# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4814fda-451a-52dc-bd98-7d5f0b332d98
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-09-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.09.2021 A-6525/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6525-2020_2021-09-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-6525/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  S e p t e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richterin Christine Ackermann (Vorsitz), 

Richter Jürg Marcel Tiefenthal, Richter Jérôme Candrian,    

Gerichtsschreiber Joel Günthardt. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

B._______,  

beide vertreten durch  

Konrad Reber, Anwalt und Notar, 

Wydenstrasse 11, Postfach 176, 4704 Niederbipp,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Pronovo AG,  

Dammstrasse 3, 5070 Frick,    

Erstinstanz,  

 

Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom,  

Christoffelgasse 5, 3003 Bern,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Bescheid über die definitive Höhe der kostendeckenden  

Einspeisevergütung. 

 

 

A-6525/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 17. Januar 2011 meldeten A._______ und B._______ eine geplante 

Photovoltaik-Anlage (nachfolgend: PV-Anlage) bei der Swissgrid AG für die 

kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) an. Die PV-Anlage wurde am 

5. November 2013 in Betrieb genommen. 

B.  

Mit Bescheid vom 1. Oktober 2014 stufte die Swissgrid AG die Anlage als 

angebaut ein und setzte den gegenüber einer integrierten Anlage tieferen 

Vergütungssatz fest.  

C.  

Dagegen gelangten A._______ und B._______ an die Eidgenössische 

Elektrizitätskommission (ElCom), welche mit Verfügung vom 7. Juli 2016 

den Bescheid der Swissgrid AG bestätigte. Zusätzlich sprach ihnen die  

ElCom nach den Grundsätzen des Vertrauensschutzes eine pauschale 

Entschädigung von Fr. 65'448.00 aus dem KEV-Fonds zu.  

D.  

Gegen diese Verfügung erhoben A._______ und B._______ am 15. Au-

gust 2016 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und verlangten 

unter anderem, dass ihnen die KEV für eine integrierte Photovoltaik-Anlage 

zuzusprechen sei; eventuell sei die Swissgrid AG zu verpflichten, ihnen 

nebst der KEV für angebaute Anlagen eine Entschädigung im Umfang von 

Fr. 364'238.00 zu entrichten.  

Das Bundesverwaltungsgericht hiess mit Urteil A-4971/2016 vom 16. Ja-

nuar 2017 die Beschwerde gut. Es hob die angefochtene Verfügung auf 

und wies die Angelegenheit an die ElCom zur Neufestsetzung der KEV ge-

mäss den Ansätzen für integrierte Photovoltaik-Anlagen zurück.  

E.  

Die dagegen vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, 

Energie und Kommunikation (UVEK) erhobene Beschwerde hiess das 

Bundesgericht mit Urteil 2C_180/2017 vom 10. Januar 2018 gut. Es hob 

das angefochtene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auf und wies die 

Angelegenheit zur Neubeurteilung an dieses zurück. Das Bundesgericht 

entschied, dass die streitbetroffene Anlage der Kategorie der angebau-

ten Anlagen zuzuordnen sei. Zu prüfen bleibe, wie es sich mit dem Er-

satz des Vertrauensschadens verhalte. 

A-6525/2020 

Seite 3 

F.  

Das Bundesverwaltungsgericht nahm das Verfahren unter der Verfahrens-

nummer A-565/2018 wieder auf. Mit Urteil vom 11. April 2018 hiess es die 

Beschwerde vom 15. August 2016 teilweise gut und wies die Sache zu 

weiteren Abklärungen und neuem Entscheid an die ElCom zurück. 

G.  

A._______ und B._______ erhielten in der Folge mehrfach Gelegenheit 

zur Stellungnahme. Sie beantragten mit Eingabe vom 9. Juli 2018 im We-

sentlichen, dass nebst der KEV-Vergütung für angebaute Anlagen der ge-

schuldete Vertrauensschaden auf Fr. 601'493.00 (unter Kosten- und Ent-

schädigungsfolge) festzusetzen sei. Zudem stellten sie verschiedene Be-

weisanträge und legten wiederholt neue Unterlagen ins Recht. 

H.  

Mit Verfügung vom 17. November 2020 wies die ElCom die von A._______ 

und B._______ gestellten Beweisanträge ab und sprach ihnen zusätzlich 

zur KEV-Vergütung eine einmalige Entschädigung von Fr. 68'398.35 sowie 

einen Schadenszins von jeweils 5 % p.a. von Fr. 18'200.00 seit dem 1. Juli 

2013, von Fr. 1'674.00 seit dem 1. Februar 2014 und von Fr. 2'200.00 seit 

dem 1. Juli 2014 bis zur Auszahlung der einmaligen Entschädigung aus 

dem Netzzuschlagsfonds zu. 

I.  

Gegen diese Verfügung der ElCom (nachfolgend: Vorinstanz) erheben 

A._______ und B._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe 

vom 23. Dezember 2020 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. 

Sie beantragen, die Verfügung der Vorinstanz vom 17. November 2020 sei 

aufzuheben. Es sei ihnen nebst der KEV-Vergütung für angebaute Anlagen 

ein Vertrauensschaden von Fr. 626'186.55 zuzusprechen. In prozessualer 

Hinsicht stellen sie verschiedene Beweis- und Editionsanträge. 

Zur Begründung führen sie im Wesentlichen aus, dass die Behörde den 

Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen habe (Offizialmaxime) und 

sich nicht auf die zivilprozessuale Dispositionsmaxime berufen könne. Der 

Vertrauensschaden sei von ihnen ausführlich dargetan worden und durch 

Unterlagen und Berichte nachgewiesen bzw. sei durch Gutachten zu er-

stellen. 

 

A-6525/2020 

Seite 4 

J.  

In der Folge reichen die Vorinstanz am 12. Februar 2021 sowie die zum 

Verfahren hinzugezogene Vollzugsstelle nach dem neuen Energiegesetz 

vom 30. September 2016 (EnG, SR 730.0), die Pronovo AG (nachfolgend: 

Erstinstanz), am 15. Februar 2021 ihre Stellungnahmen ein. Die Erstin-

stanz beantragt, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungs-

folge abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Vorinstanz beantragt, 

die Beschwerde sei unter den gesetzlichen Kostenfolgen abzuweisen. 

Eventualiter sei bei gänzlicher oder teilweiser Gutheissung reformatorisch 

zu entscheiden. 

K.  

Mit Replik vom 4. März 2021 halten die Beschwerdeführer an ihren Anträ-

gen fest bzw. beantragen (unter Kosten- und Entschädigungsfolgen) die 

Abweisung der Anträge der «Beschwerdegegner» und legen neue Akten 

ins Recht. 

L.  

Ebenso hält die Vorinstanz mit Duplik vom 4. April 2021 an ihren Anträgen 

fest, während die Erstinstanz am 8. April 2021 auf eine Duplik verzichtet. 

M.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die sich bei den Akten be-

findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen der 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

Prozessvoraussetzungen 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern eine Vorinstanz im Sinne 

von Art. 33 VGG entschieden hat und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG 

gegeben ist.  

A-6525/2020 

Seite 5 

Nach dem Recht, das zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung der 

Swissgrid AG (nachfolgend: vormalige Erstinstanz) vom 1. Oktober 2014 

als auch im Zeitpunkt der Verfügung der Vorinstanz am 7. Juli 2016 galt, 

war letztere für Streitigkeiten der vorliegenden Art zuständig (Art. 25 

Abs. 1bis des Energiegesetzes vom 26. Juni 1998, Stand am 1. Januar 

2017). Diese Zuständigkeit blieb übergangsrechtlich unter dem seit dem 

1. Januar 2018 geltenden Recht bestehen (Art. 74 Abs. 5 EnG). Ent-

scheide der Vorinstanz sind beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar 

(Art. 66 Abs. 2 EnG i.V.m. Art. 23 des Stromversorgungsgesetzes vom 

23. März 2007 [StromVG, SR 734.7] und Art. 33 Bst. f VGG). Eine Aus-

nahme nach Art. 32 VGG ist nicht gegeben. Das Bundesverwaltungsge-

richt ist daher zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, 

soweit das VGG nichts Anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Die Beschwerdeführer sind als Adressaten der angefochtenen 

Verfügung, mit welcher ihnen die Ausrichtung einer Entschädigung für den 

Vertrauensschaden teilweise verweigert wurde, ohne Weiteres zur Be-

schwerde berechtigt (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und 

Art. 52 VwVG) ist somit einzutreten. 

Kognition, Beweise und Beweislast 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Er-

messensausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). 

2.2 In letzterem Punkt auferlegt sich das Bundesverwaltungsgericht jedoch 

eine gewisse Zurückhaltung, wenn technische Fragen zu beurteilen sind 

oder die Vorinstanz gestützt auf die eigene Fachkompetenz oder der ihr 

vom Gesetzgeber beigegebenen Fachbehörden entschieden hat. Dies 

setzt voraus, dass im konkreten Fall der Sachverhalt vollständig und richtig 

abgeklärt worden ist, die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte 

geprüft und die Vorinstanz die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und 

umfassend vorgenommen hat (BGE 142 II 451 E. 4.5.1 m.w.H.; Urteil des 

BVGer A-296/2020 vom 3. November 2020 E. 2.1).  

A-6525/2020 

Seite 6 

2.3 Das Bundesverwaltungsgericht stellt den Sachverhalt unter Vorbehalt 

der Mitwirkungspflicht der Parteien von Amtes wegen fest (Art. 12 f. VwVG) 

und bedient sich nötigenfalls verschiedener Beweismittel. Es nimmt die ihm 

angebotenen Beweise ab, wenn diese zur Abklärung des Sachverhaltes 

tauglich erscheinen (Art. 33 Abs. 1 VwVG) und kann von einem beantrag-

ten Beweismittel dann absehen, wenn bereits Feststehendes bewiesen 

werden soll, wenn von vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis 

keine wesentlichen Erkenntnisse zu vermitteln vermag oder wenn es den 

Sachverhalt aufgrund eigener Sachkunde ausreichend würdigen kann (an-

tizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 131 I 153 E. 3; BVGE 2009/46 E. 4.1; 

Urteil des BVGer A-5818/2019 vom 9. Dezember 2020 E. 4.9.2 m.H.). Es 

würdigt dabei die Beweise grundsätzlich frei, ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss (Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung; vgl. Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes 

über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]; BGE 137 II 266 E. 3.2; 

BVGE 2012/33 E. 6.2.1). Eine rechtserhebliche Tatsache, für die grund-

sätzlich der volle Beweis zu erbringen ist (Regelbeweismass), gilt als be-

wiesen, wenn das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdigung zur Über-

zeugung gelangt, sie habe sich verwirklicht. Absolute Gewissheit ist indes 

nicht erforderlich; es genügt, wenn das Gericht an der behaupteten Tatsa-

che keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel 

als leicht erscheinen (BVGE 2012/33 E. 6.2.1). Auch im öffentlichen Recht 

gilt sodann der allgemeine Grundsatz gemäss Art. 8 ZGB, wonach derje-

nige die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat, der aus der 

unbewiesen gebliebenen Tatsache Rechte ableitet (vgl. BGE 144 II 332 

E. 4.1.3 und 142 II 433 E. 3.4.2 m.w.H.; BVGE 2012/33 E. 6.2.2). 

Mitwirkungspflicht 

3.  

3.1 Die KEV ist als Finanzhilfe zu qualifizieren und untersteht daher den 

Bestimmungen des Bundesgesetzes über Finanzhilfen und Abgeltungen 

vom 5. Oktober 1990 (Subventionsgesetz, SuG, SR 616.1; dazu ausführ-

lich PETER HETTICH/SIMONE WALTHER, Rechtsfragen um die kostende-

ckende Einspeisevergütung [KEV] für Elektrizität aus erneuerbaren Ener-

gien, ZBl 112/2011 S. 143 ff., S. 162 ff.). Gemäss dem einschlägigen Art. 11 

Abs. 2 aSuG, aber auch nach dem seit 1. Januar 2021 in Kraft getretenen 

Art. 15c SuG, müssen die Gesuchsteller der zuständigen Behörde alle er-

forderlichen Auskünfte erteilen. Im Subventionsverfahren steht die Mitwir-

A-6525/2020 

Seite 7 

kung der Gesuchsteller im Zentrum des behördlichen Entscheidungspro-

zesses. Dies setzt eine entsprechende Sorgfalts- und Wahrheitspflicht 

beim Ausfüllen des Gesuchs respektive Anmeldeformulars voraus. Da die 

Gesuchsteller die konkreten Verhältnisse eines KEV-Projekts am besten 

kennen und es sich grundsätzlich um ein von ihnen eingeleitetes Subven-

tionsverfahren handelt, tragen sie die Verantwortung für die Richtigkeit der 

selbst gemachten Angaben. An die Kontrolltätigkeit der Behörde dürfen 

hingegen nicht allzu hohe Anforderungen gestellt werden. Sie soll sich 

grundsätzlich auf die Angaben der Gesuchsteller verlassen können (vgl. 

Urteile des BVGer A-6543/2018 vom 24. März 2020 E. 6.1.2 und 

A-4324/2019 vom 20. Februar 2020 E. 3.4.3 m.w.H.). 

3.2 Die Mitwirkungspflicht ist nicht auf das Subventionsverfahren be-

schränkt. Im Zusammenhang mit der Entschädigung aus Vertrauensscha-

den trifft die Gesuchsteller ebenfalls eine Mitwirkungspflicht bzw. -obliegen-

heit (Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG; vgl. ferner zur Mitwirkungspflicht bzw.  

-obliegenheit im Allgemeinen das Urteil des BVGer A-300/2013 vom 6. Juli 

2015 E. 3.2.3 m.w.H.). Deren Verletzung kann bei der Beweiswürdigung 

zum Nachteil der Gesuchsteller berücksichtigt werden (vgl. E. 2.3 hiervor; 

Art. 40 BZP i.V.m. Art. 19 VwVG; statt vieler Urteil des BVGer A-1987/2016 

vom 6. September 2016 E. 8.7.4.1) oder ausnahmsweise sogar ein Nicht-

eintreten auf das Gesuch zur Folge haben (vgl. Art. 13 Abs. 2 VwVG; Urteil 

des BGer 9C_669/2016 vom 20. Dezember 2016 E. 7.1; Urteil des BVGer 

A-4809/2016 vom 26. Januar 2017 E. 6.4). 

Grundlagen zur Ermittlung des Vertrauensschadens 

4.  

4.1 Kommt eine Bindung des Staates an die Vertrauensgrundlage (Bestan-

desschutz) wegen überwiegender öffentlicher Interessen nicht in Frage  

oder scheidet sie aus tatsächlichen Gründen von vornherein aus, ist die 

betroffene, in ihrem berechtigten Vertrauen zu schützende Person für die 

erlittenen Nachteile regelmässig zu entschädigen (vgl. etwa Urteile des 

BGer 2C_444/2015 vom 4. November 2015 E. 3.1 und 2C_960/2013 vom 

28. Oktober 2014 E. 3.4.3 ff.). Vorliegend ergibt sich dieser Anspruch direkt 

aus Art. 9 BV (vgl. statt vieler Urteil des BVGer A-4809/2016 vom 26. Ja-

nuar 2017 E. 5.2 m.w.H.). 

Ist der betroffenen Person eine Entschädigung zuzusprechen, ist ihr in der 

Regel der entstandene Vertrauensschaden (sog. negatives Interesse; im 

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Seite 8 

Gegensatz zum positiven bzw. Erfüllungsinteresse) zu ersetzen. Die be-

troffene Person ist grundsätzlich so zu stellen, wie wenn sie die gestützt 

auf die Vertrauensgrundlage vorgenommenen Dispositionen nicht getrof-

fen hätte (vgl. Urteil des BVGer A-5871/2016 vom 21. Februar 2018 E. 4.2 

m.H.). Der Vertrauensschaden bzw. das negative Interesse entspricht dem 

Total der durch die Vertrauensgrundlage ausgelösten Investitionen (Urteil 

des BVGer A-6543/2018 vom 24. März 2020 E. 7.6.4). Mit andern Worten 

ist höchstens jener Vermögensschaden zu ersetzen, der unmittelbar durch 

die in berechtigtem Vertrauen vorgenommenen Investitionen und Aufwen-

dungen ausgelöst wurde und in Kausalzusammenhang mit der Vertrauens-

grundlage steht. Jedenfalls sollen nur die der geschädigten Person tat-

sächlich erwachsenen Nachteile ausgeglichen werden. Dass diese nicht 

darüber hinaus begünstigt werden soll, liegt auf der Hand (Urteil des BGer 

2C_960/2013 vom 28. Oktober 2014 E. 3.5.2 und 4.5.3 m.H.; vgl. ferner 

Urteil des BVGer B-4730/2014 vom 17. September 2015 E. 8.3). 

Nicht in jedem Fall ist allerdings vom Staat voller Schadenersatz zu leisten. 

Die (volle) Entschädigungspflicht kann in Ausnahmefällen ebenso wie der 

Bestandesschutz zu einer Blockierung staatlicher Aktivitäten führen. Ein 

Vertrauensschutz, der wichtige staatliche Aufgaben verunmöglicht, ist aber 

undenkbar. Auch die Entschädigungsfolge muss deshalb unter dem Vorbe-

halt überwiegender öffentlicher Interessen stehen (Urteil des BVGer 

A-5871/2016 vom 21. Februar 2018 E. 4.2; BEATRICE WEBER-DÜRLER, Ver-

trauensschutz im öffentlichen Recht, 1983, S. 143 m.w.H.; das Bundesge-

richt spricht im Zusammenhang mit dem Widerruf von Verfügungen verein-

zelt von einer "angemessenen Entschädigung" [vgl. etwa BGE 100 Ib 299 

E. 2, S. 303 und 88 I 224 E. 1 S. 228; Urteil des BGer 1C_740/2013 vom 

6. Mai 2015 E. 8.3]; im Urteil des BGer 2C_960/2013 vom 28. Oktober 

2014 E. 3.5.2 [m.w.H.] hat es ausgeführt: "Praxisgemäss sind in Fällen der 

Vertrauenshaftung [nur] gewisse [Hervorhebung hinzugefügt] durch den 

Betroffenen gestützt auf das vertrauensbegründende Verhalten vorgenom-

mene Aufwendungen zu ersetzen“). 

4.2 Falls sich der effektive Vertrauensschaden nicht ermitteln lässt, ist er 

zu schätzen und es ist eine angemessene pauschale Entschädigung zuzu-

sprechen (vgl. Art. 42 Abs. 2 OR analog; Urteile des BVGer A-6543/2018 

vom 24. März 2020 E. 7.6.4 und A-4809/2016 vom 26. Januar 2017 E. 6.2; 

ferner BGE 121 V 71 E. 2d; Urteil des BVGer A-84/2015 vom 8. Dezember 

2015 E. 9.1). Dasselbe gilt, wenn die exakte Bezifferung des Schadens nur 

mit unverhältnismässigem Aufwand möglich und deshalb nicht zumutbar 

A-6525/2020 

Seite 9 

ist (vgl. statt vieler BGE 134 III 306 E. 4.1.2; Urteil des BGer 4A_397/2016 

vom 30. November 2016 E. 5.1 m.w.H.). 

Streitgegenstand und Rügen 

5.  

5.1 Die Vorinstanz kam in ihrer Verfügung vom 7. Juli 2016 zum Schluss, 

die Beschwerdeführer hätten mit dem Ziel, den Leitsatz 2 der Richtlinie 

"kostendeckende Einspeisevergütung KEV" des Bundesamtes für Energie 

vom 1. Oktober 2011 (BFE; nachfolgend: KEV-Richtlinie) zu erfüllen, und 

im Vertrauen auf diesen Leitsatz als behördliche Zusicherung, Dispositio-

nen getätigt. Der zweite Leitsatz der KEV-Richtlinie setzte in seiner damals 

gültigen Fassung vom 1. Oktober 2011 (Version 1.2) die "optisch integrier-

ten" bzw. "scheinintegrierten" Anlagen mit den integrierten Anlagen gleich. 

Sodann kann als erstellt gelten (und wurde auch von der Erstinstanz aner-

kannt; vgl. Urteil des BVGer A-565/2018 vom 11. April 2018 E. 2.1), dass 

die Anlage die Anforderungen an eine scheinintegrierte Anlage gemäss 

dem Leitsatz 2 der damaligen KEV-Richtlinie erfüllte. Damit hätte die strit-

tige Photovoltaik-Anlage grundsätzlich von den höheren KEV-Sätzen pro-

fitiert. Im Verlaufe des Jahres 2013 vollzog die vormalige Erstinstanz je-

doch eine Praxisänderung und hob den Leitsatz 2 der KEV-Richtlinie er-

satzlos auf, da dieser den Vorgaben der damaligen Energieverordnung 

vom 7. Dezember 1998 (AS 1999 207) nicht entsprach.  

Das Bundesverwaltungsgericht hob die Verfügung mit Urteil A-4971/2016 

vom 16. Januar 2017 auf und wies die Angelegenheit an die Vorinstanz zur 

Neufestsetzung der KEV gemäss den Ansätzen für integrierte Photovol-

taik-Anlagen zurück. 

5.2 Mit Urteil 2C_180/2017 vom 10. Januar 2018 stellte das Bundesgericht 

fest, dass die Photovoltaik-Installation nicht als integrierte Anlage qualifi-

ziert werden könne, sondern den angebauten Anlagen zuzuordnen sei. 

Demzufolge gelange der tiefere KEV-Satz zur Anwendung und es seien die 

Grundlagen und Wirkungen des Vertrauensschutzes zu prüfen. Zwischen 

den Parteien sei umstritten, welche Posten bei der Schadensberechnung 

zu berücksichtigen seien. Zu der von der Vorinstanz in ihrem Entscheid 

vom 7. Juli 2016 angewandten abstrakten Berechnungsmethode für eine 

Pauschalentschädigung sowie zum gewählten Ansatz von Fr. 150.00/kWp 

habe sich das Bundesverwaltungsgericht soweit ersichtlich noch nie äus-

A-6525/2020 

Seite 10 

sern können. Da es sich im ersten Rechtsgang noch nicht damit auseinan-

dergesetzt habe, wies das Bundesgericht die Angelegenheit an dieses zu-

rück. 

5.3 Da die Vorinstanz deutlich besser mit der Materie und den tatsächli-

chen Verhältnissen vertraut ist und ihr bei einer allfälligen Schätzung des 

Vertrauensschadens ein weiter Ermessensspielraum zusteht, wurde die 

Angelegenheit vom Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-565/2018 vom 

11. April 2018 zu weiteren Abklärungen und neuem Entscheid an diese zu-

rückgewiesen. Die Vorinstanz hatte einerseits darüber zu befinden, welche 

der geltend gemachten Schadenspositionen entschädigungsberechtigt 

sind. Andererseits hatte sie den effektiv bei den Beschwerdeführern ange-

fallenen Mehraufwand für die optisch integrierte Bauweise festzustellen 

bzw. – soweit sich dieser nicht oder nur teilweise ermitteln lassen sollte – 

zu schätzen (vgl. E. 4.2 hiervor). Mit Blick auf die bereits pendenten und 

noch zu erwartenden gleichartigen Verfahren sowie die potenzielle Belas-

tung des KEV-Fonds hatte die Vorinstanz sodann darüber entscheiden, ob 

der ermittelte Vertrauensschaden ganz oder ausnahmsweise nur teilweise 

entschädigt werde (Urteil des BVGer A-565/2018 vom 11. April 2018 

E. 2.3.3 f. m.H.). 

5.4 Mit Verfügung vom 17. November 2020 nahm die Vorinstanz von ihrer 

abstrakten Berechnungsmethode mit einer pauschalen Entschädigung 

zum gewählten Ansatz von Fr. 150.00/kWp Abstand. Es erübrigt sich dem-

nach darauf einzugehen. Nur nebenbei sei bemerkt, dass das Bundesver-

waltungsgericht 2017 die Anknüpfung einer Pauschalentschädigung an die 

Leistung einer PV-Anlage mit dem Grundsatz der Rechtsgleichheit für nicht 

vereinbar erklärt hatte (Urteile des BVGer A-4809/2016 vom 26. Januar 

2017 E. 6.3.2 und A-5561/2016 vom 17. Mai 2017 E. 6.4.2). 

Weiter anerkannte die Vorinstanz keine Eigenleistungen. Dagegen aner-

kannte sie die folgenden Schadensposten als Vertrauensschaden sowie 

einen Schadenszins von jeweils 5 % p.a. von Fr. 18'200.00 seit dem 1. Juli 

2013, von Fr. 1'674.00 seit dem 1. Februar 2014 und von Fr. 2'200.00 seit 

dem 1. Juli 2014 bis zur Auszahlung der einmaligen Entschädigung aus 

dem Netzzuschlagsfonds:  

A-6525/2020 

Seite 11 

Schadensposten Betrag (Fr.) 

Spenglerarbeiten zur optischen In-

tegration der Anlage, inkl. Anteil an 

Gerüst/Sicherungsmassnahmen 

(Rz. 114 der Verfügung) 

22'074.00 

Minderertrag  

(Rz. 154 der Verfügung) 

46'324.35 

Total 68'398.35  

(exkl. Schadenszins) 

5.5 Nach dem Gesagten ist die Qualifikation der Photovoltaikanlage als 

"angebaut" nicht mehr strittig. Strittig und somit zu prüfen ist, wie es sich 

mit dem Ersatz des Vertrauensschadens verhält. Die Beschwerdeführer 

machten im ersten Rechtsgang vor dem Bundesverwaltungsgericht im 

Eventualstandpunkt einen Schaden in der Höhe von Fr. 364'238.00 gel-

tend. Nach der Rückweisung durch das Bundesverwaltungsgericht vom 

11. April 2018 bezifferten sie den Schaden auf Fr. 601'493.00. In ihrer Be-

schwerde vom 23. Dezember 2020 stellen sie schliesslich den Antrag, es 

sei ihnen nebst der KEV-Vergütung für angebaute Anlagen ein Vertrauens-

schaden von Fr. 626'186.55 zuzusprechen. Sie stützen sich auf vier Scha-

densposten mit einem davon abweichenden Total von Fr. 626'993.00. 

Neues Unterdach Scheune  Fr. 124'462.20 

Montage / Spenglerarbeiten  Fr. 81'968.10 

Demontage / Spenglerarbeiten Fr. 47'763.25 

Minderertrag Fr. 125'000.00 

Minderrendite bereinigt durch Aufrech-

nung des Minderertrages 

Fr. 246'993.00 

Total Fr. 626'993.00  

(recte: Fr. 626'186.55) 

Zur Begründung stützen sie sich im Wesentlichen auf die folgenden Argu-

mente (vgl. S. 3): 

" 1. Das Eternitdach auf der Scheune wäre beibehalten worden. 

2. Die Solaranlage bzw. die Kollektoren wären optimal ausgerichtet (Him-

melsrichtung und Neigungswinkel) als aufgeständerte Anlage gebaut wor-

den. 

3. Die für die Integration der gesamten Anlage notwendigen Anpassungsar-

beiten wären entfallen. 

A-6525/2020 

Seite 12 

4. Die Rendite auf dem investierten Kapital wäre mit den anderen Sätzen 

gerechnet worden und der Entscheid zum Bau wäre anders ausgefallen." 

Weiter machen die Beschwerdeführer geltend, sie hätten Eigenleistungen 

erbracht, welche zu entschädigen seien. 

5.6 Im Folgenden ist im Einzelnen auf die vorgebrachten Schadensposten 

und -berechnungen einzugehen. Dazu gehören das neue Unterdach für die 

Scheune (E. 6), die Spenglerarbeiten zur optischen Integration der PV-An-

lage (E. 7), der Minderertrag (E. 8) und die Minderrendite auf investiertem 

Kapital sowie der Schadenszins (E. 9). Weiter wird darauf einzugehen sein, 

ob Eigenleistungen der Beschwerdeführer angerechnet werden können 

(E. 10). Abschliessend sind die prozessualen Anträge der Beschwerdefüh-

rer zu prüfen (E. 11). 

Neueindeckung des Scheunendachs 

6.  

Als erstes ist auf das neue Unterdach der Scheune einzugehen. 

6.1 Die Beschwerdeführer bringen vor, sie hätten nachgewiesen, dass das 

alte Eternitdach für die Montage einer Indach-Anlage wegen Brandschutz-

vorschriften nicht habe beibehalten werden können. Die Scheunendacher-

neuerung habe dabei ausschliesslich im Zusammenhang und als 

genügende Voraussetzung für die Montage einer Indach-Anlage erfolgen 

müssen. Tatsache sei, dass das vorbestandene Eternitdach hätte beibe-

halten werden können, insbesondere bei Montage einer aufgeständerten 

Anlage. Der Ersatz des Scheunendaches sei somit nur kausal zur Montage 

der PV-Anlage zur Erfüllung der Indach-Auflage gewesen. Die Berechnung 

der Kosten dieser Dacherneuerung durch einen unabhängigen Dritten er-

gebe einen Schadensbetrag von Fr. 124'462.20. 

6.2 Die Vorinstanz stellte sich in der angefochtenen Verfügung (mit Verweis 

auf den 2. Leitsatz der KEV-Richtlinie) im Wesentlichen auf den Stand-

punkt, dass die Entfernung eines Daches im Hinblick auf die Erstellung ei-

ner (schein-)integrierten Anlage nicht notwendig gewesen sei. In den Be-

merkungen der KEV-Richtlinie werde ausgeführt, dass an den Randab-

schlüssen seitlich, am First und an der Traufe nichts von der Unterkon-

struktion sichtbar sein sollte. Es könne festgehalten werden, dass der 

2. Leitsatz der KEV-Richtlinie die Entfernung des Daches nicht verlangt 

habe, sondern eben gerade die optische Integration auf einem bestehen-

A-6525/2020 

Seite 13 

den Dach genüge ("sog. scheinintegriert"). Auch aus der von den Be-

schwerdeführern im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten E-Mail gehe 

(zur damals gültigen Version 1.1 der KEV-Richtlinie) hervor, dass eine PV-

Anlage bei rein optischer Integration als integriert gelten konnte, selbst 

wenn sie auf ein bestehendes Dach aufgesetzt worden sei. Entsprechend 

fehle es an der Vertrauensgrundlage für den unter dieser Position geltend 

gemachten Schaden und der Kausalität zwischen der Richtlinie und dem 

Schaden. Es könne (im Übrigen) davon ausgegangen werden, dass das 

Dach innert nützlicher Frist ohnehin hätte ersetzt werden müssen. Die für 

die Erneuerung des Daches getätigte Investition sei denn nun auch nicht 

nutzlos geworden. 

6.3 Die Erstinstanz verweist in ihrer Vernehmlassung vom 15. Februar 

2021 im Wesentlichen auf die Ausführungen der Vorinstanz in der 

angefochtenen Verfügung. 

6.4 Zu Recht verweist die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 17. November 

2020 auf den 2. Leitsatz der KEV-Richtlinie. Die Beschwerdeführer sind 

nach dem unter E. 4.1 Gesagten so zu stellen, als ob sie nicht darauf ver-

traut hätten. 

Der Leitsatz 2 der KEV-Richtlinie hält fest, dass die Photovoltaikmodule 

eine vollständige und homogene Gebäudeoberfläche bilden müssen, ohne 

dass von der Gebäudekonstruktion etwas sichtbar ist. Allenfalls sind pas-

sende Blindmodule einzusetzen. Grossflächige Spenglereinfassungen zur 

Kompensation von Modulbreiten werden hingegen nicht anerkannt. Ge-

mäss den Bemerkungen zum Leitsatz 2 der KEV-Richtlinie gibt es Kon-

struktionen, bei welchen nur bei genauester Betrachtung der Konstrukti-

onsdetails festgestellt werden kann, dass eigentlich keine Doppelfunktion 

gegeben ist. Auf jeden Fall soll an den Randabschlüssen seitlich, am First 

und an der Traufe nichts von der Unterkonstruktion sichtbar sein. Eine Dop-

pelfunktion besteht dagegen ausschliesslich bei Anlagen, die nebst der 

Primärfunktion der Energiegewinnung noch eine zweite Aufgabe erfüllen 

(beispielsweise PV-Module anstelle von Ziegeln oder Fassadenelementen 

sowie in Schallschutzwänden integrierte Module). Leitsatz 2 konkretisiert 

demnach die Voraussetzungen, damit eine angebaute Anlage als optisch 

integriert oder "scheinintegriert" den in Leitsatz 1 umschriebenen Anlagen 

gleichgesetzt wird (vgl. Urteil des BGer 2C_180/2017 vom 10. Januar 2018 

E. 2 und 4.2 m.H.; Urteil des BVGer A-124/2019 vom 2. September 2019 

E. 3.6.1). 

A-6525/2020 

Seite 14 

Nach dem Leitsatz 2 der KEV-Richtlinie und den darin enthaltenen Bemer-

kungen wird somit verlangt, dass die Unterkonstruktion nicht sichtbar ist. 

Eine Doppelfunktion wird dagegen bei "scheinintegrierten" Anlagen gerade 

nicht gefordert. Als Zwischenergebnis kann daher – der Vorinstanz folgend 

– festgehalten werden, dass die Entfernung des Scheunendaches nicht 

notwendig war, um die Voraussetzungen einer "scheinintegrierten" Anlage 

zu erfüllen. 

6.5 Soweit die Beschwerdeführer sich auf Brandschutzvorschriften beru-

fen, kann ihnen ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz legte in der 

angefochtenen Verfügung dar, dass nur "Gebäude integrierte Anlagen" 

(Solar-Module, bei denen die ursprüngliche Dacheindeckung ersetzt wird) 

im Sinne der Definition des (von den Beschwerdeführern eingebrachten) 

Brandschutzmerkblatts Solaranlagen der Vereinigung kantonaler Feuer-

versicherungen (VKF) vom 28. August 2012 von feuergefährlichen Räu-

men (vgl. Beschwerdebeilage 4) durch ein vollflächiges und staubdichtes 

Unterdach abgetrennt werden müssen (Rz. 66). Dagegen nehmen diese 

Vorschriften nicht ausdrücklich Bezug auf "scheinintegrierte" Anlagen. Viel-

mehr wird im Merkblatt ausgeführt, dass "Gebäude aufgesetzte Solaranla-

gen" mit einer nicht brennbaren äussersten Schicht auf Flach- oder Steil-

dächern, welche den Brandschutzvorschriften entsprechen, ohne weitere 

Brandschutzanforderungen montiert werden können. Entsprechend ist da-

von auszugehen, dass bei derartigen scheinintegrierten PV-Anlagen die 

Brandschutz-Anforderungen an "Gebäude aufgesetzte Solaranlagen" zu 

erfüllen sind. Bei PV-Anlagen gilt gemäss Merkblatt die oberste Schicht als 

nicht brennbar, wenn die bewitterte Schicht aus nicht brennbaren Baustof-

fen besteht. Als Beispiele werden PV-Module aus "Glas/Glas und Glas/Fo-

lie" genannt (Ziff. 3.2, Abs. 4 des Brandschutzmerkblatts in Beschwerde-

beilage 4). Die Vorinstanz führt nachvollziehbar aus, dass es sich (gemäss 

einem Datenblatt) bei den Photovoltaikmodulen der Beschwerdeführer um 

"Glas/Folie" handelt (vgl. Vorakte 50, Beilage 6). Somit ist festzuhalten, 

dass die von den Beschwerdeführern vorgebrachten Brandschutzvorschrif-

ten für "Gebäude aufgesetzte Solaranlagen" auch ohne Ersatz des Daches 

erfüllt worden wären. Wenn dagegen das bestehende Dach den Brand-

schutzvorschriften nicht entsprochen hätte, so wäre es ohnehin zu erset-

zen gewesen. So oder anders erweist sich dieser Aufwand daher nicht als 

kausal für ein Vertrauen in den 2. Leitsatz der KEV-Richtlinie. Daher ist 

diese Rüge unbegründet. Auf die prozessualen Anträge in diesem Zusam-

menhang ist noch einzugehen (vgl. E. 11.3 hiernach). 

A-6525/2020 

Seite 15 

6.6 Vor diesem Hintergrund braucht nicht geprüft zu werden, wie es sich 

mit dem Schaden bzw. der Schadensberechnung im Einzelnen verhält. Al-

lerdings wäre auch unter dem Gesichtspunkt des allgemein anerkannten 

Schadensbegriffes zweifelhaft (vgl. BGE 129 III 331 E. 2.1), ob ein Scha-

den, d.h. eine Vermögensminderung, überhaupt entstanden ist. Die Be-

schwerdeführer gehen nämlich selbst davon aus, dass das asbesthaltige 

Scheunendach von 1964 nicht mehr dicht war und deshalb ständig habe 

repariert werden müssen (vgl. Vorakten 1 und 4). Der behauptete Schaden 

wurde im Übrigen trotz mehrfacher Aufforderung durch die Vorinstanz (vgl. 

Vorakten 33, 37 und 46) von den Beschwerdeführern nicht näher substan-

ziiert, sondern diese haben im Wesentlichen lediglich pauschal auf den Be-

richt bzw. die Ausmassberechnung der hauptbeteiligten Drittfirma abge-

stellt (vgl. Vorakte 42 sowie dazugehörige Beilagen 1 und 2).  

Aufwände zur optischen Integration der PV-Anlage 

7.  

Als zweites sind die geltend gemachten Schadensposten im Zusammen-

hang mit den Spenglerarbeiten (inklusive Gerüst) zu prüfen. 

7.1 Vorbringen der Beschwerdeführer 

7.1.1 Die Beschwerdeführer rügen in prozessualer Hinsicht, dass die Be-

hörde den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen habe und sich nicht 

auf die zivilprozessuale Dispositionsmaxime berufen könne. Bei Unklarhei-

ten im Sachverhalt habe die Behörde von Amtes wegen die nötigen Abklä-

rungen zu treffen, insbesondere in Fällen, in denen der betroffene Bürger 

aus fachlichen und technischen Gründen nicht genügend zur definitiven 

Klärung beitragen könne. Die Vorinstanz sowie die vormalige Erstinstanz 

hätten sie zur Vorlage immer neu geforderter Unterlagen angehalten, wel-

che nicht existierten oder welche schon teils mehrfach eingereicht worden 

seien. Der Gesamtschaden sei ausführlich dargetan und durch Unterlagen 

und Berichte nachgewiesen worden. Ihnen den Vorwurf ungenügender Mit-

wirkung zu machen, halte insofern nicht stand, als die Schadenspositionen 

dargetan und nachgewiesen worden seien und weitere Unterlagen, welche 

hauptsächlich aus lückenhaften Handnotizen bestünden, nichts weiter er-

geben könnten. Es sei ihnen als Landwirte nicht vorzuhalten, dass sie noch 

mehr zur definitiven Klärung des Schadens hätten beitragen müssen. Die 

Vorinstanz habe trotz klaren Anträgen keine weiteren Abklärungen getrof-

fen. 

A-6525/2020 

Seite 16 

7.1.2 In der Sache selbst bringen die Beschwerdeführer vor, dass die im 

Zusammenhang mit der Indach-Auflage erbrachten Spenglerarbeiten an-

hand der Ausmasse nachvollziehbar seien und anhand der von Dritten of-

ferierten Preisen einen Kostenbetrag von Fr. 81'968.10 ausmachen wür-

den. Das Gerüst sei nur für die Montage der (notwendigen) Verblechungen 

für die Indach-Anlage notwendig gewesen. Für eine Aufdachanlage wäre 

das Gerüst nicht benötigt worden. Die Demontage der nunmehr unnötig 

gewordenen und ertragsmindernden Verblechungen sei notwendig (inkl. 

erneutem Gerüst) und die Kosten dieser Demontage würden Fr. 47'763.25 

betragen. 

7.1.3 Mit ihrer Replik legen die Beschwerdeführer insbesondere zwei ein-

zelne Seiten von Werkverträgen sowie eine nachträglich erstellte Aus-

massberechnung ins Recht (vgl. Beschwerdebeilagen 5-9) und halten an 

ihren Ausführungen zur Dispositionsmaxime fest. 

7.2 Stellungnahme der Vorinstanz 

7.2.1 Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung die durch die 

Beschwerdeführer eingereichten Belege für die Spenglerarbeiten auf (vgl. 

Verfügung, Rz. 72 ff. und 79 ff.; Beilagen zu Vorakte 42). Insbesondere er-

wähnte sie, dass in der Ausmassberechnung für jedes Gebäude die Kosten 

für die Gerüste und die Spenglerarbeiten berechnet worden seien 

(Vorakte 42, Beilage 2). Daraus würden sich Spenglerarbeiten für Ge-

bäude A von Fr. 15'334.80, für Gebäude B von Fr. 11'574.80, für Gebäude 

C von Fr. 10'644.80 und für das (…)haus von Fr. 4'089.00 ergeben (exkl. 

MwSt [mithin ein Total von Fr. 41'643.40, exkl. MwSt, bzw. von gerundet 

Fr. 45'000.00, inkl. MwSt]). 

Auf eine weitere Aufforderung, die Schadensposten zu erläutern und zu 

substanziieren (vgl. Vorakte 46), hätten die Beschwerdeführer wie folgt 

Stellung genommen (Vorakte 50) bzw. folgende Etappen für die Realisie-

rung der Anlage angegeben: Neueindeckung des Daches April-Septem-

ber 2012, Spenglerarbeiten für die lndach-Optik März-Juni 2013, Montage 

der PV-Anlage August-November 2013. Zu den Spenglerarbeiten hätten 

die Beschwerdeführer ausgeführt, dass die Bleche und Spezialteile wie 

Verlängerungen etc. grösstenteils durch A._______ organisiert und be-

schafft worden seien. Speziell die kleinen Stücke (circa 30 verschiedene 

Formteile) seien durch ihn unter Mithilfe eines Betriebsmitarbeiters abge-

kantet worden. Sie hätten eine Liste der Unternehmen aufgeführt, bei de-

nen Bleche und Spezialteile beschafft oder bearbeitet worden seien, und 

A-6525/2020 

Seite 17 

zu welchem Betrag dies erfolgt sei (Vorakte 50, S. 2 und Beilage 1). Ge-

mäss dieser Liste werde für das beschaffte Material ein Betrag von insge-

samt Fr. 20'428.00 Franken geltend gemacht. Nur teilweise sei aufgeführt 

worden, was genau beschafft worden sei, jedoch seien etwa keine Anga-

ben zur Menge gemacht worden. Teilweise hätten sie auf der Liste zu den 

Unternehmen und Beträgen gar keine Angaben gemacht, was beschafft 

worden sei. Es sei zudem generell nicht erläutert worden, wo und wie das 

Material eingesetzt worden sei. Betreffend eines der Drittunternehmen hät-

ten sie in der Eingabe sodann speziell angemerkt, dass die Kosten für die 

Benützung der Abkantmaschine bei circa Fr. 1'800.00 gelegen haben, in-

klusive der geringen Mithilfe eines Betriebsmitarbeiters.  

In der Vorakte 50 hätten die Beschwerdeführer, offenbar als Teil von Bei-

lage 5 (zum […]haus), ein Dokument eingereicht, auf welchem handschrift-

lich "Auszug aus Werkvertrag" notiert worden sei. Damit habe soweit er-

sichtlich der Nachweis über die verwendeten PV-Module und deren Anzahl 

erbracht werden sollen. Allerdings sei gerade die Anzahl der PV-Module 

handschriftlich korrigiert worden. Falls es sich bei der Beilage zur 

Vorakte 50 wirklich um einen Auszug aus dem geltenden Werkvertrag 

handle, was aufgrund der vorliegenden Kopie nicht beurteilt werden könne, 

so sei nicht nachvollziehbar, weshalb sie vorgängig zweimal eine nicht gül-

tige Offerte als Beweismittel eingereicht hätten. Sie hätten trotz Aufforde-

rung weder Zahlungsbelege noch Rechnungen oder andere Belege einge-

reicht. 

Zusammenfassend führte die Vorinstanz aus, dass die tatsächlichen Auf-

wände für Material und Arbeit der hauptbeteiligten Drittfirma nicht nachge-

wiesen seien. So könne beispielsweise aufgrund der vorliegenden Infor-

mationen nicht ausgeschlossen werden, dass etwa gewisse Materialien 

beispielsweise auch im Zusammenhang mit der Neueindeckung des 

Scheunendachs verwendet worden seien, was nicht entschädigungsfähig 

wäre. Dies sei den Beschwerdeführern anzulasten, welche die Folgen der 

Beweislosigkeit zu tragen hätten. Nichtsdestotrotz sei es aufgrund der Fo-

tos glaubhaft, dass Aufwände (für die optische Integration der PV-Anlage) 

entstanden seien. Diese seien daher zu schätzen, wobei die nicht erfüllte 

Mitwirkungspflicht berücksichtigt werden könne.  

7.2.2 In ihrer Vernehmlassung vom 12. Februar 2021 widerspricht die Vor-

instanz den Beschwerdeführern dahingehend, dass nicht stets neue Un-

terlagen gefordert worden seien, sondern es seien von Beginn weg die ent-

sprechenden Nachweise der geltend gemachten Kosten verlangt worden. 

A-6525/2020 

Seite 18 

Was sich hingegen geändert habe, seien die durch die Beschwerdeführer 

geltend gemachten Kosten, mit zumeist steigender Tendenz. Seitens der 

Beschwerdeführer sei im Verfahren nie geltend gemacht worden, dass 

keine Unterlagen zur Verfügung stünden oder nur "lückenhafte, fragmen-

tierte Handnotizen". Im Gegenteil hätten diese erwähnt, dass selbstver-

ständlich allenfalls geforderte weitere Unterlagen wie die über die ganze 

Vorbereitungs-, Planungs- und Ausführungszeit angesammelten Rechnun-

gen und Belege zur Verfügung stünden. Gewisse Positionen könnten al-

lenfalls fragmentarisch sein respektive nur kleine Beträge betreffen (etwa 

Kleinmaterial), für viele Positionen sei dies nicht der Fall. Warum gemäss 

Aussage der Beschwerdeführer Quittungen, andere Zahlungsnachweise 

oder zumindest Rechnungen für den Nachweis von Kosten nicht hilfreich 

sein sollten, erschliesse sich nicht. Die Aussagen seien, wie in der Verfü-

gung an den entsprechenden Stellen erwähnt, teilweise widersprüchlich 

und teils offenkundig faktenwidrig. 

7.3 Stellungnahme der Erstinstanz 

Die Erstinstanz verweist in ihrer Vernehmlassung vom 15. Februar 2021 

auf die Ausführungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung, wo-

nach insgesamt Fr. 20'400.00 für Spenglerarbeiten zugesprochen worden 

seien. Die darüber hinausgehenden Anträge seien abzuweisen. 

7.4 Mitwirkungspflicht 

7.4.1 Vorliegend lässt sich der effektiv erlittene Vertrauensschaden nicht 

genau beziffern. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nachvollziehbare 

Nachweise über die tatsächlich entstandenen Kosten für die "optische In-

tegriertheit" bzw. "Scheinintegriertheit" der streitbetroffenen PV-Anlage 

weitestgehend fehlen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Vorinstanz 

solche Belege mehrfach eingefordert hat (Vorakten 33, 37 und 46). Die an-

waltlich vertretenen Beschwerdeführer wurden ausserdem mehrfach aus-

drücklich auf ihre Mitwirkungspflicht und die Konsequenzen einer Verlet-

zung derselben hingewiesen (Vorakten 33 und 37). Die Beschwerdeführer 

haben dennoch nur eine Ausmassberechnung, verschiedene Schlussrech-

nungen, einen "Auszug aus dem Werkvertrag", Kundenbelege und hand-

schriftliche Aufstellungen eingereicht, welche die tatsächlich entstandenen 

Kosten nicht nachvollziehbar wiedergeben (vgl. E. 7.2.1 f. hiervor; vgl. die 

Beilagen zu Vorakten 42 und 50 sowie Beschwerdebeilagen 5-9). Weiter 

haben sie selbst angegeben, dass solche Belege zur Verfügung stehen 

(Vorakte 42, S. 5: "Selbstverständlich stehen allenfalls geforderte weitere 

A-6525/2020 

Seite 19 

Unterlagen wie die über die ganze Vorbereitungs-, Planungs- und Ausfüh-

rungszeit angesammelten Rechnungen und Belege zur Verfügung, was je-

doch zu einem grossen administrativen Aufwand führt, welcher ebenso zu 

entschädigen wäre." und Vorakte 50, S. 3, zu Frage 4: "Die Bleche und 

Schrauben wurden durch die (…) in ihrer Kostenberechnung aufgeführt; 

hierfür die Belastungsanzeige der Bankkonti zu verlangen geht zu weit; ei-

niges musste auch gleich barbezahlt werden."). Der Vorinstanz folgend ist 

zudem davon auszugehen, dass auch bei Barzahlungen im Rahmen der 

betrieblichen Buchhaltung und zur Sicherheit in aller Regel Belege produ-

ziert werden (Verfügung, Rz. 85). Dazu passt, dass die Beschwerdeführer 

mit Eingabe vom 3. Januar 2020 ausführten, es bestehe eine Betriebs-

buchhaltung (Vorakte 50, Ziff. 3.a). Schliesslich bestätigt auch die haupt-

beteiligte Drittfirma im Bericht vom 14. Januar 2019, dass eine Gesamtkos-

tenabrechnung bestehe (Beschwerdebeilage 9).  

Im Übrigen erweisen sich die Angaben der Beschwerdeführer zur opti-

schen Integration der PV-Anlage (inklusive Gerüst) als nicht widerspruchs-

frei, was die Vorinstanz ausführlich in der Verfügung wiedergibt (Rz. 91, 

100-105 und 108; vgl. E. 7.6.1 und 7.7.1 hiernach). Die Beschwerdeführer 

widersprechen dieser Darstellung nicht substanziiert, weshalb auch aus 

diesem Grund nicht tel quel auf ihre Angaben abgestellt werden kann. 

7.4.2 Soweit die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde und Replik dafür 

halten, es wäre Aufgabe der Vorinstanz gewesen, weitere Abklärungen zu 

treffen, übersehen sie, dass die im Verwaltungsverfahren geltende Unter-

suchungsmaxime nicht uneingeschränkt gilt, sondern durch die Mitwir-

kungspflicht der Parteien ergänzt wird (vgl. statt vieler BGE 138 V 86 

E. 5.2.3). Dies gilt namentlich in Verfahren, welche – wie hier – die Parteien 

selbst durch ihr Begehren eingeleitet haben (Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG; 

vgl. E. 3 hiervor). Dabei erstreckt sich die Mitwirkungspflicht insbesondere 

auf Tatsachen, welche die gesuchstellende Partei besser kennt als die Be-

hörde und welche diese ohne die Mitwirkung der Betroffenen gar nicht oder 

nicht mit vernünftigem Aufwand erheben kann (BGE 138 II 465 E. 8.6.4). 

Dies trifft auf die hier unklaren Punkte zu. Der Vorinstanz kann kein Vorwurf 

gemacht werden, dass sie den Sachverhalt nicht noch weiter untersucht 

hat. Ohne die Mitwirkung der Beschwerdeführer war sie nicht in der Lage, 

die entsprechenden Abrechnungen bzw. Zahlungsnachweise zu beschaf-

fen, welche ihr erlaubt hätten, eine nachvollziehbare Aufstellung über die 

relevanten Kosten bzw. Zahlungsflüsse zu erstellen. Daran vermag auch 

der Einwand der Beschwerdeführer nichts zu ändern, wonach diese Be-

lege aus handschriftlichen Notizen bzw. aus unzähligen Kleinquittungen 

A-6525/2020 

Seite 20 

bestünden und nichts weiter ergeben könnten. Es ist unbestritten, dass 

weitere Belege und Bankkontenauszüge existieren, deren Herausgabe die 

Beschwerdeführer abgelehnt haben (vgl. E. 7.4.2 hiervor). Schliesslich ist 

auch ihr Vorbringen unbehelflich, wonach sie als Landwirte nicht mehr zur 

Klärung hätten beitragen können, da sie seit dem vorinstanzlichen Verfah-

ren anwaltlich vertreten sind. Abschliessend ist festzuhalten, dass selbst 

mit der Replik die fraglichen Belege nicht eingereicht wurden, sondern 

Werkverträge mit der hauptbeteiligten Drittfirma (Pauschalpreis und Mon-

tagekosten) und einen Bericht derselben vom 14. Januar 2019 sowie ver-

einzelte, nicht aussagekräftige "Schlussrechnungen" und eine Ausmass-

berechnung (vgl. Beschwerdebeilagen 5 bis 9). Auch aus diesen Belegen 

geht nicht hervor, welche Arbeiten effektiv zu welchem Preis ausgeführt 

wurden. Vielmehr liegen im Wesentlichen die oben erwähnte Ausmassbe-

rechnung sowie die Schlussrechnungen ohne den nötigen Detaillierungs-

grad zu den effektiv geleisteten Arbeiten, dem benötigten Material und ins-

besondere den Zahlungsflüssen vor (vgl. Beschwerdebeilagen 7, 8 und 9). 

Nach dem Gesagten haben die anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer 

ihre Mitwirkungspflicht bis heute trotz mehrfachen klaren Aufforderungen 

und Gelegenheiten verletzt, was bei den nachfolgenden Ausführungen zu 

berücksichtigen ist. 

7.5  

7.5.1 Mangels vollständiger Unterlagen ist als nächstes auf die einzelnen 

Schätzungen bzw. Berechnungen der Vorinstanz zu den Spenglerarbeiten 

sowie im Weiteren auf diejenigen zum Gerüst einzugehen (vgl. zur Zuspre-

chung einer Pauschale E. 4.2 hiervor). In dieser Hinsicht werfen die Be-

schwerdeführer der Vorinstanz pauschal vor, willkürlich eigene Kostenbe-

rechnungen gemacht zu haben. Auf konkrete Ausführungen haben sie in-

des grösstenteils verzichtet. Sie bringen diesbezüglich einzig vor, dass es 

naturgemäss keine Lohnabrechnungen für B._______ als Mitglied der (…) 

gebe, welcher seine Bezüge als Selbständigerwerbender getätigt habe 

(vgl. zu diesem Punkt E. 10.6 hiernach). 

7.5.2 Die Vorinstanz amtet als Fachbehörde in einem höchst technischen 

Bereich, in dem Fachfragen sowohl im Bereich der Stromversorgung als 

auch ökonomischer Ausrichtung zu beantworten sind. Ihr steht dabei – wie 

anderen Behördenkommissionen auch – ein eigentliches technisches Er-

messen zu (vgl. Urteil des BVGer A-4809/2016 vom 26. Januar 2017 E. 2). 

Bei der Beurteilung von Fachfragen darf ihr daher ein gewisser Ermessens- 

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Seite 21 

und Beurteilungsspielraum belassen werden, soweit sie die für den Ent-

scheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklä-

rungen sorgfältig und umfassend vorgenommen hat (vgl. E. 2.2 hiervor; Ur-

teil des BVGer A-7561/2015 vom 8. November 2016 E. 2.2 m.w.H.).  

7.6 Aufwände für Spenglerarbeiten (ohne Gerüst) 

Zunächst ist auf die Berechnungen der Vorinstanz für die Spenglerarbeiten 

zur optischen Integration (ohne Gerüst) einzugehen. 

7.6.1 Die Vorinstanz stellte – wie bereits erwähnt (vgl. E. 7.4.1 hiervor) – 

fest, dass sich die Angaben der Beschwerdeführer als nicht widerspruchs-

frei erweisen. In der Offerte der hauptbeteiligten Drittfirma (vom 29. Januar 

2013) werde unter dem Titel Spenglerarbeiten erwähnt, dass die Abkant-

maschine bei einem örtlichen Spengler unentgeltlich benutzt werden könne 

(Vorakte 34, Beilage 1, S. 3). Demgegenüber werde in einer handschriftli-

chen Aufstellung (Vorakte 50, Beilage 1) ein Betrag von Fr. 1’800.00 für die 

Benutzung der Abkantmaschine und des Raums geltend gemacht. Drei 

Unternehmen seien in der Vorakte 50 zudem nur in Beilage 1 erwähnt, in 

der Eingabe vom 3. Januar 2020 (Vorakte 50, S. 2) selbst jedoch nicht. Be-

züglich der Blindmodule hätten die Beschwerdeführer in der ersten Ein-

gabe nach Wiederaufnahme des Verfahrens (Vorakte 34, S. 3, Ziff. 3) 

Blindmodulstreifen auf allen Dächern geltend gemacht, insgesamt 

210 Laufmeter (ohne Angabe, wie diese Laufmeterzahl berechnet worden 

sei). Dagegen würden in der Ausmassberechnung der hauptbeteiligten 

Drittfirma nur für das Dach von Gebäude A Blindmodule erwähnt, dafür für 

alle Seiten, ausmachend 154 Meter (Vorakte 42, Beilage 2). Auf den Fotos 

könne dies nicht genau ausgemacht werden. Bei Gebäude A am First sei 

unklar, ob es sich schon um den Abschluss oder um eine Art Blindmodul 

handle. Ersteres sei wahrscheinlicher. Auf den anderen Seiten sei nichts 

Offensichtliches zu erkennen. Dafür könnte bei Gebäude C bei der Traufe 

auf der kleinen Dachseite und ev. ebenfalls auf der anderen Seite ein Blind-

modulstreifen angebracht worden sein. Die von den Beschwerdeführern 

angegebenen reinen Materialkosten für die Blindmodule von Fr. 3'845.00 

bei einem Drittunternehmen würden gerade etwa den Blindmodulkosten in 

der Ausmassberechnung von Fr. 3'850.00 entsprechen, welche allerdings 

einen Arbeitsanteil mitenthielten (Vorakte 50, S. 5, Ziff. 1). Weiter hätten 

die Beschwerdeführer den Anteil der hauptbeteiligten Drittfirma an den 

Spenglerarbeiten mit 5-10 % angegeben (Vorakte 50, S. 2, Frage 2.b.), 

hätten jedoch an anderer Stelle betont, dass diese für die Indach-Konfor-

mität nicht durch die hauptbeteiligte Drittfirma geliefert und montiert worden 

A-6525/2020 

Seite 22 

seien, sondern lediglich das hierfür benötigte Gerüst (Vorakte 50, S. 5, 

Ziff. II.c.). Wieder an anderer Stelle hätten die Beschwerdeführer bestätigt, 

der Anteil der hauptbeteiligten Drittfirma an den Spenglerarbeiten entspre-

che in etwa dem in der Offerte vom 29. Januar 2013 (Vorakte 34, Bei-

lage 1) aufgeführten Betrag und sei in den an diese Drittfirma geleisteten 

Zahlungen enthalten (Vorakte 50, S. 2, Frage 2.a.). Würde man diesen Be-

trag von Fr. 3'645.00 (nur Arbeit, ohne Kleinmaterial) für die Arbeit (exkl. 

MwSt.) mit dem durch die Beschwerdeführer angegebenen Anteil der 

hauptbeteiligten Drittfirma von 5-10 % die gesamten Arbeitskosten berech-

nen, käme man bereits auf Arbeitskosten von Fr. 36'450.00 bis 

Fr. 72'900.00 (exkl. MwSt.), welche dem in der Ausmassberechnung ent-

haltenen Betrag schon sehr nahe kämen oder diesen fast um das Doppelte 

überstiegen (dies ohne Einbezug des Materials und allfälliger Eigenleistun-

gen, sofern diese zu entschädigen wären). 

7.6.2 Da die Vorinstanz davon ausging, dass die tatsächlichen Aufwände 

für Material und Arbeit der hauptbeteiligten Drittfirma nicht nachgewiesen 

seien, führte sie eine Schätzung durch (vgl. E. 7.2.1 hiervor). Bei der Schät-

zung ging sie hilfsweise von der Ausmassberechnung der Beschwerdefüh-

rer aus, auch wenn es sich um eine vereinfachte Berechnung handle, was 

sich daran zeige, dass für alle Gebäude von den gleichen benötigten Ble-

chen für Traufe, Giebel und First ausgegangen werde. Gemäss Aufstellung 

würden die Spenglerarbeiten für alle vier Gebäude Fr. 41'643.40 exkl. 

MwSt. betragen. In der fiktiven Rechnung der hauptbeteiligten Drittfirma 

betrage der Mehrwertsteuersatz 7.7 %. Vor 2018 habe indes ein Mehrwert-

steuersatz von 8 % gegolten. Inklusive Mehrwertsteuer von 8 % ergebe 

sich somit ein Betrag von Fr. 44'974.85. Dieser Betrag werde, wie auch 

sämtliche anderen Beträge der Berechnung, auf Fr. 100.00 genau gerun-

det, somit auf Fr. 45'000.00. Es rechtfertige sich jedoch aus mehreren 

Gründen, einen Abzug vom Ausgangsbetrag von 10 % vorzunehmen. Zum 

einen sei die Ausmassberechnung von einem Unternehmen erstellt wor-

den, welches für die Beschwerdeführer einen grossen Auftrag habe aus-

führen dürfen und welches auch für die Planung und den damit verbunde-

nen finanziellen Erfolg der PV-Anlage verantwortlich gezeichnet habe. Eine 

Berechnung der Kosten auf Anfrage der Beschwerdeführer hin dürfte in 

diesem Zusammenhang tendenziell wohl eher wohlwollend vorgenommen 

worden sein. Es handle sich zudem um eine Berechnung nach Ausmass, 

d.h. nicht um tatsächlich angefallene Kosten oder eine konkrete Offerte. Es 

könne davon ausgegangen werden, dass die Ansätze für die Berechnung 

(etwa die Stundenansätze) nicht zu tief gewählt worden seien und darin 

keine Rabatte bzw. andere Ermässigungen im konkreten Fall enthalten 

A-6525/2020 

Seite 23 

seien. Es dürfe als notorisch bezeichnet werden, dass im Baubereich auf 

die Listenpreise Rabatte gewährt werden. Ausserdem dürfe berücksichtigt 

werden, dass aufgrund der Mitwirkungspflichtverletzungen keine Berech-

nung aufgrund der Materialwerte habe vorgenommen werden können. 

Dies sei umso mehr gerechtfertigt, als in einem anderen Verfahren gestützt 

auf Erfahrungswerte bei unbewiesenen gebliebenen Spenglerkosten von 

einer Entschädigung von Fr. 50.00 pro Meter für Randabschlüsse ausge-

gangen worden sei. 

Auf diese sachlich begründete Einschätzung der Vorinstanz ist – nament-

lich vor dem Hintergrund der widersprüchlichen Angaben der Beschwerde-

führer und der Verletzung ihrer Mitwirkungspflicht – abzustellen. Dass die 

Vorinstanz einen Abzug von 10 % auf der Ausmassberechnung für übliche 

Rabatte auf Listenpreise getätigt hat, haben sich die Beschwerdeführer 

selbst zuzuschreiben, da sie im Wesentlichen eine nicht unterschriebene 

Offerte (Vorakte 34, Beilage 1) sowie eine vage Ausmassberechnung 

(Vorakte 42, Beilage 2 und Beschwerdebeilage 9; vgl. Verfügung, Rz. 94) 

eingereicht haben (vgl. zu den weiteren Belegen E. 7.2.1 hiervor), welche 

nicht die gleiche Genauigkeit und Zuverlässigkeit wie nachvollziehbare Be-

lege bieten. Mit dieser Einschätzung hat die Vorinstanz ihr technisches Er-

messen jedenfalls nicht überschritten. Damit ist von einem Ausgangsbe-

trag von Fr. 40'500.00 auszugehen (Fr. 45'000.00 minus 10%). 

7.6.3 Weiter zeigte die Vorinstanz – ausgehend von den Fr. 40'500.00 für 

die optische Integration – das Verhältnis von Arbeit zu Material in ihrer Ver-

fügung auf. Vorliegend seien keine Materialkosten belegt. Selbst bei Aner-

kennung sämtlicher aufgeführter Materialkosten der Beschwerdeführer 

(Fr. 20'429.00) würde der Materialanteil nur rund 45 % betragen (vgl. 

Vorakte 50, Beilage 1). Von diesem Wert sei auszugehen und dieser Anteil 

rechtfertige sich auch aufgrund eines ihr bekannten Verfahrens mit ähnli-

chen Materialien. Der Anteil Material an den gesamten Spenglerkosten ma-

che somit vorliegend Fr. 18'200.00 aus (Fr. 40'500.00*0.45). Der Arbeits-

anteil betrage 55 %, was Fr. 22'300.00 entspreche. Die hauptbeteiligte 

Drittfirma habe sodann einen Anteil von 5-10 % an den Arbeiten gehabt 

(Vorakte 50, S. 2, zu Frage 2.b). Den in der Offerte erwähnten Betrag von 

Fr. 3'645.00 (für das "Zur Verfügung stellen eines Spenglers"; Vorakte 34, 

Beilage 1) hätten die Beschwerdeführer mangels eingereichtem gültigem 

Werkvertrag nicht nachgewiesen, was zu ihren Lasten zu berücksichtigen 

sei. Ausserdem sei der entsprechende Drittfirma-Mitarbeiter allenfalls auch 

für die Begleitung anderer Arbeiten eingesetzt worden. Es werde trotz wi-

A-6525/2020 

Seite 24 

dersprüchlicher Aussagen von dem von den Beschwerdeführern angege-

benen (oberen) Drittfirma-Anteil von 10 % an den Arbeiten ausgegangen, 

ausmachend Fr. 2'200.00 (Fr. 22'300.00*0.1). Dieser Betrag sei zu ent-

schädigen. Die restliche Arbeit im theoretischen Wert von Fr. 20'100.00 

(Fr. 22'300.00*0.9) sei in Eigenleistung durch die Beschwerdeführer sowie 

einen Lehrling bzw. (späteren) Mitarbeiter erbracht worden, was nicht er-

satzfähig sei. 

7.6.4 Die Vorinstanz übernahm für das Verhältnis von Arbeit zu Material die 

Angaben der Beschwerdeführer (vgl. Vorakte 50, S. 2, zu Frage 2b). Zu-

dem stellte es für die Höhe der Materialkosten zwar nicht auf die 

geforderten Beträge, aber auf deren handschriftliche Angaben ab (vgl. 

Vorakte 50, Beilage 1). Diese Einschätzungen sind nicht zu beanstanden, 

fehlen doch aussagekräftige Belege über das verbrauchte Material und lie-

gen nur die bereits erwähnten handschriftlichen Aufstellungen darüber vor, 

welche bei Drittfirmen beschafft wurden (Vorakte 50, S. 2). Daran vermö-

gen auch die mit der Replik ins Recht gelegten Werkverträge nichts zu än-

dern, da diese keine detaillierten Aufstellungen und statt vollständig zu 

sein, nur zwei einzelne Seiten mit dem Pauschalpreis sowie den Montage-

kosten als Total enthalten (vgl. Beschwerdebeilagen 5 und 6). Zudem ha-

ben die Beschwerdeführer – trotz Aufforderung seitens der Vorinstanz – 

keine Angaben über die geleisteten Arbeitsstunden gemacht, welche zur 

optischen Integration benötigt wurden. Demzufolge haben sie die Folgen 

der Beweislosigkeit zu tragen (vgl. E. 7.4.2 hiervor). Es ist daher kein 

Grund ersichtlich, um von der Einschätzung der Vorinstanz abzuweichen. 

Somit kann als Zwischenergebnis für die Berechnung der Spenglerarbeiten 

festgehalten werden, dass die Entschädigung total einen Betrag von 

Fr. 20'400.00, bestehend aus Fr. 18'200.00 für Material und Fr. 2'200.00 für 

die Arbeit, ausmacht und die angefochtene Verfügung insoweit zu bestäti-

gen ist. Auf die geforderte Anrechnung der geltend gemachten Eigenleis-

tungen wird noch einzugehen sein (vgl. E. 10.6 hiernach). 

7.7 Aufwände für das Gerüst 

Als nächstes ist auf die Berechnungen der Vorinstanz betreffend das Ge-

rüst einzugehen. 

7.7.1 Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung bezüglich des 

Gerüsts auf, es sei gemäss der eingereichten Offerte der hauptbeteiligten 

Drittfirma vom 29. Januar 2013 (Vorakte 34, Beilage 1, S. 3) vorgesehen 

gewesen, dass dieses bauseits beschafft würde. Die Beschwerdeführer 

A-6525/2020 

Seite 25 

hätten die Kosten für ein Rundumgerüst (in ihrer Eingabe vom 9. Juli 2018; 

Vorakte 34, zu Ziff. 3) im vorinstanzlich Verfahren auf Fr. 6'000.00 ge-

schätzt (600 Laufmeter à Fr. 10.00; ohne Angabe bezüglich MwSt.). In der 

Berechnung nach Ausmass seien die Gerüstkosten dann mit Fr. 34'253.00 

(exkl. MwSt.) angegeben worden, bestehend aus Fr. 18'405.00 für Ge-

bäude A, Fr. 8'046.00 für Gebäude B, Fr. 6'870.00 für Gebäude C und 

Fr. 932.00 für das (…)haus. Auf explizite bzw. erneute Nachfrage hin hätten 

die Beschwerdeführer dann angegeben, das Gerüst sei entgegen der Of-

ferte doch von der hauptbeteiligten Drittfirma geliefert worden und sei in 

der bereits eingereichten Schlussabrechnung von Fr. 61'000.00 enthalten 

sowie, dass das Gerüst nur für die Spenglerarbeiten genutzt worden sei 

(Vorakte 50, S. 3 und S. 5). Belege zur Abrechnung, insbesondere Anga-

ben zum effektiv verrechneten Preis hätten sie keine eingereicht. Für die 

Dachneueindeckung und die Montage der PV-Anlage seien Schutzausrüs-

tungen gegen Absturz (PSAGA) verwendet worden. Die PV-Module seien 

wegen Lieferverzögerungen später geliefert worden, weswegen das Ge-

rüst bereits demontiert gewesen sei. Fotos hierzu gebe es keine. 90 % des 

Gerüsts sei durch die hauptbeteiligte Drittfirma montiert worden, 10 % 

durch Angestellte von A._______. In einem Schreiben vom 14. Januar 

2019 (Vorakte 42, Beilage 1) habe diese Drittfirma bestätigt, "die Absturz-

sicherungsanlagen zur Verfügung gestellt zu haben". Es dürfe als üblich 

und vernünftig bezeichnet werden, dass die für die Spenglerarbeiten ver-

wendeten Gerüst- oder anderen Sicherungsmassnahmen auch zur Siche-

rung für die Montage der PV-Module verwendet werden (müssten). In der 

eingereichten – allerdings nicht aktuellen – Offerte der hauptbeteiligten 

Drittfirma (Vorakte 34, Beilage 1) sei denn auch das Gerüst unter einer ei-

genen Ziffer aufgeführt und nicht unter Spenglerarbeiten. Sofern überhaupt 

in den bisherigen Verfahren eine Entschädigung für das Gerüst geltend ge-

macht worden sei, so sei jeweils nur eine anteilige Entschädigung zuge-

sprochen worden. Die Beschwerdeführer hätten diesbezüglich auf erneute 

Nachfrage aber darauf hingewiesen, dass die Spenglerarbeiten schon im 

Juni 2013 abgeschlossen worden seien; die Montage der PV-Anlage sei 

dagegen erst ab August 2013 erfolgt (Vorakte 50, S. 1). Sie würden an an-

derer Stelle hinsichtlich des Gerüsteinsatzes noch einmal ausdrücklich auf 

diese Bauphasen verweisen (Vorakte 50, S. 5, Ziff. 11.c) und hätten als 

Grund erwähnt, dass sich die Lieferung der Module verspätet habe 

(Vorakte 50, S. 3, Ziff. 6). Die Vorinstanz stellte aufgrund von verschiede-

nen Aufnahmen von Google Maps in der Einstellung Google Streetview 

fest, dass diese zeitlichen Angaben zum Gerüsteinsatz der Beschwerde-

führer damit teilweise nicht übereinstimmten (Verfügung, Rz. 108). So 

A-6525/2020 

Seite 26 

seien etwa die PV-Module auf den Gebäuden A-C (basierend auf den An-

gaben von Google Streetview) bereits im Juli 2013 vollständig montiert ge-

wesen. Unklar bleibe aus den verschiedenen Antworten zudem, ob und wie 

die Kollektivschutzsicherung bei der Dachsanierung (gegen aussen) und 

bei der Montage der PV-Module erfolgt sei. Unter Berücksichtigung aller 

Umstände erachtete sie die Angaben der Beschwerdeführer nicht als plau-

sibel bzw. faktenwidrig und den Schaden unter Verletzung der Mitwirkungs-

pflicht als nicht begründet bzw. nicht substanziiert. 

7.7.2 Zu Gunsten der Beschwerdeführer berücksichtigte die Vorinstanz 

hinsichtlich der Gesamtkosten der Anlage die Schlussrechnungen der 

hauptbeteiligten Drittfirma (Vorakte 42, Beilagen 4 und 5) mit einem Ge-

samtbetrag von Fr. 653'044.75 (Fr. 630'692.60 + Fr. 22'352.15). Dies er-

gebe einen Anteil der Spenglerkosten an den Anlagekosten von 6.2 %. 

(Fr. 40'500.00 / Fr. 653'044.75). Für die Berechnung der anteilsmässigen 

Gerüstkosten werde hilfsweise auf die von den Beschwerdeführern einge-

reichte Ausmassberechnung (vgl. Vorakte 42, Beilage 2) abgestützt. Es 

könne als notorisch bezeichnet werden, dass eine Ausmassberechnung in 

der Regel nicht zu Preisen erfolge, mit welchen man etwa eine kompetitive 

Offerte stellen würde, um einen Gerüstbau-Auftrag zu erhalten. Bei einem 

einfachen Gerüst ohne Extras und einer Verleihzeit von zwei Wochen 

könne in einer Region mit normalen Preisen von einem durchschnittlichen 

Preis pro Quadratmeter von Fr. 6.00 ausgegangen werden. In den teureren 

Ballungszentren könne der Preis bei Fr. 8.00 oder etwas höher liegen. Ent-

sprechend möge es ländliche Niedrigpreisregionen geben, wo das Gerüst 

nur Fr. 3.00 bis Fr. 4.00 pro Quadratmeter koste. (…) könne als ländliches 

Gebiet bezeichnet werden. Der Ansatz gemäss Ausmassberechnung be-

trage Fr. 8.90 pro Quadratmeter. Aufgrund der vorstehend genannten 

Gründe rechtfertigte sich die Festsetzung auf Fr. 8.00. Der Abzug betrage 

somit rund 10 % und Fr. 1’327.50 (Fr. 1’475*[Fr. 8.90 – Fr. 8.00]). 

7.7.3 Weiter erläuterte die Vorinstanz, dass ein Fallschutznetz für das Ge-

bäude A sowohl vom Zweck als auch vom Ausmass her für die Spengler-

arbeiten zur optischen Integration (Dachfläche und Randabschlüsse) nicht 

eingeordnet werden könne, da gemäss SUVA-Merkblatt "Arbeiten auf Dä-

chern" als Sicherung gegen Stürze vom Dachrand (gegen aussen) in der 

Regel andere Sicherungen verwendet würden. Ein Fallschutznetz oder 

auch Fanggerüste würden nach dem (oben erwähnten) SUVA-Merkblatt 

dagegen vor allem bei Neueindeckungen von Dächern verwendet, um 

Stürze gegen das Gebäudeinnere abzufangen. Entsprechend sei ein Fall-

schutznetz für die Umsetzung der Vorgaben des 2. Leitsatzes der KEV-

A-6525/2020 

Seite 27 

Richtlinie nicht notwendig. Die Kosten des Fallschutznetzes in Höhe von 

insgesamt Fr. 9’752.50 seien somit nicht zu berücksichtigen und es sei 

diesbezüglich ein Abzug vorzunehmen. 

7.7.4 Die Vorinstanz kam schliesslich zum Schluss, dass nicht nachvoll-

ziehbar sei, weshalb die Gerüstverbreiterungen mit Konsolen nach innen 

bei den Gebäuden A, B und C für drei Monate hätten vorgehalten werden 

müssen, im Vergleich dazu das übrige Gerüst nur für 0.8 Monate. Das Vor-

halten der Gerüstverbreiterungen sei somit jeweils auf 0.8 Monate zu kür-

zen (Berechnung der Reduktion pro Gebäude: Ursprünglicher Betrag – [ur-

sprünglicher Betrag / 3 Monate*0.8 Monate]). Dies führe zu einer Reduk-

tion von gesamthaft Fr. 407.00 für alle Gebäude. Schliesslich sei zu be-

rücksichtigen, dass die Beschwerdeführer bzw. ihre Mitarbeiter laut Anga-

ben der Beschwerdeführer selbst 10 % des Gerüsts aufgebaut hätten 

(Vorakte 50, S. 3, Ziff. 7). Da sich Eigenleistungen nicht vermögensmin-

dernd auswirken würden, rechtfertige sich damit ein (weiterer) Abzug von 

10 %. Um diesen Prozentsatz reduzierten sich die Kosten sämtlicher Ge-

rüstbestandteile, welche einen Arbeitsanteil beinhalteten, sprich sämtliche 

Posten ausser dem Vorhalten. Es rechtfertige sich damit (insgesamt) eine 

Reduktion der Kosten um 10 %. Diese Reduktion werde auf dem geltend 

gemachten Gerüstbetrag (Fr. 34'253.00 exkl. MwSt.) abzüglich des Fall-

schutznetzes auf Gebäude A (Fr. 9'752.50) und sämtlicher Kosten für das 

Vorhalten (da kein Arbeitsanteil enthalten; insgesamt Fr. 1'735.00) berech-

net, entsprechend Fr. 21'438.00. 10 % davon würden Fr. 2'143.80 erge-

ben. Bei dieser Berechnung des Abzugs sei nicht berücksichtigt worden, 

dass allenfalls in den Gerüstpreisen nicht nur in den Preisen für das Vor-

halten, sondern auch bei den übrigen Kosten-Ansätzen ein gewisser Ma-

terialanteil enthalten sein könnte. 

Aufgrund der Reduktionen ergebe sich ein Betrag von Fr. 20'622.00 exkl. 

MwSt.) was einem Betrag von Fr. 22'272.00 inkl. MwSt. von 8 % entspre-

che. Zu berücksichtigen sei aber auch, dass traufseitig gegebenenfalls 

Spenglergänge vorzusehen wären, anstatt der Gerüstverbreiterungen mit 

Konsolen nach innen. Eine genaue frankenmässige Korrektur lasse sich 

nicht vornehmen. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache und möglicher 

nicht berücksichtigter Elemente würden die Gerüstkosten beim Aufbau so-

wie die Demontagekosten auf einen Betrag von Fr. 27'000.00 (inkl. MwSt.) 

für die Berechnung des verhältnismässigen Anteils an den Sicherungs-

massnahmen festgelegt. Die anteilige Berücksichtigung an den Gerüstkos-

ten oder anderer Sicherungsmassnahmen für die optische Integration der 

A-6525/2020 

Seite 28 

Anlage ergebe somit (ausgehend vom Anteil von 6.2 %; vgl. E. 7.7.2 hier-

vor) eine Entschädigung von Fr. 1'674.00 (Fr. 27'000.00*0.062). Der zu 

entschädigende Aufwand für die optische Integration der Anlage betrage 

somit insgesamt Fr. 22'074.00 (Fr. 20'400.00 für die Arbeiten [vgl. E. 7.6.4 

hiervor] und Fr. 1'674.00 für die Gerüstkosten). 

7.7.5 In ihrer Vernehmlassung vom 12. Februar 2021 führt die Vorinstanz 

ergänzend aus, dass die Beschwerdeführer den geltenden Vertrag mit der 

hauptbeteiligten Drittfirma, welche laut späteren – von früheren Aussagen 

abweichenden – Angaben der Beschwerdeführer 90 % des Gerüsts erstellt 

habe, auch dem Bundesverwaltungsgericht nicht eingereicht hätten. Die 

Aussagen der Beschwerdeführer zu den Sicherungsmassnahmen bzw. 

zum Gerüst seien widersprüchlich und die Beschwerdeführer hätten hin-

sichtlich der Bauphasen sogar offenkundig faktenwidrige Angaben ge-

macht (Verfügung, Rz. 100-105 und 108). Es sei (bezugnehmend auf das 

Urteil des BVGer A-296/2020 vom 3. November 2020) korrekt, dass die 

Höhe der Gerüstkosten von der Standdauer abhänge. Allerdings würden 

die Auf- und Abbaukosten den grössten Teil der Kosten ausmachen. Dies 

gehe vorliegend auch aus der Ausmassberechnung (Vorakte 42, Bei-

lage 2) hervor (das Fallschutznetz werde in den nachfolgenden Zahlen 

nicht berücksichtigt, da es nur für die Neueindeckung des Scheunendachs 

notwendig gewesen sei). Die gesamten Vorhaltekosten aller Gebäude wür-

den insgesamt Fr. 1'735.00 von Fr. 24'501.00 ausmachen. Nehme man die 

korrigierten Zahlen gemäss Verfügung, seien es Fr. 1'328.00 von 

Fr. 24'094.00. Das Vorhalten mache daher nur rund 5.5 % (korrigiert) bis 

7.1 % (nicht korrigiert) der gesamten Gerüstkosten basierend nach Aus-

mass aus. Sollte das Bundesverwaltungsgericht von einem anderen An-

satz ausgehen als im Urteil A-296/2020 vom 3. November 2020, sei der 

Anteil an den Gerüstkosten unter Berücksichtigung aller Umstände zurück-

haltend zu bestimmen und es wäre der zu verzinsende Betrag anzupassen. 

7.7.6 Die Vorinstanz stellte in der angefochtenen Verfügung ausführlich 

dar, auf welchen Grundlagen sie die Kosten für das Gerüst (nämlich auf 

Fr. 8.00 pro Quadratmeter) geschätzt hat. Ebenso zeigte sie klar und ein-

leuchtend auf, dass die Kosten des Fallschutznetzes in Höhe von insge-

samt Fr. 9’752.50 nicht zu berücksichtigen sind, da dieses nicht für die op-

tische Integration gemäss dem 2. Leitsatz der KEV-Richtlinie notwendig 

war. Sie legte weiter dar, dass die Angaben zu den Bauphasen und damit 

zur Vorhaltedauer des Gerüsts durch die im Recht liegenden Fotos vom 

Juli 2013 widerlegt werden. Basierend darauf traf sie eine nachvollziehbare 

Schätzung, wie lange das Gerüst vorgehalten werden musste. Auf diese 

A-6525/2020 

Seite 29 

Einschätzungen ist abzustellen, zumal sich keine triftigen Gründe finden, 

um von der fachlichen Expertise der Vorinstanz abzuweichen.  

Weiter erläutert die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung nachvollziehbar, 

dass die Standdauer des Gerüsts nur einen geringfügigen Anteil an der 

Höhe der Gerüstkosten ausmacht sowie dass es nicht einleuchtet, weshalb 

die Gerüstverbreiterungen mit Konsolen nach innen bei den Gebäuden A, 

B und C für drei Monate hätten vorgehalten werden müssen, im Vergleich 

dazu das übrige Gerüst nur für 0.8 Monate. Die Beschwerdeführer haben 

hierzu bis heute keine glaubwürdigen Angaben eingereicht, sondern wider-

sprüchliche Angaben getätigt und ihre Mitwirkungspflicht verletzt (vgl. 

E. 7.7.1 hiervor).  

Damit ist es vorliegend mangels entsprechender Angaben der Beschwer-

deführer nicht möglich, auf die Anzahl an Arbeitsstunden abzustellen, um 

die Entschädigung für das Gerüst zu bestimmen. Vielmehr erweist sich in 

einer solchen Situation ausnahmsweise als sachgerecht, hilfsweise auf 

den Anteil der Spenglerkosten an den Anlagekosten von 6.2 % abzustellen, 

wie es die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung getan hat. Demnach 

ist auch die Rüge bezüglich der Kosten für die Spenglerarbeiten (inklusive 

Gerüst) unbegründet. Letztlich ist an dieser Stelle festzuhalten, dass der 

Abzug für Eigenleistungen von 10 % noch zu prüfen sein wird (vgl. E. 10.7 

hiernach). 

Minderertrag 

8.  

Als drittes ist auf den geltend gemachten Minderertrag einzugehen. Vorab 

ist zu beurteilen, welche Posten zu entschädigen sind. Anschliessend wird 

zu prüfen sein, in welcher Höhe Entschädigung zu leisten ist (vgl. E. 8.7 

hiernach). 

8.1 Die Beschwerdeführer tragen vor, dass sie die heutige Anlage im Ver-

trauen auf die Vorgaben einer lndachanlage kalkuliert, geplant und gebaut 

hätten. Eine aufgeständerte Anlage mit optimaler Ausrichtung würde – mit 

einer einfacheren, günstigeren Montage – wesentlich effizienter (Strom) 

produzieren. Hierzu werde auf die Eingabe vom 9. Juli 2018 verwiesen 

(Vorakte 34). In der Vorakte 34 erläuterten die Beschwerdeführer die Aus-

richtungen sowie die Neigungswinkel der Dächer und den daraus resultie-

renden Schaden von mindestens Fr. 5'000.00 pro Jahr. Die Schadens-

A-6525/2020 

Seite 30 

summe wird für 25 Jahre Lebensdauer auf Fr. 125'000.00 beziffert (in ei-

nem früheren Stadium gingen die Beschwerdeführer von einer Lebens-

dauer von 10 Jahren und damit von Fr. 50'000.00 aus). 

8.2 Die Vorinstanz entgegnete in der angefochtenen Verfügung, dass die 

Forderungen der Beschwerdeführer nach einer Entschädigung für die 

Kosten der Demontage der montierten Einfassungen (zur Vermeidung ei-

nes Wärmestaus mit daraus resultierendem Leistungsverlust) und indirekt 

nach einer Entschädigung für den Minderertrag zusammenhängen wür-

den. Dabei sei die Berücksichtigung des Minderertrags auf 25 Jahre zu be-

schränken. Dies entspreche zum einen der Vergütungsdauer der KEV, zum 

anderen der linearen Leistungsgarantie der verwendeten PV-Module von 

25 Jahren. Damit ergebe sich ein restlicher Minderertrag von Juli 2018 bis 

Ende 2038 in der Höhe von Fr. 35'075.40 (zusammen mit dem restlichen 

Minderertrag für die Zeitspanne von Juli 2018 bis Ende 2019; Fr. 2'577.80 

+ Fr. 32'497.60). Die Kosten für die Demontage von Fr. 37'770.00 seien 

grösser als der gesamte restliche Minderertrag von Fr. 35'075.40. Somit 

sei dieser Minderertrag zu entschädigen und die Schadenminderungs-

pflicht sowie die Demontagekosten seien nicht zu berücksichtigen. 

8.3 Mit den Beschwerdeführern ging die Vorinstanz einig, dass aufgrund 

des eingereichten Plans (Vorakte 34, Beilage 3) die von ihnen angegebe-

nen Ausrichtungen der Dächer ungefähr korrekt seien und die Neigungs-

winkel plausibel erscheinen würden. Sie hätten jedoch nicht substanziiert 

oder gar bewiesen, dass die Variante einer (optimal) aufgeständerten An-

lage in Frage gekommen oder effektiv geprüft oder ausgearbeitet worden 

sei. Es würde sich denn auch die Frage stellen, mit welcher Variante zu 

vergleichen wäre. Unter Umständen wäre eine Variante mit Aufständerung 

aus verschiedenen Gründen auch gar nie in Frage gekommen (technische 

Aspekte, Baureglemente, aber auch persönliche Gründe wie etwa die Äs-

thetik der Gebäude). Entscheidend sei aber, dass es sich beim hypotheti-

schen Vergleich mit einer aufgeständerten Anlage nicht um Investitionen 

oder Mehrkosten handle, welche gestützt auf die Vertrauensgrundlage ge-

troffen worden seien. Der geltend gemachte hypothetische Minderertrag 

sei auch nicht direkt durch die Vorgaben des 2. Leitsatzes der KEV-Richt-

linie (Einfassung zur optischen Integration) entstanden. 

8.4 Ist der in ihrem Vertrauen zu schützenden Person eine Entschädigung 

zuzusprechen, ist ihr in der Regel der effektiv entstandene Vertrauensscha-

den zu ersetzen. Der Vertrauensschaden bzw. das negative Interesse ent-

spricht mithin dem Total der durch die Vertrauensgrundlage ausgelösten 

A-6525/2020 

Seite 31 

Investitionen (vgl. E. 4 hiervor; Urteil des BVGer A-1526/2018 vom 13. Mai 

2019 E. 6.2). Gemäss Vorinstanz stellt ein Minderertrag aufgrund von zu-

sätzlichen Randabschlüssen zwar keine Vermögensdisposition dar. Den-

noch sei sie in einigen Verfahren davon ausgegangen, dass eine solche 

Minderproduktion in einem direkten Zusammenhang mit den vorgenomme-

nen Aufwendungen (Anbringen der zusätzlichen Bleche und Randab-

schlüsse) stehe und deshalb dem Vertrauensschaden grundsätzlich ange-

rechnet werden könne. 

8.5 Zu prüfen ist, ob auch ein hypothetischer Vergleich mit einer aufgestän-

derten Anlage zu ersetzen ist. Als Orientierungshilfe ist dafür die Lehre zum 

negativen Interesse beim Rücktritt von einem Vertrag heranzuziehen. Da-

bei nicht zu erstatten ist der Gewinn, den der Gläubiger aus dem dahinge-

fallenen Vertrag hätte ziehen können. Zu ersetzen ist aber der entgangene 

Gewinn aus einem potenziellen im Vertrauen auf den dahingefallenen Ver-

trag mit einem Dritten nicht abgeschlossenen Vertrag. Die Wahrscheinlich-

keit des Vertragsabschlusses mit einem Dritten muss vom Gläubiger aber 

dargetan werden (ROLF H. WEBER/SUSAN EMMENEGGER, in: Die Folgen der 

Nichterfüllung, Art. 97-109 OR, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2020, Rz. 86 

und 95 zu Art. 109 OR m.H.). Dasselbe hat mutatis mutandis auch dann zu 

gelten, wenn es um das negative Interesse beim Ersatz des Vertrauens-

schadens geht. 

8.6 Die Vorinstanz führt weiter zutreffend aus, dass die Beschwerdeführer 

nicht näher substanziiert haben, inwiefern anstelle einer "scheinintegrier-

ten" Anlage eine aufgeständerte Anlage hätte erstellt werden sollen und 

auch hätte erstellt werden können. Daran vermag die mit der Replik ins 

Recht gelegte Stellungnahme der hauptbeteiligten Drittfirma nichts zu än-

dern, da diese äusserst vage ist (vgl. Beschwerdebeilage 9). Aus diesen 

Gründen ist nach dem zuvor Gesagten kein Ersatz für eine nicht näher 

dargelegte aufgeständerte Anlage zu leisten. Unbestritten ist dagegen, 

dass der Minderertrag für 25 Jahre zu berücksichtigen ist, was u.a. der Ver-

gütungsdauer der KEV entspricht (Anhang 1.2 Ziff. 4 Bst. a aEnV, in Kraft 

vom 1. Oktober 2011 bis zum 31. Dezember 2017, AS 2011 4067; vgl. zum 

Ganzen Urteil des BVGer A-985/2020 vom 8. Oktober 2020 E. 3.5.2.1). So-

mit haben die Beschwerdeführer gemäss den Ausführungen der Vorinstanz 

unbestrittenermassen einen Anspruch auf den durch die optische Integra-

tion verursachten Minderertrag (vgl. E. 8.4 hiervor). 

Als nächstes ist die Höhe des Minderertrags näher zu prüfen. 

A-6525/2020 

Seite 32 

8.7 Stellungnahme der Vorinstanz zur Berechnung des Minderertrags 

8.7.1 Die Vorinstanz stellte den Beschwerdeführern mit Schreiben vom 

26. September 2019 verschiedene Fragen zum Minderertrag (Vorakte 46, 

Frage 12). Sie hielt in ihrer Verfügung fest, dass die Beschwerdeführer da-

raufhin ein Datenblatt des Nachfolgermodells ihrer Solarmodule einge-

reicht hätten (Vorakte 50, Beilage 6) und einen einseitigen Auszug aus der 

Beschreibung des "AluStand"-Einlegesystems (Vorakte 50, Beilage 7). Der 

Abstand zwischen Dach und Solarpaneelen sei mit 15-18 cm angegeben 

worden (Vorakte 50, S. 4, Frage 12.c.i.). Die Frage, ob es Lüftungsschlitze 

oder andere Öffnungen gebe (Frage 12.c.ii.), insbesondere an der Traufe 

oder am First, hätten sie nicht beantwortet. Sie hätten lediglich darauf hin-

gewiesen, dass die Module ganzflächig montiert seien und bezüglich 

Traufe und First auf die Bilder des Auditors verwiesen, welche sich bei den 

Akten befinden müssten (Vorakte 50, S. 4, Frage 12.c.ii). Die Frage nach 

der Einschätzung des Produktionsverlusts hätten sie dagegen beantwortet 

und angegeben, allein durch die Entfernung der Firstabdeckung anlässlich 

der Reinigung 2017 habe die Leistung 2017 bis 2019 um über 11 % höher 

gelegen als in den Vorjahren. Der Produktionsverlust durch die noch vor-

handenen Verkleidungen dürfte sich laut ihnen folglich um weitere 10 % 

bewegen (Vorakte 50, S. 4, Frage 12.d.). Sie hätten zudem verschiedene 

Auszüge von Websites zum Leistungsabfall von Solarzellen (Vorakte 50, 

Beilagen 8 und 9) und (bezüglich der Stromproduktion) Rechnungen der 

Elektrizitätsversorgung (…) (Vorakte 50, Beilage 10), sowie einen Internet-

auszug bezüglich der durch die (damalige) Erstinstanz generierten Her-

kunftsnachweise eingereicht (Vorakte 50, Beilage 6). Zahlungsbestätigun-

gen seien keine eingereicht worden. Sie hätten angegeben, der ökologi-

sche Mehrwert sei vor Ausrichtung der KEV bis Ende September 2014 

nicht entschädigt worden (Vorakte 50, S. 5, Frage 12g) und dass die Pro-

duktion der PV-Module des (…)hauses in den Daten enthalten seien 

(Vorakte 50, S. 4, Frage 12.e). Sie hätten zum Rückbau der Bleche zur 

Antwort gegeben (Vorakte 50, S. 4, Frage 11), dass dieser erst erfolgen 

werde, wenn das hierseitige Verfahren abgeschlossen sei und keine wei-

teren Beweisaufnahmen nötig seien. Es sei (laut den Beschwerdeführern) 

lediglich "nach Vorliegen der BGE" die Firstabdeckung zur Abschwächung 

des leistungsmindernden Hitzestaus entfernt worden. 

8.7.2 In der Verfügung führte die Vorinstanz zusammenfassend aus, dass 

die Beschwerdeführer über 21 % Produktionsverlust geltend machen wür-

A-6525/2020 

Seite 33 

den (11 % + 10 %). Dieser Prozentsatz sei grösser als derjenige der Diffe-

renz der KEV-Vergütung für die Beschwerdeführer zwischen einer inte-

grierten und einer angebauten Anlage.  

Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass die Berechnung der Minderproduk-

tion vorliegend aufgrund unbekannter Faktoren wie Einstrahlung, Umge-

bungstemperatur und Windgeschwindigkeit nicht möglich sei. In den drei 

bisherigen Verfahren, in denen ein Minderertrag berücksichtigt worden sei, 

habe sie jeweils eine Minderproduktion und entsprechend auch einen Min-

derertrag in der Höhe von 3 % gutgeheissen. Bei effektiv (vollständig) in 

das Dach integrierten Anlagen werde teilweise von bis zu 5 % Minderertrag 

im Vergleich zu gut hinterlüfteten Anlagen ausgegangen. Die PV-Module 

der Beschwerdeführer würden einen Temperaturkoeffizienten von -0.41 % 

Pmax/K aufweisen (Vorakte 50, Beilage 6). Dies bedeute, dass die maxi-

male Leistung pro Grad Temperaturerhöhung um 0.41 % abnehme. Im Ver-

gleich dazu hätten die Temperaturkoeffizienten in den oben genannten Ver-

fahren bei -0.37 %, -0.42 % und -0.45 % gelegen. Derjenige der Beschwer-

deführer sei somit relativ gut. Vorliegend handle es sich zudem nicht um 

eine lndachanlage, sondern eine Aufdachanlage mit Abstand zwischen 

Dach und Solarmodulen. Dieser Abstand betrage vorliegend gemäss An-

gaben der Beschwerdeführer hohe 15 bis 18 cm (Vorakte 50, S. 4, 

Ziff. 12c.i.). Auf den Fotos (insbesondere Vorakte 1, Beilagen zum 

Auditorenbericht; Vorakte 42, Beilage 3; auch Google Streetview: 

Vorakte 56]) sei zudem zu sehen, dass die Bleche an den Rändern nicht 

bündig und luftdicht abschlössen. Dies gelte für Gebäude A auch für den 

First. Bei Gebäude C liege vom First bis zum nördlichen Dachrand lediglich 

rund eine Modullänge, was wohl ebenfalls noch für eine gewisse Zirkula-

tion sorge. Die Frage, ob es Lüftungsschlitze oder andere Öffnungen gebe, 

hätten die Beschwerdeführer nicht beantwortet. Sie hätten lediglich darauf 

hingewiesen, dass die Module ganzflächig montiert seien und bezüglich 

Traufe und First auf die Bilder des Auditors verwiesen. Auf jeden Fall ver-

füge die Anlage noch über eine gewisse Luftdurchlässigkeit. Wichtig zu er-

wähnen sei zudem, dass der von den Beschwerdeführern als Quelle auf-

geführte Kamineffekt bei Dächern mit geringer Neigung wie vorliegend nur 

sehr beschränkt wirke. Anzufügen bleibe, dass sich den von den Be-

schwerdeführern eingereichten Beweismitteln keine weitergehenden Hin-

weise entnehmen liessen (Vorakte 50, Beilagen 8 und 9). Die Reinigung 

sei sodann ebenfalls zu berücksichtigen (mögliche Ertragsminderung etwa 

zwischen 10-20 %). 

A-6525/2020 

Seite 34 

8.7.3 Zur Sonnenscheindauer stellte sich die Vorinstanz auf den Stand-

punkt, dass die Beschwerdeführer nicht weiter erklärten, weshalb sie nur 

die Jahre 2015 und 2016 als Vergleichsbasis berücksichtigt hätten, nicht 

aber das Jahr 2014, in dem die Anlage bereits das ganze Jahr in Betrieb 

gewesen sei. So habe im ersten Produktionsjahr 2014 die Produktion bei 

einer nicht übermässigen Sonnenscheindauer in etwa bei derjenigen im 

Jahr 2017 gelegen, in welchem die Firstbleche bereits teilweise entfernt 

worden seien und welches bezüglich Sonnenscheindauer ein gutes Jahr 

gewesen sei. Als Quellen für die jährliche Sonnenscheindauer seien die 

Klimareporte von Meteoschweiz und eine Webseite des Hauseigentümer-

verbands herangezogen worden. Bezüglich Sonnenscheindauer falle auf, 

dass die Jahre 2017 bis 2019 diesbezüglich als gute bis sehr gute Jahre 

bezeichnet werden könnten. Das Jahr 2015 sei zwar auch ein sehr gutes 

gewesen. Hingegen sei 2016 im Vergleich mit den anderen ein sehr 

schlechtes und 2014 auch ein eher mässiges gewesen. Dies zeige bereits, 

dass aufgrund der bestehenden Datenbasis keine robusten Ergebnisse 

hinsichtlich Minderproduktion möglich seien. Unter Würdigung aller Um-

stände bestehe vorliegend kein Anlass, von einem anderen Wert als in den 

bisherigen Verfahren auszugehen. Mit Blick auf den KEV-Fonds sei auch 

zu berücksichtigen, dass es sich vorliegend an sich nicht um eine direkte 

Investition handle, welche gestützt auf die Vertrauensgrundlage getroffen 

worden sei. Vorliegend sei daher von einer Produktionsminderung von 3 % 

aufgrund sämtlicher Abdeckungen zur optischen Integration der PV-Anlage 

auszugehen. Laut Angabe der Beschwerdeführer sei bereits im Mai 2017 

die Entfernung der Firstbleche erfolgt (Vorakte 50, S. 4, zu Frage 12.d und 

Vorakte 50, Beilage 6). Ab Juni 2017 rechtfertige es sich daher nicht, wei-

terhin von 3 % Minderproduktion/-Ertrag, sondern (schätzungsweise) auf-

grund der verbleibenden Randabschlüsse von 1.5 % auszugehen. 

8.7.4 Zur (konkreten) Berechnung des Minderertrags erläuterte die 

Vorinstanz, dass die von den Beschwerdeführern eingereichten 

Produktionsdaten 97 % (bis Mai 2017) bzw. 98.5 % (ab Juni 2017) der "op-

timalen" Produktion darstellten (d.h. Produktion ohne Bleche zur Scheinin-

tegration = 100 %). Für die Berechnung des Minderertrags sei für die Zeit-

spanne zwischen November 2013 und Ende September 2014 auf die von 

den Beschwerdeführern eingereichten Rechnungen der Elektrizitätsversor-

gung (…) (Vorakte 50, Beilage 10) abgestützt worden. Die Vergütung pro 

kWh habe zuerst neun Rappen, ab Januar 2014 acht Rappen/kWh betra-

gen. Die Berechnung des Minderertrags für diese Zeitspanne sei direkt auf 

Basis der Rechnungsbeträge erfolgt. Bei der ersten Rechnung (bis 

A-6525/2020 

Seite 35 

Ende 2013) seien die Zählerkosten und der Rabatt nicht abgezogen wor-

den, was zu einem berücksichtigten Rechnungsbetrag von Fr. 1’807.65 

führe (Fr. 1’673.75 für die Energierücklieferung plus Fr. 133.90 MwSt.). 

Konkret sei der Minderertrag wie folgt berechnet worden: Rechnungsbe-

träge / 97*3. Für die Zeitperiode ab Ausrichtung der KEV im Oktober 2014 

sei der Minderertrag anhand der Produktionsdaten (generierte Herkunfts-

nachweise [HKN] gemäss Internetauszug in Vorakte 50, Beilage 6) wie 

folgt berechnet worden: Produktion / 97*3*Fr. 0.238 Fr. /kWh. Der erste Teil 

der Formel ergebe die Minderproduktion, die Multiplikation mit dem KEV-

Satz dann den Minderertrag. Ab Juni 2017, ab welchem von einer reduzier-

ten Minderproduktion von 1.5 % auszugehen sei, laute die Formel entspre-

chend Produktion / 98.5*1.5*0.238 Fr./kWh. Für die Zeitspanne ab Novem-

ber 2013 (Inbetriebnahme der Anlage) bis Ende Juni 2018 (keine Schaden-

minderungspflicht) ergebe sich so insgesamt ein auf jeden Fall zu entschä-

digender Minderertrag von Fr. 11'248.95. 

8.7.5 Die Vorinstanz war der Ansicht, dass ab Juli 2018 von einer Scha-

denminderungspflicht auszugehen sei. Die Kosten für die Schadenminde-

rung, d.h. die Demontagekosten, könnten im Rahmen des Vertrauensscha-

dens grundsätzlich geltend gemacht werden. Dies allerdings nur, wenn sie 

tiefer seien als der restliche Minderertrag ab Schadenminderungszeit-

punkt. Jedoch sei zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführer grund-

sätzlich eine Schadenminderungspflicht hatten, sobald sie gewusst hätten, 

dass sie trotz der Anbringung der Blechverkleidungen (Scheinintegration) 

nur den KEV-Vergütungssatz für angebaute Anlagen erhalten würden. Hät-

ten die Beschwerdeführer keine Aussicht auf Entschädigung gehabt, wäre 

zu erwarten, dass sie im Zeitpunkt, als für sie klar war, dass für die vorlie-

gende Anlage nur der Vergütungssatz für angebaute Anlagen ausbezahlt 

wird, die Blechverkleidung abgebaut hätten, um dadurch die Produktion 

steigern zu können. Dies sei mit Zustellung des Bundesgerichtsurteils 

2C_180/2017 vom 10. Januar 2018 der Fall gewesen, in dem rechtskräftig 

festgestellt worden sei, dass es sich bei der Photovoltaikanlage der Be-

schwerdeführer um eine angebaute Anlage gemäss Anhang 1.2 Ziff. 2.2  

aEnV handle. Somit seien die Demontagekosten mit dem restlichen Min-

derertrag ab Juli 2018 zu vergleichen. Eine solche Schadenminderungs-

pflicht sei allerdings nur dann zu berücksichtigen, wenn der Minderertrag 

ab dem Zeitpunkt der Pflicht zur Schadenminderung bis zum Ende der Ver-

gütungsdauer grösser sei als die (geschätzten) Kosten für den Rückbau. 

A-6525/2020 

Seite 36 

8.7.6 Gemäss angefochtener Verfügung ist der Minderertrag für die restli-

che Nutzungsdauer zu berechnen, wobei zwei Zeitphasen zu unterschei-

den seien. Von Juli 2018 bis Ende 2019 sei der Minderertrag anhand der 

vorliegenden Produktionsdaten zu berechnen. Für das Jahr 2019 werde 

dabei der von den Beschwerdeführern handschriftlich angegebene, als un-

gefähr realistisch erachtete obere Wert von 480'000 kWh verwendet. Es 

sei dabei von 1.5 % Minderertrag auszugehen. Die Produktion entspreche 

somit jeweils einem Wert von 98.5 % der Produktion ohne Produktionsver-

lust aufgrund der verbleibenden Randabschlüsse. Der Minderertrag er-

gebe sich dabei entsprechend der verwendeten Berechnung (Produktion 

in kWh / 98.5*1.5*0.238 Fr.). Für die Zeitdauer zwischen Juli 2018 und 

Ende 2019 errechne sich daraus ein Minderertrag von Fr. 2'577.80. 

8.7.7 Der jährliche restliche Minderertrag ab 2020 werde auf Basis einer 

berechneten durchschnittlichen Jahresproduktion der Jahre 2014 bis Ende 

2019 ohne Verlust durch die Randabschlüsse berechnet. Als Ausgangs-

lage würden wiederum dieselben Daten verwendet (Auszüge der Elektrizi-

tätsversorgung (…) und HKN-Angaben [Herkunftsnachweise] der damali-

gen Erstinstanz). Für das Jahr 2019 werde dabei wieder der von den Be-

schwerdeführern handschriftlich angegebene, als ungefähr realistisch er-

achtete obere Wert von 480'000 kWh übernommen. Von Januar 2014 bis 

Ende Mai 2017 werde von einer Minderproduktion von 3 % ausgegangen, 

ab Juni 2017 von 1.5 %. Entsprechend berechne sich die Jahresproduktion 

ohne Minderproduktion jeweils folgendermassen: Produktion gemäss Da-

ten / 97 % bzw. 98.5 % (ab Juni 2017). Die durchschnittliche Jahrespro-

duktion ergebe sich sodann wie folgt: Summe der Jahresproduktionen 

2014 bis 2019 (wie vorstehend berechnet) / 6 Jahre. Daraus resultiere eine 

hypothetische durchschnittliche Jahresproduktion ohne Verlust durch 

Blechverkleidungen von 471'911.64 kWh. 1.5 % Produktionsverlust daraus 

entspreche somit 7'186.47 kWh (471'911.64 kWh / 98.5*1.5). Daraus er-

gebe sich unter Berücksichtigung des KEV-Satzes ein Minderertrag pro 

Jahr von Fr. 1’710.40 (7'186.47 kWh*Fr. 0.238). Es sei von einer Nutzungs-

dauer von 25 Jahren auszugehen. Ab 2020 bis Ende 2038 ergebe sich so-

mit ein restlicher Minderertrag von Fr. 32'497.60 (19 Jahre*Fr. 1'710.40). 

8.7.8 Zusammenfassend errechnete die Vorinstanz für die Zeitspannen 

von Juli 2018 bis Ende 2019 (Fr. 2'577.80) sowie von 2020 bis Ende 2038 

(Fr. 32'497.60) einen restlichen Minderertrag in Höhe von Fr. 35'075.40. 

Der gesamte zu entschädigende Schaden aus Minderertrag belaufe sich 

somit auf Fr. 46'324.35 (Fr. 11'248.95 ab November 2013 bis Ende Juni 

2018 plus Fr. 35'075.40).  

A-6525/2020 

Seite 37 

8.8 Zwischenfazit zum Minderertrag 

Vorliegend kann im Wesentlichen auf die Begründung des vor- 

instanzlichen Entscheids abgestellt werden (vgl. oben sowie Verfü-

gung, Rz. 121 ff. und Rz. 138 ff.). Die Vorinstanz legte – gestützt auf ihre 

fachliche Expertise und aufgrund von Erfahrungswerten aus ähnlich gela-

gerten Fällen – ausführlich dar, dass der Minderertrag bis Mai 2017 3 % 

und ab Juni 2017 1.5 % beträgt. Den Minderertrag berechnete sie insbe-

sondere anhand der Produktionsdaten und den Angaben der Beschwerde-

führer. Ab 2020 wurden die Produktionsdaten mangels Angaben der Be-

schwerdeführer sodann aufgrund der durchschnittlichen Jahresproduktion 

von 2014 bis Ende 2019 geschätzt (vgl. Verfügung, Rz. 142). Der von der 

Vorinstanz verwendete Vergütungssatz entspricht der Verfügung der da-

maligen Erstinstanz vom 1. Oktober 2014 (Vorakte 1, Beilagen). Auf diese 

sachlich begründete Einschätzung ist abzustellen. Im Übrigen bestreiten 

die Beschwerdeführer die sehr detaillierten Berechnungen der Vorinstanz 

nur pauschal (vgl. E. 8.1 hiervor). 

8.9 Demontagekosten 

Als nächstes ist darauf einzugehen, ob ein Anspruch auf Ersatz der Kosten 

für die Demontage der Verblechungen besteht. 

8.9.1 Wie bereits erwähnt, verlangen die Beschwerdeführer den Betrag 

von Fr. 47'763.25 für die Demontage der nunmehr unnötig gewordenen 

und ertragsmindernden Verblechungen (inkl. erneutem Gerüst). 

8.9.2 Die Vorinstanz führte in der Verfügung aus, dass (gemäss den über-

nommenen Angaben der Beschwerdeführer) die Kosten des Gerüsts für 

die Demontage gleich hoch ausfallen würden wie für die Montage, d.h. 

Fr. 34'253.00 betragen würden. Die Kosten der Arbeit und der Entsorgung 

seien von den Beschwerdeführern mit Fr. 10'000.00 geschätzt worden und 

müssten laut diesen durch einen unabhängigen Fachmann verifiziert wer-

den. Die Vorinstanz hielt fest, dass die Gesamtkosten der Demontage so-

mit Fr. 34'253.00 + 8 % MwSt. sowie Fr. 10'000.00 + 7.7 % MwSt., mithin 

Fr. 47'763.25 betragen würden. Auf Nachfrage hätten die Beschwerdefüh-

rer angegeben (Vorakte 50, S. 6), dass das Gerüst für den Abbau gleich 

lang benötigt worden sei wie für die Montage. Die Beschwerdeführer hätten 

jedoch trotz expliziter Aufforderung keine Kosten bezüglich der von ihnen 

erwähnten Entfernung der Firstbleche geltend gemacht respektive keine 

A-6525/2020 

Seite 38 

entsprechenden Belege eingereicht. Die Kosten für die Gerüst- und Ab-

sturzsicherungsmassnahmen (zur optischen Integration der PV-Anlage) 

seien von ihr auf Fr. 27'000.00 geschätzt worden. Zwar müsse das Gerüst 

bei der Demontage der Bleche weniger lang vorgehalten werden. Vorlie-

gend dürfe jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwer-

deführer bzw. Mitarbeiter wieder 10 % des Gerüsts selber abgebaut hätten. 

8.9.3 Die Vorinstanz erachtete die von den Beschwerdeführern bezifferten 

Demontagekosten für die Verblechungen von Fr. 10'770.00 (Fr. 10'000.00 

und 7.7 % MwSt.) aus verschiedenen Gründen als plausibel. Sie 

berücksichtigte hierfür die Montagekosten, um daraus die Demontagekos-

ten (als Hälfte des Aufwands) abzuleiten. Es sei dabei zu beachten, dass 

ein Teil der Arbeit nicht für die Montage, sondern in das Vorbereiten des 

montierten Materials eingeflossen sei (Vorakte 50, S. 2 f.). Gehe man dies-

bezüglich etwa von einem Fünftel der gesamten Arbeitskosten von 

Fr. 22'300.00 aus (mangels genauerer Angaben der Beschwerdeführer be-

züglich Stunden und Material sei keine genaue Abschätzung möglich), wür-

den sich "Montagekosten" von rund Fr. 17'800.00 ergeben 

(Fr. 22'300.00*0.8). Gehe man für die Demontagekosten von der Hälfte 

aus, ergebe sich somit ein Betrag von rund Fr. 8'900.00. Selbst bei An-

nahme einer Demontagezeit von mehr als der Hälfte im Vergleich zur Mon-

tage erscheine der Betrag als nicht zu tief. Vorliegend sei nämlich auch zu 

berücksichtigen, dass die Firstbleche nach Angaben der Beschwerdeführer 

bereits entfernt worden seien. Die Firstbleche würden insgesamt 125 von 

502 Laufmeter an Abschlüssen ausmachen, d.h. rund einen Viertel. Da 

trotz entsprechender expliziter Aufforderung diesbezüglich keine Kosten 

geltend gemacht oder Belege eingereicht worden seien, sei davon auszu-

gehen, dass den Beschwerdeführern für die Entfernung der Firstbleche 

auch kein vermögenswerter Schaden entstanden sei (etwa aufgrund der 

Vornahme in Eigenleistung). Somit ergäben sich insgesamt Demontage-

kosten von Fr. 37'770.00 inkl. MwSt. (Fr. 27'000.00 für das Gerüst + 

Fr. 10'770.00 für die Verblechungen). Die Demontagekosten von 

Fr. 37'770.00 seien somit grösser als der restliche Minderertrag von 

Fr. 35'075.40 und damit nicht zu entschädigen (vgl. E. 8.7.5 hiervor).  

8.9.4 Fazit zum Minderertrag und den Demontagekosten 

Zusammenfassend sieht die Aufstellung zu den Demontagekosten versus 

den restlichen Minderertrag wie nachfolgend aus. Hinzu kommt der Min-

derertrag vor der Schadenminderungspflicht. 

A-6525/2020 

Seite 39 

Demontagekosten Restlicher Minderertrag ab Zeitpunkt 

der Schadenminderungspflicht  

(Juli 2018; nach Empfang des Urteils 

BGer 2C_180/2017 vom 10. Januar 

2018) 

Fr. 27'000.00 für das Gerüst Fr. 2'577.80 zwischen Juli 2018 und Ende 

2019 anhand der Produktionsdaten 

Fr. 10'770.00 für die Verblechungen Fr. 32'497.60 ab 2020 bis Ende 2038 an-

hand der Schätzungen der Vorinstanz 

Total Demontagekosten 

Fr. 37'770.00 

Total restlicher Minderertrag 

Fr. 35'075.40 

 Zusätzlicher Minderertrag (ohne Schaden-

minderungspflicht) 

 Fr. 11'248.95 ab November 2013 (Inbe-

triebnahme der Anlage) bis Ende Juni 

2018 

 Total Minderertrag Fr. 46'324.35  

Die dargelegten Überlegungen bzw. Berechnungen der Vorinstanz zur De-

montage der Verblechungen erweisen sich als nachvollziehbar. Sie beru-

hen auf den Angaben der Beschwerdeführer zu den Kosten der Arbeit (vgl. 

Vorakte 50, S. 6., Ziff. II.d) sowie auf den Schätzungen der Vorinstanz zu 

den Kosten des Gerüsts. Da die Beschwerdeführer diesbezüglich keine 

genauen Angaben getätigt haben, ist diese Schätzung der Vorinstanz zum 

Gerüst nicht zu beanstanden und es ist darauf abzustellen (vgl. E. 7.7.4 

hiervor). Dennoch sind diese Kosten hierfür nicht zu entschädigen. Der  

Vorinstanz folgend kann nämlich gesagt werden, dass die Schadenminde-

rungspflicht nur relevant ist, sofern sich eine Demontage der Verblechun-

gen aufgrund der dadurch zusätzlich erzeugten Stromproduktion über-

haupt rechnet. Vorliegend steht fest, dass die Demontagekosten (von 

Fr. 37'770.00) den restlichen Minderertrag ab Juli 2018 bis 2038 

(Fr. 35'075.40) übersteigen, weshalb (der Vorinstanz folgend) einzig letzte-

rer zu entschädigen ist. Andernfalls würden die Beschwerdeführer über-

A-6525/2020 

Seite 40 

entschädigt. Der gesamte zu entschädigende Schaden aus Minderertrag 

beläuft sich somit auf Fr. 46'324.35 (Fr. 11'248.95 + Fr. 35'075.40). Damit 

erweist sich diese Rüge als unbegründet. 

Minderrendite auf investiertem Kapital und Schadenszins 

9.  

Weiter ist auf die Schadensposten der Minderrendite auf investiertem Ka-

pital und des Schadenszinses einzugehen. 

9.1 Vorbringen der Beschwerdeführer 

Die Beschwerdeführer bringen vor, dass die Realisierung des Gesamtpro-

jektes gestützt auf eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vom 29. Januar 

2013 erfolgt sei (Vorakte 34, zu Ziff. 4). Die steuerlich anerkannten Rein-

vestitionen (Wertvermehrungen) seien für die PV-Anlage mit 

Fr. 889'250.45 anerkannt worden. Für die Zeit der kalkulierten, garantierten 

Lebensdauer der PV-Anlage von 25 Jahren sei gestützt auf den Vergü-

tungssatz für integrierte Anlagen von 29.7 Rappen ein Gesamtgewinn von 

Fr. 1'859'933.00 errechnet worden, was einer Verzinsung des investierten 

Kapitales (ohne Eigenleistungen und ohne Dachumbau) von 8.36 % p.a. 

entspreche (ausmachend pro Jahr Fr. 74'397.30). Bei einer Mindervergü-

tung von sechs Rappen, d.h. 20 % der Gesamtvergütung betrage der Ren-

diteverlust auf dem investierten Kapital p.a. Fr. 14'879.45. Für diesen 

Schaden sei die Erstinstanz mindestens für die Dauer von 10 Jahren ent-

schädigungspflichtig (ausmachend für die kalkulierte Lebensdauer der An-

lage von 25 Jahren total Fr. 371'993.75). Der Mehrertrag durch eine opti-

mal aufgeständerte Anlage sei in Abzug zu bringen (mit Fr. 125'000.00), 

was einen verbleibenden Schaden (für die Minderrendite) von 

Fr. 246'993.75 ergebe. 

Weiter führen sie im Sinne einer alternativen Berechnung aus, dass der 

nutzlos gewordene Anteil der Gesamtinvestition aus der Differenz KEV 

29.7 Rappen zu KEV 24 Rappen 20 % betrage, berechnet anhand der 

Gesamtinvestition von Fr. 889'250.45. Dies ergebe Fr. 177'850.09 zuzüg-

lich einer Kapitalverzinsung für 25 Jahre von 2 % p.a. von Fr. 88'925.00, 

ausmachend Fr. 266'775.00. Das Begehren um Entschädigung der Min-

derrendite auf dem eingesetzten Kapital sei daher von zwei Seiten her 

plausibilisiert und nachgewiesen.  

A-6525/2020 

Seite 41 

9.2 Stellungnahme der Vorinstanz 

9.2.1 Die Vorinstanz äussert sich mit Vernehmlassung vom 12. Februar 

2021 dahingehend, dass die Alternativberechnung der Beschwerdeführer 

neu sei. Sie führe resultatmässig mit Fr. 266'775.00 zu einer um rund 

Fr. 20'000.00 höheren Forderung als der bisher gelte