# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4aee0030-253a-5ff9-a771-ac242548bafa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.10.2025 F-4884/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-4884-2025_2025-10-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-4884/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  O k t o b e r  2 0 2 5    

Besetzung 
 Richter Yannick Antoniazza-Hafner (Vorsitz), 

Richter Gregor Chatton, Richterin Aileen Truttmann,    

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

vertreten durch  

Georg Ranert, Advokat,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
Gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum; Verfügung des SEM vom 28. Mai 2025. 

 

 

 

F-4884/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 8. August 2024 ersuchte die nigerianische Staatsangehörige 

X._______ (geb. […], nachfolgend Beschwerdeführerin) bei der Schweize-

rischen Botschaft in Abuja um Ausstellung eines Schengen-Visums für ei-

nen Besuchsaufenthalt vom 31. August bis 29. November 2024 bei ihrem 

in B._______ lebenden Freund Z._______ (Akten der Vorinstanz [SEM 

act.] 9/24 ff.).  

B.  

Mit Formularverfügung vom 8. August 2024 lehnte die Schweizerische Bot-

schaft in Abuja den Visumsantrag ab, da begründete Zweifel an der Absicht 

der Beschwerdeführerin zur Rückkehr in den Herkunftsstaat vor Ablauf des 

Visums bestünden (SEM act. 9/74 ff.).  

C.  

Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin am 19. September 

2024 Einsprache bei der Vorinstanz und ergänzte diese mit Eingabe vom 

23. Mai 2025 (SEM act. 11/82 ff.; 3/6 ff.). Das SEM übermittelte die Ge-

suchsunterlagen zwecks Durchführung ergänzender Abklärungen und 

Stellungnahme an das Amt für Migration des Kantons Y._______ (SEM act. 

8/20 f.; 6/14 ff.). Die Vorinstanz wies die Einsprache am 28. Mai 2025 ab 

(SEM act. 2).  

D.  

Gegen den Einspracheentscheid gelangte die Beschwerdeführerin mit 

Rechtsmitteleingabe vom 2. Juli 2025 an das Bundesverwaltungsgericht 

und beantragte dessen vollumfängliche Aufhebung und die Erteilung eines 

dreimonatigen Touristenvisums; eventualiter sei ein dreimonatiges Touris-

tenvisum für die Schweiz zu erteilen, wobei hierfür eine Kaution als Sicher-

heit zu hinterlegen sei; subeventualiter sei die Sache zur neuerlichen Ab-

klärung und Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Akten des 

Bundesverwaltungsgerichts [BVGer act.]) 1).  

E.  

Mit Vernehmlassung vom 24. September 2025 hielt die Vorinstanz an ihrem 

Einspracheentscheid fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. 

Die Vernehmlassung wurde der Beschwerdeführerin am 30. September 

2025 zur Kenntnisnahme zugestellt (BVGer act. 5 und 6).  

F-4884/2025 

Seite 3 

F.  

Mit Schreiben vom 21. Oktober 2025 reichte der Rechtsvertreter der Be-

schwerdeführerin eine Honorarnote zu den Akten (BVGer act. 7).  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde ist der Ein-

spracheentscheid des SEM bezüglich Schengen-Visum vom 28. Mai 2025 

(vgl. BVGE 2015/5 E. 6.2), der mit Beschwerde beim Bundesverwaltungs-

gericht anfechtbar ist (vgl. Art. 112 Abs. 1 AIG [SR 142.20] i.V.m. 

Art. 31 ff. VGG und Art. 5 VwVG). Das Rechtsmittelverfahren richtet sich 

nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Die Beschwerdeführerin ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Der ursprünglich angestrebte Besuchszeitraum ist zwar in-

zwischen abgelaufen, die Beschwerdeführerin strebt aber – wie aus der 

Einreichung der vorliegenden Rechtsmitteleingabe zu schliessen ist – wei-

terhin einen Besuch in der Schweiz an. Auf die im Übrigen frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (vgl. Art. 50 Abs. 1 und 52 

Abs. 1 VwVG).  

 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-

verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 

Abs. 4 VwVG nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann 

die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder abweisen. Massgeblich ist grundsätzlich die Sachlage 

zum Zeitpunkt seines Entscheids (BGE 139 II 534 E. 5.4.1; BVGE 2020 

VII/4 E. 2.2). 

3.  

3.1 Die Schweiz ist – wie andere Staaten auch – grundsätzlich nicht ver-

pflichtet, ausländischen Personen die Einreise zu gestatten und entschei-

det darüber, vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen, autonom (vgl. 

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Seite 4 

BVGE 2009/27 E. 3). Das Schengen-Recht schränkt die nationalstaatli-

chen Befugnisse insoweit ein, als es einheitliche Voraussetzungen für Ein-

reise und Visum aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Einreise 

bzw. das Visum zu verweigern, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt 

sind. Einen Anspruch auf Einreise vermittelt auch das Schengen-Recht 

nicht (vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1.5).  

3.2 Drittstaatsangehörige dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-

Raums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb eines Zeit-

raums von 180 Tagen einreisen, wenn sie im Besitz gültiger Reisedoku-

mente sind, die zum Grenzübertritt berechtigen. Ferner benötigen sie ein 

Visum, sofern dieses gemäss der Verordnung (EU) 2018/1806 des Euro-

päischen Parlaments und des Rates vom 14. November 2018 zur Aufstel-

lung der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige beim Überschreiten 

der Aussengrenzen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie der Liste 

der Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind 

(ABl. L 303/39 vom 28.11.2018) erforderlich ist. Im Weiteren müssen Dritt-

staatsangehörige den Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Auf-

enthalts belegen und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. 

Sie dürfen nicht im Schengener Informationssystem (SIS) zur Einreisever-

weigerung ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ord-

nung, die innere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die internatio-

nalen Beziehungen eines Mitgliedstaats darstellen (vgl. zum Ganzen: Art. 5 

Abs. 1 und 2 AIG; Art. 3 Abs. 1 der Verordnung vom 15. August 2018 über 

die Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204] i.V.m. Art. 6 Abs. 1 

und 2 der Verordnung [EG] Nr. 2016/399 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 9. März 2016 [kodifizierter Text] über einen Gemein-

schaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen [Schen-

gener Grenzkodex, SGK, ABl. L 77/1 vom 23.03.2016]; Art. 14 Abs. 1 und 

Art. 21 Abs. 1 der Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemein-

schaft [Visakodex, VK, ABl. L 243 vom 15.9.2009]).  

3.3 Eine drittstaatsangehörige Person muss für die fristgerechte Wieder-

ausreise Gewähr bieten (Art. 5 Abs. 2 AIG). Wenn sie nicht bereit ist, das 

Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristgerecht wieder zu verlassen, ist 

eine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. e 

SGK anzunehmen (BVGE 2014/1 E. 4.3 in fine; 2011/48 E. 4.5). Die Be-

hörden haben daher unter Mitwirkung der drittstaatsangehörigen Person 

zu prüfen, ob diese für die gesicherte Wiederausreise Gewähr bietet (vgl. 

Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 21 Abs. 1 VK; BVGE 2014/1 E. 4.4). Das 

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Visum wird verweigert, wenn begründete Zweifel an der Echtheit der von 

dem Antragsteller vorgelegten Belege oder am Wahrheitsgehalt ihres In-

halts, an der Glaubwürdigkeit seiner Aussagen oder der von ihm bekunde-

ten Absicht bestehen, das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten vor Ablauf der 

Gültigkeit des beantragten Visums zu verlassen (Art. 32 Abs. 1 Bst. b VK). 

3.4 Sind die erwähnten Voraussetzungen nicht erfüllt, kann in Ausnahme-

fällen ein Visum mit räumlich beschränkter Gültigkeit erteilt werden, das 

nur für das Hoheitsgebiet des betreffenden Mitgliedstaats gilt. Von dieser 

Möglichkeit kann der betreffende Mitgliedstaat unter anderem Gebrauch 

machen, wenn er es aus humanitären Gründen, aus solchen des nationa-

len Interesses oder aufgrund internationaler Verpflichtungen für erforder-

lich hält (vgl. Art. 3 Abs. 4 und 5 VEV; Art. 25 Abs. 1 Bst. a VK; Art. 6 Abs. 5 

Bst. c SGK). 

4.  

Strittig ist, ob die nigerianische Beschwerdeführerin hinreichend Gewähr 

für ihre fristgerechte Wiederausreise aus dem Schengen-Raum bietet. 

Ausser Frage steht dabei die gegebene Visumspflicht (Art. 8 Abs. 1 VEV 

i.V.m. Anhang I der Verordnung Nr. 2018/1806). 

4.1 In der Regel lassen sich keine gesicherten Feststellungen darüber tref-

fen, ob eine drittstaatsangehörige Person tatsächlich beabsichtigt, vor Ab-

lauf des Visums den Schengen-Raum zu verlassen. Es gilt vielmehr eine 

Prognose zu erstellen, wobei alle Umstände des Einzelfalls zu würdigen 

sind. Die Beweisführungslast obliegt dabei der drittstaatsangehörigen Per-

son (Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 14 Abs. 3 i.V.m. Anhang II VK; Art. 6 

Abs. 1 Bst. c SGK; Art. 5 Abs. 2 AIG; BVGE 2014/1 E. 4.4 und E. 6.1). An-

haltspunkte zur Beurteilung der Gewähr für eine fristgerechte Wiederaus-

reise können sich zunächst aus der allgemeinen Situation im Herkunftsland 

der drittstaatsangehörigen Person ergeben. Namentlich bei Einreisegesu-

chen von Personen aus Staaten bzw. Regionen mit politisch, wirtschaftlich 

und sozial ungünstigen Verhältnissen rechtfertigt sich eine strenge Praxis, 

da die persönliche Interessenlage in solchen Fällen erfahrungsgemäss 

häufig nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebe-

willigung im Einklang steht (BVGE 2014/1 E. 6.1).  

4.2 Obwohl Nigeria aufgrund seiner reichhaltigen Erdölvorkommen als 

stärkste Volkswirtschaft des afrikanischen Kontinents gilt, lebt ein grosser 

Teil der Bevölkerung in Armut (vgl. dazu < https:// www.bmz.de > Länder > 

Nigeria > aktuelle Situation > Armut und Korruption allgegenwärtig, 

http://www.bmz.de/

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Seite 6 

abgerufen im Oktober 2025). Die Sicherheitslage ist im ganzen Land sehr 

angespannt und hat sich kontinuierlich verschlechtert. Es besteht ein ho-

hes Risiko von politischen und kriminellen Entführungen. Das Risiko be-

steht für einheimische und ausländische Personen aller Altersstufen und 

Gesellschaftsschichten. In der Bundeshauptstadt Abuja, (…), haben An-

schläge in der Vergangenheit wiederholt zahlreiche Todesopfer und Ver-

letzte gefordert. Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch. Die medizinische Ver-

sorgung ist nicht immer gewährleistet (vgl. < https:// www.eda.admin.ch > 

Reisehinweise & Vertretungen > Nigeria > Reisehinweise für Nigeria, ab-

gerufen im Oktober 2025). Auf dem aktuellen Index der menschlichen Ent-

wicklung, der durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen im 

Sinne eines Wohlstandsindikators erstellt wird, belegt Nigeria lediglich 

Rang 164 von 193 gelisteten Staaten (vgl. < https://hdr.undp.org > Data 

Center ˃ Country Insights > Nigeria, abgerufen im Oktober 2025).  

4.3 Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

das Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausreise von Besucherinnen 

und Besuchern aus Nigeria allgemein als hoch einschätzt. Zudem ist ein 

im Zielland Schweiz bestehendes, minimales soziales Beziehungsnetz aus 

Verwandten oder Freunden ein wichtiges Element, das den Entscheid, 

dorthin auszuwandern, begünstigen kann. Angesichts der restriktiven Zu-

lassungsregelung führt dies nicht selten zur Umgehung von ausländer-

rechtlichen Bestimmungen, indem die Gesuchstellenden – einmal einge-

reist – versuchen, den Aufenthalt auf eine andere rechtliche Basis (bei-

spielsweise durch Einreichung eines Asylgesuchs) abzustützen (vgl. BVGE 

2014/1 E. 6.2.2; Urteil des BVGer C-4223/2014 vom 16. Februar 2016 

E.  5.3, 2. Abschnitt).  

4.4 Besteht bereits aufgrund der allgemeinen Situation im Herkunftsland 

ein rechtlich relevantes Risiko nicht regelkonformen Verhaltens, so sind die 

konkreten Lebensumstände der gesuchstellenden Person daraufhin zu 

prüfen, ob sie geeignet sind, die Bedenken zu zerstreuen. Dabei ist ein 

umso strengerer Massstab anzulegen, je ungünstiger sich die allgemeine 

Situation im Herkunftsland der gesuchstellenden Person darstellt. Zu den 

konkreten Lebensumständen gehören insbesondere die persönlichen, fa-

miliären, beruflichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der gesuchstellen-

den Person (BVGE 2014/1 E. 6.3.1). So kann eine besondere berufliche, 

gesellschaftliche oder familiäre Verantwortung im Herkunftsland bezie-

hungsweise eine stabile, die Existenz sichernde wirtschaftliche Situation 

die Prognose einer anstandslosen Wiederausreise vor Ablauf der Visums-

dauer begünstigen. Umgekehrt muss bei Personen, die in ihrer Heimat 

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keine besonderen Verpflichtungen haben oder die sich in wirtschaftlich un-

günstigen Verhältnissen befinden, das Risiko eines ausländerrechtlich 

nicht regelkonformen Verhaltens nach einer bewilligten Einreise als ver-

gleichsweise hoch eingeschätzt werden (BVGE 2014/1 E. 6.3.1; 2009/27 

E. 8).  

 

5.   

5.1 Gemäss Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe habe die Beschwer-

deführerin in Nigeria ein soziales und gesellschaftliches Leben, welches 

sie sich über Jahre aufgebaut habe. Es ergebe für sie daher keinen Sinn, 

dieses Leben einzig deswegen aufzugeben, weil es allenfalls eine Chance 

gebe, dass die Beziehung zu ihrem Freund in der Schweiz enger werde. 

Sofern das passiere, würde es später, nach einer Rückkehr in die Heimat, 

andere Möglichkeiten geben, erneut in die Schweiz zu kommen. Dafür 

müsse sie sicherlich nicht das Risiko eingehen, in die Illegalität abzudriften 

(vgl. Ziff. 5 ebenda). Den vorinstanzlichen Akten ist überdies zu entneh-

men, dass die Beschwerdeführerin in Nigeria über mehrere Verwandte wie 

Onkel und Tanten verfügt (SEM act. 3/6). In der Beschwerde wird ferner 

vorgebracht, die Beschwerdeführerin habe in Nigeria eine unbefristete An-

stellung; es sei zudem, entgegen den Vorbringen des SEM, nicht lebens-

fremd, wenn Angestellte bei privatrechtlichen Arbeitgebern mehrere Wo-

chen oder gar Monate Urlaub nähmen und das sogar unbezahlt. Anders 

wären Weltreisen nicht möglich. Solche längeren Abwesenheiten kämen 

häufig vor und seien alles andere als lebensfremd. Die Vorinstanz liefere 

hierzu denn auch keine genauen Ausführungen oder gar Belege, weshalb 

solch längere Abwesenheiten lebensfremd sein sollten (Beschwerde Ziff. 

6).   

