# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50138253-4305-5014-9b3b-d9d7e9c5c318
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.09.2018 ZK1 2018 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2018-120_2018-09-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 18. September 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 18 120 08. Oktober 2018

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Pritzi
Aktuar ad hoc Kollegger

In der Kindes- und Erwachsenenschutzbeschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit ärztlicher Einweisung vom 06. September 2018 wurde X._____, gebo-
ren am _____ 1985, zur Behandlung in der Akutpsychiatrie der D._____ fürsorge-
risch untergebracht (act. 5.2).

B. Am 07. September 2018 reichte X._____ dagegen Beschwerde beim Kan-
tonsgericht von Graubünden ein (act. 1). Nebst der Beschwerde, welche am 10. 
September 2018 beim Kantonsgericht von Graubünden einging, enthielt dieses 
Schreiben einen weiteren undatierter Brief von X._____, welcher lediglich den 
Satz enthielt, er möchte Anklage erheben gegen seinen Vater A._____ (act. 01.1).

C. Darauf wurden die D._____ am 11. September 2018 vom Vorsitzenden der 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden um einen Bericht zum Ge-
sundheitszustand von X._____ ersucht (act. 3).

D. Am 13. September 2018 ging dem Kantonsgericht von Graubünden die er-
suchte Stellungnahme der D._____ per IncaMail ein, nach welcher die Unterbrin-
gung auf der geschlossenen Station weiter medizinisch indiziert sei (act. 5).

E. Mit Verfügung vom gleichen Tag wurde X._____ zur Verhandlung am 18. 
September 2018 vorgeladen (act. 7).

F. Ebenfalls am 13. September 2018 wurde dipl. med. B._____ mit prozesslei-
tender Verfügung beauftragt, bis am 17. September 2018 ein Kurzgutachten über 
den Gesundheitszustand von X._____ und die Notwendigkeit der fürsorgerischen 
Unterbringung zu erstellen.

G. Am 17. September 2018 wurde das Gutachten vom 16. September 2018 
von dipl. med. B._____, zusammen mit der Kostennote, dem Kantonsgericht von 
Graubünden erstattet.

H. Am 18. September 2018 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher der Be-
schwerdeführer persönlich teilnahm. Bezüglich der richterlichen Befragung wird 
auf das separat angefertigte Protokoll vom 18. September 2018 (nachfolgend: 
Protokoll der Hauptverhandlung) verwiesen. Nach der im Anschluss durchgeführ-
ten Urteilsberatung wurde das vorzeitige Dispositiv den Psychiatrischen Diensten 
Graubünden, auch zur Kenntnisgabe an X._____ sowie der Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde Nordbünden (KESB) zugestellt.

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I. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie auf die Ausführungen im Gutachten und in den beigezogenen Akten 
wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB kann eine betroffene Person bei ärztlich 
angeordneter Unterbringung innert 10 Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht 
Beschwerde erheben. Zuständig ist in solchen Angelegenheiten gemäss Art. 439 
Abs. 1 Ziff. 3 ZGB in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum 
Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) das Kantonsgericht als einzige kantonale 
Beschwerdeinstanz. Eine Begründung der Beschwerde ist gemäss art. 439 Abs. 3 
ZGB, welcher die Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Be-
schwerdeinstanz und damit auch Art. 450e Abs. 1 ZGB für sinngemäss anwend-
bar erklärt, nicht erforderlich. Mit Schreiben vom 07. September, welches sich ge-
gen die ärztlich angeordnete Unterbringung vom 06. September 2018 richtet, ist 
die formgerechte Beschwerde somit fristgerecht eingereicht worden.

2. Für das vorliegende Beschwerdeverfahren sind gemäss Art. 439 Abs. 3 
ZGB die Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdein-
stanz anwendbar, womit die Art. 450 ff. ZGB gemeint sind. Von Bedeutung ist da-
bei insbesondere Art. 450e ZGB, welcher sich mit verfahrensrechtlichen Beson-
derheiten der fürsorgerischen Unterbringung befasst. Weil es sich hier um einen 
besonders sensiblen Bereich mit schweren Eingriffen in die persönliche Freiheit 
der betroffenen Person handelt, sind ergänzende (teilweise abweichende) Be-
stimmungen unentbehrlich (vgl. Daniel Steck, in: Büchler, Jakob [Hrsg.], Kurz-
kommentar ZGB, N. 1 zu Art. 450e). Zu beachten sind sodann die allgemeinen 
Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die 
auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, so-
weit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält 
(Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenen-
schutz, a.a.O., N. 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB 
verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an glei-
cher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen.

3. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten muss von einer unabhängi-

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gen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten sachverständigen Person er-
stellt werden und in dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtli-
chen Verfahren stellenden Fragen äussert (Thomas Geiser/Mario Etzensberger, 
in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 
2012, N. 11 zu Art. 439; BGE 143 III 189 E. 3.3.). Mit dem am 17. September 2018 
eingereichten Kurzgutachten von dipl. med. B._____, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, welcher den Beschwerdeführer am 14. September 2018 
persönlich untersuchte, wurde dieser Vorschrift Genüge getan.

4. Mit der Durchführung der mündlichen Verhandlung vom 18. September 
2018 wurde sodann Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB umgesetzt, wonach die gerichtli-
che Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium an-
zuhören hat. Diese Vorgabe führt faktisch zwingend zur Durchführung einer münd-
lichen Hauptverhandlung (vgl. Christof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen 
Unterbringung, Basel 2011, N. 848 f.).

5.1 Anlässlich der Hauptverhandlung hat der Beschwerdeführer klargestellt, 
dass er das zusätzlich zur Beschwerdeschrift geschriebene Dokument, wonach er 
gegen seinen Vater "Anklage erheben" wolle, nicht als Strafanzeige zu verstehen 
sei, sondern sich wie die Beschwerdeschrift gegen die fürsorgerische Unterbrin-
gung richte. Somit ist im Folgenden einzig zu prüfen, ob die Voraussetzungen für 
diese behördliche Massnahme gegeben sind, ansonsten der Beschwerdeführer zu 
entlassen ist (Art. 426 Abs. 3 ZGB).

5.2. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder geistigen Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer ge-
eigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person wird ent-
lassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der persön-
lichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 6 vor 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betrof-
fenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001 ff., S. 7062). Erste gesetzliche Vor-
aussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend 
genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige Behinderung oder 
schwere Verwahrlosung (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Erforderlich ist sodann eine sich 

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aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung bezie-
hungsweise Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der Person die nötige 
Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung 
beziehungsweise Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt werden kann. Gesetz-
lich verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 5A_228/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1.). Die genannten Voraussetzungen 
bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der 
Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu recht-
fertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung 
oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende 
Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung 
nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeits-
prinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. 
Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 7 zu Art. 426 ZGB). 

5.2.1. Zunächst ist zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer einer der im Gesetz ge-
nannten Schwächezustände vorliegt, welche die persönliche Fürsorge notwendig 
macht. Anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung sagte der Beschwerdeführer 
aus, dass ihm eine Schizophrenie diagnostiziert wurde, was aber nur aufgrund des 
Selbstmordversuchs im Jahr 2011 geschehen sei, mit der Diagnose sei er indes-
sen nicht einverstanden. Diese Selbsteinschätzung kann vorliegend nur als Aus-
druck einer fehlenden Krankheits- und Behandlungseinsicht gewertet werden, da 
aus der Stellungnahme der D._____ hervorgeht, dass X._____ den Psychiatri-
schen Diensten schon seit 2014 mit der Diagnose einer paranoiden Schizophrenie 
bekannt ist (act. 5). Diese Diagnose lässt sich auch aus der ärztlichen Einwei-
sungsverfügung (act. 5.2) und dem Eintrittsstatus vom 06. September 2018 ent-
nehmen (act.5.1). Dipl. med. B._____ kommt in seinem Kurzgutachten vom 16. 
September 2018 ebenfalls zum Schluss, dass die Kriterien einer paranoiden Schi-
zophrenie (ICD 10: F.20.0) anamnestisch nachvollziehbar und gegeben sind 
(act.8). Insofern ist an der Diagnose einer psychischen Störung im Sinne von Art. 
426 Abs. 1 ZGB nicht zu zweifeln.

5.2.2. Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung bzw. Betreuung. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt 
weiter, dass eine fürsorgerische Unterbringung nur verfügt bzw. nur solange auf-
rechterhalten werden darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festge-
halten, dass es für die Beurteilung des Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs we-

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sentlich sei, mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der 
betroffenen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der 
gutachterlich festgestellten Krankheit bzw. die Betreuung unterbleibe (vgl. BGE 
140 III 101 E. 6.2.2 sowie BGE 140 III 105 E. 2.4 mit Verweisen auf die Bundesge-
richtsurteile 5A_312/2007 vom 10. Juli 2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 
2011 E. 5.3). Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die 
Voraussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Um-
schreibung beabsichtigte der Gesetzgeber eine im Vergleich zum bisherigen 
Recht restriktivere Regelung der Entlassungsvoraussetzungen, welche der sog. 
Drehtürpsychiatrie entgegen wirken sollte (vgl. Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches, a.a.O., S. 7063). Bei richtiger Auslegung galt 
indessen bereits unter altem Recht, dass eine Entlassung zu unterbleiben hatte, 
solange die Voraussetzungen für eine Einweisung gegeben waren. Insofern hat 
sich die Rechtslage nicht verändert. Der Entscheid über die Entlassung ist stets 
anhand des Zustandes des Betroffenen im aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen (vgl. 
Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 44 zu Art. 426 ZGB). Dabei ist eine Interessenab-
wägung im Hinblick auf den Zweck der fürsorgerischen Unterbringung, nämlich die 
Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverantwortung im Entlas-
sungszeitpunkt, vorzunehmen. Aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit er-
gibt sich schliesslich, dass die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders 
erfolgen können darf als mit der Einweisung in eine Einrichtung. Mit anderen Wor-
ten muss die Unterbringung in einer Einrichtung geeignet sein, den Zweck der be-
absichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger einschneidende 
Massnahme genügen würde (vgl. dazu Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 22 ff. zu 
Art. 426 ZGB und Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], Fam-
Komm, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N. 64 f. zu Art. 426 ZGB). Eine Unter-
bringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen Erwachsenenschutzrecht deshalb 
nur als ultima ratio in Betracht (a.a.O., S. 7062). Als leichtere Massnahme kommt 
den ambulanten Massnahmen und der Nachbetreuung sowie der freiwilligen Sozi-
alhilfe entscheidende Bedeutung zu (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N. 24 zu Art. 
426 ZGB).

5.2.3.  Dr. med. E._____ verfügte die fürsorgerische Unterbringung zur Behand-
lung mit der Begründung, dass der Beschwerdeführer, trotz bekannter Schizo-
phrenie, die Therapie seit dem 28. Juni 2018 verweigert habe. Seit zwei Wochen 
gäbe es eine zunehmende Dekompensation und er sage, die Mutter wolle, dass er 
Suizid begehe. Er wisse nicht, wo sein Auto parkiert sei und er meine, einen 
"Chip" im Kopf zu haben. Sowohl die Mutter als auch der Arbeitgeber hätten am 

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5./6. September 2018 die Meldung gemacht, dass X._____ abwesend und in einer 
eigenen Welt sei. Auch habe der Beschwerdeführer erwähnt, dass er verfolgt und 
vom Militär und Kindern geplagt werde. Nachdem er aus dem Wartezimmer geflo-
hen sei, sei er von der Fahndung zuhause aufgegriffen worden, wo er sich kurz 
gewehrt habe. Der Beschwerdeführer sei ruhig, zeitlich teilweise orientiert, örtlich 
orientiert und zeige eine akute Selbstgefährdung (act. 5.2). Dem Eintrittsstatus der 
D._____ vom 06. September 2018 lässt sich entnehmen, dass X._____ in seinen 
wagen Auskünften erwähnte, dass er seit zwei Monaten von "Buben" geplagt wor-
den sei, welche mit Strahlen sein Gehör zerstören könnten. Er könne zwar noch 
aus dem Haus gehen, aber mit dem Schlafen habe er Mühe. Er höre Roboter-
stimmen, die ihm sagen würden, was er sagen solle und was nicht. Der Be-
schwerdeführer habe zudem vermutet, dass er untergebracht worden sei, damit er 
eine Spritze bekomme, damit seine Freundin, die in plage, verschwinde, ohne wei-
ter auf die Freundin eingehen zu wollen. Auf die Frage, wieso er die Spritze nicht 
mehr genommen habe, antwortete er, dass er sich momentan gut genug fühle und 
die Spritze nicht mehr brauche. Die D._____ erkannten bei X._____ keinen auffäl-
ligen Somatostatus, betreffend den Psychostatus wurden die Schilderungen von 
X._____ als Wahnvorstellungen bewertet. Daneben sei dieser unter anderem for-
malgedanklich verlangsamt, affektflach, distanziert und misstrauisch. Jedoch zeige 
er kein fremdgefährdendes Verhalten, insbesondere verneine er glaubhaft Suizi-
dalität (act. 5.1). Anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung vom 18. September 
2018 reichte die Begleitung von X._____ ein Verlaufsblatt vom 14. September 
2018 (act. 9) und eine Stellungnahme der Pflege vom gleichen Tag (act. 9.1) ein. 
In diesen beiden Dokumenten ist zu lesen, dass X._____ aufgrund plagender 
Stimmen zu Hause ein Sofa zerschnitten habe. Da er zudem schon einmal ver-
gessen habe, wo er sein Auto abgestellt hätte, sei ausserhalb des stationären 
Rahmens eine Selbst- oder Fremdgefährdung "aufgrund mangelnder Krankheits-
einsicht und Autofahren" gegeben (Verlaufsblatt) bzw. wegen "Autofahren im psy-
chotischen Zustandsbild bei fehlender Krankheitseinsicht und Behandlungsein-
sicht" nicht auszuschliessen (Stellungnahme Pflege). Aus dem Kurzgutachten vom 
16. September 2018 geht hervor, dass X._____ anlässlich des Gesprächs mit dipl. 
med. B._____ sämtliche psychotischen Symptome von sich gewiesen hat, und 
behauptete, dass dies von seinen Eltern erfunden worden sei. Ausserdem wirkte 
er in diesem Gespräch bedroht. Angesprochen auf das zerschnittene Sofa, meinte 
X._____, er sei eben wütend gewesen. Auf die Frage, ober er dieses Verhalten 
normal finde, antwortete er mit der Gegenfrage, was denn normal sei, und meinte, 
er fände es jedenfalls nicht so schlimm. Eine Eigengefährdung wies X._____ klar 
und glaubwürdig zurück. In der Folge dieses Gesprächs und aufgrund der weite-

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ren Erfahrungswerte wurde ein Psychostatus von X._____ erfasst, welcher drei 
der Symptome nach der AMDP-Bewertung mit schwer (Misstrauen, Mangel an 
Krankheitsgefühl, Mangel an Krankheitseinsicht), eines mit mittel (antriebsarm) 
und vier mit leicht (Ratlosigkeit, Ambivalenz, sozialer Rückzug, Ablehnung der Be-
handlung) auflistete. Der Kurzbericht enthielt schliesslich die Aussage, dass eine 
Auseinandersetzung mit der Diagnose und eine adäquate medikamentöse Be-
handlung zwingend notwendig seien, ansonsten in einem psychotisch wahnhaften 
Schub die Gefahr einer Fremdaggression bestehe. 

5.2.4. Vor diesem Hintergrund erscheint eine medikamentöse Behandlung durch-
aus notwendig, um den in der Vergangenheit erlebten psychotischen wahnhaften 
Schüben entgegenzuwirken. Ob die medikamentöse Behandlung ausserhalb der 
Klinik sichergestellt werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, allerdings 
spielt dies im Vorliegenden keine Rolle, da die fürsorgerische Unterbringung auf-
grund folgender Erwägungen aufzuheben ist.

5.2.5 In Anbetracht der Umstände ist es anzunehmen, dass der Beschwerdefüh-
rer auch zukünftig, entgegen seiner Ansicht, auf eine medikamentöse Behandlung 
angewiesen ist. Auch ist es höchst wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer 
seine Medikamente nach seiner Entlassung absetzen wird und sich sein Zustand 
wieder verschlechtert. Zu bedenken ist jedoch, dass es genau zur selben Proble-
matik kommen wird, wenn der Beschwerdeführer noch einige Wochen in der Klinik 
zurückbehalten wird, denn auch dann ist aufgrund seiner festen Überzeugung, 
was die Diagnose Schizophrenie und die Medikamenteneinnahme betrifft, anzu-
nehmen, dass der Beschwerdeführer die Medikation auch in diesem Fall nach sei-
ner Entlassung einstellen wird und sein Zustand sich früher oder später ver-
schlechtert. Es ist also fraglich, ob eine Verlängerung des Klinikaufenthaltes zu 
einer stabilen Verbesserung der späteren Situation führt und die Drehtürproblema-
tik verhindert werden kann, oder ob damit die ganze Problematik einfach um eini-
ge Wochen aufgeschoben wird. Unter diesen Umständen erweist sich eine fürsor-
gerische Unterbringung als unverhältnismässig, zumal eine Eigengefährdung nicht 
anzunehmen ist und für eine Drittgefährdung zurzeit keine konkreten Anhaltspunk-
te sprechen. Gleichwohl ist zu erhoffen, dass der Beschwerdeführer seine ambu-
lante Behandlung bei Dr. med. C._____ weiterführt und allenfalls im Rahmen die-
ser zu einer Krankheitseinsicht gelangt. Zudem wird die KESB aufgefordert, eine 
Massnahme zur Sicherung der Medikamenteneinnahme zu prüfen.

6. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB gegenwärtig nicht mehr erfüllt 

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sind. Auch wenn aufgrund der Akten ein behandlungsbedürftiger Schwächezu-
stand besteht, vermag die derzeitige gesundheitliche Verfassung des Beschwer-
deführers, welche derzeit weder eine konkrete Selbst- noch Fremdgefährdung er-
sehen lässt, eine fürsorgerische Unterbringung nicht zu rechtfertigen.

7. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB subsidiär auf 
die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die Prozesskosten gemäss Art. 
106 Abs. 1 ZPO der unterliegenden Partei auferlegt. Der Beschwerdeführer ist mit 
seinem Antrag auf sofortige Entlassung aus der Psychiatrischen Klinik Waldhaus 
vollständig durchgedrungen. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'625.00 (CHF 1'500.00 Gerichts-
gebühr und CHF 1'125.00 Gutachterkosten) zu Lasten des Kantons. Ausseramtli-
che Entschädigungen sind keine zu sprechen

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die fürsorgerische Unterbringung 
wird aufgehoben. Die D._____ werden angewiesen, X._____ unverzüglich 
aus der fürsorgerischen Unterbringung zu entlassen.

2. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beschwerdeführer zugesi-
chert hat, nach der Entlassung aus der Klinik Waldhaus die ambulante Be-
handlung bei Dr. med. C._____ weiterzuführen.

3. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden wird aufgefor-
dert, eine Massnahme zur Sicherung der Medikamenteneinnahme, unter 
Bezugnahme auf das Kurzgutachten vom 16. September 2018, zu prüfen.

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'625.00 (Ge-
richtsgebühr CHF 1'500.00; Gutachterkosten CHF 1'125.00), verbleiben 
beim Kanton Graubünden.

5. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

6. Mitteilung an: