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**Case Identifier:** 3236b971-04db-51da-999f-154d8f44b164
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 25.01.2023 810 22 108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-108_2023-01-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 25. Januar 2023 (810 22 108)  
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Übriges Verwaltungsrecht 
 
 
Brandschutzmassnahmen / Verhältnismässigkeit 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Daniel Ivanov, Kantonsrichterin Ana  
Dettwiler, Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Pascal Leumann, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Vorinstanz 
 
Basellandschaftliche Gebäudeversicherung, Brandschutz-
Inspektorat, Beschwerdegegnerin 
 

  
  

 
 

Betreff Brandschutzmassnahmen (RRB Nr. 683 vom 3. Mai 2022) 
 
 
 
 

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A. Die A.____ AG ist Grundeigentümerin der Parzelle Nr. 144, Grundbuch (GB) B.____. 
Die Gesellschaft bezweckt den Erwerb und Verkauf sowie die Erstellung, Finanzierung, Vermie-
tung und Verwaltung von Immobilien im In- und Ausland. Am 1. März 2019 führte die Basel-
landschaftliche Gebäudeversicherung (BGV), Brandschutzinspektorat, nach einem entspre-
chenden Hinweis der Polizei Basel-Landschaft (Polizei) eine Brandschutzkontrolle im Hauptge-
bäude an der X.____strasse 177, Parzelle Nr. 144, GB B.____, durch, nachdem dort eine Per-
son in alkoholisiertem Zustand auf einer Treppe gestürzt war. Die BGV stellte fest, dass die 
Personensicherheit im Brandfall nicht gewährleistet sei und verlangte von der A.____ AG die 
Erstellung eines Brandschutzkonzeptes bis zum 30. Juni 2019, welches aufzeige, wie die Per-
sonensicherheit gewährleistet werden könne (vgl. Bericht vom 11. März 2019 zur brandschutz-
technischen Kontrolle vom 1. März 2019). 
 
B. Die A.____ AG reichte dem Brandschutzinspektorat am 10. Oktober 2019 ein Brand-
schutzkonzept ein, setzte dieses jedoch nicht um. Nachdem das Brandschutzinspektorat die 
A.____ AG am 20. März 2020 erneut aufgefordert hatte, ein Brandschutzkonzept sowie einen 
Umsetzungsplan einzureichen, teilte die A.____ AG mit, dass sie die Massnahmen als unver-
hältnismässig erachte und der Bestandesschutz für bestehende Bauten zu berücksichtigen sei 
(vgl. Schreiben der A.____ AG vom 1. Mai 2020). Nachdem sich die weitere Korrespondenz 
zwischen den Beteiligten als nicht zielführend erwiesen hatte, verlangte die A.____ AG mit 
Schreiben vom 16. Oktober 2020 den Erlass einer anfechtbaren Verfügung. 
 
C. Nach Durchführung eines Augenscheins in den Räumlichkeiten der A.____ AG am 
14. Januar 2021 (vgl. Bericht vom 2. Februar 2021 zur brandschutztechnischen Kontrolle vom 
14. Januar 2021) verpflichtete die BGV die A.____ AG mit Verfügung vom 2. Februar 2021 fol-
gende Brandschutzmassnahmen auszuführen: 
 

a. "Der Feuerwiderstand der Türen aus den Nutzungseinheiten Erdgeschoss bis 
5. Obergeschoss zur Treppenanlage ist unbekannt. Es sind VKF-anerkannte El30-Türen 
mit Notausgangsverschlüssen nach SN EN 179 einzubauen oder es ist mittels gut-
achterlicher Stellungnahme ein Nachweis zu erbringen, dass die bestehenden Türen 
den geforderten Feuerwiderstand von El30 erbringen. 

b. Sämtliche ins Treppenhaus mündende Türen sind mit Türschliessern zu versehen. Tü-
ren, welche aus betrieblichen Gründen offengehalten werden, sind zudem mit einer 
Brandfallsteuerung zu versehen.  

c. Das Lager im 4. OG ist zu räumen und dauerhaft brandlastfrei zu halten. 
d. Im Treppenhaus ist eine Sicherheitsbeleuchtung zu installieren. 
e. Die Fluchtwegbeschilderung bis ins Freie ist mindestens mit nachleuchtenden Ret-

tungswegkennzeichen zu erstellen. In Räumen ohne Tageslicht (z.B. im 1. UG) sind die 
Rettungszeichen sicherheitsbeleuchtet auszuführen.  

f. Sämtliche Räume in den Nutzungseinheiten, in welchen eine Geschossdecke mit Holz 
erstellt ist, welche den Feuerwiderstand REI 60 nicht erbringen, sind mit vernetzten 
Rauchmeldern auszustatten. Die akustische Alarmierung kann lokal erfolgen. 

g. Die Korridore vom 3. - 5. Obergeschoss sind zu räumen und dauerhaft brandlastfrei zu 
halten. 

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h. Der Konzertbereich im 1. Untergeschoss ist gegenüber dem Treppenhaus als separater 
Brandabschnitt mit Feuerwiderstand El 60 und einer Türe El 30 zu trennen sowie in 
Fluchtrichtung öffnend auszubilden. 

i. Der Heizraum im 1. Untergeschoss ist gegenüber dem Treppenhaus als separater 
Brandabschnitt mit Feuerwiderstand El 60 und einer Türe El 30 zu trennen. 

j. Die Transit-Warmluftleitung der Heizung zum Konzertraum West ist im vertikalen 
Fluchtweg mit Feuerwiderstand El 60 zu bekleiden.  

k. Die drei Warmluftleitungen sind vor Eintritt in den vertikalen Fluchtweg, auf der Ebene 
der Brandabschnittsbildung zwischen Heizraum und Treppenhaus, mit Brandschutz-
klappen abzutrennen." 

 
Gleichzeitig ordnete die BGV an, dass die Brandschutzmassnahmen a - j bis zum 31. Juli 2021 
umzusetzen seien, andernfalls in den über der Treppenanlage West erschlossenen Räumen ein 
Nutzungsverbot gelte. Weiter verfügte es, dass alternativ bis zum 30. April 2021 dem Brand-
schutzinspektorat ein Brandschutzkonzept inkl. Terminplan für die Umsetzung, welches die 
Personensicherheit im Objekt gleichwertig gewährleiste, eingereicht werden könne, wobei der 
Abschluss der Arbeiten ebenfalls am 31. Juli 2021 erfolgt sein müsse.  
 
D. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) wies die dagegen 
von der A.____ AG mit Eingabe vom 15. März 2021 erhobene Beschwerde mit Regierungsrats-
beschluss (RRB) Nr. 683 vom 3. Mai 2022 ab. Zur Begründung führte er aus, dass das rechtli-
che Gehör nicht verletzt worden sei, habe die A.____ AG doch mehrfach die Gelegenheit erhal-
ten, sich zu äussern, und schliesslich selber den Erlass einer anfechtbaren Verfügung verlangt. 
Entgegen der Behauptung der A.____ AG seien die Brandschutzvorschriften der Vereinigung 
Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung direkt 
anwendbar. Die BGV könne gestützt auf § 8 des Gesetzes über die Prävention vor Schäden 
durch Brand- und gravitative Naturgefahren (Brand- und Naturgefahrenpräventionsgesetz, 
BNPG) vom 12. Januar 2017 Bauten und Anlagen hinsichtlich der Einhaltung von Brandschutz-
vorschriften kontrollieren (Abs. 1) und gegebenenfalls die erforderlichen Schutzmassnahmen 
anordnen (Abs. 2). Zudem dürften die Brandschutzmassnahmen auf Hinweis von Dritten – wie 
vorliegend von der Polizei – kontrolliert werden. Demzufolge sei eine gesetzliche Grundlage für 
die verfügten Auflagen vorhanden und die Bestandesgarantie würde dem nicht entgegenste-
hen. Die angeordneten Brandschutzmassnahmen würden sich überdies als verhältnismässig 
erweisen. 
 
E. Mit Eingabe vom 16. Mai 2022 erhob die A.____ AG, vertreten durch Dr. Pascal 
Leumann, Advokat in Muttenz, Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Die Beschwerdeführerin beantragt, es sei die Beschwerde 
gutzuheissen und der angefochtene RRB aufzuheben; eventualiter sei die Beschwerde teilwei-
se gutzuheissen und sie zu reduzierten, verhältnismässigen Brandschutzmassnahmen im Sinne 
der Erwägungen zu verpflichten, sofern diese nicht bereits erfolgt seien; subeventualiter sei die 
Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Die Beschwerdebegründung 
datiert vom 15. Juli 2022.  
 

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F. Die BGV beantragt in ihrer Eingabe vom 8. August 2022 die Abweisung der Beschwer-
de unter o/e-Kostenfolge.  
 
G. In seiner Vernehmlassung vom 13. September 2022 beantragt der Regierungsrat die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde.  
 
H. Mit Verfügung vom 11. Oktober 2022 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen.  
 
I. Mit Eingabe vom 8. November 2022 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführe-
rin seine Honorarnote ein.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit 
gegeben. Die Beschwerdeführerin ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO sämtliche Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Miss-
brauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts 
gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die BGV die angeordneten Brand-
schutzmassnahmen zu Recht verfügt hat.  
 
4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der vorinstanzliche Entscheid habe sich nicht 
mit der geltend gemachten Bestandesgarantie für Altbauten auseinandergesetzt und damit die 
Bestandes- und Eigentumsgarantie verletzt. Gemäss Rechtsprechung und Lehre könne sie sich 
als Eigentümerin der betroffenen Liegenschaft für den Bestand und die Nutzung der rechtmäs-
sig erstellten Baute und zum Schutz ihrer getätigten Investitionen unabhängig von gesetzlichen 
Regelungen auf die verfassungsrechtlich gewährleistete Bestandesgarantie berufen. Die Be-
standesgarantie schütze den Fortbestand der Eigentumsrechte, die ihre Trägerin unter dem 
bisherigen Recht verwirklicht hat, insbesondere, wenn Anpassungen der Baute mit erheblichen 
finanziellen Aufwendungen verbunden wären. Die sofortige Anwendung neuer Eigentumsbe-
schränkungen auf bestehende, nach altem Recht rechtmässig erstellte Bauten sei grundsätzlich 
unzulässig. Weiter stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass es an einer ge-

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setzlichen Grundlage für die verfügten Brandschutzmassnahmen fehle. Sie führt in diesem Zu-
sammenhang zunächst aus, dass die Baute Nr. 177 auf der Parzelle Nr. 144 sowie die folgen-
den baulichen Änderungen bewilligt worden seien. Im Baugesuchsverfahren C. ____ betreffend 
eine Zweckänderung seien Brandschutzauflagen der BGV als Teil der Baubewilligung am 
31. August 2005 verfügt worden. Zwei Jahre später seien im Baugesuchsverfahren D. ____ ein 
weiteres Mal Brandschutzauflagen erlassen worden. Das BNPG erfülle zwar die Gesetzesform, 
welche für einen schweren Eigentumseingriff erforderlich sei, sei jedoch erst am 1. Januar 2018 
in Kraft getreten und könne keine rückwirkende Gesetzeswirkung auf bewilligte und erstellte 
Bauten vor 2018 haben. Auch die Brandschutznorm (BSN) der VKF, soweit diese überhaupt 
wirksam sei, sehe keine Rückwirkung vor. Sollte die BSN rückwirkend auf die bestehende Bau-
te aufgewendet werden, so wäre deren Art. 2 Abs. 2 massgebend und dieser sei von der  
Vorinstanz falsch angewendet worden, weil die Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein müss-
ten, was vorliegend nicht der Fall sei. Schliesslich würden sich die verfügten Brandschutzmass-
nahmen als unverhältnismässig erweisen.  
 
4.2 Demgegenüber stellt sich der Regierungsrat auf den Standpunkt, feuerpolizeiliche An-
ordnungen könnten auch ausserhalb eines Baubewilligungsverfahrens statuiert werden, da im 
Bereich der feuerpolizeilich motivierten Gefahrenabwehr die Bestandesgarantie nicht greife. 
Eine Bestandesgarantie bestehe einzig für Brandschutzabstände. Demzufolge liege keine Ver-
letzung der Bestandesgarantie für Altbauten vor. Ferner verkenne die Beschwerdeführerin, 
dass neue und rigidere Bestimmungen auf bestehende, nach altem Recht (rechtmässig) erstell-
te Bauten angewendet werden dürften, wenn – wie vorliegend – ein gewichtiges öffentliches 
Interesse dies verlange und das Gebot der Verhältnismässigkeit eingehalten sei. Hinsichtlich 
der Anwendung der BSN sei festzuhalten, dass die Voraussetzungen von Art. 2 Abs. 2 BSN 
entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin alternativ erfüllt sein müssten. Somit ermög-
liche diese Bestimmung, losgelöst von einem Neu- oder Umbauvorhaben brandschutztechni-
sche Verbesserungen anzuordnen, sofern die Gefahr für Personen besonders gross sei. 
 
4.3 Die BGV führt in ihrer Vernehmlassung aus, dass die Besitzstandsgarantie nicht un-
eingeschränkt gelte, sondern unter den in der Verfassung vorgesehenen Einschränkungen zu-
lässig sei. Bei der Festlegung der verfügten Massnahmen habe sie sich in Berücksichtigung der 
Besitzstandsgarantie darauf beschränkt, ausschliesslich Massnahmen zur Sicherstellung der 
Personensicherheit zu verfügen. Ferner sei zu beachten, dass die im Untergeschoss vorgefun-
dene Situation nicht mehr der Plangrundlage des Baugesuchs C.____ entsprochen habe, seien 
doch der Heizungsraum und die Heizung bei den Planunterlagen zum Baugesuch nicht einge-
tragen. Im Übrigen seien die Brandschutzvorschriften direkt anwendbar und würden entgegen-
stehendem kantonalem Recht vorgehen. Eine Rückwirkung liege nicht vor und überdies seien 
die VKF-Brandschutzvorschriften 2015 im Kontext mit den Räumlichkeiten "Konzert" weniger 
streng. § 7 BNPG sehe nicht nur dann Schutzmassnahmen gegen Brandschäden vor, wenn 
eine Baute oder Anlage erstellt, erweitert, abgeändert oder in der Benützungsart geändert wer-
de und dazu eine Baubewilligung oder eine arbeitsgesetzliche Plangenehmigung erforderlich 
sei, sondern auf Grund des expliziten Vorbehalts in Abs. 2 auch dann, wenn Brandschutzvor-
schriften nicht eingehalten seien. Die aktuell geltenden Brandschutzvorschriften 2015 würden 
bezüglich der Fluchtwegsituation und/oder der bestehenden Situation im Untergeschoss ge-

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genüber den Brandschutzvorschriften 2003 keine materiellen Verschärfungen enthalten. Entge-
gen den Ausführungen der Beschwerdeführerin sei es somit verhältnismässig, die milderen 
Brandschutzvorschriften anzuwenden. Die Voraussetzungen von Art. 2 Abs. 2 BSN müssten 
nicht kumulativ, sondern alternativ erfüllt sein. Aufgrund der fehlenden funktionierenden vertika-
len Fluchtwege, welche eine besonders grosse Gefahr für Personen darstellen würden, sei die 
Voraussetzung gemäss Art. 2 Abs. 2 BSN gegeben. Die verfügten Massnahmen seien verhält-
nismässig, weshalb auch das Eventualbegehren abzuweisen sei.  
 
5.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Eigentumsgarantie in ihrer Erschei-
nungsform als Bestandesgarantie, d.h. als verfassungsmässigen Schutz der konkreten indivi-
duellen Eigentumsrechte. Die Eigentumsgarantie gilt – wie andere Grundrechte – nicht absolut. 
Für die Einschränkungen der Eigentumsgarantie gelten die Voraussetzungen von Art. 36 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999. Eingriffe 
in die Eigentumsfreiheit sind mit der verfassungsrechtlichen Eigentumsgarantie im Sinne von 
Art. 26 BV nur vereinbar, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, wobei schwer-
wiegende Einschränkungen im Gesetz selbst vorgesehen sein müssen, und im öffentlichen In-
teresse liegen (vgl. Art. 36 Abs. 1 und 2 BV; KLAUS A. VALLENDER/PETER HETTICH, in: Ehrenzel-
ler/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundes-
verfassung, 3. Auflage, Zürich 2014, N 39 zu Art. 26 BV). Dabei muss das öffentliche Interesse 
an den Brandschutzmassnahmen gegenüber den entgegenstehenden privaten Interessen 
überwiegen (BGE 125 I 369 E. 5d; BGE 107 Ib 334 E. 2f.). Eigentumsbeschränkungen müssen 
ausserdem auch in dem Sinne verhältnismässig sein (vgl. Art. 36 Abs. 3 BV), dass sich das 
angestrebte Ziel nicht auch mit weniger weitreichenden Massnahmen ebenso wirkungsvoll ver-
wirklichen lassen kann (BGE 121 I 65 E. 5a/cc). Im Hinblick auf den vorliegenden Fall ist dem-
nach zu prüfen, ob die angeordneten Massnahmen den Anforderungen von Art. 36 BV (genü-
gende gesetzliche Grundlage, öffentliches Interesse und Verhältnismässigkeit) genügen. Eine 
Massnahme, welche diese Voraussetzungen nicht erfüllt, verletzt die Eigentumsgarantie als 
Bestandesgarantie (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungs-
recht, 8. Auflage, Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 2325).  
 
5.2.1 Gemäss § 101 des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998 müs-
sen alle Bauten und Anlagen entsprechend ihrem Zweck die notwendige Standfestigkeit auf-
weisen und den Anforderungen der Hygiene, der Sicherheit, des Umweltschutzes, des Gewäs-
serschutzes, der Energienutzung, des Schutzes vor gravitativen Naturgefahren sowie den ar-
beits-, feuer- und gewerbepolizeilichen Vorschriften genügen (Abs. 1); insbesondere sind ver-
hältnismässige Massnahmen, die vor den Auswirkungen von gravitativen Naturgefahren nach-
haltig schützen, bei Neubauten sowie bei naturgefahrrelevanten Umbauten bestehender Bauten 
und Anlagen zu planen und realisieren (lit. c). Die Anforderungen des Brandschutzes und des 
Schutzes vor Schäden durch gravitative Naturgefahren richten sich nach der Gesetzgebung 
über die Brand- und Naturschutzprävention (§ 101 Abs. 2bis RBG). Gemäss § 7 BNPG werden 
Schutzmassnahmen gegen Brandschäden angeordnet, wenn eine Baute oder Anlage erstellt, 
erweitert, abgeändert oder in der Benützungsart geändert wird und dazu eine Baubewilligung 
oder eine arbeitsgesetzliche Plangenehmigung erforderlich ist (Abs. 1). Vorbehalten bleibt § 8 
Abs. 2 BNPG (Abs. 2). Nach § 8 BNPG kann die BGV Bauten und Anlagen hinsichtlich der Ein-

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haltung von Brandschutzvorschriften kontrollieren (Abs. 1); sind Brandschutzvorschriften nicht 
eingehalten, ordnet die BGV die erforderlichen Schutzmassnahmen an (Abs. 2). Dieser Vorbe-
halt bedeutet, dass nicht nur bei der bewilligungspflichtigen Erstellung oder Veränderung von 
Gebäuden und Anlagen Schutzmassnahmen gegen Brandschäden angeordnet werden können, 
sondern auch bei bestehenden Gebäuden und Anlagen, wenn Brandschutzvorschriften nicht 
eingehalten sind. Damit wird der präventive Schutz vor Brandschäden, welcher dauernd und 
nicht nur im Zeitpunkt der Bewilligung gewährleistet sein muss, sichergestellt (vgl. Vorlage an 
den Landrat des Kantons Basel-Landschaft vom 15. Dezember 2015 [2015-434] betreffend Ge-
setz über die Brand- und Elementarschäden [BEPG], S. 39). Die Einhaltung der Brandschutz-
vorschriften kann durch die BGV im Rahmen von Abnahmeprotokollen kontrolliert werden oder 
wenn sie eine entsprechende Meldung von Dritten erhält. Die BGV durfte somit – nachdem sie 
eine entsprechende Meldung der Polizei erhalten hatte – die Räumlichkeiten der Beschwerde-
führerin hinsichtlich der Einhaltung der Brandschutzvorschriften überprüfen. Mit den genannten 
Bestimmungen wird der präventive Schutz vor Brandschäden, welcher insbesondere den Per-
sonenschutz bezweckt, gewährleistet.  
 
5.2.2 Seit dem 1. Januar 2005 gelten schweizweit die BSN und die Brandschutzrichtlinien 
(BSR), die das "Interkantonale Organ Technische Handelshemmnisse" (IOTH) gestützt auf 
Art. 6 der Interkantonalen Vereinbarung zum Abbau technischer Handelshemmnisse vom 
23. Oktober 1998 (IVTH) für verbindlich erklärt hat. Diese Vorschriften gelten kraft Verweis in 
§ 4 Abs. 1 BNPG auch für den Kanton Basel-Landschaft. Die BSN und die BSR der VKF bilden 
zusammen die Brandschutzvorschriften. Die BSN setzt den Rahmen für den allgemeinen, bau-
lichen, technischen und organisatorischen sowie den damit verbundenen abwehrenden Brand-
schutz. Sie bestimmt die geltenden Sicherheitsstandards. Die BSR ergänzen mit detaillierten 
Anforderungen und Massnahmen die in der BSN gesetzten Vorgaben (Art. 4 - 6 BSN; § 5 
Abs. 1 der Verordnung über die Prävention vor Schäden durch Brand- und gravitative Naturge-
fahren [Brand- und Naturgefahrenpräventionsverordnung, BNPV] vom 29. August 2017; 
vgl. CHRISTOPH FRITZSCHE/PETER BÖSCH/THOMAS WIPF/DANIEL KUNZ, Zürcher Planungs- und 
Baurecht, 6. Auflage, Wädenswil 2019, S. 1322 f.). Die Brandschutzvorschriften sind für alle 
Kantone verbindlich (vgl. Art. 61 Abs. 1 BSN). Die BSN ist folglich direkt anwendbar – unab-
hängig davon, ob das kantonale Recht darauf verweist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
1C_328/2018 vom 12. April 2019 E. 1.2.2 und 1C_303/2010 vom 28. September 2010 E. 2.1; 
Entscheid des Kantons- und Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen [B 2013/257] vom 
28. April 2015 E. 4.3.2). Das IOTH hat die revidierten Brandschutzvorschriften am 18. Septem-
ber 2014 für verbindlich erklärt und auf den 1. Januar 2015 in Kraft gesetzt. Die Brandschutz-
vorschriften bezwecken den Schutz von Personen, Tieren und Sachen vor den Gefahren und 
Auswirkungen von Bränden und Explosionen (Art. 1 Abs. 1 BSN). Gemäss Art. 2 Abs. 2 BSN 
sind bestehende Bauten und Anlagen verhältnismässig an die Brandschutzvorschriften anzu-
passen, wenn: wesentliche bauliche oder betriebliche Veränderungen, Erweiterungen oder Nut-
zungsänderungen vorgenommen werden (lit. a); die Gefahr für Personen besonders gross ist 
(lit. b). Mit den soeben zitierten Bestimmungen sowie der BSN besteht somit eine genügende 
gesetzliche Grundlage für eine Einschränkung der von Art. 26 Abs. 1 BV geschützten Befugnis-
se der Beschwerdeführerin. 
 

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5.2.3 Gemäss Art. 2 Abs. 2 BSN sind bestehende Bauten und Anlagen verhältnismässig an 
die Brandschutzvorschriften anzupassen, wenn: wesentliche bauliche oder betriebliche Verän-
derungen, Erweiterungen oder Nutzungsänderungen vorgenommen werden (lit. a); die Gefahr 
für Personen besonders gross ist (lit. b). Die Beschwerdeführerin macht eine falsche Anwen-
dung der BSN geltend und stellt sich auf den Standpunkt, dass die Voraussetzungen von Art. 2 
Abs. 2 BSN kumulativ gegeben sein müssten. Da die Antwort auf die Frage nicht eindeutig aus 
dem Gesetz hervorgeht, ist der Sinngehalt der Norm mittels Auslegung zu ermitteln. Die Geset-
zesauslegung hat zum Ziel, den rechtsverbindlichen Sinn eines Rechtssatzes, über dessen 
Tragweite Unklarheiten bestehen, zu ermitteln. Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wort-
laut der massgebenden Norm. An einen klaren Gesetzeswortlaut ist die rechtsanwendende Be-
hörde gebunden. Abweichungen vom klaren Wortlaut sind indessen zulässig oder sogar gebo-
ten, wenn triftige Gründe zur Annahme bestehen, dass er nicht dem wahren Sinn der Bestim-
mung entspricht. Solche Gründe können sich aus der Entstehungsgeschichte der Norm, aus 
ihrem Sinn und Zweck oder aus dem Zusammenhang mit anderen Vorschriften ergeben. Vom 
klaren Wortlaut kann ferner abgewichen werden, wenn die grammatikalische Auslegung zu ei-
nem Ergebnis führt, das der Gesetzgeber nicht gewollt haben kann (BGE 144 IV 240 E. 2.3.2; 
BGE 144 IV 97 E. 3.1.1; je mit Hinweisen). Die Gesetzesauslegung hat sich im Übrigen vom 
Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das 
an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige 
Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio 
legis. Dabei ist einem pragmatischen Methodenpluralismus zu folgen und sind die einzelnen 
Auslegungselemente keiner hierarchischen Ordnung zu unterstellen, sondern nebeneinander 
zu berücksichtigen. Es muss dann im Einzelfall abgewogen werden, welche Methode oder  
Methodenkombination geeignet ist, den wahren Sinn der auszulegenden Norm wiederzugeben 
(BGE 144 IV 168 E. 1.2; BGE 144 V 138 E. 6.3; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 29. Juni 2021 [810 21 49] E. 4.1; KGE VV vom 
13. November 2019 [810 19 81] E. 5.2; KGE VV vom 31. Oktober 2018 [810 18 158] E. 4.5; 
ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER/DANIELA THURNHERR, Schweizerisches Bun-
desstaatsrecht, 10. Auflage, Zürich 2020, Rz. 128 ff.). 
 

5.2.4 Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet die grammatikalische Auslegungsmethode. 
Diese stellt auf Wortlaut, Wortsinn und Sprachgebrauch ab. Unter Sprachgebrauch ist dabei in 
der Regel der allgemeine Sprachgebrauch zu verstehen (HÄFELIN/HALLER/KELLER/THURNHERR, 
a.a.O., Rz. 91). Die Auflistung in Art. 2 Abs. 2 BSN führt kein Bindewort wie und/oder auf. Viel-
mehr werden die Teilsätze durch ein Semikolon abgegrenzt. Mit dem Semikolon können gleich-
rangige (nebengeordnete) Teilsätze oder Wortgruppen voneinander abgegrenzt werden. Das 
Semikolon ist ein Mittel zur übersichtlichen Gliederung längerer Sätze, da es schwächer als der 
Punkt, aber stärker als das Komma ist. Bei Reihungen (Aufzählungen) dient der Strichpunkt 
dazu, Gruppen kenntlich zu machen, deren einzelne Glieder schon durch Kommas getrennt 
sind (vgl. WALTER HEUER/MAX FLÜCKIGER/PETER GALLMANN, Richtiges Deutsch, 33. Auflage, 
Basel 2021, S. 411). Die Verwendung des Strichpunkts deutet somit eher darauf hin, dass die 
Aufzählung in Art. 2 Abs. 2 BSN alternativ zu verstehen ist.  
 

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5.2.5 Ein klarer Wille des IOTH lässt sich für die vorliegend interessierende Fragestellung 
nicht entnehmen. Auch auf ihrer Website, wo die VKF Fragen unter anderem zur Auslegung 
beantwortet, lassen sich diesbezüglich keine Hinweise entnehmen. In der Vorlage an den Land-
rat des Kantons Basel-Landschaft vom 15. Dezember 2015 [2015-434] betreffend BEPG wird 
ausgeführt, dass Schutzmassnahmen gegen Brandschäden auch bei bestehenden Gebäuden 
und Anlagen angeordnet werden können, wenn Brandschutzvorschriften nicht eingehalten sind. 
Damit wird der präventive Schutz vor Brandschäden, welcher dauernd und nicht nur im Zeit-
punkt der Bewilligung gewährleistet sein muss, sichergestellt (vgl. E. 5.2.1). Dieser Umstand 
deutet ebenfalls darauf hin, die Voraussetzungen alternativ anzuwenden sind, zumal dem prä-
ventiven Schutz vor Brandschäden in einem grösseren Umfang nachgekommen werden kann.  
 
5.2.6 Die teleologische Auslegung stellt ab auf die Zweckvorstellung, die mit einer Rechts-
norm verbunden ist (HÄFELIN/HALLER/KELLER/THURNHERR, a.a.O., Rz. 91). In teleologischer 
Hinsicht gilt es zu bedenken, dass der vorbeugende und abwehrende Schutz von Personen vor 
Bränden bzw. von Bauten und Anlagen vor Brandschäden sowie vor Schäden durch gravitative 
Naturgefahren andauernd und nicht lediglich in einem bestimmten Zeitpunkt sicherzustellen ist. 
Bereits der Zweck des Gesetzes macht deutlich, dass Brandschutzmassnahmen möglich sein 
sollen, wenn die Gefahr für Personen besonders gross ist, und zwar unabhängig von baulichen 
oder betrieblichen Änderungen. Müssten die Voraussetzungen von Art. 2 Abs. 2 BSN kumulativ 
gegeben sein, wäre eine Anpassung der Brandschutzmassnahmen zur Einhaltung der Brand-
schutzvorschriften – trotz Vorliegens einer besonders grossen Gefahr für Personen – nicht 
möglich, wenn nicht gleichzeitig bauliche oder betriebliche Änderungen vorgenommen würden. 
Eine solche Interpretation würde der Zweckbestimmung der Brandschutzvorschriften wider-
sprechen (Art. 1 Abs. 1 BSN) und keinen Sinn machen. Vielmehr müssen die Brandschutzvor-
schriften den Schutz von Personen stets gewährleisten können. Eine Bestandesgarantie be-
steht sodann nicht, sondern wird in der BSN einzig in Bezug auf die Brandschutzabstände sta-
tuiert. Diese Überlegungen führen zum Schluss, dass die Voraussetzungen von Art. 2 Abs. 2 
BSN alternativ zu verstehen sind. 
 
5.2.7 Als Gesamtergebnis der Auslegung ergibt sich somit, dass die Voraussetzungen von 
Art. 2 Abs. 2 BSN alternativ zu verstehen sind. Diese Auffassung wird im Übrigen auch in der 
Literatur vertreten (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1322 f.). Gestützt auf die vorste-
henden Erwägungen ist Art. 2 Abs. 2 BSN korrekt angewendet worden.  
 
5.2.8 Im Bericht vom 11. März 2019 wurden zahlreiche Mängel aufgelistet und festgestellt, 
dass die Personensicherheit im Brandfall augenscheinlich nicht gewährleistet sei. Anlässlich der 
knapp zwei Jahre später erfolgten Nachkontrolle vom 14. Januar 2021 ist die brandschutztech-
nische Situation der Treppenanlage West, welche als vertikaler Fluchtweg West dient, überprüft 
worden. Die BGV hielt fest, dass das Gebäude (mittlerer Höhe ca. 16 bis ca. 25 Meter) vom 
1. Untergeschoss bis zum 3. Obergeschoss eine Grundfläche von ca. 1'320 m2 mit zwei Trep-
penanlagen West und Ost habe. Im 4. und 5. Obergeschoss habe das Gebäude eine Grundflä-
che von ca. 950 m2 pro Etage und eine Treppenanlage West. Es seien die Treppenanlage 
West, welche als vertikaler Flucht- und Rettungsweg dienen sollte, und die angrenzenden Kor-
ridore 2. - 5. Obergeschoss sowie die Konzertlokation im 1. Untergeschoss begutachtet und 

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begangen worden. Als Fazit wurde festgehalten, dass die Personensicherheit nicht gegeben 
sei, weil eine Intervention von innen und aussen nicht möglich sei; kein funktionierender vertika-
ler Fluchtweg vorhanden; z.T. eine mangelhafte Brandabschnittsbildung der hölzernen Ge-
schossdecken bestehen würde; die Rettungszeichen unvollständig seien; eine Sicherheitsbe-
leuchtung, Handfeuerlöscher und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen fehlen würden. Die Verfü-
gung der BGV vom 2. Februar 2021 bezieht sich auf die eigenen Feststellungen anlässlich der 
aufgrund einer zuvor eingegangenen Meldung der Polizei durchgeführten Kontrollen vom 
1. März 2019 sowie vom 14. Januar 2021. In den Berichten der BGV wird fachmännisch und 
nachvollziehbar aufgezeigt, dass insbesondere aufgrund der fehlenden funktionierenden verti-
kalen Fluchtwege sowie aufgrund der vermieteten Räumlichkeiten und damit einhergehenden 
hohen Personenbelegung die Gefahr für Personen besonders gross ist. Damit ist die Voraus-
setzung von Art. 2 Abs. 2 BGV erfüllt. 
 
5.2.9 Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben verleiht einer Person 
Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonsti-
ges, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden. Vorausgesetzt ist, dass 
die Person, die sich auf den Vertrauensschutz beruft, berechtigterweise auf diese Grundlage 
vertrauen durfte und gestützt darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr 
rückgängig machen kann (vgl. BGE 143 V 341 E. 5.2.1; BGE 129 I 161 E. 4.1; KGE VV vom 
11. Dezember 2019 [810 19 66] E. 5.2). Der verfassungsmässige Anspruch auf Schutz berech-
tigten Vertrauens bindet auch den Gesetzgeber und es ergibt sich daraus das Verbot der 
Rückwirkung. Hingegen ergibt sich aus Art. 9 BV kein Anspruch auf Schutz vor Gesetzesände-
rungen. Daraus folgt, dass grundsätzlich niemand auf die unveränderte Fortdauer des Rechts 
vertrauen kann. Der Vertrauensschutz vermag einer Rechtsänderung nur entgegenzustehen, 
wenn diese gegen das Rückwirkungsverbot verstösst oder in wohlerworbene Rechte eingreift 
(BGE 130 I 26 E. 8.1). Wie bereits dargelegt, ist Ziel des Brandschutzes, dass Bauten und An-
lagen so zu erstellen, zu betreiben und instand zu halten sind, dass die Sicherheit von Perso-
nen gewährleistet ist. Sinn und Zweck von § 8 Abs. 2 BNPG ist gerade, auch bei bestehenden 
Gebäuden und Anlagen Schutzmassnahmen anordnen zu können, wenn die Brandvorschriften 
nicht eingehalten sind. Unbeachtlich ist der in diesem Zusammenhang von der Beschwerdefüh-
rerin vorgebrachte Einwand, dass ihr im Rahmen der Baugesuche Nr. C.____ (Zweckänderung: 
alt Förderraum in neu Konzertraum) und Nr. D.____ (Restaurantumbau und Gartenwirtschaft) 
Brandschutzauflagen auferlegt wurden, und ihr aus diesem Grund keine weiteren Brand-
schutzmassnahmen auferlegt werden dürften. Bei der von der BGV durchgeführten brand-
schutztechnischen Kontrolle vom 1. März 2019 wurde nämlich eine Situation angetroffen, wel-
che nicht den Plangrundlagen des Baugesuchs Nr. C.____ resp. Nr. D.____ entspricht. Der 
Heizungsraum sowie die Heizung waren in den Planunterlagen zu den vorerwähnten Baugesu-
chen nicht eingetragen. Es wurden weder für die Vergrösserung des Konzertlokals noch für den 
Einbau der Heizung im Bereich des Altbaus eine Baubewilligung erteilt. Darüber hinaus hat sich 
die BGV bei ihrer brandschutztechnischen Kontrolle vom 14. Januar 2021 darauf beschränkt, 
die Räumlichkeiten im 1. Untergeschoss lediglich ergänzend zu den erteilten Baugesuchen zu 
überprüfen, und aufgrund der entsprechenden genehmigten Baugesuche auf eine abschlies-
sende Beurteilung dort verzichtet. Vor diesem Hintergrund fällt eine Berufung auf das Rückwir-
kungsverbot ausser Betracht. Wie dargelegt, muss der präventive Brandschutz dauernd und 

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nicht nur im Zeitpunkt der Bewilligung gewährleistet sein (vgl. E. 5.2.1 hiervor). Wie nachfolgend 
aufzuzeigen sein wird, sind die Brandschutzvorschriften vorliegend offensichtlich nicht eingehal-
ten. Der Einwand der Beschwerdeführerin geht folglich ins Leere und das Vorgehen der BGV ist 
nach dem Gesagten nicht zu beanstanden.  
 
5.3 Nach bundesgerichtlicher Auffassung ist grundsätzlich jedes öffentliche Interesse ge-
eignet, einen Eingriff in die Eigentumsgarantie zu rechtfertigen, sofern das angestrebte Ziel 
nicht gegen andere Verfassungsnormen verstösst (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., 
Rz. 2349). Bei den Brandschutzmassnahmen geht es um höchst schützenswerte polizeiliche 
Güter wie die Sicherheit von Leib und Leben sowie auch die öffentliche Sicherheit und damit um 
hohe Güter (vgl. Entscheid des Appellationsgerichts Basel-Stadt [VD.2016.36] vom 13. Juli 
2017 E. 5.2.1). Das öffentliche Interesse an der Einhaltung solcher Vorschriften ist grundsätz-
lich als hoch zu gewichten und die Verbesserung des Brandschutzes stellt ein legitimes öffentli-
ches Interesse dar. Die Bedeutung der angeordneten Brandschutzmassnahmen, welche die 
Sicherheit der Personen gewährleisten sollen, ist vorliegend aufgrund der hohen Personenbe-
legung besonders bedeutend, weil im Brandfall eine grössere Personenzahl sowie auch die 
Einsatzkräfte bei einer Rettung gefährdet sind. Damit besteht im vorliegenden Fall ein grosses 
öffentliches Interesse an der Einhaltung der Brandschutzmassnahmen.  
 
5.4 Es genügt aber nicht, dass an den Massnahmen ein öffentliches Interesse besteht. Die 
verfügten Brandschutzmassnahmen müssen ausserdem verhältnismässig sein. Der Grundsatz 
der Verhältnismässigkeit umfasst gemäss Lehre und Rechtsprechung drei Elemente, die kumu-
lativ beachtet werden müssen. Es sind dies die Eignung, die Erforderlichkeit sowie die Verhält-
nismässigkeit von Zweck und Wirkung der Massnahme (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., 
Rz. 2352 ff.). Eine Verwaltungsmassnahme muss geeignet sein, das im öffentlichen Interesse 
angestrebte Ziel zu erreichen. Mit der Verfügung vom 2. Februar 2021 bezweckt die BGV die 
Durchsetzung der Brandschutzbestimmungen und damit letztlich den Schutz der Mieterschaft 
sowie weiterer Nutzer wie im Ereignisfall der Interventionskräfte. Gleichzeitig ordnete die BGV 
an, dass in den über der Treppenanlage West erschlossenen Räumen ein Nutzungsverbot gel-
te, sofern die Brandschutzmassnahmen nicht innert der angesetzten Frist umgesetzt würden. 
Die angeordneten Brandschutzmassnahmen sind geeignet, die feuerschutzrechtlichen Bestim-
mungen durchzusetzen, und erforderlich, um den fehlenden Personenschutz sicherzustellen. 
Die BGV hatte der Beschwerdeführerin vor der Anordnung der Massnahmen mehrfach die Ge-
legenheit gegeben, ein Brandschutzkonzept einzureichen, mit welchem aufgezeigt würde, wie 
die in den Berichten vom 19. März 2019 sowie vom 2. Februar 2021 festgestellten Mängel (al-
ternativ) behoben werden könnten. Selbst in der angefochtenen Verfügung bot sich der Be-
schwerdeführerin diese Möglichkeit, welche sie jedoch bis heute nicht wahrgenommen hat. Die-
ser Umstand machte eine hoheitliche Anordnung der Brandschutzmassnahmen erforderlich. 
Auch die Schliessung der Räume über der Treppenanlage West erweist sich als erforderlich zur 
Verringerung der bestehenden Gefahr für die Personen. Eine mildere Massnahme, welche 
gleich wirksam wäre, ist nicht ersichtlich, und wurde auch von der Beschwerdeführerin nicht 
geltend gemacht bzw. hat sie ein eigenes Handeln verweigert. Schliesslich gilt es die Verhält-
nismässigkeit von Zweck und Wirkung des Eingriffs abzuwägen also zwischen dem Interesse 
an der Realisierung der Zielsetzung und dem Interesse der Beschwerdeführerin des von der 

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Eigentumsgarantie geschützten Rechts an der Beibehaltung ihrer Verfügungs- bzw. Nutzungs-
befugnisse. Die angeordneten Brandschutzmassnahmen vermögen den in den erwähnten Be-
richten der BGV festgestellten Mängeln und damit der besonders grossen Gefahr für Personen 
zu begegnen. Dass die Personensicherheit auch bei Objekten mit Altbau-Charakter gewährleis-
tet sein muss, versteht sich von selbst. Die BGV hat sich zudem bei der Festlegung der Mass-
nahmen darauf beschränkt, nur Massnahmen, welche auf die Sicherstellung der Personensi-
cherheit abzielen, anzuordnen. Durch die Umnutzung der Obergeschosse unter anderem in 
Ateliers und Proberäume für Musikbands ist die Zahl der sich zeitgleich im Gebäude befinden-
den Personen gegenüber der ursprünglichen Nutzung als Mühle stark gestiegen. Unter Berück-
sichtigung der Verhältnismässigkeit ordnete die BGV vorliegend nicht den Ersatz und/oder die 
Ertüchtigung der Geschossdecken an, sondern verlangte lediglich den Einbau von funkvernetz-
ten Rauchmeldern in den Räumen, in welchen die Geschossdecken den erforderlichen Feuer-
widerstand nicht erbringen. Diese dienen der Personensicherheit, zumal die sich in den betref-
fenden Räumen aufhaltenden Personen dadurch alarmiert werden. Die BGV hat dem Verhält-
nismässigkeitsprinzips weiter dadurch Rechnung getragen, als sie darauf verzichtet hat, von der 
Beschwerdeführerin den Einbau einer VKF-konformen Brandmeldeanlage mit Aufschaltung auf 
die Einsatzleitzentrale der Polizei zu verlangen. Schliesslich hat sich die BGV bei ihrer brand-
schutztechnischen Kontrolle vom 14. Januar 2021 darauf beschränkt, die Räumlichkeiten im 
1. Untergeschoss lediglich ergänzend zu den erteilten Baugesuchen zu überprüfen und hat auf-
grund der entsprechenden genehmigten Baugesuche auf eine abschliessende Beurteilung dort 
verzichtet. Wenn sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt stellt, die angeordneten 
Brandschutzmassnahmen würden sich als unverhältnismässig erweisen, übersieht sie, dass die 
BGV die Anliegen der Beschwerdeführerin aufgenommen und sich in ihrem Entscheid bereits 
stark von Verhältnismässigkeitsüberlegungen hat leiten lassen. Das private Interesse der Be-
schwerdeführerin ist vorliegend finanzieller Natur. Dem privaten Interesse der Beschwerdefüh-
rerin an der Reduktion der für die Umsetzung der Brandschutzmassnahmen entstehenden Kos-
ten steht das öffentliche Interesse am Schutz von Leib und Leben gegenüber. Das feuerpolizei-
liche Interesse überwiegt das private monetäre Interesse der Beschwerdeführerin aufgrund des 
grossen Gefahrenpotenzials für Personen deutlich. Die vorliegend angeordneten Brandschutz-
massnahmen sind somit verhältnismässig und wurden zu Recht verfügt. 
 
6. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen steht fest, dass die Voraussetzungen für 
die Anordnung der Brandschutzmassnahmen erfüllt sind und diese sich als verhältnismässig 
erweisen. Die Beschwerde ist demnach vollumfänglich abzuweisen.  
 
7. Die Beschwerdeführerin war seit der ersten brandschutztechnischen Kontrolle vom 
11. März 2019 im Bild, dass sie verschiedene konkrete Brandschutzmassnahmen vorzunehmen 
habe, um die Personensicherheit gewährleisten zu können. In den zwischenzeitlich vergange-
nen knapp vier Jahren hat sie es unterlassen, ein eigenes Brandschutzkonzept zu erstellen und 
umzusetzen. Ein weiteres Zuwarten der BGV fällt unter den geschilderten Umständen ausser 
Betracht. Nachdem die Fristen zur Umsetzung der verfügten Brandschutzmassnahmen zwi-
schenzeitlich abgelaufen sind, hat das Gericht neue Fristen festzulegen: die Beschwerdeführe-
rin hat die mit Verfügung der BGV vom 2. Februar 2021 angeordneten Brandschutzmassnah-
men bis spätestens sechs Monate nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils umzusetzen. Soll-

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ten die Auflagen a) bis j) nicht innert der vorgenannten Frist umgesetzt sein, gilt für die über die 
Treppenanlage West erschlossenen Räume ein Nutzungsverbot. Ein alternatives Brandschutz-
konzept wäre der BVG einzureichen gewesen, was bis heute nicht erfolgt ist.  
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 2'000.-- ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.-- zu verrechnen. Die Parteikosten sind wettzu-
schlagen. 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Beschwerdeführerin erhält Frist bis spätestens sechs Monate nach 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils für die Umsetzung der mit Verfü-
gung der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung vom 2. Februar 
2021 angeordneten Brandschutzmassnahmen. Sollten die Auflagen a) 
bis j) nicht innert der vorgenannten Frist umgesetzt sein, gilt für die 
über die Treppenanlage West erschlossenen Räume ein Nutzungsver-
bot. 

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 2'000.-- verrechnet. 
 

 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin