# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ec48a8d-46c4-5a89-9917-627b3629455e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-08-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.08.2021 A-790/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-790-2021_2021-08-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-790/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  A u g u s t  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Alexander Misic (Vorsitz), 

Richter Maurizio Greppi,  

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,    

Gerichtsschreiberin Anna Wildt. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch MLaw Michèle Byland,  

HEKS Rechtsschutz Bundesasylzentren Nordwestschweiz,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Datenänderung im Zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS);  

Verfügung des SEM vom 22. Januar 2021. 

 

 

 

A-790/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 6. Oktober 2020 reichte A._______, afghanischer Staatsbürger, in der 

Schweiz ein Asylgesuch ein und gab auf dem Personalienblatt des Staats-

sekretariats für Migration (SEM) handschriftlich als Geburtsdatum den (…) 

2004 an. 

B.  

Am 11. November 2020 wurde A._______ vom SEM im Rahmen der Erst-

befragung zu seinen persönlichen Umständen sowie summarisch zu den 

Asylgründen befragt. Auf die Frage, woher er sein Geburtsdatum kenne, 

gab er an, seine Freunde hätten ihn darauf hingewiesen, dass man ihn 

beim SEM nach seinem Alter und seinem Geburtsdatum fragen werde. Er 

habe daraufhin seine Mutter angerufen und sie habe es ihm gesagt. Als 

Beleg reichte er die Kopie einer «Tazkira» (amtliches afghanisches Identi-

tätsdokument mit Foto; vgl. Urteil BVGer A-318/2019 vom 4. Februar 2020 

E. 5.6.2 m.w.H.) ein, die am (…) 2018 ausgestellt wurde und ein Alter von 

(…) Jahren bestätigt. 

C.  

Um den Sachverhalt in Bezug auf das Alter zu vervollständigen, liess das 

SEM ein Altersgutachten durch das Institut für Rechtsmedizin der Univer-

sität B._______ (IRM) erstellen. Das Gutachten vom 2. Dezember 2020 

wurde auf der Grundlage einer klinischen Untersuchung, einer zahnärztli-

chen Altersschätzung und einer radiologischen Altersschätzung des linken 

Handskeletts sowie der Brustbein-Schlüsselbein-Gelenke erstellt. Das 

Gutachten ergab, dass nach dem Röntgenbefund das 18. Lebensjahr mit 

an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vollendet und das angege-

bene Alter von (…) Jahren und (…) Monaten nicht damit vereinbar sei. 

Nach dem Zahnbefund liesse sich die Vollendung des 18. Lebensjahres 

nicht mit der notwendigen Sicherheit belegen. Aufgrund der eher kräftigen 

Körperbehaarung an Brust und Bauch erscheine ein höheres Lebensalter 

aus gutachterlicher Sicht wahrscheinlich. Bei der Berücksichtigung nur des 

weiterentwickelten Weisheitszahns sei der Bereich von 19 bis 21.7 Jahren 

als wahrscheinlichstes Lebensalter anzunehmen. 

D.  

Am 8. Dezember 2020 stellte das SEM A._______ auf der Grundlage des 

Gutachtens eine Änderung seines Geburtsdatums im Zentralen Migrati-

onsinformationssystem (ZEMIS) vom (…) 2004 auf den 1. Januar 2002 in 

Aussicht und gewährte ihm das rechtliche Gehör. In der Stellungnahme 

A-790/2021 

Seite 3 

vom 21. Dezember 2020 lehnte A._______ die Änderung ab. Er kenne sein 

Geburtsdatum von seiner Mutter. Auf der eingereichten Kopie der 

«Tazkira» werde bestätigt, dass er im Jahr 2018 fünfzehn Jahre alt gewe-

sen und somit noch immer minderjährig sei. Nach dem Gutachten bestehe 

eine deutliche Diskrepanz zwischen der zahnärztlichen Untersuchung und 

den übrigen Röntgenbefunden. Das Gutachten komme zum Schluss, dass 

nach dem Zahnbefund die Vollendung des 18. Lebensjahres und das Er-

reichen der Volljährigkeit nicht mit der notwendigen Sicherheit zu belegen 

sei. In einem solchen Fall sei vom Grundsatz «in dubio pro minore» aus-

zugehen. 

E.  

Am 23. Dezember 2020 änderte das SEM das Geburtsdatum von 

A._______ im ZEMIS vom (…) 2004 auf den 1. Januar 2002 und fügte ei-

nen Bestreitungsvermerk an. 

F.  

Am 13. Januar 2021 wurde A._______ zu seinen Asylgründen angehört. 

G.  

Am 21. Januar 2021 nahm A._______ zum Entwurf des Asylentscheids des 

SEM Stellung und bestritt das geänderte Geburtsdatum. 

H.  

Mit Verfügung vom 22. Januar 2021 lehnte das SEM das Asylgesuch von 

A._______ ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Da der Vollzug der Weg-

weisung zurzeit nicht zumutbar sei, wurde er vorläufig aufgenommen. Das 

Geburtsdatum von A._______ wurde im ZEMIS mit dem Datum 1. Januar 

2002 erfasst (Dispositivziffer 7).  

I.  

Am 4. Februar 2021 gelangte die «Tazkira» im Original zu den Akten. 

J.  

Gegen die Verfügung des SEM vom 22. Januar 2021 erhebt A._______ 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 22. Februar 2021 Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht und beantragt, die Dispositivziffer 7 der Verfü-

gung des SEM (nachfolgend: Vorinstanz) sei aufzuheben. Die Vorinstanz 

sei anzuweisen, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS auf 

den (…) 2004 zu berichtigen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurtei-

A-790/2021 

Seite 4 

lung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es sei ihm die unentgeltliche Pro-

zessführung zu gewähren und von der Erhebung eines Kostenvorschusses 

abzusehen. 

K.  

Mit Verfügung vom 22. März 2021 wurde die unentgeltliche Prozessfüh-

rung gewährt. 

L.  

Mit Vernehmlassung vom 21. April 2021 hält die Vorinstanz an der ange-

fochtenen Verfügung fest und verzichtet auf weitere Ausführungen. 

M.  

Mit Eingabe vom 26. Mai 2021 hält der Beschwerdeführer an seinen Be-

gehren fest und verzichtet auf eine ausführliche Stellungnahme.   

N.  

Auf die weiteren Vorbringen und die sich bei den Akten befindenden Unter-

lagen wird, soweit entscheidrelevant, in den Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im 

Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 

1968 (VwVG, SR 172.021), die von einer Vorinstanz im Sinne von Art. 33 

Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 

173.32) erlassen wurde. Da keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, ist 

das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig 

(vgl. Art. 31 VGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das 

VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Entscheids 

sowohl formell als auch materiell beschwert, weshalb er zur Beschwerde 

legitimiert ist (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 

A-790/2021 

Seite 5 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Er-

messensausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Es 

wendet das Recht von Amtes wegen an und ist an die Begründung der 

Parteien nicht gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG).  

3.   

3.1 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das 

ZEMIS, welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer- 

und dem Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes 

über das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich vom 

20. Juni 2003 [BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zent-

rale Migrationsinformationssystem vom 12. April 2006 (ZEMIS-Verord-

nung, SR 142.513) näher geregelt ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verord-

nung richten sich die Rechte der Betroffenen, insbesondere deren Aus-

kunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrecht sowie das Recht auf Informa-

tionen über die Beschaffung besonders schützenswerter Personendaten, 

nach den Bestimmungen des DSG und des VwVG. 

3.2 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-

gewissern (Art. 5 Abs. 1 DSG). Werden Personendaten von Bundesorga-

nen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlangen, dass 

unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 5 Abs. 2 in Verbindung 

mit Art. 25 Abs. 3 Bst. a DSG). Auf die Berichtigung besteht in einem sol-

chen Fall ein absoluter und uneingeschränkter Anspruch (statt vieler: 

BVGE 2018 VI/3 E. 3.2, Urteil des BVGer A-7615/2016 vom 30. Januar 

2018 E. 3.2). Die ZEMIS-Verordnung sieht im Übrigen in Art. 19 Abs. 3 

ausdrücklich vor, dass unrichtige Daten von Amtes wegen zu berichtigen 

sind. 

3.3 Grundsätzlich hat die das Berichtigungsbegehren stellende Person die 

Richtigkeit der von ihr verlangten Änderung, die Bundesbehörde im Be-

streitungsfall dagegen die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten Personen-

daten zu beweisen (Urteil des BGer 1C_240/2012 vom 13. August 2012 E. 

3.1; Urteil des BVGer A-3051/2018 vom 12. März 2019 E. 5.3). Nach den 

massgeblichen Beweisregeln des VwVG gilt eine Tatsache als bewiesen, 

wenn sie in Würdigung sämtlicher Erkenntnisse so wahrscheinlich ist, dass 

A-790/2021 

Seite 6 

keine vernünftigen Zweifel bleiben; unumstössliche Gewissheit ist dagegen 

nicht erforderlich. Die mit dem Berichtigungsbegehren konfrontierte Be-

hörde hat zwar nach dem Untersuchungsgrundsatz den Sachverhalt 

grundsätzlich von Amtes wegen abzuklären (Art. 12 VwVG); die gesuch-

stellende Person ist jedoch gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG in Verbin-

dung mit Art. 8 AsylG verpflichtet, an dessen Feststellung mitzuwirken (zum 

Ganzen: BVGE 2018 VI/3 E. 3.3; Urteil des BVGer A-7588/2015 vom 

26. Februar 2016 E. 3.3). 

3.4 Kann bei einer verlangten beziehungsweise von Amtes wegen beab-

sichtigten Berichtigung weder die Richtigkeit der bisherigen noch diejenige 

der neuen Personendaten bewiesen werden, dürfen grundsätzlich weder 

die einen noch die anderen Daten bearbeitet werden (vgl. Art. 5 Abs. 1 

DSG). Dies ist jedoch nicht immer möglich, müssen doch bestimmte Per-

sonendaten zur Erfüllung wichtiger öffentlicher Aufgaben notwendiger-

weise bearbeitet werden, was namentlich auch für im ZEMIS erfasste Da-

ten gilt. In solchen Fällen überwiegt das öffentliche Interesse an der Bear-

beitung möglicherweise unzutreffender Daten das Interesse an deren Rich-

tigkeit. Unter diesen Umständen sieht Art. 25 Abs. 2 DSG deshalb die An-

bringung eines Vermerks vor, in dem darauf hingewiesen wird, dass die 

Richtigkeit der bearbeiteten Personendaten bestritten ist. Spricht dabei 

mehr für die Richtigkeit der neuen Daten, sind die bisherigen Angaben zu-

nächst zu berichtigen und die neuen Daten anschliessend mit einem der-

artigen Vermerk zu versehen. Ob die vormals eingetragenen Angaben wei-

terhin abrufbar bleiben sollen oder ganz zu löschen sind, bleibt grundsätz-

lich der Vorinstanz überlassen. Verhält es sich umgekehrt, erscheint also 

die Richtigkeit der bisher eingetragenen Daten als wahrscheinlicher oder 

zumindest nicht als unwahrscheinlicher, sind diese zu belassen und mit 

einem Bestreitungsvermerk zu versehen. Über dessen Anbringung ist je-

weils von Amtes wegen und unabhängig davon zu entscheiden, ob ein ent-

sprechender Antrag gestellt worden ist (zum Ganzen: BVGE 2018 VI/3 

E. 3; Urteile des BVGer A-3051/2018 vom 12. März 2019 E. 5.4, A-

7615/2016 vom 30. Januar 2018 E. 3.5; ferner Urteil des BGer 

1C_240/2012 vom 13. August 2012 E. 3.2). 

3.5 Demnach obliegt der Vorinstanz der Beweis, dass das aktuell im 

ZEMIS eingetragene Geburtsdatum des Beschwerdeführers (1. Januar 

2002) korrekt ist. Der Beschwerdeführer hat hingegen nachzuweisen, dass 

das von ihm geltend gemachte Geburtsdatum ([…] 2004) richtig ist. Gelingt 

keiner Partei der sichere Nachweis des Geburtsdatums, ist dasjenige Da-

A-790/2021 

Seite 7 

tum im ZEMIS zu belassen oder einzutragen, dessen Richtigkeit wahr-

scheinlicher ist (BVGE 2018 VI/3 E. 3.5, Urteile des BVGer A‑3183/2018 

vom 22. November 2018 E. 3.2 und A‑4603/2017 vom 11. April 2018 E. 4). 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, sein Geburtsdatum sei in einer Ge-

samtschau und vor allem in Anwendung des Grundsatzes «in dubio pro 

minore» auf den […] 2004 festzusetzen. Im Asylverfahren sei im Zweifels-

fall von der Minderjährigkeit der gesuchstellenden Person auszugehen. Es 

würden zwei starke Indizien für die Minderjährigkeit des Beschwerdefüh-

rers sprechen.  

Die forensische Lebensaltersschätzung vom 2. Dezember 2020 habe er-

geben, dass eine deutliche Diskrepanz zwischen den Befunden der zahn-

ärztlichen Untersuchung und den übrigen Röntgenbefunden bestehe. An 

den 3. Molaren (Weisheitszähnen) finde sich ein Mineralisationsstadium 

zwischen «D» und «F» nach DEMIRJIAN. Auffallend sei dabei, dass nur zwei 

Weisheitszähne – im Oberkiefer links und im Unterkiefer rechts – vorhan-

den seien und diese zudem eine deutliche Differenz in ihrem Entwicklungs-

stadium von zwei Stadien aufweisen würden. Darüber hinaus würden sich 

andere, möglicherweise krankhafte, Veränderungen an den Kiefergelen-

ken, am Unterkieferknochen und in den Kieferhöhlen zeigen. Ob die fest-

gestellten Veränderungen Einfluss auf die Zahnentwicklung gehabt hätten, 

lasse sich aus Sicht der Gutachter nicht abschliessend beurteilen. Aus 

zahnärztlicher Sicht bestehe beim Beschwerdeführer ein wahrscheinliches 

Alter zwischen 13.1 und 20.3 Jahren. Der Mittelwert der Weisheitszähne 

liege bei etwa 17 Jahren. Nach dem Zahnbefund lasse sich beim Be-

schwerdeführer die Vollendung des 18. Lebensjahres und damit das Errei-

chen der Volljährigkeit nicht mit der notwendigen Sicherheit belegen und 

das angegebene Lebensalter wäre mit dem medizinischen Befund verein-

bar. Es sei daher nicht einsichtig, wieso die Vorinstanz bei einer so grossen 

Spanne vom wahrscheinlichsten Alter (zwischen 13.1 und 20.3, plus/minus 

Standardabweichung) genau das Alter von 19 Jahren gewählt habe. Die 

Standardabweichung nach unten werde so nicht genügend berücksichtigt 

und dem Grundsatz «in dubio pro minore» in keiner Art und Weise Rech-

nung getragen. 

Die «Tazkira» sei ein weiteres Indiz für die Minderjährigkeit des Beschwer-

deführers. Sie sei umgerechnet am (…) 2018 ausgestellt worden. Damals 

A-790/2021 

Seite 8 

sei er (…) Jahre alt gewesen. Das bedeute, dass er aktuell (…) Jahre alt 

sei. 

Ein weiteres, schwaches Indiz seien sein Aussehen und sein Verhalten, 

das fast kindlich wirke. Er sei offensichtlich in den Unterbringungsstruktu-

ren für Erwachsene am falschen Ort und habe Angst vor Erwachsenen. 

Das Gutachten komme zwar in einer Gesamtschau zum Schluss, dass auf-

grund der eher kräftigen Körperbehaarung an Brust und Bauch ein höheres 

Lebensalter aus gutachterlicher Sicht wahrscheinlicher erscheine, und bei 

Berücksichtigung nur des weiterentwickelten Weisheitszahns der Bereich 

von 19 bis 21.7 Jahre als wahrscheinlichstes Lebensalter angenommen 

werden könne. Diese Einschätzung sei aber anzuzweifeln, da im Gutach-

ten festgehalten werde, dass der Beschwerdeführer an krankhaften Verän-

derungen an den Kiefergelenken, am Unterkieferknochen und in den Kie-

ferhöhlen leide und es sich nicht beurteilen lasse, ob dies Einfluss auf die 

Zahnentwicklung gehabt hätte. Zudem lägen keine Referenzstudien für 

eine männliche Population in Afghanistan vor. 

4.2 Die Vorinstanz würdigte in der angefochtenen Verfügung die Teilgut-

achten und die Gesamtschau des Altersgutachtens dahingehend, dass 

zwischen den Resultaten der medizinischen Untersuchungen zwar eine 

Diskrepanz bestehe. Die unterschiedlichen Ergebnisse seien aber in einer 

Gesamtschau der Untersuchungsresultate nachvollziehbar gegeneinander 

abgewogen worden. Insbesondere mit dem unteren Wert des als wahr-

scheinlich ermittelten Lebensalters (19 Jahre) werde den zahnärztlichen 

Untersuchungsresultaten angemessen Rechnung getragen.  

Die vorgelegte Kopie der «Tazkira» vermöge die getroffene Einschätzung 

nicht umzustossen. Bei der «Tazkira» handle es sich um ein amtliches af-

ghanisches Dokument, das der freien Beweiswürdigung unterliege. Sie 

enthalte kein genaues Geburtsdatum, sondern grenze dieses nur auf einen 

Zeitraum zwischen März 2003 und März 2004 ein. Zudem beruhten die 

Angaben lediglich auf einer Schätzung des Alters anhand des Aussehens. 

Aufgrund der Bestimmung des Alters lediglich anhand des äusseren Er-

scheinungsbilds sei die Beweiskraft dieser Altersangabe als äusserst ge-

ring zu qualifizieren. Weiter sei festzuhalten, dass «Tazkiras» mit falschem 

Inhalt in Afghanistan weit verbreitet seien, da sie leicht zu fälschen seien 

und keine Qualitätsstandards für ihre Ausstellung existierten. Entspre-

chend komme einer «Tazkira», selbst wenn sie im Original vorliege, nur ein 

beschränkter Beweiswert zu. 

A-790/2021 

Seite 9 

5.   

5.1 Der Beschwerdeführer legt für das von ihm vorgebrachte Geburtsda-

tum vom (…) 2004 keine Beweismittel vor, die auf das exakte Datum 

schliessen oder dieses als überwiegend wahrscheinlich erscheinen lassen. 

Auch die Vorinstanz kann das exakte Datum nicht belegen. Sie stützt sich 

auf ein Gutachten, in dem mit einer statistisch messbaren Wahrscheinlich-

keit aus medizinischer Sicht ein Zeitraum geschätzt wird, in dem das Alter 

des Beschwerdeführers liegen könnte.  

Im Rahmen einer Würdigung der Gesamtumstände ist daher das wahr-

scheinlichste Geburtsdatum zu ermitteln (BVGE 2018 VI/3 E. 3.5; Urteile 

des BVGer A‑3183/2018 vom 22. November 2018 E. 3.2 und A‑4603/2017 

vom 11. April 2018 E. 4). 

5.2 Gestützt auf das Altersgutachten geht die Vorinstanz davon aus, den 

1. Januar 2002 als wahrscheinlichstes Geburtsdatum feststellen zu kön-

nen. Dieses Datum bestreitet der Beschwerdeführer aufgrund des Ergeb-

nisses des zahnmedizinischen Teilgutachtens und hält am Geburtsdatum 

vom (…) 2004 fest.  

5.3  

5.3.1 Das Altersgutachten vom 2. Dezember 2020 wurde vom leitenden 

Oberarzt, Facharzt für Rechtsmedizin, sowie von einer Assistenzärztin des 

Instituts für Rechtsmedizin der Universität B._______ (IRM) verfasst. Sie 

stützten ihr Ergebnis auf einen von einem Assistenzarzt des IRM erhobe-

nen klinischen Befund vom 27. November 2020, eine radiologische Alters-

schätzung basierend auf einem Röntgenbild des linken Handgelenks und 

einer computertomographischen Untersuchung der Brustbein-Schlüssel-

bein-Gelenke, angefertigt vom Universitäts-Kinderspital B._______ am 27. 

November 2020, sowie auf eine zahnärztliche Altersschätzung basierend 

auf einer Panoramaschichtaufnahme des Gebisses, angefertigt am 27. No-

vember 2020 vom Universitären Zentrum für Zahnmedizin B_______. 

5.3.2 Die Gutachter kamen zum Schluss, es lägen keine Hinweise auf Ent-

wicklungsstörungen vor, eine medizinische Alterseinschätzung sei unein-

geschränkt möglich. In der klinischen Untersuchung zeigten sich voll ent-

wickelte sexuelle Reifezeichen im Stadium B5/G5 beziehungsweise P5 

nach TANNER, wie sie ab einem Alter von 14.1 Jahren vorkämen und auch 

bei erwachsenen Männern zu beobachten seien.   

A-790/2021 

Seite 10 

5.3.3 In der kinderradiologischen Untersuchung des linken Handskeletts 

zeigten sich vollständig verschlossene Wachstumsfugen. Der Befund der 

Verknöcherung der Schlüsselbein-Brustbein-Gelenke habe gestützt auf die 

Studie von KELLINGHAUS das Stadium 3c ergeben, entsprechend einem 

mittleren Alter von 22.9 Jahren (+/- 1.8 Standardabweichung) und einem 

minimalen Alter von 19.7 beziehungsweise – gemäss der Studie von WITT-

SCHIEBER – von 19 Jahren. 

5.3.4 In der zahnärztlichen Untersuchung habe beim Beschwerdeführer an 

den Zähnen 1 bis 7 im dritten Quadranten ein vollständiger Abschluss des 

Wurzelwachstums festgestellt werden können, welcher nach DEMIRJIAN ab 

einem Alter von 16 Jahren zu beobachten sei. Es seien nur zwei Weisheits-

zähne (3. Molare) vorhanden, welche eine deutliche Differenz in ihrem Ent-

wicklungsstadium aufwiesen. Im 3. Molar im Oberkiefer links zeige sich das 

Mineralisationsstadium «D» nach DEMIRJIAN, entsprechend einem Mittel-

wert von 16.3 Jahren (+/- 3.2 Standardabweichung). Der 3. Molar im Un-

terkiefer rechts weise ein Mineralisationsstadium «F» nach DEMIRJIAN auf, 

was einem mittleren Alter von 18.2 Jahren (+/- 2.1 Standardabweichung) 

entspreche. Es hätten sich krankhafte Veränderungen an den Kiefergelen-

ken, am Unterkieferknochen und in den Kieferhöhlen gezeigt. Ob diese auf 

die Zahnentwicklung Einfluss gehabt hätten, lasse sich nicht abschliessend 

beurteilen. Es errechne sich rein formal nach OLZE für den Oberkiefer ein 

absolutes Mindestalter von 11 Jahren (16.3 – [3.2 x 1.645]) und analog für 

den Unterkiefer von 14.7 Jahren sowie ein maximales Alter von 21.7 Jah-

ren. Gemäss der zahnärztlichen Altersschätzung (nach DEMIRJIAN) ergebe 

sich ein wahrscheinliches Alter zwischen 13.1 und 20.3 Jahren (Mittelwert 

+/- Standardabweichung). Es lägen keine Referenzstudien für eine männ-

liche Population aus Afghanistan vor. 

5.3.5 Eine Zusammenschau der Befunde ergebe eine Diskrepanz zwi-

schen den Befunden der zahnärztlichen Untersuchung und den übrigen 

Röntgenbefunden. Während der Mittelwert der Weisheitszähne bei etwa 

17 Jahren liege, könne nach den übrigen Röntgenbefunden auf ein mittle-

res Alter von über 22 Jahren bei einem Mindestalter von 19 Jahren ge-

schlossen werden. Nach dem Röntgenbefund wäre das 18. Lebensjahr mit 

an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vollendet und das angege-

bene Lebensalter von (…) Jahren und (…) Monaten mit den erhobenen 

Befunden nicht zu vereinbaren. Nach dem Zahnbefund liesse sich die Voll-

endung des 18. Lebensjahres und damit das Erreichen der Volljährigkeit 

nicht mit der notwendigen Sicherheit belegen. Aufgrund der eher kräftigen 

Körperbehaarung an Brust und Bauch erscheine ein höheres Lebensalter 

A-790/2021 

Seite 11 

aus gutachterlicher Sicht wahrscheinlich. Insgesamt sei bei der Berück-

sichtigung nur des weiterentwickelten Weisheitszahns der Bereich von 19 

bis 21.7 Jahren als wahrscheinlichstes Lebensalter anzunehmen und mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das 18. Le-

bensjahr vollendet sowie die Volljährigkeit erreicht worden sei. 

5.4 Das Bundesverwaltungsgericht würdigt die Beweise frei, ohne Bindung 

an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss (Grund-

satz der freien Beweiswürdigung; vgl. Art. 40 des Bundesgesetzes über 

den Bundeszivilprozess vom 4. Dezember 1947 [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 

19 VwVG). Ärztliche Gutachten werden vom Gericht hinsichtlich ihres Be-

weiswertes dahingehend überprüft, ob sie schlüssig erscheinen, nachvoll-

ziehbar begründet und in sich widerspruchsfrei sind, und keine Indizien ge-

gen ihre Zuverlässigkeit sprechen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b ee). 

