# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d3d0f24-f127-5937-ba40-50fd548496b8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-09-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 22.09.2008 ZF 2008 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2008-24_2008-09-22.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 22. September 2008 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 08 24

(Eine gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit Ur-
teil vom 04. Dezember 2009 abgewiesen worden).

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Riesen-Bienz, Möhr, Hubert und Michael Dürst
Aktuar Engler

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

des lic. iur. Z., Beklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. 
iur. Marco Ettisberger, Hinterm Bach 40, Postfach 203, 7002 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts S u r s e l v a  vom 28. August 2007, mitgeteilt am 8. 
Februar 2008, in Sachen E r b e n  Y . , nämlich: X., Kläger I und Berufungsbeklag-
ter I, W., Kläger II und Berufungsbeklagter II, sowie V . , Klägerin III und Berufungs-
beklagte III, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Zinsli, Werkstrasse 2, 
7000 Chur, gegen den Beklagten und Berufungskläger,

betreffend Forderung

(Verantwortlichkeitsklage gegen einen Beirat),

hat sich ergeben:

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A. 1. Y. wurde am 28. März 1937 als eheliches Kind der Eltern A. und B.U. 
geboren. Sie wuchs in T. auf, wo sie auch die Schule besuchte. Anschliessend 
arbeitete sie an wechselnden Orten als Hilfskraft in unterschiedlichen Berufszwei-
gen. Später wurde sie Mutter von zwei ausserehelichen Kindern, der 1958 gebo-
renen und zur Adoption freigegebenen S. sowie des 1962 geborenen W.. Im Jahre 
1965 verheiratete sie sich mit dem Landwirt R., wenige Wochen vor der Geburt 
des gemeinsamen Sohnes Q., der 1975 fremdplatziert werden musste und 1983 
bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte. Der Ehemann starb 1971 und hin-
terliess seiner Gattin ein ansehnliches Vermögen, insbesondere mehrere Grund-
stücke in der Gemeinde P. (die Parzellen Nr. 11, 14, 21, 29 und 761). Die im Jahre 
1974 mit O., einem Knecht im Landwirtschaftsbetrieb von R., eingegangene Ehe 
wurde 1977 wieder geschieden. Ein Jahr später heiratete Y. ein drittes Mal, nun-
mehr den RhB-Angestellten X.. Das Ehepaar lebte bis im Mai 1998 im K.. Dann 
verlegte es seinen Wohnsitz in den Kanton J..

2. In Zusammenhang mit kleineren Vermögensdelikten wurde Y. im 
Jahre 1961 erstmals psychiatrisch begutachtet. Die Diagnose der Ärzte der Klinik 
Beverin in Cazis lautete auf eine haltlose und willensschwache, infantile und pri-
mitiv intelligente Persönlichkeit. 1975 erfolgten Klinikeinweisungen wegen Suizid- 
und Verwahrlosungsgefahr, wobei die Gutachter der Klinik Waldhaus in Chur bei 
der Patientin eine hysterische Psychopathie mit Verwahrlosungstendenzen fest-
stellten; ausserdem bestehe erheblicher Verdacht auf eine Polytoxikomanie, vor 
allem mit Schmerz- und Schlaftabletten. Im Rahmen einer weiteren Strafuntersu-
chung wegen Vermögensdelikten erstattete die Klinik Waldhaus im Jahre 1978 ein 
neues Gutachten, wonach Y. als haltlose, hysterische Psychopathin einzustufen 
sei, welche ausgesprochen triebhaft handle sowie geltungssüchtig und lügenhaft 
sei. Wegen zunehmender sozialer und körperlicher Verwahrlosung wurde 1987 
ein weiterer Anstaltsaufenthalt notwendig. Die begutachtenden Ärzte der Klinik 
Beverin diagnostizierten eine hysterische Psychopathie mit Geltungssucht, Halt-
losigkeit und Triebhaftigkeit sowie eine durch Medikamentenmissbrauch bedingte 
Polytoxikomanie. Die Patientin sei zwar durchaus in der Lage, die Angelegenhei-
ten des täglichen Lebens zu überblicken; für weiter reichende Entscheidungen 
fehle ihr allerdings die geordnete Denk- und Handlungsweise. Bestätigt wurden 
die bisherigen Untersuchungsergebnisse schliesslich noch durch ein Gutachten 
des Servizio psico-sociale des Kantons J. vom 14. Mai 2004. Zu diesem Zeitpunkt 
befand sich Y. körperlich bereits in einem schlechten Gesundheitszustand.

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3. Im Jahre 1973 entzog die Vormundschaftsbehörde des Kreises M. 
Y. vorläufig die Handlungsfähigkeit (Art. 386 Abs. 2 ZGB). 1975 wurde diese Mass-
nahme bestätigt und der Betroffenen Dr. iur. N. als Vertreter zur Seite gegeben. 
Mit Beschluss vom 14. April 1978 hob die Vormundschaftsbehörde die bisherigen 
Vorkehren auf und errichtete für Y. eine Verwaltungsbeiratschaft im Sinne von Art. 
395 Abs. 2 ZGB. Zum Beirat ernannt wurde Dr. N.. Am 01. Mai 1984 wurde er auf 
eigenen Wunsch von dieser Aufgabe wieder entbunden, während die Beiratschaft 
durch die Vormundschaftsbehörde weitergeführt wurde. Im Februar 1985 schliess-
lich wurde Y. gestützt auf Art. 372 ZGB entmündigt und unter die Vormundschaft 
des Sozialarbeiters I. gestellt. Weil nicht genügend liquide Mittel vorhanden waren, 
wurde im Jahre 1986 im Einverständnis mit der Vormundschaftsbehörde des Krei-
ses M. und dem Bezirksgerichtsausschuss L. die Parzelle Nr. 29 in P. (Stall und 
Hofraum in der Dorfkernzone) freihändig zum Preis von rund 1.15 Millionen Fran-
ken verkauft. Der nach der Ablösung der Hypothek und der Tilgung der übrigen 
Schulden verbliebene Resterlös wurde mündelsicher angelegt.

4. Ab Januar 1995 wurde Z. zunehmend für Y. und X. tätig, und dies 
gestützt auf umfassend gehaltene Vollmachten, welche ihm die Bevormundete 
und ihr Ehemann ausstellten. Am 16. Februar 1996 liess Y. durch Z. bei der Vor-
mundschaftsbehörde des Kreises M. die Aufhebung der Vormundschaft beantra-
gen. Nach Verhandlungen mit dem Rechtsvertreter der Behörde wurde das Ge-
such mit Schreiben vom 26. September 1996 angepasst. In der Folge wandelte 
die Vormundschaftsbehörde des Kreises M. die für Y. errichtete Vormundschaft 
mit Beschluss vom 02. Oktober 1996, mitgeteilt am 08. November 1996, in eine 
kombinierte Mitwirkungs- und Verwaltungsbeiratschaft um (Art. 395 Abs. 1 und 2 
ZGB); der bisherige Vormund I. wurde von seinen Aufgaben entbunden, und es 
wurde mit Wirkung ab 01. Dezember 1996 Z. zum Beirat ernannt. In diesem Zu-
sammenhang machte er sowohl gegenüber der Vormundschaftsbehörde des Krei-
ses M. wie gegenüber Y. und X. geltend, dass sämtliche Bemühungen, welche er 
für die Verbeiratete und ihren Ehemann erbringe, nach Anwaltstarif zu entschädi-
gen seien.

5. Als Anwalt und Beirat von Y. wollte Z. im Rahmen des Projektes „H.“ 
in P. erreichen, dass die im Eigentum der Verbeirateten stehenden Parzellen Nr. 
11 und Nr. 21 vom übrigen Gemeindegebiet in eine Bauzone überführt würden, 
um sie und die beiden weiteren, ebenfall Y. gehörenden Grundstücke Nr. 14 und 
Nr. 761 zur Realisierung einer Überbauung veräussern zu können. Mit den Pro-
jektierungsarbeiten betraut wurde dabei die G. AG in Chur, an welcher Z. finanziell 

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beteiligt und deren Verwaltungsratspräsident er war. In die Angelegenheit einbe-
zogen werden mussten noch weitere Grundeigentümer – die Erben F. mit der Pa-
rzelle Nr. 32 und die Geschwister E. mit der Parzelle Nr. 34 –, da ihre Grundstücke 
einer Freihaltezone zugewiesen werden sollten. Eine Zeit lang war Z. auch für sie 
als Anwalt tätig.

6. Wegen der sich aus der eben beschriebenen Situation ergebenden 
Gefahr von Interessenkollisionen stellte die Vormundschaftsbehörde des Kreises 
M. Y. mit Beschluss vom 29. Oktober 2001 für alle Geschäfte in Zusammenhang 
mit den Parzellen Nr. 11 und Nr. 21 in P. einen Beistand ad hoc zur Seite (Dr. oec. 
D.). Eine hiergegen gerichtete Beschwerde der durch einen Büropartner von Z. 
(lic. iur. C.) vertretenen Y. wurde durch den Bezirksgerichtsausschuss L. mit Urteil 
vom 27. März 2002, mitgeteilt am 18. April 2002 abgewiesen. Im gleichen Ent-
scheid wurde Z. seines Amtes als Beirat enthoben. Im anschliessenden Weiter-
zugsverfahren, in welchem Y. wiederum durch Rechtsanwalt C. vertreten wurde, 
hielt beides der Überprüfung stand, nicht nur wegen der Interessenkollisionen, 
sondern auch, weil der Beirat seine Amtspflichten grob verletzt habe (Urteil der 
Zivilkammer des Kantonsgerichts vom 02. Juli 2002, mitgeteilt am 15. August 2002 
[ZF 02 28]; Urteile der II. Zivilabteilung des schweizerischen Bundesgerichts vom 
16. Oktober 2002, mitgeteilt am 20. Dezember 2002 [5P.320/2002, 5C.200/2002]). 

7. Unter Mitwirkung von Z. veräusserte Y. mit Kaufvertrag vom 14. Juni 
2002 ihre beiden Parzellen Nr. 14 und Nr. 761 in P. zum Preis von Fr. 46'520.00 
der Kollektivgesellschaft B. in A.. Sowohl die Vormundschaftsbehörde des Kreises 
M. (Beschluss vom 09. April 2003) wie der Bezirksgerichtsausschuss L. (Urteil 
vom 06. Mai 2003) stimmten dem Geschäft zu. In Bezug auf die verbleibenden 
Parzellen Nr. 11 und Nr. 21 kam es am 14. Juni 2002 unter Mitwirkung des Beira-
tes überdies zur Unterzeichnung eines Vorvertrages auf Abschluss von Kaufver-
trägen mit Begründung von limitierten Kaufrechten. Da die erforderlichen Geneh-
migungen ausblieben, wurde der Vorvertrag durch die Parteien am 24. Januar 
2003 nunmehr unter Mitwirkung des Beistandes ad hoc wieder aufgehoben. Die 
Vormundschaftsbehörde des Kreises M. erklärte hierzu ihr Einverständnis am 09. 
April 2003. Ebenfalls am 24. Januar 2003 unterzeichneten Y., vertreten durch ih-
ren Beistand ad hoc, sowie die B. hinsichtlich der Parzellen Nr. 11 und 21 einen 
neuen Vorvertrag auf Abschluss eines Kaufvertrages mit Einräumung von Kauf-
rechten und Vorkaufsrechten. Die Zustimmung durch die Vormundschaftsbehörde 
des Kreises M. und durch den Bezirksgerichtsausschuss L. erfolgte am 09. April 
2003 bzw. am 06. Mai 2003.

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8. Die Teilrevision der Ortsplanung P. für das Gebiet „H.“ wurde an den 
Gemeindeversammlungen vom 18. Dezember 2000 und vom 09. Dezember 2002 
gutgeheissen. In der Folge kam es zusätzlich zum bereits erwähnten Vorvertrag 
vom 24. Januar 2003 zum Abschluss verschiedener, für die Einleitung des regie-
rungsrätlichen Genehmigungsverfahrens notwendiger Vereinbarungen, teils zwi-
schen den betroffenen Grundeigentümern selbst, teils zwischen einzelnen von ih-
nen und der Gemeinde P.. Soweit die Vormundschaftsbehörde des Kreises M. 
und der Bezirksgerichtsausschuss L. dem zuzustimmen hatten, geschah dies an 
den oben genannten Daten. Am 05. Juni 2003 schliesslich wurden die durch die 
Teilrevision der Ortsplanung geänderten Pläne an die Kantonsregierung weiterge-
leitet, welche sie mit Beschluss vom 13. Januar 2004, mitgeteilt am 14. Januar 
2004, genehmigte. Dies blieb unangefochten. Damit wurde der Weg frei für die 
Veräusserung von zu Bauland gewordenem Grundbesitz von Y. (nebst der Par-
zelle Nr. 21 ein Teil der Parzelle Nr. 11).

9. In der Zeit, in welcher Z. als Beirat von Y. tätig war, verringerte sich 
ihr Wertschriftenvermögen von ursprünglich Fr. 650'000.00 Ende November 1996 
allmählich auf Null Franken Ende Oktober 2001. Nach der endgültigen Abweisung 
der gegen die Amtsenthebung von Z. als Beirat eingelegten Rechtsmittel Ende 
Dezember 2002 widerrief Y. die ihm erteilten Vollmachten. An seiner Stelle er-
nannte sie am 16. Januar 2003 Rechtsanwalt a., b., zu ihrem Vertreter. Zu diesem 
Zeitpunkt verfügten Y. und ihr Ehemann lediglich noch über ein monatliches Ren-
teneinkommen von Fr. 5500.00 bis Fr. 6000.00. Bei Bewertung der beiden Parzel-
len Nr. 11 und Nr. 21 zu Nichtbaulandpreisen bestanden per 31. Dezember 2002 
gemäss den Ermittlungsergebnissen von Dr. D. von der c. vom 
02.12.2003/11.02.2004 überdies Schulden in der Höhe von Fr. 357'490.05.

10. Laut dem gleichen Bericht erhielt Z. bis Ende 2002 für Bemühungen, 
welche er in Zusammenhang mit dem Projekt „H.“ bzw. sonst wie für Y. erbracht 
haben will, insgesamt Fr. 203'214.90 entschädigt, während Fr. 10'000.00 an C. 
und Fr. 311'787.30 an die G. AG gingen. Fr. 400'000.00 (Fr. 100'000.00 für Z. und 
Fr. 300'000.00 für die G. AG) stammten dabei von der B., welche diesen Betrag 
an die Projektierungskosten beigesteuert hatte. Gemäss den Behauptungen der 
Honorargläubiger sollen Ende November 2003 noch Rechnungen im Gesamtbe-
trag von Fr. 370'585.10 offen gewesen sein, wovon Fr. 232'868.85 auf Z., Fr. 
135'009.10 auf C. und Fr. 2707.15 auf die G. AG entfallen würden.

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B. Am 17. März 2004 machte Y. bei der Kreispräsidentin e. als Vermitt-
lerin eine gegen Z. gerichtete Forderungsklage aus vormundschaftlicher Verant-
wortlichkeit anhängig. Sie vertrat die Meinung, dass das Wertschriftenvermögen 
im Zeitpunkt der Beendigung der Beiratschaft noch rund 500'000 Franken hätte 
betragen sollen; dass nichts mehr vorhanden sei, müsse ihrem ehemaligen Beirat 
angelastet werden. Nach dem Tod der Klägerin am 11. Juli 2004 traten ihre Erben 
in den Prozess ein. Bei ihnen handelt es sich um den Ehemann X., den Sohn W. 
und die von der Erblasserin testamentarisch errichtete V..

Laut dem Leitschein vom 04. Mai 2006 hatten die Kläger an der Sühnever-
handlung vom 11. November 2005 die folgenden Anträge gestellt:

„1. Verpflichtung des Beklagten, der Klägerschaft Fr. 500'000.00 mit Zins 
zu 5 % seit 17.3.2004 zu bezahlen.

 2. Kreisvermittleramtliche, gerichtliche und aussergerichtliche Kostenfol-
gen.“

C. Mit Prozesseingabe vom 17. Mai 2006 unterbreiteten die Erben Y. 
die Streitsache dem Bezirksgericht Surselva, wobei sie an ihren Rechtsbegehren 
gemäss Leitschein festhielten.

In seiner Prozessantwort vom 02. Oktober 2006 liess Z. demgegenüber be-
antragen:

„1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

 2. Unter voller vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher 
Kosten- und Entschädigungsfolge, diese zuzüglich jeweils geltende 
MWSt., zu Lasten der Kläger (unter solidarischer Haftung).“

Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

Auf Antrag von Z. wurde mit Verfügungen des Bezirksgerichtspräsidiums 
Surselva vom 06. Oktober 2006 sowohl der Vormundschaftsbehörde des Kreises 
M. wie dem seinerzeitigen Beistand ad hoc Dr. D. der Streit verkündet. Sie betei-
ligten sich indessen nicht am Verfahren.

D. Mit Urteil vom 28. August 2007, mitgeteilt am 08. Februar 2008, er-
kannte das Bezirksgericht Surselva:

„1. Die Klage wird gutgeheissen und der Beklagte wird verpflichtet, der 
Klägerschaft CHF 500'000.00 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 17. März 
2004 zu bezahlen.

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 2. Die Kosten des Kreisamtes E. von CHF 250.00 sowie diejenigen des 
Bezirksgerichtes Surselva, bestehend aus.
o Gerichtsgebühr CHF 13'000.00
o Streitwertzuschlag CHF 10'000.00
o Schreibgebühr CHF   1'800.00
o Barauslagen CHF      200.00
o total CHF 25'000.00

gehen zu Lasten des Beklagten.

Der Beklagte hat die Kläger überdies ausseramtlich mit CHF 
85'000.00 zu entschädigen.

 3. Mitteilung an: …“

E. Hiergegen liess Z. am 03. März 2008 bei der Zivilkammer des Kan-
tonsgerichts Berufung einlegen mit den Begehren:

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„A. Materielles

 1. Das angefochtene Urteil des Bezirksgerichtes Surselva vom 28. Au-
gust 2007/8. Februar 2008 sei vollumfänglich aufzuheben und die 
Klage der Erben Y. abzuweisen.

 2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kos-
ten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST für beide Instanzen 
zulasten der Kläger unter solidarischer Haftbarkeit.

 B. Formelles

 3. Die Beiurteile des Bezirksgerichtes Surselva vom 28. August 2007/8. 
Februar 2008 Seite 10 ff. Ziff 2 b seien aufzuheben.

3.1 Es sei gemäss Antrag in der Prozessantwort vom 2. Oktober 2006 
Seite 33 III C ein Gutachten betreffend ‚Vermögensentwicklung 
der Eheleute Y. und X. in den Jahren 1992 bis 2004’ anzuordnen 
und einzuholen.

3.2 Es seien gemäss Antrag in der Prozessantwort vom 2. Oktober 
2006 Seite 33 III A lit. b aus Händen der Klägerschaft, der Vor-
mundschaftsbehörde M. sowie der c. sämtliche Bankbelege der 
d. der Jahre 1997 bis 2002 zu edieren, anschliessend sei ein 
Rechtsschriftenwechsel anzuordnen und dem Beklagten Gele-
genheit zu geben, zu den neuen Beweismitteln Stellung zu neh-
men und Behauptungen aufzustellen.

Experteninstruktion und Nomination bleibt vorbehalten. Hierfür 
sei dem Beklagten Frist anzusetzen.

 C. Neue Beweismittel

 4. Es seien die mit der Berufungserklärung neu eingelegten Urkunden 
gemäss beiliegendem Verzeichnis sowie allfällig weitere bisher noch 
nicht bekannte oder verfügbare Urkunden zur Prozedur zu nehmen.

Eventualiter sei dieser Antrag im Rahmen eines Revisionsverfahrens 
zu beurteilen.

D. Beweisaussage des Beklagten

 5. Es sei der Beklagte im Sinne von Art. 226 Abs. 2 ZPO zur Beweisaus-
sage zuzulassen.

 E. Ausstandsbegehren

 6. Die Kantonsrichter Schlenker, Heinz-Bommer, Rehli, Sutter-Ambühl 
sowie die Aktuarin Mosca sollen wegen Befangenheit in Ausstand tre-
ten.

 F. Begehren betr. Sistierung

 7. Das Berufungsverfahren sei zu sistieren, bis das Ergebnis der Stra-
funtersuchung gegen den Beklagten vorliegt.“

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F. Mit Eingabe vom 28. April 2008 äusserten sich die Erben Y. zu den 
Beweisergänzungsanträgen des Berufungsklägers. Ihrer Meinung nach müssten 
sämtliche Begehren abgewiesen werden.

G. Am 26. Mai 2008 erging hierzu eine Verfügung des Kantonsgerichts-
präsidiums. Darin wurde festgehalten, dass über die prozessualen Anträge 
gemäss den Ziffern 3, 4 und 5 der Berufungserklärung die Zivilkammer anlässlich 
der mündlichen Berufungsverhandlung befinden werde. Auf das Ausstandsbegeh-
ren wurde gar nicht erst eingetreten, weil noch keine Vorladungen verschickt wor-
den seien und noch nicht feststehe, wer dannzumal im Gericht Einsitz nehmen 
werde. Der Sistierungsantrag schliesslich wurde abgewiesen, weil das Ergebnis 
der gegen Z. laufenden Strafuntersuchung aller Wahrscheinlichkeit nach auf den 
Ausgang des vorliegenden Zivilprozesses keinen Einfluss haben werde.

H. An der mündlichen Berufungsverhandlung vom 22. September 2008 
bestätigte der Rechtsvertreter von Z. die in der schriftlichen Berufungserklärung 
enthaltenen materiellrechtlichen Begehren. Weiter hielt er seine Beweisergän-
zungsanträge aufrecht, und er gab zusätzlich wiederum Urkunden zu den Akten.

Die Erben Y. liessen demgegenüber beantragen, es sei die Berufung abzu-
weisen und das angefochtene Urteil zu bestätigen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zulasten der Gegenpartei. Dabei sei von zusätzlichen Beweiserhebun-
gen abzusehen.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteivertreter zur Begründung ihrer 
Rechtsbegehren wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. Die 
beiden Rechtsanwälte gaben überdies schriftliche Ausfertigungen ihrer Vorträge 
zu den Akten.

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Die Zivilkammer zieht in Erwägung:

1. Klagen aus unerlaubter Handlung können gemäss Art. 25 des Bun-
desgesetzes über den Gerichtsstand in Zivilsachen (Gerichtsstandsgesetz, 
GestG) alternativ am Wohnsitz bzw. Sitz der geschädigten Person, am Wohnsitz 
bzw. Sitz der beklagten Partei, am Handlungsort oder am Erfolgsort eingereicht 
werden (vgl. CHRISTOPH KURTH / MARTIN BERNET, Gerichtsstandsgesetz, Kommen-
tar, 2. Aufl., Bern 2005, Art. 25 GestG N. 29; FLAVIO ROMERIO, Gerichtsstandsge-
setz, Kommentar, Zürich 2001, Art. 25 GestG N. 44). Zu diesen Streitigkeiten 
gehören auch verschiedene Haftungstatbestände des ZGB, unter ihnen etwa die 
Haftung der vormundschaftlichen Organe (vgl. KURTH/BERNET, a. a. O., Art. 25 
GestG N. 9; DOMINIK GASSER, Gerichtsstandsgesetz, Kommentar, 2. Aufl., Bern 
2005, Art. 1 GestG N. 26; ROMERIO, a. a. O., Art. 25 GestG N. 9).

Die von den Erben Y. angestrengte Schadenersatzklage aus vormund-
schaftlicher Verantwortlichkeit richtet sich gegen Z., der seinen Wohnsitz in e. GR 
hat, an einem auf Gebiet des Bezirkes Surselva gelegenen Ort also. Es ist deshalb 
nicht zu beanstanden, dass die von den Klägern angerufene Vorinstanz ihre örtli-
che Zuständigkeit bejaht hat.

Zu beurteilen sind Ansprüche vermögensrechtlicher Natur. Die Erben Y. be-
langen Z. auf Bezahlung von Schadenersatz in der Höhe von einer halben Million 
Franken. Klagen mit derartigen Streitbeträgen fallen gemäss Art. 19 Ziff. 1 ZPO in 
die sachliche Zuständigkeit des jeweiligen Bezirksgerichts, hier also jenes von 
Surselva, so dass auch insoweit einem Eintreten auf die Angelegenheit durch die 
Vorinstanz nichts entgegenstand.

Bezirksgerichtliche Urteile im Sinne von Art. 19 ZPO, seien sie in vermö-
gensrechtlichen (Ziff. 1) oder nicht vermögensrechtlichen Streitsachen (Ziff. 2) er-
gangen, können gemäss Art. 218 Abs. 1 ZPO mit Berufung bei der Zivilkammer 
des Kantonsgerichts angefochten werden. Da der ursprünglich erforderliche Streit-
wert (höher als Fr. 8000.00) im Zeitpunkt der Ausfällung des erstinstanzlichen Ur-
teils noch vorhanden war, das Rechtsmittel überdies innert Frist ergriffen wurde 
(Art. 219 Abs. 1 Satz 1 ZPO) und die Weiterzugserklärung ausserdem den gesetz-
lichen Formerfordernissen entspricht (Art. 219 Abs. 1 Satz 2 ZPO), ist darauf ein-
zutreten.

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2. Z. erneuert den vor Bezirksgericht Surselva erfolglos gestellten An-
trag, es sei über die Entwicklung des Vermögens der Eheleute Y. und X. während 
der Jahre 1992 bis 2004 eine Expertise einzuholen, wobei er laut der Begründung 
hierzu in der Berufungserklärung vor allem beanstandet, dass im angefochtenen 
Urteil die im Eigentum der Verbeirateten verbliebenen Grundstücke per 31. De-
zember 2002 zu tief bewertet worden seien. In Übereinstimmung mit der Vorin-
stanz, auf deren Erwägungen grundsätzlich verwiesen werden kann (Art. 229 Abs. 
3 ZPO), ist festzuhalten, dass die finanziellen Verhältnisse der Verbeirateten und 
ihres Mannes (insbesondere die vor allem interessierenden Veränderungen beim 
Wertschriftenvermögen) ausreichend dokumentiert sind. Die Grundstücke 
schliesslich wurden von Dr. D. von der c., der die Abrechnungen von Z. überprüfte, 
bezogen auf den genannten Zeitpunkt sowohl zu Bauland- wie zu Nichtbauland-
preisen erfasst, so dass auch insoweit genügende Entscheidungsgrundlagen vor-
handen sind. Dem Gesuch um Einholung eines Gutachtens kann somit nicht ent-
sprochen werden.

In Bezug auf das auf beide Ehegatten lautende Konto f. beharrt Z. darauf, 
dass zusätzlich zu den bei den Akten befindlichen detaillierten Auszügen sämtli-
che Belege einzufordern seien, aus welchen ersehen werden könne, ob be-
stimmte Bezüge und sonstige Belastungen durch Y. oder X. veranlasst worden 
seien. Wie bereits das Bezirksgericht Surselva zutreffend festgehalten hat und wie 
sich auch noch aus dem Folgenden ergeben wird, sind solche Kenntnisse indes-
sen für den Prozessausgang nicht von Belang. Das Begehren muss deshalb ab-
gewiesen werden.

Nach Art. 226 Abs. 1 Satz 1 ZPO dürfen im Berufungsverfahren von hier 
nicht weiter interessierenden Ausnahmen abgesehen keine neuen Beweismittel 
mehr angerufen werden. Z. liess nun zusammen mit der Berufungserklärung und 
anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung eine Vielzahl von Schriftstücken 
einreichen. Soweit es hierbei bloss um Kopien von Urkunden geht, die bereits im 
Verfahren vor Bezirksgericht Surselva als Beweismittel zugelassen wurden, mag 
die Einlage allenfalls überflüssig erscheinen; sie verstösst aber nicht gegen das 
Novenverbot. Von ihm nicht erfasst und damit grundsätzlich verwendbar sind 
darüber hinaus die schriftlichen Ausfertigungen verschiedener Gerichtsent-
scheide, mit welchen Z. von ihm vertretene Rechtsstandpunkte untermauern will. 
Bei den übrigen Schriftstücken handelt es sich hingegen um neue Beweismittel, 
welche nach dem Gesagten unbeachtet bleiben müssen. Dazu gehören etwa eine 
Eurocard-Abrechnung vom 14. Juli 2000, die im Übrigen nebenbei bemerkt für die 

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Streiterledigung gar nicht von Belang wäre, und weiter eine Aktennotiz vom 14. 
Juli 2006 zum Verjährungsproblem, welche bereits von der Vorinstanz wegen of-
fensichtlich verspäteter Einreichung zurückgewiesen werden musste und der oh-
nehin bloss die Bedeutung von reinen Parteibehauptungen zukommen würde.

Schliesslich will Z. noch zur Beweisaussage zugelassen werden. Trotz des 
grundsätzlichen Novenverbots können die Parteien gemäss Art. 226 Abs. 1 Satz 
2 ZPO verlangen, dass durch die Berufungsinstanz nachträglich jene Beweismittel 
erhoben werden, die vor erster Instanz zwar fristgemäss angemeldet, dort aber 
nicht abgenommen worden sind, wobei zusätzlich erforderlich ist, dass sie für die 
Beurteilung der Streitsache überhaupt von wesentlicher Bedeutung sein könnten. 
Im Verfahren vor Bezirksgericht Surselva wurde in Bezug auf die Beweisaussage 
des Beklagten kein derartiges Begehren gestellt, so dass er keinen Anspruch be-
sitzt, im Sinne der eben genannten Bestimmung nunmehr vor Kantonsgericht an-
gehört zu werden. Da sich der Berufungskläger im Übrigen im Rahmen der Be-
weisaussage darüber äussern will, ob jeweils Y. oder X. die Bezüge vom gemein-
samen Konto getätigt habe, und da die Antwort darauf wie gesehen für den Aus-
gang des Prozesses nicht von Belang ist, besteht für die Zivilkammer auch keine 
Veranlassung, Z. gestützt auf Art. 226 Abs. 2 ZPO von sich aus zur Beweisaus-
sage zuzulassen.

Die Erben Y. legten im Berufungsverfahren ihrerseits zwei Schriftstücke ein. 
Soweit es sich beim einen um die Kopie einer Urkunde handelt, welche im erstin-
stanzlichen Verfahren rechtzeitig eingereicht wurde, kann es nach dem oben Ge-
sagten bei den Akten belassen werden. Die zweite Urkunde, eine Strafanzeige, 
welche die Erben Y. gegen Z. erstattet hatten, wurde vom Kantonsgerichtspräsi-
dium in Zusammenhang mit der von Amtes wegen zu klärenden prozessrechtli-
chen Frage zugelassen, ob der vorliegende Zivilprozess gestützt auf Art. 5 Abs. 2 
ZPO bis zum Abschluss des gegen Z. laufenden Strafverfahrens zu sistieren sei 
(vgl. die Verfügung vom 26. Mai 2008). Bei solchen Konstellationen stellt eine Ur-
kundeneinlage keinen Verstoss gegen das Novenverbot dar (vgl. PKG 2000-14-
82 f., 1994-10-41).

3. Aus vormundschaftlicher Verantwortlichkeit auf Bezahlung von 
Schadenersatz belangt wird im vorliegenden Prozess Z. in seiner Eigenschaft als 
früherer Beirat von Y., gegenüber der in der Zeit, als er sein Amt ausübte, eine 
kombinierte Beiratschaft im Sinne von Art. 395 Abs. 1 und 2 ZGB bestand. Der 

13

Beklagte wendet hiergegen indessen ein, dass die Klage bereits deshalb abge-
wiesen werden müsse, weil die geltend gemachten Ansprüche verjährt seien.

Die Vorschriften über die Haftung des Vormundes (Art. 426 ff. ZGB) sowie 
jene über die Verjährung der Ansprüche aus vormundschaftlicher Verantwortlich-
keit (Art. 454 f. ZGB) gelten auch bei einer kombinierten Beiratschaft (vgl. BGE 85 
II 464 E. 1 S. 466 f.). Ebenso sind auf sie die in den Art. 451 ff. ZGB enthaltenen 
Bestimmungen über die Vorkehren anwendbar, welche bei der Beendigung des 
vormundschaftlichen Amtes durch dessen Inhaber und die Vormundschafts-
behörde zu treffen sind (vgl. BGE 85 II 464 E. 2 S. 467 f.; KURT AFFOLTER, Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl., Basel 2006, Art. 451-453 ZGB N. 6 und N. 
10).

Hierzu gehört die Verpflichtung des Beirats, der Vormundschaftsbehörde 
einen Schlussbericht und die Schlussrechnung vorzulegen (Art. 451 ZGB). Beide 
sind von ihr zu prüfen (Art. 452 ZGB). Anschliessend hat die Vormundschafts-
behörde gemäss Art. 453 Abs. 2 und 3 ZGB den Betroffenen (der Verbeirateten, 
allenfalls ihren Erben, bei Weiterführung der Massnahme dem neuen Amtsinha-
ber) die Schlussrechnung zuzustellen, verbunden mit zu begründenden Aus-
führungen darüber, ob die Rechnung genehmigt wurde und der Beirat damit ent-
lassen werden konnte, oder aber, ob die Genehmigung verweigert werden 
musste. Darüber hinaus sind die Adressaten dieser Mitteilung in hinreichend klarer 
Form auf jene Bestimmungen des ZGB aufmerksam zu machen, welche von der 
Haftung aus vormundschaftlicher Verantwortlichkeit und der Verjährung solcher 
gegen einen Beirat gerichteten Ansprüche handeln. Erst wenn diese Zustellungs-
erfordernisse erfüllt sind, beginnt die ordentliche einjährige Verjährungsfrist zu lau-
fen (vgl. BGE 85 II 464 E. 2 S. 467; ROLANDO FORNI / GIORGIO PIATTI, Basler Kom-
mentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl., Basel 2006, Art. 451-453 ZGB N. 63 f.; AFFOL-
TER, a. a. O., Art. 454/455 ZGB N. 3).

Unterlagen, welche Aufschluss zu geben vermöchten, dass es im vorlie-
genden Fall zu einer den genannten Vorgaben genügenden Rechnungszustellung 
gekommen ist, finden sich nicht bei den Prozessakten, so dass nach dem eben 
Gesagten der ordentliche Fristenlauf noch gar nicht einsetzen konnte. Die Ver-
jährungseinrede des Beklagten muss somit allein schon deshalb verworfen wer-
den. Z. würde mit ihr aber auch dann nicht durchdringen, wenn angesichts des 
Umstandes, dass Y. und die Vertreter der Vormundschaftsbehörde des Kreises 
M. nach Eingang des Prüfungsberichtes von Dr. D. vom 02.12.2003/11.02.2004 

14

Ende Februar 2004 dem Anwalt der heutigen Kläger eine Prozessvollmacht 
ausstellten, davon ausgegangen würde, dass die Verbeiratete zu diesem Zeit-
punkt nicht nur den mutmasslichen Ersatzpflichtigen kannte, sondern auch den ihr 
zugefügten Schaden verlässlich abschätzen konnte und sich darüber hinaus im 
Klaren war, wie Ansprüche aus vormundschaftlicher Verantwortlichkeit gegen ei-
nen ehemaligen Beirat geltend zu machen sind. Sollte dadurch der Lauf der ein-
jährigen Verjährungsfrist ausgelöst worden sein, wurde sie rechtzeitig unterbro-
chen. Hierfür genügte gemäss Art. 135 Ziff. 2 OR vorab einmal die Eingabe der 
Klägerin vom 17. März 2004 an die Kreispräsidentin e. als Vermittlerin mit dem 
Begehren, es sei in der Streitsache gegen Z. eine Sühneverhandlung durchzu-
führen (vgl. BGE 118 II 479 E. 3 S. 487; PETER GAUCH / WALTER R. SCHLUEP / JÖRG 
SCHMID / SUSAN EMMENEGGER, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner 
Teil, Band II, 9. Aufl., Zürich 2008, Rz. 3348; ROBERT K. DÄPPEN, Basler Kommen-
tar, Obligationenrecht I, 4. Aufl., Basel 2007, Art. 135 OR N. 7). Festzuhalten ist in 
diesem Zusammenhang aber, dass die Rechtshängigkeit nach bündnerischem 
Prozessrecht bereits mit der Anmeldung der Klage zur Vermittlung eintritt (Art. 50 
Abs. 1 ZPO) und nicht erst mit der Einreichung der Prozesseingabe samt Leit-
schein beim zuständigen Sachrichter. Sie stellt den Beginn des gerichtlichen Ver-
fahrens dar, so dass von ihm auch der Abschnitt vor der Kreispräsidentin als Ver-
mittlerin erfasst wird. Entsprechend gehört das Vermittlungsverfahren nach der 
Systematik der ZPO zu deren III. Abschnitt und damit zum gerichtlichen Verfahren. 
Bestätigt wird diese Zuordnung noch durch weitere Umstände. Wird der Streit im 
Vermittlungsstadium erledigt, sei es durch Rückzug oder Anerkennung der Klage, 
sei es durch Vergleich, wird dies in die von der Kreispräsidentin zu erlassende 
Abschreibungsverfügung aufgenommen. Die Klageanerkennung und der Ver-
gleich erlangen dadurch die Wirkung eines rechtskräftigen, vollstreckbaren Urteils 
(Art. 70 Abs. 2 ZPO). In gleicher Weise zählen die den Beteiligten im Verfahren 
vor der Kreispräsidentin als Vermittlerin erwachsenden Aufwendungen und Aus-
lagen nicht zum vorprozessualen Aufwand, sondern zu den prozessbedingten 
Parteikosten (vgl. das Urteil des Kantonsgerichtsausschusses von Graubünden 
vom 08. Mai 1995, ZB 8/95, E. 4.a-c). Die verjährungsunterbrechende Wirkung 
der Eingabe vom 17. März 2004 beruht nach dem Gesagten also nicht allein dar-
auf, dass mit ihr die Durchführung einer Vermittlungsverhandlung verlangt wurde 
(so genannte Ladung zu einem amtlichen Sühneversuch in der gesetzlichen Ter-
minologie). Sie liegt vielmehr auch darin, dass in jenem Zeitpunkt bereits die Klage 
rechtshängig wurde. All dies lässt sich nun nicht einfach durch den Beizug von 
Gerichtsentscheiden zu Regelungen in anderen Kantonen entkräften, nach denen 

15

abweichend vom hier Geltenden das Verfahren vor dem Friedensrichter noch kein 
gerichtliches ist und die Streitanhängigkeit erst mit der Einreichung der Weisung 
beim zuständigen Gericht eintritt (vgl. auch DÄPPEN, a. a. O., Art. 138 OR N. 3 mit 
einem Hinweis auf BGE 130 III 515 E. 4 S. 518).

Der Umstand, dass mit der Klageerhebung vom 17. März 2004 die Ver-
jährung vorerst einmal unterbrochen wurde (Art. 135 Ziff. 2 OR), schliesst nicht 
aus, dass die eingeklagten Ansprüche trotz Rechtshängigkeit später doch noch 
verjähren. Um dies zu verhindern, muss die Verjährung jeweils vor Ablauf der Jah-
resfrist durch gerichtliche Verfügungen oder Entscheidungen (insbesondere sol-
che prozessleitender Natur) oder aber durch Parteihandlungen (prozesstreibende 
Rechtsakte) unterbrochen werden; sie beginnt dann gemäss Art. 138 Abs. 1 OR 
immer wieder neu zu laufen (vgl. DÄPPPEN, a. a. O., Art. 138 OR N. 2 und N. 3; 
GAUCH/SCHLUEP/SCHMID/EMMENEGGER, a. a. O., Rz. 3354). Entgegen den Be-
hauptungen von Z. wurden im vorliegenden Fall diese gesetzlichen Vorgaben ein-
gehalten. Es kann keine Rede davon sein, dass es bis zur Einreichung der Pro-
zesseingabe am 17. Mai 2006 lediglich zu Vorkehren gekommen sei, welche auf 
eine Verfahrensverzögerung angelegt gewesen seien. Nach der rechtzeitigen An-
hängigmachung der Klage am 17. März 2004 teilte Rechtsanwalt Zinsli der 
Kreispräsidentin e. am 27. August 2004 mit, dass Y. in der Zwischenzeit gestorben 
sei. Am 11. Februar 2005 reichte er dann die Erbbescheinigung nach. Damit ver-
setzte er die Kreispräsidentin in die Lage, von den nunmehr bekannten Erben eine 
Erklärung im Sinne von Art. 35 Abs. 1 ZPO zu erwirken, ob sie an der Streitsache 
festhalten wollten oder nicht. Die beiden Eingaben des klägerischen Rechtsvertre-
ters dienten also dazu, den Prozess voranzubringen, insoweit nämlich, als sich die 
Kreispräsidentin gestützt darauf vergewissern konnte, ob das Verfahren mit ande-
ren Parteien fortgesetzt werden solle oder aber abgeschrieben werden könne. 
Spätestens am 11. Februar 2005 wurde die Verjährung somit wieder unterbro-
chen. Zu einer weiteren Verjährungsunterbrechung kam es dann am 19. August 
2005, als die Kreispräsidentin e. die Erben Y. in einer Verfügung nach Art. 35 Abs. 
1 ZPO förmlich aufforderte, sich zum Fortgang des Prozesses zu äussern, und vor 
Ablauf eines weiteren Jahres erfolgte schliesslich am 17. Mai 2006 die Prozess-
eingabe. Dass seither wegen richterlicher Untätigkeit die Verjährung eingetreten 
sei, wird selbst vom Beklagten gar nicht erst behauptet.

Bei dieser Sachlage ist das Bezirksgericht Surselva zu Recht davon aus-
gegangen, dass die von den Erben Y. geltend gemachten Ansprüche aus vor-
mundschaftlicher Verantwortlichkeit noch nicht verjährt sind.

16

4. Gemäss Art. 413 Abs. 1 ZGB und Art. 426 ZGB, die, wie zum Teil 
bereits gesehen, auch bei der die Mitwirkungs- und die Verwaltungsbeiratschaft 
vereinigenden kombinierten Beiratschaft gelten (vgl. ALBERT GULER, Basler Kom-
mentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl., Basel 2006, Art. 413 ZPO N. 2; FORNI/PIATTI, a. 
a. O., Art. 426-429 ZGB N. 2), obliegt dem Beirat die Pflicht, bei der Ausübung 
seines Amtes das Vermögen der Betroffenen sorgfältig zu verwalten. Dessen Sub-
stanz muss möglichst bewahrt, allenfalls sogar vermehrt werden, soweit sich dies 
mit dem Wohl der Verbeirateten vertreten lässt. Kommt er dem überhaupt nicht, 
nur ungenügend oder mangelhaft nach, handelt er widerrechtlich und er wird er-
satzpflichtig, falls ihm sein Verhalten zum Verschulden gereicht und er dadurch 
einen Schaden bewirkt hat. Vorwerfbar kann dabei etwa sein, dass der Verbeira-
teten eine Lebenshaltung ermöglicht wird, die in keinem vernünftigen Verhältnis 
zu ihren Einkünften und ihrem Vermögen steht, dass also in diesem Zusammen-
hang gebotene Weisungen nicht erteilt und geeignete Schutzmassnahmen nicht 
ergriffen werden (vgl. FORNI/PIATTI, a. a. O., Art. 426-429 ZGB N. 1 und N. 15; 
GULER, a. a. O., Art. 413 ZGB N. 3; PETER TUOR / BERNHARD SCHNYDER / JÖRG 
SCHMID / ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Das Schweizerische Zivilgesetzbuch, 12. Aufl., 
Zürich 2002, S. 534).

Die Z. im Rahmen der kombinierten Mitwirkungs- und Verwaltungsbeirat-
schaft obliegende Verpflichtung zur sorgfältigen Vermögensverwaltung erstreckte 
sich entgegen den etwas missverständlichen Formulierungen im vorinstanzlichen 
Urteil nicht nur auf die im Eigentum von Y. stehenden Wertschriften – sie stamm-
ten aus dem Erlös, der 1986 beim Verkauf der seinerzeit durch Erbschaft erwor-
benen, in P. gelegenen Parzelle Nr. 29 erzielt wurde –, sondern auch auf die ver-
bliebenen, ebenfalls zum eingebrachten Frauengut gehörenden Immobilien, die 
Parzellen Nr. 14 und Nr. 761 sowie Nr. 11 und Nr. 21 des Grundbuches der Ge-
meinde P. (vgl. GULER, a. a. O., Art. 413 ZGB N. 7). Da dem Beklagten indessen 
im laufenden Verantwortlichkeitsprozess gar nicht erst vorgeworfen wurde, bei der 
Bewirtschaftung der genannten Liegenschaften nachlässig gehandelt und die Ei-
gentümerin dadurch geschädigt zu haben, kann das Schicksal des Immobilienbe-
sitzes insoweit vorerst ausgeklammert werden, und es ist einzig zu prüfen, ob es 
sonst wie zu Pflichtwidrigkeiten gekommen ist, welche sich nachteilig auf das Ver-
mögen der Verbeirateten auswirkten.

Als Z. am 01. Dezember 1996 die Beiratschaft von Y. übernahm, belief sich 
ihr Bankanlagevermögen noch auf Fr. 650'000, umfassend eine Festgeldanlage 
von Fr. 100'000 und Kassenobligationen von nominal Fr. 550'000. Es warf in den 

17

Jahren 1995 und 1996 jeweils Erträge von knapp Fr. 35'000 ab. Im gleichen Zeit-
raum erzielten die Verbeiratete und ihr Mann pro Jahr Renteneinkünfte in der Höhe 
von ungefähr Fr. 65'000. Diese insgesamt annähernd Fr. 100'000 jährlich, von de-
nen auch Z. ausging, so etwa in einer Besprechungsnotiz vom 23. August 1996 
und zuvor bereits in einer Eingabe vom 16. Februar 1996 an die Vormundschafts-
behörde des Kreises M., erlaubten den Eheleuten Y. und X. ein gutes Auskom-
men. Berücksichtigt man nun, dass die Ehefrau beim Amtsantritt von Z. noch nicht 
einmal sechzig Jahre alt und ihr Mann sogar noch etwas jünger war, dass die 
Liegenschaften in P. damals keine nennenswerten Erträge abwarfen und dass 
sich hieran in naher Zukunft aller Voraussicht nach auch nichts ändern würde, wie 
sich etwa aus einem Bericht vom 13. November 1995 ergab, den Z. bei der g. in 
P. eingeholt hatte, musste das Bestreben des Beirates dahin gehen, das Bankan-
lagevermögen möglichst zu erhalten, um so Gewähr zu haben, dass Y. und ihr 
Partner in fortgeschrittenerem Alter nicht plötzlich gezwungen sein würden, ihren 
Lebensunterhalt einzig aus den Renteneinkommen zu bestreiten, sondern dass 
sie auch dann noch mit Wertschriftenerträgen rechnen durften, verbunden mit der 
Möglichkeit, bei Bedarf allenfalls die Substanz anzugreifen. Allerdings bestand 
keine Gewissheit, dass sich aus dem Bankanlagevermögen auf Dauer Erträge in 
ähnlicher Höhe würden erzielen lassen, wie sie in den Jahren 1995 und 1996 an-
gefallen waren. Vielmehr mussten hier je nach der wirtschaftlichen Entwicklung 
spürbare Einbussen befürchtet werden, während bei den Renten Anpassungen 
nach oben zu erwarten waren. Mit einem Mehraufwand zu rechnen war schliess-
lich bei den Gesundheitskosten. Wie bereits das Bezirksgericht Surselva zu Recht 
befunden hat, hätte es bei dieser Ausgangslage noch durchaus im Ermessen von 
Z. gelegen, wenn er der Verbeirateten erlaubt hätte, über die Verwendung der 
Einkünfte hinaus jährlich vom Bankanlagevermögen rund Fr. 25'000 zu verbrau-
chen. Dies hätte Gewähr geboten, dass Y. auch noch im Alter von deutlich über 
achtzig Jahren zusammen mit ihrem Mann liquide Mittel von mindestens Fr. 
100'000 jährlich zur Verfügung gehabt hätte, was ihnen über all die Jahre eine 
komfortable Lebenshaltung und je nach der Entwicklung der Erträge und der übri-
gen Einkünfte sowie der festen Verpflichtungen zeitweilig auch die Erfüllung etwas 
kostspieligerer Wünsche erlaubt hätte.

In den rund sechs Jahren bis zu seinem endgültigen Ausscheiden als Beirat 
Ende 2002 traf Z. nun aber keinerlei Anstalten, welche darauf gerichtet waren, auf 
lange Zeit hinaus für den Weiterbestand genügender liquider Mittel zu sorgen und 
zu verhindern, dass sich das Bankanlagevermögen jährlich in grösserem als dem 

18

genannten und noch als vertretbar anzusehenden Umfang von Fr. 25'000.00 ver-
mindere. Dies ist um so unverständlicher, als der Beklagte am 30. Dezember 1996 
durch die Vormundschaftsbehörde des Kreises M. mit der Vorgeschichte vertraut 
und ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Schwierigkeiten 
vor allem darin lägen, die Ausgaben von Y. in einem vertretbaren Verhältnis zu 
ihren Einkünften zu halten. Statt dessen nahm Z., wie er etwa anlässlich einer 
Befragung vom 27. März 2002 vor dem Bezirksgerichtsausschuss L. und offenbar 
auch an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung des vorliegenden Prozesses sel-
ber einräumte, bewusst in Kauf, dass Y. unter Mitwirkung ihres Mannes pro Jahr 
weit mehr als die rund Fr. 100'000.00 für die Bestreitung ihres Lebensunterhalts 
aufwenden würde, und es war damit für den Beirat vorhersehbar, dass das Ban-
kanlagevermögen innert kurzer Zeit vollständig aufgebraucht sein würde. Dass er 
solches, obwohl er hierzu in der Lage gewesen wäre, gar nicht erst zu verhindern 
versuchte, gereicht ihm zum Vorwurf, verfügte er doch als Anwalt über das Wissen 
und als Beirat über die erforderlichen Machtmittel, um erfolgreich gegen einen 
übermässigen Vermögensverbrauch einschreiten zu können. Dieses nicht zu ent-
schuldigende Untätigbleiben hatte zur Folge, dass Y. Ende 2001 vom ursprüngli-
chen Bankanlagevermögen nichts mehr zur Verfügung stand und dass bis zu sei-
nem endgültigen Ausscheiden aus dem Amt als Beirat Ende 2002 keine neuen 
Reserven geschaffen wurden. Dabei hätten zu diesem Zeitpunkt bei einem Ver-
brauch nach den oben dargelegten Vorgaben noch insgesamt Fr. 500'000 vorhan-
den sein müssen (Fr. 650'000 ursprünglicher Bestand abzüglich Fr. 150'000 ge-
rechtfertigter Vermögensverzehr während der sechsjährigen Tätigkeit des Beirats 
[Fr. 25'000 pro Jahr]). In dieser Höhe wird Z. den Klägern schadenersatzpflichtig.

Der Beklagte versucht sein Verhalten vorab einmal mit dem Einwand zu 
rechtfertigen, dass Y. für sich und ihren Mann stets einen Lebensstandard ge-
wünscht habe, welcher jährliche Aufwendungen in der Höhe von rund Fr. 200'000 
erfordert habe. Da die beiden sich daran gehalten hätten, habe für ihn als Beirat 
kein Grund zum Eingreifen bestanden, insbesondere habe er sich nicht veranlasst 
sehen müssen, dem in erster Linie Abhebungen tätigenden X. den Zugriff auf die 
Konten seiner Ehefrau zu verunmöglichen. Sollte sich Z. damit auf den die Wider-
rechtlichkeit ausschliessenden Rechtfertigungsgrund der Einwilligung berufen 
wollen, scheitert dies daran, dass der Verbeirateten in Bezug auf den Verbrauch 
der Vermögenssubstanz die erforderliche Handlungsfähigkeit abging (vgl. ANTON 
K. SCHNYDER, Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 4. Aufl., Basel 2007, Art. 52 
OR N. 18; ERNST LANGENEGGER, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl., 

19

Basel 2006, Art. 395 ZGB N. 16; BERNHARD SCHNYDER / ERWIN MURER, Berner 
Kommentar, Band II.3.1., 3. Aufl., Bern 1984, Art. 395 ZGB N. 116). – Wird die 
Widerrechtlichkeit des Untätigbleibens von Z. wie gesehen bejaht, darf der Um-
stand, dass Y. die ihr tunlich erscheinende Lebenshaltung selber festlegen wollte, 
aber auch nicht etwa, obwohl solches an sich möglich wäre (vgl. SCHNYDER, a. a. 
O., Art. 52 OR N. 21), dazu führen, dass die Schadenersatzpflicht gänzlich aufge-
hoben oder wenigstens herabgesetzt wird, war doch die Verbeiratete nach den 
nicht zu beanstandenden psychiatrischen Gutachten gar nicht in der Lage, die 
Auswirkungen eines übermässigen Abbaus ihres Bankanlagevermögens verläss-
lich abzuschätzen. Insoweit fehlte ihr die Urteilsfähigkeit. Es ging hierbei nicht 
mehr um Angelegenheiten des täglichen Lebens.

Dem Vorwurf, seine Sorgfaltspflichten als Beirat krass verletzt zu haben, 
will Z. unter anderem mit dem Einwand begegnen, die Vormundschaftsbehörde 
des Kreises M. habe sich, was ihn entlaste, stillschweigend damit einverstanden 
erklärt, dass bei Y. und ihrem Mann Lebenshaltungskosten von rund Fr. 200'000 
jährlich anfallen würden; andernfalls hätte sie seine Rechnungslegungsberichte 
zurückweisen und ihn bereits viel früher seines Amtes entheben müssen. Dem 
kann nicht beigepflichtet werden. Nach dem bereits Gesagten musste ihm von 
allem Anfang an klar sein, dass das Bankanlagevermögen bei Aufwendungen in 
der genannten Höhe für den Lebensunterhalt der Verbeirateten und ihres Mannes 
innert weniger Jahre aufgebraucht sein würde, deren Versorgung längerfristig also 
nur gewährleistet sei, wenn sich die betreffenden Kosten im Bereich der rund Fr. 
100'000 jährlich bewegen würden, die der Beirat ursprünglich selber als angemes-
sen erachtet hatte. Trotzdem traf er keine Vorkehren, um die Ausgaben mit den 
Einkünften in Einklang zu bringen. Entgegen seinen Behauptungen gab ihm die 
Vormundschaftsbehörde durch nichts zu verstehen, dass sie sein Untätigbleiben 
billige und damit den raschen Substanzverlust beim Bankanlagevermögen in Kauf 
nehme. Nachdem Z. am 08. April 1998 den Bericht und die Rechnung für das Jahr 
1997 abgeliefert und dabei für die Zeit vom 01. Dezember 1996 bis zum 31. De-
zember 1997 einen Rückschlag von über Fr. 120'000 ausgewiesen hatte, bean-
standete sie vielmehr mit Schreiben vom 23. Oktober 1998, dass bei dieser Sach-
lage nicht mehr von einer verantwortungsvollen Vermögensverwaltung gespro-
chen werden könne. Ohne Änderungen beim Aufwand für den Lebensunterhalt 
der Verbeirateten und ihres Mannes würden die liquiden Mittel nur noch für drei 
bis vier Jahre reichen. Sie sehe sich deshalb zurzeit ausser Stande, die Rechen-
schaftslegung des Beirats zu genehmigen. Ihm wurde also unmissverständlich vor 

20

Augen geführt, dass er seinen Aufgaben nicht gerecht werde. Spätere Verlautba-
rungen der Vormundschaftsbehörde des Kreises M., aus denen er Gegenteiliges 
hätte schliessen dürfen, sind nicht ersichtlich. Dass ihm nicht frühzeitig Sanktionen 
angedroht wurden, stellte jedenfalls keinen Freibrief für sein Nichtstun dar. Ebenso 
wenig etwas zu seinen Gunsten ableiten vermag er aber auch aus dem Umstand, 
dass die Vormundschaftsbehörde seine Bemühungen billigte, den Immobilienbe-
sitz der Verbeirateten in liquide Mittel umzuwandeln (durch Einzonung und Ver-
kauf oder durch Einbringen in eine Stiftung gegen Entschädigung). Dies konnte 
schlechthin nicht dahin ausgelegt werden, dass die zu erwartenden Gelder bereits 
vor der Realisierung des Projekts als vorhanden angesehen werden dürften. Es 
bleibt also dabei, dass Z. für den übermässigen Verbrauch des Bankanlagever-
mögens einzustehen hat. Er ist Haupt- wenn nicht sogar Alleinverantwortlicher 
dafür, dass hiervon bei seinem Ausscheiden aus dem Amt als Beirat nichts mehr 
vorhanden war. Ob er dennoch auf Dritte, insbesondere die Streiteingerufenen 
und unter ihnen auf Mitglieder der Vormundschaftsbehörde des Kreises M. Rück-
griff nehmen kann, ist hier nicht zu entscheiden, da die möglichen Betroffenen im 
vorliegenden Prozess nicht Partei waren und eine Übereinkunft im Sinne von Art. 
32 ZPO, allfällige Rückgriffsansprüche unbesehen dessen im jetzigen Verfahren 
gerichtlich beurteilen zu lassen, nicht vorliegt.

Gegen die Anschuldigung, leichtfertig den Verlust des gesamten Bankan-
lagevermögens hingenommen zu haben, scheint sich Z. überdies mit der Behaup-
tung zur Wehr setzen zu wollen, er habe in guten Treuen davon ausgehen dürfen, 
dass die Y. gehörenden, im übrigen Gemeindegebiet liegenden Parzellen Nr. 11 
und Nr. 21 im Rahmen der Ortsplanungsrevision „H.“ rechtzeitig eingezont würden 
und dann verkauft werden könnten, wodurch zusätzliche liquide Mittel in Höhe von 
mehreren Millionen Franken zur Verfügung stehen würden. Damit hätte sich für 
den Lebensunterhalt der Verbeirateten und ihres Mannes weiterhin ein Aufwand 
von rund Fr. 200'000 jährlich finanzieren lassen. Für den Fall, dass im Zeitraum 
nach dem endgültigen Verbrauch des Bankanlagevermögens bis zum Zufluss 
ausreichender neuer Gelder Liquiditätsengpässe entstehen sollten, habe immer 
noch die Möglichkeit bestanden, sie durch die Aufnahme von Krediten zu überbrü-
cken. Damit vermag Z. sein Untätigbleiben allerdings nicht zu entschuldigen. Als 
er am 21. Dezember 2000 durch ein Schreiben der Gemeinde P. vom Vortag darü-
ber unterrichtet wurde, dass die Gemeindeversammlung am 18. Dezember 2000 
der Teilrevision der Ortsplanung für das Gebiet „H.“ grundsätzlich zugestimmt 
habe, waren vom ursprünglichen Bankanlagevermögen in der Höhe von Fr. 

21

650'000 nur noch rund Fr. 175'000 vorhanden; die restlichen rund Fr. 475'000 wa-
ren bereits verbraucht worden. Dass er solches auf die blosse Hoffnung hin zuge-
lassen hatte, durch die Einzonung der Parzellen Nr. 11 und Nr. 21 würden eines 
Tages neue Geldquellen erschlossen, war schlicht verantwortungslos. Bis zu die-
sem Zeitpunkt gab es von vornherein nichts, was den Schluss erlaubt hätte, dass 
sich das Projekt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verwirklichen 
lassen werde. Die Aussichten auf einen kurz bevorstehenden erfolgreichen Ab-
schluss verbesserten sich aber auch nicht wesentlich durch den Gemeindever-
sammlungsbeschluss vom 18. Dezember 2000. Wie Z. durch die Gemeinde P. 
bereits im Schreiben vom 20. Dezember 2000 beschieden worden war und worauf 
er in einem späteren Schreiben vom 27. August 2001 noch einmal aufmerksam 
gemacht wurde, konnte das Ergebnis der Ortsplanungsrevision für das Gebiet „H.“ 
vorerst noch nicht der Kantonsregierung unterbreitet werden. Vor der Einleitung 
des Genehmigungsverfahrens mussten vielmehr noch unter den beteiligten Grun-
deigentümern und mit der Gemeinde P. verschiedene Vertragswerke erarbeitet 
werden, die überdies der Zustimmung durch die Vormundschaftsbehörde des 
Kreises M. und zum Teil auch durch den Bezirksgerichtsausschuss L. bedurften. 
Im Einzelnen handelte es sich um einen Vertrag über eine Beteiligung der Eigentü-
mer der in eine Freihaltezone verwiesenen Parzellen Nr. 32 und Nr. 855 (früher 
Nr. 34) am Mehrwert, der Y. durch die Einzonung ihrer Parzelle Nr. 21 als Bauland 
erwuchs, einen Vertrag über die Gewinnbeteiligung von Y. für den Fall, dass die 
Parzellen Nr. 32 und Nr. 855 in den nächsten fünfzehn Jahren wiederum als Bau-
land eingezont werden sollten, einen Vertrag über die bei der Veräusserung der 
Parzelle Nr. 11 zu beachtende Preisbindung, und schliesslich einen Vorvertrag auf 
Abschluss eines Kaufvertrages betreffend die Parzelle Nr. 21 und einen Teil der 
Parzelle Nr. 11 samt Einräumung von Kaufrechten und Vorkaufsrechten, der an 
die Stelle einer früheren Vereinbarung vom 14. Juni 2002 trat, welcher die Vor-
mundschaftsbehörde des Kreises M. die Genehmigung versagt hatte. Diese 
Bemühungen im Anschluss an die Gemeindeversammlung vom 18. Dezember 
2000, die angesichts der komplexen Sachlage und der zum Teil unterschiedlichen 
Interessen jederzeit scheitern konnten, zogen sich bis in die Monate April/Mai des 
Jahres 2003 hin. Am 05. Juni 2003 konnte dann das Ergebnis der Teilrevision der 
Ortsplanung der Gemeinde P. für das Gebiet „H.“ an die Regierung des Kantons 
Graubünden weitergeleitet werden. Ihre Zustimmung hierzu erfolgte erst rund sie-
ben Monate später am 13. Januar 2004, wobei die Erwägungen im Genehmi-
gungsbeschluss und die darin enthaltenen Auflagen zeigen, dass es sich entge-
gen den Beteuerungen des Beirats nicht um eine blosse Formalität handelte, son-

22

dern dass selbst in diesem späten Verfahrensstadium noch mit Verzögerungen 
gerechnet werden musste. Trotz all dieser Ungewissheiten liess es Z. zu, dass bis 
zum Oktober 2001 auch noch der Rest des Bankanlagevermögens verbraucht 
wurde, was wiederum als leichtfertig bezeichnet werden muss, zumal es für die 
Erwartung des Beirats, der Y. und ihrem Mann zugestandene Lebensstandard 
lasse sich nahtlos durch die Aufnahme entsprechender Kredite finanzieren, keine 
verlässliche Grundlage gab. Abgesehen davon, dass die beiden Parzellen Nr. 11 
und Nr. 21 vor ihrer Einzonung als Bauland für einen Kredit in der Höhe von Fr. 
400'000, wie ihn Z. anstrebte, keine ausreichende Sicherheit boten, wäre für eine 
solche Darlehensaufnahme ohnehin die Zustimmung durch die Vormundschafts-
behörde erforderlich gewesen (Art. 421 Ziff. 4 ZGB). Hiermit durfte er indessen 
selbst dann nicht ernstlich rechnen, wenn der Kredit grundsätzlich erhältlich ge-
wesen wäre. Es war nicht zu erwarten, dass sie sich mit Blick auf die ungewisse 
künftige Erschliessung neuer Geldquellen damit einverstanden erklären könnte, 
dass die gewohnte Lebenshaltung nunmehr mit Fremdmitteln finanziert werde. Im 
Übrigen wurde ein Gesuch um Zustimmung zu einem hypothekarisch abgesicher-
ten Kredit in der genannten Höhe durch die Vormundschaftsbehörde des Kreises 
M. mit Beschluss vom 06. September 2001 ausdrücklich abgewiesen, mit der für 
den Beirat wiederum vorhersehbaren Begründung, dass die beiden Parzellen dem 
Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) unterstehen würden und 
dass das geplante Geschäft mit der in diesem Gesetz geregelten Belastungs-
grenze nicht vereinbar sei. –  Es bleibt also bei dem gegenüber Z. erhobenen 
Vorwurf, als Beirat von Y. schuldhaft versagt zu haben.

Z. macht weiter geltend, dass die von ihm angestrebte und über die G. AG 
geförderte Einzonung der Parzellen Nr. 11 und Nr. 21 als Bauland im Jahr 2004 
doch noch gelungen sei, worauf die beiden Grundstücke mit einem Gewinn in Mil-
lionenhöhe verkauft worden seien. Diesen Vorteil, der den Verlust des Bankanla-
gevermögens mehr als aufzuwiegen vermöge, hätte sich Y. anrechnen lassen 
müssen. Gleiches müssten sich nunmehr auch ihre Rechtsnachfolger gefallen las-
sen. Daraus kann der Beklagte allerdings nichts zu seinen Gunsten ableiten, fehlt 
es doch offenkundig am erforderlichen inneren Zusammenhang (an der Kongru-
enz) zwischen dem schädigenden Ereignis, dem übermässigen Verbrauch des 
Bankanlagevermögens, und dem konkreten Vorteil, der durch die Ortsplanungs-
revision bewirkten Wertsteigerung des Y. verbliebenen Immobilienbesitzes (vgl. 
ROLAND BREHM, Berner Kommentar Band VI.1.3.1., 3. Aufl., Bern 2006, Art. 42 OR 
N. 34; ANTON K. SCHNYDER, Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 4. Aufl., Basel 

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2007, Art. 42 OR N. 7 f.; SJZ 101 [2005] S. 364). – Die Behauptung, der Verbei-
rateten sei gar kein Schaden entstanden, will Z. überdies mit dem Hinweis unter-
mauern, dass durch die hohen Bezüge ein entsprechend gesteigerter Lebensge-
nuss erkauft worden sei. Hierin liegt indessen kein gleichwertiger Ersatz für den 
vollständigen Verlust des Bankanlagevermögens. Wie bereits dargelegt wurde, 
hätten diese Gelder beim genannten mässigen Verbrauch zusammen mit den Ein-
künften Y. und ihrem Mann erlaubt, auf Jahre hinaus den Aufwand für einen an-
gemessenen Lebensunterhalt zu finanzieren (rund Fr. 100'000 jährlich), und dies 
selbst dann, wenn sich die Hoffnung auf eine Einzonung der im übrigen Gemein-
degebiet liegenden Parzellen Nr. 11 und Nr. 21 zerschlagen hätte. Erst nach der 
Erschliessung neuer Geldquellen hätte sich die Frage stellen dürfen, ob die finan-
ziellen Verhältnisse allenfalls auch eine luxuriösere Lebenshaltung zu rechtferti-
gen vermöchten. Der ungerechtfertigte völlige Abbau des Bankanlagevermögens 
bis zum Oktober 2001 wäre nur aufgewogen worden, wenn in gleichem Masse 
andere jederzeit realisierbare Reserven geschaffen worden wären. Dem war hier 
indessen nicht so.

Angesichts des Schutzbedürfnisses der unter kombinierter Beiratschaft ste-
henden Y. in finanziellen Belangen ist wie beim Mündel grundsätzlich volle Schad-
loshaltung anzustreben (vgl. FORNI/PIATTI, a. a. O., Art. 426-429 ZGB N. 5). Es 
sind denn auch im vorliegenden Fall keine Billigkeitsgründe ersichtlich, welche es 
nahe legen würden, die Z. treffende Ersatzpflicht zu ermässigen oder ihn gänzlich 
von ihr zu entbinden. Da der Beirat nichts Zweckdienliches zur Erhaltung des Ban-
kanlagevermögens vorgekehrt hat, stellt insbesondere der Umstand, dass Y. und 
ihr Ehemann gemessen an ihren damaligen finanziellen Verhältnissen einen über-
setzten Lebensstil pflegten, keinen Herabsetzungsgrund dar. Daran ändert auch 
der weitere Umstand nichts, dass X. als Erbe nunmehr direkt und nicht länger 
bloss über seine Ehefrau von einer allfälligen Schadenersatzzahlung profitiert. 
Nichts zu seinen Gunsten ableiten vermag Z. schliesslich daraus, dass er am Pro-
jekt „H.“ mitgewirkt hat, tat er dies doch nicht einfach uneigennützig im Interesse 
der Verbeirateten, sondern offensichtlich auch deshalb, wie er darin für sich und 
die G. AG ein einträgliches Geschäft sah.

Aus all diesen Gründen ist es nicht zu beanstanden, dass das Bezirksge-
richt Surselva die Klage gutgeheissen und Z. zur Bezahlung von Schadenersatz 
in der Höhe von Fr. 500'000 verpflichtet hat, wobei ergänzend auf die einlässlichen 
Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden kann (Art. 229 Abs. 3 
ZPO). Zu bestätigen ist aber auch die weitere Anordnung im vorinstanzlichen Ur-

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teil, wonach auf dem zugesprochenen Betrag ab dem 17. März 2004, dem Zeit-
punkt der Anhängigmachung der Klage, der gesetzliche Verzugszins von 5 % zu 
entrichten sei. Die Berufung ist damit abzuweisen.

5. Vor erster Instanz sind die Erben Y. mit ihrem Forderungsbegehren 
gegen den Widerstand des Beklagten vollständig durchgedrungen, weshalb sämt-
liche Verfahrenskosten (jene des Kreisamtes e. von Fr.250.00 sowie jene des Be-
zirksgerichtes Surselva von Fr. 25'000.00) Z. als unterliegender Partei überbun-
den wurden. Dies ist nach dem Ergebnis des Berufungsverfahrens so wenig zu 
beanstanden wie die weitere Anordnung im angefochtenen Urteil, dass der Be-
klagte den Klägern eine Umtriebsentschädigung von Fr. 85'000.00 zu entrichten 
habe. Angesichts der Bedeutung und der Komplexität der Streitsache erscheint 
sowohl die Höhe der Gerichtskosten wie jene der den Erben Y. zugesprochenen 
Parteientschädigung als noch vertretbar. Vor der Zivilkammer des Kantonsge-
richts wurde denn auch gar nicht erst geltend gemacht, dass an der vorinstanzli-
chen Kosten- und Entschädigungsregelung (Ziff. 2 des Dispositivs) selbst dann 
etwas zu ändern sei, wenn es im Wesentlichen beim bezirksgerichtlichen Urteil 
sein Bewenden habe.

6. Da Z. mit seinem Rechtsmittel keinen Erfolg zu erzielen vermochte, 
gehen die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer aus den eben 
genannten Gründen auf Fr. 12'000.00 festzusetzenden Gerichtsgebühr, einem 
Streitwertzuschlag von Fr. 2500.00 [0.5 % von Fr. 500'000.00, Art. 7 Abs. 1 des Kos-
tentarifs im Zivilverfahren, BR 320.075] sowie einer Schreibgebühr von Fr. 416.00, 
total somit Fr. 14'916.00, vollumfänglich zu seinen Lasten.

Als unterliegende Partei besitzt Z. von vornherein keinen Anspruch, seine 
Aufwendungen im Verfahren vor der Zivilkammer des Kantonsgerichts abgegolten 
zu erhalten. Er ist vielmehr zu verpflichten, der Gegenpartei eine angemessene 
Umtriebsentschädigung zu bezahlen. Sie ist dem mutmasslichen notwendigen 
Aufwand entsprechend und unter Einrechnung der Mehrwertsteuer auf Fr. 
5000.00 festzusetzen.

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Demnach erkennt die Zivilkammer:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 14'916.00 (Gerichtsgebühr Fr. 
12'000.00, Streitwertzuschlag Fr. 2500.00, Schreibgebühr Fr. 416.00) ge-
hen zulasten von Z..

3. Z. wird überdies verpflichtet, den Erben Y. für das Verfahren vor der Zivil-
kammer des Kantonsgerichts eine Umtriebsentschädigung von Fr. 5000.00 
zu bezahlen, die Mehrwertsteuer eingeschlossen.

4. Gegen diese einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden. Sie ist dem Bundesgericht 
innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung schriftlich in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG. 

5. Mitteilung an: