# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ba344b7-6938-5500-8d68-4421e592c948
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-02
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 02.02.2018 605 2016 163
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2016-163_2018-02-02.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2016 163
605 2016 164

Urteil vom 2. Februar 2018

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marianne Jungo 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Nathalie 
Weber-Braune

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG,  
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung

Beschwerde vom 6. Juli 2016 gegen den Entscheid vom 1. Juni 2016

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1975, ledig, Vater von drei Kindern (geb. 2002, 2004 und 2005), wohn-
haft in B.________, gelernter Landwirt, arbeitete seit 2000 in unterschiedlichen Tätigkeiten in der 
Baubranche. Ab 2009 ging er keiner Arbeit mehr nach. Seit dem 1. September 2011 bestand eine 
ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit von 70%. 

Am 3. Oktober 2012 meldete er sich aufgrund von Rückenproblemen für den Leistungsbezug bei 
der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) an und beantragte 
eine berufliche Integration bzw. eine Rente.

Am 7. Februar 2013 gewährte die IV-Stelle die Kostenübernahme für die Durchführung einer 
funktionsorientierten medizinischen Abklärung (FOMA) bei C.________. Aus dieser ergab sich, 
dass aus rein somatischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit gegeben wäre. Sie empfahlen Abklärungen 
in psychiatrischer Hinsicht, da die psychosoziale Belastungssituation im Vordergrund stehe.

Deshalb ordnete die IV-Stelle am 3. Juni 2015 eine psychiatrische Begutachtung an. Aus dem Gut-
achten von Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
24. August 2015 ergab sich, dass keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
vorhanden seien.

Mit Verfügung vom 1. Juni 2016 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Invalidenrente. Die 
bisherige Tätigkeit als Landwirt sei nicht mehr zumutbar. Demgegenüber bestehe in einer ange-
passten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit.

B. Am 6. Juli 2016 erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwältin Nathalie Weber-Braune, 
Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg. Er beantragt, die Verfügung vom 1. Juni 2016 sei 
aufzuheben und ihm sei rückwirkend ab dem 3. Oktober 2012 eine ganze Invalidenrente 
zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu neuer Beurteilung an die IV-Stelle zu-
rückzuweisen, wobei die IV-Stelle gehalten sei, eine umfassende medizinische Abklärung durchzu-
führen; subeventualiter sei die Angelegenheit für die Anordnung von Eingliederungsmassnahmen 
an die IV-Stelle zurückzuweisen. Weiter stellt er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (nach-
folgend: URP-Gesuch). Er machte namentlich eine unrichtige und unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts geltend.

Die IV-Stelle hält in ihren Bemerkungen vom 29. September 2016 an ihrer Verfügung fest und be-
antragt die Abweisung der Beschwerde. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sei der 
Gesundheitszustand umfassend abgeklärt worden. Die Bemerkungen wurden dem Beschwerde-
führer am 5. Oktober 2016 zur Kenntnisnahme zugestellt.

Am 17. und 25. November 2016 reicht der Beschwerdeführer weitere Arztberichte ein. Die IV-
Stelle, gestützt auf einen aktuellen Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen 
Bern/Freiburg/Solothurn (nachfolgend: RAD), hält in ihrer Stellungnahme vom 12. Januar 2017 an 
ihrer Sichtweise fest. Die Stellungnahme wird dem Beschwerdeführer am 16. Januar 2017 zur 
Kenntnisnahme zugestellt.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel statt.

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Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung massge-
bend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 6. Juli 2016 gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 1. Juni 2016 ist 
durch eine ordentlich bevollmächtigte Rechtsvertreterin fristgerecht bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein 
schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob er 
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. 

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur 
Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie 
mindestens zu 50%, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid sind.

b) Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie 
körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG i. V. m. Art. 8 
ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit 
invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, 
welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende 
Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Förderbaren wird dabei 
weitgehend objektiv bestimmt (Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 3.7.1 mit 
Hinweisen). Gemäss bisheriger Rechtsprechung begründeten eine diagnostizierte anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare psychosomatische Leiden als solche noch keine 
Invalidität. Es bestand die Vermutung, die Störung oder ihre Folgen seien mit einer zumutbaren 
Willensanstrengung überwindbar. Dennoch wurde bei solchen Leiden ausnahmsweise eine 
Invalidität angenommen, was anhand der sog. Förster-Kriterien geprüft wurde. Im Vordergrund 
stand die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und 
Dauer (BGE 130 V 352).

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Im vorgenannten BGE 141 V 281 wurde diese Rechtsprechung teilweise geändert und dabei 
namentlich die Überwindbarkeitsvermutung aufgehoben. Anstelle des bisherigen Regel/Ausnah-
meModells trat ein strukturiertes, normatives Prüfraster. In dessen Rahmen wird im Regelfall 
anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tatsächlich 
erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem gleichermassen 
den äusseren Belastungsfaktoren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung getragen wird. 
Medizinisch muss schlüssig begründet sein, inwiefern sich aus den funktionellen Ausfällen bei 
objektivierter Zumutbarkeitsbeurteilung anhand der Standardindikatoren eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit ergibt. Wo dies nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, 
trägt weiterhin die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen. Die auf Begrifflichkei-
ten des medizinischen Klassifikationssystems abstellende Diagnose einer anhaltenden somato-
formen Schmerzstörung oder eines vergleichbaren psychosomatischen Leidens kann indes nur zu 
einer invalidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung führen, wenn sie 
unter dem Gesichtspunkt der – bis anhin in der Praxis zu wenig beachteten – Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Beruht die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer 
ähnlichen Konstellation, liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor (Urteil 
BGer 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 2.2, 3 und 4.1 mit zahlreichen Hinweisen).

In Bezug auf eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) hat das Bundesgericht 
festgehalten, dass die Definition gemäss DSM-IV auch Ereignisse, die keine aussergewöhnliche 
Katastrophe darstellen, als Ursache sieht. Dies sei zwar therapeutisch sinnvoll, aber für die Frage 
des Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung, welche zwangsläufig eine gewisse 
Objektivierung verlange, könne ein derart ausschliesslich subjektives Empfinden nicht 
massgebend sein, weshalb der Definition gemäss ICD-10 der Vorzug zu geben sei. Demnach wird 
eine invalidisierende PTBS nur anerkannt, wenn sie nach einem traumatisierenden Ereignis von 
aussergewöhnlicher Schwere auftritt, wie z. B. nach Vergewaltigung oder mehrmonatiger 
Lagerhaft, nicht aber z. B. nach Verkehrsunfall (Urteil BGer 9C_554/2009 vom 18. August 2009 
E. 6. mit zahlreichen Hinweisen). Es kommt hinzu, dass auch eine diagnostizierte 
posttraumatische Belastungsstörung nicht an sich invalidisierend wirkt, sondern dargelegt sein 
muss, inwiefern sie nicht durch zumutbare Willensanstrengung überwindbar sein soll 
(vorerwähntes Urteil 9C_554/2009 E. 7; Urteil EVG I 696/05 vom 20. April 2006 E. 3.2.2). Die neue 
Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren Leiden (BGE 141 V 
281) ist auch auf die PTBS anwendbar (BGE 142 V 342).

Psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren stellen für sich allein keine Gesundheitsbe-
einträchtigungen dar, die zu einer Erwerbsunfähigkeit nach Art. 4 IVG führen. Es braucht in jedem 
Fall zur Annahme einer Invalidität ein medizinisches Substrat, das (fach)ärztlicherseits schlüssig 
festgestellt wird und nachgewiessenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beein-
trächtigt. Psychische Störungen, welche durch soziale Umstände verursacht werden und bei Weg-
fall der Belastungsfaktoren wieder verschwinden, vermögen deshalb keinen Rentenanspruch zu 
begründen. Je stärker solche Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwer-
debild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine davon zu unterscheidende fachärztlich fest-
gestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Psychosoziale und soziokultu-
relle Faktoren können sich nur dann und soweit – mittelbar – invaliditätsbegründend auswirken, als 
sie einen derart verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – unabhän-
gig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern (Urteil BGer 
9C_272/2009 vom 16. September 2009 E. 5.2 mit Hinweisen; BGE 129 V 294 E. 5a).

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_899%2F2014&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-V-49%3Ade&number_of_ranks=0#page49

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Im zur Publikation vorgesehenen Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesge-
richt schliesslich entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem 
strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind.

c) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten der Versicherte in seinen körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das 
Leiden eingeschränkt, d. h. arbeitsunfähig ist (BGE 130 V 97 E. 3.3.2; 115 V 133 E. 2c; 107 V 17 
E. 2b; 105 V 156 E. 1). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird nach dem Mass bestimmt, in welchem 
der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen an seinem angestammten Arbeitsplatz 
zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht massgebend ist hingegen die 
bloss medizinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (BGE 111 V 235 E. 1b mit 
Hinweisen). Bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat der Versicherte 
andere ihm offen stehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen (BGE 115 V 404 E. 2; 114 V 281 
E. 1d). Auch die Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem aus medizinischer Sicht zu 
beurteilen, wobei dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven Befundes durch die Ärzte bestimmt 
wird (BGE 107 V 20 E. 2b; OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, 
S. 201). Insbesondere ist dabei nicht auf das subjektive Empfinden des Versicherten abzustellen, 
hätte es doch dieser ansonsten in der Hand, seinen Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Für diesen Einkommensvergleich 
sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des – möglichen – Rentenanspruchs massgebend, 
wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige 
rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des Einspracheent-
scheides zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 129 V 222).

d) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander wider-
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweis-
material zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Guns-
ten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc mit Hinweisen).

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3. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 
Invalidenrente hat.

a) In einem ersten Punkt macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs geltend. Nach Erhalt des Vorentscheids hätten beide behandelnden Ärzte das Vorliegen 
einer vollständigen Arbeitsfähigkeit bestritten. Die IV-Stelle setze sich in ihrer Verfügung mit diesen 
Berichten nicht auseinander, sondern habe diese kategorisch und ohne Begründung abgelehnt. 
Die IV-Stelle habe damit ihre Begründungspflicht verletzt.

Es ist zwar richtig, dass sich die IV-Stelle in der hier streitigen Verfügung nicht im Detail mit diesen 
Berichten der behandelnden Ärzte auseinandersetzt. Dennoch ist nicht von einer Verletzung der 
Begründungspflicht auszugehen, da der Verfügung klar zu entnehmen ist, dass die IV-Stelle nicht 
der Ansicht ist, dass diese Berichte zu einer anderen Einschätzung führen, sondern dass trotz 
dieser Berichte von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen 
sei. Zudem ergibt sich aus dem Dossier, dass die IV-Stelle die beiden Berichte dem RAD vorgelegt 
hat. Überdies hat der Beschwerdeführer mit dem vorliegenden Verfahren die Möglichkeit, sich vor 
einer Beschwerdeinstanz mit voller Kognition zu äussern. Ferner würde die Rückweisung zu einem 
formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem (der Anhö-
rung gleichgestellten) Interesse des Versicherten an einer möglichst beförderlichen Beurteilung 
seines Anspruchs nicht zu vereinbaren wären (vgl. BGE 132 V 390 E. 5.1).

b) Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, es liege eine unrichtige und unvollständige 
Feststellung des Sachverhalts und damit eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vor. Er 
leide unter ausgeprägten Rückenschmerzen mit morgendlichen Lähmungserscheinungen, starkem 
Asthma mit Einschränkungen in der Lungenfunktion. In psychischer Hinsicht bestehe eine atypi-
sche posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), eine mittelgradige Panikstörung, ein vermuteter 
Borderline und präpsychotischer Status, eine Depression sowie eine vermutete, aber nicht abge-
klärte Persönlichkeitsstörung. Bei diesen Gesundheitsproblemen genüge es nicht, nach dem 
Vorentscheid den Bericht einer Neurologin einzuholen. Ferner habe der RAD auf Widersprüche im 
psychiatrischen Gutachten hingewiesen. Auch sei davon auszugehen, dass der psychiatrische 
Gutachter ihm gegenüber nicht neutral gewesen sei.

c) In somatischer Hinsicht liegen diverse Probleme (Rücken, Schulter, Lunge) vor.

aa) Hinsichtlich des Rückens ergab sich gemäss dem Bericht des E.________ vom 
2. Dezember 2011 (IV-Akten, S. 46) keine Erklärung für die vom Beschwerdeführer geltend 
gemachten persistierenden Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS). Im Folgebericht 
vom 13. Dezember 2011 (IV-Akten, S. 47) wurde festgehalten, der Bericht zum MRI LWS vom 
9. Dezember 2011 (IV-Akten, S. 45) zeige abgesehen von einer Spondylolyse L5 mit beidseitig 
rechts ausgeprägten Lysezonen kein relevanter pathologischer Befund. Es lägen nur milde, dem 
Alter entsprechende degenerative Veränderungen vor. In einem weiteren Bericht vom 30. März 
2012 (IV-Akten, S. 49) hielten die Ärzte des E.________ fest, es bestehe eine Lumbalgie mit 
Verdacht auf Schmerzausweitung bei stabiler Spondylolyse L5, sowie ein Verdacht auf thorako-
lumbalen Scheuermann mit Osteochondrose Th12/L1.

Weiter wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. F.________, Facharzt FMH für orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, untersucht. Dieser stellte am 16. Januar 
2013 (IV-Akten, S.  118 f.) fest, es liege ein chronisches lumbales und pseudoradikuläres 
Schmerzsyndrom, wahrscheinlich myofaszial, eine Diskopathie L5/S1 sowie eine leichte 
Spondylarthrose L5/S1 vor. Es sei von einer psychosozialen Belastung auszugehen. Ferner 

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bestehe eine Tendenz zum "fear avoidance behavior". Der Beschwerdeführer geben an, er könne 
sich auf Dauer eine Beschäftigung von 30% vorstellen. Er zeige sehr demonstrative 
Schmerzäusserungen.

Auf dieser Grundlage fand die Untersuchung beim C.________ statt. Gemäss der FOMA vom 
14. Mai 2013 (IV-Akten, S. 62 ff.) bestehen beim Beschwerdeführer ein chronisches 
lumbospondylogenes Syndrom beidseits (stabile Spondylolyse L5 beidseits, Diskusprotrusionen 
L1/2 und L5/S1 ohne Neurokompression, muskuläres Stabilisationsdefizit der Wirbelsäule, 
Symptomausweitung im Rahmen der Schmerzchronifizierung), sowie rezidivierende depressive 
Episoden bei psychosozialer Belastungssituation. Es fänden sich keine Hinweise für eine 
radikuläre Symptomatik. Die Rückenbeschwerden seien relativ unspezifisch und der bereits von 
den Wirbelsäulenchirurgen des E.________ geäusserte Verdacht auf Schmerzausweitung bei 
stabiler Spondylolyse L5 beidseits könne bestätigt werden. Die psychosoziale Belastungssituation 
scheine zurzeit im Vordergrund zu stehen, weshalb dringend eine psychiatrische Betreuung und 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit empfohlen werde. Aus rein somatischer Sicht sei eine 
Arbeitsfähigkeit gegeben. Es sei wichtig, auf somatischer Ebene mit konsequent durchgeführter 
Kräftigungstherapie und anschliessend medizinischer Trainingstherapie die muskuläre Stabilität 
der Wirbelsäule zu erreichen. Das arbeitsbezogene relevante Problem bestehe in einer 
verminderten allgemeinen Belastungstoleranz sowie in einer eingeschränkten Belastbarkeit des 
Rückens bei Tätigkeiten in Vorneigung. Der Beschwerdeführer traue sich gewisse 
Alltagsbelastungen aus Angst vor einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes nicht 
mehr zu. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. In einer alternativen, mittelschweren 
Tätigkeit mit Möglichkeit der Wechselpositionierung bestehe aus rein rheumatologisch-
orthopädischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 100% bei voller Leistung.

Diese Ansicht wurde im weiteren Verlauf durch Dr. med. G.________, Facharzt FMH für 
Rheumatologie und Innere Medizin, am 26. Juni 2014 (IV-Akten, S. 133 ff.) bestätigt. Dieser ging 
von chronischen bis chronifizierten unspezifischen Lumbalgien bei weit vordergründiger 
psychosozial konditionierter Schmerzperzeptions- und Verarbeitungsstörung aus. Der 
Beschwerdeführer fühle sich überhaupt nicht in der Lage, je wieder zu arbeiten. Es beständen 
keine objektivierbaren Befunde, welche die subjektiv empfundene Vollinvalidität auch nur 
annähernd erklären könnten. Der klinische Status wie auch der Neurostatus seien absolut 
unauffällig. Radiologisch finde sich eine gewisse Rotationsskoliose, welche selbstverständlich 
unter höheren oder repetitiven Belastungen mechanische Beschwerden machen könne. Eine 
Invalidisierung könne daraus aber nicht abgeleitet werden. Im Weiteren finde sich eine bilaterale 
Spondylolyse L5 mit leichtem Anteroglissement ca. Grad I nach Meyerding. Die 
Funktionsaufnahmen zeigten keine relevante Makroinstabilität und eine Neurokompression sei 
kernspintomographisch ausgeschlossen worden. Weder anamnestisch-klinisch noch 
laborchemisch fänden sich Hinweise auf eine zugrunde liegende entzündlich-rheumatologische 
Erkrankung für die Beschwerden. Zusammengefasst handle es sich um eine vorwiegend 
psychosozial konditionierte Schmerzperzeptions- und Verarbeitungsstörung. Therapeutisch habe 
er ihm erneut eine aktive Rückenrehabilitation mit muskulärer Stabilisierung angeraten. Dies weise 
der Beschwerdeführer weit von sich und er beharre auf seiner subjektiven vollen 
Arbeitsunfähigkeit. Es dränge sich deshalb auch der Verdacht auf eine manifeste Rentenneurose 
auf. Aus rheumatologisch-somatischer Sicht sei er in einer angepassten körperlich leichten bis 
höchstens mittelschweren Tätigkeit ohne Zweifel zu 100% arbeitsfähig.

Zu keiner anderen Einschätzung kam Dr. med. H.________, Fachärztin FMH für Neurologie. Diese 
erklärte am 18. Mai 2016 (IV-Akten, S. 280 ff.), vor rund einem Jahr sei es erstmals zu ausstrah-

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lenden Schmerzen sowie transienten sensomotorischen Defiziten des rechten Beines gekommen, 
wobei die Schmerzausstrahlung in erster Linie pseudoradikulären Schmerzen entsprechen dürften. 
Bereits seit 2011 sei eine Spondylolyse L5 beidseits bekannt. Die im Juni 2015 durchgeführte MRI-
Kontrolle bestätigte dies bei begleitend leichtgradigen Diskusprotrusionen, betont auf der Höhe 
L5/S1, mit möglichem Kontakt foraminal/extraforaminal zur Wurzel L5 rechts, jedoch ohne eindeu-
tige Kompression. Die klinische und neurophysiologische Untersuchung sei geprägt von einem 
Lumbovertebralsyndrom ohne eindeutige radikuläre Reiz- oder gar Ausfallssymptomatik.

Trotz umfangreicher und wiederholter Abklärung konnte somit kein objektivierbares Korrelat für die 
starken Rückenschmerzen des Beschwerdeführers gefunden werden.

bb) Auch hinsichtlich der Lunge ist nicht von einer relevanten dauerhaften Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Gemäss dem Bericht des I.________ vom 29. Juli 2013 (IV-
Akten, S. 120 ff.) lag eine nicht geklärte Pneumopathie bei chronischer Bronchitis lungenfunktionell 
formal keine obstruktive oder restriktive Ventilationsstörung vor mit altersentsprechender 
körperlicher Leistungsfähigkeit mit leicht eingeschränkter O2-Aufnahme [74% Soll]. Weiter wurde 
der Beschwerdeführer in pulmonaler Hinsicht von Dr. med. J.________, Facharzt für Pneumologie, 
untersucht. Dieser hielt in seinem Bericht (bei der IV-Stelle am 4. Mai 2015 eingetroffen; IV-Akten, 
S. 157 ff.) fest, es bestehe eine COPD bei persistierendem Nikotinabusus sowie eine unklare 
Pneumopathie. Klinisch präsentiere sich der Beschwerdeführer in gutem Allgemeinzustand und er 
sei kardiopulmonal kompensiert. Aus pneumologischer Sicht bestehe keine Indikation für eine 
berufliche Integration oder gar eine Rente.

cc) Bezüglich der linken Schulter liegt gemäss dem Bericht des K.________ ein Status 
nach viermaliger Schulterluxation links (Juli und Oktober 2013, 10. Februar und 1. März 2014) vor. 
Weder die aktive Schultermobilisation noch die Kraft für Abduktion, Aussen- und Innenrotation 
seien eingeschränkt. Weitere Abklärungen waren geplant (Bericht vom 11. März 2014; IV-Akten, 
S. 117). In einem weiteren Bericht vom 9. November 2015 (IV-Akten, S. 226 ff.) hielten die Ärzte 
des K.________ eine posttraumatische Instabilität der linken Schulter fest. Am 27. Juli 2015 wurde 
der Beschwerdeführer operiert (Stabilisation par procédure selon Latarjet et ténodèse du long chef 
du biceps). In der bisherigen Tätigkeit wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem 
Operationsdatum attestiert. Zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit äusserten sich die 
Ärzte des K.________ in diesem Bericht aber nicht.

dd) In somatischer Hinsicht liegen somit beim Beschwerdeführer zwar neben der 
Rücken auch eine Schulter- und Lungenproblematik vor. Auch gehen die involvierten Ärzte 
zusammen mit der IV-Stelle davon aus, dass die bisherige Tätigkeit nicht mehr möglich ist. Hinge-
gen ist aus objektiver Sicht für eine angepasste leichte bis mittlere Arbeit aus somatischen Grün-
den nicht von einer relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen, wie es auch der 
RAD am 8. September 2015 (IV-Akten, S. 181 ff.) zu Recht festgehalten hat. Dieser Ansicht war zu 
Beginn auch der ehemalige Hausarzt, Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, welcher am 10. Dezember 2012 (IV-Akten, S. 50 f.) festhielt, zurzeit sei keine 
Arbeitsunfähigkeit attestiert und eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit sei theoretisch zu 100% 
möglich. In einem späteren Bericht vom 24. April 2014 (IV-Akten, S. 112 f. u. 125) änderte er seine 
Meinung und ging bei gleichbleibenden Diagnosen von einem verschlechterten 
Gesundheitszustand aus. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit stützte er sich nun mehrheitlich auf die 
Angaben des Beschwerdeführers und ging noch von einem zumutbaren Arbeitspensum von 2h–
4h/Tag bei einer um 20–50% verminderten Leistungsfähigkeit aus, begründete dies aber nicht 
weiter, weshalb nicht darauf abgestützt werden kann.

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Demgegenüber geht der Beschwerdeführer aus seiner subjektiven Optik von einer nicht mehr 
vorhandenen Arbeitsfähigkeit aus. Diesbezüglich wurde in den dargestellten Unterlagen regelmäs-
sig auf eine psychische Komponente hingewiesen, die nun genauer analysiert wird.

d) Bereits in der FOMA des C.________ wurde deutlich auf eine im Vordergrund stehende 
psychosoziale Belastungssituation hingewiesen. Ebenso hielt Dr. med. G.________ fest, es 
handle sich um eine vorwiegend psychosozial konditionierte Schmerzperzeptions- und 
Verarbeitungsstörung. Dr. med. H.________ ihrerseits ging von pseudoradikulären Schmerzen 
aus.

Seit dem 5. November 2013 ist der Beschwerdeführer bei Dr. med. M.________, Facharzt 
(Österreich) für Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung. Dieser stellte auf seinem 
Fachgebiet in seinem Bericht vom 7. Februar 2014 an die IV-Stelle (IV-Akten, S. 97 ff.) die 
Diagnosen einer (atypischen) PTBS (F43.1; seit 2007) sowie einer mittelgradigen Panikstörung 
(F41.00; seit Jahren). Bezüglich der PTBS bestehe das Trauma nicht aus einem einmaligen 
Erlebnis, sondern sei verursacht durch eine äusserst schwierige Lebenssituation (Konflikte der 
leiblichen Eltern, zweimalige Unterbringung in Heimen, Spannungen zur Stiefmutter und ihren 
Kindern, Prügel durch den Vater, Anschuldigung als Kinderschänder, "Verlust" der eigenen Kinder, 
finanzielle Misere). Die bisherige Tätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht zu 60-70% möglich. Eine 
angepasste Tätigkeit sei während etwa 20-25h/Woche zumutbar, möglicherweise ab April 2014. In 
seinem Folgebericht vom 18. März 2015 (IV-Akten, S. 152 ff.) ging er von einem stabilen bis sich 
verschlechterten Zustand aus, da neu eine habituelle Schulterluxation vorliege. In rein 
psychiatrischer Hinsicht sei der Zustand relativ stabil. Dennoch ging er nun entgegen seiner 
Ansicht im Vorbericht nicht mehr von der Zumutbarkeit einer Arbeitstätigkeit aus, begründete dies 
aber nicht weiter, weshalb auch dieser Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht gefolgt werden 
kann.

Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in seinem 
Gutachten vom 24. August 2015 (IV-Akten, S. 188 ff.) einzig Diagnosen ohne Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit: starker Verdacht auf Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen 
Gründen (F68.0; DD Simulation Z76.5 mit bei Persönlichkeit mit akzentuierten narzisstischen, 
paranoiden, histrionischen, abhängigen, möglicherweise auch leicht emotional instabilen Zügen 
Z73.1, DD kombinierte Persönlichkeitsstörung F61.0). Aktuell manifeste qualitative 
Wahrnehmungsstörungen (Sinnestäuschungen, Halluzinationen) oder andere Anhaltspunkte für 
aktuelles psychotisches Erleben seien nicht zu eruieren. Das formale Denken sei kohärent, sehr 
flüssig und schnell. Bezüglich der Gedankeninhalte, die im Allgemeinen adäquat seien, komme 
lediglich in seinem anamnestischen Bericht passagenweise die Frage auf, was 
Realitätswahrnehmung und was Wahn (z. B. unter früherem Drogeneinfluss), bzw. was 
histrionische Übertreibung sei. Antrieb und Psychomotorik seien eher etwas im agitierten Sinn 
gesteigert. Mit Depression oder einer Angst-Panik-Störung vereinbare affektive Symptome lägen in 
keiner Weise vor, aber eine leichte, am ehesten mit der Persönlichkeit assoziierte Hyperthymie 
bzw. eine diskrete Hypomanie. Aus psychiatrischer Sicht sei aber keine Langzeit-Pathologie 
darstellbar. Es lägen zwar Persönlichkeits-Auffälligkeiten vor, die den Ausprägungsgrad einer 
kombinierten Persönlichkeitsstörung nicht bzw. nur knapp erreichen würden. Im Test wie auch in 
der Klinik aggraviere (DD Simulation) der Beschwerdeführer mit finalem Gehalt (Rente). Die 
Schwierigkeiten seien weit im Vordergrund psychosozial konditioniert. Bezüglich der vom 
behandelnden Psychiater diagnostizierten atypischen PTBS sei gemäss den Angaben des 
Beschwerdeführers an dissoziative Trance-Zustände (F44.30) zu denken. Seit einer neuen 

Kantonsgericht KG
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Beziehung im Frühling 2015 hätten sich die Belastungen jedoch schon merklich gesenkt. Der 
Gutachter verneinte eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.

Da im Gutachten ferner festgehalten wurde, die Auswertung der Tests ergebe, dass ein Border-
line- oder präpsychotischer Status abgeklärt werden sollte, dass möglichweise eine psychopathi-
sche Persönlichkeit bestehe und überdies antidepressive Pharmakotherapie in Betracht gezogen 
werden sollte, was im Widerspruch zu der vom Gutachter vorgenommenen Beurteilung stand, ver-
langte Dr. med. N.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie des RAD, dem 
Gutachter Zusatzfragen zu stellen (vgl. Bericht vom 10. November 2015; IV-Akten, S. 223 f.; 
Zusatzfragen IV-Akten, S. 231). Dieser antwortete am 27. November 2015 (IV-Akten, S. 230), es 
habe sich um eine automatische Testauswertung gehandelt. Die festgehaltenen Resultate könnten 
jeweils nicht 1:1 übernommen werden, namentlich nicht bei Fällen in denen – wie hier – Anhalts-
punkte für eine Simulation vorlägen. So liege weder eine Persönlichkeitsstörung noch eine 
Depression vor.

Der Meinung des Gutachters ist beizupflichten. So steht die automatische Testauswertung des 
MMPI-Tests denn auch im klaren Widerspruch zur objektiven Beurteilung des Gutachters. Ferner 
wurde sogar bei der Testauswertung darauf hingewiesen, dass möglicherweise das Ausmass der 
festgehaltenen Probleme übertrieben sei. Zudem ist die vom Gutachter festgehaltene Diagnose 
auch vereinbar mit dem übrigen Dossier. So hielt namentlich Dr. med. G.________ explizit den 
Verdacht auf eine Rentenneurose fest.

Demgegenüber sind die Berichte des behandelnden Psychiaters weniger überzeugend. Dies 
bereits bezüglich der von ihm primär festgehaltenen Diagnose einer (atypischen) PTBS. Es ist 
daran zu erinnern, dass gemäss der dargestellten höchstrichterlichen Rechtsprechung eine 
invalidisierende PTBS nur anerkannt wird, wenn sie nach einem traumatisierenden Ereignis von 
aussergewöhnlicher Schwere auftritt, wie z. B. nach Vergewaltigung oder mehrmonatiger 
Lagerhaft, nicht aber z. B. nach einem Verkehrsunfall (Urteil BGer 9C_554/2009 vom 18. August 
2009 E. 6. mit zahlreichen Hinweisen). Zwar hatte der Beschwerdeführer durchaus eine gewisse 
Anhäufung von schwierigen Lebenssituationen, diese waren aber nicht gleichbedeutend mit 
denjenigen, die für die Diagnose einer PTBS gefordert sind. Zudem handelt es sich bei einigen 
davon, wie beispielsweise den finanziellen Schwierigkeiten, um psychosoziale Faktoren. Dass 
solche Faktoren vorliegend in einem starken Ausmass vorhanden sind, wurde regelmässig in den 
Arztberichten festgehalten. Wie gesehen, stellen psychosoziale Belastungsfaktoren für sich allein 
aber keine Gesundheitsbeeinträchtigungen dar, die zu einer Erwerbsunfähigkeit nach Art. 4 IVG 
führen. Es braucht in jedem Fall zur Annahme einer Invalidität ein medizinisches Substrat, das 
(fach)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker solche Faktoren im Einzelfall – wie hier – in 
den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine 
davon zu unterscheidende fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor-
handen sein. Dies ist hier aber eben gerade nicht der Fall, weshalb zusammen mit dem Gutachter 
davon auszugehen ist, dass auch aus psychiatrischer Sicht keine relevante dauerhafte 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht.

Daran ändert auch der Kurzbericht des RAD-Psychiaters vom 3. März 2014 (IV-Akten, S. 105) 
nichts, in welchem dieser ohne weitere Begründung einzig wiedergab, mit grosser Wahrscheinlich-
keit liege ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor. Es gebe jedoch keine Kontraindikation gegen 
Integrationsmassnahmen.

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e) Ebenfalls zu keinem anderen Ergebnis führen die nach dem Erlass des Vorentscheids 
vom 29. März 2016 und während des Verfahrens eingereichten Arztberichte.

Der aktuelle Hausarzt, Dr. med. O.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, 
äusserte sich am 10. April 2016 (IV-Akten, S. 258 f.) negativ zum Vorentscheid der IV-Stelle und 
hielt die bekannten Diagnosen fest. Ferner wies er darauf hin, dass im Mai 2016 bei Dr. med. 
H.________ eine neurologische Beurteilung geplant sei sowie am 21. März 2016 erneut eine 
Laterjet-OP (Schulter) stattgefunden habe. Das Schmerzsyndrom habe sich deutlich 
verschlechtert. Die einzelnen Erkrankungen für sich würden allenfalls eine gewisse 
Erwerbsfähigkeit erlauben, die Summe aller aktuellen Probleme sei jedoch nicht mit einer 
Arbeitsfähigkeit vereinbar. Auch wenn diese Ansicht aus der Optik des Hausarztes durchaus 
verständlich ist, so steht sie im Widerspruch zu den umfassenden fachärztlichen Abklärungen. 
Ferner ist hinsichtlich der von ihm erwähnten rezidivierenden depressiven Episoden festzuhalten, 
dass diese Diagnose selbst vom behandelnden Psychiater nicht genannt worden war.

Dieser war am 20. April 2016 (IV-Akten, S. 264 f.) ebenfalls nicht einverstanden mit dem Vorent-
scheid der IV-Stelle. Bemerkenswert an seinem Bericht ist, dass er explizit festhält, er könne dem 
psychiatrischen Gutachten zustimmen. So liege gemäss dem Gutachter von der Psyche her kein 
relevanter Gesundheitsschaden vor. Der Gutachter vermerkte aber, dass die psychische Erkrank-
ung in Kombination mit körperlichen Beeinträchtigungen sehr wohl einen Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit haben könne. Wie gesehen, besteht aus somatischer Sicht aber eben gerade keine rele-
vante dauerhafte Arbeitsunfähigkeit.

Dr. med. P.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin des RAD hielt damit am 2. Mai 
2016 (IV-Akten, S. 275 ff.) zu Recht fest, am Vorentscheid könne auch unter der Berücksichtigung 
der beiden Berichte der behandelnden Ärzte festgehalten werden. Zur Beurteilung der möglichen 
Langzeitfolgen sei beim behandelnden Chirurgen [die Schulter betreffend] ein Bericht 
einzuverlangen. Dies wurde von der IV-Stelle nicht befolgt. Dies genügt aber nicht, um zu schlies-
sen, dass der Fall ungenügend abgeklärt worden sei. Wie gesehen, ist das Gegenteil der Fall.

Auch kann nicht gehört werden, dass die IV-Stelle dadurch ihre Abklärungspflicht verletzt habe, 
dass sie nach Eingang der Berichte der behandelnden Ärzte vom April 2016 einzig bei der Neuro-
login (Dr. med. H.________) einen weiteren Bericht einverlangt habe. Der Beschwerdeführer ist 
darauf hinzuweisen, dass die IV-Stelle einzig deshalb auch bei ihr einen Bericht einholte, weil der 
aktuelle Hausarzt sowie der Beschwerdeführer selber in den Einwänden vom 15. April 2016 (IV-
Akten, S. 272 f.) auf die Abklärung bei der Neurologin hinwiesen. Die Vorgehensweise der IV-
Stelle ist diesbezüglich nicht zu bemängeln.

Schliesslich ergibt sich – zumindest für die hier relevante Zeitperiode bis zum Datum der streitigen 
Verfügung vom 1. Juni 2016 – auch keine relevante Änderung aus dem vom Beschwerdeführer am 
17. November 2016 nachgereichten Austrittsbericht vom 6. November 2016 des I.________ nach 
Hospitalisation vom 5. September bis 15. Oktober 2016 auf der Abteilung für Psychosomatische 
und Psychotherapeutische Medizin sowie den am 25. November 2016 nachgereichten Er-
gebnissen der psychologischen Tests, auf welche I.________ der Bericht des Bezug nimmt. So ist 
diesem Bericht zu entnehmen, dass die Hospitalisation im I.________ notwendig wurde, da es 
beim Beschwerdeführer nach Erhalt des negativen Rentenentscheids zu einer Verschlechterung 
des Gesundheitszustands kam. Damit handelt es sich bei dieser Verschlechterung nicht um eine 
medizinisch begründete Verschlechterung, sondern sie ist rein reaktiver Natur und deshalb 
invalidenversicherungsrechtlich nicht von Relevanz. Ferner betrifft dieser Bericht die Zeitspanne 

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nach dem Erlass der Verfügung vom 1. Juni 2016 und kann damit grundsätzlich nicht in Betracht 
gezogen werden (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit Hinweisen), weshalb auf diesen Bericht nicht 
weiter eingegangen werden muss.

f) Hinsichtlich der Berechnung des Invaliditätsgrads bringt der Beschwerdeführer keine 
konkrete Kritik vor. Da es an der Sichtweise der IV-Stelle nichts auszusetzen gibt, ergibt sich auch 
keine Änderung beim Invaliditätsgrad und die von der IV-Stelle vorgenommene Berechnung 
erweist sich als korrekt.

4. Ebenso zu keiner anderen Lösung führt die Durchführung eines strukturierten Beweisverfah-
rens, wie es neuerdings bei allen psychischen Störungen durchgeführt werden muss.

Bereits bei Dr. med. F.________ fiel der Beschwerdeführer durch sehr demonstrative 
Schmerzäusserungen auf. Dies ist auch heute noch der Fall, wie namentlich dem Bericht des 
I.________ zu entnehmen ist. Weiter ist von einer subjektiven Krankheitsüberzeugung 
auszugehen. Obwohl ihm bereits mehrmals erklärt wurde, dass seine Beschwerden objektiv nicht 
erklärt werden könnten und bereits das C.________ ihn aufforderte, eine konsequent 
durchgeführte Kräftigungstherapie aufzunehmen, was von Dr. med. G.________ ein Jahr später 
wiederholt wurde, folgte der Beschwerdeführer diesen Vorschlägen nicht, sondern wies diese 
Vorschläge vielmehr von sich; er zeigt sich von seiner vollen Arbeitsunfähigkeit überzeugt und 
strebt immer weitere gesundheitliche Abklärungen an. Aus diesem Grund scheiterten auch die 
Bemühungen der IV-Stelle, Eingliederungsmassnahmen durchzuführen. Überdies stehen hier, wie 
bereits dargestellt, psychosoziale Belastungsfaktoren stark im Vordergrund. All diese Punkte 
sprechen gegen einen objektivierbaren Gesundheitsschaden und die vom psychiatrischen 
Gutachter festgehaltene volle Arbeitsfähigkeit überzeugt ebenfalls im Licht der neuen 
Rechtsprechung, weshalb sich die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach den 
Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 erübrigt (vgl. in diesem Sinne Urteile BGer 
9C_173/2015 vom 29. Juni 2015 E. 4.2.3 ff.; 8C_491/2015 vom 24. September 2015 E. 4.2.2; 
8C_562/2014 vom 29. September 2015 E. 8.3).

5. In einem letzten Punkt bringt der Beschwerdeführer für, dass insoweit ein grober Wider-
spruch in der Sachverhaltsfeststellung vorliege, als die IV-Stelle ihn einerseits als voll arbeitsfähig 
einstufe, ihm andererseits jedoch wegen seines labilen Gesundheitszustands Eingliederungs-
massnahmen verweigere.

Dieser Widerspruch besteht entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nur auf den ersten 
Blick. So ergibt sich aus den Unterlagen, dass die IV-Stelle längere Zeit versuchte, Eingliede-
rungsmassnahmen durchzuführen. Am 29. November 2012 fand das Erstgespräch Frühinterven-
tion statt (IV-Akten, S. 34 ff.). Zu Beginn war der Beschwerdeführer offenbar an solchen Mass-
nahmen interessiert und bestand einzig darauf, zu Beginn mit einem Pensum von 50% zu starten 
(Telefonnotiz vom 22. Januar 2013; IV-Akten, S. 53). In der Folge fand die FOMA beim 
C.________ statt.  In der Folge stand für den Beschwerdeführer aber jeweils die Abklärung seines 
Gesundheitszustandes im Vordergrund, wie es den Unterlagen zu entnehmen ist (IV-Akten, 
S. 109, 132, 139–141). Ferner gab der Beschwerdeführer, wie gesehen, bei mehreren involvierten 
Ärzten klar seine Ansicht wieder, dass er nicht mehr arbeitsfähig sei. Dass die IV-Stelle deshalb 
am 16. Februar 2015 (IV-Akten, S. 148 f.) den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen 
verneinte, ist nicht zu kritisieren. 

6. Der Beschwerdeführer stellte zusammen mit seiner Beschwerde ein URP-Gesuch.

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a) Gemäss Art. 61 Ingress Satz 1 ATSG bestimmt sich das Verfahren vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht, unter Vorbehalt von Art. 1 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021), nach kantonalem Recht, welches 
gewissen bundesrechtlichen Anforderungen zu genügen hat. Art. 61 Bst. f ATSG sieht vor, dass 
das Recht, sich verbeiständen zu lassen, gewährleistet sein muss und der beschwerdeführenden 
Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt wird, wo die Verhältnisse es rechtfertigen.

Wer nicht genügend Mittel besitzt, um ohne Beschränkung des notwendigen Lebensunterhaltes für 
sich oder seine Familie die Kosten eines Verfahrens bestreiten zu können, hat Anspruch auf un-
entgeltliche Rechtspflege (Abs. 1). Die unentgeltliche Rechtspflege wird nicht gewährt, wenn das 
Verfahren von vornherein aussichtslos erscheint (Art. 142 VRG Abs. 1 und 2).

b) Auch wenn die Beschwerde abgewiesen wird, kann das Beschwerdeverfahren nicht als 
aussichtslos betrachtet werden. Im Übrigen ist aufgrund der eingereichten Unterlagen (Bestätigung 
des Sozialdienstes B.________ vom 13. Juni 2016) ebenso die Voraussetzung der finanziellen 
Bedürftigkeit gegeben. Überdies war die Vertretung angesichts der Komplexität der Materie und 
der fehlenden Kenntnisse des Beschwerdeführers auf dem Gebiet der Sozialversicherungen not-
wendig.

Es rechtfertigt sich somit, dem Beschwerdeführer die vollständige unentgeltliche Rechtspflege zu 
gewähren und Rechtsanwältin Nathalie Weber-Braune, als Rechtsbeistand zuzuweisen.

7. Zusammenfassend hat die IV-Stelle zu Recht den Rentenanspruch des Beschwerdeführers 
verneint. Die Verfügung vom 1. Juni 2016 ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.

Die Gerichtskosten werden auf CHF 800.- festgesetzt. Von deren Erhebung wird aufgrund der 
gewährten unentgeltlichen Rechtspflege abgesehen.

Rechtsanwältin Nathalie Weber-Braune macht in ihrer am 28. Oktober 2016 eingereichten Kosten-
liste einen Aufwand von 11.08 Stunden sowie Auslagen in der Höhe von 5% des Honorars von 
CHF 1'994.40 (11.08 Stunden à CHF 180) zuzüglich der Mehrwertsteuer geltend. Diese Vorge-
hensweise entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen; namentlich fehlt es an einer Zusam-
menstellung der ausgeführten Verrichtungen (vgl. Art. 8 ff. und insbesondere Art. 11 Abs. 1 des 
kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 über die Verfahrenskosten und Entschädigungen in der 
Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). Da von Seiten der Rechtsvertreterin nach Einreichung 
der Kostenliste noch zwei weitere noch nicht berücksichtigte Eingaben erfolgten, wird die der 
Rechtsvertretung zustehende Entschädigung hier ex aequo et bono dennoch ausnahmsweise auf 
CHF 2'100.- festgesetzt. Zu diesem Betrag kommt die Mehrwertsteuer von CHF 168.- (8% von 
CHF 2'100.-) hinzu. Die gesamte Entschädigung von CHF 2'268.- ist durch den Staat zu überneh-
men.

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Die Verfahrenskosten zu Lasten von A.________ werden auf CHF 800.- festgesetzt. Von 
deren Erhebung wird aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege abgesehen.

III. Rechtsanwältin Nathalie Weber-Braune wird im Rahmen der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege eine Entschädigung (inkl. Auslagen) von CHF 2'100.- zugesprochen, zuzüglich 
der Mehrwertsteuer von CHF 168.-. Der Totalbetrag von CHF 2'268.- geht zu Lasten des 
Staates Freiburg.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesge-
richt ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 2. Februar 2018bsc

Der Präsident Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter