# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61f790c2-bcee-5cda-86a2-a07878a1a7e6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.06.2016 200 2014 1209
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1209_2016-06-10.pdf

## Full Text

200 14 1209 IV
LOU/FRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Juni 2016

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. Dezember 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2016, IV/14/1209, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1962 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 5. Januar 2000 unter Hinweis auf eine De-
pression erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV [AB] 1). Die IV-Stelle Bern (nachfolgend: 
IVB bzw. Beschwerdegegnerin) nahm medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen vor. Insbesondere erstellte sie einen Abklärungsbericht Haushalt 
(AB 21). Mit Verfügung vom 24. August 2001 (AB 27) wurde der Versicher-
ten bei einem IV-Grad von 42% und in Anwendung der gemischten Metho-
de (Status: 33% Erwerb, 67% Haushalt) eine Viertelsrente ab dem 1. Janu-
ar 1999 zugesprochen. 

Im Rahmen der Rentenrevision vom Juni 2004 (AB 28) erstellte die IVB 
erneut einen Abklärungsbericht Haushalt (AB 33; 36) und stellte die Rente 
mit Verfügung vom 16. Februar 2005 (AB 37) bei einem IV-Grad von 38% 
und in Anwendung der gemischten Methode (Status: 45% Erwerb, 55% 
Haushalt) per Ende März 2005 ein. Die dagegen erhobene Einsprache (AB 
39) wies sie mit unangefochten gebliebenem Entscheid vom 18. Mai 2005 
(AB 46) ab. 

B.

Am 30. Januar 2014 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine 
Depression, Rheuma und „Schilddrüse“ erneut bei der IV zum Leistungs-
bezug an (AB 49). Die IVB nahm medizinische und erwerbliche Abklärun-
gen vor. Insbesondere holte sie einen Bericht des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes ein (AB 74) und erstellte einen Abklärungsbericht Haushalt (AB 
77). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 78; 79; 82; 83) und 
Einholung einer Stellungnahme des Abklärungsdienstes (AB 84), verneinte 
die IVB mit Verfügung vom 10. Dezember 2014 (AB 85) den Anspruch auf 
eine IV-Rente bei einem IV-Grad von 15% und in Anwendung der gemisch-
ten Methode (Status: Erwerb 52%, Haushalt 48%). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2016, IV/14/1209, Seite 3

C.

Dagegen erhob die Versicherte mit Schreiben vom 11. Dezember 2014 
(Posteingang bei der IVB am 15. Dezember 2014) Beschwerde und bean-
tragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Am 
26. Januar 2015 reichte sie eine Beschwerdeergänzung zu den Akten. 

Mit Beschwerdeantwort vom 30. Januar 2015 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. Dezember 2014 
(AB 85). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine IV-Rente und dabei insbesondere der Status. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-

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nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festge-
legt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invali-
dität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der IV-
Grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 
141 V 15 E. 3.2 S. 20, 125 V 146 E. 2a S. 150). 

Die gemischte Methode bezweckt eine möglichst wirklichkeitsgerechte Be-
messung des IV-Grades. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der 
Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet 
werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne 
Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig 
wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.6 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-
Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-
prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 
Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 
87 Abs. 2 und 3 IVV). Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so 
hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 

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von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des IV-
Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise 
wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 
2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der IV-Grad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-
schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). 

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 E. 
3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

3.

3.1 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin auf 
die Neuanmeldung vom 30. Januar 2014 (AB 49) eingetreten ist. Folglich 
ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 
2b. S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen dem rentenabweisenden Einspra-
cheentscheid vom 18. Mai 2005 (AB 46) und der hier angefochtenen Ver-
fügung vom 10. Dezember 2014 (AB 85) eine anspruchsbegründende Ver-
änderung der erheblichen Tatsachen eingetreten ist (vgl. E. 2.6 hiervor). 

3.2 Der Einspracheentscheid vom 18. Mai 2005 (AB 46) basierte mass-
geblich auf den beiden Berichten von Dr. med. B.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 30. September / 1. Oktober 
2004 und 2. Dezember 2004 / 28. Januar 2005 (AB 32; 35) sowie auf den 
beiden Abklärungsberichten Haushalt vom 29. November 2004 und 7. Fe-
bruar 2005 (AB 33; 36). Mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnos-
tizierte Dr. med. B.________ eine schizoaffektive Psychose gemischt (ICD-

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10 F25.2; AB 32 S. 3; 35 S. 2). Der Facharzt führte aus, es bestehe eine 
grosse Stressintoleranz, eine leichte Verlangsamung, eine geringe kogniti-
ve und emotionale Flexibilität sowie eine reduzierte Konzentrations- und 
Merkfähigkeit (AB 32 S. 4). Die Beschwerdeführerin war in der damaligen 
Tätigkeit als … bzw. … zu durchschnittlich 27% optimal eingegliedert (AB 
35 S. 3; 36 S. 5), zumal die beiden Kinder damals in der 2. und 4. Klasse 
und somit betreuungsbedürftig waren. Im Abklärungsbericht Haushalt wur-
de damals nachvollziehbar ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin als 
Gesunde in einem 45%-Pensum arbeiten würde (AB 36 S. 4), womit ein 
Status 45% Erwerb und 55% Haushalt resultierte (AB 36 S. 11).

3.3 Der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 10. Dezember 2014 
(AB 85) liegen insbesondere folgende Berichte zugrunde: 

3.3.1 Im Bericht vom 23. März 2014 (AB 62) diagnostizierte Dr. med. 
B.________ mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine schizoaffektive 
Psychose bei einem Status nach postnataler Depression 1996, gegenwär-
tig depressiv (ICD-10 F25.1). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
diagnostizierte er eine substituierte Hypothyreose (S. 2). Der Facharzt führ-
te aus, Tatsache sei, dass die Beschwerdeführerin nach wie vor sehr wenig 
belastbar geblieben sei, sich ihr Zustand ab Herbst 2004 noch leicht ver-
schlechtert habe, sie habe mehrere maniforme und depressive sowie prä-
psychotische Phasen durchlebt und habe nie mehr als 30% bis maximal 
35% arbeiten können und habe bei grösserem Belastungsniveau dekom-
pensiert. 2010 hätte sie zwei kurze manische, präpsychotische und ansch-
liessend depressive Episoden erlebt, in denen sie gar nicht habe arbeiten 
können. Im Moment sei sie psychiatrisch und körperlich knapp kompen-
siert, aber wenig belastbar, dekompensiere bei unerwarteten oder neuen 
Ereignissen relativ rasch, entweder submanisch oder präpsychotisch bis 
depressiv. Ohne solche Belastungen sei sie in einem subdepressiven Zu-
stand stabil. Zum Befund führte der Facharzt aus, die Beschwerdeführerin 
befinde sich aktuell in einem subdepressiven Zustand, wo sie rasch über-
fordert und häufig mit Gefühlen der Traurigkeit, Hilflosigkeit oder Wertlosig-
keit sowie Schuldgefühlen und gelegentlich Gedanken an ihren Tod bzw. 
Todeswünschen (ohne Suizidalität im engeren Sinne) konfrontiert sei. Sie 
leide an regelmässigen Einschlafstörungen, mehr als eine halbe Stunde, 

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fühle sich häufig erschöpft, energielos und schlapp bei ihren Tätigkeiten, 
leide an einer leichten, kognitiven Verlangsamung und Leistungseinbusse, 
subjektiver Spannung und Reizbarkeit und an starker Mundtrockenheit, 
begleitet von Verdauungsstörungen und Blähungen. Körperlicherseits leide 
sie vor allem an Schweregefühl in den Gliedern, Rücken-, Kopf- und Mus-
kelschmerzen, sowie der erwähnten, starken Erschöpfbarkeit und vollstän-
digem Libidoverlust. Zudem leide sie an starker Tagesschwankung mit er-
heblichem Morgentief, gelegentlichen Depersonalisations- oder Derealisa-
tionserfahrungen und einer paranoiden Symptomatik. Vom Oktober 2004 
bis August 2010 habe eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit, von Mitte August bis 
Ende Dezember 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, im Januar 2011 
eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit, vom Februar bis Juni 2011 eine 70%ige 
Arbeitsunfähigkeit, vom Juni bis Ende Oktober 2011 eine 100%ige Arbeits-
unfähigkeit und vom November 2011 bis heute eine 70%ige Arbeitsun-
fähigkeit in der Tätigkeit als … (Nachteinsätze) bestanden (S. 3). Sie könne 
einen normalen Tagesdienst im … nicht bewältigen, weshalb sie nachts 
arbeite, wo weniger laufe und sie sich als autonomer und weniger gehetzt 
erlebe. Auch hier sei eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit vorhanden, da 
sie bei zeitlicher oder qualitativer Belastung rasch dekompensiere. Die bis-
herige Tätigkeit sei zu circa 10 Stunden pro Woche zumutbar. Sie brauche 
länger, um bestimmte Arbeitsabläufe zu begreifen und auch durchzuführen, 
weshalb sie eine Leistung von circa 50% erbringen könne (S. 4). 

3.3.2 Im Bericht vom 1. April 2014 (AB 68 S. 2 ff.) diagnostizierte der 
Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. C.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin FMH, mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
eine affektive Erkrankung / Dysthymie. Ohne Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit diagnostizierte er eine Polymyalgia rheumatica seit 2008, eine 
latente Hypothyreose seit 2012, aktuell substituiert sowie eine atopische 
Diathese (saisonale Rhinokonjunktivitis mit Begleitasthma seit Jahren; 
S. 2). Der Hausarzt führte aus, nach der Geburt des jüngeren Kindes sei es 
zunehmend zur psychischen Dekompensation gekommen, mit teilweise 
psychotischen Episoden, seither sei die Beschwerdeführerin in regelmässi-
ger medikamentöser und gesprächstherapeutischer Behandlung, teils stati-
onär. Zum Befund führte er aus, sie sei eine emotional labile Patientin, sei 
allseits orientiert und somatisch in gutem altersentsprechendem Allgemein-

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zustand. Betreffend den Psychostatus verweise er auf Dr. med. 
B.________. Zu den Einschränkungen in der bisherigen Tätigkeit als … 
führte er aus, es bestehe eine psychische Dekompensation bei Überforde-
rung, mit teils maniformen Zuständen, wobei sich dies bei der Arbeit als 
Konzentrationsunfähigkeit auswirke. Die bisherige Tätigkeit sei in einem 
30%-Pensum zumutbar (S. 3). 

3.3.3 Im Bericht vom 8. Juli 2014 (AB 74) führte der RAD-Arzt Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, aus, auf Basis 
der aktuellen medizinischen Berichte müsse von einem gleich gebliebenen 
Gesundheitszustand ausgegangen werden. Zu den Beeinträchtigungen 
bzw. Befunden und deren Einwirkungen auf die Tätigkeit als … bzw. auf 
eine angepasste Tätigkeit führte der RAD-Arzt aus, körperlich bestünden 
gelegentlich Glieder- und Gelenkschmerzen im Rahmen eines Weichteil-
rheumatismus. Geistig bestünde eine reduzierte Merkfähigkeit, die Be-
schwerdeführerin brauche länger, um sich … oder Dienstleistungen oder … 
zu merken, auch bei Namen oder längeren Texten habe sie Mühe, sich 
diese einzuprägen. Psychisch reagiere sie mit Angst, Nervosität und gele-
gentlich auch mit Wut auf Neuerungen, Programmänderungen, administra-
tive Anforderungen, Todesfälle und „zuviele Leute“. Sie könne einen nor-
malen Tagesdienst im … nicht bewältigen, weshalb sie nachts arbeite, wo 
weniger laufe und sie sich als autonomer und weniger gehetzt erlebe. Auch 
hier sei eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit vorhanden, da sie bei zeitli-
cher oder qualitativer Belastung rasch dekompensiere. Die bereits durchge-
führten Anpassungen hätten dazu geführt, dass die jetzige Tätigkeit noch 
möglich sei. An einer anderen Arbeitsstelle würde sie sehr wahrscheinlich 
keine verwertbare Arbeitsfähigkeit aufweisen. Von diesem Zumutbar-
keitsprofil könne seit 2005 ausgegangen werden (S. 3). 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Vorliegend geht aus dem Bericht von Dr. med. B.________ vom 
23. März 2014 (AB 62) nachvollziehbar hervor, dass sich die unverändert 
diagnostizierte schizoaffektive Psychose (ICD-10 F25.1), gegenwärtig de-
pressiv, in wechselndem Ausmass auf das gesundheitliche Befinden der 
Beschwerdeführerin auswirkt, indem sie seit 2004 mehrere maniforme de-
pressive sowie präpsychotische Phasen durchlebte. Bei Belastung dekom-
pensierte sie wiederholt und hatte zwischenzeitlich im Jahr 2010 zwei kurze 
manische präpsychotische und anschliessend depressive Episoden, in de-
nen sie vollständig arbeitsunfähig war. Der Facharzt hat klar und schlüssig 
ausgeführt, dass die Arbeitsunfähigkeit ab 2004 bis August 2010 70% be-
trug und dann vorübergehend jeweils über mehrere Monate in wechseln-
dem Ausmass (zwischen 70% und 100%) zunahm und seit November 2011 
stabil wiederum 70% beträgt (AB 62 S. 2 f.). Darauf ist abzustellen. Diese 
Beurteilung findet Rückhalt im Bericht des RAD-Arztes vom 8. Juli 2014, 
der von einem gleich gebliebenen Gesundheitszustand bzw. vom seit 2005 
festgelegten bis heute bestehenden Zumutbarkeitsprofil ausgeht (AB 74 S. 
2 f.). Dies wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht bestritten. 

Die Beurteilung des Hausarztes (AB 68 S. 2 ff.) ist hinsichtlich der psychia-
trischen Symptomatik mangels Fachkompetenz im Bereich Psychiatrie und 
Psychotherapie zwar weniger zu gewichten, deckt sich aber – abgesehen 
von der Diagnose einer affektiven Erkrankung/Dysthymie (AB 68 S. 2) – im 

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Ergebnis mit den Spezialärzten, sodass sie diesen Beurteilungen jedenfalls 
nicht entgegensteht. Gemäss den nachvollziehbaren Ausführungen des 
Hausarztes wirken sich die diagnostizierte, seit 2008 bestehende Rheuma-
erkrankung, die latente Hypothyreose sowie die atopische Diathese nicht 
auf die Arbeitsfähigkeit aus. Darauf ist abzustellen. 

In der ausgeübten … ist die Beschwerdeführerin auch heute noch gut ein-
gegliedert. Jegliche andere Arbeiten würden sie gemäss den Ausführungen 
der Ärzte überfordern (AB 62 S. 4; 68 S. 3; 74 S. 3). Schliesslich gehen die 
Ärzte übereinstimmend davon aus, dass seit der Rentenaufhebung vom 18. 
Mai 2005 (AB 46) gesundheitlich keine massgebliche Veränderung vorliegt 
(AB 62 S. 2 ff.; 74 S. 2). Somit ist weiterhin von einer Arbeitsunfähigkeit von 
70% in der angestammten Tätigkeit auszugehen. 

 

4. Zu prüfen ist der Status der Beschwerdeführerin resp. der Umfang, 
in welchem sie als Gesunde erwerbstätig wäre.

4.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 
547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63). 

4.2 Der Abklärungsbericht Haushalt vom 16. September 2014 (AB 77) 
samt Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 9. Dezember 2014 (AB 

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84) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung gemäss E. 4.1 hiervor 
und ist überzeugend. Die Feststellungen der fachkundigen Abklärungsper-
son basieren auf eigenen, vor Ort und in Anwesenheit der Beschwerdefüh-
rerin durchgeführten Erhebungen. Der Abklärungsbericht ist zudem hin-
sichtlich der Gewichtung der Tätigkeitsbereiche ausreichend detailliert und 
den Einschränkungen sowie den Angaben der Beschwerdeführerin wurde 
angemessen Rechnung getragen. Es besteht kein Anlass, in das Ermessen 
der Verwaltung einzugreifen.

4.3 Die Beschwerdegegnerin geht im Abklärungsbericht Haushalt von 
einem Status 52% Erwerb und 48% Haushalt aus (AB 77 S. 6). Damit zeig-
te sich die Beschwerdeführerin nicht einverstanden und nahm zur Status-
frage mehrfach unterschiedlich Stellung: Beim Erstgespräch nach der Neu-
anmeldung gab sie an, bei guter Gesundheit zu 100% erwerbstätig zu sein 
(AB 63 S. 1). Mit Einwand vom 13. Oktober 2014 (AB 81 S. 1) machte sie 
einen Status 70%-80% Erwerb und 20%-30% Haushalt geltend. In der Be-
schwerdeergänzung vom 21. Januar 2015 (in den Gerichtsakten) brachte 
sie vor, bei guter Gesundheit mindestens 80% zu arbeiten. 

4.4 Dem Lebenslauf (AB 65 S. 4) ist zu entnehmen, dass die Be-
schwerdeführerin ab 1991 – gemäss IK-Auszug auch schon zuvor (AB 10 
S. 3), offenbar seit Abschluss der Lehre als … –, bis Juli 1994 (Jahrgänge 
Kinder: 1993 und 1996) zu 100% erwerbstätig war. 1986 ist eine längere 
Phase der reduzierten Erwerbstätigkeit (80%) ausgewiesen (AB 21 S. 3). 
Ab Juli 1994 reduzierte sie – unbestrittenermassen wegen der Kinder – das 
Pensum erheblich, wobei dies auch im Gesundheitsfall so gewesen wäre 
(AB 20 S. 2; 21 S. 3; 33 S. 4; 45 S. 2).  

Dem Abklärungsbericht Haushalt ist zu entnehmen, dass der Ehemann und 
die Tochter täglich zwei Mahlzeiten im Haushalt der Beschwerdeführerin 
einnehmen und die Beschwerdeführerin für die Tochter das auswärts ein-
genommene Mittagessen am Abend zuvor vorkocht (AB 77 S. 8). Weiter ist 
auch zu beachten, dass der Sohn jeweils am Wochenende nach Hause 
kommt mit zwei Säcken voll Wäsche, womit sich im Bereich Wäsche- und 
Kleiderpflege sowie Wohnungspflege keine wesentliche Änderung ergeben 
hat (AB 77 S. 3). Schliesslich ist dem Teilbereich Betreuung von Kindern zu 
entnehmen, dass der Sohn an einem ADS leidet, was in verschiedener 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2016, IV/14/1209, Seite 13

Hinsicht eine Belastung darstellt und Aufwendungen verursacht (AB 77 S. 
10). Daran ändert nichts, dass diese Aufwendungen bzw. Einschränkungen 
bei der Invaliditätsbemessung im Haushalt unberücksichtigt bleiben muss-
ten. Schliesslich muss sich die Beschwerdeführerin nach wie vor auch um 
die Gartenarbeit und die vielen Wohnungspflanzen kümmern (AB S. 11). 

Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin ist nach dem Dargeleg-
ten nicht überwiegend wahrscheinlich, dass sie im Gesundheitsfall zu 70%-
100% erwerbstätig geworden wäre. Weder im Haushalt noch im Bereich 
Erwerb hat sich eine massgebliche Änderung ergeben. Insofern liegt seit 
der Rentenaufhebung vom 18. Mai 2005 (AB 46), anlässlich jener ein Sta-
tus 45% Erwerb und 55% Haushalt ermittelt wurde, keine revisionsrelevan-
te Veränderung vor, womit die Beschwerde abzuweisen ist (vgl. E. 2.6 hier-
vor).   

5. Selbst wenn die Revisionsvoraussetzungen bejaht würden und der 
Rentenanspruch umfassend zu prüfen wäre, würde bei einem Status 70% 
Erwerb und 30% Haushalt bzw. 80% Erwerb und 20% Haushalt ein renten-
ausschliessender IV-Grad resultieren (vgl. E. 5.1 ff. hiernach).

5.1 Gemäss nicht rechtskräftigem Urteil des Europäischen Gerichtshofs 
für Menschenrechte (EGMR) vom 2. Februar 2016 (Di Trizio c. Suisse [Re-
quête no 7186/09]) soll die Anwendung der gemischten Methode das Dis-
kriminierungsverbot gemäss Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskon-
vention (EMRK; SR 0.101) i.V.m. Art. 14 EMRK verletzen. Vorab ist festzu-
stellen, dass bis zu einem rechtskräftigen Urteil des EGMR die bisherige 
Rechtsprechung zur gemischten Methode weiterhin anzuwenden ist (Be-
schluss der erweiterten Abteilungskonferenz des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Bern vom 31. Mai 2016).

5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2016, IV/14/1209, Seite 14

pass-ten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-
kret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 
7.1). 

5.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Unter 
Berücksichtigung des Wartejahres und der (Neu-)Anmeldung im Januar 
2014 (AB 49) ist der frühest mögliche Rentenbeginn hier in Anwendung von 
Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf Juli 2014 festzusetzen. Auf die-
sen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich durchzuführen.   

5.4 Soweit die Beschwerdegegnerin auf ein Valideneinkommen von 
Fr. 3‘000.-- abstellt, kann ihr nicht gefolgt werden (AB 77 S. 4 f.). Anderer-
seits geht sie basierend auf ihren telefonischen Abklärungen beim Arbeit-
geber (in den Akten nicht belegt) grundsätzlich zu Recht davon aus, dass 
die Beschwerdeführerin mit ihrer Ausbildung zur … heute in der Gehalts-
klasse 13, Lohnstufe 26 (vgl. Personalamt des Kantons Bern, Gehaltsklas-
sentabelle ab 01.01.2014 Kantonspersonal, Monatsgehalt; abrufbar unter 
www.fin.be.ch) eingeteilt wäre und sich dementsprechend in einem 100%-
Pensum ein Monatslohn von Fr. 5‘790.10 (Fr. 75‘271.30 pro Jahr) ergibt 
(AB 77 S. 5). Dies ist angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdefüh-
rerin keine Weiterbildung absolviert und sich für die vorübergehende Kin-
derbetreuung entschieden hat, vertretbar. Insbesondere auch deshalb, weil 
dieser Lohn im Vergleich zum ursprünglich bis Ende 1993 als … erzielten 
(damals noch nicht als …; laut IK-Auszug Fr. 57‘296.-- [AB 10 S. 1] und 
aufindexiert Fr. 72‘157.90 [Fr. 57‘296.-- / 100 x 124.2 / 100 x 101.4 [Bun-
desamt für Statistik [BFS], Nominallöhne Frauen 1993 – 2010, Tabelle 
T1.2.93, Gesundheits- und Sozialwesen bzw. Nominallöhne Frauen 2011 – 
2014, Tabelle T1.2.10, Gesundheits- und Sozialwesen]) noch leicht höher 
ist und damit zu Gunsten der Beschwerdeführerin ausfällt. Bei einem Ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2016, IV/14/1209, Seite 15

beitspensum von 70% ergibt dies ein als wohlwollend einzustufendes Vali-
deneinkommen von Fr. 52‘689.90 (Fr. 75‘271.30 x 0.7). 

5.5 Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen gestützt auf 
die Angaben des Arbeitgebers (Lohnkonto 2013; AB 72.2 S. 2 f.) ermittelt 
und auf Fr. 32‘512.85 (Fr. 32‘286.85 inkl. 13. Monatslohn, Ferien- und Fei-
ertagszuschlag, Wochenend- und Nachtzulage; aufindexiert auf 2014 
[+0.7]) festgelegt (AB 77 S. 6).  

5.6 Folglich resultiert ein IV-Grad im Bereich der Erwerbstätigkeit von 
38.29% resp. gewichtet 26.80% (38.29% x 0.7 [Status]). 

5.7 Entsprechend der überzeugenden Beurteilung der Abklärungsfach-
person ist von einer Einschränkung im Haushalt von 11.1% auszugehen 
(AB 77 S. 11). Folglich resultiert ein IV-Grad im Aufgabenbereich von ge-
wichtet 3.33% (11.1% x 0.3 [Status]).  

5.8

5.8.1 Zusammenfassend würde bei einem Status 70% Erwerb und 30% 
Haushalt ein Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 30% resultieren (26.80% 
+ 3.33%; zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 f. S. 123). Damit bestünde 
kein Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.2 hiervor). 

5.8.2 Schliesslich ist festzuhalten, dass selbst wenn der von der Be-
schwerdeführerin geltend gemachte Status von 80% Erwerb und 20% 
Haushalt berücksichtigt würde, der Gesamtinvaliditätsgrad mit gerundet 
39% (Valideneinkommen: Fr. 60‘217.04 [Fr. 75‘271.30 x 0.8], Invalidenein-
kommen: Fr. 32‘512.85, IV-Grad im Bereich der Erwerbstätigkeit von 46.01 
resp. gewichtet 36.81% [46.01% x 0.8 [Status]], IV-Grad im Aufgabenbe-
reich von gewichtet 2.22 [11.1% x 0.2]) keinen Anspruch auf eine IV-Rente 
begründen könnte. 

6. Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2016, IV/14/1209, Seite 16

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, der unterliegenden Beschwerdeführerin 
auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie werden dem in gleicher Höhe geleis-
teten Kostenvorschuss entnommen. 

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2016, IV/14/1209, Seite 17

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.