# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 524601ab-83ff-5ce0-a373-b361ec4273f6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.11.2021 720 20 433
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-433_2021-11-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. November 2021 (720 20 433 / 307 und 720 20 457 / 308) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; Würdigung der Arztberichte; Bei der Berechnung des Invaliditätsgrades ergibt 

sich auch unter Anwendung des Prozentvergleichs ein IV-Grad von 50 % 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____-Stiftung, Beschwerdeführerin, vertreten durch MLaw Nicole 
A.M. Gisler, c/o Libera AG, Stockerstrasse 34, Postfach, 8022 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 
 
 

Beigeladener B.____, vertreten durch Dr. Caroline Franz Waldner, Advokatin, Be-
hindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 4054 Basel 
 

  
 
 

Betreff IV-Rente B.____ 
 
 
 

 
 
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A. Der 1987 geborene B.____ meldete sich am 11. Juni 2015 bei der IV-Stelle Basel-Land-
schaft (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der beruflichen, erwerblichen und ge-
sundheitlichen Verhältnisse und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle 
mit Verfügung vom 6. Oktober 2020 dem Versicherten eine ganze Invalidenrente ab dem 1. De-
zember 2015 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % und ab dem 1. Juni 2019 eine halbe 
Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von zunächst 53 % bzw. ab 1. Dezember 2019 von 51 % 
zu. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob die A.____-Stiftung, vertreten durch MLaw Nicole A. M. 
Gisler, Libera AG, mit Schreiben vom 6. November 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Ba-
sel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht; Verfahren-Nr. 720 20 433). 
Darin beantragte sie, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass 
der Versicherte keinen Anspruch auf eine IV-Rente habe. Eventualiter wurde beantragt, die Sa-
che sei an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach erfolgten Abklärungen 
bezüglich des medizinischen Sachverhalts und der Resterwerbsfähigkeit in angepasster Tätigkeit 
neu verfüge.  
 
C. Mit Verfügung vom 10. November 2020 wurde B.____ zum vorliegenden Beschwerde-
verfahren beigeladen.  
 
Nachdem die A.____-Stiftung mit Schreiben vom 26. November 2020 erneut Beschwerde gegen 
eine weitere an B.____ gerichtete Rentenverfügung der IV-Stelle vom 11. November 2020, mit 
welcher die Leistungen ab 1. Januar 2016 bis 31. Oktober 2020 festgelegt worden waren, beim 
Kantonsgericht erhoben hatte (Verfahren-Nr. 720 20 457), legte die instruierende Präsidentin des 
Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht, die beiden Beschwerdeverfahren mit Ver-
fügung vom 1. Dezember 2020 zusammen.  
 
D. Mit Vernehmlassung vom 27. Januar 2021 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde.  
 
E. Auch der Beigeladene B.____, vertreten durch Advokatin Dr. Caroline Franz Waldner, 
Rechtsdienst des Behindertenforums, beantragte mit Schreiben vom 5. März 2021, dass die Be-
schwerde abgewiesen werde. Ausserdem stellte er das Gesuch um Bewilligung der unentgeltli-
chen Rechtspflege. 
 
F. Mit Verfügung vom 10. März 2021 wurde dem Beigeladenen für das vorliegende Verfah-
ren die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin Dr. Caroline Franz Waldner als Rechtsver-
treterin bewilligt und der Fall dem Gericht zur Beurteilung überwiesen.  
 
G. Die Beschwerdegegnerin liess dem Kantonsgericht mit Eingabe vom 10. Juni 2021 ein 
Schreiben des Beigeladenen vom 3. Juni 2021 zukommen, wonach dieser sein Einkommen ab 
1. Dezember 2019 versehentlich mit Fr. 33'960.-- (12 x Fr. 2'830.--) pro Jahr angegeben habe. 
Da er Anspruch auf einen 13. Monatslohn habe, betrage sein jährliches Einkommen korrekter-
weise Fr. 36'790.--. Ausserdem teilte er mit, dass er sein Pensum bei der Spitex per 1. Juli 2021 

 
 
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auf 30 % reduziert und gleichzeitig ein 20 %-Pensum als Angestellter eines Sportgeschäfts über-
nommen habe. 
 
H. Anlässlich der Urteilsberatung vom 24. Juni 2021 wurde der Fall ausgestellt und der Be-
schwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin Gelegenheit gegeben, sich zum Schreiben des 
Beigeladenen vom 3. Juni 2021 zu äussern, da die Änderung des Invalideneinkommens möglich-
erweise rentenrelevant sei.  
 
I. Die IV-Stelle führte mit Schreiben vom 29. Juni 2021 aus, da das Invalideneinkommen 
per 1. Dezember 2019 Fr. 36'790.-- und nicht Fr. 33'960.-- betrage, habe der Beigeladene wie 
bisher ab 1. Dezember 2015 Anspruch auf eine ganze Rente, ab 1. Juni 2019 auf eine halbe 
Rente und neu ab 1. Dezember 2019 auf eine Viertelsrente.  
 
Mit Schreiben vom 20. Juli 2021 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Rechtsbegehren vollum-
fänglich fest. Für den Einkommensvergleich sei auf das mutmassliche Valideneinkommen bei 
Rentenbeginn abzustellen. Folglich sei von einem Valideneinkommen von Fr. 69'053.-- für das 
Jahr 2019 auszugehen. Eine Neuberechnung des Valideneinkommens, wie es der Beigeladene 
beantrage, sei gemäss Rechtsprechung ausgeschlossen. Dem Valideneinkommen von 
Fr. 69'053.-- stehe gemäss den Angaben des Beigeladenen ab 1. Dezember 2019 ein Invaliden-
einkommen von Fr. 36'790.-- gegenüber, womit ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 47 % und 
damit ein Anspruch auf eine Viertelsrente resultiere. Sollte das Gericht zum Schluss kommen, 
dass anhand eines Einkommensvergleichs eine Invalidenrente geprüft werden könne, so dürfe 
dem Beigeladenen ab Dezember 2019 maximal eine Viertelsrente zugesprochen werden.  
 
J. Der Beigeladene führte mit Schreiben vom 19. August 2021 im Wesentlichen aus, der 
Schluss der Beschwerdeparteien vermöge nicht zu überzeugen. Für die Ermittlung des Invaliden-
einkommens ab 1. Dezember 2019 habe die Beschwerdegegnerin auf das effektive Jahresein-
kommen des Beigeladenen im Rahmen der 50 %-Anstellung bei der Spitex abgestellt und dieses 
auf Fr. 33'960.-- beziffert. Da der Beigeladene mit der Spitex-Tätigkeit im gleichen Berufsbereich 
tätig sei wie als gesunder Mann, sei davon auszugehen, dass er als gesunder und vollzeitlich 
erwerbstätiger Mann das Doppelte des effektiven 50 %-Lohnes verdienen würde. Wäre der IV-
Stelle im Zeitpunkt der Rentenfestlegung der korrekt erwirtschaftete Lohn von Fr. 36'790.-- für ein 
50 %-Pensum bekannt gewesen, hätte sie zweifellos ein Valideneinkommen angenommen, das 
im Minimum dem doppelten Betrag desselben entsprochen hätte. Demgemäss sei das Validen-
einkommen auf mindestens Fr. 73'582.-- zu beziffern, so dass gemäss Einkommensvergleich 
weiterhin ein Anspruch auf eine halbe Rente resultiere. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 

 
 
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Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerden zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobe-
nen – Beschwerden vom 6. und 26. November 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle dem Beigeladenen zu Recht ab 
1. Dezember 2015 eine ganze Rente und ab 1. Juni 2019 eine halbe Rente zugesprochen hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, wenn sie während eines Jahres ohne we-
sentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgeset-
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) ge-
wesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) waren (Art. 28 
Abs. 1 lit. b und c IVG). Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines 
Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen kumulativ und 
in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine 
Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
vom 21. Oktober 2013, 8C_174/2013, E. 3.2 und vom 5. Mai 2011, 9C_996/2010, E. 7.1, je mit 
Hinweisen).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 

 
 
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Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 
zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der 
Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1). 
 
3.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad des Versicherten nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was – zu Recht – nicht bestritten wird.  
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die 
Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 E. 1 in 
fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beur-
teilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt aus-
geübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach 
ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-weise noch ver-
richtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-
zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
4.2 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-
rung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder 
depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409 und 143 V 418), sind für 
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berück-
sichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspo-
tentialen (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen 
einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4-3.6 und 4.1). Gemäss altem Verfahrensstandard 
(z.B. BGE 130 V 352) eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist 
im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten 
und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen 
Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8). 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen 

 
 
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angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-stat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 
5.3.1 So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
5.3.2 Zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen wird der Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser 
Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen-
heit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Berichten kommt allerdings nicht derselbe 
Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fach-
personen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als 
auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 465 
E. 4.7). 

 
 
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5.3.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 
506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 
und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 
2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6. Der Gesundheitszustand des Beigeladenen präsentiert sich gestützt auf die medizini-
sche Aktenlage wie folgt: 
 
6.1 Gemäss den vorliegenden medizinischen Berichten des C.____-Spitals und des D.____-
Spitals aus den Jahren 2015 - 2017 leidet der Versicherte seit 2010 unter wiederkehrenden Fie-
berschüben, Erschöpfung, Hautveränderungen, vermehrter Aphtenbildung, einer vergrösserten 
Milz sowie Blutbildveränderungen. 
 
6.2 Die PMEDA Polydisziplinäre Medizinische Abklärungen (PMEDA) erstattet am 29. De-
zember 2017 ein polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Innere Medizin, Dermatologie, 
Rheumatologie und Psychiatrie zu Handen der IV-Stelle. Es werden dabei folgende Diagnosen 
gestellt: 

− autoinflammatorisches Syndrom, nicht molekular spezifizierbar 
− Follikulitis / akneiforme Dermatitis 
− Kopfekzem 
− Multiple Naevi 
− Rezidivierende Aphten der Mundschleimhaut 
− Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom, weitgehend remittiert (ICD-10: F90.0) 
− Weitgehend remittierte mögliche Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion 

(ICD-10: F43.21.  
 
Ein vorgängig erwogener Morbus Behcet beruhe weitgehend auf der Anamnese, der klinischen 
Symptomatik, dem Krankheitsverlauf und dem Ergebnis des Pathergie-Tests. Die Arbeitsfähigkeit 
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sowie in einer Vergleichstätigkeit sei derzeit nicht ausreichend 
beurteilbar; dies bedürfe einer stationären Verhaltensbeobachtung mit begleitender Diagnostik. 
Im Anschluss sei eine ausreichend fundierte Beurteilbarkeit der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Die 
aktenkundigen Einschätzungen würden noch keine definitive Diagnose und keine definitive Be-
urteilung der Arbeitsfähigkeit zeigen.  

 
 
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6.3 Aus der RAD-Aktennotiz vom 17. April 2018 geht hervor, dass gestützt auf die Untersu-
chungsbefunde und der nachgewiesenen regelmässig subfebril erhöhten Körpertemperatur da-
von ausgegangen werden müsse, dass eine allfällige Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet werden 
könne. Weitere diagnostische Abklärungen würden sich deshalb erübrigen.  
 
6.4 Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie, äussert sich mit Berichten vom 7. Mai 2018, 
29. November 2018, 19. Dezember 2018 und vom 31. Mai 2019 zur medizinischen Situation. In 
seinem Arztbericht Berufliche Integration / Rente vom 31. Mai 2019 hält Dr. E.____ folgende Di-
agnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: 

− Morbus Behcet  
- HLA-B51 positiv 
- Orale Aphtose, sterile Follikulitis, Pyoderma gangraenosum, Splenomegalie, Lympha-

denopathie, generalisierende Arthralgien, rezidivierendes Fieber 
- Pathergie-Test negativ 
- Reduktion der Fieberschübe unter Humira 
- Stabiler Befund Splenomegalie gem.  

− Fatigue-Syndrom bei Diagnose 1, differentialdiagnostisch Apnoe-Symptomatik 
− Ausschluss hereditäres Fiebersyndrom  
− St. n. chronischer Prostatits mit Ureaplasma urealyticum  

 
Dr. E.____ führt aus, gemäss den zugestellten Berichten vom 25. März 2019 habe in der Zwi-
schenzeit ein 50 %-Pensum erreicht werden können.  
 
6.5 Das Begutachtungszentrum BL (BEGAZ) diagnostiziert in seinem polydisziplinären Gut-
achten mit den Disziplinen Innere Medizin, Neuropsychologie, Rheumatologie, Psychiatrie und 
Dermatologie vom 28. Januar 2020 zu Handen der Invalidenversicherung in seiner interdiszipli-
nären Gesamtbeurteilung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Morbus Behcet mit beglei-
tender vermehrter Erschöpfbarkeit, sowie eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische 
Störung mit insbesondere attentionalen und exekutiven Funktionsschwächen sowie ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine muskuläre Dysbalance am Schultergürtel bds., initiale Os-
teochondrosen und Unkovertebralarthrosen HWK 4/5 und 5/6 gemäss MRT der HWS vom 
4.6.2019, muskuläre Dysbalance mit verkürzter Wadenmuskulatur bds. 
 
Die Arbeitsunfähigkeit sei wie folgt zu bestätigen: 100 % vom 10. Oktober 2016 bis 31. Dezember 
2017, 80 % vom 1. Januar 2018 bis 28. Februar 2019 und 50 % seit dem 1. März 2019. Nach 
eingehender Konsensbesprechung würden die Gutachter zum Schluss gelangen, dass die in den 
Unterlagen aufgeführten Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit zu bestätigen seien und somit die 
oben aufgelisteten Einschätzungen Gültigkeit hätten. Die aufgelisteten und attestierten Arbeits-
unfähigkeiten weisen eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 25. Februar 2015 bis 28. Februar 
2019 und danach eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus.  
 
6.6 Mit RAD-Bericht vom 6. Februar 2020 verweist Dr. med. F.____, Facharzt für Allgemein-
medizin, im Wesentlichen auf das Gutachten des BEGAZ vom 28. Januar 2020 und hält eine 

 
 
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Arbeitsunfähigkeit sowohl für die angestammte wie auch für eine angepasste Tätigkeit von 100 % 
ab Dezember 2014 bis 28. Februar 2019 sowie von 50 % ab 1. März 2019 fest. Mit RAD-Bericht 
vom 26. Juni 2020 korrigiert Dr. F.____ die Arbeitsunfähigkeit mit Verweis auf das BEGAZ-
Gutachten und hält eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 10. Oktober 2016 bis 31. Dezember 
2017, eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. Januar 2018 bis 28. Februar 2019 und ab 1. März 
2019 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit fest.  
 
7. Die IV-Stelle stützte sich zur Beurteilung der Angelegenheit auf die Ergebnisse des po-
lydisziplinären Gutachtens des BEGAZ vom 28. Januar 2020 und den RAD-Bericht vom 6. Feb-
ruar 2020 und ging demzufolge von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % von Dezember 2014 bis 
28. Februar 2019 und von 50 % ab 1. März 2019 aus.  
 
7.1.1 Die Beschwerdeführerin wendet vorweg ein, der invalidisierende Gesundheitsschaden 
könne nicht belegt werden. Basierend auf der Aktenlage könne weder ein Gesundheitsschaden 
noch eine damit verbundene Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit ermittelt werden. Auf das Gutachten vom 28. Januar 2020 könne 
nicht abgestellt werden. 
 
Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Das BEGAZ-Gutachten bestätigt vielmehr die in 
zahlreichen Arztberichten genannten gesundheitlichen Einschränkungen, Symptome und Diag-
nosen. Dabei haben die Gutachter nicht einfach wie von der Beschwerdeführerin behauptet die 
Einschätzungen von Dr. E.____ übernommen, sondern den Versicherten umfassend untersucht 
und sich mit den anderen ärztlichen Einschätzungen eingehend und differenziert auseinanderge-
setzt. 
 
7.1.2 Die Beschwerdeführerin bringt insbesondere vor, die Diagnose Morbus Behcet sei ge-
stellt worden, obwohl die Diagnose gemäss anwendbarem Kriterienkatalog nicht habe bestätigt 
werden können. Sie sei einzig aufgrund der Symptome und nach Ausschluss der Differentialdi-
agnosen erstellt worden. Auch falle der für den Morbus Behcet typische Pathergie-Test wiederholt 
negativ aus. 
 
Dazu ist festzustellen, dass das Stellen einer Diagnose des Typs Morbus Behcet genau auf die-
sem – von der Beschwerdeführerin kritisierten – Prinzip beruht und daher nicht zu beanstanden 
ist. Bei den angeblich nicht erfüllten Kriterien eines Morbus Behcet nach der internationalen Klas-
sifikation handelt es sich nicht um Diagnose-, sondern um Klassifikationskriterien, die beispiels-
weise bei der Auswahl von Patienten zum Ausschluss in wissenschaftlichen Studien verwendet 
werden. Wie zudem Dr. E.____ in seinem Bericht vom 3. Dezember 2020 zurecht darauf hinge-
wiesen hat, sind nicht die Benennung der Diagnosen, sondern die funktionellen Auswirkungen 
von gesundheitlichen Einschränkungen von entscheidender Bedeutung hinsichtlich der Auswir-
kung auf eine Invalidität. Diese Auswirkungen werden sowohl in den Berichten der behandelnden 
Ärzte als auch im Gutachten sehr sorgfältig und plausibel hergeleitet. So sind beispielweise die 
wiederholt zu findenden Aussagen nachvollziehbar, dass bei objektiv vorliegenden Befunden wie 
Splenomegalie, Lymphadenopathie, wiederholtem rezidivierendem Fieber, einer oralen Aphtose, 
genitaler Aphthosis, Synovitis wie auch das Ansprechen auf rheumatologische Therapien wie 

 
 
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TNF-Alpha-Blockade und Colchicin das typische rheumatologisch-immunologische Bild einer 
systemisch entzündlichen Grunderkrankung vorliegt. Betreffend dem von der Beschwerdeführe-
rin vorgebrachten negativen Pathergie-Test hält Dr. E.____ fest, dass ein positives Testergebnis 
nicht für das Krankheitsbild kennzeichnend sei, da der Pathergie-Test bei Behcet-Erkrankten nur 
in ca. 50 % der Fälle einen positiven Wert zeige. Hingegen bestehe beim Versicherten mit einem 
positiven HLA-B51 eine passende genetische Disposition. 
 
7.1.3 Die Beschwerdeführerin reicht keine medizinischen Berichte ein, die ihre Zweifel auch 
nur ansatzweise belegen könnten. Sie behauptet lediglich und ohne dies zu belegen, es sei davon 
auszugehen, dass beim Versicherten eine subjektive Krankheitsüberzeugung vorliege. Auch die 
in der Beschwerde angeführten Einwände gegen die Symptome der Müdigkeit, Erschöpfung und 
die Diagnose der Fatigue gehen fehl. Wiederholt haben die behandelnden oder untersuchenden 
Mediziner die vermehrte Erschöpfbarkeit festgestellt. Dr. E.____ hat auch auf die im zeitlichen 
Verlauf zunehmende Bedeutung der Fatigue hingewiesen. Das Vorliegen von Erschöpfung oder 
einer Fatigue ist bei dieser Symptomatik gemäss Dr. E.____ auch in der Literatur gut dokumen-
tiert. Zu guter Letzt gehen die funktionellen Einschränkungen und damit auch die Auswirkungen 
der Diagnosen auf die Arbeitsfähigkeit entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin sehr wohl 
aus den ärztlichen Darlegungen hervor. Der rheumatologische Gutachter des BEGAZ, Dr. med. 
G.____, hat ausgeführt, dass aus rheumatologischer Sicht die Beurteilung von Dr. E.____ bestä-
tigt werden könne, wonach aufgrund der in der Diagnoseliste aufgeführten Befunde und Symp-
tome die Diagnose eines Morbus Behcet gestellt werden könne. Es sei gemäss Anamnese un-
terdessen einmalig auch zu einer Aphte im Genitalbereich gekommen, was diese Diagnose zu-
sätzlich unterstütze. Auch Dr. G.____ weist darauf hin, dass die Kriterien für die Diagnose eines 
Morbus Behcet nicht ganz erfüllt seien, es sich dabei aber um Klassifikationskriterien und nicht 
um Diagnosekriterien handle. Die Diagnose eines Krankheitsbildes könne also dennoch gestellt 
werden. Dazu müsse noch darauf hingewiesen werden, dass andere Gründe für rezidivierende 
Fieberschübe, wie zum Beispiel ein hereditäres Fiebersyndrom durch genetische Analysen aus-
geschlossen worden seien. Derartige entzündlich-rheumatologische Krankheitsbilder könnten 
begleitet sein von Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit oder Benommenheit, wobei diese nicht 
immer direkt mit einer Krankheitsaktivität korrelieren würden. Es sei aber darauf hinzuweisen, 
dass weiterhin eine Krankheitsaktivität bestehe. Es würden wiederholt Aphten im Mundbereich 
auftreten. Auch die erwähnten Hautveränderungen seien weiterhin am Rücken vorhanden. Zu-
dem komme es immer noch wiederholt zu Fieberschüben, die allerdings nicht mehr ganz so hoch 
ausfallen würden. Entsprechend dieser typischen Situation seien also Allgemeinsymptome wei-
terhin nachvollziehbar. Immerhin sei es zu einem Teilansprechen der Beschwerden durch die 
Basistherapie gekommen, was sich auch günstig auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt habe. Die 
Beschwerdeführerin bringt keine Argumente und schon gar keine medizinischen Berichte vor, 
welche Zweifel an diesen Ausführungen und der Diagnose eines Morbus Behcet hervorrufen wür-
den.  
 
7.1.4 Die Beschwerdeführerin versucht, aus den teildisziplinären Beurteilungen eine höhere 
Gesamtarbeitsfähigkeit abzuleiten, insbesondere bemängelt sie, im neuropsychologischen Teil-
gutachten sei keine prozentuale Angabe der Arbeitsunfähigkeit gemacht worden. Aus den 

 
 
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angegebenen Einschränkungen berechnet die Beschwerdeführerin sodann eine Arbeitsfähigkeit 
von 80 %.  
 
Für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sind jedoch alle medizinischen Einschränkungen ge-
samthaft zu berücksichtigen. In der interdisziplinären Gesamtwürdigung wird in Bezug auf die 
funktionellen Auswirkungen der Befunde / Diagnosen festgehalten, beim Versicherten lasse sich 
eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische Störung ausweisen. Diese betreffe insbeson-
dere die Aufmerksamkeitsaktivierung und die Daueraufmerksamkeit / Konzentrationsfähigkeit, 
aber auch einzelne Exekutivfunktionen. Vor allem in arbeitszeitlicher Hinsicht, in nicht unerhebli-
chem Mass aber auch in leistungsseitiger Hinsicht, sei der Versicherte in seiner beruflichen sowie 
lebensalltäglichen Leistung erheblich eingeschränkt. In guter Korrelation mit der Aktenlage habe 
der Versicherte wiederholt darauf hingewiesen, dass er auch bezüglich seiner Arbeitsfähigkeit in 
erster Linie durch eine allgemeine verminderte Belastbarkeit und Müdigkeit eingeschränkt sei, die 
sich an Arbeitstagen bereits im Laufe des Tages bemerkbar mache.  
 
7.2 Wie bereits ausgeführt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut-
achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 
Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu-
zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(vgl. E. 5.3.1 hievor). Insgesamt erweist sich das vorliegende im Verwaltungsverfahren eingeholte 
Gutachten als überzeugend, nachvollziehbar und schlüssig. Die Gutachter haben den Beigela-
denen persönlich untersucht und sie haben sich mit den Vorakten vertieft auseinandergesetzt. 
Ausserdem liegen keine anderslautenden ärztlichen Berichte vor, welche begründete Zweifel an 
der Zuverlässigkeit der Expertise wecken würden. Es ist folglich grundsätzlich auf das BEGAZ-
Gutachten abzustellen. Lediglich in Bezug auf den Beginn der Arbeitsunfähigkeit ist gestützt auf 
die Aktenlage davon auszugehen, dass der Beigeladene bereits ab Dezember 2014 in seiner 
Arbeitsfähigkeit zumindest teilweise und ab 25. Februar 2015 zu 100 % eingeschränkt war. 
 
8.1 Die Beschwerdeführerin bringt ausserdem vor, es sei nicht nachvollziehbar, dass das 
Wartejahr per Dezember 2014 eröffnet worden sei.  
 
Wie oben (vgl. E. 2.1 hiervor) ausgeführt, setzt der Rentenanspruch unter anderem voraus, dass 
die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40 % arbeitsunfähig war und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist. 
Das rentenbegründende Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG gilt als eröffnet, wenn eine 
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf von mindestens 20 % vorliegt 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. Februar 2014, 9C_818/2013, E. 1 mit weiteren Hinwei-
sen). Aus den Akten ergibt sich, dass der Versicherte bereits seit dem Jahr 2010 unter wieder-
kehrenden Fieberschüben, Abgeschlagenheit, Hautveränderungen, vermehrter Aphtenbildung 
sowie einer Splenomegalie und Blutveränderungen leidet. Diese Befunde wurden mehrfach ärzt-
lich belegt. Ersichtlich ist auch, dass der Versicherte jedenfalls ab Dezember 2014 mindestens 
zu 20 % und gemäss BEGAZ-Gutachten (vgl. die Auflistung der attestierten Arbeitsunfähigkeiten) 
ab 25. Februar 2015 zu 100 % arbeitsunfähig war. Dass die 100%ige Arbeitsunfähigkeit im 

 
 
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BEGAZ-Gutachten auf den 10. Oktober 2016 terminiert wurde, hängt möglicherweise damit zu-
sammen, dass der Versicherte sich vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 in einem Ar-
beitstraining im C.____-Spital befand. Dies ändert jedoch nichts daran, dass gemäss echtzeitli-
chen Einschätzungen der Versicherte ab Februar 2015 zu 100 % arbeitsunfähig war. Damit ist 
nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle davon ausgegangen ist, dass das Wartejahr im Dezem-
ber 2015 abgelaufen war, weshalb der Versicherte ab diesem Zeitpunkt (sechs Monate nach der 
Anmeldung im Juni 2015) Anspruch auf eine ganze Rente hat. 
 
8.2.1 Weiter führt die Beschwerdeführerin aus, es sei unverständlich, dass die Verminderung 
der Arbeitsunfähigkeit auf 50 % erst per 1. März 2019 festgestellt worden sei. Die Einstellung auf 
die richtige Medikation sei Mitte 2018 erfolgt, was zu einer Verbesserung des Gesundheitszu-
standes des Versicherten geführt habe. Seither habe sich an seinem Gesundheitszustand nichts 
verändert. Dr. E.____ habe am 6. Februar 2019 festgehalten, dass die Arbeitsfähigkeit wegen 
der langen Entwöhnung vorübergehend nicht erhöht worden sei. Dass dies jedoch nicht nötig 
gewesen sei, habe sich nicht einmal einen Monat später gezeigt, als der Versicherte schon im 
Umfang von 50 % zu arbeiten begonnen habe. Es sei deshalb nachgewiesen, dass der Versi-
cherte bereits vor dem 28. Februar 2019 nicht mehr zu 80 % arbeitsunfähig gewesen sei. 
 
Unbestritten ist, dass mit Umstellung der Medikation Mitte Juni 2018 allmählich eine Besserung 
des Gesundheitszustandes eingetreten ist. Es ist diesbezüglich nicht zu beanstanden, dass die 
Auswirkung der Medikationsumstellung und damit auf die Arbeitsfähigkeit nachträglich auf den 
Beginn der Tätigkeit des Versicherten im Rahmen eines Arbeitsversuchs am 11. März 2019 ter-
miniert und ab diesem Zeitpunkt von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen wurde. Die IV-
Stelle hat gestützt auf einen Einkommensvergleich anhand der LSE-Tabellenlöhne ab diesem 
Zeitpunkt einen Invaliditätsgrad von 53 % errechnet, wobei ein Abzug von 5 % für eine "Teilzeit-
tätigkeit Männer" vorgenommen wurde. Folglich wurde dem Versicherten per 1. Juni 2019 ledig-
lich noch eine halbe Rente zugesprochen. Zu Recht werden gegen diese vorgenommene Be-
rechnung und Festlegung der Invalidenrente keine Einwände erhoben.  
 
8.2.2 Nachdem der Versicherte per 1. Dezember 2019 wieder eine 50 %-Tätigkeit als Fachar-
beiter Gesundheit aufgenommen hat, errechnete die IV-Stelle gestützt auf das vom Versicherten 
angegebene tatsächlich erzielte Invalideneinkommen von Fr. 33'960.-- und das unverändert ge-
stützt auf die LSE errechnete Valideneinkommen einen Invaliditätsgrad von 51 %, womit weiter-
hin ein Anspruch auf eine halbe Rente bejaht wurde. Mit Schreiben vom 3. Juni 2021 an die 
Beschwerdegegnerin hat der Versicherte ausgeführt, dass er ihr fälschlicherweise mitgeteilt 
habe, dass er keinen 13. Monatslohn erhalte, was nun offenbar doch der Fall sei. Sein jährliches 
Einkommen ab 1. Dezember 2019 betrage also Fr. 36'790.-- anstatt Fr. 33'960.--. Mit Schreiben 
vom 29. Juni 2021 hält die IV-Stelle nun fest, sie habe den Anspruch ab 1. Dezember 2019 neu 
berechnet. Mit einem Invalideneinkommen von Fr. 36'790.-- resultiere neu eine IV-Rente bei ei-
nem Invaliditätsgrad von 47 %. Die Beschwerdegegnerin führte mit Schreiben vom 20. Juli 2021 
aus, für den Einkommensvergleich sei auf das mutmassliche Valideneinkommen bei Rentenbe-
ginn (1. Dezember 2015) abzustützen. Da die Anstellung des Beigeladenen beim A.___-Spital 
befristet gewesen sei, habe die Beschwerdegegnerin auf ein Valideneinkommen gemäss LSE-
Tabelle abgestellt und dieses entsprechend indexiert. Folglich habe für das Jahr 2019 ein 

 
 
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Valideneinkommen von Fr. 69'053.-- resultiert. Diesem stehe gemäss den zusätzlichen Angaben 
des Beigeladenen ein Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 36'790.-- gegenüber. Aus diesem 
Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 47 %. Der Beigeladene nahm mit Schrei-
ben vom 19. August 2021 nochmals Stellung und führte aus, der Schluss der Beschwerdepar-
teien, wonach nun ab 1. Dezember 2019 nur noch eine Viertelsrente geschuldet sei, vermöge 
nicht zu überzeugen. Da der Beigeladene mit seiner Tätigkeit als Spitex-Angestellter im gleichen 
Berufsbereich wie als gesunder Mann tätig sei, nämlich als Fachmann Gesundheit EFZ, sei da-
von auszugehen, dass er als gesunder und vollzeitlich Erwerbstätiger das Doppelte des effektiven 
50 %-Lohnes verdienen würde. Wäre der Invalidenversicherung im Moment der Rentenfestle-
gung der korrekt erwirtschaftete Lohn von  
Fr. 36'790.-- für ein 50 %Pensum bekannt gewesen, hätte sie zweifellos ein Valideneinkommen 
angenommen, das im Minimum dem doppelten Betrag desselben entsprochen hätte. Demge-
mäss sei das Valideneinkommen des Beigeladenen auf mindestens Fr. 73'582.-- zu beziffern, so 
dass gemäss Einkommensvergleich weiterhin ein Anspruch auf eine halbe Rente resultiere.  
 
8.2.3 Strittig ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin für die Berechnung des Validenein-
kommens ab Dezember 2019 zurecht auf die LSE abgestellt hat.  
 
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenan-
spruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu 
erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-
gungserlass bzw. Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 
222 E. 4.1, 128 V 174 E. 4.a). Die Ermittlung des im Gesundheitsfall von der versicherten Person 
erzielbaren Einkommens hat gemäss Bundesgericht so konkret wie möglich zu erfolgen (Urteile 
des Bundesgerichts vom 30. August 2018, 9C_229/2018, E. 2.1, vom 28. Januar 2014, 
9C_796/2013, E. 2.1). In der Regel ist das Valideneinkommen gestützt auf den vor Eintritt der 
Invalidität tatsächlich allenfalls während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsver-
dienst zu bestimmen. Dies gilt auch, wenn sich auf diese Weise das ohne gesundheitliche Beein-
trächtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern lässt und ausnahmsweise 
auf statistische Angaben, etwa in den LSE abgestellt werden muss. Dabei ist aufgrund der ar-
beitsplatz- und personenbezogenen Merkmale wie Wirtschaftszweig und Anforderungsniveau 
des Arbeitsplatzes derjenige Durchschnittslohn zu bestimmen, der möglichst dem überwiegend 
wahrscheinlichen Verlauf der Einkommensentwicklung ohne Gesundheitsschaden entspricht 
(BGE 139 V 28 E. 3.3.2). 
 
Da sich der Versicherte im Zeitpunkt des Rentenbeginns nicht in einem gefestigten Arbeitsver-
hältnis befand, hat die IV-Stelle zur – rückwirkenden – Festlegung des Valideneinkommens zu 
Recht auf die LSE und dabei auf die Angaben im Sektor Gesundheit, Kompetenzniveau der Tä-
tigkeit 2, Spalte Männer, abgestellt und ein Valideneinkommen von Fr. 69'330.-- berücksichtigt. 
Da der Versicherte zu diesem Zeitpunkt zu 100 % arbeitsunfähig war, musste das Invalidenein-
kommen nicht bestimmt werden. Erst im Zeitpunkt des Erreichens einer 50%igen Arbeitsfähigkeit 
per 1. März 2019 hat die IV-Stelle das Invalideneinkommen anhand der LSE bestimmt und dabei 
ebenfalls auf die Angaben im Sektor Gesundheit, Kompetenzniveau der Tätigkeit 2, Spalte Män-
ner, abgestellt. Zusätzlich berücksichtigte die IV-Stelle einen Abzug von 5 % für eine 

 
 
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"Teilzeittätigkeit Männer", womit sich ein Invalideneinkommen von Fr. 32'000.-- ergab. Das Vali-
deneinkommen wurde weiterhin gestützt auf die Angaben in der Tabelle TA1, Sektor Gesundheit, 
Kompetenzniveau der Tätigkeit 2, Spalte Männer, der LSE 2016 festgelegt. Nach Anpassung an 
die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit und die Lohnentwicklung für das Jahr 2019 resul-
tierte ein Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 69'054.-- und der Einkommensvergleich ergab 
einen Invaliditätsgrad von 53 %. Diese Berechnungsweise ist nicht zu beanstanden.  
 
Für die Zeit ab 1. Dezember 2019 hat die Beschwerdegegnerin das vom Versicherten konkret 
angegebene Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 33'960.-- berücksichtigt und weiterhin das 
bereits bestimmte Valideneinkommen von Fr. 69'054.-- herangezogen. Der Einkommensver-
gleich ergab einen Invaliditätsgrad von 51 %. Da sich im Verlauf des Beschwerdeverfahrens her-
ausgestellt hat, dass das Invalideneinkommen korrekterweise Fr. 36'790.-- beträgt, erweist sich 
die von der IV-Stelle vorgenommene Berechnung des Invaliditätsgrades ab 1. Dezember 2019 
als falsch.  
 
Zunächst ist unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung diesbezüglich festzuhal-
ten, dass die Verwaltung vor ihrem Entscheid gehalten ist, zu prüfen, ob allenfalls in der dem 
Rentenbeginn folgenden Zeit eine Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten 
ist. Ist dies der Fall, hat sie vor dem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich vorzuneh-
men. Mit der Wiederaufnahme der Tätigkeit im angestammten Tätigkeitsbereich hat sich die Si-
tuation verändert, weshalb per 1. Dezember 2019 ein weiterer Einkommensvergleich vorzuneh-
men ist, wobei die Ermittlung des im Gesundheitsfall von der versicherten Person erzielbaren 
Einkommens gemäss Bundesgericht so konkret wie möglich zu erfolgen hat. Mit Entscheid vom 
19. August 2008, 9C_189/2008, ist das Bundesgericht für die Festsetzung des hypothetischen 
Valideneinkommens von dem Lohn ausgegangen, den die Betroffene im damaligen Fall bei hälf-
tiger Arbeitsfähigkeit mit entsprechendem Teilzeitpensum erzielen konnte und folgerte, dass dies 
dafür spreche, dass sie ohne Gesundheitsschaden mit voller Leistungsfähigkeit ein Einkommen 
in doppelter Höhe erreichen könne. Auch im vorliegenden Fall ist davon auszugehen, dass der 
Versicherte als Gesunder in einer 100 %-Anstellung mindestens den doppelten Lohn, also 
Fr. 73'780.--, verdienen würde. Damit resultiert ein Invaliditätsgrad von 50 %, weshalb der Beige-
ladene auch über den 1. Dezember 2019 hinaus Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat.  
 
Im Übrigen zeigt sich, dass der Beigeladene auch bei Anwendung des Prozentvergleichs An-
spruch auf eine ganze Rente ab 1. Dezember 2015 und auf eine halbe Rente sowohl ab 1. Juni 
2019 als auch über den 1. Dezember 2019 hinaus hat. Das Bundesgericht hat mehrmals festge-
halten, dass sich der Prozentvergleich namentlich anbiete, wenn Validen- und Invalideneinkom-
men ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen seien. Diesfalls erübrige sich deren 
genaue Ermittlung: Der Invaliditätsgrad entspreche dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, dies unter 
Berücksichtigung des Abzugs vom Tabellenlohn (Urteile des Bundesgerichts vom 6. April 2016, 
8C_628/2015, E. 5.3.5, vom 4. Februar 2015, 9C_888/2014, E. 2). Im vorliegenden Fall ist – je-
denfalls im vorliegend relevanten Zeitraum bis zum Verfügungserlass – sowohl als Validen- wie 
auch als Invalideneinkommen immer die erlernte Tätigkeit als Fachkraft Gesundheit massge-
bend, weshalb sich der Prozentvergleich aufdrängt. Unter Berücksichtigung der medizinisch fest-
gelegten Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 25. Februar 2015 bzw. von 50 % ab 1. März 2019 ergibt 

 
 
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sich ein Invaliditätsgrad von 100 % ab Februar 2015 bzw. von 50 % ab März 2019 und damit eine 
ganze Rente ab 1. Dezember 2015 bzw. eine halbe Rente ab 1. Juni 2019. Die Frage, ob auch 
bei der Berechnung des Invaliditätsgrades gestützt auf den Prozentvergleich ab 1. März 2019 ein 
Abzug für "Teilzeittätigkeit Männer" von 5 % vorzunehmen ist, kann vorliegend offen gelassen 
werden, da so oder anders ab Juni 2019 ein Anspruch auf eine halbe Rente resultiert.  
 
8.3 Gestützt auf die obigen Erwägungen ergibt sich, dass der Versicherte ab 1. Dezember 
2015 Anspruch auf eine ganze Rente und ab 1. Juni 2019 auf eine halbe Rente hat. Damit sind 
die angefochtenen Verfügungen nicht zu beanstanden, weshalb die vorliegenden Beschwerden 
abzuweisen sind. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, wie sich die 
Einkommensentwicklung nach dem Verfügungserlass, insbesondere ab 1. Juli 2021 auf die Ren-
tenhöhe auswirkt.  
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-

willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein 
durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in 
Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 
Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemesse-
nem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die 
Verfahrenskosten ihr aufzuerlegen und mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss zu verrech-
nen sind.  
 
9.2 Nach dem Wortlaut von Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende 
Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Rechtsprechungsgemäss steht darüber hinaus 
aber auch der anwaltlich vertretenen beigeladenen Person, die mit ihrem Antrag durchdringt, eine 
Parteienschädigung zu (CHRISTIAN ZÜND, Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungs-
gericht des Kantons Zürich, Zürich 1999, S. 239, mit Hinweisen auf BGE 109 V 62 E. 4 und auf 
verschiedene unveröffentlichte Urteile des damaligen EVG). Diese Parteienschädigung ist grund-
sätzlich vom unterliegenden Versicherungsträger zu übernehmen (UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz 115). Nach dem Gesagten hat der 
obsiegende Beigeladene B.____, wie von ihm beantragt, Anspruch auf eine Parteientschädigung 
zu Lasten der unterliegenden Beschwerdeführerin. Die Rechtsvertreterin des Beigeladenen hat 
in ihren Kostennoten vom 17. März und 6. September 2021 für das vorliegende Verfahren einen 
Zeitaufwand von insgesamt 10 Stunden und 55 Minuten ausgewiesen, was sich in Anbetracht 
der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen 
sind zu dem von der Rechtsvertreterin geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 200.-- zu ent-
schädigen. Auslagen sind keine geltend gemacht worden. Dem Beigeladenen ist deshalb eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘183.35 (10,91 Stunden à Fr. 200.--) zu Lasten der Be-
schwerdeführerin zuzusprechen. 
  

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerden werden abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet.  

 3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beigeladenen B.____ eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2'183.35 zu bezahlen.