# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe66fb13-a856-5cb5-841f-e43bee813381
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-11
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 11.11.2014 601 2014 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2014-35_2014-11-11.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2014 35

Urteil vom 11. November 2014 

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Marianne Jungo
Richter: Josef Hayoz, Christian Pfammatter
Gerichtsschreiberin-Praktikantin Jana Kausche

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Martin 
Gärtl

gegen

AMT FÜR BEVÖLKERUNG UND MIGRATION, Vorinstanz,

Gegenstand Bürgerrecht, Niederlassung, Aufenthalt

Widerruf der Niederlassungsbewilligung / Wegweisung

Beschwerde vom 5. März 2014 gegen den Entscheid des Amtes für 
Bevölkerung und Migration vom 31. Januar 2014

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1981, Staatsangehöriger von Mazedonien, reiste am 
8. November 1992 erstmals in die Schweiz ein. Nach drei Monaten verliess er die Schweiz und 
kam 1996 wieder hierher zurück. Am 11. August 2004 heiratete er in seiner Heimat die am 10. Juni 
1983 geborene mazedonische Staatsangehörige B.________. Aus der Ehe gingen zwei in den 
Jahren 2005 und 2009 geborenen Söhne hervor. Alle Familienmitglieder sind mazedonische 
Staatsangehörige, haben eine Niederlassungsbewilligung und wohnen in F.________. 

B. A.________ ist in der Schweiz mehrmals straffällig geworden:

- Mit Urteil der Jugendstrafkammer Freiburg vom 12. Juli 1999 wurde er wegen Diebstahls in 11 
Fällen, Sachbeschädigung in 17 Fällen, Hausfriedensbruchs in 11 Fällen, versuchten Diebstahls 
und Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz zu 45 Tagen Einschliessung und einer 
Busse von 500 Franken verurteilt.

- Mit Urteil des Kreisgerichts Bern-Laupen vom 19. Dezember 2002 wurde er jeweils wegen 
mehrfach begangenen Raubs, Diebstahls, gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls sowie des 
betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage und einfacher Körperverletzung zu 
33 Monaten Gefängnis und zu einer bedingt ausgesprochenen Landesverweisung von 5 Jahren 
verurteilt.

- Mit Strafbefehl des Untersuchungsrichters des Kantons Freiburg vom 30. Mai 2007 wurde er we-
gen Vergehen gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer mit 
einer Geldstrafe von 300 Franken bestraft.

- Mit Urteil des Polizeirichters des Saanebezirks vom 9. Oktober 2009 wurde er wegen Vergehen 
gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer zu einer Geldstrafe von 50 
Tagessätzen zu 70 Franken, bedingt vollziehbar, und zu einer Busse von 2'000 Franken verurteilt.

- Mit Urteil des Tribunal correctionnel de la Broye et du Nord vaudois, Yverdon, vom 22. Oktober 
2009 wurde er wegen Diebstahls (unvollendeter Versuch), Sachbeschädigung, Hausfriedens-
bruchs, Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und gegen das Bundes-
gesetz über die Ausländerinnen und Ausländer zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten und zu 
einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 90 Franken, davon bedingt vollziehbar 15 Tage, sowie zu 
einer Busse von 200 Franken verurteilt.

- Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg vom 28. Juli 2011 wurde er wegen 
Verfügung über mit Beschlag belegte Vermögenswerte zu gemeinnütziger Arbeit von 40 Stunden, 
bedingt vollziehbar, verurteilt.

- Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg vom 20. August 2012 wurde er we-
gen Verfügung über mit Beschlag belegte Vermögenswerte zu einer Geldstrafe von 25 Tages-
sätzen zu 80 Franken, bedingt vollziehbar, verurteilt.

- Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bern - Mittelland vom 18. Januar 2013 wurde er wegen 
Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz zu einer Geldstrafe von 18 Tagessätzen zu 80 
Franken und zu einer Busse von 120 Franken verurteilt.

- Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg vom 4. Juni 2013 wurde er wegen 
Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer zu 200 Stunden ge-
meinnütziger Arbeit und zu einer Busse von 2'000 Franken verurteilt.

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C. Am 14. Mai 2003 drohte das Amt für Bevölkerung und Migration (nachfolgend: BMA) 
A.________ wegen der Verurteilung vom 19. Dezember 2002 die Ausweisung aus der Schweiz an.

Am 2. Juli 2012 teilte es ihm mit, es werde die Niederlassungsbewilligung widerrufen und die 
Wegweisung verfügen, dies nachdem er trotz der Ausweisungsandrohung vom 14. Mai 2003 wei-
ter gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit verstossen habe. Es setzte ihm eine Frist, um 
hierzu eine Stellungnahme einzureichen. Am 19. November 2013 wiederholte das BMA seine An-
drohung und setzte A.________ eine erneuerte Frist zum Einreichen einer Vernehmlassung.

D. Mit Verfügung vom 31. Januar 2014 widerrief das BMA die Niederlassungsbewilligung von 
A.________ und wies ihn aus der Schweiz weg. 

Am 5. März 2014 liess A.________ Beschwerde beim Kantonsgericht einreichen und die Auf-
hebung des angefochtenen Entscheids beantragen.

Das BMA schiesst auf Abweisung der Beschwerde.

Am 8. Juli 2014 übermittelte das BMA dem Gericht eine Strafanzeige der Kantonspolizei. Danach 
soll A.________ in den Jahren 2012 und 2013 eine Person, die sich rechtswidrig in der Schweiz 
aufgehalten haben soll, beschäftigt haben. Das entsprechende Strafverfahren ist offenbar noch 
nicht abgeschlossen.

Erwägungen

1. Die vorliegende Angelegenheit beurteilt sich nach dem Bundesgesetz über die Ausländer-
innen und Ausländer vom 16. Dezember 2005 (AuG; SR 142.20). Die sachliche Zuständigkeit der 
verwaltungsrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts ergibt sich demnach aus Art. 7 Abs. 2 des 
Ausführungsgesetzes vom 13. November 2007 zum AuG (AGAuG; SGF 114.22.1). Der Be-
schwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 lit. a des Gesetzes vom 23. 
Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Die Beschwerde vom 5. März 
2014 wurde innert der dreissigtägigen Beschwerdefrist eingereicht. Sie entspricht überdies formal 
und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen. Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Der Beschwerdeführer stellt den Antrag auf Durchführung eines Parteiverhörs.

Verlangen es die Parteien oder erfordert es die Erledigung der Beschwerdesache, so ordnet das 
Kantonsgericht eine mündliche Verhandlung an (Art. 91 Abs. 1 VRG). Ein Gesuch um persönliche 
Befragung, um eine solche geht es vorliegend, bedeutet nicht einen Antrag auf mündliche Ver-
handlung (BGE 5A_306/2013 vom 15. Juli 2013 E. 2.2). Überdies besteht kein absoluter Anspruch 
auf Durchführung eines Beweisverfahrens. Weder die Bestimmungen zum rechtlichen Gehör (Art. 
29 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV; SR. 101]; Art. 6 der Europäischen Konvention 
zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 [EMRK; SR 0.101]; 
Art. 29 der Verfassung des Kantons Freiburg vom 16. Mai 2004 [KV; SGF 10.1]) noch der im VRG 
statuierte Untersuchungsgrundsatz verleihen einen Anspruch auf mündliche Anhörung (BGE 134 I 
140 E. 5.3 S. 148).

Vorliegend ergibt sich der entscheidwesentliche Sachverhalt in genügender Weise aus den um-
fangreichen Akten. Nebstdem konnte sich der Beschwerdeführer schriftlich zur Sache äussern. 
Mithin kann auf eine mündliche Anhörung verzichtet werden.

3. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung des Rechts, einschliesslich der 
Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, gerügt sowie eine unrichtige und unvoll-

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ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 77 Abs. 1 
lit. a und b VRG). Die Unangemessenheit kann vor dem Kantonsgericht nur gerügt werden, wenn 
die Angelegenheit das Gebiet der öffentlichen Abgaben oder der Sozialversicherungen betrifft oder 
sie der Beschwerde an eine zur Überprüfung dieser Rüge befugte Behörde unterliegt oder ein Ge-
setz diesen Beschwerdegrund ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 lit. a-c VRG). Solange die Vor-
instanz ihr Ermessen pflichtgemäss ausübt, ist es dem Gericht verwehrt, sein eigenes Ermessen 
anstelle der Vorinstanz zu setzen (vgl. BVR 2012 S. 193 E. 1.2 S. 195). Das Gericht wendet das 
Recht von Amtes wegen an und prüft von Amtes wegen oder auf Antrag die Gültigkeit der auf den 
Einzelfall anwendbaren Vorschriften (Art. 10 Abs. 1 und 2 VRG).

4. a) Die Vorinstanz stützt den Widerruf der Niederlassungsbewilligung auf Art. 63 Abs. 1 lit. a 
und b AuG. Danach kann die Niederlassungsbewilligung nur widerrufen werden, wenn die Voraus-
setzungen nach Art. 62 lit. a oder b AuG erfüllt sind (lit. a) oder wenn der Ausländer in schwer-
wiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland 
verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet (lit. b). 
Wird die Niederlassungsbewilligung widerrufen, erlässt die zuständige Behörde eine ordentliche 
Wegweisungsverfügung (Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG). 

b) Art. 62 lit. b AuG, der hier allein zur Anwendung gelangen kann, bestimmt, dass die 
zuständige Behörde Bewilligungen und andere Verfügungen widerrufen kann, wenn der Ausländer 
zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn eine strafrechtliche Mass-
nahme im Sinn von Art. 64 (Verwahrung) oder Art. 61 (Massnahmen für junge Erwachsene) des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (StGB; SR 311.0) angeordnet 
wurde. Die genannten Widerrufsgründe gelten auch, falls der Ausländer sich seit mehr als 15 Jah-
ren ununterbrochen und ordnungsgemäss im Land aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 AuG). Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt eine längerfristige Freiheitsstrafe vor, wenn der Auslän-
der zu einer solchen von mehr als einem Jahr verurteilt worden ist, wobei mehrere unterjährige 
Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden dürfen. Keine Rolle spielt, ob die Sanktion be-
dingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (BGE 139 I 16 E. 2.1 S. 18 f.). 

Unter Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG fällt ein Ausländer, der durch sein Handeln besonders hochwertige 
Rechtsgüter verletzt oder in Gefahr gebracht hat, sich von strafrechtlichen Massnahmen nicht be-
eindrucken lässt und sich im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zeigt, dass er auch künftig weder 
gewillt noch fähig erscheint, sich an die Rechtsordnung zu halten (BGE 139 I 31 E. 2.1 S. 32 f. mit 
Hinweisen).

Gemäss Art. 80 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbs-
tätigkeit (VZAE; SR 142.201) liegt ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung unter 
anderem vor bei einer Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und behördlichen Verfügungen 
(Abs. 1 lit. a) sowie bei mutwilliger Nichterfüllung der öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen 
Verpflichtungen (Abs. 1 lit. b). In Abgrenzung zum Widerruf der Aufenthaltsbewilligung (Art. 62 lit. c 
AuG) genügt beim Widerruf der Niederlassungsbewilligung ein erheblicher oder wiederholter 
Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht, sondern der Widerruf einer Nieder-
lassungsbewilligung setzt voraus, dass der Verstoss "in schwerwiegender Weise" erfolgt (Art. 63 
Abs. 1 lit. b AuG).

c) Nach Art. 63 AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden. Die Mass-
nahme muss - wie jedes staatliche Handeln - verhältnismässig sein. Zur Beurteilung der Frage, ob 
dies der Fall ist, sind namentlich die Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, 
der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausländers während diesem, der Grad 
seiner Integration beziehungsweise die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die ihm und sei-
ner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG). Die Nieder-
lassungsbewilligung eines Ausländers, der sich schon seit langer Zeit hier aufhält, soll zwar nur mit 

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besonderer Zurückhaltung widerrufen werden, doch ist dies bei wiederholter beziehungsweise 
schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn er hier geboren ist und sein gan-
zes bisheriges Leben im Land verbracht hat. Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter 
Delinquenz besteht - überwiegende private oder familiäre Bindungen vorbehalten - auch in diesen 
Fällen ein öffentliches Interesse daran, zur Aufrechterhaltung der Ordnung beziehungsweise Ver-
hütung von weiteren Straftaten die Anwesenheit des Ausländers zu beenden (BGE 139 I 31 E. 
2.3.1 S. 33 f. mit Hinweisen). Das will heissen, dass an den Widerruf einer Niederlassungsbe-
willigung umso strengere Anforderungen zu stellen sind, je länger ein Ausländer in der Schweiz 
anwesend ist. Zu berücksichtigen ist zudem, in welchem Alter der Ausländer in die Schweiz einge-
reist ist (BGE 2C_318/2010 vom 16. September 2010 E. 3.3.1.; BGE 130 II 190 E. 4.4.2). Nach der 
Praxis des Bundesgerichts ist eine Wegweisung im Übrigen umso eher zulässig, wenn sich der 
Ausländer selbst nach längerer Anwesenheit in der Schweiz nicht oder nur wenig integriert hat 
(vgl. BGE 2A.540/2001 vom 4. März 2002).

d) Ist eine Massnahme begründet, aber den Umständen nicht angemessen, kann die be-
troffene Person nach Art. 96 Abs. 2 AuG unter Androhung dieser Massnahme verwarnt werden. 
Wurde eine solche Verwarnung bereits ausgesprochen, kann dies bei einer Fortsetzung des frag-
lichen Fehlverhaltens zu einer definitiven Massnahme führen. Erforderlich ist dafür aber, dass 
keine wesentliche Besserung eintritt beziehungsweise dass das vom Gesetz als unerwünscht er-
achtete Verhalten auch nach der Verwarnung fortgesetzt wird. Dabei muss ein Vergleich zwischen 
der Ausgangslage im Zeitpunkt der Androhung der Massnahme mit der aktuellen Situation, in der 
diese endgültig ergriffen werden soll, gezogen werden. Das frühere Verhalten ist zwar nicht unbe-
deutend; es vermag aber nicht für sich allein - abgesehen von den rechtlichen Voraussetzungen 
der Zulässigkeit eines Rückkommens auf eine Verfügung - die definitive Massnahme zu be-
gründen. Das Fehlverhalten muss vielmehr angedauert haben oder wiederholt worden sein. Erfor-
derlich ist auch hier eine Gesamtbetrachtung unter Einschluss des früheren Fehlverhaltens; für 
einen Widerruf müssen nach einer allfälligen Verwarnung jedoch neue Verfehlungen dazugekom-
men sein, welche die Wirkungslosigkeit der Androhung des Widerrufs belegen (BGE 2C_273/2010 
vom 6. Oktober 2010 E. 3.4).

e) Die Notwendigkeit einer Verhältnismässigkeitsprüfung ergibt sich insbesondere auch aus 
Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Danach ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützte Familienleben 
statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokrati-
schen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ordnung, das wirtschaftliche Wohl 
des Landes, die Verteidigung der Ordnung oder zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, 
zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig er-
scheint. Die Konvention verlangt insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten 
Interessen an der Bewilligungserteilung und den öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, 
wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist 
(BGE 139 I 145 E. 2.2. S. 148 mit Hinweisen).

5. a) Das BMA hält dem Beschwerdeführer die Verurteilungen vom 19. Dezember 2002 (33 
Monate Gefängnis) und vom 22. Oktober 2009 (14 Monate Gefängnis) vor, die als längerfristige 
Freiheitsstrafen im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu qualifizieren und mithin 
Grund für einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung seien. Nebstdem habe er in der Zeit von 
Februar 1998 bis Oktober 2012 ständig gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen 
und sei neun Mal wegen mehreren, vorwiegend schweren Delikten verurteilt worden.

b) Der Beschwerdeführer bestreitet die tatsächlichen Feststellungen des BMA nicht, nament-
lich nicht die Verurteilungen.

c) Aufgrund der zwei erwähnten rechtskräftigen Verurteilungen in den Jahren 2002 und 2009 
verstiess der Beschwerdeführer wiederholt und zum Teil erheblich gegen die Sicherheit und Ord-

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nung in der Schweiz. Demnach sind die Voraussetzungen des Widerrufgrunds von Art. 62 Abs. 2 
beziehungsweise Art. 63 Abs. 1 lit. a und b AuG grundsätzlich erfüllt.

d) Wie oben erwähnt (E. 3.c) ist Art. 63 AuG als "Kann-Bestimmung" formuliert und räumt der 
zuständigen Behörde infolgedessen einen gewissen Ermessensspielraum ein. Zu prüfen ist dem-
entsprechend die Verhältnismässigkeit der Massnahme.

6. a) aa) Das BMA legt dar, dass die Aussetzung der Strafen zur Bewährung und die Aus-
weisungsandrohung nicht die geringste Abschreckung bewirkt und den Beschwerdeführer nicht 
davon abgehalten hätten, weiter straffällig zu werden. Trotz einer Untersuchungshaft im Jahr 2006 
sei er im September 2007 und März 2008 wieder straffällig geworden. Der Kauf von 150 kg Hanf 
sei kein Bagatelldelikt. Er habe aus seinen Verurteilungen nichts gelernt. Bei der letzten Verur-
teilung am 4. Juni 2013 habe die Staatsanwaltschaft keine günstige Prognose stellen können und 
deshalb den bedingten Strafvollzug verweigert. Weiter sei er, selbst nachdem er vom BMA aufge-
fordert worden sei, gegen einen möglichen Widerruf der Niederlassungsbewilligung Einwände zu 
erheben, noch am 20. Oktober 2012 straffällig geworden. Er sei ein unbelehrbarer Intensivtäter, 
dem die Schweizer-Rechtsordnung völlig gleichgültig sei und der weder willens noch fähig sei, sich 
in Zukunft an die in unserem Land geltenden Regeln zu halten. Seinen Beteuerungen, er werde 
sich künftig gesetzeskonform verhalten, könne kein Glaube mehr geschenkt werden. Angesichts 
der Schwere der begangenen Straftaten, seiner absoluten Unfähigkeit, sich zu bessern, und des 
sehr hohen Rückfallrisikos überwiege das öffentliche Interesse an seiner Wegweisung aus der 
Schweiz ganz klar sein Interesse, in unserem Land bleiben zu können. Ausserdem sei die Dauer 
seines Aufenthalts in der Schweiz zu relativieren, da er sich effektiv seit 1997 und nicht seit 1992 
in der Schweiz aufhalte und auch lange Zeit inhaftiert gewesen sei. Seine Integration in der 
Schweiz sei nicht erfolgreich. Praktisch seit seiner Einreise sei er dauernd straffällig gewesen. Im 
Dezember 2002 habe er eine Ausbildung zum Gipser abgeschlossen. Allerdings sei selbst seine 
berufliche Tätigkeit als Gipser und Maler, insbesondere als Selbstständiger, für ihn Anlass gewe-
sen, zu delinquieren (Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung, Verfü-
gung über mit Beschlag belegte Vermögenswerte). Da er mit 15 oder 16 Jahren in die Schweiz 
gekommen sei, habe er hier nicht eingeschult werden können. Er sei in Mazedonien zur Schule 
gegangen und habe keine Lehre absolviert. Auch habe er sich nicht nennenswert in die Schweizer 
Gesellschaft eingebracht.

bb) Eine Rückkehr in sein Herkunftsland werde für den Beschwerdeführer sicher anfangs mit In-
tegrationsschwierigkeiten verbunden sein. Mazedonien sei für ihn aber nicht völliges Neuland. Dort 
habe er bis zu seinem 15. oder 16. Altersjahr gelebt und dort verbringe er regelmässig seine Fe-
rien. Er werde ausserdem auf die Unterstützung seiner Familie sowohl in der Schweiz als auch in 
Mazedonien zählen und überdies von seinen beruflichen Erfahrungen als Gipser und Maler profi-
tieren können.

cc) Die beiden Söhne seien in einem Alter, in dem sie sich relativ leicht an einen Umgebungs-
wechsel anpassen könnten. Da sie mazedonischer Muttersprache seien, würden sie auch keine 
Probleme haben, sich mit ihren Eltern in Mazedonien einzuleben. Die Ehefrau des Beschwerde-
führers halte sich seit mehr als neun Jahren in der Schweiz auf; bis zum Alter von 21 ½ Jahren 
habe sie in Mazedonien gelebt. Nebst dem Besuch eines Sprachkurses habe sie keine beson-
deren Qualifikationen vorzuweisen. Erst seit dem 1. Mai 2011 habe sie eine Festanstellung als 
Lingerie-Mitarbeiterin zu einem Pensum von 50%. Es habe ihr klar sein müssen, dass die dau-
ernde Straffälligkeit ihres Mannes zu seiner Ausweisung führen würde. Sollte sie sich entscheiden, 
ihrem Mann zu folgen, wäre ihre Rückkehr nach Mazedonien keine Entwurzelung und würde sie 
nicht in ein fremdes Land führen, sondern in das Land, in dem sie aufgewachsen sei und zweifel-
los soziale Kontakte habe. Sie spreche die Sprache dieses Landes und verbringe dort regelmässig 
ihre Ferien mit der Familie. Der Familie sei zuzumuten, ihr gemeinsames Leben in Mazedonien zu 

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führen. Angesichts der wiederholten und schweren Verstössen des Beschwerdeführers gegen die 
öffentliche Ordnung und die Sicherheit rechtfertige sich ein Eingriff in das Recht auf Achtung des 
Familienlebens in jedem Fall. Das öffentliche Interesse an der Verhinderung weiterer Verstösse 
gegen die öffentliche Ordnung überwiege die Achtung des Familienlebens des Beschwerdeführers 
und seiner Familie. Mit seinem fortgesetzten, mehrfach strafrechtlich geahndeten Verhalten habe 
der Beschwerdeführer völlig unverantwortlich gegenüber seinen Kindern und seiner Ehefrau ge-
handelt. Diese könnten den Kontakt mit ihm durch Briefverkehr, Telefonate und über Internet auf-
rechterhalten, falls sie in der Schweiz blieben, und auch in den Ferien oder an Wochenenden zu 
ihm nach Mazedonien reisen.

b) aa) Demgegenüber lässt der Beschwerdeführer vorbringen, dass die schwerste Straftat, 
welche mit 33 Monaten Gefängnis bestraft wurde, bereits über zehn Jahre zurückliege. Die Unter-
suchungshaft sei angerechnet worden und er habe sich im Vollzug respektvoll und geradezu vor-
bildlich verhalten, weshalb er in der Folge bedingt entlassen worden sei. Bei der zweiten Verur-
teilung im Oktober 2009 seien von den ausgesprochenen 14 Monaten deren sieben bedingt voll-
ziehbar gewesen. Im Vollzug sei er sehr folgsam und respektvoll gewesen und habe durchaus eine 
positive Entwicklung durchgemacht. Seine Vergangenheit deute zwar darauf hin, dass ein ge-
wisses Rückfallrisiko bestehe. Allerdings sei ihm im Zusammenhang mit dem vorliegenden Verfah-
ren mehr als nur deutlich vor Augen geführt worden, dass ein solches Verhalten in keinster Weise 
geduldet werde. Aufgrund dieser Läuterung sei das Rückfallrisiko als eher gering einzustufen. Zu-
mindest sei er nicht als unbelehrbarer Intensivtäter zu betrachten, welchem die Rechtsordnung der 
Schweiz vollkommen gleichgültig sei. Ebenfalls sei dem Resozialisierungsgedanken des Straf-
rechts Rechnung zu tragen. Einerseits müsse er hierfür im Umfeld seiner Freunde und Familie 
verbleiben; andererseits sei eine Wiedereingliederung in einem volkswirtschaftlich armen Land wie 
Mazedonien mit enorm vielen Arbeitslosen von Beginn weg nicht aussichtsreich. 

