# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab494301-f664-57c8-bd30-cb4921a4370b
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-10
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 10.01.2023 S1 22 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_S1-22-95_2023-01-10.pdf

## Full Text

S1 22 95 

 

 

URTEIL VOM 10. JANUAR 2023 

 

Kantonsgericht Wallis 

Sozialversicherungsrechtliche Abteilung 

 

Besetzung: Dr. Thierry Schnyder, Präsident; Candido Prada und Thomas Brunner, 

Kantonsrichter; Renata Kreuzer, Gerichtsschreiberin 

 

in Sachen 

 

X _________, 3965 Chippis, Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

AUSGLEICHSKASSE DES KANTONS WALLIS, 1951 Sitten, Beschwerdegegnerin  

 

 

(EL / Vermögensverzicht) 

Beschwerde gegen den Entscheid vom 30. Mai 2022 

  

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Sachverhalt 

A. 

Die 1963 geborene Beschwerdeführerin meldete sich im Sommer 2021 zum Bezug von 

Ergänzungsleistungen an (Dossier Ausgleichskasse Dok. 31). Die Ausgleichskasse  

verlangte von ihr verschiedene Belege und gab bei der Gemeinde A _________ eine 

Verkehrswertschatzung von zwei Parzellen in Auftrag, die die Beschwerdeführerin im 

September 2020 als Erbvorbzug an ihren Sohn übertragen hatte. Am 22. März 2022 traf 

die Schatzung der beiden in B _________ gelegenen Grundstücke ein. Sie ergab einen 

Wert von CHF 218'660 (a.a.O. Dok. 10). 

B. 

Mit Verfügungen vom 23. März 2022 und vom 7. April 2022 lehnte die Ausgleichskasse 

einen Ergänzungsleistungsanspruch ab. Der Ergänzungsleistungsberechnung legte sie 

einen Vermögensverzicht in der Höhe von CHF 208'660 (für das Jahr 2022 – verringert 

um CHF 10’000) zugrunde (a.a.O. Dok. 11 und 9). 

Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 13. April 2022 Einsprache (a.a.O. Dok. 6). 

Sie erklärte, bei der Abtretung der Grundstücke sei kein Geld geflossen. Sie sei aus 

gesundheitlichen Gründen zu diesem Schritt gezwungen gewesen. Durch den Baustopp 

des Raumplanungsgesetzes sei ein Verkauf praktisch nicht mehr möglich und die Grund-

stücke seien wertlos. Die Ausgleichskasse legte die Einwände der Beschwerdeführerin 

der Schatzungskommission zur Stellungnahme vor und diese korrigierte den Schat-

zungswert um CHF 560 auf neu CHF 218’100 (a.a.O. Dok. 2). Die Ausgleichskasse wies 

die Einsprache mit Entscheid vom 30. Mai 2022 unter Korrektur des Vermögensverzichts 

ab. 

C. 

Dagegen wurde am 14. Juni 2022 Beschwerde bei der Sozialversicherungsrechtlichen 

Abteilung des Kantonsgerichts Wallis erhoben. Die Beschwerdeführerin beantragte die 

Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und die Zusprache von Ergän-

zungsleistungen sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Sie brachte im 

Wesentlichen vor, seitdem sie im Jahr 2016 erkrankt sei, habe sie versucht, die beiden 

Grundstücke zu verkaufen, um nicht auf Sozialhilfe angewiesen zu sein. Die Gemeinde 

C _________ habe im Jahr 2017 eine Planungszone verhängt und ihr nie zugesichert, 

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dass auf ihrer Parzelle gebaut werden könne. Dadurch sei der Boden unverkäuflich ge-

worden. Sie sei nicht mehr in der Lage gewesen, den Unterhalt der Grundstücke zu 

bezahlen, damit diese nicht vergandeten. Deshalb habe ihr Sohn sie von dieser Last 

befreit. 

Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2022 beantragte die Ausgleichskasse die Abwei-

sung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids. Sie halte sich bei 

Verkehrswertschatzungen an die Praxis des Kantons Wallis, die vom Bundesgericht  

geschützt worden sei (Bundesgerichtsurteil P 10/05 vom 10. Juni 2005). 

Die Beschwerdeführerin replizierte am 7. Juli 2022. Ihr Boden sei – anders als im er-

wähnten Bundesgerichtsurteil – mit einer zeitlich befristeten Eigentumsbeschränkung bis 

2025 behaftet. Er sei dadurch nicht verwertbar und habe einen Marktwert von CHF 0. 

Sie sei von den Ärzten und vom Sozialmedizinischen Zentrum dazu gedrängt worden, 

sich vom Grundstück zu befreien. Als Sozialhilfeempfängerin habe sie sich dazu ver-

pflichtet gefühlt. 

Nachdem die Ausgleichskasse am 10. August 2022 an ihren bisherigen Ausführungen 

festgehalten hatte, wurde der Schriftenwechsel am 17. August 2022 abgeschlossen. 

Auf weitere Parteivorbringen wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

Erwägungen 

1. 

1.1  Das Kantonsgericht hat die Prozessvoraussetzungen, wie die Partei- und die  

Prozessfähigkeit, die Zulässigkeit des Rechtswegs, die Zuständigkeit der angerufenen 

Instanz, das Rechtsschutzinteresse sowie die formrichtige und rechtzeitige Rechtsvor-

kehr von Amtes wegen zu prüfen (BGE 131 V 202 E. 1, 126 V 30 E. 1, 125 V 183 E. 1 

mit weiteren Hinweisen).  

Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hin-

terlassenen- und Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG) sind die Bestim-

mungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

vom 6. Oktober 2000 (ATSG) auf die Leistungen nach dem 2. Kapitel des ELG anwend-

bar, soweit dieses nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.  

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1.2  Die Beschwerdeführerin ist im Walis wohnhaft; der Streitgegenstand ist sozialversi-

cherungsrechtlicher Natur. Die örtliche und sachliche Zuständigkeit der angerufenen So-

zialversicherungsrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts ist damit gegeben (Art. 7 

Abs. 2 des Gesetzes über die Rechtspflege [RPflG] vom 11. Februar 2009, Art. 1 Abs. 2 

des Verfahrensreglements vom 2. Oktober 2001 [RVG] und Art. 81a des Gesetzes über 

das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege vom 6. Oktober 1976 

[VVRG]). Die Beschwerdeführerin ist von den Verfügungen bzw. dem Einspracheent-

scheid der Ausgleichskasse berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

Aufhebung oder Änderung. Sie ist somit zur Beschwerde legitimiert (Art. 59 ATSG). Auf 

die form- (Art. 61 lit. b ATSG) und fristgerecht (Art. 60 ATSG) eingereichte Beschwerde 

kann eingetreten werden. 

2. 

Die Beschwerdeführerin rügt sinngemäss eine unrichtige Anwendung von Art. 9a Abs. 3 

ELG, Art. 17a Abs. 5 und Abs. 17b lit. a der Verordnung über die Ergänzungsleistungen 

zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 15. Januar 1971 (ELV) und 

von Art. 8 Abs. 1 und 2 des Reglements über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV vom 

9. Dezember 1998 (ELR). 

2.1  Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie unter anderem eine Rente oder 

eine Hilflosenentschädigung der Invalidenversicherung (IV) beziehen (Art. 4 Abs. 1 lit. c 

ELG) und falls die weiteren, wirtschaftlichen Bedingungen ebenfalls zutreffen, mithin die 

anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen. Die jährliche Ergän-

zungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten Ausgaben die 

anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). 

Was zu den anerkannten Ausgaben gezählt wird, ist in Art. 10 ELG geregelt, was zu den 

anrechenbaren Einnahmen, in Art. 11 ELG. Vermögenswerte sind nach Massgabe von 

Art. 11 Abs.1 lit. c ELG als Einnahmen zu veranschlagen. 

Da Ergänzungsleistungen die Deckung der laufenden Lebensbedürfnisse bezwecken, 

dürfen nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhandene Vermögenswerte  

berücksichtigt werden, über die der Leistungsansprecher ungeschmälert verfügen kann. 

Vorbehalten bleibt der Tatbestand des Verzichts auf Einkünfte oder Vermögenswerte 

(Art. 11a Abs. 2 ELG). 

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2.2  Nach Art. 17 Abs. 1 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 15. Januar 1971 (ELV) ist das anre-

chenbare Vermögen nach den Grundsätzen der Gesetzgebung über die direkte kanto-

nale Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton zu bewerten. Dient 

eine Liegenschaft dem Bezüger oder einer Person, die in der EL-Berechnung einge-

schlossen ist, nicht zu eigenen Wohnzwecken, so wird diese zum Verkehrswert einge-

setzt (Art. 17a Abs. 4 ELV).  

Nach Art. 8 Abs. 2 des Reglements über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV vom 

9. Dezember 1998 (ELR) entspricht der Verkehrswert in der Regel dem in den zwei vo-

rangegangenen Jahren beim Verkauf von Liegenschaften im selben Ortskreis erzielten 

Durchschnittspreis. Sollte der Steuerwert dem Verkehrswert entsprechen, ist dieser für 

die Ergänzungsleistungsberechnung massgebend. Ist der Steuerwert offensichtlich zu 

niedrig oder zu hoch, wird durch die Kasse in Zusammenarbeit mit der kommunalen 

Kommission für die Katasterschatzungen eine neue Schatzung vorgenommen. Auf eine 

private Verkehrswertschätzung kann nicht abgestellt werden (BGE 120 V 182 E. 4d). 

3. 

3.1  In casu beauftragte die Ausgleichskasse die kommunale Schatzungskommission 

mit der Ermittlung des Verkehrswertes der beiden Parzellen, die die Beschwerdeführerin 

ihrem Sohn als Erbvorbezug übertragen hatte. Die Parzelle mit der Nummer 4867 um-

fasst insgesamt 5'850 m², bestehend aus einer Ferienhauszone F1 von 3'662 m² (wovon 

2'260 m² Planungszone), Landwirtschaftszone 2 von 1'372 m² und Wald von 816 m². Die 

Parzelle 4867 wurde auf einen Verkehrswert von CHF 186'100 geschätzt. Der Anteil der 

Ferienhauszone betrug dabei CHF 183'100. Die zweite Parzelle mit der Nummer 4870 

besteht aus 400 m² Wiese und wurde auf CHF 32'000 geschätzt. Insgesamt ergab sich 

somit ein Verkehrswert von CHF 218'100. Der Ortsschätzer merkte zur Planungszone 

an: «Innerhalb der Planungszone darf nichts unternommen werden, was eine künftige Abgrenzung des 

«Siedlungsgebietes», bzw. eine zweckmässige Nutzung im Sinne von Art. 15 RPG erschweren bzw. verun-

möglichen könnte. Insbesondere dürfen grundsätzlich keine Bauten und Anlagen erstellt werden, welche zu 

einer zusätzlichen Zersiedelung führen und eine spätere Zuweisung zu einer anderen Nutzungszone verun-

möglichen. In diesem Sinne stellt die Planungszone eine vorsorgliche Massnahme dar. Der Gemeinderat 

kann auch innerhalb der Planungszone Baubewilligungen erteilen, sofern diese Bauten den Zweck der  

Planungszone nicht oder nur geringfügig beeinträchtigen. Parzellen in diesem Schätzungsbericht, welche 

der aktuellen Planungszone der Gemeinde C _________ unterliegen, werden auch als solche aufgeführt. 

Deren Schätzungswert bezieht sich jedoch auf die entsprechende Bauzone gemäss Bau- und Zonenord-

nung der Gemeinde C _________, da, wie oben angeführt, nur ein Gesuch an den Gemeinderat Klarheit 

über eine allfällige Überbaubarkeit geben kann». 

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3.2  Gegen den Erlass der Planungszone des Gemeinderates von C _________ hatte 

im Jahr 2017 eine Vielzahl von Grundeigentümern, darunter auch die Beschwerdefüh-

rerin zusammen mit ihren Kindern, Einsprache erhoben. Am 13. März 2019 erging der 

Entscheid des Staatsrates des Kantons Wallis (a.a.O. Dok. 5). Im allgemeinen wurde zur 

Definition einer Planungszone festgehalten: «Ihre Anwendung ermöglicht es der Behörde, in ei-

nem Gebiet, in welchem die Nutzungszone geändert oder ergänzt werden soll, die Realisierung von präju-

dizierenden Bauvorhaben zu verhindern. Insofern ist eine Planungszone eine öffentlich-rechtliche Eigen-

tumsbeschränkung, welche mit der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) nur vereinbar ist, sofern sie auf einer 

gesetzlichen Grundlabe beruht, im überwiegenden öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist.» 

Die Ablehnung der Einsprache der Beschwerdeführerin und ihrer Kinder wurde unter 

anderem mit den folgenden Ausführungen begründet: «… dass die ZNPL der Gemeinde  

C _________ mit einem theoretischen Überschuss von 39.9 ha an Baulandreserven nicht den bundesrecht-

lichen Anforderungen von Art. 15 RPG entspricht, sowie dass die beiden Quartierpläne sich am Siedlungs-

rand befinden, innerhalb der Aussenreserven und aus Sicht der Dienststelle für Raumentwicklung nicht in-

nerhalb des zukünftigen Siedlungsgebietes für Wohnnutzung, weshalb bis zur Überarbeitung des ZNPL in 

diesen Sektoren keine Baubewilligungen erteilt werden sollten». 

3.3  Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin die Parzellen 4867 und 4870 im Sep-

tember 2020 als Erbvorausbezug an ihren Sohn übertragen hat. Dabei floss kein Geld, 

d.h. es lag ein Verzicht in der ganzen Höhe des Verkehrswertes der beiden Parzellen 

vor und die Ausgleichskasse war verpflichtet, dieses Verzichtsvermögen bei der Ergän-

zungsleistungsberechnung zu berücksichtigen. 

Zu überprüfen bleibt die Höhe des anrechenbaren Verzichtsvermögens. Nach ständiger 

und von der Lehre bestätigter Rechtsprechung dürfen nur tatsächlich vereinnahmte Ein-

künfte und vorhandene Vermögenswerte berücksichtigt werden, über die der Leistungs-

ansprecher ungeschmälert verfügen kann. Die Anrechnung eines Vermögenswerts im 

Rahmen von Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG beruht auf der Fiktion, dass er jederzeit in liquides 

Vermögen umgewandelt werden und als solches verzehrt werden kann. Ist indessen die 

Umwandlung in liquide Mittel nicht möglich oder der Zugriff darauf verwehrt, entfällt die 

Anrechnung (Bundesgerichtsurteil 9C_831/2016 vom 11. Juni 2017 E. 5.1). Für die Be-

wertung des entäusserten Vermögens und einer allfälligen Gegenleistung ist der Zeit-

punkt des Verzichts massgebend (Rz. 3532.04 der Wegleitung über die Ergänzungsleis-

tungen zur AHV und IV [WEL]). Zum Zeitpunkt der Übertragung der beiden Parzellen 

(und aufgrund der Verlängerung der Planungszone bis zum heutigen Tag) wäre es äus-

serst unwahrscheinlich gewesen, dass die Beschwerdeführerin den sich in der Pla-

nungszone befindlichen Teil der Parzelle 4867 als Bauland hätte verkaufen können. Dies 

geht sehr klar aus der Formulierung des Staatsratsentscheids vom 13. März 2019 her-

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vor, wonach sich dieser Teil der Parzelle 4867 aus Sicht der Dienststelle für Raumpla-

nung innerhalb der Aussenreserven und nicht innerhalb des zukünftigen Siedlungsge-

bietes befindet, weshalb bis zur Überarbeitung des Zonennutzungsplanes keine Baube-

willigung erteilt werden sollte. 

In diesem Zusammenhang ist auch auf die Interpellation 20.4616 von Nationalrat Roduit 

und die Antwort des Bundesrates von 17. Februar 2021 zu verweisen. Der Bundesrat 

stellte fest, dass es sich bei der Auszonung eines Grundstückes um einen unfreiwilligen 

Vermögensverlust handelt, der nicht auf ein absichtliches oder grobfahrlässiges Verhal-

ten der EL-beziehenden Person zurückzuführen ist und dass das Gesetz die EL-bezie-

hende Person im Falle einer unfreiwilligen Vermögensverminderung schützt, was be-

deutet, dass der EL-Anspruch nicht aufgrund von Umständen, die nicht in der Verant-

wortung der betroffenen Person liegen, in Frage gestellt oder verändert werden darf. 

Wenn jedoch die Herabstufung nach dem Vermögensverzicht erfolgte, schützt das Ge-

setz die EL-beziehende Person nicht. Zu berücksichtigen ist der Wert der Liegenschaft, 

gleich welcher Art, im Zeitpunkt, in dem die EL-beziehende Person zustimmte, auf das 

Vermögen zu verzichten, d.h. in casu, der Wert der Grundstücke im September 2020. 

3.4  Da die Beschwerdeführerin über die sich in der Planungszone befindlichen 2'260 m² 

der Parzelle 4867 nicht hätte ungeschmälert verfügen können, war es nicht rechtens, ihr 

diesen Teil der Parzelle zum Verkehrswert als Bauland anzurechnen. Ob es aufgrund 

der Lage und Form des in der Ferienhauszone verbliebenen Grundstückteils von 1402 

m² möglich gewesen wäre, diesen für sich allein als Bauland zu verkaufen, ohne dabei 

den Teil der Planungszone zu entwerten, falls er denn im neuen Zonennutzungsplan in 

der Bauzone verbleiben sollte, kann das erkennende Gericht nicht beurteilen und ist von 

der Ausgleichskasse zusammen mit dem Ortsschätzer abzuklären. 

Aufgrund des Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und die Sache ist zu den not-

wendigen ergänzenden Abklärungen und gestützt darauf zur Neuberechnung eines all-

fälligen Ergänzungsleistungsanspruchs an die Ausgleichskasse zurückzuweisen. 

4. 

4.1  Die Ausgleichskasse des Kantons Wallis bezahlt der nicht anwaltlich vertretenen 

Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 200 für ihre Ausla-

gen (Kopien, Porto usw., Art. 61 lit. g ATSG, Art. 4 GTar). 

4.2  Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

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5. 

In Anbetracht des Verfahrensausganges ist das von der Beschwerdeführerin gestellte 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege als gegenstandlos geworden abzuschreiben. 

 

DEMNACH WIRD ERKANNT 

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2. Die Sache wird an die Ausgleichskasse zurückgewiesen, damit sie die im Sinne der 

Erwägungen 3.3 und 3.4 notwendigen Abklärungen treffen und gestützt darauf über 

den Anspruch auf Ergänzungsleistungen neu befinden kann. 

3. Die Ausgleichskasse des Kantons Wallis bezahlt der Beschwerdeführerin eine  

Parteientschädigung in der Höhe von CHF 200. 

4. Es werden keine Kosten erhoben. 

5. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird als gegen-

standslos abgeschrieben. 

Sitten, 10. Januar 2023