# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 470ae350-4aff-51f8-88a3-26c4e1f88865
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.04.2024 200 2023 829
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-829_2024-04-24.pdf

## Full Text

200 23 829 IV
KOJ/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. April 2024

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

Sammelstiftung C.________
Beigeladene 1

Sammelstiftung D.________
Beigeladene 2

betreffend Verfügung vom 20. Oktober 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im März 2020 unter Hinweis auf eine Lumboischialgie bei der 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwort-
beilage [AB] 1). Nach erwerblichen und medizinischen Erhebungen ver-
neinte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) mit Verfügung 
vom 11. Januar 2021 (AB 37) einen Anspruch auf eine IV-Rente. Dagegen 
gewährte sie Eingliederungs- resp. Integrationsmassnahmen (Frühinterven-
tionsmassnahmen in Form von Kostenübernahme für ein Jahresabonne-
ment Solbad [AB 47], Grundabklärung vom 1. März bis 30. Mai 2021 
[AB 49], Arbeit zur Zeitüberbrückung vom 31. Mai bis 1. August 2021 
[AB 57], Arbeitsvermittlung [AB 58, 75], Arbeitsversuch vom 1. Februar bis 
30. Juli 2022 [AB 71, 83]). Mit Verfügung vom 17. Oktober 2022 (AB 92) 
schloss die IVB die Arbeitsvermittlung ab.

Im November 2022 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine 
Verschlechterung seiner gesundheitlichen Situation erneut bei der IV zum 
Leistungsbezug an (AB 94). Daraufhin führte die IVB medizinische und 
erwerbliche Erhebungen durch. Dabei veranlasste sie auf Empfehlung des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 108 S. 9 f.) eine polydisziplinäre 
(internistische, neurologische, orthopädische, psychiatrische) Abklärung 
durch E.________ (MEDAS; Expertise vom 6. Juni 2023; AB 134.1 f.). Mit 
Vorbescheid vom 21. Juni 2023 (AB 135) stellte die IVB dem Versicherten 
bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 35 % die Abweisung des Renten-
begehrens in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (AB 139, 141) verfügte 
die IVB am 20. Oktober 2023 wie angekündigt und wies das Rentenbegeh-
ren ab (AB 142).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 22. November 2023 Beschwerde mit folgenden Anträgen:

Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 20. Oktober 2023 sei 
aufzuheben und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen, namentlich eine IV-Rente von 65 % bzw. ab 
1. Januar 2024 eine volle Rente, zuzusprechen.

Eventualiter: Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 20. Okto-
ber 2023 sei aufzuheben und die Akten seien zur Vornahme weiterer 
Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 5. Januar 2024 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 18. Januar 2024 ging eine Stellungnahme des Beschwerdeführers 
beim Gericht ein, welche der Beschwerdegegnerin tags darauf zur Kennt-
nisnahme zugestellt wurde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. März 2024 wurden die Sammelstif-
tung C.________ und die Sammelstiftung D.________, zum Verfahren bei-
geladen und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, worauf diese 
mit Eingaben vom 16. April 2024 verzichteten.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 4

11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich einzutreten (vgl. aber E. 1.2 hiernach). 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 20. Oktober 2023 
(AB 142). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerde-
führers. 

Soweit der Beschwerdeführer die Zusprache der gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen beantragt (Beschwerde S. 2 Ziff. I) und insofern um andere 
Leistungen als eine Rente ersucht, ist auf die Beschwerde nicht einzutre-
ten, denn über andere Leistungen wurde nicht verfügt und fehlt es mithin 
insoweit an einem Anfechtungsobjekt.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 5

lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; 
SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). 

2.2.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 
418 E. 7.2 S. 429). Die Anerkennung eines rentenbegründenden IV-Grades 
ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch fest-
gestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die 
Folgen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Per-
son zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6 S. 308).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 6

arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

2.4 Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in 
prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem IV-Grad 
von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem IV-Grad (Art. 28b 
Abs. 2 IVG), bei einem IV-Grad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze 
Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem IV-Grad zwischen 40 und 49 % 
gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG. 

2.5 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des 
IV-Grades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Danach 
wird für die Bestimmung des IV-Grades das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. 

2.6 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 
S. 181 E. 2.3). 

