# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b713aefb-21ea-5b2f-8875-d0561172086a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 11.05.2016 810 16 91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-91_2016-05-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 11. Mai 2016 (810 16 91) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Zivilgesetzbuch  

 

 

Prüfung und Genehmigung der Rechnung und des Berichtes durch die Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde 

 

 
Besetzung Vizepräsident Beat Walther, Gerichtsschreiberin Chiara Piras 

 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin  
 
B.____, Beschwerdeführer, gesetzlich vertreten durch A.____ 
 
C.____, Beschwerdeführerin, gesetzlich vertreten durch A.____ 
 
alle vertreten durch Philipp Rupp, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde D.____, Vorinstanz 
 
 
E.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Heidi Mayer Jülich, Advo-
katin 
 
 
 

Betreff Periodische Berichts- und Rechnungsprüfung für die Zeit vom 11. No-
vember 2014 bis 31. Oktober 2015  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde D.____ vom 
24. Februar 2016) 

 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

 

 

 

A. A.____, in der Schweiz geborene französische Bürgerin, und E.____, französisch-

amerikanischer Doppelbürger, haben im Dezember 1991 in F.____ (Frankreich) geheiratet und 

sind 2006 mit ihren Kindern B.____ (geboren 2001) und C.____ (geboren 2005) in die Schweiz 

gezogen. Seit April 2010 ist vor dem Tribunal de Grande Instance in G.____ (Frankreich) ein 

Scheidungsverfahren hängig. B.____ und C.____ leben seither bei A.____ in H.____ (BL). 

E.____ wurde vom französischen Gericht ein 14-tägiges Besuchsrecht eingeräumt sowie die 

Hälfte der Ferien.  

 

B. Mit Gefährdungsmeldung vom 26. Januar 2014 gelangte der behandelnde Arzt von 

A.____, Dr. med. I.____, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, an die Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde D.____ (KESB) und berichtete, E.____ würde das Kindeswohl von 

B.____ und C.____ regelmässig gefährden. E.____ gehe seinen Sohn tätlich an und würde sich 

nicht an Abmachungen mit A.____ halten.  

 

C. In der Folge wurde für B.____ und C.____ mit Entscheid vom 11. November 2014 

durch die KESB eine Erziehungsbeistandschaft errichtet. Die Beistandschaft umfasst a) die all-

gemeine Unterstützung der Eltern und Kinder; b) den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich mit 

einer Person mit Vermittlungskompetenzen auszutauschen, mit dem Ziel, ihre Situation im El-

ternkonflikt zu verbessern; c) die Vermittlung zwischen den Eltern betreffend den Kontakten mit 

den Kindern und die Überwachung der Umsetzung des Besuchsrechts sowie der dazugehöri-

gen Anweisungen und d) soweit nötig, den Erlass autoritativer Anordnungen zu den Modalitäten 

der Besuche. Als Beistand wurde J.____, dipl. Sozialarbeiter, ernannt. Dieser wurde angewie-

sen, der KESB den ersten ordentlichen Rechenschaftsbericht für die Zeit vom 11. November 

2014 bis 31. Oktober 2015 vorzulegen.  

 

D. Am 19. Mai 2015 stellte A.____ bei der KESB einen Antrag auf Wechsel des Beistan-

des, eventualiter die Aufhebung der Beistandschaft. Mit Entscheid vom 3. November 2015 wies 

die KESB den Antrag ab und verfügte die unveränderte Fortsetzung der Beistandschaft. Das 

von A.____ dagegen angestrebte Verfahren ist beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-

lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), gegenwärtig hängig (810 15 359). 

 

E. Mit Entscheid vom 24. Februar 2016 genehmigte die KESB den Bericht des Beistandes 

vom 28. Dezember 2015 für die Zeit vom 11. November 2014 bis 31. Oktober 2015 und verfüg-

te, dass der nächste ordentliche Rechenschaftsbericht per 31. Oktober 2016 zu erstellen sei. 

 

F. Dagegen erhoben A.____ und, von dieser vertreten, B.____ und C.____, alle vertreten 

durch Philipp Rupp, Advokat, mit Eingabe vom 29. März 2016 Beschwerde beim Kantonsge-

richt, mit den Begehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Vorinstanz anzu-

weisen, den Rechenschaftsbericht nicht zu genehmigen (Ziff. 1). Ferner sei der Beistand, even-

tualiter die Vorinstanz, anzuweisen, den Rechenschaftsbericht anzupassen (Ziff. 2). So seien 

beispielsweise unter dem Titel „Familiäre Situation“ die Sätze „Gemäss seinen eigenen Anga-

http://www.bl.ch/kantonsgericht

 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ben schaut er [Anm.: der Vater], dass er die Wochenenden immer mit den Kindern zusammen 

verbringen kann. Diese Aussage wird von der Mutter angezweifelt.“ zu streichen und an deren 

Stelle folgender Satz aufzunehmen: „Der Vater verbringt unregelmässig, in etwa jedes zweite 

Wochenende, an welchen er sein Besuchsrecht ausübt, mit den Kindern; die anderen Wochen-

enden ist er nicht oder nur teilweise anwesend“ (vgl. Ziff. 2b). Weiter sei im Rechenschaftsbe-

richt unter anderem festzuhalten, dass sich die Kinder an den Wochenenden beim Vater oft 

nicht wohl fühlten (vgl. Ziff. 2b und 2c). Mit Eventualbegehren beantragten die Beschwerdefüh-

rer, der Rechenschaftsbericht sei zwecks Anpassung im Sinne der Beschwerde an den Bei-

stand zurückzuweisen (Ziff. 3), unter o/e-Kostenfolge zulasten der Vorinstanz (Ziff. 4). 

 
 
Der Vizepräsident zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 

1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. De- 

zember 1907 kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim zu-

ständigen Gericht erhoben werden, wobei dieser Bestimmung über Art. 314 Abs. 1 ZGB auch in 

kindesrechtlichen Belangen Geltung zukommt. Das geltende Recht enthält in den 

Art. 443 ff. ZGB eine verbindliche bundesrechtliche Verfahrensordnung für Fragen des Erwach-

senenschutzrechtes, die Art. 450 ff. ZGB befassen sich mit dem Verfahren vor der Rechtsmitte-

linstanz. Art. 450f ZGB behält das kantonale Recht vor, d.h. die Kantone haben die Kompetenz, 

eigene Verfahrensbestimmungen zu erlassen (vgl. hierzu DANIEL STECK, in: Geiser/Reusser 

[Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 9 ff. zu Art. 450f ZGB). Der 

Kanton Basel-Landschaft verweist diesbezüglich in § 66 Abs. 2 des Gesetzes über die Einfüh-

rung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 auf das Verfahrensrecht nach 

Art. 450 – 450e ZGB und im Übrigen auf das kantonale Verwaltungsprozessrecht. 

 

1.2 Als zuständige Instanz für Beschwerden gegen Entscheide der Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde bestimmt § 66 Abs. 1 EG ZGB das Kantonsgericht. Die Zuständigkeit ergibt 

sich ferner aus § 43 Abs. 2 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungs-

prozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993. 

 

1.3. Das Kantonsgericht hat vor der materiell-rechtlichen Beurteilung einer Streitsache ge-

mäss § 16 Abs. 2 VPO von Amtes wegen zu prüfen, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt 

sind. Zu den Prozessvoraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit das Gericht zur Begrün-

detheit der Rechtsbegehren Stellung nehmen kann, gehören namentlich ein taugliches Anfech-

tungsobjekt, eine frist- und formgerechte Rechtsmittelvorkehr, die Zuständigkeit der Rechtsmit-

telinstanz, die Legitimation und die Beschwer der Beschwerdeführer (vgl. zu den Eintretensvo-

raussetzungen: RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE 

BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht - Grundlagen und Bundesrechtspflege, 3. Aufl., Ba-

sel 2014, Rz. 1506 ff.). Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, tritt das Gericht auf ein priva-

tes Begehren nicht ein, d.h. es fällt einen Nichteintretensentscheid. Gemäss § 1 Abs. 3 

lit. e VPO entscheidet bei offensichtlichem Fehlen einer Eintretensvoraussetzung die präsidie-

rende Person durch Präsidialentscheid.  

 

http://www.bl.ch/kantonsgericht

 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2.1 Im vorliegenden Verfahren ist insbesondere zu prüfen, ob die Beschwerdeführer zur 

Beschwerde befugt sind: Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind die am Verfahren beteiligten Per-

sonen (Ziff. 1) und die der betroffenen Person nahestehenden Personen (Ziff. 2), die ein aktuel-

les und tatsächliches Interesse an der Aufhebung und Änderung des angefochtenen Entschei-

des haben, zur Beschwerde befugt. Dritte können nur rechtlich geschützte, aktuelle Interessen 

geltend machen (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB; vgl. PATRICK FASSBIND, in: Kren Kostkiewicz/

Nobel/Schwander/Wolf [Hrsg.], ZGB Kommentar, 2. Aufl., Bern 2011, N 2 zu Art. 450; STECK, 

a.a.O., N 26 zu Art. 450f ZGB).  

 

2.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung soll das Erfordernis eines aktuellen und 

praktischen Interesses bei Beschwerden der am Verfahren beteiligten Personen und der be-

troffenen Person nahestehenden Personen sicherstellen, dass das Gericht über konkrete und 

nicht bloss theoretische bzw. irrelevante Fragen entscheidet (vgl. BGE 120 Ia 258 E. 1), was im 

Übrigen der Prozessökonomie dient (vgl. BGE 136 I 274 E. 1.3; Urteil des Bundesgerichtes 

5A_391/2013 vom 7. November 2013 E. 2.1 und 2.3). Das Interesse an der Beschwerdeführung 

ist aktuell und praktisch, wenn der erlittene Nachteil im Zeitpunkt der Beurteilung durch das Ge-

richt noch besteht und durch die beantragte Aufhebung des angefochtenen Hoheitsaktes besei-

tigt würde (vgl. BGE 116 Ia 359 E. 2a). Das Bestehen eines aktuellen Interesses ist dann zu 

bejahen, wenn durch die Änderung oder die Aufhebung des Entscheides durch die Rechtsmitte-

linstanz die geltend gemachten Interessen überhaupt noch gewahrt werden können. Erforder-

lich ist eine Reversibilität und Korrigierbarkeit der angeordneten Massnahme oder der Handlun-

gen. Die Handlungen müssen noch rückgängig gemacht werden können, die Beschwerde noch 

Einfluss haben oder die unerwünschten Wirkungen noch andauern (FASSBIND, a.a.O., N 2 zu 

Art. 450).  

 

3.1 Vorliegend wenden sich die Beschwerdeführer gegen den Entscheid der KESB vom 

24. Februar 2016, mit welchem der Rechenschaftsbericht des Beistandes genehmigt wurde. Sie 

beanstanden diverse Passagen des Rechenschaftsberichtes als einseitig und teilweise fehler- 

und lückenhaft und verlangen deren Korrektur bzw. Ergänzung. 

 

3.2 Der Rechenschaftsbericht des Beistandes für die Zeit vom 11. November 2014 bis 

31. Oktober 2015 stützt sich auf diverse Gespräche und E-Mails zwischen dem Beistand und 

den Eltern, den Kindern, der Partnerin des Vaters, den Lehrpersonen der Kinder, der KESB, der 

Anwältin und dem Arzt der Beschwerdeführerin. Darin wird die persönliche und gesundheitliche 

Situation der beiden Kinder, die allgemeine familiäre Situation, das Kindeswohl, die Kooperation 

mit den Eltern sowie die finanziellen Belange beschrieben. Der Beistand kommt zum Schluss, 

dass die Eltern der Verbeiständeten ohne Kontrolle und Hilfestellung eines Beistandes nicht in 

der Lage seien, ihre Konflikte in Übereinstimmung mit den Interessen der Kinder zu meistern. 

Der Rechenschaftsbericht schliesst somit mit einem Antrag auf Weiterführung der bestehenden 

Beistandschaft. 

 

4.1 Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde prüft und erteilt oder verweigert die Ge-

nehmigung der Rechnung und des Berichtes (Art. 415 ZGB). Die Berichtsprüfung dient einer-

seits als Rechenschaftsablage des Beistandes gegenüber der Kindes- und Erwachsenen-

http://www.bl.ch/kantonsgericht

 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schutzbehörde, indem sie die Kontrolle und Aufsicht über die Tätigkeit des Mandatsträgers er-

möglicht. Andererseits dient sie als Standortbestimmung über die Zwecktauglichkeit und Not-

wendigkeit der Massnahme und bildet die Grundlage für ihre allfällige Anpassung (vgl. Erwach-

senenschutz, Bericht zum Vorentwurf, Juni 2003, S. 50 f.; Botschaft zur Änderung des Schwei-

zerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 

28. Juni 2006, BBl 2006 7055; Aargauische Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 

2014, 318, 320 E. 2.1). Der Inhalt des Berichtes hat über die Lage der betroffenen Person und 

die Ausübung der Beistandschaft Auskunft zu erteilen (Art. 411 Abs. 1 ZGB) und soll möglichst 

objektiv und sachbezogen erfolgen. Er ist von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

daraufhin zu prüfen, ob der Beistand das Mandat entsprechend der Lage der betroffenen Per-

son und den gesetzlichen Zielen ausübt (vgl. Botschaft, BBl 2006 7055). Das Ergebnis der Be-

richts- und Rechnungsprüfung wird in einem formellen Entscheid festgehalten (vgl. URS VOGEL, 

in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1 - 456, 5. Aufl., Basel 

2014, N 15 zu Art. 415 ZGB), dessen Funktion es primär ist, das Verhältnis zwischen dem 

Mandatsträger und der Behörde zu regeln (vgl. Luzerner Gerichts- und Verwaltungsentscheide 

[LGVE] 2013 II Nr. 5 E. 3.4). 

 

4.2 Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Bericht zuweilen die persönliche Sicht des 

Mandatsträgers wiedergibt und daher Passagen möglicherweise inhaltlich von der subjektiven 

Wahrnehmung anderer, insbesondere betroffener, Personen abweichen kann und deshalb um-

stritten sind. Im Gegensatz zur Genehmigung der Rechnung, der eine erhöhte Beweiskraft zu-

kommt (vgl. URS VOGEL, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, 

Basel 2012, N 14 zu Art. 415 ZGB), bedeutet die Berichtsgenehmigung nicht, dass sich die 

Aussagen des Mandatsträgers im Bericht zu behördlich festgestellten Tatsachen verdichten und 

damit Beweiskraft erhalten (vgl. FASSBIND, a.a.O., N 3 zu Art. 415). Die Genehmigung bedeutet 

auch nicht eine Zustimmung zu allen Aussagen des Mandatsträgers. Zudem beurteilt sich die 

Frage, ob ein Beistandsbericht genehmigt werden kann oder nicht, aus der Perspektive des 

Kindeswohls, während widerstreitende Interessen der Eltern dahinter zurückstehen müssen 

(vgl. auch LGVE 2013 II Nr. 5 E. 3.1).  

 

4.3 Eine Nichtgenehmigung des Berichtes hat allenfalls dann zu erfolgen, wenn die Kin-

des- und Erwachsenenschutzbehörde Beanstandungen zu machen hat. Dies hat aber nicht zur 

Folge, dass der Bericht abgeändert werden muss (vgl. LGVE 2013 II Nr. 5 E. 3.1). Grundsätz-

lich ist eine Berichtigung des Berichtes zu konkreten Sachverhaltsdarstellungen nur sehr zu-

rückhaltend vorzunehmen, und auch dann nur, wenn sie im Interesse der Verbeiständeten liegt 

(vgl. auch AGVE 2014, 318, 319 E. 2.1). 

 

5.  Im vorliegenden Verfahren können die Beschwerdeführer nicht darlegen, inwiefern der 

Rechenschaftsbericht nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen soll. Sie zeigen in ihrer 

Eingabe auch nicht auf, welchen für sie nachteiligen Einfluss die im Rechenschaftsbericht ent-

haltenen Aussagen und Informationen auf die weitere Mandatsführung oder auf die Interessen 

der Verbeiständeten hätten. Stattdessen beschränken sich die Beschwerdeführer darauf, den 

bestrittenen Feststellungen eigene, unlänglich bekannte Behauptungen gegenüberzustellen, um 

den Rechenschaftsbericht gemäss ihrer persönlichen Sichtweise anzupassen. Demnach ist es 

http://www.bl.ch/kantonsgericht

 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

im vorliegenden konkreten Fall nicht ersichtlich, welche Nachteile ihnen aus dem genehmigten 

Rechenschaftsbericht erwachsen sollen. Es ist auch nicht erkennbar, welche persönlichen Vor-

teile die Beschwerdeführer daraus ziehen oder welche Nachteile sie von sich abwenden könn-

ten, falls sie mit der vorliegenden Beschwerde Erfolg haben sollten. Selbst bei einer Gutheis-

sung der Beschwerde und einer antragsgemässen Korrektur des strittigen Rechenschaftsbe-

richtes würde sich an der tatsächlichen Situation der Beschwerdeführer nichts ändern.  

 

Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass es den Beschwerdeführern jeweils 

offen steht, bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde einen Antrag auf Prüfung der 

Massnahme zu stellen. Anpassungen der Massnahme werden praxisgemäss in einem separa-

ten Entscheid getroffen, gegen den die Beschwerdeführer gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB Be-

schwerde beim zuständigen Gericht erheben können. Gegen den Entscheid der KESB vom 

3. November 2015 haben dies die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. Dezember 2015 zu-

handen dieses Gerichtes auch getan. Die Überprüfung der Massnahme und der Weiterführung 

der Beistandschaft mit dem gegenwärtigen Mandatsträger sind somit bereits Gegenstand jenes, 

und nicht des vorliegenden, Verfahrens.  

 

Mit einer Stellungnahme zum Rechenschaftsbericht vom 19. Februar 2016 haben die Be-

schwerdeführer ihre Sicht der Dinge gegenüber der KESB bereits ausführlich darlegen können, 

womit diese Eingang in die Akten und somit auch in das gegen die Massnahme angestrengte 

Verfahren fand. Objektiv gesehen ergibt sich aus der Genehmigung des beanstandeten Re-

chenschaftsberichtes für die Beschwerdeführer also kein tatsächlicher Nachteil.  

 

Es ist zwar verständlich, dass sich Betroffene oder deren Angehörige an – aus ihrer persönli-

chen Sicht – falsch wiedergegebenen Darstellungen in einem Rechenschaftsbericht stören 

können, weshalb diese möglichst zu vermeiden sind. Eine Berichterstattung im Sinne aller Be-

teiligten wäre aber kaum je möglich und ein Rechtsmittel dagegen der Sache auch nicht dien-

lich, weil eine Berichtigung je nach den Ansichten der Beteiligten mit erheblichem Aufwand ver-

bunden wäre, ohne jedoch konkreten Nutzen auf die Mandatsführung und die Interessen der 

Verbeiständeten zu haben.  

 

Folglich ist auf die Vorbringen der Beschwerdeführer wegen offensichtlichen Fehlens eines tat-

sächlichen Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten. 

 

6. Die Rechtswirksamkeit der Vertretung der Kinder durch die Kindsmutter, die nicht das 

alleinige Sorgerecht für ihre Kinder innehat, kann angesichts des Ausgangs des vorliegenden 

Verfahrens offen bleiben.  

 

7. Es bleibt noch über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfah-

ren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren 

und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teil-

weise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Auf die Beschwerde wird vorliegend 

nicht eingetreten. Die Beschwerdeführer gelten somit als unterliegend. Bei diesem Ausgang des 

Verfahrens und unter Berücksichtigung, dass es sich bei der Beschwerdeführerin A.____ um 

http://www.bl.ch/kantonsgericht

 

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

die Mutter der beiden anderen Beschwerdeführer handelt, rechtfertigt es sich, ihr in Abweichung 

von § 20 Abs. 6 VPO (Kosten zu gleichen Teilen und Solidarität) sämtliche Verfahrenskosten in 

der Höhe von Fr. 500.-- aufzuerlegen (§ 18 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren der Ge-

richte [Gebührentarif, GebT] vom 15. November 2010; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 

5A_202/2016 vom 29. März 2016 E. 4). Sie hat jedoch die Gegenpartei für das Beschwerdever-

fahren nicht zu entschädigen, da keine Vernehmlassung bzw. Stellungnahme eingeholt worden 

ist.  

  

http://www.bl.ch/kantonsgericht

 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

   

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.-- werden der Be-

schwerdeführerin A.____ auferlegt. 

   

 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

 

 4. Eine Kopie der Eingabe der Beschwerdeführer vom 29. März 2016 wird 

der Vorinstanz und dem Beschwerdegegner zur Kenntnisnahme zuge-

stellt. 

 

 

 

 

Vizepräsident  
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 

 

http://www.bl.ch/kantonsgericht