# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5cf1682-efd7-54f8-93e0-2cf3ed99d3da
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 16.08.2018 B 2016/119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-119_2018-08-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/119

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 16.08.2018

Entscheiddatum: 16.08.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 16.08.2018
Gewässerausbau, Art. 3 f. WBG, Art. 37 f. GSchG, Art. 25a Abs. 2 lit. b und 
Abs. 4 sowie Art. 33 Abs. 4 RPG, Art. 1 Abs. 1, Art. 2, Art. 3 Abs. 1, Art. 21, 
Art. 34 Abs. 1, Art. 37 und Art. 38 Abs. 1 aWBG SG.Pflicht zur Koordination 
des Projektverfahrens mit dem Perimeter- und Enteignungsverfahren 
verneint, betreffend Festlegung des Gewässerraums offengelassen 
(E. 4).Qualifikation als öffentliches Gewässer offengelassen (E. 8).Auslegung 
eines verwaltungsrechtlichen Vertrags (E. 10).Da die Hochwassergefahr im 
fraglichen Bereich hauptsächlich durch abfliessendes Oberflächenwasser 
verursacht wird, welches vom aWBG nicht erfasst wird, erscheint das 
Hochwasserschutzprojektes im strittigen Abschnitt als überdimensioniert. 
Auch hätte die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin favorisierte 
Variante bei der Prüfung der Erforderlichkeit des Projekts detailliert 
untersuchen müssen (E. 11), (Verwaltungsgericht, B 2016/119).

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichterin Reiter; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

 

Verfahrensbeteiligte

A.__,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Michael Werner, LL.M., advokatur am brühl, 

Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,

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gegen

 

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

 

Politische Gemeinde B.__, Gemeinderat

Beschwerdegegnerin,

 

Gegenstand

Sanierung Y.__-bachzuflüsse C.__

 

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. A.__ ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. 0__, Grundbuch B.__, welches an einem 

von Nordwesten nach Südosten abfallenden Hang liegt. Nach dem Zonenplan der 

Politischen Gemeinde B.__ ist diese Parzelle überwiegend der Landwirtschaftszone 

zugewiesen. Der Südostteil entlang der Z.__-strasse, Parzelle Nr. 01__, 

Gemeindestrasse dritter Klasse, ist dem übrigen Gemeindegebiet zugeordnet. Bis 

Dezember 2015 war A.__ Eigentümerin der nordöstlich an das Grundstück Nr. 0__ 

angrenzenden Parzelle Nr. 02__ (ehemals Bestandteil der Parzelle Nr. 0__), welche mit 

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Genehmigung des Baudepartements vom 28. April 2014 in die Wohnzone W3 

eingezont wurde (act. 47/43). Gemäss Zwischenergebnis im Richtplan der Politischen 

Gemeinde B.__ vom 5. September 2011 (Karte und Objektblatt N 1.2.7) soll der 

Südostteil der Parzelle Nr. 0__ im Halte von 19‘332 m  in 15 bis 25 Jahren in die 

Wohnzone W3 eingezont werden (act. 20, S. 5 f. Ziff. III/A/1 und B/5, act. 21/60-65, 

act. 28/1/Beilagen Nrn. 5 und 10, www.geoportal.ch, www. … .ch).

B. Über das Grundstück Nr. 0__ führen zwei Gerinne: Im Südwesten verläuft das X.__-

bächlein (auch: R.__-bach 1) zunächst eingedolt von der Nordwestecke entlang der 

Grenze zur Parzelle Nrn. 03__, dann ab rund 10 m südöstlich der T.__-strasse, Parzelle 

Nr. 04__, bis rund 32 m nordwestlich der Z.__-strasse offen und danach auf einer 

Strecke von 20 m entlang der südwestlichen Grenze und auf einer solchen von rund 30 

m über die Südwestecke eingedolt zur Z.__-strasse, Parzelle Nr. 01__. Im Nordosten 

verläuft der eingedolte R.__-bach (auch: R.__-bach 2) rund 12 bis 14 m von der Grenze 

zur Parzelle Nr. 02__ entfernt, bis er im Südosten rund zwei Meter nordwestlich der 

Z.__-strasse zur Parzelle Nr. 02__ und von dort nach ca. 18 m zur Z.__-strasse, Parzelle 

Nr. 05__, führt. Nach der Unterquerung der Z.__-strasse führen beide Gerinne eingedolt 

bis zur jeweiligen Einmündung auf Parzelle Nr. 06__ resp. Nr. 07__ in das 

Gemeindegewässer Y.__-bach (West), welches etwa 200 bis 275 m südöstlich der 

Z.__-strasse entlang der Gemeindegrenze zur Stadt M.__ verläuft (act. 45, 

www.geoportal.ch).

C. Am 30. Oktober 2006 genehmigte das Baudepartement das Ausbauprojekt 

Sanierung Y.__-bachzuflüsse der Politischen Gemeinde B.__ vom 16. Oktober 2006 

(act. 28/1 f.). Das Projekt soll in erster Linie dem Hochwasserschutz im überbauten 

Gebiet zwischen der Z.__- und R.__-strasse (Parzelle Nr. 08__) dienen. Es sieht die 

Verlegung und Offenlegung des X.__-bächleins und des R.__-bachs (nur 

streckenweise) vor. Insbesondere soll das X.__-bächlein auf Parzelle Nr. 0__ entlang 

der Grenze zur Parzelle Nr. 03__ neu bis zur Südwestspitze und von dort auf einer 

Strecke von ca. 240 m entlang der Z.__-strasse bis zur Parzelle Nr. 02__ offen geführt 

werden.

D. Während der öffentlichen Auflage vom 15. Mai bis 13. Juni 2007 gingen beim 

Baudepartement mehrere Einsprachen gegen das Projekt und bei der von der 

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Regierung ernannten Schätzungskommission Gewässerperimeter Y.__-bachzuflüsse 

Einsprachen gegen den gleichzeitig öffentlich aufgelegten Beschluss der 

Schätzungskommission (Perimeterbericht, Umgrenzung und Beitragsplan) vom 25. 

April 2007 ein, darunter diejenigen von A.__ vom 13. Juni 2007 (act. 28/3 f., act. 47/4.4 

und 39). Am 2. Oktober 2007 führte das Baudepartement eine Einspracheverhandlung 

durch (act. 28/6). In deren Folge wurde das Perimeterverfahren von der 

Schätzungskommission offenbar sistiert (act. 20, S. 11 Ziff. III/C/23). Mit 

Zwischenverfügung vom 4. Juni 2008 sistierte das Baudepartement das 

Projektverfahren bis zum Vorliegen der Naturgefahrenkarte am 27. April 2012 (act. 28/8 

und 12 f.). Am 9./14. November 2012 schlossen A.__ und die Politische Gemeinde B.__ 

einen Vertrag betreffend Einzonung, Erschliessung und Überbauung des Grundstücks 

Nr. 02__ (ehemals: Nr. 0__) ab (act. 47/45). Am 8. Juni 2012 und 21. Januar 2014 nahm 

die Q.__ AG Ingenieure, Zweigniederlassung V.__, im Auftrag des Tiefbauamtes und am 

14. August 2013 und 29. Oktober 2013 im Auftrag von A.__ weitere Abklärungen zum 

Projekt vor (act. 28/14 und 25 f. sowie 28). Am 3. Februar 2014 erliess der Gemeinderat 

B.__ den Baulinien- und Anlagebaulinienplan Sanierung Y.__-bachzuflüsse (act. 28/30). 

Am 4. November 2014 ergänzte A.__ ihre Einsprache (act. 28/31). Mit Entscheid vom 

24. Mai 2016 wies das Baudepartement die Einsprache ab (act. 2).

E. Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 24. Mai 2016 erhob 

A.__ (Beschwerdeführerin) durch ihren Rechtsvertreter am 6. Juni 2016 Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht (act. 1). Am 12. Dezember 2016 ergänzte sie ihre Beschwerde 

mit einer Begründung und dem Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben. Eventualiter sei die Angelegenheit 

an die Politische Gemeinde B.__ (Beschwerdegegnerin) oder, subeventualiter, an die 

Vorinstanz zur Prüfung von alternativen Hochwasserschutzmassnahmen und neuem 

Entscheid zurückzuweisen (act. 20). Mit Vernehmlassung vom 2. März 2017 (act. 27) 

schloss die Vorinstanz und mit Stellungnahme vom 24. März 2017 (act. 30) die 

Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Am 26. April 2017 liess sich die 

Beschwerdegegnerin nochmals vernehmen (act. 35). Mit Replik vom 15. Mai 2017 

bestätigte die Beschwerdeführerin ihre Anträge und Ausführungen (act. 39). Am 

19. März 2018 reichte die Beschwerdegegnerin ihr Massnahmenkonzept Naturgefahren 

(CD, auszugsweise auf Papier) vom 18. Oktober 2013, letztmals angepasst am 4. März 

2015 (act. 44 f.), und am 20. März 2018 die Vorinstanz die Beilagen zur Einsprache vom 

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13. Juni 2007 und zu deren Ergänzung vom 4. November 2014 nach (act. 46 f.). Am 16. 

April 2018 nahm die Beschwerdeführerin zum Massnahmenkonzept Naturgefahren 

Stellung (act. 49 f.). Am 3. Mai 2018 führte das Verwaltungsgericht im Beisein der 

Parteien einen Augenschein mit mündlicher Verhandlung durch (act. 56). In der Folge 

liessen sich die Vorinstanz am 23. Mai 2018 (act. 59), die Beschwerdegegnerin am 

18. Juni 2018 (act. 63) und die Beschwerdeführerin am 30. Mai 2018, 20. Juni 2018 und 

6. Juli 2018 abschliessend vernehmen (act. 60, 64, 69).

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die 

Beschwerdeführerin ist zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung 

mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 6. Juni 2016 (act. 1) erfolgte 

rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 12. Dezember 2016 (act. 20) 

formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 

Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich 

einzutreten. Verfahrensgegenstand bildet das Gewässerausbauprojekt Sanierung Y.__-

bachzuflüsse (vgl. hierzu Art. 37 Abs. 2 des Wasserbaugesetzes vom 23. März 1969, 

nGS 18-58 mit Nachträgen, aWBG SG). Deshalb ist auf die Beschwerde nicht 

einzutreten, soweit sich die Beschwerdeführerin mit Verweis auf die fehlende 

Auslösungssumme (Art. 26 ff. aWBG SG) gegen das Beizugsgebiet und die Höhe der 

Perimeterbeiträge (Art. 21 Abs. 1 aWBG SG) wehrt (act. 20, S. 15 Ziff. IV/B/8).

2. Das strittige Gewässerausbauprojekt wurde von der Vorinstanz am 30. Oktober 2006 

genehmigt (act. 28/1 f.) und lag vom 15. Mai bis 13. Juni 2007 öffentlich auf (act. 28/3). 

Am 1. Januar 2010 ist das Wasserbaugesetz vom 17. Mai 2009 (sGS 734.1, WBG SG) 

in Kraft getreten (nGS 44-116). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 

(act. 20, S. 13 f. Ziff. IV/A/2-6, act. 39, S. 11-13 Ziff. III/B/g/27-30) bleiben auf das 

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vorliegende Projekt übergangsrechtlich sowohl in verfahrens- als auch in 

materiellrechtlicher Hinsicht die Regeln des aWBG SG anwendbar (vgl. Art. 71 WBG 

SG, VerwGE B 2012/74 vom 8. November 2013 E. 2 und VerwGE B 2010/179 vom 

16. März 2011 E. 2, www.gerichte.sg.ch). Daran ändert nichts, dass bestehende 

Perimeter nach dem aWBG SG gemäss Art. 27 der Wasserbauverordnung (sGS 

734.11, WBV SG) angepasst werden müssen, wenn sich die Verhältnisse massgeblich 

geändert haben. Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 14 WBG SG 

rügt (act. 20, S. 24 f. Ziff. V/E), sind die entsprechenden inhaltlichen Vorbringen bei der 

Verhältnismässigkeitsprüfung (E. 11 hiernach) zu berücksichtigen.

3. Am 3. Mai 2018 führte das Verwaltungsgericht antragsgemäss einen Augenschein 

mit mündlicher Verhandlung durch (act. 56). Darüber hinaus stellt die 

Beschwerdeführerin die Beweisanträge (act. 20, S. 4 Ziff. II/5, S. 13 Ziff. III/D/b/26, S. 

17 f. Ziff. IV/D/a/17, S. 22 Ziff. V/B/11, S. 29 Ziff. V/F/b/34, S. 32 f. Ziff. V/F/c/42 und 

Ziff. V/F/d/45, S. 34-37 Ziff. V/F/e/48 und 51, S. 39 f. Ziff. V/G/58 und Ziff. VI/12, act. 

39, S. 3 Ziff. II/6 und 10, S. 5 Ziff. III/A/3, act. 50, S. 6 lit. B/b/19, S. 8 f. lit. C, act. 60, S. 

3 lit. A/6, S. 4 f. lit. B/2), es seien die Akten der Perimeterkommission und der 

Gebäudeversicherung (GVA) beizuziehen; die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, 

die Akten zum kommunalen Richtplan, sämtliche Unterlagen zu den Niederschlägen im 

Jahr 2002 und zu den geprüften Projektvarianten, die Bauakten der Liegenschaften am 

X.__-bächlein unterhalb der Z.__-strasse (inkl. Entwässerung), die Berichte über den 

Zustand der dort befindlichen Leitungen und über die getroffenen 

Objektschutzmassnahmen sowie das Dossier Gefahrenkarten B.__ zu edieren; es seien 

E.__, F.__, G.__, H.__, I.__, J.__ (am Augenschein), K.__ und L.__ als Zeugen sowie 

M.__, N.__, O.__, P.__ und Rechtsanwalt Dr. iur. S.__ als Partei zu befragen; es sei ein 

Amtsbericht der GVA und ein Gutachten der Ingenieure W.__ AG einzuholen. Auf die 

beantragten prozessualen Vorkehren kann verzichtet werden. Die entscheidrelevanten 

tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich aus den Verfahrensakten und den 

Feststellungen am Augenschein vom 3. Mai 2018 (vgl. zur antizipierten 

Beweiswürdigung BGer 8C_649/2017 vom 4. Januar 2018 E. 7.6.2 mit Hinweisen). 

Folglich kann der Beschwerdegegnerin auch kein Verstoss gegen Art. 64 in Verbindung 

mit Art. 52 VRP vorgeworfen werden (act. 39, S. 3 Ziff. II/7 und 9). Auch bestand kein 

Anlass, die Perimeterkommission und die GVA zur Vernehmlassung (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 53 VRP, vgl. hierzu VerwGE B 2016/42 vom 29. Juni 2017 E. 2.1 

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mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, siehe dazu auch E. 4.1 hiernach) einzuladen 

(act. 39, S. 3 Ziff. II/8).

4. Die Beschwerdeführerin bringt zunächst vor (act. 20, S. 10 Ziff. III/C/19-21, S. 15 f. 

Ziff. IV/B/9 und C/10-14, act. 39, S. 11 Ziff. III/B/f/24-26, act. 60, S. 8 lit. B/b/3), das 

Projektverfahren hätte mit dem Perimeter- und Enteignungsverfahren sowie der 

Ausscheidung der Baulinien für die Festlegung des Gewässerraums koordiniert werden 

müssen.

4.1. Das strittige Gewässerausbauprojekt als Sondernutzungsplan (vgl. W. Ritter, 

Kommentar zum Wasserbaugesetz des Kantons St. Gallen, Widnau 2012, S. 78, 

allerdings in Bezug auf das WBG SG) und der Beschluss der Schätzungskommission 

vom 25. April 2007 wurden vom 15. Mai bis 13. Juni 2007 gleichzeitig öffentlich 

aufgelegt (act. 28/3, vgl. Art. 25a Abs. 2 lit. b und Abs. 4 des Bundesgesetzes über die 

Raumplanung, Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG, siehe auch Art. 1 f. des bis 30. 

September 2017 gültigen Gesetzes über die Verfahrenskoordination in Bausachen, 

nGS 34-12, VKoG, Art. 25 Abs. 3 WBG SG, und VerwGE B 2011/152 vom 24. Januar 

2013 E. 4.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Hingegen entschied die 

Schätzungskommission nicht gleichzeitig mit der Vorinstanz über die Einsprachen 

(Art. 21 aWBG SG), sondern sistierte das Perimeterverfahren – offenbar auf Antrag der 

Beschwerdeführerin (act. 28/7, S. 6 Ziff. 12) – bis zum Abschluss des 

Projektverfahrens. Dieses Vorgehen ist koordinationsrechtlich nicht zu beanstanden. 

Die Koordinationspflicht nach Art. 25a RPG kann nur soweit reichen, als ein 

Koordinationsbedarf besteht (vgl. Waldmann/Hänni, Raumplanungsgesetz, Bern 2006, 

Art. 25a Rz. 25 und 33). Das Projektverfahren hat insofern Vorrang, als feststehen 

muss, was gebaut wird, bevor über die Kostentragung endgültig entschieden werden 

kann. Eine Pflicht zur gleichzeitigen Eröffnung der Einspracheentscheide lässt sich 

weder aus dem aWBG SG noch aus Art. 25a RPG ableiten (vgl. hierzu VerwGE 

B 1999/174; B 1999/177 vom 16. November/14. Dezember 2000 E. 3b sowie BGer 

2C_1131/2014 vom 5. November 2015 E. 3.1 ff. mit Hinweisen, kommentiert von K. 

Scherrer Reber, in: ZBl 118/2017, S. 331 ff., S. 338 ff.), wenngleich mit dem Bau 

grundsätzlich nicht begonnen werden darf, bevor die Deckung der Baukosten gesichert 

ist (Art. 38 Abs. 1 aWBG SG). Demzufolge kann in dieser Hinsicht auch kein Verstoss 

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gegen Art. 33 Abs. 4 RPG vorliegen (vgl. hierzu Art. 21 Abs. 2 und Art. 37 Abs. 3 aWBG 

SG in der Fassung vom 9. November 1995, nGS 31-27).

4.2. Soweit es vorliegend zur Sicherung der Verlegung und Offenlegung des X.__-

bächleins auf Parzelle Nr. 0__ nachträglich eines Enteignungsverfahrens bedarf (vgl. 

hierzu Landbeanspruchungsplan vom 16. Oktober 2006, act. 28/1/Beilage Nr. 10, 

sowie zur Zulässigkeit der Enteignung Art. 5 lit. a und Art. 6 des Enteignungsgesetz, 

sGS 735.1, EntG, und VerwGE B 2012/182; B 2012/183 vom 11. Juni 2014 E. 4 mit 

Hinweis auf VerwGE B 2010/7 vom 24. August 2010 E. 3.1, www.gerichte.sg.ch), ist im 

Ausbauprojektverfahren nach Art. 37  aWBG SG die koordinierte Behandlung von 

enteignungsrechtlichen Einsprachen nicht vorgesehen. Damit können die Einsprecher 

im Enteignungsverfahren dieselben Rügen wie im Ausbauprojektverfahren erheben. 

Derartige Doppelspurigkeiten mögen mit Blick auf Art. 25a RPG und die 

Prozessökonomie zwar unerwünscht sein. Sie können aber letztlich nur vom 

kantonalen Gesetzgeber beseitigt werden (vgl. hierzu BGE 125 II 18 E. 4c/bb mit 

Hinweisen, A. Marti, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Kommentar zum 

Bundesgesetz über die Raumplanung, Zürich 2010, Art. 25a Rz. 18, wonach 

Projektbewilligung und Enteignung soweit zu koordinieren sind, als dies nach den 

massgebenden Rechtsgrundlagen möglich ist, sowie E. Jeannerat, in: Aemisegger/

Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Zürich 2016, 

Art. 20 Rz. 56, allerdings in Bezug auf das Landumlegungsverfahren). Die nach aWBG 

SG vorgesehene zeitliche Staffelung von Ausbauprojekt- und Enteignungsverfahren 

verstösst demnach nicht gegen Art. 25a und Art. 33 Abs. 4 RPG, zumal sich eine 

Enteignung je nach Ausgang des Projektverfahrens als überflüssig oder eine andere als 

notwendig erweisen könnte. Daran ändert nichts, dass gemäss dem WBG SG in 

Anlehnung an Art. 45 Abs. 1 des Strassengesetzes (sGS 732.1, StrG) die persönliche 

Anzeige neu als Einleitung des Enteignungsverfahrens gilt (vgl. Art. 31 Abs. 2 EntG) 

sowie gleichzeitig mit der Einsprache gegen das Projekt auch Einsprache gegen die 

Zulässigkeit der Enteignung zu erheben ist (vgl. Art. 25, Art. 28 und Art. 34 f. WBG SG 

und Botschaft der Regierung zum Wasserbaugesetz vom 22. April/14. Mai 2008, in: ABl 

2008, 2175 ff., 2191 und 2205, siehe auch Art. 39 Abs. 2 lit. d und Art. 132 Abs. 5 lit. a 

und c des am 1. Oktober 2017 in Kraft getretenen Planungs- und Baugesetzes, sGS 

731.1, PBG) und der Gesetzgeber dadurch dem Grundsatz der Koordinationspflicht im 

Vergleich zur Regelung nach aWBG SG besser Rechnung getragen hat.

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4.3. Im Weiteren wurden die Kantone erst nach der Genehmigung am 30. Oktober 2006 

sowie der öffentlichen Auflage des streitigen Projekts vom 15. Mai bis 13. Juni 2007 mit 

der Änderung des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer 

(Gewässerschutzgesetz; SR 814.20, GSchG) vom 11. Dezember 2009, in Kraft gesetzt 

am 1. Januar 2011 (AS 2010 4285), und der Änderung der Gewässerschutzverordnung 

(SR 814.201, GSchV) vom 4. Mai 2011, in Kraft gesetzt am 1. Juni 2011 (AS 2011 

1955), zur Festlegung des Gewässerraums bis 31. Dezember 2018 verpflichtet (vgl. 

Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 4. Mai 2011 [fortan: ÜbBst 

GSchV]). Insofern ist in koordinationsrechtlicher Hinsicht (vgl. Art. 25a RPG, Art. 3 Abs. 

3 des Bundesgesetzes über den Wasserbau, SR 721.100, WBG, und Art. 21 Abs. 3 der 

Verordnung über den Wasserbau, SR 721.100.1, WBV, 36a Abs. 3 Satz 1 GSchG und 

Art. 46 Abs. 1  GSchV sowie E. Hepperle, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], 

Kommentar zum GSchG und zum WBG, Zürich 2016, Art. 3 WBG Rz. 35, siehe auch 

Art. 40  des Vollzugsgesetzes zur eidgenössischen Gewässerschutzgesetzgebung, 

sGS 752.2, GSchVG) nicht zu beanstanden, dass der Baulinien- und 

Anlagebaulinienplan Sanierung Y.__-bachzuflüsse zur Ausscheidung des 

Gewässerraums entlang des R.__-bachs ab der Z.__-strasse erst nachträglich vom 

19. Februar bis 20. März 2014 von der Beschwerdegegnerin öffentlich aufgelegt wurde 

(act. 28/30), um das eher grosszügig bemessene eidgenössische übergangsrecht nicht 

länger anwenden zu müssen (vgl. hierzu Abs. 2 Ingress und lit. a ÜbBst GSchV). Ob die 

Beschwerdegegnerin dabei verpflichtet gewesen wäre, den Gewässerraum im Jahr 

2014 nachträglich entlang des gesamten strittigen Ausbauprojekts auszuscheiden (vgl. 

hierzu VerwGE B 2015/19 vom 26. April 2018 E. 11.1 mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch), kann dahingestellt bleiben. Wie zu zeigen sein wird (vgl. E. 11 

hiernach), ist der angefochtene Entscheid bereits aus anderen Gründe aufzuheben.

5. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz weiter vor (act. 20, S. 16-18 Ziff. IV/D/

15-18, S. 31 Ziff. V/F/c/42, act. 39, S. 2 f. Ziff. II/5, S. 6 Ziff. III/B/a/2), sie habe ihren 

verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Sie habe ihrem Antrag, 

es sei eine Expertise der Ingenieure W.__ AG als Zweitmeinung einzuholen, ohne 

Begründung nicht stattgegeben. Auf ihren Antrag auf vollständige Akteneinsicht 

(act. 28/4 f. und 7, act. 28/31, S. 6 f. Ziff. III/1, act. 47/34) sei sie nicht hinreichend 

eingegangen. Insbesondere sei ihr das Massnahmenkonzept der Ingenieure W.__ AG 

nicht offengelegt worden.

bis

sexies

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5.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV, Art. 4 lit. c der Verfassung des 

Kantons St. Gallen, SR 131.225, sGS 111.1, KV, Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen 

Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, SR 0.101, EMRK, 

vgl. BGE 142 I 86 E. 2.2 mit Hinweisen und zum Anwendungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 

EMRK in Bezug auf das Bau- und Planungsrecht BGE 127 I 44 E. 2 sowie Meyer-

Ladewig/Harrendorf/König, EMRK, 4. Aufl. 2017, Art. 6 N 21) umfasst als Teilgehalt die 

Pflicht der Behörden, Vorbringen der Beteiligten tatsächlich zu hören, zu prüfen und bei 

der Entscheidfindung zu berücksichtigen. Dazu hat die Behörde ihren Entscheid zu 

begründen (vgl. Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP und BGer 2C_961/2017 vom 21. Februar 2018 

E. 3.1 mit Hinweisen). Nicht erforderlich ist, dass sich die Begründung mit allen 

Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen 

ausdrücklich widerlegt (vgl. BGer 1C_353/2017 vom 10. Januar 2018 E. 3.2 mit 

Hinweisen). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person 

über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der 

Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens 

kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 

und auf die sich ihr Entscheid stützt. Es genügt dabei, wenn die Begründung implizit 

erfolgt (vgl. BGE 140 I 99 E. 3.4, BGer 8C_606/2017 vom 7. November 2017 E. 3.2 und 

VerwGE B 2015/309 vom 26. April 2017 E. 2.1 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). 

Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliesst auch das Recht auf Akteneinsicht 

sowie das Recht, sich zu rechtserheblichen Sachverhaltsvorbringen zu äussern, auf die 

zu ihrem Nachteil abgestellt wird (vgl. Art. 15 und Art. 16 VRP). Die Ausübung des 

Einsichtsrechts erfordert ein Ersuchen um Akteneinsicht, bedingt aber eine 

entsprechende Information über die bestehende Aktenlage (vgl. BGer 2C_444/2017 

vom 19. Februar 2018 E. 4.3 mit Hinweisen).

5.2. Die Vorinstanz hat in Erwägung 4.1-4.3 und 5.1 des angefochtenen Entscheids 

(act. 2, S. 18-23) dargetan, wieso sie den von der Beschwerdeführerin offenbar 

gestützt auf eine mündliche Einschätzung von J.__ vorgeschlagenen und von der 

Q.__ AG Ingenieure am 14. August 2013 und 29. Oktober 2013 (act. 28/25 f.) geprüften 

alternativen Lösungsvorschlag „Entlastung mit Winkelmauer“ ablehnt. Damit legte sie 

auch implizit dar, wieso sie den Antrag der Beschwerdeführerin abwies, eine Expertise 

der Ingenieure W.__ AG zur Notwendigkeit des vorliegend strittigen Projekts und zu 

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Anpassungsmöglichkeiten einzuholen (act. 28/31, S. 7 f. Ziff. III/2). Im Übrigen wies sie 

diesen Antrag sowie den Antrag auf Akteneinsicht bereits mit verfahrensleitender 

Anordnung vom 7. November 2014 begründet ab (act. 28/32). Die Vorinstanz 

begründete ihren Entscheid insoweit hinreichend.

5.3. In Erwägung 5.1 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 23 f.) hat die Vorinstanz 

im Zusammenhang mit der Frage, ob eine Projekttrennung und Etappierung der 

Massnahmen zulässig sei (act. 28/31, S. 68-70 Ziff. IV/J2), auf einen undatierten 

„Entwurf“ des Massnahmenkonzepts Naturgefahren der Beschwerdegegnerin vom 

18. Oktober 2013, letztmals angepasst am 4. März 2015 (act. 45), abgestellt, ohne 

diesen vorgängig antragsgemäss der Beschwerdeführerin zur Einsichtsnahme 

zuzustellen. Damit hat sie den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör 

verletzt. Ob dieser Verfahrensmangel vorliegend ausnahmsweise als geheilt betrachtet 

werden kann (vgl. hierzu BGer 1C_254/2017 vom 5. Januar 2018 E. 2.5 mit Hinweisen 

und VerwGE B 2016/229 vom 26. April 2018 E. 2.3 mit Hinweisen sowie zur Kognition 

des Verwaltungsgerichts: Art. 49 Abs. 1 BV, Art. 2 Abs. 3 und Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG, 

Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP sowie Aemisegger/Haag, Praxiskommentar zum 

Rechtsschutz in der Raumplanung, Zürich 2010, Art. 33 Rz. 72, anders: VerwGE B 

2010/179 vom 16. März 2011 E. 5.3.2 mit Hinweis auf VerwGE B 2008/30 vom 14. 

Oktober 2008 E. 4.3, a.a.O.), braucht nicht abschliessend erörtert zu werden, da der 

angefochtene Entscheid bereits aus anderen Gründe aufzuheben ist. Im übrigen kann 

offen bleiben, ob das Massnahmenkonzept gemäss der Beschwerdeführerin (act. 50, 

S. 2-5 lit. A und B/a) in rechtswidriger Weise erstellt wurde, da der Verzicht auf eine 

Projekttrennung im angefochtenen Entscheid (act. 2, S. 23 f. E. 5), welcher sich unter 

anderem auf das Konzept abstützte, im Beschwerdeverfahren inhaltlich nicht gerügt 

wurde.

6. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, das Ausbauprojekt enthalte nicht alle 

notwendigen Unterlagen (act. 20, S. 9 Ziff. III/C/17 f., S. 13-15. Ziff. IV/A/2 und 5, B/7 f. 

sowie D/a/16, S. 19 Ziff. V/A/3, act. 39, S. 8 f. Ziff. III/B/d/12-16, S. 13 Ziff. III/B/g/31, 

act. 50, S. 4 lit. A/c/10), kann ihr nicht gefolgt werden. Insbesondere ergibt sich die 

Entwidmung des X.__-bächleins unterhalb der Z.__-strasse ohne Weiteres aus den 

Projektunterlagen (act. 28/1/Beilagen Nrn. 5 und 2, S. 6 Ziff. 5.2.1, vgl. demgegenüber 

Gewässerperimeter Y.__-bachzuflüsse vom 21. Dezember 2006 / 25. April 2007, 

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Beilage zu act. 47/4.4). Auch durften die fehlenden Gefahrenkarten im 

Einspracheverfahren nachgereicht werden (vgl. Art. 19 VRP, Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 636 und act. 28/12 

f.). Im übrigen schreibt das aWBG SG nicht ausdrücklich vor, welche Unterlagen ein 

Projekt grundsätzlich enthalten muss (anders: Art. 23 WBG SG und Art. 14 WBV SG). 

Der von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang angerufene Entscheid 

BGer 1C_365/2015 vom 9. Dezember 2015, welcher sich auf das 

Einzonungsmoratorium gemäss Art. 38a Abs. 2 RPG in Verbindung mit Art. 52a Abs. 2 

der Raumplanungsverordnung (SR 700.1, RPV) bezog, ist nicht einschlägig.

7. Soweit die Beschwerdeführerin die Ansicht vertritt (act. 20, S. 12 Ziff. III/D/a/24e), 

ihre Ausführungen und Begründungen seien im Einspracheentscheid in wesentlichen 

Teilen unvollständig und nicht korrekt wiedergegeben, erweist sich ihre Beschwerde als 

unbegründet. Es ist nicht Aufgabe der Vorinstanz, die aus ihrer Sicht nicht 

entscheidrelevanten und teilweise sehr umfangreichen, langatmigen Ausführungen der 

Beschwerdeführerin (vgl. Sachverhalt lit. R in fine des angefochtenen Entscheids, act. 

2, S. 12) im angefochtenen Entscheid als Sachverhaltselement anzuführen (vgl. Art. 24 

Abs. 1 lit. a VRP, Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 587, und BGer 2C_676/2017 vom 20. März 

2018 E. 3.4.4 und 3.5).

8. Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend (act. 20, S. 8 Ziff. III/B/12, S. 20 Ziff. 

V/B/6 f., S. 27 Ziff. V/F/b/30. act. 39, S. 8 Ziff. III/B/c/11), das X.__-bächlein oberhalb 

der Z.__-strasse sei von der Vorinstanz willkürlich als öffentliches Gewässer eingestuft 

worden, ohne dass diese vorgängig ein Gewässerfeststellungsverfahren durchgeführt 

hätte.

8.1. Das aWBG SG regelt den Unterhalt und den Ausbau der öffentlichen Gewässer 

sowie die Wasserbaupolizei (Art. 1 Abs. 1 aWBG SG). Der Begriff öffentliche Gewässer 

in Art. 1 Abs. 1 aWBG SG lehnt sich an denjenigen in Art. 2 Abs. 1 des Gesetzes über 

die Gewässernutzung (sGS 751.1, GNG) an (vgl. Botschaft des Regierungsrates über 

den Entwurf zu einem Wasserbaugesetz vom 22. August 1967, in: ABl 1967 S. 1141 ff., 

S. 1149). Öffentliche Gewässer sind unter anderem Seen, Flüsse und Bäche sowie 

Quellen von der mittleren Ergiebigkeit eines Baches oder Flusses, d.h. von mehr als 

600 Minutenlitern (Art. 2 Abs. 1 Ziff. 1 und 3 GNG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 der 

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Vollzugsverordnung zum GNG, sGS 751.11, VVGNG). Was unter einem öffentlichen 

Bach im Sinn von Art. 2 Abs. 1 Ziff. 1 GNG zu verstehen ist, ist durch Auslegung zu 

ermitteln. Massgebend sind Funktion, Bedeutung und Ausdehnung des Gewässers. 

Der Wasserlauf muss eine gewisse mittlere Ergiebigkeit aufweisen, damit er zu den 

öffentlichen Gewässern zählt. Dies schliesst nicht aus, dass ein Bach auch dann zu den 

öffentlichen Gewässern gehört, wenn das Gerinne nicht während 365 Tagen im Jahr 

Wasser führt, weil die Wasserführung von der Jahreszeit bzw. von den Niederschlägen 

abhängt. Ein öffentliches Gewässer liegt nicht vor, wenn ein Gerinne nur eine sehr 

geringe mittlere Ergiebigkeit aufweist (vgl. VerwGE B 2015/126 vom 30. Mai 2017 / 4. 

Juli 2017 E. 2.1.1 und VerwGE B 2008/13 vom 5. November 2008 E. 5.1 je mit 

Hinweisen auf GVP 1978 Nr. 62 und GVP 1987 Nr. 88, www.gerichte.sg.ch, siehe auch 

Art. 1 Abs. 2 und 3 WBG SG resp. Art. 1a Abs. 1 des Nachtrags zum WBG SG, Entwurf 

des Baudepartements vom 5. Juni 2018, www.sg.ch, W. Ritter, a.a.O., S. 42 f., BVR 

2016, S. 281 ff., E. 3, sowie Art. 76 Abs. 4 Satz 1 BV, Art. 1 Abs. 2 WBG, Art. 1 Abs. 2 

des Bundesgesetzes über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte, Wasserrechtsgesetz; 

SR 721.80, WRG, Art. 2 und Art. 4 lit. a und b GSchG, D. Thurnheer resp. Sutter/Norer, 

in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum 

Wasserbaugesetz, Zürich 2016, Art. 2 GSchG Rz. 5 ff., Art. 4 GSchG Rz. 1 ff. bzw. 

Art. 1 WBG Rz. 35 ff., H.W. Stutz, Schweizerisches Abwasserrecht, Zürich 2008, S. 70 

ff. und H. Maurer, Revitalisierung der Gewässer, in: URP 5/2008, S. 441 ff., S. 464 f.).

8.2. Nicht umstritten ist, dass für das X.__-bächlein nach wie vor keine 

Gewässerfeststellungsverfügung vorhanden ist, obgleich die Beschwerdeführerin dies 

bereits im Einspracheverfahren gerügt hatte (vgl. act. 28/31, S. 57 Ziff. IV/H3/86a, S. 61 

Ziff. IV/H4/89f, S. 65 Ziff. IV/I3/98f). Ob die Angelegenheit deswegen zum Erlass einer 

entsprechenden Gewässerfeststellungsverfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist 

(vgl. hierzu Art. 64 in Verbindung mit Art. 56 Abs. 2 VRP und Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 

1029 ff., Art. 2 Abs. 2 GNG und Art. 18 Abs. 1 VVGNG, act. 27, S. 2 zu III.B.Ziff.12 und 

act. 39), braucht indes ebensowenig geklärt zu werden wie die rechtliche Qualifikation 

des X.__-bächleins an sich, da die Beschwerde bereits aus anderen Gründen 

gutzuheissen ist.

9. Im Weiteren hält die Beschwerdeführerin der Vorinstanz vor (act. 20, S. 11-13 Ziff. III/

D/24-26, S. 17 Ziff. IV/D/a/16, S. 19-24 Ziff. V/A-D/2-19, S. 26-28 Ziff. V/F/b/27 f. und 

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30 f., S. 34 f. Ziff. V/F/e/48, act. 39, S. 4 f. Ziff. III/A/1-4, S. 9 f. Ziff. III/B/e/17-22), den 

Sachverhalt falsch und unvollständig festgestellt zu haben.

9.1. Zunächst spricht die Vorinstanz in Sachverhalt lit. A des angefochtenen Entscheids 

(act. 2, S. 2) in Bezug auf Parzelle Nr. 0__ anfänglich zwar missverständlich nur von 

„Offenlegung“ der Y.__-bachzuflüsse (Abs. 1). Allerdings stellt sie später klar (Abs. 4), 

dass der „neue Lauf der Y.__-bachzuflüsse“ auf einer Länge von rund 300 m vom 

bestehenden offenen Bachlauf auf dem Grundstück Nr. 0__ entlang der Z.__-strasse 

bis zur Brücke über die Z.__-strasse nördlich des Grundstücks Nr. 09__ führe. Daraus 

ergibt sich somit klar, dass es vorliegend nicht nur um die Offenlegung des X.__-

bächleins, sondern auch um dessen Verlegung auf Parzelle Nr. 0__ geht.

9.2. Weiter sind die von der Beschwerdegegnerin behaupteten und von der Vorinstanz 

nicht in Frage gestellten Überschwemmungen zwischen der Z.__- und der R.__-strasse 

im Jahr 2002 und der dadurch (teilweise) entstandene Sachschaden nicht weiter belegt 

(vgl. hierzu Technischer Bericht vom 16. Oktober 2006, act. 28/1, Beilage Nr. 2, S. 2, 

und GEP Vorprojekt Nr. 2: Z.__-strasse/R.__-strasse vom 25. März 2003, act. 47/4.2, S. 

3). Dasselbe gilt für die von der Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 26. April 2017 

(act. 35) geltend gemachten regelmässig überschwemmten Keller unterhalb der Z.__-

strasse. Auch ist unklar, ob allfällige Überschwemmungen auch von zu kleinen oder 

defekten (von der Beschwerdegegnerin nicht bewilligten resp. nicht abgenommenen, 

vgl. Art. 7 Abs. 2 GSchG in Verbindung mit Art. 3 ff. GSchVG) Meteorwasserleitungen 

auf den betroffenen Grundstücken, von mangelhaftem Unterhalt – die Leitungen 

wurden nach Angaben der Beschwerdeführerin allerdings letztmals Mitte 2013 gespült 

(act. 20, S. 22 Ziff. V/C/13e) – oder einer schadhaften Eindolung herrühren. Zudem 

fehlte im Zeitpunkt der öffentlichen Auflage vom 15. Mai bis 13. Juni 2007 eine 

punktuelle Gefahrenabklärung. Wie es sich damit verhält, kann indessen offen bleiben, 

da die Vorinstanz zulässigerweise (vgl. E. 6 hiervor) nachträglich die Gefahrenkarte 

C.__-D.__ aus dem Jahr 2011 (www.geoportal.ch, nachgeführt am 29. März 2018) 

sowie die Gefahrenkarte (vor Massnahmen) vom 27. April 2012 (act. 28/12) beigezogen 

hat (vgl. hierzu Art. 6 Abs. 1 RPG, Art. 27 Abs. 1 Ingress und lit. c WBV sowie VerwGE 

B 2012/74 vom 8. November 2013 E. 4.2, a.a.O.). Diese Karten geben in Bezug auf die 

Gefahrenquelle Y.__-bachzuflüsse hinlänglich Aufschluss über die 

Hochwassergefährdungssituation im fraglichen Gebiet entlang des X.__-bächleins. 

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Daraus geht hervor, dass vom X.__-bächlein oberhalb der Z.__-strasse – neben dem 

Oberflächenwasser auf Parzelle Nr. 0__ als hauptsächliche Gefahrenquelle (vgl. E. 4.3 

des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 21) – eine mittlere Gefährdung für Teilflächen 

des Gebiets unterhalb der Z.__-strasse, insbesondere für die Parzellen Nrn. 010__ und 

011__, ausgeht. Inwiefern die von der Ingenieure W.__ AG erstellte Gefahrenkarten 

resp. die entsprechende 2D-überflutungsmodellierungen als Fachgutachten (vgl. 

Hinweise in E. 8.2 hiervor) auf falschen und unzureichenden Annahmen und 

Grundlagen (vgl. hierzu Wegleitung zur Naturgefahrenanalyse der 

Naturgefahrenkommission des Kantons St. Gallen aus dem Jahr 1999, Stand 2015, 

Kap. 8.5 f. und 13 f., www.sg.ch) beruhen sollten, insbesondere indem sie gemäss der 

Beschwerdeführerin eine Überlastung des X.__-bächleins lediglich konstruierten, ist 

nicht ersichtlich. Überdies ist vorliegend nicht relevant, ob sich aus dem strittigen 

Ausbauprojekt, welches dem Hochwasserschutz im überbauten Gebiet zwischen der 

Z.__- und R.__-strasse und damit einhergehend der ökologischen Aufwertung der Y.__-

bachzuflüsse dient, eine Verbesserung der Hochwassersituation für das Grundstück 

Nr. 0__ der Beschwerdeführerin ergibt, selbst wenn dies die Vorinstanz im 

angefochtenen Entscheid behauptete (vgl. act. 2, S. 22 E. 4.3).

9.3. Im Weiteren ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf den in der Schweiz 

für Siedlungsgebiete geltenden Hochwasserschutzstandard (HQ ) abgestellt hat (vgl. 

VerwGE B 2010/179 vom 16. März 2011 E. 5.2.1 mit Hinweisen auf BGer 1A.157/2006 

vom 9. Februar 2007 E. 3.5.1 und BGer 1C_148/2008 vom 11. Dezember 2008 E. 4.5.1, 

in: URP 2009, S. 150 ff., www.gerichte.sg.ch). überdies durfte die Vorinstanz von einer 

ökologischen Aufwertung des X.__-bächleins ausgehen: Gemäss der Bewilligung des 

Amtes für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF, ehemals: Amt für Jagd und Fischerei) vom 

11. April 2006 ist das Vorhaben aus gewässerökologischer Sicht sehr zu begrüssen. 

Zudem wird die Bachoffenlegung gemäss Mitbericht des Amtes für Raumentwicklung 

und Geoinformation (AREG, ehemals: Amt für Raumentwicklung) vom 18. April 2006 für 

Flora und Fauna sehr positive Auswirkungen haben (act. 28/1/Beilage Nr. 4). Es ist 

nicht erkennbar und wird von der Beschwerdeführerin nicht weiter substantiiert, dass 

sich diese Einschätzungen der kantonalen Fachstellen nur auf die Verlegung und 

Offenlegung des R.__-bachs und nicht auch auf jene des X.__-bächleins beziehen 

sollten.

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9.4. Darüber hinaus berücksichtigte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (act. 2, 

S. 6 lit. I, act. 28/14), dass nicht von einer Dimensionierungswassermenge von HQ100 

= 4 m /s, sondern nur von einer solchen von 1.5 m /s bis 2.5 m /s auszugehen ist. Ob 

der Flächenverlust so klein wie möglich gehalten wurde, ist ferner nicht bei der 

Sachverhaltskontrolle, sondern im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung zu klären. 

Sodann hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (act. 2, S. 21 f. E. 4.3) nicht in 

Abrede gestellt, dass eine Änderung des X.__-bächleins auf der heutigen 

Linienführung, insbesondere ein Ausbau der bestehenden Eindolung unterhalb der 

Z.__-strasse, technisch machbar sei (siehe auch Zusatzstudie vom 21. Januar 2014, 

act. 28/28, S. 4 f.). Ferner sind im Rahmen der Generellen Entwässerungsplanung im 

Jahr 2004 verschiedene Varianten geprüft worden (act. 47/4.2, S. 6 f. und GEP 

Vorprojekt Nr. 2: Z.__-strasse/R.__-strasse). Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt 

hat, war die Linienführung im vorliegend strittigen Bereich auf Parzelle Nr. 0__ entlang 

der Z.__-strasse bei all diesen Varianten allerdings identisch („Wasserdamm“). 

Hingegen finden sich in den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass die Vorinstanz 

gemäss ihren Beteuerungen im angefochtenen Entscheid (act. 2, S. 2 Sachverhalt lit. A 

Abs. 3) mit den betroffenen Grundeigentümern, insbesondere mit der 

Beschwerdeführerin, vor der öffentlichen Auflage des Projekts Rücksprache 

genommen hätte. Dies tut indessen nichts zur Sache, da die Beschwerdeführerin in 

Bezug auf das strittige Projekt (vgl. demgegenüber in Bezug auf die Gefahrenkarten, 

die Karte Gewässernetz 1:10‘000 [GN10] und das Massnahmenkonzept, act. 20, S. 20 

Ziff. V/B/6 f., und act. 50, S. 2 f. lit. A/b/4-7) weder im Einsprache- noch im 

Beschwerdeverfahren eine Verletzung der Mitwirkung gemäss Art. 4 Abs. 2 RPG gerügt 

hat.

Nach dem Gesagten kann der Vorinstanz keine rechtsfehlerhafte unvollständige oder 

unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts vorgeworfen werden (vgl. 

hierzu Art. 12 VRP, VerwGE B 2014/197; B 2015/307 vom 24. August 2017 E. 7.1.1, 

www.gerichte.sg.ch, und Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 586 ff.).

10. Des Weiteren ist die Beschwerdeführerin der Ansicht (act. 20, S. 37-39 Ziff. V/G/

52-58), das Projekt widerspreche dem Vertrag zwischen ihr und der 

Beschwerdegegnerin vom 9./14. November 2012. Darin sei ihr von der 

Beschwerdegegnerin zugesichert worden, dass der Gewässerausbau die 

3 3 3

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Erschliessung und Überbauung des Grundstücks Nr. 0__ möglichst wenig 

beeinträchtige.

10.1. Streitigkeiten aus verwaltungsrechtlichen Verträgen sind grundsätzlich im 

Klageverfahren zu klären. Aus verfahrensökonomischen Gründen macht es indessen 

Sinn, vorliegend darüber zu befinden (vgl. hierzu VerwGE B 2012/93 vom 30. April 2013 

E. 3.4 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Für die Auslegung verwaltungsrechtlicher 

Verträge ist wie bei einem privatrechtlichen Vertrag in erster Linie auf den 

übereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien abzustellen (vgl. Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 

Fünfter Teil: Obligationenrecht; SR 220, OR, analog; subjektive Vertragsauslegung). Die 

subjektive Vertragsauslegung bezieht sich auf den Willen der Vertragsparteien im 

Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Lässt sich ein übereinstimmender Parteiwille nicht 

feststellen, ist der Vertrag so auszulegen, wie er nach dem Vertrauensgrundsatz 

verstanden werden durfte und musste (objektive Vertragsauslegung, vgl. VerwGE K 

2015/6 vom 15. August 2017 E. 3.3 Abs. 4 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).

10.2. Laut Ziff. 1.3 des Vertrags zwischen der Beschwerdeführerin und der 

Beschwerdegegnerin vom 9./14. November 2012 (act. 47/45, S. 3) sind das 

Wasserbauprojekt „Sanierung Y.__-bachzuflüsse“ und die Verfahren zur Erschliessung 

und Überbauung des Grundstücks Nr. 0__ zu koordinieren, so dass die Erschliessung 

und Überbauung des Grundstücks Nr. 0__ möglichst wenig beeinträchtigt wird. 

Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin bezog sich dieser Vertrag indessen 

nicht auf die heutige Parzelle Nr. 0__, sondern lediglich auf die Parzelle Nr. 02__, 

welche bei Vertragsschluss noch Bestandteil der Parzelle Nr. 0__ war (vgl. Ziff. 1.1 in 

Verbindung mit Planbeilage des Vertrages). Demzufolge kann die Beschwerdeführerin 

aus diesem Vertrag unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben (Art. 9 BV) 

bezüglich der heutigen Parzelle Nr. 0__ mangels Vertrauensgrundlage nichts zu ihren 

Gunsten ableiten (vgl. hierzu VerwGE B 2016/42 vom 29. Juni 2017 E. 6.1 mit 

Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Soweit das strittige Projekt die Parzelle Nr. 02__ 

tangiert, hat die Beschwerdeführerin selbst eingeräumt, dass sie insoweit mit dem 

Projekt einverstanden sei. Dessen ungeachtet ist nicht ersichtlich, dass die 

Erschliessung und Überbauung des Grundstücks Nr. 02__ durch das Projekt 

vertragswidrig beeinträchtigt würde.

http://www.gerichte.sg.ch

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Ferner stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (act. 20, S. 18-37 Ziff. V/

A-F, act. 39, S. 6 f. Ziff. III/B/a/1-4, S. 8 Ziff. III/B/b/10, S. 12-15 Ziff. III/B/g/28 f. und 

30v, Ziff. III/B/h/32-39, act. 50, S. 4-7 lit. A/c/9 f., lit. B/b/16-18, 21), das strittige 

Ausbauprojekt sei unverhältnismässig.

Durch die geplante Verlegung und Öffnung des X.__-bächleins ist die 

Beschwerdeführerin als Eigentümerin der Parzelle Nr. 0__ in der Eigentumsgarantie 

(Art. 26 Abs. 1 BV) betroffen. Einschränkungen von Grundrechten bedürfen gemäss Art. 

36 BV einer gesetzlichen Grundlage (Abs. 1), müssen durch ein öffentliches Interesse 

oder den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt (Abs. 2) und verhältnismässig 

sein (Abs. 3).

11.1. Die Beschwerdeführerin stellt zunächst die gesetzliche Grundlage für das 

Ausbauprojekt in Frage. Zu prüfen ist, ob sich die vorliegend strittige Verlegung des 

X.__-bächleins auf Parzelle Nr. 0__ auf Art. 3 f. WBG und Art. 37 GSchG stützen kann, 

welche die in Art. 2, Art. 3 Abs. 1 und Art. 34 Abs. 1 aWBG SG statuierten 

Anforderungen nach kantonalem Recht im Wesentlichen präzisieren und darüber 

hinausgehen. Danach haben die Kantone den Hochwasserschutz in erster Linie durch 

den Unterhalt der Gewässer und durch raumplanerische Massnahmen zu 

gewährleisten (vgl. Art. 3 Abs. 1 WBG, BGer 1C_608/2014 vom 3. September 2015 

E. 5.1 mit Hinweisen, BGer 2C_461/2011 vom 9. November 2011 E. 5.3 mit Hinweisen, 

in: ZBl 113/2012, S. 617 ff., VerwGE B 2015/308 vom 26. Oktober 2017 E. 7.1 und 

VerwGE B 2007/117 vom 12. Februar 2008 E. 3.5, www.gerichte.sg.ch, und 

E. Hepperle, a.a.O., Art. 3 WBG Rz. 3). Reicht dies nicht aus, so müssen Massnahmen 

wie Verbauungen, Eindämmungen, Korrektionen, Geschiebe- und 

Hochwasserrückhalteanlagen sowie alle weiteren Vorkehren, die Bodenbewegungen 

verhindern, getroffen werden (Art. 3 Abs. 2 WBG, vgl. K. Hoffmann, in: Griffel/Liniger/

Rausch/Thurnherr [Hrsg.], öffentliches Baurecht, Zürich 2016, Rz. 5.455, siehe auch 

BGer 1C_148/2008 vom 11. Dezember 2008 E. 4.5, a.a.O., und VerwGE B 2005/5 vom 

22. Februar 2006 E. 3d/cc). Ein Gewässer darf bzw. muss verbaut oder korrigiert 

werden, wenn dies dem Schutz von Menschen und erheblichen Sachwerten dient (vgl. 

Art. 1 ff. WBG und Art. 37 Abs. 1 lit. a GSchG). Art. 37 Abs. 1 lit. a GSchG setzt nicht 

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voraus, dass eine hohe Gefährdung besteht oder dass durch die Korrektion eine starke 

Verbesserung des Schutzes erfolgt (vgl. BGer 1C_109/2010 vom 8. September 2010 E. 

6.3.2, in: URP 7/2010, S. 717 ff.). Ist eine der Voraussetzungen von Art. 37 Abs. 1 lit. a 

GSchG gegeben, muss nicht zusätzlich geprüft werden, ob mit der vorgesehenen 

Massnahme der Zustand des Gewässers im Sinne von Art. 37 Abs. 1 lit. c GSchG 

verbessert werden könnte (vgl. C. Fritzsche, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], a.a.O., 

Art. 37 GSchG Rz. 14). Bei Eingriffen in das Gewässer muss dessen natürlicher Verlauf 

möglichst beibehalten oder wiederhergestellt werden. Gewässer und Gewässerraum 

müssen so gestaltet werden, dass sie einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt als 

Lebensraum dienen können, die Wechselwirkungen zwischen ober- und unterirdischen 

Gewässern weitgehend erhalten bleiben und eine standortgebundene Vegetation 

gedeihen kann (vgl. Art. 4 Abs. 2 WBG und Art. 37 Abs. 2 GSchG). Damit soll erreicht 

werden, dass natürliche und bewaldete Bachläufe als wertvolle Landschaftselemente 

soweit wie möglich erhalten werden. Sind sie, wie vorliegend, bereits beeinträchtigt, 

soll ihre Renaturierung gefördert werden (vgl. BGE 122 II 274 E. 5b, siehe auch 

Art. 43a GSchG, Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Natur- und 

Heimatschutz, SR 451, NHG, und Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Fischerei, 

SR 923.0, BGF, und Art. 6 des Gesetzes über die Fischerei sowie den Schutz der im 

Wasser lebenden Tiere und deren Lebensgrundlagen, Fischereigesetz; sGS 854.1, FiG). 

In überbauten Gebieten (vgl. hierzu BGer 1A.62/1998 vom 15. Dezember 1998 E. 4c, in: 

ZBl 2000, S. 323 ff., S. 330) kann die Behörde Ausnahmen von Art. 37 Abs. 2 GSchG 

resp. Art. 4 Abs. 2 WBG bewilligen (vgl. Art. 37 Abs. 3 GSchG und Art. 4 Abs. 3 WBG 

sowie BGer 1C_100/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 2.4 mit Hinweis auf BGer 

1C_255/2013 vom 24. Juni 2013 E. 2, VerwGE B 2015/25 vom 23. September 2015 E. 

2.3 und 2.5.1, www.gerichte.sg.ch, und C. Fritzsche, a.a.O., Art. 37 GSchG Rz. 53 f.).

Selbst die von der Beschwerdeführerin bevorzugte Variante „Entlastung mit 

Winkelmauer“ sieht den Ausbau der bestehenden Eindolung DN 120 im obersten 

Abschnitt des X.__-bächleins nach der Unterquerung der Z.__-strasse auf die Kapazität 

der nachfolgenden Haltung (DN 250) vor (vgl. Zusatzstudie der Q.__ AG vom 

29. Oktober 2013, act. 28/26, S. 7 und Situation 1:100, siehe auch Zusatzstudie vom 

14. August 2013, act. 28/25, S. 5 f.). Damit räumt die Beschwerdeführerin selbst ein, 

dass der Hochwasserschutz nicht allein durch den Unterhalt des X.__-bächleins 

gewährleistet werden kann. Überdies ist nicht ersichtlich und wird von der 

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Beschwerdeführerin auch nicht behauptet, dass der Hochwasserschutz im bereits 

überbauten Gebiet zwischen Z.__- und R.__-strasse anstelle des strittigen 

Gewässerausbaus mit anderweitigen raumplanerischen Massnahmen (etwa mittels 

Um- oder Auszonungen oder Sondernutzungsplänen) gewährleistet werden könnte. 

Aus den Gefahrenkarten aus dem Jahr 2011, nachgeführt am 29. März 2018 

(www.geoportal.ch), und vom 27. April 2012 (vor und nach Massnahmen, act. 28/12 f.) 

geht sodann hervor, dass die mittlere Hochwassergefährdung durch die Y.__-

bachzuflüsse sowie – hauptsächlich – durch das von Parzelle Nr. 0__ abfliessende 

Oberflächenwasser (vgl. E. 9.2 hiervor) mittels des vorliegend strittigen 

Gewässerausbaus, insbesondere durch die Verlegung und Offenlegung des X.__-

bächleins auf Parzelle Nr. 0__, im Bereich zwischen der Z.__- und R.__-strasse bis auf 

die Restgefahr auf den Parzellen Nrn. 012__, 013__, 014__ und 015__ beseitigt werden 

kann. Insofern ist mit Blick auf Art. 3 Abs. 1 und 2 WBG, Art. 37 Abs. 1 lit. a GSchG 

sowie Art. 2 und Art. 34 Abs. 1 aWBG nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den 

Hochwasserschutz mittels des vorliegend strittigen Gewässerausbaus gewährleisten 

will, zumal dies, wie ausgeführt, keine hohe Gefährdung oder starke Verbesserung des 

Hochwasserschutzes voraussetzt. Weiter ist nicht erstellt, dass die bestehende 

Eindolung des X.__-bächleins unterhalb der Z.__-strasse gemäss Art. 37 Abs. 2 Satz 1 

GSchG und Art. 4 Abs. 2 Satz 1 WBG dem natürlichen Verlauf dieses Gewässers 

entspricht. Auch beinhaltet die von der Beschwerdeführerin favorisierte Variante nicht, 

das Gewässer unterhalb der Z.__-strasse offenzulegen. Dementsprechend befassten 

sich die von der Beschwerdeführerin veranlassten Zusatzstudien mit dem Ausbau resp. 

Ersatz der bestehenden Eindolung (vgl. act. 28/14, 25 f. und 28). Dessen ungeachtet 

hat die Vorinstanz in Bezug auf eine Offenlegung der bestehenden Eindolung des X.__-

bächleins in Erwägung 4.3 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 21 f.) ausgeführt, 

dass aufgrund der Überbauungen und der entsprechend engen Platzverhältnisse eine 

Offenlegung ausgeschlossen resp. mit einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis 

nicht möglich sei. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin (act. 20, S. 23 Ziff. 

V/D/17) kann somit nicht gesagt werden, die Vorinstanz habe eine (teilweise) 

Offenlegung nicht geprüft resp. den Verzicht darauf nicht oder nicht hinreichend 

begründet, zumal die Eindolung im dicht überbauten Gebiet unterhalb der Z.__-strasse 

hauptsächlich unter der U.__-strasse (Parzelle Nr. 016__), der R.__-strasse, resp. dem 

Parkplatz auf Parzelle Nr. 06__ verläuft (www.geoportal.ch). Selbst wenn eine 

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streckenweise Ausdolung entlang der Grenze der Parzellen Nrn. 010__ und 011__ 

machbar wäre, ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

resp. das verfahrensleitende Tiefbauamt, welches für die Erteilung einer 

Ausnahmebewilligung im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids noch zuständig war 

(vgl. Art. 41 lit. a GSchVG in Verbindung mit Art. 5 lit. a der Verordnung zum GSchVG, 

sGS 752.21, GSchVV, in der bis 30. Juni 2017 gültigen Fassung vom 21. Juni 2011), 

die Voraussetzungen für eine Ausnahme vom Grundsatz der Beibehaltung des 

natürlichen Gewässerverlaufs (Art. 37 Abs. 3 GSchG und Art. 4 Abs. 3 WBG) im 

angefochtenen Einspracheentscheid als erfüllt betrachtete. Darüber hinaus ist die 

ökologische Aufwertung durch die geplante Verlegung und Offenlegung des X.__-

bächleins im Sinne von Art. 37 Abs. 2 Satz 2 GSchG und Art. 4 Abs. 2 Satz 2 WBG 

ausgewiesen (vgl. E. 9.3 hiervor). Auch kann keine Rede davon sein, dass wegen des 

offenen Gewässerverlaufs entlang der bestehenden Z.__-strasse eine Schneise in das 

gewachsene Terrain geschlagen wird. Vielmehr nimmt das Projekt auf Parzelle Nr. 0__ 

mit dem Verlauf entlang der Z.__-strasse auf das Landschaftsbild Rücksicht (vgl. Art. 3 

Abs. 1 aWBG SG). Wie die Vorinstanz in Erwägung 3.5 des angefochtenen Entscheids 

im Ergebnis demzufolge zutreffend ausführte (act. 2, S. 18), erfüllt der strittige 

Gewässerausbau grundsätzlich die gewässerschutz- und wasserbaurechtlichen 

Anforderungen. Damit sind die gesetzlichen Grundlagen für die 

Eigentumsbeschränkung vorhanden.

11.2. Ein öffentliches Interesse (Hochwasserschutz, ökologische Aufwertung) an der 

geplanten Verlegung und Offenlegung des Gewässers ist ohne Weiteres vorhanden. 

Auch ist das vorgesehene Projekt geeignet, den Hochwasserschutz als zentrales 

Anliegen sowie die Ökologie des Gewässers und damit die Lebensbedingungen der 

Wassertiere zu verbessern (vgl. bereits E. 11.1 hiervor). Näherer Untersuchungen 

bedarf hingegen die Frage, ob der strittige Gewässerausbau dafür erforderlich resp. 

notwendig ist. Die Beschwerdeführerin vertritt die Auffassung, mittels der von ihr 

vorgeschlagenen Hochwasserschutzlösung „Entlastung mit Winkelmauer“ könne der 

Eingriff in ihr Grundeigentum minimiert werden. Die Vorinstanz habe diese Lösung ohne 

Begründung abgelehnt und an der strittigen Variante festgehalten. Die Vorinstanz 

wendet dagegen ein (vgl. E. 4.3 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 22), die von 

der Beschwerdeführerin favorisierte Variante sei gewässerschutzrechtlich nicht 

bewilligungsfähig.

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Art. 38 Abs. 1 GSchG verbietet grundsätzlich das überdecken und Eindolen von 

Fliessgewässern (vgl. BGer 1C_533/2010 vom 20. Juli 2011 E. 4.1). Die Behörde kann 

Ausnahmen für den Ersatz bestehender Eindolungen und Überdeckungen bewilligen 

(Art. 38 Abs. 2 GSchG). In Betracht fällt vorliegend der Ausnahmetatbestand, wonach 

eine offene Wasserführung nicht, d.h. nicht mit einem vernünftigen Kosten-Nutzen-

Verhältnis, möglich ist (vgl. Art. 38 Abs. 2 lit. e GSchG in Verbindung mit Art. 41 

lit. b GSchVG und Art. 5 lit. b GSchVV in der bis 30. Juni 2017 gültigen Fassung sowie 

C. Fritzsche, a.a.O., Art. 38 GSchG Rz. 18 ff.). Eine solche Ausnahmebewilligung darf 

indessen nur erteilt werden, wenn sich im Rahmen einer umfassenden 

Interessenabwägung die für eine offene Wasserführung sprechenden Gründe als 

weniger gewichtig erweisen als die Gründe für eine Eindolung (vgl. BGer 1A.140/1995 

vom 26. Februar 1996 E. 4a, in: ZBl 7/1997, S. 320 ff., und URP 1997/2, S. 153 ff., 

sowie VerwGE B 2015/25 vom 23. September 2015 E. 3.1.2, a.a.O., und VerwGE B 

2013/153 vom 24. März 2015 E. 3.2, in: GVP 2015 Nr. 27). In den übrigen in Art. 38 

Abs. 2 GSchG nicht genannten Fällen dürfen Fliessgewässer demnach nicht eingedolt 

werden (vgl. BGer 1C_137/2009 vom 7. September 2009 E. 3.4 mit Hinweis auf BGE 

130 II 313 E. 3.6).

Wie unter Erwägung 11.1 hiervor in Bezug auf Art. 37 GSchG (Verlegung 

Fliessgewässer) bereits ausgeführt, ist eine offene Wasserführung des X.__-bächleins 

entlang der bestehenden Eindolung unterhalb der Z.__-strasse aufgrund der 

räumlichen Verhältnisse in einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht möglich. 

Dasselbe muss auch unter dem Gesichtspunkt von Art. 38 Abs. 2 lit. e GSchG (Ersatz 

bestehender Eindolungen) gelten. Der von der Beschwerdeführerin im Rahmen der 

Variante „Entlastung mit Winkelmauer“ vorgeschlagene Ersatz resp. Ausbau der 

bestehenden Eindolung des X.__-bächleins im obersten Abschnitt nach der Z.__-

strasse (act. 28/26, S. 7 und Situation 1:1000) ist im Gegensatz zum geplanten 

oberirdischen naturnahen Gewässerverlauf auf Parzelle Nr. 0__ zwar mit keinerlei 

ökomorphologischer Verbesserung verbunden. Dieser Nachteil ist aber gesamthaft 

betrachtet insofern zu relativieren, als ein naturnaher Gewässerverlauf lediglich im 

Abschnitt zwischen dem bestehenden offenen Gerinne des X.__-bächleins und Profil 4 

verhindert würde. Auch die Variante „Entlastung mit Winkelmauer“ geht von einer 

Realisierung des vorliegend strittigen Ausbauprojekts aus, allerdings erst ab Profil 4. 

Überdies könnte gemäss der Variante „Entlastung mit Winkelmauer“ insofern ein 

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Eingriff ins Grundeigentum der Beschwerdeführerin verhindert werden, als auf den 

„Wasserdamm“ (vgl. act. 47/4.2, S. 6 f.) resp. die Mulde entlang der Z.__-strasse 

verzichtet werden könnte. Diese Variante fällt umso mehr ins Gewicht, als die 

Hochwassergefahr eigenen Angaben der Vorinstanz zufolge (act. 2, S. 21 E. 4.3, siehe 

auch Voten T. Meyer und H. Meier am Augenschein vom 3. Mai 2018, act. 56, S. 2) 

hauptsächlich das von Parzelle Nr. 0__ abfliessende Oberflächenwasser, welches vom 

aWBG SG nicht erfasst wird (vgl. Art. 1 Abs. 1 aWBG SG, wonach das Gesetz nur auf 

öffentliche Gewässer anwendbar ist), und damit nicht das X.__-bächlein betrifft. Vor 

diesem Hintergrund wäre die Vorinstanz verpflichtet gewesen, die von der 

Beschwerdeführerin favorisierte Variante „Entlastung mit Winkelmauer“ detailliert zu 

prüfen, was sie mit dem Bericht vom 21. Januar 2014 (act. 28/28) höchstens 

ansatzweise und fälschlicherweise unter Berücksichtigung des auf Parzelle Nr. 0__ 

abfliessenden Oberflächenwassers tat. Stattdessen wäre sie gehalten gewesen, 

abzuklären, ob mit der Variante „Entlastung mit Winkelmauer“ die vom X.__-bächlein 

ausgehende Hochwassergefahr tatsächlich und in einem vernünftigen Kosten-Nutzen-

Verhältnis beseitigt werden könnte. Da sie dies unterliess, kann nicht abschliessend 

gesagt werden, ob die von der Beschwerdeführerin favorisierte Variante im Vergleich 

zum strittigen Projekt geringer zu gewichten ist, d.h. dafür keine Ausnahme nach 

Art. 38 Abs. 2 lit. e GSchG in Verbindung mit Art. 41 lit. b GSchVG in Verbindung mit 

Art. 5 lit. b GSchVV (jeweils in der bis 30. Juni 2017 gültigen Fassung vom 21. Juni 

2011) erteilt werden kann, wodurch es dem strittigen Ausbauprojekt bis Profil 4 an der 

Erforderlichkeit fehlen würde.

11.3. Wie sich am Augenschein vom 3. Mai 2018 im Weiteren gezeigt hat, handelt es 

sich beim X.__-bächlein oberhalb der Z.__-strasse, soweit es sich dabei überhaupt um 

ein öffentliches Gewässer handelt (vgl. E. 8.2 hiervor), um ein sehr kleines, im Zeitpunkt 

des Augenscheins nur 1 bis 2 cm tiefes und 20 bis 25 cm breites Gewässer, dessen 

mittlere Ergiebigkeit nicht bekannt ist (act. 56, S. 4 f.). Selbst wenn sich die Wassertiefe 

je nach Wetterlage ändern könnte, weist es nur eine sehr geringe Grösse auf. Auch 

fehlt ein erkennbarer Uferbereich mit einer Verlandungszone. Neu soll das sehr kleine 

X.__-bächlein gemäss den unbestrittenen Angaben des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin am Augenschein vom 3. Mai 2018 (act. 56, S. 5) in einen 10 m 

breiten offenen Graben entlang der Z.__-strasse verlegt werden. Gemäss Angaben der 

Beschwerdeführerin würde auf Parzelle Nr. 0__ dadurch unmittelbar eine Fläche von 

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1‘500 m (Gerinne 1 m, Ufer je 2 m, Länge etwa 300 m) beansprucht (vgl. hierzu Art. 

664 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, SR 210, ZGB). Zusätzlich würde 

die landwirtschaftliche Bewirtschaftung dieses Grundstücks durch den von der 

Beschwerdegegnerin noch nicht festgelegten Gewässerraum (Art. 36a GSchG in 

Verbindung mit Abs. 2 Ingress und lit. a ÜbBst GSchV sowie Art. 41c Abs. 1 und 2 

GSChV) eingeschränkt (vgl. zum subsidiär anwendbaren kantonalen Gewässerabstand 

Art. 90 Abs. 2 f. PBG), welcher nach den Berechnungen der Beschwerdeführerin 

übergangsrechtlich 19 m, nach Angaben des Tiefbauamtes 11 m breit ist (vgl. zur 

definitiven Festlegung des Gewässerraums Art. 41a Abs. 2 ff. GSchV, insbesondere 

Art. 41a Abs. 5 lit. d GSchV, in der Fassung vom 22. März 2017, AS 2017 2585, 

wonach auf die Festlegung des Gewässerraums verzichtet werden kann, wenn das 

Gewässer sehr klein ist). Sodann könnte die Erschliessung der Parzelle Nr. 0__ über die 

Z.__-strasse und deren allfälliger, künftiger Ausbau erschwert werden. Bei dieser 

Sachlage erscheint das strittige Hochwasserschutzprojekt, falls es die Vorinstanz nach 

eingehender Prüfung der Variante „Entlastung mit Winkelmauer“ denn vorziehen sollte, 

im fraglichen Abschnitt als überdimensioniert und damit als unverhältnismässig mit 

Blick auf den damit verbundenen Eingriff ins Eigentum der Beschwerdeführerin. Ein 

solcher Ausbau dient in erster Linie der Ableitung des von Parzelle Nr. 0__ 

abfliessenden Oberflächenwasser, welches, wie gesagt (vgl. E. 11.2 hiervor), vom 

aWBG SG gerade nicht erfasst wird. Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz 

verbindlich in Aussicht gestellt hat, das Gerinneprofil des Baches in Tiefe und Breite zu 

reduzieren und die nördliche Böschungsoberkante um rund 0.5 m zur Z.__-strasse hin 

zu verschieben (act. 2, S. 18 E. 3.4, S. 20 f. E. 4.2), und mehr als ungewiss erscheint, 

ob es zu der im kommunalen Richtplan als Zwischenergebnis aufgeführten Einzonung 

des Südostteils des Grundstücks Nr. 0__ kommt, da im kantonalen Richtplan (von der 

Regierung am 17. Januar 2017 erlassen, vom Bundesrat am 1. November 2017 

genehmigt, www.sg.ch) auf Parzelle Nr. 0__ kein Siedlungsgebiet ausgeschieden ist 

(vgl. hierzu Art. 8a lit. a, Art. 9 Abs. 1 und Art. 15 Abs. 4 lit. e RPG, in Kraft gesetzt am 

1. Mai 2014, AS 2014 899, sowie die entsprechende Festsetzung im Koordinationsblatt 

S12, S. 3).

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde (im Subeventualantrag) gutzuheissen, soweit 

darauf einzutreten ist. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache zur 

Prüfung von alternativen Hochwasserschutzmassnahmen im fraglichen Abschnitt, 

2 

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namentlich der von der Beschwerdeführerin favorisierte Variante „Entlastung mit 

Winkelmauer“, und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.

12. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Art. 95 Abs. 1 VRP, vgl. 

VerwGE B 2017/76 vom 16. August 2018 E. 5 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, 

sowie VerwGE B 1999/174; B 1999/177 vom 16. November/14. Dezember 2000 E. 8). 

Angemessen ist eine Entscheidgebühr von CHF 4‘000 (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95 

Abs. 3 VRP). Der Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss von 

CHF 2‘000 zurückzuerstatten.

Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten hat die Beschwerdegegnerin die 

Beschwerdeführerin für das Beschwerdeverfahren ausseramtlich zu entschädigen 

(Art. 98 VRP in Verbindung mit Art. 98  VRP). Ein Anlass, die Beschwerdeführerin für 

das Einspracheverfahren gestützt auf Art. 98 Abs. 3 Ingress und lit. b VRP 

ausnahmsweise ausseramtlich zu entschädigen, ist konkret nicht dargetan (vgl. hierzu 

VerwGE B 2015/313 vom 29. Juni 2017 E. 2.1 mit Hinweisen, allerdings in Bezug auf 

das erstinstanzliche Verfahren nach dem Gesetz über die disziplinarische 

Verantwortlichkeit der Behördemitglieder, Beamten und öffentlichen Angestellten, 

Disziplinargesetz; sGS 161.3, DG, www.gerichte.sg.ch). Ihr Rechtsvertreter hat für das 

Beschwerdeverfahren keine Kostennote eingereicht, weshalb die Entschädigung nach 

Ermessen festzulegen ist (vgl. Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 und Art. 31 Abs. 1 und 2 

des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, AnwG, sowie Art. 6 und 19 der Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, HonO). Eine Entschädigung von 

CHF 4‘500 zuzüglich vier Prozent Barauslagen und Mehrwertsteuer ist angemessen 

(Art. 22 Abs. 1 lit. a und b, Art. 28  und Art. 29 HonO). Die vom Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin erbrachten anwaltlichen Leistungen unterliegen sowohl den 

bisherigen als auch den neu ab 1. Januar 2018 geltenden Mehrwertsteuersätzen. Da 

die Leistungen mehrheitlich vor, teils nach dem 1. Januar 2018 erbracht wurden, ist ein 

Anteil der ausseramtlichen Entschädigung von CHF 3‘500 zuzüglich 4 % Barauslagen 

mit dem bisherigen Mehrwertsteuersatz von 8 % und ein solcher von CHF 1‘000 

zuzüglich 4 % Barauslagen mit dem neuen Steuersatz von 7.7 % abzurechnen (vgl. 

bis

bis

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Ziff. 2.1 der MWST-Info 19 zur Steuersatzänderung per 1. Januar 2018, 

www.estv.admin.ch).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Der 

angefochtene Entscheid wird aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur 

Prüfung von alternativen Hochwasserschutzmassnahmen und neuem Entscheid an die 

Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 4‘000 werden der 

Beschwerdegegnerin auferlegt; auf die Erhebung wird verzichtet. Der 

Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von CHF 2‘000 

zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin entschädigt die Beschwerdeführerin für das 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit insgesamt CHF 4‘500 zuzüglich 4 % 

Barauslagen und Mehrwertsteuer (CHF 3‘640 zu 8 % und CHF 1‘040 zu 7.7 %).

 

Der Abteilungspräsident                    Der Gerichtsschreiber

Eugster                                              Bischofberger

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 16.08.2018
	Gewässerausbau, Art. 3 f. WBG, Art. 37 f. GSchG, Art. 25a Abs. 2 lit. b und Abs. 4 sowie Art. 33 Abs. 4 RPG, Art. 1 Abs. 1, Art. 2, Art. 3 Abs. 1, Art. 21, Art. 34 Abs. 1, Art. 37 und Art. 38 Abs. 1 aWBG SG.Pflicht zur Koordination des Projektverfahrens mit dem Perimeter- und Enteignungsverfahren verneint, betreffend Festlegung des Gewässerraums offengelassen (E. 4).Qualifikation als öffentliches Gewässer offengelassen (E. 8).Auslegung eines verwaltungsrechtlichen Vertrags (E. 10).Da die Hochwassergefahr im fraglichen Bereich hauptsächlich durch abfliessendes Oberflächenwasser verursacht wird, welches vom aWBG nicht erfasst wird, erscheint das Hochwasserschutzprojektes im strittigen Abschnitt als überdimensioniert. Auch hätte die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin favorisierte Variante bei der Prüfung der Erforderlichkeit des Projekts detailliert untersuchen müssen (E. 11), (Verwaltungsgericht, B 2016/119).

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