2.7 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität des Versicherten in einer für den 
Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; 
vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 3). Wurde eine Rente wegen eines zu ge-
ringen IV-Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung 
nur geprüft, wenn die versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 7

der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geän-
dert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsän-
derung, wenn angenommen werden kann, der Leistungsanspruch sei be-
gründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen 
sollten (vgl. SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Tritt die Verwaltung auf die 
Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des IV-Grades auch tatsächlich ein-
getreten ist. Stellt sie fest, dass der IV-Grad seit Erlass der früheren rechts-
kräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue 
Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festge-
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. 
anspruchsrelevant höhere) Invalidität zu bejahen, und hernach zu be-
schliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht 
auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 
S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 3. Novem-
ber 2022 (AB 94) eingetreten. Die Eintretensfrage ist – da nicht streitig – 
vom Gericht nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Da sich die 
Erstanmeldung im Jahr 2020 auf eine Lumboischialgie bezog (AB 1) und 
sich seither eine psychische Störung manifestierte, welche sich seit No-
vember 2022 insofern auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt, als eine angepasste 
Tätigkeit noch zu 60 % zumutbar ist (vgl. E. 3.4 und 3.6 hiernach), liegt 
offensichtlich ein Revisionsgrund vor (vgl. E. 2.7 hiervor), so dass nachfol-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 8

gend eine freie Prüfung des Rentenanspruchs zu erfolgen hat (BGE 141 V 
9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

3.2 Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-
führers finden sich in den Akten folgende wesentlichen Angaben: 

3.2.1 Der RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 14. Oktober 2020 (AB 27) nament-
lich eine rezidivierende Lumboischialgie L5-Region links und eine chroni-
sche Virus-Hepatitis B unter Therapie in Remission/keine Viruslast (S. 9 f.). 
Der Beschwerdeführer leide seit 20 Jahren unter rezidivierenden Be-
schwerden der Lendenwirbelsäule (LWS) mit teilweise Ausstrahlung in die 
Beine, linksbetont, wieder exazerbiert seit ca. August 2019 im Rahmen 
degenerativer Veränderungen mit Diskopathien L4/5 und L5/S1 sowie pro-
gredienter Diskushernie L4/5 linksbetont mit rezessaler Einengung der L5 
Nerven-Wurzel links. Durch eine Arbeitswiederaufnahme als …/… mit … im 
Sinne einer doch mittelschweren Tätigkeit sei es wiederum zu einer Zu-
nahme der Beschwerden gekommen. Somit bestehe eine anhaltende Min-
derbelastbarkeit der LWS, sodass die angestammte mittelschwere Tätigkeit 
in dieser Form nicht mehr zugemutet werden könne. Eine angepasste 
Tätigkeit sei vollschichtig möglich. Zumutbar seien körperlich leichte bis 
ausnahmsweise mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ganztags 
über 8.5 Stunden ohne zusätzliche Leistungsminderung. Zu vermeiden 
seien Zwangshaltungen des Oberkörpers, Arbeiten mit repetitiven Rotati-
onsbewegungen des Oberkörpers, Rotation des Oberkörpers im Sit-
zen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten körperfern, 
repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, Überkopfarbeiten, das Be-
steigen von Leitern, repetitives Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in nach 
vorne geneigter Haltung, repetitive, stereotype Bewegungsabläufe im Be-
reich der LWS sowie unerwartete, asymmetrische Lasteinwirkungen. In 
Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise könnten Gewichte von 10-
15 kg gehoben und getragen werden (S. 10).

3.2.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Neurochirurgie, führte im Bericht 
vom 4. Juli 2022 (AB 105 S. 1) aus, leider habe die durchgeführte Infiltrati-
on im Bereich der Fazettengelenke L5-S1 und die epidurale Infiltration kei-
ne wesentliche Verbesserung der Schmerzsituation erlaubt. Der Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 9

schwerdeführer leide immer noch unter Schmerzen im lumbalen Bereich. 
Es sei keine neurochirurgische Massnahme angezeigt, welche die Verbes-
serung der lumbalen Schmerzen erlauben dürfte. 

3.2.3 Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, diagnostizierte im Bericht vom 29. November 2022 (AB 106 S. 2) ein 
Schmerzsyndrom mit polyneuropathischen Schmerzen (ICD-10 F45.41) 
und eine Abhängigkeit von Temesta (ICD-10 F13.2). Im Rahmen des Ar-
beitsversuchs habe sich gezeigt, dass der Beschwerdeführer bei zu hoher 
zeitlicher, emotionaler (Druck) und körperlicher Belastung an seine Gren-
zen gekommen sei. Die Schmerzen hätten zugenommen und er habe er-
neut auf Beruhigungsmittel zurückgegriffen. Aus den zuvor beschriebenen 
Gründen sei der Beschwerdeführer aktuell nicht arbeitsfähig bzw. benötige 
eine angepasste Tätigkeit mit wenig körperlicher Belastung und wenig Leis-
tungsdruck. Anderenfalls sei die Wahrscheinlichkeit gross, dass er seine 
Grenzen wieder nicht berücksichtige, bis eine körperliche und/oder psychi-
sche Erschöpfung eintrete. Prognostisch schätzte Dr. med. H.________ 
eine länger anhaltende Zustandsverbesserung mit Steigerung der Arbeits-
fähigkeit als ungünstig ein.

3.2.4 Im polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 6. Juni 2023 
(AB 134.2) wurden mit Auswirkung auf Arbeitsfähigkeit ein chronisches 
lumbosakrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5), eine leichte bis mittel-
gradige depressive Episode (ICD-10 F32.0 bzw. F32.1) und eine chroni-
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41) diagnostiziert (S. 6 Ziff. 4.3 lit. b). Ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit wurden ein metabolisches Syndrom, ein chronischer Nikotin-
abusus (ICD-10 F17.1), eine chronische Hepatitis B-Infektion (ICD-10 
B18.1) und psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa (Benzodi-
azepine): Abhängigkeitssyndrom (DD schädlicher Gebrauch), gegenwärtig 
abstinent (ICD-10 F13.2 bzw. F13.1), aufgeführt (S. 7 Ziff. 4.3 lit. c). 

Aus Sicht des Bewegungsapparates bestehe in der zuletzt ausgeübten 
Tätigkeit als … aufgrund eines chronischen lumbosakralen Schmerzsyn-
droms eine volle und bleibende Arbeitsunfähigkeit. Dagegen bestehe in 
einer körperlich sehr leichten, immer wieder auch sitzenden, adaptierten 
Verweistätigkeit unter Wechselbelastung eine volle Arbeits- und Leistungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 10

fähigkeit. Das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 5 kg, die 
Einnahme von Zwangshaltungen des Rumpfes sowie das längere Stehen 
und Gehen seien dabei zu vermeiden (S. 6 Ziff. 4.3 lit. a).

Aus psychiatrischer Sicht bestehe in der Tätigkeit als … aufgrund der Dia-
gnosen leichte bis mittelgradige depressive Episode und chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren eine Arbeits-
fähigkeit von 60 %. Günstig sei eine Tätigkeit ohne hohe Anforderung an 
die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, d.h. eine gut strukturierte Tätigkeit, 
ohne hohen Termindruck und mit der Möglichkeit zu kürzeren selbst ge-
wählten Pausen. Die bisherige Tätigkeit als … könne als ausreichend lei-
densangepasst angesehen werden (S. 6 Ziff. 4.3 lit. a).

Aus neurologischer und internistischer Sicht wurden keine Einschränkun-
gen der Arbeitsfähigkeit festgestellt (S. 6 Ziff. 4.3 lit. a, S. 8 Ziff. 4.5).

Aus interdisziplinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, dass dem 
Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als … bleibend nicht mehr 
zumutbar ist. In einer angepassten Tätigkeit (körperlich sehr leicht, immer 
wieder auch sitzende Verrichtungen unter Wechselbelastung, ohne wieder-
holtes Heben und Tragen von Lasten über 5 kg, ohne Einnahme von 
Zwangshaltungen des Rumpfes, ohne längeres Stehen und Gehen, ohne 
hohe Anforderungen an Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, d.h. eine gut 
strukturierte Tätigkeit, ohne hohen Termindruck und mit der Möglichkeit zu 
kürzeren selbstgewählten Pausen) bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60 % 
bzw. eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit könne 
seit dem Zeitpunkt der letzten IV-Anmeldung im November 2022 ange-
nommen werden (S. 8 f. Ziff. 4.6 f.).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 11

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon-
krete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 
V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

3.4 Vorliegend hat sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hin-
sicht massgebend auf das MEDAS-Gutachten vom 6. Juni 2023 (AB 134.2) 
– samt den diesbezüglichen Teilgutachten – gestützt. Dieses Gutachten 
erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
einer Expertise gestellten Anforderungen und überzeugt. Insbesondere 
basiert die Beurteilung auf umfassenden Untersuchungen, berücksichtigt 
die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis und nach Auseinander-
setzung mit den Vorakten erstattet. Sie leuchtet in der Darlegung der medi-
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation ein. Folglich kommt dem Gutachten voller Beweiswert zu (vgl. BGE 
125 V 351 E. 3b/bb S. 353 sowie E. 3.3 hiervor). Die MEDAS-Gutachter 
haben ausführlich begründet, dass der Beschwerdeführer mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit an einem chronischen lumbosakralen Schmerzsyn-
drom, einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode und einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 12

chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
leidet (S. 6 Ziff. 4.3 lit. b). Weiter haben sie schlüssig dargelegt, dass die 
angestammte Tätigkeit als … aufgrund der somatischen Einschränkungen 
nicht mehr zumutbar ist und dass in einer angepassten Tätigkeit (körperlich 
sehr leicht, immer wieder auch sitzende Verrichtungen unter Wechselbelas-
tung, ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 5 kg, ohne 
Einnahme von Zwangshaltungen des Rumpfes, ohne längeres Stehen und 
Gehen, ohne hohe Anforderungen an Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, 
d.h. eine gut strukturierte Tätigkeit, ohne hohen Termindruck und mit der 
Möglichkeit zu kürzeren selbstgewählten Pausen) eine Arbeitsfähigkeit von 
60 % besteht (S. 8 f. Ziff. 4.6 f.). Diese Einschätzung ist nicht nur in sich 
nachvollziehbar und überzeugend, sondern sie steht – zumindest bezüglich 
der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit – im Einklang mit derje-
nigen des RAD-Arztes Dr. med. F.________ im Bericht vom 14. Oktober 
2020 (AB 27). Darauf ist abzustellen.

Soweit der Beschwerdeführer geltend gemacht, dass das MEDAS-
Gutachten bezüglich der attestierten Arbeits- und Leistungsfähigkeit unvoll-
ständig sei (Beschwerde S. 6 f. Art. 9 Ziff. 10), kann ihm nicht gefolgt wer-
den. Zwar hat der psychiatrische Gutachter die noch zumutbare Stunden-
anzahl (wohl versehentlich) nicht angegeben (AB 134.5 S. 9 Ziff. 8.1.1). 
Dies schadet jedoch nicht, zumal er an anderer Stelle die Gesamtarbeits-
fähigkeit – unter Berücksichtigung der zumutbaren Arbeitszeit und der nicht 
zusätzlich zu berücksichtigenden eingeschränkten Leistungsfähigkeit – 
zweifelsfrei auf 60 % festgelegt hat (AB 134.5 S. 10 Ziff. 8.1.2 f.). Diese 
Einschätzung wurde anschliessend in der interdisziplinären Gesamtbeurtei-
lung mitberücksichtigt (AB 134.2 S. 8 f. Ziff. 4.5 ff.). Dabei kamen die Gut-
achter zum Schluss, dass eine angepasste Tätigkeit aus interdisziplinärer 
Sicht fünf Stunden pro Tag ohne zusätzliche Leistungseinbusse zumutbar 
ist und somit eine Gesamtarbeitsfähigkeit von 60 % in einer angepassten 
Tätigkeit besteht. Eine Leistungseinbusse aufgrund des festgestellten er-
höhten Pausenbedarfs ist dabei – entgegen der Auffassung in der Be-
schwerde (S. 7 Art. 9 Ziff. 11 f.) – nicht vorzunehmen. Die Gutachter führ-
ten diesbezüglich klar auf, dass der Pausenbedarf durch die Stundenreduk-
tion abgebildet ist (AB 134.2 S. 9 Ziff. 4.7.3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 13

3.5 Zu klären bleibt die rechtliche Relevanz (vgl. E. 2.2.2 hiervor) der 
vom psychiatrischen Gutachter diagnostizierten leichten bis mittelgradigen 
depressiven Episode und der chronischen Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Faktoren und dabei insbesondere die Massge-
blichkeit der attestierten 40%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 
resp. in einer angepassten Tätigkeit (AB 134.2 S. 6 Ziff. 4.3 lit. b und S. 8 
Ziff. 4.5; vgl. E. 3.4 hiervor).

