# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5694c633-d4c0-53db-a3f9-228f21ad8a1c
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 20.02.2014 3-RV.2013.84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2013-84_2014-02-20.pdf

## Full Text

2014 Abteilung Steuern 357 

 

69 Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung (§ 35 Abs. 1 lit. b StG) 

Das Spezialverwaltungsgericht verfolgt eine grosszügige Praxis und geht 

davon aus, dass eine Aufenthaltsdauer zu Hause von 42 Minuten auch 

dann nicht ausreichend ist, wenn das Mittagessen nicht selber zubereitet 

werden muss. 

Aus dem Entscheid des Spezialverwaltungsgerichts, Abteilung Steuern, 

vom 20. Februar 2014 in Sachen P. + R.E (3-RV.2013.84). 

Aus den Erwägungen 

3.2. 
3.2.2. 
(…) 
Das Aargauische Verwaltungsgericht hat festgehalten, dass all-

fällige veränderte Alltagsgewohnheiten bezüglich der Einnahme des 
Mittagessens steuerrechtlich unbeachtlich seien. Es entschied, dass 
einem alleinstehenden Steuerpflichtigen mit flexiblen Arbeitszeiten 
und kurzem Arbeitsweg ohne weiteres eine Rückkehr über Mittag 
zugemutet werden könne (VGE vom 16. Juni 2010 in Sachen R.G. 
[WBE.2009.382] = AGVE 2010 S. 118). Die gängige Praxis des 
Spezialverwaltungsgerichts, wonach die Heimkehr über Mittag als 
zumutbar gilt, wenn der Aufenthalt zu Hause mindestens 75 Minuten 
(Mahlzeit muss selber zubereitet werden) bzw. 45 Minuten (Mahlzeit 
muss nicht selber zubereitet werden) beträgt (vgl. RGE vom 
26. April 2007 in Sachen E. + S.K., unter anderem mit Hinweis auf 
AGVE 1981 S. 338), wurde dabei nicht in Frage gestellt, ist indes im 
Lichte der oberinstanzlichen Rechtsprechung als grosszügig zu 
bezeichnen. 

(…) 
4.2.4. 
4.2.4.1. 
Die Mittagspause der Rekurrentin von 60 Minuten verkürzt sich 

nach dem Gesagten mindestens wie folgt: 
 

358 Spezialverwaltungsgericht 2014 

 

  Umziehen, Hände waschen (...) 6 Minuten 
  Fahrten über Mittag (...)12 Minuten 
 

Damit verbleiben der Rekurrentin zu Hause höchstens 42 Minuten. 
Diese Dauer ist für die Zubereitung und Einnahme des Mittagessens 
selbst im Lichte der gegenüber der Praxis des Spezialverwaltungs-
gerichts strengeren Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht mehr 
als zumutbar zu betrachten.  
So anerkennt denn auch die Steuerkommission L., dass der Re-
kurrentin vom Januar – April 2011, während der Zeit als (auch) der 
Rekurrent noch gearbeitet hatte, die Heimkehr über Mittag nicht 
zumutbar war (…).  
Fraglich ist, wie es sich für den Zeitraum von Mai – Dezember 2011, 
als der Rekurrent arbeitslos war, verhält.  

4.2.4.2. 
Das Spezialverwaltungsgericht geht davon aus, dass eine Auf-

enthaltsdauer zu Hause von 42 Minuten auch dann nicht ausreichend 
ist, wenn das Mittagessen nicht selber zubereitet werden muss (...). 
Es kann daher offen bleiben, ob der Rekurrent für die Bereitstellung 
des Essens hätte besorgt sein können bzw. müssen. 

4.2.4.3. 
Der Rekurrentin war damit im Jahr 2011 eine Heimkehr über 

Mittag nicht zumutbar. 

 

70 Vermögensertrag; Dividende; Zeitpunkt der Besteuerung (§ 29 Abs. 1  

lit. c StG, § 8 Abs. 2 StGV) 

Eine Dividende wird mit dem entsprechenden Generalversammlungsbe-

schluss der AG fällig und ist in diesem Zeitpunkt zu versteuern.  

Aus dem Entscheid des Spezialverwaltungsgerichts, Abteilung Steuern, 

vom 20. Februar 2014 in Sachen R + M.K. (3-RV.2013.101).