# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32a1e24f-cdb9-57f6-b44a-05b0bc56a08c
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-02-17
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 17.02.2022 RR.2021.114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2021-114_2022-02-17.pdf

## Full Text

Entscheid vom 17. Februar 2022 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Giorgio Bomio-Giovanascini und Cornelia Cova, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Schlegel, 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe-

rung,  

 

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Auslieferung an Polen 

 

Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG); unentgeltliche 

Rechtspflege (Art. 65 VwVG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2021.114 

Nebenverfahren: RP.2021.31  

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Das Justizministerium der Republik Polen ersuchte die Schweiz mit Schrei-

ben vom 1. Dezember 2020 um Auslieferung des polnischen Staatsangehö-

rigen A. zur Vollstreckung einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren (Reststrafe 1 

Jahr, 1 Monat und 4 Tage) wegen Betäubungsmitteldelikten (act. 4.1). 

 

 

B. Auf Ersuchen des Bundesamts für Justiz (nachfolgend «BJ») vom 20. Januar 

2021 (act. 4.2) übermittelten die polnischen Behörden mit E-Mail vom 

15. Februar 2021 eine Ergänzung zum formellen Auslieferungsersuchen 

(act. 4.3). 

 

 

C. Am 10. März 2021 wurde A. zum Auslieferungsersuchen einvernommen, wo-

bei er erklärte, auf die Durchführung des ordentlichen Auslieferungsverfah-

rens nicht zu verzichten (act. 4.4–4.5). Mit Schreiben vom 30. März 2021 

liess A. dem BJ eine schriftliche Stellungnahme einreichen (act. 4.10). 

 

 

D. Mit Auslieferungsentscheid vom 29. April 2021 bewilligte das BJ die Auslie-

ferung von A. an Polen im Sinne der Erwägungen für die dem Auslieferungs-

ersuchen des polnischen Justizministeriums vom 1. Dezember 2020, er-

gänzt am 15. Februar 2021, zugrundeliegenden Straftaten in Zusammen-

hang mit dem Kaufgeschäft von 998.84 g Amphetamin (act. 1.1, 4.11). Der 

Entscheid ist dem Rechtsbeistand von A. am 20. Mai 2021 zugegangen 

(act. 1.1, 4.12–4.13). 

 

 

E. Dagegen gelangt A., vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Schlegel, mit 

Beschwerde vom 21. Juni 2021 an die Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts und stellt folgende Anträge (act. 1): 

 

1. In Gutheissung der vorliegenden Beschwerde sei der angefochtene Auslieferungsent-

scheid vom 29. April 2021 (Verfahrens-Nr. B-19-4534-1) aufzuheben; 

 

 eventualiter 

 

 sei unter Aufhebung des angefochtenen Auslieferungsentscheids die Sache zur Vervoll-

ständigung der Akten an die Beschwerdegegnerin zurückzuverweisen. 

 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

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Ausserdem liess A. das Gesuch stellen, ihm sei die unentgeltliche Prozess-

führung zu bewilligen, und es sei ihm in der Person von Rechtsanwalt Ste-

phan Schlegel ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. 

 

 

F. Mit Beschwerdeantwort vom 1. Juli 2021 beantragt das BJ, die Beschwerde 

sei abzuweisen (act. 4). Dies wurde A. mit Schreiben vom 2. Juli 2021 zur 

Kenntnis gebracht (act. 5). 

 

 

G. Mit Eingabe vom 12. Juli 2021 liess A. Unterlagen zum Gesuch um unent-

geltliche Rechtspflege einreichen (RP.2021.31, act. 4). 

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-

men. 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für den Auslieferungsverkehr zwischen der Schweiz und Polen sind primär 

das Europäische Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 

(EAUe; SR 0.353.1) sowie die hierzu ergangenen Zusatzprotokolle vom 

15. Oktober 1975 (ZPI EAUe; SR 0.353.11) und vom 17. März 1978 (ZPII 

EAUe; SR 0.353.12) massgebend. 

 

Überdies anwendbar sind das Übereinkommen vom 19. Juni 1990 zur 

Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 

(Schengener Durchführungsübereinkommen [SDÜ]; CELEX-Nr. 

42000A0922(02); Abl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19–62; Text nicht 

publiziert in der SR, jedoch abrufbar auf der Website der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft unter «Rechtssammlung zu den sektoriellen Abkommen 

mit der EU», 8.1 Anhang A; https://www.fedlex.admin.ch/de/sector-specific-

agreements/EU-acts-register/8/8.1) i.V.m. dem Beschluss des Rates 

2007/533/JI vom 12. Juni 2007 über die Einrichtung, den Betrieb und die 

Nutzung des Schengener Informationssystems der zweiten Generation (SIS 

II), namentlich Art. 26–31 (CELEX-Nr. 32007D0533; Abl. L 205 vom 7. Au-

gust 2007, S. 63–84; abrufbar unter «Rechtssammlung zu den sektoriellen 

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Abkommen mit der EU», 8.4 Weiterentwicklungen des Schengen-Besitz-

stands), sowie diejenigen Bestimmungen des Übereinkommens vom 

27. September 1996 über die Auslieferung zwischen den Mitgliedstaaten der 

Europäischen Union (EU-Auslieferungsübereinkommen; CELEX-Nr. 

41996A1023(02); Abl. C 313 vom 23. Oktober 1996, S. 12–23), welche ge-

mäss dem Beschluss des Rates 2003/169/JI vom 27. Februar 2003 (CELEX-

Nr. 32003D0169; Abl. L 67 vom 12. März 2003, S. 25 f.; abrufbar unter 

«Rechtssammlung zu den sektoriellen Abkommen mit der EU», 8.2 Anhang 

B) eine Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands darstellen. Die zwi-

schen den Vertragsparteien geltenden weitergehenden Bestimmungen auf-

grund bilateraler oder multilateraler Abkommen bleiben unberührt (Art. 59 

Abs. 2 SDÜ; Art. 1 Abs. 2 EU-Auslieferungsübereinkommen). 

 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

findet auf das Verfahren der Auslieferung ausschliesslich das Recht des er-

suchten Staates Anwendung (Art. 22 EAUe), vorliegend also das Bundesge-

setz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen 

(Rechtshilfegesetz, IRSG; SR 351.1) und die dazugehörige Verordnung vom 

24. Februar 1982 (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11). Nach dem 

Günstigkeitsprinzip gelangt das innerstaatliche Recht auch dann zur Anwen-

dung, wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 

145 IV 294 E. 2.1; 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2). Vorbehalten bleibt die 

Wahrung der Menschenrechte (BGE 145 IV 294 E. 2.1; 123 II 595 E. 7c; TPF 

2020 64 E. 1.1). 

 

1.3 Auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 

sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, 

VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 

lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (siehe Art. 12 

Abs. 1 IRSG). 

 

 

2.  

2.1 Gegen Auslieferungsentscheide des BJ kann innert 30 Tagen seit der Eröff-

nung des Entscheids bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Beschwerde geführt werden (Art. 55 Abs. 3 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 IRSG; 

Art. 50 Abs. 1 VwVG). 

 

2.2 Der Auslieferungsentscheid vom 29. April 2021 ist dem Beschwerdeführer 

am 20. Mai 2021 zugestellt worden, womit die Beschwerde am 21. Juni 2021 

fristgerecht erhoben worden ist. Der Beschwerdeführer ist als Adressat des 

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Auslieferungsentscheids ohne Weiteres zu dessen Anfechtung legitimiert. 

Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

 

 

3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 

mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der Gewäh-

rung der Auslieferung allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, 

die aus der Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 

E. 1.4; Urteil des Bundesgerichts 1A.1/2009 vom 20. März 2009 E. 1.6; TPF 

2011 97 E. 5). 

 

 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer anerkennt, dass er mit Urteil des Bezirksgerichts 

Bydgoszcz (Ref. III K 245/11) vom 18. Mai 2012 wegen Betäubungsmittel-

delikten zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt worden ist. Am 

27. Mai 2015 sei er mit Entscheid des Bezirksgerichts Zielona Góra (Ref. III 

Kow 1299/15) bedingt entlassen worden. Mit Beschluss des Bezirksgerichts 

Zielona Góra (Ref. III Kow 605/17) vom 8. Mai 2017 sei diese bedingte Ent-

lassung widerrufen und die Vollstreckung des Rests der Freiheitsstrafe von 

4 Jahren angeordnet worden. Der entsprechende Widerrufsentscheid ent-

halte jedoch zum einen keinerlei Begründung, aus der sich entnehmen 

liesse, warum der Widerruf erfolgt sei; zum anderen ergebe sich daraus 

nicht, dass der Beschwerdeführer am entsprechenden Verfahren überhaupt 

beteiligt worden sei und dass der entsprechende Entscheid ihm jemals eröff-

net worden sei. Der Beschwerdeführer habe von diesem Widerrufsverfahren 

keinerlei Kenntnis gehabt. Weder er noch eine Rechtsvertretung von ihm 

hätten daran teilnehmen und ihren Standpunkt einbringen können. Auch die 

entsprechende Verfügung sei ihm bisher noch nicht vom Gericht formell er-

öffnet worden. Der Beschwerdeführer sieht darin eine Verletzung von Art. 2 

lit. a IRSG i.V.m. Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 5 Abs. 1 EMRK. 

 

4.2 In strafrechtlichen Angelegenheiten kommt Art. 6 EMRK – dessen Verlet-

zung vom Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren nicht (mehr) explizit 

gerügt wird – in Verfahren zur Anwendung, in welchen «über die Stichhaltig-

keit der gegen eine Person erhobenen strafrechtlichen Anklage» entschie-

den wird. Entscheidungen, welche erst nach Rechtskraft der Verurteilung an-

fallen, betreffen nicht mehr die Stichhaltigkeit der Anklage. Dies gilt etwa für 

Verfahren, welche den Widerruf der Strafaussetzung oder die Strafvollstre-

ckung zum Gegenstand haben (GOLLWITZER, Menschenrechte im Strafver-

fahren MRK und IPBPR, 2005, Art. 6 EMRK N. 41 m.w.H.). Auch Art. 3 Ziff. 1 

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ZPII EAUe bezieht sich gemäss dem diesbezüglich klaren Wortlaut nur auf 

das dem Strafurteil vorangehende Verfahren (vgl. zuletzt u.a. Entscheid des 

Bundesstrafgerichts RR.2018.179 vom 4. September 2018 E. 6.2 m.w.H.). 

Die Voraussetzungen und das Verfahren des Widerrufs der bedingten Ent-

lassung richten sich nach dem Recht des ersuchenden Staates, welches von 

der schweizerischen Rechtshilfebehörde grundsätzlich keiner Überprüfung 

zu unterziehen ist. Insbesondere ist nicht zu prüfen, ob im Zusammenhang 

mit dem Vollzug polnischer Strafurteile allenfalls prozessuale Grundrechte 

des Beschwerdeführers missachtet worden sein könnten (vgl. hierzu den 

Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2011.208 vom 8. November 2011 

E. 5.2 m.w.H.). Auch sind die Umstände, welche zum Widerruf führten, im 

Rahmen des Auslieferungsverfahrens nicht zu prüfen. Beim Widerruf geht 

es nämlich um eine Modalität der Urteilsvollstreckung (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 6S.39/2006 vom 11. Juli 2006 E. 2). Vor diesem Hintergrund ist 

auch die gerügte Verletzung des Art. 5 Ziff. 1 EMRK nicht auszumachen. 

Wird eine bedingte Entlassung widerrufen, ist der weitere Freiheitsentzug 

von Art. 5 Ziff. 1 lit. a EMRK gedeckt (MEYER-LADEWIG/HARRENDORF/KÖNIG, 

in: Meyer-Ladewig/Nettesheim/von Raumer [Hrsg.], Handkommentar, 

4. Aufl. 2017, Art. 5 EMRK N. 31), der einen Freiheitsentzug nach Verurtei-

lung erlaubt. Eine solche liegt mit dem Urteil des Bezirksgerichts Bydgoszcz 

(Ref. III K 245/11) vom 18. Mai 2012 unbestritten vor. 

 

4.3 Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist abzuweisen. 

 

 

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege 

(RP.2021.31, act. 1). 

 

5.2 Die Beschwerdekammer befreit eine Partei, die nicht über die erforderlichen 

Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern 

ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und bestellt 

dieser einen Anwalt, wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist 

(Art. 65 Abs. 2 VwVG). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

sind Prozessbegehren als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaus-

sichten beträchtlich geringer erscheinen als die Verlustgefahren. Dagegen 

gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und 

Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer 

sind als diese (BGE 142 III 138 E. 5.1 S. 139 f.; 139 III 475 E. 2.2 S. 476). 

 

5.3 Die vorgebrachte Rüge des Beschwerdeführers geht ins Leere. Anhand des 

oben Ausgeführten muss die Beschwerde als aussichtslos im Sinne von 

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Art. 65 Abs. 1 VwVG bezeichnet werden. Demzufolge ist das Gesuch des 

Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen. Bei der 

Festsetzung der Gerichtsgebühr kann gemäss Art. 5 des Reglements des 

Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und 

Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) der wo-

möglich schwierigen finanziellen Situation des Beschwerdeführers Rech-

nung getragen werden. 

 

 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr 

ist auf Fr. 1'000.– festzusetzen (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 

StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a BStKR). 

- 8 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

 

3. Die Gerichtgebühr von Fr. 1'000.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 17. Februar 2022 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Stephan Schlegel 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 
Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt 
massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen 
sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).