# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 584fe729-05c0-50cc-b8bc-256ea0370ed3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 17.05.2017 KSK 2017 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2017-25_2017-05-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 17. Mai 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 17 25 18. Mai 2017

Entscheid 
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Präsident Brunner

In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Alessandro 
Pescia, Piazza Rezzonico, 6900 Lugano, 

gegen

die Schätzungsurkunde des Betreibungs- und Konkursamtes der Region Viamala 
vom 29. März 2017, in Sachen Y . _ _ _ _ _ , Beschwerdegegnerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt Davide Ceroni, Via Canonica 5, 6901 Lugano, gegen den Be-
schwerdeführer,

betreffend Schätzung,

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wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 10. April 2017 samt mitgereich-
ten Akten, in die Stellungnahme des Betreibungs- und Konkursamtes der Region 
Viamala vom 26. April 2017 samt mitgereichten Verfahrensakten, in die Stellung-
nahme der Y._____ vom 04. Mai 2017 sowie nach Feststellung und in Erwägung,

– dass das Betreibungsamt Mendrisio am 14. Oktober 2016 das Betreibungsamt 
Rheinwald (recte Betreibungs- und Konkursamt der Region Viamala) in der 
Betreibung auf Pfandverwertung der Y._____ gegen X._____ um Verwertung 
der Liegenschaft Nr. 2-_____ in der Gemeinde O.1_____ ersuchte,

– dass das Betreibungs- und Konkursamt der Region Viamala nach Einholung 
eines Grundbuchauszuges und der kantonalen Schätzung vom 18. Juni 2007 
den Wert des Grundstückes am 29. März 2017 auf CHF 316'200.00 schätzte, 

– dass X._____ dagegen am 10. April 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht 
von Graubünden als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs 
einreichte und die Einholung einer neuen Schätzung beantragte, 

– dass sich weder das Betreibungs- und Konkursamt der Region Viamala noch 
die Y._____ in ihren Stellungnahmen vom 26. April bzw. 04. Mai 2017 gegen 
eine Neuschätzung wehrten,

– dass gemäss Art. 99 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 VZG Gläubiger 
und Schuldner innert der Frist zur Beschwerde gemäss Art. 17 Abs. 2 SchKG 
bei der Aufsichtsbehörde gegen Vorschuss der Kosten eine neue Schätzung 
durch Sachverständige verlangen können,

– dass die Anordnung der neuen Schätzung grundsätzlich voraussetzungslos 
geschieht,

– dass seitens des Betreibungsamtes und der Gläubiger auch keine Einwen-
dungen gegen diesen Antrag vorgebracht werden,

– dass das Betreibungs- und Konkursamt der Region Viamala somit anzuweisen 
ist, beim Schuldner einen entsprechenden Kostenvorschuss einzufordern und 
beim kantonalen Schätzungsamt eine neue Schätzung des Grundstückes Nr. 
_____ des Grundbuches der Gemeinde O.1_____ einzuholen,

– dass das Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 Abs. 2 lit. a GebVSchKG un-
entgeltlich ist, so dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens beim Kanton 
Graubünden verbleiben,

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– dass gemäss Art. 62 GebVSchKG im Beschwerdeverfahren keine Parteien-
tschädigungen zugesprochen werden dürfen,

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichter-
licher Kompetenz ergeht,

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entschieden:

1. Die Beschwerde wird dahin gutgeheissen, dass das Betreibungs- und Kon-
kursamt der Region Viamala angewiesen wird, in der Betreibung auf Pfand-
verwertung gegen X._____ die Parzelle Nr. _____ des Grundbuches der 
Gemeinde O.1_____ nach Bezahlung des betreffenden Kostenvorschusses 
durch den Schuldner beim kantonalen Schätzungsamt eine neue Schät-
zung einzuholen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 800.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c/d BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: