# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f54f8dfd-29e9-5e37-ba75-6ba8c7d78371
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.03.2014 100 2013 101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-101_2014-03-14.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 3. März 2015 abgewiesen, soweit es 
darauf eingetreten ist (BGer 2C_387/2014).

1100.2013.101U
VBL/MAL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. März 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Müller, a.o. Verwaltungsrichterin von Büren 
Gerichtsschreiberin Marti

A.________
zzt. Anstalten Thorberg, Postfach 1, 3326 Krauchthal
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
12. Februar 2013; BD 290/11)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ….1983), Staatsangehöriger von Sri Lanka, reiste am 21. Oktober 
1988 mit seiner Mutter und seinen Geschwistern zu seinem Vater in die Schweiz ein. 
Am 24. März 2006 heiratete A.________ die Landsfrau B.________; aus dieser Ehe 
gingen die Kinder C.________ (geb. ….2006) sowie D.________ und E.________ 
(beide geb. ….2007) hervor. Die Ehe wurde am 29. November 2011 geschieden und 
die elterliche Sorge der Mutter übertragen. Seit dem 13. April 2012 ist A.________ mit 
der Schweizer Bürgerin F.________ verheiratet; der gemeinsame Sohn G.________ 
(geb. ….2010) besitzt ebenfalls das Schweizer Bürgerrecht. A.________ wurde 
wiederholt straffällig und zuletzt mit Urteil vom 4. April 2012 zu einer Freiheitsstrafe von 
30 Monaten verurteilt. Zurzeit befindet er sich im Strafvollzug (Strafende: 12.4.2014). 

Nachdem die Aufenthaltsbewilligung von A.________ letztmals bis am 30. August 
2007 verlängert worden war, verfügte das Amt für Migration und Personenstand des 
Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), am 29. September 2011 den Widerruf 
(richtig: die Nichtverlängerung) der Aufenthaltsbewilligung, ordnete die Wegweisung 
aus der Schweiz an und bestimmte die Ausreise auf den Tag der Haftentlassung. 

B.

Dagegen erhob A.________ am 31. Oktober 2011 Beschwerde bei der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Mit Entscheid vom 12. Februar 2013 trat 
diese auf den Antrag um vorläufige Aufnahme nicht ein und wies die Beschwerde im 
Übrigen ab. Sie gewährte A.________ die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiord-
nung seines Rechtsvertreters. 

C.

Am 22. März 2013 hat A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit den 
folgenden Rechtsbegehren: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 3

«1. Der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
12. Februar 2013 sei aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung B des 
Beschwerdeführers sei zu verlängern. 

2. Eventuell sei der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 12. Februar 2013 insofern aufzuheben, als dass die 
Unzumutbarkeit evtl. Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzuges festgestellt wird. 
Der Migrationsdienst des Kantons Bern sei anzuweisen, dem Bundesamt für 
Migration die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers in der Schweiz zu 
beantragen. 

3. Eventuell sei der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 12. Februar 2013 aufzuheben und die Sache sei zur 
vollständigen und richtigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes und 
zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

4. Dem Beschwerdeführer sei für das vorliegende Verfahren das Recht zur 
unentgeltlichen Prozessführung zu gewähren und es sei ihm der unterzeichnete 
Anwalt als amtlicher Anwalt beizuordnen. 

5. Vor Gutheissung der vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei dem 
unterzeichneten Anwalt eine angemessene Frist zur Einreichung einer 
Kostennote zur Bestimmung der Parteientschädigung, respektive der amtlichen 
Entschädigung anzusetzen. 

– unter Kosten und Entschädigungsfolge –»

Mit Vernehmlassung vom 5. April 2013 beantragt die POM die Abweisung der 
Beschwerde; zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege enthält sie sich eines 
Antrags. Am 23. April 2013 und 13. Mai 2013 hat A.________ Unterlagen zu seinem 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und eine ergänzende Stellungnahme 
eingereicht. Am 28. Mai 2013 hat die Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug 
(ASMV), Amt für Freiheitsentzug und Betreuung, das Gesuch von A.________ um 
bedingte Entlassung abgewiesen. Auf Ersuchen der Instruktionsrichterin hat die POM 
am 6. Dezember 2013 eine Stellungnahme zur aktuellen Lage in Sri Lanka eingereicht. 
A.________ hat sich am 10. Januar 2014 abschliessend zur Sache geäussert.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 

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Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten (vgl. aber E. 1.2 
hiernach).

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt eventualiter, es sei die «Unzumutbarkeit evtl. 
Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzuges» festzustellen und der MIDI sei 
anzuweisen, dem Bundesamt für Migration (BFM) die vorläufige Aufnahme zu 
beantragen (Rechtsbegehren 2). – Im ausländerrechtlichen Verfahren hat die 
betroffene Person keinen Anspruch auf vorläufige Aufnahme. Art. 83 Abs. 6 des 
Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer 
(AuG; SR 142.20) sieht vor, dass nur die kantonale Behörde diese beim BFM 
beantragen kann und dieses über die vorläufige Aufnahme entscheidet 
(BGE 137 II 305 E. 3.2 mit Hinweisen; BVR 2013 S. 543 E. 7.1). Feststellungsanträge 
im Zusammenhang mit der vorläufigen Aufnahme sind daher ebenso wenig zulässig 
wie Anträge um vorläufige Aufnahme (vgl. VGE 2012/203 vom 18.12.2012, E. 1.2 
[bestätigt durch BGer 2C_114/2013 vom 10.9.2013]). Soweit der Beschwerdeführer die 
Feststellung der Unzumutbarkeit bzw. Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs im 
Hinblick auf vorläufige Aufnahme verlangt, ist auf die Beschwerde somit nicht 
einzutreten (vgl. aber hinten E. 6).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten ist die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung 
des Beschwerdeführers aus der Schweiz. 

2.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Schweizer 
Bürgerinnen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen 
zusammenwohnen. – Der Beschwerdeführer ist mit einer Schweizerin verheiratet 
(vorne Bst. A). Das Bestehen eines intakten Ehelebens wird von keiner Seite in Frage 
gestellt (angefochtener Entscheid, E. 5 und E. 8d/aa). Der Beschwerdeführer hat daher 
grundsätzlich einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 5

Art. 42 Abs. 1 AuG. Er kann sich aufgrund der gelebten und intakten Beziehung zu 
seiner Ehefrau sowie zum gemeinsamen Sohn zudem auf den Schutz des 
Familienlebens nach Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; 
SR 0.101) und Art. 13 der Bundesverfassung (BV; SR 101) – dieser entspricht materiell 
Art. 8 EMRK (BGE 137 I 284 E. 2.1; BVR 2007 S. 529 E. 1.2) – berufen. Der Anspruch 
nach Art. 42 AuG erlischt unter anderem dann, wenn Widerrufsgründe nach Art. 63 
AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 1 Bst. b AuG). Ein ausländerrechtlicher Widerrufsgrund 
liegt insbesondere dann vor, wenn eine ausländische Person zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG). Als 
«längerfristig» gilt eine Freiheitsstrafe, wenn ihre Dauer ein Jahr überschreitet, und 
zwar unabhängig davon, ob sie bedingt, teilbedingt oder unbedingt zu vollziehen ist 
(BGE 139 I 31 E. 2.1, 16 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft 
erwachsen ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1). 

2.2 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit seiner Jugendzeit 
wie folgt straffällig geworden ist (Akten ASMV [act. 3B], pag. 112 ff.; Akten MIDI 
[act. 3E], pag. 543-546, [act. 3C], pag. 11; Vorakten POM [act. 3A], pag. 196-205):

– Urteil des Jugendgerichts Emmental-Oberaargau vom 28. Juni 2000 wegen 
Diebstahls und unvollendeten Versuchs dazu, Sachbeschädigung, 
Hausfriedensbruchs und Fahrens ohne Führerschein: Einweisung in ein 
Jugendheim; 

– Urteil des Gerichtskreises VI Signau-Trachselwald vom 29. Mai 2002 wegen 
Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung: 21 Tage Gefängnis;

– Strafmandat des Untersuchungsrichteramts II Emmental-Oberaargau vom 5. Juli 
2002 wegen Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung: 14 Tage 
Gefängnis und Busse von Fr. 600.-- als Zusatzstrafe zum Urteil vom 29. Mai 2002 
des Gerichtskreises IV Signau-Trachselwald;

– Strafmandat des Gerichtskreises II Biel-Nidau vom 17. September 2003 wegen 
mehrfachen Diebstahls, mehrfachen geringfügigen Vermögensdelikts, Hehlerei, 
Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs, Vergehen gegen das Waffengesetz, 
Fahrens trotz Führerausweisentzug: fünf Monate Gefängnis und Busse von 
Fr. 700.--;

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 6

– Urteil des Kreisgerichts IV Aarwangen-Wangen vom 4. August 2004 wegen 
bandenmässigen Diebstahls sowie teilweise Versuchs dazu, mehrfacher 
Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs, Hinderung einer Amtshandlung, 
mehrfacher Nötigung und mehrfacher (teilweise grober) Verletzung von 
Verkehrsregeln, mehrfachen Fahrens trotz Führerausweisentzug: 16 Monate 
Gefängnis und Busse von Fr. 500.--;

– Urteil des Gerichtskreises IV Aarwangen-Wangen vom 20. April 2005 wegen 
Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung: zwei Monate und 
15 Tage Gefängnis und Busse von Fr. 500.--;

– Strafmandat der Staatsanwaltschaft Winterthur vom 13. Juli 2005 wegen 
Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung: ein Monat Gefängnis 
und Busse von Fr. 1ʹ000.-- als Zusatzstrafe zum Urteil vom 20. April 2005 des 
Gerichtskreises IV Aarwangen-Wangen;

– Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 16. März 2007 wegen falscher 
Anschuldigung und mehrfachen Diebstahls: acht Monate Freiheitsstrafe; 

– Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 23. August 2007 wegen 
Gehilfenschaft zu versuchtem Raub, mehrfachen Fahrens ohne Führerausweis, 
mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln: zehn Monate Freiheitsstrafe und Busse 
von Fr. 200.--;

– Urteil des Strafbefehlsrichters vom 17. Juni 2009 wegen Fälschung von Ausweisen: 
14 Tagessätze à Fr. 30.--;

– Urteil vom 4. April 2012 des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland wegen 
mehrfachen Betrugs sowie Versuchs dazu, mehrfacher Veruntreuung, mehrfachen 
betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, mehrfacher 
Urkundenfälschung, mehrfachen Fälschens von Ausweisen, Verletzung des 
Schriftengeheimnisses, mehrfachen Führens eines Motorfahrzeuges trotz 
entzogenem Lernfahrausweis: 30 Monate Freiheitsstrafe und Busse von Fr. 200.--. 

Da die mit rechtskräftigem Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland 
ausgesprochene Freiheitsstrafe von 30 Monaten deutlich über ein Jahr hinausgeht, hat 
die Vorinstanz zu Recht auf das Vorliegen eines Widerrufsgrunds geschlossen. Der 
Beschwerdeführer bestreitet dies nicht. Er erachtet die Nichtverlängerung der 

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Aufenthaltsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung hingegen als 
unverhältnismässig. 

2.3 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. die Wegweisung ist 
auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur dann zulässig, wenn sie aufgrund der im 
Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 
Abs. 2 BV und Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen 
Interessen an der Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit 
und Ordnung und die privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib 
in der Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der 
rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich die Schwere des Verschuldens, 
das Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen, die 
Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen Anwesenheit bzw. die Integration sowie die 
der betroffenen Person und ihrer Familie oder anderen Angehörigen drohenden 
Nachteile (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 und 4.5, 110 E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 
2011 S. 289 E. 5.1, beide auch zum Folgenden, 2008 S. 193 E. 2.2 und 5.1). Wird 
durch die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer Beziehungen im Sinn 
von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt, bilden Grundlage dieser 
Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.2 und 
2.4, 16 E. 2.2.2, je mit Hinweisen auf die EGMR-Praxis, 137 I 247 E. 4.1, 135 I 143 
E. 1.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1, 2008 S. 193 E. 5.3). In diese 
Beurteilung sind ausserdem die nach dem Übereinkommen vom 20. November 1989 
über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) zu berücksichtigenden Interessen der 
vier Söhne des Beschwerdeführers einzubeziehen (BGE 135 I 153 E. 2.2.2 mit 
Hinweisen). Für die Interessenabwägung ist zudem Folgendes zu beachten: Im 
ausländerrechtlichen Verfahren wird in der Regel mit dem negativen 
Bewilligungsentscheid gleichzeitig die Wegweisung als Vollstreckungsverfügung und 
Konsequenz der fehlenden Aufenthaltsberechtigung angeordnet (Art. 64 Abs. 1 Bst. c 
AuG) sowie den Betroffenen eine angemessene Ausreisefrist angesetzt (Art. 64d 
Abs. 1 AuG). Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht 
zumutbar, verfügt das BFM die vorläufige Aufnahme als Ersatzmassnahme für die 
Wegweisung (Art. 83 Abs. 1 AuG). Wurde jedoch die weggewiesene Person wie hier 
zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt, werden Aspekte, welche die 
Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs betreffen, bei der vorläufigen Aufnahme 
gestützt auf Art. 83 Abs. 7 Bst. a AuG nicht geprüft, weshalb sie im 
bewilligungsrechtlichen Zusammenhang Teil der umfassenden Interessenabwägung 

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bilden müssen, andernfalls sie unberücksichtigt blieben (vgl. BGE 135 II 110 E. 4.2; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.1). In die Verhältnismässigkeitsprüfung einzubeziehen ist somit 
auch die Behauptung des Beschwerdeführers, eine Rückkehr in sein Heimatland sei 
ihm aufgrund der aktuellen Lage in Sri Lanka nicht zumutbar (E. 4.3.2 ff. hinten). 

3.

Zum öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ist Folgendes festzuhalten: 

3.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen 
Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen 
Interesses. Seine Schwere bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom 
Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 
E. 3.1). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sprechen Freiheitsstrafen ab 24 
Monaten für ein schweres Verschulden, da diese Fälle bereits als so gravierend 
eingestuft werden, dass ein vollständiger Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage 
kommt und mindestens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus 
fremdenpolizeilicher Sicht bedeutet danach eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe 
von mehr als 24 Monaten in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen 
die schweizerische Rechtsordnung (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.4 zur vorliegend wegen 
der langen Aufenthaltsdauer zwar nicht anwendbaren sog. «Reneja-Praxis»; in Bezug 
auf die Beurteilung des Verschuldens sind die Erwägungen dennoch massgeblich).

3.1.1 Die Vorinstanz ist angesichts der zuletzt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 
30 Monaten von einem mittelschweren Verschulden des Beschwerdeführers 
ausgegangen (vgl. angefochtener Entscheid, E. 7b; Vorakten POM [act. 3A], pag. 148). 
Gestützt auf die Begründung des Urteils des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland 
vom 4. April 2012 (Vorakten POM [act. 3A], pag. 195) führt sie zutreffend aus, dass mit 
einem Deliktsbetrag von Fr. 115ʹ500.-- aus den Betrugs- und Veruntreuungstat-
beständen sowie von Fr. 70ʹ000.-- aus versuchtem Betrug eine erhebliche 
Rechtsgutverletzung vorliegt. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer aus rein 
egoistischen, finanziellen Motiven gehandelt hat; seine deliktischen Tätigkeiten waren 
nicht darauf ausgerichtet gewesen, während der Flucht (Februar 2008 bis Mai 2010) 
über die Runden zu kommen, sondern sie dienten auch der Befriedigung gewisser 

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Luxusbedürfnisse. Seine damalige Ehefrau samt den drei Kleinkindern hat der 
Beschwerdeführer offenbar nicht unterstützt; seine Familie war vielmehr auf Sozialhilfe 
angewiesen (angefochtener Entscheid, E. 7b; Vorakten POM [act. 3A], pag. 151 f.; vgl. 
Akten MIDI [act. 3E], pag. 630, 637). Sodann hat die Vorinstanz richtig festgehalten, 
dass sich der Beschwerdeführer von den zahlreichen Verurteilungen und damit 
einhergehenden Strafen und Massnahmen unbeeindruckt zeigt und zudem eine klare 
Ausweitung der Delinquenz feststellbar ist. Hinsichtlich dieser letzten Verurteilung zu 
30 Monaten Freiheitsstrafe ist im Licht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vorne 
E. 3.1) somit mindestens von einem mittelschweren Verschulden auszugehen. Was 
der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht (sogleich E. 3.1.2).

3.1.2 Insgesamt liegen gegen den Beschwerdeführer Verurteilungen zu 
Freiheitsstrafen von insgesamt gut 72 Monaten, d.h. rund sechs Jahren, vor. Ihn trifft 
somit mit Blick auf die offenkundige Unverbesserlichkeit ausländerrechtlich ein 
erhebliches Verschulden (vgl. BGer 2C_839/2011 vom 28.2.2012, E. 3.1): 
Unbegründet ist der Einwand, die strafrechtlichen Verurteilungen seien bereits Grund 
für die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und es dürfe «im Rahmen der 
Interessenabwägung nicht zu einer ‚doppelten Verwertung‘ kommen» (Beschwerde, 
S. 5). Die Höhe der verhängten Strafen bilden Ausgangspunkt und Massstab für die 
Schwere des Verschuldens und die fremdenpolizeiliche Interessenabwägung (vgl. 
BGE 134 II 10 E. 4.2 und 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2008 S. 193 E. 6.2.1). 
Widerrufsgrund und Interessenabwägung sind auseinanderzuhalten. Insbesondere 
bedeutet das Vorliegen eines Widerrufsgrunds noch nicht, dass diese Massnahme 
auch von einem überwiegenden öffentlichen Interesse gedeckt ist. Anders als der 
Beschwerdeführer meint, werden die Verurteilungen deshalb nicht für die gleiche Frage 
zwei Mal berücksichtigt. Unbehelflich ist auch der Einwand des Beschwerdeführers, er 
habe nie Delikte gegen Leib und Leben, die sexuelle Integrität oder das Be-
täubungsmittelgesetz begangen (Beschwerde, S. 5). Ein schweres Verschulden kann 
auch bei Vermögensdelikten vorliegen, wenn die Taten wie hier wiederholt begangen 
wurden und von erheblichem Gewicht sind (vgl. VGE 2011/241 vom 8.9.2011, 
E. 4.3.1 f. [bestätigt durch BGer 2C_839/2011 vom 28.2.2011, E. 3.1], 2010/123 vom 
28.7.2010, E. 5.1 [bestätigt durch BGer 2C_680/2010 vom 18.1.2011, E. 2.3]). Denn 
auch mehrfache strafbare Handlungen gegen das Vermögen bringen eine 
Geringschätzung der Rechtsordnung zum Ausdruck. Zudem zeigen die zahlreichen, 
teilweise auch groben Verletzungen der Verkehrsregeln, dass der Beschwerdeführer 
mit seinem Tun eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in 

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Kauf genommen hat. Auch blendet er seine Gehilfenschaft an einem Raubversuch aus 
(vgl. Akten MIDI [act. 3D], pag. 357). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
(Beschwerde, S. 7) vermag dessen belastende und schwierige Kindheit und 
Jugendzeit sein Verschulden nicht zu relativieren; diese Umstände hat das 
Regionalgericht Berner Jura-Seeland in der Strafzumessung bereits zu seinen Gunsten 
gewichtet (vgl. Vorakten POM [act. 3A], pag. 150). Wie die Vorinstanz schliesslich 
zutreffend bemerkt hat, fehlen in den gesamten Fremdenpolizei- und 
Strafvollzugsakten jegliche Hinweise auf eine allfällige Beeinträchtigung der 
Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychischen Gründen (angefochtener 
Entscheid, E. 7b). Unter diesen Umständen besteht kein Anlass, an der Schuldfähigkeit 
des Beschwerdeführers zu zweifeln und sämtliche Berichte des Jugendheims 
H.________ sowie der Beobachtungsstation I.________ zu edieren oder ein aktuelles 
psychiatrisches Gutachten einzuholen; dies vermöchte zu keinem anderen Ergebnis 
führen. Die diesbezüglichen vor Verwaltungsgericht gestellten Beweisanträge (Be-
schwerde, S. 13) werden abgewiesen. Aus demselben Grund hat die Vorinstanz den 
Anspruch auf rechtliches Gehör entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht 
verletzt, indem (auch) sie keine weiteren Beweismassnahmen zur Abklärung der 
Schuldfähigkeit getroffen hat (zur Zulässigkeit antizipierter Beweiswürdigung BGE 
136 I 229 E. 5.3, 134 I 140 E. 5.3; BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3, 2011 S. 97 E. 4.2.1).

3.2 Zu berücksichtigen ist weiter das Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber 
der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach 
oder sogar regelmässig delinquiert haben, besteht aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein 
erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. 
Wiederholte oder gar notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die 
betreffende Person von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum 
Schluss, dass sie nicht willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu 
halten (BGE 122 II 433 E. 2d; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit Hinweisen). – Der 
Beschwerdeführer ist erstmals im Alter von knapp 17 Jahren (jugend)strafrechtlich 
verurteilt und ins Jugendheim H.________ eingewiesen worden. Während über rund 
zehn Jahren hat er sich wiederholt strafbar gemacht, wobei eine 
«Aggravierungstendenz» in seinem deliktischen Verhalten festzustellen ist (vgl. 
angefochtener Entscheid, E. 7b; vorne E. 2.2). Die notorische Delinquenz lässt darauf 
schliessen, dass ihn weder Verurteilungen, der Strafvollzug oder laufende Probezeiten 
noch ausländerrechtliche Verwarnungen oder die angedrohte Wegweisung (Akten 
MIDI [act. 3C], pag. 94, 206 f., [act. 3B], pag. 180) zu beeindrucken vermochten. Die 

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zahlreichen Verstösse gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung (dies obwohl der 
Beschwerdeführer keinen Führerschein besitzt) und die wiederholte, schwere 
Vermögensdelinquenz zeugen von Einsichtslosigkeit und Unbelehrbarkeit des 
Beschwerdeführers sowie dessen Geringschätzung der Rechtsordnung. Zuungunsten 
des Beschwerdeführers ist schliesslich zu berücksichtigen, dass er sich dem 
Strafvollzug zweimal durch Flucht entzogen hat (angefochtener Entscheid, E. 8a; Akten 
MIDI [act. 3E], pag. 790, [act. 3D], pag. 486; Vorakten POM [act. 3A], pag. 122) und 
während der letzten, über zwei Jahre dauernden Flucht (Februar 2008 bis Mai 2010) 
erneut massiv delinquierte (vorne E. 2.2). Zusammenfassend verleiht das Verhalten 
des Beschwerdeführers gegenüber der öffentlichen Ordnung dem 
sicherheitspolitischen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
zusätzliches Gewicht. 

3.3 Mit Blick auf die Zukunft ist die Rückfallgefahr zu beurteilen. Der konkreten 
Prognose über das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem 
Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden 
fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; die beiden 
Umstände geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 
[Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 176 E. 4.2, 129 II 215 E. 3.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1 
auch zum Folgenden). Vielmehr dürfen auch generalpräventive Überlegungen mitbe-
rücksichtigt werden (BVR 2011 S. 289 E. 5.3.1 mit Hinweisen). – Die Vorinstanz 
gelangte zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht seines bisherigen 
Werdegangs sowie seiner aktuellen und zu erwartenden Lebensumstände keine 
günstige Zukunftsprognose gestellt werden könne und von einer hohen Rückfallgefahr 
auszugehen sei (angefochtener Entscheid, E. 7c). Dies ist nicht zu beanstanden: Der 
Beschwerdeführer hat trotz familiärer Bindungen und seiner Verantwortung als Vater 
(ab 2006) seit seiner Jugend und über Jahre hinweg fortlaufend delinquiert (vorne 
E. 2.2). Weder Strafuntersuchungen, Probezeiten, Bewährungsfristen noch 
Verurteilungen oder ausländerrechtliche Verwarnungen konnten ihn von der 
Deliktsbegehung abhalten. Auch die berufliche Situation gestaltet sich nicht wesentlich 
günstiger als zur Zeit der Straffälligkeit; nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug 
hat der Beschwerdeführer keine Arbeitsstelle in Aussicht. Entgegen seiner Ansicht 
lässt sich aus dem Umstand, dass er die letzten Delikte noch vor der Geburt des 
jüngsten Sohnes (geb. …2010) begangen hat, mit Blick auf die Rückfallgefahr nichts 
Wesentliches zu seinen Gunsten abzuleiten. Zum einen haben auch die drei Söhne 
aus erster Ehe den Beschwerdeführer nicht vom Delinquieren abzuhalten vermocht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 12

Zum andern befindet sich der Beschwerdeführer seit dem 5. Mai 2010 in Haft, wo 
aufgrund der engmaschigen Betreuung und der intensiven Kontrollen ein 
Wohlverhalten erwartet werden kann (BGE 137 II 233 E. 5.2.2, 134 II 10 E. 4.3 
[Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.3, 2011 S. 289 E. 5.3.1). Daran ändert 
auch der grundsätzlich gute Führungsbericht der Anstalten Thorberg vom 3. April 2013 
nichts. Mangels guter Prognose wurde dem Beschwerdeführer die bedingte Entlassung 
aus dem Strafvollzug verweigert (vgl. Verfügung vom 28.5.2013 [act. 12A], S. 1 f., 
S. 3). Dass der Beschwerdeführer zahlreiche Schritte eingeleitet haben soll, um sein 
bisheriges Verhalten zu ändern und sein Leben zu ordnen (Beschwerde, S. 7 f.), ist 
zwar positiv zu werten, vermag die hohe Rückfallgefahr aber nicht zu relativieren. 

3.4 Zusammenfassend besteht auch aus Sicht des Verwaltungsgerichts ein 
erhebliches öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
und der damit verbundenen Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz. 

4. 

Diesem öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
der Wegweisung sind die privaten Interessen gegenüberzustellen, wobei die Dauer der 
Anwesenheit (E. 4.1), die Integration in der Schweiz (E. 4.2) sowie die dem 
Beschwerdeführer (E. 4.3) und seiner Familie drohenden Nachteile (E. 4.4) zu 
berücksichtigen sind.

4.1 An die Gründe für die Wegweisung aus der Schweiz sind umso strengere 
Anforderungen zu stellen, je länger eine Ausländerin oder ein Ausländer hier gelebt 
hat. Selbst bei Ausländerinnen und Ausländer der «zweiten Generation» ist die 
Wegweisung jedoch nicht ausgeschlossen, wenn besonders schwere Gewalt-, Sexual- 
oder Betäubungsmitteldelikte begangen bzw. wiederholt delinquiert wurde (vgl. 
betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 135 II 110 
E. 2.1). – Der heute 30-jährige Beschwerdeführer ist mit knapp fünf Jahren in die 
Schweiz gekommen und daher als Ausländer «zweiter Generation» zu behandeln (vgl. 
BGE 130 II 176 E. 4.4.2; BGer 2A.274/2005 vom 17.10.2005, E. 3.3.1; VGE 2012/68 
vom 5.10.2012, E. 5.1 [bestätigt durch BGer 2C_1115/2012 vom 11.6.2013]). Es ist 
unbestritten, dass er in der Schweiz die prägenden Abschnitte seiner Kindheit und 
Jugend verbrachte, hier die obligatorische Schulzeit durchlief und in den hiesigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 13

Verhältnissen aufwuchs. Die lange Aufenthaltsdauer von 25 Jahren ist jedoch 
angesichts der in Unfreiheit verbrachten Zeit und der über zwei Jahre dauernden 
Flucht (E. 3.2) sowie des seit dem Jahr 2007 dauernden ausländerrechtlichen 
Verfahrens zu relativieren (BGE 137 II 1 E. 4.3, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]; 
BVR 2011 S. 193 E. 6.2.2). Er ist bereits als Jugendlicher strafrechtlich in Erscheinung 
getreten und hat wiederholt schwere Vermögensdelikte begangen (vorne E. 2.2). 
Ungeachtet dessen hat der Beschwerdeführer als Ausländer der «zweiten Generation» 
ein gewichtiges Interesse am Verbleib in der Schweiz. 

4.2 Hinsichtlich der Integration ergibt sich was folgt:

Mit der Vorinstanz ist insbesondere mit Blick auf die deliktische Vergangenheit des 
Beschwerdeführers und die im Strafvollzug verbrachte Zeit nicht von einer 
erfolgreichen Eingliederung in die schweizerischen Verhältnisse auszugehen 
(angefochtener Entscheid, E. 8b). Weder verfügt der Beschwerdeführer über eine 
abgeschlossene Berufslehre (Akten MIDI [act. 3C], pag. 82) noch ist es ihm gelungen, 
seine Erwerbssituation über Temporäranstellungen hinaus (vgl. Beschwerde, S. 7) zu 
festigen. Dass der Beschwerdeführer aufgrund eines im Jahr 2006 erlittenen 
Berufsunfalls offenbar während längerer Zeit arbeitsunfähig war (Beschwerde, S. 7), 
fällt nicht entscheidend ins Gewicht, da gesamthaft betrachtet nicht von einer 
nennenswerten beruflichen Integration gesprochen werden kann. Die Einholung eines 
Arztzeugnisses kann daher unterbleiben; der entsprechende Beweisantrag wird 
abgewiesen. Auch für die berufliche Zukunft ist, abgesehen vom Vorhaben, eine IV-
Umschulung anzustreben, nicht dargetan, wie der Beschwerdeführer sein 
wirtschaftliches Fortkommen zu sichern gedenkt. Zu seiner finanziellen Situation ist 
den Akten schliesslich Folgendes zu entnehmen: Verlustscheine liegen soweit 
ersichtlich keine vor (Betreibungsregisterauszüge vom 12.1.2012, Vorakten POM 
[act. 3A1]). Gemäss Urteil vom 4. April 2012 wurde der Beschwerdeführer zur 
Bezahlung von Fr. 8ʹ049.40 Schadenersatz verurteilt und hat er Schulden im Umfang 
von Fr. 25ʹ427.10 anerkannt (Vorakten POM [act. 3A], pag. 199). Im Strafvollzug 
bezieht er seit November 2011 Sozialhilfe (act. 4A). Die beruflich-wirtschaftliche 
Integration des Beschwerdeführers ist somit als unterdurchschnittlich zu bezeichnen. In 
sozialer Hinsicht steht zwar fest, dass der Beschwerdeführer mit einer in der Schweiz 
eingebürgerten Landsfrau verheiratet ist und sein Sohn Schweizer Bürger ist. Er 
bestreitet die vorinstanzliche Feststellung aber nicht, dass keine Hinweise vorhanden 
sind, die auf engere Bindungen zu Schweizerinnen und Schweizern ausserhalb der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 14

Kernfamilie bzw. des angestammten Kulturkreises schliessen lassen, und dass 
vielmehr davon auszugehen ist, dass er hauptsächlich zu Landsleuten Kontakte 
gepflegt hat, mit denen er zum Teil auch delinquierte (angefochtener Entscheid, E. 8b). 
Insgesamt ist eine erfolgreiche soziale Integration nicht dargetan. Selber räumt er ein, 
es könne nicht von einer erfolgreichen beruflichen oder sozialen «Karriere» 
gesprochen werden, doch komme eine derartige Laufbahn auch bei Schweizerinnen 
und Schweizern vor. Es sei deshalb zwischen Sozialisation und Integration zu 
unterscheiden: Die negativen Elemente, die bei ihm zur Begründung der Nichtverlän-
gerung der Aufenthaltsbewilligung herangezogen werden, seien auf eine schlechte 
Sozialisation und nicht auf eine mangelnde Integration zurückzuführen. Das 
Ausländergesetz spreche denn auch von Integration und nicht von Sozialisation (vgl. 
Beschwerde, S. 10 f.). Im ausländerrechtlichen Kontext ist die Sozialisation Bestandteil 
der Integration. Bei drohender Wegweisung wegen Straffälligkeit zeigt sich dies in 
Art. 63 Abs. 2 AuG, der eine gewisse Privilegierung für lange in der Schweiz 
anwesende Ausländerinnen und Ausländer vorsieht. Schwere Delinquenz stellt indes 
auch in dieser Konstellation, mithin umso mehr bei Ausländerinnen und Ausländern, 
die – wie hier – nicht in den Besitz einer Niederlassungsbewilligung gelangt sind, einen 
Grund für die Beendigung des Anwesenheitsrechts dar. Im Übrigen beinhaltet das 
Vorbringen die Rüge der Ungleichbehandlung mit Schweizer Bürgerinnen und Bürgern. 
Insoweit ist dem Beschwerdeführer entgegenzuhalten, dass diese mit der 
Staatsbürgerschaft sachlich begründet ist (BGE 139 I 31 E. 3.2 a.E.). Unbehelflich ist 
auch der Einwand, er habe einen grossen Teil seines Lebens im Jugendheim, im 
Gefängnis oder auf der Flucht verbracht, so dass er weder ein breites soziales Netz 
ausserhalb der Familie noch eine regelmässige Erwerbstätigkeit vorweisen könne 
(Beschwerde, S. 9 f.). Dies dürfe aufgrund des «Doppelverwertungsverbots» nicht 
zusätzlich berücksichtigt werden. Diese Rüge zielt ins Leere (vgl. vorne E. 3.1.2). Der 
Beschwerdeführer hat sich aus freien Stücken zur Flucht entschieden und hat die aus 
der Straffälligkeit resultierenden nachteiligen Konsequenzen für das soziale und 
berufliche Leben seinem eigenen Verhalten zuzuschreiben. 

4.3 Zu würdigen sind weiter die dem Beschwerdeführer durch die Ent-
fernungsmassnahme drohenden Nachteile. 

4.3.1 Hinsichtlich des Familienlebens bringt der Beschwerdeführer vor, bei einer 
Rückkehr werde er angesichts der strengen Visumsvorschriften und den hohen 
Reisekosten seine Ehefrau sowie seine vier in der Schweiz lebenden Kinder mit an 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 15

Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie wieder persönlich treffen können 
(Beschwerde, S. 8 f.). – Wie für die Vorinstanz steht auch für das Verwaltungsgericht 
ausser Frage, dass den Beschwerdeführer die Wegweisung aus der Schweiz mit Blick 
auf die dadurch bedingte Trennung von seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn 
hart treffen würde (angefochtener Entscheid, E. 8c). Die Schweizer Ehefrau stammt 
von Eltern aus Sri Lanka, ist jedoch in der Schweiz geboren. Sie dürfte mit der Sprache 
und Gesellschaft in Sri Lanka nicht unvertraut sein; Gegenteiliges bringt der 
Beschwerdeführer nicht vor. Es ist ihr daher wohl nicht schlechterdings unzumutbar, 
ihrem Mann zusammen mit dem 3½-jährigen Sohn in die Heimat zu folgen, zumal sie 
angesichts seiner Straffälligkeit nicht davon ausgehen durfte, ihre Beziehung künftig in 
der Schweiz leben zu können (BGE 139 I 31 E. 3.2, 145 E. 3.6). Für den Fall, dass es 
zur Trennung der Familie käme (vgl. auch hinten E. 4.4.1), muss sich der 
Beschwerdeführer, wie die Vorinstanz zu Recht festhält, entgegenhalten lassen, dass 
ihn auch seine Familie nicht von der wiederholten Straffälligkeit hat abhalten können 
und er mit seinem Handeln die Beeinträchtigung seiner familiären Beziehung in Kauf 
genommen hat. Das private Interesse des Beschwerdeführers an einem weiteren 
Verbleib in der Schweiz ist insofern zu relativieren (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 5.3.1). 
Dasselbe gilt in Bezug auf die drei Söhne aus erster Ehe, zumal sich der 
Beschwerdeführer über Jahre nicht um diese kümmerte; auch die aktuell offenbar 
regelmässigeren Kontakte lassen nicht auf eine sehr enge Beziehung schliessen (vgl. 
hinten E. 4.4.2) und der Beschwerdeführer kann die Beziehungen zudem – wenn auch 
unter erschwerten Bedingungen – von Sri Lanka aus pflegen (vgl. BGer 2C_28/2012 
vom 18.7.2012, E. 3.5.3).

4.3.2 Bezüglich der Wiedereingliederung in Sri Lanka hat die Vorinstanz mit Blick 
darauf, dass der Beschwerdeführer noch relativ jung sei, sein bisheriges Leben 
mehrheitlich in der angestammten Diaspora verbracht und dort intakte Beziehungen 
gepflegt habe, die Reintegration und Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in seinem 
Heimatland zwar als nicht einfach, aber zumutbar erachtet. Der pauschale Verweis auf 
die aktuelle Lage in Sri Lanka sowie das fehlende Beziehungsnetz und die schlechten 
Aussichten auf die soziale und berufliche Wiedereingliederung würden zur Annahme 
einer generellen Unzumutbarkeit der Rückkehr nicht ausreichen (angefochtener 
Entscheid, E. 8c). Hinsichtlich der aktuellen Lage in Sri Lanka sah sich die Vorinstanz 
ausserstande, eine Beurteilung abzugeben. Eine konkrete Gefährdung des 
Beschwerdeführers sei jedoch nicht dargetan und die Rückkehr weiterhin zumutbar 
(act. 10, S. 2). – Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber vor, die Rückkehr nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 16

Sri Lanka sei unzumutbar: Er habe dort weder Verwandte noch Bekannte und wäre bei 
einer Rückkehr komplett auf sich allein gestellt. Abgesehen von kurzen Ferien in 
Colombo als Kind, sei er seit seiner Einreise im Jahr 1988 nicht mehr in seiner Heimat 
gewesen. Er habe keine Ahnung vom tatsächlichen Leben in Sri Lanka und wisse 
nicht, wie man sich dort – insbesondere als Tamile – zu verhalten habe (Beschwerde, 
S. 5 ff.). Es fehle ihm an einer beruflichen Perspektive; einerseits könne er, was die 
Vorinstanz in Verletzung des Gehörsanspruchs nicht abgeklärt habe (Vorakten POM 
[act.3A], pag. 16; Beschwerde, S. 12 f.), aufgrund von Rückenproblemen keine 
schwere körperliche Arbeit verrichten und andererseits mangels Kenntnis der 
tamilischen Schrift beispielsweise keine Anweisungen lesen (Beschwerde, S. 7 f.). Zu-
dem stamme er aus dem Norden Sri Lankas, wo die politische Lage aktuell 
angespannt sei. In seiner Eingabe vom 10. Januar 2014 (act. 16) und unter Verweis 
auf den vom Rechtsvertreter verfassten Bericht vom 6. Januar 2014 («Sri Lanka – 
Bericht zur aktuellen Lage» [act. 16B]: nachfolgend: Bericht) bringt er vor, die 
tamilische Bevölkerung werde intensiv überwacht und Rückkehrende würden von den 
Behörden registriert (Bericht, S. 31 f.; Beschwerde, S. 11). Bei einer Einreise bestehe 
für ihn die Gefahr, besonders überprüft und sogar verhaftet zu werden (Beschwerde, 
S. 12; act. 16, S. 3). Denn für eine Verfolgung könne es genügen, dass seitens der sri-
lankischen Behörden der blosse Verdacht auf Unterstützung der Liberation Tigers of 
Tamil Eelam (LTTE) besteht (vgl. Bericht S. 14). Aufgrund seiner Herkunft und seinem 
langen Auslandaufenthalt werde er grundsätzlich verdächtigt, einen Bezug zur LTTE zu 
haben, zumal seine Familie die LTTE in der Vergangenheit regelmässig unterstützt 
habe (act. 16, S. 3; Beschwerde, S. 12).

4.3.3 Der Vollzug der Wegweisung kann im Sinn von Art. 83 Abs. 4 AuG unzumutbar 
sein, wenn ausländische Personen in Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner 
Gewalt und medizinischer Notlage im Heimat- oder Herkunftsstaat konkret gefährdet 
sind. Diese Bestimmung bezieht sich vor allem auf Gewaltflüchtlinge, das heisst auf 
Ausländerinnen und Ausländer, die mangels persönlicher Verfolgung weder die 
Voraussetzungen der Flüchtlingseigenschaft noch jene des völkerrechtlichen Non-
Refoulement-Prinzips erfüllen, jedoch wegen Folgen von Krieg, Bürgerkrieg oder einer 
Situation allgemeiner Gewalt nicht in ihren Heimatstaat zurückkehren können. Im 
Weiteren findet sie Anwendung auf Personen, die nach ihrer Rückkehr aus anderen 
(sozialen, wirtschaftlichen, humanitären) Gründen einer konkreten Gefahr ausgesetzt 
wären (z.B. medizinische Unterversorgung, völlige Armut). Im Kern geht es um die 
Frage nach dem im Heimatland noch vorhandenen Beziehungsnetz bzw. den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 17

Aussichten auf soziale und berufliche Wiedereingliederung (VGE 2012/53 vom 
31.10.2012, E. 4.2.4 [bestätigt durch BGer 2C_1190/2012 vom 4.6.2013] mit weiteren 
Hinweisen). – Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Zu-
mutbarkeit der Wegweisung nach Sri Lanka ist für Personen, die aus der Nordprovinz 
stammen und dieses Gebiet erst nach Beendigung des Bürgerkrieges im Mai 2009 
verlassen haben, die Rückkehr – mit Ausnahme des Vanni-Gebiets – grundsätzlich 
zumutbar. Für Personen aus der Nordprovinz, deren letzter Aufenthalt längere Zeit 
zurückliegt, sind die aktuellen Lebens- und Wohnverhältnisse sorgfältig abzuklären und 
das Vorhandensein begünstigender Faktoren (Existenz eines tragfähigen Beziehungs-
netzes, Sicherung des Existenzminimums und der Wohnsituation) zu prüfen. Für 
Personen, die aus dem übrigen Staatsgebiet von Sri Lanka stammen und dorthin 
zurückkehren, ist der Wegweisungsvollzug grundsätzlich zumutbar (vgl. BVGE 2011/24 
E. 13.2.1 und E. 13.3; BVGer D-5383/2012 vom 10.9.2013, E. 5.4.1). Vor dem 
Hintergrund zweier Vorfälle – sri-lankische Behörden hatten aus der Schweiz 
weggewiesene Tamilen bei der Wiedereinreise in Haft genommen – setzt das BFM 
Rückführungen nach Sri Lanka seit September 2013 vorläufig aus und lässt die dortige 
Sicherheitslage durch das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) abklären. 
Mit Blick auf diese laufenden Abklärungen nimmt das Bundesverwaltungsgericht 
derzeit keine inhaltliche Beurteilung von Asylentscheiden betreffend sri-lankische 
Staatsangehörigen vor, sondern weist die Sache zur vollständigen Feststellung des 
Sachverhalts an das BFM zurück (vgl. zuletzt BVGer E-2200/2013 vom 3.2.2014, 
E. 3.1; Medienmitteilung des BFM vom 3.10.2013, einsehbar unter 
<http://www.bfm.admin.ch>; siehe auch hinten E. 6.1). 

4.3.4 Der Beschwerdeführer wurde auf einer Insel vor Jaffna geboren und stammt 
somit aus dem Norden Sri Lankas. Es ist unbestritten, dass er weder dort noch 
anderswo in Sri Lanka über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügt. Daran vermögen 
weder ein Ferienaufenthalt als Kind noch seine hiesigen Beziehungen zu Landsleuten 
etwas zu ändern. Zwar überzeugt sein Einwand nicht, er spreche bloss mangelhaft 
tamilisch (Beschwerde, S. 6, 13), zumal er mehrheitlich Kontakte zu Landsleuten pflegt 
und sowohl seine heutige Ehefrau als auch seine Exfrau aus demselben Kulturkreis 
stammen. Der Frage, wie gut der Beschwerdeführer die tamilische Sprache beherrscht, 
kommt keine entscheidende Bedeutung zu, so dass der Beweisantrag, es sei ein 
Sprachtest durchzuführen, abgewiesen wird. Der Beschwerdeführer verfügt nach 
eigenen Angaben über keine Kenntnisse des Singhalesischen (Beschwerde, S. 6), das 
in den übrigen Teilen Sri Lankas hauptsächlich gesprochen wird. Auch deshalb sowie 

http://links.weblaw.ch/BVGer-D-5383/2012

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 18

aufgrund der bescheidenen beruflichen Erfahrungen des Beschwerdeführers und der 
unfallbedingten Rückenverletzung dürfte eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt mit 
erheblichen Schwierigkeiten verbunden sein. Unter diesen Umständen fällt die 
gesundheitliche Beeinträchtigung nicht entscheidend ins Gewicht und bedarf keiner 
näheren Abklärung; der entsprechende Beweisantrag wird abgewiesen und eine 
Gehörsverletzung durch die Vorinstanz ist zu verneinen. Mit Blick auf die Zumutbarkeit 
der Rückkehr ins Heimatland erschwerend hinzu kommt die aktuell angespannte Lage 
in Sri Lanka. Zwar ist unklar, inwiefern rückkehrende Tamilen derzeit einer akuten und 
konkreten Gefährdung ausgesetzt sind (soeben E. 4.3.3). Die Situation kann jedenfalls, 
gerade für den Beschwerdeführer, der aus dem Norden stammt, 25 Jahre in der 
Diaspora gelebt hat und Verbindungen seiner Familie zur LTTE glaubhaft macht, nicht 
als von vornherein unproblematisch und sicher bezeichnet werden. Unter 
Berücksichtigung sämtlicher für die Wiedereingliederung relevanten Umstände ist dem 
Beschwerdeführer deshalb die Rückkehr derzeit – entgegen der Ansicht der Vorinstanz 
(angefochtener Entscheid, E. 8c; act. 10) – nicht zumutbar. Dasselbe gilt für andere 
Regionen, namentlich den Grossraum Colombo, zumal er auch dort über kein soziales 
Netz verfügt sowie die Existenzsicherung und Wohnsituation ungewiss sind. Die 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs stellt in der bewilligungsrechtlichen 
Interessenabwägung ein Element dar und hat noch nicht zur Folge, dass die 
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung unverhältnismässig wäre und nicht 
verfügt werden dürfte. In die Verhältnismässigkeitsprüfung sind vielmehr sämtliche 
massgebenden Umstände einzubeziehen (VGE 2010/157 vom 22.11.2010, E. 5.2.3). 

4.4. Zu prüfen sind schliesslich die der Familie des Beschwerdeführers drohenden 
Nachteile, wenn dieser die Schweiz zu verlassen hat. – Nach Auffassung des 
Beschwerdeführers verletzt der angefochtene Entscheid den Anspruch auf 
Familienleben (Art. 8 EMRK; Art. 13 Abs. 1 BV; Beschwerde, S. 3, 5 f., 8 f.; act. 6)

4.4.1 Die Ehefrau und der gemeinsame 3½-jährige Sohn besitzen das Schweizer 
Bürgerrecht. Die seit knapp zwei Jahren dauernde eheliche Beziehung ist intakt (vgl. 
vorne E. 2.1). Insofern ergeben sich für Ehefrau und Kind aus der 
Entfernungsmassnahme gewichtige Nachteile. Durch die Wegweisung des 
Beschwerdeführers wird es für seine Ehefrau schwierig, den persönlichen Kontakt 
aufrechtzuerhalten bzw. zu pflegen. Die Vorinstanz bemerkt jedoch zu Recht, dass die 
familiären Beziehungen infolge des Strafvollzugs bisher im Alltag nur beschränkt gelebt 
werden konnten (siehe vorne E. 3.3). Zudem ist die Eheschliessung zu einem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 19

Zeitpunkt erfolgt, als die strittige Entfernungsmassnahme bereits verfügt und das 
Strafurteil des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland bereits ergangen waren 
(angefochtener Entscheid, E. 8d/aa). Bei dieser Ausgangslage durfte die Ehefrau nicht 
darauf vertrauen, ihre Ehe sowie das Familienleben mit dem Beschwerdeführer 
zukünftig in der Schweiz leben zu können. Sowohl nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts und des Verwaltungsgerichts als auch nach derjenigen des EGMR fällt 
bei diesen Gegebenheiten das private Interesse der Eheleute an der Fortsetzung ihres 
Ehelebens in der Schweiz nicht entscheidend ins Gewicht (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4 
und 3.6, 31 E. 3.2, 120 Ib 6 E. 4c; BGer 2C_270/2013 vom 30.5.2013, E. 3.4 mit 
zahlreichen Hinweisen; EGMR 2.8.2001 i.S. Boultif gegen Schweiz, Ziff. 48 [54273/00]; 
VGE 2012/68 vom 5.10.2012, E. 5.3.4; Silvia Hunziker, in Caroni/Gächter/Thurnherr 
[Hrsg.], Handkommentar AuG, 2012, Art. 63 N. 7). Auch für den Sohn hätte die 
Wegweisung gewichtige Nachteile. Seit seiner Geburt (…2010) ist dessen Betreuung 
jedoch der Mutter überlassen – der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 5. Mai 
2010 im Strafvollzug. Auch wenn der Sohn den Vater im Gefängnis besucht, muss die 
Vater-Sohn-Beziehung erst aufgebaut bzw. gefestigt werden. Von einer intensiven 
Beziehung kann deshalb kaum gesprochen werden. Der persönliche Kontakt zum 
jüngsten Sohn wird durch die Entfernungsmassnahme zweifellos erschwert, zumal die 
üblichen Kommunikationsmittel bei Kleinkindern nicht ohne weiteres eingesetzt werden 
können. Eine gewisse Beziehungspflege ist aber auch von Sri Lanka aus möglich. 
Zudem gilt zu berücksichtigen, dass der Sohn die Schweiz nicht verlassen müsste und 
damit immerhin in seinem bisherigen Umfeld verbliebe. 

4.4.2 Die drei aufenthaltsberechtigten Söhne des Beschwerdeführers aus erster Ehe 
leben bei ihrer Mutter. Ob sie über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfügen (vgl. dazu 
BGE 137 I 284 E. 1.3 und 2.6, 130 II 281 E. 3), ist nicht aktenkundig, braucht aber mit 
Blick auf die folgenden Ausführungen nicht geklärt zu werden (vgl. angefochtener 
Entscheid, E. 8d/bb): Der Beschwerdeführer ist bis anhin nicht besuchsberechtigt; seit 
16. Februar 2012 besteht eine Beistandschaft zur Unterstützung eines allfälligen 
Besuchsrechts (Vorakten POM [act. 3A1], rotes Mäppli, Beilage 1; weisses Mäppli, 
Beilage 5). Positiv zu würdigen ist, dass sich der Beschwerdeführer auch im Gefängnis 
bemüht, den Kontakt zu den Kindern aufrechtzuerhalten und er beabsichtigt, seinen 
Vaterpflichten nach der Entlassung mit der Wahrnehmung des Besuchsrechts 
nachzukommen (Beschwerde, S. 6; Vorakten POM [act. 3A], rotes Mäppli Beilage 8). 
Allerdings hat der Beschwerdeführer offenbar nie mit seinen Söhnen zusammengelebt 
und die heute 8-jährigen und 6-jährigen Kinder mussten während Jahren ohne ihren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 20

Vater auskommen (vgl. Akten MIDI [act. 3D], pag. 350, [act. 3E], pag. 630). Zum 
Unterhalt trägt der Beschwerdeführer nichts bei. Von einer in wirtschaftlicher und 
affektiver Hinsicht besonders engen Beziehung zu den Kindern ist somit nicht 
auszugehen, zumal der Beschwerdeführer kein nach heutigem Massstab übliches 
Besuchsrecht ausgeübt hat oder ausübt (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.5; 
BGer 2C_652/2013 vom 17.12.2013, E. 3.2). Ohnehin kann von einem tadellosen 
Verhalten angesichts der zahlreichen strafrechtlichen Verurteilungen nicht die Rede 
sein. Unter dem Gesichtswinkel des Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 Ziff. 1 EMRK; 
Art. 13 Abs. 1 BV) ist es somit ausreichend, wenn der Kontakt vom Ausland ausgeübt 
werden kann; ein weitergehender Anspruch fällt ausser Betracht (BGE 139 I 315 E. 2.2 
mit weiteren Hinweisen; BVR 2010 S. 481 E. 5.2.1). Die Kontakte zu den drei Kindern 
werden durch die Entfernungsmassnahme zwar erschwert, können aber mittels der 
modernen Kommunikationsmittel weitergepflegt werden. Die Kinder können zudem in 
ihrem bekannten und vertrauten Umfeld verbleiben (vgl. BGer 2C_660/2009 vom 
7.6.2010, E. 2.3.3; BVR 2013 S. 543 E. 5.4; VGE 2012/386 vom 18.6.2013, E. 5.3.4 
[bestätigt durch BGer 2C_640/2013 vom 25.11.2013, E. 3.4]). Somit vermag die 
Vaterschaft hinsichtlich der drei Kinder aus erster Ehe kein besonders gewichtiges 
privates Interesse an einem weiteren Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz 
zu begründen. Aus dem Urteil des EGMR vom 16. April 2013 (Ziff. 50 [Nr. 12020]) i.S. 
Udeh gegen Schweiz kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten 
(act. 6, S. 1 ff.). Dieses Urteil ist kein Grundsatzentscheid, sondern erscheint vielmehr 
als spezifischer Anwendungsfall der bisherigen Praxis des EGMR (vgl. BGE 139 I 325 
E. 2.4 [Pra 103/2014 Nr. 22]; BGer 2C_139/2013 vom 11.6.2013, E. 7.5). Unbegründet 
ist schliesslich der Vorwurf der Gehörsverletzung; die Vorinstanz hat sich gestützt auf 
die Aktenlage das für die Überprüfung der Aufenthaltsbewilligung erforderliche Bild 
über die aktuelle familiäre Situation des Beschwerdeführers machen können. 
Weitergehende Abklärungen zu den aktuellen Familienverhältnissen vermöchten zu 
keinem anderen Ergebnis führen. Sie können deshalb auch im vorliegenden Verfahren 
unterbleiben; die entsprechenden Beweisanträge werden abgewiesen (Vorakten POM 
[act. 3A], pag. 16; Beschwerde, S. 12 f.).

5. 

Insgesamt sind die privaten Interessen am Verbleib des Beschwerdeführers in der 
Schweiz mit Blick auf seine lange Aufenthaltsdauer, die vier hier ansässigen Kinder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 21

und die eheliche Beziehung zu einer Schweizer Bürgerin von einigem Gewicht. Eine 
Wegweisung würde ihn und seine Familie im Fall, dass diese nicht mit ihm ausreisen 
würde, hart treffen. Die Wiedereingliederung in Sri Lanka ist angesichts der langen 
Landesabwesenheit und des fehlenden Beziehungsnetzes mit grösseren Schwierig-
keiten verbunden und der Wegweisungsvollzug zur Zeit unzumutbar. Diesen privaten 
Interessen steht das gewichtige öffentliche Interesse an der Entfernungsmassnahme 
entgegen: Der Beschwerdeführer hat seit seiner Jugend und über einen langen 
Zeitraum hinweg zahlreiche Straftaten begangen und ist zuletzt zu einer Freiheitsstrafe 
von 30 Monaten verurteilt worden. Die Verurteilungen zu Freiheitsstrafen von 
insgesamt 72 Monaten bringen ein erhebliches Verschulden zum Ausdruck (vorne 
E. 3.1.2) und die wiederholten strafrechtlichen Verfehlungen zeugen von einer ausser-
gewöhnlichen Einsichtslosigkeit und Respektlosigkeit des Beschwerdeführers 
gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung. Es müssten in der vorliegenden 
Konstellation daher ausserordentliche Umstände vorliegen, um die Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung bzw. die Wegweisung als unverhältnismässig erscheinen zu 
lassen (vgl. auch VGE 2012/252 vom 2.7.2013, E. 4.4 [bestätigt durch 
BGer 2C_667/2013 vom 11.8.2013]). Die Interessen des Beschwerdeführers an einem 
Verbleib in der Schweiz sind vor diesem Hintergrund von untergeordneter Bedeutung. 
Der Beschwerdeführer hat sich trotz seiner Verantwortung als Vater nicht von delikti-
schem Verhalten abhalten lassen, sein kriminelles Handeln hat vielmehr ein 
beträchtliches Ausmass angenommen und zur bisher schwersten Verurteilung geführt, 
als drei seiner insgesamt vier Kinder bereits auf der Welt waren. Auch wenn der 
Ehefrau und den vier Kindern des Beschwerdeführers bedeutende Nachteile drohen, 
erscheinen die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung 
auch unter besonderer Berücksichtigung des Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 
EMRK; Art. 13 BV) und des Kindeswohls nicht unverhältnismässig. Die mit der 
Wegweisung verbundene Beeinträchtigung der Beziehung zwischen dem Be-
schwerdeführer, seiner Ehefrau und den vier Kindern ist zwar als wesentlich zu 
bezeichnen, aber unter den gegebenen Umständen hinzunehmen, zumal der 
Beschwerdeführer kaum längere Zeit mit der jeweiligen Familie zusammengewohnt 
hat. Hinzu kommt, dass die Kinder die Schweiz nicht verlassen müssen und damit in 
ihrem vertrauten Umfeld verbleiben können. Die Kontakte können auch im Ausland in 
einem gewissen Rahmen gepflegt werden. Die Abwägung sämtlicher Interessen führt 
deshalb dazu, dass sich die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung insgesamt 
trotz der Unzumutbarkeit des Vollzugs als verhältnismässig erweist. Der angefochtene 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 22

Entscheid hält somit der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit 
auf sie einzutreten ist. 

6.

Die Gefährdung des Beschwerdeführers in Sri Lanka (vgl. vorne E. 4.3.2 f.) kann auch 
dem Vollzug der Wegweisung entgegenstehen. 

6.1 Nach Art. 83 Abs. 3 AuG ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, wenn 
völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 
des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen. In 
diesem Zusammenhang ist das völkerrechtliche Rückschiebeverbot (Non-
Refoulement) zu beachten; von einer Wegweisung auch von Straftätern muss 
abgesehen werden, wenn der betroffenen Person Folter oder eine unmenschliche 
Behandlung im Sinn von Art. 3 EMRK droht (Art. 83 Abs. 7 Bst. a AuG). Mit Blick auf 
den absoluten Charakter dieser Bestimmungen ist unerheblich, ob die geltend 
gemachte Gefahr von Behörden, von Drittpersonen, die öffentliche Aufgaben erfüllen, 
oder von Privatpersonen ausgeht. Massgebend ist, ob stichhaltige Gründe für die 
Annahme bestehen, dass eine verpönte Handlung droht. Dabei ist grundsätzlich nicht 
ausreichend, dass im Empfangsstaat ein generelles Misshandlungsrisiko vorhanden 
ist. Vielmehr muss aufgrund bestimmter objektiver Anhaltspunkte ein spezifisches 
Verfolgungsrisiko gerade für die betroffene Person dargelegt sein (vgl. BGE 137 II 305 
E. 3.2; BVR 2013 S. 543 E. 7.2 mit zahlreichen Hinweisen [bestätigt durch 
BGer 2C_136/2013 vom 30.10.2013]). 

6.2 Zur aktuellen Sicherheitslage in Sri Lanka hat der Beschwerdeführer 
umfangreiche Unterlagen und Beweismittel eingereicht (act. 1C; act. 16, 16A und B). 
Er bringt vor, die tamilische Bevölkerung werde intensiv überwacht und Rückkehrende 
würden durch die dortigen Behörden registriert (vgl. Bericht, S. 31; Beschwerde, S. 11). 
Bei einer Einreise laufe er Gefahr, besonders überprüft und sogar verhaftet zu werden 
(Beschwerde, S. 12; act. 16, S. 3; vorne E. 4.3.2). Denn für eine Verfolgung könne es 
genügen, dass seitens der sri-lankischen Behörden der blosse Verdacht auf Unter-
stützung der LTTE bestehe (vgl. Bericht, S. 14). Aufgrund seiner Herkunft und des 
Aufenthalts im Ausland sei er grundsätzlich verdächtig, einen Bezug zur LTTE zu 
haben, zumal seine Familie diese in der Vergangenheit regelmässig unterstützt habe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 23

(Beschwerde, S. 12; act. 16, S. 3). Demgegenüber hat die POM den 
Wegweisungsvollzug als zulässig erachtet; es bestünden keine objektiven 
Anhaltspunkte, die auf eine reale und ernsthafte Gefahr an Leib und Leben schliessen 
liessen. Aus den beiden bekannt gewordenen Verhaftungen von Rückkehrern (vgl. 
vorne E. 4.3.3 sowie sogleich E. 6.3) könne nicht gefolgert werden, der 
Beschwerdeführer sei bei einer Rückkehr in höherem Mass gefährdet, als er dies im 
Moment des Beschwerdeentscheids gewesen sei (act. 10, S. 2). 

6.3 Das BFM hat am 26. August 2013 beschlossen, Rückführungen nach Sri Lanka 
vorläufig zu sistieren und ist in der Folge dazu übergangen, unbesehen der konkreten 
Umstände keine Ausreisefristen mehr anzusetzen und bereits angeordnete 
Ausreisefristen aufzuheben. Das Vorgehen des BFM geht auf zwei im August 2013 
bekannt gewordene Vorfälle tamilischer Rückkehrer zurück, die aus der Schweiz 
weggewiesen und bei der Wiedereinreise von sri-lankischen Behörden verhaftet 
wurden. Daraufhin hat das BFM das UNHCR damit beauftragt, die beiden Vorfälle, 
eine allfällige Veränderung der allgemeinen Situation sowie insbesondere die Lage der 
Rückkehrenden in Sri Lanka vertieft abzuklären (statt vieler zuletzt BVGer E-2200/2013 
vom 3.2.2014, E. 3.1; Medienmitteilung des BFM vom 3.10.2013, einsehbar unter 
<http://www.bfm.admin.ch>). – Wie bereits ausgeführt und wie die Praxis des BFM 
sowie jene des Bundesverwaltungsgerichts zeigen, bestehen aktuell konkrete 
Anhaltspunkte dafür, dass rückkehrende Tamilen vorab in der Situation des 
Beschwerdeführers Gefahr laufen, bei ihrer Einreise in Sri Lanka besonders kontrolliert 
und in Haft genommen zu werden (vgl. vorne E. 4.3.3 und 4.3.4). Folter oder un-
menschliche Behandlung durch die sri-lankischen Behörden können gegen Art. 3 
EMRK verstossen und den Wegweisungsvollzug als unzulässig erscheinen lassen. 
Gestützt auf die vorliegende Aktenlage, die noch laufenden Untersuchungen des BFM 
und des UNHCR sowie unter Berücksichtigung der plausiblen Vorbringen des 
Beschwerdeführers, er sei aufgrund seiner Herkunft und dem Umstand, dass zwischen 
seiner Familie und der LTTE (finanzielle) Verbindungen bestehen, einer realen 
Gefährdung ausgesetzt, stellt sich deshalb die Frage nach der Unzulässigkeit des 
Wegweisungsvollzugs im Sinn von Art. 83 Abs. 3 AuG. Es ist daher ein Verfahren auf 
Prüfung einer vorläufigen Aufnahme beim BFM zu veranlassen. Dieses wird abklären 
müssen, ob tatsächlich Unzulässigkeitsgründe vorliegen, welche die Anordnung einer 
vorläufigen Aufnahme des Beschwerdeführers rechtfertigen (vgl. BVR 2013 S. 543 
E. 7.1 und 7.3). Für das Verwaltungsgericht erübrigt es sich deshalb, die Situation bei 
der Rückkehr, aktuelle Länderinformationen sowie den genauen Verfolgungshinter-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 24

grund des Vaters des Beschwerdeführers besonders abzuklären resp. die Akten des 
Asylverfahrens des Vaters zu edieren; die entsprechenden Beweisanträge werden 
abgewiesen. Die von der POM bestätigte Anordnung des MIP, der Beschwerdeführer 
habe die Schweiz am Tag der Haftentlassung zu verlassen (Ziff. 2 der Verfügung des 
MIP vom 29.9.2011), ist aufzuheben.

7.

Zusammenfassend kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die 
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu Recht nicht verlängert wurde. Die 
Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Es bestehen jedoch 
konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Wegweisungsvollzug unzulässig im Sinn von 
Art. 83 Abs. 3 AuG sein könnte. Die Akten sind daher an das MIP zu weisen, damit 
dieses beim BFM die Einleitung des Verfahrens auf vorläufige Aufnahme des 
Beschwerdeführers veranlasse, und die auf den Tag der Haftentlassung angeordnete 
Ausreiseverpflichtung ist aufzuheben. 

8.

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer an sich 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Er hat aber ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege und Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt gestellt. Auf 
Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den 
Verfahrenskosten, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr 
Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
[Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den gleichen Voraussetzungen kann einer 
Partei überdies eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die 
tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein 
Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen 
(vgl. BVR 2008 S. 97 E. 5.2; BGE 138 III 217 E. 2.2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 111 N. 12).  

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 25

8.2 Der Beschwerdeführer befindet sich im Strafvollzug und erzielt kein 
Einkommen; er wird vollumfänglich vom Sozialdienst unterstützt (act. 4A; 
angefochtener Entscheid, E. 9b). Demnach ist die Prozessbedürftigkeit des 
Beschwerdeführers gestützt auf die Akten zu bejahen. Angesichts der langen 
Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers sowie der gewichtigen familiären Interessen 
am Verbleib in der Schweiz kann nicht ohne weiteres gesagt werden, die 
Gewinnaussichten wären beträchtlich geringer als die Verlustgefahren und die 
Beschwerde sei somit geradezu aussichtslos. Die sich stellenden Fragen rechtfertigten 
zudem den Beizug eines Anwalts. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist 
somit gutzuheissen, und dem Beschwerdeführer ist für das verwaltungsgerichtliche 
Beschwerdeverfahren sein Rechtsvertreter als amtlicher Anwalt beizuordnen.

8.3 Die Verfahrenskosten sind demnach unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
des Beschwerdeführers vorläufig vom Kanton Bern zu tragen (Art. 113 VRPG i.V.m. 
Art. 123 ZPO)

Der tarifmässige Parteikostenersatz ist im vorliegenden Fall entsprechend der 
Kostennote, welche mit Blick auf den in der Sache gebotenen Zeitaufwand, die 
Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses zu keinen 
Bemerkungen Anlass gibt (vgl. Art. 41 Abs. 3 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 
28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]), auf Fr. 4ʹ864.80, zuzüglich Fr. 92.20 Auslagen und 
Fr. 396.60 MWSt (8 % von Fr. 4ʹ957.--), insgesamt Fr. 5ʹ353.60, festzusetzen (vgl. 
Art. 42a Abs. 3 KAG). Die amtliche Entschädigung bestimmt sich nach Art. 112 Abs. 1 
VRPG i.V.m. Art. 42 KAG; BSG 168.11). Demnach bezahlt der Kanton den amtlich 
bestellten Anwältinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach 
dem gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht (Art. 42 Abs. 1 Satz 1 KAG). Der 
Stundenansatz beträgt Fr. 200.-- (Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 
20. Oktober 2010 über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte 
[EAV; BSG 168.711]). Auslagen und Mehrwertsteuer werden zusätzlich entschädigt 
(Art. 42 Abs. 1 Satz 3 KAG). Bei einem massgeblichen Zeitaufwand von 20.27 Stunden 
ist die amtliche Entschädigung auf Fr. 4ʹ054.-- (20.27 x Fr. 200.--), zuzüglich Fr. 92.20 
Auslagen und Fr. 331.70 MWSt (8 % von Fr. 4ʹ146.2), insgesamt Fr. 4ʹ477.90, 
festzusetzen. Der Rechtsvertreter ist vorerst aus der Gerichtskasse zu entschädigen. 
Der Beschwerdeführer ist gegenüber dem Kanton bzw. dem Rechtsvertreter zur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14.03.2014, Nr. 100.2013.101U, Seite 26

Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a 
Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Akten gehen an das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern, 
Migrationsdienst, damit dieses beim Bundesamt für Migration die Einleitung des 
Verfahrens auf vorläufige Aufnahme von A.________ veranlasse. Die Anordnung, 
der Beschwerdeführer habe die Schweiz am Tag der Haftentlassung zu verlassen, 
wird aufgehoben.

3. Das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen. 

4. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Die 
Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht 
des Beschwerdeführers. 

5. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird dem Beschwerdeführer 
Rechtsanwalt ..., Bern, als amtlicher Anwalt beigeordnet. Der tarifmässige 
Parteikostenersatz wird in diesem Verfahren auf Fr. 5ʹ353.60 (inkl. Auslagen und 
MWSt) festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt ... aus der Gerichtskasse eine auf 
Fr. 4ʹ477.90 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzte Entschädigung vergütet. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers. 

6. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- dem Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (vgl. Ziff. 2) 
- dem Bundesamt für Migration 

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Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin: 

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.