# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** abbdd0e9-9be5-500d-984c-dce5b2c7bff4
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-30
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 30.09.2025 BEK 2025 112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-112_2025-09-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 30. September 2025
BEK 2025 112

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Jeannette Soro,
Gerichtsschreiber Noah Thurnherr.

In Sachen A.________,
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer,

gegen

B.________,
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin,

betreffend Konkurseröffnung
(Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Küss-
nacht vom 12. August 2025, ZES 2025 93);-

hat die Beschwerdekammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Der Gesuchsgegner war Inhaber der am ________ im Handelsregister 
eingetragenen und am _______ gelöschten Einzelunternehmung C.________ 
(Handelsregisterauszug, abgerufen am 23. September 2025). Die Gesuchstel-
lerin reichte beim Bezirksgericht Küssnacht am 7. Juli 2025 gegen den Ge-
suchsgegner das Konkursbegehren für die betriebene Forderung von 
Fr. 778.25 nebst Zins zu 5 % seit 18. Februar 2025, Verzugszins von Fr. 8.55 
und Betreibungskosten von Fr. 134.00 ein (Vi-act. 1). Der Einzelrichter ver-
langte von der Gesuchstellerin einen Kostenvorschuss von Fr. 4‘500.00 (Vi-act. 
3) und bezifferte die vom Gesuchsgegner zu bezahlende Forderung auf 
Fr. 939.45 (zzgl. Gerichtskosten von Fr. 200.00; Vi-act. 4). An der Konkursver-
handlung vom 12. August 2025 konnte der Gesuchsgegner keine Konkurshin-
derungsgründe darlegen (Vi-act. 5, S. 2). Der Einzelrichter eröffnete gleichen-
tags den Konkurs (Vi-act. 5, Dispositivziffer 1). Die Gerichtskosten von 
Fr. 500.00 auferlegte er dem Gesuchsgegner, bezog diese aus dem von der 
Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss, behielt vom Kostenvorschuss 
Fr. 400.00 als Sicherheit zurück und überwies den Rest von Fr. 3‘600.00 an das 
Konkursamt (Vi-act. 5, Dispositivziffer 3.a-c).

2. Gegen diesen Entscheid erhob der Gesuchsgegner bzw. Beschwerdefüh-
rer am 27. August 2025 Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, die ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben und das Konkursbegehren abzuweisen 
(KG-act. 1). Verfahrensleitend wurde der Beschwerde die aufschiebende Wir-
kung nicht zuerkannt. Das Konkursamt wurde eingeladen, Massnahmen 
gemäss Art. 174 Abs. 3 SchKG zu beantragen. Allfällige vom Konkursamt ver-
fügte Vermögenssperren wurden vorläufig aufrechterhalten. Die Verfahrenslei-
tung auferlegte dem Beschwerdeführer eine zehntägige Frist zur Leistung des 
Kostenvorschusses von Fr. 750.00 und setzte der Gesuchstellerin bzw. Be-
schwerdegegnerin die zehntägige Frist zur Beantwortung der Beschwerde an. 

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Zudem wies sie den Beschwerdeführer darauf hin, dass er innert Rechtsmittel-
frist die vollständige Tilgung der Betreibungsforderung sowie der Konkurseröff-
nungskosten nachzuweisen oder den geschuldeten Betrag beim Kantonsge-
richt zu hinterlegen oder einen Verzicht der Gläubigerin auf Konkursdurch-
führung vorzulegen sowie die Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen habe 
(KG-act. 2). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 
29. August 2025 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers (KG-act. 3).

3. Mit der Beschwerde kann eine unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) oder 
offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden 
(Art. 320 ZPO). In der Beschwerde ist zu begründen, auf welchen Beschwerde-
grund sich die beschwerdeführende Partei stützt und welche Mängel des ange-
fochtenen Entscheids sie geltend macht. Dabei hat sie sich mit den erstinstanz-
lichen Erwägungen auseinanderzusetzen und aufzuzeigen, inwiefern sich die 
Überlegungen der ersten Instanz nicht aufrechterhalten lassen (Freiburg-
haus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommen-
tar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band II, 4. A. 2025 Art. 321 ZPO 
N 15).

a) Unter dem Titel „unrichtige Feststellung des Sachverhalts“ macht der Be-
schwerdeführer geltend, die Beschwerdegegnerin habe seine Kunden darüber 
informiert, dass er nicht als Selbständigerwerbender zugelassen sei, woraufhin 
mehrere Kunden die Zahlung seiner Rechnungen verweigert hätten, obwohl er 
die Arbeiten vollständig und korrekt ausgeführt habe (KG-act. 1). Der angefoch-
tenen Verfügung sind keine diesbezüglichen Erwägungen zu entnehmen. Aus 
der Beschwerdebegründung geht nicht hervor, welche Tatsachen die Vorin-
stanz im Hinblick auf angeblich ausstehende Debitoren offensichtlich unrichtig 
festgestellt haben soll. Die Beschwerde ist in diesem Punkt nicht hinreichend 
begründet.

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b) Der Beschwerdeführer bringt als „neue Tatsache“ vor, er habe am 
________ eine GmbH gegründet und die Einzelfirma am _______ im Handels-
register löschen lassen, um in Zukunft ordnungsgemäss tätig sein zu können 
(KG-act. 1). Der Vorinstanz war die Löschung der Einzelfirma im Handelsregis-
ter bereits bekannt (angef. Verfügung, S. 2), sodass es sich nicht um ein Novum 
handelt. Personen, die im Handelsregister eingetragen waren, unterliegen nach 
der Bekanntmachung der Streichung noch während sechs Monaten der Kon-
kursbetreibung (Art. 40 Abs. 1 SchKG). Die Löschung der Einzelfirma erfolgte 
am _______ (Handelsregisterauszug, abgerufen am 23. September 2025), so-
dass das Konkursbegehren vom 7. Juli 2025 (Vi-act. 1) innert der sechsmona-
tigen Nachwirkungsfrist des Handelsregistereintrags erfolgte. Die Löschung 
und Neugründung einer GmbH ist deshalb kein Konkurshinderungsgrund. In-
wiefern die Vorinstanz in diesem Punkt das Recht verletzt oder den Sachverhalt 
offensichtlich unrichtig festgestellt haben soll, begründet der Beschwerdeführer 
nicht.

4. Im Konkursverfahren kann die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 174 
Abs. 2 SchKG die Konkurseröffnung auch dann aufheben, wenn die Schuldne-
rin erstens durch Urkunden beweist, dass inzwischen die Schuld, einschliess-
lich Zinsen und Kosten, getilgt (Ziff. 1) oder der geschuldete Betrag zuhanden 
des Gläubigers hinterlegt ist (Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung 
des Konkurses verzichtet (Ziff. 3), und wenn die Schuldnerin zweitens ihre Zah-
lungsfähigkeit glaubhaft macht. Diese Konkurshinderungsgründe müssen sich 
innert der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben und geltend gemacht werden (Gi-
roud/Simoni, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Schuldbe-
treibung und Konkurs II, 3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 20a).

a) Der Beschwerdeführer behauptet weder die Tilgung noch die Hinterle-
gung der Konkursforderung oder den Verzicht der Beschwerdegegnerin auf die 
Weiterführung des Konkursverfahrens, obwohl er auf die Konkurshinderungs-

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gründe gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG sowohl in der angefochtenen Verfügung 
(Dispositivziffer 4) als auch prozessleitend im Beschwerdeverfahren (KG-act. 2, 
Ziff. 4) hingewiesen wurde. Damit konnte er bereits die erste Voraussetzung zur 
Aufhebung des Konkursentscheids im Sinne von Art. 174 Abs. 2 SchKG nicht 
glaubhaft machen.

b) Der Beschwerdeführer bringt vor, es bestehe keine Zahlungsunfähigkeit. 
Vielmehr habe er offene Forderungen gegenüber Kunden. Die Beschwerdegeg-
nerin habe mehreren Kunden mitgeteilt, dass sie verpflichtet seien, für den Be-
schwerdeführer AHV-/IV-Beiträge zu entrichten. Viele Kunden hätten daraufhin 
seine Rechnungen nicht bezahlt oder erklärt, sie hätten die Beiträge bereits be-
zahlt. In der Folge habe er zahlreiche Kunden verloren und offene Forderungen 
nicht einziehen können (KG-act. 1).

Zahlungsfähigkeit heisst, dass ausreichende liquide Mittel vorhanden sind, mit 
denen die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden können. 
Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen einen Schuldner noch 
nicht zahlungsunfähig erscheinen. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht 
auf einem anhand der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen 
Gesamteindruck (vgl. nur Urteil BGer 5A_108/2021 vom 29. September 2021 
E. 2.2). Die Zahlungsfähigkeit ist bloss glaubhaft zu machen, d.h. sie muss 
wahrscheinlicher sein als die Zahlungsunfähigkeit. Zu strenge Anforderungen 
sind nicht zu stellen (vgl. nur Urteil BGer 5A_33/2021 vom 28. September 2021 
E. 2.2).

Die Beschwerdegegnerin beurteilte in drei Verfügungen vom 28. November 
2024 die sozialversicherungsrechtliche Stellung (selbständige oder unselbstän-
dige Erwerbstätigkeit) des Beschwerdeführers (KG-act. 1/1, 1/3, 1/4). Im Schrei-
ben vom 26. November 2024 äusserte sich auch die D.________ zu diesem 
Thema (KG-act. 1/2). Die blosse Feststellung, ob der Beschwerdeführer in so-

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zialversicherungsrechtlicher Hinsicht als selbständig oder unselbständig Er-
werbstätiger zu gelten hat, sagt jedoch nichts direkt über seine Zahlungsfähig-
keit oder die finanzielle Lage der Einzelunternehmung.  Die in der Beschwerde 
als Beilagen aufgelisteten „Rechnungen mit Vermerk nicht bezahlt“ (KG-act. 1, 
S. 2), die als Nachweis von Debitoren dienen sollten, reichte der Beschwerde-
führer nicht ein. Weitere Ausführungen zur Zahlungsfähigkeit sind der Be-
schwerde nicht zu entnehmen. Deshalb erübrigte es sich auch, den Beschwer-
deführer auf den Umstand der fehlenden Beilagen aufmerksam zu machen. Oh-
nehin reichte er trotz Hinweises ebenso wenig weder eine Zwischenbilanz mit 
Aktiven und Passiven oder einen aktuellen Kontoauszug ein (vgl. KG-act. 2, 
Ziffer 4). Nach dem Gesagten gelingt es ihm nicht, die Zahlungsfähigkeit 
bzw. die zweite Voraussetzung zur Aufhebung des Konkursentscheids im Sinne 
von Art. 174 Abs. 2 SchKG glaubhaft zu machen.

5. Das Gericht kann von der klagenden Partei einen Vorschuss bis zur Höhe 
der mutmasslichen Gerichtskosten verlangen (Art. 98 ZPO), was ebenfalls für 
eine ein Rechtsmittel einlegende Partei gilt (Rüegg/Rüegg, in: Spühler/Ten-
chio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 
3. A. 2017, Art. 98 ZPO N 4). Wird der Kostenvorschuss auch innert einer Nach-
frist nicht geleistet, so tritt das Gericht auf die Beschwerde nicht ein 
(vgl. Art. 101 Abs. 3 ZPO). Der Beschwerdeführer zahlte den Kostenvorschuss 
für das Beschwerdeverfahren innert der zehntägigen Frist (KG-act. 2, Ziffer 3) 
nicht und auf eine Nachfristansetzung wurde bei dieser Sachlage verzichtet.

6. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann. 
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 750.00 sind ausgangsgemäss 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Der nicht 
anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin ist keine Umtriebsentschädigung 
(Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO) und auch kein Ersatz notwendiger Auslagen (Art. 95 
Abs. 3 lit. a ZPO) zuzusprechen, weil sie einen entsprechenden Aufwand weder 

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geltend machte noch belegte (vgl. Suter/von Holzen, in: Sutter-Somm/Löt-
scher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung, Band I, 4. A. 2025, Art. 95 ZPO N 30);-

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beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten werden 
kann.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 750.00 werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Mass-
gabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in 
Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an den Beschwerdeführer (1/R, inkl. Kopie KG-act. 5 z.K.), 
die Beschwerdegegnerin (1/R, inkl. Kopie KG-act. 5 z.K.), das Grund-
buch- und Konkursamt Küssnacht (je 1/R), das Betreibungsamt Küss-
nacht (1/R), das Handelsregisteramt des Kantons Schwyz (1/R) und die 
Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, 
unter Rückgabe der Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dis-
positiv).

Namens der Beschwerdekammer
Der Kantonsgerichtspräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 1. Oktober 2025  amu