# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a9c74981-b649-5e6a-b712-c0d26d0c099d
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-14
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 14.02.2022 ZSU.2021.228
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZSU-2021-228_2022-02-14.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 5. Kammer 

 

ZSU.2021.228  
(SF.2021.18)  

Art. 7 

 

Entscheid vom 14. Februar 2022 
 

 

Besetzung  Oberrichter Brunner, Präsident  

Oberrichter Lindner  

Ersatzrichter Schneuwly    

Gerichtsschreiber Tognella      

 

 
   

Kläger   A._____,  

[…] 

vertreten durch lic. iur. Gabriela Furter, Rechtsanwältin,  

Zentralstrasse 38, Postfach 3267, 6002 Luzern    

 

     

 
   

Beklagte   B._____,  

[…] 

vertreten durch lic. iur. Christoph Suter, Rechtsanwalt,  

Bahnhofstrasse 6, 5610 Wohlen    

 

     

 
 

Gegenstand  Summarisches Verfahren betreffend Eheschutz 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Mit Klage vom 23. April 2021 stellte der Kläger beim Bezirksgericht Kulm 

folgende Begehren: 
 

 "1. 
Den Parteien sei ab sofort das Getrenntleben zu bewilligen. 
 
2. 
Die gemeinsamen Kinder C., tt.mm.jjjj, und D., tt.mm.jjjj, seien ab 
01.08.2021 unter die alternierende Obhut der Parteien zu stellen. 
 
3. 
Jede Partei sei ab 01.08.2021 zu berechtigen und zu verpflichten, die 
gemeinsamen Kinder C. und D. wie folgt zu betreuen: 
 

- an 2 ½ Werktagen inklusive Übernachtungen 
- an jedem zweiten Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr, bis zum 

Schulbeginn am Montagmorgen (bzw. bis am Sonntag, 18:00 Uhr, falls 
am Montag schulfrei ist) 

- die Hälfte der Schulferien 
 

Die Parteien haben sich jährlich im Frühling über die genauen 
Betreuungszeiten für das neue Schuljahr abzusprechen. 
 
Die Parteien haben die Ferien mindestens zwei Monate im Voraus 
abzusprechen. Können sie sich nicht einigen, steht das 
Entscheidungsrecht in den geraden Jahren dem Gesuchsteller [= Kläger] 
zu und in den ungeraden Jahren der Gesuchsgegnerin [= Beklagte]. 
 
4. 
Für das Schuljahr 2021/2022 wird die nachfolgende Betreuungsregelung 
beantragt: 
 
Gesuchsteller:  Montagmorgen (Schulschluss) bis Dienstagmorgen 

(Schulbeginn) 
   Jeden 2. Mittwochnachmittag ab Schulschluss bis 

18:00 Uhr 
   Donnerstagnachmittag (13:00 Uhr) bis Freitagmorgen 

(Schulbeginn) 
Jedes 2. Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr bis 
Montagmorgen (Schulbeginn) 

 
Gesuchsgegnerin: Dienstagmorgen (Schulbeginn) bis Mittwochnach-

mittag (Schulschluss) 
   Jeden 2. Mittwochnachmittag ab Schulschluss bis 

18:00 Uhr 
Mittwochabend (18:00 Uhr) bis Donnerstagmittag 
(13:30 Uhr) 

   Freitagmorgen (Schulschluss) bis 18:00 Uhr 
   Jedes 2. Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr bis 

Montagmorgen (Schulbeginn) 
5. 

 - 3 - 

 

 

Der Gesuchsteller sei ab 01.08.2021 zu berechtigen und zu verpflichten, 
die Festtage wie folgt mit den gemeinsamen Kindern C. und D. zu 
verbringen: 
 

- In den ungeraden Jahren 
an Ostern von Karfreitag, 18:00 Uhr, bis Ostersamstag, 12:00 Uhr 
an Auffahrt von Mittwoch nach Schulschluss bis Sonntag 18:00 Uhr 
vom 25. Dezember ab 12:00 Uhr bis 26. Dezember 18:00 Uhr 

 

- In den geraden Jahren 
  an Ostern von Ostersamstag, 12:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr 

       an Auffahrt von Mittwoch nach Schulschluss bis Sonntag 18:00 Uhr 
       vom 23. Dezember ab 18:00 Uhr bis 25. Dezember 12:00 Uhr 
       vom 30. Dezember, 18:00 Uhr, bis 1. Januar, 12:00 Uhr 
 
Die Gesuchsgegnerin sei ab 01.08.2021 zu berechtigen und zu 
verpflichten, die Festtage wie folgt mit den gemeinsamen Kindern C. und 
D. zu verbringen: 
 

- In den ungeraden Jahren 
       an Ostern von Ostersamstag, 12:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr 
       an Pfingsten von Freitag, 18:00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18:00 Uhr 
       vom 23. Dezember ab 18:00 Uhr bis 25. Dezember 12:00 Uhr 
       vom 30. Dezember, 18:00 Uhr, bis 1. Januar, 12:00 Uhr 
 

- In den geraden Jahren 
       an Ostern von Karfreitag, 18:00 Uhr, bis Ostersamstag, 12:00 Uhr 
       an Pfingsten von Freitag, 18:00 Uhr, bis Pfingstmontag 18:00 Uhr 
       vom 25. Dezember ab 12:00 Uhr bis 26. Dezember 18:00 Uhr 
 
6. 
Der Wohnsitz der Kinder sei bei der Gesuchsgegnerin festzusetzen. 
 
7. 
Die AHV-Erziehungsgutschriften seien den Parteien je zur Hälfte 
anzurechnen. 
 
8.   
Der Gesuchsteller hat der Gesuchsgegnerin ab 01.08.2021 an den 
Unterhalt der gemeinsamen Kinder C. und D. je einen noch 
festzulegenden, monatlichen, auf den Ersten des Monats fälligen und ab 
Verfall zu 5% verzinslichen Unterhaltsbeitrag zuzüglich Kinder- und 
Ausbildungszulagen zu zahlen. 
 
Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, die folgenden Auslagen der 
Kinder zu bezahlen: 
- Krankenkassenprämien 
- Gesundheitskosten 
 
 
 
9. 
Es sei festzustellen, dass sich die Parteien gegenseitig keinen 
persönlichen Unterhalt schulden. 
 
10. 
Dem Gesuchsteller sei nach Durchführung des Beweisverfahrens die 
Möglichkeit zur Konkretisierung seiner Anträge zu geben. 
 

 - 4 - 

 

 

 
11. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Gesuchsgegnerin." 

 

1.2. 

Mit Klageantwort vom 31. Mai 2021 stellte die Beklagte folgende Begehren: 
 

"1.  
Den Parteien sei das weitere Getrenntleben zu bewilligen, dies verbunden 
mit der gerichtlichen Feststellung, dass die Parteien den gemeinsamen 
Haushalt am 1. Oktober 2019 aufgehoben haben. 
 
2. 
Die eheliche Liegenschaft […] sei dem Kläger zur ausschliesslichen 

Benutzung zuzuweisen. 

 
3.   
Die gemeinsamen Kinder C., tt.mm.jjjj, und D., tt.mm.jjjj, seien der 
elterlichen Obhut der Beklagten zu unterstellen. 
 
4. 
Der Kläger sei berechtigt zu erklären, die Kinder jedes zweite 
Wochenende, jeweils Freitagabend 18:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr, auf 
eigene Kosten mit sich auf Besuch und für vier Wochen pro Jahr während 
der Schulferien auf eigene Kosten mit sich in die Ferien zu nehmen. 
 
5. 
Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten mit Wirkung ab 1. Mai 2021 
an deren wie den Unterhalt der Kinder monatlich vorschüssig 
CHF 3'820.00/Monat zuzüglich der zwei Kinderzulagen zu bezahlen, die 
der Beklagten wie folgt vorschlagsweise zuzusprechen und damit 
aufzuteilen sind: 
 

CHF 1'735.00 / Monat an den Unterhalt von C. (zuzüglich Kinderzulagen) 
CHF 1'560.00 / Monat an den Unterhalt von D. (zuzüglich Kinderzulagen) 
CHF    525.00 / Monat für die Beklagte persönlich 
 
6. 
Soweit der Kläger mit der Klage vom 23. April 2021 mehr oder anderes 
beantragt, seien dessen Klagebegehren abzuweisen. 
 
 
7. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

1.3. 

Am 16. Juni 2021 wurden die Töchter der Parteien, C. und D., durch die 

Gerichtspräsidentin angehört.  

 

1.4. 

An der Verhandlung vom 7. Juli 2021 vor dem Gerichtspräsidium Kulm 

erstatteten die Parteivertreter mündlich Replik und Duplik, wobei die 

klägerischen Begehren wie folgt geändert wurden: 
 

 - 5 - 

 

 

"Ziffer 1a / Eheliche Liegenschaft 

Die eheliche Liegenschaft […] sei dem Gesuchsteller samt Inventar und Mobiliar 

zum alleinigen Nutzen und Gebrauch zuzuweisen. 

 

Ziffer 4 

Für das Schuljahr 2021/2022 wird die nachfolgende Betreuungsregelung (50:50) 

beantragt: 

 

Gesuchsteller:  Montagmorgen (Schulbeginn) bis Dienstagmorgen 

(Schulbeginn) 

 Jeden 2. Mittwoch ab 12:00 Uhr bis Donnerstag 12:00 Uhr  

 Donnerstagnachmittag (12:00 Uhr) bis Freitagmorgen 

(Schulbeginn) 

 Jedes 2. Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr bis 

Montagmorgen (Schulbeginn) 

 

Gesuchsgegnerin: Dienstagmorgen (Schulbeginn) bis Mittwoch 12:00 Uhr 

 Jeden 2. Mittwoch ab 12:00 Uhr bis Donnerstag 12:00 Uhr 

 Mittwochabend (18:00 Uhr) bis Donnerstagmittag (13:30 Uhr) 

 Freitagmorgen (Schulbeginn) bis 18:00 Uhr 

 Jedes 2. Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr bis 

Montagmorgen (Schulbeginn) 

 

Ziffer 8 

Der Gesuchsteller hat der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt der gemeinsamen 

Kinder C. und D. je folgende monatliche, auf den Ersten des Monats fällige und 

ab Verfall zu 5% verzinsliche Unterhaltsbeiträge zuzüglich Kinder- und 

Ausbildungszulagen zu zahlen: 
 

- CHF 500.00 ab 01.08.2021 bis 31.07.2022 

- CHF 175.00 ab 01.08.2022 

 

Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, die folgenden Auslagen der Kinder zu 

bezahlen: Krankenkassenprämie (KVG + VVG) und Gesundheitskosten. Jeder 

Elternteil zahlt diejenigen Auslagen für die Hobbys, die die Kinder in seiner 

Besuchs-/Ferienzeit ausüben." 

 

Alsdann wurden die Parteien befragt. Nachdem die Beklagte 

Vergleichsbemühungen abgelehnt hatte, nahmen die Parteivertreter zum 

Beweisergebnis Stellung. 

 

1.5. 

Am 20. Juli 2021 ging ein Brief von D. und am 21. Juli 2021 ein Brief von 

C. beim Gerichtspräsidium ein.  

 

1.6. 

Am 29. Juli 2021 erging folgender Entscheid des Gerichtspräsidiums Kulm: 

 

"1. 
Die Parteien sind zur getrennten Wohnsitznahme berechtigt. 
 
2. 
Die eheliche Liegenschaft […] wird für die Dauer des Getrenntlebens mit 
Mobiliar dem Gesuchsteller zur Benützung zugewiesen. 

 - 6 - 

 

 

 
3. 
3.1. 
Die Kinder C., tt.mm.jjjj, und D., tt.mm.jjjj, werden unter die alternierende 
Obhut der Eltern gestellt.  
 

Die Eltern regeln die Betreuung der Kinder unter Berücksichtigung des 
Kindeswohls sowie der schulischen und persönlichen Bedürfnisse und 
Wünsche der Kinder grundsätzlich im Verhältnis 50:50 laufend selbst.  
 

Sofern ein Elternteil die Betreuung trotz entsprechender Zuweisung der 
Kinder nicht wahrnehmen kann, ist er gehalten, dem anderen Elternteil die 
Möglichkeit der Übernahme der Betreuung zu gewähren. Sofern der 
andere Elternteil die Betreuung in diesem Zeitraum ebenfalls nicht 
übernehmen kann/will, ist es an dem für die Betreuung zuständigen 
Elternteil, eine alternative Betreuung sicherzustellen. 
 
3.2. 
Für den Fall, dass sich die Eltern nicht über die Betreuung der Kinder 
einigen können, wird die Betreuungszeit der Kinder ab dem Schuljahr 
2021/2022 wie folgt festgelegt: 
 

Der Vater betreut die Kinder: 
-  von Sonntagabend, 18:00 Uhr, bis Dienstagabend, 18:00 Uhr; 
- an den ungeraden Wochen von Dienstagabend, 18:00 Uhr, bis 
Mittwochabend, 18:00 Uhr; 
- an den geraden Wochenenden von Freitagabend, 18:00 Uhr, bis 
Sonntagabend, 18:00 Uhr. 
 

Die Mutter betreut die Kinder: 
-   von Mittwochabend, 18:00 Uhr, bis Freitagabend, 18:00 Uhr; 
- an den geraden Wochen von Dienstagabend, 18:00 Uhr, bis 
Mittwochabend, 18:00 Uhr; 
- an den ungeraden Wochenenden von Freitagabend, 18:00 Uhr, bis 
Sonntagabend, 18:00 Uhr.  
 
3.3. 
Die Schulferien und Feiertage verbringen die Kinder je zur Hälfte bei jedem 
Elternteil. Die Parteien koordinieren die Betreuung während der 
Schulferien und während der Festtage jeweils bis Ende des Vorjahres. 
Können sie sich nicht einigen, steht das Entscheidungsrecht in den 
geraden Jahren dem Vater und in den ungeraden Jahren der Mutter zu.  
 

Bei Uneinigkeit betreut der Vater die Kinder an folgenden Festtagen: 
 

in den ungeraden Jahren 
- an Ostern von Karfreitag, 18:00 Uhr, bis Ostersamstag, 12:00 Uhr; 
- an Auffahrt von Mittwoch nach Schulschluss bis Sonntag, 18:00 Uhr; 
- vom 25. Dezember ab 12:00 Uhr bis 26. Dezember, 18:00 Uhr. 
 

in den geraden Jahren 
- an Ostern von Ostersamstag, 12:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr; 
- an Pfingsten von Freitag, 18:00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18:00 Uhr; 
- vom 23. Dezember ab 18:00 Uhr bis 25. Dezember, 12:00 Uhr; 
- vom 30. Dezember, 18:00 Uhr, bis 1. Januar, 12:00 Uhr. 
 
 
Bei Uneinigkeit betreut die Mutter die Kinder an folgenden Festtagen: 
 

in den ungeraden Jahren 
- an Ostern von Ostersamstag, 12:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr; 

 - 7 - 

 

 

- an Pfingsten von Freitag, 18:00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18:00 Uhr; 
- vom 23. Dezember ab 18:00 Uhr bis 25. Dezember, 12:00 Uhr; 
- vom 30. Dezember, 18:00 Uhr, bis 1. Januar, 12:00 Uhr; 
 

in den geraden Jahren 
- an Ostern von Karfreitag, 18:00 Uhr, bis Ostersamstag, 12:00 Uhr; 
- an Auffahrt von Mittwoch nach Schulschluss bis Sonntag, 18:00 Uhr; 
- vom 25. Dezember ab 12:00 Uhr bis 26. Dezember, 18:00 Uhr. 
 
3.4. 
Es wird festgestellt, dass die Kinder ihren Wohnsitz bei der Mutter haben.  
 
4. 
4.1. 
Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an den 
Barunterhalt der Kinder monatlich im Voraus folgende Unterhaltsbeiträge, 
zuzüglich allfällig bezogene Familienzulagen, zu bezahlen: 
 

Für C.: 
- Fr. 680.00  vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022,  
- Fr. 500.00  ab 1. August 2022. 
 

Für D.: 
- Fr. 590.00  vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022,  
- Fr. 450.00 ab 1. August 2022 bis 31. Oktober 2023, 
- Fr. 500.00 ab 1. November 2023. 
 
4.2 
Die Eltern tragen jeweils die während der Betreuung anfallenden Kosten 
für die Verpflegung und Versorgung der Kinder inkl. Freizeitaktivitäten. 
 

Die Krankenkassenprämien und weiteren Gesundheitskosten (wie 
Selbstbehalt oder nicht kassenpflichtige Medikamente) sowie die Auslagen 
für das Reiten und Schwimmen der Kinder werden durch die 
Gesuchsgegnerin übernommen. 
 
4.3. 
Ausserordentliche Kosten für die Kinder (z.B. Musikunterricht; 
Zahnspange; Kosten für schulische Fördermassnahmen; besondere 
Anschaffungen ab Fr. 200.00 etc.) werden bis zum 31. Juli 2022 nach 
vorgängiger Absprache im Verhältnis von 85 % vom Gesuchsteller und von 
15 % von der Gesuchsgegnerin getragen. Ab 1. August 2022 tragen die 
Parteien ausserordentliche Kosten nach vorgängiger Absprache im 
Verhältnis 70 % durch den Gesuchsteller und 30 % durch die 
Gesuchsgegnerin. 
 
5. 
Der Gesuchsteller wird verpflichtet der Gesuchsgegnerin an ihren 
persönlichen Unterhalt monatlich im Voraus folgende Beiträge zu 
bezahlen:  
 

-  Fr. 800.00 vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022. 
 
6. 
Die Unterhaltsregelung basiert auf folgenden Grundlagen: 
 
Gesuchsteller: 
Nettoeinkommen (inkl. 13. ML, exkl. FZ) 89 % Fr.    7'975.00 
- ab 1. August 2022 (inkl. 13. ML, exkl. FZ) 80 % Fr.    7'170.00 
Existenzminimum (ohne Kinder)   Fr.    3'554.00 

 - 8 - 

 

 

Vermögen     ca. Fr.  250'000.00 
 
Gesuchsgegnerin: 
Nettoeinkommen (inkl. 13. ML, exkl. FZ) 60.72 % Fr.    5'165.00 
- ab 1. August 2022 hypothetisch 70 %  Fr.    5'955.00 
Existenzminimum (ohne Kinder)   Fr.    4'501.00 
Vermögen     ca. Fr.    3'000.00 
 
C.: 
Einkommen (Familienzulagen)   Fr.      200.00 
Barbedarf (vor Abzug Familienzulagen)  Fr.    1'412.00 
Vermögen      ca. Fr.  16'000.00 
 
D.: 
Einkommen (Familienzulagen)          Fr.     200.00 
Barbedarf (vor Abzug Familienzulagen)  Fr.   1'134.00 
ab 1. November 2023    Fr.    1'434.00 
Vermögen      ca. Fr. 10'500.00 
 
7. 
Im Übrigen werden die Anträge abgewiesen soweit drauf einzutreten ist. 
 
8. 
Die Entscheidgebühr von Fr. 3'200.00 wird den Parteien je zur Hälfte mit 
Fr. 1'600.00 auferlegt. Sie wird mit dem vom Gesuchsteller geleisteten 
Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 2'400.00 verrechnet, sodass die 
Gesuchsgegnerin dem Gesuchsteller Fr. 800.00 direkt zu ersetzen und 
dem Gericht Fr. 800.00 nachzuzahlen hat. 
 
9. 
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen." 

 

2. 

2.1.  

2.1.1. 

Gegen diesen ihm am 11. Oktober 2021 in motivierter Fassung zugestellten 

Entscheid erhob der Kläger am 21. Oktober 2021 fristgerecht Berufung mit 

folgenden Anträgen: 

 

"1. 
Ziffer 4.1 des Entscheids des Bezirksgerichtspräsidiums Kulm vom 
29.07.2021 sei wie folgt abzuändern: 
 
Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an den 
Barunterhalt der Kinder monatlich im Voraus folgende Unterhaltsbeiträge, 
zuzüglich allfällig bezogene Familienzulagen, zu bezahlen: 
 

Für C.: 
- CHF 680.00  vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022  
- CHF 355.00  ab 1. August 2022 
 
 
 

Für D.: 
- CHF 590.00  vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022  
- CHF 340.00 ab 1. August 2022 bis 31. Oktober 2023 
- CHF 370.00 ab 1. November 2023 

 - 9 - 

 

 

 
2. 
Ziffer 4.3 des Entscheids des Bezirksgerichtspräsidiums Kulm vom 
29.07.2021 sei wie folgt abzuändern: 
 
(…) Ab 1. August tragen die Parteien ausserordentliche Kosten nach 
vorgängiger Absprache im Verhältnis 60 % durch den Gesuchsteller und 
40 % durch die Gesuchsgegnerin. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MwSt.) zu Lasten der 
Berufungsbeklagten." 

  

2.1.2. 

Mit Berufungsantwort vom 15. November 2021 beantragte die Beklagte die 

Abweisung der klägerischen Berufung. 

 

2.2. 

2.2.1. 

Mit Eingabe vom 22. Oktober 2021 hatte auch die Beklagte – ebenfalls 

fristgerecht (die Zustellung des begründeten Urteils an sie war am 

13. Oktober 2021 erfolgt) – Berufung erhoben mit folgenden Anträgen: 

 

"1. 
In Gutheissung der Berufung seien die Ziffern 3 bis 5 des angefochtenen 
Urteils des Bezirksgerichts Kulm, Familiengerichtpräsidium, vom 29. Juli 
2021 aufzuheben und durch folgende Bestimmungen zu ersetzen: 
 
'3.   
Die gemeinsamen Kinder C., tt.mm.jjjj, und D., tt.mm.jjjj, werden der 
elterlichen Obhut der Beklagten unterstellt. 
 
4. 
Der Kläger wird berechtigt erklärt, die Kinder jedes zweite Wochenende, 
jeweils Freitagabend 18:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr, auf eigene Kosten 
mit sich auf Besuch und für vier Wochen pro Jahr während der Schulferien 
auf eigene Kosten mit sich in die Ferien zu nehmen. 
 
5. 
Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten mit Wirkung ab 1. Mai 2021 
folgende Beiträge zu bezahlen: 
 

CHF 1'810.00 / Monat an den Unterhalt von C. (zuzüglich Kinderzulage) 
CHF 1'630.00 / Monat an den Unterhalt von D. (zuzüglich Kinderzulage) 
CHF    500.00 / Monat für die Beklagte persönlich.' 
 
Ziffer 6 des angefochtenen Urteils sei von Amtes wegen anzupassen. 
 
2. AUFSCHIEBENDE WIRKUNG 
Der vorliegenden Berufung sei in Anwendung von Art. 315 ZPO bezüglich 
Ziffer 3 des angefochtenen Urteils aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, 
damit die Vollstreckbarkeit von Ziffer 3 des angefochtenen Entscheids vom 
29. Juli 2021 aufzuschieben, dies ergänzend mit folgenden vorläufigen 
Anordnungen: 
 

 - 10 - 

 

 

Die gemeinsamen Kinder C., tt.mm.jjjj, und D., tt.mm.jjjj werden bis auf 
weiteres der elterlichen Obhut der Beklagten unterstellt. 
 
Der Kläger wird bis auf weiteres berechtigt erklärt, die Kinder jeweils jedes 
zweite Wochenende, jeweils ab Freitagabend 18:00 Uhr bis Sonntagabend 
18.00 Uhr auf eigene Kosten mit sich auf Besuch zu nehmen. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers und 
Berufungsbeklagten." 
 

2.2.2. 

Mit Berufungsantwort vom 8. November 2021 beantragte der Kläger die 

kostenfällige Abweisung der beklagtischen Berufung. 

 

2.3. 

Am 11. November 2021 erging auf ein entsprechendes Gesuch des 

Klägers um Vollstreckung der Dispositiv-Ziffern 3.2 und 3.3 des Entscheids 

vom 29. Juli 2021 hin folgende Verfügung der Gerichtspräsidentin von 

Kulm: 

 

"1. 
In teilweiser Gutheissung des Vollstreckungsbegehrens wird die 
Gesuchsgegnerin superprovisorisch angewiesen, dem Gesuchsteller 
bis zum Vorliegen eines anderslautenden gerichtlichen Regelung die 
Kinder C. und D. an den geraden Wochenenden vom Freitagabend, 18:00 
Uhr, bis Sonntagabend, 18:00 Uhr, zur Betreuung zu überlassen. 
 
2.-4. 
[…] 
 
5. 
Das Obergericht wird ersucht, dem Familiengericht Kulm den Entscheid 
über den Antrag auf aufschiebende Wirkung im Berufungsverfahren gegen 
den Eheschutzentscheid SF.2021.18 zur Kenntnis zuzustellen." 

 

2.4. 

Am 19. November 2021 erliess der Instruktionsrichter des Obergerichts 

folgende, am 29. November 2021 berichtigte und ergänzte Verfügung: 

 

"1. 
Das Gesuch der Beklagten vom 22. Oktober 2021 um Aufschub der 
Vollstreckung von Ziffer 3 des Entscheids des Bezirksgerichts Kulm, 
Präsidium des Familiengerichts, vom 29. Juli 2021 wird gutgeheissen und 
der Berufung der Beklagten bezüglich dieser Ziffer die aufschiebende 
Wirkung erteilt. 
 
2. 
Für die Dauer des Berufungsverfahrens gilt folgende Regelung: 
 
2.1. 
Die Kinder C., tt.mm.jjjj, und D., tt.mm.jjjj, werden der Obhut der Beklagten 
zugewiesen. 

 - 11 - 

 

 

 
2.2. 
Der Kläger ist berechtigt, die Kinder an jedem Wochenende einer geraden 
Kalenderwoche von Freitag 18 Uhr bis Sonntag 18 Uhr und an jedem 
Mittwochnachmittag einer ungeraden Kalenderwoche inkl. Übernachtung 
zu sich auf Besuch zu nehmen. 
 
2.3. 
Die Parteien werden aufgefordert, ihre Pflichten als Eltern wahrzunehmen, 
die gerichtlichen und behördlichen Regelungen der Betreuung strikte 
einzuhalten und zu vollziehen und die Kinder entsprechend zu motivieren."  

 

2.5. 

Mit Eingabe vom 7. Januar 2022 liess sich der Kläger unaufgefordert 

vernehmen. Die Beklagte nahm dazu am 25. Januar 2022 Stellung. 

 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Gegen den von der Vorinstanz erlassenen Eheschutzentscheid ist als 

Rechtsmittel die Berufung gegeben (Art. 308 Abs. 1 ZPO). Da sodann 

beide Parteien die Frist- und Formvorschriften (Art. 311 Abs. 1 und Art. 314 

ZPO) eingehalten und den ihnen auferlegten Gerichtskostenvorschuss 

(Art. 98 ZPO) bezahlt haben, ist auf ihre Berufungen einzutreten (vgl. dazu 

aber nachfolgende E. 2.1 in fine).  

 

2. 

2.1. 

Im angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz 

 

- die Parteien zur getrennten Wohnsitznahme berechtigt erklärt 

(Dispositiv-Ziffer 1), 

 

- die eheliche Liegenschaft für die Dauer des Getrenntlebens dem 

Kläger zur Benützung zugewiesen (Dispositiv-Ziffer 2), 

  

- die beiden Töchter der Parteien, C., tt.mm.jjjj, und D., tt.mm.jjjj, – 

dem Antrag des Klägers entsprechend – unter die alternierende 

Obhut der Parteien gestellt (unter ergänzender Festlegung einer 

Ordnung für den Fall, dass sich diese nicht einvernehmlich über die 

Betreuungszeiten zu einigen vermögen) (Dispositiv-Ziffer 3), 

  

- Unterhaltsbeiträge für die Töchter sowie die Beklagte festgesetzt 

(Dispositiv-Ziffern 4 bzw. 5 sowie Dispositiv-Ziffer 6, wo die 

Grundlagen für die Unterhaltsberechnungen [Einkommen, 

Vermögen und Barbedarf] festgehalten wurden) und 

 - 12 - 

 

 

 

- schliesslich die übrigen Anträge abgewiesen, soweit darauf 

eingetreten wurde, sowie die Gerichtskosten halbiert und die 

Parteikosten wettgeschlagen (Dispositiv-Ziffern 7 – 9). 

  

Beide Parteien führen gegen diesen Entscheid Berufung, der Kläger einzig 

hinsichtlich des Kinderunterhaltsbeitrags (Dispositiv-Ziffern 4.1 und 4.3 

zweiter Satz), die Beklagte hinsichtlich der Dispositiv-Ziffern 3 – 5 (womit 

sinngemäss beide Parteien auch eine Anpassung von Dispositiv-Ziffer 6 

verlangen). Im übrigen Umfang ist der vorinstanzliche Entscheid zufolge 

Nichtanfechtung rechtskräftig geworden (Art. 315 Abs. 1 ZPO).  

 

Hinsichtlich der Berufung(santräge) der Beklagten ist allerdings vorab ein 

Zweifaches klarzustellen. Soweit sie eine Reduktion ihres vom Kläger nicht 

angefochtenen persönlichen Unterhalts in der Zeit bis 31. Juli 2022 

beantragt, ist auf die Berufung nicht einzutreten, weil es ihr dafür an einem 

Rechtsschutzinteresse mangelt (Art. 59 Abs. 2 lit. a und Art. 60 ZPO). 

Sodann verlangt die Beklagte, ihrem formellen Rechtsmittelantrag nach zu 

urteilen, auch die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 4.2 und 4.3. Allerdings 

fehlen diesbezüglich sowohl materielle Berufungsanträge, wie insoweit 

anders entschieden werden soll, als auch eine Begründung (Art. 311 Abs. 1 

ZPO). Damit ist auch insofern auf ihre Berufung nicht einzutreten 

(REETZ/THEILER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 3. Aufl., 

2016, N. 36 und 38 zu Art. 311 ZPO; BGE 137 III 617 E. 4.5.3 betreffend 

Geltung des Antrags- und Begründungserfordernisses auch hinsichtlich der 

von der Offizialmaxime beherrschten Ansprüche).    

 

2.2. 

Die im Rechtsmittelverfahren einzig noch strittigen Belange der 

minderjährigen Kinder sind von der uneingeschränkten Untersuchungs- 

sowie Offizialmaxime beherrscht. Danach erforscht das Gericht den 

Sachverhalt von Amtes wegen und entscheidet ohne Bindung an die 

uneingeschränkten Parteianträge (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Wegen der 

Geltung der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime gelangt die 

Novenordnung von Art. 317 OR nicht zur Anwendung. D.h. neue Tatsachen 

und Behauptungen können bis zum Urteilszeitpunkt uneingeschränkt ins 

Rechtsmittelverfahren eingebracht werden (BGE 144 III 349 E. 2.1).  

 

2.3. 

Das Obergericht kann ohne Verhandlung aufgrund der Akten entscheiden 

(Art. 316 Abs. 1 ZPO). 

 

3.  

Umstritten ist in erster Linie, ob die Vorinstanz im vorliegenden Verfahren 

zu Recht die alternierende Obhut der Parteien über deren Töchter C. und 

D. angeordnet hat. Dazu ist festzuhalten, dass in einem Fall, in dem sich 

 - 13 - 

 

 

Eheleute wie vorliegend über die Modalitäten des Getrenntlebens 

aussergerichtlich geeinigt haben (Klageantwortbeilage 1) kein 

Abänderungsverfahren nach Art. 179 ZGB Platz greift. Vielmehr ist in 

einem solchen Fall, wenn es später zu Differenzen kommt, Art. 176 ZGB 

anwendbar (GÖKSU/HEBERLEIN, Handkommentar zum Schweizer 

Privatrecht, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, N. 1 zu Art. 179 ZGB). Es ist 

somit nicht zu prüfen, ob die für die Abänderung eines gerichtlichen 

Entscheids geltenden Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. beklagtische 

Berufung S. 13).  

 

3.1. 

Die Voraussetzungen für die Einräumung einer alternierenden Obhut im 

Sinne von Art. 298 Abs. 2ter ZGB hat die Vorinstanz richtig dargelegt 

(angefochtener Entscheid E. 5.3.2). Es kann grundsätzlich darauf 

verwiesen werden.   

 

Zu wiederholen ist insbesondere, dass der Umstand, dass während des 

Zusammenlebens der Eltern ein mehr oder weniger klassisches 

Rollenmodell (mit einem Elternteil als Vollerwerbstätigem und dem anderen 

als nicht oder nur in untergeordnetem Umfang Erwerbstätigem) lebten, 

keinen Hinderungsgrund für die Einräumung der alternierenden Obhut 

bildet (BGE 5A_888/2016 E. 3). Vielmehr stellt die alternierende Obhut bei 

einem entsprechenden Antrag den Regelfall dar, sofern sich diese 

insbesondere auch unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten 

tatsächlich verwirklichen lässt, d.h. die Kinder auch unter der Woche, 

während der sie die Schule zu besuchen haben, von den Wohnungen 

beider Elternteile aus die Schule besuchen können. Unter diesen 

Umständen ist grundsätzlich unerheblich, ob die Behauptung der 

Beklagten zutrifft, der Kläger habe sie in der Ehe in eine traditionelle 

Rollenverteilung gezwungen (Protokoll der Hauptverhandlung act. 57 

[Rückseite] und 58). Demgemäss ist – entgegen der von der Beklagten in 

ihrer Berufung (S. 13) geäusserten Auffassung – auch nicht ihr gegenüber 

"despektierlich" oder gar "rechtlich unhaltbar da offensichtlich 

rechtsmissbräuchlich", dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 

(E. 5.3.8.2) die fast zwei Jahre währende Alleinobhut der Beklagten ab der 

Trennung als nicht ins Gewicht fallend beurteilt hat. Die Erziehungsfähigkeit 

der Beklagten war nicht in Frage gestellt, sodass sich die Vorinstanz in 

erster Linie mit den Gründen zu befassen hatte, die auf Seiten des Klägers 

gegen die von ihm verlangte gemeinsame (alternierende) Obhut sprachen.  

 

Keine Voraussetzung der alternierenden Obhut ist eine (in jeder Hinsicht) 

gleichwertige Erziehungsfähigkeit beider Elternteile; vielmehr muss 

grundsätzlich die Absenz von Defiziten bei der Erziehungsfähigkeit, die das 

Kindeswohl als oberste Maxime des Kindesrechts als gefährdet erscheinen 

lassen könnten, ausreichen. Ebenso wenig stehen elterliche Konflikte der 

Anordnung einer alternierenden Obhut entgegen bzw. kann ein Elternteil 

 - 14 - 

 

 

(in aller Regel der bis anhin hauptbetreuende) ebensolche zur 

Verhinderung einer alternierenden Obhut anrufen. Denn es liegt – bei 

grundsätzlich gegebener Erziehungsfähigkeit sowie bei örtlicher 

Machbarkeit – im Kindeswohl, dass ein Kind trotz der Trennung seiner 

Eltern bei bzw. mit beiden Elternteilen aufwachsen kann. Deshalb darf und 

muss unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls den Eltern abverlangt 

werden, dass sie zur Ermöglichung einer alternierenden Obhut und im 

Rahmen der Ausübung derselbigen ihre persönlichen Animositäten im 

Zaum halten. Die Bereitschaft, dem Kind den Kontakt zum anderen 

Elternteil zu ermöglichen und auf jeden Fall nicht zu erschweren, ist im 

Übrigen zur Erziehungsfähigkeit in weiterem Sinne zu zählen. Im 

schlimmsten Fall kann der Umstand, dass ein Elternteil (insbesondere der 

bisher hauptbetreuende) im Rahmen von Verfahren zur Reglung der Obhut 

bzw. des persönlichen Verkehrs den Elternkonflikt eskalieren lässt, Zweifel 

an dessen Fähigkeit aufkommen lassen, sich nach dem Kindeswohl zu 

richten. 

 

3.2.  

Für den vorliegenden Fall ist zunächst hinsichtlich der örtlichen 

Gegebenheiten festzuhalten, dass die Wohnungen der Parteien bei einer 

Distanz von 600 m (vgl. Klageantwort, act. 27) so nahe beieinanderliegen, 

dass eine alternierende Obhut ohne Weiteres praktizierbar erscheint. 

Insbesondere ist es den Töchtern der Parteien möglich, von den 

Wohnungen beider Eltern aus den Schulweg (zu Fuss) zurückzulegen.  

 

Unbehelflich ist das Argument der Beklagten, Kinder bräuchten unbedingt 

einen Rückzugsort und es sei ihnen nicht zumutbar, jeden Tag von einer 

anderen Wohnung aus in die Schule zu gehen (vgl. Klageantwort, act. 30). 

Wollte man es gelten lassen, wäre eine alternierende Obhut quasi von 

vornherein ausgeschlossen. Im Übrigen vermag es auch inhaltlich nicht zu 

überzeugen. Einerseits ist nicht nachvollziehbar, weshalb sich ein Kind nur 

bei einem Elternteil, nicht aber bei beiden Elternteilen vor den Unbilden der 

Welt zurückziehen können sollte. Und für den Fall, dass ein Kind einmal 

das Bedürfnis verspüren sollte, sich gegenüber einem Elternteil 

zurückzuziehen, ist dies im Rahmen der alternierenden Obhut gar besser 

möglich als bei einer einseitigen Obhut. Anderseits heisst eine 

alternierende Obhut im Allgemeinen und so auch im vorliegenden Fall 

nicht, dass die Kinder abwechslungsweise einen Tag bei der Mutter und 

beim Vater wohnen (vgl. die von der Vorinstanz subsidiär getroffene 

Regelung der Betreuungszeiten). Der Nachteil, der mit den Wechseln alle 

paar Tage für ein Kind verbunden sein mag (gewisse Unruhe), wird durch 

(mindestens) ebenbürtige Vorteile aufgewogen, die damit verbunden sind, 

dass ein intensiver Kontakt zu beiden Elternteilen gewährleistet wird (oder 

bleibt). In diesem Rahmen können die Kinder zudem eher von den 

spezifischen Stärken beider Eltern profitieren. Schliesslich wird der mit 

 - 15 - 

 

 

einer Alleinerziehung einhergehende, dem Kindeswohl abträgliche Stress 

auf beide Elternteile verteilt.    

 

3.3. 

Unbestritten ist sodann die Erziehungsfähigkeit beider Parteien, und zwar 

auch diejenige des Klägers (vgl. nun beklagtische Berufung S. 7, wonach 

der Vorinstanz "natürlich wenig überraschend" beizustimmen sei, als sie 

beide Parteien als grundsätzlich erziehungsfähig erachte). Abgesehen 

davon, dass der vom Kläger (und der Beklagten) ausgeübte Beruf des 

Lehrers vermutungsweise gewisse Fähigkeiten im Umgang mit Kindern 

nahelegt, bescheinigte die Beklagte dem Kläger in der Parteibefragung vor 

Vorinstanz ausdrücklich, dass er "es" (d.h. seine Sache als Vater) 

grundsätzlich schon gut mache (act. 58 [Rückseite] unten). Ferner sagte 

sie aus, dass die Mädchen ihren Vater liebten und er wichtig für sie sei; sie 

möchte nicht, dass sie ihn nicht mehr sehen könnten (act. 58 [Rückseite] 

oben). Zur Frage der Gerichtspräsidentin, ob die Erziehungsfähigkeit des 

Klägers aus Sicht der Beklagten eingeschränkt sei, gab sie – abgesehen 

vom "Punkt Alkohol", der schon einen Einfluss habe (dazu nachfolgende 

E. 3.4.2) – an, dass die Partnerin des Klägers sehr viel rauche, und der 

Kläger auch; dieser Einfluss sei schon negativ; das hätten die Kinder bei 

ihr (der Beklagten) nicht (act. 58 [Rückseite] und 59). Der Umstand, dass 

der Kläger und/oder seine neue Freundin rauchen, kann ebenso wenig wie 

der Umstand, dass die Kinder (nach Ansicht der Beklagten) "zum Teil" 

dreckig vom Kläger zu ihr zurückkehren (Aussage der Beklagten in der 

Parteibefragung, act. 58), ein Grund gegen die Anordnung der 

alternierenden Obhut sein, zumal es sich dabei um nicht weiter 

substanziierte Behauptungen handelt, die auf jeden Fall keine Gefährdung 

des Kindeswohls (insbesondere dadurch, dass C. und D. vom Kläger 

und/oder seiner neuen Freundin unverantwortlichem Passivrauchen 

ausgesetzt würden) zu belegen vermögen. Wenn überhaupt, handelt es 

sich um Schwächen des Klägers, die die Beklagte durch ihr Vorbild 

auszugleichen vermag.  

 

Soweit die Beklagte weiter geltend macht, der Kläger habe die 

alternierende Obhut nur aus finanziellen Gründen beantragt, ist ihr 

Folgendes entgegenzuhalten: Erstens behauptet die Beklagte nicht, dass 

der Kläger, um zu sparen, während der bisherigen, bald zweijährigen 

Trennungszeit das Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende sowie am 

Mittwochnachmittag (vgl. Trennungsvereinbarung; Klageantwortbeilage 1]) 

nicht konsequent eingehalten habe bzw. seine Töchter im Rahmen des 

Besuchsrechts im Wesentlichen sich selber überlassen würde. Sodann 

ergibt der Bericht der Kinderanhörung keinen Hinweis, dass sich der Kläger 

weniger um die Kinder bemüht als die Beklagte (act. 43 f. je mit Rückseite). 

An dieser Einschätzung ändert insbesondere der Umstand nichts, dass der 

Kläger eine neue Partnerin hat. Diesbezüglich wird von der Beklagten zwar 

in den Raum gestellt, dass der Kläger die Töchter nicht mehr persönlich 

 - 16 - 

 

 

betreue, sondern den Eltern seiner Partnerin überlasse (Berufung S. 23). 

Indes hat die Anhörung der Kinder (D.) ergeben, dass auch im Rahmen 

dieser neuen Partnerschaft "Sachen" "immer" zusammen mit dem Kläger 

unternommen würden (act. 44). 

 

3.4. 

In der beklagtischen Berufung werden gegen die von der Vorinstanz 

angeordnete alternierende Obhut vor allem ein Alkoholproblem des Klägers 

sowie der ausdrückliche, von den beiden Mädchen in eigenhändig 

verfassten "Brieflein" der Vorinstanz mitgeteilte Wunsch, dass alles so 

bleiben solle, wie es seit Langem sei, angeführt.  

 

3.4.1.  

3.4.1.1. 

Was den Wunsch anbelangt, wird in der beklagtischen Berufung (S. 10 und 

12) ausgeführt, es sei juristisch umstritten, ob Kinder im Alter von zehn und 

nicht einmal acht Jahren bzw. im Alter von unter zwölf Jahren effektiv [im 

Sinne von Art. 298 ZPO] angehört werden sollten; wenn sie aber, wie von 

der Vorinstanz praktiziert, in ein Verfahren eingebunden würden, seien ihre 

Anliegen und Wünsche natürlich auch zu berücksichtigen. Damit verkennt 

die Beklagte die Rechtslage: 

 

3.4.1.2. 

Nach Art. 298 Abs. 1 ZPO wird das Kind durch das Gericht oder durch eine 

beauftragte Drittperson in geeigneter Weise persönlich angehört, sofern 

sein Alter oder andere wichtige Gründe nicht dagegensprechen. Die 

Anhörung des Kindes ist zum einen Ausfluss seiner Persönlichkeit und 

dient zum andern der Sachverhaltsfeststellung. Während bei älteren 

Kindern der persönlichkeitsrechtliche Aspekt im Vordergrund steht und das 

Kind ein eigenes Mitwirkungsrecht (keine Pflicht, vgl. SCHWEIGHAUSER, in: 

Schwenzer/Fankhauser, FamKommentar Scheidung, 3. Aufl., 2017, N. 30 

zu Art. 298 ZPO) hat, ist die Anhörung bei kleineren Kindern im Sinne eines 

Beweismittels zu verstehen, weshalb die Eltern sie aufgrund ihrer 

Parteistellung als Beweismittel beantragen können. Die Anhörung findet 

jedoch grundsätzlich unabhängig von Anträgen von Amtes wegen statt. 

Soweit entsprechende Anträge vorhanden sind, besteht unter Vorbehalt 

der vom Gesetz genannten wichtigen Gründe umso mehr eine 

Verpflichtung, die Anhörung durchzuführen (BGE 146 III 203 E. 3.3.2). Das 

Alter, ab dem Kinder angehört werden, ist – entgegen beklagtischer 

Behauptung – das vollendete sechste Altersjahr (BGE 131 III 553 E. 1.2.3). 

Ungefähr ab dem 12. Altersjahr des Kindes wird dessen Fähigkeit 

angenommen, seine eigene Situation zu erkennen sowie trotz äusserer 

Einflüsse eine eigene Meinung und deshalb im Zusammenhang mit der 

Frage der Zuteilung der elterlichen Sorge und Obhut einen autonomen 

Willen zu bilden. Ein solcher Wille des Kindes ist bei der gerichtlichen 

Zuteilung gebührend zu berücksichtigen, wenn auch, weil er unter 

 - 17 - 

 

 

Umständen massgeblich von einem Elternteil manipuliert sein kann, nicht 

alleinentscheidend für die Obhutszuteilung (BÜCHLER/CLAUSEN, 

in: Schwenzer/Fankhauser, a.a.O., N. 13 zu Art. 133 ZGB). 

 

3.4.1.3.    

Die am tt.mm.jjjj (C.) bzw. tt.mm.jjjj (D.) geborenen Töchter der Parteien 

hatten im Zeitpunkt ihrer Anhörung durch die Gerichtspräsidentin (am 16. 

Juni 2021, act. 43) beide das sechste Altersjahr (deutlich) zurückgelegt. Mit 

der Anhörung ist die Gerichtspräsidentin ihrer gesetzlichen Pflicht (Art. 298 

ZPO) nachgekommen, ohne dass ein Grenzfall in dem Sinne vorgelegen 

hätte, dass in Anbetracht des Alters der Kinder auf eine Anhörung allenfalls 

auch hätte verzichtet werden können. 

 

3.4.1.4. 

Soweit die Beklagte in ihrer Berufung (S. 9) argumentiert, dass, wenn die 

Töchter schon in das Verfahren ihrer Eltern involviert würden, ihre 

Wünsche und Anliegen auch zu berücksichtigen seien, geht ihre Meinung 

offensichtlich dahin, dass die Vorinstanz den von C. und D. erst nach der 

Kinderanhörung in eigenhändigen "Briefchen" geäusserten Wünschen, 

dass alles so bleiben möge wie bisher (act. 81 und 82b), hätte folgen 

müssen.  

 

Auch insoweit erweist sich die beklagtische Berufung als unbegründet. Die 

Töchter der Parteien waren (und sind) in Anbetracht ihres Alters noch nicht 

in der Lage, einen als massgeblich zu berücksichtigenden autonomen 

Willen zu entwickeln (vgl. vorstehende E. 3.4.1.2). Die Vorinstanz hat die 

Töchter der Parteien deshalb in der Anhörung richtigerweise nicht direkt 

danach gefragt, ob sie eine alternierende Obhut wollten oder bezüglich der 

Obhutszuteilung Präferenzen hegten, sondern in erster Linie ihre innere 

Verbundenheit zu den Eltern (Parteien) sondiert. Die Anhörung der 

Mädchen hat dabei auch nicht ansatzweise eine tiefere Verbindung zu 

einer der Parteien als zur anderen zutage gefördert. Beide haben sich 

ausschliesslich positiv über Vater und Mutter geäussert. So beschrieb C. 

beide Eltern als nett (Beklagte) bzw. "sehr nett" (Kläger) und konnte die 

Frage, was das Beste oder was weniger gut an den Eltern sei, nicht 

beantworten; lediglich, dass ihre Eltern oft stritten, wenn auch nicht mehr 

so häufig wie früher, befand sie für "doof" (act. 43 Rückseite). Auch D. 

vermochte nichts "weniger Gutes" über die Eltern zu berichten und gab an, 

dass sie sich öfters bei der Beklagten als beim Kläger aufhalte, ergänzte 

dies aber dahin, dass sie bei beiden gleich oft sein möchte (act. 44). Beide 

Mädchen gaben zudem an, an der […] (Wohnung der Beklagten) und an 

der […] (Liegenschaft des Klägers) zu wohnen (act. 43 [Rückseite] und act. 

44). Aus diesen Aussagen der Kinder kann mithin nichts abgeleitet werden, 

was aus der Perspektive der Kinder bzw. mit Blick auf die Eltern-Kinder-

Bindung gegen eine alternierende Obhut spräche. Diesbezüglich ist ferner 

zu berücksichtigen, dass die Kinder die Frage, ob alles, was sie in der 

 - 18 - 

 

 

Anhörung gesagt hätten, den Eltern "weitergeleitet" werden dürfe, bejahten 

(act. 43 und 44, je Rückseite). Dies spricht für von Vertrauen gegenüber 

beiden Elternteilen geprägte Beziehungen.  

 

Was die Beklagte insoweit einwendet, ist unbehelflich. Einerseits will sie 

offenbar suggerieren, im Bericht zur Kindsanhörung seien die Äusserungen 

der Mädchen nicht richtig bzw. unvollständig wiedergegeben worden (vgl. 

ihre Berufung S. 12, wonach die Mädchen "schon" in der Anhörung durch 

die Gerichtspräsidentin dieser mitgeteilt hätten, dass – was für sie sehr 

wichtig gewesen sei – alles so bleibe, wie es seit Langem sei). Dem ist 

entgegenzuhalten, dass kein Grund ersichtlich ist, wieso die Vorinstanz im 

Bericht zur Kinderanhörung entsprechende Aussagen der Mädchen 

zugunsten des Klägers hätte unterschlagen sollen. Insbesondere können 

auch die beiden eigenhändigen "Briefchen", die die Mädchen der 

Vorinstanz einen guten Monat nach der Anhörung schickten (act. 81 und 

82b), nicht als Beleg für solche Äusserungen herangezogen werden. Beide 

Briefchen beschränkten sich im Wesentlichen auf einen inhaltlich 

identischen Satz, dass alles so bleiben solle, wie es "heute" sei (D.) bzw. 

dass "sie" (C.) es eigentlich gut gefunden habe, wie es bisher gewesen sei, 

wobei C. dies noch um die Bemerkung ergänzte, dass es natürlich noch 

besser wäre, wenn das Gericht eine Lösung finden würde, mit der beide 

Eltern einverstanden wären. Es erscheint indes praktisch ausgeschlossen, 

dass die Mädchen ihre Briefchen ohne jedwede Involvierung der Beklagten 

je aus eigenem Antrieb über einen Monat nach der Anhörung mit einem 

Tag Abstand verschickten. Insbesondere ist kaum denkbar, dass die 

Beklagte den Kindern lediglich den Bericht (kommentarlos) zum Lesen 

gegeben hat, worauf diese von sich aus und ohne jedwedes Zutun der 

Beklagten die Briefe verfassten. Denn dies hätte vorausgesetzt, dass die 

Kinder in der damaligen Situation (die Vorinstanz hatte gar noch nicht 

entschieden) aufgrund ihrer im Anhörungsbericht festgehalten 

Äusserungen von sich aus hätten erkennen können, dass das Gericht eine 

alternierende Obhut anordnen und sich deshalb am status quo etwas 

ändern würde. Es ist aufgrund ihres Alters nicht davon auszugehen, dass 

die Kinder zu einer solchen Schlussfolgerung in der Lage waren. Damit 

muss die Beklagte ihren Töchtern den Bericht zur Anhörung entsprechend 

erörtert haben. Es kann sodann ausgeschlossen werden, dass es die 

Beklagte bei einer blossen entsprechenden (objektiven) Aufklärung 

beliess, die ihrerseits beide Töchter dazu veranlasste, von sich aus die 

Briefchen an die Vorinstanz zu verfassen, zumal deren Inhalt mit ihren im 

Anhörungsbericht wiedergegeben Äusserungen nur begrenzt in Einklang 

gebracht werden kann und die Beklagte keine nachvollziehbare Erklärung 

für einen Sinneswandel der Töchter vorbringt. Vielmehr erscheint es 

naheliegend, dass C. und D. mit den an die Vorinstanz gerichteten 

Briefchen einem Wunsch der Beklagten nachkamen. Auch C. ergänzende 

Bemerkung, dass es "natürlich" noch besser wäre, wenn das Gericht eine 

 - 19 - 

 

 

Lösung fände, mit der beide Eltern einverstanden wären, liest sich wie von 

einem Erwachsenen diktiert.  

 

3.4.2.  

3.4.2.1. 

Soweit die Beklagte in ihrer Berufung nun über zwei Seiten (S. 8-10) hinweg 

die Alkoholproblematik des Klägers ausbreitet, fällt zunächst auf, dass sie 

sich im ganzen vorinstanzlichen (Behauptungs-) Verfahrens noch auf die 

schlichte Bemerkung, der Kläger habe im Laufe der Zeit immer häufiger 

und intensiver alkoholischen Getränken zugesprochen, was der 

Hauptgrund für die Trennung der Parteien gewesen sei, sowie die 

Vermutung, das Alkoholproblem sei zwischenzeitlich nicht bewältigt 

worden, beschränkt hatte (act. 29 f.). Zwar überbrachte die Beklagte der 

Vorinstanz noch einen Bericht der K., Aarau vom 25. März 2021 (act. 49 ff., 

der im Berufungsverfahren erneut, diesmal von der Beratungsstelle selber 

eingereicht wurde). Darin ist aber ausschliesslich von "leichter Gewalt wie 

Schu[b]sen" sowie "psychischer Gewalt durch verbale Ausfälle und 

Drohungen" von Seiten des Klägers gegenüber der Beklagten (vor allem) 

unter Alkoholeinfluss die Rede. Vorfälle seelischer und/oder gar 

körperlicher Gewalt gegenüber den Kindern finden in jenem Bericht keine 

Erwähnung. Es fehlen auch im vorliegenden Rechtsmittelverfahren 

entsprechende Behauptungen der Beklagten, dass und inwiefern der 

Kläger bei Alkoholkonsum gegenüber seinen Kindern aggressiv oder gar 

handgreiflich geworden sei. Auch die von C. und D. in ihrer Anhörung 

gegenüber der Gerichtspräsidentin gemachten Äusserungen ergeben nicht 

den geringsten Hinweis auf solche Vorkommnisse.  

 

3.4.2.2. 

3.4.2.2.1. 

Die Beklagte versucht nun im Berufungsverfahren unter Hinweis auf die 

vom Kläger in der Parteibefragung vor Vorinstanz gemachten Aussagen 

ein Bild des Klägers als eines Alkoholikers zu zeichnen. Dort hatte der 

Kläger Folgendes ausgesagt (act. 55 [Rückseite] f.):   

 

"(AB [auf Befragen durch die Gerichtspräsidentin], in der Eingabe vom K. 
werde eine Alkoholproblematik angesprochen; wie sein Konsum aussehe): 
Ich [Kläger] habe mit dieser Frage gerechnet. […]. Ich habe gern gesellige 
Anlässe und an diesen wird auch Alkohol getrunken. Auch wenn ich den 
Grill anfeuere, wird ein Bier getrunken. Wie es geschildert wurde, ist das 
natürlich massiv übertrieben. Ich habe meine Kinder noch nie wegen 
Alkohol vernachlässigt. Auch wenn wir am Wasser sind, ist immer vollste 
Aufsicht hier. 
 
(AB, wie oft er in der Woche Alkohol konsumiere): Das ist schwierig. In 
gewissen Wochen, wie z.B. Silvester/Neujahr, ist es häufiger. 
 
(AB, normale Arbeitswoche): Vielleicht 2-3 Mal. Vielleicht auch 4 Mal. Das 
sind aber keine problematischen Mengen. 
 

 - 20 - 

 

 

(AB, wie viel): Vielleicht ein Bier. Dann am Wochenende eine Flasche Wein 
mit der Partnerin. Im Ausgang vielleicht ein paar Bier. Wir gehen häufig mit 
den Kindern zu anderen Familien nach Hause. Dann trinke ich vielleicht 
fünf Bier."  
 

Zum andern wird in der Berufung der Beklagten (S. 9) die Auffassung 

vertreten, dass es "natürlich" nicht wesentlich sei, ob Kinder durch das 

Suchtverhalten eines Elternteils effektiv ernsthaft gefährdet würden und 

"vielleicht gar in Verletzung die durch die Sucht eingeschränkten 

Aufsichtspflichten (gemeint wohl: zufolge suchtbedingter Verletzung der 

Aufsichtspflichten) einen Unfall erlitten haben oder anderweitig verletzt 

worden sind"; vielmehr sei einzig zu beurteilen, ob Kinder objektiv durch 

das Verhalten eines Elternteils gefährdet sein könnten oder nicht.  

 

3.4.2.2.2. 

Wiederum vermag die beklagtische Argumentation nicht zu überzeugen.  

 

In erster Linie ist eine Suchtproblematik aus der Sicht des Kindeswohls 

solange unbeachtlich, als – was durchaus möglich ist (vgl. 

HEER/HABERMEYER, Basler Kommentar, 4. Aufl., 2019, N. 26 zu Art. 60 

StGB) – daraus keine Gefährdung des Kindes resultiert. Mit anderen 

Worten ist stets eine konkrete Gefährdung nachzuweisen. Dazu genügt ein 

blosser Verweis auf die allgemeine Lebenserfahrung ("da allgemein 

bekannt wie empirisch längst nachgewiesen […] nicht ernsthaft 

bestreitbar", vgl. beklagtische Berufung S. 10) nicht. Wie bereits erwähnt 

(vgl. vorstehende E. 3.4.2.1 in fine), hat aber die Beklagte im vorliegenden 

Verfahren nie allgemein, geschweige denn substanziiert behauptet, dass 

der Kläger bei Alkoholkonsum gegenüber seinen Töchtern (verbal oder 

körperlich) aggressiv geworden wäre. 

 

Natürlich ist auch eine indirekte Gefährdung von Kindern dadurch möglich, 

dass ein Elternteil wegen eines Alkoholproblems seinen Aufsichtspflichten 

gegenüber seinen Kindern nicht nachkommen kann. Allerdings hat der 

Kläger in seiner Befragung durch die Vorinstanz – von sich aus – 

vorgebracht, dass er seine Kinder "noch nie wegen Alkohol irgendwo 

vernachlässigt" habe und, auch wenn er mit ihnen am Wasser sei, "immer 

vollste Aufsicht" herrsche (act. 56). Diese Aussage erscheint glaubhaft. 

Zum einen wurde sie von der Beklagten nicht bezweifelt, und zum andern 

legte der Kläger an der Hauptverhandlung vor Vorinstanz ein Schreiben 

von E. ins Recht, wonach der Kläger seine Aufgabe als Klassenlehrer an 

der Schule zur vollsten Zufriedenheit erfülle und der Vorwurf, der Kläger sei 

dem übermässigen Alkoholkonsum verfallen, in keiner Weise bestätigt 

werden könne (act. 69 f.). Daraus kann geschlossen werden, dass der 

Kläger seinen (zugestandenen, nicht unbeträchtlichen) Alkoholkonsum 

insoweit "unter Kontrolle" hat, als er Verantwortung für Kinder (seien es 

Schüler oder seine eigenen) trägt bzw. tragen muss. Für die Fähigkeit des 

Klägers, seinen Alkoholkonsum zu "steuern", spricht auch der Umstand, 

 - 21 - 

 

 

dass er im Rahmen der Paarberatung der Parteien durch die K., Aarau, 

sich für eine Abstinenz von einem Jahr entschied und dieses Vorhaben 

offensichtlich auch umsetzen konnte (den Bericht der Suchtberatungsstelle 

vom 26. März 2021 S. 2 [act. 50]).  
 

3.5. 

Seit Ausfällung des vorinstanzlichen Urteils ist offensichtlich eine 

Eskalation des Elternkonflikts eingetreten: Obwohl dieses – auch vor 

Vorliegen des begründeten Entscheids – vollstreckbar war, verweigerte die 

Beklagte dem Kläger die "Herausgabe" der Kinder nach dessen Massgabe, 

was diesen zur Einleitung eines Vollstreckungsverfahrens veranlasste. Auf 

diese Eskalation ist indes aus folgenden Gründen nicht weiter einzugehen:  

Zunächst ist auf die von der Beklagten in einer an den Beistand F. 

gerichteten E-Mail vom 30. September 2021 (Beilage zu dessen 

Zwischenbericht vom 8. November 2021) zuhanden des Beistands 

verfasste "Vorgeschichte" zu verweisen. Darin hat die Beklagte Folgendes 

zu Papier gebracht: 

 

"Trotz Alkoholkonsum und unhygienischen Zuständen bei ihm [Kläger] zu 
Hause wollte ich den Kindern den Vater nicht nehmen und dies will ich 
auch heute nicht. Dies war auch der Grund, warum ich ihm in der 
Trennungszeit die Kinder auch immer gab, aber es waren nur 
Wochenenden jeden zweiten Mittwoch auf Donnerstag oder sonst mal 
zwei Stunden nach der Schule, zum Essen und Schlafen kamen sie 
ansonsten immer zu mir. So funktionierte es auch super bis zum 
Gerichtsurteil Anfang August [Hervorhebung durch Kursivschrift nicht im 
Original]"  

 

Mit anderen Worten bestand bis zur Ausfällung bzw. Zustellung des 

(unbegründeten) Urteils der Vorinstanz für die Beklagte offenbar kein 

Grund, die Töchter nicht entsprechend der mit dem Kläger getroffenen 

Trennungsvereinbarung (Klageantwortbeilage 1) während immerhin fast 

zwei Jahren alle vierzehn Tage während zweieinhalb Tagen (mit drei 

Übernachtungen) und während der Hälfte der Schulferien (immerhin sechs 

Wochen) und damit zusammengenommen während rund 100 Tagen des 

Jahres (d.h. über 25 %) zu überlassen. Ferner haben die Parteien in der 

Parteibefragung übereinstimmend angegeben, dass im Zusammenhang 

mit den Kindern die Kommunikation keine Probleme aufgeworfen habe 

(act. 56 [Kläger], act. 59 [Beklagte, die die Frage, wie die Kommunikation 

mit dem Kläger laufe, mit "grundsätzlich gut" beantwortete; sie {die 

Parteien} verstünden sich in schulischen Belangen; privat hätten sie nichts 

miteinander zu tun; mit den Kindern laufe es gut). Offensichtlich können 

sich die Parteien grundsätzlich so verhalten, wie es das Kindeswohl 

gebietet, wenn sie wollen bzw. sie sich nicht vor Gericht über den Umfang 

der Betreuung streiten. Vor dem Hintergrund, dass der persönliche Verkehr 

zwischen dem Kläger und seinen Töchtern (in einem Umfang von über 

25 %) bis zur Ausfällung des angefochtenen Eheschutzurteils – trotz der 

angeblichen Alkoholprobleme – sehr gut funktioniert hatte, ist nicht 

 - 22 - 

 

 

ersichtlich, wieso der Kläger die Betreuung der Kinder nicht auch während 

der Hälfte des Jahres erbringen könnte. Hätte der Alkoholkonsum des 

Klägers vor August 2021 einen negativen Einfluss auf die Kinderbetreuung 

durch ihn gezeitigt, hätte das von den Parteien einvernehmlich vereinbarte 

Besuchsrecht, insbesondere aber das Ferienrecht im Umfang der Hälfte 

der Schulferien (mindestens sechs Wochen) mutmasslich kaum bis August 

2021 "super" funktionieren können. Es kann deshalb davon ausgegangen 

werden, dass nach Beendigung des vorliegenden Verfahrens mit Klärung 

der Obhutsfrage der durch das Verfahren ausgelösten Eskalation des 

Konflikts zwischen den Eltern der Boden entzogen ist und sich deshalb ein 

Zustand einstellt, in dem die Parteien hinsichtlich der Kinderbelange wieder 

gut kommunizieren können. Auch nach Auffassung des Beistands, F., ist 

das Wohl der Kinder nicht aufgrund eines Elternteils und dessen Verhaltens 

als solchen gefährdet, sondern "schlicht und einfach" deshalb, weil der 

Konflikt und die Differenzen der Parteien betreffend Besuchsrecht nicht 

spurlos an diesen vorübergingen (vgl. dessen Zwischenbericht vom 8. 

November 2021 S. 5; in diesem Sinne auch das vom Kläger mit Eingabe 

vom 16. November 2021 in der Sammelbeilage 17 verurkundete Schreiben 

von G. und H. vom 7. November 2021, wonach die derzeitige psychische 

Verfasstheit der Kinder nicht der Tatsache geschuldet sei, dass sie von 

einem Zuhause ins andere wechseln müssten, sondern eher der Situation, 

dass sich die Parteien so offensichtlich bekämpften und die Kinder bewusst 

oder unbewusst in diesen Zwist miteinbezögen, was diese nur allzu deutlich 

spürten).  

 

3.6. 

Zusammenfassend ist die Anordnung der alternierenden Obhut durch die 

Vorinstanz zu schützen. Die Beklagte hat nicht plausibel zu erklären 

vermocht, welche Gründe der Ausdehnung der Betreuung von C. und D. 

durch den Kläger auf 50 % entgegenstehen. Es ist den Parteien erneut in 

Erinnerung zu rufen, dass sie sich im Sinne des Kindeswohls an die 

gerichtlichen Anordnungen zu halten haben (vgl. Ziffern 2.3 der 

Verfügungen des Instruktionsrichters vom 19. und 29. November 2021).  

 

4.  

4.1.  

4.1.1.  

Die Vorinstanz ist bezüglich des Unterhalts von folgenden 

"Lebenshaltungskosten" der Parteien und "Barbedarfen" der Töchter C. 

und D. ausgegangen: 

 

- Kläger: Fr. 3'554.00 (Grundbetrag Fr. 1'200.00, Wohnkosten 

[abzüglich Wohnkostenanteil der Töchter von zusammen 

Fr. 250.00] Fr. 837.00, Krankenkasse KVG Fr. 253.00, Arbeitsweg 

Fr. 364.00, Steuern Fr. 800.00, Kommunikations- und 

Versicherungspauschale Fr. 100.00), 

 - 23 - 

 

 

- Beklagte: Fr. 4'501.00 (Grundbetrag Fr. 1'200.00, Wohnkosten 

[abzüglich Wohnkostenanteil der Töchter von zusammen 

Fr. 250.00] Fr. 1'750.00, Krankenkasse KVG Fr. 386.00, 

Abstellplatz Fr. 120.00 Arbeitsweg Fr. 145.00, Steuern Fr. 800.00, 

Kommunikations- und Versicherungspauschale Fr. 100.00),  

- C.: Fr. 1'112.00 (Grundbetrag Fr. 600.00, Wohnkostenanteile Fr. 

250.00, KVG und VVG Fr. 132.00, weitere Gesundheitskosten Fr. 

30.00, Schwimmen/Reiten Fr. 100.00) und 

- D.: Fr. 934.00 (Grundbetrag Fr. 400.00, Wohnkostenanteile 

Fr. 250.00, Krankenkasse KVG und VVG Fr. 154.00, weitere 

Gesundheitskosten Fr. 30.00, Schwimmen/Reiten Fr. 100.00) bis 

zum Erreichen des 10. Altersjahrs bzw. Fr. 1'134.00 (Erhöhung 

Grundbetrag Fr. 200.00) danach, d.h. ab November 2023 

(angefochtener Entscheid E. 6.4 – 6.7). 

 

Für die als Lehrpersonen tätigen Parteien ermittelte die Vorinstanz 

Nettoeinkommen von Fr. 7'975.00 (aus 89 %-Pensum) bis Ende Juli 2022 

und Fr. 7'170.00 (aus 80 %-Pensum) ab August 2022 auf Seiten des 

Klägers sowie Fr. 5'165.00 (aus 60.72 %-Pensum) bis Juli 2022 und 

Fr. 5'955.00 (aus 70 %-Pensum) ab August 2022 auf Seiten der Beklagten 

(angefochtener Entscheid E. 6.8). Unter Gegenüberstellung dieser 

Nettoeinkommen zuzüglich der Kinderzulagen von je Fr. 200.00 von total 

Fr. 13'540.00 (Fr. 7'975.00 + Fr. 5'165.00 + 2 x Fr. 200.00) bis Juli 2022 

und Fr. 13'525.00 (Fr. 7'170.00 + Fr. 5'955.00 + 2 x Fr. 200.00) ab August 

2022 einerseits und der genannten Unterhaltskosten/Barbedarfe von 

Fr. 10'101.00 (Fr. 3'554.00 + Fr. 4'501.00 + Fr. 1'112.00 + Fr. 934.00) bis 

Oktober 2023 bzw. Fr. 10'301.00 (Fr. 3'554.00 + Fr. 4'501.00 + Fr. 1'112.00 

+ Fr. 1'134.00) ab November 2023 anderseits ergaben sich Überschüsse 

von Fr. 3'439.00 bis Juli 2022, Fr. 3'424.00 von August 2022 bis Oktober 

2023 und Fr. 3'224.00 ab November 2023. An diesen Überschüssen liess 

die Vorinstanz wegen der "guten finanziellen Verhältnisse der Parteien" die 

Kinder im Umfang von 50 % des Grundbetrags (Fr. 200.00 sowie 

Fr. 300.00) partizipieren (angefochtener Entscheid E. 6.10). Es ergab sich 

nach Abzug der Kinderzulagen jeweils ein zu deckender Barunterhalt der 

Kinder von Fr. 1'212.00 (Fr. 1'112.00 + Fr. 300.00 ./. Fr. 200.00) für C. und 

Fr. 934.00 (Fr. 934.00 + Fr. 200.00 ./. Fr. 200.00) bis Oktober 2023 bzw. 

Fr. 1'234.00 (Fr. 1'134.00 + Fr. 300.00 ./. Fr. 200.00) ab November 2023 

für D. (angefochtener Entscheid E. 6.10.1). Da die Kinder durch die 

Parteien zu gleichen Anteilen betreut würden, erachtete es die Vorinstanz 

als sachgerecht, diesen zu deckenden Barunterhalt der Kinder von den 

Eltern im Verhältnis der jeweiligen Überschüsse ihrer Einkommen 

gegenüber ihren jeweiligen "Lebenshaltungskosten" (bis Juli 86.9% 

[Kläger] gegenüber 13.1 % [Beklagte], ab August 2022 71.3 % gegenüber 

28.2 %) tragen zu lassen. Damit werde gewährleistet, dass jeder Elternteil 

gemessen an seinem verbleibenden Überschuss gleich viel zu tragen 

habe. Unter Berücksichtigung des Umstands, dass die Beklagte vom 

 - 24 - 

 

 

Unterhalt von C. Fr. 837.00 (je Hälfte des Grundbetrags [Fr. 300.00], von 

dessen Erweiterung um 50 % [Fr. 150.00] und des Wohnkostenanteils [Fr. 

125.00] sowie vollumfänglich die Krankenkassenprämie [Fr. 132.00], die 

Gesundheitskosten [Fr. 30.00] und die Kosten für das Schwimmen und 

Reiten [Fr. 100.00]) und vom Unterhalt von D. Fr. 709.00 (Fr. 200.00 + Fr. 

100.00 + Fr. 125.00 + Fr. 154.00 + Fr. 30.00 + Fr. 100.00) bis Oktober 2023 

und Fr. 859.00 (Fr. 300.00 + Fr. 150.00 + Fr. 125.00 + Fr. 154.00 + Fr. 

30.00 + Fr. 100.00) ab November 2023 bestreiten werde, resultierten  

folgende vom Kläger zu leistende gerundete Unterhaltsbeiträge für C.: 

 

- Fr. 680.00 (Fr. 837.00 ./. Fr. 158.25 bzw. recte Fr. 158.75 [13.1 % 

von Fr. 1'212.00] = von der Beklagten entsprechend ihrem 

Leistungsanteil zu tragender Teil) bis Juli 2022 und 

 

- Fr. 500.00 (Fr. 837.00 ./. Fr. 347.60 bzw. recte Fr. 347.85 [28.2 % 

bzw. recte 28.7 % von Fr. 1'212.00] ab August 2022  

 

sowie für D.: 

 

- Fr. 590.00 (Fr. 709.00 ./. Fr. 121.95 bzw. recte Fr. 122.35 [13.1 % 

von Fr. 934.00]) bis Juli 2022,  

 

- Fr. 450.00 (Fr. 709.00 ./. Fr. 267.85 bzw. recte Fr. 268.05 [28.2 % 

bzw. recte 28.7 % von Fr. 934.00]) von August 2022 bis Oktober 

2023 sowie 

 

- Fr. 500.00 (Fr. 859.00 ./. Fr. 353.90 bzw. recte Fr. 354.15 [28.2 % 

bzw. recte 28.7 % von Fr. 1'234.00]) ab November 2023 

(angefochtener Entscheid 6.10.2 und 6.10.4). 
 

Nachdem die Vorinstanz für alle Phasen die Fähigkeit der Beklagten 

festgestellt hatte, ihren familienrechtlichen Bedarf zu decken, setzte sie 

keinen Betreuungsunterhalt fest. Sie sprach der Beklagten aber für die Zeit 

bis und mit Juli 2022 bei einem Existenzminimum von Fr. 4'501.00 

zuzüglich des "hälftigen verbleibenden Überschussanteils" (gemeint die 

Hälfte des nach Abzug der den Töchtern zugestandenen 

Überschussanteile verbleibenden Überschüsse) von Fr. 1'469.50 

([Fr. 3'439.00 ./. Fr. 300.00 und Fr. 200.00] : 2) einerseits sowie einem 

Einkommen (Fr. 5'165.00) anderseits persönlichen Unterhalt in der Höhe 

von gerundet Fr. 800.00 zu. Für die weiteren Phasen (August 2022 bis 

Oktober 2023 und ab November 2023) sprach die Vorinstanz keinen 

persönlichen Unterhalt zu, nachdem für die zweite Phase ein Manko von 

lediglich Fr. 8.00 (Fr. 5'955.00 [Einkommen] ./. Fr. 4'501.00 [erweitertes 

Existenzminimum] + Fr. 1'462.00 [hälftiger verbleibender Überschussanteil: 

{Fr. 3'424.00 ./. Fr. 300.00 ./. Fr. 200.00} : 2]) bzw. ein Überschuss von 

Fr. 142.00 (Fr. 5'955.00./. Fr. 4'501.00 [erweitertes Existenzminimum] + 

 - 25 - 

 

 

Fr. 1'312.00 [hälftiger verbleibender Überschussanteil: [Fr. 3'224.00 ./. 2 x 

Fr. 300.00] : 2) festgestellt worden war (angefochtener Entscheid E. 7.3).  

 

4.1.2.  

Hinsichtlich dieser Unterhaltsberechnung moniert der Kläger in seiner 

Berufung zum einen, dass die Vorinstanz, obwohl sie eine alternierende 

Obhut mit identischem Betreuungsumfang durch beide Parteien 

angeordnet habe, das ihnen gesamthaft zumutbare Erwerbspensum von 

150 % nicht ebenfalls hälftig, sondern im Verhältnis 80 % (Kläger) zu 70 % 

(Beklagte) verteilt habe. Zum andern behauptet er einen Rechenfehler, der 

der Vorinstanz bei der Berechnung seines Nettoeinkommens unterlaufen 

sei. 

 

Demgegenüber wird in der Berufung der Beklagten in Übereinstimmung mit 

ihrem Antrag auf Abweisung einer alternierenden Obhut davon 

ausgegangen, dass die Parteien ihre bisherigen Erwerbspensen (mehr 

oder weniger) aufrechterhalten werden, womit sie weiterhin 

Nettoeinkommen von Fr. 9'074.00 (Kläger) bzw. Fr. 5'150.00 (Beklagte) 

erzielen könnten. Von den der Vorinstanz eingesetzten Bedarfspositionen 

werden ausschliesslich die Wohnkosten des Klägers beanstandet 

(Nebenkosten von lediglich Fr. 300.00 statt der von der Vorinstanz 

berücksichtigten Nebenkosten und Rückstellungen von zusammen 

Fr. 560.00). Allerdings will die Beklagte – gemäss der neusten 

Rechtsprechung des Bundesgerichts die Steueranteile der Kinder (mit je 

Fr. 100.00 bei kompensatorischer Reduktion der steuerlichen Belastung 

der Beklagten von Fr. 800.00 auf Fr. 600.00) berücksichtigt und den 

Überschussanteil der Kinder nicht auf 50 % des Kindergrundbetrags 

plafoniert, sondern auf einen Sechstel des Überschusses bemessen 

haben. Schliesslich wird daran festgehalten, dass das Gericht Unterhalt ab 

1. Mai 2021 festzusetzen habe, nachdem die Beklagte in der Klageantwort 

die Trennungsvereinbarung auf diesen Zeitpunkt widerrufen habe 

(beklagtische Berufung S. 15 ff.). 

 

4.2.  

Nach der neusten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist bei 

Unterhaltsberechnungen – vorbehältlich (vorliegend nicht gegebener) 

aussergewöhnlich günstiger finanzieller Verhältnisse – nach der 

sogenannten zweistufigen Methode der Unterhaltsberechnung vorzugehen 

(BGE 147 III 265 [= der von der Vorinstanz in E. 6.4 des angefochtenen 

Entscheids zitierte BGE 5A_311/2018] E. 7.4 betreffend Kinderunterhalt; 

BGE 147 III 293 [= der ebenfalls in E. 6.4 des angefochtenen Entscheids 

zitierte BGE 5A_891/2018] E. 4.5 betreffend nachehelichen Unterhalt). 

Dabei werden die (tatsächlichen oder gegebenenfalls auch 

hypothetischen) Einkommen der Beteiligten ihren Existenzminima (in erster 

Linie ihren betreibungsrechtlichen Existenzminima, bei entsprechender 

Leistungsfähigkeit auch ihren erweiterten familienrechtlichen 

 - 26 - 

 

 

Existenzminima) gegenübergestellt und der verbleibende Überschuss 

grundsätzlich nach grossen und kleinen Köpfen verteilt (vgl. dazu 

insbesondere BGE 147 III 265 E. 7.3 bzw. E. 7.4). Insbesondere im 

Zusammenhang mit der Bestimmung des nachehelichen Unterhalts ist 

unter Umständen nach der gleichen Methode in einer zweiten Rechnung 

der Überschussanteil der Eheleute während des Zusammenlebens zu 

bestimmen, weil der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt nach oben 

beim letzten ehelichen Lebensstandard begrenzt ist (BGE 147 III 293 

E. 4.4). Von einer solchen zweiten Rechnung kann dementsprechend 

abgesehen werden, wenn – wie vorliegend – keine Indizien dafür bestehen, 

dass wegen einer ehelichen Sparquote und/oder zusätzlich angerechneten 

Mehreinkommens die mit dem Getrenntleben verbundenen Mehrkosten 

kompensiert werden. 

 

Die Vorinstanz hat zwar – unter ausdrücklichem Hinweis auf die beiden 

vorgenannten jüngsten Bundesgerichtsentscheide (vgl. angefochtener 

Entscheid E. 6.4) – grundsätzlich die zweistufige Methode zur Anwendung 

gebracht, d.h. die Einkommen der Parteien zuzüglich Kinderzulagen ihren 

(erweiterten) Existenzminima gegenübergestellt. Allerdings sind – mit der 

Beklagten – Abweichungen gegenüber dem vom Bundesgericht in seinen 

jüngsten Entscheiden postulierten Vorgehen zu konstatieren. Erstens hat 

die Vorinstanz, wie die Beklagte zu Recht rügt (vgl. deren Berufung S. 17), 

den Steueranteil der Kinder nicht veranschlagt (vgl. BGE 147 III 265 E. 7.2). 

Auch im Ergebnis nicht angängig war zweitens die Plafonierung des 

Überschussanteils der Kinder bei 50 % ihres jeweiligen Grundbetrags (von 

Fr. 400.00 bei D. bis und mit Oktober 2023 sowie Fr. 600.00 bei C. und bei 

D. ab November 2023). Schon nach Massgabe des von der Vorinstanz zur 

Begründung angeführten Kreisschreibens XKS.2017.2 (Empfehlungen der 

obergerichtlichen Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz für die 

Bemessung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder) ist die 

Überschussbeteiligung nicht auf dem Grundbetrag, sondern auf dem 

gesamten Grundbarbedarf (ohne Fremdbetreuungskosten) zu gewähren. 

Ferner ist die dort festgesetzte Begrenzung des Überschussanteils bei 50 

% des Grundbarbedarfs in Anbetracht von BGE 147 III 265 (E. 7.3) nicht 

mehr ohne Weiteres zulässig, weil dort grundsätzlich eine 

Überschussverteilung nach grossen und kleinen Köpfen vorgeschrieben 

wird (so zu Recht beklagtische Berufung S. 19 f.; vgl. BGE 5A_52/2021 E. 

7). Drittens gehört nach BGE 147 III 265 (E. 7.2) die Berücksichtigung von 

Positionen für Reisen und Hobbies nicht ins Existenzminimum (auch nicht 

in das familienrechtliche); Hobbies sind aus dem Überschuss zu bestreiten.  

 

4.3.  

Obwohl die Beklagte mit der Klageantwort die gerichtliche Festsetzung von 

Unterhalt ab Mai 2021 verlangt hatte, hat die Vorinstanz Unterhalt erst ab 

August 2021 festgelegt. Dies mit der Begründung, dass der Kläger eine 

Abänderung erst auf den 1. August 2021 verlangt habe und sich die 

 - 27 - 

 

 

Verhältnisse erst auf diesen Zeitpunkt hin änderten; im Übrigen erscheine 

eine weitere Berechnungsphase für lediglich zwei Monate (Juni/Juli) 

unverhältnismässig (angefochtener Entscheid E. 6.11.1).  

 

Dies wird von der Beklagten zu Recht gerügt. Diese durfte die Einleitung 

des vorliegenden Eheschutzverfahrens zum Anlass nehmen, den bisher 

nur durch eine private Trennungsvereinbarung geregelten Unterhalt 

unbesehen einer Änderung der Betreuungsverhältnisse festsetzen zu 

lassen, den persönlichen Unterhalt allerdings nur für die Zukunft, d.h. ab 

Einreichung der Klageantwort durch das Gericht (vgl. demgegenüber 

Art. 279 ZGB für den Kinderunterhalt). Nach dem Gesagten ist über den 

Kinderunterhalt für die Zeit ab Mai 2021 und der Anspruch der Beklagten 

auf persönlichen Unterhalt für die Zeit ab Juni 2021 zu befinden. 

 

4.4.  

Mit Bezug auf die vorinstanzliche Regelung der Unterhaltsbeiträge bei 

alternierender Obhut für die Töchter ist in methodologischer Hinsicht 

Folgendes vorauszuschicken.  

 

Die Vorinstanz hat den Kläger dazu verpflichtet, der Beklagten zusätzlich 

den in E. 6.10.2 – 6.10.4 für die alternierende Obhut errechneten 

Unterhaltsbeiträgen auch noch die Kinderzulagen weiterzuleiten. Dadurch 

wird im Ergebnis das Ziel der zweistufigen Methode, die die Vorinstanz 

explizit zur Anwendung zu bringen gedachte (vgl. angefochtener Entscheid 

E. 6.4), nämlich eine Verteilung der vorhandenen finanziellen Mittel 

dergestalt, dass alle Familienmitglieder über das familienrechtliche 

Existenzminimum zuzüglich eines Überschussanteils nach grossen bzw. 

kleinen Köpfen verfügen, verfehlt. Wie bereits erwähnt [(vgl. vorstehende 

E. 4.2), ist im vorliegenden Fall weder ersichtlich noch behauptet, dass die 

Parteien und die Töchter zuletzt während des Zusammenlebens – 

insbesondere zufolge einer Sparquote – einen tieferen Lebensstandard 

innehatten, als er sich aufgrund der aktuellen Verhältnisse mit den gemäss 

der zweistufigen Methode errechneten Unterhaltsbeiträgen heute trotz der 

mit dem Getrenntleben verbundenen Mehrkosten ergibt, sodass eine 

zweite Rechnung zur Ermittlung des letzten ehelichen Lebensstandards 

notwendig würde. Dies sei am Beispiel der (gemäss Vorinstanz ersten) 

Phase illustriert. Zu dieser hielt die Vorinstanz fest, dass die Beklagte bei 

alternierender Obhut mit hälftiger Betreuung der Töchter durch die Parteien 

den Unterhalt von C. im Umfang von Fr. 837.00 bestreite (Fr. 300.00 

[hälftiger Grundbetrag] + Fr. 150.00 [hälftiger Überschussanteil] + 

Fr. 125.00 [Wohnkostenanteil] + Fr. 132.00 [Krankenversicherungs-

prämien] + Fr. 30.00 [weitere Gesundheitskosten] + Fr. 100.00 

[Reiten/Schwimmen]). Obwohl sie sich ihrer Leistungsfähigkeit 

entsprechend daran mit Fr. 158.25 hätte beteiligen müssen, verpflichtete 

die Vorinstanz den Kläger nicht bloss zur Bezahlung der Differenz von 

Fr. 678.75 (so explizit E. 6.10.2 des angefochtenen Entscheids), sondern – 

 - 28 - 

 

 

ohne weitere Begründung – im Dispositiv zur Bezahlung dieser Differenz 

(von gerundet Fr. 680.00) zuzüglich Kinderzulage. Bei dem von der 

Vorinstanz gewählten Vorgehen zur Berechnung des Kindesunterhalts bei 

alternierender Obhut muss die vorab in Abzug gebrachte Kinderzulage 

beim Elternteil verbleiben, der diese bezieht (hier der Kläger), ansonsten 

zu Lasten von dessen Überschussanteil den Kindern im Umfang der 

Kinderzulagen zusätzliche Mittel zugehalten werden.    

 

4.5. 

4.5.1.  

Obwohl die Vorinstanz eine alternierende Obhut mit identischen 

Betreuungsanteilen der Parteien angeordnet hat, hat sie den Parteien 

unterschiedliche Erwerbspensen zugemutet (80 % auf Seiten des Klägers 

und 70 % auf Seiten der Beklagten); dies zum einen mit dem Argument, 

dass den Kindern auch bei unplanmässigen Ausfällen wie z.B. Krankheit 

ausreichend Betreuungsressourcen zur Verfügung stehen sollten, zum 

andern, weil nicht davon ausgegangen werden könne, dass die Beklagte 

eine weitere Pensenerhöhung so umsetzen könne, dass es mit ihren 

Betreuungszeiten vereinbar sei. Dagegen wendet sich der Kläger in seiner 

Berufung: Es sei unlogisch, dass nur der Beklagten Zeit zugestanden 

werde, um unplanmässige Ausfälle aufzufangen; der Kläger wolle eben 

seine Kinder zur Hälfte betreuen und nicht nur "Spassvater" sein. Es könne 

als allgemein bekannt gelten, dass es die [Eltern-Kind-] Beziehung fördere, 

wenn man mit dem Kind nicht nur spiele, sondern auch in schwierigen 

Zeiten und gerade bei Krankheit für dieses da sei. Es sei willkürlich und 

verstosse gegen das Gleichbehandlungsgebot, wenn hier die Frau dem 

Mann vorgezogen werde. Die vorliegende Situation sei gerade deshalb so 

speziell, weil beide Parteien die gleichen Voraussetzungen (gleiche 

Ausbildung, gleicher Beruf) und dieselben "Bedingungen" mitbrächten 

(klägerische Berufung S. 6).  

 

Auch wenn der Kläger durch die (leicht unterschiedliche) Verteilung der 

Erwerbspensen nicht zum "Spassvater" degradiert wurde, überzeugt die 

Begründung der Vorinstanz nicht. Denn "unplanmässige Ausfälle" können 

sowohl an den Tagen, an denen die Kinder durch den Kläger betreut 

werden, als auch an den Tagen, an denen sie sich bei der Beklagten 

aufhalten, auftreten. Demgemäss drängt sich ein gleiches Erwerbspensum 

beider Parteien auf, dies zumal nicht ersichtlich ist, wieso die Beklagte ihr 

Erwerbspensum von derzeit 60.72 % auf August 2022 statt auf 70 % (so 

die Vorinstanz) nicht auf 75 % erhöhen können sollte.  

 

Damit ist für die Zeit bis und mit Juli 2022 von den von den Parteien derzeit 

noch ausgeübten Erwerbspensen (Kläger 89.29 %, Beklagte 60.72 %) und 

ab August 2022 von Erwerbspensen von je 75 % auszugehen.  

  

 - 29 - 

 

 

4.5.2.  

4.5.2.1.  

Die Vorinstanz hat zum Einkommen des Klägers festgehalten, dass dieser 

im Schuljahr 2020/2021 bei einem Pensum von 103.57% ein monatliches 

Einkommen inkl. 13. Monatslohn von Fr. 9'261.50 (Nettoeinkommen von 

Fr. 111'138.00 gemäss Lohnausweis 2020 [Klagebeilage 5] : 12) erzielt 

habe. Nachdem er sein Pensum für das Schuljahr 2021/2022 auf 89% 

reduziert habe, sei neu von einem Nettoeinkommen Fr. 7'975.00 

auszugehen. Es werde sich auf August 2022 zufolge der Pensenreduktion 

auf 80 % auf Fr. 7'170.00 vermindern (angefochtener Entscheid E. 6.8.2).  

Hinsichtlich dieser Einkommensermittlung verweist der Kläger – an sich zu 

Recht (vgl. dessen Berufung S. 7) – darauf, dass im Lohnausweis die 

Kinderzulagen von Fr. 4'800.00 (12 x 2 x Fr. 200.00) enthalten seien. 

Richtig ergäben sich somit bei einem Pensum von 89 % (bis und mit Juli 

2022) bzw. von 75 % (ab August 2022) Nettoeinkommen von Fr. 7'614.90 

(= Fr. 106'338.00 [Fr. 111'138.00 ./. Fr. 4'800.00] : 12  : 103.57 x 89) bzw. 

Fr.  6'417.05 (= Fr. 106'338.00 : 12  : 103.57 x 75) (klägerische Berufung  

S. 7). 

 

Ausgehend von der vom Kläger mit seiner als Berufungsantwortbeilage 3 

eingereichten Lohnabrechnung für den Monat August 2021 ist dennoch von 

höheren Zahlen auszugehen. Bei einem Pensum von 89.29 % betrug in 

besagtem Monat der Nettolohn ohne Kinderzulagen Fr. 7'198.25. Unter 

Berücksichtigung des 13. Monatslohns resultiert ein monatliches 

Nettoeinkommen von Fr. 7'855.75 bzw. gerundet Fr. 7'856.00 (= [13 x 

Fr. 7'198.25 + Fr. 691.95 Pensionskassenbeitrag] : 12) bzw. – nach der 

Reduktion des Pensums auf 75 % – von (gerundet) Fr. 6'599.00 

(Fr. 7'855.75 : 89.29 x 75). 

 

Wie in vorstehender E. 4.3 dargelegt, ist Unterhalt auch für die Monate Mai 

bzw. Juni 2021 bis und mit Juli 2021 festzulegen. In dieser Zeit versah der 

Kläger noch ein Pensum von 103.57 % und erzielte dabei ausweislich der 

Lohnabrechnungen für die Monate Januar bis Mai 2021 (Sammelbeilage 

11 zur klägerischen Eingabe vom 29. Juni 2021) exkl. Kinderzulagen, aber 

unter Berücksichtigung des anteiligen 13. Monatslohns ein 

Nettoeinkommen von (gerundet) Fr. 9'074.00 (= [13 x Fr. 8'311.40 + 

Fr. 841.35 Pensionskassenbeitrag] : 12). 

 

4.5.2.2.  

Die Vorinstanz hat ein Nettoeinkommen der Beklagten inkl. 13. Monatslohn 

von gerundet Fr. 5'165.00 (bei einem 60.72 %-Pensum) ermittelt (vgl. 

angefochtener Entscheid E. 6.8.3). Soweit die Beklagte, indem sie in ihrer 

Berufung (S. 19) ihr Einkommen auf Fr. 5'150.00 nicht nur eine Abrundung 

vornimmt, sondern eine falsche Berechnung rügen wollte, wäre mangels 

Begründung nicht weiter darauf einzugehen. Ausgehend von einem 

Nettoeinkommen von Fr. 5'165.00 bei einem 60.72 %-Pensum resultiert ab 

 - 30 - 

 

 

August 2022, ab welchem Zeitpunkt (auch) der Beklagten ein 75 %-

Pensum zugemutet wird (vgl. vorstehende E. 4.5.1), ein Nettoeinkommen 

von Fr. 6'380.00 (= Fr. 5'165.00 : 60.72 x 75).  

 

4.5.2.3. 

Nach dem Gesagten ist für die verschiedenen Phasen von folgenden 

Einkünften der Parteien und Kinder auszugehen: 

 

 Kläger Beklagte Kinderzulagen total 

bis Juli 2021  9'074.00 5'165.00  2 x 200.00 14'639.00 

August 2021  

bis Juli 2022  

7'856.00 5'165.00 2 x 200.00 13'421.00 

ab August 2022 6'599.00 6'380.00 2 x 200.00 13'379.00 

 

4.6.  

4.6.1.  

Die von der Vorinstanz für die Parteien und ihre Töchter ermittelten 

familienrechtlichen Existenzminima (Kläger Fr. 3'554.00, Beklagte 

Fr. 4'501.00, C. Fr. 1'112.00, D. Fr. 934.00 [bis und mit Oktober 2023] bzw. 

Fr.  1'134.00 [ab November 2023]) werden in zwei Punkten beanstandet, 

einerseits betreffend die Wohnnebenkosten des Klägers (dazu 

nachfolgende E. 4.6.2) sowie hinsichtlich der Nichtberücksichtigung von 

Steueranteilen der Kinder durch die Vorinstanz (dazu nachfolgende 

E. 4.6.3). Allerdings wurde bereits erwähnt, dass – entgegen der 

Vorinstanz – die Kosten von monatlich je Fr. 100.00 für das Reiten und 

Schwimmen als Hobbies nicht in das familienrechtliche Existenzminimum 

der Kinder gehören (vgl. vorstehende E. 4.2 in fine). Zudem sind die 

Wohnkostenanteile gerade bei alternierender Obhut, bei der die Kinder 

abwechslungsweise in mehr oder weniger gleichem Umfang bei beiden 

Eltern leben, in Relation zu den gesamten Wohnkosten zu bestimmen. 

Gemäss Vorinstanz belaufen sich die Wohnkosten beider Parteien auf 

insgesamt Fr. 3'207.00 (Kläger Fr. 1'087.00, Beklagte Fr. 2'120.00 [inkl. 

Abstellplatz]). Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, bei beiden 

Kindern einen Wohnkostenanteil von Fr. 500.00 einzusetzen, der – ab 

Geltung der alternierenden Obhut mit Eintritt der Rechtskraft des 

vorliegenden Entscheids – entsprechend dem Verhältnis ihrer Wohnkosten 

beim Kläger mit je Fr. 170.00 und bei der Beklagten mit je Fr. 330.00 in 

Abzug zu bringen ist. 

 

4.6.2.   

Unbestritten geblieben ist der Hypothekarzins, den der ein Eigenheim 

bewohnende Kläger bezahlen muss (Fr. 526.85 [Jahreszins von 

Fr. 6'321.90 {Fr. 5'355.00. + Fr. 966.90; vgl. Klagebeilage 6} : 12] bzw. 

gerundet Fr. 527.00; angefochtener Entscheid E. 6.6.2; beklagtische 

Berufung S. 16).  

 - 31 - 

 

 

Hinsichtlich der Wohnnebenkosten hielt die Vorinstanz dafür, im Jahr 2020 

seien pro Monat belegte Nebenkosten in Höhe von Fr. 411.55 zu 

berücksichtigen (Fr. 4'938.75 [Gebäudeversicherung von Fr. 477.05 

gemäss Klagebeilage 7, Heizölkosten von Fr. 3'077.30 gemäss 

Klagebeilage 8 sowie den Kosten für Strom, Wasser etc. gemäss EWS-

Abrechnung von Fr. 1'384.40 gemäss Klagebeilage 9] : 12). Aufgrund des 

Alters der Liegenschaft sei die Notwendigkeit von Rückstellungen 

plausibel, wenn auch nicht im vom Kläger geltend gemachten Umfang von 

Fr. 300.00 pro Monat, sondern lediglich im Umfang von monatlich 

Fr. 150.00, entsprechend der von den Parteien abgeschlossenen 

Trennungsvereinbarung (Klageantwortbeilage 1). Beim Bedarf des Klägers 

seien somit monatliche Nebenkosten und Rückstellungen von insgesamt 

Fr. 560.00 zu berücksichtigen (angefochtener Entscheid E. 6.6.2). 

Die Beklagte will dagegen lediglich Nebenkosten von Fr. 300.00 

berücksichtigt wissen. Sie begründet dies zum einen damit, dass fiktive 

Rückstellungen nicht angerechnet werden könnten, und zum andern damit, 

dass in der Vergangenheit eine Tankfüllung mit Heizöl nur alle drei Jahre 

erfolgt sei (beklagtische Berufung S. 16 f.).   

 

Dies ist nicht zu hören. Erstens macht der Kläger in der Berufungsantwort 

geltend, dass die Füllung des Heizöltanks jährlich erfolge, was glaubhaft 

erscheint. Zweitens ist zu beachten, dass der von der Vorinstanz für 

Nebenkosten und Rückstellungen veranschlagte monatliche Betrag von 

Fr. 560.00 auf ein Jahr hochgerechnet (Fr. 6'720.00) sich in der 

Grössenordnung von 1 % des in der Steuerveranlagung 2019 (Beilage 20 

zur klägerischen Eingabe vom 29. Juni 2021) ausgewiesenen Steuerwerts 

der Liegenschaft bewegt (Fr. 668'666.00). Der Steuerwert liegt aber 

notorischerweise (vgl. Art. 151 ZPO) unter dem Verkehrswert. Eine auf der 

Grundlage des Letzteren erfolgende Ermittlung von Wohnnebenkosten mit 

pauschal 1 % ist aber auf jeden Fall nicht willkürlich (vgl. dazu 

BGE 5A_730/2020 E. 5.2.2.2.2.1.3). Drittens verbietet sich im vorliegenden 

Fall eine Reduktion der Nebenkosten umso mehr, als die Beklagte mit 

Fr. 2'120.00 (inkl. Abstellplatz) bzw. unter Abzug der Wohnkostenanteile 

der Töchter mit Fr. 1'460.00 (= Fr. 2'120.00 ./. 2 x Fr. 330.00) fast doppelt 

so hohe Wohnkosten für sich beansprucht wie der Kläger mit Fr. 747.00 

(= Fr. 1'087.00 ./. 2 x Fr. 170.00).  

 

4.6.3. 

Die Vorinstanz hat bei praktisch identischen Gesamteinkünften (zuzüglich 

Kinderzulagen) der Parteien (Fr. 13'540.00 bis und mit Juli 2022 und Fr. 

13'525.00 danach [dies gegenüber Fr. 13'421.00 und Fr. 13'379.00, vgl. 

vorstehende E. 4.5.2.3]) deren steuerliche Belastung auf je Fr. 800.00 

veranschlagt. Diese Beträge sind zu übernehmen, nachdem die 

vorinstanzliche Ermittlung der Steuerlast bei diesen Einkommen nicht 

gerügt wird. Ausgehend davon, dass in der vorliegend zusätzlich zu 

beachtenden Phase von Mai 2022 bis und mit Juli 2022 das 

 - 32 - 

 

 

Gesamteinkommen mit Fr. 14'639.00 gut 9 % höher ist als in der Zeit seit 

August 2022 (Fr. 13'421.00 bis und mit Juli 2022 und Fr. 13'379.00 ab 

August 2022), ist – unter Berücksichtigung der Progression – eine 

steuerliche Belastung der Parteien von Fr. 900.00 einzusetzen. Unter 

Berücksichtigung der nachfolgend festgesetzten Unterhaltsbeiträge (bis 

zur Zustellung des vorliegenden Berufungsentscheids bei alleiniger Obhut 

der Beklagten, danach bei alternierender Obhut) sind die Steueranteile der 

Töchter wie folgt zu veranschlagen. 

 

 Mai 2021 - 

Juli 2021 

August 2021 - 

 Zustellung des 

Berufungs-

entscheids 

Zustellung 

des Beru-

fungsent-

scheids - 

Juli 2022 

August 

2022 - 

Oktober 

2023 

ab 

November 

2023  

C. 170.00 170.00 120.00 80.00 80.00 

D. 150.00 150.00 100.00 70.00 80.00 

 

4.6.4.  

4.6.4.1. 

Für die erste Phase (Mai 2021 bis und mit Juli 2021) ergeben sich folgende 

familienrechtlichen Existenzminima der Parteien und ihrer Töchter: 

 

 Kläger Beklagte C. D. 

Grundbetrag 1'200.00 1'200.00 600.00 400.00 

 

Wohnkosten(anteile) 1'087.00  

 

1'500.00 250.00 

 

250.00 

 

Krankenkassenprämien 253.00 386.00 132.00 154.00 

 

übrige Gesundheits- 

kosten 

--- --- 30.00 30.00 

Abstellplatz --- 120.00 --- --- 

Arbeitsweg 364.00 145.00 --- --- 

Steuer(anteile) 900.00  

 

580.00 170.00 150.00 

Kommunikations- und 

Versicherungspauschale 

100.00 100.00 --- --- 

familienrechtliche 

Existenzminima  

3'904.00 4'031.00 1'182.00 984.00 

 

Das Total dieser familienrechtlichen Existenzminima beläuft sich auf 

Fr. 10'101.00 bei einem Gesamteinkommen (inkl. Kinderzulagen) von 

Fr. 14'639.00 (vgl. vorstehende E. 4.5.2.3). 

 

4.6.4.2. 

In der zweiten Phase (August 2021 bis Zustellung des 

Berufungsentscheids) vermindert sich das Gesamteinkommen auf 

Fr. 13'421.00 (vgl. vorstehende E. 4.5.2.3) sowie bei den Existenzminima 

die steuerliche Belastung bei den Parteien um je Fr. 100.00, sodass sich 

die familienrechtlichen Existenzminima insgesamt neu auf Fr. 9'901.00 

 - 33 - 

 

 

(Kläger und Beklagte neu Fr. 3'804.00 bzw. Fr. 3'931.00; C. und D. 

unverändert Fr. 1'182.00 bzw. Fr. 984.00) belaufen.  

 

4.6.4.3. 

In der dritten Phase (ab Zustellung des Berufungsentscheids bis und mit 

Juli 2022) bleibt die Einkommenssituation unverändert. Bei den 

Existenzminima gibt es folgende Änderungen: Zum einen sind – wegen der 

nunmehr geltenden alternierenden Obhut – beim Kläger 

Wohnkostenanteile der Töchter von je Fr. 170.00 und bei der Beklagten 

solche von je Fr. 330.00 in Abzug zu bringen.  Dadurch erhöhen sich die 

Existenzminima der Töchter um Fr. 250.00. Zum andern verändert sich die 

steuerliche Situation auf beklagtischer Seite insoweit, als bei insgesamt 

gleicher Belastung (Fr. 800.00) sich die Steueranteile der Töchter als Folge 

der wegen der nunmehr geltenden alternierenden Obhut (deutlich) tieferen 

Unterhaltsbeiträge (ohne Kinderzulagen, vgl. vorstehende E. 4.1) 

vermindern (bei C. von Fr. 170.00 auf Fr. 120.00 und bei D. von Fr. 150.00 

auf Fr. 100.00) und sich der Steueranteil der Beklagten kompensatorisch 

von Fr. 480.00 auf Fr. 580.00 erhöht. Gesamthaft bleiben die 

Existenzminima aller Beteiligten bei Fr. 9'901.00 (Kläger neu Fr. 3'464.00; 

Beklagte neu Fr. 3'871.00; C. neu Fr. 1'382.00; D. neu Fr. 1'184.00). 

 

4.6.4.4. 

In der vierten Phase (August 2022 bis und mit Oktober 2023) vermindert 

sich trotz erheblicher Verschiebung bei den Einzeleinkommen das 

Gesamteinkommen praktisch nicht (Reduktion von Fr. 13'421.00 [Kläger 

Fr. 7'856.00; Beklagte Fr. 5'165.00; Kinderzulagen 2 x Fr. 200.00] auf 

Fr. 13'379.00 [Kläger Fr. 6'599.00; Beklagte Fr. 6'380.00; Kinderzulagen 2 

x Fr. 200.00]). Allerdings ergibt sich innerhalb des beklagtischen Haushalts 

eine Veränderung dahingehend, dass sich die vom Kläger zu bezahlenden 

Unterhaltsbeiträge erneut reduzieren, weil sich – wegen der Veränderung 

der Einzeleinkommen – neu auch die Beklagte am Kinderunterhalt 

beteiligen muss. Insgesamt verharren die Existenzminima bei Fr. 9'901.00 

(Kläger weiterhin Fr. 3'464.00; Beklagte, C. und D. zufolge veränderter 

Steueranteile neu Fr. 3'941.00, Fr. 1'342.00 bzw. Fr. 1'154.00). 

 

4.6.4.5. 

Die einzigen Veränderungen der fünften Phase (ab November 2023) 

gegenüber der Vorperiode sind in der Erhöhung des Grundbetrags bei D. 

von Fr. 400.00 auf Fr. 600.00 sowie deren Steueranteils von Fr. 70.00 auf 

Fr. 80.00 bei kompensatorischer Reduktion um Fr. 10.00 auf Seiten der 

Beklagten zu erblicken, sodass sich – bei gleichen Gesamteinkommen – 

die Existenzminima auf Fr. 10'101.00 erhöhen (Kläger und C. weiterhin Fr. 

3'464.00 bzw. Fr. 1'342.00; Beklagte und D. neu Fr. 3'931.00 bzw. Fr. 

1'364.00).  

 

 - 34 - 

 

 

4.6.4.6. 

Es ergeben sich folgende Überschüsse (Ü) der Gesamteinnahmen (GE) 

über das Total der familienrechtlichen Existenzminima (TfEM) und Anteile 

daran nach grossen und kleinen Köpfen (ÜAgrK bzw. ÜAklK): 

 

 Mai 2021 – 

Juli 2021 

August 2021 – 

Juli 2022 

August 2022 –  

Oktober 2023 

ab November 

2023 

GE 14'639.00 13'421.00 13'379.00 13'379.00 

./. TfEM 10'101.00 9'901.00 9'901.00 10'101.00 

Ü 4'538.00 3'520.00 3'478.00 3'278.00 

ÜAgrK 1'513.00 1'173.00 1'159.00 1'093.00 

ÜAklK 756.00 587.00 580.00 546.00 

 

4.7.  

Für die Töchter resultieren folgende familienrechtliche Existenzminima 

zuzüglich Überschussanteile: 

  

 familienrechtliches 

Existenzminimum 

Überschuss-

anteil 

Total 

(gebührender 

Unterhalt) 

C.    

Mai 2021 bis Juli 2021  

(Phase 1) 

1'182.00 756.00 1'938.00 

August 2021 bis zur Zustellung 

des Berufungsentscheids 

(Phase 2) 

1'182.00 587.00 1'769.00 

danach bis Juli 2022 (Phase 3) 1'382.00 587.00 1'969.00 

August bis Oktober 2023  

(Phase 4) 

1'342.00 580.00 1'922.00 

ab November 2023 (Phase 5) 1'342.00 546.00 1'888.00 

D.    

Phase 1 984.00 756.00 1'740.00 

Phase 2 984.00 587.00 1'571.00 

Phase 3 1'184.00 587.00 1'771.00 

Phase 4 1'154.00 580.00 1'734.00 

Phase 5 1'364.00 546.00 1'910.00 

 

4.7.1.  

Nachdem die Beklagte in der ersten Phase mit ihrem Einkommen von 

Fr. 5'165.00 nicht über eigene Einkünfte verfügte, um ihren gebührenden 

Unterhalt (familienrechtliches Existenzminimum von Fr. 4'031.00 zuzüglich 

Überschussanteil von Fr. 1'513.00, zusammen Fr. 5'544.00) zu bestreiten, 

hat der Kläger mit seinem Überschuss von Fr. 3'657.00 (Fr. 9'074.00 ./. 

Fr. 3'904.00 ./. Fr. 1'513.00) für den ganzen Unterhalt abzüglich 

Kinderzulage der Töchter (Fr. 1'738.00 bei C. sowie Fr. 1'540.00 bei D.) 

aufzukommen. Den verbleibenden Betrag von Fr. 379.00 hat er der 

Beklagten als persönlichen Unterhaltsbeitrag zu bezahlen (ab Juni 2021, 

vgl. vorstehende E. 4.3). Mit diesem sowie dem eigenen Einkommen von 

Fr. 5'165.00, zusammen Fr. 5'544.00, wird der Beklagten der gleiche 

"gebührende" Lebensstandard ermöglicht wie dem Kläger.  

 - 35 - 

 

 

 

In der zweiten Phase übersteigt das Einkommen der Beklagten (weiterhin 

Fr. 5'165.00) deren gebührenden Unterhalt (Fr. 3'931.00 + Fr. 1'173.00) um 

Fr. 61.00. In diesem Umfang hat sie proportional an den Unterhalt der 

Kinder (Fr. 1'769.00 [53 %] bzw. Fr. 1'571.00 [47 %]) beizutragen, d.h. 

32.00 an den Unterhalt von C. und Fr. 29.00 an den Unterhalt von D.. 

Folglich hat der Kläger einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'537.00 an C. und 

einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'342.00 an D., je zuzüglich Kinderzulagen, 

zu bezahlen. Der Unterhaltsbeitrag für die Beklagte persönlich bleibt bei Fr. 

800.00 gemäss angefochtenem Entscheid (vgl. vorstehende E. 2.1 letzter 

Absatz). 

 

4.7.2.  

4.7.2.1 

Ab der dritten Phase gilt die alternierende Obhut. Demgemäss sind der 

Grundbetrag sowie die Überschüsse grundsätzlich bei beiden Parteien zur 

Hälfte einzusetzen. Die Wohnkostenanteile der Kinder sind entsprechend 

E. 4.6.2 des vorliegenden Entscheids beim jeweiligen Elternteil zu 

berücksichtigen. Ausgenommen sind die Auslagen für die Krankenkasse, 

die übrigen Gesundheitskosten sowie die Kosten für die Hobbies, die die 

Beklagte – unbestrittenermassen – bestreiten soll (vgl. angefochtener 

Entscheid E. 6.10.2). Auf klägerischer Seite ergibt sich folgendes Bild: 

 

 Phase 3 Phase 4 Phase 5 

Einkommen Kläger 7'856.00 6'599.00 6'599.00 

./. familienrechtliches Existenzminimum  

Kläger 

3'464.00 3'464.00 3'464.00 

./. Überschussanteil Kläger 1'173.00 1'159.00 1'093.00 

Kinderzulagen (2 x 200.00) 400.00 400.00 400.00 

zur Verfügung stehende Mittel nach 

Deckung des familienrechtlichen 

Existenzminimums und des 

Überschussanteils des Klägers 

3'619.00 2'376.00 2'442.00 

./. Hälfte Grundbeträge C./D. 

(300.00 + 200.00 bzw. 2 x 300.00) 

500.00 500.00 600.00 

./. Wohnkostenanteile C./D. 

(2 x 170.00)  

340.00 340.00 340.00 

./. Anteile an Überschussanteilen* 

(2 x 243.50/240.00/223.00) 

487.00 480.00 446.00 

verbleibende Mittel nach Deckung des 

familienrechtlichen Existenzminimums, 

des Überschussanteils des Klägers und 

der beim Kläger anfallenden 

Aufwendungen für die Kinder 

2'292.00 1'056.00 1'056.00 

*(jeweiliger Überschuss [587.00/580.00/546.00] ./. Fr. 100.00 [Kosten für Hobbies Reiten 

und Schwimmen]) : 2 

 

Auf beklagtischer Seite präsentiert sich die Lage wie folgt: 

 

 Phase 3 Phase 4 Phase 5 

 - 36 - 

 

 

Einkommen Beklagte 5'165.00 6'380.00 6'380.00 

./. familienrechtliches Existenzminimum  

Beklagte 

3'871.00 3'941.00 3'931.00 

./. Überschussanteil Beklagte 1'173.00 1'159.00 1'093.00 

zur Verfügung stehende Mittel nach 

Deckung des familienrechtlichen 

Existenzminimums und des 

Überschussanteils der Beklagten 

121.00 1'280.00 1'356.00 

./. Hälfte Grundbeträge C./D. 

(300.00 + 200.00 bzw. 2 x 300.00) 

500.00 500.00 600.00 

./. Wohnkostenanteile C./D. 

(2 x 330.00)  

660.00 660.00 660.00 

./. Krankenkassenprämien  

(132.00 +  154.00) 

286.00 286.00 286.00 

./.übrige Gesundheitskosten (2 x 30.00) 60.00 60.00 60.00 

./. Steueranteile 220.00 150.00 160.00 

./. Anteile an Überschussanteilen* 

(2 x 343.50/340.00/323.00) 

687.00 680.00 646.00 

Manko bei Deckung des 

familienrechtlichen Existenzminimums, 

des Überschussanteils der Beklagten 

und der bei der Beklagten anfallenden 

Aufwendungen für die Kinder 

- 2'292.00 - 1'056.00 - 1'056.00 

*(jeweiliger Überschuss [587.00/580.00/546.00] ./. Fr. 100.00 [Kosten für Hobbies Reiten 

und Schwimmen]) : 2 zuzüglich Fr. 100.00 für die besagten Hobbies 

 

Leistet der Kläger für die Kinder an die Beklagte Fr. 2'292.00 (Phase 3) 

bzw. Fr. 1'056.00 (Phasen 4 und 5), verbleibt beiden Parteien nach 

Deckung des bei ihnen anfallenden Aufwandes für die Kinder jeweils ein 

gleich hoher Überschussanteil der ihnen zur Verfügung stehenden Mittel 

über ihren familienrechtlichen Existenzminima. 

 

Der jeweilige Anteil des bei der Beklagten anfallenden Bedarfs von C. und 

D. stellt sich wie folgt dar: 

 

 

  C. D. 

Phase 3 hälftiger Grundbetrag 

Wohnkostenanteil 

Krankenkassenprämien 

übrige Gesundheitskosten 

Steueranteil 

Überschussanteil* 

 

300.00 

330.00 

132.00 

30.00 

120.00 

343.00 

1'255.00 

(52 %) 

200.00 

330.00 

154.00 

30.00 

100.00 

343.00 

1'157.00 

(48 %) 

Phase 4 hälftiger Grundbetrag 

Wohnkostenanteil 

Krankenkassenprämien 

übrige Gesundheitskosten 

Steueranteil 

Überschussanteil*  

 

300.00 

330.00 

132.00 

30.00 

80.00 

340.00 

1'212.00 

(52 %) 

200.00 

330.00 

154.00 

30.00 

70.00 

340.00 

1'124.00 

(48 %) 

 - 37 - 

 

 

Phase 5 hälftiger Grundbetrag 

Wohnkostenanteil 

Krankenkassenprämien 

übrige Gesundheitskosten 

Steueranteil 

Überschussanteil*  

 

300.00 

330.00 

132.00 

30.00 

80.00 

323.00 

1'195.00 

(49.5 %) 

300.00 

330.00 

154.00 

30.00 

80.00 

323.00 

1'217.00 

(50.5 %) 

*(jeweiliger Überschuss ./. Fr. 100.00 [Kosten für Hobbies Reiten und Schwimmen]) : 2 

zuzüglich Fr. 100.00 für die besagten Hobbies 

 

4.7.2.2 

Damit hat der Kläger in der dritten Phase der Beklagten Unterhaltsbeiträge 

von Fr. 1'192.00 und Fr. 1'100.00 (= 52 % bzw. 48 % von Fr. 2'292.00) an 

die Töchter C. und D. zu bezahlen (zum Umstand, dass die Kinderzulagen 

beim Elternteil bleiben müssen, der sie bezieht, vgl. vorstehende E. 4.1). 

Damit kommt die Beklagte unter Berücksichtigung ihres Einkommens von 

Fr. 5'165.00 zu einer Lebenshaltung mit einem Überschussanteil von Fr. 

1'173.00 wie der Kläger (Fr. 5'165.00 + Fr. 2'292.00 ./. Fr. 1'255.00 ./. Fr. 

1'157.00 ./. Fr. 3'871.00). Hinzu kommt der Unterhaltsbeitrag für die 

Beklagte persönlich gemäss angefochtenem Entscheid (Fr. 800.00, vgl. 

vorstehende E. 2.1 letzter Absatz). 

 

Der Kläger hat in der vierten Phase einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 549.00 

für C. und von Fr. 507.00 für D. (= 52 % bzw. 48 % von Fr. 1'056.00) zu 

bezahlen. Für den restlichen Betrag von Fr. 1'280.00 (= Fr. 1'212.00 + Fr. 

1'124.00 ./. Fr. 549.00 und Fr. 507.00) hat die Beklagte mit ihrem 

Überschuss in gleicher Höhe (Fr. 6'380.00 ./. Fr. 3'941.00 ./. Fr. 1'159.00 = 

Fr. 1'280.00) aufzukommen. Klarzustellen ist, dass die Beklagte so nur 

scheinbar in höherem Ausmass an den Kinderunterhalt beiträgt als der 

Kläger. Denn dieser hat über die Kinderunterhaltsbeiträge hinaus im 

Rahmen der alternierenden Obhut naturaliter im gleichen Umfang wie die 

Beklagte, aber ohne Unterhaltsbeitrag von dieser, für den Unterhalt 

aufzukommen (vgl. vorstehende E. 4.7.2.1). 

 

In der fünften Phase hat der Kläger schliesslich Unterhaltsbeiträge von 

Fr. 523.00 an C. und Fr. 533.00 an D. (49.5 % bzw. 50.5 % von 

Fr. 1'056.00) zu bezahlen.   

 

4.8. 

Die Vorinstanz hat in Dispositiv-Ziffer 4.3 eine Regelung getroffen, nach 

welchem Schlüssel sich die Parteien sich an ausserordentlich 

Unterhaltskosten der Kinder (vgl. Art. 286 Abs. 3 ZGB) beteiligen müssen. 

Während über den bis und mit Juli 2022 geltenden Schlüssel (85 % [Kläger] 

gegenüber 15 % [Beklagte]) zufolge ungenügenden Rechtsmittelantrags 

und fehlender Begründung nicht zu befinden ist (vgl. vorstehende E. 2.1), 

verlangt der Kläger eine Änderung des Schlüssels für die Zeit danach von 

70 % (Kläger) zu 30 % (Beklagte) auf 60 % zu 40 %. Da indessen nach der 

 - 38 - 

 

 

Methode der Überschussverteilung beiden Parteien ein gleicher 

Überschussanteil verbleibt, ist der Verteilschlüssel in Anwendung der 

Offizialmaxime (Art. 296 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 58 Abs. 2 ZPO) auf 

50 % zu 50 % zu ändern. 

 

Hinsichtlich der Dispositiv-Ziffer 6 ist auf eine Anpassung der Zahlen 

betreffend Existenzminima bzw. der gebührenden Bedarfe zu verzichten, 

weil Art. 282 Abs. 1 und Art. 301a ZPO dies nicht vorschreibt und die 

Bedarfszahlen ohnehin der vorstehenden Begründung entnommen werden 

können. 

 

5. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt sich, die Gerichtskosten 

(Entscheidgebühr) von Fr. 4'000.00 zu drei Vierteln (Fr. 3'000.00) der 

Beklagten und zu einem Viertel (Fr. 1'000.00) dem Kläger aufzuerlegen und 

die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger die Hälfte der zweitinstanzlichen 

Parteikosten zu ersetzen (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Diese sind ausgehend von 

einer Grundentschädigung gemäss § 3 Abs. 1 lit. b und d AnwT von 

Fr. 3'000.00 unter Berücksichtigung eines Abzugs von 20 % für die 

entfallene Verhandlung, der durch einen Zuschlag in gleicher Höhe für eine 

weitere Rechtsschrift (Berufungsantwort) kompensiert wird, und einem 

Rechtsmittelabzug von 25 % (§ 6 Abs. 2 und 3 bzw. § 8 AnwT) einerseits 

sowie einer Auslagenpauschale von Fr. 100.00 und der Mehrwertsteuer 

anderseits auf Fr. 2'530.95 (= [Fr. 3'000.00 x 0.75 + Fr. 100.00] x 1.077) 

festzusetzen. Davon hat die Beklagte dem Kläger nach Verrechnung der 

Obsiegensanteile (AGVE 2000 S. 51) die Hälfte, mithin Fr. 1'265.50, zu 

ersetzen. 

 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

1.1. 

In teilweiser Gutheissung der Berufungen sowie von Amtes wegen werden 

die Dispositiv-Ziffern 4.1, 4.3 (nur zweiter Satz), 5 und 6 des Entscheids 

des Bezirksgerichts Kulm vom 29. Juli 2021 aufgehoben und wie folgt neu 

gefasst: 

 

4. 
4.1. 
Der Gesuchsteller (Kläger) wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin 
(Beklagten) an den Barunterhalt der Kinder monatlich im Voraus folgende 
Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 
 

Für C.: 
- Fr. 1'738.00 zuzüglich Kinderzulage vom 1. Mai 2021 bis 31. Juli 2021,  

 - 39 - 

 

 

- Fr. 1'537.00 zuzüglich Kinderzulage vom 1. August 2021 bis zur 
Zustellung des vorliegenden Berufungsentscheids, 
- Fr. 1'192.00 (ohne Kinderzulage) ab Zustellung des vorliegenden 
Berufungsentscheids bis 31. Juli 2022, 
- Fr. 549.00 (ohne Kinderzulage) von 1. August 2022 bis 31. Oktober 
2023 sowie  
- Fr. 523.00 (ohne Kinderzulage) ab 1. November 2023 
 

Für D.: 
- Fr. 1'540.00 zuzüglich Kinderzulage vom 1. Mai 2021 bis 31. Juli 2021,  
- Fr. 1'342.00 zuzüglich Kinderzulage vom 1. August 2021 bis zur 
Zustellung des vorliegenden Berufungsentscheids, 
- Fr. 1'100.00 (ohne Kinderzulage) ab Zustellung des vorliegenden 
Berufungsentscheids bis 31. Juli 2022, 
- Fr. 507.00 (ohne Kinderzulage) von 1. August 2022 bis 31. Oktober 
2023 sowie  
- Fr. 533.00 (ohne Kinderzulage) ab 1. November 2023 
 
4.3. Satz 2 
[….] Ab 1. August 2022 tragen die Parteien ausserordentliche Kosten nach 
vorgängiger Absprache je zur Hälfte. 
 
5. 
Der Gesuchsteller (Kläger) wird verpflichtet der Gesuchsgegnerin 
(Beklagten) an ihren persönlichen Unterhalt monatlich im Voraus folgende 
Beiträge zu bezahlen:  
 

- Fr. 379.00  vom 1. Juni 2021 bis 31. Juli 2021 sowie 
- Fr. 800.00  vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022 
 
6. 
Die Unterhaltsregelung basiert auf folgenden Grundlagen: 
 
Gesuchsteller (Kläger): 
Nettoeinkommen (inkl. 13. ML, exkl. FZ)   
- Mai 2021 bis Juli 2021    Fr.    9'074.00 
- August 2021 bis Juli 2022   Fr.    7'856.00 
- ab Juli 2022     Fr.    6'599.00 
Vermögen     ca. Fr.  250'000.00 
 
Gesuchsgegnerin (Beklagte): 
Nettoeinkommen (inkl. 13. ML, exkl. FZ)  
- Mai 2021 bis Juli 2022    Fr.    5'165.00 
- ab August 2022     Fr.    6'380.00 
Vermögen     ca. Fr.    3'000.00 
 
C.: 
Einkommen (Familienzulagen)   Fr.      200.00 
Vermögen      ca. Fr.  16'000.00 
 
D.: 
Einkommen (Familienzulagen)          Fr.     200.00 
Vermögen      ca. Fr. 10'500.00 
 

 

 - 40 - 

 

 

1.2. 

Im Übrigen werden ihre Berufungen abgewiesen, soweit darauf eingetreten 

wird. 

 

2. 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr von Fr. 4'000.00 wird zu einem 

Viertel dem Kläger mit Fr. 1'000.00 und zu drei Vierteln der Beklagten mit 

Fr. 3'000.00 auferlegt. Sie wird mit den von den Parteien geleisteten 

Kostenvorschüssen von je Fr. 2'000.00 verrechnet, sodass die Beklagte 

dem Kläger Fr. 1'000.00 zu ersetzen hat.  

 

3. 

Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger die Hälfte der zweitinstanzlichen 

Parteikosten in der gerichtlich festgesetzten Höhe von Fr. 2'530.95 (inkl. 

MWSt), somit Fr. 1'265.50, zu ersetzen. 

 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Parteien  (Vertreter, je zweifach)   

die Vorinstanz 

 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In 

vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der 

Streitwert in arbeits- und mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen 

übrigen Fällen mindestens Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechts-

frage von grundsätzlicher Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- 

und Nachlassrichters (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 

 

 - 41 - 

 

 

  

 - 42 - 

 

 

 
   

Aarau, 14. Februar 2022 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 5. Kammer 

Der Präsident:     Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Brunner      Tognella