# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 416ebbcb-6a41-5da7-935d-6978ffcda256
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.04.2025 200 2023 640
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-640_2025-04-01.pdf

## Full Text

IV 200 2023 640 
MAK/FRJ/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. April 2025

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiberin Frésard

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. August 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-2-

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
gelernter ... und zuletzt als ... im ...gewerbe tätig, meldete sich im Januar 
2022 unter Hinweis auf eine Arthrose in der linken Hand sowie Beschwer-
den im Kreuzbein bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin; act. II] 1). In der Folge tätigte die IVB medizinische und erwerbliche 
Abklärungen, holte insbesondere die Akten der C.________ als zuständi-
ger Unfallversicherer ein und gewährte dem Versicherten eine Eingliede-
rungs- sowie eine Berufsberatung (act. II 22, 37). Ferner holte sie eine Stel-
lungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ein (RAD-
Stellungnahme vom 3. Mai 2023 [act. II 44]). Mit Vorbescheid vom 8. Mai 
2023 (act. II 45) stellte sie den Abschluss der beruflichen Eingliederungs-
massnahmen in Aussicht mit der Begründung, der Beschwerdeführer sei in 
seinen bisherigen Tätigkeitsfeldern weiterhin arbeitsfähig. Nach erhobenem 
Einwand (act. II 51, 56) holte die IVB eine weitere Stellungnahme des RAD 
ein (RAD-Stellungnahme vom 26. Juli 2023 [act. II 59]). Mit Verfügung vom 
10. August 2023 (act. II 60) lehnte die IVB schliesslich das Begehren um 
(weitere) berufliche Massnahmen dem Vorbescheid entsprechend ab. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
B.________, mit Eingabe vom 13. September 2023 Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügung sowie die Zusprache der gesetzlichen Leistungen im Sinne des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; 
SR 831.20). 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 
2023 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-3-

reichte u.a. einen medizinischen Bericht der Rehaklinik D.________ vom 
21. September 2023 ein. 

Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 20. Oktober 2023 ebenfalls 
den hiervor genannten Bericht zu den Akten. 

Mit Eingabe vom 21. November 2023 hielt die Beschwerdegegnerin unter 
Bezugnahme auf den hiervor erwähnten Bericht an ihrem Antrag auf Ab-
weisung der Beschwerde fest.  

Mit Eingabe vom 14. Dezember 2023 reichte der Beschwerdeführer den 
Vorbescheid vom 11. Dezember 2023 der Beschwerdegegnerin betreffend 
Invalidenrente ein und hielt sinngemäss an den beantragten Rechtsbegeh-
ren fest. 

Die Beschwerdegegnerin liess dem angerufenen Gericht am 14. November 
2024 auf Aufforderung der Instruktionsrichterin hin ihre Verfügung betref-
fend Invalidenrente vom 15. März 2024 per E-Mail zugehen.  

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-4-

gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde 
grundsätzlich (vgl. E. 1.2 hiernach) einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. August 2023 
(act. II 60). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf berufliche Mass-
nahmen der Invalidenversicherung. Soweit sich der Beschwerdeführer mit 
den beantragten «gesetzlichen Leistungen» (Beschwerde S. 2 Ziff. 1) auf 
weitere Leistungsansprüche beziehen sollte, lägen diese ausserhalb des 
Anfechtungsgegenstandes und es wäre insoweit auf die Beschwerde nicht 
einzutreten (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV Nr. 21 S. 
67, 9C_86/2021 E. 5.2). Dies betrift insbesondere auch den Rentenan-
spruch, über den die Beschwerdegegnerin mit unangefochten gebliebener 
Verfügung vom 15. März 2024 (in den Gerichtsakten) inzwischen befunden 
hat.  

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-5-

werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Der Anspruch 
auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung 
einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der 
Massnahmen sind insbesondere das Alter (lit. a), der Entwicklungsstand 
(lit. b), die Fähigkeiten der versicherten Person (lit. c) und die zu erwarten-
de Dauer des Erwerbslebens (lit. d) zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1bis 
IVG).

Anders als im Rentenrecht (Art. 28 Abs. 1 IVG) nennt das Gesetz keinen 
Mindestgrad der Invalidität, damit Eingliederungsmassnahmen gewährt 
werden können (BGE 116 V 80 E. 6a S. 81). Eingliederungsmassnahmen 
unterliegen jedoch den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen des Art. 8 
Abs. 1 IVG. Eine Eingliederungsmassnahme hat somit neben den dort 
ausdrücklich genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Notwendig-
keit auch demjenigen der Angemessenheit (Verhältnismässigkeit im enge-
ren Sinne) als drittem Teilgehalt des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes zu 
genügen. Danach muss sie unter Berücksichtigung der gesamten tatsächli-
chen und rechtlichen Umstände des Einzelfalles in einem angemessenen 
Verhältnis zum angestrebten Eingliederungsziel stehen. Hinsichtlich der 
Angemessenheit lassen sich vier Teilaspekte unterscheiden, nämlich die 
sachliche, die zeitliche, die finanzielle und die persönliche Angemessen-
heit. Danach muss die Massnahme prognostisch ein bestimmtes Mass an 
Eingliederungswirksamkeit aufweisen; sodann muss gewährleistet sein, 
dass der an gestrebte Eingliederungserfolg voraussichtlich von einer ge-
wissen Dauer ist; des Weitern muss der zu erwartende Erfolg in einem ver-
nünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungsmass-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-6-

nahme stehen; schliesslich muss die Massnahme dem Betroffenen auch 
zumutbar sein (BGE 142 V 523 E. 2.3 S. 526). 

2.3  Zu den Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art (Art. 8 Abs. 3 
lit. b IVG) gehören u.a. die Umschulung (Art. 17 IVG), die Arbeitsvermitt-
lung (Art. 18 IVG) und die Berufsberatung (Art. 15 IVG). 

2.3.1 Gemäss Art. 17 IVG besteht Anspruch auf Umschulung auf eine 
neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig 
ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbes-
sert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit 
ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (Abs. 2).

Als invalid im Sinne von Art. 17 IVG gilt, wer nicht hinreichend eingegliedert 
ist, weil der Gesundheitsschaden eine Art und Schwere erreicht hat, welche 
die Ausübung der bisherigen Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise unzu-
mutbar macht. Dabei muss der Invaliditätsgrad ein bestimmtes erhebliches 
Mass erreicht haben; nach der Rechtsprechung ist dies der Fall, wenn die 
versicherte Person in den ohne zusätzliche berufliche Ausbildung noch 
zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde 
Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen 
Richtwert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2 S. 490). Von der Erheblichkeits-
schwelle von 20 % kann jedoch namentlich bei jungen Versicherten mit 
entsprechend langer verbleibender Aktivitätsdauer abgewichen werden, 
wenn es sich bei den ohne Umschulung zumutbaren angepassten Tätigkei-
ten um unqualifizierte Hilfsarbeiten handelt, die im Vergleich zur erlernten 
Tätigkeit qualitativ nicht als annähernd gleichwertig bezeichnet werden 
können (SVR 2023 IV Nr. 27 S. 93, 9C_15/2022 E. 3.2).

2.3.2 Gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG haben arbeitsunfähige Versicherte, 
welche eingliederungsfähig sind, Anspruch auf Unterstützung bei der Su-
che eines geeigneten Arbeitsplatzes oder im Hinblick auf die Aufrechterhal-
tung ihres Arbeitsplatzes (Arbeitsvermittlung). 

Rechtsprechungsgemäss setzt ein solcher Anspruch bei voller Zumutbar-
keit einer angepassten Tätigkeit eine zusätzliche, spezifische Einschrän-
kung gesundheitlicher Art voraus, die die Stellensuche erschwert. In die-
sem Fall wird das Fachwissen und die Unterstützung der Vermittlungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-7-

behörden benötigt, um eine geeignete Stelle zu finden (vgl. etwa SVR 2021 
IV Nr. 9 S. 25, 9C_329/2020  E. 3.2.3; Urteil des Eidgenössischen Versi-
cherungsgerichts [EVG, heute Bundesgericht] I 427/05 vom 24. März 2006 
E. 4.1). Dies trifft etwa zu, wenn wegen Stummheit oder mangelnder Mobi-
lität kein Bewerbungsgespräch möglich ist oder dem potenziellen Arbeitge-
ber die besonderen Möglichkeiten und Grenzen der versicherten Person 
erläutert werden müssen (MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Inva-
lidenversicherung, 4. Aufl., 2022, Art. 18 N. 6 mit Hinweisen). 

2.3.3 Anspruch auf Berufsberatung nach Massgabe von Art. 15 IVG 
haben Versicherte, die infolge Invalidität Schwierigkeiten in der Berufswahl 
oder in der Ausführung ihrer früheren Tätigkeit haben. 

Dieser Anspruch setzt voraus, dass die versicherte Person an sich zur Be-
rufswahl (oder zur beruflichen Neuorientierung) fähig, infolge ihres Ge-
sundheitsschadens jedoch darin behindert ist, weil die Kenntnisse über 
Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um 
einen der Behinderung angepassten Beruf zu wählen (vgl. MEY-
ER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 15 N. 3). Ein minimaler Invaliditätsgrad wird 
nicht vorausgesetzt (vgl. SVR 2010 IV Nr. 24 S. 73, 9C_373/2009 E. 4; 
MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 15 N. 3). 

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-8-

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand und zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers lässt sich den medizinischen Akten im Wesentli-
chen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Die behandelnden Ärzte des Spitals E.________ stellten in ihrem 
Bericht vom 24. September 2021 (act. II 9.26 S. 2 f.) folgende Hauptdia-
gnose (S. 2): 

- Handgelenkskontusion links (adominant) mit persistierenden Schmerzen bei 
- St.n. Lunatumluxation links vom 01.07.2010 
- St.n. Lunatumreposition und temporärer K-Draht-Transfixation am 

12.07.2010 sowie St.n. K-Draht-Entfernung am 06.09.2010

Der Beschwerdeführer habe berichtet, vor ca. einem Monat auf die linke 
Hand gestürzt zu sein. Vor diesem Ereignis habe er nach Versorgung der 
perilunären Luxation keine Beschwerden gehabt. Er klage nun über inter-
mittierende bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen im ulnaren 
Handgelenk sowie im Daumen (S. 2). Elf Jahre nach der Lunatumluxation 
zeige sich insgesamt ein erfreulicher Verlauf mit nur langsamem Fortschrei-
ten der Arthrose. Bisher zeigte sich der Beschwerdeführer diesbezüglich 
beschwerdefrei. Nach dem erneuten Sturz könne eine aktivierte Arthrose 
im Handgelenk nicht ausgeschlossen werden. Es werde eine Infiltration 
sowie Ergotherapie vorgeschlagen (S. 3).

In einem weiteren Bericht vom 21. Januar 2022 (act. II 9.6) stellten sie fol-
gende Diagnosen (S. 1): 

1. Handgelenkskontusion links 08/2021 mit schmerzhafter Aktivierung im 
Rahmen Diagnose 2

2. St.n. perilunärer Luxation mit vollständiger Lunatumluxation links vom 
01.07.2010 mit
- St.n. Lunatumreposition und temporärer K-Draht-Transfixierung am 

12.07.2010 sowie St.n. K-Draht-Entfernung am 06.09.2010
- Aktuell: DISI-Fehlstellung des Lunatum mit capitolunärer Arthrose

3. Schmerzen CMC-I-Gelenk, DD: beginnende Rhizarthrose Stadium I nach 
Eaton/Littler

Der Beschwerdeführer leide weiterhin an persistierenden Schmerzen im 
Bereich des Handgelenkes sowie des Daumensattelgelenkes; dies bereits 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-9-

bei kleineren Belastungen. Er benutze die linke Hand kaum noch (S. 1 f.). 
Dem Beschwerdeführer werde eine Anmeldung bei der IV mit der Bitte um 
eine Umschulung empfohlen. Bei gegebener Pathologie des linken Hand-
gelenkes sei davon auszugehen, dass eine schwerbelastende Tätigkeit in 
Zukunft nicht mehr in Frage komme (S. 2).

3.1.2 Die behandelnden Ärzte der F.________ stellten in ihrem Bericht 
vom 20. April 2022 (act. II 33.19 S. 2 f.) folgende Diagnosen (S. 2):

1. Handgelenk links: Sekundäre radiokarpale und interkarpale Arthrose bei 
SLAC-Wrist Stadium III-IV mit/bei
- St.n. perilunärer Luxation mit vollständiger Lunatumluxation links bei 

St.n. Hochenergietrauma vom 01.07.2010 mit St.n. Lunatumreposition 
und temporärer K-Draht-Transfixation am 12.07.2010 sowie St.n. K-
Drahtentfernung 06.09.2010, Spital E.________ 

2. Symptomatische Rhizarthrose Stadium I 

Der Beschwerdeführer berichte über Schmerzen bei Belastung des Hand-
gelenkes. Zur Zeit sei er im ... arbeitstätig und auch hier eingeschränkt 
(S. 2). 

Am 5. September 2022 führten die behandelnden Ärzte der F.________ 
eine Rekonstruktion des linken Handgelenkes mit Skaphoidexzision und 
partieller karpaler Arthrodese im Sinne einer 4-Corner Fusion links durch 
(act. II 39.30 S. 2 f.). Im Anschluss an die Operation attestierten sie eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 5. September 2022 bis zum 8. Februar 
2023 (act. II 39.29 S. 3, 39.25 S. 2, 39.9 S. 2, 39.6 S. 2). 

3.1.3 Dem ergotherapeutischen Behandlungsbericht des Spitals 
E.________ vom 10. Februar 2023 (act. II 56 S. 8 f.) lässt sich entnehmen, 
dass sich die Beschwerden trotz Therapie kaum verbessert, laut Aussagen 
des Beschwerdeführers eher verschlechtert hätten (S. 8). Einschränkungen 
bestünden unter anderem beim Motorradfahren längerer Strecken (10-
15 km), beim Tragen von/Hantieren mit Gegenständen über 5 kg (z.B. 
Einkaufen) sowie beim Aufstossen und -schliessen von Türen. Die 
mangelnde Kraft und die Schmerzen würden die berufliche Umorientierung 
sehr einschränken (S. 9).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-10-

3.1.4 Die behandelnden Ärzte der F.________ hielten in ihrem Bericht 
vom 1. März 2023 (act. II 42.19) fest, der Beschwerdeführer berichte sechs 
Monaten postoperativ weiterhin über persistierende, brennende Sensibi-
litätsstörungen im Bereich des Unterarmes. Zudem gebe er Unterarm-
schmerzen mit schmerzhaften Krepitationen an (S. 1). Radiologisch zeige 
sich ein regelrechter postoperativer Befund. Es bestehe weiterhin eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 9. Februar bis zum 5. Mai 2023 (S. 2). 

3.1.5 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte in seinem 
Bericht vom 3. Mai 2023 (act. II 44) aus, die linke Hand des Beschwerde-
führers sei bleibend minderbelastbar. Zumutbar seien leichte bis mittel-
schwere manuelle Arbeiten über achteinhalb Stunden ohne Leistungsmin-
derung, sofern dabei keine monoton repetitiven Belastungen für das linke 
Handgelenk und die linke Hand anfielen. Arbeiten, bei denen Stoss- und 
Stauchungsbelastungen auftreten, seien ebenfalls nicht mehr zumutbar. 
Gleiches gelte für Tätigkeiten mit Vibrationsbelastungen durch das Bedie-
nen von Maschinen. Mit diesem Zumutbarkeitsprofil seien die bisherigen 
Tätigkeiten weiterhin mögliche Betätigungsfelder. Durch den Eingriff vom 
5. September 2022 sei es zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für jegliche 
Tätigkeit bis zum 2. Dezember 2022 gekommen. Zuvor und seither gelte 
das genannte Zumutbarkeitsprofil (S. 3). 

3.1.6 In ihrem Bericht vom 5. Juni 2023 (act. II 52 S. 4 f.) hielten die be-
handelnden Ärzte der F.________ fest, aufgrund des bisherigen Verlaufes 
und des Gesamtzustandes des linken Handgelenkes sei der Beschwerde-
führer auf Dauer in seinem bisherigen belastenden, manuellen Beruf mit 
Tragen von Lasten von 30 bis 50 kg nicht mehr arbeitsfähig, weshalb eine 
Umschulung in einen weniger belastenden Beruf empfohlen werde; in ei-
nem solchen wäre der Beschwerdeführer wieder arbeitsfähig. Es bestehe 
weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 2. Juni bis zum 26. Sep-
tember 2023 (S. 5).

In einem weiteren Bericht vom 6. Juni 2023 zuhanden des Rechtsvertreters 
des Beschwerdeführers (act. II 56 S. 4 f.) führten die behandelnden Ärzte 
der F.________ aus, der Beschwerdeführer leide an einer anhaltenden, 
persistierenden Beschwerdesymptomatik mit rezidivierender Beschwerde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-11-

exazerbation. Dabei würden brennende Sensibilitätsstörungen im Bereich 
des Unterarmes, Unterarmschmerzen, eine rasche Ermüdbarkeit, eine re-
duzierte Belastbarkeit, eine eingeschränkte Beweglichkeit und eine Mus-
kelschwäche auftreten. Dieser Gesundheitszustand werde bestehen blei-
ben. Aufgrund dessen sei der Beschwerdeführer in belastenden, manuellen 
Tätigkeiten nicht mehr arbeitsfähig. Entsprechend seien die bisherigen be-
ruflichen Tätigkeiten im ..., als ... im ... und als ... medizinisch nicht zumut-
bar, da hierbei u.a. monotone repetitive Belastungen, Stoss- und Stauchbe-
lastungen sowie Vibrationsbelastungen gegeben seien. Zumutbar seien 
leichte Tätigkeiten wie beispielsweise Bürotätigkeiten oder Verweistätigkei-
ten unter anfallender Leistungsminderung. Eine leichte bis mittelschwere 
Arbeit mit angepasstem Zumutbarkeitsprofil sei aus medizinischer Sicht bis 
zu 100 % möglich (S. 4). 

3.1.7 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________ hielt in einem weiteren Bericht 
vom 26. Juli 2023 (act. II 59) fest, das von ihm formulierte Zumutbar-
keitsprofil vom 3. Mai 2023 behalte seine Gültigkeit. Gehe man von den 
Tätigkeitsprofilen aus, wie sie vom Rechtsanwalt des Beschwerdeführers 
beschrieben werden, so seien die bisherigen Tätigkeiten nicht mehr oder 
nur noch im geringen Umfang zumutbar (S. 3). 

3.1.8 Der Beschwerdeführer wurde zur Evaluation der funktionellen Leis-
tungsfähigkeit (EFL) in die Rehaklinik D.________ zugewiesen. Im ent-
sprechenden Bericht vom 21. September 2023 (Akten des Beschwerdefüh-
rers [act. I] 8) wurden folgende Diagnosen aufgeführt (S. 1): 

1. Unfall vom 01.07.2010: vollständige Lunatumluxation Hand links
2. Unfall vom 01.08.2021: sekundäre radiokarpale und interkarpale Handge-

lenksarthrose bei SLAC-Wrist (scapholunate advanced collapse) Stadium 
III-IV (auf den Unfall vom 01.07.2010 zurückzuführen)

3. Symptomatische Rhizarthrose Stadium I (nach Eaton/Litter) links 

Subjektiv stünden für den Beschwerdeführer die dauerhaften starken 
Schmerzen am linken Handgelenk, die Beweglichkeitseinschränkung und 
die Sensibilitätsminderung im Vordergrund (S. 4). Das Ausmass der de-
monstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierba-
ren pathologischen Befunden aus somatischer Sicht nur zum Teil erklären. 
Infolge beobachteter mässiger Symptomausweitung seien die Resultate 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-12-

der physischen Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belast-
barkeit daher nur teilweise verwertbar. Die Beurteilung der Zumutbarkeit 
stützte sich folglich ebenfalls auf medizinisch-theoretische Überlegungen 
(S. 5). Die Tätigkeit als ... sei nicht mehr zumutbar, da die Anforderungen 
zu hoch seien (repetitives Hantieren sowie Ziehen und Stossen von bis zu 
mittelschweren Lasten). Hingegen sei eine (mindestens) leichte Arbeit 
ganztägig zumutbar, jedoch ohne Tätigkeiten mit Krafteinsatz, repetitiven 
Umwendbewegungen sowie Schläge und Vibrationen (die linke Hand be-
treffend [S. 6]). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 
S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-13-

kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen 
praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder 
im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten 
Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-
nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutach-
ten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuwei-
sen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutach-
tung veranlasst (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 
225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des Bundesgerichts 
[BGer] 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. 
in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107). 

3.3 In der angefochtenen Verfügung vom 10. August 2023 (act. II 60) 
stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die RAD-ärztliche Beurteilung von 
Dr. med. G.________ vom 3. Mai 2023 (act. II 44). Gestützt auf die akten-
mässig kohärente und widerspruchsfreie Befundlage (vgl. act. I 8 S. 2, II 
9.26 S. 2 f., 9.6 S. 1, 33.19 S. 2) hielt dieser in Übereinstimmung mit den 
behandelnden Ärzten (act. I 8 S. 6, II 9.6 S. 2, 52 S. 5) überzeugend und 
nachvollziehbar fest, dass eine (schwer-)belastende Tätigkeit nicht mehr 
zumutbar sei. Er formulierte ein differenziertes Zumutbarkeitsprofil, wonach 
leichte bis mittelschwere manuelle Tätigkeiten ohne monoton-repetitive 
Belastungen, ohne Stoss- und Stauchbelastungen sowie ohne Vibrations-
belastungen auf das linke Handgelenk resp. die linke Hand dem Be-
schwerdeführer ganztätig (achteinhalb Stunden) ohne weitere Leistungs-
minderung zumutbar seien (act. II 44 S. 3). In der Beschwerdeantwort äus-
serte sich die Beschwerdegegnerin sodann dahingehend, das Zumutbar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-14-

keitsprofil erlaube die bisherige Tätigkeit nicht mehr. Sie stützte sich dabei 
auf die Beurteilung desselben RAD-Arztes vom 26. Juli 2023, wonach die 
vom Beschwerdeführer im Rahmen des Vorbescheidverfahrens beschrie-
benen bisherigen Tätigkeiten (act. II 56 S. 2 Ziff. 2) nicht oder nur noch im 
geringen Umfang zumutbar seien (act. II 59 S. 3).

Die genannten Aktenbeurteilungen des Dr. med. G.________ erfüllen die 
höchstrichterlichen Anforderungen an den Beweiswert eines medizinischen 
Berichts (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringen vollen Beweis. Das Zumutbar-
keitsprofil entspricht denn auch im Wesentlichen der formulierten Einschät-
zung der behandelnden Ärzte der F.________ (act. II 56 S. 4) sowie derje-
nigen der behandelnden Ärzte der Rehaklinik D.________ (act. I 8 S. 6). 
Dieser nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 10. August 2023 
(act. II 60) datierte Bericht ist zu berücksichtigen, da er Rückschlüsse auf 
die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens bestehende 
Situation erlaubt (vgl. SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Damit bestehen 
keine divergierenden Arztberichte, die geeignet wären, auch nur geringe 
Zweifel an der überzeugenden Beurteilung des RAD-Arztes zu begründen. 
Das Zumutbarkeitsprofil wird denn auch vom rechtskundig vertretenen Be-
schwerdeführer nicht in Frage gestellt. 

3.4 Damit erweist sich der Sachverhalt als rechtsgenüglich abgeklärt; 
Anlass für weitere Abklärungen – namentlich für das beantragte Gerichts-
gutachten (Beschwerde S. 6 Ziff. D Ziff. 3) – besteht nicht (antizipierte Be-
weiswürdigung: 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 
E. 1d S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, 
zur Publikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 
E. 4).

Anzufügen ist, dass die vom Beschwerdeführer aufgeworfene Frage des 
medizinischen Endzustandes (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. I Ziff. 3, vgl. eben-
so act. II 42.5) in der Invalidenversicherung (im Unterschied zu Unfallversi-
cherung) nicht massgeblich ist und namentlich für den Anspruch auf beruf-
liche Massnahmen unerheblich bleibt. Allfällige spätere, wesentliche Ände-
rungen des Gesundheitszustandes wären im Rahmen eines Neuanmel-
dungs- bzw. Revisionsverfahren (Art. 17 Abs. 1 ATSG) zu berücksichtigen 
(vgl. hierzu Entscheid des BGer 8C_321/2018 vom 27. November 2018 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-15-

E. 5.1 [betreffend Rentenanspruch]; die Grundsätze zur Rentenrevision 
sind für die Revision von Eingliederungsmassnahmen sodann sinngemäss 
anwendbar [vgl. BGE 135 I 161 E. 4.2 S. 165, 113 V 22 E. 3b S. 27; THO-
MAS FLÜCKIGER, in: FRÉSARD-FELLAY/KLETT/LEUZINGER [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 17 
N. 90]). 

4. Mit Blick auf die Voraussetzung einer Mindesterwerbseinbusse von 
20 % für den Anspruch auf Umschulung (vgl. E. 2.3.1 hiervor) ist nachfol-
gend der Invaliditätsgrad zu bestimmen. 

4.1 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der 
Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massge-
benden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für 
die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er 
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des potenziellen Anspruchsbeginns massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben sind (vgl. BGE 
143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Der Anspruch auf Massnahmen 
beruflicher Art entsteht frühestens im Zeitpunkt der Geltendmachung des 
Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 10 Abs. 1 IVG; vgl. 
MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 10 N. 1), wobei für die Bestimmung des 
Zeitpunkts zusätzlich massgebend ist, dass der Gesundheitszustand in 
seinen zeitlichen, qualitativen und quantitativen Auswirkungen die Zuspre-
chung solcher Vorkehren erforderlich macht, aber auch ermöglicht (BGE 
140 V 246 E. 6.2 S. 252). Ob dieser Zeitpunkt vorliegend im Jahr 2022 oder 
im Jahr 2023 festzusetzen ist, kann offen bleiben, da das Validen- und In-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-16-

valideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu ermitteln sind 
(vgl. E. 4.6 hiernach) 

4.3 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (BGE 
134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich anhand 
des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkom-
mens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte 
Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein angemesse-
nes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann das 
tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend genau 
bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach statisti-
schen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher Ausbil-
dung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 
Abs. 4 IVV).

4.4 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach 
Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechts-
unabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig 
sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit 
abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig ge-
wesenen Fassung).

Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 
Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich 
festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an 
weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigenden Fak-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-17-

toren und deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, bis zum 
31. Dezember 2023 ergänzend auf die bisherigen Rechtsprechungs-
grundsätze zurückzugreifen (BGE 150 V 410 E. 10.6 S. 439).

4.5 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen 
statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. 
Andere statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Ein-
kommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunab-
hängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 
IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung 
anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV).

4.6

4.6.1 Der Beschwerdeführer war zuletzt vom 22. Juli 2021 bis zum 9. Au-
gust 2021 bei der H.________ GmbH als ... angestellt (act. II 15 S. 2 
Ziff. 2.1). Aus dem Kündigungsschreiben sowie dem Assessmentgespräch 
geht hervor, dass der Beschwerdeführer dieses Arbeitsverhältnis kündigte, 
weil er mit den Arbeitsbedingungen resp. -umständen nicht zufrieden war 
(vgl. act. II 15 S. 10, 16 S. 2). Folglich kann nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit angenommen werden, dass der Beschwerdeführer im Ge-
sundheitsfall weiterhin in dieser Beschäftigung tätig wäre. 

Was die Zeit vor dieser Anstellung betrifft, unterlag das Erwerbseinkommen 
des Beschwerdeführers in den letzten 20 Jahren erheblichen Schwankun-
gen. Der Beschwerdeführer absolvierte in den Jahren 1988/1989 eine ein-
jährige Lehre als ... (vgl. act. II 14 S. 23, 25) und war anschliessend 
während ca. elf Jahren bei der I.________ AG tätig (act. II 10 S. 6 f., 14 
S. 22). Alsdann war er zwischen 2000 und 2015 über mehrere Jahre im ... 
bei verschiedenen Arbeitgebern angestellt und kurzzeitig ebenso in ande-
ren Tätigkeitsfeldern tätig (act. II 14 S. 6 ff.). Zwischenzeitlich bezog er 
wiederkehrend Arbeitslosenentschädigung (act. II 10 S. 3 ff.). Sein Jahres-
einkommen schwankte in dieser Zeitspanne zwischen Fr. 38'250.-- im Jahr 
2010 (tiefster Wert) und Fr. 119’675.-- im Jahr 2008 (höchster Wert). Von 
2015 bis 2018 war er sodann als ... im ... resp. ... angestellt (act. II 14 S. 2 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-18-

ff.) und bezog in den Jahren 2019 und 2020 wiederum Arbeitslosentschä-
digung (act. II 10 S. 3). Folglich lässt sich sein aufgrund der tatsächlichen 
Verhältnisse ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbares Ein-
kommen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststellen, weshalb 
es gestützt auf statistische Zahlen zu bestimmen ist (vgl. E. 4.3 hiervor). 

Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer eine einjährige (An-)
Lehre abschloss (vgl. act. II 14 S. 23) und in den letzten zwanzig Jahren in 
Tätigkeiten ohne besondere Berufskenntnisse arbeitete, ist auf den durch-
schnittlichen monatlichen Bruttolohn für Männer bei einfachen Tätigkeiten 
körperlicher oder handwerklicher Art (Tabelle TA1 der LSE, Kompetenzni-
veau 1, Total, Männer) abzustellen. Daran ändert insbesondere die mehr-
jährige Erfahrung im ...bereich (vgl. act. II 14 S. 6) und die damit in Zu-
sammenhang stehenden Weiterbildungskurse (act. II 14 S. 13, 18, 19) 
nichts, gehen aus den Arbeitszeugnissen doch keine besondere Fertigkei-
ten und Kenntnisse hervor, die eine Anwendung des Kompetenzniveaus 2 
rechtfertigen würden. 

4.6.2 Da vorliegend keine Hinweise vorliegen, dass der 
Beschwerdeführer seine Resterwerbsfähigkeit verwertet, ist das 
Invalideneinkommen ebenso anhand statistischer Werte aufgrund dessel-
ben Tabellenlohns zu ermitteln. Eines leidensbedingten Abzugs (E. 4.4 
hiervor) bedarf es nicht: Zum einen wäre ein solcher – soweit die invali-
ditätsfremden Abzugsfaktoren betreffend – bei beiden auf statistischen Da-
ten beruhenden Vergleichseinkommen vorzunehmen (Entscheid des BGer 
vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). Zum andern ist das noch in Fra-
ge kommende Tätigkeitsspektrum nicht derart eingeschränkt, dass ein Ab-
zug gerechtfertigt wäre. 

4.6.3 Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben 
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung; diesfalls 
entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 
Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (in BGE 148 V 321 nicht 
publ. E. 6.2 des Urteils des BGer 8C_104/2021 vom 27. Juni 2022). Damit 
resultiert bei einer – zumindest in einer angepassten Tätigkeit – uneinge-
schränkten Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.3 hiervor) ein Invaliditätsgrad von 0 % 
und die für den Umschulungsanspruch geforderte Mindesterwerbseinbusse 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-19-

von ca. 20 % wird nicht annähernd erreicht. Umstände, welche ein 
Abweichen von diesem Richtwert rechtfertigen würden (vgl. E. 2.3.1 
hiervor), werden weder geltend gemacht noch sind solche aus den Akten 
ersichtlich. Es besteht somit kein Anspruch auf Umschulung. Daran vermag 
auch die vorübergehende vollständige Arbeitsunfähigkeit während der Re-
konvaleszenz vom 5. September 2022 bis zum 2. Dezember 2022 nichts zu 
ändern (act. II 44 S. 3, vgl. hierzu Eingabe des Beschwerdeführers vom 
14. Dezember 2023). 

Schliesslich ändert auch der per 1. Januar 2024 massgebende Pauschal-
abzug von 10 % (Art. 26bis Abs. 3 Satz 1 IVV in der ab 1. Januar 2024 gülti-
gen Fassung) nichts, zumal weiterhin eine Erwerbseinbusse von lediglich 
10 % resultiert. 

4.7 Mit Bezug auf den Anspruch auf Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) 
ist zu berücksichtigen, dass bei vollständiger Arbeitsfähigkeit in einer 
leidensadaptierten Tätigkeit zusätzlich eine spezifische gesundheitliche 
Einschränkung erforderlich ist, die Fachwissen und Unterstützung der IV-
Stelle bei der Stellensuche erfordert (vgl. E. 2.3.2 hiervor). Eine solche liegt 
mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil (act. II 44 S. 3) jedoch nicht vor. Mithin 
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer eine angepasste Ar-
beitsstelle auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ohne Vermittlung der IV-
Stelle finden kann, weshalb kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung besteht. 

4.8 Was den Anspruch auf Berufsberatung (Art. 15 IVG) betrifft, wur-
den dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 25. Oktober 2022 Berufsbe-
ratungsgespräche und -analysen zugesprochen (act. II 37). Ob diese 
tatsächlich durchgeführt worden sind, geht aus den Akten nicht hervor. 
Hingegen ergibt sich, dass Frühinterventionsmassnahmen in Form einer 
Eingliederungsberatung durchgeführt wurden (act. II 22, 23). Der Be-
schwerdeführer teilte der Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang 
mit, dass er eine Ausbildung im Bereich des ... in Erwägung ziehe, da diese 
Tätigkeit wenig körperlich sei als diejenige des .... Er habe bereits eine 
Spontanbewerbung im Bereich der ... verschickt (act. II 23 S. 2). Mit Blick 
auf die Erwerbsbiografie des Beschwerdeführers ist aktenkundig, dass die-
ser in der Vergangenheit einer Vielzahl an verschiedenen (z.T. kurzzeiti-
gen) Tätigkeiten nachging (..., ...mitarbeiter ...- und ...arbeiten, ... resp. ... 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-20-

sowie ...- und ...mitarbeiter [act. II 14 S. 8 ff.]), die teilweise seinem aktuel-
len Belastungsprofil entsprechen. Zahlreiche in Frage kommende Tätigkei-
ten dürften dem Beschwerdeführer nicht vollkommen fremd sein. Somit ist 
nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer infolge seines 
Gesundheitsschadens unfähig sein soll, sich beruflich neu zu orientieren. 
Welche berufsberaterischen Hilfestellungen vorausgesetzt wären, um die 
Wiedereingliederung des Beschwerdeführers zu gewährleisten, ist eben-
falls nicht ersichtlich und wird im Übrigen auch vom Beschwerdeführer nicht 
dargetan. Damit ist auch der Anspruch auf Berufsberatung zu verneinen.

4.9 Schliesslich besteht auch kein Anspruch auf Integrationsmass-
nahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Massgabe 
von Art. 14a IVG (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. C Ziff. 2). Ein solcher setzt 
eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit nicht nur im bisherigen Beruf 
oder Aufgabenbereich (Art. 6 Satz 1 ATSG), sondern auch in einem ande-
ren Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 Satz 2 ATSG) voraus (BGE 137 V 1 
E. 7.2.1 ff. S. 10 ff.), was vorliegend nicht gegeben ist.

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 10. August 
2023 (act. II 60) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-21-

lung aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und dem geleisteten Kostenvor-
schuss zu entnehmen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers 
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 14. De-

zember 2023)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. April 2025, IV 200 2023 640

-22-

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.