# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd2255c9-08f7-5975-a989-823277ef3d85
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.08.2014 UV 2013/58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-58_2014-08-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/58

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 14.08.2014

Entscheiddatum: 14.08.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2014
Art. 6 UVG, Art. 8 ATSG: Unbestrittene Berechnung des Invaliditätsgrads 
unter Berücksichtigung der Unfallrestfolgen im Bereich des rechten Fusses. 
Verneinung einer Leistungspflicht für eine allenfalls aus 
Schulterbeschwerden links resultierende Erwerbseinbusse aufgrund 
Nichtbestehens eines natürlichen Kausalzusammenhangs zum Unfall 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. 
August 2014, UV 2013/58).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter

Ralph Jöhl, a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Peter Wohnlich

Entscheid vom 14. August 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Antonius Falkner, Mag. iur., Lettstrasse 18,

FL-9490 Vaduz,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Invalidenrente

Sachverhalt:

A.      

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 1. Januar 2011 als Schweisser bei der 

B.___ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als die 

Arbeitgeberin am 7. Februar 2011 der Suva einen Unfall meldete. Der Versicherte habe 

am 4. Februar 2011 ein ca. 1'250 kg schweres Schweissteil - einen Vorschubständer - 

bearbeitet, wofür er auf den Schweisstisch gestiegen sei. Das Werkstück sei auf die 

Seite des Versicherten gekippt, wodurch dessen rechter Fuss eingeklemmt und der 

Versicherte aus einer Höhe von einem Meter auf den Boden gestossen worden sei. Der 

rechte Fuss sei eingeklemmt geblieben (Suva-act. 1). Der Versicherte wurde mit der 

Rega ins Kantonsspital St. Gallen (KSSG) geflogen (Suva-act. 10), wo er bis 16. 

Februar 2011 hospitalisiert war. Die behandelnden Ärzte der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie des KSSG diagnostizierten ein Quetschtrauma rechter Fuss mit/bei 

undislozierter subkapitaler MT III-V-Fraktur und undislozierter Fraktur OS cuneiforme 

laterale intermedius und Os cuboideum sowie Rissquetschwunden (RQW) rechter 

Ellbogen mit Eröffnung Bursa olecrani und rechtes Ohrläppchen. Der rechte Fuss 

wurde konservativ mit Teilbelastung, der rechte Ellbogen antibiotisch und mit 

Ruhigstellung therapiert. Im Verlauf zeigte sich eine reizlose Wunde am Ellbogen, so 

dass die Ruhigstellung weggelassen werden konnte, hingegen wiesen der rechte 

Vorfuss sowie das OSG bei Spitalaustritt immer noch eine starke Schwellung auf. Dem 

Versicherten wurde eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 9). Am 16. 

März 2011 fand eine erste Nachkontrolle in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des 

KSSG statt. Im entsprechenden Untersuchungsbericht wurden zusätzlich die Diagnose 

einer undislozierten Weber B Fraktur rechts angeführt und eine deutliche 

Weichteilschwellung des rechten Vorfusses mit entsprechenden Beschwerden 

festgehalten. Die Röntgenuntersuchung des rechten Fusses zeigte die am 4. Februar 

2011 erlittenen Frakturen in unveränderter Stellung ohne grössere Verschiebung (Suva-

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act. 19). Nach einer weiteren Nachkontrolle in der Klinik für Orthopädische Chirurgie 

des KSSG am 20. April 2011 mit dem Befund einer Restschwellung und weiterhin 

geschilderten Beschwerden im Bereich des rechten Vorfusses (Suva-act. 26) wurde der 

Versicherte am 15. Juni 2011 im Spital C.___ untersucht. Im Untersuchungsbericht vom 

17. Juni 2011 wurde die aktuelle Diagnose eines Morbus Sudeck im Verlauf gestellt. 

Dem Versicherten wurde für mindestens zwei weitere Monate eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 31). Anlässlich einer Besprechung mit dem Case 

Manager der Suva vom 17. Juni 2011 gab der Versicherte an, es gehe mit seinem 

rechten Fuss sehr schleppend voran. Er sei immer noch angeschwollen und schmerze 

stark. Er könne rechts auch noch keinen Schuh tragen, da er den Druck nicht ertrage. 

Der rechte Ellbogen sei wieder in Ordnung, hingegen mache ihm die linke Schulter 

Probleme. Er habe beim Unfall vom 4. Februar 2011 mit der linken Schulter an einer 

gegenüber stehenden Schweissanlage aufgeschlagen und habe seither zunehmende 

Schmerzen. Die Schulter sei jedoch bisher nicht untersucht worden (Suva-act. 33). 

Nach einem Gespräch mit dem Kreisarzt der Suva, Dr. med. D.___, Facharzt für 

Chirurgie FMH, am 13. Juli 2011 (Suva-act. 37) folgte am 24. August 2011 eine 

persönliche Untersuchung des Versicherten durch besagten Kreisarzt (Suva-act. 45). 

Im gleichentags erstellten Untersuchungsbericht empfahl Dr. D.___ ab Ende September 

2011 einen Arbeitsversuch mit einem Pensum von 50%. Bis dahin dürfte sich die 

Schwellneigung des rechten Fusses unter der bisherigen Therapie weiter 

zurückgebildet haben (Suva-act. 45). Ein am 3. Oktober 2011 gestarteter 

Arbeitsversuch (Suva-act. 48 f.) musste infolge Schmerzzunahme abgebrochen werden 

(Suva-act. 53, 56 f., 62). Der Versicherte wurde von seinem Hausarzt Dr. med. E.___, 

Facharzt Allgemeinmedizin FMH, wieder zu 100% arbeitsunfähig geschrieben (Suva-

act. 58/2). Am 18. Oktober 2011 wurde beim Versicherten auf Anordnung seines 

Hausarztes im Spital F.___ eine MRI-Untersuchung der linken Schulter durchgeführt 

(Suva-act. 58/3). Anlässlich eines Telefongesprächs mit der Suva am 16. November 

2011 gab der Versicherte an, der Zustand sei immer noch gleich, sein rechter Fuss 

bereite ihm immer noch Schmerzen und schwelle jeden Tag stark an. Er sehe in seinem 

Zustand keine Möglichkeit für einen weiteren Arbeitsversuch. Schmerzen verursache 

auch noch seine linke Schulter, die beim Unfall in Mitleidenschaft gezogen worden sei 

(Suva-act. 59). Der Versicherte hielt sich sodann vom 1. Dezember 2011 bis 5. Januar 

2012 in der Rehaklinik Bellikon auf, wo er insbesondere orthopädisch untersucht und 

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eine Arbeitsfähigkeitsschätzung bzw. Zumutbarkeitsbeurteilung in der angestammten 

sowie in einer anderen beruflichen Tätigkeit vorgenommen wurde (Suva-act. 81 ff.). 

Darauf folgend, d.h. am 27. April 2012, fand eine weitere kreisärztliche Untersuchung 

durch Dr. D.___, ebenso mit Beschreibung der zumutbaren Tätigkeiten und des 

Arbeitsfähigkeitsgrades aufgrund der Unfallfolgen und zusätzlich mit Beurteilung der 

Unfallkausalität der Schulterbeschwerden links statt (Suva-act. 104).

A.b  Gestützt auf die vorangegangenen medizinischen Abklärungen verfügte die Suva 

am 13. Juni 2012 die Einstellung der Taggeldleistungen per 1. Mai 2012 mit der 

Begründung, bei einer den Unfallfolgen angepassten Beschäftigung sollte der 

Versicherte in der Lage sein, seit dem 1. Februar 2012 auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt in einer leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden körperlichen 

Tätigkeit ohne längeres Gehen oder Stehen über 60 Minuten am Stück, und ohne 

Tätigkeiten auf unebenem Gelände eine volle Arbeitsfähigkeit zu erreichen. Unter 

Berücksichtigung einer 3-monatigen Übergangsfrist werde die Arbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt ab dem 1. Mai 2012 auf 100% festgelegt (Suva-act. 106).

A.c  Mit Schreiben vom 20. September 2012 nahm die Suva gegenüber dem 

Versicherten zu den von ihm nach dem Unfallereignis vom 4. Februar 2011 während 

des Fallverlaufs beklagten und auf das fragliche Unfallereignis zurückgeführten 

Schulterbeschwerden links Stellung. Die Suva habe zunächst die Therapiekosten ohne 

Präjudiz entgegenkommenderweise übernommen und weitere Abklärungen 

vorgenommen. Auf Grund der medizinischen Unterlagen bestehe jedoch kein sicherer 

oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 4. Februar 

2011 und den gemeldeten Schulterbeschwerden links, weshalb die Suva dafür nicht 

leistungspflichtig sei und keine weiteren Versicherungsleistungen erbringen könne 

(Suva-act. 110).

A.d  Am 3. Januar 2013 ersuchte die Suva Dr. D.___ um Festlegung des 

Integritätsschadens, um eine aktuelle Zumutbarkeitsbeurteilung sowie eine 

abschliessende Beurteilung, ob die Schulterbeschwerden links, die erstmals 4 ½ 

Monate nach dem Unfall erwähnt worden seien, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

auf das Unfallereignis vom 4. Februar 2011 zurückzuführen seien (Suva-act. 113).

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A.e  Gestützt auf die Ergebnisse der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom

31. Januar 2013 (Suva-act. 116) sowie die kreisärztliche Beurteilung des 

Integritätsschadens vom 1. Februar 2013 (Suva-act. 118) eröffnete die Suva dem 

Versicherten mit Verfügung vom 21. Juni 2013, dass die erwerblichen und 

medizinischen Abklärungen eine Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit von 24 % 

ergeben hätten. Der versicherte Jahresverdienst betrage Fr. 84'519.--. Es stehe ihm 

deshalb ab 1. Februar 2013 eine monatliche Invalidenrente von Fr. 1'352.30 zu. Den 

Integritätsschaden legte die Suva auf 10 % fest und sprach dem Versicherten 

dementsprechend aufgrund eines massgebenden Jahresverdienstes von Fr. 126'000.-- 

eine Integritätsentschädigung von Fr. 12'600.-- zu. Die Rente werde ausschliesslich für 

die bei der Suva versicherten Unfallfolgen am rechten Fuss gewährt; als unfallfremd 

seien die Beschwerden an der Schulter links zu werten (Suva-act. 138).

B.      

B.a  Eine gegen die Verfügung der Suva vom 21. Juni 2013 (Suva-act. 138) von 

Rechtsanwalt mag. iur. A. Falkner, Vaduz (FL), am 17. Juli 2013 erhobene Einsprache 

(Suva-act. 141) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 14. August 2013 ab (Suva-

act. 146). Zusammen mit der Einsprache hatte der Rechtsvertreter des Versicherten 

einen Bericht des Instituts für Radiologie des KSSG vom 4. Februar 2011 über die beim 

Versicherten am Unfalltag durchgeführten radiologischen Untersuchungen sowie deren 

Ergebnisse eingereicht (Suva-act. 143).

B.b  Der in der Verfügung vom 21. Juni 2013 auf 10% festgesetzte Integritätsschaden 

(Suva-act. 138) blieb im Einspracheverfahren unbestritten, weshalb die Verfügung 

diesbezüglich in Rechtskraft erwuchs.

C.      

C.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 14. August 2013 erhob Rechtsanwalt 

Falkner für den Versicherten am 12. September 2013 Beschwerde mit dem Antrag, die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine seinem IV-Grad 

entsprechende Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei der bekämpfte 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin aufzuheben und die Rechtssache an 

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diese zur neuerlichen Entscheidung über das Rentengesuch des Beschwerdeführers 

zurückzuleiten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b  In der Beschwerdeantwort vom 14. Oktober 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 14. August 2013 (act. G 3).

C.c  Mit Replik vom 12. November 2013 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers an seinen Anträgen fest (act. G 5). Die Beschwerdegegnerin 

verzichtete auf eine Duplik (act. G 7).

C.d  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.     

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers rügt die Berechnung des 

Invaliditätsgrades, indem er geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe dabei zu 

Unrecht die Beschwerden des Beschwerdeführers an der linken Schulter nicht 

berücksichtigt. Die Schulterbeschwerden links seien unfallkausal und würden eine 

weitergehende Einschränkung der Leistungsfähigkeit bewirken, weshalb sich das 

Invalideneinkommen verringere und der Invaliditätsgrad entsprechend erhöht werde.

2.       

2.1   Ist der Versicherte infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Unfallversicherer ist demnach nur 

für Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die natürlich- und adäquat-kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181, Rumo-Jungo/

Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

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Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). 

Aufgabe des Arztes ist es, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, 

während es dem Gericht obliegt, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweis; SVR 2000 Nr. 14 S. 45).

2.2   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder Expertin begründet sind. Insofern darf das Gericht in seiner 

Beweiswürdigung auch Gutachten folgen, welche der Unfallversicherer im 

Administrativverfahren eingeholt hat, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3bb/cc; RKUV 2000 Nr. U 

377 S. 186 E. 4a).

2.3   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der zu 

erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines natürlichen Kausalzusammenhangs handelt 

es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die diesbezüglichen Konsequenzen 

bei Beweislosigkeit trägt damit die versicherte Person (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 

3b; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4). Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im 

Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 

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wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das 

Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 

eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 

(BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 119 V 337 E. 1, BGE 118 V 289 E. 1b, BGE 117 V 360 E. 

4a mit Hinweisen).

3.       

3.1   Streitig und zu prüfen ist mithin im Folgenden, ob die vom Beschwerdeführer 

geklagten Schulterbeschwerden links zu Lasten der Unfallversicherung gehen, bzw. ob 

zwischen dem Unfallereignis vom 4. Februar 2011 und den genannten Beschwerden 

ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht.

3.2   Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Im Rahmen der im Institut für Radiologie des KSSG am Unfalltag 

durchgeführten Röntgenuntersuchung des linken Schultergelenks zeigten sich mehrere 

bis 1 cm grosse Osteolysen mit Randsklerosierung am Caput humeri links, hingegen 

keine Fraktur (Suva-act. 143). Eine MRI-Untersuchung der linken Schulter vom 18. 

Oktober 2011 im Spital F.___ brachte sodann eine chronische Tendinopathie der 

Supraspinatussehne, eine akute und chronische Tendinopathie der 

Subscapularissehne, eine Peritendinitis der Infraspinatussehne, ein aufgequollenes 

anteriores Labrum sowie eine aktivierte AC-Gelenksarthrose hervor (Suva-act. 58). Bei 

sämtlichen, vorgenannten Gesundheitsschäden handelt es sich eindeutig um 

organische Substrate bzw. strukturelle Gesundheitsstörungen, welche Beschwerden, 

insbesondere Schmerzen, zu verursachen vermögen (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 579 ff., S. 735, S. 1107; 

Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 134, S. 1808; Pschyrembel, 

Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 172, S. 2065). Eine Osteolyse, 

Arthrose sowie Tendinopathie bzw. Tendinitis stellen sodann grundsätzlich 

krankheitsbedingte Leiden bzw. degenerative Veränderungen dar, die als unfallkausale 

Gesundheitsschäden höchstens sekundär, d.h. als (Spät-)Folge einer primären 

Verletzung, beispielsweise nach einer Fraktur oder Ruptur, auftreten (vgl. Debrunner, 

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a.a.O., S. 580 f., S. 725, S. 740; Pschyrembel, a.a.O., S. 172; Roche Lexikon Medizin, 

a.a.O., S. 1380, S. 1808; http://www.schulter-zentrum.de/supraspinatus-sehne.html, 

http://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/osteolyse.

php, beide abgerufen am 12. Juni 2014). Nachfolgend ist damit zu entscheiden, ob die 

radiologisch erhobenen Gesundheitsschäden im Bereich des linken Schultergelenks 

des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

sekundär durch den Unfall vom 4. Februar 2011 verursacht wurden.

3.3   Massgebende Ausgangspunkte für traumatische Folgeschäden bzw. die 

Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bilden der Unfallmechanismus zusammen 

mit den unmittelbar nach dem Unfall gestellten Unfalldiagnosen sowie der zeitliche 

Ablauf. Dies in dem Sinne, dass es offensichtlich erscheint, dass in der Regel nur ein 

vom Unfall betroffener Körperteil eine Verletzung mit nachfolgenden Beschwerden 

zeitigen kann und im Regelfall massgebende Verletzungen zu Schmerzen führen und 

unmittelbar im Anschluss an den Unfall oder zumindest unfallnah auch im 

entsprechenden Umfang wahrgenommen und im Rahmen einer ärztlichen 

Untersuchung diagnostiziert werden.

3.3.1         Wie von der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 14. August 

2013 umfassend dargelegt (Erwägung 3. a.), enthalten sämtliche Unfallschilderungen in 

den Akten keinerlei Hinweise, wonach am 4. Februar 2011 eine Einwirkung auf die linke 

Schulter des Beschwerdeführers stattgefunden hätte. So wird in der Schadenmeldung 

UVG vom 7. Februar 2011 einzig ein Einklemmen des rechten Fusses und ein Stoss 

rückwärts auf den Boden ohne genaue Bestimmung eines davon betroffenen 

Körperteils beschrieben (Suva-act. 1). Im Bericht des am 4. Februar 2011 Einsatz 

habenden Notarztes SGNOR Dr. med. G.___ ist sodann von einem Eingeklemmtsein 

des rechten Fuss sowie auf Höhe Becken/Bauch und einem anschliessenden Sturz auf 

den Hinterkopf aus Körper- und Tischhöhe die Rede (Suva-act. 133). Auch gegenüber 

der Kantonspolizei St. Gallen erwähnte der Beschwerdeführer am 25. Februar 2011 

einzig ein Einklemmen des rechten Fusses und ein Rückwärtsfallen vom Tisch, ohne 

Angabe der dabei aufgeschlagenen Körperteile (Suva-act. 17). Diesen Unfallhergängen 

ohne ausdrückliche Einwirkung auf die linke Schulter des Beschwerdeführers fügt sich 

der dem Unfallrapport der Suva, Abteilung Arbeitssicherheit, vom 28. Februar 2011 zu 

entnehmende Unfallhergang an (Suva-act. 12). Erstmals am 17. Juni 2011, d.h. rund 4 

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1/2 Monate nach dem Unfall, beschrieb der Beschwerdeführer gegenüber der Suva ein 

Aufschlagen mit der linken Schulter an einer gegenüber stehenden Schweissmaschine 

beim Unfall (Suva-act. 33). Grundsätzlich kann ein Aufschlagen mit der linken Schulter 

bei einem Sturz von einem Tisch mit dem Oberkörper voran nicht gänzlich 

ausgeschlossen werden. Auch dass der Beschwerdeführer laut Unfallrapport mit dem 

linken Fuss neben dem Tisch ins Leere getreten ist und nach dem Sturz mit dem 

rechten Fuss eingeklemmt geblieben ist, liesse sodann zumindest einen Sturz in 

Richtung der linken Körperhälfte vorstellen (Suva-act. 12). Insgesamt ist jedoch 

festzuhalten, dass in sämtlichen echtzeitlichen Akten von keinem Unfallmechanismus 

mit Einwirkung auf die linke Schulter die Rede ist. RQW erlitt der Beschwerdeführer im 

Übrigen am rechten Ellbogen und rechten Ohrläppchen (Suva-act. 9). An dem erst 

nach längerer Latenzzeit vorgebrachten neuen Sachverhalt bzw. Sachverhaltselement 

eines Aufschlagens der linken Schulter beim Sturz vom Tisch lässt sich damit 

massgeblich zweifeln.

3.3.2         Auch die ursprünglich gestellten Unfalldiagnosen sowie die zeitlichen 

Abläufe hinsichtlich der Schulterproblematik ergeben keinerlei Anhaltspunkte für eine 

Unfalleinwirkung auf die linke Schulter bzw. lassen eine solche höchst fraglich 

erscheinen. Laut Bericht vom 19. Juni 2013 erhob Notarzt SGNOR Dr G.___ bei seinem 

Einsatz am 4. Februar 2011 als Befunde starke Schmerzen im Bereich des 

Unterschenkels/Fusses, ein mögliches Logensyndrom, eine fragliche Motorik und 

Neurologie, trophische Störungen wegen Varikosis und Status nach Operation, jedoch 

eine intakte Durchblutung. Eine Commotio wurde von ihm nicht ausgeschlossen, 

klinisch fand sich indessen kein Anhalt für eine Schädelfraktur; auch nicht für eine 

Thorax-/Abdominal-/Becken-Verletzung (Suva-act. 133). Der Rega-Arzt Dr. med. H.___ 

stellte die (vorläufigen) Diagnosen einer Quetschung bzw. eines Traumas des rechten 

Beins und Unterschenkels sowie einer Commotio (Suva-act. 13). Die behandelnden 

Ärzte der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG, wo sich der Beschwerdeführer 

vom Unfalltag an während beinahe zwei Wochen aufgehalten hat und somit - wie 

angenommen werden darf - erstmals sorgfältig und umfassend die Unfallverletzungen 

erhoben worden sind, diagnostizierten ebenfalls (nur) ein Quetschtrauma rechter Fuss 

mit/bei undislozierter subkapitaler MT III-V-Fraktur, undislozierter Fraktur Os 

cuneiforme laterale intermediums und Os cuboideum sowie eine RQW rechter Ellbogen 

mit Eröffnung Bursa olecrani und RQW rechtes Ohrläppchen (Suva-act. 9). Im Rahmen 

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der Nachkontrolle vom 20. April 2011 in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des 

KSSG schloss sich sodann die Diagnose einer undislozierten Weber B Fraktur rechts 

an (Suva-act. 26). Von einem Unfallmechanismus mit Einwirkung auf die linke Schulter 

sprach der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin, wie gesagt, 

erstmals am 17. Juni 2011 (Suva-act. 33). Danach fanden zwar eine Nachkontrolle des 

Beschwerdeführers in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG (Suva-act. 36), 

ein Gespräch mit Dr. D.___ (Suva-act. 37) sowie eine kreisärztliche Untersuchung 

(Suva-act. 45) statt. Diese wiederum jedoch ohne Erwähnung, Untersuchung oder gar 

Behandlung einer Schulterproblematik. Die erste (MRI-)Untersuchung der linken 

Schulter erfolgte schliesslich erst am 18. Oktober 2011 (Suva-act. 58) und eine 

schulterbezogene Verletzungs-Diagnose - Kontusion Schulter links - wurde erstmals in 

den Berichten der Rehaklinik Bellikon vom Dezember 2011/Januar 2012 gestellt (Suva-

act. 81 ff.). Bei einer Kontusion handelt es sich um eine Diagnose ohne strukturelle 

Läsion, die nicht in jedem Fall augenfällig ist und somit oft auch nur gestützt auf einen 

subjektiv geschilderten Unfallmechanismus gestellt wird.

3.3.3         Nachdem in Anbetracht des in den Erwägungen 3.3.1 f. dargelegten 

Sachverhalts weder bezüglich des Unfallmechanismus noch der echtzeitlichen 

Unfalldiagnosen von einer Traumatisierung der linken Schulter am 4. Februar 2011 

ausgegangen werden kann, fällt eine unfallkausale Gesundheitsschädigung bzw. 

Spätfolge einer solchen in diesem Bereich grundsätzlich zum Vornherein ausser 

Betracht.

3.4   Was die linke Schulter angeht, ist jedoch letztlich entscheidend, dass die 

medizinischen Akten nur umfassende krankheitsbedingte Gesundheitsschäden und 

degenerative Veränderungen zutage fördern, jedoch keinerlei Anhaltspunkte für das 

Geschehen einer strukturellen Läsion enthalten (vgl. Erwägung 3.2). Entsprechend wird 

im Bericht über das orthopädische Konsilium in der Rehaklinik Bellikon vom 16. 

Dezember 2011 festgehalten, dass die Unfallaufnahmen vom Februar 2011 (Suva-act. 

143) ein unauffälliges Schultergelenk zeigt und die Sehnen der linken Schulter im 

Arthro-MRI vom Oktober 2011 (Suva-act. 58) intakt bei chronischen Tendiopathien und 

einer aktivierten AC-Gelenksarthrose dargestellt seien (Suva-act. 82). Ohne 

Schultergelenksverletzung bleibt jedoch für eine (sekundär) traumatisch bedingte 

Osteolyse, Arthrose sowie Tendopathie bzw. Tendinitis kein Raum, zumal die fraglichen 

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Gesundheitsschädigungen im Regelfall ohnehin rein degenerativ bzw. 

krankheitsbedingt vorkommen (vgl. Erwägung 3.2). Der Umstand, dass am Unfalltag im 

Institut für Radiologie des KSSG unter anderem eine radiologische Untersuchung des 

linken Schultergelenks stattgefunden hat (Suva-act. 143), vermag nicht als Hinweis auf 

eine ursprüngliche Schultergelenksläsion gelten. Der Grund hierfür ist wohl einzig darin 

zu sehen, dass der Beschwerdeführer einen schweren Arbeitsunfall mit Sturz von 

einem Tisch erlitten hatte, aufgrund dessen umfassende Verletzungen im Raum 

standen. Dies machte es - wie getätigt - offensichtlich erforderlich, zur Feststellung 

bzw. zum Ausschluss von Verletzungen den ganzen Körper des Beschwerdeführers 

einer radiologischen Untersuchung zu unterziehen. Bezüglich der Osteolyse kommt 

hinzu, dass diese bereits am Unfalltag röntgenologisch sichtbar war. Der Zeitraum 

zwischen dem Unfallereignis vom 4. Februar 2011 und der kernspintomographischen 

Untersuchung vom 18. Oktober 2011 ist sodann mit rund 10 Monaten relativ kurz, so 

dass auch eine unfallbedingte Arthrose kaum postuliert werden kann. Demgemäss 

spricht auch Dr. D.___ in seinem Bericht vom 30. April 2012 über die kreisärztliche 

Untersuchung vom 27. April 2012 von einer vorbestehenden 

Acromioclaviculargelenksarthrose (Suva-act. 104). Der Begriff "chronisch", wie er im 

MRI-Untersuchungsbericht im Zusammenhang mit der Tendiopathie angeführt ist, 

steht schliesslich dem Begriff "traumatisch" entgegen. Während letzterer einen akut 

aufgetretenen Zustand beschreibt, bedeutet chronisch "langsam sich entwickelnd, 

langsam verlaufend" (Pschyrembel, a.a.O., S. 389; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 

334). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang 

der konkret radiologisch objektivierten Gesundheitsschäden zum Unfallereignis vom 4. 

Februar 2011 insgesamt mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

auszuschliessen ist.

3.5    

3.5.1  Dr. D.___ nimmt in seinem Bericht vom 30. April 2012 über die kreisärztliche 

Untersuchung 27. April 2012 betreffend Unfallkausalität der Schulterbeschwerden links 

die vorangehenden Erwägungen auf. Laut Angaben des Beschwerdeführers seien die 

Schulterbeschwerden linksseitig durch den Unfall aufgetreten. Weder in der 

Echtzeitdokumentation noch in späteren Arztberichten würden jedoch 

Schulterbeschwerden linksseitig erwähnt. Auch in der kreisärztlichen Untersuchung 

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vom 24. August 2011 (Suva-act. 45) habe der Beschwerdeführer keine diesbezüglichen 

Beschwerden angegeben. Bildgebend fänden sich in den Unterlagen 

Röntgenaufnahmen beider Schultergelenke vom Unfalltag und ein MRI der linken 

Schulter vom 18. Oktober 2011. Im Weiteren hält er fest, aus rein medizinischer Sicht 

sei denkbar, dass eine Schulterkontusion zu einer Aktivierung einer vorbestehenden 

Acromioclaviculargelenksarthrose führe. Bei ansonsten fehlender medizinischer 

Dokumentation müsse die Wahrhaftigkeitsbeurteilung der Angaben jedoch 

administrativ erfolgen (Suva-act. 104). Im Bericht vom 1. Februar 2013 über die 

kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 31. Januar 2013 verwies Dr. D.___ auf seine 

Ausführungen vom 30. April 2012 und formulierte, der Beschwerdeführer gebe an, dass 

er die linke Schulter anlässlich des Ereignisses am 4. Februar 2011 angeschlagen 

habe. Er wiederholte, dass die Wahrhaftigkeitsbeurteilung der Angaben des 

Beschwerdeführers allein der Administration obliege. Es werde ihr empfohlen, die 

Ambulanzaufzeichnungen der Zentralen Notfallabteilung im KSSG anzufordern, um 

festzustellen, ob gegebenenfalls dort eine Schulterverletzung dokumentiert sei (Suva-

act. 116). In der Folge wurde vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit 

Einsprache vom 17. Juli 2013 (Suva-act. 141) der Untersuchungsbericht des Instituts 

für Radiologie des KSSG vom 4. Februar 2011 (Suva-act. 143) eingereicht. Die 

Beschwerdegegnerin erliess ihren Einspracheentscheid vom 14. August 2013 (Suva-

act. 150), ohne zuvor den fraglichen medizinischen Bericht nochmals Dr. D.___ zu 

unterbreiten. Im Rahmen seiner Beurteilungen lag dem Kreisarzt ausserdem auch der 

Bericht des am Unfalltag diensthabenden Notarztes SGNOR Dr. G.___ vom 19. Juni 

2013 (Suva-act. 133) nicht vor.

3.5.2    Dem Einwand des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (act. G 1 Ziff. 3.1 

f.), die neuen Unterlagen hätten Dr. D.___ für eine abschliessende Beurteilung vorgelegt 

werden müssen bzw. der Beschwerdegegnerin habe das notwendige, medizinische 

Fachwissen gefehlt, um den Bericht des KSSG vom 4. Februar 2011 verlässlich 

beurteilen zu können, kann nicht gefolgt werden. In der Anamnese des Berichts vom 1. 

Februar 2013 über die ärztliche Abschlussuntersuchung vom 31. Januar 2013 (Suva-

act. 116) sind die radiologischen Untersuchungsergebnisse vom 4. Februar und 18. 

Oktober 2011 umfassend aufgeführt. Dr. D.___ sieht zwar in seinen Berichten von einer 

ausdrücklichen Feststellung des Fehlens einer strukturellen Unfallverletzung ab. Der 

Hinweis auf die radiologischen Unterlagen sowie die Aussage - aus rein medizinischer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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Sicht sei es denkbar, dass eine Schulterkontusion zu einer Aktivierung einer 

vorbestehenden Acromioclaviculargelenksarthrose führen könne - lässt jedoch davon 

ausgehen, dass er das Vorliegen einer solchen entsprechend der medizinischen 

Aktenlage - insbesondere auch in Berücksichtigung der im Rahmen einer 

Kausalitätsbeurteilung massgebenden echtzeitlichen Befunderhebungen - ausschliesst. 

Einzig hinsichtlich der Feststellung des Geschehens einer allfälligen Schulterkontusion 

empfahl er die Einholung der Ambulanzaufzeichnungen der Zentralen Notfallabteilung 

und hielt ausdrücklich fest, dass die Wahrhaftigkeitsbeurteilung der Angaben des 

Beschwerdeführers eines Anschlagens der linken Schulter anlässlich des Ereignisses 

vom 4. Februar 2011 allein der Administration obliege. Medizinisch sah er damit 

offensichtlich für das Vorliegen fortdauernder unfallkausaler Schulterbeschwerden 

keinen Raum mehr und stellte seine Beurteilung fehlender unfallkausaler struktureller 

Restfolgen mit fortdauernden unfallkausalen Beschwerden nicht in Frage. Es ist damit 

nicht ersichtlich, inwiefern Dr. D.___ das röntgenologische Untersuchungsergebnis des 

KSSG nochmals hätte vorgelegt werden müssen. Dieses sowie der Bericht des 

Notarztes SGNOR Dr. G.___ enthielten letztlich ohnehin keinerlei Hinweise auf eine 

strukturelle Schulterverletzung. Eine Kontusion hat keinesfalls zwingend eine solche zur 

Folge, kann jedoch - wie von Dr. D.___ angeführt - zu einer Aktivierung eines 

Vorzustands führen. Mit der Formulierung "denkbar" weist Dr. D.___ darauf hin, dass 

auch ein solcher Verlauf nicht regelmässig auftritt. Nachdem eine Kontusion im 

Normalfall innert kurzer Zeit abheilt und vorliegend keine strukturellen Schäden 

bestehen, ist ausserdem nicht anzunehmen, dass sturzbedingt 4 1/2 Monate später 

plötzlich Beschwerden in einem neuen Körperbereich auftreten. Angesichts dessen, 

dass die neuen Akten schliesslich keinerlei Hinweise für das Geschehen einer 

Schulterkontusion enthielten, hatte die Beschwerdegegnerin keinerlei Veranlassung, 

weitere medizinischen Abklärungen hinzuzufügen. Einzig bei einer überwiegend 

wahrscheinlichen Schulterkontusion hätte sich nachfolgend die von einem Arzt zu 

beurteilende Frage gestellt, ab welchem Zeitpunkt die Kontusion abgeheilt, d.h. der 

Status quo sine/ante erreicht war (vgl. dazu Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 Sozialrechtliche Abteilung des 

Bundesgerichts] vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.1 f.; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 

328 E. 3b).

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3.6   Zusammenfassend ist bei obiger Sachlage festzuhalten, dass am 4. Februar 2011 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit kein Unfallereignis mit 

einer natürlich und adäquat kausalen Schädigung der linken Schulter stattgefunden 

hat, weshalb die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht  für eine allenfalls daraus 

entstandene Erwerbseinbusse zu Recht verneint hat. Auch eine vorübergehende 

Verschlimmerung eines Vorzustands fällt aus diesen Gründen ausser Betracht.

4.       

4.1   Einig sind sich die Parteien hingegen darin, dass der Beschwerdeführer infolge 

des Unfalls vom 4. Februar 2011 Unfallrestfolgen im Bereich des rechten Fusses 

aufweist. Auf weitere Ausführungen diesbezüglich kann bei Vorliegen einer schlüssigen 

und unbestrittenen Aktenlage verzichtet werden (vgl. dazu Suva-act. 116, 118).

4.2   Wie der Wortlaut von Art. 21 Abs. 4 ATSG zeigt, kommt der versicherten Person 

im Sozialversicherungsrecht eine Schadenminderungspflicht zu; im konkreten Fall eine 

rentenspezifische Schadenminderungspflicht. Zum Ausdruck gebracht ist diese im 

Grundsatz "Eingliederung vor Rente" und besteht grundsätzlich in einer Umschulung 

des Beschwerdeführers in einen, seinem erlernten Beruf eines Maschinenschlossers 

und geprüften Schweissers (vgl. Suva-act. 33) gleichwertigen, aber 

behinderungsadaptierten, und sich rentenmindernd auswirkenden Beruf (vgl. Ueli 

Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009, Vorbemerkungen N 47). Angesichts 

des Alters des Beschwerdeführers (geb. 1954) bzw. seiner verbleibenden 

Aktivitätsperiode fällt jedoch eine Umschulung ausser Betracht (vgl. dazu Ulrich Mayer, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl. Zürich 2010, S. 101 f.).

4.3   Zu prüfen bleibt damit, welche Erwerbseinbusse der Beschwerdeführer durch 

seine Restfolgen der beim Unfall vom 4. Februar 2011 zugezogenen Fussverletzungen 

rechts erleidet. Die Parteien sind sich darin einig, dass der Beschwerdeführer durch 

diese in seiner angestammten Tätigkeit als Schlosser nicht mehr arbeitsfähig ist. 

Gestützt auf die von Dr. D.___ in seinem Bericht 1. Februar 2013 über die kreisärztliche 

Abschlussuntersuchung 31. Januar 2013 (Suva-act. 116) bestätigte 

Zumutbarkeitsbeurteilung bzw. Arbeitsfähigkeitsschätzung der Rehaklinik Bellikon im 

Austrittsbericht vom 9. Januar 2012 ist ihm hingegen in einer adaptierten, 

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wechselbelastenden Tätigkeit ohne längeres Stehen oder Gehen am Stück während > 

60 Minuten, Tätigkeiten mit Erfordernis, schneller laufen zu müssen, Arbeiten in 

unebenem Gelände, Vibrationsbelastung und Schläge bezüglich des rechten Fusses, 

Zwangshaltung für den rechten Fuss und ohne Arbeiten an sturzexponierten Stellen 

(innerhalb der nächsten drei Monate) das Erreichen einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit 

zumutbar (Suva-act. 83). Gegen diese Auffassung ist aufgrund der vorliegenden 

medizinischen Akten nichts einzuwenden. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht 

den Invaliditätsgrad aufgrund einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

Tätigkeit ermittelt. Nach Berechnung der Beschwerdegegnerin führt die unfallbedingte 

körperliche Einschränkung zu einer Erwerbseinbusse von 24%. Der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers hat gegen diese Berechnung keine konkreten Einwände 

erhoben. Die vorliegenden Akten liefern keine Hinweise, gemäss welchen die 

Berechnung des Invaliditätsgrads zu beanstanden wäre. In der Beschwerde vom

12. September 2013 (act. G 1) wurde sodann richtigerweise auch kein Lohnabzug mehr 

bei der Ermittlung des Invalideneinkommens gefordert (vgl. dazu BGE 129 V 475 ff. E. 

4.2.1 ff.). Nicht bestritten ist schliesslich die Berentung ab 1. Februar 2013.

5.    

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 14. August 2013 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2014
	Art. 6 UVG, Art. 8 ATSG: Unbestrittene Berechnung des Invaliditätsgrads unter Berücksichtigung der Unfallrestfolgen im Bereich des rechten Fusses. Verneinung einer Leistungspflicht für eine allenfalls aus Schulterbeschwerden links resultierende Erwerbseinbusse aufgrund Nichtbestehens eines natürlichen Kausalzusammenhangs zum Unfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. August 2014, UV 2013/58).

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