# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 651f8cda-bcc5-54a7-adb4-9a6acd1d06d5
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-24
**Language:** de
**Title:** Wettbewerbskommission 24.06.2024 Fresenius Kabi
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_WEKO/CH_WBK_001_Fresenius-Kabi_2024-06-24.pdf

## Full Text

Wettbewerbskommission WEKO 
Commission de la concurrence COMCO 
Commissione della concorrenza COMCO 
Competition Commission COMCO 

 

 
 

 

 

Einstellungsverfügung 

(Publikationsversion) 

vom 24. Juni 2024 
  
in Sachen Untersuchung 32-0277 gemäss Art. 27 KG 

betreffend 

Fresenius Kabi 
wegen missbräuchlicher Verhaltensweisen relativ marktmächtiger 
Unternehmen gemäss Art. 7 KG 

  
Parteien Fresenius Kabi Aktiengesellschaft, Else-Kröner-Strasse 1, 61352 

Bad Homburg, Deutschland 
Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Else-Kröner-Strasse 1, 
61352 Bad Homburg, Deutschland 
Fresenius Kabi Nederland BV, Postbus 565, 3700 AN Zeist, 
Niederlande 
alle vertreten durch Nicolas Birkhäuser, Niederer Kraft Frey AG, 
Bahnhofstrasse 53, 8001 Zürich 
 
gegen 
 
Galexis AG, Industriestrasse 2, 4704 Niederbipp 
vertreten durch Dr. Daniel Emch, Stefanie Karlen und Stefanie 
Alder, Kellerhals Carrard Bern KlG, Effingerstrasse 1, Postfach, 
3001 Bern 

  
Besetzung Danièle Wüthrich-Meyer (Vizepräsidentin, Vorsitz), Igor Letina 

(Vizepräsident), Florence Bettschart-Narbel, Mikael Huber, Gerd 
Mühlheußer, Mauro Nicoli, Pranvera Këllezi, Isabel Martínez. 

  

 
 

 

 

 2 
 

 

Inhaltsverzeichnis 
A Verfahren 5 

A.1 Gegenstand der Untersuchung 5 
A.2 Verfahrensparteien 5 
A.2.1 Fresenius Kabi-Gruppe 5 
A.2.2 Galexis AG 5 
A.3 Verfahrensgeschichte 6 
A.3.1 Anzeige von Galexis 6 
A.3.2 Untersuchungseröffnung gegen die Fresenius Kabi-Gruppe 6 
A.3.3 Wesentliche Ermittlungshandlungen 6 
A.3.4 Gewährung der Akteneinsicht 7 
A.3.5 Versand des Einstellungsantrags 7 
A.3.6 Beweisanträge und Antrag auf Dateneinsicht von Galexis 7 
A.3.7 Stellungnahme der Parteien (Art. 30 Abs. 2 KG) 7 
A.3.8 Anhörung der Parteien und Entscheid der WEKO 8 

B Sachverhalt 9 

B.1 Vorbemerkungen zur Sachverhaltsfeststellung 9 
B.1.1 Anwendbares Verfahrensrecht 9 
B.1.2 Verfahrensgrundsätze 9 
B.1.3 Verhältnismässigkeit weiterer Ermittlungen 11 
B.2 Übersicht 12 
B.3 Betroffene Produkte 13 
B.3.1 Einleitung 13 
B.3.2 Trinknahrung 13 
B.3.3 Sondennahrung 14 
B.3.4 Hilfsmittel zur Verabreichung von Sondennahrung 14 
B.3.5 Bedeutung der betroffenen Produkte von Fresenius Kabi für Galexis 15 
B.3.6 Ergebnis 15 
B.4 Regulierung 15 
B.4.1 Einleitung 15 
B.4.2 Regulierung der Einfuhr (Parallelimporte) 16 
B.4.3 Preisregulierung 16 
B.4.4 Ergebnis 17 
B.5 Vertriebssystem Trinknahrung 17 
B.5.1 Einleitung 17 
B.5.2 Herstellerinnen 18 
B.5.3 Grossistinnen 19 
B.5.4 Apotheken 20 
B.5.5 Ergebnis 23 
B.6 Vertrieb der Trinknahrung von Fresenius Kabi über Galexis im Apothekenkanal 24 
B.6.1 Einleitung 24 

 
 

 

 

 3 
 

B.6.2 Fresenius Kabi 24 
B.6.3 Galexis 25 
B.6.4 Von Galexis mit Trinknahrung von Fresenius Kabi belieferte Apotheken 27 
B.6.5 Konsumentinnen und Konsumenten 32 
B.6.6 Ergebnis 34 
B.7 Mutmassliche Folgen einer Auflösung der Lieferbeziehung zwischen Fresenius Kabi 

und Galexis im Bereich Trinknahrung 35 
B.7.1 Übersicht 35 
B.7.2 Mutmassliche Folgen einer Auflösung der Lieferbeziehung für Galexis 35 
B.7.3 Mutmassliche Folgen einer Auflösung der Lieferbeziehung für Fresenius Kabi 55 
B.7.4 Verhältnis zwischen den mutmasslichen Folgen einer Auflösung der 

Lieferbeziehung für Galexis und Fresenius Kabi 56 
B.8 Nichtbelieferung von Galexis durch Fresenius Kabi im Ausland 56 
B.8.1 Einleitung 56 
B.8.2 Anfragen von Galexis bei Fresenius Kabi in Deutschland und den Niederlanden 56 
B.8.3 Verweis auf die Ländergesellschaft Schweiz 56 
B.8.4 Ergebnis 56 
B.9 Konditionenvergleich Schweiz–Deutschland–Niederlande 57 
B.9.1 Einleitung 57 
B.9.2 Methode 57 
B.9.3 Konditionen von Fresenius Kabi Schweiz für Galexis 58 
B.9.4 Konditionen Fresenius Kabi Niederlande 59 
B.9.5 Konditionen Fresenius Kabi Deutschland 59 
B.9.6 Vergleich 65 
B.9.7 Ergebnis 73 

C Rechtliche Würdigung 74 

C.1 Geltungsbereich 74 
C.2 Zuständigkeit der Gesamtkommission der WEKO 74 
C.3 Vorbehaltene Vorschriften 74 
C.4 Relative Marktmacht von Fresenius Kabi 75 
C.4.1 Einleitung 75 
C.4.2 Tatbestand 75 
C.4.3 Subsumtion 84 
C.5 Missbrauch einer relativ marktmächtigen Stellung 86 
C.5.1 Einleitung 86 
C.5.2 Allgemeines 86 
C.5.3 Wettbewerbsverfälschung 88 
C.5.4 Ergebnis 90 
C.6 Beweisanträge von Galexis 90 
C.6.1 Inhalt der Beweisanträge von Galexis 90 
C.6.2 Beurteilung der Beweisanträge von Galexis 91 
C.6.3 Ergebnis 93 
C.7 Akteneinsichtsgesuch von Galexis 93 
C.7.1 Inhalt des Akteneinsichtsgesuchs von Galexis 93 

 
 

 

 

 4 
 

C.7.2 Stellungnahme von Fresenius Kabi zum Akteneinsichtsgesuch von Galexis 93 
C.7.3 Beurteilung des Akteneinsichtsgesuchs von Galexis 94 
C.7.4 Ergebnis 97 

D Kosten 98 

E Ergebnis 99 

F Dispositiv 100 

G Appendix 101 

G.1 Abgrenzungen betreffend die von Galexis belieferten Apotheken 101 
G.1.1 Einleitung 101 
G.1.2 Identifikation der von Galexis als Hauptgrossistin belieferten Apotheken durch 

Galexis 101 
G.1.3 Auswertung der Umsatzzahlen der Apotheken durch das Sekretariat 101 
G.1.4 Auswahl der durch das Sekretariat befragten Apotheken 102 
G.1.5 Einschätzung der von Galexis verwendete Methode anhand der Umfrage des 

Sekretariats 103 
G.2 Bedeutung der Trinknahrung von Fresenius Kabi für Apotheken 104 
G.3 Umsatzanteil ohne spezifische ärztliche Verschreibung 104 
G.4 Apothekenbefragung des Sekretariats 106 
G.4.1 Einladungsemail 106 
G.4.2 Repräsentativität der antwortenden Apotheken 107 
G.4.3 Antworten der Einzelapotheken auf Fragen 3 und 4 108 
G.5 Preisvergleich Schweiz–Deutschland 109 
G.5.1 Umsatzanteil der drei wichtigsten Produktgruppen 109 
G.5.2 Konditionen von Fresenius Kabi Schweiz 110 
G.5.3 Konditionen von Fresenius Kabi Deutschland 110 
 

  

 
 

 

 

 5 
 

A Verfahren 

A.1 Gegenstand der Untersuchung 
1. Gegenstand der Untersuchung 32-0277: Fresenius Kabi bildet die Frage, ob die 
Fresenius Kabi-Gruppe gegenüber der Galexis AG über eine relativ marktmächtige Stellung 
verfügt und diese missbraucht. Konkret wird ihr vorgeworfen, sich zu weigern, die Galexis AG 
in Deutschland und den Niederlanden mit Trinknahrung, Sondennahrung und Hilfsmitteln zur 
Verabreichung von Sondennahrung zu beliefern und damit gegen Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 
Bst. g Kartellgesetz (KG)1 zu verstossen. 

A.2 Verfahrensparteien 

A.2.1 Fresenius Kabi-Gruppe 

2. Die Fresenius Kabi-Gruppe (nachfolgend: Fresenius Kabi) ist ein weltweit tätiges Ge-
sundheitsunternehmen, das Medikamente und Medizintechnik zur Infusion, Transfusion und 
klinischen Ernährung anbietet. Die Produkte von Fresenius Kabi werden in der Therapie und 
Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patienten und Patientinnen eingesetzt.2 

3. Fresenius Kabi verfügt in wichtigen Märkten über länderspezifische Tochtergesellschaf-
ten.3 In der Schweiz wird der Vertrieb der Produkte über die Fresenius Kabi (Schweiz) AG 
(nachfolgend: Fresenius Kabi Schweiz) abgewickelt. In Deutschland sind die Produkte über 
die Fresenius Kabi Deutschland GmbH (nachfolgend: Fresenius Kabi Deutschland) und in den 
Niederlanden über die Fresenius Kabi Nederland BV (nachfolgend: Fresenius Kabi Nieder-
lande) erhältlich. 

4. Fresenius Kabi ist das wegen eines allfälligen Missbrauchs einer relativ marktmächtigen 
Stellung angezeigte Unternehmen. Die vorliegende Untersuchung richtet sich gegen die 
Fresenius Kabi Aktiengesellschaft sowie gegen deren Tochtergesellschaften Fresenius Kabi 
Deutschland und Fresenius Kabi Niederlande. Als Untersuchungsadressatinnen haben diese 
Gesellschaften Parteistellung im Sinne von Art. 6 des Verwaltungsverfahrensgesetzes 
(VwVG)4. 

A.2.2 Galexis AG 

5. Die Galexis AG (nachfolgend: Galexis) mit Sitz in Niederbipp wurde am 30. Dezember 
1994 im Handelsregister eingetragen. Der Zweck der Aktiengesellschaft ist der Handel, der 
Vertrieb und das Erbringen von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Pharmazie und den ihr 
verwandten Gebieten.5 

6. Galexis ist eine Gesellschaft der Galenica-Gruppe, die als vollständig integrierte Ge-
sundheitsdienstleisterin ein Apothekennetz betreibt und Distributionsdienstleistungen für den 
Gesundheitsmarkt in der Schweiz anbietet.6 Die Galenica-Gruppe erzielte im Jahr 2022 einen 

 
1  Bundesgesetz vom 6.10.1995 über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen (Kartellge-

setz, KG; SR 251). 
2  <www.fresenius-kabi.com/de-ch/fresenius-kabi/uber-uns> (3.2.2022). 
3  Act. I.1, Beilage 7.  
4  Bundesgesetz vom 20.12.1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, 

VwVG; SR 172.021).  
5  <be.chregister.ch/cr-portal/auszug/auszug.xhtml?uid=CHE-105.973.991> (3.2.2023). 
6  <www.galenica.com/de/ueber-galenica/ueber-galenica.php> (3.2.2023). 

 
 

 

 

 6 
 

Nettoumsatz von rund 4 Milliarden Franken, einen EBIT von rund 200 Millionen Franken und 
einen Reingewinn von rund 165 Millionen Franken.7 

7. Galexis ist in der vorliegenden Untersuchung die Anzeigerin. Durch die vorliegende Ver-
fügung ist sie besonders berührt; am Ausgang des vorliegenden Verfahrens hat sie ein schutz-
würdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG). Ihr kommt daher Parteistellung im 
Sinne von Art. 6 VwVG zu. 

A.3 Verfahrensgeschichte 

A.3.1 Anzeige von Galexis 

8. Galexis reichte am 5. Juli 2022 beim Sekretariat der Wettbewerbskommission (nachfol-
gend: Sekretariat) eine Anzeige gegen Fresenius Kabi ein. Darin schilderte Galexis im We-
sentlichen den folgenden Vorwurf: Die Produkte von Fresenius Kabi aus der Kategorie Trink-
nahrung, Sondennahrung und Supplemente seien in der Schweiz verglichen mit den 
identischen Produkten in Deutschland und den Niederlanden wesentlich teurer. Nachdem mit 
Fresenius Kabi Schweiz keine Einigung über den Preis erzielt worden sei, habe sich Galexis 
an Fresenius Kabi Deutschland und Fresenius Kabi Niederlande gewandt und die beiden Ge-
sellschaften je um eine Offerte für den Bezug von Produkten ab deren Lager in Deutschland 
bzw. den Niederlanden gebeten. In ihrem Antwortschreiben habe Fresenius Kabi die Offertan-
fragen abgelehnt und Galexis stattdessen an die Schweizer Tochtergesellschaft verwiesen. 
Damit verhindere Fresenius Kabi, dass Galexis die Produkte zu den deutlich günstigeren Prei-
sen im Ausland beziehen und in der Schweiz verkaufen könne.8  

A.3.2 Untersuchungseröffnung gegen die Fresenius Kabi-Gruppe 

9. Gestützt auf die Anzeige von Galexis eröffnete das Sekretariat am 15. August 2022 im 
Einvernehmen mit einem Mitglied des Präsidiums die Untersuchung 32-0277: Fresenius Kabi. 
Die Untersuchung richtet sich gegen die Fresenius Kabi Aktiengesellschaft9, die Fresenius 
Kabi Deutschland GmbH und die Fresenius Kabi Nederland BV sowie deren konzernmässig 
verbundenen Gesellschaften.10 Das Bundeskartellamt in Deutschland wurde am 19. August 
2022 mittels Notifikation darüber informiert, dass der Fresenius Kabi Aktiengesellschaft mit 
Sitz in Bad Homburg ein Schreiben über die Eröffnung der Untersuchung zugestellt worden 
war.11 

10. Das Sekretariat gab die Untersuchungseröffnung am 30. August 2022 mittels amtlicher 
Publikation gemäss Art. 28 KG im Schweizerischen Handelsamtsblatt bekannt.12 Dritte hätten 
sich daraufhin innerhalb von 30 Tagen melden können, um ihre Beteiligung am Verfahren an-
zumelden. Solche Meldungen blieben jedoch aus. 

A.3.3 Wesentliche Ermittlungshandlungen 

11. Das Sekretariat befragte im Rahmen von Partei- und Zeugeneinvernahmen insgesamt 
vier Personen zum Sachverhalt.13 Die Einvernahmen erfolgten von Anfang an parteiöffentlich 
(vgl. Art. 18 Abs. 1 VwVG). Weitere Informationen holte das Sekretariat mittels einer Reihe 

 
7  Geschäftsbericht 2022 der Galenica-Gruppe, S. 61, verfügbar unter <report.galenica. 

com/ar22/app/uploads/Galenica-Geschaftsbericht-2022.pdf> (13.12.2023). 
8  Act. I.1, Rz 36 ff. 
9  Die Fresenius Kabi Aktiengesellschaft mit Sitz in Bad Homburg, Deutschland, ist u.a. die Mutterge-

sellschaft der Ländergesellschaften in der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden (vgl. 
Act. II.1). 

10  Act. I.6–I.8. 
11  Act. I.11. 
12  SHAB vom 30.8.2022, Meldungsnummer: BB05-0000000093. 
13  Act. III.1–4.  

 
 

 

 

 7 
 

von Auskunftsbegehren an die Parteien ein. Zusätzlich beantworteten der Schweizerische Ver-
band für Gemeinschaftsaufgaben der Krankenversicherer (nachfolgend: SVK),14 das Bundes-
amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (nachfolgend: BLV)15 sowie zwei in 
Deutschland tätige Unternehmen16 Auskunftsbegehren des Sekretariats. Ausserdem führte 
das Sekretariat eine Online-Umfrage bei [250–450] von Galexis belieferten Einzelapotheken 
sowie bei [5–10] Apothekenketten durch.17 

A.3.4 Gewährung der Akteneinsicht 

12. Am 19. Mai 202318 und am 22. Februar 202419 gewährte das Sekretariat den Parteien 
in elektronischer Form Akteneinsicht.  

A.3.5 Versand des Einstellungsantrags 

13. Mit Schreiben vom 21. Februar 2024 stellte das Sekretariat den Parteien seinen Einstel-
lungsantrag zur Stellungnahme nach Art. 30 Abs. 2 KG zu. 

A.3.6 Beweisanträge und Antrag auf Dateneinsicht von Galexis 

14. Mit Schreiben vom 21. März 2024 beantragte Galexis verschiedene zusätzliche Ermitt-
lungsmassnahmen.20 Mit Schreiben vom 6. März 202421 und E-Mail vom 8. März 202422 stellte 
Galexis zudem den Antrag, Einsicht in die Quelldaten zu erhalten, welche das Sekretariat in 
seinem Antrag vom 21. Februar 2024 für die Berechnung der Konditionen von Fresenius Kabi 
Deutschland verwendet hat. Fresenius Kabi nahm zum genannten Dateneinsichtsgesuch mit 
Schreiben vom 25. März 202423 Stellung. 

15. Das Sekretariat informierte die Parteien mit Schreiben vom 5. April 202424 über seine 
Absicht, der Wettbewerbskommission (nachfolgend: WEKO) die Ablehnung der genannten 
Anträge zu beantragen. Gleichzeitig stellte das Sekretariat den Parteien den entsprechenden 
Ergänzungsantrag des Sekretariats an die WEKO zu. Zur Beurteilung der Anträge vgl. 
Rz 326 ff. 

A.3.7 Stellungnahme der Parteien (Art. 30 Abs. 2 KG) 

16. Mit Schreiben vom 8. Mai 2024 liess sich Galexis zum Einstellungsantrag des Sekreta-
riats vom 21. Februar 2024 vernehmen.25 Darin stellte sie folgende Rechtsbegehren zur Sa-
che: 

1. Die Untersuchung 32-0277 sei nicht einzustellen. 

2. Es sei festzustellen, dass Fresenius Kabi gegenüber Galexis in Bezug auf 
Trink- und Sondennahrungsprodukte inkl. Hilfsmittel relativ marktmächtig ist. 

3. Fresenius Kabi sei im Sinne von Art. 7 Abs. 2 Bst. g KG zu verpflichten, Galexis 
in Bezug auf Trink- und Sondennahrungsprodukte inkl. Hilfsmittel im Ausland, 

 
14  Act. II.21, Act. II.25. 
15  Act. II.38, Act. II.39. 
16  Act. II.40, Act. II.41. 
17  Act. II.A.1–Act.II.A.11 (Einladungen und Erinnerungen); Act. II.B.1–Act.II.B.4 (Fragebögen); Act. 

II.C.1–Act. II.C.4 (Antworten). 
18  Act. I.185 (Galexis); Act. I.186 (Fresenius Kabi). 
19  Act. IV.5 (Galexis); Act. IV.6 (Fresenius Kabi). 
20  Act. IV.23. 
21  Act. IV.7. 
22  Act. IV.12. 
23  Act. IV.25. 
24  Act. IV.29 (Galexis); Act. IV.30 (Fresenius Kabi). 
25  Act. IV.36. 

 
 

 

 

 8 
 

namentlich in Deutschland und den Niederlanden, zu den dort geltenden Kon-
ditionen zu beliefern. 

4. Eventualiter: Die Sache sei zur Durchführung weiterer Sachverhaltserhebun-
gen an das Sekretariat zurückzuwiesen. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

17. Des Weiteren hielt Galexis an den Beweisanträgen gemäss Schreiben vom 21. 
März 2024 fest (Rz 14). 

18. Fresenius Kabi nahm mit Schreiben vom 8. Mai 2024 zum Antrag des Sekretariats vom 
21. Februar 2024 Stellung und beantragte, die Untersuchung sei ohne Folgen einzustellen.26 

A.3.8 Anhörung der Parteien und Entscheid der WEKO 

19. Die WEKO hörte Galexis und Fresenius Kabi zu deren Begehren am 10. Juni 2024 
mündlich an.27 Nach Beratung fällte die WEKO am 24. Juni 2024 den vorliegenden Entscheid. 

  

 
26  Act. IV.40. 
27  Act. V.5. 

 
 

 

 

 9 
 

B Sachverhalt 

B.1 Vorbemerkungen zur Sachverhaltsfeststellung 

B.1.1 Anwendbares Verfahrensrecht 

20. Auf kartellrechtliche Untersuchungen nach Art. 27 ff. KG sind die Bestimmungen des 
VwVG anwendbar, soweit das KG nicht davon abweicht (Art. 39 KG). 

21. Das vorliegende Verfahren betrifft einen allfälligen Verstoss von Fresenius Kabi gegen 
Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 KG (Missbrauch einer relativ marktmächtigen Stellung). Solche 
Zuwiderhandlungen sind nicht nach Art. 49a KG sanktionierbar. Anders als bei kartellrechtli-
chen Sanktionsverfahren handelt es sich daher vorliegend nicht um ein Administrativverfahren 
mit strafrechtsähnlichem Charakter, sondern um ein reines Verwaltungsverfahren. Die auf das 
Strafverfahren oder strafrechtsähnliche Verfahren anwendbaren Garantien von Art. 6 und 7 
EMRK28 und Art. 30 bzw. 32 BV29 sind somit nicht anwendbar. 

B.1.2 Verfahrensgrundsätze 

22. Nach dem Untersuchungsgrundsatz sind die Wettbewerbsbehörden verpflichtet, von 
Amtes wegen den Sachverhalt korrekt und vollständig zu ermitteln (Art. 39 KG i.V.m. Art. 12 
VwVG). Sie tragen für den gesamten rechtserheblichen Sachverhalt die Beweisführungslast.30 
Dies gilt für alle Arten von Wettbewerbsbeschränkungen, namentlich auch in Bezug auf den 
allfälligen Missbrauch einer relativ marktmächtigen Stellung, und dabei sowohl für belastende 
als auch entlastende Umstände (z.B. Rechtfertigungsgründe). 

23. Die Behörde hat jene Beweise zu erheben, welche sie für die Feststellung des Sachver-
halts als tauglich erachtet; sie ist an die angebotenen Beweismittel der Parteien nicht gebun-
den. Im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung31 darf auf angebotene Beweismittel ver-
zichtet werden, wenn die Behörde den rechtlich erheblichen Sachverhalt aufgrund bereits 
abgenommener Beweise für genügend abgeklärt erachtet oder wenn sie ihn aufgrund eigener 
Sachkenntnis ausreichend würdigen kann. 

24. Die Beweisführungslast der Behörden wird mit den Mitwirkungspflichten nach Art. 13 
VwVG ergänzt,32 so namentlich, wenn das betroffene Unternehmen Umstände geltend macht, 
die in seinem eigenen Interesse liegen (z.B. ökonomische Rechtfertigungsgründe): Verfügt es 

 
28  Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101). 
29  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101). 
30  Vgl. BVGer, B-141/2012 vom 12.12.2022 E. 3.2.2.1.1, ASCOPA; BVGer, B-786/2014 vom 

16.11.2022 E. 9.1.1, Abreden im Bereich Luftfracht/Singapore Airlines; BVGer, B-7834/2015 vom 
16.8.2022 E. 6.1, VPVW Stammtische/Projekt Repo 2013; BVGer, B-771/2012 vom 25.6.2018 E. 5.3 
und 6.4.1, Wettbewerbsabreden im Strassen- und Tiefbau im Kanton Aargau/Cellere; MARKUS 
SCHOTT, in: Basler Kommentar, Kartellgesetz, Amstutz/Reinert (Hrsg.), 2. Aufl. 2021 (zit. BSK KG-
AUTOR/IN), Art. 39 N 58 m.w.H.; VINCENT MARTENET, in: Commentaire Romand, Droit de la concur-
rence, Martenet/Bovet/Tercier (Hrsg.), 2. Aufl. 2013 (zit. CR Concurrence-AUTOR/IN), Art. 39 LCart 
N 34. 

31  Zum Begriff der antizipierten Beweiswürdigung MARLIS BICKEL, Antizipierte Beweiswürdigung, Unter 
besonderer Berücksichtigung des Verwaltungsverfahrensrechts, 2021, Rz 38 ff. 

32  Vgl. BGE 129 II 18 E. 7.1 m.w.H., Buchpreisbindung; BGer, 2C_845/2018 vom 3.8.2020 E. 4.2, 
Strassen- und Tiefbau im Kanton Aargau; vgl. auch BGer, 2C_145/2018 vom 7.10.2021 E. 8.2.2.2, 
Hors-Liste-Medikamente II/Eli Lilly; BSK KG-SCHOTT (Fn 30), Art. 39 N 59 m.w.H.; ISABELLE HÄNER, 
in: DIKE-Kommentar, Kartellgesetz, Zäch/Arnet/Baldi/Kiener/Schaller/Schraner/Spühler (Hrsg.), 
2018 (zit. DIKE KG-AUTOR/IN), Art. 39 N 49 m.w.H.; CR Concurrence-MARTENET (Fn 30), Art. 39 
LCart N 33; CLÉMENCE GRISEL RAPIN, in: Schweizerisches Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht 
V/2, Kartellrecht, Ducrey/Zimmerli (Hrsg), 2. Aufl. 2023, Rz H.35 ff. (zit. AUTOR/IN in SIWR V/2). 

 
 

 

 

 10 
 

über die entsprechenden Informationen und Beweismittel (z.B. unternehmensinterne Doku-
mente), hat es diese von sich aus der Behörde gegenüber offen zu legen. Keine Einschrän-
kung erfährt vorliegend die Mitwirkungspflicht der Parteien aufgrund des Verbots des Selbst-
belastungszwangs (nemo-tenetur-Grundsatz; Art. 6 Ziff. 1 EMRK). Der nemo-tenetur-
Grundsatz ist – anders als bei kartellrechtlichen Sanktionsverfahren33 – in Verfahren, die einen 
allfälligen Missbrauch einer relativ marktmächtigen Stellung zum Gegenstand haben, nicht an-
wendbar. 

25. Auch im Kartellverwaltungsverfahren gilt für die Sachverhaltsfeststellung der Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (Art. 39 KG i.V.m. Art. 19 VwVG und Art. 40 BZP34). Daraus folgt 
insbesondere, dass nicht nur der direkte Beweis, sondern auch der Indizienbeweis zulässig 
ist.35 

26. Der Beweis einer Tatsache ist im Allgemeinen erbracht, wenn die Wettbewerbsbehörden 
nach objektiven Gesichtspunkten von deren Verwirklichung überzeugt sind. Die Verwirklichung 
der Tatsache braucht nicht mit Sicherheit (also ohne Zweifel) festzustehen, sondern es genügt, 
wenn allfällige Zweifel unerheblich erscheinen.36 Bloss abstrakte und theoretische Zweifel sind 
nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt 
werden kann.37  

27. Nach der Rechtsprechung des Bundes- und Bundesverwaltungsgerichts sind keine 
überspannten Anforderungen an das Beweismass zu stellen, wenn ein strikter Beweis auf-
grund der Natur der Sache nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Dies gilt insbesondere «im 
wettbewerbsrechtlichen Zusammenhang […], zumal ökonomische Erkenntnisse immer mit ei-
ner gewissen Unsicherheit behaftet sind» und sich bei übersteigerten Anforderungen an das 
Beweismass praktisch nie beweisen liessen.38 Die Komplexität wirtschaftlicher Sachverhalte 
und Wirkungszusammenhänge schliesst eine strikte Beweisführung regelmässig aus. Hin-
sichtlich solcher Tatsachen genügt nach der Rechtsprechung die Überzeugung der Behörden, 
dass sie mit überwiegender (d. h. hoher) Wahrscheinlichkeit vorliegen.39 

28. Kann ein massgeblicher Umstand nicht mit der gemäss einschlägigem Beweismass er-
forderlichen Sicherheit festgestellt, so stellt sich die Frage, zu wessen Lasten sich dies im 
Verfahren auswirkt. Im Allgemeinen hat diejenige Person das Vorhandensein einer Tatsache 
zu beweisen, die aus ihr Rechte ableitet (vgl. Art. 8 ZGB40). Für rechtsbegründende Tatsachen 
trägt demnach diejenige Person die objektive Beweislast, die dieses Recht geltend macht, für 

 
33  Dazu etwa BGE 147 II 144 E. 5 m.w.H. 
34  Bundesgesetz vom 4.12.1947 über den Bundeszivilprozess (BZP; SR 273). 
35  Vgl. BVGer, B-771/2012 vom 25.6.2018 E. 6.5.5.6 und E. 6.5.5.8, Wettbewerbsabreden im Stras-

sen- und Tiefbau im Kanton Aargau/Cellere; BVGer, B-552/2015 vom 14.11.2017 E. 4.4, Türpro-
dukte. Siehe auch AUER CHRISTOPH/BINDER ANJA MARTINA, in: VwVG, Bundesgesetz über das Ver-
waltungsverfahren, Auer/Müller/Schindler (Hrsg.), 2. Aufl. 2019, Art. 19 N 18 m.w.H. 

36  Vgl. BGer, 2A.500/2002 vom 24.3.2003 E. 3.5, bestätigt in BVGE 2010/63 E. 9.2 und BVGE 2012/33 
E. 6.2.1; sowie BVGer, B-2597/2017 vom 19.1.2022 E. 5.2, Kommerzialisierung elektronischer Me-
dikamenteninformationen. Siehe auch DIKE KG-ZIRLICK/BANGERTER (Fn 32), Art. 5 N 54 m.w.H.; 
BSK KG-KRAUSKOPF/SCHALLER (Fn 30), Art. 5 N 617 m.w.H.; BSK KG-ZIRLICK/TAGMANN (Fn 30), 
Art. 30 N 102; AMSTUTZ/KELLER/REINERT (Fn 35) 114–121, 118 m.w.H.; PATRICK L. 
KRAUSKOPF/MARKUS WYSSLING, in: Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsver-
fahren, Waldmann/Krauskopf (Hrsg.), 3. Aufl. 2023, Art. 12 VwVG N 197, 200.  

37  Vgl. BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.3; BGE 124 IV 86 E. 2a; so auch BGer, 6B_249/2020 vom 27.5.2021 
E. 2.4.2; BGer, 6B_108/2022 vom 27.4.2022, E. 3.1. 

38  BGE 147 II 72 E. 3.4.4 (m.H. auf die ausführlicheren BGE 139 I 72 E. 8.3.2 [wobei auch auf E. 9.2.3.4 
hinzuweisen ist], Publigroupe und BGE 144 II 246 E. 6.4.4, Altimum), Hors-Liste-Medikamente II. 
Vgl. zum Ganzen ausführlich BSK KG-ZIRLICK/TAGMANN (Fn 30), Art. 30 N 103 m.w.H.; speziell für 
Abreden BSK KG-REINERT (Fn 30), Art. 4 I N 25; DIKE KG-ZIRLICK/BANGERTER (Fn 32), Art. 5 N 56. 

39  BVGer, B-7633/2009 vom 14.9.2015 E. 156 ff., ADSL II; BVGer, B-581/2012 vom 16. 9. 2016 
E. 5.5.2, Nikon; vgl. auch BGE 144 II 246 E. 6.4.4, Altimum; BGE 139 I 72 E. 8.3.2, Publigroupe. 

40  Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10.12.1907 (Zivilgesetzbuch, ZGB; SR 210). 

 
 

 

 

 11 
 

rechtshindernde oder -vernichtende Tatsachen ihr Gegenüber. In einem Kartellverwaltungs-
verfahren geht es darum, ob ein Kartellrechtsverstoss vorliegt. Können Tatsachen, die auf 
einen Gesetzesverstoss schliessen lassen, nicht bewiesen werden, geht dies zu Gunsten des 
beschuldigten Unternehmens. 

B.1.3 Verhältnismässigkeit weiterer Ermittlungen 

29. Im vorliegenden Verfahren stehen sich die Parteien – Fresenius Kabi und Galexis – mit 
gegensätzlichen Interessen gegenüber. Ein solches Gegenparteiverhältnis ist vergleichbar mit 
Konstellationen, die typischerweise in Zivilprozessen anzutreffen sind. Anders als in Zivilver-
fahren gilt in kartellrechtlichen Untersuchungen nach Art. 27 f. KG jedoch die Untersuchungs-
maxime (vgl. Art. 12 VwVG; Rz 22). Vorliegend haben die beiden Parteien gegenüber der Be-
hörde in zentralen Sachverhaltsfragen (vgl. etwa Rz 126–191 und Rz 204–256) diametral 
gegensätzliche Positionen vertreten. Die Behörde hat einen beträchtlichen Ermittlungsauf-
wand betrieben, um in diesen zentralen Punkten Klarheit zu erhalten. Angesichts des Unter-
suchungsgrundsatzes könnten sich die Parteien dennoch veranlasst sehen, von der Behörde 
zusätzliche Beweismassnahmen zu verlangen. Im Folgenden wird daher aufgezeigt, dass dem 
Untersuchungsgrundsatz im Hinblick auf die Verfahrenseinstellung genüge getan worden ist 
und weitere Ermittlungen unverhältnismässig wären. 

30. Die behördliche Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung 
erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht, d.h. das anwendbare Beweismass er-
reicht ist. Ist dies nicht der Fall, ist – unter Vorbehalt der Verhältnismässigkeit (dazu sogleich 
Rz 31 ff.) – weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue 
wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind.41 

31. Inwiefern zusätzliche Ermittlungen vorliegend zu einem anderen Beweisergebnis führen 
könnten, ist nicht ersichtlich. Selbst wenn wesentliche und wirksame Beweismassnahmen aus-
geblieben wären, ist jedoch vorliegend das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten, das na-
mentlich in Art. 5 Abs. 2 BV verankert ist.42 Für die Wettbewerbsbehörden fliesst aus dem 
Verhältnismässigkeitsgrundsatz etwa das Gebot, auf die Durchführung einer Untersuchung zu 
verzichten, wenn dieser überwiegende öffentliche und/oder private Interessen entgegenste-
hen. Erforderlich ist dabei eine sorgfältige und umfassende Würdigung der Interessenlage im 
Einzelfall. Dabei dürfen auch Opportunitätsgedanken gewichtet werden.43 

32. Der Verhältnismässigkeitsgrundsatz ist ein verfassungsmässiges Prinzip; seine Trag-
weite ist generell. Nach Massgabe des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes dürfen Opportuni-
tätsüberlegungen nicht nur bei der Frage greifen, ob eine Untersuchung eröffnet wird (Eröff-
nungsermessen), sondern auch bei den Ermittlungen (Ermittlungsermessen) und der 
Beendigung einer Untersuchung (Einstellungsermessen).  

33. Im Einzelnen verlangt der Verhältnismässigkeitsgrundsatz unter diesem Gesichtspunkt, 
auf weitere Ermittlungen zu verzichten oder deren Umfang zu beschränken, wenn solchen 
überwiegende öffentliche und/oder private Interessen entgegenstehen.44 Dem Verhältnismäs-
sigkeitsprinzip könnte es beispielsweise zuwiderlaufen, wenn die Wettbewerbsbehörden bei 
einem Verdacht auf einen bloss leichten Kartellrechtsverstoss einen gewaltige Ermittlungsauf-

 
41  Vgl. BGer, 8C_414/2022 vom 24.1.2023 E. 4.2. 
42  Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz bei der Sachverhaltsermittlung etwa PATRICK L. 

KRAUSKOPF/MARKUS WYSSLING, in: Waldmann/Krauskopf, Praxiskommentar Verwaltungsverfahrens-
gesetz (VwVG), 2023, Art.12 N 33 ff.; sodann betreffend Hausdurchsuchungen statt vieler BstGer, 
BE.2013.1 vom 24.10.2013 E. 2. 

43  DIKE KG-IZUMI/BAUR (Fn 32), Art. 27 N 16 f.; BSK KG-ZIRLICK/TAGMANN (Fn 30), Art. 27 N 52a ff. 
m.w.H. 

44  Dazu etwa BVGer, B-565/2015 und B-812/2015 vom 4.10.2016 E. 5.2. 

 
 

 

 

 12 
 

wand betreiben würden, etwa breit angelegte Zeugenbefragungen, eine Serie von aufwändi-
gen Umfragen bei Marktteilnehmern oder gar Hausdurchsuchungen durchführen würden. Der 
Verhältnismässigkeitsgrundsatz gebietet sodann, dass ein Verfahren einzustellen ist, wenn 
dessen Fortsetzung in keinem Verhältnis zum Aufwand steht, der für die gehörige Ermittlung 
des relevanten Sachverhalts erforderlich wäre. Eine solche Verfahrenseinstellung aus Verhält-
nismässigkeits- bzw. Opportunitätsgründen hat freilich die Ausnahme zu bleiben. Laufende 
kartellrechtliche Untersuchungen sind nach Möglichkeit soweit fortzuführen, bis das Vorliegen 
bzw. Nichtvorliegen einer Gesetzesverletzung tatsächlich beurteilt werden kann.  

34. Vorliegend hat die Behörde bereits beträchtliche Ermittlungsbemühungen unternom-
men. Unter anderem hat sie Partei- und Zeugeneinvernahmen durchgeführt, eine Vielzahl von 
Auskunftsbegehren an die Parteien und Drittpersonen gestellt, sachkundige Behörden um 
Amtshilfe ersucht sowie eine breit angelegte Umfrage bei Apotheken durchgeführt und deren 
Ergebnisse ausgewertet. Die Parteien ihrerseits haben eine Reihe von unaufgeforderten Stel-
lungnahmen eingereicht, unter anderem auch Parteigutachten. Diese teils umfangreichen Ein-
gaben galt es auf Seite der Behörde genau zu analysieren. Der getätigte Ermittlungs- und 
Analyseaufwand widerspiegelt sich in den Verfahrenskosten (dazu Rz 366 ff.). Dieser behör-
denseitige Aufwand ist mit der Bedeutung des konkreten Verfahrensgegenstands ins Verhält-
nis zu setzen. Der vorliegende Untersuchungsgegenstand betrifft eine rein bilaterale Streitsa-
che zwischen Fresenius Kabi und Galexis. Die möglichen Implikationen der Angelegenheit auf 
den Wettbewerb sind beschränkt. Vielmehr stehen die Interessen der involvierten Parteien im 
Vordergrund. Zudem schliesst die Einstellung des vorliegenden Verwaltungsverfahrens nicht 
aus, den Rechtstreit auf dem Zivilweg auszufechten. Darüber hinaus ist zu beachten, dass es 
sich bei Verstössen gegen die Bestimmungen zur relativen Marktmacht typischerweise nicht 
um schwerwiegende Zuwiderhandlungen gegen das Kartellgesetz handelt. Dies manifestiert 
sich etwa in der fehlenden Sanktionierbarkeit (Art. 49a KG). Schliesslich sind vorliegend – wie 
bereits erwähnt – keine weiteren wesentlichen und wirksamen Beweismassnahmen ersicht-
lich, die geeignet wären, das Beweisergebnis umzustossen oder einen anderen Verfahrens-
ausgang herbeizuführen. 

35. Vor diesem Hintergrund wären zusätzliche Beweismassnahmen unverhältnismässig. 
Auf weitere Ermittlungen ist daher zu verzichten. Die Sachverhaltsfeststellungen im Rahmen 
der vorliegenden Einstellungsverfügung sind auf der Grundlage der getätigten Ermittlungen zu 
treffen. 

B.2 Übersicht 
36. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung ist zu prüfen, ob Galexis in Bezug auf die 
Belieferung mit Trinknahrung, Sondennahrung und Hilfsmitteln zur Verabreichung von Son-
dennahrung von der Herstellerin Fresenius Kabi abhängig im Sinne von Art. 4 Abs. 2bis KG ist. 
Ob eine solche Abhängigkeit vorliegt, ist eine Rechtsfrage (dazu Rz 278 ff.). Ihre Beantwor-
tung setzt die Behandlung folgender Sachverhaltsthemen voraus: 

− Zunächst sind die betroffenen Produkte zu beschreiben (Rz 37 ff.). Weil Galexis nur sehr 
geringe Umsätze mit Sondennahrung und Hilfsmitteln von Fresenius Kabi erzielt, kann 
diesbezüglich von vornherein eine Abhängigkeit ausgeschlossen werden. Deshalb be-
schränken sich die weiteren Ausführungen zum Sachverhalt auf Trinknahrung 
(Rz 43 ff.). 

− In der Schweiz gibt es verschiedene Vorschriften, welche Trinknahrung betreffen und 
die im Rahmen der vorliegenden Untersuchung relevant sind. Diese werden als nächs-
tes unter dem Titel Regulierung beschrieben (Rz 47 ff.). 

− Anschliessend wird das Vertriebssystem für Trinknahrung in der Schweiz erläutert. Da-
bei wird die Funktionsweise der verschiedenen Handelsstufen von den Herstellerinnen 
bis zu den Konsumentinnen und Konsumenten dargelegt. Ausserdem werden die wich-
tigsten Akteurinnen und Akteure genannt (Rz 54 ff.). 

 
 

 

 

 13 
 

− In einem nächsten Kapitel wird spezifisch der Vertrieb der Trinknahrung von Fresenius 
Kabi beschrieben. Die entsprechenden Ausführungen beschränken sich auf den Vertrieb 
über die vorliegend relevante Grossistin Galexis. Weil Galexis die überwiegende Mehr-
heit der von ihr verkauften Trinknahrung an Apotheken liefert, beziehen sich die entspre-
chenden Ausführungen im Wesentlichen auf diesen Vertriebskanal (Rz 75 ff.). 

− Zur Beurteilung einer allfälligen Abhängigkeit ist insbesondere zu prüfen, welches die 
Folgen für Galexis sind, wenn die bestehende Lieferbeziehung aufgelöst wird (zum Tat-
bestand vgl. Rz 278 ff.). Daraufhin sind die mutmasslichen Folgen einer Auflösung der 
Lieferbeziehung für Fresenius Kabi abzuklären, um zu eruieren, in welchem Umfang Ga-
lexis Gegenmacht ausüben kann (zum Ganzen Rz 114 ff.). 

− Anschliessend wird untersucht, ob Fresenius Kabi Galexis im Ausland mit Trinknahrung 
beliefert oder nicht (Rz 200 ff.). 

− Schliesslich werden die Konditionen von Galexis beim Bezug von Trinknahrung von 
Fresenius Kabi in der Schweiz mit den Konditionen vergleichbarer Unternehmen in 
Deutschland und in den Niederlanden verglichen. Ein solcher Konditionenvergleich ist 
insbesondere deshalb relevant, weil eine Lieferverweigerung im Ausland nur dann miss-
bräuchlich sein kann, wenn die ausländischen Konditionen vorteilhafter sind als diejeni-
gen in der Schweiz (Rz 204 ff.; zum Tatbestand vgl. Rz 320 ff.). 

B.3 Betroffene Produkte 

B.3.1 Einleitung 

37. In sachlicher Hinsicht sind Trinknahrung, Sondennahrung und Hilfsmittel zur Verabrei-
chung von Sondennahrung Gegenstand der vorliegenden Untersuchung (Rz 1 vorne). Des-
halb werden diese Produkte nachfolgend beschrieben (Rz 38 ff.). Zudem wird die Bedeutung 
dieser Produkte der Herstellerin Fresenius Kabi für Galexis ermittelt (Rz 43 ff.). 

B.3.2 Trinknahrung 

38. Trinknahrung ist eine hochkalorische Nährstofflösung, die bei bestehender oder drohen-
der Mangelernährung eine ausreichende Nährstoffzufuhr sicherstellen soll. Sie liefert Energie 
und enthält insbesondere Eiweiss, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Die Produkte 
sind in unterschiedlicher Zusammensetzung an Nährstoffen und in verschiedenen Ge-
schmacksrichtungen und Konsistenzen erhältlich. Meistens wird Trinknahrung ergänzend zur 
normalen Kost eingenommen, um die Lücke zwischen dem täglichen Nährstoffbedarf und der 
Nährstoffzufuhr über die normale Nahrung zu schliessen. Eine sogenannte vollbilanzierte 
Trinknahrung ist auch zur ausschliesslichen Ernährung geeignet. Die Nährstoffversorgung 
kann beispielsweise bei Menschen mit schweren Erkrankungen oder im fortgeschrittenen Alter 
und bei Personen vor und nach einer Operation erschwert sein. Trinknahrung wird in erster 
Linie in flüssiger Form angeboten. Es gibt aber auch Pulver, welche als Getränk angerührt 
werden, sowie Crèmen, die ebenfalls als Trinknahrung gelten.45 

 
45  <www.fresubin.com/de/hochkalorische-trinknahrung> (07.02.2023); Vgl. auch die «Definition Zu-

satztrinknahrung (sondenfreie enterale Ernährung)» gemäss «Richtlinien der GESKES über Home 
Care, künstliche Ernährung zu Hause» vom Januar 2013, S. 6. (nachfolgend: GESKES-Richtlinien), 
verfügbar unter <www.bag.admin.ch/bag/de/home/gesetze-und-bewilligungen/gesetzgebung/ge 
setzgebung-versicherungen/gesetzgebung-krankenversicherung/kvg/referenzdokumente-zur-klv-
und-deren-anhaenge.html> (31.5.2023). Die Abkürzung «GESKES» steht für «Gesellschaft für 
künstliche Ernährung der Schweiz». Heute nennt sich diese «Gesellschaft für Ernährungsmedizin 
und Metabolismus Schweiz» (<www.geskes.ch/geskes/die-geskes.aspx>, 31.5.2023). Nachfolgend 
wird sie mit der nach wie vor gängigen Abkürzung GESKES bezeichnet. Zur Rolle der GESKES vgl. 
Rz 111. 

 
 

 

 

 14 
 

39. Trinknahrung kann unter anderem in Apotheken, Drogerien oder über den Versandhan-
del rezeptfrei erworben werden. Sie wird nicht nur von Personen mit einer bestehenden oder 
drohenden Mangelernährung eingenommen, sondern auch von Personen, bei denen keine 
medizinische Indikation besteht, beispielsweise von Sportlern und Sportlerinnen oder älteren 
Menschen.46 

40. Trinknahrung fällt in die Kategorie der Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke 
i.S.v. Art. 23 der Verordnung des Eidgenössischen Departements des Innern (nachfolgend: 
EDI) über Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungsbedarf.47 Im Unterschied zu 
Arzneimitteln dienen Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke nicht der medizini-
schen Einwirkung auf den menschlichen Organismus, sondern sind zum Diätmanagement bei 
einer Krankheit, einer Störung oder bei Beschwerden bestimmt.48 Hersteller und Importeure 
müssen das Inverkehrbringen von Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke dem 
BLV melden. Die Meldung muss vor dem ersten Inverkehrbringen sowie bei jeder Rezepturän-
derung und Kennzeichnungsanpassung erfolgen (Art. 27 VLBE). Trinknahrung untersteht folg-
lich einer Meldepflicht und bedarf – im Gegensatz zu Arzneimitteln49 – keiner Zulassung durch 
das Schweizerische Heilmittelinstitut (nachfolgend: Swissmedic). 

B.3.3 Sondennahrung 

41. Bei der Ernährung per Sonde wird der Patient oder die Patientin über einen durch die 
Nase oder die Bauchdecke eingeführten dünnen Schlauch direkt in den Magen oder Dünn-
darm mit Flüssignahrung versorgt. Wie Trinknahrung hat Sondennahrung einen hohen Ener-
giegehalt und enthält Eiweiss, Spurenelemente und Vitamine. Die künstliche Ernährung über 
eine Sonde ist indiziert, wenn der Patient oder die Patientin zur normalen Nahrungsaufnahme 
über den Mund nicht in der Lage ist, zum Beispiel bei einer gravierenden Schluckstörung.50 
Sondennahrung wird ausschliesslich von Patienten und Patientinnen verwendet, die in ärztli-
cher Behandlung sind und eine ärztliche Verordnung haben.51 Sondennahrung gehört wie 
Trinknahrung zu den Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke. 

B.3.4 Hilfsmittel zur Verabreichung von Sondennahrung 

42. Zur Verabreichung von Sondennahrung sind verschiedene Hilfsmittel notwendig. Es 
handelt sich dabei um Produkte wie Schläuche, Ernährungspumpen, Adapter und Beutel.52 
Wie bei der Sondennahrung werden die Hilfsmittel zu deren Verabreichung ausschliesslich 
von Patienten und Patientinnen verwendet, die in ärztlicher Behandlung sind. 

 
46  Act. III.1, Zeilen 343–436; Act. III.2, Zeilen 564–567. 
47  Verordnung des EDI vom 16.12.2016 über Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungs-

bedarf (VLBE; SR 817.022.104). 
48  BUNDESAMT FÜR LEBENSMITTELSICHERHEIT UND VETERINÄRWESEN/BUNDESAMT FÜR GESUND-

HEIT/SCHWEIZERISCHES HEILMITTELINSTITUT, Abgrenzungskriterien Heilmittel – Lebensmittel bezüglich 
oral einzunehmender Produkte, 2021, S. 9, abrufbar unter <www.blv.admin.ch/blv/de/home/ 
lebensmittel-und-ernaehrung/rechts-und-vollzugsgrundlagen/hilfsmittel-und-vollzugsgrundlagen/ 
abgrenzungskriterien.html> (07.02.2023). 

49  Arzneimittel dürfen in der Schweiz grundsätzlich nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie von 
Swissmedic zugelassen sind (Art. 9 Abs. 1 Bundesgesetz vom 15.12.2000 über Arzneimittel und 
Medizinprodukte [Heilmittelgesetz, HMG; SR 812.21]) und die natürliche oder juristische Person, die 
sie herstellt oder damit Handel treibt, über eine Betriebsbewilligung verfügt (Art. 5, 18 und 28 HMG). 

50  <www.fresubin.com/ch/de-ch/sondennahrung> (07.02.2023). 
51  Act. III.1, Zeilen 442 f., Act. III.2, Zeile 574. 
52  Act. II.5, S. 1, Antwort auf Frage 1.a.i. 

 
 

 

 

 15 
 

B.3.5 Bedeutung der betroffenen Produkte von Fresenius Kabi für Galexis 

43. In Tabelle 1 ist das Einkaufsvolumen von Galexis mit Trinknahrung, Sondennahrung und 
Hilfsmitteln der Herstellerin Fresenius Kabi angegeben (Spalten 1–3). Neben diesen Produk-
ten stellt Fresenius Kabi weitere Produkte wie zum Beispiel Medikamente her und verkauft 
diese ebenfalls an Galexis.53 Das Einkaufsvolumen von Galexis für sämtliche Produkte der 
Herstellerin Fresenius Kabi ist in Spalte 4 von Tabelle 1 ausgewiesen. Schliesslich ist in Spalte 
5 das Einkaufsvolumen von Galexis für sämtliche Produkte aller Herstellerinnen ausgewiesen. 
Unter dem Einkaufsvolumen ist die Summe der von den Herstellerinnen in Rechnung gestell-
ten Preise abzüglich sämtlicher Rabatte, Boni, Rückerstattungen sowie der Mehrwertsteuer zu 
verstehen. Alle in Tabelle 1 angegebenen Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2021. 

Tabelle 1: Einkaufsvolumen Galexis, 2021. 

 Trinknah-
rung 
Fresenius 
Kabi 

Sonden-
nahrung 
Fresenius 
Kabi 

Hilfsmittel 
Fresenius 
Kabi 

Alle Produkte 
Fresenius 
Kabi 

Alle Produkte 
aller Herstel-
lerinnen 

Fr. […] […] […] […] […] 
% [<0,2] % [<0,01] % [<0,01] % [<0,4] % 100 % 

Quelle: Act. II.9, Rz 7 (Trinknahrung, Sondennahrung, Hilfsmittel); Act. II.5, Antwort auf Frage 
9.a (alle Produkte von Fresenius Kabi, alle Produkte aller Herstellerinnen). 

44. Aus Tabelle 1 geht hervor, dass der Anteil sämtlicher von Fresenius Kabi hergestellten 
Produkte am Einkaufsvolumen von Galexis bei unter [<0,4 %] liegt. Davon entfällt rund die 
Hälfte auf die Trinknahrung von Fresenius Kabi. 

45. Das Einkaufsvolumen von Galexis mit Sondennahrung und Hilfsmitteln von Fresenius 
Kabi ist derart gering, dass jedenfalls bei einer isolierten Betrachtung dieser Produkte eine 
Abhängigkeit seitens Galexis im Sinne von Art. 4 Abs. 2bis KG ausgeschlossen werden kann 
(zum Tatbestand vgl. Rz 278 ff.). Deshalb beschränkt sich die nachfolgende Untersuchung 
des Sachverhalts auf Trinknahrung.54 

B.3.6 Ergebnis 

46. Im Rahmen der vorliegenden Einstellungsverfügung erachtet die Behörde folgenden 
Sachverhalt als massgebend (vgl. betreffend die Verhältnismässigkeit weiterer Beweismass-
nahmen Rz 29 ff.): 

− Galexis gibt rund [<2] Promille ihres jährlichen Einkaufsvolumens für Trinknahrung von 
Fresenius Kabi aus (Rz 43 ff.); 

− Galexis gibt nur verschwindend geringe Beträge für Sondennahrung und Hilfsmittel von 
Fresenius Kabi aus (43 ff.). 

B.4 Regulierung 

B.4.1 Einleitung 

47. In diesem Kapitel wird untersucht, ob Trinknahrung von Fresenius Kabi parallel in die 
Schweiz importiert werden kann (Rz 48 ff.). Anschliessend werden die Vorschriften bezüglich 

 
53  Vgl. z.B. Act. II.9, Rz 7. 
54  […] 

 
 

 

 

 16 
 

der Preise und der Vergütung durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung dargelegt 
(Rz 51 f). 

B.4.2 Regulierung der Einfuhr (Parallelimporte) 

48. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Trinknahrung um Lebensmittel für besondere 
medizinische Zwecke (Rz 40 vorne). Wer solche Lebensmittel importiert und diese in der 
Schweiz in Verkehr bringen will, muss dies gemäss Art. 27 VLBE vor dem ersten Inverkehr-
bringen sowie nach jeder Rezepturänderung oder Kennzeichnungsanpassung dem BLV mel-
den. 

49. Gemäss der Auskunft des BLV ist eine solche Meldung auch dann zwingend erforderlich, 
wenn das zu meldende Produkt bereits durch eine andere Person – in der Regel die Herstel-
lerin – dem BLV gemeldet wurde.55 Die Meldung muss gemäss BLV in jedem Fall zwingend 
die Rezeptur des zu importierenden Produkts beinhalten. Das gilt selbst dann, wenn das BLV 
aufgrund einer Meldung einer anderen Person bereits über die relevante Rezeptur verfügt.56 

50. Wenn die Herstellerin das einzuführende Produkt bereits dem BLV gemeldet hat, kann 
sie das BLV schriftlich bevollmächtigen, die Meldung eines Zweitmeldenden mit der Rezeptur 
aus der Meldung der Herstellerin zu ergänzen. In diesem Fall gilt die Zweitmeldung als voll-
ständig. Ohne ausdrückliches Einverständnis der Herstellerin ist eine solche Ergänzung aber 
nicht möglich. Ausserdem ist die Herstellerin nicht verpflichtet, die Rezeptur dem BLV oder 
Dritten zwecks Meldung gemäss Art. 27 VLBE zur Verfügung zu stellen. Da es sich bei der 
Rezeptur um ein Geschäftsgeheimnis handelt, ist diese nur über die Herstellerin erhältlich. 
Aus diesen Gründen ist bei Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke der Parallelim-
port ohne ausdrückliches Einverständnis der Herstellerin nicht möglich.57 

B.4.3 Preisregulierung 

51. Im Gegensatz zu den Preisen für Arzneimittel ist der Preis von Trinknahrung nicht staat-
lich reguliert.58 Stattdessen legen die Herstellerinnen gemäss Angaben des SVK unilateral 
einen sogenannten Publikumspreis fest.59 Gemäss SVK vergütet die obligatorische Kranken-
pflegeversicherung grundsätzlich diesen Publikumspreis.60 

52. Aktuell gibt es Bestrebungen, dass die maximal durch die obligatorische Krankenpflege-
versicherung zu vergütenden Preise für Trinknahrung durch das Bundesamt für Gesundheit 
(nachfolgend: BAG) festgelegt werden sollen. Konkret soll Trinknahrung auf die sogenannte 
Mittel- und Gegenständeliste (nachfolgend: MiGeL) aufgenommen werden.61 Eine solche Auf-
nahme ist allerdings bei der letzten Anpassung der MiGeL per 1. Januar 2024 nicht erfolgt.62 

 
55  Act. II.39, Antwort auf Frage 1.a. 
56  Act. II.39, Antwort auf Frage 1.b. 
57  Gemäss Auskunft des BLV ist bei diesen Produkten «ein Parallelimport de facto nicht möglich» (Act. 

II.38). Die Verfahrensparteien sowie der einvernommene Zeuge gehen im Gegensatz zum BLV über-
einstimmend davon aus, dass es keine regulatorischen Hindernisse gebe, die den Parallelimport von 
Trinknahrung verhindern würden (vgl. z.B. Act. II.7, Rz 31; Act. II.36, Rz 38; Act. II.1, Rz 23; Act. 
III.3, Zeile 341; Act. II.55, Rz 69). 

58  Act. II.21, Antwort auf Frage 6. 
59  Act. II.21, Antwort auf Frage 6; Act. II.25, Antwort auf die Fragen 4 und 5b; Act. II.55, Beilage 8. Nicht 

zutreffend: Act. II.7, Rz 21. 
60  Act. II.25, Antwort auf Frage 4. 
61  Act. II.7, Rz 21; Act. II.36, Rz 75 ff. und Beilage 1; Act. II.21, Antwort auf Frage 7. 
62  Vgl. BAG, Kommentar zu den Änderungen des Anhangs 2 KLV (MiGeL) vom 29.11.2023 per 

1.1.2024, <www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/krankenversicherung/krankenversiche 
rung-leistungen-tarife/Mittel-und-Gegenstaendeliste.html> (04.1.2024). 

 
 

 

 

 17 
 

Fresenius Kabi würde sich gemäss eigenen Angaben künftig bei der Preisgestaltung an den 
in der MiGeL festgelegten Höchstvergütungsbeiträgen ausrichten.63  

B.4.4 Ergebnis 

53. Im Rahmen der vorliegenden Einstellungsverfügung erachtet die Behörde folgenden 
Sachverhalt als massgebend (vgl. betreffend die Verhältnismässigkeit weiterer Beweismass-
nahmen Rz 29 ff.): 

− Trinknahrung kann nur mit der ausdrücklichen Zustimmung der Herstellerin in die 
Schweiz eingeführt werden (Rz 48 ff.). 

− Die Preise für Trinknahrung in der Schweiz werden aktuell von der Herstellerin festge-
legt. Es gibt Bestrebungen, dass die durch die obligatorische Krankenpflegeversiche-
rung maximal vergüteten Preise künftig durch das BAG festgelegt werden sollen 
(Rz 51 f.). 

B.5 Vertriebssystem Trinknahrung 

B.5.1 Einleitung 

54. In diesem Kapitel wird aufgezeigt, wie Trinknahrung von den Herstellerinnen zu den 
Konsumentinnen und Konsumenten gelangt. Die entsprechenden Informationen sind nach 
den in Abbildung 1 dargestellten Marktstufen geordnet. Dieses Kapitel bezieht sich auf 
Trinknahrung aller Herstellerinnen. Informationen spezifisch zum Vertrieb der Trinknahrung 
von Fresenius Kabi über Galexis befinden sich im nachfolgenden Kapitel (Rz 75 ff.).  

Abbildung 1: Vertriebssystem Trinknahrung in der Schweiz. 

Quelle: Eigene Darstellung. 

55. Als Erstes wird aufgezeigt, welche Herstellerinnen in der Schweiz Trinknahrung anbieten 
und an wen sie ihre Produkte verkaufen (Rz 56 ff.). Neben Grossistinnen64 wie Galexis belie-
fern die Herstellerinnen auch andere grössere Abnehmerinnen wie zum Beispiel Homecare 

 
63  Act. II.55, Beilage 8, Rz 10. 
64  In manchen Märkten kann es sinnvoll sein, zwischen verschiedenen Arten von Grossistinnen zu 

unterscheiden. Insbesondere wird oft zwischen sogenannten Vollgrossistinnen und Teilgrossistinnen 
(auch «shortliner» genannt) unterschieden. Während die Vollgrossistinnen ihren Kundinnen einen 
möglichst grossen Anteil der von diesen verkauften Produkte liefern, decken die Teilgrossistinnen 
nur einen Teil des Sortiments ab. Gemäss Angaben von Galexis gibt es in der Schweiz keine Teil-
grossistinnen, die Produkte der Herstellerin Fresenius Kabi vertreiben (Act. II.5, Antwort auf Frage 
8.c). Aus diesem Grund wird vorliegend keine Differenzierung zwischen diesen beiden Arten von 
Grossistinnen vorgenommen. 

Herstellerinnen 

Grossistinnen 

Apotheken, Drogerien, Arztpraxen, Spitäler, Heime, Homecare, Internethandel 

Konsumentinnen und Konsumenten 

 
 

 

 

 18 
 

Anbieterinnen65 oder Spitäler direkt. Vorliegend sind in erster Linie Grossistinnen relevant, weil 
es sich bei Galexis um eine Grossistin handelt. Deren Rolle wird als nächstes beschrieben 
(Rz 60 ff.). Insbesondere weil grössere Abnehmerinnen in der Regel direkt von den Herstelle-
rinnen beliefert werden, verkaufen die Grossistinnen den überwiegenden Anteil der Trinknah-
rung an Apotheken. Deshalb wird anschliessend die Rolle der Apotheken untersucht 
(Rz 64 ff.). 

B.5.2 Herstellerinnen 

56. In der Schweiz gibt es vier gemessen an ihren Umsätzen im vorliegend besonders rele-
vanten Verkaufskanal der Apotheken und Drogerien wichtige Herstellerinnen von Trinknah-
rung. Dabei handelt es sich um Nestlé, Fresenius Kabi, Abbott und Danone.66 Galexis schätzt 
den Marktanteil von Fresenius Kabi im genannten Verkaufskanal auf rund 40 %.67 Die Stellun-
gen der verschiedenen Herstellerinnen werden im nachfolgenden Kapitel anhand der Anteile 
an der von Galexis eingekauften Trinknahrung genauer untersucht (Rz 80 ff.). 

57. Alle der vier genannten Herstellerinnen sind Mitglieder der Fachgruppe «Swiss Medical 
Nutrition Industries» (nachfolgend: SMNI) des Branchenverbandes der in der Schweiz tätigen 
Nahrungsmittelherstellerinnen («Swiss Association of Nutrition Industries»).68 Die SMNI führte 
eine Markterhebung durch, bei welcher die Verteilung der Umsätze mit medizinischer Ernäh-
rung in der Schweiz auf verschiedene Absatzkanäle im Jahr 2020 erfasst wurde. Beide Par-
teien reichten die entsprechenden Ergebnisse ein.69 Sie sind in Abbildung 2 dargestellt. Der 
im Jahr 2020 in der Schweiz von allen Herstellerinnen insgesamt mit Trinknahrung erzielte 
Umsatz belief sich gemäss der genannten Markterhebung auf rund 37 Millionen Franken.70 

 
65  Homecare Anbieterinnen sind Organisationen, die Patientinnen und Patienten bei sich zu Hause 

betreuen. 
66  Act. I.1; Rz 29, Act. III.1, Zeilen 414–417; Act. III.2, Zeilen 461–463. Danone bietet Trinknahrung in 

der Schweiz unter dem Namen «Nutricia» an <www.nutricia.de/ch-de/> (18.4.2023). 
67  (Act. I.1, Rz 29 f.). Diese Schätzung bezieht sich mutmasslich auf das Jahr 2021. Grundlage der 

genannten Schätzung von Galexis sind «Sell-out Daten der Schweizer Apotheken und Drogerien», 
welche von der IQVIA AG bereitgestellt wurden. Erfasst wurden Verkäufe von «enteraler Ernäh-
rung». Bei der enteralen Ernährung erfolgt die Nährstoffaufnahme über den Darm (Act. I.1, Fn 6). 
Dabei dürfte es sich im Wesentlichen um Trinknahrung handeln. 

68  <www.sani.swiss/deutsch/fachgruppe-smni/> (17.4.2023). 
69  Act. II.9, Rz 2 und Act. II.5, Antwort auf Frage 11.a (Galexis); Act. II.11, Antwort auf Frage 13 

(Fresenius Kabi). 
70  Act. II.9, Rz 2 und Act. II.5, Antwort auf Frage 11.a (Galexis); Act. II.11, Antwort auf Frage 13 

(Fresenius Kabi). Die mit Sondennahrung erzielten Umsätze wurden im Rahmen der genannten 
Markterhebung separat erfasst. Die damit erzielten Umsätze fliessen nicht in die Berechnung der in 
Abbildung 2 dargestellten Anteile ein. 

 
 

 

 

 19 
 

Abbildung 2: Absatzkanäle Trinknahrung in der Schweiz 2020. 

 

Quelle: SMNI (Act. II.9, Rz 2; Act. II.11, Antwort auf Frage 13; Act. II.5, Antwort auf Frage 
11.a). 

58. Der mit Abstand wichtigste Absatzkanal ist derjenige über «Heimpatienten». Diese wer-
den auch als «Homecare Patienten» bezeichnet.71 Dabei handelt es sich um Patientinnen und 
Patienten, die bei sich zu Hause betreut werden.72 Diese Heimpatientinnen und Heimpatienten 
beziehen in der Regel Trinknahrung über Homecare Anbieterinnen, welche ihrerseits in der 
Regel direkt von den Herstellerinnen beliefert werden.73 Gleiches gilt mutmasslich auch für 
andere Kundinnen, die grössere Mengen beziehen (z.B. Spitäler und Kliniken). 

59. Im Gegensatz dazu beziehen jedenfalls die kleineren Apotheken Trinknahrung norma-
lerweise über Grossistinnen.74 Dieser Absatzkanal, bei welchem die Herstellerinnen Grossis-
tinnen wie Galexis beliefern, die ihrerseits die Trinknahrung an Apotheken weiterverkaufen, ist 
für etwas mehr als einen Fünftel der insgesamt in der Schweiz verkauften Trinknahrung ver-
antwortlich.75 

B.5.3 Grossistinnen 

60. In der Schweiz sind neben Galexis und der ebenfalls zur Galenica-Gruppe gehörenden 
Unione Farmaceutica Distribuzione SA, die Voigt AG mit Sitz in Romanshorn (nachfolgend: 

 
71  Act. II.9, Fn 1. 
72  Vgl. z.B. die GESKES-Richtlinien, S. 8 (Fn 45). 
73  Act. II.5, Antwort auf Frage 2.a. Vgl. auch Act. II.5, Beilage 10.a. Demnach beliefert Fresenius Kabi 

Schweiz zum Beispiel die […] Homecare Anbieterin […] direkt.  
74  Act. III.4, Zeilen 139–141. 
75  Vgl. die Aussage von [N1], wonach der Bezug von Trinknahrung nicht sehr oft über Apotheken gehe 

(Act. III.4, Zeilen 234–235). 

62,0%

21,5%

13,0%
3,3%

Heimpatienten Grossistinnen/Apotheken
Spitäler/Kliniken Alters- und Pflegeheime
Übrige

 
 

 

 

 20 
 

Voigt), die Amedis-UE AG mit Sitz in Unterentfelden (nachfolgend: Amedis) und die Pharma-
Focus AG mit Sitz in Romont als Vollgrossistinnen für Arzneimittel und andere Gesundheits-
produkte wie zum Beispiel Trinknahrung tätig.76 Voigt und Amedis haben entschieden, ihre 
Tätigkeiten als Grossistinnen zusammenzulegen. Die Wettbewerbsbehörden haben das ent-
sprechende Zusammenschlussvorhaben zugelassen.77 Die Konsolidierung der Aktivitäten die-
ser beiden Unternehmen ist aktuell im Gange und soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden.78 

61. Galexis ist gemessen an ihrem Marktanteil im Apotheken-Kanal die grösste der in der 
Schweiz tätigen Grossistinnen.79 Ihr Sortiment dürfte deshalb breiter sein als dasjenige ihrer 
Konkurrentinnen.80 

62. Die genannten Grossistinnen liefern ihren Kundinnen einen möglichst grossen Anteil der 
von diesen ihrerseits verkauften Produkte. Sie lagern diese Produkte in Distributionszentren 
und sorgen für die Feinverteilung an die einzelnen Abnehmerinnen.81 Viele Kundinnen werden 
von mehreren Grossistinnen beliefert. Die Grossistin, die den grössten Teil der Produkte liefert, 
wird nachfolgend als «Hauptgrossistin», die übrigen Grossistinnen als «Nebengrossistinnen» 
bezeichnet. Die wichtigste Nebengrossistin wird oft auch «Zweitgrossistin» genannt. 

63. Die Grossistinnen liefern den grössten Teil der von ihnen verkauften Trinknahrung an 
Apotheken (vgl. Rz 83 ff. hinten). Deshalb wird als nächstes die Rolle der Apotheken unter-
sucht.  

B.5.4 Apotheken 

B.5.4.1 Einleitung 

64. Die in der Schweiz tätigen rund 1850 Apotheken sind mehrheitlich in Ketten, Gruppie-
rungen und Einkaufsgemeinschaften organisiert. Nachfolgend werden zunächst diese Struk-
turen beschrieben (Rz 65 ff.). Anschliessend wird dargelegt, nach welchen Kriterien die Apo-
theken entscheiden, durch welche Grossistinnen sie sich beliefern lassen und wie die 
entsprechenden Konditionen ausgehandelt werden (Rz 70 ff.). 

B.5.4.2 Ketten, Gruppierungen und Einkaufsgemeinschaften 

65. Gemäss Angaben des Schweizerischen Apothekerverbandes (pharmaSuisse) (nachfol-
gend: PharmaSuisse) gab es in der Schweiz im Jahr 2021 1844 Apotheken. PharmaSuisse 
unterscheidet zwischen den vier folgenden Arten von Apotheken:82 

− Kettenapotheken gehören zu einem zentral verwalteten Unternehmen. Die einer Kette 
zugehörigen Apotheken sind keine unabhängigen Einheiten. 

 
76  Act. II.11, Rz 97. 
77  RPW 2023/2, 317, PHOENIX Pharma Switzerland AG/Voigt Holding AG. 
78  <www.voigt.ch/de/voigt-ag-pharma-grosshandel/aktuelles/avosano> (13.2.2024). 
79  RPW 2023/2, 326 Rz 86, PHOENIX Pharma Switzerland AG/Voigt Holding AG. 
80  Gemäss der Zeugenaussage von [N1], hat Galexis jedenfalls im Vergleich zu einer Konkurrentin eine 

«bessere Produktepalette» (Act. III.4, Zeilen 167–168). Vgl. auch RPW 2023/2, 333 Rz 119, 
PHOENIX Pharma Switzerland AG/Voigt Holding AG; Act. II.55, Beilage 1, S. 13. 

81  Act. III.1, Zeilen 381–396. Vgl. auch Act. I.1, Rz 1, 8, und 15. Keine Grossistin hat alle der von ihren 
Kundinnen verkauften Produkte an Lager. Galexis hält gemäss eigenen Angaben zum Beispiel rund 
[>10] % der rund 225 von Fresenius Kabi angebotenen Produkte nicht an Lager. Diese sogenannten 
Besorgungsartikel müssen bei der Herstellerin bestellt werden und weisen deshalb im Vergleich zu 
den ab Lager verfügbaren Artikeln eine längere Lieferfrist auf (Act. II.5, Antwort auf Frage 1.c.ii).  

82  Fakten und Zahlen Schweizer Apotheken 2022 (Fn 358), S. 19. Vgl. auch Act. III.4, Zeilen 108–137. 
Zu den von Gruppierungen und Einkaufsgemeinschaften ausgehandelten Rahmenverträgen vgl. 
z.B. RPW 2023/2, 336 Rz 132 f., PHOENIX Pharma Switzerland AG/Voigt Holding AG. 

 
 

 

 

 21 
 

− Gruppierungen treten gemeinsam im Markt auf. Die einer Gruppierung angeschlosse-
nen Apotheken handeln in der Regel gemeinsam Rahmenverträge mit den Grossistin-
nen aus. 

− Einkaufsgemeinschaften haben im Gegensatz zu den Gruppierungen keinen gemein-
samen Marktauftritt, handeln aber wie die Gruppierungen in der Regel gemeinsam Rah-
menverträge mit den Grossistinnen aus. 

− Übrige Apotheken sind keiner Kette, Gruppierung oder Einkaufsgemeinschaft ange-
schlossen. 

66. In den von Gruppierungen und Einkaufsgemeinschaften mit den Grossistinnen ausge-
handelten Rahmenverträgen werden Rabatte auf die Grundkonditionen der Grossistinnen ver-
einbart. Ausserdem sind regelmässig umsatzabhängige Rückerstattungen an die einzelnen 
Apotheken oder an die Gruppierung bzw. Einkaufsgemeinschaft vorgesehen. Es kommt vor, 
dass einzelne Apotheken zusätzlich zu den von der Gruppierung oder Einkaufsgemeinschaft 
ausgehandelten Vergünstigungen weitere Rabatte aushandeln.83 

67. Viele Gruppierungen und Einkaufsgemeinschaften handeln mit mehreren Grossistinnen 
Rahmenverträge aus. Die den Gruppierungen und Einkaufsgemeinschaften angeschlossenen 
Apotheken können in der Regel frei entscheiden, bei welcher Grossistin sie einkaufen möch-
ten.84 Wenn sie mit den durch die Gruppierung oder Einkaufsgemeinschaft ausgehandelten 
Konditionen nicht zufrieden sind, können sie sich einer anderen Gruppierung oder Einkaufs-
gemeinschaft anschliessen oder selbständig Konditionen mit den Grossistinnen aushandeln. 

68. In Abbildung 3 ist die Verteilung der 1844 Apotheken der Schweiz auf die genannten vier 
Kategorien angegeben: Die Ketten haben mit 38 % den grössten Anteil. Einkaufsgemeinschaf-
ten und Gruppierungen sind mit Anteilen von 32 % (Einkaufsgemeinschaften) bzw. 25,7 % 
(Gruppierungen) ebenfalls bedeutend. Hingegen gibt es mit einem Anteil von 4,3 % nur wenige 
übrige Apotheken.  

 
83  RPW 2023/2, 334 Rz 123, PHOENIX Pharma Switzerland AG/Voigt Holding AG. 
84  RPW 2023/2, 336 Rz 133, PHOENIX Pharma Switzerland AG/Voigt Holding AG. 

 
 

 

 

 22 
 

Abbildung 3: Apotheken in der Schweiz, 31.12.2021. 

 

Quelle: PharmaSuisse.85 

69. Die beiden gemessen an der Anzahl Apotheken grössten Ketten gehören beide zur Ga-
lenica-Gruppe. Es handelt sich um die Ketten Amavita (186 Apotheken) und Sun Store (94 
Apotheken). Die mit 88 Apotheken viertgrösste Kette ist ein Joint Venture zwischen der Gale-
nica-Gruppe und der Coop Genossenschaft (nachfolgend: Coop). Die entsprechenden Apo-
theken treten unter dem Namen «Coop Vitality» im Markt auf.86 Die Galenica-Gruppe hält 
[<50] % des Aktienkapitals und der Stimmrechte der Dachgesellschaft dieser Kette, der […].87 

B.5.4.3 Belieferung der Apotheken durch die Grossistinnen 

70. Die Apotheken beziehen ihre Produkte in der Regel von bis zu drei verschiedenen Gros-
sistinnen.88 Die meisten Apotheken kaufen aber den grössten Teil bei einer einzigen Grossistin 
– der Hauptgrossistin – ein. Die Konditionen der Grossistinnen sind vom Einkaufsvolumen 
abhängig. Deshalb lohnt es sich in der Regel für die Apotheken, einen grossen Teil der Pro-
dukte bei einer einzigen Grossistin zu beziehen.89 Grund für die entsprechenden Rabatte sind 

 
85  Fakten und Zahlen Schweizer Apotheken 2022 (Fn 358), S. 19. 
86  Fakten und Zahlen Schweizer Apotheken 2022 (Fn 358), S. 19. 
87  Act. II.51, Antwort auf Frage I. Vgl. auch Act. II.36, Rz 20 ff. 
88  Act. III.4, Zeilen 146–148. 
89  Act. III.4, Zeilen 155–158. Act. II.5, Antwort auf Frage 8a; RPW 2023/2, 326 Rz 86, PHOENIX 

Pharma Switzerland AG/Voigt Holding AG. 

38,0%

32,0%

25,7%

4,3%

Ketten Einkaufsgemeinschaften
Gruppierungen Übrige

 
 

 

 

 23 
 

insbesondere die Transportkosten, die geringer ausfallen, wenn verschiedene Produkte ge-
meinsam ausgeliefert werden können.90 Die Hauptgrossistin liefert regelmässig rund 80 % der 
von der Apotheke eingekauften Produkte.91 

71. Den grössten Teil der verbleibenden 20 % der Produkte beziehen die Apotheken regel-
mässig bei einer einzigen Nebengrossistin. Diese Zweitgrossistin kommt insbesondere dann 
zum Zug, wenn die Hauptgrossistin ein Produkt nicht liefern kann, zum Beispiel weil es tem-
poräre Lieferengpässe gibt oder weil die Hauptgrossistin das Produkt nicht im Sortiment hat. 
Die Zweitgrossistin oder andere Nebengrossistinnen kommen auch dann zum Zug, wenn sie 
ein bestimmtes Produkt zu deutlich besseren Konditionen anbieten können als die Hauptgros-
sistin.92 

72. Bei der Auswahl der Hauptgrossistin durch die Apotheken spielt die Breite der von dieser 
angebotenen Produktepalette eine grosse Rolle. Ausserdem sind auch der Preis sowie die 
übrigen Konditionen (Lieferbereitschaft, Retourmöglichkeiten, etc.) massgebend.93 Der Wech-
sel der Hauptgrossistin verursacht bei der wechselnden Apotheke gewisse Transaktionskos-
ten.94 Namentlich deshalb wechseln Apotheken nur relativ selten die Hauptgrossistin.95 

73. Die einzelnen Apotheken, Gruppierungen und Ketten vereinbaren mit den Grossistinnen 
individuell, wie häufig sie von diesen beliefert werden. Viele Apotheken werden von ihrer 
Hauptgrossistin zweimal täglich beliefert. Die Grossistinnen können die Bestellungen der Apo-
theken in der Regel innerhalb weniger Stunden ausliefern.96 

B.5.5 Ergebnis 

74. Im Rahmen der vorliegenden Einstellungsverfügung erachtet die Behörde folgenden 
Sachverhalt als massgebend (vgl. betreffend die Verhältnismässigkeit weiterer Beweismass-
nahmen Rz 29 ff.): 

− In der Schweiz bieten neben Fresenius Kabi drei weitere bedeutende Herstellerinnen 
Trinknahrung an. Dabei handelt es sich um Nestlé, Abbott und Danone (Rz 56); 

− Etwas mehr als ein Fünftel der in der Schweiz verkauften Trinknahrung wird über Gros-
sistinnen und Apotheken vertrieben (Rz 57 ff.); 

− Galexis ist die grösste in der Schweiz tätige Grossistin (Rz 61); 

− Es gibt in der Schweiz rund 1850 Apotheken. Davon gehören rund 280 zur Galenica-
Gruppe. Weitere rund 90 Apotheken gehören zu einem Joint Venture zwischen der Ga-
lenica-Gruppe und Coop (Rz 65 ff.); 

 
90  Act. II.23, Rz 17; Act. III.1, Zeilen 420–425. 
91  Act. III.4, Zeilen 155–158. Vgl. auch RPW 2023/2, 335 Rz 128, PHOENIX Pharma Switzerland 

AG/Voigt Holding AG. 
92  Act. III.4, Zeilen 177–179. Vgl. auch die Angaben der Parteigutachter von Galexis, wonach «die 

meisten Apotheken eine sogenannte ’Dual Sourcing’-Strategie» verfolgen (Act. II.46, Rz 56). 
93  Act. III.4, Zeilen 100–105 und 163–175; Act. II.27, Rz 6. 
94  Es ist zum Beispiel für die Apotheken mit einem gewissen Aufwand verbunden, die Preise der ver-

schiedenen Grossistinnen zu vergleichen, weil diese von zahlreichen Faktoren abhängig sind (Act. 
III.4, Zeilen 173–175).  

95  Act. III.4, Zeilen 194–195. Das Sekretariat schätze im Rahmen einer Zusammenschlusskontrolle, 
wie oft Apotheken, die von den Grossistinnen Voigt oder Amedis als Hauptgrossistinnen beliefert 
wurden, die Hauptgrossistin wechselten. Gemäss dieser Schätzung wechselten im Zeitraum 2015–
2021 jährlich weniger als 10 % der genannten Apotheken die Hauptgrossistin (RPW 2023/2, 335 Rz 
131, PHOENIX Pharma Switzerland AG/Voigt Holding AG). 

96  Act. II.23, Rz 18. Vgl. auch RPW 2023/2, 322 f. Rz 51, PHOENIX Pharma Switzerland AG/Voigt 
Holding AG; Act. II.C.1, Angaben der Apotheken mit den Identifikationsnummern 4550 und 64265. 

 
 

 

 

 24 
 

− Die meisten Apotheken werden von mehreren Grossistinnen beliefert, aber kaufen den 
Grossteil der Produkte bei ihrer Hauptgrossistin ein (Rz 70 f.). 

B.6 Vertrieb der Trinknahrung von Fresenius Kabi über Galexis im 
Apothekenkanal 

B.6.1 Einleitung 

75. In diesem Kapitel wird der Vertrieb der Trinknahrung von Fresenius Kabi in der Schweiz 
untersucht. Dabei steht der vorliegend besonders relevante Vertriebskanal über die Grossistin 
Galexis und die von dieser belieferten Apotheken im Vordergrund. Die entsprechenden Anga-
ben sind wiederum nach Handelsstufe geordnet. 

B.6.2 Fresenius Kabi 

B.6.2.1 Funktion von Fresenius Kabi Schweiz 

76. Fresenius Kabi stellt Trinknahrung in […] her.97 Wie bereits erwähnt (Rz 2 ff.), verfügt 
Fresenius Kabi in zahlreichen Ländern auf der ganzen Welt über lokale Vertriebsgesellschaf-
ten. In der Schweiz werden Trinknahrung und andere Produkte über die örtliche Tochterge-
sellschaft verkauft. Diese beschäftigt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit insgesamt rund [>25] 
Vollzeitstellen,98 wobei Trinknahrung für rund [>5] % des Umsatzes von Fresenius Kabi 
Schweiz verantwortlich ist.99  

77. Gemäss Angaben von Fresenius Kabi nimmt die Ländergesellschaft in der Schweiz ins-
besondere die folgenden Aufgaben war:100 

− Sammeln von Marktinformationen und Erteilen von Auskünften an die Schweizer Kund-
schaft; 

− Ausbildung von Fachkräften in Bezug auf die Anwendung der Produkte; 

− Zulassung der Produkte bei den zuständigen Behörden; 

− Betrieb eines Lagers in der Schweiz, welches einige Monate der Nachfrage in der 
Schweiz abdeckt; 

− Nachverfolgung allfälliger Qualitätsprobleme und Durchführung von Rückrufaktionen. 

78. Gemäss Fresenius Kabi wäre es fast nicht möglich, diese Aufgaben aus dem Ausland 
wahrzunehmen.101 Weiter führt Fresenius Kabi aus, dass die Preise für Trinknahrung von […] 
festgelegt würden. Dabei müssten […] die örtlichen Kostenstrukturen berücksichtigen. Die 
Kosten der genannten Aufgaben müssten durch Verkäufe der Ländergesellschaft selbst ge-
deckt werden.102 

B.6.2.2 Vertrieb von Trinknahrung über Grossistinnen 

79. Alle in der Schweiz tätigen Vollgrossistinnen (Rz 60) werden von Fresenius Kabi 
Schweiz mit Trinknahrung beliefert.103 Die Herstellerin Fresenius Kabi erzielte in den Jahren 

 
97  Act. II.11, Rz 48.  
98  Act. II.11, Rz 106. 
99  Act. II.11, Rz 107. 
100  Act. III.2, Zeilen 231–268. 
101  Act. III.2, Zeilen 267–268. 
102  Act. II.36, Rz 73 f.; Act. III.2, Zeilen 310–311. 
103  Act. II.11, Rz 97 f.; Act. III.1, Zeilen 397–398. 

 
 

 

 

 25 
 

2020–2022 jeweils rund [>10] % ihrer mit dem Verkauf von Trinknahrung in der Schweiz er-
wirtschafteten Umsätze mit Verkäufen an die Galenica-Gruppe.104 Der Anteil der Galenica-
Gruppe an den von Fresenius Kabi mit allen in der Schweiz verkauften Produkten erzielten 
Umsätzen belief sich in den Jahren 2020–2022 jeweils auf rund [>4] %.105 

B.6.3 Galexis 

B.6.3.1 Bezug von Trinknahrung 

80. Wie erwähnt, bieten neben Fresenius Kabi weitere Herstellerinnen Trinknahrung in der 
Schweiz an (Rz 56). In Abbildung 4 sind deren Anteile an den von Galexis im Jahr 2021 mit 
dem Verkauf von Trinknahrung generierten Umsätzen angegeben.106 

Abbildung 4: Anteile der Herstellerinnen am Umsatz von Galexis mit Trinknahrung im Jahr 
2021.107 

[Nestlé: >35 % 

Fresenius Kabi: 20–45 % 

Abbott: <20 % 

Danone: <20 % 

Diverse: <5 %] 

Quelle: Act. II.5, Antwort auf Frage 9.b. 

81. Aus Abbildung 4 geht hervor, dass Galexis im Wesentlichen Trinknahrung derjenigen 
vier Herstellerinnen verkauft, die in Bezug auf Trinknahrung auch insgesamt den Verkaufska-
nal der Apotheken und Drogerien dominieren (Rz 56). Nestlé ist für [>35 %] des Umsatzes 
verantwortlich. Fresenius Kabi erreicht einen Anteil von [20–45 %]. Der Rest entfällt im We-
sentlichen auf Abbott und Danone mit Anteilen von [je <20 %]. 

 
104  Act. II.11, Rz 103. Die Zahl bezieht sich auf den Zeitraum vom 1.1.2022–31.10.2022. Darin sind auch 

Verkäufe an die Homecare Anbieterin […] enthalten […]. 
105  Act. II.11, Rz 104. Gemäss Angaben von Fresenius Kabi ist Galexis «der mit Abstand wichtigste 

Grosshandelskunde von Fresenius Kabi in der Schweiz» (Act. II.7, Rz 20). 
106  Die in Abbildung 4 ausgewiesenen Anteile beziehen sich auf die von Galexis mit dem Verkauf von 

Trink- und Sondennahrung erzielten Umsätze. Gemäss Angaben von Galexis beläuft sich der Anteil 
der Sondennahrung in der Regel auf rund [<5] % des mit Sondennahrung und Trinknahrung insge-
samt erzielten Umsatzes (Act. II.9, Rz 10; Act. II.23, Rz 14; vgl. auch Rz 43 ff.). Weil die Umsätze 
mit Sondennahrung gering sind, können die insgesamt mit dem Verkauf von Trink- und Sondennah-
rung generierten Umsätze zur Einschätzung der Bedeutung der verschiedenen Herstellerinnen von 
Trinknahrung herangezogen werden. 

107  Die in Act. II.5 in der Antwort auf Frage 9.b ausgewiesene Zahl mit Bezeichnung «Gesamtwerte» ist 
geringfügig tiefer als die Summe der Umsätze der einzelnen Hersteller. Zur Berechnung der in Ab-
bildung 4 ausgewiesenen Anteile wurde die Summe der einzelnen Umsätze und nicht der genannte 
Gesamtwert verwendet. Dabei wurden aber nicht alle der in Act. II.5 aufgeführten Lieferanten be-
rücksichtigt: Dort sind auch Umsätze der Lieferanten […] und […] aufgelistet. Dabei handelt es sich 
nicht um Herstellerinnen von Trinknahrung. […] importiert Produkte verschiedener Hersteller (Act. 
III.3, Zeilen 82–96). Die […] gehört zur Galenica-Gruppe und ist insbesondere im Bereich Homecare 
tätig (Act. III.1, Zeilen 69–72; Act. II.9, Rz 3), stellt aber keine Trinknahrung her. Aus diesen Gründen 
weichen die in Abbildung 4 dargestellten Anteile geringfügig von den von Galexis berechneten An-
teilen ab. In Act. II.5 wird der Anteil von Danone unter der Bezeichnung «Nutricia Milupa SA» aus-
gewiesen. Diese Gesellschaft wurde im November 2022 aus dem Handelsregister gelöscht. Danone 
bietet Trinknahrung in der Schweiz unter dem Namen «Nutricia» an <www.nutricia.de/ch-de/> 
(18.4.2023). 

 
 

 

 

 26 
 

82. Bei den in Abbildung 4 dargestellten Anteilen handelt es sich nicht um Marktanteile, da 
nur die von Galexis erzielten Umsätze erfasst sind. Aus diesem Grund sind diese Anteile be-
sonders gut geeignet, um die Bedeutung der Herstellerin Fresenius Kabi spezifisch für Galexis 
einschätzen zu können. 

B.6.3.2 Verkauf von Trinknahrung 

83. In Tabelle 2 ist der von Galexis mit dem Verkauf von Trinknahrung von Fresenius Kabi 
erzielte Nettoumsatz separat für die verschiedenen Absatzkanäle angegeben. Der Nettoum-
satz entspricht der Summe der in Rechnung gestellten Preise abzüglich sämtlicher Rabatte, 
Boni, Rückerstattungen und Mehrwertsteuer.108 Aus Tabelle 2 geht hervor, dass der Verkauf 
an Apotheken mit einem Anteil von [>65] % mit Abstand der für Galexis wichtigste Absatzkanal 
ist. 

Tabelle 2: Nettoumsatz Galexis mit Trinknahrung von Fresenius Kabi, Januar–Oktober 
2022.109 

Kundensegment Nettoumsatz 
Fr. % 

Apotheken […] [>65] % 
Ärzteschaft […] […] % 
Spitäler […] […] % 
Drogerien […] […] % 
Verschiedene […] […] % 
Total […] 100,0 % 

Quelle: Act. II.23, Rz 14. 

84. Als nächstes wird berechnet (vgl. Tabelle 3), welcher Anteil der Kundinnen von Galexis 
von dieser mit Trinknahrung von Fresenius Kabi beliefert werden. Diese Kennzahl erlaubt ge-
wisse Rückschlüsse in Bezug auf die Bedeutung dieser Produkte für die Kundinnen von Ga-
lexis. Dazu werden jeweils nur die von Galexis als Hauptgrossistin belieferten Kundinnen her-
angezogen. Kundinnen, bei welchen Galexis nicht die Hauptgrossistin ist, beziehen 
Trinknahrung mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht von Galexis, sondern über die jeweilige 
Hauptgrossistin (Rz 96).110  

85. In Tabelle 3 ist für jedes Kundensegment ersichtlich, wie viele Kundinnen gemäss einer 
Schätzung von Galexis im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Oktober 2022 von dieser als 
Hauptgrossistin beliefert wurden. 111 Zusätzlich zur Anzahl der von Galexis als Hauptgrossistin 

 
108  Vgl. das entsprechende Auskunftsbegehren des Sekretariats, Act. I.58, Frage 3. Auch nachfolgend 

wird der Begriff «Nettoumsatz» für die so definierte Kennzahl verwendet. 
109  Das Sekretariat hat Galexis aufgefordert, die Nettoumsätze aller Kundinnen und Kunden anzugeben, 

unabhängig davon, ob diese von Galexis als Hauptgrossistin beliefert werden (Act. I.90, Frage 8 mit 
Bezug auf Act. I.58, Frage 3). Die Antwort von Galexis enthält einerseits die in Tabelle 2 dargestellten 
Nettoumsätze. Zusätzlich ist die Anzahl der Kundinnen angegeben, die Trinknahrung der Herstellerin 
Fresenius Kabi von Galexis bezogen haben (Act. II.23, Rz 14) […]. Aus diesen Gründen reflektieren 
die in Tabelle 2 ausgewiesenen Anteile die relative Bedeutung der verschiedenen Kundensegmente. 
Deshalb hat das Sekretariat darauf verzichtet, Galexis zu einer Präzisierung aufzufordern. 

110  Galexis belieferte im Zeitraum 1.1.2022–31.10.2022 insgesamt rund […] Apotheken (Act. II.46, Rz 
70), in der Schweiz gibt es insgesamt rund 1850 Apotheken (Rz 65). 

111  Die von Galexis geschätzte in Tabelle 3 ausgewiesene Anzahl der von Galexis als Hauptgrossistin 
belieferten Apotheken dürfte leicht über der tatsächlichen Anzahl liegen (vgl. Appendix G.1 zur für 
die Identifikation der von Galexis als Hauptgrossistin belieferten Apotheken verwendeten Methode). 

 

 
 

 

 

 27 
 

belieferten Kundinnen ist in Tabelle 3 angegeben, welcher Anteil dieser Kundinnen von Gale-
xis mit Trinknahrung von Fresenius Kabi beliefert wurde. Anhand dieser Kennzahl kann ein-
geschätzt werden, welcher Anteil der in den jeweiligen Segmenten tätigen Unternehmen 
Trinknahrung von Fresenius Kabi über eine Grossistin beziehen.  

Tabelle 3: Anzahl Kundinnen Galexis, Januar–Oktober 2022. 

Kundensegment Von Galexis als Haupt-
grossistin beliefert 

Davon mit Trinknahrung von 
Fresenius Kabi beliefert 

Anzahl Anzahl % 
Apotheken […] […] [>70] % 
Spitäler […] […] [<70] % 
Drogerien […] […] [<70] % 
Ärzteschaft […] […] [<70] % 
Verschiedene […] […] [<70] % 

Quelle: Act. II.9, Rz 11. 

86. Der in Tabelle 3 für die verschiedenen Kundensegmente ausgewiesene Anteil ist wie 
erwähnt ein Indiz für die Bedeutung des Bezugs dieser Produkte über eine Grossistin. Ein 
tiefer Prozentsatz kann dadurch zustande kommen, dass Trinknahrung von Fresenius Kabi im 
Kundensegment nur selten verkauft wird. Es ist aber auch möglich, dass die entsprechenden 
Unternehmen Trinknahrung nicht über eine Grossistin, sondern direkt bei Fresenius Kabi 
Schweiz einkaufen (vgl. Rz 103 f. zum Direktbezug). Auch in diesem Fall fällt der Anteil der 
Unternehmen, die Trinknahrung über eine Grossistin beziehen, tief aus. 

87. Aus Tabelle 3 geht hervor, dass [>70] % der von Galexis als Hauptgrossistin belieferten 
Apotheken Trinknahrung von Fresenius Kabi beziehen. Dieser Anteil liegt bei den übrigen 
Kundensegmenten deutlich tiefer. Das ist ein Indiz dafür, dass es für die Apotheken wichtiger 
ist als für andere Kundinnen von Galexis, dass sie Trinknahrung der Herstellerin Fresenius 
Kabi über Galexis beziehen können. Zudem ist dieses Kundensegment für Galexis gemessen 
am Nettoumsatz mit dem Verkauf von Trinknahrung von Fresenius Kabi mit Abstand das wich-
tigste (Tabelle 2). Aus diesen Gründen ist davon auszugehen, dass die Verfügbarkeit von 
Trinknahrung der Herstellerin Fresenius Kabi für Galexis im Wesentlichen im Hinblick auf den 
Verkauf über den Apothekenkanal bedeutsam sein könnte. Deshalb wird nachfolgend nur noch 
dieser Absatzkanal näher untersucht. 

B.6.4 Von Galexis mit Trinknahrung von Fresenius Kabi belieferte Apotheken 

B.6.4.1 Bedeutung der Trinknahrung von Fresenius Kabi für Apotheken 

88. Galexis belieferte im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Oktober 2022 rund [750–
1250] Apotheken als Hauptgrossistin (Tabelle 3).112 Diesen Apotheken verkaufte Galexis im 
genannten Zeitraum Trinknahrung der Herstellerin Fresenius Kabi im Wert von [500 000–
1 500 000] Franken (Tabelle 2). Pro Apotheke erzielte Galexis also mit Trinknahrung von 
Fresenius Kabi einen durchschnittlichen Nettoumsatz von rund [400–2000] Franken. Dieser 
Nettoumsatz bezieht sich auf einen Zeitraum von 10 Monaten. Hochgerechnet auf ein ganzes 

 

Für die übrigen in Tabelle 3 aufgeführten Kundensegmente ist unklar, wie Galexis eingeschätzt hat, 
ob diese von ihr als Hauptgrossistin beliefert werden. Da diese Kundengruppen im Vergleich zum 
Apothekenkanal unbedeutend sind, hat das Sekretariat darauf verzichtet, diesbezüglich bei Galexis 
entsprechende Präzisierungen anzufordern. 

112  Act. II.9, Rz 11. 

 
 

 

 

 28 
 

Jahr ergibt sich ein durchschnittlicher Nettoumsatz von rund [480–2400] Franken pro Apo-
theke. 

89. Für eine Teilmenge der von Galexis als Hauptgrossistin belieferten Apotheken forderte 
das Sekretariat zusätzlich detailliertere Umsatzzahlen an. Dabei handelt es sich um diejenigen 
Apotheken, die nicht zur Galenica-Gruppe gehören. Diese sind vorliegend von besonderem 
Interesse, weil sie grundsätzlich die Möglichkeit haben, zu einer anderen Hauptgrossistin zu 
wechseln (vgl. Rz 141). Aus diesem Grund bezieht sich die nachfolgende Auswertung der 
Umsatzzahlen nur auf Apotheken, die nicht zur Galenica-Gruppe gehören. Ausserdem werden 
nur diejenigen Apotheken berücksichtigt, die sowohl im Jahr 2022 als auch im Jahr 2023 für 
mindestens [250 000–500 000] Franken bei Galexis einkauften. Diese Apotheken werden mit 
grosser Wahrscheinlichkeit von Galexis als Hauptgrossistin beliefert. Ausserdem können so 
Neukundinnen ausgeschlossen werden, die zwar aktuell von Galexis als Hauptgrossistin be-
liefert werden, die aber in den Jahren 2022 und 2023 keine oder nur geringe Mengen bei 
Galexis einkauften. Insgesamt erfüllen [300–800] Apotheken die genannten Bedingungen. Die 
nachfolgenden Auswertungen der von Galexis erzielten Umsätze beziehen sich auf diese 
[300–800] Apotheken.113 

90. Die durchschnittlichen Umsätze der genannten [300–800] Apotheken sind in Tabelle 4 
dargestellt. Galexis erzielte mit dem Verkauf von Trinknahrung von Fresenius Kabi einen 
durchschnittlichen jährlichen Nettoumsatz von rund [500–3000] Franken (2022) bzw. rund 
[500–3000] Franken (2023) pro Apotheke. Da Neukundinnen ausgeschlossen werden, fallen 
diese Umsätze etwas höher aus als die in Rz 88 ausgewiesenen Umsätze, bei welchen alle 
von Galexis als Hauptgrossistin belieferten Apotheken berücksichtigt werden (vgl. Appendix 
G.1 für weitere Ausführungen zu den entsprechenden Unterschieden). 

91. Nur rund [<10] % der genannten [300–800] Apotheken kauften für mehr als 10 000 Fran-
ken pro Jahr Trinknahrung der Herstellerin Fresenius Kabi bei Galexis ein. Mehr als die Hälfte 
der Apotheken gab hingegen weniger als [500–2500] Franken pro Jahr für den Bezug dieser 
Produkte bei Galexis aus. Rund ein Drittel der Apotheken gab dafür pro Jahr sogar weniger 
als [<1000] Franken aus. Die genaue Verteilung der entsprechenden Umsätze ist in Appendix 
G.2 dargestellt. 

92. Da Galexis die Hauptgrossistin dieser Apotheken ist, beliefert sie diese Apotheken re-
gelmässig. Deshalb ist davon auszugehen, dass es sich bei den von Galexis gelieferten Men-
gen um den grössten Teil der von diesen Apotheken insgesamt eingekauften Trinknahrung 
der Herstellerin Fresenius Kabi handelt.114 Aus diesem Grund reflektieren die von diesen Apo-
theken bei Galexis eingekauften Mengen die Bedeutung dieser Produkte nicht nur betreffend 
den Bezug bei Galexis, sondern auch insgesamt. 

 
113  Vgl. Appendix G.1.3 für genaue Erläuterungen zur Auswahl der genannten [300–800] Apotheken. 
114  Act. II.49, S.2, erster Bulletpoint. 

 
 

 

 

 29 
 

Tabelle 4: Durchschnittlicher Nettoumsatz von Galexis mit Apotheken mit einem jährlichen 
Einkaufsvolumen von mindestens [250 000–500 000] Franken (2022 und 2023), die nicht zur 
Galenica-Gruppe gehören. 

 2022 2023 
Anzahl 
Apotheken 

Umsatz  Davon Trinknah-
rung Fresenius 
Kabi 

Umsatz Davon Trinknah-
rung Fresenius 
Kabi 

Fr. Fr. % Fr. Fr. % 
[300–800] [1–3 Mio.] [500–

3000] 
[0,02–

0,3] 
[1–3 Mio.] [500–

3000] 
[0,02–

0,3] 
Quelle: Act. II.51, Beilage 1. 

93. Aus Tabelle 4 geht neben dem durchschnittlichen Nettoumsatz von Galexis mit dem 
Verkauf von Trinknahrung von Fresenius Kabi pro Apotheke auch der durchschnittliche Netto-
umsatz mit dem Verkauf sämtlicher Produkte hervor. Dieser beträgt sowohl im Jahr 2022 als 
auch im Jahr 2023 rund [1–3] Millionen Franken pro Apotheke. Davon entfällt bei der durch-
schnittlichen Apotheke weniger als [0,02–0,3 %] auf Trinknahrung von Fresenius Kabi.115 Nur 
bei einer einzigen der [300–800] Apotheken ist der Anteil der Trinknahrung von Fresenius Kabi 
grösser als [<10] %. Die genaue Verteilung des Anteils der Trinknahrung von Fresenius Kabi 
an den insgesamt von Galexis mit den genannten [300–800] Apotheken erzielten Nettoumsät-
zen ist in Appendix G.2 dargestellt. 

94. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Bedeutung der Trinknahrung von 
Fresenius Kabi gemessen am Einkaufsvolumen sowie gemessen am Anteil der insgesamt bei 
Galexis eingekauften Produkte je nach Apotheke stark unterschiedlich ist. Die meisten der von 
Galexis als Hauptgrossistin belieferten Apotheken beziehen aber nur wenig Trinknahrung der 
Herstellerin Fresenius Kabi. Das entsprechende Umsatzvolumen ist bei den meisten Apothe-
ken unbedeutend. 

B.6.4.2 Bezugsquellen der Apotheken für Trinknahrung von Fresenius Kabi 

B.6.4.2.1 Einleitung 

95. Apotheken können die Trinknahrung von Fresenius Kabi grundsätzlich über verschie-
dene Quellen beziehen. Nachfolgend werden diese beschrieben. 

B.6.4.2.2 Bezug bei der Hauptgrossistin 

96. Da die Hauptgrossistin die Apotheken regelmässig mit verschiedenen Produkten belie-
fert, kann diese in der Regel Trinknahrung innert kurzer Frist und zu geringen zusätzlichen 
Transportkosten anbieten. Für viele Apotheken kann es je nach den konkreten Bedürfnissen 
ihrer Kundschaft wichtig sein, dass sie Trinknahrung von Fresenius Kabi kurzfristig bestellen 
können.116 Aus diesen Gründen scheint die Behauptung von Galexis plausibel, wonach die 

 
115  Der Anteil der Trinknahrung von Fresenius Kabi am Nettoumsatz von Galexis mit den genannten 

Apotheken ist rund [1–3 mal] so hoch wie der Anteil der Trinknahrung von Fresenius Kabi am Ein-
kaufsvolumen von Galexis (Tabelle 1). Der Grund dafür ist im Wesentlichen, dass Galexis den aller-
grössten Teil der Trinknahrung über den Apothekenkanal verkauft (Tabelle 3). Bei anderen Kanälen 
ist deshalb der entsprechende Umsatzanteil tiefer als bei den Apotheken. 

116  Vgl. z.B. die Bemerkungen der Apotheken mit den Identifikationsnummern 20960, 2085, 64265, 
27685, 66791, 68899, 6581, 90569, 36567 im Rahmen der vom Sekretariat durchgeführten Umfrage 
(Act. II.C.1; zur Umfrage, vgl. Rz 149 ff. hinten). Diese bringen zum Ausdruck, dass eine kurze Frist 
zwischen Bestellung und Auslieferung jedenfalls für diese Apotheken wichtig ist. 

 
 

 

 

 30 
 

Apotheken Trinknahrung der Herstellerin Fresenius Kabi in der Regel bei der Hauptgrossistin 
beziehen.117 

B.6.4.2.3 Bezug bei einer Nebengrossistin 

97. Viele Apotheken beziehen zwar einen grossen Teil ihrer Produkte bei ihrer Hauptgros-
sistin, kaufen aber auch regelmässig bei einer Nebengrossistin ein (Rz 70 ff.). Diese Apothe-
ken werden in der Regel auch von ihrer Zweitgrossistin regelmässig beliefert. Für diese Apo-
theken dürfte es in Bezug auf die Bestellfrist oder die Transportkosten keine entscheidende 
Rolle spielen, ob sie die Trinknahrung von Fresenius Kabi bei der Hauptgrossistin oder bei der 
Zweitgrossistin beziehen.118 Falls die Lieferung nicht dringend ist, ist ein Ausweichen auf die 
Zweitgrossistin selbst dann problemlos möglich, wenn die Apotheke von dieser nur selten be-
liefert wird. 

98. Andere Apotheken beziehen hingegen den allergrössten Anteil bei ihrer Hauptgrossistin. 
Das scheint zum Beispiel bei denjenigen Apotheken der Fall zu sein, […].119 Wenn solche 
Apotheken ausnahmsweise bestimmte Produkte bei einer Nebengrossistin beziehen wollen, 
können die dadurch anfallenden zusätzlichen Lieferkosten hoch ausfallen, falls diese nicht auf 
weitere ebenfalls bei der Nebengrossistin bestellte Produkte verteilt werden können. 

99. Die zusätzlichen Lieferkosten für den Bezug einer Packung Trinknahrung über eine Ne-
bengrossistin sind dann maximal, wenn die Apotheke nur gerade eine einzige Packung 
Trinknahrung bezieht. Gemäss Angaben von Galexis betragen die Lieferkosten einer Packung 
Trinknahrung à 4 Flaschen bei der Grossistin Amedis 12 Franken. Der Basispreis des Produkts 
selber beträgt Fr. 14.60. Die Lieferkosten machen also bei Einzelbestellungen rund 80 % der 
Kosten des Produkts selber aus.120 

100. Die Parteigutachter von Galexis behaupten sogar, dass die Kosten für Lieferung und 
Bestellung einer Packung Trinknahrung bei Amedis 65 Franken betragen.121 Diese Angabe 
beruht auf der Annahme, dass die Bestellung per E-Mail oder Fax abgeben wird. Die meisten 
Bestellungen erfolgen heute aber über ein elektronisches System. Solche Bestellungen sind 
kostenlos.122 Alleine dadurch und unter Berücksichtigung eines offensichtlichen Rechenverse-
hens der Parteigutachter123 sinken die Kosten auf 40 Franken. Die meisten Apotheken dürften 
aber auch im Vergleich dazu zu wesentlich günstigeren Konditionen Trinknahrung bei der Ne-
bengrossistin bestellen können. Insbesondere die zu einer Gruppierung oder Kette gehören-
den Apotheken profitieren in der Regel von den in den Rahmenverträgen festgelegten wesent-
lich besseren Konditionen (vgl. Rz 65 ff. vorne).124 Insbesondere aus diesen Gründen sind die 

 
117  Act. II.49, S. 2. 
118  Einzelne Apotheken verteilen ihren Warenbezug sogar relativ gleichmässig auf zwei Grossistinnen 

(Act. II.C.1, Aussage der Apotheke mit Identifikationsnummer 27972). 
119  Act. II.23, Rz 17. 
120  Act. II.23, Beilage 4. Galexis reichte auch die Kosten für den Bezug bei der Grossistin Voigt ein. 

Diese sind wesentlich höher als der Bezug bei Amedis. Deshalb ist davon auszugehen, dass eine 
Apotheke beim Bezug einer einzigen Packung Trinknahrung von Amedis beziehen würde. 

121  Act. II.46, Rz 63. 
122  Act. II.46, Beilage 2, Tarifübersicht Amedis. 
123  Die Summe der von den Parteigutachtern aufgeführten Kosten der Bestellung (15 Franken) und des 

Transports (40 Franken) beträgt 55 Franken. Im Parteigutachten sind hingegen 65 Franken angege-
ben. Fallen die Kosten der Bestellung weg, verbleiben 40 Franken für den Transport.  

124  Zusätzlich zu den Bestell- und Lieferkosten von Amedis geben die Parteigutachter von Galexis auch 
die entsprechenden Tarife der Grossistin Voigt an (Act. II.46, Rz 63). Auch diese Kosten werden von 
den Parteigutachtern deutlich überschätzt: Sie verwenden die Tarife für Apotheken mit einem Jah-
resumsatz von weniger als 100 000 Franken. Da die Apotheken im Durchschnitt Waren für mehr als 
2 Millionen Franken jährlich einkaufen (Fussnote 358) und regelmässig rund 20 % davon auf die 
Zweitgrossistin entfällt (Rz 70), dürfte die durchschnittliche Apotheke Waren im Wert von mehr als 
100 000 Franken bei der Zweitgrossistin einkaufen. Entsprechend dürften die Konditionen im Nor-
malfall besser ausfallen als von den Parteigutachtern von Galexis angegeben.  

 
 

 

 

 31 
 

von den Parteigutachtern von Galexis geschätzten zusätzlichen Lieferkosten weit höher als 
die in der Regel tatsächlich anfallenden zusätzlichen Lieferkosten. 

101. Auch die von Galexis selber angegebenen zusätzlichen Lieferkosten in der Höhe von 
rund 80 % des Produktpreises sind deutlich höher als die im Normalfall tatsächlich anfallenden 
zusätzlichen Lieferkosten beim Bezug über die Zweit- statt über die Hauptgrossistin und zwar 
aus den folgenden Gründen: 

− Wenn die Auslieferung der Trinknahrung zeitlich nicht dringend ist, sind die Zusatzkosten 
beim Bezug über die Zweitgrossistin selbst dann vernachlässigbar, wenn die Apotheke 
nur selten von dieser beliefert wird. 

− In der Regel können mit der gleichen Lieferung auch noch andere Produkte bezogen 
werden. Selbst wenn mit einer bestimmten Lieferung nur Trinknahrung transportiert wird, 
ist davon auszugehen, dass mindestens manchmal mehr als eine einzige Packung be-
zogen werden kann. Sobald die Transportkosten auf zusätzliche Produkte verteilt wer-
den können, fallen diese im Vergleich zu den von Galexis angegebenen Zahlen für den 
Bezug einer einzigen Packung Trinknahrung deutlich tiefer aus. Selbst wenn die zur Ga-
lenica-Gruppe gehörenden Apotheken tatsächlich nur gerade Trinknahrung von 
Fresenius Kabi über eine Nebengrossistin beziehen würden, würden sich diese kaum 
ausschliesslich mit Einzelpackungen beliefern lassen. Insbesondere weil es sich dabei 
um rund 280 Apotheken handelt (Rz 69), könnten sie ihre Bestellungen koordinieren und 
dadurch die entsprechenden zusätzlichen Lieferkosten im Vergleich zur Lieferung von 
Einzelpackungen reduzieren (vgl. Rz 104 zu gemeinsamen Bestellungen mehrerer Apo-
theken). 

− Insbesondere Apotheken, die zu einer Kette oder einer Gruppierung gehören, können 
gemäss den in den Rahmenverträgen ausgehandelten Konditionen beziehen (vgl. 
Rz 66 f.). Diese können im Vergleich zu den von Galexis angegebenen Konditionen vor-
teilhafter ausfallen. 

102. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die zusätzlich anfallenden Lieferkosten für den 
Bezug von Trinknahrung bei der Zweit- statt der Hauptgrossistin bis zu rund 80 % des Pro-
duktpreises betragen können, falls nur gerade eine einzige Packung Trinknahrung bezogen 
wird. In der Regel fallen diese Kosten aber deutlich tiefer aus. Insbesondere wenn eine Apo-
theke ohnehin regelmässig von ihrer Zweitgrossistin beliefert wird oder wenn die Lieferung 
zeitlich nicht dringend ist, dürften allfällige zusätzliche Lieferkosten vernachlässigbar sein. 

B.6.4.2.4 Direktbezug bei Fresenius Kabi 

103. Einzelne grössere Apotheken beziehen Trinknahrung direkt bei der Herstellerin 
Fresenius Kabi Schweiz.125 Dabei dürfte es sich aber um seltene Fälle handeln. Wenn ver-
schiedene Produkte durch eine Grossistin gebündelt ausgeliefert werden können, sind die 
Transportkosten tiefer, als wenn die Herstellerin ihr Produkt einzeln an die Apotheken auslie-
fern muss. Deshalb lohnt sich der Direktbezug in der Regel nur bei grösseren Mengen.126 

 
125  Act. II.C.1, Aussagen der Apotheken mit den Identifikationsnummer 96269 und 25104. 
126  Act. II.C.1, Aussagen der Apotheken mit den Identifikationsnummern 78028, 83492, 16219, 16522, 

90569, 72647, 44336, 67136; Act. II.C.2, Aussage der Apothekenkette mit Identifikationsnummer 
94147; Act. III.4, Zeile 141. Verschiedene Apotheken erwähnen in ihren Bemerkungen zur Umfrage 
des Sekretariats den Direktbezug als Alternative zum Bezug über ihre Hauptgrossistin Galexis (Act. 
II.C.1, Antworten der Apotheken mit den Identifikationsnummer 40944, 22717, 18554, 44511). Vgl. 
auch Act. III.4, Zeile 139. Es kann vorkommen, dass Apotheken direkt mit der Herstellerin Konditio-
nen aushandeln, die Lieferung aber trotzdem über eine Grossistin erfolgt. In diesem Fall werden die 
zwischen Apotheke und Herstellerin ausgehandelten Konditionen bei der Grossistin hinterlegt. Dazu 
ist allerdings die Zustimmung der Grossistin erforderlich (Act. III.4, Zeilen 113–117). 

 
 

 

 

 32 
 

B.6.4.2.5 Bezug über andere Apotheken 

104. Apotheken bestellen manchmal gemeinsam, wenn dadurch ein günstigerer Bezug mög-
lich ist. Es kommt auch vor, dass eine Apotheke ein einzelnes Produkt für andere Apotheken 
bestellt, zum Beispiel wenn die Grossistin der anderen Apotheke dieses nicht liefern kann.127 
Diese Arten der Zusammenarbeit ermöglichen es auch kleineren Apotheken, sich weitere Be-
zugsquellen zu erschliessen. Allerdings entsteht dabei ein gewisser Aufwand für die Koordi-
nation mit den Partnerapotheken. 

B.6.4.2.6 Ergebnis 

105. Apotheken können Trinknahrung der Herstellerin Fresenius Kabi über verschiedene Ka-
näle beziehen. Es ist davon auszugehen, dass der Bezug über die Hauptgrossistin gemessen 
an den bezogenen Mengen der wichtigste Kanal ist. Daneben ist es aber auch möglich, 
Trinknahrung über eine Nebengrossistin oder direkt bei Fresenius Kabi zu bestellen. Durch die 
Aufgabe gemeinsamer Bestellungen können die Apotheken die Lieferkosten reduzieren. 

106. Die Kosten des Bezugs über die genannten verschiedenen Kanäle sind von den spezi-
fischen Umständen der bestellenden Apotheke abhängig. Dabei spielen insbesondere die 
nachgefragten Mengen, die erforderlichen Lieferfristen, die im gleichen Zeitraum zu bestellen-
den anderen Produkte sowie die mit den verschiedenen Lieferantinnen ausgehandelten Kon-
ditionen eine Rolle. In der Regel dürfte der Bezug über die Zweitgrossistin die beste Alternative 
zum Bezug bei der Hauptgrossistin sein. 

B.6.5 Konsumentinnen und Konsumenten 

107. Trinknahrung von Fresenius Kabi wird wie erwähnt sowohl von Personen mit medizini-
scher Indikation als auch von Sportlerinnen und Sportlern und älteren Menschen bezogen 
(Rz 39). Da Trinknahrung nicht rezeptpflichtig ist,128 können die Apotheken Trinknahrung auch 
an diese Kundengruppen verkaufen. 

108. Gemäss Angaben von Galexis liegt der Anteil der Trinknahrung der Herstellerin 
Fresenius Kabi, welche die Apotheken an Kundinnen und Kunden ohne ärztliche Verschrei-
bung abgeben, bei rund 30 %.129 Fresenius Kabi schätzt den entsprechenden Anteil auf rund 

 
127  Die Kantonsapothekervereinigung verfasste ein auf den 12.12.2012 datiertes Dokument zur Rege-

lung der Grosshandelsbewilligung für Apotheken, wenn diese sich gegenseitig aushelfen oder ge-
meinsam Sammelbestellungen aufgeben <www.kantonsapotheker.ch/fileadmin/docs/public/kav/ 
2_Leitlinien___Positionspapiere/apotheken_und_grosshandelsbewilligungen_042013.pdf> 
(24.10.2023). Vgl. auch Act. III.4, Zeilen 307–308; Act. II.36, Rz 25; Act. II.C.1, Aussagen der Apo-
theken mit den Identifikationsnummern 52321 und 40944; Act. III.2, Zeilen 509–510 sowie Zeilen 
530–533. 

128  Act. III.1, Zeile 434. 
129  Act. III.1, Zeilen 436–437; Act. II.5, Antwort auf Frage 3.a. Galexis reichte als Beilage 3.a zu Act. II.5 

eine Excel Datei ein, welche gemäss Galexis die Berechnungen des genannten Anteils von 30 % 
enthalte. Die Datei enthält allerdings keine Berechnung eines Anteils, sondern diente mutmasslich 
als Grundlage für eine solche Berechnung. Wie die Berechnung des genannten Anteils von 30 % 
auf dieser Grundlage vorgenommen wurde, ist jedenfalls nicht offensichtlich. Das trifft insbesondere 
aus den folgenden Gründen zu: (i) Die genannte Excel-Datei enthält eine Liste mit Umsatzzahlen für 
verschiedene Produkte der Herstellerin Fresenius Kabi, darunter auch Sondennahrung, Hilfsmittel 
und weitere Produkte. Es ist nicht klar, ob alle oder nur ein Teil dieser Produkte zur Berechnung des 
genannten Anteils berücksichtigt wurden. (ii) Der Umsatzanteil der Produkte ohne ärztliche Ver-
schreibung bei Berücksichtigung aller Produkte beträgt rund [30–50] %. Werden nur Produkte be-
rücksichtigt, bei welchen es sich mutmasslich um Trinknahrung handelt ergibt sich ein Umsatzanteil 
von rund [30–50] %. Keiner dieser Anteile entspricht dem von Galexis offenbar auf dieser Grundlage 
berechneten Anteil von 30 %. (iii) Es ist unklar, von welchen Apotheken die Umsatzzahlen stammen. 
Aus den genannten Gründen (i–iii) kann aus den von Galexis eingereichten Zahlen kein exakter 
Anteil abgeleitet werden. 

 
 

 

 

 33 
 

50 %.130 Der genaue tatsächliche Anteil ist unbekannt, er dürfte zwischen 30 % und 50 % lie-
gen.131 

109. Kundinnen und Kunden ohne ärztliche Verschreibung können grundsätzlich auf ähnliche 
Produkte anderer Herstellerinnen ausweichen, falls ihnen eine Apotheke keine Trinknahrung 
von Fresenius Kabi anbieten kann. Gemäss Angaben von Galexis verlangen aber manche 
Kundinnen und Kunden die Trinknahrung von Fresenius Kabi, welche gemäss Galexis einen 
guten Ruf habe.132 

110. In Bezug auf die Kundinnen und Kunden mit ärztlicher Verschreibung ist zwischen zwei 
verschiedenen Arten der Verschreibung zu unterscheiden: Die Ärztin oder der Arzt kann ent-
weder das Produkt einer bestimmten Herstellerin oder Trinknahrung mit einem bestimmten 
Kaloriengehalt verschreiben.133 Betrachtet man nur Trinknahrung, die von Apotheken an Kun-
dinnen und Kunden mit ärztlicher Verschreibung verkauft wird, wird gemäss einer Schätzung 
von Galexis in rund 90 % der Fälle ein bestimmtes Produkt verschrieben.134 Diese Schätzung 
ist mit der Zeugenaussage von [N1] konsistent, der den entsprechenden Anteil in Bezug auf 
seine Apotheken auf rund 95 % schätzt.135 

111.  Die überwiegende Mehrheit der von Apotheken bedienten Verschreibungen beziehen 
sich also auf ein Produkt einer bestimmten Herstellerin. In diesen Fällen gibt die Apotheke 
ausser in Ausnahmefällen das verschriebene Produkt ab.136 Sie dürfte zwar stattdessen ein 
Produkt mit den gleichen Eigenschaften abgeben.137 Die obligatorische Krankenpflegeversi-
cherung würde ein solches ebenso wie das verschriebene Produkt vergüten.138 Die Apotheke 
müsste aber prüfen, ob das alternativ abzugebende Produkt tatsächlich die gleichen Eigen-
schaften hat. Ausserdem ist es in solchen Fällen gemäss Auskunft des SVK angezeigt, mit der 
verschreibenden Ärztin oder dem verschreibenden Arzt Rücksprache zu nehmen. Damit soll 
die Sicherheit der Patientinnen und Patienten gewährleistet werden.139 Zudem dürften nicht 
alle Kundinnen und Kunden akzeptieren, dass ihnen ein anderes als das vom Arzt oder der 
Ärztin verschriebene Produkte abgegeben wird. Aus diesen Gründen können die Apotheken 
zwar grundsätzlich selbst dann auf Produkte anderer Herstellerinnen ausweichen, wenn der 

 
130  Act. III.2, Zeile 566; Act. II.11, Rz 99 ff. 
131  Der Anteil der Kundinnen und Kunden mit ärztlicher Verschreibung dürfte von Apotheke zu Apotheke 

unterschiedlich hoch ausfallen. Manche Apotheken verkaufen weniger als 30 % der Trinknahrung an 
Kundinnen und Kunden ohne ärztliche Verschreibung (Act. III.4, Zeile 244). 

132  Act. III.1, Zeilen 438–441. Act. II.5, Antwort auf Frage 1.c.iii. 
133  Act. III.2, Zeilen 548–549; Act. II.9, Rz 33. 
134  Act. II.9, Rz 35. 
135  Act. III.4, Zeilen 256–258. 
136  Act. III.2, Zeilen 562–563. Überschiessend: Act. III.1, Zeilen 355–359; Act. II.5, Antwort auf die Fra-

gen 1.c.iii und 4.a; Act.II.9, Rz 33. 
137  Act. III.4, Zeilen 256–258; Act. II.21, Antwort auf Frage 4a; Act. II.9, Rz 34. Abweichend: Act. II.5, 

Antwort auf Frage 1.c.iii und Antwort auf Frage 4.a; Act. IV.36, Rz 17 und 101. 
138  Gemäss Anhang 1, Ziffer 2.1 der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Kran-

kenpflegeversicherung vom 29.9.1995 (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV; SR 832.112.31) 
übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten von Trinknahrung unter der Vo-
raussetzung, dass die Indikationsstellung gemäss GESKES-Richtlinien (Fn 45) erfüllt ist. Ausserdem 
muss es sich um ein von der GESKES anerkanntes Produkt handeln (Act. II.21, Antwort auf Fragen 
4b und 5). Die GESKES publiziert eine Liste der von ihr anerkannten Trinknahrung. Darin ist die 
Trinknahrung aller wichtigen Herstellerinnen enthalten (<www.geskes.ch/PortalData/1/Re 
sources/dokumente/homecare/SMNI_Liste_kassenzul._LM_GESKES_geprueft_Stand_ 
17.05.2023.pdf>, 31.5.2023). 

139  Act. II.21, Antwort auf Frage 4a; Act.