bb) Der Beschwerdeführer führt weiter aus, dass der Familienzusammenhalt ihm sehr wichtig sei 
und er, obwohl die finanziellen Möglichkeiten nicht sehr gross seien, seine Freizeit vollends der 
Familie widme. Er sei zwar in keinem Verein, jedoch in der Schweiz und insbesondere im Kanton 
Freiburg integriert. Er spreche fliessend deutsch und französisch. Er habe eine feste Anstellung. 
Die bisherige Arbeitgeberin C.________ GmbH befinde sich in Liquidation und seit dem 1. Februar 
2014 sei er mit einem Arbeitspensum von 100% bei der E.________ GmbH angestellt.

cc) Im Zusammenhang mit der Dauer seines Aufenthalts in der Schweiz macht der Beschwerde-
führer geltend, dass er im November 1992 im Alter von elf Jahren das erste Mal in die Schweiz 
einreiste, um bei seinem Vater zu leben. Nach der Rückkehr nach Mazedonien sei er schliesslich 
als Teenager mit fünfzehn Jahren dauerhaft nach Freiburg gekommen, habe dann geheiratet und 
zwei Kinder bekommen. Er habe den überwiegenden Teil seines Lebens in der Schweiz verbracht. 
Er und seine Familie seien hier heimisch und er gehe mit ihr etwa lediglich einmal im Jahr nach 
Mazedonien in die Ferien. Dort habe er zwar noch eine Schwester und einen Bruder, die jedoch ihr 
eigenes Leben führten und zu welchen er keine wirkliche familiäre Verbundenheit habe. Die Bin-
dung zur Heimat sei noch vorhanden, jedoch nur in sehr kleinem Masse. In Mazedonien habe er 
keinen Freundeskreis und keinen familiären Halt mehr, was ihm eine Rückkehr in dieses Land er-
lauben oder immerhin erleichtern würde. Die Aussichten auf soziale Wiedereingliederung seien 
nicht sehr rosig. Aufgrund der schwachen Volkswirtschaft sowie den hohen Arbeitslosenzahlen in 
Mazedonien sei auch seine berufliche Eingliederung nicht erfolgversprechend.

dd) Entscheidend, so der Beschwerdeführer abschliessend, sei jedoch das Recht auf Achtung des 
Privat- und Familienlebens. Seine Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder seien in der 
Schweiz niedergelassen und hätten sich stets wohl verhalten. Für seine Frau möge Mazedonien, 
wo sie aufgewachsen sei, ein bekanntes Land sein. Nunmehr lebe sie seit knapp zehn Jahren in 
der Schweiz und habe eine feste Anstellung. Für sie und die beiden Söhne sei es in keiner Weise 

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zumutbar, dem Vater in ein Land zu folgen, welches sie gerade mal von wenigen Ferienbesuchen 
her kennen würden. Ebenso wenig sei es für die Knaben zumutbar, zu ihrem Vater lediglich eine 
Fernbeziehung zu führen. Kein Telefonanruf, kein Skype-Gespräch und kein Brief könnten die 
elterliche Nähe und die väterliche Erziehung ersetzen. Ganz so einfach, wie es sich das BMA 
offenbar vorstelle, seien Wochenendbesuche nicht, dauere eine Autofahrt von F.________ nach 
Mazedonien doch an die zwanzig Stunden. Die Familie verfüge nicht annähernd über die 
finanziellen Mittel für solch grosse Fahrten oder gar regelmässige Flüge. Die mit dem Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung verbundenen Nachteile seien erheblich und es sei vollkommen 
unzumutbar, ihn von seiner Familie zu trennen beziehungsweise die gesamte Familie zurück nach 
Mazedonien zu zwingen.

ee) Zusammenfassend hält der Beschwerdeführer fest, dass zwar die notwendige gesetzliche 
Grundlage für einen Widerruf gegeben sei und ein öffentliches Interesse am Widerruf der Nieder-
lassungsbewilligung und der Wegweisung bestehe. Allerdings fehle es definitiv an der Verhältnis-
mässigkeit, denn seine privaten Interessen würden diejenigen der Öffentlichkeit in immensem 
Masse überwiegen. Aufgrund der fehlenden Angemessenheit des Widerrufs wäre höchstens eine 
Verwarnung gemäss Art. 96 Abs. 2 AuG möglich.

c) Mit seiner Beschwerdeantwort vom 15. April 2014 weist das BMA darauf hin, dass der 
Beschwerdeführer Geschäftsführer und Teilinhaber der Firma C.________ GmbH gewesen sei. 
Das vorliegende Arbeitszeugnis sei unter seiner Leitung ausgestellt worden. Bei der Firma 
E.________ GmbH sei der Beschwerdeführer ebenfalls Geschäftsführer und Präsident, und auch 
hier sei der (Arbeits-)Vertrag unter seiner Leitung ausgestellt worden.

7. a) Der Beschwerdeführer hat über Jahre hinweg regelmässig, ohne Not (er war und ist 
Mitinhaber eines Maler- und Gipsergeschäfts) und trotz seiner familiären Verankerung (seine Ehe-
frau, seine Kinder und seine Eltern wohnen in der Schweiz) Straftaten verübt. Sein über Jahre ge-
zeigtes Verhalten offenbart zweifelsohne eine bedenkliche Gleichgültigkeit gegenüber der schwei-
zerischen Rechtsordnung. Immerhin ist zu berücksichtigen, dass die wesentlichen Verurteilungen 
bereits eine gewisse Zeit zurückliegen, die erste einschlägige Verurteilung ist am 19. Dezember 
2002 die letzte am 22. Oktober 2009 erfolgt. Allerdings ist es dem BMA nicht verwehrt, grund-
sätzlich auch weit zurückliegende strafrechtlich relevante Daten, selbst wenn sie im Strafregister 
gelöscht sind, in die Beurteilung des Verhaltens des Ausländers während seiner gesamten An-
wesenheit in der Schweiz einzubeziehen (BGE 2C_136/2013 vom 30. Oktober 2013 E. 4.2). 
Immerhin wäre eine frühere Entscheidung wünschenswert gewesen. Wie auch immer, die letzte 
Verurteilung hat den Beschwerdeführer nicht abgehalten, weiterhin straffällig zu werden: nach 
Oktober 2009 wurde er vier weitere Mal verurteilt. Offensichtlich blieb die Ausweisungsandrohung 
vom 14. Mai 2003 wirkungslos und die Verurteilungen haben ihn nicht nachhaltig beeindruckt. Vor 
diesem Hintergrund wirkt seine Beteuerung, er werde sich in Zukunft wohlverhalten, als reine 
Schutzbehauptung. 

b) Dem strafrechtlichen Resozialisierungsgedanken ist, wie der Beschwerdeführer zu Recht 
aufführt, zwar im Rahmen der umfassenden Interessenabwägung Rechnung zu tragen. Die Prog-
nose über das Wohlverhalten ist jedoch nicht ausschlaggebend, weil aus der Sicht der Ausländer-
behörden das Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund steht. Aus aus-
länderrechtlicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso weniger hinzunehmen, je schwerer die 
Tat wiegt, welche die ausländische Person verübt hat (SILVIA HUNZIKER, in Martina Caroni/Thomas 
Gächter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 
2010, Rz. zu Art. 63 AuG).

Auch wenn sich der Beschwerdeführer einsichtig zeigt und, wie er ausführt, sich im Massnahmen-
vollzug bewährt hat, vermag dies die Schwere seines Verschuldens bei seinen zahlreichen erheb-
lichen Delikten nicht zu lindern. Im ausländerrechtlichen Verfahren steht das allgemeine Interesse 

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an der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund und weniger der bei der strafrecht-
lichen Beurteilung wichtige Resozialisierungsgedanke und die Prognose über das künftige Wohl-
verhalten (BGE 2C_282/2008 vom 11. Juli 2008 E. 3.1; 2A.253/2004 vom 27. August 2004 E. 3.3; 
125 II 105 E. 2c S. 110). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist allein aus der Tatsache, 
dass der Beschwerdeführer sich im Strafvollzug meistens gut verhalten hat, noch nicht ohne Wei-
teres der Schluss zu ziehen, es bestehe bei ihm keinerlei Rückfallgefahr mehr beziehungsweise es 
gehe von ihm keine konkrete Gefährdung der öffentlichen Ordnung mehr aus (2C_28/2010 vom 
25. März 2011 E. 2.3). Eine günstige Prognose hinsichtlich der Resozialisierungschancen schliesst 
deshalb eine Wegweisung noch nicht aus. Erschwerend fällt im vorliegenden Sachverhalt schliess-
lich noch ins Gewicht, dass sich der Beschwerdeführer selbst nach der ersten Verwarnung nicht 
wohlverhalten und weitere Straftaten begangen hat. Sein Verhalten zeigt eindeutige Züge einer 
Unbelehrbarkeit.

c) Der Beschwerdeführer ist im Jahre 1997 im Alter von 16 Jahren in die Schweiz gekom-
men. Es hat insofern eine minimale Integration stattgefunden, als er die deutsche und französische 
Sprache erlernt und offenbar regelmässig als Maler und Gipser gearbeitet hat. Auch mussten we-
der er noch seine Familienangehörigen öffentliche Fürsorgeleistungen beanspruchen. Immerhin 
lagen per September 2013 offene Betreibungen über 7'021.35 Franken und Verlustscheine über 
2'052.50 Franken vor. Von einer gelungenen Integration in der Schweiz kann jedoch angesichts 
seiner strafrechtlichen Verurteilungen und seiner wiederholten Delinquenz keine Rede sein. 

d) Das private Interesse des Beschwerdeführers, von einem Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung abzusehen, liegt im Wesentlichen darin, weiterhin mit seiner Familie in der Schweiz 
leben zu können. Es ist davon auszugehen, dass das Familienverhältnis intakt ist. Sollte der Be-
schwerdeführer ausgewiesen werden, müsste die Ehefrau die gemeinsamen Kinder alleine be-
treuen und grossziehen, was eine erhebliche Erschwernis darstellen würde und der Entwicklung 
der Kinder nicht zuträglich wäre (BGE 139 I 145 E. 3.7 S. 153 f.). Es gilt jedoch zu berücksichtigen, 
dass die Ehefrau bis zur Einreise in die Schweiz im November 2004 ihr ganzes Leben in Mazedo-
nien verbracht hat und somit eng mit ihrer Heimat verwurzelt ist. Die regelmässigen Ferienaufent-
halte in Mazedonien lassen die Annahme zu, dass der Beschwerdeführer, seine Ehefrau sowie 
deren Kinder weiterhin eine intensive Beziehung zu ihrer Heimat pflegen. Eine allfällige Ausreise 
nach Mazedonien, um die eheliche Gemeinschaft mit ihrem Ehemann leben zu können, erscheint 
deshalb als zumutbar; die Kinder sind, wie das BMA zu Recht anführt, in einem Alter, das ihnen 
eine nicht allzu beschwerliches Einleben in der ihnen nicht unbekannten Heimat ermöglichen 
sollte. 

Auch auf die Achtung seines Privatlebens kann sich der Beschwerdeführer nicht berufen, da dazu 
besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Bindungen gesell-
schaftlicher oder beruflicher Natur beziehungsweise entsprechende vertiefte soziale Beziehungen 
zum ausserfamiliären beziehungsweise ausserhäuslichen Bereich erforderlich sind (BGE 130 II 
281 E. 3.2.1 S. 286). Solche qualifizierten Bindungen des Beschwerdeführers zur Schweiz sind 
aus den Akten nicht zu entnehmen und werden von ihm auch nicht geltend gemacht.

e) Bei einer Gesamtbetrachtung des bisherigen Verhaltens des Beschwerdeführers und sei-
ner persönlichen Umstände muss somit davon ausgegangen werden, dass seine weitere ständige 
Anwesenheit in der Schweiz eine unzumutbare Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit und 
Ordnung darstellen würde. Deshalb verstösst es nicht gegen das Bundesrecht und die EMRK, 
wenn das BMA die Verhältnismässigkeit des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung bejaht hat. 
Der Beschwerdeführer wird in ein Land zurückkehren, das er kennt und dessen Sprache er mäch-
tig ist. Kein Kriterium sind sodann die im Vergleich zur Schweiz allenfalls verminderten Resoziali-
sierungschancen (BGE 2A.688/2005 vom 4. April 2006, E. 3.1.3). Aufgrund seiner beruflichen Er-
fahrung sollte er in seinem Heimatland eine Arbeit finden können. Aber selbst wenn die Rückkehr 

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mit wirtschaftlichen und persönlichen Schwierigkeiten verbunden ist, kann ihm die Rückkehr zu-
gemutet werden. Die entsprechenden Nachteile hat er selbst zu verantworten. Der Kontakt zur 
Familie in der Schweiz kann er mittels Briefen, Internet oder Telefongesprächen und im Rahmen 
von Besuchsaufenthalten pflegen. Im Übrigen ist zu betonen, dass weder die familiären Ver-
pflichtungen noch die bedingt ausgesprochenen Strafen noch die ausländerrechtliche Verwarnung 
ihn von der Begehung von Straftaten abhalten konnten. Die Verhältnismässigkeitsprüfung hat so-
mit gezeigt, dass die öffentlichen Interessen an der Fernhaltung des Beschwerdeführers dessen 
private Interessen am Verbleib in der Schweiz offensichtlich überwiegen. Bei diesem Ergebnis er-
scheint eine weitere Verwarnung im Sinn von Art. 96 Abs. 1 AuG ausgeschlossen.

8. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens, die auf 600 Franken festgelegt 
und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden, dem Beschwerdeführer aufzuer-
legen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten 
und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVj; SGF 150.12]). Eine Parteientschädigung 
steht dem Beschwerdeführer nicht zu (Art. 137 Abs. 1 VRG).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Der Entscheid des Amtes für Bevölkerung und Migration vom 31. Januar 2014 wird bestätigt.

II. Die dem Staat Freiburg geschuldeten Gerichtskosten von 600 Franken werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht, 
Lausanne, eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 
30 Tagen die Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des 
Entscheides angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 11. November 2014/jha

Präsidentin Gerichtsschreiberin-Praktikantin