# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f19bcc9f-56ff-589e-af09-d20d4ea239eb
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-18
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2018 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2018
**Docket/Reference:** DB.2022.61
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/1-db.2022.61.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2022.61 
1 ST.2022.81 

Entscheid 

18. Juli 2023 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Michael Ochsner, Steuerrichterin Barbara Collet, Steuerrichter 
Marc Gerber und Gerichtsschreiber Fabian Steiner 

A ,    

zugleich Erbe der B,  
gestorben am XX.XX 2022,  
wohnhaft gewesen in C, 

vertreten durch D AG,  

In Sachen 

gegen 

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Bau,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdeführer/ 
Rekurrent,  

Beschwerde-/ 
Rekursgegner,  

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2018 sowie  
Staats- und Gemeindesteuern 2018 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  und  B  (nachfolgend  der  bzw.  die  Pflichtige,  zusammen  die  Pflichtigen) 

deklarierten  in  der  Steuererklärung 2018  Wertschriften  und  Guthaben  in  Höhe  von 

Fr. 2'538'047.-, was gegenüber dem korrigierten Betrag aus dem Vorjahr in Höhe von 

Fr. 1'892'239.-  einer  Vermögensvermehrung  im  Umfang  von  Fr.  646'000.-  entsprach 

(aufgrund  tieferer  deklarierter  Hypothekarschulden  für  die  Liegenschaft  …strasse 5  in 

C war die Vermögensvermehrung insgesamt sogar noch höher). 

Mit Auflage vom 19. Oktober 2020 verlangte das kantonale Steueramt zusätz-

liche  Angaben  und  Belege  im  Zusammenhang  mit  dem  2018  erfolgten  Verkauf  der 

Aktien an der E AG und der F AG sowie betreffend die Vermögensvermehrung gemäss 

Wertschriftenverzeichnis.  Der  Pflichtige  beantwortete  die  Auflage  mit  Schreiben  vom 

21.  Januar  2021.  Hierauf  ergingen  am  19. April 2021  ein  Veranlagungs-  und  ein  Ein-

schätzungsvorschlag.  Demgemäss  war  eine  Aufrechnung  in  Höhe  von  Fr.  991'737.- 

beim übrigen Einkommen vorgesehen, was der Differenz zwischen dem Erlös aus dem 

Verkauf der 10 Aktien der E AG (Fr. 1'000'000.-) und deren Verkehrswert per 31. De-

zember  2018  (Fr. 8'263.-)  entsprach.  Ausserdem  wurde 

für  die  Liegenschaft 

…strasse 5  in  C  ein  Vermögenssteuerwert  von  Fr. 488'000.-  anstatt  des  deklarierten 

Betrags  von  Fr. 374'000.-  angenommen.  Im  Ergebnis  resultierte  ein  steuerbares  Ein-

kommen  von  Fr. 1'155'500.-  (direkte  Bundessteuer)  bzw.  Fr.  1'152'800.-  (Staats-  und 

Gemeindesteuern;  satzbestimmend  Fr. 1'155'500.-)  und  ein  steuerbares  Vermögen 

von Fr. 3'645'000.- (satzbestimmend Fr. 4'152'000.-). 

Der  Pflichtige  liess  in  der  Folge  zwecks  Stellungnahme  zu  den  Vorschlägen 

eine Fristerstreckung beantragen. Nachdem der Vertreter die zweimalig erstreckte Frist 

letztlich  unbenutzt  verstreichen  liess,  wurden die  Vorschläge  mit  Verfügung  bzw.  Ent-

scheid vom 7. September 2021 zur Veranlagung bzw. zur Einschätzung erhoben. 

B.  Hiergegen  liess  der  Pflichtige  mit  Eingabe  vom  5.  Oktober  2021  unter  

Vorlage  verschiedener  Belege  Einsprache  erheben  mit  dem  Antrag,  die  gemäss  

Ziff. 5.4 der Steuererklärung ergänzten übrigen Einkünfte mit Fr. 0.- festzusetzen. Wäh-

rend im  Einschätzungsverfahren  angegeben  wurde,  dass  im Jahr 2018  die Anteile an 

der E AG für Fr. 1'000'000.- verkauft wurden, machte der Pflichtige nunmehr geltend, 

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dass  mit  dieser  Zahlung  ein  vom  Pflichtigen  an  die  E  AG  gewährtes  Darlehen  über 

Fr. 750'000.-  abgelöst  und  im  Restbetrag  die  10 Aktien  an  der  E  AG  abgegolten  wor-

den seien. 

Mit Auflage vom 22. Oktober 2021 verlangte das kantonale Steueramt zusätz-

liche Angaben und Belege betreffend die Darlehensgewährung bzw.  -rückzahlung so-

wie den Aktienbesitz.  Die  Auflage  wurde  am  28.  November  2021  durch den Vertreter 

des Pflichtigen per E-Mail beantwortet und es wurden diesbezüglich auch verschiede-

ne Belege eingereicht.  

Mit Entscheid vom 31. März 2022 wies das kantonale Steueramt die Einspra-

che ab. Dies mit der Begründung, dass die Sachdarstellung insgesamt unklar und so-

gar  widersprüchlich  sei  und  der  Nachweis  der  tatsächlichen  Verhältnisse  im  Zusam-

menhang  mit  dem  Verkauf  der  Beteiligung  an  der  E  AG  nicht  habe  erbracht  werden 

können. Belegmässig nicht nachgewiesen sei insbesondere auch die behauptete Dar-

lehensrückzahlung.  Basierend  auf  der  Einkommensgeneralklausel  sei  infolgedessen 

davon  auszugehen,  dass  steuerbares  Einkommen  erzielt  worden  sei,  welches  unter 

Berücksichtigung  eines  Substanzwerts  der  Aktien  von  Fr. 8'263.-  mit  Fr.  991'737.-  zu 

beziffern sei.  

C.  Der  Pflichtige  liess  mit  Eingabe  vom  28.  April  2022  Beschwerde  und  Re-

kurs  gegen  den  Einspracheentscheid  erheben  mit  dem  Antrag,  die  Einsprache  vom 

5. Oktober  2021  sei  gutzuheissen.  Die  gemäss  Ziff.  5.4  ergänzten  übrigen  Einkünfte 

sollen  mithin  korrigiert  und  mit  Fr. 0.-  festgesetzt  werden.  Eventualiter  solle  die  Ein-

sprache teilweise gutgeheissen und die Aufrechnung übriger Einkünfte betragsmässig 

auf Fr. 241'737.- beschränkt werden.  

Mit  Verfügung  vom  3.  Mai  2022  wurden  die  Rechtsmittelverfahren  –  da  die 

Pflichtige  verstorben  war  –  zwecks  Erbenermittlung  sistiert.  Nach  Eingang  des  Erb-

scheins  vom  16. Mai  2022,  gemäss  welchem  der  Pflichtige  als  alleiniger  Erbe  einge-

setzt wurde, wurden die Sistierung aufgehoben und die Verfahren fortgesetzt. 

Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Beschwerde-  bzw.  Rekursantwort  vom 

10. Oktober  2022  auf  Abweisung  der  Rechtsmittel  und  nahm  ergänzend  inhaltlich 

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nochmals  Stellung.  Die  Eidgenössische  Steuerverwaltung  (ESTV)  und  die  Gemeinde 

liessen sich nicht vernehmen. Es erfolgten keine weiteren Eingaben.  

Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. a) aa) Gemäss dem mit der Generalklausel in Art. 16 Abs. 1 des Bundes-

gesetzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom  14. Dezember  1990  (DBG)  bzw.  § 16 

Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) verankerten Konzept der Reinver-

mögenszugangstheorie sind sämtliche Einkünfte ohne Rücksicht auf ihre Quellen steu-

erbar. Diese Generalklausel dient als Auffangtatbestand für Einkünfte, die nicht einem 

der  in  den  Art. 17-23  DBG  bzw.  §§  17-23  StG  genannten  Tatbestände  zugeordnet 

werden können. Vorbehalten bleiben steuerfreie private Kapitalgewinne gemäss Art. 16 

Abs. 3  DBG  bzw.  §  16  Abs.  3  StG  und  die  im  Negativkatalog  von  Art.  24  DBG  bzw. 

§ 24 StG abschliessend aufgezählten Fälle.  

bb)  Der  Reinvermögenszugang,  wie  er  Art.  16  Abs.  1  DBG  bzw.  § 16 

Abs. 1 StG zugrunde liegt, besteht in einer Nettogrösse. Er entspricht dem Überschuss 

aller Vermögenszugänge gegenüber den Vermögensabgängen derselben Steuerperio-

de (BGE 139 II 363 E. 2.1; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 

3. A., 2016, VB zu Art. 16-39 N 20 ff. DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Kommen-

tar zum Zürcher Steuergesetz, 4. A., 2021, VB zu §§ 16-37b N 20 StG). Einkommen ist 

demgemäss  die  Gesamtheit  derjenigen  Wirtschaftsgüter,  die  einem  Individuum  wäh-

rend der massgeblichen  Steuerperiode  zufliessen,  und  die es  ohne  Schmälerung  sei-

nes  Vermögens  zur  Befriedigung  seiner  persönlichen  Bedürfnisse  und  für  seine  lau-

fende Wirtschaft verwenden kann (BGr, 23. Dezember 1996, StE 1997 B 72.11 Nr. 5). 

cc)  Nach  der  Normentheorie  sind  steuerbegründende  Tatsachen  durch  die 

Steuerverwaltung,  steuermindernde  und  steuerausschliessende  Tatsachen  durch  die 

steuerpflichtige  Person  nachzuweisen.  Wenn  laut  Gesetz  alle  wiederkehrenden  und 

einmaligen  Einkünfte  der  Einkommenssteuer  unterliegen,  so  heisst  das  aber  nicht, 

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dass jede vereinnahmte Zahlung als Einkommen zu qualifizieren wäre, es sei denn, die 

steuerpflichtige  Person  könne  beweisen,  dass  sie  keinen  Reinvermögenszugang  dar-

stelle.  Vielmehr  ist  der  Reinvermögenszugang  Voraussetzung  der  Qualifizierung  als 

Einkommen. Es handelt sich also um eine steuerbegründende Tatsache, für welche die 

Beweislast  der  Steuerverwaltung  obliegt.  Jedoch  treffen  die  steuerpflichtige  Person 

Mitwirkungspflichten.  Fehlt  es  an  einer  plausiblen  Erklärung  für  eine  geleistete  Zah-

lung, so kann die Vermutung dafür sprechen, dass ein das Reinvermögen erhöhender 

steuerbarer Vermögenszufluss vorliegt (BGE 144 II 427 E. 8.3.1). 

2.  Streitig  und  zu  beurteilen  ist  vorliegend,  ob  –  und  bejahendenfalls  in  wel-

cher  Höhe  –  aus  dem  Verkauf  von  10  Aktien  der  E  AG  durch  den  Pflichtigen  in  der 

Steuerperiode 2018 Steuerfolgen resultieren.  

a)  Das  kantonale  Steueramt  rechnete  die  Differenz  zwischen  dem  Erlös  aus 

dem  Verkauf  dieser  Aktien  (Fr.  1'000'000.-)  und  deren  Verkehrswert  per  31.  Dezem-

ber 2018 (Fr. 8'263.-) als Einkommen auf. Dies auf Basis der Einkommensgeneralklau-

sel von Art. 16 DBG bzw. § 16 StG und im Wesentlichen mit der Begründung, dass mit 

dem  Verkaufspreis  eine  Arbeitsleistung  entschädigt  worden  sei.  Dies  gehe  aus  dem 

Aktionärsbindungsvertrag hervor, der in Ziff. 5 der Präambel vorsehe, dass der Erfolg 

der  Gesellschaft  den  persönlichen  Einsatz  der  Aktionäre  bedinge.  Der  Substanzwert 

der E AG habe denn auch lediglich Fr. 82'627.- betragen und die im Rahmen der Ein-

sprache  neu  geltend  gemachte  Darlehensrückzahlung  habe  in  keiner  Art  und  Weise 

belegmässig nachgewiesen werden können.  

b)  Der  Pflichtige  stellt  sich  demgegenüber  auf  den  Standpunkt,  

der E AG ein Darlehen über Fr. 750'000.- gewährt zu haben. Dies sei mit dem Darle-

hensvertrag  und  den  Gutschriftsanzeigen  nachgewiesen  worden.  Ab  2013  seien 

fälschlicherweise nur die Aktien an der E AG (und zwar mit Fr. 1'000'000.-), ohne das 

Darlehen,  deklariert  worden.  Bei  dieser  falschen  Deklaration  handle  es  sich  um  ein 

Missverständnis, auf welches bereits im Rahmen der Einsprache hingewiesen worden 

sei.  Zu  einer  Vermögensvermehrung,  so  der  Pflichtige,  wäre es  gar  nicht  gekommen, 

wenn der deklarierte Betrag von Fr. 1'000'000.- in der Steuererklärung korrekt bezeich-

net worden wäre.  

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Begründet  wurde  die  Falschdeklaration  mit  einem  Aktionärsbindungsvertrag, 

gemäss welchem die Darlehen mit dem Beginn eines Bauprojekts in G gewandelt wer-

den  sollten.  Es  seien  deshalb  nur  die  Aktien  im  Wertschriftenverzeichnis  aufgeführt 

worden. Das Projekt sei dann aber nie zustande gekommen, weshalb auch die Wand-

lung  nicht  erfolgt  sei.  Als  Preis  sei  der  gemäss  Aktionärsbindungsvertrag  vereinbarte 

Rückkaufspreis  von  Fr.  1'000'000.-,  der  unter  der  Annahme  der  Projektrealisierung 

vereinbart worden sei, bezahlt worden. 

Die Minderheitsaktionäre hätten nie mitgearbeitet und die E AG habe während 

der  Investmentphase  keinen  Umsatz  erwirtschaftet,  sondern  sei  inaktiv  gewesen.  Im 

Jahr 2017 habe der Hauptaktionär der E AG die Gesellschaft dann als Holdinggesell-

schaft nutzen wollen, weshalb eine Regelung der Verhältnisse mit dem Pflichtigen an-

gestrebt worden sei. In diesem Zusammenhang habe man geprüft, ob nur das nomina-

le  Investment  an  den  Pflichtigen  zurückzuführen  war  oder  ein  Aufpreis  gemäss 

Regelung im  Aktionärsbindungsvertrag  geschuldet  gewesen sei. Man  habe  sich dann 

stillschweigend auf eine Zahlung in Höhe von Fr. 1'000'000.- geeinigt, um sowohl das 

Darlehen zurückzuführen als auch die 10 Aktien an der E AG abzulösen.  

3.  a)  aa)  Gemäss  Vertrag  vom  29. Juni  2013  übernahm  der  Pflichtige 

10 Aktien an der E AG vom damaligen Alleineigentümer H. Das Aktienregister geht von 

einem Erwerb per XX. Januar 2013 aus. Die E AG wurde am XX. Juni 2012 mit Sitz in I 

gegründet  und  am  XX. Juni  2012  ins  Handelsregister  eingetragen.  Sie  bezweckt  (bis 

heute unverändert) […]. Gemäss Handelsregister war der Pflichtige vom XX. Juni 2012 

bis  XX. Mai  2023  Mitglied  des  Verwaltungsrats  der  E  AG  (ohne  Zeichnungsberechti-

gung). Die Gesellschaft verlegte ihren Sitz am XX. April 2020 nach J. 

bb) Am 8. Juni 2012 – d.h. fast ein Jahr bevor er die Anteile erwarb – trat der 

Pflichtige  einem  Aktionärsbindungsvertrag  bei  (nachfolgend  ABV).  Gemäss  diesem 

sollte die E AG auf der Parzelle K in L eine Überbauung für ein "Betreutes Wohnen" für 

Senioren realisieren (Präambel, Ziff. 2). Der ABV statuierte sodann, dass der Erfolg der 

E AG den persönlichen Einsatz der Aktionäre bedinge (Präambel, Ziff. 5). 

Der  ABV  sah  im  Weiteren  ein  Kaufrecht  des  Aktionärs  H  an  den  Aktien  der 

übrigen Aktionäre vor (Ziff. 2). Die Ausübung sollte durch schriftliche Mitteilung an die 

Aktionäre  A  und  M  erfolgen.  Sie  wurde  bis  zum  60.  Tag  vor  der  offiziellen  Inbetrieb-

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nahme der ersten Häuser in der Überbauung befristet. Als Ausübungspreis wurde der 

Nominalwert  der  Aktien zzgl.  einem  Aufpreis  in Höhe von  Fr. 1'000'000.-  vorgesehen. 

Der  Aufpreis  galt  für  die  Übernahme  sämtlicher  Aktien  (nicht  pro  Aktionär).  Die  Aus-

übung  des  Kaufrechts  wurde  sodann  davon  abhängig  gemacht,  dass  im  Ausübungs-

zeitpunkt sämtliche Aktionärsdarlehen der Aktionäre A und M zurückbezahlt sein wür-

den. 

cc) Im Zusammenhang mit der behaupteten Darlehensgewährung reichte der 

Pflichtige  sodann  einen  Darlehensvertrag  ein,  welcher  allerdings  undatiert  ist  und  bei 

welchem der Darlehensbetrag handschriftlich angepasst wurde (ursprünglich war eine 

Darlehenssumme von Fr. 900'000.- vorgesehen). Der Vertrag sieht ein Inkrafttreten per 

Auszahlungsdatum des Darlehensbetrages, spätestens jedoch 10. Juni 2013, vor. Be-

züglich  Laufzeit  wurde  vorgesehen,  dass  eine  Wandlung  des  Darlehensbetrages  in 

Eigenkapital  erfolgen  sollte,  sobald  das  Grundstück  Kat.  …,  …strasse,  G,  von  der 

E AG  gekauft  war,  eine  rechtskräftige  Baubewilligung  vorlag  und  der  Baukredit  der 

Credit Suisse zur Verfügung stand. Für den Fall, dass bis am 10. Dezember 2013 einer 

dieser  Punkte  nicht  erfüllt  wäre,  wurde  die  umgehende  Rückzahlung  des  Darlehens 

vorgesehen. 

Den  Akten  können  in  diesem  Zusammenhang  Gutschriftsanzeigen  über  

Zahlungen  von  Fr.  50'000.-  am  6.  Juni  2013  und  Fr.  700'000.-  am  13. Juni  2013  ent-

nommen  werden.  Bei  der  Zahlung  über  Fr. 50'000.-  wurde  unter  Mitteilung  "Darlehen 

von  A"  genannt,  als  Auftraggeber  fungierte  allerdings  eine  N  AG  (wenn  auch,  soweit 

ersichtlich,  unter  der  damaligen  Wohnadresse  des  Pflichtigen).  Bei  der  Zahlung  über 

Fr. 700'000.-  wurden  unter  Mitteilung  eine  Kunden-Nr.  und  eine  Depot-Nr.  aufgeführt. 

Auftraggeber war hier der Pflichtige (ebenfalls unter der vorgenannten Wohnadresse). 

dd) Das Projekt in G kam in der Folge gemäss Sachdarstellung des Pflichtigen 

nicht zustande. Dessen ungeachtet sei dann aber keine Darlehensrückzahlung erfolgt. 

Stattdessen sei das Darlehen per 31. Dezember 2013 von der E AG an H "abgetreten" 

worden.  

ee) Per 19. Dezember 2018 erfolgte schliesslich eine Zahlung im Betrag von 

Fr.  1'000'000.-  von  H  an  den  Pflichtigen.  Abgesehen  von  der  Gutschriftsanzeige  liegt 

für  diese  Transaktion  kein  schriftlicher  Beleg,  d.h.  insbesondere  auch  keine  vertragli-

che  Grundlage  und  auch  nicht  die  im  ABV  genannte  Mitteilung  bezüglich  Ausübung 

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des  Kaufrechts,  vor.  Es  bleibt  insofern  unklar,  wofür  die  Zahlung  tatsächlich  geleistet 

wurde. Immerhin kann dem Aktienregister diesbezüglich entnommen werden, dass der 

Pflichtige seine Anteile an der E AG per 30. September 2018 veräussert haben dürfte 

(auf dieses Datum hin wurde nur noch H als Aktionär geführt). 

ff)  In  der  Steuererklärung  2018  deklarierten  die  Pflichtigen  Wertschriften  und 

Guthaben im Betrag von Fr. 2'538'047.- und Schulden in Höhe von Fr. 3'260'000.-. In 

der  Steuerperiode  2017  wurden  die  Pflichtigen  mit  einem  steuerbaren  Vermögen  von 

Fr. 3'266'000.-  eingeschätzt.  Dabei  wurden  Wertschriften  und  Guthaben  im  Umfang 

von Fr. 1'892'239.- festgestellt. Die Liegenschaften und das Fahrzeug wurden zusam-

men mit Fr. 4'884'111.- erfasst und die Schulden beliefen sich auf Fr. 3'510'000.-. Un-

ter  Berücksichtigung  eines  identischen  Liegenschaftenportfolios  (inkl.  Bewertung)  und 

einem  um  Fr. 10'000.-  tieferen  Fahrzeugwert  resultiert  für  2018  ein  steuerbares  Ver-

mögen von Fr. 4'152'000.- bzw. eine (positive) Differenz zum Vorjahr von Fr. 886'000.-.  

b) Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass ein solcher Vermögensanstieg 

nicht mit den deklarierten Renteneinkünften und den Liegenschaftserträgen (insgesamt 

Fr. 205'970.-) erzielbar ist. Aber auch die Ausführungen des Pflichtigen haben nicht zur 

Klärung des Sachverhalts beigetragen:  

aa)  Vorab  kann  festgehalten  werden,  dass  die  angebliche  Falschdeklaration 

des Darlehens (verkörpert in den Anteilen an der  E AG) nur beschränkt nachvollzieh-

bar  ist.  Vor  dem  Hintergrund  der  konkreten  Umstände  wäre  zu  erwarten  gewesen, 

dass eine Unterscheidung zwischen Aktieneigentum und dem behaupteten Darlehen in 

Höhe  von  Fr.  750'000.-  möglich  gewesen  wäre.  Allerspätestens  bei  der  Korrektur  im 

Rahmen der Einschätzung der Steuerperiode 2017, wo durch das kantonale Steueramt 

anstelle  des  deklarierten  Aktienwerts  von  Fr.  1'000'000.-  ein  solcher  von  Fr. 9'800.- 

ermittelt wurde, hätte das Missverständnis erkannt und eine Berichtigung der Einschät-

zung  2017  veranlasst  werden  müssen.  Wäre  der  Pflichtige  tatsächlich  vom  Bestand 

eines  Darlehens in  Höhe von  Fr.  750'000.-  ausgegangen,  wäre hier  eine Reaktion  zu 

erwarten  gewesen.  Dass  eine  solche  nicht  erfolgte,  legt  nahe,  dass  zu  diesem  Zeit-

punkt keine Darlehensschuld bestand. 

Dies gilt  umso mehr,  als  die Schuld  noch  im  Jahr  2013  vermeintlich durch  H 

übernommen wurde, nachdem das Projekt in G nicht zustande gekommen war. Bereits 

hier hätte dem Pflichtigen bewusst sein müssen, dass das Eigentum an den Aktien der 

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E AG und die vermeintliche Darlehensschuld getrennte Aspekte darstellten. Insbeson-

dere auch,  weil  die  im  Darlehensvertrag  vorgesehene  Wandlung  des  Darlehensbetra-

ges hinfällig geworden war.  

bb) Erstellt ist sodann zwar, dass der Pflichtige am 13. Juni 2013 eine Summe 

von mindestens Fr. 700'000 auf ein Konto – soweit ersichtlich lautend auf die E AG – 

überwiesen hatte. Der Darlehensvertrag sah aber eine Rückzahlung noch im Jahr 2013 

vor, konnte das Projekt in G doch letztlich nicht umgesetzt werden. Weshalb dies nicht 

so gehandhabt wurde und wieso das Darlehen für ganze weitere 5 Jahre stehen gelas-

sen worden sein soll, ist unklar.  

Die  Zahlung  über  Fr. 50'000.-  am  6.  Juni  2013  wurde  gemäss  Gutschrifts-

anzeige von einer N AG in Auftrag gegeben. Auch dies lässt in Bezug auf die behaup-

tete Darlehensforderung des Pflichtigen zumindest Fragezeichen aufkommen. Diesbe-

züglich  kann  zudem  darauf  hingewiesen  werden,  dass  gemäss  Anhang  zur 

Jahresrechnung 2013 die E AG über ein Konto bei der Credit Suisse Group AG (CS) 

verfügte. Die Gutschriftsanzeigen wurden aber von der Bank Julius Bär & Co. AG aus-

gestellt,  was  nur  so  erklärt  werden  könnte,  dass  die  E AG  vor  Jahresende  zur  CS 

wechselte. 

cc) Wenig glaubhaft ist sodann, dass für diverse Transaktionen keine schriftli-

chen  Unterlagen  bestehen  sollen  (das  Vorenthalten  von  entsprechenden  Schriftstü-

cken  wäre  als  Mitwirkungspflichtverletzung  zu  werten).  Bereits  die  Schuldübernahme 

durch  H  anstelle  der  E  AG  hätte  zwingend  einen  Beleg  vorausgesetzt,  damit  dieser 

Vorgang  buchhalterisch  überhaupt  erfasst  werden  durfte.  Aber  auch  die  angebliche 

Regelung der Verhältnisse zwischen dem Pflichtigen und H im Jahr 2018 dürfte kaum 

mündlich erfolgt sein. Dass und unter welchem rechtlichen Titel H dem Pflichtigen eine 

Summe  Fr. 1'000'000.-  zu  bezahlen  bereit  war,  wird  mit  grösster  Wahrscheinlichkeit 

schriftlich geregelt worden sein. 

dd) Der ABV sah sodann im Zusammenhang mit der Ausübung des Vorkaufs-

rechts  vor,  dass  ein  solches  durch schriftliche Mitteilung an  A  und M  auszuüben war. 

Eine  solche  ist  nicht  aktenkundig  und  gemäss  Aussage  des  Pflichtigen  scheint  eine 

solche auch nicht erfolgt zu sein. 

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Weiter  sollte  der  Ausübungspreis  für  die  Aktien  dem  Nominalwert  derselben 

zzgl.  einem  Aufpreis  von  insgesamt  Fr.  1'000'000.-  entsprechen.  Auf  den  Anteil  des 

Pflichtigen  wäre  damit  ein  anteiliger  Aufpreis  von  Fr.  500'000.-  entfallen,  womit  eine 

Entschädigung von Fr. 510'000.- resultiert hätte.  

Schliesslich  wurde  die  Ausübung  des  Vorkaufsrechts  davon  abhängig  ge-

macht, dass bestehende Aktionärsdarlehen von A und M zurückbezahlt waren. Würde 

vom  Bestehen  einer  Darlehensforderung  von  Fr.  750'000.-  ausgegangen,  hätte  damit 

eine  Zahlung  in Höhe von  insgesamt  Fr.  1'260'000.-  geleistet  werden müssen  (Darle-

hensrückzahlung und Entschädigung für die 10 E AG Anteile).  

Eine solche Summe wurde nicht bezahlt und wie sich der stattdessen bezahlte 

Betrag von Fr. 1'000'000.- zusammensetzt, ist nicht zuletzt mangels Beleg unbekannt.  

ee)  Fragezeichen  ergeben  sich  im  Zusammenhang  mit  der  geleisteten  Zah-

lung auch insofern,  als der  Pflichtige  noch  im  Rahmen  der  Beantwortung der  Auflage 

am 21. Januar 2021 erklärte, Fr. 1'000'000.- für den Verkauf der Aktien der E AG erhal-

ten zu haben. Von einer Darlehensrückzahlung war damals noch keine Rede. Gemäss 

ergänzter  Sachdarstellung  des  Pflichtigen  sollen  dann  auf  den  Aktienrückverkauf 

Fr. 250'000.-  entfallen  sein  (Summe  von  Fr.  1'000'000.-  abzüglich  Darlehensbetrag  in 

Höhe von Fr. 750'000.-). Vor dem Hintergrund, dass der Pflichtige auch selber ausführ-

te, dass die Aktien zum Einstandspreis von Fr. 10'000.- hätten deklariert werden sollen 

und das Bauprojekt in G nie zustande gekommen war, scheint diese Schlussfolgerung 

erklärungsbedürftig.  

Auch  die Jahresrechnungen  2012-2018  der  E  AG zeigen keine  geschäftliche 

Aktivität,  die  eine  Bewertung  der  Gesellschaft  zu  Fr.  2'500'000.-  gerechtfertigt  hätte, 

bewegte sich  doch  auch  das  Eigenkapital bis  zuletzt  in  einem  Rahmen  unterhalb  von 

Fr. 100'000.-.  Auch  hat  der  Pflichtige  in  diesem  Zusammenhang  sogar  selber  festge-

halten,  dass  die  E  AG  in  den  Jahren  2013-2017  überhaupt  keine  Geschäftstätigkeit 

aufgewiesen habe. 

ff)  Die  Sachdarstellung  des  Pflichtigen  ist  sodann  in  verschiedenen  weiteren 

Punkten unschlüssig:  

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1 ST.2022.81 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Fraglich ist zunächst, wie der Pflichtige bereits ein Jahr vor Erwerb seiner An-

teile an der E AG dem ABV beitreten konnte.  

Der  betreffende  ABV  nennt  ein  Projekt  in  L,  welches  verfolgt  werden  sollte. 

Weder die Aufgabe dieses Projekts L noch der angebliche Wechsel zu einem Projekt in 

G sind dokumentiert.  

Soweit der Pflichtige schliesslich geltend gemacht hat, dass die Regelung der 

Verhältnisse  letztlich  in Angriff  genommen  wurde,  weil  der  Alleineigentümer  die  E  AG 

künftig  als  Holdinggesellschaft  nutzen  wollte,  ist  festzustellen,  dass  der  Zweck  der 

E AG bis heute unverändert ist und insbesondere auch im Rahmen der Sitzverlegung 

im April 2020 nach J nicht angepasst wurde. 

c)  Zusammenfassend  ist  der  Sachverhalt  intransparent  und  die  Sachdarstel-

lung  des  Pflichtigen  teils  nur  beschränkt  nachvollziehbar  oder  gar  widersprüchlich. 

Dass  mit  der  Zahlung  der  Fr.  1'000'000.-  die  Tilgung  eines  Darlehens  stattgefunden 

hat, kann damit insgesamt nicht als erstellt gelten.  

4. a) Was der Pflichtige zur Verteidigung seines Standpunkts vorbringen lässt, 

erscheint insgesamt ebenfalls unbehelflich:  

aa)  Die  Annahme,  wonach  alleine  durch  eine  richtige  Deklaration  des  Darle-

hens und  der  Anteile an  der  E  AG  eine  Vermögensvermehrung  hätte  vermieden  wer-

den  können,  geht  fehl:  Tatsache  ist,  dass  das  steuerbare  Vermögen  per  31.  Dezem-

ber 2018  um  Fr. 886'000.-  höher  ausfiel  als  noch  per  31.  Dezember  2017.  Ob  die 

vermeintliche  Darlehenssumme  als  Teil  des  Aktienwerts  verstanden  oder  separat  als 

Forderung ausgewiesen wurde, spielte dabei keine Rolle. 

bb)  Wenn  der  Pflichtige  sodann  geltend  macht,  dass  es  nicht  unüblich  sei, 

dass Inhaberaktien ohne schriftlichen Vertrag übertragen würden, ist ihm zu widerspre-

chen. Darauf, dass es unüblich erscheint, dass eine Zahlung über Fr. 1'000'000.- ohne 

schriftliche  Dokumentation  geleistet  wird,  wurde  bereits  hingewiesen.  Hinzu  kommt, 

dass  die  Übertragung  von  Inhaberaktien  nebst  der  eigentlichen  Übergabe  der  Aktien 

oder einer Besitzanweisung des verfügungsbefugten Veräusserers zwingend ein gülti-

ges, obligatorisches Grundgeschäft (z.B. Kaufvertrag) voraussetzt. Selbst bei nicht als 

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Wertpapier  ausgegebenen  Inhaberaktien  wäre  zumindest  eine  Abtretungserklärung 

notwendig, deren Gültigkeit ebenfalls der Schriftform bedarf (BGr, 17. November 2016, 

4A_314/2016 und 4A_320/2016).  

Gemäss ABV wurden die Aktien als Inhaberzertifikate ausgegeben und bei O 

hinterlegt. Deren Übertragung erforderte damit zwingend ein obligatorisches Grundge-

schäft. Daraus muss geschlossen werden, dass der Pflichtige durch Nichtvorlage die-

ser relevanten Dokumente seine Mitwirkungspflicht verletzt hat.  

cc)  Soweit  der  Pflichtige  sich  sodann  auf  den  Standpunkt  stellt,  dass  für  die 

vorliegende  Beurteilung nicht  relevant  sei,  dass gemäss ABV  die Durchführung eines 

Projekts in L geplant war, ist ihm zu widersprechen. Damit besteht – nebst der fälschli-

chen Deklaration von 20 anstelle von 10 Aktien im Wertschriftenverzeichnis – eine zu-

sätzliche  Ungereimtheit,  welche  seine  Sachdarstellung  insgesamt  als  nicht  stringent 

erscheinen lässt.  

b)  Vor  diesem  Hintergrund  wäre  es  in  Anwendung  der  allgemeinen  Beweis-

lastregeln Sache des Pflichtigen gewesen, die diversen (von ihm selbst geschaffenen) 

Unstimmigkeiten und Widersprüche durch Beweis der von ihm behaupteten Umstände 

zu  widerlegen.  Dies  gilt  nicht  nur  für  die  nunmehr  geltend  gemachte  Übernahme  der 

Darlehensschuld der  E AG  gegenüber  dem  Pflichtigen  durch  H,  für  welche  einzig  ein 

Auszug  aus  dem  Konto  2410  vorliegt,  sondern  insbesondere  auch  in  Bezug  auf  den 

Nachweis, was mit der Zahlung von H an den Pflichtigen konkret entschädigt wurde.  

c) Damit hat das kantonale Steueramt im Zusammenhang mit der Zahlung von 

Fr. 1'000'000.- von H an den Pflichtigen eine Darlehensrückzahlung zu Recht verneint.  

5. Fraglich bleibt, ob die Entschädigung allenfalls – infolge Veräusserung der 

Aktien  –  als  steuerfreier  privater  Kapitalgewinn  zu  qualifizieren  ist.  Dies  ist  indessen 

aus folgenden Gründen zu verneinen: 

a)  Es  ist  mangels  Dokumentation  zunächst  unklar,  in  welcher  Höhe  die  Ent-

schädigung  überhaupt  auf  die  Aktien  der  E  AG  entfiel,  wurde  doch  initial  der  ganze 

Betrag als Erlös für die Aktien verstanden, ehe nachträglich argumentiert wurde, dass 

auch ein (notabene bisher nicht deklariertes) Darlehen damit getilgt worden sein soll.  

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Aber auch in Bezug auf die Differenz zwischen Erlös und behaupteter Darle-

hensrückzahlung, d.h. für einen Betrag in Höhe von Fr. 250'000.-, scheidet die Annah-

me  eines  steuerfreien  privaten  Kapitalgewinns  aus.  Mit  Blick  auf  den  Grundsatz  der 

Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 BV) stellt die 

Steuerfreiheit  privater  Kapitalgewinne  eine  (wenn  auch  vom  Gesetzgeber  gewollte) 

systemwidrige  Ausnahme  dar.  Vor  dem  Hintergrund  einer  allgemeinen  Einkommens-

steuer sind Ausnahmen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung deshalb restriktiv 

zu handhaben (vgl. BGE 139 II 363 E. 2.2). 

b)  Vorliegend  ist  unbestritten,  dass  der  Substanzwert  der  E  AG  im  Zeitpunkt 

des Rückkaufs durch H im Bereich des Nominalwerts (bzw. darunter) lag. Die Gesell-

schaft war bis zu diesem Zeitpunkt gemäss Sachdarstellung des Pflichtigen auch wei-

testgehend  inaktiv.  Sofern  nicht  ohnehin  eine  Bewertung  zum  Substanzwert  zu  erfol-

gen hätte  (was  gemäss Ziff.  38  des  Kreisschreibens Nr.  28 vom  28.  August 2008  der 

Schweizerischen Steuerkonferenz [Wegleitung zur Bewertung von Wertpapieren ohne 

Kurswert für die Vermögenssteuer] für Holdinggesellschaften grundsätzlich der Fall ist), 

ist insofern fraglich, ob ein Einbezug des Ertragswerts zu einem relevant höheren Wert 

führen  würde.  Damit  stellt  sich  die  Frage,  womit  ein  Aufpreis  von  Fr. 241'737.-  (Ent-

schädigung  für  die  Aktien  von  Fr. 250'000.-  abzüglich  Substanzwert  von  Fr.  8'263.-) 

begründet werden könnte.  

Die  Höhe  des  geschuldeten  Aufpreises  für  den  Fall  der  Ausübung  des  Vor-

kaufsrechts  wurde  sodann  bereits  im  Rahmen  des  ABV  im  Jahr  2012  geregelt,  was  

–  so  kurz  nach  der  Gründung  –  ungewöhnlich  erscheint,  zumal  diese  Zahlung  auch 

nicht  etwa  vom  Erreichen  von  Milestones  oder  von  Geschäftsergebnissen  abhängig 

gemacht wurde. Der ABV sah jedoch auch vor, dass der Erfolg der E AG vom persönli-

chen Einsatz der Aktionäre abhängig sei. Die vereinbarte Zahlung scheint vor diesem 

Hintergrund nicht bzw. nicht ausschliesslich für die Eigentumsübertragung an den Ak-

tien,  sondern  auch  als  Entschädigung  für  die  Bemühungen  des  Pflichtigen  geleistet 

worden  zu  sein,  der  davon  abgesehen  ja  auch  während  mehrerer  Jahre  Einsitz  im 

Verwaltungsrat der E AG hatte. Dass die Gesellschaft in der Folge anderweitig genutzt 

werden sollte und der Pflichtige und H daraufhin getrennte Wege gingen, untermauert 

ein solches Verständnis.  

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Nach  dem  Gesagten  verbietet  sich  die  Annahme,  dass  die  Zahlung  von  H 

beim Pflichtigen – ganz oder teilweise – als steuerfreier privater Kapitalgewinn qualifi-

ziert.  

c) Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Steueramt 

die  Entschädigung  von  Fr. 1'000'000.-  als  steuerbares  Einkommen  aufgerechnet  und 

die Aktien im anteiligen Wert von Fr. 8'263.- als Vermögensabgang berücksichtigt und 

zum Abzug gebracht hat.  

6.  Diese  Erwägungen  führen  zur  Abweisung  der  Rechtsmittel.  Ausgangsge-

mäss  sind  die  Verfahrenskosten  dem  Pflichtigen  aufzuerlegen  (Art.  144  Abs.  1  DBG 

bzw. § 151 Abs. 1 StG).  

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

[…] 

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