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**Case Identifier:** 694ebf10-b31f-560f-9c42-1e930b4093f7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.02.2024 720 23 91 / 56 (720 2023 91 / 56)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-91---56_2024-02-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 29. Februar 2024 (720 23 91 / 56) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

Prüfung des Rentenanspruchs einer versicherten Person mit einem Long-Covid-Syn-

drom 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
 
A. Der 1976 geborene A.____ arbeitete zuletzt vom 1. November 2019 bis 31. März 2022 
als Lagermitarbeiter bei der B.____ AG in X.____. Am 20. September 2021 meldete er sich unter 
Hinweis auf eine im Februar 2021 zugezogene Covid-19-Infektion sowie seither anhaltenden Lun-
genbeschwerden und Muskelschmerzen am rechten Arm zum Leistungsbezug bei der Eidgenös-
sischen Invalidenversicherung (IV) an. Aufgrund eines instabilen Gesundheitszustandes konnten 

 

 
 
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keine beruflichen Massnahmen durchgeführt werden (vgl. Abschlussbericht der Eingliederungs-
massnahmen vom 16. Mai 2022 und Mitteilung der IV-Stelle Basel-Landschaft [IV-Stelle]) vom 
25. Mai 2022). Im Rahmen der Prüfung des Rentenanspruchs beabsichtigte die IV-Stelle, den 
Versicherten polydisziplinär begutachten zu lassen (vgl. Mitteilung vom 21. Oktober 2022). Kurz 
nach Ankündigung der Begutachtung stellte der Krankentaggeldversicherer das von ihm in Auf-
trag gegebene polydisziplinäre Gutachten der SMAB AG Bern vom 3. Oktober 2022 der IV-Stelle 
zu. Der zuständige Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. C.____, FMH Ar-
beitsmedizin, erachtete das Gutachten als verwertbar, weshalb die IV-Stelle auf die angekündigte 
IV-Begutachtung verzichtete (vgl. RAD-Stellungnahme vom 20. Dezember 2022). Mit Verfügung 
vom 22. Februar 2023 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass gestützt auf das Gutachten 
der SMAB AG davon auszugehen sei, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht nie eine länger 
andauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Er habe deshalb keinen An-
spruch auf eine Invalidenrente.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____ am 20. März 2023 Beschwerde ans Kantonsge-
richt, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). In der ergänzenden Beschwerdebe-
gründung vom 20. April 2023 beantragte er sinngemäss, es sei die angefochtene Verfügung auf-
zuheben und es seien ihm IV-Leistungen auszurichten; eventualiter seien sämtliche Beurteilun-
gen der behandelnden Ärzteschaft beizuziehen und eine neue Begutachtung anzuordnen. In der 
Begründung stellte er die Beweiskraft des Gutachtens der SMAB AG in Frage, da ihn das begut-
achtende Expertenteam nur während 15 Minuten untersucht habe und deshalb nicht in der Lage 
gewesen sei, seinen Gesundheitszustand rechtsgenüglich zu beurteilen. Er sei seit dem 11. Feb-
ruar 2021 aufgrund der Covid-19-Infektion mit ihren Langzeitfolgen schwer erkrankt und insbe-
sondere wegen seines psychischen Zustandes vollständig arbeitsunfähig. Seine psychische Si-
tuation habe sich inzwischen verschlimmert und er stehe in psychiatrischer Behandlung.   
 
C. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 24. Mai 2023 unter Verweis auf 
die Beurteilung von Dr. C.____ vom 26. April 2024 die Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Am 11. Juli 2023 (Eingang) ersuchte der Versicherte um Bewilligung der unentgeltlichen 
Prozessführung. Mit Verfügung vom 17. August 2023 wies das instruierende Präsidium des Kan-
tonsgerichts das Gesuch mangels prozessualer Bedürftigkeit ab. 
 
E. Mit Verfügung vom 22. Dezember 2023 wurde die Angelegenheit dem Dreiergericht zur 
Beurteilung überwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 

 

 
 
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Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die Beschwerde des Versicherten vom 20. März 2023 
bzw. 20. April 2023 ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Ja-
nuar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie diejenigen des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der Fas-
sung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der In-
validenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100). Erfolgt die Verfügung über die 
erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, begründet diese aber einen Rentenan-
spruch vor dem 1. Januar 2022, sind hingegen die Bestimmungen des IVG und der IVV sowie 
diejenigen des ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung massgebend 
(KSIR, Rz. 9101; vgl. auch Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des 
linearen Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Vorliegend datiert 
die angefochtene Verfügung vom 22. Februar 2023. Zur Diskussion steht ein allfälliger Renten-
anspruch des Versicherten ab 11. Februar 2022. Somit ist die Angelegenheit in Anwendung der 
Bestimmungen des IVG und der IVV sowie derjenigen des ATSG in der ab 1. Januar 2022 gel-
tenden Fassung zu beurteilen. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergege-
ben, zitiert und angewendet. 
 
2.1 Streitig ist der Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente. Anspruch auf eine 
Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
derherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 

 

 
 
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Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Nach Art. 28b IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie 
mindestens zu 70 % invalid ist. Bei einem IV-Grad von 50 - 69 % entspricht die Rente dem pro-
zentualen Anteil des Invaliditätsgrades. Bei einem Invaliditätsgrad von 40 - 49 % wird gemäss 
Art. 28b Abs. 4 IVG der prozentuale Anteil einer Rente anhand einer Tabelle ermittelt und beträgt 
zwischen 25 % und 47,5 %. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 143 V 124 
E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklag-
ten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin  
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungs-
verfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 

 

 
 
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210 E. 1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt den von 
den Versicherungsträgern nicht im gesetzlich vorgesehenen Verfahren nach Art. 44 ATSG ein-
geholten Gutachten lediglich der Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu 
(Urteil des Bundesgerichts vom 18. Januar 2017, 9C_481/2016, E. 2.2). Bei diesen sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so ist eine 
versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG anzuordnen 
(BGE 142 V 58 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts vom 5. April 2017, 8C_847/2016, E. 3.2 mit 
Hinweis auf BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 f.). 
 
4.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass der Versicherte am 11. Februar 2021 an Covid-19 
erkrankte (vgl. Berichte der Klinik D.____ vom 20. Mai 2021 und 1. Juni 2021 sowie von Dr. med. 
E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 16. 
Juni 2021). In somatischer Hinsicht klagte er über eine persistierende extreme Müdigkeit, eine 
Kraftlosigkeit, eine eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, Schmerzen an der rechten Schulter 
und am rechten Arm, einen thorakalen Druck, Husten sowie eine Belastungsdyspnoe (vgl. Be-
richte der Klinik D.____ vom 20. Mai 2021, von Dr. med. F.____, FMH Pneumologie und FMH 
Innere Medizin, vom 8. September 2021, 19. Oktober 2021 und  
E-Mail vom 20. Oktober 2021 sowie von Dr. med. G.____, FMH Innere Medizin, vom 6. Novem-
ber 2021). Für eine pulmonale Rehabilitation hielt sich der Versicherte vom 3. bis 23. Mai 2021 
stationär in der Klinik D.____ auf. Gemäss Austrittsbericht vom 20. Mai 2021 waren das statische 
und dynamische Lungenvolumina normal. In der Spiroergometrie habe sich eine eingeschränkte 
körperliche Leistungsfähigkeit mit Limitierung durch Dekonditionierung (DD suboptimaler Effort) 
gezeigt. Da keine Pathologien feststellbar seien, sei davon auszugehen, dass die Funktionalität, 
Sensibilität und Kraft nicht eingeschränkt seien. Wegen der rechtsseitigen Arm- und Schulter-
schmerzen und der Dyspnoe wurden bildgebende Untersuchungen veranlasst.  Die MRT vom 
10. Juni 2021 ergab keine pathologischen Befunde (vgl. Bericht von Dr. E.____ vom 16. Juni 
2021).   
 
4.2 Aufgrund der anhaltenden subjektiven Muskelschwäche an der Schulter untersuchte 
Dr. med. H.____, FMH Neurologie, den Versichertem am 2. Februar 2022. In ihrem Bericht vom 
14. Februar 2022 hielt sie aufgrund der klinischen und der apparativen Untersuchungen fest, dass 
beim Versicherten eine Muskelschwäche und Myalgien, vor allem an der linken proximalen obe-
ren Extremität mit zusätzlich leichter Hypästhesie Digit I sowie IV-V links und ein Verdacht auf 
Epicondylitis humeri lateralis links ohne Hinweise auf eine Radikulopathie oder Plexopathie fest-
zustellen seien. Es gebe keine Anhaltspunkte für ein Karpaltunnelsyndrom oder ein Sulcus Ulna-
ris-Syndrom. Die Paresen seien momentan nicht objektivierbar und es lägen keine Muskelatro-
phien vor. Zur Arbeitsfähigkeit wollte sie aufgrund der kurzen Behandlungsdauer keine Stellung 
nehmen (vgl. Schreiben vom 26. Juli 2022). 
 
4.3 Aufgrund einer arteriellen Hypertonie und der positiven Familienanamnese hinsichtlich 
kardiovaskulärer Herzerkrankungen überwies Dr. med. I.____, FMH Innere Medizin, den Versi-
cherten zur kardiologischen Untersuchung an die Klinik O.____. Der behandelnde Arzt, Dr. med. 
J.____, diagnostizierte nach Durchführung einer CT-Untersuchung des Herzens am 8. April 2022 

 

 
 
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eine nichtstenosierende koronare 2-Gefässerkrankung und eine hyperintensive Kardiopathie. In 
der klinischen Untersuchung sei der Versicherte kardiopulmonal kompensiert gewesen; es liege 
kein wegweisender pathologischer Befund vor. Aufgrund der guten Blutdruckwerte bestehe kein 
Anlass, die medikamentöse Therapie zu verändern. Am 2. Mai 2022 berichtete Dr. J.____ über 
eine stabile Gesamtsituation und am 27. Juni 2022 bestätigte er, dass aus kardiologischer Sicht 
keine Funktionseinschränkungen beständen (vgl. Bericht vom 27. Juni 2022).  
 
4.4 Am 1. Juli 2022 wies Dr. I.____ darauf hin, dass der Versicherte im Rahmen des Long-
Covid-Syndroms immer noch an Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Depressionen, starker 
Atemnot und arterieller Hypertonie leide. In ihrem Bericht vom 4. November 2022 attestierte sie 
wegen der Konzentrationsschwäche, der Müdigkeit und der raschen Erschöpfung eine vollstän-
dige Arbeitsunfähigkeit.  
 
4.5 Aufgrund eines Ehekonflikts und beruflicher Zukunftsängste wurde der Versicherte wäh-
rend des Aufenthalts in der Klinik D.____ psychiatrisch untersucht. Dabei wurde eine mittel-
schwere Depression diagnostiziert (vgl. Berichte der Klinik D.____ vom 20. Mai 2021 und 1. Juni 
2021). Nach der Trennung von seiner Ehefrau suchte der Versicherte am 30. Juni 2021 notfall-
mässig die K.____ auf (vgl. Notfallbericht vom 7. Juli 2021). Wegen suizidalen Gedanken trat er 
am 5. August 2021 freiwillig in die K.____ ein, wo er bis 11. August 2021 hospitalisiert war. Im 
Bericht vom 18. August 2021 wurden als psychiatrische Diagnosen Anpassungsstörungen (ICD-
10 F43.2), sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen (ICD-10 F60.8) sowie eine essentielle 
Hypertonie ohne Angaben einer hypertensiven Krise aufgeführt. Er wurde in deutlich gebesser-
tem Zustand entlassen. 
 
4.6.1 In der SMAB AG wurde der Versicherte von Dr. med. L.____, FMH Allgemeine Innere 
Medizin sowie FMH Allergologie und klinische Immunologie, von Dr. med. M.____, FMH Psychi-
atrie und Psychotherapie und FMH Neurologie, und von Dr. med. N.____, FMH Pneumologie und 
FMH Allgemeine Innere Medizin, untersucht. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung vom 3. 
Oktober 2022 konnten die Expertin und die Experten keine Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit nennen. Die dysfunktionale Atmung mit Anstrengungsdyspnoe, die nichtsteno-
sierende koronare 2-Gefässerkrankung, die arterielle Hypertonie, der Vitamin D-Mangel sowie 
das Übergewicht beeinflussten die Arbeitsfähigkeit des Versicherten nicht. Anamnestisch klage 
der Versicherte über starke, dauernde Schmerzen in den Ellbogengelenken, in den Oberarmen, 
im Schulterbereich, an Müdigkeit, rasche Erschöpfbarkeit und eine Anstrengungsdyspnoe. Bei 
starker Anstrengung kämen Hustenattacken vor. Zudem leide er an einer arteriellen Hypertonie, 
einer koronaren Herzkrankheit und psychischen Problemen. Aktuell ständen Atemprobleme nach 
dem Treppensteigen, Rücken-, Kopf- und Gliederschmerzen an den oberen Extremitäten sowie 
hoher Blutdruck im Vordergrund.  
 
4.6.2 Dr. L.____ wies darauf hin, dass der Versicherte aus internistischer und kardiologischer 
Sicht bereits von der behandelnden Ärzteschaft mittels umfangreicher Abklärungen abgeklärt 
worden sei. Die Exploration habe ergeben, dass der Versicherte aus internistischer Sicht an einer 
nichtstenosierenden koronaren 2-Gefässerkrankung, einer arteriellen Hypertonie, einem Vitamin-

 

 
 
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D-Mangel und an Übergewicht leide. Die Arbeitsfähigkeit sei dadurch nicht eingeschränkt. Dieses 
Ergebnis stimme mit der internistischen Aktenlage überein (vgl. Gutachten, S. 18).  
 
4.6.3 In psychischer Hinsicht stellte Dr. M.____ fest, dass der Versicherte formal kooperativ 
und motiviert bei der Untersuchung mitgewirkt habe. Er habe sich im Erstkontakt zugewandt und 
situationsadäquat gezeigt. Es sei leicht gewesen, einen tragfähigen Kontakt zu ihm herzustellen 
und aufrechtzuerhalten. Seine Auffassungs-, Konzentrations- und Merkfähigkeit seien unbeein-
trächtigt gewesen. Er habe mit gut modulierter Stimme in adäquater Geschwindigkeit gespro-
chen. Der formale Gedankengang sei geordnet gewesen und es hätten sich keine Wahngedan-
ken, Halluzinationen oder illusionäre Verkennungen gezeigt. Das Kurz- und Langzeitgedächtnis 
seien uneingeschränkt gewesen. Die vom Versicherten angegebenen Gedächtnisstörungen hät-
ten nicht verifiziert werden können. Seine Stimmung sei ausgeglichen gewesen und es habe 
keine Affektlabilität oder Affektkontinenz festgestellt werden können. Es hätten auch keine Hin-
weise auf ein Long- bzw. Post-Covid-Syndrom oder auf eine Fehlverarbeitung der Covid-19-In-
fektion vorgelegen. Es sei aufgefallen, dass der Versicherte bei seiner Beschwerdeschilderung 
sehr vage geblieben sei und ausserhalb der Untersuchungssituation vital gewirkt habe. So habe 
er innerhalb kürzester Zeit seinen Ausweis holen können, den er im Auto vergessen habe. In 
einem sprachgebundenen Beschwerdevalidierungsverfahren habe er signifikant schlecht abge-
schnitten. Gemäss den Ergebnissen des Beck'schen Depressionsinventars müsste der Versi-
cherte eine schwere depressive Symptomatik aufweisen, was bei der Untersuchung aber nicht 
habe festgestellt werden können. Die Ergebnisse des sprachungebundenen Testmanuals "Test 
of Memory Melingering" (TMM) wiesen auf zielgerichtetes Vortäuschen einer nicht vorhandenen 
Symptomatik hin. Es sei deshalb von einer nichtauthentischen Beschwerdeschilderung auszuge-
hen. 
 
4.6.4 Gemäss dem Pneumologen Dr. N.____ gaben die pulmonalen Untersuchungen keine 
Hinweise auf eine Beteiligung der Lunge durch die SARS-Cov2-Infektion oder eine relevante 
Schädigung der Lunge durch das Tabakrauchen. Es bestehe eine deutliche Diskrepanz zwischen 
den objektiven Parametern und der subjektiv geklagten Dyspnoe. Es sei jedoch bei einer erhöh-
ten Atemfrequenz bei relativ geringer Leistung eine dysfunktionale Atmung (sogenannte alveoläre 
Hyperventilation) nachzuweisen, welche die subjektiv empfundene Dyspnoe eventuell erklären 
könne. Auch die erhöhte Atemäquivalente würde hierfür sprechen. Der hohe Kohlenmonoxid-
Gehalt des Bluts könne die Dyspnoe bei der Sauerstoffaufnahme der Muskulatur auch beeinflus-
sen. Es könne nicht unterschieden werden, ob die dysfunktionale Atmung auf das Long-Covid-
Syndrom, eine psychische Erkrankung oder die hohe CO-Belastung bei Tabakrauchen zurück-
zuführen sei. In der Spiroergometrie habe das Ausmass der Leistungseinschränkung wegen 
mangelhafter Mitarbeit nur geschätzt werden können. Während die gezeigte Leistungsfähigkeit 
in der Klinik D.____ noch bei 62 % des "Solls" gelegen habe, habe sie bei der jetzigen Untersu-
chung nur noch 49 % betragen. Die Atemfrequenz pro Minute sei etwa gleich hoch gewesen. Für 
die aktuell schlechtere Leistung gebe es keine physiologische Erklärung. Es bestehe somit eine 
deutliche Diskrepanz zwischen dem objektiven Befund und der subjektiv geklagten Dyspnoe. Die 
dysfunktionale Atmung vermöge die angegebenen starken Symptome der Dyspnoe und das Aus-
mass der Leistungseinschränkung nicht erklären. Die dysfunktionale Atmung könne bei schweren 
körperlichen Arbeiten (Tragen von Lasten von mehr als 25 kg) relevant sein. Demgegenüber sei 

 

 
 
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dem Versicherten zuzumuten, seine angestammte Tätigkeit als Lagermitarbeiter in der B.____ 
AG, welche als mittelschwere Arbeit zu qualifizieren sei, ab sofort uneingeschränkt weiter auszu-
üben.  
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 22. Februar 2023 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf die Ergeb-
nisse, zu denen die Gutachterin und die Gutachter der SMAB AG gelangten. Sie ging demzufolge 
davon aus, dass beim Versicherten keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorlägen, welche 
die Arbeitsfähigkeit dauerhaft beeinflussen würden. Diese Beweiswürdigung der Vorinstanz ist 
nicht zu beanstanden. Zwar ist das Gutachten der SMAB AG nicht im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholt worden (vgl. Akten des Kranktaggeldversicherers im IV-Dossier Dok-Nr. 58; E. 
3.3 hiervor), weshalb bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
gutachterlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind. Solche Zweifel lie-
gen jedoch nicht vor. Das polydisziplinäre Gutachten der SMAB AG vom 3. Oktober 2022 weist 
weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird 
(vgl. E. 3.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchun-
gen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden und es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben 
worden. Inhaltlich ist das Gutachten im Wesentlichen widerspruchsfrei und es leuchtet in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein.  
 
5.2 In Bezug auf den Verlauf der Arbeitsunfähigkeiten ist festzustellen, dass das Experten-
team der SMAB AG eine vollständige Arbeitsfähigkeit ab Gutachtenszeitpunkt (= 3. Oktober 
2022) attestierte. Da die Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG unbestrittenermassen am 
11. Februar 2022 abgelaufen ist, ist aufgrund der medizinischen Aktenlage zu prüfen, ob allenfalls 
während der Zeit vom 11. Februar 2022 bis 2. Oktober 2022 eine Arbeitsunfähigkeit bestand. Für 
die Zeit ab 11. Februar 2021 bescheinigte einzig Dr. I.____ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 
Sie begründete diese im Wesentlichen mit den Langzeitfolgen der Covid-19-Erkrankung mit Kon-
zentrationsschwäche, Müdigkeit und Erschöpfung, starker Atemnot, arterieller Hypertonie sowie 
einer Depression (Bericht vom 1. Juli 2022 und Schreiben 4. November 2022). Ihre Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit überzeugt jedoch nicht. Als Erstes ist festzustellen, dass sie keine Funktions-
einschränkungen beschrieb, sondern lediglich auf die von den behandelnden Fachärzten gestell-
ten Diagnosen verwies. Es entsteht dadurch der Eindruck, dass sie sich bei ihrer Beurteilung 
hauptsächlich auf die Angaben des Versicherten stützte. Den fachärztlichen Berichten kann wei-
ter entnommen werden, dass die arterielle Hypertonie und die Atemnot im hier zu beurteilenden 
Zeitraum die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkten. Die arterielle Hypertonie ist seit Februar 2022 
medikamentös gut eingestellt und bedarf keiner weiteren Therapie (vgl. Bericht der Klinik O.____ 
vom 22. März 2023). Die starke Atemnot wurde in der Klinik D.____ abgeklärt, wobei die in der 
Spiroergometrie festgestellte körperliche Leistungseinschränkung mangels pathologischer Be-
funde nicht objektiv erklärbar war. Die behandelnde Ärzteschaft ging deshalb von einer uneinge-
schränkten Funktionalität aus (vgl. Bericht vom 20. Mai 2021). Anlässlich der Untersuchung in 
der SMAB AG zeigte der Versicherte eine Leistungseinschränkung in der Spiroergometrie, die 
grösser war als in der Klinik D.____. Dr. Schwizer fand zwar in Form einer dysfunktionalen At-
mung eine mögliche Erklärung für die vom Versicherten angegebenen Atemnotsymptome. Er 

 

 
 
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konnte aber mit diesem Befund nicht das Ausmass der vom Versicherten geschilderten Symp-
tome objektivieren. Er kam deshalb zum überzeugenden Schluss, dass die dysfunktionale At-
mung den Versicherten nur in der Ausübung einer schweren Arbeit einschränke. In einer leichten 
bis mittelschweren Tätigkeit bestehe hingegen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. In Anbetracht der 
Tatsache, dass der Versicherte während des Aufenthalts in der Klinik D.____ bessere Leistungen 
erzielt hatte als bei der Untersuchung in der SMAB AG, ist anzunehmen, dass auch im Zeitpunkt 
der Abklärungen in der Klinik D.____ im Mai/Juni 2021 keine Arbeitsunfähigkeit in einer leichten 
bis mittelschweren Tätigkeit vorlag. Da zudem keine Anhaltspunkte vorliegen, wonach nach dem 
Klinikaustritt eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes in pulmonaler Hinsicht eingetre-
ten wäre, ist davon auszugehen, dass der Versicherte aus pulmonaler Sicht seit Juni 2021 in 
einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist.  
 
Was die Depression anbelangt, so ist den Akten zu entnehmen, dass die behandelnde Ärzte-
schaft der K.____ im August 2021 eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) und eine sonstige 
spezifische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.8), aber keine depressive Erkrankung diagnosti-
zierte. Nach einem rund einwöchigen stationären Aufenthalt mit medikamentöser Behandlung 
konnte der Versicherte in einem deutlich gebesserten Zustand aus der K.____ entlassen werden 
(vgl. Bericht der K.____ vom 18. August 2021). Seither hat er keine psychologische/psychiatri-
sche Hilfe mehr in Anspruch genommen, weshalb keine Arbeitsunfähigkeiten aus fachärztlicher 
Sicht attestiert wurden. Es ergeben sich somit aus den Akten keine Hinweise, dass für den Zeit-
raum von Februar 2022 bis Oktober 2022 aus psychischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit be-
standen hätte. Desgleichen liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Konzentrationsschwä-
che oder die Müdigkeit bzw. die Erschöpfung Grund für eine dauerhafte Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit sein könnten. Der Einschätzung von Dr. I.____, wonach beim Versicherten seit 
Februar 2021 eine andauernde, vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe, kann deshalb nicht ge-
folgt werden.  
 
5.3 Was der Versicherte vorbringt, ist nicht geeignet, die ausschlaggebende Beweiskraft des 
Gutachtens der SMAB AG in Frage zu stellen. Sein Einwand, wonach er nur während 15 Minuten 
begutachtet worden sei, erweist sich als nicht stichhaltig. Den Teilgutachten ist zu entnehmen, 
dass die internistische Untersuchung eine Stunde, die pneumologische Abklärung 2 ¼ Stunden 
das psychiatrische Explorationsgespräch 1 ¼ Stunde einschliesslich Ausfüllen des Beck'schen 
Depressions-Inventars und Durchführung des Beschwerdevalidierungsverfahrens gedauert ha-
ben. Es gibt keine konkreten Hinweise, dass die Untersuchungsdauern nicht ausgereicht hätten, 
den Gesundheitszustand des Versicherten zuverlässig beurteilen zu können.  
 
5.5 Entgegen dem Antrag des Versicherten besteht kein Anlass, die Berichte der behandeln-
den Ärzte beizuziehen. Die IV-Stelle hat dem Kantonsgericht und der SMAB AG sämtliche medi-
zinischen Akten überwiesen. Die Gutachter haben diese im Aktenauszug aufgelistet und gewür-
digt. Einzig der Bericht von Dr. I.____ vom 4. November 2022 fehlt, was aber darauf zurückzu-
führen ist, dass dieser nach der polydisziplinären Untersuchung in der SMAB AG verfasst worden 
ist. Da dieser Bericht keine neuen Erkenntnisse enthält, kann darauf verzichtet werden, diesen 
der SMAB AG nachträglich zu unterbreiten. Ebenso besteht kein Grund abzuklären, ob sich der 
psychische Zustand des Versicherten seit der Begutachtung in der SMAB AG verschlechtert hat. 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

So legt der Versicherte weder einen Nachweis vor, dass er wie behauptet deswegen in psychiat-
rischer Behandlung steht, noch ergeben sich aus den Akten Anhaltspunkte auf eine zwischen-
zeitlich eingetretene Verschlechterung der psychischen Situation.  
 
6. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Versicherte spätestens im Zeitpunkt des Ren-
tenbeginns per Februar 2022 in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit vollständig arbeitsfähig 
ist. Die IV-Stelle hat deshalb in der angefochtenen Verfügung vom 22. Februar 2023 zu Recht 
einen Rentenanspruch des Versicherten abgelehnt. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist 
sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
7. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-
- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand 
entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtli-
chen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah-
renskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorlie-
gend unterliegt der Versicherte, weshalb die Verfahrenskosten ihm aufzuerlegen sind. Diese wer-
den mit dem von hm geleisteten Vorschuss in Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Bei diesem Ver-
fahrensausgang wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 
  

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet.  
 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.