# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71a95313-0771-5b1f-b954-630af407a9e4
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-29
**Language:** de
**Title:** Glarus Obergericht 29.10.2025 OG.2025.00068 (OGZ.2025.137)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_OG_001_OG-2025-00068_2025-10-29.html

## Full Text

Kanton Glarus

  
	
   

  
	
  Obergericht

  
	
   

  
	
  Es wirken mit: Obergerichtsvizepräsidentin MLaw Sarina Dreyer,
  Oberrichterin Monika Trümpi und Oberrichterin Petra Zentner sowie Gerichtsschreiber lic. iur. Erich Hug. 

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil
  vom 29. Oktober 2025

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfahren
  OG.2025.00068

  
	
   

  
	
   

  
	
  X.______

  
	
  [...], 8750 Glarus
  

  
	
  Beschwerdeführerin

  
	
   

  
	
  vertreten
  durch Alfred Müller, Rechtsanwalt,

  
	
  Rheinstrasse 10, Postfach, 8501 Frauenfeld 

  
	
   

  
	
   

  
	
  und

  
	
   

  
	
   

  
	
  1. Y.______

  
	
  [...], 8712 Stäfa
  

  
	
  Sachwalterin

  
	
  vertreten
  durch Yy.______

  
	
   

  
	
  2. Z.______

  
	
  [...], 8755 Ennenda
  

  
	
  Drittpartei

  
	
  vertreten
  durch MLaw Vivien
  Keiser, Rechtsanwältin,
  

  
	
  Wicki Partners AG, Stockerstrasse 44, 8002 Zürich 

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Nachlassverfahren

  
	
   

  
	
   

  
	
  über die
  Rechtsbegehren des Beschwerdeführers (gemäss Eingaben vom 4. August
  2025 [act. 34 S. 2] und 18. August 2025 [act. 62 S. 5]):

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    In
    Aufhebung von Ziff. 4 und 5 der Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten
    vom 23. Juli 2025 bzw. in Aufhebung von Ziff. 1 der Verfügung des Kantonsge­richtspräsidenten
    vom 25. Juli 2025 habe das Nachlassgericht:

    
	
    -

    	
    anstelle
    des Kaufvertrags vom 24. Juli 2025 das Angebot A.______ vom 31.7/.18.8 2025
    (Erwerb des «Fridolin» für CHF ....) zu genehmigen,

    	 

	
    -

    	
    die
    X.______ zu ermächtigen, den «Fridolin» gemäss diesem Angebot A.______ zu
    übertragen.

    	 

  

  
	
  	
    2.

    	
    Es
    sei

    

  

  
	
  	
    -

    	
    Ziff.
    1 der Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten vom 23. Juli 2025
    (Übertragung der Geschäftsführungsbefugnis an die Sachwalterin) aufzuhe­ben;

    

  

  
	
  	
    -

    	
    Ziff.
    2 und 3 der Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten vom 23. Juli 2025
    (Ermächtigung der Sachwalterin zur Aufhebung von Zeichnungsberech­tigungen
    und zur Verleihung neuer Zeichnungsberechtigungen, beides ab 23.7.2025)
    aufzuheben;

    

  

  
	
  	
    -

    	
    das
    Handelsregisteramt anzuweisen,

    

  

  
	
  	
    -

    	
    Herrn
    B.______ wieder als einzelzeichnungsberechtigt im Han­delsregister
    einzutragen;

    
	
    -

    	
    die
    Zeichnungsberechtigung von Personen, die nach dem 23. Juli 2025 eingetragen
    wurden, zu löschen.

    

  

  
	
  	
    3.

    	
    Es
    seien Ziff. 6 und 7 der Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten vom
    23. Juli 2025 sowie Ziff. 2 und 3 der der Verfügung des
    Kantonsgerichtspräsiden­ten vom 25. Juli 2025 (Auferlegung Gerichtsgebühr
    von CHF 1‘500.- bzw. von CHF 700.-) aufzuheben.

    
	
     

    	
     

    
	
    4.

    	
    Alles
    unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

    

  

  
	
  ¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾¾

  
	
   

  
	
  Erwägungen

  
	
   

  
	
  I.

  
	
   

  
	
  1.

  
	
  1.1 Die X.______
  (nachfolgend X.______ bzw. Beschwerdeführerin oder Nachlassschuldnerin) ist
  u.a. Herausgeberin der Wochenzeitungen «Fridolin» und «Obersee Nachrichten»;
  sie befindet sich seit Mai 2025 in provisorischer Nach­lassstundung. Als
  provisorische Sachwalterin der X.______ fungiert die Y.______, wobei das
  Mandat konkret von deren Mitarbeiter Yy.______ ausgeübt wird (zum Ganzen:
  act. 10 sowie act. 5). 

  
	
   

  
	
  1.2 Auf Antrag der Sachwalterin entzog der Kantonsgerichtspräsident in
  seiner Funktion als Nachlassgericht (Art. 251 lit. a ZPO i.V.m. Art. 13 Abs.
  1 lit. a GOG/GL; GOG III A/2) mit Verfügung vom 23. Juli 2025 (act. 23) dem
  bisher einzelzeich­nungsberech­tigten VR-Präsidenten und Geschäftsführer
  B.______ die Geschäftsfüh­rungsbefugnis an der X.______ und übertrug die
  operative Verant­wortung auf die Sachwalterin; zugleich genehmigte er –
  ebenso auf Antrag der Sachwalterin – den Darlehensvertrag und Vorvertrag über
  einen Kaufvertrag zwi­schen der Somedia AG und der X.______ vom 18./22. Juli
  2025 und ermächtigte sodann die X.______, den Betriebsteil «Fridolin» zu den
  im Vorver­trag bezeich­neten Bedingungen an die Somedia AG zu übertragen.

  
	
   

  
	
  Mit Verfügung vom
  25. Juli 2025 (act. 29) genehmigte der Kantonsgerichtspräsident wiederum auf
  Antrag der Sachwalterin den Verkauf des Betriebsteils «Fridolin» (im Detail:
  act. 28/1 Ziff. 14) an die damals in Gründung befindliche und inzwischen
  bestehende Z.______, einer Gesellschaft der Somedia-Gruppe. 

  
	
   

  
	
  1.3 Gegen diese
  Anordnungen des Nachlassgerichts (Entzug der Zeichnungsbe­rechtigung von
  B.______ und Bewilligung des Verkaufs des «Fridolin» an die Z.______
  [Somedia-Gruppe]) erhob die X.______ mit Eingabe vom 4. Au­gust
  2025 Beschwerde (act. 34). Der mit dem Verfassen der Beschwerde betraute
  Rechtsanwalt wurde von B.______ mandatiert (siehe act. 36).

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Entscheide des
  Nachlassgerichts sind der Beschwerde zugänglich (Art. 251 lit. a i.V.m. Art.
  309 lit. b Ziff. 7 und Art. 319 lit. a ZPO). Die Beschwerdefrist von zehn
  Tagen (Art. 321 Abs. 2 ZPO) ist vorliegend eingehalten. Die X.______ als Nach­lassschuldnerin
  ist zur Beschwerde legitimiert (BSK SchKG-Bauer/Luginbühl,
  Art. 293a N 3c sowie Art. 298 N 21a; SK SchKG-Umbach-Spahn/Kesselbach/ Bossart,
  Art. 298 N 15). Streitgegenstand der Beschwerde ist die vom Nachlassge­richt
  zunächst angeordnete Übertragung der Geschäftsführung bei der X.______ vom
  vormaligen einzelzeichnungsberechtigten VR-Präsidenten B.______ auf die
  Sachwalterin sowie der in der Folge vom Nachlassgericht genehmigte Kauf­vertrag
  zwischen der X.______, diese nunmehr handelnd durch die Sachwalterin, und der
  Z.______ [Somedia-Gruppe] über die Veräusserung des
  Betriebs­teils «Fridolin». In dieser Konstellation kann die
  Legitimation der X.______ zur Beschwerdeführung nicht deswegen entfallen,
  weil die Beschwerdeerhebung durch den zu diesem Zeitpunkt nicht mehr für die
  X.______ zeichnungsberechtigten B.______ veranlasst wurde, andernfalls die
  hier angefochtenen Rechtsak­te nicht mehr in einem Rechtsmittelverfahren
  überprüfbar wären.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Mit Beschwerde kann geltend gemacht werden, die Vorinstanz habe das
  Recht un­richtig angewendet oder habe den Sachverhalt offensichtlich
  unrichtig fest­gestellt (Art. 320 ZPO). Im Beschwerdeverfahren sind neue
  Anträge, neue Tatsachenbe­hauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen
  (Art. 326 Abs. 1 ZPO).

  
	
   

  
	
  3.2 Insoweit daher die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde dem
  Obergericht beantragt, es sei der Betriebsteil «Fridolin» entgegen dem
  angefochtenen Entscheid nicht an die Z.______ [Somedia-Gruppe] zu übertragen,
  sondern an die Interessengruppe A.______ gemäss deren Angebot von CHF ....,
  so kann darauf von vornherein nicht eingetreten werden; denn dieser Antrag
  bzw. dieses Angebot lag dem Nachlassgericht zum Zeitpunkt seines
  Zuschlagentscheids am 23. bzw. 25. Juli 2025 noch nicht vor und konnte von
  ihm denn auch nicht geprüft und in Erwägung gezogen werden (das Angebot von
  A.______ datiert erst vom 31. Juli 2025 [act. 35/3]). Falls sich deshalb bei
  der nachfolgenden Behandlung der Beschwerde herausstellt, dass dem angefochtenen
  Entscheid ein rechtlich relevanter Mangel anhaftet, so könnte das Obergericht
  in der Sache nicht selbst neu entscheiden, sondern wäre die Angelegenheit zur
  nochmaligen Behand­lung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Für die
  Entscheidung im vorliegenden Beschwerdeverfahren bleibt daher auch ohne
  Bewandtnis, dass die Interessenten A.______ im Verlauf des
  Beschwerdeverfahrens die für die Übernahme des «Fridolin» gebotenen CHF ....
  bei der Gerichtskasse hinter­legt (act. 44) bzw. in der Folge sogar ihr Kaufangebot
  auf den Betriebsteil «Obersee Nachrich­ten» ausgedehnt und weitere CHF ....
  sichergestellt haben (act. 55/25). Demnach erübrigt sich auch, im
  vorliegenden Beschwerdeverfahren das vom Nach­lassgericht genehmigte
  Kaufangebot der Somedia-Gruppe für den «Frido­lin» mit der erst nachträglich
  eingegangenen Offerte der Interessengemeinschaft A.______ inhaltlich zu
  vergleichen.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Die Somedia AG
  unterbreitete der Beschwerdeführerin am Freitag, 18. Juli 2025, das Angebot,
  den Betriebsteil «Fridolin» zum Preis von CHF .... (zu­züglich
  noch näher zu bestimmender Verbindlichkeiten der Beschwerdeführerin im
  Kontext mit dem Medientitel «Fridolin») zu übernehmen; gleichzeitig stellte
  sie der Beschwerdeführerin kurzfristig («innert drei Kalendertagen») ein Massedarlehen
  von CHF .... in Aussicht, wobei dieses Darlehen zusammen mit einem bereits im
  Mai 2025 gewährten ersten Massedarlehen von CHF .... auf den Kaufpreis
  anzurechnen wäre und die danach noch offenen CHF .... unmittelbar nach
  Abschluss des Kaufvertrags bezahlt würden. Die Offerte der Somedia AG war bis
  Montag, 21. Juli 2025, 16 Uhr, befristet, später auf Ersuchen der
  Sachwalterin verlängert bis Dienstagmorgen, 22. Juli 2025 (siehe zum Ganzen
  act. 22 Ziffn. 8, 13 ff., 25, 25.16 und 31; zur Fristverlängerung siehe
  act. 20 Ziff. 9). B.______, operativ tätiger VR-Präsident der
  Beschwerdeführerin, war nicht bereit, auf das Angebot der Somedia AG
  einzusteigen, worauf die Sachwalterin bei der Vor­instanz die hier
  angefochtenen Anordnungen vom 23. bzw. 25. Juli 2025 veran­lasste
  (Übertragung der Geschäftsführungsbefugnis von B.______ auf die Sachwalterin;
  Genehmigung der Transaktion des Betriebsteils «Fridolin» von der
  Beschwerdeführerin zur Somedia-Gruppe zum Preis von CHF .... zuzüglich
  Übernahme von Verbindlichkeiten von insgesamt CHF .... [zu Letzteren siehe
  act. 47/9 Anhang 14.17]).

  
	
   

  
	
  4.2

  
	
  4.2.1 Die Vorinstanz erliess die erwähnten Anordnungen vom 23. bzw. 25.
  Juli 2025 (act. 23 und act. 29) gestützt auf entsprechende Anträge der
  Sachwalterin, ohne davor die Beschwerdeführerin bzw. deren VR-Präsidenten und
  Geschäftsführer B.______ anzuhören.

  
	
   

  
	
  Die
  Beschwerdeführerin moniert in ihrer Beschwerde, das ganze Prozedere der
  Transaktion des «Fridolin» zur Somedia sei unter nicht nachvollziehbarem
  Zeitdruck abgewickelt worden. Sinngemäss führt sie im Wesentlichen aus: Nur
  infolge dieses vorgeblichen Zeitdrucks, den die Somedia im Zusammenspiel mit
  der mit ihr von allem Anfang an verbandelten Sachwalterin aufgebaut habe, sei
  es dazu gekom­men, dass die Somedia den «Fridolin» für lediglich noch CHF
  .... habe erwerben können; denn immerhin habe die Somedia wenige Wochen davor
  (Juni 2025) für den «Fridolin» noch CHF .... geboten, was ebenfalls
  bereits zu wenig gewesen sei, nachdem die Somedia im Frühjahr 2025 dem «Fridolin»
  noch einen Wert von CHF .... beigemessen habe. Es habe für Somedia denn auch
  schlicht kein sachlicher Grund bestanden, ihre Übernahmeofferte vom 18. Juli
  2025 auf nur drei bzw. vier Tage zu befristen, sei für Somedia doch
  unerheblich gewesen, ob ihr Tiefst-Angebot nun in vier oder erst in zwanzig
  Tagen angenommen würde. Der wahre Grund für die mit der Sachwalterin
  abgesprochene kurze Befristung habe einzig darin gelegen, die Transaktion
  durchzudrücken, ehe ein besseres Drittange­bot vorliegen würde. Die
  Sachwalterin habe in der Folge dem Nachlassgericht sug­geriert, die
  Dringlichkeit des Verkaufs des «Fridolin» sei wegen mangelnder Liquidi­tät
  und drohenden Konkurses geboten, habe dem Nachlassgericht jedoch nicht
  offengelegt, dass die Somedia noch vor Monatsfrist bereit gewesen wäre, für
  den «Fridolin» CHF .... zu bezahlen, und habe zugleich den ihr bekannten
  Drittin­teressenten am «Fridolin» [«Gruppe A.______»] die Möglichkeit zur
  Einreichung eines besseren Angebots vereitelt (zum Ganzen act. 34 Rz.
  8 ff., Rz. 30 f., Rz. 39 ff., Rz. 51 ff., Rz.
  63 ff., Rz. 68).

  
	
   

  
	
  4.2.2 Tatsächlich sticht anhand der Akten ins Auge, wie frappant der
  «Fridolin» aus Sicht der Somedia innert weniger Monate an Wert verloren haben
  soll: Noch im April 2025 offerierte die Somedia für die Einräumung eines
  Kaufrechts (Call-Option) am «Fridolin» eine Zahlung von CHF .... (falls
  die X.______ bis April 2026 ihre Schulden gegenüber der Somedia bereinigen
  würde) bzw. von CHF .... (falls die Schulden nicht abgetragen würden; siehe
  dazu act. 35/9 S. 8 Ziff. 8.2 und 8.3 sowie S. 9 Ziffn. 13-16). Ende Juni
  2025 war die Somedia bereit, für den «Fridolin» immerhin noch CHF .... zu
  bezahlen (act. 35/13 S. 2 Ziff. 1.08). Insofern nimmt sich das dem
  Nachlassgericht am 22. bzw. 25. Juli 2025 schliesslich zur Genehmigung
  unterbreitete Kaufangebot zum Preis von CHF .... (act. 20 und act. 27)
  zweifelsohne bescheiden aus.

  
	
   

  
	
  4.2.3

  
	
  4.2.3.1 Indes war die wirtschaftliche Situation der Nachlassschuldnerin und
  Beschwerdeführerin X.______ in der zweiten Julihälfte 2025 nachweislich deso­lat:
  Als die Sachwalterin am 22. Juli 2025 an das Nachlassgericht gelangte mit dem
  Gesuch, den Verkauf des Betriebsteils «Fridolin» an die Somedia zu
  veräussern, verfügte die X.______ über liquide Barmittel in Höhe von rund CHF ....
  (sie­he act. 21/3); sodann erwartete die Sachwalterin bis Ende Juli 2025 noch
  Einnah­men von rund CHF .... (act. 20 Ziff. 3; effektiv waren es dann aber
  nur rund CHF .... [siehe act. 53/14, gerechnet ohne den von der Somedia Ende
  Juli bezahlten Restkaufpreis von CHF ....]), womit nach der Berechnung der
  Sachwalterin die Liquidität in der Summe rund CHF .... ausmachte. Demge­genüber
  betrugen die aufgelaufenen Masseverbindlichkeiten rund CHF .... (siehe
  act. 21/2); zusätzlich stand per 25. Juli 2025 die Auszahlung der Monatsge­hälter
  bevor, wobei sich allein schon die kumulierten Nettolöhne (d.h. ohne jegliche
  Sozialversicherungsbeiträge) auf rund CHF .... beliefen (siehe act. 53/14,
  dort die am 25. Juli 2025 erfolgten Kontobelastungen [....]).

  
	
   

  
	
  4.2.3.2 Die eben dargelegte und durch die Akten belegte (trübe)
  wirtschaftliche Situation der X.______ in der zweiten Julihälfte wird von der
  Beschwerdeführerin in der Beschwerde zu Recht nicht bestritten. Die
  Beschwerdeführerin trägt jedoch vor, knappe Liquidität könne in aller Regel
  kein Grund sein, um Betriebsvermögen ohne Einholen eines Gegenangebots zu
  übertragen. Just mit dem (Ablen­kungs)Argument der unzureichenden Liquidität
  aber sei es der Sachwalterin gelun­gen, das Nachlassgericht davon abzuhalten,
  die massgebende Frage zu prüfen, nämlich: ob es opportun sei, das nur auf
  wenige Tage befristete (siehe oben E. 4.1) Tiefst-Angebot der Somedia zu
  berücksichtigen und sich nicht noch 10 oder 20 Tage Zeit zu nehmen, um ein
  besseres Gegenangebot einzuholen (act. 34 Rz. 63‑69).

  
	
   

  
	
  Darin kann der
  Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden. Die unzulängliche Liquidi­tät der
  X.______ war von Beginn des Nachlassverfahrens an das grosse Problem
  in Hinsicht auf die Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit der X.______. Bereits
  unmittelbar nach der Bewilligung der provisorischen Nachlassstundung im Mai
  2025 (act. 10) war es daher notwendig, dass die Somedia der X.______ ein
  Massedar­lehen in Höhe von CHF .... gewährte zur Finanzierung der laufenden
  Lohn­kosten (act. 4 S. 2 Ziff. 5.3; act. 19; act. 34 Rz. 88 f.).
  Hinzu kam, dass die einge­setzte Sachwalterin praktisch die ganze Zeit ab
  Bewilligung der Nachlassstundung am 21. Mai 2025 sozusagen im Blindflug
  agieren musste, da B.______ ihrer Aufforderung, eine Liquiditätsplanung zu
  erstellen (act. 47/1), keine Folge leis­tete (so in der Beschwerde auch
  explizit zugestanden: act. 34 Rz. 92; die von der Beschwerdeführerin erst mit
  der Beschwerde eingereichte «Liquiditätsübersicht» [act. 35/22 f.] ist
  inhaltlich nichtssagend; ob per 1. Juni 2025 tatsächlich eine Liquidi­tätsübersicht
  geliefert wurde, wie in einer E-Mail erwähnt [act. 35/19], und ob deren
  Inhalt auch substanziell war, kann dahingestellt bleiben, da diese Übersicht
  im Juli 2025 von vornherein keine Relevanz mehr haben konnte). Als sich daher
  Mitte Juli 2025 abzeichnete, dass die verfügbaren flüssigen Mittel nicht
  einmal mehr ausrei­chen würden, um wenigstens die Juli-Löhne auszurichten,
  erwog die Sachwalterin anhand der für sie ersichtli­chen Fakten vollkommen zu
  Recht, dass die Geschäftstä­tigkeit der X.______ insgesamt nur noch defizitär
  sei und auch keine Anzeichen auf eine Wende zum Positiven bestünden, was im
  Ergebnis bedeutete, dass die Aussicht auf eine Sanie­rung des Unternehmens
  und den Abschluss eines Nach­lassvertrags entschwunden war (act. 20 Rz. 16).
  Bei dieser Ausgangslage musste für die Sachwalterin zwangs­läufig die
  Überlegung in den Vordergrund rücken, inwieweit zumindest der Betriebs­teil
  «Fridolin» vor einem (totalen) Verlust/Ausfall bewahrt werden kann; dies,
  weil jedenfalls in Bezug auf diesen Betriebsteil ange­sichts des erklärten
  Übernahmeinteresses der Somedia eine realistische Option auf Weiterführung
  bestand. Es steht ausser Frage – und hierin ist der Vorinstanz und der
  Sachwalterin vorbehaltlos zuzustimmen (act. 20 Rz. 14 f.; act. 23 S. 3
  oben) –, dass im Falle der sich unweigerlich aufdrängenden Konkurseröffnung
  über die X.______ (Art. 294 Abs. 3 SchKG) das weitere wöchentliche
  Erscheinen der Zei­tung «Fridolin» nicht mehr gesichert sein würde, mangelte
  es doch offensichtlich am zureichenden Mittel­zufluss, um nur schon die Löhne
  der Mitarbeitenden weiterhin bezahlen zu können. Bei einem Medientitel,
  welcher wie der «Fridolin» als Gratiszei­tung weitgehend über Anzeigen
  finanziert wird, wäre ein solcher Betriebsunterbruch nachgerade fatal, da
  höchstwahrscheinlich gleichbedeutend mit dem definitiven Untergang der
  Zeitung: Das Inserate-Kundennetz mit der ganzen dahinterstehenden
  Organisation zerfiele im Nu, weil eine stabile Anzeigenleistung nicht mehr
  gewähr­leistet ist, womit der Medientitel zweifelsfrei auch seinen (noch
  bestehenden) Goodwill verlöre, wenn Vertrauen und positive Wahrnehmung bei
  Werbekunden sowie auch Lesern und Partnern dahinschwinden, zumal in einem
  ohnehin schon hart umkämpften Markt­umfeld wie der Medienbranche. Realistisch
  gesehen, war daher davon auszugehen, dass bei einer konkursamtlichen
  Verwertung des Betriebsteils «Fridolin» für diesen kaum noch ein Erlös mehr
  erzielt würde.

  
	
   

  
	
  Mit dem
  Übernahmeangebot der Somedia vom 18. Juli 2025 (act. 22) eröffneten sich zwei
  zentrale Perspektiven: Erstens würden die Löhne der Mitarbeitenden für den
  Juli 2025 bezahlt werden können; zweitens wäre die Weiterbeschäftigung der
  knapp zehn Mitarbeitenden des Betriebsteils «Fridolin» (act. 54 S. 27) durch
  die Somedia gesichert. Dem stand die Alternative „Konkurs“ gegenüber, bei
  welcher nicht nur die Juli-Löhne und der Fortbestand der Arbeitsverhältnisse
  akut gefährdet sein würden, sondern für den Betriebsteil «Fridolin» überhaupt
  kein Erlös mehr zu erwarten wäre. Dies war die Situation, wie sie sich der
  Sachwalterin in den Tagen um den 20. Juli 2025 präsentierte. Dabei barg
  insbesondere der Umstand, dass am 25. Juli 2025 die Löhne nicht (vollständig)
  würden bezahlt werden können, das nicht unerhebliche Risiko in sich, dass
  bereits die übernächste wöchentliche Ausgabe des «Fridolin» am Donnerstag,
  31. Juli 2025, nicht mehr erscheinen würde, zumal angesichts der prekären und
  ungewissen betrieblichen Situation verschiedene Mit­arbeitende bereits mit
  einem Stellenwechsel befasst waren (act. 56/7). Mithin drohte die Fatalität
  eines totalen Wertverlustes des Betriebsteils «Fridolin» innert kürzester
  Zeit.

  
	
   

  
	
  4.2.3.3 Vor diesem Hintergrund ist offensichtlich, dass von der Sachwalterin
  im Zeit­raum 18./25. Juli 2025 eine strategische Entscheidung umgehend
  verlangt war. Die­sen Zeitdruck hat nicht die Sachwalterin herbeigeführt;
  vielmehr war es die Nach­lassschuldnerin bzw. deren Geschäftsführer B.______,
  der sich beharrlich davor verschloss, gegenüber der Sachwalterin die
  Geschäftszahlen offenzulegen, sodass die Sachwalterin überhaupt erst am 18.
  Juli 2025 das schiere Ausmass der finanziellen Schieflage
  (Masseverbindlichkeiten von inzwischen mehr als CHF ....; keine
  gesicherte Liquidität zur Bezahlung der bevorstehenden Löhne) zu erkennen
  vermochte (act. 20 Rz. 3 und act. 54 S. 13).

  
	
   

  
	
  4.2.4

  
	
  4.2.4.1 Bereits im Gesuch der X.______ vom 21. Mai 2025 um Gewährung der
  provisorischen Nachlassstundung war eine sogenannte Prepack-Sanierung (siehe
  dazu näher bei BSK SchKG-Bauer/Luginbühl,
  Art. 293a N 3c) angedacht, indem voraussichtlich die Somedia-Gruppe mittels
  Asset Deal von der Nachlassschuldne­rin den Betriebsteil «Fridolin» erwerben
  würde (siehe act. 1 S. 2 sowie act. 4 Ziff. 5.4). Hier­bei bemerkenswert ist,
  dass in der Absichtserklärung zwischen der X.______ und der Somedia vom 20.
  Mai 2025 Folgendes festgehalten ist: «Der Käuferin [Somedia] ist bekannt,
  dass offenbar bereits Drittofferten bestehen» (act. 4 Ziff. 5.6.).
  Daraus ist ersichtlich, dass die Nachlassschuldnerin sich die Option
  offenbehielt, den Betriebsteil «Fridolin» allenfalls auch an einen
  Drittunternehmer zu veräussern. Indes ist aus den gesamten Akten kein Hinweis
  zu entnehmen, dass sich bis zum hier kritischen Zeitraum 18./25. Juli 2025
  ein entsprechendes Drittan­gebot für den «Fridolin» konkretisiert hätte bzw.
  inwiefern der Geschäftsführer B.______ überhaupt ernsthafte Schritte
  unternahm, um ein solches Drittange­bot zeitnah zu erlangen. Im Gegenteil:
  B.______ scheint die Investoren­gruppe A.____ als potentielle
  Drittinteressenten noch dahingehend falsch informiert zu haben, mit der
  Übernahme des «Fridolin» habe es Zeit bis am 22. September 2025 (siehe
  act. 47/6, E-Mail von Aa.______ vom 10. Juli 2025, 14:49 Uhr).

  
	
   

  
	
  4.2.4.2 Die Sachwalterin gelangte am 8. Juli 2025 an die möglichen
  Drittinteres­senten [«Gruppe A.______»] und teilte ihnen mit, dass die
  Liquiditätssituation der Nach­lassschuldnerin sich akut zuspitze und die
  Zahlung der Juli-Löhne nicht sicherge­stellt sei und darum jetzt rasch über
  einen «Deal» (Übernahme der ganzen Gesell­schaft oder allenfalls auch nur des
  Betriebsteils «Fridolin») zu entscheiden sei; sie (die Sachwalterin) erwarte
  daher bei einem tatsächlichen Übernahmeinteresse eine entsprechende
  Absichtserklärung («LOI») innert Tagesfrist (act. 47/6). Aa.______ schrieb am
  folgenden Tag zurück, seinerseits bestehe «Interesse, aber auch die
  Möglichkeit, ein Engagement nicht anzugehen»; jedoch werde er die Firma nicht
  unter Druck übernehmen und habe inzwischen die C.______ (Ab.____) beauftragt,
  eine mögliche Übernahme zu prüfen; zufolge momen­taner Ferienabwesenheiten
  seien Entscheide aber erst im August/September mög­lich (act. 47/6). Am 10.
  Juli 2025 legte die Sachwalterin Aa.______ noch einmal die Dringlichkeit der
  Angelegenheit dar (unmittelbar dro­hende Zahlungsunfähigkeit der
  Nachlassschuldnerin; nächster Lohnlauf und Zah­lung von
  Masseverbindlichkeiten nicht gesichert), weshalb alternativ zu einem Kon­kurs
  einzig noch «ein sehr rascher Verkauf des operativen Geschäfts (sanierende
  Übertragung/Asset Deal)» möglich sei; sollte er (Aa.______) an einem Deal
  weiter­hin Interesse haben, sich jedoch erst im August/September verbindlich
  festlegen können, so wäre die «einzige verblei­bende Variante, um diese Zeit
  zu gewinnen», die sofortige Gewährung (bis 14. Juli 2025) eines nachrangigen
  Massedarlehens von CHF .... auf Anrechnung an den späteren Kaufpreis (act.
  47/6).

  
	
   

  
	
  Daraufhin äusserte
  die Gruppe A.______ weder eine unmissverständliche Interessenbe­kundung an
  einem Asset-Deal noch stellte sie ein Überbrückungsdarlehen in Aus­sicht. Als
  Erkenntnis bleibt: Als am 18. Juli 2025 die finanzielle Schieflage der Nach­lassschuldnerin
  in der ganzen Dimension offenbar wurde (siehe oben E. 4.2.3.2), setzte
  die Sachwalterin die Interessengruppe A.______ umgehend über die Evidenz und
  Dringlichkeit einer (Verkaufs)Entscheidung bis spätestens am 22. Juli 2025 in
  Kenntnis, erhielt hierauf jedoch zur Antwort, dass zur Unterbreitung eines
  Angebots die Zeit zu knapp sei (act. 26; act. 53/12 f.).

  
	
   

  
	
  4.2.4.3 Aus alldem wird ersichtlich, dass die Sachwalterin sich im Rahmen
  ihrer Möglichkeiten durchaus darum bemüht hatte, mehrere Handlungsoptionen zu
  erlan­gen, ihr am Ende im hier relevanten Zeitraum 18./25. Juli 2025
  aber einzig das Asset-Kaufangbot der Somedia (siehe oben E. 4.1) vorlag. Dass
  die mit der proviso­rischen Nachlassstundung angestrebten
  Sanierungsbemühungen letztlich an diesen Punkt angelangt sind, ist ganz
  entscheidend auf die Rolle des Geschäftsfüh­rers der Nachlassschuldnerin,
  B.______, zurückzuführen. Dieser schuf einerseits gegenüber der Sachwalterin
  über Wochen hinweg keine zureichende Transparenz in Bezug auf die
  finanziellen Verhältnisse der Nachlassschuldnerin und liess ander­seits auch
  die potentiellen Drittinteressenten im Glauben, für eine allfällige Über­nahmeentscheidung
  bestehe keine Eile.

  
	
   

  
	
  4.3

  
	
  4.3.1 Im Lichte der vorstehenden Ausführungen steht ausser Zweifel, dass
  zum hier in Frage stehenden Zeitraum 18./25. Juli 2025 zur Abwendung eines
  (umfassenden) Konkurses die Transaktion des Betriebsteils «Fridolin» an die
  Somedia gemäss deren Kaufangebot vom 18. Juli 2025 (oben E. 4.1)
  sachlich notwendig, geboten und unausweichlich sowie von höchster
  Dringlichkeit war. Weil indes B.______ nicht gewillt war, in seiner Funk­tion
  als einzelzeichnungsberechtigter VR-Präsident den Vertrag mit der Somedia zu
  unterzeichnen, hat die Vorinstanz in den hier angefochtenen Verfügungen zu
  Recht zunächst B.______ die Zeich­nungsberechtigung entzogen bzw. die
  Geschäftsführungsbefugnis an der Nachlass­schuldnerin auf die Sachwalterin
  über­tragen (act. 23) und anschliessend gestützt auf Art. 298 Abs. 2 SchKG
  richtiger­weise die Ermächtigung zum Abschluss des Kaufvertrages zwischen der
  Nachlass­schuldnerin und der Somedia erteilt (act. 29).

  
	
   

  
	
  4.3.2 Die Vorinstanz traf zwar die hier angefochtenen Anordnungen (Entzug
  der Geschäftsführungsbefugnis von B.______ [act. 23] und anschliessende
  Genehmigung der Transaktion des «Fridolin» an die Somedia-Gruppe [act. 29])
  ohne vorherige Anhörung von B.______, was unter dem Aspekt des recht­lichen
  Gehörs kritisch anmutet. Indes stellt der Anspruch auf rechtliches Gehör kei­nen
  Selbstzweck dar (siehe dazu Urteil BGer 4D_31/2021 vom 22. Juni 2021
  E. 2.1). Vorliegend hätte die Gewährung des rechtlichen Gehörs zu keinem
  anderen Aus­gang des Verfahrens vor dem Nachlassgericht geführt. Denn die
  Dringlichkeit und Begründetheit der von der Sachwalterin eingeleiteten und
  vom Nachlassgericht genehmigten Schritte war offensichtlich; die
  Beschwerdeführerin zeigt in ihrer Beschwerde keine Aspekte auf, welche sie
  bei Gewährung des rechtlichen Gehörs in das Verfahren vor dem Nachlassgericht
  hätte einbringen können und die einen Einfluss auf den Entscheid des
  Nachlassgerichts gehabt hätten. Tatsache und ent­scheidend ist, dass bis spätestens
  zum bevorstehenden Lohnlauf am 25. Juli 2025 Klarheit über die Zukunft des
  «Fridolin» herbeigeführt werden musste und der Fort­bestand des «Fridolin»
  dabei einzig bei Annahme des Kaufangebots der Somedia-Gruppe zu
  bewerkstelligen war, nachdem bis dahin nachweislich keine Konkurrenz­offerte
  zum Angebot der Somedia-Gruppe vorlag.

  
	
   

  
	
  4.3.3 All dies führt zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde der
  Nachlass­schuldnerin.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Bei diesem Ausgang des
  Beschwerdeverfahrens sind die Verfahrenskosten, welche gestützt auf Art. 54
  GebV SchKG auf CHF 2'500.- festzusetzen sind, der Beschwerdeführerin
  aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

  
	
   

  
	
  5.2 Parteientschädigungen
  sind keine zuzusprechen. Die Entschädigung der Sach­wal­terin in ihrer
  Stellung als öffentlich-rechtliches Organ wird nach Mandatsab­schluss
  durch das Nachlassgericht bestimmt (Art. 55 Abs. 1 und Abs. 3 GebV SchKG;
  siehe dazu auch BSK SchKG-Bauer/Luginbühl,
  Art. 295 N 23 und N 26). Die im vorste­henden Rubrum als
  Drittpartei bezeichnete Z.______ [Somedia-Gruppe] verfügt im Ermäch­tigungsverfahren
  nach Art. 298 Abs. 2 SchKG über keine eigentliche Par­teistellung (BSK SchKG-Bauer/Luginbühl, Art. 298 N 21a).
  Ihr gegenüber schuldet daher die in diesem Verfahren unterliegende
  Beschwerdeführerin keine Parteient­schä­digung. Daran ändert auch nichts,
  dass der Einbezug der Drittpartei in das Beschwerdeverfahren angesichts der
  hier speziellen Umstände (die angefoch­tene Übernahme des Betriebsteils
  «Fridolin» war im Zeit­punkt der Beschwerdeer­hebung bereits weitgehend
  vollzogen) zweifelsohne gerechtfertigt war.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
   

  
	
  1.

  
	
  Im Zusammenhang mit
  dem vorliegenden Beschwerdeverfahren unterbreitete die Drittpartei dem
  Obergericht mit Eingabe vom 6. August 2025 u.a. die nachstehen­den Anträge
  (act. 40 S. 2):

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    Der Beschwerdeführerin und B.______, dem Letzteren
    unter Androhung von Ungehorsamsstrafe gemäss Art. 292 StGB, sei ohne
    Anhörung der Gegenpartei (super­provisorisch) zu verbieten, Informationen
    zu verbreiten, welche die Interessen der Gesuchstellerin, der Somedia AG
    und deren Eigentümerfamilie schädigen, insbesondere umfasst das die
    Behauptung, dass Aa.______ den «Fridolin» nun übernommen habe oder ähnlich.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Eventualiter sei die Beschwerdeführerin und/oder
    B.______, der Letztere unter Androhung von Ungehorsamsstrafe gemäss Art.
    292 StGB, zu verpflichten, die pünktli­chen Ausgaben des Medientitels
    «Fridolin» vom 7. und 14. August 2025 auf eigene Kos­ten sicherzustellen
    und die ihr von der Somedia AG auf künftige Rechnung der Gesuch­stellerin
    gewährten beiden Massadarlehen von CHF .... sowie die Kaufpreistran­che von
    CHF .... vorerst vollständig an die Gesuchstellerin zurückzuzahlen oder
    zumindest für die Dauer der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde
    sicherzustellen.

    

  

  
	
  2.

  
	
  Mit Verfügung vom 6. August 2025 lehnte es die Verfahrensleitung des
  Obergerichts ab, eine superprovisorische Anordnung zu erlassen; zugleich
  räumte sie der Nach­lassschuldnerin X.______ eine Frist von zehn Tagen ein,
  um zu den zuvor wie­dergegebenen Anträgen der Drittpartei Stellung zu nehmen
  (act. 42).

  
	
   

  
	
  Die Nachlassschuldnerin äusserte sich mit Eingabe vom 18. August 2025
  inhaltlich zu den genannten Anträgen und beantragt deren kostenfällige
  Abweisung (act. 62).

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  Auf die vorstehenden Anträge der Drittpartei ist nicht einzutreten. Der
  Antrag Ziff. 2 beschlägt eine persönlichkeitsrechtliche Thematik (Art. 28/28a
  ZGB), die ausserhalb des Streitgegenstandes des vorliegenden
  Beschwerdeverfahrens und damit der sachlichen Zuständigkeit des Obergerichts
  liegt. Antrag Ziff. 3 ist bereits mit dem Entzug der aufschiebenden Wirkung
  (act. 57) gegenstandslos geworden, wäre aber im Falle einer Entscheidung
  abzuweisen gewesen, da nicht ersichtlich ist, auf wel­cher Rechtsgrundlage
  das Obergericht die in Antrag Ziff. 3 anbegehrten Verpflich­tungen der
  Nachlassschuld­nerin bzw. von B.______ hätte verfügen kön­nen (was im Übrigen
  die Dritt­partei selbst in ihrer Eingabe vom 6. August 2025 ebenfalls
  nicht aufzuzeigen ver­mag).

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  Die eben besprochenen Anträge der Drittpartei haben der Nachlassschuldnerin
  anwaltlichen Aufwand verursacht (siehe act. 62). Demnach schuldet beim vorlie­genden
  Schicksal der betreffenden Anträge die Drittpartei der Nachlassschuldnerin
  eine Parteientschädigung (Art. 106 Abs. 1 ZPO), wobei diese auf hier
  angemessene CHF 900.- (inkl. MwSt.) festzulegen ist (Art. 20 EG ZPO/GL: GS
  III C/1).

  
	
   

  
	
  ____________________

  
	
   

  
	
  Entscheid

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Die Beschwerde gegen die
    Verfügungen des Präsidenten des Kantonsgerichts Glarus vom 23. und 25. Juli
    2025, beide im Verfahren ZG.2025.00426, wird ab­gewiesen.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Auf Antrag Ziff. 2 der Eingabe
    der Drittpartei vom 6. August 2025 wird nicht ein­getreten; Antrag Ziff. 3
    der genannten Eingabe wird als gegenstandslos gewor­den abgeschrieben.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Die Kosten des
    Beschwerdeverfahrens von CHF 2'500.- werden der Beschwer­deführerin
    auferlegt und von ihr bezogen; hinsichtlich der Kostenregelung der
    Vorinstanz in den beiden angefochtenen Verfügungen vom 23. und 25. Juli
    2025 bleibt es bei deren Entscheid.

    
	
     

    	
     

    
	
    4.

    	
    Die Drittpartei wird im Kontext
    mit ihren beiden Anträgen gemäss Dispositiv-Ziff. 2 hiervor
    verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von CHF 900.-
    zu bezahlen.

    
	
     

    	
     

    
	
    5.

    	
    Schriftliche Mitteilung an 

    
	
     

    	
    [...]