# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** daa7d9f8-45c8-5057-857f-56566251c577
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-07-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 14.07.2010 SK1 2010 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2010-21_2010-07-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 14. Juli 2009 Schriftlich mitgeteilt am:
SK1 10 21 [nicht mündlich eröffnet]

Urteil
I. Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Brunner und Michael Dürst
Redaktion Aktuar ad hoc Wolf

In der strafrechtlichen Berufung

des X., Angeklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
Peter Andri Vital, Chesa Planta, 7524 Zuoz, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses T. vom 23. Februar 2010, mitgeteilt am 
7. April 2010, in Sachen des Y., Adhäsionskläger und Berufungsbeklagter, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andrea Wieser, Chesa Wieser, 7524 Zuoz 
und in Sachen der S t a a t s a n w a l t s c h a f t  G r a u b ü n d e n , Sennhofstrasse 
17, 7001 Chur, Anklägerin und Berufungsbeklagte, gegen den Angeklagten und 
Berufungskläger,

betreffend einfache Körperverletzung etc.,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X. wurde am 31. Oktober 1978 in A./B. geboren und wuchs dort in 
geordneten Familienverhältnissen auf. An seinem Wohnort besuchte er die ersten 
vier Klassen der Primarschule, die restlichen in C., wo er mit den Eltern 
hingezogen war. Das letzte obligatorische Schuljahr absolvierte er in D.. Von 1994 
bis Ende März 2007 arbeitete er an verschiedenen Orten in E. und D. als Kellner. 
Im April 2007 kehrte er wieder in die Schweiz zurück. Er war im Casino und im 
Restaurant F. in C. tätig. Von Juni 2008 bis Oktober 2009 arbeitete er im 
Restaurant G. in H. als Kellner, wo er einen monatlichen Nettolohn von Fr. 3'200.-- 
erzielte. Im November 2009 renovierte er in I. eine Bar. Diese eröffnete er auf die 
Wintersaison 2009/2010. Eigenen Angaben zufolge hat er Schulden in Höhe von € 
31'000.--. 

Seit dem Jahre 2005 lebt er mit seiner Lebensgefährtin AA. zusammen. Aus 
dieser Verbindung ist am 31. Juli 2009 eine Tochter entsprossen.

X. figuriert nicht im schweizerischen Zentralstrafregister. Aus dem 
Leumundsbericht der Kantonspolizei Graubünden vom 3. Juli 2009 geht hervor, 
dass er in der Region einen rechten Leumund geniesst. 

B. Mit Anklageverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 25. 
November 2009 wurde X. wegen einfacher Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 
1 Abs. 1 StGB, falschen Zeugnisses im Sinne von Art. 307 Abs. 1 StGB, 
Anstiftung zur Irreführung der Rechtspflege gemäss Art. 304 Abs. 1 StGB in 
Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 StGB, mehrfachen Fahrens ohne Führerausweis 
gemäss Art. 95 Ziff. 1 Abs. 1 SVG, Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 
91 Abs. 1 Satz 2 SVG, Entwendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch im 
Sinne von Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG sowie Widerhandlung gegen Art. 40 SVG und 
Art. 29 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG in Anklagezustand 
versetzt. Die Staatsanwaltschaft legte der Anklageschrift vom 25. November 2009 
folgenden Sachverhalt zu Grunde:

„1. […]

Am Donnerstagmorgen des 18. September 2008 hielt sich Y. im Nachtlokal J. in 
C. auf, wo er mit einer K. tanzte. Neben ihnen befand sich X. mit einer anderen K., 
welcher ihn plötzlich aufforderte, das Lokal zu verlassen. Auf dem Parkplatz vor 
dem J. traktierte ihn der Angeklagte mit Faustschlägen und Fusstritten, bis er zu 
Boden fiel. Als Y. am Boden lag, wurde er weiterhin geschlagen, bis er sich 

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befreien konnte und sich wieder ins Lokal begab. Unterdessen stieg X. mit den 
zwei K.-Staatsangehörigen in ein Taxi und entfernte sich vom Ort. Y. liess sich 
anschliessend in die Klinik L. begleiten, wo er medizinisch behandelt wurde.

Laut Arztbericht vom 2. Oktober 2008 zog sich Y. Prellungen an der Wirbelsäule 
und eine Schulterluxation links zu. Die voraussichtliche Dauer der Heilung wurde 
mit 4-5 Monaten angegeben. Gemäss Arztbericht, datiert vom 18. Februar 2009, 
erlitt er zudem Hämatome am Gesicht.

Der Angeklagte bestreitet, Y. geschlagen und ihn dabei verletzt zu haben.

[…]

Mit Eingabe vom 8. April 2009 reichte Rechtsanwalt Andrea Wieser namens und 
im Auftrage von Y. Adhäsionsklage ein.

[…]

2. […]

Im Rahmen eines Verkehrunfalles, welcher sich am Donnerstag, 15. Januar 2009, 
kurz nach 05.00 Uhr, in M. ereignet hatte, in welchen X. jedoch nicht involviert 
war, befragte ihn die Polizei am 16. Januar 2009 als Zeugen. Dabei sagte er 
wissentlich falsch aus, seine Kollegin BB. habe das Auto der Marke VW Golf, O., 
während der Fahrt in Richtung H. gelenkt und er sei auf dem Beifahrersitz 
gesessen. BB. bestätigte in der polizeilichen Einvernahme vom 17. Januar 2009, 
das fragliche Auto gelenkt zu haben.

In der polizeilichen Einvernahme vom 5. Februar 2009 widerrief sie ihre in der 
Einvernahme vom 17. Januar 2009 gemachten Aussagen. Sie gestand, ihre 
falschen Aussagen auf Aufforderung von X. hin gemacht zu haben; dies weil der 
Angeklagte nicht im Besitz eines Führerausweises war und er somit Probleme mit 
der Polizei wegen des erwähnten Verkehrsunfalles vermeiden wollte. In der 
folgenden Einvernahme vom 10. Februar 2009 anerkannte X. die komplette 
Falschheit seiner Aussagen und gab zu, das Auto vom Club P. bis zum Q. in C. 
selbst gelenkt zu haben. Anschliessend fuhr er nach H., wo er „Augenzeuge“ des 
oberwähnten Verkehrunfalles wurde.

[…]

3. […]

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Am Sonntagmorgen, 28. Juni 2009, hielt sich der Angeklagte im Club P. in C. auf, 
wo er mehrere Bacardi Cola konsumierte. Gegen 04.20 Uhr setzte er sich – ohne 
im Besitz eines Führerausweises zu sein und ohne um Erlaubnis der Halterin 
gefragt zu haben – ans Steuer des Personenwagens VW Golf, O., und fuhr in 
Richtung C.-Dorf – Zentrum. Eine Patrouille der Gemeindepolizei C., welche sich 
bei der Einfahrt des Hotels R. befand, beobachtete, wie der Angeklagte auf einer 
Distanz von ca. 100 Metern die Hupe grundlos betätigte, weshalb sich diese 
entschloss, ihm zu folgen. Vor der S., hielt sie ihn an und unterzog ihn einer 
Kontrolle. Aufgrund des festgestellten Mundalkoholgeruchs wurde zuerst ein 
Atemlufttest und anschliessend eine Blutprobe angeordnet.

Die vom Institut der Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen durchgeführte 
Blutanalyse ergab für den Zeitpunkt der inkriminierten Fahrt eine 
Blutalkoholkonzentration von mindestens 1.17 und maximal eine solche von 1.65 
Gewichtspromille. Dieser Wert wurde vom Angeklagten anerkannt.“ 

C. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss T. vom 23. 
Februar 2010 stellte und begründete der Untersuchungsrichter folgende Anträge: 

1. Der Angeklagte sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen. 

2. Dafür sei er zu 120 Tagessätzen zu je CHF 90.-- zu verurteilen sowie 
zu einer Busse von CHF 1'000.--, ersatzweise zu 18 Tagen 
Freiheitsstrafe.

3. Der Strafvollzug sei aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit von 
zwei Jahren.

4. Kostenfolge sei die gesetzliche.

Der Rechtsvertreter des Adhäsionsklägers stellte folgende Begehren:

1. X. sei zu verpflichten, Y. eine Genugtuungssume im Betrag von Fr. 
50'000.-- nebst Zins zu 5% seit dem 18. September 2008 zu bezahlen. 

2. Eventualiter sei der Adhäsionsbeklagte zu verpflichten, dem 
Adhäsionskläger eine Genugtuungssume nach richterlichem Ermessen 
zu bezahlen.

3. Der Adhäsionsbeklagte sei zu verpflichten, dem Adhäsionskläger als 
Schadenersatz die Summe von Fr. 4'995.-- zu bezahlen.

Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich der Kläger die 
Geltendmachung von weiteren Ersatzansprüchen gegenüber dem 
Adhäsionsbeklagten ausdrücklich vorbehält.

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4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten von X..

Der Verteidiger des Angeklagten stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Der Angeklagte sei vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung 
gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, des falschen Zeugnisses gemäss 
Art. 307 Abs. 1 StGB sowie der Entwendung eines Motorfahrzeuges 
zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG freizusprechen.

In den übrigen Punkten gemäss Anklageverfügung vom 25. November 
2009 sei der Angeklagte geständig und daher schuldig zu sprechen 
sowie angemessen zu bestrafen.

2. Die Adhäsionsklage sei abzuweisen, evt. sei sie auf den Zivilweg zu 
verweisen.

3. Gesetzliche Kostenfolge.

D. Mit Urteil vom 23. Februar 2010, mitgeteilt am 7. April 2010, erkannte der 
Bezirksgerichtsausschuss T.:

„1. X. ist schuldig der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 
Abs. 1 StGB, der Anstiftung zur Irreführung der Rechtspflege gemäss 
Art. 304 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 StGB, des 
mehrfachen Fahrens ohne Führerausweis gemäss Art. 95 Ziff. 1 Abs. 1 
SVG, des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 
Satz 2 SVG sowie der Widerhandlung gegen Art. 40 SVG und Art. 29 
Abs. 3 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG. 

2.  X. wird vom Vorwurf des falschen Zeugnisses im Sinne von Art. 307 
Abs. 1 StGB sowie der Entwendung eines Motorfahrzeuges zum 
Gebrauch im Sinne von Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG freigesprochen.

3. Dafür wird er zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je CHF 90.-- 
sowie zur Bezahlung einer Busse von CHF 1'000.--, ersatzweise zu 
einer Freiheitsstrafe von 18 Tagen, verurteilt. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird bedingt aufgeschoben; die 
Probezeit beträgt 2 Jahre.

5. Die Adhäsionsklage von Y. wird teilweise gutgeheissen und der 
Angeklagte unter Nachklagevorbehalt verpflichtet, dem 
Adhäsionskläger den Betrag von CHF 1'000.-- als Genugtuung und 
CHF 2'930.-- als Schadenersatz zu bezahlen.

Entscheide der Bezirksgerichte und ihrer Ausschüsse über 
Adhäsionsklagen können durch Berufung an das Kantonsgericht 

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Graubünden weitergezogen werden, das darüber ohne Parteivortritt 
entscheidet.

6. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- den Barauslagen der Staatsanwaltschaft CHF 1'393.65
- der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft CHF 4'300.00
- der Busse CHF 1'000.00
- den Gerichtskosten CHF 1'500.00
Total CHF 8'193.65

werden X. auferlegt. Die Gesamtkosten, zuzüglich der Busse von CHF 
1'000.--, belaufen sich auf CHF 8'193.65.

Das von CC. geleistete Depositum von CHF  600.-- ist ihm nach 
Begleichung des obigen Betrages durch X. zu erstatten.

7. [Rechtsmittelbelehrung]

8. [Mitteilung]“

E. Gegen dieses Urteil erhob X. am 28. April 2010 Berufung an das 
Kantonsgericht von Graubünden mit den folgenden Anträgen:

„1. Das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses T. vom 24. Februar 2010, 
mitgeteilt am 07. April 2010, sei teilweise aufzuheben und X. von der 
Anklage der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 
Abs. 1 StGB von Schuld und Strafe freizusprechen. Die Strafe für die 
anerkannten Delikte sei neu festzusetzen.  

2. Eventualiter sei die Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je CHF 90.-- 
und die Busse von CHF 1'000.-- herabzusetzen.

3. Die Adhäsionsklage von Y. sei abzuweisen. 

4. Eventualiter sei nur die Genugtuung von CHF 1'000.-- abzuweisen.

5. Subeventualiter sei sie auf den ordentlichen Zivilweg zu verweisen.

6. Es sei nach Massgabe von Art. 144 Abs. 1 StPO eine mündliche 
Berufungsverhandlung durchzuführen.

7. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.“

F. Am 5. Mai 2010 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf eine 
Vernehmlassung.

G. Mit Schreiben vom 6. Mai 2010 verwies das Bezirksgericht T. auf den 
angefochtenen Entscheid und verzichtete im Übrigen auf eine Stellungnahme.

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H. Y. reichte am 12. Mai 2010 eine Berufungsantwort mit folgenden Anträgen 
ein:

„1. Abweisung der Berufung.

2. Gesetzliche Kostenfolge.“

I. Am 14. Juli 2010 fand die mündliche Berufungsverhandlung vor der I. 
Strafkammer des Kantonsgerichts statt. Anwesend waren im Wesentlichen X. in 
Begleitung seines privaten Verteidigers, RA Dr. iur. P. Andri Vital sowie Y. in 
Begleitung von Frau DD. von der Opferhilfe-Beratungsstelle. Vertreter der 
Staatsanwaltschaft sowie der Rechtsvertreter von Y. waren nicht anwesend. Der 
Vorsitzende der I. Strafkammer des Kantonsgerichts wies darauf hin, dass die 
Richter Kenntnis von den Akten hätten. Auf Nachfrage verzichtete der 
Rechtsvertreter von X. auf das Verlesen von Aktenstücken.

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften und anlässlich der 
mündlichen Berufungsverhandlung sowie auf die Erwägungen im angefochtenen 
Urteil wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 141 Abs. 1 des Gesetzes über die Strafrechtspflege (StPO; 
BR 350.00) können der Verurteilte und der Staatsanwalt gegen Urteile und 
Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Ausschüsse beim Kantonsgericht 
Berufung einlegen. Die Berufung ist innert zwanzig Tagen seit der schriftlichen 
Eröffnung des Entscheids unter Beilage des angefochtenen Entscheids 
einzureichen. Sie ist zu begründen und hat darzutun, welche Mängel des 
erstinstanzlichen Entscheids gerügt werden und ob das ganze Urteil oder lediglich 
Teile davon angefochten werden (Art. 142 Abs. 1 StPO). Diesen Anforderungen 
vermag die vorliegende Berufung zu genügen, weshalb auf sie einzutreten ist.

2. Das Kantonsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil in tatsächlicher und 
rechtlicher Hinsicht im Rahmen der gestellten Anträge frei (Art. 146 Abs. 1 StPO). 
Es besitzt eine umfassende, uneingeschränkte Kognitionsbefugnis. Wenn die 
Aktenlage die Beurteilung zulässt und keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
vorliegt oder der Mangel geheilt ist, entscheidet das Kantonsgericht in der Sache 
selber (Art. 146 Abs. 2 StPO e contrario; Padrutt, Kommentar zur 
Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, 2. Auflage, Chur 1996, S. 376).

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3. Der Vorsitzende kann gemäss Art. 144 Abs. 1 StPO eine mündliche 
Berufungsverhandlung von Amtes wegen oder auf Antrag durchführen, wenn die 
persönliche Befragung des Angeklagten für die Beurteilung der Streitsache 
wesentlich ist. Auf die Berufungsverhandlung finden unter Vorbehalt abweichender 
Bestimmungen die Vorschriften der Strafprozessordnung über das 
Gerichtsverfahren sinngemäss Anwendung (vgl. Art. 144 Abs. 2 StPO). Mit der 
Durchführung der Berufungsverhandlung vom 14. Juli 2010 wurde dem 
entsprechenden Antrag des Berufungsklägers (Ziffer 6 des Dispositivs der 
Berufungsschrift) entsprochen.

4. Die Vorinstanz sprach den Beschwerdeführer schuldig wegen einfacher 
Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 des Schweizerischen 
Strafgesetzbuches (StGB, SR 311.0), Anstiftung zur Irreführung der Rechtspflege 
gemäss Art. 304 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 StGB, mehrfachen 
Fahrens ohne Führerausweis gemäss Art. 95 Ziff. 1 Abs. 1 des 
Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01), Fahrens in fahrunfähigem Zustand 
gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG sowie Widerhandlung gegen Art. 40 SVG und 
Art. 29 Abs. 3 der Verkehrsregelnverordnung (VRV; SR 741.11) in Verbindung mit 
Art. 90 Ziff. 1 SVG. Im Schuldpunkt lässt der Berufungskläger das vorinstanzliche 
Urteil zum grossen Teil unangefochten und begehrt lediglich den Freispruch von 
der Körperverletzung, weshalb nachfolgend zunächst geprüft wird, ob der 
Schuldspruch hinsichtlich der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 
Abs. 1 StGB zu Recht erfolgt ist oder nicht. 

a) Die Vorinstanz führte aus, die Aussagen der Zeugen EE., Y., FF., GG. 
sowie BB. stimmten im Kerngehalt überein und seien widerspruchsfrei gewesen. 
Den Zeugenaussagen könne somit ein hoher Beweiswert zugemessen werden. 
Die Aussagen des Angeklagten und heutigen Berufungsklägers seien hingegen 
als Schutzbehauptung zu qualifizieren. Für das Gericht bestünden keine Zweifel, 
dass der Berufungskläger den Berufungsbeklagten tätlich angegriffen und ihn 
dabei verletzt habe. Neben dem objektiven sei auch der subjektive Tatbestand von 
Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erfüllt, da der Berufungskläger zumindest 
eventualvorsätzlich gehandelt habe.

b) Der Berufungskläger bringt vor, die Vorinstanz verkenne, dass der 
Kerngehalt (Verlassen des Lokals durch die drei Frauen und ihn sowie Besteigen 
des Taxis) der für die Vorinstanz massgebenden Zeugenaussagen sich nicht auf 
die fragliche Zeitspanne zwischen dem Verlassen des Lokals durch den 
Berufungsbeklagten und angeblich auch durch ihn bis zur Rückkehr des Ersteren 

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ins Lokal beziehe, sondern lediglich auf die Ereignisse nach der fraglichen Tat. 
Man könne nicht von der Zuverlässigkeit der Zeugenaussagen betreffend das 
Verlassen des Lokals und das Besteigen des Taxis im Umkehrschluss ableiten, 
dass deshalb seine Bestreitung der Tat eine reine Schutzbehauptung sei. Indem 
die Vorinstanz dies trotzdem getan habe, sei sie in Willkür verfallen. Im Übrigen 
verkenne die Vorinstanz, dass er sich nicht in Widerspruch zu den als glaubwürdig 
eingestuften Zeugen gesetzt habe. Im Kerngehalt sage er das gleiche aus wie 
diese Zeugen, wenn seine Aussagen in unwesentlichen Nebenpunkten auch 
abwichen. 

Im Gegensatz zu den Aussagen des Berufungsbeklagten habe keine der drei 
Frauen ausgesagt, bemerkt zu haben, dass dieser im Lokal zum Berufungskläger 
gegangen sei bzw. dass der Berufungskläger mit ihm hinausgegangen sei. Es sei 
auch merkwürdig, dass sich mehrere Taxifahrer am Tatort hätten aufhalten sollen, 
obwohl keine Zeugen die Tat gesehen hätten. Weder HH., II., noch ein weiterer 
Taxifahrer, der zu dieser Zeit anwesend gewesen sei, JJ., hätten von der 
Schlägerei etwas gesehen.

Die Aussagen der Zeugen betreffend das Verlassen des Lokals durch die drei 
Frauen und den Taxifahrer seien widersprüchlich. So würden BB. und GG. sowie 
der Taxifahrer HH. Manuel De Paiva Ribeiro nicht aussagen, dass sie beim 
Verlassen des Lokals Y. entgegenkommen gesehen hätten. Hingegen habe ihn 
FF. angeblich zu dieser Zeit mit einem blauen Auge gesehen. Merkwürdig sei nur, 
dass er einerseits gemäss Arztbericht vom 2. Oktober 2008 gar kein blaues Auge 
gehabt habe, andererseits die anderen Personen ihn gar nicht gesehen hätten, 
obschon sie alle zusammen hinausgegangen seien. Tatsache sei, dass niemand 
den Berufungskläger beim Verlassen des Lokals gesehen habe, noch dass er den 
Berufungsbeklagten zusammengeschlagen und verletzt habe. Selbst EE. sei sich 
bei der Konfronteinvernahme, wo er erstmals auf Art. 307 StGB hingewiesen 
worden sei, nicht mehr sicher gewesen, vom Berufungskläger gehört zu haben, 
dass der Berufungsbeklagte von diesem zusammengeschlagen worden sei.

In welcher Reihenfolge bzw. in welcher Zeitspanne die drei Frauen und der 
Berufungskläger nach draussen gegangen seien, sei 5 Monate nach der Tat nicht 
mehr wahrheitsgetreu rekonstruierbar gewesen, weshalb diese Aussagen 
unzuverlässig seien. Dass der Taxifahrer HH. bemerkt habe, dass nur die drei 
Frauen zusammen hinausgekommen seien und der Berufungskläger bereits 
draussen gestanden habe, vermöge noch nicht dem Beweis standzuhalten, dass 
er bereits für längere Zeit draussen gestanden bzw. dann auch tatsächlich den 

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Berufungsbeklagten zusammen geschlagen habe. Es könne ebenso L. sein, dass 
er nur kurze Zeit bei der Eingangstür gestanden habe, weil die drei Frauen beim 
Verlassen des Lokals noch die Jacken geholt hätten und er deshalb bei der 
Eingangstür auf sie gewartet habe. 

Hinsichtlich der sich vom Berufungsbeklagten zugezogenen Verletzungen sei 
noch bemerkt, dass gemäss Arztbericht der Klinik L. vom 2. Oktober 2008 eine 
Schulterluxation links sowie eine Prellung der Wirbelsäule festgestellt worden 
seien. Hämatome am Gesicht, am Körper oder an den Beinen sowie ein blaues 
Auge, welche gemäss seinen Aussagen und laut Arztbericht vom 18. Februar 
2009 festgestellt worden seien, würden bestritten. Es sei medizinisch unmöglich, 
erst Tage oder Wochen später Hämatome (insbesondere ein blaues Auge) 
festzustellen. Die Klinik L., welche den Berufungsbeklagten noch am selben Tag 
behandelt habe, habe in ihrem Arztbericht keine solchen Verletzungen feststellen 
können.

Somit bestünden nach objektiver Betrachtung vernünftige Zweifel daran, dass der 
Berufungskläger den Berufungsbeklagten geschlagen und ihn dabei verletzt 
haben soll. Aufgrund der Beweiswürdigungsregel „in dubio pro reo“ sei er daher 
von Schuld und Strafe freizusprechen.

c) Es erscheint an dieser Stelle angebracht, die Aussagen des 
Berufungsklägers, des Berufungsbeklagten, dessen Darstellung des 
Sachverhaltes die Vorinstanz hauptsächlich gefolgt ist, und der übrigen Zeugen in 
ihren wesentlichen Teilen wiederzugeben.

c/aa) Die polizeiliche Einvernahme des Berufungsbeklagten erfolgte am 22. 
September 2008 (act. 3.4). Er sagte aus, in der fraglichen Nacht im J. in C. 
gewesen zu sein, wo er mit einer blonden K. getanzt habe. In der Nähe habe der 
Berufungskläger mit einer braunhaarigen Frau getanzt. Plötzlich habe dieser die 
zwei Frauen sowie eine dritte Frau zu sich gerufen. Daraufhin sei er zum 
Berufungskläger gegangen und habe ihn gefragt, wieso er das mache. Dieser 
habe ihn dann aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Um zu erfahren, was los sei, 
sei er der Aufforderung gefolgt. Ausserhalb des Lokals sei er sofort vom 
Berufungskläger angegriffen worden. Er habe mehrere Faustschläge ins Gesicht, 
auf den Brustkorb und die Schultern erhalten. Während dieses Angriffs habe er 
eine Schulterluxation erlitten, da er zu Boden gefallen sei. Auf dem Boden liegend 
sei er von der gleichen Person mehrmals geschlagen worden. Er habe versucht, 
sich bestmöglich zu verteidigen. Die Person habe ihn auf N. beschimpft. Es hätten 

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sich mehrere Personen vor dem J. aufgehalten, darunter auch einige Taxifahrer. 
Ein Taxifahrer habe dem Angreifer gesagt, dass er aufhören solle. Es sei ihm 
gelungen, sich vom Angreifer zu befreien und sich erneut ins Lokal zu begeben. 
Dort habe er auf der Treppe seinen Arbeitskollegen KK. getroffen. Nachdem er 
sich in der Toilette das Gesicht gewaschen habe, sei er wieder vor das Lokal 
gegangen und habe sich dort auf einen Stuhl gesetzt. Er habe gesehen, wie KK. 
mit anderen Leuten Probleme gehabt habe. Kurze Zeit danach sei er zu ihm 
gekommen und habe erzählt, dass der Angreifer mit einem Taxi weggefahren sei. 
In der Konfronteinvernahme mit dem Berufungskläger vor dem 
Untersuchungsrichter vom 21. Januar 2009 (act. 3.20) sagte der 
Berufungsbeklagte als Zeuge (Art. 307 StGB) aus, dass er sich ganz sicher sei, in 
der besagten Nacht vom Berufungskläger geschlagen worden zu sein. Er täusche 
sich nicht. Der Berufungskläger habe begonnen, ihm Faustschläge ins Gesicht 
und auf den Körper zu geben. Er sei zu Boden gestürzt und habe einen starken 
Schmerz in der Schulter gespürt. Er habe auch noch Fusstritte erhalten.          

c/bb) Der Berufungskläger sagte am 27. September 2008 polizeilich aus (act. 
3.7), dass er am 18. September 2008 nach 05:00 Uhr das J. zusammen mit den 
zwei K. Frauen und einem Taxifahrer verlassen habe, um mit einem Taxi nach H. 
zu fahren. Ebenfalls mitgefahren sei eine männliche Person namens LL.. Es 
stimme nicht, dass er vor dem Lokal eine Person angegriffen und mehrmals 
geschlagen habe. Es sei ihm nicht aufgefallen, dass jemand versucht habe, das 
Taxi zu stoppen. Er habe bestimmt nichts mit einer Schlägerei zu tun gehabt. An 
der Konfronteinvernahme des Berufungsbeklagten vom 21. Januar 2009 (act. 
3.20) bestritt der Berufungskläger, jenen geschlagen oder verletzt zu haben. Er 
vermute, jener habe ihn mit jemandem verwechselt.

c/cc) KK. sagte am 22. September 2008 vor der Polizei aus (act. 3.6), die 
fragliche Nacht mit dem Berufungsbeklagten im J. verbracht zu haben. Wann der 
Berufungsbeklagte das Lokal verlassen habe und warum, könne er nicht sagen. 
Plötzlich sei dieser ins Lokal zurückgekehrt und habe im Gesicht geblutet. Der 
Berufungsbeklagte habe sofort gesagt, durch eine Person, welche bereits im Taxi 
sitze, zusammengeschlagen worden zu sein. Sofort habe er mit Hilfe eines 
Gartenstuhls versucht, das Taxi noch zu stoppen. Der Taxifahrer, welcher bereits 
im Taxi gesessen sei, habe das Fahrzeug verlassen und den vor das Taxi 
gestellten Stuhl weggenommen, um dann wegfahren zu können. Ein anderer 
Taxifahrer, II., der sich zu dieser Zeit ebenfalls auf dem dortigen Parkplatz 
aufgehalten habe, habe ebenfalls versucht, die Sache unter Kontrolle zu bringen 
und ihn dabei ohne Grund leicht am rechten Fuss sowie im Brustbereich verletzt. 

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Er kenne den Täter der Schlägerei ziemlich gut. Von der Schlägerei habe er 
bestimmt nichts gesehen.

c/dd) EE. sagte am 4. Oktober 2008 polizeilich aus (act. 3.9), er habe in der 
fraglichen Nacht nach 05.00 Uhr plötzlich den Berufungsbeklagten gesehen, 
welcher ins Lokal gekommen sei. Vor Ort habe er sofort sehen können, dass 
dieser verletzt gewesen sei (Verletzungen im Gesicht etc.). Er kenne diese 
Person, weil er mit ihm auch bereits Probleme gehabt habe (Tätlichkeiten, die er 
der Polizei nicht gemeldet habe). Sofort sei es ihm klar geworden, dass es 
draussen vor der Tür zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen sei. Im 
Lokal habe der Berufungsbeklagte KK. getroffen. Beide hätten in der Folge das 
Lokal verlassen. Vor dem J. sei zu dieser Zeit ein Taxi gestanden, in welches drei 
bis vier Personen hätten einsteigen wollen. Es habe sich dabei um eine männliche 
Person und zwei oder drei Frauen gehandelt. Als die Personen bereits im Taxi 
gesessen seien, habe KK. versucht, das Taxi mit einem Gartenstuhl zu stoppen. 
Den Vorfall, bei welchem der Berufungsbeklagte verletzt worden sei, habe er nicht 
sehen können. Eine Woche nach dem Vorfall habe er den Berufungskläger im 
gleichen Lokal getroffen. Dieser habe ihm am selben Tag gesagt, den 
Berufungsbeklagten zusammengeschlagen zu haben, weil es Probleme mit seiner 
Freundin gegeben habe. Der Berufungsbeklagte solle in der fraglichen Nacht mit 
einer Freundin des Berufungsklägers getanzt haben, was für letzteren nicht 
akzeptabel gewesen sei. Nach diesem Vorfall seien der Berufungskläger und der 
Berufungsbeklagte nach draussen gegangen. Nach einer verbalen 
Auseinandersetzung sei es zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen, 
wobei der Berufungsbeklagte zuerst zugeschlagen haben solle. Er (EE.) habe sich 
zu dieser Zeit noch im Lokal befunden und deshalb den Vorfall nicht mitverfolgen 
können. Der Berufungskläger habe ihm gesagt, er habe dem Berufungsbeklagten 
wirklich einen Faustschlag ins Gesicht gegeben. Die Frauen, welche mit dem 
Berufungskläger unterwegs gewesen seien, hätten sich zur Zeit des Vorfalls noch 
im Lokal aufgehalten. Seiner Meinung nach habe der Berufungsbeklagte den 
Vorfall provoziert, dieser sei in C. als Schläger bestens bekannt. Bei der 
Konfronteinvernahme vom 21. Januar 2009 als Zeuge (Art. 307 StGB) 
einvernommen (act. 3.17), bestritt Tomas Osterland, anlässlich der polizeilichen 
Einvernahme behauptet zu haben, dass der Berufungskläger ihm gegenüber 
gesagt habe, den Berufungsbeklagten zusammengeschlagen zu haben. Er habe 
diesen Satz nicht so formuliert. Zwar sei ihm Gelegenheit gegeben worden, das 
Protokoll durchzulesen, aber er habe anscheinend nicht auf diesen Satz geachtet. 
Der Berufungskläger habe vielmehr zu ihm gesagt, dass er vom 

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Berufungsbeklagten provoziert worden sei und dass letzterer ihn auch mit der 
Faust ins Gesicht geschlagen habe, worauf er sich gewehrt habe. Es bestehe die 
Möglichkeit, dass er den Berufungskläger falsch verstanden habe, denn das 
Gespräch habe in einem Lokal stattgefunden, wo laute Musik gewesen sei und 
sich viele Leute aufgehalten hätten.

c/ee) Der Polizeibeamte MM., der die erste Einvernahme von EE. vom 4. Oktober 
2008 protokolliert hatte, sagte am 4. März 2009 als Zeuge (Art. 307 StGB) aus 
(act. 3.36), EE. habe ihm am Telefon erzählt, dass er kurz nach dem fraglichen 
Vorfall mit dem Berufungskläger gesprochen habe und dass dieser ihm gesagt 
habe, den Berufungsbeklagten geschlagen zu haben. An der polizeilichen 
Einvernahme habe ihm EE. bestätigt, was er ihm bereits telefonisch erzählt habe. 
Seine Schilderungen habe er ganz spontan gemacht, weshalb sie ihm 
glaubwürdig erschienen seien. Es könne nicht sein, dass er die Schilderungen von 
EE. missverstanden habe. Er habe geschrieben, was dieser erzählt habe. EE. 
blieb der Einvernahme von MM. als Zeuge unentschuldigt fern.              

c/ff) Der Taxifahrer HH. sagte an den polizeilichen Einvernahmen vom 18. 
September 2008 (act. 3.3) und 29. September 2008 (act. 3.8) aus, die im Gesicht 
blutende Person vor dem J. gesehen zu haben. Er könne jedoch keine Angaben 
machen, wie und durch wen es zu diesen Verletzungen gekommen sei. Er sei für 
kurze Zeit im J. gewesen und habe gesehen, wie die drei Damen das Lokal 
verlassen hätten. Es seien die drei jungen Damen gewesen, welche er 
anschliessend nach H. gefahren habe. Er habe sie auf dem Parkplatz gefragt, ob 
sie ein Taxi bräuchten und sie hätten ja gesagt. Auf dem gleichen Parkplatz sei 
der Berufungskläger gewesen. Auch er habe ein Taxi für eine Fahrt nach H. 
gebraucht. Der Berufungskläger und die drei Damen seien dann ins Taxi 
eingestiegen. Die Wegfahrt sei von KK. behindert worden. Ein anderer Taxifahrer 
habe versucht, KK. vom Taxi wegzudrängen, was etwa 4 bis 5 Minuten gedauert 
habe.

c/gg) Der Taxifahrer II. sagte am 18. September 2008 polizeilich aus (act. 3.2), 
dass er auf dem Parkplatz vor dem J. auf KK. getroffen sei. Dieser habe einen 
Taxifahrer angreifen wollen, der Gäste in sein Taxi habe einsteigen lassen. Der 
Taxifahrer heisse HH. und habe versucht, sich von KK. zu entfernen.

c/hh) FF. sagte an der Einvernahme vom 24. Februar 2009 als Zeugin (Art. 307 
StGB) aus (act. 3.30), mit dem Berufungskläger befreundet gewesen zu sein, bis 
es Streit gegeben habe. Als sie mit GG. und BB. das Lokal verlassen habe, sei der 

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Berufungskläger nicht dabei gewesen. Dieser habe bereits draussen vor der 
Eingangstür gestanden. Er sei eigentlich ruhig und nicht verletzt gewesen. 
Jemand habe vor dem Taxi mit einem Stuhl gestanden und habe die Wegfahrt des 
Taxis verhindern wollen. Sie habe sich gesagt, dass es sich vielleicht um einen 
Freund von der Partei gehandelt habe, die in die Schlägerei verwickelt gewesen 
sei. Beim Verlassen des Lokals habe sie nämlich einen Jungen mit einem blauen 
Auge entgegenkommen gesehen. Es habe sich um einen N. gehandelt, mit dem 
sie an jenem Morgen kurz getanzt habe. Der Berufungskläger sei ganz ruhig im 
Taxi gesessen und habe überhaupt nicht gesprochen. Wann und mit wem der 
Berufungskläger das Lokal verlassen habe, habe sie nicht festgestellt. Sie habe 
etwas von einer Schlägerei gehört, wisse aber nicht mehr von wem. Sie habe 
gehört, dass er aktiv in eine Schlägerei verwickelt gewesen sei, weitere Details 
kenne sie aber nicht.

c/ii) GG. sagte an der Einvernahme vom 24. Februar 2009 als Zeugin (Art. 307 
StGB) aus (act. 3.31), am fraglichen Morgen das Lokal mit ihren zwei Kolleginnen 
und dem Berufungskläger verlassen zu haben. Unmittelbar vor der Wegfahrt des 
Taxis sei ihr nichts Besonderes aufgefallen. Sie habe auf dem Rücksitz des Taxis 
gesessen und nichts gesehen. Das Taxi sei sofort weggefahren, nachdem sie 
eingestiegen seien. Sie habe gehört, dass der Berufungskläger beschuldigt werde, 
aktiv an einer Schlägerei teilgenommen zu haben. Dies könne aber nicht gewesen 
sein, weil er nicht verletzt gewesen sei und sich nach Verlassen des Lokals normal 
verhalten habe.

c/kk) BB. sagte an der Einvernahme vom 24. Februar 2009 als Zeugin (Art. 307 
StGB) aus (act. 3.32), das Lokal am fraglichen Morgen mit ihren zwei Kolleginnen 
und dem Berufungskläger verlassen zu haben. Sie seien dann mit dem Taxi nach 
H. gefahren. Das Taxi sei sofort weggefahren, nachdem sie eingestiegen seien. 
Sie habe von einer Schlägerei gehört. Ihr sei gesagt worden, dass der 
Berufungskläger beschuldigt werde, daran teilgenommen zu haben.        

5.a) Bei der Würdigung der Beweismittel entscheidet das Gericht gemäss Art. 
125 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 146 Abs. 1 StPO nach freier, in der 
Hauptverhandlung gewonnener Überzeugung. Die Beweislast für die dem 
Angeklagten zur Last gelegte Tat liegt dabei grundsätzlich beim Staat (Padrutt, 
a.a.O., S. 306). An den Beweis sind hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird 
mehr als eine blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der 
Täterschaft. Nach der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden 
Beweiswürdigungsregel „in dubio pro reo“ darf sich der Strafrichter jedoch nicht 

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von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt 
erklären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel an den tatsächlichen 
Voraussetzungen für ein verurteilendes Erkenntnis bestehen (BGE 124 IV 86 E. 
2.a). Bloss theoretische und abstrakte Zweifel sind indessen nicht massgebend, 
weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden 
kann. Es muss sich vielmehr um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel 
handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven Rechtslage 
aufdrängen (BGE 120 Ia 31 E. 2.c). Aufgabe des Richters ist es, ohne Bindung an 
Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu überwinden und sich mit 
Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die Bildung 
der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die Schuld des 
Angeklagten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise und Indizien stützen, die 
vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen vermögen (vgl. PKG 
1987 Nr. 12; Padrutt, a.a.O., S. 307; Schmid, Strafprozessrecht, Eine Einführung 
auf der Grundlage des Strafprozessrechts des Kantons Zürich und des Bundes, 4. 
Auflage, Zürich 2004, N. 294 f.). Diese allgemeine Rechtsregel kommt nicht schon 
dann zur Anwendung, wenn Aussage gegen Aussage steht. Es ist vielmehr 
anhand sämtlicher sich aus den Akten ergebenden Umstände zu untersuchen, ob 
die Darstellung der Anklage oder jene des Angeklagten den Richter zu 
überzeugen vermag. Erst wenn eine solche Überzeugung weder in der einen noch 
in der anderen Richtung zu gewinnen ist, muss gemäss dem Grundsatz „in dubio 
pro reo“ der für den Angeklagten günstigere Sachverhalt angenommen werden 
(PKG 1978 Nr. 31; Padrutt, a.a.O., S. 307). In diesem Fall hat ein Freispruch zu 
erfolgen.

b) Beim Vorliegen verschiedener Beweismittel verbietet der Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung eine Rangordnung. Vielmehr schliesst der 
strafprozessuale Grundsatz der Ermittlung der materiellen Wahrheit eine Bindung 
an die Anträge und Vorlagen der Parteien aus (ZR 90 1991 Nr. 30). Insbesondere 
sind Aussagen von Zeugen, Auskunftspersonen und Angeklagten vollgültige 
Beweismittel mit derselben Beweiseignung. Auch wenn der Angeklagte am 
Verfahren direkt beteiligt ist, stellt seine Aussage gleichwohl ein Beweismittel dar 
und sind seine Aussagen richterlich auf ihre materielle Richtigkeit hin zu würdigen. 
Bei der Beweiswürdigung ist nicht die Form, sondern der Gesamteindruck, das 
heisst die Art und Weise der Bekundung, sowie die Überzeugungskraft der 
Beweismittel im Einzelfall, entscheidend (Hauser/Schweri/Hartmann, 
Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Auflage, Basel 2005, § 54 N 5), wobei nicht 
in erster Linie die Glaubwürdigkeit des Aussagenden, sondern vielmehr die 

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Glaubhaftigkeit seiner konkreten Aussage im Vordergrund steht. Mehrere Indizien, 
die, einzeln betrachtet, immer nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die 
Täterschaft oder die Tat hinweisen, können zusammen vollen Beweis und volle 
Überzeugung bringen und jeden vernünftigen Zweifel ausschliessen. In diesem 
Fall sind sie nicht einzeln, sondern in ihrer Gesamtheit zu würdigen (BG-Urteil 
1P.87/2002 vom 17. Juni 2002, E. 3.4). Als Kennzeichen wahrheitsgetreuer 
Aussagen sind dabei die innere Geschlossenheit und Folgerichtigkeit in der 
Darstellung des Geschehens sowie die konkrete und anschauliche Wiedergabe 
des Erlebten zu werten (vgl. im Detail: Arntzen/Michaelis-Arntzen, Psychologie der 
Zeugenaussage, System der Glaubwürdigkeitsmerkmale, 3. Auflage, München 
1993).

c) Fest steht und völlig unbestritten ist, dass sich der Berufungskläger am 
frühen Morgen des 18. September 2008 im Nachtlokal J. in C. aufhielt, wo auch 
der Berufungsbeklagte anwesend war. Gemäss seinen eigenen Aussagen verliess 
der Berufungskläger nach 05:00 Uhr das J. mit zwei K. Frauen und einem 
Taxifahrer, um in deren Begleitung mit dem Taxi nach H. zu fahren, wobei eine 
männliche Person namens LL. ebenfalls mitgefahren sei (act. 3.7). Dem 
widersprechen jedoch die Aussagen von EE. (act. 3.9), HH. Miguel De Paiva 
Riberio (act. 3.3, 3.8), FF. (act. 3.30), GG. (act. 3.31) sowie BB. (act. 3.32), 
wonach der Berufungskläger in Begleitung von drei Frauen (FF., GG. und BB.) – 
nicht jedoch eines Mannes namens LL. – mit dem Taxi weggefahren ist. Der 
Berufungskläger verliess das Nachtlokal zudem nicht gemeinsam mit den drei 
Frauen. Vielmehr hatte er dieses bereits verlassen und wartete im 
Eingangsbereich auf seine Begleiterinnen, wie aus den Aussagen von HH. und 
FF. unzweifelhaft hervorgeht. Auch der Berufungsbeklagte hatte das Nachtlokal 
um diese Zeit verlassen. Dies konnte – wenn auch ohne genaue Angabe der Zeit 
oder des Grundes - KK. feststellen (act. 3.6). Irrelevant ist, dass – wie der 
Berufungskläger vorbringt – keine seiner Begleiterinnen gemäss ihren Aussagen 
gemerkt hat, dass der Berufungsbeklagte im Lokal zum Berufungskläger 
gegangen ist bzw. mit ihm das Lokal verlassen hat, denn es steht fest, dass die 
beiden Männer das Lokal zumindest zeitnah verliessen. Als der 
Berufungsbeklagte später in das J. zurückkehrte, hatte er gemäss den 
Beobachtungen von KK. (act. 3.6), EE. (act. 3.9) und HH. (act. 3.3, 3.8) sichtbare 
Verletzungen im Gesicht und auch FF. will beim Verlassen des Lokals einen 
jungen N. wie den Berufungsbeklagten mit einem blauen Auge entgegenkommen 
gesehen haben. Im Gegensatz zu den Vorbringen des Berufungsklägers ist dabei 
nicht von entscheidender Bedeutung, dass GG. und BB. nicht ebenfalls 

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aussagten, den Berufungsbeklagten mit Verletzungen im Gesicht entgegekommen 
gesehen zu haben; vielmehr ist denkbar, dass diese beiden Frauen zu der frühen 
Stunde nicht genau auf die entgegenkommenden Personen achteten oder nichts 
Entsprechendes bemerkten. KK. begab sich in der Folge zum Taxi, worin er den 
Täter vermutete. Dabei versuchte er, das Taxi mit Hilfe eines Gartenstuhls zu 
stoppen, was nicht nur er selbst (act. 3.6) bestätigte, sondern auch von EE. (act. 
3.9), HH. (act. 3.3, 3.8), II. (act. 3.2) und FF. (act. 3.30) wahrgenommen wurde. Im 
Lichte dieser Aussagen ist es wenig plausibel, wenn der Berufungskläger 
behauptet, es sei ihm beim Einsteigen in das Taxi nichts Verdächtiges aufgefallen 
und es sei ihm auch nicht aufgefallen, dass jemand versucht habe, das Taxi 
aufzuhalten (act. 3.7).    

d) Für die Vorinstanz gab es keine Zweifel, dass der Berufungskläger den 
Berufungsbeklagten tätlich angriff und ihn dabei verletzte. Letzterer behauptet, 
mehrere Faustschläge ins Gesicht, auf den Brustkorb und die Schultern erhalten 
zu haben. Auch auf dem Boden liegend sei er noch geschlagen worden. Diesen 
Vorgang konnte indes kein Zeuge unmittelbar beobachten. Insbesondere steht 
fest, dass die drei den Berufungskläger begleitenden Frauen das Lokal erst nach 
dem Vorfall verliessen, nichts sahen und erst im Eingangsbereich des J. auf den 
Berufungskläger trafen. Die erkennende I. Strafkammer des Kantonsgerichts hält 
die Sachverhaltsdarstellung des Berufungsbeklagten jedoch auch insoweit für 
überzeugend. Er brachte bereits an der polizeilichen Einvernahme detailliert und 
nachvollziehbar den Ablauf der Geschehnisse am Morgen des 18. September 
2008 vor (act. 3.4). Seine Darstellung ist auch glaubhaft, weil er erstelltermassen 
blutverschmiert in das Nachtlokal zurückkehrte und KK. sofort mitteilte, durch eine 
im Taxi sitzende Person zusammengeschlagen worden zu sein (act. 3.6). KK. 
versuchte darauf unverzüglich, das Taxi, in welchem auch der Berufungskläger 
sass, mit einem Gartenstuhl zu blockieren. Es liegt nicht nahe, dass der soeben 
verletzte und blutende Berufungskläger kurzerhand eine (derart glaubwürdige) 
Geschichte erfand. Sodann ist auch zu würdigen, dass EE. anlässlich seiner 
polizeilichen Einvernahme aussagte, der Berufungskläger habe ihm eine Woche 
nach der Tat geschildert, den Berufungsbeklagten geschlagen und diesem dabei 
auch einen Faustschlag ins Gesicht gegeben zu haben (3.9). Zwar bestritt er an 
der Konfronteinvernahme mit dem Berufungskläger, dies ausgesagt zu haben (act. 
3.17), jedoch ist festzuhalten, dass, wenn in Konfrontation mit dem Angeklagten 
früher gemachte Aussagen von einem Belastungszeugen widerrufen werden, dies 
nicht ohne weiteres zu deren Unverwertbarkeit führt, sondern der freien 
richterlichen Beweiswürdigung unterliegt (Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., § 54 

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N 4). Es ist nicht nachvollziehbar, wenn EE. vorbringt, er habe das Protokoll zwar 
durchlesen können, aber anscheinend nicht auf diesen Satz geachtet. Dies umso 
mehr, wenn er weiter darlegt, es bestehe auch die Möglichkeit, dass er den 
Berufungskläger falsch verstanden habe. So ist nicht schlüssig, ob er seine 
Aussage an der polizeilichen Einvernahme bestreitet, weil sie angeblich gar nicht 
erfolgt ist – nur in diesem Fall hätte es Sinn gemacht, „auf diesen Satz“ im 
Protokoll zu achten -, oder weil er den Berufungskläger falsch verstanden haben 
könnte. Es ist keinerlei Grund ersichtlich, weshalb EE. am Telefon sowie 
anlässlich der Einvernahme gegenüber dem Polizeibeamten MM. nicht die 
Wahrheit hätte sagen sollen. Letzterer sagte - als Zeuge (Art. 307 StGB) 
einvernommen – aus, es sei ausgeschlossen, dass er die (identischen) Aussagen 
von EE. am Telefon sowie an der polizeilichen Einvernahme missverstanden 
habe. Dieser habe seine Schilderungen ganz spontan gemacht (act. 3.36). Die 
Aussagen von EE. an der polizeilichen Einvernahme decken sich denn auch zum 
grössten Teil mit den Vorbringen des Berufungsbeklagten. Nach der Darstellung 
von EE. soll ihm der Berufungskläger mitgeteilt haben, dem Berufungsbeklagten 
einen Faustschlag ins Gesicht gegeben zu haben, weil es Probleme mit seiner 
Freundin gegeben habe. Der Berufungsbeklagte habe mit dieser getanzt, was vom 
Berufungskläger nicht akzeptiert habe werden können, worauf die beiden Männer 
das Lokal verlassen hätten (act. 3.9). Es ist auch nicht davon auszugehen, dass 
sich EE. mit dem Berufungsbeklagten im Vorfeld der polizeilichen Einvernahme 
abgesprochen hat oder jener von diesem anderweitig beeinflusst worden ist. Nach 
seinen eigenen Aussagen kennt er den Berufungsbeklagten, weil er angeblich mit 
ihm auch schon Probleme gehabt habe. Dieser sei als Schläger bestens bekannt, 
weshalb er nach seiner Meinung zuerst zugeschlagen haben soll (act. 3.9).                

e) Der Berufungsbeklagte sagte aus, im Vorfeld der Auseinandersetzung mit 
einer blonden Frau aus der K. im J. getanzt zu haben, welche mit dem 
Berufungskläger unterwegs gewesen sei (act. 3.4). Auch EE. sagte polizeilich aus, 
vom Berufungskläger gehört zu haben, dass der Berufungsbeklagte mit einer der 
Freundinnen des Berufungsklägers getanzt habe, was für diesen nicht akzeptabel 
gewesen sei (act. 3.9). Von der E. FF. und den beiden Solowakinnen GG. und BB. 
sagte zwar einzig die erste aus, am fraglichen Morgen kurz mit einem N. getanzt 
zu haben, den sie auch beim Verlassen des Lokals mit einem blauen Auge 
entgegenkommen gesehen haben will (act. 3.30). Es ist jedoch durchaus denkbar, 
dass der Berufungsbeklagte neben FF. auch noch mit einer der beiden K. tanzte, 
bevor es zu den Aggressionen seitens des Berufungsklägers kam oder dass er 
sich in seiner Tanzpartnerin irrte und tatsächlich gar nicht mit einer der K., sondern 

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mit FF. tanzte. Jedenfalls vermögen die möglicherweise leicht abweichenden 
Aussagen von FF. und dem Berufungsbeklagten nicht vom Schluss abzulenken, 
dass der Berufungskläger den Berufungsbeklagten aus Eifersucht geschlagen hat. 
Mit diesem erklärbaren Motiv liegt ein weiteres Indiz vor, welches die Zurechnung 
der Tat an den Berufungskläger erlaubt. 

f) Nach dem Ausgeführten bestehen für die I. Strafkammer des 
Kantonsgerichts keine vernünftigen Zweifel, dass der Berufungskläger zeitnah mit 
dem Berufungsbeklagten das J. verliess, diesem vor dem Nachtlokal Schläge ins 
Gesicht sowie auf den Oberkörper versetzte und ihm so erhebliche Verletzungen 
zufügte. Anhand der gesamten polizeilichen Einvernahmen und Zeugenaussagen 
lassen sich sowohl das Motiv der Tat und der Ablauf der Geschehnisse, aber auch 
das Zusammenschlagen des Berufungsbeklagten durch den Berufungskläger an 
sich zweifelsfrei rekonstruieren. Die Aussagen des Berufungsklägers hingegen 
widersprechen klar dem so ermittelten Sachverhalt, sodass sie als reine 
Schutzbehauptungen zu werten sind. Nicht als erstellt gilt, dass – wie EE. 
aussagte, vom Berufungskläger gehört zu haben (act. 3.9, 3.17) – der 
Berufungsbeklagte den Berufungskläger zuerst provoziert bzw. diesem gar ins 
Gesicht geschlagen hat. Gemäss den Aussagen von FF. und GG. stand der 
Berufungskläger ruhig und unverletzt vor dem Nachtlokal, als die drei Frauen 
dieses verliessen. Zudem bestritt der Berufungskläger ausdrücklich, EE. gesagt zu 
haben, er sei vom Berufungsbeklagten provoziert und geschlagen worden, worauf 
er sich dann gewehrt habe (act. 3.17).     

g) Der Berufungsbeklagte wurde noch am Tage der Tat, dem 18. September 
2008, in die Klinik L. in C. eingeliefert. Gemäss dem Arztbericht von Dr. med. NN. 
von der Klinik L. vom 2. Oktober 2008 wurde eine Schulterluxation links sowie eine 
Prellung der Wirbelsäule mit einer voraussichtlichen Heilungszeit von 4-5 Monaten 
festgestellt (act. 3.14). Es handelte sich um eine Schulterluxation nach vorne 
unten, wobei sich der Berufungsbeklagte am 23. September 2008 einer 
Schulteroperation unterziehen musste (act. 3.21, 3.22). Der Berufungskläger weist 
zu Recht darauf hin, dass im Arztbericht vom 2. Oktober 2008 keine 
Gesichtsverletzungen diagnostiziert wurden. Es kann jedoch offen bleiben, 
weshalb dieser Arztbericht hierüber keine Aussage enthält. Dr. med. NN. 
konzentrierte sich auf die zu behandelnden Verletzungen des Berufungsbeklagten, 
wozu ein blaues Auge und eine sich möglicherweise im Innern des Mundes 
befindende Wunde nicht unbedingt gehören. Zudem ist – wie sogleich darzulegen 
sein wird - die genaue Art und Schwere der vorliegend erstellten, aus 
(mindestens) einem Schlag des Berufungsklägers in das Gesicht des 

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Berufungsbeklagten resultierenden Gesichtsverletzung unerheblich zur 
Beurteilung der Frage, ob sich der Berufungskläger wegen einfacher 
Körperverletzung strafbar gemacht hat. An der Hauptverhandlung vom 14. Juli 
2010 brachte der Berufungskläger vor, ein Schlag von vorne hätte unmöglich eine 
Schulterluxation nach vorne unten bewirken können, weshalb die Darstellung des 
Berufungsbeklagten nicht glaubhaft sei. Er verkennt dabei, dass es sich 
unzweifelhaft um mehrere Schläge handelte, mit welchen der Berufungsbeklagte 
verletzt wurde und dass dieser dabei auch zu Boden ging. Die Vorstellung, dass 
der Berufungskläger stets aus der gleichen Richtung im selben Winkel auf den 
zuletzt sogar am Boden liegenden Berufungsbeklagten einschlug, geht 
offensichtlich an der Wirklichkeit vorbei. Zudem wird übersehen, dass die 
Schulterverletzung des Berufungsbeklagten gemäss dessen eigener glaubhafter 
Darstellung gar nicht direkt von einem Faustschlag, sondern vom Sturz auf den 
Boden herrührt. Sodann wurde an der Hauptverhandlung vorgetragen, der 
Berufungskläger sei, als er im Eingangsbereich des J. auf seine Begleiterinnen 
gewartet habe, ruhig und gelassen, ordentlich gekleidet und nicht beschmutzt 
gewesen. Die Zeit um die Schläge auszuteilen und sich wieder herzurichten sei 
äusserst knapp gewesen, weshalb er nicht als Täter in Frage komme. Diese 
Argumentation ist keinesfalls zu hören, denn um dem Berufungsbeklagten ins 
Gesicht und auf den Oberkörper zu schlagen, benötigte der Berufungskläger nicht 
unbedingt sehr lange Zeit. Es ist durchaus vorstellbar, dass er den 
Berufungsbeklagten mit einigen gezielten Schlägen in knapp einer Minute  oder 
einigen wenigen Minuten niederstreckte und verletzte. Weshalb seine ordentliche 
Kleidung zwingend dagegen sprechen sollte, dass er soeben jemanden 
zusammengeschlagen hatte, ist unerfindlich. Dass er ruhig und gelassen vor dem 
Nachtlokal wartete, spricht schliesslich ebenfalls nicht gegen das tatsächliche 
Verüben der Tat, zumal es ihm offensichtlich ja gerade daran lag, diese nicht 
kenntlich zu machen.      

6. a) Der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 
macht sich schuldig, wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise (nicht 
schwer im Sinne von Art. 122 StGB) an Körper oder Gesundheit schädigt.

b) In Gesamtwürdigung der vorliegenden Beweismittel ist nach dem bisher 
Ausgeführten davon auszugehen, dass der Berufungskläger dem 
Berufungsbeklagten am Morgen des 18. September 2008 vor dem J. in C. 
Schläge ins Gesicht und auf den Oberkörper versetzte und ihm dabei die 
gleichentags in der Klinik L. diagnostizierte Schulterluxation links sowie eine 
Prellung der Wirbelsäule mit einer postoperativen Heilungszeit von ca. 4-5 

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Monaten zugefügt hat. Zudem ist erstellt, dass sich der Berufungsbeklagte 
aufgrund der Schläge Gesichtsverletzungen zuzog, wobei deren genaue Art 
(blaues Auge, Blutergüsse, Verletzungen im Innern des Mundes etc.) und 
Schwere mangels tatzeitnaher ärztlicher Diagnose ungewiss sind. Der 
Berufungsbeklagte erlitt mithin Verletzungen, die eine Operation mit einer 
längeren nachfolgenden Behandlung und Heilungszeit erforderten, weshalb ihnen 
zweifelsohne Krankheitswert und damit die Qualität einer einfachen 
Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zuzusprechen ist (vgl. 
Roth/Berkemeier, in: Basler Kommentar StGB II, 2. Aufl., Basel 2007, N 4 zu Art. 
123). Aus dem Tatvorgehen des Berufungsklägers wird überdies deutlich, dass er 
vorsätzlich handelte, zumal er damit rechnen musste, dass der Berufungsbeklagte 
aufgrund der heftigen Schläge ins Gesicht und auf den Oberkörper zumindest 
einfache Verletzungen erleiden würde (Roth/Berkemeier, a.a.O., N 36 zu Art. 123). 
Zusammenfassend kann demnach festgehalten werden, dass der Berufungskläger 
den objektiven und subjektiven Tatbestand der einfachen Körperverletzung im 
Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erfüllt hat und somit – da auch der 
erforderliche Strafantrag gestellt wurde (act. 3.12) - zu Recht von der Vorinstanz 
hiefür schuldig gesprochen worden ist.   

7.a) Die Vorinstanz sprach den Berufungskläger der einfachen Körperverletzung 
gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, der Anstiftung zur Irreführung der 
Rechtspflege gemäss Art. 304 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 StGB, 
des mehrfachen Fahrens ohne Führerausweis gemäss Art. 95 Ziff. 1 Abs. 1 SVG, 
des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG sowie 
der Widerhandlung gegen Art. 40 SVG und Art. 29 Abs. 3 VRV in Verbindung mit 
Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig. Vom Vorwurf des falschen Zeugnisses im Sinne von 
Art. 307 Abs. 1 StGB sowie der Entwendung eines Motorfahrzeuges zum 
Gebrauch im Sinne von Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG wurde er freigesprochen. 
Gleichwohl übernahm die Vorinstanz die von der Staatsanwaltschaft beantragte 
Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je Fr. 90.--, die beantragte Busse von Fr. 
1'000.-- sowie die Ersatzfreiheitsstrafe von 18 Tagen. Hinsichtlich der 
Strafzumessung beanstandete der Berufungskläger in der Berufungsschrift sowie 
an der Hauptverhandlung einzig, die Vorinstanz habe nicht begründet, weshalb sie 
trotz der erfolgten Freisprüche das Strafmass nicht gesenkt habe, denn diese 
Freisprüche seien zwingend im Strafmass zu berücksichtigen.

b) Bei der Überprüfung der Strafzumessung ist zu beachten, dass die I. 
Strafkammer des Kantonsgerichts ihr Ermessen zwar an die Stelle desjenigen der 
Vorinstanz setzt und die Regeln über die Strafzumessung selbständig anwendet. 

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Jedoch steht der Vorinstanz bei der Gewichtung der einzelnen 
Strafzumessungsfaktoren innerhalb des jeweiligen Strafrahmens ein erheblicher 
Ermessensspielraum zu. In diesen greift die I. Strafkammer des Kantonsgerichts 
nur mit grosser Zurückhaltung ein. Vorliegend gilt es den Berufungskläger wegen 
mehrerer Delikte zu bestrafen. Gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB verurteilt das Gericht 
einen Täter, der durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 
mehrere gleichartige Strafen erfüllt, zu der Strafe der schwersten Straftat und 
erhöht diese angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten 
Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche 
Höchstmass der Strafart gebunden. Laut Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht 
die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu und berücksichtigt dabei das 
Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das 
Leben des Täters. Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder 
Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, 
den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der 
Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die 
Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Je leichter es für 
ihn gewesen wäre, die von ihm übertretene Norm zu respektieren, desto schwerer 
wiegt die Entscheidung gegen sie und damit seine Schuld (vgl. Trechsel et al., 
Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2008, N 21 
zu Art. 47 StGB; Wiprächtiger, in: Basler Kommentar StGB I, a.a.O., N 65 zu Art. 
47 StGB).

c) Grundlage für die Strafzumessung ist vorliegend der in Art. 123 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB vorgesehene Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 
Geldstrafe. Gemäss Art. 34 Abs. 1 StGB beträgt die Geldstrafe höchstens 360 
Tagessätze, wobei das Gericht deren Zahl nach dem Verschulden des Täters 
bestimmt. Ein Tagessatz beträgt höchstens Fr. 3'000.--. Das Gericht bestimmt die 
Höhe des Tagessatzes nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen 
des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach Einkommen und Vermögen, 
Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Unterstützungspflichten sowie nach dem 
Existenzminimum (vgl. Art. 34 Abs. 2 StGB). Das Gericht ist dabei in der 
Strafzumessung im Rahmen des ihm zustehenden Ermessens selbstverständlich 
frei, weshalb es den Strafantrag des Anklägers unter-, aber auch überschreiten 
kann (Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., § 50 N 12; vgl. dazu auch BG-Urteil 
6S.43/2001 vom 19. Juni 2001 E. 3.b). 

Die Vorinstanz führte aus, das Verschulden des Berufungsklägers wiege recht 
schwer. Die Tatkomponenten würden gesamthaft gesehen straferhöhend ins 

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Gewicht fallen und die Strafminderungsgründe überwiegen, welche sich 
vornehmlich auf die Täterkomponenten bezögen. Der Berufungskläger habe an 
drei verschiedenen Tagen mehrere Straftatbestände verwirklicht. Am Morgen des 
18. September 2008 habe er ohne erkennbare Ursache die körperliche Integrität 
des Berufungsbeklagten verletzt. Im Rahmen eines Verkehrsunfalles, welcher sich 
am frühen Morgen des 15. Januar 2009 ereignet habe, in welchen er jedoch nicht 
involviert gewesen sei, habe er eine Drittperson zu einer falschen Aussage 
angestiftet, um sich einem Strafverfahren zu entziehen. Dieses Verhalten sei 
verwerflich. Ebenso habe er an besagtem Morgen ein Fahrzeug gelenkt, ohne im 
Besitz eines Führerausweises zu sein. Weiter habe er anerkanntermassen einen 
Personenwagen – wiederum ohne Führerausweis – am frühen Morgen des 28. 
Juni 2009 in angetrunkenem Zustand gelenkt. Dass er sich dabei nicht mehr in 
einem fahrtüchtigen Zustand befunden habe, habe ihm aufgrund seines 
Trinkverhaltens bewusst sein müssen. Er habe sich sodann nicht auf eine 
Ausnahmesituation oder auf besondere, für ihn sprechende Umstände berufen 
können. Die in angetrunkenem Zustand ausgeführte Fahrt sei unnötig gewesen 
und nicht aus einer Zwangslage heraus erfolgt. Bezüglich seines mehrfachen 
Fahrens ohne Führerausweis sei auf wenig Einsichtigkeit, fehlendes 
Verantwortungsbewusstsein und geringe Charakterfestigkeit zu schliessen. Sein 
ganzes Verhalten zeuge von einer grossen Gleichgültigkeit gegenüber der 
geltenden Rechtsordnung. Strafmindernd sei der rechte Leumund des 
Berufungsklägers zu berücksichtigen. Den Ausführungen der Vorinstanz kann 
insoweit ohne weiteres gefolgt werden. Anders verhält es sich, wenn dieselbe die 
Vorstrafenlosigkeit des Berufungsklägers strafmindernd berücksichtigt. In diesem 
Zusammenhang gilt es, eine Änderung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
zu beachten. In der Bevölkerung hat es danach als Normalfall zu gelten, nicht 
vorbestraft zu sein. Die Vorstrafenlosigkeit ist deshalb neutral zu behandeln, also 
bei der Strafzumessung nicht zwingend strafmindernd zu berücksichtigen. Dies 
schliesst nicht aus, sie ausnahmsweise und im Einzelfall in die Gesamtbeurteilung 
der Täterpersönlichkeit einzubeziehen, was sich allenfalls strafmindernd 
auswirken kann. Vorausgesetzt ist jedoch, dass die Straffreiheit auf eine 
aussergewöhnliche Gesetzestreue hinweist, welche jedoch nicht leichthin 
angenommen werden darf (vgl. zum Ganzen: BG-Urteil 6B_390/2009 vom 14. 
Januar 2010, insb. E. 2.6.4). Derartige Umstände sind jedoch beim vorliegend zu 
bestrafenden Berufungskläger nicht ersichtlich, weshalb ihm seine 
Vorstrafenlosigkeit nicht strafmindernd angerechnet werden kann. In Ergänzung 
zu den vorinstanzlichen Erwägungen ist zudem straferhöhend zu berücksichtigen, 
dass der Berufungskläger noch nach Eröffnung der Strafuntersuchung am 7. 

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Januar 2009 (act. 1.1) weitere Straftaten ausgeführt hat. Da die Vorinstanz in der 
Strafzumessung frei ist, kann im Lichte des Ausgeführten nicht beanstandet 
werden, dass sie die von der Staatsanwaltschaft beantragte Strafe trotz eines 
Teilfreispruchs übernommen hat. Die Geldstrafe von 120 Tagessätzen erscheint 
nicht unangemessen, zumal dem Berufungskläger ein recht schweres 
Verschulden und mehrere strafbare Handlungen vorzuwerfen sind. Zudem beging 
er – wie gesagt – weitere strafbare Handlungen während der laufenden 
Strafuntersuchung und zeigte sich auch noch an der Hauptverhandlung vom 14. 
Juli 2010 wenig einsichtig. Da strafmindernd nur der rechte Leumund zu 
berücksichtigen ist, hat die Vorinstanz bei der Ausfällung der Geldstrafe von 120 
Tagessätzen das ihr zustehende Ermessen nicht überschritten, weshalb eine 
Herabsetzung nicht in Frage kommt. Eine Verschärfung verbietet das in Art. 146 
Abs. 1 StPO statuierte Verschlechterungsverbot, wonach die im angefochtenen 
Urteil ausgesprochenen Strafen nicht verschärft werden dürfen, wenn – wie 
vorliegend – nur zugunsten des Verurteilten Berufung eingelegt worden ist (Verbot 
der reformatio in peius).

Die Höhe des Tagessatzes wurde von der Vorinstanz auf Fr. 90.-- festgesetzt. 
Zumal die Tagessatzhöhe in keiner Weise beanstandet wird, können weitere 
Ausführungen dazu unterbleiben. Weiter kann der vorinstanzlichen Gewährung 
des bedingten Strafvollzuges mit einer Probezeit von zwei Jahren ohne weiteres 
gefolgt werden, weshalb hier insoweit auf das angefochtene Urteil verwiesen wird.  

d) Eine bedingte Strafe kann mit einer unbedingten Geldstrafe oder mit einer 
Busse nach Art. 106 StGB verbunden werden (Art. 42 Abs. 4 StGB). Das 
Bundesgericht hat sich in zwei Grundsatzentscheiden zu den Verbindungsstrafen 
geäussert (BGE 134 IV 1 ff.; BGE 134 IV 60 ff.). Diese kommen insbesondere in 
Betracht, wenn man dem Täter den bedingten Vollzug einer Geld- oder 
Freiheitsstrafe gewähren möchte, ihm aber dennoch in gewissen Fällen mit der 
Auferlegung einer zu bezahlenden Geldstrafe oder Busse einen Denkzettel 
verabreichen möchte. Die Strafenkombination dient hier spezialpräventiven 
Zwecken. Das Hauptgewicht liegt auf der bedingten Freiheits- oder Geldstrafe, 
während der unbedingten Verbindungsstrafe beziehungsweise Busse nur 
untergeordnete Bedeutung zukommt (BGE 135 IV 188 E. 3.3). Das Gericht 
bemisst die Busse je nach den Verhältnissen des Täters so, dass dieser die Strafe 
erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist (Art. 106 Abs. 3 StGB). Bei der 
Bemessung der Busse ist auch der finanziellen Leistungsfähigkeit Rechnung zu 
tragen. Für die Verhältnisse des Täters relevant sind die gleichen Kriterien wie bei 
der Geldstrafe, somit Einkommen, Vermögen, Lebensaufwand, 

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Unterstützungspflichten und Existenzminimum. In BGE 135 IV 188 hat das 
Bundesgericht entschieden, dass es als sachgerecht erscheine, die Obergrenze 
der Verbindungsstrafe grundsätzlich auf einen Fünftel beziehungsweise 20% 
festzulegen (E. 3.4.4). Abweichungen von dieser Regel sind im Bereich tiefer 
Strafen denkbar, um sicherzustellen, dass der Verbindungsstrafe nicht eine 
lediglich symbolische Bedeutung zukommt.

Das Gericht hat gemäss Art. 106 Abs. 2 StGB für eine ausgesprochene Busse 
eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens einem Tag und höchstens drei Monaten 
festzulegen. Ist eine Ersatzfreiheitsstrafe für eine Verbindungsbusse im Sinne von 
Art. 42 Abs. 4 StGB festzulegen, besteht die Besonderheit, dass das Gericht sich 
mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Täters bei der Bestimmung des 
Tagessatzes bereits befasst hat. Dies lässt es zwar grundsätzlich als sachgerecht 
erscheinen, die Tagessatzhöhe als Umrechnungsschlüssel zu verwenden, indem 
der Betrag der Verbindungsstrafe durch den Tagessatz dividiert wird (BGE 134 IV 
60 E. 7.7.3). Derweil aber bei der Bemessung der Busse auch der finanziellen 
Leistungsfähigkeit Rechnung zu tragen ist, bemisst sich die Dauer der 
Ersatzfreiheitsstrafe unabhängig von den finanziellen Verhältnissen nach dem 
Verschulden. Bei der Festlegung der Ersatzfreiheitsstrafe muss das Gericht also 
die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von der Schuld abstrahieren und hernach 
eine täter- und tatangemessene Ersatzfreiheitsstrafe bilden. Finanziell starken und 
finanziell schwachen Verurteilten soll für die gleiche Tat die Freiheit für eine gleich 
lange Dauer entzogen werden. Im Unterschied zum Tagessatzsystem besteht hier 
ein grösseres Ermessen und der Zusammenhang zwischen Verschulden und den 
finanziellen Verhältnissen sowie der Bussenhöhe und der Ersatzfreiheitsstrafe 
muss nicht wie bei der Berechnung der Geldstrafe gleichsam mathematisch 
aufgezeigt werden (vgl. BGE 134 IV 60 E. 7.3.3; Heimgartner, in: Basler 
Kommentar StGB I, a.a.O., N 10 ff. zu Art. 106).

Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz eine Busse von Fr. 1'000.- sowie eine 
Ersatzfreiheitsstrafe von 18 Tagen ausgesprochen. Das angefochtene Urteil legt 
jedoch nicht offen, ob es sich bei der ausgefällten Busse um eine 
Verbindungsbusse zur (bedingten) Geldstrafe im Sinne von Art. 42 Abs. 4 StGB 
oder um eine aufgrund der vom Berufungskläger begangenen Übertretungen 
verfügte Übertretungsbusse handelt. Mangels entsprechender Ausführungen ist 
damit nicht nachvollziehbar, gestützt worauf die Vorinstanz eine Busse mit 
Ersatzfreiheitsstrafe ausgesprochen hat. Die Ersatzfreiheitsstrafe von 18 Tagen 
wird sogar ausschliesslich im Dispositiv des vorinstanzlichen Entscheids erwähnt. 
Die von der Staatsanwaltschaft beantragte Busse von Fr. 1'000.-- erscheint 

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jedenfalls dem Verschulden des Berufungsklägers angemessen, weshalb sie – 
unter Berücksichtigung, dass die Vorinstanz in der Strafzumessung frei ist – 
vorinstanzlich trotz Teilfreispruchs zu Recht nicht tiefer angesetzt worden ist (vgl. 
die analogen Ausführungen zur ausgesprochenen Geldstrafe, vorstehend E. 7.c). 
Der Berufungskläger ist somit nicht zu hören, wenn er hinsichtlich der ausgefällten 
Busse vorbringt, der Teilfreispruch sei zwingend im Strafmass zu berücksichtigen. 
Darüber hinaus beanstandet er die ausgesprochene Ersatzfreiheitsstrafe mit 
keinem Wort. Zumal der Beschwerdeführer bereits vor der Vorinstanz anwaltlich 
vertreten war und ihm deshalb die Formulierung entsprechender Rügen jedenfalls 
zumutbar gewesen wäre, ist an dieser Stelle nicht weiter auf die ausgesprochene 
Busse von Fr. 1'000.-- und die Ersatzfreiheitsstrafe von 18 Tagen einzugehen. 
Dies führt dazu, dass das angefochtene Urteil insoweit zu bestätigen ist.    

8.a) Die Adhäsionsklage des Berufungsbeklagten hiess die Vorinstanz teilweise 
L. und verpflichtete den Berufungskläger, diesem die Beträge von Fr. 1'000.-- als 
Genugtuung und Fr. 2'930.-- als Schadenersatz zu bezahlen. Der Berufungskläger 
bringt dagegen vor, es fehle die Passivlegitimation, weshalb die Adhäsionsklage 
abzuweisen sei. Falls die Berufungsinstanz dies nicht für spruchreich halte, sei die 
Klage an das Zivilgericht zu verweisen. Eventualiter sei lediglich die eingeklagte 
Genugtuung abzuweisen, da die Verletzung der persönlichen Verhältnisse nicht 
die erforderliche Schwere erreiche.

b) Vorliegend ist erstellt, dass der Berufungskläger dem Berufungsbeklagten 
am Morgen des 18. September 2008 vor dem J. in C. mehrere Schläge ins 
Gesicht und auf den Oberkörper versetzte und ihm dabei eine Schulterluxation 
links, eine Prellung der Wirbelsäule sowie Gesichtsverletzungen zugefügt hat. Der 
Einwand der fehlenden Passivlegitimation geht damit fehl. Die Sache ist durchaus 
spruchreif, weshalb die Adhäsionsklage zu behandeln und nicht an das 
ordentliche Zivilgericht zu verweisen ist (vgl. Art. 131 Abs. 3 StPO).

Gemäss Art. 46 Abs. 1 des Obligationenrechts (OR; SR 220) gibt eine 
Körperverletzung dem Verletzten Anspruch auf Ersatz der Kosten sowie auf 
Entschädigung für die Nachteile gänzlicher oder teilweiser Arbeitsunfähigkeit, 
unter Berücksichtigung der Erschwerung des wirtschaftlichen Fortkommens. 
Kosten im Sinne von Art. 46 Abs. 1 OR sind die durch die Körperverletzung 
verursachten finanziellen Aufwendungen, wobei es sich etwa um folgende Posten 
handelt: Rettungs- und Transportkosten, Arzt- und Pflegekosten, Auslagen für 
Prothesen und Hilfsmittel sowie Reisekosten zur Therapie (Rey, 
Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 4. Aufl., Zürich 2008, N 229 mit weiteren 

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Hinweisen). Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem 
Berufungsbeklagten Fr. 900.-- für belegte Arztkosten sowie unter Ansetzung einer 
Kilometervergütung von Fr. 0.70 Fr. 2'030.-- für Reisekosten zur Therapie 
zugesprochen hat. Dabei handelt es sich durchwegs um vom Berufungskläger als 
Schädiger schuldhaft verursachte Kosten.

c) Laut Art. 47 OR kann der Richter bei Körperverletzung unter Würdigung der 
besonderen Umstände dem Verletzten eine angemessene Geldsumme als 
Genugtuung zusprechen. Die Körperverletzung muss zu einer immateriellen Unbill 
beim Verletzten geführt haben. Eine geringfügige Beeinträchtigung des 
Wohlbefindens, die nicht zu einem eigentlichen Schmerz führt, stellt keine 
immaterielle Unbill dar. Vielmehr muss der erlittene körperliche bzw. seelische 
Schmerz von einer gewissen Schwere sein (Schnyder, in: Basler Kommentar OR 
I, 4. Aufl., Basel 2007, N 13 zu Art. 47). Eine immaterielle Unbill liegt somit nur vor, 
wenn die Beeinträchtigung eine erhebliche ist und damit die Verletzung in den 
persönlichen Verhältnissen eine gewisse Schwere erreicht. Bei der Zusprechung 
von Genugtuung kann auch das Verschulden des Haftpflichtigen eine bedeutende 
Rolle spielen (BGE 104 II 259 E. 5; 95 II 306 E. 4). Bei der Bemessung und 
Festsetzung der Genugtuungsleistung kommt dem Gericht ein erheblicher 
Ermessensspielraum zu. Neben Art. 43 und 44 OR, welche analog herangezogen 
werden können, kommt es bei der Bemessung vor allem auf die Art und Schwere 
der Verletzung, die Intensität und die Dauer der Auswirkungen, auf die 
Persönlichkeit des Betroffenen sowie auf den Grad des Verschuldens an, das den 
Schädiger am Schadensereignis trifft (Schnyder, a.a.O., N 21 zu Art. 47).  

Vorliegend erlitt der Berufungsbeklagte eine Schulterluxation links, eine Prellung 
der Wirbelsäule sowie Gesichtsverletzungen, weil er durch den Berufungskläger 
zusammengeschlagen wurde. Das Verschulden des Berufungsklägers wiegt recht 
schwer. Der Berufungsbeklagte musste sich darauf einer Operation unterziehen. 
Unabhängig davon, ob seine Schlafstörungen und Angstzustände eine kausale 
Ursache zum Vorfall am Morgen des 18. September 2008 sind – was vom 
Berufungskläger bestritten wird -, rechtfertigen die vom Berufungsbeklagten 
erlittenen Verletzungen und die damit verbundenen Schmerzen, die darauf 
folgende notwendige Operation, die mehrere Monate dauernde Heilungszeit sowie 
das Verschulden des Berufungsklägers die Zusprechung einer 
Genugtuungssumme zweifellos. Die Vorinstanz hat die Genugtuungssumme mit 
Fr. 1'000.-- nach dem Dafürhalten der I. Strafkammer des Kantonsgerichts zwar 
eher tief angesetzt, jedoch kann diese nicht erhöht werden, zumal lediglich der 
Berufungskläger Berufung erhoben hat.

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Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Berufung hinsichtlich der 
zugesprochenen Schadenersatz- und Genugtuungssumme abzuweisen und das 
angefochtene Urteil insoweit zu bestätigen ist.

8. In seiner Berufungsantwort weist der Berufungsbeklagte „der guten 
Ordnung halber“ darauf hin, dass die Vorinstanz es entgegen seinen 
Rechtsbegehren in der Adhäsionsklage unterlassen habe, eine ausseramtliche 
Entschädigung zuzusprechen. Dies trifft in der Tat zu, jedoch unterlässt es der 
Berufungsbeklagte, im Berufungsverfahren einen Antrag zu formulieren und 
begnügt sich mit einem blossen Hinweis. Dabei kann offen bleiben, ob er damit 
den formellen Anforderungen an eine Berufungsschrift nachgekommen ist, zumal 
er davon abgesehen hat, selbständig Berufung zu erheben oder formell 
Anschlussberufung zu erklären. Das vorinstanzliche Urteil vom 23. Februar 2010 
wurde am 7. April 2010 mitgeteilt. Ausgehend davon, dass es tags darauf vom 
Berufungsbeklagten in Empfang genommen wurde, war die 20-tägige 
Berufungsfrist (Art. 142 Abs. 1 StPO) zur Zeit der Berufungsantwort am 12. Mai 
2010 bereits abgelaufen. Ebenso war am 12. Mai 2010 die 10-tägige Frist zur 
Erklärung der Anschlussberufung (Art. 143 Abs. 3 StPO) abgelaufen, denn diese 
Frist begann mit Zustellung der Berufungsschrift mit Verfügung vom 29. April 
2010, mithin vermutungsweise am folgenden Tag, dem 30. April 2010, zu laufen. 
Am Rande ist zu bemerken, dass der Rechtsvertreter des Berufungsbeklagten mit 
der Adhäsionsklage eine ausseramtliche Entschädigung nicht beziffert hat, wie es 
etwa durch die Einreichung einer Honorarnote üblich ist. Die Vorinstanz hiess die 
Adhäsionsklage schliesslich nur teilweise L., indem sie dem Berufungsbeklagten 
anstelle der beantragen Genugtuungssumme von Fr. 50'000.-- lediglich eine 
Genugtuung von Fr. 1’000.-- und anstelle des begehrten Schadenersatzes von Fr. 
4'995.-- unter diesem Titel bloss Fr. 2'930.-- zugesprochen hat. Unter diesen 
Umständen wäre die Vorinstanz durchaus berechtigt gewesen, die 
ausseramtlichen Entschädigungen des nur teilweise obsiegenden 
Berufungsbeklagten und des Berufungsklägers wettzuschlagen. Aus den 
dargelegten (formellen) Gründen ist das angefochtene Urteil jedoch in diesem 
Punkt jedenfalls zu belassen, weshalb weitere Ausführungen hierzu entbehrlich 
sind.

9. Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass sämtliche Rügen 
des Berufungsklägers unbegründet sind und die Berufung somit abzuweisen ist. 
Das angefochtene Urteil wird sowohl hinsichtlich des Schuldspruches der 
einfachen Körperverletzung als auch in Bezug auf die Strafzumessung und die 
Adhäsionsklage bestätigt. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt sich 

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keine Änderung der vorinstanzlichen Kostenverteilung. Die Kosten des 
Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- werden vollumfänglich dem Berufungskläger 
auferlegt (vgl. Art. 160 Abs. 1 StPO), welcher den Adhäsionskläger und 
Berufungsbeklagten für das Berufungsverfahren mit Fr. 800.-- inkl. MWST zu 
entschädigen hat. 

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers, welcher den Adhäsionskläger und Berufungsbeklagten 
für das Berufungsverfahren mit Fr. 800.-- inkl. MWST zu entschädigen hat.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: