# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 01c90551-b330-5229-8cb1-b14081ac9cae
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.11.2025 100 2022 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-20_2025-11-04.pdf

## Full Text

100.2022.20/21U
HAT/STS/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. November 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Häberli,
Verwaltungsrichter Stohner, Verwaltungsrichter Tissot
Gerichtsschreiberin Straub

Verein A.________
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer; 
Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit ab 2019 (Entscheide der 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 7. Dezember 2021; 
100 21 24/25, 200 21 19)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.20/21U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________ ist ein Verein im Sinn von Art. 60 ff. des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) mit Sitz in Bern; er bezweckt die Wahrung 
von Anliegen der Ökologie und des Naturschutzes. Am 21. August 2018 (er-
gänzt am 29.3.2019 und 2.3.2020) stellte der Verein A.________ bei der 
Steuerverwaltung des Kantons Bern ein Gesuch um Steuerbefreiung wegen 
Gemeinnützigkeit. Die Steuerverwaltung wies das Gesuch mit Verfügungen 
vom 20. April 2020 ab. Die hiergegen erhobenen Einsprachen blieben erfolg-
los (Entscheide vom 23.12.2020).

B.

Am 25. Januar 2021 erhob der Verein A.________ Rekurs (im Bereich der 
kantonalen Gewinn- und Kapitalsteuer sowie im Bereich der Erbschafts- und 
Schenkungssteuer) und Beschwerde (im Bereich der direkten Bundessteuer 
[Gewinnsteuer]) bei der Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). 
Die StRK wies die Rechtsmittel mit Entscheiden vom 7. Dezember 2021 ab.

C.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 10. Januar 2022 hat der Verein 
A.________ sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch 
der direkten Bundessteuer Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit 
dem Antrag, die angefochtenen Entscheide seien aufzuheben und er sei 
rückwirkend auf den 1. Januar 2019 wegen Gemeinnützigkeit von der Steu-
erpflicht zu befreien.

Mit Verfügung vom 12. Januar 2022 hat der Abteilungspräsident die Verfah-
ren betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundes-
steuer vereinigt.

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Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Vernehmlassung vom 
14. Januar 2022 bzw. Beschwerdeantwort vom 11. Februar 2022 die Abwei-
sung der Beschwerden.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug 
der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Der Beschwerdeführer hat 
am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren teilgenommen, ist 
durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 
Abs. 1 DBG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 
(Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerden 
ist einzutreten.

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwal-
tungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um zwei verschiedene Steuern 
handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten 
Verfahren veranlagt werden. Die beiden Entscheide können aber in ein und 
derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 135 II 
260 E. 1.3.1). Weil vorliegend die einschlägigen Bestimmungen des kanto-
nalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, rechtfertigt 

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sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich kommunaler, 
kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.3 Da die Streitigkeit von grundsätzlicher Bedeutung ist, urteilt das Ver-
waltungsgericht in Fünferbesetzung (Art. 56 Abs. 2 Bst. a des Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

2.

Für die strittige Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit gelten folgende 
Rechtsgrundlagen:

2.1 Gemäss Art. 83 Abs. 1 Bst. g StG und Art. 56 Bst. g DBG sind juristi-
sche Personen, die öffentliche oder gemeinnützige Zwecke verfolgen, für 
den Gewinn und das Kapital, die ausschliesslich und unwiderruflich diesen 
Zwecken gewidmet sind, von der Steuerpflicht befreit, wobei unternehmeri-
sche Zwecke grundsätzlich nicht gemeinnützig sind (vgl. auch Art. 23 Abs. 1 
Bst. f des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisie-
rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). 
Juristische Personen, die zum Zeitpunkt der Zuwendung die Voraussetzun-
gen einer Steuerbefreiung erfüllen, sind auch von der Erbschafts- und 
Schenkungssteuer befreit (Art. 6 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. November 
1999 über die Erbschafts- und Schenkungssteuer [ESchG; BSG 662.1]). 
Hinzu kommt, dass steuerpflichtige Privatpersonen von ihrem steuerbaren 
Einkommen jene freiwilligen Leistungen (Spenden) zum Abzug bringen kön-
nen, die sie juristischen Personen mit Sitz in der Schweiz, die im Hinblick auf 
öffentliche oder ausschliesslich gemeinnützige Zwecke von der Steuerpflicht 
befreit sind, haben zukommen lassen (Art. 38a Bst. a StG; Art. 33a DBG; vgl. 
auch Art. 9 Abs. 2 Bst. i StHG).

2.2 Eine Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit setzt voraus, dass die 
Tätigkeit der juristischen Person im Interesse der Allgemeinheit liegt und un-

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eigennützig erfolgt. Die Steuerbefreiung ist nur möglich, wenn eine solche 
Tätigkeit nicht bloss statutarisch festgeschrieben ist, sondern die steuerbe-
freite Zwecksetzung auch tatsächlich verfolgt und verwirklicht wird (Art. 12 
Abs. 1 SBV; BGE 147 II 287 E. 5.2 [Pra 111/2022 Nr. 2], 146 II 359 E. 5.1 
[Pra 110/2021 Nr. 14]; BVR 2012 S. 443 E. 5.2 [bestätigt durch BGer 
2C_251/2012 und 2C_252/2012 vom 17.8.2012]; Greter/Greter in Zweifel/
Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, DBG, 
4. Aufl. 2022, Art. 56 N. 27 f., auch zum Folgenden; Peter Locher, Kommen-
tar zum DBG, II. Teil, 2. Aufl. 2022, Art. 56 N. 92, 95 ff., 113; Richner/Frei/
Kaufmann/Rohner, Handkommentar zum DBG, 4. Aufl. 2023, Art. 56 N. 50). 
Weiter müssen die Statuten vorsehen, dass bei Auflösung der juristischen 
Person Gewinn und Kapital zwingend einer anderen wegen Gemeinnützig-
keit oder öffentlichem Zweck steuerbefreiten juristischen Person mit Sitz in 
der Schweiz zukommen (vgl. Art. 12 Abs. 2 SBV; BVR 2001 S. 106 E. 7; in 
Bezug auf die direkte Bundessteuer etwa Peter Locher, a.a.O., Art. 56 
N. 97).

2.3 Nicht jede Tätigkeit, die im Dienst der Allgemeinheit erbracht wird und 
in irgendeiner Weise auf die wirtschaftliche oder soziale Förderung einzelner 
Bevölkerungskreise gerichtet ist, liegt im Allgemeininteresse. Die verfolgten 
Zwecke müssen aus gesellschaftlicher Sicht als fördernswert erachtet wer-
den. Als fördernswert gelten etwa die soziale Fürsorge, Kunst und Wissen-
schaft, Unterricht, Menschenrechte, Natur-, Heimat- und Tierschutz sowie 
die Entwicklungszusammenarbeit. Aus dem Erfordernis des Allgemeininte-
resses wird weiter abgeleitet, dass der Kreis der Destinatäre, denen die För-
derung bzw. die Unterstützung zukommt, grundsätzlich offen sein muss, weil 
bei einer Beschränkung des Destinatärkreises unter Umständen eine mit den 
Anforderungen an eine solidarische Handlungsweise nicht vereinbare Grup-
peninteressenlage geschaffen wird. Werden Interessen vorgegebener Grup-
pen durch Angehörige dieser Gruppen selber verfolgt, fehlt oftmals die Un-
eigennützigkeit (vgl. BGE 147 II 287 E. 5.2 [Pra 111/2022 Nr. 2]; BVR 2012 
S. 443 E. 4.2 [bestätigt durch BGer 2C_251/2012 und 2C_252/2012 vom 
17.8.2012]; VGE 2011/193/194 vom 26.4.2013 E. 2.2; Greter/Greter, a.a.O., 
Art. 56 DBG N. 29 ff.; Peter Locher, Kommentar zum DBG, II. Teil, 2. Aufl. 
2022, Art. 56 N. 100 ff.; vgl. auch das Kreisschreiben Nr. 12 der Eidgenössi-
schen Steuerverwaltung vom 8.7.1994, in ASA 63 S. 130 ff. [nachfolgend: 

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KS Nr. 12 EStV], Ziff. II/3). Rechtsprechung und Lehre verneinen aus diesen 
Gründen die Gemeinnützigkeit von politischen Organisationen oder Par-
teien, weil deren Tätigkeit auf die Verfolgung der Interessen ihrer Mitglieder 
gerichtet ist (vgl. BGer 9C_430/2024 vom 31.3.2025 E. 4, 2C_835/2016 vom 
21.3.2017 E. 2.2.4, 2C_77/2007 vom 2.4.2009, in StR 64/2009 S. 487 E. 3.2; 
vgl. auch BGer 2A.647/2005 vom 7.6.2007, in StR 62/2007 S. 648 E. 3.3; 
Peter Locher, a.a.O., Art. 56 N. 102; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., 
Art. 56 N. 70; Andrea Opel, Besteuerung von Non Profit-Organisationen, 
2024, S. 46). Dementsprechend gilt eine politische Tätigkeit – sei sie partei-
politischer oder allgemeiner Art – in ständiger Rechtsprechung nicht als ge-
meinnützig im steuerrechtlichen Sinn (so bereits BGer 14.3.1962, in ASA 32 
S. 291 E. 1 a.E.; ferner BVR 1988 S. 442 E. 3).

2.4 Die steuerbefreite Aktivität muss ausschliesslich auf gemeinnützige 
Zwecke ausgerichtet sein. Verfolgt eine juristische Person daneben auch an-
dere Zwecke, kann unter Umständen eine teilweise Steuerbefreiung infrage 
kommen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Mittel, für welche Steuerbefrei-
ung verlangt wird, rechnungsmässig klar vom übrigen Vermögen und Ein-
kommen ausgeschieden sind (vgl. BVR 2008 S. 320 E. 4; BGE 146 II 359 
E. 5.2 [Pra 110/2021 Nr. 14] mit Hinweisen; BGer 2C_82/2021 vom 
8.12.2021 E. 4.4; Peter Locher, a.a.O., Art. 56 N. 96; Greter/Greter, a.a.O., 
Art. 56 DBG N. 27; KS Nr. 12 EStV, Ziff. II/5). Eine gemeinnützige Tätigkeit 
muss aus selbstlosen, altruistischen Motiven ausgeübt werden (Greter/Gre-
ter, a.a.O., Art. 56 DBG N. 31): Gemeinnützigkeit ist nur gegeben, wenn mit 
den Leistungen an Dritte erhebliche personelle oder finanzielle Opfer er-
bracht werden, wenn also der Leistung keine Gegenleistung gegenübersteht 
(BVR 2012 S. 443 E. 5.5.1 [bestätigt durch BGer 2C_251/2012 und 
2C_252/2012 vom 17.8.2012]; BGer 2C_385/2020 vom 25.6.2020 E. 4.2.3, 
2C_835/2016 vom 21.3.2017 E. 2.3; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., 
Art. 56 N. 72). 

2.5 Während eine politische Tätigkeit von Organisationen seit jeher als 
nicht gemeinnützig gilt (vgl. vorne E. 2.3 a.E.), ist eine Steuerbefreiung für 
Organisationen, die einen gemeinnützigen Zweck verfolgen, aber sich dabei 
auch politisch positionieren, nicht von vornherein ausgeschlossen. Voraus-
setzung für eine Steuerbefreiung ist diesfalls, dass der Zweck der Organisa-

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tion anerkannt gemeinnützig ist, tatsächlich verfolgt wird (vorne E. 2.2) und 
die Organisation dabei nicht umhinkommt, politisch Stellung zu beziehen; es 
muss insofern ein direkter und genügend enger Zusammenhang zwischen 
der gemeinnützigen und der politischen Tätigkeit bestehen, als die Organi-
sation sich einzig im Rahmen ihres üblichen Tätigwerdens zur Erreichung 
ihres gemeinnützigen Zwecks politisch betätigt (vgl. auch Andrea Opel, 
a.a.O., S. 100 f.). Verfolgt die Organisation hingegen neben Zielen im Allge-
meininteresse direkt auch solche politischer Natur, ist ihre Aktivität nicht aus-
schliesslich auf gemeinnützige Zwecke ausgerichtet und kann sie deshalb 
nicht wegen Gemeinnützigkeit von der Steuerpflicht befreit werden (vgl. hin-
ten E. 3.1 sowie – präzisierend – 4.2). Dabei ist von einer (eigennützigen) 
politischen Tätigkeit nicht bereits dann auszugehen, wenn die öffentliche 
Meinungsbildung beeinflusst bzw. die Öffentlichkeit im Sinn der Organisation 
über gewisse Themen informiert wird. Ausschlaggebend ist vielmehr, ob ein 
solches Tätigwerden der (besseren) Respektierung des geltenden Rechts 
dient und unter Verwendung von bestehenden rechtlichen Möglichkeiten ge-
schieht (also im Rahmen der Rechtsanwendung erfolgt), oder ob es eine 
Veränderung des geltenden Rechts in eine bestimmte Richtung initiieren 
oder verhindern soll (also die Rechtsetzung betrifft). Als politisch erscheinen 
Tätigkeiten, die selber eine Änderung der Rechtsordnung erreichen oder 
eine beschlossene Änderung rückgängig machen oder verhindern sollen. In 
dem Sinn ist – entgegen dem Beschwerdeführer – grundsätzlich auch eine 
Tätigkeit als politisch zu bezeichnen, die auf eine Erweiterung des Land-
schafts- und Naturschutz(recht)es ausgerichtet ist, obschon gerade Natur-, 
Heimat- und Tierschutz anerkanntermassen im Allgemeininteresse liegen. 
Umgekehrt ist der Einsatz für die Einhaltung bzw. Durchsetzung von beste-
henden Regelungen in einem Bereich, der aus gesellschaftlicher Sicht för-
dernswert erscheint, gerade auch mittels Verbandsbeschwerderecht mit 
einer gemeinnützigen Zwecksetzung vereinbar. 

2.6 Die Steuerbehörde trägt grundsätzlich die Beweislast für steuerbe-
gründende und -erhöhende Tatsachen und die steuerpflichtige Person für 
steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen (BGE 146 II 6 E. 4.2; BVR 
2017 S. 529 [VGE 2016/340 vom 9.8.2017] nicht publ. E. 6.2, 2011 S. 241 
E. 4.1). Wie die StRK zutreffend erwogen hat, folgt daraus, dass die Beweis-
last für das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Steuerbefreiung bei der 

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steuerpflichtigen Person liegt (angefochtene Entscheide E. 4.5 mit Hinweis 
auf BGer 2C_835/2016 vom 21.3.2017 E. 2.5).

3.

Im Folgenden gilt es zu klären, ob der Beschwerdeführer aufgrund der dar-
gestellten Grundsätze wegen Gemeinnützigkeit von der Steuerpflicht zu be-
freien ist. Dass Ökologie und Naturschutz, deren Wahrung der Beschwerde-
führer bezweckt (vgl. hinten E. 3.3), grundsätzlich als fördernswerte Tätig-
keitsbereiche gelten und damit im Interesse der Allgemeinheit liegen, wird 
von keiner Seite in Frage gestellt. Strittig ist hingegen, wieweit die Aktivitäten 
des Beschwerdeführers tatsächlich auf diese gemeinnützigen Zwecke aus-
gerichtet sind. Uneinigkeit besteht zwischen den Verfahrensbeteiligten na-
mentlich hinsichtlich der Abgrenzung von gemeinnütziger Tätigkeit und der 
Verfolgung von politischen Zielen.

3.1 Die StRK geht in den angefochtenen Entscheiden davon aus, Ge-
meinnützigkeit sei zu bejahen, solange sich eine juristische Person überwie-
gend Zwecken widme, die im Allgemeininteresse liegen. Eine Steuerbefrei-
ung bleibe auch dann möglich, wenn für die Erreichung eines gemeinnützi-
gen Zwecks politische Mittel eingesetzt würden, falls die (allfällige) Beein-
flussung der Öffentlichkeit bloss eine Konsequenz des verfolgten, im Allge-
meininteresse liegenden Zwecks sei. Allerdings dürfe der politischen Betäti-
gung kein zentrales Gewicht zukommen (E. 4.6). Die Auffassung, wonach 
auch bloss überwiegend gemeinnützig tätige Organisationen (gänzlich) von 
der Steuerpflicht zu befreien sind, trifft indes nicht zu: Bereits der Gesetzes-
wortlaut hält klar fest, dass der Gewinn bzw. das Kapital «ausschliesslich 
und unwiderruflich» dem gemeinnützigen Zweck gewidmet sein muss 
(Art. 83 Abs. 1 Bst. g StG; Art. 56 Bst. g DBG; Art. 23 Abs. 1 Bst. f StHG). 
Dies kann nicht anders verstanden werden, als dass die Aktivitäten der juris-
tischen Person ausschliesslich auf das Wohl Dritter ausgerichtet sein müs-
sen, damit eine gänzliche Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit bean-
sprucht werden kann (Peter Locher, a.a.O., Art. 56 N. 96). Eine gemischte 
Zwecksetzung reicht angesichts dieser Formulierung nicht aus (vgl. vorne 
E. 2.4; vgl. auch hinten E. 4.2). Anlass hierfür bildet der Umstand, dass sich 

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die Abzugsfähigkeit von Zuwendungen an juristische Personen, die wegen 
Gemeinnützigkeit von der Steuerpflicht befreit sind (vgl. Art. 38a Bst. a StG 
bzw. Art. 33a DBG; Art. 9 Abs. 2 Bst. i StHG), nur dann rechtfertigt, wenn 
gewährleistet ist, dass die entsprechenden Mittel tatsächlich dem die Ab-
zugsfähigkeit rechtfertigenden gemeinnützigen Zweck zufliessen und nicht 
zur Verfolgung anderer Ziele verwendet werden (vgl. hierzu BVR 2008 
S. 320 E. 4.1). Vor dem Hintergrund dieser strengen Trennung genügt es 
nicht, wenn gemeinnützige Zwecke überwiegen, sondern ist erforderlich, 
dass die fragliche juristische Person ausschliesslich solche Zwecke verfolgt 
(vgl. zum Ganzen VGE 2022/315/316 vom 27.12.2023 E. 5.1). Entscheidend 
ist also nicht, ob eine allfällige (genuine) politische Tätigkeit des Beschwer-
deführers überwiegt (was die StRK in E. 5.4 der angefochtenen Entscheide 
bejaht), sondern ob der Beschwerdeführer die Voraussetzung der Aus-
schliesslichkeit erfüllt oder mit seinen finanziellen Mitteln neben gemeinnüt-
zigen auch eigentliche politische Zwecke verfolgt. Dabei ist das Kriterium der 
Ausschliesslichkeit der Mittelverwendung grundsätzlich streng zu handha-
ben, wie dies auch etwa für die steuerbefreiten Einrichtungen der beruflichen 
Vorsorge gilt, deren Mittel «ausschliesslich» der Personalvorsorge dienen 
müssen (Art. 83 Abs. 1 Bst. e StG; Art. 56 Bst. e DBG) und bei denen jede 
Zweckverfolgung ausserhalb des Vorsorgebereichs – sei sie auch noch so 
untergeordnet – strikte verboten ist (vgl. Greter/Greter, a.a.O., Art. 56 DBG 
N. 16; vgl. aber hinten E. 4.2).

3.2 Die Vorinstanz hat in den angefochtenen Entscheiden erwogen, der 
Beschwerdeführer setze sich seit Jahren aktiv für die Erhaltung des Natur-
raums in und um Bern ein. Er wirke regelmässig in der Stadtplanung und an 
Überbauungsordnungen mit, erhebe Beschwerden und Einsprachen gegen 
Bauvorhaben und nehme an Vernehmlassungsverfahren teil. Damit bringe 
sich der Verein auf Stadt- und Kantonsebene direkt in den Gesetzgebungs- 
und Planungsprozess ein, was eindeutig als politische Tätigkeit zu qualifizie-
ren sei. Seine Aktivitäten würden zwar auf einem ideellen Zweck beruhen, er 
setze jedoch zur Hauptsache politische Mittel ein, um seine Vorstellungen 
über eine naturgerechte und ökologische Stadtplanung durchzusetzen. Die 
konkrete Einzelfallbetrachtung lasse darauf schliessen, dass die Handlun-
gen des Beschwerdeführers insbesondere auch die Beeinflussung der Öf-
fentlichkeit bezwecken würden. Dies sei insbesondere am Beispiel des Pro-

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jekts B.________ ersichtlich, bei dem er mit beträchtlichem Einsatz den 
Ausgang der Volksabstimmung zu beeinflussen versucht habe. Es sei au-
genfällig, dass auch im Rahmen von grundsätzlich gemeinnützigen Aktivitä-
ten mit ideeller Zielsetzung die Eigeninteressen des Beschwerdeführers 
bzw. seiner Mitglieder im Zentrum stehen würden. Der Verein versuche of-
fenkundig, seine eigenen Vorstellungen über eine naturgerechte Stadtpla-
nung primär über politische Mittel zu verwirklichen. Eine derartige interes-
senabhängige Einflussnahme auf die politische Willensbildung liege nicht im 
Allgemeininteresse. Letztlich verhalte sich der Beschwerdeführer nicht an-
ders als politische Parteien, was ihn in die Nähe einer politischen Vereini-
gung rücke. Er verfolge in erster Linie die Interessen seiner Mitglieder und 
handle damit nicht uneigennützig.

3.3 Der Beschwerdeführer bezweckt gemäss Statuten, die Grünzonen, 
Baumbestände und Erholungsgebiete in und um Bern zu erhalten und, wo 
immer möglich, neue zu schaffen; er setzt sich insbesondere für die Wahrung 
der Anliegen von Ökologie und Naturschutz ein und verfolgt ausdrücklich 
keinen Erwerbszweck (Art. 2 [vorher Art. 3] der Statuten, einsehbar unter: 
<http://www...ch> Rubriken «Verein/Vereinsdokumente/Statuten des 
Vereins»; vgl. auch Beschwerdebeilagen 3 f.). Den vorinstanzlichen 
Erwägungen hält er entgegen, er übe im Rahmen seines Vereinszwecks und 
zur Wahrung öffentlicher Interessen sein Recht aus, mittels (ideeller) 
Verbandsbeschwerde (vgl. Art. 35a, Art. 35c Abs. 3, Art. 40a und Art. 61a 
Abs. 4 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]) behördliche, 
raumplanerische und baurechtliche Pläne, Verfügungen und Entscheide 
anzufechten. Diese Tätigkeit habe keinen politischen Hintergrund. Die 
Naturschutzaktivitäten des Vereins seien nur am Rande auf die politische 
Willensbildung gerichtet. Er lanciere allenfalls Petitionen zum Schutz der Na-
tur, was in der Gesamtbetrachtung aller seiner Tätigkeiten jedoch von unter-
geordneter Bedeutung sei. Selbstverständlich würden die Vereinsmitglieder 
politische Aktivitäten unterstützen, die mit dem ideellen Vereinszweck über-
einstimmen, der Verein sei jedoch politisch neutral und grundsätzlich offen 
für alle politischen Meinungen. Die Ausübung von verfassungsmässigen 
Rechten wie der Demonstrationsfreiheit oder der Meinungsäusserungsfrei-
heit sei kein Indiz für eine politische Tätigkeit. Dass der Verein die Öffentlich-
keit, Mitglieder der Legislative und Exekutive sowie die Medien mit Informa-

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tionen bediene, schade seiner Gemeinnützigkeit nicht, sondern sei ein legi-
times und probates Mittel, um die öffentliche Meinung mitzubilden und die 
Öffentlichkeit fachlich aufzuklären. Es sei realitätsfremd, wenn die Vorins-
tanz dies als politisch einstufe und suggeriere, nur ohne die Beeinflussung 
der Öffentlichkeit bestehe ein Anspruch auf Steuerbefreiung. Die Auslegung 
der Steuerbefreiungsnormen durch die Vorinstanz stehe im Widerspruch zur 
bisherigen Praxis und würde es Naturschutzvereinen künftig verunmögli-
chen, im Kanton Bern eine Steuerbefreiung zu erlangen, sodass sie mittel-
fristig nicht mehr überlebensfähig wären. Der Beschwerdeführer werde 
nachweislich weder von der öffentlichen Hand unterstützt noch handle er ge-
winnorientiert. Mitglieder und Vorstand würden zudem massgebliche Opfer 
erbringen, indem sie sich freiwillig und unentgeltlich für den Verein engagier-
ten und zu Gunsten der Allgemeinheit Naturschutzarbeiten leisteten. Ihr Ei-
geninteresse beschränke sich darauf, dass sie in gleichem Mass wie alle 
anderen Personen in der Stadt Bern vom Erhalt wertvoller Grün- und Erho-
lungsräume profitieren würden. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, 
er werde im Vergleich mit anderen im Natur-, Umwelt- und Heimatschutz tä-
tigen Organisationen, denen die Steuerbefreiung gewährt worden sei, un-
gleich behandelt. Da er nicht in der Lage sei, zu belegen, dass die Tätigkei-
ten anderer Vereine mit seinen eigenen vergleichbar seien, müsse es indes 
genügen, dass die Zweckbestimmungen übereinstimmten. Die Finanzdirek-
tion des Kantons Bern wolle die Anerkennung der Gemeinnützigkeit an pro-
hibitive Voraussetzungen knüpfen, um zusätzliches Steuersubstrat zu ge-
winnen, und die Steuerverwaltung versuche, mit einer neuen, rechtswidrigen 
Praxis die Zahl der steuerbefreiten Organisationen zu reduzieren. Dieses 
Vorgehen sei unhaltbar und schwäche ausserdem den steuerlichen Standort 
des Kantons Bern. Schliesslich verletze die Vorinstanz das Legalitätsprinzip, 
indem sie die etablierte Praxis ohne sachliche Motive ändere, und missachte 
die Gewaltenteilung, wenn sie sich die Funktion des Gesetzgebers anmasse.

4.

4.1 Der Beschwerdeführer hat zur Dokumentation seiner Tätigkeit u.a. 
die Jahresberichte 2014/2015, 2015/2016 und 2016/2017 sowie das Proto-
koll der Mitgliederversammlung vom 20. November 2018 (act. 1C Beilage 5) 

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und eine Auflistung der «für die Steuerbefreiung relevante[n] Aktivitäten […]» 
(act. 1C Beilage 14) eingereicht. Daraus geht hervor, dass der Verein na-
mentlich die … im Westen von Bern bekämpft. Er hat sich im 
Mitwirkungsverfahren zum Regionalen Richtplan … zum Standort 
B.________ geäussert und gegen die Überbauungsordnung (ÜO) und das 
Baugesuch … sowie das Baugesuch für eine temporäre Erschliessungspiste 
Einsprache erhoben. Den Gesamtentscheid des Amts für Gemeinden und 
Raumordnung des Kantons Bern (AGR) hat der Verein anschliessend bei 
der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern (DIJ) angefochten. Im 
Vereinsjahr 2014/2015 erhob er ausserdem Einsprache gegen vier 
Autoabstellplätze und nahm an drei Foren zum Stadtentwicklungskonzept 
Bern STEK 2016 teil. Im Vereinsjahr 2016/2017 nahm der Beschwerdeführer 
mit Blick auf das Anliegen, die landwirtschaftlichen Betriebe der Stadt Bern 
einer biodiversitätsfreundlichen Landwirtschaft zuzuführen, Kontakt zu 
Mitgliedern des Stadtrats auf und organisierte ein Treffen mit einem 
Gemeinderat und einem Vertreter von Immobilien Stadt Bern. Weiter 
beteiligte sich der Verein an drei Workshops zur ÜO Viererfeld, erhob 
Einsprachen gegen zwei Bauvorhaben und nahm in zwei weiteren Verfahren 
an den Einspracheverhandlungen teil. Auch im Vereinsjahr 2018/2019 
beteiligte sich der Beschwerdeführer in Verfahren zur Ausarbeitung neuer 
ÜO und engagierte sich mit Blick auf den Sachplan Biodiversität des Kantons 
Bern. Ausserdem war der Verein wie bereits in vergangenen Jahren mit 
einem Stand am Wildpflanzenmärit vertreten.

4.2 Soweit der Einsatz des Beschwerdeführers die Einhaltung bzw. 
Durchsetzung der bestehenden Regelungen im Bereich von Natur- und Hei-
matschutz bezweckt und damit im Rahmen der Rechtsanwendung erfolgt, 
liegt seine Tätigkeit im Allgemeininteresse und ist als gemeinnützig zu qualifi-
zieren. Tätigkeiten, die proaktiv auf eine Änderung der Rechtsordnung ge-
richtet sind, sind demgegenüber in der Regel selbst dann als politisch zu 
werten, wenn sie eine Erweiterung des Umwelt- bzw. Natur- und Land-
schaftsschutzes anstreben. Damit noch ein ausschliesslich gemeinnütziger 
Zweck und nicht bereits eine gemischte Zwecksetzung vorliegt, müssen sol-
che politische Betätigungen die Ausnahme bleiben und im Rahmen des üb-
lichen Tätigwerdens der Organisation erfolgen; es muss insofern ein direkter 
und genügend enger Zusammenhang zwischen der gemeinnützigen und der 

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(ausnahmsweisen) politischen Tätigkeit bestehen, als sich die Organisation 
einzig im Rahmen ihres üblichen, auf richtige Anwendung und Durchsetzung 
geltenden Rechts ausgerichteten Tätigwerdens zur Erreichung ihres ge-
meinnützigen Zwecks politisch betätigt (vorne E. 2.5). Wird mit Blick auf den 
gemeinnützigen Zweck der Organisation eine gewisse politische Tätigkeit im 
dargestellten Sinn zugelassen, muss konsequenterweise auch beim Krite-
rium der Ausschliesslichkeit der Mittelverwendung (vorne E. 3.1) ein gewis-
ser Spielraum bestehen: Diese Voraussetzung gilt für gemeinnützige Orga-
nisationen so lange als erfüllt, als ihr politisches Engagement projektbezo-
gen bleibt und lediglich einen untergeordneten Mitteleinsatz ohne wesent-
liche Bedeutung für ihr Budget bedingt (vgl. auch VGE 2022/9/10 vom 
4.11.2025 E. 5.2). 

4.2.1 Der Beschwerdeführer hat in der Vergangenheit verschiedentlich Ein-
sprache erhoben gegen Bauvorhaben und ÜO bzw. in Mitwirkungsverfahren 
zur Ausarbeitung von ÜO seinen Standpunkt eingebracht. Er hat in den be-
treffenden Baueinspracheverfahren die Anliegen des Umwelt- und Natur-
schutzes vertreten; diese Tätigkeit gilt unbestrittenermassen als gemeinnüt-
zig, zumal damit im Allgemeininteresse liegende Zwecke verfolgt werden 
und keine politische Einflussnahme erfolgt (vgl. vorne E. 2.3 und 2.5). Das-
selbe gilt für die Einsprachen gegen ÜO. Es scheint soweit hier interessie-
rend insoweit nicht angezeigt, von einer auf eine Änderung der Rechtsord-
nung gerichteten Aktivität auszugehen. Vielmehr ist das Anfechten von ÜO, 
soweit es nicht ohnehin im Rahmen der ideellen Verbandsbeschwerde er-
folgt und daher nicht als politisch erscheint, jedenfalls vergleichbar mit der 
Ausübung des Verbandsbeschwerderechts und gilt – soweit es zum Zweck 
des Umwelt- und Naturschutzes geschieht – ebenso als gemeinnützig. Auch 
die Mitwirkung des Beschwerdeführers bei der Ausarbeitung von ÜO erfolgt 
zum Zweck des Umwelt- und Naturschutzes: Eine ÜO regelt, wie bestimmte 
Teile des Gemeindegebiets konkret zu überbauen, zu gestalten, freizuhalten 
oder zu schützen sind (vgl. Art. 88 Abs. 1 BauG). Sie bezieht sich häufig auf 
ein konkretes Bauprojekt, und gilt, soweit sie das Bauvorhaben hinreichend 
genau festlegt, als Baubewilligung (Art. 88 Abs. 6 BauG; Art. 45 des Dekrets 
vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungs-
dekret, BewD; BSG 725.1]). Eine ÜO setzt dabei regelmässig geltendes 
Recht um und enthält – selbst wenn in Bereichen von der geltenden bau-

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lichen Grundordnung abgewichen wird (vgl. Art. 89 Abs. 3 BauG) – keine 
generell-abstrakten, über das konkrete Projekt hinausreichenden und 
verallgemeinerungsfähigen Regeln. Es kann daher nicht gesagt werden, 
beim Einsatz für oder gegen eine bestimmte ÜO würde massgeblich Einfluss 
auf die geltende Rechtsordnung genommen bzw. mit einer ÜO könnte die 
Rechtsordnung geändert werden. Die Mitwirkung des Beschwerdeführers 
bei der Ausarbeitung von ÜO stellt daher keine politische Tätigkeit dar und 
ist mit der gemeinnützigen Zwecksetzung vereinbar (vgl. vorne E. 2.5). Auch 
der Umstand, dass der Verein im Jahresbericht 2015/2016 festhielt, man sei 
«guten Mutes, dass [der Verein …] bald wieder eine wichtige Stimme 
[werde], wenn es um grüne Anliegen in der Stadt Bern [gehe]» (act. 1C Bei-
lage 5), lässt entgegen der Vorinstanz nicht erkennen, dass hiermit eine po-
litische Betätigung gemeint ist, zumal der Beschwerdeführer gerade auch im 
gemeinnützigen Bereich eine «wichtige Stimme» sein kann. Soweit der Be-
schwerdeführer sein Anliegen, die landwirtschaftlichen Betriebe der Stadt 
Bern einer biodiversitätsfreundlichen Landwirtschaft zuzuführen, an Parla-
mentsmitglieder herangetragen hat, erweist sich seine Tätigkeit zwar als po-
litiknah, zumal die Kontaktaufnahme mit Politikerinnen und Politikern ein 
durchaus probates Mittel zur politischen Einflussnahme darstellt. Bei diesem 
konkreten Anliegen wurde indes nicht eine Änderung der Rechtsordnung be-
zweckt, sondern eine (mögliche) Massnahme angeregt zur Umsetzung des 
in Art. 8 Abs. 1 der Gemeindeordnung der Stadt Bern vom 3. Dezember 
1998 (GO; SSSB 101.1) verankerten Grundsatzes, wonach die Stadt die Be-
lastung der Umwelt so gering wie möglich hält. Für die entsprechende Kon-
taktaufnahme ist ein direkter und genügend enger Zusammenhang zwischen 
der gemeinnützigen und der politischen Tätigkeit des Beschwerdeführers zu 
bejahen (vgl. vorne E. 2.5), weshalb die politische Einflussnahme den Rah-
men der Gemeinnützigkeit hier (noch) nicht sprengt.

4.2.2 Hingegen scheint fraglich, wie es sich mit dem Engagement des Be-
schwerdeführers für den Erhalt der B.________ verhält. Soweit er sich im 
Mitwirkungsverfahren zum Regionalen Richtplan äusserte, Einsprachen ge-
gen die ÜO und zwei Baugesuche erhob und den diesbezüglich ergangenen 
Gesamtentscheid anfocht, erweist sich sein Einsatz nicht als politisch und 
steht einer Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit nicht entgegen. Soweit 
sich der Beschwerdeführer jedoch an der Gründung des Abstimmungskomi-

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tees «…» beteiligte (vgl. <https://...ch>, Rubriken «Chronologie/Zweite 
Abstimmung») und mit seinem Einsatz für das Komitee auf den Ausgang der 
Volksabstimmung einwirken wollte, ist sein Engagement aufgrund der darge-
legten Grundsätze als politisch zu bezeichnen, bezweckte es doch eine di-
rekte Beeinflussung der Rechtsetzung mittels eines Volksentscheids. Dieser 
Einsatz ist mithin politischer Natur (vgl. dazu auch BGer 9C_430/2024 vom 
31.3.2025 E. 5.3; Näheres zum politischen Einsatz von gemeinnützigen Or-
ganisationen für oder gegen Abstimmungsvorlagen in VGE 2022/9/10 vom 
4.11.2025 E. 5.2). 

4.2.3 Da die fragliche politische Betätigung in direktem und genügend en-
gem Zusammenhang mit der gemeinnützigen Tätigkeit des Beschwerdefüh-
rers steht und – soweit ersichtlich – eine Ausnahme bildet, dürfte bei diesem 
noch keine gemischte Zwecksetzung vorliegen. Für die Gewährung der 
Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit ist deshalb entscheidend, ob der 
Beschwerdeführer dem Kriterium der Ausschliesslichkeit der Mittelverwen-
dung genügt bzw. ob noch ein bloss untergeordneter Mitteleinsatz ohne we-
sentliche Bedeutung für das Vereinsbudget vorliegt. Deshalb ist für die Be-
urteilung der Steuerbefreiung zu prüfen, ob die gemäss StRK «beträchtliche 
Arbeit» des Beschwerdeführers im Hinblick auf die Volksabstimmung (vgl. 
angefochtene Entscheide E. 5.3 S. 10) auch finanzielle (vornehmlich aus 
Spendengeldern herrührende) Mittel band und es sich dabei um einen mehr 
als nur unbedeutenden Mitteleinsatz handelte, oder ob primär unentgeltlicher 
Einsatz der Mitglieder in Frage steht, der als Opfer im Sinn der Gemeinnüt-
zigkeit erscheint (vorne E. 2.4). 

4.3 Für die Beantwortung dieser Fragen sind weitere Sachverhaltsabklä-
rungen notwendig (vgl. auch E. 5.1 hiernach). Es ist indes nicht Sache des 
Verwaltungsgerichts, als letzte kantonale Instanz den massgeblichen Sach-
verhalt an Stelle der Vorinstanz zu ermitteln, weshalb die Angelegenheit an 
die StRK zurückzuweisen ist (vgl. Art. 84 Abs. 1 VRPG). 

5.

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5.1 Aufgrund dieser Erwägungen ist die Sache in teilweiser Gutheissung 
der Beschwerden zur Vornahme weiterer Abklärungen hinsichtlich der (auch 
umfangmässigen) Mittelbindung der als politisch einzustufenden Aktivitäten 
sowie zur allfälligen Prüfung der weiteren Voraussetzungen für eine Steuer-
befreiung an die StRK zurückzuweisen. Der StRK ist es unbenommen, die 
Angelegenheit ihrerseits gegebenenfalls an die Steuerverwaltung zurückzu-
weisen (vgl. etwa VGE 2020/208/209 vom 7.6.2023 E. 6; Ruth Herzog in 
Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 84 N. 16). Die StRK bzw. die Steuerverwaltung wird auch zu prüfen ha-
ben, ob sich der Beschwerdeführer in den Jahren 2018-2025 mehr als nur 
ausnahmsweise politisch betätigt hat, sodass aus heutiger Sicht doch von 
einem gemischten Zweck auszugehen wäre, wobei insoweit etwa sein En-
gagement für die Stadtklima-Initiative oder gegen den Autobahnausbau 
Wankdorf interessieren. Auch hierbei wird die Frage zu klären sein, ob die-
ses Engagement oder andere politische Tätigkeiten in einem Umfang finan-
zielle Mittel gebunden haben, dass die Ausschliesslichkeit der Mittelverwen-
dung und damit die Gemeinnützigkeit zu verneinen wären. Zu prüfen wäre 
gegebenenfalls sodann die Möglichkeit einer Spartenrechnung für politische 
Tätigkeiten (Näheres dazu in VGE 2022/9/10 vom 4.11.2025 E. 5.5).

5.2 Nach dem Gesagten erübrigt sich die Prüfung, ob die Steuerverwal-
tung ihre Praxis «grundlegend geändert» hat, wie der Beschwerdeführer gel-
tend macht (Beschwerden Rz. 45). Es scheint aber der Hinweis angebracht, 
dass es grundsätzlich nicht zu beanstanden ist, wenn die Steuerverwaltung 
eine als falsch erkannte Praxis aufgibt bzw. den rechtlichen Vorgaben an-
passt, sofern sich die neue Handhabung des Steuerbefreiungstatbestands 
als rechtlich korrekt erweist und gleichgelagerte Fälle inskünftig ebenfalls 
nach der neuen Praxis behandelt werden (vgl. zu den Voraussetzungen für 
eine Praxisänderung BGE 149 II 381 E. 7.3.1 a.E., 146 I 105 E. 5.2.2). 
Rechtsuchende können sich der korrekten Rechtsanwendung in ihrem Fall 
nicht mit dem Argument entziehen, das Recht sei in vergleichbaren anderen 
Fällen falsch oder gar nicht angewendet worden. Nur wenn die Behörde in 
ständiger Praxis vom Gesetz abweicht und ausserdem zu erkennen gibt, 
dass sie auch in Zukunft nicht gesetzeskonform entscheiden werde, können 
Betroffene gestützt auf Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101) 
verlangen, gleichbehandelt bzw. ebenfalls gesetzwidrig begünstigt zu wer-

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den. Das Interesse der Betroffenen an der Gleichbehandlung (im Unrecht) 
überwiegt gegenüber dem Interesse an der Gesetzmässigkeit mithin nur, 
wenn die Behörde nicht gewillt ist, ihre rechtswidrige Praxis aufzugeben (vgl. 
zu den diesbezüglich strengen Voraussetzungen etwa BGE 146 I 105 
E. 5.3.1; BVR 2019 S. 15 [VGE 2018/23 vom 13.9.2018] nicht publ. E. 5.2; 
VGE 2022/315/316 vom 27.12.2023 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).

6.

Bei diesem Ausgang der Verfahren dringt der Beschwerdeführer mit seinen 
Anträgen nur teilweise durch. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts ist 
indes im Kostenpunkt von einem vollumfänglichen Obsiegen auszugehen, 
sofern bei Vorliegen eines weitergehenden Antrags ein blosser Rückwei-
sungsentscheid gefällt wird und die infolge Rückweisung vorzunehmende 
Neubeurteilung noch zu einer vollständigen Gutheissung des Begehrens 
führen kann (BVR 2020 S. 455 E. 5.1, 2016 S. 222 E. 4.1; Ruth Herzog, 
a.a.O., Art. 108 N. 6). Dies ist hier der Fall: Dem Antrag, der Beschwerde-
führer sei rückwirkend per 2019 wegen Gemeinnützigkeit von der Steuer-
pflicht zu befreien, kann im Verfahren vor der StRK bzw. der Steuerverwal-
tung noch vollständig entsprochen werden. Demnach ist der Beschwerde-
führer für die Kostenverlegung in der Beschwerdesache als gänzlich obsie-
gend zu betrachten und sind ihm für die Verfahren vor dem Verwaltungsge-
richt keine Kosten aufzuerlegen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 und 2 
VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Der Beschwerdeführer 
hat überdies Anspruch auf Ersatz seiner Parteikosten (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 
Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 
SR 172.021]). Die von seinem Rechtsvertreter eingereichte Kostennote vom 
24. Juni 2024 (act. 11A1) gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. – Die auf-
grund der vorliegenden Rückweisungsentscheide erneut mit der Angelegen-
heit befasste StRK wird die vor ihr entstandenen Kosten neu zu verlegen 
haben (Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 7). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.11.2025, Nrn. 100.2022.20/21U, 
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7.

Gegen dieses Urteil ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht gemäss Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; 
SR 173.110) zulässig, sofern eine der zusätzlichen Voraussetzungen von 
Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt sind.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern wird da-
hin gutgeheissen, dass der Entscheid der Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern vom 7. Dezember 2021 aufgehoben und die Sache zur wei-
teren Behandlung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückge-
wiesen wird.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer wird dahin gutge-
heissen, dass der Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons 
Bern vom 7. Dezember 2021 aufgehoben und die Sache zur weiteren Be-
handlung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wird. 

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-
schuss von insgesamt Fr. 4'000.-- wird dem Beschwerdeführer nach Ein-
tritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 

4. Der Kanton Bern (Steuerverwaltung) hat dem Beschwerdeführer die Par-
teikosten für die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf ins-
gesamt Fr. 5'307.70 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern 

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- Eidgenössische Steuerverwaltung

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.