# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 124e2538-4d45-54ca-978b-7b24007f791d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.04.2013 LF130018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF130018_2013-04-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: LF130018-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden sowie 

Gerichtsschreiber lic. iur. D. Oehninger. 

Urteil vom 22. April 2013 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
3. C._____,  
4. D._____,  
Berufungskläger, 

 

1, 2, 3, 4 vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge E._____, 

 

sowie 

 

1. F._____,  
2. G._____,  
3. H._____,  
4. I._____,  
Verfahrensbeteiligte, 

 

betreffend 
Revision / Einsprache / Wiedererwägung usw. 

 

- 2 - 

 
im Nachlass von J._____, geboren am tt.mm.1918, von …, gestorben am 

tt.mm.2007 in K._____, wohnhaft gewesen in K._____ (Erblasser), und im Nach-
lass von L._____ geborene M._____, geboren am tt.mm.1917, von …, gestorben 
am tt.mm.2012 in K._____, wohnhaft gewesen in K._____ (Vorerbin), 
 
 
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im summarischen Verfahren 
des Bezirksgerichtes Meilen vom 18. Februar 2013 (EN130033) 
 
 

Erwägungen: 

I. 

1. Am tt.mm.2007 verstarb J._____. Er setzte testamentarisch seine Ehefrau, 

L._____, als Vorerbin über seinen ganzen Nachlass ein. Als Nacherben setzte er 

neben anderen (F._____, G._____, H._____ und I._____; ausgenommen von der 

Nacherbschaft hat der Erblasser einzig ein Nachvermächtnis zu Gunsten von 

N._____) die Kinder seines vorverstorbenen Bruders O._____ ein. Diese sind 

A._____, B._____, C._____ und D._____ (alle vier Berufungskläger) und wurden 

damals wie heute durch ihre Mutter und gesetzliche Vertreterin, E._____, vertre-

ten. Aufgrund der letztwilligen Verfügung des Erblassers mit vorgenanntem Inhalt 

erging am 15. Juni 2007 die Testament-Eröffnungs-Verfügung der Vorinstanz 

(act. 7, vgl. act. 5). Gestützt darauf erstellte das Notariat K._____ am 9. Oktober 

2007 ein Nacherbschaftsinventar über besagten Nachlass (act. 8, vgl. act. 5). Am 

tt.mm.2012 verstarb die Vorerbin und hinterliess als einzigen Nachkommen ihre 

Tochter P._____ (act. 10), der von der Vorinstanz am 17. Januar 2013 eine Erb-

bescheinigung für den Nachlass der Vorerbin, L._____, ausgestellt wurde (act. 

10). 

2. In der Folge gelangte die Mutter der nach wie vor minderjährigen Beru-

fungskläger mit Eingabe vom 11. Februar 2013 an die "Erbschaftsabteilung" der 

Vorinstanz und erklärte, sie erhebe "alle [ihr] zur Verfügung stehenden Rechtsmit-

tel" und beantrage die Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichts Meilen 

vom 15. Juni 2007 betreffend des Nachlasses J._____ sei "zu überprüfen und zu 

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korrigieren" und es sei betreffend den Nachlass von J._____ "die nach Art. 490 

Abs. 2 und 3 ZGB notwendige Sicherstellung für die Nacherben anzuordnen." 

Eventualiter seien betreffend des Nachlasses J._____ "auf ähnliche Weise ande-

re angemessene Sicherstellungsmassnahmen vorzukehren." Am Ende besagter 

Eingabe fügte die Mutter der Berufungskläger noch an, O._____, ihr Ehemann 

und Vater der Kinder und Nacherben A._____, B._____, C._____ sowie D._____, 

habe sich am tt. August 2006 das Leben genommen. Vor diesem Hintergrund sei 

es der offensichtliche, beabsichtigte und nachweisbare Wille des Erblassers 

J._____ gewesen, den unmündigen und nunmehr vaterlosen Kindern seines Nef-

fen etwas zukommen zu lassen (act. 4/1). Aus den genannten Vorbringen schloss 

die Vorinstanz nicht etwa, dass sich hier (zwar etwas unbeholfen) eine Mutter als 

gesetzliche Vertreterin im Namen ihrer noch minderjährigen Kinder um die Inven-

tarisierung und damit um die Sicherung des mit dem Tod der Vorerbin freigewor-

denen Nachlasses von J._____ bemühte, sondern sie setzte der gesetzliche Ver-

treterin der Berufungskläger, welche – ganz im Unterschied zu den Berufungsklä-

gern – als Gesuchstellerin im Rubrum aufgenommen wurde, mit Verfügung 12. 

Februar 2013 (unter anderem) Frist an, um einen Gerichtskostenvorschuss von 

Fr. 10'000.– zu leisten und sich zu äussern, weshalb sie sich zur "Erhebung von 

irgendwelchen Rechtsmitteln oder Rechtsbehelfen im eigenen Namen" legitimiert 

fühle (act. 4/2, EN130033-G). 

Die Mutter der Berufungskläger überbrachte der Vorinstanz am 18. Februar 2013 

umgehend zwei weitere Eingaben (act. 4/4 und 6/1), in denen sie verdeutlichte, 

dass sie als gesetzliche Vertreterin im Namen ihrer minderjährigen Kinder auftrete 

und stellte ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (act. 4/4). Darauf verfügte 

die Vorinstanz noch am selben Tag (während noch laufender Frist zur Stellung-

nahme etc.) und unter Nichtbeachtung des gestellten Gesuches um unentgeltliche 

Rechtspflege Nachstehendens (act. 3): 

 
 " 1. Auf die von der Gesuchstellerin mit Eingabe vom 11. Februar 2013 erhobe-

nen Rechtsmittel bzw. Rechtsbehelfe (Revision, Einsprache, Wiedererwä-
gung etc.) wird nicht eingetreten. 

 
 2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'500.–. 
 

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 3. Die Gerichtskosten werden der Gesuchstellerin auferlegt. 
 
 4. [Schriftliche Mitteilung] 

 5. [Berufung]" 

Dies mit der Begründung, die Mutter der Berufungskläger beabsichtige einen so 

nicht zulässigen Parteiwechsel während laufendem Verfahren und sei überdies 

der ihr aufgetragenen Verpflichtung sich zu legitimieren nicht nach gekommen, 

weshalb es ihr an einem schutzwürdigen Interesse fehle. Ebenfalls an besagtem 

18. Februar 2013 eröffnete die Vorinstanz gestützt auf eine der beiden gleichen-

tags überbrachten Eingaben ein neues Geschäft betreffend Revision, Einsprache, 

Wiedererwägung (EN130045-G), erfasste die Berufungskläger im Rubrum als 

Gesuchsteller und deren Mutter als gesetzliche Vertreterin und setzte Ersteren 

(ebenfalls noch am selben Tag) und unter Abweisung des Gesuchs um unentgelt-

liche Rechtspflege (dies nach einer oberflächlichen Prüfung und Bejahung der 

Aussichtslosigkeit) Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von 

Fr. 10'000.– an (act. 6/1). Besagtes (zweites) Verfahren (EN130045-G) ist vor  

Vorinstanz nach wie vor anhängig. 

3. Mit Schreiben vom 28. Februar 2013 wandte sich die gesetzliche Vertreterin 

der Berufungskläger betreffend "Abrechnungs-Nr. …, Rechnung v. 25.2.13 über 

Fr. 2'500.–" ans Zürcher Obergericht, woraus jedoch kein schlüssiges Rechtsbe-

gehren und auch kein schlüssiges Anfechtungsobjekt ersichtlich war, worauf sie 

mit Schreiben vom 4. März 2013 hingewiesen wurde. 

Mit Schreiben vom 18. März 2013 gelangte die gesetzliche Vertreterin der Beru-

fungskläger – noch immer innert der 10-tägigen Rechtmittelfrist (vgl. act. 4/6) – 

erneut an die Kammer. Diesmal betreffend "Verfügung des Einzelrichters des Be-

zirksgerichts Meilen v. 15.6.07, 17.1.13, 12.2. und 18.2.13 i.S. Vor- und Nacherb-

schaft des J._____." In der Eingabe wird sinngemäss ausgeführt, dass die Beru-

fungskläger bzw. deren gesetzliche Vertreterin am 25. Februar 2013 vom Tod der 

Vorerbin erfahren hätten, deren Tochter, P._____, ein Erbschein ausgestellt wor-

den sei. Über diese Tatsache zeigten sich die Berufungskläger beunruhigt, da sie 

"die Berechtigung der P._____ bestritten" hätten. Ein "unrichtiger Erbschein" sei 

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kostenlos und von Amtes wegen zu berichtigen, weshalb sie gegen das Bezirks-

gericht Meilen und dessen Verfügungen vom 15. Juni 2007 und 18. Februar 2013 

sowie gegen den Erbschein vom 17. Januar 2013 "Dienstaufsichtsbeschwerde" 

erhöben. Die Vorinstanz habe sie mit ihren Verfügungen zudem in ihrem Recht 

auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Abs. 1 EMRK verletzt (vgl. act. 2). 

Die Akten sämtlicher vorinstanzlichen Verfahren (EN130033-G, EN130045-G und 

EN130078-G) wurden beigezogen. 

II. 

1. Die Berufung nach Art. 308 ff. ZPO ist schriftlich und begründet einzureichen 

(Art. 311 ZPO). An die Begründung des Rechtsmittels werden bei Laien nur mini-

male Anforderungen gestellt. Als Antrag genügt eine Formulierung, aus der sich 

mit gutem Willen herauslesen lässt, wie das Obergericht entscheiden soll. Und als 

Begründung reicht es aus, wenn auch nur ganz rudimentär zum Ausdruck kommt, 

weshalb der angefochtene Entscheid nach Auffassung der Partei unrichtig sein 

soll (OGer ZH PF110034-L vom 22. August 2011). 

Auch wenn die Eingaben der gesetzlichen Vertreterin der Berufungskläger nicht 

einfach zu verstehen sind und sie regelmässig auf Recht und Literatur des nördli-

chen Nachbarlandes verweist, geht daraus doch hervor, dass sie mit dem vo-

rinstanzlichen Entscheid vom 18. Februar 2013 nicht einverstanden ist und (end-

lich) die Sicherung des Nachlasses von J._____ für die Berufungskläger als 

Nacherben wünscht. Die Berufungskläger bezeichnen ihr Rechtsmittel formell und 

in Anlehnung an deutsche Literatur als "Dienstaufsichtsbeschwerde". Aufgrund 

der inhaltlichen Ausführungen der Berufungskläger und gestützt auf die zutreffen-

de Rechtmittelbelehrung der Vorinstanz, welcher die Berufungskläger mit dem 

Gang ans Obergericht rechtzeitig nachkamen (vgl. act. 3 und 4/6), ist ihr Rechts-

mittel jedoch als Berufung entgegenzunehmen und soweit darauf eingetreten 

werden kann, zu behandeln. 

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2. Da die Thematik der Einsprache etc. der Berufungskläger gegen den 

P._____ ausgestellten Erbschein im Nachlass der Vorerbin, L._____, von der Vo-

rinstanz nicht im vorliegend angefochtenen Entscheid vom 18. Februar 2013 im 

Verfahren EN130033-G behandelt bzw. entschieden wurde, sondern Thema ei-

nes Dritten Verfahrens war (EN130078-G), welches die Vorinstanz mit Verfügung 

vom 15. März 2013 abschloss und wogegen die Berufungskläger beim Zürcher 

Obergericht ebenfalls Berufung erhoben haben (LF130019-O), erübrigt sich eine 

Behandlung besagter Vorbringen in vorliegendem Zusammenhang bzw. ist in die-

sem Umfang auf die Berufung nicht einzutreten und es kann auf den heutigen 

Entscheid der Kammer im Verfahren LF130019-O verwiesen werden. 

III. 

1. Wird vom Erblasser über seinen Nachlass ein Nacherbe eingesetzt, so trifft 

den Vorerben eine Auslieferungspflicht, welche in erster Linie in natura zu erfüllen 

ist (BGE 129 III 113 E. 4.3.2). Hinsichtlich nicht mehr vorhandener Gegenstände 

gilt das Prinzip der dinglichen Surrogation (vgl. BSK ZGB II-Bessenich, 4. Aufl. 

2011, Art. 491 N. 8). Der Nacherbe erwirbt die Erbschaft mit dem Ableben der 

Vorerben, sofern er diesen Zeitpunkt selber erlebt und der Erblasser keinen ande-

ren Auslieferungszeitpunkt bestimmt hat (Art. 489 Abs. 1 und Art. 492 Abs. 1 

ZGB). Für den Erwerb der Rechte durch den Nacherben gilt das gleiche wie bei 

einem gewöhnlichen Erbanfall, nämlich der Erwerb der Erbschaft im Zeitpunkt des 

Nachfolgefalles durch Universalsukzession. Gemäss den allgemeinen Regeln 

über den Erbanfall hat auch der Nacherbe im Zeitpunkt des Nachfolgefalles die 

Möglichkeit, Sicherungsmassnahmen nach Art. 551 ff. ZGB und damit insbeson-

dere die Aufnahme eines Inventars nach Art. 553 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB zu verlangen 

(vgl. BSK ZGB II-Bessenich, 4. Aufl. 2011, Art. 492 N. 1 ff. bzw. BSK ZGB II-

Karrer/Vogt/Leu, 4. Aufl. 2011, Art. 553 N. 10). Dies mit der Folge, dass die drei-

monatige Ausschlagungsfrist nach Art. 567 Abs. 1 ZGB gemäss Art. 568 ZGB für 

diejenigen Nacherben noch einmal zu laufen beginnt, für welche sie bis zum Be-

gehren um Inventaraufnahme nicht bereits verstrichen war (BSK ZGB II-

Schwander, 4. Aufl. 2011, Art. 568 N. 3). 

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2. Aus den (zwar nicht leicht verständlichen) Eingaben der gesetzlichen Vertre-

terin der Berufungskläger geht hervor, dass sie (neben anderem) im Namen ihrer 

unmündigen Kinder eine Inventarisierung der mit dem Ableben der Vorerbin frei-

gewordenen Nacherbschaft wünscht. Gerade weil die Eingaben der Berufungs-

kläger von einer gewissen Hilflosigkeit ihrer gesetzlichen Vertreterin zeugen 

("hiermit erhebe ich […] alle mir zur Verfügung stehenden Rechtsmittel, insbeson-

dere Revision, Einsprache und Wiedererwägung"), erscheint das Vorgehen der 

Vorinstanz im Verfahren EN130033-G, insbesondere unter der hier – im Rahmen 

der freiwilligen Gerichtsbarkeit (vgl. BGE 94 II 55 E. 2) – nach Art. 255 lit. b ZPO 

geltenden sozialen Untersuchungsmaxime, überspitzt formalistisch. Anstatt das 

unter dem Namen der gesetzlichen Vertreterin der Berufungskläger eröffnete Ver-

fahren (EN130033-G) kostenpflichtig abzuschreiben und sogleich ein neues Ver-

fahren (EN130045-G) unter dem Namen der Berufungskläger zu eröffnen, wäre 

das Rubrum des ersten Verfahrens (EN130033-G) spätestens nach den klären-

den Eingaben vom 18. Februar 2013 (act. 4/4 und 6/1) anzupassen und die Auf-

nahme eines Inventars anzuordnen gewesen. Dies ist hiermit nachzuholen. Folg-

lich ist, entgegen der angefochtenen Verfügung der Vorinstanz vom 18. Februar 

2013 (EN130033-G), umgehend die Aufnahme eines Inventars im Sinne von 

Art. 553 ZGB durch das Notariat K._____ anzuordnen und die Sache zum Ab-

schluss des Verfahrens nach Eingang des Inventars und zum Entscheid über die 

unentgeltliche Rechtspflege an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3. Damit erweist sich das noch vor Vorinstanz anhängige Verfahren 

EN130045-G als gegenstandslos, und die Vorinstanz wird dieses, aufgrund ihres 

eigenen fehlerhaften Vorgehens ohne Kostenfolge für die Berufungskläger abzu-

schreiben haben. 

4. Zu den Vorschüssen und Kosten für die Aufnahme eines Inventars sei auf 

§ 8 Abs. 3 GebV OG verwiesen. 

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IV. 

Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist gestützt auf § 2 sowie § 12 

Abs. 1 und 2 i.V.m. § 8 Abs. 3 GebV OG in der Höhe von Fr. 1'000.– festzuset-

zen. Da die Berufungskläger mit ihrer Berufung – soweit darauf einzutreten ist – 

erfolgreich sind, was auf das Vorgehen der Vorinstanz zurückzuführen ist, eine 

unterliegende Gegenpartei fehlt, die Berufungskläger aber im Rahmen der Anord-

nung des Inventars auch eine kostenpflichtige gerichtliche Dienstleistung in An-

spruch nehmen, ist die Gerichtsgebühr zur Hälfte den Berufungsklägern zu Las-

ten des Nachlasses aufzuerlegen und zur Hälfte auf die Staatskasse zu nehmen 

(vgl. Art. 106 und 107 Abs. 2 ZPO). Die Zusprechung einer Parteientschädigung 

ist nicht beantragt und es sind keine Rechtsvertreterkosten ersichtlich. Eine Ent-

schädigung durch den Staat wäre mangels gesetzlicher Grundlage auch nicht 

möglich. 

Über allfällige weitere Kosten wird die Vorinstanz im Endentschied zu befinden 

haben. Das gleiche gilt – unter Berücksichtigung allfälliger Anwartschaften aus 

dem zu inventarisierenden Nachlass – für das Gesuch um unentgeltliche Rechts-

pflege. 

Es wird erkannt: 

1. Das Begehren der Berufungskläger auf Anordnung eines Inventars im Nach-

lass von J._____ wird gutgeheissen, im Übrigen wird auf die Berufung nicht 

eingetreten und das Verfahren an die Vorinstanz – zur Fortführung im Sinne 

der Erwägungen – zurückgewiesen. 

2. Das Notariat K._____ wird angewiesen, zuhanden der Nacherben sowie der 

Vorinstanz ein Inventar über den Nachlass von J._____ zu errichten. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt. 

- 9 - 

4. Die Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren fällt zur Hälfte aus-

ser Ansatz und zur Hälfte (im Betrag von Fr. 500.–) wird sie zu Lasten des 

Nachlasses den Berufungsklägern auferlegt. 

5. Es wird keine Parteientschädigung festgesetzt. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Berufungskläger, die übrigen Nacherben (Ver-

fahrensbeteiligten) und P._____, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 

X._____ (vgl. LF130019), sowie an das Notariat K._____ und – unter Rück-

sendung der erstinstanzlichen Akten – an die Vorinstanz, je gegen Emp-

fangsschein. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

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Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 92 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
rund Fr. 228'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. D. Oehninger 
 
versandt am: 
 
 

	Urteil vom 22. April 2013
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	Es wird erkannt:
	1. Das Begehren der Berufungskläger auf Anordnung eines Inventars im Nachlass von J._____ wird gutgeheissen, im Übrigen wird auf die Berufung nicht eingetreten und das Verfahren an die Vorinstanz – zur Fortführung im Sinne der Erwägungen – zurückgewie...
	2. Das Notariat K._____ wird angewiesen, zuhanden der Nacherben sowie der Vorinstanz ein Inventar über den Nachlass von J._____ zu errichten.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt.
	4. Die Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren fällt zur Hälfte ausser Ansatz und zur Hälfte (im Betrag von Fr. 500.–) wird sie zu Lasten des Nachlasses den Berufungsklägern auferlegt.
	5. Es wird keine Parteientschädigung festgesetzt.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Berufungskläger, die übrigen Nacherben (Verfahrensbeteiligten) und P._____, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ (vgl. LF130019), sowie an das Notariat K._____ und – unter Rücksendung der erstinstanzlichen A...
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...