# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c248f130-10df-5f5c-be30-dc12ad73f31e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-11-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.11.2023 D-6273/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6273-2023_2023-11-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6273/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  N o v e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger;   

Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

und seine Tochter  

B._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin, 

substituiert durch MLaw Michael Meyer, (…),  

(…),  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren/Wiedererwägung);  

Verfügung des SEM vom 6. November 2023 / N (…). 

 

 

 

D-6273/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass A._______ (der Beschwerdeführer) und C._______ (seine Ehefrau; 

vgl. D-6274/2023) am 9. Januar 2021 in Begleitung ihrer Tochter 

B._______ (die Beschwerdeführerin) und ihrer Söhne D._______ und 

E._______ um die Gewährung von Asyl in der Schweiz nachsuchte,  

dass vom SEM aufgrund einer Abfrage der Eurodac-Datenbank festgestellt 

wurde, dass der Beschwerdeführer, seine Ehefrau und ihre Tochter bereits 

von Griechenland und Kroatien als Asylantragstellende registriert worden 

waren (per 19. November 2019 bzw. per 18. November 2020),  

dass das SEM mit diesen Personen persönliche Gespräche gemäss Art. 5 

der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur 

Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), 

führte, in deren Verlauf sich alle drei gegen eine Rückkehr nach Kroatien 

aussprachen,  

dass das SEM am 26. Februar 2021 ein Ersuchen um Wiederaufnahme 

aller Familienmitglieder an Kroatien sandte und sich Kroatien am 10. März 

2021 zu deren Wiederaufnahme gemäss der Bestimmung von Art. 18 

Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO bereit erklärte, 

dass dem SEM im Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens eine ganze 

Reihe von medizinischen Berichten betreffend verschiedene Familienmit-

glieder zugingen, darunter insbesondere Berichte zu physischen und psy-

chischen Beschwerden der Beschwerdeführerin,  

dass sich die Mitglieder der Familie insbesondere unter Bezugnahme da-

rauf und mit Eingabe ihrer damaligen Rechtsvertretung vom 25. März 2021 

erneut gegen eine Rückkehr nach Kroatien aussprachen,  

dass dem SEM im Nachgang dazu noch weitere medizinische Berichte zu-

gingen, darunter auch wiederum Berichte zur psychischen Erkrankungs-

lage der Beschwerdeführerin,  

dass das SEM am 13. April 2021 gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG 

(SR 142.31) einen Nichteintretensentscheid mit Anordnung der Wegwei-

sung nach Kroatien erliess, welcher alle Mitglieder der Familie betraf,  

D-6273/2023 

Seite 3 

dass die Mitglieder der Familie gegen diesen Entscheid am 21. April 2021 

durch ihre damalige Rechtsvertretung beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erheben liessen,  

dass sie sich im Rahmen ihrer damaligen Beschwerde und im weiteren 

Verlauf des damaligen Beschwerdeverfahrens umfassend zu den nach ih-

rer Auffassung in Kroatien herrschenden, für Asylsuchende untragbaren 

Verhältnissen äusserten, wie auch – verbunden mit der Vorlage einer gan-

zen Reihe von medizinischen Berichten – zu Art und Umfang ihrer gesund-

heitlichen Beschwerden,  

dass dabei unter anderem auch weitere Berichte betreffend die Beschwer-

deführerin vorgelegt wurden, in welchen im Wesentlichen über eine psy-

chologische Begleitung der jungen Frau berichtet wurde (vgl. dazu im Ein-

zelnen die Akten),  

dass mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-1829/2021 vom 4. Juli 

2023 die von allen Mitgliedern der Familie gemeinsam angehobene Be-

schwerde abgewiesen wurde,  

dass sich das Gericht in jenem Urteil unter anderem auch mit der psychi-

schen Erkrankungslage der Beschwerdeführerin auseinandersetzte, wo-

rauf – soweit wesentlich – nachfolgend zurückgekommen wird,   

dass nach dem Urteil D-1829/2021 von der zuständigen kantonalen Be-

hörde die notwendigen organisatorischen Schritte zum Vollzug der rechts-

kräftig gewordenen Wegweisung nach Kroatien an die Hand genommen 

wurden,  

dass gemäss Aktenlage von dieser Behörde eine gemeinsame Überstel-

lung aller Mitglieder der Familie am 29. August 2023 geplant war,  

dass allerdings an diesem Tag lediglich die Angehörigen der Beschwerde-

führenden – also ihre Ehefrau bzw. Mutter und die beiden Söhne bzw. Brü-

der – auf dem Luftweg nach Kroatien überstellt wurden,  

dass gemäss Aktenlage eine Überstellung der Beschwerdeführenden nicht 

stattfand respektive durchgeführt werden konnte, weil von der Behörde im 

Vollzugszeitpunkt die noch minderjährige Beschwerdeführerin nicht ange-

troffen wurde und auch deren Aufenthaltsort nicht ermittelt werden konnte,  

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Seite 4 

dass die Angehörigen der Beschwerdeführenden nach ihrer Überstellung 

umgehend von Kroatien wieder in die Schweiz zurückkehrten (vgl. dazu im 

Einzelnen die Akten),  

dass die Beschwerdeführenden am 4. September 2023 über die rubrizierte 

Rechtsvertretung mit einer Eingabe unter dem Titel ʺWiedererwägungsge-

suchʺ ans SEM gelangten,  

dass am gleichen Tag und über die gleiche Rechtsvertretung auch ihre An-

gehörigen mit einer eigenen Gesucheingabe ans SEM gelangten (vgl. dazu 

im Einzelnen die Akten),  

dass die Beschwerdeführenden in ihrer Gesuchseingabe ein wiedererwä-

gungsweises Rückkommen auf die Verfügung vom 13. April 2021 und das 

Eintreten auf ihre Asylgesuche vom 9. Januar 2021 beantragten, eventua-

liter seien sie und die sie behandelnden medizinischen Fachpersonen zu 

den psychiatrischen Folgen einer Wegweisung nach Kroatien anzuhören, 

und in verfahrensrechtlicher Hinsicht um eine Aussetzung des Wegwei-

sungsvollzuges, Anordnung vorsorglicher Massnahmen und ein kostenlo-

ses Verfahren ersuchten,  

dass auf die Gesuchsbegründung und die mit dem Gesuch vorgelegten 

Beweismittel – soweit wesentlich – nachfolgend eingegangen wird,  

dass das SEM das Wiedererwägungsgesuch mit Verfügung vom  

6. November 2023 (eröffnet am 8. November 2023) unter Abweisung des 

Gesuchs um unentgeltliches Verfahren und Auflage einer Gebühr (nach 

Art. 111d Abs. 1 AsylG) abwies, wobei es die Rechtskraft und Vollstreck-

barkeit seiner Verfügung vom 13. April 2021 feststellte und festhielt, einer 

allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,  

dass auf die vorinstanzliche Entscheidbegründung – soweit wesentlich – 

nachfolgend eingegangen wird,  

dass die Beschwerdeführenden gegen diesen Entscheid am 15. November 

2023 – handelnd durch den rubrizierten Rechtsvertreter – beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde erhoben haben,  

dass sie in ihrer Eingabe die Aufhebung der angefochtenen Verfügung be-

antragen, verbunden mit der Anweisung an das SEM, auf ihr Asylgesuch 

einzutreten, eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vor- 

instanz zurückzuweisen, subeventualiter sei diese anzuweisen, von den 

kroatischen Behörden individuelle Zusicherungen hinsichtlich ihrer Unter-

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bringung, Versorgung sowie medizinischen und psychologischen Behand-

lung einzuholen,  

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der aufschieben-

den Wirkung, vorsorgliche Vollzugsausetzung, Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege respektive Verzicht auf die Erhebung von Verfahrens-

kosten und insbesondere eines Kostenvorschusses ersuchen,  

dass sie zudem um eine Vereinigung ihres Beschwerdeverfahrens mit dem 

am gleichen Tag von ihren Angehörigen anhängig gemachten, separaten 

Beschwerdeverfahren ersuchen (vgl. dazu im Einzelnen die Akten), 

dass auf die Beschwerdebegründung – soweit wesentlich – nachfolgend 

eingegangen wird, 

dass nach Eingang der Beschwerde vom Bundesverwaltungsgericht der 

Vollzug der Wegweisung gestützt auf Art. 56 VwVG per sofort einstweilen 

ausgesetzt wurde (vgl. Vollzugsstopp vom 17. November 2023),  

dass dem Gericht die vorinstanzlichen Akten seit dem 17. November 2023 

in elektronischer Form und, soweit vom SEM in dieser Form angelegt, auch 

im Original vorliegen (Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem zuständig für die Be-

handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM ist, wobei das 

Gericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend –

endgültig entscheidet (vgl. dazu Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG und 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass sich die Kognition des Gerichts und die zulässigen Rügen im Asylbe-

reich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass die Beschwerdeführenden legitimiert sind (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und 

ihre Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht haben (Art. 108 Abs. 6 

AsylG; Art. 52 Abs. 1 VwVG), womit auf die Beschwerde einzutreten ist,  

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dass die Beschwerdefrist zwar noch nicht abgelaufen ist, sich aus der Be-

schwerde jedoch ergibt, dass diese als abschliessend zu verstehen ist, 

weshalb das vorliegende Urteil gefällt werden kann (vgl. dazu Entschei-

dungen und Mitteilungen der [vormaligen] Schweizerischen Asylrekurs-

kommission [EMARK] 1997/13),  

dass dem Ersuchen der Beschwerdeführenden um eine Vereinigung ihres 

Beschwerdeverfahrens mit dem am gleichen Tag von ihren Angehörigen 

beim Bundesverwaltungsgericht anhängig gemachten Verfahren (mit Ver-

fahrensnummer D-6274/2023) insoweit Rechnung getragen wird, als vom 

Gericht über beide Beschwerden am gleichen Tag und in gleicher Beset-

zung entschieden wird, 

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offen-

sichtlich unbegründet zu erkennen ist, weshalb über diese in einzelrichter-

licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 

zweiten Richterin, ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit 

summarischer Begründung zu entscheiden ist (vgl. Art. 111 Bst. e sowie 

Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass von den Beschwerdeführenden im Sinne eines Eventualbegehrens 

die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz beantragt wird, indes – wie 

nachfolgend aufgezeigt – von einem in entscheidrelevanter Hinsicht voll-

ständig erstellten Sachverhalt auszugehen ist, womit das Gericht in der 

Sache zu entscheiden hat (Art. 61 VwVG), 

dass das Wiedererwägungsverfahren im Asylrecht spezialgesetzlich gere-

gelt ist (vgl. Art. 111b ff. AsylG) und ein entsprechendes Gesuch dem SEM 

innert 30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schrift-

lich und begründet einzureichen ist (Art. 111b Abs. 1 AsylG), 

dass das Wiedererwägungsgesuch in seiner praktisch relevantesten Form 

die Änderung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an eine nachträg-

lich eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage bezweckt (vgl. da-

zu BVGE 2014/39 E. 4.5 m.w.H.; vgl. ferner EMARK 1995 Nr. 21 E. 1), 

dass von den Beschwerdeführenden im Gesuch vom 4. September 2023 

zur Hauptsache geltend gemacht wurde, es habe sich seit der letzten Über-

prüfung der Sachlage nicht nur die gesundheitliche Situation der Be-

schwerdeführerin erheblich verschlechtert, sondern es stehe Asylsuchen-

den zum heutigen Zeitpunkt in Kroatien auch nicht mehr das vom SEM in 

der Verfügung vom 13. April 2021 erwähnte Behandlungsangebot der  

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Médecins du Monde (MdM) für psychisch erkrankte Personen zur Verfü-

gung, weshalb im Falle der Beschwerdeführerin bei einer Überstellung mit 

einer lebensbedrohlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes 

gerechnet werden müssen, was mit Art. 3 EMRK nicht vereinbar sei,  

dass die Beschwerdeführenden in ihren diesbezüglichen Ausführungen 

insbesondere Bezug auf ein vom 17. Juli 2023 datierendes Attest einer 

Psychologin betreffend die Beschwerdeführerin und einen Spitalbericht zu 

einer am 18. Juli 2023 erfolgten Notfallkonsultation der Beschwerdeführe-

rin nahmen, wobei sie gleichzeitig geltend machten, es könne ihnen jeden-

falls nicht eine verspätete Vorlage dieser Beweismittel vorgehalten werden, 

da mit diesen das Vorliegen eines völkerrechtlichen Wegweisungsvollzugs-

hindernisses belegt werde,  

dass auf die weiteren Gesuchsvorbringen – soweit wesentlich – nachfol-

gend eingegangen wird,  

dass das SEM demgegenüber in der angefochtenen Verfügung in ent-

scheidrelevanter Hinsicht zum Schluss gelangt ist, es sei hinsichtlich der 

bereits bekannten psychischen Erkrankungslage der Beschwerdeführerin 

nicht auf eine rechtserhebliche Veränderung respektive Verschlechterung 

zu schliessen, auch wenn es bei ihr laut dem Attest vom 17. Juni 2023 

immer wieder zu suizidalen Krisen komme und es am 18. Juli 2023 auch 

zu einer Notfallkonsultation gekommen sei, nachdem sie 7–8 Tabletten Te-

mesta (1mg) eingenommen habe, zumal sie gemäss dem Bericht bei die-

sem Vorfall vom Spital nicht als suizidal eingeschätzt worden sei,   

dass das SEM gleichzeitig zu dem in Kroatien vorhandenen Behandlungs-

angebot für psychische Erkrankungen festgehalten hat, dieses werde 

grundsätzlich von den dortigen Behörden hinreichend abgedeckt, das An-

gebot sei darüber hinaus aber auch wieder vollständig in dem von den Be-

schwerdeführenden geforderten Umfang gesichert, da die Finanzierung 

des von ihnen monierten MdM-Projekts rückwirkend per 1. August 2023 

und im Sinne einer Überbrückung von der Schweiz übernommen worden 

sei, bis die kroatische Regierung das Mandat zur medizinischen Versor-

gung neu vergeben habe,  

dass schliesslich in Kroatien die psychosoziale Versorgung vom kroati-

schen Roten Kreuz (KRK) abgedeckt werde, ein entsprechender Vertrag 

zwischen dem KRK und der zuständigen kroatischen Behörde abgeschlos-

sen worden sei und auch daher vom Vorhandensein eines genügenden 

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medizinischen Behandlungsangebotes inklusive psychologischer Behand-

lung ausgegangen werden dürfe,  

dass auf die weiteren Ausführungen der Vorinstanz – soweit wesentlich – 

nachfolgend eingegangen wird,  

dass die vorstehend gennannten Feststellungen und Schlüsse der Vor- 

instanz – welche für den im vorliegenden Verfahren massgeblichen Ge-

genstand ausschlaggebend sind – vollumfänglich zu bestätigen sind,  

dass die Beschwerdeführenden diesen Feststellungen und Schlüssen 

nichts Substanzielles entgegenzusetzen vermögen, da sie sich in ihrer Be-

schwerde im Wesentlichen auf eine Wiederholung der aus ihrer Gesuchs-

eingabe bekannten Vorbringen beschränken (ausgenommen der vormali-

gen Ausführungen zum monierten Wegfall des MdM-Projekts), unter noch-

maliger Vorlage einzig der bereits mit dem Wiedererwägungsgesuch vor-

gelegten Beweismittel,  

dass dieser Ansatz mit Blick auf die gesamte Aktenlage nicht überzeugen 

kann und den Beschwerdeführenden entgegengehalten werden muss, 

dass die Problematik des ersichtlich fragilen Gemütszustandes der Be-

schwerdeführerin respektive ihrer psychischen Beschwerden inklusive die 

Behandlung eines Suizidversuches mittels Medikamenteneinnahme schon 

im ordentlichen Verfahren umfassend bekannt war (vgl. dazu die bei den 

Vorakten liegenden Berichte),  

dass das Bundesverwaltungsgericht im nur gerade zwei Monate vor Ein-

reichung des Wiedererwägungsgesuches ergangenen Urteil D-1829/2021 

vom 4. Juli 2023 bereits eine umfassende Würdigung der psychischen Er-

krankungslage der Beschwerdeführerin vorgenommen hat, 

dass die Beschwerdeführenden mit der entsprechenden Würdigung des 

Sachverhalts offensichtlich nicht einverstanden sind und der Verdacht ent-

steht, das Wiedererwägungsgesuch sei einzig mit der Absicht eingereicht 

worden, einen bereits beurteilten Sachverhalt einer erneuten Prüfung zu 

unterziehen, was keinen Rechtsschutz verdient, 

dass sich den am 4. September 2023 vorgelegten Unterlagen denn auch 

keine Hinweise auf eine rechtserhebliche Veränderung der grundsätzlich 

schon lange bekannten psychischen Erkrankungslage noch eine wesentli-

che Verschlechterung der Behandlungsmöglichkeit vor Ort entnehmen las-

sen,  

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Seite 9 

dass aufgrund der Aktenlage zwar durchaus davon auszugehen ist, dass 

die Beschwerdeführerin auch in Zukunft auf eine psychologische Unterstüt-

zung und Begleitung angewiesen sein wird,  

dass sich allerdings daraus – wie vom SEM zu Recht erkannt – auch im 

vorliegenden Verfahren kein Überstellungshindernis ergibt, da dieser Be-

darf wie im Urteil D-1829/2023 vom 4. Juli 2023 erkannt in Kroatien abge-

deckt werden kann,  

dass sich die Beschwerdeführenden und ihre Angehörigen allerdings den 

kroatischen Behörden auch zur Verfügung halten müssen, damit ihnen 

diese die namentlich von der Beschwerdeführerin benötigte Unterstützung 

auch zukommen lassen können,  

dass das SEM das Wiedererwägungsgesuch mit Blick auf das Gesagte zu 

Recht abgelehnt hat, weil von den Beschwerdeführenden nichts einge-

bracht worden ist, was nicht schon im ordentlichen Verfahren umfassend 

geprüft worden wäre, und damit eben auch nichts eingebracht worden ist, 

was geeignet wäre, die bisherigen Schlüsse zu entkräften respektive diese 

als zwischenzeitlich überholt erscheinen zu lassen, 

dass dies auch in Bezug auf die Frage des Kindeswohles gilt, 

dass es nach dem Gesagten auch nicht als notwendig erscheint, von den 

kroatischen Behörden vorgängig der Überstellung individuelle Zusicherun-

gen hinsichtlich der Unterbringung, Versorgung und medizinisch-psycholo-

gischen Behandlung der Beschwerdeführenden einzuholen (vgl. dazu 

auch E-1488/2020 E. 12),  

dass der grundsätzlich ersichtlichen Behandlungsbedürftigkeit der Be-

schwerdeführerin aber immerhin insofern Rechnung zu tragen ist, als dass 

das SEM und die zuständige kantonale Vollzugsbehörde anzuweisen sind, 

die Beschwerdeführerin vor ihrer Überstellung bei den zuständigen Behör-

den von Kroatien als sogenannten Medizinalfall anzumelden, womit im Re-

gelfall sichergestellt wird, dass eine notwendige Behandlung auch nach der 

Überstellung gewährleistet ist (vgl. dazu Art. 31 f. Dublin-III-VO),  

dass daneben festzuhalten bleibt, dass das SEM in der angefochtenen Ver-

fügung ausdrücklich festgehalten hat, dass der wiederum anstehende Voll-

zug aller Familienmitglieder gemeinsam erfolgen wird, damit es nicht zu 

einer möglichen psychischen (Zusatz-)Belastung der Beschwerdeführerin 

kommt,  

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Seite 10 

dass von den Beschwerdeführenden zwar im Weiteren auch noch ihre be-

reits aus dem ordentlichen Verfahren bekannten Einwände gegen das kroa-

tische Aufnahme- und Asylsystem wiederholt und umfassend bekräftigt 

worden sind, wobei sich das SEM in der angefochtenen Verfügung auch 

mit diesen Vorbringen nochmals auseinandergesetzt hat,  

dass diese Einwände jedoch im vorliegenden Verfahren nicht nochmals zu 

prüfen sind, da sie in allen wesentlichen Punkten schon im Rahmen des 

Urteils D-1829/2021 vom 4. Juli 2023 eine umfassende Würdigung im 

Sinne der publizierten Praxis gemäss Referenzurteil E-1488/2020 erfahren 

haben, worauf im vorliegenden Verfahren verwiesen werden kann, da dies-

bezüglich keine Änderung erkennbar ist,  

dass das SEM auch mit zutreffender Begründung das Gesuch um unent-

geltliche Verfahrensführung abgelehnt hat, 

dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-

stätigen und die Beschwerde vom 15. November 2023 als offensichtlich 

unbegründet abzuweisen ist,  

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache die Gesuche um Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung (gemäss Art. 111b Abs. 3 AsylG) und um Be-

freiung von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) ge-

genstandslos geworden sind,  

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege res-

pektive Prozessführung (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen 

ist, da sich die Beschwerde nach dem Gesagten als von Anfang an aus-

sichtslos erwiesen hat,  

dass den Beschwerdeführenden daher die Kosten des Verfahrens aufzu-

erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),  

dass die Kosten im vorliegenden Verfahren betreffend eine als aussichtslos 

erkannte Beschwerde gegen einen Wiedererwägungsentscheid praxisge-

mäss auf Fr. 1'500.– zu bestimmen sind (Art. 1-3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das SEM und die zuständige kantonale Vollzugsbehörde werden angewie-

sen, die Beschwerdeführerin vor ihrer Überstellung bei den zuständigen 

Behörden von Kroatien als Medizinalfall anzumelden. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen.  

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’500.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen.  

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer