# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3a88c9f-89b4-5b67-a00c-356bbf4635c8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 30.08.2021 B 2020/243
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2020-243_2021-08-30.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2020/243

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 16.09.2021

Entscheiddatum: 30.08.2021

Entscheid Verwaltungsgericht, 30.08.2021
Baurecht, Gewässernutzung, Gewässerschutz, Art. 22 Abs. 2 Ingress und 
lit. a RPG, Art. 19 Abs. 2 GSchG in Verbindung mit Art. 32 Abs. 2, 3 und 4 
erster Satzteil, Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV, Art. 11, Art. 61 BauG, Art. 99 
Abs. 1, Art. 132 Abs. 3 Ingress und lit. b PBG, Art. 13 Abs. 1 Ingress und 
Ziff. 3 und Art. 21 Abs. 1 GNG, Art. 684 ZGB. Das Verwaltungsgericht bejahte 
seine funktionelle Zuständigkeit, da der gemeindliche Gesamtentscheid 
auch eine Wasserrechtskonzession des Baudepartements mitumfasste 
(E. 1). Der vorinstanzliche Gesamtentscheid, gemäss welchem das strittige 
Mehrfamilienhaus sowohl in bau- (insbesondere in Bezug auf 
Zonenkonformität, Strassenabstand, Pflichtparkplätze, Ausnützungsziffer, 
Einordnung) als auch in gewässerschutzrechtlicher Hinsicht 
(Ausnahmebewilligung für Anlage im Gewässerschutzbereich Au, die unter 
dem mittleren Grundwasserspiegel liegt; Einleitung des während der 
Bauphase abzupumpenden Grundwassers via bestehende 
Meteorwasserleitung, Grundwassernutzung) die massgebenden öffentlich-
rechtlichen Vorschriften einhält, war nicht zu beanstanden (E. 5-12). 
übermässige Immissionen im Sinn von Art. 684 ZGB liegen nicht vor (E. 13), 
(Verwaltungsgericht, B 2020/243). Die gegen dieses Urteil erhobene 
Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 18. April 2023 
abgewiesen (Verfahren 1C_597/2021).

Entscheid vom 30. August 2021

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

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A.__,

B.__ und C.__,

D.__ und E.__,

F.__,

G.__ und H.__,

J.__ und K.__,

Beschwerdeführer 1-10,

alle vertreten durch A.__,

gegen

Politische Gemeinde X.__,

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanzen 1 und 2,

und

Q.__ AG,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alex Keller, relevanz.legal, Teufener Strasse 11, 

Postfach 1733, 9001 St. Gallen,

Gegenstand

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Baubewilligung / Wasserrechtskonzession und gewässerschutzrechtliche 

Bewilligung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

Die Q.__ AG (nachfolgend: Q.__ AG) ist Eigentümerin der mit dem Einfamilienhaus 

Assek.-Nr. 0000__ (nachfolgend: EFH) überbauten Parzelle Nr. 0001__, Grundbuch 

X.__. Nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde X.__ ist das Grundstück der 

Wohnzone W2 zugewiesen. Gemäss der Gewässerschutzkarte des Kantons St. Gallen 

liegt es im Gewässerschutzbereich A . Die Realisierung eines vom 2. März 2017 bis 

15. März 2017 öffentlich aufgelegten Baugesuchs resp. zweier vom 11. April 2018 bis 

24. April 2018 öffentlich aufgelegter Baugesuche für den Abbruch des EFH und den 

Neubau eines Mehrfamilienhauses auf Parzelle Nr. 0001__ wurde von der T.__ AG bzw. 

der Q.__ AG offenbar nicht weiterverfolgt (www.geoportal.ch, www.zefix.ch, www. … -

sg.ch).

B.

Am 12. September 2019 reichte die Q.__ AG zwei Baugesuche für den Abbruch des 

EFH und den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit fünf Wohnungen (nachfolgend: 

MFH) auf Parzelle Nr. 0001__ ein. Während der öffentlichen Auflage vom 4. März 2020 

bis 17. März 2020 gingen zwei Einsprachen ein, darunter diejenige von L.__ und M.__, 

N.__ und O.__, A.__, B.__ und C.__, D.__ und E.__, P.__ und F.__, G.__ und H.__ sowie 

J.__ und K.__. Vom 2. April 2020 bis 1. Mai 2020 lag ein 

Wasserrechtskonzessionsgesuch für eine Wärmepumpenanlage mit 

Grundwassernutzung auf Parzelle Nr. 0001__ öffentlich auf. Mit Entscheid vom 

17. August 2020 wies der Stadtrat X.__ die Einsprachen sowohl in öffentlich-rechtlicher 

Hinsicht als auch in privatrechtlicher Hinsicht gemäss Art. 684 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) ab, soweit er darauf eintrat, und bewilligte die 

Baugesuche unter gleichzeitiger Eröffnung aller kantonalen und kommunalen 

Teilverfügungen, insbesondere der Verfügung über Gewässerschutzmassnahmen des 

Amtes für Umwelt und Energie (AWE) vom 11. Juni 2020 mit abschlägigem 

Einspracheentscheid vom 23. Juni 2020 sowie der Wasserrechtskonzession und 

gewässerschutzrechtlichen Bewilligung des Baudepartements mit abschlägigem 

Einspracheentscheid vom 22. Juni 2020 als Gesamtentscheid (act. 2, 6.5, 15.3, 24, 

www.geoportal.ch).

u

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C.

Gegen den Gesamtentscheid des Rates der Politischen Gemeinde X.__ (Vorinstanz 1) 

vom 17. August 2020 erhob A.__ (Beschwerdeführerin 1) am 2. September 2020 für 

sich und im Namen von B.__ und C.__, D.__ und E.__, F.__, G.__ und H.__, J.__ und 

K.__ (Beschwerdeführer 2 bis 10) sowie von L.__ und M.__, P.__ sowie N.__ und O.__ 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Am 4. September 2020 überwies der 

Vizepräsident des Verwaltungsgerichts die Beschwerde an das Baudepartement 

(Vorinstanz 2, act. 3).

D.

Am 24. September 2020 ergänzte die Beschwerdeführerin 1 die von der Vorinstanz 2 

als Rekurs entgegengenommene Eingabe vom 2. September 2020 mit einer 

Begründung. Diese Eingabe war neu auch von R.__ und S.__ unterzeichnet (act. 4 und 

6.3). Am 22. Oktober 2020 nahm die Vorinstanz 1 Stellung (act. 6.5). Mit 

Vernehmlassung vom 27. Oktober 2020 beantragte die Q.__ AG (Beschwerdegegnerin), 

es sei der Rekurs unter Kostenfolge abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei 

(act. 6.6). Nach einem Meinungsaustausch mit dem Verwaltungsgericht trat die 

Vorinstanz 2 mit Entscheid vom 10. Dezember 2020 auf den Rekurs der 

Beschwerdeführer 1 bis 10 bzw. von R.__ und S.__ vom 2./24. September 2020 nicht 

ein und wies die Eingabe zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht zurück 

(act. 5).

E.

Am 12. Februar 2021, 14. April 2021 und 10. Mai 2021 liessen sich die 

Beschwerdeführer 1 bis 10 vernehmen und beantragten dem Sinn nach, in 

Gutheissung der vom Verwaltungsgericht nurmehr als Beschwerde 

entgegengenommenen Rechtsmitteleingabe vom 2./24. September 2020 (act. 1, 4, 6.3) 

sei der Gesamtentscheid der Vorinstanz 1 vom 17. August 2020 aufzuheben 

(act. 14-15.3, 25 f., 30.1 f.). In ihrer Stellungnahme vom 14. April 2021 bestätigten sie 

überdies ausdrücklich, dass die Beschwerde mangels entsprechender Vollmachten als 

nicht erhoben gilt für L.__ und M.__, P.__, N.__ und O.__ sowie R.__ und S.__ (vgl. dazu 

auch Zwischenverfügungen des zuständigen Abteilungspräsidenten des 

Verwaltungsgerichts vom 16. Dezember 2020 und 16. März 2021, act. 7 und 21). Die 

Vorinstanz 1 verzichtete mit Eingabe vom 23. Februar 2021 auf eine Stellungnahme 

und beantragte sinngemäss die Abweisung der Beschwerde (act. 17). Am 4. März 2021 

und 14. April 2021 liess sich die Vorinstanz 2 vernehmen, ohne eigene Anträge zu 

stellen (act. 18, 23). Am 11. März 2021 duplizierte die Beschwerdegegnerin und passte 

ihr Rechtsbegehren vom 27. Oktober 2020 insoweit an, als sie die kostenfällige 

Abweisung der Beschwerde beantragte, soweit darauf einzutreten sei (act. 19).

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Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Kraft des unmittelbar anwendbaren (vgl. E. 2 hiernach) Art. 132 Abs. 3 Ingress und lit. b 

Satz 1 des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) kann der Gesamtentscheid 

(Art. 133 Ingress und lit. f PBG) beim Verwaltungsgericht angefochten werden, wenn 

das zuständige Departement, dem die federführende kantonale Stelle angehört, 

entschieden oder am Verfahren mitgewirkt hat. Der Gesamtentscheid des Rates der 

Vorinstanz 1 vom 17. August 2020 (act. 2, 6.5/1.20 und 5.0, federführende Stelle des 

Kantons: Amt für Umwelt, vgl. dazu Art. 132 Abs. 4 PBG in Verbindung mit Art. 20 

Abs. 1 und Anhang 2 Ziff. 1.3 der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz; 

sGS 731.11, PBV) umfasste auch die Wasserrechtskonzession mitsamt 

Einspracheentscheid der Vorinstanz 2 vom 22. Juni 2020 (act. 6.5/3.8) gestützt auf 

Art. 13 Abs. 1 Ingress und Ziff. 3 und Art. 21 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Gewässernutzung (sGS 751.1, GNG). Da das Baudepartement damit im Sinne von 

Art. 132 Abs. 3 Ingress und lit. b Satz 1 PBG entschieden hat, ist das 

Verwaltungsgericht zur Behandlung der gegen den Gesamtentscheid der Vorinstanz 1 

vom 17. August 2020 erhobenen Beschwerde – in Ergänzung zu Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, VRP) – zuständig (vgl. dazu 

VerwGE B 2020/84 vom 29. April 2021 E. 1.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeeingabe 

vom 2. September 2020 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der 

Ergänzung vom 24. September 2020 (act. 4, 6.3) formell und inhaltlich die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). 

Entgegen der Auffassung der Vorinstanz 2 (act. 18 Ziff. 3d) kann nicht gesagt werden, 

aus der im Rahmen der Beschwerde vorgebrachten Kritik (vgl. insbesondere Beilage 5 

zu act. 4) ergäbe sich nicht, wieso der angefochtene Gesamtentscheid vom 

17. August 2020 aufzuheben sei (vgl. hierzu VerwGE B 2019/77; B 2019/78 vom 

11. Februar 2020 E. 2 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführer als Eigentümer von 

Grundstücken, welche weniger als 100 m vom Baugrund entfernt liegen, sind zur 

Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl. dazu Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 

Abs. 1 VRP und BGer 1C_174/2020 vom 5. Mai 2021 E. 1.2 mit Hinweisen). Auf die 

Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.

Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführer (act. 14, S. 1) 

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pauschal auf ihre Einsprache vom 14. März 2020 (act. 6.5/4.4) verweisen (vgl. VerwGE 

B 2017/46 vom 20. März 2018 E. 1 mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdegegnerin 

vorbringt (act. 6.6, S. 2 Ziff. II/A/b/, act. 19, S. 2 Ziff. II/A/b), auf die Beschwerde sei 

nicht einzutreten, soweit erstmals im Beschwerdeverfahren übermässige Einwirkungen 

nach Art. 684 ZGB gerügt würden, verkennt sie, dass die Vorinstanz 1 die Einsprache 

der Beschwerdeführer vom 14. März 2020 auch in privatrechtlicher Hinsicht gemäss 

Art. 684 ZGB abwies (vgl. Dispositiv-Ziff. III/2 des Einspracheentscheids vom 

17. August 2020, act. 2).

2.

Der erstinstanzliche Gesamtentscheid der Vorinstanz 1 erging am 17. August 2020 

(act. 2, 6.5/1.20 und 5.0). Laut Art. 173 Abs. 1 des am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049) 

in Kraft getretenen Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) ist somit das PBG 

anwendbar, soweit es unmittelbar anwendbar ist oder der kommunale 

Rahmennutzungsplan – der Zonenplan und das Baureglement (BauR) der Vorinstanz 1 

wurde vom Baudepartement am 19. Dezember 1995 bzw. am 6. Juli 2009 genehmigt 

(www.geoportal.ch) – entsprechend revidiert worden ist. Ansonsten ist das bis 

30. September 2017 gültig gewesene Gesetz über die Raumplanung und das 

öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 

1. Januar 2015) heranzuziehen (siehe dazu auch VerwGE B 2019/140 vom 

22. April 2020 E. 2 mit Hinweisen; J. Frei, in: Bereuter/derselbe/Ritter [Hrsg.], 

Kommentar zum Planungs- und Baugesetz des Kantons St. Gallen, Basel 2020, 

N 11 ff. zu Art. 173 PBG sowie N 10 ff. zu Art. 175 PBG, und Anhang des 

Kreisschreibens des Baudepartements "übergangsrechtliche Bestimmungen im 

Planungs- und Baugesetz" vom 8. März 2017).

3.

Die Beschwerdeführer stellen den Beweisantrag (act. 14, S. 3), es sei ein Augenschein 

im Sinne von Art. 12 Abs. 1 VRP mit Verständigungsversuch durchzuführen. Darauf 

kann in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden. Die mit Blick auf die 

nachstehend zu schildernden Gegebenheiten entscheidrelevanten tatsächlichen 

Verhältnisse ergeben sich aus den Verfahrensakten und dem Geoportal 

(www.geoportal.ch, vgl. zu den nicht beweisbedürftigen notorischen Tatsachen etwa 

BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf 

BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: Pra 2018 Nr. 61). Es ist nicht ersichtlich, was der 

Augenschein an zusätzlichem Erkenntnisgewinn bringen würde (vgl. dazu BGer 

1C_13/2018 vom 13. März 2019 E. 3 mit Hinweisen sowie B. Märkli, in: Rizvi/Schindler/

Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/

St. Gallen 2020, N 28 ff. zu Art. 12-13 VRP), zumal sich vor allem Rechtsfragen stellen. 

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Überdies liegt kein geeigneter Fall für eine gütliche Verständigung vor (vgl. dazu Art. 64 

in Verbindung mit Art. 54 VRP; VerwGE B 2016/217 vom 13. Februar 2018 E. 3 mit 

Hinweisen).

4.

Die Beschwerdeführer machen zunächst dem Sinn nach geltend (act. 4, S. 2 f., 

Beilage 5, S. 1, 3, 9, act. 15.2, S. 2 f., act. 26, S. 2), das Quartier W.__ hätte schon 

längst einer Einfamilienhauszone zugewiesen werden müssen resp. das strittige 

Bauvorhaben setze den Erlass eines Nutzungsplans für verdichtetes Bauen voraus. 

Damit stellen sie implizit vorfrageweise die Zuweisung des Baugrundstücks Nr. 0001__ 

zur Wohnzone W2 in Frage. Indes ist weder ersichtlich noch wird von den 

Beschwerdeführern weiter dargetan, inwiefern die Voraussetzungen für eine 

ausnahmeweise vorfrageweise Überprüfung des Zonenplans der Vorinstanz 1 im 

Baubewilligungsverfahren gegeben sein sollten (vgl. dazu BGer 1C_25/2019 vom 

5. März 2020 E. 6.1, in: BR 2020, S. 270 und 285, sowie VerwGE B 2019/204 vom 

17. Oktober 2020 E. 6.1 je mit Hinweisen). Darüber hinaus hat die Vorinstanz 1 das 

Quartier W.__ nicht als Planungszone bezeichnet (vgl. dazu Art. 27 des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung, Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG, 

Art. 42 ff. PBG und VerwGE B 2014/166 vom 17. Dezember 2015 E. 2.1 f. mit 

Hinweisen).

5.

Die Beschwerdeführer halten weiter dafür (act. 4, S. 1, 3), das projektierte MFH sei in 

der Wohnzone W2 nicht zonenkonform. Das Bauvorhaben muss zonenkonform sein 

(Art. 22 Abs. 2 Ingress und lit. a RPG). Art. 22 Abs. 2 Ingress und lit. a RPG 

gewährleistet einen abstrakt wirkenden öffentlich-rechtlichen Immissionsschutz (vgl. 

VerwGE B 2016/161; B 2016/162 vom 15. August 2017 E. 5.1 mit Hinweisen). Der 

Zweck der Nutzungszone ergibt sich aus der Umschreibung der Zonenart 

(Art. 11 ff. BauG). Der kantonale Zonenkatalog ist abschliessend (vgl. Art. 10 BauG 

sowie VerwGE B 2009/97; B 2009/100 vom 24. Februar 2010 E. 2.4.1 mit Hinweis, in: 

GVP 2010 Nr. 38, bestätigt mit BGer 1C_185/2010 vom 27. Oktober 2010, siehe auch 

Art. 7 Abs. 3 Satz 1 PBG und linder/von Rappard-Hirt, in: Bereuter/Frei/Ritter [Hrsg.], 

a.a.O., N 23 f. zu Art. 7 PBG). Art. 11 Abs. 2 BauG erlaubt den Gemeinden die 

kantonalrechtlich vorgegebene Wohnzone (Art. 11 Abs. 1 BauG) zu differenzieren (nach 

Art. 7 Abs. 3 Satz 2 PBG gilt dies neu ausdrücklich für alle Zonenarten). Die 

Vorinstanz 1 hat darauf verzichtet, eine Wohnzone einzuführen, in welcher nur Ein- und 

Zweifamilienhäuser zulässig sind, sondern sie hat die Wohnzone in Art. 5 BauR nach 

der Ausnützungsziffer, der Anzahl der Geschosse und den Gebäudeabmessungen 

unterteilt (W2 bis W4). Folglich sind Mehrfamilienhäuser in der Wohnzone W2, abstrakt 

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betrachtet, zonenkonform. Im Übrigen behaupten die Beschwerdeführer nicht, dass es 

sich beim geplanten Attikageschoss oder beim projektierten Untergeschoss um ein 

Vollgeschoss im Sinne von Art. 4 Abs. 1 BauR handelt. Entgegen ihrer anderslautenden 

Darstellung ist demnach vorliegend ein zweigeschossiges MFH geplant.

6.

Soweit die Beschwerdeführer glauben machen wollen, das strittige MFH unterschreite 

den massgeblichen kleinen Grenzabstand resp. eine Baulinie entlang des Y.__-wegs 

(act. 4, S. 3, Beilage 5, S. 3, 8, act. 14, S. 3, act. 15.2, S. 7, act. 26, S. 4), lassen sie 

ausser Acht, dass Bauten und Anlagen entlang klassierter Gemeindestrassen nach 

Art. 6 Abs. 1 BauR anstelle des vorgeschriebenen Grenzabstandes von mindestens 

4.0 m (klein) bzw. 7.0 m (gross, vgl. dazu Art. 5 BauR und Art. 56 BauG) einen 

Strassenabstand von mindestens 3.0 m einzuhalten haben (vgl. dazu auch Art. 101 

Abs. 1, Art. 102 Abs. 1 Ingress und lit. b sowie Art. 104 lit. a des Strassengesetzes; 

sGS 732.1, StrG). Auch bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Vorinstanz 1 

einen Baulinienplan (vgl. Art. 102  StrG und Art. 29 PBG) entlang des Y.__-wegs 

(Parzelle Nr. 0002__, Gemeindestrasse zweiter Klasse) erlassen hätte oder die durch 

bestehende Gebäude vorgezeichnete Bauflucht massgebend wäre (vgl. dazu act. 19, 

S. 3 Ziff. II/C/d). Gegenüber dem Y.__-weg hält das projektierte MFH den 

vorgeschriebenen minimalen Strassenabstand von 3.0 m ein (vgl. dazu Grundrissplan 

Erdgeschoss vom 16. August 2019, act. 6.5/1.1). Im Übrigen bezieht sich das über den 

von den Beschwerdeführern angegebenen Link (act. 15.2, S. 7) im Internet abrufbare 

Dokument aus dem Jahr 2020 (S. 11) auf Art. 14 Abs. 1 der Bauordnung der Stadt 

St. Gallen (sRS 731.1, BO) betreffend die geschlossene Bauweise.

7.

Die Beschwerdeführer monieren überdies (Beilage 5 zu act. 4, S. 9, act. 15.2, S. 8), das 

geplante MFH weise nicht genügend Abstellplätze für Motorfahrzeuge auf. Laut Art. 72 

Abs. 1 BauG resp. Art. 69 Abs. 1 PBG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 1 und Art. 13 des 

Reglements über die Erstellung von Fahrzeugabstellplätzen und Kinderspielplätzen der 

 Vorinstanz 1 vom 26. Mai 2014 (RFK) ist die Bauherrschaft bei Neuerstellung von 

Bauten und Anlagen verpflichtet, auf eigenem Grund für Benützer (Wohnnutzung) einen 

Abstellplatz für Motorfahrzeuge pro 100 m  anrechenbarer Geschossfläche, 

mindestens einen Platz pro Wohnung, und für Besucher einen Abstellplatz pro 600 m

anrechenbarer Geschossfläche zu schaffen. Die Grösse der Fahrzeugabstellplätze 

richtet sich nach den Normen des Schweizerischen Verbands der Strassen- und 

Verkehrsfachleute (VSS, vgl. Art. 7 Abs. 1 RFK und zur dynamisch-direkten Verweisung 

VerwGE B 2018/246 vom 8. Juli 2019 E. 5.2 mit Hinweisen). Nach der VSS-Norm 40 

291a, Parkieren, Anordnung und Geometrie der Parkierungsanlagen (genehmigt im 

bis

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Dezember 2005, gültig ab 31. März 2019, S. 5, 13, 16) müssen Schräg- und 

Senkrechtparkfelder (Parkfeldwinkel 30° bis 90°) in der Komfortstufe A 

(Personenwagen PW, nicht öffentlich zugänglich, bspw. Wohn- und Geschäftshäuser) 

eine Breite von mindestens 2.35 m bis 4.70 m (plus 0.25 m bis 0.50 m breiter 

überhangsstreifen), eine Länge von mindestens 4.10 m bis 5.30 m sowie Abstände 

gegenüber Wänden von 0.30 m bis 0.60 m bzw. gegenüber Stützen von 0.40 m bis 

0.80 m aufweisen. Nicht umstritten ist die Grösse der sechs Abstellplätze und des 

Manövrierraums in der geplanten Tiefgarage. Was die Grösse des von den 

Beschwerdeführern bemängelten Aussenparkplatzes (für Besucher) anbelangt, ergibt 

sich aus dem Grundrissplan Erdgeschoss vom 16. August 2019 (act. 6.5/1.1) eine 

Länge von 5 m und ein Breite 2.40 m. Damit erfüllt dieser Schrägparkplatz 

(Parkfeldwinkel zwischen 30°bis 60°) mitunter (Breite, Abstand zur Hausmauer resp. zur 

Mauer bei der Tiefgaragenzufahrt) die Anforderungen der VSS-Norm 40 291a nicht. 

Allerdings ist in der Parkplatzberechnung der Beschwerdegegnerin vom 

2. September 2019 (act. 6.5/1.9) zu Unrecht ein Mindestbedarf von sieben Plätzen 

(davon zwei für Besucher) ausgewiesen: Nach der allerdings bestrittenen (vgl. E. 8 

hiernach) Ausnützungszifferberechnung vom 16. August 2019 (act. 6.5/1.10) weist das 

strittige MFH eine Bruttogeschossfläche von 429.86 m  auf. Gemäss Art. 13 RFK 

resultiert daraus ein Mindestbedarf von lediglich einem Besucherparkplatz, d.h. von 

insgesamt sechs Abstellplätzen. Mit den in der Tiefgarage ausgewiesenen Parkplätzen 

erfüllt das Bauvorhaben somit die Anforderungen von Art. 13 RFK.

8.

Die Beschwerdeführer rügen sodann eine Überschreitung der maximal zulässigen 

Ausnützungsziffer, da die projektierten Abstellräume und Wintergärten angerechnet 

werden müssten (act. 5, S. 3, Beilage 5, S. 6-8, act. 14, S. 1 f., act. 15.2, S. 4-7, 

act. 26, S. 2-4).

2

In der Wohnzone W2 ist eine Ausnützungsziffer von 0.50 vorgeschrieben (Art. 5 BauR). 

Die Ausnützungsziffer ist die Verhältniszahl der Summe aller anrechenbaren 

Geschossflächen zur anrechenbaren Parzellenfläche (Art. 61 Abs. 1 BauG). Nach 

Art. 61 Abs. 2 Satz 1 BauG zählen zur anrechenbaren Geschossfläche die nutzbaren 

Geschossflächen einschliesslich Gänge, Treppenhäuser und Mauerquerschnitte. Bei 

der Beurteilung der Nutzbarkeit kommt es entscheidend auf die nach objektiven 

Gesichtspunkten beurteilten Verwendungsmöglichkeiten eines Raumes 

beziehungsweise einer Geschossfläche an. Eine solche Eignung setzt unter anderem 

voraus, dass das Lichtmass der Fensterflächen von Wohn-, Schlaf- und Arbeitsräumen 

8.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/18

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mindestens 10% der Bodenfläche beträgt (vgl. dazu Art. 7 Abs. 3 BauR und VerwGE 

B 2016/93 vom 14. Dezember 2017 E. 4.2.1 mit Hinweisen, bestätigt mit 

BGer 1C_37/2018 vom 6. Juli 2018). Nicht angerechnet werden insbesondere 

nichtgewerbliche Einstellräume (Art. 61 Abs. 2 Satz 2 lit. b BauG, vgl. dazu auch 

Fritzsche/Bösch/Wipf/Kunz, Zürcher Planungs- und Baurecht, Band 2, 6. Aufl. 2019, 

S. 941). Ebenfalls nicht in Anschlag zu bringen sind Wintergärten sowie verglaste 

Dachterrassen und Balkone bis zu einer Fläche von 20% der anrechenbaren 

Geschossflächen im Sinne von Art. 61 Abs. 2 Satz 2 lit. d BauG, unabhängig davon, ob 

sie beheizt sind. Eine baulich-konstruktive Abgrenzung zu den übrigen anrechenbaren 

Wohnflächen ist indessen nötig (vgl. B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, 

Bern 2003, Rz. 668).

Wie sich aus der Ausnützungszifferberechnung sowie den Grundrissplänen, alle vom 

16. August 2019 (act. 6.5/1.1, 1.2, 1.10), ersehen lässt, weisen sämtliche als 

"Abstellräume" bezeichneten nicht gewerblich genutzten Einstellräume keine natürliche 

Belichtung auf. Trotz gegenteiliger Auffassung der Beschwerdeführer sind sie deshalb 

ungeachtet ihrer sonstigen Ausgestaltung (namentlich Bodenfläche, Raumhöhe) nicht 

zu Wohn-, Schlaf- oder Arbeitszwecken geeignet und daher nicht zu den 

anrechenbaren Geschossflächen zu zählen. Diesbezüglich ist jedoch daran zu erinnern, 

dass eine allfällige, spätere Umnutzung dieser Abstellräume zu Wohnzwecken, etwa 

nach der Anpassung des Rahmennutzungsplans der Vorinstanz 1 an das PBG, 

baubewilligungspflichtig wäre. Weiter beträgt der Anteil der vier geplanten Wintergärten 

an der anrechenbaren Geschossfläche nach der unbestrittenen Berechnung der 

Vorinstanz 1 (act. 2, S. 5) lediglich 8,39%. Überdies sind sie, abgesehen der Wand 

entlang des Treppenhauses bei Wohnung 4, seitlich verglast. Ferner sind sie 

konstruktiv klar von den Wohnräumen abgetrennt. Bei dieser Sachlage durfte die 

Vorinstanz 1 die Wintergärten als nicht anrechenbare Flächen im Sinne von Art. 61 

Abs. 2 lit. d BauG qualifizieren, ohne Recht zu verletzen. Demzufolge ist die 

Ausnützungszifferberechnung der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden. Das 

projektierte MFH hält die maximal zulässige Ausnützungsziffer von 0.50 ein.

8.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/18

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9.

Die Beschwerdeführer stellen sich überdies auf den Standpunkt (act. 4, S. 3, Beilage 5, 

S. 1-5, act. 14, S. 1, act. 15.2, S. 1-3, 8, act. 26, S. 1 f.), der strittige Abbruch des 

bestehenden EFH und der Neubau des MFH mit Flachdach und Attikageschoss führe 

zu einer Verschandelung des Quartiers W.__.

Nach dem direkt anwendbaren Art. 99 Abs. 1 PBG ist die Erstellung von Bauten und 

Anlagen, die das Orts- oder Landschaftsbild verunstalten oder – hier von vornherein 

mangels Schutzobjekt (Art. 115 lit. g PBG) nicht einschlägig – Baudenkmäler 

beeinträchtigen, untersagt. Im Unterschied zu positiven (kommunalen) 

Bauästhetikvorschriften verbietet das Verunstaltungsverbot nur erheblich störende 

Wirkungen auf das Orts- und Landschaftsbild in dem Sinn, dass nur etwas qualifiziert 

Unschönes verhindert werden soll. Dabei ist nicht das Bauvorhaben isoliert zu 

betrachten, sondern in Bezug zu seiner baulichen und landschaftlichen Umgebung zu 

setzen (vgl. VerwGE B 2019/22 vom 16. August 2019 E. 4.7 mit Hinweisen, allerdings in 

Bezug auf den altrechtlichen Art. 93 Abs. 1 BauG). Verunstaltung bedeutet eine 

schwerwiegende Verletzung ästhetischer Werte; sie ist gleichbedeutend mit einer 

erheblichen Beeinträchtigung (vgl. VerwGE B 2005/137 vom 24. Januar 2006 E. 1b/dd 

mit Hinweisen). Bauten, die in jeder Hinsicht den Zonenvorschriften entsprechen, 

können nicht schon deshalb als mit dem Beeinträchtigungsverbot unvereinbar 

bezeichnet werden, weil sie grössere Ausmasse und eine grössere Nutzungsdichte 

aufweisen als die umstehenden Gebäude. In solchen Fällen vermögen nur klar 

überwiegende öffentliche Interessen einen Bauabschlag zu rechtfertigen (vgl. 

GVP 2002 Nr. 12). Das Ausschöpfen des baureglementarisch Zulässigen bewirkt für 

sich allein betrachtet keine Verunstaltung im Sinne von Art. 99 Abs. 1 PBG (vgl. 

VerwGE B 2016/93 vom 14. Dezember 2017 E. 5.2 mit Hinweis). Soweit keine 

Beeinträchtigung denkmalgeschützter Bauten zur Diskussion steht, sind zur 

Beurteilung der städtebaulichen und architektonischen Gesamtwirkung eines Projekts 

keine speziellen Fachkenntnisse erforderlich (vgl. BGer 1C_75/2018 vom 

31. Oktober 2018 E. 7.3 mit Hinweisen). Den kommunalen Behörden kommt bei der 

Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe ein Beurteilungs- bzw. Ermessensspielraum 

zu, wenn Fragen zu beantworten sind, die lokale Umstände betreffen, mit denen diese 

Behörden vertraut sind (vgl. BGer 1C_33/2021 vom 16. April 2021 E. 5.2 mit 

Hinweisen).

9.1. 

Wie sich den von den Beschwerdeführern eingereichten, im Internet verfügbaren 

9.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/18

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10.

Die Beschwerdeführer bringen im Weiteren unter Berufung auf das Merkblatt AFU 173, 

Bauten und Anlagen in Grundwassergebieten, Fassung vom 1. Juli 2017, vor (Beilage 5 

zu act. 4, S. 9-12, act. 14, S. 2, act. 15.2, S. 8-11, act. 26, S. 5 f., act. 30.2), der 

projektierte Liftschacht des MFH sei gewässerschutzrechtswidrig.

Fotoaufnahmen von Google International LLC, Wilmington (Delaware), USA, und 

Google Switzerland GmbH, Zürich (Dienst "Street View" von Google Maps, act. 15.3, 

www.zefix.ch) sowie dem Geoportal entnehmen lässt, ist das Quartier W.__ vorwiegend 

mit Einfamilienhäusern mit Giebeldächern unterschiedlicher Stile und Firstrichtungen 

überbaut. In der Wohnzone W2 sind jedoch – immer unter Vorbehalt der Einhaltung der 

zonengemässen Regelbauschriften – auch grössere Baukuben wie für 

Einfamilienhäuser zulässig (vgl. dazu auch E. 5 hiervor). Klar überwiegende öffentliche 

Interessen, welche einen Bauabschlag vorliegend rechtfertigen könnten, sind nicht 

erkennbar und werden von den Beschwerdeführern auch nicht weiter substantiiert. 

Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz 1 im Rahmen des ihr zustehenden 

Beurteilungsspielraums bei objektiver Betrachtungsweise davon ausgehen, dass der 

Abbruch des EFH und der Neubau des MFH auf Parzelle Nr. 0001__ für sich alleine 

betrachtet und/oder mit Blick auf das Erscheinungsbild des Quartiers nicht zu etwas 

qualifiziert Unschönem führt (vgl. dazu auch Schnitte/Ansichten vom 16. August 2019, 

act. 6.5/1.3 f.; Fotodokumentation vom 17. September 2019, act. 6.5/5.8), weshalb 

nicht von einer Verunstaltung gesprochen werden kann. Soweit sich die 

Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf Art. 89 PBG, welcher die 

Übertragung der Baumassenziffer auf ein Nachbargrundstück regelt, berufen (act. 4, 

S. 3, Beilage 5, S. 2, 5, act. 14, S. 1, act. 26, S. 1), stösst ihre Kritik ins Leere. Dasselbe g

ilt, soweit sie ihre Argumentation auf die positive ästhetikklausel in Art. 3  lit. a und 

b BauR aufbauen (Beilage 5 zu act. 4, S. 3 f.), bei welcher es sich um eine unzulässige 

allgemeine Gestaltungsvorschrift über das gesamte Gemeindegebiet handelt, welche 

über den kantonalrechtlichen Rahmen von Art. 99 Abs. 2 PBG hinausgeht (vgl. dazu 

VerwGE B 2008/143; B 2008/149 vom 14. Mai 2009 E. 3.1.5 mit Hinweisen, vom 

Bundesgericht bestätigt mit BGer 1C_519/2012 vom 14. August 2013 E. 2.5, allerdings 

in Bezug auf Art. 93 Abs. 4 BauG, und W. Ritter, in: Bereuter/Frei/derselbe [Hrsg.], 

a.a.O., N 6 zu Art. 99 PBG). Art. 3  lit. a und b BauR ist deshalb die Anwendbarkeit im 

vorliegenden Fall zu versagen.

bis

bis

Fest steht, dass das umstrittene MFH im besonders gefährdeten 

Gewässerschutzbereich A  (Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Schutz der 

10.1. 

u

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Gewässer, Gewässerschutzgesetz; SR 814.20, GSchG, in Verbindung mit Art. 29 

Abs. 1 lit. a und Anhang 4 Ziff. 111 der Gewässerschutzverordnung; SR 814.201, 

GSchV) errichtet werden und unter den mittleren Grundwasserspiegel von rund 447.2 

m ü.M. reichen soll (vgl. dazu Geotechnischer Bericht der Z.__ AG vom 15. März 2017, 

act. 6.5/1.17, S. 5 und 12). In den besonders gefährdeten Bereichen bedürfen die 

Erstellung und die Änderung von Bauten und Anlagen einer kantonalen Bewilligung, 

wenn sie die Gewässer gefährden können (Art. 19 Abs. 2 GSchG in Verbindung mit 

Art. 32 Abs. 2 GSchV). Ist eine Bewilligung erforderlich, müssen die Gesuchsteller 

nachweisen, dass die Anforderungen zum Schutze der Gewässer erfüllt sind, und die 

dafür notwendigen Unterlagen (gegebenenfalls hydrogeologische Abklärungen) 

beibringen (Art. 32 Abs. 3 GSchV). Die Behörde erteilt eine Bewilligung, wenn mit 

Auflagen und Bedingungen ein ausreichender Schutz der Gewässer gewährleistet 

werden kann (Art. 32 Abs. 4 erster Satzteil GSchV). Im Gewässerschutzbereich A

dürfen keine Anlagen erstellt werden, die unter dem mittleren Grundwasserspiegel 

liegen. Die Behörde kann Ausnahmen bewilligen, soweit die Durchflusskapazität des 

Grundwassers gegenüber dem unbeeinflussten Zustand um höchstens 10 Prozent 

vermindert wird (Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV, siehe dazu auch Art. 43 

Abs. 4 GSchG). Ob die Ausnahmebewilligung erteilt wird, steht im Ermessen der 

zuständigen Behörde. Dieses Ermessen hat die Behörde pflichtgemäss auszuüben. Für 

die Erteilung einer Ausnahmebewilligung gemäss Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV ist 

eine Interessenabwägung erforderlich. Dabei müssen die privaten und öffentlichen 

Interessen an einer Verminderung der Durchflusskapazität die entgegenstehenden 

(Gewässerschutz-)Interessen überwiegen. Aus gewässerschutzrechtlicher Sicht fällt 

dabei namentlich ins Gewicht, wie gross die Verminderung der Durchflusskapazität 

innerhalb der zulässigen Bandbreite von 10 Prozent tatsächlich ausfällt und ob ein 

unterirdisches Gewässer selbst oder bloss ein zu seinem Schutz notwendiges 

Randgebiet betroffen ist. Aufseiten der Gesuchstellenden verdient Berücksichtigung, 

inwieweit die Verweigerung einer Bewilligung eine sinnvolle, den übrigen (insbesondere 

raumplanerischen und umweltrechtlichen) Vorgaben entsprechende Nutzung ihres 

Grundeigentums erschweren würde (vgl. dazu BGer 1C_460/2020 vom 30. März 2021 

E. 4.2.2 f. mit Hinweisen). Fungiert als Vorinstanz eine gesetzlich vorgesehene 

unabhängige Fachinstanz mit besonderen Fachkenntnissen, so kann und soll das 

Gericht deren technisches Ermessen respektieren und nicht aus eigenem Gutdünken, 

sondern nur aus triftigen Gründen von der Beurteilung durch die zuständige 

Fachbehörde abweichen, jedenfalls soweit die Fachinstanz die für den Entscheid 

wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und 

umfassend durchgeführt hat (vgl. BGE 142 II 451 E. 4.5.1 mit Hinweisen).

u 

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Entgegen anderslautender Darstellung der Beschwerdeführer hat das AWE weder in 

der Verfügung vom 11. Juni 2020 noch in seinem Einspracheentscheid vom 

23. Juni 2020 (act. 6.5/3.6 f.) ausser Acht gelassen, dass der Liftschacht mehr als 0.20 

bis 0.30 m unter den mittleren Grundwasserspiegel reicht (vgl. dazu insbesondere 

E. 4b/aa des Einspracheentscheids). Unter Berücksichtigung dieses Umstandes hat 

das fachkundige AWE die Angaben im Umströmnachweis (vgl. dazu Geotechnischer 

Bericht der Z.__ AG, vom 15. März 2017, act. 6.5/1.17, S. 12 Ziff. 4.6) als 

nachvollziehbar bezeichnet. Danach bewirken die unter den mittleren 

Grundwasserspiegel reichenden Gebäudeteile – inklusive Lichtschacht – eine 

rechnerische Durchflussreduktion von etwa einem Prozent. Daran ändert nichts, dass 

die Beschwerdegegnerin anerkanntermassen (act. 6.6, S. 7 lit. D/a/aa/54) versehentlich 

im Baugesuchsformular K2A (Beilage 2 und 3 zu act. 6.5/4.4, den von Vorinstanz 1 

eingereichten Baugesuchsunterlagen nicht beigelegt) die für die Liftunterfahrt 

erforderlichen Kreuze nicht angebracht hat. Damit ist von einer vergleichsweise 

geringen Verminderung der Durchflusskapazität auszugehen. Mittels der Liftunterfahrt 

soll der Zugang zum Gebäude auch im Untergeschoss stufenlos ausgestaltet werden 

(vgl. dazu Stellungnahme der Beratungsstelle für behindertengerechtes Bauen, 

act. 6.5/3.2, S. 2). Im öffentlichen Interesse liegende oder konzessionierte private 

Grundwasserfassungen werden durch das Vorhaben gemäss der Einschätzung des 

fachkundigen AWE (Einspracheentscheid, S. 5 E. 4b/bb) nicht beeinträchtigt. Auch ist 

nicht ersichtlich, weswegen der Einbau der flüssigkeitsdichten Liftunterfahrt nicht den 

notwendigen Anforderungen an die Sicherheit nach den Regeln der Baukunde 

entsprechen soll (vgl. dazu Art. 101 PBG). Vor diesem Hintergrund durfte das AWE die 

privaten und öffentlichen Interessen an einer Verminderung der Durchflusskapazität 

höher gewichten als die entgegenstehenden Gewässerschutzinteressen und die 

Ausnahmebewilligung im Sinne von Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV erteilen, ohne 

Recht zu verletzen. Im Übrigen hat das AWE in Bezug auf die während der Bauphase 

(längstens 90 Tage) erforderliche Grundwasserabsenkung bis auf 446.90 m ü.M. 

festgestellt, dass die gewässerschutzrechtlichen Anforderungen für die Bewilligung der 

Einleitung des abzupumpenden Grundwassers via die bestehende 

Meteorwasserleitung, welche bei der Parzelle Nr. 0006__ in den R.__ mündet (vgl. dazu 

www.geoportal.ch, Rubrik "Gewässereinzugsgebiete Kt"), mittels der verfügten 

Auflagen (Dispositiv-Ziffer III der Verfügung vom 11. Juni 2020, act. 6.5/3.6, vgl. dazu 

auch die im Baustelleninstallationsplan vom 29. August 2019 eingezeichneten 

Absetzbecken, act. 6.5/1.19) eingehalten werden können (vgl. dazu Art. 7 

Abs. 2 GSchG und Hettich/Tschumi, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], Kommentar zum 

Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, Zürich 2016, N 55 ff. zu 

10.2. 

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11.

Ferner ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdeführern auch nicht weiter 

dargetan (vgl. Beilage 5 zu act. 4, S. 11 f., act. 15.2, S. 10, act. 26, S. 6), inwiefern die 

geplante Wärmepumpe unter Einhaltung der von der Vorinstanz 2 am 22. Juni 2020 

verfügten Auflagen (act. 3.8, Dispositiv-Ziffer II//3) die Qualität des als Trinkwasser 

genutzten Grundwassers gefährden könnte (vgl. dazu Art. 19 Abs. 2 GSchG in 

Verbindung mit Art. 32 Abs. 2 lit. c und f GSchV; Art. 13 Abs. 1 Ingress und Ziff. 3, 

Art. 19 Abs. 1 und Art. 21 Abs. 2 GNG), zumal die nächstgelegenen 

Trinkwasserfassungen ausserhalb des Einflussbereichs der geplanten 

Grundwassernutzung liegen und benachbarte Grundwasserfassungen innerhalb des 

hydraulischen Einflussbereichs der geplanten Grundwassernutzung nicht unzulässig 

beeinflusst werden (vgl. dazu hydrogeologische Vorabklärung der Z.__ AG vom 

1. Oktober 2018, act. 6.5/1.16, S. 7-9).

12.

Zur Vermeidung von Baulärm hat die Vorinstanz 1 die Beschwerdegegnerin in den 

Baubewilligungen vom 17. August 2020 auflageweise verpflichtet, nach den Vorgaben 

der gestützt auf Art. 38 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz 

(Umweltschutzgesetz; SR 814.01, USG) und Art. 6 der Lärmschutz-Verordnung 

(SR 814.41, LSV) erlassenen Baulärm-Richtlinie des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), 

Stand 2011 (www.bafu.admin.ch), nur Geräte und Maschinen zu verwenden, welche 

dem anerkannten Stand der Technik entsprechen (vgl. dazu act. 6.5/1.20 und 5.0, S. 9 

bzw. 4), und die Mittags- (12.00 bis 13.30 Uhr) und Nachtruhe (20.00 bis 06.00 Uhr) 

gemäss Art. 5 f. und 11 des Lärmschutzreglements der Vorinstanz 1 einzuhalten. Auch 

hat die Beschwerdegegnerin zugesichert, den Massnahmenkatalog der Baulärm-

Richtlinie (Massnahmenstufe B) einzuhalten (act. 19, S. 4 lit. E). Entgegen der Meinung 

der Beschwerdeführer (Beilage 5 zu act. 4, S. 12 f., act. 15.2, S. 1, S. 11, act. 26, S. 6) 

Art. 7 GSchG) und die Abflusskapazität der Leitung resp. des R.__s 

(Gemeindegewässer, unter anderem Parzellen Nrn. 0003__, 0005__ und 0004__ [ab der 

Vereinigung der V.__ [Kanal] und des U.__-baches], www.geoportal.ch, Rubrik 

"Gewässernetz 1:10'000 GN 10 Kt") ausreichend ist (vgl. Einspracheentscheid vom 

23. Juni 2020, S. 5 E. 4c, siehe dazu auch Plan Werkleitungen vom 16. August 2019, 

act. 6.5/1.5). Die Beschwerdeführer bringen nichts vor, was diese Einschätzungen der 

kantonalen Gewässerschutzfachstelle (vgl. dazu Art. 49 Abs. 1 Satz 1 GSchG in 

Verbindung mit Art. 47 des Vollzugsgesetzes zur eidgenössischen 

Gewässerschutzgesetzgebung; sGS 752.2, GSchVG, und Art. 1 f. der Verordnung zum 

Vollzugsgesetz zur eidgenössischen Gewässerschutzgesetzgebung; sGS 752.21, 

GSchVV) erschüttern könnte.

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ist bei dieser Ausgangslage weder von übermässigen bzw. unzumutbaren 

Baulärmimmissionen auszugehen noch drängen sich weitergehende Massnahme im 

Sinne der Vorsorge auf (vgl. dazu auch BGer 1C_315/2017 vom 4. September 2018 

E. 3.6; BGer 1C_393/2014 vom 3. März 2016 E. 11.5 ff. je mit Hinweis[en]).

Soweit die Beschwerdeführer beiläufig die Erstellung von Rissprotokollen fordern, ist 

nicht erkennbar, inwiefern daran ein öffentliches Interesse bestehen soll. Die 

Beweissicherung für einen Zivilprozess kann sodann nicht Gegenstand des öffentlich-

rechtlichen Baubewilligungsverfahrens bilden (vgl. dazu VerwGE B 2012/142 und 

B 2012/147 vom 2. Juli 2013 E. 3 und 5 mit Hinweisen). Ob das geplante MFH die 

energierechtlichen Vorschriften erfüllt und insbesondere seinen Wärmebedarf decken 

kann (vgl. dazu Art. 45 Abs. 2 Satz 1 des Energiegesetzes; SR 730.0, EnG; Art. 4 ff. des 

kantonalen Energiegesetzes; sGS 741.1, EnG SG, und Art. 2 ff. in Verbindung mit 

Anhang 1 der Energieverordnung; sGS 741.11, EnV SG), kann, wie die 

Beschwerdeführer zutreffend ausgeführt haben, mangels entsprechendem Nachweis 

nicht abschliessend beurteilt werden. Allerdings hat die Vorinstanz 1 dafür eine 

separate Bewilligung in Aussicht gestellt (act. 6.5/1.20, S. 5). Dieses Vorgehen ist nach 

Art. 11 Abs. 2 EnV SG zulässig, was von den Beschwerdeführern nicht bestritten wird. 

Wie es sich diesbezüglich koordinationsrechtlich (Art. 25a RPG) verhält, braucht 

deshalb nicht weiter untersucht zu werden.

13.

Schliesslich befürchten die Beschwerdeführer übermässige Immissionen im Sinne von 

Art. 684 ZGB (act. 4, S. 2 f., Beilage 5, S. 5, 8, act. 14, S. 2, act. 26, S. 1).

Laut Art. 684 Abs. 1 ZGB ist jedermann verpflichtet, bei der Ausübung seines 

Eigentums sich aller übermässigen Einwirkungen auf das Eigentum der Nachbarn zu 

enthalten. Verboten sind insbesondere alle schädlichen und nach Lage und 

Beschaffenheit der Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht gerechtfertigten 

Einwirkungen, unter anderen durch Luftverunreinigungen, üblen Geruch, Lärm, Schall 

oder durch den Entzug von Besonnung oder Tageslicht (Art. 684 Abs. 2 ZGB). Bei der 

Abgrenzung zwischen zulässiger und unzulässiger (d.h. übermässiger) Immission ist die 

Intensität der Einwirkungen massgebend. Diese beurteilt sich nach objektiven Kriterien. 

Die beurteilende Instanz hat eine sachlich begründete Abwägung der Interessen 

vorzunehmen, wobei sie den Massstab des Empfindens eines Durchschnittsmenschen 

in der gleichen Situation zugrunde zu legen hat. Neben den in Art. 684 Abs. 2 ZGB 

beispielhaft als verboten aufgezählten materiellen Immissionen (Lärm usw.) und den 

negativen Immissionen (Lichtentzug usw.) untersagt die Rechtsprechung auch ideelle 

oder immaterielle Immissionen. Übermässig und folglich verboten sind ideelle 

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Immissionen, wenn bei Personen mit normaler durchschnittlicher Empfindlichkeit ein 

erhebliches, ständig fühlbares Unbehagen verursacht wird. Die Immission soll für jeden 

übermässig sein, der sich in der Lage des Klägers befindet. Art. 684 ZGB verschafft 

indes keinen Anspruch, dass in einem Einfamilienhausquartier den Nachbarn die 

Einsicht auf Sitzplätze und Gärten verunmöglicht wird. Eine durch rechtskräftigen 

Entscheid einer Verwaltungsbehörde bewilligte Baute verursacht in der Regel keine 

übermässigen Immissionen im Sinne von Art. 684 ZGB. Öffentlich-rechtliche 

Bewilligungen sind dann nicht mehr allein massgebend für die Beurteilung der 

übermässigkeit, wenn die Behörde per Ausnahmebewilligung ein Abweichen von den 

öffentlich-rechtlichen Vorschriften gewährt und womöglich die Interessen der Nachbarn 

nicht umfassend berücksichtigt (vgl. dazu VerwGE B 2020/120 vom 29. April 2021 

E. 3.1; VerwGE B 2020/59 vom 19. Januar 2021 E. 5.3; VerwGE B 2018/189 vom 

21. November 2018 E. 6.1 je mit Hinweisen).

Die Beeinträchtigung der Aussicht von den Grundstücken der Beschwerdeführer, der 

Schattenwurf des MFH auf die umliegenden Grundstücke, der durch dessen Bau 

verursachte Mehrverkehr auf dem Y.__-weg sowie ein allfälliges Unbehagen der 

Beschwerdeführer aufgrund der Nutzung des Attikageschosses kann – wie dargelegt – 

nicht auf Verletzungen des öffentlichen Baurechts oder auf Ausnahmebewilligungen 

zurückgeführt werden. Diese Einwirkungen erscheinen deshalb mit der Lage und 

Beschaffenheit der Grundstücke der Beschwerdeführer gerechtfertigt. Sie gehen nicht 

über das hinaus, was Nachbarn üblicherweise mit der baurechtskonformen 

Überbauung eines angrenzenden Grundstückes in Kauf nehmen müssen. Damit kann 

auch nicht als dargetan gelten, dass ein Durchschnittsmensch in derselben Situation 

einer Liegenschaft aufgrund der Nachbarschaft zum geplanten MFH effektiv eine 

Wertminderung zumisst. Somit liegen keine übermässigen Immissionen im Sinn von 

Art. 684 ZGB vor.

14.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem Ausgang 

des Verfahrens entsprechend haben die Beschwerdeführer die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeführer haften 

solidarisch (Art. 96 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 4'000 ist angemessen 

(Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Der Verlegung der 

amtlichen Kosten entsprechend haben die Beschwerdeführer die obsiegende 

Beschwerdegegnerin, deren Rechtsvertreter keine Kostennote eingereicht hat, für das 

Beschwerdeverfahren unter solidarischer Haftbarkeit ermessensweise pauschal mit 

insgesamt CHF 4'000 zuzüglich CHF 160 Barauslagen (vier Prozent von CHF 4'000) zu 

entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 98  VRP; Art. 98  VRP in 

bis 

bis ter

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Verbindung mit Art. 106 Abs. 3 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 

Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO, Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 sowie Art. 31 Abs. 1 

und 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG; Art. 6, Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b, 

Art. 28  der Honorarordnung, sGS 963.5, HonO). Ein Antrag auf 

Mehrwertsteuerzuschlag wurde nicht gestellt (vgl. Art. 29 HonO).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.

Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 4'000 bezahlen die 

Beschwerdeführer.

3.

Die Beschwerdeführer entschädigen die Beschwerdegegnerin für das 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich unter solidarischer Haftbarkeit mit insgesamt 

CHF 4'160 (inklusive Barauslagen), ohne Mehrwertsteuer.

 

 

 

bis

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 30.08.2021
	Baurecht, Gewässernutzung, Gewässerschutz, Art. 22 Abs. 2 Ingress und lit. a RPG, Art. 19 Abs. 2 GSchG in Verbindung mit Art. 32 Abs. 2, 3 und 4 erster Satzteil, Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV, Art. 11, Art. 61 BauG, Art. 99 Abs. 1, Art. 132 Abs. 3 Ingress und lit. b PBG, Art. 13 Abs. 1 Ingress und Ziff. 3 und Art. 21 Abs. 1 GNG, Art. 684 ZGB. Das Verwaltungsgericht bejahte seine funktionelle Zuständigkeit, da der gemeindliche Gesamtentscheid auch eine Wasserrechtskonzession des Baudepartements mitumfasste (E. 1). Der vorinstanzliche Gesamtentscheid, gemäss welchem das strittige Mehrfamilienhaus sowohl in bau- (insbesondere in Bezug auf Zonenkonformität, Strassenabstand, Pflichtparkplätze, Ausnützungsziffer, Einordnung) als auch in gewässerschutzrechtlicher Hinsicht (Ausnahmebewilligung für Anlage im Gewässerschutzbereich Au, die unter dem mittleren Grundwasserspiegel liegt; Einleitung des während der Bauphase abzupumpenden Grundwassers via bestehende Meteorwasserleitung, Grundwassernutzung) die massgebenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften einhält, war nicht zu beanstanden (E. 5-12). übermässige Immissionen im Sinn von Art. 684 ZGB liegen nicht vor (E. 13), (Verwaltungsgericht, B 2020/243). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 18. April 2023 abgewiesen (Verfahren 1C_597/2021).

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