5.2 Die (…)-jährige Beschwerdeführerin ist ledig und kinderlos. Über ihre 

Lebensumstände in Nigeria ist nicht viel bekannt, es ist jedoch anzuneh-

men, dass sie dort über soziale Kontakte verfügt und am gesellschaftlichen 

Leben teilnimmt. Allerdings können allein dadurch keine besonderen fami-

liären oder gesellschaftlichen Verpflichtungen begründet werden, welche 

ihre persönliche Präsenz in ihrem Heimatland zwingend erfordern würden 

oder die besondere Gewähr für eine Rückkehr nach Nigeria bieten könn-

ten. Da aus ihrem sozialen Umfeld für die Beurteilung des Kriteriums der 

gesicherten Wiederausreise nichts abgeleitet werden kann, kommt den 

wirtschaftlichen Verhältnissen, in denen sie sich befindet, umso grössere 

Bedeutung zu. 

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Seite 8 

5.3 Dazu ergibt sich aus den vorinstanzlichen Akten, dass die Beschwer-

deführerin bei einem (…)-Unternehmen als «(…)» angestellt ist (vgl. SEM 

act. 6/15; 9/26; 9/34). Dem Schreiben «approved leave of absence» vom 

6. August 2024 ist überdies zu entnehmen, dass ihr Antrag auf Urlaub vom 

25. August 2024 bis 5. November 2024 von ihrem Arbeitgeber bewilligt 

wurde (SEM act. 9/35). Angaben zu ihrem Gehalt machte die Beschwerde-

führerin nicht. Einem im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Konto-

auszug für den Zeitraum vom 1. Februar 2024 bis 7. August 2024 ist hin-

gegen zu entnehmen, dass sie vom Februar bis Juli 2024 ein monatliches 

Einkommen von NGN 220'000.00 (ca. CHF 118.00) erzielte (vgl. Bu-

chungsposten «salary from CCTGS»). Am 6. August 2024 zeigt das Konto 

ein Guthaben von NGN 5'589'786.65 (ca. CHF 2'990.00). Mit der  

Vorinstanz ist damit anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin über ein 

Einkommen und ein gewisses Vermögen verfügt. Auffallend ist hingegen, 

dass auf dem eingereichten Kontoauszug etliche (auch höhere) Einzahlun-

gen verzeichnet sind, insbesondere unter dem Titel «Transfer between 

customers», deren genaue Herkunft aus dem Auszug nicht ersichtlich ist. 

Nur mit diesen zusätzlichen Einzahlungen konnte die Beschwerdeführerin 

denn auch ihre Ausgaben decken (vgl. Kontoauszug). In diesem Fall kann 

nicht schlüssig auf eine wirtschaftlich sichere Existenz der Beschwerdefüh-

rerin geschlossen werden. 

5.4 Gesamthaft betrachtet ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführe-

rin über das übliche Mass hinausgehende gesellschaftliche oder familiäre 

Verpflichtungen obliegen würden. Auch die dargestellte wirtschaftliche Si-

tuation der Beschwerdeführerin ist nicht geeignet, die Risikobeurteilung 

entscheidend zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Kommt hinzu, dass, selbst 

wenn es, wie die Beschwerdeführerin angibt, nicht sicher ist, wie sich die 

Beziehung zu ihrem hier lebenden Freund entwickelt (Beschwerde Ziff. 7), 

sie in der Schweiz auch unabhängig von ihm über ein vorbestehendes so-

ziales Beziehungsnetz verfügt, leben doch laut Angaben ihres Partners je 

eine Tante und ein Onkel in K._______ (SEM act. 6/14).  

5.5 Vor dem aufgezeigten persönlichen und allgemeinen Hintergrund 

durfte die Vorinstanz demnach davon ausgehen, dass keine hinreichende 

Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise der Be-

schwerdeführerin nach einem Besuchsaufenthalt besteht. Daran vermag 

auch nichts zu ändern, dass sie gemäss eigenen Aussagen vor Einrei-

chung des Gesuches keinerlei Anstalten getroffen habe, im Falle einer Vi-

sumserteilung und des Besuches in der Schweiz nicht wieder nach Nigeria 

zurückzukehren (Beschwerde Ziff. 7). Dass die Beschwerdeführerin mit 

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Seite 9 

ihrem Besuch in der Schweiz beabsichtigt, ihren Freund besser kennenzu-

lernen, um allenfalls nach weiteren Treffen eine gemeinsame Zukunft be-

schreiten zu können (vgl. Beschwerde Ziff. 4), ist zwar nachvollziehbar, da-

raus kann sie aber nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dies gilt auch für die 

vom Gastgeber unterzeichnete Verpflichtungserklärung vom 15. Oktober 

2024 (vgl. Beschwerde Ziff. 8; SEM act. 6/17). Ohne seine guten Absichten 

in Zweifel zu ziehen und seine Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen, gilt es 

zu bedenken, dass er als Freund der Beschwerdeführerin lediglich für ge-

wisse finanzielle Risiken Garantien leisten kann, nicht aber – mangels 

rechtlicher und faktischer Durchsetzbarkeit – für ein bestimmtes Verhalten 

seines Gastes (vgl. BVGE 2014/1 E. 6.3.7 und BVGE 2009/27 E. 9). 

Schliesslich kann auch die von der Beschwerdeführerin selbst abgegebene 

Erklärung vom 15. Oktober 2024 nichts an der Risikobeurteilung ändern 

(vgl. Beschwerde Ziff. 7; SEM act. 6/18), handelt es sich doch bei einer 

solchen Erklärung um eine blosse Absichtserklärung, die in der Schweiz 

keine rechtlichen Wirkungen entfalten kann.  

5.6 Soweit die Beschwerdeführerin einen Verstoss gegen das Verhältnis-

mässigkeitsprinzip geltend macht, da die Vorinstanz das mildere Mittel der 

Kautionshinterlegung nicht einmal geprüft habe (Beschwerde Ziff. 10 f.), ist 

darauf hinzuweisen, dass in casu dem Risiko einer nicht fristgerechten 

Wiederausreise auch mit der Hinterlegung einer Kaution nicht ausreichend 

Rechnung getragen werden kann (vgl. Art. 6 Abs. 3 SGK i.V.m. Art. 5 Abs. 

1 Bst. b und Art. 6 Abs. 3 AIG, Art. 14 ff. VEV). So wurde in Fällen, in denen 

die Visumserteilung unter der Bedingung einer Kautionszahlung als mög-

lich erachtet wurde, stets die soziale und wirtschaftliche Situation der ge-

suchstellenden Person im Heimatland als hinreichend stabil eingestuft (vgl. 

etwa BVGE 2019 VII/1 E. 9, 2018 VII/6 E. 8.3; Urteile des BVGer F-

2086/2020 vom 17. Mai 2021 E. 6.4; F-2075/2020 vom 26. November 2020 

E. 6.4). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Das Vorbringen der Beschwerde-

führerin, ihr Freund wäre im Stande gewesen, für die Kautionshinterlegung 

zu sorgen (Beschwerde Ziff. 10), bleibt demnach ohne Relevanz. Somit ist 

das Eventualbegehren abzuweisen.  

5.7 Vorliegend bestehen zudem keine Gründe, welche eine Rückweisung 

der Sache an die Vorinstanz rechtfertigen könnten, zumal auch in der 

Rechtsmitteleingabe dazu nichts Näheres ausgeführt wird. Der betreffende 

Subeventualantrag ist folglich abzuweisen.   

6.  

Schliesslich wurden Gründe humanitärer oder anderer Art, welche die 

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Seite 10 

Erteilung eines Visums mit räumlich beschränkter Gültigkeit rechtfertigen 

könnten, von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht und sind auch 

nicht ersichtlich.  

7.  

Die Vorinstanz hat das Visum für den Schengen-Raum zu Recht verwei-

gert. Die angefochtene Verfügung ist daher im Lichte von Art. 49 VwVG 

nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.  

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen und auf Fr. 900.– festzusetzen (vgl. 

Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss gedeckt. 

9.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Angele-

genheit endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 900.– werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Yannick Antoniazza-Hafner Susanne Stockmeyer 

 

 

 

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