# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75b8839b-f5d8-53c6-a7aa-d10d9a88fed1
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-17
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 17.07.2017 605 2016 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2016-15_2017-07-17.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2016 15

Urteil vom 17. Juli 2017

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marianne Jungo
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch die Procap     

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung – befristete Rente, Selbstständigerwerbender

Beschwerde vom 21. Januar 2016 gegen die Verfügung vom 2. Dezember 
2015

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1955, in zweiter Ehe verheiratet, Vater von zwei erwachsenen 
Kindern, wohnhaft in B.________, machte nach der obligatorischen Schulzeit keine Ausbildung. Er 
arbeitete als Hilfsarbeiter in diversen Branchen (Feinmechanik, Heizungsmontage, Chauffeur), 
zuletzt bis Ende März 2009 als Chauffeur bei der C.________ AG in D.________. Daneben baute 
er sich hobbymässig einen Pferdezuchtbetrieb auf. Ab April 2009 war er als Selbstständigerwer-
bender tätig und betrieb Landwirtschaft mit Pferdezucht. Am 4. September 2010 erlitt er einen 
Unfall. Er stürzte von einem Pferd in ein Bachbett und brach sich dabei zwei Brustwirbel. Es er-
folgte eine erste Operation (Spondylodese D1–D5).

Am 7. März 2011 meldete er sich deswegen für den Leistungsbezug bei der Invalidenversiche-
rungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle), Givisiez, an.

Am 31. Oktober 2013 gab die IV-Stelle bei E.________ in F.________ ein betriebswirtschaftliches 
Gutachten in Auftrag. Aus diesem ergab sich, dass bei Weiterführung des Landwirtschaftsbetriebs 
kein regelmässiges Einkommen zu erwarten sei, weshalb die Rationalisierung (Hobby-Betrieb) 
bzw. Aufgabe des Betriebs empfohlen wurde.

Am 2. Dezember 2013 wurde eine Spondylodese C3–C4 und C4-C5 durchgeführt.

Mit Verfügung vom 2. Dezember 2015 wurde A.________ für die Zeitperiode vom 1. September 
2011 bis 31. August 2014 eine ganze Rente zugesprochen. Ab Juni 2014 sei ihm eine angepasste 
Tätigkeit zumutbar.

B. Am 21. Januar 2016 erhebt A.________, vertreten durch die Procap, Beschwerde beim 
Kantonsgericht Freiburg und beantragt, die Verfügung vom 2. Dezember 2015 sei aufzuheben und 
ihm eine unbefristete ganze Invalidenrente zuzusprechen. Er bestritt zum einen die medizinische 
Beurteilung und zum anderen die Festsetzung des Valideneinkommens. Es seien nicht alle rele-
vanten gesundheitlichen Einschränkungen berücksichtigt worden.

Am 8. Februar 2016 begleicht der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss von CHF 800.-.

Die IV-Stelle hält in ihren Bemerkungen vom 10. März 2016 an ihrer Verfügung fest und beantragt 
die Abweisung der Beschwerde. Es seien alle gesundheitlichen Probleme berücksichtigt worden.

Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels bringen die Parteien keine wesentlichen neuen Argu-
mente vor.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel statt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung mass-
gebend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 21. Januar 2016 gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 2. Dezember 
2015 ist unter der Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 18. Dezember bis und mit 2. Ja-
nuar (Art. 38 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] zur Anwendung 
kommt) fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Vertreter bei der sachlich und örtlich 

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zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein Interesse, 
dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, seinen Rentenanspruch prüft.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Im Sinne von Art. 8 ATSG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die 
Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie min-
destens zu 50%, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid sind.

b) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten der Versicherte in seinen körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das 
Leiden eingeschränkt, d. h. arbeitsunfähig ist (BGE 130 V 97 E. 3.3.2; 115 V 133 E. 2c; 107 V 17 
E. 2b; 105 V 156 E. 1). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird nach dem Mass bestimmt, in welchem 
der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen an seinem angestammten Arbeitsplatz zumutbarer-
weise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht massgebend ist hingegen die bloss medi-
zinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (BGE 111 V 235 E. 1b mit Hinweisen). Bei 
langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat der Versicherte andere ihm offen 
stehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen (BGE 115 V 404 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die 
Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei 
dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven Befundes durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 
20 E. 2b; OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 201). Insbeson-
dere ist dabei nicht auf das subjektive Empfinden des Versicherten abzustellen, hätte es doch 
dieser ansonsten in der Hand, seinen Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Per-
son nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfäl-
liger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Für diesen Einkommensvergleich sind die 
Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des – möglichen – Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten-
wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des Einspracheentscheides zu 
berücksichtigen sind (vgl. BGE 129 V 222).

c) Bevor die versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der Schadenminde-
rungspflicht alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu 

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mindern. Ein Rentenanspruch ist zu verneinen, wenn sie selbst ohne Eingliederungsmassnahmen, 
nötigenfalls mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessen-
des Erwerbseinkommen zu erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zu-
mutbaren Tätigkeit im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit im 
Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu be-
rücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungs-
fähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung 
am Wohnort etc. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgeglichene Arbeits-
markt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich. Eine Betriebsaufgabe ist nur unter 
strengen Voraussetzungen unzumutbar, und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der 
Invalidenversicherung aufrechterhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer 
gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteil BGer 9C_624/2013 vom 11. Dezember 2013 
E. 3.1.1 mit Hinweisen, bestätigt in Urteil BGer 9C_644/2015 vom 3. Mai 2016 E. 4.3.1). Eine ver-
sicherte Person ist daher unter Umständen invalidenversicherungsrechtlich so zu behandeln, wie 
wenn sie ihre Tätigkeit als Selbstständigerwerbende aufgibt, d. h. sie muss sich im Rahmen der 
Invaliditätsbemessung jene Einkünfte anrechnen lassen, welche sie bei Aufnahme einer leidensan-
gepassten unselbstständigen Erwerbstätigkeit zumutbarerweise verdienen könnte (Urteil BGer 
8C_654/2012 vom 21. Februar 2013 E. 5.1 mit Hinweisen).

d) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizi-
nische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismit-
tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 
oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf 
und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc mit Hinweisen).

3. Vorliegend ist streitig, ob der Beschwerdeführer im Gegensatz zur zugesprochenen befriste-
ten (1. September 2011 bis 31. August 2014) Anspruch auf eine unbefristete Invalidenrente hat.

a) Zunächst kritisiert der Beschwerdeführer die medizinische Beurteilung. Es seien nicht 
alle IV-relevanten Einschränkungen berücksichtigt worden. Seit dem Frühjahr 2014 leide er auch 
an einer Lungenerkrankung mit Verdacht auf eine systemische Autoimmunerkrankung, einer leich-
ten Herzerkrankung, einer Lebersteatose, einer akuten Arthritis des linken Handgelenks, einer dis-
kreten Polyarthrose. Ferner würden ein Verdacht auf ein Schlafapnoe-Syndrom sowie ein hochgra-
diger Verdacht auf eine Kristallarthropathie vorliegen.

b) Gemäss dem Bericht von Dr. med. G.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere 
Medizin des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (nachfolgend: 
RAD), vom 17. April 2014 (IV-Akten, S. 161 ff.), lagen beim Beschwerdeführer zum damaligen 

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Zeitpunkt als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein Status nach Fraktur und 
Spondylodese BWK1–5 (2010) und Spondylodese C3–C5 (Oktober 2013) sowie ein Verdacht auf 
ein Schulter-Impingement rechts vor. Ferner habe zwischendurch eine Reizung auf der Höhe C8 
bestanden, die konservativ behandelt worden sei. Körperlich leichte Tätigkeiten ohne Heben oder 
Tragen von Lasten über 15 kg, ohne zwanghafte sitzende oder stehende Stellung, ohne regelmäs-
siges Bücken seien als angepasst zu betrachten. Es bestehe ab Juni 2014 eine volle Arbeitsfähig-
keit mit einer um 20% verminderter Leistungsfähigkeit. Ebenso ging der behandelnde Orthopäde, 
Dr. med. H.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, am 19. März 2014 (IV-Akten, S. 156 ff.) in Folge der zweiten Operation von 
einem verbesserten Zustand aus und attestierte für eine wechselbelastende Tätigkeit ohne Lasten 
über 15 kg eine Arbeitsfähigkeit von 50%, die auf 100% gesteigert werden könne. Derselbe war in 
seinem Vorbericht vom 9. Januar 2013 (IV-Akten, S. 63 ff.) noch von einer Arbeitsfähigkeit von nur 
2–3 Stunden täglich bei einer um 70% verminderten Leistungsfähigkeit ausgegangen.

Am 12. Mai 2014 (IV-Akten, S. 181 ff.) berichtete Dr. med. I.________, Facharzt FMH für 
Pneumologie des J.________, von einer seit 2–3 Wochen bestehenden Anstrengungsdyspnoe un-
klarer Ätiologie, einer leichten respiratorischen Partialinsuffizienz, einem erhöhten D-Dimere un-
klarer Ätiologie, einer Plattenatelektase, vor allem rechts basal, einer Lebersteatose sowie neu 
festgestellten vor allem diastolisch erhöhten Blutdruckwerten. Insgesamt seien die erhobenen Be-
funde jedoch unspezifisch. Zur weiteren Abklärung war der Beschwerdeführer vom 16. bis 21. Mai 
2014 im J.________ hospitalisiert. Am 21. Mai 2014 (IV-Akten, S. 179 und S. 187 ff.) äusserte der 
Pneumologe ferner den Verdacht auf eine akute Gichtarthritis und erklärte, die Verdachtsdiagnose 
einer Pneumonie habe erfolgreich behandelt werden können. In seinem Bericht an die IV-Stelle 
vom 9. März 2015 (IV-Akten, S. 216 ff.) erwähnte er bei den Diagnosen einzig, von pneumologi-
scher Seite bestehe eine pulmonale Beteiligung bei Verdacht auf systemische Autoimmunerkran-
kung, aktuell nicht näher charakterisierbar. Er erachtete eine sitzende Tätigkeit im Vollpensum als 
zumutbar. Er habe nie eine Arbeitsunfähigkeit attestiert.

Während der Hospitalisation wurde der Beschwerdeführer auch kardiologisch untersucht. Dem Be-
richt des K.________ vom 21. Mai 2014 (IV-Akten, S. 186; nicht vollständig) ist zu entnehmen, in 
kardiologischer Hinsicht liege weder ein Anhaltspunkt für das Vorliegen einer Endokarditis noch für 
eine koronare Herzerkrankung mit hochgradigen Stenosen der proximalen Koronarien vor. Dem-
gegenüber bestehe eine leichtgradige hypertensive Herzerkrankung sowie eine arterielle Hyper-
tonie Grad I–II. Ferner wurde ein Verdacht auf ein Schlaf-Apnoe-Syndrom geäussert.

Weiter stellte Dr. med. L.________, Fachärztin für Rheumatologie (Deutschland) am 17. Juni 2014 
(IV-Akten, S. 177 f.) die Diagnosen einer akuten Monarthritis des linken Handgelenks sowie einer 
diskreten Polyarthrose. Klinisch bestehe der hochgradige Verdacht auf eine Kristallarthropathie. 
Angaben zur Arbeitsfähigkeit machte sie keine.

Gemäss einem Bericht der M.________ des N.________ vom 23. Juni 2014 (IV-Akten, S. 175 f.) 
bestehe am rechten Handgelenk eine Arthritis (Punktion 20.06.2014 und Infiltration 17.06.2014 
durchgeführt). Die Symptomatik des Handgelenks habe sich verbessert. Auch diesem Bericht sind 
keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit zu entnehmen.

Am 20. August 2014 (IV-Akten, S. 191 ff.) äusserte sich der aktuelle Hausarzt, Dr. med. 
O.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, zum Fall und nennt die bekannten Diagno-
sen. Es sei nicht mit einer Besserung der Lungenkapazität zu rechnen, der Beschwerdeführer 
werde diesbezüglich dauerhaft eingeschränkt sein. Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 50% 

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als Landwirt. Demgegenüber erachtete er eine leicht wechselbelastende Tätigkeit während bis zu 
8h/Tag möglich (rein sitzend 8h, wechselbelastend 6–8h).

Der behandelnde Orthopäde bestätigte am 17. Februar 2015 (IV-Akten, S. 210 f.) seine bisherigen 
Diagnosen. Er äusserte sich zwar nicht zur Arbeitsfähigkeit, erklärte aber, der Beschwerdeführer 
habe deutliche Fortschritte erzielt.

Der RAD-Arzt bejahte ebenso unter der Berücksichtigung der neuen Unterlagen mehrere Male 
seine Einschätzung vom 17. April 2014 (vgl. Berichte vom 30. September 2014 [IV-Akten, 
S. 195 f.], 18. Mai 2015 [IV-Akten, S. 220 ff.] sowie 14. Oktober 2015 [IV-Akten, S. 242 ff.]) und 
verneinte die Notwendigkeit von weiteren Abklärungen.

c) Damit traten Mitte 2014 zwar mehrere neue Diagnosen hinzu. Die IV-Stelle bzw. der 
RAD-Arzt hatten aber Kenntnis davon. Zudem ist der Beschwerdeführer daran zu erinnern, dass 
das Auftreten von zusätzlichen Diagnosen nicht gleichbedeutend ist mit einer Verschlechterung 
der Arbeitsfähigkeit. So wurde auch vorliegend von keinem der involvierten Fachärzten eine 
Arbeitsunfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit attestiert. Vielmehr gehen sowohl der behandeln-
de Orthopäde, der Pneumologe als auch der Hausarzt von einem zumutbaren Vollpensum in einer 
angepassten Arbeit aus. Ob es sich dabei um eine wechselbelastende oder um eine rein sitzende 
Arbeit handelt, spielt dabei – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – keine Rolle.

Zu keiner anderen Einschätzung führt der zusammen mit den Gegenbemerkungen eingereichte 
Bericht des behandelnden Orthopäden vom 29. Januar 2016. Diesem ist zu entnehmen, der Be-
schwerdeführer habe sich bei einem Sturz eine "contusion costale et dorsale" zugezogen. Bildge-
bende Untersuchungen hatten keine Fraktur ergeben. Hinsichtlich der chronischen zervikalen Be-
schwerden sei die Situation stationär und es sei hierfür eine Rente von mindestens 30% zuzuspre-
chen. Zunächst widerspricht sich der behandelnde Orthopäde in diesem letzten Punkt. So hielt er 
explizit fest, die zervikalen Beschwerden seien stationär, geht aber im Vergleich zu seinen Vorbe-
richten von einer nicht weiter begründeten Arbeitsunfähigkeit von 30% aus. Dies muss so verstan-
den werden, dass gemäss der dargestellten Rechtsprechung behandelnde Ärzte tendenziell eher 
zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. Weiter betrifft dieser Bericht die Zeitspanne nach dem Er-
lass der Verfügung vom 5. Dezember 2015 und muss damit grundsätzlich nicht in Betracht gezo-
gen werden (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit Hinweisen). So hat sich ebenfalls der darin erwähnte 
Sturz erst Ende Januar 2016 ereignet, beinahe zwei Monate nach der hier streitigen Verfügung. 
Die allenfalls damit zusammenhängenden Beschwerden können deshalb nicht berücksichtigt wer-
den. Sollte sich inzwischen der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers tatsächlich ver-
schlechtert haben, so steht es ihm frei, ein Revisionsgesuch bzw. eine Neuanmeldung bei der IV-
Stelle einzureichen.

Zusammen mit der IV-Stelle ist deshalb ab Juni 2014 von einer Arbeitsfähigkeit von 80–100% bzw. 
von einer Arbeitsfähigkeit von 100% bei einer um 20% verminderten Leistungsfähigkeit auszu-
gehen.

4. Der Beschwerdeführer kritisiert weiter, die IV-Stelle hätte die ausserordentliche Berech-
nungsmethode für die Berechnung des Invaliditätsgrades verwenden sollen. Seine bisherige Tätig-
keit sei ihm zwar nur noch zu 50% zumutbar. Es sei aber nicht gesichert, dass er die allenfalls 
leicht höhere Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auch verwerten könne. Demgegen-
über hat die IV-Stelle die herkömmliche Methode des Einkommensvergleichs zur Anwendung ge-
bracht.

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a) Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers steht fest, dass in einer angepassten 
Tätigkeit von einer wesentlich höhere Arbeitsfähigkeit auszugehen ist, als dies in der bisherigen, 
seit April 2009 betriebenen Arbeit als Landwirt mit Pferdezucht der Fall ist, in welcher noch eine 
Arbeitsfähigkeit von 50% besteht. Es stellt sich daher die Frage, ob dem Beschwerdeführer die 
Aufgabe seines Betriebs zugemutet werden kann.

b) Die von der Rechtsprechung gestellten und oben aufgeführten Anforderungen müssen 
hier als erfüllt betrachtet werden. Zunächst bestehen keine besonderen Einschränkungen in der 
zumutbaren Verweistätigkeit, welche das Feld der möglichen Tätigkeiten stark eingrenzen würde. 
Es bestehen namentlich keine Einschränkungen der Feinmotorik. Gemäss dem RAD-Arzt sind kör-
perlich leichte Tätigkeiten ohne Heben oder Tragen von Lasten über 15 kg, ohne zwanghafte 
sitzende oder stehende Stellung, ohne regelmässiges Bücken als angepasst zu betrachten. Der 
Hausarzt erklärte in seinem vorerwähnten Bericht vom 20. August 2014 zudem, Bücken, über-
Kopf-Arbeiten, Kauern, Knien, Rotation im Sitzen/Stehen, Heben/Tragen sei einzig zu 50% mög-
lich, und für den behandelnden Orthopäden sind die laut dem Hausarzt nur reduziert möglichen 
Bewegungen zu vermeiden. Zudem absolvierte der Beschwerdeführer zwar keine Ausbildung, er 
war aber in diversen Branchen tätig gewesen und bringt deshalb dennoch eine breite Berufserfah-
rung mit. Überdies war der 1955 geborene Beschwerdeführer im Juni 2014, dem massgebenden 
Zeitpunkt, ab welchem die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit bestand (vgl. 
Urteil BGer 9C_149/2011 vom 25. Oktober 2012 E. 3.3), knapp 59 Jahre alt, womit das Lebens-
alter des Beschwerdeführers einer Verwertung seines verbleibenden Leistungsvermögens auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt nicht entgegensteht. Der Beschwerdeführer ist daran zu erinnern, dass 
gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts relativ hohe Hürden betreffend die Unverwert-
barkeit der Restarbeitsfähigkeit auch älterer Menschen besteht und das Bundesgericht sogar bei 
Versicherten, die über 60 Jahre alt sind, regelmässig von der Verwertbarkeit der Restarbeit aus-
geht (vgl. die zusammenfassende Darstellung der Rechtsprechung in Urteil BGer 9C_847/2015 
vom 30. Dezember 2015 E. 4). Schliesslich ist es offensichtlich, dass er in einer angepassten 
Tätigkeit ein höheres Einkommen erzielen könnte, da das von der IV-Stelle im Vorentscheid vom 
22. Mai 2015 (IV-Akten, S. 225 ff.) berechnete Invalideneinkommen um zwei Drittel höher ausfällt 
(CHF 48'916.-) als das ohne Behinderung erzielte Einkommen als Selbstständigerwerbender von 
CHF 28'320.- (vgl. Gutachten vom 26. November 2013; IV-Akten, S. 145 ff.).

c) Zu keinem anderen Ergebnis kommt es, wenn dem Beschwerdeführer in dem Sinne ge-
folgt würde, dass das Valideneinkommen nicht gestützt auf die Angaben im Gutachten, die sich auf 
die Buchhaltung des Landwirtschaftsbetriebs des Beschwerdeführers stützen, festgelegt würde, da 
sich der landwirtschaftliche Betrieb noch in der Aufbauphase befunden habe. Der Beschwerde-
führer erklärte diesbezüglich, als Haupteinnahmequelle wäre die Vermietung von mindestens
13 Pferdeboxen geplant gewesen, was bei einer Miete von rund CHF 600.- pro Pferd bereits 
monatliche Einnahmen von CHF 7'800.- ergäbe. Hinzukommen würden monatliche Direktzahlun-
gen von CHF 1'500.-. Dem ständen nur geringe Ausgaben von CHF 50.-/Monat für Kraftfutter 
gegenüber. Diesbezüglich ist jedoch festzuhalten, dass der Beschwerdeführer für das Buchhal-
tungsjahr 2010 einen Aufwand von knapp CHF 45'000.- ausgewiesen hatte. Entgegen der Ansicht 
des Beschwerdeführers kann das Valideneinkommen nicht auf einer solchen rein theoretischen 
Grundlage berechnet werden, umso mehr als die Angaben nicht schlüssig sind.

Somit bliebe zur Festsetzung des Valideneinkommens dasjenige Einkommen, das der Beschwer-
deführer bei seinem letzten Arbeitgeber erzielt hatte. Gemäss dem Auszug aus dem individuellen 
Konto des Beschwerdeführers (IV-Akten, S. 18 ff.) ergibt sich für die Jahre 2005–2008 ein durch-

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schnittliches Einkommen von CHF 64'012.-. Indexiert mit dem Nominallohnindex bis ins Jahr 2014, 
wobei das (seinerseits bereits indexierte) Vorjahreseinkommen für jedes Jahr einzeln zu indexie-
ren ist (vgl. Urteil BGer 8C_193/2013 vom 4. Juni 2013 E. 3.2), ergibt sich ein Valideneinkommen 
von CHF 68'012.45.

Die IV-Stelle ging unter der Berücksichtigung einer um 20% verminderten Leistungsfähigkeit sowie 
eines allgemeinen Abzugs von 10% von einem Invalideneinkommen von CHF 48'916.- aus. Der 
Beschwerdeführer bringt diesbezüglich keine Kritik vor und die von der IV-Stelle vorgenommene 
Berechnung erweist sich korrekt.

Damit ergibt sich eine Erwerbseinbusse von CHF 19'096.45, was ebenfalls einen rentenaus-
schliessenden Invaliditätsgrad von 28.07%, gerundet damit von 28%, ergibt.

5. Zusammenfassend hat die IV-Stelle zu Recht dem Beschwerdeführer einzig für die Periode 
vom 1. September 2011 bis 31. August 2014 eine ganze Rente zugesprochen. Die Verfügung der 
IV-Stelle vom 2. Dezember 2015 ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.

Die Gerichtskosten zu Lasten des unterliegenden Beschwerdeführers werden auf CHF 800.- fest-
gesetzt und sind mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in der gleichen Höhe zu verrech-
nen.

Der mit seinen Anträgen unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteient-
schädigung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden Gerichtskosten in der Höhe von CHF 800.- zu Lasten von A.________ erhoben. 
Diese werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundes-
gericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 17. Juli 2017/bsc

Präsident Gerichtsschreiber-Berichterstatter