# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 302cdaa7-4199-5ece-bb29-8a0441e75c8b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 26.10.2015 SK1 2014 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2014-10_2015-10-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 26. Oktober 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
SK1 14 10 [nicht mündlich eröffnet] 17. November 2015

(Mit Urteil 6B_1295/2015 vom 04. Januar 2016 ist das Bundesgericht auf die ge-
gen dieses Urteil erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Urteil
I. Strafkammer

Vorsitz Schnyder
RichterInnen Brunner und Michael Dürst
Aktuar Nydegger

In der strafrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi, 
Quaderstrasse 5, 7001 Chur, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Plessur vom 6. Dezember 2013, mitgeteilt am 27. 
Februar 2014, in Sachen der S t a a t s a n w a l t s c h a f t  G r a u b ü n d e n , 
Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, Berufungsbeklagte, und des Y._____, Adhäsions-
kläger und Berufungsbeklagter, sowie der Z . _ _ _ _ _ A G , Adhäsionsklägerin und 
Berufungsbeklagte, gegen den Berufungskläger,

betreffend Betrug etc.,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ wuchs zusammen mit drei Geschwistern bei seinen Eltern in 
O.1_____, O.2_____ und O.3_____ auf. An diesen drei Orten besuchte er die 
Volksschule, wobei er sechs Klassen der Primar- und drei Klassen der Realschule 
absolvierte. Danach machte er bei der Firma A._____ in O.3_____ eine Lehre als 
Maler, die er mit Erfolg abschloss. In der Folge arbeitete X._____ während 4 Jah-
ren bei der Firma B._____ in O.4_____ auf seinem erlernten Beruf. Anschliessend 
war er drei Jahre lang in der Pizzeria C._____ in O.5_____ tätig und absolvierte 
dabei eine praktische Ausbildung als Pizzaiolo und in der Küche. Im Jahr 2005 trat 
X._____ in der Pizzeria D._____ in O.4_____ eine Stelle als Hilfspizzaiolo an und 
arbeitete dort während einer Saison. Danach war er meistens arbeitslos, wobei er 
bis Juli 2006 Entschädigungen von der Arbeitslosenkasse beziehen konnte. Ab 
August 2006 wurde X._____ durch das Sozialamt unterstützt. Kurzfristig übte er in 
den Jahren 2009 oder 2010 verschiedene Gelegenheitsarbeiten aus. Seither er-
hält er eine volle IV-Rente, wobei er ca. ab dem Jahr 2011 und bis Mitte 2012 teil-
zeitlich als Austräger bei der Firma E._____ in O.3_____ tätig war und dabei pro 
Monat maximal Fr. 300.00 bis Fr. 400.00 verdiente. Gegenwärtig bezieht er eine 
IV-Rente von Fr. 2'000.00 pro Monat. X._____ besitzt kein Vermögen und hat 
nach seinen Angaben Schulden, deren Höhe er nicht beziffern will. Im Betrei-
bungsregister des Betreibungsamtes Chur war er im Oktober 2012 mit Betreibun-
gen von total ca. Fr. 31'260.00 und mit offenen Verlustscheinen im Betrag von Fr. 
18'596.00 verzeichnet.

B. Im Schweizerischen Strafregister ist X._____ seit dem Jahr 2004 mit drei 
Einträgen verzeichnet. Dies wegen mehrfacher Drohung, Sachbeschädigung, Tät-
lichkeiten und mehrfachen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage (11. Februar 
2004), versuchten Betrugs, untauglichen Betrugsversuchs, mehrfacher Urkunden-
fälschung, Irreführung der Rechtspflege (1. November 2006) sowie mehrfacher 
Widerhandlung gegen das Waffengesetz (24. April 2007). Der versuchte Betrug, 
der untaugliche Betrugsversuch sowie die mehrfachen Urkundenfälschungen ha-
ben dabei bezüglich der Ziffer 1.1 und 1.2 der nachfolgend angeführten Anklage-
schrift als einschlägig zu gelten, da sich X._____ seinerzeit mittels der genannten 
Delikte einen geldwerten Vorteil zu verschaffen erhoffte, indem er durch Vorlage 
gefälschter Lohnabrechnungen die Existenz eines Darlehensvertrages, welcher 
durch Verrechnung mit monatlichen Lohnabzügen in Höhe von Fr. 500.00 hätte 
abbezahlt werden sollen, zu negieren versuchte bzw. der drohenden Einstellung 

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der Leistungen der Arbeitslosenversicherung mit gefälschten Bestätigungen über 
(fiktive) Vorstellungsgespräche entgegenwirken wollte.

C. Die Staatsanwaltschaft Graubünden eröffnete am 20. Oktober 2009 die vor-
liegende Strafuntersuchung gegen X._____ wegen Betrugs etc. Mit Verfügung 
vom 3. April 2012 ernannte die Staatsanwaltschaft Graubünden Rechtsanwalt lic. 
iur. Guido Ranzi als amtlichen Verteidiger von X._____.

D. Am 8. März 2013 reichte Y._____ bei der Staatsanwaltschaft Graubünden 
eine Zivilklage gegen X._____ ein und führte aus, er werde diese Forderung 
spätestens im Parteivortrag vor Gericht beziffern und begründen.

E. Am 26. Juni 2013 reichte die Z._____AG bei der Staatsanwaltschaft 
Graubünden eine Zivilklage gegen X._____ in Höhe von Fr. 35'000.00, zuzüglich 
5% Verzugszins seit dem 5. März 2009, ein.

F. In der Parteimitteilung vom 12. September 2013 kündigte die Staatsanwalt-
schaft Graubünden den Abschluss der Untersuchung an und stellte in Aussicht, 
dass sie beim Gericht Anklage erheben werde.

G. Am 14. Oktober 2013 erhob die Staatsanwaltschaft Graubünden Anklage 
gegen X._____. Der Anklageschrift liegt folgender Sachverhalt zugrunde:

"1.1 Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB und mehrfache Urkundenfäl-
schung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB

Am 20. Mai 2008 begab sich F._____ in Begleitung ihres Sohnes X._____ 
an den Schalter der Filiale O.3_____ der Z._____AG und stellte einen An-
trag für ein Darlehen im Betrag von CHF 10'000.00. Die Z._____AG hiess 
dieses Kreditgesuch gut. X._____ war bei der Abwicklung dieser Kreditauf-
nahme seiner Mutter behilflich.

Akten: […]

Am 24. Februar 2009 reichte X._____ der Z._____AG - durch Vermittlung 
durch die Firma G._____, O.5_____ - per Post ein auf den Namen seiner 
Mutter F._____ ausgestelltes Kreditgesuch für ein Darlehen im Betrag von 
CHF 25'000.00 ein. Auf dem von ihm elektronisch ausgefüllten Antrag be-
zifferte er den Nettolohn von F._____ mit CHF 3'238.00, obwohl ihr Ver-
dienst damals als stundenweise bei der Firma H._____ tätigen Reinigungs-
hilfe maximal ca. CHF 1'200.00 bis CHF 1'500.00 pro Monat betrug. 
X._____ unterzeichnete das Kreditgesuch mit "F._____" als Antragstellerin 
und mit "I._____", d.h. mit dem Namen des Ehegatten der Antragstellerin. 
I._____, der Vater des Beschuldigten, hatte von diesem Kreditgesuch 
ebenfalls, wie F._____, keine Kenntnis. Diesem Kreditgesuch legte der Be-
schuldigte eine Lohnabrechnung der Firma H._____, O.6_____, für den 
Monat Januar 2009 bei. Diese Lohnabrechnung enthielt unrichtige Anga-
ben, indem ein Nettolohn von CHF 3'238.29 angeführt war, obwohl der 
Lohn von F._____ bei der Firma H._____ - wie erwähnt - maximal lediglich 

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ca. CHF 1'200.00 bis CHF 1'500.00 betragen hatte. Der Beschuldigte hatte 
diese Lohnabrechnung selbst manipuliert bzw. verfälscht, damit die Bank 
den beantragten Kredit gewähren würde.

Akten: […]

Aufgrund dieses Kreditgesuches gelangte der Beschuldigte in der Folge in 
den Besitz von diversen Unterlagen der Z._____AG für die Kreditaufnah-
me. Er unterzeichnete mit dem Datum vom 25. Februar 2009 verschiedene 
Dokumente mit dem Namen "F._____", nämlich einmal den Darlehensver-
trag (Classic Nr. _____), wobei die Darlehenssumme mit CHF 35'000.00 
beziffert worden war. Zusätzlich schuldete F._____ gemäss diesem Vertrag 
der Darlehensgeberin aus dem erwähnten, am 20. Mai 2008 aufgenomme-
nen Darlehen von CHF 10'000.00 noch CHF 11'539.00, nämlich die Darle-
henssumme zuzüglich aufgelaufenen Zinsen. Der Gesamtbetrag des Dar-
lehens im Betrag von CHF 46'539.00 war gemäss dem Vertrag in 60 Mo-
natsraten zu je CHF 775.65 zurückzuzahlen, wobei die erste Monatsrate, 
die jeweils am letzten Tag des Monats zu zahlen war, am 31. März 2009 
fällig wurde. Sodann unterzeichnete der Beschuldigte mit Datum vom 25. 
Februar 2009 und der Ortsangabe O.3_____ mit dem Namen "F._____" ein 
Formular "Berechnung des monatlichen Budgetüberschusses", welches 
aufgrund der Angaben von X._____ durch die Z._____AG ausgestellt wor-
den war. In diesem Formular wurde das Nettoeinkommen von F._____ mit 
CHF 3'507.85 angegeben, obwohl dieses lediglich maximal ca. CHF 
1'500.00 betragen hatte. Im Weiteren fälschte X._____ die Unterschrift sei-
ner Mutter F._____ auf dem Formular "Allgemeine Geschäftsbedingungen 
für Darlehensvertrag KKG", ebenso auf einer "Verzichtserklärung", mit wel-
cher F._____ erklärte, auf sämtliche weiteren Kreditanfragen bei anderen 
Banken zu verzichten sowie schliesslich auf der ebenfalls per 25. Februar 
2009 datierten "Auszahlungsinstruktion", mittels welcher F._____ der 
Z._____AG die Instruktion erteilte, den Darlehensbetrag auf das Konto Nr. 
_____ bei der Bank.1_____, O.6_____, lautend auf F._____, zu überwei-
sen. Den Darlehensvertrag samt diesen von ihm unterzeichneten Formula-
ren übermittelte er am 25. Februar 2009 von O.3_____ aus per Post an die 
Z._____AG.

Akten: […]

Im Zusammenhang mit der Aufnahme dieses Darlehens eröffnete X._____ 
am 25. Februar 2009 - ohne Kenntnis von F._____ - auf deren Namen bei 
der Bank.1_____ in O.3_____ ein Privatkonto Nr. _____ sowie ein Spar-
konto Nr. _____. Dabei unterzeichnete er mit Datum vom 25. Februar 2009 
mit dem Namen "F._____" einerseits einen Basisvertrag mit Unterschrifts-
regelung, mittels welchem F._____ den Beschuldigten als Bevollmächtigten 
mit Einzelunterschrift ermächtigte, und andererseits das "Formular A", in 
welchem X._____ als an den Vermögenswerten wirtschaftlich berechtigt 
bezeichnet wurde. Diese beiden Dokumente übermittelte er am 25. Februar 
2009 in O.3_____ per Post mit einem Begleitschreiben mit dem Absender 
von F._____ an die Bank.1_____, wobei er diesen Begleitbrief ebenso mit 
dem Namen "F._____" unterzeichnete.

Akten: […]

Aufgrund dieses Vorgehens wurde die Z._____AG durch X._____ 
getäuscht, indem diese irrtümlich annahm, F._____ sei gewillt, den beste-
henden Kredit zu erhöhen und sie sei finanziell in der Lage, den Kredit 

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zurückzuzahlen. Die Z._____AG erhöhte daher den am 20. Mai 2008 von 
F._____ bei der Z._____AG aufgenommenen Kredit auf insgesamt CHF 
35'000.00, wobei die Bank diesen Kreditbetrag am 5. März 2009 mit der bis 
dahin bestehenden Kreditschuld von F._____ im Betrag von CHF 8'965.90 
verrechnete und mit gleichem Datum den Restbetrag des Kredits im Betrag 
von CHF 26'043.10 auf das vom Beschuldigten auf den Namen von 
X._____ [recte: F._____] eröffnete Sparkonto bei der Bank.1_____ über-
wies. In der Folge machte er von diesem Konto in der Zeit vom 10. März 
2009 bis zum 20. August 2009 entweder am Schalter der Bank.1_____ 
oder am Geldautomaten in O.3_____ mehrere Geldbezüge und verwende-
te diese für seine privaten Bedürfnisse. Am 20. August 2009 wies dieses 
Konto noch einen Saldo von lediglich CHF 14.70 auf. Von diesem von ihm 
unrechtmässig erlangten Bargeld bezahlte er in der Zeit vom 3. April 2009 
bis zum 2. Juli 2009 vier der gemäss dem Darlehensvertrag geschuldeten 
Monatsraten von je CHF 775.65. In der Folge leistete er keinerlei Zahlun-
gen mehr an die Z._____AG und besass hierfür auch keine Mittel mehr, 
zumal er das unrechtmässig von der Z._____AG erlangte Bargeld für priva-
te Bedürfnisse verwendet hatte.

Akten: […]

X._____ machte gegenüber der Z._____AG bewusst falsche Angaben über 
die Identität der Darlehensnehmerin und über deren Einkommensverhält-
nisse und fälschte zu diesem Zweck mehrere Urkunden, um die 
Z._____AG zu einer diese schädigenden Gewährung eines Darlehens zu 
veranlassen und sich dadurch unrechtmässig zu bereichern. Um über das 
von ihm mittels betrügerischen Mitteln erlangte Darlehen verfügen zu kön-
nen, fälschte er zudem bewusst Unterlagen zur Eröffnung von Bankkonti 
bei der Bank.1_____ und täuschte damit auch die Bank.1_____ über die 
Identität der Kontoinhaber.

Akten: […]

1.2 Mehrfacher Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB

a) Ca. anfangs November 2010 erwarb X._____ von einer unbekannten 
Person etwa sieben gebrauchte Mobiltelefone zum Preis von total CHF 
200.00. In der Folge bot er aufgrund eines einheitlichen Willensent-
schlusses über die Internetplattform "Ricardo" vier verschiedene Na-
tels als neu zur Versteigerung an, obwohl er nicht im Besitze solcher 
von ihm angebotenen Mobiltelefone war.

Akten: […]

b) Am 7. November 2010 ersteigerte J._____ ein solches vom Beschul-
digten angebotene Natel der Marke "Black Berry" zum Preis von CHF 
150.00, zuzüglich Transportkosten im Betrag von CHF 5.00. Nachdem 
J._____ am 9. November 2010 per Post den Kaufpreis von total CHF 
155.00 an X._____ überwiesen hatte, sandte dieser dem Käufer ein 
minderwertiges, gebrauchtes Natel der Marke Ericsson. Da X._____ 
auf die Reklamation des Käufers nicht einging, erstattete dieser in der 
Folge bei der Kantonspolizei Graubünden eine Strafanzeige.

Akten: […]

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c) Ein weiteres von X._____ auf diese Weise auf der Internetplattform 
"Ricardo" als neu zur Ersteigerung angebotenes Natel der Marke "No-
kia X3 Touch and Type" ersteigerte sich am 12. November 2010 
K._____. Sie überwies dem Beschuldigten in der Folge den Kaufpreis 
von CHF 170.00 und erhielt dafür von X._____ nicht das von ihr er-
steigerte Natel, sondern ein gebrauchtes von minderer Qualität. In der 
Folge versuchte die Käuferin vergeblich, per E-Mail und per Telefon 
mit dem Beschuldigten in Kontakt zu treten.

Akten: […]

d) Die zwei weiteren von X._____ per Internet zur Ersteigerung angebo-
tenen Natels wurden ebenfalls in der ersten Hälfte des Monats No-
vember 2010 zum Preis von ca. CHF 95.00 bis CHF 170.00 von Dritt-
personen ersteigert, jedoch konnten diese Käufer nicht mehr ausfindig 
gemacht werden. Ihnen hatte der Beschuldigte neue Mobiltelefone an-
geboten, den Kaufpreis im Voraus bezogen und danach den Käufern 
minderwertige, gebrauchte Natels geliefert.

In diesen vier Fällen bot der Beschuldigte ca. anfangs November 2010 in 
der Absicht, sich unrechtmässig zu bereichern, speziell bezeichnete neue 
Mobiltelefone zum Kauf an, obwohl er im Voraus wusste, dass er diese den 
Käufern nicht liefern würde, sondern jeweils minderwertige Mobiltelefone, 
die er bei korrekter Deklaration gar nicht oder zu einem wesentlich tieferen 
Preis hätte verkaufen können. Der Deliktsbetrag beziffert sich bei diesen 
Delikten auf insgesamt mindestens ca. CHF 500.00 bis CHF 600.00.

Akten: […]

1.3 Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB

Am 21. Mai 2011, um 14.30 Uhr, betrat X._____ das Geschäft L._____ im 
Einkaufscenter an der _____strasse in O.3_____ und hielt sich dort auf, 
obwohl ihm am 19. Mai 2011 durch die Firma L._____ AG ein Haus- und 
Ladenverbot erteilt worden war. Der Beschuldigte hatte Kenntnis von die-
sem Verbot und missachtete dieses bewusst.

Ein Vertreter der L._____ AG stellte am 23. Mai 2011 gegen X._____ einen 
Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs.

Akten: […]

1.4 Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 
285 Ziff. 1 StGB

Am 6. März 2013 bestieg X._____ in O.3_____ den RhB-Zug, welcher 
fahrplanmässig um 12.58 Uhr in O.3_____ in Richtung O.7_____ fährt. 
Nach der Abfahrt des Zuges wollte der uniformierte Zugbegleiter der RhB, 
Y._____, eine Fahrscheinkontrolle durchführen. Als er dazu beim Abteil 
angelangt war, wo X._____ alleine neben dem Fenster sass, forderte der 
Zugbegleiter diesen drei Mal vergeblich auf, den Fahrschein zu zeigen. 
X._____ trug Kopfhörer, um Musik zu hören, wobei er jedoch den Zugbe-
gleiter zwar wahrnahm, jedoch den Blick wieder von diesem abwendete 
und aus dem Fenster schaute. Der Zugbegleiter tippte danach mit den Fin-
gern leicht auf die Schulter des Beschuldigten und erklärte von Neuem, ob 

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er seine Fahrkarte sehen könne. In diesem Moment erhob sich der Be-
schuldigte und versetzte dem Zugbegleiter zwei Faustschläge gegen den 
Kopf, nämlich den ersten gegen die linke Wange und den zweiten an die 
Schläfe des Zugbegleiters, welcher durch die Einwirkung des zweiten 
Schlages rücklings auf das gegenüberliegende Abteil auf einen weiblichen 
Fahrgast fiel. Als sich der Zugbegleiter erhoben hatte, drohte der Beschul-
digte ihm mit weiteren Schlägen, liess aber von ihm ab, nachdem sich un-
terdessen mehrere Fahrgäste von ihren Sitzen erhoben hatten.

Akten: […]

1.5 Geringfügiger Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit 
Art. 172ter Abs. 1 StGB

Am 4. Januar 2011, um 11.45 Uhr, begab sich X._____ in das Geschäft 
"M._____" am _____strasse in O.3_____. Er machte dort gegenüber dem 
stellvertretenden Filialleiter geltend, dass ein USB-Stick, welchen er dort 
zuvor gekauft habe, nicht richtig funktioniere. In der Folge kam es zwischen 
diesen beiden Personen zu einer Meinungsverschiedenheit. Hierauf 
behändigte X._____ eine CD im Wert von CHF 23.00 und erklärte, dass er 
diese nun stehlen würde, damit man einen Grund habe, die Polizei zu ver-
ständigen und begab sich in Richtung des Ausganges des Geschäftes. Ein 
anderer Mitarbeiter dieses Geschäftes stellte sich dem Beschuldigten in 
den Weg, um diesen am Verlassen des Geschäftes zu hindern. X._____ 
stiess diesen jedoch zur Seite und passierte mit der von ihm weggenom-
menen CD die Kasse, ohne die CD dort zur Bezahlung vorgelegt zu haben. 
Beim Passieren der Kasse wurde ein Alarm ausgelöst. In der Folge verliess 
der Beschuldigte dieses Geschäft. N._____ als Vertreter der Geschädigten 
stellte am 4. Januar 2011 gegen X._____ einen Strafantrag wegen Laden-
diebstahls.

X._____ eignete sich diese CD an, um sich damit unrechtmässig zu berei-
chern.

Akten: […]

[…]"

H. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur fand am 6. Dezem-
ber 2013 statt. Die Schlussanträge der Parteien lauteten wie folgt:

Anträge Staatsanwaltschaft Graubünden:

"1. Der Beschuldigte ist schuldig zu sprechen:

- des mehrfachen Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB,

- der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB,

- des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB,

- der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss 
Art. 285 Ziff. 1 StGB sowie

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- des geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. 
Art. 172ter Abs. 1 StGB.

2. Dafür sei er zu verurteilen

- zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten,

- zur Bezahlung einer Busse von CHF 300.00, ersatzweise zu einer 
Freiheitsstrafe von 3 Tagen.

3. Auf den Widerruf des dem Beschuldigten mit Strafmandat des 
Kreispräsidenten Chur vom 25. April 2007 für eine Geldstrafe von 30 
Tagessätzen zu je CHF 50.00 gewährten bedingten Strafvollzuges sei 
zu verzichten. Der Beschuldigte sei stattdessen zu verwarnen.

4. Kostenfolge sei die gesetzliche."

Anträge Beschuldigter:

"1. Der Beschuldigte sei betreffend des Vorwurfs des Betruges und der 
Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der Kreditaufnahme bei 
der Z._____ von Schuld und Strafe freizusprechen.

2. Der Beschuldigte sei betreffend den Vorwurf des geringfügigen Dieb-
stahls einer CD im M._____ von Schuld und Strafe freizusprechen.

3. Der Beschuldigte sei für die übrigen Anklagepunkte angemessen milde 
mit einer bedingt vollziehbaren Strafe zu bestrafen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Kantons 
Graubünden."

I. Gegen das am 6. Dezember 2013 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete 
und am 10. Dezember 2013 im Dispositiv mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts 
Plessur meldete X._____ mit Eingabe vom 12. Dezember 2013 (Datum Poststem-
pel) Berufung an, woraufhin das Bezirksgericht Plessur den Parteien am 27. Fe-
bruar 2014 das schriftlich begründete Urteil mitteilte. Darin erkannte es wie folgt:

"1. X._____ ist schuldig:

- des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB,

- der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB,

- des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB,

- der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss 
Art. 285 Ziff. 1 StGB, sowie

- des geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. 
Art. 172ter Abs. 1 StGB.

2. a)Dafür wird X._____ mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer 
Busse von CHF 300.00 bestraft.

   b) Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 3 Tage. Sie tritt an die 
Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.

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3. X._____ wird im Sinne von Art. 46 Abs. 2 StGB verwarnt.

4. Die Zivilklagen der Z._____AG sowie von Y._____ werden auf den Zi-
vilweg verwiesen.

5. a)Die Kosten des Verfahrens von CHF 14'600.80 (Untersuchungsge-
bühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 
11'000.80, Gerichtsgebühren CHF 3'600.00) gehen zu Lasten von 
X._____.

   b) Die Kosten des Strafvollzugs gehen zu Lasten des Kantons Graubün-
den. X._____ hat sich daran nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB 
zu beteiligen.

   c) X._____ schuldet dem Bezirksgericht Plessur folglich:

Busse CHF      300.00

Verfahrenskosten CHF 14'600.80

Total CHF 14'900.80

In Rechtskraft erwachsene Bussen und Verfahrenskosten sind dem 
Bezirksgericht Plessur innert 30 Tagen nach der Zustellung des Urteils 
mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.

6. a)Die amtliche Verteidigung wird für das erstinstanzliche Verfahren mit 
CHF 9'720.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Ent-
schädigung geht zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der 
Gerichtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht 
der beschuldigten Person gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

   b) [Rechtsmittelbelehrung]

7. a)Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi meldete am 12. Dezember 2013 
beim Bezirksgericht Plessur die Berufung an.

   b) [Rechtsmittelbelehrung]

8. [Mitteilung]."

J. Mit Schreiben vom 28. Februar 2014 übermittelte das Bezirksgericht Ples-
sur dem Kantonsgericht von Graubünden die Berufungsanmeldung und die Akten 
in Sachen X._____.

K. Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi ersuchte das Kantonsgericht von 
Graubünden am 7. März 2014, ihn als amtlichen Verteidiger von X._____ für das 
Berufungsverfahren zu bestellen. Diesem Begehren wurde seitens des vormaligen 
Vorsitzenden der I. Strafkammer am 10. März 2014 gestützt auf Art. 133 in Ver-
bindung mit Art. 130 lit. b sowie Art. 132 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StPO entspro-
chen.

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L. Am 20. März 2014 reichte X._____ (nachfolgend: Berufungskläger) die Be-
rufungserklärung beim Kantonsgericht von Graubünden mit den folgenden Anträ-
gen ein:

"1. Es sei das Strafurteil des Bezirksgerichts Plessur vom 6. Dezember 
2013 (mitgeteilt am 27. Februar 2014) (Proz. Nr. 515-2013-27) wie 
folgt aufzuheben:

a) Dispositiv Ziffer 1

b) Dispositiv Ziffer 2 a) und b)

c) Dispositiv Ziffer 3

d) Dispositiv Ziffer 5 a), b) und c)

e) Dispositiv Ziffer 6 a

2. X._____ sei vom Vorwurf des Betrugs und der Urkundenfälschung (Zif-
fer 1.1 der Anklageschrift) und vom Vorwurf des geringfügigen Dieb-
stahls (Ziffer 1.5 der Anklageschrift) frei zu sprechen.

3. X._____ sei in Abänderung des vorinstanzlichen Urteils für die von ihm 
eingestandenen Delikte (Anklageschrift Ziffer 1.2 bis Ziffer 1.4) ange-
messen milde mit einer Geldstrafe zu bestrafen.

4. X._____ sei der bedingte Strafvollzug zu gewähren.

5. Es seien die Verfahrenskosten X._____ nur anteilsmässig für die ein-
gestandenen Delikte (Ziffer 1.2 - 1.4 der Anklageschrift) aufzuerlegen.

6. Es sei dem Unterzeichnenden als amtlicher Verteidiger von X._____ 
für das Untersuchungs- und erstinstanzliche Verfahren das bei der 
Vorinstanz geltende [recte: geltend] gemachte Honorar im vollen Um-
fang von CHF 11'556.00 zuzusprechen.

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Staates."

M. Mit Verfügung vom 24. März 2014 forderte der ehemalige Vorsitzende der 
I. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden die Parteien zur Stellung-
nahme innert 20 Tagen seit Inempfangnahme der Verfügung gemäss Art. 400 
Abs. 3 StPO auf. Sowohl die Staatsanwaltschaft Graubünden als auch das Be-
zirksgericht Plessur verzichtete mit Schreiben vom 26. bzw. 28. März 2014 auf die 
Einreichung einer Stellungnahme.

N. Die Z._____AG bezifferte und begründete ihre Forderung gegen den Beru-
fungskläger mit Schreiben vom 4. Juli 2014 und ersuchte gleichzeitig um Dispen-
sation vom persönlichen Erscheinen an der Hauptverhandlung, worauf der ehema-
lige Vorsitzende der I. Strafkammer diese am 6. Juli 2014 von der Teilnahme dis-
pensierte.

O. Am 16. Juli 2014 fand die erste mündliche Berufungsverhandlung vor der 
I. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt. Anwesend waren der 

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Berufungskläger in Begleitung seines amtlichen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. 
Guido Ranzi, Staatsanwalt lic. iur. Claudio Riedi sowie die Presse. Rechtsanwalt 
lic. iur. Guido Ranzi stellte vorfrageweise den Antrag auf Beweisergänzung, insbe-
sondere bezüglich der Anfertigung eines graphologischen Gutachtens. Im An-
schluss an die persönliche Befragung des Berufungsklägers durch den damaligen 
Vorsitzenden hinsichtlich seiner persönlichen Verhältnisse und in Bezug auf die 
Umstände der ihm zur Last gelegten Taten verzichteten die Parteien auf das Ver-
lesen von Aktenstücken sowie auf weitere Beweisanträge, worauf das Beweisver-
fahren - unter Vorbehalt des Beweisantrages von Rechtsanwalt lic. iur. Guido 
Ranzi - geschlossen wurde. In der Folge nahmen der Verteidiger und der Staats-
anwalt in ihren Plädoyers zu der Berufung Stellung. Der Verteidiger stellte folgen-
de Anträge:

"1. Es sei das Strafurteil des Bezirksgerichts Plessur vom 6. Dezember 
2013 (mitgeteilt am 27. Februar 2014) (Proz. Nr. 515-2013-27) wie 
folgt aufzuheben:

a) Dispositiv Ziffer 1 - geringfügiger Diebstahl entfällt

b) Dispositiv Ziffer 2 a) und b)

c) Dispositiv Ziffer 3

d) Dispositiv Ziffer 5 a), b) und c)

es entfällt: e)   Dispositiv Ziffer 6 a

2. X._____ sei vom Vorwurf des Betrugs und der Urkundenfälschung (Zif-
fer 1.1 der Anklageschrift) frei zu sprechen; die Anfechtung der Verur-
teilung wegen geringfügigen Diebstahls (Ziffer 1.5 der Anklageschrift) 
entfällt.

3. X._____ sei in Abänderung des vorinstanzlichen Urteils für die von ihm 
eingestandenen Delikte (Anklageschrift Ziffer 1.2 bis Ziffer 1.5) ange-
messen milde mit einer Geldstrafe zu bestrafen.

4. X._____ sei der bedingte Strafvollzug zu gewähren.

5. Es seien die vorinstanzlichen Verfahrenskosten X._____ nur anteils-
mässig für die eingestandenen Delikte (Ziffer 1.2 - 1.5 der Anklage-
schrift) aufzuerlegen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Verfahren bei der Vor-
instanz und beim Kantonsgericht von Graubünden zulasten des Staa-
tes."

Zudem stellte der Verteidiger im Rahmen des Plädoyers folgende Beweisanträge:

"Schriftgutachten - Echtheitsgutachten Dokumente

- Es sei ein neutrales grafologisches Gutachten einzuholen.

- Es seien alle infrage stehenden Dokumente (gemäss Auflistung im an-
gefochtenen Urteil, Seite 20, lit. ee) auf ihre Echtheit zu überprüfen.

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Weitere Anträge: Es seien folgende Unterlagen zu beschaffen:

- Beim H._____: Alle Arbeitsverträge, alle Lohnabrechnun-
gen/Lohnausweise für F._____ ab 2007

- Bei F._____ und der Post: Alle Unterlagen über Lohnzahlungen H._____ 
seit 2007

- Bei der Steuerverwaltung GR: Alle Steuererklärungen Ehepaar 
F.I._____ seit 2007."

Staatsanwalt lic. iur. Claudio Riedi beantragte, auf Ziffer 6 der Berufung sei nicht 
einzutreten und im Übrigen sei die Berufung kostenfällig abzuweisen.

P. Die Parteien verzichteten auf eine mündliche Urteilsverkündung, weshalb 
ihnen das Dispositiv des Beschlusses der I. Strafkammer vom 16. Juli 2014 innert 
5 Tagen zugesandt wurde (Art. 69 Abs. 2 StPO, Art. 84 Abs. 2 StPO). In schriftlich 
begründeter Form wurde ihnen der Beschluss am 7. August 2014 mitgeteilt. Das 
Kantonsgericht von Graubünden erkannte darin was folgt:

"1. Das Berufungsverfahren wird sistiert und die Angelegenheit an die 
Staatsanwaltschaft zwecks Vornahme der Beweisergänzungen im 
Sinne der Erwägungen überwiesen.

Nach Vornahme der Beweisergänzungen sind die Akten alsdann zu-
sammen mit den neuen Beweisdokumenten dem Berufungsgericht 
zwecks Fortsetzung des Verfahrens zu übermitteln.

2. Die Kosten bleiben bei der Prozedur.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. Mitteilung]."

In den Erwägungen wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass bezüglich der 
Rolle von F._____ bei der Eröffnung des fraglichen Kontos bei der Bank.1_____ 
Klärungsbedarf bestehe, denn nur so lasse sich auch diejenige des Beschuldigten 
hinreichend erfassen. Zudem erachtete es das Gericht einerseits als notwendig, 
ein (weiteres) graphologisches Gutachten erstellen zu lassen, welches die Echt-
heit der Unterschriften auf den in Zusammenhang mit dem Kreditgesuch und der 
Kontoeröffnung stehenden Dokumenten untersucht, sowie andererseits die Lohn-
abrechnungen der Jahre 2008 und 2009 von F._____ einzuholen.

Q. Nachdem die Staatsanwaltschaft Graubünden dem Kantonsgericht die 
neuen Beweisdokumente, so insbesondere das graphologische Gutachten des 
Forensischen Instituts O.5_____ vom 8. Mai 2015 und diverse Einvernahmeproto-
kolle, übermittelte, erhielt der Berufungskläger Gelegenheit zur Einsichtnahme. Mit 
Schreiben vom 18. Juni 2015 äusserte er sich hierzu dahingehend, dass er das 

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Ergebnis des Gutachtens anerkenne und bereit sei, an einer mündlichen Verhand-
lung ein Geständnis abzulegen.

R. Mit Verfügung des Vorsitzenden vom 16. Juli 2015 wurden der Berufungs-
kläger und sein Verteidiger sowie ein Vertreter der Staatsanwaltschaft zur neuerli-
chen mündlichen Berufungsverhandlung auf den 17. August 2015 vor Kantonsge-
richt (I. Strafkammer) vorgeladen. Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi ersuchte mit 
Telefonat vom 12. August 2015 um eine Verschiebung dieses Termins, da er aus 
gesundheitlichen Gründen an einer Teilnahme der auf den 17. August 2015 ange-
setzten Verhandlung verhindert sei.

S. Die Berufungsverhandlung wurde in der Folge auf den 26. Oktober 2015 
verschoben. Diesbezüglich wird auf das separate Verhandlungsprotokoll verwie-
sen. Bezüglich der Befragung des Beschuldigten durch den Vorsitzenden ist das 
entsprechende Einvernahmeprotokoll zu beachten. Der Verteidiger des Beru-
fungsklägers stellte folgende Schlussanträge:

"1. Es sei das Strafurteil des Bezirksgerichts Plessur vom 6. Dezember 
2013 (mitgeteilt am 27. Februar 2014) (Proz. Nr. 515-2013-27) wie 
folgt aufzuheben:

a) Dispositiv Ziffer 1 - geringfügiger Diebstahl entfällt

b) Dispositiv Ziffer 2 a) und b)

c) Dispositiv Ziffer 3

d) Dispositiv Ziffer 5 a), b) und c)

es entfällt: e)   Dispositiv Ziffer 6 a

2. X._____ sei vom Vorwurf des Betrugs und der Urkundenfälschung (Zif-
fer 1.1 der Anklageschrift) frei zu sprechen; die Anfechtung der Verur-
teilung wegen geringfügigen Dieb-stahls (Ziffer 1.5 der Anklageschrift) 
entfällt.

3. X._____ sei in Abänderung des vorinstanzlichen Urteils für die von ihm 
eingestandenen Delikte (Anklageschrift Ziffer 1.2 bis Ziffer 1.5) ange-
messen milde mit einer Geldstrafe zu bestrafen.

4. X._____ sei der bedingte Strafvollzug zu gewähren.

5. Es seien die vorinstanzlichen Verfahrenskosten X._____ nur anteils-
mässig für die eingestandenen Delikte (Ziffer 1.2 - 1.5 der Anklage-
schrift) aufzuerlegen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für zulasten des Staates."

Die Staatsanwaltschaft beantragte, die Berufung sei abzuweisen und der Be-
schuldigte im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen. Auf Replik und Duplik wur-
de verzichtet. Nachdem dem Beschuldigten das letzte Wort erteilt worden war, 
wurde die mündliche Berufungsverhandlung geschlossen. Die Parteien verzichte-

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ten auf eine öffentliche Urteilsverkündung. Das Gericht stellte den Parteien am 28. 
Oktober 2015 das schriftliche Urteilsdispositiv zu.

T. Auf die Ergebnisse der persönlichen Befragung des Berufungsklägers 
durch den Vorsitzenden der I. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden, 
auf die weitere Begründung der Anträge anlässlich der mündlichen Berufungsver-
handlung sowie auf die Ausführungen im angefochtenen Urteil wird, soweit erfor-
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) Die Berufung ist zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit de-
nen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist (Art. 398 Abs. 1 
der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312]). Die Berufung bezieht 
sich somit auf Entscheide, in denen über Straf- und Zivilfragen materiell befunden 
wird (vgl. Art. 80 Abs. 1 Satz 1 StPO), in erster Linie Urteile, die auf Verurteilung 
oder Freispruch lauten und der Fall vor der ersten Instanz damit abgeschlossen 
wird (Luzius Eugster, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur 
Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 2 zu Art. 398 
StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO ist die Berufung dem erstinstanzlichen Ge-
richt innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich zu Proto-
koll anzumelden, worauf das erstinstanzliche Gericht die Anmeldung nach Ausfer-
tigung des begründeten Urteils zusammen mit den Akten dem Kantonsgericht als 
Berufungsgericht übermittelt (Art. 399 Abs. 2 StPO; Art. 22 des Einführungsgeset-
zes zur Schweizerischen Strafprozessordnung [EGzStPO; BR 350.100]). Nach 
Art. 399 Abs. 3 StPO reicht die Partei, die Berufung angemeldet hat, dem Kan-
tonsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine 
schriftliche Berufungserklärung ein, worin sie anzugeben hat, ob sie das Urteil 
vollumfänglich oder nur in Teilen anficht (lit. a), welche Abänderungen des erstin-
stanzlichen Urteils sie verlangt (lit. b) und welche Beweisanträge sie stellt (lit. c).

b) Gegen das am 10. Dezember 2013 ohne schriftliche Begründung mitgeteil-
te Urteil des Bezirksgerichts Plessur meldete der Berufungskläger am 12. Dezem-
ber 2013 (Datum Poststempel) die Berufung an (KG act. I.1). Nach Mitteilung des 
begründeten Urteils am 27. Februar 2014 reichte der Berufungskläger alsdann 
fristgerecht am 20. März 2014 seine Berufungserklärung ein (KG act. I.3). Der Be-
rufungskläger ist als beschuldigte Person im Sinne von Art. 104 Abs. 1 lit. a StPO 
Partei und durch den vorinstanzlichen Schuldspruch offensichtlich beschwert, 

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weswegen er zur Berufungserhebung legitimiert ist. Die übrigen Prozessvoraus-
setzungen geben im vorliegenden Zusammenhang zu keinen weiteren Bemerkun-
gen Anlass, weshalb auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung 
grundsätzlich einzutreten ist.

2. Dem Berufungskläger wird seitens der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, 
sich des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Ur-
kundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, des Hausfriedensbruchs gemäss 
Art. 186 StGB, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss Art. 
285 Ziff. 1 StGB sowie des geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB 
i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB schuldig gemacht zu haben (vgl. Anklageschrift [BG 
act. 4], Ziffer 1.1 - 1.5). Die Vorinstanz verurteilte den Berufungskläger – insofern 
der Anklage folgend – des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, der 
mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, des Hausfriedens-
bruchs gemäss Art. 186 StGB, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Be-
amte gemäss Art. 285 Ziff. 1 StGB, sowie des geringfügigen Diebstahls gemäss 
Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB (vgl. angefochtenes Urteil, Dis-
positiv Ziffer 1). Diesbezüglich focht der Berufungskläger im Rahmen der Beru-
fungserklärung (lediglich) den Schuldspruch wegen der in Ziffer 1.1 sowie Ziffer 
1.5 der Anklageschrift erhobenen Vorwürfe an. Im Rahmen seines Plädoyers an-
lässlich der mündlichen Berufungsverhandlung vom 16. Juli 2014 zog der Beru-
fungskläger bzw. sein Verteidiger die Anfechtung des vorinstanzlichen Schuld-
spruches gemäss Ziffer 1.5 der Anklageschrift (geringfügiger Diebstahl) zurück 
(KG act. IV.11, S. 1). Dies bestätigte er auch anlässlich der mündlichen Beru-
fungsverhandlung vom 26. Oktober 2015 (KG act. VI.6). Sowohl die Beschränkung 
der Anfechtung auf gewisse Punkte im Rahmen der Berufungserklärung als auch 
der (teilweise) Rückzug der Berufung bis zum Abschluss der Parteiverhandlungen 
bzw. – beim schriftlichen Verfahren – bis zum Abschluss des Schriftenwechsels 
und allfälliger Beweis- oder Aktenergänzungen sind verbindlich (vgl. Art. 399 Abs. 
4 StPO bzw. Art. Art. 386 Abs. 2 und 3 StPO). Als angefochtener Schuldpunkt 
verbleibt damit lediglich die vorinstanzliche Verurteilung wegen mehrfachen Be-
trugs und mehrfacher Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der Kreditauf-
nahme bei der Z._____AG im Jahr 2009. Das Berufungsgericht überprüft das erst-
instanzliche Urteil grundsätzlich nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 
1 StPO).

3. a) Gestützt auf Ziffer 1.1 der Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft dem 
Berufungskläger vor, er habe am 24. Februar 2009 bei der Z._____AG per Post 
ein auf den Namen seiner Mutter (F._____) ausgestelltes Kreditgesuch für einen 

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Kredit im Betrag von Fr. 25'000.00 eingereicht. Um an diesen Kredit zu gelangen, 
habe er verschiedene falsche Angaben gemacht und die Bank dadurch getäuscht. 
So habe er etwa den Nettolohn von F._____ auf Fr. 3'238.00 beziffert, obwohl ihr 
Verdienst damals als stundenweise bei der Firma H._____ tätigen Reinigungshilfe 
maximal ca. Fr. 1'200.00 bis Fr. 1'500.00 pro Monat betragen habe. Das Kreditge-
such habe der Beschuldigte mit "F._____" als Antragsstellerin und "I._____", das 
heisst mit dem Namen des Ehegatten der Antragstellerin (bzw. dem Vater des Be-
schuldigten) unterzeichnet. Die Eltern des Beschuldigten hätten indes keine 
Kenntnis von diesem Vorhaben gehabt. Dem Kreditgesuch habe der Beschuldigte 
eine Lohnabrechnung der Firma H._____, O.6_____, für den Monat Januar 2009 
beigelegt. Diese Lohnabrechnung habe unrichtige Angaben enthalten, indem ein 
Nettolohn von Fr. 3'238.29 angeführt gewesen sei, obwohl der Lohn von F._____ 
bei der Firma H._____ maximal lediglich ca. Fr. 1'200.00 bis Fr. 1'500.00 betragen 
habe. Der Beschuldigte habe diese Lohnabrechnung selbst manipuliert bzw. ver-
fälscht, damit die Bank den beantragten Kredit gewähren würde.

Aufgrund dieses Kreditgesuches sei der Beschuldigte in der Folge in den Besitz 
von diversen Unterlagen der Z._____AG für die Kreditaufnahme gelangt. Er habe 
mit Datum vom 25. Februar 2009 verschiedene Dokumente mit dem Namen 
"F._____" unterzeichnet, nämlich einmal den Darlehensvertrag (Classic Nr. 
_____), sodann ein Formular "Berechnung des monatlichen Budget-
überschusses", in welchem das Nettoeinkommen von F._____ mit Fr. 3'507.85 
angegeben worden sei, obwohl dieses lediglich maximal ca. CHF 1'500.00 betra-
gen habe. Im Weiteren habe der Beschuldigte die Unterschrift seiner Mutter 
F._____ gefälscht auf dem Formular "Allgemeine Geschäftsbedingungen für Dar-
lehensvertrag KKG", auf einer "Verzichtserklärung", mit welcher F._____ erklärte, 
auf sämtliche weiteren Kreditanfragen bei anderen Banken zu verzichten, sowie 
schliesslich auf der "Auszahlungsinstruktion", mittels welcher F._____ der 
Z._____AG die Instruktion erteilt habe, den Darlehensbetrag auf das Konto Nr. 
_____ bei der Bank.1_____, O.6_____, lautend auf F._____, zu überweisen. Den 
Darlehensvertrag samt diesen von ihm unterzeichneten Formularen habe der Be-
schuldigte am 25. Februar 2009 von O.3_____ aus per Post an die Z._____AG 
übermittelt.

Im Zusammenhang mit der Aufnahme dieses Darlehens habe der Beschuldigte 
am 25. Februar 2009 – ohne Kenntnis von F._____ – auf deren Namen bei der 
Bank.1_____ in O.3_____ ein Privatkonto Nr. _____ sowie ein Sparkonto Nr. 
_____ eröffnet. Dabei habe er mit Datum vom 25. Februar 2009 mit dem Namen 
"F._____" einerseits einen Basisvertrag mit Unterschriftsregelung, mittels welchem 

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F._____ den Beschuldigten als Bevollmächtigten mit Einzelunterschrift ermächtigt 
habe, und andererseits das "Formular A", in welchem der Beschuldigte als an den 
Vermögenswerten wirtschaftlich berechtigt bezeichnet worden sei, unterschrieben. 
Diese beiden Dokumente habe der Beschuldigte am 25. Februar 2009 in 
O.3_____ per Post mit einem Begleitschreiben mit dem Absender von F._____ an 
die Bank.1_____ gesendet, wobei er diesen Begleitbrief ebenso mit dem Namen 
"F._____" unterzeichnet habe.

Aufgrund dieses Vorgehens sei die Z._____AG durch X._____ getäuscht worden, 
indem diese irrtümlich angenommen habe, F._____ sei gewillt, einen bereits be-
stehenden Kredit zu erhöhen, und sie sei finanziell in der Lage, den Kredit zurück-
zuzahlen. Die Z._____AG habe am 5. März 2009 den Restbetrag des Kredites im 
Betrag von Fr. 26'043.10 auf das vom Beschuldigten auf den Namen von F._____ 
eröffnete Sparkonto bei der Bank.1_____ überwiesen. Der Beschuldigte habe als-
dann lediglich vier der geschuldeten Monatsraten zurückbezahlt, den Rest habe er 
für private Bedürfnisse verwendet, ohne die Absicht bzw. die Möglichkeit zu ha-
ben, das Geld zurückzubezahlen.

Der Beschuldigte habe somit gegenüber der Z._____AG bewusst falsche An-
gaben über die Identität der Kreditempfängerin und über deren Einkom-
mensverhältnisse gemacht und habe zu diesem Zweck mehrere Urkunden ge-
fälscht, um die Z._____AG zu einer diese schädigenden Gewährung eines Darle-
hens zu veranlassen und sich dadurch unrechtmässig zu bereichern. Um über das 
von ihm mittels betrügerischen Mitteln erlangte Darlehen verfügen zu können, ha-
be er zudem bewusst Unterlagen zur Eröffnung von Bankkonti bei der 
Bank.1_____ gefälscht und damit auch die Bank.1_____ über die Identität der 
Kontoinhabern getäuscht.

b) Die Vorinstanz folgte den oberwähnten Schilderungen der Staatsanwalt-
schaft weitestgehend und hielt insofern fest, dass folgende Dokumente vom Be-
schuldigten gefälscht worden seien (vgl. angefochtenes Urteil, E.3b/ee [S. 20]):

- Kreditgesuch für Finanzierung (G._____.ch) vom 24. Februar 2009 (StA 
act. 4.52/4.79)

- Lohnabrechnung der Firma H._____ für den Monat Januar 2009 (StA act. 
4.53)

- Darlehensvertrag Classic Nr. _____ vom 25. Februar 2009 (StA act. 
4.59/4.80)

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- Formular "Berechnung des monatlichen Budgetüberschusses" vom 25. Fe-
bruar 2009 (StA act. 4.60/4.81)

- Allgemeine Geschäftsbedingungen für Darlehensvertrag KKG vom 25. Fe-
bruar 2009 (StA act. 4.61/4.82)

- Auszahlungsinstruktion vom 25. Februar 2009 (StA act. 4.62/4.83)

- Verzichtserklärung vom 25. Februar 2009 (StA act. 4.63/4.84)

- Basisvertrag mit Unterschriftenregelung vom 25. Februar 2009 (StA act. 
4.22/4.87)

- Formular A vom 25. Februar 2009 (StA act. 4.23/4.88)

- Begleitschreiben vom 25. Februar 2009 (StA act. 4.21/4.89)

c) Staatsanwaltschaft und Vorinstanz gehen im Kern von der Annahme aus, 
der Beschuldigte habe die ihm zur Last gelegten Taten der Urkundenfälschungen 
und des Betruges im Rahmen der Kreditaufnahme im Jahr 2009 alleine begangen. 
Der Beschuldigte macht demgegenüber geltend, seine Mutter selbst habe den 
fraglichen Kredit beantragt und hierfür auch die nötigen Unterlagen selbst ausge-
füllt und unterschrieben (vgl. insb. KG act. IV.11, S. 12). Er selbst habe weder Un-
terschriften noch Lohnabrechnungen gefälscht (vgl. KG act. VI.7, S. 3). Mit dem 
Auswertbericht der Kantonspolizei Graubünden (StA act. 4.95) lasse sich seine 
Urheberschaft bezüglich der gefälschten Unterschriften seiner Mutter und seines 
Vaters auf den besagten Dokumenten nicht nachweisen. Die Qualität des Aus-
wertberichts lasse stark zu wünschen übrig; er sei nicht nachvollziehbar und nicht 
überprüfbar und beweise die Täterschaft des Berufungsklägers überhaupt nicht 
(vgl. KG act. IV.11, S. 2 und 5). 

d) Anlässlich der ersten Berufungsverhandlung vom 16. Juli 2014 gelangte 
das Kantonsgericht von Graubünden zum Schluss, aufgrund des bisherigen Be-
weisergebnisses sei nicht klar, welche Rolle die Mutter des Berufungsklägers bei 
der Kreditaufnahme gespielt habe. Insbesondere sei nicht bzw. nicht ohne weite-
res ersichtlich, inwiefern der Berufungskläger das Konto bei der Bank.1_____, lau-
tend auf F._____, ohne Zutun seiner Mutter habe eröffnen können. Nach Art. 3 
Abs. 1 des Geldwäschereigesetzes (GwG; SR 955) seien Banken bei der Auf-
nahme von Geschäftsbeziehungen verpflichtet, die Vertragspartei aufgrund eines 
beweiskräftigen Dokumentes zu identifizieren. Üblicherweise hätten sich natürliche 
Personen anhand eines amtlichen Dokuments, welches eine Fotografie enthält, zu 
identifizieren. Dies gelte auch für die Bank.1_____. 

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Auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Graubünden hin (StA act. 4.17) reichte die 
Bank.1_____ am 10. August 2010 diverse Dokumente im Zusammenhang mit der 
fraglichen Kontoeröffnung ein. Darunter befand sich unter anderem eine echt-
heitsbestätigte Kopie des Ausweises "C" (Niederlassungsbewilligung) von F._____ 
(StA act. 4.24). Die Echtheitsbestätigung erfolgte durch die Schweizerische Post. 
Diese bietet unter dem Namen "Gelbe Identifikation" seit dem 1. Juli 2003 eine 
Identifikationskontrolle an, welche die Voraussetzungen von Art. 3 Abs. 1 GwG 
erfüllt und auch von der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), deren Mit-
glied die Bank.1_____ ist, anerkannt wird. Dabei hat sich die zu identifizierende 
Person mit einem anerkannten Ausweis an den Schalter einer Poststelle zu bege-
ben und die "Gelbe Identifikation" zu verlangen. Von der Post anerkannter Aus-
weis ist u.a. auch der Ausweis "C" (Niederlassungsbewilligung). Der oder die Mita-
rbeitende der Post prüft zunächst das vorgelegte Ausweispapier (Gültigkeit, Foto), 
kopiert die erforderlichen Seiten (Personalien, Foto, Gültigkeit, evtl. Verlängerung) 
und bringt den Stempel "Originaldokument eingesehen von" an. Anschliessend 
schreibt der oder die Mitarbeitende der Post seinen bzw. ihren Namen und Vor-
namen auf den Stempel, unterschreibt diesen und bringt den Datumsstempel der 
Poststelle an. Am Schluss dieses Prozederes erhält die identifizierte Person die 
echtheitsbestätigte Kopie ihres vorgelegten Ausweises. In ihren Bedingungen hält 
die Schweizerische Post ausdrücklich fest, dass die zu identifizierenden Personen 
verpflichtet seien, zur Vornahme der Dienstleistung persönlich am Postschalter zu 
erscheinen, bzw. dass eine Stellvertretung ausgeschlossen sei.

Vorliegend befindet sich bei den Ermittlungsakten, wie erwähnt, eine Kopie des 
Ausweises "C" (Niederlassungsbewilligung) von F._____. Auf dem eingereichten 
Dokument (StA act. 4.24) befindet sich ebenfalls ein Stempel "Originaldokument 
eingesehen von". Handschriftlich eingefügt ist darin der Name "O._____", wobei 
es sich um die Postangestellte handeln dürfte, welche die Bestätigung unter-
schrieben und mit einem weiteren Stempel der Poststelle "P._____" in O.3_____ 
versehen hat. Letzterem ist zu entnehmen, dass die Echtheitsbestätigung am 23. 
Februar 2009 (und damit einen Tag vor dem Kreditantrag bei der Z._____AG und 
zwei Tage vor der Kontoeröffnung bei der Bank.1_____) erfolgte. Diese Bestäti-
gung erfüllt prima vista sämtliche Voraussetzungen, wie sie die Schweizerische 
Post vorgibt, und diente offenbar als echtheitsbestätigte Kopie eines Identifikati-
onsdokuments zur Eröffnung des Kontos bei der Bank.1_____. Gemäss den zuvor 
dargelegten Bedingungen der Schweizerischen Post hat die zu identifizierende 
Person persönlich am Postschalter zu erscheinen. Staatsanwaltschaft und Vorin-
stanz gehen indes davon aus, dass der Beschuldigte diesbezüglich alleine gehan-

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delt und insbesondere F._____ nichts von der fraglichen Kontoeröffnung gewusst 
habe. Mit Beschluss vom 16. Juli 2014 hielt das Kantonsgericht von Graubünden 
fest, die Frage, wie der Beschuldigte das Konto bei der Bank.1_____ ohne (mögli-
cherweise auch unbewusste) Mithilfe seiner Mutter soll eröffnet haben, liesse sich 
nicht abschliessend beurteilen, zumal eine einschlägige Befragung von F._____, 
vom Beschuldigten wie auch von O._____ zu diesen Umständen nie erfolgt sei. 
Ebensowenig liesse sich allein damit die Annahme von der Staatsanwaltschaft 
und der Vorinstanz stützen, wonach der Beschuldigte bei den ihm zur Last geleg-
ten Urkundenfälschungen und dem Betrug im Rahmen der Kreditaufnahme im 
Jahre 2009 allein gehandelt und F._____ von alledem nichts gewusst habe. Die 
Vorinstanz habe in diesem Zusammenhang erwogen, dass auf die Rolle der Mut-
ter des Beschuldigten im vorliegenden Verfahren nicht eingegangen werden müs-
se (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3b/dd [S. 19 f.]). Ohne die Rolle von F._____ lies-
se sich jedoch auch diejenige des Beschuldigten nicht hinreichend erfassen. Hier 
bestünde Klärungsbedarf, wobei insbesondere dem Ablauf der im Rahmen der 
Kontoeröffnung stattgefundenen Identitätskontrolle am Postschalter nachzugehen 
sei und die darin involvierten Personen zu befragen und ihre Rollen zu ermitteln 
seien.

e) Mit Beschluss vom 16. Juli 2014 (KG act. VI.4) wies das Kantonsgericht von 
Graubünden die Staatsanwaltschaft Graubünden zudem an, im Rahmen einer 
Beweisergänzung ein graphologisches Gutachten zur Frage erstellen zu lassen, 
ob die auf den in Erwägung 3b genannten Dokumenten angebrachten Unterschrif-
ten, lautend auf F._____ bzw. I._____, gefälscht sind und – wenn ja – ob die Fäl-
schungen vom Berufungskläger stammen. Schliesslich seien bei der Arbeitgeberin 
von F._____ (H._____) die originalen Lohnabrechnungen der Jahre 2008 und 
2009 einzuholen, um herausfinden zu können, ob die Lohnabrechnung für den 
Januar 2009, welche für die Kreditaufnahme verwendet wurde, tatsächlich einen 
zu hohen Lohn auswies und demzufolge gefälscht war.

f) O._____ konnte sich anlässlich der Einvernahme vom 27. Oktober 2014 
nicht mehr an die oben beschriebene Echtheitsbestätigung vom 23. Februar 2009 
erinnern (StA act. 13.2). Sie bestätigte jedoch, dass die Echtheitsbestätigung 
durch sie erstellt wurde (StA act. 13.7). F._____ ihrerseits konnte sich nicht mehr 
daran erinnern, jemals bei der Post eine Echtheitsbestätigung eingeholt zu haben 
(vgl. StA 13.2).

Bei den bei der H._____ im Rahmen der Beweisergänzung eingeholten Unterla-
gen befindet sich unter anderem die Lohnabrechnung von F._____ für den Monat 

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Januar 2009. Diese weist einen Nettolohn von Fr. 1'408.10 aus (vgl. StA act. 
15.9). Die für die Kreditaufnahme verwendete Lohnabrechnung für den Januar 
2009 (StA act. 4.53) weist demgegenüber einen Nettolohn von Fr. 3'238.29 aus, 
weshalb davon ausgegangen werden muss, dass es sich dabei um eine Fäl-
schung handelt, mit dem Ziel, durch Angabe eines höheren Verdienstes einen 
Kredit in einer Höhe erwirken zu können, der bei Angabe des tatsächlichen Ein-
kommens nicht gewährt worden wäre.

g/aa) Das von der Staatsanwaltschaft Graubünden gestützt auf den Beschluss 
des Kantonsgerichts von Graubünden vom 16. Juli 2014 in Auftrag gegebene 
Gutachten beim Forensischen Institut O.5_____ hält fest, dass die Unterschriften 
von F._____ und I._____ auf den inkriminierten Dokumenten – d.h. den in Erwä-
gung 3b genannten Dokumenten (mit Ausnahme von StA act. 4.53 und StA act. 
4.21/4.89) – "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" gefälscht sind (StA 
act. 20.24, S. 19). Bezüglich der Unterschrift auf dem Begleitschreiben vom 25. 
Februar 2009 an die Bank.1_____ (StA act. 4.21/4.89) bestünden "Anhaltspunk-
te", dass diese gefälscht sei. Eine genauere Aussage liesse sich diesbezüglich 
deshalb nicht machen, da dieses Dokument nur in Kopie vorliege. Das Original 
des Schreibens war bei der Bank.1_____ nicht mehr vorhanden und konnte des-
halb für die Handschriftuntersuchung nicht beigezogen werden. Anlässlich der 
Einvernahme vom 27. Oktober 2014 gab F._____ gegenüber der Staatsanwalt-
schaft Graubünden an, sie habe diesen Brief unterzeichnet, aber nicht geschrie-
ben (vgl. StA act. 16.1, S. 5). Insofern bestehen zumindest Zweifel daran, ob die-
ses Schreiben tatsächlich von jemand anderem als F._____ unterschrieben wur-
de. Was die übrigen untersuchten Dokumente betrifft, ist der Befund des Gutach-
tens insofern eindeutig, als es sich, wie erwähnt, bei den darauf angebrachten Un-
terschriften mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Fälschungen 
handelt. Was die Identität des Fälschers betrifft, so gelangte das Gutachten zum 
Schluss, dass sich Anhaltspunkte dafür ergäben, dass die fraglichen Unterschrif-
ten von X._____ stammten (StA act. 20.24, S. 19). Die festgestellten Befunde sei-
en unter der Hypothese "Fälschungsurheberschaft X._____" besser erklärbar als 
unter der Hypothese "Unbekannte Fälschungsurheberschaft" (StA act. 20.24, S. 
15).

bb) Das vorliegende Gutachten unterliegt grundsätzlich der freien richterlichen 
Beweiswürdigung. In Fachfragen darf das Gericht jedoch nur aus triftigen Gründen 
von einer Expertise abweichen. Die Beweiswürdigung und die Beantwortung der 
sich stellenden Rechtsfragen ist Aufgabe des Gerichts. Dieses hat zu prüfen, ob 
sich aufgrund der übrigen Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte 

Seite  22 — 43

Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegungen aufdrängen. 
Erscheint dem Gericht die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punk-
ten zweifelhaft, hat es nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel 
zu erheben. Das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht 
auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot will-
kürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) verstossen (vgl. zum Ganzen BGE 136 II 539 E. 
3.2 m.w.H.; Marianne Heer, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 2 zu Art. 
189 StPO). Ein Gutachten ist somit einer Plausibilitätskontrolle zu unterziehen. Es 
muss sich über die im Gutachterauftrag enthaltenen Fragen vollständig, genau 
und deutlich äussern (vgl. dazu im Einzelnen Heer, a.a.O., N 11 ff. zu Art. 189 
StPO; Rudolf Rüedi, Das medizinische Gutachten - Erwartungen des Sozialversi-
cherungsrichters an den Arzt, in: Riemer-Kafka [Hrsg.], Medizinische Gutachten, 
Zürich/Basel/Genf 2005, S. 69 ff., S. 77 ff.). Die Schlussfolgerungen im Gutachten 
müssen begründet, nachvollziehbar und schlüssig sein. In materieller Hinsicht ist 
hierzu erforderlich, dass die abgegebenen Antworten überzeugend sind. Nach 
Kieser (Medizinische Gutachten - rechtliche Rahmenbedingungen, in: Riemer-
Kafka [Hrsg.], Medizinische Gutachten, Zürich/Basel/Genf 2005, S. 93 ff., S. 99) 
wird dies durch eine Reihe von Einzelkriterien konkretisiert. Diese beziehen sich 
einerseits auf den Zusammenhang zwischen gestellter Einzelfrage und in der Fol-
ge abgegebener Einzelantwort (Kriterium der Schlüssigkeit und Nachvollziehbar-
keit) und andererseits auf die Antworten insgesamt (Kriterium der Geschlossen-
heit). Es ist also zum einen massgebend, ob die je gestellte Frage ohne Argumen-
tationsbruch und logisch zutreffend einer Antwort zugeführt wird. Zum andern ist 
von Bedeutung, ob die Einzelantworten sich zu einem Ganzen zusammenfügen 
und keine Widersprüche unter ihnen entstehen. Anlass dafür, nicht auf das Gut-
achten abzustellen, können Widersprüche innerhalb des Gutachtens oder zwi-
schen schriftlichen und mündlichen Ausführungen des Experten sein. Zu denken 
ist auch an Differenzen zwischen Auftraggeber und Gutachter bei der Bewertung 
von Akten, Zeugenaussagen etc. Weitere Beispiele sind in Lücken oder fehlerhaf-
ten Feststellungen von Tatsachen im Gutachten zu sehen (vgl. Heer, a.a.O., N 3 
zu Art. 189 StPO). Gerichtliche Gutachten sind grundsätzlich von Amtes wegen 
auf ihre Beweistauglichkeit zu prüfen. Mängel des Gutachtens sind ungeachtet 
von Beanstandungen der Parteien zu beheben. Beruft sich hingegen eine Partei 
auf Mängel eines Gutachtens, hat sie diese substanziiert aufzuzeigen (BGE 125 V 
351 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts 6B_251/2008 vom 14. August 2008, E. 4; 
Heer, a.a.O., N 4 zu Art. 189 StPO). Die Einwände müssen geeignet sein, in 

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rechtserheblichen Fragen die Auffassung und Schlussfolgerungen des Gutachtens 
derart zu erschüttern, dass davon abzuweichen ist (BGE 125 V 351 E. 3c; Rüedi, 
a.a.O., S. 84). Nicht selten lassen sich solche substanziierte Einwände – von Fäl-
len innerer Widersprüchlichkeit eines Gutachtens abgesehen – nur gestützt auf die 
Auffassung eines privaten Gutachters machen (vgl. Heer, a.a.O., N 6 und 15 zu 
Art. 189 StPO).

cc) Das Kantonsgericht von Graubünden erkennt keine Gründe, um von den 
Befunden im Gutachten abzuweichen. Das Gutachten ist korrekt erstellt worden 
und in seinen Schlussfolgerungen nachvollziehbar und schlüssig. Innere Wider-
sprüche sind keine zu erblicken. Die Gutachterin ist zur Erstellung des vorliegen-
den Gutachten besonders befähigt (vgl. StA act. 20.25 und 20.26). Insofern ist 
festzuhalten, dass die in Erwägung 3b genannten Dokumente (mit Ausnahme von 
StA act. 4.53 und StA act. 4.21/4.89) gefälscht sind. Bezüglich des Dokumentes 
StA act. 4.21/4.89 Lässt sich keine verlässliche Aussage machen, ob die darauf 
angebrachte Unterschrift gefälscht ist, sodass – in Anwendung des Grundsatzes 
"in dubio pro reo" – davon auszugehen ist, dass es sich dabei um keine Fälschung 
handelt. Was die Lohnabrechnung vom Januar 2009 anbelangt, so muss, wie be-
reits festgehalten, angenommen werden, dass auch diese gefälscht wurde.

Unter graphologischen Gesichtspunkten besteht gemäss Gutachten eine überwie-
gende Wahrscheinlichkeit dafür, dass X._____ die fraglichen Unterschriften ge-
fälscht hat. Unter Mitberücksichtigung der übrigen Ermittlungsergebnisse lässt sich 
deshalb eine Dritttäterschaft ausschliessen. Zwar ist nicht geklärt, ob die im 
Schreiben vom 25. Februar 2009 an die Bank.1_____ angegebene E-Mail-
Adresse "F._____@ymail.com" von F._____ oder von X._____ erstellt und bewirt-
schaftet wurde; beide bestreiten, Inhaber dieser E-Mail-Adresse zu sein (vgl. StA 
act. 16.1 und 16.2). Allerdings kann die im selbigen Schreiben angegebene Natel-
Nummer (_____) X._____ zugerechnet werden, gab dieser doch besagte Telefon-
nummer anlässlich einer polizeilichen Befragung vom 2. Februar 2007 als seine 
eigene an (vgl. VV.2007.686, act. 9). Sodann hat der Berufungskläger denn auch 
zugestanden, dass ihm das Geld des Kredites (zumindest teilweise) zugute ge-
kommen sei (KG act. VI.7, S. 3). Im Weiteren hat der Berufungskläger bestätigt, 
dass er seine Mutter für die Echtheitsbestätigung an den Schalter der Post beglei-
tet habe. Schliesslich konnte der Berufungskläger als wirtschaftlich Berechtigter 
alleine über das Konto bei der Bank.1_____ und damit auch über den Kredit der 
Z._____AG verfügen (vgl. StA act. 4.23), was bei Annahme einer Dritttäterschaft 
keinen Sinn macht. Unter diesen Umständen muss als erstellt angesehen werden, 
dass X._____ durch Fälschung der Unterschriften seiner Mutter bei der 

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Bank.1_____ ein Konto auf ihren Namen eröffnet und bei der Z._____AG einen 
Kredit in Höhe von Fr. 25'000.00 erwirkt hat, welchen er sich auf das Konto bei der 
Bank.1_____ hat ausbezahlen lassen und anschliessend – zumindest teilweise – 
bezog. Vor diesem Hintergrund ist dem Berufungskläger auch die Fälschung der 
Lohnabrechnung von F._____ für den Monat Januar 2009 zuzurechnen, erwies 
sich dies doch als notwendig, um den Kredit bei der Z._____AG erwirken zu kön-
nen. Dass F._____ selbst die Lohnabrechnung gefälscht hat, kann angesichts ih-
rer Rolle im Gesamtzusammenhang ausgeschlossen werden. Ebenso kann – 
auch hier – eine Dritttäterschaft ausgeschlossen werden.

5. Die Vorinstanz verurteilte den Berufungskläger in Bezug auf die Vorkomm-
nisse gemäss Erwägung 3 und 4 wegen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 StGB) und mehr-
facher Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB).

a) Wer in der Absicht, jemandem am Vermögen oder an anderen Rechten zu 
schädigen oder sich oder einem anderen einen unrechtmässigen Vorteil zu ver-
schaffen, eine Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder das 
echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde benützt 
oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden 
lässt bzw. eine Urkunde dieser Art zur Täuschung gebraucht, wird nach Art. 251 
Ziff. 1 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. Die Vor-
instanz hat das Verhalten des Berufungsklägers im Rahmen der Kreditaufnahme 
bei der Z._____AG bzw. der Kontoeröffnung bei der Bank.1_____ in zutreffender 
Weise als mehrfache Urkundenfälschung gewürdigt (vgl. angefochtener Ent-
scheid, E. 4). Darauf kann vollumfänglich verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 
Anzufügen bleibt einzig, dass aufgrund des Beweisergebnisses gemäss Erwägung 
4 X._____ eigenmächtig das Konto bei der Bank.1_____ auf den Namen seiner 
Mutter eröffnete und ebenso eigenmächtig auf ihren Namen einen Kredit bei der 
Z._____AG aufnahm. Insofern kann, entgegen der berufungsklägerischen Auffas-
sung (KG act. IV.30, S. 15), gerade nicht von einer Vertretungsmacht des Be-
schuldigten ausgegangen werden, sodass bei den inkriminierten Dokumenten – in 
Übereinstimmung mit der Vorinstanz – von unechten Urkunden bzw. von einer 
Urkundenfälschung im engeren Sinne auszugehen ist. Unter diesen Vorausset-
zungen ist auch nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz beim Berufungskläger 
einen entsprechenden Vorsatz bejaht hat.

b) Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren 
oder Geldstrafe bestraft, wer in der Absicht, sich oder einen anderen unrechtmäs-
sig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsa-

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chen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irren-
den zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen anderen 
am Vermögen schädigt. Die Vorinstanz hat sich zu den einzelnen Voraussetzun-
gen des Betrugstatbestandes einlässlich geäussert (vgl. angefochtenes Urteil, E. 
5a und b). Der Berufungskläger bestreitet einzig das Vorliegen einer arglistigen 
Täuschung (KG act. IV.30, S. 16 f.). 

aa) Angriffsmittel beim Betrug ist die Täuschung des Opfers. Als Täuschung gilt 
jedes Verhalten, das darauf gerichtet ist, bei einem andern eine von der Wirklich-
keit abweichende Vorstellung hervorzurufen. Sie ist eine unrichtige Erklärung über 
Tatsachen, d.h. über objektiv feststehende, vergangene oder gegenwärtige Ge-
schehnisse oder Zustände. Zukünftige Ereignisse sind, soweit sie jedenfalls un-
gewiss sind, keine Tatsachen. Wer Äusserungen oder Prognosen über künftige 
Vorgänge macht, täuscht somit nicht, auch wenn sie unwahr sind, d.h. nicht seiner 
wirklichen Überzeugung entsprechen. Prognosen können aber in Bezug auf die 
vom Täter zugrunde gelegten gegenwärtigen Verhältnisse (Prognosegrundlage) 
eine Täuschung darstellen. Massgebend ist, ob die Äusserung ihrem objektiven 
Sinngehalt nach einen Tatsachenkern enthält. Äusserungen oder Prognosen über 
künftige Vorgänge können zu einer Täuschung führen, wenn sie innere Tatsachen 
wiedergeben. Die Zukunftserwartung kann mithin als gegenwärtige innere Tatsa-
che täuschungsrelevant sein (vgl. zum Ganzen BGE 135 IV 76 E. 5.1). In Über-
einstimmung mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Berufungskläger mit der 
Einreichung der gefälschten Unterlagen die Z._____AG bzw. die Bank.1_____ 
über seine Identität und Kreditwürdigkeit täuschte.

bb) Darüber hinaus muss der Täter arglistig, d.h. mit einer gewissen Raffinesse 
oder Durchtriebenheit täuschen. Einfache Lügen, plumpe Tricks oder leicht über-
prüfbare falsche Angaben genügen nicht. Die Arglist der Täuschung beurteilt sich 
im Weiteren unter Berücksichtigung der Eigenverantwortlichkeit des Opfers. Da-
nach scheidet Arglist aus, wenn das Opfer den Irrtum bei Inanspruchnahme der 
ihm zur Verfügung stehenden Selbstschutzmöglichkeiten hätte vermeiden bzw. 
sich mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit selbst hätte schützen können. 
Dabei ist im Einzelfall der jeweiligen Lage und Schutzbedürftigkeit des Betroffenen 
bzw. seiner Fachkenntnis und Geschäftserfahrung Rechnung zu tragen. Besonde-
re Fachkenntnisse und Geschäftserfahrung des Opfers sind in Rechnung zu stel-
len. Auch unter dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung erfordert die Erfül-
lung des Tatbestandes indes nicht, dass das Täuschungsopfer die grösstmögliche 
Sorgfalt walten lässt und alle erdenklichen Vorkehren trifft. Arglist scheidet ledig-
lich aus, wenn es die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet. Ent-

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sprechend entfällt der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrlässigkeit des Op-
fers, sondern nur bei Leichtfertigkeit, welche das betrügerische Verhalten des 
Täters (völlig) in den Hintergrund treten lässt. Die zum Ausschluss der Strafbarkeit 
des Täuschenden führende Opferverantwortung kann daher nur in Ausnahmefäl-
len bejaht werden. In diesem Sinne wird Arglist von der Rechtsprechung des Bun-
desgerichts bejaht, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich 
besonderer Machenschaften oder Kniffe (manœuvres frauduleuses; mise en scè-
ne) bedient. Einfache falsche Angaben sind arglistig, wenn ihre Überprüfung nicht 
oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, wenn der Täter 
den Getäuschten von der möglichen Überprüfung abhält oder nach den Umstän-
den voraussieht, dass dieser die Überprüfung der Angaben auf Grund eines be-
sonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen werde (BGE 135 IV 76 E. 5.2; 128 
IV 18 E. 3a; 126 IV 165 E. 2a; 125 IV 124 E. 3; 122 IV 246 E. 3a).

Als besondere Machenschaften gelten Erfindungen und Vorkehren sowie das 
Ausnützen von Begebenheiten, die allein oder gestützt durch Lügen oder Kniffe 
geeignet sind, das Opfer irrezuführen. Es sind eigentliche Inszenierungen, die 
durch intensive, planmässige und systematische Vorkehren, nicht aber notwendi-
gerweise durch eine besondere tatsächliche oder intellektuelle Komplexität ge-
kennzeichnet sind (BGE 135 IV 76 E. 5.2). Darunter fällt insbesondere die Ver-
wendung gefälschter Urkunden (vgl. Günter Stratenwerth/Guido Jenny/Felix 
Bommer, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I: Straftaten gegen Indivi-
dualinteressen, 7. Aufl., Bern 2010, § 15 N 19 m.w.H.). Der Berufungskläger bringt 
vor, die Verwendung einer gefälschten oder verfälschten Urkunde führe nicht per 
se zur Annahme einer arglistigen Täuschung (vgl. KG act. IV.30, S. 16). Das ist 
grundsätzlich richtig. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass der Gesichts-
punkt der Überprüfbarkeit der falschen Angaben auch bei einem Lügengebäude 
oder bei betrügerischen Machenschaften Bedeutung erlange (BGE 135 IV 76 E. 
5.2; 126 IV 165 E. 2a). Auch in diesen Fällen ist das Täuschungsopfer somit zu 
einem Mindestmass an Aufmerksamkeit verpflichtet und scheidet Arglist aus, 
wenn es die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet hat. Zu 
berücksichtigen ist aber auch, dass im geschäftlichen Verkehr grundsätzlich auf 
die Echtheit von Urkunden vertraut werden darf. Anders kann es sich verhalten, 
wenn sich aus den vorgelegten Urkunden selbst ernsthafte Anhaltspunkte für de-
ren Unechtheit ergeben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6S.74/2006 vom 3. Juli 
2006, E. 2.4.2). So hält denn auch Art. 31 des Bundesgesetzes über den Kon-
sumkredit (KKG; SR 221.214.1) fest, dass sich die Kreditgeberin auf die Angaben 
des Konsumenten zu den finanziellen oder den wirtschaftlichen Verhältnissen ver-

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lassen dürfe, es sei denn, es würden Angaben gemacht, welche offensichtlich un-
richtig oder denjenigen der Informationsstelle für Konsumkredit widersprechen. 
Der Berufungskläger bringt in diesem Zusammenhang vor, auf der für die Kredi-
taufnahme eingereichten Lohnabrechnung (Januar 2009) sei noch die alte AHV-
Nummer aufgeführt gewesen, wobei H._____ als Arbeitgeberin seit Oktober 2008 
die neue Sozialversicherungsnummer verwende. Dies hätte der Z._____AG auffal-
len müssen, hätte sie die alten Akten beigezogen und auch eine Lohnabrechnung 
des Ehemannes eingeholt. Diese Umstände hätten die Z._____AG zu weiteren 
Abklärungen und Nachfragen veranlassen müssen, was sie jedoch in sträflicher 
Weise unterlassen habe. Aus diesem Grund scheide Arglist aus (KG act. IV.30, S. 
16 f.). Dem ist entgegen zu halten, dass Arglist bei der Verwendung gefälschter 
Urkunden nur dann zu verneinen ist, wenn die Fälschung ohne weiteres als solche 
erkennbar ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6S.168/2006 vom 6. November 2006, 
E. 2.1). Bei Kreditvergaben nach Massgabe des KKG kann grundsätzlich nichts 
anderes gelten (vgl. hierzu Micha Nydegger, Grund und Grenzen der Arglist beim 
Betrug, ZStrR 131 [2013], S. 281 ff., S. 311 f.). Von einer derart plumpen und 
demzufolge leicht bzw. ohne weiteres durchschaubaren Fälschung kann vorlie-
gend nicht die Rede sein. Das gesteht letztlich auch der Berufungskläger zu, wenn 
er argumentiert, dass (erst) der Beizug der übrigen Akten die Fälschung hätte auf-
decken können. Dafür bestand jedoch keine Veranlassung, denn aus den einge-
reichten Dokumenten ergaben sich keine ersthaften Anhaltspunkte für deren Un-
echtheit. Insofern bestand auch die Pflicht zu weiteren Abklärungen und Nachfra-
gen nicht, selbst wenn solche ohne grösseren Aufwand möglich gewesen wären 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 6S.74/2006 vom 3. Juli 2006, E. 2.4.2). Es ist zwar 
festzuhalten, dass die Z._____AG bei der Kreditgewährung mit einer gewissen 
Sorglosigkeit vorging, indem sie auf eine eingehendere Prüfung des Kreditantra-
ges weitestgehend verzichtete. Demgegenüber fälschte der Berufungskläger 
planmässig und systematisch diverse Dokumente mit Urkundenqualität, sodass 
sich nicht sagen lässt, sein Verhalten rücke durch eine Nachlässigkeit der 
Z._____AG (völlig) in den Hintergrund. Denn je grösser der Täuschungsaufwand 
erscheint, desto stärker wird die Opfermitverantwortung in den Hintergrund treten. 
Dies erscheint deshalb als angezeigt, da die Strafbarkeit durch das Verhalten des 
Täuschenden begründet wird und nicht durch jenes des Getäuschten, der im All-
tag seinem Geschäftspartner nicht wie einem mutmasslichen Betrüger gegenüber-
treten muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6S.168/2006 vom 6. November 2006, 
E. 2.3). Im Übrigen bringt der Berufungskläger zu Recht nicht vor, die gefälschten 
Unterschriften seiner Mutter bzw. seines Vaters auf den eingereichten Dokumen-
ten seien als solche leicht erkennbar gewesen, konnte hierüber doch erst ein gra-

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phologisches Gutachten hinreichend Klarheit schaffen. In Übereinstimmung mit 
der Vorinstanz ist deshalb festzuhalten, dass der Berufungskläger die Z._____AG 
arglistig i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB täuschte.

cc) Die arglistige Täuschung muss einen Irrtum bewirken, der den Getäuschten 
zu einer Vermögensverfügung veranlasst. Damit wird ein ursächliches Bindeglied 
zwischen Irrtum und Vermögensverfügung hergestellt (sog. Motivationszusam-
menhang; vgl. BGE 126 IV 113 E. 3a). Die genannte Täuschung durch den Beru-
fungskläger bewirkte bei der Z._____AG einen Irrtum über die wahre Identität des 
Antragstellers. Aufgrund dieses Irrtums traf die Z._____AG eine betrugsrelevante 
Vermögensdisposition, indem sie unter Berücksichtigung der bestehenden Kredit-
summe am 6. März 2009 den Betrag von Fr. 26'034.10 auf das Konto bei der 
Bank.1_____ überwies.

dd) Sodann bedarf es eines Vermögensschadens. Als Vermögensschaden gilt 
jede Beeinträchtigung des Vermögens, welche in einer Verminderung der Aktiven, 
einer Vermehrung der Passiven oder im Entgehen von Gewinn besteht. Dazu 
gehören auch Anwartschaften (entgangener Gewinn), wenn auf eine solche ein 
Anspruch besteht oder sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu 
erwarten ist (BGE 87 IV 11). Wird das Vermögen lediglich gefährdet, so liegt kein 
Vermögensschaden vor, es sei denn, die Gefährdung sei derart erheblich, dass 
das Vermögen nach den Grundsätzen der Buchführung ganz oder teilweise abge-
schrieben werden muss (BGE 121 IV 107 E. 2c). Beim Kreditbetrug täuscht der 
Borger beim Abschluss des Darlehensvertrages über seine Rückzahlungsfähigkeit 
bzw. seinen Rückzahlungswillen. Das Tatbestandsmerkmal des Vermögensscha-
dens ist beim Kreditbetrug erfüllt, wenn der Borger entgegen der beim Darleiher 
geweckten Erwartungen im Zeitpunkt der Kreditgewährung dermassen wenig Ge-
währ für eine vertragsgemässe Rückzahlung des Geldes bietet, dass die Darle-
hensforderung erheblich gefährdet und infolgedessen in ihrem Wert wesentlich 
herabgesetzt ist (BGE 82 IV 89; 102 IV 84). Die Möglichkeit der Rückforderung 
schliesst das Vorliegen eines Schadens nicht aus (BGE 117 IV 153 E. 4). Wie die 
Vorinstanz hierzu richtigerweise bemerkt hat, trat der Vermögensschaden (wenn 
nicht bereits durch den Vertragsschluss) spätestens durch die Auszahlung des 
Kredits ein, da der Z._____AG als Darlehensgeberin ein geringeres Rückzah-
lungsrisiko vorgespiegelt wurde, als es in Wirklichkeit bestand (vgl. Gunther Arzt, 
in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl., Basel 
2013, N 155 zu Art. 146 StGB m.w.H.). Angesichts des Umstandes, dass der Be-
rufungskläger zum Zeitpunkt des Kreditantrags keiner Erwerbstätigkeit nachging 
und von der Sozialhilfe unterstützt werden musste, konnte er vernünftigerweise 

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nicht darauf vertrauen, den Kredit vertragsgemäss zurückzubezahlen. So leistete 
der Berufungskläger in der Zeit vom 3. April 2009 bis zum 2. Juli 2009 denn auch 
lediglich vier Ratenzahlungen in Höhe von je Fr. 775.65. Weitere Zahlungen blie-
ben in der Folge gänzlich aus, da der Berufungskläger hierzu nicht in der Lage 
war.

ee) Der subjektive Tatbestand von Art. 146 Abs. 1 StGB verlangt Vorsatz sowie 
die Absicht unrechtmässiger Bereicherung. Vorsatz meint Handeln mit Wissen und 
Wollen (Art. 12 Abs. 2 StGB) und muss sich auf alle objektiven Merkmale und den 
Kausalzusammenhang zwischen ihnen erstrecken. Für den Vorsatz der Täu-
schung ist namentlich erforderlich, dass der Täter die Bedeutung seiner falschen 
Angaben für die vom Geschädigten begehrte Vermögensdisposition erkennt; be-
züglich des Vermögensschadens genügt Vorsatz auf vorübergehende Schädigung 
(BGE 102 IV 84 E. 4). Bereicherung ist jeder Vermögensvorteil bzw. jede wirt-
schaftliche Besserstellung im Sinne des Vermögensbegriffs. Eine eventuelle Be-
reicherungsabsicht genügt (BGE 105 IV 29 E. 3a). Sie liegt dann vor, wenn dem 
Täter die Möglichkeit der Bereicherung bewusst ist und er sie für den Fall, dass sie 
eintrete, billigt. Beim Betrug durch Aufnahme eines Kredites muss also dem Kre-
ditnehmer die Möglichkeit, dass er den Kredit nicht rechtzeitig werde zurückbezah-
len können, bewusst gewesen sein, und er muss diesen Erfolg für den Fall, dass 
er eintrete, gewollt haben (vgl. BGE 72 IV 121 E. 3). Unrechtmässig ist die Berei-
cherung dann, wenn sie im Widerspruch zu einer oder mehreren Rechtsnormen 
steht. Die Unrechtmässigkeit ergibt sich dabei weder aus der Tat selbst noch aus 
einem daraus entstehenden Schaden, weil das Merkmal sonst keinen Sinn auf-
weisen würde (vgl. Marcel Alexander Niggli/Christof Riedo, in: Niggli/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl., Basel 2013, N 85 vor Art. 137 
StGB m.w.H.).

Der Berufungskläger leistete in der Zeit vom 3. April 2009 bis zum 2. Juli 2009 le-
diglich vier Ratenzahlungen in Höhe von je Fr. 775.65. Weitere Zahlungen blieben 
aus, da der Berufungskläger hierzu nicht in der Lage war. Dies war ihm bereits 
vorgängig bewusst, weil er keiner Erwerbstätigkeit nachging und von der Sozialhil-
fe unterstützt werden musste. Folglich handelte er nicht nur vorsätzlich, sondern 
auch in der Absicht, sich zu bereichern, indem er den Kredit aufnahm und das 
Geld für seine persönlichen Bedürfnisse verbrauchte (vgl. BGE 72 IV 121 E. 3; 
ferner auch Urteil des Bundesgerichts 6S.414/2004 vom 28. Februar 2005, E. 3.2). 
Die Unrechtmässigkeit der Bereicherung ergibt sich vorliegend daraus, dass das 
Zivilrecht durch absichtliche Täuschung zustande gekommene Rechtsgeschäfte 
missbilligt (Art. 28 OR; vgl. hierzu auch BGE 76 IV 227 E. 3b/bb). Die erlangte Be-

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reicherung entsprach dabei der Kehrseite des Schadens der Z._____AG (sog. 
Stoffgleichheit; vgl. BGE 134 IV 210). Damit hat der Berufungskläger den Tatbe-
stand des Betrugs nach Art. 146 Abs. 1 StGB erfüllt.

6. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass sich X._____ des mehrfachen 
Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung 
gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB, der 
Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss Art. 285 Ziff. 1 StGB, 
sowie des geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter 
Abs. 1 StGB schuldig gemacht hat. Der vorinstanzliche Schuldspruch ist demnach 
zu bestätigen, mit Ausnahme des Vorwurfs der Urkundenfälschung bezüglich StA 
act. 4.21/4.89.

7. In Bezug auf die Strafzumessung beantragt der Berufungskläger, er sei an-
gemessen milde mit einer Geldstrafe zu bestrafen. Zudem sei ihm der bedingte 
Strafvollzug zu gewähren.

a) Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Ver-
schulden des Täters zu und berücksichtigt dabei das Vorleben und die persönli-
chen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Das 
Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betrof-
fenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und 
Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren 
und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu 
vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Je leichter es für ihn gewesen wäre, die von ihm 
übertretene Norm zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung gegen 
sie und damit seine Schuld (vgl. BGE 127 IV 101 E. 2a; Stefan Trechsel/Heidi Af-
folter-Eijsten, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxis-
kommentar, 2. Aufl., Zürich 2013, N 21 zu Art. 47 StGB; Hans Wiprächtiger/Stefan 
Keller, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl., Ba-
sel 2013, N 117 zu Art. 47 StGB). Daraus geht hervor, dass sich die Strafe 
grundsätzlich auf die Schuld bezieht. Wie nach altem soll auch nach geltendem 
Recht das Verschulden die Strafe begründen und nach oben begrenzen, wobei 
Verschulden im Sinne dieser Bestimmung das Mass der Vorwerfbarkeit des 
Rechtsbruchs ist (vgl. Wiprächtiger/Keller, a.a.O., N 14 zu Art. 47 StGB).

Für die Bestimmung der Höhe der Strafe hat das Gericht das Vorliegen von Straf-
milderungs-, Strafschärfungs-, Strafminderungs- und Straferhöhungsgründen zu 
prüfen. Strafmilderungsgründe im Sinne von Art. 48a StGB (wie die verminderte 

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Schuldfähigkeit nach Art. 19 Abs. 2 StGB) und der Strafschärfungsgrund der Kon-
kurrenz gemäss Art. 49 StGB können zu einer Erweiterung des Strafrahmens 
nach unten oder oben führen. Strafminderungs- und Straferhöhungsgründe sind 
hingegen Kriterien, die innerhalb des ordentlichen Strafrahmens im Rahmen der 
Strafzumessung nach Art. 47 StGB zu berücksichtigen sind (vgl. Christian 
Schwarzenegger/Markus Hug/Daniel Jositsch, Strafrecht II, 8. Aufl., Zürich 2007, 
S. 58). Das Gericht muss die wesentlichen in der Strafzumessung berücksichtig-
ten Kriterien darlegen, damit sein Entscheid nachvollziehbar ist bzw. auf die 
Vollständigkeit und die korrekte Würdigung hin überprüft werden kann. Es kann 
über Elemente stillschweigend hinweggehen, die ihm nicht entscheidend scheinen 
bzw. von geringer Bedeutung sind (Urteil des Bundesgerichts 6B_764/2009 vom 
17. Dezember 2009, E. 1.2.1).

b) Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen 
für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe 
der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen (sog. Asperationsprinzip). Es 
darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte 
erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 
49 Abs. 1 StGB). Schwerste Tat ist diejenige, welche unter den mit der höchsten 
Strafe bedrohten Tatbestand fällt (BGE 116 IV 300 E. 2c/bb). Methodisch ist bei 
der Bildung der Gesamtstrafe gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung vorab der Strafrahmen für die schwerste Straftat zu 
bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe für die schwerste Tat innerhalb dieses 
Strafrahmens festzusetzen. Schliesslich ist die Einsatzstrafe unter Einbezug der 
anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu er-
höhen. Das Gericht hat mithin in einem ersten Schritt, unter Einbezug aller strafer-
höhenden und strafmindernden Umstände, gedanklich die Einsatzstrafe für das 
schwerste Delikt festzulegen. In einem zweiten Schritt hat es diese Einsatzstrafe 
unter Einbezug der anderen Straftaten gegebenenfalls zu einer Gesamtstrafe zu 
erhöhen, wobei es ebenfalls den jeweiligen Umständen Rechnung zu tragen hat 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_405/2011 vom 24. Januar 2012, E. 5.4 und 
6B_460/2010 vom 4. Februar 2011, E. 3.4.4; vgl. ferner auch Jürg-Beat Acker-
mann, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl., Ba-
sel 2013, N 113 zu Art. 49 StGB). Die Bildung einer derartigen Gesamtstrafe ist 
indessen nur möglich bei gleichartigen Strafen. Ungleichartige Strafen sind kumu-
lativ zu verhängen, da das Asperationsprinzip hier nicht greift (vgl. BGE 137 IV 57 
E. 4.3.1). Für die Gleichartigkeit ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
nicht darauf abzustellen, ob die anzuwendenden Strafbestimmungen abstrakt 

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gleichartige Strafen vorsehen, sondern ob im konkreten Fall für jeden einzelnen 
Normverstoss auf die gleiche Strafart erkennt wird (BGE 138 IV 120 E. 5.2 
m.w.H.).

c) Vorliegend erweisen sich der Betrug (Art. 146 Abs. 1 StGB) und die Urkun-
denfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB) gleichermassen als für die Festlegung der 
Einsatzstrafe zu berücksichtigendes, schwerstes Delikt, da beide mit Freiheitsstra-
fe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden. Da die Urkundendelik-
te für die Erwirkung des Kredites lediglich Mittel zum Zweck waren, erscheint es 
sachgerecht, für den Betrug zum Nachteil der Z._____AG die Einsatzstrafe zu er-
mitteln. Die Vorinstanz hat sich diesbezüglich eingehend mit den einzelnen Straf-
zumessungsgründen auseinandergesetzt (vgl. angefochtenes Urteil, E. 9 [insb. E. 
9g]). Mit ihr ist festzuhalten, dass der Berufungskläger bereits einschlägig vorbe-
straft war und sein Leumund deshalb nicht mehr als ungetrübt bezeichnet werden 
kann. Das Verschulden des Berufungsklägers ist nicht zu bagatellisieren. Dabei 
fällt erschwerend in Betracht, dass der Berufungskläger nicht davor zurück-
schreckte, seine eigene Mutter zu schädigen. In diesem Zusammenhang zeigte 
sich der Berufungskläger denn auch nicht einsichtig oder reuig. Entgegen der An-
sicht des Berufungsklägers rechtfertigt die Dauer des vorliegenden Strafverfahren 
– die massgeblichen Handlungen fanden im Februar 2009, mithin vor gut 6 ½ Jah-
ren statt – keine Strafmilderung. Nach der Rechtsprechung des Bundesgericht gibt 
es keine bestimmten Zeitgrenzen, deren Überschreitung ohne weiteres eine Ver-
letzung des Beschleunigungsgebots zur Folge hat (BGE 117 IV 124 E. 3). Die An-
gemessenheit der Verfahrensdauer ist nach den besonderen Umständen der je-
weiligen Sache zu beurteilen. Zu gewichten ist dabei insbesondere die Schwere 
des Tatvorwurfs, der Umfang und die Schwierigkeit des Falles, ob die Behörden 
und Gerichte oder der Angeschuldigte durch ihr Verhalten zur Verfahrensverzöge-
rung beigetragen haben, sowie die Bedeutung der Angelegenheit für den Betroffe-
nen (BGE 130 IV 54 E. 3.3.3; 124 I 139 E. 2c). Von den Behörden und Gerichten 
kann nicht verlangt werden, dass sie sich ständig einem einzigen Fall widmen. 
Deshalb und aus anderen Gründen wie zum Beispiel faktische oder prozessuale 
Schwierigkeiten, einen Zeugen einzuvernehmen, sind Zeiten, in denen das Ver-
fahren stillsteht, unumgänglich. So lange keine einzige dieser Zeitspannen stos-
send wirkt, greift eine Gesamtbetrachtung. Zeiten mit intensiver Tätigkeit der 
Behörden oder Gerichte können andere Zeitspannen kompensieren, in denen we-
gen der Geschäftslast keine Verfahrenshandlungen erfolgten. Dass eine einzelne 
Verfahrenshandlung hätte vorgezogen werden können, verletzt das Beschleuni-
gungsgebot noch nicht (BGE 124 I 139 E. 2a). Im vorliegenden Fall sind weder 

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explizite Verfahrensverzögerungen ersichtlich, noch erscheint die Gesamtdauer 
des Verfahrens als unangemessen (vgl. auch die Kasuistik bei Wiprächtiger/Keller, 
a.a.O., N 185 zu Art. 47 StGB). Eine Strafminderung kommt insofern nicht in Fra-
ge. Die Vorinstanz hat zudem zutreffend darauf hingewiesen, dass auch eine 
Strafmilderung gestützt auf Art. 48 lit. e StGB vorliegend nicht zur Anwendung ge-
langt (vgl. angefochtenes Urteil, E. 9g). Die hierfür massgebliche Schwelle (2/3 der 
Verjährungsfrist; vgl. Wiprächtiger/Keller, a.a.O., N 40 zu Art. 48 StGB) ist auch im 
Zeitpunkt des Berufungsurteils nicht überschritten. Im Weiteren ist nicht ersichtlich, 
inwiefern eine Strafminderung angebracht wäre angesichts des Umstandes, dass 
der Berufungskläger auf bescheidenem Niveau von der Invalidenversicherung lebt 
bzw. dass er nun wieder bei seinem Vater wohnt (vgl. KG act. IV.30, S. 18). Auch 
eine Einschränkung der Schuldfähigkeit ist in diesem Zusammenhang nicht aus-
gewiesen (vgl. StA act. 3.27, S. 27). Demgegenüber lässt sich eine gewisse Nach-
lässigkeit der Z._____AG bei der Kreditvergabe nicht von der Hand weisen (vgl. 
oben Erwägung 5b); diese ist im Sinne eines Mitverschuldens der Geschädigten 
leicht strafmindernd zu berücksichtigen (vgl. Wiprächtiger/Keller, a.a.O., N 114 zu 
Art. 47 StGB m.w.H.). In Anbetracht der gesamten Strafzumessungsgründe er-
scheint für den Betrug zulasten der Z._____AG eine Einsatzstrafe von neun Mo-
naten als tat- und schuldangemessen. In diesem Bereich sieht das Gesetz sowohl 
Freiheits- als auch Geldstrafe vor (vgl. Art. 34 Abs. 1 und Art. 40 Satz 1 StGB). Im 
Vordergrund steht dabei jedoch die Geldstrafe. Das ergibt sich aus dem Prinzip 
der Verhältnismässigkeit, wonach bei alternativ zur Verfügung stehenden Sanktio-
nen im Regelfall diejenige gewählt werden soll, die weniger stark in die persönli-
che Freiheit des Betroffenen eingreift bzw. die ihn am wenigsten hart trifft. Bei der 
Wahl der Sanktionsart ist als wichtiges Kriterium die Zweckmässigkeit einer be-
stimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld 
sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (vgl. zum Ganzen BGE 134 IV 
97 E. 4.2.2; 134 IV 82 E. 4.1). In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass 
der Täter bereits einschlägig vorbestraft ist. Er liess sich von der im Jahr 2006 
ausgesprochenen, dreimonatigen Gefängnisstrafe (vgl. StA act. 3.1) offenbar nicht 
abschrecken, abermals einen Betrug (bzw. mehrere Betrüge) und mehrere Urkun-
dendelikte zu begehen. Für den neuerlichen Betrug zulasten der Z._____AG ist 
demzufolge auf eine Freiheitsstrafe in der genannten Höhe (9 Monate) zu erken-
nen. Für die in diesem Zusammenhang begangenen Urkundendelikte (vgl. Erwä-
gung 5a), welche – von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen – in echter 
Konkurrenz zum Betrug stehen (vgl. BGE 129 IV 53 E. 3), ist aus denselben 
Gründen wie beim Betrug zum Nachteil der Z._____AG ebenfalls auf eine Frei-
heitsstrafe zu erkennen, weshalb in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB eine Ge-

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samtfreiheitsstrafe zu bilden ist. Die Einsatzstrafe ist demnach um drei Monate zu 
erhöhen, sodass eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwölf Monaten resultiert.

d) Bezüglich des mehrfachen Betruges gemäss Ziffer 1.2 der Anklageschrift 
erscheint angesichts des eher geringen Deliktserlöses eine Strafe von unter sechs 
Monaten als angezeigt. Dasselbe gilt auch bezüglich des Hausfriedensbruchs 
gemäss Art. 186 StGB sowie der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Be-
amte gemäss Art. 285 Ziff. 1 StGB. In diesem Bereich ist grundsätzlich auf eine 
Geldstrafe zu erkennen. Die Bildung einer Gesamtfreiheitsstrafe mit den vom Be-
rufungskläger begangenen Delikte gemäss Ziff. 1.1 der Anklageschrift ist demnach 
ausgeschlossen. Für die Bildung der Gesamtgeldstrafe ist auch hier gemäss den 
bundesgerichtlichen Vorgaben zunächst die Einsatzstrafe zu ermitteln. Schwers-
tes Delikt ist insofern der mehrfache Betrug gemäss Ziff. 1.2 der Anklageschrift. 
Da die einzelnen Betrüge in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen und 
sich der Unrechtsgehalt der einzelnen Taten nicht wesentlich unterscheidet, kann 
die Einsatzgeldstrafe sogleich für den mehrfachen Betrug festgelegt werden (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 6B_499/2013 vom 22. Oktober 2013, E. 1.8, und 
6B_157/2014 vom 26. Januar 2015, E. 3.1). Unter Berücksichtigung der Strafzu-
messungsgründe, wie sie die Vorinstanz grundsätzlich zutreffend dargelegt hat 
und auf die – mangels neuer Vorbringen des Berufungsklägers im Berufungsver-
fahren – verwiesen werden kann (Art. 82 Abs. 4 StPO), erscheint für den mehrfa-
chen Betrug gemäss Ziff. 1.2 der Anklageschrift eine Einsatzgeldstrafe von 30 Ta-
gessätzen tat- und schuldangemessen. Unter Einbezug des Hausfriedensbruchs 
(Art. 186 StGB) und der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 
285 Ziff. 1 StGB) ist die Strafe gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB angemessen zu er-
höhen, wobei in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen ist, dass dem Beru-
fungskläger in Bezug auf die Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte 
eine leicht verminderte Zurechnungsfähigkeit attestiert wird (vgl. StA act. 3.27, S. 
27), was sich entsprechend strafmindernd auswirkt. Unter diesen Umständen ist 
die Einsatzgeldstrafe mittels Asperation um 20 Tagessätze zu erhöhen, sodass 
eine Gesamtgeldstrafe von 50 Tagessätzen resultiert.

Bezüglich der Bemessung der Tagessatzhöhe hat das Bundesgericht in zwei Ur-
teilen das korrekte Vorgehen klar aufgezeigt (vgl. BGE 134 IV 60 E. 6; Urteil des 
Bundesgerichts 6B_476/2007 vom 29. März 2008, E. 3.4). Ausgangspunkt für die 
Bemessung bildet das Einkommen, das dem Täter durchschnittlich an einem Tag 
zufliesst, und zwar unabhängig davon, aus welcher Quelle die Einkünfte stammen; 
massgeblich ist die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Nach dem Net-
toeinkommensprinzip ist indes bei den ermittelten Einkünften nur der Überschuss 

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der Einnahmen über die damit verbundenen Aufwendungen zu berücksichtigen. 
Vom Einkommen ist daher abzuziehen, was gesetzlich geschuldet ist oder dem 
Täter wirtschaftlich nicht zufliesst, so etwa die laufenden Steuern, die Beiträge an 
die Sozialversicherungen und an die obligatorische Kranken- und Unfallversiche-
rung sowie die notwendigen Berufsauslagen beziehungsweise bei Selbständiger-
werbenden die branchenüblichen Geschäftsunkosten. Vom Nettoeinkommen ab-
zuziehen sind sodann allfällige Familien- und Unterstützungspflichten, soweit der 
Verurteilte ihnen tatsächlich nachkommt. Für deren Berechnung kann sich das 
Gericht weitgehend an den Grundsätzen des Familienrechts orientieren. Ander-
weitige finanzielle Lasten können nur im Rahmen der persönlichen Verhältnisse 
berücksichtigt werden. Dabei fallen grössere Zahlungsverpflichtungen des Täters, 
die schon unabhängig von der Tat bestanden haben (zum Beispiel Ratenzahlun-
gen für Konsumgüter, Wohnkosten), grundsätzlich ebenso ausser Betracht wie 
Schuldverbindlichkeiten, die mittelbare oder unmittelbare Folge der Tat sind 
(Schadenersatz- und Genugtuungsleistungen, Gerichtskosten usw.). Auch Hypo-
thekarzinsen können, wie an sich Wohnkosten überhaupt, in der Regel nicht in 
Abzug gebracht werden. Aussergewöhnliche finanzielle Belastungen dagegen 
können reduzierend berücksichtigt werden, wenn sie einen situations- oder 
schicksalsbedingt höheren Finanzbedarf darstellen. Weiter nennt Art. 34 Abs. 2 
StGB das Vermögen als Bemessungskriterium. Gemeint ist die Substanz des 
Vermögens, da dessen Ertrag bereits Einkommen darstellt. Das Vermögen ist bei 
der Bemessung des Tagessatzes von Bedeutung, wenn der Täter ohnehin von der 
Substanz des Vermögens lebt, und es bildet Bemessungsgrundlage in dem Aus-
mass, in dem er es selbst für seinen Alltag anzehrt. Schliesslich ist bei der Be-
messung des Tagessatzes das Existenzminimum zu berücksichtigen (Art. 34 Abs. 
2 StGB; vgl. zum Ganzen BGE 134 IV 60 E. 5 f. sowie Urteil des Bundesgerichts 
6B_476/2007 vom 29. März 2008, E. 3). Anlässlich der mündlichen Berufungsver-
handlung vom 26. Oktober 2015 gab der Berufungskläger an, dass er eine volle 
IV-Rente in der Höhe von monatlich Fr. 2'000.00 erhalte (vgl. KG act. VI.7, S. 2). 
Weitere Einkünfte gab er weder an noch sind solche ersichtlich. Von diesem Be-
trag ist ein Abzug von 20% für laufende Steuern und Krankenkassenprämien zu 
machen (vgl. dazu auch Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden SK1 14 17 
vom 11. August 2014, E. 9c), sodass nunmehr ein massgebliches Einkommen von 
Fr. 1'600.00 verbleibt. Des Weiteren erachtet das Bundesgericht bei Verurteilten, 
die nahe am oder unter dem Existenzminimum leben, grundsätzlich eine Herab-
setzung des Nettoeinkommens um mindestens die Hälfte als angezeigt (BGE 134 
IV 60 E. 6.5.2). Die Vornahme eines Abzugs in genannter Höhe erscheint auf-
grund der bescheidenen finanziellen Verhältnisse des Berufungsklägers auch im 

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vorliegenden Fall als gerechtfertigt. Ausgangspunkt der Berechnung der Tages-
satzhöhe bildet nach dem Dargelegten somit ein monatliches Einkommen von Fr. 
800.00; daraus resultiert ein Tagessatz in Höhe von gerundet Fr. 25.00.

e) Bezüglich der Busse für den geringfügigen Diebstahl gemäss Ziff. 1.5 der 
Anklageschrift kann grundsätzlich auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwie-
sen werden. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz hält das Kantonsgericht von 
Graubünden – auch unter Berücksichtigung einer leicht verminderten Zurech-
nungsfähigkeit (vgl. StA act. 3.27, S. 27) – eine Busse in Höhe von Fr. 300.00 für 
tat- und schuldangemessen. Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der 
Busse hat die Vorinstanz eine Ersatzfreiheitsstrafe von drei Tagen vorgesehen. 
Auf einen Tag Freiheitsentzug würden damit Fr. 100.00 Busse entfallen. Dieser 
Betrag ist deutlich höher als der in Erwägung 7d festgelegte Tagessatz, welcher 
an sich auch für die Berechnung der Ersatzfreiheitsstrafe verwendet werden könn-
te (vgl. Erwägung 8c). Würde man nun aber beim Umwandlungssatz vom festge-
legten Tagessatz ausgehen, ergäbe sich dadurch eine höhere Ersatzfreiheitsstra-
fe, nämlich eine solche von zwölf statt von drei Tagen. Dies verträgt sich mit dem 
Verbot der reformatio in peius – welches hier greift, weil nur der Beschuldigte Be-
rufung eingelegt hat (vgl. Art. 391 Abs. 2 StPO) – nicht. Die Ersatzfreiheitsstrafe ist 
deshalb bei drei Tagen zu belassen.

8. Der Berufungskläger beantragt, ihm sei der bedingte Vollzug der Strafe zu 
gewähren.

a) Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Ar-
beit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei 
Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, 
um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten 
(Art. 42 Abs. 1 StGB). Als objektive Voraussetzung ist demzufolge verlangt, dass 
die ausgesprochene Freiheitsstrafe mindestens sechs Monate, aber nicht mehr als 
zwei Jahre beträgt. Bei der Geldstrafe besteht demgegenüber keine entsprechen-
de Beschränkung. In subjektiver Hinsicht ist für die Gewährung des bedingten 
Strafvollzuges das Fehlen einer ungünstigen Prognose bezüglich weiterer künfti-
ger Verbrechen oder Vergehen vorausgesetzt. Die Prüfung der Bewährungsaus-
sichten des Täters ist anhand einer Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstän-
de vorzunehmen. In die Beurteilung miteinzubeziehen sind neben den Tatumstän-
den auch das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gül-
tige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung 
zulassen. Für die Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein Gesamtbild der Täter-

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persönlichkeit unerlässlich. Relevante Faktoren sind etwa strafrechtliche Vorbelas-
tung, Sozialisationsbiographie und Arbeitsverhalten, das Bestehen sozialer Bin-
dungen, Hinweise auf Suchtgefährdungen usw. Dabei sind die persönlichen Ver-
hältnisse bis zum Zeitpunkt des Entscheides miteinzubeziehen (vgl. zum Ganzen 
BGE 134 IV 140 E. 4.4).

Der bedingte Strafvollzug darf nicht auf Grund der unbestimmten Hoffnung bewil-
ligt werden, der Verurteilte werde sich wider Erwarten wohl verhalten (BGE 115 IV 
81 E. 2a; Roland M. Schneider/Roy Garré, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl., Basel 2013, N 39 zu Art. 42 StGB). Bei einem 
mehrfach Vorbestraften kann deshalb nicht allein darauf abgestellt werden, dass 
er sich in den letzten Jahren klaglos verhalten hat (Urteil des Bundesgerichts 
6S.63/2003 vom 2. April 2003, E. 3.3). Eine solche Begründung würde nur auf va-
ger Hoffnung beruhen (vgl. die Hinweise bei Schneider/Garré, a.a.O., N 65 zu Art. 
42 StGB).

b) Voraussetzung des unbedingten Vollzugs der Strafe ist das Vorliegen einer 
schlechten Prognose. Die Vorinstanz hat dies unter Hinweis auf die einschlägigen 
Vorstrafen und insbesondere unter Bezugnahme auf das Gutachten von Dr. med. 
Christoph Burz vom 5. September 2013 (StA act. 3.27) bejaht. Darin geht der Gut-
achter von einer hohen bzw. mittelgradigen Rückfallgefahr aus. Zur Begründung 
verweist er in erster Linie auf die einschlägigen Vorstrafen des Berufungsklägers. 
Andererseits sieht er das Motiv für die Betrugs- und Urkundendelikte primär in den 
Geldsorgen des Berufungsklägers (vgl. S. 26 f. des Gutachtens). Dieser bestreitet 
nach wie vor, die Unterschriften seiner Mutter bzw. seines Vaters sowie die Lohn-
abrechnung gefälscht zu haben. Reue und Einsicht waren bei ihm anlässlich der 
Berufungsverhandlung vom 26. Oktober 2015 nicht zu erkennen. Vielmehr reagiert 
er ungehalten und fühlt sich provoziert, wenn er mit den Tatvorwürfen konfrontiert 
wird. Angesichts dessen kann ihm kaum eine positive Legalprognose bescheinigt 
werden. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass das erwähnte Gutachten mitt-
lerweile gut zwei Jahre alt ist und sich der Berufungskläger – soweit ersichtlich – in 
der Zwischenzeit nichts hat zu Schulden kommen lassen. Die schwersten von ihm 
begangenen Delikte liegen nun einige Jahre zurück. Im Übrigen dürften die Geld-
sorgen des Berufungsklägers durch den Bezug einer IV-Rente nunmehr weitge-
hend behoben sein. Stabilisierend und demnach positiv könnte sich auch der Um-
stand auswirken, dass der Berufungskläger (wieder) bei seinem Vater wohnt, von 
dem er nötigenfalls persönliche und finanzielle Unterstützung erfahren dürfte. Un-
ter diesen Umständen wird dem Berufungskläger – sowohl in Bezug auf die Frei-
heitsstrafe als auch auf die Geldstrafe – der bedingte Vollzug der Strafe gewährt. 

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Aufgrund der gleichwohl getrübten Legalprognose ist die Probezeit gemäss Art. 44 
StGB entsprechend hoch, nämlich auf vier Jahre, anzusetzen.

c) In Anwendung von Art. 42 Abs. 4 StGB wird der Berufungskläger ausser-
dem zu einer Busse von Fr. 2'000.00 verurteilt. Da vorliegend im Rahmen der Be-
messung der Geldstrafe die Höhe des Tagessatzes ermittelt wurde, kann dieser 
Wert auch für die Ersatzfreiheitsstrafe, welche bei schuldhafter Nichtbezahlung 
der Busse anzuordnen ist, verwendet werden (vgl. BGE 134 IV 60 E. 7.3). Dem-
nach ergibt sich eine Ersatzfreiheitsstrafe von 80 Tagen (Fr. 2'000.00 : Fr. 25.00). 
Der bedingte Vollzug einer Busse ist ausgeschlossen, sodass diese in jedem Fall 
zu bezahlen ist.

9. Der Berufungskläger beantragt sodann, die von der Vorinstanz ausgespro-
chene Verwarnung i.S.v. Art. 46 Abs. 2 StGB sei aufzuheben. Der Berufungsklä-
ger begründet seinen Antrag nicht näher, obwohl er im Berufungsverfahren nicht 
auf einen vollumfänglichen Freispruch plädiert. Die Vorinstanz hat sich diesbezüg-
lich eingehend geäussert (vgl. angefochtenes Urteil, E. 12). Darauf kann verwie-
sen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). An der Verwarnung ist demna