# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c3544b4-7123-5fc5-aac2-f5f2dba8ee09
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1985-07-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.07.1985 II. ZK Nr. 83 Z/85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_II--ZK-Nr--83-Z-85_1985-07-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. ZIVILKAMMER 

ZK Nr. 83 Z/85 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Müller, Vorsitzender, 

Frank und Dr. Spirig sowie ao. Obergerichtssekre-

Dr. Tinner. 

Vor~rteil vom 9. Juli 1985 

in Sachen 

 AG  Zürich, 

  

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr.   

gegen 

 

  

Kläger und Appellat, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur.   

 

subst. durch lic.iur.   daselbst, 

betreffend Forderung 

998 

A._____ B._____

X._____

C._____

Y1._____

Y2._____

- 2 -

Berufung gegen ein Vorurteil des Bezirksgerichtes 

Abteilung, vom 8. Februar 1985 -

(Proz. Ziv. 47/1984) 

Rechtsbegehren: 

"Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger 
gegen Uebertragung seines Aktienpaketes - beste-
hend aus einer Namenaktie von nom. Fr. 6'000.--
und acht Namenaktien von nom. je Fr. 2'000.--
denjenigen Kaufpreis zu bezahlen, wie er nach 
Durchführung des Beweisverfahrens vom Kläger 
noch beziffert werden wird, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten." 
(act. 30 S. 2) 

Entscheid der Vorinstanz: 

Das Gericht erkennt: 

"l. Das ins Recht gelegte Schreiben der Kontroll-
stelle an den Kläger vom 28. April 1982 stellt 
keine für den Kläger verbindliche Schätzung 

999 

des Wertes der von der Beklagten zu übernehmen-
den Aktien dar. 

2. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungs-
folgen bleibt·dem Endentscheid vorbehalten." 
(act. 30 S. 13) 

Berufungsanträge: 

der Beklagten und Appellantin 

"l. Es sei der angefochtene Vorentscheid aufzu-
heben. 

2. Es sei die Klage vollumfänglich abzuweisen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 
(act. 36 S. 2) 

des Klägers und Appellaten 

"Es sei die von der Beklagten geqen das Vorurteil 
des Bezirksgerichtes Borgen vom 8. Februar 1985 
erhobene Berufung vollumfänglich abzuweisen, unter 

- 3 -

Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten 
der Beklagten." 
(act. 39 S. 2) 

Das Gericht zieht in Erwägung: 

1. Der am  1981 verstorbene -

1000 

vermachte in seinem Testament dem Kläger - wel-

her, nach Angabe des Willensvollstreckers, Rechtsan-

der Neffe des Erblassers ist - seine 

esarnte Beteiligung an der Beklagten, d.h. die im Rechts-

egehren angeführten vinkulierten Aktien (act. 4/5). Mit 

chreiben vorn 20. August 1981 ersuchte der Willensvoll-

Beklagte um Eintragung des Klägers als neuen 

Aktienbuch oder um ihre Mitteilung, ob die 

Verwaltung oder einzelne Aktionäre gestützt auf Art. 686 

Abs. 4 OR "die Aktien zum 'wirklichen Wert' (= Verkehrs-

irn heutigen Zeitpunkt übernehmen" wollten (act. 

Am 15. März 1982 beschloss die Generalversammlung 

der Beklagten, dem Kläger die Eintragung als neuem 

Aktionär im Aktienbuch zu verweigern. Zur Begründung 

hatte der in diesem Sinne Antrag stellende Verwaltungs-

ausgeführt, der Kläger sei nur der Neffe der Magd 

Erblassers und habe mit der Beklagten nicht die ge-

ringste Beziehung. Der Verwaltungsrat habe beschlossen, 

dem Kläger Fr. 83'800.-- zu offerieren und habe dies dem 

Willensvollstrecker am 6. Oktober 1981 mitgeteilt, worauf 

der Kläger mit Schreiben vorn 31. Oktober 1981 di-

urn die Eintragung ins Aktienbuch beworben habe 

(act. 4/10 = act. 4/19/4). Anschliessend bemühte sich 
Kläger darum, Unterlagen, insbesondere die Statuten 

Beklagten, Bilanzen, "Berechnungsgrundlagen für den 

inneren Wert der Aktien", zu erhalten (act. 4/11 ff.). 

Als sein Rechtsvertreter am 8. Oktober 1982 um Bekannt-

tt.mm. D._____

walt Dr. E._____

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Kontrollstelle ersuchte (act. 4/12), gab die 

in ihrem Antwortschreiben vom 20. Oktober 1982 

nrem Erstaunen über dieses Ersuchen Ausdruck; sie wies 

1001 

ihre Kontrollstelle -  , 

Immobilien-Treuhänder - habe am 28. April 

dem Kläger den Aktienwert der Gesellschaft schrift-

mi tgetei lt (act. 4/15). Damit bezog sich die Be-

lagte auf das als act. 12 bei den Akten liegende Schrei-

Empfang der Kläger bestreitet. Da sich die-

mit der Bewertung der Aktien gemäss dem Schreiben 

Kontrollstelle vom 28. April 1982 (Fr. 83'800.--) 

nicht abfand, erhob er die vorliegende Klage. 

2. Entsprechend dieser Sachlage hat der Kläger im 

Rechtsbegehren den geforderten "Kaufpreis" nicht be-

Da die Abklärung des objektiven Wertes der Ak-

eigentlichen Prozessgegenstand bildet, ist 

dieses Vorgehen nicht zu beanstanden (ZR 42 Nr. 58 S. 

199; Komm. Sträuli/Messmer, N 15 zu § 61 ZPO). Der Klä-

ger wird die Bezifferung spätestens nach Durchführung 

allfälligen Beweisverfahrens nachzuholen haben 

Abs. 2 ZPO). Jedenfalls aber besteht kein Zweifel, 

das Rechtsbegehren den für die Zulassung der Beru-

erforderlichen Streitwert von mehr als Fr. 5'000.--

erreicht (§ 259 ZPO). Dann aber sind auch die Voraus-

setzungen für die Anfechtbarkeit eines blossen Vorurteils 

in der Streitsache, wie es die Vorinstanz gefällt hat, 

(§ 259 Abs. 1 ZPO). 

3. Streitig ist in zweiter Instanz die durch das an-

gefochtene Urteil entschiedene Frage, ob das erwähnte 

Schreiben der Kontrollstelle vom 28. April 1982 (act. 12) 

eine für den Kläger verbindliche Schätzung des Wertes 

der von der Beklagten zu übernehmenden Aktien im Sinne 

Art. 686 Abs. 4 OR darstelle oder nicht. Die Beklag-

te bejahte diese Frage im erstinstanzlichen Verfahren 

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1, 

F._____

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1002 
sich auf den Standpunkt, gegen die Preis-

durch die Kontrollstelle sei kein Rechts-

ittel gegeben (act. 11 S. 2 ff.). Sie macht auch in der 

erufungsbegründung geltend, wenn der wirkliche Wert der 

durch die Kontrollstelle verbindlich festgelegt 

sei, wofür sie weitgehend ihre in erster Instanz 

vorgebrachten Argumente wiederholt, so sei der Prozess 

ntschieden und die Klage abzuweisen (act. 36 S. 2 ff.). 

ie Frage, ob dies die unmittelbare Folge wäre oder ob 

nicht trotzdem noch ein rechtliches Interesse des Klägers 

an der urteilsmässigen Verpflichtung der Beklagten zur 

festgestellten Gegenleistung für die Uebernahme der 

wäre, kann in diesem Zusammenhang offen 

bleiben, denn das angefochtene Urteil entspricht, wie im 

folgenden zu zeigen sein wird, der Sach- und Rechtslage. 

4. Die Beklagte stützt ihren Standpunkt im wesent-

lich~n auf § 7 ihrer Statuten, der wie folgt lautet 

(act. 4/4): 

"§ 7. Die Uebertragung von Aktien und die Eintragung 
im Aktienbuch bedarf der Zustimmung des Ver-
waltungsrates. Dieser kann die Zustimmung vor-
behältlich Art. 686 Abs. 4 OR ohne Angaben von 
Gründen verweigern. In jedem Fall steht den 
Betroffenen innert 10 Tagen seit der Mittei~ 
lung gerechnet ein Rekursrecht an eine a.o. 
Generalversammlung offen, welche endgültig 
mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden Aktio-
näre entscheidet. 

Insbesondere steht den Aktionären ein Vorkaufs-
recht auf zum Verkaufe angebotene Aktien zu, 
wobei als üebernahmepreis der von der Kontroll-
stelle zu ermittelnde wahre Wert der Aktien 
zu bezahlen ist, sofern sich die Parteien da-
rüber nicht direkt verständigen. Dieses Vor-
kaufsrecht besteht auch im Falle der Zwangs-
verwertung und des Erbganges, sofern nicht ein 
Erbe diese Aktien erwerben will. 

Die Vorschriften betreffend die Veräusserung 
von Aktien gelten sinngemäss auch für den Fall 
der Verpfändung." 

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II 

- 6 -

Demgegenüber hat das erstinstanzliche Verfahren 

olgendes ergeben, wofür im einzelnen und ergänzend auf 

ie zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz samt Hin-

eisen auf Literatur und Rechtsprechung verwiesen wer-

en kann (§ 161 GVG): Eine Schiedsabrede, welche den 

Gleichberechtigung der Parteien verletzt 

ZPO) , ist nichtig und ein gestützt darauf 

rgangener Schiedsspruch auf dem Rechtsmittelweg an-

echtbar. Dementsprechend darf auch bei der Wahl der 

keiner Partei eine Vorzugsstellung ein-

1003 

(§ 242 Abs. 2 ZPO), was für die Bestellung 

Schiedsgutachters ebenfalls gilt (§ 258 Abs. 2 

Im vorliegenden Fall hätte nach Darstellung der 

eklagten bzw. nach § 7 ihrer Statuten die von ihr ge-

ählte Kontrollstelle die Funktion eines Schiedsge-

Schiedsgutachters für Streitigkeiten zwi-

der AG und einem Erwerber von Aktien, der selber 

stimmberechtigt ist. Damit wäre der Beklagten eine 

Vorzugsstellung eingeräumt, die den Grundsatz der Gleich-

berechtigung der Parteien nicht wahrt. Die Kontroll-

stelle ist notwendiges Organ und damit Bestandteil der 

Forstmoser, Die aktienrechtliche Verantwort-

Zürich 1978, S. 116, 139; Kurt Bättig, Die Ver-

antwortlichkeit der Kontrollstelle im Aktienrecht, 

Diss. St. Gallen 1976, S. 2; Hans Heinrich Weber, Die 

Kontrollstelle der Aktiengesellschaft nach geltendem 

Recht, insbesondere das Problem der Unabhängigkeit im 

aktienrechtlichen Prüfungswesen, Diss. Zürich 1961, S. 3). 

In dieser Sicht ist denn auch im Verhältnis zu dem in der 

AG nicht stimmberechtigten Kläger der in der 

Berufungsbegründung hervorgehobene Gesichtspunkt völlig 

ohne Belang, die von den Aktionären im Rahmen der General-

versammlung gewählte Kontrollstelle nehme in der Bezie-

ung Verwaltung/Aktionäre eine Vertrauensstellung ein, 

Und zwar auf der Seite des Aktionärs (act. 36 S. 3/4). 

- 7 - 1004 

5. Doch selbst dann, wenn § 7 der Statuten hinsicht-

der Entscheidungsbefugnis der Kontrollstelle als un-

nfechtbar betrachtet würde, ist folgendes zu berücksich-

der Feststellung des Wertes der Aktien im 

von Art. 686 Abs. 4 OR geht es um die Feststellung 

Tatsache, welche für das Rechtsverhältnis der ?ro-

zessparteien erheblich ist, sodass das Schreiben der Kon-

trollstelle vom 28. April 1982 (act. 12) nicht als Schieds-

sondern ausschliesslich als Schiedsgut-

achten in Betracht zu ziehen ist (§ 258 ZPO). Auch ein 

solches ist nur dann verbindlich, wenn es "ordnungsgemäss 

zustande gekommen ist" (§ 258 Abs. 2 ZPO). Diese Voraus-

erfüllt, wenn den Parteien keine Ge-

legenheit geboten worden ist, ihre Sache zu vertreten 

und zu gegnerischem Vorbringen Stellung zu nehmen (Komm. 

Sträuli/Messmer, N 6 zu § 258 ZPO). Eine solche Wahrung 

Gehörs des Klägers behauptet selbst die 

nicht. In der Berufungsbegründung räumt sie 

vielmehr ein, da es hier "nur um die Bewertung der Ak-

tien" gegangen sei, habe "der Schiedsrichter zu Recht 

auf ein kompliziertes Verfahren mit Schriftenwechsel etc. 

verzichtet und aus seiner Fachkenntnis heraus den Ent-

scheid gefällt" (act. 36 S. 4). Dabei kommt - und damit 

ist auch das letztere Argument widerlegt - noch hinzu, 

Kontrollstelle der Beklagten die Wertangabe 

in ihrem Schreiben vom 28. April 1982 an den Kläger zur 

Hauptsache auf die steuerliche Bewertung der Aktien ab-

( act. 12), und dass sie in einem Antwortschreiben 

März 1984 an den Kläger (act. 18) ausdrücklich 

erklärte "nie einen Auftrag zur Berechnung des inneren 

Wertes der Aktien  AG" erhalten zu haben. 

Damit brachte die Kontrollstelle ihrerseits zum Ausdruck, 

die Vergütung für die von der Beklagten zu übernehmenden 

nicht als "wirklichen Wert" im Sinne von Art. 686 

4 OR angegeben, ihr Schreiben vom 28. April 1982 

nicht als Schiedsgutachten zur Wertbestimmung im 

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B._____

- 8 -

genannten (zwingenden) Vorschrift betrachtet 

Die Frage, wann der Beklagte vom besagten 

Kenntnis erhalten hat, kann bei dieser Sach-

offen bleiben. 

Ebensowenig ist von Bedeutung, dass der Kläger, 

man die Statuten für ihn als Rechtsnachfolger 

insoweit überhaupt als verbindlich be-

trachtet, wie die Vorinstanz (Urteil S. 7) und die Be-

klagte annehmen ( act ~·. 3 6 S. 2) ,   als 

Schiedsgutachter hätte ablehnen können, es aber nicht 

getan hat (act. 36 S. 6). Gemäss § 258 Abs. 2 ZPO ge-

nügt schon der Umstand als solcher, dass der Gutachter 

als Schiedsrichter hätte ausgeschlossen oder abgelehnt 

werden können, für die Unverbindlichkeit des Schieds-

1005 

vorliegenden Fall kommt mit gleicher 

Wirkung hinzu, dass der Beklagten bei der Bestellung des 

Gutachters eine Vorzugsstellung eingeräumt wurde und 

Schiedsgutachten nicht ordnungsgemäss zustande 

gekommen ist (§ 258 Abs. 2 ZPO). 

Damit erweist sich die Berufung als unbegründet. 

6. Da das Berufungsverfahren im Gegensatz zum erst-

instanzlichen, durch einen Vorentscheid unterbrochenen 

Prozess ein abgeschlossenes Ganzes bildet, ist die zweit-

instanzliche Kosten- und Entschädigungsfolge endgültig 

zu regeln. Hinsichtlich des Streitwertes ist dabei zu 

berücksichtigen, dass es sich bei dem vom Kläger im erst-

im zweitinstanzlichen Verfahren genannten inneren 

Aktien von Fr. 732'000.-- (act. 2 S. 17; Prot. 

II S. 3), um eine blass vorläufige Schätzung handelt. 

Auf welche Höhe er seine Klage nach Du~chführung eines 

allfälligen Beweisverfahrens durch die Vorinstanz bezif-

fern wird, steht im heutigen Zeitpunkt noch nicht fest. 

Da es im übrigen vorliegend lediglich um die Frage der 

Verbindlichkeit des Schreibens der Kontrollstelle vom 

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F._____

- 9 -

1006 
s. April 1982 als Schiedsgutachten ging, scheint es 
erechtfertigt, für das Vorurteil entsprechend dem im 

etreffenden Schreiben genannten Betrag von einem Streit-

von rund Fr. 84'000.-- auszugehen. 

7. Das Vorurteil beruht auch auf der Anwendung von 

undesrecht. Gernäss Art. 50 OG ist unter den dort ge-

annten weiteren Voraussetzungen gegen einen selbstän-

digen Vorentscheid ausnahmsweise die Berufung zulässig, 

wenn dadurch sofort ein Endentscheid herbeigeführt und 

ein so bedeutsamer Aufwand an Zeit und Kosten für ein 

weitläufiges Beweisverfahren erspart werden kann, dass 

die gesonderte Anrufung des Bundesgerichtes gerechtfer-

tigt erscheint. Ueber das Vorhandensein dieser Voraus-

setzung entscheidet das Bundesgericht ohne öffentliche 

Beratung nach freiem Ermessen. Die voraussichtliche Zu-

lässigkeit der Berufung an das Bundesgericht ist indes-

sen im Hinblick auf die Rechtsmittelbelehrung gernäss 

188 GVG kurz zu erörtern: 

Würde, abweichend vorn Ergebnis des kantonalen Ver-

fahrens, die Stellungnahme der Kontrollstelle der Be-

klagten in ihrem Schreiben vorn 28. April 1982 (act. 12) 

als verbindliche Schätzung des Wertes der streitigen 

Aktien gernäss Art. 686 Abs. 4 OR beurteilt, so wäre da-

wie unter Erw. 3 angedeutet, über die Klage nicht 

weiteres im Sinne einer Abweisung entschieden 

(vgl. act. 36 S. 2). Das Rechtsbegehren lautet auf Ver-

pflichtung der Beklagten zur Zahlung eines - durch ein 

Beweisverfahren - festzustellenden Kaufpreises gegen 

Uebertragung des bezeichneten Aktienpaketes. Anderseits 

hat die Beklagte schon in der Klageantwort, abweichend 

ihrem Standpunkt in der Berufungsschrift (act. 36 

damit in Vernachlässigung des vorn Kläger ge-

forderten Beweisverfahrens über den Schätzungswert der 

Aktien, eingeräumt, die Klage könne "höchstens im Um-

fange der bereits vor zwei Jahren offerierten Fr. 

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3 1 800.-- geschützt werden, wobei aber der Kläger voll 

osten- und entschädigungspflichtig würde", denn er 

abe das Angebot nicht angenommen und verweigere den 

ollzug der Aktienübertragung; bei diesem Geschäft sei 

er vorleistungspflichtig (act. 11 S. 5). Dem hielt der 

1007 

in der erstinstanzlichen Replik entgegen, die Be-

habe ihm bisher kein korrektes Angebot unterbrei-

tet, sondern lediglich ein Trinkgeld offeriert (act. 17 

s. 10; vgl. auch act~ 2 S. 17). Dabei stellte er in 
der gleichen Rechtsschrift "der Klarheit halber noch-

mals fest, dass im vorliegenden Verfahren lediglich 

welchem Kaufpreis der Kläger sein Ak-

tienpaket an die Beklagte abzugeben hat" (act. 17 S. 4). 

Daraus ist zu schliessen, dass nach Auffassung 

Parteien das Rechtsbegehren dahin auszulegen ist, 

die für die Uebertragung des Aktienpakets an die 

Beklagte geschuldete Vergütung festzusetzen, sei es im' 

Sinne des Schreibens der Kontrollstelle vom 28. April 

1982 (act. 12), sei es - andernfalls - erst nach Durch-

führung eines Beweisverfahrens zur Feststellung des 

"wirklichen Werts" der Aktien (Art. 686 Abs. 4 OR). 

Dann aber erscheint die Berufung gegen das Vorurteil, 

unter Vorbehalt des Zulassungsentscheides des Bundesge-

richtes (Art. 50 OG), als zulässig. 

Demnach erkennt das Gericht: 

1. In Abweisung der Berufung wird im Sinne eines 

Vorurteils festgestellt, dass das ins Recht gelegte 

Schreiben der Kontrollstelle der Beklagten an den Klä-

ger vom 28. April 1982 keine für den Kläger verbind-

liche Schätzung des Wertes der von der Beklagten zu über-

nehmenden Aktien darstellt. 

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1008 

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren wird 

Fr. 1'500.-- festgesetzt; die übrigen Kosten betragen: 

173.50 Schreibgebühren 

56.-- Zustellungen und Porti 

28.-- Vorladungen. 

RE C 24905 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der 

eklagten auferlegt. 

4. Die Beklagte wird verpflichtet, den Kläger für 

Berufungsverfahren mit Fr. 3'500.-- zu entschädigen. 

5. Die Akten werden der Vorinstanz zur Weiterfüh-

des Verfahrens zurückgesandt. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und -

unter Rücksendung der-Akten - an das Bezirksgericht Hor-

II. Abteilung, je gegen Empfangsschein. 

7. Gegen diesen Entscheid kann innert dreissig Tagen 

dessen Empfang 

a) beim Kassationsgericht des Kantons Zürich, Post-

fach, 8023 Zürich, durch eine dem § 288 der Zivilpro-

zessordnung (ZPO) entsprechende Eingabe (im Doppel) kan-

tonale Nichtigkeitsbeschwerde im Sinne des § 281 ZPO 

werden. 

b) bei der II. Zivilkammer des Obergerichtes wegen 

Verletzung von Bundesrecht im Sinne des Art. 43 des Bun-

desgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege 

(OG) durch eine dem Art. 55 OG entsprechende Eingabe Be-

an das Schweizerische Bundesgericht erhoben wer-

Im Namen der II. Zivilkammer: 

Der Vorsitzende: 

Der ao. Sekretär: 

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