# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6380f0d-08e2-568a-9a36-36da7ef21aaa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.12.2010 B-5156/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5156-2010_2010-12-14.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-5156/2010
{T 0/2}

A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d 
v o m  1 4 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Philippe Weissenberger, 
Gerichtsschreiberin Patricia Egli.

A._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

B._______,
Beschwerdegegner,

Bundesamt für Wohnungswesen,
Storchengasse 6, 2540 Grenchen 1,
Vorinstanz.

Anfechtung einer Mietzinserhöhung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-5156/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass B._______ (nachfolgend: Beschwerdegegner) seit dem 15. März 
2006  Mieter  einer  4 1/2-Zimmer-Wohnung  an  der  C._______  in 
D._______ sind,

dass die A._______ (nachfolgend Beschwerdeführerin) mit Schreiben 
vom  11. September  2009  den  Beschwerdegegnern  auf  Grund  des 
Umbaus  der  Nasszellen  eine  Erhöhung  des  Nettomietzinses  von 
monatlich Fr. 800.– auf Fr. 940.– per 1. Februar 2010 ankündigte,

dass die Beschwerdegegner die Mietzinserhöhung mit Schreiben vom 
2. Oktober  2009  beim  Bundesamt  für  Wohnungswesen  (Vorinstanz) 
angefochten haben,

dass  die  Vorinstanz  die  Beschwerdeführerin  mit  Schreiben  vom 
20. Oktober 2009, 16. Februar 2010 und 11. Mai 2010 aufforderte, zur 
Eingabe  der  Beschwerdegegner  Stellung  zu  nehmen  und  sachdien-
liche Unterlagen einzureichen, 

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  trotz  dieser  Aufforderungen  nicht 
vernehmen liess und keine sachdienlichen Unterlagen einreichte,

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 14. Juni 2010 auf Grund der ihr 
vorliegenden  Akten  feststellte,  dass  die  Mietzinserhöhung  vom 
11. September 2009 unbegründet und daher missbräuchlich erfolgte,

dass die  Beschwerdeführerin  gegen  diese Verfügung  am 11. August 
2010  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  erhoben  hat  und 
gleichzeitig Unterlagen zum Nachweis der Umbauten und Sanierungen 
einreichte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Verfügung  vom  17. August 
2010 die Beschwerde und die Unterlagen der Vorinstanz zur Kenntnis 
zustellte  und  sie  ersuchte,  bis  zum  16. September  2010  eine  Ver-
nehmlassung  einzureichen  oder  die  angefochtene  Verfügung  in 
Wiederwägung zu ziehen,

dass die  Vorinstanz mit  Schreiben vom 2. September  2010 mitteilte, 
dass  sie  die  angefochtene  Verfügung  in  Wiedererwägung zu  ziehen 
gedenke,  dafür  jedoch  noch  den  Kostenverteilschlüssel  der  Be-
schwerdeführerin benötige,

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B-5156/2010

dass  die  Beschwerdegegner  am  11. September  2010  eine  Be-
schwerdeantwort einreichten,

dass das Verfahren mit  Verfügung vom 14. September 2010 bis zum 
Vorliegen der Wiedererwägung der Vorinstanz sistiert wurde,

dass die Vorinstanz am 7. Oktober 2010 eine neue Verfügung erlassen 
hat,  mit  der  sie  die  Verfügung  vom  14. Juni  2010  aufgehoben  und 
festgestellt  hat,  dass  eine  Erhöhung  des  Mietzinses  im  Betrag  von 
monatlich Fr. 140.–  für  die Erneuerung der  Nasszellen zu hoch und 
eine  Erhöhung  des  Mietzinses  nur  im  Umfange  von  Fr. 108.55  pro 
Monat zulässig sei, 

dass  die  Vorinstanz  dementsprechend  den  höchstzulässigen  monat-
lichen Nettomietzins auf Fr. 908.55 festgelegt hat, 

dass  mit  Verfügung  vom  12. Oktober  2010  die  Sistierung  des  Ver-
fahrens  aufgehoben  wurde  und  der  Beschwerdeführerin  gleichzeitig 
Gelegenheit gegeben wurde, bis zum 25. Oktober 2010 sich dazu zu 
äussern, ob sie in dem Umfang, in dem die Vorinstanz die Mietzins-
erhöhung  nicht  genehmigt  hat,  ihre  Beschwerde  aufrecht  erhalten 
wolle  oder  das  Verfahren  mit  der  neuen  Verfügung  vom 7. Oktober 
2010 als erledigt betrachtet werden könne,

dass sich die Beschwerdeführerin innert Frist nicht vernehmen liess,

dass das Bundesverwaltungsgericht  der Beschwerdeführerin mit  Ver-
fügung vom 23. November 2010 eine Nachfrist  bis zum 9. Dezember 
2010  zur  Verbesserung  der  Begründung  einräumte  und  gleichzeitig 
Gelegenheit  gab, sich zu einer allfälligen Entscheidung zu ihren Un-
gunsten zu äussern,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Schreiben  vom 9. Dezember  2010 
sinngemäss  die  in  Wiedererwägung  gezogene  Verfügung  der  Vor-
instanz vom 7. Oktober 2010 akzeptiert und ihre Beschwerde zurück-
gezogen hat,

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren 
infolge  teilweiser  Wiedererwägung  und  teilweisen  Rückzugs  als 
gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]),

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dass  die  Verfahrenskosten  gemäss  Art.  5  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, SR 173.320.2)  in  der  Regel  jener 
Partei  auferlegt  werden,  deren  Verhalten  die  Gegenstandslosigkeit 
bewirkt hat,

dass dem Beschwerdeführer Kosten aufzuerlegen sind,  wenn er das 
Wiedererwägungsverfahren vor der Vorinstanz unnötigerweise und aus 
eigenem  Verschulden  verursacht  hat,  etwa  weil  er  seinen  Mit-
wirkungspflichten nicht nachgekommen und Beweismittel nicht oder zu 
spät  eingereicht  hat  (ANDREA PFLEIDERER,  in:  Bernhard  Waldmann/ 
Philippe  Weissenberger  [Hrsg.],  VwVG,  Praxiskommentar  zum 
Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren,  Zürich/Basel/Genf 
2009, Art. 58 N. 50),

dass die  Verfahrenskosten gemäss Art. 2  Abs. 1  i.V.m. Art. 4  VGKE 
nach  Umfang  und  Schwierigkeit  der  Streitsache,  Art  der  Prozess-
führung sowie finanzieller Lage der Parteien bestimmt werden, 

dass, wenn ein Verfahren gegenstandslos wird, das Gericht prüft,  ob 
allenfalls eine Parteientschädigung für erwachsene notwendige Kosten 
zuzusprechen ist (Art. 15 VGKE), wobei von einer Parteientschädigung 
abgesehen  werden  kann,  wenn  die  Kosten  verhältnismässig  gering 
sind (Art. 7 Abs. 4 VGKE),

dass vorliegend die Beschwerdeführerin die Gegenstandslosigkeit des 
Verfahrens zu vertreten hat, da sie zum einen vor Vorinstanz die not-
wendigen Unterlagen trotz mehrmaliger Aufforderung nicht eingereicht 
und  damit  das  Wiedererwägungsverfahren  unnötigerweise  und  aus 
eigenem Verschulden verursacht hat und zum anderen sinngemäss mit 
Schreiben vom 9. Dezember 2010 den Rückzug ihrer Beschwerde vor 
Bundesverwaltungsgericht erklärt hat,

dass  die  Beschwerdeführerin  damit  die  Verfahrenskosten  zu  tragen 
hat,

dass  unter  Berücksichtigung  des  Aufwands  für  das  Gericht  die  Ver-
fahrenskosten  in  Anwendung  von Art.  4  VGKE auf  Fr. 500.–  festzu-
setzen und der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind,

dass  die  Verfahrenskosten  von  Fr.  500.–  mit  dem  von  der  Be-
schwerdeführerin  geleisteten  Kostenvorschuss  von  Fr.  2'000.–  ver-

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rechnet werden und der die Verfahrenskosten übersteigende Anteil des 
Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– der Beschwerdeführerin von der Ge-
richtskasse zurückzuerstatten ist,

dass  vorliegend  den  nicht  vertretenen  Beschwerdegegnern  keine 
Parteientschädigung zuzusprechen ist.

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Schreiben der Beschwerdeführerin vom 9. Dezember 2010 geht 
zur Kenntnis an die Vorinstanz und die Beschwerdegegner.

2.
Das Beschwerdeverfahren wird infolge teilweiser Wiedererwägung und 
teilweisen Rückzugs als gegenstandslos abgeschrieben.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 500.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
unter  Verrechnung  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'000.–  auferlegt.  Der  die  Verfahrenskosten  übersteigende  Anteil 
des  Kostenvorschusses von Fr. 1'500.–  wird  der  Beschwerdeführerin 
nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  von  der  Ge-
richtskasse zurückerstattet.

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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5.
Dieser Entscheid geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Gerichtsurkunde;  Rückerstattungs-
formular)

- die Beschwerdegegner (Gerichtsurkunde, Beilage gemäss Ziffer 1)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. LU WBG 511907, 4,5 Zi. Wohnung, 5. Stock; 

Gerichtsurkunde, Beilage gemäss Ziffer 1)
- Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Philippe Weissenberger Patricia Egli

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14, Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 14. Dezember 2010

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