# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e2c656a-de9f-5442-97c0-e9e06cf8842b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.01.2022 IV 2021/23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2021-23_2022-01-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2021/23

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.05.2022

Entscheiddatum: 19.01.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2022
Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG. Beweiswürdigung 
medizinischer Berichte. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
für leidensangepasste Tätigkeiten verfügt. Bestimmung der 
Vergleichseinkommen. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. 
Abweisung des Rentengesuchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2022, IV 2021/23).

Entscheid vom 19. Januar 2022

Besetzung

Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

IV 2021/23

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 15. Januar 2020 bei der IV-Stelle wegen chronischer 

Ellbogenschmerzen rechts bei Zustand nach diversen Operationen und Infiltrationen 

zum Bezug von Leistungen an (IV-act. 1). Der RAD-Arzt Dr. med. B.___, Facharzt für 

Neurochirurgie, würdigte am 6. Februar 2020 die im unfallversicherungsrechtlichen 

Verfahren von der Suva eingeholten medizinischen Akten, insbesondere den Bericht 

der ergonomicsystems ag, vom 16. Dezember 2019 über die am 5. und 6. Dezember 

2019 durchgeführte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL; fremd-

act. 145) und das Gutachten von Dr. med. C.___, Facharzt für Rheumatologie sowie 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 17. Dezember 2019 (fremd-act. 147). Er 

führte gestützt darauf aus, der Versicherte leide an folgenden 

arbeitsfähigkeitsrelevanten Diagnosen: 1. einem chronischen vorwiegend nozizeptiven 

Schmerzsyndrom rechter Ellbogen mit/bei: stationärer humeroradioulnarer Arthrose, 

Status nach modifizierter Operation nach Hohmann Ellbogen rechts am 22. Januar 

2013, Status nach LUCL-Rekonstruktion mit Palmaris longus Autograft Ellbogen rechts 

am 27. Dezember 2017 bei postero-lateraler Rotationsinstabilität Ellbogen rechts nach 

LUCL-Ruptur nach Trauma im Juli 2012, Status nach radio-humeraler Infiltration 

Ellbogen rechts am 19. Dezember 2018, Verdacht auf SLAC-Wrist, miofaszialem 

Syndrom der Schulter rechts und aktuell: persistierenden Ellbogenschmerzen rechts 

mit intermittierend auftretend Schmerzausweitung in Ober- und Unterarm; 2. einem 

Status nach distaler mehrfragmentärer intraartikulärer Processus styloideus radii 

Fraktur links vom 19. Februar 2018. In der angestammten Tätigkeit als Maurer bestehe 

A.a. 

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eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Für eine leidensangepasste Tätigkeit sei der 

Versicherte zu 100 % arbeitsfähig («0 % AUF», IV-act. 10).

Der behandelnde Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, berichtete am 

11. Februar 2020, dass die Schmerzen am rechten Ellbogen die Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten einschränken würden. Auf dem Bau sei der Versicherte sicher nicht mehr 

einsetzbar. Die anstehende Abklärung in der Rehaklinik E.___ werde zeigen, welche 

konkreten Tätigkeiten dem Versicherten noch zumutbar seien (IV-act. 14-3 f.). Mit 

seinem Bericht reichte Dr. D.___ noch weitere medizinische Unterlagen ein, u.a. die 

psychologische Beurteilung des Schmerzzentrums am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) 

vom 29. März 2019. Darin wird die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) erwähnt. Die medizinischen 

Fachpersonen des Schmerzzentrums führten aus, eine berufliche Neuorientierung 

komme für den Versicherten nicht in Frage. Es bestehe derzeit bei ihm keine 

Motivation, sich mit dem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell und den 

dysfunktionalen Coping-Strategien auseinanderzusetzen und eigene Verhaltensweisen 

zu verändern. Auch den Einsatz schmerzmodulierender Antidepressiva lehne der 

Versicherte derzeit ab (IV-act. 14-20 f.).

A.b. 

Vom 28. April bis 20. Mai 2020 befand sich der Versicherte zur stationären 

Therapie in der Rehaklinik E.___. Die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen 

beurteilten ihn für eine Tätigkeit als Bauarbeiter vollständig arbeitsunfähig. Eine leichte 

leidensangepasste Tätigkeit hielten sie für ihn ganztags zumutbar. Der Versicherte 

habe sich von Beginn an sehr schmerzfokussiert gezeigt. Das Training habe er 

durchzuführen versucht, sich jedoch unter Schmerzangaben selbst limitiert. 

Physiotherapeutische Inputs seien nur wenig oder nicht umgesetzt worden. Die 

Rehabilitation sei wegen verminderten Therapiezugangs frühzeitig beendet worden 

(Austrittsbericht vom 17. Juni 2020, fremd-act. 179).

A.c. 

Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen in der 

Mitteilung vom 1. September 2020 mit der Begründung ab, dass solche nicht angezeigt 

seien (IV-act. 19).

A.d. 

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B.  

Auf der Grundlage einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten ermittelte die IV-Stelle im Rahmen eines Einkommensvergleichs einen 

Invaliditätsgrad von 20 % und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 

10. November 2020 die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 24). Die 

Frist für einen Einwand blieb unbenutzt, sodass die IV-Stelle am 5. Januar 2021 die 

Abweisung des Rentengesuchs verfügte (IV-act. 25).

A.e. 

Gegen die Verfügung vom 5. Januar 2021 erhob der Beschwerdeführer am 

5. Februar 2021 Beschwerde. Darin beantragte er deren Aufhebung und die Zusprache 

einer Viertelsrente; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung brachte er 

im Wesentlichen vor, dass die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten um 

20 % vermindert sei. Falls die Beschwerdegegnerin dieser Einschätzung nicht folgen 

wolle, werde eine neutrale bidisziplinäre (orthopädische und neurologische) 

Begutachtung beantragt. Zudem rügte der Beschwerdeführer die Höhe der von der 

Beschwerdegegnerin ermittelten Vergleichseinkommen (act. G 1). In der ergänzenden 

Eingabe vom 24. Februar 2021 machte der Beschwerdeführer geltend, er verfüge über 

eine Ausbildung zum Kleinbaggerführer, und er reichte weitere Unterlagen ein (act. 

G 3), u.a. eine Stellungnahme von Dr. D.___ vom 23. Februar 2021. Darin vertrat der 

behandelnde Arzt sinngemäss die Auffassung, der Beschwerdeführer verfüge bezogen 

auf leidensangepasste Tätigkeiten nicht über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Wie hoch 

die Leistungseinschränkung tatsächlich sei, müsste seines Erachtens gutachterlich 

festgelegt werden (act. G 3.1.2).

B.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 15. April 

2021 die Abweisung der Beschwerde. Sie vertrat den Standpunkt, dass der 

Sachverhalt spruchreif erstellt sei und sie die dem Invaliditätsgrad zugrunde gelegten 

Vergleichseinkommen korrekt ermittelt habe. Diesbezüglich sei zu berücksichtigen, 

dass dem Beschwerdeführer durch die Übernahme des von der Suva ermittelten 

Invalideneinkommens bereits ein Tabellenlohnabzug von 5 % gewährt worden sei, 

obwohl die Voraussetzungen hierfür nicht zwingend gegeben seien (act. G 5).

B.b. 

In der Replik vom 28. Juni 2021 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Beschwerdeanträgen unverändert fest. Ergänzend machte er geltend, sein 

B.c. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu beurteilen ist der 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

Gesundheitszustand bedürfe einer neurologischen und psychiatrischen Beurteilung 

(act. G 9).

Die Beschwerdegegnerin teilte am 3. August 2021 den Verzicht auf eine Duplik mit 

(act. G 11).

B.d. 

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG i.V.m. 

Art. 28a Abs. 1 IVG).

1.2. 

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2.

Zunächst ist die zwischen den Parteien umstrittene Frage zu prüfen, ob der 

Sachverhalt in medizinischer Hinsicht spruchreif abgeklärt wurde. Die 

Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer Entscheidfindung (IV-act. 23-2) auf die 

Beurteilung des RAD-Arztes Dr. B.___ vom 6. Februar 2020 (IV-act. 10), die wiederum 

auf dem Gutachten von Dr. C.___ vom 17. Dezember 2019 (fremd-act. 147) sowie auf 

dem Austrittsbericht der Rehaklinik E.___ vom 17. Juni 2020 gründet (fremd-act. 179).

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die medizinische und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der 

medizinischen Fachpersonen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend, ob er für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a). Anzufügen ist, dass die Rechtsprechung auch den Berichten 

versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkennt, sofern 

keine auch nur geringen Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit bestehen (BGE 139 V 225 

E. 5.2).

1.4. 

Der Beschwerdeführer vertritt den Standpunkt, aufgrund der Parästhesien Dig IV 

und V an der rechten Hand und der damit verbundenen Leistungseinschränkungen, die 

sogar bei feinmotorischen Bewegungen bestehen würden und die durch zusätzliche 

Pausen nicht verbessert werden könnten, sei bezogen auf leidensangepasste 

Tätigkeiten von einer 20%igen Leistungseinbusse auszugehen (act. G 1, Rz 32 ff., 

insbesondere Rz 36). Der Beschwerdeführer legte weder dar noch ist erkennbar, 

weshalb die von ihm beklagten Beschwerden an der rechten Hand für sich allein zu 

einer 20%igen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste 

2.1. 

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Tätigkeiten führen sollen. Von Bedeutung ist weiter, dass diese intermittierend 

auftretenden Beschwerden sowohl bei der Beurteilung von Dr. C.___ (fremd-act. 147-6) 

als auch derjenigen der medizinischen Sachverständigen der Rehaklinik E.___ (fremd-

act. 179-2, fremd-act. 179-3 Mitte und fremd-act. 179-7 unten) Berücksichtigung 

fanden. Hinzu kommt, dass sich im Rahmen der EFL weder bei der Kraft noch bei der 

Koordination relevante Defizite an der rechten Hand zeigten (fremd-act. 145-4, fremd-

act. 145-10 und fremd-act. 145-11 unten; zu den schwankenden, durch die 

Ellbogenschmerzen geprägten Ergebnissen der Kraftprüfung während der Abklärung in 

der Rehaklinik E.___ siehe fremd-act. 179-11 oben). Die Beweglichkeit des 

Handgelenks ist im Übrigen nicht eingeschränkt (fremd-act. 179-9 oben) und die 

Handbeschwielung zeigte sich nicht auffällig («beidseits vorhanden», fremd-act. 179-8 

unten). Anzufügen bleibt, dass die medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik E.___ 

die von der damaligen Arbeitgeberin angebotene Tätigkeit als Kranführer hauptsächlich 

deshalb nicht für zumutbar hielten, da der Beschwerdeführer hierfür einen Hochkran 

hätte besteigen und somit den auch in seiner Beweglichkeit eingeschränkten Ellbogen 

rechts immer wieder hätte belasten müssen; Parästhesien an Fingern der rechten Hand 

wurden diesbezüglich nicht als einschränkend erwähnt. Vielmehr wurde jedoch auch 

auf den Sicherheitsaspekt extra hingewiesen (fremd-act. 179-3). Gegen eine Tätigkeit 

als Hochkranführer sprachen überdies offenkundig zentral auch die Höhenangst des 

Beschwerdeführers und seine Bedenken bezüglich der grossen Verantwortung (siehe 

hierzu die in den E-Mails des Case Managers vom 21. April 2020 wiedergegebenen 

Aussagen des Beschwerdeführers in fremd-act. 164 und fremd-act. 165). Insgesamt 

dürften also weder Parästhesien an Fingern der rechten Hand noch Beeinträchtigungen 

des rechten Ellbogens für sich ausschlaggebend gewesen sein, dass die Tätigkeit als 

Hochkranführer nicht versucht wurde. Selbst wenn dies jedoch so wäre, liessen sich 

daraus keine Rückschlüsse auf eine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für 

ideal adaptierte Tätigkeiten ziehen.

Aus der Sicht des Beschwerdeführers ist es «schlicht falsch», wie der RAD-Arzt 

Dr. B.___ in der Stellungnahme vom 6. Februar 2020 auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

schliesse. Dies zeige sich allein schon in der Formulierung (act. G 9, Rz 4). Der Kritik 

des Beschwerdeführers ist nicht zu folgen. Die Stellungnahme des RAD-Arztes 

Dr. B.___ vom 6. Februar 2020 (IV-act. 10) stützt sich auf die Beurteilung von Dr. C.___ 

und die Ergebnisse der EFL. Darüber hinaus steht sie – abgesehen von der qualitativen 

Einschränkung auf «bis mittelschwere Tätigkeiten» – im Einklang mit der Einschätzung 

der medizinischen Sachverständigen der Rehaklinik E.___. Dabei gilt es zu 

berücksichtigen, dass die Reduktion im Zumutbarkeitsprofil auf nur noch leichte Arbeit 

ausdrücklich «prospektiv für die noch verbleibende Lebensarbeitszeit» erfolgte, da eher 

2.2. 

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mit einer Akzentuierung der Probleme zu rechnen sei und «man dieser 

Verschlechterung nicht Vorschub leisten sollte». Hierzu wurde sogar das Handgelenk 

links berücksichtigt, obschon dieses bezüglich Schmerzen «nicht im Fokus 

steht» (fremd-act. 179-3). Diese vorsichtig formulierte Arbeitsfähigkeitsschätzung zieht 

die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. B.___ bzw. von Dr. C.___ folglich nicht in Zweifel, 

sondern trägt lediglich vermehrt präventiven Überlegungen Rechnung. Unter dem Titel 

der versicherungsmedizinischen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hielt der RAD-Arzt 

fest, «adaptiert ist der Versicherte 0 % AUF» (IV-act. 10-3 Mitte). Diese Formulierung ist 

frei von Vagheiten und Widersprüchen. Daran vermag nichts zu ändern, dass der RAD-

Arzt Dr. B.___ im Abschnitt der Adaptionskriterien ausführte, adaptiert «müsste» der 

Beschwerdeführer für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit aber einsatzfähig sein. 

Die Verwendung des Konjunktivs 2 ist ausserdem insoweit nachvollziehbar, da er im 

Rahmen eines Konditionalsatzes verwendet bzw. die entsprechende Aussage unter 

dem Vorbehalt der im unmittelbar folgenden Satz zusätzlich umschriebenen 

qualitativen Anforderungen gemacht wurde («Dies aber unter der Voraussetzung des 

Vermeidens von repetitiven/längerdauernden Tätigkeiten mit dem rechten Arm unter 

Krafteinsatz, […]», IV-act. 10-3). Ein Widerspruch oder eine die Überzeugungskraft der 

RAD-Stellungnahme schmälernde Formulierung ist jedenfalls nicht zu erkennen. 

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 9, Rz 4) bekräftigt die als 

offen beurteilte Prognose des RAD-Arztes Dr. B.___ gerade die Sorgfältigkeit seiner 

Einschätzung, da angesichts der von ihm in diesem Zusammenhang erwähnten 

degenerativen Gelenkserkrankung («Ellenbogenarthrose») die Ungewissheit über den 

zukünftigen Verlauf der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten einleuchtet.

Ausserdem bemängelt der Beschwerdeführer am Gutachten von Dr. C.___, es 

stelle keine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit dar. So ergebe sich aus 

der Vorbemerkung (fremd-act. 147-1), dass die gutachterliche Untersuchung eine 

ausführliche medizinische Begutachtung nicht ersetzen könne (act. G 9, Rz 14). Dieser 

Vorbehalt schmälert die Aussagekraft des Gutachtens von Dr. C.___ nicht, denn weder 

aus den Akten noch aus den Ausführungen des Beschwerdeführers ergeben sich 

konkrete objektiv relevante Gesichtspunkte, die im Rahmen der gutachterlichen 

Beurteilung ausser Acht geblieben wären. Der Beschwerdeführer legt auch nicht – 

jedenfalls nicht substanziiert – dar und es ist auch nicht ersichtlich, dass die 

Untersuchungen von Dr. C.___ unvollständig gewesen wären. Hinzu kommt, dass sich 

das Gutachten u.a. auf die schlüssigen Ergebnisse einer EFL stützt und von den 

medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik E.___ im Wesentlichen bestätigt wurde.

2.3. 

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Betreffend die Beurteilung der Rehaklinik E.___ bringt der Beschwerdeführer vor, 

diese stelle kein Gutachten dar. Zudem stehe die Leistungsbeurteilung im Widerspruch 

zum Inhalt betreffend Schmerzen (act. G 9, Rz 15). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

im Austrittsbericht der Rehaklinik E.___ vom 17. Juni 2020 beruht auf einem 

mehrwöchigen stationären Aufenthalt sowie klinischen und zusätzlichen bildgebenden 

Untersuchungen (siehe den radiologischen Bericht vom 30. April 2020, fremd-

act. 179-12). Die relevanten medizinischen Vorakten wurden berücksichtigt. Die 

Beurteilung ist ausführlich und überzeugend begründet worden. Sie enthält zudem die 

Erkenntnisse von zahlreichen Leistungstests (fremd-act. 179) und erfüllt demnach die 

Voraussetzungen für eine beweiskräftige medizinische Expertise (siehe vorstehende 

E. 1.4). Entgegen der Sichtweise des Beschwerdeführers erscheint es auch nicht 

widersprüchlich, dass die medizinischen Fachpersonen zur Auffassung gelangten, die 

konstant vorhandenen Schmerzen würden sich bei Belastung verstärken (fremd-

act. 179-7). Vielmehr erscheint es nachvollziehbar, dass die Schmerzen zunehmen, 

wenn die betroffenen Körperteile unter Belastung stehen. Zudem deckt sich diese 

Beurteilung mit den Schmerzangaben des Beschwerdeführers (siehe hierzu etwa 

dessen ausführliche Auskunft gegenüber dem Suva-Aussendienstmitarbeiter vom 

23. Oktober 2018, fremd-act. 104-1; zum belastunsabhängigen Charakter der 

Schmerzen siehe etwa auch den Bericht von Dr. D.___ vom 29. November 2019, 

fremd-act. 144-2). Ein Widerspruch ist nicht erkennbar. Im Übrigen erfordern die vom 

Beschwerdeführer beklagten konstanten Schmerzen lediglich eine analgetische 

Bedarfsmedikation (siehe fremd-act. 179-2 und fremd-act. 179-8 je Mitte). Dies bzw. 

der damit anzunehmende begrenzte Leidensdruck vermag eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten nicht in Zweifel zu ziehen.

2.4. 

Aus den Beurteilungen von Dr. D.___, namentlich aus derjenigen vom 23. Februar 

2021 (act. G 3.1.2), gehen keine objektiven, für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten relevanten Gesichtspunkte hervor, welche 

Dr. C.___ oder die medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik E.___ ausser Acht 

gelassen hätten. Seine Berichte enthalten ausserdem keine näher begründete 

Arbeitsfähigkeitsschätzung für leidensangepasste Tätigkeiten (vgl. act. G 3.1.2 oder IV-

act. 14-3). Nichts anderes gilt bezüglich des (psychologischen) Berichts des 

Schmerzzentrums am KSSG vom 29. März 2019 (IV-act. 14-20 f.), auf den Dr. D.___ 

verweist. Dieser Bericht über eine psychologische Abklärung enthält denn auch keine 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, äussert sich im Wesentlichen zur Stimmungslage des 

Beschwerdeführers, ohne dass daraus relevante Beeinträchtigungen der 

Arbeitsfähigkeit hervorgehen. Vielmehr ergeben sich mehrere Hinweise darauf, dass 

einer erfolgreichen Verwertung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten 

2.5. 

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Tätigkeit hauptsächlich sozioökonomische Überlegungen (Verdienstreduktion, IV-

act. 14-21 oben), motivationale Aspekte und dysfunktionale Coping-Strategien (IV-

act. 14-21) entgegenstehen (vgl. auch die Angaben im Rahmen der beruflichen 

Standortbestimmung in der Rehaklinik E.___ vom 26. Mai 2020, fremd-act. 177-4). 

Weder die Berichte von Dr. D.___ noch der Bericht des Schmerzzentrums am KSSG 

sind demnach geeignet, die gutachterliche Einschätzung und die Beurteilung im 

Austrittsbericht der Rehaklinik E.___ vom 17. Juni 2020 in Zweifel zu ziehen.

Des Weiteren rügt der Beschwerdeführer, es fehle an einer fachneurologischen 

und fachpsychiatrischen Beurteilung des Gesundheitsschadens (act. G 9, Rz 7 ff.). Für 

die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erscheint eine zusätzliche fachneurologische 

Abklärung nicht erforderlich. Die neurologischen Sachverständigen des 

Muskelzentrums am KSSG führten bereits im Bericht vom 6. Juli 2018 aus, dass sich 

an der rechten Hand weder klinisch noch elektrophysiologisch Hinweise auf eine 

Schädigung fänden (fremd-act. 85; zur Berücksichtigung dieser Erkenntnisse durch 

Dr. C.___ siehe fremd-act. 147-2 und fremd-act. 147-6, worin er klare Hinweise auf 

eine neuropathische Genese verneinte). Der Beschwerdeführer legt denn auch gar 

nicht dar, welcher zusätzlichen fachneurologischen Abklärungen es noch bedurft hätte. 

Vorliegend kommt hinzu, dass der RAD-Arzt Dr. B.___ über eine neurochirurgische 

Fachausbildung verfügt und deshalb als Sachverständiger für das medizinische Feld 

zwischen den Fachbereichen Chirurgie und Neurologie zu betrachten ist. Aus seiner 

Stellungnahme geht ebenfalls kein fachneurologischer Abklärungsbedarf hervor. Gegen 

einen psychiatrischen Abklärungsbedarf spricht, dass der Beschwerdeführer – 

jedenfalls bis zum für die gerichtliche Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des 

Verfügungserlasses (siehe hierzu das Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juli 2018, 

9C_135/2018, E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 132 V 220 E. 3.1.1) – keiner 

fachpsychiatrischen Behandlung bedurfte. Vielmehr äusserte er gegenüber den 

medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik E.___, es gehe ihm aktuell psychisch 

weitgehend gut (fremd-act. 179-7 unten mit Hinweis auf eine im März 2019 erfolgte 

einmalige Behandlung bei einem Psychologen). Zu ergänzen ist, dass erstmals mit der 

Replik (lediglich) eine psychologische Behandlung in Portugal, die aktuell via Skype 

erfolge, erwähnt wird, bei der im Übrigen eine emotionale Reaktion auf den 

Arbeitsplatzverlust im Vordergrund steht und die damit der Verarbeitung 

psychosozialer bzw. sozioökonomischer Belastungen dient (act. G 9, Rz 10). Ein davon 

unabhängiges krankheitswertiges Leiden mit dauerhafter Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit ist nicht erkennbar. Ins Gewicht fällt zudem, dass auch die 

medizinischen Fachpersonen des Schmerzzentrums am KSSG weder neurologische 

noch psychiatrische Abklärungen für erforderlich hielten (IV-act. 14-20 f.).

2.6. 

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3.

Zu bestimmen bleiben die zwischen den Parteien umstrittenen Validen- und 

Invalideneinkommen im Sinn von Art. 16 ATSG (siehe hierzu vorstehende E. 1.2).

Im Licht der vorstehend dargestellten Umstände ist gestützt auf die 

Einschätzungen des RAD-Arztes Dr. B.___ vom 6. Februar 2020 (IV-act. 10), das 

Gutachten von Dr. C.___ vom 17. Dezember 2019 (fremd-act. 147) sowie den 

Austrittsbericht der Rehaklinik E.___ vom 17. Juni 2020 (fremd-act. 179) mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt.

2.7. 

Als Erwerbseinkommen im Sinn von Art. 16 ATSG gelten mutmassliche jährliche 

Erwerbseinkommen, von denen Beiträge gemäss dem Bundesgesetz über die Alters- 

und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) erhoben würden (Art. 25 Abs. 1 

der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Massgebend für den 

Einkommensvergleich sind die Einkommen im Zeitpunkt des frühest möglichen 

Rentenbeginns (siehe anstatt vieler etwa das Urteil des Bundesgerichts vom 13. März 

2019, 8C_491/2018, E. 3.2). Nachdem die IV-Anmeldung am 15. Januar 2020 erfolgte, 

fällt ein Rentenanspruch frühestens sechs Monate danach in Betracht (Art. 29 Abs. 1 

IVG).

3.1. 

Soweit der Beschwerdeführer für die Bemessung des Valideneinkommens die Be­

stimmungen von Art. 24 Abs. 1 und 2 der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) ins Feld führt (act. G 1, Rz 42 und Rz 46 f.), vermag er daraus für die 

invalidenversicherungsrechtliche Rentenprüfung nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. 

Denn einerseits beschlagen die genannten Verordnungsbestimmungen nicht das 

Valideneinkommen bzw. den Invaliditätsgrad, sondern die Bemessung des versicherten 

Verdienstes, welcher ausschliesslich der betragsmässigen Festsetzung der 

Rentenleistung für eine Invalidität dient. Andererseits legt der Beschwerdeführer weder 

dar noch ist erkennbar, dass das Invalidenversicherungsrecht eine Lücke enthalten 

würde, die einen Analogieschluss auf die unfallversicherungsrechtlichen Bestimmungen 

zuliesse. Allein schon deshalb kann nicht auf die vom Beschwerdeführer unter Hinweis 

auf den von der Suva für das Jahr 2020 ermittelten versicherten Verdienst von 

Fr. 88'509.-- bzw. für das Jahr 2021 von Fr. 89'262.-- (act. G 1.14) abgestellt werden. 

Hinzu kommt, dass diese Beträge auch die Kinderzulagen von jährlich Fr. 4'800.-- 

enthalten. Hierauf werden jedoch keine AHV-Beiträge erhoben, weshalb die 

Kinderzulagen bei der Ermittlung des Valideneinkommens ausser Acht zu bleiben 

haben (Art. 25 Abs. 1 IVV i.V.m. mit Art. 6 Abs. 1 lit. f der Verordnung über die Alters- 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

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4.

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Das 

Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Gerichtskosten von Fr. 600.-- erscheinen 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der vollständig 

unterliegende Beschwerdeführer hat die gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu 

tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

und Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101]; siehe auch das Urteil des 

Bundesgerichts vom 30. Januar 2007, I 944/05, E. 4.3 am Schluss). Die im individuellen 

Konto gutgeschriebenen, dem Jahr des Unfalls (vom 12. Juli 2012; Verdrehtrauma mit 

einer Bohrmaschine betreffend den rechten Ellbogen, siehe fremd-act. 13-1; zum Unfall 

vom 17. Dezember 2012 siehe fremd-act. 4) vorangegangen Jahreseinkommen sind 

erheblich schwankend (2008: Fr. 72'688.--, 2009: Fr. 77'528.--, 2010: Fr. 67'413.-- und 

2011: Fr. 81'501.--; IV-act. 7). Deshalb erscheint für die Bemessung des 

Valideneinkommens die Angabe der ehemaligen Arbeitgeberin, der Beschwerdeführer 

hätte im Jahr 2020 einen Lohn von Fr. 82'160.-- verdienen können (fremd-act. 182), 

aussagekräftiger, zumal der Beschwerdeführer in den Jahren 2016 und 2017 noch 

tiefere Einkommen erzielt hatte (2016: Fr. 79'402.-- und 2017: Fr. 80'715.--, IV-act. 7). 

Es bestehen keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer als Gesunder bezogen 

auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG 

dauerhaft über davon abweichende Erwerbsmöglichkeiten verfügt hätte. Deshalb kann 

zur Bestimmung des Valideneinkommens auf die Lohnangabe der ehemaligen 

Arbeitgeberin abgestellt werden.

Zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten, dass der Bestimmung des 

Invalideneinkommens der vom Bundesamt für Statistik ermittelte Medianlohn für 

Hilfsarbeiter zugrunde zu legen ist (vgl. act. G 1, Rz 25 ff.). Dieser beträgt gemäss 

schlüssiger Berechnung der Beschwerdegegnerin im Jahr 2020 Fr. 68'992.20 (IV-

act. 22). Vorliegend kann offenbleiben, ob der von der Beschwerdegegnerin gewährte 

5%ige Tabellenlohnabzug zu erhöhen ist (siehe hierzu IV-act. 22). Denn selbst wenn 

zugunsten des Beschwerdeführers der nach der Rechtsprechung höchstzulässige 

Tabellenlohnabzug von 25 % gewährt würde (BGE 126 V 75), resultierte ein nicht 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von lediglich 37 % ([Fr. 82'160.-- - {Fr. 68'992.-- 

x 0,75}] / Fr. 82'160.--).

3.3. 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihm 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2022
	Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG. Beweiswürdigung medizinischer Berichte. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten verfügt. Bestimmung der Vergleichseinkommen. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Abweisung des Rentengesuchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2022, IV 2021/23).

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