# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b4f1cda-5a49-559a-901a-b010119332d6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-11
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 11.03.2025 BK 2025 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-96_2025-03-11.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 25 96

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 11. März 2025

Besetzung Oberrichter Schmid (Präsident i.V.), Oberrichter Gerber,
Oberrichter Horisberger
Gerichtsschreiber Pittet

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt C.________

Gegenstand Anordnung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz sowie Geldwäscherei (schwerer Fall)

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 22. Februar 2025 (KZM 25 397)

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Erwägungen:

1. Die Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben (nachfolgend: Staats-
anwaltschaft) führt gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) ein Straf-
verfahren wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelge-
setz sowie Geldwäscherei (schwerer Fall). Am 21. Februar 2025 beantragte die 
Staatsanwaltschaft dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht (nachfolgend: 
Zwangsmassnahmengericht), der Beschwerdeführer sei für die Dauer von drei Mo-
naten in Untersuchungshaft zu versetzen. Am 22. Februar 2025 ordnete das 
Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft des Beschwerdeführers für drei 
Monate, d.h. bis zum 20. Mai 2025, an (KZM 25 397). Dagegen erhob dieser, amt-
lich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________, am 28. Februar 2025 Beschwerde 
und beantragte, dass der angefochtene Entscheid aufzuheben und der Beschwer-
deführer unverzüglich aus der Untersuchungshaft zu entlassen sei, unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge. Weiter seien die amtlichen Akten BA 20 580 inkl. KZM 
25 397 und KZM 21 323 zu edieren. Mit Verfügung vom 3. März 2025 gab die Ver-
fahrensleitung dem Zwangsmassnahmengericht sowie der Generalstaatsanwalt-
schaft Gelegenheit zur Stellungnahme, wies das Gesuch um Edition der amtlichen 
Akten BA 20 580 grundsätzlich ab, edierte indessen die Haftakten KZM 25 396 inkl. 
Vorakten KZM 21 323. Mit Schreiben vom 4. März 2025 verzichtete das Zwangs-
massnahmengericht auf eine Stellungnahme. Am 5. März 2025 reichte die Staats-
anwaltschaft eine delegierte Stellungnahme ein. Am 10. März 2025 reichte der Be-
schwerdeführer abschliessende Bemerkungen sowie den Antrag vom 16. März 
2021 auf Anordnung der Untersuchungshaft über den Beschwerdeführer und die 
Entlassungsverfügung vom 9. Juni 2021 ein. 

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Anordnung der Untersu-
chungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde angefochten werden. Zu-
ständig ist die Beschwerdekammer in Strafsachen (Art. 35 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 
161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts 
[OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Anordnung der Unter-
suchungshaft unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und 
somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf 
die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

3. Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinne eines allgemeinen Haftgrundes ein dringender Tatverdacht der Begehung 
eines Verbrechens oder Vergehens besteht.

3.1 Im Haftprüfungsverfahren geht es nicht darum, den Schuldbeweis zu erbringen, 
sondern den dringenden Tatverdacht zu belegen. Somit ist bei der Überprüfung 
des dringenden Tatverdachts keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belasten-
der und entlastender Beweise vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob genügend 
konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung der betroffenen Per-
son daran vorliegen, die Untersuchungsbehörden somit das Bestehen eines drin-
genden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungs-

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verfahren genügt der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das 
inkriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbe-
standsmerkmale erfüllen könnte. Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen lässt 
keinen Raum für ausgedehnte Beweismassnahmen. Zur Frage des dringenden 
Tatverdachts haben das Haftgericht und die Beschwerdekammer weder ein eigent-
liches Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht vorzu-
greifen. Vorbehalten bleibt allenfalls die Abnahme eines liquiden Alibibeweises (vgl. 
zum Ganzen: BGE 143 IV 330 E. 2.1; 143 IV 316 E. 3.1; Urteile des Bundesge-
richts 7B_203/2024 vom 11. März 2024 E. 5.1; 7B_184/2024 vom 4. März 2024 E. 
2.2; 7B_928/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 4.1). Bei Beginn der Strafuntersu-
chung sind die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht geringer als in 
späteren Stadien. Im Laufe des Strafverfahrens ist ein immer strengerer Massstab 
an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu stellen. Nach Durch-
führung der in Betracht kommenden Untersuchungshandlungen muss eine Verur-
teilung als wahrscheinlich erscheinen (BGE 143 IV 316 E. 3.2; Urteile des Bundes-
gerichts 7B_474/2023 vom 6. September 2023 E. 3.6.2; 7B_154/2023 vom 13. Juli 
2023 E. 5.2; 1B_232/2023 vom 30. Mai 2023 E. 3.2). Die Frage, ob strafprozessua-
le Beweisverwertungsverbote vorliegen, ist grundsätzlich vom Strafgericht zu beur-
teilen. Im Haftprüfungsverfahren reicht es aus, wenn die Verwertbarkeit der Be-
weismittel, welche den Tatverdacht begründen, nicht zum Vornherein als ausge-
schlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts 1B_94/2022 vom 18. März 2022 E. 
4.1).

Der Beschwerdeführer hat in der Beschwerde genau anzugeben, welche tatsächli-
chen und/oder rechtlichen Gründe einen anderen Entscheid nahe legen (Art. 385 
Abs. 1 Bst. b). In der Begründung ist schlüssig zu behaupten, dass und weshalb 
ein Beschwerdegrund gegeben ist. Weiter hat sich die Beschwerdebegründung – 
zumindest in minimaler Form – mit den Erwägungen des angefochtenen Ent-
scheids bzw. der angefochtenen hoheitlichen Verfahrenshandlung auseinanderzu-
setzen. Daran mangelt es, wenn die Richtigkeit der tatsächlichen oder rechtlichen 
Erwägungen der angefochtenen Handlung bloss pauschal bestritten wird. Gründe, 
welchen einen anderen Entscheid nahelegen, müssen sich im Prinzip aus der Be-
schwerdeschrift selbst ergeben. Folglich genügen allgemeine Verweise auf Aus-
führungen in Rechtsschriften anderer Verfahren oder gar auf die Gesamtheit der 
Akten nicht; es kann nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz sein, in Eingaben an 
andere Behörden oder anderen Verfahren nach Gründen zu suchen, weshalb der 
angefochtene Entscheid unrichtig sein könnte bzw. auf einem unrichtig oder unvoll-
ständig festgestellten Sachverhalt beruhen soll (GUIDON, in: Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 9c zu Art. 396 StPO mit 
Hinweisen).

3.2

3.2.1 Das Zwangsmassnahmengericht führt zum dringenden Tatverdacht aus, dass am 
23. Oktober 2020 resp. 28. Januar 2021 D.________ resp. E.________ angehalten 
worden seien, deren sichergestellten Mobiltelefone mit der SkyECC-Software auf-
gesetzt gewesen seien. Per internationaler Rechtshilfe hätten die entsprechenden 
Datenpakete sowie weitere SkyECC-Pins erhältlich gemacht werden können. Dar-

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unter hätten sich die Pins «F.________» und «G.________» befunden. Diese hät-
ten dem Beschwerdeführer zugeordnet werden können, da die Person hinter die-
sen Pins genaue Angaben zu ihrem Alter gemacht und Fotos einer auf den Be-
schwerdeführer lautenden Bankkarte verschickt habe. Die Auswertung der 
SkyECC-Datenpakete habe den dringenden Tatverdacht ergeben, dass sich der 
Beschwerdeführer im Zeitraum vom 22. Januar 2020 bis 23. Oktober 2020 mit 
H.________ und I.________ durch Handel mit mindestens 93.5 kg Marihuana, 3 kg 
Crystal Meth und 242.5 kg Kokaingemisch der mengenmässig qualifizierten, ban-
den- und gewerbsmässigen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
sowie der Geldwäscherei in der Höhe von mindestens CHF 3'485’287 strafbar ge-
macht habe. Die drei hätten dabei als Bande operiert, wobei I.________ für den 
Einkauf, der Beschwerdeführer für den Transport, und H.________ für den Verkauf 
zuständig gewesen seien. Die Erkenntnisse aus den SkyECC-Daten hätten in Be-
zug auf die zeitlichen und örtlichen Verhältnisse mit den Erkenntnissen aus den üb-
rigen angeordneten Überwachungsmassnahmen übereingestimmt. Zudem decke 
sich die Höhe der Gesamtbelastungen hinsichtlich des Erwerbs und der Veräusse-
rung von Kokain mit den Statistiken, die I.________ jeweils in die Chats gestellt 
habe. 

3.2.2 Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht und verweist zur Be-
gründung auf die bisherigen Aussagen im Verfahren, insbesondere auf die Haf-
teröffnung und die delegierte Einvernahme vom 20. Februar 2025. Weiter weist er 
auf die Verwertbarkeitsproblematik in Bezug auf die SkyECC-Datenpakete hin. Im 
aktuellen Verfahrensstadium werde jedoch lediglich auf die Beurteilung der beson-
deren Haftgründe eingegangen. Eine vertiefte Prüfung des Tatverdachts erfolge zu 
gegebener Zeit.

3.2.3 Die Staatsanwaltschaft verweist für den dringenden Tatverdacht auf die Aus-
führungen im Haftantrag vom 21. Februar 2025. Darin sei auch ausführlich begrün-
det worden, dass die SkyECC-Datenpakete von den zuständigen Behörden erho-
ben und formell korrekt erhältlich gemacht worden seien. Ausserdem läge die ent-
sprechende Genehmigung vor. In der Beschwerde werde nicht weiter ausgeführt, 
weshalb die SkyECC-Datenpakete nicht verwertbar sein sollten. Es sei die Aufgabe 
des Sachgerichts, die Verwertbarkeit der SkyECC-Datenpakete zu beurteilen.

3.3 Der Beschwerdeführer beschränkt seine Rügen des fehlenden dringenden Tatver-
dachts auf pauschale Verweise auf Einvernahmen und die Unverwertbarkeit der 
SkyECC-Datenpakete. Diese Vorbringen sind nicht zu hören, da sie gleich mehr-
fach gegen die Begründungspflicht verstossen. Die Grundzüge der Beschwerde-
gründe finden sich nicht in der Beschwerdeschrift, wenn der Beschwerdeführer auf 
die Einvernahmen verweist. Weiter macht er nicht geltend, weshalb die SkyECC-
Datenpakete unverwertbar sein sollten und setzt sich entsprechend auch nicht mit 
der vorinstanzlichen Begründung auseinander. Es kann jedoch mit Verweis auf den 
Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 25 92 vom 6. März 2025 E. 3.4 
festgehalten werden, dass vorliegend keine Zweifel an der Verwertbarkeit der 
SkyECC-Datenpakete bestehen, die den dringenden Tatverdacht aufzuheben ver-
mögen.

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3.4 Da somit sämtliche den dringenden Tatverdacht betreffende Rügen nicht zu hören 
sind, wird dieser nachstehend lediglich summarisch geprüft. Die Person hinter den 
SkyECC-Pins «F.________» und «G.________» organisierte zusammen mit zwei 
weiteren Personen über SkyECC den Einkauf, Transport und Verkauf erheblicher 
Mengen von Betäubungsmitteln. Die Chatverläufe liegen den Strafverfolgungs-
behörden vor. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer oder 
die weiteren beteiligten Personen damit rechneten, dass die Chatverläufe in fremde 
Hände fallen könnten; dies kann aus dem freizügigen Umgang mit persönlichen 
Daten geschlossen werden. Aufgrund dieser persönlichen Daten konnte der Be-
schwerdeführer den SkyECC-Pins «F.________» und «G.________» zugeordnet 
werden. Weiter gibt es keine Hinweise darauf, dass die Chatverläufe durch den 
Beschwerdeführer oder andere Personen fingiert worden wären. Der dringende 
Tatverdacht ist damit zu bejahen.

4. Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a bis c oder Abs. 1bis StPO voraus. 
Das Zwangsmassnahmengericht begründet die Anordnung der Untersuchungshaft 
mit Fluchtgefahr.

4.1 Fluchtgefahr liegt gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO vor, wenn ernsthaft zu be-
fürchten ist, dass sich die beschuldigte Person durch Flucht der Strafverfolgung 
oder der zu erwartenden Sanktion entzieht. Im Vordergrund steht dabei eine mögli-
che Flucht ins Ausland, denkbar ist aber auch ein Untertauchen im Inland 
(BGE 143 IV 160 E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts 7B_365/2024 vom 16. April 
2024 E. 3.2, 7B_200/2024 vom 8. März 2024 E. 3.2.1, 7B_1001/2023 vom 8. Janu-
ar 2024 E. 3.2, auch zum Folgenden). Bereits der drohende mehrjährige Verlust 
des Aufenthaltsrechts ist als Indiz für eine Fluchtgefahr zu werten (Urteil des Bun-
desgerichts 1B_382/2022 vom 11. Oktober 2022 E. 2.2). Nach der Rechtsprechung 
des Bundesgerichts darf die Schwere der drohenden Sanktion als ein Indiz für 
Fluchtgefahr gewertet werden. Sie genügt jedoch für sich allein nicht, um einen 
Haftgrund zu bejahen. Vielmehr müssen die konkreten Umstände des betreffenden 
Falls, insbesondere die gesamten Lebensverhältnisse der beschuldigten Person, in 
Betracht gezogen werden (BGE 145 IV 503 E. 2.2, 143 IV 160 E. 4.3, 125 I 60 E. 
3a; je mit Hinweisen). So ist es zulässig, ihre familiären und sozialen Bindungen, 
ihre berufliche Situation und Schulden sowie Kontakte ins Ausland und Ähnliches 
mitzuberücksichtigen, ebenso besondere persönliche Merkmale (wie z.B. eine 
Tendenz zu überstürzten Aktionen, ausgeprägte kriminelle Energie usw.), die auf 
eine Fluchtneigung schliessen lassen können (vgl. FORSTER, in: Basler Kommen-
tar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 5 zu Art. 221 StPO; 
BGE 145 IV 503 E. 2.2, 143 IV 160 E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts 
7B_577/2024 vom 6. Juni 2024 E. 3.1, 1B_5/2023 vom 23. März 2023 E. 2.4; je mit 
Hinweisen). Bei einer Person ausländischer Nationalität sind ferner der Aufent-
haltsstatus, die Anwesenheitsdauer in der Schweiz und die familiären Beziehungen 
von Bedeutung. Wer im Fall einer Haftentlassung von den Migrationsbehörden 
ausgewiesen wird, dürfte kaum mehr einen Anlass sehen, sich weiterhin dem Ver-
fahren zu stellen, selbst wenn er eigentlich die Schweiz gar nicht verlassen will. Ein 
gewichtiges Indiz für Fluchtgefahr stellen auch unklare Wohn- und Arbeitsverhält-

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nisse dar (vgl. FREI/ZUBERBÜHLER ELSÄSSER, in: Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 17 zu Art. 221 StPO).

4.2

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4.2.1 Das Zwangsmassnahmengericht führt aus, dass die Höhe der zu erwartenden 
Strafe und die obligatorische Landesverweisung für eine Fluchtneigung des Be-
schwerdeführers spreche. Daneben lägen etliche zusätzliche konkrete Indizien für 
eine Fluchtgefahr des Beschwerdeführers vor. Die Anknüpfungspunkte zum Aus-
land schienen durchaus vorhanden und ausgeprägt zu sein. Der Beschuldigte sei 
kroatischer Staatsangehöriger und besitze in der Schweiz eine Niederlassungsbe-
willigung C. Neben Deutsch und Kroatisch verstehe er auch Serbisch und 
Bosnisch. Zudem könne er gemäss eigenen Angaben ein wenig Englisch. Nach der 
Haftentlassung vom 09.06.2021 habe er die Schweiz zwar nicht verlassen, jedoch 
handle es sich bei den heute gegen ihn erhobenen Vorwürfen um weitaus grössere 
Anschuldigungen als noch bei der Anhaltung vom 15.03.2021. Weiter habe der Be-
schuldigte in Chats, wenn diese auch eine gewisse Zeit zurücklägen, konkrete 
Flucht-/Absetzungspläne geäussert. Seine Partnerschaft zu einer Schweizerin so-
wie seine Erwerbstätigkeit als Fahrlehrer seien nicht geeignet, die Fluchtgefahr 
(merklich) zu relativieren. Es bestehe damit die Gefahr, dass sich der Beschwerde-
führer dem Strafverfahren und schliesslich der zu erwartenden Sanktion durch 
Flucht aus der Schweiz oder durch Untertauchen entzieht.

4.2.2 Der Beschwerdeführer entgegnet in der Beschwerde, dass er keine ausgeprägten 
Anknüpfungspunkte zum Ausland aufweise. Es handle sich um einen Kontakt zur 
entfernten Familie, mit der man Nettigkeiten austausche, jedoch keine wirkliche 
Beziehung lebe. Weiter weise er keine enge Beziehung zu Kroatien auf. Keine sei-
ner nahen Bezugspersonen wiesen einen Auslandsbezug auf. Die Eltern, die 
Schwester sowie der gesamte Freundeskreis des Beschwerdeführers befänden 
sich ausschliesslich in der Schweiz. Daran ändere auch nichts, dass die Eltern des 
Beschwerdeführers ein Haus in Kroatien besitzen sollen. Der Beschwerdeführer 
befinde sich in der Schweiz, seitdem er fünfjährig sei. Er sei hier vollständig soziali-
siert worden, habe sämtliche beruflichen Aus- und Weiterbildungen hier absolviert. 
Er verfüge seit August 2024 über einen guten Job und sei sehr glücklich. Seine 
wirtschaftliche Existenz beruhe auf seinen beruflichen Fähigkeitszeugnissen, die 
nur in der Schweiz Gültigkeit hätten. Weiter wohne der Beschwerdeführer mit sei-
ner Freundin zusammen, sie hätten einen Kinderwunsch. Eine drohende Sanktion 
könne für sich allein kein Grund für die Annahme von Fluchtgefahr sein. Die angeb-
lich vorliegenden Chatnachrichten des Beschwerdeführers änderten an dieser 
Ausgangslage nichts. Im Gegenteil: Hätte der Beschwerdeführer diese angeblichen 
Pläne umsetzen wollen, so hätte er dies nach der Haftentlassung am 9. Juni 2021 
problemlos tun können. Schliesslich sei im Haftverfahren im Jahr 2021 nie die Re-
de von einer angeblichen Fluchtgefahr gewesen, obwohl es damals bereits um den 
Verdacht auf qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz im 
mehrfachen Kilobereich gegangen sei. Entsprechend habe bereits damals eine ho-
he Strafe und die obligatorische Landesverweisung gedroht. Der Beschwerdeführer 
habe durchaus damit rechnen müssen, dass allfällig neue Erkenntnisse zu seiner 
Wiederverhaftung führen könnten. Trotzdem sei er in der Schweiz verblieben.

4.2.3 Die Staatsanwaltschaft führt in ihrer Stellungnahme aus, dass Kroatien die Auslie-
ferung ihrer Staatsangehörigen ablehne, wodurch eine Strafverfolgung des Be-
schwerdeführers in der Schweiz praktisch verunmöglicht würde. Der Behauptung 
des Beschwerdeführers, wonach er die angeblichen Pläne aus dem Jahr 2020 

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nach der Haftentlassung am 9. Juni 2021 problemlos hätte umsetzen können, 
wenn er dies tatsächlich gewollt hätte, entgegnet die Staatsanwaltschaft, dass die 
Ausgangslage bei der Haftentlassung im Jahr 2021 mit der heutigen keineswegs 
vergleichbar sei. Die heutigen Anschuldigung wögen deutlich schwerer, ausserdem 
habe der Beschwerdeführer nicht gewusst und auch nicht damit gerechnet, dass 
die Strafverfolgungsbehörden Kenntnis von den Inhalten der SkyECC-Chats erlan-
gen werden. Seine angeblich stabile Beziehung zu einer Schweizerin (kroatischer 
Abstammung) sowie sein Job als Fahrlehrer würden daran nichts ändern.

4.2.4 In den abschliessenden Bemerkungen ergänzt der Beschwerdeführer, dass in Be-
zug auf die Landesverweisung von einem Härtefall ausgegangen werden müsse, 
weshalb eine Fluchtgefahr aufgrund der vermeintlich drohenden Landesverweisung 
kaum bejaht werden könne. Weiter reicht der Beschwerdeführer den bereits in den 
edierten Vorakten befindlichen Haftantrag vom 16. März 2021 ein. Mit Verweis auf 
diesen bringt er vor, dass sich der Verdacht damals nicht bloss auf eine einzige 
Lieferung von 3 kg Kokain bezogen habe, es habe bereits damals ein Verdacht auf 
etliche weitere, ähnlich gelagerte Sachverhalte bestanden. Entsprechend liege 
heute keine völlig andere Ausgangslage vor. Ausserdem verfange das Argument 
nicht, dass der Beschwerdeführer nicht damit habe rechnen müssen, dass die Da-
ten von den Mobiltelefonen der Komplizen erlangt werden können. Ihm sei die Be-
schlagnahmung der Mobiltelefone bekannt gewesen. Trotz dieser Unsicherheit sei 
er in der Schweiz geblieben. Eine zur Flucht entschlossene Person wäre diese Un-
sicherheit nie eingegangen.

4.3 Ohne der Strafzumessung durch das Sachgericht vorgreifen zu wollen, kann an 
dieser Stelle mit Verweis auf SCHLEGEL/JUCKER (Kommentar zum Betäubungsmit-
telgesetz sowie zu Bestimmungen des StGB und OBG mit weiteren Erlassen, 4. 
Auflage 2022, N. 45 zu Art. 47 StGB) festgehalten werden, dass bei einem Schuld-
spruch aufgrund der enormen Betäubungsmittelmengen eine Strafe im deutlich 
oberen Bereich des Strafrahmens von einem bis 20 Jahren Freiheitsstrafe zu er-
warten ist. Auch wenn die drohende Sanktion nur als Indiz für die Fluchtgefahr zu 
werten ist, so ist sie vorliegend ein starkes.

Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, dass ihm aufgrund eines Härtefalles keine 
Landesverweisung drohe, so vermag er daraus nicht das Gewünschte abzuleiten. 
Im Haftverfahren ist einzig zu prüfen, ob die drohende Landesverweisung ein 
Fluchtindiz darstellt (vgl. zuletzt Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 
25 91 vom 7. März 2025 E. 4.7). Eine Prognose zur Annahme eines Härtefalles ist 
im aktuellen Verfahrensstadium mit sehr viel Unsicherheit behaftet, weshalb die 
Ausführungen des Beschwerdeführers nicht geeignet sind, die Fluchtgefahr in Be-
zug auf die Landesverweisung zu bannen. Die drohende obligatorische Landes-
verweisung von mindestens fünf Jahren ist daher als Indiz für eine konkrete Flucht-
gefahr zu werten.

Der Beschwerdeführer verfügt über die kroatische Staatsbürgerschaft und spricht 
Kroatisch. Weiter hat er – wenn auch entfernte – Verwandte in Kroatien und offen-
bar besitzen seine Eltern dort ein Haus. Ausserdem ist seine Freundin kroatischer 
Abstammung und ihre Eltern wohnen gemäss Aussage des Beschwerdeführers in 
Kroatien, weshalb davon auszugehen ist, dass sie auch über die kroatische 

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Staatsbürgerschaft verfügt. Dem Beschwerdeführer kann somit durchaus ein Aus-
landsbezug attestiert werden. Darüber hinaus kann auf die Feststellung der Staats-
anwaltschaft verwiesen werden, wonach Kroatien eigene Staatsangehörige nicht 
ausliefert.

Aus der Tatsache, dass er 2021 die Schweiz nicht verlassen hat, kann der Be-
schwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es ist mit der Staatsanwalt-
schaft davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nicht damit rechnete, dass 
die Strafverfolgungsbehörden Kenntnis von den Inhalten der SkyECC-Chats erlan-
gen würden. Es ist gerichtsnotorisch, dass die SkyECC-App auf dem Mobiltelefon 
versteckt läuft und nicht ohne Weiteres erkennbar ist, dass sie sich auf einem si-
chergestellten Mobiltelefon befindet. Weiter ist gerichtsnotorisch, dass die SkyECC-
App speziell gegen unbefugten Zugriff gesichert ist. Es war also nicht zwingend, 
dass die SkyECC-App auf einem sichergestellten Mobiltelefon gefunden wird.

Ausserdem ist die Schwere der Vorwürfe und damit die drohende Sanktion nicht 
vergleichbar. Der eingereichte Haftantrag vom 16. März 2021 nennt zwar neben 
der Lieferung von gut 3 kg Kokaingemisch in der Nacht vom 22. auf den 23. Okto-
ber 2020 ein Treffen vom 2. April 2020. Anlässlich der nach diesem Treffen durch-
geführten Kontrolle wurde beim Beschwerdeführer Bargeld für etwa 1 kg Kokain-
gemisch gefunden. Darüber hinaus wurde dem Beschwerdeführer im Haftantrag 
vom 16. März 2021 jedoch kein weiterer Handel mit Betäubungsmitteln vorgewor-
fen. Angesichts der vorliegend enormen Mengen an Betäubungsmitteln ist die Si-
tuation bei Weitem nicht vergleichbar.

Ausserdem kann auch eine konkrete Fluchtneigung des Beschwerdeführers bejaht 
werden. Den durch die Staatsanwaltschaft im Haftantrag angeführten Nachrichten 
des Beschwerdeführers kann entnommen werden, dass dieser bereits 2020 Flucht 
als geeignetes Mittel in Betracht zog. Nach dem Gesagten kann die Fluchtneigung 
des Beschwerdeführers seither nur zugenommen haben. Daran vermag auch 
nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer inzwischen eine Ausbildung abge-
schlossen hat, die gemäss seinem Vorbringen nur in der Schweiz anerkannt sei. 
Die Fluchtgefahr ist zu bejahen.

5. Das Zwangsmassnahmengericht begründet die Anordnung der Untersuchungshaft 
neben der Fluchtgefahr mit Kollusionsgefahr.

5.1 Der Haftgrund der Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass 
der Beschuldigte Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die 
Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO). Strafprozessua-
le Haft wegen Kollusions- bzw. Verdunkelungsgefahr soll verhindern, dass der Be-
schuldigte die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts vereitelt oder gefähr-
det. Die theoretische Möglichkeit, dass der Beschuldigte kolludieren könnte, genügt 
indessen nicht, um Haft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es müssen vielmehr 
konkrete Indizien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen. Das Vorlie-
gen des Haftgrunds ist nach Massgabe der Umstände des jeweiligen Einzelfalls zu 
prüfen. Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich namentlich aus 
dem bisherigen Verhalten des Beschuldigten im Strafprozess, aus seinen persönli-
chen Merkmalen, aus seiner Stellung und seinen Tatbeiträgen im Rahmen des un-

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tersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihm 
und den ihn belastenden Personen ergeben. Bei der Frage, ob im konkreten Fall 
eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung 
droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen 
bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten Straftaten sowie dem Stand des 
Verfahrens Rechnung zu tragen. Je weiter das Strafverfahren vorangeschritten ist 
und je präziser der Sachverhalt bereits abgeklärt werden konnte, desto höhere An-
forderungen sind an den Nachweis von Verdunkelungsgefahr zu stellen (Urteil des 
Bundesgerichts 7B_534/2024 vom 29. Mai 2024 E. 3.1. mit Hinweisen).

5.2

5.2.1 Das Zwangsmassnahmengericht begründet die Kollusionsgefahr mit den noch zu 
eruierenden Verbindungen und genauen Handlungen zwischen dem Beschwerde-
führer und den übrigen involvierten Personen (u.a. Lieferanten, Auftraggeber, Ab-
nehmer). Es seien mit Sicherheit weitere, bisher unbekannte Personen in den 
Betäubungsmittelhandel involviert. Der Beschwerdeführer habe nach wie vor ein 
grosses persönliches und strafprozessuales Interesse daran, weitere mutmasslich 
beteiligte Personen zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Damit bestünden konkrete 
Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer auf diese Personen einwirken 
würde. Gerade bei Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz komme den 
Aussagen der beteiligten Personen grosses Gewicht zu. Diese Beweismittel seien 
jedoch besonders kollusionsanfällig. Die Kollusionsgefahr sei zu bejahen, solange 
die Ermittlungen liefen und nicht genau feststehe, in welchem Umfang der Be-
schwerdeführer delinquiert habe.

5.2.2 Der Beschwerdeführer entgegnet, dass keine konkreten Indizien vorhanden seien, 
die für eine Kollusionsgefahr sprächen. Weiter sei nicht ersichtlich, inwiefern der 
Beschwerdeführer die Abklärung des Sachverhalts noch beeinflussen könnte. Er 
hätte allfällige Kollusionshandlungen seit der Haftentlassung am 9. Juni 2021 vor-
nehmen können. Dies gelte umso mehr, seien inzwischen ganze vier Jahre verstri-
chen. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse seien dem Beschwerdeführer bereits 
sehr detailliert vorgehalten worden. Es sei daher kaum möglich, dass diese bereits 
präsentierten, angeblichen Ergebnisse und Interpretationen durch Absprachen und 
Abmachungen überhaupt noch irgendwie beeinflusst werden könnten. 

5.2.3 Die Staatsanwaltschaft führt aus, dass aufgrund der stark ausgeweiteten Vorwürfe 
weitaus grössere und neue Kollusionsmöglichkeiten bestünden, insbesondere mit 
Personen, die beim Vorwurf, der 2021 zur Untersuchungshaft geführt habe, nicht 
beteiligt gewesen seien. Weiter sei davon auszugehen, dass die Beteiligten nicht 
damit gerechnet hätten, dass die Strafverfolgungsbehörden Kenntnis von den In-
halten der SkyECC-Chats erlangen könnten. Der Beschwerdeführer könne dem-
nach weitere Personen vor einer Anhaltung warnen. Entgegen der Vorbringen des 
Beschwerdeführers sei dieser zwar mit dem Gesamtvorwurf gemäss aktuellem Er-
mittlungsstand, aber noch nicht im Detail mit den vollständigen, umfangreichen Er-
mittlungsergebnissen konfrontiert worden. Die Kollusionsgefahr sei demnach zwei-
felsfrei gegeben.

11

5.2.4 Der Beschwerdeführer bringt in den abschliessenden Bemerkungen vor, dass die 
Staatsanwaltschaft in Verletzung des fair trial-Grundsatzes getrennte Verfahren 
führe. Die Staatsanwaltschaft enthalte damit der Verteidigung Wissen vor, mit dem 
sie eine Haft zu begründen suche. Es sei der Verteidigung damit nicht möglich dar-
zulegen, dass beispielsweise alle betroffenen Personen ebenfalls in Haft seien 
oder bereits befragt worden seien. Im Übrigen sei nicht einzusehen, weshalb nach 
dreijährigen Ermittlungen noch nicht identifizierte Personen vorhanden sein sollten. 
Ebenso sei nicht zu hören, dass der Beschwerdeführer nach drei Wochen Untersu-
chungshaft noch nicht mit allen relevanten Fakten konfrontiert worden sei.

5.3 Die Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft nunmehr gegenüber dem Beschwerdefüh-
rer erhebt, sind sehr viel schwerwiegender als diejenigen vor vier Jahren. Dem Be-
schwerdeführer wird zwar ebenfalls Betäubungsmittelhandel vorgeworfen, jedoch 
über einen viel längeren Zeitraum und in viel grösserem Umfang. Aufgrund dessen 
ist davon auszugehen, dass sich ungleich mehr Kollusionsmöglichkeiten bieten, da 
er mit mehr Personen interagiert haben wird. Ohnehin ist der aktuelle Verfahrens-
stand massgebend und nicht die Umstände, welche 2021 möglicherweise ent-
scheidend waren. Aufgrund des beträchtlichen Umfangs der Vorwürfe – allein die 
Vorhalte einiger Nachrichten aus den Unterhaltungen via SkyECC zieht sich in der 
delegierten Einvernahme vom 20. Februar 2025 über neun Seiten – ist im Übrigen 
nichts daran auszusetzen, dass der Beschwerdeführer noch nicht im Detail mit al-
len relevanten Fakten konfrontiert worden ist. Die Kollusionsgefahr fliesst denn 
auch nicht einzig aus diesen nicht konfrontierten Fakten.

Wenn der Beschwerdeführer weiter vorbringt, nach dieser Dauer könne nicht mehr 
davon ausgegangen werden, dass noch keine Absprachen stattgefunden hätten, 
kann er daraus nicht das Gewünschte ableiten. Damit wäre nämlich auch die Kollu-
sionsneigung des Beschwerdeführers bestätigt. Zwar ist bereits seit einiger Zeit 
bekannt, dass die Strafverfolgungsbehörden Zugang zu den mittels SkyECC ver-
breiteten Inhalten haben. Der Beschwerdeführer konnte jedoch nicht wissen, ob 
und in welchem Umfang die Strafverfolgungsbehörden tatsächlich auf seine Kom-
munikation zugreifen würden.

Wenn der Beschwerdeführer argumentiert, dass er die Sachverhaltsaufklärung 
nicht mehr beeinflussen könne, da ihm die Ermittlungsergebnisse bereits präsen-
tiert worden seien, verkennt er, dass sich das Verfahren noch in einem sehr frühen 
Stadium befindet. So sind etwa weitere Beteiligte einzuvernehmen, auf die der Be-
schwerdeführer Einfluss nehmen könnte. So kann der Beschwerdeführer auch 
nichts zu seinen Gunsten daraus ableiten, dass nach drei Jahren noch nicht alle 
Beteiligten identifiziert sind, da dies nichts an der Kollusionsgefahr ändert. Sollte er 
damit darauf hinauswollen, nach dieser Zeit könne nicht mehr davon ausgegangen 
werden, dass keine Absprachen stattgefunden hätten, so ist er auf die obigen Aus-
führungen zu diesem bereits in der Beschwerde vorgebrachten Argument zu ver-
weisen. An der Tatsache, dass weitere Beteiligte noch nicht identifiziert sind, würde 
auch ein gemeinsam geführtes Verfahren nichts ändern. Damit liegen hinreichend 
konkrete Indizien für die Annahme der Kollusionsgefahr vor.

12

6. Die Haft muss überdies verhältnismässig sein. Freiheitsentziehende Zwangsmass-
nahmen sind aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen 
(Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO).

6.1 Gemäss Art. 31 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV; SR 101) und Art. 5 Ziff. 3 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat eine in strafprozessualer Haft 
gehaltene Person überdies Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist 
richterlich abgeurteilt oder während des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu 
werden. Eine übermässige Haftdauer stellt eine unverhältnismässige Beschrän-
kung dieses Grundrechts dar. Sie liegt dann vor, wenn die Haft die mutmassliche 
Dauer der zu erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion übersteigt (vgl. auch Art. 
212 Abs. 3 StPO). Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer ist na-
mentlich der Schwere der untersuchten Straftaten Rechnung zu tragen. Das Ge-
richt darf die Haft nur so lange erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche Nähe der 
(im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der frei-
heitsentziehenden Sanktion rückt (BGE 143 IV 168 E. 5.1).

6.2

6.2.1 Das Zwangsmassnahmengericht führt aus, dass keine Ersatzmassnahmen ersicht-
lich seien, die die ausgeprägte Fluchtgefahr zu bannen vermögen. Darüber hinaus 
bestehe Kollusionsgefahr. Diese könne auch nicht durch das von der Verteidigung 
vorgebrachte Electronic-Monitoring gebannt werden. Die Untersuchungshaft sei 
damit erforderlich, angemessen und angesichts der anstehenden Ermittlungen so-
wie der zu erwartenden Strafe verhältnismässig. Der Beschwerdeführer habe im 
Fall einer Verurteilung mit einer Strafe zu rechnen, die schwerer wiege als die drei 
Monate Untersuchungshaft.

6.2.2 Der Beschwerdeführer äussert sich nicht zur Verhältnismässigkeit.

6.3 Mit dem Zwangsmassnahmengericht ist festzuhalten, dass elektronische Überwa-
chung gemäss ständiger Praxis der Kammer nicht geeignet ist, eine Flucht oder ein 
Untertauchen des Beschwerdeführers zu verhindern. Sie erlaubt einzig die rasche 
Einleitung einer Fahndung im Fall einer Flucht (zuletzt: Beschluss des Obergerichts 
des Kantons Bern BK 24 521 vom 20. Dezember 2024 E. 8.4 mit Hinweisen). Wei-
tere geeignete Ersatzmassnahmen sind auch für die Kammer nicht ersichtlich. Es 
besteht im Weiteren Kollusionsgefahr gegenüber einer unbekannten Zahl unbe-
kannter Kollusionsadressaten. Auch diesbezüglich sind keine geeigneten Ersatz-
massnahmen ersichtlich. Untersuchungshaft ist damit nicht nur geeignet, sondern 
auch erforderlich. Im Licht der drohenden hohen Freiheitsstrafe sowie der obligato-
rischen Landesverweisung erscheint sie auch ohne Weiteres zumutbar, insbeson-
dere droht keine Überhaft.

7. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Verfahrenskosten dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Staatsanwaltschaft 
oder das urteilende Gericht legen die Entschädigung der amtlichen Verteidigung für 
ihre Aufwendungen im Beschwerdeverfahren am Ende des Verfahrens fest 
(Art. 135 Abs. 2 StPO).

13

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Von den Schlussbemerkungen des Beschwerdeführers vom 10. März 2025 wird 
Kenntnis genommen und gegeben.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1’500.00, werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt.

4. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________

(per Einschreiben)
- Staatsanwalt C.________, Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben

(per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsident J.________

(mit den Akten – per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 11. März 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident i.V.:

Oberrichter Schmid

Der Gerichtsschreiber:

Pittet

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.