# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 293c8ac6-4fce-5c89-8e45-f99a5f35572c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-21
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 21.12.2018 III 2018 210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-210_2018-12-21.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 210

Entscheid vom 21. Dezember 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Gesuchsteller, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Gesuchsgegner,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Revisionsgesuch gegen den Entscheid des 
Verwaltungsgerichts VGE III 2017 208 vom 20.12.2017 betreffend 
vorsorglicher Sicherungsentzug)

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Sachverhalt:

A. Am 19. Oktober 2017 hat das kantonale Verkehrsamt Schwyz gegenüber 
A.________ gestützt auf einen Vorfall vom 2. September 2017 einen vorsorgli-
chen Sicherungsentzug des Führerausweises angeordnet. Die Wiedererteilung 
des Führerausweises wurde vom Ergebnis eines verkehrsmedizinischen Unter-
suchs bei einem Verkehrsmediziner SGRM abhängig gemacht. Einer allfälligen 
Beschwerde gegen diese Verfügung hat das Verkehrsamt die aufschiebende 
Wirkung entzogen.

B. Eine gegen diesen vorsorglichen Sicherungsentzug erhobene Beschwerde 
hat das Verwaltungsgericht Schwyz mit Entscheid VGE III 2017 208 vom 20. De-
zember 2017 abgewiesen.

C. In einer Eingabe vom 23. April 2018 ans Verwaltungsgericht forderte 
A.________, das Gericht habe unverzüglich beim Strassenverkehrsamt die Her-
ausgabe des Führerausweises zu veranlassen. Er begründete dies u.a. mit dem 
Verweis auf einen Bundesgerichtsentscheid und sinngemäss damit, dass er zu 
keiner Zeit einer Blut- und Urinprobe zugestimmt habe und die damalige Blutpro-
be rechtswidrig gewesen sei. In der gerichtlichen Antwort vom 26. April 2018 
wurde die Rechtslage erläutert und dargelegt, weshalb das Verwaltungsgericht in 
Anbetracht des abgeschlossenen Beschwerdeverfahrens III 2017 208 dem Ver-
kehrsamt keine Anweisung zur Herausgabe des Führerausweises erteilen werde. 

D. In einer Eingabe vom 26. Juni 2018 ans Verwaltungsgericht forderte 
A.________ erneut, das Gericht habe unverzüglich beim Strassenverkehrsamt 
die Herausgabe des Führerausweises zu veranlassen. Zudem reichte er eine 
Kopie einer Verfügung der Staatsanwaltschaft B.________ vom 8. Mai 2018 ein, 
wonach hinsichtlich des Vorfalles vom 2. September 2017 das bislang pendente 
Strafverfahren betreffend Fahren in fahrunfähigem Zustand eingestellt wurde. In 
der gerichtlichen Antwort vom 29. Juni 2018 wurde die Rechtslage erläutert und 
dargelegt, weshalb das Gericht keinen Anlass habe, die Herausgabe des Füh-
rerausweises zu veranlassen. Im Übrigen wurde darauf hingewiesen, dass weite-
re Eingaben mit ähnlichem Inhalt kommentarlos im Archivdossier abgelegt wür-
den. Auf diese Weise wurde eine weitere, per 18. September 2018 datierte Ein-
gabe von A.________ im Archivdossier abgelegt.

E. Mit einem ans Verwaltungsgericht adressierten, per 25. November 2018 
datierten und am 27. November 2018 eingegangenen Schreiben ersucht 
A.________ um eine Revision des Entscheides VGE III 2017 208 sowie um Aus-
händigung des Führerausweises. 

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das Verwaltungsgericht ist grundsätzlich an seine Entscheide gebunden. 
Ausnahmsweise kann die Rechtskraft einer Verfügung oder eines Entscheides 
im Rahmen einer Revision beseitigt werden, um den betreffenden Entscheid auf-
zuheben oder in bestimmtem Sinne abzuändern. Die Revision ist ein ausseror-
dentliches Rechtsmittel, bei dem wiederum abzuwägen ist zwischen dem Wert 
der Rechtssicherheit und dem Postulat der richtigen Durchführung objektiven 
Rechts. Dabei bedeutet Revision das Recht auf Neuüberprüfung eines formell 
rechtskräftigen Entscheides auf Grund eines geschlossenen Kataloges von 
Gründen. Mithin kann mit der Revision nicht verlangt werden, dass die Behörde 
jede beliebige, im rechtskräftigen Entscheid behandelte Frage nochmals überprü-
fe; vielmehr sind im Revisionsverfahren gemäss konstanter Rechtsprechung nur 
die geltend gemachten Revisionsgründe zu überprüfen (vgl. VGE 716/02 vom 
12.2.2003, mit Hinweisen auf VGE 644/97 vom 5.2.1998; VGE 818/98 vom 
22.7.1998 Erw. 1a, Prot. S. 755; siehe auch Kiener/Rütsche/Kuhn, Öffentliches 
Verfahrensrecht, 2.A., Rz. 1978ff.; Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren 
und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3.A., Rz. 1324ff. mit Hinweisen; Martin 
Bertschi, in: Kommentar VRG-ZH, 3.A., Rz. 1ff. zu § 86a ff. VRG-ZH). 

1.2 Das Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 
1974 regelt die Revision unter anderem wie folgt:

§ 61 1. Revisionsgründe
Die Behörde zieht ihre rechtskräftige Verfügung oder ihren rechtskräftigen 
Entscheid auf Begehren einer Partei in Revision, wenn:

a) die Verfügung oder der Entscheid durch eine strafbare Handlung 
beeinflusst wurde;

b) die Partei nachträglich neue erhebliche Tatsachen oder 
Beweismittel vorbringt, die sie früher trotz zumutbarer Sorgfalt 
nicht vorbringen konnte;

c) die Behörde wesentliche Verfahrensvorschriften verletzt hat, 
welche die dadurch benachteiligte Partei nicht rechtzeitig geltend 
machen konnte;

d) die Behörde erhebliche Tatsachen, die sich aus den Akten 
ergeben, versehentlich nicht berücksichtigt hat.

§ 62 2. Revisionsinstanz, Frist
Das Revisionsbegehren ist innert 90 Tagen seit Feststellung des 
Revisionsgrundes, spätestens innert zehn Jahren seit Erlass der Verfügung 
oder des Entscheides, bei der Behörde einzureichen, welche die mit dem 
Revisionsbegehren angefochtene Verfügung oder den Entscheid getroffen 
hat.

§ 63b 5. Verweis auf die Schweizerische Zivilprozessordnung

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Im Übrigen sind die Bestimmungen der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung (ZPO) sinngemäss anwendbar.

1.3 Die ZPO regelt die Revision unter anderem wie folgt: 

Art. 328 Revisionsgründe
1 Eine Partei kann beim Gericht, welches als letzte Instanz in der 

Sache entschieden hat, die Revision des rechtskräftigen 
Entscheids verlangen, wenn:

  a. sie nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende 
Beweismittel findet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen 
konnte; ausgeschlossen sind Tatsachen und Beweismittel, die erst 
nach dem Entscheid entstanden sind;

  b. ein Strafverfahren ergeben hat, dass durch ein Verbrechen oder 
ein Vergehen zum Nachteil der betreffenden Partei auf den 
Entscheid eingewirkt wurde; eine Verurteilung durch das 
Strafgericht ist nicht erforderlich; ist das Strafverfahren nicht 
durchführbar, so kann der Beweis auf andere Weise erbracht 
werden;

  c. geltend gemacht wird, dass die Klageanerkennung, der 
Klagerückzug oder der gerichtliche Vergleich unwirksam ist.

2 Die Revision wegen Verletzung der Europäischen 
Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK) kann 
verlangt werden, wenn:

  a. der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem 
endgültigen Urteil festgestellt hat, dass die EMRK oder die 
Protokolle dazu verletzt worden sind;

  b. eine Entschädigung nicht geeignet ist, die Folgen der Verletzung 
auszugleichen; und 

  c. die Revision notwendig ist, um die Verletzung zu beseitigen.

Art. 329 Revisionsgesuch und Revisionsfristen
1 Das Revisionsgesuch ist innert 90 Tagen seit Entdeckung des 

Revisionsgrundes schriftlich und begründet einzureichen.
2 Nach Ablauf von zehn Jahren seit Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids kann die Revision nicht mehr verlangt werden, ausser 
im Falle von Artikel 328 Absatz 1 Buchstabe b.

1.4 Erweist sich das Revisionsbegehren wegen Fehlens einer Rechtsmittelvor-
aussetzung als unzulässig, so tritt das Gericht nicht darauf ein. Kann auf das 
Revisionsgesuch eingetreten werden, so ist zu prüfen, ob einer der gesetzlich 
vorgesehenen Revisionsgründe vorliegt. Liegt kein Revisionsgrund vor, so wird 
das Revisionsbegehren abgewiesen (Gehri, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach, 
Kommentar ZPO, Zürich 2015, Art. 332 N 1; Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., 
Rz. 731 f.; VGE I 2017 7 vom 16.5.2017 Erw. 2.2.3). 

1.5 Die Revision darf praxisgemäss nur bei schwerwiegenden Mängeln zuge-
lassen werden (vgl. VGE 836/03 vom 26.6.2003 Erw. 2b; Häfe-

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lin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7.A., Rz. 1220). Eine Revisi-
on ist regelmässig unzulässig, wenn die Revisionsgründe bereits im Verfahren, 
das dem Erlass der Verfügung voranging, oder mit einem ordentlichen Rechts-
mittel hätten geltend gemacht werden können (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, 
a.a.O., Rz. 1265 mit Verweis auf den BGE 138 I 61 Erw. 4.3). Sodann ist die Re-
vision nach der Rechtsprechung nicht gegeben, um einen Rechtsirrtum zu behe-
ben oder eine andere Rechtsauffassung durchzusetzen oder um eine neue Wür-
digung der beim Entscheid bekannten Tatsachen herbeizuführen (vgl. Bertschi, 
a.a.O., Rz. 16 zu § 86a VRG-ZH; VGE 716/02 vom 12.2.2003; VGE 818/98 vom 
22.7.1998 Erw. 1b, Prot. S. 756 mit zahlreichen Hinweisen, u.a. auf ein Bundes-
gerichtsurteil vom 4.12.1987 Erw. 2c, publ. in ASA 58, S. 299, mit Hinweisen, 
u.a. auf BGE 111 1b 210; siehe auch Urteil des Bundesgerichts 9F_6/2016 vom 
29.11.2016 Erw. 2.2, wonach die Revision nicht dazu dient, allfällige Rechtsfehler 
zu korrigieren oder in der ursprünglichen Rechtsschrift Verpasstes nachzuholen).

1.6 Soweit als Revisionsgrund nachträgliche neue Tatsachen oder Beweismit-
tel geltend gemacht werden ist zu beachten, dass diese Tatsachen oder Be-
weismittel erheblich sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn im Sinne einer Kausa-
lität Tatsachen und Beweismittel geeignet sind, den Ausgang des Beschwerde- 
und damit des Revisionsverfahrens effektiv zu beeinflussen. Neue Tatsachen 
sind folglich nur dann erheblich, wenn sie geeignet sind, die tatbeständliche 
Grundlage des Entscheides zu ändern und bei zutreffender rechtlicher Würdi-
gung zu einem anderen, für die gesuchstellende Person günstigeren Entscheid 
zu führen (vgl. Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., Rz. 1332 mit Hinweisen; August 
Mächler, in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 
VwVG, herausgegeben von Auer/Müller/Schindler, Rz. 18 zu Art. 66 VwVG; Bert-
schi, a.a.O., Rz. 17 zu § 86a VRG-ZH; siehe auch Urteil des Bundesgerichts 
2F_9/2018 vom 18.07.2018 Erw. 2.1 mit weiteren Hinweisen).

2.1 Das vorliegende Revisionsbegehren wird in der Eingabe vom 27. Novem-
ber 2018 (= Datum der Postaufgabe) wie folgt begründet (Schreibweise gemäss 
Original):

Es haben sich wichtige Gründe und Beweise ergeben die zu Aufhebung des Ent-
scheids beitragen.
Anbei übersende ich Ihnen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft 
B.________ vom 08. Mai 2018. Diese klärt auf das der Entscheid des Verwal-
tungsgerichts für nichtig zu erklären ist. Im Weiteren bitte ich Sie das der Tatbe-
stand gegenüber dem Strassenverkehrsamt aufzuklären ist, und mir der Füh-
rerausweis ausgehändigt wird. 

2.2 Mit diesen Ausführungen beruft sich der Revisionsgesuchsteller sinn-
gemäss auf den Revisionsgrund von § 61 lit. b VRP ("die Partei nachträglich 

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neue erhebliche Tatsachen oder Beweismittel vorbringt, die sie früher trotz zu-
mutbarer Sorgfalt nicht vorbringen konnte"). Ob dieser Revisionsgrund gegeben 
ist, wird nachfolgend in Erwägung 3.1ff. geprüft. 

Festzuhalten ist an dieser Stelle, dass der Gesuchsteller weder den Revisions-
grund der Beeinflussung durch eine strafbare Handlung (§ 61 lit. a VRP) geltend 
macht, noch eine Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften rügt, welche er 
nicht rechtzeitig habe geltend machen können (§ 61 lit. c VRP), noch beanstan-
det, dass die Behörde erhebliche Tatsachen versehentlich nicht berücksichtigt 
habe, welche sich aus den Akten ergeben hätten (§ 61 lit. d VRP).

3.1 Der vom Verkehrsamt am 19. Oktober 2017 angeordnete vorsorgliche Si-
cherungsentzug wurde damals u.a. mit folgenden Ausführungen begründet:

Am 02.09.2017 lenkten Sie auf der C.________ (Strasse) in D.________ einen 
Personenwagen in stark betrunkenem Zustand (mind. 2.52‰) und unter 
Medikamenteneinfluss. Sie parkierten das Fahrzeug bei der dortigen Tankstelle. 
Es konnte beobachtet werden, dass Sie sichtlich angetrunken wirkten. Das 
Fahrzeug ragte mit dem Heck ungefähr einen halben Meter aus dem Parkfeld. 
Beim Gang zur Tankstelle stürzten Sie zu Boden.
Gestützt auf den eingereichten provisorischen Austrittsbericht vom 03.09.2017 des 
E.________ (Spital) und auf Ihre Anfrage hin haben wir Ihnen am 19.09.2017 den 
Führerausweis wieder ausgehändigt. In jenem Schreiben wurden Sie darauf 
aufmerksam gemacht, dass der Führerausweis sofort wieder entzogen wird, wenn 
sich Zweifel an der Fahreignung ergeben.
Inzwischen sind wir im Besitz des pharmakologisch-toxikologischen Gutachtens 
vom 08.09.2017 des Instituts für Rechtsmedizin, ________. Daraus geht hervor, 
dass Sie die Medikamente Trimipramin und Venlafaxin eingenommen haben. Die 
Wirkung bzw. Nebenwirkungen dieser Medikamente können zu einer deutlichen, 
bezüglich Fahrfähigkeit relevanten Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen 
Fähigkeiten führen. Dies gilt insbesondere bei gleichzeitigem Konsum bzw. 
gleichzeitiger Einnahme/Applikation von Ethylalkohol (Trinkalkohol) und anderen 
zentralwirksamen Substanzen, da es zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung 
kommen kann. Im ärztlichen Bericht zur Blutalkoholanalyse vom 07.09.2017 wird 
festgehalten, dass der Vertrauensbereich der chemisch bestimmten 
Blutalkoholkonzentration zum Zeitpunkt der Blutentnahme einen Minimalwert von 
2.52‰ ergab. (…)

3.2 Im Beschwerdeverfahren III 2017 208 gegen den vorsorglichen Siche-
rungsentzug hatte das Verwaltungsgericht insbesondere zu prüfen, ob in der an-
gefochtenen Verfügung die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen war, dass 
ernsthafte Bedenken an der Fahreignung des betreffenden Lenkers bestehen. 
Dabei war folgende Rechtslage zu beachten: Wecken konkrete Anhaltspunkte 
ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des Betroffenen, ist eine 
verkehrsmedizinische Abklärung anzuordnen (Art. 15d Abs. 1 
Strassenverkehrsgesetz [SVG; SR 741.01] vom 19.12.1958, Art. 28a Abs. 1 der 

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Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum 
Strassenverkehr [Verkehrszulassungsverordnung, VZV; SR 741.51] vom 
27.10.1976). Diesfalls ist der Führerausweis nach Art. 30 VZV in der Regel 
vorsorglich zu entziehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_285/2018 Erw. 3.2 
mit Verweis auf BGE 127 II 122 Erw. 5). Denn steht die Fahreignung des 
Betroffenen ernsthaft in Frage, ist es unter dem Gesichtspunkt der 
Verkehrssicherheit grundsätzlich nicht zu verantworten, ihm den Führerausweis 
bis zum Vorliegen des Untersuchungsergebnisses zu belassen. Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für den vorsorglichen 
Führerausweisentzug nach Art. 30 VZV kein strikter Beweis erforderlich, hierfür 
genügen vielmehr bereits konkrete Anhaltspunkte, dass die Fahreignung zu 
verneinen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_285/2018 Erw. 3.2 mit Verweis 
auf BGE 125 II 493 Erw. 2b). 

3.3 Das Verwaltungsgericht gelangte im VGE III 2017 208 vom 20. Dezember 
2017 zum Ergebnis, dass damals ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des Be-
schwerdeführers (bzw. Gesuchstellers im vorliegenden Verfahren) zu bejahen 
waren. Dabei stützte sich das Gericht nicht ausschliesslich auf das Ergebnis von 
den am 2. September 2017 entnommenen Urin- und Blutproben. Vielmehr 
berücksichtigte das Gericht insbesondere auch,

- dass der Beschwerdeführer (Gesuchsteller) am 2. September 2017 
beobachtet wurde, wie er sein Fahrzeug in auffälliger Weise über das 
Parkfeld hinaus parkierte (Erw. 3.1); 

- dass er beim Gang zum Tankstellenshop zu Boden stürzte (Erw. 3.1);

- dass diejenige Person, welche von der Tankstelle aus die Polizei 
telefonisch benachrichtigte, einen torkelnden Gang des 
Beschwerdeführers beschrieb und beim Ansprechen des 
Beschwerdeführers "einen extremen Alkoholgeruch aus dessen Mund 
sowie eine auffallend lallende Sprache" bemerkte (Erw. 3.2.1);

- dass diese Feststellungen des Zeugen sich mit den Eindrücken der 
Polizeipatrouille deckten, wonach der Beschwerdeführer sich damals wie 
folgt präsentierte: "verwirrt/ orientierungslos/ stotternde Stimme/ 
Teilnahmslosigkeit/ unsicherer Gang" (Erw. 3.2.2); 

- dass der Beschwerdeführer erklärte, viele Medikamente einzunehmen 
(Erw. 3.2.4);

- dass die angesprochene Kombination von Alkohol- und 
Medikamentenkonsum als problematisch beurteilt wurde (Erw. 4.1);

- und dass der Beschwerdeführer (Gesuchsteller) bei der ersten 
polizeilichen Befragung damals erklärte, vor dem Ereignis "2 Grappa ca. 1 
dl, Temesta, Dafalgan, Cardio, Trittico" eingenommen zu haben (vgl. Erw. 
4.2 mit Verweis auf Vi-act. 4/ Anhang 01 Mitte).

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3.4 Soweit nun der Gesuchsteller argumentiert, dass die Staatsanwaltschaft 
B.________ mit Verfügung vom 8. Mai 2018 das Strafverfahren wegen 
Verdachts auf Fahren in fahrunfähigem Zustand eingestellt habe, weil damals die 
Blutprobe nicht von der Staatsanwaltschaft, sondern von einem Polizeibeamten 
angeordnet wurde, übersieht er, dass damit die oben angeführten ernsthaften 
Zweifel an der Fahreignung nicht beseitigt werden können. Mit anderen Worten 
ist die nachträglich eingereichte Einstellungsverfügung vom 8. Mai 2018 - auch 
wenn sie bereits bei der Behandlung der Beschwerde III 2017 208 bekannt 
gewesen wäre - nicht geeignet, um nachträglich als erhebliche neue Tatsache 
bzw. als erhebliches neues Beweismittel im Sinne von § 61 lit. b VRP zu 
qualifizieren. Es ist entgegen der sinngemässen Meinung des Gesuchstellers 
nicht davon auszugehen, dass das Gericht damals anders entschieden hätte, 
wenn die Einstellung des Strafverfahrens ersichtlich gewesen wäre. Wie dem 
Gesuchsteller bereits mit gerichtlichem Schreiben vom 29. Juni 2018 dargelegt 
wurde, sind das strafrechtliche und das administrativrechtliche Verfahren 
auseinanderzuhalten. Vor den B.________ Behörden ging es um ein 
Strafverfahren (welches "in dubio pro reo" zu Gunsten des Angeschuldigten 
endete), derweil es im Verfahren vor den schwyzerischen Behörden nicht um ein 
Strafverfahren, sondern um die Frage der Fahreignung ging. Soweit im Übrigen 
der Beschwerdeführer (Gesuchsteller) die im VGE III 2017 208 bestätigten 
ernsthaften Zweifel an der Fahreignung als falsch erachtet(e), hätte er damals 
gemäss der dargelegten Rechtsmittelbelehrung rechtzeitig Beschwerde ans 
Bundesgericht erheben müssen. Dies hat er unterlassen, womit er die vom 
Gericht beurteilten ernsthaften Zweifel an der Fahreignung anerkannt hat, was er 
grundsätzlich nicht nachträglich mit einem Revisionsbegehren korrigieren kann. 
Analoges gilt auch, soweit der Gesuchsteller sinngemäss geltend machen will, 
dass er vor dem Vorfall vom 2. September 2017 weder Alkohol getrunken, noch 
Medikamente eingenommen habe. Auch derartige Einwände hätte er innert der 
Rechtsmittelfrist mit Beschwerde ans Bundesgericht vorbringen müssen. Die 
Revision kann nicht dazu dienen, eine angeblich unrichtige rechtliche Würdigung 
der damaligen Umstände nachträglich zu korrigieren.

4. Zusammenfassend erweist sich das Revisionsbegehren, soweit darauf 
einzutreten ist, als unbegründet. Gestützt auf die eingereichten Angaben auf dem 
Formular zur Erlangung der unentgeltlichen Rechtspflege wird darauf verzichtet, 
Verfahrenskosten zu erheben.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Das Revisionsgesuch wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Revisionsgesuchsteller (R)
- das kantonale Verkehrsamt
- und das Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnah-

men, 3003 Bern (A).

Schwyz, 21. Dezember 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 10. Januar 2019