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**Case Identifier:** 249eab20-5e63-54e3-bf65-0704fd9f045a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 10.05.2022 460 2021 147 (460 21 147)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-2021-147_2022-05-10.pdf

## Full Text

Seite 1   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

10. Mai 2022 (460 21 147)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafrecht  

 

 

Veruntreuung etc. / Strafzumessung  

 

 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richterin Susanne Afheldt (Ref.),  

Richter Daniel Häring, Richterin Helena Hess,  
Richter Dominique Steiner; Gerichtsschreiber Pascal Neumann 
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung WK, Rheinstrasse 27, Postfach, 4410 Liestal,  
Anklagebehörde und Anschlussberufungsklägerin 
 
A.____,  
Privatkläger 

  
 
gegen 
 
 

 B.____,  
vertreten durch Rechtsanwalt Fatih Aslantas, St. Gallerstrasse 1, 
Postfach, 8500 Frauenfeld,  
Beschuldigter und Berufungskläger 
 
 

Gegenstand Gewerbsmässiger Betrug etc. / Neubeurteilung 460 18 362  

(Berufung des Beschuldigten und Anschlussberufung der Staatsan-
waltschaft Basel-Landschaft gegen das Urteil des Strafgerichts 
Basel-Landschaft vom 6. Juli 2018) 

 
 

 
 
 

 
 
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A. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 6. Juli 2018 wurde B.____ des ge-

werbsmässigen Betrugs sowie des untauglichen Versuchs der mehrfachen qualifizierten unge-

treuen Geschäftsbesorgung schuldig erklärt und zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und 

sechs Monaten verurteilt; dies in Anwendung von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 

StGB, Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB und Art. 22 Abs. 1 StGB, Art. 40 

StGB, Art. 47 StGB sowie Art. 49 Abs. 1 StGB. In Bezug auf die Transaktion Nr. 19 in der Höhe 

von CHF 7'372.-- wurde B.____ von der Anklage des mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs 

freigesprochen. Sodann wurden diverse beschlagnahmte Ordner, Unterlagen, Schriftsachen 

und weitere Gegenstände zur Vernichtung eingezogen. Der aus der Verwertung des auf die 

C.____ GmbH eingelösten Mercedes Benz R63 AMG (Kontrollschild ZG 6.____) stammende 

Erlös in der Höhe von CHF 32'525.10 wurde gemäss Art. 70 Abs. 1 StGB eingezogen. Des Wei-

teren wurde B.____ bei seiner Anerkennung behaftet, dem A.____ in solidarischer Haftung mit 

D.____ CHF 418'602.25 zu bezahlen. Ferner wurden B.____ in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 

StPO die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von CHF 43'675.-- 

und der Gerichtsgebühr von CHF 24'000.--, auferlegt. Schliesslich wurde erkannt, dass die Kos-

ten der amtlichen Verteidigung in der Höhe von insgesamt CHF 25'394.-- aus der Gerichtskasse 

entrichtet werden, wobei der Beschuldigte gestützt auf Art. 135 Abs. 4 lit. a und lit. b StPO ver-

pflichtet wurde, dem Staat die Kosten der amtlichen Verteidigung zurückzuzahlen und der amt-

lichen Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Hono-

rar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.  

 

Auf die Begründung dieses Urteils, des ersten Berufungsurteils des Kantonsgerichts vom 

5. Juni 2019 und desjenigen des Bundesgerichts vom 28. Mai 2021 sowie der nachfolgenden 

Eingaben der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen.  

 

B. Gegen das Urteil des Strafgerichts vom 6. Juli 2018 meldete der Beschuldigte mit Schrei-

ben vom 10. Juli 2018 die Berufung an. In seiner Berufungserklärung vom 6. Dezember 2018 

beantragte der Beschuldigte, es sei das angefochtene Urteil unter o/e Kostenfolge zu Lasten 

des Staates vollumfänglich aufzuheben. Im Sinne von Beweisanträgen wurde zudem begehrt, 

es seien E.____, F.____, G.____, H.____, I.____, J.____, K.____ und L.____ als Zeugen zur 

Sache zu befragen sowie Auszüge aus dem Reisepass des Beschuldigten und ein Kaufbeleg 

vom 22. Januar 2009 bezüglich einer SIM-Karte von Benin zu den Akten zu nehmen. Mit Ein-

 
 
 

 
 
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gabe vom 16. Januar 2019 präzisierte der Berufungskläger seine Berufungserklärung dahinge-

hend, dass er unter o/e Kostenfolge zu Lasten des Staates von sämtlichen Vorwürfen freizu-

sprechen sei. Schliesslich reichte der Beschuldigte mit Datum vom 16. Mai 2019 ‒ entgegen 

der mit Verfügung des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 7. März 

2019 ergangenen Feststellung, wonach die Begründung der Berufung des Beschuldigten ge-

stützt auf Art. 346 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 405 Abs. 1 StPO im Rahmen des Partei-

vortrages vor den Schranken des Kantonsgerichts erfolgen wird ‒ seine Berufungsbegründung 

ein. 

 

C. Demgegenüber beantragte die Staatsanwaltschaft in ihrer Anschlussberufungserklärung 

vom 19. Dezember 2018 was folgt: Es sei der Beschuldigte des mehrfach begangenen ge-

werbsmässigen Betrugs sowie des untauglichen Versuchs der mehrfachen qualifizierten unge-

treuen Geschäftsbesorgung schuldig zu erklären, und es sei die gegen den Berufungskläger 

vorinstanzlich ausgesprochene Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten nach Er-

messen des Kantonsgerichts zu erhöhen; dies alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten des Beschuldigten. Darüber hinaus begehrte die Staatsanwaltschaft, auf die Berufung 

des Beschuldigten sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie vollumfänglich abzuweisen; dies 

wiederum unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Berufungsklägers. Mit Schrei-

ben vom 25. Februar 2019 teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass sie auf eine ergänzende Be-

gründung der bereits summarisch begründeten Anschlussberufungserklärung verzichtet.  

 

D.  Mit verfahrensleitender Verfügung des Kantonsgerichts vom 4. Januar 2019 wurde fest-

gehalten, dass der Privatkläger weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben hat. Ebenso 

wurde ‒ unter Bezugnahme auf das Schreiben des Rechtsvertreters des Beschuldigten vom 

27. Dezember 2018 bezüglich Beendigung des Mandatsverhältnisses ‒ festgestellt, dass die 

Voraussetzungen der amtlichen Verteidigung auch im Berufungsverfahren vorliegen und 

Rechtsanwalt Philippe Häner unverändert als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten einge-

setzt ist. Mit Verfügung vom 18. Januar 2019 wurde das Gesuch des Beschuldigten vom 

9. Januar 2019 um Wechsel der amtlichen Verteidigung abgewiesen. Mit weiterer Verfügung 

vom 5. Februar 2019 wurde ‒ unter Verweis auf die Verfügung vom 18. Januar 2019 ‒ auf das 

neuerliche Gesuch um Wechsel der amtlichen Verteidigung vom 1. Februar 2019 nicht eingetre-

ten. Sodann wurde mit Verfügung vom 7. März 2019 das Sistierungsgesuch des Beschuldigten 

vom 22. Februar 2019 abgewiesen. Mit nämlicher Verfügung wurde auf die vorgängige Einho-

 
 
 

 
 
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lung einer schriftlichen Berufungsbegründung seitens des Beschuldigten verzichtet. Ebenfalls 

mit Verfügung vom 7. März 2019 wurden ausserdem in teilweiser Gutheissung der Beweisan-

träge des Beschuldigten gemäss dessen Berufungserklärung vom 6. Dezember 2018 die einge-

reichten Auszüge aus seinem Reisepass sowie der Kaufbeleg vom 22. Januar 2009 bezüglich 

einer SIM-Karte von Benin zu den Akten genommen; hingegen wurde der Antrag des Beschul-

digten, es seien acht namentlich genannte Personen als Zeugen vor dem Berufungsgericht zur 

Sache zu befragen, abgewiesen. Ferner wurde mit Verfügung vom 29. Mai 2019 ‒ unter Hin-

weis auf die vom Beschuldigten selbst und seinem Rechtsvertreter eingegangenen Verschie-

bungsgesuche, jeweils datierend vom 28. Mai 2019 ‒ festgestellt, dass die auf Montag, 3. Juni 

2019 um 10:30 Uhr angesetzte Parteiverhandlung vor dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, 

Abteilung Strafrecht, in jedem Fall stattfindet. Gleichzeitig wurde der Beschuldigte verpflichtet, 

dem Kantonsgericht ein ärztliches Zeugnis des Landeskrankenhauses M.____, datierend vom 

31. Mai 2019, einzureichen. Schliesslich wurde mit Verfügung vom 3. Juni 2019 der Antrag des 

Beschuldigten auf Abbietung und Neuansetzung der Hauptverhandlung abgewiesen. Zugleich 

wurde dessen Eventualantrag um Verschiebung der Hauptverhandlung auf den 4. Juni 2019 

gutgeheissen und in diesem Sinne die Hauptverhandlung vom 3. Juni 2019 unterbrochen. In 

diesem Zusammenhang wurde der Beschuldigte bei seiner dahingehenden Zusicherung behaf-

tet, dem Kantonsgericht am Dienstag, 4. Juni 2019 ab 10:00 Uhr zur Befragung zur Verfügung 

zu stehen. 

 

E. Mit Urteil des Kantonsgerichts vom 5. Juni 2019 wurde B.____ in teilweiser Gutheissung 

seiner Berufung und in Abweisung der Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft der mehrfa-

chen Veruntreuung sowie des untauglichen Versuchs der mehrfachen qualifizierten ungetreuen 

Geschäftsbesorgung schuldig erklärt und zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 

zwei Jahren und sechs Monaten, mit einem unbedingten Strafanteil von einem Jahr und einer 

Probezeit von drei Jahren für den bedingten Strafanteil, verurteilt; dies in Anwendung von 

Art. 138 Ziff. 1 StGB, Art. 158 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, Art. 43 StGB, 

Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 47 StGB und Art. 49 Abs. 1 StGB. In Bezug auf die Transaktionen 

Nr. 7-10, Nr. 16 sowie Nr. 18-19 wurde B.____ von der Anklage der mehrfachen Veruntreuung 

freigesprochen. Ebenso wurde B.____ von der Anklage des mehrfachen gewerbsmässigen Be-

trugs freigesprochen. Im Übrigen wurde das Urteil des Strafgerichts bestätigt. Die ordentlichen 

Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von CHF 30'300.-- (beinhaltend eine Gebühr von 

CHF 30'000.-- sowie Auslagen von CHF 300.--) wurden im Umfang von zwei Dritteln 

 
 
 

 
 
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(= CHF 20'200.--) dem Beschuldigten und im Umfang von einem Drittel (= CHF 10'100.--) dem 

Staat auferlegt. Zufolge Bewilligung der amtlichen Verteidigung wurde schliesslich dem Rechts-

vertreter des Beschuldigten, Rechtsanwalt Philippe Häner, ein Honorar in der Höhe von insge-

samt CHF 6'759.90 (inklusive Hauptverhandlung, Auslagen und CHF 483.30 Mehrwertsteuer) 

zu Lasten des Staates ausgerichtet, wobei der Beschuldigte zur Rückzahlung der Entschädi-

gung der amtlichen Verteidigung im Umfang von zwei Dritteln (= CHF 4'506.60) an den Kanton 

Basel-Landschaft verpflichtet wurde, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben 

(Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO).   

 

F. Gegen das Urteil des Kantonsgerichts erhob der Beschuldigte mit Eingabe vom 

12. Dezember 2019 Beschwerde ans Bundesgericht mit folgenden Anträgen: Das angefochtene 

Urteil des Kantonsgerichts vom 5. Juni 2019 sei aufzuheben, und er sei vom Vorwurf der mehr-

fachen Veruntreuung sowie des untauglichen Versuchs der mehrfachen qualifizierten unge-

treuen Geschäftsbesorgung freizusprechen (Ziff. 1). Eventualiter sei das Urteil zur Neubeurtei-

lung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 2). Subeventualiter sei er in Abänderung von Ziffer 

1a des angefochtenen Urteils der mehrfachen Veruntreuung schuldig zu erklären und zu einer 

bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren und einer Probezeit von drei Jahren zu verurteilen 

(Ziff. 3). Subsubeventualiter sei er in Abänderung von Ziffer 1a des angefochtenen Urteils der 

mehrfachen Veruntreuung sowie des untauglichen Versuchs der mehrfachen qualifizierten un-

getreuen Geschäftsbesorgung schuldig zu erklären und zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 

zwei Jahren und einer Probezeit von drei Jahren sowie einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

verurteilen (Ziff. 4); dies alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates.  

 

G. Mit Urteil vom 28. Mai 2021 erkannte das Bundesgericht, dass das Urteil des Kantonsge-

richts vom 5. Juni 2019 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufgehoben und die Sache 

zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. Im Übrigen wurde die Be-

schwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde. In der Folge wurden dem Beschwerde-

führer Gerichtskosten von CHF 2'000.-- auferlegt, und der Kanton Basel-Landschaft wurde ver-

pflichtet, B.____ für das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von 

CHF 1'000.-- zu bezahlen.   

 

H. Im Rahmen des neuerlichen Berufungsverfahrens vor dem Kantonsgericht begehrte die 

Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme vom 12. Juli 2021, es sei auf eine mündliche Ver-

 
 
 

 
 
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handlung zu verzichten und ein schriftliches Verfahren anzuordnen. Eventualiter sei eine münd-

liche Verhandlung zeitnah anzusetzen unter der Androhung, dass bei Nichterscheinen Verzicht 

auf eine mündliche Verhandlung angenommen werde und aufgrund nicht erforderlicher Anwe-

senheit der beschuldigten Person ein Wechsel ins schriftliche Verfahren erfolge; dies unter Kos-

tenfolge zu Lasten des Berufungsklägers.   

 

I.  Der Beschuldigte liess sich mit Stellungnahmen vom 18. August 2021 und 20. Oktober 

2021 in der weiteren Sache vernehmen und beantragte dabei, er sei mit einer Geldstrafe von 

maximal 330 Tagessätzen sowie einer Freiheitsstrafe von maximal 16 Monaten zu sanktionie-

ren. Der Vollzug sowohl der Geldstrafe als auch der Freiheitsstrafe sei bei einer Probezeit von 

zwei Jahren bedingt aufzuschieben; dies alles unter Kostenfolge nach Gesetz. Was die Durch-

führung einer mündlichen Berufungsverhandlung anbelange, habe das Kantonsgericht von Am-

tes wegen zu entscheiden, ob ein solches durchzuführen sei oder nicht. 

