# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0bfa53c-9afb-519f-816f-ba0c64f48b09
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 09.05.2007 B 2007/15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2007-15_2007-05-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2007/15

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 09.05.2007

Entscheiddatum: 09.05.2007

Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 9. Mai 2007
Steuerrecht, Art. 132 Abs. 1 lit. c und d StG (sGS 811.1). Die Gewährung 
eines Steueraufschubes bei der Ersatzbeschaffung landwirtschaftlicher 
Grundstücke setzt voraus, dass sowohl das veräusserte Grundstück als 
auch das Ersatzobjekt ein selbstbewirtschaftetes Grundstück ist, wobei 
Verpachtung eine Selbstbewirtschaftung ausschliesst. Die st. gallische 
Regelung widerspricht dem StHG nicht. Im übrigen ist es zulässig, für die 
nachträgliche und die vorgängige Ersatzbeschaffung unterschiedliche 
Fristen festzulegen. Im konkreten Fall scheiterte die Gewährung des 
Aufschubs an der fehlenden Selbstbewirtschafung und an der 
Nichteinhaltung der Frist nach Art. 66 Abs. 2 StV. Im übrigen gelangten auch 
die Aufschubstatbestände der Landumlegung, Güterzusammenlegung und 
Abrundung landwirtschaftlicher Heimwesen mangels funktionaler Identität 
der Grundstücke nicht zur Anwendung (Verwaltungsgericht, B 2007/15).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

_______________

In Sachen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

vertreten durch den Amtsleiter-Stellvertreter,

lic. iur. Hubert Hofmann,

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St.Galler Gerichte

gegen

 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen,

Abteilung I/1, Unterstrasse 28, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

 

P.M.,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.

 

betreffend

Grundstückgewinnsteuer

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./

….

Darüber wird in Erwägung gezogen:

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1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1 

des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Das kantonale Steueramt ist zur 

Beschwerde legitimiert, und die Beschwerdeeingabe vom 16. Januar 2007 sowie deren 

Ergänzung vom 12. Februar 2007 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 StG und Art. 161 StG in Verbindung mit 

Art. 64 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2. Nach Art. 132 Abs. 1 lit. d StG wird die Besteuerung des Grundstückgewinns 

aufgeschoben bei vollständiger oder teilweiser Veräusserung eines 

selbstbewirtschafteten land- oder forstwirtschaftlichen Grundstücks, soweit der Erlös 

innert angemessener Frist zum Erwerb eines in der Schweiz gelegenen Ersatzobjektes 

mit gleicher Funktion oder zur Verbesserung der eigenen, selbstbewirtschafteten land- 

oder forstwirtschaftlichen Grundstücke verwendet wird.

2.1. Der Sachverhalt ist unbestritten. Der Beschwerdegegner veräusserte am 18. Juni 

2004 zwei landwirtschaftlich genutzte Grundstücke für Fr. 179'469.-- und Fr. 54'120.-- 

und erzielte aus diesen Veräusserungen Grundstückgewinne von Fr. 163'220.-- bzw. 

Fr. 48'960.--. Diese Grundstücke waren verpachtet, und zwar entgegen den 

Feststellungen im angefochtenen Entscheid beide an Paul Z., wobei dieser das eine 

offenbar an Magnus S. in Unterpacht gegeben hatte. Das als Ersatz erworbene 

Grundstück ist ein landwirtschaftliches Grundstück und wurde im massgebenden 

Zeitraum vom Beschwerdegegner selbst bewirtschaftet.

2.2. Art. 132 Abs. 1 lit. d StG verlangt ausdrücklich, dass sowohl das veräusserte 

Grundstück wie auch das als Ersatzobjekt erworbene Grundstück selbstbewirtschaftet 

ist. Die Vorinstanz entschied, das Merkmal der Selbstbewirtschaftung sei auch bei den 

veräusserten Grundstücken gegeben. Dies wird vom kantonalen Steueramt bestritten.

2.2.1. Das Verwaltungsgericht hat in einem Urteil vom 26. April 1993 i.S. T.F. die 

Begriffe "Selbstbewirtschaftung" und "selbstbewirtschaftet" ausführlich umschrieben. 

Es erwog, ein Grundstück gelte dann als selbstbewirtschaftet, wenn es vom 

Grundeigentümer auf eigene Rechnung und Gefahr unter Einsatz ihm selbst 

gehörender sachlicher Betriebsmittel und seiner eigenen Arbeitsleistung bewirtschaftet 

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werde. Art und Umfang der eigenen Arbeitsleistung sollten dabei derart bedeutend 

sein, dass sie den wirtschaftlichen Erfolg massgebend prägten; auch im Falle des 

Beizugs von Drittpersonen habe der "Selbstbewirtschafter" (Grundeigentümer) in 

arbeitsmässiger Hinsicht einen qualitativ und quantitativ wesentlichen Teil seiner 

Arbeitskraft der Erbringung produktiver Leistungen oder zumindest der entscheidenden 

Oberleitung des Landwirtschaftsbetriebs zu widmen. Werde das Grundstück dagegen 

durch einen Pächter bewirtschaftet, der das Recht zum Gebrauch des Pachtobjekts 

und zum Bezug der Früchte oder Erträgnisse besitze, so erfolge die Bewirtschaftung 

durch den Pächter und nicht durch den Eigentümer (Verpächter) selbst.

2.2.2. Das Verwaltungsgericht sieht keinen Anlass, diese Begriffsbestimmung 

aufzugeben. Wird ein Grundstück verpachtet und zieht der Pächter daraus die 

natürlichen Früchte bzw. Erträgnisse, so wird es vom Pächter bewirtschaftet und nicht 

mehr vom Eigentümer selbst. Die Nutzung durch den Eigentümer beschränkt sich in 

diesem Fall auf die Erzielung von Pachtzinsen. Für den Eigentümer hat das Grundstück 

somit in diesem Fall die Funktion einer Kapitalanlage. Aus der Sicht des Verpächters 

liegt keine betriebliche Nutzung im Sinne des Einsatzes von Kapital und Arbeitsleistung 

zur Erzielung der natürlichen Erträgnisse des Bodens vor. Wenn nach der 

verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung das Merkmal der Selbstbewirtschaftung nur 

dann gegeben ist, wenn der Eigentümer das Grundstück selbst landwirtschaftlich nutzt, 

so kann darin keine einschränkende Auslegung des besagten Gesetzesbegriffes 

erblickt werden. Wenn ein Grundstück von einem Pächter effektiv landwirtschaftlich 

genutzt wird, ist es aus der Sicht des Eigentümers entgegen der Auffassung der 

Vorinstanz nicht in einem "weiteren Sinn" selbstbewirtschaftet, sondern wird eben 

durch einen Dritten bewirtschaftet. Die Auslegung der Vorinstanz widerspricht daher 

dem Wortlaut des Gesetzes.

Auch Sinn und Zweck der gesetzlichen Norm sowie die Systematik des Gesetzes 

sprechen gegen die vorinstanzliche Begriffsbestimmung. Wohl bezweckt Art. 132 Abs. 

1 lit. d StG grundsätzlich, einem Landwirt die Fortführung der bisherigen 

Erwerbstätigkeit zu erleichtern, indem der Erwerb einer Ersatzliegenschaft oder die 

Verbesserung der bestehenden landwirtschaftlichen Grundstücke durch die 

Besteuerung des Gewinnes aus dem veräusserten Grundstück nicht übermässig 

erschwert oder verunmöglicht werden soll. Werden verpachtete Grundstücke durch 

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selbstbewirtschaftete Grundstücke ersetzt, so ist eine Privilegierung bei der 

Besteuerung des Gewinns nicht gerechtfertigt, da der Zuwachs an selbst 

bewirtschaftetem Land durch die Auflösung der Pacht erlangt werden könnte. Daher ist 

das Erfordernis der Selbstbewirtschaftung sowohl beim veräusserten Grundstück als 

auch beim Ersatzgrundstück sachgerecht. Die Ersatzbeschaffung im Bereich der 

Landwirtschaft ist bewusst in Anlehnung an den allgemeinen geschäftlichen 

Ersatzbeschaffungstatbestand gemäss Art. 43 StG geregelt. Dies bedeutet, dass 

sowohl das ausscheidende wie auch das ersatzweise erworbene bzw. verbesserte 

Grundstück funktional gleichartig, d.h. für den Landwirt betriebsnotwendig sind (vgl. 

Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische Steuergesetz, 6. 

Aufl., Muri-Bern 1999, S. 231). Verpachtet ein Landwirt einen Teil seines Bodens, so 

handelt es sich dabei nicht um betriebsnotwendiges Land. Auch ist Pachtland für den 

Eigentümer nicht funktional gleichwertig mit selbstbewirtschaftetem Boden. Um die 

funktionale Gleichwertigkeit des veräusserten und des erworbenen Grundstücks 

sicherzustellen, statuierte der Gesetzgeber beim Erlass des geltenden Steuergesetzes, 

dass auch das veräusserte Grundstück selbstbewirtschaftet sein muss.

2.2.3. Im weiteren bildet auch das StHG keine Grundlage für die vom Wortlaut 

abweichende Auslegung der Vorinstanz. Bei der Regelung der 

Grundstückgewinnsteuer im StHG handelt es sich um ein Rahmengesetz. Bei der 

Umsetzung der entsprechenden Bestimmungen in die kantonalen Steuergesetze steht 

den kantonalen Gesetzgebern somit ein grosser Spielraum zu, in welchem sie ihre 

originäre Zuständigkeit zum Erlass von Steuernormen ausspielen dürfen (B. Zwahlen, 

Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. Aufl., Basel 2001, Rz. 2 zu Art. 12 

StHG). Das StHG verlangt zwar explizit nur für das Ersatzgrundstück das Merkmal der 

Selbstbewirtschaftung. Ebenso werden offenbar in verschiedenen anderen Kantonen 

die Voraussetzungen der Selbstbewirtschaftung nur beim Ersatzgrundstück verlangt. 

Die Gesetzgebung und Praxis anderer Kantone ist allerdings im vorliegenden Fall nicht 

massgebend. Zwar wird in der Kommentierung des StHG nicht ausdrücklich auf die 

Frage eingegangen, ob das Merkmal der Selbstbewirtschaftung (auch) beim 

veräusserten Grundstück vorliegen muss. Immerhin wird aber festgehalten, dass die 

Regelung von Art. 12 Abs. 3 lit. d StHG als unzulässiger Eingriff in das materielle 

Steuerrecht der Kantone zu betrachten ist (Zwahlen, a.a.O., Rz. 20 zu Art. 12 StHG). 

Zudem wird das Merkmal des betriebsnotwendigen Anlagecharakters als unabdingbare 

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Voraussetzung für die Nutzung im Rahmen des land- oder forstwirtschaftlichen 

Einkommens und damit für die Anwendung des Aufschubstatbestands betrachtet (vgl. 

Zwahlen, a.a.O., Rz. 21 zu Art. 12 StHG). Im weiteren spricht der Umstand, dass die 

Ersatzbeschaffungstheorie weitgehend durch die Reinvestitionstheorie abgelöst wird 

(Zwahlen, a.a.O., Rz. 73 zu Art. 12 StHG), nicht für die vorinstanzliche Auslegung des 

Begriffs der Selbstbewirtschaftung. Jene Ergänzung des Tatbestandsmerkmals der 

gleichen wirtschaftlich-technischen Ersatzfunktion bezieht sich nicht auf den Charakter 

des ausscheidenden Objekts, sondern auf die im Gesetz ausdrücklich vorgesehene 

Möglichkeit, den Erlös nicht nur zum Erwerb eines Ersatzobjekts mit gleicher 

wirtschaftlich-technischer Funktion, sondern auch zur Verbesserung eigener 

selbstbewirtschafteter Grundstücke zu verwenden.

Soweit die Vorinstanz die Frage aufwirft, ob Art. 132 Abs. 1 lit. d StG überhaupt 

harmonisierungskonform ist, ist dies zu bejahen. Die in Art. 12 Abs. 3 lit. d StHG 

statuierte Bestimmung wird im kantonalen Recht umgesetzt. Das StHG verbietet nicht, 

auch beim veräusserten Grundstück das Merkmal der Selbstbewirtschaftung zu 

verlangen und dementsprechend nach den Grundsätzen der Ersatzbeschaffung 

sicherzustellen, dass ein Steueraufschub nur beim Erwerb eines Ersatzgrundstücks mit 

gleicher Funktion gewährt wird. Kennzeichen der Ersatzbeschaffung ist das 

Ausscheiden von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Eine Ersatzbeschaffung ist 

dagegen ausgeschlossen, wenn Vermögensgegenstände aus dem Betriebsvermögen 

ausscheiden, die dem Unternehmen nur als Vermögensanlage oder durch ihren Ertrag 

dienen (vgl. statt vieler M. Reich, Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. 

Aufl., Basel 2001, Rz. 71 zu Art. 8 StHG; Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 99 

f.).

2.2.4. Art. 132 Abs. 1 lit. d StG bestimmt, dass der Erlös innert angemessener Frist zum 

Erwerb eines Ersatzobjekts verwendet wird. In Konkretisierung dieser Bestimmung 

schreibt Art. 66 Abs. 1 der Steuerverordnung (sGS 811.11, abgekürzt StV) vor, dass der 

Verkaufserlös innert drei Jahren nach Veräusserung zum Erwerb eines 

Ersatzgrundstücks zu verwenden ist. Für die sog. vorgängige Ersatzbeschaffung 

bestimmt Art. 66 Abs. 2 StV, dass der Erwerb eines Ersatzgrundstücks innerhalb eines 

Jahres vor der Veräusserung des zu ersetzenden Grundstücks zulässig ist.

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Das Bundesgericht hat es ausdrücklich als zulässig betrachtet, für die nachträgliche 

Ersatzbeschaffung und für die vorgängige Ersatzbeschaffung unterschiedliche Fristen 

festzulegen und die Frist bei jener erstreckbar, bei dieser aber nicht erstreckbar 

vorzusehen (BGE 2A.445/2004 vom 7. Juni 2005, E. 6.3 und 6.4). Da in Art. 66 StV nur 

die Frist für die nachträgliche Ersatzbeschaffung als erstreckbar statuiert wurde, jene 

für die vorgängige Ersatzbeschaffung aber nicht, ist mit dem kantonalen Steueramt 

davon auszugehen, dass die einjährige Frist nach Art. 66 Abs. 2 StV eine 

Verwirkungsfrist ist. Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, dass sie in einer 

Verordnung geregelt ist, konkretisiert sie doch ausdrücklich die in Art. 132 Abs. 1 lit. d 

StG gesetzlich statuierte Angemessenheit. Im übrigen sind die in anderen Kantonen 

festgesetzten Fristen für den Kanton St. Gallen nicht verbindlich. Auch wird vom 

Beschwerdegegner nicht konkret begründet, inwiefern die einjährige Frist zu knapp 

bemessen ist.

Der Kauf des Grundstücks Nr. 73 von A. erfolgte am 2. Juli 2003. Der 

Grundbucheintrag für die veräusserten Grundstücke fand am 5. August 2004 und damit 

nach Ablauf der einjährigen Frist nach Art. 66 Abs. 2 StV statt. Am 5. Mai 2004 

ersuchte der Beschwerdegegner um eine Zusicherung für die Bewilligung zum Verkauf 

der Grundstücke Nrn. 506 und 529. Die Erwerbsbewilligung war dem 

Beschwerdegegner am 8. Juni 2004 verbindlich in Aussicht gestellt worden. Der 

Kaufvertrag wurde am 18. Juni 2004 abgeschlossen, und am 23. Juni 2004 stellte das 

Landwirtschaftsamt die Erwerbsbewilligungen aus. Nachdem die dreissigtägige 

Rechtsmittelfrist abgelaufen war, erfolgte der Grundbucheintrag am 5. August 2004.

Der Einwand des Beschwerdegegners, das Grundbuchamt habe das Geschäft 

verbummelt, ist unbegründet. Als Landwirt wusste der Beschwerdegegner, dass für 

eine Veräusserung der Grundstücke eine Bewilligung des Landwirtschaftsamtes 

erforderlich war. Bereits am 25. März 2003 reichte der Beschwerdegegner dem 

Landwirtschaftsamt einen Vertragsentwurf ein. Mit der Verurkundung der Kaufverträge 

ist ein Handel mit Landwirtschaftsland nicht abgeschlossen. Der Beschwerdegegner 

hätte berücksichtigen müssen, dass für den Grundbucheintrag ein rechtskräftiger 

Bewilligungsentscheid erforderlich ist. Den Behörden kann im vorliegenden Fall 

jedenfalls nicht angelastet werden, sie hätten den Ablauf der einjährigen Frist zu 

vertreten. Fehl geht schliesslich der Einwand, es sei auf die Beurkundung des 

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Kaufvertrags anstatt auf den Grundbucheintrag abzustellen. Die Veräusserung kann 

erst mit dem Bewilligungsentscheid rechtswirksam erfolgen, weshalb es sachgerecht 

ist, auf den Grundbucheintrag abzustellen.

Die Anwendung von Art. 132 Abs. 1 lit. d StG scheitert nach dem Gesagten auch an 

der fehlenden Einhaltung der Frist nach Art. 66 Abs. 2 StV.

2.2.5. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die 

Voraussetzungen für die Gewährung eines Steueraufschubs nach Art. 132 Abs. 1 lit. d 

StG nicht gegeben sind.

2.3. Im Eventualstandpunkt macht der Beschwerdegegner geltend, es liege eine 

Landumlegung bzw. Güterzusammenlegung vor.

2.3.1. Nach Art. 132 Abs. 1 lit. c StG wird die Besteuerung von Grundstückgewinnen 

bei Landumlegung, Güterzusammenlegung, Quartierplanung, Grenzbereinigung, 

Abrundung landwirtschaftlicher Heimwesen sowie bei Landumlegung im 

Enteignungsverfahren oder bei drohender Enteignung aufgeschoben.

2.3.2. Zutreffend ist, dass Landabtretungen im Zusammenhang mit Landumlegungen 

oder Grenzbereinigungen nach bisheriger Praxis nicht im gesetzlich vorgesehenen 

Verfahren durchgeführt werden müssen. Auch bei einer gütlichen Lösung wird der 

Besteuerungsaufschub erteilt, wenn die Voraussetzungen für ein gesetzliches 

Verfahren erfüllt sind und dieses somit durchsetzbar wäre (vgl. Weidmann/Grossmann/ 

Zigerlig, a.a.O., S. 230 mit Hinweis GVP 1968 Nr. 11). Auch die Güterzusammenlegung 

ist grundsätzlich ein steueraufschiebender Tatbestand. Sie ist im Meliorationsgesetz 

vom 31. März 1977 (sGS 633.1) geregelt und bezweckt die Verbesserung und 

Neuordnung des landwirtschaftlichen Grundbesitzes.

2.3.3. Die Landumlegung ist in Art. 109 ff. des Baugesetzes (sGS 731.1) geregelt. Sie 

bezweckt die Verbesserung der Parzelleneinteilung bei Bauland und fällt daher im 

vorliegenden Fall zum vornherein ausser Betracht. Ausserdem liegt keine Melioration 

im Sinne des Meliorationsgesetzes vor. Im übrigen setzt die Abrundung 

landwirtschaftlicher Heimwesen einen Tausch funktionell gleichartiger und 

gleichwertiger Grundstücke voraus (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 230). 

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Diese Voraussetzung ist, wie vorne dargelegt, nicht erfüllt. Die Abrundung 

landwirtschaftlicher Heimwesen würde voraussetzen, dass selbstbewirtschaftete 

Grundstücke getauscht werden. Da im vorliegenden Fall die veräusserten Grundstücke 

bereits jahrelang verpachtet waren, fällt dieser Aufschubstatbestand ebenfalls ausser 

Betracht. Der Beschwerdegegner hat die veräusserten Grundstücke am 4. März 1970 

verpachtet, nachdem er das väterliche Heimwesen auf den 1. Dezember 1969 

übernommen hatte. Er hat die veräusserten Grundstücke somit nie selbst 

bewirtschaftet. Somit liegt eine Veräusserung von nicht betriebsnotwendigem 

Anlagevermögen vor. Wohl kann von einer Optimierung der Betriebsstruktur 

gesprochen werden, aber im vorliegenden Fall wäre selbst nach der Praxis der Zürcher 

Steuerbehörden, auf die sich der Beschwerdegegner beruft, mangels Vorliegen eines 

eigentlichen Tauschgeschäfts die Voraussetzung für die Gewährung eines 

Steueraufschubs nicht erfüllt (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum 

harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. Aufl., Zürich 2006, Rz. 228 zu § 216).

2.4. Abschliessend macht der Beschwerdegegner geltend, er habe im Jahr 2006 den 

Betrieb K. altershalber an seinen Sohn Thomas veräussert und dabei einen Verlust von 

Fr. 218'500.-- erlitten. Dieser Verlust erkläre sich durch den höheren Kaufpreis im 

Kaufvertrag mit A. und dem tieferen landwirtschaftlichen Uebernahmewert mit dem 

Sohn. Obwohl dies kein direktes Prozessthema sei, zeige es doch plastisch, dass der 

Steueraufschub im vorliegenden Fall notwendig sei.

Auch dieser Einwand ist unbehelflich. Die Uebernahme des Grundstücks durch den 

Sohn erfolgte offenbar zum landwirtschaftlichen Ertragswert, weshalb die beiden 

Uebernahmewerte nicht vergleichbar sind.

2.5. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die 

Beschwerde des kantonalen Steueramts gutzuheissen ist. Der Rekursentscheid vom 

14. Dezember 2006 ist aufzuheben, und die Einspracheentscheide des kantonalen 

Steueramts sind zu bestätigen. Der Beschwerdegegner ist aus der Veräusserung des 

Grundstücks Nr. 506 mit einem Steuerbetrag von Fr. xxx.-- auf einem Gewinn von Fr. 

yyy.-- und aus der Veräusserung des Grundstücks Nr. 529 mit einem Steuerbetrag von 

Fr. xxxx.-- auf einem Gewinn von Fr. yyyy.-- zu veranlagen.

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3. Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der Beschwerdegegner die amtlichen 

Kosten des Beschwerdeverfahrens zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 

941.12).

Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'600.-- hat ebenfalls der 

Beschwerdegegner zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP).

Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen. Der Beschwerdegegner ist 

unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf 

Entschädigung ausseramtlicher Kosten (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. 

gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 176).

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