# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7f62270-9cb6-55ff-b55d-8dca9746ea67
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.05.2024 D-2659/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2659-2024_2024-05-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2659/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  M a i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Bolz-Reimann, 

mit Zustimmung von Richter Yannick Antoniazza-Hafner;   

Gerichtsschreiber Jonas Perrin. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Libyen,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 24. April 2024 / N (…). 

 

 

D-2659/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer – ein libyscher Staatsangehöriger – am 1. April 

2024 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) vom 3. April 2024 ergab, dass der Beschwerdeführer am 14. Septem-

ber 2016 in Österreich, am 4. April 2017 in Deutschland, am 26. November 

2017 in den Niederlanden, am 5. April 2018 in Österreich und am 15. Ok-

tober 2022 wiederum in Österreich bereits Asylgesuche gestellt hatte, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich des persönlichen Gesprächs ge-

mäss Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitglied-

staat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfol-

gend: Dublin-III-VO) vom 10. April 2024 erklärte, er habe seinen Heimat-

staat im Jahr 2009 – als er noch minderjährig gewesen sei – erstmals ver-

lassen und sei nach Griechenland gelangt, 

dass er anschliessend nach Österreich gereist sei, wo er drei Mal – zum 

letzten Mal am 15. Oktober 2022 – um Asyl ersucht habe, jedoch alle seine 

Asylgesuche abgelehnt worden seien und auch eine Beschwerde erfolglos 

geblieben sei, 

dass ihm eine Person des Sozialdienstes geraten habe, in die Schweiz zu 

reisen, 

dass er anschliessend nach Spanien gereist sei, wo er sich für zwei Monate 

aufgehalten, jedoch kein Asylgesuch gestellt habe, und er schliesslich über 

Frankreich in die Schweiz eingereist sei, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer anlässlich des Dublin-Gesprächs 

das rechtliche Gehör zu einer möglichen Zuständigkeit Österreichs und ei-

ner allfälligen Rücküberstellung dorthin gewährte, 

dass der Beschwerdeführer angab, auf keinen Fall nach Österreich zurück-

kehren zu wollen, er habe mit diesem Land abgeschlossen, 

dass dort alle seine Asylgesuche abgelehnt worden seien und er sogar von 

der Polizei aufgefordert worden sei, das Land zu verlassen, 

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dass ihm bei einer Rückkehr nach Österreich ausserdem bis zu 18 Mona-

ten Haft drohen würden, 

dass der Beschwerdeführer mit Blick auf den medizinischen Sachverhalt 

erklärte, es gehe ihm psychisch wie auch physisch nicht gut, weswegen er 

sich im Bundesasylzentrum (BAZ) an eine medizinische Fachperson ge-

wendet habe, diese ihn jedoch lediglich angeschaut, aber nichts unternom-

men habe, 

dass das SEM gleichentags – am 10. April 2024 – die österreichischen Be-

hörden um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 

Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO ersuchte, 

dass die österreichischen Behörden dem Wiederaufnahmeersuchen am 

24. April 2024 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO zustimmten, 

dass das SEM mit Verfügung vom 24. April 2024 – eröffnet am 26. April 

2024 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Öster-

reich anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spä-

testens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

dass das SEM seinen Nichteintretensentscheid mit der Zuständigkeit Ös-

terreichs zur Durchführung eines Asyl- und Wegweisungsverfahrens be-

gründete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. April 2024 dagegen Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob und dabei beantragte, die 

angefochtene Verfügung sei aufzuheben und sein Asylgesuch in der 

Schweiz zu prüfen, 

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der aufschiebenden Wir-

kung der Beschwerde und der unentgeltlichen Prozessführung einschliess-

lich des Verzichts auf Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

30. April 2024 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

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Seite 4 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

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Seite 5 

dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) ge-

stützt auf Art. 23-25 Dublin-III-VO grundsätzlich keine (erneute) Zuständig-

keitsprüfung nach Kapitel III stattfindet (vgl. zum Ganzen BVGE 2019 VI/7 

E. 4-6; 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.), 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

Antragstellende, die während der Prüfung ihres Antrags in einem anderen 

Mitgliedstaat einen Antrag gestellt haben oder sich im Hoheitsgebiet eines 

anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhalten, nach Massgabe der 

Artikel 23, 24, 25 und 29 wiederaufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-

III-VO),  

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Österreichs gegeben ist, nachdem 

die österreichischen Behörden am 24. April 2024 dem Wiederaufnahmeer-

suchen des SEM vom 10. April 2024 zugestimmt hatten,  

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbstein-

trittsrecht), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung «aus humanitären Gründen» auch dann behandeln kann, wenn da-

für gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

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dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde anführte, er sei mit dem 

Nichteintretensentscheid des SEM von 24. April 2024 nicht einverstanden, 

zumal er in der Schweiz gute Unterstützung und Betreuung erhalte, 

dass dieses Vorbringen die Zuständigkeit der Schweiz zur Durchführung 

eines Asyl- und Wegweisungsverfahrens nicht zu begründen vermag,  

dass auch die in Österreich bereits erfolgte Ablehnung der Asylgesuche 

des Beschwerdeführers keine Änderung der Zuständigkeit zur Folge hat, 

womit Österreich weiterhin zuständig für die Durchführung seines Asyl- und 

Wegweisungsverfahrens bleibt, 

dass die Zustimmung der österreichischen Behörden zum Wiederaufnah-

megesuch gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO erfolgte, weshalb 

davon auszugehen ist, dass das Asyl- und Wegweisungsverfahren in Ös-

terreich noch nicht abgeschlossen ist, 

dass Österreich Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt, 

dass das SEM zutreffend festgehalten hat, dass keine Anhaltspunkte vor-

liegen, wonach das österreichische Asyl- und Aufnahmeverfahren systemi-

schen Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO aufweisen 

würde, welche die Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Be-

handlung gemäss Art. 4 EU-Grundrechtcharta und Art. 3 EMRK mit sich 

bringen würden (vgl. statt vieler Urteil des BVGer E-1200/2024 vom 

21. März 2024 E. 6.1), und der Beschwerdeführer dies in seiner Be-

schwerde auch nicht geltend gemacht hat, 

dass auch sein Vorbringen, in Österreich drohe ihm eine Haftstrafe von bis 

zu 18 Monaten, keine Zuständigkeit der Schweiz zu begründen vermag, 

zumal gemäss Aktenlage davon auszugehen ist, dass es sich dabei um 

eine ausländerrechtliche Administrativhaft handeln dürfte, 

dass die Anordnung einer ausländerrechtlichen Administrativhaft nicht per 

se eine Verletzung menschenrechtlicher Garantien darstellt, und 

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vorliegend auch keine Hinweise bestehen, wonach die Haftbedingungen in 

Österreich aus menschenrechtlicher Hinsicht problematisch wären, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, Österreich anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Österreich werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und den Beschwerdeführer zur Ausreise in ein Land zwingen, 

in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach 

Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur 

Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer seine geltend gemachten gesundheitlichen 

Beschwerden – es gehe ihm psychisch und physisch nicht gut – nicht wei-

ter substantiiert hat, diesbezüglich auch keine ärztliche Dokumentation vor-

liegt und diese auch nicht als derart gravierend zu bezeichnen sind, dass 

bei einer Rückführung nach Österreich von einer ernsten, raschen und un-

wiederbringlichen Verschlechterung seines Gesundheitszustands ausge-

gangen werden müsste, zumal die medizinische Versorgung in Österreich 

gewährleistet ist, 

dass die Mitgliedstaaten verpflichtet sind, antragstellenden Personen die 

erforderliche medizinische Versorgung, die zumindest die Notversorgung 

und die unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schwe-

ren psychischen Störungen umfasst, zugänglich zu machen (Art. 19 Abs. 1 

Aufnahmerichtlinie), und keine Hinweise vorliegen, wonach Österreich 

dem Beschwerdeführer eine adäquate medizinische Behandlung verwei-

gern würde, 

dass – soweit der Beschwerdefüher implizit das Vorliegen von «humanitä-

ren Gründen» geltend macht – das SEM gemäss der Praxis des Bundes-

verwaltungsgerichts bei der Anwendung der Kann-Bestimmung von 

Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 über einen Ermessensspielraum verfügt 

(vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.), 

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dass das Gericht seine Beurteilung im Wesentlichen darauf beschränkt, ob 

das SEM den Sachverhalt diesbezüglich korrekt und vollständig erhoben, 

allen wesentlichen Umständen Rechnung getragen und seinen Ermes-

sensspielraum genutzt hat (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a und b AsylG), 

dass den Akten keine Hinweise auf einen Ermessensmissbrauch oder ein 

Über- respektive Unterschreiten des Ermessens zu entnehmen sind, wes-

halb sich das Gericht in diesem Zusammenhang weiterer Äusserungen 

enthält,  

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1  

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 

ist und – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufent-

halts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 

AsylG die Überstellung nach Österreich angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

des SEM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich die Anträge auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung der 

Beschwerde und Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses als ge-

genstandslos erweisen, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi- 

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Susanne Bolz-Reimann Jonas Perrin 

 

 

Versand: