# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7b93f9c-218d-5431-8820-899028c0ec18
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-06-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.06.2025 720 2024 272 (720 24 272)
**Docket/Reference:** 720 2024 272
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2024-272_2025-06-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. Juni 2025 (720 24 272) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Yves Waldmann, Ad-
vokat, St. Johanns-Vorstadt 23, Postfach 342, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A.a Der 1964 geborene A.____ war zuletzt bis zum 31. Dezember 2016 als Lastwagendis-
ponent in einem Vollzeitpensum tätig. Aufgrund des Konkurses seines Arbeitgebers verlor er 
diese Arbeitsstelle und bezog in der Folge Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Während 
seiner Ferien in X.____ glitt er am 15. Mai 2017 beim Aufstehen aus und zog sich dabei eine 
Luxationsfraktur des oberen Sprunggelenks links zu. Nach Eingang der Unfallmeldung erbrachte 
die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) als obligatorischer Unfallversicherer die 

 

 
 
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gesetzlichen Leistungen für die Folgen dieses Ereignisses in Form von Taggeldern und Heilbe-
handlung. Am 3. November 2017 meldete sich A.____ unter Hinweis auf die Unfallfolgen sowie 
auf eine seit 20 Jahren bestehende chronische Muskelentzündung an der Leiste bei der Eidge-
nössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-Land-
schaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnisse des 
Versicherten ab und verneinte mit Verfügung vom 20. Januar 2020 einen Rentenanspruch. 
Gegen diese Verfügung erhob A.____, damals vertreten durch Advokat B.____, mit Schreiben 
vom 20. Februar 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung auf-
zuheben und eine Neubeurteilung des Invaliditätsgrades durch die IV-Stelle vorzunehmen. Mit 
Urteil vom 13. August 2020 entschied das Kantonsgericht, dass die kreisärztliche Untersuchung 
vom 22. Februar 2018, die kreisärztliche Beurteilung vom 23. September 2019 sowie die RAD-
Beurteilung vom 22. November 2019 eine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszustands 
und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zulassen würden, weshalb die IV-Stelle bei der Beur-
teilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf diese Ergebnisse 
habe abstellen dürfen. Jedoch habe die Vorinstanz allem Anschein nach die für die Verschlech-
terung und Verbesserung der Erwerbsfähigkeit massgebende Karenzfrist nach Art. 88a Abs. 1 
und 2 IVV nicht berücksichtigt, zumal der Versicherte am 12. Juni 2019 operiert worden sei und 
danach bis zum 22. September 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Die erste ren-
tenrelevante Änderung sei somit am 12. Juni 2019 erfolgt, als der Versicherte aufgrund der Ope-
ration arbeitsunfähig gewesen sei. Diese Änderung wäre – entgegen der Ansicht der Vorinstanz 
– mit Ablauf der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV und somit per 1. Oktober 2019 zu 
berücksichtigen gewesen. Die zweite rentenrelevante Änderung sei am 23. September 2019 er-
folgt, als der Versicherte wieder voll arbeitsfähig gewesen sei. Der Zeitpunkt dieser Verbesserung 
der Erwerbsfähigkeit wäre wiederum erst nach Ablauf der dreimonatigen Karenzfrist gemäss 
Art. 88a Abs. 1 IVV und somit per 1. Januar 2020 zu berücksichtigen gewesen. Als Ergebnis hielt 
das Kantonsgericht fest, dass dem Beschwerdeführer vom 1. September 2019 bis zum 31. De-
zember 2019 ein Anspruch auf eine volle IV-Rente zustehen könnte. Ob ein darüberhinausge-
hender Rentenanspruch bestehe, habe die IV-Stelle im Rahmen der Abklärungen zum Leistungs-
anspruch zu prüfen. Das Kantonsgericht wies demzufolge die Angelegenheit zur Vornahme die-
ser Abklärungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurück. 
 
A.b Nach erneuten Abklärungen der gesundheitlichen Verhältnisse und durchgeführtem Vor-
bescheidverfahren sprach die IV-Stelle Basel-Landschaft dem Beschwerdeführer mit Verfügung 
vom 5. August 2024 eine ganze Rente vom 1. September 2019 bis 31. Dezember 2019 sowie 
vom 1. Januar 2021 bis 31. Oktober 2022 zu.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, nunmehr vertreten durch Advokat Dr. Yves Wald-
mann, mit Schreiben vom 16. September 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte, 
die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 5. August 2024 sei bezüglich der Abweisung des 
Rentenanspruchs ab 1. November 2022 aufzuheben. Es sei die Beschwerdegegnerin zu ver-
pflichten, dem Beschwerdeführer über den 31. Oktober 2022 hinaus eine ganze Rente auszu-
richten. Eventualiter sei die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung und zur Neubeurteilung 
des Leistungsanspruches an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Subeventualiter sei ein 

 

 
 
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gerichtliches Gutachten einzuholen. Zudem sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Pro-
zessführung und Verbeiständung zu bewilligen.  
C. Mit Verfügung vom 7. November 2024 wurde dem Beschwerdeführer für das vorliegende 
Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung mit Dr. Waldmann als Rechts-
vertreter bewilligt. 
 
D. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 22. November 2024 die Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerden zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde des Versicherten vom 16. September 2024 ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 1.  Ja-
nuar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegen der Eintritt der Invalidität und der Beginn 
des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 gültigen 
Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversiche-
rung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101).  
 
Vorliegend erging die angefochtene Verfügung am 5. August 2024 und es steht ein Rentenan-
spruch ab 1. September 2019 in Frage, weshalb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der 
IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar sind.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle die zugesprochene Rente zu 
Recht bis 31. Oktober 2022 befristet hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. während 

 

 
 
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eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] 
vom 6. Oktober 2000) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % in-
valid (Art. 8 ATSG) sind. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität 
wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu min-
destens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Ren-te, 
wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid 
ist.  
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutba-
rer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 
ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 
1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 
ist (Satz 2). 
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt (sog. Allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 
E. 3.4.2, 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b mit Hinweisen).  
 
Die IV-Stelle hat den Invaliditätsgrad des Versicherten nach der allgemeinen Methode des Ein-
kommensvergleichs bemessen, was vom Beschwerdeführer – zu Recht – nicht bestritten wird. 
 
3. Vorliegend ist die ärztliche Einschätzung des Gesundheitszustandes bzw. die festge-
stellte Arbeitsunfähigkeit, wonach der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2011 in der bisherigen 
Tätigkeit zu 60 % arbeitsfähig und in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist, 
grundsätzlich nicht strittig. Umstritten ist jedoch im Wesentlichen, von welcher Tätigkeit der Gut-
achter als angestammter Tätigkeit ausgegangen ist. 

 

 
 
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4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, ob und gegebe-
nenfalls in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zu-
gemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 
4.4.1 So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2019, 9C_609/2018, E. 
3.2.2).  
 

 

 
 
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4.4.2 Zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen – so auch der Berichte von RAD-Ärztinnen und Ärzte – wird der 
Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger al-
leine nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 
E. 3b/ee). Diesen Berichten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung) eingeholten Gutachten ex-
terner Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berück-
sichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen 
(BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.7, Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 
8C 385/2014, E. 4.2.2). 
 
4.4.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 
506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 
und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 
2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6. Zur Beurteilung der vorliegenden Streitigkeit liegen im Wesentlichen folgende medizini-
schen Unterlagen vor: 
 
6.1 Das C.____-Spital stellt mit Bericht vom 2. Dezember 2021 folgende Diagnosen: 
 1. Persistierendes Tarsaltunnel-Syndrom posttraumatisch nach multiplen Voroperatio-
  nen: 
  - initial Versorgung einer OSG-Luxationsfraktur 05/2017 in X.____ 
  - St. n. ossärer Refixation HKB rechts und posterolaterales Tibiaölateau 11/2020 

 

 
 
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 2. Persistierende Neuropathie des Nervus peronaeus superficialis mit Allodynie am  
  Fussrist 
 
6.2 Mit Bericht vom 13. Dezember 2022 hält Dr. med. D.____, Fachärztin für Physikalische 
Rehabilitative Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), fest, seit dem Gerichtsentscheid vom 
13. August 2020 bzw. der letzten RAD-Stellungnahme vom 28. Februar 2020 hätten weitere 
schmerztherapeutische Behandlungen betreffend Unfallfolgen am linken OSG stattgefunden 
(Neuraltherapeutische Infiltrationen, Neurolyse des N. peroneus sup. links am 01. Oktober 2020, 
Nervenblockaden, zuletzt Implantation eines peripheren Neurostimulators am N. tibialis links im 
04/2022), so dass ab dem 1. Oktober 2020 bis dato seitens des C.____-Spitals eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert werde, zum einen wegen der genannten schmerztherapeutischen 
Massnahmen (abgeschlossen am 7. Juli 2022), zum anderen aber auch wegen eines interkurrent 
erlittenen Knieunfalls rechts vom 6. Oktober 2020, der zu einem knöchernen Ausriss des HKB 
rechts geführt habe, welcher am 24. November 2020 habe operiert werden müssen und zu einer 
langwierigen rehabilitativen Nachbehandlung bei Quadriceps-hypothropie geführt habe. Die Knie-
behandlung habe mit der Jahreskontrolle vom 6. Oktober 2021 bei gutem funktionellen Knieer-
gebnis rechts abgeschlossen werden können, seither werde die fortgesetzte Arbeitsunfähigkeit 
mit der persistierenden Beschwerdesymptomatik am linken Fuss begründet, aber auf die ange-
stammte Tätigkeit als E.____ bezogen und nicht auf eine medizinisch-theoretische Verweistätig-
keit. Bezüglich der Zumutbarkeit am linken Fuss habe sich das Verweisprofil seit dem obgenann-
ten Gerichtsentscheid nicht geändert, daran habe auch die zwischenzeitlich durchgeführte 
Schmerztherapie nichts ändern können. Allerdings sei aufgrund der noch verbliebenen subjekti-
ven Beschwerdesituation trotz Neurostimulation eine Leistungsminderung von 20 % anzurech-
nen, dies für einen erhöhten Pausenbedarf. Somit sei nach dem Behandlungsabschluss durch 
die Schmerzmedizin am 7. Juli 2022 zusammengefasst von einer Rest-Arbeitsfähigkeit in einer 
Verweistätigkeit von 80 % auszugehen. 
 
6.3 Im Bericht des E.____-Spitals vom 10. Juli 2023 werden folgende Diagnosen festgehal-
ten: 
 - Diabetisches Fusssyndrom mit/bei 
  - St. n. transmetatarsaler Amputation Dig. I und II links, offen, am 1. Juni 2023, bei 
  - damals infizientem Malum perforans über dem Metatarsale I mit anschliessender  
   VAC-Verbandversorgung 
  - St. n. Vorfussamputation transmetatarsal am 14. Juni 2023 
 - Kardiovaskuläre Risikofaktoren: 
 - Diabetes mellitus Typ 2, ED 04/2020, Dyslipidämie, Adipositas, koronare Kardiopathie,  
  arterielle Hypertonie und chronischer Nikotinabusus 
 Nebendiagnosen: 

- Persistierendes Tarsaltunnelsyndrom links, posttraumatisch, nach multiplen Voropera- 
- tionen 
- Persistierende Neuropathie des N. peroneus superficialis links mit Allodynie am Fuss- 
- rist 
- COPD bei chronischem Nikotinabusus 

 

 

 
 
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Es zeige sich nun ein sehr schöner Verlauf. Man habe A.____ die Bewegung freigegeben und er 
dürfe wieder ganz normal laufen. 
 
6.4 Die RAD-Ärztin Dr. D.____ führt in ihrer Stellungnahme vom 19. Oktober 2023 aus, auf-
grund der stattgehabten Zehenamputation Dig. I und II links bei diabetisch bedingtem und mit 
Fäkalkeimen infiziertem Hautgeschwür (sog. Malum perforans) sei die vorbestehende 80%ige 
Rest-Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit vorübergehend unterbrochen worden, dies bis zur 
reizlosen Abheilung nach Zehen-Operation und erfolgter passender Fussbettung. Der Versicherte 
dürfe ab dem 10. Juli 2023 wieder normal laufen, so dass ab diesem Datum die vorbestehende 
Rest-Arbeitsfähigkeit wieder gelte. Auch qualitativ sei durch die interkurrent aufgetretene Vor-
fussdiagnose links das Verweisprofil angepasst, neu gelte nicht mehr eine wechselbelastende, 
sondern eine hauptsächlich sitzende Tätigkeit, wobei kurze Gehstrecken in der Ebene sowie 
selbstgewählte Positionswechsel erlaubt seien. Hierauf könne nun abgestellt werden. 
  
6.5 Mit ambulantem Bericht zu Handen der Suva hält das F.____-Spital am 8. November 
2023 fest, eine elektroneurographische Untersuchung sei nicht durchgeführt worden. Der Patient 
habe berichtet, dass eine letzte Untersuchung wegen Schmerzen habe abgebrochen werden 
müssen. Er habe deshalb gebeten, die Untersuchung nur bei klarer Indikation durchzuführen. 
Eine solche habe jedoch nicht nachvollzogen werden können. In der Neurosonografie hätten der 
Nervus plantaris und der Nervus plantaris medialis (aus Nervus tibialis) linksseitig dargestellt wer-
den können. Es seien Vernarbungen im Bereich dieser Nerven zu sehen, welche durchaus eine 
schmerzhafte Neuropathie erklären könnten, ein Neurom sei nicht abzugrenzen. Bei langjährigem 
Verlauf, welcher viele Konsultationen und Behandlungen bei verschiedenen Spezialisten/Fach-
ärzten einschliessen würde, scheine eine abschliessende neurologische Beurteilung des 
Schmerzgeschehens nur im Rahmen eines neurologischen Gutachtens möglich zu sein. Im Rah-
men einer einfachen neurologischen Konsultation sei dies nicht möglich.  
 
6.6 Am 4. April 2024 hält die G.____ zu Handen der Suva fest, der Versicherte leide unter 
persistierenden Schmerzen, Berührungs- und Druckallodynie am linken Fuss, subjektiv mit einer 
deutlichen Betonung medial und lateral, bei St. n. OSG Luxationsfraktur am 15. Mai 2017 und St. 
n. mehreren nachfolgenden Operationen. Die Befunde der klinischen neurologischen Untersu-
chung würden in erster Linie für eine deutliche Polyneuropathie der unteren Extremitäten vom 
distalen symmetrischen Typ sprechen. Des Weiteren würden sich zirkulär verteilte Sensibilitäts-
störungen am linken Bein in einer strumpfförmigen Verteilung zeigen, ab Mitte des linken Unter-
schenkels nach distal zunehmend und insbesondere am linken Fuss zirkulär verteilt mit im Vor-
dergrund stehenden Berührungsallodynie und Hyperalgesie mit Auslösen von elektrisierenden 
Schmerzen bei der Stimulation nach Angaben des Patienten. Die Befunde der Elektroneurogra-
phie vom 4. April 2024 würden für eine schwere axonale sensomotorische Polyneuropathie im 
Bereich der rechten unteren Extremität sprechen. Eine Elektroneurographie der linken unteren 
Extremität sei aktuell technisch nicht möglich, da der Patient bereits auf geringe Stromreize bei 
der Untersuchung der rechten unteren Extremität extrem empfindlich reagiere. Zur weiteren Be-
urteilung wäre eine MRT-Untersuchung beider Unterschenkel und beider Füsse mit der Frage 
nach Knochen-, Muskel- und Hauttrophik sowie mit der Frage nach MR-Neurographie der rele-
vanten Nerven der unteren Extremitäten im Seitenvergleich zu empfehlen. 

 

 
 
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6.7 Nach Durchführung bildgebender Untersuchungen bat die Suva mit Schreiben vom 
24. Juli 2024 die G.____, beim Versicherten eine Abschlussuntersuchung durchzuführen. 
 
7. Aus den vorliegenden Arztberichten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer nun wieder 
gehen kann. Probleme bereiten ihm die Schmerzen. Des Weiteren ist den Berichten der G.____, 
welche bis zum Verfügungserlass ergangen sind, zu entnehmen, dass eine abschliessende Be-
urteilung noch nicht möglich ist. Im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren hat der Suva-Kreis-
arzt weitere neurologische Untersuchungen empfohlen und diese wurden denn auch in Auftrag 
gegeben und durchgeführt. Am 24. Juli 2024 – also kurz vor Erlass der angefochtenen Verfügung 
vom 5. August 2024 – hat die Suva bei der G.____ eine Abschlussuntersuchung veranlasst. Von 
dieser Untersuchung sind Beurteilungen auch für das vorliegende Verfahren zu erwarten, welche 
im Zeitpunkt des Verfügungserlasses jedoch noch nicht vorlagen. Der vorliegende medizinische 
Sachverhalt erweist sich folglich im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung als noch nicht rechts-
genüglich abgeklärt. In diesem Zusammenhang ist nicht nachvollziehbar, weshalb die IV-Stelle 
letztmals im Dezember 2022 Akten der Suva beigezogen hat, was zur Folge hatte, dass die der 
angefochtenen Verfügung zugrunde liegenden Beurteilungen des RAD im Verfügungszeitpunkt 
überholt waren. Gestützt auf diese Ausführungen ergibt sich, dass die vorliegende Beschwerde 
gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Ab-
klärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
 
8.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht 
die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende 
Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Vorlie-
gend ist die IV-Stelle unterliegende Partei. Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- werden somit 
der IV-Stelle auferlegt.  
 
8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Versicherten hat in seiner 
Honorarnote vom 19. Dezember 2024 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von ins-
gesamt 7,7 Stunden geltend gemacht, welcher sich in Anbetracht der sich stellenden Sachver-
halts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Dieser Aufwand ist zum in Sozialversiche-
rungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 

 

 
 
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Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind ferner die in der Honorarnote ausgewie-
senen Auslagen im Umfang von insgesamt Fr. 92.90. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'181.35 (7,7 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von 
Fr. 92.90 zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vor-
aussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
9.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung – wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst – einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 645 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bundesge-
richts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 - 4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 
7. November 2014, 8C_692/2014, E. 2).  
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 5. August 2024 aufgehoben, die Ange-
legenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurück-
gewiesen wird.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

 3. Die IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 2'181.35 (inklusive Auslagen und 8,1 % Mehrwert-
steuer) auszurichten.