# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ccdf0fe-0c72-59d6-a1fc-81e029f47916
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 21.05.2013 B 2013/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2013-99_2013-05-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2013/99

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 12.02.2020

Entscheiddatum: 21.05.2013

Zwischenverfügung Verwaltungsgericht, 21.05.2013
Öffentliches Beschaffungswesen; Nichterteilung der aufschiebenden 
Wirkung. (Verwaltungsgericht, Zwischenverfügung, B 2013/99).

Verfügung vom 21. Mai 2013

In Sachen

Verein Sprachschule Susanne Büchler, Zentrum für Bildung, Kultur und Integration, 

Bahnhofstrasse 9, 9435 Heerbrugg,

Beschwerdeführerin,

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit, Unterstrasse 22, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

ARGE Integration Ostschweiz, Rorschacher Strasse 1, Postfach 61, 9004 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin

vertreten durch lic. iur. Marco Cottinelli, Rechtsanwalt, Rosenbergstrasse 60, 9001 St. 

Gallen

betreffend

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Öffentliches Beschaffungswesen (8 Kurse Deutsch für den Arbeitsmarkt A2, 

Intensiv in Heerbrugg) 

wird in Erwägung,

dass  der Verein Sprachschule Susanne Büchler, Heerbrugg,  den vom Amt für 

Wirtschaft und Arbeit verfügten, am 24. April 2013 versandten Zuschlag für 8 Kurse 

Deutsch für den Arbeitsmarkt A2, Intensiv, in Heerbrugg zum Preis von Fr. 865'440.– 

an die ARGE Integration Ostschweiz, St. Gallen, mit Beschwerde vom 6. Mai 2013 

beim Verwaltungsgericht angefochten und unter anderem ein Begehren um 

aufschiebende Wirkung gestellt hat;

dass  die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin in ihren Vernehmlassungen vom 13. 

Mai 2013 jeweils den Antrag stellten, es sei das Begehren um Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung abzuweisen;

dass  die aufschiebende Wirkung erteilt werden kann, wenn die Beschwerde 

ausreichend begründet erscheint und keine überwiegenden öffentlichen oder privaten 

Interessen entgegenstehen (Art. 5 des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über 

das öffentliche Beschaffungswesen, sGS 841.1, abgekürzt EGöB, in Verbindung mit 

Art. 17 Abs. 2 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche 

Beschaffungswesen, sGS 841.32, abgekürzt IVöB);

dass  in den Ausschreibungsunterlagen unter Ziff. 6.8 folgende Zuschlagskriterien (und 

Maximalpunktzahlen) bekannt gegeben wurden: A. Anbieter und Infrastruktur (24 

Punkte); B. Konzept (36 Punkte); C. Kursleitung (36 Punkte); D. Preis (24 Punkte);

dass  unter Ziff. 6.9 zudem darauf hingewiesen wurde, dass Offerten, welche bei den 

Kriterien A., B. und C. die Mindestpunktzahl von 60 Punkten nicht erreichen, für die 

Berechnung des Durchschnittspreises nicht einbezogen werden;

dass  die Offerte der Beschwerdeführerin bei den Leistungskriterien A., B. und C. total 

59.5 Punkte erhielt, somit unter der Mindestpunktzahl von 60 Punkten und damit bei 

der Preisbewertung unberücksichtigt blieb, während die Offerte der 

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Beschwerdegegnerin mit total 84.5 Punkten bewertet wurde, wovon 72.5 Punkte auf 

die Kriterien A., B., C. und 12 Punkte auf den Preis entfielen;

dass  die Beschwerdeführerin sich nur gegen die Bewertung wendet und dabei geltend 

macht, ihre Offerte sei in etlichen Bereichen willkürlich (tief) bewertet worden;

dass  der Vergabestelle in der Bewertung und Benotung ein erheblicher 

Ermessensspielraum zukommt, den das Verwaltungsgericht zu respektieren hat, soweit 

das Ermessen pflichtgemäss ausgeübt und nicht missbraucht oder überschritten 

wurde;

dass  aufgrund der fehlenden Angemessenheitskontrolle von Vornherein nicht 

ersichtlich ist, inwiefern die von der Vorinstanz vorgenommene Benotungen, soweit sie 

nur geringfügig von der Maximalpunktzahlen abweichen (wie etwa bei den Kriterien 

«Leitbild», «Qualitätsmanagement» oder «Pausenraum»), rechtsfehlerhaft sein sollen;

dass  die Offerte der Beschwerdeführerin bei einzelnen Kriterien (so etwa bei der 

«Methodik/Didaktik», «Lehrplan Kurs», «Probelektion», «Anforderungsprofil für neue 

Kursleitungen») aber auch schlechte Bewertungen erhielt oder jedenfalls mit grösseren 

Abzügen konfrontiert ist;

dass  die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang zwar darlegt, weshalb ihrer 

Meinung nach die einzelnen Bewertungen unrichtig beziehungsweise willkürlich sind;

dass  indessen die Begründungen der Vorinstanz in der Angebotsauswertung und 

insbesondere auch im Rahmen ihrer Vernehmlassung vom 13. Mai 2013 zu den 

jeweiligen Punkten plausibel sind;

dass  jedenfalls aufgrund der hier vorzunehmenden summarischen Prüfung nicht 

erkennbar ist,

dass die Vorinstanz dabei ihr Ermessen missbraucht oder überschritten hätte;

dass  somit die Beschwerde nicht als hinreichend begründet erscheint und offen 

bleiben kann, ob überwiegende öffentliche und private Interessen für die sofortige 

Vollstreckbarkeit sprechen;                                                                                          

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dass  demzufolge das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abzuweisen 

ist;

dass  dementsprechend die amtlichen Kosten dieser Verfügung gestützt auf Art. 95 

Abs. 1 VRP der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind;

dass  eine Entscheidgebühr in Höhe von Fr. 1'000.-- angemessen erscheint (Art. 7 Ziff. 

211 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12);

dass  die Beschwerdeführerin bei diesem Verfahrensausgang und die Vorinstanz als 

verfügende

Stelle keinen Anspruch auf Ersatz von ausseramtlichen Kosten haben;

dass  demgegenüber die Beschwerdegegnerin Anspruch auf eine Parteientschädigung 

hat;

dass die Beschwerdeführerin zu verpflichten ist, die Beschwerdegegnerin 

ausseramtlich mit Fr. 1'000.-- (inklusive Barauslagen und zuzüglich MWST) für dieses 

Zwischenverfahren zu entschädigen (Art. 22 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 6 und Art. 29 

Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75);

dass  die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin nur zum Begehren um 

aufschiebende Wirkung Stellung genommen haben;

dass  somit der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin noch Frist zur ausführlichen 

Stellungnahme anzusetzen ist;

dass  die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin aufzufordern sind, innert einer (nicht 

erstreckbaren) Frist bis 31. Mai 2013 zur Beschwerde materiell Stellung zu nehmen, 

wobei nach unbenütztem Ablauf der Frist der Verzicht auf eine Stellungnahme 

angenommen würde;

verfügt:

1./ Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird abgewiesen.

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2./ Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin werden eingeladen, bis 31. Mai 2013 

materiell zur Beschwerde Stellung zu nehmen (in dreifacher Ausfertigung). Bei 

unbenütztem Ablauf der Frist wird aufgrund der vorhandenen Akten entschieden.

3. Die Kosten dieser Verfügung im Betrag von Fr. 1'000.-- bezahlt die 

Beschwerdeführerin.

4./ Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das Zwischenverfahren mit 

Fr. 1'000.-- (inklusive Barauslagen, zuzüglich MWST) zu entschädigen.

______________

VERWALTUNGSGERICHT

des Kantons St. Gallen

Der Präsident:

lic. iur. Beda Eugster

Versand dieser Verfügung an:

-   die Beschwerdeführerin (mit Doppel der Vernehmlassungen der 

Beschwerdegegnerin und Vorinstanz vom 13. Mai 2013)

-   die Vorinstanz (mit Doppel der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 13. 

Mai 2013)

-   die Beschwerdegegnerin (durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Cottinelli, 9001 St. 

Gallen, mit Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 13. Mai 2013)

am:

Rechtsmittelbelehrung:

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Die Rechtsmittelberechtigung gegen diesen Entscheid richtet sich nach Art. 82 ff., 

insbesondere Art. 83 lit. f., Art. 93 und Art. 113 ff. BGG. Das Rechtsmittel ist innert 

dreissig Tagen nach der Eröffnung beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 

Lausanne 14, einzureichen.

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