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**Case Identifier:** b0b82b57-3940-5974-9caf-145225303b76
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-12-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.12.2004 IV 2004/65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2004-65_2004-12-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2004/65

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 02.12.2004

Entscheiddatum: 02.12.2004

Entscheid Versicherungsgericht, 02.12.2004
Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat es abgelehnt, einen 
Umschulungsanspruch bei Hilfskräften erst ab einer rentenbegründenden 
Einbusse von 40% für verhältnismässig zu halten, hat aber den Grundsatz 
bestätigt, dass auch bei Hilfskräften das Verhältnismässigkeitsprinzip zu 
wahren ist. Das Gleichwertigkeitsprinzip als Konkretisierung des 
Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zur Anwendung zu bringen, ist bei 
Hilfskräften von vornherein nicht möglich. Dieses Erfordernis für sich allein 
schlösse einen Umschulungsanspruch eines Hilfsarbeiters aus. Mit der 
Finanzierung einer Berufslehre für einen Hilfsarbeiter oder eine 
Hilfsarbeiterin wird in jedem Fall ein Ungleichgewicht zur alten Tätigkeit 
hergestellt. Denn bei Hilfskräften gibt es im Grunde nichts umzuschulen und 
es ist keine vergebliche Vorbildung verloren gegangen wie bei gelernten 
Arbeitskräften, sondern es kann nur eine erstmalige Berufsausbildung in 
Frage stehen. Dort aber herrscht ein Mehrkostenprinzip.Es rechtfertige sich 
aber, auf die Umschulungen von Hilfskräften die Wertung bei gelernten 
Versicherten zu übertragen, die eine höherwertige Ausbildung wünschen. 
Ein Anspruch auf eine höherwertige Ausbildung besteht nur, wenn die 
erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens sich nur auf diese 
Weise hinreichend beheben lassen (ZAK 1988 S. 467; EVGE i/S A. vom 5. 
September 2001, I 202/00). Unter solchen Vorzeichen tritt das 
Gleichbehandlungsgebot zurück und eine Bereicherung ist nicht zu 
befürchten. Auch ist die Verhältnismässigkeit gewahrt. Entsprechend ist das 
Verhältnismässigkeitsprinzip auch bei der Gewährung einer Umschulung an 
eine Hilfskraft dann gewahrt, wenn sich auch bei einem gelernten 
Versicherten eine höherwertige berufliche Neuausbildung rechtfertigte. 
Wiegen also Art und Schwere des Gesundheitsschadens und seine 
beruflichen Auswirkungen derart schwer, dass auch beim Hilfsarbeiter nur 
mit einer höherwertigen Ausbildung eine angemessene Verwertung der 
verbliebenen Leistungsfähigkeit bzw. eine angemessene Schadensdeckung 
resultiert, so ist die Ausbildung geschuldet. Vorausgesetzt ist daher auch bei 

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einer Hilfskraft, dass sie eine gewichtige Einbusse auch in jeder adaptierten 
sonstigen Hilfsarbeitertätigkeit erleiden würde. Das ist dann der Fall, wenn 
die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit überall namhaft eingeschränkt ist 
und nicht gesteigert werden kann (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 2. Dezember 2004, IV 2004/65).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin 

Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

 

Entscheid vom 2. Dezember 2004

In Sachen

N.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hans Frei, Kriessernstrasse 40, 9450 Altstätten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

IV-Leistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

 

I.

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A.- a) Die 1966 geborene N.___ meldete sich am 4. Juli 2003 zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an und beantragte berufliche Massnahmen 

(Berufsberatung, Umschulung und Arbeitsvermittlung) und eine Rente. Sie gab an, 

nach sechs Jahren Primar- und vier Jahren Sekundarschule eine Coiffeurausbildung 

und von 1987 bis 1988 eine Buchhaltungsausbildung absolviert zu haben. In den 

Jahren 1994 bis 1997 sei sie als Coiffeuse selbständigerwerbend gewesen. Im April 

1995 sei sie aus ihrer Heimat Marokko in die Schweiz gekommen. Dann habe sie als 

Arbeiterin, Temporärangestellte und zuletzt von Oktober 2000 bis Dezember 2002 als 

Zuschneiderin gearbeitet. Seit ca. 1999 leide sie an einem Atem- und Lungenproblem.

b) Dr. med. A.___, Facharzt Allgemeinmedizin FMH, gab am 11. August 2003 bekannt, 

von der Krankheit, die zur IV-Anmeldung geführt habe, besitze er keine Kenntnis. Er 

habe die Versicherte im letzten Jahr auch nur ganz kurzzeitig arbeitsunfähig 

geschrieben.

c) Die B.___ AG bescheinigte am 10. September 2003, dass die Versicherte vom 13. 

November 2000 bis 31. Dezember 2002 vollzeitlich als Angestellte in der Näherei 

angestellt gewesen war. Sie hatte seit dem 1. Januar 2002 einen Monatslohn von Fr. 

3'450.-- verdient und das Arbeitsverhältnis selber gekündigt. Ihr letzter effektiver 

Arbeitstag war der 7. November 2002. Vom 4. November bis 31. Dezember 2002 war 

sie voll arbeitsunfähig gewesen.

d) Mit Arztbericht vom 10. September 2003 gab Dr. med. C.___, FMH Innere Medizin, 

spez. Pneumologie, als Diagnosen bekannt:

" Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

1. 09.03 persistierend instabiles Asthma bronchiale trotz antiasthmatischer Therapie, 

dd chronisch asthmatische Bronchitis, chronisch eosinophile Pneumonie ...

- anamn Pollinosis

- Normwerte Caucasian: leichte Restriktion!, Normwerte Black: Überblähungstyp!

- anamn ungünstige Exposition am Arbeitsplatz

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- 08.03 endoskopisch chronische Bronchitis, Vd a Vocal Cord Disorder (VCD)

- 08.03 BAL: Vermehrung der eosinophilen Granulozyten (35 %), chron eos.

Pneumonie?

- 06.03 Thorax-CT: diverse bronchiale und intrapulmonale Veränderungen

(Kl. Stephanshorn)

- 06.03 Sensibilisierung gegen Erle, Esche

- 05.03 Bluteosinophilie (Im Verlauf normalisiert)

- anamn St n Lungen-Tbc rechtsbetont, radiologisch postspezifische Veränderungen

2. 08.03 leistungslimitierende Dyspnoe, multifaktoriell bedingt (siehe Ergospirometrie-

Protokoll)

- 08.03 Vd a Störung in der Zellatmungskette/O2-Verwertungsstörung (musk. 

