# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d994236c-cfb0-5144-95d9-fdcc9bf4bf4a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.10.2025 E-7248/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7248-2025_2025-10-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7248/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Regina Derrer (Vorsitz), 

Richter Lukas Müller, Richter Markus König,    

Gerichtsschreiber Janic Lombriser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

 
Gegenstand 

 
Revision (Asyl und Wegweisung); 

Urteil des BVGer E-4801/2022 vom 27. Juni 2025 /  

N (…). 

 

 

 

E-7248/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Gesuchsteller am 23. März 2022 in der Schweiz um Asyl nach-

suchte, 

dass das SEM das Asylgesuch mit Verfügung vom 27. September 2022 

ablehnte und feststellte, der Gesuchsteller erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug 

anordnete, 

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 22. Oktober 2022 dagegen Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob und das Bundesverwal-

tungsgericht diese mit Urteil E-4801/2022 vom 27. Juni 2025 abwies, 

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 23. Juli 2025 (Postaufgabe) beim 

SEM ein Mehrfachgesuch einreichte und das SEM dieses mit Entscheid 

vom 8. August 2025 formlos abschrieb, 

dass sich der Gesuchsteller mit Eingabe vom 1. September 2025 ans Bun-

desverwaltungsgericht wandte und die superprovisorische Aussetzung des 

Vollzugs der Wegweisung beziehungsweise die aufschiebende Wirkung 

bis zum Entscheid beantragte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Eingabe des Gesuchstellers vom 

1. September 2025 mangels Erfüllens der Revisionsvoraussetzungen mit 

Schreiben vom 3. September 2025 nicht anhand nahm (vgl. Schreiben des 

BVGer im diesbezüglich eröffneten Verfahren E-6605/2025), 

dass sich der Gesuchsteller mit einer als «Wiedererwägungsgesuch ge-

mäss Art. 111b AsylG / Antrag auf aufschiebende Wirkung gemäss Art. 45 

AsylG» betitelten Eingabe vom 5. September 2025 (Eingang beim SEM) 

erneut an die Vorinstanz wandte und um Wiedereröffnung seines Asylver-

fahrens sowie um Berücksichtigung seiner familiären Bindungen in der 

Schweiz, insbesondere zu seinen Kindern, ersucht,  

dass er in prozessualer Hinsicht die superprovisorische Aussetzung des 

Wegweisungsvollzugs beantragt, 

dass er zur Untermauerung seiner Vorbringen verschiedene Beweismittel 

einreicht (vgl. hierzu nachfolgend),  

E-7248/2025 

Seite 3 

dass die Vorinstanz die Eingabe des Gesuchstellers vom 5. September 

2025 mit Schreiben vom 19. September 2025 gestützt auf Art. 8 Abs. 1 

VwVG an das Bundesverwaltungsgericht übermittelte, 

dass die Instruktionsrichterin den Vollzug der Wegweisung mit superprovi-

sorischer Massnahme vom 22. September 2025 per sofort einstweilen aus-

setzte, 

dass sie den Gesuchsteller mit Zwischenverfügung vom 25. September 

2025 – unter Androhung eines Nichteintretensentscheids im Unterlas-

sungsfall – aufforderte, seine Eingabe vom 5. September 2025 innert Frist 

im Sinne der Erwägungen zu verbessern, 

dass der Gesuchsteller mit fristgerechter Eingabe vom 3. Oktober 2025 

eine «Verbesserte Eingabe zum Revisionsgesuch» einreichte und bean-

tragt, das Urteil E-4801/2022 vom 27. Juni 2025 sei aufzuheben und es sei 

ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt, die aufschiebende Wir-

kung sei weiterhin zu gewähren und der Wegweisungsvollzug sei auszu-

setzen, zudem sei sein Sohn gemäss Art. 12 KRK persönlich und direkt 

anzuhören, 

dass er weitere Beweismittel nachreichte (vgl. hierzu nachfolgend), 

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 6. Oktober 2025 (Eingang beim 

SEM) ans SEM gelangte und sinngemäss um Wiederwägung der Verfü-

gung des SEM vom 27. September 2022 ersuchte, 

dass dieser Eingabe die bereits beim Bundesverwaltungsgericht im Rah-

men des vorliegenden Revisionsverfahrens eingereichten Beweismittel 

beilagen,  

dass das SEM die Eingabe vom 6. Oktober 2025 mit Schreiben vom 8. Ok-

tober 2025 an das Bundesverwaltungsgericht überwies, 

 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 105 AsylG (SR 142.31) 

auf dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig über Beschwerden gegen 

E-7248/2025 

Seite 4 

Verfügungen des SEM entscheidet (vgl. zur Ausnahme Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG) und es ausserdem für die Revision von Urteilen zuständig ist, die es 

in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 

E. 2.1), 

dass der Gesuchsteller durch das betreffende Beschwerdeurteil  

E-4801/2022 vom 27. Juni 2025 besonders berührt ist und ein schutz-

würdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat, weshalb er 

zur Einreichung des Revisionsgesuchs legitimiert ist (Art. 89 Abs. 1 BGG 

analog), 

dass vorliegend der Verfahrensgegenstand auf die Frage beschränkt ist, 

ob Revisionsgründe betreffend das Urteil E-4801/2022 vom 27. Juni 2025 

vorliegen, und die entsprechenden Begehren betreffend Flüchtlings-

eigenschaft und Asyl, einschliesslich das Gesuch betreffend Anhörung des 

Sohnes gemäss Art. 12 KRK, erst bei einer Gutheissung des 

Revisionsgesuches im wieder aufgenommenen Beschwerdeverfahren 

(erneut) Verfahrensgegenstand würden, 

dass gemäss Art. 45 VGG für die Revision von Urteilen des Bundesverwal-

tungsgerichts die Art. 121‒128 des BGG sinngemäss gelten, und nach 

Art. 47 VGG auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches 

Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung findet, 

dass im Revisionsgesuch insbesondere der angerufene Revisionsgrund 

anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinne von 

Art. 124 BGG darzutun ist, 

dass gemäss Art. 124 Abs. 1 Bst. d BGG das Revisionsgesuch innert 90 

Tagen nach der Entdeckung eines Revisionsgrundes nach Art. 123 BGG, 

frühestens jedoch nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des 

Entscheids, einzureichen ist, 

dass der Gesuchsteller sinngemäss den Revisionsgrund des Vorliegens 

neuer erheblicher Tatsachen respektive Beweismittel (Art. 123 Abs. 2 Bst. a 

BGG) geltend macht, 

dass gestützt auf Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten die Revision eines Urteils verlangt werden kann, wenn die er-

suchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entschei-

dende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht 

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Seite 5 

beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die 

erst nach dem Entscheid entstanden sind, 

dass gemäss koordinierter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-

richts und im Einklang mit den herrschenden Lehrmeinungen Gründe, wel-

che die Partei, die um Revision nachsucht, bereits im ordentlichen (Be-

schwerde-)Verfahren hätte geltend machen können, nicht als Revisions-

gründe gelten (vgl. BVGE 2021 VI/4 E. 7), 

dass das Revisionsverfahren insbesondere nicht dazu dient, bisherige Un-

terlassungen in der Beweisführung wiedergutzumachen (vgl. a.a.O. E. 8), 

dass die Subsidiarität der Revision eine Prozessvoraussetzung darstellt, 

was zur Folge hat, dass auf ein Revisionsgesuch nicht einzutreten ist, 

wenn der angerufene Revisionsgrund bereits im früheren Verfahren hätte 

vorgebracht werden können (vgl. a.a.O. E. 7 und 8), 

dass echte Noven der Revision sodann nicht zugänglich sind (vgl. ESCHER, 

Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, Art. 123 

Rz. 5), 

dass die Akten des vorangegangenen Verfahrens E-4801/2022 von Amtes 

wegen berücksichtigt werden, 

dass der Gesuchsteller im Rahmen seiner Eingabe vom 5. September 

2025 im Wesentlichen geltend machte, im ordentlichen Verfahren sei 

fälschlicherweise angenommen worden, dass er keinen Kontakt zu seinen 

Kindern habe, wobei diese nachweislich falsche Annahme wesentlich zum 

negativen Entscheid beigetragen habe, 

dass er zur Stützung dieses Vorbringens, neben der Vorladung des Migra-

tionsamtes B._______ vom (…) August 2025, einen Standortbericht der 

C._______ vom (…) November 2024, einen handschriftlich verfassten 

Brief seines Sohnes vom 24. August 2025 und einen undatierten hand-

schriftlich verfassten Brief von Frau D._______ einreichte, 

dass er in der Revisionsverbesserung vom 3. Oktober 2025 ergänzte, sein 

Revisionsgesuch stütze sich auf neue erhebliche Tatsachen und Beweis-

mittel, die im ursprünglichen Verfahren nicht hätten berücksichtigt werden 

können,  

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Seite 6 

dass der eigenhändig verfasste Brief seines Sohnes vom 24. August 2025 

klarstelle, dass in den früheren Berichten dessen Wille nicht korrekt wie-

dergegeben worden sei, 

dass mehrere Zeugenaussagen übereinstimmend bestätigten, dass sein 

Sohn jahrelang den Kontakt zu ihm gesucht habe, und dessen Aussagen 

in den behördlichen Dokumenten teilweise verfälscht worden seien, 

dass der dokumentierte, regelmässige Konsum von Cannabis und Alkohol 

durch seinen Sohn – ermöglicht im Umfeld der Mutter – von ihm (Gesuch-

steller) wiederholt bei den Behörden gemeldet, jedoch von diesen nicht an-

gemessen berücksichtigt worden sei, 

dass die neu vorliegenden Beweise eine erhebliche Gefährdung des Kin-

deswohls belegen würden, 

dass diese auch die Annahme einer nachhaltigen Entfremdung zwischen 

ihm und seinem Sohn widerlegen würden, 

dass die neuen Tatsachen und Beweismittel innerhalb der gesetzlichen 

Frist von 90 Tagen eingereicht und erst nach Abschluss des Verfahrens 

bekannt geworden seien und daher nicht im ordentlichen Verfahren hätten 

eingebracht werden können, 

dass er mit der Revisionsverbesserung nebst den bisher eingereichten Be-

weismitteln ein undatiertes Schreiben einer Frau E._______, ein Foto ei-

nes Schreibens betreffend eine Aussage für ein (unbekanntes) Gericht von 

F._______ vom 30. November 2020, drei Berichte zum begleiteten Treffen 

mit seinem Sohn vom 9. Februar 2025, 27. Februar 2025 und 16. März 

2025 sowie ein Protokoll betreffend Bericht zum Besuchsnachmittag mit 

seinem Sohn vom 6. April 2025 einreichte, 

dass die Vorladung des Migrationsamtes B._______ vom (…) August 2025 

und der Brief des Sohnes des Gesuchstellers vom 24. August 2025 nach 

dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-4801/2022 vom 27. Juni 

2025 entstanden sind, weshalb sie echte Noven darstellen, die einer Revi-

sion nicht zugänglich sind, 

dass der Gesuchsteller mit seinem pauschalen Hinweis in seiner Revisi-

onsverbesserung vom 3. Oktober 2025, wonach die im vorliegenden Revi-

sionsverfahren eingereichten übrigen Beweismittel betreffend die Bezie-

hung zu seinem Sohn erst nach Abschluss des Verfahrens bekannt gewor-

den seien und daher nicht im ordentlichen Verfahren hätten eingebracht 

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werden können, nicht darzulegen vermag, warum es ihm trotz Beachtung 

der gebotenen Sorgfalt nicht möglich und zumutbar gewesen wäre, diese 

Beweismittel vor Erlass des zu revidierenden Urteils E-4801/2022 vom 

27. Juni 2025 beizubringen,  

dass diese Beweismittel demnach im Sinne von Art. 46 VGG offensichtlich 

verspätet eingereicht wurden, wobei, wie erwähnt, keine entschuldbaren 

Gründe für diese Verspätung ersichtlich sind, zumal der damals für das 

ordentliche Beschwerdeverfahren E-4801/2022 zuständige Instruktions-

richter dem Gesuchsteller mit Zwischenverfügung vom 12. Februar 2025 

Gelegenheit gab, den geltend gemachten persönliche Kontakt mit seinen 

Kindern zu substantiieren und zu belegen, 

dass dem Revisionsgesuch und der Revisionsverbesserung denn auch 

keine schlüssigen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer offensichtlich 

drohenden Verfolgung oder menschenrechtswidrigen Behandlung und 

damit von völkerrechtlichen Wegweisungsvollzugshindernissen zu 

entnehmen sind (vgl. BVGE 2013/22 E. 9.3 u.H.a. Entscheidungen und 

Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission EMARK 1995 

Nr. 9 E. 7), 

dass der in der Eingabe vom 6. Oktober 2025 gemachte pauschale 

Verweis auf Urteile des Bundesverwaltungsgerichts und des EGMR in 

Bezug auf Art. 8 EMRK nichts daran ändert, 

dass das Revisionsgesuch demnach als unzulässig zu qualifizieren ist, 

weshalb gemäss BVGE 2021 VI/4 darauf in einem Spruchkörper beste-

hend aus drei Richterinnen oder Richtern nicht einzutreten ist (vgl. a.a.O. 

E. 11.3 und 12), 

dass mit vorliegendem Urteil das mit Eingabe vom 5. September 2025 ge-

stellte Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung gegenstands-

los wird, und auch der am 22. September 2025 verfügte Vollzugsstopp da-

hinfällt, 

dass sich der Gesuchsteller bezüglich des in der Eingabe vom 6. Oktober 

2025 gestellten Akteneinsichtsgesuchs zuständigkeitshalber ans SEM zu 

wenden hat, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens angesichts der Aussichtlosigkeit 

des Revisionsbegehrens die Kosten von Fr. 2’000.– (Art. 37 VGG i.V.m. 

Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

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Seite 8 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]) dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2’000.– werden dem Gesuchsteller auferlegt. 

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der 

Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Gesuchsteller, das SEM und die kantonale Mig-

rationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regina Derrer Janic Lombriser 

 

 

Versand: