# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de54a5e4-e03a-5133-8602-7b65cfb0d00c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 22.11.2023 II 2023 77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2023-77_2023-11-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2023 77

Entscheid vom 22. November 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch B.________,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung wegen ungenügender Arbeitsbemühungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1964) arbeitete in einem befristeten Anstellungsverhältnis, 
das Ende September 2022 auslief. Am 6. August 2022 wurde er zur Arbeitsver-
mittlung für eine Vollzeitstelle angemeldet (Vi-act. 2). Am 16. August 2022 stellte 
er Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. Oktober 2022 (Vi-act. 1).

B. Mit Schreiben vom 10. Oktober 2022 lud das Amt für Arbeit A.________ 
zur Stellungnahme ein betreffend Vorwurf, in den letzten drei Monaten vor Stem-
pelbeginn zu wenige persönliche Arbeitsbemühungen nachgewiesen zu haben, 
nämlich nur deren 4 (Juli), 6 (August) bzw. 10 (September). Wer sich nicht genü-
gend um Arbeit bemühe, könne in der Anspruchsberechtigung eingestellt werden 
(Vi-act. 5). Am 14. Oktober 2022 ersuchte der Vertreter von A.________ um Fris-
terstreckung (Vi-act. 6). Nach einem weiteren E-Mail-Wechsel mit dem Amt (Vi-
act. 8 und 9) reichte sein Vertreter am 24. November 2022 die Stellungnahme 
ein, wobei insbesondere das Protokoll der Besprechung der Mindestzahl nach-
zuweisender Stellenbewerbungen bestritten wurde und auf eine Lese-, Schreib- 
und Rechenschwäche von A.________ hingewiesen wurde (Vi-act. 10). Mit Ver-
fügung vom 28. November 2022 wurde A.________ für 11 Tage in der An-
spruchsberechtigung eingestellt (Vi-act. 11). 

C. Eine am 28. Dezember 2022 gegen die Einstellungsverfügung erhobene 
Einsprache (Vi-act. 12) wies das Amt für Arbeit mit Entscheid Nr. 263/22 vom 
31. Januar 2023 ab (Vi-act. 14). Am 2. März 2023 erhob A.________ Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde, welche das Verwaltungsgericht mit VGE II 2023 25 
vom 20. Juni 2023 insoweit guthiess, als der Einspracheentscheid Nr. 263/22 
vom 31. Januar 2023 aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne 
der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde. Das Gericht befand, 
vorliegend würde die Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 
11 Tagen unangemessen hoch erscheinen, letztlich sei aber die Festsetzung der 
Einstellungsdauer nicht nachvollziehbar. Das Amt für Arbeit habe unter Berück-
sichtigung der subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles neu 
über die Einstellungsdauer zu befinden (Vi-act. 20).

D. Mit Einspracheentscheid Nr. 263/22 vom 31. Juli 2023 (ersetzt Einspra-
cheentscheid vom 31.1.2023) reduzierte das Amt für Arbeit die Einstellungsdauer 
von 11 auf 6 Tage (Vi-act. 21).

E. Am 1. September 2023 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

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Die Beschwerde sei gutzuheissen und der Einspracheentscheid Nr. 263/22 des 
Amtes für Arbeit vom 31. Juli 2023 sei aufzuheben.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Amtes für Arbeit.

Mit Vernehmlassung vom 25. September 2023 beantragt das Amt für Arbeit die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Am 19. Oktober 2023 nimmt der 
Beschwerdeführer zur Vernehmlassung Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Mit Verfügung vom 28. November 2022 wurde der Beschwerdeführer für 
11 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt mit der Begründung, er habe 
in den letzten drei Monaten vor Stempelbeginn mit 20 Bewerbungen zu wenige 
persönliche Arbeitsbemühungen nachgewiesen (vgl. Ingress Bst. A; Vi-act. 11). 
Gegen den diese Verfügung bestätigenden Einspracheentscheid (Nr. 263/22 
vom 31.1.2023) erhob er Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Im Verfahren VGE 
II 2023 25 stellte das Verwaltungsgericht fest, gestützt auf die Akten sei erstellt, 
dass vom Beschwerdeführer anlässlich des Erstgespräches für die Zeit bis Stem-
pelbeginn 24 persönliche Arbeitsbemühungen gefordert worden seien (E. 3.5). 
Dieser Pflicht sei er mit den 20 nachgewiesenen Bewerbungen offensichtlich 
nicht nachgekommen, was grundsätzlich ein zu sanktionierendes Verhalten im 
Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die obligatorische Ar-
beitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversiche-
rungsgesetz, AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 darstelle (E. 3.6). Bei der Be-
messung der Einstellungsdauer seien alle Umstände des konkreten Einzelfalls 
wie Beweggründe, persönliche Verhältnisse (z.B. Alter, Zivilstand, Gesundheit, 
soziales Umfeld, Bildungsgrad) und Begleitumstände zu berücksichtigen. Mass-
gebend sei das Gesamtverhalten der versicherten Person, das unter Berücksich-
tigung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalls zu würdigen sei. Es sei dabei 
vom Mittelwert des jeweils definierten Rahmens für leichtes, mittelschweres und 
schweres Verschulden auszugehen, welcher bei qualifiziertem Verhalten ent-
sprechend verschärft und bei privilegiertem Verhalten gemindert werden könne 
(E. 4.1.2). Weder die Verfügung vom 28. November 2022 noch der Einspra-
cheentscheid vom 31. Januar 2023 würden nachvollziehbar begründen, gestützt 
auf welche Umstände des konkreten Einzelfalls die Einstellungsdauer im obers-
ten Drittel für leichtes Verschulden (1-15 Tage) und in der oberen Hälfte gemäss 
SECO-Raster (9-12 Tage) festgesetzt worden sei (E. 4.2). Die verfügten 11 Ein-
stelltage erschienen geradezu unangemessen. Zum einen habe der Beschwer-
deführer immerhin 20 Bewerbungen nachgewiesen und damit nur knapp weniger 
als die 24 geforderten, was praxisgemäss mit weniger Einstelltagen sanktioniert 

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werde. Hinzu kämen die persönlichen Verhältnisse. Der Beschwerdeführer weise 
eine dokumentierte Diagnose auf (leichte Intelligenzminderung mit u.a. mittel-
schwer bis schwergradig reichenden kognitiven Minderleistungen). Auch stehe 
fest, dass die letzte Arbeitsstelle durch die Invalidenversicherung organisiert und 
mitfinanziert gewesen sei, was zusätzlich auf erhebliche berufliche Integrations-
schwierigkeiten hinweise. Dass all dies im Rahmen der ermessensweisen Fest-
setzung der Sanktionsdauer mit keinem Wort erwähnt worden sei, sei nicht 
nachvollziehbar. Im Mindesten wäre zu erwarten gewesen, dass begründet wer-
de, weshalb diese besonderen Verhältnisse nicht zu einer Herabsetzung der Ein-
stelldauer geführt haben. Denn das Einstellraster des Seco entbinde nicht von 
der Pflicht, sämtliche objektiven und subjektiven Umstände des konkreten Einzel-
falls zu berücksichtigen und die Sanktion zu begründen. Mangels jeglicher Be-
gründung bleibe vorliegend unfassbar, ob die Vorinstanz die Gesamtumstände 
erfasst und berücksichtigt habe und falls ja, inwiefern (E. 4.3).

2. Mit neuem Einspracheentscheid Nr. 263/22 vom 31. Juli 2023 setzte die 
Vorinstanz die Einstellungsdauer neu auf 6 Tage fest. 

Was die persönlichen Verhältnisse des Versicherten betreffe, so habe dieser ei-
ne Ausbildung zum Maurer absolviert und anscheinend auch erfolgreich abge-
schlossen. Er sei im Besitz eines Führerscheins und es stehe ihm nach eigenen 
Angaben ein Fahrzeug zur Verfügung, was auf eine intakte geografische Mobi-
lität schliessen lasse. Was die Sprachkenntnisse betreffe, so sei Schweizer-
deutsch seine Muttersprache und die schriftdeutsche Sprache habe er in der 
Schule erlernt. Obwohl er offenbar an einer Lese- und Schreibschwäche leide, 
sei davon auszugehen, dass er sich mündlich in genügender Weise ausdrücken 
könne, ihn diese Einschränkungen wohl aber in seiner täglichen Arbeit behindern 
könnten. Im konkreten Fall müsse aber nicht darüber entschieden werden, ob die 
Lese- und Schreibschwäche den Versicherten in seiner täglichen Arbeit behinde-
re, sondern es gehe darum, ob er wegen seiner Einschränkungen nicht in der 
Lage gewesen sei, sich vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit in genügender Weise 
um eine Stelle zu bewerben. Aufgrund der eingereichten Nachweise der Arbeits-
bemühungen müsse aufgrund des Schriftbilds davon ausgegangen werden, dass 
ihm zumindest bei der Aufzeichnung seiner Arbeitsbemühungen jemand zu Hilfe 
gestanden habe. Weder der Versicherte noch sein Bevollmächtigter würden im 
Rahmen der Sachverhaltsabklärung oder im Zuge der Einsprache aufzeigen, in-
wiefern die Lese- und Schreibschwäche den Versicherten hätten daran hindern 
sollen, sich in genügendem Masse um eine neue Stelle zu bewerben. Es könne 
davon ausgegangen werden, dass ihn die Lese- und Schreibschwäche beim Auf-
finden einer Stelle behindern könne, sicherlich jedoch nicht bei der eigentlichen 

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Stellensuche. Insofern sei der Bemerkung des Verwaltungsgerichts, dass die 
vorherige Stelle durch die Invalidenversicherung organisiert und mitfinanziert 
worden sei und dies auf erhebliche berufliche Integrationsschwierigkeiten hinwei-
se, mit derselben Argumentation zu entgegnen. Sofern der Versicherte oder sein 
Bevollmächtigter jedoch vorbringen würden, dass er aufgrund dieser Lese- und 
Schreibschwäche daran gehindert werde, sich in genügender Weise um eine 
neue Stelle zu bewerben, so müsste dieser Umstand wohl eher aus dem Blick-
winkel der Vermittlungsfähigkeit beurteilt werden. Da aber weder der Versicherte 
noch sein Bevollmächtigter diese Begründung hervorbringe, sei auch nicht weiter 
darauf einzugehen. Zusammenfassend könne aber festgehalten werden, dass 
der Versicherte aufgrund seiner persönlichen Verhältnisse kaum daran gehindert 
worden sei, sich in genügendem Masse um eine neue Stelle zu bemühen. Was 
die Qualität der nachgewiesenen Arbeitsbemühungen betreffe, sei darauf hinzu-
weisen, dass er (oder seine Hilfsperson) im Nachweis der persönlichen Arbeits-
bemühungen für die Zeit vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit in insgesamt fünf Fäl-
len als Absagegrund 'kein Bedarf' oder 'keine offene Stelle' notiert habe, was 
darauf hindeute, dass ein Viertel aller getätigter Stellenbewerbungen als soge-
nannte Blindbewerbungen zu werten seien. Solche seien nicht per se als unge-
nügend zu betrachten, doch sollten diese lediglich in Ergänzung zu Bewerbun-
gen auf ausgeschriebene Stellen getätigt werden.

Schliesslich stützte sich die Vorinstanz auf die AVIG-Praxis ALE. Diese sehe bei 
ungenügenden Arbeitsbemühungen vor dem Taggeldbezug bei einer dreimonati-
gen Kündigungsfrist eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 9 bis 12 
Tagen vor, welche reduziert werden könne, wenn sich beispielsweise eine versi-
cherte Person umso intensiver um Arbeit bemüht habe, je näher die drohende 
Arbeitslosigkeit rücke. Indem der Beschwerdeführer für den Monat Juli 4, für Au-
gust 6 und für September insgesamt 10 Arbeitsbemühungen nachweise, habe er 
die Bewerbungstätigkeit intensiviert, je näher die drohende Arbeitslosigkeit ge-
kommen sei, was eine Reduktion rechtfertige. Das Seco sehe in solchen Konstel-
lationen vor, dass die Einstellung auf 6 bis 8 Einstelltage reduziert werde. Diese 
Reduktion könne vorliegend angewendet werden, weshalb das Einstellmass un-
ter Einbezug aller Umstände auf 6 Einstelltage reduziert werde.

3. Mit VGE II 2023 25 vom 20. Juni 2023 stellte das Verwaltungsgericht fest, 
der Tatbestand der ungenügenden persönlichen Arbeitsbemühungen vor Eintritt 
der Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG sei erfüllt (E. 3). Die Rück-
weisung erfolgte, um die Sanktion, konkret die Dauer der Einstellung in der An-
spruchsberechtigung festzusetzen und nachvollziehbar zu begründen. Gestützt 
auf welche Grundlagen und unter Berücksichtigung welcher Kriterien die Einstel-

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lungsdauer festzusetzen ist, wurde im erwähnten VGE II 2023 25 ausführlich 
dargelegt (E. 4). Es wird darauf verwiesen.

4. Der Beschwerdeführer erhebt Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch gegen 
den neuen Entscheid, mit welchem die Einstellungsdauer von elf auf sechs Tage 
reduziert wurde. Was er im Einzelnen vorbringt, vermag indes den angefochte-
nen Entscheid nicht als fehlerhaft erscheinen zu lassen.

4.1 Der Beschwerdeführer moniert eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, 
weil die Vorinstanz ihn nach dem Verwaltungsgerichtsentscheid und vor dem 
neuen Einspracheentscheid nicht angehört habe. Er zeigt indes nicht auf, was 
sich nach dem Verwaltungsgerichtsentscheid noch verändert hätte, inwiefern die 
Vorinstanz Akten oder Informationen neu berücksichtigt habe, zu welchen er 
noch nie hätte Stellung nehmen können. Auch ergab sich aus dem Verwaltungs-
gerichtsentscheid nicht, dass die Vorinstanz noch weitere Abklärungen hätte tref-
fen müssen. Vielmehr erfolgte der Rückweisungsentscheid, damit die Vorinstanz 
ihren Entscheid betreffend Einstellungsdauer basierend auf den bekannten Ge-
samtumständen nachvollziehbar festsetze und begründe. Hierfür war keine An-
hörung des Beschwerdeführers notwendig. Eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs liegt nicht vor (vgl. dazu auch nachfolgend E. 4.6).

4.2 Fehl geht auch die Rüge, der Einspracheentscheid sei zu Unrecht nur 
durch Hubert Helbling unterzeichnet, da meistens ein Gremium, eine Kommission 
und ganz selten eine Person entscheide. Zuständig zum Erlass des Einspra-
cheentscheides war das Amt für Arbeit (vgl. § 7 Einführungsgesetz zum Arbeits-
vermittlungsgesetz und zum Arbeitslosenversicherungsgesetz i.V.m. Art. 85 Abs. 
1 lit. g AVIG). Hubert Helbling ist Amtsvorsteher und damit Leiter des Amtes für 
Arbeit. Als solcher war er befugt, den Einspracheentscheid zu unterzeichnen.

4.3 Die Aussage im Einspracheentscheid, der Beschwerdeführer habe eine 
Ausbildung zum Maurer absolviert und anscheinend auch erfolgreich abge-
schlossen, ist gemäss Beschwerdeführer unzutreffend. Er habe eine Anlehre als 
Baufacharbeiter (Richtung Maurer) bei der D.________ in E.________ abge-
schlossen. Eine Lehre mit Berufsschule wäre aufgrund der schulischen Leistun-
gen nicht möglich gewesen.

Gemäss Vorinstanz stammen die Angaben zur absolvierten Ausbildung aus dem 
Lebenslauf des Beschwerdeführers; zudem bestätige die Ausbildungsfirma im 
Arbeitszeugnis vom 6. Februar 2004, dass er die zweijährige Anlehre als Maurer 
abgeschlossen habe. 

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Tatsächlich wird im Lebenslauf des Beschwerdeführers zu seiner beruflichen 
Ausbildung ausgeführt, er habe von 1980 bis 1982 die Ausbildung zum Maurer 
absolviert (Vi-act. 18). Im Arbeitszeugnis vom 6. Februar 2004 bestätigte die Ar-
beitgeberin, er sei im April 1980 als Lehrling in das Baugeschäft eingetreten und 
habe mit Erfolg die zweijährige Anlehre als Maurer abgeschlossen. Anschlies-
send habe er auf verschiedenen kleineren und grösseren Baustellen als tüchtiger 
Maurer gearbeitet (Beilage zu Vi-act. 18). Wenn die Vorinstanz daher gestützt 
auf diese Unterlagen feststellte, er habe eine Ausbildung zum Maurer absolviert 
und anscheinend auch erfolgreich abgeschlossen, so ist dies nicht falsch. Im Üb-
rigen ist dies unerheblich für die Frage des Verschuldens hinsichtlich der zu we-
nig nachgewiesenen Stellenbewerbungen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit. 

4.4 Unbehilflich ist auch das Vorbringen, die im Einspracheentscheid vorge-
brachten Argumente betreffend Führerschein vor bald 40 Jahren seien nicht 
nachvollziehbar und würden ins Leere stechen. Der damalige Fahrlehrer habe 
um die Schwächen des Beschwerdeführers gewusst; in der Theorie sei viel mit 
Bildern gearbeitet worden. Zum einen vermag dies die Darstellung der Vor-
instanz, der Beschwerdeführer dürfe Autofahren und ihm stehe ein Fahrzeug zur 
Verfügung, nicht zu widerlegen (vgl. diesbezüglich auch den Bericht Prof. 
Dr.med. C.________, der anamnestisch erhebt, der Beschwerdeführer fahre re-
gelmässig Auto und bemerke dabei keine Schwierigkeiten; Bf-act. 5). Zum an-
dern erklären auch die Ausführungen zum damaligen Erwerb des Führerauswei-
ses nicht, warum während der Kündigungsfrist die geforderte Anzahl Stellenbe-
werbungen nicht getätigt werden konnte. 

4.5 Die Aussage, weder der Versicherte noch sein Bevollmächtigter hätten 
aufgezeigt, inwiefern die Lese- und Schreibschwäche den Versicherten hätten 
hindern sollen, sich in genügendem Masse um eine neue Stelle zu bewerben, 
entspreche nicht den Tatsachen. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 
2. März 2023 sei in den Vorbemerkungen darauf hingewiesen worden, dass der 
Beschwerdeführer bei jeder Bewerbung auf fremde Hilfe angewiesen sei. 

Es ist zutreffend, dass in der ersten Verwaltungsgerichtsbeschwerde (VGE II 
2023 25) ausgeführt wurde, dass der Beschwerdeführer bei den Stellenbewer-
bungen auf Dritthilfe angewiesen ist. Entgegen der Behauptung in der vorliegen-
den Beschwerde wird dies seitens Vorinstanz nicht bestritten; die Vorinstanz an-
erkennt die Einschränkungen des Beschwerdeführers und die in Anspruch ge-
nommene Dritthilfe. Hingegen weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, die zu 
klärende Frage sei, ob er wegen seiner - unbestrittenen - Einschränkung nicht in 
der Lage gewesen sei, sich vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit in genügender Wei-
se um eine Stelle zu bewerben. Ungenügend war vorliegend namentlich die An-

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zahl der Bewerbungen (20 anstelle von 24). Diesbezüglich vermag der Be-
schwerdeführer nicht aufzuzeigen, inwiefern die Schlussfolgerung der Vorin-
stanz, ein Hinderungsgrund sei nicht ersichtlich, falsch sein sollte. Zum einen hat 
er im September 2022 zehn Bewerbungen nachgewiesen und damit bestätigt, 
dass die Anforderungen erfüllt werden können. Zum andern sind auch persönli-
che oder telefonische Bewerbungen anerkannt (vgl. Formular Nachweis der per-
sönlichen Arbeitsbemühungen); dass auch der mündliche Ausdruck einge-
schränkt wäre, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ergibt sich auch 
nicht aus dem Bericht Prof. Dr.med. C.________. Mit der Vorinstanz ist daher 
festzustellen, dass der Beschwerdeführer anerkanntermassen eine Lese-, 
Schreib- und Rechenschwäche aufweist. Auch schränkt ihn diese auf dem Stel-
lenmarkt ein; dass dadurch aber auch die Möglichkeit zur Stellensuche (im Sinne 
der ausreichenden Anzahl an Bewerbungen) eingeschränkt wäre, ist weder an-
zunehmen noch ausgewiesen.

4.6 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, der Bericht von 
Prof. Dr.med. C.________ bleibe im Einspracheentscheid unerwähnt, so ist dies 
zutreffend. Wenn die Vorinstanz hierzu ausführt, dieser Bericht sei wohl als Bei-
lage 2 zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 2. März 2023 erwähnt, befinde 
sich jedoch nicht in den Unterlagen des Amts für Arbeit, so ist dies nicht zu 
hören. Wenn eine Partei vor Verwaltungsgericht Unterlagen einreicht, über wel-
che die Vorinstanz nicht verfügt, ist es ihre Sache, diese bei der Partei oder beim 
Gericht einzufordern. Dass das Gericht den Beleg nicht herausgegeben hätte, 
behauptet die Vorinstanz zu Recht nicht. Zudem ist die Vorinstanz auf ihre dama-
lige Vernehmlassung hinzuweisen, in welcher sie ausführte, der Beschwerdefüh-
rer bringe nichts vor, was ihr im Zeitpunkt des Einspracheentscheides nicht 
schon bekannt gewesen wäre. 

Auch wenn - wie der Beschwerdeführer zu Recht festhält - der Bericht von Prof. 
Dr.med. C.________ viele Informationen enthält (Bf-act. 5), so vermögen diese 
dennoch nicht aufzuzeigen, inwiefern die Beurteilung der Vorinstanz falsch sein 
sollte. Zu wiederholen ist dabei die hier relevante Fragestellung, ob Gründe vor-
liegen, welche sich mildernd auf das Verschulden des Beschwerdeführers aus-
wirken, so dass die Einstellungsdauer für die während der Kündigungsfrist zu 
wenig getätigten Stellenbewerbungen zu reduzieren ist.

Prof. Dr.med. C.________ untersuchte den Beschwerdeführer neuropsycholo-
gisch bei der Fragestellung, ob kognitive Minderleistungen objektivierbar seien, 
ob sich therapeutische oder sonstige Empfehlungen ergeben und der Beantwor-
tung der Vermittelbarkeit am Arbeitsmarkt (vgl. Bf-act. 5). Der untersuchende Arzt 
gelangte zur Diagnose einer leichten Intelligenzminderung sowie einer affektiven 

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Belastungssituation, anamnestisch seit Jahren rezidivierend. Er bestätigte eine 
bestehende Lese- und Rechtschreibstörung und eine ausgeprägte Rechen-
schwäche. Bestätigt wird auch eine affektive Verstimmung; ein zentrales Ge-
sprächs- und Therapiethema sei der Umgang mit der Scham, aufgrund derer der 
Beschwerdeführer in der Vergangenheit kognitive Schwächen gegenüber aktuel-
len oder potentiellen künftigen Arbeitgebern zum Teil nicht erwähnt habe; der tief 
wirkende Selbstwert sei zu stärken.

Dieser Bericht bestätigt, dass für den Beschwerdeführer die Situation auf dem 
Arbeitsmarkt nicht einfach ist. Der Beschwerdeführer besetzte in der Vergangen-
heit Nischenarbeitsplätze mit vergleichsweise geringen Anforderungen. Gemäss 
Prof. Dr.med. C.________ gilt dies auch für künftige Anstellungen. Eingeschränkt 
sind damit zweifelsohne die Chancen auf dem Stellenmarkt, eine Stelle zu erhal-
ten. Eine Beeinträchtigung, Stellen zu suchen, lässt sich hieraus indes nicht ab-
leiten. In einem solchen Fall ist auf den Grundsatz hinzuweisen, dass die Ar-
beitsbemühungen umso intensiver sein müssten, je weniger Aussicht eine versi-
cherte Person hat, eine Stelle zu finden (vgl. Kupfer Bucher, Bundesgesetz über 
die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, 
4. Aufl., Zürich 2013, S. 104). 

Auch mit der unbestrittenermassen gegebenen Diagnose des Beschwerdefüh-
rers lässt sich weder erklären noch entschuldigen, dass er vor Eintritt der Arbeits-
losigkeit nicht die von ihm geforderten 24 Stellenbewerbungen getätigt resp. 
nachgewiesen hat (dass diese Anzahl gefordert war, wurde bereits mit VGE II 
2023 25 vom 20.6.2023 festgestellt). Damit aber vermag auch der Bericht von 
Prof. Dr.med. C.________ keinen Grund darzustellen, der sich sanktionsmin-
dernd auswirkt.

4.7 Bleibt anzufügen, dass auch die an der Arbeit des RAV Beraters geäusser-
te Kritik nichts an dieser Beurteilung zu ändern vermag. Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung erfolgt vorliegend wegen ungenügender Arbeits-
bemühungen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit; mithin für einen Zeitraum vor der 
Betreuung durch das RAV (das Erstgespräch fand wohl am 12.8.2022 statt; da-
bei kamen auch die Schwächen zur Sprache; vgl. Vi-act. 17 im Verfahren II 2023 
25). Sollte es zutreffen, dass der RAV Berater auf die seinen Anstellungserfolg 
beeinträchtigenden Einschränkungen des Beschwerdeführers nicht einging und 
ihn nicht unterstützte (was im vorliegenden Verfahren offengelassen werden 
kann), so entschuldigt dies nicht, dass während der Kündigungsfrist zu wenig 
Stellenbewerbungen getätigt wurden. 

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4.8 Die Festlegung der Einstellungsdauer stellt eine typische Ermessensfrage 
dar; der Vorinstanz steht ein Ermessen zu, das sie pflichtgemäss auszuüben hat. 
Die Kognition des Verwaltungsgerichts umfasst wohl auch die Angemessenheit, 
wobei es sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der 
Verwaltung setzen darf (vgl. VGE II 2023 25 vom 20.6.2023 E. 4.1.4). 

Die von der Vorinstanz konkret beschlossene Reduktion der Einstellungsdauer 
und neue Festsetzung von sechs Einstelltagen ist nicht zu beanstanden. Sie hat 
diese Sanktion nun nachvollziehbar begründet. Die Ausführungen sind, wie auf-
gezeigt, nicht fehlerhaft. Weiter stützt sich die Vorinstanz auf das Einstellraster 
des Seco ab, welches für ungenügende Arbeitsbemühungen bei dreimonatiger 
Kündigungsfrist von 9 bis 12 Einstelltagen ausgeht. Mindernd berücksichtigt die 
Vorinstanz die Tatsache, dass der Beschwerdeführer mehr Arbeitsbemühungen 
tätigte, je näher die drohende Arbeitslosigkeit kam. Dass sie andere vom Be-
schwerdeführer vorgetragene Gründe nicht berücksichtigte, weil diese nicht die 
Möglichkeit, sich zu bewerben, sondern die Anstellungschancen einschränken, 
ist nicht zu beanstanden. Zusammenfassend ist damit die neu festgelegte Ein-
stellungsdauer von 6 Tagen nicht zu korrigieren. 

5. Die Beschwerde erweist sich damit insgesamt als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist. Kosten sind keine zu erheben; Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung besteht nicht (Art. 61 lit. fbis und lit. g ATSG). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 22. November 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 27. November 2023