# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d374b48-9692-5e9a-aa7d-aff4bc0ab62c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 08.12.2021 SB210331
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210331_2021-12-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB210331-O/U/ad-as 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, Oberrichterinnen 

lic. iur. Schärer und lic. iur. Bertschi sowie Gerichtsschreiber 

MLaw Pandya 

 

Urteil vom 8. Dezember 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend unrechtmässigen Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung 
oder der Sozialhilfe 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, Einzelgericht in 
Strafsachen, Urteil vom 9. April 2021 (GG210005) 
 
 
  

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 27. Januar 2021 

(Urk. 13) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig des unrechtmässigen Bezugs von Leistungen 

einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe im Sinne von Art. 148a 

Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 

Fr. 100.00. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.  

4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. e StGB für 5 Jahre 

des Landes verwiesen. 

5. Von der Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informati-

onssystem wird abgesehen. 

6. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'100.00   Gebühr für das Vorverfahren. 
 

7. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher 

Verteidiger aus der Gerichtskasse mit Fr. 4'000.00 (inkl. Barauslagen und 

7.7 % MwSt.) entschädigt. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

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9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO. 

10. [Mitteilungen] 

11. [Rechtsmittel] 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 29 S. 3 und Urk. 39 S. 2) 

1. Die Dispositiv-Ziffern 1., 2., 3., 4., 5., 8. und 9. des angefochtenen Ur-

teils des Bezirksgerichts Dietikon vom 9. April 2021 seien aufzuheben. 

2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des unrechtmässigen Bezugs von 

Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe im Sinne von 

Art. 148a Abs. 1 StGB freizusprechen. 

3. Von der Anordnung einer Landesverweisung sei abzusehen. 

4. Die Kosten der Untersuchung sowie des erst- und zweitinstanzlichen 

Verfahrens, einschliesslich der gesamten amtlichen Verteidigerkosten 

(inkl. 7.7 % MwSt.), seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

b) Der Vertreter der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis:  

(Urk. 32) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

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Erwägungen: 

I. Gegenstand des Berufungsverfahrens 

1. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft 

Limmattal/Albis vom 27. Januar 2021 vorgeworfen, er habe vom 1. August 2017 

bis 30. März 2018 wissentlich, willentlich und in Kenntnis der Straffolgen als Be-

züger von Leistungen der Arbeitslosenversicherung auf den Formularen "Anga-

ben der versicherten Person" der Arbeitslosenkasse Nr. 60 des Amtes für Wirt-

schaft und Arbeit des Kantons Zürich für die Monate August 2017 bis März 2018 

unterschriftlich wahrheitswidrig angegeben, keine Erwerbstätigkeiten ausgeübt zu 

haben. Dabei habe er die Deklaration der von ihm in den genannten Monaten 

durch seine Tätigkeit bei der Firma B._____ SA erzielten Verdienste von insge-

samt Fr. 16'327.65 unterlassen. Hierdurch habe der Beschuldigte erwirkt, dass 

die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich von den Lohnauszahlungen des Be-

schuldigten von der Firma B._____ SA keine Kenntnis gehabt und für die ent-

sprechenden Monate Fr. 16'327.65 zu viel ausbezahlt habe. Auf diese Zahlungen 

hätte der Beschuldigte bei wahrheitsgetreuen Angaben der Einkommensverhält-

nisse keinen Anspruch gehabt, was er durch sein Verhaltens mindestens billigend 

in Kauf genommen habe (Urk. 13 S. 2) 

2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, vom 

9. April 2021 wurde der Beschuldigte des unrechtmässigen Bezugs von Leistun-

gen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe im Sinne von Art. 148a Abs. 1 

StGB schuldig gesprochen. Er wurde mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 

Fr. 100.– bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben und die Pro-

bezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Zudem wurde der Beschuldigte im Sinne von Art. 

66a Abs. 1 lit. e StGB des Landes verwiesen. Von der Ausschreibung der Lan-

desverweisung im Schengener Informationssystem wurde abgesehen. Die Kosten 

der Untersuchung und des Verfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen 

Verteidigung, wurden dem Beschuldigten auferlegt. Letztere wurden auf die Ge-

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richtskasse genommen, wobei eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 

vorbehalten wurde (Urk. 27 S. 16 f.). 

3. Gegen das mündlich eröffnete Urteil (Prot. I S. 16) liess der Beschuldigte 

rechtzeitig Berufung anmelden (Urk. 23; Art. 399 Abs. 1 StPO). Seine schriftliche 

Berufungserklärung erfolgte ebenfalls innert Frist (Urk. 29 und Urk. 26/2). Die Lei-

tende Staatsanwältin verzichtete auf eine Anschlussberufung. Sie beantragt die 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils und ersuchte um Dispensation von der 

Teilnahme an der Berufungsverhandlung (Urk. 32). Beweisanträge wurden von 

keiner Seite gestellt. 

4. Der Beschuldigte ficht das vorinstanzliche Urteil bezüglich der Dispositivzif-

fern 1 (Schuldspruch im Sinne von Art. 148a Abs. 1 StGB), 2 (Geldstrafe von 

90 Tagessätzen zu Fr. 100.–), 3 (bedingter Vollzug mit Probezeit von 2 Jahren), 4 

(Landesverweisung), 5 (Absehen von der Ausschreibung der Landesverweisung), 

8 (Kostenauflage) und 9 (Entschädigungsfolge) an. Er sei vom Vorwurf des un-

rechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung im Sinne von 

Art. 148a Abs. 1 StGB freizusprechen. Von der Anordnung einer Landesverwei-

sung sei abzusehen. Die Kosten der Untersuchung sowie des erst- und zweitin-

stanzlichen Verfahrens, einschliesslich der gesamten Kosten der amtlichen Ver-

teidigung (inkl. 7.7 % MwSt.), seien auf die Staatskasse zu nehmen (zum Ganzen 

Urk. 29). Damit ist das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Straf-

sachen, vom 9. April 2021 hinsichtlich der Dispositivziffern 6 (Kostenfestsetzung) 

und 7 (Entschädigung amtliche Verteidigung) in Rechtskraft erwachsen, was vor-

ab festzustellen ist. 

5. Am 14. Juli 2021 ging das vom Beschuldigten aufforderungsgemäss aus-

gefüllte Datenerfassungsblatt samt Beilagen ein (Urk. 34 und Urk. 35/1-3). Im Üb-

rigen wurde am 30. November 2021 ein aktueller Strafregisterauszug eingeholt 

(Urk. 37). Die Berufungsverhandlung fand am 8. Dezember 2021 in Anwesenheit 

des Beschuldigten und seiner amtlichen Verteidigung statt (Prot. II S. 3 ff.). 

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II. Sachverhalt 

Der Anklagesachverhalt (Urk. 13 S. 2) basiert hauptsächlich auf der Strafanzeige 

des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich (Urk. 2 S. 2), den dazuge-

hörigen Beilagen (Urk. 3/1-16) und den Einvernahmen des Beschuldigten (Urk. 4 

und Urk. 5). Der Beschuldigte zeigte sich in der Untersuchung (Urk. 4 Frage 9 ff. 

und Urk. 5 Frage 8 ff.), anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung (Prot. I 

S. 6 ff.) und im Rahmen der Berufungsverhandlung (Prot. II S. 10) vollumfänglich 

geständig. Auch die amtliche Verteidigung stützt sich auf sein Geständnis ab 

(Urk. 19 S. 2 und Urk. 39 S. 2). Dieses deckt sich mit dem Untersuchungsergeb-

nis, weshalb der Anklagesachverhalt erstellt ist. 

III. Rechtliche Würdigung 

1. Ausgangslage 

Die Staatsanwaltschaft würdigte das Verhalten des Beschuldigten als unrecht-

mässigen Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe im 

Sinne von Art. 148a Abs. 1 StGB (Urk. 13 S. 3). Der Beschuldigte liess geltend 

machen, dass der eingeklagte Sachverhalt unter Berücksichtigung sämtlicher re-

levanter Kriterien noch als leichter Fall im Sinne von Art. 148a Abs. 2 StGB zu 

beurteilen sei (Urk. 19 S. 2 f. und Urk. Urk. 39 S. 3). Vorliegend gehe es um einen 

Deliktsbetrag von Fr. 16'327.65. Dieser sei über einen Zeitraum von 7 Monaten 

erzielt worden. Fälle bis zu einem Deliktsbetrag von Fr. 30'000.– seien gemäss 

Lehre noch als gering bzw. leicht im Sinne von Art. 148a Abs. 2 StGB einzuord-

nen. Auch die weiteren Umstände der Tat sollten sodann noch als leicht beurteilt 

werden (Urk. 19 S. 3 f. und Urk. 39 S. 3). Die Vorinstanz folgte der Würdigung der 

Staatsanwaltschaft. Dabei legte sie die bundesgerichtliche Rechtsprechung und 

die Praxis des Obergerichts des Kantons Zürich dar. In diesem Zusammenhang 

hielt sie fest, dass der Deliktsbetrag und die Dauer nicht mehr als unerheblich be-

zeichnet werden könnten. Nachvollziehbare Beweggründe wie eine finanzielle 

Notlage seitens des Beschuldigten seien keine ersichtlich. Es sei ihm auch be-

kannt gewesen, dass er für seine Taten bestraft werden könne, was von einer 

gewissen kriminellen Energie zeuge. Schliesslich handle es sich bei der An-

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spruchsprüfung für Taggelder der Arbeitslosenkasse um ein Massengeschäft, 

wobei der Beschuldigte die Schwäche dieses Systems ausgenützt habe (Urk. 27 

S. 4 ff.). 

2. Objektiver Tatbestand 

2.1 Den Tatbestand von Art. 148a Abs. 1 StGB erfüllt, wer jemanden durch 

unwahre oder unvollständige Angaben, durch Verschweigen von Tatsachen oder 

auf andere Weise irreführt oder in einem Irrtum bestärkt, sodass er oder ein ande-

rer Leistungen einer Sozialversicherung oder Sozialhilfe bezieht, die ihm oder 

dem andern nicht zustehen. Mit der Variante des "Verschweigens von Tatsachen" 

wird die Begehung durch Unterlassung unter Strafe gestellt (BGer-Urteil 

6B_1015/2019 vom 4. Dezember 2019 E. 4.5. f.). Zu melden sind Angaben, wel-

che für einen Leistungsanspruch relevant sind. Sofern ein Leistungsbezug der Ar-

beitslosenversicherung erfolgt, ist die arbeitslose Person verpflichtet, einen allfäl-

ligen Zwischenverdienst zu melden (BGer-Urteil C_288/06 vom 27. März 2007 

E. 3.2.).  

2.2. Zwischen den einzelnen Tatbestandselementen (unwahre/unvollständige 

Angabe, Irrtum, Vermögensdisposition und -schaden) muss ein ursächliches Bin-

deglied, also ein Kausal- bzw. Motivationszusammenhang bestehen. Unter die-

sem Gesichtspunkt kann die Strafbarkeit ausgeschlossen werden, wenn Behör-

den grundlegendste Vorsichtsmassnahmen bei der Ausrichtung von Leistungen 

missachten (JENAL, in Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], BSK Strafrecht II, 4. Aufl., Basel 

2019, Art. 148a N 17, m.w.H.). 

2.3. Der Beschuldigte gab für jeden einzelnen Monat vom August 2017 bis 

März 2018 auf den Formularen "Angaben der versicherten Person" wahrheitswid-

rig an, in der erwähnten Zeitspanne nicht für einen Arbeitgeber gearbeitet zu ha-

ben (Urk. 3/5-12). Die Formulare wurden von ihm jeweils handschriftlich unter-

zeichnet. Somit geschah die Irreführung durch wahrheitswidrige Angaben, wes-

halb eine aktive Handlung und nicht ein passives Verschweigen von Tatsachen 

gegeben ist. Der Beschuldigte gab mit dem Ankreuzen der Antwort "Nein" eindeu-

tig zum Ausdruck, kein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit zu erzie-

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len. Aufgrund dieser Angabe wurden ihm anschliessend total Fr. 16'327.65 zu viel 

ausbezahlt. Mit der monatlichen Überprüfung der anspruchsbegründenden Ver-

hältnisse hat die Arbeitslosenversicherung die ihr zumutbaren Vorsichtsmass-

nahmen erfüllt. Sowohl die natürliche als auch die adäquate Kausalität sind zu be-

jahen. Der objektive Tatbestand wurde erfüllt. 

3. Subjektiver Tatbestand 

3.1. Subjektiv verlangt der Tatbestand von Art. 148a StGB Vorsatz. Im Gegen-

satz zum Betrugstatbestand wird nicht explizit die Absicht vorausgesetzt, sich  

oder einen anderen unrechtmässig zu bereichern. Eine solche Absicht ist jedoch 

implizit erforderlich, indem sich der Vorsatz (und damit der Wille) des Täters da-

rauf beziehen muss, dass die fragliche Leistung dem Begünstigten nicht zusteht 

(BBl 2013, 6038 f.; Praxiskommentar StGB-BURCKHARDT/SCHULTZE, 4. Aufl., Zü-

rich 2021, Art. 148a N 6; JENAL, in Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], BSK Strafrecht II, 

4. Aufl., Basel 2019, Art. 148a N 25) 

3.2. Auf den Deklarationsformularen wurde der Beschuldigte regelmässig da-

rauf hingewiesen, dass unwahre oder unvollständige Angaben zum Leistungsent-

zug und zu einer Strafanzeige führen könnten (siehe Urk. 3/5-12). Dessen war 

sich der Beschuldigte auch effektiv bewusst (Urk. 4 Frage 19). Trotzdem ent-

schloss er sich dazu, die Frage zur Erwerbstätigkeit wahrheitswidrig zu beantwor-

ten und die Formulare jeweils handschriftlich zu unterzeichnen. Damit handelte 

der Beschuldigte mit direktem Vorsatz, wobei er wusste, dass ihm die ausbezahl-

ten Geldbeträge nicht zustanden (siehe Prot. I S. 6). 

4. Leichter Fall gemäss Art. 148a Abs. 2 StGB 

4.1. Handelt es sich um einen leichten Fall im Sinne von Art. 148a Abs. 2 StGB, 

ist der Täter lediglich mit Busse zu bestrafen. Die Verteidigung sieht einen sol-

chen gegeben. Sie begründet dies damit, dass das Gesamttatverschulden noch 

als leicht zu beurteilen sei. Es gehe um einen Deliktsbetrag von Fr. 16'327.65. 

Dieser sei über einen Zeitraum von 7 Monaten erzielt worden. Gemäss JENAL 

könnten Fälle bis zu einem Deliktsbetrag von Fr. 30'000.– noch als gering bzw. 

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leicht im Sinne von Art. 148a Abs. 2 eingeordnet werden. Auch gemäss RASELLI 

müsse der Grenzbetrag hoch sein, da es sich bei den meisten Katalogdelikten im 

Rahmen von Art. 66a StGB (obligatorische Landesverweisung) um Verbrechen 

handle. Es gelte weiter zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte nicht etwa einer 

Schwarzarbeit, sondern einer ordentlichen Arbeitstätigkeit nachgegangen sei. Er 

habe also keinerlei Anstrengungen unternommen, seine falschen Angaben zu 

vertuschen. Es sei somit von einer geringen kriminellen Energie auszugehen. 

Auch habe er bei der Schlusseinvernahme ehrlich zu Protokoll gegeben, dass er 

über die B._____ in diesem Job einmal für eine Woche gearbeitet habe (siehe 

hierzu Urk. 5 Frage 13), es dann immer wieder verlängert worden sei, er so rein-

geschlittert sei und dann nicht mehr den Mut gefunden habe, es zu melden. Damit 

hadere er noch heute und stehe deshalb klar zu seinem Fehler. Er habe diesen 

uneingeschränkt eingestanden, dies gegenüber allen Behörden, auch gegenüber 

der C._____. Er habe sich mehrfach dafür entschuldigt und habe den Deliktsbe-

trag der C._____ Arbeitslosenkasse mittlerweile vollständig zurückbezahlen kön-

nen. Zudem sei der Beschuldigte weder vorbestraft noch habe er irgendwelche 

Betreibungseinträge. Die heute zu beurteilende Sache sei ein klarer, mittlerweile 

aber wieder korrigierter Fehler, welcher ihm unheimlich leidtue, was er durch sein 

reuiges Verhalten eindrücklich manifestiert habe. Der Beschuldigte lebe, seit er 

12 Jahre alt sei, in der Schweiz, habe hier eine Familie grossgezogen und arbeite 

mittlerweile als Logistiker (zum Ganzen Urk. 19 S. 3 f. mit Verweis auf JENAL in 

Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], BSK Strafrecht II, 4. Aufl., Basel 2019, Art. 148a N 11; 

FIOLKA/VETTERLI, Die Landesverweisung nach Art. 66a StGB in Plädoyer 5/2016 

S. 94 und RASELLI in Sicherheit & Recht 3/2017, Obligatorische Landesverwei-

sung und Härtefallklausel im Ausführungsgesetz zur Ausschaffungsinitiative, 

S. 151). Anlässlich der Berufungsverhandlung führte die Verteidigung weiter aus, 

dass die Vorinstanz unrichtig ausgeführt habe, dass äussere Umstände und nicht 

eine eigene Entscheidung des Beschuldigten ihn zur Beendigung seiner Tat be-

wegt hätten. Aufgrund der vorliegenden Akten stehe fest, dass sich der Beschul-

digte selbst bei der Arbeitslosenkasse abgemeldet habe. Dies sei nicht gewesen, 

weil er aufgeflogen oder weil seine Stempelfrist abgelaufen wäre. Die Aussage 

des Beschuldigten anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung, wonach 

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dieser "ohnehin nicht mehr lange hätte stempeln können, da seine Rahmenfrist 

für den Leistungsbezug fast abgelaufen sei", sei unvollständig wiedergegeben 

worden. Es scheine vielmehr zutreffend, dass der Beschuldigte aufgrund einer ge-

fundenen Arbeit, dies irgendwann nach dem 22. November 2018 (an diesem Da-

tum sei der letzte Eintrag im Beratungsprotokoll des RAV), sich bei der Arbeitslo-

senkasse abgemeldet habe. Es sei also nicht so, dass er sich kurz nach März 

2018 aufgrund einer vermeintlich demnächst ablaufenden Rahmenfrist abgemel-

det hätte (Urk. 39 S. 4 f.). Zudem bekräftigte die Verteidigung, dass der Beschul-

digte sich zuvor nie etwas habe zuschulden kommen lassen und immer hart und 

zuverlässig gearbeitet habe, um mit dem dadurch erzielten Lohn seine Familie er-

nähren zu können. Dass diese Geschichte zu Tage kommen würde, sei offenkun-

dig gewesen. Der Beschuldigte habe keinerlei Vertuschungshandlungen vorge-

nommen und sich gleich geständig und reuig gezeigt sowie den Betrag vollständig 

zurückbezahlt. Beim Beschuldigten sollte deshalb insgesamt noch von einer äus-

serst geringen kriminellen Energie gesprochen werden, welche er bei dieser Sa-

che an den Tag gelegt habe (Urk. 39 S. 5). 

4.2. Für die Beantwortung der Frage, ob ein leichter Fall vorliegt, ist gemäss 

bundesgerichtlicher Praxis nicht allein auf einen spezifischen Grenzbetrag zu-

rückzugreifen. Da der Gesetzgeber der bundesrätlichen Fassung von Art. 148a 

StGB folgte, misst das Bundesgericht der Botschaft besondere Bedeutung für die 

Interpretation dieses Tatbestandes zu. Danach sind neben dem Betrag der un-

rechtmässig bezogenen Sozialleistung, d.h. dem Ausmass des verschuldeten Er-

folgs, weitere Elemente (vgl. Art. 47 StGB) zu beachten, die das Verschulden des 

Täters "herabsetzen" können (BGer-Urteil 6B_1030/2020 vom 30. November 

2020 E. 1.1.3., m.H. auf BBl 2013, 6039). Dies kann etwa die Zeitdauer des un-

rechtmässigen Leistungsbezugs sein. Abgesehen von Fällen mit einem geringen 

Betrag sah der Gesetzgeber vor allem dann einen leichten Fall für gegeben, wenn 

das Verhalten des Täters nur eine geringe kriminelle Energie offenbart oder seine 

Beweggründe und Ziele nachvollziehbar sind (BGer-Urteile 6B_1246/2020 vom 

16. Juli 2021 E. 4.3.; 6B_1030/2020 vom 30. November 2020 E. 1.1.3. und 

6B_1161/2019 vom 13. Oktober 2020 E. 1.2.). 

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4.3. Bezüglich der unterschiedlichen Lehrmeinungen zur Höhe des Grenzbe-

trags kann auf die einschlägigen Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil verwie-

sen werden (Urk. 27 S. 5). Im Weiteren hat die Vorinstanz neben der bundesge-

richtlichen auch die obergerichtliche Rechtsprechung zutreffend dargelegt. Dabei 

wies sie insbesondere auf zwei Entscheide hin, in denen jeweils ein leichter Fall 

angenommen wurde. Die Deliktsbeträge hätten sich in jenen Fällen auf 

Fr. 7'626.95 resp. Fr. 5'334.55 belaufen (Urk. 27 S. 5 mit Verweis auf OGer ZH-

Urteile SB200113 vom 10. September 2020 E. III./2.3.2. und SB190071 vom 

3. Oktober 2019 E. 4.5.1.). Diesbezüglich ist zu ergänzen, dass auch der zu be-

handelnde Deliktszeitraum in den aufgeführten Entscheiden mit 3 resp. 2 Mona-

ten kurz war. Ebenfalls hervorzuheben ist, dass das Nachtatverhalten des Täters, 

die Wirkung der Strafe auf den Täter und die Konsequenzen, die eine Landes-

verweisung für den Täter hätte, nicht von Bedeutung sein können. Es handelt sich 

hierbei um Elemente, welche nicht das Tatverschulden relativierten, aber allen-

falls im Rahmen der Täterkomponente die Strafhöhe zu beeinflussen vermöchten 

(so auch: OGer ZH-Urteil SB190071 vom 3. Oktober 2019 E. 4.4.9.). 

4.4. Der vom Beschuldigten erzielte Deliktsbetrag von Fr. 16'327.65 liegt deut-

lich höher als in den zitierten Vergleichsfällen. Auch die Zeitdauer, während der er 

der Arbeitslosenversicherung wahrheitswidrige Angaben mitteilte, ist mit 8 Mona-

ten nicht mehr als kurz zu bezeichnen. Dabei wurde er monatlich gefragt, ob er 

bei einem Arbeitgeber gearbeitet habe. Vor diesem Hintergrund überzeugt es 

nicht, wenn die Verteidigung geltend macht, der Beschuldigte habe einmal für ei-

ne Woche gearbeitet, die Stelle sei dann aber immer wieder verlängert worden 

und er sei dann aber so reingeschlittert, dass er nicht mehr den Mut gefunden ha-

be, seine Erwerbstätigkeit zu melden. Er hätte mehrmals die Gelegenheit gehabt, 

seine Einkommensverhältnisse der Arbeitslosenkasse zur Kenntnis zu bringen. 

Angesichts der Tatsache, dass er wiederholt mit handschriftlicher Unterzeichnung 

wahrheitswidrig angab, kein Einkommen zu erzielen und dabei um die Strafbarkeit 

solcher Angaben wusste, kann nicht mehr von einer nur geringen kriminellen 

Energie ausgegangen werden. Sodann gilt es zu berücksichtigen, dass die Ar-

beitslosenversicherung nur aufgrund ihrer eigenen Untersuchungen den Sachver-

halt aufklären konnte (siehe Urk. 2 S. 2 und Urk. 3/13). Ferner ist der Verteidigung 

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nicht zuzustimmen, wenn sie vorbringt, der Beschuldigte habe seine Arbeitsver-

hältnisse lediglich "vertuscht". Die Aussage des Beschuldigten, es sei dann zu 

spät gewesen, um das noch zu melden (Urk. 5 Frage 13), legt sogar nahe, dass 

er ohne Nachforschungen der Arbeitslosenversicherung für die anschliessenden 

Monate weiterhin Formulare inkorrekt ausgefüllt und somit zusätzliche Taggelder 

bezogen hätte, wäre seine Tat nicht durch die Behörden aufgedeckt worden. Da-

rauf deuten auch seine Aussagen gegenüber der Vorinstanz, er habe gedacht, 

wenn er es melde, werde er sowieso bestraft (Prot. I S. 7). Folglich ist davon aus-

zugehen, dass der Beschuldigte nicht aus eigenem Antrieb von weiteren Delikten 

abgelassen hätte. Gestützt auf seine Aussagen ist deshalb anzunehmen, dass er 

– entgegen der Ansicht der Verteidigung – darauf vertraute, dass das Delikt eben 

gerade nicht zu Tage treten werde. Zugutezuhalten ist ihm mit der Verteidigung 

immerhin, dass er keiner Schwarzarbeit nachging bzw. generell keine zusätzli-

chen Anstalten traf, um seinen Verdienst zu verschleiern. Allerdings ist kein Be-

weggrund erkennbar, welcher die Tat des Beschuldigten nachvollziehbar erschei-

nen lasse würde. Es liegen auch keine Anhaltspunkte vor, dass er sich vor oder 

während der Tat in einer Notlage befand. Schliesslich machte er auch nicht einen 

nachvollziehbaren Verwendungszeck für die erzielte Summe geltend. Im Ergebnis 

ist daher bei gesamtheitlicher Betrachtung festzuhalten, dass kein leichter Fall im 

Sinne von Art. 148 Abs. 2 StGB vorliegt. 

4.5. Bei der Rückzahlung des Betrags an die Arbeitslosenkasse und der Reue 

des Beschuldigten handelt es sich jeweils um Umstände, welche nicht das Tat-

verschulden betreffen, sondern vielmehr nach Deliktsaufdeckung erfolgten. Diese 

Elemente fliessen in die Strafzumessung ein, sind aber auch dann als vom Tat-

verschulden unabhängige Komponenten zu würdigen. Auch bei der Beurteilung, 

ob ein leichter Fall vorliegt, können diese Gesichtspunkte für die Bestimmung des 

Tatverschuldens nicht ins Gewicht fallen. Gleiches gilt für die von der Verteidi-

gung hervorgehobene Vorstrafenlosigkeit des Beschuldigten. Auch ihrem Vor-

bringen, bei der Eruierung des Grenzbetrags sei den Folgen im Zusammenhang 

mit der obligatorischen Landesverweisung Rechnung zu tragen, kann unter Hin-

weis auf die vorzitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht zugestimmt wer-

den. 

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4.6. Zusammenfassend ist aufgrund der Gesamtbetrachtung sämtlicher soeben 

aufgezeigter Tatumstände nicht mehr von einem leichten Fall im Sinne von 

Art. 148a Abs. 2 auszugehen. Der nicht mehr unerhebliche Betrag von 

Fr. 16'327.65 ist dabei nur ein Kriterium von mehreren, welches gegen die Einstu-

fung als leichten Fall spricht. Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe sind 

keine ersichtlich. Der Beschuldigte ist demnach des unrechtmässigen Bezugs von 

Leistungen einer Sozialversicherung im Sinne von Art. 148a Abs. 1 StGB schuldig 

zu sprechen. 

IV. Sanktion und Strafvollzug 

1. Strafrahmen, anwendbares Recht und Sanktionsart 

1.1. Wer den Tatbestand von Art. 148a Abs. 1 StGB erfüllt, wird mit Freiheits-

strafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft. Der Beschuldigte hat den un-

rechtmässigen Bezug von Leistungen der Arbeitslosenversicherung teilweise vor 

dem Inkrafttreten der seit dem 1. Januar 2018 geltenden Bestimmungen des All-

gemeinen Teils des Strafgesetzbuches zum neuen Sanktionenrecht begangen. 

Unter altem Recht betrug die obere Grenze für eine Geldstrafe 360 Tagessätze, 

während seit dem 1. Januar 2018 maximal eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen 

ausgefällt werden kann. Art. 2 Abs. 1 StGB sieht für übergangsrechtliche Fragen 

vor, dass der Täter nach demjenigen Recht zu beurteilen ist, welches bei der Tat-

begehung in Kraft war. Gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB ist jedoch das neue Recht 

dann anzuwenden, wenn es für ihn das mildere ist. Die kombinierte Anwendung 

von altem und neuem Recht ist ausgeschlossen (BGE 147 IV 241 5. Mai 2021 

E. 4.2.). Die Vorinstanz hat eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen ausgesprochen. 

Da nur der Beschuldigte Berufung erhob und dementsprechend das Verschlech-

terungsverbot aus Art. 391 Abs. 2 StPO zur Anwendung gelangt, ist auch vorlie-

gend auf eine Geldstrafe zu erkennen. Dabei kommt einzig eine Bestätigung oder 

Reduzierung der Strafhöhe in Frage. Bei dieser Ausgangslage ist das neue Recht 

nicht milder, weshalb das vor 2018 geltende Sanktionenrecht zur Anwendung ge-

langt. 

-   14   - 

1.2. Bei der Wahl der Sanktionsart ist als wichtiges Kriterium die Zweckmässig-

keit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein sozia-

les Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 134 IV 97 

E. 4.2., m.H.). Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll nach konstanter 

Rechtsprechung bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des 

Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden, 

die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift (BGE 138 IV 

120 E. 5.2. und BGer-Urteil 6B_125/2018 vom 14. Juni 2018 E. 1.3.2.). Die Geld-

strafe wiegt als Vermögenssanktion prinzipiell weniger schwer als ein Eingriff 

in die persönliche Freiheit (BGE 138 IV 120 E. 5.2. und 134 IV 97 E. 4.2.2.). 

Da der Beschuldigte nicht vorbestraft ist und auch keine anderen Anhaltspunk-

te vorliegen, welche für die Anordnung einer Freiheitsstrafe sprächen, erweist 

sich die von der Vorinstanz gewählte Sanktionsart der Geldstrafe als ange-

messen. 

2. Grundlagen der Strafzumessung 

Die Strafe ist grundsätzlich innerhalb des vom Gesetzgeber vorgesehenen or-

dentlichen Strafrahmens der anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen. 

Dieser kann zwar entsprechend der Regelung der Art. 47 ff. StGB nach oben bzw. 

nach unten erweitert werden, dies jedoch nur, wenn aussergewöhnliche Umstän-

de vorliegen (BGE 136 IV 55 E. 5.3.), was in casu nicht gegeben ist. Innerhalb 

des Strafrahmens ist die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu bemessen, 

wobei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Täters sowie die Wir-

kung der Strafe auf dessen Leben zu berücksichtigen sind (Art. 47 Abs. 1 StGB; 

vgl. zu den Einzelheiten BGE 123 IV 49 E. 2., m.H.). 

3. Tatkomponenten 

3.1. Hinsichtlich der objektiven Tatschwere gilt es zu berücksichtigen, dass der 

Beschuldigte mehrmals aktiv auf dem Formular der Arbeitslosenversicherung 

wahrheitswidrig angab, nicht bei einem Arbeitgeber angestellt zu sein. Insgesamt 

gab er für 8 Monate Einkommensverhältnisse an, welche nicht der Realität ent-

sprachen. Es handelt sich somit durchaus um eine beachtliche Zeitdauer und 

-   15   - 

zeugt von nicht unerheblicher krimineller Energie. Dies ist verschuldenserhöhend 

zu werten. Mit seinen Handlungen erwirkte er die unrechtmässige Auszahlung 

von Fr. 16'327.65 zu seinen Gunsten. Selbst wenn es sich um einen Betrag han-

delt, der gegen die Annahme eines leichten Falles spricht, ist klarzustellen, dass 

es sich nicht um eine hohe Deliktssumme handelt. Allerdings ist zu beachten, 

dass es einzig den Untersuchungen der Arbeitslosenversicherung zu verdanken 

ist, dass der Beschuldigte aufhörte zu delinquieren. Verschuldensrelativierend zu 

veranschlagen ist jedoch, dass der Beschuldigte nicht ein besonders raffiniertes 

Vorgehen an den Tag legte und auch keine ausgeklügelte Massnahmen traf, wel-

che die behördlichen Aufklärungen weiter erschwert hätten. Unter diesen Ge-

sichtspunkten erscheint die objektive Tatschwere als noch leicht.  

3.2. Bezüglich der subjektiven Tatschwere muss dem Beschuldigten ein direk-

ter Vorsatz zur Last gelegt werden. Zudem deuten die Tatumstände und die Aus-

sagen des Beschuldigten darauf hin, dass er eine in seinen Augen günstige Gele-

genheit nutzte, um sich zu bereichern. Damit legte er eine opportunistische und in 

gewisser Hinsicht durchaus dreiste Haltung an den Tag. Er verfolgte damit ein 

rein egoistisches Motiv. Entsprechend vermag die subjektive Tatschwere nicht die 

objektive zu relativieren, weshalb schlussendlich von einem noch leichten Ver-

schulden auszugehen und die hypothetische Einsatzstrafe bei 150 Tagessätzen 

festzusetzen ist. 

4. Täterkomponenten 

4.1. Für das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten 

kann auf die staatsanwaltschaftliche Schlusseinvernahme (Urk. 5 S. 5 ff.), die Be-

fragung anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung (Prot. I S. 8 ff.) und die 

Einvernahme im Rahmen der Berufungsverhandlung (Prot. II S. 5 ff.) verwiesen 

werden. Er wurde am tt. Juli 1976 in Serbien geboren und kam 1992 in die 

Schweiz. Die Schule besuchte er in Serbien. Anschliessend schloss er eine Lehre 

als Autospengler ab. Danach arbeitete er jedoch nie mehr auf diesem Beruf. Zwi-

schenzeitlich war er als Logistiker tätig. Seine Frau heiratete er im Jahr 2002. 

2003 kam dann sein Sohn zur Welt. Seine Wohnkosten belaufen sich auf 

Fr. 1'700.– (zum Ganzen Urk. 5 S. 6 f.). Zuletzt arbeitete er als Chauffeur bei 

-   16   - 

D._____ Transporte und verdiente monatlich Fr. 5'000.– brutto bzw. Fr. 4'400 net-

to, wobei er einen 13. Monatslohn erhielt. Seine Frau arbeitet als Verpackerin und 

verdient Fr. 4'200.– brutto bzw. Fr. 3'600.– netto im Monat. Auch sie erhält einen 

13. Monatslohn. Schulden habe er keine (Prot. II S. 9). Sein Sohn wurde im Mai 

2021 18 Jahre alt und befindet sich derzeit im zweiten Lehrjahr im Metallbauwe-

sen. Nach Einschätzung des Beschuldigten werde die Lehre vier Jahre dauern. 

Sein Sohn verdiene ca. Fr. 300.– pro Monat und wohne zusammen mit ihm und 

seiner Ehefrau. Bezüglich seines Vaters und seiner Mutter gab der Beschuldigte 

an, sie lebten in Serbien. Seine Grossmutter lebe ebenfalls in Serbien (Prot. II 

S. 6). In der Schweiz habe er selbst keine Ausbildung gemacht. Nach der Lehre 

sei er in die Schweiz gekommen und habe im Lager der Firma von seinem Vater 

und seinem Onkel gearbeitet (zum Ganzen Prot. I S. 8 ff. und Urk. 35/1 sowie 

Prot. II S. 9). Anlässlich der Berufungsverhandlung ergänzte der Beschuldigte, 

seit dem 1. Oktober 2021 arbeitslos zu sein. Wegen der Coronakrise musste sei-

ne letzte Arbeitgeberin das Auto verkaufen und ihm kündigen. Nachdem er die 

Kündigung erhalten habe, sei er an Corona erkrankt und krankgeschrieben wor-

den. Das habe alles hinausgezogen bis zum 30. September 2021. Jetzt suche er 

eine neue Stelle als Chauffeur oder Lagermitarbeiter (Prot. II S. 8). Dem Werde-

gang des Beschuldigten lassen sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren 

entnehmen. 

4.2. Der Beschuldigte weist keine Vorstrafen auf (Urk. 10/2 und Urk. 37), was 

sich neutral auf die Strafzumessung auswirkt. 

4.3. Bereits im Untersuchungsverfahren zeigte sich der Beschuldigte vollum-

fänglich geständig. Aufgrund der Dokumentationen von Seiten der Arbeitslosen-

versicherung präsentierte sich jedoch auch eine erdrückende Beweislage. Den-

noch rechtfertigt sich eine leichte Minderung der Strafe unter diesem Aspekt. Sein 

Nachtatverhalten wirkt ebenfalls leicht strafmindernd, zahlte er doch den Delikts-

betrag in Raten an die Arbeitslosenversicherung – per Februar 2021 vollständig – 

zurück (Prot. I S. 7 und Urk. 19 S. 5). 

4.4. Aufgrund der Täterkomponente ist die Einsatzstrafe zu reduzieren. Ange-

messen erscheint eine Reduktion auf 90 Tagessätze. 

-   17   - 

5. Höhe des Tagessatzes 

5.1. Ein Tagessatz beträgt gemäss Art. 34 Abs. 2 StGB in der Regel mindes-

tens Fr. 30.– und höchstens Fr. 3'000.–. Wenn es die persönlichen und wirtschaft-

lichen Verhältnisse des Täters gebieten, kann der Tagessatz bis auf Fr. 10.– ge-

senkt werden. Das Gericht bestimmt die Höhe des Tagessatzes nach den persön-

lichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils. 

Damit ist das Urteil der letzten Tatsacheninstanz gemeint, d.h. jene Instanz, vor 

welcher neue Tatsachen noch berücksichtigt werden können. Ist die Tagessatz-

höhe im Rechtsmittelverfahren neu festzusetzen, so ist mithin der Zeitpunkt des 

Rechtsmittelurteils massgebend (DOLGE in Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], BSK Straf-

recht I, 4. Aufl., Basel 2019, Art. 34 N 50 StGB). 

5.2. Der Beschuldigte erzielt eine Arbeitslosenentschädigung von monatlich 

Fr. 4'100.– (Prot. II S. 9). Zusammen mit seiner Ehefrau und dem volljährigen 

Sohn lebt er in einer gemeinsamen Wohnung. Seine Ehefrau verdient Fr. 3'600.– 

netto (Urk. 35/1). Zu berücksichtigen ist ferner, dass der Beschuldigte seinen voll-

jährigen Sohn unterstützt, welcher sich im ersten Lehrjahr befindet und Fr. 300.– 

als eigenes Einkommen erzielt. Die Vorinstanz hat vom Nettoeinkommen des Be-

schuldigten 20% für die Lebenshaltung abgezogen. Von diesem Zwischenergeb-

nis hat sie weitere 15% für die Kinderkosten bzw. nach Abrundung effektiv 20% 

subtrahiert, woraus eine Tagessatzhöhe von Fr. 100.– resultierte. Aufgrund des 

gegenwärtig tieferen Einkommens rechtfertigt sich eine Reduzierung des Tages-

satzes auf Fr. 80.– Damit ist der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 90 Tages-

sätzen à Fr. 80.– zu bestrafen. 

6. Vollzug 

Die Vorinstanz hat den bedingten Vollzug der Geldstrafe angeordnet und eine 

Probezeit von zwei Jahren festgesetzt. Aufgrund des Verschlechterungsverbots 

gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO hat es dabei zu bleiben. Die Entscheidung erscheint 

jedoch unabhängig von diesem Grundsatz als angemessen und wäre zu bestäti-

gen. Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft und es bestehen keine Faktoren, wel-

che die Vermutung der günstigen Legalprognose umstossen würden. 

-   18   - 

7. Fazit 

Der Beschuldigte ist mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 80.– zu be-

strafen. Der Vollzug der Geldstrafe ist aufzuschieben, wobei eine Probezeit von 

2 Jahren vorzusehen ist. 

V. Landesverweisung 

1. Beim unrechtmässigen Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung im 

Sinne von Art. 148a Abs. 1 StGB handelt es sich um eine Katalogtat nach Art. 66a 

Abs. 1 lit. e StGB, weshalb der Beschuldigte grundsätzlich obligatorisch für 5 bis 

15 Jahre des Landes zu verweisen ist. Die Landesverweisung greift grundsätzlich 

unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 144 IV 332 E. 3.1.3.). Sie muss 

zudem unabhängig davon ausgesprochen werden, ob es beim Versuch geblieben 

ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausfällt (BGE 144 IV 168 

E. 1.4.1. und BGer-Urteil 6B_1070/2018 vom 14. August 2019 E. 6.2.1.). Von ei-

ner Landesverweisung kann gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB abgesehen werden, 

wenn diese für den Ausländer einen schweren persönlichen Härtefall bewirken 

würde und die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den 

Interessen des Beschuldigten am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen. Wie 

die Vorinstanz bereits aufzeigte, erfolgt eine Interessenabwägung nur, wenn ein 

persönlicher Härtefall gegeben ist (siehe auch BGer-Urteil 6B_659/2018 vom 

20. September 2018 E. 3.3.). Die Kriterien zur Beurteilung eines persönlichen 

Härtefalles wurden von ihr bereits dargelegt. Es kann auf die einschlägigen Erwä-

gungen verwiesen werden (Urk. 27 S. 12 f.). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, 

dass die härtefallbegründenden Aspekte grundsätzlich den Betroffenen selbst 

treffen müssen. Bei Dritten auftretend sind sie nur zu berücksichtigen, wenn sie 

sich zumindest indirekt auch auf den Betroffenen auswirken (BGer-Urteil 

6B_1286/2017 vom 11. April 2018 E. 1.2. und E. 1.3.1.). Aus dem Umstand, dass 

sich die ausländische Person bisher mit Ausnahme der zur Verurteilung führen-

den Tat strafrechtlich nichts zuschulden hat kommen lassen und ihr Unterhalt oh-

ne Sozialhilfe gewährleistet erscheint, kann für sich allein noch nicht auf eine er-

folgreiche Integration geschlossen werden. Spielt sich das gesellschaftliche Le-

ben einer ausländischen Person primär mit Angehörigen des eigenen Landes ab, 

-   19   - 

spricht dies eher gegen die Annahme einer gelungenen Integration (BGer-Urteil 

6B_793/2019 vom 12. September 2019 E. 2.3.2. mit Verweis auf BGer-Urteil 

2C_221/2019 vom 25. Juli 2019 E. 2.2. f.). Ein Beschuldigter muss darlegen, dass 

seine sozialen und beruflichen Bande zur Schweiz speziell intensiv sind, was 

deutlich über den Rahmen einer gewöhnlichen Integration hinausgeht (BGer-

Urteil 6B_598/2019 vom 5. Juli 2019 E. 4.3.2.) 

2. Ein Härtefall lässt sich bei einem Eingriff von einer gewissen Tragweite in 

den Anspruch des Ausländers auf das in Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK gewährleis-

tete Privat- und Familienleben annehmen. Unter dem Titel der Achtung des Pri-

vatlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK genügen selbst eine lange Anwesen-

heit und die damit verbundene normale Integration nicht. Erforderlich sind beson-

ders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen 

beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (BGE 144 II 1 E. 6.1.; BGer-Urteile 

6B_186/2020 vom 6. Mai 2020 E. 2.3.2.; 6B_1314/2019 vom 9. März 2020 E. 

2.3.6.; 6B_1044/2019 vom 17. Februar 2020 E. 2.5.2.). Gemäss bundesgerichtli-

cher Rechtsprechung kann bei einer Härtefallprüfung nicht schematisch ab einer 

gewissen Aufenthaltsdauer eine Verwurzelung in der Schweiz angenommen wer-

den. Spielt sich das gesellschaftliche Leben einer ausländischen Person primär 

mit Angehörigen des eigenen Landes ab, spricht dies eher gegen die Annahme 

einer hinreichenden Integration. Die Anwendung von starren Altersvorgaben so-

wie die automatische Annahme eines Härtefalls ab einer bestimmten Anwesen-

heitsdauer findet keine Stütze im Gesetz (BGE 146 IV 105 E. 3.4.4., m.w.H.). Das 

durch Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK geschützte Recht auf Achtung des Familien-

lebens ist berührt, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme 

eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz 

gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeinträchtigt, ohne dass es dieser 

ohne weiteres möglich bzw. zumutbar wäre, ihr Familienleben andernorts zu pfle-

gen. Zum geschützten Familienkreis gehört in erster Linie die Kernfamilie, d.h. die 

Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern. Andere familiäre 

Verhältnisse fallen in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK, sofern eine genügend 

nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung besteht. Hinweise für solche Be-

ziehungen sind das Zusammenleben in einem gemeinsamen Haushalt, eine fi-

-   20   - 

nanzielle Abhängigkeit, speziell enge familiäre Bindungen, regelmässige Kontakte 

oder die Übernahme von Verantwortung für eine andere Person (BGer-Urteil 

6B_177/2020 vom 2. Juli 2020 E. 2.4.3. mit Hinweisen). Eine normale familiäre 

emotionale Beziehung reicht nicht aus, um einen Aufenthaltsanspruch zu begrün-

den (BGE 144 II 1 E. 6.6.). 

3. Die Verteidigung macht geltend, dass beim Beschuldigten von einer Lan-

desverweisung klarerweise abzusehen sei. Er sei nicht vorbestraft, lebe seit dem 

16. Lebensjahr in der Schweiz, sei mittlerweile 45 Jahre alt und sei in der Schweiz 

stets einer Arbeitstätigkeit nachgegangen. Zudem habe er hier eine Familie, ins-

besondere einen 18-jährigen Sohn, welcher im ersten Lehrjahr sei. Insgesamt lie-

ge beim Beschuldigten ein klarer Härtefall vor. Sein persönliches Interesse am 

Verbleib in der Schweiz überwiege das öffentliche Interesse an einer Landesver-

weisung deutlich (Urk. 19 S. 6, Urk. 39 S. 7). Anlässlich der Berufungsverhand-

lung ergänzte die Verteidigung, dass der Beschuldigte sich vor der im Berufungs-

verfahren zu beurteilenden Tat noch nie etwas habe zu Schulden kommen las-

sen. Er habe keine Schulden und sei noch nie von der Sozialhilfe abhängig gewe-

sen. Er lebe hier mit seiner Ehefrau und seinem 18-jährigen Sohn in einem Haus-

halt und sei hier in der Schweiz integriert. Auch lebten sein Onkel oder zumindest 

dessen Kinder sowie weitere Verwandte und Freunde in der Schweiz. Ferner sei 

von Relevanz, dass der Beschuldigte den Deliktsbetrag vollständig wieder zu-

rückerstattet habe. Er habe über die Jahre hinweg hart gearbeitet und werde vo-

raussichtlich in Kürze wieder eine Anstellung finden, wo er mit Sicherheit wieder 

hart arbeiten werde. Mit seinem Lohn und zusammen mit der Ehefrau werde er 

die dreiköpfige Familie durchbringen. Es sei insgesamt also im öffentlichen Inte-

resse, dass der Beschuldigte weiterhin bei seiner Familie in der Schweiz bleiben 

und hier arbeiten dürfe. Ansonsten müsste an seiner Stelle womöglich das Sozi-

alamt treten. Dem Beschuldigten sei leider seine letzte Arbeitsstelle von D._____ 

Transporte aus wirtschaftlichen Gründen per Ende Juni 2021 gekündigt worden, 

dies trotz höchster Zufriedenheit auch auf Seiten der Arbeitgeberin. Aus diesem 

Arbeitsverhältnis habe er noch einen Lohn bis im September 2021 erhalten. Seine 

Arbeitssuche habe sich aufgrund der bei ihm aufgetretenen, schweren und lange 

anhaltenden Covid-19-Erkrankung verzögert (Urk. 39 S. 7 ff.). Der Beschuldigte 

-   21   - 

selbst gab an, dass seine Eltern in die Schweiz gekommen seien, um ein besse-

res Leben zu verdienen. So seien auch er und seine ganze Familie in die Schweiz 

gekommen. Mit der Zeit hätten sie auch die Schweizer Kultur übernommen. Er 

spreche zudem Serbisch und Deutsch. In der Schweiz lebten sein Bruder, sein 

Onkel und dessen Kinder. Es lebten sehr viele von seiner Familie in der Schweiz. 

Sozialhilfe habe er nie bezogen, nur Arbeitslosengeld (Urk. 5 Frage 34 ff.). Seine 

Eltern seien nach Serbien zurückgegangen. Er habe verschiedene Freunde in der 

Schweiz: Serben, Albaner und auch Schweizer. Er komme mit allen gut aus. In 

der Schweiz habe er keine Ausbildung gemacht. Eine Landesverweisung würde 

ihm schwer fallen, weil seine Frau und sein Sohn alleine hier bleiben müssten. Er 

wisse nicht, wie sich das nachher ändern würde. Auch wenn seine Frau Serbin 

sei, wisse er nicht, ob sie mit ihm nach Serbien gehen würde. Er spreche Ser-

bisch, glaube aber nicht, dass er in Serbien eine Arbeitsstelle finden könnte. Mo-

mentan sei es streng dort, v.a. in der Region, in der er und seine Eltern lebten 

(Prot. I S. 11 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung gab er an, dass sein Bru-

der in der Schweiz, in E._____, lebe. Auch die Kinder von seinem Onkel seien in 

der Schweiz. Letztmals sei er im Sommer 2021 in Serbien gewesen. Er gehe dort 

regelmässig in die Ferien. Er sei in die Schweiz gekommen, um ein besseres Le-

ben zu führen (Prot. II S. 6 f.). Es wäre für seine Frau und sein Kind sehr schwie-

rig, ohne ihn weiterzuleben, auch aus finanziellen Gründen. Sie fänden, es sei ei-

ne Katastrophe für ihre Familie (Prot. II S. 12). Die Staatsanwaltschaft beantragte 

in ihrer Anklageschrift, es sei gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB von einer Landesver-

weisung abzusehen. Im Berufungsverfahren beantragte sie jedoch die Bestäti-

gung des vorinstanzlichen Urteils, mit welchem ein schwerer persönlicher Härte-

fall verneint und eine Landesverweisung von 5 Jahren angeordnet wurde (Urk. 32 

mit Verweis auf Urk. 27 S. 16). Im erstinstanzlichen Verfahren schien sie jedoch 

offensichtlich der Ansicht gewesen zu sein, dass die Voraussetzungen für eine 

Landesverweisung nicht gegeben sind bzw. ein persönlicher Härtefall beim Be-

schuldigten vorliegt. 

4. Für den Werdegang des Beschuldigten kann grundsätzlich auf die ein-

schlägigen Erwägungen zur Täterkomponente im Rahmen der Strafzumessung 

verwiesen werden. Der Beschuldigte kam 1976 in Serbien zur Welt. Dort schloss 

-   22   - 

er eine Lehre als Spengler ab. Am tt. April 1992 reiste er in die Schweiz ein 

(Urk. 6/3/26), um im Betrieb seines Vaters und seines Onkels zu arbeiten (Prot. I 

S. 11). Er verfügt über eine Niederlassungsbewilligung C (Urk. 6/3/26). Sein Vater 

und seine Mutter leben wieder in Serbien, wo auch seine Grossmutter lebt (Prot. I 

S. 11 und Prot. II S. 6). Eine Ausbildung hat er in der Schweiz nicht abgeschlos-

sen. Aktuell arbeitet er als Chauffeur bei D._____ Transporte (Prot. II S. 9 und 

Urk. 35/1). 2002 heiratete er seine Ehefrau, welche ebenfalls Serbin ist und über 

eine Niederlassungsbewilligung C verfügt. Er lebt zusammen mit ihr und seinem 

im Mai 2003 geborenen Sohn in einer gemeinsamen Wohnung (Urk. 5 Frage 32). 

Sein Sohn befindet sich im zweiten Lehrjahr im Metallbauwesen und verdient rund 

Fr. 300.– monatlich, wobei er ihn weiterhin finanziell unterstützt (Prot. I S. 10 und 

Urk. 39 S. 8). 

5. Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten zeugen von Stabilität und 

einer wirtschaftlich erfolgreichen Integration. Zusammen mit seiner Ehefrau be-

streitet er den Lebensunterhalt der Familie und unterstützt seinen Sohn finanziell 

während dessen Lehre. Er stieg in einem Unternehmen seiner Familie ein, fand 

danach aber offenbar auch ausserhalb berufliche Möglichkeiten. Er bezog zwi-

schenzeitlich zwar Arbeitslosentaggelder, doch war er ansonsten über Jahrzehnte 

hinweg durchgehend berufstätig. Das Arbeitsverhältnis bei D._____ Transporte 

endete offenbar wegen wirtschaftlichen Problemen im Zusammenhang mit der 

Covid-19-Pandemie. Es ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte innert kur-

zer Zeit eine neue Anstellung finden wird. Dafür sprechen neben seiner Arbeitser-

fahrung u.a. seine Deutschkenntnisse, welche auch anlässlich der Berufungsver-

handlung überzeugten. Zu berücksichtigen ist, dass der Beschuldigte durch die 

Landesverweisung in seinem durch Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK geschützten 

Recht auf Achtung des Familienlebens tangiert ist. Zusammen mit seiner Frau 

sorgt er für den Unterhalt der Familie, unterstützt seinen sich noch in der Lehre 

befindenden Sohn und führt mit beiden einen gemeinsamen Haushalt. Die familiä-

re Bande wird dementsprechend ausgeprägt sein, wobei anzunehmen ist, dass er 

eine wichtige Bezugsfunktion für seinen Sohn darstellt. In sozialer Hinsicht scheint 

er sich hauptsächlich mit seiner Familie in der Schweiz verbunden zu fühlen. Da-

bei gilt es zu beachten, dass auch die Familienmitglieder seiner und der nachfol-

-   23   - 

genden Generation allesamt in der Schweiz leben (Prot. II S. 6). Zudem ist zu be-

rücksichtigen, dass sowohl seine Ehefrau als auch sein Sohn integriert sind. Letz-

terer befindet sich im zweiten Lehrjahr und durchlief die obligatorische Schulzeit in 

der Schweiz. Auch die Ehefrau ist hier seit etlichen Jahren berufstätig. Die Kern-

familie des Beschuldigten hat somit einen engen Bezug zur Schweiz. Es wäre 

aufgrund dieser Verwurzelung auch kein zumutbarer Ansatz, dass sie ihre – enge 

– Verbindung zu diesem Land aufgeben müssen, um mit dem Beschuldigten nach 

Serbien zu gehen. Für diesen wäre die Landesverweisung deshalb nicht nur mit 

ökonomisch belastenden Folgen verbunden. Er würde auch gleichzeitig sämtliche 

ihm nahestehenden Personen aus dem persönlichen Umfeld verlieren, nachdem 

er über Jahrzehnte mit ihnen eine familiäre Einheit bildete. Demzufolge ist von ei-

nem schweren persönlichen Härtefall auszugehen. Die öffentlichen Interessen an 

der Landesverweisung sind gering. Der Beschuldigte weist keine Vorstrafen auf. 

Das im Berufungsverfahren zu beurteilende Delikt ist zwar nicht zu bagatellisie-

ren, allerdings wiegt die Tatschwere noch leicht. Sodann zahlte er den Betrag 

rasch zurück. Sein Nachtatverhalten vermag das Vergehen daher deutlich zu rela-

tivieren. Die Reue des Beschuldigten wirkte anlässlich der Berufungsverhandlung 

zudem glaubhaft. Demnach ist anzunehmen, dass es bei einem einmaligen Kon-

flikt mit dem Strafgesetz bleibt. Auf Seiten des Beschuldigten besteht ein beachtli-

ches Interesse, in der Schweiz zu bleiben. Das Zusammenleben mit seiner Ehe-

frau und dem sich noch in der Lehre befindenden Sohn würde wahrscheinlich be-

endet, da diese beruflich und sozial in der Schweiz verwurzelt sind und eine Zu-

kunft in Serbien ihrerseits nicht angestrebt würde. Gleichzeitig befinden sich auch 

die anderen Familienmitglieder seiner Generation hier. Das gewichtige private In-

teresse des Beschuldigten am Verbleib in der Schweiz überwiegt folglich das öf-

fentliche an seiner Wegweisung deutlich. Aus diesen Gründen ist von der Anord-

nung einer Landesverweisung abzusehen. 

VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzli-

chen Gerichtsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, 

dem Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 426 Abs. 1 StPO). Die Kosten der amtli-

-   24   - 

chen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungs-

pflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO für die Kosten der amtli-

chen Verteidigung ist vorzubehalten. 

2. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ih-

res Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unter-

liegt mit seiner Berufung. Folglich sind ihm die Kosten des Berufungsverfahrens, 

mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen und im Übri-

gen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht des Be-

schuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorzubehalten ist. 

3. Die amtliche Verteidigung machte für das Berufungsverfahren einen Auf-

wand von Fr. 4'168.17 (inkl. MwSt.) geltend (siehe Urk. 41). Für die Berufungs-

verhandlung, die Vor- und Nachbesprechung sowie die weiteren Schritte wurden 

5¼ Stunden vorgesehen. In Anbetracht der tatsächlichen Verhandlungsdauer von 

knapp einer Stunde rechtfertigt sich eine Kürzung des Betrags. Dementsprechend 

ist die Verteidigung für ihre Aufwendungen im Berufungsverfahren mit pauschal 

Fr. 3'700.– zu entschädigen. 

  

-   25   - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelge-

richt in Strafsachen, vom 9. April 2021 bezüglich der Dispositivziffern 6 (Kos-

tenfestsetzung) und 7 (Entschädigung amtliche Verteidigung) in Rechtskraft 

erwachsen ist. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des unrechtmässigen Bezugs von 

Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe im Sinne von 

Art. 148a Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 

Fr. 80.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Von der Anordnung einer Landesverweisung im Sinne von Art. 66a Abs. 1 

lit. e StGB wird abgesehen. 

5. Die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, 

mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Be-

schuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die 

Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten für 

die Kosten der amtlichen Verteidigung bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 

vorbehalten. 

-   26   - 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'700.–   amtliche Verteidigung 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und 

zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungs-

pflicht des Beschuldigten bleibt im Umfang der Kostenauflage gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− das Amt für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenversicherung, Wal-

chestrasse 19, Postfach, 8090 Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A. 

9. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

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des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 8. Dezember 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw Pandya 
 

 
 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 8. Dezember 2021
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig des unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe im Sinne von Art. 148a Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 100.00.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. e StGB für 5 Jahre des Landes verwiesen.
	5. Von der Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird abgesehen.
	6. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	7. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger aus der Gerichtskasse mit Fr. 4'000.00 (inkl. Barauslagen und 7.7 % MwSt.) entschädigt.
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	10. [Mitteilungen]
	11. [Rechtsmittel]
	Berufungsanträge:
	1. Die Dispositiv-Ziffern 1., 2., 3., 4., 5., 8. und 9. des angefochtenen Urteils des Bezirksgerichts Dietikon vom 9. April 2021 seien aufzuheben.
	2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe im Sinne von Art. 148a Abs. 1 StGB freizusprechen.
	3. Von der Anordnung einer Landesverweisung sei abzusehen.
	4. Die Kosten der Untersuchung sowie des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens, einschliesslich der gesamten amtlichen Verteidigerkosten (inkl. 7.7 % MwSt.), seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	2. Ein Härtefall lässt sich bei einem Eingriff von einer gewissen Tragweite in den Anspruch des Ausländers auf das in Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK gewährleistete Privat- und Familienleben annehmen. Unter dem Titel der Achtung des Privatlebens im Sinne ...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, vom 9. April 2021 bezüglich der Dispositivziffern 6 (Kostenfestsetzung) und 7 (Entschädigung amtliche Verteidigung) in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe im Sinne von Art. 148a Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 80.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Von der Anordnung einer Landesverweisung im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. e StGB wird abgesehen.
	5. Die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rück...
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ...
	8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 das Amt für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenversicherung, Walchestrasse 19, Postfach, 8090 Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

	9. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung: