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**Case Identifier:** ebff19f4-4d4e-5570-80e1-4054eaeb6786
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.09.2015 725 15 66 / 247 (725 2015 66 / 247)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-15-66---247_2015-09-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. September 2015 (725 15 66 / 247) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und geltend gemachten Be-

schwerden zu Recht verneint 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Roman Felix, Advokat, 
Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 Basler Versicherungen AG, Aeschengraben 21, Postfach, 
4002 Basel, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Dr. Manfred 
Bayerdörfer, Advokat, Rathausstrasse 40/42, 4410 Liestal 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Die 1974 geborene A.____ war zuletzt als Reinigungskraft in verschiedenen Privat-
haushalten tätig. In dieser Eigenschaft war sie bei der Basler Versicherungen AG (Basler) obli-
gatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Schaden-
meldung UVG vom 9. Dezember 2013 wurde A.____ am 16. August 2013 beim Putzen ohn-
mächtig und stürzte daraufhin mit einem Wassereimer und einem Mopp in der Hand die Treppe 
hinunter. Im Anschluss an das Unfallereignis arbeitete sie zunächst normal weiter. Anlässlich 

 

 
 
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einer ersten medizinischen Untersuchung am 25. November 2013 diagnostizierte Dr. med. 
B.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, einen Status nach Schulterkontusion rechts mit mög-
licher Rotatorenmanschettenruptur. Die Basler gewährte in der Folge die gesetzlichen Leistun-
gen (Taggelder und Heilungskosten). Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse stellte 
sie mit Verfügung vom 2. Juni 2014 die Taggeldleistungen rückwirkend per 1. November 2013 
ein. Zur Begründung führte sie an, dass sich gestützt auf die medizinische Beurteilung ihres 
beratenden Arztes ergebe, dass die anhaltend geklagten Schulterbeschwerden ab dem 
1. November 2013 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch das Unfallereignis vom 
16. August 2013 ausgelöst worden seien. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache 
wies die Basler mit Einspracheentscheid vom 16. Januar 2015 ab. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ mit Eingabe vom 12. Februar 2015 Beschwerde 
beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Darin beantragte sie sinngemäss dessen Aufhebung sowie die Ausrichtung der gesetzlichen 
Leistungen. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass aufgrund der medizinischen 
Berichte von Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, vom 13. März 2014 sowie von Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Me-
dizin, Pharmazeutische Medizin und Sportmedizin, vom 7. Januar 2014 erstellt sei, dass die 
gegenwärtigen Schulterbeschwerden auf das Ereignis vom 16. August 2013 zurückzuführen 
seien. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 30. April 2015 beantragte die Basler, vertreten durch 
Advokat Manfred Bayerdörfer, die Abweisung der Beschwerde, wobei sie einen Bericht von 
Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 20. April 2015 einreichte. Hierzu führte 
sie aus, dass sie bei Dr. E.____ eine umfangreiche Stellungnahme zur Frage der Kausalität der 
aktuell diagnostizierten Bursitis eingeholt habe, da jener in seinem Bericht vom 2. April 2014 
nicht näher erläutert habe, weshalb die Bursitis als unfallfremd zu qualifizieren sei. Im Rahmen 
seiner umfangreichen Ausführungen sei erneut bestätigt worden, dass zwar die anfänglich auf-
getretenen Schulterbeschwerden zumindest teilweise in einem kausalen Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 16. August 2013 gestanden haben, in Bezug auf die Bursitis hingegen ab 
November 2013 eine überholende Kausalität eines unfallfremden Leidens vorliege.  
 
D. Mit Schreiben vom 28. Mai 2015 teilte Advokat Roman Felix dem Kantonsgericht mit, 
dass ihn A.____ mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt habe. Gleichzeitig ersuchte er um 
Einsichtnahme in die Verfahrensakten.  
 
E. Mit Eingabe vom 6. Juli 2015 reichte A.____, vertreten durch Advokat Roman Felix, die 
Replik ein und stellte die folgenden Rechtsbegehren: Es sei der Einspracheentscheid vom 16. 
Januar 2015 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr die gesetzlichen 
Leistungen zu erbringen; alles unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht bean-
tragte sie die unentgeltliche Prozessführung mit Advokat Felix als unentgeltlichem Rechtsvertre-
ter. Ergänzend brachte sie vor, dass sie weder zur Person oder den fachlichen Qualifikationen 
von Dr. E.____ angehört worden sei, noch seien ihr die an Dr. E.____ gestellten Fragen vorge-
legt worden. Ferner habe die Beschwerdegegnerin während laufendem Beschwerdeverfahren 

 

 
 
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erneut einen Bericht bei Dr. E.____ veranlasst. Auch hier sei sie im Vorfeld nicht darüber infor-
miert worden. Dieses Vorgehen stelle eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie des Ge-
bots der Waffengleichheit dar. Überdies würden diese Berichte nicht den sozialversicherungs-
rechtlichen Beweisanforderungen genügen, weshalb der Entscheid auch in materieller Hinsicht 
auf unzureichenden Unterlagen beruhe. 
 
F. Mit Duplik vom 13. August 2015 hielt die Basler an ihrem Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde fest. Sie führte aus, dass es einem Unfallversicherer rechtsprechungsgemäss nicht 
verwehrt sei, den medizinischen Sachverhalt im Rahmen punktueller Abklärungen zu ergänzen. 
Bei der Aktenbeurteilung handle es sich sodann nicht um ein medizinisches Gutachten, sondern 
um einen versicherungsmedizinischen Bericht des beratenden Arztes, weshalb auch der Ein-
wand der Beschwerdeführerin bezüglich Verletzung von Mitwirkungsrechten nicht stichhaltig 
sei. Im Übrigen sei die von Dr. E.____ vorgenommene Schlussfolgerung zur Unfallkausalität der 
Schulterbeschwerden schlüssig und nachvollziehbar und könne nicht durch die Berichte der 
behandelnden Ärzte in Zweifel gezogen werden.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 12. Februar 2015 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Die Beschwerdeführerin macht in formeller Hinsicht eine Verletzung der Verfahrensga-
rantien, namentlich des rechtlichen Gehörsanspruchs sowie des Gebots der Waffengleichheit, 
geltend. Diese sieht sie zum einen darin verletzt, dass die Beschwerdegegnerin mit der Einrei-
chung der Beurteilung von Dr. E.____ vom 20. April 2015 Abklärungen in das laufende Be-
schwerdeverfahren verlegt habe. Zum anderen sei sie weder zur Person oder den fachlichen 
Qualifikationen von Dr. E.____ angehört worden, noch habe ihr die Basler Gelegenheit einge-
räumt, sich zu den Dr. E.____ vorgelegten Fragen zu äussern. Eine allfällige Verletzung der 
Verfahrensgarantien kann aufgrund deren formellen Charakters zur Aufhebung des angefoch-
tenen Entscheids führen, ohne dass die Angelegenheit materiell beurteilt würde. Die Einwände 

 

 
 
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der Beschwerdeführerin sind deshalb vorab zu prüfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3). 
 
2.2 Im Zusammenhang mit der Rüge betreffend die Einreichung der Beurteilung von 
Dr. E.____ vom 20. April 2015 während des kantonalen Beschwerdeverfahrens ist zunächst auf 
die von der Beschwerdegegnerin angesprochene bundesgerichtliche Rechtsprechung zu ver-
weisen, wonach verschiedene Bestimmungen im ATSG die Zuständigkeiten im Administrativ-
verfahren und im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren voneinander abgrenzen und dem Ge-
bot der Einfachheit und Raschheit des Verfahrens nach Art. 61 lit. a ATSG dienen: 
 
2.2.1 So prüft der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die 
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Das 
Gesetz weist somit dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachver-
halt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass 
gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 
49 ATSG) (vgl. BGE 132 V 374, E. 5 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 
15. Januar 2014, 8C_410/2008, E. 5.1). Den meisten, durch das Sozialversicherungsrecht ver-
sicherten anspruchsbegründenden Risiken (wie Krankheit, Unfall, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, 
Beeinträchtigung der körperlichen oder psychischen Integrität) liegen medizinische Sachverhal-
te zugrunde. Zur Abklärung dieser medizinischen Sachverhalte ist die rechtsanwendende Be-
hörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Ver-
fügung zu stellen sind. In der obligatorischen Unfallversicherung kann die Feststellung des 
rechtserheblichen medizinischen Sachverhaltes unter anderem erfolgen durch die Berichte der 
behandelnden Ärzte, einschliesslich der Spezial- und Spitalärzte, die vom Unfallversicherer ein-
geholten Arztberichte (gegebenenfalls auch angestellter Ärzte) sowie das vom Unfallversicherer 
in Auftrag gegebene Sachverständigengutachten (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hin-
weisen; BGE 120 V 357 ff.). 
 
2.2.2 Zu berücksichtigen ist aber, dass der Beschwerde als ordentlichem Rechtsmittel nach 
Art. 56 ff. ATSG Devolutiveffekt zukommt. Das bedeutet, dass mit Einlegung des Rechtsmittels 
die Streitsache an die funktionell übergeordnete Rechtsmittelinstanz geht. Eingeschränkt wird 
dieser Effekt indessen durch Art. 53 Abs. 3 ATSG, welcher bestimmt, der Versicherungsträger 
könne eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen den Beschwerde erhoben wur-
de, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die 
formgültige Beschwerdeerhebung begründet (zusammen mit der Beschwerdeantwort des Ver-
sicherungsträgers) demnach grundsätzlich die alleinige Zuständigkeit des kantonalen Gerichts, 
über das in der angefochtenen Verfügung (bzw. im angefochtenen Einspracheentscheid) gere-
gelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft 
über den Streitgegenstand, und zwar insbesondere auch in Bezug auf die tatsächlichen Verfü-
gungs- und Entscheidungsgrundlagen. Entsprechend ist es der Verwaltung grundsätzlich ver-
wehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, 
soweit sie den Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der Verfügung durch 
Erlass einer neuen abzielen (vgl. BGE 136 V 5, E. 2.5 mit Hinweis auf BGE 127 V 231, 
E. 2b/aa; Urteil des Bundesgerichts vom 1. Januar 2014, 8C_410/2013, E. 5.2). 

 

 
 
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2.2.3 Ferner schliesst es auch die anzustrebende Raschheit des Verfahrens aus, dass die 
Verwaltung während des kantonalen Verfahrens umfangreiche und zeitraubende Zusatzabklä-
rungen tätigt. Aufgrund der gebotenen Einfachheit des Prozesses kann der Versicherungsträger 
rechtsprechungsgemäss keine Abklärungsmassnahmen treffen, welche der Mitwirkung der ver-
sicherten Person bedürften. Umfassendere Abklärungen wie eine medizinische Begutachtung 
mit Mitwirkung der versicherten Person oder vergleichbare zeitraubende Beweismassnahmen 
würden den Rahmen eines raschen Verfahrens sprengen. Erlaubt sind der Verwaltung demge-
genüber in aller Regel punktuelle Abklärungen (wie das Einholen von Bestätigungen, Beschei-
nigungen oder auch Rückfragen bei medizinischen Fachpersonen oder anderen Auskunftsper-
sonen). Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was im kantonalen Ver-
fahren noch zulässiges Verwaltungshandeln darstellt, bilden die inhaltliche Bedeutung der 
Sachverhaltsvervollständigung und die zeitliche Intensität allfälliger weiterer Abklärungsmass-
nahmen (BGE 136 V 6, E. 2.7 mit Hinweisen auf BGE 127 V 231, E. 2b/aa f.). 
 
2.3 Verfügung und Einspracheentscheid der Basler waren zwar unter Hinweis auf die 
Kurzbeurteilung von Dr. E.____ vom 2. April 2014 begründet worden. Die mit der Vernehmlas-
sung eingereichte, umfassende Aktenbeurteilung vom 20. April 2015 erfolgte aber ohne Mitwir-
kung der Versicherten und verursachte keine namhafte zeitliche Verzögerung des Verfahrens. 
Sodann wurde sie der Beschwerdeführerin vor Durchführung des zweiten Schriftenwechsels 
zugestellt, weshalb die Einreichung der Aktenbeurteilung, wie dies die Beschwerdegegnerin 
richtig feststellte, unter Berücksichtigung der obgenannten Kriterien grundsätzlich zulässig war.  
 
2.4 Unbestritten ist ferner, dass sich die Beschwerdeführerin im Vorfeld der ärztlichen Be-
urteilungen von Dr. E.____ nicht äussern konnte. Wie sich aber aus dem eben Ausgeführten 
ergibt und die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Replik selbst darlegt, handelt es sich beim 
Bericht vom 20. April 2015 (wie auch vom 2. April 2014) um einen versicherungsmedizinischen 
Bericht des beratenden Arztes und nicht um ein medizinisches Gutachten im Sinne von Art. 44 
ATSG. Die von der Rechtsprechung in BGE 137 V 210 aufgestellten Grundsätze zur Stärkung 
der verfassungsrechtlich verankerten und auf Gesetzesstufe festgeschriebenen Partizipations-
rechte, die - sofern nicht IV-spezifisch - auch im Verfahren der Unfallversicherung gelten 
(vgl. BGE 138 V 318 E. 6.1.1), kommen bei Berichten von versicherungsinternen Ärzten nicht 
zum Tragen. Damit erweist sich auch der Einwand der Beschwerdeführerin, dass sie sich vor-
gängig nicht zu den fachlichen Qualifikationen von Dr. E.____ sowie den zu ihm vorgelegten 
Fragen äussern konnte, als unbegründet. Selbst wenn man im Umstand, dass der Beschwerde-
führerin der Bericht vom 20. April 2015 erst mit der Vernehmlassung bekannt wurde, allenfalls 
eine Verletzung des rechtlichen Gehörsanspruchs erkennen wollte, könnte dieser jedenfalls 
nicht als derart schwerwiegend betrachtet werden, dass er eine Rückweisung zu nochmaligem 
Entscheid unter Einhaltung der verfahrensmässigen Anforderungen rechtfertigen würde. Die 
Rechtsprechung lässt eine Heilung einer nicht schwer wiegenden Gehörsverletzung – wovon im 
vorliegenden Fall auszugehen ist – dort zu, wo die betroffene Person die Möglichkeit hat, sich 
vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage 
frei überprüfen kann (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 42 
N 9 f.). Die Beschwerdeführerin konnte sich im vorliegenden Verfahren, in welchem das Kan-

 

 
 
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tonsgericht sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann, zur Stellung-
nahme von Dr. E.____ vom 20. April 2015 aber ausführlich äussern. Eine allfällige Verletzung 
des rechtlichen Gehörs kann deshalb als geheilt erachtet werden. 
3. Materiell streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die gesetzlichen Leis-
tungen für die Folgen des Unfallereignisses mit Einspracheentscheid vom 16. Januar 2015 zu 
Recht rückwirkend per 1. November 2013 eingestellt hat. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit-
ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG 
gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfal-
les zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenver-
sicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei-
nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung 
oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin-
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leis-
tungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 

 

 
 
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3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifestiert bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nach-
gewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf ei-
nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis 
[RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso 
wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 
kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nun-
mehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hier-
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (Sozialversicherungsrecht – Recht-
sprechung [SVR] 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 
S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammen-
hangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig 
geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesund-
heitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Ent-
scheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu-
tung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
4.1 Wie bereits dargelegt, ist die rechtsanwendende Behörde zur Abklärung medizinischer 
Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit sowie 
der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - regelmässig auf 
Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind 
(vgl. E. 2.2.1 hiervor). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozi-
alversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c 
ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversiche-
rungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu 
würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizini-
sche These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entschei-
dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-
geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

 

 
 
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der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des 
Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7).  
 
5.1 Zur Beurteilung der strittigen Frage sind die folgenden medizinischen Unterlagen von 
Relevanz: 
 
5.2 Anlässlich einer ersten medizinischen Untersuchung im Anschluss an das Unfallereig-
nis vom 16. August 2013 diagnostizierte Dr. B.____ am 25. November 2013 einen Status nach 
Schulterkontusion rechts mit möglicher Rotatorenmanschettenruptur. Die Versicherte habe sich 
nach einem Treppensturz im August 2013 erst im November 2013 bei ihm in Behandlung bege-
ben. Eine mögliche Commotio cerebri sei zu diesem Zeitpunkt nicht mehr beurteilbar gewesen. 
 
5.3 Im Rahmen einer aufgrund des Verdachts auf eine Rotatorenmanschettenruptur 
durchgeführten MRI-Untersuchung am 18. Dezember 2013 wurden ein reizloses unauffälliges 
AC-Gelenk, ein bogig konfiguriertes Akromion sowie eine Spur von Flüssigkeit in der Bursa 
subacromialis im Sinne einer leichtgradigen Bursitis erhoben. Überdies wurde eine intakte Sup-
ra- und Infraspinatussehne ohne Hinweise für eine Tendinopathie oder Ruptur, eine intakte lan-
ge Bizepssehne, eine unauffällige Darstellung der Subscapularissehne und das Fehlen einer 
osteochondralen Läsion festgestellt. Auch konnten keine Hinweise auf alte oder frische Fraktu-
ren festgestellt werden.  
 
5.4 Am 1. Januar 2014 stellte Dr. D.____ die Diagnose einer Bursitis subacromialis links. 
Bezüglich der linken Schulter seien bisher keine Massnahmen getroffen worden, da die 
Schmerzen offenbar nicht so stark gewesen seien. Seit November 2013 bestünden diffuse aus-
geprägte Schmerzen im Bereich der Schulter mit Bewegungs- und Kraftminderung im Alltag 
und bei der Arbeit. Die MRI-Untersuchung vom 18. Dezember 2013 habe bezüglich der 
Schmerzen eine ausgeprägte Bursitis subacromialis bei ansonsten unauffäliger Binnenstruktur 
gezeigt. Die im Rahmen der Konsultation durchgeführten Tests für die Rotatorenmanschette 
seien unauffällig, aber mit starken Schmerzen verbunden. Zunächst sei eine Physiotherapie zur 
Schultermobilisation, allenfalls auch mit Lokalmassnahmen mit Ultraschall, in Erwägung zu zie-
hen.  

 

 
 
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5.5 Mit Stellungahme vom 13. März 2014 stellte Dr. C.____ die Diagnose einer Quetsch-
verletzung der Rotatorenmanschette und der Bursa rechts nach axialem Stauchungstrauma am 
16. August 2013. Die Patientin habe sich beim Treppensturz mehrere Kontusionen, unter ande-
rem auch an der rechten Schulter, zugezogen. Vor dem Unfallereignis hätte sie keinerlei Schul-
terschmerzen beklagt.  
 
5.6. Mit Kurzbericht vom 2. April 2014 berichtete Dr. E.____ zur Frage, welche Beschwer-
den nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 16. August 2013 zurückzuführen sei-
en, dass die durch die Schulterkontusion verursachten Beschwerden im November 2013 folgen-
los verheilt seien. Ab diesem Zeitpunkt dominiere ein unfallfremdes Leiden bei Vorbestehen 
einer Bursitis subacromialis.  
 
5.7 Im Rahmen seiner versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 20. April 2015 
führte Dr. E.____ aus, dass es durch den Treppensturz unbestritten zu Kontusionen gekommen 
sei. Bei einer Muskelkontusion bzw. einer Muskelprellung handle es sich um eine Verletzung 
der Muskulatur durch eine direkte stumpfe Gewalteinwirkung. Pathogenetisch komme es durch 
diese lokal zu einer Muskelhämatombildung mit konsekutiv unmittelbar nach dem Trauma auf-
tretendem lokalem Schmerz sowie gegebenenfalls zu Verhärtungen und Bewegungseinschrän-
kungen der betroffenen Muskulatur. Die Rehabilitationszeit hänge vom Ausmass und der Loka-
lisation der Schädigung ab. So sei ein Abklingen der Symptome nach einer Prellung bereits 
nach wenigen Tagen möglich, in schweren Fällen könne der Heilungsprozess jedoch bis zu drei 
Wochen, bei nicht unmittelbarer Behandlung sogar bis zu drei Monaten, in Anspruch nehmen. 
Die diagnostizierten Kontusionen würden demnach auch die Beschwerden der Versicherten 
zeitnah zum Ereignis erklären. Bei der als einziger auffälliger Befund im Rahmen des MRI vom 
18. Dezember 2013 erhobenen Bursitis subacromialis handle es sich um eine akute oder chro-
nische, meist seriöse Entzündung des Schleimbeutels zwischen Akromion und der Rotatoren-
manschette. Häufigste Ursache sei eine Überlastung (Überkopftätigkeit oder Sportarten) oder 
die subakromiale Enge durch mechanische Einengung des Raums zwischen Akromion und 
Rotatorenmanschette durch osteophytäre Anbauten am Akromion oder Klavikulaunterrand oder 
durch Höhertreten des Humeruskopfes bei muskulärer Dsybalance der Rotatoren- und Schul-
tergürtelmuskulatur. Da die Versicherte einer schulterbelastenden Tätigkeit nachgehe, sei eine 
Überlastung des Schultergelenks gegeben. Dafür spreche auch der vorliegende Verlauf, im 
Rahmen dessen die Versicherte ab November 2013 eine Schmerzzunahme erlitten habe und 
jeweils nach Belastung der Schulter Beschwerden aufgetreten seien. Des Weiteren sei im 
Rahmen der MRI-Untersuchung ein bogig konfiguriertes Arkomion erhoben worden, welches zu 
einer Einengung führe und ein subakromiales Impingement begünstige. Auffallend sei auch, 
dass keine strukturellen traumatischen Läsionen ausgemacht werden konnten, welche Hinwei-
se für eine traumatische Ursache der Bursitis wären. Auch eine Verletzung der Bursa habe 
nicht festgestellt werden können. Die Schulterbeschwerden seien demnach ab November 2013 
nicht mehr als Folge der unfallbedingten Kontusion, sondern im Rahmen der Bursitis subacro-
mialis zu sehen, welche vorliegend auf einer Überlastungssymptomatik und einem prädispositi-
ven bogig konfigurierten Arkromion beruhe. Die durch Dr. C.____ am 13. März 2014 diagnosti-
zierte Quetschverletzung der Rotatorenmanschette nach axialem Stauchungstrauma sei un-

 

 
 
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wahrscheinlich, da eine Verletzung der Rotatorenmanschette nicht habe nachgewiesen werden 
können und auch keine Sehnenverletzung dokumentiert sei. Was das axiale Stauchungstrauma 
angehe, so würde dieses voraussetzen, dass sich die Versicherte beim Sturz versucht habe 
abzustützen. Dies sei in den Unterlagen aber nicht dokumentiert. Auch seien den medizinischen 
Unterlagen keine Ellenbogen- oder Handkontusionen zu entnehmen, welche ein Abstützen be-
weisen würden. Dr. C.____ habe zudem nur eine chronisch verdickte Bursa und keine akute 
Bursitis diagnostiziert, wie sie bei einer Verletzung der Bursa zu erwarten gewesen wäre. Dies 
sei auch ein weiterer Hinweis auf eine chronische Überlastung durch die schulterbelastende 
Tätigkeit der Versicherten und somit auf ein unfallfremdes Leiden. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung der Frage, ob die Schulterbe-
schwerden mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das 
Ereignis vom 16. August 2013 zurückzuführen seien, auf den Kurzbericht von Dr. E.____ vom 
2. April 2014 und insbesondere auf dessen ergänzende Aktenbeurteilung vom 20. April 2015. 
Wie sich aus dem in Erwägung 2.4 Ausgeführten ergibt, sind die von der Rechtsprechung defi-
nierten Anforderungen an die Einholung von Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG vorliegend 
nicht einschlägig, weshalb auch den Auswirkungen dieser Rechtsprechung auf die Beweiswür-
digung, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin keine Rechnung getragen werden 
muss. Die Berichte von Dr. E.____ sind demnach insoweit zu berücksichtigen, als keine – auch 
nur geringe – Zweifel an der Richtigkeit der darin vorgenommenen Schlussfolgerungen beste-
hen (vgl. E. 4.2 hiervor).  
 
6.1.1 Was die Einwände der Beschwerdeführerin bezüglich des Berichts von Dr. E.____ vom 
2. April 2014 angehen, so ist ihr darin beizupflichten, dass dieser Bericht nicht als alleinige Be-
urteilungsgrundlage betrachtet werden kann. Die Kurzbeurteilung beschränkt sich im Wesentli-
chen auf die Feststellung, es liege keine Kausalität vor, weil die Schulterkontusion rechts fol-
genlos verheilt sei, und weil ab November 2013 ein unfallfremdes Schulterleiden bei Bursitis 
subacromialis dominiere.  
 
6.1.2 Anders verhält es sich hinsichtlich der zulässig in das Verfahren einbezogenen Akten-
beurteilung vom 20. April 2015 (vgl. E. 2.2 ff. hiervor). Darin setzt sich Dr. E.____ mit den we-
sentlichen medizinischen Unterlagen auseinander und vermittelt insgesamt ein vollständiges 
Bild des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin. Alsdann kommt er gestützt auf die 
sich bei den Akten befindlichen medizinischen Berichte einleuchtend und überzeugend zum 
Schluss, dass die Schulterbeschwerden ab November 2013 mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit keinen Zusammenhang (mehr) mit dem Unfall vom 16. August 2013 aufweisen. Über-
dies legt er auch unter Hinweis auf die divergierenden Aussagen des behandelnden Arztes 
Dr. C.____ nachvollziehbar dar, weshalb die Diagnose einer Quetschverletzung der Rotatoren-
manschette nach axialem Stauchungstrauma unwahrscheinlich sei und im vorliegenden Fall der 
Diagnose einer durch eine chronische Überlastung ausgelösten Bursitis der Vorrang gegeben 
wird. Insgesamt ist nicht zu beanstanden, dass die Basler dem Bericht vom 20. April 2015 vol-
len Beweiswert zuerkannte.  
 

 

 
 
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6.2 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen zu keiner anderen Beurteilung der 
Kausalitätsfrage zu führen. Sie macht insbesondere geltend, dass die Ausführungen von 
Dr. E.____ im Widerspruch zur Beurteilung von Dr. C.____ stünden, der als Ursache der Be-
schwerden einzig den Sturz vom 16. August 2013 anführe und keine unfallfremden Ursachen 
festgestellt habe. Überdies halte er auch fest, dass sie vor dem Unfallereignis keinerlei Schul-
terschmerzen aufgewiesen habe. Zunächst ist unter Hinweis auf das eben Dargelegte festzu-
halten, dass sich Dr. E.____ ausführlich mit der von Dr. C.____ vertretenen Auffassung ausei-
nandersetzt. Was die von Dr. C.____ diagnostizierte Quetschverletzung der Rotatorenman-
schette bzw. der Bursa nach axialem Stauchungstrauma anbelangt, so legt Dr. E.____ nach-
vollziehbar dar, dass eine Quetschung bzw. eine Kontusion nicht geeignet ist, eine Verletzung 
der Rotatorenmanschette auszulösen und dass ein Abklingen der Symptome bei Kontusionen, 
je nach Ausmass und Lokalisation der Schädigung, innerhalb weniger Tage bzw. Wochen zu 
erwarten ist. Alsdann werden die Aussagen von Dr. E.____ auch gestützt durch den MRI-
Befund vom 18. Dezember 2013, im Rahmen dessen eine unauffällige Binnenstruktur festge-
stellt und der Verdacht auf eine Rotatorenmanschettenruptur gerade nicht bestätigt werden 
konnte. Ferner weist Dr. E.____ überzeugend darauf hin, dass ein axiales Stauchungstrauma 
voraussetzen würde, dass sich die Versicherte beim Sturz abzustützen versucht habe. In den 
Unterlagen sind aber weder Hand- und Ellenbogenkontusionen noch zeitnah zum Ereignis 
diesbezügliche Schmerzen dokumentiert worden, welche auf eine solche Handlung hinweisen 
würden. Die von Dr. C.____ gestellte Diagnose einer Quetschverletzung der Rotatorenman-
schette vermag aber auch deshalb nicht zu überzeugen, weil er sich mit der anlässlich der MRI-
Untersuchung erhobenen Bursitis subacromialis und der damit verbundenen Möglichkeit einer 
chronischen Überlastung durch die von der Beschwerdeführerin ausgeübte schulterbelastete 
Tätigkeit nicht auseinandersetzt. Auch auf das diagnostizierte bogig konfigurierte Akromion, 
welches den Ausführungen von Dr. E.____ zufolge als ein die chronische Bursitis begünstigen-
der Faktor zu werten ist, nimmt er keinen Bezug. Insofern setzt er sich mit den anlässlich der 
MRI-Untersuchung erhobenen Befunden gar nicht auseinander, die auf unfallfremde Faktoren 
hinweisen würden. Im Rahmen seiner Kausalitätsbeurteilung ebenfalls nicht zu überzeugen 
vermag sodann die Aussage, dass die Versicherte vor dem Unfallereignis keinerlei Schulterbe-
schwerden hatte, läuft sie doch auf die Schlussfolgerung hinaus, dass eine gesundheitliche 
Schädigung durch den Unfall verursacht gilt, weil sie sich nach dem Unfallereignis manifestiert 
hat. Die betreffende Argumentation beruht im Ergebnis auf der Beweisformel "post hoc, ergo 
propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung bereits deshalb als durch 
den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). 
Eine solche Beweiswürdigung erweist sich im unfallversicherungsrechtlichen Bereich aber als 
unzulässig (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, seit dem 
1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 29. November 2006,  207/06, 
E. 2.3). Soweit sich die Beschwerdeführerin zur Bekräftigung ihres Standpunktes schliesslich 
auch auf die Berichte von Dr. D.____ vom 7. Januar 2014 beruft, ist festzuhalten, dass diesen 
Dokumenten keinerlei Äusserungen bezüglich einer möglichen fortdauernden Kausalität der 
geklagten Schulterbeschwerden zu entnehmen sind. Vielmehr werden die Ausführungen von 
Dr. E.____ durch die Aussage von Dr. D.____ untermauert, wonach bei der Beschwerdeführe-
rin erst ab November 2013 ausgeprägte Schmerzen im Bereich der Schulter ausgemacht wer-

 

 
 
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den konnten. Die zitierten Berichte sind demnach nicht geeignet, die Kausalitätsbeurteilung von 
Dr. E.____ in Zweifel zu ziehen.  
 
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die medizinische Aktenlage zur Beurteilung 
der vorliegenden Streitfrage ausreichend ist. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweis-
würdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des rele-
vanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf weitere 
Abklärungen verzichtet werden. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 
E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). Demnach ist nicht zu beanstan-
den, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die versicherungsmedizinische Beurteilung von 
Dr. E.____ vom 20. April 2015 den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfaller-
eignis vom 16. August 2013 und den über den 1. November 2013 hinaus bestehenden gesund-
heitlichen Beschwerden verneinte. Damit hat sie ihre Leistungspflicht ab diesem Zeitpunkt zu 
Recht eingestellt. Die gegen den Einspracheentscheid vom 16. Januar 2015 erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen. 
 
8.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ge-
richt für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten zu erheben. 
 
8.2 Die obsiegende Beschwerdegegnerin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG 
schränkt den Anspruch auf eine Parteientschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde 
führende Person ein. Die ausserordentlichen Kosten sind deshalb wettzuschlagen; 
 
8.3 Abschliessend bleibt über den Antrag der Beschwerdeführerin zu befinden, es sei ihr 
die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter zu bewilligen. Gemäss 
Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es recht-
fertigen, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Mit Inkraftsetzung des ATSG ist der im 
Wortlaut mit Art. 61 lit. f ATSG übereinstimmende Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG aufgehoben worden. 
Damit hat sich inhaltlich nichts geändert und die bisherige Rechtsprechung des damaligen EVG 
zu Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG hat weiterhin Geltung (Urteil des EVG vom 3. Juli 2003, U 114/03, 
E. 2.1). Gemäss dieser Rechtsprechung ist die unentgeltliche Verbeiständung im kantonalen 
Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensichtlich aussichtslos er-
scheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten 
ist (Urteil U. des EVG vom 7. Juli 2003, U 356/02, E. 3.1; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Rechtspre-
chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversi-
cherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2003, S. 451 mit Hinweisen auf BGE 100 V 62 E. 3 und 
98 V 117 E. 2; vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, 
Art. 61 Rz. 104). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben: Die Bedürftigkeit der Versi-
cherten kann gestützt auf die eingereichten Unterlagen bejaht werden, die Beschwerde kann 
nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden und die anwaltliche Vertretung war ge-
boten. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 2. März 
2015 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 7.5 Stunden und Ausla-

 

 
 
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gen von Fr. 18.-- ausgewiesen, was umfangmässig nicht zu beanstanden ist. Gemäss § 3 
Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 (in der seit 
1 Januar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
200 Franken pro Stunde. Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ist deshalb für seine 
Bemühungen ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘650.25 (7.5 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen 
von Fr. 18.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
8.4 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘650.25 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 

 

Mitteilung an Parteien 
  Bundesamt für Gesundheit 
 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 

 
 

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