# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7b70a5a-15cc-5a95-8971-0810dc15ea6e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-09-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 21.09.2004 ZF 2004 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2004-40_2004-09-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

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Ref.: Chur, 21. September 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 04 40

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Heinz-Bommer, Lazzarini, Rehli und Riesen-Bienz 
Aktuar ad hoc Walder

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In der zivilrechtlichen Berufung

des A. X., der B. X., des C. X. und der D. X., Beklagte und Berufungskläger, vertre-
ten durch Rechtsanwalt lic.iur. Diego Quinter, Goldgasse 11, Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts I. vom 28. Januar 2004, mitgeteilt am 30. März 2004, 
in Sachen des F., Kläger und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt 
lic.iur. Erich Vogel, Advokaturbüro Janett, Schulstrasse 1, I., gegen die Beklagten 
und Berufungskläger,

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

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A. 1. F. betreibt in I. eine Sanitär- und Heizungsinstallationsfirma. Die Ehe-
leute C. X. und D. X. einerseits sowie die Mutter des Ehemannes, B. X., zusammen 
mit ihrem zweiten Sohn A. X. andererseits sind je zur Hälfte Miteigentümer des 
Mehrfamilienhauses K.-Strasse in I.. Im Herbst 2000 wurde der Kläger zur Einrei-
chung einer Offerte für die in seinen Bereich fallenden Arbeiten beim Umbau des 
von den Beklagten bewohnten Mehrfamilienhauses eingeladen. Er offerierte darauf 
die Position „BKP 25 Sanitäre Anlagen“ für einen Betrag von Fr. 16'585.35 und die 
Position „BKP 24 Heizungsanlagen“ zum Werkpreis von Fr. 26'159.60. Die Arbeiten 
wurden dem Kläger darauf zum offerierten Preis vergeben und von diesem in den 
Monaten Oktober bis Dezember 2000 ausgeführt. Am 13. November 2000 ersuchte 
F. für bereits geleistete Arbeiten und Material an der Heizungsanlage um eine Akon-
tozahlung von 20'000 Franken und am 3. Dezember 2000 eine solche von 10'000 
Franken für die bereits erbrachten Sanitärarbeiten. Die Beklagten kamen diesen 
Zahlungsaufforderungen anstandslos nach.

2. Am 18. Juni 2001 stellte der Unternehmer den Beklagten die Schluss-
abrechnung zu. Diese lautete für die Sanitärarbeiten auf insgesamt Fr. 16'606.70, 
was nach Abzug eines Rabattes von 5 % und eines Skontos von 2 % (bei Zahlung 
innert zehn Tagen) sowie unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer und der Akon-
tozahlung einen Saldo zu seinen Gunsten von Fr. 6‘635.80 ergab. Für die Heizungs-
anlage resultierte aus der entsprechenden Abrechnung eine Restschuld der Bestel-
ler von Fr. 5'644.--. Damit belief sich die gesamte Restforderung F.s noch auf Fr. 
12'279.80. Die Beklagten reagierten nicht auf diese Schlussabrechnung, worauf sie 
von F. offenbar am 3. Oktober 2001 erneut an den Zahlungsausstand erinnert wur-
den. Auch auf diese Zahlungsaufforderung hin wurde die Rechnung nicht beglichen, 
hingegen schrieben die Bauherren dem Kläger am 12. November 2001, die verspro-
chenen Arbeiten seien nicht zu ihrer Zufriedenheit ausgeführt worden. Bereits bei 
Baubeginn seien die Termine nicht eingehalten worden, so dass sich der gesamte 
Umbau verzögert habe. Bis Ende Dezember 2000 hätten drei Wohnungen mit Elek-
troöfen warm gehalten werden müssen. Man sei daher nicht bereit, den Restbetrag 
von Fr. 12'279.80 zu zahlen, da die Arbeiten mangelhaft und entsprechend der bei-
liegenden Mängelliste nicht wie abgemacht ausgeführt worden seien. Man erwarte, 
dass die aufgelisteten Arbeiten bis Ende Dezember 2001 erledigt würden; darauf 
könne man über den noch zu zahlenden Restbetrag diskutieren. - Der Unternehmer 
antwortete am 16. November 2001 durch das Treuhandbüro H., die Rechnungstel-
lung sei am 18. Juni 2001 erfolgt und am 3. Oktober 2001 sei erstmals gemahnt 
worden. Auf das Schreiben von diesem Datum, ab welchem Verzugszinsen ge-
schuldet seien, hätten die Besteller erst nach 40 Tagen mit einer Mängelliste geant-

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wortet. Diese Verzögerungstaktik weise eher auf Zahlungsunwilligkeit denn auf ei-
nen Rückbehalt wegen nicht korrekt ausgeführter Arbeiten hin. Am 27. November 
2001 werde F. vorbeikommen, um über die Behebung allfälliger Mängel zu spre-
chen. Selbst wenn gewisse Beanstandungen berechtigt sein sollten, so stünde der 
zurückbehaltene Betrag aber in keinem Verhältnis zur Auftragssumme, weshalb um 
Zahlung von mindestens weiteren 10'000 Franken ersucht werde. – Ende Novem-
ber führte F. die Garantiearbeiten - für die er sich zuständig betrachtete - aus, was 
die Bauherrschaft jedoch nicht zu einer weiteren Zahlung veranlasste.

In einem Schreiben vom 18. April 2002 bezog sich Treuhänder H. auf die 
vom Unternehmer geleisteten Mängelbehebungsarbeiten und wies darauf hin, dass 
es selbstverständlich nicht Sache seines Mandanten sei, Garantie für die von den 
Bauherren selbst beschafften Apparate und selbst oder durch andere Beauftragte 
ausgeführte Arbeiten zu gewähren. Man schlage vor, dass der zurückbehaltene Be-
trag hinterlegt und eine Expertise in Auftrag gegeben werde. Die Besteller gingen 
auf diesen Vorschlag nicht ein und leisteten weiterhin keine Zahlung mehr. F. be-
trieb darauf C. X. durch Zahlungsbefehl vom 24. Mai 2002 für einen Betrag von Fr. 
12'530.40 (in Rechnung gestellter Restbetrag zuzüglich des gewährten Skontos von 
Fr. 250.60) nebst 5 % Zins ab 3. Oktober 2001; der Betriebene erhob Rechtsvor-
schlag.

B. Nachdem auch auf ein Schreiben des heutigen Rechtsvertreters des 
Klägers vom 10. September 2002 keine Reaktion seitens der Schuldner erfolgte, 
meldete F. die Streitsache am 15. Oktober 2002 beim Kreisamt Fünf Dörfer zur Ver-
mittlung an. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 11. November 2002 
bezog er den Leitschein und prosequierte die Klage mit Prozesseingabe vom 3. 
Februar 2003 an das Bezirksgericht I.. Sein Rechtsbegehren lautete:

„1. Die Beklagten seien unter solidarischer Haftung zu verpflichten, dem 
Kläger Fr. 12'530.40 zuzüglich Zins von 5% seit 3. Oktober 2001 sowie 
den Kosten des Zahlungsbefehls im Betrag von Fr. 100.-- zu bezahlen.

 2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 2021389 des Betreibungs-
amtes Fünf Dörfer sei aufzuheben und es sei dem Kläger in der Betrei-
bung Nr. 2021389 im Umfang von Fr. 12'530.40 zuzüglich Zins von 5% 
seit 3. Oktober 2001 sowie die Kosten des Zahlungsbefehls im Betrag 
von Fr. 100.-- die definitive Rechtsöffnung zu erteilen.

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. 7,6% MwSt) zu Lasten 
der Beklagten.“

Die Beklagten beantragten in ihrer Prozessantwort vom 24. März 2003 die 
kostenfällige Abweisung der Klage. 

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C. Mit Urteil vom 28. Januar 2004 hiess das Bezirksgericht I. die Klage 
vollumfänglich gut. Es auferlegte die Kosten der Vermittlung von 190 Franken sowie 
die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von insgesamt 3'500 Franken unter 
solidarischer Haftung den Beklagten und verpflichtete diese, den Kläger ausserge-
richtlich mit Fr. 4'322.30 zu entschädigen.

D. Gegen dieses Urteil erklärten die Beklagten am 3. Mai 2004 die Beru-
fung an das Kantonsgericht Graubünden. Sie beantragten, das angefochtene Urteil 
sei aufzuheben und die Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge für beide In-
stanzen zu Lasten des Klägers abzuweisen. Sie ersuchten sodann um Durch-
führung einer mündlichen Hauptverhandlung und um Anordnung einer Expertise 
über die vom Kläger zu verantwortenden Werkmängel.

E. An der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht waren die Parteien 
durch ihre Rechtsanwälte vertreten; seitens der Berufungskläger war sodann C. X. 
persönlich anwesend. Der Vertreter der Beklagten und Berufungskläger bestätigte 
in seinem Plädoyer die in der Berufungserklärung gestellten Anträge, während der 
Anwalt des Klägers die Abweisung der Berufung beantragte. Auf die Ausführungen 
der Parteivertreter zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit erforderlich, in den 
Erwägungen eingegangen.

Die Zivilkammer zieht in Erwägung:

I. 1. Die Vorinstanz ist zutreffend davon ausgegangen, dass zwischen den 
Parteien zwei Werkverträge abgeschlossen wurden und dass deren Beurteilung al-
lein auf Grund der gesetzlichen Vorschriften von Art. 363 ff. OR und nicht etwa auch 
nach den Regeln der SIA-Normen zu erfolgen hat, da zwischen den Parteien keine 
Vereinbarung getroffen wurde, wonach diese auf ihr Vertragsverhältnis Anwendung 
finden sollten. Zuzustimmen ist dem Bezirksgericht auch bezüglich der Feststellung, 
wonach der Einwand der Beklagten, die Arbeiten seien nicht termingerecht ausge-
führt worden, nicht gehört werden kann. Die Bauherrschaft hat in der Tat nie be-
hauptet, geschweige denn bewiesen, dass die dem Kläger übertragenen Arbeiten 
auf einen bestimmten Termin hin hätten abgeschlossen werden müssen. Sie haben 
in ihrem Schreiben vom 12. November 2001 zwar ihrem Erstaunen darüber Aus-
druck gegeben, dass der Unternehmer für die Montage einiger Radiatoren und den 
Einbau einer Heizung zwei Monate gebraucht hatte, doch machten sie nicht geltend, 
dass er eine ihm gesetzte Frist nicht eingehalten hätte. Auch in der Prozessantwort 
wird lediglich kurz erwähnt, teilweise seien Arbeiten verspätet geleistet worden, es 

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wird aber nicht konkret gesagt, wann diese Arbeiten hätten abgeschlossen werden 
müssen und um wie viel ein allfälliger Termin überschritten worden sei. Im Beru-
fungsverfahren wird die Frage der nicht termingerechten Ausführung der Arbeiten 
nicht mehr aufgeworfen. Die Argumentation der Beklagten geht vielmehr haupt-
sächlich dahin, der Kläger habe verschiedene Arbeiten überhaupt nicht abgeschlos-
sen; das Werk sei damit nicht vollendet, so dass eine Ablieferung gemäss Art. 367 
OR gar nicht habe stattfinden können. Diese setze nämlich voraus, dass sämtliche 
vereinbarten Arbeiten ausgeführt worden seien, das Werk also fertig gestellt sei. 
Wenn die Vorinstanz angenommen habe, dies sei der Fall, obwohl nicht einmal der 
Kläger solches behauptet habe, so habe sie nur auf Grund willkürlicher Beweiswür-
digung und reiner Spekulationen zu diesem Schluss gelangen können; es frage sich 
daher, wie es mit der Verhandlungsmaxime gemäss Art. 118 ZPO stehe.

Die letztere Frage müssen sich vor allem die Berufungskläger stellen lassen. 
Geht man nämlich von der Prozessantwort als dem Fundament der Sachdarstellung 
der Beklagtschaft aus, so muss man feststellen, dass diese praktisch bar jeglicher 
konkreter Behauptungen ist. Es wird mit Bezug auf den Abschluss der Arbeiten le-
diglich lakonisch festgehalten, der Kläger habe die von ihm offerierten Arbeiten nicht 
vollumfänglich ausgeführt und das Werk sei nie richtig abgeliefert worden. Damit 
wird nicht behauptet, es habe überhaupt keine Ablieferung stattgefunden, es wird 
nur gesagt, diese sei nicht in korrekter Weise erfolgt. Welche Arbeiten nicht vollen-
det worden sein sollen, wird nicht erwähnt und es wird nicht einmal glaubhaft ge-
macht und schon gar nicht bewiesen, dass vor November 2001 gegenüber dem 
Unternehmer je geltend gemacht worden wäre, er habe noch nicht alle offerierten 
Arbeiten ausgeführt. Um den prozessualen Anforderungen mit Bezug auf die Be-
hauptungspflicht zu genügen, hätte aber konkreter dargelegt werden müssen, in-
wiefern das Werk noch nicht vollendet sein soll. Auch im Schreiben vom 12. No-
vember 2001 wird nur andeutungsweise von einer offenbar nur teilweise montierten 
Leitung gesprochen und in der dem Schreiben beigelegten Mängelliste finden sich 
keine Positionen von einigem Gewicht, welche den Schluss zuliessen, die Gegen-
stand des Vertrages bildenden Arbeiten seien nicht ausgeführt worden. Jedenfalls 
stehen Bagatellen wie das angebliche Fehlen eines Typenschilds oder von Beschrif-
tungen der Wasserleitungen der Annahme, das Werk sei vollendet, nicht entgegen. 
Nachdem bei Prozessbeginn nach der sehr rudimentären Sachdarstellung in der 
Prozessantwort und deren Beilagen keine irgendwie bedeutsamen Arbeiten mehr 
auf ihre Ausführung warteten (ob gewisse erbrachte Leistungen allenfalls noch mit 
Mängeln behaftet waren, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle), sondern 
höchstens noch völlige Nebensächlichkeiten nicht erledigt waren, darf mit Fug da-

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von ausgegangen werden, dass man es mit einem vollendeten Werk zu tun hat. Die 
Baute konnte also vom Unternehmer abgeliefert werden. Wenn die Beklagten sich 
auf den Standpunkt stellen, sie hätten das noch unvollendete Werk nie abgenom-
men, so grenzt diese Behauptung angesichts der Tatsache, dass die allenfalls noch 
nicht ausgeführten Arbeiten im Verhältnis zum ganzen Werk als ausgesprochen ge-
ringfügig erscheinen, an Rechtsmissbrauch (vgl. Gauch, Der Werkvertrag, 4. Auf-
lage, Rz. 95 f.). Dies gilt ganz besonders im  vorliegenden Fall, wo die Beklagten 
ihre Wohnungen bezogen und die vom Kläger erstellten Werke ganz offenkundig in 
Betrieb genommen haben. Wenn noch anlässlich der Berufungsverhandlung vom 
21. September 2004 behauptet wurde, weder die Heizung noch die sanitären Anla-
gen funktionierten und damit der Schein erweckt wird, die entsprechenden Einrich-
tungen seien noch heute unbrauchbar, so muss man sich fragen, wie die drei Fami-
lien seit anfangs 2001, also seit dreieinhalb Jahren, ohne Heizung und sanitäre An-
lagen ihr Haus bewohnen konnten! Es ist ganz offensichtlich, dass ihre Sachdar-
stellung von der Wirklichkeit weit entfernt ist. Die Beklagten leben seit spätestens 
Januar 2001 in ihren Wohnungen und haben bis im November 2001, als sie vom 
Treuhänder des Klägers auf den Zahlungsausstand aufmerksam gemacht worden 
waren, nie geltend gemacht, die von F. erstellten Werke funktionierten nicht. Ja mit 
der im Schreiben vom 12. November 2001 gemachten Bemerkung, wonach die drei 
Wohnungen bis Ende 2000 mit Elektroöfen hätten beheizt werden müssen, räumen 
sie tatsächlich selbst ein, dass ab Januar 2001 mit der neuen Anlage geheizt wer-
den konnte. Wenn die Vorinstanz auf Grund der vorliegenden Beweise zu diesem 
sich geradezu aufdrängenden Schluss kam, so ist nicht einzusehen, was an diesen 
Feststellungen willkürlich sein soll. Die Beklagten haben aber nicht nur während der 
Wintermonate 2001 in den mittels der vom Kläger installierten Anlage geheizten 
Wohnungen gelebt, ohne je beim Installateur wegen nicht richtigen Funktionierens 
der Heizung vorstellig geworden zu sein, sie haben sich auch nach Erhalt der End-
abrechnung im Juni 2001 nicht bemüssigt gefühlt, geltend zu machen, die Arbeiten 
seien noch nicht vollendet. Ja sie liessen selbst nach der am 3. Oktober 2001 er-
folgten Mahnung weitere sechs Wochen verstreichen, bis sie überhaupt auf die Zah-
lungsaufforderung reagierten, wobei sie auch bei dieser Gelegenheit das Funktio-
nieren der Anlagen nicht grundsätzlich in Abrede stellten. Angesichts dieser Sach-
lage ist es eine kühne Behauptung, wenn argumentiert wird, das vom Kläger er-
stellte Werk sei nicht vollendet, es habe damit keine Ablieferung stattfinden und 
folglich auch keine Mängelrügefrist zu laufen beginnen können. Die ganzen Um-
stände sprechen offensichtlich eine andere Sprache und lassen nur die vom Be-
zirksgericht vertretene Schlussfolgerung zu, dass das vom Kläger gelieferte Werk 
vollendet und von den Bestellern abgenommen worden ist. Jede andere Betrach-

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tungsweise müsste angesichts des passiven Verhaltens der Beklagten in hohem 
Masse unbillig erscheinen. 

2. Steht nach dem Gesagten fest, dass entgegen der Argumentation der 
Berufungskläger davon auszugehen ist, dass das Gegenstand des Werkvertrages 
bildende Werk als vollendet und abgeliefert zu betrachten ist, stellt sich die Frage, 
ob die behaupteten Mängel seitens der Besteller rechtzeitig gerügt und in diesem 
Verfahren in rechtsgenüglicher Weise substantiiert worden sind. Dass die Heizungs- 
und Sanitäranlagen übergeben und abgenommen worden sind, heisst noch nicht, 
dass sie auch als genehmigt zu gelten haben, steht doch die Mangelhaftigkeit des 
Werkes der Abnahme nicht im Wege. Die Ablieferung des Werkes löst hingegen die 
dem Besteller obliegende Pflicht aus, das vollendete Werk ordnungsgemäss zu prü-
fen und dem Unternehmer allfällige Mängel anzuzeigen (Art. 367 Abs. 1 OR). Das 
Gesetz hält fest, dass diese Prüfung zu erfolgen hat, sobald es nach dem üblichen 
Geschäftsgang tunlich ist; es enthält also keine starre Frist, innerhalb welcher der 
Besteller die Prüfung vorzunehmen und den Unternehmer von festgestellten Män-
geln in Kenntnis zu setzen hat. Die Berufungskläger stellen sich auf den Standpunkt, 
da wegen der mangelnden Vollendung des Werks  keine Ablieferung habe stattfin-
den können, kämen die Mängelrügepflichten gar nicht zum Zuge, weshalb ein gros-
ser Teil der Ausführungen der Vorinstanz an der Sache vorbei zielten. Ausgehend 
von dieser Betrachtungsweise verzichteten die Berufungskläger darauf, sich zum 
Problem der Rechtzeitigkeit und Vollständigkeit der erhobenen Mängelrüge zu äus-
sern. Der Berufungsbeklagte geht hingegen auf diese Frage ein und stellt sich mit 
der Vorinstanz auf den Standpunkt, die Beklagten seien ihren Obliegenheiten be-
züglich der Prüfung des Werkes und der Anzeige von Mängeln nicht nachgekom-
men, so dass allfällige Mängelrechte verwirkt seien; davon abgesehen vermöchten 
die Beklagten auch keine Mängel nachzuweisen.

Aus den Akten ergibt sich nicht eindeutig, wann der Kläger seine Arbeiten am 
Mehrfamilienhaus der Beklagten vollendete. Nach den Aussagen des Zeugen E. X. 
führte der Unternehmer die Arbeiten während der Monate Oktober und November 
2000 aus. Auch dem Schreiben C. X.s vom 12. November 2001 an F. ist zu entneh-
men, dass mit den Arbeiten anfangs Oktober 2000 begonnen wurde, es wurde aber 
festgehalten, dass die drei Wohnungen bis Ende Dezember 2000 mit Elektroöfen 
hätten warm gehalten werden müssen. Dies wird, allerdings ohne nähere Zeitan-
gabe, auch vom Zeugen G. bestätigt, der oft auf der Baustelle mitgearbeitet hatte 
und zwischen Weihnachten und Neujahr täglich dort anwesend war; er äusserte 
sich allerdings nicht dazu, ob auch noch zu diesem Zeitpunkt an der Heizung und 

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den sanitären Anlagen gearbeitet wurde. Auf Grund dieser Beweislage kann davon 
ausgegangen werden, dass spätestens anfangs Januar 2001 das von F. zu erstel-
lende Werk übergeben und in Betrieb genommen werden konnte. Wie oben ausge-
führt wurde, muss angesichts der gesamten Umstände davon ausgegangen wer-
den, dass zu diesem Zeitpunkt das Werk vollendet war und von den Bestellern ab-
genommen wurde. Es ist der Vorinstanz damit zuzustimmen, wenn sie ausführte, 
dass mit der nun erfolgten Übernahme des Werks die Beklagten verpflichtet waren, 
sowohl die sanitären Anlagen als auch die Heizung auf ihre Funktionsfähigkeit hin 
zu überprüfen und allfällige Mängel dem Unternehmer umgehend anzuzeigen. 
Wenn das Gesetz davon spricht, dass die Prüfung vorzunehmen ist, sobald es nach 
dem üblichen Geschäftsgang tunlich ist, so drückt es damit aus, dass mit der Prü-
fung nicht beliebig lange zugewartet werden kann, dass aber doch den konkreten 
Verhältnissen Rechnung getragen werden darf. So ist es sicher geboten, für die 
Prüfung einer Heizanlage die kältere Jahreszeit abzuwarten, lässt sich doch bei 
warmer Witterung nicht abschliessend feststellen, ob diese auch bei tiefen Tempe-
raturen störungsfrei funktioniert. Im vorliegenden Fall fiel die Ablieferung der Hei-
zung in die kälteste Zeit des Jahres; es liess sich also innert kurzer Zeit feststellen, 
ob das Werk den an es zu stellenden Ansprüchen genügte, und mit Bezug auf die 
sanitären Anlagen konnte dies ohnehin jederzeit geschehen. Wären die vom Kläger 
installierten Werke mit Mängeln behaftet gewesen, welche ihre Funktionstüchtigkeit 
einschränkten oder sonst wie nicht dem entsprachen, was offeriert worden war, so 
hätte angesichts dieser Situation erwartet werden dürfen, dass dies innert verhält-
nismässig kurzer Zeit dem Unternehmer angezeigt worden wäre. Hinweise darauf, 
dass versteckte Mängel vorhanden gewesen wären, liegen nicht vor und es wird 
solches in der Prozessantwort auch nicht behauptet. Es braucht bei dieser Sachlage 
nicht näher darauf eingegangen zu werden, ob die Mängelrüge innerhalb einiger 
Tage oder weniger Wochen nach Ablieferung des Werkes hätte erhoben werden 
müssen, erfolgte doch seitens der Besteller während Monaten überhaupt keine Re-
aktion. Die Beklagten bewohnten die mit der vom Kläger erstellten Anlage beheizten 
Wohnungen und benutzten die von diesem installierten sanitären Anlagen, ohne 
dass sie sich je veranlasst gefühlt hätten, beim Unternehmer vorstellig zu werden 
und auf Mängel bei einer der beiden Anlagen aufmerksam zu machen. Selbst als F. 
am 18. Juni 2001 den Bestellern seine Schlussabrechnung zustellte, in welcher die 
ausgeführten Arbeiten im Detail auflistetet wurden und die einen namhaften Saldo 
zu seinen Gunsten ergab, liessen die Beklagten nichts von sich hören und auch 
nach der am 3. Oktober 2001 erfolgten ersten Mahnung vergingen weitere sechs 
Wochen, bis sie sich zu einer Reaktion bequemten. Am 12. November 2001 stellten 
sie dem Kläger eine Mängelliste zu mit der Aufforderung, die mangelhaft oder nicht 

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vertragsgemäss ausgeführten Arbeiten bis Mitte Dezember 2001 in Ordnung zu 
bringen. Der Kläger behob darauf offenbar die Mängel, für die er sich verantwortlich 
fühlte. Auch im Anschluss an diese Arbeiten schwiegen die Besteller, was als Ge-
nehmigung des verbesserten Werkes im Sinne von Art. 370 OR zu interpretieren 
ist. Indem die Beklagten nach der Ablieferung des Werkes mehr als zehn Monate 
verstreichen liessen, bis sie eine Mängelliste einreichten und auch nach den vom 
Kläger vorgenommenen Mängelbehebungsarbeiten nichts mehr unternahmen, 
stellte sich die Vorinstanz zu Recht auf den Standpunkt, dass allfällige Mängelrechte 
längst verwirkt sind. Braucht bei dieser Sachlage gar nicht näher abgeklärt zu wer-
den, ob gewisse Mängel vorhanden und vom Kläger zu verantworten sind, erübrigt 
sich ohne weiteres auch die Einholung einer Expertise, könnten doch selbst durch 
eine solche festgestellte Mängel nicht mehr zu Gunsten der Beklagten berücksich-
tigt werden. Das angefochtene Urteil erweist sich damit in allen Belangen als richtig 
und ist in Abweisung der Berufung zu bestätigen.

II. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Berufungsverfahrens zu 
Lasten der Beklagten und Berufungskläger, welche den Kläger und Berufungsbe-
klagten aussergerichtlich angemessen zu entschädigen haben; sie haften solida-
risch für die gerichtlichen und die aussergerichtlichen Kosten.

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Demnach erkennt die Zivilkammer:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von Fr. 3'000.-- und einer Schreibgebühr von Fr. 150.--, total somit Fr. 3'150.-
-, gehen unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten der Berufungskläger, die 
zudem den Berufungsbeklagten unter solidarischer Haftbarkeit ausserge-
richtlich mit Fr. 2'000.-- zu entschädigen haben.

3. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: