# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ebbfa3c9-ecb0-5d65-a244-c961b6d013f2
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-11
**Language:** de
**Title:** Glarus Obergericht 11.11.2016 OG.2016.00034 (OGZ.2016.96)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_OG_001_OG-2016-00034_2016-11-11.html

## Full Text

Kanton Glarus

  
	
   

  
	
  Obergericht

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Beschluss
  vom 11. November 2016

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfahren
  OG.2016.00034

  
	
   

  
	
   

  
	
  A.______

  
	
  Beschwerdeführer

  
	
  und Beklagter

  
	
   

  
	
  vertreten
  durch B.______ 

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
  Technische
  Betriebe Glarus Nord

  
	
  Büntgasse 2, 8752 Näfels   

  
	
  Beschwerdegegnerin

  
	
  und Klägerin

  
	
   

  
	
  vertreten
  durch C.______

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
  Forderung

  
	
   

  
	
  Rechtsbegehren
  des Beklagten und Beschwerdeführers (gemäss
  Eingabe vom 23. August 2016, act. 56 S. 2):

  
	
  	
    „1.

    	
    Das Urteil des Kantonsgerichts
    vom 21. Juni 2016 sei vollumfänglich aufzuheben.

    
	
    2.

    	
    Es sei der Beschwerde die
    aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.

    
	
    3.

    	
    Es sei festzustellen, dass die
    Zivilgerichte für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache aufgrund des
    Stromversorgungsgesetzes (StromVG) unzuständig seien.

    
	
    4.

    	
    Eventuell erklärt sich der
    Beklagte und Beschwerdeführer bereit, an den Netzanschluss- und
    Netzkostenbeitrag, Gebühren für die erhöhte elektrische Leistung von der
    Parzelle Grundbuch Bilten, Nr. x und y einen Betrag von Fr. 3‘745.00
    zu bezahlen.

    
	
     

    	
    Im
    Übrigen sei die Klage abzuweisen.

    
	
     

    	
    Unter
    Kosten- und Entschädigungsfolge.“

    

  

  
	
   

  Rechtsbegehren der Klägerin
  und Beschwerdegegnerin (gemäss Eingabe vom 13. Oktober
  2016, act. 68 S. 2):

  
	
  	
    „1.

    	
    Es sei die Beschwerde
    vollumfänglich abzuweisen.

    
	
    2.

    	
    Alles unter Kosten- und
    Entschädigungsfolgen des Beschwerdeführers.“

    

  

  
	
  ¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾

  
	
   

  
	
  Das
  Gericht zieht in Betracht:

  
	
   

  
	
  I.

  
	
   

  
	
  1.                a)      A.______,
  zur Hälfte Miteigentümer der Liegenschaften Nr. x  und Nr. y, Grundbuch
  Bilten, Gemeinde Glarus Nord (act. 12/8-9), liess im Gebäude Assek. Nr.
  z ein neues Treppenhaus erstellen, in welches sämtliche Erschliessungsleitungen
  des Gebäudes eingebaut wurden. Die Technischen Betriebe Glarus Nord führten
  von der Verteilkabine Nr. 45 auf der Liegenschaft Nr. y bis zum Treppenhaus
  des genannten Gebäudes Assek. Nr. z ein neues Kabel von insgesamt
  45 Metern ein und montierten im Treppenhaus einen neuen
  Hauptsicherungskasten (act. 10 S. 2 ff. und act. 12/7). Weiter
  erhöhten sie die Anschlussleistung von 40 Ampere auf 63 Ampere (zum Ganzen:
  act. 1 Rz. 1 ff.; act. 10 S. 3-5).

  
	
  b)                Am 26. März
  2013 stellten die Technischen Betriebe Glarus Nord in diesem Zusammenhang
  A.______ eine Rechnung über insgesamt CHF 7'892.90 zu, mit welcher sie
  von diesem Netzanschlussgebühren und Netzkostenbeiträge von total
  CHF 6‘980.– (exkl. MwSt.) sowie Kosten für ein Kabelschutzrohr von
  CHF 328.25 (exkl. MwSt.) einforderten (act. 3/13). Gegen die mit dieser
  Rechnung verlangten Netzanschlussgebühren und Netzkostenbeiträge erhob
  A.______ am 29. April 2013 bei den Technischen Betriebe Glarus Nord
  Einsprache (act. 3/14). Der Verwaltungsrat der Technischen Betriebe
  Glarus Nord trat mit Verfügung vom 16. September 2013 auf die Einsprache
  nicht ein (act. 3/17). Schliesslich leiteten die Technischen Betriebe Glarus
  Nord mit Zahlungsbefehl vom 20. Oktober 2014 in Bezug auf die strittige
  Rechnung gegen A.______ eine Betreibung ein. In dieser Betreibung des Betreibungs-
  und Konkursamtes des Kantons Glarus erhob eine vom Beklagten bevollmächtigte
  Drittperson am 11. November 2014 Rechtsvorschlag (vgl. den Zahlungsbefehl vom
  20. Oktober 2014, act. 3/19).

  
	
  2.                Die Technischen
  Betriebe Glarus Nord leiteten am 23. März 2015 beim Vermittleramt Glarus
  Nord ein Schlichtungsverfahren gegen A.______ ein, in welchem sie forderten,
  dieser sei zu verpflichten, ihnen CHF 7‘890.90 zuzüglich 5 % Zins
  ab 25. April 2013 zu bezahlen, und es sei der Rechtsvorschlag in der
  genannten, gegen A.______ angehobenen Betreibung aufzuheben (act. 1).
  Nachdem sich die Parteien an der Schlichtungsverhandlung nicht einigen
  konnten (act. 1 S. 2), reichten die Technischen Betriebe Glarus
  Nord am 2. Juni 2015 beim Kantonsgerichtspräsidenten fristgerecht eine
  Forderungsklage mit identischen Rechtsbegehren wie vor dem Vermittleramt ein
  (act. 2).

  
	
  3.                Nach Eingang
  einer Stellungnahme von A.______ (act. 8-10), durchgeführter
  Hauptverhandlung (act. 17-21) und Einholung schriftlicher Auskünfte bei
  diversen Elektrizitätsversorgern (act. 22-48) verpflichtete der
  Kantonsgerichtspräsident mit Urteil vom 21. Juni 2016 (act. 53)
  A.______, den Technischen Betrieben Glarus Nord CHF 7‘892.90 zuzüglich
  Zins zu 5 % seit dem 25. April 2013 zu bezahlen. Sodann beseitigte er in
  diesem Umfang zuzüglich Betreibungs- und Verfahrenskosten den Rechtsvorschlag
  in der Betreibung Nr. 21409638 des Betreibungs- und Konkursamts des
  Kantons Glarus, Zahlungsbefehl vom 20. Oktober 2014 (act. 3/19).

  
	
  4.                Am
  23. August 2016 erhob A.______ gegen diesen Entscheid rechtzeitig
  Beschwerde und stellte die einleitend wiedergegebenen Anträge (act. 56).
  Hierauf verfügte der Obergerichtspräsident am 28. September 2016
  (act. 65) nach Eingang einer diesbezüglichen Stellungnahme der
  Technischen Betriebe Glarus Nord (act. 64), dass die Vollstreckbarkeit
  des angefochtenen Urteils vollumfänglich aufgeschoben wird. In der Folge
  beantragten die Technischen Betriebe Glarus Nord in ihrer vom
  13. Oktober 2016 datierenden Beschwerdeantwort (act. 68) die
  Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
   

  
	
  1.                a)      Der
  Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerdeschrift (act. 56 S. 4)
  vor, die zivilen Gerichte seien zur Beurteilung dieser Streitsache nicht
  zuständig.

  
	
  b)                Das Vorliegen
  einer Zivilsache gehört im Bereich der streitigen Zivilgerichtsbarkeit
  (Art. 1 lit. a ZPO) zu den Prozessvoraussetzungen (Berger, BK ZPO,
  Art. 1 N 25; allgemein zu den Prozessvoraussetzungen: Art. 59
  ZPO), welche die Gerichte jeder Stufe des Instanzenzugs in jedem
  Verfahrensstadium von Amtes wegen zu prüfen haben (Art. 60 ZPO; Zingg,
  BK ZPO, Art. 60 N 19, 34; betreffend sachliche Zuständigkeit: BGer
  4A_291/2015 vom 3. Februar 2016, E. 3.2 m.w.H.). Prorogation der
  Zivilgerichtsbarkeit oder Einlassung in öffentlich-rechtlicher Streitsache
  sind ausgeschlossen (Berger, BK ZPO, Art. 1 N 25). Insbesondere
  regelt Art. 18 ZPO nur die Einlassung vor dem örtlich unzuständigen
  Gericht und ist nur im Rahmen der in Art. 1 ZPO umschriebenen
  Sachbereiche anwendbar (Berger, BK ZPO, Art. 18 N 8 f.; zur
  Unmöglichkeit einer Einlassung vor dem sachlich unzuständigen Gericht vgl.
  BGE 140 III 355 E. 2.4 m.w.H.; BGer 4A_100/2016 vom 13. Juli 2016
  E. 2.2.1 m.w.H.; BGer 4A_291/2015 vom 3. Februar 2016, E. 3.2
  m.w.H.).

  
	
  c)                Nach dem
  Gesagten ist somit die unter Bezugnahme auf Art. 18 ZPO geäusserte
  Auffassung der Beschwerdegegnerin (act. 64 Rz. 8; act. 68
  Rz. 11 ff.), der Beschwerdeführer habe weder vor dem Vermittleramt
  Glarus Nord noch vor dem Kantonsgerichtspräsidenten Vorbehalte gegen die
  angerufenen Behörden angebracht und sich daher auf das vorliegende Verfahren
  eingelassen, nicht zutreffend. Auch das Vorbringen der Beschwerdegegnerin
  (act. 64 Rz. 8; act. 68 Rz. 17), der Beschwerdeführer
  hätte ihre Verfügung vom 16. September 2013 (act. 3/17; vgl. vorne,
  E. I.1b.) anfechten müssen, wenn er meine, es handle sich um eine
  Streitsache des öffentlichen Rechts, verfängt nicht: Es war die
  Beschwerdegegnerin, die dem Beschwerdeführer am 26. März 2013
  Anschlusskosten für eine Hausanschluss-Verstärkung in Rechnung stellte
  (act. 3/13). Sie macht eine Forderung gegenüber dem Beschwerdeführer
  geltend und nicht dieser eine solche gegen sie. Damit war und ist es offenkundig
  nicht am Beschwerdeführer, ein Rechtsmittel des öffentlichen Rechts zu ergreifen,
  nachdem die Beschwerdegegnerin auf von ihm erhobene Einsprache hin
  (act. 3/14) mittels Nichteintretensentscheid verfügte (act. 3/17),
  in dieser Sache sei der Zivilweg zu beschreiten.

  
	
  d)                Nachdem somit
  vorweg die beschwerdegegnerischen Einwände der Einlassung bzw. der
  Nichtanfechtung der Verfügung vom 16. September 2013 (act. 3/17)
  nicht stichhaltig sind, ist nachfolgend zu prüfen, ob es sich bei der vorliegenden
  Angelegenheit um eine „streitige Zivilsache“ im Sinne von Art. 1
  lit. a ZPO handelt.

  
	
  2.                a)      Als
  „streitige Zivilsachen“ im Sinne von Art. 1 lit. a ZPO gelten Streitigkeiten
  über Rechtsverhältnisse des Privatrechts im Gegensatz zu den Rechtsverhältnissen
  des öffentlichen Rechts. Eine Zivilprozesssache liegt nach ständiger
  Rechtsprechung vor, wenn das dem Streit zugrunde liegende Rechtsverhältnis
  dem Zivilrecht angehört, wenn es sich um einen Prozess zwischen zwei oder
  mehreren natürlichen oder juristischen Personen in ihrer Eigenschaft als
  Träger privater Rechte oder zwischen einer solchen Person und einer Behörde,
  der das Zivilrecht Parteistellung zuerkennt, handelt bzw. wenn vor dem
  Richter ein kontradiktorisches Verfahren eingeleitet worden ist, das auf die
  endgültige und dauerhafte Regelung zivilrechtlicher Verhältnisse durch
  behördlichen Entscheid abzielt (BGE 101 II 366 E. 2a; 107 II 499 E. 2b; 119
  II 398 E. 2a; 120 II 11 E. 2a; 123 III 346 E. 1a; 128 III 250 E. 1a). Eine
  streitige Zivilsache im Sinne von Art. 1 lit. a ZPO weist demnach folgende
  Merkmale auf: (i) Am Verfahren sind mindestens zwei Parteien beteiligt; (ii)
  der Streitgegenstand ist zivilrechtlicher Natur; und (iii) das Verfahren
  bezweckt die endgültige, dauerhafte Erledigung der Auseinandersetzung (aus:
  Berger, BK ZPO, Art. 1 N 8 ff.). Ob die Parteien über
  zivilrechtliche oder öffentlich-rechtliche Ansprüche streiten, bestimmt sich
  nach dem konkreten Streitgegenstand (BGE 101 II 366 E. 2a). Dabei ist
  zunächst zu prüfen, ob sich der massgeblichen Spezialgesetzgebung eine
  Regelung entnehmen lässt. Der Gesetzgeber kann nämlich die Natur der
  Rechtsbeziehung entweder explizit als zivil- oder öffentlich-rechtlich
  bezeichnen oder implizit eine entsprechende Qualifikation vornehmen, indem er
  z.B. eine zivil- oder eine verwaltungsrechtliche Handlungsform vorschreibt
  oder allfällige Streitigkeiten der Zivil- oder der Verwaltungsjustiz zuweist.
  Lässt sich der Spezialgesetzgebung hingegen keine Antwort entnehmen, dann
  gelangen die von Rechtsprechung und Lehre entwickelten, vielfältige Methoden
  zur Unterscheidung zwischen privatem und öffentlichem Recht zur Anwendung
  (BGer 2C_386/2014 vom 18. Januar 2016 E. 2. m.w.H.; Tschannen/Zimmerli/Müller,
  Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Bern 2014, § 33
  N 7 ff. und § 50 N 13 ff.; Mächler, ZBl 103/2002
  S. 267 f.; BGE 128 III 250 E. 2 m.w.H.; Wiederkehr/Richli, Praxis
  des allgemeinen Verwaltungsrechts – Band I, Bern 2012, § 1 N 1 ff.
  m.w.H.):

  
	
  b)      So wird
  nach der Subordinations- oder Subjektionstheorie untersucht, ob sich
  in einer Streitigkeit zwischen einer Privatperson und dem Staat die beiden
  Rechtssubjekte gleichgestellt oder untergeordnet (subordiniert)
  gegenüberstehen (BGE 96 I 406 E. 2c; 109 Ib 146 E. 3; 114 Ib 142 E. 3b/bb;
  132 V 303 E. 4.4.2). Tritt der Staat der privaten Partei in seiner Funktion
  als Träger hoheitlicher Gewalt gegenüber, so liegt öffentliches Recht vor,
  wohingegen dann, wenn Staat und Privatperson auf gleicher Höhe stehen, von
  Privatrecht auszugehen ist. Nach der Interessentheorie handelt es sich
  um öffentliches Recht, wenn die umstrittene Tätigkeit ausschliesslich oder
  vorwiegend öffentlichen Interessen dient, bzw. um Privatrecht, wenn die fragliche
  Norm primär private Interessen schützen soll. Gemäss der Funktionstheorie
  ist ein Rechtssatz öffentlich-rechtlicher Natur, wenn er die Erfüllung einer
  öffentlichen Aufgabe bezweckt, währendem Privatrecht vorliegt, sofern und solange
  er der Verwirklichung privater Interessen dient. Eine präzise Unterscheidung
  zwischen Funktionstheorie und Interessentheorie ist indes nicht möglich. Nach
  der modalen Theorie schliesslich liegt ein Rechtssatz des öffentlichen
  Rechts vor, wenn sich daraus eine Rechtsfolge (Sanktion) mit
  öffentlich-rechtlichem Charakter ergibt, bzw. eine privatrechtliche Norm,
  wenn die Verletzung einer Norm eine zivilrechtliche Sanktion zur Folge hat
  (zum Ganzen vgl. BGer 2C_386/2014 vom 18. Januar 2016 E. 2.; Berger,
  BK ZPO, Art. 1 N 9 ff.; Wiederkehr/Richli, a.a.O., § 1
  N 1 ff. je m.w.H.).

  
	
  c)      Das
  Gericht hat in jedem Einzelfall zu prüfen, welches Abgrenzungskriterium den
  konkreten Gegebenheiten am besten gerecht wird (BGE 109 Ib 146 E. 1b; 132 I
  270 E. 4.3). In Rechtsprechung und Lehre werden die verschiedenen Methoden
  häufig im Sinne eines Methodenpluralismus kombiniert, wobei eine objektive Betrachtungsweise
  Platz greift und in der Regel von der Subjektionstheorie ausgegangen wird
  (BGE 128 III 250 E. 2a; zum Ganzen: Berger, BK ZPO, Art. 1 N 15
  sowie BGer 4C.382.1995 vom 27. September 1996 in ZBl 98/1997 S. 410 ff.
  E. 1a; Wiederkehr/Richli, a.a.O., § 1 N 1, 86).

  
	
  d)      Nach
  ständiger, im Zusammenhang mit Stromlieferungsverhältnissen ergangener
  Rechtsprechung führen allein die Umstände, dass es bei sich der Versorgung
  der Gemeinde mit Elektrizität um die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe handelt
  und dass ein Elektrizitätswerk als solches dem öffentlichen Recht zuzuordnen
  ist, nicht schon zwingend zur Schlussfolgerung, das Verhältnis zwischen dem
  Elektrizitätswerk und den Energiebezügern sei seinerseits öffentlich-rechtlicher
  Natur. Letzteres ist nur dann der Fall, wenn zum einzelnen Benutzer ein
  besonderes Gewalt- bzw. Hoheitsverhältnis begründet wird, was in jedem
  Einzelfall anhand der konkreten Ausgestaltung der Benutzungsordnung zu
  entscheiden ist. Dabei ist abzuwägen, ob die Erfüllung eines öffentlichen
  Zwecks gegenüber der Erzielung eines Gewinns Vorrang beansprucht, und zu
  prüfen, ob die Anstaltsbenutzung durch Gesetz oder Verwaltungsverordnung
  unabänderlich geregelt oder freier Gestaltung durch die Beteiligten auf dem
  Boden der Gleichberechtigung zugänglich ist. Legt die Anstalt die Bedingungen
  für die Stromlieferung einseitig in der Weise fest, dass beim Vorliegen der
  gleichen Umstände ohne weiteres die gleichen Bedingungen gelten, ist ein
  Verhältnis öffentlich-rechtlicher Natur anzunehmen. Wo aber die Benutzungsordnung
  gestattet, wesentliche Einzelheiten des Bezugs, insbesondere das Entgelt,
  durch besondere Vereinbarung von Fall zu Fall verschieden zu gestalten
  (Herbeiführung der Einigung „durch Unterhandlungen mit gegenseitigem Vor- und
  Nachgeben“, BGE 105 II 234 E. 2), liegen Vertragsverhältnisse des
  Privatrechts vor (BGer 4C.382.1995 vom 27. September 1996 in ZBl 98/1997
  S. 410 ff. E. 1b m.H. auf BGE 105 II 234 E. 2; KGer SG
  BZ.2009.86 vom 17. Februar 2010 E. III.3b m.w.H.). Vor diesem Hintergrund
  ist die vorinstanzliche Erwägung (act. 53 E. II.1.3), es spreche
  nicht gegen die Qualifikation eines Rechtsverhältnisses als privatrechtlich,
  wenn faktisch keine Vertragsfreiheit sowie eine Monopolsituation gegeben sei,
  unzutreffend.

  
	
  e)      Zu
  beachten ist zudem, dass Gemeinwesen und andere öffentlich-rechtliche
  Organisationen mit einem Privaten anerkanntermassen öffentlich-rechtliche
  Verhältnisse auch in Vertragsform regeln können, soweit das Gesetz dies nicht
  ausschliesst und der verwaltungsrechtliche Vertrag sich besser eignet als die
  Verfügung, um den Zweck des Gesetzes zu erreichen (vgl. BGE 105 Ia 207 E. 2a;
  Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., § 33 N 24 ff.). Bei Verträgen zwischen öffentlich-rechtlichen
  Organisationen und Privaten (subordinationsrechtliche Verträge) entscheidet
  der Gegenstand des dadurch geregelten Rechtsverhältnisses über die
  Rechtsnatur: Der verwaltungsrechtliche Vertrag dient unmittelbar der
  Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe, während das Gemeinwesen mit
  privatrechtlichen Verträgen eigene „private“ Interessen verfolgt
  (Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., § 33 N 7 ff.; zum Ganzen: Berger, BK ZPO,
  Art. 1 N 16).

  
	
  f)       Insgesamt
  ist nach dem Gesagten demnach zur Abgrenzung zwischen privat- und öffentlich-rechtlichem
  Rechtsverhältnis nicht die Herkunft bzw. Rechtsnatur der Parteien oder die
  Rechtsform, in die das Verhältnis gekleidet wird, entscheidend, sondern
  dessen Inhalt (BGE 109 II 76 E. 3; BGE 93 I 506 E. 1; Berger, BK ZPO,
  Art. 1 N 17; Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., § 33 N 14;
  Wiederkehr/Richli, a.a.O., § 1 N 95 m.H.).

  
	
  3.       a)      Gemäss
  Art. 5 Abs. 1 StromVG müssen die Kantone die Stromnetzgebiete für die auf
  ihrem Territorium tätigen Stromnetzbetreiber bezeichnen, wobei sie diese
  Kompetenz zur Gebietszuteilung, welche diskriminierungsfrei und transparent
  erfolgen muss, an die Gemeinden delegieren können. Die betreffenden
  Stromnetzbetreiber sind verpflichtet, in ihrem Netzgebiet alle Endverbraucher
  innerhalb der Bauzone, ganzjährig bewohnte Liegenschaften und Siedlungen ausserhalb
  der Bauzone sowie alle Elektrizitätserzeuger an das Elektrizitätsnetz anzuschliessen
  (Art. 5 Abs. 2 StromVG). Mit dieser bundesrechtlichen Regelung wird
  somit eine Anschlusspflicht statuiert. Die Anschlussbedingungen und die
  Kostentragung des Anschlusses werden damit jedoch nicht näher bestimmt (BVGE
  2015/38, E. 5). Immerhin dürfen die entsprechenden Bedingungen und
  Kosten von Bundesrechts wegen nicht so gestaltet sein, dass sie den Grundsatz
  des diskriminierungsfreien Netzzugangs unterminieren (Weber/Kratz,
  Stromversorgungsrecht – Ergänzungsband Elektrizitätswirtschaftsrecht, Bern
  2009, § 3 N 13 m.H. auf die bundesrätliche Botschaft zum StromVG).

  
	
  b)      Laut
  Branchenempfehlung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen
  (VSE) kann die Deckung der anteiligen Kosten eines Netzanschlusses durch den
  Netzanschlussnehmer mittels zweier Beitragskomponenten erfolgen, nämlich
  eines Netzanschlussbeitrags und eines Netzkostenbeitrags. Der Netzanschlussbeitrag
  beinhaltet die erforderlichen Aufwendungen für die Erstellung des Netzanschlusses
  des Netzanschlussnehmers, d.h. in der Regel diejenigen Aufwendungen, welche
  durch das Verlegen der Leitung entstehen (Grabungskosten, Kabelkosten,
  Einlegekosten, etc.) und denen eine direkte Gegenleistung entspricht. Demgegenüber
  wird unter Netzkostenbeitrag im Allgemeinen der von gewissen Verteilnetzbetreibern
  entsprechend der bestellten Leistungsbeanspruchung des Verteilnetzes für die
  Erschliessung und Beanspruchung des Netzes erhobene Betrag verstanden
  („Einkaufspreis in das bestehende Netz“; zum Ganzen: BVGE 2015/38,
  E. 4 ff. m.w.H. und samt Zitierung der genannten
  VSE-Branchenempfehlung). Die Stromversorgungsgesetzgebung des Bundes
  (insbesondere StromVG und StromVV) enthält keine expliziten Regelungen
  betreffend Netzanschluss- und Netzkostenbeiträge und deren Bemessung (BVGE
  2015/38, E. 4.5.1., 5.5.; demgegenüber sind das Entgelt für die Netznutzung
  und die anrechenbaren Netzkosten in Art. 14 ff. StromVG normiert).
  Der Bundesgesetzgeber überlässt es also den Kantonen, diese Fragen bezüglich
  Anschlusskosten mittels Vorschriften auf kantonaler oder kommunaler Ebene
  oder mittels direkter vertraglicher Regelung zwischen dem betroffenen
  Endverbraucher und dem entsprechenden Stromnetzbetreiber zu ordnen (BVGE
  2015/38 E. 5.5 f. m.w.H., E. 6.). Infolgedessen ist denn auch
  die Aufsichtsbehörde ElCom für die Festlegung von Netzanschluss- und
  Netzkostenbeiträgen nicht zuständig, sondern ihre Zuständigkeit beschränkt
  sich in diesem Zusammenhang auf die Überprüfung von Netzanschlusspunkten und
  auf eine allfällige Kontrolle des Netznutzungsentgelts (BVGE 2015/38,
  E. 7.3).

  
	
  c)      Gemäss
  dem kantonalen Energiegesetz (EnG/GL) bezeichnet der Regierungsrat die
  Stromnetzgebiete im Sinne von Art. 5 Abs. 1 StromVG und dies kann –
  insbesondere zur Sicherstellung der Grundversorgung und der Versorgungssicherheit
  – mit einem Leistungsauftrag an die Stromnetzbetreiber verbunden werden
  (Art. 43 f. EnG/GL). Zudem sind auch die Gemeinden befugt, den von
  ihnen beherrschten Netzbetreibern einen Leistungsauftrag zu erteilen
  (Art. 43 Abs. 3 EnG/GL). Innerhalb des ihm zugeteilten Netzgebietes
  ist grundsätzlich ausschliesslich der bezeichnete Netzbetreiber für die
  Gewährleistung des Netzanschlusses verpflichtet (Art. 46 EnG/GL; zu den
  Ausnahmen vgl. Art. 47 EnG/GL). Sodann wird in Art. 49 EnG/GL
  Folgendes festgehalten: „Die Beurteilung von Streitigkeiten im Zusammenhang
  mit der Anschlusspflicht obliegt dem zuständigen Departement.“.

  
	
  d)      Der
  soeben erwähnten gesetzlichen Pflicht zur Bezeichnung der Stromnetzgebiete
  ist der Regierungsrat mit Beschluss vom 10. April 2012 nachgekommen. In
  Bezug auf das Gebiet der Gemeinde Glarus Nord bezeichnete er – mit Ausnahme
  des Areals der Fritz & Caspar Jenny AG – die Beschwerdegegnerin als
  Netzbetreiberin (regionale bzw. lokale Verteilnetze, Netzebenen 5b und 7; zum
  Begriff der Netzebenen vgl. bspw. BVGer, A-8629/2010 vom 19. September
  2011, E. 5 m.w.H.; zum Ganzen: www.gl.ch [Rubrik „Verwaltung / Bau und
  Umwelt / Umwelt, Wald und Energie / Umweltschutz und Energie / Energie /
  Produktion und Versorgung“]; vgl. auch den vom ehemaligen Gemeindeparlament
  genehmigten Konzessionsvertrag zwischen der Gemeinde Glarus Nord und der
  Beschwerdegegnerin vom 26. Mai 2014 [act. 69/3, gemäss dortigem
  Art. 10 Abs. 1 rückwirkend ab 1. Januar 2014 wirksam]
  S. 1).

  
	
  e)      Die
  Beschwerdegegnerin ist eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt der
  Gemeinde Glarus Nord mit eigener Rechtspersönlichkeit und Sitz in Glarus
  Nord, welche ein eigenes Vermögen besitzt und eine eigene Rechnung führt
  (vgl. deren von der Gemeindeversammlung erlassenes Organisationsreglement,
  act. 69/1 [gültig von 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2013]
  Art. 2 und act. 69/2 [gültig ab 1. Januar 2014] Art. 1).
  Hauptaufgabe der Beschwerdegegnerin ist die Sicherstellung der Energieversorgung
  der Gemeinde Glarus Nord (act. 69/1 Art. 3 Ziff. 1;
  act. 69/2 Art. 2 Ziff. 1; vgl. auch die vom ehemaligen
  Gemeindeparlament der Gemeinde Glarus Nord am 22. Mai 2014 rückwirkend
  per 1. Januar 2014 erlassene Eigentümerstrategie für die
  Beschwerdegegnerin [act. 69/4] Art. 1 Abs. 1). Dementsprechend
  besorgt sie für die Gemeinde u.a. die Aufgabe der Erstellung, des Betriebs
  und des Unterhalts der Energieverteilungsnetze (Strom, Gas, Fernwärme;
  act. 69/1 Art. 3 Ziff. 2; act. 69/2 Art. 2
  Ziff. 2). In diesem Zusammenhang wird im Organisationsreglement
  (act. 69/1 Art. 7 Ziff. 1; act. 69/2 Art. 6
  Ziff. 1) statuiert, dass die Beschwerdegegnerin „im Rahmen der
  Gesetzgebung von Bund und Kantonen mit dem Vollzug der damit verbundenen öffentlichen
  Aufgaben beauftragt“ wird und namentlich die Versorgungspflicht für
  Elektrizität übernimmt (vgl. auch Konzessionsvertrag [act. 69/3],
  Art. 2).

  
	
  f)       Laut
  dem Organisationsreglement (act. 69/1 Art. 8 Ziff. 1;
  act. 69/2 Art. 7 Ziff. 1) erhebt die Beschwerdegegnerin für
  die Finanzierung (u.a.) der Elektrizitätsversorgung einmalige Gebühren
  aufgrund der vereinbarten Leistungen und wiederkehrende Gebühren zur Deckung
  des Betriebsaufwandes und des ungedeckten Teils der Investitionen. Letztere
  sollen der Beschwerdegegnerin einen angemessenen Ertragsüberschuss erlauben
  und so die langfristige Unternehmungssicherung (Abschreibungen, Verzinsung,
  betriebsnotwendige Ersatzinvestitionen, angemessene Eigenkapitalbildung)
  ermöglichen (act. 69/1 Art. 8 Ziff. 2; act. 69/2
  Art. 7 Ziff. 2). Gemäss der Eigentümerstrategie (act. 69/4
  Art. 2 Abs. 1) soll die Beschwerdegegnerin aus der Geschäftstätigkeit
  zur nachhaltigen Finanzierung der notwendigen und zukunftsorientierten
  Investitionen der Unternehmung, insbesondere von Netzen und Kraftwerken, Gewinne
  erwirtschaften. Von ihrem jährlichen Unternehmenserfolg steht der Gemeinde
  Glarus Nord ein Viertel zu, sobald die Eigenkapitalquote 60 % beträgt;
  die übrigen drei Viertel sind ihren Reserven zuzuschlagen und „dienen der langfristigen
  Sicherung einer erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens“ (act. 69/4
  Art. 2 Abs. 3).

  
	
  g)      Das
  Organisationsreglement sieht vor, dass die Bedingungen für Energielieferungen
  und die Höhe der einmaligen und wiederkehrenden Gebühren (vgl. soeben, E. II.3f)
  durch die Beschwerdegegnerin in „Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie in
  Tarifen/Preisen“ festzulegen sind, unter Berücksichtigung der soeben
  erwähnten Finanzierungs- und Tarifgrundsätze sowie „der gesetzlichen
  Vorgaben“ (act. 69/1 Art. 8 Ziff. 3; act. 69/2
  Art. 7 Ziff. 3).

  
	
  h)      Für die
  vorliegende Thematik und den hier interessierenden Zeitraum sind die
  „Netzanschlussrichtlinien“ der Beschwerdegegnerin vom 30. November 2010
  (act. 7) einschlägig (vgl. act. 7 Art. 1 f. und
  Art. 26 i.V.m. act. 68 Rz. 4 und act. 2 Rz. II.1-10
  sowie act. 10 S. 3-5; die heute gültigen „AGB Netzanschluss“ [vgl.
  www.tbgn.ch, „Schnelleinstieg; Formulare – Download“] datieren vom 22. September
  2015 und sind erst seit 1. Januar 2016 in Kraft [vgl. deren
  Art. 28]). Darin wird statuiert, dass die Beschwerdegegnerin bei neuen
  Netzanschlüssen (zum Begriff und zur Abgrenzung vgl. v.a. act. 7
  Art. 3.4 und Art. 4 sowie illustrativ Anhang 1) sowie bei
  Verstärkung, Erweiterung, Änderung oder Ersatz von bestehenden Netzanschlüssen
  Anschlussbeiträge erhebt, welche sich aus einem Netzkostenbeitrag und einem
  Netzanschlussbeitrag zusammensetzen (act. 7 Art. 12.1.1). Der Netzkostenbeitrag
  wird zur Deckung von Teilen der Grob- und Feinerschliessungskosten erhoben
  und entspricht der Beanspruchung des Verteilnetzes, ungeachtet davon, ob für
  den Netzanschluss Netzausbauten getätigt werden müssen (act. 7
  Art. 12.2.1). Wird bei einem bestehenden Anschluss die diesem zugrunde
  gelegte Leistung erhöht, so errechnet sich dieser einmalig geschuldete Netzkostenbeitrag
  aus der Differenz zwischen der alten und der neuen bezugsberechtigten
  Leistung in kVA, multipliziert mit dem entsprechenden spezifischen
  Netzkostenbeitrag in CHF/kVA (act. 7 Art. 12.2.1, 12.2.3-5,
  Anhang 8). Der Netzanschlussbeitrag seinerseits enthält sämtliche
  für den Netzanschluss erforderlichen Aufwendungen, die nicht anteilsmässig
  durch den Netzkostenbeitrag abgedeckt werden (Projektierung, Lieferung,
  Montage, Dokumentation und Administration; act. 7 Art. 12.3.1). Bei
  der Verstärkung von innerhalb der Bauzone gelegenen Netzanschlüssen bemisst
  sich der pauschalisierte Netzanschlussbeitrag aufgrund der
  Hausanschlusssicherung sowie der Länge des Anschlusskabels innerhalb des
  Grundstücks nach den in Anhang 8 zur Netzanschlussrichtlinie genannten
  Ansätzen (act. 7 Art. 12.3.6 i.V.m. Art. 12.3.2 sowie
  Anhang 8). Diese Ansätze gelten bis zu einer Kabellänge von
  25 Metern innerhalb des Grundstücks. Für längere Anschlussleitungen wird
  ein Mehrlängenzuschlag nach Aufwand in Rechnung gestellt (act. 7 Art. 12.3.2).
  

  
	
  4.       a)      Wie
  gesehen (E. II.2.) ist für die Qualifikation des Rechtsverhältnisses
  zwischen der Beschwerdegegnerin und den Netzanschlussnehmern nicht entscheidend,
  dass Erstere als selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt in ihrer Organisation
  dem öffentlichen Recht untersteht. Zu konstatieren ist weiter, dass sich in Bezug
  auf die vorliegende Thematik des Netzanschlusses bzw. der Netzanschlusskosten
  in keinem der massgeblichen Rechtserlasse (StromVG, EnG/GL, kommunale Erlasse
  wie insbesondere Organisationsreglement und Netzanschlussrichtlinie; zum
  Ganzen vorne, E. II.3a ff.) eine ausdrückliche Qualifikation des
  Rechtsverhältnisses als privat- oder öffentlich-rechtlich findet. 

  
	
  b)      Hingegen
  steht fest, dass die Beschwerdegegnerin in casu in ihrer Eigenschaft als
  Verteilnetzbetreiberin im Sinne von Art. 5 Abs. 1 StromVG handelt
  (E. II.3a-d). Damit nimmt sie eine öffentliche Aufgabe wahr (vgl. Art. 5
  Abs. 2 sowie Art. 6 StromVG; act. 69/1 Art. 7; act. 69/2
  Art. 6; act. 69/3 Art. 2; BGE 131 II 1 E. 3.2; BGer
  2C_443/2015 vom 20. August 2015 E. 2.2.3. m.w.H.; BGer 4C.382.1995 vom
  27. September 1996 in ZBl 98/1997 S. 410 ff. E. 1b).
  Freilich ist allein daraus – wie vorne (E. II.2d) erwogen – noch nicht
  zwingend zu folgern, dass das zwischen der Beschwerdegegnerin und den
  Netzanschlussnehmern bestehende Rechtsverhältnis ein öffentlich-rechtliches
  ist. Indes ist gemäss Art. 49 EnG/GL bezüglich Streitigkeiten im
  Zusammenhang mit der Netzanschlusspflicht ausdrücklich der verwaltungsrechtliche
  Rechtsweg („zuständiges Departement“) vorgeschrieben. Damit liegt zumindest
  ein bedeutendes Indiz für das Vorliegen eines öffentlich-rechtlichen
  Rechtsverhältnisses vor (Wiederkehr/Richli, a.a.O., § 1 N 83, 103;
  vgl. auch vorne, E. II.2a) und die Zuständigkeit der angerufenen
  Zivilgerichte ist bereits aufgrund dieser Bestimmung fraglich (vgl. auch
  act. 69/1 Art. 20 und act. 69/2 Art. 20, wo bezüglich
  Rechtsmittelweg zumindest – wenn auch ohne nähere Spezifikation – zwischen
  einem öffentlich-rechtlichen und einem privatrechtlichen Tätigkeitsbereich
  der Beschwerdegegnerin unterschieden wird; in den Netzanschlussrichtlinien
  [act. 7] wird demgegenüber in Art. 24.1 lediglich festgehalten,
  dass im Zusammenhang mit diesen Richtlinien entstehende Streitigkeiten durch
  die zuständigen staatlichen Instanzen zu beurteilen sind, sofern sich die
  Parteien nicht auf ein Schlichtungsverfahren einigen; in den seit
  1. Januar 2016 diese Netzanschlussrichtlinien ablösenden „AGB
  Netzanschluss“ [vgl. vorne, E. II.3h] ist hingegen neu ebenfalls ausdrücklich
  der verwaltungsrechtliche Rechtsmittelweg vorgeschrieben).

  
	
  c)      Zu
  bedenken ist weiter, dass es sich vorliegend um eine unter die Grundversorgung
  fallende Angelegenheit handelt, indem von Bundesrechts wegen ein rechtlicher
  Anspruch der Netzanschlussnehmer auf Netzanschluss bzw. eine Anschlusspflicht
  besteht (Weber/Kratz, a.a.O., § 3 N 2, 9). Bereits daraus wird
  deutlich, dass im vorliegend interessierenden Bereich die Verwirklichung
  öffentlicher Interessen bzw. die Erfüllung eines öffentlichen Zwecks
  (Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung aller Haushalte und
  Unternehmen mit Strom zu angemessenen Preisen, was auch das Anschlussrecht
  umfasst [Weber/Kratz, a.a.O., § 3 N 2]) Vorrang gegenüber einer
  Gewinnerzielung hat (vgl. auch Tribunal du District de Sion, ZWR/RVJ 2002,
  S. 241). Gleiches ergibt sich zudem aus den vorliegend einschlägigen
  Erlassen, insbesondere aus der Eigentümerstrategie und aus dem Organisationsreglement
  der Beschwerdegegnerin (vgl. vorne, E. II.3f ff.): Zumindest
  nach dem Wortlaut dieser Regelwerke soll die Beschwerdegegnerin Ertragsüberschüsse nur mittels der eingenommenen wiederkehrenden
  Gebühren erzielen, nicht aber mit einmaligen Gebühren wie sie hier in Frage
  stehen (act. 69/1 Art. 8 Ziff. 1 und 2; act. 69/2
  Art. 7 Ziff. 1 und 2; act. 7 Art. 12.2.1 letzter Satz,
  Art. 12.3.1). Selbst wenn im vorliegend interessierenden Bereich
  Netzanschluss Ertragsüberschüsse sollten erzielt werden dürfen, hätten diese
  überwiegend der langfristigen Unternehmenssicherung zu dienen, wären somit
  vorrangig für Abschreibungen, Verzinsungen und Ersatzinvestitionen zu
  verwenden (act. 69/1 Art. 8 Ziff. 2; act. 69/2
  Art. 7 Ziff.  2; act. 69/4 Art. 2 Abs. 1 und 3). Aus
  alldem folgt, dass jedenfalls im hier interessierenden Bereich des
  Netzanschlusses die Erzielung von Gewinn gegenüber der
  Erfüllung des öffentlichen Zwecks der Sicherstellung der Grundversorgung mit
  Strom zumindest von ganz deutlich untergeordneter Bedeutung
  ist.

  
	
  d)      Infolge
  Wahrnehmung einer öffentlichen Aufgabe (Grundversorgung) und Bestehen einer
  Anschlusspflicht (vgl. vorne, E. II.3a, II.4c) ist die Beschwerdegegnerin
  in Bezug auf Netzanschlüsse an die Grundrechte gebunden (Art. 35
  Abs. 2 BV; vgl. statt vieler Rütsche, recht 4/13, S. 153). Dabei
  ist in casu vor allem Art. 8 BV (Rechtsgleichheit,
  Diskriminierungsverbot) von Bedeutung. Ferner ist der – indes nicht
  justiziable – Art. 43a Abs. 4 BV zu beachten, wonach Leistungen
  der Grundversorgung allen Personen in vergleichbarer Weise offen stehen
  müssen (zu dessen Gehalt vgl. Schweizer/Müller, SG-Komm. BV, Art. 43a
  N 16 ff. m.w.H.). Im Lichte dieser Bestimmungen sowie jener des
  StromVG dürfen somit die Bedingungen und Kosten von Netzanschlüssen
  von Bundesrechts wegen nicht so gestaltet sein, dass sie den Grundsatz des
  diskriminierungsfreien Netzzugangs unterminieren (siehe vorne,
  E. II.3a). In Bezug auf die Festlegung von Netzanschlussgebühren
  bestehen damit durch das Bundesrecht bereits weitreichende Vorgaben, womit
  nur wenig Raum für eine rechtsgeschäftliche Gestaltung der Entgeltbedingungen
  zwischen der Beschwerdegegnerin und den Netzanschlussnehmern verbleibt. Dieser
  Umstand spricht nach dem vorne Erwogenen (E. II.2.) ebenfalls für das
  Vorliegen eines öffentlich-rechtlichen Verhältnisses.

  
	
  e)      Aber
  nicht nur aus dem Bundesrecht, sondern noch konkreter aufgrund der
  einschlägigen kantonalen bzw. kommunalen Rechtserlasse wird deutlich, dass in
  Bezug auf das hier interessierende Rechtsverhältnis betreffend Netzanschlusskosten
  (Netzanschlussbeitrag und Netzkostenbeitrag) eine freie rechtsgeschäftliche
  Gestaltung bzw. Aushandlung unter den Parteien nahezu ausgeschlossen ist: Wie
  vorne erwähnt (E. II.3g) hat die Gemeindeversammlung der Gemeinde Glarus
  Nord mittels des von ihr erlassenen Organisationsreglements die Beschwerdegegnerin
  ermächtigt, die Höhe dieser Gebühren „in Allgemeinen
  Geschäftsbedingungen sowie in Tarifen/Preisen“ zu regeln. Dem ist der
  Verwaltungsrat der Beschwerdegegnerin mittels Erlasses
  der Netzanschlussrichtlinien (act. 7, vgl. vorne, E. II.3h)
  nachgekommen. Die einzelnen darin enthaltenen Bestimmungen zur Bemessung der
  Netzanschlussgebühren wurden vorne wiedergegeben (E. II.3h). Bereits aus
  den dort genannten Bestimmungen ist ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin
  berechtigt ist, die fraglichen Gebühren einseitig festzulegen.
  Noch klarer geht dies aus Art. 21 der Netzanschlussrichtlinien
  (act. 7) hervor. Gemäss dem dortigen Art. 21.2 legt die
  Beschwerdegegnerin die Preise für den Netzanschluss „unter Berücksichtigung
  der gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben“ fest und Preisänderungen haben
  keine Kündigung des Netzanschlussvertrages zur Folge (zu den
  Kündigungsmöglichkeiten vgl. act. 7 Art. 22). Sodann ist die
  Beschwerdegegnerin gemäss Art. 21.1 berechtigt, die
  Netzanschlussrichtlinien jederzeit ganz oder teilweise zu ändern oder zu
  ergänzen, wobei die Netzanschlussnehmer darüber bloss informiert werden.
  Beachtlich ist zudem die Wortwahl in Art. 12.1.1, wonach die
  Beschwerdegegnerin die Anschlussbeiträge „erhebt“, was ebenfalls eine
  einseitige Betragsfestlegung bzw. -einforderung ohne Möglichkeit der
  Einflussnahme durch die Netzanschlussnehmer impliziert. Ausserdem werden die
  Ansätze gemäss Netzanschlussrichtlinie (Art. 12.2.3.; 12.3.2) lediglich
  „periodisch überprüft und bei Bedarf angepasst“. Auch dies zeigt, dass der
  einzelne Netzanschlussnehmer keine Möglichkeit hat, im konkreten Fall Preisverhandlungen
  mit der Beschwerdegegnerin zu führen. Eine Ausnahmebestimmung für die Gebührenbemessung
  bei Änderungen des Netzanschlusses innerhalb von Bauzonen findet sich in den Netzanschlussrichtlinien
  (act. 7) nur in Bezug auf „spezielle Netzanschlüsse“ und nur hinsichtlich
  des Netzanschlussbeitrags, nicht aber des Netzkostenbeitrags (Art. 12.3.2
  i.V.m. Art. 12.3.6.). Angesichts der Formulierung, dass diese nach
  Aufwand in Rechnung gestellt werden können (Art. 12.3.2 letzter Satz),
  ist jedoch auch diesbezüglich fraglich, ob die Netzanschlussnehmer auf die
  Preisgestaltung Einfluss nehmen können.

  
	
  f)       Im
  Lichte der vorstehenden Erwägungen sind im vorliegenden Fall die preislichen
  Konditionen für die getätigte Änderung des Netzanschlusses zum Vornherein
  einseitig, d.h. durch die Netzanschlussnehmer unabänderlich, mittels Verordnungen
  – also mittels Hoheitsakten – geregelt. Dies in dem Sinne, dass bei Vorliegen
  gleicher Umstände (Erhöhung der Anschlussleistung um eine bestimmte Stärke)
  stets gleich hohe Gebühren geschuldet sind (vgl. E. II.3h). Die
  massgeblichen Erlasse lassen keinen Raum für besondere Vereinbarungen
  (Verhandlungen mit gegenseitigem Vor- und Nachgeben) zwischen der Beschwerdegegnerin
  und den Netzanschlussnehmern. Die Beschwerdegegnerin führte denn auch
  anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung selber aus, es sei nicht
  einzusehen, weshalb sie über die AGB (gemeint die Netzanschlussrichtlinien)
  mit dem Beschwerdeführer verhandeln müsste (act. 18 S. 3 oben).
  Mangels Einflussmöglichkeiten der Netzanschlussnehmer auf die
  Netzanschlusskonditionen kann daher entgegen der Beschwerdegegnerin
  (act. 2 Rz. III.2, act. 18 S. 2 f.) weder gesagt werden,
  dass der in Rechnung gestellte Betrag von den Parteien vorgängig
  einvernehmlich vereinbart worden sei noch dass aufgrund von seitens der
  Beschwerdegegnerin im Vorfeld erfolgten Verweisen auf die
  Netzanschlussrichtlinien ein Rechtsverhältnis des Privatrechts vorliegt. Die
  Netzanschlussnehmer sind den vorgegebenen Bedingungen unterworfen, auch wenn
  sie mit ihnen nicht einverstanden sind. Insofern tritt die Beschwerdegegnerin
  diesen nicht auf gleichberechtigter Ebene gegenüber, sondern als
  übergeordnete Instanz. Es besteht mit anderen Worten – entgegen der
  Vorinstanz (act. 53 E. II.1.3.) – zum einzelnen Netzanschlussnehmer
  ein besonderes Hoheits- bzw. Gewaltverhältnis und der Beschwerdegegnerin
  kommen hoheitliche Befugnisse zu (so denn auch die Beschwerdegegnerin,
  act. 18 S. 7 und act. 68 Rz. 7; vgl. auch act. 69/1
  Art. 7 bzw. act. 69/2 Art. 6 und act. 69/3 Art. 2,
  hierzu vorne E. II.3e). So hat denn auch die Gemeinde Glarus Nord der
  Beschwerdegegnerin im Organisationsreglement (act. 69/1 Art. 7;
  act. 69/2 Art. 6) – soweit zur Erfüllung dieser Aufgaben erforderlich
  – die notwendigen hoheitlichen Befugnisse übertragen (vgl. auch Konzessionsvertrag
  [act. 69/3], Art. 1 Abs. 1 und 2 sowie Fussnote 1, wo
  festgehalten wird, diese Hoheitlichkeit beziehe sich „auf das Stromnetz und
  Kunden in der Grundversorgung“) und diese für berechtigt erklärt, im
  Verhältnis zu den Kunden in den Bereichen Elektrizität, Gas und Kommunikationsdienstleistungen
  Verfügungen zu erlassen. Die fraglichen Rechtsbeziehungen sind daher nicht
  privatrechtlicher, sondern öffentlich-rechtlicher Natur (vgl. vorne,
  E. II.2.).

  
	
  g)      Dass
  die Beschwerdegegnerin den Netzanschluss laut Organisationsreglement erst
  erstellt, wenn ein vom Netzanschlussnehmer rechtsgültig unterzeichneter
  Netzanschlussvertrag vorliegt (act. 7 Art. 3.1 und 3.3), stellt
  dabei eine blosse Vorgehensmodalität dar und ändert an der Qualifikation des
  Rechtsverhältnisses als öffentlich-rechtlich nichts. Dies, zumal im hier
  vorliegenden Fall vor Inangriffnahme der Netzanschlussänderungsarbeiten
  offenbar gerade kein solcher Netzanschlussvertrag unterzeichnet wurde bzw.
  sich ein solcher jedenfalls nicht bei den Akten befindet (die
  Beschwerdegegnerin machte lediglich geltend, sie habe in ihrer Korrespondenz
  bzw. Offerte auf die Netzanschlussrichtlinien verwiesen respektive diese
  beigelegt [act. 2 Rz. II.2, II.6; vgl. auch act. 3/5-6,
  3/13]). Im Übrigen braucht an dieser Stelle auf die Frage, welcher
  Handlungsform (Verfügung oder verwaltungsrechtlicher Vertrag) sich die
  Beschwerdegegnerin bedienen darf bzw. muss (sie selber scheint von einem vertraglichen
  Verhältnis auszugehen, vgl. u.a. Art. 3.3, Art. 18 „Übertragung des Vertrags“,
  Art. 22 „Beendigung des Vertragsverhältnisses“), mangels Zuständigkeit
  der Zivilgerichtsbehörden nicht weiter eingegangen zu werden. Dies zu beurteilen
  wird vielmehr Sache der zuständigen Verwaltungs- bzw.
  Verwaltungsgerichtsbehörden sein. Fest steht aber jedenfalls, dass der
  Umstand, dass in der vorliegenden Angelegenheit eine Rechnung und eine
  Offerte nicht in Verfügungsform ergingen, entgegen der Vorinstanz
  (act. 53 E. II.1.3.) nicht bedeutet, dass kein
  öffentlich-rechtliches Rechtsverhältnis vorliegen kann. Denn welche
  rechtlichen Handlungsformen (Verfügung, Vertrag, etc.) in Betracht fallen
  bzw. zu wählen sind, kann erst entschieden werden, wenn zuvor Klarheit besteht,
  welcher Natur (privatrechtlich oder öffentlich-rechtlich) das fragliche
  Rechtsverhältnis ist (so implizit auch Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O.,
  § 27 N 7 ff.).

  
	
  5.       Nach
  dem Gesagten ist das hier in Frage stehende, zwischen den Parteien bestehende
  Rechtsverhältnis nicht als privatrechtlich sondern als öffentlich-rechtlich
  zu qualifizieren. Da somit keine strittige Zivilsache im Sinne von
  Art. 1 lit. a ZPO vorliegt, ist auf die Klage in Gutheissung der
  Beschwerde sowie in Aufhebung der Dispositiv-Ziff. 1 und 3 (recte:
  Ziff. 1 und 2) des angefochtenen vorinstanzlichen Entscheids
  (act. 53) nicht einzutreten (vgl. E. II.1b; Art. 327
  Abs. 3 lit. b ZPO).

  
	
   

  
	
  III.

  
	
   

  
	
  1.       a)      Ausgangsgemäss
  sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 106
  Abs. 1 ZPO) und bezüglich des angefochtenen vorinstanzlichen Entscheids
  (act. 53) auch diejenigen Dispositivziffern aufzuheben, welche die
  Kosten- und Entschädigungsfolgen betreffen. Ein grober Fehler der Vorinstanz,
  welcher die Übernahme der Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zur Folge
  haben könnte (Art. 107 Abs. 2 ZPO; Art. 108 ZPO), liegt nicht
  vor.

  
	
  b)      Die
  Gerichtskosten für beide Gerichtsinstanzen sind pauschal auf insgesamt
  CHF 2‘800.– festzusetzen (Art. 3 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1
  Zivil- und Strafprozesskostenverordnung). Sie sind mit den von der
  Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren und mit dem vom
  Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren geleisteten Kostenvorschüssen von
  CHF 1‘300.– und CHF 1‘500.– (act. 5 f.; act. 58 f.)
  zu verrechnen. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die verrechneten
  Gerichtskosten im Umfang von CHF 1‘500.– zu ersetzen (Art. 111
  Abs. 2 ZPO).

  
	
  2.       a)      Schliesslich
  stellt sich die Frage, ob bzw. inwieweit die unterliegende Beschwerdegegnerin
  zu verpflichten ist, dem obsiegenden Beschwerdeführer eine
  Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 i.V.m.
  Art. 105 Abs. 2 ZPO). Der diesbezüglich erforderliche Antrag
  (Art 105 Abs. 2 ZPO; BGE 139 III 334 E. 4.3)
  liegt jedenfalls vor (act. 56 S. 2; vgl. auch bereits act. 10
  S. 2). Sodann hat der Beschwerdeführer eine Kostennote
  eingereicht (act. 57/2), worin er einen Aufwand von 25 Stunden zu einem
  Stundenansatz von CHF 250.–, ferner auf den so errechneten Betrag
  4 Prozent Barauslagen sowie auf den Totalbetrag noch 8 Prozent
  Mehrwertsteuer geltend macht, ohne indes zu spezifizieren, für welchen
  Zeitraum diese Honorarnote gilt.

  
	
  b)      Der Beschwerdeführer, ein im Anwaltsregister des
  Kantons St. Gallen eingetragener Rechtsanwalt (siehe den Briefkopf auf
  dessen Eingaben [z.B. act. 10, 50, 56] sowie
  http://www.gerichte.sg.ch/home/dienstleistungen/anwaltswesen/anwaltsregister.html),
  liess sich im Beschwerdeverfahren durch seinen Bürokollegen, B.______,
  vertreten (vgl. act. 56, 58, 60-61). Im vorinstanzlichen Verfahren
  hingegen war er nicht anwaltlich vertreten. Es kann diesbezüglich auf die
  zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid
  (act. 53 E. I.6.) verwiesen werden. B.______ nahm im dortigen
  Verfahren für den Beschwerdeführer nur eine einzige geringfügige Prozesshandlung,
  nämlich die Mitteilung, dass er nicht auf eine mündliche Verhandlung verzichte
  (act. 15), vor. Für das vorinstanzliche Verfahren fällt daher zum Vornherein
  einzig die Zusprechung einer Umtriebsentschädigung im Sinne von Art. 95
  Abs. 3 lit. c ZPO sowie von Auslagenersatz (Art. 95
  Abs. 3 lit. a ZPO), nicht aber einer Entschädigung von
  Anwaltskosten im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO in Betracht.

  
	
  c)      Die
  Parteien sind nach Art. 68 Abs. 1 ZPO berechtigt, einen – berufsmässigen
  oder nichtberufsmässigen – Vertreter beizuziehen, unabhängig davon, ob eine
  entsprechende Notwendigkeit eines Rechtsbeistands besteht. Dieses Recht zum
  Beizug eines Vertreters bedeutet indes keinen bedingungslosen Anspruch darauf,
  im Falle eines Obsiegens die Vertretungskosten vollständig ersetzt zu erhalten.
  Ob und in welchem Umfang die Kosten der Vertretung zu entschädigen sind, bestimmt
  sich vielmehr nach Art. 95 Abs. 3 ZPO (KG GR KSK 14 64 vom
  30. September 2014 E. 4b). Laut dem Wortlaut von Art. 95
  Abs. 3 lit. b ZPO ist die Entschädigung der Anwaltskosten zwar
  nicht von der Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung abhängig. Aufgrund
  der Entstehungsgeschichte dieser Norm ergibt sich indes, dass dieses Kriterium
  bei der Festsetzung der Parteientschädigung zu berücksichtigen ist (KG GR KSK
  14 64 vom 30. September 2014 E. 4c m.H. auf die Botschaft ZPO, BBl
  2006 S. 7293). In Bezug auf Anwaltskosten ist somit nur der gebotene
  Aufwand, d.h. jener welcher infolge einer bei objektiver Würdigung notwendig
  erscheinenden Inanspruchnahme eines Anwalts entstanden ist, zu entschädigen
  (Sterchi, BK ZPO, Art. 95 N 14; KG GR KSK 14 64 vom
  30. September 2014 E. 4c-f m.H.; a.M. Zotsang, Prozesskosten nach
  der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Diss. Zürich, S. 15 m.w.H.).

  
	
  d)      Von
  einem Rechtsanwalt kann erwartet werden, dass er in einer Angelegenheit wie
  der vorliegenden selber tätig wird. Denn die Sache ist angesichts des strittigen
  Netzanschlussbeitrags von rund CHF 8‘000.– (vgl. auch act. 68
  S. 2 Antrag 4, wonach sich der Beschwerdeführer „eventuell“ bereit
  erklärt, diesbezüglich der Beschwerdegegnerin CHF 3‘745.– zu bezahlen)
  von eher bescheidener Bedeutung. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren
  erscheint demnach die Inanspruchnahme anwaltlicher Vertretung seitens des
  Beschwerdeführers bei objektiver Würdigung der relevanten Umstände trotz
  gewisser rechtlicher Komplexität der Prozessthemen nicht als geboten. Es
  besteht daher kein Anspruch des Beschwerdeführers auf Ersatz der Vertretungskosten
  im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO. 

  
	
  e)      Zu
  prüfen bleibt, ob dem Beschwerdeführer eine Umtriebsentschädigung im Sinne
  von Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO zuzusprechen ist. Gemäss dieser
  Norm kommt dies nur in begründeten Fällen in Frage (vgl. auch BGer
  4A_192/2016 vom 22. Juni 2016 E. 8.2). Gemäss der Botschaft zur ZPO
  soll mit Umtriebsentschädigungen nach Art. 95 Abs. 3 lit. c
  ZPO primär der Verdienstausfall selbständig erwerbender Personen ausgeglichen
  werden (Zotsang, a.a.O., S. 23 ff.). Ist eine anwaltliche
  Vertretung des Beschwerdeführers im vorliegenden Verfahren nicht geboten
  (vgl. soeben E. III.2d), so liegt die Fallkonstellation eines in eigener
  Sache prozessierenden Rechtsanwalts vor. Es ist nicht einzusehen, weshalb
  schlechter gestellt werden soll, wer über den nötigen Sachverstand verfügt,
  um sich selber einer Sache anzunehmen, als wer mangels solchen Sachverstands
  berechtigterweise eine Fachperson beizieht und deren Kosten – jedenfalls in
  einem gewissen Umfang – gestützt auf Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO
  auf die Gegenpartei abwälzen kann (OG ZH RA140023 vom 17. Februar 2015
  E. III.2. m.H.). Daher rechtfertigt sich in casu die Zusprechung einer
  angemessenen, ermessensweise festzusetzenden Umtriebsentschädigung im Sinne
  von Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO sowie von Auslagenersatz im
  Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. a ZPO (vgl. zum Ganzen auch OG
  BE ZK 15 221 vom 7. September 2015; KG GR KSK 14 64 vom
  30. September 2014; KG GR KSK 13 55/57 vom 2. Dezember 2013
  E. 9; BGer 4A_192/2016 vom 22. Juni 2016 E. 8.2).

  
	
  f)       Unter
  Berücksichtigung des für den Prozess notwendigen Zeitaufwands und der
  allenfalls entgangenen Freizeit bzw. eines möglichen Verdienstausfalls
  (Zotsang, a.a.O., S. 25) rechtfertigt es sich, diese
  Umtriebsentschädigung inkl. Auslagenersatz für das gesamte Verfahren (vorinstanzliches
  Verfahren und Beschwerdeverfahren) auf insgesamt CHF 1‘500.–
  festzusetzen. Dieser Betrag entspricht im Übrigen im Sinne einer
  Kontrollrechnung ungefähr einem notwendigen Aufwand von rund zwölf Stunden
  für beide Instanzen inklusive Schlichtungsverfahren (vgl. bezüglich Letzterem
  BGE 141 III 20), gerechnet zu einem reduzierten, angemessenen Stundenansatz
  von CHF 120.–, zuzüglich Spesen. Da es sich nicht um eine mehrwertsteuerpflichtige
  Leistung im Sinne von Art. 3 lit. c MWSTG handelt (OG ZH RE160002
  vom 17. Mai 2016, E. III.1.), ist auf diesen Betrag kein Zuschlag
  für die Mehrwertsteuer vorzusehen.

  
	
  ____________________

  
	
   

  
	
  Das
  Gericht beschliesst:

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    In Gutheissung der Beschwerde
    wird das Urteil des Kantonsgerichtspräsidenten vom
    21. Juni 2016 im Verfahren ZG.2015.00397 vollumfänglich aufgehoben und
    wird auf die von der Beschwerdegegnerin gegen den Beschwerdeführer erhobene
    Klage vom 2. Juni 2015 nicht eingetreten.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Die Gerichtsgebühr für das
    vorinstanzliche Verfahren sowie das Beschwerdeverfahren wird auf insgesamt
    CHF 2‘800.– festgesetzt.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Die Gerichtskosten werden der
    Beschwerdegegnerin auferlegt.

    
	
     

    	
     

    
	
    4.

    	
    Die Gerichtskosten werden mit
    dem von der Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren geleisteten
    Kostenvorschuss von CHF 1‘300.– und mit dem vom Beschwerdeführer im
    Beschwerdeverfahren einbezahlten Kostenvorschuss von CHF 1‘500.–
    verrechnet.

    
	
     

    	
    Die Beschwerdegegnerin hat dem
    Beschwerdeführer die verrechneten Gerichtskosten im Umfang von
    CHF 1‘500.– zu ersetzen.

    
	
     

    	
     

    
	
    5.

    	
    Die Beschwerdegegnerin wird
    verpflichtet, dem Beschwerdeführer für das gesamte Verfahren eine
    Parteientschädigung von insgesamt CHF 1‘500.– zu bezahlen.

    
	
     

    	
     

    
	
    6.

    	
    Schriftliche Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]

    

  

  
	
  Rechtsmittelbelehrung

  
	
   

  
	
  Der Streitwert beträgt
  CHF 7‘892.90. Gegen den vorliegenden Entscheid kann beim Bundesgericht,
  1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen im Sinne von
  Art. 72 ff. BGG nur erhoben werden, falls sich eine Rechtsfrage von
  grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 74 Abs. 2 BGG). Ansonsten
  ist einzig die subsidiäre Verfas­sungsbeschwerde im Sinne von
  Art. 113 ff. BGG zulässig. Die Beschwerdeschrift an das
  Bundesgericht hat den Anforderungen von Art. 42 BGG zu genügen; sie ist
  dem Bundesgericht innert 30 Tagen einzureichen, gerechnet ab Zustellung
  dieses Ent­scheids