# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3b9d55f-f338-5511-9eb0-8cda9872298b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-05-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.05.2017 C-3781/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3781-2015_2017-05-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3781/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  M a i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Michael Peterli (Vorsitz), 

Richterin Michela Bürki Moreni,  

Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. 
 

 
 

Parteien 
 X._______, Deutschland,   

vertreten durch Rechtsanwalt Jürgen P. Messmer,  

Friedrich-Rottra-Strasse 68, DE-79588 Efringen-Kirchen,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,  

1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch,  

Verfügung vom 7. Mai 2015. 

 

 

 

C-3781/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die am (…) 1961 geborene, deutsche Staatsangehörige X._______ lebt in 

Deutschland. Sie war von August 2008 bis Dezember 2013 in der Schweiz 

mit dem Status als Grenzgängerin als Disponentin angestellt und leistete 

dabei Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung (IV-act. 1 und 12). Nach einem am 3. November 2013 er-

littenen Unfall meldete sie sich mit Formular vom 9. April 2014 zum Bezug 

von Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung an (IV-act. 1 

und 2). Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder 

Vorinstanz) wies dieses Gesuch mit Verfügung vom 7. Mai 2015 (IV-

act. 64) mangels Erfüllen der einjährigen Wartezeit mit einer durchschnitt-

lichen Arbeitsunfähigkeit von 40% und einer andauernden Arbeits- und Er-

werbsunfähigkeit von 40% ab. 

B.  

Gegen die Verfügung vom 7. Mai 2015 erhob X._______, vertreten durch 

Rechtsanwalt Jürgen P. Messmer, mit Eingabe vom 16. Juni 2015 (BVGer-

act. 1) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragte die 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache einer ange-

messenen Invalidenrente aufgrund einer Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit 

von mindestens 80%. Zur Begründung führte sie sinngemäss aus, die IV-

STA habe den aktuellen Gesundheitszustand nicht genügend abgeklärt 

und ihren Entscheid auf veraltete medizinische Unterlagen abgestützt. Im 

Übrigen verwies sie auf ihre Ausführungen im Vorbescheidverfahren. 

C.  

Mit Vernehmlassung vom 11. August 2015 beantragte die IVSTA unter Ver-

weis auf die Stellungnahme der IV-Stelle Basel-Landschaft (nachfolgend: 

IV-Stelle BL) vom 3. August 2015 die Abweisung der Beschwerde (BVGer-

act. 3). Zur Begründung führte die IV-Stelle BL aus, sie habe sich bei der 

Beurteilung des Gesundheitszustands im Wesentlichen auf das umfas-

sende Gutachten von Dr. med. A._______ vom 10. Dezember 2014 ge-

stützt, was nicht zu beanstanden sei. Ferner seien im Vorbescheidverfah-

ren zwei von der Deutschen Rentenversicherung in Auftrag gegebene Gut-

achten von einerseits Dr. med. B._______ und andererseits 

Dr. med. C._______ sowie Dipl. psych. D._______ ins Verfahren einge-

bracht worden, die jedoch keine neuen Erkenntnisse beinhaltet hätten. 

D.  

Am 7. September 2015 ist der mit Zwischenverfügung vom 25. August 

C-3781/2015 

Seite 3 

2015 einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.- bei der Ge-

richtskasse eingegangen (vgl. BVGer-act. 4 und 6). 

E.  

Mit Eingabe vom 24. Februar 2016 (BVGer-act. 7) reichte die Beschwer-

deführerin einen Entlassungsbericht der Rehabilitationseinrichtung 

E._______ vom 15. Juni 2015 zu Handen der Deutschen Rentenversiche-

rung ein und wies darauf hin, dass die deutsche Erwerbsunfähigkeitsrente 

am 28. September 2015 bewilligt worden sei. 

F.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Beweis-

mittel ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgen-

den Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Gemäss Art. 31 VGG (SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG 

und Art. 69 Abs. 1 lit. b des IVG (SR 831.20) beurteilt das Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen 

der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von 

Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG (SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes bestimmt 

(Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungs-

rechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen des ATSG 

(SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen die-

ses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen 

anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es 

vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva-

lidenversicherung anwendbar (Art. 1a bis 26bis und Art. 28 bis 70), soweit 

das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei 

finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formell-

rechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen 

grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der 

Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

C-3781/2015 

Seite 4 

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, 

so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 

ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvorschuss in-

nert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.   

2.1 Die Beschwerdeführerin ist deutsche Staatsangehörige, so dass vor-

liegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ih-

ren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, 

SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend Koordinie-

rung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). 

Vorliegend finden zudem die am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verord-

nungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 

(SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: VO 883/2004) sowie (EG) Nr. 987/2009 

des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur 

Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) 

Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 

(SR 0.831.109.268.11; nachfolgend: VO 987/2009) Anwendung. 

2.2 Soweit das FZA beziehungsweise die auf dieser Grundlage anwendba-

ren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestim-

mungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens – unter 

Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit sowie der Effektivität 

– sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen 

Invalidenrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung 

(BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vorliegend der An-

spruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenversicherung 

ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbe-

sondere nach dem IVG, der IVV (SR 831.201), dem ATSG sowie der ATSV 

(SR 830.11).  

2.3 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 

Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 7. Mai 2015) eingetre-

tenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis).  

C-3781/2015 

Seite 5 

2.4 In materiell-rechtlicher Hinsicht ist auf jene gesetzlichen Bestimmun-

gen abzustellen, die für die Beurteilung eines Rentenanspruchs jeweils re-

levant waren und in Kraft standen. Da die Anmeldung zum Leistungsbezug 

am 9. April 2014 eingereicht worden ist, ist vorliegend auf das IVG und die 

IVV in der ab 1. Januar 2012 geltenden Fassung abzustellen. 

2.5 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Unangemes-

senheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.   

3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 

Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invalidi-

tätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-

telsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditäts-

grad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, 

die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 

Schweiz haben, was laut Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvo-

raussetzung darstellt (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von die-

sem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsan-

gehörige der EU, denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40% eine 

Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz 

haben. 

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 

Rente, welche ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-

bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), und die zusätz-

lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

zu mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind 

(lit. b und c).  

Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidi-

tät die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit 

C-3781/2015 

Seite 6 

oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beein-

trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen-

den ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Be-

einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufga-

benbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die 

zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-

sichtigt (Art. 6 ATSG). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf-

gabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, den Ge-

sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 

Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte 

arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 

Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 

E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc). 

3.3.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel 

zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah-

ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das 

heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, un-

abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-

scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 

des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei ei-

nander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht er-

ledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt. 

3.3.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

C-3781/2015 

Seite 7 

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-

zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Exper-

ten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 

somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der ein-

gereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als 

Gutachten (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts [BGer] I 268/2005 vom 

26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a).  

Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Be-

zug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten aufzu-

stellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des 

BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Ver-

waltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche 

aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 

Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be-

weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-

lässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weiteren 

Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund 

deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt 

zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-

zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil des 

BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des 

BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert 

zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie 

in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungs-

verhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonde-

rer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-

lung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee 

mit Hinweisen). 

3.3.3 Zunächst ist festzuhalten, dass es nicht von vornherein unzulässig 

ist, einzig auf im Wohnsitzstaat des Versicherten erstellte ärztliche Berichte 

abzustellen (Urteil des BGer 9C_952/2011 vom 7. November 2012 E. 2.4). 

Indessen ist zu gewährleisten, dass die sich nach Massgabe des schwei-

C-3781/2015 

Seite 8 

zerischen Rechts zu beurteilende Streitfrage unter Einhaltung der spezifi-

schen beweisrechtlichen Anforderungen geklärt wird (Urteil des BGer 

9C_818/2013 vom 24. Februar 2014 E. 4.1.2). 

3.3.4 Ein Arztbericht, der die medizinischen Vorakten unzureichend be-

rücksichtigt, ist unvollständig und vermag daher nicht zu Ergebnissen zu 

führen, die auf gesamthafter Würdigung der medizinischen Lage beruhen. 

Einem solchen Bericht fehlt rechtsprechungsgemäss die erforderliche 

Überzeugungs- und Beweiskraft selbst dann, wenn die auf der Grundlage 

der vom Arzt selbst erhobenen Befunde gezogenen Schlüsse an sich ein-

leuchten und vom Rechtsanwender prüfend nachvollzogen werden können 

(Urteil des BGer 9C_51/2008 vom 15. Juli 2008 E. 2.2 mit weiteren Hinwei-

sen). 

4.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren der Be-

schwerdeführerin zu Recht abgewiesen hat. 

4.1 Den Berichten von Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemeinmedizin 

und Innere Medizin, vom 31. März 2014 (IV-act. 2 S. 3) und vom 14. Januar 

2015 (IV-act. 51 S. 35 f.) ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin 

an einem zerviko-thorakalen Schmerzsyndrom und Funktionseinschrän-

kungen bei schwerer Fehlhaltung der gesamten Wirbelsäule mit multiplen 

Myogelosen, an einer Bein-Längen-Differenz sowie an einem Postpolio-

syndrom leide. Er bezifferte die aus den genannten Leiden resultierende 

Arbeitsunfähigkeit mit 100% seit 4. November 2013 (Unfall am 3. Novem-

ber 2013) und empfahl eine Berentung der Beschwerdeführerin. 

4.2 Dr. med. B._______, Facharzt für Chirurgie, diagnostizierte im Bericht 

vom 22. Mai 2014 (IV-act. 51 S. 22 ff.) Poliomyelitisfolgen, eine Beinver-

kürzung als Poliofolge mit Spitzfuss rechts, eine konsekutive Skoliose der 

BWS und Beinverkürzung rechts, ein Cervikobrachialsyndrom mit periphä-

rer Parästhesie, ein HWS-Syndrom mit Bandscheibenprotrusion, eine 

Gangstörung sowie ein Beckenschiefstand. Er erachtete die Beschwerde-

führerin aufgrund der genannten Einschränkungen für eine leichte Arbeit 

mit überwiegendem Sitzen, gelegentlichem Stehen und Gehen und unter 

Berücksichtigung des positiven und negativen Leistungsbilds als für 

sechs Stunden und mehr arbeitsfähig. Für die letzte berufliche Tätigkeit als 

Angestellte attestierte Dr. med. B._______ eine Arbeitsfähigkeit von drei 

C-3781/2015 

Seite 9 

bis unter sechs Stunden. Das Leistungsvermögen werde durch die ortho-

pädischen Leiden bestimmt. Die Leistungsminderung bestehe seit dem 

4. November 2013. 

4.3 Dem Gutachten von Dr. med. C._______, Facharzt für Neurologie und 

Psychiatrie, und Dipl. psych. D._______ vom 21. August 2014 (IV-act. 51 

S. 13 ff.) sind als Diagnosen „vordergründige Cervicalgien nach Treppen-

sturz, Schmerzen im thorakalen und lumbalen Bereich, keine radikulär ab-

grenzbaren Schmerzen oder motorischen Ausfälle und auch keine Hin-

weise für eine medulläre Beteiligung“ zu entnehmen. Die Arbeitsfähigkeit 

für die bisherige Bürotätigkeit erachteten die Gutachter für mehr als sechs 

Stunden pro Tag als gegeben. 

4.4 Dr. med. A._______, Facharzt für Rheumatologie, Innere Medizin und 

Manuelle Medizin, hielt im Gutachten vom 10. Dezember 2014 (IV-act. 43) 

folgende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest: ein chroni-

sches zervikovertebrales Syndrom mit/bei grosser linkslateraler Diskusher-

nie C2/3 beidseits. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

nannte er eine beginnende Fingerpolyarthrose, einen Status nach Polio-

myelitis 1962 (schwere Parese der rechten unteren Extremität mit fixiertem 

Extensionsdefizit des rechten Knies und fixierter Spitzfussstellung rechts) 

und anamnestisch ein benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel, mit 

den erlernten Übungen kompensiert. Zur Arbeitsfähigkeit führte er aus, das 

zervikovertebrale Syndrom habe insofern einen Einfluss auf die Arbeitsfä-

higkeit, als die Beschwerdeführerin einen leicht vermehrten Pausenbedarf 

zur Entlastung aufweise. Die Arbeitsfähigkeit in der letzten Tätigkeit als Bü-

roangestellte gab er mit 90% an. Ferner bemerkte er, dass kein Profil einer 

Verweistätigkeit existiere, in welcher die Beschwerdeführerin eine höhere 

Arbeitsfähigkeit erreichen könne als in der bisherigen Bürotätigkeit. Die Bü-

rotätigkeit sei ideal und die geringe Arbeitsunfähigkeit von 10% resultiere 

aus dem leicht gesteigerten Pausenbedarf. Den Verlauf der Arbeitsfähig-

keit beschrieb er wie folgt: 100% arbeitsunfähig von 11/2013 (Treppen-

sturz) bis Ende 02/2014, 50% arbeitsunfähig in 03/2014 (langsamer Wie-

dereinstieg in eine berufliche Tätigkeit) und seit 04/2014 10% arbeitsunfä-

hig. 

4.5 Dr. med. G._______, Facharzt für Allgemeinmedizin beim Regionalen 

Ärztlichen Dienst (RAD), würdigte in seiner abschliessenden Stellung-

nahme vom 10. März 2015 (IV-act. 60) die bei den Akten liegenden Be-

richte und kam zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in Übereinstim-

C-3781/2015 

Seite 10 

mung mit dem Ergebnis des Gutachtens von Dr. med. A._______ nach ei-

ner kurzen Zeit der vollständigen (11/2013-02/2014) respektive 50%igen 

(03/2014) Arbeitsunfähigkeit nach dem Treppensturz ab 1. April 2014 wie-

der eine Arbeitsfähigkeit von 90% in der bisherigen Tätigkeit erreicht habe. 

4.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Mehrheit der begutach-

tenden Ärzte davon ausgeht, dass die Beschwerdeführerin für leichte Tä-

tigkeiten grundsätzlich noch arbeitsfähig ist. Eine abweichende Ansicht 

vertritt allerdings der behandelnde Arzt Dr. med. F._______, der gar von 

einer vollen Arbeitsunfähigkeit in jeglichen Tätigkeiten ausgeht. Kontrovers 

wird von den Ärzten die Höhe der Arbeitsfähigkeit in den körperlich leichten 

Tätigkeiten beurteilt. Ferner sind sich die Ärzte nicht einig, ob die Be-

schwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit noch überwiegend arbeitsfä-

hig ist oder ob sie eine Verweistätigkeit auszuüben hätte. Unklar ist auch, 

inwiefern sich eine allfällige Verweistätigkeit von der bisherigen Tätigkeit 

unterscheiden müsste, zumal davon auszugehen ist, dass die bisherige 

Tätigkeit bereits eine körperlich leichte Tätigkeit war. Während 

Dr. med. B._______ davon ausgeht, die Beschwerdeführerin sei in ihrer 

bisherigen Tätigkeit nur noch für drei bis unter sechs Stunden, in einer 

leichten Verweistätigkeit unter Beachtung des positiven und negativen 

Leistungsbilds jedoch sechs Stunden und mehr arbeitsfähig, gehen 

Dr. med. C._______ und Dipl. psych. D._______ sowie Dr. med. 

A._______ davon aus, dass sie auch in ihrer bisherigen Tätigkeit (sechs 

Stunden und mehr gemäss Dr. med. C._______ und Dipl. psych. 

D._______ respektive 90% gemäss Dr. med. A._______) arbeitsfähig sei. 

Die Vorinstanz hat sich auf die Beurteilung von Dr. med. A._______ ge-

stützt. Zur Begründung führte sie aus, dass seiner Beurteilung volle Be-

weiskraft zukomme und kein Grund ersichtlich sei, nicht auf das vollstän-

dige und nachvollziehbare Gutachten abzustellen. Problematisch ist dabei 

allerdings, dass Dr. med. A._______ offensichtlich die beiden Gutachten 

aus Deutschland (von Dr. med. C._______ und Dipl. psych. D._______ 

vom 21. August 2014 sowie von Dr. med. B._______ vom 22. Mai 2014) 

nicht vorgelegt worden sind und er seine Einschätzung daher nicht in 

Kenntnis der vollständigen Vorakten abgegeben hat. Insbesondere mit 

Blick auf die unterschiedlichen Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit in den 

Gutachten wäre eine Auseinandersetzung damit unerlässlich gewesen. Die 

Diskussion der Einschätzungen hätte Klarheit darüber gebracht, weshalb 

Dr. med. B._______ eine Differenzierung bei den noch möglichen Tätigkei-

ten vorgenommen hat, worin der Unterschied in den genannten Tätigkeiten 

(bisherige Tätigkeit gegenüber leichter Verweistätigkeit gemäss positivem 

C-3781/2015 

Seite 11 

und negativem Leistungsbild) genau besteht und weshalb 

Dr. med. A._______ auf eine solche Unterscheidung verzichtete.  

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist das Gutachten von 

Dr. med. A._______ vom 10. Dezember 2014, das im Zeitpunkt der Verfü-

gung vom 7. Mai 2015 noch nicht einmal ein halbes Jahr alt war, keines-

wegs „veraltet“. Es handelt sich bei diesem Gutachten um die aktuellste 

und umfassende Beurteilung, die der Vorinstanz zu jenem Zeitpunkt vorlag, 

wenn man vom Formularbericht vom 14. Januar 2015 (IV-act. 51 S. 35 f.) 

des behandelnden Arztes, Dr. med. F._______, absieht. In dieser Hinsicht 

ist das Gutachten von Dr. med. A._______ nicht zu beanstanden. 

Auf die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. G._______, der sich aus-

schliesslich auf das Gutachten von Dr. med. A._______ stützt, das aber 

nicht in Würdigung der gesamten Aktenlage entstanden ist, ist daher nicht 

abzustellen. Diese Stellungnahme kann somit keine abschliessende Beur-

teilungsgrundlage bilden. Insgesamt fehlt demnach eine abschliessende 

medizinische Würdigung unter Berücksichtigung der vollständigen Akten-

lage. Somit ist es dem Bundesverwaltungsgericht nicht möglich, aufgrund 

der Akten mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob und gegebenen-

falls in welchem Umfang und ab wann Anspruch auf Leistungen der Invali-

denversicherung besteht. Vielmehr sind dazu weitere medizinische Abklä-

rungen respektive Präzisierungen und eine Auseinandersetzung mit den 

widersprüchlichen Angaben in den Berichten notwendig. 

4.7 Die Beschwerdeführerin beantragte im Rahmen ihrer Beschwerde die 

Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz. 

4.7.1 Gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die So-

zialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsa-

che zu weiteren medizinischen Abklärungen an die Verwaltung zurückwei-

sen. So hat es erkannt, dass es zwar nicht angebracht ist, in jedem Be-

schwerdefall auf der Grundlage eines Gerichtsgutachtens zu urteilen, doch 

drängt es sich auf, dass die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichts-

gutachten einholt, wenn sie einen medizinischen Sachverhalt überhaupt für 

gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexper-

tise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rück-

weisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der 

notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begrün-

det ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung 

C-3781/2015 

Seite 12 

von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 

E. 4.4.1 ff.). 

4.7.2 Vorliegend erscheint eine Rückweisung der Streitsache an die IVSTA 

im Lichte der dargelegten Rechtsprechung aus nachfolgenden Gründen 

ausnahmsweise möglich. Zu beachten sind insbesondere die Ausführun-

gen des Bundesgerichts im hiervor zitierten BGE 137 V 210, wonach eine 

weitgehende Verlagerung der Expertentätigkeit von der administrativen auf 

die gerichtliche Ebene sachlich nicht wünschbar ist. Die Rechtsstaatlichkeit 

der Versicherungsdurchführung litte empfindlich und wäre von einem Sub-

stanzverlust bedroht, so das Bundesgericht, wenn die Verwaltung von 

vornherein darauf bauen könnte, dass ihre Arbeit in jedem verfügungs-

weise abgeschlossenen Sozialversicherungsfall auf Beschwerde hin 

gleichsam gerichtlicher Nachbesserung unterliege. Im Rahmen der de lege 

lata gegebenen Organisation dränge es sich vielmehr auf, das drohende 

Defizit dort durch gerichtliche Expertisen auszugleichen, wo die Gerichte 

bei der Würdigung des Administrativgutachtens im Kontext der gesamten 

Aktenlage zum Schluss kommen, weitere Abklärungen seien notwendig 

(BGE 137 V 210 E. 4.2). 

4.7.3 Hier liegen zwar mehrere vom Bundesverwaltungsgericht zu würdi-

gende Gutachten im Recht, aber strittig und zu beurteilen sind schlussend-

lich auch die auf dem (unvollständigen) Gutachten des 

Dr. med. A._______ beruhenden Schlussfolgerungen von 

Dr. med. G._______, Facharzt für Allgemeinmedizin beim RAD vom 

10. März 2015 (IV-act. 60). Eine Beurteilung ohne eingehende Diskussion 

der in den Gutachten divergierend beurteilten Punkte war unter diesen Um-

ständen offensichtlich unzulässig, was zwangsläufig zu einer Präzisierung 

der vorhandenen Unterlagen hätte führen müssen. Würde eine derart man-

gelhafte Sachverhaltsabklärung respektive -würdigung durch Einholung ei-

nes Gerichtsgutachtens im Beschwerdeverfahren korrigiert, bestünde die 

Gefahr der unerwünschten Verlagerung der den Durchführungsorganen 

vom Gesetz übertragenen Pflicht, den rechtserheblichen Sachverhalt nach 

dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) abzuklären (so dass 

gestützt darauf die Verfügung über die in Frage stehende Leistung ergehen 

kann), auf das Gericht. Daher und aufgrund dessen, dass vorliegend auf-

grund der Aktenlage die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht ab-

schliessend beurteilt werden kann, ist die Beschwerde gutzuheissen und 

die Angelegenheit zur Vervollständigung des medizinischen Sachverhalts 

an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Vorinstanz hat Dr. med. A._______ 

C-3781/2015 

Seite 13 

die vollständigen medizinischen Akten, insbesondere die beiden genann-

ten Berichte sowie der im vorliegenden Verfahren eingereichte Entlas-

sungsbericht der Reha, E._______, vom 15. Juni 2015 (vgl. BVGer-act. 7), 

vorzulegen und unter Berücksichtigung der ergänzten Aktenlage eine 

Überarbeitung/Präzisierung seiner Beurteilung im Sinne von E. 4.6 in fine 

zu verlangen.  

Der Vollständigkeit halber ist ferner festzuhalten, dass die offenbar inzwi-

schen erfolgte Rentenzusprache in Deutschland (vgl. die Eingabe der Be-

schwerdeführerin vom 24. Februar 2016 [BVGer-act. 7]) für die Beurteilung 

des Anspruchs auf eine schweizerische Invalidenrente nicht verbindlich ist, 

so dass die Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten 

kann.  

5.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

5.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Rückweisung der Sache an die Ver-

waltung zu erneuter Abklärung und neuer Verfügung gilt im Sozialversiche-

rungsrecht praxisgemäss als volles Obsiegen der Beschwerde führenden 

Partei (BGE 137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6). Einer unterliegenden 

Vorinstanz sind keine Gerichtskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 2 

VwVG). Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.- ist der 

Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft auf ein von ihr bekannt 

zu gebendes Konto zurückzuerstatten. 

5.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 

Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr er-

wachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Parteientschädigung um-

fasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendige Ausla-

gen der Partei (Art. 8 VGKE). Die obsiegende Beschwerdeführerin war vor-

liegend anwaltlich vertreten, weshalb ihr zu Lasten der unterliegenden Vo-

rinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist. Da keine Kostennote 

eingereicht wurde, ist die Parteientschädigung unter Berücksichtigung des 

aktenkundigen und gebotenen Aufwands auf Fr. 2‘500.- festzulegen (vgl. 

Art. 14 Abs. 2 VGKE).  

C-3781/2015 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die angefochtene 

Verfügung vom 7. Mai 2015 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 

zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen den Sachver-

halt ergänzt und über den Anspruch der Beschwerdeführerin erneut ver-

fügt. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh-

rerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.- wird ihr nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 2‘500.- zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: 

Formular Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr…; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Peterli Sandra Tibis 

 

  

C-3781/2015 

Seite 15 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

Versand: