# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e89345e2-a01b-5b22-824d-818b504bc651
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 29.03.2022 460 20 293 (460 2020 293)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-20-293_2022-03-29.pdf

## Full Text

Seite 1   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

29. März 2022 (460 20 293) 

_________________________________________________________________ 

 

Strafrecht 

 

Gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl 

 

Besetzung Vizepräsident Stephan Gass, Richter Dominique Steiner (Ref.), 

Richterin Susanne Afheldt; Gerichtsschreiberin Manuela Illgen 

 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,                                        

Hauptabteilung WK, Rheinstrasse 27, Postfach, 4410 Liestal,  

Anklagebehörde und Berufungsklägerin 

 

Q.____AG,                                              ,  

vertreten durch Rechtsanwalt Martin Wipfli,                                  

Baryon AG, General Guisan-Quai 36, 8002 Zürich,  

Privatklägerin 

  

gegen 

 

 A.____, 

vertreten durch Advokat Alain Joset,                                            

Gitterlistrasse 8, Postfach 215, 4410 Liestal,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

B.____, 

vertreten durch Advokat Dr. Christian von Wartburg,                       

Hauptstrasse 104, 4102 Binningen,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

C.____, 

vertreten durch Advokatin Wicky Tzikas,                                         

Advokatur Landi Ruckstuhl Giess Tzikas, Oberwilerstrasse 3, 

4123 Allschwil,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

Gegenstand Gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl                                

(Neubeurteilung 460 17 63) 

Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft         

vom 15. Dezember 2016 

 

  

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Sachverhalt 

A. Hinsichtlich der Prozessgeschichte wird auf die entsprechende Darstellung im Ur-

teil des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht), 460 17 63 

vom 25. Februar 2019 in Sachen Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung WK 

(nachfolgend: Staatsanwaltschaft), und Q.____AG (nachfolgend: Privatklägerin) gegen die 

Beschuldigten A.____, B.____ und C.____, auf die Urteile des Bundesgerichts 

6B_1360/2019 vom 20. November 2020 in Sachen Staatsanwaltschaft gegen A.____ und 

C.____ und 6B_1361/2019 vom 20. November 2020 in Sachen B.____ gegen Staatsan-

waltschaft und Privatklägerin sowie auf die im vorliegenden Verfahren (460 20 293) ergan-

genen Akten verwiesen. 

 

B. Anlässlich der Hauptverhandlung vor Kantonsgericht vom 28. bis 29. März 2022 

erscheinen die Staatsanwaltschaft, vertreten durch den Stv. Ersten Staatsanwalt D.____ 

sowie die Beschuldigten A.____, vertreten durch Advokat Alain Joset, B.____, vertreten 

durch Advokat Dr. Christian von Wartburg, und C.____, vertreten durch Advokatin Wicky 

Tzikas. Die drei Beschuldigten werden erneut zur Person sowie der Beschuldigte B.____ 

auf seinen Wunsch hin zur Sache befragt. Im Übrigen wiederholen die Parteien ihre bereits 

schriftlich gestellten Anträge, wobei die Staatsanwaltschaft nunmehr betreffend die Be-

schuldigten A.____ und C.____ tiefere Strafen begehrt und der Beschuldigte A.____ neu 

nicht mehr auf Freispruch plädiert, sondern ausschliesslich die Strafzumessung anficht (vgl. 

Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 3 ff.). 

 

 

Erwägungen 

I. Formelles 

Mit Urteil des Bundesgerichts 6B_1360/2019 vom 20. November 2020 betreffend die Be-

schuldigten A.____ und C.____ wurde die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen das 

Urteil des Kantonsgerichts 460 17 63 vom 25. Februar 2019 teilweise gutgeheissen, letzt-

genanntes Urteil wurde hinsichtlich des Schuldspruchs der Beschuldigten aufgehoben und 

die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen; im Übrigen (betref-

fend Ersatzforderungen und Beschlagnahmen) wurde die Beschwerde abgewiesen. Mit 

weiterem Urteil des Bundesgerichts 6B_1361/2019 vom 20. November 2020 betreffend den 

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Beschuldigten B.____ wurde in Konsequenz davon dessen Beschwerde als gegenstands-

los geworden vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben. Somit ist aufgrund der bundesge-

richtlichen Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung betreffend alle drei Beschuldigten 

die Dreierkammer des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, in Anwen-

dung von Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 15 Abs. 1 lit. a EG StPO erneut zur Prüfung der 

vorliegenden Angelegenheit zuständig. Die weiteren Berufungsformalien gemäss Art. 398 

StPO (Zulässigkeit und Berufungsgründe), Art. 399 StPO (Anmeldung der Berufung und 

Berufungserklärung), Art. 381 f. StPO (Legitimation der Staatsanwaltschaft und der übrigen 

Parteien) sowie Art. 385 StPO (Begründung und Form) geben zu keinen Bemerkungen An-

lass und sind erfüllt. Es ist demnach auf die Berufungen der Staatsanwaltschaft wie auch 

der drei Beschuldigten einzutreten.  

 

 

II. Gegenstand der Neubeurteilung 

1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde gut und weist es die Angelegenheit 

zur neuen Beurteilung an das Berufungsgericht zurück, so darf sich dieses von Bundes-

rechts wegen nur noch mit jenen Punkten befassen, die das Bundesgericht aufgehoben 

hat. Die anderen Teile des Urteils haben Bestand und sind in das neue Urteil zu überneh-

men. Irrelevant ist, dass das Bundesgericht mit seinem Rückweisungsentscheid formell in 

der Regel das ganze angefochtene Urteil aufhebt. Entscheidend ist nicht das Dispositiv, 

sondern die materielle Tragweite des bundesgerichtlichen Entscheids. Die neue Entschei-

dung der kantonalen Instanz ist somit auf diejenige Thematik beschränkt, die sich aus den 

bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. Das Ver-

fahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies notwendig ist, um den verbindlichen 

Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen (vgl. BGE 143 IV 214, Erw. 5.2.1 mit 

Hinweisen). Bei Abweisung der Beschwerde dürfen daher diese Punkte nicht neu beurteilt 

werden. Die Vorinstanz ist vielmehr in ihrem neuen Entscheid an die rechtliche Begründung 

des Bundesgerichts gebunden (vgl. NIKLAUS SCHMID/DANIEL JOSITSCH, Handbuch des 

schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl., Rz. 1713, unter Hinweis u.a. auf BGer 

6B_161/2009 vom 7. Mai 2009 in RS 2009 Nr. 625). Dabei sind allerdings auch jene Punkte 

des ursprünglichen Urteils neu zu beurteilen, die bei unveränderter Übernahme ins neue 

Urteil zur Folge hätten, dass das aufgrund des bundesgerichtlichen Entscheids abgeän-

derte Urteil im Ergebnis bundesrechtswidrig wäre (NIKLAUS SCHMID/ DANIEL JOSITSCH, 

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a.a.O.; unter Hinweis auf BGer 6B_372/2011 vom 12. Juli 2011, Erw. 1.1.2; BGE 119 IV 

10). Aufgrund der Bindungswirkung bundesgerichtlicher Rückweisungsentscheide ist es 

dem Berufungsgericht, abgesehen von allenfalls zulässigen Noven, verwehrt, der Beurtei-

lung des Rechtsstreits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder 

die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid 

ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden sind. Strafzu-

messungsgründe können unter Berücksichtigung des Verbots der reformatio in peius neu 

gewürdigt werden (BGE 143 IV 214, Erw. 5.3.3 mit Hinweisen; BGE 135 III 334, Erw. 2 f.; 

vgl. auch JOHANNA DORMANN, Basler Kommentar BGG, 3. Aufl. 2018, Art. 107 N 18; 

NIKLAUS SCHMID/DANIEL JOSITSCH, a.a.O.; unter Hinweis u.a. auf BGE 103 IV 74, 101 IV 

105, MKGE 1988-1996 Nr. 4, BGE 110 IV 116, 113 IV 47). Die letzte kantonale Instanz hat 

bei kassatorischer Gutheissung und Rückweisung eine neue Verhandlung durchzuführen 

oder den Beteiligten sonst in angemessener Form das rechtliche Gehör zu gewähren. Al-

lenfalls ist dem Beschuldigten Gelegenheit zu geben, sich zu äussern (vgl. NIKLAUS 

SCHMID/DANIEL JOSITSCH, a.a.O., unter Hinweis auf BGE 103 Ia 139).  

 

2.1 Vorliegend hat das Bundesgericht im Urteil 6B_1360/2019 vom 20. November 

2020 betreffend die Beschuldigten A.____ und C.____ das kantonsgerichtliche Urteil vom 

25. Februar 2019 hinsichtlich des Schuldspruchs aufgehoben und die Sache an das Kan-

tonsgericht zurückgewiesen, währenddem es betreffend die übrigen Punkte (Ersatzforde-

rungen und Beschlagnahmen) die Beschwerde der Staatsanwaltschaft abgewiesen hat. 

Damit liegt ein teils kassatorischer, teils reformatorischer Entscheid des Bundesgerichts 

vor. Aus den bundesgerichtlichen Erwägungen (vgl. BGer a.a.O., Erw. 2, insb. Erw. 2.4) 

ergibt sich, dass ausschliesslich die rechtliche Würdigung des – verbindlich festgestellten – 

Sachverhalts als Veruntreuung anstatt Diebstahl und folglich die Schuldsprüche gemäss 

den Dispositivziffern I.1 und III.1 des Urteils des Strafgerichts Basel-Landschaft (nachfol-

gend: Strafgericht) vom 15. Dezember 2016 bzw. des Urteils des Kantonsgerichts vom 

25. Februar 2019 Gegenstand der vorliegenden Neubeurteilung zu bilden haben, wobei an 

genannter Stelle explizit ein Schuldspruch wegen Diebstahls anstatt Veruntreuung vorge-

geben worden ist. Aus dem Umstand, dass mit weiterem Urteil des Bundesgerichts 

6B_1361/2019 vom 20. November 2020 betreffend den Beschuldigten B.____ dessen Be-

schwerde wegen Verletzung des Anklagegrundsatzes darum als gegenstandslos geworden 

abgeschrieben worden ist, weil das Urteil des Bundesgerichts im Parallelverfahren 

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6B_1360/2019 vom 20. November 2019 nicht nur die Mitangeklagten von B.____ betrifft, 

sondern sich auch auf diesen auswirkt (so das Bundesgericht ausdrücklich in seinem Ent-

scheid 6B_1361/2019 vom 20. November 2020, Erw. 2), muss auch betreffend Letztge-

nannten eine erneute rechtliche Würdigung hinsichtlich des verbindlich festgestellten Sach-

verhalts vorgenommen und dementsprechend Dispositiv-Ziffer II.1 des Urteils des Strafge-

richts vom 15. Dezember 2016 bzw. des Urteils des Kantonsgerichts vom 25. Februar 2019 

erneut beurteilt werden (vgl. bereits Instruktionsverfügung des Kantonsgerichts vom 25. Ja-

nuar 2021), zumal das Bundesgericht an genannter Stelle klar und deutlich darauf hinge-

wiesen hat, dass der Beschuldigte B.____ den durch das Kantonsgericht mit Urteil vom 

25. Februar 2019 festgestellten Sachverhalt nicht angefochten hat. Insofern der Beschul-

digte B.____ nunmehr vor den Schranken des Kantonsgerichts Ausführungen zum Sach-

verhalt wie auch zur rechtlichen Würdigung macht (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantons-

gericht, S. 5, 8-10), kann er damit nicht gehört werden. Hingegen gilt es, die Strafzumes-

sung betreffend alle drei Beschuldigten vollständig neu vorzunehmen (betrifft dieselben Dis-

positiv-Ziffern), wobei das Verbot der reformatio in peius angesichts des auch seitens der 

Staatsanwaltschaft eingelegten Rechtsmittels nicht gilt (vgl. Art. 391 Abs. 2 StPO), sowie 

über die Kosten des vorliegenden Neubeurteilungsverfahrens zu entscheiden. 

 

2.2 In casu ist nicht ersichtlich, dass eine unveränderte Übernahme der ursprünglich 

beurteilten Punkte in Verbindung mit den bundesgerichtlichen Vorgaben im Ergebnis zu 

einem bundesrechtswidrigen Urteil führen würde. Darum bilden teilweise entgegen der Auf-

fassung der Staatsanwaltschaft wie auch des Beschuldigten B.____ hinsichtlich des Urteils 

des Strafgerichts vom 15. Dezember 2016 mit Blick auf das Dispositiv im Urteil des Kan-

tonsgerichts vom 25. Februar 2019 nicht mehr Gegenstand des vorliegenden Neubeurtei-

lungsverfahrens: der Verzicht auf den Widerruf von Vorstrafen betreffend A.____ und 

C.____ (Dispositiv-Ziffern I.2 und III.2 des vorinstanzlichen Urteils), die Entscheide über die 

Zivilforderungen (Dispositiv-Ziffern V.1.a, b, c, e und f des vorinstanzlichen Urteils), der Ent-

scheid über die Kontosperren betreffend A.____ und die Anrechnung der Kontoguthaben 

an die erstinstanzlichen Verfahrenskosten (Dispositiv-Ziffern V.2.a und c des vorinstanzli-

chen Urteils), der Entscheid über die Beschlagnahmen der Grundstücke betreffend A.____ 

und C.____ (Dispositiv-Ziffern V.3.a und b des vorinstanzlichen Urteils), die Verurteilung 

der Beschuldigten zur Zahlung von Ersatzforderungen (Dispositiv-Ziffern V.6.a, b und c des 

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vorinstanzlichen Urteils), die Kosten des Strafgerichts (Dispositiv-Ziffer 7 des vorinstanzli-

chen Urteils), die Kosten der amtlichen Verteidigungen vor Strafgericht (Dispositiv-Ziffer 8 

des vorinstanzlichen Urteils) sowie die Mitteilungen (Dispositiv-Ziffer 10 des vorinstanzli-

chen Urteils). Ebenso wenig können im vorliegenden Neubeurteilungsverfahren hinsichtlich 

des Urteils des Kantonsgerichts vom 25. Februar 2019 berücksichtigt werden: der Kosten-

entscheid betreffend das erste Berufungsverfahren (Dispositiv-Ziffer II.1 des kantonsge-

richtlichen Urteils), der Kostenentscheid betreffend die Begutachtung von A.____ (Disposi-

tiv-Ziffer II.2 des kantonsgerichtlichen Urteils), der Entscheid über die Kontosperren betref-

fend A.____ und die Anrechnung der Kontoguthaben an die zweitinstanzlichen Verfahrens-

kosten (inkl. Gutachterkosten) (Dispositiv-Ziffer II.3 des kantonsgerichtlichen Urteils), der 

Kostenentscheid betreffend die amtliche Verteidigung von C.____ vor Kantonsgericht (Dis-

positiv-Ziffer II.4.a des kantonsgerichtlichen Urteils) sowie der Kostenentscheid betreffend 

die Privatverteidigung von B.____ vor Kantonsgericht (Dispositiv-Ziffer II.4.c des kantons-

gerichtlichen Urteils). Es wird vielmehr festgestellt, dass das Urteil des Kantonsgerichts Ba-

sel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 25. Februar 2019 bezüglich der obgenannten 

Dispositiv-Ziffern in Rechtskraft erwachsen ist, was hinsichtlich eines Teils dieses Urteils 

bereits mit Verfügungen des Kantonsgerichts vom 15. März 2021 und 14. April 2021 kon-

statiert worden ist. 

 

 

III. Die angefochtenen Punkte im Einzelnen 

1. Gewerbsmässiger bzw. mehrfacher Diebstahl 

1.1 Die Staatsanwaltschaft hat in ihrer Berufungsbegründung vom 21. Januar 2021 

sowohl betreffend A.____ als auch betreffend C.____ das Rechtsbegehren gestellt, diese 

seien des gewerbsmässigen Diebstahls schuldig zu erklären. Zur Begründung hat die An-

klagebehörde auf das Urteil des Bundesgerichts 6B_1360/2019 vom 20. November 2020 

verwiesen. In Bezug auf B.____ hat die Anklagebehörde in ihrer Berufungsantwort vom 

23. April 2021 den Antrag gestellt, dieser sei des mehrfachen Diebstahls schuldig zu spre-

chen; dies gestützt auf das Urteil des Bundesgerichts 6B_1361/2019 vom 20. November 

2020. Vor Kantonsgericht hält die Anklagebehörde an diesen Anträgen fest (vgl. Prot. 

Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 5 f.). 

 

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1.2 Demgegenüber hat der Beschuldigte A.____ in seiner Berufungsbegründung vom 

12. März 2021 zunächst grundsätzlich an einem vollumfänglichen Freispruch von der An-

klage des gewerbsmässigen Diebstahls festgehalten. Vor Kantonsgericht schränkt der Be-

schuldigte seine Rüge dahingehend ein, dass den bundesgerichtlichen Vorgaben entspre-

chend ein Schuldspruch wegen (gewerbsmässigen) Diebstahls zu ergehen, wohl aber eine 

Strafreduktion zu erfolgen habe (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 6). 

 

1.3 Der Beschuldigte B.____ hat in seiner Berufungsbegründung vom 12. März 2021 

ebenfalls sein Rechtsbegehren, wonach er vom Vorwurf des mehrfachen Diebstahls freizu-

sprechen sei, sekundiert. Vor Kantonsgericht bleibt der Beschuldigte bei diesem Antrag 

(vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 8 f.). 

 

1.4 Schliesslich hat der Beschuldigte C.____ in seiner Berufungsbegründung vom 

5. Februar 2021 ausgeführt, er sei angesichts des bundesgerichtlichen Verdikts anstatt der 

Veruntreuung des gewerbsmässigen Diebstahls schuldig zu sprechen. Vor Kantonsgericht 

hält er daran fest, weist aber gleichwohl darauf hin, dass es sich vorliegend nicht um einen 

klassischen Fall von Diebstahl handle (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 9). 

 

1.5.1 Der angeklagte Lebenssachverhalt im Sinne des Vorwurfs, welcher den Beschul-

digten gemacht wird, ergibt sich aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft vom 22. De-

zember 2015, den tatsächlichen Feststellungen auf S. 38 ff. des Urteils des Strafgerichts 

vom 15. Dezember 2016 sowie den Erwägungen zum Sachverhalt auf S. 21 ff. des Urteils 

des Kantonsgerichts vom 25. Februar 2019 und wird in den Urteilen des Bundesgerichts 

1360 und 1361/2019 vom 20. November 2020 jeweils im Sachverhalt unter lit. A kurz zu-

sammengefasst dargestellt. Nachdem das Bundesgericht im erstgenannten Urteil, welches 

auch betreffend den Beschuldigten B.____ Wirkung zeitigt (vgl. oben Erw. II.2.1), unter Zu-

grundelegung des durch das Kantonsgericht festgestellten Sachverhalts ausschliesslich die 

rechtliche Würdigung der Vorinstanz bemängelt hat (vgl. BGer a.a.O., Erw. 2, insb. Erw. 

2.4), gelten die vom Anklagevorwurf leicht abweichenden tatsächlichen Feststellungen, wie 

sie im Urteil des Kantonsgerichts vom 25. Februar 2019 gemacht worden sind, als bindend. 

Wie bereits in Erw. II.2.1 dargelegt, können aus diesem Grund Ausführungen der Parteien, 

sofern sie sich auf den festgestellten Sachverhalt beziehen, im Rahmen des vorliegenden 

Neubeurteilungsverfahrens nicht mehr berücksichtigt werden. 

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Somit ist in casu in tatsächlicher Hinsicht im Wesentlichen davon auszugehen, dass 

A.____, C.____ und B.____ in der Zeit vom 1. August 2010 bis zu ihrer fristlosen Kündigung 

am 23. Januar 2015 stellvertretender Geschäftsführer bzw. Geschäftsführer bzw. Sachbe-

arbeiter bei der Q.____AG (Privatklägerin), einem Handelsunternehmen für elektronische 

Artikel, insbesondere für Mobiltelefone und Tablets, waren. Die drei Angestellten waren für 

das Bestellwesen, die Einlagerung, die Konfiguration und den Verkauf der Geräte verant-

wortlich. Die Privatklägerin ist eine Tochtergesellschaft der B____AG, welche zu 100 % 

E.____, dem einzigen Verwaltungsrat der Privatklägerin, gehört. A.____ und C.____ haben 

von Mai 2012 bis Januar 2015 zusammen mit B.____ insgesamt 626 elektronische Geräte 

im Gesamtwert von Fr. 455'397.75 entwendet und an Dritte verkauft. Davon hat A.____ 525 

Geräte, insbesondere Apple iPhones und iPads, im Gesamtwert von Fr. 383'038.75 ent-

wendet und an F.____ zum Preis von insgesamt Fr. 218'500.-- weiterverkauft. C.____ hat 

75 (63+zwölf) Apple iPhones im Gesamtwert von Fr. 55'870.-- (Fr. 46'870.--+Fr. 9'000.--) 

entwendet und grösstenteils an Dritte weiterverkauft. Ferner hat B.____ zwei Apple iPhones 

im Gesamtwert von Fr. 1'489.-- entwendet, wobei er eines für seine Partnerin behalten und 

eines weiterverkauft hat. Schliesslich hat C.____ zusammen mit A.____ weitere 24 Apple 

iPhones im Gesamtwert von Fr. 15'000.-- entwendet und weiterverkauft. Die Täter haben 

die Vorgänge vertuscht, indem sie die Geräte aus der Lagerbuchhaltung ausgebucht oder 

gar nicht erst eingebucht haben. 

 

1.5.2 Wie bereits in Erw. II.2.1 festgestellt, ist das Kantonsgericht auch hinsichtlich der 

rechtlichen Würdigung an das Urteil des Bundesgerichts 6B_1360/2019 vom 20. November 

2020 gebunden. Dieses hielt im Wesentlichen in Erw. 2.1 f. fest, dass sich in casu die 

Staatsanwaltschaft als Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche Qualifikation der Tat-

handlungen der Beschuldigten als Veruntreuung richte; es sei vielmehr der Tatbestand des 

Diebstahls erfüllt. Das Bundesgericht erwog zunächst in theoretischer Hinsicht, dass die 

vorübergehende Verhinderung an der Ausübung der tatsächlichen Sachherrschaft (gelo-

ckerter Gewahrsam) den Gewahrsam nicht aufhebe (BGer a.a.O., Erw. 2.3.1, unter Hinweis 

u.a. auf BGE 112 IV 9, Erw. 2a). Eine Sache könne im Gewahrsam mehrerer Personen 

gleichzeitig stehen, wobei gemeinhin zwischen gleichgeordnetem bzw. gleichrangigem und 

unter- oder übergeordnetem Mitgewahrsam unterschieden werde. Auch der Bruch des Mit-

gewahrsams des anderen stelle einen Bruch fremden Gewahrsams dar; dies gelte jeden-

falls für den Bruch übergeordneten Gewahrsams. Diese Grundsätze gälten auch, wenn 

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dem Täter die Sache, an der er Mitgewahrsam habe, anvertraut sei. Unter welchen Voraus-

setzungen bei einer anvertrauten Sache die Tathandlung rechtlich als Veruntreuung zu wür-

digen sei, sei im Einzelfall zu entscheiden. Massgebend sei, ob der Gewahrsamsbruch oder 

der Vertrauensmissbrauch im Vordergrund stehe. Nach der Rechtsprechung sei, wo der 

Eigentümer der Sache übergeordneten Gewahrsam habe und der Inhaber des untergeord-

neten Gewahrsams jenen breche, Diebstahl anzunehmen. Bei gleichgeordnetem oder 

gleichrangigem Gewahrsam komme, wo das Vertrauenselement im Vordergrund stehe, da-

gegen Veruntreuung in Frage (BGer a.a.O., Erw. 2.3.2, unter Hinweis u.a. auf BGE 101 IV 

33, Erw. 2a; BGer 6B_694/2010 vom 16. Dezember 2010, Erw. 7.3.4). In Bezug auf den 

vorliegenden Fall stellte das Bundesgericht fest, dass das vorinstanzliche Urteil mit der An-

nahme im Rahmen der rechtlichen Würdigung, der einzige Verwaltungsrat der Privatkläge-

rin und mithin deren Organ, E.____, habe keinen Gewahrsam an den elektronischen Gerä-

ten im Lager und insofern keine Herrschaftsmöglichkeit gehabt, Bundesrecht verletze. Die 

Büro- und Lagerräumlichkeiten des Firmengeschäfts hätten die Gewahrsamssphäre der 

Privatklägerin gebildet, zumal der Mietvertrag auch auf sie gelautet habe. Dementspre-

chend hätten sich die Geräte in ihrer Herrschaftsmacht befunden. Dass E.____ nicht über 

einen ständigen Schlüssel zum Lager verfügt habe, führe zu keiner anderen Beurteilung. 

Es treffe zwar zu, dass der Besitz des Schlüssels zur Sicherung der Sache Indikator für den 

Gewahrsam an einer Sache bilde. Im zu beurteilenden Fall bedeute der Umstand, dass die 

Beschuldigten einen Schlüssel zu den Lagerräumlichkeiten gehabt hätten, indes nur, dass 

auch sie Gewahrsam an den eingelagerten Geräten gehabt hätten. Aus dem Umstand, 

dass E.____ selber über keinen ständigen Schlüssel verfügt habe, lasse sich demgegen-

über nicht ableiten, er habe keine Herrschaftsmöglichkeit gehabt, zumal er sich aufgrund 

seiner Position als Vorgesetzter und Weisungsbefugter jederzeit Zugang zu sämtlichen 

Räumlichkeiten der Privatklägerin habe verschaffen können. Dies ergebe sich auch daraus, 

dass die Privatklägerin nach den tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen 

über einen bedienten Abholschalter mit Publikumsverkehr verfügt habe, über den E.____ 

ohne Weiteres Zutritt zum Lager habe erlangen können, was er auch tatsächlich regelmäs-

sig gemacht habe. Ausserdem hätte er ausserhalb der Geschäftszeiten auch mit Hilfe des 

hinterlegten Securitas-Schlüssels die Möglichkeit des Zutritts gehabt. E.____ habe somit 

nach den allgemeinen Anschauungen und den Regeln des sozialen Lebens sowohl inner-

halb als auch ausserhalb der Öffnungszeiten seine Herrschaftsmöglichkeit jederzeit ausü-

ben und über die Geräte verfügen können. Dass er das Lager über einen längeren Zeitraum 

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nicht betreten habe, erlaube angesichts der bestehenden Verhältnisse nicht die Annahme, 

er habe den Gewahrsam an den eingelagerten Gegenständen aufgegeben. Etwas Anderes 

ergebe sich auch nicht aus dem Anstellungsvertrag der Beschuldigten. Daraus folge, dass 

die Privatklägerin und ihr Verwaltungsrat E.____ Mitgewahrsam an den elektronischen Ge-

räten gehabt hätten. Dabei sei aufgrund der Stellung von E.____ von übergeordnetem Mit-

gewahrsam auszugehen. Diesen hätten die Beschuldigten gebrochen, indem sie die einge-

lagerten elektronischen Geräte entwendet hätten. Die Vorinstanz äussere sich zur Herr-

schaftsmöglichkeit über die elektronischen Geräte. Der Herrschaftswille ergebe sich im zu 

beurteilenden Fall im Übrigen schon aus dem generellen Willen, die in einer abgegrenzten 

Herrschaftssphäre befindlichen Gegenstände zu beherrschen, sofern der Gewahrsamsin-

haber jederzeit deren Vorhandensein feststellen könne. Dass E.____ über keinen Schlüssel 

zum Lager verfügt habe, spreche somit angesichts des Umstands, dass er sich als Organ 

der Privatklägerin jederzeit Zutritt zum Lager habe verschaffen können, auch nicht gegen 

seinen Herrschaftswillen. Die Beschuldigten hätten sich des gewerbsmässigen Diebstahls 

schuldig gemacht. Die Beschwerde erweise sich in diesem Punkt als begründet (vgl. BGer 

a.a.O., Erw. 2.4). 

 

1.5.3 Dem obgenannten bundesgerichtlichen Verdikt folgend sowie mit Blick auf die 

mehrfache Tatbegehung und insbesondere die den Beschuldigten im Einzelnen anzulas-

tenden Deliktsbeträge (A.____ Fr. 398'038.75, C.____ 70'870.-- und B.____ Fr. 1'489.--) 

sind somit insofern in Bestätigung der Schuldsprüche gemäss Urteil des Strafgerichts vom 

15. Dezember 2016 die Beschuldigten A.____ und C.____ des gewerbsmässigen Dieb-

stahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Art. 139 Ziff. 2 StGB sowie der Beschuldigte B.____ 

des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.  

 

2. Strafzumessung 

2.1 Allgemeines  

2.1.1 Gemäss Art. 408 StPO fällt die Berufungsinstanz ein neues Urteil, welches das 

erstinstanzliche ersetzt. Dabei hat sie die Strafe nach ihrem eigenen Ermessen festzuset-

zen und muss sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz die einzelnen Strafzumes-

sungsfaktoren gewichtet hat (vgl. BGer 6B_298/2013 vom 16. Januar 2014, Erw. 6.2). 

 

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2.1.2 Laut Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des 

Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wir-

kung der Strafe auf das Leben des Täters. Das Verschulden wird nach der Schwere der 

Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des 

Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der 

Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 

Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). 

 

Die tat- und täterangemessene Strafe ist grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Strafrah-

mens der (schwersten) anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen. Dieser Rahmen ist 

vom Gesetzgeber in aller Regel sehr weit gefasst worden, um sämtlichen konkreten Um-

ständen Rechnung zu tragen. Der vom Gesetzgeber vorgegebene ordentliche Rahmen er-

möglicht in aller Regel, für eine einzelne Tat die angemessene Strafe festzulegen. Er ver-

setzt das Gericht namentlich in die Lage, die denkbaren Abstufungen des Verschuldens zu 

berücksichtigen (vgl. BGer 6B_935/2017 vom 9. Februar 2018, Erw. 2.3; BGE 136 IV 55, 

Erw. 5.8). Bei einem qualifizierten Fall ist zu beachten, dass die Umstände, die zur Anwen-

dung eines höheren Strafrahmens führen, innerhalb des geänderten Strafrahmens nicht 

noch einmal als Straferhöhungsgründe berücksichtigt werden dürfen (sogenanntes Doppel-

verwertungsverbot; BGE 118 IV 342, Erw. 2b). Demgegenüber ist das Gericht nicht daran 

gehindert, in seine Würdigung miteinzubeziehen, in welchem Ausmass ein qualifizierender 

Tatumstand gegeben ist (BGE 141 IV 61, Erw. 6.1.3; 120 IV 67, Erw. 2b; 118 IV 342, Erw. 

2b). Ausgehend von der objektiven Tatschwere, beschreibend die Tat, wie sie nach aussen 

in Erscheinung tritt und diese objektiv festgestellten Tatsachen bewertend, hat das Gericht 

die subjektive Tatschwere, also den Vorwurf, der einem bestimmten Täter für den von ihm 

begangenen Rechtsbruch gemacht wird, einzustufen und zu bewerten, ob durch diese die 

objektive Tatschwere reduziert, bestätigt oder erhöht werden soll. Es hat gemäss Art. 50 

StGB im Urteil darzutun, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhö-

henden Gründe im konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des 

Tatverschuldens zu gelangen (vgl. BGE 136 IV 55, Erw. 5.5; BGE 144 IV 313, Erw. 1.2; 

HANS MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2. Aufl., Rz. 77 ff., 142 ff., 154 ff., 159 ff. und 277 

f., m.w.H.). Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiede-

nen Strafzumessungsfaktoren veranschlagt. Das Gericht ist nicht gehalten, in Zahlen oder 

Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungskriterien berücksichtigt (vgl. 

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BGE 136 IV 55, Erw. 5.6, unter Hinweis u.a. auf BGE 127 IV 101, Erw. 2c, mit Hinweisen). 

Das Tatverschulden ist im Urteil zu qualifizieren und ausdrücklich zu benennen, wobei von 

einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist (sehr leicht, leicht, 

nicht mehr leicht, mittelschwer, schwer, sehr schwer). Im Übrigen betont das Bundesgericht 

in seiner Rechtsprechung, dass die Formulierung des Verschuldens und die Festsetzung 

des Strafmasses auch begrifflich im Einklang stehen müssen (BGer 6B_1096/2010 vom 

7. Juli 2011, Erw. 4.1; BGer 6B_859/2013 vom 2. Oktober 2014, Erw. 4.2 f.; HANS MATHYS, 

a.a.O., Rz. 277). Die verschuldensangemessene Strafe kann sodann aufgrund von Um-

ständen, die mit der Tatbegehung an sich nichts zu tun haben, herabgesetzt werden. Es 

geht um Faktoren, die beim Täter liegen und geeignet sind, ihn im Hinblick auf die Höhe 

der Strafe zu belasten oder zu entlasten. Sie werden allgemein als Täterkomponenten be-

zeichnet. Wesentlich sind insbesondere das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse, das 

Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren sowie die Strafempfindlichkeit des Täters (vgl. 

Art. 47 Abs. 1 StGB sowie HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 309 ff., m.w.H.). Sind mehrere Täter 

zu beurteilen, so ist jeder seinem eigenen Verschulden entsprechend zu behandeln. Ein an 

der Tat Beteiligter ist nach Massgabe seiner eigenen Schuld und nicht nach derjenigen der 

andern zu bestrafen (HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 152, unter Hinweis auf BGE 87 IV 49, Erw. 

2). 

 

Schliesslich gilt es zu beachten, dass bei der Wahl der Sanktionsart aufgrund des Vorrangs 

der Geldstrafe gegenüber einer Freiheitsstrafe (vgl. STEFAN TRECHSEL/STEFAN KELLER, 

Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl., Art. 41 N 1, m.w.H.) das Aus-

sprechen einer Freiheitsstrafe anstelle einer Geldstrafe gemäss Art. 41 StGB an gewisse 

Voraussetzungen geknüpft und zudem durch das Gericht näher zu begründen ist. Ob im zu 

beurteilenden Einzelfall eine Geld- oder Freiheitsstrafe auszusprechen ist, beurteilt sich ge-

mäss Art. 47 StGB nach dem Ausmass des (Einzeltat-) Verschuldens (BGE 144 IV 217, 

Erw. 3.3.1). Bei der Wahl der Sanktionsart sind als wichtigste Kriterien die Zweckmässigkeit 

einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld so-

wie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (vgl. BGE 134 IV 97, Erw. 4.2; 134 IV 82, 

Erw. 4.1). 

 

2.1.3 Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für meh-

rere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten 

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Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten 

Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen und ist an das gesetzliche Höchstmass der 

Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Die Deliktsmehrheit gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB 

führt zwar grundsätzlich nicht zu einer Erhöhung des Strafrahmens, ist aber innerhalb des 

ordentlichen Rahmens strafschärfend zu gewichten (vgl. BGE 136 IV 55, Erw. 5.8). Grund-

sätzlich kann das Gericht nur auf eine Gesamtfreiheitsstrafe erkennen, wenn es für jede 

Tat eine Freiheitsstrafe ausfällen würde (konkrete Methode, BGE 138 IV 120, Erw. 5.2, mit 

Hinweisen). Treffen ungleichartige Strafen zusammen, wie etwa Freiheitsstrafe und Geld-

strafe oder Geldstrafe und Busse, so müssen sie nebeneinander verhängt, d.h. kumuliert 

werden (BGer 6B_323/2010 vom 23. Juni 2010, Erw. 2.2). Das Bundesgericht hält in sei-

nem Entscheid 6B_483/2016 vom 30. April 2018 unter Hinweis auf den Gesetzgeber auch 

nach der Änderung des Sanktionenrechts ausdrücklich am Prinzip der Zulässigkeit einer 

Gesamtstrafe nur bei gleichartigen Strafen unter Anwendung der konkreten Methode fest 

(BGer a.a.O., Erw. 3.3.4 und 3.5.4). Weiter bekräftigt das Bundesgericht die Ungleichartig-

keit von Freiheitsstrafe und Geldstrafe (BGer a.a.O., Erw. 3.3.3; ebenso BGer 6B_523/2018 

vom 23. August 2018, Erw. 1.2.2). Das Gesetz sieht somit in Art. 49 Abs. 1 StGB bei meh-

reren gleichartigen Strafen eine Asperation und nicht eine Kumulation vor; es gilt das Straf-

schärfungsprinzip (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 280, 480). Zum methodischen Vorgehen 

präzisiert das Bundesgericht, dass in einem ersten Schritt die Einzelstrafen für die konkre-

ten Delikte festzulegen sind und anschliessend geprüft werden muss, aus welchen Einzel-

strafen Gesamtstrafen zu bilden sind. Im Rahmen der Gesamtstrafenbildung ist auch dem 

Verhältnis der einzelnen Taten untereinander, ihrem Zusammenhang, ihrer grösseren oder 

geringeren Selbstständigkeit sowie der Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten 

Rechtsgüter und Begehensweisen Rechnung zu tragen. Dabei gilt der Grundsatz, dass der 

Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Delikts geringer zu veranschlagen ist, wenn Delikte 

zeitlich, sachlich und situativ in einem engen Zusammenhang stehen (HANS MATHYS, 

a.a.O., Rz. 500, unter Hinweis auf BGer 6B_905/2018 vom 7. Dezember 2018, Erw. 4.3.3; 

BGE 144 IV 217, Erw. 3.5.4). Diesen Vorgaben ist bei der Bildung einer Gesamtstrafe in 

einem ersten Schritt der Strafrahmen ausgehend von der abstrakt höchsten Strafdrohung 

für die schwerste Straftat zu bestimmen und sodann die Einsatzstrafe für diese Tat, unter 

Einbezug aller straferhöhenden und strafmindernden Umstände, innerhalb dieses Strafrah-

mens festzusetzen (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 484, unter Hinweis auf BGE 144 IV 217, 

Erw. 3.5.1; 116 IV 300, Erw. 2c/bb und cc). In einem zweiten Schritt ist die Strafe für das 

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schwerste Delikt zu bestimmen; sie wird als Einsatzstrafe bezeichnet (HANS MATHYS, 

a.a.O., Rz. 487). Die Höhe der Einsatzstrafe ist im Urteil ausdrücklich zu beziffern. Dem 

Entscheid muss entnommen werden können, welche Straftaten wie gewichtet wurden. An-

dernfalls ist die Gesamtstrafe im Ergebnis nicht überprüfbar (HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 491, 

unter Hinweis u.a. auf BGE 144 IV 217, Erw. 3.5.3). In einem dritten Schritt ist die Einsatz-

strafe angemessen zu erhöhen. Dies setzt voraus, dass die (denkbaren) Strafen der weite-

ren Delikte bekannt sind. Namentlich im Interesse der Überprüfbarkeit der Gesamtstrafe 

hat sich das Gericht auch darüber auszusprechen, wie jedes zusätzliche Delikt einzeln 

sanktioniert würde (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 492, unter Hinweis auf BGE 142 IV 265, 

Erw. 2.4.3; BGer 6B_1321/2017 vom 26. April 2018, Erw. 3). Beim Entscheid, in welchem 

Umfang die Strafen für die einzelnen Delikte als Erhöhungsstrafen heranzuziehen sind, ver-

fügt das Gericht über einen weiten Ermessenspielraum. Gleichwohl kann als Leitlinie her-

angezogen werden, dass sich ein zusätzliches Delikt, das keinen Bezug zur Haupttat hat, 

tendenziell stärker straferhöhend auswirkt, währenddem ein Delikt, das einen engen Bezug 

zur Haupttat aufweist, weniger ins Gewicht fällt. Auch kann im Rahmen der Gesamtstrafen-

bildung stärker gewichtet werden, wenn bei den in Frage stehenden Delikten unterschied-

liche Rechtsgüter verletzt werden. Je mehr Delikte zu sanktionieren sind, desto weniger 

wirken sie sich gegenüber der Einsatzstrafe aus (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 502-505). 

Entscheidend ist letztlich eine Gesamtwürdigung (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 501). Die 

damit festgelegte hypothetische Gesamtstrafe ist grundsätzlich in einem letzten Schritt auf-

grund der besonderen Täterkomponenten anzupassen (vgl. Art. 47 Abs. 1 StGB sowie 

HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 309 ff., m.w.H.). Bei der Bestimmung der Täterkomponenten 

kann es sich rechtfertigen, die einzelnen Aspekte gesamthaft für sämtliche begangenen 

Taten zu würdigen, sofern diese für alle Delikte in gleicher oder vergleichbarer Weise Gel-

tung beanspruchen (BGer 6B_865/2009 vom 25. März 2010, Erw. 1.6.1; 6B_496/2011 vom 

19. November 2021, Erw. 4.2).  

 

2.1.4 Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen 

einer andern Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in der Weise, dass 

der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren Handlungen gleichzeitig be-

urteilt worden wären (Art. 49 Abs. 2 StGB). Durch die Bildung einer Zusatzstrafe ist das 

Asperationsprinzip auch bei retrospektiver Konkurrenz gewährleistet. Der Beschuldigte soll 

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damit trotz Aufteilung in mehrere Verfahren gegenüber einem Täter, dessen Taten gleich-

zeitig beurteilt werden, nicht benachteiligt und so weit als möglich auch nicht bessergestellt 

werden (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 521, unter Hinweis auf BGE 138 IV 113, Erw. 3.4.1). 

Im Übrigen sind die Grundsätze der Gesamtstrafe zu beachten; eine Zusatzstrafe ist mithin 

nur bei gleichartigen Strafen möglich (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 523, unter Hinweis auf 

BGE 137 IV 57, Erw. 4.3). Das Gericht, welches die Zusatzstrafe bestimmt, ist an das Erst-

urteil gebunden. Das Ermessen beschränkt sich auf die Asperation zwischen der rechts-

kräftigen Grundstrafe und der Strafe für die noch nicht beurteilten Taten (HANS MATHYS, 

a.a.O., Rz. 527, unter Hinweis auf BGE 142 IV 265, Erw. 2.4.2). Dabei ist die Zusatzstrafe 

die infolge der Asperation mit der Grundstrafe reduzierte Strafe für die neu zu beurteilenden 

Taten. Für deren Bemessung ist zu unterscheiden, ob die Grundstrafe oder die neu zu be-

urteilenden Delikte die schwerste Straftat enthalten. Je nachdem ist die eine Strafe um die 

andere angemessen zu erhöhen oder umgekehrt, was zu einer hypothetischen Gesamt-

strafe führt. Die Differenz zwischen dieser und der Grundstrafe führt zur Zusatzstrafe (vgl. 

HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 528 und 541, unter Hinweis auf BGE 142 IV 265, Erw. 2.4.4). 

 

2.1.5 Den obgenannten Vorgaben zur Strafzumessung folgend sowie unter Berücksich-

tigung sämtlicher, bis zum Urteilszeitpunkt vorliegender Umstände, ist die Strafzumessung 

betreffend die drei Beschuldigten mit Blick auf die Schuldsprüche in der Reihenfolge 

A.____, C.____ und B.____ unten stehend wie folgt vorzunehmen: 

 

2.2 A.____  

2.2.1 A.____ wurde durch das Strafgericht wegen gewerbsmässigen Diebstahls, bezo-

gen auf einen Deliktsbetrag von Fr. 398'038.75, zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheits-

strafe von 2 Jahren und 9 Monaten, davon 9 Monate unbedingt, bei einer Probezeit von 

3 Jahren für den bedingten Teil der Strafe, sowie unter Anrechnung der vom 23. Januar 

2015 bis zum 19. Februar 2015 ausgestandenen Untersuchungshaft von 27 Tagen, verur-

teilt (vgl. S. 60-62 des angefochtenen Urteils). 

 

2.2.2 Die Staatsanwaltschaft hat in ihrer Berufungsbegründung vom 21. Januar 2021 

sowie in ihrer Berufungsantwort vom 23. April 2021 das Rechtsbegehren gestellt, A.____ 

sei zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten, davon 16 

Monate unbedingt, bei einer Probezeit von 3 Jahren für den bedingten Teil der Strafe, zu 

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verurteilen, dies unter Anrechnung der vom 23. Januar 2015 bis zum 19. Februar 2015 

ausgestandenen Untersuchungshaft von 27 Tagen. Zur Begründung hat die Anklagebe-

hörde zunächst in allgemeiner Weise geltend gemacht, der Strafrahmen beim gewerbsmäs-

sigen Diebstahl sehe eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren oder Geldstrafe nicht unter 

90 Tagessätzen vor, währenddem bei Veruntreuung lediglich eine Freiheitsstrafe von bis 

zu 5 Jahren oder Geldstrafe (bzw. in Beachtung des Asperationsprinzips 7 ½ Jahren) drohe. 

Daher sei eine höhere Strafe auszusprechen als die im Urteil des Kantonsgerichts vom 

25. Februar 2019 gefällte. In Bezug auf A.____ wirke sich aber in Anwendung von Art. 19 

Abs. 2 StGB die vom Kantonsgericht anerkannte Spielsucht und die dadurch leicht vermin-

derte Steuerungsfähigkeit im Tatzeitpunkt aus. Daher rechtfertige sich eine Strafminderung 

im Umfang von 9 Monaten von den ursprünglich beantragten 3 Jahren und 6 Monaten auf 

2 Jahre und 9 Monate. 

 

In ihrem Parteivortrag vor Kantonsgericht präzisiert die Anklagebehörde ihre Anträge inso-

fern, als aufgrund der langen Zeit seit der Tat sowohl des Wohlverhaltens für A.____ eine 

bedingte Freiheitsstrafe von 2 Jahren begehrt wird (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantons-

gericht, S. 6). 

 

2.2.3 In seinem Parteivortrag vor Kantonsgericht macht der Verteidiger von A.____ gel-

tend, eine Erweiterung des Strafrahmens führe nicht automatisch zu einer höheren Strafe; 

es sei vielmehr eine Beurteilung nach dem Einzelfall vorzunehmen. Hinsichtlich des sub-

jektiven Tatverschuldens seien die Suchtkrankheit als Hauptmotiv der Delinquenz, die nicht 

speziell hohe kriminelle Energie sowie ein leichtes Verschulden zu veranschlagen. Die 

Strafmilderung aufgrund der Suchtkrankheit habe mindestens 26 % zu betragen. Auch die 

gezeigte Geständigkeit, Reue und Wiedergutmachung seien signifikante Faktoren. Zudem 

sei mit sieben Jahren eine lange Zeit verstreichen, innerhalb welcher der Beschuldigte de-

liktsfrei gelebt habe. Schliesslich liege eine Verletzung des Beschleunigungsgebots vor, da 

der Fall sowohl beim Straf- als auch beim Kantonsgericht zu lange liegengeblieben sei. Der 

Fall sei überschaubar und das Verfahren stelle für den Beschuldigten immer noch eine 

grosse Belastung dar. Der Beschuldigte habe sein Leben inzwischen neu organisiert und 

insbesondere seine Spielsucht nach vier Jahren Therapie überwunden. Sein Leben habe 

das Strafverfahren quasi überholt. Ein Strafvollzug wäre nunmehr geradezu absurd. Daher 

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sei der Beschuldigte wegen gewerbsmässigen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von ma-

ximal 2 Jahren zu verurteilen, dies bei einem bedingten Vollzug, einer minimalen Probezeit 

von 2 Jahren sowie unter Anrechnung der ausgestandenen Haft (vgl. Prot. Hauptverhand-

lung Kantonsgericht, S. 6 f.). 

 

2.2.4.1 A.____ wird im Neubeurteilungsverfahren des gewerbsmässigen Diebstahls schul-

dig erklärt.  

 

2.2.4.2 Was die Sanktionsarten und den Strafrahmen angeht, so sieht gewerbsmässiger 

Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Art. 139 Ziff. 2 StGB Geldstrafe bis zu 90 Tagess-

ätzen oder Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren vor. Aussergewöhnliche Umstände, die ein Ver-

lassen dieses Strafrahmens gebieten würden, liegen keine vor. Die Strafe ist demnach in-

nerhalb des ordentlichen Rahmens festzusetzen. 

 

2.2.4.3 Davon ausgehend sind zunächst die objektiven Tatkomponenten zu berücksichti-

gen, zu welchen das Ausmass der Verletzung und der Gefährdung des Rechtsgutes sowie 

die Art und Weise des Tatvorgehens zu zählen sind (vgl. Art. 47 Abs. 2 StGB sowie HANS 

MATHYS, a.a.O., Rz. 89 ff., 96 ff., m.w.H.). Dem Beschuldigten ist ein sehr hoher Deliktsbe-

trag von Fr. 398'038.75, welchen er in einem Zeitraum von fast drei Jahren (10. Mai 2012 

bis 13. Januar 2015) erzielt hat, anzulasten. Dementsprechend hoch war auch der gegen-

über der Privatklägerin angerichtete Schaden. Sein deliktisches Handeln bezog sich auf 

525 elektronische Geräte. Dabei ist ihm im Einklang mit der Vorinstanz (vgl. S. 60 des straf-

gerichtlichen Urteils vom 15. Dezember 2016) ein verwerfliches Verhalten und ein planmäs-

siges Vorgehen vorzuwerfen. So manipulierte der Beschuldigte die Lagerbuchhaltung auf 

ausgeklügelte und systematische Weise, um das Auffliegen der Delikte zu verhindern bzw. 

so lange wie möglich hinauszuzögern. Er verhielt sich auch gegenüber der Privatklägerin, 

seiner Arbeitgeberin, insofern rücksichtslos, als er ungeachtet seiner guten Anstellung als 

stellvertretender Geschäftsführer mit entsprechender guter Entlöhnung gerade das ihm ent-

gegen gebrachte Vertrauen – er verfügte über eine überaus freie Hand an seinem Arbeits-

platz – arg missbraucht hat, was verschuldenserhöhend zu berücksichtigen ist. Hinzu 

kommt, dass er im Verhältnis zu den Mitbeschuldigten als eigentlicher Drahtzieher der vor-

liegend zu beurteilenden Delikte zu bezeichnen ist. Nachdem keine weiteren verschuldens-

erhöhenden oder tatschuldmindernden Umstände ersichtlich sind, ist insgesamt sowie mit 

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Blick auf andere mögliche Begehungsformen von gewerbsmässigem Diebstahl das objek-

tive Tatverschulden als mittelschwer einzustufen. Eine Geldstrafe, die gesetzlich auf höchs-

tens 180 Tagessätze, entsprechend 6 Monaten, begrenzt ist (vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB), wird 

diesem Verschulden nicht gerecht und kommt somit nicht in Frage. Vielmehr rechtfertigt 

sich auch mit Blick auf den Strafrahmen eine tatangemessene Strafe von 45 Monaten, ent-

sprechend 3 Jahren und 9 Monaten Freiheitsstrafe. 

 

2.2.4.4 Die subjektiven Tatkomponenten umfassen insbesondere die Beweggründe und die 

sog. kriminelle Energie des Täters (vgl. Art. 47 Abs. 2 StGB sowie HANS MATHYS, a.a.O., 

Rz. 144 ff., 148 ff., m.w.H.). Im Rahmen derselben ist vorliegend von einem direkten Vor-

satz und Bereicherungsabsicht auszugehen, was als tatbestandsimmanent und folglich 

neutral zu bewerten ist. Die vom Beschuldigten ausgehende kriminelle Energie ist hingegen 

als ausgeprägt zu bezeichnen. Dem Beschuldigten ist zwar einerseits anzulasten, dass er 

ohne finanzielle Not zur Befriedigung eines luxuriösen Lebens zum Nachteil seiner Arbeit-

geberin delinquiert hat. Andererseits ist entgegen den vorinstanzlichen Feststellungen (vgl. 

S. 60 f. des strafgerichtlichen Urteils vom 15. Dezember 2016) die zwischenzeitlich attes-

tierte Spielsucht des Beschuldigten zu berücksichtigen. Demnach wurde beim Beschuldig-

ten eine schwere Störung durch Glücksspielen, welche sich leicht mindernd auf die Steue-

rungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt ausgewirkt hat, diagnostiziert (vgl. Gutachten von Prof. 

Dr. med. G.____ vom 5. Juli 2018, S. 37 f.). Somit war die Delinquenz des Beschuldigten 

auch durch diese Spielsucht motiviert. Dieser Umstand wirkt sich in Anwendung von Art. 19 

Abs. 2 StGB straf- und verschuldensmildernd aus, wobei vorliegend ein Ausmass von ca. 

25 % als angemessen anzusehen ist. Alle übrigen subjektiven Tatkomponenten beeinflus-

sen das oben festgestellte, mittelschwere Verschulden hingegen nicht. Angesichts dessen 

ist die Strafe von 45 Monaten um 12 Monate auf 33 Monate, entsprechend 2 Jahren und 9 

Monaten Freiheitsstrafe, herabzusetzen. 

 

2.2.4.5 Die oben festgelegte Strafe ist grundsätzlich in einem letzten Schritt aufgrund der 

besonderen Täterkomponenten anzupassen (vgl. Erw. 2.1.2).  

 

Hinsichtlich des Vorlebens von A.____ ist zunächst auf die Darstellungen auf S. 61 des 

strafgerichtlichen Urteils vom 15. Dezember 2016 sowie S. 64 des kantonsgerichtlichen 

Urteils vom 25. Februar 2019 zu verweisen. Negativ hervorzuheben ist eine einschlägige 

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Vorstrafe, welche zum Tatzeitpunkt bestand. So wurde A.____ mit Strafbefehl der Staats-

anwaltschaft Basel-Landschaft, ehemals Hauptabteilung Arlesheim, vom 8. Mai 2012 we-

gen Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Diebstahl und mehrfachen Diebstahls neben ei-

ner Busse von Fr. 2'500.-- zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 90 Tagessätzen 

zu je Fr. 150.--, bei einer Probezeit von 2 Jahren, verurteilt. Vorstrafen wirken sich nach 

konstanter Praxis straferhöhend aus, was zu keiner unzulässigen Doppelbestrafung führt. 

Wer ungeachtet früherer Verurteilungen wiederum straffällig wird, erscheint als unbelehrbar 

und uneinsichtig. Aus der neuen Delinquenz darf auf eine Gleichgültigkeit oder gar Rechts-

feindlichkeit geschlossen werden. Denn die Gültigkeit der Rechtsnormen ist dem Beschul-

digten bereits persönlich verdeutlicht worden. Als Wiederholungstäter kennt er die Schäd-

lichkeit seines Tuns wie auch die entsprechende soziale Missbilligung (vgl. HANS MATHYS, 

a.a.O., Rz. 320, unter Hinweis auf BGE 105 IV 225, Erw. 2; BGer 6B_1053/2016, 

6B_1058/2016 vom 18. Mai 2017, Erw. 6.3.2; 6B_325/2013 vom 13. Juni 2013, Erw. 3.2.3). 

Hierbei wirken sich weit zurückliegende und nicht einschlägige Vorstrafen nur geringfügig 

straferhöhend aus, während nicht weit zurückliegende und einschlägige Vorstrafen erheb-

lich straferhöhend ins Gewicht fallen, da sie eine besondere Unbelehrbarkeit und Unein-

sichtigkeit indizieren (HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 322 f., unter Hinweis auf 

BGer 6S.199/2004 vom 27. April 2005, Erw. 3.3). Indem vorliegend der Beschuldigte ge-

rade einmal zwei Tage nach Erlass des Urteils vom 8. Mai 2012 sowie während dessen 

Probezeit erneut einschlägig straffällig geworden ist, hat er sich in besonderem Mass als 

unbelehrbar und uneinsichtig gezeigt hat. Nichtsdestotrotz ist aber auch diesbezüglich die 

attestierte Spielsucht zu beachten. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände erscheint 

es angemessen, die in Erw. 2.4.4.4 auf 33 Monate festgesetzte Strafe angesichts der Vor-

strafe um 3 Monate auf 36 Monate, entsprechend 3 Jahren Freiheitsstrafe, zu erhöhen. 

 

Betreffend die aktuellen persönlichen Verhältnisse führt der Beschuldigte vor den Schranken 

des Kantonsgerichts aus, er lebe immer noch allein im Haushalt. Nun sei er bei der Firma 

L.____AG für Quality Management und Sicherheit angestellt. Sein Einkommen betrage 

Fr. 5'700.-- mal 13. Sein Vorgesetzter wisse über das Verfahren Bescheid und stehe hinter 

ihm. Er habe nur noch bei seinen Eltern Schulden, zudem laste noch eine Hypothek von 

Fr. 450'000.-- auf seiner Liegenschaft in Aesch. Sein soziales Umfeld habe sich erweitert; 

neben seiner Familie habe er auch aus der Arbeit soziale Beziehungen. Er gehe arbeiten, 

verrichte seinen Haushalt, helfe seinen Eltern und gehe am Wochenende aus oder bleibe 

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zuhause. Gesundheitlich gehe es ihm heute im Vergleich zu früher gut und er fühle sich 

stabil. Er habe nur noch selten Schlafprobleme und seine Spielsucht sei "schon lange erle-

digt". Die Behandlung bei H.____ habe bis Dezember 2019 gedauert. Er sei immer noch in 

den Casinos gesperrt. Vor den Schranken reicht der Beschuldigte einen Lohnausweis für das 

Jahr 2021, ein Zwischenzeugnis der L.____AG vom 23. März 2022 sowie eine vom 24. März 

2022 datierende Bestätigung der Psychiatrie Baselland über die suchttherapeutische Be-

handlung vom 25. Februar 2015 bis zum 17. Dezember 2019 ein (vgl. Prot. Hauptverhand-

lung Kantonsgericht, S. 3 f.). Daraus gehen im Wesentlichen ein Bruttoeinkommen im Jahr 

2021 von Fr. 72'000.--, eine sehr positive Beurteilung durch den aktuellen Arbeitgeber sowie 

eine Überwindung der Spielsucht mit zunehmender psychischer Stabilität und sozialer In-

tegration hervor. Es ist mithin festzustellen, dass sich die persönlichen Verhältnisse des Be-

schuldigten, d.h. in Bezug auf die soziale, berufliche, gesundheitliche und finanzielle Lage, 

im Vergleich zur Situation zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils wie auch des ersten 

kantonsgerichtlichen Urteils vom 25. Februar 2019 noch weiter stabilisiert hat und nunmehr 

einem Normalzustand entspricht. Insgesamt sind die persönlichen Verhältnisse als neutral 

zu werten. 

 

Was sodann das Nachtatverhalten des Beschuldigten betrifft, so sind die seitens von A.____ 

gezeigte Geständigkeit, Reue und Kooperationsbereitschaft positiv anzurechnen (vgl. HANS 

MATHYS, a.a.O., Rz. 363, unter Hinweis auf BGer 6B_891/2017 vom 20. Dezember 2017, 

Erw. 3.5.2). In besonderem Mass spricht zu Gunsten des Beschuldigten, dass dieser den 

angerichteten Schaden inzwischen wieder gut gemacht hat, was als klarer Ausdruck von 

Reue zu werten ist (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 336, unter Hinweis auf BGer 

6B_1050/2017 vom 20. Dezember 2017, Erw. 2). So geht aus der bereits mit Berufungsbe-

gründung vom 17. April 2018 beigelegten Vereinbarung zwischen A.____ und der Privatklä-

gerin vom 12. resp. 20. Juli 2017 hervor, dass die Privatklägerin nach Bezahlung eines Be-

trages von Fr. 225'000.-- als Abgeltung allfälliger Schadenersatz- und Genugtuungsansprü-

che sämtliche Strafanträge gegen A.____ zurückzieht sowie das Desinteresse an der Straf-

untersuchung gegen A.____ erklärt. Zudem bestehen keine weiteren Forderungen oder An-

sprüche zwischen den Parteien. Zwar trifft der Hinweis des Verteidigers vor Kantonsgericht, 

wonach die Privatklägerin nunmehr im Verfahren gegen den Beschuldigten A.____ nicht 

mehr als Zivil- oder Strafklägerin auftritt (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 6), 

zu. Der Entscheid über die Zivilforderung der Privatklägerin gegenüber A.____ wurde denn 

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auch bereits mit Urteil des Kantonsgerichts vom 25. Februar 2019 (Dispositiv-Ziffer V.1) ent-

sprechend angepasst. Jedoch hat die obgenannte Vereinbarung in casu mit Blick auf die 

übrigen Beschuldigten keine Änderung des Rubrums des vorliegenden Urteils zur Folge. So-

dann ist zu berücksichtigen, dass seit der Tatbegehung in den Jahren 2012 bis 2015 nun-

mehr über sieben Jahre und seit dem erstinstanzlichen Urteil im Jahr 2016 über fünf Jahre 

vergangen sind, in denen sich der Beschuldigte wohl verhalten hat, auch wenn dieser Um-

stand in der Regel keine besondere Leistung, sondern eine Selbstverständlichkeit darstellt. 

Wie bei der Vorstrafenlosigkeit wäre es wenig überzeugend, ein negatives Verhalten zulas-

ten und ein positives Verhalten zugunsten des Beschuldigten zu berücksichtigen. Erneutes 

Delinquieren müsste dementsprechend straferhöhend, Wohlverhalten dagegen strafmin-

dernd gewertet werden. Eine neutrale Gewichtung würde fehlen, was keinen Sinn ergibt (vgl. 

HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 392, unter Hinweis auf die neuere bundesgerichtliche Rechtspre-

chung in BGer 6B_738/2014 vom 25. Februar 2015, Erw. 3.4; 6B_375/2014 vom 28. August 

2014, Erw. 2.6; 6B_364/2014 vom 30. Juni 2014, Erw. 2.4). Zudem ist die bisherige Verfah-

rensdauer von bislang ebenfalls rund sieben Jahren zu berücksichtigen, wobei allerdings 

mangels Verstreichens von zwei Dritteln der Verjährungsfrist von in casu 15 Jahren noch 

kein Strafmilderungsgrund gemäss Art. 48 lit. e StGB vorliegt (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., 

Rz. 339 ff., unter Hinweis u.a. auf BGE 135 IV 12, Erw. 3.6; 92 IV 201, Erw. I; 140 IV 145, 

Erw. 3.1; 132 IV 1, Erw. 6.2). Nicht ausgeschlossen ist aber, dem Beschuldigten bei einer 

weit zurückliegenden Straftat unter Berücksichtigung der konkreten Umstände in Sinne einer 

Strafminderung entgegenzukommen, auch wenn die Voraussetzungen von Art. 48 lit. e StGB 

nicht (vollständig) erfüllt sind (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 343). Sodann ist unter Würdi-

gung aller konkreten Umstände keine Verletzung des Beschleunigungsgebots (vgl. hierzu 

BGE 143 IV 373, Erw. 1.3.1; 130 I 312, Erw. 5.2 mit Hinweisen) auszumachen, wie das Kan-

tonsgericht bereits in seinem Urteil vom 25. Februar 2019 (S. 65 f.) festgestellt hat: Mit Blick 

auf die mittlere Komplexität des vorliegenden Falles dauerten weder die einzelnen Abschnitte 

noch das ganze Verfahren übermässig lange und es sind auch keine nach aussen nicht er-

kennbaren Amtshandlungen seitens der Strafverfolgungsbehörden und Gerichte ersichtlich. 

Unter Berücksichtigung des Nachtatverhaltens, insbesondere der Schadensdeckung, er-

scheint eine weitere Reduktion der Strafe um 12 Monate auf 24 Monate, entsprechend 2 

Jahren Freiheitsstrafe, als angebracht. Schliesslich ist im Einklang mit der Vorinstanz (vgl. 

S. 62 des strafgerichtlichen Urteils vom 15. Dezember 2016) keine erhöhte Strafempfindlich-

keit des Beschuldigten, sei dies unter Berücksichtigung seines Gesundheitszustands oder 

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seiner sozialen Einbettung, festzustellen. Wenn Art. 47 Abs. 1 StGB verlangt, dass das Ge-

richt bei der Strafzumessung die "Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters" berücksich-

tigt, dann geht es hierbei im Wesentlichen um die erhöhte Strafempfindlichkeit. Eine solche 

ist aber nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aus Gründen der Rechtsgleichheit 

nur bei aussergewöhnlichen Umständen zu bejahen (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 351 f., 

unter Hinweis auf BGer 6B_860/2018 vom 18. Dezember 2018, Erw. 5.4; 6B_1001/2016 vom 

3. April 2017, Erw. 1.4.2). In der vorliegenden Konstellation liegen keine derartigen speziellen 

Verhältnisse vor, welche nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung den Anforderungen 

an die Annahme einer besonderen Strafempfindlichkeit genügen würden.  

 

Im Ergebnis rechtfertigen die festgestellten Täterkomponenten somit eine weitere Reduk-

tion der Strafe um 9 Monate auf eine tat- und täterangemessene Strafe von 24 Monaten, 

entsprechend 2 Jahren Freiheitsstrafe. 

 

2.2.4.6 Bei einer Strafhöhe von 2 Jahren stellt sich die Frage nach einem bedingten Straf-

vollzug. 

 

Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe oder einer 

Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe 

nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Ver-

gehen abzuhalten. In formeller Hinsicht ist einzig die Höhe der ausgesprochenen Strafe zu 

berücksichtigen, materiell ist das Fehlen einer ungünstigen Prognose erforderlich, um den 

bedingten Vollzug zu gewähren (vgl. STEFAN TRECHSEL/MARK PIETH, Schweizerisches 

Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl., Art. 42 N 1, 7 ff., mit zahlreichen Hinweisen 

auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). 

 

Das Kantonsgericht hat bereits in seinem Urteil vom 25. Februar 2019 (S. 65) das Fehlen 

einer ungünstigen Prognose betreffend weitere Verbrechen oder Vergehen festgestellt. Da-

ran hat sich Stand heute nicht nur nichts geändert; es ist mit Blick auf die aktuellen Verhält-

nisse des Beschuldigten gar von einer noch weiteren Stabilisierung des Beschuldigten in 

sozialer, gesundheitlicher, beruflicher und finanzieller Hinsicht auszugehen, weshalb sich 

die Legalprognose noch weiter verbessert hat. Hervorzuheben ist, dass A.____ zwischen-

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Seite 23   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zeitlich seine Spielsucht überwunden, dank einer festen Anstellung seine Schulden abge-

baut sowie seine sozialen Bindungen gefestigt hat. Zudem lebt der Beschuldigte seit über 

sieben Jahren deliktsfrei. Die in Erw. 2.4.4.5 genannte Vorstrafe aus dem Jahr 2012 wird 

demnächst zufolge Fristablaufs aus dem Strafregister entfernt (vgl. Art. 369 Abs. 2 StGB). 

Sie liegt zeitlich zu lange zurück, als dass sie noch einen belastenden Einfluss auf die Prog-

nose zeitigen würde. Angesichts dessen kann die gesetzgeberische Vermutung zugunsten 

einer guten Legalbewährungsprognose nicht widerlegt werden. Es ist vielmehr festzustel-

len, dass neben den formellen auch die materiellen Voraussetzungen eines bedingten 

Strafvollzugs gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB fraglos erfüllt sind, weshalb die Freiheitsstrafe 

von 2 Jahren bedingt auszusprechen ist. Aufgrund der nunmehr als durchwegs positiv ein-

zustufenden Bewährungsaussichten sowie des weiteren Zeitablaufs seit dem strafgerichtli-

chen Urteil ist die Probezeit gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB – entgegen dem vorinstanzlichen 

Entscheid, welcher noch von "getrübten Aussichten" sprach (vgl. S. 62 des strafgerichtli-

chen Urteils vom 15. Dezember 2016) – auf die minimalen 2 Jahre festzusetzen. 

 

2.2.4.7 Schliesslich rechnet das Gericht gemäss Art. 51 Satz 1 StGB die Untersuchungs-

haft, die der Täter während dieses oder eines anderen Verfahrens ausgestanden hat, auf 

die Strafe an. Anzurechnen ist sowohl auf unbedingte als auch auf bedingte Strafen. Art. 51 

StGB liegt der Grundsatz der umfassenden Haftanrechnung zugrunde (BGer 6B_794/2017 

vom 18. April 2018, Erw. 1.4, m.w.H.). 

 

Vorliegend hält das Strafgericht auf S. 62 seines Urteils vom 15. Dezember 2016 richtig 

fest, dass die durch den Beschuldigten vom 23. Januar 2015 bis zum 19. Februar 2015 

ausgestandenen Untersuchungshaft von 27 Tagen an die Strafe anzurechnen ist. Diese 

Anrechnung gilt auch für die nunmehr auszusprechende bedingte Freiheitsstrafe von 2 Jah-

ren. 

 

2.2.4.8 Im Ergebnis wird somit A.____ in Abänderung von Dispositiv-Ziffer I.1 des vor-

instanzlichen Urteils zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 2 Jahren verurteilt, 

dies bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie unter Anrechnung von 27 Tagen Untersu-

chungshaft.  

 

 

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Seite 24   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2.3. C.____  

2.3.1 Das Strafgericht sprach C.____ ebenfalls des gewerbsmässigen Diebstahls, bezo-

gen auf einen Deliktsbetrag von Fr. 71'604.--, schuldig und verurteilte ihn hierfür zu einer 

teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 2 Jahren, davon 9 Monate unbedingt, bei einer 

Probezeit von 4 Jahren für den bedingten Teil der Strafe sowie unter Anrechnung der vom 

23. Januar 2015 bis zum 2. April 2015 ausgestandenen Untersuchungshaft von 69 Tagen 

(vgl. S. 69 f. des angefochtenen Urteils). 

 

2.3.2 Die Anklagebehörde hat in ihrer Berufungsbegründung vom 21. Januar 2021 wie 

auch in ihrer Berufungsantwort vom 23. April 2021 für C.____ eine teilbedingt vollziehbare 

Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 8 Monaten, davon 16 Monate unbedingt, bei einer Probezeit 

von 4 Jahren für den bedingten Teil der Strafe, unter Anrechnung der vom 23. Januar 2015 

bis zum 2. April 2015 ausgestandenen Untersuchungshaft von 69 Tagen, beantragt. Zur Be-

gründung hat sie wiederum auf den geänderten Strafrahmen bei gewerbsmässigem Dieb-

stahl verwiesen. 

 

In ihrem Plädoyer vor den Schranken des Kantonsgerichts präzisiert die Staatsanwaltschaft 

ihr Rechtsbegehren unter Verweis auf die seit der Tat verstrichene Zeit und das Wohlverhal-

ten dahingehend, dass für C.____ eine bedingte Freiheitsstrafe von 2 Jahren beantragt wird 

(vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 6). 

 

2.3.3 In seiner Berufungsbegründung vom 5. Februar 2021 hat der Beschuldigte C.____ 

dafür gehalten, dass eine bedingte Strafe auszusprechen sei, da seit dem letzten Verfahren 

vor dem Kantonsgericht zwei weitere Jahre vergangen seien, in denen sich der Beschuldigte 

wohlverhalten habe, und zudem eine lange Verfahrensdauer vorliege.  

 

In seiner Berufungsantwort vom 29. Juli 2021 hat C.____ geltend gemacht, dass bereits 

das Strafgericht trotz Schuldspruchs wegen gewerbsmässigen Diebstahls und erheblichen 

Verschuldens eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 2 Jahren als angemessen erachtet habe. 

Das Kantonsgericht habe in seinem ersten Berufungsurteil das Verschulden des Beschul-

digten als mittelschwer eingestuft und eine bedingte Freiheitsstrafe von 23 Monaten aus-

gesprochen. Es seien keine Gründe ersichtlich, weshalb das Kantonsgericht von dieser 

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Auffassung abweichen und nun die Strafe erhöhen, geschweige denn teilbedingt ausspre-

chen sollte, und dies unabhängig von der rechtlichen Qualifikation als Veruntreuung oder 

gewerbsmässigen Diebstahl. Das Verschulden des Beschuldigten sei weiterhin als mittel-

schwer zu werten. Zudem seien seit dem erstinstanzlichen Verfahren bereits mehr als 

sechs Jahre vergangen, weshalb die Strafe zu mindern sei. Der Beschuldigte habe eine 

gute Anstellung gefunden, kümmere sich liebevoll um seine Kinder und seine Ehefrau und 

habe sich erfolgreich sozialisiert. Eine Haft aufgrund einer teilbedingten Strafe würde sich 

stark negativ auf diese Bereiche wirken. 

 

Vor Kantonsgericht hält die Verteidigerin von C.____ an ihrer Argumentation fest. Aufgrund 

des weiteren Zeitablaufs sei die Strafe zusätzlich zu reduzieren, wobei auch eine Verlet-

zung des Beschleunigungsgebots zu berücksichtigen sei. Der Beschuldigte habe sich eine 

neue Existenz aufgebaut und seine Familie sei auf das Einkommen angewiesen. Eine un-

bedingte Strafe würde auch seiner Familie schaden (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantons-

gericht, S. 9 f.). 

 

2.3.4.1 C.____ hat sich wie A.____ des gewerbsmässigen Diebstahls schuldig gemacht. 

 

2.3.4.2 Hinsichtlich Sanktionsarten und Strafrahmen gelten zunächst die zu A.____ ge-

machten Ausführungen in Erw. 2.2.4.2. Auch bei C.____ liegen keine aussergewöhnlichen 

Umstände, die ein Verlassen dieses Strafrahmens rechtfertigen würden, vor, weshalb die 

Strafe innerhalb des ordentlichen Rahmens festzusetzen ist. Gemäss aktuellem Strafregis-

terauszug weist C.____ aber eine rechtskräftige Vorstrafe auf, deren Urteilsdatum (17. Mai 

2016) nach den hier zu beurteilenden Delikten (begangen vom 3. Juli 2012 bis zum 16. De-

zember 2014) liegt. Sollten für sämtliche Delikte gleichartige Strafen ausgesprochen wer-

den, wäre in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB eine Zusatzstrafe auszufällen (vgl. 

Erw. 2.1.4), was nachfolgend zu prüfen ist. 

 

2.3.4.3 In Bezug auf die objektiven Tatkomponenten gilt grundsätzlich das zu A.____ Fest-

gehaltene in Erw. 2.4.4.3. Im Unterschied zu Letztgenanntem ist bei C.____ ein Deliktsbetrag 

bzw. angerichteter Schaden von Fr. 70'870.--, bezogen auf 99 elektronische Geräte sowie 

einen deliktischen Zeitraum von rund 2 ½ Jahren (3. Juli 2012 bis 16. Dezember 2014) zu 

berücksichtigen, womit im Vergleich zu A.____ das Ausmass der Verletzung der Rechtsgüter 

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etwas weniger schwer wiegt, aber immer noch als gravierend zu bezeichnen ist. Auch C.____ 

ist durch Manipulation der Lagerbuchhaltung planmässig und systematisch vorgegangen. Es 

ist ihm ebenso im Einklang mit der Vorinstanz (vgl. S. 64 des angefochtenen Urteils) ein 

verwerfliches Verhalten anzulasten, missbrauchte er doch angesichts seiner Stellung als Ge-

schäftsführer der Privatklägerin in krasser Weise deren Vertrauen und wurde daher seiner 

Vorbildfunktion gegenüber A.____ und B.____ in keiner Weise gerecht, was auch bei ihm 

erschwerend zu veranschlagen ist. Weitere verschuldenserhöhenden oder tatschuldmin-

dernden Faktoren sind keine erkennbar. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände sowie 

im Vergleich zu anderen Formen derselben Delinquenz wie auch zum Verschulden von 

A.____ wertet das Kantonsgericht das objektive Tatverschulden bei C.____ als leicht bis mit-

telschwer. Auch mit Blick auf dieses Verschulden sowie den Strafrahmen fällt eine Geldstrafe 

mit einem oberen Strafrahmen von 180 Tagessätzen, entsprechend 6 Monaten Freiheits-

strafe (vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB), ausser Betracht. Es ist vielmehr eine tatangemessene Strafe 

von 30 Monaten, entsprechend 2 Jahren und 6 Monaten Freiheitsstrafe, angebracht. Ange-

sichts dieser Sanktionsart ist keine Zusatzstrafe zum Urteil der Staatsanwaltschaft des Kan-

tons Uri vom 17. Mai 2016, mit welchem C.____ wegen grober Verletzung der Verkehrsre-

geln zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 90.-- sowie zu 

einer Busse von Fr. 600.-- verurteilt worden ist, auszusprechen, sondern eine separate 

Strafe. 

 

2.3.4.4 Im Rahmen der subjektiven Tatkomponenten ist betreffend C.____ gleich wie be-

treffend A.____ festzustellen, dass er direktvorsätzlich sowie mit Bereicherungsabsicht ge-

handelt hat, was im Strafrahmen des gewerbsmässigen Diebstahls bereits Berücksichtigung 

findet. Die vom Beschuldigten ausgehende kriminelle Energie ist im Vergleich zu A.____ mit 

Blick auf dessen Deliktsserie als etwas geringer, aber immer noch beachtlich zu werten. 

C.____ ging es zudem ausschliesslich um die Finanzierung eines luxuriösen Lebensstils, 

welchen er sich mit seinem legalen Einkommen nicht hätte leisten können. Er delinquierte 

mithin aus reiner Profitgier ohne eine irgendwie geartete finanzielle Bedrängnis. Im Gegen-

satz zu A.____ kann sich C.____ nicht auf eine weitere Motivation wie eine Spielsucht oder 

dergleichen berufen. Insgesamt führen die festgestellten subjektiven Tatkomponenten aber 

zu keiner Veränderung des als leicht bis mittelschwer einzustufenden Verschuldens aufgrund 

der objektiven Tatkomponenten. 

 

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2.3.4.5 In Bezug auf die Täterkomponenten ist zunächst betreffend das Vorleben von 

C.____ auf die Darstellungen auf S. 65 des strafgerichtlichen Urteils sowie S. 72 des kan-

tonsgerichtlichen Urteils vom 25. Februar 2019 zu verweisen. Zu Lasten des Beschuldigten 

fällt ebenso eine einschlägige Vorstrafe zum Tatzeitpunkt in Gewicht: Mit Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, ehemals Hauptabteilung Arlesheim, vom 8. Mai 2012 

wurde C.____ wegen gewerbsmässigen Diebstahls neben einer Busse von Fr. 3‘500.-- zu 

einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu Fr. 110.--, bei einer Probe-

zeit von 2 Jahren, verurteilt. Auch der Beschuldigte C.____ delinquierte ca. zwei Monate 

und damit nur kurze Zeit nach Erlass dieses Urteils sowie während dessen Probezeit aber-

mals einschlägig, womit er gezeigt hat, dass ihn diese Vorstrafe offenbar in keiner Weise 

beeindruckt hat. Insgesamt erachtet das Kantonsgericht als angemessen, die in Erw. 

2.3.4.3 auf 30 Monate festgesetzte Strafe angesichts der Vorstrafe vom 8. Mai 2012 um 3 

Monate auf 33 Monate, entsprechend 2 Jahren und 9 Monaten Freiheitsstrafe, zu erhöhen. 

 

Betreffend die aktuellen persönlichen Verhältnisse gibt der Beschuldigte vor den Schranken 

des Kantonsgerichts an, er wohne immer noch mit seiner Frau und seinen Kindern im Alter 

von heute 15, 13 und 9 Jahren in Y.____. Seit drei Jahren sei er als Filialleiter bei der 

D____AG in M.____ tätig, wo er zwei Mitarbeiter führe. Sein Lohn von monatlich                      

Fr. 7'500.-- sei gleich geblieben. Sein einziges Vermögen stelle die Liegenschaft in Y.____ 

dar. Derzeit sei er noch am Abzahlen von Schulden bei seiner Schwägerin und das Darle-

hen an I.____ sei "erledigt". Gesundheitlich sei der Beschuldigte soweit zu Wege. Er be-

gleite seine Kinder zu ihren Hobbys Fussball, Reiten und Gitarrenstunde. Der Beschuldigte 

C.____ reicht dem Kantonsgericht seine Steuererklärung für das Jahr 2021 ein (vgl. Prot. 

Hauptverhandlung Kantonsgericht, 4). Aus dieser gehen im Wesentlichen ein steuerbares 

Einkommen von Fr. 94'349.-- sowie ein steuerbares Vermögen von Fr. 0.-- hervor. Es ist 

mithin festzustellen, dass die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten während des 

gesamten Strafverfahrens stabil geblieben sind. Insgesamt sind diese als neutral zu werten. 

 

In Bezug auf das Nachtatverhalten des Beschuldigten ist festzustellen, dass C.____ während 

des gesamten Verfahrens weitaus weniger Geständigkeit, Reue und Kooperationsbereit-

schaft als A.____ gezeigt hat. Dies hat sich insbesondere darin geäussert, dass der Beschul-

digte vor allem zu Beginn des Verfahrens die Verantwortung auf andere Personen, insbe-

sondere auf A.____, zu schieben versucht hat (so bereits zutreffend die Vorinstanz auf S. 65 

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des angefochtenen Urteils sowie das Kantonsgericht auf S. 72 des Urteils vom 25. Februar 

2019). Im Gegensatz zu Letztgenanntem hat sich C.____ bislang offenbar auch noch nicht 

um eine Wiedergutmachung des angerichteten Schadens gekümmert; zumindest ist eine 

solche nicht aktenkundig. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass seit der Tatbegehung in 

den Jahren 2012 bis 2014 nunmehr über sieben Jahre und seit dem erstinstanzlichen Urteil 

im Jahr 2016 über fünf Jahre vergangen sind; es ist mithin von einer relativ langen Verfah-

rensdauer auszugehen, wobei auch betreffend C.____ zwei Drittel der Verjährungsfrist noch 

nicht abgelaufen sind. Allerdings ist C.____ mit Blick auf das Urteil der Staatsanwaltschaft 

des Kantons Uri vom 17. Mai 2016 nach den vorliegend zu beurteilenden Taten erneut straf-

fällig geworden, jedoch nicht einschlägig. Auch aus diesem Grund fällt für ihn eine Strafmil-

derung gemäss Art. 48 lit. e StGB ausser Betracht, aber es kann unter Berücksichtigung der 

konkreten Umstände eine leichte Strafminderung gewährt werden (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., 

Rz 343). Ebenso wenig ist in Bezug auf das Verfahren betreffend C.____ eine Verletzung 

des Beschleunigungsgebots festzustellen (vgl. bereits Erw. 2.2.4.5). Unter Berücksichtigung 

des Nachtatverhaltens, insbesondere der Verfahrensdauer und des Wohlverhaltens zumin-

dest in dem Sinn, dass keine neuen einschlägigen Delikte vorliegen, erscheint insgesamt 

eine Reduktion der Strafe um 9 Monate auf 24 Monate, entsprechend 2 Jahren Freiheits-

strafe, als angebracht.  

 

Schliesslich ist im Einklang mit der Vorinstanz (vgl. S. 62 des strafgerichtlichen Urteils vom 

15. Dezember 2016) auch betreffend C.____ keine erhöhte Strafempfindlichkeit, selbst unter 

Berücksichtigung seiner familiären und beruflichen Einbettung, festzustellen. Es wird insofern 

auf die Ausführungen zu A.____ in Erw. 2.2.4.5 verwiesen. 

 

Insgesamt rechtfertigen die festgestellten Täterkomponenten somit eine weitere Reduktion 

der Strafe um 6 Monate auf eine tat- und täterangemessene Strafe von 24 Monaten, ent-

sprechend 2 Jahren Freiheitsstrafe.  

 

2.3.4.6 Bei einer Strafhöhe von 2 Jahren ist wiederum zu prüfen, ob dem Beschuldigten 

der bedingte Strafvollzug zu gewähren ist. 

 

Hinsichtlich der formellen und materiellen Voraussetzungen wird zunächst auf die theoreti-

schen Ausführungen in Erw. 2.2.4.6 betreffend A.____ verwiesen. 

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Auch betreffend C.____ wurde seitens der Kantonsgerichts bereits im Urteil vom 25. Feb-

ruar 2019 (S. 73) das Fehlen einer ungünstigen Prognose bejaht. Die Situation hat sich im 

Vergleich dazu abermals verbessert, da sich die berufliche und soziale Stellung des Be-

schuldigten noch weiter gefestigt hat und er, abgesehen von einer Verurteilung im Jahr 

2016 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln und damit eines nicht einschlägigen 

Delikts, seit über sieben Jahren deliktsfrei lebt. Diese Sozialisierung ist positiv zu werten. 

Auch betreffend C.____ wird die Vorstrafe aus dem Jahr 2012 in Bälde aus dem Strafregis-

ter entfernt (vgl. Art. 369 Abs. 2 StGB). Sie liegt somit chronologisch betrachtet zu lange 

zurück, um sich noch negativ auf die Legalprognose auszuwirken. Die gesetzgeberische 

Vermutung zugunsten einer guten Legalbewährungsprognose kann damit nicht widerlegt 

werden, weshalb auch betreffend C.____ der bedingte Strafvollzug gemäss Art. 42 Abs. 1 

StGB in Bezug auf die Freiheitsstrafe von 2 Jahren zu gewähren ist. Wie bei A.____, so ist 

auch bei C.____ aufgrund der nunmehr als durchwegs positiv und nicht mehr getrübt zu 

wertenden Bewährungsaussichten sowie mit Blick auf die seit dem strafgerichtlichen Urteil 

weiter verstrichene Zeitdauer die Probezeit gemäss Art. 44 Abs.1 StGB – entgegen dem 

vorinstanzlichen Entscheid (vgl. S. 66 des strafgerichtlichen Urteils vom 15. Dezember 

2016) – auf die minimal vorgesehenen 2 Jahre festzusetzen. 

 

2.3.4.7 Schliesslich hat auch betreffend C.____ eine Anrechnung der ausgestandenen 

Untersuchungshaft gemäss Art. 51 Satz 1 StGB zu erfolgen.  

 

Den Feststellungen des Strafgerichts auf S. 70 des Urteils vom 15. Dezember 2016 folgend 

hat C.____ in der Zeit vom 23. Januar 2015 bis zum 2. April 2015, somit während 69 Tagen, 

Untersuchungshaft ausgestanden. Diese Zeit gilt es an die nunmehr auszusprechende be-

dingte Freiheitsstrafe von 2 Jahren anzurechnen.  

 

2.3.4.8 Im Ergebnis wird somit C.____ in Abänderung von Dispositiv-Ziffer III.1 des vor-

instanzlichen Urteils zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 2 Jahren verurteilt, 

dies bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie unter Anrechnung von 69 Tagen Untersu-

chungshaft. 

 

 

 

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2.4. B.____ 

2.4.1 Die Vorinstanz verurteilte B.____ wegen mehrfachen Diebstahls, bezogen auf einen 

Deliktsbetrag von Fr. 2'239.--, zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 120 Tagessät-

zen zu je Fr. 140.--, unter Anrechnung der vom 23. Januar 2015 bis zum 24. Januar 2015 

ausgestandenen Untersuchungshaft von 1 Tag, bei einer Probezeit von 2 Jahren (vgl. S. 63 

f. des angefochtenen Urteils). 

 

2.4.2 B.____ beantragt sowohl in seiner Berufungsbegründung vom 12. März 2021 wie 

auch vor den Schranken des Kantonsgerichts (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, 

S. 2, 9) einen vollumfänglichen Freispruch, weshalb er sich nicht weiter zur Strafzumessung 

äussert. 

 

2.4.3 Laut Staatsanwaltschaft in ihrer Berufungsantwort vom 23. April 2021 sei B.____ 

zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je Fr. 125.-- zu verurteilen, 

bei einer Probezeit von 2 Jahren, unter Anrechnung der vom 23. Januar 2015 bis zum 

24. Januar 2015 ausgestandenen Untersuchungshaft von 1 Tag. Daran hält die Anklage-

behörde in ihrem Parteivortrag vor dem Kantonsgericht fest (vgl. Prot. Hauptverhandlung 

Kantonsgericht, S. 6). 

 

2.4.4.1 Betreffend B.____ ist ein Schuldspruch wegen mehrfachen Diebstahls zu berück-

sichtigen. 

 

2.4.4.2 Hinsichtlich der Sanktionsarten und des Strafrahmens gilt, dass Diebstahl gemäss 

Art. 139 Ziff. 1 StGB mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren sanktioniert wird. 

Aufgrund von Deliktsmehrheit ist in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB eine Gesamtstrafe 

auszufällen, sofern für sämtliche Delikte (zwei Diebstähle) dieselbe Sanktionsart angezeigt 

ist (vgl. Erw. 2.1.3). Dies würde vorliegend, mangels aussergewöhnlicher Umstände, nicht 

zu einer Erhöhung des Strafrahmens führen, wäre aber innerhalb des ordentlichen Rah-

mens strafschärfend zu gewichten (vgl. Erw. 2.1.2). Des Weiteren ist unter Berücksichti-

gung, dass B.____ gemäss aktuellem Strafregisterauszug zwei rechtskräftige Vorstrafen 

aufweist, deren Urteilsdatum (27. April 2015 und 26. Juni 2017) nach den hier zu beurtei-

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Seite 31   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

lenden Delikten (begangen vom 23. Oktober 2014 bis zum 16. Januar 2015) liegt, in An-

wendung von Art. 49 Abs. 2 StGB eine Zusatzstrafe auszusprechen, sofern für sämtliche 

Delikte gleichartige Strafen ausgesprochen werden (vgl. Erw. 2.1.4). 

 

2.4.4.3 Da somit für die vorliegend zu beurteilenden Delikte wiederum sowohl eine Geld-

strafe als auch eine Freiheitsstrafe in Frage kommt, ist für die Wahl der Sanktionsart 

Art. 41 Abs. 1 StGB zu beachten. Laut dieser Bestimmung kann das Gericht statt auf eine 

Geldstrafe auf eine Freiheitsstrafe dann erkennen, wenn eine solche geboten erscheint, um 

den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (lit. a) oder 

eine Geldstrafe voraussichtlich nicht vollzogen werden kann (lit. b). Es hat die Wahl der 

Freiheitsstrafe näher zu begründen (Art. 41 Abs. 2 StGB). Eine Freiheitsstrafe gemäss 

Art. 41 Abs. 1 lit. a StPO dürfte in erster Linie auf Wiederholungstäter abzielen, die als un-

belehrbar einzustufen sind und gezeigt haben, dass blosse Geldstrafen wirkungslos sind. 

Aber auch Ersttäter können mit einer kurzen Freiheitsstrafe belegt werden, wenn sie etwa 

durch Äusserungen oder Verhaltensweisen zu erkennen geben, dass sie eine Geldstrafe 

nicht beeindrucken wird (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 472).  

 

B.____ ist mit einem Deliktsbetrag von Fr. 1'489.--, einem Diebstahl von zwei elektronischen 

Geräten sowie einem deliktischen Zeitraum von drei Monaten eine weitaus geringere Krimi-

nalität als A.____ und C.____ vorzuwerfen (vgl. dazu auch nachfolgend, Erw. 2.4.4.5 und 

2.4.4.6 betreffend die objektiven Tatkomponenten). Die Vorderrichter haben bereits zutref-

fend festgehalten, dass es sich vorliegend um "Kleinkriminalität" handle, für welche als Re-

gelstrafe eine Geldstrafe angebracht sei (vgl. S. 63 f. des angefochtenen Urteils). Die durch 

B.____ verübten Diebstähle erscheinen denn auch als Gelegenheitsdelikte (so bereits das 

Kantonsgericht auf S. 67 des Urteils vom 25. Februar 2019). Hinzu kommt, dass B.____ im 

Vergleich zu den beiden Mitbeschuldigten zum Tatzeitpunkt keine Vorstrafe aufgewiesen hat, 

datieren doch die im aktuellen Strafregisterauszug aufgeführten Urteile vom 27. April 2015 

und 26. Juni 2017, währenddem hier Taten zu beurteilen sind, welche in der Zeit vom 23. Ok-

tober 2014 bis zum 16. Januar 2015 begangen wurden. Der Beschuldigte B.____ gilt somit 

nicht als Wiederholungstäter und es ist auch sonst kein Grund erkennbar, warum eine Geld-

strafe den Beschuldigten nicht beeindrucken sollte. Schliesslich ist mit Blick auf die persönli-

chen Verhältnisse (vgl. nachfolgend, Erw. 2.4.4.8) auch nicht ersichtlich, dass eine Geldstrafe 

voraussichtlich nicht vollzogen werden könnte. Damit liegt keiner der in Art. 41 Abs. 1 StGB 

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genannten Anwendungsfälle vor, weshalb betreffend B.____ für beide Diebstähle eine Geld-

strafe in Form einer Gesamtstrafe auszusprechen ist. Da des Weiteren B.____ mit Urteil der 

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt vom 27. April 2015 wegen grober Verletzung der Verkehrs-

regeln zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 130.--, bei 

einer Probezeit von 2 Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 1'200.--, und mit Urteil des Ge-

richtspräsidiums Brugg vom 26. Juni 2017 wegen weiterer Widerhandlungen gegen das SVG 

zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu je Fr. 170.--, bei einer Pro-

bezeit von 4 Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 800.-- verurteilt worden ist, ist hinsichtlich 

der Geldstrafen, nicht aber hinsichtlich der Bussen, eine Zusatzstrafe auszufällen.  

 

2.4.4.4 Dem in Erw. 2.1.4 dargestellten Vorgehen bei der Bildung einer Zusatzstrafe folgend 

ist mit Blick auf die abstrakten Strafdrohungen von Art. 90 Abs. 2 SVG (grobe Verletzung der 

Verkehrsregeln: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren) einerseits und von Art. 139 

Ziff. 1 StGB (Diebstahl: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren) andererseits festzu-

stellen, dass die neuen Delikte die schwerste Straftat darstellen, weshalb zur Bestimmung 

der hypothetischen Grundstrafe und davon ausgehend der Zusatzstrafe gemäss Art. 49 

Abs. 2 StGB die für die neuen Taten festgelegte Strafe um einen angemessenen Anteil der 

Grundstrafe für die alten Delikte zu erhöhen ist. Folglich gilt es nachfolgend, zuerst eine vor-

läufige Gesamtstrafe für die neuen Delikte festzusetzen und diese anschliessend wegen der 

Grundstrafe (Vorstrafen) angemessen zu erhöhen. Von der daraus gebildeten hypotheti-

schen Gesamtstrafe wird schliesslich die rechtskräftige Grundstrafe, d.h. insgesamt 25 Ta-

gessätze Geldstrafe aus den Vorstrafen, abgezogen, was zur Höhe der Zusatzstrafe für die 

neu zu beurteilenden Delikte führt.  

 

2.4.4.5 Dem Beschuldigten B.____ wird vorliegend der Diebstahl von zwei Apple iPhones 6 

vorgeworfen. Das eine Gerät mit einem Einstandspreis von Fr. 639.-- hat der Beschuldigte 

seiner Partnerin überlassen, das andere Gerät mit einem Wert von Fr. 850.-- hat er für 

Fr. 600.-- an K.____ verkauft (vgl. S. 16-18 der Anklageschrift vom 22. Dezember 2015). 

Innerhalb der neu zu beurteilenden Straftaten erscheint mit Blick auf den Deliktsbetrag wie 

auch auf das deliktische Vorgehen der Diebstahl betreffend das zweitgenannte Gerät als das 

schwerste Delikt. Hierfür ist eine Einsatzstrafe festzusetzen.  

 

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a) Dabei ist zunächst im Rahmen der objektiven Tatkomponenten zu veranschlagen, 

dass dem Beschuldigten mit Fr. 850.-- ein eher geringfügiger Deliktsbetrag bzw. gegenüber 

der Privatklägerin angerichteter Schaden, entsprechend dem Wert von einem elektronischen 

Gerät, anzulasten ist. Auch wenn B.____ als Sachbearbeiter eine untergeordnete Stellung 

bei seiner Arbeitgeberin innegehabt hat und der entsprechende Vertrauensmissbrauch die-

ser gegenüber weitaus geringer war als bei A.____ und C.____, ist B.____ gleichwohl ein 

Ausnutzen dieses Arbeitsverhältnisses sowie ein planmässiges Vorgehen durch Manipula-

tion der Lagerbuchhaltung vorzuwerfen. Weitere verschuldenserhöhende oder tatschuldmin-

dernde Umstände sind hingegen nicht erkennbar. Insgesamt sowie mit Blick auf andere mög-

liche Begehungsformen von Diebstahl und das Verschulden der Mitbeschuldigten ist das ob-

jektive Tatverschulden betreffend B.____ als leicht einzustufen. Hierfür wird unter Berück-

sichtigung des Strafrahmens eine Einsatzstrafe von 12 Tagessätzen Geldstrafe festgesetzt. 

 

b) Betreffend die subjektive Tatschwere ist festzustellen, dass der Beschuldigte mit 

direktem Vorsatz und Bereicherungsabsicht gehandelt hat, was als tatbestandsimmanent 

und folglich neutral zu bewerten. Hingegen ist dem Beschuldigten anzulasten, dass er ohne 

jede finanzielle Not gehandelt hat und seine Tat einzig der Befriedigung von Luxusbedürfnis-

sen diente. Insgesamt ist die vom Beschuldigten ausgehende kriminelle Energie aber als 

weitaus geringer zu bezeichnen als die bei A.____ und C.____ vorliegende. Die subjektiven 

Tatkomponenten vermögen das in lit. a festgestellte, leichte Verschulden nicht zu beeinflus-

sen.  

 

c) Die Einsatzstrafe für den Diebstahl des Apple iPhone 6 im Wert von Fr. 850.-- wird 

somit auf 12 Tagessätze Geldstrafe festgesetzt. 

 

2.4.4.6 Aufgrund der Deliktsmehrheit ist für den weiteren Diebstahl eines Apple iPhone 6 

im Wert von Fr. 639.-- eine hypothetische Einzelstrafe festzulegen.  

 

Hinsichtlich der objektiven und subjektiven Tatkomponenten gilt grundsätzlich das zum 

Hauptdelikt in Erw. 2.4.4.5 Ausgeführte mit dem einzigen Unterschied, dass sich der De-

liktsbetrag auf Fr. 639.-- beläuft. Insgesamt wiegt das Verschulden auch für diesen Dieb-

stahl leicht, weshalb dem Kantonsgericht eine separate hypothetische Einzelstrafe von 10 

Tagessätzen Geldstrafe angemessen erscheint.  

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2.4.4.7 Zufolge Gleichartigkeit der in Erw. 2.4.4.5 festgelegten Einsatzstrafe von 12 Tagess-

ätzen Geldstrafe wie auch der in Erw. 2.4.4.6 definierten zusätzlichen Einzelstrafe von 10 

Tagessätzen Geldstrafe ist nunmehr durch Asperation für dieses weitere Delikt gemäss 

Art. 49 Abs. 1 StGB eine hypothetische Gesamtstrafe festzusetzen. Die oben gebildete hy-

pothetische Einzelstrafe von 10 Tagessätzen Geldstrafe ist somit in Beachtung des Aspera-

tionsprinzips nicht zur Einsatzstrafe von 12 Tagessätzen Geldstrafe zu addieren, sondern die 

Einsatzstrafe ist angemessen zu erhöhen. Unter weiterer Berücksichtigung, dass zwischen 

den beiden Diebstählen ein enger zeitlicher und sachlicher Konnex besteht (vgl. bereits Erw. 

2.1.3), erscheint insgesamt eine Asperation um 5 Tagessätze Geldstrafe als angebracht. Das 

Kantonsgericht gelangt demnach in Berücksichtigung des weiteren Diebstahls aufgrund der 

Tatkomponenten in einem zweiten Schritt zu einer asperierten, hypothetischen Gesamtstrafe 

von 17 (12+5) Tagessätzen Geldstrafe. 

 

2.4.4.8 Was schliesslich die Täterkomponenten bei B.____ betrifft, so ist zunächst betref-

fend dessen Vorleben auf die Darstellungen auf S. 63 des strafgerichtlichen Urteils vom 

15. Dezember 2016 sowie S. 67 f. des kantonsgerichtlichen Urteils vom 25. Februar 2019 zu 

verweisen. Der Beschuldigte weist im Gegensatz zu A.____ und C.____ keine Vorstrafen 

auf, was allerdings als Normalfall gilt und daher neutral zu werten ist (vgl. HANS MATHYS, 

a.a.O., Rz. 390, unter Hinweis auf BGE 136 IV 1, Erw. 2.6).  

 

Betreffend die aktuellen persönlichen Verhältnisse führt der Beschuldigte vor den Schranken 

des Kantonsgerichts aus, er sei seit September 2012 im Zentrum N.____ in O.____ in einem 

Vorpraktikum. Er beginne im September 2022 die Höhere Fachschule für Pädagogik. Sein 

Ziel sei, als Sozialpädagoge mit Jugendlichen zu arbeiten. Seine landwirtschaftliche Ausbil-

dung habe er inzwischen abgeschlossen. Er wohne immer noch in P.____ auf einem Hof mit 

Land, welches er nebenbei als Weinbauer hobbymässig bewirtschafte. Sein derzeitiger Lohn 

als Praktikant betrage Fr. 1'875.-- brutto. Er fühle sich gesund (vgl. Prot. Hauptverhandlung 

Kantonsgericht, S. 4.). Insgesamt wirken sich die persönlichen Verhältnisse neutral aus. 

 

Was sodann das Nachtatverhalten des Beschuldigten betrifft, so hat dieser weder Reue noch 

Einsicht gezeigt, was ihm allerdings aufgrund seines Rechts als Beschuldigter, sich nicht 

selbst belasten zu müssen (Art. 113 StPO), nicht zum Nachteil gereichen darf (vgl. HANS 

MATHYS, a.a.O., Rz. 317). Sodann ist zu berücksichtigen, dass seit der Tatbegehung in den 

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Jahren 2014 bis 2015 nunmehr über sieben Jahre und seit dem erstinstanzlichen Urteil im 

Jahr 2016 über fünf Jahre vergangen sind. Dies ist mit Blick auf die als eher leicht einzustu-

fende Delinquenz als überaus lange Verfahrensdauer, welche sich insbesondere auf die be-

rufliche Entwicklung des Beschuldigten belastend ausgewirkt hat, einzustufen. Im Gegensatz 

zu A.____ und C.____ wären betreffend B.____ zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen. 

Allerdings hat sich B.____ in dieser Zeit insofern nicht i.S.v. Art. 48 lit. e StGB wohlverhalten, 

als er mit Blick auf die weiteren Urteile aus den Jahren 2015 und 2017 erneut, jedoch nicht 

einschlägig, straffällig geworden ist. Insofern fällt eine Strafmilderung ausser Betracht und es 

kann unter Berücksichtigung der konkreten Umstände nur eine leichte Strafminderung ge-

währt werden (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz 343). Demgegenüber ist hinsichtlich B.____ 

trotz dessen weitaus geringeren Kriminalität ebenso wenig eine Verletzung des Beschleuni-

gungsgebots auszumachen (vgl. bereits Erw. 2.2.4.5), da auch betreffend ihn das Verfahren 

in seiner Gesamtheit, insbesondere was die Komplexität des vorliegenden Sachverhalts be-

trifft, zu würdigen ist. Unter Berücksichtigung des Nachtatverhaltens, insbesondere der lan-

gen Verfahrensdauer, erscheint insgesamt eine Reduktion der Strafe um 5 Tagessätze auf 

12 Tagessätze Geldstrafe als angebracht. 

 

Schliesslich ist keine erhöhte Strafempfindlichkeit des Beschuldigten festzustellen, da kei-

nerlei aussergewöhnlichen Umstände vorliegen. 

 

Im Ergebnis rechtfertigen die festgestellten Täterkomponenten somit eine Reduktion der 

Strafe um 5 Tagessätze auf eine tat- und täterangemessene (vorerst) definitive Gesamt-

strafe von 12 Tagessätzen Geldstrafe. 

 

2.4.4.9 Wie vorstehend ausgeführt, ist zur Bildung der Zusatzstrafe die für die neuen De-

likte festgelegte Gesamtstrafe von 12 Tagessätzen in einem letzten Schritt anteilsmässig 

um die aus den Vorstrafen resultierende Grundstrafe von 25 Tagessätzen Geldstrafe zu 

erhöhen. Dem Kantonsgericht erscheint unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände eine 

Asperation um 20 Tagessätze als angemessen, sodass für die alten und die neuen Delikte, 

wären diese zusammen zu beurteilen gewesen, eine hypothetische Gesamtstrafe von 32 

Tagessätzen resultiert. Von dieser ist die rechtskräftige Strafe im Umfang von insgesamt 

25 Tagessätzen in Abzug zu bringen. Als Differenz resultiert eine Zusatzstrafe für die neuen 

Delikte im Umfang von 7 Tagessätzen. Da die Strafe für die neu zu beurteilenden Delikte 

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ihrerseits eine Gesamtstrafe bildet, wird der bereits im Rahmen der Gesamtstrafenbildung 

erfolgten Asperation durch eine gemässigte Berücksichtigung bei der Zusatzstrafenbildung 

Rechnung tragen. Dies bedeutet, dass die ermittelte Zusatzstrafe wieder angemessen er-

höht werden darf (vgl. HANS MATHYS, a.a.O., Rz. 529, unter Hinweis auf BGE 142 IV 265, 

Erw. 2.4.4). Vorliegend erscheint eine Erhöhung um 3 Tagessätze als angemessen, so 

dass im Ergebnis die als Zusatzstrafe auszusprechende Geldstrafe bei 10 Tagessätzen 

anzusetzen ist.  

 

Was hierbei die Tagessatzhöhe betrifft, so ist diese nach den persönlichen und wirtschaft-

lichen Verhältnissen des Täters zum Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach Einkommen 

und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Unterstützungspflichten sowie 

nach dem Existenzminimum zu bestimmen (vgl. Art. 34 Abs. 2 Satz 3 StGB; BGer 

6B_760/2008, Erw. 3). Es ist in casu festzustellen, dass sich das Einkommen des Beschul-

digten im Vergleich zu den Verhältnissen zum Zeitpunkt des erstinstanzlichen Urteils noch 

einmal (im Vergleich zu den Verhältnissen zum Zeitpunkt des kantonsgerichtlichen Urteils 

vom 25. Februar 2019) deutlich auf nunmehr Fr. 1'875.-- reduziert hat (vgl. Erw. 2.4.4.8). 

Demgemäss ist die Höhe des Tagessatzes auf angemessene Fr. 40.-- herabzusetzen. 

 

2.4.4.10 Angesichts der auszusprechenden Geldstrafe stellt sich auch betreffend B.____ 

die Frage nach einem bedingten Strafvollzug gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB. 

 

Das Strafgericht hat bereits in seinem Urteil vom 15. Dezember 2016 mit Blick auf das 

Fehlen (einschlägiger) Vorstrafen sowie die persönlichen Verhältnisse in beruflicher und 

finanzieller Hinsicht das Fehlen einer ungünstigen Legalprognose festgestellt (vgl. S. 63 f. 

des strafgerichtlichen Urteils), was mit kantonsgerichtlichem Urteil vom 25. Februar 2019 

(S. 68) bestätigt wurde. Zum aktuellen Zeitpunkt hat sich an diesen Feststellungen nichts 

geändert. Angesichts der seither vergangen Zeit, in welcher sich der Beschuldigte durchaus 

wohl verhalten hat, ist gar von einer Verbesserung der Prognose auszugehen. Somit liegen 

auch betreffend B.____ neben den formellen die materiellen Voraussetzungen eines be-

dingten Strafvollzugs gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB vor, weshalb die Geldstrafe von 10 Ta-

gessätzen zu je Fr. 40.-- bedingt auszusprechen ist. Aufgrund der somit als positiv einzu-

stufenden Bewährungsaussichten ist die Probezeit gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB im Einklang 

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mit der Vorinstanz (vgl. S. 64 des strafgerichtlichen Urteils vom 15. Dezember 2016) auf 

die minimalen 2 Jahre festzusetzen. 

 

2.4.4.11 Schliesslich hat auch betreffend B.____ eine Anrechnung der vom 23. Januar 

2015 bis zum 24. Januar 2015 ausgestandenen Untersuchungshaft von 1 Tag gestützt auf 

Art. 51 Satz 1 StGB zu erfolgen (so bereits das Strafgericht auf S. 64 des angefochtenen 

Urteils).  

 

2.4.4.12 Im Ergebnis wird somit B.____ in Abänderung von Dispositiv-Ziffer II.1 des vor-

instanzlichen Urteils zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je 

Fr. 40.-- verurteilt, dies bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie unter Anrechnung von 1 Tag 

Untersuchungshaft, sowie – in Bezug auf die Geldstrafe – als Zusatzstrafe zum Urteil der 

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt vom 27. April 2015 und zum Urteil des Gerichtspräsidiums 

Brugg vom 26. Juni 2017. Insofern das Aussprechen einer Zusatzstrafe im Urteilsdispositiv 

vom 29. März 2022 keine Erwähnung gefunden hat, ist von einem unvollständigen Dispo-

sitiv auszugehen. Dieses wird hiermit in Anwendung von Art. 83 StPO berichtigt. 

 

 

IV. Kosten des Kantonsgerichts 

1. Ordentliche Kosten 

1.1 Der Verteidiger des Beschuldigten A.____ hält in seinem Parteivortrag vor Kan-

tonsgericht dafür, dass der Beschuldigte die Verfahrenskosten des Kantonsgerichts nur 

einmal zu tragen habe (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 7). 

 

Der Beschuldigte B.____ hat in seiner Berufungsbegründung vom 12. März 2021 beantragt, 

es seien ihm für das erste Berufungsverfahren vor Kantonsgericht unabhängig vom Aus-

gang des zweiten Berufungsverfahrens keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Vor Kan-

tonsgericht plädiert der Verteidiger von B.____ dafür, dass die gesamten Kosten zu Lasten 

des Staates zu gehen hätten bzw. bei einem Schuldspruch der Beschuldigte nur die Kosten 

des ersten Berufungsverfahrens zu tragen habe (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsge-

richt, S. 2 f., 9). 

 

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Der Beschuldigte C.____ hat in seiner Berufungsantwort vom 29. Juli 2021 begehrt, die 

ordentlichen Kosten seien zu Lasten der Staatskasse zu nehmen. 

 

1.2 Die ordentlichen Kosten des vorliegenden Neubeurteilungsverfahrens werden in 

Anwendung von § 12 Abs. 1 GebT auf Fr. 9‘300.--, beinhaltend eine Urteilsgebühr von 

Fr. 9'000.-- sowie Auslagen von Fr. 300.--, festgesetzt.  

 

Im Ergebnis werden die Berufungen der Staatsanwaltschaft wie auch der drei Beschuldig-

ten teilweise gutgeheissen. Gleichwohl richtet sich die Kostentragung vorliegend nicht 

strikte nach dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO: 

Heisst das Bundesgericht – wie in casu – eine Beschwerde ganz oder teilweise gut und 

weist es die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurück (Art. 107 Abs. 2 Satz 1 

BGG), so hat diese Instanz auch über die Verfahrenskosten des Neubeurteilungsverfahrens 

nach den Regeln von Art. 428 StPO und über diejenigen des ersten, aufgehobenen Ver-

fahrens nach Billigkeitsüberlegungen zu entscheiden, sofern sie bei ihrem neuen Kosten-

entscheid nicht an die rechtliche Beurteilung des Bundesgerichts gebunden ist (vgl. THOMAS 

DOMEISEN, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl., Art. 428 N 34, unter Hinweis auf BGE 135 III 

334, Erw. 2 und 2.1). Je nachdem werden die Verfahrenskosten für das erste oder für beide 

Verfahren dem Bund oder Kanton auferlegt. Bei ihren