# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53c5f2d5-9145-5279-9e7a-936d47908cbd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.11.2017 UV 2016/14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-14_2017-11-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/14

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 29.11.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 29.11.2017
Art. 18 UVG. Rentenanspruch. Bestimmung der Vergleichseinkommen. 
25%iger Tabellenlohnabzug infolge funktioneller Einarmigkeit. Abweisung 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. 
November 2017, UV 2016/14).

Entscheid vom 29. November 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und a.o. 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei;

Gerichtsschreiberin Annina Janett           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/14            

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Studer Anwälte AG, Hauptstrasse 

11a, 8280 Kreuzlingen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war zuletzt bei der B.___ als Heizungsmonteur angestellt und dadurch bei 

der Schweizerischen Unfallversicherung (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als er am 11. Dezember 2009 bei der Arbeit von einer Leiter stürzte 

und sich eine Kontusion des linken Ellenbogens zuzog (Suva-act. 1, 6, 14, 18).

A.b  Im Juli 2010 wurde im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) bei Diagnose einer 

chronischen Epicondylitis des lateralen linken Ellenbogens eine lokale Infiltration 

durchgeführt. In der Folge stellten die behandelnden Ärzte eine Therapieresistenz fest 

und führten eine Denervation durch (Suva-act. 47, 51-1, 54). Im August 2010 musste 

aufgrund einer Wunddehiszenz operativ ein erneuter Wundverschluss vorgenommen 

werden (Suva-act. 58-1).

A.c  Nach verschiedenen Abklärungen erachtete die Abteilung Versicherungsmedizin 

der Suva in der ärztlichen Beurteilung vom 31. Oktober 2012 einen Behandlungsfehler 

als wahrscheinlich (Suva-act. 230). Daraufhin liess sie den Versicherten psychiatrisch, 

neurologisch sowie chirurgisch begutachten. In der interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung vom 21. Oktober 2013 (Suva-act. 330) wurde festgehalten, aus 

psychiatrischer Sicht bestünden beim Versicherten ein Alkoholabhängigkeitssyndrom 

(ICD-10 F10.2) sowie eine nicht näher bezeichnete Angststörung (F41.9). Aus 

neurologischer Sicht lägen eine Migräne ohne Aura (G43.0) sowie residuale 

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Hirnsubstanzdefekte nach traumatischer Hirnverletzung 1982 (S06.30) vor. Aus 

chirurgischer Sicht bestehe bei Besserung des Schmerzsyndroms und der 

Funktionalität ohne Möglichkeit einer umfassenden Stabilitätsüberprüfung eine 

postero-laterale rotatorische Instabilität des linken Ellenbogengelenks. Die vom 

Versicherten geklagten Beschwerden, insbesondere die völlige Unfähigkeit, die Finger 

der linken Hand zu bewegen, liessen sich durch den klinischen Befund nicht 

vollumfänglich erklären (Suva-act. 330-4 ff.).

A.d  Im Juni 2014 lehnte der Versicherte die von der Suva vorgeschlagene 

vergleichsweise Zusprechung einer Invalidenrente auf der Basis eines 20%igen 

Invaliditätsgrades mit der Begründung ab, dass es für eine Berentung noch zu früh sei 

(vgl. Suva-act. 354, 357). In der Folge wurde ein orthopädisches Gutachten veranlasst, 

welches Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, am 25. März 2015 erstattete (act. G 1.4). Dr. C.___ hielt als 

Diagnose im Wesentlichen chronische Ellenbogenschmerzen links bei 

gebrauchsunfähigem linkem Arm mit Einsteifung des linken Ellenbogens und der linken 

Hand bei Status nach Ellenbogenkontusion links (12/09), Status nach lokaler Infiltration 

mit Kenacort 40mg (07/10), Status nach Denervation Epicondylus humeroradialis links 

(07/10), Status nach Wunddehiszenz und Sekundärnaht (08/10) sowie Status nach 

Wundrevision Ellenbogen links fest (act. G 1.4 S. 36). Er führte zusammenfassend aus, 

dass die Infiltration und das operative Vorgehen 14 Tage nach der Infiltration nicht lege 

artis gewesen seien. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit habe die Abweichung vom 

Behandlungsstandard zum aktuellen Zustand geführt (act. G 1.4 S. 38 f.). Dr. C.___ 

schätzte den Integritätsschaden bei völliger Gebrauchsunfähigkeit der oberen 

Extremität auf 50%. Die Situation sei seit 2011 praktisch stationär, womit ein 

Endzustand erreicht sei (act. G 1.4 S. 40).

A.e  In Ergänzung zum Gutachten vom 25. März 2015 erstattete Dr. C.___ am 7. 

September 2015 gestützt auf die Untersuchung vom 4. September 2015 eine 

Zumutbarkeitsbeurteilung (act. G 1.5). Er hielt zusammenfassend fest, der Versicherte 

sei in leichten wechselbelastenden Tätigkeiten zu gut 80% arbeitsfähig; dies gerechnet 

auf ein volles Pensum. Ideal sei eine sitzende Kontrolltätigkeit mit der Möglichkeit, 

aufzustehen und kurz herumzugehen. Wenn sich der Rücken (bei neu diagnostiziertem 

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lumboradikulärem Reizsyndrom L5/S1 rechts) etwas gebessert habe, sollte sich eine 

solche Tätigkeit in einem 100%-Pensum absolvieren lassen (act. G 1.5 S. 4).

A.f  Gestützt auf die gutachterliche Beurteilung von Dr. C.___ sprach die Suva dem 

Versicherten mit Verfügung vom 14. Dezember 2015 eine Invalidenrente der 

Unfallversicherung ab 1. März 2013 auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 25% 

sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 63‘000.00 aufgrund einer 

Integritätseinbusse von 50% zu (act. G 1.6).

B.   

Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 15. Januar 2016 (act. G 1.7) wies 

die Suva mit Entscheid vom 5. Februar 2016 ab (act. G 1.2).

C.  

C.a Dagegen liess der Versicherte am 8. März 2016 Beschwerde erheben und 

beantragen, der Einspracheentscheid vom 5. Februar 2016 sei aufzuheben und es 

seien ihm die gesetzlichen Leistungen nach dem Unfallversicherungsgesetz (UVG; SR 

832.20) zu erbringen (act. G 1). Er liess im Wesentlichen geltend machen, dass bei der  

Bestimmung des Invalideneinkommens nicht das Kompetenzniveau 2 der 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik herangezogen werden 

könne, da dieses praktische Tätigkeiten beinhalte. Solche Tätigkeiten stünden ihm 

jedoch aufgrund seiner Einschränkung nicht offen. Überhaupt sei es schwer vorstellbar, 

dass es für ihn auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend geeignete Stellen 

gäbe. Es sei folglich auf die Tabellenlöhne des Kompetenzniveaus 1 abzustellen, diese 

seien aber wegen des sehr eingeschränkten Rendements um 30% zu kürzen. Darüber 

hinaus sei ihm der maximal mögliche „invaliditätsbedingte“ Abzug von 25% zu 

gewähren (act. G 1 S 6 ff.).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 19. April 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie an, der Beschwerdeführer 

sei in einer leichten Tätigkeit, welche den bleibenden Unfallfolgen am linken Arm 

angepasst sei, zu 100% arbeitsfähig. Dies gelte insbesondere für Kontrolltätigkeiten. 

Die Rückenproblematik sei hingegen unfallfremder Natur und deshalb unbeachtlich. 

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Eine Angststörung mit chronischem Schmerzsyndrom sei sodann nicht ausgewiesen. 

Bei der Bemessung des Invalideneinkommens sei unter Berücksichtigung der 

fundierten beruflichen Ausbildung und reichen Erfahrung des Beschwerdeführers im 

Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärbereich auf das Kompetenzniveau 2 abzustellen. Des 

Weiteren handle es sich beim gewährten Abzug von 25% bereits um den Maximalwert 

(act. G 3).

C.c Mit Eingabe vom 12. Mai 2016 verzichtete der Beschwerdeführer auf die 

Einreichung einer Replik (act. G 4).

Erwägungen

1.   

1.1  Zwischen den Parteien ist vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf 

eine Invalidenrente der Unfallversicherung streitig. Unbestritten ist die Höhe der 

Integritätsentschädigung.

1.2  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des UVG und der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Die 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 sehen vor, dass 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 

25. September 2015, d.h. vor dem 1. Januar 2017, ereignet haben, nach bisherigem 

Recht gewährt werden. Das vorliegend relevante Ereignis hat sich im Dezember 2009 

ereignet, weshalb auf die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen abzustellen 

ist.

1.3  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; SR 

830.1), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Die 

Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes; bei 

Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG). Für die Bestimmung 

des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

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ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 

16 ATSG).

1.4  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit 

Hinweis).

2.   

2.1.1      In medizinischer Hinsicht ist aufgrund der vorliegenden Akten erstellt, dass der 

Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig ist. 

Gestützt auf die nachvollziehbare und unbestritten gebliebene Beurteilung von Dr. 

C.___ vom 7. September 2016 (act. G 1.5) ist der Beschwerdeführer in einer leichten, 

wechselbelastenden Tätigkeit, teils sitzend, teils stehend, ohne vornübergeneigtes 

Arbeiten, ohne längeres Gehen und mit der Möglichkeit, etwas verlängerte Pausen 

einzulegen, gerechnet auf ein volles Pensum zu 80% arbeitsfähig. In einer optimal 

angepassten, sitzenden Kontrolltätigkeit mit der Möglichkeit, aufzustehen und kurz 

herumzugehen, besteht gemäss Dr. C.___ bei Verbesserung der aktuell bestehenden, 

offenbar aber nicht als bleibend eingeschätzten Rückenbeschwerden eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit (act. G 1.5 S. 4). Es sind den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen, 

aufgrund derer diese Arbeitsfähigkeitsschätzung in Zweifel zu ziehen wäre. Da die 

genannten Rückenbeschwerden, wie von der Beschwerdegegnerin zutreffend 

ausgeführt (vgl. act. G 3 S. 3), unbestrittenermassen unfallfremd sind, ist vorliegend 

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somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 

100% arbeitsfähig ist.

2.1.2      Soweit der Beschwerdeführer aufgrund des eingeschränkten Rendements 

eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit (von 30%) geltend machen will (vgl. act. G 1 S. 6 

f.), ist festzuhalten, dass die Einschränkungen, welche mit einer funktionellen 

Einarmigkeit einhergehen, im Zumutbarkeitsprofil einer vorwiegend sitzenden 

Kontrolltätigkeit hinreichend berücksichtigt worden sind (vgl. act. G 1.5 S. 4). Sodann 

ist darauf hinzuweisen, dass keine zusätzliche psychisch bedingte unfallkausale 

Verminderung der Arbeitsfähigkeit ermittelt werden konnte (vgl. insb. Suva-act. 331-13, 

382), womit die vom Beschwerdeführer erwähnte Angststörung (vgl. act. G 1 S. 7) 

vorliegend keine Relevanz hat. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten 

lohnwirksamen Nachteile der eingeschränkten Leistungsfähigkeit sind schliesslich im 

Rahmen des Tabellenlohnabzugs zu berücksichtigen (vgl. nachstehend E. 3.3.2).

3.   

3.1  Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten leichten, 

wechselbelastenden Tätigkeiten ist der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

3.2  Bei der Festlegung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns – vorliegend am 1. März 

2013 – nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde 

tatsächlich verdient hätte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2015, 

8C_612/2014, E. 4.2.2.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, 

dass der Beschwerdeführer ohne Unfallfolgen ein Einkommen von Fr. 71‘302.40 

(Stundenlohn von Fr. 34.28 inkl. 13. Monatslohn und Ferienentschädigung x 2080 

Jahresarbeitsstunden) erzielen könnte (act. G 1.2 S. 6, G 1.6 S. 2). Das 

Valideneinkommen blieb vom Beschwerdeführer unbestritten (act. G 1 S. 5).

3.2.1      Der Beschwerdeführer hatte in Z.___ im Jahr 1999 eine Aus- und 

Weiterbildung als Installateur- und Heizungsbauer mit Meistertitel abgeschlossen und 

war in den Jahren 2000 bis 2007 als selbständig erwerbender Heizungs-, Lüftungs- 

und Sanitärinstallateur tätig gewesen. Im März 2008 war er in die Schweiz eingereist 

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und bis zum Unfallereignis im Dezember 2009 im Rahmen von Temporärstellen im 

Stundenlohn als Heizungsmonteur tätig gewesen (vgl. Suva-act. 285-4, 285-31 ff.). 

Zuletzt hatte er im November und Dezember 2009 bei B.___ gearbeitet (vgl. Suva-act. 

7, 8, 203, 235).

3.2.2      Vorliegend würden die abgerechneten Verdienste aufgrund der kurzen 

Erwerbstätigkeit in der Schweiz kaum eine hinreichend repräsentative Grundlage für 

die Bestimmung des Valideneinkommens bilden. Vielmehr wären die Tabellenlöhne 

gemäss LSE heranzuziehen und unter Berücksichtigung der beruflichen Ausbildung 

des Beschwerdeführers in seinem Heimatland sowie der mehrjährigen Berufserfahrung 

und fachlichen Qualifikationen auf das Kompetenzniveau 2 abzustellen. Da jedoch ein 

Abstellen auf den Tabellenlohn im Kompetenzniveau 2 (Fr. 5‘633.00; TA 1, Männer, 

Total, monatlicher Bruttolohn) zum gleich hohen Rentenanspruch führt, wie wenn auf 

das im angefochtenen Einspracheentscheid vom 5. Februar 2016 berücksichtigte 

Valideneinkommen von Fr. 71‘302.40 abgestellt würde, erübrigt sich die konkrete 

Bestimmung des Valideneinkommens.

3.3  Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 

beruflicherwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 

steht. Ist kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung entweder die sogenannten DAP-Zahlen (DAP = Dokumentation von 

Arbeitsplätzen der Suva) oder die LSE-Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 135 

V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).

3.3.1      Wie vorstehend dargelegt, hat der Beschwerdeführer in Z.___ eine fundierte 

berufliche Ausbildung abgeschlossen (E. 3.2.1). Entsprechend verfügt er zwar nicht 

mehr über die angestammten handwerklichen Fähigkeiten, wohl aber über fachliche 

Kenntnisse sowie intellektuelle und sprachliche Fähigkeiten, welche deutlich über 

diejenigen hinausgehen, die für eine Hilfsarbeitertätigkeit erforderlich sind. Darüber 

hinaus ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer insbesondere durch seine 

langjährige Tätigkeit als Selbständigerwerbender auch betriebswirtschaftliche 

Kenntnisse besitzt. Damit rechtfertigt es sich, wie von der Beschwerdegegnerin in der 

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Beschwerdeantwort vom 19. April 2016 überzeugend dargelegt (vgl. act. G3 S. 3 f.), 

beim Invalideneinkommen (ebenfalls) auf die Tabellenlöhne im Kompetenzniveau 2 

abzustellen. Dieses umfasst sodann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 

nicht nur körperliche Tätigkeiten, sondern auch administrative Arbeiten (vgl. LSE 2012, 

TA 1, S. 35).

3.3.2      Hinsichtlich der Höhe des Tabellenlohnabzugs stellt sich der 

Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass es schwer vorstellbar sei, dass es für ihn 

auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend Stellen gebe (act. G 1 S. 6 f.). Soweit 

er damit eine (teilweise) Unverwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit geltend macht, ist 

festzuhalten, dass sich durch seine funktionelle Einarmigkeit unbestrittenermassen das 

Spektrum der ihm offen stehenden Möglichkeiten auf dem hypothetischen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt vermindert. Jedoch sind an die Konkretisierung von 

Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten praxisgemäss nicht übermässige 

Anforderungen zu stellen (vgl. statt vieler: Urteil 9C_941/2008 des Bundesgerichtes 

vom 18. Februar 2009 E. 3.5). Dementsprechend ist grundsätzlich davon auszugehen, 

dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch für funktionell Einarmige ein hinreichend 

grosses Angebot an realistischen Betätigungsmöglichkeiten bietet (Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. März 2015, 9C_842/2014, E. 3.2 mit Hinweisen). Die Tatsache, 

dass die Suva dem Beschwerdeführer keinen Arbeitsplatz gemäss DAP zuweisen 

konnte (vgl. act. G 1 S. 6), ist entgegen dessen Ansicht somit nicht weiter von Belang.

3.3.3      Allerdings geht mit einer faktischen Einhändigkeit, wie sie beim 

Beschwerdeführer zweifellos gegeben ist, rechtsprechungsgemäss eine erheblich 

erschwerte Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit einher und es wird regelmässig ein 

Abzug von 20% bis 25% als angemessen erachtet (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

17. September 2008, 9C_418/2008, E. 3.3.2 mit Hinweisen zur Rechtsprechung). 

Folglich hat die Beschwerdegegnerin vorliegend zu Recht einen Tabellenlohnabzug von 

25% berücksichtigt. Sofern der Beschwerdeführer aufgrund des eingeschränkten 

Rendements einen höheren Abzug geltend machen will, ist darauf hinzuweisen, dass 

diesem bereits in der Arbeitsfähigkeitsschätzung hinreichend Rechnung getragen 

wurde (vgl. dazu vorstehend E. 2) und ein Abzug von mehr als 25% nach ständiger 

Praxis des Bundesgerichtes darüber hinaus unzulässig ist (vgl. BGE 126 V 78 E. 5b/cc, 

BGE 129 V 483, E. 4.3).

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3.4  Zusammenfassend ist die von der Beschwerdegegnerin ermittelte 

Erwerbseinbusse von 25% (100% - [100% x 0.75]) im Ergebnis somit nicht zu 

beanstanden.

4.   

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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