# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f924bba-41eb-502f-a690-28cda2328c16
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-28
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 28.07.2020 S 2020 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-48_2020-07-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 28. Juli 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

SUVA, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 
6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2020 48

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Urteil S 2020 48

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1957, war bei der C.________ AG in 
D.________ als Biegereimitarbeiter angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva 
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 3. August 
2018 beim Bedienen des Stangenschneiders mit der Hand in die Maschine geraten ist und 
sich verletzt hat (vgl. Suva-act. 1). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und 
erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Suva-act. 2). Am 16. April 2019 fand die 
kreisärztliche (Abschluss-)Untersuchung statt. Doktor E.________ kam dabei zum 
Schluss, dass der Fallabschluss erreicht und beim Versicherten unter Berücksichtigung 
des Zumutbarkeitsprofils auf dem unfallchirurgisch-orthopädischen Fachgebiet eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit ganztags gegeben sei (Suva-act. 103). Gestützt darauf stellte die 
Suva die Heilkosten- und Taggeldleistungen mit Schreiben vom 9. Mai 2019 per 31. Juli 
2019 ein (Suva-act. 115). Mit Verfügung vom 18. Juli 2019 sprach die Suva dem 
Versicherten eine Rente bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 28 % und einem 
versicherten Jahresverdienst von Fr. 89'952.– ab dem 1. August 2019 sowie eine 
Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 22,5 % zu (Suva-act. 156). Die 
dagegen erhobene Einsprache (Suva-act. 169) hiess die Suva mit Einspracheentscheid 
vom 21. März 2020 teilweise gut, indem die Invalidenrente von 28 % auf 33 % und der 
versicherte Jahresverdienst von Fr. 89'952.– auf Fr. 96'282.– erhöht wurden. Im Übrigen 
wurde die Einsprache abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (Suva-act. 199). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 14. April 2020 liess A.________ 
beantragen, der Einspracheentscheid vom 21. März 2020 sei insoweit aufzuheben, als ihm 
mit Wirkung ab 1. August 2019 keine Invalidenrente gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit 
von 100 % zugesprochen und kein versicherter Jahresverdienst von Fr. 98'386.– 
angerechnet worden sei. Eventualiter sei ihm mit Wirkung ab 1. August 2019 eine 
Invalidenrente gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 74 % auszurichten; alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer. Begründend liess der 
Beschwerdeführer im Wesentlichen ausführen, eine allfällige Restarbeitsfähigkeit sei 
wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, weshalb eine vollständige Erwerbsunfähigkeit 
vorliege. Sodann widerspreche die Annahme der Vorinstanz, wonach ihm eine leichte 
Tätigkeit zu 100 % zumutbar sein solle, diametral der Einschätzung von Dr. F.________, 
welcher schlüssig und nachvollziehbar begründet habe, dass eine Arbeitsunfähigkeit von 
50 % bestehe. Auf den Bericht von Dr. E.________ könne somit nicht abgestellt werden. 
Schliesslich habe die Vorinstanz bei der Berechnung des Valideneinkommens zu Unrecht 
lediglich 70 Überstunden angerechnet und bei der Berechnung der 
Überstundenentschädigung sei ein Stundenansatz von Fr. 40.20 zu berücksichtigen. 

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Urteil S 2020 48

Betreffend Invalideneinkommen sei sodann ein leidensbedingter Abzug von 25 % 
erforderlich (act. 1). 

C. Mit Vernehmlassung vom 11. Mai 2020 beantragte die Suva die Abweisung der 
Beschwerde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, es bestehe kein 
Anlass, die sorgfältig begründete Beurteilung von Kreisarzt Dr. E.________ in Frage zu 
stellen. Der Bericht von Dr. F.________ könne keine Zweifel an der überzeugenden 
Beurteilung von Dr. E.________ erwecken. Insgesamt weiche die Beurteilung von 
Dr. F.________ grundsätzlich nicht wesentlich vom Zumutbarkeitsprofil von 
Dr. E.________ ab. Aus dem Bericht von Dr. F.________ gehe jedoch nicht hervor, 
weshalb keine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mehr vorliegen sollte. 
Des Weiteren sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine Arbeitsstelle finden könne. Der Einwand des 
Beschwerdeführers, es liege keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit vor, sei somit 
unbegründet. Betreffend Berechnung des Invaliditätsgrades führte die Suva schliesslich 
aus, die Annahme eines leidensbedingten Abzuges von 10 % entspreche einer 
grosszügigen Lösung zu Gunsten des Beschwerdeführers. Sodann habe die ehemalige 
Arbeitgeberin des Beschwerdeführers klar festgehalten, dass Biegereimitarbeiter ab dem 
Jahr 2019 und zukünftig 70 Überstunden pro Jahr leisteten (act. 3). 

D. Mit Schreiben vom 13. Mai 2020 wurde dem Beschwerdeführer die 
Vernehmlassung zur Kenntnisnahme zugestellt (act. 4). In der Folge gingen bei Gericht 
keine weiteren Eingaben mehr ein, weshalb der Schriftenwechsel per Mitte Mai 2020 als 
abgeschlossen gilt. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der 
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer 

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hat Wohnsitz in der Gemeinde G.________, ZG. Damit ist das Verwaltungsgericht des 
Kantons Zug in Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung 
zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich 
zuständig. Die Beschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen 
Einspracheentscheid am 21. März 2020. Dieser ging dem Beschwerdeführer am 24. März 
2020 zu. Die Beschwerdeschrift wurde am 14. April 2020 der Post übergeben und ging 
tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die Beschwerde gilt folglich als binnen der 30-
tägigen Frist nach Art. 60 Abs. 1 ATSG rechtzeitig eingereicht. Die Beschwerdeschrift 
entspricht sodann den formellen Anforderungen an eine Beschwerde und der 
Beschwerdeführer ist als von der Verfügung des Unfallversicherers direkt Betroffener zur 
Beschwerde legitimiert. Somit ist die Beschwerde vom Gericht zu prüfen. Die Beurteilung 
erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des streitigen Einspracheentscheids (in casu 
21. März 2020) eingetretenen Sachverhalt ab. Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden 
Sachverhalts in Geltung standen (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit weiteren Hinweisen). 

Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 
2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Dementsprechend sehen die 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass 
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und 
für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem 
Recht gewährt werden (Abs. 1 der genannten Übergangsbestimmungen). Der hier zu 
beurteilende Unfall hat sich am 3. August 2018 ereignet, weshalb die ab 1. Januar 2017 
gültigen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert 
werden.

3.
3.1 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 

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Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen im Regelfalle dahin 
(Art. 19 Abs. 1 UVG).

3.2 Es ist Aufgabe des Unfallmediziners, sämtliche Auswirkungen eines Unfalles auf 
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, bezüglich welcher 
konkreten Tätigkeiten und in welchem Umfang der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die 
ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Unfallkausalität sowie der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten im Hinblick 
auf seine persönlichen Verhältnisse noch zugemutet werden können. Im Streitfall 
entscheidet der Richter (BGE 115 V 133 E. 2).

3.3 In der Würdigung der einzelnen Beweismittel ist der Richter frei resp. nicht an 
besondere Beweisregeln gebunden. Er hat alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 122 V 157 E. 1c). 
Bei einander widersprechenden medizinischen Berichten darf der 
Sozialversicherungsrichter jedoch den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht 
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist somit entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge resp. der medizinischen Situation einleuchtet bzw. ob die 
Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen 
Hinweisen). In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass das 
Bundesgericht auch für den Bereich der Unfallversicherung festhielt, dass es einer 
Erfahrungstatsache entspreche, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 

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aussagen würden. Entsprechend seien hausärztliche Berichte mit Vorbehalt zu würdigen. 
Es komme ihnen entsprechend auch nicht derselbe Beweiswert zu wie den Berichten von 
Ärzten, die von der Verwaltung mit der Erstattung einer neutralen Expertise beauftragt 
worden seien. Die Divergenz vom medizinischen Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen Arztes und vom medizinischen Begutachtungsauftrag lasse es nicht zu, ein 
medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets dann in Frage zu stellen, wenn 
sich die behandelnden und die beurteilenden Ärzte nicht einig seien (Urteil EVG U 58/06 
vom 2. August 2006 E. 2.2 mit einigen weiteren Hinweisen). Demgegenüber kommt 
Berichten von verwaltungs- bzw. versicherungsinternen Ärzten Beweiswert zu, jedenfalls 
solange keine Zweifel an ihrer Schlüssigkeit aufkommen (Urteil BGer 8C_608/2015 vom 
17. Dezember 2015 E. 3.3.3). 

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerdeführer am 
3. August 2018 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat und danach unfallkausale 
Beschwerden aufgetreten sind. Zwischen den Parteien ist ebenso unbestritten, dass von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine Besserung des Gesundheitszustandes 
erwartet werden kann. Somit war die Beschwerdegegnerin berechtigt, die 
Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen einzustellen und den Anspruch auf eine Rente 
und Integritätsentschädigung zu prüfen. Zwischen den Parteien ist einzig streitig, ob der 
Beschwerdeführer aus dem Unfall vom 3. August 2018 Anspruch auf eine höhere 
Invalidenrente als bereits gewährt hat. Dass dem Beschwerdeführer eine 
Integritätsentschädigung von total 22,5 % zusteht, ist hingegen ebenfalls unbestritten. Den 
Akten ist zum Unfallhergang und zu dessen Folgen im Wesentlichen Folgendes zu 
entnehmen:

4.1 Mit Schadenmeldung UVG vom 7. August 2018 wurde festgehalten, dass der 
Versicherte am 3. August 2018 beim Bedienen des Stangenschneiders mit der Hand in die 
Maschine geraten sei und er sich an den Fingern verletzt habe (Suva-act. 1). 

4.2 Die Erstbehandlung erfolgte gleichentags im Kantonsspital H.________. Dabei 
wurde im entsprechenden Bericht vom 6. August 2018 angemerkt, es sei im Rahmen der 
zugezogenen Handverletzung zu einer vollständigen Amputation des Ringfingers Höhe 
proximale Grundphalanx und zu einer dorsal dominierenden, offenen Fraktur des 
Kleinfingers ebenfalls auf Höhe Grundphalanx bei noch erhaltener Sensibilität und 
Vaskularität gekommen. Der Hauptfokus der gleichentags stattgefundenen Operation lag 
auf einem möglichen Erhalt des Kleinfingers (Suva-act. 22 S. 3 ff.). Aufgrund eines 

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Wundinfekts musste der Kleinfinger schliesslich am 27. August 2018 ebenfalls amputiert 
werden. Die Ärzte attestierten dem Versicherten daraufhin eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit. (Suva-act. 12 S. 5 ff.). In der Folge besuchte der Versicherte Ergo- und 
Physiotherapie (Suva-act. 23 ff. und Suva-act. 62). 

4.3 Bei weiterhin andauernder 100%iger Arbeitsunfähigkeit erfolgte am 16. April 2019 
eine kreisärztliche (Abschluss-)Untersuchung. Doktor med. E.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, hielt dabei reizlose Weichteilverhältnisse der 
linken Hand, primär verheilte multiple Narben an der linken Hand, eine vollständige 
Amputation des linken Ring- und Kleinfingers, unauffällige Stümpfe nach Amputation auf 
Höhe des 4. und 5. MCP-Gelenkes, eine eingeschränkte Beweglichkeit des linken 
Daumens, Zeige- und Mittelfingers, einen unvollständigen Faustschluss der linken Hand, 
eine Minderung der Unterarmmuskulatur links, eine Kraftminderung des linken Armes und 
der linken Hand sowie eine Beeinträchtigung der physiologischen Funktionen der linken 
Hand fest. Beurteilend kam Dr. E.________ zum Schluss, der Fallabschluss sei erreicht. 
Unter Berücksichtigung des Zumutbarkeitsprofils (kein Arbeiten in der Höhe – auf 
Dächern, Leitern, Gerüsten etc., da der Einsatz der linken Hand zur Abwehr von Gefahren 
nicht gewährleistet sei; kein Heben und Tragen von Gegenständen mit der linken Hand, 
die schwerer als 2–3 kg seien; kein Arbeiten mit repetitiven Drehbewegungen des linken 
Handgelenkes; kein Arbeiten unter Einwirkung von Stössen und Vibrationen, die sich 
negativ auf die linke Hand auswirken würden; kein Arbeiten mit der Notwendigkeit, 
feinmotorische Tätigkeiten mit der linken Hand durchzuführen; kein Arbeiten unter 
permanenter Kälte-Einwirkung) wäre medizinisch-theoretisch auf dem unfallchirurgisch-
orthopädischen Fachgebiet eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ganztags gegeben (Suva-
act. 103). Den Integritätsschaden schätzte Dr. E.________ auf 22,5 % (Suva-act. 104). 

4.4 Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte der Rechtsvertreter des 
Versicherten einen Sprechstundenbericht von Dr. med. F.________ vom 27. November 
2019 zu den Akten. Doktor F.________ hielt dabei beurteilend fest, die linke Hand des 
Patienten sei aufgrund der schlechten Funktion des Dig 2 und 3 beinahe funktionslos. 
Somit bestehe insgesamt eine linke Hand, die als minimale Hilfshand eingesetzt werden 
könne. Hier seien feinmotorische und grobmotorische Tätigkeiten nur sehr eingeschränkt 
durchführbar. Somit erscheine ihm insgesamt die Rentenbemessung von 28 % relativ 
gering. Aus seiner Sicht sei die linke Hand kaum einsetzbar und somit ergebe sich eine 
Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 50 %. Der Integritätsschaden sei 
nach der Suva-Tabelle erstellt worden. Dieser betrage 40 % (Suva-act. 189). 

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4.5 Mit Beurteilung vom 16. Dezember 2019 hielt Dr. E.________ an seiner 
Zumutbarkeitsbeurteilung sowie der Schätzung der Höhe der Integritätsentschädigung fest 
(Suva-act. 193). 

5. Diese Akten und Fakten sind nun nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu würdigen.

6.
6.1 Die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin die Prüfung des Rentenanspruchs 
per 1. August 2019 vorgenommen hat, ist im Hinblick darauf, dass der medizinische 
Endzustand aus ärztlicher Sicht als erreicht erachtet wird und der Beschwerdeführer 
schliesslich dagegen nicht opponierte, nicht zu beanstanden.

6.2 Fest steht, dass sich der Beschwerdeführer am 3. August 2018 beim Bedienen 
des Stangenschneiders an der linken Hand verletzte, woraufhin ihm der linke Ring- und 
Kleinfinger amputiert wurden. Unbestritten ist sodann, dass der Beschwerdeführer als 
Folge des 2018 erlittenen Unfalles in der Beweglichkeit des linken Daumens, Zeige- und 
Mittelfingers eingeschränkt ist und eine Beeinträchtigung der physiologischen Funktionen 
der linken Hand besteht. Unstreitig ist überdies, dass der Beschwerdeführer aufgrund 
seines Leidens seine angestammte Tätigkeit als Biegereimitarbeiter nicht mehr ausüben 
kann. Vor dem Hintergrund dieses Leidens formulierte Dr. E.________ ein 
Zumutbarkeitsprofil: kein Arbeiten in der Höhe – auf Dächern, Leitern, Gerüsten etc. –, da 
der Einsatz der linken Hand zur Abwehr von Gefahren nicht gewährleistet sei; kein Heben 
und Tragen von Gegenständen mit der linken Hand, die schwerer als 2–3 kg seien; kein 
Arbeiten mit repetitiven Drehbewegungen des linken Handgelenkes; kein Arbeiten unter 
Einwirkung von Stössen und Vibrationen, die sich negativ auf die linke Hand auswirkten; 
kein Arbeiten mit der Notwendigkeit, feinmotorische Tätigkeiten mit der linken Hand 
durchzuführen; kein Arbeiten unter permanenter Kälte-Einwirkung. Unter Berücksichtigung 
dessen bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Doktor E.________ bestätigte diese 
Beurteilung am 16. Dezember 2019. 

Diese Beurteilung überzeugt. Der kreisärztliche Bericht entspricht den höchstrichterlichen 
Anforderungen an einen Arztbericht mit voller Beweiskraft, da er umfassend ist, die vom 
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt, auf eigenen, umfassenden 
Untersuchungen beruht, in Kenntnis der gesamten Vorakten erging und schliesslich in der 

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Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der medizinischen Situation 
einleuchtet und die Schlussfolgerungen für das Gericht nachvollziehbar begründet sind. Im 
Übrigen gibt es keine haltbaren Gründe, die von Dr. E.________ festgestellte 100%ige 
Arbeitsfähigkeit bzw. das formulierte Zumutbarkeitsprofil in Zweifel zu ziehen. Vielmehr ist 
festzuhalten, dass Dr. E.________ bei der Beurteilung des zumutbaren 
Belastbarkeitsprofils die Beschwerden und die anlässlich der klinischen Untersuchung 
festgestellten Einschränkungen der Beweglichkeit der linken Hand berücksichtigt hat. 
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers liegen sodann keinerlei Berichte vor, die 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der kreisärztlichen 
Beurteilung aufkommen lassen. Insbesondere vermögen auch die Ausführungen von 
Dr. F.________, wonach aus seiner Sicht eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit bestehe, die Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit der Beurteilung von 
Dr. E.________ in keiner Weise in Zweifel zu ziehen. Wie die Beschwerdegegnerin 
zutreffend darauf hingewiesen hat, überzeugt diese Beurteilung nicht, hat es der Arzt doch 
insbesondere unterlassen, seine von Dr. E.________ abweichende Einschätzung 
eingehend zu begründen, dies nachdem die von den beiden Ärzten formulierten 
Zumutbarkeitsprofile nicht wesentlich voneinander abweichen. Des Weiteren ist der 
Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, wonach behandelnde Ärzte im Zweifelsfall wohl 
eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. E. 3.3 oben). Insofern kann auf die 
Beurteilung von Dr. F.________ nicht abgestellt werden. Demgegenüber überzeugt die 
kreisärztliche Beurteilung, ist sie aufgrund des Beschwerdebildes und in Kenntnis der 
erhobenen Befunde doch absolut nachvollziehbar.

Zusammenfassend bestehen nicht die geringsten Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der kreisärztlichen Feststellungen und Einschätzungen von Dr. E.________, 
sodass darauf abgestellt werden kann. Somit ergibt sich, dass der Beschwerdeführer 
aufgrund der unfallbedingten Beschwerden in seiner bisherigen Tätigkeit als 
Biegereimitarbeiter zwar nicht mehr arbeitsfähig ist, ihm indes gestützt auf die 
beweiskräftige kreisärztliche Beurteilung eine leidensangepasste Tätigkeit zu 100 % 
zumutbar ist. 

6.3 Wenn der Beschwerdeführer darüber hinaus vorbringen lässt, aufgrund seines 
Alters, des sehr limitierten Zumutbarkeitsprofils und nachdem er während 20 Jahren als 
Lagermitarbeiter bzw. Maschinist tätig gewesen sei, sei die ärztlich attestierte 
Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, was zu einer vollständigen 
Erwerbsunfähigkeit führe, kann er nicht gehört werden. Zwar trifft es wohl zu, dass sowohl 

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sein Alter als auch die Tatsache, dass er gesundheitlich eingeschränkt ist, seine Chancen, 
eine neue Arbeitsstelle zu finden, schmälern. Dennoch bestehen mit Bezug auf den 
hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt Möglichkeiten, eine Stelle zu finden. 
Einerseits ist der Beschwerdeführer noch im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig, 
andererseits führt auch das Zumutbarkeitsprofil nicht dazu, dass eine Anstellung nicht 
mehr als realistisch zu bezeichnen wäre. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend darauf 
hingewiesen hat, hat die Rechtsprechung wiederholt bestätigt, dass auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt selbst für Personen, die funktionell als Einarmige zu 
betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeit verrichten können, genügend 
realistische Betätigungsmöglichkeiten zu finden sind. Längst nicht alle im Arbeitsprozess 
im weitesten Sinne notwendigen Aufgaben und Funktionen im Rahmen der Überwachung 
und Prüfung werden durch Computer und automatisierte Maschinen ausgeführt. 
Abgesehen davon müssen solche Geräte auch bedient und ihr Einsatz ebenfalls 
überwacht und kontrolliert werden. Gemäss Bundesgericht ist dabei an einfache 
Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung von (halb-
)automatischen Maschinen oder der Produktionseinheiten, die keinen Einsatz des nicht 
mehr funktionstüchtigen Armes oder der nicht mehr einsetzbaren Hand voraussetzen, zu 
denken (Urteil BGer 8C_622/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 5.2.2). 

Des Weiteren betrug die verbliebene Aktivitätsdauer zum Zeitpunkt der Suva-Verfügung 
bis zur ordentlichen Pensionierung immerhin noch 2 1/2 Jahre. Auch unter diesem Aspekt 
wäre dem Beschwerdeführer daher ein Stellenwechsel zumutbar gewesen (vgl. Urteil 
BGer 8C_313/2018 vom 10. August 2018 E. 6.5). Soweit der Beschwerdeführer 
diesbezüglich auf die IV-Verfügung vom 15. November 2019 verweist, kann er daraus 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es trifft zwar zu, dass die IV-Stelle altershalber kein 
Einkommen aus einer leidensangepassten Tätigkeit angerechnet hat (vgl. IV-act. 188). Mit 
der Beschwerdegegnerin ist jedoch festzustellen, dass die Invaliditätsschätzung der 
Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung entfaltet 
(BGE 131 V 362 E. 2.2.1). Vielmehr haben die IV-Stellen und die Unfallversicherer die 
Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbständig vorzunehmen (BGE 133 V 549 
E. 6.1). Dementsprechend hat sich im Bereich der Unfallversicherung auch keine 
Rechtsprechung etabliert, wonach die Unverwertbarkeit einer verbleibenden medizinisch-
theoretischen Restarbeitsfähigkeit wegen des fortgeschrittenen Alters zu berücksichtigen 
wäre (Urteil BGer 8C_313/2018 vom 10. August 2018 E. 6.6). Insbesondere auch 
angesichts von Art. 28 Abs. 4 UVV besteht in der Unfallversicherung kein Raum für die 
Annahme einer Unverwertbarkeit wegen fortgeschrittenen Alters (Thomas Flückiger, in: 

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Basler Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, 2019, Art. 18 N. 37). Angesichts dessen ist 
auf die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwerde nicht weiter einzugehen. 

Nach dem Dargelegten verletzte die Beschwerdegegnerin somit kein Recht, als sie die 
Anstellungschancen des Beschwerdeführers auf dem von Gesetzes wegen als 
ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt für intakt erachtete. 

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers liegt in diesem Zusammenhang auch 
keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Die Beschwerdegegnerin hat im 
angefochtenen Einspracheentscheid die als wesentlich erachteten Tatsachen und die 
daraus gezogenen rechtlichen Schlüsse nachvollziehbar dargelegt. Insbesondere geht aus 
dem Einspracheentscheid hervor, weshalb die Beschwerdegegnerin von einer 
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ausgegangen ist (vgl. E. 5.7 des angefochtenen 
Einspracheentscheids). Auch wenn sie in der Begründung nicht auf jedes einzelne 
Vorbringen des Beschwerdeführers eingegangen ist, kann darin keine Verletzung der aus 
dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV abgeleiteten 
Begründungspflicht erblickt werden. Entscheidend ist nämlich, dass es den Parteien wie 
auch der Rechtsmittelinstanz möglich ist, die Motive und Überlegungen, von denen sich 
die Behörde hat leiten lassen und auf die sie sich in ihrem Entscheid stützt, zu erkennen. 
Wesentlicher Gesichtspunkt hierbei ist, dass die Partei in die Lage versetzt wird, den 
Entscheid sachgerecht anzufechten (BGE 134 I 83 E. 4.1; 133 III 439 E. 3.3; 124 V 180 
E. 1a mit Hinweisen). Dies trifft hier klar zu. 

Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass die zumutbare volle Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus als noch 
verwertbar zu betrachten ist und ihm dementsprechend auch kein Anspruch auf eine 
ganze Rente mangels Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt zusteht.

Schliesslich geht auch der Einwand des Beschwerdeführers, die Suva habe die prioritäre 
Frage der Eingliederung nicht geprüft, fehl. Denn wie die Beschwerdegegnerin zutreffend 
darauf hingewiesen hat, enthält das UVG keine Leistungskategorie 
"Eingliederungsmassnahmen" (vgl. Alfred Maurer, Schweizerisches 
Unfallversicherungsrecht, 1985, S. 543 Fn. 1408). Entsprechend ist es auch nicht zu 
beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf weitere diesbezügliche Abklärungen, 
insbesondere berufsberaterische Abklärungen verzichtet hat. 

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7. Der Beschwerdeführer hat unstreitig für die Folgen des Unfalls vom 3. August 
2018 ab 1. August 2019 Anspruch auf eine Invalidenrente. Streitig und zu prüfen ist die 
Höhe des Invaliditätsgrades.

7.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 

7.2
7.2.1  Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des 
Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 
zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 
bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 
müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit 
Hinweisen).

7.2.2 Geleistete Überstunden dürfen bei der Bemessung des Valideneinkommens 
lediglich dann berücksichtigt werden, soweit sie auch für die Zukunft zu erwarten gewesen 
wären. Bei mehrjährigen Arbeitsverhältnissen ist erste Voraussetzung, dass dies in der 
Vergangenheit bereits wiederholt geschehen ist. Anhaltspunkte dazu können neben 
Lohnabrechnungen etwa auch der Auszug aus dem individuellen Konto der 
Ausgleichskasse liefern. Fehlt es daran, scheitert der Nachweis eines ohne den Unfall 
auch in der Zukunft aller Voraussicht nach regelmässig erwirtschafteten (Zusatz-
)Verdienstes. Mit anderen Worten sind Überzeiten beim Valideneinkommen (erst) dann zu 
berücksichtigen, wenn sie 1. vor dem Unfallereignis regelmässig geleistet und ausbezahlt 
wurden, und 2. auch nach dem Unfallereignis voraussichtlich erbracht und ausbezahlt 
worden wären. Zu Letzterem sind Auskünfte der damaligen Arbeitgeberin in die 
Entscheidfindung mit einzubeziehen (vgl. zum Ganzen Urteil BGer 8C_744/2012 vom 
20. Dezember 2012 E. 2). 

13

Urteil S 2020 48

7.2.3 Die Beschwerdegegnerin geht von einem hypothetischen Valideneinkommen von 
Fr. 91'456.– aus. Dieses setzt sich aus Fr. 89'240.– ([Fr. 6'035.– Bruttolohn + Fr. 600.– 
Zulage Hauswart + Fr. 106.– Schichtzulage + Fr. 192.70 Biegereizulage] x 12 + Fr. 6'035.– 
13. Monatslohn) und einer Überstundenentschädigung von Fr. 2'216.– (Fr. 31.65 x 70 
Überstunden) zusammen. Der ohne Überstunden errechnete Betrag von Fr. 89'240.– ist 
nicht weiter zu beanstanden, stimmt dieser Betrag doch mit den Angaben der ehemaligen 
Arbeitgeberin des Beschwerdeführers, der C.________ AG, überein (vgl. Suva-act. 143 
S. 22) und der Beschwerdeführer hat dagegen auch keine Einwände erhoben. 
Weiterungen hierzu erübrigen sich somit. Soweit der Beschwerdeführer darüber hinaus 
vorbringt, die Suva habe zu Unrecht lediglich 70 Überstunden angerechnet, kann er nicht 
gehört werden. Zwar trifft es zu, dass der Beschwerdeführer in den Jahren vor dem Unfall 
jeweils mehr als 70 Überstunden geleistet hat. Allerdings bedeutet dies allein nicht 
automatisch, dass der Beschwerdeführer auch nach dem Unfallereignis Überstunden in 
gleichem Umfang geleistet hätte. Vorliegend hat die C.________ AG in ihrem Schreiben 
vom 12. November 2019 klar festgehalten, dass ab 2019 und zukünftig 70 Überstunden 
pro Jahr geleistet würden. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers begründete 
die C.________ AG diese Annahme nicht nur mit den durchschnittlich geleisteten 
Überstunden aller Biegereimitarbeiter im Jahr 2019, sondern auch mit dem Umstand, dass 
infolge zusätzlicher Mitarbeiter weniger Überstunden geleistet würden als in den 
vorangegangenen Jahren und aufgrund längerer Betriebsferien im Winter (drei Wochen) 
die Überstunden so weit wie möglich kompensiert würden. Im Übrigen verwies die 
C.________ AG auf ihr Personalreglement vom März 2018, wonach Überstunden in der 
Regel mit Freizeit von gleicher Dauer innerhalb eines Jahres zu kompensieren sind und in 
ausserordentlichen Fällen wie bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Auszahlung 
nicht kompensierter Überstunden zum Stundenlohn ohne Zuschlag erfolgt (vgl. Suva-
act. 184). Der Beschwerdegegnerin ist somit zuzustimmen, dass die Arbeitgeberin die 
Anzahl der angenommenen Überstunden ab 2019 nachvollziehbar begründet hat. 
Dementsprechend ist es auch nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin darauf 
abgestellt und "lediglich" 70 Überstunden angerechnet hat. Dass der Beschwerdeführer ab 
2019 und zukünftig Überstunden im Umfang wie vor dem Unfallereignis geleistet hätte, 
erscheint jedenfalls nicht als überwiegend wahrscheinlich. Ebenfalls nicht zu beanstanden 
ist der von der Beschwerdegegnerin angenommene Stundenansatz von Fr. 31.65, beruht 
dieser doch ebenfalls auf den Angaben der C.________ AG (vgl. Suva-act. 184). Das von 
der Beschwerdegegnerin errechnete Valideneinkommen von Fr. 91'456.– erweist sich 
somit als korrekt. 

14

Urteil S 2020 48

7.3
7.3.1 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist 
kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr 
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 
Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 
E. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird 
praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 
129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) 
auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu 
berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, 
weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche 
Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 126 V 75 E. 3b/bb; 124 V 321 E. 3b/aa; AHI 
2000 S. 81 E. 2a).

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten 
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten 
Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in 
ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des 
Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in 
der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht 
erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich 
in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die 
Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und 
berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, 
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die 
Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann 
erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person 
wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 
Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss 
aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der 

15

Urteil S 2020 48

Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des 
Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).

7.3.2 Zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens für eine gemäss 
beschriebenem Belastungsprofil zumutbare Tätigkeit stützte sich die Beschwerdegegnerin 
auf die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE 2016, Total, Männer, Kompetenzniveau 1) und errechnete unter Berücksichtigung 
eines leidensbedingten Abzugs von 10 % einen Betrag von Fr. 60'969.–. Der 
Beschwerdeführer ist hingegen der Ansicht, es könne bei der Ermittlung des 
Invalideneinkommens nicht auf den gesamten privaten Sektor abgestellt werden, da ihm 
lediglich ein Einsatz im Dienstleistungssektor zumutbar sei. Zudem sei ein Leidensabzug 
von 25 % vorzunehmen. 

Nach der Rechtsprechung sind in der Regel für die Festsetzung des Invalideneinkommens 
aufgrund von Tabellenlöhnen die Lohnverhältnisse im gesamten privaten Sektor 
massgebend. Von diesem Grundsatz abzuweichen, besteht hier kein Anlass. Dem 
Beschwerdeführer stehen trotz seines Gesundheitsschadens im Sektor Produktion 
zahlreiche Arbeitsplätze offen, wie Überwachungsaufgaben an automatischen oder 
halbautomatischen Produktionseinheiten, Qualitätskontrolle oder Aufgaben im 
Auskunftsdienst. Solche Arbeitsgelegenheiten sind auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
durchaus zu finden. In Industrie und Gewerbe werden Arbeiten, welche physische Kraft 
erfordern, in zunehmendem Mass durch Maschinen verrichtet, während den körperlich 
weniger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen eine stetig wachsende 
Bedeutung zukommt (ZAK 1991 S. 321 E. 3b in fine). Es ist daher nicht zu beanstanden, 
dass die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf den 
standardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten in sämtlichen 
Wirtschaftszweigen des privaten Sektors abgestellt hat. 

Schliesslich ist auch gegen den gewährten leidensbedingten Abzug von 10 % nichts 
einzuwenden. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach das Alter des 
Beschwerdeführers nicht ins Gewicht falle, ist nicht zu beanstanden, kommt dem Alter 
doch auch in Zusammenhang mit dem Leidensabzug nur beschränkte Bedeutung zu. So 
steht statistisch fest, dass sich das Alter bei Männern im Alterssegment von 40 bis 64/65 
bei den dem Versicherten noch zumutbaren Arbeiten im untersten Anforderungsniveau 
eher lohnerhöhend auswirkt. Zudem werden Hilfsarbeiten auf dem massgebenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (Urteil BGer 

16

Urteil S 2020 48

8C_611/2017 vom 29. Dezember 2017 E. 8.2.3). Schliesslich werden Arbeiten des Niveau 
1 ohne Berücksichtigung der Berufserfahrung vergeben und dem Beschwerdeführer ist 
eine Verweistätigkeit im Vollpensum zumutbar, so dass auch diese Kriterien keinen Abzug 
rechtfertigen. Als Grund für einen Leidensabzug verbleibt damit im vorliegenden Fall nur 
noch die leidensbedingte Einschränkung, wovon auch die Beschwerdegegnerin ausgeht. 
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers gibt es keine Rechtsprechung, wonach 
allein die Tatsache einer erheblichen Verletzung der dominanten Hand mit fast 
vollständiger Gebrauchsunfähigkeit ungeachtet aller übrigen, praxisgemäss 
mitzuberücksichtigenden Umstände zwingend einen leidensbedingten Tabellenlohnabzug 
von mindestens 20 % erfordert (vgl. Urteil BGer 8C_622/2016 vom 21. Dezember 2016 
E. 5.3.1). Es trifft zwar zu, dass das Bundesgericht bei faktischer Einhändigkeit bzw. bei 
Reduktion der dominanten Hand auf die Funktion einer Zudienhand schon wiederholt 
Abzüge in der Höhe von 20 oder 25 % als angemessen bezeichnet hat (vgl. Urteil BGer 
8C_58/2018 vom 7. August 2018 E. 5.3 mit Hinweisen). Wie das Bundesgericht jedoch 
ebenfalls festgestellt hat, bedeutet dies nicht, dass ein kantonales Gericht sein Ermessen 
fehlerhaft ausgeübt hat, wenn es einen Abzug von weniger als 20 % angenommen hat, 
zumal das Bundesgericht in den Entscheiden I 348/04 vom 19. November 2004 und 
U 122/05 vom 30. August 2005 Abzüge von 10 bis 15 % als angemessen bezeichnet hat 
(vgl. Urteil BGer 9C_418/2008 vom 17. September 2008 E. 3.3.3). In Würdigung der 
Rechtsprechung ist festzustellen, dass der von der Suva vorgenommene Leidensabzug 
von 10 % in casu nicht zu beanstanden ist. Diesbezüglich ist zu bedenken, dass das 
Zumutbarkeitsprofil von Dr. E.________ nicht zu einer faktischen Einhändigkeit führt. Wie 
die Beschwerdegegnerin zutreffend darauf hingewiesen hat, ist die linke Hand immerhin 
noch für Heben und Tragen von Gegenständen bis 2–3 kg einsetzbar und auch die 
Greiffunktion ist erhalten. Die linke Hand ist somit allermindestens noch als Zudien- und 
Stützhand zu gebrauchen, wovon im Übrigen auch Dr. F.________ ausgeht. Des Weiteren 
ist vorliegend die adominante Hand betroffen, weshalb die vom Beschwerdeführer 
angerufene Gerichtspraxis, die im Übrigen bei Einhändigkeit nicht generell einen Abzug 
von 20 oder 25 % vorsieht, nicht zu beachten ist. Unter diesen Umständen sind nach dem 
Gesagten keine triftigen Gründe ersichtlich, von dem durch die Beschwerdegegnerin auf 
10 % festgesetzten Abzug abzuweichen. Eine weitere Erhöhung drängt sich jedenfalls 
nicht auf, wird mit dem 10%igen Abzug doch den erheblichen Einschränkungen an der 
linken Hand genügend Rechnung getragen. 

Damit ist auch das von der Beschwerdegegnerin errechnete Invalideneinkommen von 
Fr. 60'969.– nicht zu beanstanden. 

17

Urteil S 2020 48

7.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen von Fr. 91'456.– 
und Fr. 60'969.– resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 30'487.– und damit ein 
Invaliditätsgrad von gerundet 33 %. In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde somit 
als unbegründet und ist abzuweisen.

8. Strittig und zu prüfen bleibt schliesslich die Festsetzung des für die Berechnung 
der Rente massgebenden versicherten Verdienstes (Art. 15 Abs. 1 UVG).

8.1 Nach Art. 15 Abs. 2 UVG gilt als versicherter Verdienst für die Bemessung der 
Rente der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn, wobei sich dieser nach 
dem gemäss der Bundesgesetzgebung über die AHV massgebenden Lohn bestimmt 
(Art. 22 Abs. 2 UVV). Als Grundlage für die Bemessung der Renten gilt der innerhalb eines 
Jahres vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, 
einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch 
besteht (Art. 22 Abs. 4 UVV). Entschädigungen für Überstunden gehören gemäss Art. 7 
lit. a der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; 
SR 831.101) zum massgebenden Lohn und sind daher bei der Bemessung des 
versicherten Verdienstes einzubeziehen. 

8.2 Die Beschwerdegegnerin berechnete im Einspracheentscheid vom 21. März 2020 
einen (nach oben um Fr.  6'330.– korrigierten) versicherten Verdienst von Fr. 96'282.–. 
Dieser setzt sich aus Fr. 89'952.– ([Fr. 6'035.– Bruttolohn x 12] + Fr. 1'823.65 
Schichtzulagen + Fr. 9'672.65 andere Zulagen + Fr. 6'035.– 13. Monatslohn [vgl. Suva-
act. 153]) und einer Überstundenentschädigung von Fr. 6'330.– (Fr. 31.65 x 200 
Überstunden) zusammen. Der ohne Überstundenentschädigung errechnete Betrag von 
Fr. 89'952.– wird vom Beschwerdeführer wiederum nicht bestritten, weshalb sich 
Weiterungen hierzu erübrigen. Soweit sich der Beschwerdeführer sodann auf den 
Standpunkt stellt, es seien mehr als 200 Überstunden zu berücksichtigen, kann er nicht 
gehört werden. Die von der Beschwerdegegnerin angerechneten 200 Überstunden 
erscheinen in Anbetracht der Zusammenstellung der geleisteten Überstunden während 
den Jahren 2010 bis 2018 der Firma C.________ AG (vgl. Suva-act. 184) als 
angemessen. Wie unter Erwägung 7.2.3 dargelegt, bestehen sodann keine Anhaltspunkte 
für einen höheren Stundenansatz, beruht der von der Beschwerdegegnerin angenommene 
Ansatz von Fr. 31.65 doch ebenfalls auf den Angaben der C.________ AG. Insgesamt 

18

Urteil S 2020 48

besteht daher keine Veranlassung, von einem höheren versicherten Verdienst 
auszugehen. 

9. Nach dem Gesagten bleibt zusammenfassend festzuhalten, dass sich der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 21. März 2020 in sämtlichen Punkten als 
rechtens erweist, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

10. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d; 124 V 90 E. 4b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b und Urteil EVG I 769/04 vom 
27. April 2005 E. 3).

In Berücksichtigung sämtlicher Akten ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer 
genügend medizinisch abgeklärt wurde, konnten aus den entsprechenden medizinischen 
Unterlagen doch Schlussfolgerungen gezogen werden, die in ihrer Begründung zu 
überzeugen vermögen. Auch für die Beschwerdegegnerin gab es keinen Grund mehr, 
weitere Abklärungen einzuholen, durfte sie doch – wie oben ausführlich dargelegt – auf die 
ihr vorliegenden Akten, insbesondere auf die Berichte ihres Kreisarztes Dr. E.________, 
abstellen, weshalb es keiner weiteren Abklärungen oder einer Begutachtung bedarf und 
der Beschwerdegegnerin keine Verletzung der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 
ATSG vorzuwerfen ist. Dem Antrag des Beschwerdeführers auf eine Begutachtung 
bezüglich seiner Arbeitsfähigkeit unter Einbezug einer Evaluation der funktionellen 
Leistungsfähigkeit (EFL) ist somit in zulässiger Anwendung der antizipierten 
Beweisführung nicht stattzugeben. 

11. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos und eine 
Parteientschädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 
lit. a und lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit 
Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine 
Entschädigung vorsieht – keine Parteientschädigung zuzusprechen.

19

Urteil S 2020 48

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 28. Juli 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am