# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 139d7de8-d685-5166-886e-de43aa16297d
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-03-08
**Language:** de
**Title:** BGer 7F_10-2024
**Docket/Reference:** 7F_10-2024
**URL:** https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=08.02.2024&to_date=09.03.2024&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=9&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F08-03-2024-7F_10-2024&number_of_ranks=649

## Full Text

Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
7F_10/2024
Urteil vom 8. März 2024
II. strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Abrecht, Präsident,
Bundesrichterin Koch, Bundesrichter Hofmann,
Gerichtsschreiberin Sauthier.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,
gegen
Staatsanwaltschaft, Abteilung 3 Sursee, Centralstrasse 35, Postfach 9, 6210 Sursee,
Gesuchsgegnerin,
Zwangsmassnahmengericht des Kantons Luzern, Einzelrichterin,
Villastrasse 1, 6010 Kriens.
Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 7B_864/2023 vom 19. Dezember 2023.
Sachverhalt:
A.
Mit Urteil 7B_864/2023 vom 19. Dezember 2023 trat das Bundesgericht auf eine Beschwerde von A.________ (Gesuchsteller) gegen die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Luzern vom 24. Oktober 2023 betreffend Entsiegelung und Durchsuchung mangels einer genügenden Begründung nicht ein.
B.
Mit Eingabe vom 6. Februar 2023 an das Bundesgericht hat A.________ erklärt, Revision gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 19. Dezember 2023 zu erheben. Dieses und die Verfügung vom 24. Oktober 2023 seien aufzuheben. Sein beschlagnahmtes Handy sei unverzüglich herauszugeben und sämtliche Daten dürften nicht verwertet werden. Im Sinne einer vorsorglichen superprovisorischen Massnahme sei anzuordnen, dass das Telefon erneut zu versiegeln sei.
Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
Erwägungen:
1.
Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (
Art. 61 BGG
). Das Bundesgericht kann auf ein eigenes Urteil nur zurückkommen, wenn einer der vom Gesetz (
Art. 121-123 BGG
) abschliessend aufgezählten Revisionsgründe vorliegt. Es obliegt der gesuchstellenden Person, aufzuzeigen, inwiefern ein gesetzlicher Revisionsgrund gegeben ist (vgl.
Art. 42 Abs. 2 BGG
).
2.
Der Gesuchsteller bringt vor, sein Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt worden, weil sich das Bundesgericht in seinem Urteil nicht mit seinen Vorbringen befasst habe. Zudem hätte der Spruchkörper seiner Auffassung nach mit drei Richtern besetzt werden müssen, weil die Voraussetzungen nach
Art. 108 Abs. 1 BGG
nicht erfüllt seien. Damit dürfte das Urteil nichtig sein und ein Revisionsgrund nach
Art. 121 lit. a BGG
vorliegen. Die Revision sei auch nach
Art. 121 lit. d BGG
begründet, weil die Einzelrichterin in den Akten liegende Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt habe, nämlich, dass das Telefon ohne hinreichenden Tatverdacht beschlagnahmt worden sei.
Dabei zeigt der Gesuchsteller indessen keine Revisionsgründe nach
Art. 121 ff. BGG
auf. Solche sind auch nicht ersichtlich. Vielmehr versucht der Gesuchsteller, einen Entscheid, den er für unrichtig bzw. "nichtig" hält, in der Sache neu beurteilen zu lassen, was die Bestimmungen zur Revision nicht erlauben (vgl. Urteile 7F_1/2024 vom 22. Januar 2024 E. 2, 7F_4/2023 vom 25. Oktober 2023 E. 4; 7F_1/2023 vom 14. September 2023 E. 2; je mit weiteren Hinweisen).
3.
Auf das Revisionsgesuch ist nicht einzutreten. Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um "vorsorgliche superprovisorische Massnahme" gegenstandslos.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (
Art. 66 Abs. 1 BGG
).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Luzern, Einzelrichterin, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. März 2024
Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident:    Abrecht
Die Gerichtsschreiberin:    Sauthier