# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4032a506-1e36-575d-ab2c-884ecccbcd5c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 17.07.2014 KSK 2014 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2014-37_2014-07-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 17. Juli 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 14 37 21. Juli 2014

(Mit Urteil 5A_602/2014 vom 18. November 2014 ist das Bundesgericht auf die 
gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Entscheid
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Präsident Brunner

In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur, vom 04. Juni 2014, 
mitgeteilt am gleichen Tag, in Sachen der Y . _ _ _ _ _ A G , Beschwerdegegnerin, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Roger Groner, Tödistrasse 52, 8002 Zürich, 
gegen den Beschwerdeführer,

betreffend Konkurseröffnung,

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wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 11. Juni 2014 samt mitgereich-
ten Akten, in die von der Vorinstanz zugestellten Verfahrensakten, in das Schrei-
ben der Beschwerdegegnerin vom 15. Juli 2014 sowie nach Feststellung und in 
Erwägung,

– dass der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur am 04. Juni 2014 auf Antrag 
der Y._____AG über X._____ per 04. Juni 2014, 10.45 Uhr, den Konkurs 
eröffnete,

– dass X._____ dagegen am 11. Juni 2014 sinngemäss Beschwerde beim Kan-
tonsgericht von Graubünden einreichte,

– dass die zur Vernehmlassung aufgeforderte Y._____AG am 15. Juli 2014 mit-
teilte, die Parteien hätten einen Vergleich abgeschlossen und die Gläubigerin 
ziehe die Betreibung zurück, weshalb die Berufung (recte Beschwerde) gegen-
standslos sei,

– dass gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröff-
nung aufheben kann, wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft 
macht und durch Urkunden beweist, dass inzwischen (1.) die Schuld, einsch-
liesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist, (2.) der geschuldete Betrag bei der 
Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist oder (3.) der Gläu-
biger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet,

– dass die Erklärung der Gläubigerin, sie ziehe die Betreibung zurück, einem 
Verzicht auf die Durchführung des Konkurses gleichzustellen ist, 

– dass dieser Verzicht indessen nicht die Glaubhaftmachung der Zahlungsfähig-
keit gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG ersetzt und die Voraussetzungen des 
Glaubhaftmachens der Zahlungsfähigkeit und des Verzichts auf die Durch-
führung des Konkurses kumulativ erfüllt sein müssen (BGE 5A_374/2011, 
5P.256/2002; Roger Giroud, in Staehelin/Bauer/Staehelin, Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs II, 2. Auflage, Basel 2010, N 26 zu Art. 174 
SchKG),

– dass es am Schuldner liegt, Beweismittel vorzulegen, die geeignet sind, seine 
Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen; namentlich muss der 
Schuldner nachweisen, dass gegen ihn keine Konkursbegehren in einer or-
dentlichen Konkurs- oder in einer Wechselbetreibung hängig sind und keine 
weiteren vollstreckbaren Betreibungen vorliegen; Zahlungsfähigkeit heisst, 

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dass ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, um die Gläubiger bei Fälligkeit 
ihrer Forderungen zu befriedigen; zu berücksichtigen sind nur sofort und kon-
kret verfügbare, nicht aber zukünftige, zu erwartende oder mögliche Mittel 
(BGE 5A_944/2013 vom 19. März 2014 E 3.1.),

– dass der Nachweis der Zahlungsfähigkeit in der Beschwerdebegründung vor-
gebracht werden muss und insbesondere nach Ablauf der Rechtsmittelfrist 
vorgebrachte Noven nicht berücksichtigt werden können (Giroud a.a.O., N 20 
zu Art. 174 SchKG unter anderem unter Hinweis auf PKG 1999 Nr. 20),

– dass im vorliegenden Verfahren lediglich die eingeschränkte Untersuchungs-
maxime gilt, so dass das Gericht den Sachverhalt nicht selbst zu erforschen 
hat (vgl. Art. 255 ZPO i.V. mit Art. 251 lit. a ZPO; Sutter-Somm/von Arx, N 74 
zu Art. 55 ZPO und Chevalier, N 3 zu Art. 255 ZPO, beide in Sutter-Somm/
Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung, 2. Auflage, Zürich 2013),

– dass X._____ in seiner Beschwerde vom 11. Juni 2014 keinerlei Nachweise für 
seine Zahlungsfähigkeit erbringt und im Gegenteil ausführt, er sei nicht in der 
Lage, den Betrag an die Y._____AG in einer Summe zu begleichen, was auch 
sein Schreiben an Rechtsanwalt Dr. Groner vom 11. Juni 2014 unterstreicht,

– dass auch die vom Beschwerdeführer eingereichte Mitteilung des Verwer-
tungsbegehrens vom 24. April 2014 in einer vom Betreibungsamt Chur gegen 
ihn geführten weiteren Betreibung auf prekäre finanzielle Verhältnisse des 
Schuldners hinweist,

– dass es X._____ somit nicht gelungen ist, seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu 
machen,

– dass seine Beschwerde somit abzuweisen ist,

– dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens somit zu Lasten des Beschwerde-
führers gehen (Art. 106 Abs. 1 ZPO),

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichterli-
cher Kompetenz ergeht,

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entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 500.00 gehen zu Lasten des 
Beschwerdeführers.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c/d des Bundes-
gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsge-
setz, BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist 
dem Bundesgericht schriftlich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollstän-
digen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorge-
schriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegi-
timation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde 
gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: