# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dffd974d-e462-58c2-be4b-2f0b9133cfd7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 23.12.2014 ZK1 2014 149
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2014-149_2014-12-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 23. Dezember 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 14 149 29. Dezember 2014

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Richter Michael Dürst und Pritzi
Aktuar Hitz

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 11. Dezember 2014 wurde X._____ durch Dr. med. 
A._____, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, gestützt auf Art. 429 ZGB in der 
Klinik B._____ fürsorgerisch untergebracht. Als Grund der Einweisung wurde an-
geführt, dass X._____ an einer dekompensierten Schizophrenie leide und seit län-
gerer Zeit ohne medikamentöse Therapie sei. Dies habe zu Denkstörungen, Ver-
haltensstörungen, Verwahrlosung und Erregung öffentlichen Ärgernisses geführt. 
Die Patientin werde zur therapeutischen Einstellung und Resozialisierung für vier 
Wochen eingewiesen.

B. Hiergegen liess X._____ mit Eingabe vom 12. Dezember 2014 Beschwerde 
beim Kantonsgericht von Graubünden erheben mit dem sinngemässen Antrag um 
Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung. Sie werde gegen ihren Willen in 
der Klinik B._____ eingesperrt und wolle so schnell wie möglich austreten. 

C. Mit Schreiben vom 15. Dezember 2014 ersuchte der Vorsitzende der I. Zi-
vilkammer des Kantonsgerichts die Psychiatrische Klinik B._____ um einen kurzen 
Bericht zum Gesundheitszustand von X._____, zur Art der Behandlung und insbe-
sondere darüber, ob die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung 
weiter gegeben seien. Die getätigte Abklärung ergab, dass X._____ bei der Kin-
des- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Nordbünden aktenkundig ist und 
gegenwärtig die Prüfung der Rechenschaftsablage und die Überführung der 
Massnahme in das neue Recht läuft. 

D. Im Bericht der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik B._____, vom 
18. Dezember 2014 wurde ausgeführt, dass X._____ am 11. Dezember 2014 
durch fürsorgerische Unterbringung wegen dekompensierter Schizophrenie mit 
Verhaltens- und Denkstörung sowie Erregung öffentlichen Ärgernisses eingewie-
sen worden sei. Bei Eintritt sei sie psychomotorisch unruhig, agitiert, logorrhoisch 
und denkzerfahren gewesen. Bei der Patientin sei seit Jahren eine Schizophrenie 
bekannt, zuletzt habe sie ihre Medikation nicht mehr eingenommen. Es würden 
weiter formale Denkstörungen wie Zerfahrenheit, Gedankenabreissen, sowie 
Misstrauen und eine sehr geringe Behandlungs- und Krankheitseinsicht bestehen. 
Unter der kontinuierlichen Einnahme der Medikation hätte sich der Zustand der 
Patientin aktuell etwas stabilisieren können, jedoch seien bei schlechter Compli-
ance keine weniger einschneidenden Massnahmen als die Unterbringung auf der 
geschlossenen Station ersichtlich. 

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E. Mit prozessleitender Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts vom 19. Dezember 2014 wurde Dr. med. C._____, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gestützt auf Art. 439 Abs. 3 in Verbindung 
mit Art. 450e Abs. 3 ZGB mit der Begutachtung von X._____ betraut. Der Gutach-
ter wurde ersucht, sich zum Gesundheitszustand von X._____ und zur Notwen-
digkeit der fürsorgerischen Unterbringung zu äussern, und insbesondere darzule-
gen, ob und inwiefern ein Bedarf an einer Behandlung der festgestellten psychi-
schen Erkrankung beziehungsweise an der Betreuung der betroffenen Person be-
stehe und mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der 
Betroffenen beziehungsweise von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung 
der gutachterlich festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unter-
bliebe. Des Weiteren sollte er die Frage beantworten, ob aufgrund des festgestell-
ten Handlungsbedarfs eine stationäre Behandlung beziehungsweise Betreuung 
unerlässlich sei oder allfällige ambulante Alternativen bestünden, wobei der Exper-
te auch darüber Auskunft zu geben habe, ob die betroffene Person über glaub-
würdige Krankheits- und Behandlungseinsicht verfüge. 

