# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98747e36-c086-5897-abfb-564e830cf7f8
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-14
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Handelsgericht 14.10.2025 HOR.2025.26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_009_HOR-2025-26_2025-10-14.pdf

## Full Text

Handelsgericht 

2. Kammer 

 

HOR.2025.26 / as / mv       
  

 

 

Entscheid vom 14. Oktober 2025 
 
 

Besetzung  Oberrichter Vetter, Präsident 

Ersatzrichter Meichssner 

Handelsrichter Hauser 

Handelsrichter Meyer 

Handelsrichter Wieland 

Gerichtsschreiber Schneuwly 

Rechtspraktikantin Meyer  

 

 
   

Klägerin   A._____ AG,  

vertreten durch lic. iur. Claude Lengyel, Fürsprecher, Winterthurer-

strasse 28, Postfach, 8042 Zürich  

 

  

 
   

Beklagte   C._____,  

 

  

 

 
 

Gegenstand  Ordentliches Verfahren betreffend Forderung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Handelsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Klägerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in W._____. Sie bezweckt 

im Wesentlichen […] (Klagebeilage [KB] 1). 

 

2. 

Die Beklagte ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in 

X._____. Sie bezweckt hauptsächlich […] (KB 2).  

 

3. 

Die Parteien unterhielten eine kaufmännische Geschäftsbeziehung, wobei 

die Klägerin Photovoltaikkomponenten an die Beklagte als Abnehmerin 

verkaufte (Klage Rz. 5.1). Die Bestellungen seitens der Beklagten erfolgten 

jeweils über den Webshop der Klägerin. Pro Bestellung wurde eine Rech-

nung ausgestellt und die Auslieferung der Waren erfolgte mit Ausstellung 

eines Lieferscheins (Klage Rz. 5.5). Bei jeder Bestellung wurden die "Con-

ditions Générales de Service de A._____ AG" (CGS) vereinbart (Klage Rz. 

3.5 ff. und 5.2 ff.; KB 8 f.).  

 

4. 

4.1. 

Vorliegend macht die Klägerin – abzüglich einer Gutschrift von Fr. 10.00 

(vgl. Rechnung Nr. 2025-4001617 vom 21. Januar 2025 [Klage Rz. 5.26; 

KB 5/6]) – die folgenden nicht bezahlten Rechnungen im Betrag von total 

Fr. 55'503.10 geltend:  

a) Rechnung Nr. 2024-4033267 vom 14. November 2024 à 

Fr. 29'712.10 (KB 5/1), 

b) Rechnung Nr. 2024-4033315 vom 14. November 2024 à 

Fr. 13'931.60 (KB 5/2), 

c) Rechnung Nr. 2024-4035911 vom 10. Dezember 2024 à 

Fr. 10'053.30 (KB 5/3), 

d) Rechnung Nr. 2024-4035948 vom 11. Dezember 2024 à 

Fr. 324.30 (KB 5/4), und 

e) Rechnung Nr. 2024-4036116 vom 12. Dezember 2024 à 

Fr. 1'491.80 (KB 5/5). 

 

4.2. 

Die entsprechenden Waren wurde bestellungsgemäss geliefert und von der 

Beklagten in Empfang genommen (vgl. auch KB 7/1 ff.), bis heute jedoch 

nicht bezahlt.  

 

 - 3 - 

 

 

4.3. 

Mit Zahlungsbefehl vom 14. April 2025 liess die Klägerin die Beklagte für 

die Forderungssumme von Fr. 55'503.10 nebst Zins zu 5 % seit 15. April 

2025, aufgelaufene Zinsen in der Höhe von Fr. 873.45 sowie weitere, im 

vorliegenden Verfahren nicht adressierte Kosten betreiben (Klage Rz. 8.1; 

KB 3). Die Beklagte erhob gegen den Zahlungsbefehl des Office des pour-

suites du district de N. (Betreibungs-Nr. aaa) am 2. Mai 2025 Rechtsvor-

schlag (Klage Rz. 8.1; KB 3). 

 

5. 

5.1. 

Mit Klage vom 10. Juli 2025 (Postaufgabe: 10. Juli 2025) stellte die Klägerin 

folgende Rechtsbegehren: 

 

" 1.  
Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 
Fr. 55'503.10 zuzüglich Zins von 5 % seit dem 20. Dezember 2024 zu 
bezahlen. 

 
2. 
Im Umfange der Gutheissung der Klage sei der Rechtsvorschlag in der 
Betreibung mit der Nr. 12345858 (Zahlungsbefehl vom 14. April 2025 des 
Office des poursuites du district de N.,) aufzuheben. 

 
3. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten." 

 

Zur Begründung führte die Klägerin im Wesentlichen aus, sie habe eine 

Restforderung gegenüber der Beklagten aus nicht bezahlten Rechnungen 

für gelieferte Photovoltaikkomponenten. 

 

5.2. 

Mit Verfügung vom 14. Juli 2025 bestätigte der Präsident den Parteien den 

Eingang der Klage.  

 

5.3. 

Mit Verfügung vom 28. Juli 2025 wurde der Beklagten eine Frist zur Erstat-

tung einer schriftlichen Antwort bis zum 15. September 2025 angesetzt. 

 

5.4. 

Da die Beklagte innert angesetzter Frist keine Antwort erstattete, setzte ihr 

der Präsident mit Verfügung vom 17. September 2025 eine letzte, nicht 

erstreckbare Frist von 10 Tagen für die Erstattung einer schriftlichen Ant-

wort an. Damit war die Androhung verbunden, dass bei erneuter Säumnis 

das Gericht einen Endentscheid fällt, sofern die Angelegenheit spruchreif 

ist oder zur Hauptverhandlung vorlädt (Art. 223 Abs. 2 ZPO). Die Beklagte 

blieb auch innert der angesetzten Nachfrist mit der Antwort säumig.  

 

 - 4 - 

 

 

6. 

Mit Verfügung vom 9. Oktober 2025 wurde die Streitsache an das Handels-

gericht überwiesen. 

 

 
   

Das Handelsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. Prozessvoraussetzungen 

Das Gericht prüft die Prozessvoraussetzungen von Amtes wegen (Art. 60 

ZPO). Darunter fallen insbesondere die örtliche und die sachliche Zustän-

digkeit des angerufenen Gerichts (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO). 

 

1.1. Örtliche Zuständigkeit  

Die örtliche Zuständigkeit ergibt sich vorliegend aus den CGS der Klägerin, 

die einen Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten aus und im Zusammen-

hang mit dem jeweiligen Vertrag in B. (AG) vorsehen (KB 8 f., § 22). Die 

aargauischen Gerichte sind daher örtlich zuständig. 

 

1.2. Sachliche Zuständigkeit 

Die Klägerin reichte eine Anerkennungsklage i.S.v. Art. 79 SchKG ein. Für 

eine Anerkennungsklage ist das Handelsgericht sachlich zuständig, wenn 

die Voraussetzungen von Art. 6 ZPO erfüllt sind.1 Diese Voraussetzungen 

sind vorliegend alle erfüllt, da beide Parteien im Handelsregister eingetra-

gen sind (KB 1 f.), die geschäftliche Tätigkeit mindestens einer Partei – der 

Klägerin – betroffen ist und die Streitigkeit einen Wert von über 

Fr. 30'000.00 hat. 

 

2. Säumnis der Beklagten 

Die Beklagte ist mit der Erstattung einer Klageantwort auch innert der ihr 

angesetzten Nachfrist gemäss Art. 223 Abs. 1 ZPO säumig geblieben. Bei 

zweimaliger Säumnis erlässt das Gericht entweder einen Endentscheid, 

sofern die Angelegenheit spruchreif ist, oder es lädt zur Hauptverhandlung 

vor (Art. 223 Abs 2 ZPO).  

 

Die in der Klageschrift vorgebrachten Tatsachenbehauptungen bleiben von 

der Beklagten unbestritten. Zugestanden sind damit die Tatsachen, nicht 

aber die Rechtsbegehren der Klägerin.2 Gemäss Art. 153 Abs. 2 ZPO kann 

das Gericht bei erheblichen Zweifeln an der Richtigkeit einer nicht streitigen 

Tatsache, d.h. bei fehlender Spruchreife, von Amtes wegen Beweis erhe-

ben. In diesem Fall hat das Gericht in der Regel eine Verhandlung anzu-

setzen.3 

 
1  SCHNEUWLY, Die sachliche Zuständigkeit der Handelsgerichte nach Art. 6 Abs. 2 ZPO, 2021, 

N. 371 ff. 
2  SK ZPO II-LEUENBERGER, 4. Aufl. 2025, Art. 223 N 5. 
3  SK ZPO II-LEUENBERGER (Fn. 2), Art. 223 N 7. 

 - 5 - 

 

 

 

Ist die Angelegenheit hingegen spruchreif, trifft das Gericht direkt einen En-

dentscheid (Art. 223 Abs. 2 ZPO). Hierzu muss die Klage so weit geklärt 

sein, dass auf diese mangels Prozessvoraussetzungen nicht eingetreten 

oder die Klage durch Sachurteil erledigt werden kann. Letzteres setzt vo-

raus, dass die Vorbringen der Klägerin nicht unklar, widersprüchlich unbe-

stimmt oder offensichtlich unvollständig sind, denn andernfalls hat das Ge-

richt seine Fragepflicht auszuüben (vgl. Art. 56 ZPO).4  

 

3. Bestand der klägerischen Forderung 

Mangels Bestreitung durch die Beklagte gilt als erstellt, dass die Klägerin 

der Beklagten wiederholt Waren auf Kredit lieferte und entsprechend in 

Rechnung stellte (KB 5/1 ff.). Für jede Warenbestellung ist demnach ein 

gültiger Kaufvertrag zustande gekommen. Aus den ins Recht gelegten Lie-

ferbestätigungen geht überdies hervor, dass die entsprechenden Waren 

bestellungsgemäss geliefert und von der Beklagten in Empfang genommen 

wurden (KB 7/1 ff.). Mangels Bezahlung der streitgegenständlichen Rech-

nungen stehen der Klägerin aufgrund des erfolgten Warenbezugs der Be-

klagten Forderungen in der Höhe von total Fr. 55'503.10 zu (vgl. die 

Summe der Rechnungen und der Gutschrift gem. KB 5/1 ff.).  

 

4. Verzugszinsen 

Die Klägerin verlangt zudem Verzugszins von 5 % auf den Betrag von 

Fr. 55'503.10 seit dem 20. Dezember 2024 (Datum des mittleren Verfalls; 

vgl. Klage Rz. 7.8).  

 

4.1. Rechtliches 

Der Schuldner hat Verzugszins von 5 % zu leisten, wenn er sich mit der 

Zahlung einer Geldschuld in Verzug befindet (Art. 104 Abs. 1 OR). Schuld-

nerverzug setzt die Fälligkeit der Forderung voraus (Art. 102 Abs. 1 OR). 

Fällig ist eine Forderung dann, wenn deren Gläubiger die Leistung fordern 

und einklagen darf.5 Dabei gilt der Grundsatz, dass eine Forderung sofort 

fällig wird, sofern nichts anderes verabredet wurde oder sich aus der Natur 

des Rechtsverhältnisses ergibt (Art. 75 OR). Im Kaufrecht gilt hingegen die 

Spezialregelung, dass der Kaufpreis, sofern kein anderer Zeitpunkt be-

stimmt ist, mit dem Übergange des Kaufgegenstandes in den Besitz des 

Käufers fällig wird (Art. 213 Abs. 1 OR).  

 

Der Schuldner einer fälligen Forderung gerät entweder durch Mahnung 

(Art. 102 Abs. 1 OR) oder, sofern die Parteien einen bestimmten Verfalltag 

verabredet haben, schon mit dessen Ablauf (Art. 102 Abs. 2 OR), in Verzug. 

 
4  SK ZPO II-LEUENBERGER (Fn. 2), Art. 223 N 5 und 6a; BSK ZPO-WILLISEGGER, 4. Aufl. 2025, 

Art. 223 N 18 ff. 
5  GAUCH/SCHLUEP/SCHMID, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, Band 1, 11. Aufl. 

2020, N. 45; GAUCH/SCHLUEP/EMMENEGGER, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, 
Band 2, 11. Aufl. 2020, N. 2153 ff. 

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Praxisgemäss gerät er auch mit Ablauf einer in einer Rechnung gesetzten 

Zahlungsfrist, wie "zahlbar 30 Tage netto", ohne weitere Mahnung in Ver-

zug.6  

 

4.2. Würdigung 

Die streitgegenständlichen Rechnungen sahen abweichend von § 7(3) der 

klägerischen CGS (KB 9) jeweils eine Zahlungsfrist von 30 Tagen ab plan-

mässigem Erhalt der Rechnung vor und bezeichnen sogleich das Fällig-

keitsdatum: 14. Dezember 2024, 11. Januar 2025 und 15. Januar 2025 

(KB 5/1 ff.). Diese Zahlungsvermerke gehen der 14-tägigen Zahlungsfrist 

von § 7(3) CGS als Individualabrede vor und stellen Mahnungen dar. Da 

jegliche Zahlungen ausblieben, schuldet die Beklagte der Klägerin den ge-

setzlichen Verzugszins von 5 % p.a. für den jeweiligen Rechnungsbetrag 

ab dem Tag, der auf den letzten Tag der jeweiligen Frist gemäss den fünf 

ausgestellten Rechnungen folgt.  

 

Die Beklagte fiel für die am 14. November 2024 in Rechnung gestellten Be-

träge in der Höhe von Fr. 29'712.10 und Fr. 13'931.60 bereits am 15. De-

zember 2024 in Verzug (KB 5/1 und 5/2). Da die Klägerin Verzugszinsen 

indessen erst ab dem 20. Dezember 2024 geltend macht, kann ihr aufgrund 

der Dispositionsmaxime nicht mehr zugesprochen werden (Art. 58 Abs. 1 

ZPO). Folglich sind der Klägerin auf den in Rechnung gestellten Beträgen 

von Fr. 29'712.10 und Fr. 13'931.60 Verzugszinsen von 5 % p.a. ab dem 

20. Dezember 2024 zuzusprechen. Für die am 10. Dezember 2024 und 

11. Dezember 2024 in Rechnung gestellten Beträge von Fr. 10'053.30 und 

Fr. 324.30 fiel die Beklagte am 12. Januar 2025 in Verzug (KB 5/3 und 5/4), 

so dass ab diesem Datum der gesetzliche Verzugszins von 5 % geschuldet 

ist. Für den am 12. Dezember 2024 in Rechnung gestellten Betrag von 

Fr. 1'491.80 fiel die Beklagte am 16. Januar 2025 in Verzug (KB 5/5), so 

dass ab diesem Datum der gesetzliche Verzugszins von 5 % geschuldet 

ist. Hier ist jedoch noch die Gutschrift in Höhe von Fr. 10.00 aus der Rech-

nung 2025-4001617 vom 21. Januar 2025 (KB 5/6) in Abzug zu bringen. 

 

Der Klägerin sind daher Verzugszinsen von je 5 % p.a. auf Fr. 43'643.70 

(Fr. 29'712.10 + Fr. 13'931.60) ab 20. Dezember 2024, auf Fr. 10'377.60 

(Fr. 10'053.30 + Fr. 324.30) ab 12. Januar 2025 und auf Fr. 1'481.80 ab 

16. Januar 2025 zuzusprechen. 

 

5. Beseitigung Rechtsvorschlag 

Schliesslich beantragt die Klägerin, der Rechtsvorschlag in der Betreibung 

Nr. aaa sei im Umfang der Klagegutheissung aufzuheben.  

 

 
6  AGVE 2003, S. 38; BSK OR I-WIDMER LÜCHINGER/WIEGAND, 7. Aufl. 2020, Art. 102 N. 9b m.w.N; 

VETTER/BUFF, Verzugszinsen bei «zahlbar innert 30 Tagen», SJZ 2019, S. 150 f. m.w.N. 

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Definitiv aufgehoben wird der Rechtsvorschlag nur bei Vorliegen eines de-

finitiven Rechtsöffnungstitels im Sinne von Art. 80 SchKG. Für die definitive 

Rechtsöffnung wäre nicht das Handelsgericht, sondern der Rechtsöff-

nungsrichter, d.h. das jeweilige Bezirksgerichtspräsidium, sachlich zustän-

dig (Art. 84 Abs. 1 SchKG sowie Art. 251 lit. a ZPO i.V.m. § 6 Abs. 1 lit. b 

EG ZPO). Gemäss Art. 79 Abs. 1 SchKG kann ein Gläubiger, gegen des-

sen Betreibung Rechtsvorschlag erhoben worden ist, indessen die Fortset-

zung der Betreibung aufgrund eines rechtskräftigen Entscheids erwirken, 

der den Rechtsvorschlag ausdrücklich beseitigt. Voraussetzung ist immer-

hin, dass die eingeklagte Forderung mit der in Betreibung gesetzten For-

derung identisch ist,7 was vorliegend zweifelsohne der Fall ist. Das zu be-

urteilende Begehren kann – nach Treu und Glauben ausgelegt (vgl. Art. 52 

ZPO) – nur so verstanden werden, dass die Klägerin die ausdrückliche Be-

seitigung des Rechtsvorschlags der Beklagten im Sinne einer Anerken-

nungsklage nach Art. 79 SchKG beantragt. 

 

Mit der teilweisen Gutheissung der Klage ist der Rechtsvorschlag im Um-

fang der Klagegutheissung, d.h. für Fr. 55'503.10 zuzüglich Verzugszins 

von 5 % p.a. seit dem 15. April 2025 sowie im Umfang der bis und mit dem 

14. April 2025 aufgelaufenen Verzugszinsen von Fr. 843.90 i.S.v. Art. 79 

SchKG zu beseitigen. 

 

6. Prozesskosten 

Abschliessend sind die Prozesskosten entsprechend dem Verfahrensaus-

gang zu verlegen. Sie bestehen aus den Gerichtskosten und der Parteient-

schädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO). Die Prozesskosten werden der unterlie-

genden Partei auferlegt (Art. 106 ZPO). Vorliegend obsiegt die Klägerin 

grossmehrheitlich, da sie einzig bei dem zuzusprechenden Verzugszins 

teilweise unterliegt. Damit sind die gesamten Prozesskosten der Beklagten 

aufzuerlegen.8  

 

6.1. Gerichtskosten  

Die Gerichtskosten bestehen vorliegend allein aus der Entscheidgebühr 

(Art. 95 Abs. 2 lit. b ZPO). Der Grundansatz für die Entscheidgebühr beträgt 

bei einem Streitwert von Fr. 55'503.10 gemäss § 7 Abs. 1 GebührD 

Fr. 4'655.22. Hiervon ist gemäss § 5 Abs. 3 GebührD bei wie hier nicht voll-

ständig durchgeführtem Verfahren ein angemessener Abzug vorzuneh-

men. Unter Berücksichtigung des verursachten gerichtlichen Aufwandes 

werden die Gerichtskosten deshalb auf total Fr. 3'000.00 festgesetzt. Dem-

entsprechend wird der Klägerin der von ihr doppelt geleistete Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 2'327.61 (total: Fr. 4'655.22) zurückerstattet 

und die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 3'000.00 sind von der Beklagten 

nachzufordern (Art. 111 Abs. 1 ZPO). 

 
7  BSK SchKG I-STAEHELIN, 3. Aufl. 2021, Art. 79 N. 10a. 
8  Vgl. SK ZPO I-JENNY, 4. Aufl. 2025, Art. 106 N. 10. 

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6.2. Parteientschädigung 

Die Parteientschädigung bemisst sich nach § 3 Abs. 1 lit. a AnwT. Die Grun-

dentschädigung beträgt Fr. 9'065.28. Damit sind gemäss § 6 Abs. 1 AnwT 

unter anderem eine Rechtsschrift und die Teilnahme an einer Verhandlung 

abgegolten. Für die nicht durchgeführte Verhandlung ist praxisgemäss ein 

Abschlag von 20 % gerechtfertigt (vgl. § 6 Abs. 2 AnwT). Mit der Kleinkos-

tenpauschale von praxisgemäss 3 % (vgl. § 13 Abs. 1 AnwT) resultiert da-

mit eine Parteientschädigung von gerundet Fr. 7'470.00.  

 

 
   

Das Handelsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der 

Klägerin Fr. 55'503.10 zuzüglich Zins von je 5 % p.a. auf Fr. 43'643.70 ab 

20. Dezember 2024, auf Fr. 10'377.60 ab 12. Januar 2025 und auf 

Fr. 1'481.80 ab 16. Januar 2025 zu bezahlen. 

 

2. 

Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. aaa des Office des poursuites 

du district de N. wird im Umfang von Fr. 55'503.10 zuzüglich Zins von 5 % 

p.a. seit dem 15. April 2025 sowie im Umfang von Fr. 843.90 für die bis 

zum 14. April 2025 bereits aufgelaufenen Zinsen ("Taux fixe 14.04.2025") 

beseitigt.  

 

3. 

Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 3'000.00 werden der Beklagten aufer-

legt und sind von dieser nachzufordern.  

 

4. 

Die Beklagte hat der Klägerin eine gerichtlich festgelegte Parteientschädi-

gung in der Höhe von Fr. 7'470.00 zu bezahlen. 

  

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Zustellung an: 

− die Klägerin (Vertreter; zweifach mit Abrechnung) 

− die Beklagte (mit Einzahlungsschein) 

 

 
  1. 

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., 

Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröff-

nung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweize-

rischen Bundesgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte elekt-

ronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 

darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) 

verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind 

beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen hat; ebenso ist der ange-

fochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 14. Oktober 2025 

 

Handelsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Vetter Schneuwly