# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17473b72-2c22-58ec-be8d-c156420cfb41
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-11
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 11.01.2024 V 2024 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2024-6_2024-01-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

DIE HAFTRICHTERIN

V E R F Ü G U N G  vom 11. Januar 2024  [rechtskräftig]

in Sachen

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, substituiert durch Rechtsanwältin 

C.________

Antragsteller

gegen

Amt für Migration des Kantons Zug
Antragsgegner

betreffend

Ausländerhaft
(Überprüfung der Dublin-Haft)

V 2024 6

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Haftrichterverfügung V 2024 6

A.
A.a A.________, geboren 2002, nach eigener Angabe stammend aus «Palästina», 
wurde am 1. Dezember 2023 im Coop City, Zug, angetroffen. Die polizeiliche Kontrolle er-
gab, dass er sich illegal in der Schweiz aufhielt und im Schengener Informationssystem 
(SIS) zwecks Wegweisung ausgeschrieben war. Mit Verfügung vom 2. Dezember 2023 
liess das Amt für Migration (AFM) A.________ kurzfristig festhalten zwecks Feststellung 
der Dublin-Zuständigkeit sowie zur Eröffnung einer Verfügung. Mit Strafbefehl vom selben 
Tag wurde er wegen Widerhandlung gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz 
(Grenzübertritt ohne anerkanntes Ausweispapier, ohne Visum und ohne die für den Auf-
enthalt nötigen finanziellen Mittel) zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 10.– ver-
urteilt. Nach Befragung am 5. Dezember 2023 ordnete das Amt für Migration selbentags 
eine Administrativhaft gemäss Art. 76a Abs. 3 lit. a AIG bis längstens zum 21. Januar 2024 
an zwecks Vorbereitung des Entscheides über die Zuständigkeit für das Asylgesuch. Am 
Folgetag wurde A.________ in das Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft 
(ZAA) in Zürich überführt. 

A.b. Nach erfolgten Abklärungen bezüglich Zuständigkeit im Asylverfahren verfügte 
das Staatssekretariat für Migration (SEM) am 29. Dezember 2023 die Wegweisung nach 
Kroatien, wobei die Überstellung bis spätestens zum 27. Juni 2024 zu erfolgen habe und 
durch den zuständigen Kanton Zug zu vollziehen sei. Der Entscheid wurde dem Be-
schwerdeführer am 8. Januar 2024 ausgehändigt und eröffnet. Gleichzeitig stellte das Amt 
für Migration den Übergang der Haft im Rahmen des Dublin-Verfahrens in die Phase des 
Wegweisungsverzugs (Art. 76a Abs. 3 lit. c AIG) während längstens sechs Wochen bis 
zum 18. Februar 2024, 11.30 Uhr, fest. 

B. Mit elektronischer Eingabe datiert vom 9. Januar 2024 liess A.________ um Über-
prüfung der Rechtmässigkeit und Angemessenheit der Anordnung der Administrativhaft im 
Rahmen des Dublin-Verfahrens ersuchen und folgende Rechtsbegehren stellen:
1. Es sei die Haftanordnung des Migrationsamtes des Kantons Zug aufzuheben und der Gesuchsteller sei 

umgehend aus der Haft zu entlassen.

2. Eventualiter sei festzustellen, dass die Haft unrechtmässig war. 

3. RA C.________ sei als amtliche Vertretung einzusetzen.

4. Unter o/e Kostenfolge.

C. Eine Vernehmlassung des AFM wurde nicht eingeholt.

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Haftrichterverfügung V 2024 6

Die Haftrichterin erwägt:

1.
1.1 Gemäss Art. 80a Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Aus-
länder und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) wird 
die Rechtmässigkeit und Angemessenheit der im Rahmen des Dublin-Verfahrens ange-
ordneten Haft auf Antrag der inhaftierten Person durch eine richterliche Behörde in einem 
schriftlichen Verfahren überprüft. Diese Überprüfung kann jederzeit beantragt werden. 
Kantonale richterliche Behörde im Sinne des AIG ist das Verwaltungsgericht, welches 
aus seiner Mitte den Haftrichter oder die Haftrichterin bezeichnet (§ 5 EG AuG i.V.m. 
§ 56 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes, VRG; BGS 162.1; und § 3 Abs. 1 
Ziff. 2 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichts, GO VG; BGS 162.11).

1.2 Als Richtschnur für die richterliche Haftüberprüfung ist die in Art. 80 Abs. 2 AIG 
festgesetzte Frist von 96 Stunden heranzuziehen (BGE 142 I 135 E. 3.3). Mit dem heuti-
gen Entscheid ist diese Frist gewahrt. 

2.
2.1 Die Inhaftierung einer Person im Rahmen eines Dublin-Verfahrens ist erlaubt, 
wenn sie die Sicherstellung des Überstellungsverfahrens in den zuständigen Dublin-
Staat bezweckt (vgl. Art. 28 Abs. 2 der Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des Europäischen 
Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren 
zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsan-
gehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationa-
len Schutz zuständig ist [ABl. L 180 vom 29. Juni 2013 S. 31 ff.; nachfolgend: Dublin-III-
Verordnung] in Verbindung mit dem Bundesbeschluss vom 26. September 2014 über die 
Genehmigung und die Umsetzung des Notenaustausches zwischen der Schweiz und der 
EU betreffend die Übernahme der Verordnung [EU] Nr. 604/2013 zur Festlegung der Kri-
terien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines An-
trags auf internationalen Schutz zuständig ist [AS 2015 1841 ff.]). Die Voraussetzungen 
für die Inhaftierung bestimmen sich im Rahmen von Art. 28 der Dublin-III-Verordnung 
nach Art. 76a AIG (BGE 148 II 169 E. 2.1 mit Hinweisen). 

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2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung bzw. Art. 76a Abs. 1 AIG kann die 
zuständige Behörde die betroffene ausländische Person zur Sicherstellung der Wegwei-
sung in den für das Asylverfahren zuständigen Dublin-Staat in Haft nehmen, wenn im 
Einzelfall eine erhebliche Fluchtgefahr besteht, bzw. konkrete Anzeichen befürchten las-
sen, dass die Person sich der Durchführung der Wegweisung entziehen will (lit. a), die 
Haft verhältnismässig ist (lit. b) und sich weniger einschneidende Massnahmen nicht 
wirksam anwenden lassen (lit. c). Die konkreten Anzeichen, die befürchten lassen, dass 
sich die Person der Durchführung der Wegweisung entziehen will, sind in Art. 76a Abs. 2 
AIG abschliessend aufgeführt. So sind als solche Anzeichen etwa zu werten, wenn das 
Verhalten der betroffenen Person in der Schweiz oder im Ausland darauf schliessen 
lässt, dass sie sich behördlichen Anordnungen widersetzt (Art. 76a Abs. 2 lit. b AIG), sie 
ein ihr zugewiesenes Gebiet verlässt oder ein ihr verbotenes Gebiet betritt (Art. 76a 
Abs. 2 lit. d AIG), sie sich rechtswidrig in der Schweiz aufhält, ein Asylgesuch einreicht 
und damit offensichtlich bezweckt, den drohenden Vollzug einer Wegweisung zu vermei-
den (Art. 76a Abs. 2 lit. f AIG), etc. 

Die betroffene Person kann gemäss Art. 76a Abs. 3 lit. a AIG für die Dauer von höchs-
tens sieben Wochen in Haft genommen oder in Haft belassen werden während der Vor-
bereitung des Entscheids über die Zuständigkeit für das Asylgesuch. Gemäss Art. 76a 
Abs. 3 lit. c AIG kann die Haft (weitere) sechs Wochen dauern zur Sicherstellung des 
Vollzugs zwischen der Eröffnung des Weg- oder Ausweisungsentscheides beziehungs-
weise nach Beendigung der aufschiebenden Wirkung eines allfällig eingereichten 
Rechtsmittels gegen einen erstinstanzlich ergangenen Weg- oder Ausweisungsentscheid 
und der Überstellung der betroffenen Person an den zuständigen Dublin-Staat. 

2.3 Die Kriterien für die Gefahr des Untertauchens werden in Art. 76a Abs. 2 AIG ab-
schliessend aufgeführt. Die Untertauchensgefahr ist im Einzelfall zu prüfen und zu be-
gründen (Art. 28 Abs. 2 Dublin-III-Verordnung); die Haft darf nur bei einer erheblichen Ge-
fahr des Untertauchens erfolgen. Nach der Rechtsprechung ist erforderlich, dass die be-
troffene ausländische Person bekundet hat, dass sie sich der anstehenden Überstellung 
entziehen will. Hiervon ist solange nur mit Zurückhaltung auszugehen, als sich entspre-
chende Aussagen nicht in konkreten Handlungen niederschlagen (zum Ganzen: BGE 142 
I 135 E. 4.1 f.; BGer 2C_781/2022 vom 8. November 2022 E. 2.4).

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3. Wie sowohl das AFM in seiner Haftanordnung vom 5. Dezember 2023 als auch 
das SEM mit Verfügung vom 29. Dezember 2023 darlegen und in den Akten dokumentiert 
ist, transitierte A.________ im Sommer 2023 Griechenland, Kroatien und Slowenien, wo er 
jeweils Asylgesuche stellte, ohne indes den Entscheid der jeweiligen Behörden abzuwar-
ten und sich diesen zur Verfügung zu halten. Seinen eigenen Angaben zufolge (vgl. insbe-
sondere Befragung vom 5. Dezember 2023 durch das AFM) bestand seine Absicht von 
Anfang an darin, nach Spanien zu reisen und sich dort niederzulassen. Er hat mithin in der 
Vergangenheit bereits in drei verschiedenen Staaten des Schengen-Raums Asylgesuche 
eingereicht und sich dabei jeweils wiederholt den Behörden und einem allfälligen Vollzug 
der Wegweisung in den zuständigen Dublin-Staat entzogen. Wie sich den Akten entneh-
men lässt, ist er auch unter mindestens einem Alias-Namen als marokkanischer Staatsan-
gehöriger bekannt. Im Rahmen des Dublin-Verfahrens hat sich Kroatien für die Durch-
führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens zuständig erklärt und der Rückführung 
nach Zagreb zugestimmt. Anlässlich seiner Anhörung am 8. Januar 2024 sowie auch der 
Eröffnung des Wegweisungsentscheids des SEM vom 29. Dezember 2023 selbentags 
durch das AFM gab A.________ abermals zu Protokoll, er wolle nicht nach Kroatien aus-
reisen. 

4.
4.1 Der Gesuchsteller wirft dem AFM vor, es habe in seiner Verfügung vom 8. Januar 
2024 in keiner Weise dargelegt, inwiefern eine erhebliche Fluchtgefahr und mithin ein 
Haftgrund vorliegen solle; ebenfalls sei nicht ersichtlich, dass es die in diesem Zusam-
menhang notwendige Einzelfallprognose vorgenommen habe. 

Die Rüge geht fehl: Zwar trifft es zu, dass sich die Feststellungsverfügung vom 8. Januar 
2024 hierzu nicht äussert. Dabei handelt es sich indes nicht um die Haftanordnung, und es 
wurde damit auch kein Wechsel des Haftgrundes vorgenommen, sondern einzig und allein 
ein Wechsel der Verfahrensphase festgestellt. Dem kam Bedeutung zu nicht hinsichtlich 
der Zulässigkeit der Haft dem Grundsatz nach, sondern lediglich hinsichtlich deren Dauer 
(Art. 76a Abs. 3 AIG). In der Feststellungsverfügung vom 8. Januar 2024 verweist denn 
auch das AFM bezüglich der Untertauchensgefahr auf seine Anordnung vom 2. [rechte: 5.] 
Dezember 2023. In dieser ist sowohl der Sachverhalt dargestellt, wie er sich den Behör-
den präsentierte, als auch ausgeführt, dass die Behörde im konkreten Fall aufgrund dieses 
Sachverhalts davon ausging, der Gesuchsteller werde sich der Durchführung der Wegwei-
sung entziehen, da sein Verhalten in der Schweiz oder im Ausland darauf schliessen las-
se, dass er sich behördlichen Anordnungen widersetze (Art. 76a Abs. 2 lit. b AIG). Dies 

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begründete das AFM mit den Asylgesuchen in verschiedenen Ländern, ohne dass sich der 
Gesuchsteller jeweils zur Verfügung der jeweiligen Behörden gehalten hätte. Mit Feststel-
lungsverfügung vom 8. Januar 2024 ergänzte das AFM sodann, dass der Inhaftierte nicht 
im Besitze der notwendigen Reisedokumente sei, um sich selbständig und legal in den zu-
ständigen Dublin-Staat zu begeben (hier: augenscheinlich Kroatien). Einer illegalen Einrei-
se oder Weiterreise in einen anderen Staat dürften indes die Schweizer Behörden keinen 
Vorschub leisten. 

Nach dem Dargelegten hat das AFM die erhebliche Fluchtgefahr einzelfallbezogen und 
nachvollziehbar bejaht. Im Gegensatz dazu blendet die Rechtsvertreterin des Gesuchstel-
lers die tatsächlichen Grundlagen im konkreten Einzelfall aus. In der Tat hat der hier am 
Recht stehende Gesuchsteller nicht lediglich mit Worten seinen Unwillen kundgetan, ent-
sprechend der Verfügung des SEM vom 29. Dezember 2023 nach Kroatien zurückzukeh-
ren – was für sich alleine als Haftgrund noch nicht ausreichen würde –, sondern er hat be-
reits in mehreren Schengen-Staaten zuvor mit Taten bewiesen, dass er auch tatsächlich 
nicht gewillt ist, behördlichen Verfügungen Folge zu leisten, sondern einzig und allein sein 
Ziel verfolgt, nach Spanien zu gelangen, wo er indes anerkannterweise über kein Aufent-
haltsrecht verfügt. Soweit der Vorinstanz vorgeworfen wird, sie hätte dem Gesuchsteller 
nicht die Möglichkeit gegeben, «freiwillig» mit einem im Voraus angekündigten Flug auszu-
reisen, was auch mittels Ausstellung eines «Laissez-passer» möglich sei, verkennt die 
Rechtsvertreterin, dass Letzteres offensichtlich nur bei einer Rückreise nach Kroatien 
möglich wäre. Dass der Gesuchsteller hierzu nicht bereit ist, hat er bereits im Sommer 
2023 bewiesen, als er sich den kroatischen Behörden entzogen hat und illegal nach Slo-
wenien weitergereist ist. Es kann mithin keine Rede davon sein, dass das AFM eine 
Fluchtgefahr einzig aufgrund eines geäusserten Wunsches des Gesuchstellers, lieber in 
der Schweiz zu verbleiben oder in einen dritten Staat weiterzureisen, angenommen hätte. 
Die akute und konkrete Gefahr, dass er – statt der Wegweisungsverfügung vom 29. De-
zember 2023 nach Kroatien Folge zu leisten – untertaucht und stattdessen illegal nach 
Spanien weiterreist, bekräftigt gerade, dass er selbst in seiner Eingabe an das Verwal-
tungsgericht abermals darauf hinweist, die Schweiz nur als Transitland nutzen und von 
hier alsdann weiterreisen zu wollen (indes explizit nicht nach Kroatien als einzigem 
Schengen-Staat, in den er aber legal einreisen könnte).

4.2 Weiter verneint der Gesuchsteller die Verhältnismässigkeit der angeordneten Haft 
und wirft dem AFM vor, mildere Massnahmen nicht geprüft zu haben. Dabei stellt er sich 
auf den Standpunkt, es wäre eine Eingrenzung als mildere Massnahme ebenfalls geeig-

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net, seinen Rückflug zu gegebenem Zeitpunkt sicherzustellen. Dem kann selbstredend 
nicht gefolgt werden, nachdem er gleichzeitig angibt, mittellos zu sein und bereits seinen 
mit Taten untermauerten Entschluss bewiesen hat, entgegen jeglicher behördlichen An-
weisungen nach Spanien reisen zu wollen. Es ist demnach nicht ernsthaft zu erwarten, 
dass er sich den Schweizer Behörden bis zum Zeitpunkt des ordnungsmässigen Rück-
flugs nach Kroatien zur Verfügung halten würde. 

Darüber hinaus können auch die Verhältnismässigkeit und Angemessenheit der Haft be-
jaht werden. Der Gesuchsgegner hat bereits am 5. Dezember 2023 das SEM um Einlei-
tung des Dublin-Rückführungs-Verfahrens ersucht. Mit oder ohne Haftregime musste der 
für ihn zuständige Staat abgeklärt werden, bevor er ordnungsgemäss überführt werden 
kann. Schneller und effizienter wäre offensichtlich nur die illegale Ausreise gewesen, wel-
cher indes die Behörden keinen Vorschub leisten dürfen. Es liegt unbestrittenermassen im 
hohen öffentlichen Interesse der Schweiz, dass die Überstellungen an die zuständigen 
Dublin-Staaten ordnungsgemäss und kontrolliert erfolgen. Gesundheitliche Probleme sind 
beim Gesuchsteller nicht bekannt. 

In der Gesamtbetrachtung bestand und besteht nach dem Ausgeführten eine konkrete, er-
hebliche Gefahr, dass der Gesuchsteller sich dem Dublin-Verfahren entziehen würde: 
Nicht nur hat er wiederholt ausdrücklich bekundet, illegal nach Spanien reisen zu wollen 
(was er auch ohne Reisepapiere könne), wo er über keinen Aufenthaltstitel verfügt, son-
dern er ist in der Vergangenheit bereits in verschiedenen Staaten des Schengenraums 
nach Einleitung eines Asylverfahrens unter- und in anderen Staaten wieder aufgetaucht. 
Wegen der früheren Asylverfahren musste er sich bewusst sein, dass nur ein Dublin-Staat 
zuständig ist, ein solches Gesuch zu bearbeiten, und ein systematisches Ausnützen der 
unterschiedlichen nationalen Zuständigkeiten ("Forum Shopping") ausgeschlossen ist (vgl. 
diesbezüglich BGer 2C_781/2022 vom 8. November 2022 E. 2.5.1). 

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Voraussetzungen von Art. 76a Abs. 1  
lit. a – c AIG im Einzelfall erfüllt sind. Die angeordnete Haft ist gesetz- und verhältnismäs-
sig. Eine mildere Massnahme zur Sicherstellung der Wegweisung in den zuständigen Du-
blin-Staat steht nicht zur Verfügung. In Nachachtung von § 10 Abs. 2 EG AuG wird der 
Gesuchsteller abschliessend auf die Möglichkeit eines Haftentlassungsgesuches im Sinne 
von Art. 80a Abs. 4 AIG hingewiesen. Ein solches Gesuch wäre innert acht Arbeitstagen in 
einem wiederum schriftlichen Verfahren zu entscheiden. Nachdem die aktuell bestätigte 

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Haft maximal nur bis zum 18. Februar 2024, um 11:30 Uhr, dauert, macht ein Haftentlas-
sungsgesuch nur bei wesentlicher Veränderung der Umstände Sinn.

6.
6.1 Im Bereich der Zwangsmassnahmen werden gemäss § 14 Abs. 3 EG AuG in der 
Regel keine Verfahrenskosten erhoben. Von dieser Regel abzuweichen, besteht vorlie-
gend kein Anlass. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung (analog § 28 Abs. 2 VRG). Hingegen entspricht es der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung, dass im erstmaligen Haftüberprüfungsfall unter dem Vorbehalt der tröle-
rischen oder der mutwilligen Prozessführung in der Regel dem Gesuch auf unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung entsprochen wird. Rechtsanwältin C.________ ist demnach als un-
entgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen (vgl. BGE 134 I 92 E. 3.2.3). Als solche hat sie 
gegenüber der sie bestellenden Behörde Anspruch auf eine angemessene Entschädigung 
(§ 27 Abs. 3 VRG). 

6.2.1 Mit Honorarnote vom 9. Januar 2024 macht sie für ihre Bemühungen einen eige-
nen Zeitaufwand von 4,3 Stunden sowie einen solchen von 0,7 Stunden für ihre Recht-
spraktikantin geltend, zu Stundenansätzen von Fr. 220.– resp. Fr. 110.–. Gemäss § 9 Abs. 
4 der Verordnung über die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Zug (KoV; 
BGS 162.12) sind die patentierten Anwältinnen und Anwälte in der Regel nach einem 
Stundenansatz von Fr. 200.– (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu entschädi-
gen, wobei mittlerweile praxisgemäss – unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen 
Teuerung – ein Stundenansatz von Fr. 220.– zur Anwendung gelangt. Festzustellen ist je-
doch, dass im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht zwar kein anwaltliches Vertretungs-
monopol besteht, mithin eine Vertretung auch durch Personen ohne Rechtsanwaltspatent 
zulässig ist. Dies gilt jedoch nur hinsichtlich der gewillkürten Vertretung. Als unentgeltliche 
Rechtsvertreterinnen und -vertreter können hingegen nur patentierte Rechtsanwältinnen 
und Rechtsanwälte und allenfalls deren durch die zuständige Aufsichtskommission bewil-
ligten Substituten eingesetzt und entschädigt werden (VGer ZG V 2023 87 113). Nur sie 
bieten durch die ihnen erteilte polizeiliche Bewilligung und Aufsicht – zumindest bis zum 
Nachweis des Gegenteils – Gewähr für eine gehörige Interessenwahrnehmung. Im Inter-
esse und zum Schutze der juristisch i.d.R. unbedarften Klientschaft besteht deshalb nach 
ständiger Lehre und höchstrichterlicher Rechtsprechung auch ausserhalb der Bereiche, in 
denen ein Vertretungsmonopol gilt, für die unentgeltliche Rechtsvertretung ein Anwalts-

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monopol (vgl. dazu eingehend und mit zahlreichen Hinweisen etwa BGer 9C_315/2018 
vom 5. März 2019 E. 9.3.2; 9C_803/2019 vom 5. Mai 2020 E. 5.2.3). Auch eine Rechts-
grundlage zur separaten Entschädigung für Aufwendungen von Hilfspersonen der paten-
tierten Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen besteht nicht; die entsprechenden Kosten 
für eine Kanzleistruktur sind vielmehr in den Stundenansätzen der Rechtsanwältinnen und 
Rechtsanwälte bereits eingerechnet. Entsprechend können zum vornherein nur die Auf-
wände von Rechtsanwältin C.________ entschädigt werden. 

6.2.2 Bei der Festsetzung der angemessenen Entschädigung ist zu berücksichtigen, 
dass im Antrag vom 9. Januar 2024 im Wesentlichen allgemeine Ausführungen zur 
Rechtslage referiert werden. Immerhin wurden im vorliegenden Fall die referierten Normen 
auch auf den konkreten Einzelfall angewandt und wurden auch die vorgetragenen Rügen 
im Ansatz dem konkreten Einzelfall angepasst, wenngleich eine eigentliche Auseinander-
setzung mit der tatsächlichen, in den Akten dokumentierten, Sachlage fehlt. Für das Stu-
dium der hier sehr übersichtlichen Aktenlage erscheint ein Zeitaufwand von rund einer 
halben Stunde angemessen; eine weitere Stunde kann entschädigt werden für die Anpas-
sung des Haftüberprüfungsgesuchs auf den konkreten Fall. Schliesslich ist auch der ver-
anschlagte Zeitaufwand von einer halben Stunde für Studium der vorliegenden Verfügung 
und deren Besprechung mit der Klientschaft angemessen. 

Die angemessene Entschädigung für Rechtsanwältin C.________ ist demnach ermes-
sensweise auf Fr. 440.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen, entsprechend 
einem Aufwand von gesamthaft ca. zwei Stunden à Fr. 220.–. Für diesen Betrag ist sie 
aus der Staatskasse zu entschädigen. 

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Die Haftrichterin verfügt:
___________________

1. Das Gesuch vom 9. Januar 2024 wird abgewiesen; die vom Amt für Migration für 
A.________ angeordnete Administrativhaft wird bestätigt. 

2. Kosten werden für dieses Verfahren nicht erhoben.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Rechtsanwältin C.________ wird als unentgeltliche Rechtsbeiständin eingesetzt 
und mit Fr. 440.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Staatskasse ent-
schädigt. 

5. Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen seit der schriftlich begründeten Mit-
teilung beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffent-
lich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

6. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Gesuchstellers (im Doppel), das Amt für 
Migration des Kantons Zug, die Anstaltsleitung Ausschaffungshaft Zürich, Zentrum 
für Ausländerrechtliche Administrativhaft (im Dispositiv), das Bundesamt für Migra-
tion, Quellenweg 6, 3003 Bern-Wabern, und zum Vollzug von Ziffer 4 im Dispositiv 
an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 11. Januar 2024
Die Haftrichterin

Dr. iur. Diana Oswald
versandt am