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**Case Identifier:** df8492bd-9a5d-5b56-8fda-b1568299f654
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.08.2017 IV 2015/174
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-174_2017-08-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/174

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 03.08.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 03.08.2017
Art. 17 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Vorliegen eines Revisionsgrundes. 
Die angefochtene Verfügung stützt sich auf einen RAD-Bericht, der eine 
Verschlechterung verneint. Demgegenüber bejahte ein vorangegangenes, 
zur geltend gemachten Verschlechterung zeitlich nahestehendes Gutachten 
eine leichte Verschlechterung. Gestützt auf dieses ist ein Revisionsgrund zu 
bejahen. Es ist ein Tabellenlohnabzug zu gewähren, weil der 
Beschwerdeführer nur Teilzeit arbeiten kann (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. August 2017, IV 
2015/174).

Entscheid Versicherungsgericht, 03.08.2017

Entscheid vom 3. August 2017

Besetzung                                                                      

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und 

Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

IV 2015/174            

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Christa Rempfler, Falkensteinstrasse 1, 

Postfach 152, 9016 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Rentenrevision (Erhöhung)

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich am 4. März 2009 bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 7). In medizinischer Hinsicht verwies er auf einen Bericht 

von Dr.med. B.___, Eidg. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2. Februar 

2009, wonach er unter einer längeren Anpassungsstörung mit Angst und depressiver 

Reaktion (ICD-10: F43.22) wie auch mit Auftreten von anderen Gefühlen (Ärger, Sorgen, 

Anspannung, Misstrauen) und entsprechender Störung des Sozialverhaltens 

(Aggression, Stressintoleranz) leide (IV-act. 8).

A.b  RAD-Ärztin Dr.med. C.___, Fachärztin Psychiatrie/Psychotherapie, untersuchte 

den Versicherten am 14. Mai 2009 zur Feststellung der Eingliederungsfähigkeit und 

diagnostizierte eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit impulsiv aggressiven und 

schizoiden Zügen (ICD-10: F61.0) und einen Zustand nach Anpassungsstörung mit 

Angst und depressiver Reaktion (ICD-10: F43.22). Die Anpassungsstörung sei 

weitgehend remittiert. Es lägen eine verminderte Stresstoleranz und eine Störung des 

Sozialverhaltens vor. Insbesondere bestünden Schwierigkeiten im interpersonellen 

Kontakt, eine Störung der Emotionsregulation mit deutlichem Mangel an Anpassungs- 

und Teamfähigkeit sowie eine sehr niedrige Frustrationstoleranz und 

Impulskontrollstörung. Tätigkeiten mit permanentem Zeit- und Termindruck, mit hohem 

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Publikumsverkehr sowie mit hohen Anforderungen an die Anpassungs- und 

Umstellungsfähigkeit sollten vermieden werden. Klar strukturierte Tätigkeiten in ruhiger 

und emotional spannungsarmer Atmosphäre seien medizin-theoretisch zunächst zu 50 

% zumutbar, bei gutem Verlauf steigerbar auf 100 % (Bericht vom 18. Mai 2009, IV-act. 

25).

A.c  Angeordnete berufliche Abklärungen in Appisberg vom 7. September bis 2. 

Oktober 2009 (IV-act. 30, 37) und bei D.___ vom 1. Dezember 2009 bis 26. Februar 

2010 (IV-act. 48) scheiterten an einer Hospitalisation am 7. September 2009 wegen 

Verdachts auf Colonpassagestörung (IV-act. 43) sowie an einer ab 2. Dezember 2009 

attestierten 100 %igen Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 54-5, 55).

A.d  Im Arztbericht vom 20. Februar 2010 hielt Dr. B.___ die Diagnose einer 

kombinierten Persönlichkeitsstörung mit impulsiv aggressiven und schizoiden Zügen 

fest. Die Tätigkeit als Multimediaverkäufer bzw. Tätigkeiten im Verkauf seien seit 19. 

Januar 2009 nicht mehr zumutbar. Es bestehe eine verminderte Stress- und 

Frustrationstoleranz, Impulskontrollstörung und dadurch Schwierigkeiten im 

interpersonellen Kontakt. Für Tätigkeiten in ruhiger und emotional spannungsarmer 

Atmosphäre bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (IV-act. 61). Am 3. März 2010 

bestätigte Dr. B.___ erneut eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit "ab heute und bis auf 

weiteres" (IV-act. 64), worauf die beruflichen Massnahmen abgebrochen wurden 

(Verfügung vom 20. Mai 2010, IV-act. 70).

A.e  Mit Verfügung vom 12. Oktober 2010 sprach die IV-Stelle dem Versicherten ab 1. 

Januar 2010 eine halbe Rente zu (IV-act. 79, 81).

A.f  Im Fragebogen zur amtlichen Revision gab der Versicherte am 21. Dezember 2011 

an, sein Gesundheitszustand habe sich seit Anfang 2011 verschlechtert (IV-act. 82). 

Dr.med. E.___, Rheumatologie FMH, bezeichnete den Gesundheitszustand im 

Arztbericht vom 20. Januar 2012 als stationär. Die Tätigkeit als Verkäufer sei wegen 

erheblicher Stressintoleranz nicht mehr zumutbar. Die Zumutbarkeit anderer 

Tätigkeiten müsse eventuell durch eine BEFAS abgeklärt werden (IV-act. 85). Dr. B.___ 

berichtete am 13. Februar 2012 über die Diagnose einer sensitiv-paranoischen 

Persönlichkeitsstörung ("ICD-10: F60.0 ?"), DD paranoide Psychose (ICD-10: F22.0). 

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Seit April 2011 bestehe eine eindeutige paranoide Entwicklung mit Affektdurchbrüchen 

und Auseinandersetzungen mit Mitmenschen und Behörden. Der Versicherte habe 

Hausverbot in mehreren Geschäften. Wegen Neigung zu aggressivem Verhalten sei der 

Versicherte keinem Arbeitsumfeld zumutbar und seit spätestens April 2011 zu 100 % 

arbeitsunfähig (IV-act. 87).

A.g  Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte durch die Medizinisches 

Gutachterzentrum Region St. Gallen GmbH (MGSG), MR Dr.med. F.___, psychiatrisch 

begutachtet (Gutachten vom 7. Juni 2012, IV-act. 91). Der Gutachter diagnostizierte 

eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit sensitiv-paranoischen Zügen und impulsiv 

aggressiven Zügen (ICD-10: F61.0) seit mindestens 2005. Zum 

Untersuchungszeitpunkt hätten sich neben den eindeutigen Zeichen einer kombinierten 

Persönlichkeitsstörung keine eindeutigen paranoiden Symptome gezeigt, und der 

Versicherte versuche sich zumindest von Beobachtungsideen und Verfolgungsgefühlen 

zu distanzieren (IV-act. 91-11). In einer angepassten Tätigkeit könne aus 

psychiatrischer Sicht eine 40 %ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum seit 

etwa Januar 2011 angenommen werden, nachdem seit etwa Januar 2011 eine 

Verschlechterung der psychischen Störung mit zunehmendem Misstrauen, 

zunehmenden Verhaltensstörungen und paranoiden Tendenzen zu erheben sei (IV 

91-14, 18).

A.h  Nachdem Dr. F.___ am 13. August 2012 ergänzende Fragen des RAD bzw. der IV-

Stelle beantwortet hatte (IV-act. 95, 92, 93), nahm der RAD am 12. März 2013 Stellung, 

es könne trotz Mängel des Gutachtens auf die gesamthafte Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit abgestellt werden (IV 96).

A.i   Die IV-Stelle nahm am 19. April 2013 intern Stellung, die zunehmenden 

Verhaltensstörungen mit paranoiden Tendenzen würden in der Beantwortung des 

MGSG weitgehend relativiert. Damit fehle zum aktuellen Zeitpunkt ein medizinischer 

Revisionsgrund. Derselbe Gesundheitsschaden mit seinen Folgen im aktuell etwas 

mehr akzentuierten Verhalten des Versicherten mit den interaktionellen Problemen sei 

bereits bei der Erstberentung bekannt gewesen (IV-act. 98). Sie teilte dem Versicherten 

am 23. Mai 2013 mit, er habe weiterhin Anspruch auf die bisherige (halbe) 

Invalidenrente (IV-act. 100). Auf von Dr. B.___ unterstützte Eingabe vom 29. Mai 2013 

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(IV-act. 102) hin erliess die IV-Stelle am 16. Juli 2013 einen entsprechenden 

Vorbescheid (IV-act. 106). Hiergegen erhob Dr. B.___ am 11. September 2013 

Einwand, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich aufgrund der paranoiden 

Persönlichkeitsstörung erheblich verschlechtert (IV-act. 108). Nach Einholung einer 

RAD-Stellungnahme vom 16. Dezember 2013 (IV-act. 109) erliess die IV-Stelle am 15. 

Mai 2014 einen neuen Vorbescheid, wonach der Versicherte ab 1. Dezember 2011 

Anspruch auf eine Dreiviertelsrente habe (IV-act. 114). Gegen diesen liess der 

Versicherte am 20. Juni 2014 "Einsprache" erheben, es sei ihm eine "volle" IV-Rente 

zuzusprechen. Der Versicherte beantragte unter anderem eine RAD Untersuchung (IV-

act. 116).

A.j   Die IV-Stelle liess den Versicherten durch RAD-Arzt Dr.med. G.___, u.a. Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie, untersuchen (Abklärung vom 23. Juli 2014, Bericht 

vom 10. November 2014, IV-act. 119). Dieser diagnostizierte mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit  eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, aggressiv-

impulsiven und deutlich paranoischen und selbstunwerten und sozial-phobischen 

sowie schizoiden Zügen (ICD-10: F61.0) sowie eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig allenfalls leichte Episode (ICD-10: F33.0; IV-act. 119-12). Diagnostisch 

bestehe aus der jeweiligen Befundobjektivierung von allen Untersuchern Einigkeit über 

eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit sensitiv-paranoischen, schizoiden und 

impulsiv-aggressiven Zügen (Dr. B.___), mit sensitiv-paranoiden und impulsiv-

aggressiven Zügen (Dr. F.___) bzw. mit impulsiv-aggressiven und schizoiden Zügen (Dr. 

C.___). Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei von allen drei Untersuchern identisch 

50 % bzw. 40 % bis 50 %. (IV-act. 119-13). Eine wesentliche Verschlechterung, die 

eine völlige Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe, habe sich aus den Vergleichsdaten und 

Befunden von Dr. C.___ (2009), Dr. B.___ (2010, 2012) und Dr. F.___ (2012) und 

nachfolgend bis jetzt nicht eingestellt. Ein aggravatorisch ins Gewicht fallendes 

bewusstes Verhalten liege nicht vor. Es ergäben sich utilisierbare Ressourcen 

dahingehend, dass der Versicherte in verständnisvoller Atmosphäre, die ihm 

Ernsthaftigkeit und Respekt entgegenbringe, sich steuern könne, also beeinflussbar 

sei. Dies rechtfertige nicht die Annahme, er sei anderen Menschen, insbesondere 

einem Arbeitgeber gegenüber, nicht zumutbar (IV 119-15). In einer Tätigkeit möglichst 

ohne zugeordnete Teamarbeit, ohne Zeit- und Leistungsdruck, mit wenig 

Lärmbelästigung, in ruhigem Arbeitsumfeld mit klar strukturierten Aufgaben, mit 

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verständnisvoller und wohlwollender Einarbeitungsmöglichkeit, ohne Kundenverkehr 

und mit geregelten Arbeitszeiten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 4,2 Stunden täglich 

mit voller Leistungsfähigkeit (Gesamtarbeitsfähigkeit 50 %) seit Rentenzusprache. Es 

sei keine konkrete Verschlechterung gegenüber den Befunden 2010 und 2012 im 

Längsverlauf mit bleibender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erkennbar, wohl aber 

eine sich bedrohlich aufbauende Wand vor der Vorstellung, wieder in einen 

Arbeitsprozess aktiv einzutreten. Die Eingliederung sollte nach langer 

Arbeitsentwöhnung gestuft, am besten in einem geschützten Rahmen, erfolgen (IV 

119-16).

A.k  Am 4. Dezember 2014 nahm Dr. B.___ zur Abklärung durch Dr. G.___ Stellung, die 

Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 50 % "adaptiert" sei für ihn nicht 

nachvollziehbar. Der Versicherte sei stress- und frustrationsintolerant, neige dabei zum 

Verlust der Impulskontrolle und zu unberechenbaren Handlungen und sei daher 

potentiell sowohl für sich selbst als auch für ein - wenn auch ruhiges - Arbeitsumfeld 

nicht zumutbar. Er bleibe nach wie vor für sämtliche Arbeitstätigkeiten zu 100 % 

arbeitsunfähig (IV-act. 122).

A.l   Nachdem die IV-Stelle wiederum den RAD konsultiert hatte (Stellungnahme vom 

17. Dezember 2014, IV-act. 123) stellte sie mit Vorbescheid vom 7. Januar 2015 die 

Abweisung des Erhöhungsgesuchs in Aussicht (IV-act. 126). Mit "Einsprache" vom 11. 

Februar 2015 liess der Versicherte die Bemessung des Invaliditätsgrades und die 

Verweigerung eines Tabellenlohnabzuges rügen und eine Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes (fehlende BEFAS-Abklärung) geltend machen. Die 

Einschätzung der adaptierten Arbeitsfähigkeit von Dr. G.___ sei nicht nachvollziehbar. 

Sie sei rein abstrakt-theoretischer Natur und nicht umsetzbar. Werde an dieser 

Einschätzung festgehalten, werde eine BEFAS-Abklärung beantragt (IV-act. 127).

A.m Die IV-Stelle unterbreitete den Einwand dem RAD (Stellungnahme vom 26. Februar 

2015, IV-act. 128) und wies mit Verfügung vom 6. Mai 2015 das Erhöhungsgesuch ab. 

In einer dem Leiden adaptierten Tätigkeit sei der Versicherte nach wie vor zu 50 % 

arbeitsfähig. Die 50 %ige Arbeitsfähigkeit sei dem Versicherten täglich mit voller 

Leistung möglich. Demnach sei ein Teilzeitabzug nicht geschuldet. Ein Leidensabzug 

sei ebenfalls nicht geschuldet, weil in Ausübung einer leidensadaptierten 

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Erwerbsmöglichkeit keine leistungsbedingte Lohnminderung zu erwarten sei (IV-act. 

129).

B.   

B.a  Mit Beschwerde vom 5. Juni 2015 beantragt A.___, vertreten durch Rechtsanwältin 

lic.iur. Ch. Rempfler, die Verfügung vom 6. Mai 2015 sei unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge aufzuheben und es sei ihm eine "volle" IV-Rente zuzusprechen. 

Verfahrensrechtlich werden der Beizug der EL-Akten des Beschwerdeführers sowie die 

Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung beantragt. 

Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des 

Invaliditätsgrades sei die rechtskräftige Verfügung vom 12. Oktober 2010. Diese stütze 

sich auf den Untersuchungsbericht von RAD-Ärztin Dr. C.___ und die Einschätzung des 

behandelnden Psychiaters Dr. B.___. Dieser habe im Verlaufsbericht vom 13. Februar 

2012 eine Änderung der Diagnose und eine eindeutige paranoide Entwicklung seit April 

2011 festgehalten. Seit spätestens April 2011 sei der Beschwerdeführer voll 

arbeitsunfähig bzw. keinem Arbeitsumfeld mehr zumutbar. Dr. F.___ habe im 

Gutachten vom 7. Juni 2012 den diagnostischen Einschätzungen von Dr. B.___ 

weitgehend zugestimmt und ebenfalls die Verschlechterung der psychischen Störung 

seit etwa Januar 2011 bestätigt. Er habe die "adaptierte" Arbeitsfähigkeit auf 40 % bei 

vollem Stundenpensum geschätzt. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten durch Dr. G.___ werde bestritten. Sie sei rein theoretischer Natur und weder 

nachvollziehbar noch umsetzbar. Auch Eingliederungsmassnahmen seien aufgrund der 

massiven Persönlichkeitsstörung weder umsetzbar noch dem Beschwerdeführer selbst 

bzw. seinem Umfeld zumutbar. Der Beschwerdeführer könne im Rahmen eines 

sozialen Arbeitstrainings bzw. im geschützten Rahmen kein Invalideneinkommen von 

Fr. 30'888.-- generieren. Die Beschwerdegegnerin habe nicht angegeben, auf welche 

Lohnstrukturerhebung sie sich stütze, und dadurch das rechtliche Gehör verletzt. Die 

Beschwerdegegnerin verneine zu Unrecht einen Anspruch auf einen Leidens- sowie 

Teilzeitabzug. Das rechtliche Gehör habe die Beschwerdegegnerin auch verletzt, indem 

sie sich zum Bericht von Dr. B.___ vom 4. Dezember 2014 nicht geäussert habe. Sie 

habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie keine BEFAS-Abklärung 

angeordnet habe. Denn gemäss RAD-Gutachten von Dr. G.___ sei die 50 %ige 

Arbeitsfähigkeit erst nach einem sozialen Arbeitstraining umsetzbar, weshalb nicht 

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rechtens sei, auf diese Einschätzung abzustellen. Schliesslich müsse vorliegend aber 

davon ausgegangen werden, dass eine BEFAS-Abklärung aufgrund der kombinierten 

Persönlichkeitsstörung weder dem Beschwerde¬führer noch der BEFAS-

Abklärungsstelle zumutbar sei. Die berufliche Abklärung und Eingliederung sei 

aktenkundig deshalb abgebrochen worden, weil der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers instabil schlecht gewesen sei. Er sei weiterhin zu 100 % 

arbeitsunfähig geschrieben (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 22. Juli 2015, die 

Beschwerde sei abzuweisen. Sowohl Dr. F.___ (Gutachten vom 7. Juni 2012) als auch 

Dr. G.___ (Bericht vom 10. November 2014) zeigten erhebliche Ressourcen des 

Beschwerdeführers auf. Dr. G.___ lege nachvollziehbar dar, dass unter Vergleich der 

Befunde und Vergleichsdaten von Dr. C.___ im Jahr 2009 bis aktuell keine 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorliege. Es bestehe nach wie vor eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit. Somit sei unter Verweis auf 

den Abklärungs¬bericht vom 10. November 2014 das Vorliegen eines 

Revisionsgrundes zu verneinen (act. G 4).

B.c  Die Abteilungspräsidentin bewilligt am 5. August 2015 die unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten, unentgeltliche Rechtsverbeiständung; 

act. G 6).

B.d  Mit Replik vom 3. September 2015 macht der Beschwerdeführer erneut geltend, 

die vorliegende Beschwerde sei unter Beizug der EL-Akten zu beurteilen. Er lässt dazu 

ein Schreiben an die EL-Stelle vom 22. Juni 2015 und deren Antwortschreiben vom 13. 

Juli 2015 (act. G 9.1 und 9.2) betreffend (strittiger) Anrechnung eines hypothetischen 

Erwerbseinkommens vorlegen. Aus dem ebenfalls vorgelegten aktuellen Bericht von 

Dr. B.___ vom 1. September 2015 (act. G 9.3) gehe hervor, dass der Beschwerdeführer 

nicht über erhebliche Ressourcen verfüge und weder vermittlungs- noch arbeitsfähig 

sei. Gemäss Dr. G.___ sei die adaptierte Arbeitsfähigkeit von 50 % nicht sofort auf dem 

ersten Arbeitsmarkt umsetzbar. Damit bestätige er - in Übereinstimmung mit Dr. B.___ 

- dass der Beschwerdeführer faktisch keinem Arbeitgeber in der freien Wirtschaft mehr 

zumutbar sei und über keine bleibenden Ressourcen verfüge. Selbst die 

Beschwerdegegnerin (Protokoll Rentenrevision vom 2. April 2014) bzw. der RAD 

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(Stellungnahme vom 16. Dezember 2013) hätten das Vorliegen eines Revisionsgrundes 

bejaht (act. G 9).

B.e  Die Beschwerdegegnerin hielt am 15. September 2015 fest, bei der von Dr. B.___ 

im Arztbericht vom 1. September 2015 vertretenen Einschätzung handle es sich um 

eine abweichende Beurteilung des gleichen Sachverhalts. Im Übrigen werde auf eine 

Duplik verzichtet und an der Beschwerdeantwort festgehalten (act. G 11).

Erwägungen

1.   

1.1  Der Beschwerdeführer beantragt den Beizug der EL-Akten. Soweit dieser Antrag 

zur Begründung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege erfolgte (act. G 1-3), 

hat er sich mit deren Bewilligung erübrigt. In der Replik wiederholt er den Antrag mit 

der Begründung, die Beschwerde sei anhand der vollständigen Akten zu beurteilen 

(act. G 9-1 f.). Aus dem eingereichten Schriftverkehr mit der EL-Stelle geht hervor, dass 

Uneinigkeit besteht über die Verbindlichkeit der Festlegung des Invaliditätsgrades der 

IV-Stelle für das EL-Verfahren (act. G 9.1 und 9.2). Es besteht jedoch keine Grundlage 

dafür, dass im EL-Verfahren der Invaliditätsgrad für die IV-Stelle verbindlich zu 

bestimmen wäre. Vielmehr bildet die Zusprache einer IV-Rente Voraussetzung für die 

Zusprache einer Ergänzungsleistung (Art. 4 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über 

Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [ELG; SR 

831.30]). Somit besteht kein Anlass zur Annahme, dass in den EL-Akten für die 

Bemessung des Invaliditätsgrades massgebliche Berichte enthalten sein könnten, 

welche für das IV-Verfahren wesentlich und in den IV-Akten nicht enthalten sind. Auf 

deren Beizug kann verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 

5.3; BGE 134 I 148 E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 4b).

1.2  Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, da nicht 

ersichtlich sei, auf welche Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik sich die 

Beschwerdegegnerin abstütze, und da sich die Beschwerdegegnerin in der 

angefochtenen Verfügung nicht zum Bericht von Dr. B.___ vom 4. Dezember 2014 (IV-

act. 122) geäussert habe (act. G 1-12). Der Bericht von Dr. B.___ vom (4.) Dezember 

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2014 wurde dem RAD zur Stellungnahme unterbreitet (IV-act. 123), was in der 

angefochtenen Verfügung erwähnt wird. Die RAD-Stellungnahme vom 26. Februar 

2015 wurde sodann zusammen mit der Verfügung dem Beschwerdeführer zugestellt 

(IV-act. 129-2). Aus dem Einkommensvergleich (IV-act. 125) geht hervor, dass diesem 

die Angaben der einstigen Arbeitgeberin sowie die Lohnstrukturerhebung des Jahres 

2011 zugrunde gelegt wurden. Die Aufrechnung auf das Jahr 2011 ist in der 

angefochtenen Verfügung vermerkt; dass die Jahresangabe in Bezug auf die 

Lohnstrukturerhebung nicht speziell erfolgte, stellt keine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs dar.

1.3  Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, die Beschwerdegegnerin 

verletze den Untersuchungsgrundsatz, indem sie unbegründet von einer BEFAS-

Abklärung absehe (act. G 1-13). Gleichzeitig wird jedoch vorgebracht, eine BEFAS-

Abklärung sei aufgrund der kombinierten Persönlichkeitsstörung weder dem 

Beschwerdeführer noch der BEFAS-Abklärungsstätte zumutbar (act. G 1-14). Aus dem 

Wesen der BEFAS-Abklärung ergibt sich ohne weiteres, dass diese nur aussagekräftig 

sein kann, wenn sich die versicherte Person subjektiv dazu fähig fühlt. Dies ist 

vorliegend gerade nicht der Fall. Von einer BEFAS-Abklärung waren daher im Zeitpunkt 

der angefochtenen Verfügung keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten, weshalb diese 

unterbleiben durfte (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 5.3; BGE 134 I 148 

E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 4b).

2.   

2.1  Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

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Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

2.2  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

2.3  Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 

erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]). Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen 

Änderung des Invaliditätsgrads ist bei der Prüfung eines Gesuchs um Erhöhung der 

Rente wie auch bei der Prüfung einer Rentenanpassung von Amtes wegen die letzte 

rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs 

mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108; BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des 

Bundesgerichts vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 1). Anlass zur Rentenrevision gibt 

jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der 

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Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. 

Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des 

Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich 

gebliebenen Gesundheitszustandes revidierbar. Dagegen stellt die unterschiedliche 

Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen 

Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 

17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Januar 2008, 9C_552/2007, E. 

3.1.2, mit weiteren Hinweisen). Die Beantwortung der Frage, ob eine massgebende 

Änderung eingetreten ist, setzt einen Vergleich zweier Sachverhalte voraus (U. KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2015, Art. 17 N 25). Praxisgemäss genügt für die 

Revision einer Invalidenrente, dass eine Tatsachenänderung aus dem gesamten 

anspruchserheblichen Tatsachenspektrum eingetreten ist; nicht erforderlich ist, dass 

gerade die geänderte Tatsache zur revisionsweisen Neufestsetzung der Invalidenrente 

führt (Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2014, 8C_754/2013, E. 3.2.1).

3.   

3.1  Medizinische Grundlage der angefochtenen Verfügung bildet der Bericht vom 10. 

November 2014 über die RAD-Abklärung durch Dr. G.___ vom 23. Juli 2014 (IV-act. 

119). Dieser führte aus, aus der vertieften Kindheitsanamnese ergebe sich, dass 

zumindest Entwicklungsasynchronien aufgetreten seien. Dadurch habe er sich früh 

ausgegrenzt, ausgesetzt, abgelehnt und auch gedemütigt und seinen dadurch 

entstandenen aggressiven Impulsen gegenüber ohnmächtig gefühlt. Anschaulich 

beschreibe der Beschwerdeführer die Entwicklung seiner Schwierigkeiten an seiner 

Arbeitsstelle bei H.___ bis zur Kündigung mit ständiger Anspannung, affektiver 

Unausgeglichenheit, Reizbarkeit, Hilflosigkeit gegenüber steigendem Arbeitsdruck, 

Ängsten vor Versagen gegenüber anspruchsvoller Kundschaft und jüngeren, an 

fachspezifischem Wissen ihm überlegenen Mitarbeitern. Unter diesem Druck sei die 

belastete Persönlichkeitsstruktur mehr und mehr manifest geworden: Versagensangst, 

aggressive Durchlässigkeit, massive Selbstunwertgefühle, Störung der Impulskontrolle, 

Schwierigkeiten in der interaktionellen Kommunikation sowohl mit Vorgesetzten, 

Mitarbeitern als auch Kunden. Somit ergäben sich insgesamt bereits aus der 

psychiatrischen Vorgeschichte keine grundsätzlich abweichenden Beurteilungen in der 

diagnostischen Einordnung der festzustellenden Psychopathologie (IV-act. 119-13). Auf 

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den Verlust der letzten Arbeitsstelle habe sich nach einer Belastungs- und 

Anpassungsstörung mit Angst, depressiven Verstimmungen, emotionaler Labilität mit 

Dünnhäutigkeit und Angst, eigene Emotionen nicht kontrollieren zu können, eine aus 

der Kindheitsentwicklung heraus resultierende kombinierte Persönlichkeitsstörung 

entwickelt (IV 119-12). Die diagnostischen Kriterien für eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung seien in vollem Umfang erfüllt. Dies betreffe auch die Merkmale 

der einzelnen Persönlichkeitskomponenten wie schizoid, emotional-instabil vom 

impulsiv-aggressiven Typ, paranoischen wie auch vermeidend-ängstlichen und 

abhängig-asthenischen (selbstwertgestörten) Zügen. Der Versicherte habe länger 

dauernde und wieder abgeklungene traurige Zustände geschildert, die als 

rezidivierende leicht- bis allenfalls mittelgradige depressive Störung zu werten und 

aktuell bei der Untersuchung im Juli 2014 als leichte Episode einzuschätzen seien. 

Funktionsdefizite ergäben sich aus der kombinierten Persönlichkeitsstörung auf die 

gesamte Lebensgestaltung, die von Misstrauen, Ängsten und sozialem Rückzug 

mitbestimmt sei (IV-act. 119-14). Es ergäben sich utilisierbare Ressourcen 

dahingehend, dass sich der Versicherte in verständnisvoller Atmosphäre, die ihm 

Ernsthaftigkeit und Respekt entgegenbringe, steuern könne, also beeinflussbar sei. 

Dies rechtfertige nicht die Annahme, er sei anderen Menschen, insbesondere einem 

Arbeitgeber gegenüber, nicht zumutbar (IV 119-15). In einer adaptierten Tätigkeit 

bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 4,2 Stunden täglich mit voller Leistungsfähigkeit 

(Gesamtarbeitsfähigkeit 50 %) seit Rentenzusprache (IV-act. 119-16).

3.2  Dr. G.___ kommt aufgrund eines nachvollziehbaren Vergleichs zum Ergebnis, 

diagnostisch bestehe von allen Untersuchern Einigkeit über eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung (mit gemäss Dr. B.___ sensitiv-paranoischen, schizoiden und 

impulsiv-aggressiven Zügen, mit gemäss Dr. F.___ sensitiv-paranoiden und impulsiv-

aggressiven Zügen bzw. mit gemäss Dr. C.___ impulsiv-aggressiven und schizoiden 

Zügen [IV-act. 119-13 f.]). Ähnlich werden von den Fachmedizinern auch die 

Funktionseinschränkungen beschrieben: Dr. C.___ erwähnte eine verminderte 

Stresstoleranz, eine Störung des Sozialverhaltens, insbesondere im interpersonellen 

Kontakt, eine Störung der Emotionsregulation mit deutlichem Mangel an Anpassungs- 

und Teamfähigkeit, eine sehr niedrige Frustrationstoleranz sowie eine 

Impulskontrollstörung (IV-act. 25). Dr. F.___ hielt eine erhebliche Beeinträchtigung der 

emotionalen Belastbarkeit, der Frustrationstoleranz, der Anpassungsfähigkeit, der 

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Teamfähigkeit und der Kontaktfähigkeit fest (IV-act. 91-12 f.). Dr. B.___ führte im 

Bericht vom 4. Dezember 2014 aus, der Beschwerdeführer sei stress- und 

frustrationsintolerant, neige dabei zum Verlust der Impulskontrolle und zu 

unberechenbaren Handlungen (IV-act. 122). Dr. G.___ nennt als Funktionsdefizite 

Beeinträchtigungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation, in der 

Empathiefähigkeit für die Befindlichkeit anderer, eine Störung der Impulskontrolle mit 

Ängsten vor Kontrollverlust bei Anwesenheit aggressiv-tätlicher Gedanken, eine 

eingeschränkte psychische Belastbarkeit und Affektlabilität (IV-act. 119-14).

3.3  Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten schätzt Dr. G.___ diese 

auf 50 % (IV-act. 119-16). Die Beurteilung weicht vor allem vom behandelnden Dr. 

B.___ ab, der den Beschwerdeführer für ganz arbeitsunfähig bzw. keinem Arbeitgeber 

zumutbar hält (vgl. Fremdanamnese Dr. G.___, IV-act. 119-10; Stellungnahmen vom 4. 

Dezember 2014, IV-act. 122, und vom 1. September 2015, act. G 9.3). Die von Dr. 

B.___ hervorgehobenen Verhaltensauffälligkeiten wie andauerndes Misstrauen und 

Argwohn, Neigung, Erlebtes zu verdrehen bzw. neutrale oder freundliche Handlungen 

als feindlich und verächtlich zu missdeuten, Streitsucht und Beharren auf eigenen 

Rechten, die Auswirkungen der narzisstischen, aggressiv-impulsiven, selbstunwerten, 

sozialphobischen und schizoiden Anteile der Persönlichkeitsstörung sind (act. G 9.3), 

sind in die Beurteilung von Dr. G.___ eingeflossen, was sich in seiner Diagnose einer 

kombinierten Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, aggressiv-impulsiven und 

deutlich paranoischen und selbstunwerten und sozial-phobischen sowie schizoiden 

Zügen (ICD-10: F61.0) widerspiegelt (IV-act. 119-12). Dr. B.___ beschreibt auch keine 

von Dr. G.___ nicht erfassten Funktionsdefizite (s.o., E. 3.2). Die Abweichung von der 

Einschätzung von Dr. B.___ begründen Dr. F.___ (IV-act. 91-16) und Dr. G.___ 

nachvollziehbar mit dem Vorhandensein von Ressourcen (IV-act. 119-15, wonach der 

Beschwerdeführer in verständnisvoller Atmosphäre, die ihm Ernsthaftigkeit und 

Respekt entgegenbringe, sich steuern könne bzw. beeinflussbar sei, vgl. E. 3.1). Diese 

bestreitet Dr. B.___ zwar (act. G 9.3). Er bringt jedoch keine bisher unberücksichtigten 

medizinischen Fakten vor, vielmehr handelt es sich, wie aufgezeigt, um eine 

abweichende Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts. Zum Verlauf gelangt 

Dr. G.___ zum Schluss, es sei keine konkrete Verschlechterung gegenüber den 

Befunden 2010 und 2012 im Längsverlauf mit bleibender Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit erkennbar (IV-act. 119-16). Im Gegensatz dazu bejahte Dr. F.___ eine 

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Verschlechterung im Jahr 2011. Er führte aus, aus psychiatrischer Sicht lasse sich beim 

Beschwerdeführer seit mindestens 2005 eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit 

emotional instabilen und reizbar aggressiven Zügen erheben mit mangelnder 

Impulskontrolle. Neben wechselnder instabiler Stimmung reagiere der 

Beschwerdeführer auf geringe Belastungen und empfundene Ungerechtigkeiten 

jähzornig, reizbar mit Erregungszuständen und verbaler Aggressivität. Zusätzlich 

liessen sich im Verlauf zunehmende Züge einer sensitiv-paranoischen 

Persönlichkeitsstörung erheben, gekennzeichnet durch übertriebene Empfindlichkeit 

und Frustrationsintoleranz mit zunehmendem Misstrauen. Laut behandelndem 

Psychiater bestehe besonders seit Anfang 2011 die Neigung, Erlebtes zu verdrehen 

und Handlungen anderer feindlich oder verächtlich zu missdeuten (IV-act. 91-12). 

Nachdem seit etwa Januar 2011 eine Verschlechterung der psychischen Störung mit 

zunehmendem Misstrauen, zunehmenden Verhaltensstörungen und paranoiden 

Tendenzen zu erheben sei, könne aus psychiatrischer Sicht seit etwa Januar 2011 eine 

40 %ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum angenommen werden, wobei mit 

therapeutischen Massnahmen prognostisch wieder eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit 

auf 50 % erreicht werden könnte (IV-act. 91-15). Dr. G.___ verneint diese von Dr. B.___ 

und Dr. F.___ beschriebene Verschlechterung (IV 119-16). Er setzt sich damit nicht 

näher auseinander, sondern weist lediglich darauf hin, Dr. C.___ und Dr. B.___ hätten 

im Mai 2009 bzw. Februar 2010 die Arbeitsfähigkeit mit 50 % und Dr. F.___ im Juni 

2012 mit 40 % bis 50 % eingeschätzt (IV-act. 119-14). Obwohl in Anamneseerhebung 

(rund dreieinhalbstündige Untersuchung, IV-act. 119-1) und Diagnoseherleitung 

ansonsten sehr aussagekräftig und umfassend, erweist sich der Bericht von Dr. G.___ 

in diesem Punkt als unvollständig.

3.4  Zusammenfassend bestätigt Dr. G.___ die von Dr. B.___ und Dr. F.___ vor-

diagnostizierte Persönlichkeitsstörung und die durch sie bewirkten Funktionsdefizite. 

Weder Dr. G.___ noch Dr. F.___ teilen die Auffassung von Dr. B.___, der 

Beschwerdeführer sei keinem Arbeitsumfeld mehr zumutbar bzw. vollumfänglich 

arbeitsunfähig und begründen dies nachvollziehbar mit dem Vorhandensein von 

Ressourcen. Hinsichtlich der Frage, ob eine Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten 

von 50 % oder - nach Verschlechterung Anfang 2011 - von 40 % vorliegt, ist 

Folgendes in Betracht zu ziehen: Die von Dr. G.___ und Dr. F.___ geschätzten 

Arbeitsfähigkeiten liegen nahe beieinander. Von einer weiteren Abklärung sind in 

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Anbetracht der bestehenden Übereinstimmung in Diagnostik und Funktionsdefiziten 

keine wesentlich neuen Erkenntnisse zu erwarten. Der hinsichtlich der 

Verschlechterung lückenhafte, sonst aber umfassende, nachvollziehbare und 

schlüssige Bericht von Dr. G.___ wird durch das Gutachten von Dr. F.___ in diesem 

Punkt sinnvoll und stimmig ergänzt. Dr. F.___ zeichnet die geltend gemachte 

Verschlechterung schlüssig nach und sein Gutachten liegt dieser zeitlich näher als der 

Bericht von Dr. G.___. Dr. C.___ hielt Tätigkeiten mit permanentem Zeit- und 

Termindruck, mit hohem Publikumsverkehr und mit hohen Anforderungen an die 

Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit für nicht zumutbar und eine ruhige, emotional 

spannungsarme Atmosphäre für erforderlich (IV-act. 25-3). Dr. F.___ umschrieb 

Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeit- und Termindruck 

(Stressbelastung), ohne erforderliche Teamfähigkeit, ohne Kundenkontakte und ohne 

überdurchschnittliche Dauerbelastung als adaptiert (IV-act. 91-15). Er hielt weiter fest, 

der Beschwerdeführer sei dem Arbeitsumfeld nur eingeschränkt zumutbar und bedürfe 

besonderer Rücksicht und Verständnisses (IV-act. 91-14). Dr. G.___ bezeichnete 

Tätigkeiten möglichst ohne zugeordnete Teamarbeit, ohne Zeit- und Leistungsdruck, 

mit wenig Lärmbelastung, in ruhigem Arbeitsumfeld mit klar strukturierten Aufgaben, 

mit verständnisvoller und wohlwollender Einarbeitungsmöglichkeit, ohne 

Kundenverkehr und mit geregelten Arbeitszeiten als leidensangepasst (IV-act. 119-16). 

Das Zumutbarkeitsprofil von Dr. G.___ und Dr. F.___ ist damit eingeschränkter als 

dasjenige von Dr. C.___, was eine seit Erlass der Verfügung vom 12. Oktober 2010 

eingetretene Verschlechterung plausibilisiert. Es rechtfertigt sich daher, hinsichtlich der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung auf das externe Gutachten von Dr. F.___ abzustellen. Somit 

ist ab Januar 2011 von einer Arbeitsfähigkeit von 40 % auszugehen. Damit ist ein 

Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG ausgewiesen, und der Rentenanspruch ist 

umfassend neu zu beurteilen.

4.   

4.1  Gemäss Dr. F.___ besteht eine Arbeitsfähigkeit von 40 % in angepassten 

Tätigkeiten "etwa" ab Januar 2011 (IV-act. 91-15). Nach Art. 88a Abs. 2 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) ist eine Verschlechterung 

der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung 

drei Monate gedauert hat. Die Erhöhung der Rente erfolgt bei einer Revision von Amtes 

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wegen frühestens vom vorgesehenen Monat an (Art. 88bis Abs. 1 lit. b IVV). Das 

Revisionsverfahren wurde im Dezember 2011 eingeleitet (IV-act. 82), womit die 

Rentenerhöhung frühestens ab 1. Dezember 2011 rentenwirksam wird. Entsprechend 

der erstmaligen Rentenzusprache, wo der Zeitpunkt des (frühestmöglichen) Entstehens 

des Rentenanspruchs für den Einkommensvergleich massgebend ist (BGE 129 V 222) 

ist, ist im Revisionsfall auf das Wirksamwerden der Änderung abzustellen. Somit ist der 

Einkommensvergleich per 2011 vorzunehmen.

4.2  Im Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers (IK) sind für das 

Jahr 2001 ein Einkommen von Fr. 62'650.-, für 2002 von Fr. 62'748.-- und für 2003 von 

Fr. 65'052.-- verzeichnet (IV-act. 13-1 f.). Unter Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2011 (Bundesamt für Statistik [BFS], 

Lohnentwicklung 2014, T39) betragen die Jahreseinkommen für 2001 Fr. 71'511.-- (Fr. 

62'650.-- : 1902 x 2171), für 2002 Fr. 70'474.-- (Fr. 62'748.-- : 1933 x 2171) und für 

2003 Fr. 72'129.-- (Fr. 65'052.-- : 1958 x 2171) und durchschnittlich Fr. 71'371.--. Die 

Arbeitgeberin gab im Fragebogen am 27. April 2009 an, der Beschwerdeführer habe 

Mühe gehabt, die neuen Technologien und Prozesse zu verstehen und anzuwenden. 

Dieser Umstand habe zum Teil Probleme mit der anspruchsvollen Kundschaft 

verursacht (IV-act. 23-10). Das Kündigungsschreiben vom 19. August 2004 verweist 

auf diverse vorangegangene Gespräche betreffend Leistung und Verhalten (IV-act. 

23-9). Dr. G.___ hielt fest, der Beschwerdeführer beschreibe anschaulich die 

Entwicklung seiner Schwierigkeiten an dieser Arbeitsstelle bis zur Kündigung mit 

ständiger Anspannung, affektiver Unausgeglichenheit, Reizbarkeit, Hilflosigkeit 

gegenüber steigendem Arbeitsdruck, Ängsten vor Versagen gegenüber der 

anspruchsvollen Kundschaft und jüngeren, an fachspezifischem Wissen im Bereich 

Unterhaltungs- und IT-Elektronik ihm überlegenen Mitarbeitern (IV-act. 119-13). Auch 

wurde durch sämtliche Fachärzte eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit in dieser Tätigkeit 

attestiert. Somit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Stelle 

gesundheitsbedingt verlor und ohne gesundheitliche Beeinträchtigung weiterhin am 

bisherigen oder einem ähnlich entlöhnten Arbeitsplatz tätig wäre. Das 

Valideneinkommen beträgt somit Fr. 71'619.-- (2011).

4.3  Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist vom durchschnittlichen 

Einkommen des Anforderungsniveaus 4, Männer, gemäss LSE/Lohnentwicklung 2011 

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auszugehen. Dieses beträgt Fr. 61'910.-- (Informationsstelle AHV/IV, IV Ausgabe 2015, 

Bern 2015, Anhang 2). Der Arbeitsfähigkeit von 40 % entsprechend beläuft es sich auf 

Fr. 24'764.--.

4.3.1      Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) 

allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass 

persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 

3b/aa S. 323). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene 

Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/aa in fine 

S. 80). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der 

Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und 

darf 25 % nicht übersteigen (BGE 126 V 80 E. 5b/bb-cc; 134 V 327 f. E. 5.2; Urteil 

9C_368/2009 vom 17. Juli 2009 E. 2.1; zum Ganzen auch Urteil des Bundesgerichts 

vom 23. Dezember 2014, 9C_630/2014, E. 2.1 mit weiteren Verweisen).

4.3.2      Der Beschwerdeführer macht einen Teilzeitabzug und einen Leidensabzug 

geltend (act. G 1-12). Dr. F.___ geht von einer 40 %igen Arbeitsfähigkeit "bei vollem 

Stundenpensum" aus (IV-act. 91-15), attestiert indes auch in der angestammten 

Tätigkeit eine "0 %ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum" (IV-act. 91-14), 

woraus zu schliessen ist, dass dieser Ausdruck lediglich bedeutet, dass die 

Arbeitsfähigkeit in Prozenten eines Vollzeitpensums angegeben wird, nicht aber, dass 

es sich um eine bei vollzeitlicher Anwesenheit reduzierte Leistungsfähigkeit handelt. Dr. 

G.___ hält eine Arbeitstätigkeit während 4,2 Stunden mit voller Leistung für möglich (IV-

act. 119-16). Somit ist ein Teilzeitabzug zu gewähren (Urteile des Bundesgerichts vom 

26. August 2011, 8C_379/2011, E. 4.2.2.1 und vom 29. Februar 2016, 9C_808/2015, E. 

3.3.2). Indes werden die Arbeitsfähigkeitsschätzungen mit verminderter Belastbarkeit 

und Auswirkungen der Störung im zwischenmenschlichen Bereich begründet (vgl. E. 

3.2), weshalb das Erfordernis einer besonders rücksichtsvollen Arbeitsumgebung 

zumindest grösstenteils darin berücksichtigt ist und insoweit für einen Leidensabzug 

kein Raum mehr verbleibt. Insgesamt erscheint ein Tabellenlohnabzug von 10 % 

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begründet. Das Invalideneinkommen ist folglich mit Fr. 22'288.-- (0,9 x Fr. 24'764.--) zu 

veranschlagen. Dies führt bei einem Valideneinkommen von Fr. 71'371.-- zu einem 

Invaliditätsgrad von 68,8 %, womit der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente hat. Anzumerken bleibt, dass selbst wenn im Zeitpunkt der durch Dr. 

G.___ erfolgten Untersuchung von einer leichten Verbesserung und damit erneuten 50 

%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen wäre, unter Berücksichtigung des 

Tabellenlohnabzugs von 10 % für Teilzeit weiterhin eine Dreiviertelsrente geschuldet 

wäre bei einem Invaliditätsgrad von 61 %.

5.   

5.1  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 6. Mai 2015 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Dezember 2011 eine 

Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung 

ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Hinsichtlich der Beschwerde gegen die Rentenverfügung gilt es zu 

beachten, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zur Überklagung in 

sozialversicherungsrechtlichen Rentenfällen von einem vollständigen Obsiegen des 

Beschwerdeführers auszugehen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, 

9C_466/2007, E. 5 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die 

gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

5.3  Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden 

Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Die Festlegung einer 

Entschädigung aus unentgeltlicher Rechtsverbeiständung erübrigt sich bei diesem 

Prozessausgang.

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 6. Mai 2015 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Dezember 2011 eine 

Dreiviertelsrente zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung 

wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.   

Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.08.2017
	Art. 17 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Vorliegen eines Revisionsgrundes. Die angefochtene Verfügung stützt sich auf einen RAD-Bericht, der eine Verschlechterung verneint. Demgegenüber bejahte ein vorangegangenes, zur geltend gemachten Verschlechterung zeitlich nahestehendes Gutachten eine leichte Verschlechterung. Gestützt auf dieses ist ein Revisionsgrund zu bejahen. Es ist ein Tabellenlohnabzug zu gewähren, weil der Beschwerdeführer nur Teilzeit arbeiten kann (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. August 2017, IV 2015/174).

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