# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aedd7e56-2aa1-52f8-b599-9e34b4981de2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 20.02.2014 S 2013 107
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2013-107_2014-02-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 107

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin ad hoc Caluori

URTEIL
vom 22. Januar 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann, 

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ ist mit einem Pensum von 50 % beim Kanton Graubünden ange-

stellt. Gestützt auf dieses Arbeitsverhältnis ist sie obligatorisch bei der 

B._____ AG gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfall versi-

chert.

2. Am 23. Januar 2013 reichte A._____ bei der B._____ eine Schadensmel-

dung ein, wonach sie am 6. Dezember 2012 bei Hausarbeiten das kurz 

zuvor operierte Knie rechts geschont und dabei das linke Knie voll belas-

tet und verdreht habe.

3. Am 11. Januar 2013 suchte A._____ Dr. med. C._____ auf. Gemäss des-

sen Arztzeugnis vom 31. Januar 2013 wurde bei dieser Konsultation fol-

gender Befund erhoben: "Knie links mit leichtem Gelenkerguss, kein Hä-

matom nachweisbar. Druckdolenz über der medialen Meniskusleiste und 

Provokationsschmerz bei Einnahme des Schneidersitzes; stabiler Band-

apparat." Als Diagnose wurde ein Verdacht auf mediale Meniskusläsion 

bei Status nach Distorsion des linken Kniegelenks gestellt. Dr. med. 

C._____ führte dazu aus, dass die Patientin eine schnelle Bewegung 

nach rechts gemacht habe und dabei gestürzt sei, wobei sie sich das lin-

ke Kniegelenk verdreht habe. Seither würden persistierende, leichte be-

lastungsabhängige Schmerzen und eine leichte Bewegungseinschrän-

kung bestehen.

4. Auf Nachfrage der B._____ präzisierte A._____ am 6. Februar 2013, dass 

sie bei Hausarbeiten das kurz zuvor operierte Knie geschont und somit 

das linke Knie voll belastet und verdreht habe. Die Frage nach vorbeste-

henden Beschwerden verneinte sie.

5. Bereits zuvor, nämlich am 8. Januar 2013, hatte A._____ eine Scha-

densmeldung wegen einer anderen Verletzung bei der B._____ einge-

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reicht. Darin machte sie geltend, sie habe sich am 20. April 2012 beim 

Spielen mit den Kindern das rechte Knie verdreht. Die am 29. Oktober 

2012 durchgeführte Teilmenisektomie und die darauf folgende Arbeitsun-

fähigkeit vom 29. Oktober bis zum 10. November 2012 zu 100 % und vom 

12. November bis zum 16. November 2012 zu 60 % seien Folgen dieses 

Ereignisses. Das Ereignis ist Gegenstand eines weiteren verwaltungsge-

richtlichen Beschwerdeverfahrens (vgl. S 13 54).

6. Mit Verfügung vom 29. Mai 2013 verneinte die B._____ einen Leistungs-

anspruch für das gemeldete Ereignis vom 6. Dezember 2012 und die gel-

tend gemachten Beschwerden am linken Knie. Zur Begründung wurde im 

Wesentlichen ausgeführt, dass weder ein Unfall noch eine unfallähnliche 

Köperschädigung vorliege, weil es an einem äusseren Faktor und an der 

Ungewöhnlichkeit fehle. Die dagegen von A._____ erhobene Einsprache 

wurde mit Einspracheentscheid vom 14. August 2013 abgewiesen. Die 

Krankenversicherung D._____ AG zog ihre am 13. Juni 2013 vorsorglich 

erhobene Einsprache am 19. Juli 2013 zurück.

7. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführe-

rin) am 16. September 2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden. Sie beantragte die Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung (recte: des Einspracheentscheids) und die Erbringung der ge-

setzlichen Leistungen, eventuell sei sie von einer neutralen Fachperson 

oder von neutralen Fachpersonen gründlich begutachten zu lassen, dies 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der B._____. Die 

Beschwerdeführerin schilderte zunächst detailliert den Unfallhergang; 

über diesen würden keine divergierenden Angaben bestehen. Zur Be-

gründung führte sie im Wesentlichen aus, Meniskusrisse würden nach 

Gesetz unfallähnliche Körperschädigungen darstellen, es sei denn, die 

Verletzung könne eindeutig auf eine Erkrankung oder Abnutzung zurück-

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geführt werden. Beides sei vorliegend nicht der Fall, weshalb eine Leis-

tungspflicht des Unfallversicherers bestehe. Die Bedienung eines Haus-

haltgeräts stelle zudem eine Tätigkeit dar, dem ein gewisses erhöhtes 

Gefährdungspotential für den menschlichen Körper innewohne. Im Weite-

ren sei auch die Voraussetzung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

erfüllt, weshalb auch der Unfallbegriff zu bejahen sei. Eventuell sei durch 

ein neutrales Gutachten eine Klärung über die Wahrscheinlichkeit der 

Kausalität herzustellen.

8. In ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Oktober 2013 beantragte die 

B._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) unter Festhaltung am Ein-

spracheentscheid die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Die 

Beschwerdeführerin habe sowohl betreffend der Verletzung am Knie 

rechts (vgl. dazu das Beschwerdeverfahren S 13 54) als auch im vorlie-

genden Verfahren divergierende Aussagen über den Unfallhergang, zu-

mindest im Verhältnis zu den Angaben des behandelnden Arztes, ge-

macht. Sodann sei nicht nachvollziehbar, weshalb in der Unfallmeldung 

vom 8. Januar 2013 bezüglich der Knieverletzung rechts die Beschwer-

den am linken Knie nicht erwähnt worden seien und weshalb die Be-

schwerdeführerin mit einer ärztlichen Konsultation bis zum 11. Januar 

2013 zugewartet habe, obwohl angeblich seit dem 6. Dezember 2012 

einschiessende Schmerzen bestanden hätten. Die Beschwerdeführerin 

mache im Einsprache- und Beschwerdeverfahren plötzlich detaillierte, er-

neut abweichende Ausführungen zum Ereignishergang. Diese Aus-

führungen seien unbehelflich, da sie von versicherungstechnischen und -

rechtlichen Überlegungen geprägt sein dürften. Es sei deshalb vom 

Sachverhalt auszugehen, wie er in der Schadensmeldung mitgeteilt wor-

den sei. Diesem könne aber keine Ungewöhnlichkeit im Sinne einer Pro-

grammwidrigkeit entnommen werden, ein Unfall sei deshalb zu verneinen. 

Ebenso wenig liege eine unfallähnliche Körperschädigung vor, weil eine 

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Verdachtsdiagnose keine Listenverletzung darstelle. Zudem handle es 

sich bei der von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Bewegung um 

eine normale Lebensverrichtung, welcher kein gesteigertes Gefährdungs-

potential innewohne. Von der Anordnung eines Gutachtens für die Beur-

teilung der Kausalität sei abzusehen, weil Rechtsfragen dem Beweis und 

damit einem allfälligen Gutachten gar nicht zugänglich seien. Soweit Tat-

fragen begutachtet werden sollten, seien kaum neue Ergebnisse zu er-

warten.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 14. August 2013. Die 

Beschwerdeführerin hatte zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohn-

sitz in Chur. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist auf-

grund von Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 57 ATSG in 

Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege (VRG; BR 370.100) vorliegend zur Beurteilung der Be-

schwerde örtlich und sachlich zuständig. Unter Berücksichtigung von 

Art. 38 Abs. 3 ATSG, wonach die Frist, sofern der letzte Tag ein Samstag, 

ein Sonntag oder ein Feiertag ist, am nächstfolgenden Werktag endet, ist 

in casu mit Eingabe vom 16. September 2013 rechtzeitig Beschwerde er-

hoben worden, auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.

2. a) Streitig und zu prüfen ist vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegne-

rin die Leistungspflicht für die geltend gemachten Kniebeschwerden links 

zu Recht verneint hat. Dabei ist umstritten, ob die Kniebeschwerden auf 

ein Unfallereignis oder eine unfallähnliche Körperschädigung zurückzu-

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führen sind und ob eine Verdachtsdiagnose für die Begründung der Leis-

tungspflicht ausreichend ist.

b) Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) werden, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, 

die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Art. 6 Abs. 2 UVG sieht sodann vor, dass der 

Bundesrat auch Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalls ähn-

lich sind, in die Versicherung einbeziehen kann. Von dieser Kompetenz 

hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversiche-

rung (UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht und verschiedene Körper-

schädigungen auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfäl-

len gleichgestellt. 

3. a) Zunächst ist strittig, ob die Beschwerdeführerin den Hergang des Ereig-

nisses vom 6. Dezember 2012 jeweils übereinstimmend geschildert hat 

oder ob verschiedene Sachverhaltsdarstellungen vorliegen und falls ja, 

aufgrund welcher die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu beur-

teilen ist.

b) Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind vom Leistungsan-

sprecher glaubhaft zu machen. Unvollständige, ungenaue oder wider-

sprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis nicht (RKUV 1990 

Nr. U 86 S. 50; BGE 103 V 175 E.a; Urteil des Bundesgerichts 

8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht einen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat 

vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mögli-

chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (RKUV 1986 

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Nr. U 9 S. 347 E.3; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

U 96/03 vom 7. Juli 2003 E.2.2; BGE 126 V 353 E.5b, BGE 121 V 45 

E.2a; RUMO-JUNGO ALEXANDRA/HOLZER ANDRÉ PIERRE, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über 

die Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 

S. 29). Bei sich widersprechenden Angaben des Versicherten über den 

Unfallhergang ist die Beweismaxime heranzuziehen, wonach die soge-

nannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefan-

gener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder 

unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 

oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ih-

re Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie 

kurz nach dem Unfall gemacht hat, meist grösseres Gewicht zu als jenen 

nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1; BGE 121 V 45 

E.2a). Diese Beweismaxime stellt eine im Rahmen der freien Beweiswür-

digung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie kann nur zur 

Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklärungen keine neuen 

Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Eidgenössischen Versiche-

rungsgerichts vom 19. Mai 2004 E.3.3.4 [=RKUV 2004 Nr. U 524 

S. 546 f.]; Urteil des Bundesgerichts 8C_50/2012 vom 1. März 2012 

E.5.1).

c) Die Beschwerdeführerin führte in der Unfallmeldung vom 23. Januar 2013 

aus: "Bei Hausarbeiten wollte ich mein vor kurzem operiertes rechtes Knie 

schonen und habe das linke Knie voll belastet und verdreht." (UV-act. 1). 

Auf Nachfragen des Unfallversicherers hin bestätigte die Beschwerdefüh-

rerin am 6. Februar 2013 in fast identischem Wortlaut den Ereignisher-

gang (UV-act. 3). Der behandelnde Arzt, Dr. med. C._____, führte in sei-

nem Arztzeugnis vom 31. Januar 2013 aus: "Die Patientin machte eine 

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schnelle Bewegung nach rechts und stürzte dabei, wobei sie sich das lin-

ke Kniegelenk verdrehte." (UV-act. 2). In der Einsprache- und in der Be-

schwerdeschrift führte die Beschwerdeführerin sodann aus: "Als sie hier-

zu [Staubsaugen unter dem Sofa] in die Knie wollte, bemerkte sie, dass 

sie das rechte Bein ja nicht biegen konnte. Es war noch einbandagiert, 

und die Beschwerdeführerin konnte das rechte Knie weder voll durchstre-

cken, noch voll anwinkeln. Folglich duckte sie sich, indem sie das rechte 

Bein gestreckt liess, und saugte die Fläche unter dem Sofa ab. Ansch-

liessend zog sie das Staubsaugrohr wieder heraus und wollte aufstehen. 

Da sie das rechte Bein gestreckt hatte und dieses folglich nicht belasten 

konnte, belastete sie automatisch einzig das linke Bein und streckte es 

durch. Gleichzeitig machte sie automatisch eine Drehung nach rechts, 

gegen das gestreckte rechte Bein. Als sie das linke Knie bei etwa 90 Grad 

angewinkelt hatte, verspürte sie einen Zwick, begleitet von einem tief ste-

chenden Schmerz im Knie. Dieser war so stark, dass ihr linkes Bein sie 

nicht mehr trug, sie fiel sogleich hin und konnte auch nicht gleich wieder 

aufstehen."

Zusammenfassend führte die Beschwerdeführerin anfangs also aus, das 

linke Bein bei Hausarbeiten voll belastet und sich dabei das Knie verdreht 

zu haben. Diese Schilderung des Ereignishergangs bestätigte sie auch, 

nachdem der behandelnde Arzt am 31. Januar 2013 in seinem Arztzeug-

nis ausführte, die Patientin habe eine schnelle Bewegung nach rechts 

gemacht, wobei sie gestürzt sei und das linke Knie verdreht habe. Erst 

nach Kenntnis der negativen Leistungsverfügung der Beschwerdegegne-

rin führte die Beschwerdeführerin im Einsprache- und Beschwerdeverfah-

ren aus, sie sei aus geduckter Position aufgestanden und habe, da sie 

das einbandagierte rechte Bein nicht habe belasten können, automatisch 

einzig das linke Bein belastet. Beim Aufstehen habe sie eine Drehung 

gemacht, wobei sie sich das linke Knie verletzt habe.

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d) Die Sachverhaltsdarstellungen sind nicht nur unterschiedlich detailliert, 

sondern weichen auch voneinander ab. Übereinstimmend ist in allen Aus-

führungen zum Ereignishergang lediglich, dass die Beschwerdeführerin 

das linke Bein voll belastet und das Knie verdreht hat. In der Unfallmel-

dung und im anschliessend ausgefüllten Fragebogen ist weder von einem 

"Sturz" noch von "Aufstehen" die Rede. Bei sich wiedersprechenden Aus-

führungen wäre entsprechend der Beweismaxime der "Aussagen der ers-

ten Stunde" demnach einzig von "Belasten und Verdrehen des linken 

Knies" auszugehen. Es ist zwar darauf hinzuweisen, dass dieser Beweis-

regel nur eine untergeordnete Bedeutung zukommt, wenn die Unfallmel-

dung erst Monate nach dem Ereignis erfolgte – vorliegend wurde die Un-

fallmeldung fast sieben Wochen nach dem behaupteten Ereignis einge-

reicht (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_50/2012 vom 1. März 2012 

E.5.5). Richtig bleibt aber, dass Angaben im Einsprache- und Beschwer-

deverfahren von Überlegungen versicherungsrechtlicher Art beeinflusst 

sein können. Dies insbesondere dann, wenn eine Sachverhaltsschilde-

rung erstmals nach Kenntnis des ablehnenden Entscheids des Unfallver-

sicherers erfolgt. Weitere Abklärungen – namentlich das von der Be-

schwerdeführerin verlangte Gutachten zur Klärung der Wahrscheinlichkeit 

der Kausalität – lassen vorliegend keine neuen Erkenntnisse zum Ereig-

nishergang erwarten. In Anlehnung an die zitierte Beweismaxime und un-

ter Anwendung des Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, 

hält das Gericht den Ereignishergang, wie er von der Beschwerdeführerin 

in ihrer Unfallmeldung und im anschliessenden Fragebogen ausgeführt 

wurde, für den wahrscheinlichsten. Es ist damit vorliegend weder von ei-

nem "Sturz" noch von einem "Aufstehen" auszugehen, sondern leidglich 

von "Belasten und Verdrehen des Knies". Dies ist nicht überspitzt forma-

listisch, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, sondern Ergebnis des 

im Sozialversicherungsrecht anwendbaren Beweisgrads der überwiegen-

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den Wahrscheinlichkeit, wonach das Gericht von jener Sachverhaltsdar-

stellung auszugehen hat, welche es von allen möglichen Geschehensab-

läufen als die wahrscheinlichste würdigt.

4. a) Zu prüfen ist sodann, ob ein Unfall im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG i.V.m. 

Art. 4 ATSG vorliegt, aufgrund dessen die Beschwerdegegnerin leis-

tungspflichtig wäre. Im Streitfall entscheidet das Gericht, ob die einzelnen 

Merkmale des Unfallbegriffs, in casu insbesondere die Ungewöhnlichkeit 

und der äussere Faktor, gegeben sind. Spricht der rechtserhebliche 

Sachverhalt nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen der 

einzelnen Begriffsmerkmale, ist ein Unfall im Rechtssinne zu verneinen 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1). Dabei 

kann unter Umständen zwar der medizinische Befund einen Beweis dafür 

bilden, dass eine Schädigung auf eine ungewöhnliche äussere Einwir-

kung, also auf ein Unfallereignis, zurückzuführen ist. Der mangelnde 

Nachweis eines Unfalls lässt sich aber selten durch medizinische Fest-

stellungen ersetzen. Diese dienen aber mitunter als Indizien im Beweis für 

oder gegen das Vorliegen eines Unfalls (BGE 134 V 72 E.4.3.2.2 mit 

Hinweisen).

b) Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-

gen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach 

ständiger Rechtsprechung ist ein äusserer Faktor dann ungewöhnlich, 

wenn er nach einem objektiven Massstab nicht mehr im Rahmen dessen 

liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 

134 V 72 E.4.1, 129 V 402 E.2.1). Dabei bezieht sich das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit nur auf den äusseren Faktor selber und nicht auch auf 

dessen Wirkung auf den menschlichen Körper (BGE 134 V 72 E.4.3.1, 99 

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V 136 E.2; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 31). Gemäss Recht-

sprechung können auch Körperbewegungen ungewöhnliche äussere Fak-

toren sein, sofern bei unkoordinierten Bewegungen der normale Bewe-

gungsablauf durch etwas Programmwidriges, beispielsweise durch Aus-

gleiten, Stolpern oder durch Abwehr eines Sturzes unterbrochen bezie-

hungsweise gestört wird. Der natürliche Ablauf der Körperbewegung 

muss also durch einen in der Aussenwelt begründeten Umstand gleich-

sam "programmwidrig" beeinflusst werden (BGE 130 V 117 E.2.1; SVR 

1999 UV Nr. 9 S. 27 E.3c/aa; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 ff.).

Bei Gesundheitsschäden, die erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge 

von Krankheit, namentlich von vorbestandenen degenerativen Verände-

rungen eines Körperteils innerhalb eines normalen Geschehensablauf 

eintreten können, muss das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit be-

sonders deutlich erfüllt beziehungsweise die Schädigung unter besonders 

sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein. Die Ungewöhnlichkeit ist 

nicht schon dann gegeben, wenn die Gesundheitsschädigung bei einer 

etwas ungewohnten, der zu verrichtenden Arbeit aber angepassten Kör-

perstellung erfolgt (BGE 134 V 72 E.4.3.2.1, 99 V 136 E.1; RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 40).

c) Die Beschwerdeführerin führt aus, sie sei eine geübte Hausfrau und habe 

schon unzählige Male im Wohnzimmer Staub gesaugt. Während des 

Staubsaugens am 6. Dezember 2012 habe sie eine plötzliche, unvorher-

sehbare und unkoordinierte Bewegung machen müssen. Neu und pro-

grammwidrig sei gewesen, dass sie beim Aufstehen plötzlich nur mit dem 

nicht beschädigten linken Bein und damit unter doppelter Belastung des-

selben habe aufstehen können. Ebenso programmwidrig sei gewesen, 

dass sie sich aufgrund des einbandagierten rechten Knies auf einem Bein 

stehend habe drehen müssen. Ohne das äussere Ereignis hätte sie nicht 

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die doppelte Belastung auf das linke Knie geben müssen, sie hätte sich 

nicht auf einem Bein drehen müssen und wäre bei dieser Drehung nicht 

umgefallen. 

Die Beschwerdegegnerin ist demgegenüber der Auffassung, dass den 

Schilderungen der Beschwerdeführerin im Bezug auf das gemeldete Ge-

schehen vom 6. Dezember 2012 keine Hinweise auf einen ungewöhnli-

chen äusseren Faktor entnommen werden können. Die Beschwerden 

seien bei einem normalen Bewegungsablauf, nämlich der Belastung des 

linken Knies mit dem ganzen Körpergewicht, aufgetreten. Ein in den Be-

wegungsablauf hineinspielendes äusseres Moment, also ein ausserhalb 

des Körpers liegendes, objektiv feststellbares sinnfälliges Ereignis, sei 

nicht ersichtlich, womit es am leistungsbegründenden Erfordernis des un-

gewöhnlichen äusseren Faktors fehle. Die Beschwerdegegnerin verneinte 

den Leistungsanspruch deshalb, weil im geschilderten Sachverhalt keine 

Ungewöhnlichkeit erkennbar sei.

d) Nach dem festgestellten massgeblichen Sachverhalt (vgl. vorne E.3d) hat 

die Beschwerdeführerin beim Staubsaugen das linke Bein voll belastet, 

weil sie das vor kurzem operierte rechte Knie schonen wollte, und hat da-

bei das linke Knie verdreht. Es handelt sich vorliegend also um eine Kör-

perbewegung. Dem massgebenden Sachhergang fehlt es – wie die Be-

schwerdegegnerin zu Recht ausführt – an einem ungewöhnlichen äusse-

ren Faktor. Die Belastung des Knies stellt vorliegend einen normalen Be-

wegungsablauf dar, der nicht durch etwas Programmwidriges unterbro-

chen oder gestört worden ist. Damit stellt das Ereignis vom 6. Dezember 

2012 kein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG dar, weshalb die Leistungs-

pflicht zu Recht verneint wurde.

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e) Im Übrigen erscheint für das Gericht nicht nachvollziehbar, weshalb das 

vorliegende Ereignis vom 6. Dezember 2012 und die Kniebeschwerden 

links in der Unfallmeldung vom 8. Januar 2013 bezüglich der Kniebe-

schwerden rechts nicht erwähnt wurden, obwohl in jenem Zeitpunkt die 

Beschwerden im linken Knie bereits bestanden haben. Ebenfalls nicht 

nachvollziehbar erscheint, dass die Beschwerdeführerin trotz behaupteter 

einschiessender Schmerzen am 6. Dezember 2012 und verstärkten 

Schmerzen in den Folgetagen mit einer ärztlichen Konsultation bis zum 

bereits vereinbarten Kontrolltermin vom 11. Januar 2013 zuwartete. Dies 

alles lässt Zweifel am Bestehen eines angeblichen Unfallereignisses auf-

kommen.

5. a) Nachdem ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu Recht verneint wurde, 

ist zu prüfen, ob allenfalls eine unfallähnliche Körperschädigung vorliegt, 

welche eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin begründet. 

Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die 

den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. 

Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch 

gemacht und die in lit. a – h aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie 

nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzu-

führen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen 

gleichgestellt. Diese Aufzählung in Art. 9 Abs. 2 lit. a – h UVV ist absch-

liessend und darf weder vom Versicherer noch vom Gericht durch Analo-

gieschlüsse erweitert werden (BGE 116 V 145 E.2b). 

b) Gemäss dem Arztbericht von Dr. med. C._____ vom 31. Januar 2013 

wurde vorliegend die Verdachtsdiagnose einer medialen Meniskusläsion 

gestellt. Eine blosse Verdachtsdiagnose stellt im Gegensatz zu einem 

diagnostizierten Meniskusriss, welcher nach Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV als 

unfallähnliche Körperschädigung gilt, keine Listenverletzung im Sinne von 

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Art. 9 Abs. 2 UVV dar. In der Bagatellunfall-Meldung vom 22. Januar 2012 

an die Beschwerdegegnerin heisst es zwar unter Verletzung: Knie links, 

Meniskusriss (Bf-act. 4). Das Formular ist aber, anders als die Beschwer-

deführerin ausführt, nicht vom behandelnden Arzt ausgefüllt, zumindest 

nicht von diesem unterzeichnet worden. Worauf sich die Angaben zur 

Verletzung in der Bagatellunfall-Meldung stützen ist unklar. Festgehalten 

werden kann damit, dass eine ärztliche Bestätigung eines Meniskusrisses 

fehlt. Eine gesicherte Diagnose und damit eine Listenverletzung könnte 

nur bildgebend oder operativ bestätigt werden. Von der Anordnung weite-

rer medizinischer Abklärungen kann aber vorliegend verzichtet werden, 

weil – wie nachfolgend zu zeigen sein wird – selbst eine Bestätigung der 

Diagnose im Ergebnis nichts ändern würde.

6. a) Nach der Rechtsprechung müssen auch bei unfallähnlichen Körperschä-

digungen alle Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erfüllt sein, ausge-

nommen ist lediglich das Element der Ungewöhnlichkeit eines äusseren 

Faktors. Der äussere Faktor als ein ausserhalb des Körpers liegender, 

objektiv feststellbarer, sinnfälliger, eben unfallähnlicher Vorfall, stellt dabei 

eine wichtige Voraussetzung dar. Liegt kein äusseres Ereignis vor, und 

sei es nur als Auslöser für eine Verletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 

UVV, handelt es sich um eine krankheits- oder degenerativ bedingte Ge-

sundheitsschädigung (BGE 129 V 466 E.2.2). Das äussere Ereignis kann 

grundsätzlich in einer körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 

466 E.4.1 mit Hinweisen). Das Auftreten von Schmerzen als solches ist 

kein äusserer schädigender Faktor im Sinne der Rechtsprechung, wes-

halb dieser nicht gegeben ist, wenn die versicherte Person nur das (erst-

malige) Auftreten von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag 

(BGE 129 V 466 E.4.2.1). Nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren 

schädigenden Faktors auch, wenn das erstmalige Auftreten der Schmer-

zen mit einer blossen Lebensverrichtung einhergeht, welche die versi-

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cherte Person zu beschreiben in der Lage ist. Gemäss Rechtsprechung 

ist für die Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädi-

gend einwirkenden Faktors stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewis-

ses gesteigertes Gefährdungspotential innewohnt. Dies ist der Fall, wenn 

die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer 

allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, oder wenn die 

in Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch nor-

malen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers 

gleichkommt (BGE 129 V 466 E.4.2.2; Urteile des Bundesgerichts 

8C_665/2010 vom 10. Januar 2011 E.3.2, 8C_656/2008 vom 13. Februar 

2009 E.3.2; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 80 f.). Deswegen fallen 

einschiessende Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach Art. 9 

Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer all-

täglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hierzu ein davon unter-

scheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also lediglich beim Auf-

stehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichen usw. 

einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer 

Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf das 

Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Die physiolo-

gische Beanspruchung des Körpers stellt keinen äusseren Faktor dar, 

dem ein zwar nicht ungewöhnliches, jedoch gegenüber dem normalen 

Gebrauch der Körperteile gesteigertes Gefährdungspotential innewohnen 

muss (BGE 129 V 466 E.4.2.2; Urteile des Bundesgerichts 8C_665/2010 

vom 10. Januar 2011 E.3.2, 8C_656/2008 vom 13. Februar 2009 E.3.2). 

Für die Bejahung des äusseren Faktors braucht es zusammenfassend 

demzufolge ein gesteigertes Schädigungspotential, sei es zufolge einer 

allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur 

Unkontrolliertheit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung 

führenden Faktors (BGE 129 V 466 E.4.3; Urteile des Bundesgerichts 

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8C_665/2010 vom 10. Januar 2011 E.3.2, 8C_656/2008 vom 13. Februar 

2009 E.3.2). 

b) Die Beschwerdegegnerin verneint vorliegend eine unfallähnliche Körper-

schädigung mit der Begründung, dass kein äusserer Faktor im Sinne ei-

nes ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen 

und unfallähnlichen Vorfalls gegeben sei. Die Beschwerdeführerin habe 

keine Bewegung ausgeführt, welche nach unfallmedizinischer Erfahrung 

häufig zu körpereigenen Traumen führen könne. Vielmehr handle es sich 

bei der beschriebenen Bewegung um eine normale Lebensverrichtung, 

welcher kein gesteigertes Gefährdungspotential innewohne. 

c) Die Beschwerdeführerin macht geltend, beim Staubsaugen zur Schonung 

des operierten rechten Knies das linke Bein stärker belastet und dabei 

das linke Knie verdreht zu haben. Sie gibt also eine körpereigene Bewe-

gung an. Das äussere Ereignis kann grundsätzlich in einer körpereigenen 

Bewegung liegen, sofern dem Geschehen ein gewisses gesteigertes Ge-

fährdungspotential innewohnt. Staubsaugen stellt grundsätzlich eine nor-

male Lebensverrichtung ohne gesteigertes Gefahrenpotential dar. Daran 

ändert vorliegend nichts, dass die Beschwerdeführerin angibt, dass linke 

Bein zur Schonung des vor kurzem operierten rechten Knies stärker be-

lastet zu haben. Die Operation am rechten Knie wurde am 29. Oktober 

2012 durchgeführt, seit dem 19. November 2012 war die Beschwerdefüh-

rerin wieder voll arbeitsfähig (vgl. dazu Beschwerdeverfahren S 13 54). 

Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass selbst wenn das 

rechte Knie noch einbandagiert gewesen war, die Beschwerdeführerin am 

6. Dezember 2012 wieder fähig war, normale Lebensverrichtungen zu be-

sorgen. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem geschilderten 

massgebenden Sachverhalt (vgl. dazu vorne E.3d). Im operierten rechten 

Knie lag demnach kein Umstand begründet, der zur Unkontrollierbarkeit 

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der Vornahme einer alltäglichen Lebensverrichtung führte. Darüber hin-

aus ist dem massgeblichen Handlungsablauf, wie er von der Beschwerde-

führerin in der Schadensmeldung dargelegt wurde, auch sonst kein Hin-

zutreten eines äusseren Faktors zu entnehmen, der ein gesteigertes Ge-

fahrenpotential in sich barg. Der Ereignishergang lässt sodann auch keine 

Beanspruchung des Körpers erkennen, die über der physiologisch norma-

len liegen würde. Die Beschwerdeführerin macht insbesondere nicht 

glaubhaft, dass sie das Knie bei einer brüsken Körperdrehung verdreht 

habe oder eine Körperdrehung unter erhöhtem Kraftaufwand erfolgt sei. 

Selbst wenn die Beschwerdeführerin nur das linke Bein belastet haben 

sollte, stellt das eigene Körpergewicht noch keine erhöhte Krafteinwirkung 

auf den Körper dar, welche über der physiologisch normalen Beanspru-

chung liegt und ein gesteigertes Gefahrenpotential in sich birgt. Folglich 

ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit kein äus-

serer Faktor im Sinne der Rechtsprechung auszumachen, der die geltend 

gemachten Beschwerden am linken Knie, und sei es auch nur als Auslö-

ser, verursacht haben könnte. Damit liegt in casu auch dann keine un-

fallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV vor, wenn 

die Verdachtsdiagnose der Meniskusläsion bestätigt werden könnte. Die 

Ablehnung der Leistungsplicht für die geltend gemachten Kniebeschwer-

den links erfolgte damit zu Recht. 

7. Bei dieser Rechtslage erübrigt es sich, die medizinischen Akten von 

Dr. med. C._____ einzuholen, wie dies die Beschwerdeführerin verlangt. 

Dennoch ist darauf hinzuweisen, dass sie die entsprechenden Akten auch 

ohne weiteres selbst hätte einreichen können. Ebenfalls erübrigt sich die 

Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen. Soweit es um die 

Klärung von Rechtsfragen geht, ist auf das beantragte medizinische Gut-

achten zu verzichten, weil Rechtsfragen nicht medizinisch geklärt werden 

können.

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8. Nachdem vorliegend weder ein Unfall im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG 

i.V.m. Art. 4 ATSG noch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne 

von Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 UVV gegeben sind, hat die Be-

schwerdegegnerin die Leistungspflicht für die geltend gemachten Kniebe-

schwerden links zu Recht verneint. Der angefochtene Einspracheent-

scheid vom 14. August 2013 ist damit zu bestätigen und die Beschwerde 

abzuweisen. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerde-

verfahren im Sozialversicherungsrecht – ausser bei leichtsinniger oder 

mutwilliger Prozessführung – kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten 

erhoben werden. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht sodann 

nach Art. 61 lit. g ATSG e contrario keine aussergerichtliche Entschädi-

gung zu.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]