# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd83d8de-0da9-5065-bd24-00bc2c70b40d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Sozialversicherungsgericht 29.09.2021 IV.2016.00053
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Sozialversicherungsgericht/ZH_SVG_001_IV-2016-00053_2021-09-29.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
	

IV.2016.00053

 

 

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Gerichtsschreiber Wilhelm

Urteil vom 29. September 2021

in Sachen
X.___
Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Horschik
Schifflände 22, 8001 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin

Sachverhalt:
1.
1.1    X.___, geboren 1955, absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und war in der Folge im Bankenwesen berufstätig (Urk. 11/I/1/4 f., Urk. 11/I/97). Ab dem 1. Januar 2001 war er als Kundenbetreuer Senior bei der Y.___ SA tätig, wobei es ab Juni 2003 wiederholt zu krankheitsbedingten Arbeitsausfällen kam. Der letzte effektive Arbeitstag war der 13. Mai 2004 und per 30. November 2004 endete das Arbeitsverhältnis (Urk. 11/I/5). Am 7. Juli 2005 meldete sich der Versicherte bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Er gab an, seit Juni 2004 bis auf Weiteres arbeitsunfähig zu sein. Grund sei eine psychische Erkrankung. Im April 2005 habe er sich zusätzlich beidseits Fersenbrüche zugezogen (Urk. 11/I/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte in der Folge die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnisse ab und holte namentlich bei Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie, den gutachterlichen Bericht 
vom 3. Januar 2006 ein. Dr. Z.___ diagnostizierte ein depressives Leiden (Urk. 11/I/4-6, Urk. 11/I/13, Urk. 11/I/18). Mit Verfügung vom 12. Juni 2006 sprach die IV-Stelle dem Versicherten gestützt auf das Abklärungsergebnis, namentlich gestützt auf den gutachterlichen Bericht von Dr. Z.___ (vgl. Urk. 11/I/21), mit Wirkung ab dem 1. Juni 2005 eine ganze Rente zu (Urk. 11/I/33). 
1.2    Ab März 2007 führte die IV-Stelle eine Rentenrevision durch (vgl. Urk. 11/I/44 ff.). Sie holte insbesondere bei Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, das Gutachten vom 25. Juli 2007 ein (Urk. 11/I/48). Mit Vorbescheid vom 22. Oktober 2007 stellte sie die Herabsetzung der bisherigen ganzen auf eine halbe Rente in Aussicht (Urk. 11/I/54). Dagegen erhob der Versicherte am 20. November 2007 Einwände (Urk. 11/I/58). Gestützt auf die Ergebnisse einer psychiatrischen Untersuchung vom 18. Januar 2008 durch PD Dr. Dr. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Prävention und Gesundheitswesen und Psychologe FSP, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Urk. 11/I/64) richtete die IV-Stelle dem Versicherten gemäss Mitteilung vom 25. Januar 2008 weiterhin eine ganze Rente aus (Urk. 11/I/67). 
    Gleichentags teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, er habe sich im Rahmen der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht einer geeigneten stationären psychiatrischen Behandlung, vorzugsweise in der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___, zu unterziehen (Urk. 11/I/66). Nachdem mit Schreiben der genannten Klinik vom 24. Juni 2008 eine stationäre Behandlung als nicht indiziert betrachtet worden war (Urk. 11/I/68), veranlasste die IV-Stelle eine Untersuchung durch RAD-Arzt Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychoanalyse, die am 14. Oktober 2008 stattfand (Urk. 11/I/76). Mit Vorbescheid vom 13. Januar 2009 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Herabsetzung der ganzen auf eine halbe Rente in Aussicht (Urk. 11/I/81). Dagegen erhob der Versicherte in den Eingaben vom 15. Januar 2009 und vom 11. Februar 2009 Einwände (Urk. 11/I/83, Urk. 11/I/96). Die IV-Stelle blieb indes bei ihrem Entscheid und setzte mit Verfügung vom 20. August 2009 die bisherige ganze Rente mit Wirkung ab 1. Oktober 2009 auf eine halbe Rente herab (Urk. 11/I/109). Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde (Urk. 11/I/114/3-9) hiess das Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2009.00931 vom 31. Mai 2010 in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese nach erfolgten zusätzlichen Abklärungen erneut über den Rentenanspruch entscheide (Urk. 11/I/159). 
1.3    Bereits am 6. Mai 2008 hatte die IV-Stelle gegen den Versicherten wegen des Verdachts auf Betrug respektive der strafbaren Verletzung der Meldepflicht im Zusammenhang mit dem Bezug der Invalidenrente Strafanzeige erstattet (Urk. 11/I/132). Anlass dazu gegeben hatten eine der IV-Stelle anonym zugestellte Pressemitteilung über das Engagement des Versicherten in der Handelskammer E.___ und weitere von der IV-Stelle getätigte Recherchen (weitere Presseberichte sowie ein Auszug aus dem Handelsregister; Urk. 11/I/133 ff.). Die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich hatte in der Folge gegen den Versicherten eine Strafuntersuchung wegen Betrugs etc. eröffnet (vgl. Urk. 11/I/119) und der IV-Stelle Einblick in verschiedene Akten der Strafuntersuchung gewährt (Urk. 11/I/117, Urk. 11/I/119 ff., Urk. 11/I/148 f.) Am 10. Mai 2010 und somit noch vor Erlass des Urteils vom 31. Mai 2010 erliess die IV-Stelle eine weitere Verfügung, mit der sie die laufende Rente mit sofortiger Wirkung sistierte (Urk. 11/I/155). Die vom Versicherten hiergegen erhobene Beschwerde (Urk. 11/I/160/3-8) wies das Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2010.00555 vom 10. Mai 2011 ab (Urk. 11/I/187). 
1.4    In der Folge liess die IV-Stelle den Versicherten Fragen zu seinem Gesundheitszustand beantworten. Den entsprechenden Fragebogen füllte dieser am 19. September 2011 aus (Urk. 11/I/193). Sodann zog die IV-Stelle weitere Akten des von der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich gegen den Versicherten geführten Strafverfahrens wegen Betrugs etc. bei (Urk. 11/I/197, Urk. 11/I/198 f.) und sie veranlasste eine psychiatrische Begutachtung des Versicherten durch Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Urk. 11/I/209). Dieser erstattete sein Gutachten am 19. Dezember 2012 (Urk. 11/I/229/1-226). Auch weitere Akten aus dem Strafverfahren der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich gegen den Versicherten fanden Eingang ins Aktendossier der IV-Stelle (Urk. 11/I/238/1-91). Am 18. Dezember 2013 erliess die IV-Stelle den Vorbescheid, mit dem sie dem Versicherten die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 12. Juni 2006 und die Rückforderung von zu Unrecht ausgerichteten Rentenleistungen im Betrag von Fr. 107'658.-- in Aussicht stellte (Urk. 11/I/250). Am 29. Januar 2014, ergänzt am 19. März 2014, erhob der Versicherte dagegen Einwände (Urk. 11/I/255, Urk. 11/I/258). Am 3. Dezember 2015 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (Urk. 11/I/272). Am 13. Januar 2016 hob die IV-Stelle die Verfügung vom 3. Dezember 2015 auf und ersetzte diese durch eine neue Verfügung, mit welcher sie erneut die Verfügung vom 12. Juni 2006 wiedererwägungsweise aufhob und den Versicherten nunmehr zur Rückerstattung der ab dem 1. August 2007 bis zum 31. Mai 2010 ausgerichteten Rentenleistungen im Betrag von Fr. 75'418.-- verpflichtete. Sodann hielt die IV-Stelle fest, vorbehalten bleibe die Rückforderung der ab dem 1. Juni 2005 ausgerichteten Leistungen im Falle einer längeren strafrechtlichen Verjährung nach Abschluss des Strafverfahrens (Urk. 2 = Urk. 11/I/279). 

2.
2.1    Gegen die Verfügung vom 13. Januar 2016 erhob der Versicherte mit Eingabe vom 14. Januar 2016 Beschwerde mit dem Antrag, die Verfügung vom 12. Juni 2006 sei zu bestätigen und die IV-Stelle sei zu verpflichten, ihm rückwirkend ab dem Datum der Einstellung die gesetzlichen Leistungen auszurichten, insbesondere eine Rente einschliesslich Verzugszins. Des Weiteren beantragte der Versicherte, es sei von der Rückforderung im Betrag von Fr. 75'418.-- abzusehen. Eventualiter sei die Rückforderung zufolge guten Glaubens und wegen grosser Härte zu erlassen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte der Versicherte zum einen, die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels und einer öffentlichen Verhandlung und zum anderen die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und die Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung. Betreffend die Rückforderung beantragte der Versicherte, es sei der Beschwerde weiterhin die aufschiebende Wirkung zu gewähren (Urk. 1 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom 26. Februar 2016 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Mit Verfügung vom 14. März 2016 trat das Gericht auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde hinsichtlich der Rückforderung nicht ein, bewilligte hingegen das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters (Urk. 11). Am 23. September 2016 erfolgte die Vorladung der Parteien zur Hauptverhandlung auf den 8. Dezember 2016 (Urk. 13). Nachdem die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich am 17. Dezember 2015 Anklage gegen den Versicherten erhoben hatte (Urk. 11/I/276), fällte das Bezirksgericht Dielsdorf am 27. September 2016 das Urteil, mit dem es den Versicherten im Zusammenhang mit dem Bezug der Invalidenrente des Betrugs schuldig sprach und mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten abzüglich zweier Tage Untersuchungshaft bestrafte, den Vollzug der Freiheitsstrafe indessen unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufschob (Urk. 16/1). Da der Versicherte gegen dieses Urteil die Berufung erklärte (Urk. 16/2, Urk. 16/4), sistierte das hiesige Gericht den Prozess auf Antrag der IV-Stelle (Urk. 15), dem sich der Versicherte in der Folge anschloss (Urk. 19), mit Verfügung vom 11. November 2016 bis zur rechtskräftigen Erledigung des Strafverfahrens gegen den Versicherten (Urk. 20). 
2.2    Am 25. Juni 2019 teilte der Versicherte mit, das zwischenzeitlich vom Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, gefällte Berufungsurteil vom 16. April 2019 (Urk. 28 = Urk. 34/67) sei in Rechtskraft erwachsen, und er ersuchte um Aufhebung der Sistierung (Urk. 27). Das Obergericht hatte nach Einholung des Gutachtens von Prof. G.___, Direktor der Klinik für Forensische Medizin der Psychiatrischen Universitätsklinik C.___, und Dr. med. H.___, Oberärztin, vom 30. Mai 2018 (Urk. 34/57; vgl. auch Urk. 34/51) erkannt, der Beschuldigte sei des eingeklagten Betrugs im Sinne von Art. 146 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) nicht schuldig und werde freigesprochen (Urk. 34/67/34). Am 12. Juli 2019 sodann teilte der Versicherte mit, seine Rechtsschutzversicherung habe sich mittlerweile bereit erklärt, die Kosten für das Beschwerdeverfahren zu übernehmen (Urk. 29). Am 10. Oktober 2019 teilte auch die IV-Stelle mit, sie habe vom Urteil des Obergerichts vom 16. April 2019 Kenntnis (Urk. 30, Urk. 31/1). Mit gerichtlicher Verfügung vom 11. November 2019 wurde die Sistierung des Verfahrens aufgehoben und die IV-Stelle aufgefordert, die neu hinzugekommenen Versicherungsakten nachzureichen (Urk. 33; vgl. Urk. 34/1-69). Nachdem der Versicherte auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung verzichtet hatte (Urk. 37), ordnete das Gericht einen zweiten Schriftenwechsel an (Urk. 38). Der Versicherte reichte seine Replik am 17. Oktober 2020 ein (Urk. 41). Die IV-Stelle verzichtete am 2. November 2020 auf eine Duplik (Urk. 44). Davon wurde dem Versicherten am 4. November 2020 Kenntnis gegeben (Urk. 45). 

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.    Am 1. Januar 2021 sind verschiedene geänderte Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) und der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 11. September 2002 (ATSV) in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Da sich der hier zu beurteilende Sachverhalt vor dem 1. Januar 2021 verwirklicht hat - die angefochtene Verfügung erging am 13. Januar 2016 (Urk. 2) - gelangen die materiellen Vorschriften des ATSG und der ATSV zur Anwendung, wie sie bis Ende 2020 in Kraft standen.

2.
2.1
2.1.1    Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung ihrer Verfügung vom 13. Januar 2016 aus, aufgrund des Rückweisungsurteils des Sozialversicherungsgerichts IV.2009.00931 vom 31. Mai 2010 sei das psychiatrische Gutachten von Dr. F.___ eingeholt worden. Der Experte sei zum Schluss gekommen, dass kein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert vorliege. Erstellt sei zudem, dass ein solcher Gesundheitsschaden zu keinem Zeitpunkt vorgelegen habe. Es sei somit zu Unrecht mit Wirkung ab dem 1. Juni 2005 eine Rente zugesprochen worden. Aus dem beweiskräftigen Gutachten von Dr. F.___ ergebe sich sodann, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdesymptomatik und die sich hieraus ergebenden Einschränkungen im Hinblick auf Versicherungsleistungen simuliert habe. Auch seien leistungsrelevante Sachverhalte verschwiegen worden, namentlich der Aufbau der und die Tätigkeit für die Handelskammer E.___. Weder im Revisionsfragebogen im Rahmen des im März 2007 eingeleiteten Revisionsverfahrens noch anlässlich der Begutachtung durch Dr. A.___ habe der Beschwerdeführer seine Tätigkeit als Präsident der Handelskammer E.___ erwähnt. Demnach lägen eine unrechtmässige Anspruchsbegründung und eine Meldepflichtverletzung vor, was die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 12. Mai 2006 zur Folge habe. Sofern das Verhalten des Beschwerdeführers, was im laufenden Strafverfahren zu klären sei, strafrechtlich nicht als Betrug zu qualifizieren sei, liege zumindest eine grobe Verletzung der Meldepflicht vor, denn die unwahren beziehungsweise unvollständigen Angaben seien kausal für den unrechtmässigen Rentenbezug gewesen. Mit der Erstattung des Gutachtens von Dr. F.___ habe hinreichende Kenntnis über den Rückforderungsanspruch bestanden. Mit der Zustellung des Vorbescheids vom 18. Dezember 2013 sei die Frist zu dessen Geltendmachung gewahrt. Als Folge der unrechtmässigen Leistungszusprechung habe der Beschwerdeführer seit Juni 2005 Renten und Kinderrenten in der Höhe von insgesamt Fr. 107'658.-- bezogen. Zurückgefordert werden könnten die Leistungen, die seit der Errichtung der Handelskammer E.___ im Juli 2007 bis zur Rentensistierung vom 10. Mai 2010 ausgerichtet worden seien. Lasse sich die Rückforderung auf den Straftatbestand des Betrugs stützen, so sei die strafgesetzliche Verjährungsfrist von sieben Jahren massgebend. Liege kein strafrechtlich relevantes Verhalten vor, so betrage die Verjährungsfrist nach ATSG fünf Jahre. Auf den Zeitraum von Juli 2007 bis zur Renteneinstellung entfielen Leistungen in der Höhe von Fr. 75'418.--, sofern aufgrund einer strafrechtlichen Verurteilung die längere Verjährungsfrist zu Anwendung gelange (Urk. 2 S. 2 ff.). 
2.1.2    Weitere Stellungnahmen zur Sache durch die Beschwerdegegnerin erfolgten im Rahmen der förmlichen Parteivorträge nicht. In der Beschwerdeantwort vom 26. Februar 2016 beantragte sie lediglich die Abweisung der Beschwerde und verwies im Übrigen auf ihre bisherigen Ausführungen (Urk. 10). Am 2. November 2020 verzichtete sie sodann auf eine Duplik (Urk. 44). 
2.1.3    In der Eingabe vom 10. Oktober 2019 indessen, in der die Beschwerdegegnerin über das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 16. April 2019 orientierte (Urk. 30), hielt sie fest, das Obergericht habe festgestellt, es liege eine Meldepflichtverletzung durch den Beschwerdeführer vor. Es werde demnach am Antrag auf Abweisung festgehalten. Das Obergericht habe bei Prof. G.___ und Dr. H.___ ein Gutachten eingeholt, das jener am 30. Mai 2018 erstattet habe. Hierbei handle es sich um eine andere Beurteilung eines gleich gebliebenen Sachverhaltes, was invalidenversicherungsrechtlich nicht verbindlich sei. An der Beweiskraft des Gutachtens von Dr. F.___ ändere sich daher nichts (Urk. 30). 
2.2
2.2.1    Der Beschwerdeführer führte in der Beschwerdebegründung zusammengefasst aus, auf das Gutachten von Dr. F.___ könne nicht abgestellt werden. Der Gutachter habe den massgeblichen Sachverhalt entgegen den echtzeitlichen ärztlichen Beurteilungen retrospektiv über mehrere Jahre ganz anders beurteilt. Retrospektive Beurteilungen seien jedoch generell mit Unsicherheiten behaftet. Wenig Aussagekraft hätten sodann die Darlegungen zur Diagnose, denn nicht die Diagnosen, sondern die Auswirkungen eines Leidens seien in erster Linie von Bedeutung. Die Beurteilung von Dr. F.___, dass von einer Arbeitsfähigkeit auszugehen sei, sei nicht haltbar. Tatsache sei und bleibe, dass seit dem Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess infolge einer manifesten bipolaren affektiven Erkrankung von einer Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit auszugehen sei. Daran ändere die punktuelle und seltene Tätigkeit für die Handelskammer E.___ nichts. Eine operative Aufgabe sei zu keinem Zeitpunkt ausgeübt worden, vielmehr habe es sich um eine ehrenamtliche Aufgabe gehandelt. Auf diese habe er die Beschwerdegegnerin auch im Februar 2009 von sich aus hingewiesen. Der Gutachter Dr. F.___ habe sodann nicht klar dargelegt, ab wann wiederum eine Erwerbsfähigkeit bestanden habe. Ein Belastbarkeitstraining sei anlässlich der Begutachtung nicht durchgeführt worden und ebenso wenig habe der Experte bei den behandelnden Ärzten Auskünfte eingeholt. Auch in anderen Angelegenheiten habe Dr. F.___ die Sachlage falsch beurteilt. Im Falle eines Sexualstraftäters habe er die Rückfallgefahr als gering eingestuft, tatsächlich aber habe der betreffende Straftäter kurze Zeit später erneut einschlägig delinquiert. Insgesamt erweise sich die Aufhebung der Verfügung, mit der die Rente zugesprochen worden sei, als unbegründet (Urk. 1 S. 4 ff.). Die mit der wiedererwägungsweisen Aufhebung der Rente verbundene Rückforderung habe die Beschwerdegegnerin mehrfach reduziert, zuletzt auf Fr. 75'418.--. Da das Engagement für die Handelskammer E.___ nachweislich nicht verschwiegen worden sei, lägen weder ein Straftatbestand noch eine Meldepflichtverletzung vor. Für die Geltendmachung von Rückforderungsansprüchen sei eine Verwirkungsfrist von einem Jahr zu beachten. Diese habe die Beschwerdegegnerin indessen verpasst (Urk. 1 S. 11 ff.).
2.2.2    In der Replik vom 17. Oktober 2020 führte der Beschwerdeführer aus, er sei mit dem Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 16. April 2019 vollumfänglich vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen worden. Das Obergericht habe sich im Wesentlichen auf das Gutachten von Prof. G.___ und Dr. H.___, gestützt. Auf dieses sei entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin abzustellen. Im Strafverfahren sei dargelegt worden, dass das Gutachten von Dr. F.___ nicht brauchbar sei. Prof. G.___ und Dr. H.___ hätten festgehalten, dass durchaus eine invalidisierende gesundheitliche Beeinträchtigung vorliege, was auch im Einklang mit den verschiedenen anderen ärztlichen Beurteilungen stehe. Prof. G.___ und Dr. H.___ seien von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung und einer posttraumatischen Verbitterungsstörung ausgegangen. Von einer generell absichtlichen und gezielten Vortäuschung einer psychischen Erkrankung könne nicht ausgegangen werden. Mit seiner Auffassung, dass kein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert bestehe, stehe Dr. F.___ alleine da. Es liege definitiv kein betrügerisches Verhalten vor und ebenso wenig eine qualifizierte Pflichtwidrigkeit im Sinne einer Meldepflichtverletzung. Die Herabsetzung der ganzen auf eine halbe Rente habe die Beschwerdegegnerin in Kenntnis über die Tätigkeit für die Handelskammer E.___ vorgenommen. Sie sei seinerzeit von einer zumutbaren Tätigkeit von rund vier Stunden pro Tag ausgegangen. Auch im Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2009.00931 vom 31. Mai 2010 sei festgehalten worden, dass das Engagement für die Handelskammer E.___ nicht verheimlicht worden sei. Dass dieses sich effektiv in geringfügigem Umfang gehalten habe, hätten die Ermittlungen im Strafverfahren gezeigt. Es wäre im Übrigen die Aufgabe der Beschwerdegegnerin gewesen, im Bedarfsfall über die Tätigkeit für die Handelskammer E.___ vertiefte Auskünfte zu verlangen. Gemäss den überzeugenden Feststellungen von Prof. G.___ und Dr. H.___ bestehe als Folge der massiven Persönlichkeitsstörung eine Arbeitsunfähigkeit. Es habe stets eine invalidenversicherungsrechtlich bedeutsame gesundheitliche Beeinträchtigung vorgelegen. Wiedererwägungsgründe seien bei dieser Sachlage nicht gegeben, was auch eine Rückforderung von bereits erbrachten Leistungen verbiete. Es seien vielmehr die gesetzlichen Leistungen weiterhin auszurichten (Urk. 41 S. 2 ff.). 

3.
3.1    Zunächst ist zu klären, welcher Rückkommenstitel dem angefochtenen Entscheid zu Grunde liegt. Die Beschwerdegegnerin machte in der Verfügung unklare Angaben. Zum einen sprach sie von einer Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (Urk. 1 S. 2), zum anderen von einer Revision im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG und davon ausgehend von einer Leistungsanpassung gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. b der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; Urk. 2 S. 2). Der Beschwerdeführer geht demgegenüber von einer prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG aus, macht aber geltend, die hierfür massgebliche Frist ab Entdeckung des Revisionsgrundes sei verpasst worden (Urk. 1 S. 12 Rz 7). 
3.2    
3.2.1    Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1, 138 V 324 E. 3.2). 

    Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1 mit Hinweisen).
    Der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, bestimmt sich grundsätzlich nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen. Die sichere Kenntnis ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht erst dann gegeben, wenn der Revisionsgesuchsteller die neue Tatsache sicher beweisen kann, sondern es genügt ein auf sicheren Grundlagen fussendes Wissen darüber (BGE 143 V 105 E. 2.4 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_2/2018 vom 1. März 2018 E. 4).
3.2.2    Am 25. Januar 2008 hatte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer nach Einholung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. A.___ vom 25. Juli 2007 mitgeteilt, er habe weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente (Urk. 11/I/67). Im Oktober 2008 veranlasste die Beschwerdegegnerin erneut eine psychiatrische Abklärung des Beschwerdeführers (Urk. 11/I/76) und setzte daraufhin mit Verfügung vom 20. August 2009 die bisherige ganze Rente mit Wirkung ab 1. Oktober 2009 auf eine halbe Rente herab (Urk. 11/I/109). Das Sozialversicherungsgericht hiess die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil IV.2009.00931 vom 31. Mai 2010 in dem Sinn gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese nach erfolgten zusätzlichen Abklärungen neu verfüge (Urk. 11/I/159). Bereits am 6. Mai 2008 hatte die Beschwerdegegnerin wegen des Verdachts auf eine strafbare Begründung des Rentenanspruchs Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich erstattet (Urk. 11/132). Am 10. Mai 2010 und somit noch vor Erlass des Urteils vom 31. Mai 2010 hatte die Beschwerdegegnerin sodann die laufende Rente mit sofortiger Wirkung eingestellt (Urk. 11/I/155). Das von der Beschwerdegegnerin bei Dr. F.___ in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten (Urk. 11/I/229), in dem der Experte zum Schluss gelangte, eine auf die Lebensführung des Beschwerdeführers einwirkende, durch medizinische Befunde hinreichend begründbare psychische Störung, welche sich im Sinne eines Klassifikationssystems wie dem ICD-10 belegen liesse, sei bis heute und für die Vorgeschichte nicht nachweisbar (Urk. 11/I/229/204), datiert vom 19. Dezember 2012. Mit Verfügung vom 13. Januar 2016 schliesslich hob die Beschwerdegegnerin die Rente auf und forderte die bisher ausgerichteten Rentenleistungen zurück (Urk. 2). 
3.2.3    Beruhte bereits die Rentensistierung mit Verfügung vom 10. Mai 2010 (Urk. 11/I/55), die vom Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2010.00555 vom 10. Mai 2011 geschützt wurde (Urk. 11/I/187), nicht auf blossen Vermutungen, es liege ein unrechtsmässiger Rentenbezug vor, so lag spätestens mit der Erstattung des Gutachtens von Dr. F.___ am 19. Dezember 2012 ein prozessual gültiges Beweismittel vor (§ 28 lit. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer] in Verbindung mit Art. 168 Abs. 1 lit. d und Art. 183 ff. der Zivilprozessordnung [ZPO]). Spätestens ab dann begann die Revisionsfrist von 90 Tagen zu laufen und war bei Erlass der Verfügung vom 13. Januar 2016 verstrichen. 
3.3
3.3.1    Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
3.3.2    Massgeblich für die Zusprechung der ganzen Rente mit der Verfügung 
vom 12. Juni 2006 (Urk. 11/I/33) war der gutachterliche Bericht von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie, vom 3. Januar 2006 (Urk. 11/I/18). Dr. Z.___ war gestützt auf die Untersuchung des Beschwerdeführers zum Schluss gekommen, die wahrscheinlichste Diagnose sei diejenige einer depressiven Episode im Rahmen einer manisch-depressiven Erkrankung. Sie werde gestützt durch das Vorhandensein früherer depressiver Episoden, von denen mindestens eine klar nachweisbar sei. Es bestehe sogar der Verdacht auf eine bipolare Störung, indem die Überschätzung der beruflichen Qualifikation bei der Kündigung, die rasche Scheidung und die möglicherweise überstürzte zweite Heirat auf eine maniforme, hypomanische Phase hindeuteten. Differentialdiagnostisch sei von einer durch das Alter chronifizierten Depression auszugehen. Die depressive Phase daure nunmehr seit eineinhalb Jahren an, so dass die Hoffnung bestehe, dass eine Besserung des Zustandes erreicht werden könne. Im aktuellen Zustand sei der Beschwerdeführer jedoch nicht arbeitsfähig. Noch offen sei, ob von einer dauerhaften Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden müsse. Jedenfalls werde der Beschwerdeführer nie mehr den Anforderungen als Akquisiteur von Kundengeldern entsprechen können. In Frage komme eine Stelle, bei welcher er seine kaufmännische Erfahrung im Bankwesen anwenden könne, allerdings ohne Kundenkontakt. Die laufende therapeutische und die medikamentöse Behandlung seien fortzusetzen (Urk. 11/I/18/7 ff.). Dieser Beurteilung schloss sich der Arzt des RAD am 19. Januar 2006 an (Urk. 11/I/21/3 f.). 
3.3.3    Im Revisionsverfahren, das die Beschwerdegegnerin im März 2007 einleitete (Urk. 11/I/44), holte die Beschwerdegegnerin das psychiatrische Gutachten von Dr. A.___ vom 25. Juli 2007 ein (Urk. 11/I/48). Dieser stellte wie der Vorgutachter die Diagnose einer depressiven Störung, stufte diese aber als eher remittiert ein. Wesentlichere Bedeutung hatte für ihn die ebenfalls gestellte Diagnose einer passiv-abhängigen und ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung mit ausgeprägtem Rückzugsverhalten und symbiotischer Paar-Kollusion. Die Prognose hinsichtlich des bis dahin ausschliesslich ambulanten therapeutischen Ansatzes stufte er als ungünstig ein, wies aber auf weiterführende Behandlungsansätze hin. Für den Begutachtungszeitpunkt ging er von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus (Urk. 11/I/48/12 ff.). 
    Der RAD-Arzt Dr. B.___, der den Beschwerdeführer im Januar 2009 untersuchte (Urk. 11/I/64/1 ff.), stellte sodann ausschliesslich die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig schwerer Episode und hielt fest, eine abhängige und passive Persönlichkeit könne er weder bestätigen noch widerlegen. Auch er ging von einer im damaligen Zeitpunkt vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus (Urk. 11/I/64/6 f.).
3.3.4    Indem Dr. F.___ in seinem Gutachten festhielt, eine auf die Lebensführung des Beschwerdeführers einwirkende, durch medizinische Befunde hinreichend begründbare psychische Störung, welche sich im Sinne eines Klassifikationssystems wie dem ICD-10 belegen liesse, sei bis heute und für die Vorgeschichte nicht nachweisbar (Urk. 11/I/229/204), beschrieb er nicht eine Sachverhaltsveränderung, sondern er würdigte den Sachverhalt auch rückwirkend anders. 
Prof. G.___ und Dr. H.___ sodann führten im Gutachten vom 30. Mai 2018 zusammenfassend aus, der Beschwerdeführer habe im anklagerelevanten Zeitraum (1. Juni 2005 bis 31. Mai 2010; vgl. Urk. 34/57/121) an einer posttraumatischen Verbitterungsstörung und an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gelitten. Diese Störungen seien eng miteinander verknüpft. Die narzisstische Persönlichkeitsstörung mache den Beschwerdeführer in hohem Grad verletzbar für Kränkungs- und Enttäuschungserleben und sei die wesentliche Voraussetzung für eine pathologische Reaktion des Beschwerdeführers für negative, wenn auch lebensübliche Ereignisse. Belastend hätten sich insbesondere negative Erlebnisse in den Bereichen Familie und Beruf ausgewirkt, in denen sich der Beschwerdeführer ein während langer Zeit funktionierendes System mit ausreichenden Quellen der Anerkennung und Wertschätzung als Kompensation für sein negatives und inneres Selbstschema aufgebaut gehabt habe. In besonderer Weise auslösend für ein tiefes Gefühl der Verbitterung und Kränkung sei ein körperlicher Übergriff durch seinen Sohn gewesen (vgl. Urk. 34/57/117 f.). Es sei davon auszugehen, dass die bei der Zusprechung der Rente diagnostizierte depressive Erkrankung und ihre Auswirkungen auf spezifische Funktionen milder und in der Folge auch der Grad der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit geringer eingeschätzt worden wären, wenn alle Aktivitäten des Beschwerdeführers bekannt gewesen wären. Ausserdem wäre dann deutlicher geworden, dass seine verfestigte Haltung, arbeitsunfähig zu sein, als Teil einer komplexen störungsbedingten Fehlhaltung zu bewerten sei. Die dringende Notwendigkeit einer zielgerichteten und sich inhaltlich von einer üblichen Depressionsbehandlung unterscheidenden, psychotherapeutischen Intervention hinsichtlich der Persönlichkeitsproblematik des Beschwerdeführers wäre damit früher deutlich geworden (Urk. 34/57/121). Auch diese beiden Gutachter beschrieben damit nicht eine Sachverhaltsänderung, sondern sie würdigten den massgeblichen Sachverhalt im Verlauf neu und abweichend vom Abklärungsergebnis im Zeitpunkt der Zusprechung der Invalidenrente mit Verfügung vom 12. Juni 2005 (Urk. 11/I/33) sowie anlässlich der Bestätigung des Rentenanspruchs am 25. Januar 2008 (Urk. 11/I/67). 
3.3.5    Nach der Rechtsprechung kann unter Umständen ein früher nicht gezeigtes Verhalten eine im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG relevante Tatsachenänderung darstellen, wenn es sich auf den Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Rentenanspruchs auswirken kann. Dies trifft zu bei Versicherten mit einem Beschwerdebild, auf das die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 anwendbar ist und ein Ausschlussgrund vorliegt, das heisst die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht, die eindeutig über die blosse (unbewusste) Tendenz zur Schmerzausweitung und -verdeutlichung hinausgeht (Urteil des Bundesgerichts 9C_621/2018 vom 27. November 2018 
E. 5.3.1 mit Hinweisen). Auch eine solche Konstellation liegt hier nicht vor. 
Die von Dr. F.___ beschriebene Aggravation betrifft nicht ein im Verlauf 
erst aufgetretenes, sondern ein von Beginn gezeigtes Verhalten (Urk. 11/I/229/207 ff.). Auch Prof. G.___ und Dr. H.___ beschrieben im Gutachten vom 30. Mai 2018 eine im Verlauf mit der Verbitterungsstörung aufgetretene Aggravation (Urk. 34/57/116). Somit liegt auch hier nicht eine Sachverhaltsänderung vor, worauf der Beschwerdeführer richtigerweise hingewiesen hat (Urk. 41 S. 9). Auf den Revisionsgrund gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG vermag sich zusammengefasst der Entscheid der Beschwerdegegnerin nicht zu stützen.
3.4
3.4.1    Die IV-Stelle kann auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). 
    Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). 
3.4.2    Mit Verfügung vom 12. Juni 2006 sprach die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juni 2005 eine ganze Rente zu (Urk. 11/I/33). Die für diesen Entscheid massgebende Beurteilung in medizinischer Hinsicht geht auf die Beurteilung von Dr. Z.___ zurück. Dieser war in seinem Gutachten vom 3. Januar 2006 zum Schluss gekommen, die wahrscheinlichste Diagnose sei eine depressive Episode im Rahmen eines manisch-depressiven Krankseins. Die Diagnose werde gestützt durch das Vorhandensein früherer depressiver Episoden, von denen mindestens eine klar nachweisbar sei. Zwischen Februar und Dezember 2002 sei der Beschwerdeführer deswegen bereits arbeitsunfähig gewesen. Es bestehe überdies der Verdacht auf eine bipolare Störung. Differentialdiagnostisch biete sich zudem die Diagnose einer durch das Alter chronifizierten Depression an. Die ICD-10 stelle hierfür mit der Ziffer F06.32 eine besondere Kodierung zur Verfügung (Urk. 11/I/18/7). 
3.4.3    Die Darlegungen lassen keinen eindeutigen Schluss zu, welches Leiden seinerzeit bestimmend dafür war, dass der Beschwerdeführer nach der Einschätzung des Gutachters seine bisherige Tätigkeit als Akquisiteur von Kundengeldern in einer Bank nicht mehr ausüben konnte. Die Depression wurde nur als wahrscheinlich eingestuft und es fehlen nähere Angaben zum damit in Verbindung gebrachten manisch-depressiven Leiden. Sodann wurde als blosse Verdachtsdiagnose eine bipolare Störung erwähnt, was als Nachweis eines invalidisierenden Leidens nicht ausreicht (Urteil des Bundesgerichts 8C_300/2021 vom 23. Juni 2021 E. 4.2.1). Zur Differentialdiagnose einer durch das Alter chronifizierten Depression fehlen Angaben über die hierfür erforderlichen Befunde. Eine Diagnose gemäss ICD-10 F06.32 setzt ein organisches Substrat voraus (vgl. Dilling/Mombour/Schmidt, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), 10. Aufl., Bern 2015, S. 97 f.). Hierzu machte der Gutachter keinerlei Angaben. Hinzu kommt, dass der Gutachter davon ausging, mittels einer konsequenten Behandlung und mit geeigneten beruflichen Massnahmen sei eine Reintegration in eine weniger qualifizierte Arbeit im Bankenwesen möglich und eine solche sei anzugehen. Erst nach dem Scheitern entsprechender Bemühungen sei die Zusprechung einer Rente in Betracht zu ziehen (Urk. 11/I/18/8). Der RAD-Arzt Dr. I.___ erachtete diese Beurteilung ohne weitere Kommentierung in seiner Stellungnahme vom 19. Januar 2006 als überzeugend (Urk. 11/I/21/4). 
3.4.4    Trotz der unklaren diagnostischen Situation und der ausdrücklichen Empfehlung des Gutachters Dr. Z.___, vor der Zusprechung einer Rente zunächst parallel zur antidepressiven Behandlung eine von Eingliederungsmassnahmen begleitete berufliche Reintegration einzuleiten, sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 12. Juni 2006 mit Wirkung ab dem 1. Juni 2006 eine unbefristete ganze Rente zu. Dieser Entscheid muss als zweifellos unrichtig qualifiziert werden. Bezüglich depressiver Leiden sah die seinerzeit beachtliche Rechtsprechung klar vor, es müsse eine von depressiven Verstimmungszuständen und von den Folgen soziokultureller Belastungsfaktoren klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder ein damit vergleichbarer psychischer Leidenszustand vorliegen (BGE 127 V 294 
E. 5a). Diesen Anforderungen genügte die seinerzeitige Sachverhaltsabklärung klarerweise nicht. Der Rückkommensgrund der Wiedererwägung ist damit gegeben. Da es sich um eine Dauerleistung handelt, ist die Berichtigung von erheblicher Bedeutung. Der Umstand, dass eine Rentenverfügung anlässlich einer Revision bestätigt worden ist, steht einer späteren Wiedererwägung nicht entgegen. Die zwischenzeitliche Bestätigung der Rente - hier erfolgt mit der Mitteilung vom 25. Januar 2008 (Urk. 11/I/67) - ist wiedererwägungsrechtlich unerheblich (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 30-31 Rz 83 mit Hinweisen). 
3.4.5    Die von der Beschwerdegegnerin mit der angefochtenen Verfügung vorgenommene Aufhebung der seinerzeitigen Verfügung vom 12. Juni 2006 und die Verneinung eines weiteren Rentenanspruchs sind demnach basierend auf den hierfür geltenden Regeln materiell zu prüfen. Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung gilt es grundsätzlich, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen. Dabei ist – wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung zu ermitteln (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 mit Hinweisen, 141 V 9 E. 2.3). Die wiedererwägungsweise Rentenaufhebung oder -herabsetzung erfolgt in der Regel vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV; vgl. BGE 142 V 259 E. 3.2.1 mit Hinweisen; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_880/2015 vom 21. März 2016 E. 3.2 und 9C_258/2014 vom 3. September 2014 E. 3.2, je mit Hinweisen). Eine rückwirkende Rentenaufhebung oder -herabsetzung kommt im Fall einer unrechtmässigen Leistungserwirkung oder einer Verletzung der Meldepflicht in Frage (Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV sowohl in der bis Ende Dezember 2014 als auch in der seither geltenden Fassung), wobei diese seit der Revision von Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV per 1. Januar 2015 für den unrechtmässigen Leistungsbezug nicht – mehr – kausal gewesen sein muss (BGE 142 V 259 E. 3.2.1 mit Hinweisen; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_813/2016 vom 10. März 2017 E. 5 und 8C_11/2008 vom 29. April 2008 E. 4.2). Dies ist nachfolgend zu prüfen. 
3.4.6    Zuvor bleibt darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin die betreffend Wiedererwägung der Verfügung vom 12. Juni 2006 zunächst am 3. Dezember 2015 erlassene Verfügung noch vor Ablauf der Rechtsmittelfrist mit der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 13. Januar 2016 wieder aufgehoben und einen betreffend Wiedererwägung gleichlautenden, jedoch mit Bezug auf die Rückforderung abgeänderten Entscheid erlassen hat. Anstelle von Fr. 87'458.-- (Urk. 11/I/272/5) beläuft sich die Rückforderung nunmehr auf Fr. 75'418.-- (Urk. 2 S. 5). Hierzu ist auf das in vorstehender E. 3.4.1 Ausgeführte zu verweisen. Es stand im Ermessen der Beschwerdegegnerin, die von ihr am 3. Dezember 2015 erlassene Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen und durch einen betreffend das Rückforderungsquantitativ abgeänderten Entscheid zu ersetzen. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer dieses Vorgehen auch nicht weiter beanstandet (Urk. 1 S. 3 f.). 

4.
4.1
4.1.1    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
    Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
4.1.2    Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
    Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes oder eines Arztgutachtens ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
    Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezialärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom 11. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen).
4.2
4.2.1    Die Beschwerdegegnerin führte in der Verfügung vom 13. Januar 2016 zum Ergebnis der medizinischen Abklärung aus, gemäss dem Gutachten von Dr. F.___ liege kein Gesundheitsschaden mit Krankheitswert im Sinne der Invalidenversicherung vor. Erstellt sei auch, dass ein solcher Zustand zu keinem Zeitpunkt vorgelegen habe. Aus dem Gutachten ergebe sich, dass die psychische Beschwerdesymptomatik und die hieraus resultierenden Einschränkungen im Hinblick auf Versicherungsleistungen gegenüber den behandelnden Ärzten, Gutachtern und Abklärungspersonen simuliert worden seien. Auch seien leistungsrelevante Sachverhalte, wie etwa der Aufbau und die Tätigkeit als Präsident der Handelskammer E.___, die am 16. Juli 2007 im Handelsregister eingetragen worden sei, nicht gemeldet worden. Somit lägen eine unrechtsmässige Anspruchsbegründung und eine Meldepflichtverletzung vor. Die vom Beschwerdeführer gegen die Begutachtung von Dr. F.___ erhobenen Einwände seien nicht stichhaltig. Es handle sich keineswegs nur um ein Gefälligkeitsgutachten. Die Begutachtung sei sehr umfangreich ausgefallen und dem Gutachter hätten sämtliche Unterlagen zur Verfügung gestanden, insbesondere die Unterlagen zu den früher erfolgten ärztlichen Beurteilungen und auch die Akten aus dem Strafverfahren. Damit und mit den erhobenen Befunden habe sich der Gutachter sehr sorgfältig auseinandergesetzt. Die Beurteilung von Dr. F.___ überzeuge vor dem Hintergrund der umfassenden Darstellung des Störungsbildes durch den Beschwerdeführer in der Untersuchung einerseits und angesichts der fehlenden und falschen Sachverhaltskenntnisse der Vorgutachter andererseits (Urk. 2 S. 2 ff.). 
    In der Stellungnahme vom 10. Oktober 2019 ergänzte die Beschwerdegegnerin, bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes durch das Gutachten von Prof. G.___ und Dr. H.___ vom 30. Mai 2018, das im Strafverfahren eingeholt worden sei, handle es sich um eine im invalidenversicherungsrechtlichen Sinne andere Beurteilung eines unverändert gebliebenen Sachverhalts. An der Beweistauglichkeit des Gutachtens von Dr. F.___ ändere sich dadurch nichts (Urk. 30 S. 1 f.). 
4.2.2    Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, das Gutachten von Dr. F.___ genüge den praxisgemäss zu beachtenden Beweisgrundsätzen nicht. Die von den übrigen echtzeitlichen ärztlichen Beurteilungen abweichende retrospektive Beurteilung über eine Zeitdauer von etlichen Jahren überzeuge nicht. Seriös sei eine solche retrospektive Einschätzung gar nicht möglich. Auch das Bundesgericht habe festgehalten, dass eine retrospektive Beurteilung stets mit einer Unsicherheit behaftet sei (Urteil des Bundesgerichts 9C_343/2012 vom 11. Oktober 2012 E. 4.3.2). Zudem sei der Gutachter auf die Vorberichte inhaltlich nicht im erforderlichen Ausmass eingegangen; insbesondere habe er sich mit den darin gestellten Diagnosen nicht auseinandergesetzt. Den Nachweis, dass für die gesamte Dauer des Rentenbezuges keine Erwerbsunfähigkeit vorgelegen habe, erbringe das Gutachten von Dr. F.___ nicht. In der psychiatrischen Exploration seien subjektive Angaben naturgemäss von Bedeutung, Dr. F.___ habe diese aber nicht unvoreingenommen bewertet. Zur Frage der Erwerbsunfähigkeit habe er sich an keiner Stelle im erforderlichen Mass geäussert. Die lediglich punktuelle Tätigkeit für die Handelskammer E.___ ändere nichts daran, dass effektiv eine Erwerbunfähigkeit vorgelegen habe. Die depressive Erkrankung habe eine normale Arbeit nicht zugelassen. Zu beachten sei sodann, dass Dr. F.___ keine fremdanamnestischen Auskünfte eingeholt habe. Angesichts der objektiven Mängel des Gutachtens von Dr. F.___ gewinne die Beurteilung durch den langjährig behandelnden Arzt Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, an Bedeutung. Dieser habe nachvollziehbar dargelegt, dass keine verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr gegeben sei (Urk. 1 S. 4-11). Gemäss dem vom Obergericht des Kantons Zürich im Strafverfahren eingeholten Gutachten von Prof. G.___ und Dr. H.___ liege keine generelle, absichtliche und gezielte Vortäuschung einer psychischen Erkrankung vor, sondern eine psychische Erkrankung in Form einer posttraumatischen Verbitterungsstörung, die sich in relevanter Weise auf die Erwerbsfähigkeit auswirke. Vor dem Hintergrund der auch von den übrigen involvierten Ärzten und insbesondere von Dr. J.___ attestierten Arbeitsunfähigkeit sei demnach nachgewiesen, dass seit dem 22. Februar 2002 eine erwerbliche Betätigung nicht mehr zumutbar sei (Urk. 41 S. 2 ff.). 
4.3
4.3.1    Dr. F.___ untersuchte den Beschwerdeführer im Auftrag der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 11/I/209) an mehreren Tagen während insgesamt 17,5 Stunden. Es standen ihm die Akten unter Einschluss derjenigen aus dem Strafverfahren zu Verfügung (Urk. 11/I/229/5 f.). Besonderen Bezug nahm er auf die Krankengeschichte des behandelnden Psychiaters Dr. J.___ (Urk. 11/I/229/69-87), auf diejenige der Klinik K.___ in L.___ (Urk. 11/I/229/88/90) und auf diejenige des Hausarztes (Urk. 11/I/229/90 f.). Sodann hatte der Beschwerdeführer ausführlich Gelegenheit, sich zur Vorgeschichte und zu seinen Beschwerden zu äussern (Urk. 11/I/229/94 ff.) und Dr. F.___ erhob den psychopathologischen Befund (Urk. 11/I/229/139 ff.). Dem fügt sich die diagnostische Beurteilung und die Beantwortung der gestellten Fragen und Zusatzfragen an (Urk. 11/I/229/153 ff.). Anhand der erhobenen Befunde untersuchte der Experte die diagnostischen Voraussetzungen folgender Leiden respektive Leidenskategorien: organische und substanzinduzierte Störungen oder eine Störung aus dem Formenkreis der Schizophrenie, affektive oder Persönlichkeitsstörungen, neurotische, Belastungs- oder somatoforme Störungen sowie Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen oder Faktoren (Urk. 11/I/229/2 u. Urk. 11/I/229/153 ff.). 
    Hinweise für eine organische oder substanzinduzierte Störung oder für eine Störung aus dem Formenkreis der Schizophrenien verneinte der Gutachter mit der Begründung, Anzeichen hierfür seien klarerweise nicht vorhanden. Insbesondere liege keine Abhängigkeitserkrankung vor (Urk. 11/I/229/153). 
    Der Gutachter führte sodann unter äusserst detaillierter Bezugnahme auf die familiären und beruflichen Ereignisse, schwergewichtig in der Zeit ab der Jahrtausendwende (unter Angabe der jeweiligen Quellen: Darstellung des Beschwerdeführers, Krankengeschichte von Dr. J.___, Akten des Strafverfahrens, frühere Gutachten) aus, das Befinden des Beschwerdeführers, namentlich Niedergeschlagenheit, Bedrückung, Ängste oder Sorgen, sei durch die ungünstigen Vorkommnisse (berufliche Probleme, gescheiterte Ehe, Probleme mit den Kindern) und somit in erster Linie durch die psychosoziale Belastung und weniger durch eine eigentliche depressive Symptomatik bestimmt gewesen. Die Angaben des Beschwerdeführers, das berufliche Scheitern sei allein Folge des Angriffs durch seinen Sohn, und die dadurch bedingte psychische Belastung seien nicht ohne Weiteres plausibel, auch wenn das Gefühl der möglichen Versöhnung mit dem Sohn verloren gegangen sei. Effektiv sei die Freistellung durch die Arbeitgeberin nicht in den auf den Angriff folgenden Tagen erfolgt, sondern erst sechs Wochen danach. Ferner habe bei der Freistellung auch die Frage respektive die Vorbereitung einer künftigen beruflichen Selbständigkeit des Beschwerdeführers eine Rolle gespielt. Anlässlich der Begutachtung habe der Beschwerdeführer zwar einerseits angegeben, die Freistellung durch die Arbeitgeberin habe ihn aus der Bahn geworfen, anderseits sei aber die quälende Mühe des Depressiven, eine Leistung zu erbringen, die zu erbringen ihm tatsächlich nicht mehr möglich sei, nicht deutlich geworden. Die behandelnden Ärzte hätten zwar die für die Diagnose einer depressiven Störung mit mittelgradigen Episoden erforderlichen Symptome oder diejenigen für eine schwergradige Episode teilweise beschrieben, allerdings seien diese durch die Feststellungen anderer Ärzte nicht ausreichend belegt. Beispielsweise seien anlässlich der stationären Behandlung orthopädischer Natur im Spital M.___ im Jahr 2005 (vgl. Urk. 11/I/229/7) die Auffassungsgabe und das Konzentrationsvermögen als uneingeschränkt beschrieben und auch sonst keinerlei Auffälligkeiten psychischer Art festgestellt worden. Die mit einer schwergradigen Depression einhergehenden Symptome, insbesondere Verzweiflung, Agitiertheit, ausgeprägte Antriebshemmung und Verlust des Selbstwertgefühls seien auch nicht vereinbar mit der vom Beschwerdeführer nach dem Verlust seiner Stelle bei der Bank Y.___ im Jahr 2004 ergriffenen Initiative zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit mit Gründung einer Unternehmung und Schaffung einer Webseite. Der Beschwerdeführer habe diese Aktivitäten mit dem Willen zur Dissimulation seines Zustandes mit fehlendem Antrieb, stark eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit, erheblich beeinträchtigter Auffassungsfähigkeit, schwerer Antriebsstörung und mit Insuffizienzgefühlen begründet. Diese Erklärung bedeute, dass der Beschwerdeführer einen Antrieb hätte zeigen können, der krankheitsbedingt gefehlt habe, und ein Konzentrationsvermögen, das effektiv in hohem Mass beeinträchtigt gewesen sei, ein Auffassungsvermögen, das tatsächlich gestört, sowie ein Selbstwertgefühl, das in Tat und Wahrheit nicht vorhanden gewesen sei. Die Vortäuschung tatsächlich nicht bestehender kognitiver Beeinträchtigungen sei im Gegensatz zur Vortäuschung kognitiver Beeinträchtigungen oder zur Aggravation bestehender kognitiver Beeinträchtigungen nicht möglich. So könne beispielsweise die Konzentrationsfähigkeit insofern nicht gespielt werden, als ein Mensch, der in der Untersuchung eine erhaltene Konzentrationsfähigkeit aufweise, eben auch über eine solche verfüge. Die Aktivitäten in Bezug auf die Gründung und Vorbereitung einer beruflichen Unternehmung seien unabhängig vom Ausmass der späteren Aktivitäten nicht mit der Feststellung des behandelnden Psychiaters (Dr. J.___; vgl. Urk. 11/I/229/7 f., 22 f., 28 f., 42 ff., 66 ff.) vereinbar, es seien die Gedanken des Beschwerdeführers auf die Unmöglichkeit arbeiten zu können eingeengt gewesen. Anlässlich der Begutachtung im Jahr 2006 (durch Dr. Z.___; vgl. Urk. 11/I/10 ff.) habe der Experte im Zusammenhang mit der sinngemäss diagnostizieren schweren depressiven Episode auf verschiedene belastende Lebensumstände hingewiesen (familiäre Belastungen, Stellenverlust, Schulden). Im Zusammenhang mit dem objektiven Befund sei festgehalten worden, dass der Kontakt mit dem Beschwerdeführer leicht gelinge. Der Gutachter habe aber auch eine ersterbende Stimme erwähnt, mit der der Beschwerdeführer gesprochen habe und die die Untersuchung erschwert habe, ferner verlängerte Antwortlatenzen und eine das ganze Verhalten beherrschende Emotion der Depression. In seinen Überlegungen habe der Gutachter die reale Situation im Bankengewerbe in den Vordergrund gerückt und habe auch die Möglichkeit eines in der Vergangenheit bestehenden Missverhältnisses zwischen beruflicher Stellung und beruflicher Qualifikation hervorgehoben und für den Fall einer Besserung des Zustandsbildes eine Arbeitsmöglichkeit ohne Kundenkontakt im kaufmännischen Bereich erwähnt. Effektiv habe der Gutachter aber nur einen unvollständigen psychopathologischen Befund dargestellt. Insbesondere sei er nicht der Frage nachgegangen, weswegen bei einem schwer Depressiven der Kontakt leicht gelinge, und er habe sich auch nicht gefragt, inwieweit eine ersterbende Stimme mit einer leichten Kontaktaufnahme vereinbar sei. Nicht geklärt habe der Gutachter auch die plötzliche Lebhaftigkeit und Initiative des Beschwerdeführers, die sich in der Auflehnung gegen die Vorstellung einer möglichen Arbeitstätigkeit gezeigt habe. Aus den Darlegungen des seinerzeitigen Gutachters ergebe sich sodann nicht, dass der Beschwerdeführer irgendwelche Hinweise auf seine Vorstellungen von beruflicher Selbständigkeit und die diesbezüglich unternommenen Aktivitäten gemacht hätte. Nicht erörtert habe der Gutachter schliesslich auch die Bedeutung der mangelnden therapeutischen Compliance, insbesondere die ungenügende Öffnung des Beschwerdeführers gegenüber Behandlungsmassnahmen, wie sie an sich bei einer psychischen Störung von der beim Beschwerdeführer diagnostizierten Art üblich seien. Wenig überzeugend seien sodann auch die vom behandelnden Psychiater Dr. J.___ einerseits festgestellte erhebliche Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten bei gleichzeitig uneingeschränkt attestierter Fahrfähigkeit. Auffällig sei auch, dass trotz Erwähnung ausgeprägter depressiver Symptome und anhaltend attestierter vollständiger Arbeitsunfähigkeit keine Anpassung der Therapieansätze stattgefunden habe, wobei sich vor allem der Beschwerdeführer jeweils dagegen ausgesprochen habe. Gleichzeitig lasse sich diese ablehnende Haltung nicht als Ausdruck eines depressiven Erlebens einordnen. Im Widerspruch zu den mit einer depressiven Erkrankung verbundenen Beeinträchtigungen mit nach Darstellung des Beschwerdeführers passiv-abhängigen und vermeidend-ängstlichen Zügen mit dem Verlust von praktisch allen Aussenkontakten stehe die Tätigkeit als Präsident der im Juli 2007 gegründeten Handelskammer E.___. Dieses Engagement habe, soweit sich den Angaben in den Akten hierzu entnehmen lasse, keiner bloss ehrenamtlichen Betätigung entsprochen, wobei auch eine solche im Widerspruch zu den in der Krankengeschichte von Dr. J.___ und in anderen ärztlichen Berichten beschriebenen Beeinträchtigungen gestanden hätte. Zusammenfassend hielt Dr. F.___ fest, subjektive Leiden in der Form von Sorgen, Niedergeschlagenheit, Gereiztheit oder von Versagensgefühlen seien durchaus Varianten normalpsychologischen Erlebens und umso mehr zu erwarten, je deutlicher eine soziale Situation durch sie gekennzeichnet sei, was beim Beschwerdeführer mit mehrfachem Verlust der Stelle, mit vergeblichen Versuchen einer selbständigen Erwerbstätigkeit, mit einer prekären wirtschaftlichen Situation und mit familiären Problemen der Fall sei. Jedoch habe in der Untersuchung kein Zustand nachgewiesen werden können, in dem der Beschwerdeführer in seiner ganzen Person von Leid und Qual erfasst gewesen wäre, in dem alles, was er erlebe oder sich vorstelle oder dessen er sich erinnere, schmerzbetont sei, in dem er sich selbst minderwertig und hilflos gegenüber einer übermächtigen und bedrohlichen Welt vorkäme, in dem er sich masslos wirkende Sorgen gemacht und eine übersteigerte Traurigkeit gezeigt habe, in dem er eine tatsächlich deutliche Depersonalisation im Sinne eines stark verminderten oder verlorenen Vitalgefühls aufgewiesen habe, in dem er abweichend von der Befundlage durch depressives Erleben und depressive Antriebsveränderung gekennzeichnete kognitive Auffälligkeiten geboten habe, in dem auch eine Entschlussunfähigkeit erkennbar gewesen sei, die Motorik langsam, kraftlos und mühsam erschienen sei und in dem sich eine ihn ganz erfassende Depressivität auch sprachlich ausgedrückt hätte. Eine Depressivität und eine ausgeprägte Antriebsveränderung, die den Beschwerdeführer als Person ganz umfasse, lasse sich aktuell nicht erkennen und habe sich weder anlässlich der verkehrsmedizinischen Untersuchung durch das Institut N.___ im Jahr 2010 (vgl. Urk. 11/I/229/81-84) noch anlässlich der gutachterlichen Untersuchung im Jahr 2007 (durch Dr. A.___; vgl. Urk. 11/I/48) erkennen lassen. Andererseits seien für eine Depression sprechende Befunde anlässlich der Untersuchung durch den RAD im Januar 2008 zunächst bejaht, die diagnostischen Schlussfolgerungen aber aufgrund fremdanamnestischer Auskünfte revidiert worden. Anlässlich der gutachterlichen Untersuchung 2005/06 (durch Dr. Z.___; vgl. Urk. 11/I/18) hätten die Befunde und die gutachterlichen Überlegungen den sich in dieser Zeit tatsächlich gezeigten Aktivitäten widersprochen. Aktuell könne die Diagnose einer affektiven Störung im Sinne von Kapitel F3 der ICD-10 nicht gestellt werden und es sei auch nicht möglich, die Berechtigung einer derartigen Diagnose für die Vergangenheit zu bestätigen (Urk. 11/I/154-199).
    Biografisch bestimmend sei beim Beschwerdeführer ein Gefühl der Benachteiligung, weswegen familiäre und berufliche Anerkennung einen besonderen Stellenwert erhalten hätten, gleichzeitig aber die Rückschläge und Misserfolge auf diesen Ebenen (Scheitern der ersten Ehe, Abkehr der Söhne von ihm, Stellenverluste) in erster Linie als narzisstische Kränkung erlebt worden seien. Mithin sei die Selbstwertregulation im Leben des Beschwerdeführers bestimmend. Allerdings lasse sich kein bis ins Jugendalter zurückzuverfolgendes, tief wurzelndes und anhaltendes Verhaltensmuster belegen, dass von einer Persönlichkeitsstörung ausgegangen werden könnte. Bejaht werden könne hingegen das Vorhandensein von akzentuierten narzisstischen Persönlichkeitszügen, wobei diesen kein krankheitswertiger Charakter zuzumessen sei (Urk. 11/I/229/199-200). 
    Abgesehen von einer phobischen Störung, die angesichts fehlender mit ihr verbundener Einschränkung der Lebensführung aber nicht krankheitswertig sei, könne eine reaktive neurotische Belastungs- oder somatoforme Störung im Sinne des Kapitels F4 der ICD-10 nicht nachgewiesen werden. Es seien auch keine Hinweise auf Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Faktoren im Sinne von Kapitel F5 der ICD-10 vorhanden. Dass den Beschwerdeführer sodann die geringe bis fehlende Libido im Sinne eines Mangels oder Verlusts der sexuellen Aktivität gemäss ICD-10 F52.0 belaste, sei von ihm nicht beschrieben worden (Urk. 11/I/229/203). 
4.3.2    Prof. G.___ und Dr. H.___ erstatteten am 30. Mai 2018 ihr psychiatrisches Gutachten (Urk. 34/57/2). Das Obergericht des Kantons Zürich hatte dieses im Rahmen des dort hängigen Berufungsprozesses im Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer betreffend Betrug etc. in Auftrag gegeben. Das Gutachten basiert auf mehreren Untersuchungen des Beschwerdeführers und den zur Verfügung gestellten Akten der Strafuntersuchung (Urk. 34/57/2). 
    Die Gutachter wiesen darauf hin, dem Beschwerdeführer sei 2006 gestützt auf ein Gutachten mit der Diagnose einer depressiven Erkrankung rückwirkend per Juni 2005 eine Rente zugesprochen worden. Im Rahmen von Revisionsverfahren seien die Beschwerden des Beschwerdeführers von den jeweiligen Beurteilern sodann unterschiedlich eingeschätzt worden (Urk. 34/57/86). 
    Das Scheitern der ersten Ehe ab Mitte der Neunzigerjahre mit anschliessender Scheidung, die zunehmende Entfremdung von seinen Söhnen und berufliche Rückschläge mit dem Verlust von Arbeitsstellen hätten beim Beschwerdeführer zu Anpassungsreaktionen und ein tätlicher Angriff durch seinen jüngeren Sohn zu einer posttraumatischen Reaktion und zur dauerhaften Aufgabe seiner beruflichen Tätigkeit geführt. Auf der anderen Seite sei der Beschwerdeführer in den Folgejahren auch wieder aktiv in Erscheinung getreten, Im Juli 2007 sei die Handelskammer E.___, als deren Präsident der Beschwerdeführer in Erscheinung getreten sei, im Handelsregister eingetragen worden. Im August 2007 habe der Beschwerdeführer die Vorstandsmitglieder über eine Reise nach O.___ und über vorbereitende Aktivitäten bezüglich der Eröffnungsveranstaltung, die auch Interviews beinhaltet habe, informiert. Im Oktober 2007 sei der Beschwerdeführer zur Einzelzeichnung befugt worden und er habe den Internetauftritt gestaltet. Im Januar 2008 habe der Beschwerdeführer an zwei Vorstandssitzungen der Handelskammer E.___ teilgenommen und habe sich in der Folge bemüht, hochrangige o.___ Persönlichkeiten für die Eröffnungsveranstaltung zu gewinnen. Auf seinem Computer habe der Beschwerdeführer eine Vielzahl von Dokumenten, wie Vollmachten, Vereinbarungen, strategische Arbeitspapiere, Provisionsverträge, Pressemitteilungen und Organisationsschreiben im Zusammenhang mit dem Engagement für die Handelskammer E.___ erstellt. Dokumentiert seien auch mehrere hundert Telefongespräche in der Zeit von Juli 2008 und März 2009. Anlässlich der im weiteren Verlauf nach der Zusprechung der Rente erfolgten psychiatrischen Abklärungen seien unterschiedlich ausgeprägte Befunde erhoben und unterschiedliche diagnostische Beurteilungen abgegeben worden (Urk. 34/57/87 ff.). 
    Aufgrund der aktuellen Untersuchung und der Zusammenschau der biografischen und krankheitsanamnestischen Informationen sei die Diagnose einer spezifischen Reaktion auf eine schwere Belastung (ICD-10 F43.8) im Sinne einer posttraumatischen Verbitterungsstörung zu stellen. Diese sei auf dem Boden einer narzisstischen Selbstwertproblematik entstanden, die ihrerseits die diagnostischen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.8) aufweise. Die posttraumatische Verbitterungsstörung sei ein vergleichsweise neues Störungskonzept und beschreibe Patienten, die in der Folge eines singulären Ereignisses unter 
einer schwer behandelbaren emotionalen Störung litten. Die Emotionen von Enttäuschung und Verbitterung hätten das Verhalten und das Erleben des Beschwerdeführers zunehmend geprägt. Durch den tätlichen Angriff des Sohnes sei das Störungsbild vollends ausgeprägt. Die Diagnose der Verbitterungsstörung biete die geeignete Grundlage, um zumindest einen Teil der bisherigen Widersprüche in den diagnostischen Beurteilungen aufzulösen. Das bezüglich dieser Störung hauptverursachende Ereignis sei auf dem März 2004 mit dem Angriff durch den Sohn zu datieren. Entsprechend sei das anschliessende Beschwerdebild vom behandelnden Psychiater als akute posttraumatische Reaktion beschrieben und von diesem bis Februar 2005 noch als Anpassungsstörung nach ICD-10 codiert worden. Auch nachdem der behandelnde Arzt die Diagnose in eine rezidivierende depressive Störung geändert habe, seien im Rahmen der nachfolgenden medizinischen Beurteilungen immer wieder psychosoziale Aspekte als Ursache der Beschwerden und der Arbeitsunfähigkeit festgestellt und diskutiert worden. Dies passe zu der Konzeptualisierung der posttraumatischen Verbitterungsstörung als Sonderform einer pathologischen Belastungsreaktion. Die von der posttraumatischen Verbitterungsstörung Betroffenen litten unter einer Vielzahl von Symptomen, die auch die diagnostischen Kriterien anderer psychischer Störungen bildeten, insbesondere Angststörungen, depressive Episoden, psychosomatische Beschwerden oder Dysthymien. Tatsächlich litten Patienten mit einer posttraumatischen Verbitterungsstörung häufig auch unter einer depressiven Erkrankung. Dass beim Beschwerdeführer eine solche Diagnose gestellt worden sei, sei denn auch nicht per se falsch. Wie von Dr. F.___ beschrieben entspreche der Zustand des Beschwerdeführers aber qualitativ nicht dem einer depressiven Störung. Der Unterschied zeige sich in erster Linie am Affekt. Bei der posttraumatischen Verbitterungsstörung sei die Modulationsfähigkeit des Affekts ungestört. Die Kernemotion der Verbitterung sei zudem eine deutlich andere Emotion als die anhedon depressive Verstimmung bei der Depression. Der modulierbare und phasenweise ungestörte Affekt des Beschwerdeführers sowie die Kernemotion der Verbitterung bildeten die Kernabgrenzungsmerkmale zur Depression. Die bei einer Verbitterungsstörung auftretenden und vom Beschwerdeführer auch beschriebenen Selbstvorwürfe, die Herabgestimmtheit und die Gefühle von Hilf- und Hoffnungslosigkeit ähnelten zwar den gedanklichen und emotionalen Auslenkungen bei der Depression. Das Emotionsspektrum bei der Verbitterungsstörung mit Groll, Aggression und Gekränktheit und dem Gefangensein in einem negativen Lebensereignis gehe aber weit über dasjenige bei einer Depression hinaus. Beim Beschwerdeführer sei eine entsprechende Symptomatik ab 2001 klinisch auffällig geworden und habe 2004 mit der Vollausprägung einer Verbitterungsstörung ihren Höhepunkt erlangt. Bei einer depressiven Erkrankung wäre dagegen ein anhaltend erstarrter, wenig modulierbarer und vor allem verarmter Affekt zu erwarten gewesen. Dieser hätte sich, anders als der Beschwerdeführer seine Befindlichkeit beschreiben habe, weder situationsbedingt noch in zeitlicher Hinsicht ständig geändert. Dies könne als Verstehenshintergrund dafür dienen, dass der Beschwerdeführer auf Laien in spezifischen Situationen vollkommen unauffällig gewirkt habe oder bei Ablenkung und erfreulichen Ereignissen sogar bester Laune gewesen sei. Die Reagibilität mache verständlich, weshalb der Zustand von Vorgutachtern widersprüchlich beurteilt worden sei und entweder ein ausgeprägt depressiver Affekt von Gutachtern gar nicht gesehen oder ein depressiver Affekt als gebessert beschrieben worden sei (Urk. 34/57/88 ff.). 
    Vor diesem Hintergrund lasse sich somit feststellen, dass der Beschwerdeführer sich über die Jahre in einem subjektiv immer gleichbleibenden und ihn ständig begleitenden Zustand der schweren Verbitterung und des seelischen Schmerzes über negative Lebensereignisse befunden und sich zerstört und arbeitsunfähig gefühlt habe. Zugleich gebe es in seiner Lebenswirklichkeit aber Hinweise dafür, dass er an vorbestehende Ressourcen habe anknüpfen, sein Wissen und seine Kontakte an andere weitervermitteln und sich organisatorisch in Projekte habe einbringen können, auch wenn seine diesbezügliche Schaffenskraft möglicherweise nicht mehr seinen ehemaligen Fähigkeiten und seinem Anspruch entsprochen habe. In Übereinstimmung mit Dr. F.___ sei festzustellen, dass die spätestens seit 2004 beobachteten Auffälligkeiten im Zusammenhang mit einer narzisstischen Selbstwertproblematik stünden. Anders als Dr. F.___, der von einer narzisstischen Persönlichkeitsakzentuierung ausgegangen sei, seien effektiv die Kriterien für eine narzisstische Persönlichkeitsstörung erfüllt. Der Beschwerdeführer zeige insbesondere ein tiefgreifendes Muster von Grossartigkeit, ein Bedürfnis nach Bewunderung und einen Mangel an Empathie und der Stellenwert der Selbstwertthematik habe sich bereits seit der Jugend angedeutet. Bis heute denke der Beschwerdeführer in gekränkter und verletzter Weise immer wieder und täglich an die Situation mit den Söhnen und die beruflichen Probleme zurück. Bereits früh habe sich auch die Überzeugung herausgebildet, dass alles sowieso keinen Sinn mehr mache und dass er nicht mehr arbeiten könne. In der Folge habe er sich - abgesehen von den selbstwertregulierenden Tätigkeiten als Präsident verschiedener Institutionen - auf sein Gramerleben zurückgezogen und habe sich trotz seiner häufigen Anwesenheit zu Hause in der Lage gefühlt, seine Ehefrau im Haushalt zu entlasten. Deren Belastung durch Vollzeitstelle, Kinderbetreuung und Haushalt habe der Beschwerdeführer in sarkastischer Weise damit kommentiert, dass seine Frau mit ihm «auch ein Geschenk» habe. Er habe bislang auch keine Initiative gezeigt, eine Besserung herbeizuführen, etwa dadurch, alle irgend verfügbaren Therapiestrategien wahrzunehmen, die seinen Zustand tatsächlich verbessern könnten (Urk. 34/57/89 ff.). 
    Auch die Verhaftung und das Strafverfahren seien als weitere Kränkung und Demütigung erlebt worden. Eine relativierende Einfügung und Anpassung der erlebten Ereignisse in seine Grundschemata sei ihm nicht gelungen und es sei zu einem trotzig-starrsinnigen Festhalten an seiner Haltung gekommen, nie etwas Unrechtes im Sinne gehabt zu haben. In selbstwertschützender Art habe er sich etwa auch darauf versteift, dass letztlich jede einzelne Überprüfung seines Rentenanspruchs eine gegen ihn gerichtete Schikane gewesen sei, woraus wiederum der narzisstische Anspruch deutlich werde, er habe sich nicht wie jeder andere Bezüger einer Rente einer regelmässigen Prüfung zu unterziehen. An seiner starren, resignativ-passiven Haltung und dem Selbstbild eines von aussen zerstörten Menschen halte der Beschwerdeführer bis heute fest. Gegenüber Therapievorschlägen abseits der seit Jahren immer gleichen Behandlung zeige er sich abwehrend. Seine Aktivitäten erkläre der Beschwerdeführer mit einer nach aussen gezeigten Fassade und beschreibe zudem, dass es immer wieder gute Phasen gebe und dass sein Befinden abhängig von Situation und Tageszeit variiere. Tagsüber und in der Öffentlichkeit gehe es ihm gut und zuhause und am Abend wieder schlechter. Bezüglich dieses Erklärungsmodells sei Dr. F.___ zuzustimmen, dass eine tatsächlich nicht vorhandene Fähigkeit wie Konzentration, Antrieb, soziale Kompetenz oder die Fähigkeit, in der Öffentlichkeit mit Menschen und vor grossem Publikum zu agieren, nicht nach aussen vorgetäuscht werden könne. Diese Fähigkeiten des Beschwerdeführers sprächen dafür, dass er in der Lage sei, an alte Ressourcen anzuknüpfen, und sie sprächen gegen eine schwerwiegende Erkrankung. Es sei zwar davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer herabgestimmt, verzweifelt, gekränkt und zerstört fühle und er aufgrund der ihn nicht loslassenden Erinnerung an das Erlebte auch in seiner Gesamtverfassung beeinträchtigt gewesen sei. Diese Beeinträchtigungen und die Leistungseinbussen seien indessen nicht derart erheblich gewesen, dass sie ihm die beschriebenen Aktivitäten verunmöglicht hätten. Es liege zwar eine gedankliche Einengung vor, die er aber bei Bedarf habe beiseitedrängen können, während sie ihn in anderen Momenten wiederum völlig beherrscht habe (Urk. 34/57/105 ff.). 
    Bezüglich der durch die Störung verursachten Leistungseinbusse sei zusammenfassend Folgendes festzuhalten: Die auf dem Boden einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung und verschiedener Kränkungserlebnisse aufgetretene Verbitterungsstörung gehe mit vielfältigen Beeinträchtigungen des psychosozialen Funktionsniveaus einher. Die Störung führe bei vielen Patienten dazu, dass sie sich von Beginn an arbeitsunfähig fühlten, und sie machten einen leistungsverminderten Eindruck. Die konkrete Auswirkung der Störung auf die für die Arbeitsfähigkeit relevanten Fähigkeiten müsse jedoch anhand der tatsächlich festzustellenden Funktionsbeeinträchtigungen beurteilt werden (Grad der Antriebsreduktion, der Konzentrationsstörungen, der gedanklichen Einengung und der Verstimmung). Die diesbezüglichen Erhebungen und Befunde seien in der Vergangenheit widersprüchlich gewesen und die in den Jahren 2005 bis 2019 effektiv vorhandenen Leistungseinbussen seien nach inzwischen 13 Jahren retrospektiv nicht mehr bestimmbar. Es sei äusserst schwierig bis unmöglich, Annahmen zur Arbeitsfähigkeit im Zeitraum zwischen 2005 bis 2013 zu treffen. Infolge der Ermittlungen sei aber deutlich geworden, dass der Beschwerdeführer im Überwachungszeitraum zwischen 2008 und 2009 nachweislich in der Lage gewesen sei, tägliche mehrere Telefonate zu führen, Dokumente zu erarbeiten, sich flexibel umherzubewegen und Veranstaltungen vorzubereiten und diese auch zu moderieren. Diese Aktivitäten seien mit schweren Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, beispielsweise wegen hochgradiger Konzentrationsstörungen, Antriebsverminderung, Denkeinengungen oder schwerster Herabstimmung, nicht vereinbar und rechtfertigten Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers. Zu beachten sei aber, dass die Haltung respektive Überzeugung des Beschwerdeführers, nicht mehr in der Lage zu sein, seinen Beruf weiterhin auszuüben, Teil der bestehenden Störung sei. Die Arbeitsplatzphobie sei typisches Merkmal einer posttraumatischen Verbitterungsstörung. Eine Rückkehr an den von Kränkungen geprägten Arbeitsbereich löse nachvollziehbar massive Ängste vor einer erneuten basalen Kränkung aus. Dies vermöge zumindest zeitweise eine Arbeitsunfähigkeit zu begründen, führe aber auch zu Überlegungen hinsichtlich alternativer Arbeitsfelder. Die störungsbedingte Fehlhaltung und das daraus resultierende Vermeidungsverhalten sei aber ursächlich für die hartnäckige Weigerung des Beschwerdeführers, überhaupt in den Arbeitsprozess zurückzukehren. Auf der anderen Seite bestünden zwischen den Angaben des Beschwerdeführers und seinen Aktivitäten erhebliche Diskrepanzen. Eine zielführende Diskussion darüber sei mit dem Beschwerdeführer nicht möglich gewesen. Er sei dabei geblieben, sich nicht erklären zu können, weswegen seine Angaben gegenüber den Gutachtern einerseits und seine Alltagsaktivtäten andererseits derart voneinander abwichen. Die Enttäuschung und Verbitterung über das Erlebte rechtfertige in der subjektiven Sicht des narzisstisch Gekränkten aggravierendes Verhalten gegenüber Untersuchern und Sozialversicherern. Aus psychiatrischer Sicht sei auch festzuhalten, dass der Beschwerdeführer trotz der Störung aufgrund seiner überdurchschnittlichen Intelligenz zur Einsicht befähigt gewesen sei, dass die nicht den Tatsachen entsprechenden Angaben geeignet seien, die jeweiligen Gutachter einen höheren Beeinträchtigungsgrad annehmen zu lassen, als dies tatsächlich der Fall sei. Trotz der bestehenden psychischen Störung könne der Beschwerdeführer für die von ihm gemachten Angaben verantwortlich gemacht werden. Von einer generellen und absichtlichen Vortäuschung einer psychischen Erkrankung könne indessen nicht gesprochen werden. Die Störung in Form einer posttraumatischen Verbitterungsstörung und einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung hätten zu einer Verminderung der psychosozialen Funktions- und Leistungsfähigkeit geführt, nicht jedoch zu einer schweren Leistungseinbusse bezüglich Konzentrations- und Merkfähigkeit oder bezüglich Antrieb, wie dies bei einer schwergradigen Depression der Fall wäre. Das Aktivitätsprofil stehe der von den verschiedenen Gutachtern unterschiedlich eingeschätzten Arbeitsunfähigkeit entgegen, denn diese Aktivitäten verlangten ein Niveau von Antrieb, Konzentration und sozialen Fähigkeiten, das mit schweren Einbussen in diesen Bereichen nicht vereinbar sei. Von einer voll erhaltenen Arbeitsfähigkeit könne hingegen auch nicht gesprochen werden, denn es hätten eine dysphorische Herabgestimmtheit bestanden und eine aggressiv-resignative und narzisstisch geprägte Fehlhaltung, von aussen anhaltend zerstört worden zu sein. Diese Haltung trage in sich Störungscharakter und könne Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bewirken. Erwartungen bezüglich Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit oder revisionsrechtliche Überprüfungen führten zu erneuten emotionalen Entgleisungen und Zustandsverschlechterungen. Diese könnten vom Beschwerdeführer nicht vollumfänglich gesteuert werden. Seine Arbeitsfähigkeit sei auch daher aktuell beeinträchtigt und ohne Behandlung sei eine Besserung nicht zu erwarten. Insgesamt aber liege ein ungünstiger Verlauf vor. Die Gesamtverfassung und die Grundemotion der Verbitterung machten eine Chronifizierung wahrscheinlich. Jedenfalls hätten die langjährige Auseinandersetzung mit der IV und das strafrechtliche Verfahren zu einer Verfestigung der Störungsdynamik geführt. Eine Besserung lasse sich nur mittels einer intensiven und spezifischen psychotherapeutischen Intervention erreichen, dürfte aber vor Erreichen des Rentenalters nicht zu erwarten sein (Urk. 34/57/110-118). 
4.3.3    Vor dem Hintergrund der in vorstehender E. 4.1.2 genannten Grundsätze zur Würdigung und zum Beweiswert von ärztlichen Gutachten ist zunächst festzuhalten, dass sowohl das von der Beschwerdegegnerin in Anwendung von Art. 44 ATSG eingeholte Gutachten von Dr. F.___ als auch das vom Obergericht des Kantons Zürich im Zuge des Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer veranlasste Gutachten von Prof. G.___ und Dr. H.___ je auf einer umfassenden Untersuchung des Beschwerdeführers mit detaillierter Anamnese und Befunderhebung beruhen, eine ausführliche diagnostische Beurteilung und Schlussfolgerungen zu den Auswirkungen der festgestellten gesundheitlichen Beeinträchtigung auf das erwerbliche Leistungsvermögen im Begutachtungszeitpunkt und retrospektive enthalten. Anlässlich beider Begutachtungen stand den Experten umfassendes Aktenmaterial aus dem bisherigen IV-Verfahren zur Verfügung (Urk. 34/57/2). Da die Herkunft des Beweismittels für dessen Beweiswert nicht entscheidend ist (125 V 351 E. 3a), kommt es in erster Linie darauf an, ob die betreffende Expertise in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). 
4.3.4    Dr. F.___ kam in seinem sehr ausführlichen Gutachten in nachvollziehbarer Darlegung zusammengefasst zum Schluss, eine auf die Lebensführung einwirkende, durch medizinische Befunde hinreichend begründbare psychische Störung, die sich im Sinne eines Klassifikationssystems, wie dem ICD-10, belegen lasse, sei aktuell und für die Vorgeschichte nicht nachweisbar (Urk. 11/I/229/203 ff.). Prof. G.___ und Dr. H.___ diagnostizierten aktuell und für die relevante Zeit davor, das heisst auch für die Zeit seit der Zusprechung der Rente, eine posttraumatische Verbitterungsstörung vor dem Hintergrund einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung und sie hielten fest, das Leiden sei mit Einschränkungen der psychosozialen Leistungsfähigkeit verbunden. Die emotionale Abkehr vom sozialen Nahfeld und die anhaltende dysphore Verstimmung sowie die Interesse- und die Antriebslosigkeit verursachten eine schwer überwindbare resignative Haltung bezüglich des eigenen psychischen Zustandes und der Arbeitsunfähigkeit (Urk. 34/57/118 ff.).
4.3.5    Prof. G.___ und Dr. H.___ kamen somit diagnostisch zu anderen Schlüssen als Dr. F.___. Erstere gingen davon aus, es liege ein krankheitswertiges Leiden mit Auswirkungen auf die erwerbliche Leistungsfähigkeit vor. Letzterer kam zum Schluss, die erhobenen Befunde und die bestehenden Symptome entsprächen keiner relevanten psychischen Erkrankung; eine solche habe zu keiner Zeit bestanden. Abweichungen ergeben sich auch hinsichtlich der Einschätzung der Folgen des Leidens. Während Dr. F.___ eine relevante Beeinträchtigung in erwerblicher Hinsicht verneinte, gingen Prof. G.___ und Dr. H.___ von einer über die Jahre in gewissem Umfang eingeschränkten Arbeitsfähigkeit aus, allerdings nicht in dem von den früheren Gutachtern attestierten hohen Grad (Urk. 34/56/117 f.), gemeint sind damit in erster Linie die psychiatrischen Gutachten von Dr. Z.___ vom 3. Januar 2006 und von Dr. A.___ vom 25. Juli 2007 (vgl. Urk. 11/I/18, Urk. 11/I/48). Eine konkrete Bezifferung der Arbeitsfähigkeit nahmen Prof. G.___ und Dr. H.___ nicht vor, weder für den Zeitpunkt der Begutachtung noch retrospektive. Sodann äusserten sie sich weder konkret zur Arbeitsfähigkeit hinsichtlich der angestammten Tätigkeit im Bankenwesen in verantwortlicher Stellung noch zur Leistungsfähigkeit in einer dem Gesundheitszustand besser angepassten Tätigkeit. Sie sprachen stattdessen in allgemeiner Weise von einer Angst vor der Rückkehr in ein Arbeitsverhältnis (Urk. 34/57/112 f.). An anderer Stelle äusserten die beiden Experten sogar grundsätzliche Zweifel am Bestehen einer Arbeitsunfähigkeit (Urk. 34/57/111). Somit bleibt offen, ob und falls ja in welchem Ausmass ihrer Auffassung nach im relevanten Zeitraum ab Juni 2005 (vgl. Urk. 11/I/33) eine Arbeitsunfähigkeit und als Folge davon eine für den Rentenanspruch wesentliche Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit vorlag. 
    Nicht restlos zu überzeugen vermag auch das Diagnosekonzept von Prof. G.___ und Dr. H.___. Gemäss den für die diagnostische Erfassung psychischer Erkrankungen weithin anerkannten und auch von Prof. G.___ und Dr. H.___ erwähnten Klassifikationssystemen ICD-10 oder DSM-5 nimmt eine Persönlichkeitsstörung stets in der Kindheit und Jugend ihren Anfang (Dilling/Mombour/Schmidt, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 10. Aufl., Bern 2015, S. 277; Falkai/Wittchen, Diagnostische und Statistisches Manual Psychischer Störungen DSM-5, Bern 2015, S. 886 f.). Dieser Umstand fand im Gutachten zwar Erwähnung, jedoch bleiben Fragen offen. Einerseits wiesen die Gutachter auf das schon in der Jugend vorhandene Bedürfnis nach Anerkennung, Wichtigkeit und Wertschätzung und andererseits auf seinerzeit kränkende Ereignisse hin; inwiefern sich vor diesem Hintergrund ein als pathologisch zu bezeichnendes Störungsbild entwickelte, arbeiteten die Gutachter nicht heraus (vgl. Urk. 34/57/101 f). Auch andere wesentliche Diagnosekriterien (etwa: Verhaltensmuster ist andauernd und gleichförmig und nicht auf Episoden psychischer Krankheiten begrenzt) wurden nicht mit der erforderlichen Nachvollziehbarkeit erörtert (vgl. Urk. 34/57/95 ff.). Des Weiteren handelt es sich bei der von Prof. G.___ und Dr. H.___ diagnostizierten posttraumatischen Verbitterungsstörung um ein Leiden, das in den Klassifikationssystemen der ICD-10 oder der DSM-5 so nicht enthalten ist. Es handelt sich um eine Form der Reaktion auf eine schwere Belastung. Die ICD-10 nennt diesbezüglich unter Ziffer F.43 verschiedene Störungsbilder (F43.0: Akute Belastungsreaktion; F43.1: Posttraumatische Belastungsstörung; F43.2: Anpassungsstörungen; F43.8: Sonstige Reaktionen auf schwere Belastung; F43.9: Reaktion auf schwere Belastung, nicht näher bezeichnet). Auf diesen Umstand gingen Prof. G.___ und Dr. H.___ nicht ein. 
    Wesentlich ist sodann, dass Prof. G.___ und Dr. H.___ unter Bezugnahme auf zahlreiche, im Einzelnen aufgezählte Diskrepanzen zwischen den Angaben des Beschwerdeführers und dem über die Jahre effektiv beobachteten Aktivitätsprofil zwar nicht von einer bewussten und gezielten Vortäuschung einer Erkrankung, jedoch von einer Aggravation ausgingen, das heisst von einer im Verhältnis zum objektiven Befund übertriebenen, unter Umständen zielgerichteten Präsentation von Symptomen (Urk. 34/57/116 f.). Die Gutachter hoben in diesem Zusammenhang hervor, im Juli 2007 habe der Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung durch Dr. A.___ erklärt, seine Tage mit Kaffeetrinken, kleineren Erledigungen und Gartenarbeit zu verbringen und nicht gern unter Menschen zu gehen, da er diese nicht ausstehen könne. Tatsächlich habe er Ende Mai 2008 jedoch an einer konstituierenden Sitzung und zwei Wochen vor der Untersuchung an einer ausserordentlichen Sitzung der Handelskammer E.___ teilgenommen. Darüber hinaus habe der Beschwerdeführer im August die Organisation mehrerer Sponsoren für die Eröffnungsveranstaltung bekanntgegeben und angekündigt, im Urlaub Kontakt zu Präsidenten o.___ Wirtschaftskammern aufnehmen zu wollen. Ausserdem seien auf dem Computer des Beschwerdeführers viele auf das Jahr 2007 zurückgehende und durch ihn erstellte Dokumente wie Einladungen, Vertragsentwürfe und ähnliches sichergestellt worden. Am 18. Januar 2008 habe der Beschwerdeführer bei RAD-Arzt Dr. B.___ angegeben, wegen Antriebsmangels keinerlei Hobbies nachzugehen und sich nur zuhause und im eigenen Garten aufzuhalten. Ferner habe er angegeben, dass er seit drei Jahren keinen Geschlechtsverkehr mit der Ehefrau mehr gehabt habe (vgl. Urk. 11/I/64/2-4). Drei Wochen später habe er bei einer Sitzung der Handelskammer E.___ bekannt gegeben, dass er Einladungen an hochrangige Persönlichkeiten versendet und in seinen Ferien den Vizebotschafter der Schweiz in P.___ angesprochen habe. Weitere vier Wochen später habe der Beschwerdeführer die Eröffnungsveranstaltung der Handelskammer E.___ moderiert. Sodann sei die Ehefrau im Spätsommer 2008 schwanger geworden und im Mai 2009 sei die Tochter des Beschwerdeführers geboren worden. Am 14. Oktober 2008 habe der Beschwerdeführer RAD-Arzt Prof. Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychoanalyse, unter anderem berichtet, seine Zeit mit Lesen, Fernsehen und Herumgehen zu verbringen und auch keinerlei sexuelles Verlangen mehr zu haben (vgl. Urk. 11/I/76/1-4). In derselben Zeit habe sich der Beschwerdeführer indessen gemäss Überwachungsaufzeichnungen oft bewegt, habe Verabredungen getroffen, durchschnittlich täglich 20 private sowie geschäftliche Telefonate geführt und sich mit verschiedenen Personen verabredet. Zuvor im Juni 2008 habe er eine Informationsveranstaltung für die Handelskammer E.___ moderiert. Im November 2008 sei er sodann mehrfach nach Q.___ gereist. Am 3. Februar 2009 habe er gegenüber der IV-Stelle angegeben, er sei nicht in der Lage, irgendeine Arbeit zu verrichten, auch nicht am Computer, und es sei ein Riesenstress für ihn, das Haus zu verlassen. In derselben Zeit habe der Beschwerdeführer allerdings regelmässig telefoniert und das Haus verlassen (Urk. 34/57/114 f.). 
    Indem die Gutachter die Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der verschiedenen ärztlichen Untersuchungen einerseits mit den Erkenntnissen aus dem Strafverfahren andererseits einander gegenüber stellten, ergibt sich ein schlüssiges Bild der zahlreichen und erheblichen Diskrepanzen. Vor diesem Hintergrund gelangten sie zum Schluss, es liege eine Aggravation vor, und betonten, der Beschwerdeführer sei durch das diagnostizierte Leiden nicht im Wissen um sein Tun beeinträchtigt gewesen (Urk. 34/57/116 f.). Ist aus versicherungsrechtlicher Sicht von einer Aggravation auszugehen, so liegt in der Regel kein versicherter Gesundheitsschaden vor (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 6.1 und 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4.2). Da gemäss Prof. G.___ und Dr. H.___ die Aggravation auf bewusstseinsnahe Prozesse zurückzuführen ist, besteht kein Anlass, von diesem Grundsatz abzuweichen. Hinzu kommt, dass die Experten zwar ein Leiden mit Störungscharakter in Form der posttraumatischen Verbitterungsstörung und der narzisstischen Persönlichkeitsstörung postulierten, gleichzeitig aber die dadurch verursachte funktionelle respektive erwerbliche Beeinträchtigung nicht eindeutig zu bestimmen vermochten, indem sie festhielten, die aggressiv-resignative und narzisstisch geprägte Fehlhaltung könne Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bedingen (Urk. 34/57/118). Somit bleibt offen, ob überhaupt von einer wesentlich eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen ist, sowohl aktuell wie auch retrospektive. Unter diesen Gesichtspunkten erübrigte es sich auf die Darlegungen des Beschwerdeführers zum Gutachten von Prof. G.___ und Dr. H.___ einzugehen (Urk. 41 S. 4 ff.). Eine andere, für den Beschwerdeführer günstigere Betrachtungsweise ergibt sich dadurch nicht.  
4.3.6    Dr. F.___ kam diagnostisch zwar zu anderen Schlüssen als Prof. G.___ und Dr. H.___, bezüglich der funktionellen Auswirkungen jedoch sind die Abweichungen im Ergebnis nicht entscheidend anders. Rechtsprechungsgemäss kommt es nicht in erster Linie auf die Diagnose an, sondern darauf, welche Auswirkungen eine Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_270/2011 vom 24. August 2011 E. 4.2 mit Hinweis). Dr. F.___ nahm in seinen Darlegungen Bezug auf die vom Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Zusprechung der Rente und im weiteren Verlauf geklagten Beschwerden und die von den Vorgutachtern basierend auf den seinerzeitigen Untersuchungen gestellten Diagnosen. Im Besonderen berücksichtigte er hierbei die den Vorgutachtern noch nicht bekannten vielfältigen Aktivitäten des Beschwerdeführers, insbesondere sein Engagement für die Handelskammer E.___. Detailliert begründete er, weswegen die Voraussetzungen für das Vorliegen einer Erkrankung aus dem Formenkreis der Depressionen weder aktuell noch retrospektiv als erfüllt betrachtet werden können. Er legte zusammengefasst nachvollziehbar dar, dass im gesamten Verlauf zentrale Symptome, insbesondere solche für ein schwergradiges depressives Leiden nicht erfüllt waren. Er verwies auf Vorakten, in denen die Auffassungsgabe und das Konzentrationsvermögen als nicht eingeschränkt beschrieben wurden, bei gleichzeitigem Fehlen von Auffälligkeiten psychischer Art und erhaltenen kognitiven Fähigkeiten. Ferner legte er dar, auch die mit einer schwergradigen Depression einhergehenden Symptome, insbesondere Traurigkeit, Verzweiflung, Agitiertheit, ausgeprägte Antriebshemmung und Verlust des Selbstwertgefühls, seien nicht hinreichend beschrieben worden und insbesondere auch nicht vereinbar mit der im Verlauf uneingeschränkt attestierten Fahrfähigkeit und mit den zahlreichen aktenkundigen Aktivitäten, insbesondere im Zusammenhang mit der Gründung und Leitung der Handelskammer E.___ (Urk. 11/I/229/154 ff.). Auch Prof. G.___ und Dr. H.___ wiesen im Übrigen darauf hin, der Zustand des Beschwerdeführers entspreche qualitativ nicht dem einer depressiven Person (Urk. 34/57/98). 
    Dr. F.___ stellte des Weiteren fest, biografisch bestimmend sei beim Beschwerdeführer ein Gefühl der Benachteiligung, weswegen familiäre und berufliche Anerkennung einen besonderen Stellenwert hätten, gleichzeitig aber die Rückschläge und Misserfolge auf diesen Ebenen in erster Linie als narzisstische Kränkung erlebt worden seien. Mithin sei die Selbstwertregulation im Leben des Beschwerdeführers bestimmend. Allerdings lasse sich kein bis ins Jugendalter zurückzuverfolgendes, tief wurzelndes und anhaltendes Verhaltensmuster belegen, so dass nicht von einer Persönlichkeitsstörung ausgegangen werden könnte. Bejaht werden könne hingegen das Vorhandensein von akzentuierten narzisstischen Persönlichkeitszügen, wobei diesen kein krankheitswertiger Charakter zuzumessen sei (Urk. 11/I/229/199-200). Auch die Gutachter Dr. G.___ und Dr. H.___, die eine narzisstische Persönlichkeitsstörung bejahten, vermochten das erforderliche bis ins Jugendalter zurückgehende und tief verwurzelte narzisstische Verhaltensmuster nicht überzeugend darzulegen, worauf bereits hingewiesen wurde (vgl. vorstehende E. 4.3.5). 
    Insgesamt erweisen sich die Schlussfolgerungen von Dr. F.___ als schlüssig und es ist nachvollziehbar, dass er unter Berücksichtigung der im Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer wegen Betrugs bekannt gewordenen Tatsachen die Gesamtsituation neu und abweichend von den Vorgutachtern beurteilte. 
Den äusseren Anklagesachverhalt, in dem die verschiedenen, bei der Rentenzusprechung und im weiteren Verlauf nicht bekannten Aktivitäten zusammengefasst sind, anerkannte der Beschwerdeführer im Strafverfahren (vgl. Urk. 34/67/11 f.) und das Obergericht des Kantons Zürich kam im Urteil vom 16. April 2019 zum Schluss, es sei fraglos erstellt, dass der Beschwerdeführer seine verschiedenen Aktivitäten vor den Organen der Invalidenversicherung und gegenüber den ihn begutachtenden Ärzten verschwiegen habe (Urk. 34/67/19 f.). Mithin erweist es sich als überwiegend wahrscheinlich, dass aufgrund dieser nunmehr bekannten Tatsachen entsprechend den Darlegungen von Dr. F.___ weder aktuell noch für den Zeitpunkt der Zusprechung der Rente sowie für den Verlauf seither ein relevanter Gesundheitsschaden, das heisst weder eine affektive Störung noch eine Persönlichkeitsstörung, bestanden hat beziehungsweise besteht, mit der Folge, dass aus versicherungsrechtlicher Sicht eine erwerbsrelevante Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit weder vorgelegen hat noch vorliegt. 
4.3.7    Der Beschwerdeführer wandte in Bezug auf das Gutachten von Dr. F.___ ein, die retrospektive Beurteilung über einen derart langen Zeitraum sei unseriös. Auch das Bundesgericht gehe davon aus, dass eine retrospektive psychiatrische Beurteilung immer mit einer zusätzlichen Unsicherheit behaftet sei (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_343/2012 vom 11. Oktober 2012 E. 4.3.2; Urk. 1 S. 5). Im erwähnten bundesgerichtlichen Urteil gab das Bundesgericht die Ausführungen in der dort beurteilten Expertise wieder. Dort waren die Gutachter zum Schluss gekommen, die retrospektive Beurteilung sei mit Unsicherheiten behaftet. Einen eigentlichen und allgemeingültigen Grundsatz zum Unsicherheitsfaktor von retrospektiven Beurteilungen formulierte das Bundesgericht indessen richtigerweise nicht. Mit welcher Unsicherheit eine rückwirkende Einschätzung behaftet ist, ergibt sich stets aus dem Sachzusammenhang im Einzelfall. Vorliegend war aufgrund der relevanten, den Vorgutachtern indessen nicht bekannten Sachumstände eine rückwirkende Betrachtung und Neubeurteilung unumgänglich. Dr. F.___ nahm diese unter detaillierter Auswertung der Vorakten und in sorgfältiger Darlegungen seiner Erkenntnisse vor. 
    Des Weiteren wandte der Beschwerdeführer ein, Dr. F.___ habe nicht dargelegt, zu welchem Zeitpunkt wieder eine Arbeitsfähigkeit vorgelegen habe (Urk. 1 S. 6 u. S. 8). Angesichts der Schlussfolgerungen von Dr. F.___, eine die erwerbliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigende Erkrankung habe zu keinem Zeitpunkt vorgelegen, erübrigt es sich darauf einzugehen, zu welchem Zeitpunkt von welcher Arbeitsfähigkeit auszugehen war respektive ist. Die subjektive Überzeugung des Beschwerdeführers, weiterhin nicht arbeitsfähig zu sein (vgl. Urk. 1 S. 7 f.), ist nicht entscheidend. Bei dieser Sachlage erübrigte sich auch die Durchführung eines Belastbarkeitstrainings (vgl. Urk. 1 S. 8). 
    Der Einwand, Dr. F.___ habe die Beurteilungen von Dr. J.___ negiert (Urk. 1 S. 7), ist nicht gerechtfertigt. Der Gutachter hat dessen zahlreiche Stellungnahmen und insbesondere auch die von ihm dokumentierte Krankengeschichte des Beschwerdeführers zur Kenntnis genommen (Urk. 11/I/229/7 f., 22 f., 28 f., 42 ff., 66 ff.) und hat diese Informationen in seine Beurteilung miteinbezogen und gewürdigt (Urk. 11/I/229/157 ff.). Gleiches gilt für die Rüge, das Gutachten von Dr. Z.___ habe bei der Begutachtung durch Dr. F.___ 
keine Beachtung gefunden (Urk. 1 S. 9). Auch von diesem hatte der Experte Kenntnis (Urk. 11/I/229/10 f.) und hat es in seine Beurteilung einbezogen (Urk. 11/I/229/163 ff.). 
    Zur Kritik des Beschwerdeführers, Dr. F.___ habe keine fremdanamnestischen Auskünfte eingeholt, insbesondere keine solchen von Dr. J.___ (Urk. 1 S. 8), ist darauf hinzuweisen, dass den Experten bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden praxisgemäss ein weiter Ermessensspielraum zukommt und es nicht zwingend notwendig ist, dass fremdanamnestische Angaben eingeholt oder Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Der Beschwerdeführer legte sodann auch nicht näher dar, welche anderen Erkenntnisse sich aus zusätzlichen Auskünften von Dr. J.___ hätten ergeben können. Auch die nach Erstattung des Gutachtens von Dr. J.___ am 22. Dezember 2013 verfasste Stellungnahme (Urk. 11/I/254), auf die der Beschwerdeführer explizit verweist (Urk. 1 
S. 10), führt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Der blosse Verweis auf die schwere Erkrankung, ohne dass