# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5aa22f0-2abf-5d83-8df6-dd44d29a1a60
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-04-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.04.2018 BVGE 2018 IV/4
**Docket/Reference:** BVGE-2018-IV-4
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2018-IV-4_2018-04-25

## Full Text

Unerlaubte T&auml;tigkeit (BankG, BEHG, KAG) | Finanzmarktaufsicht. Berufsverbot. Schwere Verletzung von
Aufsichtsrecht durch Unterlassung.
			

			

				Art. 33 FINMAG. Art. 3 Abs. 2 Bst. a und c BankG. Art. 10 Abs. 2 Bst. a
und d BEHG. Art. 9 Abs. 2 und Abs. 4 aBankV.
			

			

				1.      Voraussetzungen
für das Vorliegen einer schweren Verletzung von Aufsichtsrecht durch Unterlassung (E. 3.4).
			

			

				2.      Die Annahme unversteuerter
Kundengelder war im relevanten Zeitraum nach schweizerischem Recht nicht untersagt. Es bestand keine
allgemeine Verpflichtung für Banken, bei ihren Kunden eine Steuerkonformitätsprüfung vorzunehmen
(E. 3.4.1).
			

			

				3.      Keine explizite
Pflicht der Beaufsichtigten zur Einhaltung von ausländischem Recht. Berücksichtigung von ausländischem
Recht im Rahmen der beiden Bewilligungsvoraussetzungen der einwandfreien Geschäftstätigkeit
und der angemessenen Organisation (E. 3.4.2).
			

			

				4.      Der weite Wortlaut
des bankenrechtlichen Organisations- und Gewährserfordernisses belässt der Vorinstanz
einen gewissen Spielraum, von ihren Beaufsichtigten auch die Einhaltung von (noch) nicht materiell-gesetzlichen
Pflichten zu verlangen. Bei der Auslegung und Anwendung von Aufsichtsrecht ist jedoch sowohl dem
Legalitäts- und Rechtsstaatsprinzip als letztlich auch der verfassungsrechtlichen Wirtschaftsordnung
ausreichend Rechnung zu tragen. Bei einem Berufsverbot kommen dem Legalitätsprinzip und dem daraus
fliessenden Gebot der Voraussehbarkeit staatlichen Handelns jedenfalls eine zentrale Bedeutung
zu (E. 3.4.3).
			

			

2018-12-27T12:03:54Z