# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cd6023a-4dd3-5b36-a6d9-16425bcd3531
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-18
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 18.05.2018 602 2017 108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_602-2017-108_2018-05-18.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

602 2017 108

Urteil vom 18. Mai 2018

II. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Christian Pfammatter 
Richter: Johannes Frölicher, Dominique Gross
Gerichtsschreiber-Praktikant: Mischa Poffet

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Simone 
Zurwerra

gegen

OBERAMT DES SEEBEZIRKS, Vorinstanz,

B.________, Inhaber des Einzelunternehmens C.________, Beschwerde-
gegner

Gegenstand Raumplanung und Bauwesen

Nachträgliche Baubewilligung betreffend Umnutzung

Beschwerde vom 8. September 2017 gegen die Entscheide vom 7. Juli 
2017

Kantonsgericht KG
Seite 2 von 17

Sachverhalt

A. B.________, Inhaber des Einzelunternehmens C.________ (Beschwerdegegner), ist 
Eigentümer des am D.________ gelegenen Grundstücks Art. eee des Grundbuchs der Gemeinde 
Murten, Sektor Jeuss. Dieses Grundstück ist namentlich mit einem Einfamilienhaus und einer 
Doppelgarage überbaut. Der Beschwerdegegner führt in dieser Doppelgarage insbesondere 
Service- und Reparatur- bzw. Tuningarbeiten an Personenwagen aus, welche im Verlaufe der Zeit 
immer professionellere Züge annahmen. Das Einzelunternehmen C.________ mit Sitz am 
D.________ in Murten wurde am 3. April 2013 im Handelsregister eingetragen, dessen Zweck wird 
mit "Custom, Zubehör, Ersatzteile, Service für KFZ" umschrieben.

Nach Intervention von A.________ (Beschwerdeführer; Eigentümer des Grundstücks Art. fff des 
Grundbuchs der Gemeinde Murten, Sektor Jeuss, welches über den G.________ an das 
vorerwähnte Grundstück Art. eee des Beschwerdegegners angrenzt) hat die Gemeinde Jeuss den 
Beschwerdegegner aufgefordert, ein nachträgliches Baugesuch für diese Umnutzung der Doppel-
garage einzureichen.

B. Am 30. Juni 2015 beantragte der Beschwerdegegner mit nachträglichem ordentlichem Bau-
gesuch die Umnutzung der Doppelgarage in eine Autoreparaturwerkstätte, wogegen die Be-
schwerdeführer am 17. Juli 2015 Einsprache erhoben. Die Gemeinde Jeuss hiess das Baubewilli-
gungsgesuch mit Entscheid vom 20. November 2015 im vereinfachten Verfahren gut und wies die 
Einsprache ab. Die Beschwerdeführer haben dagegen am 23. Dezember 2015 beim Oberamt des 
Seebezirks (Vorinstanz) Beschwerde erhoben. Die Vorinstanz hat diese Beschwerde hinsichtlich 
der Umnutzung der ehemaligen Doppelgarage in eine Autoreparaturwerkstatt gutgeheissen. Sie 
hob den Entscheid des Gemeinderates hinsichtlich dieser Umnutzung auf und überwies das Dos-
sier zwecks Durchführung eines ordentlichen Baubewilligungsverfahrens an die Gemeinde Murten 
(dies infolge der nunmehr erfolgten Fusion der ehemaligen Gemeinde Jeuss mit der Gemeinde 
Murten).

C. Am 12. September 2016 reichte der Beschwerdegegner erneut ein Baugesuch betreffend 
"Nutzungsänderung Autoreparaturwerkstatt" im ordentlichen Verfahren ein, wogegen die Be-
schwerdeführer am 7. Oktober 2016 Einsprache erhoben. Mit Entscheiden vom 7. Juli 2017 hat die 
Vorinstanz dem Beschwerdegegner die Baubewilligung für die Umnutzung der Doppelgarage (un-
ter bestimmten Bedingungen) erteilt und die Einsprache der Beschwerdeführer abgewiesen.

D. Hiergegen haben die Beschwerdeführer am 8. September 2017 Beschwerde an das Kan-
tonsgericht erhoben (602 2017 108). Sie beantragen insbesondere, dass die Baubewilligung sowie 
der Einspracheentscheid aufzuheben seien; die beantragte Umnutzung sei nicht zu bewilligen. 
Eventualiter sei die Angelegenheit zur Ergänzung des Sachverhalts und zum neuen Entscheid an 
die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragen sie sinngemäss den 
Erlass vorsorglicher Massnahmen, nämlich ein vorsorgliches Nutzungsverbot für den Betrieb des 
Beschwerdegegners bzw. eine zeitliche Beschränkung der Betriebszeiten (602 2017 109).

E. Der Beschwerdegegner beantragt am 29. September 2017 namentlich die Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen sei 
abzuweisen.

Kantonsgericht KG
Seite 3 von 17

F. Auch die Vorinstanz ersucht am 29. September 2017 um Abweisung der Beschwerde und 
Bestätigung der angefochtenen Entscheide. Auf den Erlass vorsorglicher Massnahmen sei zu ver-
zichten.

G. Am 13. Oktober lassen sich die Beschwerdeführer erneut (unaufgefordert) vernehmen. Die 
Vorinstanz bzw. der Beschwerdegegner reichen hierauf am 19. Oktober 2017 bzw. am 1. Novem-
ber 2017 weitere Stellungnahmen ein.

H. Mit Zwischenentscheid vom 10. Januar 2018 (602 2017 109) hat die Instruktionsrichterin das 
Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen teilweise gutgeheissen. Es wurde vorsorglich ange-
ordnet, dass der Beschwerdegegner die gewerbliche Tätigkeit in seiner Autoreparaturwerkstatt am 
D.________ nur zu nachfolgenden Bedingungen ausüben darf: Montag bis Freitag 8.00 bis 
12.00 Uhr und 13.00 bis 19.00 Uhr; am Samstag sind lediglich Kundenberatungen möglich.

I. Das Amt für Umwelt (AfU) hat am 12. März 2018 eine Stellungnahme eingereicht.

J. Am 23. März 2018 beziehen die Beschwerdeführer zum Schreiben des AfU Stellung.

K. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die Ent-
scheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht ist aufgrund von Art. 141 Abs. 1 des kantonalen Raumplanungs- und 
Baugesetzes vom 2. Dezember 2008 (RPBG; SGF 710.1) in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. c 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1) 
zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Beschwerdeführer sind als Eigentü-
mer einer Nachbarparzelle sowie als Einsprechende ohne weiteres zur Beschwerde legitimiert (Art. 
141 Abs. 4 RPBG; Art. 76 lit. a VRG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG) 
und der Kostenvorschuss wurde rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG).

Auf die Beschwerde ist daher grundsätzlich einzutreten.

1.2. Soweit die Beschwerdeführer jedoch in ihrer Eingabe vom 13. Oktober 2017 geltend ma-
chen, dass der Beschwerdegegner zwischenzeitlich ein weiteres Baubewilligungsgesuch für eine 
Zeltgarage und ein entsprechendes Ausnahmegesuch zur Unterschreitung des Strassenabstandes 
publiziert habe, und dass diese Gesuche ebenfalls im vorliegenden Verfahren geprüft werden 
müssten, kann ihnen nicht gefolgt werden. Diese neuen Gesuche bilden Gegenstand eines sepa-
raten Verfahrens, in dessen Rahmen die Beschwerdeführer offenbar Einsprache erhoben haben; 
sie sind nicht Gegenstand der angefochtenen und in casu zu prüfenden Entscheide und es be-
stand bzw. besteht auch kein zwingender Grund, die Problematik der Zeltgarage und die hier strei-
tige Umnutzung der Doppelgarage im selben Verfahren zu beurteilen. Die von den Beschwerde-
führern gerügte Zeltproblematik geht damit über das Anfechtungsobjekt hinaus; insoweit kann auf 
die Beschwerde nicht eingetreten werden (vgl. BGE 136 II 457 E. 4.2; 133 II 35 E. 2; AUER, in 
Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 
2008, Art. 12 N. 10, mit Hinweisen).  

Kantonsgericht KG
Seite 4 von 17

2.

Mit Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 77 VRG). Die Unangemessenheit kann im 
hier zu beurteilenden Verfahren – soweit sich überhaupt entsprechende Ermessensfragen 
stellen – nur im Rahmen von Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung (RPG; SR 700) in Verbindung mit Art. 78 Abs. 2 lit. c VRG gerügt werden.

3.

Die Beschwerdeführer rügen, die bewilligte Nutzungsänderung sei nicht zonenkonform.

Sie bringen hierzu insbesondere vor, die Vorinstanz habe den Begriff "Kleingewerbe" nach Art. 14 
Abs. 1 des Planungs- und Baureglements vom 17. Juni 2015 der Gemeinde Jeuss falsch ausge-
legt. Die Vorinstanz gehe willkürlich davon aus, dass ein Einmannbetrieb ein Kleingewerbe sei. Es 
sei jedoch nicht (allein) auf die Grösse des Betriebs abzustellen. Zudem hätten sich weder die 
Gemeinde noch das Bau- und Raumplanungsamt (BRPA) mit dem Begriff des Kleingewerbes bzw. 
den weiteren Begrifflichkeiten auseinandergesetzt. Der Begriff der Dorfzone nach Art. 14 des er-
wähnten Planungs- und Baureglements müsse im Sinne der Kernzone gemäss Art. 51 RPBG aus-
gelegt werden. Daraus folge, dass der Begriff des Kleingewerbes identisch zu verstehen sei wie 
die "mässig störenden Industrie- und Gewerbebetriebe" nach Art. 51 Abs. 2 RPBG, und der Be-
trieb des Beschwerdegegners sei hierunter nicht zu subsumieren.

3.1. Nach Art. 22 Abs. 1 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung er-
richtet oder geändert werden. Bauten und Anlagen im Sinne dieser Bestimmung sind künstlich 
geschaffene und auf Dauer angelegte Einrichtungen, die in fester Beziehung zum Erdboden ste-
hen und geeignet sind, die Vorstellung über die Nutzungsordnung zu beeinflussen, sei es, dass sie 
den Raum äusserlich erheblich verändern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt beein-
trächtigen. Massstab dafür, ob eine bauliche Massnahme erheblich genug ist, um sie dem Baube-
willigungsverfahren zu unterwerfen, ist die Frage, ob mit der Realisierung der Baute oder Anlage 
im Allgemeinen, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge, so wichtige räumliche Folgen verbunden 
sind, dass ein Interesse der Öffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgängigen Kontrolle be-
steht. Die Baubewilligungspflicht soll es mithin der Behörde ermöglichen, das Bauprojekt in Bezug 
auf seine räumlichen Folgen vor seiner Ausführung auf die Übereinstimmung mit der raumplaneri-
schen Nutzungsordnung und der übrigen einschlägigen Gesetzgebung zu überprüfen (BGE 139 II 
134 E. 5.2; Urteil BGer 1C_658/2013 vom 24. Januar 2014 E. 4.1; je mit Hinweisen). Auch Zweck-
änderungen bestehender Bauten und Anlagen fallen unter die Bewilligungspflicht, sofern sie ge-
eignet sind, örtlich fassbare Auswirkungen auf die Nutzungsordnung zu zeitigen. Dies ist nament-
lich der Fall, wenn sie die Erschliessung belasten oder die Umwelt beeinträchtigen. Dabei ist es 
unerheblich, ob mit der Zweckänderung bauliche Massnahmen verbunden sind oder nicht (BGE 
113 Ib 219 E. 4d mit Hinweisen).

Als Voraussetzung für die Erteilung einer Baubewilligung sieht Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG insbeson-
dere vor, dass Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen müssen bzw. zo-
nenkonform sind. In dieser Baubewilligungsvoraussetzung kommt der planerische Stufenbau des 
RPG zum Ausdruck: Das Baubewilligungsverfahren dient der Abklärung, ob Bauten oder Anlagen 
der im Nutzungsplan ausgedrückten räumlichen Ordnungsvorstellung entsprechen (BGE 116 Ib 50 
E. 3a).

Kantonsgericht KG
Seite 5 von 17

Seit dem Erlass des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (USG; 
SR 814.01) und der dazugehörigen Ausführungsbestimmungen, namentlich der Lärmschutz-Ver-
ordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41), wird das in einer Zone konkret zulässige Im-
missionsmass weitgehend durch öffentliches Bundesrecht bestimmt (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF, 
Zürcher Planungs- und Baurecht, 5. Aufl. 2011, S. 772). Die Zonenkonformität einer Baute oder 
Anlage im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG gewährleistet somit lediglich einen abstrakt wirken-
den öffentlich-rechtlichen Immissionsschutz. Dabei gilt es festzustellen, ob eine Baute oder Anlage 
zu einer bestimmten Kategorie gehört, die in der betroffenen Zone zulässig ist. Auch Betriebe, die 
nicht gegen das Umweltschutzrecht des Bundes verstossen, können demnach zonenwidrig sein, 
wenn sie ihrem Charakter nach nicht in eine Zone passen. Entscheidend für die selbstständige 
Bedeutung des kantonalen bzw. kommunalen Rechts ist, ob die entsprechenden Bestimmungen 
raum- oder ortsplanerische Ziele verfolgen und nicht bloss dazu dienen, den verschiedenen Zonen 
die jeweiligen Lärmempfindlichkeitsstufen zuzuordnen (BGE 117 Ib 147 E. 2). Welche Immissionen 
ein Betrieb konkret verursacht, ist bei dieser Beurteilung der Zonenkonformität nicht zu prüfen. Erst 
in einer zweiten Phase ist zu beurteilen, ob ein Betrieb Immissionen zur Folge hat, die das zuläs-
sige Mass überschreiten (vgl. WALDMANN/HÄNNI, Kommentar RPG, Art. 22 N 26 f., welche dieses 
Vorgehen am Beispiel der Wohnzohne illustrieren).

3.2. Das Grundstück des Beschwerdegegners befindet sich gemäss dem Zonennutzungsplan 
vom 24. Januar 1996 in der Dorfzone. Dies ist auch der Fall gemäss dem Zonennutzungsplan, den 
die Gemeinde am 17. Juni 2015 angenommen hat, der aber von der Raumplanungs-, Umwelt- und 
Baudirektion (RUBD) noch nicht genehmigt wurde. Art. 19 des in Kraft stehenden Planungs- und 
Baureglements von Jeuss, welches am 24. Januar 1996 von der RUBD genehmigt wurde (nach-
folgend PBR 1996), regelt die Vorschriften der Dorfzone. Nach dessen Abs. 1 ist die Dorfzone "für 
eine gemischte Nutzung von landwirtschaftlichen Bauten, Kleingewerbe, Dienstleistungsbetrieben 
und Wohnungen vorgesehen". Ähnlich hält auch Art. 14 des von der Gemeinde am 17. Juni 2015 
angenommenen aber noch nicht genehmigten PBR (nachfolgend: PBR 2015) in dessen Abs. 1 
hinsichtlich der Nutzung der Dorfzone fest, dass diese Zone "für das Wohnen, das Kleingewerbe 
und Dienstleistungen sowie für bestehende Landwirtschaftsgebäude bestimmt" ist.

Art. 50 Abs. 1 RPBG sieht vor, dass die Bauzonen "namentlich unterteilt werden in: a) Kernzonen; 
b) Mischzonen; c) Wohnzonen; d) Arbeitszonen; e) Zonen von allgemeinem Interesse; f) Freihalte-
zonen". Art. 51 Abs. 1 RPBG besagt, dass die Kernzone dazu bestimmt ist, "die Eigenheit des 
Dorf- und Stadtzentrums der Ortschaft zu erhalten oder wiederherzustellen sowie eine konzentri-
sche Entwicklung ihres Kerns zu ermöglichen"; nach Abs. 2 sind Kernzonen "für das Wohnen so-
wie für Dienstleistungs- und mässig störende Industrie- und Gewerbebetriebe" bestimmt.

Der kantonale Gesetzgeber bringt mit dem Begriff "namentlich" (auf Französisch: "notamment") 
zum Ausdruck, dass es sich bei der Unterteilung der Bauzonen nach Art. 50 Abs. 1 RPBG um eine 
rein exemplarische Liste handelt. Ziel des Art. 50 Abs. 1 RPBG war es, häufig verwendete Begriffe 
in den Gemeindebaureglementen zu vereinheitlichen (Botschaft Nr. 43 vom 20. November 2007 
des Staatsrats an den Grossen Rat zum Entwurf des RPBG, S. 47). Auch erlaubt Art. 43 Abs. 2 
RPBG den Gemeinden ausdrücklich, für spezifische Bedürfnisse weitere Nutzungszonen vorzuse-
hen (vgl. Urteil KG FR 602 2016 64 vom 5. Mai 2017 E. 3b). Den Gemeinden bleibt es somit unbe-
nommen, nebst den in Art. 50 RPBG benannten und in Art. 51 ff. definierten Bauzonen weitere 
Bauzonen vorzusehen respektive die in Art. 50 RPBG aufgelisteten Bauzonen zu konkretisieren. 

Soweit die Beschwerdeführer demnach vorbringen, das kantonale Recht lasse den Gemeinden 
keinen Raum, andere Bauzonen als diejenigen des Art. 50 RPBG zu definieren, ist ihnen daher 

Kantonsgericht KG
Seite 6 von 17

nicht zu folgen. Die Gemeinde ist nach dem Gesagten befugt, den Begriff der "Dorfzone" unab-
hängig der in Art. 50 RPBG aufgelisteten Bauzonen zu definieren. Dies hat sie in casu auch getan, 
indem sie in Art. 19 PBR 1996 bzw. in Art. 14 PBR 2015 die Dorfzone als Bauzone bestimmte und 
diese anders als die in Art. 51 RPBG geregelte Kernzone definierte. Aus den obigen Ausführungen 
ist zu schliessen, dass eine identische Auslegung der Begriffe der Dorfzone und der Kernzone 
nicht angezeigt ist.

3.3. Die Beschwerdeführer machen hinsichtlich der Zonenkonformität weiter geltend, bei der 
Autoreparaturwerkstatt des Beschwerdegegners handle es sich nicht um ein Kleingewerbe im 
Sinne von Art. 19 PBR 1996 bzw. von Art. 14 PBR 2015. 

Ausgehend vom oben bereits dargestellten Wortlaut dieser Bestimmungen ist im Folgenden der 
streitige Begriff des Kleingewerbes auszulegen. Dabei ist auch auf die Systematik des PBR und 
den Sinn und Zweck der streitigen Bestimmungen einzugehen.

3.3.1. Der Begriff des Gewerbes wird in Lexiken definiert als jede selbstständige wirtschaftliche 
Tätigkeit, die auf Gewinn abzielt, mit Ausnahme der Berufe in der Land- und Forstwirtschaft sowie 
der freien Berufe (Enzyklopädie Brockhaus, online unter https://brockhaus.de/ecs/julex/article/ge-
werbe, zuletzt besucht am 14. Mai 2018). Im engeren Sinne versteht man unter Gewerbe die pro-
duzierenden und verarbeitenden Gewerbe in Industrie und Handwerk sowie diverse dienstleis-
tende Einrichtungen und Betriebe (vgl. die freie Enzyklopädie Wikipedia, online unter 
https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerbe, zuletzt besucht am 14. Mai 2018). Die kantonalen Raum-
planungsordnungen kennen den Begriff des Gewerbes primär im Zusammenhang mit der Gewer-
bezone. Dabei wird der Begriff vorab durch technisch-räumliche Merkmale bestimmt; erfasst sind 
sowohl industrielle, gewerbliche als auch kaufmännische Betriebe (WALDMANN/HÄNNI, Kommentar 
RPG, 2006, Art. 22 N. 35). Sowohl aufgrund der oben genannten allgemeinen Definition als auch 
in Bezug auf das Raumplanungsrecht im Besonderen lassen sich aus dem Begriff des Gewerbes 
für die vorliegende Angelegenheit kaum konkrete Beschränkungen hinsichtlich der Art respektive 
Natur eines Betriebs ableiten. So fällt z.B. eine Eisengiesserei ebenso unter den Begriff wie ein 
Dorfladen.

3.3.2. Der Begriff "Kleingewerbe", wie er in Art. 19 PBR 1996 bzw. in Art. 14 PBR 2015 verwendet 
wird, suggeriert eine Unterscheidung zwischen kleinem und grossem respektive kleinem, mittlerem 
und grossem Gewerbe. Die Bestimmungen definieren die Nutzung der Dorfzone. Vor dem Hinter-
grund, dass es sich dabei um raumplanerische Vorschriften handelt, kann es nicht sein, dass der 
Begriff des Kleingewerbes (im Gegensatz zum "Grossgewerbe") beispielsweise in Bezug auf die 
Bilanzsumme oder den Umsatzerlös eines Betriebes definiert wird. Vielmehr ist aufgrund von Sinn 
und Zweck der Bestimmungen davon auszugehen, dass die Planungsbehörde das Gewerbe hin-
sichtlich anderer Eckwerte beschränken wollte, namentlich hinsichtlich der Anzahl Beschäftigter 
und der Natur des Betriebes, da sich diese Elemente (im Gegensatz zu den oben genannten) in 
der Regel (wesentlich) auf die Raumplanung auswirken.

3.3.3. Dies ergibt sich ferner auch aus der Systematik der Bestimmungen bzw. aus einer Gegen-
überstellung der kommunalen Vorschriften betreffend die Dorfzone mit jenen der Wohnzone. 
Art. 15 PBR 2015 regelt die Wohnzone schwacher Dichte. Gemäss dessen Abs. 1 sind "Dienst-
leistungs- und Handelsbetriebe" zugelassen; als Beispiele werden Büros, Praxen, Salons etc. er-
wähnt. Weiter folgt aus Abs. 2, dass in der Wohnzone die Empfindlichkeitsstufe II gilt, anders als in 
der Dorfzone, wo die weniger strenge Empfindlichkeitsstufe III Anwendung findet. Ähnlich hält 
auch Art. 20 Abs. 1 PBR 1996 fest, dass in der Wohnzone "Wohnbauten, vorwiegend freistehende 

Kantonsgericht KG
Seite 7 von 17

und zusammenhängende Einzelwohnhäuser" gestattet sind. Andere Nutzungen wie Handel, 
Handwerk oder Dienstleistungsbetriebe können (nur) "als Ausnahmen gestattet werden, sofern sie 
die Nachbarschaft nicht mit Immissionen belästigen und sich die Bauten und deren Umgebung 
dem Quartiercharakter unterordnen". Daraus folgt, dass der Begriff des Kleingewerbes hinsichtlich 
der Dorfzone offenbar auch Betriebe umfasst, die ihre Umgebung mehr zu stören vermögen als die 
in Art. 15 Abs. 1 PBR 2015 bzw. Art. 20 Abs. 1 PBR 1996 erwähnten Betriebe in der Wohnzone. 
Andernfalls leuchtet nicht ein, weshalb der kommunale Gesetzgeber bei der Definition der Wohn-
zone Beispiele von wenig bis gar nicht störenden Betrieben auflistet, dies aber bei der Dorfzone 
unterlassen hat und darüber hinaus einen anderen Zonenbegriff verwendet.

3.3.4. Auch hat die Gemeinde als Planungsbehörde – der im Zusammenhang mit der Anwendung 
unbestimmter Rechtsbegriffe ein Beurteilungsspielraum zukommt (siehe AEMISEGGER/HAAG, Pra-
xiskommentar zum Rechtsschutz in der Raumplanung, 2. Aufl. 2010, Art. 33 N. 73) – den Betrieb 
des Beschwerdegegners ohne weiteres unter den Begriff des Kleingewerbes subsumiert, hat sie 
doch ein positives Gutachten erstellt. Des Weiteren befinden sich in der Dorfzone Jeuss nebst dem 
Betrieb des Beschwerdegegners unter anderem eine Holzofenbäckerei, ein Restaurant sowie ein 
Holzbauunternehmen, welche von der Planungsbehörde offenbar ebenfalls als Kleingewerbe qua-
lifiziert wurden.

3.3.5. Unter den Begriff des Kleingewerbes im Sinne der hier auszulegenden kommunalen Be-
stimmungen müssen demnach grundsätzlich jedenfalls kleine Unternehmen fallen, die den Dorf-
charakter nicht verfälschen, aber dennoch ein gewisses Mass an wirtschaftlichem Erhalt respektive 
Wachstum ermöglichen. Erfasst ist damit auch der Handwerkssektor, dem der Betrieb des Be-
schwerdegegners zweifelsfrei zuzuordnen ist. Ausgeschlossen sind demnach z.B. Industriebe-
triebe, welche ihrer Natur nach nicht ins Dorfbild passen.

3.3.6. Aufgrund der obigen Auslegung ist zu schliessen, dass der Begriff des Kleingewerbes eine 
Autoreparaturwerkstatt, wie sie der Beschwerdegegner betreibt, erfasst. Der Betrieb des Be-
schwerdegegners deckt sich mit der Nutzungsvorschrift von Art. 19 Abs. 1 PBR 1996 bzw. Art. 14 
Abs. 1 PBR 2015 und ist somit zonenkonform.

3.4. Selbst wenn schliesslich – gemäss der (wie in E. 3.2 aufgezeigt nicht einschlägigen) Argu-
mentation der Beschwerdeführer – davon ausgegangen werden müsste, dass die kommunal gere-
gelte Dorfzone identisch zur Kernzone nach Art. 51 RPBG definiert werden muss und somit in der 
Dorfzone nur "mässig störende Industrie- und Gewerbebetriebe" im Sinne von Art. 51 Abs. 2 
RPBG zulässig wären, könnten die Beschwerdeführer hieraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, 
wie nachfolgend aufgezeigt wird.

3.4.1. So fallen doch unter den Begriff der mässig störenden Betriebe nach der Gerichts- und Ver-
waltungspraxis des Bundes und der Kantone (namentlich zu den Mischzonen) insbesondere auch 
Garagenbetriebe, Autoreparaturwerkstätten oder mechanische Werkstätten (zum Garagenbetrieb 
Urteil VG ZG vom 15. Januar 1987, in GVP 1985/86, S. 58 ff.; zur Autoreparaturwerkstätte Urteil 
VG BE vom 19. August 1985, in BVR 1986, S. 211 ff.; zur mechanischen Werkstatt Entscheid der 
Baudirektion BE vom 19. Juni 2002, Rechtsamt-Nr. 11127-01; siehe zum Ganzen auch 
FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF, Zürcher Planungs- und Baurecht, 5. Aufl. 2011, S. 775; siehe hinsichtlich 
der Zonenkonformität einer Autoreparaturwerkstätte in der Kernzone Urteil VG GR vom 
23. November 1983, in PVG 1983 Nr. 14, S. 36 ff.).

3.4.2. Die Urteile, auf die sich die Beschwerdeführer berufen, um darzulegen, dass nach der Pra-
xis des Bundes und der Kantone eine Autoreparaturwerkstatt als mässig störender Industrie- und 

Kantonsgericht KG
Seite 8 von 17

Gewerbebetrieb in der Dorfzone nicht zulässig sei, sind vorliegend nicht einschlägig: So betreffen 
sie nicht die Dorf-, Kern- oder Mischzone, sondern einzig die Wohnzone (siehe Urteil KG FR 602 
2015 48 vom 9. November 2015; Urteil BGer 1P.804/2000 vom 11. April 2001; Urteil VG SO vom 
20. Mai 1994, in SOG 1994 Nr. 35, S. 101 ff.). Eine (reine) Wohnzone ist indes nicht gleich zu be-
handeln wie eine Dorfzone, welche explizit Kleingewerbe zulässt.

Weiter kann auch das Argument der Beschwerdeführer, wonach der funktionale Zusammenhang 
zwischen der Dorfzone und der Autoreparaturwerkstatt nicht gegeben sei, nicht überzeugen. Ge-
mäss Art. 19 Abs. 1 PBR 1996 bzw. Art. 14 Abs. 1 PBR 2015 entspricht das Kleingewerbe explizit 
dem Nutzungszweck der Dorfzone. Der Beschwerdegegner betreibt wie aufgezeigt ein solches 
Kleingewerbe, und die kommunalen Bestimmungen verlangen keinen darüber hinausgehenden 
funktionalen Zusammenhang. So hielt das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung namentlich 
fest, dass die Zulassung eines nicht dem täglichen Bedarf der Bevölkerung dienenden Betriebs in 
einer Wohnzone nicht als willkürlich angesehen werden muss, wenn das massgebliche Zonenreg-
lement eine solche funktionale Betrachtungsweise nicht vorschreibt (siehe Urteil BGer 1A.15/2004 
vom 13. Juli 2004 E. 3.2). Dies muss umso mehr für eine Dorfzone gelten, die ihrem Charakter 
nach als Mischzone nebst dem Wohnen auch für das Gewerbe vorgesehen ist.

3.5. Die Rügen der Beschwerdeführer, wonach der Betrieb des Beschwerdegegners nicht 
zonenkonform sei und die Umnutzung der Autoreparaturwerkstatt daher nicht bewilligt werden 
könne, sind demnach als unbegründet abzuweisen.

4.

Die Beschwerdeführer rügen weiter eine Verletzung der lärmschutzrechtlichen Gesetzesbestim-
mungen. Sie bringen namentlich vor, der Betrieb des Beschwerdegegners verursache unzulässige 
Lärmimmissionen auf ihrem Grundstück. Das AfU habe zu Unrecht keine Messung vor Ort vorge-
nommen; auf die Vergleichsmessung, welche das AfU am 23. März 2018 eingereicht hat, dürfe 
nicht abgestellt werden. Auch hätten in der Baubewilligung für den Betrieb des Beschwerdegeg-
ners konkrete Bedingungen formuliert werden müssen.

4.1. Laut Art. 11 Abs. 2 USG sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, 
als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Für die Beurteilung der 
schädlichen oder lästigen Einwirkungen legt der Bundesrat Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 
USG). Diese sind so festzulegen, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Im-
missionen unterhalb dieser Werte die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören 
(Art. 15 USG). Neue ortsfeste Anlagen dürfen nur errichtet werden, wenn die durch diese Anlagen 
allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte in der Umgebung nicht überschreiten 
(Art. 25 Abs. 1 USG). Ebenso sieht (spezifisch in der Lärmschutzgesetzgebung) Art. 7 LSV vor, 
dass die Lärmemissionen einer neuen ortsfesten Anlage nach den Anforderungen der Vollzugsbe-
hörde so weit begrenzt werden müssen, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirt-
schaftlich tragbar ist und dass die von der Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen die Pla-
nungswerte nicht überschreiten (Art. 7 Abs. 1 lit. a und b LSV). Die von einer neuen ortsfesten 
Anlage verursachten Lärmimmissionen müssen somit sowohl die Planungswerte – sofern vorhan-
den – der jeweils massgebenden Empfindlichkeitsstufen einhalten als auch der Vorsorge (Art. 11 
Abs. 2 USG) genügen (vgl. zum Ganzen BGE 137 II 30). Dabei ist jeweils auf die am jeweiligen 
Immissionsort geltenden Planungswerte abzustellen; so darf zum Beispiel ein in einer Gewerbe-
zone gelegener Betrieb nur so viel Lärm verursachen, dass sowohl der Planungswert der eigenen 
Zone als auch der in der benachbarten Wohnzone geltende tiefere Wert eingehalten sind (Urteile 

Kantonsgericht KG
Seite 9 von 17

BGer 1C_143/2014 vom 23. Februar 2015 E. 5.4; 1A.73/2001 vom 4. März 2002 E. 2.3). Als Emis-
sionsbegrenzungen sind nach Art. 12 Abs. 1 USG abschliessend Emissionsgrenzwerte, Bau- und 
Ausrüstungsvorschriften, Verkehrs- oder Betriebsvorschriften, Vorschriften über die Wärmeisola-
tion von Gebäuden sowie Vorschriften über Brenn- und Treibstoffe vorgesehen.

Einer Anlage ist der Lärm zuzuordnen, der durch ihre bestimmungsgemässe Benutzung verursacht 
wird, und zwar unabhängig davon, ob er innerhalb oder ausserhalb des Gebäudes erzeugt wird 
(BGE 133 II 292 E. 3.1 mit Hinweis). Dazu gehört beispielsweise als Sekundärimmission auch der 
Lärm, den Gäste beim Betreten und Verlassen des Lokals verursachen (BGE 130 II 32 E. 2.1; 123 
II 325 E. 4a; Urteil BGer 1C_58/2011 vom 13. Juli 2011 E. 3.1), soweit er in unmittelbarer Nähe der 
Anlage und in direktem Zusammenhang mit deren Benutzung erfolgt (vgl. zum Ganzen WOLF, 
Kommentar USG, Art. 25 N. 36, mit weiteren Hinweisen). Zu den Sekundärimmissionen zählen 
nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung zudem auch etwa Lärm und Staub, der bei einer Kies-
grube wegen der Transporte von Kies und Auffüllmaterial zu erwarten ist (BGE 113 Ib 225 
E. 3b/aa).

Gemäss Art. 36 Abs. 1 LSV hat die Vollzugsbehörde die Ermittlung der Aussenlärmimmissionen 
vorzunehmen respektive zu verordnen, wenn sie Grund zur Annahme hat, dass die massgeben-
den Belastungsgrenzwerte überschritten werden oder ihre Überschreitung zu erwarten ist (siehe 
BGE 137 II 30 E. 3.4; 115 Ib 446 E. 3a; Urteil VG ZH VB.2016.00783 vom 11. April 2017 E. 3.3.1). 
Ist dies der Fall, so schreibt die LSV insbesondere in den Art. 38-40 sowie in den Anhängen 2-7 im 
einzelnen vor, wie die Aussenlärmimmissionen zu ermitteln sind; insofern verbleibt der Behörde 
bei der Durchführung des Beweis- bzw. Ermittlungsverfahrens grundsätzlich kein Ermessensspiel-
raum (BGE 115 Ib 446 E. 3a).

4.2. Das Grundstück der Beschwerdeführer befindet sich gemäss dem Zonennutzungsplan Sek-
tor Jeuss in der Wohnzone; für diese Zone gilt die Empfindlichkeitsstufe II (siehe den Zonennut-
zungsplan von 1996 bzw. Art. 15 Abs. 2 PBR 2015; Art. 43 Abs. 1 lit. b LSV). Die Belastungs-
grenzwerte für Industrie- und Gewerbelärm werden in Anhang 6 der LSV festgehalten. Demnach 
gilt bei Empfindlichkeitsstufe II am Tag, d.h. von 7.00 bis 19.00 Uhr, der Planungswert von 
55 dB(A) und in der Nacht, d.h. von 19.00 bis 7.00 Uhr, der Planungswert von 45 dB(A). Das 
Grundstück des Beschwerdegegners befindet sich in der Empfindlichkeitsstufe III, wo tagsüber der 
(höhere) Planungswert von 60 dB(A) und in der Nacht jener von 50 dB(A) gilt. Es ist daher vorlie-
gend auf den strengeren Planungswert der Empfindlichkeitsstufe II abzustellen (siehe Urteile BGer 
1C_143/2014 vom 23. Februar 2015 E. 5.4; 1A.73/2001 vom 4. März 2002 E. 2.3).

4.2.1. Das AfU hat in seinem Gutachten vom 22. Dezember 2016 hinsichtlich des Lärmschutzes 
namentlich dargelegt, dass vorliegend alle Lärmemissionen mit den Handlungen einer Einzelper-
son verbunden seien. Aus Sicht des AfU könne eine solche Autoreparaturwerkstatt nicht zu Lärm-
immissionen über dem Planungswert führen. Es erstellte daher ein positives Gutachten, mit der 
Bedingung, dass der Beschwerdegegner alle Massnahmen treffen muss, die technisch und be-
trieblich möglich sind, um die Lärmemissionen zu reduzieren. Dabei seien die Geräte mit Selbst-
einschaltung (z.B. Pressluftkompressor) mit einem Zeitschalter zu versehen, damit keine Nacht-
einschaltung erfolgt.

Im Rahmen seiner ausführlichen Stellungnahme vom 12. März 2018 führt das AfU aus, dass es im 
Jahr 2013 einen gleichartigen Betrieb untersucht und entsprechende Lärmmessungen durchge-
führt habe. Es seien Mittelungspegel von 54.5 db(A) beim Einsatz von Elektrowerkzeugen und 
59.0 db(A) beim Hammerschlag auf einem Blech gemessen worden. Der Messpunkt habe sich 

Kantonsgericht KG
Seite 10 von 17

dabei 2 m vom geschlossenen Garagentor entfernt befunden. In Jeuss betrage der Abstand vom 
Fenster am E.________ bis zum Garagentor – wobei laut Art. 39 LSV der berücksichtigte Immis-
sionspunkt die Mitte des offenen Fensters sei – 18 m. Unter Berücksichtigung einer Einsatzdauer 
von 4.5 Stunden pro Tag mit den Elektrowerkzeugen und ebenfalls von 4.5 Stunden pro Tag mit 
den Schlagwerkzeugen (Hammerschlag) ergebe sich beim Immissionspunkt am E.________ ein 
Beurteilungspegel von 48.6 dB(A). Dieser liege somit 6.4 dB(A) unter dem anwendbaren Pla-
nungswert von 55 dB(A).

Die Beschwerdeführer bringen vor, es sei fraglich, ob die Vergleichsmessung im vorliegenden Fall 
anwendbar sei, da sie in einem anderen Betrieb bei geschlossenem Garagentor stattgefunden 
habe. In casu lägen mehrere schallverstärkende Elemente vor, zudem sei nicht nachvollziehbar, 
weshalb das AfU eine Distanz von 18 m angenommen habe. Schliesslich verstehe es sich von 
selbst, dass bei einem Gutachten jedes Bauprojekt einzeln untersucht werden müsse.

4.2.2. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden und die Einschätzung des AfU erweist sich 
als überzeugend. Wie die Ausführungen zur Vergleichsmessung deutlich aufzeigen, musste das 
AfU in casu nicht davon ausgehen, dass die massgebenden Belastungsgrenzwerte überschritten 
werden. Die Differenz von 6.4 dB(A) zum Planungswert von 55 dB(A) entspricht einer ca. vierein-
halbmal grösseren Lärmbelastung (vgl. auch hierzu die Stellungnahme des AfU vom 12. März 
2018). Ferner hält das AfU in seiner Stellungnahme zu Recht fest, die betrachtete Einsatzdauer 
von je 4.5 Stunden pro Tag für Schlag- bzw. Elektrowerkzeuge liege über den realen Einsatzmög-
lichkeiten. Das Argument, wonach das Bedienen von Elektro- und Schlagwerkzeugen während 
durchschnittlich neun Stunden pro Tag zeitlich sehr grosszügig geschätzt sei und damit – nebst 
der Differenz von 6.4 dB(A) – eine genügend grosse Marge bestehe, leuchtet durchaus ein, zumal 
es sich beim Betrieb des Beschwerdegegners grundsätzlich um einen Einmannbetrieb handelt. Die 
Distanz von 18 m entspricht ferner der Entfernung des Garagentors zum Fenster des Hauses der 
Beschwerdeführer, was im Gutachten explizit erwähnt wird und aufgrund der Pläne durchaus 
nachvollziehbar ist. Schliesslich sind die Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass die Ein-
schätzungen der kantonalen Ämter Fachgutachten darstellen, welche als Beweismittel der freien 
richterlichen Prüfung unterliegen. In Fachfragen darf der Richter nicht ohne triftige Gründe von 
Gutachten abweichen und muss allfällige Abweichungen begründen. Ein Abweichen ist zulässig, 
wenn die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände ernsthaft erschüttert ist. Nur wenn 
Zweifel an der Richtigkeit eines Gutachtens bestehen, kann sich die Nichtvornahme ergänzender 
Abklärungen als rechtswidrig erweisen (BGE 132 II 257 E. 4.4). Vorliegend vermögen auch die 
weiteren Ausführungen der Beschwerdeführer keine relevanten Zweifel an der erwähnten über-
zeugenden, nachvollziehbaren und schlüssigen Einschätzung des AfU zu begründen, weshalb auf 
weitergehende Abklärungen verzichtet und der Einschätzung des AfU gefolgt werden kann.

4.3. Entsprechend durfte das AfU vorliegend von einer konkreten Ermittlung der Lärmwerte auf 
dem Grundstück der Beschwerdeführer absehen und die Einschätzung des AfU hinsichtlich der 
Lärmbelastung erweist sich als durchaus nachvollziehbar.

5.

Weiter forderten die Beschwerdeführer im Zusammenhang mit ihren lärmschutzrechtlichen Vor-
bringen, dass hinsichtlich des Arbeitsortes und der Betriebszeiten klare Bedingungen zu erlassen 
seien; insbesondere seien Arbeiten auf dem Vorplatz zu untersagen.

5.1. Das AfU hat am 22. Dezember 2016 ein positives Gutachten erstellt, wobei es hinsichtlich 
des Lärmschutzes die (generelle) Bedingung stellte, dass der Beschwerdegegner alle Massnah-

Kantonsgericht KG
Seite 11 von 17

men treffen muss, die technisch und betrieblich möglich sind, um die Lärmemissionen zu reduzie-
ren. Dabei seien die Geräte mit Selbsteinschaltung (z.B. Pressluftkompressor) mit einem Zeit-
schalter zu versehen, damit keine Nachteinschaltung erfolgt. Weitergehend hat das AfU in seiner 
Stellungnahme vom 12. März 2018 ausdrücklich festgehalten, dass es konkret "erwarte […], dass 
die mechanischen Arbeiten in der Garage geschehen, dass das Garagentor dabei grundsätzlich zu 
ist und dass die lärmigen Arbeiten auf dem Vorplatz aufs Minimum eingeschränkt werden".

5.1.1. Vorliegend gewährte die Vorinstanz die Baubewilligung namentlich unter der Bedingung, 
dass die in den kantonalen Gutachten enthaltenen Bedingungen strikte eingehalten werden (siehe 
Ziffer 1 der Baubewilligung).

Insbesondere, da das AfU von der Einhaltung der vorerwähnten Massnahmen ausgeht bzw. diese 
"erwartet", und da ferner auch eine Vergleichsmessung herangezogen wurde, die unter den ent-
sprechenden Bedingungen durchgeführt wurde, sind diese Massnahmen trotz der nicht ganz kla-
ren Formulierung in der Stellungnahme vom 12. März 2018 ebenfalls als (zusätzliche) Bedingun-
gen zu verstehen, welche vom Beschwerdegegner einzuhalten sind. Die Einhaltung dieser Be-
dingungen drängt sich insbesondere auch gestützt auf das Vorsorgeprinzip auf. Die Vornahme der 
mechanischen Arbeiten in der Garage, das Schliessen des Garagentors und die Beschränkung der 
lärmigen Arbeiten auf dem Vorplatz auf das Minimum erweisen sich als technisch und betrieblich 
grundsätzlich möglich und wirtschaftlich tragbar und der Beschwerdegegner legt nicht dar, dass 
diese Bedingungen für seinen Betrieb problematisch wären. Auch führen vergleichbare Betriebe 
entsprechende Tätigkeiten grundsätzlich ebenfalls in den (geschlossenen) Räumlichkeiten der 
Werkstatt aus, und dem Beschwerdegegner steht in seiner gemäss den Plänen des Baugesuchs 
zur Werkstatt umfunktionierten Doppelgarage hierfür grundsätzlich ausreichend Platz zur Verfü-
gung.

5.1.2. Die Ziffer 1 der Baubewilligung ist daher der guten Ordnung halber dahingehend zu präzi-
sieren, dass auch die in der Stellungnahme des AfU vom 12. März 2018 formulierten Bedingungen 
("Erwartungen"), nämlich dass die mechanischen Arbeiten (soweit technisch möglich) in der Ga-
rage vorgenommen werden, das Garagentor grundsätzlich zu ist und die lärmigen Arbeiten auf 
dem Vorplatz aufs Minimum eingeschränkt werden, strikte einzuhalten sind.

5.2. Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, es seien konkrete Betriebszeiten festzule-
gen. 

5.2.1. Soweit sie diese Einschränkung auf das Reglement über die Ausübung des Handels und 
die Ladenöffnungszeiten der Gemeinde Murten vom 22. Mai 2013 abstützen wollen, sind sie da-
rauf hinzuweisen, dass dieses gemäss seinem Art. 1 nur auf Detailhandelsunternehmen anwend-
bar ist, zu denen der Betrieb des Beschwerdegegners nicht zählt.

5.2.2. Grundsätzlich können jedoch Betriebszeitbeschränkungen – als Betriebsvorschriften ge-
stützt auf Art. 12 Abs. 1 lit. c USG – eine wirksame Lärmschutzmassnahme darstellen (vgl. BGE 
118 Ib 234 E. 2b; 113 Ib 393 E. 6c). Wird einem Gewerbetreibenden untersagt, seinen Betrieb zu 
gewissen Zeiten aufrechtzuerhalten, berührt ihn dies in seiner Wirtschaftsfreiheit. Das Verbot muss 
deshalb die Voraussetzungen von Art. 36 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV; SR 101) 
einhalten. Die bundesrechtlichen Lärmschutzvorschriften stellen eine genügende gesetzliche 
Grundlage für einen Eingriff dar. Die Vermeidung von Lärm und der damit einhergehende Schutz 
der Wohnbevölkerung ist sodann ein zulässiges öffentliches Interesse (Urteil VG ZH 
VB.2016.00783 vom 11. April 2017 E. 3.4.2). Bei der Abwägung der hier zu beurteilenden Interes-
sen ist zu berücksichtigen, dass der Verhältnismässigkeitsgrundsatz (Art. 36 Abs. 3 BV) durch das 

Kantonsgericht KG
Seite 12 von 17

Vorsorgeprinzip sowie das Erfordernis der wirtschaftlichen Tragbarkeit nicht verdrängt wird. Insbe-
sondere kann das Vorsorgeprinzip Emissionen letztlich nur begrenzen, nicht aber gänzlich verhin-
dern (BGE 126 II 399 E. 4c). Selbst wenn eine Beschränkung technisch möglich und wirtschaftlich 
tragbar ist, darf sie nicht in einem krassen Missverhältnis zum Nutzen für die Umwelt bzw. die An-
wohner stehen (vgl. BGE 125 II 129 E. 9d; Urteil VG ZH VB.2011.00055 vom 14. September 2011 
E. 7.3 mit Hinweisen).

Mit Blick auf die wirtschaftliche Tragbarkeit ist festzuhalten, dass auf einen mittleren und wirt-
schaftlich gesunden Betrieb derselben Branche abzustellen ist (BGE 123 II 325 E. 4e; 
SCHRADE/LORETAN, in Kommentar USG, 2. Aufl. 2011, Art. 11 USG N. 33 ff.). Diesen Massstab hat 
das Bundesgericht zur Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit nach Art. 11 Abs. 2 USG auch 
dann herangezogen, wenn die Einhaltung der Planungswerte (in jenem Fall für einen Gastwirt-
schaftsbetrieb nur sinngemäss) bereits gewährleistet war (vgl. den zitierten Entscheid).

5.2.3. Vorliegend ist insbesondere zu berücksichtigen, dass der Beschwerdegegner in seinen 
Eingaben an das Kantonsgericht ausdrücklich festhält, dass er sich grundsätzlich an seine Öff-
nungszeiten halte (Montag bis Freitag 8.00 bis 12.00 Uhr, 13.00 bis 17.00 Uhr), und in jedem Fall 
Arbeiten an Kundenfahrzeugen um 19.00 Uhr beende; am Wochenende fänden lediglich Kunden-
gespräche statt (siehe Beschwerdeantwort vom 29. September 2017). Auch stellt im Kanton Frei-
burg die Mehrzahl der Autoreparaturwerkstätten den Werkstattbetrieb über die Mittagszeit sowie 
am Abend ein. In diesem Sinne erscheint vorliegend eine Beschränkung der Werkstattbetriebszeit 
für das Bearbeiten von Kundenfahrzeugen auf die Zeit von Montag bis Freitag jeweils vormittags 
von 8.00 bis 12.00 Uhr und nachmittags von 13.00 bis 19.00 Uhr ohne weiteres als technisch und 
betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar und entspricht ferner auch den Angaben des Be-
schwerdegegners, welcher in keiner Weise forderte, auch in den Abend- bzw. Nachtstunden Kun-
denfahrzeuge reparieren zu können. Diese Massnahme rechtfertigt sich ferner auch deshalb, weil 
auf dem Grundstück der Beschwerdeführer die Empfindlichkeitsstufe II gilt und demnach in der 
Nacht, d.h. von 19.00 bis 7.00 Uhr, nicht der Planungswert von 55 dB(A) gelten würde, sondern 
der erheblich tiefere Wert von 45 dB(A).

5.2.4. Die Baubewilligung ist demnach in der Weise anzupassen, dass die Werkstattbetriebszeit 
für das Bearbeiten von Kundenfahrzeugen auf die Zeit von Montag bis Freitag jeweils vormittags 
von 8.00 bis 12.00 Uhr und nachmittags von 13.00 bis 19.00 Uhr beschränkt wird. Sollte sich die 
Situation des Beschwerdegegners in der Zukunft verändern, bleibt es diesem unbenommen, um 
eine Anpassung dieser Betriebsvorschriften zu ersuchen.

5.3. Soweit die Beschwerdeführer weitere Bedingungen für die Umnutzungsbewilligung fordern, 
sind sie nicht zu hören. Kunden- und Telefongespräche, Autoreinigungen mit dem Staubsauger 
sowie das Warmlaufen der Motoren (soweit technisch notwendig) sind dem Beschwerdegegner – 
auch auf dem Vorplatz – vorliegend nicht zu untersagen. Zwar stellen diese Aktivitäten ebenfalls 
Immissionen dar, die es als Sekundärimmissionen grundsätzlich zu berücksichtigen gilt, soweit sie 
in unmittelbarer Nähe der Anlage und in direktem Zusammenhang mit deren Benutzung erfolgen. 
Jedoch handelt es sich dabei um verglichen mit Bohr- und Schlagarbeiten verhältnismässig wenig 
belastende Lärmquellen, die darüber hinaus nur unregelmässig auftreten. Aufgrund der bei der 
Vergleichsmessung festgestellten deutlichen Marge von 6.4 dB(A) erschiene es gestützt auf die 
obenstehenden Ausführen unverhältnismässig, dem Beschwerdegegner weitergehende Auflagen 
zu erteilen, zumal es auch den Beschwerdeführern namentlich erlaubt ist, auf ihrem Grundstück 
Gespräche zu führen oder zu telefonieren. Auch lässt sich aus Art. 11 Abs. 2 USG in keiner Weise 

Kantonsgericht KG
Seite 13 von 17

ableiten, von einer Anlage Betroffene hätten überhaupt keine Belastungen hinzunehmen (BGE 126 
II 399 E. 4c).

Sofern die verhaltensbedingten Lärmphasen ein betriebsnormales Ausmass übersteigen, bleibt es 
den Beschwerdeführern unbenommen, mit entsprechenden zivil- oder strafrechtlichen Schritten 
gegen Störungen vorzugehen.

6.

Die Beschwerdeführer rügen weiter eine Verletzung der Erschliessungspflicht. Sie machen insbe-
sondere geltend, es mangle an einer hinreichenden Zufahrt zum Betrieb des Beschwerdegegners. 
Die Zufahrt sei lediglich über die Erschliessungsstrasse der Wohnzohne möglich. Ein Betrieb wie 
derjenige des Beschwerdegegners habe täglich Kundenverkehr in nicht kleinem Ausmass, welcher 
ausschliesslich durch die Wohnzone führe. Dies genüge nicht den raumplanerischen Standards.

6.1. Die Erteilung einer Baubewilligung setzt namentlich voraus, dass das Land erschlossen ist 
(Art. 22 Abs. 2 RPG). Land gilt als erschlossen, wenn unter anderem eine für die betreffende Nut-
zung hinreichende Zufahrt besteht (Art. 19 Abs. 1 RPG). Nach kantonalem Recht muss die erfor-
derliche Erschliessung soweit realisiert sein, dass für die vorgesehenen Bauten und Anlagen ledig-
lich noch die Anschlüsse erstellt werden müssen, um deren Benutzung zu ermöglichen (Art. 95 
RPBG). Neben den in Art. 19 Abs. 1 RPG festgehaltenen und im kantonalen Recht konkretisierten 
Anforderungen hat eine Zufahrt auch den durch das Bundesumwelt-, Natur- und Heimatschutz-
recht gestellten Anforderungen zu genügen (WALDMANN/HÄNNI, Kommentar RPG, Art. 19 N. 21). In 
diesem Sinne ist eine Zufahrt als ungenügend zu beurteilen, wenn sie die Umweltschutzgesetzge-
bung verletzt (BGE 116 Ib 159 E. 6b). Werden die Lärmimmissionsgrenzwerte einer bestehenden 
Zufahrt durch die Mehrbelastung einer Anlage überschritten, fehlt es dem Grundstück an der hin-
reichenden Erschliessung (BGE 129 II 238 E. 2).

6.2. Gemäss dem Gutachten des AfU vom 22. Dezember 2016 führe die Inbetriebnahme einer 
Autoreparaturwerkstatt zwar zu einer Mehrbeanspruchung der Verkehrsanlagen im Sinne von 
Art. 9 LSV. Die entsprechenden Grenzwerte entlang der Erschliessungsstrasse seien jedoch bis zu 
einem durchschnittlichen täglichen Verkehr von 2000 Fahrzeugen eingehalten. Die Folgerung des 
AfU, wonach ein Einmannbetrieb erfahrungsgemäss nicht zu einer Überschreitung dieses Grenz-
wertes führen könne, erscheint durchaus einleuchtend, und die Beschwerdeführer bringen keine 
konkreten Einwände vor, welche diesen Schluss des AfU zu erschüttern vermögen. Es werden von 
den Beschwerdeführern auch keine weiteren Gründe geltend gemacht, wonach die Erschliessung 
ungenügend ist, und solche sind aus den Unterlagen auch nicht ersichtlich. Die Rüge der unzu-
reichenden Erschliessung ist demnach abzuweisen.

7.

Die Beschwerdeführer rügen, die Parkplatzverhältnisse auf dem Grundstück des Beschwerdegeg-
ners seien ungenügend. Sie tragen im Wesentlichen vor, der Mindestabstand von 5 m zum Rand 
der Fahrbahn respektive des Trottoirs werde nicht eingehalten. Weiter dürften Zufahrten und Vor-
plätze von Garagen nicht als Parkplätze angerechnet werden, was im vorliegenden Fall jedoch 
gemacht worden sei.

7.1. Hinsichtlich des Arguments, der Vorplatz zur Werkstatt dürfe nicht als Parkplatz verwendet 
werden, beziehen sich die Beschwerdeführer auf die Parkplätze PG1 und PG2, welche sich ge-
mäss den Unterlagen zum Baugesuch vor den Toren der Autoreparaturwerkstatt befinden. Laut 

Kantonsgericht KG
Seite 14 von 17

Art. 18 Abs. 1 PBR 2015 und Art. 61 Abs. 3 des Ausführungsreglements vom 1. Dezember 2009 
zum RPBG (RPBR; SGF 710.11) dürfen in der Tat Zufahrten und Vorplätze zu Garagen nicht als 
Parkplätze angerechnet werden. Die Beschwerdeführer übersehen jedoch, dass mit dem Begriff 
der Garage nichts anderes als ein überdeckter Parkplatz gemeint ist. Ziel und Zweck der oben 
genannten Normen ist es, die freie Zu- und Abfahrt von Parkplätzen jeglicher Art zu gewährleisten. 
Da Garagen jeweils einen gewissen Abstand zur Fahrbahn aufweisen ("Vorplatz", "Wendeplatz", 
"Einfahrt"), könnte es sich aus Platzgründen anbieten, diese Einfahrt ebenfalls als Parkplatz anzu-
rechnen. Dies untersagt das kantonale und kommunale Recht, indem es festhält, dass die Einfahrt 
von Garagen nicht als Parkplatz (mit Bezug auf den Parkplatznachweis) gelten darf, da andernfalls 
die Garagenplätze blockiert würden. Ausgehend von den Plänen des Baugesuches dient die "alte" 
Doppelgarage des Beschwerdegegners nicht mehr als Garage im herkömmlichen Sinne, sondern 
als Autoreparaturwerkstatt. Es ist die "neue" Doppelgarage, welche als überdeckter Parkplatz ge-
nutzt wird. Entsprechend dürfen lediglich vor dieser Garage keine anrechenbaren Parkplätze vor-
gesehen werden. Hingegen darf der Vorplatz der Werkstatt – entgegen der Ansicht der Beschwer-
deführer – als Parkplatz angerechnet werden, da hierdurch keine anderen Parkfelder blockiert 
werden. Dass der Beschwerdegegner zwecks Arbeiten in der Werkstatt gegebenenfalls Fahrzeuge 
manövrieren muss, steht dem nicht entgegen, zumal das gelegentliche Manövrieren von Fahrzeu-
gen für eine Autoreparaturwerkstatt betriebsimmanent ist.

7.2. Art. 18 Abs. 1 PBR 2015 sieht vor, dass Zufahrten gemäss den gültigen Normen der VSS 
auszuführen sind; Parkfelder und Garagen haben generell einen Abstand von 5 m zum Rand der 
Fahrbahn oder des Trottoirs einzuhalten und das Gefälle darf in diesem Bereich 5 % nicht über-
steigen. Die Bestimmung bezieht sich unter anderem auf die VSS-Norm 640 050 vom Mai 1993 zu 
den Grundstückzufahrten. Gemäss Tabelle 2 der VSS-Norm 640 050 wird bei Grundstückzufahr-
ten vom Typ B eine Breite von 5 m beim Befahren der Grundstückzufahrt mit Gegenverkehr sowie 
ein minimaler Einlenkerradius bezüglich Fahrbahnrand von 5 m verlangt. Weiter hat die maximale 
Längsneigung innerhalb von 5 m ab Strassenrand maximal 5 % zu betragen.

Obwohl die kommunale Formulierung, wonach "Parkfelder und Garagen […] generell einen Ab-
stand von 5 m zum Rand der Fahrbahn oder des Trottoirs einzuhalten" haben, etwas ungenau sein 
mag, ergibt sich insbesondere aus dem ausdrücklichen Verweis auf die VSS-Normen in Art. 18 
Abs. 1 PBR 2015 und aufgrund der Massangaben klar, dass die Gemeinde die einschlägigen 
VSS-Normen zur Anwendung bringen wollte.

7.3. Gemäss dem Situationsplan vom 28. Februar 2017, den der Beschwerdegegner im Rah-
men des Bewilligungsverfahrens eingereicht hat, ist eine Breite von 5 m bei der Grundstückzufahrt 
vorgesehen und eine Längsneigung von 2 % gegeben. Der Einlenkerradius auf dem Vorplatz ist 
als genügend zu beurteilen. Das Amt für Mobilität stellte diesbezüglich in seinem Gutachten vom 
29. März 2017 keine Mängel fest, und die Beschwerdeführer begründen nicht weiter, weshalb sie 
der Ansicht sind, der Abstand gemäss der Bestimmung des Gemeindereglements respektive der 
VSS-Normen sei nicht eingehalten.

7.4. Weiter bringen die Beschwerdeführer vor, die tatsächliche Parksituation entspreche regel-
mässig nicht derjenigen des eingereichten Situationsplans. Ob der Beschwerdegegner damit ge-
gen Rechtsvorschriften verstösst, kann indes offen bleiben. Dem Erteilen der Umnutzungsbewilli-
gung steht dieser behauptete Umstand jedenfalls nicht entgegen, da er nicht die Anlage als sol-
che, sondern deren (allfällig missbräuchliche) Benutzung durch den Betreiber betrifft. Entspre-
chende Missbräuche wären gegebenenfalls im Rahmen einer Betriebskontrolle durch die Ge-

Kantonsgericht KG
Seite 15 von 17

meinde respektive die Vorinstanz zu prüfen; diese Prüfung bildet nicht Gegenstand des vorliegen-
den Verfahrens.

7.5. Die Rüge der Verletzung von Parkierungsvorschriften ist somit als unbegründet abzuwei-
sen.

8.

Soweit die Beschwerdeführer zudem die Rechtmässigkeit der Werbeplakate des Beschwerdegeg-
ners anzweifeln, werden sie darauf hingewiesen, dass es sich bei den streitigen Plakaten grund-
sätzlich um nicht bewilligungspflichtige Eigenreklame handelt (Art. 3 Abs. 1 lit. c des kantonalen 
Gesetzes vom 6. November 1986 über die Reklamen, RekG; SGF 941.2). Da sich die Werbung an 
der Seite befindet, welche der Hauptstrasse abgewandt ist, ist sie nach Art. 98 Abs. 1 der Signali-
sationsverordnung vom 5. September 1979 (SSV; SR 741.21) auch nicht als unzulässige Stras-
senreklame zu qualifizieren.

9.

In verfahrensrechtlicher Hinsicht machen die Beschwerdeführer schliesslich mehrfach eine Verlet-
zung des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend.

9.1. Soweit sie rügen, die Gemeinde, das BRPA bzw. die Vorinstanz habe sich nicht mit der 
Zonenkonformität und dem Begriff des Kleingewerbes auseinandergesetzt, werden sie darauf hin-
gewiesen, dass das BRPA im Gutachten vom 9. Februar 2017 die Zonenkonformität explizit be-
jahte; auch hat die Gemeinde ein positives Gutachten erstattet und mithin die Zonenkonformität 
offensichtlich bejaht, und die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid ausführlich mit der 
Frage der Zonenkonformität auseinandergesetzt. Die (sinngemässe) Rüge, wonach der Entscheid 
ungenügend begründet sei bzw. das rechtliche Gehör verletzt werde, ist daher als unbegründet 
abzuweisen, zumal es den Beschwerdeführern gelungen ist, den Entscheid durchaus sachgerecht 
anzufechten.

9.2. Hinsichtlich der Rüge der Beschwerdeführer, wonach sich das AfU nicht konkret mit den 
lärmemittierenden Aktivitäten des Beschwerdegegners auseinandergesetzt habe, sondern davon 
ausging, dass ein Einmannbetrieb erfahrungsgemäss die Planungswerte nicht überschreite, wird 
auf die Ausführungen in E. 4.2 hingewiesen, wonach dieser Schluss zulässig war. Ferner hat das 
AfU mit Schreiben vom 12. März 2018 nochmals ausführlich zu den Rügen der Beschwerdeführer 
Stellung bezogen und seine Einschätzungen mit einer Vergleichsmessung belegt, und die Be-
schwerdeführer haben sich zu dieser Stellungnahme erneut vernehmen lassen. Sofern überhaupt 
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführer vorliegen sollte, wäre diese damit – 
namentlich mit Blick auf die diesbezüglich bestehende Kognition – als geheilt zu betrachten.

9.3. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch das Amt für Kulturgüter (KGA) liegt entgegen 
der Rüge der Beschwerdeführer ebenfalls nicht vor. Gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. b RekG ist Reklame 
unzulässig, wenn sie ein Landschafts- oder Ortsbild verunstaltet oder wenn sie ästhetisch schwer 
anstössig ist. Das KGA begründet sein positives Gutachten vom 2. Februar 2017 damit, dass 
durch die Umnutzung – und die an der Hausfassade aufgehängten Werbeplakate – weder eine 
Beeinträchtigung geschützter Bauten in der Nachbarschaft noch des bestehenden Ortsbildes vor-
liege. Dieser Ansicht ist mangels konkreter gegenteiliger Vorbringen der Beschwerdeführer zu fol-
gen und eine weitergehende Überprüfung durch das KGA namentlich bezüglich bewilligungspflich-
tiger Reklame erübrigt sich bzw. fiele ohnehin nicht in dessen Kompetenz.

Kantonsgericht KG
Seite 16 von 17

10.

Soweit die Beschwerdeführer in verfahrensrechtlicher Hinsicht schliesslich rügen, die Gemeinde 
habe der streitigen Umnutzungsbewilligung nicht ausdrücklich zugestimmt, obwohl das PBR 2015 
von der RUBD noch nicht genehmigt wurde und somit die Baubewilligung lediglich unter Gewäh-
rung der Vorwirkung gemäss Art. 91 Abs. 2 RPBG erteilt worden sei, sind sie darauf hinzuweisen, 
dass mit der entsprechenden Revision des PBR die in casu einschlägigen Bestimmungen materiell 
nicht entscheidend geändert haben, und dass ferner nach der Rechtsprechung das positive Gut-
achten der Gemeinde als Zustimmung zur Vorwirkung der Pläne gilt, da andernfalls ein überspitz-
ter Formalismus vorläge (siehe Urteil KG FR 602 2014 28 vom 25. Juni 2015 E. 5f).

11.

Die Beschwerdeführer beantragen mehrfach die Durchführung einer Ortsbesichtigung. Nach 
Art. 46 Abs. 1 lit. d VRG kann die Behörde einen Augenschein anordnen. Die Durchführung eines 
Augenscheins ist indes nur dann geboten, wenn die tatsächlichen Verhältnisse unklar sind und 
anzunehmen ist, die Parteien vermöchten durch ihre Darlegungen vor Ort Wesentliches zur Erhel-
lung der sachlichen Grundlagen des Rechtsstreits beizutragen (PLÜSS, in Kommentar zum Ver-
waltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 7 N. 79).

Die lokalen Gegebenheiten und der massgebliche Sachverhalt sind, soweit prozessrelevant, aus 
den eingereichten Verfahrensakten, insbesondere den Plänen und Fotos genügend ersichtlich, 
weshalb sich die Fragen, welche die vorliegende Angelegenheit aufwirft, ohne den beantragten 
Augenschein beantworten lassen. Demnach kann das Kantonsgericht auf dessen Durchführung 
verzichten (zur antizipierten Beweiswürdigung siehe Urteil BGer 6B_82/2015 vom 26. März 2015 
E. 1.1 mit weiteren Hinweisen).

12.

Im Ergebnis ist die Beschwerde daher abzuweisen und die angefochtenen Entscheide sind zu be-
stätigen. Lediglich ist die Ziffer 1 der Baubewilligung der guten Ordnung halber dahingehend zu 
präzisieren, dass auch die in der Stellungnahme des AfU vom 12. März 2018 formulierten Bedin-
gungen ("Erwartungen"), nämlich dass die mechanischen Arbeiten (soweit technisch möglich) in 
der Garage vorgenommen werden, das Garagentor grundsätzlich zu ist und die lärmigen Arbeiten 
auf dem Vorplatz aufs Minimum eingeschränkt werden, (ebenfalls) strikte einzuhalten sind. Zudem 
wird die Baubewilligung insoweit angepasst, dass die Werkstattbetriebszeit für das Bearbeiten von 
Kundenfahrzeugen auf die Zeit von Montag bis Freitag jeweils vormittags von 8.00 bis 12.00 Uhr 
und nachmittags von 13.00 bis 19.00 Uhr beschränkt wird.

13.

13.1. Die Verfahrenskosten sind auf CHF 2'500.- festzusetzen und dem Verfahrensausgang ent-
sprechend solidarisch den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 
des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der 
Verwaltungsjustiz, TarifVJ; SGF 150.12). Sie werden mit dem Kostenvorschuss verrechnet.

13.2. Die Parteien haben keinen Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. Art. 137 und 139 f. 
VRG).

Kantonsgericht KG
Seite 17 von 17

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen und die angefochtenen Entscheide werden bestätigt. Ziffer 
1 der Baubewilligung ist der guten Ordnung halber dahingehend zu präzisieren, dass auch 
die in der Stellungnahme des AfU vom 12. März 2018 formulierten Bedingungen ("Erwartun-
gen"), nämlich dass die mechanischen Arbeiten (soweit technisch möglich) in der Garage 
vorgenommen werden, das Garagentor grundsätzlich zu ist und die lärmigen Arbeiten auf 
dem Vorplatz aufs Minimum eingeschränkt werden, (ebenfalls) strikte einzuhalten sind. Zu-
dem wird die Baubewilligung insoweit angepasst, dass die Werkstattbetriebszeit für das Be-
arbeiten von Kundenfahrzeugen auf die Zeit von Montag bis Freitag jeweils vormittags von 
8.00 bis 12.00 Uhr und nachmittags von 13.00 bis 19.00 Uhr beschränkt wird.

II. Die Verfahrenskosten von CHF 2'500.- werden den Beschwerdeführern solidarisch auferlegt 
und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Gerichtskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 18. Mai 2018/dgr/mpo

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Praktikant: