# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19aff716-15ef-5167-8cbb-19eed050582d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 24.10.2023 U 2023 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2023-54_2023-10-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 23 54

1. Kammer 

Vorsitz Audétat

RichterIn Paganini und von Salis

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 24. Oktober 2023

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ SA, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christian Wulz, 

Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peder Cathomen, 

Beschwerdegegnerin

und

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C._____ AG, 
Beigeladene

betreffend Submission

- 3 -

I. Sachverhalt:

1. Die Gemeinde B._____ schrieb am 20. April 2023 die Winterdienst-

arbeiten für die Fraktionen D._____, E._____ und F._____ in drei Losen 

für den Zeitraum ab Winter 2023/24 für fünf Jahre in der Lokalzeitung 

G._____ aus. In den Unterlagen für die Offerteinreichung, die bei der 

Gemeinde bezogen werden konnten, wurde das Einladungsverfahren für 

massgebend erklärt. Als Eignungskriterien wurden die organisatorische, 

technische und finanzielle Leistungsfähigkeit sowie die fachliche Eignung 

festgehalten. Als Zuschlagskriterien legte die Gemeinde die Qualität des 

Anbieters (Gewichtung 40 %), die Qualität des Angebots (Gewichtung 

30 %) sowie den Preis (30 %) fest. In den Offertunterlagen wurde zudem 

explizit auf das Beilagenformular Nr. 8 'Bewertungstabelle Beurteilungs-

kriterien Schneeräumung' hingewiesen, aus der sich die verfeinerten 

Bewertungskriterien und deren Gewichtung entnehmen liessen. Mit 

Schreiben vom 26. April 2023 lud die Gemeinde B._____ die A._____ SA 

zur Offertstellung bis zum 12. Mai 2023 ein.

2. Innert Frist reichten insgesamt drei Anbieter ihre Offerten ein. Anlässlich 

der Offertöffnung am 17. Mai 2023 zeigte sich folgendes Bild:

1. C._____ AG CHF 112'519.60

2. H._____ CHF 187'532.63

3. A._____ SA CHF 106'089.90

Nach Auswertung der Offerten ergab sich folgende Reihenfolge:
1. C._____ AG 360 Punkte

2. A._____ SA 350 Punkte

3. H._____ 290 Punkte

Entsprechend beschloss der Gemeindevorstand B._____ anlässlich 

seiner Sitzung vom 5. Juni 2023 die Vergabe der Winterdienstarbeiten an 

die C._____ AG (Zuschlagsempfängerin) als Anbieterin mit dem vorteil-

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haftesten Angebot. Der Vergabeentscheid wurde den Anbietern am 

16. Juni 2023 mitgeteilt.

3. Gegen diesen Vergabeentscheid erhob die A._____ SA (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) am 10. Juli 2023 Beschwerde beim Verwaltungs-

gericht des Kantons Graubünden mit den Anträgen, die angefochtene 

Verfügung vom 16. Juni 2023 sei aufzuheben und der Zuschlag für den 

Winterdienst und die Schneeräumung F._____ sei der Beschwerde-

führerin zu erteilen; eventualiter sei die angefochtene Verfügung 

aufzuheben und die Angelegenheit zur Neuvergabe an die Vergabe-

behörde zurückzuweisen; subeventualiter sei die angefochtene Verfügung 

aufzuheben und die Angelegenheit zur Wiederholung des Vergabe-

verfahrens an die Vergabebehörde zurückzuweisen; subsubeventualiter 

sei die Rechtswidrigkeit der angefochtenen Verfügung festzustellen; alles 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerde-

gegnerin und der Zuschlagsempfängerin. In formeller Hinsicht beantragte 

die Beschwerdeführerin die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung 

und die Untersagung jeglicher Vollzugshandlungen, insbesondere des 

Abschlusses des Vertrages mit der Zuschlagsempfängerin. Die 

Beschwerdeführerin begründete ihre Anträge im Wesentlichen damit, dass 

die Vergabe an die Zuschlagsempfängerin rechtswidrig erfolgt sei. So 

habe die Beschwerdegegnerin das Kriterium 'Zeit zum Arbeitsort' ausser 

Acht gelassen, das Kriterium 'Qualität des Anbieters' nicht objektiv 

nachvollziehbar, mithin willkürlich bewertet und den Preis mit 30 % unter 

der rechtlich zulässigen Mindestgewichtung von 60 % für die vorliegend 

standardisierte Vergabe gewichtet. Die Beschwerdeführerin habe 

gleichzeitig mit der Eingabe ihres Angebots form- und fristgerecht 

Beschwerde gegen die nicht den Vorschriften entsprechende Vergabeart 

erhoben, welche dem hiesigen Gericht hätte überwiesen werden müssen. 

Als Beweis für die Qualität des Anbieters offerierte sie die Zeugen-

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aussagen der Busfahrer des lokalen Taxidienstes I._____ auf dem Gebiet 

F._____, J._____, K._____ und L._____.

4. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 13. Juli 2023 ordnete der 

Instruktionsrichter an, dass bis zum Entscheid über die aufschiebende 

Wirkung jegliche Vollzugshandlungen zu unterbleiben hätten, insbeson-

dere der Vertragsabschluss.

5. Die Vergabebehörde (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) liess sich mit 

Eingabe vom 26. Juli 2023 vernehmen und beantragte kostenfällig die 

Abweisung der Beschwerde soweit darauf eingetreten werden könne 

sowie die Verweigerung der aufschiebenden Wirkung. Begründend führte 

sie im Wesentlichen an, dass auf die Rüge betreffend falsche Gewichtung 

des Preiskriteriums nicht eingetreten werden könne, da sie verspätet 

erfolgt sei. Die Verfahrensart sei rechtmässig festgelegt worden. Eine 

Ungleichbehandlung im Qualitätskriterium bzw. dem Unterkriterium 'Zeit 

zum Einsatzort' liege nicht vor, dieses sei von allen Anbietern erfüllt und 

deshalb bei allen gleich bewertet worden. Auch in Bezug auf das Unter-

kriterium 'Erfahrung und Referenzen' habe sie ihre Bewertungen 

angesichts der Reklamationen in den vergangenen Jahren und der 

schriftlichen Massregelung bei Schneeräumungsarbeiten für die 

Gemeinde im Rahmen ihres pflichtgemässen Ermessens korrekt 

vorgenommen. Zum Beweis betreffend die früheren Vertragswidrigkeiten 

durch die Beschwerdeführerin bot sie die Befragung des Bereichsleiters 

der kommunalen Technischen Dienste an. Schliesslich hielt die 

Beschwerdegegnerin noch fest, dass ein Zuschlag an die Beschwerde-

führerin auch daran scheiterte, dass sie einen Teil der als Ersatzfahrzeuge 

angegebenen Maschinen und Fahrzeuge gleichzeitig in anderen 

Gemeinden beanspruche; weiter biete sie zum Teil Gerätschaften an, die 

ausschreibungswidrige Tonnagen aufweisen.

6. Die Zuschlagsempfängerin liess sich nicht vernehmen.

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7. Mit Replik vom 31. August 2023 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

bisherigen Rechtsbegehren fest. Im Übrigen vertiefte und ergänzte sie ihre 

Argumentation.

8. Am 28. September 2023 reichte die Beschwerdegegnerin ihre Duplik ein, 

ebenfalls unter Festhaltung an ihren Anträgen und Vertiefung von deren 

Begründung.

9. Mit Triplik vom 12. Oktober 2023 nahm die Beschwerdeführerin zur Duplik 

Stellung und reichte ihre Honorarnote ein.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den 

angefochtenen Vergabeentscheid vom 16. Juni 2023 sowie auf die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehen-

den Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Vergabeentscheid vom 16. Juni 2023 (vgl. Akten der Beschwerdeführerin 

[Bf-act.] 3; Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 10), worin die 

Beschwerdegegnerin die Winterdienstarbeiten F._____ an die vorteil-

hafter anbietende Zuschlagsempfängerin (Beigeladene) und nicht an die 

zweitrangierte Anbieterin (Beschwerdeführerin) vergab, wogegen letztere 

am 10. Juli 2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden erhob und darin u.a. die Aufhebung der angefochtenen 

Vergabeverfügung sowie den Zuschlag für den Winterdienst und die 

Schneeräumung F._____ an sich selber beantragte.

1.2. Die fragliche Auftragsvergabe untersteht unbestritten dem öffentlichen 

Beschaffungsrecht. Konkret kommen hier die seit dem Beitritt des Kantons 

Graubünden per 1. Oktober 2022 revidierten Normen der interkantonalen 

Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 

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15. November 2019 (IVöB; BR 803.710) zur Anwendung. Das Verfahren 

vor Verwaltungsgericht richtet sich gemäss Art. 55 IVöB nach dem 

kantonalen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). 

Nach Art. 52 Abs. 1 IVöB (Beschwerde an das kantonale Verwaltungs-

gericht als einzige kantonale Instanz zulässig) kann namentlich gegen den 

Zuschlag Beschwerde erhoben werden (Art. 52 Abs. 1 lit. e IVöB). Die 

örtliche und sachliche Zuständigkeit des angerufenen Verwaltungs-

gerichts ist damit gegeben, da es um die gerichtliche Überprüfung des 

angefochtenen Vergabe-/Zuschlagsentscheids vom 16. Juni 2023 geht.

1.3. Zur Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist 

legitimiert, wer durch den strittigen Entscheid berührt ist und ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat 

(Art. 50 VRG). Die Legitimation ist gegeben, wenn die Beschwerdeführerin 

als unterlegene Bewerberin eine reelle Chance hat, bei Gutheissung ihres 

Rechtsmittels den Zuschlag zu erhalten oder wenn die Gutheissung der 

Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens führt, in 

welchem sie ein neues Angebot einreichen kann; ob dies zutrifft, ist 

aufgrund der Begehren und Rügen der Beschwerdeführerin zu beurteilen. 

Die Legitimation ist in diesem Sinne zu verneinen, wenn beispielsweise 

der viertrangierte Anbieter lediglich den Ausschluss des Zuschlags-

empfängers verlangt, jedoch zu bejahen, wenn dieser Anbieter beispiels-

weise den Ausschluss aller vor ihm stehenden Konkurrenten oder die 

Wiederholung des gesamten Verfahrens fordert (vgl. BGE 141 II 14 E.4.1 

m.w.H.). Im konkreten Fall ist die Beschwerdeführerin gemäss 

Auswertung der Vergabebehörde mit 350 Punkten zweitplatziert hinter der 

Zuschlagsempfängerin mit 360 Punkten (vgl. Beurteilungskriterien 

Schneeräumung [Bg-act. 9]). Mit ihren Rügen, wonach sie in einzelnen 

Zuschlagskriterien besser hätte bewertet werden müssen als die 

Zuschlagsempfängerin, würde die Beschwerdeführerin diese im Erfolgsfall 

überholen und an ihrer Stelle die beste Bewertung erlangen. Die 

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Beschwerdeführerin ist somit legitimiert und folglich ist auf die im Übrigen 

frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 56 Abs. 1 IVöB i.V.m. 

Art. 1 Abs. 2 VRG und Art. 56 Abs. 1 IVöB i.V.m. Art. 38 VRG) grundsätz-

lich einzutreten. Ob die einzelnen Rügen rechtzeitig erhoben wurden, wird 

nachfolgend zu prüfen sein.

1.4. Die Überprüfung von Vergabeentscheiden beschränkt sich gemäss Art. 56 

Abs. 3 IVöB auf Rechtsverletzungen inklusive Überschreitung oder 

Missbrauch des Ermessens sowie auf unvollständige oder unrichtige 

Sachverhaltsfeststellungen. Die Angemessenheit des angefochtenen 

Entscheids kann im Rahmen des Beschwerdeverfahrens hingegen nicht 

überprüft werden (Art. 56 Abs. 4 IVöB). Das Verwaltungsgericht kann 

daher sein Ermessen nicht an die Stelle jenes der Vorinstanz 

(Vergabebehörde) setzen. Vielmehr hat es, so die verwaltungsgerichtliche 

Rechtsprechung, Lösungen der Vergabebehörde zu akzeptieren, die mit 

sachlichen Gründen vertretbar sind, auch wenn eine andere Lösung als 

zweckmässiger erschiene (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts [VGU] U 23 

39 vom 11. Juli 2023 E.1.4 m.w.H.). Gerade bei Fragen der Bewertung der 

einzelnen Angebote aufgrund der ausgewählten Zuschlagskriterien 

kommt der Vergabebehörde praxisgemäss ein weiter Ermessens-

spielraum zu und auch bei Fragen technischer, technologischer, (bau-)

physikalischer und methodologischer Art oder bei Eignungs- und 

Angebotsbewertungen ist die Kognition praktisch auf Willkür begrenzt (vgl. 

PVG 2001 Nr. 45; VGU U 22 64 vom 13. Dezember 2022 E.4.6, U 21 53 

vom 26. Oktober 2021 E.1.5, U 21 14 vom 24. Juni 2021 E.3). Das Gericht 

kann nur dort eingreifen, wo eine Bewertung erwiesenermassen falsch 

und sachlich nicht haltbar ist. Voraussetzung für ein Eingreifen und eine 

Korrektur ist der Nachweis einer willkürlichen, sachlich nicht zu 

rechtfertigenden Bewertung eines Kriteriums (VGU U 23 39 vom 

29. August 2023 E.1.4 m.w.H.).

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1.5.1. Die Beschwerdeführerin stützt sich auf die Bestimmung von Art. 53 Abs. 2 

IVöB, wonach Anordnungen in den Ausschreibungsunterlagen, deren 

Bedeutung erkennbar ist, zusammen mit der Ausschreibung angefochten 

werden müssten, und schliesst daraus im Umkehrschluss, dass im 

Einladungsverfahren – mangels Ausschreibung – die Ausschreibungs-

unterlagen nicht selbständig anzufechten seien. Folglich seien die 

Ausschreibungsunterlagen im Gegensatz zur Ausschreibung auch nicht 

alleine im Katalog der zulässigen Beschwerdeobjekte von Art. 53 Abs. 1 

IVöB aufgeführt. Die Beschwerdeführerin unterlegt ihren Standpunkt mit 

verschiedenen Literatur- und Judikaturstellen. In ihrer Replik bringt die 

Beschwerdeführerin zusätzlich vor, dass nur eine öffentliche Ausschrei-

bung in den vorgeschriebenen Publikationsorganen bezüglich der 

Ausschreibung und der Ausschreibungsunterlagen Rechtswirkung 

erzeuge. Mit der Publikation in der Lokalzeitung sei die Ausschreibung im 

offenen Verfahren vorgenommen worden. Diese sei aber fehlerhaft erfolgt, 

da die Publikationsvorschriften, u.a. die Veröffentlichung auf simap.ch, 

nicht eingehalten worden seien. Gemäss verwaltungsgerichtlicher Recht-

sprechung liege folglich eine nicht den Vorschriften entsprechende 

Vergabeart vor, was einen derart schwerwiegenden Rechtsmangel 

darstelle, der von Amtes wegen zu beachten sei und zur Aufhebung der 

Verfügung führe. Die Beschwerdegegnerin interpretiert Art. 53 Abs. 1 

IVöB hingegen so, dass dieser eine unter vormaligem Recht im Gesetz 

ungelöste Frage klar und eindeutig umschriebe: Demnach bilde die 

Ausschreibung des Auftrags das Anfechtungsobjekt einer Beschwerde 

(Art. 53 Abs. 1 lit. a IVöB); Anordnungen in den Ausschreibungsunterlagen 

müssten zusammen mit der Ausschreibung angefochten werden. 

Ungeachtet der Verfahrensart gelte dies auch im Einladungsverfahren, 

weshalb die Rüge bezüglich die Ausschreibungsunterlagen verspätet 

erfolgt sei. Die von der Beschwerdeführerin zitierte Rechtsprechung gehe 

an der Sache vorbei, weil sie sich auf eine überholte Rechtslage stütze.

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1.5.2. Unter den Parteien unbestritten blieb, dass die Vergabe der Winterdienst-

arbeiten im Einladungsverfahren erfolgte (vgl. Ziff. 1.3 der Unterlagen zur 

Offerteinreichung [Bg-act. 3]). Die Veröffentlichung des Einladungs-

verfahrens im Publikationsorgan der Gemeinde G._____ macht die 

Einladung nicht zu einer solchen im offenen Verfahren (vgl. Art. 18 IVöB). 

Ein Verfahrensfehler liegt demnach – entgegen den Ausführungen der 

Beschwerdeführerin – nicht vor. Aus diesem Grund fehlt der 

Argumentation der Beschwerdeführerin auch die Grundlage in Bezug auf 

die angeblich fehlerhafte Publikation und deren Folgen. Die Beschwerde-

führerin vermischt in ihrer Argumentation unterschiedliche Praxen des 

Bundesverwaltungsgerichts betreffend das Bundesgesetz über das 

öffentliche Beschaffungswesen (BöB; SR 172.056.1) und der kantonalen 

Verwaltungsgerichte für Ausschreibungen nach der alten IVöB bzw. der 

kantonalen Submissionsgesetze (vgl. dazu die Zusammenfassung von 

ZOBL, in: TRÜB (Hrsg.), Handkommentar zum Schweizerischen 

Beschaffungsrecht, Zürich et al. 2020, Art. 53 Rz. 20). Die Fragestellung 

ist aber – wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt – nach neuem, 

hier anwendbarem Recht, überholt, weil das revidierte Recht die bislang 

uneinheitliche Praxis klarstellt, als Anordnungen in den Ausschreibungs-

unterlagen zusammen mit der Ausschreibung angefochten werden 

müssen, soweit deren Bedeutung erkennbar war (Art. 53 Abs. 2 IVöB; 

ZOBL, a.a.O., Art. 53 Rz. 21). 'Ausschreibungsunterlagen' ist ein 

Oberbegriff, der nicht nur die Unterlagen bei öffentlichen Ausschreibungen 

(d.h. Beschaffungen im offenen und selektiven Verfahren), sondern auch 

die Unterlagen bei Einladungsverfahren abdeckt (Art. 20 Abs. 2 IVöB; vgl. 

dazu auch Art. 36 Musterbotschaft IVöB S. 76, abrufbar unter: 

https://www.bpuk.ch/fileadmin/Dokumente/bpuk/public/de/konkordate/ivo

eb/ivoeb_2019/DE_Musterbotschaft_IVoeB_inkl._Vereinbarungstext_und

_Anhaenge_1-4.pdf; ZOBL, a.a.O., Art. 53 Rz. 19). Verzichtet eine 

Anbieterin auf die Anfechtung von solchen Anordnungen trotz ihrer 

Erkennbarkeit, so verwirkt sie ihr diesbezügliches Beschwerderecht; auf 

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dergestalt verwirkte Rügen hat das Gericht nicht einzutreten (ZOBL, a.a.O., 

Art. 53 Rz. 21).

1.5.3. Im vorliegenden Fall war es der Beschwerdeführerin offensichtlich 

möglich, die in den Ausschreibungsunterlagen festgehaltene und ihrer 

Ansicht nach falsche Gewichtung des Zuschlagskriteriums 'Preis' bereits 

bei Erhalt der Unterlagen zur Offerteinreichung (vgl. Schreiben vom 

26. April 2023 [Bf-act. 5]; Bg-act. 3) zu erkennen und auch separat 

anzufechten, zumal in den Ausschreibungsunterlagen mittels separater 

Rechtsmittelbelehrung und Verweis auf Art. 53 Abs. 1 lit. a IVöB eigens 

darauf hingewiesen wurde (vgl. dazu BEYELER, Vergaberechtliche 

Entscheide 2018/2019, Rz. 373). Evident ist zudem, dass die 

Beschwerdeführerin die ihrer Ansicht nach zu tiefe Gewichtung des 

Preiskriteriums auch tatsächlich erkannt hatte, diesen Umstand aber nicht 

mittels Beschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten hat, sondern 

bloss im Begleitbrief zur Offerteingabe vom 12. Mai 2023 (vgl. Bg-act. 4) 

bei der Vergabebehörde selber kritisierte ("Gleichzeitig möchten wir 

höflichst erwähnen, dass die vorliegende Ausschreibung im offenen 

Verfahren [Art. 18 IVöB; BR 803.710] offenbar nicht wie gesetzlich 

vorgeschrieben im Simap und im kantonalen Amtsblatt publiziert wurde 

[Art. 48 IVöB i.V.m. Art. 13 RvzEGzIVöB; BR 803.610]. Deshalb liegt 

möglicherweise ein schwerwiegender Eröffnungsfehler vor. […]. Daneben 

möchten wir auch erwähnen, dass die in den Ausschreibungsunterlagen 

vorgenommene Gewichtung des Zuschlagskriteriums 'Preis' mit nur 30 

Prozent und der beiden Qualitätskriterien mit insgesamt 70 Prozent nicht 

der gefestigten Rechtsprechung des Kantons Graubünden entspricht. 

[…].). Dieses Schreiben stellt aber – wie die Vergabebehörde richtiger-

weise vorbringt – mangels Rechtsbegehren, Sachverhalt und Begründung 

keine rechtsgültige Beschwerde i.S.v. Art. 38 VRG dar und musste 

deshalb durch die Beschwerdegegnerin auch nicht zuständigkeitshalber 

an das Verwaltungsgericht weitergeleitet werden.

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Was die zeitliche Komponente betrifft, ist der Beschwerdeführerin zwar 

grundsätzlich zuzustimmen, dass die Beschwerdefrist für die Anfechtung 

der Offertunterlagen von 20 Tagen erst nach der Eingabefrist für die 

Offerte auslief, was grundsätzlich unglücklich ist. Nachdem die 

Beschwerdeführerin – nach Erhalt der Offertunterlagen – den hier 

gerügten Mangel aber offenkundig vor Ablauf der 20 Tage erkannte und 

diesen mit der Offerteinreichung in einem Begleitschreiben eingehend 

kritisierte (vgl. Bg-act. 4), wäre es ihr ohne Weiteres zumutbar gewesen, 

diesen auch trotz Abgabe eines Angebots innert der in der Ausschreibung 

angegebenen 20 Tage separat anzufechten (vgl. BEYELER, a.a.O., 

Rz. 373). Da dies vorliegend aber unbestrittenermassen nicht geschah, 

erfolgte die Rüge betreffend falscher Gewichtung des Preises verspätet 

(vgl. ZOBL, a.a.O., Art. 53 Rz. 24). Es verstiesse gegen Treu und Glauben, 

wenn solche Einwände gegen die Ausschreibung, z.B. wegen einer 

fehlerhaften Bewertungsmethode, erst mit der Beschwerde betreffend den 

Zuschlag geltend gemacht würden (vgl. zum alten Recht u.a. BGE 125 I 

203; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-879/2020 vom 26. März 

2020 E.1.2). Auf diese Rüge ist somit aufgrund Verwirkung bzw. 

Fristablauf nicht einzutreten. Ob eine Gewichtung des Preiskriteriums von 

30 % rechtens ist oder nicht, kann damit offen gelassen werden.

1.6. Der prozessuale Antrag der Beschwerdeführerin auf Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung entfällt mit der materiellen Beurteilung des 

Streitfalles.

2.1. Die Beschwerdeführerin rügt in materieller Hinsicht einerseits die 

Anwendung einer falschen Verfahrensart durch die Vergabebehörde. So 

gebe es etwa das Einladungsverfahren und das offene Verfahren, aber 

nichts dazwischen. Indem die Vergabebehörde Elemente der beiden 

Verfahrensarten vermische, sei das Vergabeverfahren mit einem derart 

schwerwiegenden Rechtsmangel behaftet, dass das Gericht hier von 

Amtes wegen einschreiten müsse. Die Beschwerdegegnerin hält dem 

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entgegen, dass sie mit ihrem Vorgehen lediglich allfällig interessierte 

Anbieter von Winterdienstarbeiten im Einzugsgebiet der Gemeinde habe 

eruieren wollen. Sie habe aber von Beginn weg die Regeln des 

Einladungsverfahrens für anwendbar erklärt und damit Klarheit 

geschaffen. Die konkrete Einladung bzw. Eröffnung des Wettbewerbs 

erfolgte dann mit der Abgabe der Offertformulare inkl. Beilagen an die 

Anbieter.

2.2. Unter den Parteien unstrittig ist, dass die Ausschreibung im Einladungs-

verfahren erfolgte. Das Vorgehen mittels Veröffentlichung des 

Einladungsverfahrens im Publikationsorgan der Gemeinde G._____ (vgl. 

Bg-act. 2) ist zwar etwas ungewöhnlich, aber sicherlich zulässig, zumal die 

Beschwerdegegnerin dadurch zusätzliche Erkenntnisse gewinnen kann, 

wer für den Auftrag in Frage kommt. Die Veröffentlichung des Einladungs-

verfahrens im Publikationsorgan der Gemeinde macht die Vergabe der 

Winterdienstarbeiten aber nicht zu einer solchen im offenen Verfahren 

(vgl. Art. 18 IVöB). Aus diesem Grund fehlt der Argumentation der 

Beschwerdeführerin die Grundlage in Bezug auf die angeblich fehlerhafte 

Publikation und deren Folgen. Auch der Hinweis auf ein Einschreiten des 

Gerichts von Amtes wegen ist unbehelflich, ist doch das Einladungs-

verfahren offensichtlich die im vorliegenden Fall korrekte Verfahrensart, 

zumal sich die eingereichten Angebote im Rahmen von rund 

CHF 110'000.-- und CHF 190'000.-- bewegen, mithin also unterhalb des 

für Dienstleistungen im Einladungsverfahren vorgegebenen Schwellen-

wertes von CHF 250'000.-- (vgl. Art. 20 Abs. 1 IVöB, Anhang 2). Diese 

Rüge ist somit abzuweisen.

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3.1. Die Beschwerdeführerin rügt weiter eine falsche Bewertung im 

Unterkriterium 'Zeit zum Einsatzort'. Sie habe dort '5 Minuten' angegeben 

und dennoch dafür keine Punkte erhalten. Richtigerweise hätte sie dort 

5 Punkte multipliziert mit der Gewichtung von 10, somit 50 Punkte erhalten 

sollen, womit sie insgesamt eine höhere Punktezahl erreicht hätte als die 

Zuschlagsempfängerin. Die Vergabebehörde entgegnet diesem Vorwurf, 

dass bei der gerügten Angabe im Devis nicht die 'Zeit zum Einsatzort' bei 

den eingesetzten Fahrzeugen anzugeben gewesen sei, sondern die 'Zeit 

zum Einsatzort' der Ersatzfahrzeuge. Weil bei allen drei Anbietern die 

Reaktions- bzw. Einsatzzeit für die Ersatzfahrzeuge mit weniger als 

15 Minuten angegeben worden sei, seien sie hinsichtlich der Bewertung 

auch alle gleich zu behandeln gewesen. Ob sie alle mit 10 Punkten oder 

– wie vorliegend –mit 0 Punkten bewertet worden seien, mache im 

Ergebnis keinen Unterschied.

3.2. Der Vergabebehörde ist grundsätzlich zuzustimmen, obschon es einleuch-

tender gewesen wäre, bei Erfüllen der geforderten 'Zeit zum Einsatzort' an 

alle Anbieter die volle Punktzahl von 10 anstatt 0 Punkten zu vergeben. Im 

Ergebnis aber ist allein entscheidend, dass alle drei Anbieter gleich 

behandelt wurden resp. die Beschwerdeführerin gegenüber der 

Zuschlagsempfängerin nicht benachteiligt wurde. Demnach ist auch diese 

Rüge abzuweisen.

4.1. Weiter rügt die Beschwerdeführerin, dass sie beim Zuschlagskriterium 

'Qualität des Anbieters' im Unterkriterium 'Erfahrung und Referenzen' auf 

einer Skala von 0 – 5 Punkten mit nur 3 Punkten – entsprechend 'keiner 

o. neutrale Erfahrung' bewertet worden sei, was unhaltbar sei, habe die 

Beschwerdeführerin doch während Jahrzehnten für die Gemeinde, den 

Kanton und private Unternehmungen den Winterdienst besorgt und das 

stets zur vollen Zufriedenheit der Besteller, was auch mit 

Referenzschreiben in der Offerte belegt sei. Die Beschwerdeführerin sei 

in diesem Kriterium mit 5, mindestens aber mit 4 Punkten zu bewerten, 

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womit sie aufgrund der Gewichtung von 20 % dieses Kriteriums die 

Zuschlagsempfängerin überhole und ihr der Zuschlag zuzusprechen sei. 

In der Replik räumte die Beschwerdeführerin ein, dass es ein einziges Mal 

zu einem Schadensereignis gekommen sei, welches aber von ihrer 

Versicherung vollständig getragen worden sei; sämtliche weiteren 

Vorwürfe bestritt sie hingegen. Im Übrigen sei nicht nachvollziehbar, 

weshalb die Zuschlagsempfängerin, welche über viel weniger Erfahrung 

im Winterdienst verfüge als sie, die maximale Punktezahl erreicht habe. 

Die Beschwerdegegnerin verweist ihrerseits auf den Umstand, dass die 

Auftragsarbeiten der Beschwerdeführerin in den vergangenen Jahren 

mehrfach zu Beanstandungen geführt hätten, sodass sie seitens der 

Gemeinde sogar schriftlich auf ihre Vertragsverpflichtungen und 

Unterlassungen habe aufmerksam gemacht werden müssen. Diese 

Situation habe zu einer Grundbewertung von 2 Punkten geführt, welche 

angesichts anderer, ansprechender Referenzen auf 3 Punkte erhöht 

worden sei. Angesichts der Reklamationen und einer schriftlichen 

Massregelung könne nicht davon gesprochen werden, dass diese 

Bewertung rechtsungleich, missbräuchlich oder unsachlich sei. In ihrer 

Duplik verwies die Beschwerdegegnerin auf ihr Schreiben vom 

22. November 2021, auf welches die Beschwerdeführerin nicht reagiert 

und damit die Vorwürfe akzeptiert habe. Im Übrigen würden in 

kleinräumigen Verhältnissen wie hier nicht jede noch so kleine 

Beanstandung schriftlich abgemahnt, weshalb keine weiteren 

Abmahnungen vorlägen.

4.2. Mit Schreiben vom 22. November 2021 (Bg-act. 1) hielt die Beschwerde-

gegnerin der Beschwerdeführerin gravierende Versäumnisse und Mängel 

bei der Ausführung des Auftrags betreffend die Fraktionen D._____, 

F._____ und M._____ vor. Dabei stellte die Beschwerdegegnerin sogar 

die Vertragskündigung in den Raum für den Fall, dass die Beschwerde-

führerin ihre vertraglichen Verpflichtungen auch künftig nicht einhalte. 

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Diese Mahnung ist zumindest schriftlich unwidersprochen geblieben. 

Sollten derart gravierende Vorwürfe haltlos sein, wäre mit einer 

schriftlichen Bestreitung bzw. einer Gegendarstellung zu rechnen, welche 

hier aber offenbar unterblieb. Die von der Beschwerdeführerin als Zeugen 

angebotenen Busfahrer des lokalen Taxidienstes I._____, welche die 

Arbeit der Beschwerdeführerin auf dem Gebiet von F._____ schätzten und 

lobten, sind in der vorliegenden Sache nicht zielführend, da nicht die 

Begründetheit der Vorwürfe der Beschwerdegegnerin betreffend, weshalb 

auf deren Befragung in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden 

kann (vgl. BGE 144 V 361 E.6.5, 141 I 60 E.3.3, 136 I 229 E.5.3). Mit einer 

Basisbewertung von 2 Punkten sowie einem zusätzlichen Punkt aufgrund 

anderer, positiver Referenzen hat die Beschwerdegegnerin im Rahmen 

ihres Ermessens eine sachlich nachvollziehbare Bewertung 

vorgenommen. Dasselbe kann in Bezug auf die bessere Bewertung der 

Zuschlagsempfängerin gesagt werden, waren doch dort gemäss Akten 

keine negativen Vorkommnisse zu berücksichtigen. Allein die Tatsache, 

dass die Beschwerdeführerin über mehr Erfahrungsjahre verfügt als die 

Zuschlagsempfängerin, kann für sich allein gesehen nicht zu einer 

höheren Bewertung führen. Insofern ist es auch gerechtfertigt, dass ein 

Unternehmen mit einem weniger langen, aber insgesamt einem repräsen-

tativen Erfahrungshorizont die maximale Punktezahl erreichen können 

soll. Die Bewertung der Beschwerdegegnerin des Qualitätskriteriums 

'bisherige Erfahrung der Gemeinde und Referenzen bzgl. Qualität' erweist 

sich somit als sachlich nachvollziehbar und im Rahmen des grossen 

Ermessensspielraumes der Vergabebehörde auch als haltbar bzw. 

rechtlich korrekt. Aufgrund dessen ist auch diese Rüge abzuweisen.

4.3. Zusammenfassend dringt die Beschwerdeführerin mit keiner ihrer Rügen 

durch. Der Vergabeentscheid der Beschwerdegegnerin erweist sich 

demnach als rechtmässig, womit die Beschwerde abzuweisen ist, soweit 

überhaupt darauf einzutreten ist.

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5.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten in Anwendung von 

Art. 73 Abs. 1 VRG zu Lasten der Beschwerdeführerin. Die Staatsgebühr 

wird angesichts der Höhe des Beschaffungswertes (Auftragsvolumen) von 

gerundet CHF 110'000.-- und einer mittleren Komplexität der sich 

stellenden Rechtsfragen durch das streitberufene Gericht ermessens-

weise auf CHF 2'000.-- festgesetzt (vgl. dazu etwa VGU U 17 42 vom 

22. August 2017 [Beschaffung Kommunaltransporter]).

5.2. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 

betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel 

keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen 

Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein 

Anlass, weshalb der obsiegenden Beschwerdegegnerin keine 

aussergerichtliche Entschädigung zuzusprechen ist. Die Beigeladene hat 

am Verfahren nicht teilgenommen, weshalb sie ebenfalls keinen Anspruch 

auf eine Parteientschädigung hat.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 2'000.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 479.00

zusammen CHF 2'479.00

gehen zulasten der A._____ SA.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung].

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5. [Mitteilung].

Mit Urteil 2C_657/2023 vom 4. September 2025 hat das Bundesgericht die gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde gutgeheissen.