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**Case Identifier:** c041b287-1371-5c2c-ab7a-542858e84610
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.06.2014 725 14 95 (725 2014 95)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-95_2014-06-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 26. Juni 2014 (725 14 95) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Anspruch auf Versicherungsleistungen nach Autounfall; natürlicher Kausalzusammen-

hang verneint;  
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons-

richter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Erich Züblin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____ arbeitete vom 9. Oktober 2002 bis Ende Juni 2003 in einem Teilzeitpensum 
(28,35 Std./pro Woche) bei der B.____ und war durch die Arbeitgeberin bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Be-
rufskrankheiten versichert. Am 9. Dezember 2002 erlitt A.____ einen Autounfall. Nach dem Un-
fall begab sich die Versicherte ins Spital C.____, wo eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS), 
Prellungen der Lendenwirbelsäule (LWS), ein Verdacht auf eine Commotio cerebri und ein psy-

 
 

 
 
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chischer Ausnahmezustand diagnostiziert wurden (vgl. Arztzeugnis UVG vom 29. Januar 2003). 
Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten, Taggeld). Mit Verfü-
gung vom 30. Oktober 2013 stellte sie die Versicherungsleistungen betreffend das Unfallereig-
nis vom 9. Dezember 2002 per 31. Dezember 2013 ein. Zur Begründung führte sie im Wesentli-
chen aus, dass zwischen den anhaltenden Beschwerden der Versicherten und dem Unfaller-
eignis vom 9. Dezember 2002 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein Kausalzusammen-
hang mehr bestehe. Daran hielt die SUVA auf Einsprache hin mit Entscheid vom 18. Februar 
2014 fest.  

B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Erich Züblin, am 20. März 2014 Be-
schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie bean-
tragte, es sei der Einspracheentscheid vom 18. Februar 2014 aufzuheben und die Beschwer-
degegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen über den 31. Dezember 2013 hin-
aus auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, 
die Beschwerdegegnerin habe während 11 Jahren Heilungskosten und Taggelder erbracht, weil 
sie von der anfänglich gutachterlich bestätigten traumatischen Hirnverletzung mit Epilepsie und 
einem hirnorganischen Psychosyndrom ausgegangen sei. Diese Diagnosen seien mittels Elekt-
roenzephalogramm (EEG) vom 20. Februar 2002 objektiviert und bildgebend respektive appa-
rativ im Sinne der Rechtsprechung des Bundesgerichts nachgewiesen worden. Es sei unglaub-
würdig und entspreche einer Verdrehung der Tatsachen, wenn die SUVA nunmehr behaupte, 
es habe damals bloss der Verdacht einer entsprechenden Gesundheitsstörung bestanden. Die 
Beschwerdegegnerin könne zudem mittels der vorhandenen medizinischen Akten nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen, dass heute keine traumatische Hirnverletzung 
mit Epilepsie und hirnorganischem Psychosyndrom mehr bestehe. Weiter sei auch nicht erstellt, 
dass die Beschwerdeführerin unter einer vorbestehenden Persönlichkeitsstörung leide, welche 
heute alleine für die vorhandenen Gesundheitsstörungen verantwortlich sei. Schliesslich hielt 
die Beschwerdeführerin fest, dass den vorhandenen medizinischen Akten nicht die volle Be-
weiskraft zukomme.  

C. In ihrer Vernehmlassung vom 17. Mai 2013 beantragte die SUVA die Abweisung der 
Beschwerde. 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in D.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-

 
 

 
 
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gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 20. März 2014 ist demnach ein-
zutreten.  

2. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2013 resp. mit Einspracheentscheid vom 18. Februar 
2014 stellte die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistungen per 31. Dezember 2013 ein. 
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin über diesen Zeitpunkt hinaus weiterhin 
Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat.  

3. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss 
Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung 
der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Per-
son. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, 
wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede-
rungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn 
fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die 
versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine 
angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls 
kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt 
(Art. 24 Abs. 2 UVG). 

4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt als erstes voraus, dass 
zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfä-
higkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 
129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit ande-
ren Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Er-
eignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 
eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das 

 
 

 
 
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Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 

4.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf ei-
nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326, U 180/93 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der 
leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversi-
cherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 
Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt 
die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer 
(SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs 
muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht 
es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheits-
schaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend 
ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verlo-
ren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgericht vom 10. März 2010, 8C_963/2009, 
E. 2.1). 

5.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren 
Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversiche-
rungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle 
anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Be-
weismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, weshalb es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 

 
 

 
 
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sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 
S. 113 E. 3a).  

5.2 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Bundesgerichts mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, 
jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingehol-
ten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  

6. Vorliegend sind im Wesentlichen nachfolgende Berichte zu berücksichtigen: 

6.1.1 Dem Arztzeugnis UVG des Spitals C.____ vom 29. Januar 2003 ist zu entnehmen, 
dass die Beschwerdeführerin am 9. Dezember 2002 einen Verkehrsunfall erlitten hat. Im Rah-
men der Befundaufnahme wurde festgestellt, sie sei bei vollem Bewusstsein (Glasgow Coma 
Scale [GCS] 15) und die Pupillen seien isokor und mittelweit gewesen; zudem hätte sich eine 
prompte Lichtreaktion beidseits gezeigt. Weiter hätten keine neurologischen Auffälligkeiten, 
jedoch ein Druckschmerz über dem LWS-Bereich, dem linken Knie sowie dem rechten unteren 
Schulterblatt bestanden. Als Diagnosen wurden eine HWS-Distorsion und eine LWS-Prellung 
sowie ein Verdacht auf eine Commotio cerebri und ein psychischer Ausnahmezustand genannt. 
Die Beschwerdeführerin sei bis mindestens 13. Dezember 2002 zu 100% arbeitsunfähig.  

6.1.2 Dr. med. E.____, FMH Innere Medizin, diagnostizierte am 20. Januar 2003 eine Kon-
tusion der HWS und der LWS. Es bestünden unverändert starke Schmerzen im Bereich des 
Nackens und des ganzen Rückens, verbunden mit Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörun-
gen, depressiver Verstimmung und weiteren Symptomen. Die Beschwerdeführerin sei nicht in 
der Lage, längere Zeit zu sitzen oder andere Stellungen einzunehmen. Sie sei ausser Stande, 
Auto zu fahren.  

6.1.3 Der Neurologe Dr. med. F.____, FMH Neurologie, untersuchte die Beschwerdeführerin 
am 20. Februar 2003. Seinem Bericht vom 21. Februar 2003 ist zu entnehmen, dass eine leich-
te bis mässige Allgemeinveränderung mit Schwerpunkt temporal links und ein Verdacht auf eine 
epileptogene Läsion in diesem Gebiet sowie intermittierende Vigilanzschwankungen vorlägen. 
Um einer Chronifizierung vorzubeugen, erachtete Dr. F.____ eine intensive 3 - 4 Wochen dau-
ernde stationäre Rehabilitation für dringend angezeigt. 

6.1.4 Am 17. März 2003 wurde im Auftrag von Dr. F:____ im Institut G.____, ein triplanares 
natives MRI des Kopfes der Beschwerdeführerin durchgeführt. Als Indikation ist dem Bericht 
vom 19. März 2003 ein Unfall am 9. Dezember 2002 mit Verdacht auf ein leichtes Schädelhirn-
trauma zu entnehmen. Die radiologische Untersuchung ergab sodann, dass keine fokalen oder 

 
 

 
 
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diffusen Hirnparenchymläsionen posttraumatischer oder anderweiter Natur erkennbar seien und 
weder Epi- noch Subduralhämatome vorlägen. Die Weite und das Signalverhalten der Liquor-
räume seien ebenso wie die konfigurierten Temporallappen und der Hippocampus beidseits 
normal. 

6.1.5 Dr. F.____ diagnostizierte am 22. Mai 2003 ein leichtes Schädel-Hirntrauma mit hoch-
gradigem Verdacht auf eine epileptogene Läsion mit partiell-komplexen Anfällen. Erneut emp-
fahl er eine stationäre Rehabilitation während 3 - 4 Wochen. 

6.1.6 In der Zeit vom 17. Juni 2003 bis 29. Juli 2003 befand sich die Beschwerdeführerin in 
der Rehaklinik H.____. Im Austrittsbericht vom 20. August 2003 werden als Diagnosen ein Sta-
tus nach Verkehrsunfall (Frontal- und Rechtsseitenkollision) am 9. Dezember 2002 mit wahr-
scheinlicher Distorsion der HWS, ein Verdacht auf ein leichtes Schädel-Hirntrauma, auf eine 
Distorsion im Bereich des thorakolumbalen Übergangs, auf eine Contusio capitis occipitalis und 
auf eine Commotio cerebri genannt. Seit dem Unfall leide die Beschwerdeführerin zudem an 
Dämmerzuständen mit epileptogenen Potentialen im EEG, einem zervikozephalen Symptom-
komplex, einem thorakolumbalen Schmerzsyndrom, einer vegetativen Dysregulation, neuropsy-
chologischen Funktionsstörungen und einer Anpassungsstörung mit Angst und Depression. 
Während des Aufenthalts in der Rehaklinik H.____ habe die Beschwerdeführerin an einem mul-
tidisziplinären Therapieprogramm (Physio- und Ergotherapie, psychologische Einzelbetreuung, 
logopädische Therapie und neuropsychologische Abklärungen) teilgenommen. Gesamthaft hät-
ten die Beschwerden nur geringfügig beeinflusst werden können. Die Beschwerdeführerin habe 
aber eine bessere Akzeptanz derselben und einen besseren Umgang damit gezeigt. Ziel sei es, 
eine weitere psychische und physische Stabilisierung zu erreichen. Die Arbeitsunfähigkeit be-
trage weiterhin 100%.  

6.1.7 Die Beschwerdeführerin begab sich nach dem Austritt aus der Rehaklinik H.____ in 
Behandlung von lic. phil. I.____, Fachpsychologe für Neuropsychologie und Psychotherapie. 
Am 9. September 2003 diagnostizierte er aus klinisch-psychologischer und neuropsychologi-
scher Sicht unter anderem mässig schwere neuropsychologische Hirnfunktionsstörungen sowie 
derzeit eine schwere ängstlich-depressive Anpassungsstörung mit Anteil an einer posttraumati-
schen Belastungsstörung.  

Ein knappes Jahr später - am 19. August 2004 - berichtete lic. phil. I.____, dass sich die ängst-
lich-depressive Anpassungsstörung in Regression befinde. Restsymptome einer posttraumati-
schen Belastungsstörung würden weiterhin bestehen, seien aber im Vergleich zu vor einem 
Jahr in den Hintergrund getreten. Die im Vergleich mit der Vortestung unverändert weiterbeste-
henden neuropsychologischen Funktionsstörungen seien im Wesentlichen Folge einer anläss-
lich des Unfalls vom 9. Dezember 2002 erlittenen Hirnverletzung bzw. eines Schädel-
Hirntraumas. Ebenso seien seines Erachtens die vermehrte Reizbarkeit und Affektlabilität sowie 
die verminderte Impulskontrolle als Unfallfolgen zu betrachten.  

An diesen Ausführungen hielt lic. phil. I.____ auch in seinem Bericht vom 7. November 2005 
fest. Es lägen bei der Beschwerdeführerin weiterhin unverändert mässig schwere subkortikale, 
frontolimbische und -temporale Hirnfunktionsstörungen beidseits vor, welche links mehr ausge-
prägt seien. Ebenso bestünde eine ängstlich-depressive Anpassungsstörung, welche aufgrund 

 
 

 
 
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der chronischen Dauerbeschwerden und des Beschwerdeverlaufs gut nachvollziehbar sei. Eine 
posttraumatische Belastungsstörung sei in Form von Restsymptomen weiterhin zu diagnostizie-
ren.  

6.1.8 Der Neurologe Dr. F.____ führte in seinem ärztlichen Zwischenbericht vom 28. Januar 
2004 aus, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall am 9. Dezember 2002 ein leichtes Schä-
del-Hirntrauma sowie eine HWS- und eine LWS-Distorsion erlitten habe und als Folge davon an 
kognitiven Defiziten leide. In Bezug auf den Verlauf führte er unter anderem aus, dass sich die 
Schmerzen seit dem Austritt aus der Rehaklinik H.___ kaum verändert hätten. Hingegen wür-
den kaum mehr epileptische Dämmerzustände auftreten.  

Diese Angaben bestätigte Dr. F.____ in seinen Berichten vom 18. August 2004, vom 29. März 
2005 und vom 21. Oktober 2005, wobei er die LWS-Beschwerden als unfallfremd bezeichnete.  

6.1.9 Am 20. September 2006 erging das polydisziplinäre Gutachten der J.____. Die unter-
suchenden Ärzte diagnostizierten eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syn-
drom, eine teilremittierte posttraumatische Belastungsstörung, eine symptomatische Epilepsie 
mit rezidivierenden komplex-partiellen Anfällen bei Status nach milder traumatischer Hirnverlet-
zung bei Verkehrsunfall am 9. Dezember 2002, ein chronisches zervikovertebrales bis -
brachiales Schmerzsyndrom, eine Migräne ohne Aura und mittelschwere neuropsychologische 
Defizite. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein intermittierendes lumbovertebral-
es Schmerzsyndrom, eine leichte Supraspinatustendopathie der rechten Schulter, eine mögli-
che beginnende Coxarthrose links, eine morbide Adipositas und eine residuenlos verheilte Ex-
tensoren-Sehnenläsion am Zeigerfinger links. In der Gesamtbeurteilung wurde zunächst zum 
neuropsychologischen Beschwerdekreis festgestellt, dass sich formal mittelschwere bis schwe-
re Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeitsfunktionen und - testspezifisch - des Arbeitstempos 
sowie insgesamt leichte bis mittelschwere Einschränkungen der verbal-episodischen Gedächt-
nisleistungen objektivieren lassen würden. Die Rechenleistungen seien grenzwertig ausgeprägt. 
Im Bereich exekutiver Leistungen würden sich Einschränkungen bei der konsequenten Beibe-
haltung von Zuordnungsregeln zeigen. Die Arbeitsfähigkeit betrage aus neuropsychologischer 
Sicht bei einer Tätigkeit als Büroangestellte 50%; bei freier Zeiteinteilung sei es der Beschwer-
deführerin möglich, dieses Pensum zu leisten. Die Frage, ob Aussicht auf teilweises oder voll-
ständiges Abklingen der neuropsychologischen Defizite bestehe, bejahten die Gutachter inso-
fern, als sich Erfolge in der medikamentösen Behandlung sowie der psychischen Situation der 
Beschwerdeführerin erreichen lassen würden. Als äusserst ungünstig für die Prognose erweise 
sich jedoch gegenwärtig die von der Beschwerdeführerin selbst bekundete Überzeugung, den 
Endzustand nach dem Unfallereignis erreicht zu haben, was wenig Veränderungsmotivation 
signalisiere. In psychiatrischer Hinsicht sei die Beschwerdeführerin zu 40% in der Arbeitsfähig-
keit eingeschränkt, wobei eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch die Aufnahme einer 
ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung und eine Medikamenten-
Compliance möglich sei. Nach zumindest teilweiser Remission der depressiven Symptomatik 
könne eine störungsspezifische, kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung der posttrauma-
tischen Belastungsstörung erfolgen. Eine konsequente Umsetzung der therapeutischen Mass-
nahmen sei bei der Versicherten anzuraten, um eine weitere Chronifizierung zu verhindern. 

 
 

 
 
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Eine psychiatrische Reevaluation habe nach vollumfänglicher Umsetzung der therapeutischen 
Massnahmen nach circa einem Jahr zu erfolgen.  

In Bezug auf die rheumatologischen Beschwerden wurde im Gutachten der J.____ festgestellt, 
dass die Beschwerdeführerin für mittelschwere bis schwere Tätigkeiten nicht mehr arbeitsfähig 
sei. In einer adaptierten Arbeit sei eine 80%ige Arbeitsfähigkeit zu attestieren.  

6.1.10 Im Zwischenbericht vom 13. August 2007 wies lic. phil. I.____ auf Fort-, aber auch auf 
Rückschritte in der Behandlung hin. Ein therapeutischer Erfolg habe aber nicht erzielt werden 
können. Ein solcher sei auch von einer im Sinne der J.____-Gutachter vorgeschlagenen neu 
aufgegleisten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung nicht zu erwarten. Unter der 
neuerlichen Einnahme des Medikamentes Zoloft, verordnet von Dr. F.____, fühle sich die Be-
schwerdeführerin jedoch etwas ausgeglichener. An der psychischen Grenzbelastbarkeit, welche 
aus der unverändert fortbestehenden komplexen Beschwerdelage und der adaptierten Wahr-
nehmung resultiere, sowie bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Aufgaben und Pflichten, ände-
re dies kaum etwas.  

6.1.11 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. K.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am 
20. September 2007 zu den Ausführungen von lic. phil. I.___ und im Gutachten der J.____ Stel-
lung. Er erachtete die bisherige Behandlung durch den Psychologen als adäquat, verständlich 
und nachvollziehbar. Die psychiatrische Einschätzung der J.____ sei hingegen eher theore-
tisch. Deren prognostische Einschätzung gründe sich vielmehr auf Hypothesen und weniger auf 
einer ausführlichen Beurteilung des bisherigen Verlaufs.  

6.1.12 Am 28. Mai 2008 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung bei Dr. med. L.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates. In seiner versiche-
rungsmedizinischen Beurteilung führte er aus, dass sich diffuse Schmerzen auf HWS-Höhe auf 
Palpation ohne relevante Verspannungen zeigen würden, wobei ein strukturell objektivierbares 
Korrelat nach allen medizinischen Abklärungen nicht vorhanden sei. Eine Hirnfunktionsstörung 
sei zwar diagnostiziert worden. Diese stehe aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in 
einem Zusammenhang mit dem Unfall, sei doch nach demselben keine Bewusstlosigkeit doku-
mentiert worden. Bildgebend seien aus unfallmedizinischer Sicht keine strukturell objektivierba-
ren Unfallfolgen vorhanden. Der Zustand sei stabil und im Sinne eines Endzustandes aus rein 
medizinischer Sicht zu werten.  

6.1.13 Lic. phil. I.____ führte in einem weiteren Bericht vom 20. Juni 2008 aus, dass die Be-
schwerdeführerin nach einem Verkehrsunfall an einem organischen Psychosyndrom nach 
Schädelhirntrauma mit Wesensänderung und erhöhter Erschöpfbarkeit, einer symptomatischen 
Epilepsie mit rezidivierenden komplex-partiellen Anfällen, einem chronischen zervikozephalen 
und -brachialem Schmerzsyndrom, einer anhaltenden bzw. rezidivierenden mässig schweren 
depressiven Störung mit Schlafstörung und nachfolgender Tagesmüdigkeit leide. Weiter wurde 
festgehalten, dass die Beschwerdeführerin prätraumatisch gesund gewesen sei. Es bestünden 
keinerlei Hinweise für Auffälligkeiten der Persönlichkeitsstruktur.  

6.1.14 Die Beschwerdeführerin befand sich vom 27. bis 30. April 2010 in der Klinik M.____. Im 
neurologisch-psychiatrischen Gutachten vom 19. Oktober 2010 wurden eine anhaltende soma-

 
 

 
 
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toforme Schmerzstörung sowie eine somatoforme Entwicklung mit depressiven, neurastheni-
schen und dissoziativen Zügen bei einem Status nach Unfall im Dezember 2002 mit HWS-
Distorsionstrauma, Verdacht auf Commotio cerebri und psychischem Ausnahmezustand, einem 
Status nach Anpassungsstörung mit Angst und Depression, einem Status nach partieller post-
traumatischer Belastungsstörung (2006 teilremittiert), einem Status nach mittelgradiger depres-
siver Episode mit somatischem Syndrom (2006), bei fehlenden Hinweisen auf eine posttrauma-
tische zerebrale Pathologie, eine Epilepsie und neuropsychologische Beeinträchtigungen sowie 
ein Vitamin-D Mangel diagnostiziert. Dem in drei Bereiche gegliederten Gutachten ist zu ent-
nehmen, dass es aus neurologisch-epileptologischer Sicht keine Anhaltspunkte für eine trauma-
tische Läsion oder einen anderweitigen pathologischen Prozess gebe. Auch unter Zuzug der 
Echtzeitdokumentationen ergäben sich keine zwingenden Anhaltspunkte auf eine milde trauma-
tische Hirnläsion. Eine Commotio cerebri sei aufgrund des Unfallablaufs mit Anschlagen des 
Kopfes nicht ausgeschlossen, eine strukturelle posttraumatische Hirnpathologie sei allerdings 
vor allem zufolge der Ergebnisse der bisher durchgeführten Bildgebung als nicht wahrscheinlich 
anzusehen. Somit sei nicht von einer posttraumatischen epileptogenen Hirnpathologie auszu-
gehen. Auch eine anderweitige epileptogene Hirnpathologie offenbare die Bildgebung nicht. Im 
Rahmen der Begutachtung sei ein 4-tägiges Langzeit-EEG abgeleitet worden, bei dem kein 
patiententypisches Ereignis in Form eines von der Beschwerdeführerin so genannten „Ausset-
zers“ habe aufgezeichnet werden können. Das EEG zeige einen normalen Befund und eine 
Wortfindungsstörung sei nicht erkennbar. Es ergäben sich aus der bei der Klinik M.____ durch-
geführten Diagnostik keine Hinweise auf das Vorliegen einer Epilepsie. In neuropsychologischer 
Hinsicht hielten die Gutachter fest, dass sich aktuell keine relevanten Beeinträchtigungen ergä-
ben. Die in den Berichten des behandelnden Psychologen lic. phil. I.____ und auch im Gutach-
ten der J.____ erwähnten neuropsychologischen Defizite hätten nicht bestätigt werden können. 
In der aktuellen Testung habe sich gezeigt, dass die Beschwerdeführerin über ein unter dem 
Normbereich liegendes allgemeines kognitives Leistungsniveau verfüge. Es würden sich aber - 
in Übereinstimmung mit der J.____ - Anhaltspunkte auf eine nicht durchgehend vorhandene 
Testmotivation und Anstrengungsbereitschaft zeigen. Die in der Untersuchung gezeigte An-
triebsminderung und die reduzierte Reaktions- und Verarbeitungsgeschwindigkeit würden oft 
als kognitive Begleitsymptome einer affektiven bzw. psychiatrischen Störung beobachtet. Aus 
psychologisch-psychiatrischer Sicht wurde ein insuffizienter Behandlungsstand konstatiert. Ein 
primär auf das Coping mit als organisch bedingt eingeschätzten Teilleistungsstörungen fokus-
sierter therapeutischer Zugang müsse retrospektiv im Lichte der aktuellen somatischen Aus-
schlussdiagnostik als problematisch eingeschätzt werden. Sowohl Anpassungsstörungen als 
auch somatoforme Störungen seien prinzipiell behandelbar. Dies setze aber voraus, dass der 
Patient oder die Patientin und der Therapeut bzw. die Therapeutin die Überzeugung teilen wür-
den, aktiv die Behandlung der Beschwerden anstreben zu wollen. Sowohl der gewählte thera-
peutische Zugang als auch die korrespondierende Überzeugung der Beschwerdeführerin hin-
sichtlich des Endzustands der Beschwerden - wie bereits im neuropsychologischen Gutachten 
der J.____ festgehalten - hätten sich in prognostischer Hinsicht sicherlich nicht günstig ausge-
wirkt.  

6.1.15 Nachdem sowohl lic. phil. I.____ am 7. Januar 2011 wie auch Dr. F.____ am 17. Juni 
2011 das Gutachten der Klinik M.____ als mangelhaft, nicht umfassend und die Schlussfolge-

 
 

 
 
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rungen als nicht korrekt bezeichneten, holte die SUVA bei Dr. med. N.____, FMH Neurologie, 
SUVA Versicherungsmedizin Luzern, eine neurologische und bei Dr. med. O.____, Facharzt 
Psychiatrie, eine psychiatrische Stellungnahme ein.  

Dr. N.____ führte am 21. November 2011 aus, die neurologischen Ausführungen im Gutachten 
der Klinik M.____ seien nachvollziehbar, begründet und würden sich auf objektivierbare Befun-
de stützen. Die Auseinandersetzung mit den Vorbefunden sei detailliert und überzeugend. Die 
Kritik am Gutachten durch lic. phil. I.____ sei zwar interessant, jedoch geprägt vom Prinzip post 
hoc-ergo propter hoc. Es sei anhand der Untersuchungen in der Klinik M.____ anzuerkennen, 
dass keine strukturellen Hirnläsionen als Erklärung neurologischer/neuropsychologischer oder 
psychiatrischer Beschwerden als Folge des Unfalls vom 9. Dezember 2002 ausgewiesen seien. 
Der Kritik von Dr. F.____ am Gutachten der Klinik M.____ entgegnete Dr. N.____ mit der Ar-
gumentation, dass ein funktionelles MRI des cranio-zervikalen Übergangs nicht geeignet sei, 
verlässliche Aussagen zu allfälligen Läsionen der Bänder zu machen. Dr. F.____ müsse aner-
kennen, dass keine strukturelle Läsion als Erklärung epileptischer Anfälle ausgewiesen sei. Es 
sei auch allgemein wissenschaftlich anerkannt, dass eine leichte traumatische Hirnverletzung 
nicht geeignet sei, eine Epilepsie auszulösen bzw. zu erklären.  

Dr. O.____ hielt aus psychiatrischer Sicht am 5. Januar 2012 zum Gutachten der Klinik M.____ 
fest, dass der Aktenauszug, die Exploration und die neuropsychologische Testuntersuchung 
zwar gut strukturiert und umfassend seien. Problematisch sei aber die psychologisch-
psychiatrische Beurteilung. So sei für die Diagnose einer dissoziativen wie auch einer somato-
formen Schmerzstörung erforderlich, dass emotionale Konflikte oder psychosoziale Probleme 
genannt würden, die schwerwiegend genug seien, um als entscheidende ursächliche Einflüsse 
zu gelten. Hierzu äussere sich der Gutachter aber nicht. Es werde einzig über die Persönlich-
keitsentwicklung der Beschwerdeführerin und eine wahrscheinlich unfallunabhängige, konflikt-
hafte Versorgungsautarkie-Problematik spekuliert. Auf dem Boden der vorliegenden Beurteilung 
seien die Aussagen zur Leistungsfähigkeit aber nicht ausreichend begründet. Dr. O.____ erach-
tete eine ergänzende psychiatrische Begutachtung als angezeigt. 

In ihrer Stellungnahme zum Schreiben des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vom 
24. Januar 2012 erachtete Dr. N.____ am 23. April 2012 eine weitere neurologische Abklärung 
als nicht erforderlich. Die Argumentation von Advokat Züblin, wonach die Ergebnisse der EEG-
Untersuchung in der Klinik M.____ diskussionswürdig seien, weil sie unter dem Einfluss von 
epilepsiehemmenden Medikamenten erfolgt seien, sei nicht stichhaltig, denn das Absetzen der 
Medikamente würde nichts zur inhaltlich kausalen Klärung beitragen.  

6.1.16 In der Folge beauftrage die SUVA Dr. med. P.____, FMH Psychiatrie und Psychothe-
rapie, mit der Untersuchung der Beschwerdeführerin. In seinem Gutachten vom 31. Mai 2013 
diagnostizierte er (1) eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-depressiven und 
emotional-instabilen Zügen, beeinträchtigter Spannungsregulation, Dissoziationsneigung und 
Somatisierungstendenz sowie (2) eine rezidivierende ängstlich-depressive Störung, gegenwär-
tig remittiert. In seiner zusammenfassenden Beurteilung hielt Dr. P.____ fest, dass bei der Be-
schwerdeführerin eine kombinierte Persönlichkeitsstörung vorliege, welche bis ins frühe Er-
wachsenenalter nicht fassbar gewesen, jedoch durch das Unfallereignis manifest geworden sei. 

 
 

 
 
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Die Persönlichkeitsstörung zeige eine vielgestaltige Symptomatik (von ausgeprägter emotiona-
ler Instabilität mit rezidivierenden Verstimmungszuständen bis hin zu depressiv-suizidalen Ein-
brüchen, beeinträchtigter Spannungsregulation mit dem Drang, sich selbst zu verletzen, 
Selbstwertproblematik, Überforderungsgefühlen, dissoziative Neigung und Somatisierungsten-
denz). Im Verlauf sei es wiederholt zu längeren depressiven Phasen gekommen, welche diag-
nostisch als komorbide rezidivierende Störung aufgefasst werden könnten. In der ersten Zeit 
nach dem Unfallereignis hätten sich zudem Anteile einer posttraumatischen Belastungsstörung 
gezeigt, welche aber aktuell remittiert sei. Zwar sei die Persönlichkeitsstörung nach dem Unfall 
manifest geworden, dieser sei aber nicht die Ursache derselben; das Unfallereignis habe viel-
mehr durch die mit ihm verbundenen sozialen Belastungen (Verletzung, Behandlung, Ängste) 
die bis zu diesem Zeitpunkt nicht manifeste Störung aufgedeckt. Es müsse jedoch davon aus-
gegangen werden, dass sich die Persönlichkeitsstörung mit fortschreitendem Lebensalter und 
unter den damit zusammenhängenden psychosozialen Belastungen (Eintritt ins Berufsleben, 
Heirat, Mutter werden etc.) auch ohne Einwirkung eines Unfallgeschehens geäussert hätte. 
Gleichzeitig hätten die unfallbedingten Einflüsse abgenommen, weshalb der Status quo sine mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erreicht sei.  

7.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid stützte sich die SUVA in erster Linie auf die 
neurologisch-epileptologischen Abklärungsergebnisse im Gutachten der Klinik M.____ vom 
19. November 2010 und auf das Gutachten von Dr. P.____ vom 31. Mai 2013. Sie ging dem-
nach davon aus, dass die geklagten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zwar möglicherweise 
im Zusammenhang mit dem Trauma vom 9. Dezember 2002 stünden. Ein überwiegend wahr-
scheinlicher natürlich kausaler Zusammenhang bestehe gemäss diesen Berichten nicht, wes-
halb sie die Leistungen per Ende Dezember 2013 habe einstellen dürfen. Die Beschwerdefüh-
rerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass der natürliche Kausalzusammenhang 
zu bejahen sei und sie weiterhin Anspruch auf Leistungen der SUVA habe. In Bezug auf die 
beim Unfall erlittenen Verletzungen an der LWS sind sich die Parteien einig, dass diese nicht 
mehr unfallkausal sind.  

7.2.1 Wie in Erwägung 5.2 ausgeführt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Solche Indizien sind 
weder den neurologisch-epileptologischen Ausführungen im Gutachten der Klinik M.____ vom 
19. November 2010 noch jenen von Dr. P.____ vom 31. Mai 2013 zu entnehmen. Vorweg ist 
jedoch betreffend die psychologisch-psychiatrische Beurteilung im Gutachten der Klinik M.____ 
vom 19. November 2010 festzustellen, dass darauf zu Recht nicht abgestellt wurde. In Überein-
stimmung mit den Ausführungen des SUVA-Kreisarztes Dr. O.____ vom 5. Januar 2012 weist 
das Gutachten der Klinik M.____ in diesem Teilbereich Mängel betreffend die psychiatrische 
Beurteilung, die Diagnosestellung und die Begründung auf. Dass die Vorinstanz unter diesen 
Umständen eine ergänzende psychiatrische Begutachtung bei Dr. P.____ veranlasste, ist nach-
vollziehbar und nicht zu beanstanden. Überzeugend, umfassend und einleuchtend präsentierte 
sich demgegenüber der neurologisch-epileptologische Teil des Gutachtens der Klinik M.____. 

 
 

 
 
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Die Fachärzteschaft stützte sich dabei auf die umfangreichen Vorakten und die Ergebnisse der 
stationäre Untersuchung der Beschwerdeführerin, welche zwischen dem 27. und 30. April 2010 
stattfand. Dabei wurde ein 72-Stunden EEG-Monitoring durchgeführt. Die Beschwerdeführerin 
wurde daher einer umfassenden Untersuchung unterzogen und die Ergebnisse dieser Abklä-
rungen wurden eingehend - auch unter Berücksichtigung der abweichenden ärztlichen Meinun-
gen - in einer Konsensbesprechung erläutert und analysiert. Die Auswertung dieser Untersu-
chungsergebnisse ergab, dass bei der Beschwerdeführerin weder Hinweise für eine Epilepsie 
noch für eine organische Hirnschädigung vorliegen. Weiter ist auch die neuropsychologische 
Begutachtung in der Klinik M.____ nicht zu beanstanden, bei welcher festgestellt wurde, dass 
die neuropsychologischen Funktionsdefizite nicht durch den Unfall verursacht wurden.  

7.2.2 In psychiatrischer Hinsicht überzeugen die Feststellungen von Dr. P.____. In seinem 
gründlichen, die Anamnese und die Vorakten ausführlich berücksichtigenden Gutachten vom 
31. Mai 2013 kam er nachvollziehbar zum Schluss, dass die von ihm gestellten Diagnosen 
(kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-depressiven und emotional-instabilen Zügen, 
beeinträchtigter Spannungsregulation, Dissoziationsneigung und Somatisierungstendenz und 
rezidivierender ängstlich-depressiver Störung, gegenwärtig remittiert) nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 9. Dezember 2002 zurückzuführen sind. Er nahm 
ausführlich zu den seinen Untersuchungsergebnissen widersprechenden Berichten des behan-
delnden Psychologen lic. phil. I.____ Stellung und wies darauf hin, dass dieser seine Beurtei-
lung auf der Annahme, die Beschwerdeführerin habe eine organische Hirnverletzung erlitten, 
basiere. Nachdem aufgrund der Ausführungen im Gutachten der Klinik M.___ feststehe, dass 
keine Hirnverletzung vorliegt, könne lic. phil. I.____ nicht gefolgt werden. Gestützt auf die stich-
haltige Beurteilung von Dr. P.____ und der neurologisch-epileptologischen Abklärung der Klinik  
M.____ durfte die SUVA davon ausgehen, dass die von der Beschwerdeführerin weiterhin ge-
klagten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausal-
zusammenhang mit dem Autounfall vom 9. Dezember 2002 stehen. 

7.3.1 Daran ändern die Ausführungen in der Beschwerde nichts. Mit Blick auf die Begrün-
dungen von Dr. F.____ ist festzustellen, dass er sowohl betreffend die Diagnosestellung als 
auch bezüglich der Behandlung der Beschwerden von einer leichten traumatischen Hirnverlet-
zung und einer Epilepsie ausging. Dr. F.____ äusserte in seinem Bericht vom 21. Februar 2003 
aufgrund seiner EEG-Ableitung vom 20. Februar 2003 den Verdacht auf eine epileptologene 
Läsion. Die in der Folge im Institut G.____ am 17. März 2003 durchgeführte MRI-Untersuchung 
zeigte jedoch keine fokalen oder diffusen Hirnparenchymläsionen posttraumatischer oder an-
derweitiger Natur und keine Epi- oder Subduralhämatome. Damit konnten aber eine unfallbe-
dingte strukturelle Hirnschädigung und die Verdachtsdiagnose einer Epilepsie bzw. einer leich-
ten traumatischen Hirnverletzung bereits einen Monat nach der EEG-Untersuchung bei 
Dr. F.____ ausgeschlossen werden. Die von ihm in die Wege geleiteten Abklärungen mittels 
funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT; fmri) ändern an diesen Schlussfolgerungen 
nichts. Zwar ergaben diese Untersuchungen Hinweise auf beidseitige Läsionen des Ligamen-
tums transversums atlantis Grad III nach Krakenes und eine Läsion des linken Ligamtentum 
alare Grad II nach derselben Klassifikation (vgl. Bericht des Zentrums Q.____ vom 14. Februar 
2007). Daraus kann aber aufgrund der überzeugenden Ausführungen im Gutachten der Klinik 
M.____ weder auf eine traumatische Hirnverletzung noch auf eine Epilepsie geschlossen wer-

 
 

 
 
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den. Zudem kommt den mittels fMRT/fmri erhobenen Befunden für die Beurteilung der Unfall-
kausalität von Beschwerden nach Schleudertraumen der HWS und äquivalenten Unfallmecha-
nismen nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft kein Beweiswert zu, wes-
halb darauf vorliegend nicht abgestellt werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
5. September 2011, 8C_310/2011, E. 4.2). Die Behauptung, wonach die Beschwerdeführerin an 
einer unfallbedingten Epilepsie leide, wurde schliesslich durch die Klinik M.____ widerlegt. Zwar 
ist mit der Beschwerdeführerin einig zu gehen, dass der Verlust der von Dr. F.____ erstellten 
EEG-Ableitung vom 20. Februar 2003 in der Klinik M.____unverständlich ist. Der Beweiswert 
des Gutachtens der Klinik M.____ (als eine auf Epilepsieleiden spezialisierte Institution) vom 
19. November 2011 wird dadurch aber nicht geschmälert. Dies umso mehr, als in diesem Gut-
achten auch auf die EEG-Ableitung von Dr. F.____ Bezug genommen und betont wird, dass die 
hierbei beschriebenen Graphoelemente nicht beweisend für das Vorliegen einer Epilepsie sei-
en. Zu bedenken ist auch, dass anlässlich der Erstbehandlung der Beschwerdeführerin im Spi-
tal C.____ am 9. Dezember 2002 festgestellt worden war, dass diese bei vollem Bewusstsein 
nach der GCS gewesen sei, was als weiterer Hinweis darauf zu werten ist, dass die Beschwer-
deführerin keine Hirnläsionen erlitt (vgl. E. 6.1.1 vorstehend). 

7.3.2 Ebenso wenig kann den Ausführungen von lic. phil. I.____ gefolgt werden. Wie 
Dr. F.____ ging er von einer traumatischen Hirnverletzung und einer Epilepsie als Basis für die 
gestellten Diagnosen aus. Nachdem nunmehr feststeht, dass die Beschwerdeführerin keine 
Hirnpathologie und auch keine Epilepsie aufweist, basiert seine Behandlung auf einer unzutref-
fenden Beurteilung. Dies wird denn auch durch Dr. P.____ einleuchtend dargelegt. Er fasste in 
seinem Bericht vom 31. Mai 2013 die von lic. phil. I.____ genannten Beschwerden zusammen 
und wies verständlich nach, dass diese mangels Hirnverletzung nicht als organisches Psycho-
syndrom und organische Persönlichkeitsstörung bezeichnet werden könnten, sondern auf eine 
kombinierte Persönlichkeitsstörung zurückzuführen seien. Diese Beurteilung zeigte er nachvoll-
ziehbar gestützt auf die Anamnese und die eigene Untersuchung der Versicherten auf. Es wird 
aufgrund seiner Ausführungen klar, dass die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit bereits vor dem Unfall an einer Persönlichkeitsstörung gelitten hat, diese sich 
aber erst durch das Ereignis vom 9. Dezember 2002 manifestierte.  

7.3.3 Weiter kann die Beschwerdeführerin aus dem Umstand, dass ihr die Beschwerdegeg-
nerin während mehr als elf Jahren Leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern 
ausgerichtet hat, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die dadurch erfolgte (faktische) Anerken-
nung der Leistungspflicht bedeutet nicht etwa, dass die Beschwerdegegnerin nachträglich nur 
unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision auf die bisher 
gewährten Versicherungsleistungen zurückkommen darf. Wie das damalige Eidgenössische 
Versicherungsgericht (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) in BGE 130 V 
380 ff. entschieden hat, ist es dem Unfallversicherer freigestellt, die durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro oh-
ne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision 
einzustellen und den Fall abzuschliessen, wenn er nachträglich zur Auffassung gelangt, die 
Leistungszusprechung sei anfänglich unrichtig gewesen. Eine Leistungseinstellung mit Wirkung 
ex nunc et pro futuro bedeutet nämlich - so das damalige EVG - kein Rückkommen auf die bis-
her gewährten Versicherungsleistungen. Nur wenn der Unfallversicherer diese zurückfordert, 

 
 

 
 
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muss er den hierfür erforderlichen Rückkommenstitel der prozessualen Revision oder der Wie-
dererwägung ausweisen. Will er aber - wie im vorliegenden Fall - nicht so weit gehen, sondern 
die bisher zu Unrecht ausgerichteten Leistungen stehen lassen, ist Verfügungsgegenstand nur 
die zukünftige Leistungseinstellung, welche - wenn materiell-rechtlich begründet und mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen - der Unfallversicherer ohne Rückkommens-
voraussetzungen und damit ohne Bindung an früher ausgerichtete Leistungen vornehmen kann 
(BGE 130 V 384 E. 2.3.1 mit weiteren Hinweisen).  

7.3.4 Schliesslich ist nicht nachvollziehbar, auf welche medizinischen Unterlagen die Be-
schwerdeführerin ihre Behauptung stützt, dass die Hirnverletzung mit Epilepsie und einem hirn-
organischen Psychosyndrom anfänglich gutachterlich bestätigt gewesen sei, denn die kurz 
nach dem Unfall aufgrund anerkannter Methoden (EEG/MRI) durchgeführten Abklärungen 
konnten keine objektivierbaren Befunde aufzeigen. Selbst Dr. F.____, auf den sich die Be-
schwerdeführerin stützt, ging ursprünglich nur von einem Verdacht auf eine epileptogene Läsion 
aus.  

7.3.5 Fehl geht die Beschwerdeführerin auch, wenn sie unter Hinweis auf das Urteil des 
Bundesgerichts vom 5. Dezember 2012, 8C_476/2001, behauptet, der Status quo sine habe 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden können. Im genannten Urteil 
hielt das Bundesgericht im Wesentlichen dafür, dass der Status quo sine nicht nur aufgrund 
eines Aktengutachtens bestätigt werden könne, welches zudem - entgegen sämtlichen anderen 
Berichten - eine Teilursächlichkeit des Unfalls verneine. Die Beschwerdeführerin wurde vorlie-
gend in der Klinik M.____ umfassend durch auf Epilepsie spezialisierte Fachärzte der Neurolo-
gie begutachtet. Diese kamen nach einer fundierten Untersuchung zum Schluss, dass der Sta-
tus quo sine erreicht sei, weshalb ohne weiteres davon auszugehen ist. 

7.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der medizinischen Unterlagen die 
Unfallkausalität zwischen dem Unfallereignis vom 2. Dezember 2002 und den heute noch gel-
tend gemachten Beschwerden unter Berücksichtigung des Beweisgrades der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu verneinen ist. Die blosse Möglichkeit der Unfallkausalität genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruches der SUVA nicht (BGE 119 V 338 E. 1). Genau so we-
nig reicht für die Begründung eines Leistungsanspruches der SUVA die Tatsache, dass die gel-
tend gemachten Beschwerden erst nach dem Unfall aus dem Jahre 2002 eingetreten sind. In 
seiner Rechtsprechung hat das Bundesgericht diesbezüglich festgehalten, dass eine gesund-
heitliche Schädigung nicht bereits dadurch als durch ein Unfall verursacht gilt, weil sie zeitlich 
nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. E 2bb). Demgemäss ist die Beschwerde abzu-
weisen. 

8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Partei-
en kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Verfahrensausgang entsprechend wettzuschla-
gen 
 

 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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