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**Case Identifier:** 724d9abb-456a-5e67-be5f-3143a52481e2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-11-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.11.2008 IV 2007/414, IV 2008/231
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-414--IV-2008_2008-11-19.pdf

## Full Text

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Fall-Nr.: IV 2007/414, IV 2008/231

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.05.2020

Entscheiddatum: 19.11.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 19.11.2008
Art. 8 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG; Anspruch auf berufliche 
Massnahmen und auf Rentenleistungen; Arbeitsfähigkeit in einer 
leidensangepassten Tätigkeit ungenügend medizinisch abgeklärt (fehlende 
interdisziplinäre Beurteilung, widersprüchliche medizinische Aktenlage). 
Rückweisung zur Vornahme eines interdisziplinären Gutachtens (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. November 2008, 
IV 2007/414 und IV 2008/231).

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 19. November 2008

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Ruedi Bollag, Im Lindenhof, Postfach 41, 

9320 Arbon,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente und berufliche Massnahmen

Sachverhalt:

A.   

A.a  S.___, geboren 1958, meldete sich am 28. November 2006 zum Bezug von IV-

Leistungen (Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Rente) an. Er 

berichtete, seit März 2006 an den Folgen eines Myokardinfarktes, an Diabetes mellitus 

Typ II sowie an einem chronischen Lumbovertebralsyndrom zu leiden (act. G 3.2; in 

diesem Entscheid werden die Akten aus dem Verfahren IV 2008/231 angegeben, 

soweit nicht anders vermerkt). Der Versicherte war bis zum 3. März 2006 als 

Bauarbeiter tätig (act. G 3.12.1).

A.b Im Arztbericht vom 27. November 2006 diagnostizierte Dr. med. A.___, Facharzt 

FMH für Kardiologie, u.a. eine hypertensive und koronare Herzkrankheit, einen 

Diabetes mellitus Typ II, eine akute Lumbalgie sowie kardiovaskuläre Risikofaktoren 

(Hypertonie, Diabetes mellitus, Status nach Nikotinabusus). Er hielt den Versicherten 

aus kardiologischer Sicht für seine bisherige Arbeit im Rahmen von 50% arbeitsfähig. 

Diese verbliebene Restarbeitsfähigkeit werde aber durch die aktuelle 

Rückensymptomatik "verhindert". Er empfahl, für den Versicherten möglichst bald eine 

Umschulung zu organisieren, damit "nicht jetzt schon eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit" resultiere (act. G 3.16.9 ff.). Dr. med. B.___, Facharzt FMH für 

Innere Medizin/Rheumatologie, stellte im Arztbericht vom 23. Januar 2007 folgende 

Diagnosen: ein chronisches Lumbovertebralsyndrom, ein leichtes cervico-

thorakovertebrales Syndrom, eine hypertensive und koronare Herzkrankheit, einen 

Diabetes mellitus Typ II, einen Pleuratumor mit Verdacht auf Pleurafibrome sowie eine 

Adipositas. Er hielt den Versicherten aus rheumatologischer Sicht für die schwere 

Arbeit im Tiefbau nicht mehr einsetzbar. Für eine leichte Arbeit, teils sitzend, teils 

stehend, bestehe aber aus rheumatologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit (act. 

G 3.16.13 ff.). Der behandelnde Arzt, Dr. med. C.___, diagnostizierte im Arztbericht vom 

27. Februar 2007 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches 

Lumbovertebralsyndrom, eine hypertensive und koronare Herzkrankheit sowie einen 

Status nach Infarkt und Implantation eines Stents am 10. April 2006. Den 

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Gesundheitszustand des Versicherten beschrieb er als sich verschlechternd. Die 

bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Leichte Arbeiten, die abwechselnd 

stehend, sitzend oder gehend ausgeübt werden könnten, seien zumutbar (act. G 3.16.1 

ff.).

A.c  Der RAD-Arzt Dr. med. D.___ kam in der Stellungnahme vom 23. März 2007 zum 

Schluss, dass beim Versicherten in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 100% bestehe (act. G 3.17.2).

A.d Im zu Handen des Krankentaggeldversicherers des Versicherten verfassten Bericht 

vom 1. Juni 2007 diagnostizierte Dr. med. C.___ zusätzlich eine Cataracta praesenilis 

beidseits. Er hielt fest, dass dauernd eine Leistungseinschränkung infolge des Status 

nach Herzinfarkt bleiben werde. In einer leichten abwechslungsweise stehenden und 

sitzenden Tätigkeit bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 3.33.2 f.).

A.e Am 7. August 2007 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass die 

Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde, da er sich subjektiv nicht arbeitsfähig fühle, 

obwohl aus medizinischer Sicht bezüglich einer leidensadaptierten, leichteren, 

wechselbelastenden Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert werde (act. G 3.45). 

Gleichentags stellte die IV-Stelle mittels Vorbescheid die Abweisung des 

Rentengesuches in Aussicht (act. G 3.47). Der Versicherte informierte die IV-Stelle am 

27. August 2007, dass er bereit sei, einen Arbeitsversuch für eine leichte Arbeit zu 

machen (act. G 3.51).

A.f Die IV-Stelle verfügte am 28. September 2007 entsprechend dem Vorbescheid vom 

7. August 2007. Unter Berücksichtigung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in 

leidensangepassten Tätigkeiten sowie eines Abzuges vom Invalideneinkommen von 

10% ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 15% (act. G 3.58).

B.  

B.a Gegen diese Verfügung erhob S.___ am 26. Oktober 2007 Beschwerde. Unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge beantragte er die Ausrichtung einer ganzen Rente; 

eventualiter sei u.a. ein interdisziplinäres Gutachten einzuholen (act. G 3.67.7 ff.). In der 

Beschwerdeergänzung vom 16. November 2007 rügte der Beschwerdeführer, dass die 

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vorhandenen vielfältigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren 

Wechselwirkungen nicht gesamthaft beurteilt worden seien. Der Kardiologe verweise 

auf die Probleme des Rückens, der Rheumatologe auf die Herzproblematik. Hinzu 

kämen noch Diabetes und allenfalls Augenprobleme. Vor diesem Hintergrund sei eine 

interdisziplinäre Begutachtung unumgänglich. Es bestünden Anhaltspunkte für ein 

psychisches Leiden, weshalb bei der beantragten interdisziplinären Begutachtung auch 

die psychische Seite zu untersuchen sei. Ferner sei es "überlegenswert", dass parallel 

zu den ergänzenden Untersuchungen an einem geschützten Ort ein Arbeitsversuch 

unternommen würde (act. G 3.67.2 ff.).

B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 15. Januar 

2008 die Beschwerdeabweisung. Sie machte geltend, der diagnostizierte Diabetes 

mellitus sei nicht invalidisierend, weil dieser medikamentös gut eingestellt werden 

könne. Der diagnostizierte Katarakt präsenilis rechts könne durch eine Operation 

behoben werden. Die entsprechende Kostenübernahme sei dem Beschwerdeführer 

bereits zugesprochen worden. Aus den Akten ergäben sich keine Anhaltspunkte für ein 

(invalidisierendes) psychisches Leiden; der Beschwerdeführer sei nicht in 

psychiatrischer Behandlung, weshalb eine entsprechende Abklärung nicht erforderlich 

sei. Gestützt auf die medizinische Aktenlage sei zu Recht davon ausgegangen worden, 

dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig 

sei. Es bestehe ferner keine Veranlassung für einen Arbeitsversuch in einer geschützten 

Werkstätte, da die ärztlichen Aussagen hinsichtlich einer Verweisungstätigkeit 

aussagekräftig genug seien und der Beschwerdeführer einen Arbeitsversuch ohnehin 

nur dazu benützen würde, seine Arbeitsunfähigkeit zu "beweisen" (act. G 3.76.1 ff.).

B.c In der Replik vom 8. Februar 2008 veränderte der Beschwerdeführer sein 

bisheriges Rechtsbegehren dahingehend, dass er nicht mehr die Ausrichtung einer 

ganzen, sondern einer halben Rente beantragte. Die Begründung der Replik lautete im 

Wesentlichen gleich wie diejenige der Beschwerdeergänzung vom 16. November 2007 

(act. G 3.83.2 ff.).

C.  

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C.a Mit Vorbescheid vom 21. Januar 2008 teilte die IV-Stelle dem Beschwerdeführer 

mit, dass mangels subjektiver Eingliederungsfähigkeit kein Anspruch auf berufliche 

Massnahmen bestehe (act. G 3.78).

C.b Gegen diesen Vorbescheid erhob der Beschwerdeführer am 8. Februar 2008 

Einwand mit dem Antrag, es seien berufliche Eingliederungsmassnahmen 

durchzuführen. Er brachte vor, dass er jede Tätigkeit ausüben möchte, die sein 

Gesundheitszustand erlaube (act. G 3.81.1 ff.).

D.  

D.a Im Verfahren bezüglich berufliche Massnahmen verfügte die Beschwerdegegnerin 

am 6. Mai 2008 entsprechend dem Vorbescheid vom 21. Januar 2008 und wies das 

Leistungsbegehren ab (act. G 3.91).

D.b Gegen diese Verfügung erhob S.___ am 16. Mai 2008 Beschwerde. Darin 

beantragte er unter Kosten- und Entschädigungsfolge, es seien berufliche 

Eingliederungsmassnahmen durch die Beschwerdegegnerin durchzuführen. Er brachte 

vor, dass er alles dazu beitragen werde, um wieder beruflich integriert werden zu 

können (act. G 1).

D.c In der Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2008 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Beschwerdeabweisung. Sie begründete ihr Begehren damit, dass der 

Beschwerdeführer in einer körperlich leichten wechselbelastenden Tätigkeit voll 

arbeitsfähig sei. Er mache zwar geltend, er sei eingliederungswillig; er habe bis jetzt 

jedoch seinen Worten keine Taten folgen lassen. Es liege bei ihm weiterhin eine 

subjektive Eingliederungsunfähigkeit vor. Allein aus diesem Grund habe der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. Ferner habe er 

bei der Suche nach einer geeigneten Stelle keine behinderungsbedingten 

Schwierigkeiten, weshalb keine Arbeitsvermittlung zu gewähren sei. Aufgrund seiner 

vollen Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten benötige der Beschwerdeführer auch 

keine Integrationsmassnahmen (act. G 3).

D.d Mit Replik vom 19. August 2008 stellte der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht 

das Gesuch, die hängigen Beschwerdeverfahren betreffend Renten und 

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Eingliederungsmassnahmen seien gemeinsam zu behandeln. In beiden Verfahren 

müsse zuerst die Frage der dem Beschwerdeführer verbliebenen Restarbeitsfähigkeit 

geklärt werden. Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer sei 

nicht eingliederungsfähig, stimme mit den Tatsachen nicht überein. Denn dieser 

versuche alles, um seine Restarbeitsfähigkeit zu verwerten. Er befolge sämtliche 

Weisungen des RAV und befinde sich auf intensiver Arbeitssuche (act. G 5).

D.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik in beiden 

Beschwerdeverfahren (IV 2008/231 act. G 7 und IV 2007/414 act. G 13).

Erwägungen:

1.   

1.1  Der Beschwerdeführer beantragte im Beschwerdeverfahren betreffend berufliche 

Massnahmen mit Replik vom 19. August 2008 (IV 2008/231 act. G 5) sinngemäss die 

Vereinigung mit dem Verfahren IV 2007/414 betreffend Rente. In beiden Verfahren 

stehen sich dieselben Parteien gegenüber. Dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" 

folgend ist in einem ersten Schritt über die berufliche Eingliederung des 

Beschwerdeführers zu befinden. Von diesem Entscheid abhängig ist die Frage, ob über 

die Rentenberechtigung des Beschwerdeführers bereits entschieden werden kann. Da 

die Streitgegenstände der Verfahren IV 2007/414 und IV 2008/231 somit eng 

zusammenhängen, rechtfertigt es sich, die Verfahren zu vereinigen.

1.2  Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Es 

ist zu beachten, dass in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 127 V 467 E. 1). Ferner ist bei der Beurteilung auf den bis zum 

Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen 

(BGE 121 V 366 E. 1b). Daraus ergibt sich, dass auf die Verfügung vom 28. September 

2007 betreffend Rente (act. G 3.58) die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden 

materiellen Bestimmungen und auf die Verfügung vom 6. Mai 2008 betreffend 

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berufliche Massnahmen (act. G 3.91) die ab dem 1. Januar 2008 in Kraft stehenden 

materiellen Bestimmungen anzuwenden sind.

2.   

2.1  Vorab ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf die Gewährung von beruflichen 

Massnahmen zu prüfen.

2.2  Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit 

ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

2.3  Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben 

Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, 

die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder 

herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den 

Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG). Der Anspruch 

auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die 

gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 

Abs. 1  IVG). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen u.a. in 

Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung und in 

Massnahmen beruflicher Art. Die Massnahmen beruflicher Art bestehen in: 

Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung 

sowie Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 3 lit. a  und lit. b IVG). In der Regel besteht nur ein 

Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen 

Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen 

Vorkehren (BGE 110 V 102 E. 2). Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so 

weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 124 

bis

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V 110 E. 2a mit Hinweisen). Nach Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG gehen 

Eingliederungsmassnahmen den Rentenleistungen vor. Diese werden nur erbracht, 

wenn die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder 

verbessert werden kann.

2.4  Die Berufsberatung ist Aufgabe der IV-Stelle, nicht des begutachtenden Arztes 

oder der begutachtenden Ärztin. Zwischen diesen und den Fachleuten der 

Berufsberatung ist aber eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit 

erforderlich. Der medizinischen Fachperson obliegt die Beantwortung der Frage, 

inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch 

das Leiden eingeschränkt ist. Dabei gilt es als selbstverständlich, dass sie sich vor 

allem zu jenen Funktionen äussert, die für die nach ihrer Lebenserfahrung im 

Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesentlich sind 

(so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheizten Räumen arbeiten 

kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen kann). Die Fachleute der 

Berufsberatung dagegen haben zu beurteilen, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten 

aufgrund der ärztlichen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten 

der versicherten Person in Frage kommen, wobei unter Umständen entsprechende 

Rückfragen beim Arzt oder der Ärztin erforderlich sind (BGE 107 V 20 E. 2b). Bei 

Zweifeln über den Umfang des möglichen Arbeitspensums und die zumutbaren 

Tätigkeiten ist gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung oftmals eine weitere 

medizinische Stellungnahme angezeigt (Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 

2008 i.S. M., 8C_119/2008, E. 6.2).

2.5  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht 

uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 

125 V 195 E. 2 mit Hinweisen). Die behördliche und richterliche Abklärungspflicht 

umfasst nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet wird. Vielmehr bezieht 

sie sich auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) 

rechtserheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren 

Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden 

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ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte 

zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen 

oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass 

besteht (BGE 110 V 53 E. 4a in fine).

3.   

3.1  Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, berufliche Massnahmen 

seien nicht durchführbar, weil sich der Beschwerdeführer für jegliche Arbeitstätigkeit 

als arbeitsunfähig halte. Dementgegen ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass 

die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit zuerst umfassend abgeklärt werden müsse und 

nach dieser Abklärung ein Entscheid über berufliche Massnahmen zu erfolgen habe.

3.2  Aus den Akten geht hervor, und es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in 

seinem angestammten Beruf als Bauarbeiter aufgrund seiner Leiden nicht mehr 

arbeitsfähig ist. Hinsichtlich der Beurteilung der Leistungsfähigkeit in einer 

leidensangepassten Tätigkeit geht die Beschwerdegegnerin von einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit aus; der Beschwerdeführer vertritt hingegen die Auffassung, es 

bestehe auch in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. 

Dabei macht er geltend, dass die medizinische Situation nicht hinreichend geklärt sei. 

Namentlich mangle es an einer interdisziplinären Einschätzung.

3.2.1 In den medizinischen Akten liegen u.a. Berichte von Dr. med. A.___ vom 27. 

November 2006 (act. G 3.16.9 ff.), von Dr. med. B.___ vom 23. Januar 2007 (act. 

G 3.16.13 ff.), von Dr. med. C.___ vom 27. Februar 2007 (act. G 3.16.1 ff.), vom 1. Juni 

2007 (act. G 3.33.2) und vom 11. Januar 2008 (act. G 3.81.5) sowie Stellungnahmen 

des RAD-Arztes vom 23. März 2007 (act. G 3.17.2) und vom 22. Februar 2008 (act. 

G 3.88).

3.2.2 Aus kardiologischer Sicht beurteilte Dr. med. A.___ den Beschwerdeführer für 

seine bisherige Arbeit im Rahmen von 50% als arbeitsfähig. Diese Leistungsfähigkeit 

werde aber durch die aktuelle Rückensymptomatik verhindert. Diesbezüglich scheine 

eine Kontaktaufnahme mit der IV-Stelle sinnvoll, um beim Patienten möglichst bald eine 

Umschulung organisieren zu können, damit nicht jetzt schon eine vollständige 

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Arbeitsunfähigkeit resultiere (act. G 3.16.9). Dr. med. A.___ äussert sich hingegen nicht 

ausdrücklich zur Frage der Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Dem 

Bericht ist aber zu entnehmen, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit im angestammten 

Beruf nicht – zumindest nicht wesentlich – durch belastungsabhängige Faktoren 

begründet ist. So führt der Kardiologe aus, dass keine belastungsabhängige Angina 

pectoris habe festgestellt werden können. Es sei im Rahmen der Fahrrad-Ergometrie 

zu keinen ST-Veränderungen und keiner Symptomatik gekommen. Der Blutdruck sei 

unter Belastung lediglich gering angestiegen (act. G 3.16.9). Vor diesem Hintergrund 

bestehen Anhaltspunkte dafür, dass die im Hinblick auf die bisherige Tätigkeit 

attestierte – scheinbar nicht belastungsabhängige – teilweise Arbeitsunfähigkeit auch in 

leidensadaptierten Tätigkeiten – zumindest teilweise – zu beachten wäre. Ferner lassen 

sich dem kardiologischen Bericht keine näheren Angaben bezüglich der Umschreibung 

einer leidensangepassten Tätigkeit und der Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit 

entnehmen.

3.2.3 Dr. med. B.___ beurteilte den Beschwerdeführer für die bisherige schwere Arbeit 

als nicht mehr einsetzbar. Für eine leichte Arbeit, teils sitzend, teils stehend, bestehe 

aber aus rheumatologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit. Nach Auffassung von 

Dr. med. B.___ dürfte auch das Problem der doch recht schweren kardialen Erkrankung 

mit entsprechender Angst einen Einfluss auf das Beschwerdebild haben (act. 

G 3.16.15). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hat Dr. med. B.___ jedoch 

ausschliesslich gestützt auf die rheumatologischen Befunde vorgenommen. Von ihm 

vermutete zusätzliche Einschränkungen aufgrund der als "doch recht schwer" 

bezeichneten kardialen Erkrankung hat er dabei ausser Acht gelassen. Er äussert sich 

auch nicht zur medizinischen Einschätzung von Dr. med. A.___.

3.2.4 Der behandelnde Arzt, Dr. med. C.___, gab im Bericht vom 27. Februar 2007 an, 

dass die bisherige Tätigkeit dem Beschwerdeführer nicht mehr zugemutet werden 

könne. Andere Tätigkeiten, d.h. leichte Arbeiten, mit abwechselndem Stehen, Sitzen 

und Gehen, seien ihm jedoch zumutbar. Den Gesundheitszustand bezeichnete der Arzt 

als sich verschlechternd. Das Ereignis des Herzinfarktes zusammen mit der schweren 

Arbeit, den rezidivierenden Rückenbeschwerden und dem zunehmenden Diabetes 

mellitus hätten die berufliche und körperliche Integrität des Beschwerdeführers in Frage 

gestellt (act. G 3.16.1 ff.). Im zu Handen der Krankenversicherung erstellten Bericht 

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vom 1. Juni 2007 mass Dr. med. C.___ - in Abweichung zum Bericht vom 27. Februar 

2007 - dem diagnostizierten Diabetes mellitus Typ II Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit 

zu. Es werde eine dauernde Leistungseinschränkung aufgrund des Status nach 

Herzinfarkt bleiben. Zusätzlich werde der Diabetes seine Spuren hinterlassen. 

Angesichts der gesundheitlichen Beschwerden, namentlich in Mitberücksichtigung des 

Diabetes, bestehe in einer leidensangepassten Tätigkeit (leichte Arbeit, teils sitzend, 

teils stehend) eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 3.33.2 f.). Der Bericht vom 

27. Februar 2007 ist insoweit unvollständig und unklar, als Dr. med. C.___ darin die 

Angabe unterlassen hat, in welchem zeitlichen Rahmen eine leidensangepasste 

Tätigkeit dem Beschwerdeführer zugemutet werden könne (Stunden pro Tag). Er 

verneinte lediglich die Frage, ob in diesem zeitlichen Rahmen eine verminderte 

Leistungsfähigkeit bestehe (act. G 3.16.5 f.). Bezüglich der Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit stellt der Bericht vom 27. Februar 

2007 daher keine zuverlässige Grundlage dar. Im Vergleich zum Bericht vom 

27. Februar 2007 lässt sich der ärztlichen Stellungnahme vom 1. Juni 2007 insofern 

eine gesundheitliche Verschlechterung entnehmen, als dass sich der "zunehmende" 

Diabetes (act. G 3.16.4) neu einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Im 

Bericht vom 1. Juni 2007 beantwortet Dr. med. C.___ die Frage des zumutbaren 

Arbeitspensums in einer leidensadaptierten Tätigkeit ausdrücklich und attestiert hierfür 

eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 3.33.2 f.).

3.2.5 Der RAD-Arzt kam in der Stellungnahme vom 23. März 2007 gestützt auf die ihm 

vorgelegenen Arztberichte, insbesondere von Dr. med. B.___, zum Schluss, dass für 

eine leichte, rückenadaptiert wechselbelastende, teils sitzende, teils stehende Tätigkeit 

eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (act. G 3.17.2). In der Stellungnahme vom 

22. Februar 2008 bestätigte der RAD-Arzt diese Beurteilung und verneinte eine seither 

eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes (act. G 3.88.1 f.). Auch die 

Stellungnahmen des RAD vermögen keine zuverlässige Grundlage für die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu bilden. So hat Dr. med. 

C.___ in Bericht vom 27. Februar 2007 die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des 

Rheumatologen nicht explizit bestätigt, sondern die Frage bezüglich des zumutbaren 

Pensums offen gelassen und erst im Bericht vom 1. Juni 2007 ausdrücklich 

anderslautend beantwortet. Auf den Arztbericht vom 1. Juni 2007 nimmt der RAD-Arzt 

nicht Bezug, so dass davon auszugehen ist, er habe seine Stellungnahme ohne 

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Kenntnis dieses Berichtes abgegeben. Ferner vermag der RAD-Arzt die Frage, wie sich 

die kardiologischen Befunde auf eine leidensadaptierte Tätigkeit auswirken, ebenfalls 

nicht schlüssig zu beantworten. Des Weiteren hat es der RAD-Arzt unterlassen, 

allfällige Wechselwirkungen zwischen den rheumatologischen und kardiologischen 

Befunden zu beurteilen.

3.3   

3.3.1 Aufgrund der zitierten Arztberichte lassen sich die gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit – und damit dessen Anspruch auf berufliche Massnahmen bzw. auf 

eine Invalidenrente – nicht schlüssig beurteilen. Insbesondere mangelt es nebst einer 

kardiologischen Einschätzung für eine leidensadaptierte Tätigkeit an einer 

erforderlichen interdisziplinären Gesamtwürdigung des vielfältigen Beschwerdebildes. 

Es findet sich in den gesamten Akten keine auf eigenen Untersuchungen beruhende, in 

Kenntnis der wesentlichen medizinischen Unterlagen ergangene interdisziplinäre 

fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Weitere medizinische Abklärungen sind 

daher unumgänglich. Ungeklärt sind auch die Schwere des Diabetes sowie die sich 

aufgrund des Diabetes allenfalls ergebenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. 

Ebenfalls ist zu klären, ob die Augenproblematik (Cataracta praesenilis rechts; act. 

G 3.27.1) im Zusammenhang mit der Umschreibung der leidensangepassten Tätigkeit 

von Bedeutung ist.

3.3.2 Was die umstrittene Frage einer psychiatrischen Abklärung anbelangt trifft es 

zwar zu, dass die involvierten Ärzte nicht selbst eine psychiatrische Diagnose mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt haben – wozu sie als Nicht-Psychiater 

ohnehin nicht berufen wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2008 

i.S. B., 9C_355/2008, E. 3.3). Aufgrund der Angaben von Dr. med. C.___ (gewisse 

Unsicherheit im Umgang mit der Krankheit und subjektive Einschränkung [act. 

G 3.16.4]) und von Dr. med. B.___ ("recht schwere kardiale Erkrankung mit 

entsprechender Angst" [act. G 3.16.15]; vgl. auch die RAD-Stellungnahme vom 

23. März 2007 [act. G 3.17.2]) ist das Vorliegen psychiatrischer Auffälligkeiten nicht 

auszuschliessen. Die Beschwerdegegnerin hat sich mit diesem zu klärenden Aspekt in 

keiner Weise befasst. Sie wird dies im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung noch 

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nachzuholen haben, damit festgestellt werden kann, ob psychiatrische Auffälligkeiten 

bestehen, ob ihnen Krankheitswert zukommt und ob die Arbeitsfähigkeit dadurch 

beeinträchtigt wird.

3.3.3 Nach dem Gesagten können sich die angefochtenen Verfügungen vom 

28. September 2007 (betreffend Rente; act. G 3.58) und vom 6. Mai 2008 (betreffend 

berufliche Massnahmen; act. G 3.91) auf keine zuverlässige medizinische Grundlage 

stützen. Die Sache ist daher zu entsprechenden Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3.4  Die Beschwerdegegnerin vertritt des Weiteren die Auffassung, berufliche 

Massnahmen kämen schon deshalb nicht in Frage, weil der Beschwerdeführer sich 

nicht arbeitsfähig fühle und damit die subjektive Eingliederungsfähigkeit nicht gegeben 

sei. Sie vermag sich dabei auf vereinzelte Aussagen des Beschwerdeführers zu 

stützen, dass er sich krank und nicht arbeitsfähig fühle (act. G 3.34 und 3.72). Es trifft 

zu, dass Eingliederungsmassnahmen eine entsprechende Motivation der 

einzugliedernden Person verlangen. Ohne Eingliederungsbereitschaft ist eine 

Eingliederungsmassnahme ungeeignet (vgl. dazu Ulrich Meyer-Blaser, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum IVG, S. 56 f.). Vorliegend kann die Frage, ob der 

Beschwerdeführer subjektiv eingliederungsfähig ist, indes nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit verneint werden. Denn die Beschwerdegegnerin fällte ihren 

Entscheid trotz anderslautender Empfehlungen der mit dem Beschwerdeführer 

befassten Ärzte (act. G 3.16.9 und 3.16.1 f., 3.18.1) und entgegen den teilweise 

anderslautenden Beteuerungen des Beschwerdeführers sowie seinen Bemühungen in 

Zusammenarbeit mit dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) St. Gallen (vgl. 

act. G 3.81.4) ohne genügende Abklärung und Würdigung der sich aus den 

medizinischen Berichten ergebenden Befunden. Ins Gewicht fällt, dass die 

medizinische Aktenlage hinsichtlich der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit nicht 

genügend geklärt ist. Bei einer solchen besonderen Problematik (Zweifel über den 

Umfang des möglichen Arbeitspensums und über zumutbare Tätigkeiten) bedarf die 

Frage der beruflichen Massnahmen einer vertieften Abklärung gestützt auf valide 

medizinische Beurteilungen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2008 

i.S. M., 8C_119/2008, E. 6.2).

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3.5  Die Sache ist demnach an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit interdisziplinär abkläre und hernach erneut über dessen 

Anspruch auf berufliche Massnahmen und auf eine Invalidenrente verfüge. Dabei wird 

sie darzulegen haben, welche leidensbedingten Tätigkeiten dem Beschwerdeführer in 

welchem Umfang noch zumutbar sind, welches Invalideneinkommen sich damit 

erzielen lässt und welcher Invaliditätsgrad folglich resultiert.

4.   

4.1  In teilweiser Gutheissung der Beschwerden werden die Verfügungen vom 

28. September 2007 (betreffend Rente) und vom 6. Mai 2008 (betreffend berufliche 

Massnahmen) aufgehoben. Die Sache ist zur weiteren Abklärung im Sinne der 

Erwägungen und zu entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

4.2  Die beiden Beschwerdeverfahren sind kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- 

erscheint als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als 

volles Obsiegen (BGE 132 V 235 E. 6), weshalb die Beschwerdegegnerin die gesamte 

Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- zu bezahlen hat. Der vom Beschwerdeführer im 

Verfahren IV 2007/414 entrichtete Kostenvorschuss ist diesem zurückzuerstatten.

4.3  Bei diesem Ausgang der (vereinigten) Verfahren hat der Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise 

festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand 

Rechnung zu tragen ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Honorarnote 

verzichtet. Er hat für die beiden Beschwerden und Repliken zweifellos einige Zeit 

aufwenden müssen. Der Bedeutung und Komplexität der Streitsache angemessen 

erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 5'000.-- (inklusive Barauslagen 

und Mehrwertsteuer).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  Die Verfahren IV 2007/414 und IV 2008/231 werden vereinigt.

2.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerden werden die Verfügungen vom 28. 

September 2007 (betreffend Rente) und vom 6. Mai 2008 (betreffend berufliche 

Massnahmen) aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung im Sinne der 

Erwägungen und zur neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

4.  Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 5'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.11.2008
	Art. 8 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG; Anspruch auf berufliche Massnahmen und auf Rentenleistungen; Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ungenügend medizinisch abgeklärt (fehlende interdisziplinäre Beurteilung, widersprüchliche medizinische Aktenlage). Rückweisung zur Vornahme eines interdisziplinären Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. November 2008, IV 2007/414 und IV 2008/231).

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