 

J. Mit verfahrensleitender Verfügung des Kantonsgerichts vom 21. Oktober 2021 wurde im 

vorliegenden Verfahren eine mündliche Berufungsverhandlung angeordnet, und der Beschul-

digte sowie die Staatsanwaltschaft wurden zum persönlichen Erscheinen vor den Schranken 

des Kantonsgerichts verpflichtet. Mit weiterer Verfügung vom 14. Februar 2022 wurde das Ge-

such des Beschuldigten vom 8. Februar 2022 um Zusicherung von freiem Geleit nach Art. 204 

Abs. 1 StPO abgewiesen. Schliesslich wurde mit Verfügung vom 6. Mai 2022 gestützt auf das 

entsprechende Gesuch des Beschuldigten vom 5. Mai 2022 die mündliche Parteiverhandlung 

vom 10. Mai 2022 wieder abgeboten und den Parteien die schriftliche Eröffnung des neuen Ur-

teils in Aussicht gestellt.  

 

Erwägungen   

 

1. Formalien und Verfahrensgegenstand  

 

1.1 Formalien  

 

Die Zuständigkeit der Fünferkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Berufungs-

instanz zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO 

sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a EG StPO. Nachdem die vorstehenden Parteien bereits an der ers-

 
 
 

 
 
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ten kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung vom 3. - 5. Juni 2019 teilgenommen haben, und 

das Bundesgericht zwischenzeitlich mit Urteil vom 28. Mai 2021 den entsprechenden Entscheid 

des Kantonsgerichts in teilweiser Gutheissung der Beschwerde in Strafsachen aufgehoben und 

die Angelegenheit zur neuen Beurteilung an dieses zurückgewiesen hat, sind in casu ohne wei-

tere Prüfung der formellen Voraussetzungen die Rechtsmittel des Beschuldigten sowie der 

Staatsanwaltschaft erneut zu würdigen. Nach der Abbietung des ursprünglich angesetzten 

mündlichen Verfahrens auf entsprechendes Gesuch des Beschuldigten hin erfolgt die Behand-

lung der Berufung des Beschuldigten sowie der Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft 

nunmehr im schriftlichen Verfahren.  

 

1.2 Verfahrensgegenstand  

 

a) In Anbetracht der Rechtsbegehren des Berufungsklägers und der Anschlussberufungs-

klägerin ist unter Einbezug der Erwägungen des Bundesgerichts im Urteil vom 28. Mai 2021 

sowie in Anwendung von Art. 404 Abs. 1 StPO einer neuerlichen Prüfung zu unterziehender 

Verfahrensgegenstand des zweiten kantonsgerichtlichen Berufungsverfahrens nur noch die 

Strafzumessung. Nicht mehr zu beurteilen sind in casu hingegen angesichts der diesbezüglich 

vom Bundesgericht verworfenen Rügen des Beschuldigten die Verurteilungen wegen mehrfa-

cher Veruntreuung und wegen untauglichen Versuchs der mehrfachen qualifizierten ungetreuen 

Geschäftsbesorgung sowie die von vornherein nicht angefochtenen Freisprüche von der Ankla-

ge der mehrfachen Veruntreuung in Bezug auf die Transaktionen Nr. 7-10, Nr. 16 und Nr. 18-19 

wie auch derjenige von der Anklage des mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs. Nachdem je-

doch das Urteil des Kantonsgerichts vom 5. Juni 2019 durch das Urteil des Bundesgerichts vom 

28. Mai 2021 aufgrund dessen kassatorischen Wirkung in seiner Gesamtheit aufgehoben wor-

den ist, sind im vorliegenden Entscheid auch der an sich nicht mehr im Streit stehende rechts-

erhebliche Sachverhalt sowie die darauf fussenden rechtlichen Subsumptionen durch das Kan-

tonsgericht nochmals darzulegen.  

 

b) Bereits mit Urteil vom 5. Juni 2019 (E. 1.2) ist festgestellt worden, dass im Berufungsver-

fahren per se nicht mehr zu beurteilen sind der Freispruch des Beschuldigten von der Anklage 

des mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs in Bezug auf die Transaktion Nr. 19 in der Höhe 

von CHF 7'372.-- (Dispositiv-Ziffer 2 des strafgerichtlichen Urteils), die unwiderrufliche Lö-

schung der forensisch gesicherten Daten nach der Rechtskraft des Urteils (Dispositiv-Ziffer 5), 

 
 
 

 
 
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die Entschädigung an die amtliche Verteidigung, mit Ausnahme der Rückzahlungsverpflichtung 

des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a und lit. b StPO (Dispositiv-Ziffer 8), die mit Ein-

verständnis des Beschuldigten verfügte Einziehung von diversen beschlagnahmten Gegen-

ständen zur Vernichtung (Dispositiv-Ziffern 3a und b), die Einziehung des aus der Verwertung 

des auf die C.____ eingelösten Mercedes Benz R63 AMG stammenden Erlöses in der Höhe 

von CHF 32'525.10 (Dispositiv-Ziffer 4) sowie die Behaftung des Beschuldigten bei seiner Aner-

kennung, dem A.____ in solidarischer Verpflichtung mit D.____ CHF 418'602.25 zu bezahlen 

(Dispositiv-Ziffer 6). Daran ist vorliegend festzuhalten, womit in diesem Zusammenhang auch 

keine Erwägungen erfolgen.   

  

 

2.  Ausführungen der Parteien  

 

2.1 Beschuldigter 

 

 (...).   

 

2.2 Staatsanwaltschaft  

 

 (...).  

 

 

3. Beweiswürdigung und Sachverhalt  

 

3.1 Beweiswürdigung  

 

  (...).  

 

3.2 Sachverhalt  

 

 (...).  

 

 

 
 
 

 
 
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4. Tatbestand des (mehrfachen) gewerbsmässigen Betrugs  

 

 (...).  

 

 

5. Tatbestand der (mehrfachen) Veruntreuung  

 

5.1  

a) Nachdem der Beschuldigte vom Vorwurf des (mehrfachen) gewerbsmässigen Betrugs 

freigesprochen wird, bleibt zu prüfen, ob der ihm zur Last gelegte Sachverhalt als (mehrfache) 

Veruntreuung zu qualifizieren ist. Eine Veruntreuung begeht nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB, 

wer ihm anvertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen 

verwendet. Praxisgemäss (vgl. zum Ganzen BGer 6B_150/2017 vom 11. Januar 2018 E. 3.2) 

gilt als anvertraut, was jemand mit der Verpflichtung empfängt, es in bestimmter Weise im Inte-

resse des Treugebers zu verwenden, insbesondere es zu verwahren, zu verwalten oder einem 

anderen abzuliefern. Der Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erfasst Fälle, in denen ‒ 

anders als bei der Veruntreuung von Sachen gemäss Abs. 1 derselben Bestimmung ‒ zivil-

rechtlich die Fremdheit der anvertrauten Werte nicht gegeben oder zumindest zweifelhaft ist. 

Bei der Tatvariante von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erwirbt der Treuhänder an den erhaltenen 

Werten Eigentum. Er erlangt daher nicht nur eine tatsächliche, sondern auch eine rechtliche 

Verfügungsmacht. Die ins Eigentum des Treuhänders übergegangenen Werte sind jedoch be-

stimmt, wieder an den Berechtigten zurückzufliessen. In diesem Sinne sind sie wirtschaftlich 

fremd. Der Treuhänder ist deshalb verpflichtet, dem Treugeber den Wert des Empfangenen 

ständig zu erhalten. Die Werterhaltungspflicht bzw. das Anvertrauen eines Vermögenswerts 

kann auf ausdrücklicher oder stillschweigender Vereinbarung beruhen. Massgebend ist, ob dem 

Täter die Verfügungsmacht über den Vermögenswert von einem anderen bewusst und freiwillig 

übertragen wird (BGE 133 IV 21 E. 6.2, mit Hinweisen). Eine Werterhaltungspflicht liegt in der 

Regel vor, wenn die verabredungswidrige Verwendung zu einem Schaden führen kann und mit 

der Vereinbarung eines bestimmten Verwendungszwecks dem Risiko einer Schädigung entge-

gengewirkt werden soll (BGE 129 IV 257 E. 2.2.2, mit Hinweisen). Die Rechtsprechung nimmt 

eine Verletzung der Werterhaltungspflicht beispielsweise bei der vertragswidrigen Verwendung 

 
 
 

 
 
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eines Darlehens im Hinblick auf einen Grundstückkauf (BGE 120 IV 117 E. 2) oder eines Bau-

kredits (BGE 124 IV 9 E. 1) oder bei einer Investition anvertrauter Gelder in eine Kapitalanlage 

an, sofern die Gelder dazu bestimmt sind, später ‒ allenfalls mit einer bestimmten Rendite ‒ 

wieder an den Anleger zurückzufliessen (BGer 6B_1046/2015 vom 28. April 2016 E. 1.3; 

6B_446/2011 vom 27. Juli 2012 E. 5.4.2, mit Hinweisen). Die tatbestandsmässige Handlung 

besteht bei der Veruntreuung von Vermögenswerten in einem Verhalten, durch welches der 

Täter eindeutig seinen Willen bekundet, den obligatorischen Anspruch des Treugebers zu verei-

teln (BGE 133 IV 21 E. 6.1.1, mit Hinweisen). Der Täter verwendet die Vermögenswerte un-

rechtmässig, wenn er sie entgegen den erteilten Instruktionen gebraucht, sich mithin über den 

festgelegten Verwendungszweck hinwegsetzt (BGE 129 IV 257 E. 2.2.1, mit Hinweisen). Nach 

der Rechtsprechung (vgl. zum Ganzen BGer 6S.56/2004 vom 3. Juli 2004 E. 4) kommt eine 

unrechtmässige Verwendung eines anvertrauten Vermögenswertes nur in Betracht, wenn der 

Treuhänder verpflichtet ist, dem Treugeber den Wert des Empfangenen ständig zu erhalten. Bei 

einem Darlehen, bei dem kein bestimmter Verwendungszweck verabredet ist, besteht keine 

Pflicht des Borgers zur ständigen Werterhaltung. Der Borger darf mit dem Darlehen nach sei-

nem Belieben wirtschaften. Er ist einzig verpflichtet, es zum vertraglichen oder gesetzlichen 

Termin zurückzuerstatten (vgl. Art. 318 OR). Die Annahme einer Veruntreuung fällt deshalb 

ausser Betracht. Anders kann es sich dagegen verhalten, wenn das Darlehen für einen be-

stimmten Zweck ausgerichtet worden ist. Dann ist im Einzelfall zu prüfen, ob sich aus der ver-

traglichen Abmachung eine Werterhaltungspflicht des Borgers ergibt (BGE 120 IV 117 E. 2f). 

Demgemäss kommt die Annahme einer Veruntreuung in Betracht, wenn der Verwendungs-

zweck des Darlehens im Hinblick auf das Interesse des Darleihers an der Begrenzung seines 

Verlustrisikos festgelegt worden ist (BGE 124 IV 9 E. 1d; HANS WIPRÄCHTIGER, Entwicklungen 

im revidierten Vermögensstrafrecht, AJP 1999 S. 379 ff.). 

 

b) Der subjektive Tatbestand erfordert Vorsatz und ein Handeln in unrechtmässiger Berei-

cherungsabsicht. Nach der Rechtsprechung bereichert sich bei der Veruntreuung von Vermö-

genswerten unrechtmässig, wer die Vermögenswerte, die er dem Berechtigten jederzeit zur 

Verfügung zu halten hat, in seinem Nutzen verwendet, ohne fähig und gewillt zu sein, sie jeder-

zeit sofort zu ersetzen (BGE 133 IV 21 E. 6.1.2, mit Hinweisen).  

 

 

 

 
 
 

 
 
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5.2  

a) Die Staatsanwaltschaft hat dem Beschuldigten eventualiter ‒ d.h. bei Nichterfüllung des 

Tatbestandes des (mehrfachen) gewerbsmässigen Betruges ‒ den Vorwurf der mehrfachen 

Veruntreuung vorgehalten. So habe dieser sich bzw. der von ihm beherrschten C.____ durch 

den Vermögensverwalter von M.____, D.____, vier Hauptdarlehen im Umfang von 

CHF 148'600.-- (bzw. € 100'000.--, erstes Darlehen vom 20. Januar 2009), CHF 239'200.-- 

(zweites Darlehen vom 3. Februar 2009), CHF 500'000.-- (drittes Darlehen vom 20. April 2009) 

und CHF 600'000.-- (viertes Darlehen vom 8. April 2010) überweisen lassen, um diese wie von 

ihm selbst behauptet für einen bestimmten Zweck zu investieren. In der Folge habe er sich aber 

die anvertrauten Gelder angeeignet und in Bereicherungsabsicht für eigene Zwecke verwendet. 

Gleichermassen habe er die weiteren Darlehen in der Höhe von CHF 8'000.-- (Transaktion Nr. 7 

vom 11. Mai 2011), CHF 24'742.-- (Transaktion Nr. 8 vom 6. Juni 2011), CHF 5'895.-- (Transak-

tion Nr. 9 vom 26. Juli 2011), CHF 16'000.-- (Transaktion Nr. 10 vom 21. Dezember 2011), 

CHF 38'539.90 (Transaktion Nr. 16 vom 18. Mai 2011), CHF 60'000.-- (Transaktion Nr. 18 vom 

19. August 2011) und CHF 7'372.-- (Transaktion Nr. 19 vom 13. Januar 2012) aus dem Nach-

lass der inzwischen verstorbenen M.____ vom Nachlassverwalter bzw. Willensvollstrecker 

D.____ entgegengenommen, sich angeeignet und in Bereicherungsabsicht für eigene Zwecke 

verwendet. Dabei hätten von Anfang an kein Rückzahlungswillen, keine Rückzahlungsbereit-

schaft und keine Ersatzbereitschaft bestanden. Diesen Vorwürfen entgegnet der Beschuldigte, 

im Zweifel sei davon auszugehen, dass keine Klausel bestanden habe, welche eine Werterhal-

tungspflicht seinerseits beinhaltet hätte. Des Weiteren sei nicht auszuschliessen, dass die Dar-

lehen unbefristet gewährt worden und in der Folge zu keinem Zeitpunkt gekündigt worden sei-

en. Hinzu komme, dass gemäss Darlehensvertrag nie die Rede gewesen sei von einer sicheren 

Anlage.  

 

b) Die Bestreitungen des Beschuldigten vermögen gestützt auf die Aktenlage sowie aus fol-

genden Überlegungen nicht zu überzeugen: Aus dem ersten Darlehensvertrag vom 20. Januar 

2009 über den Betrag von € 100'000.-- bzw. CHF 148'600.-- (AA 10.10.003 f. bzw. SD DAR 

30.05.125 f.) geht in "§ (2) Darlehenszeitrahmen" hervor, dass sich der Zeitrahmen der Inan-

spruchnahme ‒ da es sich um eine Warenlieferung handelt ‒ auf maximal vier Wochen beläuft. 

Ausserdem ist in "§ 3 Zinsvereinbarung" eine Vergütung von 80 % abgemacht worden. Über-

dies ist in "§ 5 Sicherung" vereinbart worden, dass das Darlehen über die Warenversicherung 

der N.____ (angeblich grösste französische Versicherungsgesellschaft) auf Totalverlust mitver-

 
 
 

 
 
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sichert ist. Sodann ist in "§ 6 Beendigung des Vertrages" abgemacht worden, dass der Vertrag 

mit der Rückerstattung, spätestens nach vier Wochen endet. Für das zweite Darlehen gibt es 

zwar keinen schriftlichen Vertrag, allerdings sollen gemäss den Aussagen des Beschuldigten 

und von D.____ die gleichen Bedingungen gegolten haben wie beim ersten Darlehensvertrag 

(AA 10.01.107 f.). Aus dem dritten Darlehensvertrag vom 10. April 2009 über den Betrag von 

CHF 500'000.-- (SD DAR 30.10.013 f.) geht wiederum in "§ (2) Darlehenszeitrahmen" hervor, 

dass sich der Zeitrahmen der Inanspruchnahme ‒ da es sich um eine Warenlieferung handelt ‒ 

auf maximal vier Wochen beläuft. Als Vergütung ist dieses Mal in "§ 3 Zinsvereinbarung" ein 

Entgelt von CHF 30'000.-- vorgesehen gewesen. In "§ 5 Sicherheiten" ist vermerkt worden, 

dass die Bezahlung der Ware per "Letter of Credit" an den Verkäufer erfolgt und ein Verlust der 

Gelder ausgeschlossen ist. Sodann ist in "§ 6 Beendigung des Vertrages" wiederum abgemacht 

worden, dass der Vertrag mit der Rückerstattung, spätestens nach vier Wochen endet. Aus 

dem vierten Darlehensvertrag vom 29. März 2010 über den Betrag von CHF 600'000.-- (SD 

DAR 30.20.001 f.) geht in "§ (2) Darlehenszeitrahmen" hervor, dass sich der Zeitrahmen der 

Inanspruchnahme ‒ da es sich um eine Warenlieferung handelt ‒ auf maximal drei Monate be-

läuft. Als Vergütung ist in diesem Fall in "§ 3 Zinsvereinbarung" ein Zins von 3 % vorgesehen 

gewesen. In "§ 5 Sicherheiten" ist wiederum vermerkt worden, dass die Bezahlung der Ware 

per "Letter of Credit" an den Verkäufer erfolgt und ein Verlust der Gelder ausgeschlossen ist. 

Schliesslich ist in "§ 6 Beendigung des Vertrages" ebenfalls abgemacht worden, dass der Ver-

trag mit der Rückerstattung, spätestens nach vier Wochen endet.  

 

c) Weiter steht neben der bereits in den einzelnen Darlehensverträgen integrierten Zweck-

vereinbarung ("Warenlieferung") auch aufgrund der zahlreichen Aussagen des Beschuldigten 

und von D.____ fest, dass die Darlehen nicht zur beliebigen Verwendung, sondern im Hinblick 

auf einen bestimmten Zweck gewährt worden sind. So hat der Beschuldigte zu der im Vertrag 

genannten Warenlieferung ausgeführt, es sei darum gegangen, das Gold zwecks Schmelzung 

in die Raffinerie nach Antwerpen zu bringen (AA 10.01.101). Mit dem (ersten) Darlehen hätten 

die Ausfuhrtaxe, die Zertifizierung der Papiere, die Versicherung, der Transport, die Schmelz-

probe sowie das Gold bezahlt werden sollen (AA 10.01.043, AA 10.01.101, Protokoll SG S. 4, 

Protokoll KG S. 8). Bezüglich des zweiten Darlehens über den Betrag von CHF 239'200.-- hat 

B.____ dargelegt, er habe dieses bei D.____ nachordern müssen, weil die Afrikaner plötzlich 

nicht mehr nur 50 Kilogramm, sondern neu 300 Kilogramm Gold hätten verkaufen wollen. Das 

erste und das zweite Darlehen seien für den Kauf und den Transfer des Goldes gewesen. 

 
 
 

 
 
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(AA 10.01.044 ff.). Der dritte Darlehensvertrag über CHF 500'000.-- ist gemäss B.____ wiede-

rum für Investitionen gedacht gewesen, um die ganzen "Fees" zu bezahlen (AA 10.01.046). In 

einer späteren Einvernahme hat er angegeben, Zweck der Darlehen sei die Finanzierung von 

Projekten gewesen, er mache aber keine genaueren Angaben dazu (AA 10.01.147). Zu diesem 

Darlehen hat D.____ zu Protokoll gegeben, B.____ habe ihm erzählt, dass das Afrika-Geschäft 

nicht laufe und er ein anderes Investment-Programm vermittelt habe, dieses Mal mit brasiliani-

schen Partnern. Der Beschuldigte habe ihm erst viel später gesagt, dass dieses Investment-

Programm nicht funktioniert habe, und dass die Investoren ihre Gelder bereits verpfändet hät-

ten, womit ein Investment verunmöglicht worden sei (AA 10.01.085). Auch das vierte Darlehen 

ist nach den Angaben von B.____ für Investitionen im Bereich Projektfinanzierung und für die 

Bezahlung von "Fees" vorgesehen gewesen, wobei er in diesem Zusammenhang sogenannte 

Russlandprojekte erwähnt hat. Er habe D.____ gesagt, dass er nachfinanzieren und beim Pro-

jekt Russland die Kosten übernehmen und einzahlen müsse (AA 10.01.149 ff.). Anlässlich der 

Hauptverhandlung vor dem Strafgericht geht B.____ erneut auf die Investitionen im Zusam-

menhang mit den vorgängig erwähnten Goldgeschäften in Afrika und den Russlandprojekten 

ein und bestätigt, dass er die Darlehen zu Investitionszwecken erhalten habe und dass diese 

teilweise für die Bezahlung der Transportkosten, Kosten für die Versicherung, Schmelzkosten 

etc. bestimmt gewesen seien (Protokoll SG S. 4 ff.). Vor dem Kantonsgericht deponiert er, mit 

den Geldern aus dem dritten und vierten Darlehensvertrag hätten Investitionen in Russland ge-

tätigt werden sollen, nähere Angaben zum Zweck könne er aber nicht machen (Protokoll KG 

S. 9). Wie bereits vorgängig festgehalten (vgl. oben E. 3.3.e), steht zusammenfassend fest, 

dass der Beschuldigte durchwegs darlegt, die ersten vier Darlehen seien der C.____ für be-

stimmte Investitionen und Projektfinanzierungen (insbesondere Goldgeschäfte in Afrika, dane-

ben unspezifizierte Russlandprojekte und ein angebliches Brasiliengeschäft) gewährt worden. 

Nebst dem eigentlichen Ankauf des Goldes hätten mit ihnen die weiteren Aufwendungen im 

Zusammenhang mit den Investitionen beglichen werden sollen (Gebühren, Ausfuhrtaxen, Ver-

sicherung, Transport, Schmelzprobe, Zertifizierung der Papiere etc.). Entgegen diesen Ausfüh-

rungen hat B.____ jedoch ‒ abgesehen von zaghaften und lediglich mit rudimentären Doku-

menten belegten Bemühungen im Bereich des Goldhandels in Benin ‒ keine nachvollziehbaren 

Investitionen getätigt oder sonstige Finanzierungen vorgenommen. Substantiierte schriftliche 

Belege für Geschäftstätigkeiten wie Investitionen in Gold oder Vermittlung von Finanzierungen 

existieren keine. Für die Jahre 2009 und 2010 lässt sich unter den Finanztransaktionen keine 

einzige Geschäftstätigkeit der C.____ bzw. von B.____, der die C.____ geführt hat und für die-

 
 
 

 
 
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se auch buchführungspflichtig gewesen wäre, nachweisen. Auf der anderen Seite ist zu konsta-

tieren, dass die zahlreichen Bewegungen auf den Konten der C.____ bei der O.____ bzw. bei 

der P.____ insgesamt keinen anderen Schluss zulassen, als dass B.____ die vier Darlehen in 

einer Gesamthöhe von CHF 1'487'800.-- nahezu ausschliesslich für seine eigenen privaten Inte-

ressen verwendet hat. Darauf hinzuweisen ist sodann, dass neben der bereits vertraglich fest-

gelegten Klausel zur Rückerstattung ‒ jeweils spätestens nach vier Wochen ‒ die C.____ in 

einer Aufstellung der Investitionen von M.____ vom 16. April 2010 den 31. Juli 2010 als Rück-

zahlungstermin für alle vier Darlehen erklärt hat (AA 51.07.041 f.). 

 

d) Praxisgemäss liegt eine Werterhaltungspflicht in der Regel vor, wenn die verabredungs-

widrige Verwendung zu einem Schaden führen kann und mit der Vereinbarung eines bestimm-

ten Verwendungszwecks dem Risiko einer Schädigung entgegengewirkt werden soll. Bei einem 

Darlehen, bei dem kein bestimmter Verwendungszweck verabredet ist, besteht grundsätzlich 

keine Pflicht des Borgers zur ständigen Werterhaltung. In casu ist es gestützt auf die vorste-

hend wiedergegebenen Erkenntnisse erstellt, dass sowohl ein konkreter Verwendungszweck 

als auch ein bestimmter Rückzahlungstermin als wesentliche Vertragsbestandteile vereinbart 

gewesen sind. Insofern ist eine Werterhaltungspflicht bezüglich der dem Beschuldigten bzw. der 

C.____ gewährten vier Darlehen zweifellos zu bejahen. D.____ hat davon ausgehen dürfen, 

dass der Beschuldigte bei einer vertragsgemässen Verwendung der Gelder über die Mittel zur 

Rückzahlung des Darlehens verfügen werde, sodass sich sein Verlustrisiko aufgrund des Ver-

wendungszwecks in Grenzen gehalten hat. Hätte er gewusst, dass der stark überschuldete und 

über kein regelmässiges Einkommen verfügende Beschuldigte das Geld nahezu ausschliesslich 

zur Bestreitung seines Lebensunterhalts verwenden würde, hätte er die Darlehen sicherlich 

nicht gewährt, da der Verlust der Gelder in diesem Fall absehbar gewesen wäre (vgl. BGer 

6S.56/2004 vom 3. Juli 2004 E. 5). Wenngleich sich D.____ bei der Darlehensgewährung über-

aus leichtgläubig präsentiert hat ‒ was vorgängig beim Tatbestand des Betruges zum Aus-

schluss der Arglist geführt hat ‒ ändert dies nichts daran, dass sich B.____ über den festgeleg-

ten Verwendungszweck hinweggesetzt und in der Folge die ihm bzw. der C.____ in der Form 

von vier Darlehen anvertrauten Vermögenswerte unrechtmässig verwendet hat. Dass der Be-

schuldigte im Übrigen vorsätzlich und in unrechtmässiger Bereicherungsabsicht gehandelt hat, 

steht ausser Frage, nachdem er die erhaltenen Vermögenswerte nahezu ausschliesslich in sei-

nem eigenen Nutzen verwendet hat, ohne dass er zufolge fehlender Vermögenswerte sowie 

eines anderweitigen Einkommens fähig und gewillt gewesen wäre, sie jederzeit bzw. überhaupt 

 
 
 

 
 
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irgendwann zu ersetzen. Im Ergebnis ist damit der Beschuldigte in Bezug auf die vier Darlehen 

im Umfang von gesamthaft CHF 1'487'800.-- der mehrfachen Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 

Abs. 2 StGB schuldig zu erklären.  

 

e) Anders zu beurteilen ist hingegen die Situation im Hinblick auf die weiteren Überweisun-

gen aus dem Nachlass von M.____ (Transaktionen Nr. 7 bis Nr. 10, Nr. 16 und Nr. 18; in Bezug 

auf Nr. 19 ist der Beschuldigte bereits vom Strafgericht rechtskräftig von Schuld und Strafe frei-

gesprochen worden). Begünstigter bei den Transaktionen Nr. 7 (am 11. Mai 2011 im Umfang 

von CHF 8'000.--), Nr. 8 (am 6. Juni 2011 im Umfang von CHF 24'742.--), Nr. 9 (am 26. Juli 

2011 im Umfang von CHF 5'895.--) und Nr. 10 (am 21. Dezember 2011 im Umfang von 

CHF 16'000.--) ist der Beschuldigte selbst und nicht die C.____ gewesen, wobei die jeweilige 

Überweisung mit der Mitteilung "Vorschuss" auf sein Privatkonto bei der O.____ in Zürich erfolgt 

ist. Diese Gelder haben dem Beschuldigten als private Unterstützung gedient. Nicht erstellt ist 

in diesem Zusammenhang, dass diese nachträglichen Darlehen mit einer bestimmten Zweck-

bindung im geschäftlichen Sinne verknüpft gewesen wären, weshalb diesbezüglich in Anwen-

dung der vorgängig zitierten Praxis auch keine Werterhaltungspflicht bestanden hat. Gleiches 

gilt für die Transaktion Nr. 18 (am 19. August 2011 im Umfang von CHF 60'000.--), welche mit 

der Mitteilung "Vorschuss B.____" auf das Konto der C.____ geflossen ist. Zur Transaktion 

Nr. 16 (am 18. Mai 2011 im Umfang von CHF 38'539.90) ist es gekommen, nachdem B.____ 

gemäss seinen Angaben eine grosse Rendite aus seinen Geschäften erwartet hat und ein Haus 

hat kaufen wollen, wobei das Geld für die Steuer und den Grundbucheintrag bestimmt gewesen 

sind. Diese Überweisung ist an Rechtsanwalt Dr. Q.____ gegangen mit der Mitteilung "Objekt 

X.____Grunderwerbssteuer und Grundbucheintrag/B.____". Hieraus lässt sich offensichtlich 

ebenfalls kein im Zusammenhang mit den angeblichen Goldgeschäften und weiteren Investitio-

nen stehender Verwendungszweck ableiten, womit auch hier nicht von einer Werterhaltungs-

pflicht auszugehen ist. Demnach ist der Beschuldigte in Bezug auf die Transaktionen Nr. 7-10, 

Nr. 16 sowie Nr. 18 in der Höhe von total CHF 153'176.90 aus dem Nachlass von M.____ von 

der Anklage der mehrfachen Veruntreuung freizusprechen.  

 

 

 

 

 

 
 
 

 
 
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6. Tatbestand der (mehrfachen) qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung  

 

6.1  

a) Im Weiteren ist der Beschuldigte vom Strafgericht des untauglichen Versuchs der mehrfa-

chen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig erklärt worden. Der Tatbestand 

der ungetreuen Geschäftsbesorgung wird in Art. 158 StGB normiert. Danach wird mit Freiheits-

strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer aufgrund des Gesetzes, eines behördli-

chen Auftrages oder eines Rechtsgeschäftes damit betraut ist, Vermögen eines anderen zu 

verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter Verlet-

zung seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am Vermögen geschädigt wird 

(Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB). Handelt der Täter in der Absicht, sich oder einen andern un-

rechtmässig zu bereichern, so kann auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren er-

kannt werden (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB). Nach der Praxis des Bundesgerichts (vgl. zum 

Ganzen BGE 142 IV 346 E. 3.2) ist Geschäftsführer im Sinne von Art. 158 StGB, wer in tatsäch-

lich oder formell selbstständiger und verantwortlicher Stellung im Interesse eines anderen für 

einen nicht unerheblichen Vermögenskomplex zu sorgen hat. Die Stellung als Geschäftsführer 

fordert ein hinreichendes Mass an Selbstständigkeit, mit welcher dieser über das fremde Ver-

mögen verfügen kann. Geschäftsführer ist auch, wem die Stellung ohne formelle Einräumung 

nur faktisch zukommt (BGE 129 IV 124 E. 3.1; 123 IV 17 E. 3b; 120 IV 190 E. 2b; 105 IV 106 

E. 2; 100 IV 113 f.). Der Tatbestand setzt einen Vermögensschaden voraus. Ein solcher kann in 

einer tatsächlichen Schädigung durch Verminderung der Aktiven, Vermehrung der Passiven, 

Nicht-Verminderung der Passiven oder Nicht-Vermehrung der Aktiven liegen. Ein Schaden liegt 

aber auch bereits vor, wenn das Vermögen in einem Masse gefährdet wird, dass es in seinem 

wirtschaftlichen Wert vermindert ist (BGE 129 IV 124 E. 3.1; 123 IV 17 E. 3d; 122 IV 279 E. 2a; 

121 IV 104 E. 2c mit Hinweisen). Zwischen der Verletzung der Treuepflicht und dem Vermö-

gensschaden muss ein Kausalzusammenhang bestehen. Die im Gesetz nicht näher umschrie-

bene Tathandlung der ungetreuen Geschäftsbesorgung besteht in der Verletzung jener spezifi-

schen Pflichten, die den Täter in seiner Stellung als Geschäftsführer generell, aber auch bezüg-

lich spezieller Geschäfte zum Schutz des Auftraggebers bzw. des Geschäftsherrn treffen (BGE 

120 IV 190 E. 2b; 118 IV 244 E. 2b). Die entsprechenden Pflichten ergeben sich aus dem jewei-

ligen Grundverhältnis.  

 

 
 
 

 
 
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b) Subjektiv ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt. Dieser muss sich auf die 

Pflichtwidrigkeit des Handelns oder Unterlassens, die Vermögensschädigung und den Kausal-

zusammenhang zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten und dem Schaden beziehen. Liegt 

neben Vorsatz auch die Absicht unrechtmässiger Bereicherung vor, wird die Tathandlung nach 

Ziff. 1 Abs. 3 von Art. 158 StGB qualifiziert. Ersatzbereitschaft kann die Absicht unrechtmässi-

ger Bereicherung ausschliessen (MARCEL ALEXANDER NIGGLI, in: Basler Kommentar, Strafrecht 

II, 4. Auflage, Basel 2019, N 136 ff. zu Art. 158 StGB, mit Hinweisen).  

 

c) Führt der Täter, nachdem er mit der Ausführung eines Verbrechens oder Vergehens be-

gonnen hat, die strafbare Tätigkeit nicht zu Ende oder tritt der zur Vollendung der Tat gehören-

de Erfolg nicht ein oder kann dieser nicht eintreten, so kann das Gericht die Strafe mildern 

(Art. 22 Abs. 1 StGB). Nach dem Wortlaut der Norm muss der Täter mit der Ausführung der Tat 

begonnen haben. Dies erfordert implizit, dass er zuvor einen auf ihre Begehung gerichteten 

Entschluss gefasst hat. Vom vollendeten Delikt unterscheidet sich der Versuch dadurch, dass 

der objektive Tatbestand nur zum Teil verwirklicht wird, während der subjektive Tatbestand hier 

wie dort erfüllt sein muss. Zum Tatentschluss gehört stets der Vorsatz, wobei Eventualvorsatz 

genügt. Erfordert der Tatbestand zusätzlich subjektive Unrechtsmerkmale, so müssen nach 

einhelliger Auffassung auch sie gegeben sein. Nach der Praxis des Bundesgerichts wird zum 

Beginn der Ausführung jede Tätigkeit gerechnet, die nach dem Plan, den sich der Täter ge-

macht hat, auf dem Weg zum Erfolg den letzten entscheidenden Schritt darstellt, von dem es in 

der Regel kein Zurück mehr gibt, es sei denn wegen äusserer Umstände, die eine Weiterverfol-

gung der Absicht erschweren oder verunmöglichen (BGE 131 IV 100 E. 7.2.1; NIGGLI / MAEDER, 

a.a.O., N 1 ff. zu Art. 22 StGB, mit Hinweisen). Art. 22 Abs. 1 StGB umfasst sowohl den taugli-

chen wie auch den untauglichen Versuch und stellt alle Versuchsarten in der Rechtsfolge 

gleich, mit Ausnahme des untauglichen Versuchs aus grobem Unverstand, welcher nach Art. 22 

Abs. 2 StGB straflos bleibt (NIGGLI / MAEDER, a.a.O., N 44 zu Art. 22 StGB).  

 

6.2  

a) Im vorliegenden Fall ist der Berufungskläger der Ansicht, dass er weder der Vermögens-

verwalter von M.____ gewesen sei noch der Willensvollstrecker bezüglich ihres Nachlasses, 

weshalb ihm auch keine Verletzung einer Treuepflicht anzulasten sei. Wie die Staatsanwalt-

schaft indes zu Recht darlegt, gehen diese Einwendungen an der Sache vorbei. Dem Beschul-

digten wird in diesem Zusammenhang nicht zur Last gelegt, eine strafbare Handlung zu Lasten 

 
 
 

 
 
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von M.____ begangen zu haben, sondern vielmehr, als Gesellschafter und Geschäftsführer mit 

Einzelunterschrift der C.____ GmbH im Zeitraum ab Januar 2009 bis ca. Januar 2012 in Verlet-

zung der ihm obliegenden Pflichten mittels unzähliger Transaktionen einen erheblichen Teil, 

wenn nicht gar alle der der Gesellschaft aus dem Vermögen und dem Nachlass von M.____ in 

Form von Darlehen zugegangenen Vermögenswerte im Umfang von CHF 148'600.-- (bzw. 

€ 100'000.--, erstes Darlehen vom 20. Januar 2009), CHF 239'200.-- (zweites Darlehen vom 

3. Februar 2009), CHF 500'000.-- (drittes Darlehen vom 20. April 2009), CHF 600'000.-- (viertes 

Darlehen vom 8. April 2010) und CHF 60'000.-- (Transaktion Nr. 18 vom 19. August 2011) ent-

zogen und dadurch die C.____ geschädigt zu haben, um sich selbst im entsprechenden Um-

fang unrechtmässig zu bereichern.   

 

b) Diesbezüglich ist zufolge fehlender substantiierter Einwände seitens des Beschuldigten 

wiederum in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO unter Verweis auf die Darlegungen der Vor-

instanz (vgl. E. I.3 S. 66 f.) Folgendes festzuhalten: Aus den Akten ergibt sich, dass die Be-

günstigte der vier Darlehen sowie der Transaktion Nr. 18 nicht der Beschuldigte, sondern die 

C.____ als juristische Person gewesen ist. Gestützt auf die vorgängigen Erwägungen zum 

rechtserheblichen Sachverhalt sowie zu den Tatbeständen des Betrugs und der Veruntreuung 

steht sodann fest, dass der Beschuldigte in der Folge dieser sukzessive die ursprünglich auf 

ihren Konten gutgeschriebenen Gelder aus dem Vermögen und dem Nachlass von M.____ ent-

zogen und sie für die Befriedigung seiner privaten Bedürfnisse verwendet hat. Als Gesellschaf-

ter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der C.____ ist der Beschuldigte ohne Zweifel mit 

der Aufgabe betraut gewesen, deren Vermögen zu verwalten. Entgegen dieser Pflicht hat 

B.____ durch den Missbrauch der der C.____ zugeflossenen Gelder für eigene Zwecke das 

Vermögen der Gesellschaft durch Verminderung deren Aktiven im Umfang von  

CHF 1'547'800.-- geschädigt. Zwischen der Verletzung der Treuepflicht des Beschuldigten, d.h. 

dem Entzug der Gelder, und dem dadurch eingetretenen Vermögensschaden ist ohne Weiteres 

ein Kausalzusammenhang gegeben. Dass der Beschuldigte vorsätzlich gehandelt hat, steht 

angesichts des vorstehend mehrfach wiedergegebenen Sachverhaltes genauso ausser Frage 

wie seine unrechtmässige Bereicherungsabsicht und die fehlende Ersatzbereitschaft. Anzumer-

ken ist an dieser Stelle allerdings, dass das Stammkapital der C.____ Ende 2008 und Anfang 

2009 nicht gedeckt gewesen ist und deren Buchhaltung für die Jahre 2009 und 2010 keine 

werthaltigen Investitionen zu entnehmen und als Geldzuflüsse einzig die Überweisungen aus 

dem Vermögen bzw. dem Nachlass von M.____ ersichtlich sind. Gleichermassen bestehen we-

 
 
 

 
 
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der Hinweise, wonach im Jahre 2011 eine irgendwie geartete Geschäftstätigkeit erfolgt sein 

soll, noch dass die Gesellschaft über irgendwelche Aktiven verfügt hätte. Demzufolge ist die 

C.____ bereits vor der ersten Darlehensgewährung am 20. Januar 2009 überschuldet gewesen. 

Aussicht auf eine Sanierung hat ebenfalls zu keinem Zeitpunkt bestanden, zumal die Gesell-

schaft offensichtlich über kein tragfähiges Geschäftskonzept verfügt hat. Indem also im Zeit-

raum der deliktischen Tätigkeit bei der C.____ effektiv weder Kapital noch Reserven vorhanden 

gewesen sind, ist eine Schädigung der Gesellschaft am durch den Tatbestand der ungetreuen 

Geschäftsbesorgung geschützten Vermögen praxisgemäss gar nicht mehr möglich gewesen, 

womit es im Ergebnis beim untauglichen Versuch geblieben ist. Gemäss diesen Erwägungen ist 

der Beschuldigte in Abweisung seiner diesbezüglichen Berufung und dementsprechend in Be-

stätigung des angefochtenen Urteils des untauglichen Versuchs der mehrfachen qualifizierten 

ungetreuen Geschäftsbesorgung nach Art. 158 Ziff. 1 (Abs. 1 und Abs. 3) StGB in Verbindung 

mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu erklären.  

 

 

7. Strafzumessung  

 

7.1 Vorbemerkungen  

 

a) Das Bundesgericht hat in seinem Urteil vom 28. Mai 2021 (6B_1422/2019) in E. 6.4 ff. 

erwogen, dass das Kantonsgericht in seinem Urteil vom 5. Juni 2019 bei der Strafzumessung in 

verschiedener Hinsicht falsch vorgegangen sei. Zunächst lasse es sich mit dem Prinzip der 

konkreten Methode nicht vereinbaren, die vier Veruntreuungen gesamthaft zu würdigen und für 

diese Deliktskategorie eine einheitliche Einsatzstrafe festzulegen. Das Kantonsgericht hätte die 

Veruntreuung jedes Darlehens einzeln würdigen und prüfen müssen, ob es für jede eine Frei-

heitsstrafe als angemessen erachte. Bejahendenfalls hätte es für die schwerste Veruntreuung 

eine Einsatzstrafe festlegen und diese in Anwendung des Asperationsprinzips unter Einbezug 

der übrigen Veruntreuungen angemessen erhöhen müssen. Die vom Kantonsgericht vorge-

nommene Gesamtbetrachtung sei angesichts des Umstands, dass der Beschuldigte der mehr-

fachen Veruntreuung schuldig gesprochen worden sei, unzulässig. Vielmehr müssten die ein-

zelnen Tathandlungen vor der Bildung einer allfälligen Gesamtstrafe in einem selbstständigen 

Schritt gewürdigt werden (vgl. BGer 6B_998/2019 vom 20. November 2020 E. 4.2.4). Die gel-

tend gemachte enge Verknüpfung der einzelnen Delikte habe das Kantonsgericht nicht von die-

 
 
 

 
 
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ser Vorgehensweise entbunden (vgl. BGer 6B_619/2019 vom 11. März 2020 E. 3.4). Gleiches 

gelte hinsichtlich der Verurteilung wegen untauglichen Versuchs der mehrfachen qualifizierten 

ungetreuen Geschäftsbesorgung. Das Kantonsgericht hätte auch hier für jede Tathandlung ein-

zeln die Strafart bestimmen müssen. Das Asperationsprinzip hätte es nur bei Gleichartigkeit der 

Strafen zur Anwendung bringen dürfen. Indem es die einzelnen unter den Tatbestand von 

Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB fallenden Tathandlungen ebenfalls einer Gesamtwürdigung unter-

zogen und eine direkte Asperation vorgenommen habe, habe es die Grundsätze der Gesamt-

strafenbildung verletzt. Ausnahmen zur konkreten Methode, wie sie die frühere Rechtsprechung 

zugelassen habe, seien grundsätzlich nicht mehr zulässig (E. 6.3.2).  

 

b) In seinem Urteil vom 28. Mai 2021 (E. 6.4.3 ff.) hat das Bundesgericht das Kantonsgericht 

verpflichtet, die Strafzumessung neu vorzunehmen und dabei der konkreten Methode zu folgen. 

Dabei müsse das Kantonsgericht die insgesamt neun Tathandlungen (vierfache Veruntreuung 

und fünffache versuchte qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung) einer Einzelbetrachtung 

unterziehen und für jede die konkrete Strafart bestimmen. Nur bei Gleichartigkeit der Strafen 

könne das Kantonsgericht eine Gesamtstrafe bilden, andernfalls habe eine kumulative Verhän-

gung der Strafen zu erfolgen. Weiter habe das Kantonsgericht zu beachten, dass der Beschul-

digte und D.____ gemäss der Anklageschrift als Nebentäter behandelt würden. Nebentäter sei-

en nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Grundsatz der Verfahrenseinheit (Art. 29 

Abs. 1 lit. b StPO) Mittäter (vgl. BGE 138 IV 29 E. 3.2). Diese Definition müsse auch bei der 

Strafzumessung Geltung beanspruchen, gehe es doch hier wie dort um die Vermeidung wider-

sprüchlicher Urteile. Die für Mittäter im eigentlichen Sinn festgelegten Grundsätze der Strafzu-

messung müssten somit auch für Nebentäter zur Anwendung gelangen. Folglich müsse die 

Strafe des Beschuldigten in einem angemessenen Verhältnis zu jener von D.____ stehen. Dies 

habe das Kantonsgericht bis anhin nicht geprüft. Es werde daher im Rahmen der neu vorzu-

nehmenden Strafzumessung einen hypothetischen Vergleich zwischen den beiden Strafen an-

stellen oder begründen müssen, weshalb das Strafmass des Nebentäters nicht als Vergleichs-

grösse dienen könne. Schliesslich seien bei einer Neufestsetzung der Strafen die in der Zwi-

schenzeit allenfalls eingetretenen persönlichen Veränderungen zu berücksichtigen, weshalb 

auch eine neue Legalprognose gestellt werden müsse.  

 

c) Zu diesen Erwägungen des Bundesgerichts erlaubt sich das Kantonsgericht folgende 

Bemerkungen: Zunächst ist festzustellen, dass das Bundesgericht offenbar bloss die Methodik 

 
 
 

 
 
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der Strafzumessung beanstandet hat, nicht jedoch das Strafmass als solches. Weiter ist nach 

dem Verständnis des Kantonsgerichts die Wortwahl des Bundesgerichts im Zusammenhang mit 

seiner Kritik an der kantonsgerichtlichen Strafzumessung ("in verschiedener Hinsicht falsch vor-

gegangen") teilweise als befremdlich zu bezeichnen, nachdem zum Zeitpunkt des ersten Beru-

fungsurteils vom 5. Juni 2019 die ständige Rechtsprechung Ausnahmen zur konkreten Methode 

ausdrücklich zugelassen hat. So hat das Bundesgericht im Urteil 6B_483/2016 vom 30. April 

2018 in E. 2.4 grundsätzlich die Zulässigkeit von Ausnahmen von der konkreten Methode im 

Einzelfall gemäss seiner jüngeren Rechtsprechung bestätigt, beispielsweise wenn – unter Be-

achtung des Verhältnismässigkeitsprinzips im Rahmen von Art. 41 StGB – bei der Bildung einer 

Gesamtstrafe als Einsatzstrafe für die schwerste Straftat eine Freiheitsstrafe festgesetzt und 

deren Dauer für die weiteren Delikte angemessen erhöht wird (BGer 6B_849/2016 vom 9. De-

zember 2016 E. 1.3.2; 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013 E. 2.3.3), oder wenn verschiedene Straf-

taten zeitlich und sachlich derart eng miteinander verknüpft sind, dass sie sich nicht sinnvoll 

auftrennen und für sich allein beurteilen lassen (BGer 6B_1011/2014 vom 16. März 2015 

E. 4.4). Von dieser konstanten Praxis hat sich das Kantonsgericht in seinem Urteil vom 5. Juni 

2019 angesichts der tatsächlichen engen Verknüpfung der einzelnen Delikte untereinander lei-

ten lassen. Bezeichnenderweise stützt das Bundesgericht seine diesbezügliche Rüge in seinem 

Urteil vom 28. Mai 2021 ausschliesslich mit Entscheiden, welche erst nach dem Urteil des Kan-

tonsgerichts vom 5. Juni 2019 ergangen sind (BGer 6B_998/2019 vom 20. November 2020 

E. 4.2.4 sowie BGer 6B_619/2019 vom 11. März 2020 E. 3.4), was aus dogmatischer Sicht irri-

tiert. Sodann fordert das Bundesgericht einen hypothetischen Vergleich zwischen den beiden 

Strafen betreffend den Beschuldigten sowie D.____ oder eine Begründung, weshalb das Straf-

mass des Nebentäters nicht als Vergleichsgrösse dienen könne. Diese apodiktische Ermah-

nung erscheint als überaus formalistisch angesichts der Tatsache, wonach der Nebentäter 

D.____ im abgekürzten Verfahren abgeurteilt worden ist. Diesem Verfahren (Art. 358 ff. StPO) 

ist inhärent, dass es dabei um einen Tausch geht: Geständnis und Anerkennung der Zivilforde-

rungen im Grundsatz gegen Reduktion der Tatvorwürfe und Strafminderung. Stimmt die be-

schuldigte Partei der auf dieser Grundlage ausgearbeiteten Anklageschrift zu und wird diese 

von der Privatklägerschaft nicht abgelehnt, kommt es ohne umfassende Voruntersuchung und 

ohne gerichtliches Erkenntnisverfahren lediglich zur summarischen Überprüfung durch das zu-

ständige erstinstanzliche Gericht (vgl. CHRISTIAN SCHWARZENEGGER, in: Kommentar zur 

Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich / Basel / Genf 2020, N 1 zu Art. 358 

StPO). Gestützt auf diese Umstände ‒ Geständnis gegen Reduktion der Tatvorwürfe und 

 
 
 

 
 
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Strafminderung (wobei gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei einem Ge-

ständnis Strafrabatte im Ausmass von einem Fünftel bis zu einem Drittel der verschuldensadä-

quaten Strafe möglich sind [vgl. BGer 6B_891/2017 vom 20. Dezember 2017 E. 3.5.2]) sowie 

bloss summarische Überprüfung der von der Staatsanwaltschaft ebenfalls nur summarisch be-

gründeten Strafzumessung durch das erstinstanzliche Gericht (vgl. SCHWARZENEGGER, a.a.O., 

N 1 zu Art. 360 StPO und N 5 zu Art. 362 StPO) ohne Auseinandersetzung mit den strafzumes-

sungsrelevanten Kriterien ‒ liegt es geradezu auf der Hand, dass das im abgekürzten Verfahren 

festgelegte Strafmass des Nebentäters von vornherein nicht als Vergleichsgrösse im vorliegen-

den ordentlichen Berufungsverfahren bezüglich des Beschuldigten dienen kann. Dies gilt in 

casu in besonderem Masse, nachdem die entsprechende Sanktion betreffend D.____ auf Seite 

48 f. des Erledigungsvorschlags vom 3. Oktober 2016 mit keinem einzigen Wort begründet wird 

(vgl. act. 95 f. Akten D.____ ab Strafgericht).  

 

7.2 Theoretische Erwägungen  

 

a) Nach Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe innerhalb des massgebenden Strafrah-

mens nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönli-

chen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Ver-

schulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, 

nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie da-

nach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage ge-

wesen ist, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Abs. 2).  

 

b) Das Gericht bewertet das Verschulden ausgehend von der objektiven Tatschwere. Diese 

ist zunächst danach zu bestimmen, wie stark das betroffene Rechtsgut beeinträchtigt worden 

ist. Dabei sind das Ausmass des Erfolgs, die Gefährdung, das Risiko sowie die Art und Weise 

des Tatvorgehens zu berücksichtigen. Von Bedeutung sind auch die Intensität der durch die Tat 

und Tatausführung offenbarten kriminellen Energie, sowie die Grösse des Tatbeitrags bei meh-

reren Tätern und die hierarchische Stellung (HANS WIPRÄCHTIGER / STEFAN KELLER, in: Basler 

Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage, Basel 2019, N 91 ff. zu Art 47 StGB). Bei der Beurteilung 

der subjektiven Tatschwere bilden namentlich die Beweggründe und Ziele des Täters, der bei 

der Tat aufgewendete Wille, das Motiv sowie das Mass an Entscheidungsfreiheit massgebende 

Strafzumessungskriterien (WIPRÄCHTIGER / KELLER, a.a.O., N 115 ff. zu Art. 47 StGB). Das Ge-

 
 
 

 
 
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richt hat die objektive Tatschwere zu bewerten und in den Urteilserwägungen anzugeben, ob 

diese aufgrund der Beurteilung der subjektiven Tatschwere reduziert, bestätigt oder erhöht wer-

den soll. Dabei muss es gemäss Art. 50 StGB festhalten, welche die für die Strafzumessung 

erheblichen Umstände sind und wie es diese gewichtet. Hierzu muss das Gericht in seinem 

Urteil darlegen, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden Gründe 

im konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu 

gelangen (BGE 144 IV 313 E. 1.2; 136 IV 55 E. 5.5). Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in 

welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Es muss nicht 

auf Umstände ausdrücklich eingehen, die es – ohne dass dies ermessensverletzend wäre – bei 

der Strafzumessung als nicht massgebend oder nur von geringem Gewicht erachtet 

(BGer 6P.66/2006 vom 16. Februar 2007 E. 4). Auch ist das Gericht nicht gehalten, in Zahlen 

oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungskriterien berücksichtigt (BGE 

144 IV 313 E. 1.2; BGE 136 IV 55 E. 5.6). Allerdings muss das Gericht das Gesamtverschulden 

qualifizieren und die Gesamteinschätzung des Tatverschuldens im Urteil ausdrücklich benen-

nen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist (sehr 

leicht, leicht, nicht mehr leicht, mittelschwer, schwer, sehr schwer). Im Übrigen betont das Bun-

desgericht in seiner Rechtsprechung, dass die Formulierung des Verschuldens und die Fest-

setzung des Strafmasses auch begrifflich im Einklang stehen müssen (BGer 6B_1096/2010 

vom 7. Juli 2011 E. 4.1; 6B_859/2013 vom 2. Oktober 2014 E. 4.2 f.).  

 

c) In einem zweiten Schritt ist die (hypothetische) Strafe, die diesem Verschulden entspricht, 

innerhalb des zur Verfügung stehenden Strafrahmens zu bestimmen. Die so ermittelte Strafe 

kann dann gegebenenfalls in einem dritten Schritt aufgrund wesentlicher Täterkomponenten, 

d.h. tatunabhängiger Strafzumessungsfaktoren, erhöht oder reduziert werden (BGE 136 IV 55 

E. 5.7; BGE 134 IV 132 E. 6.1). 

 

d) Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere 

gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB zu der Stra-

fe der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der 

angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche 

Höchstmass der Strafart gebunden. Die Vorschrift von Art. 49 Abs. 1 StGB legt somit die 

Rechtsfolgen fest, die einen Täter treffen, der denselben Straftatbestand mehrfach oder mehre-

re verschiedene Straftatbestände verletzt hat. Die Vorschrift regelt das methodische Vorgehen 

 
 
 

 
 
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der Strafzumessung im Konkurrenzfall aber nur rudimentär; ihr selbst lässt sich nicht entneh-

men, wann die Voraussetzungen gleichartiger Strafen erfüllt sind, was die schwerste Straftat ist 

und wie diese zu ermitteln und erhöhen ist (BGE 144 IV 217 E. 3.2).  

 

e) Die Bildung einer Gesamtstrafe im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB ist nur bei gleichartigen 

Strafen möglich. Geldstrafe und Freiheitstrafe sind keine gleichartigen Strafen im Sinne von 

Art. 49 Abs. 1 StGB. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen. Das Gericht kann auf 

eine Gesamtfreiheitsstrafe nur erkennen, wenn es im konkreten Fall für jeden einzelnen Norm-

verstoss eine Freiheitsstrafe ausfällen würde (sog. konkrete Methode). Dass die anzuwenden-

den Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen vorsehen, genügt nicht (BGE 144 IV 313 

E. 1.1.1; 144 IV 217 E. 2.2; 142 IV 265 E. 2.3.2; 138 IV 120 E. 5.2; BGer 6B_112/2020 vom 

7. Oktober 2020 E. 3.2).  

 

f) Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist in einem ersten Schritt 

anhand der abstrakten Strafdrohung des Gesetzes der Strafrahmen für die schwerste Straftat 

zu ermitteln. Sind mehrere Straftatbestände mit gleichem Strafrahmen zu beurteilen, ist von 

derjenigen Straftat auszugehen, die im konkreten Fall die höchste Strafe nach sich zieht (HANS 

MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2. Auflage, Basel 2019, N 485). Die tat- und täterange-

messene Strafe ist grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der (schwersten) 

anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen. Dieser Rahmen ist vom Gesetzgeber in aller 

Regel sehr weit gefasst worden, um sämtlichen konkreten Umständen Rechnung zu tragen. 

Entgegen einer auch in der Praxis verbreiteten Auffassung wird der ordentliche Strafrahmen 

durch Strafschärfungs- oder Strafmilderungsgründe nicht automatisch erweitert, worauf dann 

innerhalb dieses neuen Rahmens die Strafe nach den üblichen Zumessungskriterien festzuset-

zen wäre. Der ordentliche Rahmen ist nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände 

vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart oder zu 

milde erscheint (BGE 136 IV 55 E. 5.8).  

 

g) In einem zweiten Schritt hat das Gericht die Einsatzstrafe für die schwerste Tat innerhalb 

des betreffenden gesetzlichen Strafrahmens nach der objektiven und subjektiven Tatschwere 

bzw. den Tatkomponenten festzusetzen (BGE 144 IV 313 E. 1.1.2; 127 IV 101 E. 2b). Dabei hat 

das Gericht eine vorläufige Gesamteinschätzung im Sinne einer hypothetischen Einsatzstrafe 

vorzunehmen, wobei das Verschulden im Rahmen einer Skala denkbarer Abstufungen nach 

 
 
 

 
 
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Schweregrad (sehr leicht, leicht, nicht mehr leicht, mittelschwer, schwer, sehr schwer) zu be-

stimmen und in der Begründung des Urteils zu nennen ist (BGE 136 IV 55 E. 5.7).   

h) In einem dritten Schritt sind die übrigen Delikte – wiederum anhand der Tatschwere bzw. 

den Tatkomponenten entsprechend den vorstehenden Ausführungen – zu beurteilen, wobei für 

jede zusätzliche Straftat, derentwegen der Beschuldigte verurteilt wird, unter Berücksichtigung 

des jeweiligen Verschuldens eine hypothetische Einzelstrafe zu ermitteln ist. Mithin sind für jede 

(zusätzliche) konkrete Tat die angemessene Strafhöhe sowie die passende Strafart zu bestim-

men (BGE 144 IV 217 E. 4.1 und E. 4.3; 144 IV 313 E 1.1.1 und E. 1.4; BGer 6B_59/2020 vom 

30. November 2020 E. 4.4; 6B_1071/2019 vom 5. November 2020 E. 3.3.2). Anschliessend ist 

zu prüfen, aus welchen der festgelegten Einzelstrafen eine Gesamtstrafe zu bilden ist bzw. Ge-

samtstrafen zu bilden sind. Soweit für mehrere zu beurteilende Straftaten jeweils gleichartige 

Strafen als angemessen erscheinen, ist unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips eine 

hypothetische Gesamtstrafe für sämtliche dieser Delikte festzulegen (Art. 49 Abs. 1 StGB; BGE 

144 IV 217 E. 4.1 und E. 4.3; 144 IV 313 E. 1.4; BGer 6B_59/2020 vom 30. November 2020 

E. 4.4). Bei der Bemessung der Gesamtstrafe müssen die einzelnen Straftaten innerhalb des 

(allenfalls erweiterten) Strafrahmens gesamthaft gewürdigt werden. Dabei sind namentlich das 

Verhältnis der einzelnen Taten untereinander, ihr Zusammenhang, ihre grössere oder geringere 

Selbstständigkeit sowie die Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und die 

Begehungsweisen zu berücksichtigen. Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Deliktes wird 

dabei geringer zu veranschlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, sachlich und situativ in einem 

engen Zusammenhang stehen (BGE 144 IV 217 E. 3.5.4; BGer 6B_523/2018 vom 23. August 

2018 E. 1.2.2).  

i) Gelangt das Gericht nach der sog. konkreten Methode im Rahmen der Strafzumessung 

bei der Festsetzung selbstständiger Einzelstrafen für den einzelnen Gesetzesverstoss auf "360 

Strafeinheiten" oder weniger, ist ausser einer Freiheitsstrafe auch die Ausfällung einer Geldstra-

fe möglich. Gemäss dem in casu anwendbaren da milderen (vgl. Art. 2 Abs. 2 StGB) Art. 41 

Abs. 1 aStGB kann das Gericht auf eine vollziehbare Freiheitsstrafe von weniger als sechs Mo-

naten nur erkennen, wenn die Voraussetzungen für eine bedingte Strafe nicht gegeben sind 

und zu erwarten ist, dass eine Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit nicht vollzogen werden 

kann. Mit dieser Bestimmung hat der Gesetzgeber für Strafen unter sechs Monaten eine ge-

setzliche Prioritätsordnung zu Gunsten nicht freiheitsentziehender Sanktionen eingeführt (BGE 

 
 
 

 
 
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137 IV 312 E. 2.4; 134 IV 97 E. 4.2.2; 134 IV 82 E. 4.1). Für Strafen von sechs Monaten bis zu 

einem Jahr sieht das Gesetz die Geldstrafe (Art. 34 aStGB) und die Freiheitsstrafe (Art. 40 

aStGB) vor. Bei der Wahl der Sanktionsart ist als wichtigstes Kriterium die Zweckmässigkeit 

einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie 

ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 134 IV 97 E. 4.2; 134 IV 82 E. 4.1).  

 

j) Nach der Festlegung der hypothetischen Gesamtstrafe(n) für sämtliche Delikte sind 

schliesslich die Täterkomponenten zu berücksichtigen. Bei der Bestimmung der Täterkompo-

nenten kann es sich rechtfertigen, die einzelnen Aspekte gesamthaft für sämtliche begangenen 

Taten zu würdigen, sofern diese für alle Delikte in gleicher oder vergleichbarer Weise Geltung 

beanspruchen (BGer 6B_865/2009 vom 25. März 2010 E. 1.6.1; 6B_496/2011 vom 

19. November 2021 E. 4.2). Die Täterkomponenten umfassen die persönlichen Verhältnisse 

und das Vorleben, insbesondere frühere Strafen oder Wohlverhalten, sowie das Verhalten nach 

der Tat und im Strafverfahren, insbesondere Reue und Einsicht oder ein Geständnis 

(WIPRÄCHTIGER / KELLER, a.a.O., N 92 ff. zu Art. 47 StGB).  

 

7.3 Konkrete Erwägungen  

 

a) Hinsichtlich der konkreten Strafzumessung bringt der Beschuldigte im Rahmen des vor-

liegenden zweiten Berufungsverfahrens vor, er sei zu einer Geldstrafe von maximal 330 Ta-

gessätzen sowie zu einer Freiheitsstrafe von maximal 16 Monaten zu verurteilen, wobei der 

jeweilige Vollzug bei einer Probezeit von zwei Jahren bedingt aufzuschieben sei. Begründet 

wird dies folgendermassen: Beim ersten Darlehen sei ein Betrag in der Höhe von € 100'000.-- 

ausbezahlt worden. Angesichts der Höhe des veruntreuten Darlehens und der gesamten Tat-

umstände sei hierfür eine Einsatzstrafe in Form einer Geldstrafe von maximal 300 Tagessätzen 

einzusetzen. Für die übrigen drei Darlehen sei davon auszugehen, dass eine Freiheitsstrafe 

von insgesamt maximal 18 Monaten angemessen sei. Die vom Kantonsgericht ursprünglich 

festgesetzte Erhöhung der Einsatzstrafe für die versuchte ungetreue Geschäftsbesorgung um 

einen Monat sei grundsätzlich nicht zu beanstanden, wobei hierfür eine Geldstrafe von 30 Ta-

gessätzen und keine Freiheitsstrafe festzulegen sei, womit die Geldstrafe auf 330 Tagessätze 

zu erhöhen sei. Sollte das Kantonsgericht weiterhin der Auffassung sein, dass aufgrund der 

Täterkomponenten die Strafe um einen Monat zu erhöhen sei, wäre von einer Freiheitsstrafe 

von 19 Monaten auszugehen. Andererseits sei auch die lange Verfahrensdauer zu berücksich-

 
 
 

 
 
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tigen, weshalb eine Reduktion der Freiheitsstrafe um drei Monate, d.h. auf 16 Monate, ange-

messen sei. Sodann sei ihm keine schlechte Legalprognose zu attestieren, womit für die Geld- 

sowie die Freiheitsstrafe der bedingte Vollzug zu gewähren sei. Angesichts der langen Verfah-

rensdauer sowie des Umstandes, dass er seit den fraglichen Vorfällen keine Straftaten mehr 

begangen habe, sei ihm eine günstige Prognose auszustellen, weshalb die Probezeit auf zwei 

Jahre festzusetzen sei. Schliesslich stehe die beantragte Strafe in einem angemessenen Ver-

hältnis zu derjenigen von D.____, welcher zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten verurteilt 

worden sei, wovon neun Monate unbedingt. Demgegenüber begehrt die Staatsanwaltschaft 

grundsätzlich eine Erhöhung des Strafmasses nach Ermessen des Kantonsgerichts.  

 

b) Die Tatsache, dass das erste Urteil des Kantonsgerichts in vorliegender Sache vom 

5. Juni 2019 bloss deshalb aufgehoben worden ist, weil dieses nach Auffassung des Bundesge-

richts bei der Strafzumessung falsch vorgegangen sein soll, erhellt, dass von Seiten des Kan-

tonsgerichts eine neue Strafzumessung vorzunehmen ist. Da gemäss Art. 408 StPO die Beru-

fungsinstanz ein neues Urteil zu fällen hat, welches das erstinstanzliche ersetzt, ist auf die vor-

instanzliche Bemessung der Strafe nicht weiter einzugehen. Das Berufungsgericht hat sowieso 

die Strafe nach eigenem Ermessen festzusetzen und muss sich auch nicht daran orientieren, 

wie die erste Instanz die einzelnen Strafzumessungsfaktoren gewichtet hat (BGer 6B_298/2013 

vom 16. Januar 2014 E. 6.2).  

 

c) In casu ist zu konstatieren, dass der Beschuldigte gestützt auf das Urteil des Kantonsge-

richts vom 5. Juni 2019 ‒ materiell bestätigt durch das Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 

2021 ‒ sowie das vorliegende Urteil der mehrfachen Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 

StGB (in vier Fällen) sowie des untauglichen Versuchs der mehrfachen qualifizierten unge-

treuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB (in fünf Fällen) schuldig zu erklären ist. Dabei liegt der ordentliche Straf-

rahmen zwischen einer Geldstrafe nicht unter drei Tagessätzen und einer Freiheitsstrafe bis zu 

fünf Jahren. Die Deliktsmehrheit gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB führt zwar nicht zu einer Erhö-

hung des Strafrahmens, ist aber innerhalb des ordentlichen Rahmens strafschärfend zu gewich-

ten. Nach Art. 22 Abs. 1 StGB kann das Gericht den Umstand, wonach die strafbaren Handlun-

gen teilweise nicht zum Erfolg geführt haben, strafmildernd berücksichtigen. In Anbetracht die-

ser insgesamt neun Tathandlungen hat das Kantonsgericht nunmehr eine bundesrechtskonfor-

me Strafzumessung vorzunehmen.   

 
 
 

 
 
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d) Den Vorgaben des Bundesgerichts folgend hat das Kantonsgericht zunächst den Straf-

rahmen nach der abstrakt schwerwiegendsten Straftat zu bestimmen. Vorliegend weist zwar die 

(mehrfache) qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung nach Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB mit 

einer möglichen Sanktion von einem Jahr bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe den höchsten ab-

strakten Strafrahmen auf, zu beachten ist hierbei allerdings, dass es in casu beim untauglichen 

Versuch (Art. 22 Abs. 1 StGB) geblieben ist, weshalb die Strafe zu mildern ist. Somit stellt in 

concreto die (mehrfache) Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB, deren abstrakten Straf-

rahmen von einer Geldstrafe am unteren bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe am oberen Ende 

reicht, das schwerwiegendste Delikt dar. Aussergewöhnliche Umstände, welche es angezeigt 

erscheinen lassen würden, diesen Strafrahmen zu verlassen, liegen auch unter Berücksichti-

gung der Tat- und Deliktsmehrheit nicht vor. Die Strafe ist daher innerhalb des ordentlichen 

Strafrahmens festzulegen. Unter den mehrfachen Veruntreuungen ist diejenige betreffend das 

vierte Darlehen vom 8. April 2010 im Umfang von CHF 600'000.-- aufgrund aller Umstände und 

namentlich der im Vergleich zu den anderen Veruntreuungen höchsten Schadensumme das 

schwerste konkret zu beurteilende Delikt, welches die höchste Strafe nach sich zieht. Für diese 

Veruntreuung ist somit eine Einsatzstrafe festzusetzen. Hinzu kommen die übrigen drei Verun-

treuungen sowie die insgesamt fünf versuchten qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgun-

gen, welche allesamt trotz des offenkundigen engen Zusammenhangs untereinander einer Ein-

zelbetrachtung zu unterziehen sind.   

 

e) Bei der Festlegung der Einsatzstrafe für die schwerste (d.h. die vierte) Veruntreuung vom 

8. April 2010 würdigt das Kantonsgericht auf der Seite der objektiven Tatkomponenten zu Las-

ten des Beschuldigten, dass dieser ein Darlehen im überaus stattlichen Umfang von 

CHF 600'000.-- zu seinem eigenen Nutzen zweckentfremdet und dadurch eine einzelne Person 

in diesem massiven Ausmass geschädigt hat. Gleichermassen negativ zu gewichten ist, dass 

der Beschuldigte die ihm bzw. seiner Gesellschaft zugeflossenen Gelder ‒ ohne auch nur an-

satzweise über ein realisierbares Anlagekonzept zu verfügen ‒ nahezu ausschliesslich für pri-

vate egoistische Zwecke verwendet hat, ohne in einer Notlage zu sein und ohne in Betracht zu 

ziehen, seine Bedürfnisse mittels einer legalen Arbeitstätigkeit zu befriedigen. Festzustellen ist 

in diesem Zusammenhang, dass die Tatsache, wonach der Beschuldigte die Geschäftsdarlehen 

für sein Luxusleben eingesetzt hat, verschuldenserhöhend über die Begriffsnotwendigkeit beim 

Tatbestand der Veruntreuung hinausgeht. Des Weiteren fällt zu seinen Ungunsten ins Gewicht, 

 
 
 

 
 
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dass es der Beschuldigte geradezu dreist ausgenutzt hat, dass es D.____ als Vermögensver-

walter von M.____ im Prinzip egal gewesen ist, was mit deren Gelder passiert, solange er sich 

selbst eine Provision von den Darlehen versprochen hat. Negativ zu gewichten ist ferner, dass 

der Beschuldigte zu diesem Zeitpunkt im gleichen Kontext bereits drei frühere Darlehen in je-

weils betragsmässig steigender Höhe veruntreut hat. Entlastend erscheint demgegenüber, dass 

dem Beschuldigten die deliktische Tätigkeit aufgrund des geradezu dilettantischen Verhaltens 

von D.____ sehr leicht gemacht worden ist und diesem folgerichtig kein verwerfliches Verhal-

ten, welches über den Aufwand für die Erfüllung des Tatbestandes hinausgehen würde, vorzu-

werfen ist. Auf Grund dieser Umstände stuft das Kantonsgericht die objektive Tatschwere als 

mittelschwer am unteren Rand ein. In subjektiver Hinsicht ist dem Beschuldigten vorzuwerfen, 

dass er direktvorsätzlich gehandelt hat, was allerdings beim Tatbestandsmerkmal der Bereiche-

rungsabsicht vorausgesetzt wird und von daher neutral zu gewichten ist. Die subjektive Schwe-

re der Tat relativiert somit das objektive Tatverschulden in keiner Weise. Gestützt auf diese Er-

wägungen ist im Rahmen einer vorläufigen Einschätzung das Verschulden des Beschuldigten 

bezüglich der Veruntreuung betreffend das vierte Darlehen als mittelschwer am unteren Rand 

zu qualifizieren, was zu einer hypothetischen Einsatzstrafe von 360 Strafeinheiten führt. In Be-

zug auf die Wahl der Sanktionsart ist zu konstatieren, dass hinsichtlich der vorliegend zu beur-

teilenden Tathandlung angesichts der geschilderten Umstände sowie unter Berücksichtigung 

der Zweckmässigkeiten von Freiheits- und Geldstrafe und der damit verbundenen präventiven 

Effizienz auf den Täter nur eine Freiheitsstrafe in Betracht kommt. Im Resultat ist damit eine 

hypothetische Einsatzstrafe von zwölf Monaten Freiheitsstrafe festzusetzen.  

 

f) Bei der Bestimmung der Einzelstrafe für die erste Veruntreuung vom 20. Januar 2009 

würdigt das Kantonsgericht auf der Seite der objektiven Tatkomponenten zu Lasten des Be-

schuldigten, dass dieser ein Darlehen im Umfang von CHF 148'600.-- bzw. € 100'000.-- zu sei-

nem eigenen Nutzen zweckentfremdet und dadurch eine einzelne Person in diesem erhebli-

chen Ausmass geschädigt hat. Gleichermassen negativ zu gewichten ist, dass der Beschuldigte 

die ihm bzw. seiner Gesellschaft zugeflossenen Gelder nahezu ausschliesslich für private ego-

istische Zwecke verwendet hat, ohne in einer Notlage zu sein und ohne in Betracht zu ziehen, 

seine Bedürfnisse mittels einer legalen Arbeitstätigkeit zu befriedigen. Festzustellen ist in die-

sem Zusammenhang, dass die Tatsache, wonach der Beschuldigte die Geschäftsdarlehen für 

sein Luxusleben eingesetzt hat, verschuldenserhöhend über die Begriffsnotwendigkeit beim 

Tatbestand der Veruntreuung hinausgeht. Des Weiteren fällt zu seinen Ungunsten ins Gewicht, 

 
 
 

 
 
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dass es der Beschuldigte geradezu dreist ausgenutzt hat, dass es D.____ als Vermögensver-

walter von M.____ im Prinzip egal gewesen ist, was mit deren Gelder passiert, solange er sich 

selbst eine Provision von den Darlehen versprochen hat. Entlastend erscheint demgegenüber, 

dass dem Beschuldigten die deliktische Tätigkeit aufgrund des geradezu dilettantischen Verhal-

tens von D.____ sehr leicht gemacht worden ist und diesem folgerichtig kein verwerfliches Ver-

halten, welches über den Aufwand für die Erfüllung des Tatbestandes hinausgehen würde, vor-

zuwerfen ist. Nicht gänzlich auszuschliessen ist zudem, dass der Beschuldigte zum Zeitpunkt 

des ersten Darlehens tatsächlich in gewisser Form ein ‒ wenngleich wenig realistisches ‒ Anla-

gekonzept hinsichtlich des Goldhandels in Afrika gehabt hat. Auf Grund dieser Umstände stuft 

das Kantonsgericht die objektive Tatschwere als leicht ein. In subjektiver Hinsicht ist dem Be-

schuldigten vorzuwerfen, dass er direktvorsätzlich gehandelt hat, was allerdings beim Tatbe-

standsmerkmal der Bereicherungsabsicht vorausgesetzt wird und von daher neutral zu gewich-

ten ist. Die subjektive Schwere der Tat relativiert somit das objektive Tatverschulden in keiner 

Weise. Gestützt auf diese Erwägungen ist im Rahmen einer vorläufigen Einschätzung das Ver-

schulden des Beschuldigten bezüglich der Veruntreuung betreffend das erste Darlehen als 

leicht zu qualifizieren, was zu einer hypothetischen Einzelstrafe von 120 Strafeinheiten führt. In 

Bezug auf die Wahl der Sanktionsart ist zu konstatieren, dass hinsichtlich der vorliegend zu 

beurteilenden Tathandlung angesichts der geschilderten Umstände sowie unter Berücksichti-

gung der Zweckmässigkeiten von Freiheits- und Geldstrafe und der damit verbundenen präven-

tiven Effizienz auf den Täter eine Geldstrafe als ausreichend erscheint. Im Resultat ist damit 

eine hypothetische Einzelstrafe von 120 Tagessätzen Geldstrafe festzusetzen. Diese hypotheti-

sche Einzelstrafe dient als Einsatzstrafe bei der Bestimmung der Gesamtstrafe im Bereich der 

Geldstrafe.  

 

g) Bei der Ermittlung der Einzelstrafe für die zweite Veruntreuung vom 3. Februar 2009 wür-

digt das Kantonsgericht auf der Seite der objektiven Tatkomponenten zu Lasten des Beschul-

digten, dass dieser ein Darlehen im erheblichen Umfang von CHF 239'200.-- zu seinem eige-

nen Nutzen zweckentfremdet und dadurch eine einzelne Person in diesem stattlichen Ausmass 

geschädigt hat. Gleichermassen negativ zu gewichten ist, dass der Beschuldigte die ihm bzw. 

seiner Gesellschaft zugeflossenen Gelder ‒ ohne auch nur ansatzweise über ein realisierbares 

Anlagekonzept zu verfügen ‒ nahezu ausschliesslich für private egoistische Zwecke verwendet 

hat, ohne in einer Notlage zu sein und ohne in Betracht zu ziehen, seine Bedürfnisse mittels 

einer legalen Arbeitstätigkeit zu befriedigen. Festzustellen ist in diesem Zusammenhang, dass 

 
 
 

 
 
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die Tatsache, wonach der Beschuldigte die Geschäftsdarlehen für sein Luxusleben eingesetzt 

hat, verschuldenserhöhend über die Begriffsnotwendigkeit beim Tatbestand der Veruntreuung 

hinausgeht. Des Weiteren fällt zu seinen Ungunsten ins Gewicht, dass es der Beschuldigte ge-

radezu dreist ausgenutzt hat, dass es D.____ als Vermögensverwalter von M.____ im Prinzip 

egal gewesen ist, was mit deren Gelder passiert, solange er sich selbst eine Provision von den 

Darlehen versprochen hat. Negativ zu gewichten ist ferner, dass der Beschuldigte zu diesem 

Zeitpunkt im gleichen Kontext bereits ein früheres Darlehen veruntreut hat. Entlastend erscheint 

demgegenüber, dass dem Beschuldigten die deliktische Tätigkeit aufgrund des geradezu dilet-

tantischen Verhaltens von D.____ sehr leicht gemacht worden ist und diesem folgerichtig kein 

verwerfliches Verhalten, welches über den Aufwand für die Erfüllung des Tatbestandes hinaus-

gehen würde, vorzuwerfen ist. Auf Grund dieser Umstände stuft das Kantonsgericht die objekti-

ve Tatschwere als leicht im mittleren Bereich ein. In subjektiver Hinsicht ist dem Beschuldigten 

vorzuwerfen, dass er direktvorsätzlich gehandelt hat, was allerdings beim Tatbestandsmerkmal 

der Bereicherungsabsicht vorausgesetzt wird und von daher neutral zu gewichten ist. Die sub-

jektive Schwere der Tat relativiert somit das objektive Tatverschulden in keiner Weise. Gestützt 

auf diese Erwägungen ist im Rahmen einer vorläufigen Einschätzung das Verschulden des Be-

schuldigten bezüglich der Veruntreuung betreffend das zweite Darlehen als leicht im mittleren 

Bereich zu qualifizieren, was zu einer hypothetischen Einzelstrafe von 180 Strafeinheiten führt. 

In Bezug auf die Wahl der Sanktionsart ist zu konstatieren, dass hinsichtlich der vorliegend zu 

beurteilenden Tathandlung angesichts der geschilderten Umstände sowie unter Berücksichti-

gung der Zweckmässigkeiten von Freiheits- und Geldstrafe und der damit verbundenen präven-

tiven Effizienz auf den Täter nur eine Freiheitsstrafe in Betracht kommt. Im Resultat ist damit 

eine hypothetische Einzelstrafe von sechs Monaten Freiheitsstrafe festzusetzen.  

 

h) Bei der Bestimmung der Einzelstrafe für die dritte Veruntreuung vom 20. April 2009 wür-

digt das Kantonsgericht auf der Seite der objektiven Tatkomponenten zu Lasten des Beschul-

digten wiederum und wie bereits vorgängig wiederholt dargelegt, dass dieser ein Darlehen im 

sehr stattlichen Umfang von CHF 500'000.-- zu seinem eigenen Nutzen zweckentfremdet und 

dadurch eine einzelne Person in diesem massiven Ausmass geschädigt hat. Gleichermassen 

negativ zu gewichten ist, dass der Beschuldigte die ihm bzw. seiner Gesellschaft zugeflossenen 

Gelder ‒ ohne auch nur ansatzweise über ein realisierbares Anlagekonzept zu verfügen ‒ na-

hezu ausschliesslich für private egoistische Zwecke verwendet hat, ohne in einer Notlage zu 

sein und ohne in Betracht zu ziehen, seine Bedürfnisse mittels einer legalen Arbeitstätigkeit zu 

 
 
 

 
 
Seite 32   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

befriedigen. Festzustellen ist in diesem Zusammenhang, dass die Tatsache, wonach der Be-

schuldigte die Geschäftsdarlehen für sein Luxusleben eingesetzt hat, verschuldenserhöhend 

über die Begriffsnotwendigkeit beim Tatbestand der Veruntreuung hinausgeht. Des Weiteren 

fällt zu seinen Ungunsten ins Gewicht, dass es der Beschuldigte geradezu dreist ausgenutzt 

hat, dass es D.____ als Vermögensverwalter von M.____ im Prinzip egal gewesen ist, was mit 

deren Gelder passiert, solange er sich selbst eine Provision von den Darlehen versprochen hat. 

Negativ zu gewichten ist ferner, dass der Beschuldigte zu diesem Zeitpunkt im gleichen Kontext 

bereits zwei frühere Darlehen in jeweils betragsmässig steigender Höhe veruntreut hat. Entlas-

tend erscheint demgegenüber, dass dem Beschuldigten die deliktische Tätigkeit aufgrund des 

geradezu dilettantischen Verhaltens von D.____ sehr leicht gemacht worden ist und diesem 

folgerichtig kein verwerfliches Verhalten, welches über den Aufwand für die Erfüllung des Tat-

bestandes hinausgehen würde, vorzuwerfen ist. Auf Grund dieser Umstände stuft das Kantons-

gericht die objektive Tatschwere als leicht am oberen Rand ein. In subjektiver Hinsicht ist dem 

Beschuldigten vorzuwerfen, dass er direktvorsätzlich gehandelt hat, was allerdings beim Tatbe-

standsmerkmal der Bereicherungsabsicht vorausgesetzt wird und von daher neutral zu gewich-

ten ist. Die subjektive Schwere der Tat relativiert somit das objektive Tatverschulden in keiner 

Weise. Gestützt auf diese Erwägungen ist im Rahmen einer vorläufigen Einschätzung das Ver-

schulden des Beschuldigten bezüglich der Veruntreuung betreffend das dritte Darlehen als 

leicht am oberen Rand zu qualifizieren, was zu einer hypothetischen Einzelstrafe von 300 

Strafeinheiten führt. In Bezug auf die Wahl der Sanktionsart ist zu konstatieren, dass hinsicht-

lich der vorliegend zu beurteilenden Tathandlung angesichts der geschilderten Umstände sowie 

unter Berücksichtigung der Zweckmässigkeiten von Freiheits- und Geldstrafe und der damit 

verbundenen präventiven Effizienz auf den Täter nur eine Freiheitsstrafe in Betracht kommt. Im 

Resultat ist damit eine hypothetische Einzelstrafe von zehn Monaten Freiheitsstrafe festzuset-

zen.   

 

i) Bei der Ermittlung der Einzelstrafe für die erste qualifizierte ungetreue Geschäftsbesor-

gung (bezüglich des ersten Darlehens vom 20. Januar 2009) ist bei der Bewertung der objekti-

ven Tatschwere primär zu gewichten, dass der Tatbestand im (untauglichen) Versuchsstadium 

nach Art. 22 Abs. 1 StGB steckengeblieben ist. Ausserdem kann dem Schutz der Vermögensin-

teressen der Gesellschaft, nachdem diese im Tatzeitraum überschuldet gewesen ist, von vorn-

herein nicht die gleiche Bedeutung zugemessen werden wie bei einem aktiven Unternehmen, 

bei welchem allenfalls noch Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Negativ zu beachten ist hinge-

 
 
 

 
 
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gen, dass die C.____ zufolge fehlender Geschäftstätigkeit offenbar nur zum Zwecke der Berei-

cherung des Beschuldigten gegründet worden ist. Ebenfalls fällt zu dessen Ungunsten ins Ge-

wicht, dass er der Gesellschaft einen ansehnlichen Betrag im Umfang von CHF 148'600.-- bzw. 

€ 100'000.-- entzogen hat. In Anbetracht hiervon erachtet das Kantonsgericht die objektive Tat-

schwere als sehr leicht. Dass der Beschuldigte direktvorsätzlich gehandelt hat, steht ausser 

Frage; ebenso klar ist, dass sein diesbezügliches Motiv rein pekuniärer Natur gewesen ist. Die 

subjektive Schwere der Tat vermag somit das objektive Tatverschulden wiederum nicht zu rela-

tivieren. Gemäss diesen Darlegungen ist im Rahmen einer vorläufigen Einschätzung das Ver-

schulden des Beschuldigten bezüglich der ersten qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung 

als sehr leicht zu qualifizieren, was zu einer hypothetischen Einzelstrafe von acht Strafeinheiten 

führt. In Bezug auf die Wahl der Sanktionsart ist zu konstatieren, dass hinsichtlich der vorlie-

gend zu beurteilenden Tathandlung angesichts der geschilderten Umstände sowie unter Be-

rücksichtigung der Zweckmässigkeiten von Freiheits- und Geldstrafe und der damit verbunde-

nen präventiven Effizienz auf den Täter eine Geldstrafe als ausreichend erscheint, zumal die 

entsprechende Veruntreuung ebenfalls mit einer Geldstrafe zu sanktionieren ist. Im Resultat ist 

damit eine hypothetische Einzelstrafe von acht Tagessätzen Geldstrafe festzusetzen.  

 

j) Bei der Festlegung der Einzelstrafe für die zweite qualifizierte ungetreue Geschäftsbesor-

gung (bezüglich des zweiten Darlehens vom 3. Februar 2009) ist bei der Bewertung der objekti-

ven Tatschwere gleichermassen primär zu gewichten, dass der Tatbestand im (untauglichen) 

Versuchsstadium nach Art. 22 Abs. 1 StGB steckengeblieben ist. Ausserdem kann dem Schutz 

der Vermögensinteressen der Gesellschaft, nachdem diese im Tatzeitraum überschuldet gewe-

sen ist, von vornherein nicht die gleiche Bedeutung zugemessen werden wie bei einem aktiven 

Unternehmen, bei welchem allenfalls noch Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Negativ zu be-

achten ist hingegen, dass die C.____ zufolge fehlender Geschäftstätigkeit offenbar nur zum 

Zwecke der Bereicherung des Beschuldigten gegründet worden ist. Ebenfalls fällt zu dessen 

Ungunsten ins Gewicht, dass er der Gesellschaft einen erheblichen Betrag im Umfang von 

CHF 239'200.-- entzogen hat. In Anbetracht hiervon erachtet das Kantonsgericht die objektive 

Tatschwere ebenfalls als sehr leicht. Dass der Beschuldigte direktvorsätzlich gehandelt hat, 

steht ausser Frage; ebenso klar ist, dass sein diesbezügliches Motiv rein pekuniärer Natur ge-

wesen ist. Die subjektive Schwere der Tat vermag somit das objektive Tatverschulden wiede-

rum nicht zu relativieren. Gemäss diesen Darlegungen ist im Rahmen einer vorläufigen Ein-

schätzung das Verschulden des Beschuldigten bezüglich der zweiten qualifizierten ungetreuen 

 
 
 

 
 
Seite 34   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Geschäftsbesorgung als sehr leicht zu qualifizieren, was zu einer hypothetischen Einzelstrafe 

von zehn Strafeinheiten führt. In Bezug auf die Wahl der Sanktionsart ist zu konstatieren, dass 

hinsichtlich der vorliegend zu beurteilenden Tathandlung angesichts der geschilderten Umstän-

de sowie unter Berücksichtigung der Zweckmässigkeiten von Freiheits- und Geldstrafe und der 

damit verbundenen präventiven Effizienz auf den Täter trotz des äusserst engen Zusammen-

hangs zum Tatbestand der Veruntreuung eine Geldstrafe als ausreichend erscheint. Im Resul-

tat ist damit eine hypothetische Einzelstrafe von zehn Tagessätzen Geldstrafe festzusetzen. 

 

k) Bei der Bestimmung der Einzelstrafe für die dritte qualifizierte ungetreue Geschäftsbesor-

gung (bezüglich des dritten Darlehens vom 20. April 2009) ist bei der Bewertung der objektiven 

Tatschwere ebenso primär zu gewichten, dass der Tatbestand im (untauglichen) Versuchssta-

dium nach Art. 22 Abs. 1 StGB steckengeblieben ist. Ausserdem kann dem Schutz der Vermö-

gensinteressen der Gesellschaft, nachdem diese im Tatzeitraum überschuldet gewesen ist, von 

vornherein nicht die gleiche Bedeutung zugemessen werden wie bei einem aktiven Unterneh-

men, bei welchem allenfalls noch Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Negativ zu beachten ist 

hingegen, dass die C.____ zufolge fehlender Geschäftstätigkeit offenbar nur zum Zwecke der 

Bereicherung des Beschuldigten gegründet worden ist. Ebenfalls fällt zu dessen Ungunsten ins 

Gewicht, dass er der Gesellschaft einen sehr stattlichen Betrag im Umfang von CHF 500'000.-- 

entzogen hat. In Anbetracht hiervon erachtet das Kantonsgericht die objektive Tatschwere im-

mer noch als sehr leicht. Dass der Beschuldigte direktvorsätzlich gehandelt hat, steht ausser 

Frage; ebenso klar ist, dass sein diesbezügliches Motiv rein pekuniärer Natur gewesen ist. Die 

subjektive Schwere der Tat vermag somit das objektive Tatverschulden wiederum nicht zu rela-

tivieren. Gemäss diesen Darlegungen ist im Rahmen einer vorläufigen Einschätzung das Ver-

schulden des Beschuldigten bezüglich der dritten qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung 

als sehr leicht zu qualifizieren, was zu einer hypothetischen Einzelstrafe von 15 Strafeinheiten 

führt. In Bezug auf die Wahl der Sanktionsart ist zu konstatieren, dass hinsichtlich der vorlie-

gend zu beurteilenden Tathandlung angesichts der geschilderten Umstände sowie unter Be-

rücksichtigung der Zweckmässigkeiten von Freiheits- und Geldstrafe und der damit verbunde-

nen präventiven Effizienz auf den Täter trotz des äusserst engen Zusammenhangs zum Tatbe-

stand der Veruntreuung eine Geldstrafe als ausreichend erscheint. Im Resultat ist damit eine 

hypothetische Einzelstrafe von 15 Tagessätzen Geldstrafe festzusetzen.  

 

 
 
 

 
 
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l) Bei der Ermittlung der Einzelstrafe für die vierte qualifizierte ungetreue Geschäftsbesor-

gung (bezüglich des vierten Darlehens vom 8. April 2010) ist bei der Bewertung der objektiven 

Tatschwere wiederum primär zu gewichten, dass der Tatbestand im (untauglichen) Versuchs-

stadium nach Art. 22 Abs. 1 StGB steckengeblieben ist. Ausserdem kann dem Schutz der Ver-

mögensinteressen der Gesellschaft, nachdem diese im Tatzeitraum überschuldet gewesen ist, 

von vornherein nicht die gleiche Bedeutung zugemessen werden wie bei einem aktiven Unter-

nehmen, bei welchem allenfalls noch Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Negativ zu beachten 

ist hingegen, dass die C.____ zufolge fehlender Geschäftstätigkeit offenbar nur zum Zwecke 

der Bereicherung des Beschuldigten gegründet worden ist. Ebenfalls fällt zu dessen Ungunsten 

ins Gewicht, dass er der Gesellschaft einen überaus stattlichen Betrag im Umfang von 

CHF 600'000.-- entzogen hat. In Anbetracht hiervon erachtet das Kantonsgericht die objektive 

Tatschwere noch als sehr leicht. Dass der Beschuldigte direktvorsätzlich gehandelt hat, steht 

ausser Frage; ebenso klar ist, dass sein diesbezügliches Motiv rein pekuniärer Natur gewesen 

ist. Die subjektive Schwere der Tat vermag somit das objektive Tatverschulden wiederum nicht 

zu relativieren. Gemäss diesen Darlegungen ist im Rahmen einer vorläufigen Einschätzung das 

Verschulden des Beschuldigten bezüglich der vierten qualifizierten ungetreuen Geschäftsbe-

sorgung noch als sehr leicht zu qualifizieren, was zu einer hypothetischen Einzelstrafe von 20 

Strafeinheiten führt. In Bezug auf die Wahl der Sanktionsart ist zu konstatieren, dass hinsicht-

lich der vorliegend zu beurteilenden Tathandlung angesichts der geschilderten Umstände sowie 

unter Berücksichtigung der Zweckmässigkeiten von Freiheits- und Geldstrafe und der damit 

verbundenen präventiven Effizienz auf den Täter trotz des äusserst engen Zusammenhangs 

zum Tatbestand der Veruntreuung eine Geldstrafe als ausreichend erscheint. Im Resultat ist 

damit eine hypothetische Einzelstrafe von 20 Tagessätzen Geldstrafe festzusetzen.  

 

m) Schliesslich ist bei der Festlegung der Einzelstrafe für die fünfte qualifizierte ungetreue 

Geschäftsbesorgung (Transaktion Nr. 18 vom 19. August 2011) bei der Bewertung der objekti-

ven Tatschwere nochmals primär zu gewichten, dass der Tatbestand im (untauglichen) Ver-

suchsstadium nach Art. 22 Abs. 1 StGB steckengeblieben ist. Ausserdem kann dem Schutz der 

Vermögensinteressen der Gesellschaft, nachdem diese im Tatzeitraum überschuldet gewesen 

ist, von vornherein nicht die gleiche Bedeutung zugemessen werden wie bei einem aktiven Un-

ternehmen, bei welchem allenfalls noch Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Negativ zu beach-

ten ist hingegen, dass die C.____ zufolge fehlender Geschäftstätigkeit offenbar nur zum Zwe-

cke der Bereicherung des Beschuldigten gegründet worden ist. Ebenfalls fällt zu dessen Un-

 
 
 

 
 
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gunsten ins Gewicht, dass er der Gesellschaft einen nicht unbedeutenden Betrag im Umfang 

von CHF 60'000.-- entzogen hat. In Anbetracht hiervon erachtet das Kantonsgericht die objekti-

ve Tatschwere als äusserst leicht. Dass der Beschuldigte direktvorsätzlich gehandelt hat, steht 

ausser Frage; ebenso klar ist, dass sein diesbezügliches Motiv rein pekuniärer Natur gewesen 

ist. Die subjektive Schwere der Tat vermag somit das objektive Tatverschulden wiederum nicht 

zu relativieren. Gemäss diesen Darlegungen ist im Rahmen einer vorläufigen Einschätzung das 

Verschulden des Beschuldigten bezüglich der fünften qualifizierten ungetreuen Geschäftsbe-

sorgung als äusserst leicht zu qualifizieren, was zu einer hypothetischen Einzelstrafe von fünf 

Strafeinheiten führt. In Bezug auf die Wahl der Sanktionsart ist zu konstatieren, dass hinsicht-

lich der vorliegend zu beurteilenden Tathandlung angesichts der geschilderten Umstände sowie 

unter Berücksichtigung der Zweckmässigkeiten von Freiheits- und Geldstrafe und der damit 

verbundenen präventiven Effizienz auf den Täter eine Geldstrafe als ausreichend erscheint. Im 

Resultat ist damit eine hypothetische Einzelstrafe von fünf Tagessätzen Geldstrafe festzuset-

zen.  

 

n) Nachdem vorliegend für drei Veruntreuungen in einzelner Betrachtung hypothetische 

Freiheitsstrafen sowie für die vierte Veruntreuung und die fünf versuchten qualifizierten unge-

treuen Geschäftsbesorgungen hypothetische Geldstrafen ausgefällt worden sind, sind nunmehr 

unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips hypothetische Gesamtstrafen für diese Delikte 

zusammen festzulegen. Bei der Bildung der hypothetischen Gesamtstrafen ist sowohl im Hin-

blick auf die Ermittlung der Gesamtfreiheitsstrafe als auch hinsichtlich der Bestimmung der Ge-

samtgeldstrafe zu Gunsten des Beschuldigten die Gleichheit der betroffenen Rechtsgüter sowie 

die Vergleichbarkeit der jeweiligen Begehungsweisen zu berücksichtigen. Diese engen zeitli-

chen, sachlichen und situativen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Tathandlungen wür-

digend erachtet es das Kantonsgericht als angemessen, die Einsatzstrafe für die vierte Verun-

treuung im Umfang von zwölf Monaten Freiheitsstrafe um weitere fünf Monate Freiheitsstrafe 

für die zweite Veruntreuung sowie um weitere neun Monate Freiheitsstrafe für die dritte Verun-

treuung zu erhöhen. Dies führt zu einer hypothetischen Gesamtfreiheitsstrafe von 26 Monaten. 

Gleichermassen ist die Einsatzstrafe für die erste Veruntreuung im Umfang von 120 Tagessät-

zen Geldstrafe um weitere sechs Tagessätze Geldstrafe für die erste versuchte qualifizierte 

ungetreue Geschäftsbesorgung, um weitere acht Tagessätze Geldstrafe für die zweite versuch-

te qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung, um weitere zehn Tagessätze Geldstrafe für die 

dritte versuchte qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung, um weitere 15 Tagessätze Geld-

 
 
 

 
 
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strafe für die vierte versuchte qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung sowie um weitere drei 

Tagessätze Geldstrafe für die fünfte versuchte qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung zu 

erhöhen. Hieraus resultiert eine hypothetische Gesamtgeldstrafe von 162 Tagessätzen.  

 

o) In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob diese tatbezogenen hypothetischen Gesamt-

strafen aufgrund der besonderen Täterkomponenten anzupassen sind. Einleitend festzuhalten 

ist hierbei, dass die diesbezüglich massgeblichen Faktoren Vorleben, persönliche Verhältnisse, 

Nachtatverhalten und Verhalten im Strafverfahren für alle Straftaten grundsätzlich gleichermas-

sen gelten. In diesem Zusammenhang ist unter Verweis auf die Ausführungen der Vorinstanz 

(vgl. E. II.4 S. 68 ff.) zusammenfassend festzuhalten, dass der Beschuldigte in der Nähe von 

Y.____ im Kreise seiner Familie in ordentlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, neun Jahre 

lang die Schule besucht und danach eine Lehre als KFZ-Mechaniker erfolgreich abgeschlossen 

hat. In der Folge hat er mehrere Jahre als Kaufmann bei verschiedenen Firmen gearbeitet, be-

vor er sich ca. im Jahre 1985 im Fahrzeugbereich selbstständig gemacht hat. Ungefähr im Jah-

re 1992 hat er Privatkonkurs angemeldet und ist danach in die neuen Bundesländer gezogen, 

wo er erneut eine Firma im Bereich Fahrzeughandel gegründet hat, welche ebenfalls Konkurs 

gegangen ist. Sodann hat er in Österreich ungefähr im Jahre 2000 wiederum eine Gesellschaft 

im selben Geschäftszweig gegründet, die aber 2004 auch Konkurs gegangen ist. Gleicherm