# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f07e8a86-5139-56a2-b8d9-16a1dc91d468
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.04.2010 D-2108/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2108-2010_2010-04-12.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2108/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Algerien,
vertreten durch Annelise Gerber,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 3. März 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2108/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer am 18. September 2008 ein erstes Asyl-
gesuch in der Schweiz einreichte, auf das mit Verfügung des BFM vom 
19. November 2008 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eingetreten wurde,

dass die am 25. November 2008 dagegen erhobene Beschwerde mit 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  28.  November  2008  ab-
gewiesen wurde,

dass der Beschwerdeführer am 5. Oktober 2009 im B._______ erneut 
ein Asylgesuch in der Schweiz stellte,

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der 
Eurodac-Datenbank  ergab,  dass  dieser  am  15.  August  2008  in 
C._______ und am 12. September 2008 in D._______ von den italieni-
schen Behörden daktyloskopisch erfasst worden war,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung zur  Person im 
B._______ vom 13. Oktober 2009 ausführte, er habe im August 2008 
seinen  Heimatstaat  verlassen  und  sei  auf  dem  Seeweg  über 
E._______ am 17. September 2008 unter Umgehung in die Schweiz 
gelangt,

dass er ferner zur Begründung seines Asylgesuchs an seinen bereits 
im  ersten  Asylverfahren  geltend  gemachten  Gründen  festhielt  (Auf-
forderung  durch  Terroristen  sich  ihnen  anzuschliessen  und  -  nach 
seiner  Weigerung -  Angriff  derselben auf  seine Familie,  wobei  seine 
Familienangehörigen beim Angriff alle umgekommen seien),

dass dem Beschwerdeführer am 13. Oktober 2009 das rechtliche Ge-
hör zum Umstand gewährt  wurde, wonach gestützt auf die Eurodac-
Treffer  vom  15.  August  2008  in  C._______  und  am  12. September 
2008 in D._______ mutmasslich Italien für die Durchführung des Asyl- 
und  Wegweisungsverfahrens  zuständig  sei,  weshalb  gegebenenfalls 
auf sein Asylgesuch nicht eingetreten werde,

dass der Beschwerdeführer zunächst bestritt,  jemals in Italien gewe-
sen zu sein, auf Vorhalt jedoch die Abklärungsergebnisse des BFM be-
stätigte und angab, sich ungefähr vier Wochen in zwei verschiedenen 

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Asylzentren in Italien aufgehalten zu haben, er aber mit dem Ziel aus 
Algerien ausgereist sei, in die Schweiz zu kommen,

dass  die  von  ihm  in  der  B._______  angegebene  Einreise  in  die 
Schweiz über E._______ nicht den Tatsachen entspreche (vgl. B10/3),

dass der Beschwerdeführer ferner gleichentags im Rahmen des recht-
lichen Gehörs zu seinen Aufenthaltsorten nach Abschluss des ersten 
Asylverfahrens in der Schweiz sowie zu den Gründen, die gegen eine 
Rückkehr  in  das  Heimatland  sprechen  würden,  befragt  wurde  (vgl. 
B9/2),

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass der Beschwerdeführer mit Entscheid des BFM vom 5. November 
2009 für den weiteren Aufenthalt während des Verfahrens dem Kanton 
F._______ zugewiesen wurde,

dass das BFM am 24. November 2009 Italien um Übernahme des Be-
schwerdeführers ersuchte,

dass Italien das Ersuchen des BFM unbeantwortet liess,

dass das BFM mit Verfügung vom 3. März 2010 - eröffnet am 24. März 
2010 -  in  Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG auf  das Asyl-
gesuch nicht eintrat und die Wegweisung nach Italien spätestens am 
Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist sowie den Vollzug anordnete,

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 
Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-
gung  der  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  an  den 
Beschwerdeführer verfügte,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
habe  anlässlich  des  rechtlichen  Gehörs  vom 13.  Oktober  2009  zu-
gegeben,  in  einem  kleinen  Boot  nach  G._______  gelangt  und  an-
schliessend ins Asylzentrum in H._______ gebracht worden zu sein,

dass der Beschwerdeführer anschliessend nach fünfzehn bis zwanzig 
Tagen nach I._______ geflogen und von dort nach J._______ verlegt 

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worden sei, von wo aus dieser nach K._______ und anschliessend auf 
illegalem Weg in die Schweiz gereist sei,

dass  zudem  zwei  Eurodac-Treffer  vom  15.  August  2008  und  vom 
12. September 2008 in Italien vorlägen,

dass Italien gestützt  auf  das  Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder 
in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsab-
kommen [DAA, SR 0.142.392.68]) und auf  das Übereinkommen vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwe-
gen gestellten Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, 
SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass,  da die  italienischen Behörden das Gesuch um Aufnahme des 
Beschwerdeführers bis am 9. Dezember 2009 nicht  beantwortet  hät-
ten, von einer Zustimmung zum Ersuchen ausgegangen werden kön-
ne,

dass  dem  Beschwerdeführer  das  rechtliche  Gehör  gewährt  worden 
sei,  dessen Einwände jedoch an der Zuständigkeit  Italiens nichts  zu 
ändern vermöchten,

dass auf sein Asylgesuch daher nicht einzutreten sei,

dass die Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und Möglichkeit  des Vollzugs zu 
bejahen seien,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  31.  März  2010  Be-
schwerde gegen diese Verfügung einreichte und beantragte, es sei auf 
das Asylgesuch einzutreten, es sei die Flüchtlingseigenschaft festzu-
stellen und als Folge davon Asyl zu gewähren, es sei gegebenenfalls 
das Dossier zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass  er  zudem  die  Anordnung  vorsorglicher  Massnahmen  und  ge-
gebenenfalls  die  Gewährung der  aufschiebenden Wirkung sowie  die 

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Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das Ver-
waltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragte,

dass er zur Begründung der Rechtsbegehren im Wesentlichen anführ-
te, Art. 34 Abs. 3 AsylG (recte: Art. 34 Abs. 2 AsylG) halte die Nichtein-
tretensgründe für Asylsuchende aus verfolgungssicheren Staaten fest,

dass jedoch Art. 34 Abs. 4 AsylG (recte: Art. 34 Abs. 3 AsylG) fest -
halte, dass Absatz 3 (recte: Absatz 2) keine Anwendung finde, wenn 
die  asylsuchende  Person  offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft 
nach Artikel 3 erfülle,

dass er eine politische Verfolgung in Algerien geltend mache und dort  
keinen Schutz durch die algerischen Behörden fände, zumal im Jahre 
2008 seine Familienangehörigen von Terroristen getötet worden seien 
und er sich aus politischen Gründen an Leib und Leben bedroht sehe,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  am  1.  April  2010  den  Wegwei-
sungsvollzug vorsorglich aussetzte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  7. April  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde - unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen - einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG 
und Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, weshalb 
auf die Anträge auf Gewährung von Asyl und Feststellung der Flücht -
lingseigenschaft nicht einzutreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  -  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. EMARK 2004 
Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass der vorgängige Aufenthalt des Beschwerdeführers in Italien fest-
steht und er diesen auch nicht bestreitet,

dass somit Italien für die Prüfung seines am 5. Oktober 2009 in der 
Schweiz eingereichten Asylantrags zuständig ist  (vgl. DAA  sowie die 
Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur 
Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitglied-
staats, der für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist,  den ein 

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Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat 
[Dublin-II-Verordnung],  und  die  Verordnung  [EG]  Nr. 1560/2003  der 
Kommission vom 2. September 2003 mit Durchführungsbestimmungen 
zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates [DVO Dublin]),

dass die italienischen Behörden das Ersuchen des BFM vom 24. No-
vember  2009 um Übernahme des Beschwerdeführers  bis  am 9. De-
zember 2009 unbeantwortet  liessen,  womit  die Zuständigkeit  Italiens 
gemäss Dubliner Verfahrensregelung aufgrund der sogenannten Ver-
fristung  definitiv  geworden  ist  (vgl.  Art.  18  Abs.  7  Dublin-II-Ver-
ordnung),

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs vom 
13. Oktober 2009 auf die schlechten Lebensverhältnisse in Italien und 
den  Umstand  hinwies,  wonach  er  sich  nicht  selber  bei  den  italieni -
schen Behörden gemeldet habe, sondern von diesen aufgegriffen wor-
den sei (vgl. B10/3, S. 2),

dass  Italien  aber  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951 
über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30)  und  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist, 

dass  eigenen Ausführungen zufolge  der  Beschwerdeführer  in  Italien 
einzig daktyloskopiert und in zwei verschiedene Asylzentren verbracht 
worden  sei  und  man  ihn  anschliessend  aufgefordert  habe,  Italien 
innerhalb von 30 Tagen zu verlassen (vgl. B10/3, S. 2),

dass demnach keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, wonach sich 
Italien nicht an die völkerrechtlichen Verpflichtungen der FK hält,

dass ferner anzuführen ist, dass Dublin-Rückkehrende betreffend Un-
terbringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt wer-
den und sich - neben den staatlichen Strukturen - auch zahlreiche pri-
vate  Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und 
Flüchtlingen annehmen, 

dass die Organisation „Arci con Fraternità“ seit dem 1. Januar 2009 die 
Betreuung  der  Flüchtlinge im Flughafen Fiumicino  (Rom) organisiert 
und dort den Asylsuchenden kostenlose Rechtsberatung anbietet,

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dass somit der Beschwerdeführer eine allenfalls erforderliche Medika-
tion zur Behandlung seiner gesundheitlichen Beschwerden - er wurde 
am  Y._______  in  der  Schweiz  unter  anderem  wegen  (Nennung 
Operationsgrund) operiert - auch in Italien erhalten kann,

dass unter diesen Umständen keine konkreten Anhaltspunkte dafür er -
sichtlich  sind,  der  Beschwerdeführer  würde  im  Falle  einer  Rückkehr 
nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten, 

dass  entgegen  den  Beschwerdevorbringen  die  Vorinstanz  im  ange-
fochtenen  Entscheid  die  Voraussetzungen  an  die  Zuerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss Artikel  3  AsylG nicht zu  prüfen hatte 
und die Nichteintretensgründe für Asylsuchende aus verfolgungssiche-
ren Staaten nicht in Art. 34 Abs. 2 AsylG, sondern in Art. 34 Abs. 1 
AsylG geregelt werden,

dass ferner gemäss gesetzlicher Konzeption der hier  anzuwendende 
Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG vom in der Rechtsmitteleingabe zitierten 
Art. 34 Abs. 3 AsylG gar nicht erfasst wird,

dass die Vorinstanz vielmehr im Rahmen des Dublin-Verfahrens in zu-
treffender Weise ausschliesslich eine Wegweisung nach Italien prüfte 
(vgl. auch nachgehende Erwägungen),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
und der Rückweisungsantrag daher abzuweisen ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständi-
gen Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum bleibt  für  Ersatzmass-
nahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass eine entsprechende Prüfung soweit  notwendig vielmehr  bereits 
im Rahmen des Dublin-Verfahrens stattfinden muss (vgl. vorgehende 
Erwägungen),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete,

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde 
einzugehen,  da  diese  an  der  Würdigung  des  vorliegenden  Sachver-
halts nichts zu ändern vermögen,

dass der Beschwerdeführer demnach nicht darzutun vermag, inwiefern 
die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheb-
lichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unange-
messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 
soweit darauf einzutreten ist,

dass mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache der Eventual-
antrag  auf  Gewährung  der  aufschiebenden  Wirkung  gegenstandslos 
wird,

dass aufgrund der Aussichtslosigkeit der Beschwerde das Gesuch um 
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten (Art.  1-3 des Re-
glements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM,  Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N_______ 
(per Kurier; in Kopie)

- L._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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