# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14dd1ff5-908d-5f42-aad3-ef28a68dd537
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.05.2008 D-2974/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2974-2008_2008-05-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2974/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet, 
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller.

A._______, geboren _______, alias B._______, geboren 
_______, Nigeria,
wohnhaft _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 6. Mai 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2974/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein nigerianischer Staatsangehöriger und 
ethnischer Igbo mit  letztem Wohnsitz in C._______, sein Heimatland 
eigenen Angaben zufolge am 13. März 2008 verliess und am 14. März 
2008 in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  er  am  20.  März  2008  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
D._______ summarisch befragt wurde,

dass ihm am 25. März 2008 das rechtliche Gehör zum Ergebnis des 
vom BFM in  Auftrag  gegebenen Fingerabdruckvergleichs  sowie  zum 
beabsichtigten Nichteintretensentscheid gewährt wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 21. April 2008 ausführlich zu 
seinen Asylgründen anhörte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen  im 
Wesentlichen geltend machte, er sei seit dem Jahr (...) Berufsmilitär,

dass er  in  C._______ bei  den Federal  Guards  respektive der  Strike 
Force  gedient habe,

dass es die Aufgabe seiner Einheit gewesen sei, General Abacha zu 
beschützen,

dass mehrere andere Generäle, darunter auch der heutige Präsident 
Obasanjo,  versucht  hätten,  Abacha  zu  stürzen,  worauf  sie 
festgenommen und inhaftiert worden seien,

dass  seine  Einheit  angewiesen  worden  sei,  die  Gefangenen  zu 
misshandeln, wobei diese teilweise gestorben seien,

dass  nach  dem  Tod  von  General  Abacha  der  Generalstabschef 
Abubakar die Macht übernommen habe,

dass er zunächst im Guard Battalion von Abubakar weiterbeschäftigt 
worden sei,

dass  in  der  Folge  die  unter  dem  Regime  von  Abacha  inhaftierten 
Personen freigelassen und diejenigen,  welche unter  Abacha gedient 
hätten, verfolgt und verhaftet worden seien,

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dass  der  frühere  Häftling  Obasanjo  die  Präsidentschaftswahlen 
gewonnen habe,

dass Obasanjo zwar nicht offen gegen die früheren Gefolgsleute von 
Abacha  vorgegangen  sei,  diese  jedoch  heimlich  habe  verschwinden 
und umbringen lassen,

dass  er  sich  deswegen  nicht  mehr  sicher  gefühlt  und  C._______ 
verlassen habe, wobei er sich zuerst in E._______, dann im Imo State 
und zuletzt in Lagos versteckt habe,

dass  der  Partner  seiner  Schwester  schliesslich  die  Ausreise 
organisiert und auch bezahlt habe,

dass er am 13. März 2008 von Lagos mit dem Flugzeug nach Italien 
geflogen und von dort aus mit dem Zug in die Schweiz gelangt sei,

dass er vom nigerianischen Präsidenten gesucht werde und befürchte, 
bei einer Rückkehr nach Nigeria umgebracht zu werden,

dass der Beschwerdeführer auf Vorhalt des positiven Ergebnisses des 
Fingerabdruckvergleichs erklärte, er sei nie in Österreich oder einem 
anderen Land ausser seinem Heimatland gewesen und kenne den ihm 
vorgehaltenen Alias-Namen nicht,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Verlaufe  des  vorinstanzlichen 
Verfahrens weder Identitäts- oder Reisepapiere noch Beweismittel zur 
Sache zu den Akten reichte,

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit 
Verfügung vom 6. Mai 2008 - gleichentags eröffnet - in Anwendung von 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheids  im  Wesentlichen 
ausführte,  es  lägen  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das 
Nichteinreichen von Identitäts- oder Reisepapieren vor,

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dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  hinsichtlich  seiner 
Papiere  als  Konstrukte  zu  werten  seien,  zumal  er  realitätsfremde 
Angaben  betreffend  die  Kontrolle  am  Flughafen  sowie 
tatsachenwidrige  Aussagen  bezüglich  seiner  Aufenthaltsorte  ab  Mai 
2005 gemacht habe,

dass die Verfolgungsvorbringen des Beschwerdeführers unsubstanzi-
iert  und  überdies  -  zumindest  für  den  Zeitraum  ab  Juni  2006  - 
tatsachenwidrig seien, da er sich den Erkenntnissen des BFM zufolge 
in dieser Zeit in Österreich aufgehalten habe,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  somit  nicht 
erfülle  und zusätzliche Abklärungen zur  Feststellung derselben oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht 
erforderlich seien,

dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  vorinstanzlichen  Verfügung  auf  die 
Akten zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 6. Mai 2008 an das 
Bundesverwaltungsgericht  gelangte  und  dabei  beantragte,  die 
vorinstanzliche  Verfügung  sei  aufzuheben,  und  die  Sache  sei  zur 
materiellen Behandlung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten zu verweisen ist,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  7.  Mai  2008  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  auf  dem  Gebiet  des 
Asylrechts  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des 

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Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Nichteintretensent-
scheide praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, 
ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückgehen  zu  lassen  (vgl.  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 21 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem 
Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass insoweit,  als  in  der  Rechtsmitteleingabe die Rechtsstaatlichkeit 
der Beschwerdefrist von Art. 108a AsylG in Frage gestellt wird, auf die 
nach wie vor gültigen und zutreffenden Ausführungen in EMARK 2004 
Nr. 25 zu verweisen ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  a 
AsylG), oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 
und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Bst. b), oder 
wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Bst. c),

dass  der  Beschwerdeführer  bis  heute  keine  Identitäts-  oder 
Reisepapiere zu den Akten reichte,

dass er erklärte, er habe lediglich eine Militär-Identitätskarte gehabt, 
habe  diese  jedoch  in  Nigeria  weggeworfen  (A1,  S.  6)  respektive 
zurückgelassen (A21, S. 3),

dass  er  mit  einer  unbekannten  Fluggesellschaft  von  Nigeria  nach 
Italien  geflogen  und  von  dort  aus  mit  dem  Zug  in  die  Schweiz 
eingereist sei,

dass  er  bei  der  Kontrolle  am Flughafen einfach dem Lebenspartner 
seiner Schwester, einem Weissen, gefolgt sei und dieser alles für ihn 
erledigt habe,

dass  diese  Aussagen  zum  Reiseweg  sowie  zu  den  fehlenden 
Identitätspapieren  insgesamt  unsubstanziiert,  realitätsfremd  und 
stereotyp ausgefallen sind,

dass  die  Angaben  zum  Reiseweg  angesichts  des  Ergebnisses  des 
durchgeführten Fingerabdruckvergleichs ausserdem sehr wahrschein-
lich tatsachenwidrig sind,

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dass es dem Beschwerdeführer  aus diesen Gründen nicht  gelungen 
ist, entschuldbare Gründe für die Nichteinreichung von Identitäts- oder 
Reisepapieren glaubhaft zu machen,

dass  demnach  zu  prüfen  bleibt,  ob  das  BFM  zu  Recht  davon 
ausgegangen ist, die Flüchtlingseigenschaft sei nicht gegeben und es 
bestehe  aufgrund  der  Anhörung  keine  Notwendigkeit  zur  Vornahme 
von weiteren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses,

dass  die  Auffassung  des  BFM,  wonach  der  Beschwerdeführer  die 
Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt, zu bestätigen ist,

dass  aufgrund  der  pflichtwidrigen  Nichtabgabe  entsprechender 
Dokumente  die  Identität  des  Beschwerdeführers  bis  heute  nicht 
feststeht  und  dadurch  auch  seine  persönliche  Glaubwürdigkeit 
grundsätzlich in Frage gestellt ist,

dass  aufgrund  der  Aktenlage  der  Verdacht  besteht,  der 
Beschwerdeführer habe sich vom 15. Oktober 2005 bis mindestens am 
24.  November  2007  unter  dem  Namen  B._______  als 
Asylgesuchsteller in Österreich aufgehalten, wo ihm am 2. Juni 2006 
im  Zusammenhang  mit  Drogengeschäften  die  Fingerabdrücke 
abgenommen worden waren (vgl. dazu A8, S. 1; A17 und A20),

dass der  Beschwerdeführer  auf  Vorhalt  bestritt,  jemals  in  Österreich 
gewesen  zu sein,  seine  diesbezüglichen Vorbringen  indessen  wenig 
überzeugend klingen (vgl. A9, S. 2),

dass  nicht  nur  B._______,  sondern  auch  der  Beschwerdeführer  im 
Zusammenhang  mit  Drogen  in  Erscheinung  trat  (vgl.  A5),  was  - 
zusammen mit dem Ergebnis des Fingerabdruckvergleichs - als Indiz 
für  die  übereinstimmende  Identität  der  beiden  Personen  gewertet 
werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  ausserdem  keinerlei  Beweise  für  die 
Beteuerung, wonach er sich zwischen Oktober 2005 und der Einreise 
in  die  Schweiz  tatsächlich  in  Nigeria  aufgehalten  habe,  vorlegen 
konnte,

dass  er  sich  überdies  in  Bezug  auf  die  Frage,  wann  er  C._______ 
verlassen  habe,  massiv  widersprochen  hat,  indem  er  in  der 

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Erstbefragung erklärte, er habe C._______ Mitte Mai 2005 verlassen 
(vgl. A1, S. 1), während er in der Direktanhörung aussagte, er sei im 
Jahr 2007 aus C._______ weggegangen und bis zu diesem Zeitpunkt 
bei der Strike Force tätig gewesen (vgl. A21, S. 11),

dass seine vorgenannten Angaben in der Direktanhörung somit auch 
im  Widerspruch  stehen  zu  seiner  Aussage  in  der  Erstbefragung, 
wonach  er  von  (...)  bis  2005  als  Berufssoldat  gearbeitet  und  sich 
danach bis zur Ausreise versteckt habe (vgl. A1, S. 4),

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  im Zusammenhang  mit 
seiner  angeblichen  Tätigkeit  als  Berufssoldat  zwar  ausführlich  sind, 
jedoch als unsubstanziiert und vage bezeichnet werden müssen,

dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage war, sich auf den Namen 
der Einheit festzulegen, für die er angeblich tätig war, sondern diese 
alternierend  als  "3  Guards  Battalion",  "Federal  Guards"  und  "Strike 
Force" bezeichnete,

dass  er  schliesslich  keinerlei  Beweismittel  für  die  geltend  gemachte 
Anstellung  als  Berufssoldat  vorlegen  konnte,  obwohl  er  über  zehn 
Jahre in dieser Funktion tätig gewesen sein will,

dass  die  geltend  gemachte  Verfolgung  im  Heimatland  im 
Zusammenhang mit  der  angeblichen Tätigkeit  als  Berufssoldat  unter 
dem  Regime  von  Abacha  aus  diesen  Gründen  insgesamt  als 
offensichtlich unglaubhaft bezeichnet werden muss,

dass  das  Bestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  somit  ohne  weiteres 
ausgeschlossen  werden  kann  und  auch  keine  zusätzlichen 
Abklärungen  hinsichtlich  der  Frage  des  Wegweisungsvollzugs 
notwendig erscheinen,

dass  es  sich  erübrigt,  auf  die  Vorbringen  in  der  Beschwerde  näher 
einzugehen,  da  sie  an  der  vorstehenden  Einschätzung  nichts  zu 
ändern vermögen,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst.  a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eingetreten ist,

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dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG), 
vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und 
zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den 
gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern regelt,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder 
einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine Anwendung findet, und überdies keine Anhaltspunkte für eine in 
Nigeria drohende menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind,

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als 
unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen 
lassen,

dass in Nigeria keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht,

dass  der  Beschwerdeführer  relativ  jung  ist  und  den  Akten  zufolge 
keine  gesundheitlichen  Probleme  hat,  welche  einem  Vollzug  der 
Wegweisung entgegenstehen könnten,

dass  es  ihm  zuzumuten  ist,  in  Nigeria  einer  Erwerbstätigkeit 
nachzugehen,

dass den Akten zufolge zumindest seine Mutter (in F._______) sowie 
seine Schwester (in G._______) im Heimatland wohnhaft sind,

dass  daher  insgesamt  nicht  davon  auszugehen  ist,  der 
Beschwerdeführer  würde  bei  einer  Rückkehr  nach  Nigeria  in  eine 
existenzbedrohende  Situation  geraten,  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  abzuweisen  ist,  da  sich  die 
Beschwerde nach dem Gesagten als aussichtslos erwies,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 

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und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG),

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der 
Hauptsache gegenstandslos geworden ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer,  durch  Vermittlung  des  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrums  D._______  (eingeschrieben;  Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  D._______  (per 
Telefax  zu  den  Akten  Ref.-Nr.  N  _______,  mit  der  Bitte  um 
Eröffnung des Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustellung 
der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht)

- das _______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller

Versand:

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