# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f74ce4c-b4ff-5f22-917a-ebb7aa4d5aab
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 13.08.2025 810 2025 97 (810 25 97)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2025-97_2025-08-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 13. August 2025 (810 25 97) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Aufsichtsbeschwerde gegen Beistand / Vorschlagsrecht der Betroffenen bei Mandats-
trägerwechsel 
 
 
 
 
Besetzung Präsident Pascal Leumann, Kantonsrichterinnen Judith Frey-Napier, 

Ana Dettwiler, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin i.V. Christina Lagger 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Aufhebung und Wechsel der Mandatsführung (Entscheid der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 31. März 2025) 
 
 
 
 
A. Für A.____ (geb. 1981) besteht eine kombinierte Beistandschaft, bestehend aus einer 
Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 i.V.m. Art. 395 ZGB für die Bereiche Finan-

 

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zen und Administration sowie einer Begleitbeistandschaft gemäss Art. 393 ZGB für die Bereiche 
Gesundheit, Wohnen und Tagesstruktur, mit C.____, D.____ GmbH, als Beistand. 
 
B. Mit E-Mail vom 7. Oktober 2024 beantragte der Beistand bei der Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) einen Wechsel der Mandatsperson und die Einset-
zung von E.____, D.____ GmbH, als Beiständin. Begründet wurde der Antrag mit dem Um-
stand, dass C.____ künftig nicht mehr als Beistand tätig sein werde. 
 
C. A.____ wurde in der Folge telefonisch und schriftlich Gelegenheit gegeben, sich zum 
geplanten Mandatsträgerwechsel zu äussern. Telefonisch teilte A.____ der KESB sinngemäss 
mit, dass sie mit dem Mandatsträgerwechsel nicht einverstanden sei. In einer E-Mail vom 
26. November 2024 befürwortete sie dagegen einen Mandatsträgerwechsel innerhalb der 
D.____ GmbH, wovon sie mit E-Mail vom 6. Dezember 2024 allerdings wieder Abstand nahm 
und nunmehr erklärte, E.____ abzulehnen. 
 
D. Mit E-Mails vom 5., 6. und 13. Dezember 2024 reichte A.____ eine Beschwerde gegen 
die Mandatsführung ihres Beistands ein. Sie hielt darin zusammengefasst fest, dass der Bei-
stand nicht in ihrem Interesse handle. Er tätige Handlungen ohne ihr Wissen und komme den 
finanziellen Verpflichtungen nicht ausreichend nach, wodurch sie einen finanziellen Schaden 
erlitten habe. Zudem seien die Verfügungen über die Ergänzungsleistungen sowie über die In-
validenrente nicht korrekt. In der Eingabe vom 6. Dezember 2024 stellte A.____ zusätzlich den 
sinngemässen Antrag auf Aufhebung der Beistandschaft. 
 
E. Der Beistand nahm mit Schreiben vom 10. Januar 2025 Stellung zu den Eingaben. Er 
beantragte, die Beistandschaft sei nicht aufzuheben. Er führte im Wesentlichen aus, dass er 
seinen Verpflichtungen im Rahmen der Beistandschaft stets nachgekommen sei. Am 8. Oktober 
2024 habe ein ausführliches Gespräch mit A.____ und ihrem Vater stattgefunden, bei welchem 
sie über die Ergänzungsleistungen, die Kontoauszüge sowie über weitere Themen betreffend 
die Mandatsführung informiert worden sei. Die von A.____ erwähnten Verfügungen seien über-
prüft und als rechtmässig beurteilt worden. Sie sei bei jeglichen administrativen und finanziellen 
Belangen miteinbezogen worden. Bei Bedarf habe sie Einblick in die jeweiligen Dokumente er-
halten. 
 
F. Mit Entscheid vom 4. März 2025 lehnte die KESB A.____s Antrag auf Aufhebung der 
bestehenden Beistandschaft ab. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 27. März 2025 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht; Verfahren Nr. 810 25 80). 
 
G. Mit Entscheid vom 31. März 2025 lehnte die KESB die Beschwerde von A.____ gegen 
die Mandatsperson C.____ ab (Disp.-Ziff 1) und entband ihn per 31. März 2025 von all seinen 
Aufgaben als Beistand (Disp.-Ziff 2). Als neue Beiständin wurde per 1. April 2025 E.____, 
D.____ GmbH, ernannt (Disp.-Ziff. 4). 
 

 

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H. Gegen den Entscheid der KESB vom 31. März 2025 erhob A.____ mit Eingabe vom 
4. April 2025 (Postaufgabe: 8. April 2025) Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragte 
sinngemäss, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und ihre Aufsichtsbeschwerde gegen 
den Beistand sei gutzuheissen. Zusätzlich ersuchte sie um Aufhebung der Beistandschaft und 
um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung unter Beigabe eines unentgeltlichen 
Rechtsvertreters. 
 
I. Das Kantonsgericht teilte der Beschwerdeführerin am 10. April 2025 mit, dass es im 
kantonsgerichtlichen Verfahren grundsätzlich an der rechtsuchenden Partei liege, sich eine an-
waltliche Vertretung zu organisieren. 
 
J. In der Vernehmlassung vom 15. Mai 2025 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der 
Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 
 
K. Die Beschwerdeführerin reichte am 19. Mai 2025 (Posteingang) sowie am 27. Mai 2025 
(Posteingang) weitere Eingaben ein. 
 
L. Im Parallelverfahren betreffend Aufhebung der Beistandschaft heisst das Kantonsgericht 
die Beschwerde der Beschwerdeführerin mit heutigem Urteil teilweise gut, soweit es darauf ein-
tritt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Ein-
führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 kann gegen Entscheide der 
KESB Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben werden. Das Verfahren richtet sich nach den 
Art. 450 bis 450e ZGB. Im Übrigen sind gemäss § 66 Abs. 2 EG ZGB die Bestimmungen des 
kantonalen Verwaltungsprozessrechts, des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungs-
prozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993, anwendbar. Die Beschwerdeführerin ist als 
direkt Verfahrensbeteiligte zur Beschwerde legitimiert (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Bezüglich 
der Aufsichtsbeschwerde gegen den Beistand verfügt sie nach wie vor über ein aktuelles 
Rechtsschutzinteresse (vgl. unten E. 4.2). 
 
1.2 Streitgegenstand kann nur sein, was bereits Gegenstand des vorinstanzlichen Verfah-
rens war oder allenfalls hätte sein sollen, und was zwischen den Parteien noch strittig ist, was 
sich wiederum aus den Parteibegehren, insbesondere den Beschwerdeanträgen ergibt (BGE 
136 II 462 E. 4.2). Gegenstände, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde nicht ent-
schieden hat und über welche sie nicht entscheiden musste, darf die obere Instanz grundsätz-
lich nicht beurteilen, da sie sonst in die funktionelle Zuständigkeit der Vorinstanz eingreifen 
würde. Ein Antrag, der über das hinausgeht, was von der Vorinstanz entschieden wurde, oder 
der mit dem Gegenstand der angefochtenen Verfügung nichts zu tun hat, ist unzulässig (Urteil 
des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 21. Mai 
2024 [810 23 100] E. 1.3; KGE VV vom 1. April 2021 [810 21 20] E. 2.1). Angefochten ist vorlie-

 

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gend der Entscheid der KESB B.____ vom 31. März 2025 betreffend die Aufsichtsbeschwerde 
gegen den Beistand und den Wechsel der Mandatsperson. Auf darüber hinaus gehende Anträ-
ge der Beschwerdeführerin kann nicht eingetreten werden. Dies gilt etwa, soweit die Beschwer-
deführerin die Aufhebung der Beistandschaft beantragt. Gleich verhält es sich mit ihrer Haf-
tungsforderung "nach Art. 454 ZGB" gegen die D.____ GmbH. 
 
1.3 Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde kann somit nur teilweise eingetre-
ten werden. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Streitgegenstand bilden die Fragen, ob die Vorinstanz die Aufsichtsbeschwerde gegen 
den Beistand zu Recht abgewiesen hat und ob der Wechsel der Mandatsperson rechtmässig 
erfolgte. 
 
3.1 Im angefochtenen Entscheid wird erwogen, dass keine Anhaltspunkte vorliegen würden, 
wonach der Beistand seinen Aufgaben nicht nachgekommen sei und nicht das wohlverstande-
ne Interesse der Betroffenen vertreten habe. Es sei kein Fehlverhalten des Beistands erkenn-
bar, weshalb die Beschwerde abzuweisen sei. Betreffend Wechsel der Mandatsperson führt die 
Vorinstanz aus, dass E.____ als Fachbeiständin über die zur Ausübung des Amtes notwendi-
gen Ausbildungen und Fähigkeiten verfüge und deshalb für das Amt als Beiständin geeignet 
sei. 
 
3.2 In ihrer teilweise inkohärenten und nur schwer nachvollziehbaren Beschwerdeschrift und 
in den späteren Eingaben äussert die Beschwerdeführerin ihren Unmut über die Beistandschaft 
und erhebt eine Vielzahl von pauschalen Vorwürfen gegen den Beistand. Obwohl er den Auf-
trag habe, ihr zu helfen, werde sie bedroht, belogen, mit falschen Informationen versorgt sowie 
verrufen und vorverurteilt. Der Beistand sei für sie nicht erreichbar gewesen, habe sich nicht 
genügend um sie gekümmert und die ihm übertragenen Aufgaben nicht erledigt. Da sie keine 
Beistandschaft mehr benötige, würde auch E.____ als neue Beiständin nicht in Frage kommen. 
 
3.3 Die Vorinstanz führt in der Vernehmlassung ergänzend aus, dass sie aufgrund der Mit-
teilung über die Niederlegung des Amtes durch den bisherigen Beistand einen Mandatsträger-
wechsel verfügt habe. Die Beschwerdeführerin mache keine nachvollziehbaren Ausführungen, 
weshalb sie mit der Einsetzung der neuen Mandatsperson nicht einverstanden sei und sie 
schlage auch keine andere Mandatsperson vor, mit welcher sie künftig einverstanden wäre. Der 
Behörde würden weiterhin keine Anhaltspunkte vorliegen, wonach der Beistand seinen Aufga-
ben nicht nachgekommen sei und die Interessen der Beschwerdeführerin nicht ausreichend 
vertreten habe. Ihre Anliegen würden von ihm jeweils ernstgenommen und thematisiert. 
 

 

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4.1 Die Mandatsführung des Beistands oder der Beiständin steht unter der allgemeinen Auf-
sicht der Erwachsenenschutzbehörde. Gemäss Art. 419 ZGB kann die betroffene Person gegen 
Handlungen oder Unterlassungen des Beistands die Erwachsenenschutzbehörde anrufen. Die 
sogenannte "Aufsichtsbeschwerde" gegen den Beistand dient als Rechtsbehelf sui generis dem 
Zweck, eine ordnungsgemässe Führung des Mandates umfassend zu gewährleisten und damit 
das wohlverstandene Interesse der betroffenen Person zu sichern (DANIEL ROSCH, in: Geiser/
Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Auflage, Basel 2022, N 1a zu 
Art.419 ZGB; KGE VV vom 4. Juli 2018 [810 18 85] E. 4). Die Erwachsenenschutzbehörde 
überprüft die angefochtene Handlung oder Unterlassung in rechtlicher und tatsächlicher Hin-
sicht und in Bezug auf die Angemessenheit umfassend (CHRISTOPH HÄFELI, Kindes- und Er-
wachsenenschutzrecht, 3. Aufl., Bern 2021, N 664). 
 
4.2 Die Möglichkeit zur Anrufung der Erwachsenenschutzbehörde – und daran anknüpfend 
die gerichtliche Überprüfungsmöglichkeit – entfällt mangels aktuellen Interesses, sobald ein 
Verfahren keinen Sinn mehr macht, weil die Handlung der Beistandsperson nicht mehr korri-
gierbar ist oder die Unterlassung nicht mehr gutgemacht werden kann (Urteil des BGer 
5A_562/2016 vom 15. Dezember 2016 E. 4.1; HÄFELI, a.a.O., N 659). Wird der Mandatsträger 
wie im vorliegenden Fall aus seinem Mandat entlassen, besteht grundsätzlich kein Anlass 
mehr, seine Mandatsführung zu kontrollieren. Da sich der Beistandswechsel aufgrund des vor-
liegenden Entscheids aber verzögert und der Beistand vorläufig im Amt belassen wird (vgl. un-
ten E. 5), ist nachfolgend auf die Beanstandungen der Beschwerdeführerin einzugehen. 
 
4.3 Aus den Akten ergibt sich, dass bei der Beschwerdeführerin ein komplexes psychiatri-
sches Störungsbild vorliegt. In den verschiedenen medizinischen Berichten werden die Diagno-
sen einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit einem neurasthenischen Syndrom (anhal-
tende psychophysische Erschöpfung, häufig verbunden mit abnehmender Arbeitsleistung oder 
Effektivität bei der Bewältigung täglicher Aufgaben) und einer emotional instabilen Persönlich-
keitsstörung vom Borderline-Typ zusammen mit einer rezidivierenden depressiven Störung auf-
geführt. Dazu kommen eine posttraumatische Verbitterungsstörung sowie – verdachtsweise – 
eine Störung aus dem Autismus-Spektrum und eine paranoide Persönlichkeitsstörung. Krank-
heitsbedingt hat die Beschwerdeführerin das Gefühl, von Behörden und Institutionen ständig 
ungerecht behandelt zu werden, und sie begegnet Dritten mit einem tiefsitzenden Misstrauen, 
was zeitweise zur Kooperationsverweigerung führt und die Zusammenarbeit für die KESB und 
den Beistand herausfordernd gestaltet. Die von der Beschwerdeführerin erhobenen Vorwürfe 
sind vor diesem Hintergrund einzuordnen. Im Kern wendet sie sich gegen die Beistandschaft 
als solche, denn bei Lichte besehen wirft sie dem Beistand vor, die ihm von der Behörde über-
tragenen Aufgaben gegen ihren Willen wahrzunehmen. Die Beschränkung der Autonomie liegt 
jedoch in der Natur der Vertretungsbeistandschaft. Soweit sie überhaupt verständlich sind, fin-
den die unspezifischen Reklamationen der Beschwerdeführerin in den Akten jedenfalls keine 
Stütze. So geht etwa daraus plausibel hervor, dass es die Beschwerdeführerin ist, die regel-
mässig den Kontakt zum Beistand verweigert und nicht umgekehrt. Die bei den Akten liegenden 
Rechenschaftsberichte mit auffallend hohen Stundenzahlen widerlegen auch die Rüge, der Bei-
stand kümmere sich nicht um sie. Der Vorinstanz ist dementsprechend darin beizupflichten, 
dass keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Beistand seinen Aufgaben nicht nachkommt 

 

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und die Interessen der Betroffenen nicht ausreichend vertritt. Die Beschwerde ist in diesem 
Punkt abzuweisen. 
 
5.1 Gemäss Art. 400 Abs. 1 ZGB ernennt die Erwachsenenschutzbehörde als Beistand oder 
Beiständin eine natürliche Person, die für die vorgesehenen Aufgaben persönlich und fachlich 
geeignet ist, die dafür erforderliche Zeit einsetzen kann und die Aufgaben selber wahrnimmt. 
Schlägt die betroffene Person eine Vertrauensperson als Beistand oder Beiständin vor, so ent-
spricht die Erwachsenenschutzbehörde ihrem Wunsch, wenn die vorgeschlagene Person für 
die Beistandschaft geeignet und zu deren Übernahme bereit ist (Art. 401 Abs. 1 ZGB). Das 
Vorschlagsrecht ist ein Persönlichkeitsrecht und Ausdruck des Prinzips der grösstmöglichen 
Selbstbestimmung im Erwachsenenschutzrecht (HÄFELI, a.a.O., N 443). Die Vorschrift ist nicht 
nur bei der erstmaligen Einsetzung eines Beistands, sondern auch bei einem Wechsel des Bei-
stands zu beachten (CHRISTIANA FOUNTOULAKIS, in: Arnet/Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Hand-
kommentar zum Schweizer Privatrecht, 4. Auflage, Zürich 2023, N 1 zu Art. 401 ZGB; RUTH E. 
REUSSER, in: Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch, a.a.O., N 7 zu Art. 401 ZGB). 
 
5.2 Lehnt die betroffene Person eine bestimmte Person als Beistand oder Beiständin ab, so 
entspricht die Erwachsenenschutzbehörde, soweit tunlich, diesem Wunsch (Art. 401 Abs. 3 
ZGB). Die Ablehnung ist zumindest in groben Zügen zu begründen. Die Behörde muss sich 
nach den Gründen erkundigen, wenn sich die betroffene Person nicht dazu äussert (PHILIPPE 
MEIER, in: Zürcher Kommentar, Der Erwachsenenschutz, Zürich 2021, N 36 zu Art. 401 ZGB). 
Die Ablehnung kann sich auf eine bestimmte Person oder Kategorie von Personen beziehen, 
z.B. keinen Angehörigen, keine Frau oder keinen Mann oder keinen Berufsbeistand. Die Er-
wachsenenschutzbehörde hat zu prüfen, ob die Ablehnung auf einigermassen einleuchtenden 
Gründen beruht. Dabei verfügt sie über ein grosses Ermessen, wobei sie die gesamten Um-
stände zu berücksichtigen hat. Damit soll namentlich verhindert werden, dass die betroffene 
Person aus reiner Opposition gegen die Massnahme von ihrem Ablehnungsrecht Gebrauch 
macht und durch mehrmalige Ablehnung die Massnahme zu vereiteln versucht (REUSSER, 
a.a.O., N 22 zu Art. 401 ZGB; KGE VV vom 11. Juni 2025 [810 25 93] E. 4.2 m.w.H.). 
 
5.3 Den Akten ist zu entnehmen, dass der bisherige Beistand der Vorinstanz am 7. Oktober 
2024 mitteilte, dass er das Mandat nicht mehr weiterführen könne und sich E.____ als neue 
Mandatsperson zur Verfügung stelle. Gemäss einer Aktennotiz vom 29. Oktober 2024 plante 
die Vorinstanz, der Beschwerdeführerin für den Fall der Ablehnung der neuen Mandatsperson 
anzubieten, eigenständig eine neue Person für das Amt vorzuschlagen. Mit Telefonat vom 
5. November 2024 sowie Schreiben vom 12. November 2024 wurde der Beschwerdeführerin 
Gelegenheit gegeben, Stellung zum geplanten Mandatsträgerwechsel zu nehmen. In den Akten 
ist allerdings nirgends dokumentiert, dass die Beschwerdeführerin explizit auf ihr Vorschlags-
recht aufmerksam gemacht wurde. Die Beschwerdeführerin wendete zwar zunächst gegen ei-
nen Wechsel innerhalb der D.____ GmbH nichts ein, später lehnte sie jedoch E.____ ab. Zur 
Begründung führte sie aus, E.____ verstehe "von den Rechten überhaupt nix" (vgl. E-Mail vom 
6. Dezember 2024). Ob dies als Begründung für die Ablehnung ausreicht, kann aufgrund der 
nachfolgenden Ausführungen offengelassen werden. 
 

 

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5.4 Unterlässt es die Erwachsenenschutzbehörde, der betroffenen Person Gelegenheit zum 
Unterbreiten ihrer Vorschläge zu geben, liegt eine formelle Rechtsverweigerung vor (Urteil des 
BGer 5A_540/2013 vom 3. Dezember 2013 E. 3.1.2; FOUNTOULAKIS, a.a.O., N 8 zu Art. 401 
ZGB; REUSSER, a.a.O., N 23 zu Art. 401 ZGB). Nachdem ihr die Beschwerdeführerin mitgeteilt 
hatte, mit E.____ als Beiständin nicht einverstanden zu sein, hätte die Vorinstanz die Be-
schwerdeführerin über ihr Vorschlagsrecht informieren müssen, was sie wie gesagt versäumte. 
Mit Blick auf das Vorschlagsrecht als Ausfluss des hoch zu gewichtenden Selbstbestimmungs-
rechts kann dieser Verfahrensschritt unabhängig von der Wahrscheinlichkeit eines tauglichen 
Vorschlags nicht übersprungen werden. Auch eine Nachholung im Beschwerdeverfahren schei-
det unter den vorliegenden Umständen aus. Indem die Vorinstanz der Beschwerdeführerin kei-
ne Gelegenheit einräumte, eigene Vorschläge einzureichen, beging sie eine Rechtsverweige-
rung, was unabhängig von der Frage, ob dieser Entscheid in der Sache selbst falsch war, aus 
formellen Gründen zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führt. Die Dispositiv-Ziffern 2 
und 4 des angefochtenen Entscheids sind damit in teilweiser Gutheissung der Beschwerde auf-
zuheben und die Angelegenheit zur Einräumung des Vorschlagsrechts und zu neuem Ent-
scheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Bis zur Ernennung einer neuen Mandatsperson wird 
C.____ im Amt belassen. 
 
6.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise 
unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Da die Beschwerde teilweise gutgeheissen 
wird, sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- der Vorinstanz und der Beschwer-
deführerin je zur Hälfte aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
6.2 Die Beschwerdeführerin stellt ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung. Gemäss 
§ 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung der Verfahrenskosten 
und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, wenn ihr die nötigen Mittel fehlen und ihr Be-
gehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint. Gestützt auf die eingereichten Unterlagen 
ist die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin für das vorliegende Beschwerdeverfahren nachge-
wiesen. Ebenfalls kann der vorliegende Prozess nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet 
werden. Somit sind die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 
gegeben, weshalb dem Gesuch entsprochen werden kann. Zufolge Bewilligung der unentgeltli-
chen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten der Beschwerdeführerin in der Höhe von 
Fr. 600.-- zu Lasten der Gerichtskasse. 
 
6.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-
kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Ge-
setzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 
2001).  

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten 

wird. Die Ziffern 2 und 4 des Entscheids der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde B.____ vom 31. März 2025 werden aufgehoben und 
C.____ bis zur Ernennung einer neuen Beistandsperson im Amt belas-
sen. Die Angelegenheit wird zur Neubeurteilung im Sinne der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.  

   
 2. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung der Beschwerdeführe-

rin wird bewilligt. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde B.____ und der Beschwerdeführerin 
je zur Hälfte auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung gehen die Verfahrenskosten der Beschwerdeführerin in 
der Höhe von Fr. 600.-- zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
 
 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 1. November 2025 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver-
fahrensnummer 5A_950/2025) erhoben.