# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 951b74ba-c48d-5f72-96bd-e5e06fc086b2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.08.2010 C-4283/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4283-2009_2010-08-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4283/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, 
Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Deutschland,
vertreten durch SKM Landkreis Waldshut e. V., 
Gartenstrasse 15, Postfach 1714, 
DE-79745 Waldshut-Tiengen,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4283/2009

Sachverhalt:

A.
Der  am  (...)  1956  geborene,  ledige,  deutsche  Staatsangehörige 
X._______ lebt in Deutschland. Er hat in den Jahren 1974 bis 1991 in 
der  Schweiz  in  der  Materialbeschaffung  und  Abfallentsorgung 
gearbeitet  und  dabei  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung entrichtet (act. 1, 2, 10 und 
14).  Er  hat  am  22. Februar  2006  (act. 2)  bei  der  IV-Stelle  für 
Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend: IVSTA) einen  Antrag  auf  Aus-
richtung  einer  Invalidenrente  gestellt,  welcher  mit  Verfügung  vom 
6. November 2007 (act. 49) rechtskräftig abgewiesen worden ist.

Die IVSTA stützte sich dabei im Wesentlichen auf folgende Unterlagen: 
den  Bericht  von  Dr. med. A._______  vom  25. April  2006  (act. 39; 
Formular E 213) inklusive die diesem Bericht zugrunde liegenden Be-
richte, den Entlassbericht des Spitals B._______ vom 4.  Januar 2007 
(act. 41) und die medizinische Stellungnahme von Dr. med. C._______ 
vom 6. Juni 2007 (act. 45).

B.
Mit Schreiben vom 5. Februar 2008 (act. 50) hat X._______, vertreten 
durch den SKM Landkreis  Waldshut e.V., bei  der IVSTA ein Gesuch 
um Überprüfung des Entscheids vom 6. November 2007 gestellt. Zur 
Begründung  führte  er  aus,  die  deutsche  Rentenversicherung  habe 
bereits im September 2006 die Rente wegen voller Erwerbsminderung 
endgültig festgestellt. Er könne nicht nachvollziehen, weshalb der von 
der IVSTA festgestellte Invaliditätsgrad nur 28% betrage.

C.
Die  IVSTA  hat  das  Gesuch  vom  5. Februar  2008  als  neues  Leis-
tungsbegehren  entgegengenommen  und  mit  Verfügung  vom 15. Mai 
2009 (act. 71) gemäss Vorankündigung im Vorbescheid vom 18. März 
2009  (act. 66)  das  Leistungsbegehren  abgewiesen,  da  die  Voraus-
setzungen für die Gewährung einer Invalidenrente nicht erfüllt seien.

Die IVSTA stützte sich dabei im Wesentlichen auf folgende Unterlagen: 
den Entlassbericht des Spitals B._______ vom 24. Juli 2007 (act. 60), 
den Entlassbrief des Zentrums für Psychiatrie D._______ vom 31. Mai 
2008 (act. 61), den undatierten Arztbericht von Dipl. med. E._______, 
Fachärztin für Allgemeinmedizin und für Chirurgie (Posteingang IVSTA 

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am 19. Dezember 2008; act. 62) und die medizinische Stellungnahme 
von Dr. med. F._______ vom 15. März 2009 (act. 64).

D.
Gegen die Verfügung vom 15. Mai 2009 hat X._______ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer), vertreten durch den SKM Landkreis Waldshut e.V., 
mit  Eingabe  vom  23. Juni  2009  "Widerspruch"  bei  der  IVSTA 
eingereicht,  welche  das  Schreiben  am  30. Juni  2009  an  das 
Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet hat.

Auf  Aufforderung  des  Instruktionsrichters  hat  der  Beschwerdeführer 
seine Beschwerde mit Eingabe vom 30. Juli 2009 verbessert, indem er 
Rechtsbegehren gestellt und diese begründet hat.

E.
Am 4. September 2009 ist der mit Verfügung vom 7. August 2009 ein-
verlangte  Kostenvorschuss in  der  Höhe von Fr. 400.--  beim Bundes-
verwaltungsgericht eingegangen.

F.
Mit  Vernehmlassung  vom  18. Januar  2010  hat  die  IVSTA  die  Ab-
weisung der Beschwerde beantragt.

G.
Mit  Replik  vom  16. Februar  2010  hielt  der  Beschwerdeführer  sinn-
gemäss an seinem Antrag fest und reichte erneut die beiden Entlass-
berichte vom 24. Juli 2007 und vom 31. Mai 2008 ein.

H.
Die IVSTA hielt  mit  Duplik vom 5. März 2010 ebenfalls an ihren bis-
herigen Ausführungen fest.

I.
Auf  die  weiteren Vorbringen der  Parteien  und  die  eingereichten Be-
weismittel  ist  –  soweit  für  die Entscheidfindung erforderlich – in den 
nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesverwal-
tungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Verfü-
gungen der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland. Eine Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die In-
validenversicherung (Art. 1a bis 26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwend-
bar,  soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung vom ATSG 
vorsieht.

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass  er  im  Sinne  von  Art. 59  ATSG beschwerdelegi-
timiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvor-
schuss innert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.  

2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  deutscher  Staatsangehöriger,  so  dass 
vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(FZA; SR 0.142.112.681),  insbesondere dessen Anhang II  betreffend 
Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit,  anzuwenden ist 
(Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 
des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur  Anwendung 
der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständi-

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ge sowie deren Familienangehörige,  die innerhalb der  Gemeinschaft 
zu-  und abwandern,  haben die  in  den persönlichen Anwendungsbe-
reich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden Per-
sonen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grundsätz-
lich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen die-
ses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Ver-
fahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit 
sowie der Effektivität – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzun-
gen einer  schweizerischen Invalidenrente  grundsätzlich  nach der  in-
nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend 
bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf 
eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem inner-
staatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201). 

Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger 
eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität  ei-
nes Antragstellers – entgegen der (implizit geäusserten) Ansicht des 
Beschwerdeführers  –  für  den  Träger  eines  anderen  betroffenen 
Staates  nur  dann  verbindlich,  wenn  die  in  den  Rechtsvorschriften 
dieser Staaten festgelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in An-
hang V dieser  Verordnung als  übereinstimmend anerkannt sind,  was 
für das Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz (ebenso wie 
das  Verhältnis  zwischen  den  übrigen  EU-Mitgliedstaaten  und  der 
Schweiz) nicht der Fall ist. Gemäss Art. 40 der Verordnung Nr. 574/72 
hat der Träger eines Mitgliedstaates aber bei der Bemessung des Inva-
liditätsgrades  die  von  den  Trägern  der  anderen  Staaten  erhaltenen 
ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie Auskünfte der Verwaltung zu 
berücksichtigen, soweit sie rechtsgenüglich ins Verfahren eingebracht 
werden (vgl. Art. 32 VwVG). Jeder Träger behält  jedoch die Möglich-
keit, die antragstellende Person durch einen Arzt oder eine Ärztin sei -
ner Wahl untersuchen zu lassen. Eine Pflicht zur Durchführung einer 
solchen Untersuchung besteht allerdings nicht.

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3.

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetretenen 
Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen 
Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter 
sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
gebend, die bei  der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung hatten (BGE 130 V 329). 

In  materiell-rechtlicher  Hinsicht  ist  auf  jene  Bestimmungen des  IVG 
und der  IVV respektive  des  ATSG und  der  zugehörigen  Verordnung 
vom 11. September  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) abzustellen,  die für  die Beurtei-
lung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft stan-
den. Da vorliegend das Rentengesuch am 5. Februar 2008 eingereicht 
worden ist  und somit  der  Anspruch frühestens ab August  2008 ent -
stehen konnte (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG), ist vorliegend auf die Fassung 
gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV-
Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen.

3.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburtsge-
brechen,  Krankheit  oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss Art.  7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich-
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. 
Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperli -
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil -
weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut-
bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

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tigkeit  in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren 
ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung zu 
nehmen,  in  welchem Umfang und gegebenenfalls  bezüglich  welcher 
Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte 
sind sodann  eine wichtige  Grundlage für  die  Beurteilung der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem Versicherten  konkret  noch  zugemutet 
werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002 
S. 62 E. 4b/cc).

3.4.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es 
alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prü-
fen und  danach  zu  entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat-
ten.  Insbesondere  darf  es  bei  einander  widersprechenden  medizini-
schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Be-
weismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 

3.4.2 Bezüglich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all -
seitigen  Untersuchungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der  Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend 
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Be-
weismittels  noch die  Bezeichnung der  eingereichten  oder  in  Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht  oder als Gutachten (vgl. dazu 
das Urteil des Bundesgerichts [BGer] I 268/2005 vom 26. Januar 2006 
E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). 

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Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als  vereinbar, Richtlinien für  die Beweiswür-
digung  in  Bezug  auf  bestimmte  Formen medizinischer  Berichte  und 
Gutachten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat -
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen,  bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti -
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-
richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2).

3.4.3 Berichten  und  Gutachten  versicherungsinterner  Ärzte  kommt 
Beweiswert  zu,  sofern  sie  als  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei  sind und keine Indizien ge-
gen ihre Zuverlässigkeit  bestehen. Die Tatsache allein,  dass der be-
fragte  Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger 
steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangen-
heit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das 
Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begrün-
det erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

3.5 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16  ATSG in  Verbindung  mit  Art. 28a Abs. 1  IVG aufgrund  eines 
Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen),  in  Beziehung  gesetzt  (allgemeine  Methode  des  Einkom-
mensvergleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1)  zum  Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid ge-
worden wäre (sogenanntes Valideneinkommen).  Da nach empirischer 

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Feststellung  in  der  Regel  die  bisherige  Tätigkeit  im  Gesundheitsfall 
weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung 
des  Valideneinkommens  häufig  der  zuletzt  erzielte,  der  Teuerung 
sowie  der  realen  Einkommensentwicklung  angepasste  Verdienst 
(RKUV 3/1993 97 ff. E. 3b) beziehungsweise das an die branchenspe-
zifische  Nominallohnentwicklung  angepasste  frühere  Einkommen 
(AHI 2000  305 ff.  E. 2c).  Bei  der  Bestimmung  des  Invalidenein-
kommens ist ebenfalls – sofern möglich – auf die beruflich-erwerbliche 
Situation abzustellen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 
Ist  kein  solches  Vergleichseinkommen  vorhanden,  weil  die  Person 
nach  dem  Eintritt  des  Gesundheitsschadens  keiner  Erwerbstätigkeit 
nachgegangen ist, so können rechtsprechungsgemäss Daten der Do-
kumentation  über  Arbeitsplätze  (DAP)  oder  aber  Tabellenlöhne  ge-
mäss den vom Bundesamt für  Statistik  periodisch herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen  (LSE)  herangezogen  werden 
(BGE 129 V 472 E. 4.2.1). 

3.6  

3.6.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades 
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung 
erfüllt sind. Danach ist im Leistungsbegehren gleich wie im Revisions-
gesuch glaubhaft  zu machen,  dass sich der  Grad der  Invalidität  der 
versicherten  Person  in  einer  für  den  Anspruch  erheblichen  Weise 
geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie 
die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von 
der versicherten Person glaubhaft  gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades  auch  tatsächlich  eingetreten  ist;  sie  hat  demnach  in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 83 E. 1b mit  Hin-
weisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren  rechtskräftigen  Verfügung  keine  Veränderung  erfahren  hat,  so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu 
prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine an-
spruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies-
sen. Im Beschwerdefall  obliegt  die  gleiche  materielle  Prüfungspflicht 
auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 f.).

3.6.2 Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch eine Än-
derung der tatsächlichen Verhältnisse voraus. Zu vergleichen ist dabei 

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der Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten der versicherten Person eröff-
neten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung 
des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des  Gesundheitszustandes)  beruht;  vorbehalten  bleibt  die  Recht-
sprechung  zur  Wiedererwägung  und  prozessualen  Revision 
(BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Ferner muss die Veränderung der Verhältnis-
se  erheblich,  das  heisst  hinsichtlich  der  Auswirkungen  auf  den  In -
validitätsgrad rentenwirksam sein (vgl. Art. 17 ATSG, BGE 130 V 343 
E. 3.5  mit  Hinweisen).  Unter  revisionsrechtlichen  Gesichtspunkten  – 
welche gleichermassen für das Neuanmeldungsverfahren gelten (vgl. 
BGE 133 V 108 E. 5.2; Urteil  des  BGer I 658/05 vom 27. März  2006 
E. 4.4)  –  ist  die  unterschiedliche  Beurteilung  eines  im Wesentlichen 
unverändert  gebliebenen  Sachverhaltes  unerheblich  (BGE 112 V 371 
E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 E. 3a).

3.7 Versicherte  haben Anspruch auf  eine Viertelsrente,  wenn sie zu 
mindestens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 Prozent  besteht  ein  Anspruch auf  eine halbe Rente,  bei 
mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 
70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 29 
Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 
50 Prozent  entsprechen,  jedoch nur an Versicherte  ausgerichtet,  die 
ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 
Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine 
abweichende Regelung vorsehen, was für Mitgliedstaaten der EU der 
Fall ist.

4.
Die  IVSTA ist  auf  das  neue  Leistungsbegehren  eingetreten,  hat  die 
Sache materiell geprüft und dem medizinischen Dienst vorgelegt. Ge-
mäss  den  soeben  dargelegten  Grundsätzen  (vgl.  E. 3.6)  ist  mass-
gebend  und  zu  prüfen,  ob  sich  der  Gesundheitszustand  des  Be-
schwerdeführers  seit  der  rechtskräftigen  (abweisenden)  Verfügung 
vom 6. November  2007 bis  zum Zeitpunkt  der  angefochtenen Verfü-
gung  vom  15. Mai  2009  in  rentenanspruchserheblicher  Weise  ver-
schlechtert hat.

4.1 Der abweisenden Verfügung vom 6. November 2007 lag nament-
lich folgender medizinischer Sachverhalt zugrunde:

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4.1.1 Dr. med. A._______,  Ärztin  für  Sozialmedizin,  stellte  in  ihrem 
Bericht vom 25. April 2006 fest, der Beschwerdeführer leide an Alko-
holkrankheit,  alkoholischer  Polyneuropathie,  insulinpflichtigem  Dia-
betes mellitus seit 2002 und ferner bestünden ein Zustand nach Wipp-
lescher  Operation  wegen  sekundärer  Stenosierung  des  Pankreas-
ausführungsganges im Rahmen einer chronischen Pankreatitis alkoho-
lischer  Genese,  ein  Zustand  nach  Herzschrittmacherimplantation  im 
Mai 2002 wegen Sick-Sinussyndrom sowie ein Zustand nach Implan-
tation  einer  Hüftendoprothese  links  wegen  einer  schweren  Cox-
arthrose.  Insgesamt  sei  der  Beschwerdeführer  wegen  eines  hirnor-
ganischen Psychosyndroms nach langjährigem übermässigen Alkohol-
konsum und einer Persönlichkeitsstörung als psychisch labil und wenig 
belastbar anzusehen, der auch in seinen kognitiven Fähigkeiten ver-
mindert  sei  und  somit  nicht  mehr  in  der  Lage  sei,  im  Rahmen des 
allgemeinen  Arbeitsmarktes  eine  Tätigkeit  von wirtschaftlichem Wert 
auszuführen.

4.1.2 Dem Entlassbericht des Spitals B._______ vom 4. Januar 2007 
ist  zu  entnehmen,  das  beim  Beschwerdeführer  eine  chronische 
Alkoholkrankheit,  ein  Sick  Sinus  Syndrom,  ein  insulinpflichtiger 
Diabetes  mellitus  sowie  ein  chronischer  Nikotinabusus diagnostiziert 
worden  sei.  Zur  Arbeitsfähigkeit  nach  der  Entlassung  aus  der 
stationären Behandlung äusserten sich die Ärzte nicht.

4.1.3 Dr. med. C._______ des medizinischen Dienstes der IVSTA hat 
in  seiner  medizinischen  Stellungnahme  vom  6. Juni  2006  folgende 
Hauptdiagnosen  festgehalten:  Coxarthrose  sowie  Zustand  nach  Im-
plantierung eines Herzschrittmachers. Als Nebendiagnose mit Einfluss 
auf  die Arbeitsfähigkeit  nannte er  chronischen Alkoholismus und als 
Nebendiagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellte er Dia-
betes mellitus sowie einen Zustand nach Pankreasoperation fest. Ins-
gesamt bestehe aufgrund dieser Diagnosen seit dem 1. Januar 2003 
in  der  angestammten Tätigkeit  eine Arbeitsunfähigkeit  von 40% und 
seit dem 20. Oktober 2003 eine solche von 70%. In leichten Verweis-
tätigkeiten  sei  er  seit  dem  20. Oktober  2003  nur  zu  20%  einge-
schränkt.

4.2 Die  von  der  IVSTA anlässlich  der  Neuanmeldung  vom  Februar 
2008 berücksichtigten Berichte ergeben folgendes Bild:

4.2.1 Dem Entlassbericht des Spitals B._______ vom 24. Juli 2007 ist 
zu entnehmen, der Beschwerdeführer leide an einer chronischen Al-

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koholkrankheit, einem Sinus Sick Syndrom, einem pankreopriven insu-
linpflichtigen  Diabetes  mellitus,  einem  Zustand  nach  Magenteil-
resektion und B-I-Anastomose und Pankreasteilresektion im Rahmen 
einer akuten Pankreatitis, einer macrozytären, normochromen Anämie 
sowie an einem chronischen Nikotinabusus. Über die Arbeitsfähigkeit 
äussert sich der Bericht nicht.

4.2.2 Der Entlassbrief  des  Zentrums für  Psychiatrie  D._______ vom 
31. Mai 2008 enthält folgende Diagnosen: chronische Alkoholkrankheit 
(ICD-10 F10.2),  Schrittmacherimplantation  (IDDM-Typ) bei  SSS-Syn-
drom  im  Jahr  2002,  insulinpflichtiger  Diabetes  mellitus,  hirnorgani-
sches  Psychosyndrom  (ICD-10  F10.7),  bekannte  Alkoholentzugs-
krampfanfälle,  Polyneuropathie  (ICD-10  G62.1),  chronische  rezidi-
vierende Pankreatitis  sowie  Steatosis  hepatis  II.  Zur  Arbeitsfähigkeit 
finden sich im Entlassbrief keine Angaben.

4.2.3 Der  undatierte  Arztbericht  von  Dipl. med. E._______  attestiert 
dem Beschwerdeführer eine chronische Alkoholkrankheit, eine Schritt -
macherimplantation bei SSS-Syndrom im Jahr 2002, Diabetes mellitus 
Typ II,  eine chronische Pankreatitis, Polyneuropathie, Entzugskrampf-
anfälle,  ein  organisches  Psychosyndrom,  eine  depressive  Episode, 
eine  Innenmeniskusläsion,  Retropatellararthrose  sowie  eine  Magen-
resektion zu zwei Dritteln und eine halbe DA-Resektion nach schwerer  
Pankreatitis. Der Beschwerdeführer sei deswegen seit 1991 zu 100% 
arbeitsunfähig.

4.2.4 Dr. med. F._______ diagnostiziert  in seiner Stellungnahme vom 
15. März  2009  das  Vorliegen  folgender  Hauptdiagnosen  mit  Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: chronische Alkoholkrankheit sowie 
Coxarthrhose mit Endoprothese links. Als Diagnosen ohne Einfluss auf 
die  Arbeitsfähigkeit  nannte  er  einen  Status  nach  Implantation  eines 
Herzschrittmachers, insulinpflichtiger Diabetes sowie eine alkoholische 
Polyneuropathie. Insgesamt  bestehe aufgrund dieser  Diagnosen  seit 
dem 20. Oktober  2003  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  70%. In  leichten 
Verweistätigkeiten sei er seit dem 20. Oktober 2003 lediglich zu 20% 
eingeschränkt.

4.3  

4.3.1 Vorweg ist  darauf  hinzuweisen,  dass  –  entgegen der  Meinung 
des Beschwerdeführers – keine Bindung an ausländische Entscheide 
besteht  und  somit  die  IVSTA grundsätzlich  unabhängig  von auslän-

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dischen  Rentenentscheiden  urteilen  kann  (vgl.  E. 2.2  hiervor).  Der 
Rentenentscheid  aus  Deutschland  vermag  daher  den  Entscheid  der 
IVSTA nicht zu beeinflussen. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die 
IVSTA nicht verpflichtet war, den Beschwerdeführer in der Schweiz un-
tersuchen  zu  lassen,  sofern  die  vorhandenen  ausländischen  Gut-
achten den Anforderungen genügen und eine ausreichende Grundlage 
bilden, um über den Anspruch des Beschwerdeführers zu befinden.

4.3.2 Aus den vorliegenden ärztlichen Berichten neueren Datums sind 
im Vergleich zu den älteren Berichten keine zusätzlichen Diagnosen zu 
entnehmen,  auch  hat  sich  der  Gesundheitszustand  innerhalb  dieser 
Diagnosen nicht  in  relevanten Ausmass verändert. Die  Berichte  des 
Spitals  B._______  sowie  des  Zentrums  für  Psychiatrie  D._______ 
zeigen im Wesentlichen dasselbe Bild wie schon im November 2007. 
Der Beschwerdeführer leidet insbesondere nach wie vor an der Alko-
holkrankheit  und deren  Folgen  und  ist  zufolge  der  Coxarthrose  und 
des implantierten Herzschrittmachers eingeschränkt. Diese Einschrän-
kungen sowie auch die vom Beschwerdeführer erwähnten psychischen 
Probleme bestehen jedoch bereits seit einigen Jahren und sind nicht 
als  Veränderung  zu  qualifizieren.  Der  Beschwerdeführer  legt  zudem 
nicht dar, inwiefern er der Ansicht ist, es sei eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes eingetreten. Er beruft sich vielmehr auf die Zu-
sprechung der Rente in Deutschland, was aber wie erwähnt vorliegend 
nicht  entscheidrelevant  ist. Schliesslich  ist  auch darauf  hinzuweisen, 
dass  aufgrund  der  seit  der  Verfügung  und  bis  zum  neuen  Leis-
tungsgesuch verstrichenen Zeit von lediglich drei Monaten ohnehin nur 
dann von einer Veränderung ausgegangen werden könnte, wenn ein 
konkretes, einschneidendes Ereignis den Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers  beeinflusst  hätte.  Da  sich  der  Zustand  des  Be-
schwerdeführers  seit  der  rechtskräftigen  Abweisung  des  Rentenge-
suches im November 2007 nicht verändert hat, hat die IVSTA das Ren-
tengesuch zu Recht abgewiesen.

Die Beschwerde ist somit abzuweisen und die angefochtene Verfügung 
zu bestätigen.

5.

5.1 Die  Verfahrenskosten  sind  bei  Streitigkeiten  um  die  Bewilligung 
oder  die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  nach  dem  Verfahrensauf-
wand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1'000 Fran-

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ken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren 
sind  die  Verfahrenskosten  auf  Fr. 400.--  festzusetzen  und  dem  Be-
schwerdeführer  als  unterlegene Partei  aufzuerlegen. Die Verfahrens-
kosten sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

5.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art. 64  Abs. 1 
VwVG). Als Bundesbehörde hat die IVSTA jedoch keinen Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 7  Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2,  in  der  Fassung  vom  1. April 
2010]).

Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Partei -
entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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