# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6fd83ed7-14ed-5f00-ba85-799cfa4882b6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2008 A-2726/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2726-2008_2008-12-02.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-2726/2008
{T 1/2}

U r t e i l  v o m  2 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz), Richterin 
Claudia Pasqualetto Péquignot, Richter Beat Forster,
Gerichtsschreiber Stefan von Gunten.

Sunrise Communications AG, Hagenholzstrasse 20/22, 
Postfach, 8050 Zürich,
vertreten durch Olivier Buchs und Rechtsanwältin Clau-
dia Steiger, Sunrise Communications AG, Hagenholzstra-
sse 20/22, 8050 Zürich,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Kommunikation (BAKOM),
Zukunftstrasse 44, Postfach, 2501 Biel,
Vorinstanz.

Verwaltungsgebühr 

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-2726/2008

Sachverhalt:

A.
Am 13. Dezember 2007 erneuerte das Bundesamt für Kommunikation 
(BAKOM) die Richtfunkkonzessionen Nrn. 252000001, 252000003 und 
2201182  der  Sunrise  Communications  AG.  Anhang  II  dieser 
Konzessionen umfasst  den sogenannten technischen Netzbeschrieb, 
worin das BAKOM u.a. die geschuldeten Konzessions- sowie die ein-
maligen und wiederkehrenden Verwaltungsgebühren für die Zeit  vom 
1. Januar bis 30. November 2007 festlegte.

B.
Gegen die drei Richtfunkkonzessionen bzw. gegen die jeweiligen Ge-
bührenziffern  2  des  technischen  Netzbeschriebs  erhob  die  Sunrise 
Communications AG am 29. Januar 2008 Beschwerde beim Bundes-
verwaltungsgericht,  mit  dem Begehren,  diese seien  aufzuheben und 
das BAKOM sei anzuweisen, die nach Art. 1 Abs. 2 und Art. 4 Abs. 1 
der Verordnung des UVEK über Verwaltungsgebührenansätze im Fern-
meldebereich (Fernmeldegebührenverordnung UVEK; SR 784.106.12), 
Stand vom 1. April 2007, festzusetzenden Verwaltungsgebühren für die 
Änderungen der obgenannten Richtfunkkonzessionen unter detaillier-
ter Ausweisung des effektiv entstandenen Aufwandes festzusetzen.

C.
Mit Verfügungen vom 20. März 2008 zog das BAKOM die technischen 
Netzbeschriebe der drei genannten Richtfunkkonzessionen in Wieder-
erwägung,  hob  die  jeweiligen  Gebührenziffern  2  vollständig  auf  und 
legte (lediglich) die einmaligen Verwaltungsgebühren einerseits für die 
Zeit vom 1. Januar bis 31. März 2007 – nach Pauschalbetrag pro Ver-
bindung  – ,  andererseits  für  die  Zeit  vom 1. April  bis  30. November 
2007  –  Betrag  nach  Zeitaufwand  zu  einem  Stundenansatz  von 
Fr. 260.--  – neu  fest.  Hierauf  schrieb  das  Bundesverwaltungsgericht 
das  Verfahren  am  25. März 2008  als  gegenstandslos  ab  (Verfahren 
A-600/2008). 

D.
Am  23. April 2008  zog  das  BAKOM  die  Verfügungen  vom  20. März 
2008  betreffend  technischen  Netzbeschrieb  der  Richtfunkkonzessio-
nen Nr. 252000003 und 2201182 in Wiedererwägung, hob die einmali-
gen Verwaltungsgebühren für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 2007 
auf und legte sie  – nach herabgesetztem Pauschalbetrag pro Verbin-

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dung – neu fest. Die einmaligen Verwaltungsgebühren für die Zeit vom 
1. April bis 30. November 2007 wurden mit diesen beiden Verfügungen 
nicht in Wiedererwägung gezogen.

E.
Mit  Eingabe vom 28. April 2008  erhebt  die  Sunrise  Communications 
AG (nachfolgend Beschwerdeführerin)  Beschwerde beim Bundesver-
waltungsgericht  gegen  die  Verfügungen  des  BAKOM  vom 
20. März 2008  betreffend  Richtfunkkonzessionen  Nrn. 252000001, 
252000003 sowie 2201182 und stellt die Anträge, die Verwaltungsge-
bühren  seien  aufzuheben  und  das  BAKOM  anzuweisen,  die  nach 
Art. 1  Abs. 2  und  Art. 4  Abs. 1  der  Fermeldegebührenverordnung 
UVEK (Stand 1. April 2007) festzusetzenden, einmaligen Verwaltungs-
gebühren für die Änderungen der Richtfunkkonzessionen unter detail-
lierter Ausweisung des effektiv entstandenen Aufwandes festzusetzen. 

Die Beschwerdeführerin rügt im Wesentlichen, die Rechnungsstellung 
für die Erhebung der genannten Gebühren sei zu wenig detailliert. Die 
Vorinstanz  komme ihrer  Begründungspflicht  nicht  nach  und  verletze 
damit ihren verfassungsrechtlichen Anspruch auf rechtliches Gehör. 

F.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  16. Juni 2008  erkennt  das  BAKOM 
(nachfolgend Vorinstanz) auf Abweisung der Beschwerde und hält da-
für, sie habe nicht nur die nötigen Massnahmen getroffen, um Fehler 
bei der Verrechnung ihres Aufwandes auszuschliessen, sondern habe 
der  Beschwerdeführerin  im  Rahmen  der  Verfügungen  vom 20. März 
2008 sowie den laufenden Kontakten auf technischer Ebene auch alle 
nötigen und relevanten Informationen geliefert,  um die verfügten Ge-
bühren angemessen überprüfen und allfällige, kostenrelevante Schlüs-
se ziehen zu können.

G.
In ihrer Replik vom 18. Juli 2008 hält die Beschwerdeführerin an den 
Rechtsbegehren und der diesbezüglichen Begründung fest. 

H.
Mit Verfügung vom 8. August 2008 fordert das Bundesverwaltungsge-
richt  die Vorinstanz auf,  eine Duplik einzureichen und das von ihr in 
der Vernehmlassung erwähnte Zeiterfassungssystem näher zu erklä-
ren sowie die entstandenen (und geltend gemachten) Aufwendungen 
und  (technischen)  Abklärungen  exemplarisch  darzulegen.  Innert  der 

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verlängerten Frist  kam die  Vorinstanz  dieser  Aufforderung nach und 
reichte  zur  Erklärung  ihres  Zeiterfassungssystems  verschiedene 
Unterlagen ein. Im Übrigen verwies sie auf ihre Vernehmlassung und 
auf die Begründungen in den Verfügungen.

I.
In  Ihrer  Eingabe vom 3. Oktober  2008 führt  die  Beschwerdeführerin 
aus, dass sie an der Beschwerde festhalte und vorschlage, dass die 
Vorinstanz den Aufwand mindestens pro An- bzw. Auftrag ausweise.

J.
Auf  weitere  Sachverhaltselemente  und  Parteivorbringen  wird,  soweit 
entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt nach Art. 31 des Verwal-
tungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG,  SR  173.32)  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021). Da im Bereich  des  Fernmelderechts  keine Ausnahme von 
der sachlichen Zuständigkeit besteht (Art. 32 VGG) und die Vorinstanz 
zu  den  Behörden  nach  Art. 33  VGG  gehört,  ist  das  Bundesverwal-
tungsgericht für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustän-
dig.  Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG 
nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

1.2 Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung dafür, dass die ange-
fochtenen  Verfügungen  vom 20. März  2008  betreffend  Richtfunkkon-
zessionen Nrn. 252000003 und  2201182  noch vor  Beschwerdeerhe-
bung durch die  Verfügungen vom 23. April  2008 in  Wiedererwägung 
gezogen worden seien. Soweit sich die Beschwerde daher auf Bestim-
mungen beziehe, die mittlerweile aufgehoben seien, fehle es der Be-
schwerdeführerin  an  einem  Rechtschutzinteresse.  Die  Vorinstanz 
zweifelt  daher an der Legitimation der Beschwerdeführerin zur Erhe-
bung der vorliegenden Beschwerde.

1.2.1 Nach Art. 48 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor der 
Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur 

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Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat.

1.2.2 Mit den angefochtenen Verfügungen vom 20. März 2008 betref-
fend  Richtfunkkonzessionen  Nrn. 252000001,  252000003  und 
2201182 legte die Vorinstanz einerseits die einmaligen Verwaltungsge-
bühren  für  die  Zeit  vom 1. Januar  bis  31. März  2007  fest,  die  nach 
Pauschalbetrag pro Link (nachfolgend Pauschalgebühren) verrechnet 
werden. Andererseits  verfügte  sie  die  einmaligen  Verwaltungsgebüh-
ren  für  die  Zeit  vom 1. April  bis  zum 30. November  2007,  die  nach 
Zeitaufwand zu einem Stundenansatz von Fr. 260.-- erhoben werden 
(nachfolgend Gebühren nach Zeitaufwand). Mit  den Wiedererwägun-
gen vom 23. April 2008 korrigierte die Vorinstanz die Pauschalgebüh-
ren  der  Richtfunkkonzessionen  Nrn. 252000003  und  2201182,  liess 
die Gebühren nach Zeitaufwand sämtlicher Richtfunkkonzessionen in-
des unberührt. Es wird noch darauf hingewiesen, dass die Vorinstanz 
mit den Wiedererwägungen vom 20. März 2008, Ziffer 1 des Disposi-
tivs, formell auch die hier nicht im Streit liegenden Konzessions- und 
wiederkehrenden  Verwaltungsgebühren  aufgehoben  hat,  ohne  diese 
erneut festgesetzt zu haben.

1.2.3 Gemäss  Antrag  1  verlangt  die  Beschwerdeführerin  die  Aufhe-
bung der in den Verfügungen vom 20. März 2008 festgelegten (gesam-
ten) Verwaltungsgebühren. Aus den Eingaben der Beschwerdeführerin 
wird aber ersichtlich, dass lediglich die Gebühren nach Zeitaufwand im 
Streit liegen. Die Pauschalgebühren ficht die Beschwerdeführerin hin-
gegen  nicht  an,  weshalb  die  (Wiedererwägungs-)Verfügungen  vom 
23. April 2008, welche sich nur auf diese beziehen, das schutzwürdige 
Interesse der Beschwerdeführerin an der Aufhebung der Verfügungen 
vom 20. März 2008 unberührt  lassen. Das Vorbringen der Vorinstanz 
ist daher unbegründet. 

1.2.4 Die  Beschwerdeführerin  hat  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen, ist durch die Auferlegung der Verwaltungsgebühren be-
sonders berührt und hat an der Aufhebung oder Änderung der Verfü-
gungen, wie vorstehend ausgeführt, ein schutzwürdiges Interesse. Sie 
ist daher zur vorliegenden Beschwerde legitmiert.

1.3 Dem Abschreibungsentscheid des Bundesverwaltungsgericht vom 
25. März 2008 kommt im Übrigen keine materielle Rechtskraft zu, so-
dass dieser keinen Einfluss auf das vorliegende Verfahren nimmt (vgl. 

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ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 715).

1.4 Beschwerdefrist  und -form sind gewahrt  (Art. 50 und 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft  die bei ihm angefochte-
nen Verfügungen auf Rechtsverletzungen  – einschliesslich unrichtiger 
oder unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
und Rechtsfehler  bei  der  Ermessensüberprüfung  –  sowie  auf  Ange-
messenheit hin (Art. 49 VwVG).

2.
2.1 Die  Beschwerdeführerin  rügt,  die  mit  den  Verfügungen  vom 
20. März  2008  festgesetzten  Gebühren  nach  Zeitaufwand  für  die 
Richtfunkkonzessionen Nrn. 252000001, 252000003 und 2201182 sei-
en zu wenig detailliert ausgewiesen und deshalb nicht nachvollziehbar. 
Die  Vorinstanz  verletze  damit  ihren  verfassungsmässigen  Anspruch 
auf  das  rechtliche  Gehör  (Art.  29  Abs. 2  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  ([BV,  SR 
101]).

2.2 Die  Beschwerdeführerin  bringt  vor,  dass  eine  Abrechnung  nach 
Stundenaufwand  eine  detaillierte  Aufzeichnung  verlange,  wann  für 
welchen An-  oder  Auftrag  welche  Arbeiten  ausgeführt  worden seien 
und  wie  viel  Zeit  die  Erledigungen  in  Anspruch  genommen  hätten. 
Ohne detaillierte Aufstellung sei es für die Beschwerdeführerin unmög-
lich, die verlangten Gebühren auf ihre Rechtmässigkeit hin zu prüfen. 
Erst  die  auftragsbezogen  ausgewiesenen  Arbeitsschritte  mit  den  je-
weils dafür aufgewendeten Zeiten versetzten den Gebührenpflichtigen 
in die Lage, abzuwägen, ob dieser Aufwand einem effizienten Staats-
handeln entspreche oder ob ihm Arbeiten in Rechnung gestellt  wür-
den,  die  sich  durch  die  von  ihm  ersuchte  staatliche  Dienstleistung 
nicht rechtfertigen liessen oder nicht von ihm zu vertreten seien. 

Entgegen der von der Vorinstanz angeführten Befürchtung müsse der 
in Rechnung gestellte Aufwand nicht minutiös nach Umfang und Inhalt 
nachgewiesen oder gar argumentiert werden, warum die Bearbeitung 
einer Anfrage so lange gebraucht habe. Zwischen den beiden Extre-
men  bestehe  ein  weites  Feld  an  Detaillierungsmöglichkeiten,  die  – 
ohne zusätzlichen Aufwand zu generieren – wenigstens eine Plausibili-
sierung und Effizienzsteigerung ermöglichten. 

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Die Vorinstanz halte selber fest, dass die Betreiberinnen durch eigene 
Vorbereitungsarbeiten den Verwaltungsaufwand möglichst gering hal-
ten  könnten.  Wenn  aber  der  jeweilige  Aufwand  für  eine  beantragte 
Richtfunkstrecke nicht einzeln bezogen auf die jeweilige Strecke und 
somit detailliert ausgewiesen werde, könne sie (die Beschwerdeführe-
rin) intern keine Verbesserungen erzielen. Bei einem solchen Stunden-
honorar dürfe ein marginaler Zusatzaufwand für die Detaillierung ohne 
weiteres erwartet werden. Gleiches erwarte der Staat von jedem Man-
datierten mit geringerem Stundenansatz.

2.2.1 Demgegenüber macht die Vorinstanz geltend, aufgrund der An-
gaben zur Anzahl geänderter Links sowie zur insgesamt aufgewende-
ten Stundenzahl während der Rechnungsperiode sei es der Beschwer-
deführerin sehr wohl möglich, zu prüfen, ob sie (die Vorinstanz) die tat-
sächlich beantragte Anzahl Änderungen vorgenommen und verrechnet 
habe oder ob ihr diesbezüglich allenfalls Fehler unterlaufen seien. 

Im Weiteren verweist sie auf die Begründungen in den angefochtenen 
Verfügungen. Der Beschwerdeführerin sei insofern zuzustimmen, dass 
sie grundsätzlich den von ihr verrechneten Aufwand auch müsse be-
gründen können. Dabei  könne es  jedoch nicht  darum gehen,  sie  zu 
verpflichten,  den Aufwand nach Umfang und Inhalt  minutiös nachzu-
weisen oder gar zu begründen, weshalb sie für eine bestimmte Arbeit 
die geltend gemachte Stundenzahl und nicht etwa weniger aufgewen-
det habe. Eine solche Verpflichtung führe das geltende Regime ad ab-
surdum. Die Begründung diene vielmehr dazu, der Verfügungsadres-
satin den geltend gemachten Aufwand nachvollziehbar und plausibel 
zu  machen. In  regelmässigen Abständen fänden zudem Treffen zwi-
schen ihr (der Vorinstanz) und den verschiedenen Konzessionärinnen 
statt, in welchen explizit darauf hingewiesen werde, dass die Betreibe-
rinnen  durch  Vorbereitungsarbeiten  ihren  Aufwand  möglichst  gering 
halten und damit Einfluss auf die Verwaltungsgebühren nehmen könn-
ten. 

2.2.2 Dahingegen  führt  die  Beschwerdeführerin  an,  mit  den 
Informationen  auf  technischer  Ebene  könne  nicht  überprüft  werden, 
welcher Zeitaufwand für welche Bearbeitungsschritte welcher Linkan-
passungen angefallen seien und ob dieser Zeitaufwand einer effizien-
ten Auftragsbearbeitung entspreche. Sie (die Beschwerdeführerin) er-
suche einzig darum, die auferlegten Gebühren mit  der für eine stun-

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denbasierte Abrechnung üblichen, detaillierten Aufwandsübersicht zu 
dokumentieren  und  damit  zu  ermöglichen,  Ursachen  und  Angemes-
senheit des verrechneten Aufwands zu prüfen.

3.
3.1 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV und 
Art. 35  Abs. 1  VwVG)  folgt  unter  anderem die  grundsätzliche  Pflicht 
der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung muss 
so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls 
sachgerecht anfechten kann. Die Begründung muss kurz die wesentli-
chen Überlegungen  nennen,  von denen  sich  die  Behörde hat  leiten 
lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hin-
gegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einläss-
lich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wi-
derlegt (BGE 130 II 530 E. 4.3 S. 540; BGE 129 I 232 E. 3.2; BGE 126 
I 97 E. 2b).

3.2 Aufgrund des verfassungsrechtlichen und im VwVG konkretisierten 
Anspruchs  lassen  sich  keine  allgemeinen  Regeln  aufstellen,  denen 
eine  Begründung zu  genügen hat.  Die  Anforderungen sind  vielmehr 
unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls sowie der Inter-
essen der Betroffenen festzulegen. Die Begründung muss nicht zwin-
gend in der Verfügung enthalten sein; allenfalls kann auf ein anderes 
Schriftstück  verwiesen  werden  (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ 
KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel 
2008, Rz. 3.105).

3.3 Die  im  Einzelfall  erforderliche  Begründungsdichte  ist  namentlich 
von drei  Parametern  abhängig. Massgeblich ist  die  Eingriffsschwere, 
der Entscheidungsspielraum, welcher der Behörde infolge Ermessens 
und unbestimmter  Rechtsbegriffe  zukommt,  und  die  Komplexität  der 
zur  Beurteilung  stehenden  sachverhaltlichen  und  rechtlichen  Fragen 
(ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.109).

4.
4.1 Es ist deshalb als erstes zu klären, welche Anforderungen vorlie-
gend an die Begründungsdichte zu stellen sind, um alsdann zu über-
prüfen, ob die Vorinstanz diesen Anforderungen gerecht geworden ist. 

4.2 Nach Art. 1 Abs. 2 i.V.m. Art. 4 Abs. 1 der Fernmeldegebührenver-
ordnung UVEK, Stand 1. April  2007,  erhebt  die Konzessionsbehörde 
bei der Konzessionärin für die Erteilung, Änderung oder Aufhebung ei-

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ner Konzession für Richtfunk eine Verwaltungsgebühr berechnet nach 
der aufgewendeten Zeit bei einem Stundenansatz von Fr. 260.--.

Mit den Verfügungen vom 20. März 2007 auferlegte die Vorinstanz der 
Beschwerdeführerin  die einmaligen Verwaltungsgebühren für die Zeit 
vom  1. April  bis  30. November  2007  in  Höhe  von  insgesamt 
Fr. 125'000.--. Es kann weiter festgestellt werden, dass nach dem alten 
System  (Pauschalgebühren)  die  Bearbeitung  eines  Links  der  Richt-
funkkonzession  Nr.  252000001  Fr. 200.--  kostete.  Nach  dem  neuen 
System  (Gebühren  nach  Zeitaufwand)  erwächst  hierfür  eine  durch-
schnittliche Verwaltunsgebühr von Fr. 416.-- (1.6 Std. multipliziert  mit 
Fr. 260.--). Dies entspricht einer Erhöhung von mehr als 100%. Noch 
unterschiedlicher  verhält  es  sich  bei  der  Richtfunkkonzession 
Nr. 252000003. Sie  weist  eine  Erhöhung  von  knapp  800% aus  (alt: 
Fr. 50.--/Link; neu: Fr. 390.--/Link [1.5 Std. multipliziert mit Fr. 260.--]). 
Bei  der  Richtfunkkonzession  Nr. 2201182  handelt  es  sich  um  eine 
Steigerung von gut  50% (alt:  Fr. 150.--/Link; neu: Fr. 234.--/Link  [0.9 
Std. multipliziert mit Fr. 260.--]). 

In  Anbetracht  dieser  Prozentzahlen  erscheint  der  Eingriff  in  die 
Rechtsstellung der Beschwerdeführerin auf den ersten Blick schwer zu 
sein. Trotz diesen Erhöhungen sind die gesamten Verwaltungskosten 
2007 im Vergleich zu denjenigen von 2006 aber offenbar nicht gestie-
gen (vgl. Mailkontakt zwischen den Parteien in den Vorakten, I 3) und 
in Relation zu den gesamten Konzessionsgebühren fallen die gesam-
ten Verwaltungsgebühren auch eher gering aus (ca. 5 %). Weiter bringt 
die Beschwerdeführerin selbst auch nicht vor, dass die gesamte Ver-
waltungsgebühr insgesamt viel zu hoch und der Eingriff schwer sei.

4.2.1 Es ist demnach von einer mittleren Schwere des Eingriffs in die 
Interessen  der  Beschwerdeführerin  auszugehen.  Die  Vorinstanz  hat 
bei  der Festsetzung der Verwaltungsgebühren zudem keinen Ermes-
sensspielraum. Es müssen weiter auch keine unbestimmten Rechtsbe-
griffe ausgelegt werden. Alsdann erweisen sich die sachverhaltlichen 
und rechtlichen Fragen als wenig komplex. An die Begründungsdichte 
sind nach diesen Ausführungen daher keine erhöhten Anforderungen 
zu stellen. 

4.2.2 Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Entscheide des 
Bundes-  (Urteil  des  Bundesgerichts  4P.259/2006  vom  22. Januar 
2007) und des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil  des Bundesverwal-
tungsgerichts C-2090/2006 vom 31. Oktober 2007; Urteil des Bundes-

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verwaltungsgericht B-3708/2007 vom 4. März 2008; Urteil des Bundes-
verwaltungsgericht  B-6050/2007  vom  20. Februar  2008)  vermögen 
diesbezüglich keine (weiteren) Aufschlüsse zu geben. Sie äussern sich 
allesamt nicht grundlegend über die Anforderungen an den Detaillier-
ungsgrad von Kostenabrechnungen. Dieser ist ohnehin von Fall zu Fall 
verschieden (vgl. E. 3).

5.
5.1 Vor diesem Hintergrund ist  nun zu prüfen,  ob die Vorinstanz mit 
den Ausführungen in den angefochtenen Verfügungen den Anforderun-
gen an die Begründungsdichte (vgl. E. 4) gerecht geworden ist. 

5.1.1 Jeweils  in  Ziffer 2.4  der  angefochtenen Verfügungen führte  die 
Vorinstanz den Gesamtbetrag, den entsprechenden Zeitaufwand und 
die Anzahl der Inbetrieb- bzw. Ausserbetriebnahmen sowie den durch-
schnittlichen  Aufwand  pro  Bearbeitung  einer  Richtfunkstrecke  (Link) 
auf:

Richtfunkkonzession Nr. 252000001:

394 Std./150 Inbetriebnahmen/95 Ausserbetriebnahmen Fr. 102'440.--

Durchschnittlicher Aufwand pro Link : 1.6 Std.

Richtfunkkonzession Nr. 252000003:

29 Std./13 Inbetriebnahmen/6 Ausserbetriebnahmen Fr. 7'540.--

Durchschnittlicher Aufwand pro Link : 1.5 Std.

Richtfunkkonzession Nr. 2201182:

60 Std./62 Inbetriebnahmen/3 Ausserbetriebnahmen Fr. 15'600.--

Durchschnittlicher Aufwand pro Link : 0.9 Std.

5.2 Insofern wird der Beschwerdeführerin aufgezeigt,  wie die jeweili-
gen Verwaltungsgebühren  zu  Stande gekommen sind. Sie  ist  in  der 
Lage zu überprüfen, ob die Anzahl der verrechneten An- und Aufträge 
mit der Anzahl der von ihr gestellten An- und Aufträge übereinstimmt. 
Weiter ist die durchschnittliche Bearbeitungsdauer eines Links ersicht-
lich und die Beschwerdeführerin damit in der Lage, generell zu beur-
teilen, ob diese einem vernünftigen Mass entspricht oder übermässig 
hoch ausgefallen ist. Sie kann zudem auch feststellen, ob der Vorins-
tanz bei der Rechnungsstellung (Rechen-)Fehler unterlaufen sind. 

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Den Anforderungen an den Detaillierungsgrad einer Kostenabrechnun-
g bzw. an die Begründungsdichte einer Verfügung wird im Sinne dieser 
Ausführungen daher bereits Rechnung getragen.

5.2.1 Berücksichtigt man weiter die gesamten Umstände, erhellt, dass 
die Vorinstanz ausserhalb der Verfügungen weitere Massnahmen er-
griffen hat, um nebst der Plausibilisierung ihres Verwaltungshandelns 
dem Anliegen der Beschwerdeführerin nach Optimierung eigener Vor-
arbeiten und der damit  verbundenen Verminderung der Verwaltungs-
kosten gerecht zu werden. 

So stellt die Vorinstanz der Beschwerdeführerin bei jeder Auftragserle-
digung ein  Protokoll  (in  elektronischer  Form)  über  die  effektive  Fre-
quenzzuteilung mit entsprechenden Kommentaren, Bemerkungen und 
Beilagen zu. Der Beschwerdeführerin wird für jeden Antrag eine Excel-
tabelle erstellt, in welcher die jeweiligen Änderungen gegenüber dem 
eingereichten  Antrag  explizit  ausgewiesen  werden  (vgl.  Eingabe  der 
Beschwerdeführerin  vom  2. September  2008).  Insofern  zeigt  die 
Vorinstanz der Beschwerdeführerin auch an, bei welchen An- und Auf-
trägen sich Probleme gestellt haben und der Aufwand deshalb grösser 
gewesen sein dürfte. 

Im Weiteren treffen sich die Parteien regelmässig zu Gesprächen, bei 
denen die Vorinstanz die Beschwerdeführerin auf Verbesserungsmög-
lichkeiten bei den Vorarbeiten hinweist. Den Auszügen aus dem Leis-
tungserfassungssystems und den Ausführungen in der Stellungnahme 
der Beschwerdeführerin vom 2. September 2008 ist ausserdem zu ent-
nehmen, dass die Vorinstanz auch Rückfragen zu An- und Aufträgen 
behandelt und Grenzfälle mit der Beschwerdeführerin bespricht. 

Die  Begründung der  Verfügung ist  auch vor  dem Hintergrund dieser 
Massnahmen und Gespräche und den dabei gegebenen Informationen 
zu sehen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist davon 
auszugehen, dass bei diesen Gesprächen – zumindest auf Nachfrage 
der Beschwerdeführerin hin – erarbeitet werden kann, weshalb gewis-
se Linkbearbeitungen zweitaufwändiger gewesen sind als andere. 

5.2.2 Von der Vorinstanz kann nicht  – wie es die Beschwerdeführerin 
in ihren Schlussbemerkungen tut – verlangt werden, dass sie für jeden 
einzelnen An- oder Auftrag ausweist, wann welche Arbeiten verrichtet 
worden sind und wie viel Zeit für jeden einzelnen Handgriff gebraucht 
worden ist. Diesen Grad an Detaillierung zu verlangen, würde zugleich 

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bedeuten, Arbeitsabläufe von 1 bis 1 ½ Stunden aufschlüsseln zu wol-
len, was bei einem Aufwand von mehr als 400 Stunden verteilt auf 8 
Monate  wenig  sinnvoll  erscheint.  Entgegen  der  Auffassung  der  Be-
schwerdeführerin würde dadurch sehr wohl ein nicht unerheblicher zu-
sätzlicher Aufwand verursacht werden, währenddem der Informations-
gehalt nicht viel höher ausfallen würde als bis anhin, da sich die Bear-
beitungsprozesse in den meisten Fällen gleichen dürften.

Es kann hingegen verlangt werden, dass auf einzelne Beispiele beson-
ders zeitaufwändiger Arbeiten hingewiesen und eingegangen wird. An-
hand der Akten geht das Bundesverwaltungsgericht jedoch davon aus, 
dass dies mit den zusätzlichen Massnahmen der Vorinstanz (Protokol-
le,  Tabellen,  Gespräche etc.)  unmittelbar  bei  An-  bzw. Auftragserfül-
lung geschehen ist.

Würde sich bei den nächsten Abrechnungen im Vergleich zu den an-
gefochtenen Verfügungen ein wesentlich erhöhter Verwaltungsaufwand 
ergeben, so wäre es angezeigt, ausserordentlich aufwändige Bearbei-
tungsvorgänge in der Gebührenverfügung selbst aufzuführen und (zu-
mindest generell) zu begründen. 

5.3 Die Vorinstanz hat aus diesen Gründen die wesentlichen Überle-
gungen ihres Entscheides dargelegt und die Summe der gelieferten In-
formationen  aus  den  Verfügungen  einerseits  und  den  zusätzlichen 
Massnahmen  andererseits  reicht  aus,  um  die  Verfügungen  vom 
20. März 2008 bzw. die einmaligen Verwaltungskosten sachgerecht an-
fechten zu können. Die Vorinstanz hat daher den verfassungsmässigen 
Anspruch der Beschwerdeführerin auf das rechtliche Gehör nicht ver-
letzt.

Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 

6.
6.1 Bei diesem Ausgang gilt die Beschwerdeführerin als unterliegend 
und hat die Kosten des Verfahrens von Fr. 3'000.-- zu tragen (Art. 63 
Abs. 1 VwVG). Dieser Betrag ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
von Fr. 1'500.-- zu verrechnen. Der Restbetrag ist ihr nach Eintritt der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils in Rechnung zu stellen.

6.2 Der unterliegenden Beschwerdeführerin sowie der Vorinstanz wer-
den keine Parteientschädigungen entrichtet (Art. 7 ff. des Reglements 

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vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von  Fr.  3'000.--  werden  der  Be-
schwerdeführerin auferlegt. Der nach Verrechnung mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- verbleibende Betrag von Fr. 1'500.-- 
hat sie innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustellung 
des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post.

3.
Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. A-600/2008; Einschreiben)
- GS UVEK (Gerichtsurkunde)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Ryter Sauvant Stefan von Gunten

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

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Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Frist steht vom 18. Dezember bis und mit  2. Januar still. Die Rechts-
schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, de-
ren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, so-
weit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen 
(vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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