# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41c3c85d-c0ff-5a38-ae64-6c0a8831e51f
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-03
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Verwaltungsrechtliche Abteilung 03.07.2020 2020_OG V 19 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_004_2020-OG-V-19-48_2020-07-03.pdf

## Full Text

Unfallversicherung. Art. 4 ATSG. Unfallbegriff. Die versicherte Person erlitt beim 
Wellensurfen eine durch eine sogenannte «Surfer’s Myelopathy» verursachte Parap-
legie. Die «Surfer’s Myelopathy» beschreibt eine seltene aber folgenschwere Erkran-
kung, die überwiegend bei erstmaliger Ausübung des Wellenreitsports beobachtet 
aber auch im Kontext der Nicht-Surfer beschrieben wurde. Es handelt sich um einen 
Rückenmarksinfarkt mit entsprechenden Folgen des bleibenden oder transienten 
Querschnitts. Der häufigste vermutete Verletzungsmechanismus ist eine Störung der 
spinalen Durchblutung aufgrund nichtgewohnter langanhaltender, somit statischer, 
Hyperextension der Wirbelsäule beim Paddeln auf dem Surfbrett in Bauchlage. Die 
durch die «Surfer’s Myelopathy» verursachte Paraplegie der versicherten Person trat 
im Rahmen des beim Wellensurfen üblichen Geschehensablaufs auf. Im konkreten 
Fall war keine Programmwidrigkeit festzustellen, womit die Ungewöhnlichkeit des 
äusseren Faktors zu verneinen war. Im Geschehen während des Surfens konnte 
dementsprechend kein Unfall im Rechtssinne erblickt werden. Dass die Folgen des 
programmgemässen Surfens schwerwiegend waren, kann bei der Beurteilung der 
Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors nicht berücksichtigt werden. 
 
Obergericht, 3. Juli 2020, OG V 19 48 

 
Sachverhalt: 
 
A. 
X, Altdorf, war durch eine Abredeversicherung bei der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (Suva), Luzern, gegen Unfallfolgen versichert, als sie am 11. Januar 2018 anlässlich 
eines Surfkurses auf Hawaii, USA, starke Schmerzen im Rückenbereich verspürte, nachdem 
sie auf dem Bauch liegend gegen eine Welle gepaddelt war. Es stellte sich heraus, dass X 
eine sogenannte „Surfer’s Myelopathy“ erlitten hatte, welche zu einer Paraplegie sub Th9 
beziehungsweise Th10 führte. 
 
B. 
Mit Verfügung vom 25. März 2019 lehnte die Suva einen Anspruch auf Versicherungsleis-
tungen ab, da kein überwiegender Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 11. 
Januar 2018 und den Beschwerden bestehe. Eine von X dagegen erhobene Einsprache 
wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 29. August 2019 ab. 

 
 
Aus den Erwägungen: 
 
2. Strittig und zu prüfen ist, ob die von der Beschwerdeführerin 1 durch eine Surfer’s Mye-
lopathy erlittene Paraplegie sub Th9 respektive Th 10 nach dem erforderlichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf einen Unfallhergang im Sinne von Art. 4 ATSG 
zurückzuführen ist. 
 
b) Ein Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte, schädigende Einwirkung eines unge-
wöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 
ATSG). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Massstab – 
nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üb-
lich ist (BGE 134 V 76 E. 4.1). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal 
der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen 
selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor 
allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 8C_545/2019 vom 
14.11.2019 E. 9.1). 
 

c) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit 
ohne besonderes Vorkommnis auch bei einer Sportverletzung zu verneinen. Der äussere 
Faktor ist dann nicht ungewöhnlich, wenn ein Geschehen – nach einem objektiven Massstab 
– in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt (BGE 
8C_835/2013 vom 28.01.2014 E. 5.1 mit Hinweisen). 
 
 
5. a) Die Beschwerdeführerin 1 macht geltend, die unerwartet hohe Welle, die zum Sturz 
ab dem Surfbrett geführt habe, erfülle das Kriterium des ungewöhnlichen äusseren Faktors. 
Dieser Faktor habe eine Überstreckung der Wirbelsäule verursacht. Aufgrund des geschil-
derten Unfallhergangs – hohe Welle, Hyperextension der Wirbelsäule, sofort brennenden 
Schmerzen, Kraftverlust – erscheine es überwiegend wahrscheinlich, dass eine durch die 
hohe Welle bewirkte einmalige Hyperextension der Wirbelsäule und nicht eine länger einge-
nommene Zwangshaltung die Querschnittlähmung der Beschwerdeführerin 1 ausgelöst ha-
be. Die Beschwerdeführerin 2 (Krankenkasse) führt aus, die Beschwerdegegnerin verkenne, 
dass eine Teilkausalität ausreichend sei. Der konsiliarisch beigezogene Arzt gehe davon 
aus, dass die Kollision mit der beschriebenen Welle die Myelopathie verstärkt oder sogar 
ausgelöst haben könnte. Der Unfall sei derart schwer gewesen und die ersten Lähmungser-
scheinungen seien so unmittelbar eingetreten, dass nicht von einer blossen Zufallsursache 
ausgegangen werden könne. 
 
b) Das Gericht wendet – im Rahmen der erhobenen Rügen – das Recht von Amtes wegen 
an. Es ist daher weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die 
Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als 
dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der 
Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen (BGE 8C_186/2011 vom 26.07.2011 E. 
1.1). Im angefochtenen Einspracheentscheid wird die Leistungspflicht der Beschwerdegeg-
nerin mit dem Fehlen eines Kausalzusammenhangs begründet. Ob überhaupt ein Unfall vor-
liege, mithin der Unfallbegriff erfüllt sei, wurde zwar erörtert, aber letztlich offengelassen. 
Sollten die Vorkommnisse vom 11. Januar 2018 kein Unfall im Rechtssinne gewesen sein, 
würde jedoch die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zum Vornherein entfallen, ohne 
dass die Kausalitätsfrage geprüft werden müsste. Das Gericht prüft daher nachfolgend in 
einem ersten Schritt, ob der Hergang im Rahmen des Surfens einem Unfallereignis ent-
sprach. Unstrittig ist, dass eine unfallähnliche Körperschädigung im konkreten Fall nicht vor-
liegt und die damit verbundenen Erleichterungen beim Unfallbegriff nicht anwendbar sind 
(vergleiche BGE 8C_618/2019 vom 18.02.2020 E. 6.2.3). 
 
6. a) Die Beschwerdeführerin 1 hat unbestrittenermassen körperliche Schädigungen erlit-
ten, die zur Diagnose einer sogenannten «Surfer’s Myelopathy» geführt haben. Die «Surfer’s 
Myelopathy» beschreibt eine seltene aber folgenschwere Erkrankung, die überwiegend bei 
erstmaliger Ausübung des Wellenreitsports beobachtet wurde aber auch im Kontext der 
Nicht-Surfer beschrieben wurde. Es handelt sich um einen Rückenmarksinfarkt mit entspre-
chenden Folgen des bleibenden oder transienten Querschnitts (Markus Knöringer, Surfer’s 
Myelopathy, in: Sports Orthopaedics and Traumatology, 2019, abrufbar: 
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0949328X19300560 zuletzt besucht: 
25.05.2020). Der häufigste vermutete Verletzungsmechanismus ist eine Störung der spina-
len Durchblutung aufgrund nichtgewohnter langanhaltender, somit statischer, Hyperextensi-
on der Wirbelsäule beim Paddeln auf dem Surfbrett in Bauchlage (Markus Knöringer, a.a.O.; 
Christian Swinney et al., Atraumatic Spinal Cord Injury in the Novice Surfer: A Comprehensi-
ve Review and Update, in: Hawaii Journal of Medicine and Public Health, 2017, 76[2], abruf-
bar: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5304427/ zuletzt besucht: 25.05.2020). 
Es wurden auch aktive Mechanismen im Gegensatz zur statischen Hyperextension ange-
nommen, die dazu beitragen können. Surfer, die vor dem Tag der Verletzung noch nie auf 
einem Surfbrett gestanden haben, sind besonders gefährdet. Diese Personen machen 89,5 - 
100 Prozent der gemeldeten Fälle aus, die in den verschiedenen Berichten gefunden wur-
den. Es treten multiple neurologische Defizite auf und umfassen häufig Paraparese, Quer-

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0949328X19300560
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5304427/

schnittslähmung, Harnstörungen und Hyperästhesie. Während sich diese Störungen in eini-
gen Fällen auflösen, gibt es Berichte über mehrere Fälle von dauerhaften Verletzungen 
(Christian Swinney et al., a.a.O.). Der Kreisarzt Dr. med. B. führte in seinem Bericht vom 9. 
August 2018 aus, bei der «Surfer’s Myelopathy» handle es sich gestützt auf bisherige 
Kenntnisse um eine atraumatische Rückenmarkdurchblutungsstörung aufgrund einer länger 
eingenommenen Körperzwangshaltung in einer Hyperlordose auf dem Surfbrett, für die ein 
Unfall nicht auslösend respektive zwingend sei. Die Rückenmarkdurchblutungsstörung wäre 
in versicherungsmedizinisch-neurologischer Beurteilung mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit auch ohne die geltend gemachte höhere Welle mit Herunterfallen/-rutschen vom Surf-
brett eingetreten. 
 
b) Der kreisärztlichen Beurteilung folgend, wäre das Ereignis mit dem Zusammentreffen 
der Beschwerdeführerin 1 und der geltend gemachten Welle als reine Zufallsursache zu wer-
ten. Ob dies zutrifft, ist eine Frage der Kausalität, die nicht beantwortet werden muss, wenn 
das Zusammentreffen und das weitere Geschehen vom 11. Januar 2018 nicht als Unfaller-
eignis zu werten wäre. Ob ein Unfallereignis – insbesondere ein ungewöhnlicher äusserer 
Faktor – vorliegt, ist nicht primär eine medizinische Frage, sondern eine Frage der Beurtei-
lung des tatsächlichen Ablaufs der Ereignisse und der rechtlichen Einordnung dieser Ereig-
nisse.  
 
c) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, die Beschwerdeführerin 1 
habe einen Sturz vom Surfbrett erlebt, als sie mit einer unerwartet hohen Welle kollidiert sei. 
Hinsichtlich des Sturzes ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 1 gemäss Schadens-
meldung vom 27. Februar 2018 sowie den Ausführungen anlässlich des Erstgesprächs vom 
30. April 2018 auf dem Surfbrett liegend war, als es zum Zusammentreffen mit der Welle 
kam. Ein eigentlicher Sturz hat somit nicht stattgefunden. Vielmehr ist die Beschwerdeführe-
rin 1 ab dem Surfbrett ins Wasser geglitten beziehungsweise von diesem ins Wasser herun-
tergerutscht, als das Surfbrett durch die Welle aufgerichtet worden war. Darin kann nichts 
Programmwidriges erblickt werden. Das Ins-Wasser-Fallen beziehungsweise Ins-Wasser-
Abrutschen gehört beim Wellensurfsport grundsätzlich zum gewöhnlichen Geschehensab-
lauf. Das gilt selbst für eigentliche Stürze, das heisst Vorkommnisse, bei welchen der Surfer 
oder die Surferin auf dem Brett stehend im Sinne eines «unfreiwilligen Abgangs» ins Wasser 
fällt, beispielsweise weil er oder sie die Balance auf dem Brett verliert. In der Fachsprache ist 
vom «Wipeout» die Rede (vergleiche Wipe Out, https://landratten.org/surf-lexikon/wipe-out-
surfen/ zuletzt besucht: 26.05.2020). In der Fachwelt gibt es Tipps und Verhaltensregeln, wie 
«richtig gefallen» wird respektive wie der «richtige Wipeout» vonstattengehen soll (vergleiche 
Der richtige Wipeout beim Surfen, https://www.freshsurf.de/2017/03/14/der-richtige-wipeout-
beim-surfen/ zuletzt besucht: 26.05.2020). Eine Programmwidrigkeit im Sinne des Unfallver-
sicherungsrechts kann somit im blossen Ins-Wasser-Fallen noch nicht erblickt werden, son-
dern läge erst dann vor, wenn eben nicht richtig gefallen würde, indem beispielsweise ein 
Aufschlagen mit dem Meeresboden oder eine Kollision mit einem anderen Surfer stattfinden 
würde (vergleiche Der richtige Wipeout beim Surfen, a.a.O.). Solches hat im vorliegenden 
Fall unbestrittenermassen nicht stattgefunden. Es hat weder einen Aufprall oder Zusammen-
stoss mit dem Surfbrett oder einem anderen Surfer noch ein Aufschlagen am Meeresgrund 
oder einen Zusammenstoss mit einem Felsen oder einem sonstigen harten Gegenstand im 
Wasser gegeben. Der «Sturz» respektive das Abgleiten der Beschwerdeführerin 1 lag viel-
mehr innerhalb dessen, was beim Surfen zum üblichen «Programm» gehört. 
 
d) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird weiter geltend gemacht, es habe eine aus-
serordentlich hohe Welle gegeben, die die Beschwerdeführerin 1 getroffen habe, und eine 
Überstreckung der Wirbelsäule verursacht habe. Aufgrund der Schadensmeldung vom 27. 
Februar 2018 sowie den Ausführungen anlässlich des Erstgesprächs vom 30. April 2018 ist 
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 1 auf dem Surfbrett auf dem Bauch lie-
gend frontal von einer Welle erfasst worden ist. Dies führte dazu, dass das Surfbrett aufge-
richtet worden ist und die Beschwerdeführerin 1 ab dem Brett ins Wasser fiel. Ähnlich wie bei 
der Frage des Sturzes ins Wasser gilt auch hier, dass das Auftreten von Wellen in unter-

https://landratten.org/surf-lexikon/wipe-out-surfen/
https://landratten.org/surf-lexikon/wipe-out-surfen/
https://www.freshsurf.de/2017/03/14/der-richtige-wipeout-beim-surfen/
https://www.freshsurf.de/2017/03/14/der-richtige-wipeout-beim-surfen/

schiedlicher Höhe und Intensität zum gewöhnlichen Geschehensablauf beim Wellensurfen 
gehört. Erst wenn die Höhe oder Intensität einer Welle ausserhalb der Bandbreite von zu 
erwartenden Wellen anzusiedeln wären, wäre darin ein ungewöhnliches Geschehen zu erbli-
cken. Unter dem Aspekt der Ungewöhnlichkeit müsste es sich bei der Welle somit um eine 
solche gehandelt haben, mit welcher im Rahmen des konkreten Surfkurses nicht gerechnet 
werden konnte. Dafür, dass die Welle in diesem Sinne ausserordentlich gewesen wäre, be-
stehen im konkreten Fall allerdings keinerlei Anhaltspunkte. Hinsichtlich der Höhe der Welle 
konnte die Beschwerdeführerin 1 keine näheren Angaben machen. Sie sagte aber aus, die 
Welle sei höher als die bisherigen gewesen. «Ausserordentlich hoch» war die Welle gestützt 
auf diese Angaben somit insoweit, als dass sie höher als die bisherigen war, nicht aber in-
soweit, als dass sie ausserhalb dessen war, was an Wellen im Rahmen eines üblichen An-
fängersurfkurses am betreffenden Strand zu erwarten war. Hierzu ist denn auch Folgendes 
festzuhalten: Die Beschwerdeführerin 1 surfte vorliegend nicht auf eigene Faust, sondern 
nahm an einem Anfängersurfkurs einer Surfschule teil. Der Surfkurs fand am Waikiki Beach, 
Honolulu, statt. Dieser wird von vielen Surfwebseiten als Strand mit ruhigem Gewässer für 
Surfanfänger empfohlen (vergleiche https://www.gohawaii.com/de/islands/oahu/things-to-
do/water-activities/Surfing; https://www.surfline.com/surf-news/10-best-beginner-surf-
spots/30406; beide zuletzt besucht: 26.05.2020). Am Unfalltag zur Unfallzeit waren die Witte-
rungsverhältnisse gut, es war leicht bewölkt bei einer Aussentemperatur von 25 Grad und 
Windgeschwindigkeiten von 11 km/h. Die Surfverhältnisse an diesem Tag wurden nicht 
durch einen Sturm oder sonstige Gegebenheiten beeinträchtigt (vergleiche 
https://www.timeanddate.com/weather/usa/honolulu/historic?month=1&year=2018 zuletzt 
besucht: 26.05.2020). Die äusseren Umstände lassen somit darauf schliessen, dass am Un-
falltag zur Unfallzeit kein ausserordentlich hoher oder intensiver Wellengang bestanden hät-
te. Vielmehr kann davon ausgegangen werden, dass die Wellenverhältnisse im Rahmen des 
auch für Anfänger Üblichen lagen. Darüber hinaus erschiene es zwar grundsätzlich möglich, 
aber unwahrscheinlich, dass eine Surfschule bei rauer See und hohem Wellengang einen 
Anfängersurfkurs abhalten würde. Insofern ist auch dies ein Hinweis, dass die Verhältnisse 
am betreffenden Unfalltag nicht aussergewöhnlich waren. Insgesamt kann nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht angenommen werden, dass die Be-
schwerdeführerin 1 am Unfalltag von einer ausserordentlich hohen Welle im Sinne einer 
Programmwidrigkeit getroffen worden wäre. Vielmehr erscheint überwiegend wahrscheinlich, 
dass die Welle zwar höher als die bisherigen war, sich zugleich aber innerhalb dessen be-
wegte, was beim Surfen erwartet werden kann. 
 
7. a) Insgesamt kann das Gericht im aktenkundigen Geschehen keine Programmwidrig-
keit und somit keinen ungewöhnlichen äusseren Faktor erkennen. Dass sich die Beschwer-
deführerin 1 ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen beim Surfen zugezogen hat, spricht 
nicht zwingend für einen Unfall im Rechtssinne, denn im konkreten Lebensbereich (hier Sur-
fen) ist nichts Unübliches passiert. Dass das programmgemässe Surfen im konkreten Fall 
unbestreitbar schwerwiegende und unerwartete Folgen nach sich zog, ist für die Beurteilung 
der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors nicht von Relevanz (vergleiche E. 2b hievor). Es 
bleibt einzig die auch für das Gericht erschütternde Erkenntnis, dass – wenn auch selten – 
beim «normalen» Surfen solch schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen wie bei 
der Beschwerdeführerin 1 resultieren können. 
 
b) Mangels Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors liegt in der konkreten Streitsache kein 
Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG vor. Liegt kein Unfallereignis im Rechtssinne vor, so 
ist die Unfallversicherung nicht leistungspflichtig. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leis-
tungspflicht somit im Ergebnis zu Recht verneint, ohne dass die Kausalitätsfrage geprüft 
werden müsste. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerden der Beschwerdeführerin 1 und der 
Beschwerdeführerin 2 sind abzuweisen. 
 

https://www.gohawaii.com/de/islands/oahu/things-to-do/water-activities/Surfing
https://www.gohawaii.com/de/islands/oahu/things-to-do/water-activities/Surfing
https://www.surfline.com/surf-news/10-best-beginner-surf-spots/30406
https://www.surfline.com/surf-news/10-best-beginner-surf-spots/30406
https://www.timeanddate.com/weather/usa/honolulu/historic?month=1&year=2018