# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c270bd0-0514-52c5-b773-9f5575af0114
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 18.07.2018 WBE.2018.116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2018-116_2018-07-18.pdf

## Full Text

2018 Steuern 85 

 

9 Weiterbildungskosten; Unterhaltszahlungen 

- Vorliegen von Weiterbildungskosten (Berufsaufstiegskosten), wenn 

die Grundausbildung absolviert und gearbeitet wurde. Keine Rolle 

spielt, dass die Weiterbildung nicht zu einer Arbeit im betreffenden 

Beruf führte (Erw. 1). 

- Steuerliche Berücksichtigung von Unterhaltsnachzahlungen (Erw. 2) 

Aus dem Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 18. Juli 

2018, in Sachen C. gegen KStA und Gemeinderat X. (WBE.2018.116). 

Aus den Erwägungen 

1. 
1.1. 
Umstritten ist zunächst, ob die Vorinstanz den geltend gemach-

ten Abzug für Weiterbildungskosten zu Recht abgelehnt hat mit dem 
Hinweis, es lägen nichtabzugsfähige, im Hinblick auf die beabsich-
tigte Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit angefallene 
Ausbildungskosten vor. Der Beschwerdeführer macht geltend, die 
Weiterbildung sei nicht ausschliesslich im Hinblick auf die Auf-
nahme der selbstständigen Erwerbstätigkeit erfolgt, sondern es sei 
auch eine Anstellung in Frage gekommen, wenn eine solche denn ge-
funden worden wäre. 

1.2. 
Gemäss dem in der Steuerperiode 2013 gültigen § 35 Abs. 1 

lit. e StG (übereinstimmend mit Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG [Fassung 
in Kraft bis 31. Dezember 2015] und Art. 9 Abs. 1 StHG) können die 
mit dem Beruf zusammenhängenden Weiterbildungs- und Umschu-
lungskosten als Berufskosten abgezogen werden. Nach der Recht-
sprechung zu den erwähnten Bestimmungen, sind als Weiterbil-
dungskosten alle Kosten abziehbar, die objektiv mit dem ge-
genwärtigen Beruf des Steuerpflichtigen im Zusammenhang stehen 

86 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2018 

und die der Steuerpflichtige zur Erhaltung seiner beruflichen 
Chancen für angezeigt hält. Demnach sind Auslagen für die 
Weiterbildung auch dann abziehbar, wenn nicht feststeht, dass die 
Weiterbildung absolut unerlässlich war, um die Erhaltung der Ein-
kommensquelle zu gewährleisten. Auch die Berufsaufstiegskosten 
sind abziehbare Weiterbildungsaufwendungen, sofern sie im Hin-
blick auf den Aufstieg im angestammten Beruf erfolgen (MARKUS 
REICH/JULIA VON AH/STEPHANIE A. BRAWAND, in: MARTIN ZWEI-
FEL/MICHAEL BEUSCH [Hrsg.], Bundesgesetz über die Harmonisie-
rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3. Auflage, 
Basel 2017, Art. 9 N 56h und 56i; PHILIP FUNK, in: MARIANNE 
KLÖTI-WEBER/DAVE SIEGRIST/DIETER WEBER [Hrsg.], Kommentar 
zum Aargauer Steuergesetz, 4. Auflage, Muri-Bern 2015 [AG-
Steuerkommentar], § 35 N 33; anderes Verständnis zum Begriff Be-
rufsaufstiegskosten und Verwendung des Begriffs Fortsetzungsaus-
bildungskosten vgl. SIVLIA HUNZIKER/JSABELLE MAYER-KNOBEL, 
in: MARTIN ZWEIFEL/MICHAEL BEUSCH [Hrsg.], Bundesgesetz über 
die direkte Bundessteuer, 3. Auflage, Basel 2017, Art. 33 N 36a so-
wie FELIX RICHNER/WALTER FREI/STEFAN KAUFMANN/HANS 
ULRICH MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Auflage, Zürich 
2016, Art. 26 N 87 ff. und 98 ff.). Unerheblich ist, ob die berufs-
orientierte Aus- und Weiterbildung zu einer selbstständigen oder un-
selbstständigen Erwerbstätigkeit führt (MARKUS REICH/JULIA VON 
AH/STEPHANIE A. BRAWAND, a.a.O., Art. 9 N 56j). 

1.3. 
In einem Schreiben des Beschwerdeführers an das Steueramt X. 

im August 2016 führte dieser aus, die Beigeladene habe nach ihrem 
Studium in Shanghai als Assistentin für westliche Dozenten an einem 
Designcollege gearbeitet und danach westliche Investoren in einer 
Industriezone betreut. Nach dem Umzug in die Schweiz habe sie im 
Designbereich wieder Fuss fassen wollen und daher die Ausbildung 
zur Fashion Assistant STF absolviert. Im Anschluss daran sei sie 
knapp ein Jahr in einem Designstudio angestellt gewesen und habe 
danach die Weiterbildung zur Fashion Designerin (HFP) im 
berufsbegleitenden Lehrgang (zwecks gleichzeitiger Betreuung der 
gemeinsamen Tochter) absolviert. Bis April 2016 habe sie sich mit 

2018 Steuern 87 

der Vorbereitung der Selbstständigkeit als Fashion Designerin be-
fasst. Sie habe bereits Musterkollektionen entworfen, den 
Maschinenpark angeschafft, Lieferanten für Stoff und Zubehör 
evaluiert und grössere Mengen Stoff beschafft. 

Aus den Schilderungen des Beschwerdeführers geht hervor, 
dass eine selbstständige Erwerbstätigkeit zwar geplant gewesen ist. 
Indessen hat der Beschwerdeführer, respektive die Beigeladene in 
der Steuerperiode 2013 keine Jahresrechnung respektive Auf-
zeichnungen im Zusammenhang mit einer selbstständigen Erwerbs-
tätigkeit eingereicht und folglich wurde auch keinerlei Aufwand 
geltend gemacht. Abgesehen davon ist es, wie bereits erwähnt, 
unerheblich, ob nach der Weiterbildung eine selbstständige Erwerbs-
tätigkeit ausgeübt wird oder nicht. Der beantragte Abzug für die 
ausgelegten Kosten der besuchten Weiterbildung kann jedenfalls 
nicht mit Verweis auf eine mutmassliche Aufnahme einer selbst-
ständigen Tätigkeit verwehrt werden. 

1.4. 
Im Merkblatt des KStA "Weiterbildungs- und Umschulungs-

kosten", gültig von 2005 – 2015, Ziff. 4.4, gelten Auslagen für 
Höhere Fachprüfungen mit dem Titel dipl. HFP als Berufsaufstiegs-
kosten und sind abziehbar, wenn zwischen dem gegenwärtigen Beruf 
und der Fortbildung ein Zusammenhang besteht, d.h. wenn weiterhin 
die gleiche Berufsart und kein völlig andersartiger Beruf angestrebt 
wird. Das Merkblatt stellt eine generell-abstrakte Dienstanweisung 
und mithin eine Verwaltungsverordnung dar, welche eine Ansichts-
äusserung der Verwaltungsbehörden über die Auslegung und Anwen-
dung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen darstellt und für 
die Gerichtsbehörden nicht verbindlich ist. Von einer solchen ist 
jedoch nicht ohne triftigen Grund abzuweichen, sofern die generell-
abstrakte Ansichtsäusserung eine dem individuell-konkreten Fall 
angepasste und gerecht werdende Auslegung der gesetzlichen 
Bestimmungen zulässt und überdies eine überzeugende Konkretisie-
rung der gesetzlichen Vorgabe enthält (Urteil des Bundesgerichts 
vom 8. November 2015 [2C_873/2014] E. 3.4.1. f.).  

1.5. 

88 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2018 

Die Beigeladene hat nach dem Erwerb des Diploms Fashion 
Assistant STF der Schweizerischen Textilfachschule während knapp 
einem Jahr in diesem Beruf gearbeitet. Diese im Berufsfeld Textilien 
angesiedelte Tätigkeit ist auf die Bekleidungsbranche ausgerichtet. 
Der Lehrgang entspricht der Ausbildung zum/zur Fashion Spezia-
list/in mit Berufsprüfung und bietet "einen Einstieg in die Welt der 
Mode. Hier werden grundlegende Schnitt- und Verarbeitungstech-
niken vermittelt und so ein solides Wissensfundament geschaffen, 
das in den verschiedensten Bereichen der Textil- und Bekleidungs-
branche vertieft werden kann" (http://www.stf.ch/kurse/fashion-
spezialistin-bp/). Die entsprechenden Aufwendungen wurden von der 
Steuerkommission X. in der Steuerperiode 2012 zum Abzug zugelas-
sen. Danach absolvierte die Beigeladene die Weiterbildung zur 
Fashiondesignerin (HFP), welche in den Branchen Bekleidung und 
Design angesiedelt und dem Berufsfeld Textilien zugeschrieben 
wird. Als Vorbildung ist der Abschluss einer Grundausbildung (EFZ) 
oder eine gleichwertige Ausbildung verlangt sowie insgesamt 
mindestens vier Jahre Berufspraxis im Modebereich, woran eine 
modisch-gestalterische Grundbildung (Sekundarstufe II) oder eine 
andere entsprechende Ausbildung angerechnet wird. Nach erfolg-
reichem Bestehen der Höheren Fachprüfung wird der eidgenössisch 
anerkannte Titel Dipl. Fashiondesigner/in verliehen. Die Weiterbil-
dung "bereitet den Weg zur erfolgreichen Designerpersönlichkeit vor. 
Sie befähigt Absolventen, sowohl in der Bekleidungsindustrie, im 
Handel als auch in einer Moderedaktion oder im Trendbüro zu arbei-
ten. Die Höhere Fachprüfung Fashiondesigner/in gibt zudem Metho-
den und Fachwissen an die Hand, die auf den Aufbau eines eigenen 
Labels vorbereiten" (http://www.stf.ch/kurse/fashiondesignerin-hfp/). 

1.6. 
Die Beigeladene war also während eines Jahres als Fashion 

Assistant STF (offenbar in der Funktion als Änderungsschneiderin) 
respektive als Fashion Spezialistin beruflich in einem Fashion 
Designstudio tätig und die dafür notwendige Weiterbildung, respek-
tive die aufgewendeten Kosten, liess die Steuerkommission X. in der 
Steuerperiode 2012 zum Abzug zu. Der Zusammenhang zwischen 
diesem Beruf und der Weiterbildung zur Fashiondesignerin (HFP) ist 

2018 Steuern 89 

offensichtlich gegeben, gehören doch beide zum selben Berufsfeld 
und überschneiden sich auch branchenmässig. Jedenfalls handelt es 
sich hier nicht um Kosten, die im Hinblick auf den Aufstieg in eine 
eindeutig vom bisherigen Beruf zu unterscheidende höhere 
Berufsstellung oder gar in einen anderen Beruf aufgewendet werden 
und damit nicht abzugsfähig wären (SILVIA HUNZIKER/JSABELLE 
MAYER-KNOBEL, a.a.O., Art. 33 N 36a). Auch wenn davon auszu-
gehen wäre, dass die Weiterbildung zur Fashion Designerin HFP zu 
einem Aufstieg in eine eindeutig vom bisherigen Beruf zu 
unterscheidende höhere Berufsstellung führte, qualifiziert das zitierte 
Merkblatt des KStA solche Auslagen als Berufsaufstiegskosten und 
damit als abziehbar. Unbesehen davon, dürfte hier jedenfalls kein 
grundlegender Wechsel in der Berufs- oder Erwerbsart vorliegen, 
sodass auch nicht von einem aliud gesprochen werden kann (FELIX 
RICHNER/WALTER FREI/STEFAN KAUFMANN/HANS ULRICH 
MEUTER, a.a.O., Art. 26 N 100). Da die Beigeladene vor Aufnahme 
der Weiterbildung berufstätig gewesen ist, handelt es sich bei den be-
treffenden Kosten auch nicht um Wiedereinstiegskosten, welche 
nicht abzugsfähig wären. Die zum Abzug beantragten Weiterbil-
dungskosten sind also im vorliegenden Fall grundsätzlich abziehbar. 

1.7. 
Dass die Beigeladene in der Steuerperiode, für welche sie einen 

Abzug für Weiterbildungskosten beantragt, nicht im Berufsfeld, in 
dem sie eine Weiterbildung absolviert hat, tätig war, spielt entgegen 
der Vorinstanz keine Rolle. Die Aus- und Weiterbildung muss nicht 
im direkten Zusammenhang mit der Erzielung des gegenwärtigen Er-
werbseinkommens stehen (MARKUS REICH/JULIA VON 
AH/STEPAHNIE A. BRAWAND, a.a.O., Art. 9 N 56j; so auch indirekt 
das zitierte Merkblatt des KStA, Ziff. 7.1, erster Absatz). Fest steht, 
dass die Beigeladene ein Einkommen in der Steuerperiode 2013 er-
zielte. Sie war vom 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2013 als kaufmänni-
sche Angestellte in einem Pensum von 20 % bei der von ihrem Ehe-
mann beherrschten B. AG angestellt und erzielte ein Einkommen von 
Fr. 10'726.00. Es schadet auch nicht, dass die geltend gemachten 
Weiterbildungskosten das Einkommen der Beigeladenen übersteigen. 
In einem solchen Fall kann der Kostenüberschuss mit dem übrigen 

90 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2018 

Einkommen (bei Ehepaaren auch mit dem Einkommen des anderen 
Eheteils) verrechnet werden, da es sich um ausserordentliche, 
aperiodische Aufwendungen handelt (vgl. zitiertes Merkblatt des 
KStA, Ziff. 7.1, dritter Absatz). Die geltend gemachten Kosten in der 
Höhe von Fr. 13'870.00 sind zum Abzug zuzulassen und die Be-
schwerde erweist sich in diesem Punkt als begründet. 

2. 
2.1. 
Weiter beanstandet der Beschwerdeführer, der Abzug für ge-

leistete Unterhaltsbeiträge sei ihm zu Unrecht verwehrt worden. Es 
handle sich bei der Unterhaltszahlung von Fr. 50'000.00 nicht um 
eine scheidungsrechtliche Kapitalabfindung, sondern um eine Nach-
zahlung einer in Verzug geratenen Unterhaltsrente, welche vom 
steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden könne. Dasselbe 
müsse für die Vergütung der Generalabonnementskosten der Tochter 
in der Höhe von Fr. 2'400.00 gelten. 

Das KStA macht im Wesentlichen geltend, die Frage der 
Abzugsfähigkeit von Unterhaltsleistungen in Kapitalform richte sich 
entgegen den Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil nach Bundes-
recht und nicht nach kantonalem Recht. Der Abzug sei zu verwehren. 

2.2. 
Gemäss § 40 lit. c StG werden Unterhaltsbeiträge an den 

geschiedenen, gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebenden Eheteil 
sowie die Unterhaltsbeiträge an einen Elternteil für die unter dessen 
elterlicher Sorge stehenden Kinder, nicht jedoch Leistungen in Erfül-
lung anderer familienrechtlicher Unterhalts- oder Unterstützungs-
pflichten, von den Einkünften abgezogen (vgl. auch Art. 33 Abs. 1 
lit. c DBG und Art. 9 Abs. 2 lit. c StHG). In Lehre, Rechtsprechung 
und Praxis ist teilweise umstritten, wie Renten und Kapitalleistungen 
steuerlich zu behandeln sind (SILVIA HUNZIKER/JSABELLE MAYER-
KNOBEL, a.a.O., Art. 33 N 21). Die Vorinstanz verweist zu Recht auf 
einen gewissen Gestaltungsspielraum der Kantone bei der Definition 
der Unterhaltsbeiträge (MARKUS REICH/JULIA VON AH/STEPHANIE 
A. BRAWAND, a.a.O., Art. 9 N 39). § 11 StGV sieht vor, dass als 
steuerwirksame Unterhaltsbeiträge nur periodisch in Rentenform 
fliessende Zahlungen gelten. Einmalig oder in Raten ausbezahlte 

2018 Steuern 91 

Kapitalabfindungen sowie güterrechtliche Abfindungen sind nicht 
steuerwirksam. Das Bundesgericht hat mit BGE 125 II 183 ff. für die 
direkte Bundessteuer – im DBG fehlt eine entsprechende Regelung – 
entschieden, dass nur die periodisch in Rentenform fliessenden Zah-
lungen, nicht aber Kapitalabfindungen, steuerwirksam sind. Bei die-
sem Entscheid wurde die entsprechende Praxis vieler Kantone im 
Sinne der vertikalen Steuerharmonisierung übernommen. Eine 
Einmalzahlung an die ehemalige Ehefrau berechtigt ebenso wenig – 
unabhängig davon, ob es sich um Unterhalt oder eine güterrechtliche 
Abfindung handelt – zum Abzug wie ratenweise (und somit eben 
nicht in Rentenform) erfolgende Zahlungen (DANIEL AESCHBACH, 
AG-Steuerkommentar, § 40 N 80). 

Bei gleichzeitiger Ausrichtung mehrerer Unterhaltsbeiträge zu-
folge Zahlungsverzugs ist die überwiegende Lehrmeinung der An-
sicht, dass das für wiederkehrende Leistungen massgebende Regime 
zu gelten hat, d.h. sie sind auf Seiten der leistenden Person im Zeit-
punkt der effektiven Zahlung absetzbar (PETER LOCHER, Kommentar 
zum DBG, I. Teil, 1. Auflage, Therwil/Basel 2001, Art. 33 N 42; 
MARKUS REICH/JULIA VON AH/STEPHANIE A. BRAWAND, a.a.O. 
Art. 9 N 39; SILVIA HUNZIKER/JSABELLE MAYER-KNOBEL, a.a.O., 
Art. 33 N 21; FELIX RICHNER/WALTER FREI/STEFAN 
KAUFMANN/HANS ULRICH MEUTER, a.a.O., Art. 33 N 59; anderer 
Meinung ERICH BOSSHARD/HANS-RUDOLF BOSSHARD/WERNER 
LÜDIN, Sozialabzüge und Steuertarife im schweizerischen Steuer-
recht, Zürich 2000, S. 149 FN 320). 

2.3. 
Der Beschwerdeführer hat seine Unterhaltszahlungen in der 

Zeit vom 1. Oktober 2011 bis 31. Juli 2013 an seine von ihm 
geschiedene Frau D. eigenmächtig reduziert und eine Klage auf 
Änderung des Scheidungsurteils eingeleitet. Mit gerichtlichem Ver-
gleich vom 26. Juni 2013 bestätigte der Beschwerdeführer schliess-
lich für diesen Zeitraum persönliche Unterhaltsbeiträge in der Höhe 
von pauschal Fr. 50'000.00 zu schulden. Ebenso verpflichtete er sich 
zur Zahlung von Fr. 2'400.00 an D. zwecks Bezahlung des General-
abonnements für die Tochter E. Die Zahlung über Fr. 50'000.00 er-
folgte am 15. Juli 2013 – dies im Unterschied zum Sachverhalt im 

92 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2018 

von der Vorinstanz zitierten Urteil des Verwaltungsgerichts vom 
24. Februar 2010 (WBE.2009.274). Vorliegend handelt es sich zwar 
formell um eine Kapitalzahlung, sie dient jedoch dazu, in der Ver-
gangenheit nicht im vollen Umfang geleistete Unterhaltsbeiträge 
nachzuzahlen und so den Zahlungsverzug auszugleichen. Diese 
Nachzahlung ist damit als gleichzeitige Ausrichtung mehrerer Unter-
haltsbeiträge zufolge Zahlungsverzugs zu qualifizieren und zum Ab-
zug zuzulassen. 

Anders stellt sich die Sachlage beim beantragten Abzug von 
Fr. 2'400.00 für die Kosten des Generalabonnements der am 
21. April 1991 geborenen Tochter E. dar. Die Abzugsfähigkeit von 
Unterhaltsbeiträgen für ein Kind setzt gemäss § 40 lit. c StG die 
elterliche Sorge des die Leistungen empfangenden Elternteils voraus. 
Unter elterlicher Sorge stehen Kinder, bis sie das 18. Lebensjahr zu-
rückgelegt haben (vgl. Art. 296 Abs. 1 i.V.m. Art. 14 ZGB). Ab dem 
Zeitpunkt der Volljährigkeit kann der Leistungsschuldner die ausge-
richteten Unterhaltsbeiträge daher steuerlich nicht mehr abziehen. Im 
Gegenzug sind sie weder vom Elternteil, bei dem das volljährige 
Kind gegebenenfalls lebt, noch vom Kind selbst als Einkommen zu 
versteuern (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Februar 2018 
[2C_429/2017] E.3.3.2. betreffend Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG). Bei 
weiteren Zahlungen handelt es sich um nicht abzugsfähige, familien-
rechtliche Unterhaltspflichten (DANIEL AESCHBACH, AG-Kommen-
tar, § 40 N 83). E. vollendete das 18. Lebensjahr am yy.yy.2009, 
womit die elterliche Sorge ab diesem Zeitpunkt nicht mehr bestand. 
Die Zahlung von Fr. 2'400.00 im Jahr 2013 kann der Beschwerde-
führer somit nicht mehr gestützt auf § 40 lit. c StG von seinen Ein-
künften in Abzug bringen.  

2.4. 
Die Vorinstanz konnte – weil sie den beantragten Abzug nicht 

zuliess – die Frage offen lassen, ob die nachgezahlten Unterhaltsbei-
träge als periodenfremd zu qualifizieren sind. 

2.4.1. 
Dem Periodizitätsprinzip als Prinzip der Abschnittsbesteuerung 

kommt die Funktion zu, die Unabwägbarkeiten und Unzulänglich-
keiten der Periodisierung bei allen Steuerpflichtigen rechtsgleich 

2018 Steuern 93 

zum Tragen kommen zu lassen (vgl. MARKUS REICH, Steuerrecht, 
2. Aufl., Zürich 2012, S. 226). Die zeitliche Zuordnung des Einkom-
mens und Gewinns darf nicht einfach dem Belieben der Steuerpflich-
tigen überlassen bleiben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
9. August 2011 [2C_429/2010] Erw. 2.2.1). Das Periodizitätsprinzip 
hat denn auch nicht nur eine materiellrechtliche Ausprägung, wonach 
das Einkommen eines Steuerpflichtigen einer bestimmten Steuer-
periode zuzuordnen ist, sondern auch eine verfahrensrechtliche Kom-
ponente, indem sämtliche Einkünfte und steuerrelevanten Ausgaben 
des Steuerpflichtigen für eine Steuerperiode zu deklarieren und mit 
der zugehörigen Steuerveranlagung definitiv zu erledigen sind 
(vorbehältlich eines Nachsteuer- oder Revisionsverfahrens). Sowohl 
dem materiellrechtlichen Gehalt als auch der verfahrensrechtlichen 
Komponente des Periodizitätsprinzips widerspräche es, wenn Steuer-
pflichtige nach Belieben Aufwendungen, welche einer Steuerperiode 
zuzurechnen sind, in einer späteren Steuerperiode zum Abzug 
bringen könnten (Urteil des Verwaltungsgerichts vom 3. April 2017 
[WBE.2017.19] E. 3.2, bestätigt mit Urteil des Bundesgerichts vom 
31. Oktober 2017 [2C_456/2017]). 

2.4.2. 
Nachdem die Zahlung von Fr. 50'000.00 im Jahre 2013 erfolgte, 

ist der Abzug gemäss Vorgaben des Periodizitätsprinzip auch in die-
ser Steuerperiode in voller Höhe zuzulassen. Die Verweigerung des 
Abzugs mit dem Argument, er sei periodenfremd, führte zu einer 
ungerechtfertigten Bestrafung des Steuerpflichtigen, der ja bei regel-
mässiger Ausrichtung der unveränderten Unterhaltsbeiträge zum vol-
len Abzug in den jeweiligen Steuerperioden berechtigt gewesen wäre 
und diese nur deshalb nicht vollständig bezahlte, weil er (zu Unrecht) 
glaubte, nicht zur Entrichtung der vollständigen Beträge verpflichtet 
zu sein. Da mit der Zahlung von Fr. 50'000.00 die eigenmächtig 
reduzierten Unterhaltsbeiträge über die Jahre 2011 bis 2013 ausgegli-
chen werden sollen, ist das satzbestimmende Einkommen entspre-
chend zu korrigieren. Dafür bietet sich die Regelung für Kapital-
abfindungen für wiederkehrende Leistungen gemäss § 44 StG an: 
Beim Empfänger von Kapitalabfindungen für wiederkehrende 
Leistungen wird die Einkommenssteuer unter Berücksichtigung der 

94 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2018 

übrigen Einkünfte zu dem Steuersatz berechnet, der sich ergäbe, 
wenn an Stelle der einmaligen Leistung eine entsprechende jährliche 
Leistung ausgerichtet würde. Rentennachzahlungen sind beim 
Empfänger als Kapitalabfindungen für wiederkehrende Leistungen 
zu betrachten, obwohl diese periodischen Leistungen der Vergangen-
heit zuzuordnen sind (HANS-JÖRG MÜLLHAUPT, AG-Steuerkom-
mentar, § 44 N 2 mit Verweis auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Aargau vom 25. April 1995 [BE.94.00242]). Dasselbe 
muss analog für den Leistenden gelten, wenn dieser einen ent-
sprechenden Abzug von seinen Einkünften geltend macht; d.h. es ist 
das Jahresbetreffnis zu ermitteln. Mit der Zahlung von Fr. 50'000.00 
im Jahr 2013 hat der Beschwerdeführer die von ihm vom 1. Oktober 
2011 bis 31. Juli 2013 (entsprechend 22 Monate) unrechtmässig 
reduzierten Unterhaltszahlungen ausgeglichen. Umgerechnet auf eine 
jährliche Leistung ergibt dies einen Betrag von Fr. 27'272.00 
(50'000:22x12), welcher für die Satzbestimmung (anstelle von 
Fr. 50'000.00) zu berücksichtigen ist. 

 

10 BVG-Einkaufsbeiträge 

Steuerliche Nichtberücksichtigung von BVG-Einkaufsbeiträgen, soweit 

sie als Geschäftsaufwand verbucht wurden 

Aus dem Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 17. Oktober 

2018, in Sachen B. gegen KStA und Gemeinderat Y. (WBE.2018.88). 

Aus den Erwägungen 

1. 
1.1. 
Selbstständigerwerbende können sich der beruflichen Vorsorge 

freiwillig anschliessen (Art. 4 und 44 BVG). Diesfalls gelten von den 
geleisteten Beiträgen die Hälfte als "Arbeitgeberbeiträge" und kön-