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**Case Identifier:** ce5da8ff-8462-513e-985c-25c7b43cf518
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 12.05.2020 470 20 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-20-11_2020-05-12.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht,  

vom 12. Mai 2020 (470 20 11) 

____________________________________________________________________ 

 

Strafprozessrecht 

 

Verfahrenseinstellung (Anforderungen an das Rubrum und das Dispositiv / Einstellung 

der Strafuntersuchung wegen Betrugs und Urkundenfälschung) 

 

 

Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Stephan Gass (Ref.), Richterin 

Susanne Afheldt; Gerichtsschreiber Stefan Steinemann 

 

Parteien A._____,  

vertreten durch Advokat Dr. Heiner Schärrer,  

St. Jakobs-Strasse 30, Postfach, 4002 Basel,  

Beschwerdeführer 

  

gegen 

 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Hauptabteilung WK, Rheinstrasse 27, Postfach, 4410 Liestal,  

Beschwerdegegnerin 1 

 

B._____,  

vertreten durch Advokat Dieter Roth, Zeughausplatz 34,  

Postfach 375, 4410 Liestal,  

Beschwerdegegner 2 

 

C._____,  

Beschwerdegegner 3 

 

D._____,  

Beschwerdegegnerin 4 

  

Gegenstand Verfahrenseinstellung  

Beschwerde gegen die Teileinstellungsverfügung der Staatsanwalt-

schaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung WK, vom 9. Januar 2020 

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A. Sachverhaltsübersicht 

a. E._____ AG 

1. Am 5. November 2004 wurde die E._____ Holding AG (nunmehr E._____ AG) als Auf-

fanggesellschaft eines konkursiten Unternehmens gegründet.  

 

Ende 2006 hatte die E._____ AG die Gewinnzone noch nicht erreicht. Wegen Überschuldung 

drohte die Benachrichtigung des Richters durch den Verwaltungsrat gemäss Art. 725 Abs. 2 

OR, was aufgrund eines von F._____ erklärten Rangrücktritts für ein Aktionärsdarlehen in der 

Höhe von Fr. 4'900'000.− vermieden werden konnte. An der ausserordentlichen Generalver-

sammlung vom 18. Februar 2008 wurde beschlossen, das Aktienkapital von Fr. 500'000.− auf 

Null herabzusetzen und anschliessend im ordentlichen Kapitalerhöhungsverfahren durch Ver-

rechnung im Umfang von Fr. 500'000.− 500 voll liberierte Namenaktien zu Fr. 1'000.− auszuge-

ben. Das Bundesgericht hob mit Urteil vom 13. Februar 2012 die Beschlüsse der Generalver-

sammlung vom 18. Februar 2008 bezüglich Kapitalherabsetzung und Wiedererhöhung rückwir-

kend auf. 

 

2. Die E._____ AG wies per 31. Dezember 2012 ein Eigenkapital von minus 

Fr. 1'027'564.41 auf und war damit überschuldet. 

 

Im Revisionsbericht vom 26. August 2013 für das Geschäftsjahr 2012 wurde darauf aufmerksam 

gemacht, dass die E._____ AG im Sinne von Art. 725 Abs. 2 OR überschuldet ist, zufolge     

Rangrücktritts von Gläubigern der Gesellschaft im Betrag von Fr. 2'740'040.− der Verwaltungs-

rat von der Benachrichtigung des Richters abgesehen hat, und die Aktionärin D._____ für          

diverse Positionen eine Garantieerklärung bis zum 30. Juni 2014 abgegeben hat 

(act. SD4.01.01.055 ff.). 

 

Am 7. Oktober 2013 erfolgte die Einladung zur ordentlichen Generalversammlung der E._____ 

AG vom 11. November 2013. Ein Traktandum beinhaltete eine Kapitalherabsetzung mit an-

schliessender Wiedererhöhung zwecks Sanierung (act. SD4 01.20.008 ff.). 

 

Die Generalversammlung beschloss am 11. November 2013, das Aktienkapitel von 

Fr. 500'000.− auf Null herabzusetzen und anschliessend im Rahmen einer ordentlichen Kapi-

talerhöhung durch Ausgabe von zehn neuen Namenaktien zu je Fr. 100'000.− auf neu 

Fr. 1'000'000.− zu erhöhen. Zudem bestimmte sie, dass das neue Aktienkapital voll und entwe-

der in bar oder durch Verrechnung zu liberieren ist (act. AA 40.04.006 ff.). 

 

A._____ übte sein Bezugsrecht aus und liberierte das Aktienkapital für die gezeichnete Namen-

aktie von Fr. 100'000.− vollständig in bar. D._____ übte ebenfalls ihre Bezugsrechte aus und 

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zeichnete überdies eine Aktie, für die das Bezugsrecht nicht ausgeübt wurde. Das Aktienkapital 

für die neun von ihr gezeichneten Namenaktien von total Fr. 900'000.− liberierte sie durch Teil-

verrechnung einer gegenüber der Gesellschaft bestehenden Darlehensforderung, die mit einem 

Rangrücktritt versehen war (act. AA 40.04.011 f.; AA 40.04.020 ff.). Der Verwaltungsrat erstellte 

den Kapitalerhöhungsbericht vom 20. Dezember 2013. Die Revisionsstelle prüfte diesen glei-

chentags und erkannte, dass dieser in Übereinstimmung mit Art. 652e OR vollständig und richtig 

sei (act. AA 40.04.011 f.). 

 

3. Am 30. Januar 2018 wurde über die E._____ AG der Konkurs eröffnet und am 27. Sep-

tember 2019 wurde sie in Anwendung von Art. 159 Abs. 5 lit. a aHRegV von Amtes wegen 

gelöscht. 

 

b. Beteiligungsverhältnisse  

Die Aktionärsverhältnisse (stimm- und kapitalmässige Beteiligungsquoten) gestalteten sich bei 

der E._____ AG vom 13. Februar 2012 bis zum Jahr 2018 wie folgt (act. AA 40.04.036 ff., SD4 

01.01.115 ff.): 

Aktionäre 13.02.2012–

18.08.2013 

19.08.2013–

26.12.2013 

27.12.2013–

01.10.2015 

ab 02.10.2015 

F._____ 75 %  0 %  0 %  0 % 

D._____  5 % 80 % 90 %  0 % 

A._____ 10 % 10 % 10 % 10 % 

G._____ Holding AG  0 %  0 %  0 % 90 % 

sonstige 10 % 10 %  0 %  0 % 

 

c. Aktienverkauf und Forderungszession von D._____ an die G._____ Holding AG 

Mit Kaufvertrag vom 2. Oktober 2015 erwarb die G._____ Holding AG von D._____ neun Na-

menaktien der E._____ AG für einen „symbolischen Franken“. Gleichzeitig trat D._____ ihre 

gegenüber der E._____ AG bestehenden Aktionärsdarlehen im Umfang von Fr. 1'868'796.59 

an die G._____ Holding AG ab. Zudem vereinbarten die Parteien, dass das von D._____ der 

E._____ AG in Höhe von Fr. 500'000.− gewährte Darlehen unter bestimmten Bedingungen in 

jährlichen Tranchen von je maximal Fr. 100'000.− von der E._____ AG respektive ihrer Rechts-

nachfolgerin zurückzuzahlen ist (act. AA 40.05.014 ff.; AA 20.30.470). 

 

d. Mitgliedschaft im Verwaltungsrat von F._____, C._____ und B._____ 

F._____ war bei der E._____ AG seit deren Gründung bis zum 30. August 2013 Verwaltungsrat. 

Vom 15. Juni 2010 bis zum 29. Juni 2011 war F._____ einziges Mitglied des Verwaltungsrats 

der E._____ AG. C._____ war bei der E._____ AG vom 30. Juni 2011 bis zum 6. November 

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2015 Verwaltungsrat. B._____ war ab dem 6. November 2015 bis zur Liquidation der Gesell-

schaft einziges Mitglied des Verwaltungsrats der E._____ AG (act. AA 40.01.001 ff.). 

 

B. Verfahrensgang 

a. Am 7. Juni 2018 übernahm die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung 

WK, das von der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis gegen B._____ geführte Strafverfahren 

wegen Vernachlässigung von Unterhaltspflichten etc. (act. AA 90.01.008).  

 

Am 8. November 2018 erstattete A._____ bei der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft Straf-

anzeige gegen B._____, C._____ und D._____ wegen Betrugs, Urkundenfälschung, ungetreuer 

Geschäftsbesorgung und betrügerischem Konkurs. Daraufhin eröffnete die Staatsanwaltschaft 

Basel-Landschaft, Hauptabteilung WK, am 20. November 2018 eine Strafuntersuchung gegen 

„Verantwortliche der E._____ AG“ wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung etc. (act. AA 

98.01.001). Am 18. April 2019 dehnte sie die Strafuntersuchung auf B._____ wegen ungetreuer 

Geschäftsbesorgung etc. aus (act. AA 98.01.002).  

 

Am 30. Oktober 2019 trennte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung WK, das 

Verfahren gegen B._____ in Bezug auf die Vernachlässigung von Unterhaltspflichten, die mehr-

fache Drohung, die Beschimpfung und die Nötigung von den übrigen Verfahren gegen B._____ 

ab (act. AA 98.01.003). 

 

b. Mit Teileinstellungsverfügung vom 9. Januar 2020 bestimmte die Staatsanwaltschaft 

Basel-Landschaft, Hauptabteilung WK, Folgendes: 

„1. Die Strafverfahren gegen die Verantwortlichen der E._____ AG wegen Betrug (Art. 146 

Abs. 1 StGB), mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 StGB) und 

Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB) werden in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 

lit. a StPO eingestellt. 

2.  Die Strafverfahren gegen B._____ wegen Betrug (Art. 146 Abs. 1 StGB), mehrfacher 

ungetreuer Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 StGB), betrügerischem Konkurs 

(Art. 163 Ziff. 1 StGB), ev. Misswirtschaft (Art. 165 Ziff. 1 StGB), Widerhandlung gegen 

das BVG (Art. 76 Abs. 3 BVG) und mehrfacher Widerhandlung gegen das SVG (Art. 

97 Abs. 1 lit. b SVG) werden in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO eingestellt. 

3.  A._____ wird nur bezüglich der Verfahren wegen Betruges und Urkundenfälschung zu 

dessen Nachteil gemäss den Ziffern 3.1 bis 3.9 der Einstellungsbegründung als Privat-

kläger zugelassen. 

4.  Die Zivilklage von A._____ wird auf den Zivilweg verwiesen. 

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5.  Die Beweisanträge der Privatklägerschaft (Einvernahme von Rechtsanwalt H._____ 

als Auskunftsperson, nochmalige Einvernahme von L._____ als Zeugin, Einvernahme 

von I._____ als Zeugin) werden in Anwendung von Art. 318 Abs. 2 StPO abgewiesen. 

6.  Die Kosten des Verfahrens gegen die Verantwortlichen der E._____ AG in der Höhe 

von CHF 9'112.20 gehen zu Lasten des Staates. 

7.  Die Kosten des Verfahrens gegen B._____ für die eingestellten Verfahrensteile (Unter-

suchungskosten CHF 8'760.90 zzgl. Einstellungsverfügung CHF 750.00 = CHF 

9'510.90) gehen im Umfang von CHF 5'706.55 zulasten des Staates und – gestützt auf 

Art. 426 Abs. 2 StPO – im Umfang von CHF 3'804.35 zulasten von B._____. Dem Be-

schuldigten wird gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. b StPO eine Entschädigung für Reisekos-

ten in Höhe von CHF 1'470.00 zugesprochen. Diese Entschädigung wird in Anwendung 

von Art. 442 Abs. 4 StPO mit den ihm auferlegten Verfahrenskosten von CHF 3'804.35 

verrechnet. lm Ergebnis hat B._____ Verfahrenskosten von CHF 2'334.35 an den Kan-

ton Basel-Landschaft zu entrichten. 

8.  Der amtlichen Verteidigung, Advokat Dieter Roth, wird gemäss Art. 135 StPO eine Ent-

schädigung von CHF 3'513.80 zugesprochen. 

9.  B._____ wird gestützt auf Art. 135 Abs. 4 StPO verpflichtet, sobald es seine wirtschaft-

liche Situation erlaubt, dem Kanton Basel-Landschaft die für die amtliche Verteidigung 

geleisteten Entschädigungen im Umfang von CHF 1'405.50 zurückzuzahlen und dem 

Verteidiger die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Hono-

rar zu erstatten. 

10.  (…) 

11.  (…)“ 

 

c. Gegen diese Verfügung erhob A._____ (fortan: Beschwerdeführer) am 16. Januar 

2020 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, Beschwerde mit den Anträ-

gen: 

1. Die Dispositiv-Ziffern 1, 3 und 5 der Teileinstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft 

vom 9. Januar 2020 seien aufzuheben. 

2. Die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, ein Strafverfahren gegen C._____ und 

D._____ zu eröffnen sowie weitere Abklärungen vorzunehmen, um anschliessend eine 

Anklage zu erheben oder eine erneute Einstellungsverfügung zu erlassen. 

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3. Der Beschwerdeführer sei nicht nur bezüglich der Verfahren wegen Betrugs und Ur-

kundenfälschung, sondern auch bezüglich ungetreuer Geschäftsbesorgung als Privat-

kläger zuzulassen. 

4. Dem Beschwerdeführer sei bei Gutheissung der Beschwerde eine Parteientschädi-

gung zuzusprechen. 

 

d. Mit Präsidialverfügung vom 21. Januar 2020 wurde die Staatsanwaltschaft Basel-Land-

schaft ersucht, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht – unter Angabe der 

jeweiligen vollständigen Personalien – bis zum 3. Februar 2020 mitzuteilen, wann und in wel-

chem Sachverhaltskomplex (WK1 2017 2.___, WK1 17 3.___, WK1 18 4.___, WK1 18 5.___, 

WK1 18 6.___, WK1 18 7.___, WK1 18 8.___, WK1 19 9.___) sie konkret gegen welche Person 

ein Strafverfahren wegen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 StGB), mehrfacher ungetreuer Geschäftsbe-

sorgung (Art. 158 Ziff. 1 StGB) und Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB) eröffnet und mit 

Ziffer 1 der angefochtenen Verfügung vom 9. Januar 2020 eingestellt hat. 

 

e. Die Staatsanwaltschaft führte in ihrer Stellungnahme vom 3. Februar 2020 aus, mit 

Verfügung vom 7. Juni 2018 habe sie das von der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis gegen 

B._____ eröffnete Strafverfahren wegen Vernachlässigung von Unterhaltspflichten etc. über-

nommen. Mit Verfügung vom 18. April 2019 sei das Verfahren gegen B._____ auf den Tatbe-

stand der ungetreuen Geschäftsbesorgung etc. formell ausgedehnt worden. Mit Verfügung vom 

20. November 2018 sei gegen die Verantwortlichen der E._____ AG ein Verfahren wegen un-

getreuer Geschäftsbesorgung etc. formell eröffnet worden. Da der Untersuchungsfokus auf 

sämtliche in Frage kommenden Personen ausgeweitet worden sei, sei das Verfahren – nebst 

B._____ – gegen die Verantwortlichen der E._____ AG und nicht nur gegen die in der Anzeige 

namentlich genannten C._____ und D._____ eröffnet worden. Entsprechend sei die Teileinstel-

lung ausnahmsweise gegen die Verantwortlichen der E._____ AG und B._____ erfolgt. Auf-

grund der Komplexität des gesamten Verfahrens mit 19 Teilverfahren (davon 15 eingestellte) 

und 13 Tatbeständen sei darauf verzichtet worden, sämtliche Verfahrenseröffnungen und          -

ausdehnungen in formellen Verfügungen abzubilden. Die jeweiligen (faktischen) Verfahrenser-

öffnungen gingen jedoch aus den in Ziffer 3.1–3.15 der angefochtenen Verfügung vom 9. Januar 

2020 dargestellten Teilsachverhalten eindeutig hervor. Die nicht eingestellten Teilverfahren 

seien mittels Anklageerhebung gegen B._____ abgeschlossen worden. Weiterhin anhängig sei 

das Verfahren WK1 19 10.___ gegen B._____ wegen Vernachlässigung von Unterhaltspflichten 

etc., welches mit Verfügung vom 30. Oktober 2019 von den übrigen Verfahren abgetrennt wor-

den sei. 

 

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f. B._____ begehrte mit Stellungnahme vom 17. Februar 2020 die kostenfällige Abweisung 

der Beschwerde, soweit diese ihn betreffe, und im Falle des Unterliegens die Erteilung der amt-

lichen Verteidigung im Beschwerdeverfahren. 

 

g. Die Staatsanwaltschaft beantragte mit Stellungnahme vom 17. Februar 2020 die Abwei-

sung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

 

h. Mit Präsidialverfügung vom 19. Februar 2020 wurde festgestellt, dass C._____ und 

D._____ keine Stellungnahme eingereicht haben. 

 

 

Erwägungen 

I. PROZESSUALES 

A. Eintreten 

1. Eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann bei der Dreierkammer des 

Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, mit Beschwerde angefochten werden (Art. 322 Abs. 2 

StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO und § 15 Abs. 2 EG StPO). Die Beschwerde gegen schriftlich oder 

mündlich eröffnete Entscheide ist innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwer-

deinstanz einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Person oder die Behörde, die das Rechts-

mittel ergreift, hat dabei genau anzugeben, welche Punkte des Entscheids sie anficht, welche 

Gründe einen anderen Entscheid nahe legen und welche Beweismittel sie anruft (Art. 396 Abs. 

1 i.V.m. Art. 385 Abs. 1 lit. b und lit. c StPO). In der schriftlichen Beschwerdebegründung hat sie 

mittels eindeutiger Verweisungen auf die vorinstanzlichen Erwägungen schlüssig darzulegen, 

weshalb sie den angefochtenen Entscheid als fehlerhaft erachtet und die Gründe zu nennen, 

die einen anderen Entscheid nahe legen (GUIDON, Basler Kommentar, Strafprozessordnung, 2. 

Aufl. 2014, Art. 396 N 9c; CALAME, Commentaire Romand, Code de procédure pénale suisse, 

2. Aufl. 2019, Art. 385 N 21; BGer 6B_1273/2019 vom 11. März 2020 E. 2.4.3).  

 

2.1 Zur Beschwerde legitimiert sind die Parteien, sofern sie ein rechtlich geschütztes Inte-

resse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Art. 382 Abs. 1 

StPO). Partei ist namentlich die Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO). Als Privatkläger-

schaft gilt die geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- 

oder Zivilklägerin zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Als geschädigte Person gilt die Person, 

die durch die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO). 

Unmittelbar verletzt und geschädigt im Sinne von Art. 115 StPO ist, wer Träger des durch die 

verletzte Strafnorm geschützten oder zumindest mitgeschützten Rechtsgutes ist (BGE 143 IV 

77 E. 2.2).  

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Die beschwerdeführende Partei muss die Tatsachen darlegen, aus denen sich namentlich ihre 

Beschwerdeberechtigung ergeben soll, sofern dies nicht offensichtlich ist (BGE 141 IV 289 

E. 1.3; BGer 1B_324/2016 vom 12. September 2016, E. 3.1 in fine). 

 

2.2 Der Beschwerdeführer hat sich bereits im Rahmen seiner Strafanzeige als Privatkläger 

konstituiert. Im Folgenden bleibt somit zu untersuchen, ob und inwiefern der Beschwerdeführer 

durch die von ihm zur Anzeige gebrachten Straftaten in eigenen Rechten unmittelbar verletzt 

worden ist bzw. ob er diese Straftaten betreffend überhaupt als Geschädigter im Sinne von 

Art. 115 Abs. 1 StPO gilt. Danach bestimmt sich das Vorliegen bzw. der Umfang seiner Legiti-

mation zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde. 

 

2.2.1 Der Tatbestand des Betrugs schützt das Vermögen. (Unmittelbar) Geschädigter ist so-

mit derjenige, der durch den Betrug in seinem Vermögen geschädigt wird (vgl. MÄDER/ NIGGLI, 

Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2018, Art. 146 N 11). Sollten sich vorliegend die vom 

Beschwerdeführer erhobenen Betrugsvorwürfe als zutreffend erweisen, wäre er fraglos als un-

mittelbar geschädigt anzusehen. Damit kann ihm diesbezüglich die Eigenschaft als Geschädig-

ter im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO zuerkannt werden. 

 

2.2.2 Die Tatbestände des Urkundenstrafrechts schützen in erster Linie das besondere Ver-

trauen der Allgemeinheit in die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Rechtsverkehrs mit Urkunden 

(BGE 140 IV 155 E. 3.3.3; 137 IV 167 E. 2.3.1; 132 IV 12 E. 8.1). Neben der Allgemeinheit 

schützt der Tatbestand der Urkundenfälschung auch private Interessen des Einzelnen, soweit 

sich das Fälschungsdelikt auf die Benachteiligung einer bestimmten Person richtet (BGE 140 

IV 155 E. 3.3.3; 119 Ia 342 E. 2b). Sollte die behauptete Manipulation der Jahresrechnung 2013 

zutreffen, wäre der Beschwerdeführer als Aktionär der E._____ AG und damit Adressat dieser 

Jahresrechnung unmittelbar in seinen Rechten berührt, weshalb ihm diesbezüglich die Stellung 

eines Geschädigten zukommt. 

 

2.2.3 Der Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung schützt bei juristischen Personen 

das Gesellschaftsvermögen. Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichts wird 

bei Vermögensdelikten zum Nachteil des Gesellschaftsvermögens die juristische Person unmit-

telbar verletzt, während der Gesellschafter nur mittelbar betroffen ist und nicht als Geschädigter 

nach Art. 115 Abs. 1 StPO gilt (BGE 141 IV 380 E. 2.3.3; 140 IV 155 E. 3.3.1). Demnach ist der 

Beschwerdeführer als Aktionär der E._____ AG durch die angezeigte ungetreue Geschäftsbe-

sorgung nicht unmittelbar berührt. Er kann sich folglich diesbezüglich nicht als Privatkläger kon-

stituieren und ist daher in diesem Punkt auch nicht zur Beschwerdeführung legitimiert.  

 

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2.3 Dem Gesagten zufolge kommt dem Beschwerdeführer bezüglich der Tatbestände des 

Betrugs und der Urkundenfälschung Parteistellung zu. Insoweit geben die übrigen Beschwer-

devoraussetzungen keinen Anlass zu Bemerkungen und sind erfüllt. Auf die Beschwerde kann 

folglich in dieser Hinsicht eingetreten werden. Betreffend den Tatbestand der ungetreuen Ge-

schäftsbesorgung kommt dem Beschwerdeführer hingegen keine Parteistellung zu, weshalb in-

sofern auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 

 

B. Keine Zulassung als Privatkläger betr. die ungetreue Geschäftsbesorgung 

Wie bereits dargelegt, kann sich der Beschwerdeführer in Bezug auf die ungetreue Geschäfts-

besorgung nicht als Privatkläger konstituieren. Infolgedessen erweist sich der Antrag des Be-

schwerdeführers, er sei bezüglich ungetreuer Geschäftsbesorgung als Privatkläger zuzulassen, 

als unbegründet und ist deshalb abzuweisen. 

 

C. Formelles zum Rubrum und zum Dispositiv des Beschwerdeobjekts 

1. In der Teileinstellungsverfügung vom 9. Januar 2020 werden im Rubrum unter dem 

Randtitel „Beschuldigte Personen“ unter anderem „Verantwortliche der E._____ AG“ aufgeführt. 

Diese Bezeichnung entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben. Gemäss Art. 81 Abs. 2 lit. c 

StPO muss die Einleitung einer verfahrenserledigenden Verfügung „eine genügende Bezeich-

nung der Parteien“ enthalten. Dies ist insbesondere mit Blick auf die Rechtskraftwirkung der 

Einstellungsverfügung von Bedeutung. Die Parteien sind so zu bezeichnen, dass über ihre Iden-

tität kein Zweifel besteht. Die Parteien müssen daher namentlich unter Angabe ihrer vollständi-

gen Personalien genannt werden (vgl. STOHNER, Basler Kommentar, Strafprozessordnung, 

a.a.O., Art. 81 N 5). Vorliegend ist nicht ersichtlich, welche namentlichen Personen unter dem 

Begriff „Verantwortliche der E._____ AG“ zu verstehen sind. Diese unklare Parteibezeichnung 

genügt daher den Anforderungen von Art. 81 Abs. 2 lit. c StPO nicht.  

 

2. Das Dispositiv ist ein zentrales Element einer Einstellungsverfügung. In ihm kommt das 

Ergebnis der Anordnung zum Ausdruck, und es bestimmt allein den Umfang der Rechtskraft 

des Entscheids (vgl. STOHNER, a.a.O., Art. 81 N 19). Das Dispositiv muss daher aus sich heraus 

verständlich sein. Betrifft eine Anordnung im Dispositiv mehrere Personen, so ist diese so zu 

formulieren, dass ohne Zweifel feststeht, wen diese betrifft. Somit ist die Verwendung der un-

klaren Bezeichnung „Verantwortliche der E._____ AG“ im Dispositiv der in Frage stehenden 

Teileinstellungsverfügung unzureichend.  

 

3. Nachdem im vorliegenden Verfahren nunmehr alle betroffenen Personen namentlich ge-

nannt werden und, wie nachfolgend noch zu zeigen sein wird, die angefochtene Dispositiv-Ziffer 

1 der Teileinstellungsverfügung vom 9. Januar 2020, in welcher der Terminus „Verantwortliche 

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der E._____ AG“ verwendet wird, ohnehin aufzuheben ist, erübrigt sich eine entsprechende 

Berichtigung dieser Verfügung. 

 

II. EINSTELLUNG DES STRAFVERFAHRENS 

A. Allgemeines 

AA. Einstellungsvoraussetzungen 

Gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfah-

rens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt. Der Entscheid hat sich 

nach dem Grundsatz „in dubio pro duriore“ zu richten. Danach darf eine Einstellung durch die 

Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit angeordnet werden. Hingegen ist, 

sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu erheben, wenn 

eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist ein Freispruch genauso 

wahrscheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der Regel, insbesondere bei schweren De-

likten, eine Anklageerhebung auf. Bei zweifelhafter Beweis- oder Rechtslage hat nicht die 

Staatsanwaltschaft über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, son-

dern das zur materiellen Beurteilung zuständige Gericht. Der Grundsatz, dass im Zweifel nicht 

eingestellt werden darf, ist auch bei der Überprüfung von Einstellungsverfügungen zu beachten 

(BGE 143 IV 241 E. 2.2.1; 138 IV 186 E. 4.1; 138 IV 86 E. 4.1.1).  

  

AB. Betrug 

1.1 Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der Absicht, sich 

oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unter-

drückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den 

Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Ver-

mögen schädigt. Der Tatbestand des Betrugs zeichnet sich als „Beziehungsdelikt“ dadurch aus, 

dass der Täter das Opfer durch motivierende, kommunikative Einwirkung dazu veranlasst, sich 

selbst durch die Vornahme einer Vermögensverfügung zugunsten des Täters oder eines Dritten 

zu schädigen. Angriffsmittel des Betrugs ist die arglistige, d.h. die mit einer gewissen Raffinesse 

oder Durchtriebenheit vorgenommene Täuschung (BGE 135 IV 76 E. 5.1 f.; BGer 6B_150/2017 

vom 11. Januar 2018 E. 3.3, nicht publ. in: BGE 144 IV 52). 

 

1.2  Das Erfordernis der Arglist ist erfüllt, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errich-

tet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient. Einfache falsche Angaben gelten 

als arglistig, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht 

zumutbar ist, oder wenn der Täter das Opfer von der möglichen Überprüfung abhält oder er 

nach den Umständen voraussieht, dass dieses die Überprüfung der Angaben aufgrund eines 

besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen werde. Die Täuschung ist nicht arglistig, wenn 

das Täuschungsopfer den Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit hätte vermeiden 

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können. Wie es sich damit verhält, beurteilt sich unter Berücksichtigung der jeweiligen Lage und 

Schutzbedürftigkeit des Täuschungsopfers im Einzelfall. Dabei wird einerseits auf besonders 

schutzbedürftige Opfer Rücksicht genommen und andererseits die allenfalls vorhandene beson-

dere Fachkenntnis und Geschäftserfahrung in Rechnung gestellt. Der Tatbestand erfordert in-

des in keinem Fall, dass das Täuschungsopfer die grösstmögliche Sorgfalt walten lässt und alle 

erdenklichen Vorkehren zu seinem Schutz trifft. Arglist scheidet nur aus, wenn das Opfer leicht-

fertig die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet, so dass das täuschende Ver-

halten des Täters in den Hintergrund tritt. Die zum Ausschluss der Strafbarkeit des Täuschen-

den führende Opferverantwortung wird von der Rechtsprechung nur in Ausnahmefällen ange-

nommen (BGE 142 IV 153 E. 2.2.2; 135 IV 76 E. 5.2; 128 IV 18 E. 3a).  

  

1.3 Der Tatbestand des Betrugs setzt eine irrtumsbedingte Vermögensverfügung des Ge-

täuschten voraus, wodurch dieser sich selbst bzw. das seiner tatsächlichen Verfügung unterlie-

gende Vermögen eines Dritten unmittelbar schädigt (BGE 128 IV 255 E. 2e/aa; 126 IV 113 

E. 3a). Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn das Vermögen des Täuschungsopfers nach Vor-

nahme der irrtumsbedingten Vermögensverfügung in seinem Gesamtwert – durch Verringerung 

der Aktiven oder Vermehrung der Passiven – tatsächlich vermindert ist (BGE 134 IV 210 E. 5.3; 

BGer 6B_480/2018 vom 13. September 2019 E. 1.1.2). Massgebend für den Zeitpunkt der 

Schädigung – und die Vollendung des Betrugs – ist das Verpflichtungsgeschäft. Eine bloss vo-

rübergehende Schädigung genügt. Späterer Ersatz schliesst Betrug mithin nicht aus; selbst eine 

vertragsgemässe Rückzahlung kann die schon beim Vertragsabschluss eingetretene Vermö-

gensverminderung nicht ungeschehen machen (BGE 123 IV 17 E. 3d; 122 II 422 E. 3b/aa; 120 

IV 122 E. 6b/bb; 102 IV 84 E. 4; BGer 6B_150/2017 vom 11. Januar 2018 E. 3.3, nicht publ. in: 

BGE 144 IV 52).  

 

2.  Der subjektive Tatbestand von Art. 146 Abs. 2 StGB verlangt Vorsatz und Handeln in 

unrechtmässiger Bereicherungsabsicht. Der Vorsatz muss sich auf die Verwirklichung sämtli-

cher objektiver Tatbestandsmerkmale richten. Eventualvorsatz genügt (BGer 6B_341/2019 vom 

21. Februar 2020 E. 1.3.2; 6B_777/2017 vom 8. Februar 2018 E. 2.6.1; 6B_1160/2014 vom 

19. August 2015 E. 7.8.1).  

 

AC. Urkundenfälschung 

1.1 Den Tatbestand der Urkundenfälschung nach Art. 251 Ziff. 1 StGB erfüllt unter ande-

rem, wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an andern Rechten zu schädigen oder 

sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen (Abs. 1), eine Urkunde 

fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen eines andern zur 

Herstellung einer unechten Urkunde benützt oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig 

beurkundet oder beurkunden lässt (Abs. 2).  

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1.2 Die Falschbeurkundung betrifft die Errichtung einer echten, aber unwahren Urkunde, 

bei der der wirkliche und der in der Urkunde enthaltene Sachverhalt nicht übereinstimmen. Die 

Falschbeurkundung erfordert eine qualifizierte schriftliche Lüge. Eine solche wird nur angenom-

men, wenn dem Schriftstück eine erhöhte Glaubwürdigkeit zukommt und der Adressat ihm da-

her ein besonderes Vertrauen entgegenbringt (BGE 142 IV 119 E. 2.1; 138 IV 130 E. 2.1).  

 

Die kaufmännische Buchführung und ihre Bestandteile (Belege, Bücher, Buchhaltungsauszüge 

über Einzelkonten, Bilanzen oder Erfolgsrechnungen) sind kraft Gesetzes (Art. 957 ff. OR) be-

stimmt und geeignet, Tatsachen von rechtlich erheblicher Bedeutung zu beweisen. Eine falsche 

Buchung erfüllt den Tatbestand der Falschbeurkundung, wenn sie ein falsches Gesamtbild der 

Buchführung zeichnet und dabei Buchungsvorschriften und -grundsätze verletzt, die errichtet 

worden sind, um die Wahrheit der Erklärung zu gewährleisten. Solche Grundsätze werden in 

den gesetzlichen Bestimmungen über die ordnungsgemässe Rechnungslegung in Art. 958a ff. 

OR (Art. 958 ff., 662a ff. aOR) aufgestellt, die den Inhalt bestimmter Schriftstücke näher festle-

gen (BGE 141 IV 369 E. 7.1).  

 

2. Subjektiv wird hinsichtlich aller objektiven Tatbestandsmerkmale Vorsatz verlangt, wo-

bei Eventualvorsatz genügt (BGE 138 IV 130 E. 3.2.1). Zudem muss der Täter in der Absicht 

handeln, jemanden am Vermögen oder an andern Rechten zu schädigen oder sich oder einem 

andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen (BGE 141 IV 369 E. 7.4; 138 IV 130 

E. 3.2.4). 

 

B. Die angefochtenen Punkte der Teileinstellungsverfügung vom 9. Januar 2020 

BA. Sanierung der E._____ AG 

a. Standpunkt der Vorinstanz und des Beschwerdeführers 

1. Die Staatsanwaltschaft erwog insbesondere, der Beschwerdeführer sei im Vorfeld sei-

ner Barliberierung von Fr. 100'000.− der neuen Aktien der E._____ AG mehrfach darüber infor-

miert worden, dass die Kapitalerhöhung auch mittels Verrechnung erfolgen könne. Eine Täu-

schung oder Täuschungsabsicht könne in dieser Hinsicht folglich nicht vorgelegen haben. Aus-

serdem sei anlässlich der Generalversammlung vom 11. November 2013 auf Antrag des Ver-

waltungsrats beschlossen worden, die gesetzlichen Reserven von Fr. 1'500'000.− in freie Re-

serven umzuwandeln und anschliessend die freien Reserven mit dem Bilanzverlust zu verrech-

nen. Dieser Beschluss habe jedoch nicht umgesetzt werden können, da gemäss der Vorschrift 

von Art. 671b OR die Umwandlung von Aufwertungsreserven in freie Reserven unzulässig sei. 

Die Ungültigkeit des Beschlusses scheine aufgrund eines Versehens verkannt worden zu sein. 

Im Übrigen sei trotz der unterbliebenen Umsetzung des genannten Beschlusses nach der 

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Durchführung der übrigen Sanierungsmassnahmen bei der E._____ AG weder eine Überschul-

dung noch ein hälftiger Kapitalverlust nach Art. 725 Abs. 1 OR vorhanden gewesen. Insgesamt 

bestünden keinerlei Hinweise darauf, dass der Verwaltungsrat den unzulässigen Antrag auf 

Umwandlung der gesetzlichen Reserven in freie Reserven und deren anschliessende Verrech-

nung mit dem Bilanzverlust vorsätzlich und in Täuschungsabsicht gestellt habe, um die Aktio-

näre zur Annahme der Sanierungsbeschlüsse – und insbesondere zur Kapitaleinzahlung – zu 

motivieren. Es fehle somit an einer Täuschung, jedenfalls zumindest an einer Täuschungsab-

sicht. Folgerichtig habe kein Tatverdacht erhärtet werden können, weshalb das Verfahren in 

Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einzustellen sei. 

 

2. Der Beschwerdeführer macht demgegenüber im Wesentlichen geltend, der Verwal-

tungsrat habe zwar erwähnt, dass bei der mit Einladung zur Generalversammlung der E._____ 

AG vom 11. November 2013 vorgeschlagenen „Harmonikasanierung“ das Aktienkapital nach 

Herabsetzung auf Null entweder durch Bareinlage oder durch Verrechnung wieder aufgestockt 

werde. Er habe allerdings in guten Treuen davon ausgehen dürfen, dass die Darlehen von 

D._____, welche mit einer Rangrücktrittserklärung versehen gewesen seien, wirtschaftlich dem 

Aktienkapital gleichgekommen und daher nicht verrechenbar gewesen seien. An der erwähnten 

Generalversammlung sei nämlich der Eindruck erweckt worden, die Gesellschaft brauche neue 

Geldmittel und werde nach der Sanierung über zusätzliches Kapital von Fr. 1'000'000.− verfü-

gen. Hätte er gewusst, dass D._____ keinen Rappen in die Hand nehmen werde, sondern nur 

ihre Darlehensforderungen durch Verrechnung um Fr. 900'000.− reduzieren werde, hätte er der 

Sanierung nicht zugestimmt und die Fr. 100'000.− im Rahmen der Kapitalerhöhung nicht geleis-

tet. D._____ bzw. ihrem Advokaten Dr. H._____ oder dem Geschäftsführer C._____ sei die 

Pflicht zugekommen, ihn über die von D._____ beabsichtigte Liberierung der neuen Aktien 

durch Verrechnung zu orientieren. Die Staatsanwaltschaft hätte die entsprechenden Personen 

befragen müssen, ob der Beschwerdeführer darüber informiert worden sei, dass D._____ ledig-

lich eine Verrechnungsliberierung beabsichtigt habe. Nur wenn der Beweis erbracht wäre, dass 

der Beschwerdeführer über diese Absicht klar im Bild gewesen sei oder hätte sein müssen, 

könnte davon ausgegangen werden, dass keine Täuschung vorgelegen sei. Durch die angebli-

che Sanierung sei die Überschuldung der Gesellschaft nicht beseitigt worden. Dies sei wohl 

auch Advokat Dr. H._____ und dem Geschäftsführer C._____ bewusst gewesen. Darum sei es 

wohl Teil des Sanierungskonzepts gewesen, auch die gesetzlichen Reserven von 

Fr. 1'500'000.− in freie Reserven umzuwandeln und anschliessend mit dem Bilanzverlust zu 

verrechnen. Es treffe nicht zu, dass C._____ und Dr. H._____ erst nach der Generalversamm-

lung gemerkt hätten, dass dies gar nicht zulässig gewesen sei, denn der Beschwerdeführer 

habe bereits an der Generalversammlung diesem Ansinnen widersprochen.  

 

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b. Würdigung 

1.1 Bei der Kapitalherabsetzung vom 11. November 2013 wurden 500 Namenaktien zu 

Fr. 1'000.− im Sinne von Art. 735 OR auf Null reduziert. Gleichzeitig wurden bei der ordentlichen 

Kapitalerhöhung vom 20. Dezember 2013 auf neu Fr. 1'000'000.− zehn voll liberierte Namen-

aktien zu Fr. 100'000.− ausgegeben. D._____ liberierte das Aktienkapital für die neun von ihr 

gezeichneten Namenaktien von total Fr. 900'000.− durch Teilverrechnung einer gegenüber der 

Gesellschaft bestehenden Darlehensforderung, die mit einem Rangrücktritt versehen war. Bei 

einer Kapitalerhöhung zwecks Sanierung können mit einem Rangrücktritt behaftete Forderun-

gen zur Liberierung von Aktienkapital durch Verrechnung verwendet werden, da mit deren Ver-

rechnung der Substanzwert der Gesellschaft – durch Verminderung der Verbindlichkeiten der 

Gesellschaft – erhöht wird (ZINDEL/ISLER, Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 5. Aufl. 2016, 

Art. 652c N 4a). 

 

1.2 

1.2.1 In der Einladung zur Generalversammlung der E._____ AG vom 11. November 2013 

beantragte C._____ im Namen des Verwaltungsrats eine Erhöhung des Aktienkapitals um 

Fr. 1'000'000.− in bar oder durch Verrechnung (act. SD4 01.20.008 ff.). Die Generalversamm-

lung der E._____ AG stimmte in Anwesenheit des Beschwerdeführers der Kapitalerhöhung in 

bar oder durch Verrechnung zu (act. SD4 01.20.011 ff.). Vorliegend wird weder konkret darge-

legt noch sind irgendwelche Anzeichen ersichtlich, dass anlässlich der Generalversammlung 

der Eindruck erweckt worden sein könnte, dass die Gesellschaft nach der Durchführung der 

Sanierung über zusätzliche Geldmittel im Umfang der Kapitalerhöhung verfügen wird. Schliess-

lich bestätigte der Beschwerdeführer in dem am 16. November 2013 von ihm unterschriebenen 

Aktienzeichnungsschein, Kenntnis davon zu haben, dass gemäss dem Beschluss der General-

versammlung vom 11. November 2013 das neue Aktienkapital entweder in bar oder durch Ver-

rechnung zu liberieren ist (act. AA 40.04.022 f.). Unter diesen Umständen fehlen jegliche An-

haltspunkte für eine relevante Täuschung des Beschwerdeführers über die Möglichkeit der Ver-

rechnungsliberierung der neuen Aktien im Rahmen des Kapitalerhöhungsverfahrens bei der 

E._____ AG. Es ist somit nicht ersichtlich, dass dem Beschwerdeführer vorgetäuscht worden 

ist, eine Liberierung der neuen Aktien durch Verrechnung sei ausgeschlossen.  

 

1.2.2 Hätte der Beschwerdeführer tatsächlich infolge eines Irrtums angenommen, dass die 

mit einem Rangrücktritt versehenen Darlehen von D._____ wirtschaftlich Aktienkapital darstell-

ten und daher nicht für eine Liberierung durch Verrechnung verwendet werden könnten, müsste 

zumindest eine Arglistigkeit des Vorgehens von C._____ und D._____ verneint werden. Es fehlt 

diesbezüglich an qualifiziert falschen Angaben von C._____ und D._____, bedienten sie sich 

doch weder besonderer Machenschaften noch errichteten sie ein ganzes Lügengebäude. Mit 

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der Verrechnungsliberierung wurde lediglich ein in der Praxis gängiges Instrument bei Kapital-

erhöhungen zu Sanierungszwecken angewendet (CRAMER, Zürcher Kommentar, Obligationen-

recht, 2. Aufl. 2016, Art. 634a N 33). Der Beschwerdeführer hätte auf jeden Fall einen Irrtum 

betreffend die Zulässigkeit der Verrechnungsliberierung mit einem gebotenen Mindestmass an 

Aufmerksamkeit vermeiden können. Damit fehlt es am Merkmal der Arglist. 

 

1.2.3 Anhaltspunkte, die auf einen Täuschungswillen von C._____ und D._____ bei der Ka-

pitalerhöhung betreffend die Zulässigkeit der Verrechnungsliberierung schliessen liessen, zeigt 

der Beschwerdeführer weder auf noch sind solche ersichtlich.  

 

1.3 

1.3.1 Die Einladung zur Generalversammlung der E._____ AG vom 11. November 2013 ent-

hielt weiter das Traktandum „Auflösung der gesetzlichen Reserven und Beschlussfassung über 

die Verwendung des Bilanzgewinnes“. Der Verwaltungsrat beantragte damit die Auflösung der 

gesetzlichen Reserven und deren Umbuchung in die freien Reserven; anschliessend waren die 

freien Reserven vollständig mit dem Bilanzverlust zu verrechnen und der noch vorhandene Bi-

lanzverlust auf die neue Rechnung vorzutragen (act. SD4 01.020.009). Diesen Antrag geneh-

migte die Generalversammlung (act. AA 40.20.010). In einem Memorandum vom 29. Januar 

2014 zuhanden des Verwaltungsrats der E._____ AG hielt Advokat Dr. H._____ fest, dass es 

sich bei den gesetzlichen Reserven um Aufwertungsreserven handle, deren Umwandlung in 

freie Reserven unzulässig und der Beschluss der Generalversammlung diesbezüglich folglich 

nichtig sei (act. AA 40.04.027). Gemäss Art. 671b OR ist die Umwandlung der Aufwertungsre-

serven von Fr. 1'500'000.− in freie Reserven unzulässig und der Generalversammlungsbe-

schluss in diesem Punkt aufgrund von Art. 706b Ziff. 3 OR nichtig. 

 

1.3.2 Sind bei der Ausgabe von Aktien in Emissionsprospekten oder ähnlichen Mitteilungen 

unrichtige, irreführende oder den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechende Angaben 

gemacht oder verbreitet worden, so haftet nach Art. 752 aOR jeder, der absichtlich oder fahr-

lässig dabei mitgewirkt hat, den Erwerbern der Titel für den dadurch verursachten Schaden. Es 

fragt sich zwar, ob die Einladung zur Generalversammlung vom 11. November 2013, in der die 

Umwandlung der gesetzlichen in freie Reserven als ein Mittel zur Beseitigung des Bilanzverlus-

tes dargestellt wurde, eine „ähnliche Mitteilung“ im Sinne dieser Bestimmung bildet, welcher der 

Charakter einer Garantiefunktion zukommen könnte (vgl. BGE 120 IV 122). Vorliegend macht 

der Beschwerdeführer jedoch in der Beschwerde selbst geltend, C._____ und Advokat Dr. 

H._____ sei die Unzulässigkeit der Umwandlung der Aufwertungsreserven von Fr. 1'500'000.− 

in freie Reserven nicht erst nach der Generalversammlung bekannt gewesen, da er bereits an 

der Generalversammlung diesem Ansinnen widersprochen habe. Damit hatte der Beschwerde-

führer schon zum Zeitpunkt der Generalversammlung begründeten Anlass, die Durchführbarkeit 

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der besagten Umwandlung von Reserven kritisch zu hinterfragen und sich mit einem Mindest-

mass an Aufmerksamkeit zu schützen. Unter diesen Umständen scheint das Kriterium der Arg-

list klarerweise nicht gegeben. 

 

1.3.3 Ausserdem fehlt es in casu am Tatbestandsmerkmal des Schadens. Der Beschwerde-

führer wendete für die Liberierung einer neuen Namenaktie der E._____ AG Fr. 100'000.− auf. 

Obgleich die Umwandlung der Aufwertungsreserven in freie Reserven nicht durchgeführt wer-

den konnte, wurde die Namenaktie des Beschwerdeführers dadurch nicht in ihrem Wert herab-

gesetzt. Zum einen änderte das Unterbleiben der Umbuchung der Reserven nichts am Eigen-

kapital der Gesellschaft. Zum anderen konnte allein durch die übrigen Sanierungsmassnahmen 

die Überschuldung sowie der hälftige Kapitalverlust nach Art. 725 Abs. 1 OR bei der E._____ 

AG beseitigt werden und damit die Fortsetzung der Geschäftstätigkeit gewährleistet werden.  

 

1.3.4 Im Weiteren bestehen keinerlei Hinweise darauf, dass der Verwaltungsrat den Antrag 

auf Umwandlung der Aufwertungsreserven in freie Reserven vorsätzlich und in Täuschungsab-

sicht stellte, um die Aktionäre zur Annahme der Sanierungsbeschlüsse – und insbesondere zur 

Kapitaleinzahlung – zu motivieren. C._____ bekundete bei der Einvernahme vom 20. Juni 2019, 

der Verwaltungsrat sei anlässlich der Generalversammlung vom 11. November 2013 noch von 

der Zulässigkeit der Umbuchung der Aufwertungsreserve in freie Reserven ausgegangen 

(act. AA 20.01.055). Objektive Anhaltspunkte, welche auf eine positive Kenntnis des Verwal-

tungsrats bereits im Zeitpunkt der Generalversammlung schliessen lassen würden, sind sodann 

nicht ersichtlich. Weitere erfolgsversprechenden Abklärungen sind keine erkennbar. Demnach 

fehlt es an jeglichen Hinweisen, dass C._____ schon im Vorfeld der Kapitalerhöhung um die 

Unzulässigkeit der Umbuchung der fraglichen Reserven wusste. Mithin gebricht es an einem 

anklagegenügenden Verdacht auf ein vorsätzliches Handeln und eine Täuschungsabsicht bei 

C._____.  

  

1.4 Dem Gesagten zufolge fehlt es im Zusammenhang mit der Sanierung der E._____ AG 

an einem für die Eröffnung einer Untersuchung gemäss Art. 324 Abs. 1 StPO notwendigen hin-

reichenden Verdacht für einen (versuchten) Betrug. Die Staatsanwaltschaft hat somit das Ver-

fahren in dieser Hinsicht in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO richtigerweise eingestellt. 

Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. 

 

BB. Bilanzmanipulation 

a. Standpunkt der Vorinstanz und des Beschwerdeführers 

1. Die Staatsanwaltschaft führte hauptsächlich aus, entgegen der Auffassung des Be-

schwerdeführers sei die Bilanz der E._____ AG per 31. Dezember 2013 nicht manipuliert. An-

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lässlich der Generalversammlung vom 30. Juni 2014, an welcher der Beschwerdeführer anwe-

send gewesen sei, seien der Revisionsbericht vom 14. Februar 2014 sowie die (geprüfte) Jah-

resrechnung 2013 der Gesellschaft aufgelegen. Abweichungen zwischen dieser geprüften Jah-

resrechnung und der Saldobilanz seien nicht zu erkennen, zumal beide identische Eigenkapita-

lien (Fr. 1'231'781.87) und Jahresgewinne (Fr. 1'497'346.28) auswiesen. Somit habe der Tat-

verdacht der Urkundenfälschung nicht erhärtet werden können, weshalb das Verfahren in An-

wendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einzustellen sei. 

 

2. Der Beschwerdeführer entgegnet insbesondere, die Geschäftsleitung und der Verwal-

tungsrat der E._____ AG seien im Einverständnis von D._____ und ihrem Berater Advokat 

Dr. H._____ im Zusammenhang mit der angeblichen Sanierung nicht davor zurückgeschreckt, 

die Bilanzen der E._____ AG nach ihren Bedürfnissen zu manipulieren. In der ihm vorgelegten 

Bilanz per 31. Dezember 2013 würden ein Umlaufvermögen von zirka Fr. 5'900'000.−, ein An-

lagevermögen von zirka Fr. 3'500'000.− und Aktiven von total zirka Fr. 9'500'000.− ausgewie-

sen. Erst nach dem Konkurs der E._____ AG habe er aufgrund von Buchhaltungsunterlagen 

entdeckt, dass sich die Vermögenslage der E._____ AG für den genannten Stichtag ganz an-

ders präsentiert habe. Danach hätten nämlich das Umlaufvermögen Fr. 3'700'000.−, das Anla-

gevermögen Fr. 3'500'000.− und die Gesamtaktiven Fr. 7'200'000.− betragen. Wie die Staats-

anwaltschaft zum Schluss gelange, der Tatverdacht der Bilanzmanipulationen sei nicht gege-

ben, sei nicht ersichtlich.  

 

b. Würdigung 

1. Wie die Buchführung zu erfolgen hat, wird durch das Obligationenrecht geregelt. Ge-

mäss Art. 957 Abs. 1 aOR sollen mit der Buchführung die Vermögenslage des Geschäfts und 

die mit dem Geschäftsbetrieb zusammenhängenden Schuld- und Forderungsverhältnisse sowie 

die Betriebsergebnisse der einzelnen Geschäftsjahre festgestellt werden können. Dasselbe be-

stimmt Art. 662a Abs. 1 aOR für die Jahresrechnung bei der Aktiengesellschaft, die so aufge-

stellt werden muss, dass die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft möglichst zuverläs-

sig beurteilt werden kann. Nach Art. 662a Abs. 2 Ziff. 6 aOR erfolgt die ordnungsmässige Rech-

nungslegung insbesondere nach dem Grundsatz der Unzulässigkeit der Verrechnung von Akti-

ven und Passiven sowie von Aufwand und Ertrag (sog. Saldierungsverbot). Weder Aufwand und 

Ertrag noch Aktiven und Passiven dürfen miteinander verrechnet (Bruttoprinzip) und dann nur 

der daraus resultierende Saldo links oder rechts in der Erfolgsrechnung bzw. der Bilanz einge-

tragen werden. Das Saldierungsverbot ist von grosser Strenge (BAUEN/BERNET, Schweizer Ak-

tiengesellschaft, Aktienrecht - Fusionsrecht - Börsenrecht - Steuerrecht, 2007, S. 126). Am 

1. Januar 2013 sind die revidierten Bestimmungen über das Rechnungslegungsrecht mit einer 

zweijährigen Übergangsfrist in Kraft getreten (Art. 2 Abs. 1 der Übergangsbestimmungen der 

Änderung vom 23. Dezember 2011). Dass die E._____ AG von der Möglichkeit auf vorzeitige 

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Anwendung des neuen Rechts Gebrauch machte, ist nicht ersichtlich. Jedenfalls kann festge-

halten werden, dass auch nach neuem Recht die dargestellten Grundsätze des alten Rechts 

ebenso zur Anwendung kommen würden (vgl. Art. 957a OR).  

 

2.1 Gemäss dem Protokoll der Generalversammlung der E._____ AG vom 30. Juni 2014 

lag die Jahresrechnung 2013 („externe Jahresrechnung 2013“; act. SD4 01.01.062 f.) bei der 

Gesellschaft auf. Von dieser Jahresrechnung hatte der Beschwerdeführer spätestens im Zeit-

punkt der genannten Generalversammlung Kenntnis. Erst nach dem Konkurs der E._____ AG 

entdeckte er in deren Buchhaltungsunterlagen die interne Version der Jahresrechnung 2013 

(„interne Jahresrechnung 2013“, act. SD4 01.01.66 ff.). Die Bilanz der E._____ AG präsentiert 

sich nach diesen beiden Versionen der Jahresrechnung 2013 verkürzt wie folgt:  

 Externe Jahres-

rechnung 

Interne Jahres-

rechnung 

Aktiven 31.12.2013 31.12.2013 

 Fr. Fr. 

Flüssige Mittel 894'881.25 -1'105'118.75 

Forderungen aus Lieferungen und  

Leistungen 

3'803'045.01 3'803'045.01 

Kaution  5'500.00 

Andere Forderungen 144.88 144.88 

Vorauszahlungen an Lieferanten 455'000.00 455'000.00 

Vorräte und angefangene Arbeiten 745'000.00 745'000.00 

Vorauszahlungen 
 

-185'184.90 

Aktive Rechnungsabgrenzung 8'798.20 8'798.20 

Umlaufvermögen 5'906'869.34 3'727'184.44 

Sachanlagen  3'486'000.00 3'486'000.00 

Finanzanlagen 5'500.00  

Anlagevermögen 3'491'500.00 3'486'000.00 

Total Aktiven 9'398'369.34 7'213'184.44 

 

Passiven   

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und  

Leistungen 

2'330'530.38 2'330'530.38 

Andere Verbindlichkeiten 213'373.15 213'373.15 

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Vorauszahlungen  185'184.90  

Bankschulden 2'000'000.00  

Grundpfandgesicherte Hypothekarschulden 1'480'000.00 1'480'000.00 

Langfristige Darlehen Aktionär 411'446.00 411'446.00 

Langfristige Darlehen Aktionär mit Rang-

rücktritt 

812'475.59 812'475.59 

Rückstellungen 100'000.00 100'000.00 

Passive Rechnungsabgrenzung 633'577.45 633'577.45 

Fremdkapital 8'166'587.47 5'981'402.57 

Aktienkapital 1'000'000.00 1'000'000.00 

Gesetzliche Reserven (Aufwertungsreser-

ven) 

1'262'000.00 1'262'000.00 

Bilanzverlust -1'030'218.13 -1'030'218.13 

Eigenkapital 1'231'781.87 1'231'781.87 

Total Passiven 9'398'369.34 7'213'184.44 

 

2.2 Die Staatsanwaltschaft hält zutreffend fest, dass die externe und interne Version der 

Jahresrechnung beide identische Eigenkapitalien und Jahresgewinne ausweisen. Die An-

nahme, dass deswegen der Verdacht einer Urkundenfälschung ausgeschlossen sei, greift je-

doch zu kurz. Eine Aktiengesellschaft muss nämlich in der Jahresrechnung nicht nur das Eigen-

kapital und den Jahresgewinn, sondern insbesondere auch die Aktiven und Passiven korrekt 

ausweisen. Vorliegend ergibt sich indessen trotz unterschiedlicher Beträge der Aktiven und Pas-

siven kein hinreichender Verdacht auf Urkundenfälschung.  

 

Der Unterschied zwischen der externen und der internen Version der Jahresrechnung gründet 

darin, dass bei der Erstellung der externen Bilanz in Beachtung des Saldierungsverbots nach-

folgende Anpassungen vorgenommen wurden: Der Festkostenvorschuss bei der R._____bank 

wurde statt wie in der internen Bilanz unter den Aktiven mit Fr. -2'000'000.− in der externen 

Bilanz zutreffend unter den Passiven mit Fr. 2'000'000.− ausgewiesen. Ebenso wurden Voraus-

zahlungen statt wie in der internen Bilanz unter den Aktiven mit Fr. - 185'184.90 in der externen 

Bilanz korrekt unter den Passiven mit Fr. 185'184.90 aufgeführt. Zudem wurde eine Kaution bei 

der Oberzolldirektion statt wie in der internen Bilanz unter dem Umlaufvermögen mit Fr. 5'500.− 

in der externen Bilanz zutreffend unter dem Anlagevermögen mit dem gleichen Betrag ausge-

wiesen. Beim Erstellen der externen Bilanz wurden somit zwingende Änderungen vorgenom-

men und damit eine den massgebenden Buchführungsgrundsätzen entsprechende Bilanz er-

richtet. Demnach besteht kein relevanter Verdacht, dass die dem Beschwerdeführer vorgelegte 

externe Jahresrechnung 2013 unrichtig war. Infolgedessen ist die Einstellung des Verfahrens 

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durch die Staatsanwaltschaft in diesem Punkt in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO zu 

schützen. Die Beschwerde ist somit insofern abzuweisen. 

 

BC. Verbindlichkeiten gegenüber der E._____ GmbH 

a. Standpunkt der Vorinstanz und Beschwerdeführers 

1. Die Staatsanwaltschaft erwog im Wesentlichen, D._____ habe am 9. August 2013 eine 

befristete Garantie für die der E._____ AG gegen die deutsche E._____ GmbH zustehenden 

Forderungen abgegeben. Der Garantiefall sei in der Folge im Umfang von Fr. 381'872.69 ein-

getreten. Im Geschäftsjahr 2014 habe D._____ der E._____ AG zwei ungesicherte Darlehen in 

Höhe von insgesamt Fr. 1'200'000.− gewährt. Da sich die E._____ AG im Zeitpunkt der Gewäh-

rung dieser Darlehen in einer ernsthaften finanziellen Schieflage befunden habe, hätten diese 

faktisch à fond perdu-Beiträge dargestellt. Es sei deshalb davon auszugehen, dass D._____ 

dadurch ihre Verpflichtungen aus der Garantie erfüllt habe. Daher könne auch nicht gesagt wer-

den, dem Beschwerdeführer sei anlässlich der Kapitalerhöhung eine Garantie zur Absicherung 

von Altlasten im Zusammenhang mit dem Konkurs der E._____ GmbH lediglich vorgetäuscht 

worden. Demzufolge lasse sich der Tatverdacht des Betrugs nicht erhärten, weshalb das Ver-

fahren in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einzustellen sei. 

 

2. Der Beschwerdeführer wendet dagegen unter anderem ein, anlässlich der Generalver-

sammlung vom 11. November 2013 sei ihm die Auskunft erteilt worden, dass keine Verbindlich-

keiten der E._____ AG gegenüber der konkursiten E._____ GmbH bestünden, und falls doch 

solche zum Vorschein kommen sollten, entsprechende Garantieerklärungen von D._____ vor-

lägen. Mit keiner Silbe sei indes erwähnt worden, dass diese Garantieerklärungen an Bedingun-

gen geknüpft und befristet gewesen seien. Die verantwortlichen Personen der E._____ AG hät-

ten ihn getäuscht, weil letztlich noch Verbindlichkeiten gegenüber der deutschen E._____ 

GmbH in Höhe von über EUR 300'000.− bezahlt worden seien. Auf jeden Fall könne zumindest 

nicht zweifelsfrei davon ausgegangen werden, er sei nicht getäuscht worden. Entgegen der 

Auffassung der Staatsanwaltschaft könne nicht angenommen werden, D._____ sei ihren Ga-

rantieverpflichtungen indirekt durch Kapitaleinschüsse nachgekommen.  

 

b. Würdigung 

1. Am 9. August 2013 gab D._____ im Zusammenhang mit dem Konkurs der E._____ 

GmbH für bestimmte Positionen in der Jahresrechnung 2012 der E._____ AG (Bürgschaft 

J._____, Darlehen an die E._____ GmbH, Lieferantenverpflichtungen K._____, Baugarantien, 

Vorauszahlungsgarantien) eine befristete Garantieerklärung bis zum 30. Juni 2014 ab. Damit 

sicherte D._____ gegenüber der E._____ AG zu, dass die Positionen werthaltig sind bzw. sie 

für die Eventualverbindlichkeiten zum Eurogegenwert einstehen werde (act. AA 40.35.003, 

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AA 40.72.003 f.). Im Revisionsbericht vom 26. August 2013 wurde auf diese befristete Garan-

tieerklärung ausdrücklich hingewiesen (act. AA 40.35.003). C._____ erklärte anlässlich der Ge-

neralversammlung vom 11. November 2013, dass die E._____ AG und die E._____ GmbH 

keine gemeinsamen geschäftlichen Aktivitäten gehabt hätten. Es bestünden jedoch noch Altlas-

ten, die auf die Personalunion von F._____ in beiden Gesellschaften zurückzuführen seien. 

Diese Positionen würden durch eine Garantieerklärung von D._____ abgesichert (act. SD4 

01.20.012). Am 21. Februar 2014 verlängerte D._____ in Bezug auf die Bürgschaft J._____, 

Baugarantien und Vorauszahlungsgarantien ihre Garantieerklärung bis zum 30. Juni 2015 

(act. AA 40.40.006). Bei der E._____ AG wurden in der Jahresrechnung 2013 die Lieferanten-

verpflichtungen K._____ in Höhe von Fr. 58'899.05 sowie das Darlehen an die E._____ GmbH 

in Höhe von Fr. 218'351.10 über den ausserordentlichen Aufwand 2013 ausgebucht. In der Jah-

resrechnung 2014 der genannten Gesellschaft wurde das Projekt J._____ in Höhe von 

Fr. 141'478.35 über den ausserordentlichen Aufwand 2014 ausgebucht (act. AA 40.72.010). 

Aufgrund dieser erfolgswirksamen Belastungen in den Jahresrechnungen 2013 und 2014 folgt, 

dass im Umfang von insgesamt Fr. 418'728.50 bzw. dem entsprechenden Eurogegenwert der 

Garantiefall eingetreten ist.  

 

2. Entgegen der Ansicht der Staatsanwaltschaft erfüllte D._____ ihre Verpflichtungen aus 

der der E._____ AG gewährten Garantien nicht. Mit den Garantieerklärungen vom 9. August 

2013 bzw. 21. Februar 2014 verpflichtete sich D._____, einen allfälligen Verlust der E._____ 

AG im Zusammenhang mit den betreffenden, oben genannten Geschäften zu übernehmen. Ihre 

aufgrund der eingetretenen Garantiefälle entstandenen Schuldverpflichtungen konnte D._____ 

durch eine entsprechende Geldzahlung befreiend tilgen. Durch die von ihr der E._____ AG ge-

währten Darlehen vom 18. Juni 2014 und vom 20. Oktober 2014 (act. AA 40.70.002 ff.) erlangte 

D._____ eine Forderung gegenüber der E._____ AG auf Rückzahlung des Darlehens. Vorlie-

gend tut der Beschwerdeführer weder dar noch ist ersichtlich, dass D._____ diese Forderung 

mit der Gegenforderung der E._____ AG im Zusammenhang mit den Garantien verrechnete. 

D._____ befriedigte folglich ihre Verpflichtungen aus den Garantieerklärungen nicht. Auch bei 

einer wirtschaftlichen Betrachtung kann nicht davon ausgegangen werden, D._____ sei mit den 

Darlehen an die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckende E._____ AG ihren Verpflichtun-

gen aus den Garantieerklärungen nachgekommen. Ihre Ansprüche auf Rückzahlung der Darle-

hen waren zwar im Moment der Darlehensgewährungen herabgesetzt. Es bestand jedoch die 

Möglichkeit, dass D._____ bei einer günstigen Entwicklung bei der E._____ AG dereinst die 

Forderung auf Rückzahlung der Darlehen in vollem Umfang hätte erhältlich machen können. 

Mit der Ausrichtung dieser Darlehen tilgte somit D._____ (auch bei wirtschaftlichen Betrachtung) 

offenkundig ihre Verpflichtungen aus den Garantieerklärungen nicht. Demzufolge erweist sich 

die Annahme der Vorinstanz, wonach kein Verdacht auf pflichtwidrige Unterlassung der Inan-

spruchnahme der Garantieerklärungen von D._____ gegeben sei, als nicht stichhaltig. Wegen 

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der nicht ersichtlichen Erfüllung der Verpflichtungen aus den Garantieerklärungen besteht viel-

mehr der Verdacht, dass C._____ und D._____ dem Beschwerdeführer die besagte Garantie-

erklärung im Rahmen der Kapitalerhöhung bei der E._____ AG im Jahr 2013 lediglich vorge-

täuscht haben könnten. Bei dieser Ausgangslage darf keine Einstellung erfolgen. Die Be-

schwerde ist folglich bezüglich des Tatvorwurfs des Verschweigens von (Eventual-)Verbindlich-

keiten und der pflichtwidrigen Nichtinanspruchnahme einer Garantieerklärung von D._____ (Zif-

fer 3.5 der Erwägungen der Teileinstellungsverfügung vom 9. Januar 2020) gutzuheissen. 

 

BD. Arbeitsverhältnis von D._____ 

a.  Standpunkt der Vorinstanz und des Beschwerdeführers 

1. Die Staatsanwaltschaft führte zusammenfassend aus, gemäss dem Arbeitsvertrag vom 

20. November 2013 sei D._____ von der E._____ AG per 1. Januar 2014 mit einem Jahreslohn 

von Fr. 60'000.− als „Verwaltungsangestellte mit Aufsichts- und Kontrollaufgaben“ angestellt 

worden. Ihre Aufgabe habe insbesondere sowohl die Teilnahme an Verwaltungsratssitzungen, 

an Geschäftsleitungssitzungen sowie an Strategie- und Geschäftsleitungsmeetings als auch 

den Besuch von Kunden umfasst. Auf den 1. Januar 2016 sei ihr Lohn auf Fr. 100'000.− pro 

Jahr erhöht worden. Den Aussagen von C._____, L._____, M._____ und B._____ lasse sich 

entnehmen, dass D._____ – nebst administrativen Belangen – vor allem für die Kundenpflege 

und -akquise sowie für die (für die E._____ AG existenzielle) Pflege der Bankbeziehungen zu-

ständig und auch tätig gewesen sei. Überdies seien aufgrund des Verwaltungsratsprotokolls der 

E._____ AG vom 20. August 2014 Bemühungen von D._____ bei der Kreditbeschaffung er-

sichtlich. Weiter lasse sich daraus entnehmen, dass D._____ auch in der Abteilung „S._____ “ 

tätig gewesen sei. Ferner sei die Lohnerhöhung per 1. Januar 2016 erst erfolgt, nachdem 

D._____ ihre Mehrheitsbeteiligung an der E._____ AG an die G._____ Holding AG verkauft 

habe. Eine Einflussnahme von D._____ als Mehrheitsaktionärin auf die E._____ AG im Zusam-

menhang mit dieser Lohnerhöhung sei folglich ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund sei 

davon auszugehen, dass D._____ als Arbeitnehmerin eine angemessene Gegenleistung für 

ihren Jahreslohn von Fr. 100'000.− erbracht habe. Schliesslich bestünden keine stichhaltigen 

Hinweise dafür, dass die Lohnzahlungen an D._____ im Jahr 2016 verdeckte Kaufpreiszahlun-

gen für den Aktienverkauf von D._____ an die G._____ Holding AG vom 2. Oktober 2015 dar-

stellen könnten. Nach alledem könne der Verdacht einer Scheinanstellung von D._____ nicht 

erhärtet werden. Eine Pflichtverletzung oder ein Schaden sei nicht zu erkennen oder zumindest 

nicht nachweisbar, weshalb das Verfahren wegen Betrugs in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 

lit. a StPO einzustellen sei. 

 

2. Der Beschwerdeführer macht demgegenüber unter anderem geltend, die Lohnzahlun-

gen der E._____ AG an D._____ stellten verdeckte Kapitalbezüge aus dem Vermögen der Ge-

sellschaft dar. Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass D._____ tatsächlich bei der 

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E._____ AG Arbeitsleistungen erbracht habe, welche die Salärbezüge von Fr. 60'000.− bzw. 

Fr. 100'000.− pro Jahr rechtfertigten. Sie stütze sich dabei aber lediglich auf Aussagen von in-

volvierten und betroffenen Personen, die alles Interesse daran hätten, den Eindruck zu erwe-

cken, dass es sich nicht lediglich um eine fiktive Anstellung gehandelt habe. Auch die Buchhal-

terin L._____, welche zwar kein eigenes Interesse an der Sache habe, sei bemüht gewesen, 

D._____ so gut wie möglich in Schutz zu nehmen. Die Aussage von L._____, dass D._____ das 

Protokoll für die Geschäftsleitung geführt habe, stimme aber nicht. Solche Protokolle lägen über-

haupt nicht vor und seien wohl gar nie erstellt worden. Die Tatsache, dass D._____ ab und zu 

oder vielleicht sogar regelmässig an Gesprächen mit Banken teilgenommen habe, könne so-

dann nicht als Arbeitstätigkeit zugunsten der Gesellschaft bezeichnet werden. Viel eher habe 

D._____ bei solchen Gesprächen ihre Eigeninteressen als Mehrheitsaktionärin wahrgenom-

men. Solche gelegentlichen Teilnahmen an Bankgesprächen als Arbeitstätigkeit zu bezeichnen, 

sei verfehlt. Verantwortlich für derartige Bankgespräche sei ohnehin ganz klar der Geschäfts-

führer gewesen. Es sei offensichtlich, dass D._____ lediglich fiktiv angestellt gewesen sei. Im 

Übrigen dürfte es sich in Bezug auf die Zeit nach dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung von 

D._____ an B._____ (recte: G._____ Holding AG) für „einen symbolischen Franken“ um eine 

indirekte Zahlung eines Kaufpreises gehandelt haben. Im Lichte all dessen seien zumindest 

Zweifel an einer effektiven Arbeitstätigkeit von D._____ bei der E._____ AG angebracht, wes-

halb ein Gericht über diese Sache zu befinden habe. 

