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**Case Identifier:** 7a3240d8-53b9-5e05-9a01-92486ca08f8a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.02.2021 720 20 293/54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-293-54_2021-02-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. Februar 2021 (720 20 293 / 54) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts. Die IV-Stelle hat diesen vollständig abge-

klärt. 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Georg Ranert, Advokat, 
Schulstrasse 23, 4132 Muttenz 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 

A. Der 1980 geborene A.____, angelernter Carrosserie-Spengler, war zuletzt vom 14. Ok-
tober 2013 bis 31. Oktober 2015 bei der B.____AG als Logistikmitarbeiter tätig. Am 31. Januar 
2017 meldete er sich unter Hinweis auf psychische Beschwerden bei der Eidgenössischen In-
validenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwerblichen und medi-
zinischen Verhältnisse, namentlich nach Einholung eines Gutachtens bei Dr. med. C.____, 

 

 
 
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FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 6. März 2020, ermittelte die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) beim Versicherten einen Invaliditätsgrad von 15 %. Gestützt auf dieses 
Ergebnis lehnte sie – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren – mit Verfügung vom 7. Au-
gust 2020 einen Anspruch von A.____ auf eine Rente ab. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ am 12. August 2020 Einsprache (recte: Be-
schwerde) bei der IV-Stelle, welche diese am 13. August 2020 zuständigkeitshalber ans Kan-
tonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), weiterleitete. In der verbes-
serten Beschwerdeeingabe vom 24. September 2020 beantragte er, nunmehr vertreten durch 
Advokat Georg Ranert, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung der IV-Stelle vom 
7. August 2020 aufzuheben und es sei ihm aufgrund eines Invaliditätsgrads von 50 % rückwir-
kend ab 1. Dezember 2017 eine halbe Rente auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit 
für weitere Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. In verfah-
rensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Ad-
vokat Georg Ranert als Rechtsvertreter und den Beizug der IV-Akten. Zur Begründung führte er 
im Wesentlichen aus, dass der angefochtene Entscheid auf unzureichenden medizinischen Un-
terlagen beruhe und die Bemessung der Invalidität fehlerhaft sei. 
 
C. Mit Verfügung vom 30. September 2020 wurde dem Beschwerdeführer für das vorlie-
gende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit 
Advokat Georg Ranert als Rechtsvertreter bewilligt. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Oktober 2020 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan-
tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene 
Beschwerde vom 12. August/24. September 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 7. August 2020 entwickelt 
hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 

 

 
 
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3.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % ar-
beitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindes-
tens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch 
auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Pro-
zentvergleichs (vgl. BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (vgl. 
BGE 128 V 29). 
 
3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsge-
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.4 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 
anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 
141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychi-
sche Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidi-
tät. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhän-
gig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem 
Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab 
zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu er-
bringen (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je 
mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche 
psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu un-
terziehen. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in 

 

 
 
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welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserhebli-
chen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unter-
lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zu-
gemutet werden können (vgl. BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). Gemäss diesen Richtlinien ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinwei-
sen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen darf und soll das Gericht 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

 

 
 
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Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa-
gen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des 
bzw. der therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes bzw. Ärztin einerseits und von Begutachtungsauf-
trag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten und Expertinnen anderseits 
(vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä-
rungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen zu anderslautenden Ein-
schätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 
aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen wichtige – und nicht rein subjektiver 
ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, 
I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Berichte wiedergegeben werden, welche für den Entscheid zentral sind. 
 
6.2 Der behandelnde Arzt Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, diagnos-
tizierte am 8. Juni 2017 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive 
Episode (ICD-10 F32.1) und einen Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-
10 F61.0) mit impulsiven, histrionischen, passiv-aggressiven, asthenischen und ängstlichen 
Anteilen. Im Gespräch zeige sich der Versicherte wach, bewusstseinsklar und orientiert. Die 
Auffassung, die Konzentration, die Merkfähigkeit und das Gedächtnis seien leicht reduziert. Das 
formale Denken sei umständlich, weitschweifig, phasenweise sehr dem Detail verhaftet und es 
bestünde eine gesteigerte Ablenkbarkeit. Das inhaltliche Denken sei auf die gegenwärtige Le-
benssituation, welche als schwierig empfunden werde, fokussiert. Hinweise auf Wahn, Sinnes-
täuschungen, Zwang oder Ich-Störungen bestünden nicht. Der affektive Rapport sei nach an-
fänglichen Schwierigkeiten gut herstellbar. Die Schwingungsfähigkeit sei leicht eingeschränkt. 
In der Stimmung sei er deprimiert, rat- und hoffnungslos, dysphorisch und klagsam. Es bestün-
den Insuffizienz- und Schuldgefühle und eine innerliche und motorische Unruhe. Die Psycho-
motorik und der Abtrieb seien leicht gesteigert. Der Versicherte berichte von einem Morgentief 
und von sozialem Rückzug. In Überforderungssituationen komme es zu impulsiven Durchbrü-
chen. Eine akute Suizidalität bestünde nicht. Ein Arbeitsversuch im Umfang von zunächst 50 % 

 

 
 
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sei sinnvoll. Bei einem höheren Arbeitspensum neige der Versicherte zur Destabilisierung. Die 
Prognose sei günstig. 
 
6.3 Im Bericht vom 14. März 2018 diagnostizierte Dr. D.____ eine mittelgradige depressive 
Episode (ICD-10 F32.1), eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung 
(ICD-10 F62.0) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) mit impulsiven, 
histrionischen, passiv-aggressiven, asthenischen, ängstlichen und unreifen Anteilen. Der Versi-
cherte versuche das Thema seiner Traumatisierung zu vermeiden, obwohl er alle seine Prob-
leme darauf zurückführe. In den vergangenen Wochen sei es verstärkt zu einem sozialen 
Rückzug gekommen, welcher aber auch ökonomisch bedingt sei. Der Versicherte fühle sich von 
autoritären Vorgesetzten in seiner Freiheit und Autonomie eingeengt. Zudem sei er in Stresssi-
tuationen relativ schnell überfordert und neige zur Blockierung. Diese würde sich normalerweise 
so auswirken, dass er sich der belastenden Situation entziehe. In solchen Situationen sei die 
Leistungs- und Belastungsfähigkeit stark reduziert. Es komme zu impulsiven Durchbrüchen, 
welche ansonsten nicht seinem Charakter entsprechen würden. Suizidgedanken würden bejaht, 
eine akute Suizidalität aber eindeutig und glaubhaft verneint. Aus heutiger Sicht sei die Progno-
se ungünstig. Das angestrebte Arbeitspensum von 50 % werde vom Versicherten in Frage ge-
stellt. 
 
6.4 Im Bericht vom 21. Oktober 2018 führte Dr. D.____ aus, dass die Therapiesitzungen auf 
Wunsch des Versicherten zurzeit in vier- bis sechswöchigen Abständen stattfinden würden. Die 
letzten Termine habe er nur in stark verkürzter Form wahrgenommen, wobei vor allem seine 
finanzielle Situation thematisiert worden sei. Der Versicherte vermisse die finanzielle Absiche-
rung und gerate auch seitens seiner Mutter zunehmend unter Druck. Deshalb leide er in letzter 
Zeit unter „moralischen Anfällen“. Erstaunlich sei, dass der Versicherte täglich in einem Fitness-
studio trainiere und trotzdem darauf beharre, vollständig arbeitsunfähig zu sein. Offenbar sei er 
nicht in der Lage, diesen Widerspruch selbst zu erkennen. Fraglich sei, ob ein gewisses disso-
ziales Verhalten eine Rolle spiele. Zudem zeige sich zunehmend ein selbstlimitierender narziss-
tischer Anteil. Ansonsten bemühe sich der Versicherte weiterhin um die Anerkennung, dass 
aufgrund seiner aussergewöhnlichen Situation und Lebensgeschichte eine regelmässige Ar-
beitstätigkeit nicht möglich sei. Es liesse sich jede Anstrengung zur Veränderung seiner Situati-
on vermissen. Der Versicherte wäre in der Lage, ein Arbeitspensum von mindestens 50 % zu 
realisieren. Die Prognose sei ungünstig. 
 
6.5 Am 3. Februar 2020 hielt Dr. D.____ fest, dass sich die Situation seit dem Bericht vom 
21. Oktober 2018 weiterentwickelt bzw. verändert habe und stellte klar, dass er den Versicher-
ten nicht als dissozial mit ausgeprägter Selbstlimitierung bezeichnet habe. Zudem würde die 
damalige Aussage hinsichtlich der Verkürzung der Termine heute nicht mehr zutreffen. 
 
6.6 Die IV-Stelle veranlasste bei Dr. C.____ ein psychiatrisches Gutachten, welches am 
6. März 2020 erstattet wurde. Darin wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Status 
nach posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) in der Kindheit mit Restsymptomatik (ICD-10 
F43.1) und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischen und emotional instabilen Antei-
len (ICD-10 Z73.1) diagnostiziert. Aufgrund der Angaben des Versicherten sei mit grosser 

 

 
 
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Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er 6-jährig eine PTBS erlitten habe, als sein be-
trunkener Vater zuerst ihn bedrohte und hernach die Tante erschossen habe. Er sei dann bei 
der Mutter aufgewachsen. Er habe wenige Kontakte zu Gleichaltrigen gepflegt, schulische 
Schwierigkeiten gehabt und eine erste Berufslehre nach kurzer Zeit wegen häufigen Fehlzeiten 
abgebrochen. Ein zweiter Versuch, eine Lehre aufzunehmen, sei aus unklaren Gründen ge-
scheitert. In der Folge sei der Versicherte über mehrere Jahre nicht erwerbstätig gewesen und 
von seiner Mutter finanziell unterstützt worden. Später habe er dann Aushilfsarbeiten verrichtet 
und eine Anlehre zum Carrosseire-Spengler absolviert. Nach den Angaben des Versicherten 
habe die Anlehre nur dank des toleranten Lehrmeisters durchgeführt werden könne. Weiter ge-
be der Versicherte an, durchaus einen Freundeskreis zu pflegen. Zudem habe er jahrelang 
praktisch täglich in einem Fitnessstudio trainiert. Ansonsten verbringe er den Tag eher passiv, 
teilweise bei sich zuhause oder bei seiner Mutter oder mit Kollegen, mit denen er sich gerne 
treffe. Er lese, informiere sich und sehe fern. Er leide unter Schlafstörungen und teilweise unter 
Albträumen. Manchmal würden die Erlebnisse aus der Kindheit hochkommen. Der Appetit sei 
gut. Die Stimmung sei wechselhaft, teilweise deprimiert. Auf Stress reagiere er schnell gereizt 
und verlasse derartige Situationen. In der Untersuchung finde sich ein psychopathologisch we-
nig auffälliger Explorand. Er wirke nicht depressiv, allenfalls leicht bedrückt, sobald belastende 
Themen angesprochen würden. Im Affekt sei er gut moduliert und kognitiv nicht eingeschränkt. 
Er wirke präsent, jedoch eher auf seine Problematik fixiert und wenig introspektiv. Es sei anzu-
nehmen, dass das Gewaltereignis in der Kindheit die Persönlichkeitsentwicklung des Versicher-
ten geprägt habe. Er könne aber verschiedenen Aktivitäten nachgehen, Beziehungen und 
Freundschaften pflegen, regelmässig Fitness betreiben und sich um seinen Hund kümmern. Er 
selbst fühle sich aber nicht in der Lage, regelmässig einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. 
Der Versicherte sei über Jahre von seiner Mutter und einer Tante finanziell unterstützt worden, 
sodass kein Druck bestanden habe, sich beruflich zu engagieren und auf eigenen Beinen zu 
stehen. Die Stressintoleranz könne eine Folge der erlittenen PTBS sein. Eine Persönlichkeits-
änderung könne in Betracht gezogen werden. Die Diagnosekriterien für eine Persönlichkeitsstö-
rung seien aber nicht erfüllt. Der Antrieb sei nicht aufgrund der Persönlichkeit beeinträchtigt und 
es bestünde keine auffällige Einschränkung der Impulskontrolle. Auch seien die Wahrnehmung 
und das Denken nicht auffällig verändert. Zudem würden sich im sozialen Bereich keine eindeu-
tigen unpassenden Verhaltensweisen zeigen. Dennoch sei sein Verhaltensmuster etwas auffäl-
lig, indem er offensichtlich schnell Situationen verlasse, in denen er sich unwohl fühle und ge-
reizt reagiere. Akzentuierte Persönlichkeitszüge könnten bejaht werden. Diese seien als Folge 
der erlittenen PTBS zu interpretieren. Zudem bestünden affektive Schwankungen mit subde-
pressivem Charakter. Die Kriterien für eine mittelgradige depressive Störung seien aber nicht 
erfüllt. Hinweise auf eine anderweitig psychisch relevante Störung seien ebenfalls nicht ersicht-
lich. Der Versicherte sei in der Lage, alltägliche Termine wahrzunehmen, sich weitgehend all-
täglichen Routinen und Regeln anzupassen und Aufgaben zu strukturieren. Die Flexibilität, Ur-
teils- und Entscheidungsfähigkeit seien ebensowenig wie die Selbstpflege und die Verkehrsfä-
higkeit eingeschränkt. Auch die Kontakt- und die Gruppenfähigkeit seien grundsätzlich vorhan-
den. Hingegen seien die Selbstbehauptungs- und Durchhaltefähigkeit leicht beeinträchtigt. Er 
sei in der Lage, auf seine Fähigkeiten und Ressourcen zurückzugreifen. Allenfalls bestünde 
eine verminderte Belastbarkeit. Die psychosoziale Situation dürfte einen Grossteil des aktuellen 
Zustands miterklären. So sei der Versicherte bisher nicht voll in den Arbeitsprozess integriert 

 

 
 
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gewesen. Er habe zwar eine Anlehre absolviert, sei aber nicht in diesem Beruf tätig. Zudem sei 
er über Jahre durch die Mutter finanziell unterstützt worden. Es sei denkbar, dass es ihm 
dadurch schwerfalle, aus diesem Kreislauf auszubrechen. Es würden ambulante Therapiemas-
snahmen durchgeführt, allerdings eher etwas unregelmässig. Eine konsequente medikamentö-
se Behandlung finde nicht statt und eine (teil)stationäre Massnahme habe der Versicherte ab-
gelehnt. Er fühle sich in der aktuellen Therapie nicht verstanden, was allerdings bei ihm auch 
ein grundsätzliches Problem sein dürfte. Er benötige intensivere Massnahmen, vor allem ver-
haltenstherapeutischer Art. Grundsätzlich sei ihm eine klar strukturierte Tätigkeit ohne Zeitdruck 
möglich. Er sei aber nicht in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und er sollte nicht unter 
wechselnden Arbeitsbedingungen tätig sein. Aufgrund eines möglichen erhöhten Pausenbe-
darfs und einer leichten Verlangsamung könne eine 20%ige Leistungseinschränkung ange-
nommen werden. Diese bestünde wahrscheinlich mindestens seit der Aufnahme der Therapie 
im Dezember 2016. Der behandelnde Psychiater Dr. D.____ gehe von einer mindestens 
50%igen Arbeitsfähigkeit aus, was deutlich mehr sei als sich der Versicherte selbst zumute. 
Offensichtlich gehe Dr. D.____ teilweise auf die subjektiven Angaben des Versicherten ein, 
womit sich auch die Diskrepanz zu seiner Einschätzung erkläre. 
 
7.1 Wie oben (vgl. E. 4.4 hiervor) dargelegt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Solche Indizien liegen nicht vor. Das Gutachten von Dr. C.____ vom 
6. März 2020 erfüllt sowohl in formeller Hinsicht als auch inhaltlich die bundesgerichtlichen An-
forderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage. Der Gutachter hatte 
Kenntnis von sämtlichen medizinischen Vorakten, er setzte sich in angemessener Weise mit 
den geäusserten Beschwerden auseinander und begründeten die Schlussfolgerungen in nach-
vollziehbarer Weise. In inhaltlicher Hinsicht vermag sodann zu überzeugen, dass den Be-
schwerdeführer das traumatische Ereignis in der Kindheit bis heute prägt. Die Restsymptomatik 
der PTBS und die akzentuierten Persönlichkeitszüge mit narzisstischen und emotional instabi-
len Anteilen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit des Versicherten aufgrund eines möglichen 
erhöhten Pausenbedarfs und einer leichten Verlangsamung aber nur geringfügig im Umfang 
von 20 %. Insgesamt bestehen keine Anhaltspunkte, dass die klinische Untersuchung mit 
Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung als wichtigste Grundlage 
gutachtlicher Feststellungen und Schlussfolgerungen nicht lege artis erfolgt wäre (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 4. August 2016, 9C_410/2016, E. 2.2.1 mit Hinweis, in: SVR 2016 IV 
Nr. 53 S. 178). Die entsprechenden, vorstehend (vgl. E. 6.6 hiervor) wiedergegebenen Darle-
gungen des Gutachters vermögen zu überzeugen, sodass darauf verwiesen werden kann. Die 
Tatsache, dass Dr. C.____ die erhobenen Befunde diagnostisch anders einordnete als der be-
handelnde Arzt Dr. D.____ (vgl. Berichte vom 8. Juni 2017, 14. März 2018), der eine mittelgra-
dige depressive Episode (ICD-10 F32.1), eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Ext-
rembelastung (ICD-10 F62.0) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) mit 
impulsiven, histrionischen, passiv-aggressiven, asthenischen, ängstlichen und unreifen Anteilen 
diagnostizierte, schmälert den Beweiswert des Gutachtens nicht. Dies umso weniger, als sich 

 

 
 
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Dr. C.____ mit den abweichenden Diagnosen des behandelnden Psychiaters auseinandersetz-
te. Er legte plausibel dar, weshalb seiner Auffassung nach die Kriterien für eine mittelgradige 
depressive Episode und eine Persönlichkeitsstörung nicht erfüllt sind. Die medizinischen Unter-
lagen und die Angaben des Beschwerdeführers waren offenbar hinreichend präzise und kohä-
rent genug, um ein zuverlässiges Bild über seinen psychischen Gesundheitszustand machen zu 
können. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass letztlich nicht die Diagnosen, sondern 
die funktionellen Einschränkungen und die damit einhergehenden Auswirkungen auf das Leis-
tungsvermögen der versicherten Person ausschlaggebend sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 6. August 2009, 9C_617/2008, E. 4.5). 
 
7.2.1 Was in der Beschwerde gegen das Gutachten von Dr. C.____ vom 6. März 2020 vorge-
bracht wird, verfängt nicht. Wenn der Beschwerdeführer unter Hinweis auf seine besondere 
Biographie mit Gewalterlebnis in der Kindheit, erheblichen Schul- und Ausbildungsschwierigkei-
ten, Abhängigkeiten und einer mehrjährigen Arbeitsabstinenz die Beurteilung von Dr. C.____ in 
Frage stellt, wonach aktuell nur noch eine Restsymptomatik einer PTBS vorliege, ist ihm entge-
genzuhalten, dass der Gutachter die Auswirkungen des Gewaltereignisses auf die persönliche 
und berufliche Entwicklung des Beschwerdeführers seit Kindheit bis in die Adoleszenz erfasste. 
Zudem vermitteln die Feststellungen des gesundheitlichen Befunds und seiner funktionellen 
Auswirkungen ein einleuchtendes und stimmiges Bild über den Gesundheitszustand und die 
Leistungsfähigkeit des Versicherten. Dr. C.____ differenzierte zwischen den subjektiv empfun-
denen Beschwerden und den geltend gemachten Einschränkungen im Alltag des Beschwerde-
führers einerseits und den objektiv feststellbaren Befunden andererseits und erkannte, dass der 
Beschwerdeführer – trotz seiner teilweise auffälligen Verhaltensmuster, der leicht reduzierten 
Selbstbehauptungs- und Durchhaltefähigkeit und der verminderten Belastbarkeit – durchaus in 
der Lage war und ist, verschiedenen Aktivitäten nachzugehen, Beziehungen soziale Kontakte 
zu pflegen, seinen Alltag selbstständig zu gestalten, alltägliche Funktionen und Termine wahr-
zunehmen, sich weitgehend alltäglichen Routinen und Regeln anzupassen und Aufgaben zu 
strukturieren, was gegen eine schwere psychische Beeinträchtigung spricht. Daran vermag die 
abweichende eigene Einschätzung des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Soweit er die 
Schlüssigkeit des Gutachtens mit dem Argument anzweifelt, die Dauer des Explorationsge-
sprächs sei (zu) kurz gewesen, ist ihm entgegen zu halten, dass es nach konstanter bundesge-
richtlicher Rechtsprechung nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt; massgebend ist in 
erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 14. März 2019, 8C_356/2018, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). Dies ist vor-
liegend entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers zu bejahen. Dazu kommt, dass 
sich die Beurteilung des Gutachters nicht nur auf die persönliche Untersuchung stützt. 
Dr. C.____ standen darüber hinaus auch die Berichte des behandelnden Arztes Dr. D.____ zur 
Verfügung, die es ihm ermöglichten, sämtliche für die Beurteilung relevanten Aspekte – wozu 
im Übrigen auch der für den Versicherten belastenden frühe Tod eines nahen Freunds gehört – 
hinreichend zu erfassen. 
 
7.2.2 Auch wenn im Gutachten die Prüfung der Indikatoren eher knapp ausgefallen ist, setzte 
sich Dr. C.____ dennoch hinreichend mit der Biographie, dem beruflichen Werdegang, der so-
zialen und der Familienanamnese sowie den Alltagsaktivitäten des Beschwerdeführers ausei-

 

 
 
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nander. Das Gutachten enthält alle erforderlichen Angaben für die Prüfung der Frage, ob sich 
ein invalidisierender Gesundheitszustand anhand der Standardindikatoren verifizieren lässt. 
Insgesamt steht die gutachterliche Einschätzung mit den objektiven Umständen in Einklang und 
gibt ein schlüssiges Bild zum Gesundheitszustand und der Leistungsfähigkeit des Beschwerde-
führers. Soweit er die Einschätzung von Dr. C.____ in Frage stellt, wonach von einer Arbeitsfä-
higkeit von 80 % auszugehen sei, ist zunächst festzustellen, dass keine fachärztlichen Berichte 
vorliegen, welche die Schlussfolgerung des Gutachters in Zweifel ziehen würden. Sodann ist zu 
beachten, dass eine Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen 
kann. Sie eröffnet einer Gutachterperson praktisch immer einen Spielraum für verschiedene 
medizinische Interpretationen, was zulässig und zu respektieren ist, sofern sie – wie hier – lege 
artis vorgegangen ist. Der Beschwerdeführer legt nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, 
dass aus den Berichten des behandelnden Arztes Dr. D.____ Gesichtspunkte hervorgingen, die 
von Dr. C.____ nicht berücksichtigt worden wären oder dessen Zumutbarkeitsbeurteilung als 
offensichtlich unzutreffend erscheinen liessen. Dazu kommt, dass das Aktivitätsniveau des Be-
schwerdeführers und die niedrige Therapiefrequenz gegen eine schwere psychische Erkran-
kung sprechen und das Beschwerdebild erheblich durch psychosoziale Belastungsfaktoren (fi-
nanzieller Druck, fehlende Integration in den Arbeitsprozess) mitbestimmt ist, die aber vom so-
zialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus unbeachtlich sind (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.5 
und BGE 143 V 409 E. 4.5.2). Die eigene Einschätzung des Beschwerdeführers, wonach ange-
sichts seiner Beschwerden und den Bedingungen des ersten Arbeitsmarkts eine Tätigkeit im 
Umfang von 80 % nicht realistisch sei, findet in den vorliegenden medizinischen Unterlagen 
keine Stütze. Vielmehr spricht die Tatsache, dass er in der Lage ist, alltägliche Funktionen und 
Termine wahrzunehmen und sich weitgehend alltäglichen Routinen und Regeln anzupassen, 
für eine hohe Leistungsfähigkeit in einer angepassten Berufstätigkeit. Sodann steht ihm auf-
grund seines Zumutbarkeitsprofils ein zwar eingeschränktes, aber dennoch genügend weites 
Betätigungsfeld auf dem sogenannten ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 
ATSG) zur Verfügung. Insgesamt liegt nichts vor, was auf eine aktenwidrige oder unzutreffende 
Beurteilung von Dr. C.____ schliessen lassen würde oder Zweifel an seiner Beurteilung zu be-
gründen vermöchte, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 137 V 64 E. 5.2; 
136 I 229 E. 5.3) auf zusätzliche Abklärungen verzichtet werden kann. 
 
8. Nach dem Gesagten ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei der 
gestützt auf das Gutachten von Dr. C.____ vom 6. März 2020 davon ausgegangen ist, dass 
dem Beschwerdeführer angepasste Tätigkeiten zu 80 % zumutbar sind. 
 
9. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Ver-
sicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. In den angefochtenen Verfü-
gungen vom 7. August 2020 nahm die IV-Stelle den erforderlichen Einkommensvergleich vor. 
Da der Beschwerdeführer seit Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigungen keiner Erwerbs-
tätigkeit mehr nachging, setzte die IV-Stelle das Invalideneinkommen zu Recht unter Beizug der 
Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik 
fest (vgl. dazu BGE 126 V 75 E. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 321 E. 3b/aa). Auf diese Weise 
errechnete sie – auf der Basis der gutachterlich attestierten 80 %-igen Arbeitsfähigkeit – ein 
zumutbares Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 54'303.--. Diesen Betrag stellte sie dem 

 

 
 
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ebenfalls anhand der Tabellenlöhne der LSE ermittelten Valideneinkommen von Fr. 64'066.-- 
gegenüber und gelangte so zu einem Invaliditätsgrad von 15 %. Diese Berechnung der IV-
Stelle ist nicht zu beanstanden. Selbst wenn den Ausführungen des Beschwerdeführers gefolgt 
und die Vergleichseinkommen auf der Basis des gleichen Tabellenlohns bestimmt würden, re-
sultierte bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % keine rentenbegründende Invalidität. Die angefoch-
tene Verfügung vom 7. August 2020, mit welcher ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers 
abgewiesen wurde, ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzu-
weisen. 
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend unterliegt der Beschwerdeführer, weshalb 
die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 
30. September 2020 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden ist, werden die Verfah-
renskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
10.2 Eine Parteientschädigung wird bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zugesprochen. 
Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 30. September 2020 auch die unentgeltliche 
Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt wurde, ist dieser für seine Bemühungen 
aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in sei-
ner Honorarnote vom 17. November 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 
14 Stunden geltend gemacht, was in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechts-
fragen nicht zu beanstanden ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und 
Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
Fr. 200.--. Hinzu kommen Auslagen im Betrag von insgesamt Fr. 55.60. Dem Rechtsvertreter 
des Beschwerdeführers ist demnach ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'855.60 (14 Stunden 
à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 55.60) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
10.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

 
 
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 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwerde-
führer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in Höhe von 
Fr. 2'855.60 (inkl. Auslagen) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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