# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d428b17d-a232-5f3a-b528-336cccc43f7c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 25.03.2024 LY240012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY240012_2024-03-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LY240012-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch

Urteil vom 25. März 2024

in Sachen

A._____,
Klägerin und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____

gegen

B._____,
Beklagter und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

sowie

1. C._____,
2. D._____,
Verfahrensbeteiligte

1, 2 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Z._____

- 2 -

betreffend Ehescheidung auf Klage (Kindesschutzmassnahmen / Vollstre-
ckungsmassnahmen) 

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im ordentlichen Verfah-
ren des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 31. Januar 2024; Proz. FE220047

- 3 -

Rechtsbegehren des Beklagten:
(act. 6/112 S. 2)

"1. Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, die gemeinsamen Kinder 
D._____, geb. tt.mm.2014, und C._____, geb. tt.mm.2016, wie folgt zu 
übergeben: 
- Ab 1.12.2023 - 31.3.2024: Jeden zweiten Samstag um 

11.00 Uhr an die mobile Besuchsbe-
gleitung und/oder die Familienbeglei-
terin; 

- Ab 1.4.2024 - 30.8.2024: Jeden zweiten Samstag um 
10.00 Uhr an die mobile Besuchsbe-
gleitung und/oder die Familienbeglei-
terin;

- Ab 1.9.2024 - 31.12.2024 Jeden zweiten Samstag um 
10.00 Uhr an den Gesuchsteller.

- Ab 1.1.2025 Jeden zweiten Freitagabend 
um 18.00 Uhr an den Gesuchsteller.

2. Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, den Gesuchsteller an den 
Sonntagen jener Wochenenden, an denen er die Kinder nicht bei sich 
hat, von 10.00 Uhr - 11.00 Uhr mit den Kindern telefonieren zu lassen. 

3. Für den Fall, dass die Gesuchsgegnerin ihrer Verpflichtung gemäss Zif-
fer 1 nicht nachkommen sollte, seien folgende Vollstreckungsmassnah-
men anzuordnen: 
- Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB;
- Falls die Gesuchsgegnerin ihrer Verpflichtung weiterhin nicht nach-
kommt: Ordnungsbusse gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. ZPO in der Höhe 
von Fr. 1'000.00 für jedes vereitelte Besuchsrecht; 
- Falls die Gesuchsgegnerin ihrer Verpflichtung noch immer nicht nach-
kommt: Direkte Zwangsvollstreckung mit Unterstützung der Polizei.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgegne-
rin."

Rechtsbegehren der Klägerin:
(act. 6/128 S. 2)

"Die Anträge des Beklagten in seiner Eingabe vom 16. November 2023 seien 
vollumfänglich abzuweisen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 7.7% MwSt.) zu Las-
ten des Beklagten."

- 4 -

Rechtsbegehren der Kindsvertreterin:
(act. 6/161 S. 2 sinngemäss)

Die Anträge des Beklagten seien gutzuheissen; Kontakte zum Beklagten 
müssen stattfinden. Falls notwendig seien diese mit verhältnismässigen Voll-
streckungsmassnahmen anzuordnen, wobei von einer Zwangsvollstreckung 
mit Unterstützung der Polizei abzusehen sei. 

Urteil des Bezirksgerichtes:
(act. 6/144 = act. 5 S. 9)

1. Der Klägerin wird die Weisung erteilt, die mit Verfügung vom 4. September 2023 

stufenweise angeordneten Besuche der Kinder D._____, geboren am tt.mm.2014, 

und C._____, geboren am tt.mm.2016, beim Beklagten zu unterstützen und die Kin-

der zu diesen Besuchen zu schicken unter Androhung von Strafe gemäss Art. 292 

StGB. Art. 292 StGB lautet: "Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem 

zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn er-

lassenen Verfügung nicht Folge leistet, wird mit Busse bestraft."

2. Die Klägerin wird verpflichtet, den Beklagten an den Sonntagen, an denen er die 

Kinder nicht bei sich hat, von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr mit den Kindern telefonieren 

zu lassen.

3. Weitere Kindesschutzmassnahmen und Massnahmen zur Vollstreckung des rechts-

kräftig für die Dauer des Verfahrens angeordneten Besuchsrechts werden einstwei-

len abgewiesen. 

4. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen bleibt dem Endentscheid in 

der Hauptsache vorbehalten.

5./6. [Schriftliche Mitteilung / Rechtsmittel: Berufung, 10 Tage].

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Berufungsanträge:

der Klägerin und Berufungsklägerin (act. 2 S. 2):
"Dispositiv-Ziffern 1 und 2 der Verfügung des Bezirksgerichts Dielsdorf, Ein-
zelgericht o.V., vom 31. Januar 2024 (Geschäfts-Nr. FE220047-D) seien auf-
zuheben und die Anträge des Berufungsbeklagten in seiner Eingabe vom 
16. November 2023 seien vollumfänglich abzuweisen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8.1% MWST) zu 
Lasten des Berufungsbeklagten."
Prozessuale Anträge:
"1. Der vorliegenden Berufung sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
 2. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin für 

das vorliegende Berufungsverfahren einen Prozesskostenbeitrag von 
einstweilen CHF 5'000.00 zu bezahlen.

 3. Eventualiter sei der Berufungsklägerin für das vorliegende Berufungs-
verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und ihr in der 
Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bei-
zugeben."

Erwägungen:

I.

1.1. A._____ (Klägerin und Berufungsklägerin, fortan Klägerin) und B._____ (Be-

klagter und Berufungsbeklagter, fortan Beklagter) heirateten am tt. Februar 2014. 

Aus ihrer Ehe gingen die zwei Kinder D._____ (geb. tt.mm.2014) und C._____ 

(geb. tt.mm.2016) hervor (act. 6/3). Die Klägerin und der Beklagte trennten sich 

anfangs des Jahres 2018 (act. 6/1 S. 4). Im Jahr 2018 durchliefen sie vor dem Be-

zirksgericht Baden ein Eheschutzverfahren (act. 6/26); mit Eheschutzentscheid 

vom 6. Juni 2018 wurden u.a. (entsprechend der von den Parteien getroffenen 

Vereinbarung) die Kinder unter die Obhut der Klägerin gestellt. Der Beklagte 

wurde für berechtigt erklärt, die Kinder jeweils jeden zweiten Samstag von 

10.00 Uhr bis 18.00 Uhr in Begleitung der Klägerin mit sich (jedoch nicht zu sich) 

auf Besuch zu nehmen. Für die Kinder wurde eine Beistandschaft nach Art. 308 

Abs. 1 und 2 ZGB errichtet (act. 6/5/6 S. 8). 

- 6 -

Am 9. September 2019 wurde ein von der Klägerin am 5. Januar 2018 gegen den 

Beklagten eingeleitetes Strafverfahren betreffend sexuelle Handlungen mit Kin-

dern, Freiheitsberaubung, Sachentziehung, einfache Körperverletzung und Tät-

lichkeiten (angebliche Vorfälle im Zeitraum zwischen September 2016 bis Novem-

ber 2017) von der Staatsanwaltschaft Baden zur Anklage gebracht. Mit Urteil vom 

6. März 2020 sprach das Bezirksgericht Baden den Beklagten von den Vorwürfen 

mehrheitlich (insbesondere in Bezug auf sexuelle Handlungen mit Kindern, mehr-

fache Freiheitsberaubung, mehrfache einfache Körperverletzung) frei. Verurteilt 

wurde der Beklagte einzig der Sachentziehung (Handy der Klägerin) und eines 

Sachverhalts der Tätlichkeit (Einklemmen des Fusses der Klägerin zwischen Türe 

und Türzarge; act. 6/27 = act. 6/13/4). 

Mit Eingabe vom 20. Mai 2021 stellte der Beklagte beim Bezirksgericht Baden ein 

Gesuch um Abänderung des Eheschutzurteils vom 6. Juni 2018. Mit Abände-

rungsentscheid vom 28. April 2022 hielt das Bezirksgericht Baden fest, dass der 

Beklagte berechtigt sei, die Kinder D._____ und C._____ wie folgt zu besuchen: 

Bis 31. Mai 2022 (wie bisher) begleitet beim Verein E._____. Vom 1. Juni 2022 

bis 31. August 2022 sei der Beklagte berechtigt, die Kinder jeden zweiten Sams-

tag, jeweils von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr, zu oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

Vom 1. September bis 30. November 2022 sei er berechtigt, die Kinder jedes 

zweite Wochenende von Samstagmorgen 10.00 Uhr bis Sonntagabend 18.00 Uhr 

zu oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Ab 1. Dezember 2022 wurde dem Be-

klagten letztgenanntes Kontaktrecht bereits ab Freitagabend 18.00 Uhr gewährt 

und ihm ein Ferien-Kontaktrecht während drei Wochen im Jahr eingeräumt 

(act. 6/8/1 S. 9). Gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Baden reichte die Klä-

gerin eine Berufung beim Obergericht des Kantons Aargau ein. Die Klägerin zog 

im Verlauf des obergerichtlichen Verfahrens ihre Berufung in Bezug auf das Kon-

taktrecht zurück, entsprechend betraf der obergerichtliche Entscheid vom 23. Ja-

nuar 2023 (nur noch) die Abänderung der Kinder- und Ehegattenunterhaltsbei-

träge (act. 6/127/2 S. 11 und 33). 

1.2. Seit dem 31. März 2022 stehen sich die Parteien in einem Scheidungsver-

fahren nach Art. 114 ZGB vor dem Bezirksgericht Dielsdorf (fortan Vorinstanz) ge-

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genüber (act. 6/1). Mit Verfügung vom 31. August 2022 wurde den Kindern in der 

Person von Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ eine Kindsvertreterin bestellt. Mit Ver-

fügung vom 6. September 2022 entschied die Vorinstanz über diverse von der 

Klägerin gestellte Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen; die Vorinstanz 

erteilte den Parteien u.a. die Weisung, die Beratung KET (Kinder und Eltern in 

Trennung) beim K._____ Institut wahrzunehmen (act. 6/6 und act. 6/25 S. 10). Am 

27. Oktober 2022 fand eine Einigungsverhandlung statt (act. 6/15 und Prot. Vi 

S. 19 ff.). Anlässlich dieser vereinbarten die Parteien im Sinne vorsorglicher 

Massnahmen, dass für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens das 

aktuell gelebte Kontaktrecht des Beklagten zu den Kindern von dreimal sechs 

Stunden pro Monat im E._____ (E._____) durch eine mobile Besuchsbegleitung 

ersetzt oder ergänzt werde (Prot. Vi S. 27, act. 6/ 42A). Mit Verfügung vom 

30. November 2022 entschied die Vorinstanz über vom Beklagten beantragte vor-

sorgliche Massnahmen in Bezug auf seine Berechtigung einer Aufführung der 

Kinder am 4. Dezember 2022 resp. künftigen schulischen und ausserschulischen 

Anlässen der Kinder beizuwohnen (act. 6/54). Es folgten Weiterungen betreffend 

die Umsetzung der zwischen den Parteien vereinbarten mobilen Besuchsbeglei-

tung; die Vorinstanz passte dafür die Aufgaben der Beistandsperson an und 

merkte vor, dass ab dem 15. Januar 2023 F._____ von der G._____ GmbH die 

mobile Besuchsbegleitung mindestens zweimal monatlich für die Besuchszeit von 

sechs Stunden übernehme (act. 6/56-59). Am 18. April 2023 fand vor Vorinstanz 

eine weitere Einigungsverhandlung statt. An dieser schlossen die Parteien eine 

Vereinbarung über die Ausweitung der Aufgaben der Beiständin (Ausdehnung 

mobile Besuchsbegleitung um zwei Stunden, Überwachung und Unterstützung 

der Eltern bei der Umsetzung der gerichtlichen Regelung betreffend schulische 

und ausserschulische Anlässe der Kinder, Installierung einer geeigneten Therapie 

für die Kinder). Zudem vereinbarten die Parteien, dass der Beklagte berechtigt 

sei, an denjenigen Wochenenden, an denen keine Besuche stattfinden, mit den 

Kindern während einer Stunde telefonieren zu können (Prot. Vi S. 54 ff., S. 58; 

act. 6/69). Am 1. resp. 2. Juni 2023 beantragten die Kindsvertreterin als auch die 

Beiständin die Anordnung einer Sozialpädagogischen Familienbegleitung bei der 

Klägerin (act. 6/77; act. 6/79). Der Beklagte beantragte daraufhin vorsorgliche 

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Massnahmen im Sinne der sofortigen Gewährung unbegleiteter und schrittweise 

zu erweiternder Besuchskontakte zu seinen Kindern. Er verlangte überdies, es sei 

über die Klägerin ein Erziehungsfähigkeitsgutachten einzuholen (act. 6/82). Am 

2. Juli 2023 erstattete die G._____ GmbH – zufolge des bevorstehenden Sabbati-

cals der Besuchsbegleiterin F._____ – einen Schlussbericht über die (bisherige) 

mobile Besuchsbegleitung (act. 6/99). In der Folge übernahm H._____ die mobile 

Besuchsbegleitung (act. 6/130 S. 1). Mit Verfügung vom 4. September 2023 be-

fand die Vorinstanz über die Änderung und Ergänzung vorsorglicher Massnah-

men (act. 6/102); sie berechtigte und verpflichtete den Beklagten die Kinder wie 

folgt zu oder mit sich auf Besuch zu nehmen:

– Ab dem 1. Dezember 2023 bis 31. März 2024 jeden zweiten Samstag von 

11.00 Uhr bis 17.00 Uhr (Abholung und Zurückbringen bei der Klägerin 

durch die mobile Besuchsbegleitung und/oder Familienbegleiterin),

– ab dem 1. April 2024 bis und mit 30. August 2024 jeden zweiten Samstag 

von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr (Abholung und Zurückbringen bei der Klägerin 

durch die mobile Besuchsbegleitung und/oder Familienbegleiterin),

– ab dem 1. September 2024 bis und mit 31. Dezember 2024 jedes zweite 

Wochenende von Samstagmorgen 10.00 Uhr bis Sonntagabend 18.00 Uhr,

– ab dem 1. Januar 2025 jedes zweite Wochenende von Freitagabend 18.00 

Uhr bis Sonntagabend 18.00 Uhr.

Die Vorinstanz setzte der Klägerin mangels Einigung im Scheidungsverfahren in 

der Folge Frist zur schriftlichen Klagebegründung an (act. 6/104). Mit Eingabe 

vom 16. November 2023 und Ergänzung vom 27. November 2023 stellte der Be-

klagte ein Gesuch betreffend Kindesschutzmassnahmen mit den eingangs wie-

dergegebenen Anträgen (act. 6/112 und act. 6/118). Am 27. November 2023 

reichte die Klägerin die schriftliche Begründung ihrer Scheidungsklage ein 

(act. 6/125). Innert erstreckter Frist nahmen die Klägerin mit Eingabe vom 7. De-

zember 2023 und die Kindsvertreterin mit Eingabe vom 9. Dezember 2023 zum 

Gesuch betreffend Kindesschutzmassnahmen Stellung. Sie stellten die eingangs 

aufgeführten Anträge (act. 6/123-124, act. 6/128, act. 6/131). Mit Verfügung vom 

8. Januar 2024 ordnete die Vorinstanz eine Intensivabklärung zu den Themen 

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Gefährdung des Kindeswohls, Kontaktrecht sowie Obhut an, unter Beauftragung 

und Erteilung von Anweisungen an das kjz I._____ (act. 6/136). Am 16. Januar 

2024 äusserte sich der Beklagte u.a. zur Stellungnahme der Klägerin vom 7. De-

zember 2023 (act. 6/139). Die Klägerin äusserte sich nochmals mit Eingabe vom 

22. Januar 2024 (act. 6/140). Mit Verfügung vom 31. Januar 2024 entschied die 

Vorinstanz über die beantragten Kindesschutzmassnahmen resp. Vollstreckungs-

anordnungen; das Dispositiv des Entscheides ist diesen Erwägungen vorange-

stellt (act. 6/144).

2.1. Gegen die Verfügung vom 31. Januar 2024 erhob die Klägerin mit Eingabe 

vom 29. Februar 2024 (Abgabedatum IncaMail) fristgerecht Berufung (act. 6/144). 

Sie stellte die vorstehend aufgeführten Anträge (act. 2 S. 2). 

2.2. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 6/1-159). Die Berufung 

ist gemäss Art. 311 ZPO schriftlich, begründet und mit Anträgen versehen einzu-

reichen. Diesen Anforderungen genügt die Berufungsschrift. Es kann sowohl die 

unrichtige Rechtsanwendung als auch die unrichtige Feststellung des Sachverhal-

tes geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Ebenfalls gerügt werden kann die 

(blosse) Unangemessenheit des vorinstanzlichen Entscheides, da es sich bei der 

Berufung um ein vollkommenes Rechtsmittel handelt (vgl. BK ZPO-Sterchi, Bd. II, 

Bern 2012, Art. 310 N 3; Blickenstorfer, DIKE-Komm ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 310 

N 10). In Abweichung zu Art. 317 Abs. 1 ZPO können in Kinderbelangen neue 

Tatsachen und Beweismittel auch noch im Berufungsverfahren vorgebracht wer-

den (BGE 144 III 349 E. 4.2.1.; vgl. auch Urteil 5A_1032/2019 vom 9. Juni 2020 

E. 4.2).

2.3. Da sich die Berufung, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, sogleich als 

unbegründet erweist, kann auf die Einholung einer Berufungsantwort verzichtet 

werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO). Dem Beklagten und der Kindesvertreterin ist ledig-

lich mit dem vorliegenden Entscheid ein Doppel der Berufungsschrift der Klägerin 

zuzustellen. Die Behandlung des prozessualen Antrages der Klägerin auf 

Gewährung der aufschiebenden Wirkung wird mit dem vorliegenden Entscheid 

obsolet, er ist abzuschreiben. 

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II.

A. Erwägungen Vorinstanz

Die Vorinstanz führte zunächst die Vorbringen der Parteien und der Kindesvertre-

terin auf (act. 5 S. 3-6). Darauf folgend erwog sie, die Schranken des persönli-

chen Verkehrs zwischen Eltern und Kind, welche eine vorübergehende Verweige-

rung der Vollstreckung rechtfertigen würden, fänden sich in Art. 274 Abs. 2 ZGB. 

Danach könne den Eltern das Recht auf persönlichen Verkehr verweigert oder 

entzogen werden, wenn das Kindeswohl durch den persönlichen Verkehr gefähr-

det werde, die Eltern ihn pflichtwidrig ausüben, sich nicht ernsthaft um das Kind 

gekümmert haben oder andere wichtige Gründe vorliegen. Zu letzteren gehöre 

u.a. der entgegenstehende Kindeswille. Die Beziehung zwischen den Parteien sei 

konfliktbeladen, von Misstrauen und Vorwürfen seitens der Klägerin geprägt. Die 

Vorinstanz befand, Konflikte zwischen den Eltern seien allerdings kein Grund für 

eine Beschränkung des Besuchsrechts gegenüber den Kindern. Eine Beschrän-

kung rechtfertige sich einzig, wenn aufgrund der tatsächlichen Umstände davon 

auszugehen wäre, dass die Gewährung des üblichen Besuchsrechts das Kindes-

wohl gefährden würde (act. 5 S. 6).

Die Vorinstanz erwog weiter, dass die Verfügung vom 4. September 2023, mit 

welcher ein sich schrittweise aufbauendes Besuchsrecht für die Dauer des Schei-

dungsverfahrens geregelt worden sei, unangefochten in Rechtskraft erwachsen 

sei. Die Klägerin bestreite nicht, dass sie dem Beklagten die Kinder seither nicht 

mehr herausgegeben und sie für abgesagte Termine diverse Gründe angegeben 

habe. Diese Gründe (Baustelle, Ferien, Krankheit etc.) rechtfertigten jedoch in kei-

ner Weise, dass der Beklagte die Kinder seit dem 9. September 2023 nicht mehr 

habe besuchen können. Der Beklagte habe das Recht und die Pflicht, die Kinder 

zu betreuen bzw. zu sehen. Die Klägerin könne sich nicht eigenmächtig über die 

rechtskräftig angeordneten Besuchsrechte des Beklagten hinwegsetzen. Auch die 

Kindsvertreterin schätze den von der Klägerin erzwungenen Kontaktabbruch zwi-

schen den Kindern und dem Beklagten als gravierend nachteilig für die Kinder 

ein. Die Vorinstanz folgerte, vor diesem Hintergrund sei der Klägerin die Weisung 

zu erteilen, die Kinder zu den mit Verfügung vom 4. September 2023 angeordne-

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ten Besuchen zu schicken und diese Besuche zu unterstützen, unter Androhung 

von Strafe gemäss Art. 292 StGB. Weitere Vollstreckungsmassnahmen seien ins 

Auge zu fassen, wenn das Besuchsrecht von der Klägerin wiederum vereitelt wer-

den sollte oder sich diese aus anderen Gründen aufdrängen sollten. Schliesslich 

erwog die Vorinstanz, zur weiteren Förderung sowie zum Aufbau des Kontakts 

des Beklagten und der Kinder erscheine es angezeigt und sinnvoll, die Klägerin 

zu verpflichten, den Beklagten an den Sonntagen – an denen er die Kinder nicht 

bei sich habe – von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr mit den Kindern telefonieren zu las-

sen (act. 5 S. 7 f.). 

B. Argumente der Berufung

1. Die Klägerin bringt (in formeller Hinsicht) vor, die Vorinstanz habe ohne Wei-

teres übernommen, dass es sich bei den Anträgen des Beklagten gemäss seiner 

Eingabe vom 16. November 2023 um Kindesschutzmassnahmen handeln solle. 

Dabei habe es sich bei den Anträgen Ziffer 1 und 2 des Beklagten in besagter 

Eingabe nicht um solche gehandelt. Vielmehr habe der Beklagte mit diesen eine 

Abänderung der geltenden Besuchsrechtsregelung in Form einer Ergänzung der 

mit Verfügung vom 4. September 2023 festgehaltenen Regelung angestrebt: Eine 

Verpflichtung der Klägerin zur Herausgabe der Kinder sowie Telefonate zwischen 

den Kindern und dem Beklagten seien nämlich in der vorinstanzlichen Verfügung 

nicht vorgesehen gewesen. Die Klägerin folgert, der Beklagte hätte darlegen müs-

sen, inwiefern die Voraussetzungen für eine Abänderung der geltenden Besuchs-

rechtsregelung erfüllt seien. Auch die Vorinstanz habe nicht dargelegt, weshalb 

die Voraussetzungen erfüllt sein sollten. Folglich bleibe es ihr (der Klägerin) auch 

verwehrt, sich mit diesen auseinanderzusetzen. Die Klägerin rügt, die Vorinstanz 

habe Ziffer 1 der Anträge des Beklagten kurzerhand in eine Kindesschutzmass-

nahme "umgewandelt", indem sie eine Weisung erlassen habe (act. 2 S. 5 ff. 

Rz. 12-15). Hinzu komme nach der Klägerin, dass der Beklagte seine Anträge Zif-

fern 1 und 2 in der Eingabe vom 16. November 2023 (entsprechend dem Wortlaut 

sowie der Begründung) nicht im Sinne von vorsorglichen Massnahmen gestellt 

habe. Auch die Vorinstanz habe keine expliziten Ausführungen dazu gemacht, ob 

ihr Entscheid vorsorgliche Massnahmen beinhalte oder nicht. Allerdings habe sie 

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die Anträge des Beklagten offenbar im summarischen Verfahren behandelt. Sie 

habe einerseits in Anwendung von Art. 253 ZPO 10-tägige Fristen zur Stellung-

nahme angesetzt und eine 10-tägige Berufungsfrist belehrt. Andererseits habe die 

Vorinstanz gemäss Deckblatt und Unterschriftenblock des angefochtenen Ent-

scheids jedoch als Einzelgericht im ordentlichen Verfahren entschieden, keinen 

Hinweis auf den Fristenstillstand nach Art. 145 Abs. 3 ZPO angeführt und auch 

dem Dispositiv sei nicht explizit zu entnehmen, dass die Kindesschutzmassnahme 

in Ziffer 1 und die Ergänzung des Kontaktrechts in Ziffer 2 ab sofort und für die 

Dauer des Verfahrens gelten sollten. Faktisch gesehen könne es sich nach der 

Klägerin indes beim vorinstanzlichen Entscheid nicht um einen Entscheid über 

vorsorgliche Massnahmen handeln, da die Voraussetzungen dazu nicht annä-

hernd erfüllt seien, was sich daran zeige, dass weder der Beklagte noch die Vor-

instanz sich dazu geäusserten hätten. So sei es auch ihr verwehrt, sich mit den 

Voraussetzungen für den Erlass vorsorglicher Massnahmen auseinanderzusetzen 

(act. 2 S. 7 f. Rz. 16-21). 

Für den Fall, dass die Berufungsinstanz die Voraussetzungen für die Abänderung 

der bestehenden Besuchsrechtsregelung als gegeben erachten bzw. in der von 

der Vorinstanz angeordneten Weisung keine Rechtsverletzung erkennen sollte, 

möchte die Klägerin die Regelungen nicht im Sinne von vorsorglichen Massnah-

men angeordnet wissen. Sie sollten nach der Klägerin erst mit Rechtskraft des 

Entscheides in der Hauptsache Wirkung entfalten. Dies solle auch für die beantra-

gen Vollstreckungsmassnahmen gelten (act. 2 S. 8 f. Rz. 22).

2. In Bezug auf die (materiellen) Erwägungen der Vorinstanz macht die Kläge-

rin geltend, stets einen sachlichen Grund gehabt zu haben, wenn sie die Be-

suchstermine mit dem Beklagten habe absagen müssen (act. 2 S. 9 Rz. 23). Sie 

verweist dazu auf ihre Stellungnahme vom 7. Dezember 2023 (act. 6/128 Rz. 4) 

und die mit dieser vor Vorinstanz eingereichten Belege (act. 6/127/1/1-3). Weiter 

seien nach der Klägerin die Voraussetzungen für die Anordnung von Vollstre-

ckungsmassnahmen nicht gegeben. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern eine Kin-

deswohlgefährdung vorliege. Der aktuelle Entwicklungsstand, die psychische Be-

findlichkeit der Kinder und die Frage nach dem Vorliegen einer Kindeswohlgefähr-

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dung in der aktuellen Situation seien auch für die Vorinstanz ungeklärt. Denn ge-

nau diese Fragen lasse die Vorinstanz im Rahmen einer Intensivabklärung abklä-

ren (act. 2 S. 9 Rz. 24). 

C. Würdigung

1. Das Gericht, das für die Ehescheidung zuständig ist und die Beziehung der 

Eltern zu den Kindern zu gestalten hat, trifft die nötigen Kindesschutzmassnah-

men und betraut die Kindesschutzbehörde mit dem Vollzug (vgl. Art. 315a Abs. 1 

ZGB). Die gleichen Befugnisse kommen dem Scheidungs- bzw. Trennungsgericht 

auch im Rahmen vorsorglicher Massnahmen zu. Möglich sind etwa Anordnungen 

nach Art. 307, 308, 310 und 312 Ziff. 1 ZGB. Neben den ausdrücklich (gesetzlich) 

geregelten Massnahmen dürfen auch weitere Interventionen angeordnet werden: 

Es besteht kein numerus clausus zulässiger Kindesschutzmassnahmen (vgl. BSK 

ZGB I-Breitschmid, 7. Aufl. 2022, Art. 315a N 5 m.w.H.; OFK ZGB-Maranta, 

4. Aufl. 2021, Art. 307 N 7). 

Die Anordnung von Kindesschutzmassnahmen im Sinne von Art. 307 ff. ZGB 

setzt die Gefährdung des Kindeswohls voraus ("Ist das Wohl des Kindes gefähr-

det..." [Art. 307 Abs. 1 ZGB]). Das Kindeswohl gilt als oberste Maxime des Kin-

desrechts. Dazu gehören – in einer positiven und nicht abschliessenden Beschrei-

bung – die Förderung der Entwicklung in geistiger, körperlicher und seelischer 

Hinsicht (vgl. Art. 302 Abs. 1 ZGB), ein Umfeld von Kontinuität und Stabilität, die 

Möglichkeit einer inneren Bindung des Kindes an die Beziehungspersonen, eine 

positive Beziehung zu den Eltern bzw. nach Trennung oder Scheidung zu beiden 

Elternteilen, die Haltung zur Gestaltung der Beziehung zum anderen Elternteil und 

die Achtung des Willens des Kindes und seines Selbstbestimmungsrechts. Die 

(objektiv fassbare) Gefahr einer Beeinträchtigung des Kindeswohls muss einiger-

massen konkret sein, auch wenn regelmässig prognostische Elemente miteinzu-

beziehen sind. Nicht erforderlich ist, dass sich die Gefahr bereits verwirklicht hat. 

In diesem Sinne ist auch der gesetzliche Kindesschutz Präventivmassnahme und 

hat sich vom Grundsatz "in dubio pro infante" leiten zu lassen (vgl. BGer 

5A_789/2019 vom 16. Juni 2020 E. 6.2.2. m.w.H.). 

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In der Stufenfolge der Kindesschutzmassnahmen gehören zu den mildesten 

Massnahmen insbesondere Weisungen nach Art. 307 Abs. 3 ZGB, die sämtliche 

Bereiche elterlichen Handelns erfassen können (vgl. BGE 136 III 353 E. 3.3). 

Art. 273 Abs. 2 ZGB normiert das Ermahnungs- und Weisungsrecht in Bezug auf 

die Ausübung oder Nichtausübung des persönlichen Verkehrs. Zum persönlichen 

Verkehr gehört die gesamte verbale und nonverbale Kommunikation, mithin nicht 

nur das – selbstverständlich im Vordergrund stehende – tatsächliche Zusammen-

sein zwischen Eltern und Kindern, sondern auch Kontakte via Telefon, Brief, Vi-

deogespräch, E-Mail und SMS. Die in Art. 273 Abs. 2 ZGB genannte Kompetenz 

entspricht der bereits in Art. 307 Abs. 3 ZGB niedergelegten Befugnis (BSK ZGB 

I-Schwenzer/Cottier, a.a.O., Art. 273 N 2 und 22; KUKO ZGB-Michel/Schlatter, 

2. Aufl. 2018, Art. 273 N 17). 

2. Die Vorbringen der Klägerin in der Berufung gehen, was die formelle Seite 

der Behandlung der Anträge des Beklagten durch die Vorinstanz anbelangt, nicht 

auf resp. überzeugen von vornherein nicht. Der Beklagte verlangte die Verpflich-

tung der Klägerin, ihm die Kinder entsprechend der rechtskräftigen Kontaktrege-

lung herauszugeben und die Kinder (an den Wochenenden ohne Besuche) mit 

ihm telefonieren zu lassen. Erstere Verpflichtung solle unter der Anordnung von 

Vollstreckungsmassnahmen im Unterlassungsfall gelten. Der Kläger machte aus-

drücklich geltend, Kindesschutzmassnahmen im Sinne von Art. 307 ff. ZGB zu 

verlangen (vgl. act. 6/112 S. 2 f.). Zum einen bestehen die als Kindesschutzmass-

nahmen möglichen Weisungen per Definition in einer verbindlichen Anordnung zu 

einem bestimmten Tun, Unterlassen oder Dulden und können – wenn sich ein 

Elternteil etwa der Ausübung des Besuchsrechts widersetzt – mit der Androhung 

einer Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB verbunden werden (vgl. KUKO 

ZGB-Michel/Schlatter, a.a.O., Art. 273 N 17). Der Beklagte verlangte – auch wenn 

er nicht ausdrücklich das Wort "Weisung" benutzte – eben solches mit seiner Ein-

gabe vom 16. November 2023. Zum anderen ist festzuhalten, dass in Kinderbe-

langen die Offizialmaxime gilt, das Gericht kann von Amtes wegen Massnahmen 

im Sinne von Art. 307 ff. ZGB treffen; in der Regel geschieht dies aber auf Antrag 

eines Elternteils. Das Gericht ist an die Parteianträge nicht gebunden (vgl. Art. 58 

Abs. 2 ZPO). Selbst wenn der Beklagte folglich nicht die Anordnung von Kindes-

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schutzmassnahmen verlangt hätte, ist die im Scheidungsverfahren mit den Kin-

derbelangen betraute Vorinstanz ohne Weiteres zum Erlass von Kindesschutz-

massnahmen zuständig resp. gehalten solche zu erlassen, sofern sie das Drohen 

oder Bestehen einer Kindeswohlgefährdung ausmacht und/oder eine solche (von 

welcher Seite auch immer) an sie herangetragen wird. 

Die Vorinstanz hielt sodann – entgegen der Behauptung der Klägerin – in der an-

gefochtenen Verfügung ausdrücklich fest, dass es sich um einen Entscheid über 

vorsorgliche Massnahmen handle (vgl. act. 5 S. 8 Erw. IV.). Die erlassene Wei-

sung bezieht sich ohne Zweifel auf die mit Verfügung vom 4. September 2023 als 

vorsorgliche Massnahme im Scheidungsverfahren getroffene Kontaktregelung, 

weshalb sie auch nur Wirkung für die Dauer des Verfahrens zeitigen und kein 

Zweifel daran bestehen kann, dass sie als Massnahme für die Dauer des Schei-

dungsverfahrens erlassen wurde. Eine ausdrückliche Aufnahme der Formulierung 

"für die Dauer des Scheidungsverfahrens" in den Dispositiv-Ziffern des vorin-

stanzlichen Entscheides oder weitere Erwägungen dazu erübrigten sich. Die For-

derung der Klägerin, die von der Vorinstanz getroffenen Regelungen sollten erst 

mit Rechtskraft des Entscheides in der Hauptsache Wirkung entfalten, begründet 

sie nicht weiter und brachte sie auch vor Vorinstanz noch nicht vor. Nach dem 

Gesagten zielt die Forderung der Klägerin ins Leere; sie würde insbesondere 

auch der Zielsetzung der getroffenen Kindesschutzmassnahmen (Vermeidung ei-

nes längeren Kontaktunterbruchs zwischen den Kindern und dem Vater; vgl. 

nachfolgende Erwägungen) zuwiderlaufen. 

3. Beim vorinstanzlichen Scheidungsverfahren handelt es sich um ein in Bezug 

auf die Kontakte des Beklagten mit den Kindern D._____ und C._____ hoch strit-

tig geführtes Verfahren. Den erheblichen Spannungen zwischen den Parteien 

liegt ein Paarkonflikt, eine dadurch erfolgte Trennung anfangs des Jahres 2018 

sowie über Jahre anhaltende Vorwürfe der Klägerin gegenüber dem Beklagten, in 

Bezug auf welche er strafrechtlich weitgehend freigesprochen wurde, zugrunde. 

Seither bzw. während den letzten rund sechs Jahren sah der Beklagte die Kinder 

nur in Begleitung. Zuletzt konnte er die Kinder einmal im Monat für sechs Stunden 

im E._____ (E._____) und zweimal für acht Stunden mit einer mobilen Besuchs-

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begleitung sehen und an den Wochenenden ohne Besuche eine Stunde mit den 

Kindern telefonieren. Sämtliche Berichte der Beiständin, des E._____ und der Be-

suchsbegleiterin bescheinigen einen guten Verlauf der Kontakte zwischen Vater 

und Kindern sowie gute Betreuungsfähigkeiten des Beklagten. Mit dem Massnah-

meentscheid vom 4. September 2023 wurden von der Vorinstanz ab dem 1. De-

zember 2023 unbegleitete Besuche der Kinder beim Beklagten an jedem zweiten 

Samstag festgelegt, mit Übergaben durch die mobile Besuchsbegleitung und/oder 

Familienbegleiterin (vgl. obige Erw. I./1.1.-1.2.). Vor dem Hintergrund der Ge-

schehnisse und gestellten Anträge im Verlauf des Verfahrens gab die Vorinstanz 

mit Verfügung vom 8. Januar 2024 zwar eine Intensivabklärung in Auftrag. Nicht 

ungeklärt und entscheidend ist jedoch, dass seit anfangs September 2023 gar 

keine Kontakte mehr zwischen dem Beklagten und den Kindern stattfanden 

(act. 6/112, act. 6/114/1-6, act. 6/114/10; act. 6/116 S. 2, act. 6/117/3 S. 3, 

act. 6/128A/1-3, act. 6/130 S. 2, act. 6/131 S. 1). Dass dem so ist, bestreitet selbst 

die Klägerin nicht (vgl. act. 6/128 S. 3; act. 2). Die Klägerin sprach in ihrer Stel-

lungnahme vor Vorinstanz wie auch in ihrer Berufung davon, es hätten stets sach-

liche Gründe für ihre Absagen der Besuchstermine vorgelegen. Sie nannte als 

Gründe ein Fussballspiel von C._____, Krankheit der Kinder, Ferienabwesenhei-

ten von ihr und den Kindern, eine Baustelle zu Hause (ausgefallene Heizung, 

Wasserschaden), Einladung zu einem Geburtstag (act. 6/128 S. 3, act. 2 S. 9). 

Gemäss übereinstimmender Ansicht der Beiständin und der Kindesvertreterin 

handle es sich um vorgeschobene Gründe für die Absage der geplanten Besuche. 

Die Kindesvertreterin erachtet es als gravierend nachteilig für D._____ und 

C._____, wenn der Kontakt zum Beklagten weiterhin verweigert oder zu einem 

späteren Zeitpunkt erneut verweigert würde (act. 6/116 S. 2; act. 6/131 S. 3). Zu 

bemerken ist, dass die Absagen der Besuchstermine jeweils sehr kurzfristig er-

folgten, zum Teil erst nach zweimaliger Nachfrage der mobilen Besuchsbegleite-

rin (act. 6/114/4-6, act. 6/128A/1+3). Wieso eine ausgefallene Heizung und ein 

Wasserschaden bei der Klägerin zu Hause die Besuche unmöglich machten oder 

welche Krankheit die Kinder hatten, dass sie beide nicht in der Lage waren, den 

Beklagten zu sehen, bleibt unklar. Die Ferienabwesenheiten waren "spontan" 

oder "kurzfristig" (act. 6/114/2, act. 6/130 S. 2 f.). Die ausgefallenen Telefonkon-

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takte blieben unbegründet. Anzufügen ist, dass es in der Vergangenheit möglich 

war, Ersatztermine zu finden bzw. Termine für Besuche zu verschieben, anstatt 

gänzlich ausfallen zu lassen. Es bestand zudem insbesondere eine Abmachung, 

dass wichtige Freizeitaktivitäten der Kinder frühzeitig mitzuteilen seien, um kurz-

fristige Anpassungen des Besuchsplans zu vermeiden (vgl. act. 6/62 S. 2, 

act. 6/65 S. 1 f., act. 6/67 S. 4). 

In einer Gesamtbetrachtung ist festzuhalten, dass vor allem weder dargetan noch 

nachvollziehbar ist, weshalb die genannten Verhinderungsgründe in der Summe 

dazu führten, dass die Kinder seit Monaten den Beklagten kein einziges Mal se-

hen und sprechen konnten. Dies lässt auf ein bewusstes Vorenthalten der Kinder 

durch die Klägerin schliessen. Wenn die Kinder den Vater so lange nicht sehen 

können, kann darin (entgegen der Ansicht der Klägerin) ohne Weiteres eine Kin-

deswohlgefährdung erblickt werden: Der Eintritt eines solch abrupten Abbruchs 

jeglicher Kontakte zwischen Vater und Kindern schadet – vor allem in Anbetracht 

des seit langem andauernden, massiven Elternkonfliktes – klar der positiven seeli-

schen Entwicklung der Kinder. Die gelebte Kontinuität sowie Stabilität in den zu-

vor gelebten Besuchskontakten zum Vater wurde unvermittelt und plötzlich durch-

brochen. Nicht nur droht dadurch eine Entfremdung zwischen den Kindern und ih-

rem Vater einzutreten. Es kann auch ohne Weiteres davon ausgegangen werden, 

dass die Kinder den abrupten Kontaktabbruch selber nicht einordnen können, was 

zu Verunsicherung und der Entstehung resp. Vergrösserung eines Loyalitätskon-

flikts führt. Eine Kindeswohlgefährdung kann vor diesem Hintergrund (ohne ein 

Abwarten weiterer Abklärungen) als gegenwärtig oder zumindest unmittelbar be-

vorstehend angesehen werden. Die Weisung betreffend die angeordneten Besu-

che unter Androhung von Strafe im Unterlassungsfall und die Verpflichtung in Be-

zug auf die Telefonkontakte erscheinen geeignet und als relativ milde Massnah-

men (verglichen mit den möglichen Massnahmen), um den Kontakt zwischen Kin-

dern und Vater aufrecht zu erhalten, weitere Kontaktunterbrüche zu vermeiden 

und das Kindeswohl zu wahren. 

4. Nicht ersichtlich ist schliesslich, was die Klägerin für sich im Berufungsver-

fahren aus dem Vorbringen ableiten möchte, dass es den Anschein einer gewis-

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sen Befangenheit erwecke, wenn die Vorinstanz eine Intensivabklärung (zur Ab-

klärung der Fragen zum aktuellen Entwicklungsstand, die psychische Befindlich-

keit der Kinder und dem Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung) anordne und 

gleichzeitig den streitgegenständlichen Entscheid erlasse, der nur dann gerecht-

fertigt wäre, wenn eine Kindeswohlgefährdung in der aktuellen Situation zu beja-

hen wäre (act. 2 S. 9 Rz. 24). 

Sollte die Klägerin damit auf einen Grund für den Ausstand des Vorderrichters 

verweisen wollen, so kann dies nicht zum Gegenstand des Berufungsverfahrens 

gemacht werden. Die Klägerin hätte den allfälligen Ausstandsgrund unverzüglich 

beim Bezirksgericht Dielsdorf geltend zu machen (vgl. Art. 49 Abs. 1 ZPO). Ihr 

Vorbringen ist nicht nur an die falsche Instanz gerichtet. Auch aufgrund des Inhal-

tes der Beanstandung kann wohl kaum auf Befangenheit geschlossen werden, 

vermögen nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung doch insbeson-

dere Entscheide oder Verfahrensmassnahmen als solche, seien sie (materiell 

resp. formell) richtig oder falsch, grundsätzlich noch keinen objektiven Verdacht 

der Voreingenommenheit des Richters zu begründen (vgl. BGer 5A_489/2017 

vom 29. November 2017 E. 3.4. und BGer 5A_625/2019 vom 22. Juli 2020 

E. 5.5.1. m.w.H.).

5. Zusammengefasst ist vor dem Hintergrund vorstehender Erwägungen fest-

zuhalten, dass es der Klägerin nicht gelingt, mit ihren Argumenten in der Berufung 

durchzudringen; die Berufung der Klägerin ist folglich sogleich abzuweisen und 

die Verfügung des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 31. Januar 2024 (Geschäfts-Nr. 

FE220047-D/Z21) ist zu bestätigen. 

III.

1.1. Die Klägerin hat mit ihrer Eingabe vom 29. Februar 2024 einen Antrag auf 

Zusprechung eines Prozesskostenbeitrages in der Höhe von Fr. 5'000.00, eventu-

aliter ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Einset-

zung einer unentgeltlichen Rechtsbeiständin gestellt (act. 2 S. 2 und 10 ff.). 

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1.2. Ein Prozesskostenvorschuss ist unter denselben Voraussetzungen wie die 

dazu subsidiäre unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Vorausgesetzt ist dem-

nach, dass die ersuchende Partei mittellos ist und ihr Rechtsbegehren nicht aus-

sichtslos erscheint (Art. 117 ZPO). Zusätzlich muss es dem angesprochenen Ehe-

gatten möglich sein, dem anderen die Kosten, die er zur Durchführung des Pro-

zesses benötigt, zu bevorschussen (BGer 5P.441/2005 vom 9. Februar 2006 

E. 1.2 m.w.H.). Die gesuchstellende Partei hat ihr Gesuch zu begründen und dar-

zulegen, dass die Voraussetzungen für einen Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege vorliegen. Sie hat ihre gesamte aktuelle wirtschaftliche Situation, d.h. ins-

besondere ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie sämtliche finan-

zielle Verpflichtungen gegenüber Dritten, und die daraus abgeleitete Mittellosig-

keit umfassend, klar und gründlich darzulegen und soweit als möglich zu belegen 

(umfassende Mitwirkungspflicht). Die fehlende Aussichtslosigkeit hat sie glaubhaft 

zu machen (vgl. Art. 119 Abs. 2 ZPO; ZK-Emmel, 3. Aufl. 2016, Art. 119 N 6 f.). 

Als aussichtslos im Sinn von Art. 117 lit. b ZPO (und Art. 29 Abs. 3 BV) sind Be-

gehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 

die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kön-

nen. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussich-

ten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer 

sind als diese (vgl. etwa BGE 139 III 475 E. 2.2 S. 476 und BGE 140 V 521 E. 9.1 

S. 537). Zur Beurteilung der Erfolgsaussichten im Rechtsmittelverfahren ist im Be-

sonderen zu berücksichtigen, dass auf den erstinstanzlichen Entscheid einsch-

liesslich der erstinstanzlichen Akten und die Rechtsmitteleingabe abzustellen ist. 

Das Rechtsmittel ist dann als aussichtslos einzustufen, wenn der Rechtsmittelklä-

ger dem erstinstanzlichen Entscheid nichts Wesentliches resp. Substantielles ent-

gegenzusetzen hat (vgl. BGer 5D_164/2015 vom 11. Januar 2016 E. 5. m.w.H., 

BGer 4A_384/2011 vom 4. August 2011 E. 2.2.1 und BGer 4A_226/2011 vom 

31. Mai 2011 E. 3.2). 

1.3. Die Rüge der falschen und/oder unklaren formellen Behandlung der Anträge 

des Beklagten durch die Vorinstanz zielt sogleich ins Leere. Auch in materieller 

Hinsicht bringt die Klägerin in ihrer Berufung nichts Substantielles dazu vor, wes-

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halb der Kontakt zwischen dem Beklagten und den Kindern seit mehreren Mona-

ten (trotz Bestehen einer rechtskräftigen gerichtlichen Kontaktregelung) abgebro-

chen ist und vor diesem Hintergrund die erteilte Weisung sowie die verfügten Te-

lefonkontakte zur Wahrung des Kindeswohls nicht gerechtfertigt wären. Die Beru-

fung der Klägerin erweist sich damit von vornherein als aussichtslos. 

Folglich ist sowohl der Antrag der Klägerin auf Zusprechung eines Prozesskosten-

beitrages als auch der Eventualantrag auf Bewilligung der unentgeltlichen Rechts-

pflege und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung abzuweisen. 

2.1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung der § 12 

Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 2, § 6 Abs. 1 i.V.m. § 5 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 

der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG) 

auf Fr. 1'500.00 festzusetzen.

2.2. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss der Klä-

gerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteientschädigungen sind keine zu-

zusprechen: Der Klägerin nicht, weil sie unterliegt, dem Beklagten nicht, weil ihm 

im Berufungsverfahren keine zu entschädigenden Aufwände entstanden sind 

(Art. 106 Abs. 1 und Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Es wird beschlossen:

1. Der Antrag der Klägerin und Berufungsklägerin auf Gewährung der aufschie-

benden Wirkung wird abgeschrieben.

2. Der Antrag der Klägerin und Berufungsklägerin auf Verpflichtung des Be-

klagten und Berufungsbeklagten zur Bezahlung eines Prozesskostenbei-

trags von einstweilen Fr. 5'000.00 wird abgewiesen.

3. Das Gesuch der Klägerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung in der Person 

von Rechtsanwältin MLaw X._____ wird abgewiesen. 

4. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittel gemäss nachfolgendem Erkenntnis.

- 21 -

Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.00 festgesetzt.

3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden der Klägerin und 

Berufungsklägerin auferlegt.

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Kindesvertreterin, an den Be-

klagten und Berufungsbeklagten sowie die Kindesvertreterin unter Beilage 

eines Doppels von act. 2, an die Beiständin J._____ (kjz I._____, … 

[Adresse]) sowie an das Bezirksgericht Dielsdorf, je gegen Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. K. Würsch

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