# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e72cfef-9354-5894-bad8-4079a161fe82
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 05.08.2020 110 2020 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2020-16_2020-08-05.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2020/16

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 5. August 2020
Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen 
(VGE 2020/339 vom 21.02.2024).

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt D.________ 

und

E.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Langnau i.E., Bauverwaltung, Alleestrasse 8,
Postfach 566, 3550 Langnau im Emmental

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Langnau vom 29. Januar 
2020 (Baugesuch Nr. 2019-0043 - 2019-57; Mobilfunkanlage)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 22. Mai 2019 elektronisch via eBau und am 29. Mai 
2019 in Papierform bei der Gemeinde Langnau im Emmental ein Baugesuch ein für den Neubau 
einer Mobilfunkanlage auf Parzelle Langnau im Emmental Grundbuchblatt Nr. G.________. Die 
Parzelle liegt in der Arbeitszone 1 und ist grösstenteils mit einem A.________ überbaut. Der An-
tennenmast soll mittels einer Tragkonstruktion auf dem Flachdach des A.________ erstellt wer-
den. Der Technikschrank ist zwischen dem A.________ und der südlich davon verlaufenden 
Bahnlinie geplant. Die Mobilfunkanlage soll sowohl mit drei Multibandantennen in den Frequenz-
bändern 700 bis 900 MHz und 1400 bis 2600 MHz als auch mit drei adaptiven Antennen in der 
Frequenz 3600 MHz ausgestattet werden. Mit der geplanten Mobilfunkanlage soll auch der neue 
Funkdienst 5G (New Radio) betrieben werden. Gegen das Bauvorhaben erhob unter anderen der 
Beschwerdeführer Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 29. Januar 2020 erteilte die Gemeinde 
die Baubewilligung.

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2. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 19. Februar 2020 Beschwerde bei der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragt die Aufhebung der Baubewilligung 
vom 29. Januar 2020 und damit sinngemäss die Erteilung des Bauabschlags. Eventualiter sei die 
Baubewilligung vom 29. Januar 2020 dahingehend zu ergänzen, dass die Anlage erst dann in 
Betrieb genommen werden dürfe, wenn der Bund eine neue Vollzugshilfe und neue Messempfeh-
lungen für adaptive Antennen publiziert habe, der Beweis für ein funktionierendes Qualitätssiche-
rungssystem (QS-System) erbracht worden sei und das Bauvorhaben diese neuen Grundlagen 
erfülle. Der Beschwerdeführer kritisiert im Wesentlichen den geplanten Einsatz von adaptiven An-
tennen für den 5G-Funkdienst.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet,1 führte den Schriftenwech-
sel durch und holte die Vorakten ein. Ferner holte es bei der Abteilung Immissionsschutz des Amts 
für Umwelt und Energie (AUE) eine Stellungnahme zur nichtionisierenden Strahlung (NIS) ein. Die 
Gemeinde beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen und auf den Eventualantrag sei nicht ein-
zutreten bzw. der Gesamtentscheid vom 29. Januar 2020 sei vollumfänglich zu bestätigen. Die 
Beschwerdegegnerin beantragt ebenfalls die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der 
Baubewilligung. Die Abteilung Immissionsschutz kommt in ihrer Stellungnahme zum Schluss, die 
geplante Mobilfunkanlage erfülle die Bestimmungen der NISV2 und sei bewilligungsfähig. Mit Ein-
gabe vom 19. Mai 2020 hat der Beschwerdeführer zu den Eingaben der übrigen Verfahrensbetei-
ligten Stellung genommen und die Kostennote des Rechtsvertreters eingereicht.

4. Auf die Rechtsschriften und Stellungnahmen sowie die Vorakten wird, soweit für den Ent-
scheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG3. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er – 
unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten wer-
den, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall das 
Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG4 
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist 
somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen den Gesamtentscheid der Gemeinde Langnau vom 
29. Januar 2020 zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einspre-
cherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. Art. 40 
Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer hat sich im vorinstanzlichen Verfahren als Einsprecher be-
teiligt und ist mit seiner Einsprache nicht durchgedrungen. Er ist daher formell beschwert. Der 
Beschwerdeführer wohnt zudem etwa 230 m von der geplanten Mobilfunkanlage entfernt. Der ma-
ximale Abstand, bis zu dem die Berechtigung zur Einsprache gegeben ist, beträgt gemäss Stand-
ortdatenblatt vom 30. April 2019 (Revision 1.32) 747.40 m. Damit ist der Beschwerdeführer durch 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
2 Verordnung des Bundesrats vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 
814.710).
3 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
4 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

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den angefochtenen Entscheid auch materiell beschwert. Er ist daher zur Beschwerdeführung le-
gitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Massgebender Betriebszustand bei adaptiven Antennen

a) Beim Ausbau der Netze für 5G sollen vermehrt adaptive Antennen zum Einsatz kommen. 
Adaptive Antennen werden aus technischen Gründen insbesondere bei höheren Frequenzen ein-
gesetzt. Solche wurden mit den Frequenzbändern um 3.6 GHz bei der Vergabe der neuen Mobil-
funkfrequenzen anfangs 2019 an die Mobilfunkbetreiberinnen versteigert. Im Hinblick auf den Aus-
bau der 5G-Netze hat der Bundesrat am 17. April 2019 eine Änderung der NISV beschlossen. 
Diese ist am 1. Juni 2019 in Kraft getreten. Unter anderem wurde mit der Änderung festgelegt, 
dass die besondere Abstrahlcharakteristik von adaptiven Antennen berücksichtigt werden soll. Im 
Vergleich zu den bisher eingesetzten Mobilfunkantennen können adaptive Antennen oder Anten-
nensysteme ihre Senderichtung und/oder ihr Antennendiagramm automatisch in kurzen zeitlichen 
Abständen ohne Veränderung der Montagerichtung anpassen (sog. «beam forming»). Dadurch 
wird die Information bevorzugt in jene Richtungen übertragen, wo sie durch die Endgeräte ange-
fordert wird. Dies hat eine höhere Übertragungskapazität zur Folge. Auch die Exposition ist nut-
zungsabhängig. Richtungen, in denen sich keine Endgeräte befinden, werden tendenziell weniger 
bestrahlt. Anhang 1 Ziffer 63 NISV sieht daher neu vor, dass bei der Definition des massgebenden 
Betriebszustands, bei welchem der Anlagegrenzwert eingehalten werden muss, die Variabilität 
der Senderichtungen und der Antennendiagramme der adaptiven Antennen zu berücksichtigen 
ist. Die konkrete Berechnungsweise bzw. Gewichtung der Abstrahlcharakteristik von adaptiven 
Antennen soll auf Stufe Vollzugshilfe geregelt werden.5 Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) ist 
zurzeit daran, in einer Vollzugshilfe zur neuen Verordnungsbestimmung die technischen Einzel-
heiten auszuarbeiten.

b) Die von der Beschwerdegegnerin geplante Mobilfunkanlage soll unter anderem mit adapti-
ven Antennen des Typs «AIR6488» für die Erbringung von 5G-Mobilfunkdienstleistungen betrie-
ben werden.6 Aus der Stellungnahme der Abteilung Immissionsschutz vom 23. März 2020 geht 
hervor, dass die adaptiven Antennen, sprich die Antennen mit den Laufnummern 7, 8 und 9, wie 
konventionelle Antennen behandelt wurden. Im vorliegenden Fall wurde der besonderen 
Abstrahlcharakteristik von adaptiven Antennen bei der Beurteilung der Belastung durch 
nichtionisierende Strahlung mit anderen Worten nicht Rechnung getragen.

c) Der Beschwerdeführer rügt, es sei rechtlich nicht haltbar, adaptive Antennen bis zum Vor-
liegen der erwähnten Vollzugshilfe wie konventionelle Antennen zu behandeln. Weder das USG7 
noch die NISV würden eine entsprechende Übergangsregelung enthalten. Das BAFU sei ebenfalls 
nicht ermächtigt, eine solche Übergangsregelung einzuführen. Bei der Beurteilung adaptiver An-
tennen müsste die Variabilität der Senderichtungen und der Antennendiagramme berücksichtigt 
werden. Da dies vorliegend nicht geschehen sei, hätte die Baubewilligung bereits aus diesem 
Grund nicht erteilt werden dürfen.

d) Zunächst ist festzuhalten, dass das Vorliegen einer Vollzugshilfe nicht Bewilligungsvoraus-
setzung ist. Vollzugshilfen richten sich primär an Vollzugsbehörden und ihr Zweck liegt darin, un-
bestimmte Rechtsbegriffe von Gesetzen und Verordnungen zu konkretisieren und eine einheitli-
che Vollzugspraxis zu ermöglichen. In diesem Sinne enthält die Vollzugsempfehlung zur NISV 

5 Vgl. zum Ganzen: Erläuterungen zur Änderung der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung 
(NISV), 17. April 2019, Ziffer 4.3 f., abrufbar unter: <https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/56549.
pdf>.
6 Vgl. Standortdatenblatt vom 30.4.2019, Revision 1.32, S. A2 (Vorakten, pag. 5.03).
7 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01).

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Erläuterungen und Präzisierungen hinsichtlich Mobilfunk-Basisstationen. Sie dient als Ausle-
gungshilfe, ohne selbst Recht zu setzen. Daraus folgt, dass andere Lösungen nicht ausgeschlos-
sen sind, sofern sie ebenfalls rechtskonform sind. Der Umstand, dass adaptive Antennen in der 
aktuell publizierten Fassung der Vollzugsempfehlung zur NISV nicht thematisiert werden und ein 
diesbezüglicher Nachtrag noch ausstehend ist, kann nicht pauschal zur Verweigerung der Baube-
willigung für die geplante Mobilfunkanlage führen. Entscheidend ist vielmehr, ob das Vorgehen, 
wonach adaptive Antennen wie konventionelle Antennen behandelt werden, mit den Vorgaben der 
NISV zu vereinbaren ist.

e) Das BAFU und damit dieselbe Fachbehörde, welche die Vollzugsempfehlung zur NISV er-
lassen hat und den Nachtrag hinsichtlich der adaptiven Antennen am Ausarbeiten ist, wandte sich 
im Informationsblatt «Mobilfunk und Strahlung: Aufbau der 5G-Netze in der Schweiz» vom 
17. April 20198 (Informationsschreiben 5G) an die Kantone, mit dem Zweck, für die Zeit bis zur 
Publikation der ergänzten Vollzugsempfehlung eine einheitliche Vollzugspraxis durchzusetzen. In 
diesem Informationsschreiben wie auch in seinem Schreiben «Informationen zu adaptiven Anten-
nen und 5G (Bewilligung und Messung)» vom 31. Januar 20209 empfiehlt das BAFU, adaptive 
Antennen bis zum Vorliegen des Nachtrages wie konventionelle Antennen zu beurteilen (sog. 
Worst-Case-Beurteilung). Das bedeutet, dass deren Strahlung wie bei konventionellen Antennen 
nach dem maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und basierend 
auf Antennendiagrammen beurteilt wird, die für jede Senderichtung den maximal möglichen 
Antennengewinn berücksichtigen (vgl. Anhang 1 Ziffer 63 1. Halbsatz NISV). Gemäss BAFU wird 
damit die tatsächliche Strahlung von adaptiven Antennen überschätzt und die Beurteilung ist für 
die betroffene Bevölkerung einer Mobilfunkanlage auf der sicheren Seite.10 Diesem Vorgehen – 
das auch der Empfehlung der Schweizerischen Gesellschaft der Lufthygiene-Fachleute (Cercl'Air) 
entspricht11 – ist aus rechtlicher Sicht nichts entgegen zu halten, zumal damit die Einhaltung der 
in der NISV geregelten Grenzwerte sichergestellt ist und folglich kein Widerspruch zu den Anlie-
gen der Umweltschutzgesetzgebung vorliegt.12 Wie die Abteilung Immissionsschutz in ihrer Stel-
lungnahme vom 23. März 2020 richtigerweise festhält, stellt dieses Vorgehen für die Mobilfunkbe-
treiberinnen zudem eine Einschränkung dar, da dadurch die Variabilität von adaptiven Antennen 
gerade nicht zugunsten der Mobilfunkbetreiberinnen berücksichtigt, sondern mit dem besagten 
Worst-Case-Szenario der Beurteilung eine konservative Berechnung zugrunde gelegt wird. 
Selbstverständlich werden den betreffenden Berechnungen aber die Antennendiagramme der ad-
aptiven und nicht solche von konventionellen Antennen zugrunde gelegt. Damit wird den beson-
deren Eigenschaften von adaptiven Antennen in Bezug auf die Einhaltung der NISV-Grenzwerte 
genügend Rechnung getragen.

f) Soweit der Beschwerdeführer bestreitet, die Beschwerdegegnerin stelle in ihren Antennen-
diagrammen und Berechnungen bzw. Prognosen nicht den vom BAFU verlangten Worst-Case 
dar, gilt schliesslich Folgendes festzuhalten: Das AUE kommt in seiner Stellungnahme vom 
23. März 2020 zum Schluss, dass die geplante Anlage unter Berücksichtigung der vom BAFU 
verlangten Worst-Case-Berechnungsmethodik die Bestimmungen der NISV erfülle. Das AUE hat 
mit anderen Worten keine Einwände hinsichtlich der Antennendiagramme und rechnerischen Pro-
gnosen der Beschwerdegegnerin. Es ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch 

8 Abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen.html>.
9 Abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-elek-
trosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html>.
10 Vgl. Informationsschreiben 5G, S. 4.
11 Vgl. die Empfehlung Nr. 33 des Cercl'Air vom 16. April 2018, Beurteilung von Standortdatenblättern für Mobilfunk- 
und WLL-Basisstationen mit neuen Frequenzbändern sowie das Informationsblatt 5G «Zukunft des Mobilfunks: Auswir-
kung auf Behörden» (Stand Juni 2018), beide abrufbar unter: <https://cerclair.ch/empfehlungen>.
12 Vgl. zum Ganzen: Entscheid des Baurekursgerichts des Kantons Zürich (1. Abteilung) vom 7. Februar 2020 
(R1S.2019.05102), E. 4.4.

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nicht nachvollziehbar aufgezeigt, weshalb von der Einschätzung der kantonalen Fachstelle für 
Immissionsschutz abgewichen werden sollte. Insbesondere vermischt der Beschwerdeführer 
seine diesbezüglichen Ausführungen mit den Herausforderungen, die einerseits bei der Ausarbei-
tung einer Empfehlung zur Messung der Strahlung von 5G-Basisstationen und adaptiven Anten-
nen und andererseits bei der Ausarbeitung der Vollzugshilfe zur neuen Ziffer 63 Anhang 1 NISV 
bestehen. Diese Themen sind für die Frage, ob die Berechnungen der Beschwerdegegnerin der 
vom BAFU verlangten Worst-Case-Berechnungsmethodik entsprechen, jedoch nicht relevant. Die 
neue Vollzugshilfe wird erst dann relevant, wenn die Sonderregelung bzw. Privilegierung für ad-
aptive Antennen gemäss Ziffer 63 Anhang 1 NISV zur Anwendung gelangt, was gerade noch nicht 
der Fall ist.

g) Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass das Vorgehen, wonach adaptive Antennen 
vorläufig wie konventionelle Antennen beurteilt werden, rechtlich zulässig ist und auch die Berech-
nungen der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden sind. Die diesbezüglichen Rügen des Be-
schwerdeführers erweisen sich folglich als unbegründet.

3. Messung der Strahlung von 5G-Basisstationen und adaptiven Antennen

a) Gemäss Fachbericht der Abteilung Immissionsschutz vom 4. Juli 2019, der Bestandteil des 
angefochtenen Gesamtentscheids ist (siehe dort Dispositiv Ziffer 2.2), müssen an den im Stand-
ortdatenblatt vom 30. April 2019 (Revision 1.32) ausgewiesenen Orten mit empfindlicher Nutzung 
(OMEN) 3 bis 6 Abnahmemessungen durchgeführt werden. Eine Abnahmemessung dient der 
Überprüfung der rechnerischen Prognose nach der Inbetriebnahme der bewilligten Mobilfunkan-
lage und wird in der Regel durchgeführt, wenn gemäss rechnerischer Prognose der Anlagegrenz-
wert an einem OMEN zu 80 Prozent erreicht wird.13

Der massgebende Betriebszustand (maximaler Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sen-
deleistung) tritt in der Realität nur selten auf. Es ist auch nicht ohne weiteres möglich, diesen 
Betriebszustand während der Zeit der Messung gezielt herzustellen. In der Regel wird eine Ab-
nahmemessung daher beim realen Betrieb der Anlage durchgeführt. Aufgrund ihrer periodischen 
Abstrahlung und konstanten Leistung eignen sich die Signalisierungskanäle am besten für diese 
Messung. Das Messergebnis wird anschliessend auf den massgebenden Betriebszustand hoch-
gerechnet (sog. Beurteilungswert), um zu beurteilen, ob der Anlagegrenzwert eingehalten ist. 
Grundsätzlich ist diese Methode auch für adaptive Antennen anwendbar, aber anders als bei 4G, 
wo Signalisierungs- und Verkehrskanäle mit demselben Antennendiagramm abstrahlt werden, ist 
die Signalstruktur bei 5G optimiert und die Kanäle können mit verschiedenen Diagrammen abge-
strahlt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Antennendiagramme der Signalisierungs- und Ver-
kehrskanäle ist der Hochrechnungsfaktor bei adaptiven Antennen im Gegensatz zu 4G nicht mehr 
für alle Senderichtungen konstant.14

Eine offizielle Messempfehlung für 5G-Basisstationen und adaptive Antennen steht momentan 
zwar noch aus. Das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) hat jedoch bereits eine Mess-
methode für die Strahlung von 5G-Basisstationen und adaptive Antennen bis 6 GHz erarbeitet und 
am 18. Februar 2020 veröffentlicht. Bei der Erarbeitung der Messmethode konzentrierte sich das 
METAS in einem ersten Schritt auf eine sog. code-selektive Messung als Referenzmethode. Da 

13 Vgl. Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, Vollzugsempfehlung zur NISV, herausgegeben vom Bundesamt für Um-
welt, Wald und Landschaft (BUWAL), Bern 2002, Ziffer 2.1.8, abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/
home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-elektrosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html>.
14 Vgl. Erläuterungen des BAFU zur Messmethode für adaptive Antennen vom 30. Juni 2020, Ziffer 1, abrufbar unter: 
<https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-elektrosmog/
mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html>.

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im Handel derzeit aber noch keine serienmässig produzierten Geräte für code-selektive Messun-
gen von 5G-Signalen verfügbar sind, wird auch eine frequenzselektive Messmethode vorgeschla-
gen, die bereits mit heutigen Geräten möglich ist.

b) Der Beschwerdeführer rügt nun, es sei noch unklar, wie das Messergebnis bei der frequenz-
selektiven Messmethode hochgerechnet werden soll. Dementsprechend lasse sich noch keine 
Aussage darüber machen, ob die Hochrechnung zu einer hören Belastung führe, als sie in Wirk-
lichkeit vorhanden sei. Folglich sei nicht erwiesen, dass die massgeblichen Grenzwerte eingehal-
ten werden könnten.

c) Es trifft nicht zu, dass bei der frequenzselektiven Messmethode Unklarheit betreffend die 
Hochrechnung des Messergebnisses besteht. So finden sich bereits im technischen Bericht des 
METAS vom 18. Februar 202015 entsprechende Anleitungen (vgl. dort Ziffer 8). Da sich bei ersten 
Anwendungen in der Praxis gezeigt hat, dass mit dem betreffenden Vorgehen die hochgerechnete 
elektrische Feldstärke stark überschätzt wird, hat das METAS mit Nachtrag vom 15. Juni 2020 
sodann verschiedene Anpassungen an der frequenzselektiven Messmethode vorgenommen, dar-
unter auch eine Anpassung des Hochrechnungsfaktors. Diese Anpassungen sollen die Überschät-
zungen der frequenzselektiven Methode teilweise verhindern, aber in keinem Fall zu einer Unter-
schätzung führen.16 Es besteht mit anderen Worten eine vom METAS (und BAFU) anerkannte 
Methode, wie frequenzselektive Messungen vorzunehmen sind. Darauf können sich Messfirmen 
bei Abnahmemessungen stützen, zumindest solange im Handel noch keine serienmässig produ-
zierten Geräte für code-selektive Messungen von 5G-Signalen verfügbar sind bzw. bis das ME-
TAS und BAFU eine offizielle Messempfehlung für 5G-Basisstationen und adaptive Antennen her-
ausgegeben haben. Schliesslich gilt zu beachten, dass eine Baubewilligung für eine Mobilfunkan-
lage nicht aufgrund einer Abnahmemessung, sondern aufgrund einer rechnerischen Prognose er-
teilt wird. Denn eine Abnahmemessung ist zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht möglich. Wie ein-
gangs erwähnt, dient eine Abnahmemessung lediglich einer Überprüfung der rechnerischen Pro-
gnose nach der Inbetriebnahme der bewilligten Mobilfunkanlage. Die Abteilung Immissionsschutz 
kommt in ihrem Fachbericht vom 4. Juli 2019 zum Schluss, dass der Anlagegrenzwert rechnerisch 
bei sämtlichen OMEN eingehalten wird.

d) Nach dem Gesagten erweist sich auch die Rüge, es liege keine anerkannte Methode für 
eine frequenzselektive Messung vor, als unbegründet.

4. QS-System

a) Der Beschwerdeführer macht geltend, es müssten sämtliche Parameter, welche die äquiva-
lente Sendeleistung (ERP) beeinflussen könnten, in das QS-System aufgenommen werden. Dies 
sei bei adaptiven Antennen, insbesondere in Bezug auf den Antennengewinn, aber noch nicht 
möglich. Darum seien die bestehenden QS-Systeme nicht auf adaptive Antennen ausgelegt. Die 
Beschwerdegegnerin habe diesen Umstand im vorinstanzlichen Verfahren denn auch nicht sub-
stantiiert widerlegen können.

b) Die QS-Systeme, die von den Mobilfunkbetreiberinnen gestützt auf das Rundschreiben des 
BAFU vom 16. Januar 200617 eingesetzt werden, vergleichen die effektiv eingestellten Sendeleis-

15 Abrufbar unter: <https://www.metas.ch/metas/de/home/dok/publikationen/meldungen/2020-02-18.html>.
16 Vgl. Erläuterungen des BAFU zur Messmethode für adaptive Antennen vom 30. Juni 2020, Ziffer 2.3, abrufbar unter: 
<https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-elektrosmog/
mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html>.
17 Abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-
elektrosmog/qualitaetssicherung-zur-einhaltung-der-grenzwerte-der-nisv-bei-m.html>.

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tungen und -richtungen sämtlicher Antennen einer Mobilfunkanlage mit den jeweils bewilligten 
Werten bzw. Winkelbereichen. Die dabei festgestellten Überschreitungen eines bewilligten Wertes 
sind, sofern dies durch Fernsteuerung möglich ist, innerhalb von 24 Stunden und andernfalls in-
nerhalb einer Arbeitswoche zu beheben. Die QS-Systeme haben bei festgestellten Überschreitun-
gen zudem automatisch Fehlerprotokolle zu erzeugen, die den Vollzugsbehörden alle zwei Mo-
nate unaufgefordert zuzustellen sind. Die kantonale Fachstelle nimmt zusätzlich Stichprobenkon-
trollen vor. An diesem Überwachungsprinzip der QS-Systeme ändert sich nichts. Werden adaptive 
Antennen gleich behandelt wie konventionelle Antennen, kann ihr Betrieb in den bestehenden QS-
Systemen der Mobilfunkbetreiberinnen sowie der Datenbank des Bundesamts für Kommunikation 
(BAKOM) korrekt abgebildet werden.18 Dass die QS-Systeme grundsätzlich funktionieren, wurde 
vom Bundesgericht zudem mehrfach bestätigt.19 Daran ändert auch das Urteil des Bundesgerichts 
1C_97/2018 vom 3. September 2019 nichts. Darin forderte das Bundesgericht das BAFU zwar 
auf, erneut eine schweizweite Kontrolle des ordnungsgemässen Funktionierens der QS-Systeme 
durchführen zu lassen oder zu koordinieren, da im Kanton Schwyz bei einer Überprüfung von 14 
Mobilfunkanlagen bei acht Anlagen Abweichungen von der Baubewilligung bezüglich der Höhe 
und Ausrichtung der Antennen festgestellt worden sind. Gleichzeitig hielt das Bundesgericht je-
doch fest, dass aufgrund der im Kanton Schwyz festgestellten Abweichungen nicht auf ein gene-
relles Versagen der QS-Systeme geschlossen werden könne. So seien weder das Ausmass der 
Abweichungen noch deren Auswirkungen auf die Strahlenbelastung an OMEN bekannt. Zudem 
würden entsprechende Feststellungen bezüglich anderer Kantone fehlen. Das Bundesgericht hat 
im betreffenden Fall die Baubewilligung für die Mobilfunkanlage denn auch bestätigt.20

c) Da die adaptiven Antennen vorliegend wie konventionelle Antennen behandelt werden, sind 
der bewilligungskonforme Betrieb der Anlage und die Einhaltung des Anlagegrenzwerts gewähr-
leistet. Konkrete Anhaltspunkte, die auf ein Versagen des QS-Systems der Beschwerdegegnerin 
schliessen lassen, sind nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend 
gemacht. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ist somit von einem genügenden 
QS-System auszugehen. Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt unbegründet.

5. Leistungsangaben

a) Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, im Standortdatenblatt seien für die 5G-Anten-
nen lediglich Sendeleistungen von je 200 Watt (ERP) deklariert worden. In einem Frequenzband 
um 3600 MHz sei damit keine ernstzunehmende Abdeckung zu erreichen. Zudem könne damit 
auch kein Versorgungsauftrag wahrgenommen werden. Insofern fehle ein öffentliches Interesse 
an der geplanten Mobilfunkanlage. Ohne nachvollziehbare Erklärung seitens der Beschwerdegeg-
nerin sei davon auszugehen, dass die betreffenden Leistungsangaben falsch bzw. bewusst tiefe 
Werte eingesetzt worden seien, um rechnerisch die Vorgaben der NISV einzuhalten.

b) Die maximale Sendeleistung, mit der die Mobilfunkanlage betrieben werden soll, wird durch 
die Angaben der Baugesuchstellerin im Standortdatenblatt definiert. Gemäss dem Standortdaten-
blatt vom 30. April 2019 (Revision 1.32) beträgt die maximale bewilligte Sendeleistung für die Fre-
quenz 3600 MHz für die drei adaptiven Sendeantennen mit den Laufnummern 7, 8 und 9 je 
200 Watt (ERP). Gemäss Stellungnahme der Abteilung Immissionsschutz vom 23. März 2020 
handelt es sich dabei um die gesamte Summenleistung aller 64 Einzelantennen, aus denen die 
drei adaptiven Antennen jeweils bestehen. Alle Teilantennen zusammen dürfen mit anderen Wor-

18 Vgl. Schreiben des BAFU betreffend «Informationen zu adaptiven Antennen und 5G (Bewilligung und Messung)» 
vom 31. Januar 2020, Ziffer 1c, abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fach-in-
formationen/massnahmen-elektrosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html>.
19 Vgl. statt vieler: BGer 1C_323/2017 vom 15.1.2018, E. 3.3 mit Hinweisen.
20 BGer 1C_97/2018 vom 3.9.2019, E. 8.3.

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ten maximal die pro Antennenpanel angefragten 200 Watt (ERP) abstrahlen. Der Betrieb der An-
lage mit anderen Betriebsparametern sei nicht vorgesehen und wäre nicht zulässig. Weiter führt 
die kantonale Fachstelle für Immissionsschutz aus, dank der grossen Effizienz in der Übertra-
gungstechnik von 5G lasse sich dieser Dienst auch mit 200 Watt (ERP) im Alltag nutzen. Diese 
Ausführungen sind schlüssig und decken sich mit denjenigen der Beschwerdegegnerin. So führt 
Letztere in ihrer Beschwerdeantwort insbesondere aus, der heutige Mobilfunkverkehr laufe zum 
überwiegenden Teil noch über das 4G-Netz, weshalb es zunächst gelte, dieses 4G-Netz so leis-
tungsfähig wie möglich zu erhalten. Zudem besässen die Nutzer mobiler Funkdienste zum heuti-
gen Zeitpunkt noch nicht sehr viele 5G-taugliche Endgeräte. Die Beschwerdegegnerin möchte 
deshalb zwar das 5G-Netz für die Zukunft startklar machen, demgegenüber aber die Leistungen 
auf dem 4G-Netz nicht unnötig verknappen. Folglich sei die für die drei adaptiven Antennen de-
klarierte Sendeleistung von je 200 Watt (ERP) zum heutigen Zeitpunkt ausreichend.

c) Nach dem Gesagten besteht für die BVD kein Anlass, von der Beurteilung der Fachbehörde 
abzuweichen. Die Beschwerdegegnerin ist gestützt auf den angefochtenen Entscheid verpflichtet, 
die ausgewiesenen Parameter im Standortdatenblatt einzuhalten. Die Rüge betreffend falsche 
Leistungsangaben ist unbegründet.

6. Gesundheitsschutz

a) Der Beschwerdeführer stellt ferner die Gesetzes- und Verfassungskonformität der NISV 
bzw. der darin geregelten Grenzwerte sowie der neuen Ziffer 63 Anhang 1 NISV, soweit sich Letz-
tere auf adaptive Antennen bezieht, in Frage. So seien seit der Einführung der NISV die Gesund-
heitsrisiken nichtionisierender Strahlen eingehend untersucht worden und es lägen insbesondere 
gefestigte wissenschaftliche Erkenntnisse zu schädlichen nicht-thermischen Wirkungen vor. So-
gar der Bund anerkenne die gesundheitlichen Risiken. Diese Ausgangslage verschärfe sich mit 
der neuen Antennentechnik und der Einführung von adaptiven Antennen zusätzlich. Denn indem 
Ziffer 63 Anhang 1 NISV neu eine Sonderregelung für adaptive Sendeantennen vorsehe und de-
ren konkrete Ausgestaltung auf Stufe Vollzugshilfe delegiert worden sei, könne zum heutigen Zeit-
punkt eine Umgehung der Grenzwerte und damit zusätzlich schädigende Auswirkungen auf 
Mensch und Umwelt nicht ausgeschlossen werden. Der betreffenden Bestimmung sei daher die 
Anwendung zu versagen.

b) Die Wirkung nichtionisierender Strahlung auf den Menschen hängt von deren Intensität und 
Frequenz ab. Die Vorschriften des USG und der NISV gelten für die Strahlung insgesamt und 
unterscheiden nicht zwischen den verschiedenen Technologien von Mobilfunk (2G, 3G, 4G und 
5G). Bezüglich der Funktechnik und der Strahlung der Antennen ist 5G zudem mit den heute 
verfügbaren 4G-Frequenzen vergleichbar.21 Der Schutz der Gesundheit wird demzufolge durch 
die in der NISV für Mobilfunkanlagen festgelegten Grenzwerte gewährleistet. Diese Grenzwerte 
sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts gemäss dem aktuellen wissenschaftlichen 
Kenntnisstand verfassungs- und gesetzeskonform.22 Wenn die NISV-Grenzwerte eingehalten 
sind, sind Mobilfunkanlagen und somit auch 5G-Sendeantennen zu bewilligen. Da adaptive An-
tennen bis zum Vorliegen der ergänzten Vollzugsempfehlung wie konventionelle Antennen behan-
delt werden, kommt die Privilegierung in Ziffer 63 Anhang 1 NISV vorliegend zudem gar nicht zum 
Tragen. 

21 Vgl. Bericht Mobilfunk und Strahlung der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung vom 18. November 2019, Zif-
fer 3.2.1, abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/dossiers/bericht-arbeits-
gruppe-mobilfunk-und-strahlung.html#1502548024>.
22 BGer 1C_323/2017 vom 15.1.2018, E. 2.5 mit Hinweis auf BGer 1C_576/2016 vom 27.10.2017, E. 3.5.2.

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c) Es ist Sache des Bundes, die Forschung über gesundheitliche Auswirkungen nichtionisie-
render Strahlung zu verfolgen, die Ergebnisse zu bewerten und die Öffentlichkeit über den Stand 
der Wissenschaft und der Erfahrung zu informieren. Zur fachlichen Unterstützung hat das BAFU 
im Jahr 2014 die Beratende Expertengruppe NIS (BERENIS) einberufen. Diese sichtet die neu 
publizierten wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema und wählt diejenigen zur detaillierten Bewer-
tung aus, die aus ihrer Sicht für den Schutz des Menschen von Bedeutung sind oder sein könnten. 
Die Bewertung der Ergebnisse wissenschaftlicher Studien dient auch der Früherkennung poten-
zieller Risiken. Es soll möglichst kein Hinweis auf Schädlichkeit, der ein Handeln erfordern würde, 
übersehen werden. Die Bewertung muss Aussagen darüber machen, wie stichhaltig biologische 
Effekte nachgewiesen sind, ob sie für die Gesundheit relevant sind, und wie viele Menschen ge-
gebenenfalls betroffen sind. Das BAFU würde dem Bundesrat eine Anpassung der Grenzwerte 
empfehlen, wenn dies neue gesicherte Erkenntnisse aus der Forschung oder aufgrund von All-
tagserfahrungen erforderten.23 Dies war bisher nicht der Fall.24 Soweit der Beschwerdeführer gel-
tend macht, selbst der Bund anerkenne die gesundheitlichen Risiken, die von nicht-thermischen 
Auswirkungen ausgingen, gilt im Übrigen Folgendes festzuhalten: Das BAFU anerkennt zwar, 
dass es nicht-thermische Wirkungen gibt. Es sei jedoch nicht bekannt, wie solche Effekte zustande 
kämen. Ebenso wenig lasse sich beim heutigen Kenntnisstand sagen, ob und unter welchen Be-
dingungen sie zu einem Gesundheitsrisiko würden. Das BAFU kommt daher zum Schluss, dass 
die Auswirkungen schwacher Hochfrequenz-Strahlung auf den Menschen zwar weiter wissen-
schaftlich untersucht werden müssen. Der Bundesrat habe jedoch – basierend auf dem Vorsor-
geprinzip des USG – zusätzlich noch die strengeren Anlagegrenzwerte festgelegt, mit denen vor 
allem die Langzeitbelastung niedrig gehalten werde.25 Den Ausführungen des BAFU lässt sich 
zusammengefasst also entnehmen, dass mit Einhaltung der in der NISV geregelten Grenzwerte 
nicht von einer Gesundheitsgefährdung auszugehen ist.

d) Gemäss den obigen Ausführungen besteht keine rechtliche Grundlage, um die Erstellung 
der geplanten Mobilfunkanlage gestützt auf gesundheitliche Bedenken zu verbieten. Daran ändern 
weder die vom Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe gegen den Leiter der BERENIS noch die 
vom Beschwerdeführer erwähnten Studien oder der Entscheid des Berufungsgerichts Turin vom 
3. Dezember 2019 etwas. Die Rüge betreffend Gesundheitsgefährdung ist demnach unbegründet.

7. Zusammenfassung und Kosten

a) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. Dies 
gilt auch für den Eventualantrag, wonach die Baubewilligung vom 29. Januar 2020 dahingehend 
zu ergänzen sei, dass die Anlage erst dann in Betrieb genommen werden dürfe, wenn der Bund 
eine neue Vollzugshilfe und neue Messempfehlungen für adaptive Antennen publiziert habe, der 
Beweis für ein funktionierendes QS-System erbracht worden sei und das Bauvorhaben diese 
neuen Grundlagen erfülle. Um die geplante Mobilfunkanlage auf die Einhaltung der NISV-Grenz-
werte überprüfen und die erforderlichen Abnahmemessungen durchführen zu können, braucht es 
weder die neue Vollzugshilfe noch die neuen Messempfehlungen. Ein funktionstüchtiges QS-Sys-
tem besteht ebenfalls. Aufgrund der Worst-Case-Beurteilung der adaptiven Antennen besteht 
schliesslich keine Gefahr vor übermässiger Strahlenbelastung. Es besteht mit anderen Worten 
weder eine rechtliche Grundlage noch ein tatsächlicher Grund für die vom Beschwerdeführer 

23 Vgl. zum Ganzen: Informationen zur BERENIS, abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/
elektrosmog/newsletter/beratende-expertengruppe-nis-berenis.html>.
24 Vgl. dazu auch BGer 1C_97/2018 vom 3.9.2019, E. 5.4.
25 Vgl. Fachinformationen des BAFU betreffend Gesundheitliche Auswirkungen von Hochfrequenz-Strahlung, abrufbar 
unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/auswirkungen-elektrosmog/
gesundheitliche-auswirkungen-von-hochfrequenz-strahlung.html>.

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eventualiter beantragte Ergänzung der Baubewilligung. Eine solche Anordnung liefe im Ergebnis 
denn auch auf eine Sistierung hinaus, welche die BVD praxisgemäss als unzulässig erachtet.

b) Die massgeblichen Sachverhaltselemente konnten anhand der zur Verfügung stehenden 
Akten genügend überprüft bzw. festgestellt werden. Auf das vom Beschwerdeführer zusätzlich 
beantragte Gutachten über die Messmethoden für adaptive Antennen und den aktuellen Stand 
der Technik kann daher verzichtet werden, da von diesem keine neuen relevanten Erkenntnisse 
zu erwarten sind.

c) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die Verfah-
renskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG26). Diese werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr 
von Fr. 1'800.– (Art. 103 Abs. 1 und 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV27). Parteikosten werden 
keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Gesamtentscheid der Gemeinde Langnau im Em-
mental vom 29. Januar 2020 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'800.– werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung aufer-
legt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwach-
sen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt D.________, eingeschrieben
- E.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Langnau i.E., Bauverwaltung, eingeschrieben
- Amt für Umwelt und Energie (AUE), Immissionsschutz, per E-Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

26 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
27 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine allfällige Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, muss einen An-
trag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift ent-
halten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.