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**Case Identifier:** 76407c02-3aa6-5d23-8f15-c30f280dd07a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.03.2010 IV 2008/216
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-216_2010-03-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/216

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 14.07.2020

Entscheiddatum: 18.03.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 18.03.2010
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Interdisziplinäres Gutachten beweistauglich. 
Keine Verschlechterung bis Verfügungserlass ausgewiesen. Bestimmung 
Valideneinkommen gestützt auf angestammte Tätigkeit. Abzug vom 
Tabellenlohn (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 18. März 2010, IV 2008/216).

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterin Marie Löhrer, 

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 18. März 2010

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Gmür, Obere Bahnhofstrasse 11, Postfach 

253, 9501 Wil SG 1,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.  

A.a B.___ meldete sich am 15. Oktober 2005 wegen Rückenbeschwerden zum Bezug 

von IV-Leistungen an (Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Rente). Vom 1. Februar 1996 

bis 31. Januar 2004 sei sie als Maschinenbedienerin in Schichtarbeit tätig gewesen 

(act. G 4.80; vgl. zur Tätigkeit auch act. G 4.68). Die Arbeitgeberin (D.___) begründete 

die Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit unzureichender Leistungserbringung (act. 

G 4.68.1 und G 4.68.6). Ab April 2004 war die Versicherte bei der 

Arbeitslosenversicherung angemeldet und arbeitete von Mai bis November 2004 in 

einem ca. 40%igen Pensum bei der A.___. Diese Tätigkeit gab sie krankheitsbedingt 

auf (act. G 4.42.1). Der behandelnde Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

Allgemeinmedizin, diagnostizierte im Bericht vom 29. November 2005 mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten eine depressive Reaktion im Rahmen einer 

Anpassungsstörung nach Verlust der Arbeitsstelle, ein Lumbovertebralsyndrom bei 

Osteochondrose und Spondylarthrose L5/S1. Seit 10. Dezember 2003 bescheinigte er 

ihr eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 40% bis 100%. Für die Dauer vom 1. Dezember 

2004 bis August 2005 hielt er die Versicherte vorübergehend zu 100% arbeitsfähig. 

Seither bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 4.66; zum psychischen 

Beschwerdebild vgl. auch den Bericht von Dr. med. D. C.___-Tanner, Facharzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2. November 2004, act. G 4.64.5 f.).

A.b Die IV-Stelle beauftragte am 24. Februar 2006 das Medizinische Gutachtenzentrum 

St. Gallen (MGSG) mit einer interdisziplinären (orthopädisch-psychiatrischen) 

Begutachtung (act. G 4.53). Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, 

kam im psychiatrischen Teilgutachten vom 6. Juni 2006 zum Schluss, dass keine 

psychiatrische Diagnose gestellt werden könne. Eine über das somatisch zu 

begründende Schmerzerleben hinausgehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

ergebe sich nicht (act. G 4.50). Im orthopädischen Teilgutachten vom 14. Juni/21. Juli 

2006 diagnostizierte Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Orthopädie, eine erosive 

Osteochondrose L5/S1, eine Spondylarthrose, eine breitbasige circumferenzielle 

Diskusprotrusion ohne neurale Kompression sowie eine Kontaktallergie. Aus 

orthopädischer Sicht könnten der Versicherten körperlich leichte Tätigkeiten, die 

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abwechslungsweise sitzend und stehend in temperierten Räumen durchgeführt werden 

können, ohne dass dabei regelmässig unphysiologische, insbesondere gebückte 

Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 10 kg gehoben oder getragen 

werden müssen, bei voller Stundenpräsenz zu mindestens 80% zugemutet werden. 

Anlässlich der gemeinsamen orthopädisch-psychiatrischen Beurteilung vom 5. Juli 

2006 wurde die Arbeitsfähigkeit als Maschinenbedienerin auf 60% und in einer 

adaptierten Tätigkeit auf mindestens 80% festgelegt (act. G 4.48.1 ff.).

A.c Zur beruflichen Abklärung nahm die Versicherte vom 20. November 2006 bis 

2. Februar 2007 an einem Verzahnungsprogramm in der Transitwerkstatt Wil teil (vgl. 

act. G 4.37). Gestützt auf die Ergebnisse des Abklärungsberichts vom 7. Februar 2007 

wurde sie bei der Stellensuche von der IV-Stelle unterstützt (act. G 4.25.1). Am 

15. März 2007 vereinbarte die zuständige Eingliederungsberaterin mit der Versicherten 

den Abschluss der Arbeitsvermittlung und die Einleitung der Rentenprüfung (act. 

G 4.23.4). Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt 

gab die Versicherte am 17. August 2007 an, sie würde heute ohne Behinderung zu 

100% als Schichtangestellte/Betriebsmitarbeiterin erwerbstätig sein (act. G 4.20.2).

A.d Mit Vorbescheid vom 7. Dezember 2007 stellte die IV-Stelle in Aussicht, gestützt 

auf einen ermittelten Invaliditätsgrad von 20% einen Rentenanspruch zu verneinen (act. 

G 4.16).

B.  

B.a Die Versicherte brachte am 10. März 2007 gegen den Vorbescheid vor, dass die 

Gutachter die verbliebene Arbeitsfähigkeit zu hoch eingeschätzt hätten. Es sei bei der 

Ermittlung des Invaliditätsgrades mindestens auf die vom behandelnden Dr. C.___ 

bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit abzustellen. Unter Berücksichtigung eines 

Leidensabzugs ergebe sich ein Invaliditätsgrad von über 60%. Ferner habe sich ihr 

Gesundheitszustand seit der Begutachtung weiter und massiv verschlechtert (act. 

G 4.9).

B.b Die IV-Stelle verfügte am 2. April 2008 entsprechend dem Vorbescheid, dass 

gestützt auf einen 20%igen Invaliditätsgrad kein Rentenanspruch bestehe. Es lägen 

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keine medizinisch objektivierbaren Befundänderungen vor, die nicht schon zum 

Zeitpunkt der Beschlussfassung bekannt gewesen seien. Auf die gutachterliche 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung könne abgestellt werden (act. G 4.7).

C.  

C.a Gegen die Verfügung vom 2. April 2008 richtet sich die Beschwerde vom 7. Mai 

2008. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

deren Aufhebung und die Zusprache einer IV-Rente. Eventualiter sei die Sache zu 

ergänzenden medizinischen Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Die Beschwerdeführerin wiederholt ihre im Einwand vom 10. März 2007 vorgetragenen 

Rügen. Ergänzend bringt sie vor, dass bezüglich der Ermittlung des 

Valideneinkommens auf die Angabe der D.___ abzustellen sei, wonach sie ohne 

Gesundheitsschaden monatlich Fr. 5'050.-- verdienen würde. Unter Berücksichtigung 

einer Gratifikation von Fr. 4'400.-- ergebe sich für das Jahr 2005 ein Valideneinkommen 

von Fr. 65'000.--. Der Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses bei der D.___ 

sei die immer mehr zunehmende krankheitsbedingte Verminderung der 

Leistungsfähigkeit bei der Arbeit und die dadurch verursachten Abwesenheiten 

gewesen. Unter diesen Umständen sei das Abstellen der Beschwerdegegnerin auf die 

LSE-Löhne des Jahres 2007 im Betrag von Fr. 48'036.-- nicht nachvollziehbar. Bei der 

Bestimmung des Invalideneinkommens rechtfertige sich ferner ein zusätzlicher Abzug 

von 20% (act. G 1). Die Beschwerdeführerin reicht mit der Beschwerde einen 

Kurzaustrittsbericht vom 10. März 2008 über die wegen Schmerzexacerbation erfolgte 

Hospitalisation im Spital Wil vom 8. bis 10. März 2008 (act. G 1.3) sowie einen 

Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 15. April 2008 (act. G 1.4) ein.

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2008 

die Beschwerdeabweisung. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei in 

den letzten Jahren stabil geblieben. Es könne somit auf das MGSG-Gutachten 

abgestellt werden. Bei der Bestimmung des Valideneinkommens sei auf die 

Durchschnittslöhne für Hilfsarbeiterinnen abzustellen. Was das Invalideneinkommen 

anbelange, so sei vorliegend die Vornahme eines Leidensabzugs nicht gerechtfertigt. 

Die in der Verfügung vorgenommene Ermittlung des nicht rentenbegründenden 

Invaliditätsgrades von 20% sei daher nicht zu beanstanden (act. G 4).

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C.c In der Replik vom 25. August 2008 bestreitet die Beschwerdeführerin, dass ihr 

Gesundheitszustand in den letzten Jahren stabil geblieben sei. Zur Untermauerung 

ihres Standpunktes reicht sie ein ärztliches Zeugnis von einer notfallmässigen 

Behandlung in Italien vom 21. Juli 2008 (act. G 6.2) sowie ärztliche Zeugnisse von 

Dr. C.___ ein, worin er der Beschwerdeführerin für die Dauer vom 30. Mai bis August 

2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (act. G 6.1 und G 6.3).

C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 8).

C.e Nach Abschluss des Schriftenwechsels reicht die Beschwerdeführerin wiederholt 

ärztliche Zeugnisse und Kurzberichte des behandelnden Dr. med. E.___, Facharzt FMH 

für Physikalische Medizin, und der behandelnden Ärzte des KSSG ein (act. G 10, 

G 12.1, G 14.1 ff., G 16.1 f., G 18.1 f., G 20.1, G 22.1, G 24.1 f., G 26.1 ff.), die sich auf 

den Gesundheitsverlauf ab dem 1. September 2008 und seither vorgenommene 

Behandlungen beziehen.

Erwägungen:

1.   

Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über 

die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In 

materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, 

dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der 

zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 

467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 

2. April 2008 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem 

Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 

begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung 

betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den 

allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die 

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damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 

5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage 

zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des 

Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber 

der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden die 

seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben.

2.   

Zwischen den Parteien ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf IV-

Rentenleistungen streitig.

2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit 

ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen 

Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen 

Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person 

nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und 

zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, 

das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad 

von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

2.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

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Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von 

externen Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb).

3.   

Die Beschwerdeführerin stellt sich - ohne konkrete Mängel am MGSG-Gutachten oder 

der Gutachtenserstellung zu benennen - auf den Standpunkt, dass die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit durch die MGSG-Gutachter nicht beweistauglich sei und im 

Widerspruch zu den Einschätzungen von Dr. C.___ sowie der beruflichen Abklärung 

stehe (act. G 1, S. 3 f.).

3.1 Bei der Frage, ob die bisherige Tätigkeit noch zumutbar sei, führte Dr. C.___ im 

Bericht vom 29. November 2005 aus, der Beschwerdeführerin sei eine leichtere Arbeit, 

teils sitzend, teils stehend im Rahmen von 50% zumutbar. Bei dieser Beurteilung 

berücksichtigte er nicht nur das von ihm erhobene somatische Beschwerdebild 

(Lumbovertebralsyndrom bei Osteochondrose und Spondylarthrose L5/S1) sondern 

auch die von Dr. med. D. C.___-Tanner, Facharzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie, diagnostizierte depressive Reaktion im Rahmen einer 

Anpassungsstörung nach Verlust der Arbeitsstelle (vgl. den Bericht des kurzzeitig 

behandelnden Dr. C.___ vom 2. November 2004, act. G 4.64.5 f). Er empfahl eine 

Begutachtung durch den RAD (act. G 4.66.1 ff.). Dieser ärztliche Bericht fand Eingang 

in die Begutachtung durch das MGSG (vgl. act. G 4.48.1 und G 4.50.5).

3.2 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Arztbericht von Dr. C.___ mehrere Monate 

vor dem MGSG-Gutachten erstellt wurde und insofern wenig geeignet ist, dessen 

Erkenntnisse in Zweifel zu ziehen. Die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von 50% 

hat er im Übrigen mit Blick auf die bisherige Tätigkeit vorgenommen. Bei der Frage 

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nach anderen zumutbaren Tätigkeiten hat er auf eine Quantifizierung der 

Leistungsfähigkeit verzichtet und auf die Rückenbelastung hingewiesen. Am Ende 

seines Berichts gab er indessen an, eine körperlich wenig belastende Tätigkeit könne 

allenfalls ganztags zumutbar sein (act. G 4.66). Dass Dr. C.___ im Gegensatz zum 

psychiatrischen Gutachter noch eine psychiatrische Diagnose feststellte, vermag 

ebenfalls keinen Zweifel am MGSG-Gutachten entstehen zu lassen. Denn Dr. D.___ 

setzte sich mit der damaligen psychiatrischen Diagnose auseinander und kam gestützt 

auf die eigene Untersuchung nachvollziehbar zum Schluss, dass keine psychiatrische 

Diagnose mehr gestellt werden könne (act. G 4.50.7). In diesem Zusammenhang ist 

weiter zu beachten, dass es sich bei der Anpassungsstörung mit längerer depressiven 

Reaktion (ICD-10: F43.21; vgl. zur entsprechenden gestützt auf die Konsultationen vom 

Februar und März 2004 erhobenen fachpsychiatrischen Diagnose von Dr. C.___ den 

Bericht vom 2. November 2004, act. G 4.64.5) gemäss der klinisch-diagnostischen 

Leitlinien zur internationalen Klassifikation psychischer Störungen um einen leichten 

depressiven Zustand als Reaktion auf eine länger anhaltende Belastungssituation 

handelt, der zwei Jahre aber nicht überschreitet (Dilling/Freyberger [Hrsg.], 

Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen, 4. Auflage 2008, 

S. 177). Vor diesem Hintergrund vermag der Bericht von Dr. C.___ den Beweiswert des 

MGSG-Gutachtens nicht zu erschüttern.

3.3 Auch die längere Zeit vor der Begutachtung ergangenen Berichte von Dr. E.___ 

vom 1. Juli, 27. September und 25. Oktober 2005 (act. G 4.69.3 ff.), die - wenn sie sich 

überhaupt hierzu äussern - lediglich eine Arbeitsunfähigkeit im bisherigen 

Tätigkeitsbereich ausweisen, vermögen das MGSG-Gutachten nicht in Frage zustellen. 

Dies umso weniger, als Dr. E.___ die Beschwerdeführerin mittel- bis längerfristig für 

körperlich wenig belastende Tätigkeiten zu 100% arbeitsfähig erachtete (act. G 4.69.3).

3.4 Im Abklärungsbericht Verzahnungsprogramm vom 7. Februar 2007 wurde zwar 

festgehalten, dass die Beschwerdeführerin bei einer Präsenzzeit von 50% an ihre obere 

Leistungsfähigkeit gestossen sei (act. G 4.28.8). Diese Aussage stützt sich indessen 

lediglich auf die Angaben der Beschwerdeführerin und scheint sich nicht auf sämtliche 

der geprüften Tätigkeiten (wie etwa das Stecken, Heften oder Nähen) bezogen zu 

haben. Die Abklärungspersonen legen auch nicht dar, auf welchen objektiven 

Grundlagen ihre Aussage fusst. Ferner konnte die Beschwerdeführerin in den ersten 

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Wochen der Abklärungsmassnahme ganztägig arbeiten. Der Abklärungsbericht ist 

daher nicht geeignet, die Leistungsfähigkeitsschätzung der MGSG-Gutachter in Zweifel 

zu ziehen. In formeller Hinsicht ist am Abklärungsbericht zu rügen, dass er von den 

Abklärungspersonen nicht unterzeichnet worden ist.

3.5 Nach dem Gesagten bestehen keine Anhaltspunkte, die den Beweiswert des 

MGSG-Gutachtens ernsthaft zu erschüttern vermöchten. Dabei fällt ins Gewicht, dass 

das MGSG-Gutachten auf eigenständigen interdisziplinären und bildgebenden 

Abklärungen (Röntgenaufnahme der LWS vom 14. Juni 2006 sowie lumbale 

vertebrospinale Kernspintomographie vom 21. Juni 2006, act. G 4.48.4), mithin auf 

allseitigen Untersuchungen beruht und damit für die streitigen Belange umfassend ist. 

Die Vorakten wurden verwertet und die von der Beschwerdeführerin geklagten 

Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Das MGSG-Gutachten leuchtet in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation ein, dies insbesondere auch durch die Auseinandersetzung mit 

früheren, teilweise divergierenden ärztlichen Beurteilungen. Vor diesem Hintergrund 

vermögen auch die darin enthaltenen Schlussfolgerungen, namentlich die Einschätzung 

der Arbeitsfähigkeit (80% in leidensadaptierten Tätigkeiten, act. G 4.48.6) zu 

überzeugen.

4.   

Gegen die in der angefochtenen Verfügung gestützt auf das MGSG-Gutachten erfolgte 

Beurteilung der Leistungsfähigkeit bringt die Beschwerdeführerin weiter vor, dass sich 

ihr Gesundheitszustand seit der MGSG-Begutachtung erheblich verschlechtert habe 

(act. G 1, S. 4). Sie verweist zur Untermauerung ihres Vorbringens auf den 

Kurzaustrittsbericht des Spitals Wil vom 10. März 2008 (act. G 1.3) sowie auf den 

Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 15. April 2008 (act. G 1.4).

4.1 Was den Bericht vom 15. April 2008 anbelangt, so ist festzustellen, dass Dr. C.___ 

darin festhielt, objektiv könnten keine neuartigen oder wesentlich andere Befunde 

erhoben werden. Ferner bescheinigte er der Beschwerdeführerin weiterhin eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit mit Bezug auf die frühere Arbeit bei der D.___ Er geht im Bericht vom 

15. April 2008 selbst für die Zukunft von einer entsprechenden Leistungsfähigkeit aus. 

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Dass Dr. C.___ die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich zweimal zu 100% 

arbeitsunfähig schrieb, vermag keine wesentliche Verschlechterung seit der MGSG-

Begutachtung zu erstellen. Denn beides Mal dauerte die vorübergehende 

Verschlechterung nicht länger als einen Monat (18. Dezember 2006 bis 2. Januar 2007 

und 8. März bis 7. April 2008; act. G 1.4). Im Lichte dieser Ausführungen ist der Eintritt 

einer wesentlichen andauernden Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der 

MGSG-Begutachtung vom Juni 2006 nicht dargetan, zumal sich Dr. C.___ auch nicht 

zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit äussert. Daran vermögen auch 

die - allerdings widersprüchlichen - nicht objektivierbaren Schmerzangaben der 

Beschwerdeführerin ("immer glich" bzw. "immer stärker", act. G 1.4) sowie die zweimal 

angeordnete Physiotherapie - von denen die erste wegen mangelnden Erfolgs sistiert 

werden musste (act. G 1.4) - nichts zu ändern, kann doch aufgrund einer 

Behandlungsbedürftigkeit für sich allein nicht auf eine Arbeitsunfähigkeit geschlossen 

werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. April 2007, I 687/06, E. 5.2).

4.2 Obschon die Beschwerdeführerin vom 8. bis 10. März 2008 aufgrund einer 

Schmerzexacerbation im Spital Wil hospitalisiert werden musste, ergibt sich daraus 

keine dauernde gesundheitliche Verschlechterung seit der MGSG-Begutachtung. Denn 

die Beschwerdeführerin konnte am 10. März 2008 bereits wieder in gebesserten 

Zustand nach Hause entlassen werden (act. G 1.3). Wie dem Bericht von Dr. C.___ vom 

15. April 2008 zu entnehmen ist, konnte denn auch die Arbeitsfähigkeit ab 7. April 2008 

wieder - wie von ihm bislang bescheinigt - auf 50% angehoben werden (act. G 1.4).

4.3 Die seit dem 1. Juli 2008 ergangenen - grösstenteils nicht näher begründeten - 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte, die sich im Übrigen nicht zur 

Leistungsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit äussern (vgl. act. G 10, G 12.1, 

G 14.1 ff., G 16.1 f., G 18.1 f., G 20.1, G 22.1, G 24.1 f., G 26.1 ff.), sind im 

vorliegenden Verfahren nicht zu beachten. Denn sie beziehen sich nicht auf den hier 

massgebenden bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung eingetretenen 

Sachverhalt (vgl. zum massgebenden Prüfungszeitraum Urteil des EVG vom 28. August 

2003, I 596/02, E. 1.1). Die Beschwerdegegnerin wird aber zu prüfen haben, ob diese 

neuen medizinischen Akten Anhaltspunkte enthalten, die ein Rentenrevisionsverfahren 

rechtfertigen.

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4.4 Insgesamt kann den Akten für die Zeit nach der MGSG-Begutachtung bis zum 

Erlass der Verfügung vom 2. April 2008 keine dauernde gesundheitliche 

Verschlechterung entnommen werden. Die Beschwerdegegnerin legte daher der 

Bestimmung des Invaliditätsgrades zu Recht eine 80%ige Arbeitsfähigkeit für 

leidensadaptierte Tätigkeiten zu Grunde.

5.   

Ausgehend von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten 

bleiben die erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit zu prüfen.

5.1 Die Beschwerdegegnerin stellte zur Ermittlung des Valideneinkommens in der 

angefochtenen Verfügung auf Durchschnittslöhne ab. Demgegenüber macht die 

Beschwerdeführerin geltend, das Valideneinkommen sei auf der Grundlage der 

bisherigen Tätigkeit bei der D.___ zu berechnen (act. G 1).

5.1.1 Mit Bezug auf die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 

versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient 

hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der 

realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1). Mithin besteht die Vermutung, dass die versicherte 

Person der letzten Erwerbstätigkeit, insbesondere wenn sie über längere Zeit ausgeübt 

wurde oder sie der beruflichen Ausbildung entsprach, auch weiterhin nachgehen würde 

(Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2009, 8C_143/09, E. 2.2.1 mit 

Hinweisen).

5.1.2 Die Beschwerdeführerin arbeitete vom 17. März 1997 bis 9. Dezember 2003 

(letzter effektiver Arbeitstag) im Schichtbetrieb bei D.___ Das Arbeitsverhältnis wurde 

per 31. Januar 2004 aufgelöst (act. G 4.68). Der Eintritt der Invalidität wurde vom RAD 

mit "ca. Mitte 2004" festgelegt. Ab April 2004 war die Beschwerdeführerin beim RAV 

angemeldet und arbeitete von Mai bis November 2004 in einem ca. 40%igen Pensum 

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bei der A.___. Diese Tätigkeit habe sie gemäss eigenen Angaben aber 

krankheitsbedingt wieder beenden müssen (vgl. zum Ganzen den Zwischenbericht der 

Eingliederungsberatung vom 9. November 2006, act. G 4.42.1). Mit Blick auf die lange 

beinahe siebenjährige Beschäftigungsdauer bei der D.___ und den Umstand, dass die 

Beschwerdeführerin danach arbeitslos bzw. nur während einer kurzen 

Beschäftigungsdauer mit einem bloss 40%igen Arbeitspensum tätig war, rechtfertigt es 

sich zur Bestimmung des Valideneinkommens auf das Arbeitsverhältnis bei der D.___ 

abzustellen. Dies umso mehr als die D.___ im Fragebogen für Arbeitgeber am 

8. November 2005 zuverlässige Lohnangaben machte (vgl. act. G 4.68.2). Ins Gewicht 

fällt ferner, dass die Kündigung durch die D.___ zumindest teilweise auf den 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zurückzuführen ist. Die 

Beschwerdeführerin litt nämlich nach eigenen Angaben bereits seit 1998 an lumbalen 

Schmerzen, die beidseits bis in die Kniegelenke ausstrahlten und den Nachtschlaf 

störten (vgl. act. G 4.48.2 f.). Seit März 2001 sind wiederholte - teilweise übermonatige 

- Phasen mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (act. G 4.48.5). Angesichts 

dessen, dass die D.___ die Kündigung mit unzureichender Leistungserbringung und zu 

vielen Absenzen begründete (act. G 4.23.4 und G 4.68.6), ist davon auszugehen, dass 

der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bei der Kündigung eine erhebliche 

Rolle (mit-)spielte. Daran vermag der von der ehemaligen Arbeitgeberin im Rahmen der 

Nachfrage der Beschwerdegegnerin vom 6. Februar 2007 mit erwähnte Umstand, die 

Beschwerdeführerin sei sehr geschwätzig gewesen und habe sich lieber mit 

Mitarbeitenden unterhalten, als Leistung zu erbringen (act. G 4.23.4), nichts 

Wesentliches zu ändern.

5.1.3 Nach dem Gesagten ist deshalb zur Ermittlung des Valideneinkommens mit der 

Beschwerdeführerin auf die bisherige Tätigkeit bei der D.___ abzustellen, da vorliegend 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass die Beschwerdeführerin 

ohne Gesundheitsschaden die bisherige Tätigkeit nicht fortgeführt hätte. Die 

Beschwerdegegnerin ging im Übrigen vor Erlass des Vorbescheids noch selbst davon 

aus, dass das Valideneinkommen sich nach dem bisherigen Arbeitsverhältnis bei der 

D.___ richte (act. G 4.39). Die D.___ gab am 8. November 2005 an, dass die 

Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden einschliesslich Schichtzulagen und 

durchschnittlicher Prämie monatlich Fr. 5'050.-- verdienen würde (act. G 4.68.2), 

woraus ein Jahresverdienst von Fr. 60'600.-- für das Jahr 2005 resultiert. Angepasst an 

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die Nominallohnentwicklung (bei Frauen von 1.3% für das Jahr 2006 und 1.5% für das 

Jahr 2007, vgl. Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der 

Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2008) ergibt sich für das Jahr 2007 ein 

Valideneinkommen von Fr. 62'309.--. Ob bei der Ermittlung des Jahresverdienstes - 

wie die Beschwerdeführerin geltend macht - noch eine Gratifikation im Umfang von 

Fr. 4'400.-- hinzuzurechnen ist (act. G 1, S. 5), kann offen bleiben, wie sich aus den 

nachfolgenden Erwägungen ergibt.

5.2 Für die Ermittlung des Invalideneinkommens gehen die Parteien gestützt auf die 

LSE-Durchschnittslöhne des Jahres 2007 von einem Betrag von Fr. 48'036.-- bzw. 

unter Berücksichtigung der 80%igen Arbeitsfähigkeit von Fr. 38'429.-- aus (vgl. act. 

G 4.7 und G 1, S. 6). Dem kann nicht gefolgt werden. Denn die LSE-Durchschnittslöhne 

des Jahres 2007, Anspruchsniveau 4, Frauen, betragen unter Berücksichtigung der 

durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2007 und unter 

Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung Fr. 51'024.--. Multipliziert mit der 

verbliebenen 80%igen Leistungsfähigkeit resultiert ein Einkommen von Fr. 40'819.-- 

(Fr. 51'024.-- x 0.8).

5.2.1 Zu prüfen bleibt indes noch die Frage, ob das Invalideneinkommen zu kürzen ist 

(sog. Leidensabzug). Die Beschwerdeführerin erachtet einen Abzug von 20% für 

gerechtfertigt (act. G 1), wogegen die Beschwerdegegnerin jeglichen Abzug ablehnt 

(act. G 4).

5.2.2 Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt 

von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen - auch von 

invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab (namentlich 

leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie 

und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine 

schematische Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, 

bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

5.2.3 Wie sich aus den Akten ergibt, war die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit 

regelmässig krankheitsbedingt zu 100% arbeitsunfähig. Dr. C.___ sprach ferner von 

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einer eher ungünstigen Prognose (act. G 4.48.5). Im Lichte dieser Umstände verfügt die 

Beschwerdeführerin über ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Ein potentieller Arbeitgeber hat 

daher mit überdurchschnittlich vielen krankheitsbedingten Absenzen zu rechnen, was 

sich lohnsenkend auswirkt. Die Vornahme eines Abzuges ist daher aus diesem Grund 

gerechtfertigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. November 2008, 9C_650/08, 

E. 5.4). Ferner kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass der Beschwerdeführerin 

nur noch körperlich leichte Tätigkeiten zugemutet werden können, die 

abwechslungsweise sitzend und stehend in temperierten Räumen durchgeführt 

werden, ohne dass dabei regelmässig unphysiologische, insbesondere gebückte 

Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 10 kg gehoben oder getragen 

werden müssen (act. G 4.48.6). Hinsichtlich des zumutbaren Tätigkeitsspektrums wirkt 

sich des Weiteren auch die Kontaktallergie (zur Diagnose vgl. act. G 4.48.4) 

einschränkend aus. Es besteht damit selbst bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten 

nur noch ein erheblich eingeschränkter Bereich für mögliche Arbeitsplätze, was im 

Rahmen des Abzuges vom Tabellenlohn zu berücksichtigen ist. Weitere Gründe, die 

einen zusätzlichen Abzug rechtfertigen würden, sind nicht ersichtlich. Mit Blick auf das 

noch nicht weit fortgeschrittene Alter der Beschwerdeführerin (Jahrgang 1967, act. 

G 4.80) sowie die lediglich um 20% eingeschränkte Leistungsfähigkeit ist ein Abzug 

von 10% angemessen. Bei einem Abzug von 10% resultiert ein Invalideneinkommen 

von Fr. 36'737.-- (Fr. 40'819.-- x 0.9) bzw. eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'572.-- 

(Fr. 62'309.-- - Fr. 36'737.--), was zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 

41% ([Fr. 25'572.-- / Fr. 62'309.--] x 100) und einem Anspruch auf eine Viertelsrente 

führt. Bei Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten 

Gratifikation beim Valideneinkommen von Fr. 4'400.-- (Stand 2005) würde es ebenfalls 

bei einem Anspruch auf eine Viertelsrente bleiben.

6.   

6.1 Nach dem Gesagten ist in Gutheissung der Beschwerde die Verfügung vom 2. April 

2008 aufzuheben und der Beschwerdeführerin eine Viertelsrente auszurichten. Zur 

Festsetzung von Rentenbeginn und Rentenhöhe ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

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6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Da die Beschwerdegegnerin unterliegt, hat sie die 

Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.

6.3 Gemäss Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) hat die obsiegende beschwerdeführende 

Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- 

bis Fr. 12'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.  In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 2. April 2008 

aufgehoben und der Beschwerdeführerin eine Viertelsrente zugesprochen. Zur 

Festsetzung von Rentenbeginn und Rentenhöhe wird die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.03.2010
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Interdisziplinäres Gutachten beweistauglich. Keine Verschlechterung bis Verfügungserlass ausgewiesen. Bestimmung Valideneinkommen gestützt auf angestammte Tätigkeit. Abzug vom Tabellenlohn (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. März 2010, IV 2008/216).

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