# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bae77206-2160-59e9-8433-81ef71d618e4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.09.2018 PS180172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS180172_2018-09-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS180172-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. A. Katzenstein und Oberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. S. Kröger 

Urteil vom 21. September 2018 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Beschwerdegegnerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 
betreffend Grundbuchanmeldung usw. 

(Beschwerde über das Betreibungsamt Küsnacht-Zollikon-Zumikon) 
 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Meilen vom 22. August 
2018 (CB180020) 
 

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Erwägungen: 
 

1. 

1.1. A._____ (fortan Beschwerdeführerin) und ihr ehemaliger Ehemann C._____ 

waren hälftige Miteigentümer der Liegenschaft an der D._____-strasse … in 

E._____. Die Miteigentumsanteile wurden je separat in verschiedenen Betrei-

bungsverfahren gepfändet. Am 8. Juni 2016 verwertete das Betreibungsamt Küs-

nacht-Zollikon-Zumikon die Liegenschaft durch öffentliche Versteigerung. Der Zu-

schlag wurde der B._____ AG (fortan Beschwerdegegnerin) zum Preis von Fr. 4,1 

Mio. erteilt. Gegen den Steigerungszuschlag wehrte sich die Beschwerdeführerin 

bis vor Bundesgericht. Dieses wies ihre Beschwerde mit Urteil vom 12. April 2017 

letztinstanzlich ab (vgl. BGer 5A_43/2017 vom 12. April 2017).  

1.2. Mit Eingabe vom 15. August 2018 beantragte die Beschwerdeführerin bei 

der unteren Aufsichtsbehörde über die Betreibungsämter (nachfolgend Vor-

instanz) die Aufhebung von zwei Abrechnungen vom 3. und 10. Oktober 2017 

sowie zwei Grundbuchanmeldungen vom 21. Dezember 2017, welche das Betrei-

bungsamt im Zusammenhang mit dem Steigerungszuschlag an die Beschwerde-

gegnerin erlassen hat. Diese Verfügungen seien bereits als superprovisorische 

bzw. vorsorgliche Massnahme aufzuheben (vgl. act. 1; act. 2/1-4). Mit Beschluss 

vom 22. August 2018 trat die Vorinstanz auf die Beschwerde nicht ein (act. 3 = 

act. 6 = act. 8).  

1.3. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 5. September 2018 rechtzeitig 

Beschwerde bei der Kammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuld-

betreibung und Konkurs (act. 7; zur Rechtzeitigkeit siehe act. 4/1). Sie stellt sinn-

gemäss den Antrag, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben, und der vor 

Vorinstanz gestellte Antrag sei gutzuheissen. Zudem sei das Betreibungsamt an-

zuweisen, keine Löschung oder Eintragung bezüglich das betroffene Grundstück 

vorzunehmen. In prozessualer Hinsicht verlangt sie, der Beschwerde sei die auf-

schiebende Wirkung zu erteilen (vgl. act. 7).  

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1.4. Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen (act. 1-4). Von der Einholung 

einer Vernehmlassung und Stellungnahme zur Sache ist abzusehen (Art. 20a 

Abs. 3 SchKG i.V.m. § 18 EG SchKG i.V.m. § 84 GOG i.V.m Art. 322 sowie 

Art. 324 ZPO). Das Verfahren ist spruchreif. Da sogleich ein Endentscheid erge-

hen kann, wird der Antrag auf aufschiebende Wirkung gegenstandslos. 

2. 

Auf den Weiterzug einer betreibungsrechtlichen Aufsichtsbeschwerde an die obe-

re kantonale Aufsichtsinstanz sind nebst Art. 20a Abs. 2 SchKG – gestützt auf 

Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. § 18 EG SchKG und §§ 83 f. GOG – sinngemäss 

die Art. 319 ff. ZPO als kantonales Recht anwendbar. Mit der Beschwerde können 

(a) unrichtige Rechtsanwendung und (b) offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Beschwerden sind bei der 

Rechtsmittelinstanz schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). 

Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind im Be-

schwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

3. 

3.1. Die Beschwerdeführerin brachte vor Vorinstanz im Wesentlichen vor, das 

Betreibungsamt habe die genannten Verfügungen bzw. Grundbuchanmeldungen 

erlassen, ohne ihr diese zur Kenntnis zu bringen. Damit sei sie ihres Rechts auf 

wirksame Einsprache beraubt worden. Die Verfügungen des Betreibungsamtes 

würden gegen das Urteil des Obergerichts vom 24. Mai 2018 im Verfahren 

PS170147 verstossen. Die Beschwerdegegnerin habe bereits eine Baubewilli-

gung eingereicht und die F._____ AG aufgefordert, die Elektrizität- und Wasser-

versorgung abzuschalten, sowie den Abbruch der Liegenschaft in die Wege gelei-

tet. Um irreparable Schäden zu verhindern, sei umgehend die Aufhebung der ge-

nannten Verfügungen und Grundbuchanmeldungen anzuordnen (vgl. act. 1). 

3.2. Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, mit ihrer Argumentation 

übergehe die Beschwerdeführerin (einmal mehr) die rechtskräftige Versteigerung 

des Grundstücks an der D._____-strasse in E._____. Der Steigerungszuschlag 

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bewirke unmittelbar den Eigentumsübergang am Grundstück. Der grundbuchliche 

Nachvollzug des Eigentumsübergangs habe lediglich deklaratorischen Charakter. 

Da die Beschwerdeführerin nicht mehr Eigentümerin des erwähnten Grundstücks 

sei, sei sie von den Grundbuchanmeldungen bzw. Verfügungen, deren Aufhebung 

sie nunmehr anstrebe, nicht betroffen. Damit fehle es ihr an der Beschwerdelegi-

timation. In dem von der Beschwerdeführerin angeführten Urteil des Obergerichts 

vom 24. Mai 2018 (Geschäft Nr. PS170147) und dem Verfahren vor Vorinstanz 

Nr. CB180014 gehe es weiter um die Frage, ob das Betreibungsamt das Betrei-

bungsregister korrekt nachgeführt habe. Die vorliegend angefochtenen Verfügun-

gen seien nicht Gegenstand dieser Verfahren. Letztlich verfolge die Beschwerde-

führerin (auch) mit der vorliegenden Beschwerde offensichtlich das Ziel, ihr frühe-

res (Mit-)Eigentum über das genannte Grundstück zurückzuerlangen. Nachdem 

es jedoch keinen Anlass gebe, auf den rechtkräftigen Steigerungszuschlag zu-

rückzukommen, sei ihren Vorbringen kein Erfolg beschieden. Im Übrigen sei die 

Beschwerdeführerin bereits (mehrfach) darauf hingewiesen worden, dass die 

Verwertung der Liegenschaft nur hätte gestoppt werden können, soweit die ihr 

zugrunde liegenden Betreibungen aufgehoben oder zumindest eingestellt worden 

wären, was vorliegend nicht der Fall gewesen sei (vgl. act. 6 E. 3.1. ff.). 

3.3. Die Beschwerdeführerin bringt vor Obergericht vor, der Entscheid der Vor-

instanz gehe an der Sache vorbei. Die Vorinstanz habe ihre Argumente nicht be-

rücksichtigt und damit ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (act. 7 Rz. 1 

und 9). Aus dem Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) 

ergibt sich, dass die Gerichte verpflichtet sind, die rechtserheblichen Vorbringen 

der Parteien anzuhören und bei der Entscheidfindung zu berücksichtigen. Damit 

sich die Parteien ein Bild über die Erwägungen des Gerichts machen können, 

muss es seinen Entscheid begründen. Das Gericht darf sich dabei aber auf die für 

den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und braucht sich nicht 

mit jedem sachverhaltlichen oder rechtlichen Einwand auseinanderzusetzen. Es 

genügt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden 

kann (vgl. BGE 135 III 670 E. 3.3.1. und BGE 133 III 439 E. 3.3., jeweils mit Hin-

weisen). Diesen Anforderungen genügt der vorinstanzliche Entscheid ohne weite-

res. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 15. August 

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2018 wurden in der Begründung des angefochtenen Entscheids abgehandelt. Die 

Beschwerdeführerin legt auch nicht dar, welche von ihr vorgebrachten entscheid-

wesentlichen Argumente nicht berücksichtigt worden wären. Eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs ist nicht ersichtlich. 

3.4. Wie bereits vor Vorinstanz beruft sich die Beschwerdeführerin auf das Urteil 

des Obergerichts vom 24. Mai 2018 im Verfahren PS170147 (vgl. act. 7). Sie 

macht geltend, die Verfügungen des Betreibungsamtes würden gegen die Voll-

streckung dieses Entscheids verstossen (vgl. act. 7 Rz. 2, 4 ff., 10, 13). 

Im Urteil vom 24. Mai 2018 hielt das Obergericht fest, das bei der Vorinstanz ein-

gereichte Begehren der Beschwerdeführerin vom 20. Mai 2017 – mit welchem sie 

verlangt hatte, es seien diverse Betreibungen infolge Bezahlung im Betreibungs-

registerauszug als erledigt zu vermerken – sei von der Vorinstanz nicht als Klage 

nach Art. 85a SchKG, sondern als betreibungsrechtliche Beschwerde zu behan-

deln. Aufgrund der Kostenlosigkeit des SchK-Beschwerdeverfahrens hob das 

Obergericht die Verfügung der Vorinstanz vom 22. Juni 2017 auf, mit welcher der 

Beschwerdeführerin für das eingeleitete Verfahren ein Kostenvorschuss auferlegt 

worden war (vgl. OGer ZH PS170147 vom 24. Mai 2018).  

Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die beanstandeten Grundbuchanmeldungen und 

Abrechnungen des Betreibungsamtes diesem Entscheid entgegen stehen sollten. 

Insbesondere war die Frage, ob Betreibungen durch Bezahlung erloschen waren, 

nicht Gegenstand des Urteils des Obergerichts vom 24. Mai 2018. Es wurde  

– aufgrund der Kostenlosigkeit der anwendbaren Verfahrensart – nur die Kosten-

vorschussverfügung der Vorinstanz aufgehoben. Soweit die Beschwerdeführerin 

geltend machen will, das Urteil des Obergerichts vom 24. Mai 2018 führe zu einer 

Aufhebung des Steigerungszuschlags, wies die Vorinstanz zu Recht darauf hin, 

um den Zuschlag zu verhindern, hätten alle der Verwertung zugrunde liegenden 

Betreibungen aufgehoben oder zumindest eingestellt werden müssen, was vorlie-

gend nicht der Fall ist und von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend ge-

macht wird (vgl. act. 7 E. 3.4. m.H.a. BGer 5A_43/2017 vom 5. April 2017 E. 2.4.). 

Sie legt im vorliegenden Verfahren auch nicht dar, inwiefern ein Begehren um 

Aufhebung des Steigerungszuschlags Aussicht auf Erfolg hätte, was Vorausset-

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zung für den Erlass diesbezüglicher vorsorglicher Massnahmen wäre (vgl. 

Art. 261 Abs. 1 lit. a ZPO). Die Vorbringen der Beschwerdeführerin ändern damit 

nichts daran, dass ein rechtskräftiger Steigerungszuschlag vorliegt, welcher – wie 

die Vorinstanz zutreffend festhielt – unmittelbar den Übergang des Eigentums am 

Grundstück an die Beschwerdegegnerin bewirkte (vgl. act. 6 E. 3.2.). Die ange-

fochtenen Anordnungen des Betreibungsamtes stellen lediglich den Vollzug die-

ser rechtskräftigen Verwertung des Grundstücks dar. Damit ist den Begehren der 

Beschwerdeführerin die Grundlage entzogen. 

3.5. Auf die Frage des Rechtsschutzinteresses bzw. der Beschwerdelegitimation 

der Beschwerdeführerin ist bei diesem Ergebnis nicht weiter einzugehen (vgl. 

act. 7 Rz. 9 ff.).  

3.6.  Bei den Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Kollokation und Vertei-

lung (act. 7 Rz. 10 ff.) handelt es sich um neue Vorbringen, welche im zweitin-

stanzlichen Beschwerdeverfahren nicht zu berücksichtigen sind (vgl. Art. 326 

Abs. 1 ZPO).  

3.7. Auf das pauschale Ablehnungsbegehren der Beschwerdeführerin gegen das 

gesamte Bezirksgericht Meilen ist schliesslich nicht einzutreten (act. 7 S. 2; 

vgl. dazu OGer ZH PS180172 vom 17. September 2018).  

3.8. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Be-

gehren der Beschwerdeführerin ablehnte. Die Beschwerde ist daher abzuweisen, 

soweit darauf einzutreten ist. 

4. 

Für das Beschwerdeverfahren sind keine Kosten zu erheben und keine Parteient-

schädigungen zuzusprechen (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG; Art. 61 Abs. 2 GebV 

SchKG; Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

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Es wird erkannt: 

1. Der Antrag der Beschwerdeführerin auf aufschiebende Wirkung wird als ge-

genstandslos abgeschrieben. 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

3. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage eines Doppels von act. 7 samt Beilagenverzeichnis, unter Rücksen-

dung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betrei-

bungsamt Küsnacht-Zollikon-Zumikon, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
versandt am: 
24. September 2018 
 

	Urteil vom 21. September 2018
	Es wird erkannt:
	1. Der Antrag der Beschwerdeführerin auf aufschiebende Wirkung wird als gegenstandslos abgeschrieben.
	2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	3. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels von act. 7 samt Beilagenverzeichnis, unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Küsnacht-Zollikon-Zumiko...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...