# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7bdd239-0562-5cb3-afb9-783475d818f8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 20.11.2017 HE170442
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE170442_2017-11-20.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE170442-O U/ei 

 

 

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie die Gerichtsschreiberin 

Claudia Iunco-Feier 

 

Urteil vom 20. November 2017 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. Handelsregisteramt des Kantons Zürich,  

Kläger 

 

gegen 

 
B._____ GmbH für …,  

Beklagte 

 
betreffend Gesellschaft ohne Geschäftstätigkeit und ohne Aktiven 

 

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

Am 10. August 2016 meldete das Betreibungsamt Zürich 4 dem Handelsregister-

amt, dass die Beklagte über keine verwertbaren Aktiven mehr verfüge (act. 2/2). 

Es lagen zwei Verlustscheine bzgl. öffentlich-rechtlicher Forderungen vom selben 

Tag vor (act. 2/2). 

Das Handelsregisteramt schrieb die Beklagte am 19. September 2016 an 

(act. 2/3). 

Das Amt stützte sich auf die Bestimmungen von Art. 938a Abs. 1 OR und Art. 155 

Abs. 1 HRegV. Eine Gesellschaft, welche keine Geschäftstätigkeit aufweist und 

über keine verwertbaren Aktiven verfügt, kann vom Amt gelöscht werden. 

Offenbar reagierte die Beklagte auf das erwähnte Schreiben vom 19. September 

2017 nicht. 

Der Kläger 2 veranlasste drei Rechnungsrufe, welche vom 7. - 9. August 2017 da-

tieren (vgl. act. 2/4, dritte Veröffentlichung). 

Mit Eingaben an den Kläger 2 vom 19. Oktober 2017 und vom 8. November 2017 

machte A._____ als Gesellschafter und einziger Geschäftsführer der Beklagten 

sein Interesse an der Aufrechterhaltung der Eintragung geltend (act. 2/5, act. 2/6). 

Er brachte - allerdings ohne Belege - vor, die Beklagte bearbeite diverse Aufträge. 

Dem Fall haften zwei Besonderheiten an: Zum Einen geht aus dem Handelsregis-

tereintrag (act. 2/1) hervor, dass gemäss Urteil des Obergerichtes vom 8. August 

2016 das erstinstanzliche Konkurserkenntnis über die Beklagte aufgehoben wor-

den war. Das geschah bloss zwei Tage vor den Schreiben des Betreibungsamtes 

an den Kläger 2 (act. 2/2). Sodann wartete der Kläger 2 rund 10 Monate mit den 

Rechnungsrufen, ohne dieses lange Zuwarten zu begründen. 

Eine Konkurseröffnung kann nach den Regeln des SchKG nur aufgehoben wer-

den, wenn die Schuldnerin ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht (Art. 174 

Abs. 2 SchKG). Deshalb ist davon auszugehen, dass die Beklagte im August 

2016 über Aktiven verfügte. Folglich war ein Vorgehen nach Art. 155 HRegV nicht 

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angezeigt. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass sich daran in der Zwischen-

zeit etwas geändert hat. Demzufolge ist keine Löschung anzuordnen.  

Der Beklagten bzw. dem Kläger 1 kann nicht vorgeworfen werden, sie hätten das 

Gerichtsverfahren verursacht. Die Kosten sind deshalb auf die Staatskasse zu 

nehmen. 

Der Einzelrichter erkennt: 

1. Die Beklagte wird im Handelsregister nicht gelöscht. 

2. Die Kosten fallen ausser Ansatz. 

3. Entschädigungen werden keine zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte mit Kopien von act. 1 

und act. 2/1 - 6. 

5. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt mindestens CHF 30'000. 

 
Zürich, 20. November 2017 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

Einzelgericht 
 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Claudia Iunco-Feier 
 

	Urteil vom 20. November 2017
	
	Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
	Der Einzelrichter erkennt:
	1. Die Beklagte wird im Handelsregister nicht gelöscht.
	2. Die Kosten fallen ausser Ansatz.
	3. Entschädigungen werden keine zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte mit Kopien von act. 1 und act. 2/1 - 6.
	5. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...