Das entsprechende Kurzgutachten datiert vom 20. Dezember 2014 und 
wurde dem Kantonsgericht von Graubünden am 22. Dezember 2014 überbracht. 
Der Gutachter attestiert X._____ eine hebephrene Schizophrenie (ICD-10 F.20.1), 
was im Sinne des Gesetzes einer Geisteskrankheit entspreche. X._____ zeige 
gemäss ICD-10 das Symptom 6, nämlich Gedankenabreissen oder Einschiebun-
gen in den Gedankenfluss, was zu Zerfahrenheit, Danebenreden oder Neulogis-
men führe. Weiter zeige sie das Symptom 8, nämlich negative Symptome wie 
Sprachverarmung, verflachte oder inadäquate Affekte und eine deutlich vermin-
derte soziale Leistungsfähigkeit. Diese Symptome dürften nicht durch eine De-
pression oder eine neuroleptische Medikation verursacht worden sein, da die 
Symptome bereits vor Einsetzen der Medikation in der Klinik vorgelegen hätten. 
Bei der hebephrenen Unterform der Schizophrenie würden die affektiven Verände-
rungen im Vordergrund stehen, was bei der Patientin vorhanden sei. Die Stim-
mung sei bei ihr flach und unpassend. Sie zeige auch wiederholte Äusserungen 
(Perseveration). Das Denken sei untergeordnet, die Sprache weitschweifig und 
zerfahren. So könne sie zum Beispiel den Ablauf der Einweisung nicht chronolo-
gisch schildern. Aufgrund der deutlichen Krankheitsuneinsichtigkeit und der man-
gelnden Kooperation zur Behandlung sei derzeit die Notwendigkeit der stationären 
Unterbringung gegeben. Weiter sei wichtig festzuhalten, dass durch längerfristige 
Gabe von Neuroleptika gute Aussichten auf eine Stabilisierung bestehen würden. 
Die stationäre Behandlung sei auch notwendig, um die Patientin vor weiterer Ver-

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wahrlosung zu schützen und sie sei weiter auch vor sich selbst zu schützen, damit 
sie sich in diesem Zustand nicht in der Öffentlichkeit zeige. 

F. Mit Schreiben vom 19. Dezember 2014 stellten die Psychiatrischen Dienste 
Graubünden, Klinik B._____, der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nord-
bünden den Antrag zur behördlichen Unterbringung nach ärztlicher fürsorgerischer 
Unterbringung nach Art. 426 ZGB und Art. 51a EGzZGB zu, da die fürsorgerische 
Unterbringung am 7. Januar 2015 auslaufen würde. Grund für die Unterbringung 
sei die aktuell weiter anhaltende psychotische Störung und die wenig vorhandene 
Krankheits- und Behandlungseinsicht. Die Patientin benötige eine kontinuierliche 
Einnahme der neuroleptischen Medikation. Diese sei nur im Rahmen der ge-
schlossenen Station durchführbar. Ein vorzeitiger Abbruch der Therapie hätte ei-
nen erneuten Rückfall mit potentieller Eigen- und Fremdgefährdung zur Folge. 

G. Mit E-Mail vom 22. Dezember 2014 stellte die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde Nordbünden den Antrag der Psychiatrischen Dienste Graubünden, 
Klinik B._____, vom 19. Dezember 2014 dem Kantonsgericht von Graubünden 
zum Entscheid im Rahmen der Beschwerdebehandlung zu. 

H. Mit E-Mail vom 22. Dezember 2014 an die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde Nordbünden führte der Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kan-
tonsgerichts aus, dass sich der Antrag der Klinik B._____ richtigerweise an die 
dafür zuständige KESB Nordbünden richte und mit der vorliegenden Beschwerde 
gegen die ärztlich verfügte fürsorgerische Unterbringung nichts zu tun habe. Ge-
gen den Entscheid der KESB Nordbünden sei wiederum die Beschwerde an das 
Kantonsgericht gegeben. 

I. Am 23. Dezember 2014 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher X._____ mit 
ihrem Beistand D._____ teilnahm. Zusammensetzung und Zuständigkeit des Ge-
richts blieben unbestritten. Der Vorsitzende erläuterte X._____ den Zweck sowie 
den Ablauf der Verhandlung. Die anschliessende richterliche Befragung von 
X._____ bezog sich insbesondere auf ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand, 
ihre aktuellen Lebensumstände (Wohn- und Arbeitssituation), ihre Krankheits- und 
Behandlungseinsicht sowie ihre Einstellung gegenüber einer medikamentösen 
Behandlung. 

J. Auf die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der richterlichen Be-
fragung wie auch auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Ak-
ten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

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II. Erwägungen

1.a) Da es sich vorliegend um ein Verfahren handelt, dem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 429 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 
210) zugrunde liegt, und das Kantonsgericht unter der neuen Rechtsordnung die 
einzige kantonale Beschwerdeinstanz ist (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB in Verbin-
dung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch [EGzZGB; 
BR 210.100]), hat die Beschwerdeführerin ihr Begehren um gerichtliche Überprü-
fung der fürsorgerischen Unterbringung an der hierfür zuständigen Stelle einge-
reicht.

b) Gegen die am 11. Dezember 2014 gestützt auf Art. 429 Abs. 1 ZGB ärztlich 
verfügte fürsorgerische Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr naheste-
hende Person innert 10 Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Beschwerde 
erheben (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Die Beschwerdeführerin ist als unmittelbar 
Betroffene der Einweisungsverfügung klarerweise zu deren Anfechtung legitimiert. 
Eine Begründung ist gemäss Art. 439 Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen 
über das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz und damit auch Art. 
450e Abs. 1 ZGB für sinngemäss anwendbar erklärt, nicht erforderlich. Vorliegend 
wurde die Beschwerdefrist mit Eingabe vom 12. Dezember 2014 (Poststempel) 
gewahrt. Aus dem in der Beschwerde gestellten Antrag geht klar hervor, dass die 
Beschwerdeführerin mit der fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik B._____ 
nicht einverstanden ist und unverzüglich entlassen werden möchte. Auf die frist- 
und formgerecht erhobene Beschwerde ist somit einzutreten.

2.a) Wie bereits erwähnt, sieht Art. 439 Abs. 3 ZGB für die gerichtliche Überprü-
fung einer ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe 
Anwendung der Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Be-
schwerdeinstanz (Art. 450a ff. ZGB) vor. Von besonderer Bedeutung ist dabei 
Art. 450e ZGB, der an sich das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines 
durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsent-
scheids behandelt (vgl. dazu sogleich die nachfolgenden Erwägungen). Zu beach-
ten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Ver-
fahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwer-
deinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine ab-
weichenden Vorschriften enthält (Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N. 13 zu Art. 450 ZGB). Dies 
gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersu-

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chungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentra-
len Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in ab-
geschwächter Form – nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf 
die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle 
Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N. 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). Zu erwähnen ist ferner 
der ebenfalls für alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Bestimmun-
gen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) als subsidiär an-
wendbar erklärt, soweit die Kantone nichts anderes bestimmen. Von letzterer 
Möglichkeit wurde im Kanton Graubünden kein Gebrauch gemacht. Vielmehr ver-
weist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB ebenfalls auf die Zivilprozessordnung als subsidiär 
anwendbares Recht sowie auf die entsprechende kantonale Einführungsgesetz-
gebung (Einführungsgesetz zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; 
BR 320.100]). In Art. 60 Abs. 3 EGzZGB wird des Weiteren klargestellt, dass die 
Bestimmungen der ZPO über den Fristenstillstand sowie über neue Tatsachen 
und Beweismittel keine Anwendung finden. Dass im Verfahren der gerichtlichen 
Beurteilung von fürsorgerischen Unterbringungen Noven unbeschränkt zuzulassen 
sind und das Gericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde zu legen hat, 
wie er sich im Zeitpunkt der Urteilsfällung präsentiert, ergibt sich im Übrigen auch 
aus dem Grundsatz der Prozessökonomie (Thomas Geiser/Mario Etzensberger, 
in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 
2012, N. 40 zu Art. 439 ZGB). Aus Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 Ziff. 4 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 
0.101) ergibt sich schliesslich, dass das Gericht sowohl die Tat- als auch die 
Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft und ihm von Bundes-
rechts wegen volle Kognition zukommt. Weil die Vorinstanz nicht zwingend eine 
Behörde sein muss, sondern auch ein Arzt oder eine Einrichtung sein kann, hat 
das Gericht die Sache endgültig zu entscheiden und diese nicht an die Vorinstanz 
zu neuer Entscheidung zurückzuweisen. Das Rechtsmittel ist mithin reformato-
risch. Das Urteil lautet entweder auf Aufhebung oder Aufrechterhaltung der Mass-
nahme, wobei das Gericht die Massnahme aber auch abändern kann, indem es 
die betroffene Person beispielsweise in eine andere Einrichtung einweist. Allen-
falls kann sich auch eine Überweisung an die zuständige Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde für weitere Abklärungen und die Anordnung zusätzlicher Mass-
nahmen aufdrängen. Zur Sicherstellung der gebotenen Fürsorge kann in einem 
solchen Fall die Entlassung auch aufgeschoben werden, bis die zuständige 

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Behörde die für ein Leben ausserhalb der Anstalt notwendigen Anordnungen ge-
troffen hat (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 39 und 41 zu Art. 439 ZGB).

b) Gemäss dem aufgrund des Verweises in Art. 439 Abs. 3 ZGB sinngemäss 
anwendbaren Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den Ent-
scheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein 
Gutachten eingeholt werden. Das Gutachten muss von einer unabhängigen, im 
laufenden Verfahren noch nicht involvierten sachverständigen Person erstellt wer-
den und in dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Ver-
fahren stellenden Fragen äussert (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 48 ff. zu 
Art. 439 ZGB, und Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N. 19 zu Art. 450e ZGB sowie BGE 137 III 
289 E. 4.4 f. und Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, 
jeweils noch zum bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des 
Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem am 22. Dezem-
ber 2014 erstatteten Kurzgutachten von Dr. med. C._____, Facharzt für Psychia-
trie und Psychotherapie FMH, welcher die Beschwerdeführerin am 20. Dezember 
2014 in der Klinik B._____ persönlich untersuchte und auch die Einweisungsver-
fügung von Dr. med. A._____ sowie die Berichte der Psychiatrischen Dienste 
Graubünden konsultierte, wurde dieser Vorschrift Genüge getan.

c) Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N. 848 
f.). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 23. Dezember 
2014 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3. Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärzte und Ärztinnen 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat die Ärztin oder der Arzt die betroffe-
ne Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 
ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-
nen Angaben auszuhändigen (Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Was die verfahrens-
rechtlichen Anforderungen angeht, kann vorab festgehalten werden, dass der an-
gefochtene Unterbringungsentscheid des anordnenden Arztes, Dr. med. A._____, 
diesen zu genügen vermag. So geht aus dem Entscheid selber hervor, dass die 
Beschwerdeführerin vom vorerwähnten Arzt persönlich untersucht und angehört 

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worden ist. Alsdann enthält der entsprechende Entscheid die gemäss Art. 430 
Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. Allerdings fehlt die unterschriftli-
che Bestätigung der Beschwerdeführerin, ein Exemplar der Verfügung erhalten zu 
haben. Dieser Umstand ist letztlich unbeachtlich, da die Beschwerdeführerin of-
fensichtlich ungeachtet dessen in der Lage war, das gerichtliche Verfahren zur 
Überprüfung ihrer Unterbringung in der Klinik B._____ umgehend einzuleiten. 
Schliesslich war Dr. med. A._____, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, als im 
Kanton Graubünden zur selbständigen Berufsausübung zugelassener Arzt 
gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a EGzZGB in Verbindung mit Art. 22 der Verordnung 
zum Kindes- und Erwachsenenschutz (KESV, BR; 215.010) zur Anordnung der 
Unterbringung in der Klinik B._____ legitimiert.

4. a) Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz vor Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Absatz 2). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Absatz 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 6 vor Art. 
426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betroffe-
nen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu: Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend ge-
nannten (Bernhart, a.a.O., N. 262; Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 12 zu Art. 426 
ZGB; Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, Erwach-
senenschutz, Bern 2013, N. 34 zu Art. 426 ZGB) Schwächezustände: psychische 
Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist so-
dann eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behand-
lung beziehungsweise Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der Person 
die nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Ein-
weisung beziehungsweise Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt werden kann. 
Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1; 5A_346/2013 vom 
17. Mai 2013 E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig 
und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein 
vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 

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zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei 
Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur 
gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen 
Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unter-
bringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N. 7 zu Art. 426 ZGB). 

b) Aufgrund des Gutachtens von Dr. med. C._____, welcher sich nebst einer 
persönlichen Konsultation zulässigerweise auch auf die Einweisungsverfügung 
von Dr. med. A._____ vom 11. Dezember 2014 sowie auf den Bericht der Klinik 
B._____ vom 18. Dezember 2014 stützte, ist ausgewiesen, dass die Beschwerde-
führerin derzeit an einer hebephrenen Schizophrenie (ICD-10 F.20.1) leidet. Die-
ses Krankheitsbild stellt eine psychische Störung im Sinne der gesetzlichen Be-
stimmung von Art. 426 Abs. 1 ZGB dar (vgl. Bernhart, a.a.O., N. 285 ff.). Dr. med. 
C._____ hält in seinem Kurzgutachten fest, dass es der Patientin nicht möglich 
sei, chronologisch die abgelaufenen Vorgänge zu schildern. Zur Vorgeschichte sei 
berichtet worden, dass die Patientin beim Nachfragen bei den Nachbarn in ihrem 
Wohnhaus um eine Zigarette nackt herumgelaufen sei. Darauf hätten die Nach-
barn die Polizei avisiert und die Patientin sei durch Dr. A._____ per fürsorgerische 
Unterbringung eingewiesen worden. Die Patientin sei bei Eintritt stark verwahrlost 
gewesen und habe erst nach einigen Tagen zu einer Dusche motiviert werden 
können. Sie habe sich bis jetzt geweigert, Kleider der Klinik anzuziehen, sondern 
sie habe nur ein T-Shirt angezogen und unten ein Handtuch umgebunden. Wenn 
sie nicht geschlossen geführt werde, würde sie sofort weglaufen. Auf die Frage, 
wieso sie hier sei, habe sie daneben geantwortet, "es ist eine Sache mit der Visi-
te". Die Aussage, dass Dr. med. C._____ ihr zuhören solle, perseviere sie mehr-
mals. Sie störe sich auch daran, dass der Gutachter Notizen mache. Die Patientin 
äussere dann, dass sie nach Hause möchte, um ihre Wohnung aufzuräumen. Sie 
müsse auch zu ihrem Freund schauen. In der Klinik zu bleiben, bringe ihr nichts, 
sie müsse nach Hause gehen, um die Rechnungen zu bezahlen. Gemäss Dr. 
C._____ hätten sich die Umstände der Untersuchung schwierig gestaltet. Die Pa-
tientin hätte zusammen mit der Pflegeperson auf der Station gesucht werden 
müssen und sie sei zuerst nicht bereit gewesen, mit dem Gutachter ein Gespräch 
zu führen. Die Patientin zeige gemäss ICD-10 das Symptom 6, nämlich Gedan-
kenabreissen oder Einschiebungen in den Gedankenfluss, was zu Zerfahrenheit, 
Danebenreden oder Neologismen führe. Weiter zeige sie das Symptom 8, nämlich 
negative Symptome wie Sprachverarmung, verflachte oder inadäquate Affekte und 
eine deutliche verminderte soziale Leistungsfähigkeit. Diese Symptome dürften 

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nicht durch eine Depression oder eine neuroleptische Medikation verursacht wor-
den sein, da die Symptome bereits vor Einsetzen der Medikation in der Klinik vor-
gelegen hätten. Bei der hebephrenen Unterform der Schizophrenie würden die 
affektiven Veränderungen im Vordergrund stehen, was bei der Patientin vorhan-
den sei. Die Stimmung sei bei ihr flach, unpassend, sie zeige auch wiederholte 
Äusserungen (Perseveration). Das Denken sei untergeordnet, die Sprache weit-
schweifig und zerfahren. Das Verhalten erscheine ziellos und ohne Empfindung. 
So störe sich die Patientin nicht gross an ihrer Bekleidung. Diese Schizophrenie-
form beginne meist zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr, was bei einer Ersthos-
pitalisation 2008 vorgelegen habe. Aufgrund der deutlichen Krankheitsuneinsich-
tigkeit und der mangelnden Kooperation zur Behandlung sei derzeit die Notwen-
digkeit der stationären Unterbringung gegeben. Weiter sei wichtig festzuhalten, 
dass durch längerfristige Gabe von Neuroleptika gute Aussichten auf eine Stabili-
sierung bestehen würden. Die stationäre Behandlung sei auch notwendig, um die 
Patientin vor weiterer Verwahrlosung zu schützen und sie sei weiter vor sich selbst 
zu schützen, damit sie sich in diesem Zustand nicht in der Öffentlichkeit zeige. Die 
stationäre Behandlung sei unerlässlich, da bei der Patientin keine Krankheits- und 
Behandlungseinsicht vorhanden sei. 

Diese Symptome traten auch an der Hauptverhandlung vom 23. Dezember 2014 
zutage. Auch wenn der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht mehr 
ganz so dramatisch erscheint wie dieser im Kurzgutachten beschrieben wird, ist 
eine weitere stationäre Behandlung der Beschwerdeführerin unumgänglich. 
X._____ fehlt es nach wie vor an der Krankheitseinsicht. So führte sie anlässlich 
ihrer Befragung vom 23. Dezember 2014 wiederholt aus, dass der Grund für die 
fürsorgerische Unterbringung vom 11. Dezember 2014 bloss ein Missverständnis 
beziehungsweise Irrtum gewesen sei. An die psychiatrische Begutachtung durch 
Dr. med. C._____ vom 20. Dezember 2014 konnte sich die Beschwerdeführerin 
gar nicht mehr erinnern. Die Antworten auf die vom Vorsitzenden der I. Zivilkam-
mer des Kantonsgerichts anlässlich der Hauptverhandlung vom 23. Dezember 
2014 gestellten Fragen waren vielfach abschweifend, die Sprache war weitschwei-
fend und monoton. Selbst bei den Fragen im Zusammenhang mit ihrem Sohn war 
ihr Verhalten äusserst emotionslos. Es stellte sich insgesamt heraus, dass ein ei-
gentliches Gespräch mit der Beschwerdeführerin nicht möglich ist. Die Beschwer-
deführerin versuchte, verbal übermässig viel und in wiederholter Art zu vermitteln, 
ohne dem eigentlich Kern des Gesprächs folgen zu können. Zudem fehlt ihr das 
Bewusstsein für ihre Krankheit. Sie führte immer wieder aus, dass sie seit vier 

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Jahren stabil sei. Sie hätte nie schwerwiegende Probleme gehabt. Sie wolle ein-
fach nur nach Hause.

c) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung resp. Betreuung. Gemäss dem Kurzgutachten von Dr. med. C._____ 
bestehe der Bedarf, die festgestellte Krankheit zu behandeln, deshalb, damit 
X._____ sich einerseits nicht selbst gefährde, indem sie sich in ihrer Zerfahrenheit 
nicht mehr selbst geordnet versorgen könne, zum Beispiel mit Nahrungsmitteln, 
andererseits dass sie im Sinne einer Fremdgefährdung sich in der Öffentlichkeit 
nackt präsentiere, was zur Beeinträchtigung von Dritten führe. Ohne entsprechen-
de Behandlung bestehe diese Gefahr weiter. Weiter sei wichtig festzuhalten, dass 
durch längerfristige Gabe von Neuroleptika gute Aussichten auf eine Stabilisierung 
bestehen würden. Aus dem Gutachten geht mit hinreichender Deutlichkeit hervor, 
dass die Beschwerdeführerin eine Gefahr für sich selbst und für Drittpersonen 
darstellt, sollte die Krankheit nicht behandelt werden. Aus diesen Gründen er-
scheint eine Behandlung sowohl in Bezug auf ihren eigenen wie auch den Schutz 
ihres Umfeldes sowie Dritter (vgl. Art. 426 Abs. 2 ZGB) angezeigt. In Bezug auf 
die Notwendigkeit einer Behandlung zeigte sich die Beschwerdeführerin an der 
Hauptverhandlung denn auch nicht einsichtig. Sie führte aus, dass es ihr zuhause 
viel besser gehen würde. Diese Aussage erweist sich als unglaubwürdig und bloss 
vorgebracht. Es ist jedoch anzumerken, dass die Fremdgefährdung weder eine 
Unterbringungsvoraussetzung darstellt noch für eine Unterbringung ausreichend 
ist (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 41 zu Art. 426 ZGB). Der Schutz Angehöriger 
und Dritter ist jedoch als Kriterium zu berücksichtigen und in den Entscheid mitein-
fliessen zu lassen. 

d) Als weitere Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung darf die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können als mit der Ein-
weisung in eine Einrichtung. Weil eine Unterbringung stets eine schwerwiegende 
Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, muss sie verhältnismässig sein. 
Mit anderen Worten muss die Unterbringung in einer Einrichtung geeignet sein, 
den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N. 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Guillod, a.a.O., N. 64 f. zu Art. 426 ZGB). 
Eine Unterbringung fällt in den Worten der Botschaft zum neuen Erwachsenen-
schutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (a.a.O., S. 7062). Als leichteste 
Massnahme kommen den ambulanten Massnahmen und der Nachbetreuung so-
wie der freiwilligen Sozialhilfe entscheidende Bedeutung zu. Aus dem Gutachten 

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von Dr. med. C._____ geht hervor, dass bei der Beschwerdeführerin keine Krank-
heits- und Behandlungseinsicht vorhanden sei. Dies lasse sich aus dem unkoope-
rativen Verhalten der Patientin schliessen, aber auch aus den Aussagen der Pfle-
gepersonen mit der umständlichen und mühsamen Einnahme von Medikamenten. 
Zudem habe die Patientin vor dem Klinikaufenthalt die Medikamente abgesetzt 
und sie habe nicht glaubwürdig eine durchgehende Therapie beim behandelnden 
Psychiater aufgezeigt. Ohne Krankheits- und Behandlungseinsicht sei eine ambu-
lante Behandlung nicht möglich. Erst durch längerfristige konsequente Medikation 
könne der Zustand der Patientin wieder soweit gebessert werden, dass sie zu die-
ser Einsicht gelangen könne. 

Diese Einschätzung bestätigte sich anlässlich der Hauptverhandlung vom 23. De-
zember 2014. Dass eine ambulante Therapie im jetzigen Zeitpunkt gerade nicht 
ausreichend erscheint, manifestiert sich darin, dass es zu einer psychotischen 
Entgleisung kam und die Beschwerdeführerin ärztlich eingewiesen werden muss-
te, da sie ihre Medikamente nicht mehr eingenommen hat und sie weder krank-
heits- noch behandlungseinsichtig ist. Eine ambulante Betreuung erscheint dem 
Schwächezustand der Beschwerdeführerin derzeit nicht beizukommen. Das Risi-
ko, dass die Beschwerdeführerin ihre Medikamente bei einer Entlassung aus der 
fürsorgerischen Unterbringung nicht mehr einnimmt, erscheint als hoch. Auf die 
Frage des Vorsitzenden der I. Zivilkammer hin, ob sie ihre Medikamente regel-
mässig nehme, konnte sie keine konkrete Antwort geben. Sie würde dies mit Dr. 
E._____ klären. X._____ bietet insgesamt zu wenig Gewähr dafür, dass sie ihren 
Verpflichtungen zuhause nachkommen wird, auch wenn sie dies immer wieder 
beteuerte.  

e) Als letzte kumulative Voraussetzung einer rechtmässigen fürsorgerischen 
Unterbringung fordert Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die nötige 
Behandlung und Betreuung geeignete Einrichtung. Dass die Klinik B._____ der 
Psychiatrischen Dienste Graubünden eine geeignete Einrichtung in diesem Sinne 
darstellt, steht ausser Frage. Dies wird von der Beschwerdeführerin denn auch 
nicht bestritten. 

f) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB erfüllt sind. Die ärztliche Ein-
weisung durch Dr. med. A._____ ist damit rechtmässig erfolgt und auch in formel-
ler Hinsicht nicht zu beanstanden. Die Aufhebung der fürsorgerischen Unterbrin-
gung und die Entlassung aus der Klinik B._____ kann zurzeit nicht gewährt wer-
den. Das Gutachten wie auch die persönliche Anhörung haben klar aufgezeigt, 

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dass die Beschwerdeführerin zum jetzigen Zeitpunkt und in der momentanen Ver-
fassung auf eine stationäre Behandlung sowie auf eine engmaschige Betreuung 
und Kontrolle der regelmässigen Medikamenteneinnahme angewiesen ist, damit 
sich ihr Gesundheitszustand verbessert und stabilisiert. Die Beschwerde ist folg-
lich abzuweisen. Es ist darauf hinzuweisen, dass die vorliegende Massnahme ge-
stützt auf Art. 429 Abs. 1 Satz 2 ZGB gemäss Schreiben der Psychiatrischen 
Dienste Graubünden, Klinik B._____, vom 19. Dezember 2014 am 7. Januar 2015 
ausläuft. Für eine längere Rückbehaltung der Beschwerdeführerin in der Klinik 
B._____ bedürfte es, wie bereits erwähnt, eines neu zu erlassenden Unterbrin-
gungsentscheids der hierfür zuständigen KESB Nordbünden. Ferner verbleibt der 
Beschwerdeführerin die Möglichkeit, jederzeit ein Entlassungsgesuch zu stellen 
(vgl. Art. 426 Abs. 4 ZGB). 

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten des Beschwerdever-
fahrens an sich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 2 EGzZGB 
in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). Angesichts der knappen finanziellen Ver-
hältnisse der Beschwerdeführerin, welche aufgrund der beigezogenen Akten der 
KESB Nordbünden ausgewiesen sind, rechtfertigt es sich vorliegendenfalls, auf 
die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (vgl. Art. 63 Abs. 3 EGzZGB). 
Damit verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt 
Fr. 2'791.60 (Fr. 1'500.00 Gerichtsgebühr und Fr. 1'291.60 Gutachterkosten) beim 
Kanton Graubünden. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt Fr. 2'791.60 
(Fr. 1'500.00 Gerichtsgebühr und Fr. 1'291.60 Gutachterkosten) verbleiben 
beim Kanton Graubünden. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: