# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 428e34c6-29c8-5647-98c7-2bd0cef7f204
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.03.2024 200 2023 520
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-520_2024-03-26.pdf

## Full Text

200 23 520 AHV
MAK/GET/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. März 2024

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Germann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Renten und Taggelder, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 31. Mai 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. März 2024, AHV/23/520, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a.

Der im Januar 1944 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. 
Beschwerdeführer) meldete sich Anfang Dezember 2009 bei der Aus-
gleichskasse des Kantons Bern (nachfolgend AKB bzw. Beschwerdegeg-
nerin) und ersuchte um Aufschub der ihm ab 1. Februar 2009 
ordentlicherweise zustehenden AHV-Altersrente (Akten der AKB [act. II] 1 
S. 1, 21-24). Am 16. Februar 2014 setzte der Versicherte die Verwaltung 
davon in Kenntnis, dass er die Rente per Februar 2014 abrufen wolle (act. 
II 2). Mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 7. März 2014 (act. II 
3) sprach die AKB dem Versicherten ab Februar 2014 eine monatliche Al-
tersrente von Fr. 2'262.-- zu.

A.b.

Im Mai 2022 meldete sich auch die im Mai 1958 geborene Ehefrau des 
Versicherten zum Bezug der ihr ab Juni 2022 zustehenden AHV-
Altersrente an (act. II 6), woraufhin die AKB eine Neuberechnung der Al-
tersrente des Versicherten vornahm. Mit Verfügung vom 29. März 2023 
(act. II 7) setzte sie dessen Rente für die Zeit vom 1. Juni bis 31. Dezember 
2022 auf monatlich Fr. 2'039.-- (bisher: Fr. 2'311.--) bzw. ab 1. Januar 2023 
auf Fr. 2'091.-- (bisher: Fr. 2'369.--) herab. Gleichzeitig forderte sie für zu 
viel ausgerichtete Altersrenten den Betrag von Fr. 2'738.-- vom Versicher-
ten zurück. Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache (act. II 10 
S. 1) wies die AKB mit Entscheid vom 31. Mai 2023 (act. II 12) ab. Hinsicht-
lich des vom Versicherten gleichzeitig gestellten Erlassgesuchs stellte sie 
einen separaten Entscheid nach Zustellung weiterer Unterlagen in Aus-
sicht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. März 2024, AHV/23/520, Seite 3

B.

Dagegen erhob der Versicherte mit an die AKB gerichtetem und von dieser 
mit Schreiben vom 6. Juli 2023 an das Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern weitergeleitetem "Gesuch um Neubeurteilung" vom 22. Juni 2023 Be-
schwerde. Er beantragt sinngemäss die Ausrichtung einer höheren Alters-
rente sowie den Verzicht auf die Rückforderung von Fr. 2'738.--.

Mit Beschwerdeantwort vom 7. September 2023 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 84 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Da auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, 
ist auf die Beschwerde einzutreten. 

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der die Verfügung vom 29. März 2023 
(act. II 7) bestätigende Einspracheentscheid vom 31. Mai 2023 (act. II 12). 
Streitig und zu prüfen sind die Höhe der AHV-Altersrente des Versicherten 
sowie die Rückforderung von Fr. 2'738.--. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, es erstaune ihn, dass im Ein-
spracheentscheid auf seine Argumentation mit keinem einzigen Wort ein-
gegangen worden sei. Soweit er mit diesem Vorbringen eine Verletzung 
der Begründungspflicht und damit des Anspruchs auf rechtliches Gehör im 
Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) im (streiti-
gen) Verwaltungsverfahren geltend macht, ist darauf hinzuweisen, dass die 
Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 31. Mai 
2023 auf die wesentlichen Kritikpunkte in der Einsprache vom 26. April 
2023 (act. II 10 S. 1) eingegangen ist und die rechtlichen Grundlagen der 
Renten(neu)berechnung dargelegt hat. Insbesondere hat sie die beanstan-
dete Nichtberücksichtigung von Erwerbseinkommen nach Erreichen des 
Pensionsalters und die geltend gemachten Differenzen betreffend Beiträge 
von "Einkommen an Partner" und "Einkommen von Partner" im Berech-
nungsblatt erläutert. Damit hat sie ihrer Begründungspflicht Genüge getan 
(vgl. dazu auch BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181; SVR 
2022 IV Nr. 37 S. 122 E. 5.1).

3.

3.1 Für die Rentenberechnung werden Beitragsjahre, Erwerbsein-
kommen sowie Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften der rentenberech-

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tigten Person zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjah-
res und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles (Rentenal-
ter oder Tod) berücksichtigt (Art. 29bis Abs. 1 AHVG in der bis 31. Dezem-
ber 2023 gültig gewesenen Fassung).

3.2 Die aufgeschobene Altersrente wird um den versicherungstechni-
schen Gegenwert der nicht bezogenen Leistung erhöht (Art. 39 Abs. 2 
AHVG in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung). Die 
nähere Regelung des Rentenaufschubs findet sich in den Art. 55bis bis 
55quater der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinter-
lassenenversicherung [AHVV; SR 831.101]).  Nach einer Aufschubsdauer 
von fünf Jahren beträgt der prozentuale Zuschlag zur aufgeschobenen 
Rente 31.5 % (Art. 55ter Abs. 1 AHVV).

3.3 Gemäss Art. 29quinquies AHVG (in der bis 31. Dezember 2023 gültig 
gewesenen Fassung) werden Einkommen, welche die Ehegatten während 
der Kalenderjahre der gemeinsamen Ehe erzielt haben, geteilt und je zur 
Hälfte den beiden Ehegatten angerechnet. Die Einkommensteilung wird 
vorgenommen, wenn beide Ehegatten rentenberechtigt sind (Abs. 3 lit. a). 
Der Teilung und gegenseitigen Anrechnung unterliegen jedoch nur Einkom-
men aus der Zeit zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Alters-
jahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles beim 
Ehegatten, welcher zuerst rentenberechtigt wird, sowie aus Zeiten, in de-
nen beide Ehegatten in der schweizerischen Alters- und Hinterlassenen-
versicherung versichert gewesen sind (Abs. 4 lit. a und b). Abs. 4 ist nicht 
anwendbar für das Kalenderjahr, in dem die Ehe geschlossen oder auf-
gelöst wird (Abs. 5). Der Bundesrat regelt das Verfahren (Abs. 6 Satz 1).

Die Einkommen von Ehepaaren werden in jedem Kalenderjahr, in dem bei-
de Ehegatten in der AHV versichert gewesen sind, hälftig geteilt (Art. 50b 
Abs. 1 AHVV). Die Einkommen im Jahr der Eheschliessung und im Jahr 
der Auflösung der Ehe werden nicht geteilt (Abs. 3). Bezieht ein Ehegatte 
bereits eine Rente, so ist das Verfahren auf Einkommensteilung von Amtes 
wegen durch die Ausgleichskasse einzuleiten, welche die Rente ausrichtet 
(Art. 50g AHVV).

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3.4 Gemäss Art. 35 AHVG beträgt die Summe der beiden Renten eines 
Ehepaares maximal 150 % des Höchstbetrages der Altersrente, wenn bei-
de Ehegatten Anspruch auf eine Altersrente haben (Abs. 1 lit. a). Die beiden 
Renten sind im Verhältnis ihrer Anteile an der Summe der ungekürzten Ren-
ten zu kürzen. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten, insbesondere die 
Kürzung der beiden Renten bei Versicherten mit unvollständiger Beitrags-
dauer (Abs. 3 in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung).

Weisen nicht beide Ehegatten eine vollständige Beitragsdauer auf, so ent-
spricht der Höchstbetrag der beiden Renten einem Prozentsatz des maxi-
malen Betrages bei Vollrenten. Dieser wird ermittelt, indem die Summe aus 
dem Prozentanteil der niedrigeren Rentenskala und dem doppelten Prozent-
anteil der höheren Rentenskala durch drei geteilt wird (Art. 53bis AHVV).

3.5 Im Falle der Neufestsetzung einer Altersrente zufolge Eintritt des 
zweitrentenberechtigten Ehegatten ins Rentenalter bleiben die im Zeitpunkt 
der erstmaligen Rentenberechnung geltenden Berechnungsvorschriften 
massgebend, wobei die aufgrund dieser Bestimmungen neu festgesetzte 
Rente in der Folge auf den neuesten Stand zu bringen ist (Art. 31 AHVG). 
Bei der Neuberechnung der Rente handelt es sich nicht um einen neuen 
Versicherungsfall (BGE 129 V 124 E. 4.2.3 S. 130; vgl. UELI KIESER, Recht-
sprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Aufl. 2020, Art. 31 N. 1). 

4.

4.1 Gemäss der Verfügung vom 7. März 2014 kommt die Rentenskala 
39 zur Anwendung, denn die Beitragsdauer gemäss dem Individuellen Kon-
to beträgt unbestritten 39 Jahre und sechs Monate (act. II 3). Die damals 
rechtskräftig festgesetzten Leistungsbemessungsfaktoren sind im vorlie-
genden Beschwerdeverfahren nicht mehr überprüfbar. Aber selbst wenn 
eine materielle Prüfung durchzuführen wäre, würde sich die damalige Ver-
fügung als korrekt erweisen und am Ergebnis würde sich nichts ändern: 
Das damals geltende Recht enthielt keine Grundlage, wonach Beitragslü-
cken hätten geschlossen werden können, indem der Rentenbezug aufge-
schoben oder indem über das Rentenalter hinaus Beiträge abgerechnet 
wurden (AS 1996 2473; vgl. hingegen die – vorliegend nicht anwendbare – 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. März 2024, AHV/23/520, Seite 7

am 1. Januar 2024 in Kraft getretene Fassung von Art. 29bis Abs. 3 und 4 
AHVG). Ebenso wenig war das Erwerbseinkommen zu berücksichtigen, 
das die rentenberechtigte Person während der zusätzlichen Beitragsdauer 
erzielt und auf dem sie Beiträge entrichtet hatte. Gemäss Art. 31 AHVG 
bleiben die im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenberechnung geltenden Be-
rechnungsvorschriften im Fall der Neufestsetzung der Altersrente massge-
bend (vgl. vorstehend E. 3.5). Somit ist für die Leistungs-
bemessungsfaktoren (Versicherungszeiten, durchschnittliches 
Jahreseinkommen) unerheblich, dass der Beschwerdeführer den Renten-
bezug um fünf Jahre aufgeschoben hatte. 

4.2 Nachdem der Ehefrau des Beschwerdeführers per 1. Juni 2022 
eine Altersrente der AHV zugesprochen wurde, musste die Altersrente des 
Beschwerdeführers betragsmässig neu festgesetzt werden, und zwar aus 
zwei Gründen: Zum einen musste die Altersrente aufgrund einer Einkom-
mensteilung betreffend die Kalenderjahre der gemeinsamen Ehe neu be-
rechnet werden (Art. 29quinquies Abs. 3 lit. a AHVG in der bis 31. Dezember 
2023 gültig gewesenen Fassung); zum andern hatte eine Kürzung im Sinne 
von Art. 35 Abs. 1 lit. a AHVG (Plafonierung beider Altersrenten) zu erfol-
gen. 

4.2.1 Was die Einkommensteilung (vgl. vorstehend E. 3.3) angeht, so 
wird nicht geltend gemacht und es ist auch nicht ersichtlich, dass diese 
rechnerisch fehlerhaft oder in Verkennung der massgeblichen Rechts-
grundlagen erfolgt wäre (vgl. act. II 8 S. 8 f.).

4.2.2 Dasselbe gilt für die Plafonierung, wobei die Plafonierungsgrösse 
aufgrund der Berechnungsgrundlagen beider Ehegatten bestimmt wird. Bei 
unvollständiger Beitragsdauer ist folgende Regel zur Herleitung der gewich-
teten Rentenskala anwendbar (Art. 53bis AHVV; vgl. vorstehend E. 3.4, 
zweiter Absatz): Die Rentenskala des Ehegatten mit der höheren Renten-
skala wird mit zwei multipliziert und zur Rentenskala des Ehegatten mit der 
tieferen Rentenskala dazugezählt. Das Resultat wird durch drei dividiert 
und auf die nächste Skala aufgerundet: ([44 x 2] + 39) / 3 = 42,3. Im vorlie-
genden Fall ergibt dies eine gewichtete Rentenskala 43. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. März 2024, AHV/23/520, Seite 8

150 % des Höchstbetrages der solchermassen ermittelten Rentenskala 
bildet die Plafonierungsgrösse für die beiden Einzelrenten. Die Plafonie-
rungsgrenze beträgt im Jahr 2022 Fr. 3'504.-- (Fr. 2'336.-- x 150 %; vgl. 
Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], Rententabellen 2021, gewich-
tete Skala 43; gültig ab 1. Januar 2021) bzw. Fr. 3'592.-- im Jahr 2023 
(BSV, Rententabellen 2023, gewichtete Skala 43; gültig ab 1. Januar 2023) 
und nicht wie bei zwei Vollrenten Fr. 3’585.-- bzw. Fr. 3’675.--. Die Rente 
des Beschwerdeführers wird daher infolge der Plafonierung (zunächst) 
gekürzt auf Fr. 1’491.-- (2022) bzw. auf Fr. 1’529.-- (2023; act. II 8/9).

Hervorzuheben bleibt allerdings Folgendes: Der Beschwerdeführer erhält 
sodann – wie bisher – auch auf der neuberechneten Rente den Aufschubs-
zuschlag von 31.5 % (vgl. vorstehend E. 3.2; act. II 3 S. 1); der Erhöhungs-
betrag von Fr. 548.-- bzw. Fr. 562.-- (vgl. act. II 8 S. 10) ist von der 
Plafonierung nicht erfasst (vgl. BSV, Ziff. 6339 der Wegleitung über die 
Renten [RWL] in der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denversicherung in der am 1. Januar 2022 geltenden und hier anwendba-
ren Fassung). Insofern wird – entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers – durchaus auch bei der Neuberechnung der Tatsache 
Rechnung getragen, dass dieser den Rentenbezug um fünf Jahre aufge-
schoben hat.

4.3 Zusammenfassend ist die mit Verfügung vom 29. März 2023 für 
die Zeit ab Juni 2022 rückwirkend erfolgte (act. II 7) und im Einspracheent-
scheid vom 31. Mai 2023 (act. II 12) bestätigte Renten(neu)berechnung 
nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist insoweit abzuweisen. 

5.

5.1 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer 
Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstat-
ten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG).

Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen 
Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung 
Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. März 2024, AHV/23/520, Seite 9

nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung 
(wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichti-
gung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen 
vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) 
bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 
130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versiche-
rungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre 
seit der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG; 
vgl. auch Ziff.10154 ff. RWL).

5.2 Es ist unbestritten und steht fest, dass die Beschwerdegegnerin 
dem Beschwerdeführer auch nach Erreichen des ordentlichen AHV-
Rentenalters seiner Ehefrau im Juni 2022 bis und mit März 2023 die AHV-
Altersrente in der bisherigen Höhe weiter ausgerichtet hat (vgl. act. II 7 
S. 2). Damit verstiess die Beschwerdegegnerin gegen Art. 35 AHVG und 
die darin vorgesehene Plafonierung der Rente für Ehepaare, womit die 
Leistungserbringung als zweifellos unrichtig im 
wiedererwägungsrechtlichen Sinne zu qualifizieren und die Berichtigung 
beim hier streitigen Rückforderungsbetrag von erheblicher Bedeutung ist 
(vgl. vorstehend E. 5.1). Mit andern Worten steht fest, dass der 
Beschwerdeführer für die Zeit vom Juni 2022 bis März 2023 zu hohe 
Rentenleistungen bezogen hat, weil auf jenen Zeitpunkt die Plafonierung 
nach Massgabe der gesetzlichen Grundlagen unterblieben war. Im Übrigen 
ist mit der Rückerstattungsverfügung vom 29. März 2023 (act. II 7) die drei-
jährige Verwirkungsfrist (vgl. vorstehend E. 5.1) gewahrt. Weiter bestehen 
weder Hinweise in den Akten noch macht der Beschwerdeführer geltend, 
dass die der Rückerstattungsverfügung vom 29. März 2023 zugrunde ge-
legten Rentenbetreffnisse und Berechnungen in masslicher Hinsicht nicht 
korrekt wären und es besteht folglich kein Anlass für eine diesbezügliche 
Prüfung durch das Gericht (BGE 131 V 329 E. 4 S. 330). 

Die zu Unrecht ausgerichteten Rentenleistungen sind folglich im Umfang 
des in Rechnung gestellten Betrages von Fr. 2‘738.-- zurückzuerstatten 
und die Beschwerde ist auch in diesem Punkt abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. März 2024, AHV/23/520, Seite 10

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g [Umkehrschluss] ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):

- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Renten und Taggelder
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.