# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a064a3e1-507e-5c53-8826-feec9b54b3ad
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.08.2009 E-4924/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4924-2009_2009-08-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4924/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Carmen Fried.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 24. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4924/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am (...) auf dem Luftweg verliess und (...) am (...) in die Schweiz 
gelangte, wo er im B._______ um Asyl nachsuchte,

dass er auf dem Personalienblatt als Geburtsdatum den (...) angab,

dass C._______, im Auftrag des BFM am 27. Oktober 2008 eine radio-
logische  Untersuchung  des  Handknochens  des  Beschwerdeführers 
vornahm,

dass die Untersuchung ein Alter von mehr als 18 Jahren ergab und ei-
ne signifikante Abweichung vom angegebenen Alter festgestellt wurde,

dass der Beschwerdeführer am 7. November 2008 im B._______ sum-
marisch befragt und ihm Gelegenheit  gegeben wurde, zum Ergebnis 
der Handknochenuntersuchung Stellung zu nehmen,

dass das Bundesamt den Beschwerdeführer für den Fortgang des Ver-
fahrens als volljährig einstufte und ihm folglich keine Vertrauensperson 
zuordnete,

dass der Beschwerdeführer am 8. Juli 2009 in D._______ vom BFM zu 
den Asylgründen angehört wurde und dabei geltend machte, er sei ni-
gerianischer Staatsangehöriger mit letztem Wohnsitz in E._______,

dass seine Mutter gestorben sei, als er noch klein gewesen sei und er 
nie Kenntnis über seinen Vater erhalten habe,

dass er nach dem Tod seiner Mutter beim König von E._______ na-
mens F._______ aufgewachsen sei,

dass dessen Sohn eines Tages schwer erkrankt sei, weil er mit seiner 
Schwester geschlafen habe,

dass der aufgesuchte Medizinmann F._______ erklärt habe, er müsse, 
um den Tod seines Sohnes abzuwenden, einen seiner Diener opfern,

dass die Wahl von F._______ auf ihn gefallen sei und er seinen Be-
schluss der Bevölkerung in einer Versammlung mitgeteilt habe,

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dass er daraufhin als auserwähltes Opfer zuerst von den Jugendlich-
en,  anschliessend von den Frauen und zuletzt  von den Männern  je-
weils während vier Tagen nackt und bemalt  überallhin mitgenommen 
worden sei und die Nächte jeweils gefesselt im Wald habe verbringen 
müssen,

dass ihm in der Nacht, in welcher die Opferung hätte stattfinden sol-
len, jedoch die Flucht gelungen sei und er sich zu G._______ begeben 
habe, welcher ihm die Ausreise in die Schweiz organisiert habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 24. Juli 2009 –  eröffnet am 28. Juli 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung ausführte, der Beschwerdefüh-
rer habe den Asylbehörden innerhalb der ihm eingeräumten Frist von 
48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, wofür kei-
ne entschuldbaren Gründe vorliegen würden,

dass der Beschwerdeführer seit seiner Einreise in die Schweiz keiner-
lei Anstrengungen unternommen habe, um sich Reise- oder Ausweis-
papiere aus dem Heimatland zukommen zu lassen, was zum Schluss 
führe, er sei offensichtlich nicht gewillt, solche zu beschaffen,

dass dem Beschwerdeführer zudem nicht geglaubt werden könne, er 
habe für die Flugreise nichts bezahlen müssen und wisse nicht, wo er 
mit  dem Flugzeug gelandet sei,  zumal er lesen und schreiben sowie 
etwas Englisch könne,

dass seine Vorbringen unsubstanziiert und widersprüchlich ausgefallen 
seien,  weshalb  die vorgebrachten Asylgründe nicht  geglaubt  werden 
könnten,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 
und 7 AsylG somit nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zu-
sätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

dass der Vollzug der Wegweisung sowohl zulässig als auch zumutbar 
und möglich sei,

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dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 31. Juli 2009 
(Poststempel)  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und  die 
Gewährung von Asyl beantragt,

dass die vorinstanzlichen Akten am 5. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – mit Ausnahme des Antrags auf Gutheissung des Asylge-
suchs  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.) – einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-

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teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer  Entscheidung an die Vorinstanz  zurückweist  (a.a.O. 
S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen weiteren 
Schriftenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

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dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (vgl. a.a.O. E. 5.3. in fine),

dass vorliegend keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht  wur-
den und das BFM in der angefochtenen Verfügung in rechtsgenüglich-
er  Weise dargelegt  hat,  weshalb für  das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass aufgrund der realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdefüh-
rers, er habe in seinem Heimatland lediglich einen Studentenausweis 
besessen und Nigeria  mit  einem gefälschten Pass auf  dem Luftweg 
verlassen, wobei er für die gesamte Reise nichts habe bezahlen müs-
sen, davon auszugehen ist, er habe für seine Reise authentische Rei-
se-  und Identitätspapiere verwendet,  welche er  jedoch in  Verletzung 
seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) 
den schweizerischen Asylbehörden vorenthält,

dass  an  dieser  Beurteilung  auch  die  nachträgliche  Einreichung  von 
gültigen Reise- oder Identitätspapieren nichts ändern würde,  weil  es 
bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht 
um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon 
existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht 
(vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c. aa S. 109 f.),

dass die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zweifelsfrei 
feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit in Fra-
ge gestellt ist,

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses  noch  zur  direkten 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b  und c 
AsylG),

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dass mit  der Vorinstanz einig zu gehen ist,  dass die Vorbringen des 
Beschwerdeführers  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  nicht 
standhalten,

dass seine Ausführungen über weite Strecken oberflächlich und detai-
larm ausfielen, so beispielsweise bei der Schilderung der Zeremonien, 
und er auch auf entsprechende Nachfragen hin lediglich ausweichend 
antwortete,

dass  er  sich  anlässlich  der  Befragungen zudem mehrfach  in  Wider-
sprüche verwickelte,

dass er zunächst angab, er sei beim Tode seiner Mutter im Jahre (...) 
zehn Jahre alt gewesen, später jedoch aussagte, sie sei nach seiner 
Geburt gestorben (vgl. Akten BFM A1/11 S. 1 und 3),

dass er einerseits zu Protokoll gab, der Sohn von F._______ habe im 
Ausland gewohnt, anderseits später aussagte, er sei in Nigeria wohn-
haft gewesen (A 19/13 F26 und F57),

dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe nicht 
mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt, sondern ledig-
lich wiederholt, er würde bei einer Rückkehr nach Nigeria sein Leben 
verlieren,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb die verfügte Wegweisung vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlich-
en Bestimmungen über  die  vorläufige Aufnahme von Ausländern  re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behand-
lung im Sinne von Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte  und  Grundfreiheiten  vom  4.  November  1950  (EMRK, 
SR, 0.101) oder Art. 1 des Übereinkommens gegen Folter und andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
vom 10. Dezember 1984 (FoK, SR 0.105) ersichtlich sind, die dem Be-
schwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe – der Beschwerdeführer ist jung, allein-
stehend und offenbar gesund – auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer Rückkehr schliessen lassen,

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde geltend macht, er sei 
noch minderjährig, was bei der Beurteilung seines Asylgesuches be-
sonders zu berücksichtigen sei,

dass er jedoch – wie bereits von der Vorinstanz festgestellt – die be-
hauptete Minderjährigkeit nicht glaubhaft machen kann,

dass die Handknochenanalyse und die Angabe des Beschwerdefüh-
rers, beim Tod seiner Mutter im Jahre (...) zehn Jahre alt gewesen zu 
sein, gegen die behauptete Minderjährigkeit sprechen,

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dass er den Asylbehörden keine Ausweispapiere eingereicht hat, wel-
che sein behauptetes Alter bestätigen könnten, und er auch nichts un-
ternommen hat, um sich diese zukommen oder ausstellen zu lassen,

dass  es  dem  Beschwerdeführer,  welcher  nach  eigener  Angabe  das 
(...) Altersjahr bereits erreicht hat, jedoch ohne Weiteres zumutbar ge-
wesen wäre,  im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht  seine Identität  of-
fenzulegen,

dass er deshalb die Folgen der Beweislosigkeit in Bezug auf die unter 
dem Aspekt  des  Kindeswohls  gegebenenfalls  zu  berücksichtigenden 
Tatsachen zu tragen hat,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  unter  den  genannten  Umständen 
somit zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Fe-
bruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Carmen Fried

Versand: 

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