidität  von 100% bescheinigt  wird,  sind wenig beweiskräftig 
und vermögen  das Gutachten  von Dr.  med.  R._______  in  keiner  Weise 
aufzuwiegen. Sie basieren nicht auf einer umfassenden Begutachtung und 
enthalten  für  die  hier  interessierende  Schlussfolgerung  (Grad  der 
Erwerbsfähigkeit  bzw.  Invalidität)  keine  Begründungen.  Zu  beachten  ist 
zudem,  dass  Haus-  und  andere  behandelnde  Ärzte  aufgrund  ihrer 
auftragsrechtlichen  Vertrauensstellung  dazu  neigen,  in  Zweifelsfällen  zu 
Gunsten ihrer Patienten auszusagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die sich in 
den Akten  befindlichen  Berichte  vermögen  das Gutachten  von Dr.  med. 
R._______ in keiner Weise aufzuwiegen. Ohne wesentliche Bedeutung ist 
zudem  die  Beurteilung  der  Invalidität  durch  die  französischen  und 
deutschen  Behörden,  erfolgte  diese  doch  in  Anwendung  ausländischer 
Vorschriften,  die  mit  dem  schweizerischen  Recht  nicht  übereinstimmen 
(vgl. E. 3 hiervor). 

9.3 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  für  das  Bundesverwaltungs-
gericht kein Anlass besteht, vom Gutachten des SUVA-Kreisarztes und der 
Beurteilung durch die SUVA abzuweichen. Es ist davon auszugehen, dass 
der Beschwerdeführer  seit  dem 1. September  2003 nicht  mehr in  einem 
Masse  in  seiner  Erwerbsfähigkeit  eingeschränkt  ist,  die  einen  Anspruch 
auf eine Rente der Invalidenversicherung entstehen lassen könnte.

Der vorinstanzliche Entscheid  erweist  sich damit  als rechtens und ist  zu 
bestätigen. Die Beschwerde vom 11. Mai 2006 ist abzuweisen.

10. Zu  befinden  bleibt  noch  über  die  Verfahrenskosten  und  eine  allfällige 
Parteientschädigung.

10.1 Da im vorliegenden Verfahren über die Bewilligung bzw. Verweigerung von 
Versicherungsleistungen  zu  entscheiden  ist,  sind  grundsätzlich  keine 
Verfahrenskosten zu erheben (Art. 69 Abs. 2 IVG [in der bis zum 30. Juni 
2006 gültigen Fassung,  vgl.  Übergangsbestimmungen zur  Änderung des 
IVG vom 16. Dezember 2005, Bst. c, AS 2006 2004] in Verbindung mit Art. 
85bis Abs. 2 AHVG). 

10.2 Entsprechend  dem Ausgang  des  Verfahrens  ist  grundsätzlich  weder  für 
das Beschwerde-  noch für  das vorinstanzliche Einspracheverfahren eine 
Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

Der  Beschwerdeführer  hat  allerdings  ein  Gesuch um unentgeltliche Ver-

16

beiständung durch seinen Rechtsvertreter gestellt. Gemäss Art. 65 Abs. 1 
und 2 VwVG kann einer Partei, die bedürftig ist, deren Begehren nicht als 
aussichtslos erscheinen und die nicht  imstande ist,  ihre Sache selbst zu 
vertreten,  ein  Anwalt  beigegeben  werden.  Diese  Bedingungen  müssen 
kumulativ erfüllt  sein (vgl. BGE 122 I 51 Erw. 2c/bb, 276 Erw. 3a, 324 f. 
Erw. 2c), was im vorliegenden Verfahren der Fall ist. Aufgrund der Akten 
ist  die  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers,  der  seine  Rechte  nicht  in 
ausreichendem Masse selber wahrnehmen kann, erstellt. Das Gesuch um 
unentgeltliche  Verbeiständung  ist  daher  gutzuheissen.  Die  unter  diesem 
Titel zuzusprechende Parteientschädigung wird mangels Kostennote unter 
Berücksichtigung  des  gebotenen  und  aktenkundigen  Anwaltsaufwandes 
auf pauschal Fr. 2'000.-- festgesetzt (Art. 65 Abs. 5 VwVG in Verbindung 
mit  Art.  10,  11,  12 und 14 Abs.  2 des Reglementes  vom 11.  Dezember 
2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-
gericht  [VGKE],  SR  173.320.2).  Diese  Entschädigung  ist  von  der  Vor-
instanz zu leisten (Art. 65 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 64 Abs. 2 VwVG). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die  Beschwerde  gegen  den  Einspracheentscheid  der  IV-Stelle  für  Ver-
sicherte im Ausland vom 5. April 2006 wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. Dem  Beschwerdeführer  wird  infolge  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Verbeiständung für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht eine 
Entschädigung von Fr. 2'000.-- ausgerichtet.

Diese Entschädigung ist von der Vorinstanz innert 30 Tagen nach Eintritt 
der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu leisten.

Der  Beschwerdeführer  wird  aufgefordert,  der  Vorinstanz  die  gewünschte 
Zahlungsstelle bekannt zu geben.

4. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- dem Beschwerdeführer

- der Vorinstanz 

- dem Bundesamt für Sozialversicherung

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Stefan Mesmer Sabine Uhlmann

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Rechtsmittelbelehrung:

Dieses  Urteil  kann  innert  30  Tagen  ab  Zustellung  beim  Schweizerischen 
Bundesgericht, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schweizerhofquai 6, 
6004 Luzern, angefochten werden (vgl. Art. 42, 48 und 100 des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht  [Bundesgerichtsgesetz,  BGG],  SR 
173.110).

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