# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45a2aee5-1fb1-56a8-bee7-f0a49f478fcb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** VB250016-O1
**Docket/Reference:** VB250016-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/VB250016-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission  

Geschäfts-Nr. VB250016-O/U

Mitwirkend: Obergerichtspräsidentin lic. iur. F. Schorta, Vizepräsident lic. iur. 

Ch. Prinz, Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos, Oberricher

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichter lic. iur. A. Wenker

sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu

Beschluss vom 19. Mai 2025

A._____, 

Beschwerdeführerin

in Sachen

gegen

1.

2.

3.

Betreibungs- und Gemeindeammannamt Furttal, 

B._____, 

C._____, 

Beschwerdegegner

betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen den aufsichtsrechtlichen Beschwer-

deentscheid des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 17. März 2025 (CB240019-D)

- 2 -

Erwägungen:

I.

1.

Am  tt.mm.2014  verstarb  D._____  sel.  (act. 3  E. 1).  Gemäss  den  seitens 

A._____ (fortan: Beschwerdeführerin) unangefochten gebliebenen Erwägun-

gen  der  Vorinstanz  hinterliess  D._____  sel.  als  gesetzliche  Erbinnen  seine 

Ehefrau  E._____  sel.  sowie  seine  drei  Töchter  aus  erster  Ehe,  B._____, 

C._____ und die Beschwerdeführerin. Im Rahmen eines zwischen D._____ 

sel.  und  seiner  Ehefrau  E._____  sel.  abgeschlossenen  Erbvertrages  wurde 

die  Meistbegünstigung  des  überlebenden  Ehegatten  vereinbart,  wobei  die 

drei erwähnten Töchter von D._____ sel. als Alleinerbinnen des zweitverster-

benden Ehegatten eingesetzt wurden (act. 3 E. 1 f.). Mit Entscheid vom 8. De-

zember 2022, Geschäfts-Nr. CP170003-D, ordnete das Bezirksgericht Diels-

dorf im Rahmen der Erbteilung von D._____ sel. u.a. die öffentliche Verstei-

gerung des Grundstückes F._____-strasse 1 und 2 in G._____ (GBBI 3, Ka-

taster Nr. 4) an. Dieses Urteil ist gemäss unbestritten gebliebener Feststellung 

der  Vorinstanz  rechtskräftig  (act. 3  E. 1).  Am  tt.mm.2024  verstarb  E._____ 

sel. (act. 3 E. 1, act. 2 Rz 3).

2.

Nach durchgeführter Versteigerung am tt.mm.2024 (act. 4/4) reichte die Be-

schwerdeführerin  beim  Bezirksgericht  Dielsdorf  als  untere  kantonale  Auf-

sichtsbehörde  über  die  Betreibungs-  und  Gemeindeammannämter  mit  Ein-

gabe  vom  16.  September  2024  Beschwerde  ein  und  beantragte  die  Aufhe-

bung  der  Zuschlagserteilung  und  die  Beendigung  des  Geschäfts-Nr. 5  des 

Betreibungs-  und  Gemeindeammannamtes  Furttal  (fortan:  Beschwerdegeg-

ner 1) ohne Grundbucheintrag (act. 5/1). Mit Urteil vom 17. März 2025 (Ge-

schäfts-Nr. CB240019-D) wies das Bezirksgericht die Beschwerde ab (act. 3). 

Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 22. April 2025 innert 

Frist  (act. 5/15/4)  Beschwerde  an  das  Obergericht  des  Kantons  Zürich  und 

stellte die folgenden Anträge (act. 2 S. 2):

"1. Es sei Dispositivziffer Nr. 1. des Urteils des Bezirksgerichtes Diels-
dorf vom 17. März 2025, CB240019-D, aufzuheben und es sei die 
Zuschlagserteilung als nichtig zu erklären und die Anmeldung zur 

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Eintragung des Eigentumsübergangs beim Grundbuchamt 
H._____, falls sie bereits vollzogen ist, sei aufzuheben.

2. Es sei Dispositivziffer Nr. 2. des Urteils CB240018-D [recte: 

CB240019-D] abzuändern und es seien keine Kosten zu erheben.

Dies unter Kosten- und (allfälliger) Entschädigungsfolge zulasten des 
Beschwerdegegners."

3.

Nachdem die Beschwerde bei der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kan-

tons Zürich eingegangen war, legte diese das Geschäft Nr. PS250108-O an. 

Mit Verfügung vom 30. April 2025 trat sie auf die Beschwerde nicht ein und 

überwies sie zusammen mit den bereits beigezogenen vorinstanzlichen Akten 

(act. 5/1-15/4)  zuständigkeitshalber  an  die  Verwaltungskommission  (act. 1). 

Diese eröffnete in der Folge das vorliegende Verfahren.

4.

Nach § 83 Abs. 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) bzw. 

§ 84 GOG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) stellt 

die Rechtsmittelinstanz die Aufsichtsbeschwerde der Gegenpartei zur schrift-

lichen Stellungnahme zu, es sei denn, die Beschwerde erweise sich als sofort 

unzulässig oder unbegründet. Da dies – wie im Folgenden zu zeigen sein wird 

– der Fall ist, kann auf das Einholen einer Stellungnahme des Beschwerde-

gegners 1 und der weiteren Beschwerdegegnerinnen B._____ bzw. C._____ 

verzichtet werden (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, 2. Auflage, Zü-

rich/Basel/Genf 2017, § 83 N 17). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

Auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin ist nachfolgend einzugehen, so-

weit dies unter Hinweis auf § 83 Abs. 3 GOG notwendig erscheint.

5.

Auf das vorliegende Verfahren sind sodann die Art. 319 ff. ZPO sinngemäss 

anwendbar (§ 84 GOG). Entsprechend kann mit der Beschwerde die unrich-

tige  Rechtsanwendung  und  die  offensichtlich  unrichtige  Feststellung  des 

Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue 

Tatsachen  und  neue  Beweismittel  sind  im  Beschwerdeverfahren  hingegen 

ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO).

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II.

1. Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b GOG i.V.m. § 84 GOG i.V.m. § 18 Abs. 1 lit. k der 

Verordnung  über  die  Organisation  des  Obergerichts  (OrgV  OG,  LS 212.51) 

übt die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die Auf-

sicht über die dem Obergericht unterstellten Gerichte und nach § 80 Abs. 2 

GOG die mittelbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten unterstellten Be-

hörden aus (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, a.a.O., § 80 N 1 und 

§ 84  N 1).  Die  Verwaltungskommission  ist  daher  zur  Behandlung  der  Be-

schwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 17. März 2025, 

Geschäfts-Nr. CB240019-D, zuständig. 

2.

Die Beschwerdeführerin ist zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legi-

timiert (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, a.a.O., § 83 N 5). 

3.1.

In formeller Hinsicht stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, 

die  Vorinstanz  habe  zu  Unrecht  von  der  Darlegung  der  Prozessgeschichte 

abgesehen.  Unerwähnt  sei  geblieben,  dass  sich  die  Erbteilungsklage  von 

E._____ sel. jahrelang hingezogen habe und im Verfahren keine Beweise ab-

genommen worden seien. Das Obergericht sei auf ein Rechtsmittel gegen das 

Urteil  des  Bezirksgerichts  Dielsdorf  vom  8. Dezember  2022,  Geschäfts-

Nr. CP170003-D,  nicht  eingetreten.  Auch  eine  Beschwerde  ans  Bundesge-

richt sei erfolglos geblieben (act. 2 Rz 3). 

3.2. Entgegen der Beschwerdeführerin ergibt sich die Prozessgeschichte des vor-

instanzlichen Verfahrens aus den Erwägungen 1-5 des angefochtenen Urteils 

(act. 3 E. 1-5). Die Vorinstanz legte den Prozessablauf nach durchgeführter 

Versteigerung am tt.mm.2024 (Eingang Beschwerde, Schriftenwechsel) hin-

reichend dar. Hinsichtlich der Darlegung des dem vorinstanzlichen Verfahren 

vorausgehenden Sachverhalts stand es in ihrem Ermessen, inwieweit sie auf 

die einzelnen Gegebenheiten eingehen wollte. Dass sie in Bezug auf das Ur-

teil vom 8. Dezember 2022 (Geschäfts-Nr. CP170003-D) von der Erwähnung 

der Rechtsmittelverfahren absah, ist nicht zu beanstanden, erwog sie doch, 

dass das Urteil in Rechtskraft erwachsen sei. Dass die Vorinstanz sodann im 

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Zusammenhang mit der Wiedergabe der Vorgeschichte in E. 8.1 auf weitere, 

in dieser Sache bereits gefällte Entscheide verwies, erweist sich ferner inso-

weit als schlüssig, als diese angesichts der zahlreichen anhängig gemachten 

Verfahren der Beschwerdeführerin in dieser Sache gerichtsnotorischen Cha-

rakter erlangt haben. Die Vorinstanz hat die Rechtslage in Bezug auf die bei-

den Nachlässe in Sachen D._____ sel. und E._____ sel. sodann im Anschluss 

an diesen Verweis im Detail dargelegt (act. 3 E. 8.1). 

1.

Das Bezirksgericht Dielsdorf begründete die Abweisung der Beschwerde im 

III.

Wesentlichen wie folgt (act. 3 E. 8.1 f.): Bis zur Übertragung der streitgegen-

ständlichen Liegenschaft an die Erwerberin I._____ AG seien die Erben von 

D._____ sel. zu gesamter Hand Eigentümer gewesen. Die Liegenschaft sei 

nur Teil des Nachlasses des besagten Erblassers gewesen. Im Nachlass von 

E._____ sel. befände sich in Bezug auf diese Liegenschaft ein Anspruch auf 

5/8  des  Erlöses  aus  der  öffentlichen  Versteigerung  der  Liegenschaft.  Zur 

Frage der Teilung des Nachlasses von D._____ sel. bestehe ein rechtskräfti-

ges Urteil. Die Versteigerung sei durch den Tod von E._____ sel. nicht hinfäl-

lig geworden. Die öffentliche Versteigerung habe nicht zu einer Bevorteilung 

der  Miterbinnen  der  Beschwerdeführerin  geführt.  Freiwillige  öffentliche  Ver-

steigerungen von Grundstücken seien mindestens zwanzig Tage vor Durch-

führung in einem geeigneten Publikationsorgan bekannt zu machen. Ort und 

Zeit der Versteigerung seien genau anzugeben. Auch sei bekannt zu machen, 

wann  die  Steigerungsbedingungen  beim  Amt  eingesehen  werden  könnten. 

Diesen Anforderungen habe der Beschwerdegegner 1 entsprochen. Das der 

Beschwerdeführerin  zur  Verfügung  gestellte  Steigerungsprotokoll  mit  ge-

schwärzten Namen und Adressen der Bietenden habe genügt, um die Recht-

mässigkeit des Steigerungsaktes und der protokollierten Gebote, mithin die 

Einhaltung der Steigerungsbedingungen, zu überprüfen. Die Persönlichkeits-

rechte der Bietenden seien höher zu gewichten als die Informationsrechte der 

Beschwerdeführerin.  Schliesslich  sei  der  Passus  in  den  Steigerungsbedin-

gungen betreffend Verrechnung nicht zu beanstanden. 

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2.

Die Beschwerdeführerin bringt zur Begründung der Beschwerde zusammen-

gefasst das Folgende vor (act. 2): Das Bezirksgericht stütze sich im angefoch-

tenen Urteil auf Art. 230 OR, weshalb es sich um eine Zwangsversteigerung 

handle. Die Bestimmungen des VZG wären daher zu beachten gewesen. Der 

Beschwerdegegner 1 habe sie indes missachtet. Es lägen Verstösse gegen 

die Gebote der Verfahrens- und Rechtssicherheit nach Art. 29 BV sowie des 

Handelns nach Treu und Glauben i.S.v. Art. 5 BV vor. Mit dem Ableben von 

E._____ sel. hätten sich die Verhältnisse geändert. Mangels Vollzugs der Erb-

teilung  per  tt.mm.2024  müsse  die  Zuschlagserteilung  aufgehoben  werden. 

Letztere verstosse gegen ihre Eigentumsrechte. Die gerichtliche Anordnung 

sei mit dem Ableben von E._____ sel. überholt worden. Auch in Bezug auf 

das  vom  Beschwerdegegner 1  geführte  Verfahren  Geschäfts-Nr. 5  fehle  es 

an  einer  Prozessgeschichte.  Seine  andauernden  Änderungen  hätten  zu 

Rechtsunsicherheit geführt. Er habe seine Amtspflichten verletzt, in dem er 

die öffentliche Versteigerung nicht innert dreier Monate i.S.v. Art. 133 SchKG 

durchgeführt habe. Eine Versteigerung sei nicht mehr sinnvoll, habe sie doch 

einzig der Auszahlung durch E._____ sel. zugunsten der Töchter von D._____ 

sel. gedient. An der Versteigerung festzuhalten stelle einen Ermessensmiss-

brauch seitens des Bezirksgerichts dar. Sie, die Beschwerdeführerin, vertrete 

eine andere Rechtsauffassung als das Bezirksgericht, wobei die Ihrige über-

zeuge. Es sei absurd, dass der Beschwerdegegner 1 das Grundstück verstei-

gern  könne,  obwohl  sie  es  behalten  wolle.  Ferner  erscheine  es  willkürlich, 

dass die Vorinstanz im angefochtenen Urteil festhalte, ihre Beschwerde sei 

im Ergebnis unbegründet. Ihre Beanstandung, dass die Versteigerung mit der 

Publikation  im  Regionalanzeiger  "J._____"  und  auf  der  Webseite  der  Ge-

meinde K._____ einem kleinen Publikum kundgetan worden sei, sei berech-

tigt gewesen. Mit den gewählten Publikationsorganen sei die Versteigerung 

keinem grossen Kreis an möglichen Interessenten bekannt gegeben worden. 

3.1. Gemäss  Dispositiv-Ziffer 11  des  Urteils  des  Bezirksgerichts  Dielsdorf  vom 

8. Dezember  2022  (Geschäfts-Nr. CP170003-D)  wurde  die  öffentliche  Ver-

steigerung  der  Liegenschaft  F._____-strasse  1  und  2  in  G._____  (GBBI  3, 

Kataster Nr. 4) angeordnet und mit der Versteigerung das Betreibungs- und 

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Gemeindeammannamt Furttal beauftragt. Der Nettoerlös sollte gemäss den 

Erbquoten verteilt werden. E._____ stand 5/8 des Nettoerlöses und den bei-

den Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 sowie der Beschwerdeführerin je 1/8 zu 

(act. 4/6 S. 187). Das Urteil sah somit eine Versteigerung der massgeblichen 

Liegenschaft und die Aufteilung des Nettoerlöses unter den Erbinnen vor. Die-

ses Urteil ist in Rechtskraft erwachsen, was seitens der Beschwerdeführerin 

nicht  bestritten  wird  (act. 3  E. 1,  act. 2).  Das  rechtskräftige  Urteil  galt  nach 

dem  Tod  von  E._____  sel.  unverändert  weiter  und  hat  auch  weiterhin  Be-

stand. Das Ableben von E._____ sel. am tt.mm.2024 hatte entgegen der Be-

schwerdeführerin (act. 2 Rz 4 f.) keinen Einfluss auf das Urteil, sondern einzig 

zur Folge, dass ihr Anteil von 5/8 am Nachlass von D._____ sel. bzw. an der 

massgeblichen  Liegenschaft  infolge  Universalsukzession  gemäss  eingangs 

erwähntem Erbvertrag auf die drei übrigen Erbinnen überging. lm Nachlass 

von E._____ sel. befand sich damit bis zur Versteigerung der sich im Nachlass 

von  D._____  sel.  befindenden  Liegenschaft  GBBI  3,  Kataster  Nr. 4  ein  An-

spruch auf 5/8 am Versteigerungserlös netto. Mit der Durchführung der sich 

auf das Urteil vom 8. Dezember 2022 stützenden Versteigerung der Liegen-

schaft wurde ein solcher erzielt. Dieser ist gemäss Dispositiv-Ziffer 11c) des 

Urteils vom 8. Dezember 2022 unter den verbleibenden Erbinnen zu teilen. 

Nicht von Bedeutung ist entgegen der Beschwerdeführerin der Umstand, dass 

die  Versteigerung  der  massgeblichen  Liegenschaft  erst  nach  dem  Ableben 

von E._____ sel. durchgeführt wurde. Das Urteil vom 8. Dezember 2022 war 

sowohl vor als auch nach deren Ableben gleichermassen bindend. Die Aus-

führungen  der  Beschwerdeführerin  zur  Veränderung  der  Verhältnisse  nach 

dem tt.mm.2024 (act. 2 Rz 4 f.) haben auf die Bindungswirkung des Urteils 

vom 8. Dezember 2022 keinen Einfluss. Der Beschwerdegegner 1 war dem-

nach  an  den  darin  enthaltenen  Verwertungsauftrag  auch  nach  dem 

tt.mm.2024 gebunden. Fragen zur Zweckmässigkeit der Versteigerung (siehe 

act. 2 Rz 5) hatte er sich angesichts des klaren Verwertungsauftrages nicht 

zu  stellen.  Mit  der  Versteigerung  vom  tt.mm.2024  kam  er  diesem  Auftrag 

nach.  Eine  Verletzung  von  Eigentumsrechten  der  Beschwerdeführerin  bzw. 

ein Verstoss gegen übergeordnetes Recht (act. 2 Rz 3) ist nicht erkennbar. 

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Die Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu den weiteren 

Steigerungsbedingungen und dem Steigerungsprotokoll (act. 3 E. 8.3 f.) wur-

den nicht in Abrede gestellt, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Bei 

diesen Gegebenheiten erweist sich die Vornahme der Versteigung des mass-

geblichen Grundstücks als rechtens und die Zuschlagserteilung entgegen der 

Beschwerdeführerin nicht als nichtig. 

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt ferner die Missachtung der Bestimmungen ge-

mäss  Verordnung  des  Bundesgerichts  über  die  Zwangsverwertung  von 

Grundstücken (VZG, SR 281.42, act. 2 Rz 2) und des Schuldbetreibungs- und 

Konkursrechts (SchKG, SR 281.1; act. 2 Rz 4). Entgegen ihrem Standpunkt 

sind die Bestimmungen der VZG und des SchKG für eine freiwillige öffentliche 

Versteigerung, wie sie in casu vorlag, nicht relevant, sondern vielmehr die Be-

stimmungen in Art. 229 ff. OR i.V.m. der Verordnung des Obergerichts über 

das Verfahren bei freiwilligen öffentlichen Versteigerungen vom 19. Dezem-

ber  1979  (LS 235.15).  Die  diesbezüglichen  vorinstanzlichen  Erwägungen 

(act. 3 E. 8.2 und 8.4) sind schlüssig. 

3.3. Die Beschwerdeführerin beanstandet weiter, dass die Versteigerung nur ei-

nem  kleinen  Publikum  bekannt  gemacht  worden  sei  (act. 2  Rz 8).  Daraus 

kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. § 6 Abs. 1 und 2 der besagten Ver-

ordnung des Obergerichts zufolge besteht lediglich die Pflicht, die Versteige-

rung in einem geeigneten Publikationsorgan bekannt zu machen. Gemäss un-

bestrittener Darlegung der Vorinstanz wurde die Versteigerung nicht nur im 

Regionalanzeiger "J._____" veröffentlicht, sondern auch auf der Homepage 

der Gemeinde K._____ sowie auf der Internetplattform "www.immoscout.ch" 

(act. 3 E. 8.2, act. 2 Rz 8). Hierbei handelte es sich angesichts der Lage des 

streitgegenständlichen  Grundstücks  um  angemessene  Publikationsorgane. 

Gemäss unbestritten gebliebenen Ausführungen des Beschwerdegegners 1 

nahmen an der Versteigerung mit 42 Anwesenden (act. 5/5 Rz 5) denn auch 

eine erhebliche Anzahl an Interessenten teil. Die von der Beschwerdeführerin 

als zu kurz gerügte Auflagefrist von zwanzig Tagen war sodann verordnungs-

konform (§ 6 Abs. 1 der genannten Verordnung). 

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3.4. Die Beschwerdeführerin beanstandet schliesslich die vorinstanzliche Kosten-

auflage (act. 2 Rz 10). Die Vorinstanz setzte die Kosten des Verfahrens auf 

Fr. 500.- fest und begründete diese mit dem Streitinteresse, dem Zeitaufwand 

und der Schwierigkeit des Falles (act. 3 E. 10). Entgegen der Beschwerdefüh-

rerin  war  das  vorinstanzliche  Verfahren  nicht  kostenlos.  Gestützt  auf  § 83 

Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO waren die Kosten der unterliegenden 

Partei, d.h. der Beschwerdeführerin, aufzuerlegen. Die vorinstanzliche Kos-

tenauflage zu Lasten der Beschwerdeführerin ist nicht zu beanstanden.

4.

Abschliessend ist damit festzuhalten, dass die Vorbringen der Beschwerde-

führerin nicht zu überzeugen vermögen. Das Urteil des Bezirksgerichts Diels-

dorf vom 17. März 2025 (Geschäfts-Nr. CB240019-D) erweist sich weder als 

missbräuchlich, noch als willkürlich. Auch verstösst es nicht gegen den Grund-

satz  von  Treu  und  Glauben  (act.  2  Rz 2  und  6).  Die  Beschwerde  ist  daher 

abzuweisen.

IV.

1.

Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren ist auf Fr. 500.- 

festzusetzen.  Ausgangsgemäss  sind  die  Kosten  des  Verfahrens  der  Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 ZPO, § 20 

GebV  OG).  Entschädigungen  sind  entsprechend  dem  Verfahrensausgang 

keine zu entrichten.

2.

Die Verwaltungskommission entscheidet als obere Aufsichtsbehörde letztin-

stanzlich über die vorliegende Beschwerde. Ein kantonales oder eidgenössi-

sches  Rechtsmittel  dagegen  besteht  nicht  (Urteil  des  Bundesgerichts 

4A_448/2015  vom  14. September  2015  sowie  Urteil  des  Bundesgerichts 

4A_571/2013 vom 4. Februar 2014, E. 1.1).

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Es wird beschlossen:

1.

2.

3.

4.

5.

Die Aufsichtsbeschwerde wird abgewiesen. 

Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf 

Fr. 500.- festgesetzt.

Die Kosten des Verfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

Parteientschädigungen werden keine entrichtet.

Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:

-

- 

-

die Beschwerdeführerin, 

die Beschwerdegegner, je unter Beilage einer Kopie von act. 2 sowie

das Bezirksgericht Dielsdorf als untere kantonale Aufsichtsbehörde, 

unter Rücksendung der beigezogenen Akten Geschäfts-Nr. CB240019-

D (act. 5/1-15).

Zürich, 19. Mai 2025

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission

Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu

versandt am: