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**Case Identifier:** cfb6982b-888d-5f57-82ef-59b66621eb8c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.03.2010 UV 2008/141
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-141_2010-03-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/141

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.04.2020

Entscheiddatum: 17.03.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 17.03.2010
Art. 6 und 7 ATSG, Art. 18 UVG: Bejahung der Verwendung der rechten Hand 
für mehr als zur Zudienung bzw. Verneinung einer funktionalen 
Einhändigkeit. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei einem zu 100% 
arbeitsfähigen, 59-jährigen Versicherten in einer Hilfsarbeitertätigkeit bejaht. 
Invalideneinkommen: Leidensabzug von 20% angemessen. Art. 24 UVG: 
Integritätsentschädigung bei Unfallrestfolgen an der rechten Hand; Vergleich 
mit der Behinderung durch den Verlust des Daumens (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. März 2010, UV 
2008/141).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 17. März 2010

in Sachen

K.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Felix Schmid, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Invalidenrente und Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1949 geborene K.___ war bei der A.___ als gelernter Mitarbeiter in der 

Schlosserei tätig und dadurch bei der Suva unfallversichert, als er am 30. August 2004 

beim Entgraten von Metallröhrchen mit der rechten Hand in die Entgratungsmaschine 

geriet und sich dabei einen Hautweichteildefekt am Handrücken sowie 

Strecksehnendefekte am Zeige- und Mittelfinger (Dig. II und III) zuzog. Am 30. sowie 

31. August 2004 wurde die Handverletzung im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) mittels 

einer Defektdeckung durch einen gestielten Radialislappen, einer 

Spalthauttransplantation sowie einer Sehnenrekonstruktion operativ versorgt (Suva-act. 

1, 3, 4, 5). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und 

Taggeldleistungen). Wegen einer verdickten Weichteildeckung, Bewegungsstörungen 

aller Langfinger rechts sowie Gelenkeinsteifungen wurden am 24. Januar 2005 

ebenfalls im KSSG Tenolysen der Dig. II - Dig. V, Arthrolysen der Grundgelenke Dig. II - 

Dig V und eine Lappenausdünnung durchgeführt (Suva-act. 11, 12). Am 17. Mai 2005 

nahm der Versicherte seine Arbeit bei der A.___ mit einer Leistungsfähigkeit von 40% 

bei einer Präsenzzeit von 50% wieder auf (Suva-act. 20, 29). Am 2. Juni 2005 stellte 

sich der Versicherte wegen anhaltender Schmerzen in der rechten Schulter im KSSG 

vor. Im Untersuchungsbericht vom 6. Juni 2005 wurde festgehalten, es sei beim Unfall 

vom 30. August 2004 zu einer Schulterdistorsion rechts gekommen, die bisher nicht 

behandelt worden sei. Der untersuchende Arzt diagnostizierte einen Status nach 

Schulterdistorsion rechts mit aktuell subacromialem Impingement (Suva-act. 19). 

Wegen Bewegungs- und Belastungsschmerzen an der rechten Hand bestand beim 

Versicherten ab 27. Juni 2005 wieder eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 23, 

25, 27, 29). Trotz anhaltender Schmerzen schloss das KSSG seine Behandlung in 

Bezug auf die rechte Hand Ende Juli 2005 ab (Suva-act. 25). Nach Durchführung von 

Abklärungen in Bezug auf die rechtsseitigen Oberarmschmerzen im Bereich des Biceps 

(Suva-act. 31, 33, 35, 38) erfolgte am 23. Februar 2006 eine kreisärztliche 

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Untersuchung durch Dr. med. B.___. Im darüber am 27. Februar 2006 erstellten Bericht 

empfahl dieser vor Abschluss des Schadenfalls eine neurologische Untersuchung 

(Suva-act. 39). Eine solche erfolgte am 25. April 2006 durch Dr. med. C.___, Fachärztin 

FMH für Neurologie, (Suva-act. 47). Dr. B.___ definierte daraufhin in einem 

Ergänzungsbericht vom 22. Mai 2006 die dem Versicherten medizinisch zumutbare 

Tätigkeit. Tätigkeiten in kalter Umgebung, Vibrationen und hämmernde Einflüsse seien 

zu vermeiden. Feinmotorische Tätigkeiten seien verlangsamt, ebenso wiederholte 

kräftige Greiffunktionen. Gewichte bis 1 kg mit dem rechten Arm seien frei, bis ca. 2.5 

kg manchmal zumutbar. Die rechte Hand könne mithin für mehr als zur Zudienung 

verwendet werden (Suva-act. 46). Den Integritätsschaden schätzte Dr. B.___ wegen der 

verbliebenen Bewegungs- und Belastungseinschränkung mit Greiffunktionsstörung bei 

inkomplettem Faustschluss und Sensibilitätsstörungen der rechten Hand auf 20%

(Suva-act. 48). Mit Schreiben vom 22. Juni 2006 kündigte die Arbeitgeberin dem 

Versicherten auf Ende August 2006 das Arbeitsverhältnis mit der Begründung, dass sie 

in ihrem Betrieb keine Arbeit hätten, die der Versicherte mit seiner unfallbedingten 

Behinderung ausführen könne (Suva-act. 52, 53). Mit Schreiben vom 8. August 2006 

teilte die Suva dem Versicherten mit, die ärztliche Untersuchung habe ergeben, dass 

eine Behandlung nicht mehr notwendig sei. Die Heilkosten- und Taggeldleistungen 

würden daher per 1. September 2006 eingestellt (Suva-act. 56).

A.b   Mit Verfügung vom 7. September 2006 sprach die Suva dem Versicherten mit 

Wirkung ab 1. September 2006 eine Invalidenrente auf der Basis einer 

Erwerbsunfähigkeit von 29% und eine Integritätsentschädigung auf der Grundlage 

einer Integritätseinbusse von 20% zu (Suva-act. 60).

B.       

Die gegen diese Verfügung am 5. Oktober 2006 erhobene und am 8. November 2006 

begründete Einsprache (Suva-act. 63, 68) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 

28. November 2008 ab (Suva-act. 72).

C.       

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C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Dr. iur. F. Schmid, St. 

Gallen, für den Versicherten mit Eingabe vom 24. Dezember 2008 Beschwerde mit dem 

Antrag, die Verfügung vom 7. September 2006 und der angefochtene 

Einspracheentscheid seien aufzuheben. Die Integritätsentschädigung des 

Beschwerdeführers sei auf 50% zu erhöhen. Dem Beschwerdeführer sei eine höhere 

Rente gemäss dem Ergebnis der Abklärung zuzusprechen, mindestens aber eine halbe 

Rente. Dem Beschwerdeführer sei zudem die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu 

gewähren.

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 30. Januar 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.

C.c   Am 4. Februar 2009 gewährte der Präsident des Versicherungsgerichts dem 

Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtsverbeiständung.

C.d   Mit Replik vom 10. März 2009 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an 

seinen Rechtsbegehren fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung 

einer Duplik.

C.e   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen 

in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Vorliegend ist zunächst streitig, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Invalidenrente von 29%, wie mit dem angefochtenen Einspracheentscheid 

zugesprochen, oder wie vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragt auf 

eine höhere Rente, mindestens eine solche von 50%, hat. Es ist die Frage zu prüfen, 

inwieweit der Beschwerdeführer als Folge des am 30. August 2004 erlittenen Unfalls 

medizinisch-theoretisch arbeitsunfähig und in welchem Umfang er dadurch 

erwerbsunfähig geworden ist.

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1.2    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Voraussetzungen für die Ausrichtung von Invalidenrenten korrekt dargelegt; 

darauf kann verwiesen werden. Hinzuzufügen ist, dass der Unfallversicherer nur für 

Gesundheitsschäden leistungspflichtig ist, die natürlich- und adäquatkausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra Rumo-Jungo, 

Rechtsprechung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, 

S. 42 ff.). Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 

gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 335 E. 1 mit 

Hinweisen). Die Frage nach dem Vorliegen des natürlichen Kausalzusammenhangs ist 

eine Tatfrage, worüber im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu entscheiden hat (BGE 117 V 360 E. 4a). Die 

blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 E. 1, 118 V 289 E. 1b). Als adäquate 

Ursache eines Erfolgs hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten, wenn es 

nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung 

geeignet ist, den eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass an eine andere Ursache 

vernünftigerweise nicht zu denken ist (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.2, 123 III 112 E. 3a, 123 

V 103 E. 3d, 122 V 416 E. 2). Aufgabe des Arztes ist es, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht obliegt, die Frage nach 

dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei 

organischen Unfallfolgen ist die Adäquanz gemäss Rechtsprechung nicht gesondert zu 

prüfen, sondern besteht regelmässig ohne weiteres, wenn die natürliche Kausalität 

feststeht (BGE 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365, Rumo-Jungo, a.a.O., S. 45; Ulrich Meyer-

Blaser, Kausalitätsfragen aus dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts, in: SZS 

38/1994 S. 99 f. und 104).

1.3    Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist nach der höchstrichterlichen 

Rechtsprechung entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

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auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind. Auch den Berichten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert 

beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (BGE 125 V 352 E. 3a und b).

2.        

2.1    Die Beschwerdegegnerin führt den im Einspracheentscheid vom 28. November 

2008 festgelegten Invaliditätsgrad von 29% auf die beim Unfall vom 30. August 2004 

unbestrittenermassen erlittene Handverletzung rechts bzw. die mit dieser Verletzung 

verbundenen organischen Unfallrestfolgen zurück. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers macht nun aber geltend, der Beschwerdeführer habe beim Unfall 

ausserdem eine Schulterdistorsion erlitten und leide unter unfallbedingten 

Oberarmschmerzen rechts, welche bei der Invaliditätsbemessung ebenfalls zu 

berücksichtigen seien. Im Folgenden gilt es mithin, die Oberarmschmerzen rechts auf 

ihre Unfallkausalität zu prüfen.

2.2    Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Ein solches ist aktenmässig nicht ausgewiesen. So ergab weder eine 

röntgenologische Untersuchung der rechten Schulter noch des Humerus rechts 

Hinweise auf eine im Rahmen des Unfalls vom 30. August 2004 erlittene strukturelle 

Läsion. Sichtbar war einzig eine vorbestandene Oberarmschaftfraktur rechts, welche 

der Beschwerdeführer offenbar vor Jahrzehnten erlitten hatte (Suva-act. 19, 38). Auch 

bei der am 28. September 2005 durchgeführten kernspintomographischen 

Untersuchung des rechten Oberarms war lediglich die alte, knöchern konsolidierte 

mittlere Humerusschaftfraktur rechts, bei ansonsten unauffälligem Befund, 

insbesondere ohne Beeinträchtigung des Gefässnervenbündels sowie ohne 

Raumforderung, sichtbar (Suva-act. 33, 35). Im Rahmen der von Dr. C.___ am 25. April 

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2006 durchgeführten neurologischen Untersuchung war sodann auch keine neurogene 

Genese der Schmerzen im rechten Oberarm fassbar (Suva-act. 47). Letztlich liegen 

echtzeitlich unbestrittenermassen auch keine Hinweise auf eine Traumatisierung im 

Bereich der Schulter oder des Oberarms bzw. damalige Schmerzen in diesen 

Bereichen vor. Belegt sind Schulterschmerzen erstmals im Bericht des KSSG vom 6. 

Juni 2005, d.h. rund neun Monate nach dem Unfall vom 30. August 2004, worin die 

Diagnose eines Status nach Schulterdistorsion rechts mit aktuell subacromialem 

Impingement gestellt wurde. Im Weiteren wurde festgehalten, dass die 

Schulterschmerzen bisher nicht behandelt worden seien (Suva-act. 19). Nach geltender 

Gerichtspraxis gilt es zu beachten, dass je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem 

Unfall und dem Auftreten der neuen gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto 

strengere Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen sind (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c mit 

Hinweisen). Die konkrete zeitliche Komponente stellt damit ein weiteres 

massgebendes, gegen die überwiegende Wahrscheinlichkeit einer natürlichen 

Kausalität zwischen den geklagten Oberarmschmerzen und dem Unfallereignis vom 30. 

August 2004 sprechendes Indiz dar. Festzustellen ist sodann, dass zunächst von einer 

Schulterdistorsion bzw. Schulterschmerzen die Rede war, in den nachfolgenden 

medizinischen Akten jedoch spezifisch nur noch Oberarmschmerzen im Bereich des 

Biceps vermerkt sind. Im Bericht des KSSG vom 5. September 2005 wurde gar 

festgehalten, dass zu keinem Zeitpunkt Schulterschmerzen bestanden hätten. 

Insgesamt wird damit das Geschehen einer Verletzung im Bereich des Oberarms im 

Rahmen des Unfalls vom 30. August 2004 nochmals unklarer bzw. die Diagnose einer 

Schulterdistorsion fraglich. Der medizinischen Literatur ist im Übrigen zu entnehmen, 

dass einfache Distorsionen ohne strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit 

- ca. sechs Wochen - folgenlos abheilen (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 635 ff.). Auch in Anbetracht dieser 

Erfahrungstatsache erscheint ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den im 

Zeitpunkt des Rentenbeginns noch geklagten Oberarmschmerzen und dem fraglichen 

Unfall wenig wahrscheinlich. Massgebend ist sodann, dass die geklagten Schmerzen 

im Bereich des Oberarms in den konkreten medizinischen Akten in ihrer Ätiologie 

übereinstimmend als unklar bezeichnet werden (vgl. Suva-act. 31, 38, 46). Das 

Vorbringen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, die Oberarmschmerzen seien 

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schon vor Juni 2005 vorhanden gewesen, hätten sich zwischen dem Unfall und Juni 

2005 je länger je mehr manifestiert, weshalb sich der Beschwerdeführer letztlich habe 

untersuchen lassen, vermag die Wahrscheinlichkeit einer Unfallkausalität angesichts 

der obigen Erwägungen nicht massgeblich zu erhöhen. Dies auch wenn es 

nachvollziehbar erscheint, dass bei Erleiden mehrerer Verletzungen zunächst der 

schwersten Verletzung am meisten Beachtung geschenkt wird. Der Umstand allein, 

dass der Beschwerdeführer erst seit dem Unfall unter Oberarmschmerzen litt, davor 

jedoch keine solchen Beschwerden bestanden, reicht für die Begründung einer 

überwiegend wahrscheinlichen unfallkausalen Schädigung ebenfalls nicht aus. Dies 

würde einer Beweisführung nach der Formel "post hoc ergo propter hoc" 

gleichkommen, die jedoch nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis keinen 

Wahrscheinlichkeitsbeweis zu liefern vermag (BGE 119 V 340 E. 2b/bb; Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1989, S. 460 N 1205).

2.3    Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass gemäss dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Locher, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.) ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 30. August 2004 und den von 

Seiten des Beschwerdeführers geklagten Oberarmschmerzen rechts nicht gegeben ist. 

Im Folgenden ist daher der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente 

einzig mit Blick auf die Handproblematik rechts zu beurteilen.

3.        

3.1    Es ist unbestritten, dass beim Beschwerdeführer als Folge der Handverletzung 

rechts vom 30. August 2004 eine Bewegungs- und Belastungseinschränkung mit 

Greiffunktionsstörung bei inkomplettem Faustschluss und Sensibilitätsstörungen 

verblieben sind. Subjektiv wird ausserdem eine Schmerzhaftigkeit angegeben (vgl. 

dazu Suva-act. 25, 27, 39). Uneinigkeit herrscht hingegen zwischen den 

Verfahrensparteien hinsichtlich der Frage der sich daraus ergebenden 

Erwerbsunfähigkeit bzw. des daraus resultierenden Invaliditätsgrades, der von der 

Beschwerdegegnerin auf 29% festgesetzt wurde. Bei dessen Bemessung stützte sich 

die Beschwerdegegnerin auf die kreisärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr. 

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B.___ im Bericht vom 22. Mai 2006, wonach Tätigkeiten in kalter Umgebung, 

Vibrationen und hämmernde Einflüsse zu vermeiden seien. Feinmotorische Tätigkeiten 

seien verlangsamt, ebenso wiederholte kräftige Greiffunktionen. Gewichte bis 1 kg mit 

dem rechten Arm seien frei, bis ca. 2.5 kg manchmal zumutbar. Daraus sei zu folgern, 

dass die Hand für mehr als zur Zudienung verwendet werden könne (Suva-act. 39, 46). 

Die Beschwerdegegnerin entnimmt dieser Arbeitsfähigkeitsbeurteilung, es sei dem 

Beschwerdeführer zumutbar, die von Dr. B.___ umschriebenen Tätigkeiten zu 100% 

auszuüben. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bestreitet sowohl die 

Definition des Zumutbarkeitsprofils als auch den von der Beschwerdegegnerin für die 

Invaliditätsbemessung angenommenen Arbeitsfähigkeitsgrad. Tatsächlich handle es 

sich beim Beschwerdeführer um einen funktionalen Einhänder, dem es unmöglich sei, 

mit dem unfallbedingten Leiden einer Erwerbstätigkeit im geforderten Umfang 

nachzugehen. Dies insbesondere deshalb, weil er als Rechtshänder seine rechte Hand 

nicht bzw. nur äusserst beschränkt nutzen könne und auch heute noch mit 

unfallbedingten Schmerzen zu kämpfen habe. Einigkeit besteht unter den Parteien 

darüber, dass der Beschwerdeführer wegen der beim Unfall vom 30. August 2004 

erlittenen Verletzung nicht mehr in der Lage ist, eine Tätigkeit als Schlosser 

aufzunehmen (Suva-act. 39).

3.2    Von einem funktionalen Einhänder wird ausgegangen, wenn die Hand der 

betroffenen Person nur noch als Zudienhand einsatzfähig ist, eine Benutzung als 

arbeitsfähiges Greiforgan jedoch nicht mehr möglich ist (vgl. dazu Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. August 2006 i/S Z. [UV 

2005/92]). Die Beschwerdegegnerin bzw. Dr. B.___ gehen beim Beschwerdeführer 

offensichtlich davon aus, dass seiner rechten Hand auch eine Greiffunktion - auch mit 

Einsatz von Kraft beim Heben - zukommen kann. Die kreisärztliche Untersuchung vom 

23. Februar 2006 beinhaltete, wie dem entsprechenden Untersuchungsbericht vom 27. 

Februar 2006 zu entnehmen ist, eine umfassende Prüfung der Beweglichkeit des 

Handgelenks und der einzelnen Finger, der Muskelkraft der Hand (Pinchgriff und 

Faustschlusskraft bei spontan wiederholt kräftigen Greiffunktionen) sowie der 

Sensibilität der Phalangen (Suva-act. 39). Gegenüber der linken Hand ist die rechte 

Hand insbesondere hinsichtlich der Flexion aller Finger im MCP-Gelenk (Einschränkung 

auf 40 Grad) sowie der Extension des Dig. III (Nagel-Tischplatten-Abstand von 2.5 cm) 

ausgeprägt eingeschränkt. Zwischen der linken und rechten Hand sind auch weitere 

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Abweichungen erkennbar, doch ist hier das Ausmass der Einschränkung - die Flexion 

des Dig. V im DIP-Gelenk ausgenommen - nicht erheblich. Entsprechend wurden sie 

von Dr. B.___ in der Beurteilung nicht explizit aufgeführt. Der Pinchgriff konnte mit 

beiden Händen mit einem vergleichbaren Gewicht ausgeführt werden. Die 

Faustschlusskraft ist zwar bei der rechten Hand wesentlich geringer, doch kann auch 

hier mit 26 kg immer noch von einer vorhandenen Kraft gesprochen werden. Der 

Beschwerdeführer vermochte sodann einen Backstein von 2.5 kg rechts über den Kopf 

und 7.5 kg beidhändig bis Kopfhöhe zu heben. Die dabei gemachten Schmerzangaben 

im Oberarm rechts sind nicht unfallbedingt. - Zusammenfassend ist mithin zu sagen, 

dass die Schlussfolgerung von Dr. B.___ - die rechte Hand des Beschwerdeführers 

könne für mehr als zur Zudienung verwendet werden - offensichtlich auf sorgfältigen 

medizinischen Untersuchungen beruht und angesichts der erhobenen Befunde 

schlüssig und nachvollziehbar erscheint. Allgemein ist zu beachten, dass 

gesundheitlichen Störungen nicht nur mit einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit, 

sondern auch mit einer angepassten Tätigkeit Rechnung getragen werden kann. Dr. 

B.___ ist denn auch der Auffassung, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

eingeschränkt sei, indem er ihm nur noch Tätigkeiten mit den von ihm formulierten 

Einschränkungen zumutet. Selbst wenn er den Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% 

hinsichtlich der konkret zumutbaren Verweisungstätigkeit nicht ausdrücklich erwähnt, 

geht insgesamt aus seinen Angaben doch unmissverständlich hervor, dass er eine 

Einschränkung im Pensum nicht für notwendig erachtet. Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen 

bilden einen wesentlichen Inhalt des medizinischen Leistungsauftrags der Kreisärzte 

der Suva, deren einzelne Komponenten sie genauestens kennen. Es besteht damit 

keine Veranlassung, aus der Nichterwähnung einer Gegebenheit ohne weiteres eine 

Unterlassung der entsprechenden Prüfung abzuleiten. Gerade auch der Umstand, dass 

Dr. B.___ in Bezug auf die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers eine 

Einschränkung erwähnt ("kaum möglich"; Suva-act. 39), kann nichts anderes heissen, 

als dass er den Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit als zu 100% 

arbeitsfähig betrachtet. Dr. B.___ hält in seiner Beurteilung ausdrücklich eine 

verbliebene Bewegungs- und Belastungseinschränkung mit Greiffunktionsstörung bei 

inkomplettem Faustschluss und Sensibilitätsstörungen der rechten Hand fest und 

anerkennt ihre Dauerhaftigkeit und Erheblichkeit. Diese Beeinträchtigungen geben 

seines Erachtens Anlass für eine Integritätsentschädigung. Es muss demzufolge davon 

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ausgegangen werden, dass die vorgenannten Gesundheitsstörungen im Rahmen der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung entsprechende Berücksichtigung gefunden haben, aber 

eben nicht als zeitliche oder leistungsmässige Einschränkung, sondern in Form einer 

angepassten Tätigkeit. Eine Schmerzhaftigkeit steht sodann in einem wesentlichen 

Zusammenhang mit der Belastung und Bewegung des entsprechenden Körperteils 

bzw. kann durch eine entsprechende Verminderung der Belastung (Reduktion der 

übermässigen Belastung im täglichen Leben wie schwere körperliche Arbeit, länger 

dauernde körperliche Anstrengungen und unphysiologische kurzfristige 

Spitzenbeanspruchung) sowie durch eine Anpassung des Bewegungsumfangs (nicht 

zu lange ununterbrochen dieselbe Stellung einnehmen oder die gleiche Bewegung 

ausüben, Belastung innerhalb des schmerzfreien Bewegungsumfangs) gemildert 

werden. Somit ist beim Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit von einer 

100%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die diesbezügliche Aktenlage ist klar und es 

sind keine weiteren ärztlichen Untersuchungen vorzunehmen. Insbesondere erscheint 

die medizinische Beurteilung von Dr. B.___ in allen Teilen überzeugend und 

beweistauglich.

3.3     Bei der verwertbaren Restarbeitsfähigkeit darf nicht von realitätsfremden 

Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer zumutbaren 

Tätigkeit dort nicht gesprochen werden, wo diese nur in so eingeschränkter Form 

möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie 

nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 

möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als 

ausgeschlossen erscheint. Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen 

Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der 

Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet einen Arbeitsmarkt, der von seiner 

Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl 

bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie 

auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 3. Dezember 2003 i/S H. [I 349/01], mit Hinweisen). Nach der 

Rechtsprechung darf auf eine medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 50% 

nicht abgestellt werden, wenn sie praktisch nicht ausgenützt werden kann. Besteht 

nämlich die 50%-ige Arbeitsfähigkeit nur für eine Arbeit ohne ständiges Bücken, Heben 

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oder Tragen schwerer Lasten, ist es beispielsweise einem Maurer nicht möglich, in 

seinem angestammten Beruf tätig zu sein. Auch kann von einem immer als Maurer tätig 

gewesenen Versicherten in einem gewissen Alter vernünftigerweise nicht verlangt 

werden, auf eine andere Tätigkeit umzusteigen. Ebenso kann nicht auf eine 

Restarbeitsfähigkeit von 25% abgestellt werden, wenn diese praktisch nicht verwertbar 

ist (Rumo-Jungo, a.a.O., S. 115 f., mit Hinweisen; zur Frage der sozialpraktischen 

Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit vgl. auch Urteil des EVG vom 12. Oktober 2004 i/S 

D. [I 299/04], E. 4.3.1 mit Hinweisen). Beim Beschwerdeführer liegen bei einer 

medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 100% zwar gewisse Einschränkungen 

vor; diese verunmöglichen jedoch - bezogen auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt - 

eine Verwertbarkeit nicht. Nach der Rechtsprechung (Urteil des EVG vom 5. August 

2005 i/S B. [I 376/05]) kann zwar das fortgeschrittene Alter, obwohl an sich ein 

invaliditätsfremder Faktor, als Kriterium anerkannt werden, welches zusammen mit 

weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die 

verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird. Der Beschwerdeführer war im 

massgebenden Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheids 59 Jahre alt und 

daher nicht leicht vermittelbar. Dennoch bestanden auf einem hypothetischen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch für ihn noch Möglichkeiten, eine Stelle im erwähnten 

Umfang zu finden, zumal dort Hilfsarbeiten altersunabhängig nachgefragt werden 

(Urteile des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009 i/S F. [9C_918/2008], E. 4.2.2, und vom 

15. Mai 2009 i/S P. [8C_83/2009], E. 4.2.4.2). Der Beschwerdeführer ist also zwar 

hinsichtlich der ihm zumutbaren Tätigkeit eingeschränkt, jedoch nicht derart, dass eine 

Anstellung nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre. Zudem ist er immer noch im 

Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig. Die Unfallrestfolgen betreffen im Weiteren 

einen paarigen und damit grundsätzlich teilweise kompensierbaren Körperteil. Es ist 

somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer - wenn auch mit gewissen 

Schwierigkeiten - ab 1. September 2006 eine seinem Gesundheitsschaden 

angepasste, vollzeitige Hilfsarbeit hätte finden und ausüben können.

4.        

4.1    Das Valideneinkommen 2006 des Beschwerdeführers von Fr. 61'256.-- blieb als 

solches unbestritten und erscheint aufgrund der Akten ausgewiesen. Die Berechnung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

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des Invalideneinkommens mit Fr. 54'712.-- anhand der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung 2006 des Bundesamtes für Statistik (LSE; Tabelle TA1 [im 

privaten Sektor], Anforderungsprofil 4 für Männer, Sektor 3 Dienstleistungen) auf der 

Basis von durchschnittlich 41.6 wöchentlichen Arbeitsstunden blieb ebenfalls 

unangefochten und ist als rechtmässig zu bezeichnen (vgl. dazu auch Urteil des EVG 

vom 4. April 2003 i/S S. [U 263/01], E. 6.2.2). Streitig ist hingegen der von der 

Beschwerdegegnerin vom Tabellenlohn vorgenommene Leidensabzug von 20%. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers betrachtet einen solchen von 25% als 

gerechtfertigt.

4.2    Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom Invalideneinkommen gerechtfertigt, 

wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine versicherte Person, die 

gesundheitsbedingt nur noch leichtere Hilfsarbeiten ausführen kann, ihre 

Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage ist. Zudem können weitere persönliche 

und berufliche Merkmale (Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben. Der Abzug ist für sämtliche in Betracht fallenden Umstände gesamthaft zu 

schätzen und unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf 

höchstens 25% zu beschränken (BGE 126 V 75). Im vorliegenden Fall sind die 

Voraussetzungen für einen maximalen Abzug nicht gegeben. Der von der 

Beschwerdegegnerin festgelegte Abzug basiert auf den körperlichen Einschränkungen 

des Beschwerdeführers sowie auf dessen Alter und darf damit - auch mit Blick auf die 

höchstrichterliche Rechtsprechung - als durchaus angemessen bezeichnet werden 

(vgl. Urteile des EVG vom 8. August 2001 i/S K. [I 539/00]; vom 4. April 2003 i/S S. [U 

263/01]), insbesondere nachdem auch das fortgeschrittene Alter des 

Beschwerdeführers als Kriterium für den Abzug anerkannt wurde (vgl. dazu Erwägung 

3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009 [9C_918/2008] i/S F.; Urteil des EVG 

vom 20. Juli 2004 [I 39/04] i/S D.). Weitere einkommensbeeinflussende Merkmale 

kommen im konkreten Fall nicht in Betracht. Wenn der Beschwerdeführer angeblich 

während 22 Jahren für den gleichen Arbeitgeber gearbeitet hat, muss dies nicht 

zwingend negativ, im Sinn einer eingeschränkten Berufserfahrung gesehen werden. Im 

Gegenteil kann dies auch positiv gewertet werden, indem nur ein guter und 

verlässlicher Arbeiter während einer so langen Zeit beim gleichen Arbeitgeber tätig sein 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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kann (Urteil des EVG vom 20. Juli 2004 i/S D. [I 39/04]). Die fachspezifische 

Berufserfahrung des Beschwerdeführers rechtfertigt sodann insofern keinen Abzug, als 

es beim Beschwerdeführer fortan um die Ausübung einer Hilfsarbeitertätigkeit geht, an 

welche im Regelfall - abgesehen von den körperlichen und geistigen Anforderungen - 

keine besonderen Ansprüche gestellt wird bzw. eine Einarbeitung möglich sein sollte 

und eine Berufserfahrung immer positiv zu werten ist.

4.3    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es sich beim Abzug von 20%, 

gemessen am zulässigen Rahmen von 0 bis 25%, um einen Abzug handelt, welcher 

den im vorliegenden Fall wirkenden behinderungsbedingten Verdiensteinbussen 

angemessen Rechnung trägt. Dem Valideneinkommen von Fr. 61'256.-- steht damit ein 

Invalideneinkommen von Fr. 43'770.-- gegenüber, woraus eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 17'486.-- bzw. der im angefochtenen Einspracheentscheid ermittelte 

Invaliditätsgrad von 29% resultiert.

5.        

5.1    Umstritten ist schliesslich noch die Höhe der dem Beschwerdeführer 

zugesprochenen Integritätsentschädigung. Die Beschwerdegegnerin legte im 

angefochtenen Einspracheentscheid die diesbezüglichen rechtlichen Grundlagen 

zutreffend dar (Erwägung 4); darauf kann verwiesen werden. Die von der 

Beschwerdegegnerin festgesetzte Integritätsentschädigung basiert auf der 

kreisärztlichen Beurteilung des Integritätsschadens von Dr. B.___ vom 22. Mai 2006. 

Dieser erachtet bei der verbliebenen Bewegungs- und Belastungseinschränkung mit 

Greiffunktionsstörung bei inkomplettem Faustschluss und Sensibilitätsstörungen der 

rechten Hand in Analogie zur Suva-Feinrastertabelle 3 für einfache oder kombinierte 

Finger-, Hand- und Armverluste den Zustand hälftig zu einem Handverlust als gegeben, 

womit nebst der Funktionseinschränkung auch die Narbenverhältnisse berücksichtigt 

seien (Suva-act. 48; Feinrastertabelle 3 siehe unter https://wwwsapp1.suva.ch/sap/

public/bc/its/mimes/zwaswo/99/pdf/02870_03_d.pdf).

5.2    Zunächst ist festzuhalten, dass der von der Beschwerdegegnerin festgelegte 

Wert des Integritätsverlustes von 20% richtigerweise nur die Unfallfolgen der 

Handverletzung berücksichtigt. Die Oberarmschmerzen können, da nicht natürlich 

https://wwwsapp1.suva.ch/sap/public/bc/its/mimes/zwaswo/99/pdf/02870_03_d.pdf
https://wwwsapp1.suva.ch/sap/public/bc/its/mimes/zwaswo/99/pdf/02870_03_d.pdf

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kausal, von vornherein nicht einbezogen werden (vgl. Erwägung 2). Dr. B.___ legte 

damit seiner Einschätzung des Integritätsschadens die Suva-Feinrastertabelle 3 und 

nicht auch die Feinrastertabelle 1 für Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten 

zu Grunde. Nach der Skala der Integritätsentschädigung im Anhang 3 zur Verordnung 

über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) wird der Verlust einer Hand - sowohl der 

rechten als auch der linken - mit je 40% bewertet (vgl. auch Ziff. 43 der Suva-

Feinrastertabelle 3). In Relation zu den von Dr. B.___ erhobenen Unfallrestfolgen, die in 

keiner Weise mit einem Verlust einer Hand vergleichbar sind, ist deshalb die mit 20%, 

hälftig zu einem Handverlust, erfolgte Einschätzung des aus dem Unfall resultierenden 

Integritätsschadens insgesamt als sachgerecht zu bezeichnen. Die vom 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers erhobenen Einwände gegen die kreisärztliche 

Einstufung des Integritätsschadens bezüglich der rechten Hand geben keinen 

konkreten Anlass für eine Korrektur. Wie in Erwägung 3.2 dargelegt, handelt es sich 

beim Beschwerdeführer nicht um einen funktionalen Einhänder. Vielmehr bleibt seiner 

rechten Hand mehr als Zudienung möglich. Auch der Vergleich mit dem für den Verlust 

eines Daumens festgelegten Wert von 20% (Anhang 3 zur UVV; Suva-Feinrastertabelle 

3, Ziff. 2-4) ist zulässig bzw. vermag keinen sachlichen Fehler mit Bezug auf die 

kreisärztliche Beurteilung zu begründen. So geht die Behinderung des 

Beschwerdeführers zumindest nicht wesentlich weiter als eine Behinderung durch den 

Verlust des Daumens. Dies zumal der Daumen für die Greiffunktion besonders wichtig 

ist, da er gegen die übrigen Finger gestellt werden kann (vgl. A. Debrunner, a.a.O., S. 

759). Beim Beschwerdeführer besteht zwar zwischen dem Daumen und dem MCP Dig. 

V eine Sperrdistanz von 2.5 cm. Die übrige Beweglichkeit des Daumens der rechten 

Hand weicht indessen nicht stark von der Beweglichkeit des Daumens der linken Hand 

ab. Auch die kreisärztlichen Funktionsübungen vom 27. Februar 2006 (Einsatz von 

Kraft beim Greifen und Heben) entsprechen letztlich dieser Einschätzung. Die 

Bewertung des Integritätsschadens mit 20% unter Berücksichtigung der verbliebenen 

Funktion aller fünf Finger erscheint insgesamt, d.h. im Vergleich zum Skalen- bzw. 

Tabellenwert eines Daumenverlustes, durchaus ausgewogen und den Umständen des 

konkreten Falls angemessen. Die im Einspracheentscheid vom 28. November 2008 

zugesprochene Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 

20% ist somit nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist auch in diesem Punkt 

abzuweisen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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6.        

Die Beschwerde ist mithin abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 

lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]). Zufolge der am 4. Februar 2009 bewilligten Rechtsverbeiständung 

hat der Staat den Rechtsbeistand des Beschwerdeführers in Anwendung von Art. 31 

des Anwaltsgesetzes (sGS 963.70) zu entschädigen (Art. 61 lit. f ATSG). Wenn es die 

wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers gestatten, kann er zur 

Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung und der vom Staat entschädigten 

Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 ZPG [sGS 961.2] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 

VRP [sGS 951.1]). Für das vorliegende Verfahren erscheint eine Parteientschädigung 

von Fr. 2'800.-- (80% der in vergleichbaren Fällen ordentlicherweise zugesprochenen 

Entschädigungspauschale von Fr. 3'500.--) einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer dem erforderlichen Aufwand angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 

2'800.--.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.03.2010
	Art. 6 und 7 ATSG, Art. 18 UVG: Bejahung der Verwendung der rechten Hand für mehr als zur Zudienung bzw. Verneinung einer funktionalen Einhändigkeit. Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei einem zu 100% arbeitsfähigen, 59-jährigen Versicherten in einer Hilfsarbeitertätigkeit bejaht. Invalideneinkommen: Leidensabzug von 20% angemessen. Art. 24 UVG: Integritätsentschädigung bei Unfallrestfolgen an der rechten Hand; Vergleich mit der Behinderung durch den Verlust des Daumens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. März 2010, UV 2008/141).

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		2025-07-19T14:00:36+0200
	"9001 St.Gallen"
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