Die Fachkompetenz der Gutachter wurde vom Beschwerdeführer nicht in 

Frage gestellt und es liegen auch keine Gründe vor, diese anzuzweifeln. 

Im Gutachten wurden die gewonnenen Erkenntnisse transparent ausge-

wiesen. Die Schlussfolgerungen basieren auf einer differenzierten Diskus-

sion der abweichenden Befunde, die sorgfältig gegeneinander abgewogen 

wurden. Die zahnärztliche Untersuchung führte rechnerisch zur Annahme 

eines wahrscheinlichen Alters zwischen 13.1 und 20.3 Jahren nach DE-

MIRJIAN. Das abweichende Ergebnis der unterschiedlichen Mineralisations-

stadien der beiden Weisheitszähne im rechten Unterkiefer und im linken 

Oberkiefer erklärten die Gutachter auf nachvollziehbare Weise mit einer 

bildgebend feststellbaren, möglicherweise krankhaften Veränderung des 

Kiefers, ohne sich diesbezüglich abschliessend festzulegen. Die Knochen-

altersanalyse ergab ein Alter von mindestens 19 Jahren (minimales Alter 

nach WITTSCHIEBER). Da die Ergebnisse der klinischen Untersuchung für 

ein höheres Alter sprachen, sahen die Gutachter genügend Anhaltspunkte, 

unter Berücksichtigung des Maximalwerts im Unterkiefer auf einen Über-

lappungsbereich zwischen 19 Jahren (Minimum Schlüsselbein) und 21.7 

Jahren (Maximalwert nach OLZE) zu schliessen. Dies erscheint plausibel 

und ist nicht zu beanstanden, zumal das Gutachten insgesamt auf den 

Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für Forensische Altersdiagnostik 

der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin (AGFAD) für Altersschät-

zungen und dem aktuellen Stand der Wissenschaft beruht (vgl. Urteile des 

BVGer A-318/2019 vom 4. Februar 2020 E. 5.5.2; D-8083/2016 vom 18. 

Januar 2017 E. 6.4, bestätigt in Urteil des BGer 1C_709/2017 vom 12. Feb-

ruar 2019; vgl. Urteil des BVGer D-6422/2016 vom 10. Januar 2017 E. 5.4).  

A-790/2021 

Seite 12 

5.5 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kommt bei 

der medizinischen Altersbestimmung der zahnärztlichen Untersuchung 

und der Skelett- respektive der Schlüsselbeinaltersanalyse insbesondere 

dann erhöhte Aussagekraft zu, wenn sich die Ergebnisse der Altersspan-

nen überlappen (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2 und E. 4.3). 

Die gutachterlich angenommene Mindestaltersgrenze beruht auf der Über-

lappung der Ergebnisse der zahnmedizinischen Untersuchung und der Un-

tersuchung der Schlüsselbein-Brustbein-Gelenke. Die Knochenaltersana-

lyse ergab ein minimales Alter von 19 Jahren. Entgegen den Vorbringen 

des Beschwerdeführers konnte die Vorinstanz kein jüngeres Alter aus dem 

Zeitraum von 13.1 und 20.3 Jahren festsetzen, das allein dem zahnmedi-

zinischen Befund entsprochen hätte. Die Vorinstanz hat mit der Annahme, 

der Beschwerdeführer sei am 1. Januar 2002 geboren, bereits auf das ge-

ringstmögliche Alter abgestellt, das von allen im Gutachten geprüften Vari-

anten noch im Rahmen der überlappenden Altersspannen liegt und als die 

wahrscheinlichste erscheint. Die vom Beschwerdeführer geforderte Be-

weisregel «in dubio pro minore» kommt gemäss Rechtsprechung des Bun-

desgerichts im Datenschutzrecht nicht zum Tragen (vgl. Urteil des BGer 

1C_709/2017 vom 12. Februar 2019 E. 2.4 m.w.H.). Aufgrund der schlüs-

sigen Herleitung des gutachterlichen Ergebnisses in einer Gesamtschau 

stellt der abweichende Zahnbefund im linken Oberkiefer kein starkes Indiz 

für das vom Beschwerdeführer vorgebrachte Alter dar. Auch die Tatsache, 

dass im zahnmedizinischen Bereich keine Referenzstudien zur männlichen 

Population in Afghanistan vorliegen, schadet der Schlüssigkeit des Gutach-

tens nicht. Die Gutachter haben das aus der Diskussion des zahnmedizi-

nischen Befunds abgeleitete Ergebnis, es könne das wahrscheinliche Alter 

entsprechend dem Mineralisationsstadium des Weisheitszahns im rechten 

Unterkiefer in Betracht gezogen werden, ausreichend auf weitere medizi-

nische Erkenntnisse abgestützt, die diese Annahme bestätigen (Knochen-

alter und klinischer Befund).  

5.6  Dieses Ergebnis wird durch die «Tazkira» und die weiter zu berück-

sichtigenden Umstände, wie etwa das Aussageverhalten des Beschwerde-

führers, nicht umgestossen. Das vom Beschwerdeführer von Anfang an 

geltend gemachte Alter von (…) Jahren und (…) Monaten ist nicht mit dem 

Ergebnis des Altersgutachtens vereinbar, dem eine hohe Aussagekraft zu-

zumessen ist. Die vorgelegte «Tazkira», gemäss welcher er im Jahr 2018 

ungefähr (…)-jährig gewesen sei, vermag an dieser Einschätzung nichts 

zu ändern, da dem Dokument kein hoher Beweiswert zukommt (vgl. BVGE 

2019 I/6 E. 6.2). Aus den Aussagen des Beschwerdeführers ergeben sich 

A-790/2021 

Seite 13 

keine ausreichenden Rückschlüsse auf sein Alter. Es trifft zu, dass seine 

zeitlichen Angaben vage geblieben sind und er ausweichend geantwortet 

hat. Auch wenn das Geburtsdatum im Herkunftsland des Beschwerdefüh-

rers keine grosse Bedeutung hat, wäre von ihm zu erwarten gewesen, dass 

er sein Alter zumindest bei der Frage nach seinen jüngeren Geschwistern 

in ungefähre Zeitspannen einordnen kann. Auch ist nicht nachvollziehbar, 

warum er den Ausstellungszeitpunkt der «Tazkira», die er vor seiner Aus-

reise erhalten haben soll, nicht in einen zeitlichen Kontext von Wochen o-

der Jahren zur Ausreise zu stellen vermochte. Die Ansicht der Vorinstanz, 

bei seinen Altersangaben handle es sich um ein Konstrukt, ist nicht zu be-

anstanden. 

5.7 Zusammengefasst haben weder die Vorinstanz noch der Beschwerde-

führer die Richtigkeit des jeweils behaupteten Geburtsdatums rechts-

genüglich dargelegt. Nach den von der Rechtsprechung entwickelten Be-

weisregeln, kommt dem Resultat des Altersgutachtens ein erhöhter, der 

«Tazkira» im Original hingegen ein geringerer Beweiswert zu. Unter Be-

rücksichtigung aller Beweismittel und Indizien (Aussageverhalten, Alters-

bestimmung und «Tazkira») erscheint das bisher im ZEMIS eingetragene 

Geburtsdatum des Beschwerdeführers zumindest nicht als unwahrschein-

licher als das von diesem behauptete. Der bestehende ZEMIS-Eintrag mit 

bestehendem Bestreitungsvermerk ist daher unverändert zu belassen und 

die Beschwerde ist abzuweisen. 

6.    

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Verfahrenskosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Da mit Verfügung 

vom 22. März 2021 die unentgeltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 

Abs. 1 VwVG gewährt wurde und keine Änderung der Verhältnisse ersicht-

lich ist, sind keine Verfahrenskosten zu erheben. 

6.2 Aufgrund des vollumfänglichen Unterliegens des Beschwerdeführers 

ist ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG 

i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE). Ebenso wenig hat die obsiegende Vorinstanz 

einen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

7.  

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet des Daten-

A-790/2021 

Seite 14 

schutzes sind gemäss Art. 35 Abs. 2 der Verordnung vom 14. Juni 1993 

zum Bundesgesetz über den Datenschutz (VDSG, SR 235.11) dem Eid-

genössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) be-

kannt zu geben. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

A-790/2021 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat EJPD (Gerichtsurkunde) 

– den EDÖB z.K. 

 

Die Rechtsmittelbelehrung befindet sich auf der nächsten Seite. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Alexander Misic Anna Wildt 

 

  

A-790/2021 

Seite 16 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: