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**Case Identifier:** 45ef7ea1-e2dc-5688-9590-b8a239198c5c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.10.2025 200 2025 559
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-559_2025-10-13.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 559
JAP/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 13. Oktober 2025

Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
Recht und Dienste, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Zwischenentscheid vom 4. September 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2025, ALV 200 2025 559

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Sachverhalt:

A.

Der 1989 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
ab 1. Juni 2023 als … mit einem Pensum von 80 % bei der B.________ AG 
angestellt (Akten des Amts für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
[AVA], Dossier Arbeitslosenkasse Kanton Bern, [act. II] 340 f.). Am 10. Fe-
bruar 2025 wurde dieses Arbeitsverhältnis durch die Arbeitgeberin per 30. 
April 2025 gekündigt (act. II 350 f.), wobei sich der Austritt aus dem Unter-
nehmen infolge Arbeitsunfähigkeit schliesslich auf den 31. Juli 2025 hin 
verschob (act. II 22, 199 Ziff. 10).

Am 1. Mai 2025 meldete sich der Versicherte beim Regionalen Arbeitsver-
mittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (act. II 338 f.) und stellte 
am 15. Mai 2025 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (act. II 333-336). 
Nachdem das AVA, Arbeitslosenkasse, bei der Arbeitgeberin Auskünfte 
zum Kündigungsgrund eingeholt hatte (vgl. Stellungnahme samt Beilagen 
der Arbeitgeberin vom 25. Juni 2025, act. II 156-166), forderte es den Ver-
sicherten auf, seinerseits zum Kündigungsgrund Stellung zu nehmen, und 
setzte ihn über eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Falle ei-
ner Arbeitslosigkeit durch eigenes Verschulden in Kenntnis (act. II 154). 
Nach Erhalt der Stellungnahme des Versicherten vom 11. Juli 2025 
(act. II 128) stellte ihn das AVA, Arbeitslosenkasse, mit Verfügung vom 
19. August 2025 (act. II 47-49) wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit 
für die Dauer von 36 Tagen ab dem 1. August 2025 in der Anspruchsbe-
rechtigung ein. Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 20. Au-
gust 2025 Einsprache (act. II 42 f.) und brachte vor, die Kündigung seines 
Arbeitsverhältnisses sei nach seiner Auffassung nach rechtswidrig und Ge-
genstand eines laufenden Gerichtsverfahrens vor dem Regionalgericht 
Bern-Mittelland. Mit Zwischenentscheid vom 4. September 2025 (act. II 6 f.) 
sistierte das AVA, Recht und Dienste, das Einspracheverfahren bis zum 
rechtskräftigen Abschluss der arbeitsrechtlichen Streitigkeit im 
Zusammenhang mit der Kündigung vom 10. Februar 2025.

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B.

Mit Eingabe vom 5. September 2025 erhob der Versicherte Beschwerde. Er 
beantragt sinngemäss, der Zwischenentscheid des AVA, Recht und Diens-
te, vom 4. September 2025 sei aufzuheben.

Mit Beschwerdeantwort vom 15. September 2025 schliesst der Beschwer-
degegner auf Abweisung der Beschwerde.

Am 23. September 2025 reichte der Beschwerdegegner eine an ihn adres-
sierte Eingabe des Beschwerdeführers vom 17. September 2025 (samt 
Beilagen) zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht weiter.

Mit am 24. September 2025 beim Verwaltungsgericht eingegangener Re-
plik, datiert vom 22. September 2025, nahm der Beschwerdeführer zur Be-
schwerdeantwort Stellung. Zudem reichte er gleichentags eine weitere Ein-
gabe, datiert am 21. September 2025 und betitelt mit "Antrag auf vorsorgli-
che Massnahmen im Verfahren ALV 200 2025 559 gegen den Entscheid 
de[s] AVA vom 19. August 2025" ein.

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. September 2025 stellte der In-
struktionsrichter fest, dass das Verwaltungsgericht zur Behandlung der 
Eingabe des Beschwerdeführers, datiert am 21. September 2025, funktio-
nell unzuständig ist und diese an den Beschwerdegegner weitergeleitet 
wird.

Erwägungen:

1.

1.1

1.1.1 Der angefochtene Zwischenentscheid vom 4. September 2025 
(act. II 6 f.), mit welchem das Einspracheverfahren betreffend die 
Verfügung vom 19. August 2025 (act. II 47-49) bis zum rechtskräftigen 

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Abschluss der arbeitsrechtlichen Streitigkeit im Zusammenhang mit der 
Kündigung vom 10. Februar 2025 sistiert wurde, ist in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Ab-
teilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgeset-
zes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen 
Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden 
und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen sol-
che Entscheide. Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 100 Abs. 3 des 
Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosen-
versicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. 
Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung vom 31. August 1983 
über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung [AVIV; SR 837.02]) und auch die Bestimmungen über Frist (Art. 
60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) sind eingehalten.

1.1.2 Vor- und Zwischenentscheide sind Entscheide, die das Verfahren 
nicht abschliessen, sondern bloss eine formell- oder materiellrechtliche 
Frage im Hinblick auf die Verfahrenserledigung regeln, mithin einen Schritt 
auf dem Weg zum Endentscheid darstellen. Für die verfahrensrechtliche 
Qualifizierung eines angefochtenen Erkenntnisses ist nicht dessen formelle 
Bezeichnung entscheidend, sondern sein materieller Inhalt. Zwischenver-
fügungen sind akzessorisch zu einem Hauptverfahren; sie können nur vor 
oder während eines Hauptverfahrens erlassen werden und nur für die Dau-
er desselben Bestand haben bzw. unter der Bedingung, dass ein solches 
eingeleitet wird. Sie fallen mit dem Entscheid in der Hauptsache dahin 
(BGE 139 V 42 E. 2.3 S. 45).

Das ATSG ordnet die Zwischenverfügung nur in einzelnen Punkten. So legt 
Art. 52 Abs. 1 ATSG fest, dass gegen prozess- und verfahrensleitende Ver-
fügungen keine Einsprache erhoben werden kann. Vielmehr muss gegen 
Zwischenverfügungen direkt Beschwerde beim kantonalen Versicherungs-
gericht erhoben werden (Art. 56 Abs. 1 ATSG). Voraussetzungen für die 
Anfechtbarkeit werden indes keine genannt. Da sich der Verfügungsbegriff 

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unter der Herrschaft des ATSG mangels näherer Konkretisierung nach 
Massgabe von Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) definiert und Art. 55 
Abs. 1 ATSG auf das VwVG verweist, soweit die in den Art. 27-54 ATSG 
oder in den Einzelgesetzen enthaltenen Verfahrensbereiche nicht absch-
liessend geregelt sind, ist auch hinsichtlich der Frage, ob Zwischenverfü-
gungen selbstständig angefochten werden können, auf das VwVG zurück-
zugreifen. Nach Art. 5 Abs. 2 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG sind selbst-
ständig eröffnete Zwischenverfügungen, die weder die Zuständigkeit noch 
ein Ausstandsbegehren betreffen, nur dann selbstständig anfechtbar, wenn 
sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (BGE 
132 V 93 E.  6.1 S. 106).

Nach der Rechtsprechung beurteilt sich das Vorliegen eines nicht wieder 
gutzumachenden Nachteils nicht nur anhand eines einzigen Kriteriums. 
Vielmehr prüft das Gericht jenes Merkmal, das der angefochtenen Verfü-
gung am besten entspricht. Namentlich beschränkt sich das Gericht nicht 
nur darauf, allein den Nachteil als nicht wieder gutzumachend zu betrach-
ten, den auch ein für die Beschwerde führende Person günstiges Endurteil 
nicht vollständig zu beseitigen vermöchte (BGE 131 V 362 E. 3.1 S. 369). 
Der nicht wiedergutzumachende Nachteil i.S.v. Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG 
muss nicht rechtlicher Natur sein, vielmehr reicht auch ein rein tatsächli-
ches, insbesondere wirtschaftliches Interesse (BGE 125 II 613 E. 2a 
S. 620; vgl. auch SVR 2011 IV Nr. 12 S. 32, 9C_45/2010 E. 1.1).

Gemäss höchstrichterlicher Praxis stellt die zeitliche Verzögerung als Folge 
der vorläufigen Einstellung des Verfahrens allein in der Regel keinen nicht 
wieder gutzumachenden Nachteil dar (BGE 131 V 362 E. 3.2 S. 369). In-
dessen unterscheidet die Rechtsprechung bei der Anfechtung einer ange-
ordneten Sistierung des Verfahrens zwei Konstellationen: Entweder wird 
(qualifiziert substanziiert) die dadurch verursachte Verfahrensverzögerung 
gerügt (Verletzung des Beschleunigungsgebots nach Art. 29 Abs. 1 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]); diesfalls erfordert das Eintreten keinen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil. Oder es werden anderweitige 
Gründe angeführt wie beispielsweise das Argument, die Sistierung bis zum 
Abschluss eines anderen Verfahrens erweise sich als nicht gerechtfertigt. 

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Wird ein derartiger Einwand vorgebracht, setzt das Eintreten auf die Be-
schwerde einen irreversiblen Nachteil voraus, der aufgrund der materiell-
rechtlichen Gegebenheiten zu beurteilen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
[BGer] 8C_404/2024 vom 14. April 2025 E. 1.5).

1.2 Angefochten ist der Zwischenentscheid vom 4. September 2025 
(act. II 6 f.). Streitig und zu prüfen ist (einzig) die Sistierung des arbeitslo-
senversicherungsrechtlichen Einspracheverfahrens (hinsichtlich der mit 
Verfügung vom 19. August 2025 [act. II 47-49] angeordneten Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung von 36 Tagen wegen selbstverschuldeter Ar-
beitslosigkeit) bis zur rechtskräftigen Beurteilung der arbeitsrechtlichen 
Streitigkeit (hinsichtlich bestrittener Kündigung des Arbeitsverhältnisses 
des Beschwerdeführers). 

Nicht Anfechtungs- und Streitgegenstand bildet hingegen die am 19. Au-
gust 2025 verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit (act. II 47-49). Soweit in diesem Zu-
sammenhang materielle Anträge gestellt werden und geltend gemacht wird, 
die Arbeitslosenentschädigung für August 2025 sei unverzüglich und inner-
halb weniger Tage auszurichten und die laufenden Leistungen seien wei-
terhin fristgerecht zu bezahlen (vgl. Beschwerde S. 1 unten), ist darauf von 
vornherein nicht einzutreten. Eine gerichtliche Prüfung dieser Punkte wäre 
erst bei einer Anfechtung des Einspracheentscheids über die verfügte Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung möglich. 

Der angefochtene Zwischenentscheid betrifft weder die Zuständigkeit noch 
ein Ausstandsbegehren, weshalb er grundsätzlich nur anfechtbar ist, wenn 
er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann 
(vgl. E. 1.1.2 hiervor). Der Beschwerdeführer ficht nicht allein die Verfah-
renssistierung an, sondern bringt auch vor, die Ausrichtung der Taggelder 
habe ungehindert und ohne Verzögerung zu erfolgen. Ein Zurückbehalten 
oder Aufschieben der Leistungen sei gesetzlich nicht vorgesehen und da-
her rechtswidrig (vgl. Beschwerde S. 1). Damit rügt er indirekt (auch) eine 
Verletzung des Beschleunigungsgebotes (vgl. E. 1.1.2. hiervor) und damit 
gleichsam eine formelle Rechtsverweigerung bzw. -verzögerung (vgl. dazu 
BGE 131 V 407 E. 1.1 S. 409 BGE 117 Ia 116 E. 3a S. 117; RKUV 2004 U 
506 S. 255 E. 3). Insoweit ist die Voraussetzung des nicht wieder gutzuma-

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chenden Nachteils praxisgemäss als entbehrlich zu betrachten und auf die 
Beschwerde einzutreten. Der Zwischenentscheid vom 4. September 2025 
(act. II 6 f.) ist denn auch direkt beim Gericht anfechtbar (vgl. E. 1.1.2 hier-
vor).

1.3 Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Sistierung des Einspra-
cheverfahrens unter den gegebenen Umständen geboten war oder darin 
eine unzulässige Verfahrensverzögerung zu erblicken ist. 

1.4 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

2.

In Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen haben die Parteien 
Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung in-
nert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 BV).

2.1 Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV liegt nach der Rechtspre-
chung unter anderem dann vor, wenn eine Gerichts- oder Verwaltungs-
behörde ein Gesuch, dessen Erledigung in ihre Kompetenz fällt, nicht an 
die Hand nimmt und behandelt. Ein solches Verhalten einer Behörde wird 
in der Rechtsprechung als formelle Rechtsverweigerung bezeichnet 
(BGE 117 Ia 116 E. 3a S. 117; RKUV 2004 U 506 S. 255 E. 3).

2.2 Art. 29 Abs. 1 BV ist aber auch verletzt, wenn die zuständige 
Behörde sich zwar bereit zeigt, einen Entscheid zu treffen, diesen aber 
nicht binnen der Frist erlässt, welche nach der Natur der Sache und nach 
der Gesamtheit der übrigen Umstände als angemessen erscheint (Rechts-
verzögerung; BGE 131 V 407 E. 1.1 S. 409; RKUV 2004 U 506 S. 255 E. 3; 
SVR 2013 UV Nr. 31 S. 108, 8C_1014/2012 E. 4).

2.3 Auch im Zusammenhang mit der Sistierung des Verfahrens sind das 
in Art. 52 Abs. 2 Satz 1 ATSG verankerte Beschleunigungsgebot und der 
verfassungsrechtliche Anspruch auf Beurteilung der Sache innert ange-
messener Frist nach Art. 29 Abs. 1 BV zu beachten. Daraus ergibt sich, 

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dass die vorläufige Einstellung des Prozesses zu erfolgen hat, sobald dies 
sinnvoll und zweckmässig oder sogar zwingend geboten ist. Desgleichen 
ist das Verfahren fortzusetzen, sobald der Sistierungsgrund weggefallen ist 
(vgl. BGE 131 V 362 E. 3.2 S. 369). Grundsätzlich ist eine Verfahrenssistie-
rung mit Blick auf Art. 29 Abs. 1 BV nur ausnahmsweise zulässig und muss 
sich auf sachliche Gründe stützen. Insbesondere gilt die Hängigkeit eines 
anderen Verfahrens, dessen Ausgang von präjudizieller Bedeutung ist, als 
zureichender Grund für eine Sistierung (BGE 130 V 90 E. 5 S. 95; 
BGer 8C_404/2024 E. 4.1).

3.

3.1 Mit der angefochtenen Zwischenverfügung vom 4. September 2025 
(act. II 6 f.) sistierte der Beschwerdegegner das hängige 
Einspracheverfahren betreffend die Verfügung vom 19. August 2025 
(act. II 47-49) – mit welcher der Beschwerdeführer wegen selbstverschul-
deter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 36 Tagen ab dem 1. August 2025 in 
der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde – bis zur rechtskräftigen Er-
ledigung des arbeitsrechtlichen Verfahrens im Zusammenhang mit der 
Kündigung vom 10. Februar 2025.

3.2 Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG sind Versicherte in der Anspruchsbe-
rechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos 
sind. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbstverschuldet, wenn 
die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verlet-
zung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV).

Eine versicherte Person kann nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in der An-
spruchsberechtigung nur eingestellt werden, wenn das ihr zur Last gelegte 
Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar feststeht. Anders ausgedrückt 
darf nicht einzig auf die Aussagen des Arbeitgebers zu den Umständen der 
vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses abgestellt werden, insbe-
sondere nicht, wenn diese bestritten und durch keine weiteren Indizien ge-
stützt werden (BGE 112 V 242 E. 1 S. 245; ARV 1999 S. 39 E. 7b). Von 
zusätzlichen Abklärungen darf nicht schon deshalb abgesehen werden, 

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weil die versicherte Person die von ihrem Arbeitgeber erhobenen Vorwürfe 
nicht substanziell bestritten hat (ARV 2016 S. 60 E. 5, 1993/94 S. 188 E. 6b 
bb).

3.3 Mit ordentlicher Kündigung vom 10. Februar 2025 löste die Arbeit-
geberin das Anstellungsverhältnis mit dem Beschwerdeführer auf. Zum 
Kündigungsgrund gab sie in der Stellungnahme vom 25. Juni 2025 an, es 
bestehe ein begründeter und schwerwiegender Verdacht auf Manipulation 
betreffend … eines … (act. II 156-166).

Der Beschwerdeführer bestreitet das ihm von der Arbeitgeberin zur Last 
gelegte Verhalten. In der Stellungnahme vom 11. Juli 2025 (act. II 128) hielt 
er insbesondere fest, der behauptete Vorwurf sei haltlos und durch keiner-
lei Beweise gestützt. Es sei offensichtlich, dass die Arbeitgeberin nachträg-
lich versuche, eine rechtswidrige Kündigung zu rechtfertigen, indem sie 
sein berufliches Verhalten in rufschädigender Weise darstelle. Er habe be-
reits eine Zivilklage wegen missbräuchlicher Kündigung und rechtswidrigen 
Verhaltens gegen die Arbeitgeberin beim zuständigen Regionalgericht … 
eingereicht. Das Verfahren sei derzeit hängig. In der Folge reichte er unter 
anderem die arbeitsrechtliche Klage vom 11. Juni 2025 (act. II 104-108) 
sowie eine Bestätigung des Regionalgerichts … vom 12. August 2025, wo-
nach das Zivilverfahren nach wie vor hängig sei (act. II 72), ein.

3.4 Unter diesen Umständen und unter Berücksichtigung, wonach eine 
versicherte Person in der Anspruchsberechtigung nur eingestellt werden 
kann, wenn das ihr zur Last gelegte Verhalten in beweismässiger Hinsicht 
klar feststeht, ist der Ausgang des vor dem Regionalgericht … hängigen 
arbeitsrechtlichen Verfahrens durchaus geeignet, den Anspruch des Be-
schwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung (massgeblich) zu beein-
flussen (vgl. E. 2.3 und 3.2 hiervor). Zudem steht mit Blick auf die vom Be-
schwerdeführer eingereichte Bestätigung des Regionalgerichts … vom 12. 
August 2025 (act. II 72) fest, dass das arbeitsrechtliche Verfahren vor der 
besagten Instanz nach wie vor hängig ist. Sollte sich die Zivilklage gegen 
die Kündigung vom 10. Februar 2025 als (materiell) begründet erweisen, ist 
die Erfüllung des Tatbestands wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit, 
mithin sowohl die Sanktion an sich als auch deren Höhe, in Frage gestellt, 
worauf der Beschwerdegegner zu Recht hingewiesen hat (vgl. Beschwer-

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deantwort S. 4 Art. 3). Folglich kann, solange das arbeitsrechtliche Verfah-
ren nicht geklärt ist, nicht abschliessend über die verhängte Sanktion der 
36 Einstelltage im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Verfahren ent-
schieden werden. Dem Ausgang des arbeitsrechtlichen Verfahrens kann 
somit entscheidende Bedeutung zukommen. Des Weiteren gebietet auch 
der Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung, sich widersprechende Ent-
scheide im Rahmen des Möglichen zu vermeiden (BGE 143 II 8 E. 7.3 
S. 23). Es liegt damit ein zureichender Grund für die Verfahrenssistierung 
vor (vgl. E. 2.3 hiervor). Das besagte arbeitslosenversicherungsrechtliche 
Einspracheverfahren wurde zudem auch nicht auf unbestimmte Zeit sistiert, 
sondern lediglich bis zum rechtskräftigen Entscheid des arbeitsrechtlichen 
Verfahrens (act. II 7 Ziff. 2), weshalb keine Verletzung des Beschleuni-
gungsgebots vorliegt. Beim Entscheid, ob eine Sistierung des Verfahrens 
sinnvoll und angebracht ist, verfügt die Behörde zudem über ein breites 
Ermessen, in das die Gerichte nicht ohne Not eingreifen (Urteil des BGer 
vom 4. Februar 2013, 9C_994/2012, E. 3.2). Es besteht kein Anlass, in das 
Ermessen der Verwaltung einzugreifen. Schliesslich wies der Beschwerde-
gegner in der Beschwerdeantwort darauf hin, dass die Arbeitslosenent-
schädigung für den Monat August 2025 zwischenzeitlich abgerechnet wur-
de, es jedoch aufgrund der verfügten Einstelltage zu keiner Auszahlung 
kam (vgl. Beschwerdeantwort S. 4 Art. 3; Akten des AVA [act. IIA] 1; vgl. 
dazu Rz. D58 der Weisung AVIG ALE [AVIG-Praxis ALE]; gültig ab 1. Juli 
2025; herausgegeben vom Staatssekretariat für Wirtschaft seco; abrufbar 
unter: <www.arbeit.swiss> unter Arbeitgeber/Versicherungs-
leistungen/Publikationen/Weisungen/AVIG-Praxis). 

3.5 Zusammenfassend ist der Zwischenentscheid vom 4. September 
2025 (act. II 6 f.), mit welcher der Beschwerdegegner das Verfahren betref-
fend die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschul-
deter Arbeitslosigkeit vorläufig sistiert hat, nicht zu beanstanden. Die dage-
gen erhobene Beschwerde ist folglich abzuweisen, soweit darauf einzutre-
ten ist (vgl. E. 1.2 hiervor).

4.

http://www.arbeit.swiss

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4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Recht und 

Dienste 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.