# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ba8e381-7694-59ff-a0ff-0cb13e331222
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 18.03.2014 R 2010 126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2010-126_2014-03-18.pdf

## Full Text

R 10 126
5. Kammer 

URTEIL
vom 9. April 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Bauvorhaben Schanfiggerstrasse

1. Am 23., mitgeteilt am 24. November 2010, genehmigte die Regierung des 

Kantons Graubünden das aufgrund der Einsprachen und Stellungnahmen 

geänderte Auflageprojekt für die Korrektion der Schanfiggerstrasse, Teilstrecke 

Chur − Arosa, Abschnitt Querverbindung Schanfiggerstrasse, 

Kilometer 0.00 − 0.85, dargestellt in Plan Nr. 740.00.3429.026 vom November 

2010 (Absteckung Achse und Baulinie) sowie in den Plänen 

Nr. 740.00.3429.011 (Landerwerb), Nr. 740.00.3429.013 (Umweltverträglich-

keitsbericht), Nr. 740.00.3429.018 (Materialrückgewinnung) und 

Nr. 740.00.3429.021 (Lärmschutzwände) vom April 2008 unter Auflagen und 

mit spezialrechtlichen Bewilligungen. Der Kostenvoranschlag für das 

Auflageprojekt beträgt Fr. 58 Mio. (Stand April 2008). Die Querverbindung 

schliesst rund 250 m unterhalb des Araschger-Ranks mit einem T-Anschluss 

bei Kilometer 2.56 an die Julierstrasse an, überquert den bestehenden 

St. Hilarienweg und traversiert den südlichen Teil der Haldenwiese St. Hilarien 

bis zur Geländekante. In einer langgezogenen S-Kurve mit einem Radius von 

120 m überquert die Strasse auf der St. Luzibrücke rund 135 m über dem 

Talboden die Plessur und den südlichsten Teil des Sandquartiers. Etwa 100 m 

südöstlich des Känzeli mündet die neue Querverbindung bei Kilometer 2.30 in 

die bestehende Schanfiggerstrasse ein und wird ca. 150 m bis zur nächsten S-

Kurve fortgesetzt. Mit den talseitigen Gehwegen wird eine durchgehende 

Fussgängerverbindung zwischen dem St. Hilarienweg und der alten 

Schanfiggerstrasse gewährleistet. Unmittelbar nach dem Widerlager Arosa der 

St. Luzibrücke schliesst der neue Forstweg (heutige Kantonsstrasse) an die 

Querverbindung an. Mit den angrenzenden Strassenabschnitten beidseits der 

Brücke beträgt die effektive Baulänge der Querverbindung 854 m. Das fehlende 

Schüttmaterial von rund 55'000 m³ für die Realisierung der Querverbindung 

wird von der 1999 bewilligten Deponie Hof auf Gebiet der Gemeinde 

Tschiertschen-Praden gewonnen. Nach Abschluss der Materialentnahme wird 

das Gebiet Hof rekultiviert und in den Zustand vor Erteilung der Bewilligung 

zurückversetzt. Mit der neuen Querverbindung wird das städtische 

Strassennetz entlastet, da abseits des Stadtzentrums für den 

Durchgangsverkehr von und nach Arosa eine direkte Verbindung zwischen dem 

Autobahnanschluss Chur Süd via Südumfahrung zur neuen Querverbindung 

Schanfiggerstrasse geschaffen wird. Diese wird Teil des kantonalen 

Strassennetzes. Die heutige Strasse zwischen Abzweigung Sand und dem 

Anschluss an die neue Querverbindung wird der Stadt Chur abgetreten. Die von 

… am 6. Juli 2008 gegen den Genehmigungsentscheid der Regierung 

erhobene Einsprache hiess diese im Sinne der Erwägungen teilweise gut und 

wies sie mit Bezug auf die Einwände betreffend die Anhörung des 

Bundesamtes für Umwelt und die Lärmberechnungen ab. Die Einsprachen von 

... vom 9. Juli 2008 hiess die Regierung im Sinne der Erwägungen teilweise gut. 

Mit Bezug auf die Einwände betreffend Linienführung und Lärmberechnungen 

wies sie die Einsprachen ab. Die Einsprache von … vom 7. Juli 2008 wies sie 

im Sinne der Erwägungen ab.

2. Dagegen erhoben die Vorgenannten am 27. Dezember 2010 gemeinsam 

Beschwerde am Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und 

beantragten, der Beschluss der Regierung vom 23. November 2010 sei 

vollumfänglich und inklusive der darin erteilten Projektgenehmigung 

aufzuheben. Ferner sei das ersuchte Bauvorhaben abzuweisen und die 

nachgesuchte Bewilligung sei zu verweigern. Eventualiter sei das Baugesuch 

an die Beschwerdegegnerin zur Überarbeitung und Neuauflage 

zurückzuweisen. Die Beschwerde richtete sich dabei insbesondere gegen die 

projektierte Linienführung der Verbindungsstrasse zwischen der Julier- und der 

Schanfiggerstrasse bzw. gegen die geplante 465 Meter lange „Plessurbrücke 

St. Luzi“ oberhalb des Quartieres Sand. Am 15. Februar 2011 machten die 

Beschwerdeführer gegenüber dem Gericht weitere schriftliche Ausführungen. 

Insbesondere brachten sie vor, dass für das Projekt „St. Luzibrücke“ versucht 

werde, Bundesgelder zu akquirieren, was bedeutete, dass Bundesstellen 

begrüsst werden müssten.

3. Am 9. März 2011 beantragte die Regierung, die Beschwerde sei abzuweisen. 

Prozessualiter beantragte sie, das Beschwerdeverfahren sei vorläufig zu 

sistieren und die Regierung sei zu beauftragen, das Auflageprojekt 

Nr. 740.00.3429 vom April 2008 für die Neutrassierung der Querverbindung 

Schanfiggerstrasse, Kilometer 0.00 − 0.85, dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) 

und dem Bundesamt für Kultur (BAK) zur Prüfung zu unterbreiten. Das Resultat 

der Prüfung durch die Bundesstellen und ihre Stellungnahme dazu sei dem 

Verwaltungsgericht nachzureichen. Ihren Sistierungsantrag begründete die 

Regierung u.a. damit, dass das strittige Brückenprojekt ohne Bundesgelder 

nicht finanziert werden könne. Das Projekt solle im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens nicht durch eventuelle verfahrensrechtliche 

Unzulänglichkeiten gefährdet werden. Am 11. April 2011 teilten die 

Beschwerdeführer mit, sie seien unter Bedingungen mit der Sistierung des 

Verfahrens einverstanden, um das Projekt dem BAFU und den BAK zu 

unterbreiten. Am 20. Mai 2011 sistierte der Instruktionsrichter das 

Beschwerdeverfahren R 10 126 einstweilen bis am 31. Mai 2012. Weitere 

Anträge der Beschwerdeführer wies er ab.

4. Am 10. Mai 2012 schrieb die Regierung, sie habe im Juni 2011 mit dem BAFU, 

dem BAK, der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) 

und der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) Kontakt 

aufgenommen. Anlässlich einer Besprechung am 23. August 2011 sei den 

Bundesstellen das Projekt vorgestellt worden und am 31. August 2011 habe 

das federführende Tiefbauamt Graubünden (TBA) dem BAFU und dem BAK die 

sachdienlichen Unterlagen unterbreitet. Das TBA habe am 20. Dezember 2011 

mit zwei Vertretern des BAK einen Augenschein durchgeführt. Ferner seien die 

Projektakten auch dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) zur Prüfung 

zugestellt worden. Die Regierung hielt fest, dass die zuständigen Bundesämter 

sich grundsätzlich positiv zum Auflageprojekt geäussert und der Realisierung 

mit Auflagen zugestimmt hätten. Sie hielt an ihren Anträgen vom 8. März 2011 

fest.

5. Am 16. Mai 2012 nahm der Instruktionsrichter das Verfahren wieder auf und 

forderte die Beschwerdeführer zur Einreichung ihrer Replik zur 

Vernehmlassung der Regierung vom 9. März 2011 und zum Schreiben der 

Regierung vom 10. Mai 2012 auf. Die Beschwerdeführer hielten sodann am 

27. Juni 2012 replicando an ihren Anträgen fest und verlangten die 

Durchführung eines Augenscheins. Auch die Regierung hielt in ihrer Duplik vom 

15. August 2012 an ihren Anträgen fest.

6. Am 18. Februar 2013 fand beim Araschger-Rank (Chur) und im Quartier Sand 

(Chur) ein Augenschein statt. Anlässlich des Augenscheins reichten die 

Beschwerdeführer eine Zusammenstellung der Daten der St. Luzibrücke, eine 

eigene Kostenabschätzung vom 17. Februar 2012 sowie zwei Visualisierungen 

(Fotomontagen) der bevorzugten Brückenvariante des Kantons und einer 

Brückenvariante von 1974 ein. Zu diesen Eingaben liess sich die Regierung am 

21. Februar 2013 vernehmen. Am 1. März 2013 nahmen die Beschwerdeführer 

zu den Ausführungen der Regierung erneut Stellung. In ihrer Stellungnahme 

vom 13. März 2013 nahm sodann die Regierung noch einmal Stellung, wobei 

sie grundsätzlich auf den angefochtenen Entscheid vom 23. November 2010 

und ihre Rechtsschriften verwies.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtschriften, in den 

weiteren Eingaben und Stellungnahmen sowie im angefochtenen 

Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt vorliegender Beschwerde ist der Projektgenehmigungs-

beschluss der Regierung des Kantons Graubünden vom 23./24. November 

2010 (Protokoll Nr. 1074), mit welchem die Regierung das Auflageprojekt für die 

Korrektion der Schanfiggerstrasse, Teilstrecke Chur − Arosa, Abschnitt 

Querverbindung Schanfiggerstrasse, Kilometer 0.00 − 0.85, mit Auflagen und 

spezialrechtlichen Bewilligungen genehmigt und gleichzeitig die dagegen von 

den Beschwerdeführern eingereichten Einsprachen hinsichtlich des jeweiligen 

Hauptbegehrens (Verzicht auf die geplante Streckenführung) abgewiesen hat. 

Wird für eine Strassenprojektierung wie der vorliegenden ein projektbezogener 

Spezialplan (d.h. ein Strassenplan) erlassen, ist dieser als Sondernutzungsplan 

anzusehen (vgl. PETER HÄNNI, Planungs-, Bau- und besonderes 

Umweltschutzrecht, 5. Aufl., Bern 2008, S. 243; BERNHARD WALDMANN/PETER 

HÄNNI, Raumplanungsgesetz, Handkommentar, Bern 2006, Art. 14 N. 13 

[zweiter Spiegelstrich]). Da es sich beim vorliegend angefochtenen 

Regierungsratsentscheid vom 23./24. November 2010 um die Genehmigung 

eines Auflageprojekts einer Kantonsstrasse handelt, ist von einem kantonalen 

Sondernutzungsplan auszugehen bzw. ist davon auszugehen, dass der 

Entscheid des Regierungsrates im Plangenehmigungsverfahren nach den 

Art. 24 ff. des kantonalen Strassengesetzes (StrG; BR 807.100) dem Erlass 

eines Nutzungsplans im Sinne von Art. 14 ff. des Bundesgesetzes über die 

Raumplanung (RPG; SR 700) gleichkommt (BGE 122 II 81 E.6d/ee). Das 

Verfahren für die kantonale Nutzungsplanung gemäss Spezialgesetzgebung 

richtet sich laut Art. 15 Abs. 4 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden (KRG; BR 801.100) nach der betreffenden Spezialgesetzgebung. 

In Art. 102 Abs. 1 KRG wird sodann bestimmt, dass Entscheide der Regierung 

über den Erlass von kantonalen Nutzungsplänen mit Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht weitergezogen werden können. Von dieser Möglichkeit 

haben vorliegend die Beschwerdeführer, welche allesamt vom angefochtenen 

Genehmigungsentscheid der Regierung berührt sind und ein schutzwürdiges 

Interesse an dessen Aufhebung geltend machen können, Gebrauch gemacht. 

Auf ihre Beschwerde kann folglich eingetreten werden.

2. a) Aus der Rechtsnatur des Sondernutzungsplans ergibt sich, dass dem 

Verwaltungsgericht aufgrund von Art. 33 RPG bei dessen Überprüfung eine 

uneingeschränkte Kognitionsbefugnis zusteht. Das Gericht hat mithin nicht nur 

zu prüfen, ob die den Plan festsetzende Behörde das ihr zustehende 

Planungsermessen überschritten oder missbraucht hat, also eine 

Rechtsverletzung begangen hat, sondern auch, ob das Planungsermessen 

richtig und zweckmässig ausgeübt worden ist. Die mit voller Kognition betraute 

Behörde hat einzuschreiten, wenn sich die angefochtene Planfestsetzung als 

unzweckmässig oder unangemessen erweist. Diese Prüfung setzt eine 

bestmögliche Abwägung der schutzwürdigen öffentlichen und privaten 

Interessen voraus und verlangt die Beantwortung der Frage, ob bei der 

umstrittenen Planung in Beachtung des Verhältnismässigkeitsprinzips im 

Rahmen des Planungszweckes jene Anordnungen getroffen wurden, die in ihrer 

gesamten Auswirkung alle Betroffenen am wenigsten belasten. Diese erweiterte 

Kognitionsbefugnis bedeutet nun aber nicht, dass das Verwaltungsgericht als 

Rechtsmittelinstanz die Stellung einer oberen Planungsbehörde einnimmt. So 

kann es bei zwei oder mehreren Varianten, die vor der Zweckmässigkeits-

prüfung standhalten, die getroffene Lösung nicht einfach aufheben und eine 

andere der zweckmässigen Lösungen an die Stelle einer angemessenen 

Planfestsetzung setzen. Insofern hat das Verwaltungsgericht die 

Entscheidungsfreiheit, die den Planungsträgern zusteht, zu respektieren (vgl. 

dazu die Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] R 10 

79 vom 9. Dezember 2010 E.1; R 10 78 vom 17. Mai 2011 E.2; R 08 50 vom 

30. September 2008 E.2; R 07 65 vom 29. Januar 2008 E.3).

b) Das Bundesgericht hat dazu festgehalten, dass es mit den Rechts-

schutzerfordernissen von Art. 33 RPG vereinbar sei, wenn die Beschwer-

debehörde zwar die angefochtene Nutzungsplanung voll überprüfe, sich aber 

nach Massgabe ihrer Rolle, die sie als Rechtsmittelinstanz im betreffenden 

Sachzusammenhang sachlich und institutionell erfüllt, bei der Überprüfung 

zurückhalte (vgl. BGE 114 Ia 245 E.2). Dies gilt sachlich insbesondere dort, wo 

es um lokale Anliegen geht, bei deren Wahrnehmung Sachnähe, Ortskenntnis 

und örtliche Demokratie von Bedeutung sein sollen. Die Rechtsmittelinstanz hat 

aber soweit auszugreifen, dass die übergeordneten vom Kanton zu sichernden 

Interessen, wie etwa dasjenige an der Bauzonenbegrenzung, einen 

angemessenen Platz erhalten. Sie hat sich zudem − institutionell − auf ihre 

Kontrollfunktion zu beschränken, d.h. sie darf nichts Neues schöpfen, sondern 

sie hat die Planungen an einem Sollzustand zu messen. Fehlt es an dem dazu 

erforderlichen Massstab, so kann die Natur der Sache einer Nachprüfung 

entgegenstehen. Hier nicht einzugreifen, verstösst nicht gegen den Auftrag, voll 

zu prüfen (statt vieler vgl. BGE 114 Ia 245 E.2b in fine; VGU R 10 79 E.1).

3. a) In der Sache machten die Beschwerdeführer zunächst am 27. Dezember 2010 

geltend, die Regierung habe im technischen Bericht vom April 2008 zwei 

Varianten geprüft: den Ausbau der Schanfiggerstrasse und die schliesslich 

aufgelegte Variante der Plessurbrücke St. Luzi. Eine Brückenvariante aus dem 

Jahre 1974 sei dabei nicht in die Evaluationsüberlegungen miteinbezogen 

worden. Im Bericht seien weitere Linienführungsvarianten nur marginal 

angesprochen bzw. umschrieben worden. Diese seien zudem aus den Akten 

nicht ersichtlich. Weder aus dem Entscheid noch aus den Auflageakten sei 

ersichtlich, wie vertieft die genannten vier Varianten tatsächlich abgeklärt 

worden seien. Im technischen Bericht vom April 2008 sei nur die Abwägung 

zwischen dem Ausbau der bestehenden Schanfiggerstrasse und dem Bau der 

St. Luzibrücke gemacht worden. Es gebe aber auch andere Möglichkeiten als 

die Brückenführung über das Quartier Sand. Das geplante Bauprojekt greife 

stark ins Eigentum der Beschwerdeführer ein. Sie hätten mit diversen 

Immissionen zu rechnen, allenfalls würden senkrechte Pfeiler erstellt. Ein 

öffentliches Interesse für eine solche Verbindungsstrasse sei zwar 

grundsätzlich gegeben, verhältnismässig sei die Planung aber nicht. Die 

Erforderlichkeit sowie die Verhältnismässigkeit von Eingriffszweck und 

Eingriffswirkung sei nicht genügend abgeklärt worden. Die Linienführung über 

das Wohngebiet Sand habe zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber 

mildere Massnahme ausreiche. Um die Verhältnismässigkeit zu wahren, 

müssten unter anderem sämtliche sich bietenden Möglichkeiten in Erwägung 

gezogen und abgeklärt werden und, sofern es technisch machbar sei, die 

Brücke nach Möglichkeit nicht über bewohntes Gebiet geführt werden. Diese 

Abklärung sei ungenügend erfolgt. Entweder müsse das Gericht selber eine 

entsprechende Güterabwägung vornehmen oder eine neutrale Stelle mit einem 

Gutachten beauftragen, betreffend die optimale Massnahme zur Entlastung des 

Verkehrs in der Churer Innenstadt unter Berücksichtigung sämtlicher 

Interessen. Bei der Verbindungsbrücke wäre insbesondere die optimale 

Linienführung abzuklären. Die Kosten für ein solches Gutachten gingen 

zulasten des Kantons, weil ohne ein solches gar keine Beurteilung des 

Regierungsbeschlusses möglich sei.

b) Betreffend die Linienführung der Verbindungsbrücke hielten die 

Beschwerdeführer sodann fest, dass das Projekt aus dem Jahre 1974 eine 

südlichere Linienführung ermögliche, womit das Wohngebiet Sand nicht 

überquert werden müsse. Die Brücke müsste leicht steiler gebaut werden, was 

aber schon vor 40 Jahren technisch machbar gewesen sei. Dass bei dieser 

Variante eine Hochspannungsleitung parallel zur Brücke verlaufe, könne nicht 

als Argument gegen diese Variante herangezogen werden, sei die Leitung doch 

erst in jüngerer Vergangenheit und zudem nach der seinerzeitigen 

Verabschiedung der Brückenvariante von 1974 errichtet worden. Dass bei der 

mit dem Beschluss der Regierung befürworteten Linienführung bewohntes 

Gebiet überquert werden müsse, sei als negativer Faktor ausser Acht gelassen 

worden. Während der Bautätigkeit werde das Wohngebiet Sand massiv 

beeinträchtigt. Zudem resultierten bleibende Immissionen, wie unter anderem 

der Schattenwurf der Brücke. Gemäss dem Umweltverträglichkeitsbericht 

(UVB) betrage die Beschattungszeit 10 bis 40 Minuten pro Tag. Im Beschluss 

der Regierung werde dies ohne Begründung auf 30 Minuten pro Tag reduziert. 

Allfällige längere Zeiten seien nur an einzelnen Tagen zu erwarten. Dies 

widerspreche dem UVB. Die Beschattungszeit falle überdurchschnittlich stark 

ins Gewicht, da das Quartier Sand per se keine langen täglichen Be-

sonnungszeiten habe. Die Vermeidung der Beschattung bei alternativer 

Linienführung sei zudem nicht ernsthaft geprüft worden. Zwar sei korrekt, dass 

den Betroffenen keine zivilrechtlichen Klagerechte auf Unterlassung der 

Erstellung zustünden. Indessen könnten die Immissionen durch eine andere 

Linienführung massiv reduziert werden. Somit sei der Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit verletzt. Es genüge zudem nicht, dass die Regierung erst 

im Rahmen der Detailprojektierung geeignete Massnahmen zur 

Suizidprävention sowie gegen das Herunterfallen von Fahrzeugen und 

Gegenständen erst bei der Detailprojektierung prüfen wolle. Ferner sei der 

Untergrund im Wohngebiet Sand sehr instabil und grössere Teile des Hangs 

oberhalb des Quartiers gehörten zur Gefahrenzone 2. Gebäude könnten durch 

die starken Erschütterungen während der Bauphase erheblichen Schaden 

nehmen. Durch die Linienführung aus dem Jahr 1974 wäre ein solches Risiko 

erheblich vermindert oder gar ausgeschlossen. Die Waldrodung am Hang 

würde diesen zusätzlich destabilisieren. Dies sei nicht geprüft worden. 

Schliesslich erachte die Regierung ein Abweichen von den nationalen 

Interessen des Ortsbildschutzes als zulässig, weil es sich bei der geplanten 

Brücke um eine solche von gesamtschweizerischer Bedeutung handle. 

Indessen sei die Linienführung nicht fundiert abgeklärt worden. Wäre die 

gewählte Linienführung die einzig mögliche, wäre gegen die Argumentation der 

Regierung nichts einzuwenden. Es bestünden aber offensichtlich weitere 

Möglichkeiten alternativer Linienführungen. 

c) Ihre Argumente bekräftigten die Beschwerdeführer nochmals in ihrer Replik 

vom 27. Juni 2012. Die vor knapp 40 Jahren für eine Verbindungsbrücke 

entworfene Projektvariante sei von der Regierung nie ernsthaft geprüft worden. 

Allenfalls ergäbe auch eine Mischung aus der Brückenvariante aus dem Jahr 

1974 und der im technischen Bericht „St. Luzibrücke“ vom März 2006 

aufgeführten Variante 4 eine bessere Lösung. Diese Abklärungen hätte die 

Regierung machen müssen. Sie habe die Projektvariante von 1974 auch den 

Bundesämtern und Bundeskommissionen nicht zur Stellungnahme unterbreitet, 

was nachgeholt werden müsse. Insbesondere hätte die Regierung die 

Varianten 3 und 4 des technischen Berichts „St. Luzibrücke“ vom März 2006 

genauer prüfen müssen, welche der Linienführung der Projektvariante von 1974 

am nächsten kämen. Aufgrund der mangelhaften Begründung der 

Nichtberücksichtigung von Varianten 3 und 4 und der Projektvariante 1974 sei 

der Schluss zu ziehen, die Regierung habe bereits lange vorher sich für die 

Variante 1 des technischen Berichts „St. Luzibrücke“ vom März 2006 

entschieden und offensichtlich keine weiteren Prüfungen vornehmen wollen. In 

der Variantenstudie „Querverbindung Schanfiggerstrasse“ vom März/Juni 2006 

habe man die Brückenkosten auf ca. Fr. 41 Mio. geschätzt, im Auflageprojekt 

2008 habe man dann von Fr. 58 Mio. gesprochen. Eine Begründung dafür 

fehle. Offenbar seien keine fundierten Abklärungen getroffen worden. 

Betreffend Abklärungen und Abwägungen der Verhältnismässigkeit verweise 

die Regierung auf die Variantenstudie „Querverbindung Schanfiggerstrasse“ 

vom Juni 2006. Aus dieser Studie sei aber keine Interessenabwägung 

erkennbar. Es sei auch nicht erkennbar, dass bei der gewählten Variante 

bewusst gewesen sei, dass diese im Vergleich zu anderen Varianten private 

Interessen einschränke. Zudem stimme nicht, dass die Beschwerdeführer auch 

bei einer Linienführung weiter südlich durch dieselben Immissionen in 

abgeschwächter Form betroffen wären. Die Immissionen wären dann 

wesentlich abgeschwächt und nahezu vernachlässigbar. Deshalb werde am 

Antrag auf Erstellung eines Gutachtens festgehalten. Schutzeinrichtungen für 

herabfallende Gegenstände veränderten Aussehen und Abmessungen der 

Brücke markant. Gleiches gelte auch für einen allfälligen Projektwettbewerb. 

Die Gestaltung dürfe nicht erst im Detailprojekt genehmigt werden, sondern sei 

Teil des Auflageprojekts. Wettbewerb und Abklärungen über die Art der 

Schutzeinrichtungen seien somit vor der Projektauflage durchzuführen.

d) Anlässlich eines Augenscheins des Gerichts am 18. Februar 2013 beim 

Araschger-Rank (Chur) und im Quartier Sand (Chur) reichten die 

Beschwerdeführer eine Zusammenstellung der Daten der St. Luzibrücke und 

eine eigene Kostenabschätzung vom 17. Februar 2012 sowie zwei 

Visualisierungen (Fotomontagen) der vorgeschlagenen Brückenvariante des 

Kantons und einer Brückenvariante aus dem Jahr 1974 ein. In ihrer 

Zusammenstellung vom 17. Februar 2012 kamen sie zum Schluss, dass die 

Kosten des aufgelegten Projektes aus dem Jahr 2008 und die Kosten des 

damaligen Projektes aus den 1970er-Jahren in etwa gleich sind (ca. Fr. 60.5 

Mio.). Zu diesen und weiteren Eingaben der Beschwerdeführer liess sich die 

Regierung am 21. Februar 2013 und 13. März 2013 vernehmen.

4. Von der Genehmigung der Regierung vom 23. November 2010 wird das 

aufgrund der Einsprachen und Stellungnahmen geänderte und vorliegend 

strittige Auflageprojekt erfasst, wie es in den genehmigten Plänen dargestellt 

ist. Die genehmigten Pläne bilden die Grundlage für alle Folgepläne bei diesem 

Projekt (vgl. Dispositiv Ziff. 5 des angefochtenen Entscheids vom 

23./24. November 2010). Der Landerwerbsplan und die Rechtserwerbstabelle 

machen den expropriationsrechtlichen und für das vorliegende Beschwerde-

verfahren nicht relevanten Teil des Projekts aus. Baulich genehmigt wurde die 

Erstellung einer Bogenbrücke gemäss genehmigten Ansichten und Schnitten 

mit der genehmigten Linienführung (vgl. die Duplik der Regierung vom 

14. August 2012, S. 11 f.). Noch nicht definitiv genehmigt wurde die 

Brückenform. In diesem Zusammenhang behielt sich die Regierung einen 

Projektwettbewerb vor. Auch eine Durchlaufträgerbrücke soll gemäss der 

Regierung demnach noch möglich sein, welche zwei zusätzliche Stützen im 

Talboden benötigte (vgl. die Vernehmlassung der Regierung vom 8. März 2011, 

S. 8 sowie die Duplik vom 14. August 2012, S. 12). Ferner möchte die 

Regierung die definitive Ausgestaltung des Brückenkörpers inklusive 

Sicherheitsvorrichtungen (vgl. den Vorbehalt in Dispositiv Ziffer 3h des 

angefochtenen Entscheids) sowie Terrainveränderungen (vgl. die Vernehm-

lassung der Regierung, S. 11) im Rahmen des Ausführungsprojekts bzw. im 

Rahmen der Detailprojektierung prüfen. Es sei bei Strassenprojekten weder 

üblich noch sinnvoll, Projektwettbewerbe für Brückenbauwerke vor der 

Projektauflage durchzuführen. Sofern sich im Rahmen des Wettbewerbs als 

Brückenbautyp eine Durchlaufträgerbrücke als die beste Lösung erweise, führte 

dies gemäss der Regierung zu einer Änderung des Auflageprojektes und das 

Projekt müsste neu aufgelegt werden. Der Regierung ist beizupflichten, wenn 

sie allfällige wesentliche Änderungen gegenüber den von ihr genehmigten 

Plänen erneut aufzulegen gedenkt. Dazu ist sie denn auch gesetzlich 

verpflichtet. Wenn der Genehmigungsentscheid der Regierung eine wesentliche 

Ergänzung oder Änderung des Auflageprojektes bewirkt, ist gemäss Art. 25 

Abs. 1 StrG eine neue Auflage durchzuführen. Ebenso ist ein bereits 

genehmigtes Projekt gemäss Art. 25 Abs. 2 StrG erneut aufzulegen, wenn nach 

dem Genehmigungsentscheid wesentliche Projektänderungen erforderlich 

werden. Soweit in diesem Zusammenhang die Beschwerdeführer sinngemäss 

die Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend machen, indem sie sich dagegen 

zur Wehr setzen, dass die Regierung erst im Rahmen der Detailprojektierung 

geeignete Massnahmen zur Suizidprävention sowie gegen das Herunterfallen 

von Fahrzeugen und Gegenständen prüfen will oder auch für die Erarbeitung 

des Ausführungsprojekts und die Bauausführung eine Umweltbaubegleitung 

beizieht respektive die Klärung diesbezüglicher Sachverhalte in die 

Detailprojektierung verschiebt und die definitive Ausgestaltung der 

Querverbindung noch in einem Projektwettbewerb ermitteln will, sind sie 

diesbezüglich nicht zu hören, weil allfällige wesentliche Projektänderungen 

nach dem Gesagten von der Regierung erneut aufgelegt werden müssten und 

somit auch die entsprechenden Rechtsmittel dagegen ergriffen werden 

könnten. Dies betrifft auch die Lärmschutzmassnahmen, die gemäss 

angefochtenem Entscheid ohnehin in einem separaten Verfahren festgelegt 

werden.

5. a) Somit ist das Hauptanliegen der Beschwerdeführer, die Wahl einer anderen 

Linienführung, zu prüfen. Dazu ist zunächst zu sagen, dass die Regierung 

diesbezüglich formell richtig vorgegangen ist. Zunächst ist die Querverbindung 

− Art. 1 Abs. 3 StrG gemäss − im kantonalen Richtplan festgelegt worden. 

Sodann besteht entsprechend Art. 19 StrG und Art. 11 der Strassenverordnung 

des Kantons Graubünden (StrV; BR 807.110) das Auflageprojekt aus den 

Projektplänen, den technischen Berichten, dem Kostenvoranschlag sowie dem 

(für die vorliegend zu beurteilende Beschwerde nicht relevanten) 

Landerwerbsplan und der Rechtserwerbstabelle. Projektpläne und technische 

Berichte bestimmen die Art, den Umfang, die Lage und die bautechnische 

Gestaltung der Strasse einschliesslich aller übrigen Bauten und Anlagen und 

legen allfällige Baulinien fest. Materiell gilt es festzuhalten, dass die Regierung, 

wie sie auch selbst auf Seite 7 ihrer Duplik zutreffend ausführt, als Planungs-

behörde mit der Feststellung, dass ein Projektgesuch alle Genehmigungs-

voraussetzungen erfüllt, die Prüfung von weiteren Varianten ausschliessen 

kann. So ist im Plangenehmigungsverfahren – in Anwendung des Verhältnis-

mässigkeitsprinzips − in erster Linie abzuklären, ob bei der Projektierung bzw. 

der Ausarbeitung eines Auflageprojektes alternativen Linienführungen die 

nötige Beachtung geschenkt worden ist (vgl. BGE 124 II 146 E.3a, welcher 

allerdings das Plangenehmigungsverfahren für Eisenbahnbauten und -anlagen 

gemäss Eisenbahngesetzgebung betrifft). Die Beschwerdeführer erblicken 

allerdings eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips durch die 

Regierung vorliegend gerade darin, dass diese die nähere Abklärung von 

verschiedenen Linienführungsvarianten unterlassen hat. Zudem sei bei der mit 

dem Beschluss der Regierung befürworteten Linienführung als negativer Faktor 

ausser Acht gelassen worden, dass bewohntes Gebiet überquert werden 

müsse. Alles in allem sei die Erforderlichkeit sowie die Verhältnismässigkeit von 

Eingriffszweck und Eingriffswirkung nicht genügend abgeklärt worden.

b) Vorliegend ist festzustellen, dass es beim umstrittenen Auflageprojekt für die 

Korrektion der Schanfiggerstrasse, Teilstrecke Chur − Arosa, betreffend den 

Abschnitt Querverbindung Schanfiggerstrasse, Kilometer 0.00 − 0.85, primär 

um übergeordnete Interessen geht. So ist Chur als Ortsbild von nationaler 

Bedeutung eingestuft bzw. im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder 

(ISOS) erfasst. Ebenso von Bedeutung ist vorliegend das Strassenverkehrs-

netz, welches dem Ortsbildschutz als öffentliches Interesse gleichgeordnet ist. 

Die vom Auflageprojekt tangierte Schanfiggerstrasse ist eine Strasse von 

gesamtschweizerischer Bedeutung (i.S.v. Art. 82 Abs. 2 BV). Ferner geht es 

auch um lokale Interessen; mit der neuen Querverbindung soll primär das 

städtische Strassennetz entlastet werden. Bezüglich der von den 

Beschwerdeführern aufgeworfenen Fragen, urteilt das Gericht mit voller 

Kognition, wobei die Prüfung eine bestmögliche Abwägung der schutzwürdigen 

öffentlichen und privaten Interessen voraussetzt und die Beantwortung der 

Frage verlangt, ob bei der umstrittenen Planung in Beachtung des 

Verhältnismässigkeitsprinzips im Rahmen des Planungszweckes jene 

Anordnungen getroffen wurden, die in ihrer gesamten Auswirkung alle 

Betroffenen am wenigsten belasten. Die Fragen sind vom Gericht mit der 

bereits in Erwägung 2 umschriebenen Zurückhaltung zu prüfen. 

c) Den vorstehend erwähnten übergeordneten Interessen sowie den Interessen 

an der Aufrechterhaltung einer ganzjährigen Betriebsbereitschaft sowie dem 

Interesse eines geordneten Strassenunterhalts und Winterdiensts, ist dabei − 

unter Berücksichtigung der gebotenen Zurückhaltung bei der dem Gericht 

institutionell zustehenden Kontrollfunktion − angemessen Rechnung zu tragen 

(vgl. VGU R 10 78 E.2c). Gemäss Art. 15 StrG sind Kantonsstrassen nach den 

jeweiligen Erkenntnissen der Bau- und Verkehrstechnik und unter Beachtung 

der zu erwartenden Nutzung, mit guter Einordnung in die bauliche und 

landschaftliche Umgebung, möglichst umweltschonend sowie wirtschaftlich zu 

projektieren und zu bauen (Abs. 1). Kantonsstrassen sind sodann grundsätzlich 

verkehrsorientiert. Die Bedürfnisse des öffentlichen Verkehrs, der Fussgänger 

und Radfahrer sowie von Menschen mit einer Behinderung sind angemessen 

zu berücksichtigen (Abs. 2). Vor diesem Hintergrund hat das TBA die Studie 

"Querverbindung Schanfiggerstrasse Chur" vom März/Juni 2006 erstellen 

lassen. Teil dieser Studie bildet der technische Bericht vom März 2006. In 

diesem Bericht wurden die insgesamt vier Linienführungsvarianten sowie die 

Möglichkeiten einer Durchlaufträgerbrücke, einer Schrägseilbrücke und einer 

Bogenbrücke einander gegenübergestellt. Das TBA führte hierzu aus, dass aus 

wirtschaftlichen Erwägungen eine eher kurze Brücke zu bevorzugen sei. Die in 

dieser Studie behandelten Varianten 3 und 4, die im Brandacker an die 

Schanfiggerstrasse anschlössen, seien deutlich länger und zum Teil auch höher 

über den Talgrund als die beiden anderen Varianten. Sie verliefen auf der 

rechten Talseite in unmittelbarer Nähe einer Hochspannungsleitung, was den 

Gestaltungsspielraum einschränke und mit erheblichen Behinderungen bei der 

Bauausführung verbunden sei. Da diese beiden Varianten sonst keine echten 

Vorteile aufwiesen, stünden sie nicht im Vordergrund und würden vorläufig nicht 

weiter bearbeitet. Variante 2 habe die kürzeste Brücke zur Folge, müsste aber 

mit einem Gefälle von fast 4 % erstellt werden, weil der Araschger-Rank fast 20 

Meter höher liege als das Känzeli. Dafür wäre eine Schrägseilbrücke vorteilhaft. 

Die horizontal auf den Brückenträger wirkenden Kräfte müssten bei einer 

Schrägseilbrücke aber vorwiegend über die hohen Pfeiler abgetragen werden, 

was massive Pfeiler zur Folge hätte. Möglich wäre auch eine Durchlaufträger-

brücke. Diese wäre aber ebenfalls auf zwei im Talgrund stehende Pfeiler 

angewiesen. Diese stünden zudem ungünstig: Auf der rechten Talseite 

unmittelbar neben den Wohnhäusern und auf der linken viel zu nahe bei der 

Plessur. Die Brücke würde hinsichtlich Gestaltung und Einpassung in die 

Umgebung den hohen Anforderungen nicht gerecht. Dagegen böten sich die 

Form des Tales und die geologischen Gegebenheiten für eine Bogenbrücke 

geradezu an. Damit liesse sich das Tal grosszügig und elegant überspannen. 

Die Brücke liesse sich gut in die Umgebung einpassen. Talgrund und Plessur 

blieben unberührt. Eine Schrägseilbrücke überquerte bei Variante 2 das Tal 10 

Meter höher als bei Variante 1, zudem mit einem Gefälle in Richtung Schanfigg. 

Auch die Topografie sei eher ungünstig. Die Pylone ragten etwa 60 Meter über 

die Fahrbahn und würden als massive Bauteile in Erscheinung treten, weil die 

Brücke auf Fahrbahnhöhe nicht fixiert werden könne. In gestalterischer Hinsicht 

vermöge sie nicht zu überzeugen. Da sie gegenüber der Bogenbrücke keine 

echten Vorteile aufweise, werde sie nicht weiter bearbeitet. Aufgrund dieser 

Überlegungen habe sich die Linienführung Variante 1 mit einer Bogenbrücke 

sowohl technisch als auch gestalterisch als klar bestes Konzept für die 

St. Luzibrücke herausgestellt. Aufgrund dieser Feststellungen arbeitete das 

TBA im Auftrag der Regierung im Juni 2006 die Variantenstudie "Vergleich 

Ausbau Schanfiggerstrasse und Plessurbrücke St. Luzi" aus. Es kam zum 

Schluss, das gesamthaft folgende Argumente für den Bau der Brücke sprächen: 

Umlagerung des grössten Teils des Schanfiggerverkehrs vom städtischen 

Strassennetz auf die Julierstrasse/Südumfahrung mit Anschluss an die 

Autobahn A 13, die Trennung des Motorfahrzeugverkehrs und des Fussgänger-

verkehrs im Bereich Kantonsschule und die Steigerung der Verkehrssicherheit. 

Nachteilig seien die höheren Herstellungskosten und die fehlende 

Etappierbarkeit. Die Regierung hat diese Argumentation im Wesentlichen in den 

angefochtenen Entscheid übernommen (vgl. S. 5-8 des angefochtenen 

Entscheids vom 23./24. November 2010).

d) Betrachtet man einzig die von beiden Seiten in ihren Rechtsschriften relativ 

häufig zitierten (technischen) Studien des TBA, erstaunt es grundsätzlich nicht, 

dass die Beschwerdeführer den Eindruck gewinnen konnten, die Regierung sei 

sich bei der gewählten Linienführungsvariante nicht bewusst gewesen, dass 

diese im Vergleich zu anderen Varianten private Interessen einschränke. Die 

Beschwerdeführer meinen gar, dass bei den Studien des TBA gar keine 

Interessenabwägung erkennbar sei. Tatsächlich beinhaltet der technische 

Bericht zur Studie "Querverbindung Schanfiggerstrasse Chur" vom März 2006 

vornehmlich konzeptionelle und technische Erwägungen; behandelt werden 

darin insbesondere die topografischen und geologischen Bedingungen, 

gestalterische Gesichtspunkte und die Wirtschaftlichkeit von einzelnen 

Brückentypen und Linienführungsvarianten. Der technische Bericht fokussiert 

zwar primär auf die Findung des technisch und gestalterisch besten Konzepts, 

doch darf daraus nicht abgeleitet werden, die Regierung sei sich nicht bewusst 

gewesen, dass bei einer gewissen Linienführung der Plessurbrücke St. Luzi 

bewohntes Gebiet zu überqueren sei. Ebenfalls darf daraus nicht abgeleitet 

werden, dass die Regierung diesbezüglich entsprechend keine Interessen-

abwägung getroffen habe. Im technischen Bericht vom Juni 2006 wurde unter 

dem Titel „8. Landschaft“ festgehalten, dass sich unter der geplanten 

St. Luzibrücke einige Häuser des Quartiers Sand auf einer mittleren Höhe von 

rund 610 bis 615 m.ü.M. befänden. Die Fahrbahn der Brücke liege in diesem 

Bereich auf einer Höhe von rund 740 m.ü.M., was eine Differenzhöhe von rund 

125 Metern ergebe, weshalb die Wahrnehmbarkeit der Brücke im Quartier 

gering sei. Auch wurden private Interessen im UVB vom April 2008 dort 

berücksichtigt, wo Ausführungen zu den Lärmimmissionen bezüglich der 

Querverbindung zwischen Julierstrasse und Schanfiggerstrasse gemacht 

wurden (UVB, S. 63) − wobei die geplanten Brüstungsmauer bei der 

St. Luzibrücke als lärmtechnisch ausreichend qualifiziert wurde (UVB, S. 66) − 

oder wo der Schattenwurf der geplanten Brücke ermittelt wurde (vgl. UVB, 

Anhang 6.3). Ferner ist der Vorwurf der Beschwerdeführer nicht zu hören, die 

Regierung habe die von den Beschwerdeführern bevorzugte Linienführung von 

1974 gar nicht in ihre Überlegungen miteinbezogen. Dazu hält die Regierung in 

ihrer Duplik vom 14. August 2012 auf Seite 8 richtig fest, dass diese 

Linienführung in etwa derjenigen der Variante 4 entspricht, welche im Rahmen 

der Studie "Querverbindung Schanfiggerstrasse Chur" vom März/Juni 2006 

geprüft worden sei. Gegen die Variante 4 entschied sich die Regierung, weil 

insbesondere die Querung des Tales mit dem Widerlagerstandort weiter 

südöstlich im Raum Brandacker eine Durchlaufträgerbrücke erforderte. Diese 

Querverbindung wäre zudem deutlich länger, überquere den Talgrund höher 

und die Querschnittsabmessungen des Brückenkastens sowie die Pfeiler fielen 

wesentlich massiver aus. Es wären nebst negativen Auswirkungen auf die 

Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes auch deutlich höhere Kosten zu 

erwarten und bei der Erstellung der Brücke behindere auf der rechten Talseite 

eine parallel verlaufende Hochspannungsleitung die Bauausführungen. Die 

Hochspannungsleitung schränke sodann auch den Gestaltungsspielraum ein 

(vgl. dazu auch den angefochtenen Entscheid vom 23./24. November 2010, 

S. 6). Die Beschwerdeführer machen hierzu geltend, dass die nach 1974 

errichtete Hochspannungsleitung in die Überlegungen nicht mit einbezogen 

werden dürfe. Dieses Argument trifft nicht zu, musste doch die Regierung bei 

Planungsbeginn von der bestehenden Situation − und nicht von einer Situation 

anno 1974 − ausgehen und diese in ihre Planung einbeziehen. Bezüglich der 

Projektvariante 1974 ist mit der Regierung in ihrer Duplik davon auszugehen, 

dass diese damals lediglich einen politischen Grundsatzentscheid ermöglichen 

sollte. Sie ist zudem nicht aufgrund einer Interessenabwägung erstellt worden. 

Die Anträge der Beschwerdeführer, sämtlichen Stellen seien auch die 

Unterlagen zur Projektvariante 1974 zur Vernehmlassung zu unterbreiten, ist 

deshalb abzuweisen. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die 

Regierung mit der Ausscheidung von Variante 3 und 4 gemäss der Studie 

"Querverbindung Schanfiggerstrasse Chur" vom März/Juni 2006 im 

Planungsstadium ihr Ermessen nicht überschritten, sondern vielmehr korrekt 

und angemessen ausgeübt hat. Sie hat sodann im Plangenehmigungsverfahren 

auch geprüft, ob bei der Ausarbeitung des Auflageprojektes alternativen 

Linienführungen die nötige Beachtung geschenkt worden ist. Ferner hat sie sich 

auch im angefochtenen Entscheid (S. 5-8) und nochmals am 21. Februar 2013 

mit Bezug auf die Variantenstudie eingehend mit der Thematik Linienführung 

und in diesem Zusammenhang auch mit den Varianten 3 und 4 befasst.

6. a) Eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips ist ferner auch nicht in 

Anbetracht der Zusammenstellung der Beschwerdeführer vom 17. Februar 

2012 gegeben. In dieser am Augenschein des Gerichts vom 18. Februar 2013 

abgegeben Auflistung der geschätzten Kosten, kommen die Beschwerdeführer 

u.a. zum Schluss, dass die Kosten des aufgelegten Projektes 2008 und des 

damaligen Projektes aus den 1970er Jahren in etwa gleich seien (etwa 

Fr. 60.5 Mio.). Dem widerspricht die Regierung in ihrer Stellungnahme vom 

21. Februar 2013 in dem Sinne, dass die vergleichende Kostenschätzung der 

statischen Komplexität der einander gegenübergestellten Projektvarianten nicht 

hinreichend Rechnung trage. Bei der S-förmig geschwungenen Linienführung 

des Auflageprojektes könne die Brücke an den Widerlagern fixiert werden, da 

die zum Beispiel infolge Temperaturschwankungen auftretenden 

Längenänderungen durch elastische Verformungen des Brückenträgers in 

Querrichtung aufgenommen werden könnten. Die Kräfte müssten nicht über 

massive Pfeiler auf die Fundation in den Untergrund abgetragen werden, 

sondern direkt über die Widerlager. Dies lasse den Bau eines schlanken 

Rückenbauwerks zu. Dasselbe statische Prinzip gelte auch für eine 

Durchlaufträgerbrücke mit der Linienführung gemäss Auflageprojekt, falls dieser 

Brückentyp sich im Rahmen des Wettbewerbs als beste Lösung erwiese. Eine 

gerade Durchlaufträgerbrücke in den Raum Brandacker gemäss Variante 1974 

hingegen könnte bei den Widerlagern nicht fixiert werden, da die 

Längenänderungen nicht in Querrichtung aufgenommen werden könnten. Die 

Brücke müsste daher an ihren Enden verschiebbar gelagert und mit 

Fahrbahnübergängen ausgebildet werden. Horizontal auf den Brückenträger 

wirkende Kräfte müssten über die hohen Pfeiler abgetragen werden, was 

massive Bauwerksabmessungen zur Folge hätte. Eine Durchlaufträgerbrücke 

im Raum Brandacker wäre daher materialintensiver und damit teurer als das 

angefochtene Projekt. Die vergleichende Kostenschätzung der Beschwerde-

führer sei bereits im Ansatz ungenau und lasse die geschilderten Vorteile der 

genehmigten Bogenbrücke unberücksichtigt. Die Argumentation der 

Beschwerdeführer in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit der beiden Projekt-

varianten sei folglich falsch. Sie berücksichtigten wesentliche Rahmen-

bedingungen nicht und sei nur scheinbar plausibel, tatsächlich aber 

unzutreffend.

b) Gemäss den einleuchtenden Ausführungen der Regierung erforderten die von 

Beschwerdeführern bevorzugte Variante aus dem Jahr 1974 bzw. die Varianten 

3 und 4 eine Durchlaufträgerbrücke. Die gegenteilige Behauptung der 

Beschwerdeführer in ihrer Stellungnahme vom 1. März 2013 (S. 3) ist hingegen 

aktenwidrig. Eine Brücke diagonal zur Talachse wäre sodann deutlich länger 

und würde den Talgrund auch höher überqueren als bei den Varianten 1 und 2. 

Sie verliefe zudem auf der rechten Talseite unmittelbar neben der 

Hochspannungsleitung. Länge und Konstruktionsart verursachten neben den 

negativen Auswirkungen auf die Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes 

auch deutlich höhere Kosten. Selbst von der Altstadt aus gesehen träte die 

Silhouette einer solchen Brücke leicht höher in Erscheinung. Länge, 

Querschnittsabmessungen des Brückenkastens und der Pfeiler wären 

massiver. Die von den Beschwerdeführern am 1. März 2013 dagegen 

vorgebrachten Argumente hat die Regierung am 13. März 2013 nochmals 

einleuchtend widerlegt. Die in der beschwerdeführerischen Eingabe vom 

1. März 2013 vorgelegte, tabellarisch dargestellte Auflistung der Brücken-

abmessungen der beiden Linienführungsvarianten ist danach für einen 

Kostenvergleich ungeeignet. Man kann nach der Regierung nicht zwei 

technische Berichte zu Strassenprojekten, deren Erstellungsdatum fast 40 

Jahre auseinanderliegen, zwecks Ermittlung der Kosten miteinander 

vergleichen. Die Projektierung von 1972 kann demnach mit derjenigen des 

heutigen Auflageprojekts nicht verglichen werden. Zudem sind nach der 

Regierung die Ansprüche der Öffentlichkeit an Strassenprojekte heute 

wesentlich höher als noch in den 1970er Jahren. Der Materialbedarf für den 

Bau einer Brücke hängt von mehreren Kriterien ab (Länge, Höhe über dem Tal-

grund, Pfeilerabstände, Brückentyp, statisches Modell usw.). Das 

Auflageprojekt sieht einen Brückenschlag an der engsten Stelle des Tales vor. 

Die statischen Möglichkeiten an diesem Standort lassen im Vergleich zum 

Standort Brandacker den Bau eines schlankeren Brückenbauwerkes zu, was 

sich positiv auf den Materialbedarf und auf die Kosten auswirkt, wie die 

Regierung ausführt. Die Rechnung der Beschwerdeführer wird einem seriösen 

Kostenvergleich der beiden Linienführungen nicht gerecht. Im Übrigen spielt 

das Kostenargument aber nicht die entscheidende Rolle, weil selbst die 

Beschwerdeführer nicht der Ansicht sind, dass Variante 1 teurer sei als 

Projektvariante 1974 respektive Variante 4. 

c) Schliesslich konnte auch der Vorwurf der Beschwerdeführer betreffend der 

ungenügenden Abklärung der Projektkosten (d.h. betreffend der fehlenden 

Erklärung der Diskrepanz von Fr. 41 Mio. im technischen Bericht vom Juni 2006 

im Vergleich zu Fr. 58 Mio. in der aufgelegten Kostenschätzung vom April 2008) 

durch die Regierung nachvollziehbar auf Seite 5 ihrer Duplik widerlegt werden. 

Gemäss SIA-Normen betrage die Genauigkeit bei Kostenschätzungen im 

Rahmen von Variantenstudien +/- 25 %, bei Kostenvoranschlägen von 

Auflageprojekten +/- 10 %. Hier habe sich bei der Ausarbeitung des 

Auflageprojektes gezeigt, dass die Kostenschätzung generell zu tief gewesen 

sei. Auch liessen sich die Abweichungen mit aufwändigen zusätzlichen 

baulichen Verkehrssicherheitsmassnahmen im Bereich des Anschluss-

bauwerkes an die Julierstrasse begründen. Dort sei ursprünglich eine 

Linksabbiegespur für die Verkehrsbeziehung nach Arosa vorgesehen gewesen. 

Jetzt sei eine niveaufreie Querung der Verkehrsbeziehung Chur-Arosa mittels 

Unterführung vorgesehen.

7. a) Die gewählte Linienführung mit der gewählten Bogenbrückenform erweist sich – 

auch nach dem Augenschein und unter Berücksichtigung der danach geführten 

Korrespondenz der Parteien – unter dem Aspekt des Ortsbild- und des 

Landschaftsschutzes als klar die beste Variante. Das BAFU hat dem Projekt am 

9. Januar 2012 grundsätzlich zugestimmt, indessen noch Anträge gestellt, 

welche aber nicht grundsätzlicher Natur sind. Das ASTRA begrüsste am 

13. Februar 2012, dass vom Ausbau der bestehenden Schanfiggerstrasse 

abgesehen werden soll. Aus Sicht des Schutzes der historischen Verkehrswege 

bilde die Querverbindung eine gute Lösung. Das BAK stimmte dem Projekt am 

15. Februar 2012 und aufgrund der zur Verfügung stehenden Planunterlagen 

grundsätzlich zu, da die schützenswerte Substanz in ihrem Bestand nicht 

unmittelbar betroffen ist. Betreffend Orts- und Landschaftsschutz erwartet das 

BAK mit dem Neubau nur eine mittelschwere Beeinträchtigung des geschützten 

Ortsbildes von Chur. Auch sieht das Gericht die Befürchtungen der 

Beschwerdeführer betreffend Destabilisierung des Osthanges durch die 

geplante Rodung und eine damit verbundene Gefährdung des Quartiers Sand 

nicht durch den geologischen Bericht vom 28. Juni 2007 bestätigt. Der Osthang 

ist stabil (vgl. Ziffer 6.2 und 7.3 des Berichts). Die negativen Immissionen, 

insbesondere der Schattenwurf der Brücke, wurden im UVB erfasst und von der 

Regierung bei ihrem Entscheid berücksichtigt. In Bezug auf allfällige 

Entschädigungsbegehren wurden die Beschwerdeführer auf das dem 

Genehmigungsverfahren nachgelagerte Landerwerbsverfahren verwiesen.

b) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Regierung die 

verschiedenen öffentlichen Interessen an der Erstellung der neuen 

Querverbindung an der engsten Stelle des Tales gemäss Variante 1 gegenüber 

den privaten Interessen der Beschwerdeführer höher gewichten durfte. 

Natürlich beeinträchtigt die gewählte Linienführung die Interessen der 

Beschwerdeführer mehr als eine andere Linienführung, insbesondere mehr als 

die Varianten 3 und 4. Indessen wären bei einer anderen Linienführung eben 

private Interessen anderer Betroffener beeinträchtigt. Auch bei einer anderen 

Linienführung müssen – zwar von anderen Betroffenen – gleiche oder ähnliche 

Immissionen in Kauf genommen werden. Sprechen aber gestalterische, 

technische und auch wirtschaftliche Erwägungen klar für die Wahl der Variante 

1, ist die Regierung auch diesbezüglich korrekt vorgegangen. Die Brücke 

verletzt die einschlägige Gesetzgebung (USG, NHG etc.) nicht, weswegen die 

Regierung das Projekt auch diesbezüglich zu Recht genehmigt hat. Ebenso 

entspricht es den Anforderungen von Art. 15 StrG. Wie bereits vorne in 

Erwägung 2 ausgeführt, kann das Gericht bei zwei oder mehreren Varianten, 

die vor der Zweckmässigkeitsprüfung standhalten, die von der Regierung 

getroffene Lösung nicht einfach aufheben und eine andere der zweckmässigen 

Lösungen an die Stelle einer angemessenen Planfestsetzung setzen. Insofern 

muss das Verwaltungsgericht die Entscheidungsfreiheit, die den Planungs-

trägern zusteht, respektieren (vgl. VGU R 10 79 vom 9. Dezember 2010 E.1; 

R 10 78 vom 17. Mai 2011 E.2; R 08 50 vom 30. September 2008 E.2; R 07 65 

vom 29. Januar 2008 E.3).

8. a) Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass der 

Genehmigungsentscheid der Regierung vom 23./24. November 2010 zu 

bestätigen und die Beschwerde abzuweisen ist.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten nach Art. 73 Abs. 1 

VRG zulasten der Beschwerdeführer. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die 

unterliegende Partei im Rechtsmittel- oder Klageverfahren in der Regel 

verpflichtet, der obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit verursachten 

notwendigen Kosten zu ersetzen. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit 

öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 

Abs. 2 VRG in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in 

ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht 

vorliegend kein Anlass und der Beschwerdegegnerin wird folglich keine 

aussergerichtliche Entschädigung zugesprochen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 4‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 518.--

zusammen Fr. 4‘518.--

gehen unter solidarischer Haftung zulasten von …, und sind innert 30 Tagen seit 

Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.

Dagegen Beschwerde an Bundesgericht noch hängig.