 

b. Würdigung 

1. D._____ wurde mit Arbeitsvertrag vom 20. November 2013 von der E._____ AG per 

1. Januar 2014 mit einem Jahreslohn von Fr. 60'000.− als „Verwaltungsangestellte mit Auf-

sichts- und Kontrollaufgaben“ angestellt. Gemäss diesem Vertrag beinhaltete ihre Tätigkeit ins-

besondere sowohl die Teilnahme an Verwaltungsratssitzungen, an Geschäftsleitungssitzungen 

sowie an Strategie- und Geschäftsleitungsmeetings als auch den Besuch von Kunden. Mit ei-

nem seitens der E._____ AG von B._____ unterzeichneten Nachtrag zum genannten Arbeits-

vertrag wurde ihr Lohn mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 auf Fr. 100'000.− pro Jahr erhöht 

(act. AA 40.80.002 ff.). 

 

2. Nachfolgend ist zu prüfen, ob ein Verdacht gegeben ist, dass die Entlöhnung von 

D._____ bei der E._____ AG eine verdeckte Gewinnausschüttung darstellen könnte und damit 

allenfalls unzulässige Kapitalbezüge von D._____ aus dem Vermögen der E._____ AG vorlie-

gen. 

 

2.1 Eine Vermögensdisposition, die als (verdeckte) Gewinnausschüttung (an den Verwal-

tungsrat beziehungsweise an den Alleinaktionär) zu qualifizieren ist, ist pflichtwidrig, wenn sie 

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im Widerspruch zu zwingenden aktienrechtlichen Bestimmungen steht, die den Schutz des Ge-

sellschaftsvermögens bezwecken (BGE 141 IV 104 E. 3.2). Eine verdeckte Gewinnausschüt-

tung liegt gemäss Art. 678 Abs. 2 OR vor, wenn Leistungen der Gesellschaft an Aktionäre, Mit-

glieder des Verwaltungsrats oder diesen nahestehende Personen zur Gegenleistung und zur 

wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft in einem offensichtlichen Missverhältnis stehen (VON DER 

CRONE, Aktienrecht, 2014, § 9 N 38 ff.). Durch diesen recht strengen Massstab an die Annahme 

einer verdeckten Gewinnausschüttung soll eine kleinliche Nachrechnerei verhindert und der 

Entscheid von Einzelfällen im weiten Grenzfeld erleichtert werden (Botschaft, BBl 1983 II 897 

Ziff. 326 zu Art. 678 E-OR). Das Missverhältnis zur Gegenleistung der Gesellschaft (wie auch 

zu deren wirtschaftlichen Lage) muss offensichtlich sein. Das Missverhältnis ist offensichtlich, 

wenn es jedermann, der gerecht und billig denkt und die konkreten Verhältnisse vernünftig be-

urteilt, in die Augen fällt, weil es einer vernünftigen wirtschaftlichen Begründung entbehrt. Durch 

diese Voraussetzung wollte der Gesetzgeber sicherstellen, dass den Gesellschaften die Aus-

übung des geschäftsmässigen Ermessens überlassen bleibt (BGE 140 III 602 E. 8.2). Demnach 

ist die Anwendung von Art. 678 Abs. 2 OR restriktiv zu handhaben. 

 

2.2 Der Beschwerdeführer zieht zunächst die Glaubwürdigkeit von C._____, M._____ und 

B._____ in Zweifel, indem er geltend macht, die Vorinstanz habe auf Aussagen von involvierten 

Personen abgestellt, die alles Interesse daran hätten, das Arbeitsverhältnis von D._____ bei der 

E._____ AG als nicht fiktiv darzustellen. Der Beschwerdeführer verkennt dabei, dass der allge-

meinen Glaubwürdigkeit einer einvernommenen Person im Sinne einer dauerhaften personalen 

Eigenschaft gegenüber der Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage, welche durch methodische 

Analyse ihres Inhalts darauf überprüft wird, ob die auf ein bestimmtes Geschehen bezogenen 

Angaben einem tatsächlichen Erleben des Zeugen entspringen, für die Wahrheitsfindung nur 

untergeordnete Bedeutung zukommt (vgl. BGE 133 I 33 E. 4.3). Massgebend ist somit vielmehr 

die Glaubhaftigkeit der Aussagen. Der Beschwerdeführer legt jedoch keinerlei Gründe dar, wel-

che gegen die Glaubhaftigkeit der Depositionen der genannten Personen sprechen würden. 

Überdies ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, L._____ habe wahrheitswidrig ausgesagt, 

D._____ habe bei der E._____ AG das Protokoll für die Geschäftsleitung geführt, nicht geeignet, 

die staatsanwaltschaftliche Erkenntnis in Frage zu stellen. Anlässlich der Einvernahme vom 16. 

Juli 2019 nannte L._____ als Grund für die Anstellung von D._____ bei der E._____ AG unter 

anderem die Protokollführung. Ergänzend führte sie aus, D._____ habe bei der E._____ AG 

das Protokoll für die Geschäftsleitung geführt (act. AA 20.01.075). Es trifft zwar zu, dass 

D._____ bei den Sitzungen der Geschäftsleitung nicht als Protokollführerin amtete (act. AA 

40.22.014 ff.); sie führte jedoch bei den Verwaltungsratssitzungen der E._____ AG das Protokoll 

(act. AA 40.21.072 ff.). Allein diese kleinere Ungenauigkeit in ihren Angaben lässt die Depositi-

onen von L._____ nicht als grundsätzlich unglaubhaft dastehen. Entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers kann auch nicht gesagt werden, L._____ habe sich bemüht, D._____ nicht 

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zu belasten. Insgesamt sind keine Gründe ersichtlich, die grundsätzliche Zweifel an ihren Aus-

sagen aufkommen lassen würden. Vor dem Hintergrund des Dargestellten ist nicht zu bean-

standen, dass die Staatsanwaltschaft aufgrund der Depositionen von C._____, M._____, 

B._____ und D._____ davon ausging, dass D._____ bei der E._____ AG administrative Tätig-

keiten ausübte und schwergewichtig in der Kundenpflege und -akquise sowie der Pflege von 

Bankbeziehungen tätig war. Ausserdem steht aufgrund der vorhandenen Akten fest, dass 

D._____ bei der E._____ AG bei Verwaltungsratssitzungen das Protokoll führte und an Sitzun-

gen der Geschäftsleitung teilnahm. Weiter ist der Einwand des Beschwerdeführers zurückzu-

weisen, wonach die Bemühungen von D._____ zur Kreditbeschaffung für die E._____ AG keine 

Arbeitstätigkeit dargestellt habe. Gewiss lag es auch im Interesse von D._____ als Mehrheits-

aktionärin, dass die E._____ AG von den Banken die nötigen Kredite erhielt. All die Bemühun-

gen und Tätigkeiten von D._____ für die Erlangung von Bankkrediten stellen aber sehr wohl 

relevante Arbeitsleistungen zugunsten der E._____ AG dar. Ferner bleibt festzuhalten, dass 

D._____ auch in der Abteilung „S._____“ tätig war (act. AA 40.21.070). Im Lichte des Ausge-

führten besteht kein Grund zur Annahme, dass die Entlöhnung von D._____ nicht der von ihr 

ausgeübten Tätigkeit und Position bei der E._____ AG entsprochen hat. Es kann daher keine 

Rede von einem offensichtlichen Missverhältnis zwischen ihrer Tätigkeit und ihrer Entlöhnung 

die Rede sein. Ein Verdacht auf eine verdeckte Gewinnausschüttung an D._____ lässt sich 

somit nicht ausmachen. 

 

2.3 Nachdem D._____ ihre Mehrheitsbeteiligung an der E._____ AG per 1. September 

2015 verkauft hatte, war D._____ bei der E._____ AG keine nahestehende Person mehr. Eine 

verdeckte Gewinnausschüttung fällt deshalb ab diesem Zeitpunkt ausser Betracht. Auch kann 

die Entlöhnung von D._____ nach dem genannten Verkauf ihrer Aktien nicht als verdeckte Kauf-

preiszahlung gewertet werden. Die G._____ Holding AG erwarb zwar die Aktien von D._____ 

an der E._____ AG lediglich für einen symbolischen Franken. Die finanziellen Verhältnisse der 

E._____ AG waren jedoch nicht zum Besten bestellt. Vorliegend tut der Beschwerdeführer we-

der konkret dar noch ist ersichtlich, dass dieser Kaufpreis nicht marktkonform gewesen wäre. 

Somit ist kein Grund erkennbar, dass die G._____ Holding AG zusätzliche Kaufpreiszahlungen 

an D._____ in Form von Lohnausschüttungen erbracht haben könnte und die betreffende Ent-

löhnung als verdeckte Kaufpreiszahlung anzusehen wäre.  

 

2.4 Aufgrund des Dargestellten deutet nichts auf ein strafbares Verhalten im Zusammen-

hang mit der Anstellung von D._____ bei der E._____ AG hin. Das Verfahren ist folglich in dieser 

Hinsicht zu Recht eingestellt worden. Die Beschwerde ist in diesem Punkt daher abzuweisen. 

 

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BE. Private Nutzung des Jeep Grand Cherokee  

a. Standpunkt der Vorinstanz und des Beschwerdeführers 

1. Die Staatsanwaltschaft erwog im Wesentlichen, F._____ sei nach dessen Ausscheiden 

aus dem Verwaltungsrat der E._____ AG per 30. August 2013 ein von der Letzteren geleaster 

Jeep Grand Cherokee bis Ende 2014 zur Verfügung gestellt worden. Die von der Gesellschaft 

im Geschäftsjahr 2014 mutmasslich bezahlten Fahrzeugkosten beliefen sich auf schätzungs-

weise Fr. 16'000.−. Der Buchhalterin L._____ sei gemäss ihren Aussagen nicht bekannt, ob 

F._____ dieses Fahrzeug nach dessen Ausscheiden benutzt und ob er hierfür eine Gegenleis-

tung erbracht habe. Aufgrund der nicht vorhandenen Buchhaltung (Kontoblätter) 2014 lasse sich 

auch nicht nachweisen, ob die Fahrzeugkosten tatsächlich aufwandmässig von der E._____ AG 

getragen worden seien. Selbst wenn dieses Fahrzeug auf Veranlassung von D._____ gegen-

leistungslos an F._____ zur Nutzung überlassen worden wäre, sei weder eine Schädigung noch 

eine Schädigungs- oder Bereicherungsabsicht von D._____ erkennbar, zumal diese kurz nach 

dem Abschluss des genannten Abtretungsvertrags durch einen Forderungsverzicht von Fr. 

1'027'564.− und die Gewährung von Darlehen von rund Fr. 1'200'000.− im Jahr 2014 faktisch à 

fonds perdu-Beiträge in Millionenhöhe an die Gesellschaft geleistet habe. Somit habe sich kein 

Tatverdacht erhärtet, weshalb das Verfahren in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO ein-

zustellen sei. 

 

2. Der Beschwerdeführer wendet dagegen zusammengefasst ein, D._____ habe am 

19. August 2013 im Rahmen ihrer Scheidung von F._____ vertraglich dem Letzteren das Fir-

menfahrzeug Jeep Grand Cherokee überlassen. Nachdem D._____ keinerlei formelle Funktion 

bei der E._____AG gehabt habe und der „Anstellungsvertrag“ mit Arbeitsbeginn erst per 1. Ja-

nuar 2014 geschlossen worden sei, sei D._____ jedenfalls nicht berechtigt gewesen, am 19. 

August 2013 über das Firmenvermögen der E._____ AG zu verfügen. Obwohl der Vertrag in 

Bezug auf die Überlassung dieses Fahrzeugs an F._____ somit offenkundig unverbindlich ge-

wesen sei, habe sie dafür gesorgt, dass die von ihr gegenüber ihrem Ex-Ehemann zugesagten 

Leistungen von der Gesellschaft auch vollzogen worden seien. Dies zeige, dass D._____ die 

Firma offensichtlich als ihr Eigentum betrachtet habe und dies vom Geschäftsführer auch so 

respektiert worden sei. Demnach erweise sich die Annahme der Staatsanwaltschaft, die 

E._____AG sei durch die Überlassung des Jeep Grand Cherokee nicht geschädigt worden und 

es sei keine Bereicherungsabsicht von D._____ ersichtlich, als unzutreffend. Denn die E._____ 

AG sei geschädigt worden, indem D._____ Verpflichtungen gegenüber ihrem Ex-Ehemann im 

Zusammenhang mit ihrer Scheidung mit Leistungen seitens der E._____ AG erfüllt habe. Weil 

D._____ ihre Verpflichtungen nicht aus ihrem eigenen Vermögen erbracht habe, sei sie auch 

bereichert worden. Es seien mindestens entsprechende Zweifel vorhanden, weshalb ein Gericht 

über diesen Vorgang zu entscheiden habe. 

 

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b. Würdigung 

Im Rahmen der Regelung der Scheidungsfolgen vereinbarten F._____ und D._____ mit Abtre-

tungsvereinbarung vom 19. August 2013, dass F._____ seine 375 Aktien der E._____ AG an 

D._____ überträgt und aus dem Verwaltungsrat der Gesellschaft austritt. Zudem wurde in dieser 

Übereinkunft bestimmt, dass F._____ das von der E._____ AG geleaste Auto (Jeep Grand 

Cherokee, Kontrollschild BL 1._____) bis Ende 2014 zur Verfügung gestellt wird, und die Ge-

sellschaft die Leasingkosten, die Versicherungen sowie die Motorfahrzeugsteuer bezahlt 

(act. SD4 01.01.115 f.). In der Folge trat F._____ am 30. August 2013 als Verwaltungsrat der 

E._____ AG zurück. Aus den Saldobilanzen 2013 und 2014 ist sodann ersichtlich, dass die 

E._____ AG beachtliche Leasingkosten für Fahrzeuge bezahlte (act. AA 40.42.009, AA 

40.47.04). Die Buchhalterin L._____ gab zudem in der Einvernahme vom 16. Juli 2019 zu Pro-

tokoll, dass die E._____ AG die Leasinggebühren für den Jeep Grand Cherokee für den Zeit-

raum vom August 2012 bis Januar 2015 beglich (act. AA 20.01.085 f.). Demzufolge scheint die 

E._____ AG erhebliche Aufwendungen für diesen Jeep Grand Cherokee in der fraglichen Zeit 

getätigt zu haben. Aus den Saldobilanzen 2013 und 2014 ergeben sich keine Hinweise darauf, 

dass die E._____ AG für die Nutzung des Jeep Grand Cherokee durch F._____ entschädigt 

worden wäre (act. AA 40.42.006, AA 40.47.003). Überdies ist zu beachten, dass aufgrund von 

Art. 962 Abs. 1 aOR bzw. Art. 958f Abs. 1 OR Buchungsbelege während zehn Jahren aufbe-

wahrt werden müssen. Sollte F._____ tatsächlich der E._____ AG eine finanzielle Gegenleis-

tung für die Nutzung des Jeep Grand Cherokee bezahlt haben, müssten sich entsprechende 

Buchungsbelege auffinden lassen. Sofern die E._____ AG ihre Unterlagen nur unvollständig 

aufbewahrt hat, könnte die Staatsanwaltschaft bei den zuständigen Banken die betreffenden 

Kontoauszüge edieren lassen. Ferner könnte auch F._____ selbst zu dieser Sache befragt wer-

den. Lassen sich keine stichhaltigen Beweismittel für das Erbringen einer Gegenleistung für die 

Nutzung des Jeep Grand Cherokee an die E._____ AG finden, würde dies zumindest einen 

hinreichenden Tatverdacht dafür begründen, dass F._____ das Fahrzeug nutzte, ohne dass die 

E._____ AG hierfür entschädigt wurde. Weil D._____ die Nutzung dieses Fahrzeugs durch 

F._____ offenkundig durch die genannte Abtretungsvereinbarung und ihre Stellung als Mehr-

heitsaktionärin bei der E._____ AG veranlasste, müsste weiter davon ausgegangen werden, 

dass sie aus dem Vermögen der E._____ AG eine verdeckte Gewinnausschüttung an F._____ 

bewirkte. Selbstredend müsste folglich bei D._____ auch eine Schädigungs- und Bereiche-

rungsabsicht geprüft werden. Daran vermag entgegen der Auffassung der Vorinstanz nichts 

daran zu ändern, dass D._____ am 11. November 2013 auf eine Forderung gegen die E._____ 

AG in Höhe von Fr. 1'027'564.− verzichtete (act. AA 40.20.010, AA 40.40.005) sowie dass 

D._____ der E._____ AG am 18. Juni 2014 ein Darlehen von EUR 150'000.− und am 20. Okto-

ber 2014 ein solches von Fr. 1'000'000.− gewährte (act. AA 40.70.002; AA 40.70.003 f.). 

D._____ verrechnete nämlich die Forderung gegen die E._____ AG auf Rückzahlung des Dar-

lehens nicht mit der Gegenforderung der E._____ AG wegen der Nutzung des Jeep Grand 

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Cherokee. Damit befriedigte sie die E._____ AG nicht für den Gebrauch dieser Fahrzeuge durch 

F._____. Unter Würdigung der gesamten Umstände ergibt sich folgerichtig ein hinreichender 

Verdacht, dass sich D._____ wegen Zurverfügungstellung des Jeep Grand Cherokee an 

F._____ auf Kosten der E._____ AG strafbar gemacht haben könnte. Überdies könnte es durch-

aus sein, dass sich der Verwaltungsrat C._____ am Vorgehen beteiligte und ihm deshalb auch 

ein strafbares Verhalten vorzuwerfen wäre. Die Einstellung verstösst daher gegen den Grund-

satz „in dubio pro duriore“. Die Beschwerde ist deshalb bezüglich des Tatvorwurfs der privaten 

Nutzung des Jeep Grand Cherokee zulasten der E._____ AG (Ziffer 3.7 der Erwägungen der 

Teileinstellungsverfügung vom 9. Januar 2020) gutzuheissen. 

 

BF.  Bauprojekt „N._____“ 

a. Standpunkt der Vorinstanz und des Beschwerdeführers 

1. Die Staatsanwaltschaft führte im Wesentlichen aus, gemäss Aussage von C._____ 

habe es sich beim Unternehmen „N._____“ um ein Bauprojekt von F._____ in O._____ gehan-

delt, bei welchem die E._____ AG die Bauabdichtungen, die Zahlungsabwicklung und die Bau-

abrechnungen vorgenommen habe. Dieses Projekt habe aus Sicht der E._____ AG rentiert, die 

Bauleistungen der E._____ AG seien zu wettbewerbsfähigen Preisen erbracht worden, und es 

habe keine Begünstigung von F._____ zulasten der E._____ AG gegeben. L._____ habe aus-

gesagt, dass das Bauprojekt „N._____“ der E._____ AG zu vorübergehenden Liquiditätsüber-

schüssen verholfen habe. Angaben zu Projektverlusten oder sonstigen Unregelmässigkeiten 

zum Nachteil der E._____ AG habe sie keine gemacht. Somit habe sich der vage Anfangsver-

dacht nicht erhärtet, weshalb das Verfahren in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO ein-

zustellen sei. 

 

2. Der Beschwerdeführer trägt demgegenüber zusammengefasst vor, der Gesellschafts-

zweck der E._____ AG habe im Erstellen von hinterlüfteten Fassaden bestanden. Der Bau des 

Mehrfamilienhauses in O._____ sei jedoch ausserhalb dieses Zwecks gelegen. Obwohl in der 

Buchhaltung für das Projekt ein eigenes Konto eröffnet worden sei, sei dieses in den ihm vor-

gelegten Bilanzen und an den Generalversammlungen nie erwähnt worden. Gerade da die 

E._____ AG sämtliche Aufwendungen für die Realisierung dieses Bauprojekts getragen, und 

F._____ sogar noch Beratungshonorare bezahlt habe, stelle sich die Frage, weshalb an den 

Generalversammlungen nie darüber gesprochen worden sei. Entgegen der Ansicht der Staats-

anwaltschaft könne nicht allein gestützt auf eine Aussage des mitbeschuldigten Geschäftsfüh-

rers C._____ angenommen werden, es habe sich dabei um ein gewinnbringendes Vorhaben 

gehandelt. Die Abwicklung dieses Bauprojekts von F._____, dem damaligen Geschäftsführer 

und Ehemann der Mehrheitsaktionärin, begründe den Verdacht, dass rein private Interessen 

verfolgt worden seien. Hätte das Projekt rentabel realisiert werden können, so hätte nämlich 

F._____ den Bau wohl in eigener Regie erstellt.  

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b. Würdigung 

1.1 In O._____ wurde am N._____weg 2 ein Mehrfamilienhaus mit Stockwerkeigentums-

wohnungen gebaut. Im Zusammenhang mit diesem Bauprojekt wurden bei der E._____ AG in 

den Erfolgsrechnungen 2011–2013 folgende Erträge und Aufwendungen erfolgswirksam ver-

bucht (act. AA 40.33.339, AA 40.33.394 ff., AA 40.37.001 ff., AA 40.38.504 ff., AA 40.42.001 ff.): 
 

Geschäftsjahr Ertrag  

N._____weg O._____ 

[Kto. 3466] 

(in Franken) 

Ware/FL  

N._____weg O._____ 

[Kto. 4419] 

(in Franken) 

Verwaltungsaufwand 

N._____weg O._____ 

[Kto. 6560] 

(in Franken) 

2011  1'554'527.80   876'870.30   330'642.10  

2012  2'559'440.80   2'215'304.25   107'096.10  

2013  48'465.75   274'192.02   -595.50  

 

Die erste Aufwendung wurde am 30. April 2011 und der erste Ertrag am 8. Juni 2011 verbucht 

(act. AA 40.33.339, AA 40.33.504). Daraus folgt, dass mit dem Bauvorhaben „N._____“ spätes-

tens Ende April 2011 begonnen wurde. 

 

1.2 Überdies ist aus den Buchhaltungsunterlagen ersichtlich, dass die E._____ AG der 

P._____ AG unter dem Titel „Verwaltungsaufwand“ im Geschäftsjahr 2011 total Fr. 323'164.95 

und im Geschäftsjahr 2012 total Fr. 205'060.55 vergütete (act. AA 40.33.504, AA 40.38.519). 

Fest steht sodann, dass die P._____ AG in Höhe von Fr. 100'000.− zu viel Honorare fakturierte 

(act. AA 40.38.519, SD4 01.01.097). Somit folgt, dass die P._____ AG von der E._____ AG 

Honorare von insgesamt Fr. 428'225.50 beanspruchte. Eigentümer der P._____ AG und deren 

einziger Verwaltungsrat war F._____.  

 

2.1 C._____ bekundete anlässlich der Einvernahme vom 20. Juni 2019 durch die Staats-

anwaltschaft, F._____ sei beim Bauprojekt „N._____“ Liegenschaftseigentümer gewesen. Die 

E._____ AG habe bei diesem Projekt die Bauabdichtungen angebracht und die Bauabrechnun-

gen im Zusammenhang mit den Wohnungsverkäufen erstellt. Die Zahlungsabwicklung beim 

Bau der Liegenschaft und beim Verkauf der Wohnungen sei ebenfalls über die E._____ AG 

erfolgt (act. AA 20.01.055). L._____ gab bei der Befragung vom 16. Juli 2019 zu Protokoll, das 

Land, auf dem das Bauprojekt „N._____“ erstellt worden sei, habe F._____ gehört. Dieser habe 

sie zirka in den Jahren 2014/2015 gefragt, ob sie die Debitoren- und Kreditorenabrechnungen 

für dieses Projekt separat von jenen der E._____ AG vornehmen könne. Die Buchhaltung für 

das Bauprojekt „N._____“ sei in der Folge zwar mit dem gleichen Programm und Computer wie 

jene der E._____ AG, jedoch getrennt von jener der Letzteren erstellt worden (act. AA 

20.01.084).  

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2.2 Die Aussage von L._____, wonach F._____ in den Jahren 2014/2015 mit dem Ansin-

nen um Abwicklung der Debitoren- und Kreditorenabrechnungen an sie gelangt sei, ist in zeitli-

cher Hinsicht offenkundig nicht korrekt. Weil mit dem Bauprojekt „N._____“ bereits spätestens 

Ende April 2011 begonnen wurde, musste sich nämlich F._____ diesbezüglich längst vor die-

sem Zeitpunkt an L._____ gewendet haben. 

 

3.1 Vorliegend springt bei der Betrachtung des Bauprojekts „N._____“ ins Auge, dass sich 

die P._____ AG Honorare in Höhe von total Fr. 428'225.50 von der E._____ AG vergüten liess. 

In der Strafuntersuchung ist bislang nicht konkret ermittelt worden, ob und aus welchem Rechts-

grund die P._____ AG diese Honorare überhaupt beanspruchte. C._____ erklärte anlässlich der 

Einvernahme vom 20. Juni 2019 durch die Staatsanwaltschaft, nicht mehr zu wissen, wofür die 

E._____ AG diese Honorare an die P._____ AG bezahlte (act. AA 20.01.055). Fest steht so-

dann, dass das Bauprojekt „N._____“ durch das Architekturbüro Q._____ Architektur AG reali-

siert wurde und bei der E._____ AG entsprechende Architektenhonorare im Buchhaltungskonto 

„Ware/FL N._____weg O._____“ belastet wurden (act. AA 40.33.394 ff., AA 40.38.398 ff., SD4 

01.01.098 ff.). Mithin erscheint es als ausgeschlossen, dass mit den Zahlungen im Umfang von 

Fr. 428'225.50 Architekturhonorare vergütet wurden.  

 

3.2 Vorliegend ist denkbar, dass die E._____ AG beim Bauprojekt „N._____“ als Treuhän-

derin im eigenen Namen, aber für Rechnung und auf Risiko des Treugebers F._____ handelte 

(vgl. FELLMANN, Berner Kommentar, Obligationenrecht, Bd. VI/2/4, 1992, Art. 394 N 57). Es 

könnte daher sein, dass es sich bei den Vergütungen von Fr. 428'225.50 um den von der 

E._____ AG treuhänderisch für F._____ erzielten Gewinn aus dem Bauprojekt „N._____“ han-

delte, welchen F._____ an die P._____ AG auszahlen liess.  

 

Die Annahme eines solchen Treuhandverhältnisses würde aber voraussetzen, dass F._____ 

und die E._____ AG bereits vor der Ausführung des Bauprojekts „N._____“ einen Treuhandver-

trag abgeschlossen haben. Ob dies tatsächlich der Fall ist, lässt sich jedoch aufgrund des bis-

herigen Ermittlungsstands nicht zuverlässig beurteilen. So wurde bislang noch nicht abgeklärt, 

ob ein Treuhandvertrag geschlossen worden ist. Die Buchführung bei der E._____ AG indiziert 

sodann das Bestehen eines Treuhandverhältnisses nicht. So wird weder in den Bilanzen 2011–

2013 das Bauprojekt „N._____“ als Treugut ausgewiesen, noch wird in den Anhängen ein ent-

sprechendes Treuhandverhältnis genannt. Dies schliesst indes das Vorliegen eines solchen 

nicht per se aus, da der Treuhänder in den Bilanzen das Treuhandverhältnis nicht zwingend 

offenlegen muss (vgl. Schweizer Handbuch der Wirtschaftsprüfung, Band I, 2009, S. 530). Über-

dies wurden C._____ und L._____ insbesondere nicht dazu befragt, ob sich F._____ bereits vor 

Beginn der Zusammenarbeit mit der E._____ AG verpflichtete, das Risiko aus dem Bauprojekt 

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„N._____“ zu tragen, was eine Grundvoraussetzung für die Annahme eines Treuhandverhält-

nisses bilden würde. Ferner wurde der mit der fraglichen Angelegenheit befasst gewesene 

F._____ nicht einvernommen.  

 

3.3 Selbst wenn F._____ bereits vor Beginn des Bauprojekts „N._____“ mit der E._____ 

AG einen Treuhandvertrag geschlossen hätte, wäre überdies zu bedenken, dass der Abschluss 

dieses Vertrags mutmasslich zu einer Zeit erfolgte, als er deren einziger Verwaltungsrat war 

(15. Juni 2010 – 29. Juni 2011), und er damit für beide Vertragsparteien gehandelt hätte. Mit 

Blick auf ein solches Selbstkontrahieren kann sich eine dem Insichgeschäft innewohnende In-

teressenkollision ergeben, die zur Ungültigkeit des betreffenden Geschäfts führen kann (vgl. 

BGE 144 III 388 E. 5.1; 127 III 332 E. 2; BGer 6B_731/2019 vom 18. November 2019 E. 1.3.2). 

Bei einem Insichgeschäft über Fr. 1'000.− muss der Vertrag aufgrund von Art. 718b OR überdies 

schriftlich abgefasst werden. Das Bundesgericht hat offengelassen und in der Lehre ist umstrit-

ten, welche Konsequenzen die Nichteinhaltung des in Art. 718b OR vorgesehenen Schriftlich-

keitserfordernisses nach sich zieht (BGer 4A_545/2019 vom 13. Februar 2020 E. 5.2.4). Nach 

dem gegenwärtigen Stand des Verfahrens kann jedenfalls nicht festgestellt werden, ob ein all-

fälliges Insichgeschäft rechtsgültig genehmigt worden wäre. 

 

3.4 Dem Gesagten zufolge ist aufgrund der bisherigen Abklärungen in den Strafuntersu-

chungen nicht konkret ersichtlich, ob die P._____ AG einen gültigen Rechtsanspruch auf den 

ihr von der E._____ AG ausgerichteten Betrag von total Fr. 428'225.50 hatte oder nicht. Dem-

gemäss erweist sich die Begründung der Vorinstanz für die Einstellung des Verfahrens, wonach 

es im Zusammenhang mit dem Bauprojekt „N._____“ keine Begünstigung zum Nachteil der 

E._____ AG oder sonstige Unregelmässigkeiten gegeben habe, als nicht tragfähig. Diese Ein-

stellung kann angesichts des Grundsatzes „in dubio pro duriore“ keinen Bestand haben. Nach 

dem gegenwärtigen Stand des Verfahrens besteht durchaus der begründete Verdacht, dass im 

Zusammenhang mit dem Bauprojekt „N._____“ private Interessen auf Kosten der E._____ AG 

verfolgt worden sein könnten.  

 

3.5 Der Beschwerdeführer machte in der Strafanzeige vom 8. November 2018 überdies 

geltend, obwohl für das Projekt „N._____weg“ in der Buchhaltung ein eigenes Konto geführt 

worden sei und dafür Beträge in Millionenhöhe bezahlt worden seien, sei davon in den an den 

Generalversammlungen vorgelegten Bilanzen nichts ersichtlich und auch in den Geschäftsbe-

richten nichts erwähnt worden. In der angefochtenen Verfügung äusserte sich die Staatsanwalt-

schaft nicht zu diesem Vorbringen, weshalb sie insoweit ihrer Begründungspflicht nach Art. 81 

Abs. 3 lit. b StPO nicht nachgekommen ist. Die Sache ist in dieser Hinsicht bereits aus diesem 

Grund an die Vorinstanz zurückzuweisen. In diesem Zusammenhang sei weiter darauf hinge-

wiesen, dass aufgrund von Art. 663 Abs. 1 aOR in der Erfolgsrechnung betriebliche und be-

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triebsfremde sowie ausserordentliche Erträge und Aufwendungen ausgewiesen werden müs-

sen. Es fragt sich, ob indem die beachtlichen, nicht zur ordentlichen Geschäftstätigkeit gehö-

renden Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Bauprojekt „N._____“ in den 

dem Beschwerdeführer vorgelegten Jahresrechnungen nicht gesondert ausgewiesen wurden, 

nicht ein zu positives Bild der regulären Betriebstätigkeit der E._____ AG vorgegeben wurde.  

 

3.6 Entsprechend des Ausgeführten steht fest, dass bezüglich des Bauprojekts „N._____“ 

die Einstellung des Strafverfahrens zu Unrecht erfolgte. Die Beschwerde ist folglich bezüglich 

des Tatvorwurfs des Verlustprojekts „N._____“ zum Nachteil der E._____ AG (Ziffer 3.8 der 

Erwägungen der Teileinstellungsverfügung vom 9. Januar 2020) gutzuheissen. 

 

BG. Anwaltsrechnungen  

a. Standpunkt der Vorinstanz und des Beschwerdeführers 

1. Die Staatsanwaltschaft erwog insbesondere, die Honorarrechnungen der Anwaltskanz-

lei H._____ AG für die Geschäftsjahre 2013 bis 2015 seien allesamt an die E._____ AG adres-

siert und beträfen anwaltliche Beratungstätigkeit im Zusammenhang mit der E._____ AG. Hin-

weise auf die Belastung von privaten Anwaltskosten von D._____ bei der E._____ AG seien 

nicht ersichtlich. 

 

2.  Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber zusammengefasst vor, D._____ habe 

sich bereichert, indem sie die Kosten für private Rechtsberatungen im Zusammenhang mit ihrer 

Mehrheitsbeteiligung an der E._____ AG durch die Letztere habe bezahlen lassen. Entgegen 

der Auffassung der Staatsanwaltschaft könnten die Vergütungen an die Anwaltskanzlei H._____ 

AG allein aufgrund der Adressierung und des Tätigkeitsbeschriebs der betreffenden Honorar-

rechnungen nicht als Aufwand der E._____ AG angesehen werden. Die Beschreibung der an-

waltlichen Bemühungen sei wohl so formuliert worden, dass sie als Beratungen für die E._____ 

AG erschienen. Zumindest wäre es angebracht gewesen, D._____ oder Advokat Dr. H._____ 

zu befragen, ob irgendeine Rechnung von D._____ direkt bezahlt worden sei. 

 

b. Würdigung 

Vorliegend legt der Beschwerdeführer weder konkret dar noch ist ersichtlich, dass D._____ pri-

vate Rechtsberatungskosten über die E._____ AG abgerechnet haben könnte. Die zur Diskus-

sion stehenden Honorarnoten der H._____ AG aus den Jahren 2013–2015 sind allesamt an die 

E._____ AG adressiert, und die darin aufgeführten anwaltlichen Tätigkeiten bilden geschäfts-

mässig begründeten Aufwand. Die fakturierten Beratungsleistungen stehen überdies in einem 

unmittelbaren sachlichen Zusammenhang mit konkreten Geschäftsvorgängen bei der E._____ 

AG. Es ist daher nicht erkennbar, dass zusätzliche Ermittlungen erfolgsversprechend verlaufen 

würden. Eine Einvernahme von D._____ oder von Advokat Dr. H._____ ist daher entbehrlich 

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(vgl. Art. 139 Abs. 2 StPO und Art. 318 Abs. 2 StPO). Demnach lässt sich kein hinreichender 

Verdacht auf ein strafbares Verhalten von D._____ oder C._____ erkennen. Die Beschwerde 

ist mithin in Bezug auf diesen Punkt abzuweisen. 

 

BH. Ergebnis 

Zusammenfassend liegen die Voraussetzungen für eine Einstellung des Strafverfahrens in Be-

zug auf die Punkte „Verbindlichkeiten gegenüber der E._____ GmbH“, „Private Nutzung des 

Jeep Grand Cherokee“ und „Bauprojekt ‚N._____‘“ nicht vor. Infolgedessen ist in Anwendung 

von Art. 397 Abs. 2 StPO in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Teilein-

stellungsverfügung vom 9. Januar 2020 in den Dispositiv-Ziffern 1 und 5 aufzuheben und die 

Staatanwaltschaft anzuweisen, die Untersuchung diesbezüglich fortzusetzen. Im Übrigen ist die 

Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

 

III.  KOSTEN- UND ENTSCHÄDIGUNGSFOLGEN 

A. Kosten 

1. Die Beschlussgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren ist in Anbetracht der Bedeu-

tung der Streitsache, der Schwierigkeit des Falles sowie des Arbeits- und Zeitaufwands auf 

Fr. 4'500.− zu veranschlagen (§ 13 Abs. 1 i.V.m. § 3 Abs. 1 GebT). Zudem sind Auslagen von 

pauschal Fr. 100.− zu erheben (§ 3 Abs. 6 GebT). 

 

2.  Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsie-

gens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht ein-

getreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschwerde-

führer ist insofern unterliegend, als die Verweigerung der Zulassung als Privatkläger hinsichtlich 

des Vorwurfs der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie die Einstellung der Untersuchung in 

Bezug auf die Punkte „Sanierung der E._____ AG“, „Bilanzmanipulation“, „Arbeitsverhältnis von 

D._____“ und „Anwaltsrechnungen“ geschützt werden. Demgegenüber dringt er mit der Be-

schwerde insoweit durch, als die Einstellung des Verfahrens hinsichtlich der Punkte „Verbind-

lichkeiten gegenüber der E._____ GmbH“, „Private Nutzung des Jeep Grand Cherokee“ und 

„Bauprojekt ‚N._____‘“ aufgehoben wird. Dies rechtfertigt es, die Kosten des zweitinstanzlichen 

Verfahrens zu 60 %, ausmachend Fr. 2'760.−, dem Beschwerdeführer auferlegen und zu 40 %, 

ausmachend Fr. 1'840.−, auf die Staatskasse zu nehmen (Art. 428 Abs. 1 und 4 StPO). Die dem 

Beschwerdeführer auferlegten Kosten sind mit der von ihm erbrachten Sicherheitsleistung von 

Fr. 750.− zu verrechnen. Somit hat der Beschwerdeführer noch Fr. 2'010.− zu bezahlen. 

 

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B. Entschädigung 

1. Soweit der Beschwerdeführer unterliegt, hat er keinen Anspruch auf eine Parteikosten-

entschädigung. In dem Umfang, als er mit seiner Beschwerde obsiegt, steht ihm gemäss 

Art. 436 Abs. 3 StPO eine Parteientschädigung aus der Staatskasse zu (BGer 6B_1389/2016 

vom 16. Oktober 2017 E. 2.5.2). Da der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers im kantonsge-

richtlichen Verfahren keine Honorarnote eingereicht hat, ist dessen Entschädigung von Amtes 

wegen nach Ermessen festzusetzen (§ 18 Abs. 1 TO). Entsprechend dem notwendigen Zeitauf-

wand und den erforderlichen Auslagen erachtet das Kantonsgericht ein Honorar von Fr. 3'231.− 

(inkl. Auslagen und Fr. 231.− MWST) für angemessen. Davon sind dem Beschwerdeführer nach 

Massgabe seines Obsiegens 40 %, ausmachend Fr. 1‘292.40 (inkl. Auslagen und Fr. 92.40 

MWST), aus der Staatskasse auszurichten. 

 

2. Nachdem B._____ keinen Antrag auf Entschädigung für den Fall seines Obsiegens ge-

stellt und auch auf eine inhaltliche Stellungnahme verzichtet hat, ist ihm keine Entschädigung 

zuzusprechen. Da sich C._____ und D._____ im Verfahren überhaupt nicht geäussert haben, 

ist ihnen ebenfalls keine Entschädigung auszurichten. 

 

 

 

Demnach wird erkannt: 

 

://: I. Die Teileinstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptab-

teilung WK, vom 9. Januar 2020, lautend: 

 

  „1. Die Strafverfahren gegen die Verantwortlichen der E._____ AG wegen Be-

trug (Art. 146 Abs. 1 StGB), mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung 

(Art. 158 Ziff. 1 StGB) und Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB) wer-

den in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO eingestellt. 

  2.  Die Strafverfahren gegen B._____ wegen Betrug (Art. 146 Abs. 1 StGB), 

mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 StGB), betrü-

gerischem Konkurs (Art. 163 Ziff. 1 StGB), ev. Misswirtschaft (Art. 165 

Ziff. 1 StGB), Widerhandlung gegen das BVG (Art. 76 Abs. 3 BVG) und 

mehrfacher Widerhandlung gegen das SVG (Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG) wer-

den in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO eingestellt. 

  3.  A._____ wird nur bezüglich der Verfahren wegen Betruges und Urkunden-

fälschung zu dessen Nachteil gemäss den Ziffern 3.1 bis 3.9 der Einstel-

lungsbegründung als Privatkläger zugelassen. 

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  4.  Die Zivilklage von A._____ wird auf den Zivilweg verwiesen. 

  5.  Die Beweisanträge der Privatklägerschaft (Einvernahme von Rechtsanwalt 

H._____ als Auskunftsperson, nochmalige Einvernahme von L._____ als 

Zeugin, Einvernahme von I._____ als Zeugin) werden in Anwendung von 

Art. 318 Abs. 2 StPO abgewiesen. 

  6.  Die Kosten des Verfahrens gegen die Verantwortlichen der E._____ AG in 

der Höhe von CHF 9'112.20 gehen zu Lasten des Staates. 

  7.  Die Kosten des Verfahrens gegen B._____ für die eingestellten Verfahrens-

teile (Untersuchungskosten CHF 8'760.90 zzgl. Einstellungsverfügung 

CHF 750.00 = CHF 9'510.90) gehen im Umfang von CHF 5'706.55 zulasten 

des Staates und – gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO – im Umfang von 

CHF 3'804.35 zulasten von B._____. Dem Beschuldigten wird gemäss 

Art. 429 Abs. 1 lit. b StPO eine Entschädigung für Reisekosten in Höhe von 

CHF 1'470.00 zugesprochen. Diese Entschädigung wird in Anwendung von 

Art. 442 Abs. 4 StPO mit den ihm auferlegten Verfahrenskosten von 

CHF 3'804.35 verrechnet. lm Ergebnis hat B._____ Verfahrenskosten von 

CHF 2'334.35 an den Kanton Basel-Landschaft zu entrichten. 

  8.  Der amtlichen Verteidigung, Advokat Dieter Roth, wird gemäss Art. 135 

StPO eine Entschädigung von CHF 3'513.80 zugesprochen. 

  9.  B._____ wird gestützt auf Art. 135 Abs. 4 StPO verpflichtet, sobald es seine 

wirtschaftliche Situation erlaubt, dem Kanton Basel-Landschaft die für die 

amtliche Verteidigung geleisteten Entschädigungen im Umfang von 

CHF 1'405.50 zurückzuzahlen und dem Verteidiger die Differenz zwischen 

der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten. 

 10.  (…) 

 11.  (…)“ 

  wird in teilweiser Gutheissung der Beschwerde in den Dispositiv-Ziffern 1 

und 5 aufgehoben. Die Staatanwaltschaft wird angewiesen, die Strafuntersu-

chung im Sinne der Erwägungen fortzusetzen. 

 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

 

 

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 II. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von total Fr. 4‘600.− (bestehend aus einer 

Beschlussgebühr von Fr. 4‘500.− und Auslagen von pauschal Fr. 100.−) werden 

zu 60 %, ausmachend Fr. 2'760.−, dem Beschwerdeführer auferlegt und zu 40 %, 

ausmachend Fr. 1'840.−, auf die Staatskasse genommen. 

 

Die dem Beschwerdeführer auferlegten Kosten von Fr. 2'760.− werden mit der 

von ihm erbrachten Sicherheitsleist