# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2111a6d6-df58-511d-9791-dc019f9e2e60
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.10.2016 IV 2014/340
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-340_2016-10-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/340

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.01.2020

Entscheiddatum: 26.10.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 26.10.2016
Art. 8 ATSG, Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG Würdigung eines bidisziplinären 
Gutachtens; invalidisierende Wirkung einer mittelgradigen Depression bei 
vorhandenen psychosozialen Belastungsfaktoren, Prozentvergleich bei 
fehlender repräsentativer Grundlage für das Valideneinkommen (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Oktober 2016, IV 
2014/340).

Besetzung

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin

Beatrix Zahner

Geschäftsnr.  

IV 2014/340

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, GN Rechtsanwälte, St. 

Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 23. Februar 2011 bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an. Als gesundheitliche Beeinträchtigung nannte er eine 

Lumboischialgie mit Operationen in den Jahren 2008 und 2010 (IV-act. 1).

A.b  Die behandelnden Ärzte der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) 

hielten im Arztbericht vom 19. April 2011 fest, es bestehe ein Status nach 

Refenestration LWK 5/SWK 1 sowie TLIF LWK 5/SWK 1 und Spondylodese LWK 5/

SWK 1 am 1. Oktober 2010 und nach Diskushernienoperation LWK 5/SWK 1 im 

Sommer 2008. Es persistierten eine Lumboischialgie L5 links und Rückenschmerzen 

(IV-act. 10-1 ff., vgl. auch Bericht über die Operation vom 4. [richtig: 1.] Oktober 2010, 

IV-act. 10-8 ff., und Bericht an den Hausarzt Dr.med. B.___, Allgemeine Medizin FMH, 

vom 15. Oktober 2010, IV-act. 10-11 ff.).

A.c  Während seines Aufenthaltes in der Klinik Valens vom 7. April bis 4. Mai 2011 

wurde dem Versicherten die Diagnose einer Anpassungsstörung (ICD-10: F43.23) 

gestellt. Die berufsbezogene Leistungsevaluation ergab eine Einschränkung in der 

bisherigen Tätigkeit als Maschinenbediener auf vier Stunden täglich. Eine leichte 

wechselbelastende Tätigkeit ohne repetitive Gewichtsbelastungen und ohne 

andauernde vorgeneigte Arbeitshaltung sei ganztags mit zusätzlichen Pausen von zwei 

Stunden täglich zumutbar (Austrittsbericht vom 30. Mai 2011, IV-act. 20-1 f.).

A.d  Dr.med. C.___, Neurologie FMH, fand gemäss Bericht vom 8. Juni 2011 

elektrophysiologisch keine Polyneuropathie. Die Befunde seien zusammen mit der 

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Klinik vereinbar mit einer axonalen Radikulopathie L5 links. Für schwere körperliche 

Arbeit und als Maschinist sei der Versicherte aktuell zu 100 % arbeitsunfähig. Für 

adaptierte Tätigkeiten (wechselbelastend, ohne Heben schwerer Lasten) bestehe 

langfristig eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % (IV-act. 26).

A.e  Der regionale ärztliche Dienst (RAD) empfahl am 1. Juli 2011 die berufliche 

Eingliederung (IV-act. 27). Im Rahmen eines Case-Managements im Auftrag des BVG-

Versicherers erklärte sich der Versicherte bereit zu arbeiten; vorerst müssten jedoch die 

Schmerzen gelindert werden. Unter den aktuell starken Schmerzen könne er keine 

Arbeit vernünftig verrichten (IV-act. 39-6, Bericht Case Management vom 7. Juli 2011). 

A.f  Das Palliativzentrum des KSSG hielt am 9. August 2011 fest, der Versicherte 

berichte, seine Situation habe sich nach der Hospitalisation in Valens massiv 

verschlechtert, nachdem die Taggeldversicherung ab Juni 2011 unerwartet weitere 

Zahlungen eingestellt habe. Zusammen mit der kürzlich erhaltenen Kündigung seiner 

Arbeitsstelle (per 31. Mai 2011, IV-act. 11-6), der eingeschränkten und für ihn selber 

noch nicht klar greifbaren gesundheitlichen Situation sowie der Ablehnung 

unterstützender Angebote durch RAV und Sozialamt sei für den jungen Familienvater 

nun eine massive Belastungssituation entstanden, die durch die drohende Trennung 

von der Ehefrau noch zugenommen habe. Es bestehe ein chronisches 

Schmerzsyndrom von vermutlich gemischt nozizeptiv-neuropathischem 

Schmerzcharakter. In dessen Folge sei es zu verschiedenen psychosozialen 

Belastungen und dadurch zu ausgeprägter Nervosität und Unruhe gekommen. Es 

bestehe der Verdacht auf eine Anpassungsstörung (IV-act. 68-5 ff.). Der konsultierte 

Arzt der Klinik für Neurologie, KSSG, diagnostizierte eine floride Radikulopathie L5 links 

sowie den Verdacht auf eine Meralgia paraesthetica. Er empfahl ein interdisziplinäres 

Schmerzprogramm sowie eine probatorische Infiltration (Bericht vom 10. August 2011, 

IV-act. 44).

A.g  Der Schlussbericht Case Management vom 19. September 2011 hielt fest, die 

bevorstehende Scheidung und der dadurch bedingte Auszug aus der Wohnung sowie 

die Trennung von den Kindern machten dem Versicherten zu schaffen. Dies sei für ihn 

ein zusätzlicher Stress (IV-act. 60-4). Im Oktober 2011 kam es zu einer ersten 

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Dekompensation mit Kurzhospitalisation in der Psychiatrischen Klinik D.___ wegen 

Suizidalität (Verlaufsbericht von Dr. B.___ vom 2. Juli 2012, IV-act. 78-1).

A.h  Lic.phil. E.___, Psychotherapeutin Palliativzentrum KSSG, berichtete am 18. 

Oktober 2011 über die Diagnosen einer Anpassungsstörung im Sinne einer 

posttraumatischen Belastungsstörung bei Kriegstrauma und eine mittelschwere 

depressive Episode. Die Ehe des Versicherten sei seit Längerem von Spannungen 

geprägt gewesen. Mit Zunahme der Schmerzen und der Arbeitsunfähigkeit hätten die 

Eheprobleme zugenommen, so dass im Jahr 2011 die Scheidung eingereicht worden 

sei. Die heftigen Streitereien hätten dem Versicherten zugesetzt und die 

Gesamtsituation (Erwerbslosigkeit, finanzielle Situation, Schmerzen, eheliche Probleme) 

hätte seine psychische Verfassung destabilisiert. Da der Versicherte sehr 

aggressionsgehemmt sei, könne er sich nur unzureichend gegen Anschuldigungen 

wehren und schützen. Aggressives oder gewalttätiges Verhalten löse bei ihm am 

ehesten wegen seiner kriegsgeprägten Vergangenheit eine depressiv unterlegte 

Handlungsunfähigkeit aus. Scheidungsbedingt sei der Versicherte in eine kleine 

Unterflurwohnung gezogen, was die Isolation und Depressivität verstärkt habe. Der 

Verlust des angestammten Umfeldes und vor allem des Alltags mit seinen zwei Söhnen 

hätten kurzfristig zum psychischen Zusammenbruch geführt. Da die Ehefrau ihm den 

Kontakt zu seinen Söhnen erschwert habe, seien für ihn eine Welt und vor allem sein 

Halt und die Geborgenheit zusammengebrochen. Die depressive Verstimmung und die 

Suizidalität hätten wegen dieser Verluste überhandgenommen. Es sei zu einer 

Notfallhospitalisation in der Psychiatrischen Klinik D.___ gekommen. Zwischenzeitlich 

habe sich der Versicherte wieder stabilisieren können. Die soziale Isolation habe er 

etwas auflockern und den Kontakt zu Freunden verstärken können. Die wichtigste 

Ressource sei nach wie vor der Kontakt zu seinen Kindern. Die familiären, finanziellen 

und sozialen Belastungen setzten dem Versicherten zu und verstärkten als 

Stressreaktion Schmerzen und depressive Verstimmungen. Wegen der multiplen 

gesundheitlichen Beschwerden sei die körperliche und psychische Leistungsfähigkeit 

derzeit stark eingeschränkt und eine Erwerbstätigkeit könne zum jetzigen Zeitpunkt 

nicht aufgenommen werden (IV-act. 65).

A.i Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 3. Januar 2012 mit, aufgrund seines 

Gesundheitszustandes seien zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen 

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möglich. Aktuell stünden medizinische Behandlungsmassnahmen im Vordergrund (IV-

act. 67).

A.j Vom 3. Februar bis 5. April 2012 erfolgte ein zweiter stationärer Aufenthalt in der 

Psychiatrischen Klinik D.___. Gemäss Austrittsbericht vom 10. April 2012 wurden eine 

mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) sowie 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) diagnostiziert (IV-act. 

75-1 ff.).

A.k  Dr.med. F.___, Oberarzt Psychiatrische Tagesklinik G.___, berichtete am 25. 

September 2012, der Versicherte werde seit 9. Juli 2012 in der Tagesklinik behandelt. 

Er leide an einer mittelgradig depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: 

F32.11) sowie an einer akzentuierten Persönlichkeit mit vor allem ängstlichen und 

impulsiven Anteilen bei Zustand nach Kriegstraumatisierung im Heimatland während 

der Adoleszenz. Hinsichtlich der körperlichen Symptomatik spreche der Versicherte 

offenbar gut auf stattfindende Infiltrationen im KSSG an. Auch hinsichtlich der 

depressiven Symptomatik zeige sich eine leichte, wenn gleich stark schwankende 

Symptomverbesserung. Aktuell stünden die posttraumatischen Symptome in deutlich 

fluktuierender Intensität (erhöhte Reizbarkeit, Schlafstörungen, Albträume, 

Konzentrationsprobleme mit der Unfähigkeit, strukturiert zu denken und wirksame 

Handlungsstrategien zu entwickeln, deutliche innere Unruhe, Misstrauen gegenüber 

der Umwelt, starke Tendenz zum sozialen Rückzug) im Vordergrund. Die dysphorisch 

gereizte, traurige und verzweifelte Stimmungslage, der aufgrund der posttraumatischen 

Symptomatik deutlich erhöhte Stresslevel und die ausgeprägte Impulsivität bewirkten 

immer wieder eine rasche Überforderung mit Tendenz zu heftigen aggressiven 

Ausbrüchen, gefolgt von Schmerzverstärkung, Gedankenkreisen und vor allem 

negativen Gedankeninhalten und der Überzeugung, dass alles ohnehin keinen Sinn 

mache, er nicht mehr aus dem beklagenswerten Zustand herauskäme (IV-act. 89). Im 

Verlaufsbericht vom 11. März 2013 informierte Dr. F.___ über eine Verbesserung des 

Gesundheitszustandes. Es sei insgesamt eine leichte Abnahme der depressiven 

ebenso wie der posttraumatischen Symptome zu beobachten. Vor diesem Hintergrund 

sei ein besseres Aushalten der an Intensität und Frequenz deutlich schwankenden 

Schmerzen möglich. Wenngleich noch recht inkonstant, seien doch allmählich ein 

Fortschritt der Affektregulation bei Impulsivität, ein verbesserter Umgang mit 

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Spannungen sowie eine Abnahme der bestehenden Schlafstörungen und der 

Konzentrationsprobleme zu beobachten (IV-act. 93).

A.l Am 19./26. Juni 2013 wurde dem Versicherten ein Impulsgeber zur epiduralen 

Rückenmarkstimulation (Neurostimulator) implantiert (IV-act. 104).

A.m Der Versicherte wurde im Auftrag der IV-Stelle durch die MEDAS Ostschweiz 

orthopädisch (Dr.med. H.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates) und psychiatrisch (med.prakt. I.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie) bidiziplinär begutachtet (Gutachten vom 21. August 2013, IV-act. 110). 

Als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden eine therapieresistente 

Lumboischialgie und  eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem 

Syndrom (ICD-10: F32.11) erhoben. Die depressive Episode führe zu einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Da die Implantation des Stimulators zu wenig weit 

zurückliege, sei dessen Wirkung noch nicht absehbar. In der angestammten Tätigkeit 

bestehe seit der Operation im Jahr 2010 keine Arbeitsfähigkeit wegen des Tragens von 

Lasten. Für sehr leichte Arbeiten in Wechselposition (Sitzen, Gehen, Stehen) mit auf 10 

kg beschränktem wiederholten Heben und Tragen bestehe eine Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht von 50 % (IV-act. 110-43).

A.n  Mit Vorbescheid vom 6. Januar 2014 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht, da die Arbeitsfähigkeit vorwiegend durch 

psychosoziale Belastungsfaktoren eingeschränkt sei (IV-act. 116). Dagegen erhob der 

Versicherte am 11. Februar 2014 Einwand (IV-act. 117). Zu dessen Begründung reichte 

er am 30. April 2014 eine Stellungnahme von Dr. F.___ vom 22. April 2014 ein, wonach 

die psychosozialen Faktoren verstärkend wirkten, aber nicht vorwiegend für das 

Zustandsbild des Versicherten verantwortlich seien (IV-act. 123).

A.o  Nachdem die IV-Stelle Stellungnahmen des RAD (vom 7. Mai 2014, IV-act. 124) 

und ihres Rechtsdienstes (vom 21. Mai 2014, IV-act. 125) eingeholt hatte, wies sie das 

Leistungsbegehren mit Verfügung vom 3. Juni 2014 ab. Zum Einwand führte sie aus, 

gemäss Gutachten liege zwar eine eigenständige depressive Erkrankung im Sinne einer 

mittelgradigen depressiven Episode vor, jedoch sei diese überlagert durch viele 

psychosoziale Probleme (IV-act. 126).

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B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 3. Juni 2014 lässt der Versicherte am 7. Juli 2014 

Beschwerde erheben. Er beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge aufzuheben. Es sei ihm eine ganze Rente auszurichten. 

Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der psychiatrische Gutachter führe aus, dass 

der Beschwerdeführer in der bisherigen wie auch in einer adaptierten Tätigkeit im 

Rahmen der eigenständigen mittelgradigen depressiven Erkrankung zu 50 % in der 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Er differenziere sehr wohl zwischen der IV-rechtlich 

relevanten Arbeitsfähigkeit und den durch die IV-fremden Faktoren bzw. 

psychosozialen Belastungen verursachten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Der 

Gutachter verneine ausdrücklich die Überwindbarkeit der mittelgradigen depressiven 

Erkrankung durch eine zumutbare Willensanstrengung. Ferner sei gemäss Gutachten in 

einer durch zahlreiche Einschränkungen (psychiatrisch und somatisch) spezifizierten 

adaptierten Tätigkeit die Restarbeitsfähigkeit nicht verwertbar, da entsprechende 

Möglichkeiten im ersten Arbeitsmarkt kaum zur Verfügung ständen. Demnach sei er in 

Bezug auf den massgebenden ausgeglichenen ersten Arbeitsmarkt zu 100 % 

arbeitsunfähig. Er habe damit Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (act. G 1).

B.b  In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. September 2014 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Der psychische 

Krankheitsverlauf sei vorwiegend durch invaliditätsfremde psychosoziale Umstände 

geprägt. Die Belastungsfaktoren seien sukzessive aufgetreten und hätten die 

psychische Verfassung des Beschwerdeführers nach und nach destabilisiert. Vor 

diesem Hintergrund könne nicht von einer von der soziokulturellen oder psychosozialen 

Belastungssituation unzweideutig zu unterscheidenden und in diesem Sinne 

verselbständigten psychischen Störung mit Auswirkung auf die Arbeits- und 

Erwerbsfähigkeit ausgegangen werden. Vielmehr enthalte die Aktenlage deutliche 

Anhaltspunkte dafür, dass sich die invaliditätsfremden Elemente nicht klar vom 

medizinischen Leiden selbst trennen liessen. Die Einschätzung des Gutachters sei nicht 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Der 

Gutachter gehe davon aus, dass die mittelgradige depressive Störung von vielen 

psychosozialen Belastungen überlagert sei, daher fühle sich der Beschwerdeführer 

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auch zu 100 % arbeitsunfähig. Bei mittelgradigen Depressionen attestierten die Ärzte 

erfahrungsgemäss eine Arbeitsunfähigkeit bis maximal 50 %. Könnte man die 

invaliditätsfremden Faktoren ausklammern (was vorliegend nicht möglich sei), so käme 

die Arbeitsunfähigkeit auf weit weniger als 50 % zu stehen. Hinzu komme, dass der 

Beschwerdeführer seine Therapieoptionen nicht ausgeschöpft habe. So empfehle der 

psychiatrische Gutachter, dass die Therapie intensiviert werden müsste. Leichte bis 

höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis gälten als 

therapierbar. Daher weise die psychiatrische Beeinträchtigung hier keinen 

invalidisierenden Charakter auf (act. G 4).

B.c  Mit Replik vom 19. Januar 2015 bringt der Beschwerdeführer vor, entgegen der 

Auffassung der Beschwerdegegnerin treffe es nicht zu, dass der psychische 

Krankheitsverlauf vorwiegend durch invaliditätsfremde und psychosoziale Umstände 

geprägt sei, was der psychiatrische Gutachter ausdrücklich festhalte. Der RAD und Dr. 

F.___ bestätigten diese Einschätzung. Über diese medizinische Einschätzung von drei 

Fachpsychiatern könne sich die Rechtsanwendung nicht einfach hinwegsetzen. Selbst 

wenn es zuträfe, dass die psychiatrische Therapie intensiviert werden müsste, liesse 

sich daraus nicht zwingend ableiten, der Beschwerdeführer habe in vorwerfbarer Weise 

nicht alle Therapieoptionen ausgeschöpft. Er sei zweimal stationär in der 

Psychiatrischen Klinik Wil und anschliessend in der Tagesklinik behandelt worden. Die 

nicht weiter begründete Auf¬fassung, wonach die Behandlung intensiviert werden 

müsste, sei daher nicht zu hören (act. G 12).

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 14).

Erwägungen

1. 

Umstritten ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

1.1  Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

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nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2  Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40% invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; Urteil vom 1. Dezember 

2015, 8C_586/2015, E. 2).

1.4  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne 

einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 

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von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

1.5  Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 

Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 

5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

2. 

Medizinische Grundlage der angefochtenen Verfügung bildet das bidisziplinäre 

Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 21. August 2013 (betreffend Untersuchung 

vom 17. Juli 2013). Es ist zu prüfen, ob auf dieses abzustellen ist.

2.1  Der orthopädische Gutachter Dr. H.___ hielt fest, die Stimulatorimplantation liege 

zuwenig weit zurück, als dass das Behandlungsergebnis schlüssig angegeben werden 

könne. Die Belastbarkeit der stabilisierten Wirbelsäule habe sich durch die Implantation 

des Neurostimulators nicht gebessert (IV-act. 110-43). Aus Sicht des 

Bewegungsapparates könne nur eine sehr leichte Arbeit ausgeführt werden. Sie müsse 

Wechselpositionen zwischen Sitzen, Stehen und Gehen beinhalten, unter Umständen 

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seien sogar kurze Liegepausen nötig. Das wiederholte Heben und Tragen von Lasten 

müsse auf 10 kg beschränkt sein (IV-act. 110-44). In psychiatrischer Hinsicht wurde 

vom Gutachter med. prakt. I.___ anamnestisch erhoben, der in J.___ aufgewachsene 

Beschwerdeführer habe als 13-Jähriger die Gräueltaten des Krieges hautnah miterlebt. 

Er vermisse seine zwei Kinder sehr und halte es kaum aus, sie nur jedes zweite 

Wochenende zu sehen. Sehr selten habe er mit einem oder zwei Kollegen Kontakt. Er 

möchte gerne allein sein, ziehe sich am liebsten in seine Wohnung zurück und möchte 

seine Ruhe haben. Bis März 2013 habe er in einer 1 ½-Zimmer- Kellerwohnung ohne 

richtiges Tageslicht gelebt, was ihn "kaputt" gemacht habe. Seine aktuelle 3 ½-

Zimmer-Wohnung sei ein Zufluchtsort. In der Nacht träume er häufig vom Krieg. Er 

könne oft nicht durchschlafen. Er habe Mühe, mit anderen Leuten zusammen zu sein. 

Er fühle sich ständig unter Druck, verspüre Ärger und Frustration (IV-act. 110-35 f.). Im 

Befund erhebt der psychiatrische Gutachter leichte Konzentrationsstörungen, aber 

keine Gedächtnisstörungen. Das formale Denken sei einfach strukturiert, der 

Beschwerdeführer wirke schnell überfordert. Der affektive Rapport sei herstellbar. Die 

Grundstimmung sei nach unten geschoben, die Schwingungsfähigkeit sei 

eingeschränkt. Der Beschwerdeführer wirke sehr gespannt, resigniert, frustriert und 

auch traurig. Er bezeichne seine Lebensfreude und Lebenslust als wechselnd. Er 

"möge" oft nicht und ziehe sich am liebsten zurück. Er sei sehr schreckhaft und 

berichte von Ein- und Durchschlafstörungen. Im Antrieb wirke er wenig auffällig. 

Psychomotorisch sei er deutlich erregt, unruhig, gespannt. Todeswünsche seien 

vorhanden gewesen, zurzeit aber eher im Hintergrund. Er studiere viel, grüble dauernd 

und könne nicht mehr "abstellen" (IV-act. 110-38).

2.2  Hinsichtlich der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode erscheint das 

Gutachten nachvollziehbar (vgl. dazu H. DILLING / H.J. FREYBERGER, Taschenführer 

zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen, 7. Aufl., Bern 2014, S. 135 f.). Der 

psychiatrische Gutachter diagnostiziert weiter Ereignisse in der Kindheit und Jugend, 

die den Verlust des Selbstwertgefühls zur Folge haben (ICD-10: Z61.3), 

Familienzerrüttung durch Trennung oder Scheidung (ICD-10: Z63.5) sowie 

Anpassungsprobleme bei Veränderung der Lebensumstände (ICD-10: Z60.0) (IV-act. 

110-40). Er führt im Wesentlichen aus, aufgrund der einmaligen Untersuchung und der 

vorhandenen medizinischen Aktenlage könne er nicht abschliessend beurteilen, ob eine 

posttraumatische Belastungsstörung vorliege, ob diese die Arbeitsfähigkeit 

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beeinträchtigen würde, ob eine akzentuierte Persönlichkeit mit ängstlichen, 

selbstunsicheren und auch impulsiven Anteilen bestehe oder ob die entsprechenden 

Symptome auf psychosoziale Belastungsfaktoren zurückzuführen seien (IV-act. 

110-40). In der Klinik Valens wurde die Diagnose einer Anpassungsstörung (ICD-10: 

F43.23) festgehalten, ohne jedoch näher darauf - auch nicht in Bezug auf die 

Arbeitsfähigkeit - einzugehen (Austrittsbericht vom 30. Mai 2011, IV-act. 20-1 f.). Die 

behandelnde Psychotherapeutin lic.phil. E.___ erwähnte am 18. Oktober 2011 die 

Diagnose einer Anpassungsstörung im Sinne einer posttraumatischen 

Belastungsstörung bei Kriegstrauma (IV-act. 65-1). Dr. F.___ stellte gemäss Arztbericht 

vom 25. September 2012 die Diagnose einer akzentuierten Persönlichkeit mit vor allem 

ängstlichen und impulsiven Anteilen bei Zustand nach Kriegstraumatisierung während 

der Adoleszenz. Diese führe zu einem deutlich erhöhten Stresslevel und zusammen mit 

der dysphorisch gereizten, traurigen und verzweifelten Stimmungslage zu einer raschen 

Überforderung mit Tendenz zu heftigen aggressiven Ausbrüchen (IV-act. 89-3). Eine 

posttraumatische Belastungsstörung mit eigenem direkten Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit wurde beim Beschwerdeführer nicht diagnostiziert. Es erscheint auch 

nachvollziehbar, wenn der Gutachter einer möglichen posttraumatischen 

Belastungsstörung keine eigenständige Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zuspricht, 

weil der Beschwerdeführer während mehreren Jahren in der Lage war, vollzeitlich zu 

arbeiten (IV-act. 110-40). Davon ist auch bezüglich der Akzentuierung von 

Persönlichkeitszügen auszugehen, welche zudem gemäss der ICD-Klassifizierung mit 

einer Z-Diagnose (Z73) kodiert wird und als solche zu den Diagnosen gehört, welche 

nicht als Erkrankung im Sinne der anerkannten internationalen Klassifikationssysteme 

gelten, aber als Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur 

Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. 

Juni 2012, 9C_537/2011, E. 3.1).

2.3  Der psychiatrische Gutachter attestiert dem Beschwerdeführer aufgrund einer 

eigenständigen Depression eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, ausdrücklich ohne 

Berücksichtigung der psychosozialen Belastungen (IV-act. 110-41). Der Gutachter 

begründet die Abweichung von den Einschätzungen der behandelnden Ärzte und des 

Beschwerdeführers selbst, wonach eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorliege, 

insbesondere mit dem Umstand, dass sie auch psychosoziale Belastungsfaktoren 

berücksichtigten (IV-act. 110-39, 41). Dies wird durch die Aktenlage gestützt: Die 

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Psychotherapeutin lic.phil. E.___ legte in ihrem Bericht vom 18. Oktober 2011 dar, die 

familiären, finanziellen und sozialen Belastungen setzten dem Beschwerdeführer zu 

und verstärkten als Stressreaktion Schmerzen und depressive Verstimmungen. Wegen 

der multiplen gesundheitlichen Beschwerden sei die körperliche und psychische 

Leistungsfähigkeit aktuell stark eingeschränkt und eine Erwerbstätigkeit könne nicht 

aufgenommen werden (IV-act. 65-3). Dr. F.___ nahm am 22. April 2014 zum Gutachten 

Stellung, dieses begründe nachvollziehbar die Arbeitsunfähigkeit von 50 % in 

adaptierten Tätigkeiten, und dafür seien Krankheitssymptome verantwortlich, die durch 

psychosoziale Faktoren verstärkt würden (IV-act. 123-2). Ebenso ist mit der 

medizinischen Aktenlage vereinbar, dass aus somatischer Sicht keine 

Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit besteht, welche die psychiatrisch attestierte 

von 50 % übersteigt. In der Klinik Valens wurde die bisherige Tätigkeit als 

Maschinenbediener während täglich vier Stunden und eine leichte, wechselbelastende 

Tätigkeit ganztägig mit zusätzlichen Pausen von zwei Stunden als zumutbar erachtet 

(IV-act. 20-2). Dr. F.___ berichtete bereits am 25. September 2012 von einem guten 

Ansprechen der Schmerzen auf Infiltrationen (IV-act. 89-2), und der Beschwerdeführer 

selbst beschrieb anlässlich der Begutachtung, dass seit der Implantation des 

Stimulators, die allerdings erst vor vier Wochen erfolgt sei, eine sehr deutliche 

Besserung der Rückenbeschwerden eingetreten sei (IV-act. 110-31, 32, 33). Der 

Beschwerdeführer besuchte zur Zeit der Begutachtung an vier Tagen pro Woche 

während je zwei Stunden vor- und nachmittags das Werkatelier der Tagesklinik G.___ 

(IV-act. 110-31, 38). Nach eigenen Angaben gegenüber dem Gutachter ruhe er sich 

nach der Arbeit aus (IV-act. 110-35 f.). Die Haushaltsarbeiten verrichte er selbständig, 

wobei er täglich kleine Einkäufe tätige (IV-act. 110-31). Jedes zweite Wochenende 

betreue er seine 2002 geborenen Zwillingssöhne (IV-act. 110-30, 31). In Anbetracht 

dieser Angaben erscheint insgesamt eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit plausibel. Auf das 

Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 21. August 2013 kann daher in 

Übereinstimmung mit dem RAD (Stellungnahme vom 28. August 2013, IV-act. 111) 

versicherungsmedizinisch abgestellt werden.

3. 

Die Beschwerdegegnerin macht geltend, entgegen der medizinischen Einschätzung sei 

die diagnostizierte mittelgradige depressive Episode nicht invalidisierend und es 

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bestehe aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht keine Erwerbsunfähigkeit. Darauf 

ist im Folgenden näher einzugehen.

3.1  Zur Annahme einer Invalidität braucht es in jedem Fall ein medizinisches Substrat, 

das (fach)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale oder 

soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das 

Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte 

psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das 

klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den 

belastenden soziokulturellen und psychosozialen Faktoren herrühren, bestehen darf, 

sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum 

Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare 

andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren 

psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen oder psychosozialen 

Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte 

psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind 

unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Soweit 

psychosoziale und soziokulturelle Faktoren selbstständig und insofern direkte 

Ursachen der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sind, die erhobenen Befunde in den 

psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, 

gleichsam in ihnen aufgehen, liegt kein Gesundheitsschaden  im Sinne der 

Invalidenversicherung vor. Wenn und soweit (jedoch) solche Umstände zu einer 

eigentlichen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, welche ihrerseits eine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkt, wenn sie einen verselbstständigten 

Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner - unabhängig von 

den invaliditätsfremden Elementen bestehenden - Folgen verschlimmern, können sie 

sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken. Ist eine psychische Störung von 

Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der Frage zentrale Bedeutung zu, ob und 

inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten 

Person trotz des Leidens willensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten (eventuell in 

einem geschützten Rahmen) und einem Erwerb nachzugehen (Urteile des 

Bundesgerichts vom 28. Juni 2012, 9C_537/2011, E. 3.2, und vom 6. Juni 2011, 

9C_1040/2010, E. 3.2, je mit weiteren Verweisen).

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3.2  Dr. F.___ führt in seiner Stellungnahme vom 22. April 2014 aus, im Gutachten 

werde klar und nachvollziehbar beschrieben, dass Krankheitssymptome für diese 

Einschränkungen verantwortlich seien, die durch psychosoziale Faktoren noch 

verstärkt würden. Die mittelgradige depressive Episode werde sodann nicht isoliert 

beschrieben, sondern es bestünden neben den dabei bestehenden körperlichen 

Einschränkungen weitere Defizite der Affekt- und Impulskontrolle. Diese seien sehr 

krankheitsrelevant, unabhängig davon, ob sie im Rahmen einer posttraumatischen 

Erkrankung vorhanden seien oder Merkmale der Persönlichkeit darstellten (IV-act. 

123-2). Dass das Krankheitsbild des Beschwerdeführers nicht ausschliesslich auf 

psychosoziale Belastungsfaktoren zurückzuführen ist, geht auch aus dem Bericht der 

Psychotherapeutin hervor, die darlegte, dass mit Zunahme der Schmerzen und der 

Arbeitsunfähigkeit die Eheprobleme zugenommen hätten, so dass im Jahr 2011 die 

Scheidung eingereicht worden sei. Die heftigen Streitereien hätten dem 

Beschwerdeführer zugesetzt und die Gesamtsituation (Erwerbslosigkeit, finanzielle 

Situation, Schmerzen, eheliche Probleme) hätte seine psychische Verfassung 

destabilisiert, so dass sich eine mittelgradige depressive Störung eingestellt habe (IV-

act. 65-2 f.). Ausgangspunkt der Entwicklung der Depression bildeten demnach die 

Rückenbeschwerden, die zur Kündigung, zu finanziellen Problemen und zum 

endgültigen Scheitern der Ehe führten (vgl. auch IV-act. 110-30 f., 36 f.). Insofern ist 

plausibel dargetan, dass die psychosozialen Belastungsfaktoren die Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit nicht überwiegend direkt verursachen, sondern sich vor allem 

ungünstig auf das unabhängig davon vorbestehende Beschwerdebild des 

Beschwerdeführers auswirken. Der Gutachter geht nachvollziehbar von einer 

eigenständigen depressiven Erkrankung aus. Er begründet mit dem Vorhandensein der 

psychosozialen Belastungsfaktoren nachvollziehbar, dass nicht eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100 %, sondern eine solche von 50 % vorliege (vgl. dazu E. 2.3). In seiner 

Einschätzung sind damit die psychosozialen Belastungsfaktoren rechtskonform und 

angemessen berücksichtigt worden. Der Beschwerdeführer hat mehrere 

Rückenoperationen hinter sich und ist bei lic.phil. E.___ und Dr. F.___ in Behandlung 

(IV-act. 110-36). Die verordneten Medikamente waren im Blutserumspiegel 

nachweisbar (IV-act. 110-38), wobei es sich bei Escitalopram und Trazodon um 

antidepressive Wirkstoffe handelt (www.kompendium.ch). Eine nicht konsequente 

Therapie oder eine Inkonsistenz bezüglich des Leidensdrucks kann dem 

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Beschwerdeführer somit nicht vorgehalten werden, wenn auch der Gutachter die 

Intensivierung der psychiatrischen Therapie vorschlägt (IV-act. 110-47). Ein 

suboptimales Leistungsverhalten bzw. relevante Inkonsistenzen sind nicht ersichtlich 

(vgl. auch RAD-Stellungnahme vom 28. August 2013, IV-act. 111-2). Das Gutachten 

berücksichtigt die Akten und die vom Beschwerdeführer angegebenen 

Beeinträchtigungen, ist schlüssig und widerspruchsfrei. Somit ist darauf abzustellen, 

und es besteht insgesamt kein Anlass, aus rechtlichen Gründen von der 

gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzuweichen.

4. 

4.1  Was die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit anbelangt, gehen die Gutachter 

zwar davon aus, dass ein den Adaptionskriterien entsprechender Arbeitsplatz im ersten 

Arbeitsmarkt kaum zur Verfügung stehe (IV-act. 110-44). Hierbei handelt es sich nicht 

um eine medizinische Feststellung, die sich zudem auf den tatsächlichen und nicht auf 

den im Invalidenversicherungsrecht relevanten ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 

ATSG) beziehen dürfte. Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 

ATSG ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die konkrete 

Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt (BGE 134 V 70 f. E. 4.2.1). Er umfasst auch 

sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen 

Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen 

können (Urteil 9C_485/2014 E. 2.2 mit Hinweis auf Urteil 9C_95/2007 vom 29. August 

2007 E. 4.3). Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist hingegen in denjenigen 

Fällen anzunehmen, in denen die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form 

möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur 

unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 

möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als 

ausgeschlossen erscheint (Urteil vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 3.3.1 mit 

Hinweisen). Das Belastungsprofil des Beschwerdeführers setzt die Berücksichtigung 

einer Gewichtslimite von 10 kg für wiederholtes Heben und Tragen von Lasten und eine 

Wechselbelastung voraus (vgl. E. 2.1) Aus psychiatrischer Sicht bedarf der 

Beschwerdeführer einer klaren Struktur und Führung bei der Arbeit, wobei es sich um 

einfache Tätigkeiten handeln soll (IV-act. 110-41). Mit Arbeitsangeboten entsprechend 

diesen Anforderungen an eine adaptierte Tätigkeit kann in Industrie- und 

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Gewerbebetrieben auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus gerechnet werden. 

Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist nicht anzunehmen.

4.2  Der Beschwerdeführer arbeitete zuletzt vom 1. März 2008 bis 31. Mai 2011 bei der 

K.___ AG in der Produktion von Stahlrohren (Ein- und Umrichten von vollautomatischen 

Produktionsanlagen, Bedienung und Überwachung der Bearbeitungszentren, Mess- 

und Prüfaufgaben, Rückmeldung der Produktionsstunden) zu einem Monatslohn von 

Fr. 4'680.-- (zuzüglich 13. Monatslohn bzw. Gratifikation, IV-act. 11-2 und IV-act. 11-8 

ff.; Jahreslohn Fr. 60'840.--). Indes weist der IK-Auszug (IV-act. 21) sowohl für die 

Arbeitsverhältnisse bei der K.___ AG, Wil (2008: Fr. 63'583.--; 2009: Fr. 58'600.--; 2010: 

Fr. 60'149.--) und bei der L.___ (2003: Fr. 58'206.--; 2004: Fr. 63'392.--; 2005: Fr. 

62'470.--; 2006: Fr. 57'869.--) wie auch für das dazwischen liegende Jahr 2007 

beträchtliche Einkommensschwankungen aus. Im Jahr 2007 wurden bei verschiedenen 

Arbeitgebern kleine Einkommen erzielt. Nachdem der Beschwerdeführer die 

Arbeitsstelle bei der K.___ AG am 1. März 2008 angetreten hatte (IV-act. 11-8), leistete 

er im April, Mai und Juni 2008 (offenbar bis zur Operation im Sommer 2008) 

Überstunden (IV-act. 11-15). Deren Entschädigungen gehören allerdings nur zum 

Valideneinkommen, wenn und soweit die versicherte Person effektiv weiterhin mit 

solchen Einkünften hätte rechnen können (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juli 2010, 

9C_159/2010, E. 6.4), was vorliegend in Anbetracht der kurzen Dauer, während welcher 

diese Einkünfte erzielt wurden, nicht ausgewiesen ist. Insgesamt fehlt es somit an einer 

repräsentativen Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens, und der 

Beschwerdeführer konnte während den genannten Arbeitsverhältnissen mindestens 

das Durchschnittseinkommen des Anforderungsniveaus 4, Männer, gemäss 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) erzielen (vgl. 

Informationsstelle AHV/IV, Invalidenversicherung, Ausgaben 2012 und 2015, Anhang 2: 

2004: Fr. 57'258.--; 2005: Fr. 58'389.--; 2006: Fr. 59'197.--; 2007: Fr. 60'167.--; 2008: 

Fr. 59'979.--; 2009: Fr. 61'240.--; 2010: Fr. 61'164.--). Da das Invalideneinkommen auf 

derselben Grundlage zu berechnen ist, kann ein Prozentvergleich vorgenommen 

werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom vom 25. Januar 2011, 9C_882/2010, E. 7.1 

und Entscheid des Versicherungsgerichts vom 19. November 2015, IV 2013/459, E. 

4.1).

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4.3  Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu 

berechnen, entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 

Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn. Beim Invalideneinkommen ist somit 

in Form eines entsprechenden Abzugs der Tatsache Rechnung zu tragen, dass 

persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach 

Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 

einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen 

Erfolg verwerten kann. Dabei ist der Abzug unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 

nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Er darf 25 % nicht 

übersteigen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2011, 9C_882/2010, E. 7.3.1). 

Vorliegend kann aufgrund der Teilzeittätigkeit und der zusätzlich zu den psychischen 

bestehenden körperlichen Einschränkungen ein Tabellenlohnabzug von 15 % als 

angemessen bezeichnet werden, womit ein Invaliditätsgrad von (aufgerundet) 58 % (1 - 

[50% x 85%]) und damit ein Anspruch auf eine halbe Rente resultiert.

4.4  Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in der Produktion von Sägeketten besteht seit 

28. September 2010 eine volle Arbeitsunfähigkeit (vgl. Fremdakten der 

Krankentaggeldversicherung, act. G 4.2). Die Anmeldung bei der IV zum 

Leistungsbezug erfolgte am 23. Februar 2011 (IV-act. 1). Somit besteht ein 

Rentenanspruch nach Massgabe der Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab Ablauf des 

Wartejahres ab 1. September 2011 (Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 

IVG).

5. 

5.1  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2014 in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführer hat ab 

September 2011 Anspruch auf eine halbe Rente.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung zur Überklagung in 

sozialversicherungsrechtlichen Rentenfällen ist im vorliegenden Fall, wo der 

Beschwerdeführer mit seinem Rentenbegehren nur teilweise durchdringt, bezüglich 

Prozesskosten von einem vollständigen Obsiegen auszugehen, nachdem die 

Überklagung (Antrag auf ganze Rente) keinen zusätzlichen Prozessaufwand verursacht 

hat  (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, 9C_466/2007, E. 5 mit 

Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat daher die gesamten Gerichtskosten von Fr. 

600.-- zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten.

5.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat keine Kostennote eingereicht. Aufgrund 

der Bedeutung der Streitsache und des Aufwands ist dem Beschwerdeführer eine 

Parteientschädigung von praxisgemäss Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zuzusprechen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 3. 

Juni 2014 aufgehoben und dem Beschwerdeführer ab 1. September 2011 eine halbe 

Rente zugesprochen. Die Sache wird zur Festsetzung und Ausrichtung der 

geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

Publikationsplattform

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Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 26.10.2016
	Art. 8 ATSG, Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG Würdigung eines bidisziplinären Gutachtens; invalidisierende Wirkung einer mittelgradigen Depression bei vorhandenen psychosozialen Belastungsfaktoren, Prozentvergleich bei fehlender repräsentativer Grundlage für das Valideneinkommen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Oktober 2016, IV 2014/340).

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