3.5.1 Die klassifikatorischen Vorgaben im Zusammenhang mit der leich-
ten bis mittelgradigen depressiven Episode und der chronischen Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren sind erfüllt (vgl. 
E. 2.2.2 hiervor). Ausschlussgründe (BGE 131 V 49) liegen nicht vor. 
Gemäss orthopädischem Teilgutachten zeigten sich in der klinischen Ex-
ploration zwar gewisse Diskrepanzen (AB 134.6 S. 7 Ziff. 6.2.1), insgesamt 
gibt es aber keine Hinweise auf Inkonsistenzen, Verdeutlichungstenden-
zen, Aggravation oder gar Simulation (AB 134.2 S. 5 Ziff. 4.2; vgl. auch 
AB 134.5 S. 7 f. Ziff. 6.2.1). Die Prüfung der ersten Ebene schliesst damit 
einen invalidisierenden Gesundheitsschaden nicht aus, womit auf der zwei-
ten Ebene anhand der Standardindikatoren die ergebnisoffene symmetri-
sche Beurteilung des tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens zu er-
folgen hat (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294).

3.5.2 Im Rahmen der Kategorie "funktioneller Schweregrad" (BGE 141 V 
281 E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex "Gesundheitsschädigung" zu 
beurteilen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298). Zum Indikator Ausprägung der 
diagnoserelevanten Befunde und Symptome ist festzuhalten, dass gemäss 
psychiatrischem Gutachter eine leichte bis mittelgradige depressive Sym-
ptomatik gegeben ist (AB 134.5 S. 8 Ziff. 6.3 lit. b). Damit erweisen sich die 
diagnoserelevanten Befunde als bis zu mittelgradig ausgeprägt. Betreffend 
den Indikator "Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz" 
(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist zu bemerken, dass der Beschwer-
deführer seit August 2022 bei Dr. med. H.________ in ambulanter psycho-
therapeutischer Behandlung steht. Gleichzeitig findet eine medikamentöse 
Behandlung der psychischen Beschwerden statt (AB 106 S. 2). Eine Be-
handlungsresistenz liegt nicht vor. Dass keine Eingliederung in eine ange-
passte Tätigkeit erfolgte, steht insbesondere im Zusammenhang mit der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 14

bestehenden Rückenproblematik (vgl. u.a. AB 86 S. 1 und 134.5 S. 3). Was 
den Indikator Komorbiditäten (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.) anbe-
langt, liegt neben der affektiven Störung (leichte bis mittelgradige depressi-
ve Episode) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren vor (AB 134.2 S. 6 Ziff. 4.3 lit. b), womit nennenswerte In-
terferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten bejaht werden können 
(vgl. BGE 148 V 49). Ferner liegt auch eine somatische Komorbidität vor. 
Die MEDAS-Gutachter diagnostizierten ein chronisches lumbosakrales 
Schmerzsyndrom, welches sich auf die Arbeitsfähigkeit in der angestamm-
ten Tätigkeit als …, nicht jedoch auf die (volle) Arbeitsfähigkeit in einer an-
gepassten, körperlich sehr leichten, immer wieder auch sitzenden und ad-
aptierten Arbeit unter Wechselbelastung auswirkt (AB 134.2 S. 6 Ziff. 4.3 lit. 
b und S. 8 Ziff. 4.5). Betreffend den Komplex "Persönlichkeit" (BGE 141 V 
281 E. 4.3.2 S. 302) ist festzustellen, dass keine Persönlichkeitsstörung 
vorliegt. Der Komplex sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) 
zeigt, dass der Beschwerdeführer über mobilisierbare Ressourcen verfügt. 
Er ist seit 1991 verheiratet. Er hat zwei Söhne und zwei Enkelkinder. Der 
Kontakt zur Familie ist gut. Zudem hat er ein gutes Umfeld mit ein paar 
Freunden (AB 134.5 S. 4). 

Des Weiteren sind in der Kategorie "Konsistenz" in Bezug auf die Ein-
schränkung des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 
141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) keine Ungleichmässigkeiten ersichtlich. So 
führte der Experte aus, dass die vom Beschwerdeführer beschriebenen 
Beschwerden überwiegend auf psychiatrische Diagnosen zurückgeführt 
werden könnten (AB 134.5 S. 7 f. Ziff. 6.2.1). Zudem vermag der Be-
schwerdeführer seinen Alltag zielgerichtet und interessensorientiert zu or-
ganisieren (AB 145.5 S. 4 f.). Ein sozialer Rückzug liegt nicht vor (AB 134.5 
S. 4). Ferner hat der Beschwerdeführer therapeutische Optionen (vgl. BGE 
141 V 281 E. 4.4.2 S. 304) in Anspruch genommen, wobei die ambulante 
psychiatrische Behandlung eher weitmaschig ist. Dagegen ist die medika-
mentöse Behandlung umfassend (AB 134.5 S. 9 Ziff. 7.1). Dies spricht für 
einen gewissen Leidensdruck.

3.5.3 Demnach lassen die aufgezeigte Ausprägung der diagnoserelevan-
ten Befunde und Symptome, die bestehenden Komorbiditäten sowie die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 15

Ausführungen in der Kategorie Konsistenz (Einschränkung des Aktivitätsni-
veaus in vergleichbaren Lebensbereichen sowie Behandlungs- und einglie-
derungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck) den Schluss auf inva-
lidisierende Funktionseinbussen im rechtlichen Sinne zu. In der Folge ist 
die vom psychiatrischen MEDAS-Gutachter attestierte Arbeitsunfähigkeit 
von 40 % in der angestammten resp. in einer angepassten Tätigkeit als 
rechtlich massgebend zu beurteilen. Gegenteiliges wird im Übrigen auch 
nicht geltend gemacht.

3.6 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass in der ange-
stammten Tätigkeit keine und in einer angepassten Tätigkeit eine 60%ige 
Arbeitsfähigkeit besteht.

Der Sachverhalt ist gestützt auf vorliegenden Akten hinreichend erstellt, 
weshalb – entgegen dem Eventualantrag in der Beschwerde (S. 2 
Ziff. I 2) – auf weitere Beweiserhebungen zu verzichten ist (antizipierte Be-
weiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 
157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). 

4.1.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 16

tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach 
Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechts-
unabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig 
sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit 
abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig ge-
wesenen Fassung).

4.1.3 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen 
statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. 
Andere statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Ein-
kommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunab-
hängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 
IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung 
anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). Der frühestmögliche Ren-
tenbeginn ist vorliegend unter Berücksichtigung des Wartejahres und der 
(Neu-)Anmeldung im November 2022 (AB 94) in Anwendung von Art. 28 
Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf 1. Mai 2023 festzusetzen. Da die ent-
sprechenden statistischen Daten noch nicht erhältlich sind, hat die Berech-
nung aufgrund der Zahlen von 2022 zu erfolgen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 17

4.3

4.3.1 Es ist unbestritten und erstellt, dass der Beschwerdeführer bei guter 
Gesundheit weiterhin als … bei der I.________ AG tätig wäre, weshalb das 
Valideneinkommen aufgrund des zuletzt erzielten Einkommens festzuset-
zen ist. 

Soweit die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen pro 2020 auf 
Fr. 60'453.-- festgelegt hat (AB 142 S. 2), kann ihr jedoch nicht gefolgt wer-
den, da sie das Valideneinkommen auf der Basis des Lohnes berechnet 
hat, den der Beschwerdeführer im Jahr 2019 beim Eintritt der Arbeitsun-
fähigkeit erzielt hat (Fr. 60'000.--; AB 15 S. 4 Ziff. 2.10, vgl. auch AB 37 
S. 2). Gemäss Angaben der Arbeitgeberin hätte der Beschwerdeführer je-
doch im Jahr 2020 ohne Gesundheitsschaden ein Einkommen von monat-
lich Fr. 5'500.-- bei einem 100 % Pensum erzielt (AB 15 S. 5 Ziff. 2.11), was 
ein jährliches Einkommen von Fr. 66'000.-- ergibt (Fr. 5'500.-- x 12 [ein 
13. Monatslohn wurde dem Beschwerdeführer nicht ausgerichtet; vgl. 
AB 15 S. 5 Ziff. 2.12]). 

Weiter ist zu prüfen, welcher Nominallohnindex für die Aufindexierung auf 
das Jahr 2022 massgebend ist. Dabei ist fraglich, ob der NOGA-
Wirtschaftszweig Ziff. 49-53 (Verkehr und Lagerei) massgebend ist – in 
welchem Falle ein Valideneinkommen von Fr. 66'396.-- (Fr. 66'000.-- : 100 
x 100.6; vgl. BFS, Nominallöhne Männer 2020 - 2022, Tabelle T1.1.20, 
lit. H [Verkehr und Lagerei]) resultieren würde –, denn die Tätigkeit als … 
kann in verschiedenen Branchen ausgeübt werden. Zudem ist die Arbeit-
geberin kein …, sondern bezweckt die … sowie … (vgl. die entsprechen-
den Angaben unter: www.zefix.ch). Ferner hat das Bundesgericht erwogen, 
dass für die Bestimmung des Lohns eines … ohnehin nicht der Wirt-
schaftszweig 49-53 (Verkehr und Lagerei) der LSE-Tabelle TA1 heranzu-
ziehen ist, da hierin neben dem Landverkehr auch die Schiff- und Luftfahrt 
enthalten ist (Entscheid des Bundesgerichts vom 13. April 2022, 
8C_682/2021 E. 10.4.1). Wie es sich damit verhält kann aber offenbleiben. 
Denn selbst wenn man keine Aufindexierung vornehmen würde, weil der 
Nominallohnindex für den Sektor 2 (Produktion) zwischen 2020 und 2022 
unverändert blieb bzw. die Lohnentwicklung im NOGA-Wirtschaftszweig 
Ziff. 10-33 (verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren) leicht rückläu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 18

fig war (vgl. BFS, Nominallöhne Männer 2020 - 2022, Tabelle T1.1.20, 
lit. B-F resp. lit. C), würde sich im Ergebnis nichts ändern (vgl. E. 4.3.3 
hiernach).

4.3.2 Der Beschwerdeführer hat keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen, weshalb das hypothetische Invalideneinkommen 
gestützt auf die Tabellenlöhne (LSE 2020) zu ermitteln ist (vgl. E. 4.1.2 f. 
hiervor). 

Der Beschwerdeführer ist in einer angepassten Tätigkeit (körperlich sehr 
leicht, immer wieder auch sitzende Verrichtungen unter Wechselbelastung, 
ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 5 kg, ohne Einnah-
me von Zwangshaltungen des Rumpfes, ohne längeres Stehen und Gehen, 
ohne hohe Anforderungen an Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, d.h. 
eine gut strukturierte Tätigkeit, ohne hohen Termindruck und mit der Mög-
lichkeit zu kürzeren selbstgewählten Pausen) zu 60 % arbeitsfähig (vgl. 
E. 3.4 und 3.6 hiervor). Dementsprechend ist nicht zu beanstanden, dass 
die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen gestützt auf das Total 
des Kompetenzniveaus 1 ermittelt hat (AB 142 S. 2), zumal dem Be-
schwerdeführer verschiedene Verweistätigkeiten in diversen Tätigkeitsge-
bieten offen stehen. Gegenteiliges wird denn auch nicht geltend gemacht. 
Der massgebliche monatliche Bruttolohn für Männer beträgt Fr. 5'261.--. An 
die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, Betriebsüb-
liche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total) angepasst, auf 
das Jahr 2022 aufgerechnet und unter Berücksichtigung der 60%igen Ar-
beitsfähigkeit resultiert daraus ein Invalideneinkommen von Fr. 39'607.55 
(Fr. 5'261.-- : 40 x 41.7 x 12 : 100 x 100.3 [BFS, Nominallöhne Männer 
2020 - 2022, Tabelle T1.1.20, Total] x 0.6) im Jahr. 

Ein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.1.2 hiervor) ist hier nicht 
gerechtfertigt und wurde von der Beschwerdegegnerin auch nicht vorge-
nommen (AB 142 S. 2). Soweit der Beschwerdeführer beantragt, es sei ein 
leidensbedingter Abzug von 25 % vorzunehmen (Beschwerde S. 8 Art. 10 
Ziff. 16), ist festzuhalten, dass gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV in der vom 
1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023 in Kraft gewesenen (Umkehr-
schluss; AS 2021 706, 2023 635) und hier massgebenden Fassung 
(vgl. BGE 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213; vgl. auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 19

IV-Rundschreiben Nr. 432) ein Abzug (von 10 %) allein dann vorgesehen 
ist, wenn die funktionelle Leistungsfähigkeit 50 % oder weniger beträgt. 
Eine solche Situation liegt hier nicht vor, weshalb keine Grundlage für die 
Vornahme eines Abzugs besteht. Andere Abzugsgründe wurden mit der 
Einführung des neuen Rentensystems im Rahmen der Weiterentwicklung 
der Invalidenversicherung per 1. Januar 2022 weder im IVG noch in der 
IVV vorgesehen. Daran ändert das vom Beschwerdeführer in seiner Stel-
lungnahme vom 17. Januar 2024 erwähnte Urteil des Sozialversicherungs-
gerichts des Kantons Basel-Stadt vom 31. August 2023 (IV.2022.120) 
nichts, in welcher das besagte Gericht zum Schluss kam, dass Art. 26bis 
Abs. 3 IVV die Anwendung zu versagen und die bisherige Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zum leidensbedingten Abzug weiterhin anzuwenden 
sei. Denn das angerufene Verwaltungsgericht hat die Verfassungs- und 
Gesetzeskonformität der hier anwendbaren Fassung von Art. 26bis Abs. 3 
IVV – und damit deren Anwendbarkeit – in einem Grundsatzurteil bereits 
festgestellt (vgl. zum Ganzen BVR 2023 S. 554 ff. E. 5.1.2 und 5.3.4). 

4.3.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66'000.-- wie auch bei einem 
solchen von Fr. 66'396.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 39'607.55 
resultiert ein IV-Grad von gerundet 40 % (zur Rundung: BGE 130 V 121 
E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1). Folglich besteht 
ab 1. Mai 2023 Anspruch auf eine Invalidenrente von 25 % des Betrages 
einer ganzen Invalidenrente (Art. 28b Abs. 4 IVG). 

4.4 Letztlich bleibt darauf hinzuweisen, dass die vom Beschwerdeführer 
beantragte Revision der Rente unter Anwendung von Art. 26bis Abs. 3 IVV 
in der ab 1. Januar 2024 geltenden Fassung mit einem Pauschalabzug von 
10 % (Beschwerde S. 10 Art. 11 Ziff. 20 ff.) einer unzulässigen positiven 
Vorwirkung (BGE 127 V 448 E. 3a S. 453) gleichkäme und damit vorlie-
gend ausscheidet (vgl. E. 1.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin wird je-
doch die vor dem 1. Januar 2024 entstandene Rente einer Revision zu 
unterziehen haben (vgl. IV-Rundschreiben Nr. 432 S. 2 Ziff. 4 lit. a).

4.5 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde – soweit darauf einzutre-
ten ist – teilweise gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 
20. Oktober 2023 aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab 1. Mai 2023 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 20

eine Invalidenrente von 25 % des Betrages einer ganzen Invalidenrente 
zuzusprechen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Eine Aufteilung der Verfahrenskosten nach Massgabe des – an den 
Rechtsbegehren gemessenen – bloss teilweisen Obsiegens ist nicht vorzu-
nehmen (Beschluss der erweiterten Abteilungskonferenz des Verwaltungs-
gerichts [eABK] vom 13. Oktober 2009 sowie E. 5.2 hiernach), womit die 
Beschwerdegegnerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf 
Fr. 800.--, zu bezahlen hat (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). 
Die Beigeladenen haben in ihren Eingaben vom 16. April 2024 keine eige-
nen Anträge gestellt, womit ihnen von vornherein keine Verfahrenskosten 
aufzuerlegen sind (vgl. MICHEL DAUM, in: Kommentar zum bernischen VR-
PG, 2. Aufl., Bern 2020, Art. 14 N. 11). Der geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 800.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des Ur-
teils zurückzuerstatten. 

5.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1). 
Ist das Quantitative einer Leistung streitig, rechtfertigt ein "Überklagen" 
eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn das Rechtsbegehren 
den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei Streitigkeiten um die Höhe einer 
Invalidenrente darf die Parteientschädigung daher nicht allein deshalb re-
duziert werden, weil der Beschwerde führenden Person nicht die beantrag-
te ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente zugespro-
chen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407; SVR 2016 IV Nr. 12 S. 38 E. 5). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 21

Unter diesen Umständen ist die Parteientschädigung im vorliegenden Ver-
fahren nicht zu reduzieren. Mit Kostennote vom 7. September 2023 macht 
Rechtsanwalt B.________ ein Honorar von Fr. 3'600.--, Auslagen von 
Fr. 36.50 und die Mehrwertsteuer (MWST) von insgesamt Fr. 280.60 gel-
tend, was nicht zu beanstanden ist. Der gesamte Parteikostenersatz wird 
somit auf Fr. 3'917.10 (inkl. Auslagen und MWST) festgesetzt. Diesen Be-
trag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen. Den 
Beigeladenen steht bereits mangels eigener Anträge von vornherein kein 
Anspruch auf Parteientschädigung zu (vgl. DAUM, a.a.O.).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Soweit darauf einzutreten ist, wird in teilweiser Gutheissung der Be-
schwerde die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern vom 20. Ok-
tober 2023 aufgehoben und dem Beschwerdeführer ab 1. Mai 2023 ei-
ne Invalidenrente von 25 % des Betrages einer ganzen Invalidenrente 
zugesprochen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'917.10 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/829, Seite 22

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Sammelstiftung C.________
- Sammelstiftung D.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.