# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ef3cfd5-bae6-5e3e-a368-0aebf8f2a125
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 09.05.2017 III 2016 204
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-204_2017-05-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2016 204

Entscheid vom 9. Mai 2017 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. Y.________, 

gegen

1. Gemeinderat Arth, Rathausplatz 6, Postfach 263, 6415 Arth,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Postfach 1260, 
6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. C.________, 
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Z.________,

5. E.________,
Beigeladener,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung; Abbruch / Neubau)

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Sachverhalt:

A. Mit Baugesuch vom 7. Juli 2015 (Eingang am 28.7.2015) ersuchte 
C.________ den Gemeinderat Arth um die Bewilligung für den Abbruch und 
Neubau des Wohnhauses (im Wiederaufbaurecht) sowie den Umbau des 
L.________ auf dem Grundstück KTN F.________ Arth, D.________, das sich 
im Eigentum von E.________ befindet. Das Grundstück liegt zwischen dem Zu-
gersee und der Zugerstrasse; es stösst auf einer Länge von rund 47 m an den 
Zugersee und auf einer Länge von rund 43 m an die Zugerstrasse. Nördlich 
schliesst sich das Grundstück KTN G.________ (im Eigentum der A.________ 
AG) an. Diese ist ebenfalls Eigentümerin der auf der anderen Seite der Zuger-
strasse gelegenen Grundstücke KTN H.________  und KTN I.________. 

Die Tiefe des Grundstückes (Distanz Zugerstrasse bis Seeufer) beträgt zwischen 
rund 10 m und rund 22 m. Das Grundstück ist derzeit mit einem Wohnhaus, einer 
(nördlich ans Haus angebauten) Einzelgarage und dem L. überbaut. Dieses be-
stehende Wohnhaus unterschreitet sowohl den Strassen- als auch den Gewäs-
serabstand und wird auch den kommunalen baureglementarischen Anforderun-
gen an die Vorplatztiefe nicht gerecht (5.50 m gemäss Art. 19 des kommunalen 
Baureglements [BauR] vom 8.12.1991). 

Das Bauvorhaben wurde im Amtsblatt K.________ publiziert und öffentlich auf-
gelegt. Hiergegen erhob die A.________ AG am 20. August 2015 beim Gemein-
derat Arth öffentlich-rechtliche Einsprache. Am 27. August 2015 teilte das Amt für 
Raumentwicklung (ARE) der Bauherrschaft mit, dass das Bauvorhaben nicht be-
willigungsfähig sei. Gemäss der Beurteilung des Tiefbauamtes durfte der beste-
hende Strassenabstand (rund 3.60 m ab Fahrbahnrand der Zugerstrasse) nicht 
zusätzlich unterschritten werden, das Längsgefälle der Einfahrt zur Garage ma-
ximal 5 % betragen, und das Sichtfeld auf das Trottoir Richtung Arth war ab der 
Ausfahrt der südlichen Garage aufzuzeigen und einzuhalten. 

Am 18. September 2015 reichte C.________ überarbeitete Pläne ein. Nach ei-
nem weiteren Schriftenwechsel teilte er am 28. Oktober 2015 seinen Verzicht auf 
den Neubau der bestehenden Garage, des Tankraumes und des L.________ 
mit. An diesen bestehenden Bauten werde er nur kleinere Renovationsarbeiten 
vornehmen. Gleichzeitig reichte er überarbeitete Projektpläne ein. Am 3. De-
zember 2015 reichte er einen überarbeiteten Situationsplan ein und am 24. und 
25. Januar 2016 eine aktualisierte "Kubische Berechnung nach SIA 416". 

B. Mit Gesamtentscheid vom 19. Januar 2016 erteilte das ARE die kantonale 
Baubewilligung unter Auflagen und Nebenbestimmungen. Mit Beschluss vom 
1. Februar 2016 erteilte der Gemeinderat Arth die Baubewilligung. Die Einspra-

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che der A.________ AG wurde abgewiesen. Die kantonale Baubewilligung des 
ARE wurde zum integrierenden Bestandteil der Baubewilligung erklärt. 

C. Gegen die Baubewilligung vom 1. Februar 2016 liess die A.________ AG 
mit Eingabe vom 29. Februar 2016 beim Regierungsrat des Kantons Schwyz Be-
schwerde erheben mit den folgenden Anträgen:

1. Die Baubewilligung des Gemeinderates Arth vom 1.2.2016 und der kantonale 
Gesamtentscheid vom 19.1.2016 sind vollumfänglich aufzuheben, dies so 
auch mit der Verpflichtung des Gemeinderates Arth, der Beschwerdeführerin 
den vollumfänglichen Einsprachekostenvorschuss von Fr. 500.-- 
zurückzuvergüten. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 
Beschwerdegegner/Vorinstanzen. 

D. Mit RRB Nr. 865/2016 vom 18. Oktober 2016 wies der Regierungsrat die 
Beschwerde ab (Disp.-Ziff. 1) und auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- 
der Beschwerdeführerin (Disp.-Ziff. 2). Diese wurde überdies verpflichtet, dem 
Beschwerdegegner eine Parteientschädigung von Fr. 900.-- zu bezahlen. 

E. Gegen diesen RRB (versendet am 25.10.2016) lässt die A.________ AG 
mit Eingabe vom 15. November 2016 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den fol-
genden Anträgen:

Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz oder 
den Gemeinderat Arth zur Neubeurteilung zurückzuweisen, soweit die 
Baubewilligung nicht ohne Weiteres zu verweigern ist,

unter Kosten- und Entschädigungsfolge für alle Instanzen. 

In der Begründung (Beschwerde S. 2 Ziff. I.5) beantragt die Beschwerdeführerin 
eine mündliche öffentliche Verhandlung, "die mindestens in Form eines Augen-
scheins mit Parteivorträgen abzuhalten ist". 

F. Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 22. No-
vember 2016 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Be-
schwerdeführerin. Denselben Antrag stellt das ARE vernehmlassend am 29. No-
vember 2016. Der Beigeladene beantragt mit Eingabe vom 5. Dezember 2016 
sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. Mit Vernehmlassung vom 7. De-
zember 2016 beantragt der Beschwerdegegner, die Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde vom 15. November 2016 sei vollumfänglich abzuweisen und der Bau-
bewilligungsentscheid vom 1. Februar 2016 sei zu bestätigen, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdeführerin. Der Gemeinderat Arth 
hat keine Vernehmlassung eingereicht. 

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G. Unter Bezugnahme "auf die umfangreichen Vernehmlassungen" ersucht 
die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 14. Dezember 2016, ihr "gestützt auf 
den Gehörsgrundsatz und das Replikrecht nach bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung eine angemessene Frist anzusetzen", um zu replizieren, was ihr gewährt 
wurde. Am 28. Februar 2017 reicht die Beschwerdeführerin eine Replik ein und 
hält an ihren Anträgen fest. 

H. Mit Schreiben vom 17. März 2017 teilt das Verwaltungsgericht der Be-
schwerdeführerin mit unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 
mit, aus der Einreichung einer Replik lasse sich konkludent auf einen Verzicht 
auf eine mündliche öffentliche Verhandlung schliessen. Sollte diese Annahme 
unzutreffend sein, werde um eine entsprechende Mitteilung ersucht. Der bean-
tragte Augenschein werde nicht für erforderlich erachtet. 

I. Innert erstreckter Frist lässt die Beschwerdeführerin dem Verwaltungsge-
richt mit Eingabe vom 18. April 2017 mitteilen, sie sei "bereit, auf eine Verhand-
lung zu verzichten". Sie sei aber gleichzeitig der Auffassung, dass ein Augen-
schein notwendig bleibe.

J. Die weiteren Verfahrensbeteiligten haben sich nach Zustellung der Eingabe 
der Beschwerdeführerin vom 18. April 2017 weder zu dieser noch zur vorange-
gangenen Korrespondenz, namentlich auch nicht zur Replik der Beschwerdefüh-
rerin vom 28. Februar 2017, geäussert. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das Grundstück KTN F.________ befindet sich fast gänzlich innerhalb des 
gesetzlichen Gewässerabstandes von 20 m (Seeabstand) gemäss § 66 des Pla-
nungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987. 

Die neue (Ersatz-)Baute wahrt den bisherigen Grundriss (vgl. Plan 01 Situation 
Mst. 1:500, rev. 30.11.2015; Plan 02 Erdgeschoss/Obergeschoss mit Umgebung, 
Mst. 1:100, rev. 24.10.2015). Das Erdgeschoss tritt gegen die Kantonsstrasse 
(d.h. Südostfassade) als das Terrain überragendes Untergeschoss in Erschei-
nung. Die kürzeste Entfernung zwischen Haus und Kantonsstrasse beträgt 
3.65 m. Das Niveau der beiden Garagen auf der Südseite des Gebäudes diffe-
riert entsprechend vom Niveau des Erdgeschosses. Sie befinden sich in einer 
Distanz von rund 4.70 m bis zur Parzellengrenze (zur Strassenparzelle 
KTN J.________) und von rund 6.2 m bis zur (Kantons-)Strasse. 

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Der Grundriss des Gebäudes beträgt rund 14 m x 11 m. Gemäss der kubischen 
Berechnung vom 24. Januar 2016 weist das Erdgeschoss der neuen Baute 
501.91 m3 auf gegenüber 504.74 m3 bei der bestehenden und das Obergeschoss 
364.02 m3 gegenüber 475.44 m3; die neu vorgesehene (Doppel-)Garage weist 
191.59 m3 auf gegenüber 137.90 m3 der bisherigen Garage. Das geplante Ge-
bäude umfasst mithin insgesamt 1'057.52 m3 gegenüber 1'118.08 m3 beim be-
stehenden Haus. Das bisherige Giebeldach wird durch ein Flachdach ersetzt. Die 
Gebäudehöhe beträgt zwischen 4.98 m und 6.74 m. 

Im Erdgeschoss sind zwei Zimmer, Wohnzimmer, Bad und Technik-/Waschraum 
vorgesehen, im Obergeschoss Essen/Küche, ein Zimmer/Büro und ein WC. Des 
Weiteren ist die Renovation der bestehenden Mauer im Bereich des Hafenplat-
zes zwischen dem Wohnhaus und dem L. sowie die Zurückversetzung einer 
Mauer auf der Südseite des Hauses in Richtung Kantonsstrasse geplant. 

1.2.1  Das ARE gab seine Zustimmung zur Unterschreitung des Gewässerab-
standes im Sinne von § 76 Abs. 3 PBG (Gesamtentscheid S. 4 Ziff. 1). Die Ge-
wässerabstandsunterschreitung der Wassereinleitung ergebe sich unmittelbar 
aus dem Bestimmungszweck der Anlage (Einleitung von Meteorwasser in den 
See). Die bestehende Treppe südlich des Wohngebäudes werde abgebrochen 
und die Mauer gegenüber dem See zurückversetzt, was im Hinblick auf den Ge-
wässerabstand zu einer Verbesserung führe; wesentliche nachbarliche Interes-
sen würden dadurch nicht verletzt. Die Sanierung der bestehenden Mauer führe 
nicht zu einer Erhöhung bzw. Verlängerung der Anlage. Der Ersatzbau des 
Wohnhauses erfolge im Rahmen der Bestandesgarantie.

Die Einfahrtsbewilligung könne unter Auflagen erteilt werden (Gesamtentscheid 
S. 4 ff. II.2). Die für den Ausnahmetatbestand gemäss § 42 des Strassengeset-
zes (StraG; SRSZ 442.110) vom 15. September 1999 kumulativ notwendigen 
Voraussetzungen zur Unterschreitung des gesetzlichen Strassenabstandes von 
6.00 m (§ 41 Abs. 1 lit. a erstes Alinea StraG) seien erfüllt. Die Verkehrssicher-
heit werde durch das Näherbaurecht nicht gefährdet. Gestützt auf die gegebene 
Situation lägen besondere Verhältnisse vor. Ein Wegrücken Richtung See sei 
wegen des schmalen Grundstückes nicht möglich. Der minimale Strassenab-
stand des bestehenden wie auch des geplanten Gebäudes betrage rund 3.65 m. 
In der Regel würden keine Rückwärtseinfahrten in die Kantonsstrasse bewilligt. 
Vorliegend könne dies als Ausnahme zugestanden werden. Die Bauherrschaft 
habe mit der Vorabklärung B2014-0933 eine gute Lösung vorgeschlagen, die je-
doch ämterübergreifend als nicht bewilligungsfähig beurteilt worden sei und so 
zum Gesuch im Sinne eines bestandesrechtlichen Wiederaufbaus geführt habe. 
Da die Nutzfläche bzw. überbaute Landfläche des Grundstücks KTN F.________ 

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nicht vergrössert werde, entfalle eine Vorteilsabgabe sowohl in Bezug auf die al-
leinige Zufahrt wie auch die Unterschreitung des Strassenabstandes. Als Auflage 
wurde verlangt, dass die in den Gesuchsunterlagen ausgewiesenen Sichtfelder 
der Einfahrt im Rahmen der Möglichkeiten der Bauherrschaft dauernd freizuhal-
ten sind. Innerhalb der Sichtfelder dürften keine Fahrzeuge, Bäume, Sträucher, 
Hecken, Hagungen, Treppengeländer, Briefkastenanlage oder andere Hindernis-
se, welche höher als 0.6 m seien, die notwendige Sichtweite behindern. 

Aufgrund der gewässerschutzrechtlichen Bestandesgarantie Art. 41c Abs. 2 der 
Gewässerschutzverordnung (GSchV; SR 814.201) vom 28. Oktober 1998 wurde 
das Bauvorhaben ebenfalls (unter Auflagen) als bewilligungsfähig erachtet (Ge-
samtentscheid S. 7 f. Ziff. 3). 

1.2.2  Der Gemeinderat schloss sich der Beurteilung des ARE an. Zudem führte 
er aus, auch die Anbauten im Grenzabstand zu KTN G.________ (Garagenan-
bau; Öltankraum) fielen unter die Bestandesgarantie. Aufgrund der detaillierten 
Angaben in den Plänen sei eine Kontrolle der Gebäudehöhen gut möglich; diese 
seien gewahrt. 

1.3 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid unter anderem erwo-
gen, zur von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Unterschreitung des 
Gewässerabstandes und Gewässerraumes sowie zur fehlenden Verkehrssicher-
heit der Garageneinfahrt hätten sich in erster Linie das Tiefbauamt und das Amt 
für Umweltschutz zu äussern gehabt. Im Gesamtentscheid des ARE vom 19. Ja-
nuar 2016 hätten sich diese beiden Ämter ausführlich mit den Argumenten der 
Beschwerdeführerin auseinandergesetzt. Abgesehen davon wäre eine Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs im regierungsrätlichen Verfahren geheilt worden. 
Dies gelte auch für die Äusserung zur kubischen Berechnung des Bauvorhabens 
vom 24. und 25. Januar 2016, in welche die Beschwerdeführerin erst im regie-
rungsrätlichen Beschwerdeverfahren habe Einsicht nehmen können (Erw. 1.1 ff.). 
Die Baugesuchsunterlagen seien vollständig (Erw. 2.1). Es sei hinreichend präzi-
siert, welche Planunterlagen massgebend seien, auch wenn ein Bewilligungs-
vermerk fehle (Erw. 2.2). Der Beschwerdegegner sei bereits heute gezwungen, 
rückwärts in die Zugerstrasse einzufahren. Es stelle sich die Frage, ob überhaupt 
eine neue Einfahrtsbewilligung notwendig gewesen sei (Erw. 3.4). Den Aus-
führungen des Tiefbauamtes zu den Umständen der Zufahrt sei zuzustimmen. 
Durch den Abbruch der bestehenden Mauer im Eingangsbereich des Hauses 
werde zudem die Sicht auf das Trottoir und die Fahrbahn im Vergleich zum be-
stehenden Zustand deutlich verbessert (Erw. 3.5). Zu Recht sei auch der Tatbe-
stand einer Vorteilsabgabe nach § 58 StraG und § 28 der Strassenverordnung 
(StraV; SRSZ 442.111) vom 18. Januar 2000 negiert worden (Erw. 3.6). Im Lichte 

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der Bestandesgarantie sei davon auszugehen, dass das ganze bestehende 
Wohnhaus inkl. Garage rechtmässig erstellt worden sei (Erw. 4.4.2). Die Gebäu-
dehöhe werde zwar geringfügig erhöht. Dies stehe aber im Zusammenhang mit 
der Anpassung der Raumhöhen an heutige Verhältnisse und sei auch unter dem 
Wiederaufbaurecht zulässig. Das Wohnhaus verliere aufgrund des Flachdaches 
insgesamt an Volumen. Auch in Bezug auf die Nutzung erfahre das Haus keine 
Änderung. Der neue Hauszugang an der Westfassade (richtig: [Nord-]Ostfassa-
de) des Hauses führe entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin zu kei-
ner zusätzlichen Unterschreitung des Strassenabstandes bzw. zu keiner Ver-
schärfung des bisherigen Zustandes (Erw. 4.5). Gleiches gelte für die Stützmau-
er auf der Südseite des Hauses, wodurch die Situation aus gewässerschutzrecht-
licher Sicht verbessert werde (Erw. 4.6). Die bestehende Zufahrt geniesse eben-
falls Bestandesschutz, und zwar unabhängig davon, ob sie die baureglementari-
schen Anforderungen an die Vorplatztiefe oder die VSS-Richtlinien einhalte oder 
nicht. Trotz Realisierung einer zweiten Garage resultiere keine Nutzungsintensi-
vierung und somit Verschärfung der Zufahrtssituation, zumal das bestehende 
Zweifamilienhaus in ein Einfamilienhaus geändert werde. Bereits heute würden 
sich zwei Autos vor der Garage auf KTN F.________ befinden; die Anzahl der 
Motorfahrzeugabstellplätze würde somit nicht erhöht (Erw. 4.7). Ein eigentliches 
Hochwasserschutzkonzept sei nicht erforderlich; der Wasserspiegel des Zuger-
sees liege bei einem 300-jährigen Hochwasserereignis bei 414.77 m ü.M., das 
Erdgeschoss auf einer Kote von 414.84 m ü.M.. Zudem habe das Amt für Wald 
und Naturgefahren (AWN) empfohlen, hochwassersichere Fenster und Türen im 
Erdgeschoss zu verwenden (Erw. 5). 

2.1 Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zu § 72 Abs. 3 Satz 1 
PBG verlangt die Beanspruchung des Wiederaufbaurechts für ein 
abzubrechendes Gebäude nicht ein sklavisches Festhalten an den bisherigen 
Gebäudeformen. Indessen hat praxisgemäss der frühere Umfang als Richtschnur 
des Wiederaufbaus zu gelten. Ausserdem muss auch die nutzungsmässige 
Wesensgleichheit gewährleistet sein (VGE 1014/02 vom 27.9.2002 Erw. 4c/dd). 
Diese Voraussetzungen entsprechen der bundesgerichtlichen, zu Art. 24 RPG 
entwickelten Rechtsprechung, wonach eine Wiederaufbaute dem alten Bauwerk 
in Grösse und Nutzungsart ungefähr entsprechen muss (VGE III 2015 92 vom 
26.8.2015 Erw. 2.1; VGE III 2011 102 vom 2.12.2011 Erw. 3.1; VGE III 2015 92 
vom 26.8.2015; VGE 1000/05 vom 30.6.2005 Erw. 3.3; EGV-SZ 1995 Nr. 8, 
Erw. 3e mit zahlreichen Hinweisen; vgl. M. Joos, Raumplanungsgesetz, Zürich 
2002, S. 219 ff. mit Hinweisen; Mark Gisler, Das Wiederaufbaurecht, Zürich 2003, 
S. 56 ff.). Die Nutzungsänderung einer Baute ist mit dem Recht auf 
Wiederaufbau vereinbar, wenn sie keine neuen oder zusätzlichen Widersprüche 

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zum geltenden Baurecht schafft, den bestehenden Zustand somit weiterführt 
oder allenfalls der bestehenden Nutzungsordnung näher bringt, mitunter eine 
Verbesserung des bestehenden Zustandes, gemessen an den Zielen des 
Gesetzgebers, herbeiführt (EGV-SZ 2011 B 8.4. Erw. 3.4; VGE III 2015 92 vom 
26.8.2015 Erw. 2.1; VGE III 2010 183 vom 21.12.2010 Erw. 3.3; VGE 1003/97 
vom 24.3.1997; vgl. EGV 1988 Nr. 49, Erw. 7; Gisler, a.a.O., S. 66).

2.2 Es ist zwar zutreffend, dass das bisherige Steildach/Giebeldach durch eine 
Flachbedachung ersetzt werden soll. Indessen hält sich die Ersatzbaute zum ei-
nen an die Grundrisse der bestehenden Baute; zum andern werden auch die 
baugesetzlichen Vorgaben an die Höhe eingehalten, was unbestritten ist. Die Er-
höhung des Gebäudes gegenüber der bestehenden Baute (wobei die Oberkante 
des Flachdaches nach wie vor unter der Giebelhöhe der bestehenden Baute 
bleibt) erklärt sich mit der Anpassung der Raumhöhen an zeitgemässes Wohnen. 
Gemäss der aktenkundigen kubischen Berechnungen vom 24. Januar 2016 wird 
das Gesamtvolumen − unter Einschluss der Doppelgarage − um rund 6 % ver-
kleinert. Aufgrund der Massgeblichkeit dieser kubischen Berechnungen sind ab-
weichende Angaben in Rechtsschriften (Beschwerde S. 4 lit. b mit Hinweis auf 
"Replik vom 31.3.2016 S. 3") unbeachtlich. Die grundsätzliche Rüge, das Bau-
vorhaben könne sich insgesamt nicht auf die Bestandesgarantie berufen, ist un-
begründet. Aufgrund der bei der Gemeinde greifbaren Planunterlagen zur Gara-
ge aus dem Jahr 1951 (vgl. angefochtener Entscheid Erw. 4.4.2M; ARE-act. 
B 12) lässt sich schliessen, dass das damals realisierte Bauvorhaben den da-
mals zuständigen Bewilligungsbehörden nicht nur bekannt war, sondern auch als 
materiell rechtmässig beurteilt wurde bzw. zu betrachten ist und entsprechend 
als bestehende, rechtmässig erstellte Baute im Sinne von § 72 Abs. 1 PBG zu 
gelten hat. Mithin kann sich der Beschwerdegegner auch hierfür auf die Bestan-
desgarantie berufen (vgl. Gisler, a.a.O., S. 45 unten). Im Übrigen spricht nichts 
dagegen, dass die Garage damals im Jahr 1951, mithin vor nunmehr über 60 
Jahren, bewilligungsfähig gewesen wäre; das Gegenteil wird auch von der Be-
schwerdeführerin nicht (substantiiert) dargelegt (vgl. Replik S. 4 Ziff. 6).  

2.3 Im Gewässerraum dürfen nur standortgebundene, im öffentlichen Interesse 
liegende Anlagen wie Fuss- und Wanderwege, Flusskraftwerke oder Brücken 
erstellt werden. In dicht überbauten Gebieten kann die Behörde für 
zonenkonforme Anlagen Ausnahmen bewilligen, soweit keine überwiegenden 
Interessen entge-genstehen (Art. 41c Abs. 1 GschV [in der seit 1.1.2016 
geltenden Fassung Art. 41c Abs. 1 lit. a GSchV). Rechtmässig erstellte und 
bestimmungsgemäss nutzbare Anlagen im Gewässerraum sind in ihrem Bestand 
grundsätzlich geschützt (Abs. 2 [in der bis 31.12.2015 geltenden Fassung; seit 

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1.1.2016: "Anlagen sowie Dauerkulturen nach Artikel 22 Absatz 1 Buchstaben a-
c, e und g-i der Landwirtschaftlichen Begriffsverordnung vom 7. Dezember 1998 
im Gewässerraum sind in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt, sofern sie 
rechtmässig erstellt wurden und bestimmungsgemäss nutzbar sind").

Die Neubaute hält sich an die bisherigen Grundmasse. Innerhalb des 
bestehenden Volumens erfolgt auch die Garagenerweiterung und der 
Hauseingang (Beschwerde S. 4 lit. c). Die bestehende Mauer im Südbereich 
gegen die Kantonsstrasse wird durch eine Mauer ersetzt, welche sich ein bis 
zwei Meter näher bei der Strasse befindet. Zwar bleibt der Gewässerabstand 
nach wie vor unterschritten; dadurch, dass eine bestehende Baute vom Seeufer 
(weiter) zurückgenommen wird, wird die Situation aus gewässerschutzrechtlicher 
Sicht indessen immerhin (geringfügig) verbessert, was nicht ernsthaft bestritten 
werden kann. Mit dem Sachverhalt, der dem Bundesgerichtsurteil 1C_558/2015 
vom 30. Septem-ber 2016 zu Grunde lag, lässt sich die vorliegende Konstellation 
nicht vergleichen. Insbesondere betraf jener Fall gerade nicht einen 
bestandesrechtlich geschützten Wiederaufbau, sondern einen Neubau. Innerhalb 
des bestehenden Volumens befindet sich vorliegend auch die neue Garage, die 
nur einen bereits bestehenden Bauteil ersetzt. Auch sie ist mithin entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführerin (Replik S. 3 Ziff. 2) von der 
Bestandesgarantie gedeckt. 

2.4 Nicht verfangen kann auch die Kritik an den Bauplänen (Beschwerde S. 5 
lit. d). Namentlich weisen die Baupläne auch das gewachsene Terrain aus (vgl. 
Plan 03 Fassaden und Schnitt Mst. 1:100, rev. 24.10.2015). Bei der geltend 
gemachten möglichen Gefährdung des KIGBO-Objektes auf KTN G.________ 
sowie des auf Pfählen stehenden L.________ handelt es sich − soweit ersichtlich 
− um eine unsubstantiierte Mutmassung; in den Akten findet sich keine 
Grundlage für eine solche Annahme. 

Betreffend den Hochwasserschutz (Beschwerde S. 5 lit. d) hat sich der 
Regierungsrat unter Bezugnahme auf die Beurteilung des zuständigen AWN 
geäussert. Bei einer Oberkante des Erdgeschosses auf einer Kote von 414.84 m 
ist bei Pegelständen von 414.42 m (30-jährliches Hochwasser), 414.59 m (100-
jähr-liches Hochwasser) und 414.77 m (300-jährliches Hochwasser) mit 
Überflutungen zu rechnen. Das AWN hat daher die Verwendung von 
hochwassersicheren Fenstern und Türen im Erdgeschoss empfohlen. Aus dieser 
Beurteilung, gegen deren Richtigkeit die Beschwerdeführerin keine 
substantiierten Einwände vorbringt, hat der Regierungsrat zu Recht schliessen 
dürfen, dass ein eigentliches Hochwasserkonzept nicht erforderlich sei 
(angefochtener Entscheid Erw. 5). 

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3.1 Die Kritik der Beschwerdeführerin betrifft insbesondere die von ihr als 
rechtsfehlerhaft erachtete Beurteilung der Zulässigkeit des Rückwärtseinfahren in 
die Kantonsstrasse. Für eine Verschärfung der bereits ungenügenden Einfahrt 
um 150 % könne die Bestandesgarantie nicht angerufen werden. Das Verkehrs-
gutachten "M.________" vom 11. November 2016 komme zu einem eindeutigen 
Ergebnis. Sowohl die Normen des VSS als auch die kantonalen Regelungen 
(Strassengesetzgebung) beinhalteten keinerlei Spielraum, um die Bewilligungs-
fähigkeit der Ausfahrt in die Zugerstrasse herbeiführen zu können. Es müsse nun 
mit bis zu fünf Fahrzeugen gerechnet werden, welche rückwärts in die Kantons-
strasse einfahren würden. Derart unsichere Rückwärtseinfahrten seien mit der 
Strassengesetzgebung nicht zu vereinbaren. Nicht geprüft hätten die Vorinstan-
zen auch, dass der von der Bauherrschaft angegebene Sichtwinkel östlich über 
das Grundstück KTN G.________ der Beschwerdeführerin führt, ohne dass de-
ren Zustimmung eingeholt worden sei. Eine derartige Einschränkung müsse sich 
die Beschwerdeführerin nicht gefallen lassen (Beschwerde S. 3 f. Ziff. 2.a; Replik 
S. 2 Ziff. II.2). 

3.2.1  Das Sicherheitsdepartement weist vernehmlassend (S. 2 Ziff. 2. f) auf die 
seit 14. Februar 1948 bestehende gültige Einfahrtsbewilligung ab 
KTN F.________ in die Zugerstrasse hin. Aufgrund der engen Platzverhältnisse 
sei der Beschwerdegegner bereits heute gezwungen, rückwärts in die Zuger-
strasse einzufahren. Mit dem Bauvorhaben soll der Vorplatz bzw. die Zufahrt zum 
Grundstück umgebaut werden, was grundsätzlich eine neue Einfahrtsbewilligung 
erforderlich mache. Der Beschwerdeführerin könne jedoch bei der Annahme ei-
ner Steigerung des Verkehrsaufkommens um 150 % nicht gefolgt werden. Beim 
bestehenden Haus auf KTN F.________ handle es sich um ein Zweifamilien-
haus, das neu in ein Einfamilienhaus umgebaut werde. Bereits heute ermögliche 
der bestehende Vorplatz und die Garage das Abstellen von ein bis zwei privaten 
Motorfahrzeugen. Die Behauptung von fünf ab KTN F.________ in die Zuger-
strasse einmündenden Fahrzeugen sei nicht nachvollziehbar. Das Bauvorhaben 
werde keinen Mehrverkehr generieren und zu keiner Nutzungsintensivierung 
führen. Aus dem nachträglich erstellten Verkehrsgutachten "M.________" könne 
die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten herleiten. 

3.2.2  Der Beschwerdegegner bringt ähnliche Argumente vor (Vernehmlassung 
S. 5 f. lit. b). Zudem hält er fest, dass an der Garage lediglich kleinere Renova-
tionsarbeiten verrichtet würden; ansonsten bleibe sie unverändert im heutigen 
Zustand erhalten. Auch der neue Teil der Garage, welcher dem bisherigen Ein-
gangsbereich des Wohnhauses entspreche, sei deutlich redimensioniert im Ver-
gleich zur bestehenden Baute. Der Erhalt der heute bestehenden Einfahrt an sich 

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falle ebenfalls unter die Bestandesgarantie. Ein Verbot der Rückwärtseinfahrt in 
die Kantonsstrasse stelle einen schweren Eingriff in die Eigentumsfreiheit dar. 
Die bisher bestehenden Mauern und Hecken im Garagenbereich entlang der 
Kantonsstrasse würden abgerissen. Dadurch sowie durch den grösseren Vor-
platz erhöhe sich die Übersichtlichkeit und der Sichtwinkel deutlich. Zwei Gara-
genplätze gehörten heute bei Einfamilienhäusern zum Wohnstandard. Analog zur 
heutigen Situation führe der Sichtwinkel für das Trottoir zu einem Teil über das 
Grundstück der Beschwerdeführerin; derjenige für die Strasse zu einem äusserst 
geringen Teil. Die Beschwerdeführerin werde dadurch nicht belastet. Die Formu-
lierung der Auflage "im Rahmen der Möglichkeiten der Bauherrschaft" trage of-
fensichtlich dem Umstand Rechnung, dass ein Teil der Sichtfelder über ein frem-
des Grundstück verlaufe. 

3.3.1  Der Bestand der Strassen und die Sicherheit ihrer Benützer dürfen nicht 
durch Bauten, Anlagen, Einrichtungen, Bepflanzungen oder Einfriedungen sowie 
durch weitere Einwirkungen aus einem angrenzenden Grundstück beeinträchtigt 
werden (§ 38 Abs. 1 StraG). Der Strassenträger kann ausnahmsweise das Un-
terschreiten des Strassenabstandes (bei Hauptstrassen 6.0 m, vgl. § 41 Abs. 1 
lit. a erstes Alinea StraG) bewilligen, wenn die Verkehrssicherheit nicht gefährdet 
wird und besondere Verhältnisse vorliegen, wie namentlich zur Vermeidung un-
zumutbarer Härtefälle oder aus Gründen des Ortsbildschutzes (§ 42 Abs. 1 
StraG). Die Ausnahme zur Unterschreitung des Strassenabstandes ist Teil der 
Baubewilligung (§ 42 Abs. 2 StraG).

Das Erstellen neuer und der Aus- oder Umbau bestehender Zufahrten und priva-
ter Zugänge zu Strassen bedürfen einer Bewilligung des Strassenträgers (§ 47 
Abs. 1 StraG). Eine Bewilligung ist auch erforderlich, wenn über eine bestehende 
Zufahrt ein wesentlich grösserer oder andersartiger Verkehr in eine Strasse ge-
leitet werden soll (§ 47 Abs. 2 StraG). Die Bewilligung wird verweigert, wenn der 
Gemeingebrauch erheblich behindert, die Umweltschutzvorschriften nicht einge-
halten oder die Verkehrssicherheit gefährdet würden (§ 48 Abs. 1 StraG). Die 
Bewilligung kann mit Nebenbestimmungen verbunden werden (§ 48 Abs. 2 Satz 1 
StraG). Zufahrten und Zugänge nach § 47 StraG sind bewilligungspflichtig, wenn 
sie neu erstellt werden oder wenn Planungsmassnahmen oder Bauprojekte für 
bestehende Einfahrten und Zugänge eine zusätzliche oder andersartige Belas-
tung erwarten lassen (§ 25 Abs. 1 lit. a und b StraV). Eine rechtsgültig erteilte 
Einfahrtsbewilligung ist zu überprüfen, wenn die erwartete Belastung nach § 25 
Abs. 1 lit. b StraV erheblich ist (§ 25 Abs. 2 StraV). Die Bewilligung wird im Pro-
jektgenehmigungsverfahren nach dem StraG oder im Baubewilligungsverfahren 
nach dem PBG erteilt (§ 25 Abs. 4 StraV). Träger der Hauptstrassen ist der Kan-

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ton (§ 5 Abs. 2 StraG). Fachstelle im Sinne der StraV ist das kantonale Tiefbau-
amt (§ 2 Abs. 1 StraV). Es beaufsichtigt und verwaltet die Hauptstrassen (§ 2 
Abs. 2 erster Satzteil StraV). 

3.3.2  Das ARE (vgl. vorstehend Erw. 1.2.1) ist der Beurteilung des Tiefbauamtes 
gefolgt (Gesamtentscheid S. 4 ff. Ziff. 2). Dieses hat die am 14. Februar 1948 
einem Rechtsvorgänger des Beschwerdegegners erteilte Einfahrtsbewilligung 
durch die aktuelle ersetzt. Die Voraussetzungen von § 42 StraG seien erfüllt. Die 
Verkehrssicherheit werde durch das Näherbaurecht (bzw. die Unterschreitung 
des Strassenabstandes) nicht gefährdet. Es lägen besondere Verhältnisse vor, 
denn das Bauvorhaben berufe sich auf das Wiederaufbaurecht. Das Tiefbauamt 
bewillige in der Regel keine Rückwärtseinfahrten in die Kantonsstrasse. Die 
Rückwärtseinfahrt könne als Ausnahme zugestanden werden. Die mit der Vorab-
klärung präsentierte bessere Lösung sei ämterübergreifend als nicht bewilli-
gungsfähig beurteilt worden. Als Auflage hat das Tiefbauamt festgehalten, "die in 
den Gesuchsunterlagen nachgewiesenen Sichtfelder der Einfahrt sind im Rah-
men der Möglichkeiten der Bauherrschaft dauernd freizuhalten. Innerhalb der 
Sichtfelder dürfen keine Fahrzeuge, Bäume, Sträucher, Hecken, Hagungen, 
Treppengeländer, Briefkastenanlage oder andere Hindernisse, welche höher als 
0.6 m sind, die notwendige Sichtweite behindern". 

Mit Stellungnahme vom 8. April 2016 im regierungsrätlichen Verfahren hat das 
Tiefbauamt zudem ergänzend ausgeführt, die geltende Praxis des Tiefbauamtes 
zur Erteilung einer Einfahrtsbewilligung oder zu deren Verweigerung stütze sich 
neben §§ 47 f. StraG auf die VSS-Normen SN 640 273a (Sichtfelder in Knoten) 
und SN 640 050 (Grundstückszufahrten) sowie das "Merkblatt zur Ergänzung 
Formular Z15". Bei Neubauten auf der "grünen Wiese" könnten die Normen in 
der Regel ausnahmslos durchgesetzt werden; in den übrigen Fällen seien oft Zu-
geständnisse notwendig, welche durch sorgfältige Abwägung zu finden seien. 
Rückwärtseinfahrten seien gesetzlich nicht verboten, würden indessen nur in ab-
soluten Ausnahmefällen zugestanden; mangels besserer Alternativen liege ein 
solcher Fall vor. Zwei Parkplätze würden bei einem Einfamilienhaus von der Ge-
meinde gefordert. Die Zunahme betrage 100 %. Indessen sei auch die absolute 
Zahl zu betrachten. Die Verdoppelung von eins auf zwei sei wesentlich anders zu 
beurteilen als die Verdoppelung von etwa 40 auf 80 Parkplätze. Die Sichtverhält-
nisse seien in den Baueingabeplänen gemäss der VSS SN 640 273a eingetra-
gen. Es bestehe tatsächlich die grundsätzliche Problematik, dass bei vielen be-
stehenden Einfahrten die Sicht auf dem Nachbargrundstück eingeschränkt wer-
de. Diesbezüglich strebe das Tiefbauamt gestützt auf § 38 StraG dauernd Ver-
besserungen an. Im vorliegenden Fall sei das über das Grundstück 

13

KTN G.________ führende Sichtfeld (Dreiecksfläche 1.70 m x 8.50 m) gemäss 
früherem Augenschein eingehalten (mit Hinweis auf eine aktenkundige Fotoauf-
nahme). Dem Tiefbauamt sei bekannt, dass auf dem Grundstück 
KTN G.________ ein massives Bauvorhaben in Planung sei, welches das heute 
bestehende Sichtfeld auch künftig rechtlich sichern könne. 

3.4 Das Gutachten "M.________" geht von einer Verdoppelung bzw. Erhöhung 
der Zusatzbelastung um 150 % aus. Dabei trägt das Gutachten weder der Tatsa-
che des Ersatzes des bestehende Zweifamilienhaus durch ein Einfamilienhaus 
Rechnung noch den absoluten Zahlen, welche die - potentielle - Zusatzbelastung 
aufgrund der zwei Garagenplätze relativieren. Es ist deshalb fraglich, ob trotz der 
nunmehr zwei Garagen tatsächlich eine Zunahme der Verkehrsbewegungen ab 
KTN F.________ in die Zugerstrasse feststellbar sein wird, nachdem bereits bis 
anhin auf dem Vorplatz und in der Garage ohne weiteres zwei Fahrzeuge Platz 
fanden (und es sich wie gesagt um ein Zweifamilienhaus handelte). Unbehelflich 
ist die im Gutachten in Betracht gezogene Projektvariante (Gutachten Ziff. 2.4). 
Wie der Beschwerdegegner zutreffend festhält (Vernehmlassung s. 4 Ziff. 2.a), 
geht das Privatgutachten diesbezüglich von einem falschen Sachverhalt aus, da 
bereits im Jahr 2014 nicht bloss der Umbau des L.________/Garage zur Diskus-
sion stand. Wesentlich ist hingegen die Tatsache, dass sich dem Gutachten nicht 
entnehmen lässt, dass die in den Plänen ausgewiesenen Sichtweiten wie auch 
deren Beurteilung durch das Tiefbauamt nicht korrekt sind. Soweit das Gutachten 
auf die Vollzugspraxis des Tiefbauamtes verweist, wonach eine Verdoppelung 
des Verkehrs als erhebliche Zusatzbelastung zu betrachten ist, hat das Tiefbau-
amt - wie bereits erwähnt - diesen Aspekt vorliegend angesichts der konkreten 
bzw. absoluten Zahlen (Erhöhung von einem auf zwei Parkplätze) relativiert. In-
sofern ist dem Regierungsrat beizupflichten, dass es fraglich ist, ob tatsächlich 
von einem derartigen (zu erwartenden) Mehrverkehr gesprochen werden kann, 
dass eine neue Einfahrtsbewilligung erforderlich war (vgl. Merkblatt zur Ergän-
zung Formular Z15 Ziff. 2.1). 

Das Tiefbauamt hat unter Bezugnahme auf seine Ortskenntnisse auch die Tat-
sache gewürdigt, dass ein Teil des Sichtfeldes auch das Nachbargrundstück 
KTN G.________ betrifft. Es besteht kein Anlass, die Richtigkeit dieser Beurtei-
lung in Zweifel zu ziehen. Vorab ist festzuhalten, dass sich durch die Ersatzbaute 
auch bezüglich des Sichtfeldes gegenüber der bestehenden Situation keine rele-
vanten Veränderungen ergeben; namentlich bleibt das Sichtfeld das gleiche, ob 
eine Ausfahrt von einem, zwei oder mehreren Fahrzeugen benutzt wird. Durch 
den Abbruch des bestehenden Mäuerchens (mit Hecke) auf der Südseite der 
Einfahrt (dorfwärts; vgl. Beilage 4 zur Vernehmlassng des Beschwerdegegners 

14

vom 17.3.2016 im regierungsrätlichen Beschwerdeverfahren = RR-act. IV/01/4) 
dürfte die Ausfahrtssituation sogar verbessert werden. 

Die Verkehrssicherheit bleibt vorliegend gemäss der nachvollziehbaren Feststel-
lung und Beurteilung des Tiefbauamtes als Fachinstanz gewahrt, auch wenn das 
Sichtfeld auf KTN G.________ nicht dienstbarkeitsvertraglich oder anderweitig 
gesichert wird. Es ist mithin nicht zu beanstanden, wenn KTN F.________ auch 
weiterhin die Bewilligung zur Rückwärtseinfahrt in die Kantonsstrasse erhalten 
bleibt, entgegen der grundsätzlichen Nichtbewilligungsfähigkeit von Parkplätzen, 
von welchen rückwärts in die Kantonsstrasse eingefahren wird (Merkblatt zur Er-
gänzung Formular Z15 Ziff. 4). 

Beizupflichten ist dem Tiefbauamt auch darin, dass mangels Erweiterung der (ef-
fektiv bebauten) Nutzfläche im Sinne von § 58 Abs. 3 StraG auch keine Vorteils-
abgabe geschuldet ist. Die "Einfahrtsbelastung" (Beschwerde S. 4 lit. a) spielt für 
die Erhebung und Bemessung der Vorteilsabgabe keine Rolle.

4.1 Als unbegründet erweist sich in formeller Hinsicht die Rüge der ungenü-
genden Entscheidbegründung durch den Regierungsrat, womit das rechtliche 
Gehör der Beschwerdeführerin verletzt worden sei (Beschwerde S. 2 Ziff. II.1). 
Die Erwägungen des Regierungsrates entsprechen den Anforderungen der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung an eine rechtsgenügliche Begründung (vgl. 
BGE 136 I 229 Erw. 5.2; BGE 136 I 184 Erw. 2.2.1; Bundesgerichtsurteil 
1C_452/2012 vom 18.11.2013 i.Sa. A. et al. vs. VerwGer SZ Erw. 2.2; Bundes-
gerichtsurteile 9C_101/2011 vom 21.7.2011 Erw. 6.1; 9C_257/2011 vom 25.8.2011 
Erw. 5.1). Der Regierungsrat ging auf die Rügen der Beschwerdeführerin ein. 
Diese konnte sich ohne weiteres Rechenschaft über die Tragweite des Ent-
scheids geben und ihn in voller Kenntnis der Sache anfechten. Dies gilt nament-
lich auch, soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der Regierungsrat gehe 
ungenügend auf das als ungenügend gerügte "Einfahrtsregime" ein (Beschwerde 
S. 3 Ziff. 2.a). 

4.2 Der Sachverhalt ist durch die Rechtsschriften und durch die weiteren Akten 
(u.a. Baupläne) hinreichend dokumentiert. Zur Erhellung des Sachverhaltes ste-
hen zudem auch die Angaben zur Verfügung, welche sich den allgemein zugäng-
lichen elektronischen Hilfsmitteln entnehmen lassen (webGIS; Google Earth; vgl. 
Bundesgerichtsurteile 1C_138/2014 vom 3.10.2014 Erw. 5.2; 1C_157/2016 vom 
6.9.2016 Erw. 2.2 [i.Sa. P. c. GR Schwyz betr. Eruierung des gewachsenen Ter-
rains]). Vom beantragten Augenschein kann mithin grundsätzlich ohne weiteres 
abgesehen werden. 

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Nichts anderes ergibt sich aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin in der 
Beschwerde wie auch namentlich in der Eingabe vom 18. April 2017. Der Um-
stand, dass die neue Baute eine Doppelgarage statt nur eine bisherige Garage 
aufweist, hat zwar grundsätzlich eine Verdoppelung der Fahrzeuge von einem 
auf zwei zur Folge. An der Einfahrtssituation in die Kantonsstrasse ergeben sich 
aufgrund der neuen Baute indessen keine nennenswerten Änderungen, wie vor-
stehend (besonders Erw. 4) dargelegt wurde. Von einem Augenschein konnte 
auch in dieser Hinsicht ohne weiteres abgesehen werden. Das gleiche gilt hin-
sichtlich der Ersetzung des Giebeldaches durch ein Flachdach. Soweit die Be-
schwerdeführerin mit Eingabe vom 18. April 2017 eine Bauvolumenvergrösse-
rung geltend macht, steht dies im Widerspruch zu den aktenkundigen Berech-
nungen (vgl. vorstehend Erw. 2.2), die − soweit ersichtlich − von der Beschwer-
deführerin nicht, jedenfalls nicht substantiiert, bestritten werden. Das gleiche ist 
vom behaupteten "schwerwiegenden zusätzlichen" Eingriff in den Gewässerraum 
zu sagen (vgl. vorstehend Erw. 2.3). 

Der beantragte Augenschein erweist sich mithin als nicht erforderlich. Das recht-
liche Gehör der Beschwerdeführerin wird nicht verletzt. 

4.3 Die Eingabe des Beigeladenen vom 5. Dezember 2016 ist für die Ent-
scheidfindung irrelevant. Ob sie aus den Akten zu weisen ist, weil der Beigelade-
ne im regierungsrätlichen Verfahren keine Stellungnahme eingereicht hat, oder 
nicht, muss daher nicht beurteilt werden. 

5.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
daher abzuweisen. 

5.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des verwaltungs-
gerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von 
Fr. 2'500.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

5.3 Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend hat die Beschwerdeführe-
rin dem beanwalteten Beschwerdegegner eine Parteientschädigung zu entrich-
ten. Diese wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte 
(GebT; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das Ho-
norar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, 
unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 1'500.-- (inkl. 
Barauslagen und MwSt) festgesetzt. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von insgesamt Fr. 2'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie 
hat am 30. November 2016 einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe be-
zahlt, so dass die Rechnung ausgeglichen ist. 

3. Die Beschwerdeführerin hat dem beanwalteten Beschwerdegegner eine 
Parteientschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) von insgesamt 
Fr. 1'500.-- zu bezahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners (2/R)
- den Beigeladenen (R)
- den Gemeinderat Arth (R)
- den Regierungsrat 
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst 
- das kantonale Amt für Raumentwicklung
- das Bundesamt für Raumentwicklung ARE, Bern (A)
- und das Bundesamt für Umwelt BAFU, Bern (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

17

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 15. Mai 2017