Erkrankung?)

3. 08.03 Kardiopathie unklarer Ätiologie mit permanent erhöhtem Rechts-Links-

Shunt?

- persistierend erhöhte CK ohne signifikante MB-Fraktion

- 08.03 CK-Elektrophorese: CK-MM 100 %

4. 08.03 deutlicher Ferritinmangel ohne Anämie

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

anamn Penizillinallergie, anaphylaktische Reaktionen

05.00 stumpfes Thoraxtrauma, HWS-Distorsionstrauma, Prellung der rechten Hand

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anl. VU."

Seit mindestens Mai 2003 bis auf weiteres sei die Versicherte als Mitarbeiterin im 

Reinigungsdienst (bei der D.___ AG) zu 100 % arbeitsunfähig. Mittelschwere bis 

schwere Tätigkeiten sollte sie nicht mehr leisten. Andere Tätigkeiten, nämlich solche in 

staubfreien, nicht allergen bzw. physikalisch/chemisch belasteten Räumen seien in 

dem zeitlichen Umfang zumutbar, wie er im Ergospirometrieprotokoll auf S. 5 

umschrieben sei. Es bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit. Die zeitliche Dauer, 

eine Arbeit ohne Beschwerden oder Ermüdung zu leisten, sei abhängig von der 

maximalen Sauerstoffaufnahme. Zu empfehlen sei eher eine Teilzeitarbeit mit voller 

Leistung, ausser bei sitzender Tätigkeit, die während acht Stunden pro Tag zumutbar 

wäre. Für die Berufsberatung sei wohl von Bedeutung, dass die Versicherte als sehr 

differenziert und intelligent erscheine und gut Deutsch spreche und verstehe.

e) Von einem Auftrag zur beruflichen Abklärung sah die Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle des Kantons St. Gallen schliesslich ab, da die Versicherte in der Schweiz als 

Hilfsarbeiterin zu betrachten sei und in einer adaptierten Tätigkeit volle Arbeitsfähigkeit 

bestehe und weil sie bei der Stellensuche nicht eingeschränkt sei. Der Regionale 

Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt das Vorhaben, das 

Leistungsgesuch abzuweisen, medizinisch für nicht nachvollziehbar. In jeder die 

Atemwege belastenden Tätigkeit bestehe eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Bei 

Aufenthalt in gashaltiger oder allergisierender Umgebung sei die Versicherte nicht 

arbeitsfähig. Eine normale Arbeitssuche sei aus diesen invaliditätsbedingten Gründen 

als schwierig anzusehen, eine Rückkehr in den erlernten Beruf als unmöglich.

f) Mit Verfügung vom 2. Februar 2004 wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen das Leistungsgesuch um berufliche Massnahmen und Rente ab. Für 

leichte, sitzende Tätigkeiten in nicht exponierten Räumen bestehe eine Arbeitsfähigkeit 

von 100 %. Damit könnte sie auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in etwa ein gleich 

grosses Einkommen erzielen wie sie es in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Näherin 

getan habe.

g) Die Versicherte erhob am 23. Februar 2004 Einsprache, ergänzte sie am 11. Mai 

2004 und legte dar, ihre gesundheitliche Situation habe sich nicht verbessert. Seit der 

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Auflösung ihres letzten Arbeitsverhältnisses auf Ende Dezember 2002 sei es ihr trotz 

Anmeldung beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) und vieler Bemühungen 

nicht gelungen, eine Arbeit zu finden, die sie ausführen könne. Trotz der seit Kindheit 

bestehenden Atemproblematik sei sie erwerbstätig gewesen. Zuerst sei sie bei der 

E.___ AG angestellt gewesen. Dort werde mit Chemikalien (Aceton, Säuren, Lacke 

usw.) gearbeitet. Sie wäre nicht angestellt worden, hätte sie nicht verschiedene 

Allergietests bestanden und wäre nicht eine Probezeit positiv verlaufen. Bei der D.___ 

AG habe sie Pilze für den Versand bereitstellen und immer zwischen Arbeits- und 

Kühlraum wechseln müssen. Bei der B.___AG schliesslich, wo sie in der Zuschneiderei 

an einer computergesteuerten Schneidemaschine gearbeitet habe, sei die Atemluft 

durch kleinste Partikel der abgeschnittenen Ware, von der Schäumerei, von den 

verwendeten Leimen und durch Staub allgemein belastet gewesen. Jede dieser 

Arbeiten hätte sie schon früher gern gegen eine leichte Büroarbeit eingetauscht, wenn 

sie eine solche gefunden hätte. Das lasse sich aufgrund der längeren 

Arbeitslosigkeitsphasen und der Kontrollen durch das RAV bestimmt belegen. Wegen 

des nun verschlechterten Gesundheitszustandes könne sie die drei Tätigkeiten nicht 

mehr ausüben. Hingegen könnte sie tatsächlich in ganz wenigen Tätigkeiten (wohl 

Büroberufe, gestalterische Berufe am PC usw.) noch zu 100 % arbeiten. Aufgrund ihrer 

bisherigen Ausbildungen und der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt könne sie 

aber keine solche Stelle finden. Um in der Schweiz eine kaufmännische Stelle zu 

finden, sei sie nicht mehr genügend ausgebildet. Ihre Muttersprachen seien Arabisch 

und Französisch und seit ihrer Ausbildung habe sich mit der EDV vieles verändert. Von 

einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt könne in ihrem Fall nicht gesprochen werden. Was 

zur Ablehnung von Berufsberatung, Umschulung oder Wiedereingliederung in die 

früher im Heimatland ausgeübte kaufmännische Tätigkeit geführt habe, bleibe, da doch 

eine Invalidität anerkannt worden sei, verborgen.

h) Der Rechtsdienst der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle wies die Einsprache mit 

Entscheid vom 16. Juni 2004 ab. Für die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten sei 

hauptsächlich die Dyspnoe verantwortlich. Angepasste Tätigkeiten seien ihr allerdings 

zu 100 % zumutbar. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt gebe es noch genügend 

Stellen, die der Versicherten eine Verwertung ermöglichten. Das Valideneinkommen der 

Versicherten belaufe sich auf Fr. 37'950.--. Obwohl der Tabellenlohn bei Fr. 47'788.-- 

liege, sei das Einkommen mit Invalidität auf derselben Höhe anzusetzen, um die 

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Unterdurchschnittlichkeit des letzten Einkommens auszugleichen. Die leidensbedingte 

Einschränkung der Versicherten rechtfertige einen Abzug vom statistischen Einkommen 

von 15 %, womit sich das Invalideneinkommen auf Fr. 32'257.-- stelle. Der 

Invaliditätsgrad mache daher 15 % aus, was sowohl für einen Umschulungs- wie einen 

Rentenanspruch zuwenig sei. Auch ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung bestehe nicht.

B.- Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Hans 

Frei für die Betroffene am 10. August 2004 erhobene Beschwerde mit dem Antrag, der 

angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin seien 

berufliche Massnahmen - insbesondere Umschulungsmassnahmen - zuzusprechen, 

eventualiter sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin in rentenbegründendem 

Ausmass erwerbsunfähig sei. Der Beschwerdeführerin sei ferner die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung zu gewähren. In Marokko habe sie eine Berufslehre als 

Coiffeuse und eine einjährige Buchhaltungsausbildung absolviert und sei hernach zwei 

Jahre lang auf ihrem Beruf tätig gewesen. Seit April 1995 lebe sie in der Schweiz. 

Nachdem sie sich während etwa vier Jahren ausschliesslich um den Haushalt und das 

Kind gekümmert gehabt habe, sei sie seit Ende 1998 hier wieder erwerbstätig 

geworden, zuerst als Arbeiterin bei der E.___ AG und zuletzt als Zuschneiderin bei der 

B.___ AG. Eine Rückkehr in den erlernten Beruf sei aufgrund ihres starken 

Asthmaleidens nicht mehr in Frage gekommen und die aufgenommenen Arbeiten habe 

sie deswegen aufgeben müssen. In der Folge habe sie weder als Coiffeuse noch als 

Hilfskraft wieder Arbeit gefunden. Aus dem Umstand, dass sie während der letzten 

Jahre als Hilfsarbeiterin tätig gewesen sei, dürfe nicht abgeleitet werden, es bedürfe 

keiner Umschulung, um weiterhin als solche zu arbeiten. Sowohl die angestammte 

Tätigkeit wie die zuletzt verrichtete Tätigkeit seien der Beschwerdeführerin aus 

gesundheitlichen Gründen verunmöglicht. Der Abzug von 15 % trage dem Umstand, 

dass die Beschwerdeführerin nur leichte Tätigkeiten in geeigneter Umgebung ausüben 

könne, nicht genügend Rechnung. Zu beachten sei ausserdem, dass unqualifizierte 

Hilfsarbeit mit konjunkturellen Risiken behaftet und von der Lohnentwicklung her nicht 

mit einer Tätigkeit vergleichbar sei, die eine Berufsausbildung voraussetze. Um die 

künftigen Erwerbsmöglichkeiten der jungen Beschwerdeführerin mit einer langen 

verbleibenden Erwerbsdauer angemessen zu berücksichtigen, dürfe der 

Einkommensvergleich nicht zwischen zwei Hilfsarbeitertätigkeiten angestellt werden. 

Die meisten Hilfstätigkeiten fänden im übrigen in für die Beschwerdeführerin 

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ungeeigneten exponierten Räumen statt. Das gelte auch für den Dienstleistungssektor, 

denn die Beschwerdeführerin könne nicht in Räumen arbeiten, in denen geraucht 

werde. Sollte nach der Beurteilung des Gerichts kein Umschulungsanspruch gegeben 

sein, so sei zumindest ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung zu bejahen. Die 

Beschwerdeführerin habe trotz intensiver Bemühungen bis anhin keine geeignete Stelle 

gefunden. Dieses Unterfangen sei geradezu aussichtslos. Die Ablehnung selbst eines 

Arbeitsvermittlungsanspruchs sei unverständlich, habe doch der RAD festgehalten, 

eine normale Arbeitssuche sei invaliditätsbedingt schwierig.

C.- In ihrer Beschwerdeantwort vom 26. August 2004 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Aus den medizinischen Unterlagen 

ergebe sich nicht, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer Einreise in die Schweiz 

gesundheitsbedingt nicht habe als Coiffeuse arbeiten können. Eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit als Hilfsarbeiterin werde ihr erst für die Zeit ab August/September 2003 

attestiert, hauptsächlich bedingt durch das persistierende instabile Asthma, die 

chronische Bronchitis und die leistungslimitierende Dyspnoe. Daraus lasse sich 

schliessen, dass die Beschwerdeführerin massgeblich deshalb in der Schweiz nicht als 

Coiffeuse gearbeitet habe, weil es keine Berufsabschlussanerkennung gegeben habe. 

Ohne entsprechende Zusatzausbildung hätten offenbar kaum Möglichkeiten 

bestanden, auf diesem Beruf tätig zu sein. In den Akten zeige sich nicht, dass die 

Beschwerdeführerin sich darum bemüht hätte, eine neue Berufsausbildung oder eine 

qualifizierte Ausbildung zu absolvieren. Dies dürfte massgeblich darauf zurückzuführen 

gewesen sein, dass die Schulausbildung, welche die Beschwerdeführerin in ihrer 

Heimat absolviert habe, nicht von gleicher Qualität gewesen sei wie die schweizerische 

Grundschulausbildung. Die Beschwerdeführerin verfüge offensichtlich nicht über 

genügend intellektuelle Ressourcen für eine höherwertige Ausbildung. Auch die 

Deutschkenntnisse wären hierfür wohl nicht ausreichend. Eine Umschulung wäre 

unverhältnismässig, weil sie mit der Vermittlung des fehlenden schulischen Wissens 

und der nötigen Deutschkenntnisse beginnen müsste. Die Umschulung dauerte daher 

sehr viel länger als eine eigentliche Berufslehre. Die Beschwerdeführerin sei demnach 

zu Recht als Hilfsarbeiterin qualifiziert worden. Auch in den übrigen Punkten sei am 

Einspracheentscheid festzuhalten.

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D.- Mit Replik vom 15. September 2004 legt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin dar, nachdem sie sich während vier Jahren der Familie gewidmet 

habe, sei der Wiedereinstieg der Beschwerdeführerin ins Erwerbsleben insbesondere 

aus konjunkturellen Gründen schwierig gewesen. Zu berücksichtigen sei, dass sie ihre 

erste Hilfsarbeitertätigkeit Ende September 1999 habe aufgeben müssen, weil sie dort 

mit Chemikalien bzw. Lösungsmitteln habe arbeiten müssen. Damit sei auch eine 

Rückkehr in den angestammten Beruf als Coiffeuse nicht mehr in Frage gekommen. 

Die Beschwerdeführerin habe im übrigen bereits 1998 bei Dr. med. A.___ wegen ihres 

Asthmaleidens in Behandlung gestanden. Dass dieses Leiden schon länger bestehe, 

gehe auch aus dem Arztbericht des Spitals F.___ vom 25. Mai 2002 (recte: 2000) 

hervor. Die Behauptung, eine Ausbildung als Coiffeuse in Marokko sei nicht mit einer 

schweizerischen Berufslehre gleichzusetzen, entbehre jeder Grundlage. Die 

Beschwerdeführerin habe im Anschluss an eine zehnjährige Schulausbildung einen 

anerkannten Beruf erlernt und anschliessend als sogenannte Zusatzausbildung einen 

Lehrgang für Buchhaltung absolviert, was einer qualifizierten Ausbildung in der Schweiz 

entspreche. Sie sei französischer Muttersprache und spreche und verstehe gut 

Deutsch. Sie sei ausserdem intelligent. Bei der B.___ AG sei sie in einer internen, sehr 

anspruchsvollen Ausbildung während sechs Wochen für die Bedienung eines 

modernen, computergesteuerten Zuschnittautomaten ausgebildet worden. Es gelte 

nun abzuklären, welche Umschulungsmassnahmen notwendig und geeignet seien, der 

Beschwerdeführerin eine annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln.

E.- Die Beschwerdegegnerin hat am 21./23. September 2004 Abweisung der 

Beschwerde beantragt, im übrigen aber auf die Erstattung einer Duplik verzichtet.

F.- An der mündlichen Hauptverhandlung vom 2. Dezember 2004 legt der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin dar, das Leiden der Beschwerdeführerin sei 

während der Beschäftigung bei der E.___ AG ausgebrochen. Sie habe die Stelle 

daraufhin gekündigt. Eine Rückkehr in den angestammten Beruf sei nicht in Frage 

gekommen, weil sie dort mit Chemikalien in Berührung gekommen und Zigarettenrauch 

ausgesetzt gewesen wäre. Die beiden anderen Stellen hätten ebenfalls gesundheitliche 

Probleme gegeben, weshalb die Beschwerdeführerin insbesondere die Stelle bei der 

B.___ AG deswegen aufgegeben habe. Sie müsse täglich mehrmals inhalieren. Schon 

bei geringer körperlicher Anstrengung bekomme sie Atemnot. Radfahren sei ihr 

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ärztlicherseits untersagt. Es stehe ihr nicht eine Vielzahl von Tätigkeiten zur Verfügung, 

sondern es seien nur noch ganz wenige zugänglich, vorwiegend im kaufmännischen 

Bereich. Eine Umschulung in eine kaufmännische Tätigkeit wäre auch sinnvoll. Die 

Beschwerdeführerin, die sehr gut französisch spreche, könnte etwa im Büro einer 

internationalen Spedition oder in einem ähnlichen Tätigkeitsfeld arbeiten. Zurzeit fehle 

ihr hierfür aber das Rüstzeug. Sozialamt und Arbeitslosenversicherung hätten 

Leistungen für entsprechende Kurse abgelehnt mit dem Hinweis, die 

Invalidenversicherung sei zuständig. Die Erwerbseinbusse, welche die 

Beschwerdeführerin erleide, mache mindestens 20 % aus: Für das Valideneinkommen 

massgebend sei erstens das Gehalt einer Coiffeuse und zweitens sei ein Abzug von 

den Tabellenlöhnen von mindestens 20 % am Platz. Selbst bei einer unter 20 % 

liegenden Erwerbseinbusse bestehe aber wegen der Gleichwertigkeit Anspruch auf 

berufliche Massnahmen. Auch wenn kein Anspruch auf (andere) berufliche 

Massnahmen bestehen sollte, sei zumindest der Anspruch auf Arbeitsvermittlung 

ausgewiesen. Gemäss der Stellungnahme des RAD sei eine normale Arbeitssuche aus 

invaliditätsbedingten Gründen schwierig. Eine Nichteignungsverfügung habe es seines 

Wissens nicht gegeben. Die Beschwerdeführerin bestätigt auf Befragen, ihr Asthma 

liege nicht bereits seit Kindheit vor. Sie würde sich vorstellen, sich auf eine Tätigkeit im 

Büro am Computer, etwa mit einem Graphiksystem wie bei der B.___ AG, umschulen 

zu lassen.

 

II.

1.- Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität unmittelbar 

bedrohte versicherte Personen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese 

notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern. Die 

Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in Massnahmen beruflicher Art 

(Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung und 

Arbeitsvermittlung; Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).

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2.- a) Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung 

auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist 

und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden 

kann.

b) Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der 

Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und 

geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen 

versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu 

vermitteln (BGE 124 V 109 f. E. 2a). Die Umschulung hat die versicherte Person in die 

Lage zu versetzen, eine ihrer früheren Tätigkeit annähernd gleichwertige 

Erwerbstätigkeit auszuüben (BGE 122 V 79 E. 3b/bb, BGE 100 V 19). Die annähernde 

Gleichwertigkeit der Erwerbsmöglichkeiten in der alten und in der neuen Tätigkeit 

dürfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden 

Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 108, 

AHI 1997 S. 83, mit Hinweis).

c) Als invalid im Sinne von Art. 17 IVG gilt eine versicherte Person, wenn sie wegen der 

Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den ihr 

ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren 

Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von 

mindestens etwa 20 % erleidet (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

i/S F. vom 9. April 2002, I 167/01; BGE 124 V 110 f. E. 2b; AHI 2000 S. 62 E. 1; AHI 

1997 S. 80 E. 1b; Ulrich Meyer-Blaser, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

IVG, S. 125). Es handelt sich um eine Art Selbstbehalt, der sich schon darum 

rechtfertigt, weil kleine Einbussen erfahrungsgemäss durch blossen zumutbaren 

Stellenwechsel grösstenteils kompensiert werden können. Es wird den Versicherten 

zugemutet, entweder an der bisherigen Stelle zu bleiben oder sich mit eigenen Kräften 

beruflich neu zu orientieren.

d) Bei ausgebildeten Personen bemisst sich die Erwerbseinbusse durch Vergleich des 

Einkommens, das sie in dem vor der Invalidität ausgeübten Beruf erzielen konnten, mit 

dem Einkommen, das sie mit Invalidität dort noch erzielen können. Dem 

arbeitsunfähigen Berufsmann ist der Wechsel in eine andere ihm zwar ohne berufliche 

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Massnahmen zugängliche Erwerbstätigkeit, in der er aber entsprechend ohne 

einschlägige Ausbildung zu arbeiten hätte, in der Regel nicht zumutbar, so dass ihm 

nicht ein Einkommen aus irgendeiner solchen Tätigkeit angerechnet werden kann. 

Dasselbe gilt für Versicherte, die sich ohne Ausbildung eine hohe Kompetenz erarbeitet 

haben und für die auch ein Anspruch auf "Umschulung" möglich ist. Bei Hilfsarbeitern 

und Hilfsarbeiterinnen hingegen ist es, wenn sie ihre bisherige Erwerbstätigkeit 

krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr ausüben können, grundsätzlich ohne 

berufliche Massnahmen möglich, in eine andere, ihrer Behinderung angepasste 

Hilfsarbeitertätigkeit zu wechseln. Berufsbildende Massnahmen stehen aus der Natur 

der Sache nicht in Frage. Es gibt nichts "umzuschulen", sondern allenfalls eine 

fehlende Berufsbildung nachzuholen. Das ist offensichtlich der Sinn von Art. 6 Abs. 1 

IVV, wo auch für Ungelernte "Umschulungen" vorgesehen sind. Im Gegensatz zur (ganz 

oder teilweise) berufsunfähig gewordenen ausgebildeten versicherten Person be¬misst 

sich die umschulungsspezifische Invalidität bei Hilfskräften nicht nach der konkreten 

Er¬werbseinbusse am letzten Arbeitsplatz, sondern nach der Erwerbs¬einbusse in 

einer der Behinderung angepassten Hilfsarbeit. Denn nur so kann ihrer 

(Schadenminderungs-) Pflicht, in eine behinderungsadäquate Hilfstätigkeit zu 

wechseln, Rechnung getragen werden (nicht veröffentlichter Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S M.V. vom 4. März 2003). Es ist auf 

den allgemeinen und ausgeglichenen (hypothetischen) Arbeitsmarkt für Hilfsarbeiten 

abzustellen, da sonst eine konjunkturell bedingte Unmöglichkeit, eine Stelle in einer 

behinderungsadäquaten Hilfstätigkeit zu finden (d.h. das Risiko der Arbeitslosigkeit), 

mit in die Beurteilung eines allfälligen Umschulungsanspruchs einflösse. Da körperlich 

anstrengende Hilfsarbeiten nicht generell besser entlöhnt werden als körperlich leichte 

Hilfsarbeiten, kann mit einem Wechsel in eine geeignete Hilfstätigkeit in aller Regel eine 

Erwerbseinbusse vermieden werden. Deshalb liegt keine Umschulungsinvalidität vor, 

sofern auf dem allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt für Hilfsarbeiten eine 

Möglichkeit besteht, die (nur, aber immerhin) noch für behinderungsadäquate 

Hilfsarbeiten gegebene (volle) Arbeitsfähigkeit zu verwerten.

3.- a) Die früheren Erwerbsmöglichkeiten der Beschwerdeführerin hingen von ihren 

Qualifikationen ab. In ihrer Anmeldung hat die Beschwerdeführerin erklärt, in ihrer 

Heimat während zehn Jahren die Schule besucht und dann eine Coiffeur- und eine 

Buchhaltungsausbildung absolviert zu haben. Bei den Akten liegen Kopien eines 

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Diploms der Ecole G.___ und eines Diploms über einen absolvierten 

Maschinenschreibkurs. Die Unterlagen könnten kaum ausreichen, in der Schweiz eine 

Berufsausbildung als Coiffeuse anzuerkennen. Die Frage kann aber offen gelassen 

werden. Denn die Beschwerdeführerin hat in der Schweiz keine qualitativ hochwertige 

Arbeit (die eine Ausbildung erfordert oder anderweitig derjenigen einer Fachperson 

gleichwertig ist; hierzu die nichtveröffentlichten Entscheide des Versicherungsgerichts 

des Kantons St. Gallen i/S N.E. vom 17. März 2000 und i/S B.C. vom 6. Juli 2000), wie 

etwa eine Tätigkeit als Coiffeuse, ausgeübt. Im April 1995 kam sie in die Schweiz und 

verheiratete sich im folgenden Monat. Im November 1995 wurde sie Mutter. Im 

September 1996 erfolgte die Scheidung. Der IK-Auszug der Beschwerdeführerin 

beginnt im Jahr 1997 mit der Auszahlung von Arbeitslosenentschädigung. Im 

September 1998 nahm sie eine Erwerbstätigkeit auf, die sie bis November 1999 

innebehielt. Laut Arbeitszeugnis vom 23. September 1999 handelte es sich um Vor- 

und Nachbearbeitungsarbeiten für die Diamantinstrumentenproduktion bei der E.___ 

AG. Von Oktober 1999 bis November 2000 bezog sie wiederum Arbeitslosentaggelder, 

wohl mit einem Zwischenverdienst im April/Mai 2000 (über die H.___ AG bei der D.___ 

AG). Ab November 2000 war sie an ihrer letzten Arbeitsstelle als Angestellte in der 

Näherei beschäftigt (bis Dezember 2002). Wie seinem Zeugnis vom 10. September 

2003 zu entnehmen ist, datiert Dr. C.___, der die Beschwerdeführerin seit Juni 2002 

behandelt, das erste Auftreten eines Leidens mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

und den Beginn der Arbeitsunfähigkeit auf Mai 2003. Unter diesen Umständen ist nicht 

davon auszugehen, dass gesundheitliche Faktoren dafür massgeblich waren, dass die 

Beschwerdeführerin ihre Ausbildung hier nicht einsetzte. Es gibt keinen Hinweis darauf, 

dass es ihr möglich gewesen wäre, den Beruf einer Coiffeuse in der Schweiz 

auszuüben. Vielmehr ist anzunehmen, die Beschwerdeführerin wäre ohne Eintritt von 

Arbeitsunfähigkeit hier als Hilfsarbeiterin tätig geblieben. Demnach rechtfertigt es sich 

nicht, die Beschwerdeführerin für die Frage des allfälligen Umschulungsanspruchs in 

der Schweiz als ausgebildete Berufsfrau zu betrachten. Sie ist daher zu den 

Hilfsarbeiterinnen zu zählen.

b) Zu bestimmen ist daher, welches die Erwerbseinbusse ist, welche die 

Beschwerdeführerin behinderungsbedingt hinnehmen muss. Sie hat im Jahr vor Eintritt 

des Gesundheitsschadens (2002) gemäss der Arbeitgeberbescheinigung monatlich Fr. 

3'450.-- verdient, gemäss Kumulativjournal mit 13. Monatslohn (gemäss IK-Auszug 

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allerdings nur Fr. 37'146.--, ein Jahr früher Fr. 41'998.--). Das ergibt ein 

Jahreseinkommen von Fr. 44'850.--. Aus den medizinischen Unterlagen ergibt sich, 

dass sie in einer Tätigkeit im Reinigungsdienst nicht mehr arbeiten kann und 

mittelschwere bis schwere Arbeit nicht mehr leisten sollte. Auch in Tätigkeiten, bei 

denen sie Allergenen (in Form von Gasen oder festen Stoffen) oder physikalisch/

chemischen Belastungen ausgesetzt ist, besteht keine Arbeitsfähigkeit mehr.

c) Was die mit der Gesundheitsbeeinträchtigung noch zumutbaren 

Erwerbsmöglichkeiten betrifft, wird wie erwähnt in konstanter Rechtsprechung nicht 

darauf abgestellt, ob eine invalide Person unter den konkreten 

Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, 

ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich 

nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften 

entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b; vgl. Rudolf Rüedi, Im Spannungsfeld 

zwischen Schadenminderungspflicht und Zumutbarkeitsgrundsatz bei der 

Invaliditätsbemessung nach einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, in: Rechtsfragen der 

Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 35). Es wird von der Fiktion 

einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage ausgegangen (vgl. Art. 16 ATSG; BGE 129 V 

480 E. 4.2.2). Allerdings dürfen nicht realitätsfremde Einsatzmöglichkeiten 

berücksichtigt werden. Insbesondere kann von einer zumutbaren Tätigkeit im Sinne 

von Art. 16 ATSG dort nicht gesprochen werden, wo sie nur in so eingeschränkter 

Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass 

sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen 

Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum 

vornherein als ausgeschlossen erscheint (ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; ZAK 1989 S. 321 f. 

E. 4a). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt beinhaltet aber nicht nur ein gewisses 

Gleichgewicht zwischen dem Angebot an Arbeitskräften und der Nachfrage danach, 

sondern weist auch einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf, und zwar sowohl 

bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie 

auch hinsichtlich des erforderlichen körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 276 E. 4b; 

Entscheide des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S B. vom 9. März 2001 [I 

113/00] und i/S R. vom 27. Januar 2004 [I 453/03]).

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d) Eine im Sitzen zu verrichtende Arbeit, bei der sie keinem der schädlichen Gase oder 

Stoffe exponiert ist, ist der Beschwerdeführerin nach ärztlicher Beurteilung während 

acht Stunden pro Tag, d.h. vollzeitlich, zumutbar. Gemäss dem 

Ergospirometrieprotokoll gehören zu den in diesem Umfang möglichen Tätigkeiten 

etwa Autofahren, leichtes Handwerk und leichte Montagearbeiten im Sitzen sowie 

leichte Montagearbeiten (langsamer Rhythmus) im Stehen.

e) Unter diesen Umständen lässt sich festhalten, dass durchaus Arbeitsmöglichkeiten 

für die Beschwerdeführerin bestehen und die gesundheitliche Situation keine so 

einschränkenden Bedingungen stellt, dass eine erwerbliche Betätigung auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt realitätsfremd wäre.

f) Wie den Akten zu entnehmen ist, hat Dr. C.___ Erhebungen zur zumutbaren Ausdauer 

(ohne Beschwerden oder Ermüdung) in den verschiedensten einzelnen 

Beschäftigungen (unter Angabe der jeweiligen Sauerstoffaufnahme) getroffen. Die 

Ergebnisse seiner ärztlichen Abklärungen zur Leistungsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin hat er im Detail festgehalten. Daraus ist ersichtlich, dass die 

Beschwerdeführer in Durchschnittsverhältnissen als Hilfskraft kaum auf eine volle 

Leistung kommen kann. Nur bei ganz besonders geringen körperlichen Belastungen ist 

eine achtstündige Arbeitszeit einzuhalten. Diese Resultate erscheinen zuverlässig. 

Wenn Dr. C.___ noch Ergänzungen der medizinischen Abklärung empfiehlt, so dürfte 

es sich um Erhebungen zu den Ursachen der Leistungseinschränkung handeln. Auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des Arztes kann abgestellt werden.

g) Die Beschwerdeführerin hat nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit keine 

Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen, so dass nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 

beigezogen werden dürfen (vgl. BGE 124 V 321 E. 3b/aa). Im statistischen Mittel 

(Zentralwert; vgl. AHI 1999 S. 50) konnten Frauen im Jahr 2002 mit einfachen und 

repetitiven Tätigkeiten im privaten Sektor Fr. 45'840.-- (12mal Fr. 3'820.--) erzielen (vgl. 

Tabelle A1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE 2002 des Bundesamtes für 

Statistik). Um zu berücksichtigen, dass der Tabellengruppe A generell eine Arbeitszeit 

von 40 Stunden pro Woche zugrunde liegt, während die betriebsübliche 

durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr 2002 bei 41.5 Stunden liegt (vgl. T2.5.2), hat nach 

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der Rechtsprechung eine Umrechnung zu erfolgen, die ein Einkommen für das Jahr 

2002 von Fr. 47'559.-- ergibt.

h) Es zeigt sich damit, dass das anhand der Entlöhnung an der letzten Arbeitsstelle 

eruierte Jahreseinkommen der Beschwerdeführerin tiefer liegt, als der allgemeine (nicht 

branchenbezogene) Durchschnittslohn im privaten Sektor. Diese 

Unterdurchschnittlichkeit ist, da sich den Akten keine Anhaltspunkte dafür entnehmen 

lassen, dass sich die Beschwerdeführerin aus freien Stücken mit einem 

bescheideneren Einkommen hätte begnügen wollen, als sie es hätte erzielen können 

(vgl. ZAK 1992 S. 92 E. 4a), gemäss der Rechtsprechung (vgl. ZAK 1989 S. 458 E. 3b; 

nicht veröffentlichtes Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S D.G. vom 

24. September 1999 [I 186/99] und Urteil i/S A.B.-B. vom 1. März 2002 [I 443/01]) 

auszugleichen. Da zu erwarten ist, dass die Beschwerdeführerin als gesunde 

Hilfsarbeiterin durch einen blossen Stellenwechsel ein Durchschnittseinkommen zu 

erzielen in der Lage gewesen wäre, ist das notwendige Gleichgewicht dadurch zu 

erreichen, dass das Valideneinkommen beim statistischen Durchschnitt von Fr. 

47'559.-- angesetzt wird, der diesfalls als Ausgangspunkt für die Bemessung der auf 

lange Sicht zu erwartenden invaliditätsbedingten Erwerbseinbusse unverändert 

massgeblich bleibt.

i) Ob und in welchem Mass dieser statistische Lohn noch zu korrigieren ist, hängt von 

den konkreten persönlichen und beruflichen Umständen ab. Die Beschwerdegegnerin 

hat dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin nur noch körperlich leichte Arbeiten 

ohne Exposition gegenüber Allergenen verrichten kann, mit einem Abzug von 15 % von 

den Tabellenlöhnen Rechnung getragen. In das Ermessen der Verwaltung braucht nicht 

eingegriffen zu werden. Rechnerisch resultiert eine Zurücksetzung von 15 %. Es kann 

dabei offen gelassen werden, ob dieser Wert, der bei einer 100prozentigen 

Arbeitsfähigkeit allein aus dem "Leidensabzug" resultiert, überhaupt als "Invalidität" 

anerkannt werden könnte, setzt dieser Begriff doch im allgemeinen eine reale 

Arbeitsunfähigkeit voraus (ZAK 1983 S. 446 E. 1a; ZAK 1985 S. 224 E. 2b). Die 

invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse liegt mit weniger als 20 % im Bereich der von 

den versicherten Personen selber zu tragenden Beeinträchtigung. Das für einen 

Anspruch auf Umschulung vorausgesetzte Ausmass an Invalidität ist nicht erreicht.

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4.- a) Selbst wenn aber eine höhere invaliditätsbedingte Einbusse vorläge, bestünde ein 

Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Umschulung nicht. Das Eidgenössische 

Versicherungsgericht hat es zwar abgelehnt, die Annahme des Versicherungsgerichts 

des Kantons St. Gallen zu stützen, wonach bei Hilfskräften erst ab einer 

rentenbegründenden Einbusse von 40 % ein Umschulungsanspruch verhältnismässig 

wäre (nicht veröffentlichter Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen i/S M.V. vom 4. März 2003, IV 2002/153). Für eine derartige Differenzierung 

bestehe keine rechtliche Grundlage. Das trifft zu, wobei allerdings auch für die 20 %-

Hürde eine Grundlage fehlt. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat aber den 

Grundsatz bestätigt, dass auch bei Hilfskräften das Verhältnismässigkeitsprinzip zu 

wahren ist (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S J. vom 14. 

Oktober 2004, I 168/04; vgl. auch Urteil I 73/04 i/S T. vom 30. September 2004). Es ist 

zu beachten, dass es wie gesehen bei Hilfskräften im Grunde nichts "umzuschulen" 

gibt und dass keine vergebliche Vorbildung verloren gegangen ist wie bei gelernten 

Arbeitskräften, sondern in Tat und Wahrheit nur eine erstmalige Berufsausbildung in 

Frage stehen kann. Während bei der Umschulung ein Entschädigungsprinzip herrscht, 

gilt bei der erstmaligen Berufsausbildung ein Mehrkostenprinzip. Diese Wertungen 

können auch im Rahmen von Art. 6 Abs. 1 IVV nicht unberücksichtigt bleiben. Es ist im 

übrigen von vornherein nicht möglich, bei Hilfskräften das Gleichwertigkeits¬prinzip als 

Konkretisierung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zur Anwendung zu bringen. Mit 

der Finanzierung einer Berufslehre für einen Hilfsarbeiter oder eine Hilfsarbeiterin wird 

in jedem Fall ein Ungleichgewicht zur alten Tätigkeit hergestellt. Wird sie gewährt, lässt 

sich eine Ungleichbehandlung gegenüber Versicherungsfällen mit der erstmaligen 

Berufsausbildung oder der Umschulung als Leistung nicht vermeiden. Dass der Erfolg 

der Eingliederungsmassnahmen für den Versicherten (d.h. die Kompensation von 

Verdienstausfällen) in einem vernünftigen Verhältnis zu ihren Kosten stehen muss, 

ändert nichts an der durch eine Umschulung erreichten Privilegierung von Hilfskräften. 

Die Umschulung hat die versicherte Person nur in die Lage zu versetzen, eine ihrer 

früheren Tätigkeit annähernd gleichwertige Erwerbstätigkeit auszuüben (BGE 122 V 79 

E. 3b/bb, BGE 100 V 19). Dieses Erfordernis für sich allein schlösse einen 

Umschulungsanspruch eines Hilfsarbeiters ebenfalls aus.

b) Gelernte Versicherte haben dann (aber nur dann) Anspruch auf eine höherwertige 

Ausbildung, wenn die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens sich nur 

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auf diese Weise hinreichend beheben lassen (ZAK 1988 S. 467; Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S A. vom 5. September 2001, I 202/00). Unter 

solchen Vorzeichen tritt das Gleichbehandlungsgebot zurück und eine Bereicherung ist 

nicht zu befürchten. Auch ist die Verhältnismässigkeit gewahrt. Diese Wertung kann 

auch auf die Umschulungen von Hilfskräften übertragen werden. Das 

Verhältnismässigkeitsprinzip bei der Gewährung einer Umschulung an eine Hilfskraft 

kann entsprechend dann als gewahrt gelten, wenn eine Sachlage gegeben ist, die auch 

bei einem gelernten Versicherten eine höherwertige berufliche Neuausbildung 

rechtfertigte. Wiegen also Art und Schwere des Gesundheitsschadens und seine 

beruflichen Auswirkungen derart schwer, dass nur mit einer höherwertigen Ausbildung 

eine angemessene Verwertung der verbliebenen Leistungsfähigkeit bzw. eine 

angemessene Schadensdeckung beim Hilfsarbeiter resultiert, so ist die 

anspruchsvollere Ausbildung geschuldet. Vorausgesetzt ist daher auch bei einer 

Hilfskraft, dass sie eine gewichtige Einbusse auch in jeder adaptierten sonstigen 

Hilfsarbeitertätigkeit erleiden würde. Das ist dann der Fall, wenn die durchschnittliche 

tägliche Arbeitszeit überall namhaft eingeschränkt ist und nicht gesteigert werden kann. 

Kommt in derartigen Fällen eine Hilfskraft in den Genuss einer anspruchsvolleren 

Berufstätigkeit, kann sie diesen Ausfall kompensieren und ist nicht bereichert.

c) In den hier gegebenen Verhältnissen ist keineswegs ausgewiesen, dass nach der Art 

der Gesundheitsschädigung in jeder adaptierten Tätigkeit als Hilfskraft eine (ohne 

Umschulungsmassnahmen) unkompensierbare Einbusse resultieren würde. Die 

Beschwerdegegnerin hat einen Umschulungsanspruch daher zu Recht abgelehnt.

5.- Auch auf Rentenleistungen besteht kein Anspruch.

6.- a) Nach Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG haben eingliederungsfähige Versicherte Anspruch 

auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes sowie auf 

begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung eines bestehenden 

Arbeitsplatzes. Zur Begründung des Anspruchs genügt ein relativ geringes Mass an 

gesundheitlich bedingten Schwierigkeiten bei der Suche einer neuen Arbeitsstelle (BGE 

116 V 80 E. 6a; AHI 2000 S. 70 E. 1a). Eine für die Arbeitsvermittlung massgebende 

Invalidität liegt vor, wenn der Versicherte bei der Suche nach einer geeigneten 

Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen Schwierigkeiten hat (BGE 116 V 81 E. 6a 

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mit Hinweis; AHI 2000 S. 69 E. 2b). Zwischen dem Gesundheitsschaden und der 

Notwendigkeit der Arbeitsvermittlung ist ein Kausalzusammenhang erforderlich. 

Anspruch hat etwa, wer aus invaliditätsbedingten Gründen spezielle Anforderungen an 

den Arbeitsplatz (z.B. Sehhilfen) oder den Arbeitgeber (z.B. Toleranz gegenüber 

invaliditätsbedingt notwendigen Ruhepausen) stellen muss und demzufolge aus 

invaliditätsbedingten Gründen für das Finden einer Stelle auf das Fachwissen und 

entsprechende Hilfe der Vermittlungsbehörden angewiesen ist (Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S H. vom 17. Januar 2003, I 240/02).

b) Die Beschwerdeführerin hat alle irgendwie anstrengenden Betätigungen zu meiden. 

Leichte Montagearbeiten im Stehen sind z.B. nur noch in langsamem Rhythmus 

möglich. Auch wenn unter idealen Umständen die achtstündige Arbeitsleistung täglich 

denkbar ist (z.B. Montagearbeiten ausschliesslich im Sitzen), so ist die 

Beschwerdeführerin doch infolge ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung auf die 

Unterstützung bei der Suche nach einer Anstellung, die diesen Anforderungen 

entspricht, angewiesen. Es besteht daher Anspruch auf Arbeitsvermittlung durch die 

Beschwerdegegnerin. Der angefochtene Einspracheentscheid ist in dieser Hinsicht 

nicht zutreffend.

7.- a) Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 16. Juni 2004 gutzuheissen und es ist 

festzustellen, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf Arbeitsvermittlung durch die 

Beschwerdegegnerin hat.

b) Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Die Beschwerdeführerin 

liess ein Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung stellen. Bei diesem Ausgang 

des Verfahrens ist es obsolet geworden. Die Beschwerdeführerin hat Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Ihr 

Rechtsbeistand hat eine Kostennote über einen Betrag von insgesamt Fr. 2'950.90 

(Honorar sowie Auslagen und Spesen, ferner Mehrwertsteuer) eingereicht, die als den 

Verhältnissen angemessen erscheint. Die Beschwerdegegnerin hat der 

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Beschwerdeführerin daher eine Parteientschädigung in dieser Höhe (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) auszurichten.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 16. Juni 2004 

aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 

Arbeitsvermittlung durch die Beschwerdegegnerin hat.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 2'950.90 zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.12.2004
	Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat es abgelehnt, einen Umschulungsanspruch bei Hilfskräften erst ab einer rentenbegründenden Einbusse von 40% für verhältnismässig zu halten, hat aber den Grundsatz bestätigt, dass auch bei Hilfskräften das Verhältnismässigkeitsprinzip zu wahren ist. Das Gleichwertigkeitsprinzip als Konkretisierung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zur Anwendung zu bringen, ist bei Hilfskräften von vornherein nicht möglich. Dieses Erfordernis für sich allein schlösse einen Umschulungsanspruch eines Hilfsarbeiters aus. Mit der Finanzierung einer Berufslehre für einen Hilfsarbeiter oder eine Hilfsarbeiterin wird in jedem Fall ein Ungleichgewicht zur alten Tätigkeit hergestellt. Denn bei Hilfskräften gibt es im Grunde nichts umzuschulen und es ist keine vergebliche Vorbildung verloren gegangen wie bei gelernten Arbeitskräften, sondern es kann nur eine erstmalige Berufsausbildung in Frage stehen. Dort aber herrscht ein Mehrkostenprinzip.Es rechtfertige sich aber, auf die Umschulungen von Hilfskräften die Wertung bei gelernten Versicherten zu übertragen, die eine höherwertige Ausbildung wünschen. Ein Anspruch auf eine höherwertige Ausbildung besteht nur, wenn die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens sich nur auf diese Weise hinreichend beheben lassen (ZAK 1988 S. 467; EVGE i/S A. vom 5. September 2001, I 202/00). Unter solchen Vorzeichen tritt das Gleichbehandlungsgebot zurück und eine Bereicherung ist nicht zu befürchten. Auch ist die Verhältnismässigkeit gewahrt. Entsprechend ist das Verhältnismässigkeitsprinzip auch bei der Gewährung einer Umschulung an eine Hilfskraft dann gewahrt, wenn sich auch bei einem gelernten Versicherten eine höherwertige berufliche Neuausbildung rechtfertigte. Wiegen also Art und Schwere des Gesundheitsschadens und seine beruflichen Auswirkungen derart schwer, dass auch beim Hilfsarbeiter nur mit einer höherwertigen Ausbildung eine angemessene Verwertung der verbliebenen Leistungsfähigkeit bzw. eine angemessene Schadensdeckung resultiert, so ist die Ausbildung geschuldet. Vorausgesetzt ist daher auch bei

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	einer Hilfskraft, dass sie eine gewichtige Einbusse auch in jeder adaptierten sonstigen Hilfsarbeitertätigkeit erleiden würde. Das ist dann der Fall, wenn die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit überall namhaft eingeschränkt ist und nicht gesteigert werden kann (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Dezember 2004, IV 2004/65).

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