# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbe13ae2-99b3-579c-a6c0-264ed4604bb8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.07.2018 200 2017 976
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-976_2018-07-16.pdf

## Full Text

200 17 976 IV
FUR/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Juli 2018

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________, MLaw C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. Oktober 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/2017/976, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) wurde im Juni 2011 von seinen Eltern bei der Eidgenössischen In-
validenversicherung (IV) zum Leistungsbezug in Form von beruflichen 
Massnahmen angemeldet (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin; act. II] 2). Die IVB erteilte nach medizinischen Ab-
klärungen Kostengutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung zum 
… (Eidgenössisches Berufsattest [act. II 26; 32]), welche der Versicherte im 
Juli 2016 erfolgreich abschloss (act. II 51 S. 1). In der Folge gewährte ihm 
die IVB einen Arbeitsversuch bei der Firma D.________ (act. II 56), wo der 
Versicherte per 1. November 2016 eine Arbeitsstelle als … im Umfang ei-
nes 100%-Pensums antrat (act. II 66 S. 2). Mit zwischenzeitlich erfolgtem 
Vorbescheid vom 4. Oktober 2016 (act. II 60) stellte die IVB ab November 
2016 die Ausrichtung einer Viertelsrente in Aussicht. Dagegen liess der 
Versicherte Einwand erheben (act. II 62; 68), woraufhin die IVB bei der 
Abklärungsstelle E.________ für berufliche Integration eine Arbeitsmarkt-
lich-Medizinische Abklärung (AMA) veranlasste (act. II 85; Abklärungsbe-
richt AMA vom 6. April 2017 [act. II 88 S. 4 ff.] sowie Stellungnahme vom 
30. Mai 2017 [act. II 91 S. 2]). Nach erneuter Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens (act. II 94 ff.) entschied die IVB mit Verfügung vom 6. Ok-
tober 2017 (act. II 99 S. 2 ff.) wie angekündigt, wobei sie einen 
Invaliditätsgrad von 48% ermittelte. 

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch MLaw C.________ vom 
B.________, mit Eingabe vom 6. November 2017 Beschwerde erheben. Er 
stellt die folgenden Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung vom 6. Oktober 2017 sei aufzuheben.

2. Es soll dem Beschwerdeführer eine Dreiviertelsrente zugesprochen wer-
den. 

3. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine halbe Rente zuzusprechen. 

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- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

In der Begründung beanstandet der Beschwerdeführer den Einkommens-
vergleich bzw. die Höhe des Invalideneinkommens, wobei er einen Invali-
ditätsgrad von 69% bzw. 50% geltend macht. 

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Dezember 2017 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. Oktober 2017 (act. 
II 99 S. 2 ff.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 

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und dabei insbesondere die Frage, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf 
eine höhere als die ihm zugesprochene Viertelsrente hat. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

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2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Mit Bezug auf den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit 
präsentieren sich die Akten im Wesentlichen wie folgt: 

3.1.1 F.________, Fachpsychologin für Kinder- und Jugendpsychologie 
FSP, hielt im Bericht vom 16. September 2011 (act. II 10 S. 1 f.) fest, nach 
Durchführung des HAWIK-IV-Testverfahrens liege das kognitive Potential 
des Beschwerdeführers deutlich unterhalb der Altersnorm und sei mit Aus-
nahme des wahrnehmungsgebundenen logischen Denkens homogen. In 
diesem Bereich liege die Leistung an der Grenze zur Altersnorm. Der Be-
schwerdeführer benötige im Hinblick auf die berufliche Eingliederung Bera-
tung und Unterstützung (S. 1).

3.1.2 Dr. med. G.________, Fachärztin für Pädiatrie, Regionaler Ärztli-
cher Dienst (RAD), hielt gestützt auf den Bericht von F.________ vom 
16. September 2011 am 1. November 2011 (act. II 11) zu Handen der Be-
schwerdegegnerin fest, die kognitiven Fähigkeiten des Beschwerdeführers 
lägen im Bereich einer leichten Intelligenzminderung (ICD-10 F70). Der IQ 
betrage gesamthaft 65. Die Sprache sei limitierend, ein Gesundheitsscha-
den könne bestätigt werden (S. 1). 

3.1.3 Ab Sommer 2014 absolvierte der Beschwerdeführer eine zweijäh-
rige Ausbildung zum …. Durchführungsstelle war die Stiftung … (act. II 23 
S. 4 f.). 

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In deren Bericht vom 29. Januar 2016 (act. II 48) wurde betreffend das vom 
2. bis 27. November 2015 durchgeführte Praktikum bei der Firma 
D.________ festgehalten, der Beschwerdeführer führe die Arbeiten oft 
sauber aus; mit dem Arbeitstempo bekunde er oft Mühe (S. 2). 

Im Schlussbericht der Stiftung … vom 30. Mai 2016 (act. II 52 S. 2 f.) wurde 
festgehalten, der Beschwerdeführer komme stets motiviert und aufgestellt 
zur Arbeit. Die aufgetragenen Aufgaben erledige er exakt und gewissen-
haft, brauche jedoch für alle Aufgaben überdurchschnittlich viel Zeit. In 
Stresssituationen oder bei zu viel Druck reagiere er blockiert und benötige 
Unterstützung, um die Arbeit wieder aufnehmen zu können (S. 3). 

3.1.4 Vom 27. Februar bis 24. März 2017 wurde in der Abklärungsstelle 
E.________ eine AMA durchgeführt. Im entsprechenden Abklärungsbericht 
vom 6. April 2017 (act. II 88 S. 4 ff.) hielt Dr. med. H.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, als Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine Lernbehinderung (ICD-10 F81.9) an der Grenze zur 
leichten Intelligenzminderung, mit kognitiven Minderleistungen in diversen 
Bereichen (visuell-räumliche Kognition, Gedächtnis, Exekutivfunktionen, 
Sprache, Rechnen), sowie insbesondere einem langsamen Arbeitstempo 
fest. Der Verlauf der vierwöchigen AMA sei sehr erfreulich. Der Beschwer-
deführer zeige intakte Grundarbeitsfähigkeiten, sei stets kooperativ, freund-
lich, hilfsbereit, pflicht- und verantwortungsbewusst. Im Sozialverhalten sei 
er eher schüchtern, zurückgezogen, „taue“ aber im Verlauf langsam auf. Er 
sei fein- und grobmotorisch unauffällig, zeige ein ausgesprochenes hand-
werkliches Geschick und weise ein grosses Qualitätsbewusstsein auf. Ein-
ziger Kritikpunkt sei das langsame Arbeitstempo, sowie die Überforderung 
bei der Bewältigung komplexer Aufgabestellungen. Der Beschwerdeführer 
sei kritikfähig, hole sich Hilfe und vergewissere sich, ob er es richtig mache. 
Seine Arbeit sei qualitativ hochwertig (S. 18).

Zum Zumutbarkeitsprofil hielt Dr. med. H.________ fest, der Beschwerde-
führer sei in der Lage, bei vollem Pensum ca. 35 - 40% der Leistungsfähig-
keit eines … ohne zusätzliche Lernbehinderung zu erbringen. Aufgrund 
seiner kognitiven Beeinträchtigung sei er insbesondere im Arbeitstempo 
verlangsamt. Er sei in der Lage, einfache manuelle Tätigkeiten im … zu 
leisten, benötige bei neuen Aufgaben eine längere Einarbeitungs- und 

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Einübungszeit. Bei komplexeren Aufgaben sei er überfordert und dannzu-
mal vermindert belastbar (S. 19). 

3.1.5 Auf die von der Beschwerdegegnerin gestellte Rückfrage hinsicht-
lich der Leistungsfähigkeit bei einfachsten seriellen Tätigkeiten – nicht auf 
die erlernte, sondern auf sämtliche Tätigkeiten bezogen (act. II 90) – hielt 
die Teamleiterin Berufliche Integration der Abklärungsstelle E.________ in 
der Stellungnahme vom 30. Mai 2017 (act. II 91 S. 2) fest, im Rahmen der 
AMA würden die Kompetenzen mit einfacheren wie auch komplexeren Ar-
beiten umfassend getestet und abgeklärt. Die einfachsten seriellen Tätig-
keiten seien lediglich ein Bestandteil der ganzen Abklärung, 
dementsprechend sei die Aussage mit Vorsicht zu interpretieren. Der Be-
schwerdeführer habe stets eine hohe Arbeitsqualität erreicht, habe in der 
Regel, beispielsweise beim Sortieren der Ordnerinhalte, massiv über der 
normierten Zeit gelegen. Erschwerend hinzu komme sein als zwanghaft zu 
bezeichnendes Verhalten, alle Arbeiten doppelt zu kontrollieren. Insgesamt 
sei die „Leistungszahl von einfachen seriellen Tätigkeiten“ auf 50% festzu-
setzen.

3.2 Die im Recht liegenden Akten erlauben eine zuverlässige Beurtei-
lung der sich vorliegend stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen. Dies 
ist denn auch unbestritten. 

3.3 Aufgrund der hiervor dargelegten – und übereinstimmenden – Ak-
tenlage (vgl. E. 3.1 vorne) steht fest, dass der Beschwerdeführer an einer 
Lernbehinderung an der Grenze zur leichten Intelligenzminderung mit ko-
gnitiven Minderleistungen in diversen Bereichen und einer daraus resultie-
renden Verlangsamung beim Arbeitstempo leidet. Ferner attestiert die 
Abklärungsstelle E.________ dem Beschwerdeführer hinsichtlich der 
Tätigkeit als … eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bei 35-40%iger Leistungs-
fähigkeit (act. II 88 S. 19). In Bezug auf einfache serielle Tätigkeiten postu-
liert die Abklärungsstelle E.________ eine 50%ige Leistungsfähigkeit (act. 
II 91 S. 2). 

Dies alles steht grundsätzlich ausser Streit. Bestritten sind jedoch die dar-
aus resultierenden Konsequenzen hinsichtlich der – nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode – zu ermittelnden Invalidität. 

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4.

4.1 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) wird bei einer erwerbstäti-
gen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre.

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden 
beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das Erwerbseinkommen, 
das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, den folgenden nach Alter abge-
stuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss der 
vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung (LSE): Vor Vollendung des 21. Altersjahres 70%, vor 
Vollendung des 25. Altersjahres 80%, vor Vollendung des 30. Altersjahres 
90% und nach Vollendung des 30. Altersjahres 100% (Art. 26 Abs. 1 der 
Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 
831.201]). 

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung 

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Tabellenlöhne gemäss der vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen 
werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist 
(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 
S. 1 E. 2.2). 

4.2 Die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte im Juni 2011 (act. II 
2 S. 6) bzw. im August 2014 (act. II 27 S. 6). Ferner bezog der Beschwer-
deführer während der Dauer der Eigliederungsmassnahmen bis Oktober 
2016 ein Taggeld der Invalidenversicherung (act. II 33; 42; 51 S. 2; 57 
S. 2), womit der frühest mögliche Rentenbeginn am 1. November 2016 zu 
liegen kommt (Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG). 

4.3 Mit Bezug auf das Valideneinkommen steht nach Lage der Akten 
fest, dass der Beschwerdeführer aus invaliditätsbedingten Gründen keine 
zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnte (vgl. E. 3.1 vorne). 
Gestützt auf diesen Sachverhalt setzte die Beschwerdegegnerin das Vali-
deneinkommen nach Massgabe von Art. 26 Abs. 1 IVV fest (vgl. E. 4.1.1 
vorne), was der Beschwerdeführer nicht beanstandet (zwar bezeichnet er 
die Berechnung des Valideneinkommens beschwerdeweise als nicht über-
zeugend [vgl. S. 3, Ziff. 8 f.]; aus dem Kontext geht jedoch hervor, dass mit 
dieser Kritik das Invalideneinkommen gemeint ist [vgl. E. 4.4 sogleich]). 
Gemäss dieser Berechnung beträgt das Valideneinkommen beim im De-
zember 1996 geborenen Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Rentenbe-

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ginns (vgl. E. 4.2 vorne) gestützt auf das auch für das Jahr 2016 massge-
bliche IV-Rundschreiben Nr. 329 vom 18. Dezember 2014 des Bundesam-
tes für Sozialversicherung (BSV) Fr. 57‘750.-- (70% von Fr. 82‘500.--).

4.4 Indem der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht aus-
schöpft respektive er in Bezug auf die ihm zumutbaren einfachen seriellen 
Tätigkeiten (act. II 91 S. 2) ein höheres Pensum bzw. Einkommen realisie-
ren könnte als im Rahmen seiner seit November 2016 ausgeübten Tätigkeit 
als … (act. II 66 S. 2), ist für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf 
statistische Werte gemäss LSE 2014 abzustellen (vgl. E. 4.1.2 vorne). 
Massgebend ist die LSE 2014, wobei praxisgemäss der Wert Total von 
Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer, heranzuziehen ist (vgl. Ent-
scheide des Bundesgerichts [BGer] vom 11. Januar 2018, 9C_621/2017, 
E. 2.3.1 und vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, E. 4.2.1). Zwar bezieht sich 
das im Abklärungsbericht AMA vom 6. April 2017 dem Beschwerdeführer 
als zumutbar erachtete volle Pensum auf die Tätigkeit als … (act. II 88 
S. 19). Weder bestehen jedoch Hinweise noch macht der Beschwerdefüh-
rer geltend, dass er hinsichtlich einfacher serieller Tätigkeiten in der Ar-
beitsfähigkeit zusätzlich eingeschränkt wäre (vgl. vielmehr S. 7). Demnach 
ist insoweit bzw. mit Bezug auf die Ermittlung des Invalideneinkommens 
von einer 50%igen Leistungsfähigkeit auszugehen. Sodann gilt es bei der 
Anwendung von Tabellenlöhnen zu berücksichtigen, dass ihnen generell 
eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, welcher Wert 
etwas tiefer ist als die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im 
Bereich der Tabellenposition „Total“, welche sich im Jahr 2016 auf 41.7 
Wochenstunden belief (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 77; BFS, Betriebs-
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Abschnitt Total). Demnach 
betrug das jährliche Invalideneinkommen pro November 2016 unter 
Berücksichtigung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stun-
den, der statistischen Lohnerhöhungen (BFS, T1.1.10 Nominallohnindex, 
Männer, 2011 - 2017, Abschnitt Total), einer Arbeits- bzw. Leistungsfähig-
keit von 50% sowie des von der Beschwerdegegnerin gewährten leidens-
bedingten Abzugs von 10% Fr. 30‘164.70 (Fr. 5‘312.-- x 12 Monate / 40 x 
41.7 Wochenstunden / 103.2 x 104.1 x 0.5 x 0.9). 

An dieser Berechnung ändern die Vorbringen in der Beschwerde nichts: 

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4.4.1 Zunächst kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, so-
weit er das Invalideneinkommen nach Massgabe der (im Rahmen der be-
ruflichen Eingliederungsmassnahmen erlernten) Tätigkeit als … berechnet 
haben will: 

Die versicherte Person muss gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG alles ihr Zumutbare 
unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 
6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu ver-
hindern. Als Richtschnur gilt, dass die Anforderungen an die 
Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort strenger sind, wo eine 
erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung (namentlich durch 
Bezug einer Rente oder bei einer grundlegend neuen Eingliederung) in 
Frage steht (BGE 134 I 105 E. 8.2 S. 111). Entsprechend ist die versicherte 
Person im Rahmen der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht 
gehalten, andere zumutbare Stellen in Betracht zu ziehen, welche die 
erwerbliche Verwertung ihrer Arbeitsfähigkeit besser gewährleisten (vgl. E. 
4.1.2 vorne; Entscheid des BGer vom 21. November 2016, 9C_508/2016, 
E. 5.2).

Zwar trifft es zu, dass im Bericht der Abklärungsstelle E.________ vom 
6. April 2017 (act. II 88 S. 4 ff.) bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus-
schliesslich auf die im Rahmen der beruflichen Eingliederung erlernte 
Tätigkeit als … Bezug genommen und insoweit allein eine 35-40%ige Leis-
tungsfähigkeit postuliert wurde (vgl. act. II 88 S. 19; 20). Daraus lässt sich 
jedoch aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht bzw. unter dem Blick-
winkel der Schadenminderungspflicht respektive der Berechnung des Inva-
lideneinkommens nicht der Schluss ziehen, dass es sich hierbei um die 
einzige zumutbare Tätigkeit handelt. Im Gegenteil wurde im Rahmen des 
Konsensgesprächs Folgendes festgehalten: Geeignet seien Arbeiten im 
praktisch produktiven Bereich mit einem sichtbaren Ergebnis, da sich ein 
solches positiv auf den Selbstwert des Beschwerdeführers auswirke. Die-
ser verfüge über eine gute Fein- und Grobmotorik. Im Umgang mit Werk-
zeugen habe er flink und geschickt gewirkt und habe ausdauernd an einer 
Arbeit dranbleiben können. Instruktionen habe der Beschwerdeführer am 
besten durch Demonstration oder anhand eines Musters verarbeiten kön-
nen. Diese sollten kurz und klar strukturiert erfolgen. Er habe sorgfältig im 

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Umgang mit Materialen gearbeitet und habe eine hohe Arbeitsqualität ins 
Zentrum gestellt. Um sich neue Aufgaben anzueignen benötige der Be-
schwerdeführer mehr Zeit und zusätzliche Instruktionen. Von Arbeitswie-
derholungen könne er profitieren. Das vollschichtige Arbeitspensum habe 
er problemlos bewältigen können. Der Beschwerdeführer benötige ein für 
ihn angepasstes Umfeld, in dem Vorgesetzte ihn in seiner Introvertiertheit 
akzeptierten und ihn in den sozialen Kompetenzen förderten. Er sollte in 
sich geschlossene Arbeiten nacheinander ausführen können. Ein an seine 
Leistung angepasster Zeitdruck wirke sich anspornend auf sein Arbeitsver-
halten aus. Der Umgang damit sollte sorgfältig trainiert werden. Eine wohl-
wollende strukturgebende Bezugsperson sei zielführend. Bei einfachsten 
seriellen Tätigkeiten habe der Beschwerdeführer höhere Leistungswerte 
erreicht – begründet dadurch, dass diese Arbeiten ihm einerseits lägen und 
anderseits kurze in sich geschlossene Arbeiten seien. Da dies atypische 
Arbeiten im … seien, erfolge die Einschätzung anhand des zweiwöchigen 
Einsatzes in der Abklärungsstelle E.________ …, da dies aufgrund des 
Berufsabschlusses die dem Beschwerdeführer bestangepasste Tätigkeit 
sei (S. 19 f.).

Aus diesen differenzierten Ausführungen folgt, dass die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit nur deshalb allein in Bezug auf die Tätigkeit als … erfolgte, 
weil die – dem Beschwerdeführer offensichtlich sogar besser entsprechen-
den – einfachen seriellen Arbeiten nicht zum (primären) Tätigkeitsprofil im 
… gehören. Dass dem Beschwerdeführer einzig der erlernte Beruf als … 
zumutbar wäre, ergibt sich aus dem Bericht vom 6. April 2017 jedoch nicht. 
Vielmehr geht daraus klar hervor, dass der Beschwerdeführer invaliditäts-
bedingt zwar unbestrittenermassen im Arbeitstempo verlangsamt und bei 
komplexeren Aufgaben überfordert ist, im Übrigen aber über erhebliche 
Ressourcen respektive über „intakte Grundarbeitsfähigkeiten“ (vgl. S. 18) 
verfügt. Dies wird auch von Seiten der Stiftung … bestätigt, indem dem 
Beschwerdeführer insbesondere eine exakte Arbeitsweise, Pünktlichkeit 
und ein sehr gutes Verantwortungsbewusstsein attestiert werden (act. II 46 
S. 1). Wenn die Abklärungsstelle E.________ deshalb in ihrer Stellung-
nahme vom 30. Mai 2017 (act. II 91 S. 2) hinsichtlich einfacher serieller 
Tätigkeiten eine 50%ige Leistungsfähigkeit postulierte, so steht dies durch-
aus in Einklang mit den Feststellungen im AMA-Bericht vom 6. April 2017. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/2017/976, Seite 13

Dies umso mehr, als bereits in diesem Bericht als „einziger Kritikpunkt […] 
das langsame Arbeitstempo, sowie die Überforderung bei der Bewältigung 
komplexer Aufgabestellungen“ betrachtet, der Beschwerdeführer im Übri-
gen aber als „stets kooperativ, freundlich, hilfsbereit, pflicht- und verantwor-
tungsbewusst“ beschrieben wurde, er über ein „ausgesprochenes 
handwerkliches Geschick“ verfüge und ein „grosses Qualitätsbewusstsein“ 
aufweise (act. II 88 S. 18). Schliesslich finden sich auch keinerlei Hinweise 
dahingehend, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines Sozialverhal-
tens einem anderen Arbeitgeber nicht zumutbar wäre. 

In der Folge hat die Beschwerdegegnerin dem Invalideneinkommen somit 
zu Recht ein Einkommen zugrunde gelegt, wie es der Beschwerdeführer 
nach Massgabe von Tabelle TA1 der LSE (2014), Position Total, Kompe-
tenzniveau 1, Männer, erwirtschaften könnte (vgl. E. 4.4 vorne). Diese Po-
sition umfasst einfache Tätigkeiten körperlicher und handwerklicher Art, 
mithin auch serielle Tätigkeiten. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass 
der massgebliche ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. E. 4.1 vorne) auch so-
genannte Nischenarbeitsplätze umfasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, 
bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des 
Arbeitgebers rechnen können (Entscheid des BGer vom 6. Juli 2017, 
9C_253/2017, E. 2.2.1). Anders als der Beschwerdeführer geltend macht 
(vgl. Beschwerde, S. 4, Ziffer 9 und 11), erweist sich die Arbeitsfähigkeit 
nicht als dergestalt eingeschränkt, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt 
eine entsprechende zumutbare Tätigkeit praktisch nicht kennt oder dass sie 
nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen 
Arbeitgebers möglich wäre (SVR 2017 IV Nr. 64 S. 201 E. 4.1, 2011 IV Nr. 
6 S. 18 E. 4.2.4), erfordern die dem Beschwerdeführer offen stehenden 
Verweistätigkeiten doch kein besonderes Bildungsniveau und ist das 
Zumutbarkeitsprofil relativ zu den offen stehenden Verweistätigkeiten doch 
nicht besonders restriktiv formuliert.

4.4.2 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, es sei „befremdend, 
wenn die Beschwerdegegnerin zwar eine Ausbildung“ finanziere, „sie aber 
dann bei der Berechnung des zumutbaren Invalideneinkommens nicht auf 
die Erwerbschancen im erlernten Beruf“ abstelle (Beschwerde, S. 4, Zif-
fer 9). Auch dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/2017/976, Seite 14

Nach Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, sobald sie die für 
die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art 
und Schwere erreicht hat. Mithin kennt das IVG keinen einheitlichen 
Versicherungsfall; vielmehr folgt es dem System des leistungsspezifischen 
Versicherungsfalles (BGE 126 V 241 E. 4 S. 242). Entsprechend setzt die 
Zusprache einer Eingliederungsmassnahme auch rechtsprechungsgemäss 
nicht voraus, dass diese den für den Rentenanspruch massgebenden 
Invaliditätsgrad beeinflusst (BGE 142 V 523 E. 5.3.2 S. 532, 115 V 191 E. 
5b S. 199; vgl. auch Entscheid des BGer vom 1. Juni 2016, 9C_231/2016, 
E. 2.1). 

Nichts anderes hat vorliegend zu gelten. Nachdem der Beschwerdeführer 
die Schnupperzeit durchlaufen hatte (act. II 17 ff.), entsprach die Lehre als 
… dem Wunsch der Familie (act. II 22), wofür die Beschwerdegegnerin 
denn auch Kostengutsprache erteilte (act. II 26). Damit waren jedoch keine 
weiteren Zusicherungen hinsichtlich anderweitiger möglicher 
Leistungsansprüche – namentlich der (Höhe der) vorliegend 
streitgegenständlichen Invalidenrente – verbunden. Dass der 
Beschwerdeführer in der Tätigkeit als … nach Abschluss der Ausbildung 
über eine geringere Leistungsfähigkeit verfügen wird als in einer einfachen 
seriellen Tätigkeit, war zudem im Zeitpunkt der Erteilung der 
Kostengutsprache noch nicht absehbar. Aus der Zusprechung von 
Eingliederungsmassnahmen in Form von Berufsberatung (act. II 13; Art. 15 
IVG) sowie erstmaliger beruflicher Ausbildung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 
lit. a IVG ergibt sich daher nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers (vgl. 
auch BGer, 9C_231/2016, E. 2.1). 

4.4.3 Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer die Höhe des von 
der Beschwerdegegnerin in Anschlag gebrachten leidensbedingten Abzugs 
von 10% (Beschwerde, S. 4, Ziffer 11). 

Nach der Rechtsprechung zum leidensbedingten Abzug (vgl. E. 4.1.2 vor-
ne) darf das kantonale Gericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an 
die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf 
Gegebenheiten abstützen können, die seine abweichende 
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (Entscheid des 
BGer vom 18. Januar 2018, 8C_552/2017, E. 4.3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/2017/976, Seite 15

Indem die Beschwerdegegnerin einen 10%igen Abzug vom Tabellenlohn 
vorgenommen hat, trug sie dem Umstand Rechnung, dass der 
Beschwerdeführer selbst bei der ihm zumutbaren Hilfsarbeitertätigkeit in 
seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/bb S. 78). 
Im Übrigen sind die leidensbedingten Einschränkungen mit der von der 
Abklärungsstelle E.________ attestierten 50%igen Leistungsfähigkeit für 
einfache serielle Tätigkeiten (act. II 91 S. 2) umfassend berücksichtigt. So-
dann besteht für einen weitergehenden Abzug kein Anlass: Wie die Be-
schwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Dezember 2017 (vgl. 
S. 3, Ziffer 7), auf welche insoweit verwiesen werden kann, überzeugend 
dargelegt hat, sind die entsprechenden Voraussetzungen offensichtlich 
nicht erfüllt. 

Es besteht demnach kein triftiger Grund, den vorinstanzlich gewährten 
leidensbedingten Abzug von 10% zu erhöhen. 

Schliesslich handelt es sich beim Valideneinkommen nach Art. 26 Abs. 1 
IVV um einen normativen, sich nicht auf einen bestimmten Wirtschafts-
zweig beziehenden Wert, weshalb die 30%ige Kürzung entgegen dem Be-
schwerdeführer (Beschwerde, S. 4 f., Ziffer 12) nicht auch beim 
Invalideneinkommen vorzunehmen ist. 

4.5 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt dies 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 27‘585.30 (Fr. 57‘750.-- - Fr. 30‘164.70) und 
damit einen Invaliditätsgrad von gerundet (zur Rundung: vgl. BGE 130 V 
121 E. 3.2 S. 123) 48% (Fr. 27‘585.30 / Fr. 57‘750.-- x 100), womit der An-
spruch auf eine Viertelsrente zu bestätigen ist (vgl. E. 2.2 vorne). 

4.6 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 6. Okto-
ber 2017 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen. 

4.7 Der Vollständigkeit halber bleibt darauf hinzuweisen, dass der Be-
schwerdeführer im Dezember 2017 – und damit nach dem für das vorlie-
gende Verfahren massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der 
angefochtenen Verfügung – das 21. Altersjahr vollendet hat; ab jenem 
Zeitpunkt gelangt für das Valideneinkommen gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV ein 
höherer Wert zur Anwendung. Dieser Umstand stellt einen Revisionsgrund 
dar (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts vom 19. April 2016, IV/2015/1094, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/2017/976, Seite 16

E. 3.1, und vom 9. April 2014, IV/2013/1098, E. 4.2.1; vgl. auch Entscheid 
des BGer vom 19. Februar 2015, 9C_611/2014, E. 5.2). Auf dieser Grund-
lage wird die Beschwerdegegnerin den IV-Grad ab Dezember 2017 neu zu 
berechnen und die Rente des Beschwerdeführers gegebenenfalls anzu-
passen haben.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men. 

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
obsiegende Beschwerdegegnerin hat als öffentlichrechtliche Anstalt des 
Kantons Bern keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 61 Ingress 
ATSG i.V.m. Art. 104 Abs. 3 und Art. 2 Abs. 1 lit. a VRPG sowie Art. 2 Abs. 
1 des Einführungsgesetzes vom 23. Juni 1993 zum Bundesgesetz über die 
Invalidenversicherung [EG IVG; BSG 841.21]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/2017/976, Seite 17

2. Die Akten gehen an die Beschwerdegegnerin zum Vorgehen im Sinne 
von E. 4.7.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/2017/976, Seite 18

Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.