# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4a47eca-d888-54e1-8978-09f020c58b7c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.07.2008 D-3303/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3303-2008_2008-07-28.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3303/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  J u l i  2 0 0 8

Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 
Richter Walter Lang, Richter Martin Zoller, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren B._______,
Eritrea,
vertreten durch lic. iur. Daniel Habte,
C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 22. Ap-
ril 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3303/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  aus  D._______  stammender  eritrei-
scher  Staatsangehöriger  E._______ Volkszugehörigkeit,  eigenen An-
gaben zufolge am 23. November 2005 seine Heimat auf dem Landweg 
verliess und über den F._______, G._______ und H._______ am 10. 
November  2006  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  gleichentags  im 
H._______ um Asyl nachsuchte,

dass er am 29. November 2006 im I._______ befragt sowie am 14. Mai 
2007  von  der  zuständigen  kantonalen  Fremdenpolizeibehörde  zu 
seinen Asylgründen angehört wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seinem  Asylgesuch  im  Wesentlichen 
geltend machte, er habe ab der 8. Klasse neben der Schule als Auto-
mechaniker  und  Schweisser  gearbeitet  und sei  nach der  11. Klasse 
am 23. respektive am 27. Juni 2003 in den Militärdienst eingerückt, wo 
er  zunächst  während  fünf  Monaten  eine  Grundausbildung  erhalten 
habe,

dass  er  ab  10.  Dezember  2003  in  J._______  wieder  die  Schule 
besucht  respektive das zwölfte Schuljahr absolviert  sowie am 2. Juli 
2004 seine Prüfungen abgelegt habe und anschliessend in J._______ 
stationiert geblieben sei,

dass eines Morgens vier Soldaten, mit denen er am Vortag in einem 
Lokal gegessen habe und mit diesen anschliessend auch wieder ein-
gerückt  sei,  verschwunden  gewesen  seien,  weshalb  er  von  seinem 
Vorgesetzten verdächtigt  worden sei,  diesen zur  Flucht  verholfen zu 
haben,

dass er  deswegen am 28. Oktober 2004 in  J._______ im Gefängnis 
inhaftiert worden und während acht Monaten festgehalten worden sei,

dass man ihn während dieser Haft zwei Mal verhört  habe und zu ei-
nem Geständnis habe bewegen wollen,

dass er am 5. Juli 2005 aus dem Gefängnis entlassen und zu Arbeiten 
im Spital eingeteilt worden sei, hingegen die übrigen Absolventen sei-
nes Schuljahrgangs zu einem Studium an der Universität in K._______ 
hätten antreten können,

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dass er über diese Ungleichbehandlung empört gewesen sei und man 
ihm auf Nachfrage erklärt habe, er habe kein Recht mehr auf eine Wei-
terbildung, und ihm überdies auch der Urlaub verweigert worden sei, 
weshalb  er  sich  schliesslich  am  23.  November  2005  entschlossen 
habe, in den F._______ zu gehen,

dass das BFM mit Verfügung vom 22. April 2008 - eröffnet am 24. April 
2008 - den Beschwerdeführer als Flüchtling anerkannte, sein Asylge-
such vom 10. November 2006 ablehnte und die Wegweisung anordne-
te, ihn jedoch wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs vorläu-
fig in der Schweiz aufnahm,

dass die Vorinstanz zur Begründung des ablehnenden Asylentscheides 
anführte, die Angaben des Beschwerdeführers würden Unstimmigkei-
ten und Widersprüche enthalten und seien sowohl hinsichtlich der gel-
tend gemachten Desertion als auch der angeführten Flucht aus Eritrea 
wenig genau und unsubstanziiert geblieben,

dass die Art  und Weise der Schilderung der angeblichen Flucht  aus 
dem Militärcamp J._______ und der vorgebrachten illegalen Ausreise 
aus  Eritrea  substanziierte  Attribute  einer  real  erlebten  Desertion 
vermissen lassen würden,

dass auch die Schilderung der Militärdienstperioden sowie der Haft all-
gemein ausgefallen sei  und einer vertiefenden Substanz sowie einer 
authentischen und erlebnisgeprägten Nacherzählung entbehre,

dass insbesondere Widersprüche hinsichtlich des angeführten Beginns 
der Militärdienstzeit, des Ortes seiner Stationierung, der im Spital aus-
geführten Tätigkeit sowie hinsichtlich des Besitzes einer Identitätskarte 
bestünden,

dass er weiter keine korrekten Provinzangaben zu seinem Wohnort zu 
geben vermocht habe,

dass die Erfahrung schliesslich lehre, dass junge Männer so bald als 
möglich in den Besitz einer Identitätskarte gelangen würden, weshalb 
die Angaben des Beschwerdeführers der allgemeinen Erfahrung und 
der Logik des Handels widersprächen,

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dass die Vorbringen des Beschwerdeführers demnach den Anforderun-
gen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standhielten,

dass der Beschwerdeführer jedoch begründete Furcht habe, bei einer 
Rückkehr  nach  Eritrea  ernsthaften  Nachteilen  im  Sinne  von  Art.  3 
AsylG ausgesetzt zu werden und er die Flüchtlingseigenschaft erfülle, 
da er Eritrea im November 2005 illegal verlassen habe und im militär-
dienstfähigen Alter sei, zumal die eritreischen Behörden solchen Per-
sonen  grundsätzlich  eine  regierungsfeindliche  Haltung  unterstellten 
und diese bei einer Rückkehr streng und brutal bestraft würden,

dass er jedoch von der Asylgewährung infolge Vorliegens subjektiver 
Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG auszuschliessen sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Mai 2008 (Poststem-
pel: 20. Mai 2008) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerde erhob und beantragte, es sei ihm Asyl zu gewäh-
ren, sowie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen 
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersuchte,

dass der  zuständige Instruktionsrichter  die Gesuche um Gewährung 
der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG 
und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses mangels 
Nachweises  der  Bedürftigkeit  mit  Zwischenverfügung  vom  10.  Juni 
2008 abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 25. Juni 
2008  einen  Kostenvorschuss  einzuzahlen,  andernfalls  auf  die  Be-
schwerde nicht eingetreten werde,

dass der Kostenvorschuss am 16. Juni 2008 einbezahlt wurde,

dass die Vorinstanz mit Zwischenverfügung vom 24. Juni 2008 zu ei-
nem Schriftenwechsel eingeladen wurde,

dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 3. Juli 2008 die Abwei-
sung der Beschwerde beantragte,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. Juli 2008 weitere Be-
weismittel (Originalquittungen der Zahlungsaufschläge auf den Pacht-

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zins beziehungsweise Bussen vom 6. September 2006 und 23. Novem-
ber 2007; Fotos aus dem Militärdienst) einreichen liess,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält (Art. 7 Abs. 2 AsylG), 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-

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te  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art.  7  Abs.  3 
AsylG),

dass  Flüchtlingen  kein  Asyl  gewährt  wird,  wenn  sie  erst  durch  ihre 
Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Ver-
haltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Artikel 3 wurden 
(Art. 54 AsylG),

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe im Wesentli-
chen anführt,  die  Vorinstanz habe in Verletzung des Untersuchungs-
grundsatzes  keine  Abwägung  der  für  und  gegen  ihn  sprechenden 
Sachverhaltselemente vorgenommen, sondern lediglich auf unwesent-
liche  Nebenpunkte  abstellend  die  angeblich  gegen  ihn  sprechenden 
Elemente erwähnt, 

dass die Gesamtheit seiner Vorbringen nicht als unglaubhaft erachtet 
werden könne und er alle ihm gestellten Fragen in einer Genauigkeit 
und Ausführlichkeit beantwortet habe, die seinen tatsächlichen Erleb-
nissen entspreche,

dass die angeblichen Ungenauigkeiten die hauptsächlichen Parteivor-
bringen (Desertion) in keiner Weise tangieren würden und es sich bei 
den restlichen von der Vorinstanz beanstandeten Aussagen einerseits 
um Ergänzungen sowie andererseits um eine tatsachenwidrige Würdi-
gung durch das BFM handle,

dass  die  Tatsache  der  Erfüllung  der  Militärdienstpflicht  durch  seine 
Person  durch  die  eingereichten  Fotos  und  das  ins  Recht  gelegte 
Schulzeugnis  belegt  werde,  weshalb  die  Behauptung  des  BFM,  wo-
nach  er  ungenaue  und  unsubstanziierte  Aussagen  zur  geltend  ge-
machten Desertion gemacht habe, jeglicher Grundlage entbehre,

dass das Gleiche auch für die angeblich widersprüchlichen - und oh-
nehin  unwesentlichen  -  Angaben  zum Beginn  seines  Militärdienstes 
gelte,

dass die Behauptung, wonach angeblich die Erfahrung lehre, dass jun-
ge Männer so bald als möglich in den Besitz einer Identitätskarte ge-
langten, falsch sei und den tatsächlichen Gegebenheiten in Eritrea in 
keiner Weise Rechnung trage, zumal er sich bis zum Beginn seiner Mi-
litärdienstzeit  ohne  weiteres  mit  seiner  Schüler-ID  habe  ausweisen 

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können und während des Militärdienstes auch kein Anlass bestanden 
habe, sich eine Identitätskarte ausstellen zu lassen,

dass  die  Behauptung  der  Vorinstanz,  er  sei  nur  in  J._______ 
stationiert  gewesen,  aus  dem  Gesamtzusammenhang  gerissen  und 
tatsachenwidrig  sei,  zumal  der  Hauptstützpunkt  J._______  gewesen 
sei,  er  aber  zwischenzeitlich  auch  anderswo  habe  Dienst  leisten 
müssen, was für eritreische Militärdienstleistende üblich sei,

dass er wegen seiner als glaubhaft einzustufenden Desertion aus dem 
Militärdienst eine unverhältnismässige Strafe im Sinne der herrschen-
den Rechtsprechung zu gewärtigen hätte,

dass vorliegend die Auffassung des BFM, wonach die vom Beschwer-
deführer geltend gemachten Vorfluchtgründe unglaubhaft seien, zu be-
stätigen ist,

dass in der Beschwerdeschrift  keine Argumente vorgebracht werden, 
welche an dieser Erkenntnis Zweifel aufkommen lassen,

dass der in der Rechtsmitteleingabe gemachte Hinweis, die Vorinstanz 
habe  in  Verletzung  des  Untersuchungsgrundsatzes  keine  Abwägung 
der für und gegen ihn sprechenden Sachverhaltselemente vorgenom-
men, zumal etwa die eingereichten Fotos und das ins Recht gelegte 
Schulzeugnis, welche als Indiz für seine Glaubwürdigkeit gelten wür-
den, gänzlich ungewürdigt geblieben seien, nicht stichhaltig ist,

dass gemäss Untersuchungsgrundsatz die Behörde von Amtes wegen 
für  die  richtige  und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen hat, die für das Verfahren notwendigen Sach-
verhaltsunterlagen beschaffen und die rechtlich relevanten Umstände 
abklären sowie ordnungsgemäss darüber Beweis führen muss, dieser 
Grundsatz jedoch nicht uneingeschränkt gilt, sondern sein Korrelat in 
der  Mitwirkungspflicht  des  Asylsuchenden  findet  (vgl.  Art.  13  VwVG 
und Art. 8  AsylG)  und sich trotz  Untersuchungsgrundsatzes die ent-
scheidende Behörde in der Regel darauf beschränken kann, die Vor-
bringen des Gesuchstellers zu würdigen und die von ihm angebotenen 
Beweise abzunehmen, ohne weitere Abklärungen vornehmen zu müs-
sen,

dass  aufgrund  dieser  Umstände  die  Vorinstanz  aufgrund der  Partei-
auskünfte (vgl. Art. 12 Bst. b VwVG) und der vom Beschwerdeführer 

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eingereichten Beweismittel zu Recht davon ausgegangen ist, dass der 
rechtserhebliche Sachverhalt als erstellt gelten könne und keine weite-
ren  Beweismassnahmen  zu  ergreifen  seien,  zumal  ein  Sachverhalt 
erst  dann als  unvollständig festgestellt  gilt,  wenn in  der Begründung 
des  Entscheides  ein  rechtswesentlicher  Sachumstand  übergangen 
bzw.  überhaupt  nicht  beachtet  wird  (vgl.  FRITZ GYGI,  Bundesverwal-
tungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 286),

dass die Vorinstanz nach einer gesamtheitlichen Würdigung der akten-
kundigen Parteivorbringen (vgl. BFM-Verfügung,  S. 4 oben) und - je-
denfalls  in  impliziter  Weise  -  der  Beweismittel  zu  einem  anderen 
Schluss  als  der  Beschwerdeführer  gelangt  ist,  was jedenfalls  weder 
eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes noch eine unvollstän-
dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes darstellt,

dass  sich  der  vom  Beschwerdeführer  im  vorinstanzlichen  Verfahren 
eingereichte Schülerausweis auf das Schuljahr 2002/2003 sowie das 
eingereichte  Schulzeugnis  auf  das  Schuljahr  2000/2001  auf  die  in 
D._______ befindliche Highschool beziehen und nicht, wie in der Be-
schwerdeschrift  angeführt,  auf  die  im  Militärcamp  von  J._______ 
angeblich absolvierte 12. Klasse,

dass somit nicht nachgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer die 12. 
Klasse im erwähnten Militärcamp überhaupt absolvierte,

dass  die  von  der  Vorinstanz  gewürdigten  Sachverhaltselemente  erst 
einen  späteren  Zeitpunkt  betreffen  und  vom BFM der  bis  zum Jahr 
2003 absolvierte Schulbesuch auch nicht bezweifelt wurde, somit die 
Vorinstanz  auch nicht  gehalten  gewesen war,  auf  die  fraglichen Be-
weismittel  wegen  ihrer  fehlenden  Entscheidrelevanz  weiter  einzuge-
hen,

dass ferner das BFM im angefochtenen Entscheid zwar Unstimmigkei-
ten hinsichtlich des Zeitpunktes der Militärdienstpflicht und des Ortes 
der Stationierung anführte, auf diese und die entsprechenden Entgeg-
nungen in der Beschwerdeschrift  jedoch nicht weiter eingegangen zu 
werden  braucht,  da  letztlich  vom Bundesamt  nicht  die  Absolvierung 
des  Militärdienstes  als  solcher,  sondern  -  und  dies  zu  Recht  -  die 
Flucht  aus dem Militärdienst und die Ausreiseumstände als unglaub-
haft  qualifiziert  wurden,  weshalb auch die beim BFM und beim Bun-
desverwaltungsgericht  eingereichten Fotos, welche den Beschwerde-

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führer im Militärdienst zeigen würden, für den Nachweis einer Deserti-
on nicht zu genügen vermögen,

dass der Beschwerdeführer zu den Unstimmigkeiten hinsichtlich seiner 
Tätigkeit im Spital und der Gründe, warum er keine Identitätskarte be-
antragt  habe,  in  der  Rechtsmitteleingabe  keine  Entgegnungen  vor-
brachte, weshalb in  diesen Punkten vollumfänglich auf  die Erwägun-
gen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden kann,

dass ferner die genauen Umstände zur geltend gemachten Desertion 
anlässlich  beider  Befragungen  in  der  Tat  äusserst  vage  ausgefallen 
sind und kaum Details enthalten, welche auf einen tatsächlich erlebten 
Sachverhalt schliessen lassen, zumal sie einen persönlichen Bezug zu 
tatsächlichen Begebenheiten und Realkennzeichen (so insbesondere 
Detailreichtum der Schilderung, freies assoziatives Erzählen, Interakti-
onsschilderung sowie inhaltliche Besonderheiten) vermissen lassen,

dass überdies auch die auf Beschwerdeebene eingereichten Original-
quittungen der Zahlungsaufschläge auf den Pachtzins beziehungswei-
se Bussen vom 6. September 2006 und 23. November 2007 die Anga-
ben des Beschwerdeführers zur angeblichen Desertion nicht in einem 
anderen, glaubhafteren Licht  erscheinen zu lassen vermögen, zumal 
aus diesen Dokumenten lediglich ersichtlich wird, dass eine Person mit 
dem (gleichen) Namen des Vaters des Beschwerdeführers in den Jah-
ren 2006 und 2007 einen Pachtzinsaufschlag wegen unerlaubten Ver-
lassens der Landesgrenze des Sohnes in der Höhe von 1'000 Nakfa 
habe bezahlen müssen,

dass aus diesen Bussen lediglich aufgrund der Namensangabe einer-
seits noch nicht zweifelsfrei  ersichtlich ist,  ob es sich bei der aufge-
führten Person tatsächlich um den Vater des Beschwerdeführers han-
delt,

dass ferner Zweifel an der Echtheit dieser Bussen bestehen, da jeweils 
die  Referenznummer  mit  dem  Ausstellungsjahr  nicht  übereinstimmt 
und Format sowie Darstellung beider Bussen, obwohl von der genau 
gleichen Behörde ausgestellt, in erheblicher Weise voneinander abwei-
chen,

dass der Beschwerdeführer in seiner Ergänzung vom 1. Juli 2008 zu-
dem  auf  einen  Eritrea-Bericht  der  Schweizerischen  Flüchtlingshilfe 
(SFH) Bezug nimmt, gemäss welchem Familienangehörige bei Unter-

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stützungshandlungen im Rahmen einer Desertion einer Verhaftung nur 
durch  Zahlung  einer  Busse  von  10'000  bis  50'000  Nakfa  entgehen 
könnten,

dass  in  den  erwähnten  Bussen  demgegenüber  lediglich  von  einem 
Zahlungsaufschlag auf den Pachtzins in der Höhe von 1'000 Nakfa die 
Rede ist, was ebenfalls gegen die angeführte Desertion und die dar-
aus folgenden Konsequenzen für den Beschwerdeführer spricht,

dass daher weder die Entgegnungen in der Rechtsmitteleingabe noch 
die eingereichten Beweismittel die Desertion aus dem Militärdienst und 
die Umstände derselben sowie die Flucht als solche in irgendeiner Art 
und Weise zu belegen oder auch nur Indizien für die fraglichen Sach-
verhaltselemente zu geben vermögen,

dass  den  eingereichten  Beweismitteln  daher  keine  rechtserhebliche 
Beweiskraft beigemessen werden kann,

dass es dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten nicht gelingt, sei-
ne  Vorfluchtgründe  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  somit 
dem  Beschwerdeführer  ausschliesslich  aufgrund  subjektiver  Nach-
fluchtgründe  die  Flüchtlingseigenschaft  zuerkannt  wurde  und  dieser 
von einer Asylgewährung auszuschliessen ist,

dass an dieser Einschätzung auch die weiteren Vorbringen in der Be-
schwerde nichts zu ändern vermögen, weshalb es sich erübrigt, darauf 
an dieser Stelle einzugehen,

dass die Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers somit zu 
Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-

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gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Beschwerdeführer wegen Unzulässigkeit des Wegweisungs-
vollzugs vom BFM als Flüchtling vorläufig in der Schweiz aufgenom-
men wurde und diese Anordnung der Vorinstanz zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2) dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG) und mit  dem am 16. Juni  2008  in  gleicher  Höhe geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- das L._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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