# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1fb5470-c235-5082-a790-f06e247173d8
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2002-02-22
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 22.02.2002 JAAC 66.67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_002_JAAC-66-67--_2002-02-22.pdf

## Full Text

JAAC 66.67

Auszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen
Justiz- und Polizeidepartements vom 22. Februar 2002

Art. 8 al. 3 let. a OLE. Refus d’approuver le renouvellement d’une
autorisation de séjour à l’égard d’un entraîneur-joueur tchèque.
Conditions mises à l’octroi d’une autorisation de séjour en faveur de
sportifs et d’entraîneurs.

1. Les sportifs et les entraîneurs professionnels sont également soumis à
l’OLE. Conséquences sur la procédure d’approbation (consid. 9.3- 12.2).

2. Dans le cadre d’un sport d’équipe, les joueurs et les entraîneurs
ne provenant pas d’un pays de recrutement traditionnel ne peuvent
prétendre à une exception au sens de l’art. 8 al. 3 let. a OLE que s’ils
exercent leur métier dans un club évoluant en ligue nationale A ou B
(consid. 12.3).

3. Interprétation des directives relatives aux sportifs (consid. 13.1-13.3).

Art. 8 Abs. 3 Bst. a BVO. Verweigerung der Zustimmung zur
Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung gegenüber einem
tschechischen Spielertrainer. Voraussetzungen für die Erteilung einer
Ausnahmebewilligung an Sportler und Trainer.

1. Berufssportler und Berufstrainer unterstehen ebenfalls der BVO.
Auswirkungen auf das Zustimmungsverfahren (E. 9.3-12.2).

2. Für eine Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 8 Abs. 3
Bst. a BVO müssen Spieler und Trainer aus nichttraditionellen
Rekrutierungsgebieten im Bereich der klassischen
Mannschaftssportarten von einem Klub der Nationalliga A oder B
beschäftigt werden (E. 12.3).

3. Auslegung der Sportlerweisungen (E. 13.1-13.3).

1

Art. 8 cpv. 3 lett. a OLS. Rifiuto dell’approvazione al rilascio di un
permesso di soggiorno nei confronti di un allenatore-giocatore ceco.
Condizioni poste per il rilascio di un permesso di soggiorno in favore
di sportivi ed allenatori.

1. Gli sportivi ed allenatori professionisti sono soggetti all’OLS.
Conseguenze per la procedura di approvazione (consid. 9.3-12.2).

2. Nell’ambito degli sport di squadra, giocatori ed allenatori che
non provengono da un paese di reclutamento tradizionale possono
beneficiare di un’eccezione ai sensi dell’art. 8 cpv. 3 lett. a OLS
unicamente se svolgono la loro attività in seno ad una squadra che
milita in lega nazionale A o B (consid. 12.3).

3. Interpretazione delle direttive relative agli sportivi (consid. 13.1-13.3).

Zusammenfassung des Sachverhalts:

Der tschechische Unihockeyspieler X. erhielt im August 2000 eine bis zum
30. April 2001 gültige Jahresaufenthaltsbewilligung zwecks Einsatzes als
Profispieler bei einem damals in der Nationalliga B spielenden Unihockeyclub
(fortan: UHC). Am Ende der Saison 2000/2001 stieg der Verein in die 1. Liga
ab. Nachdem sich die kantonale Arbeitsmarktbehörde im Frühjahr 2001 mit
der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung einverstanden erklärt hatte,
wurden die Gesuchsunterlagen dem Bundesamt für Ausländerfragen (BFA)
zum Zustimmungsentscheid übermittelt.

Mit Verfügung vom 2. November 2001 lehnte es das BFA ab, die Zustimmung
zur anbegehrten Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erteilen
und wies X an, die Schweiz bis zum 15. Dezember 2001 zu verlassen. Zur
Begründung wurde imWesentlichen ausgeführt, Sportler und Trainer aus
Nicht-EU/EFTA-Ländern dürften in Sportarten mit Meisterschaftsbetrieb nur
für Mannschaften zugelassen werden, die entweder in der Nationalliga A oder
B spielten.

Gegen diese Zustimmungsverweigerung erhob der UHC Beschwerde an
das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD, hiernach: das
Departement). Dieses weist die Verwaltungsbeschwerde ab.

Aus den Erwägungen:

(…)

9.3. Gemäss Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über
Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, SR 142.20) ist der
Bundesrat befugt, Massnahmen zur Begrenzung der erwerbstätigen
Ausländerinnen und Ausländer zu treffen. Von der ihm eingeräumten
Befugnis hat der Bundesrat mit dem Erlass der bereits zitierten Verordnung
vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO, SR
823.21) Gebrauch gemacht. Diese bezweckt ein ausgewogenes Verhältnis
zwischen dem Bestand der schweizerischen und der ausländischen

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Wohnbevölkerung, die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die
Eingliederung der hier wohnenden und arbeitenden Ausländerinnen und
Ausländer, die Verbesserung der Arbeitsmarktstruktur und eine möglichst
ausgeglichene Beschäftigung (Art. 1 BVO). Gemäss Art. 2 BVO gilt diese
Verordnung unter anderem für Ausländerinnen und Ausländer, die in der
Schweiz erwerbstätig sein möchten, aber keine Niederlassungsbewilligung
besitzen. Demzufolge ist die BVO grundsätzlich auch auf ausländische
Berufssportler und Berufs- oder Spielertrainer anwendbar.

10. Eine Bewilligung zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit kann Angehörigen
von Staaten der Europäischen Freihandels-Assoziation (EFTA) und
der Europäischen Union (EU) erteilt werden (Art. 8 Abs. 1 BVO). Die
Arbeitsmarktbehörden können im Vorentscheid zu Bewilligungen (Art. 42 BVO)
Ausnahmen von Art. 8 Abs. 1 BVO verfügen, wenn es sich um qualifizierte
Arbeitskräfte handelt und besondere Gründe eine Ausnahme rechtfertigen
(Art. 8 Abs. 3 Bst. a BVO). Dabei müssten die beiden genannten Kriterien
kumulativ erfüllt sein (vgl. zum Ganzen VPB 59.17). Die Tschechische
Republik ist weder Mitglied der EU noch der EFTA. Für X ist daher eine
Ausnahme im Sinne von Art. 8 Abs. 3 Bst. a BVO notwendige Voraussetzung der
Bewilligungserteilung.

11. In der Rechtsmitteleingabe vom 29. November 2001 weist der Präsident
des UHC einleitend darauf hin, der Abstieg des Fanionteams in die 1. Liga
sei schon ein paar Spiele vor Abschluss der Saison 2000/2001 Realität
geworden. Aufgrund von diversen Spielerabgängen habe man vor einem
Neuaufbau gestanden, mit der Zielsetzung, mittelfristig wieder die Nationalliga
B anzupeilen. Für den Neuaufbau der ersten Herrenmannschaft wäre
X, der zuvor schon als Spielertrainer agiert habe, der geeignete Trainer
gewesen. Weil das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit
(KIGA) mit der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung einverstanden
gewesen sei, habe der UHC mit X einen entsprechenden Trainervertrag
abgeschlossen. Die Ankündigung der Nichtzustimmung durch das BFA, so
der Vereinspräsident weiter, habe man deshalb erstaunt und überrascht zur
Kenntnis genommen. Auf die Verlängerung der Bewilligung habe der UHC
vor allem auch deshalb vertraut, da sich gegenüber dem Vorjahr - ausser
der Relegation - nichts geändert habe. So entsprächen insbesondere die
Lohn- und Arbeitsbedingungen denjenigen der Saison 2000/2001, als X der
Aufenthalt hierzulande bewilligt worden sei. Zudem unterscheide sich der
Aufwand für eine ambitionierte Unihockeymannschaft der 1. Liga nicht
wesentlich von einem Team der Nationalliga B. Die in den BFA-Weisungen
getroffene Unterscheidung erweise sich - wenn der Einzelfall geprüft werde -
als willkürlich. Des Weiteren erscheine die Zustimmungsverfügung insofern
als unverhältnismässig, als vom Vorentscheid des KIGA bis zum angefochtenen
Entscheid der Vorinstanz sechs Monate verstrichen seien. Sollte X die
Schweiz verlassen müssen, so würde die erste Herrenmannschaft mitten
in der Meisterschaft ohne Trainer dastehen, was aus sportlicher Sicht eine
Katastrophe darstellte und den begonnenen Neuaufbau jäh stoppte. Es sei
schwierig, während der Saison einen anderen geeigneten Trainer zu finden.

12.1. X war in der Saison 2000/2001 als «Sportprofessional» zugelassen.
Gemäss dem vom 14. August 2000 datierenden Beschäftigungsgesuch
unterstützte er den Verein zudem als Juniorentrainer. Dass es sich bei X um
einen hervorragenden und somit bestens qualifizierten Spieler handelt, wird

3

https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002558.pdf?ID=150002558

vom BFA anerkannt. Das sich in den Akten des KIGA befindliche Palmares
spricht für sich. Aus diesem Grund stimmte die Vorinstanz denn im August
2000 - der UHC spielte damals in der Nationalliga B - auch der Erteilung
einer bis zum 30. April 2001 befristeten Aufenthaltsbewilligung zu. Wie
unter E. 10 dargetan, kann eine ausnahmsweise Bewilligung gemäss Art. 8
Abs. 3 Bst. a BVO aber nur erteilt werden, wenn neben der Qualifiziertheit
der Arbeitskraft zusätzlich besondere Gründe vorliegen. Von solchen kann
im Sinne der geltenden Weisungen nur dann gesprochen werden, wenn
nachgewiesen wird, dass die betreffende Arbeitskraft für eine bestimmte
Aufgabe unerlässlich ist. Eine sich gerade bietende Gelegenheit oder
allgemeine Rekrutierungsschwierigkeiten allein stellen hingegen keinen
hinreichenden Ausnahmegrund dar. Ausnahmegründe können auch in der Art
der Unternehmung oder der Tätigkeit liegen.

12.2. Die Vorinstanz verneint das Vorliegen besonderer Gründe zur
Hauptsache mit dem Hinweis auf die sogenannten «Sportlerweisungen».
Hierbei handelt es sich um Spezialweisungen des BFA und des Bundesamtes
für Wirtschaft und Arbeit (BWA, heute Staatssekretariat für Wirtschaft [seco],
ehemals Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit [BIGA]), die am
1. November 1997 in Kraft traten und seither in einzelnen Teilen ergänzt
beziehungsweise präzisiert wurden (in: Weisungen und Erläuterungen;
Einreise, Aufenthalt und Niederlassung [Stand April 2000], Kapitel 451
Berufssportler; nachfolgend: BFA-Weisungen)[147]. Der Präsident des
UHC erhielt die Weisungen am 24. Januar 2002 der guten Ordnung halber,
zusammen mit der Vernehmlassung, nochmals zur Kenntnis.

Es wurde bereits unter E. 9.3 erwähnt, dass ausländische Berufssportler und
Berufstrainer grundsätzlich den gleichen Vorschriften unterstellt sind wie
andere ausländische Arbeitskräfte. Der Bundesrat verfolgt seit geraumer Zeit
konsequent das Ziel, den Zuwachs der ausländischen Wohnbevölkerung
zu reduzieren beziehungsweise zu regulieren. Es sind deshalb auch im
Bereich des Sports klare Regelungen erforderlich, zumal ab Mitte der
Neunzigerjahre im Gefolge der Professionalisierung des Sports, selbst in
Klubs unterer Ligen, ein markanter Zuwachs an ausländischen Sportlern und
Trainern aus nichttraditionellen Rekrutierungsgebieten zu verzeichnen war.
Deswegen und im Bestreben der Bekämpfung von Missbräuchen - so war von
verschiedener Seite immer wieder der Vorwurf zu hören, Sportler und Trainer
aus Nicht-EU/EFTA-Ländern gelangten leichter in den Genuss entsprechender
Anwesenheitsregelungen als Arbeitskräfte anderer wirtschaftlicher Sektoren -
haben die beiden Bundesämter besagte Problematik eingehend überprüft und
sowohl die Bedingungen als auch das Verfahren bezüglich der Zulassung von
Spitzensportlern und Trainern (namentlich solchen aus nichttraditionellen
Rekrutierungsländern) detailliert festgelegt. Die Sportverbände wurden bei
der Ausarbeitung besagter Weisungen konsultiert.

12.3. Gemäss den Sportlerweisungen setzt eine Ausnahmebewilligung im
Sinne von Art. 8 Abs. 3 Bst. a BVO im hier interessierenden Bereich voraus,
dass Spieler oder Trainer, die nicht aus einem Mitgliedstaat der EU oder
der EFTA stammen, in einem Klub der Nationalliga A oder B spielen oder
einen solchen Verein trainieren. Daneben haben sie sich über eine solide
Wettkampferfahrung auf internationalem Niveau auszuweisen oder müssen
an nationalen Meisterschaften auf hohem Niveau teilgenommen haben.
Trainer müssen zusätzlich im Besitze eines vom zuständigen schweizerischen

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Verband anerkannten Diploms sein (BFA-Weisung Ziff. 451.21). Der
UHC möchte X, obwohl die Equipe von der Nationalliga B in die 1. Liga
abgestiegen ist, als Spielertrainer der ersten Herrenmannschaft engagieren.
In der Saison 2000/2001 war er als Profispieler angestellt gewesen, er
trainierte aber daneben schon damals die Nachwuchsabteilung. Durch den
abstiegsbedingten Weggang diverser Spieler wurden die Junioren faktisch
zur ersten Herrenmannschaft, was die modifizierte Funktion von X erklärt.
Als Nebenbeschäftigung würde er sich wie bis anhin als Aushilfe in einem
Emmentaler Elektrogeschäft betätigen. In den Augen der Vorinstanz lassen die
hier zur Anwendung gelangenden Spezialweisungen unter den veränderten
Begebenheiten keine Ausnahme mehr zu. Ergänzend erachtet das BFA
ebenfalls die Lohn- und Arbeitsbedingungen als nicht erfüllt.

13.1. Auf Beschwerdeebene wird vor allem argumentiert, die Unterscheidung
zwischen der Nationalliga und den anderen Ligen erscheine - jedenfalls
ohne Einzelfallprüfung - willkürlich. Vom Umfeld und vom Aufwand
her unterscheide sich eine Unihockeymannschaft der 1. Liga mit dem
mittelfristigen Ziel des Wiederaufstiegs nicht oder nur unwesentlich von
einem Team der Nationalliga B. In den Augen des Präsidenten des UHC ist
nicht ersichtich, warum Sportler und Trainer aus Nicht-EU/EFTA-Staaten
für eine ambitionslose Mannschaft der Nationalliga B, nicht jedoch für eine
ambitionierte 1. Liga-Equipe zugelassen werden dürfen. Diese Einwände
verfangen in mehrfacher Hinsicht nicht.

Die heutige BFA-Weisung 451.21 regelt die beiden Konstellationen, in denen
Berufssportler und Berufstrainer aus dem 2. Kreis gemäss Art. 8 BVO
zugelassen werden: Einerseits bei Vereinen der Nationalliga A und B in
klassischen Mannschaftssportarten mit Meisterschaftsbetrieb (hierzu zählt
nebst Fussball und Eishockey auch das Unihockey), anderseits bei Vereinen
in Sportarten (zumeist Einzelsportarten) ohne regelmässige beziehungsweise
ordentliche Meisterschaft (beispielsweise Turnen, Leichtathletik, Schwimmen).
Letztere Konstellation fällt in casu ausser Betracht, weswegen sich weitere
Erwägungen hierzu erübrigen.

13.2. In der heute geltenden Fassung der Weisungen wird im Bereich der
Mannschaftssportarten sowohl positiv als auch negativ definiert, welche
Vereine Ausnahmebewilligungen erhalten können. Anknüpfungspunkt
bildet die Ligazugehörigkeit. Von den erwähnten Richtlinien profitieren
demnach nur Vereine, die in der Nationalliga A oder B spielen. An Klubs
der unteren Ligen (1.-5. Liga) sowie an Junioren- und Seniorenmannschaften
dürfen für Spieler und Trainer, die nicht aus einem Mitgliedstaat der EU
oder der EFTA stammen, demgegenüber keine Ausnahmebewilligungen
erteilt werden (BFA-Weisung Ziff. 451.21). Die eindeutigen Formulierungen
sprechen für sich und bedürfen an sich keiner Erläuterungen. Anzumerken
bliebe, dass die ursprüngliche Version der Weisungen lediglich eine positive
Umschreibung enthielt, was für Vereine unter besagte Spezialregelung
fielen. Durch die zwischenzeitlich hinzugefügte Auflistung im letzten
Abschnitt der BFA-Weisung Ziff. 451.21 sind in dieser Hinsicht nunmehr
jegliche Zweifel behoben. Insofern besteht prima vista kein Spielraum,
von der Grundvoraussetzung der Zugehörigkeit zur Nationalliga A oder B
abzuweichen.

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Der Sinn und Zweck der eben zitierten Weisungen besteht wie unter E. 12.3
ansatzweise dargetan darin, die Art. 7 und vor allem Art. 8 BVO für den
Bereich des Sports zu konkretisieren. Die Richtlinien streben einerseits
ein gewisses Gleichgewicht zwischen den Sportarten an, andererseits
sind sie im Kontext der übrigen Sektoren des Arbeitsmarkts zu erblicken
und zu werten. Vor diesem Hintergrund präsentiert sich das Kriterium
der Spielklasse oder vielmehr des Niveaus der Spielklasse durchaus als
taugliches Unterscheidungsmerkmal. Mit den Ausnahmen von den üblichen
Rekrutierungsprioritäten sollen wie in anderen Bereichen nämlich auch im
Sport primär hochqualifizierte Personen respektive eigentliche Spezialisten
erfasst werden. Übertragen auf Mannschaftssportarten handelt es sich um
Sportler und Trainer, welche in Spitzenklubs tätig sind. Insofern ist die
getroffene Unterscheidung zwischen der Nationalliga und den unteren
Ligen nicht zu beanstanden. Die Abgrenzung macht ebenfalls deshalb
Sinn, weil Sportler und Trainer von der 1. Liga an abwärts zumindest vom
Grundgedanken her an Amateurmeisterschaften teilnehmen, der Leistungs-
und Spitzensportcharakter mit anderen Worten nicht mehr oder jedenfalls
nicht ausschliesslich im Vordergrund steht. Wiewohl gerade in der 1. Liga eine
gewisse Professionalisierung nicht zu verkennen ist, führte eine Auslegung der
Weisungen nach den Vorstellungen des UHC aufgrund des Gesagten einerseits
zu einer zu starken Gewichtung der klassischen Meisterschaftssportarten
gegenüber den übrigen Disziplinen, andererseits zu einer im Vergleich zu
anderen Wirtschaftsbranchen nicht mehr zu rechtfertigenden Bevorzugung
des Sports.

Bei der Anknüpfung an den effektiven Aufwand für die Betreuung einer
(Unihockey-)Mannschaft wiederum würden sich in der Praxis kaum
mehr zu bewältigende Schwierigkeiten ergeben. Dasselbe gilt bezüglich
dem in der Rechtsmitteleingabe angesprochenen Umfeld einer Equipe.
Beide Kriterien liefen der Herausbildung von klar abgrenzbaren, in einer
Vielzahl von Fällen anwendbaren Entscheidgrundlagen zuwider. Erst
recht nicht mehr justiziabel, das heisst einer objektiven Entscheidfindung
zugänglich wäre es schliesslich, wenn die von einer an einer ordentlichen
Meisterschaft teilnehmenden Mannschaft gehegten (kurz- und/oder
mittelfristigen) Ambitionen mitberücksichtigt würden. Ein Vorgehen,
wie es in der Beschwerdeschrift vom 29. November 2001 sinngemäss
vorgeschlagen wird, liesse sich generell schwerlich mit den Geboten der
Rechtssicherheit und Rechtsgleichheit vereinbaren. Die Vorinstanz hält
denn in der Vernehmlassung zutreffend fest, es wäre nicht zu begründen,
wenn in derselben Liga einzelne Teams Trainer aus Nicht-EU/EFTA-Staaten
beschäftigen dürften, andere hingegen nicht. Die solcherart gewünschte
Durchlässigkeit bei 1. Liga-Equipen mit potenziellen Aufstiegsperspektiven
verstärkte überdies die Gefahr der Aushöhlung und des Unterlaufens der
einschlägigen Richtlinien und machte die heutige Regelung faktisch nicht
mehr praktikabel. In diesem Sinne ist die durch das BFA vorgenommene
Interpretation und Auslegung der in casu zur Anwendung gelangenden
Vorschriften und Richtlinien nicht zu beanstanden.

13.3. Zu keinem anderen Ergebnis führt, dass vom Vorentscheid der
kantonalen Arbeitsmarktbehörde bis zum Erlass der angefochtenen
Verfügung letztlich knapp sechs Monate verstrichen. Es genügt an dieser
Stelle der Verweis auf E. 9.2, wobei nochmals hervorzuheben wäre,

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dass die Verfahrensdauer nicht allein der Vorinstanz anzulasten ist.
In Erinnerung gerufen sei mit Blick auf die seitens des UHC scheinbar
getroffenen Dispositionen ferner, dass ein Vorentscheid einer kantonalen
Arbeitsmarktbehörde oder eine Bestätigung, dass ein entsprechendes
Verlängerungsgesuch eingereicht wurde, allein nicht zur Fortführung der
bisherigen Tätigkeiten genügen (siehe dazu die BFA-Weisung Ziff. 451.11).
Die alte Aufenthaltsbewilligung von X lief Ende April 2001 ab. Seither hätte
er folglich weder mit der ersten Herrenmannschaft trainieren noch der
immer strikt an die Hauptbeschäftigung gebundenen Nebenbeschäftigung im
Elektrogeschäft nachgehen dürfen. Die Weiterausübung einer Erwerbstätigkeit
vor der ausdrücklichen Zustimmung des BFA zur Verlängerung des
Anwesenheitsrechts hätte sich in casu umso weniger gerechtfertigt, als sich
die Verhältnisse (Relegation des UHC von Nationalliga B in die 1. Liga) in
der Zwischenzeit (wie mehrfach erwähnt) anerkanntermassen wesentlich
geändert hatten, sieht man einmal davon ab, dass in Konstellationen wie der
vorliegenden das Schaffen vollendeter Tatsachen ansonsten noch honoriert
würde. Von einer Unverhältnismässigkeit des angefochtenen Entscheids kann
nur schon deswegen keine Rede sein. Schliesslich ist die Beschäftigung von X
aus rein

sportlicher Warte keineswegs unerlässlich, dürfte doch gegebenenfalls ein
(Spieler)trainer aus einem Land der EU oder EFTA rekrutiert werden. Zu
denken wäre etwa an Ausbildner oder Spielertrainer aus den in dieser Sparte
führenden Nationen Schweden oder Finnland. Zur erweiterten Weltspitze
zählen darf sich im Unihockey im Übrigen ebenfalls die Schweiz. Auch unter
dem Gesichtspunkt der Unerlässlichkeit der Arbeitskraft für eine bestimmte
Aufgabe lässt sich daher nichts zu Gunsten des beschwerdeführenden Vereins
ableiten.

Da die Grundvoraussetzung der Ligazugehörigkeit nicht erfüllt ist, erübrigt
es sich, auf die Lohn- und Arbeitsbedingungen näher einzugehen. Träfen
die diesbezüglichen Angaben des BFA in der angefochtenen Verfügung zu
(hierfür spricht unter anderem der sich in den KIGA-Akten befindliche,
allerdings nur vom Präsidenten des UHC unterzeichnete Vertrag), so wäre
die Zustimmung allerdings in der Tat auch wegen der nichteingehaltenen
Vorgaben bei der Nebenbeschäftigung von Sportlern und Trainern (zum
Ganzen vgl. BFA-Weisung Ziff. 451.3) zu verweigern gewesen.

14. Die Überprüfung der arbeitsmarktlichen Situation ergibt somit, dass die
Voraussetzungen im Sinne von Art. 8 Abs. 3 Bst. a BVO nicht gegeben sind. Bei
dieser Sachlage bestehen aus ausländerrechtlichen Sicht keine Gründe, von
der Praxis der grundsätzlichen Verweigerung abzuweichen.

[147][147] Zu beziehen beim Bundesamt für Ausländerfragen (BFA), Quellenweg
9/15, CH-3003 Bern-Wabern.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 66.67 - Auszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen Justiz- und

Polizeidepartements vom 22. Februar 2002

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 2002
Année

Anno

Band 66
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Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.

Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.

Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.

	Auszug aus einem Entscheid des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements vom 22. Februar 2002