# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8bc61f5-6134-50a8-b125-31409e0eaf94
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 31.03.2015 LC140016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC140016_2015-03-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LC140016-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. iur. P Higi sowie Ge-

richtsschreiber lic. iur. T. Engler. 

Beschluss und Urteil vom 31. März 2015 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Kläger und Berufungskläger  
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____,  

Beklagte und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Y._____ 

betreffend Ehescheidung / Rückweisung 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes (4. Abteilung) des Bezirksge-

richtes Zürich vom 3. Dezember 2012; Proz. FE110140 

Beschlüsse und Urteil der II. Zivilkammer des Obergerichtes des Kantons 
Zürich vom 23. September 2013; Proz. LC130006 

Urteil Bundesgericht vom 16. Juni 2014; Proz. 5A_821/2013 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren des Klägers: 
(act. 1 S. 2 sinngemäss) 

"1. Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 114 ZGB zu schei-
den. 

 2. Es sei die elterliche Sorge der aus der Ehe hervorgegangenen 
Kinder C._____, geb. tt.mm.2005, und D._____, geb. tt.mm.2008, 
dem Kläger zuzusprechen. 

 3. Es sei der Beklagten ein praxisübliches Besuchsrecht der Kinder 
zuzusprechen. 

 4. Es sei die Beklagte zu verpflichten, Unterhaltsbeiträge für die 
Kinder in praxisüblicher Höhe zu bezahlen.  

 5. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen. 
 6. Es seien die weiteren Nebenfolgen zu regeln. 

 7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (plus 8% MwSt)  
zu Lasten der Beklagten." 

Rechtsbegehren der Beklagten: 
(act. 75) 

"1. Die Ehe der Parteien sei gestützt auf Art. 114 ZGB zu scheiden. 

 2. Die elterliche Sorge über die beiden Kinder C._____, geb. 
tt.mm.2005 und D._____, geb. tt.mm.2008, sei der Beklagten zu-
zusprechen. 

 3. Das Besuchsrecht des Klägers betreffend die beiden Kinder sei 
wie folgt zu regeln: 

 Die Parteien vereinbaren unter Mitwirkung des Besuchsbeistan-
des untereinander die Besuchszeiten des Klägers. Sollte es zwi-
schen den Parteien zu keiner Einigung kommen, ist dem Kläger 
ein Besuchsrecht an insgesamt vier Tagen pro Monat zu gewäh-
ren, wobei der Kläger die Besuchszeiten spätestens vier Wochen 
im Voraus der Beklagten bekannt geben muss. Bereits vereinbar-
te aber verpasste Besuchszeiten gehen zu Lasten des Klägers. 
Bei der Vereinbarung der Besuchszeiten nehmen die Parteien 
Rücksicht auf die schulischen Verpflichtungen von D._____ und 
C._____. Der Kläger ist um die Abholung der Kinder selber be-
sorgt und hat das Besuchsrecht selber auszuüben. 

 4. Der mit Verfügung vom 16. September 2009 vom Tribunal de 
Martigny et St-Maurice eingesetzte Besuchsbeistand, derzeit 
E._____, sei beizubehalten und es seien ihm folgende Aufgaben 
zuzuweisen: 

- 3 - 

-  Unterstützung der Parteien bei der konfliktfreien Abwicklung 
des Besuchsrechts. 

 - Sollte zwischen den Parteien keine Einigkeit bezüglich der 
Besuchsmodalitäten erzielt werden können, so entscheidet 
der Beistand verbindlich, entsprechend der Regelung durch 
das Gericht, über Zeit und Datum des Beginns und des En-
de der jeweiligen Besuche. 

- Sollte zwischen den Parteien keine Einigkeit erzielt werden 
können, entscheidet der Beistand verbindlich über die Art 
und Weise der Übergabe der Kinder an den Kläger und die 
Rückgabe der Kinder an die Beklagte, Transportkosten sind 
dem Kläger aufzuerlegen. 

- Regelmässige Berichterstattung über den Verlauf des Be-
suchsrechts bei der zuständigen Vormundschaftsbehörde. 

5. Dem Kläger sei, entsprechend der Eheschutzverfügung vom  
16. September 2009, zu untersagen, die gemeinsame Tochter 
C._____ in seiner Abwesenheit alleine in der Anwesenheit / Auf-
sicht des Grossvaters zu belassen. 

6. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten für sie selber bis 
zum 10. Altersjahr von D._____, d.h. bis und mit Februar 2018, 
einen im Voraus zahlbaren und indexierten monatlichen Unter-
haltsbeitrag von CHF 2'000.– zu bezahlen. Ab März 2018 bis und 
mit Februar 2024, d.h. bis zum 16. Altersjahr von D._____, sei der 
Kläger zu verpflichten, der Beklagten für sie selber einen im Vo-
raus zahlbaren und indexierten monatlichen Unterhaltsbeitrag von 
CHF 1'500.– zu bezahlen. Ab März 2024 bis zum Abschluss einer 
Erstausbildung von C._____ und D._____, sei der Kläger zu ver-
pflichten, der Beklagten für sie selber einen im Voraus zahlbaren 
und indexierten monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'000.– 
zu bezahlen. 

7. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten für die gemeinsa-
men Kinder C._____ und D._____ jeweils einen im Voraus zahl-
baren und indexierten monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 
1'700.– zuzüglich Kinderzulagen, d.h. total CHF 3'800.– (inkl. 
Kinderzulagen) für beide Kinder zu bezahlen. 

8. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen und 
der Kläger sei anzuweisen, der Beklagten den Vorschlag von 
Fr. 7'241.– zu überweisen. 

9. Es sei die während der Ehedauer geäufnete berufliche Vorsorge 
gemäss Art. 122 ZGB zu teilen. 

10. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers." 
 
 

- 4 - 

Urteil des Einzelgerichtes (4. Abteilung) des Bezirksgerichtes Zürich  
vom 3. Dezember 2012 (act. 83 = act. 91 = act. 92): 

1. Die Ehe der Parteien wird gestützt auf Art. 114 ZGB geschieden. 

2. Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2005, und D._____, geboren am 

tt.mm.2008, werden unter die elterliche Sorge der Beklagten gestellt. 

3. Die Regelung des persönlichen Verkehrs wird zwischen den Parteien nach Abspra-

che und in Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder C._____ und D._____ un-

ter Mitwirkung des Besuchsbeistandes vorgenommen. 

Im Falle einer Nichteinigung ist der Kläger berechtigt, die Kinder C._____ und 

D._____ jedes zweite Wochenende von Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag 

(späteste Ankunft der Kinder an ihrem Wohnort um 18.00 Uhr) auf eigene Kosten 

zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.  

Weiter ist der Kläger berechtigt, die Kinder C._____ und D._____ am zweiten Tag 

der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr sowie in geraden Jahren von Kar-

freitag (ab 10.00 Uhr) bis und mit Ostermontag (späteste Ankunft der Kinder an ih-

rem Wohnort um 18.00 Uhr) und in ungeraden Jahren von Pfingstsamstag (ab 

10.00 Uhr) bis und mit Pfingstmontag (späteste Ankunft der Kinder an ihrem Woh-

nort um 18.00 Uhr) auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.  

Der Kläger wird verpflichtet, die jeweiligen Transporte der Kinder zu ihm zu besor-

gen. Die Beklagte wird verpflichten, die jeweiligen Rücktransporte der Kinder nach 

Ausübung des Besuchsrechts zu ihr zu besorgen. 

Die Transportkosten werden dem Kläger auferlegt [vgl. Dispositiv-Ziffer 8]. 

Zudem ist der Kläger berechtigt, die Kinder C._____ und D._____ während den 

Schul-/Kindergartenferien für die Dauer von fünf Wochen pro Jahr auf eigene Kos-

ten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. 

Der Kläger wird verpflichtet, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts drei Monate im 

Voraus mit der Beklagten abzusprechen, wobei bei Uneinigkeit die Modalitäten des 

Ferienbesuchsrechts durch den Besuchsbeistand festgelegt werden. 

- 5 - 

Der Kläger wird angehalten, sein Besuchs- und Ferienbesuchsrecht selber auszu-

üben. 

4. Die Teilvereinbarung der Parteien vom 3. September 2012 über die Scheidungsfol-

gen wird im Übrigen genehmigt. Sie lautet wie folgt: 

" 1.  Scheidung 

Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam die Scheidung ihrer Ehe im 
Sinne von Art. 114 ZGB. 

2. Beistandschaft (Art. 308 ZGB) 
Die Parteien beantragen dem Gericht, es sei die mit Verfügung vom 16. Sep-
tember 2009 von Tribunal de Martigny et St-Maurice errichtete Beistandschaft 
für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2005 und D._____, geboren am 
tt.mm.2008, im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB beizubehalten. 
Dem Beistand seien die folgenden Aufgaben zu übertragen: 

- Unterstützung der Parteien bei der konfliktfreien Abwicklung des Besuchs-
rechts; 

- Sollte zwischen den Parteien keine Einigkeit bezüglich der Besuchsmoda-
litäten erzielt werden können, so entscheidet der Beistand verbindlich, 
entsprechend der Reglung durch das Gericht, über Zeit und Datum des 
Beginns und des Endes der jeweiligen Besuche; 

- Sollte zwischen den Parteien keine Einigkeit erzielt werden können, ent-
scheidet der Beistand verbindlich über die Art und Weise der Übergabe 
der Kinder an den Kläger/die Beklagte und die Rückgabe der Kinder an 
die Beklagte/den Kläger. Die Transportkosten sind dem Besuchsberech-
tigten aufzuerlegen; 

- Regelmässige Berichterstattung über den Verlauf des Besuchsrechts bei 
der zuständigen Vormundschaftsbehörde. 

Es wird festgehalten, dass E._____ der derzeitige Beistand der Kinder ist. 

3. Güterrecht 
In güterrechtlicher Hinsicht treffen die Parteien folgende Regelung: 

Der Kläger verpflichtet sich, der Beklagten aus Güterrecht Fr. 7'241.– zu be-
zahlen. 

Im Übrigen erklären sich die Parteien als güterrechtlich vollständig auseinan-
dergesetzt. Jede Partei behält demzufolge, was sie zurzeit besitzt respektive 
was auf ihren Namen lautet. 

4. Vorsorgeausgleich 
Der Kläger verpflichtet sich, der Beklagten die Hälfte von seinem während der 
Ehe geäufneten Vorsorgeguthaben auf das Sammelkonto Nr. ..., lautend auf 
die Freizügigkeitsstiftung der Zürcher Kantonalbank, Postfach, 8010 Zürich, 
zu Gunsten eines der Beklagten (Vers.-Nr. ...) neu zu eröffnenden Freizügig-
keitskontos zu übertragen." 

- 6 - 

5. Die für die Kinder C._____ und D._____ mit Verfügung des Tribunal de Martiny et 

St-Maurice vom 16. September 2009 errichtete Besuchsbeistandschaft im Sinne 

Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird beibehalten bzw. mit Art. 308 Abs. 2 ZGB ergänzt. 

Dem Beistand, derzeit E._____, werden die folgenden Aufgaben übertragen: 

- Unterstützung der Parteien bei der konfliktfreien Abwicklung des Besuchs-
rechts; 

- Sollte zwischen den Parteien keine Einigkeit bezüglich der Besuchsmodali-
täten und Ferienbesuchsmodalitäten erzielt werden können, so entscheidet 
der Beistand verbindlich, entsprechend der Regelung durch das Gericht, 
über Zeit und Datum des Beginns und des Ende der jeweiligen Besuche und 
Ferienbesuche; 

- Sollte zwischen den Parteien keine Einigung erzielt werden können, ent-
scheidet der Beistand verbindlich über die Art und Weise der Übergabe der 
Kinder an den Kläger und die Rückgabe der Kinder an die Beklagte. Die 
Transportkosten sind dem Kläger aufzuerlegen; 

- Regelmässige Berichterstattung über den Verlauf des Besuchsrechts bei 
der zuständigen Vormundschaftsbehörde. 

6. Der Kläger wird verpflichtet, ab Rechtskraft des Scheidungsurteils an die Kosten 

des Unterhalts und die Erziehung der Kinder C._____ und D._____ monatlich je  

Fr. 1'700.– (zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen) zu 

bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zu bezahlen, und zwar mo-

natlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodali-

täten gelten über die Mündigkeit hinaus bis zum ordentlichen Abschluss einer an-

gemessenen Erstausbildung, solange die Kinder im Haushalt der Beklagten leben 

und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Kläger stellen bzw. keinen andern 

Zahlungsempfänger bezeichnen. 

7. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten persönlich monatliche Unterhaltsbeiträ-

ge im Sinne von Art. 125 ZGB wie folgt zu bezahlen: 

- Fr. 2'000.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis Februar 2018,  

- Fr. 1'000.– und ab März 2018 bis Februar 2024, 

zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.  

8. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten die Transportkosten für ihre Begleitung 

der Kinder für die Ausübung des Besuchsrechts (inkl. Billet der Kinder) im monatli-

chen Betrag von derzeit Fr. 141.– zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils 

- 7 - 

auf den Ersten eines jeden Monats. Dieser monatliche Betrag wird bei einer Tarif-

erhöhung der öffentlichen Verkehrsmittel automatisch entsprechend angepasst. 

9. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 6 und 7 basieren auf dem Landesindex der 

Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Oktober 2012 von 

99.4 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Ja-

nuar jedes Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2014, dem Stand des Indexes per 

Ende November des Vorjahres anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach folgender 

Formel 

neuer Unterhaltsbeitrag = 
ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index 

ursprünglicher Index 

10. Die Pensionskasse des …  wird angewiesen, mit Rechtskraft des Scheidungsurteils 

vom Vorsorgekonto des Klägers (AHV-Nr. ...) Fr. 41'949.05 auf das Sammelkonto 

Nr. ..., lautend auf die Freizügigkeitsstiftung der Zürcher Kantonalbank, Postfach, 

8010 Zürich, zugunsten eines für die Beklagte (AHV-Nr. ...) neu zu eröffnenden 

Freizügigkeitskontos zu übertragen. 

12. (recte: 11.) Die Entscheidgebühr (Pauschalgebühr) wird festgesetzt auf 6'000.–. Die 

Übersetzungskosten betragen Fr. 581.25. Weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

13. (recte: 12.) Die Gerichtskosten werden dem Kläger zu zwei Dritteln und der Beklag-

ten zu einem Drittel auferlegt. 

14. (recte: 13.) Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

(Mitteilungssatz / Rechtsmittelbelehrung)" 

 
 

Berufungsanträge: 

des Berufungsklägers (act. 90): 
 
1. Es sei die Berufung gutzuheissen.  
 
2. Es seien die Ziffern 2, 3, 6, 7, 8, 13, 14 des Urteils aufzuheben.  
 
3. Demgemäss: 

- 8 - 

1. Die Kinder C._____, geboren tt.mm.2005, und D._____, geboren am 
tt.mm.2008, seien unter die elterliche Sorge des Berufungsklägers zu 
stellen,  

 
2. Es sei der Berufungsbeklagten ein praxisübliches Besuchsrecht der 

Kinder zuzusprechen.  
 
3. Es sei Vermerk  zu nehmen, dass die Berufungsbeklagte keine Unter-

haltsbeiträge zugunsten der Kinder zu bezahlen hat.  
 

4. Eventualiter: Es sei die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung der auf-
gehobenen Ziffern im Sinne der Anträge des Berufungsklägers zurückzu-
weisen.  

 
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (plus 8% MWST).  
 
 
der Berufungsbeklagten: 
 
--- 

 

Erwägungen: 

I. 

1. Die damals 26-jährigen bzw. 27-jährigen Parteien heirateten am tt. März 

2000 in F._____ VS (act. 3). Sie sind Eltern der beiden Kinder C._____, geboren  

tt.mm.2005, und D._____, geboren tt.mm.2008. Seit Februar 2009 leben die Par-

teien getrennt. Im Zuge der Trennung verliess die Berufungsbeklagte (nachfol-

gend auch die Beklagte oder Kindsmutter) zusammen mit den beiden Kindern die 

gemeinsame Wohnung in G._____ ZH und zog in ihren Heimat- und früheren 

Wohnort F._____ VS zurück. Dem Ehescheidungsverfahren ging ein Eheschutz-

verfahren (im Kanton Wallis) voraus, welches mit Urteil vom 25. August 2011 des 

Kantonsgerichtes Wallis seinen Abschluss fand (act. 31); die strittige Obhut über 

die beiden Kinder C._____ und D._____ wurde der Beklagten zugeteilt.  

Seit Februar 2011 stehen die Parteien in einem Scheidungsprozess. Mit Urteil  

des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Dezember 2012 wurde die Ehe der Parteien 

- 9 - 

geschieden und die Nebenfolgen wurden geregelt (act. 83 = act. 91 = act. 92; 

nachfolgend nur noch act. 92). Der  Berufungskläger (nachfolgend auch der Klä-

ger oder Kindsvater) reichte Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts ein  

(act. 90 i.V.m. act. 84) und beantragte die alleinige Zuteilung der elterlichen Sorge 

über die beiden Kinder C._____ und D._____ und die Einräumung eines praxis-

üblichen Besuchsrechts für die Berufungsbeklagte (act. 90 S. 2). Am 23. Septem-

ber 2013 fällte die Kammer ihr Urteil und wies die Berufung des Klägers ab unter 

ausdrücklichem und begründetem Verzicht auf die Anhörung der Kinder (act. 

129).  

Der Kläger erhob gegen das Urteil vom 23. September 2013 Beschwerde beim 

Bundesgericht. Mit Urteil vom 16. Juni 2014 hiess das Bundesgericht die Be-

schwerde gut, hob das Urteil vom 23. September 2013 auf und wies die Sache 

zur Anhörung der Kinder und neuen Entscheidung an das Obergericht zurück 

(act. 130).  

2. Mit der Aufhebung des Urteils vom 23. September 2013 und der Rückwei-

sung des Verfahrens zur Behandlung im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägun-

gen ist das Verfahren wieder in den Stand versetzt, in dem es sich vor der Urteils-

fällung durch die Kammer befand. Soweit sie nicht durch das bundesgerichtliche 

Urteil ersetzt sind und unter Vorbehalt des Nachstehenden, kann vorab auf die 

Erwägungen im aufgehobenen Entscheid verwiesen werden (act. 129), das gilt 

insbesondere für die Ausführungen zu den nachehelichen Unterhaltszahlungen 

(Erw. I.,1.3.), zur Frage der Erziehungsfähigkeit der Eltern und zur Eigenbetreu-

ungssituation der Mutter (Erw.II., 1.1.-2.4.), und zu den Fragen der Begutachtung 

und der Kindesvertretung (Erw. II., 3.1.-3.2.). Im Berufungsverfahren sind strittig 

die Zuteilung des Sorgerechts und die Regelung des persönlichen Verkehrs (Dis-

positivziffern 2 und 3 des vorinstanzlichen Urteils und damit verbunden Dispositiv-

ziffern 6 und 8 [Kinderunterhaltsbeiträge, Kosten für die Ausübung des Besuchs-

rechts]).  

3. Im ersten obergerichtlichen Verfahren unangefochten blieben die Dispositiv-

ziffern 1.,4.1-4.4.,5., 9.und 10. des Bezirksgerichtsentscheides vom 3. Dezember 

2012. Diese wurden rechtskräftig und vollstreckbar (Art. 450c ZGB, Art. 450f ZGB, 

- 10 - 

Art. 315 Abs. 1 ZPO), was mit Beschluss der Kammer vom 23. September 2013 

vorgemerkt wurde (act. 120 S. 23).  

II. 

1. Die Vorgabe des Bundesgerichtes, die Kinder der Parteien anzuhören, ist für 

die Kammer verbindlich. Die gemeinsame Anhörung von C._____ und D._____ 

wurde im Folgenden durch eine Delegation des Gerichts (Referentin und Ge-

richtsschreiber) am 17. September 2014 durchgeführt (act. 134; Prot. S. 3 ff.). 

Den Parteien wurde sodann angezeigt, dass das Gericht die Akten der Kindes-

schutzbehörden F._____ beizieht (act. 134 S. 3, act. 137, act. 139/1-523).  

Die Parteien wurden im Anschluss an die Anhörung der beiden Kinder in Anwen-

dung von Art. 298 Abs. 2 ZPO über das Ergebnis der Anhörung informiert, und es 

wurde ihnen Frist zur freigestellten Anhörung zum Protokoll der Kinderanhörung 

vom 17. September 2014 angesetzt (act. 142). Die Berufungsbeklagte nahm mit 

Eingabe vom 13. Oktober 2014 Stellung (act. 144), der Berufungskläger innert er-

streckter Frist mit Eingabe vom 27. Oktober 2014 (act. 147). Er stellte u.a. den 

Antrag, die Anhörung der Kinder sei nochmals, und zwar getrennt durchzuführen 

(act. 147 S. 2) und erneuerte seine Anträge auf psychiatrische/psychologische 

Abklärung der Kindsmutter, auf Einholung von aktuellen Sozialberichten, auf Be-

richte von Schulen und Kindergarten, und er stellt erneut den Antrag auf Bestel-

lung eines Kindesvertreters (act. 147 S. 3). Die Eingaben wurden der respektiven 

Gegenseite zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zugestellt (act. 148/1-2). Mit 

Eingabe vom 2. Dezember 2014 machte der Berufungskläger Noven geltend  

(act. 150, act. 151/1-18) und wies auf seine veränderte persönliche Situation hin, 

dass er sich am tt. Februar 2015 mit einer neuen Partnerin wieder verheiratet ha-

be sowie auf die nach seiner Auffassung systematische Verhinderung der  

Ausübung des Besuchsrechts durch die Berufungsbeklagte. Neu stellte er in der 

Eingabe vom 2. Dezember 2014 neben dem Antrag auf Erteilung des Sorgerechts 

an ihn auch den Antrag auf Erteilung bzw. Beibehaltung des gemeinsamen Sor-

gerechts ("aufgrund des revidierten Scheidungsrechts"; act. 150 S. 6). Diese  

Eingabe samt Beilagen wurden wiederum der Berufungsbeklagten zugestellt  

(act. 152, act. 153), welche im Folgenden dazu Stellung nahm (act. 156) und die 

- 11 - 

ihrerseits wiederum u.a. ein von ihr als Kurzbericht betiteltes Schreiben der Kin-

derpsychologin Dr. phil. H._____ vom 21. November 2014 einreichte (act. 154, 

act. 155/1-2). Der Berufungskläger liess sich mit Eingabe vom 12. Januar 2015 

zum Kurzbericht der Kinderpsychologin vernehmen und stellte wiederum neue 

Behauptungen auf (act. 159=act. 163, act. 160/1-9=act. 165/1-9), wonach die 
Kinderpsychologin H._____ eigenen Angaben zufolge eine Schülerin und Anhän-

gerin von Friedrich Liebling sei, und die Kinderpsychologin mit einer gewissen 

Wahrscheinlichkeit dem VPM angehöre, welcher von Liebling-Schüler gegründet 

worden und der dem Sektenvorwurf ausgesetzt sei. Die Entwicklung der Kinder 

sei äusserst gefährdet und der Berufungsbeklagten sei die Erziehungsfähigkeit 

auch aus diesem Grund abzusprechen (act. 163 S. 4 oben). Mit Kurzbrief vom  

18. Februar 2015 wurden die soeben erwähnten Dokumente der Berufungsbe-

klagten zugestellt (act. 168). Auf die Vorbringen der Parteien ist, soweit erforder-

lich, im Nachfolgenden einzugehen. Die Sache ist spruchreif, wie zu zeigen sein 

wird.  

2.1. Seit dem 1. Juli 2014 gilt die gemeinsame Sorge auch bei einer Scheidung 

als Regelfall (Art. 296 Abs. 2 ZGB). Das neue Recht gelangt sofort mit seinem In-

kraftreten auch in bereits hängigen Verfahren − wie dem vorliegenden − zur An-

wendung (Art. 1 Abs. 3 SchlT ZGB). Das Gericht überträgt die elterliche Sorge in 

einem Scheidungs- oder Eheschutzverfahren einem Elternteil nur dann allein, 

wenn dies zur Wahrung des Kindswohls notwendig ist (Art. 298 Abs. 1 ZGB und 

298b Abs. 2 ZGB). Diesen neuen Bestimmungen über die gemeinsame elterliche 

Sorge muss auch vorliegend Rechnung getragen werden. Allerdings ist zu er-

wähnen, dass der Berufungskläger in erster Linie das alleinige Sorgerecht bean-

sprucht und auch nur diesen Antrag begründet. Der Antrag des Berufungsklägers 

auf Beibehaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge wird sozusagen beiläufig 

gestellt und mit keinem Wort begründet, was angesichts der Dauer und Intensität 

des elterlichen Konflikts und angesichts der gegen die Beklagte erhobenen Vor-

würfe erstaunt (act. 150 S. 6). Die Beklagte beantragt die Sorgerechtszuteilung an 

sie. Zur gemeinsamen Sorge äussert sie sich nicht.  

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Kern der neuen Bestimmungen ist die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall 

und die alleinige elterliche Sorge eines Elternteils als Ausnahme dazu. Die ge-

meinsame elterliche Sorge ist immer anzuordnen, es sei denn zur Wahrung des 

Kindeswohls sei es nötig, einem Elternteil die alleinige elterliche Sorge einzuräu-

men (Art. 298 Abs. 1 und 298b Abs. 2 ZGB). Die Kammer hat in einem Entscheid 

vom 15. Oktober 2014 festgehalten, dass weitere Gründe als die in Art. 311 ZGB 

genannten zur Alleinzuteilung der elterlichen Sorge berechtigen (OGer ZH 

PQ140022). Auf diese Ausführungen ist zu verweisen (Erw. 3.2.).  

Unter Bezugnahme auf Äusserungen in der parlamentarischen Beratung wird in 

der Lehre die Auffassung vertreten, dass auch weitere Gründe die Alleinzuteilung 

der elterlichen Sorge zur Folge haben können, so etwa ein Dauerkonflikt zwi-

schen den Eltern oder mangelnde(r) Kooperationsfähigkeit und Kooperationswille 

(Büchler/Maranta, Das neue Recht der elterlichen Sorge, in Jusletter 11. August 

2014, S. 14 ff.; Gloor/Schweighauser, Die Reform des Rechts der elterlichen Sor-

ge − eine Würdigung aus praktischer Sicht, in Fam-Pra.ch 2014 S. 6 f.). Diese 

Auffassung überzeugt, zumal das Gesetz in Art. 298 Abs. 1 und Art. 298b Abs. 2 

ZGB die Anordnung der Alleinsorge eines Elternteils nicht auf die Entzugsgründe 

nach Art. 311 ZGB beschränkt, sondern diesbezüglich offen formuliert ist ("…, 

wenn dies zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist."). Dauerkonflikte zwischen El-

tern um das Kind können dessen Entwicklung beeinträchtigen. Sie können unter 

anderem zu Loyalitätskonflikten des Kindes führen bzw. diese verschärfen, ferner 

beim Kind Gefühle der Unsicherheit und der Ohnmacht hervorrufen, und mitunter 

gar für die Vernachlässigung des Kindes verantwortlich sein, weil die Eltern stark 

mit sich selbst beschäftigt sind (Büchler/Maranta, a.a.O., S. 16). Trotzdem kann 

auch ein Dauerkonflikt nur in Ausnahmefällen die Zuteilung der Alleinsorge recht-

fertigen. Dies dann, wenn die Regelung der Betreuung des Kindes (Betreuungs-

anteile der Eltern bzw. Obhut und persönlicher Verkehr) nicht ausreicht, um dem 

Konflikt zu begegnen, und die Alleinsorge tatsächlich den Dauerkonflikt aufzuhe-

ben oder zu mildern vermag. Können sich Eltern im Fall gemeinsamer elterlicher 

Sorge bei gemeinsam zu fällenden Entscheiden nicht einigen, vermögen allenfalls 

Kindesschutzmassnahmen nach Art. 307 ff. ZGB rasch eine Lösung herbeiführen. 

Uneinigkeit der Eltern allein ist kein Grund zur Aufhebung der gemeinsamen elter-

- 13 - 

lichen Sorge. Liegt aber etwa keine Kooperationsfähigkeit und kein Kooperati-

onswille vor und ist erstellt, dass sich die Eltern über den grössten Teil der in ihrer 

beider Verantwortung liegender Fragen nicht werden einigen können, ist dies ein 

Grund für den Entzug der gemeinsamen elterlichen Sorge (Büchler/Maranta, 

a.a.O., S. 17). Die gemeinsame elterliche Sorge setzt in diesem Sinne auch nach 

neuem Recht ein Minimum an elterlicher Gemeinsamkeit voraus, damit eine Um-

setzung überhaupt realisierbar ist (Entscheid OGer ZH PQ140022 vom 15. Okto-

ber 2014). 

2.2.1. Das Bundesgericht beanstandete die Ausführungen im ersten oberge-

richtlichen Verfahren nicht, welche im Zusammenhang mit dem Antrag des Beru-

fungsklägers auf Bestellung eines Kindesvertreters nach Art. 299 ZPO gemacht 

wurden (act. 130 S. 4, S. 9). Das Obergericht führte damals aus, in aus heutiger 

Sicht betrachtet zu positiver Betrachtung der Situation, dass das Besuchsrecht 

funktioniere, keine besondere Schutzbedürftigkeit der Kinder auszumachen sei 

und die Streitigkeit nicht von einer Intensität sei, die eine Kindesvertretung recht-

fertigte (act. 130 S. 4). Das Obergericht wies im September 2013 des Weiteren 

noch darauf hin, dass die vom Bezirksgericht festgelegte Regelung des persönli-

chen Kontaktes eingehalten werde, obwohl sie noch nicht rechtskräftig sei (und 

die eingeschränktere Regelung des persönlichen Verkehrs gemäss Entscheid des 

Gerichts Martigny et St-Maurice vom 16. September 2009 noch gelten würde 

([act. 129 S. 19 unten]). In den letzten eineinhalb Jahren hat sich der Kontakt zwi-

schen den im Wallis lebenden Kindern und ihrem Vater in Zürich allerdings ver-

schlechtert. Seit dem Jahre 2014 fanden nur noch selten Besuche des Vaters am 

Wohnort der Kinder statt, welche von kurzer Dauer waren.  

Diese Entwicklung ist schwierig zu erklären. Der Berufungskläger brachte im ers-

ten obergerichtlichen Verfahren nicht vor, die Berufungsbeklagte hätte die Bezie-

hung der Kinder zu ihm während der vergangenen vier Jahren nicht respektiert 

bzw. ein Verhalten an den Tag gelegt, welches der Aufrechterhaltung dieser Be-

ziehung abträglich wäre (Prot. VI S. 24). Heute wirft der Kläger der Beklagten vor, 

sie instrumentalisiere und manipuliere die Kinder; die Kinder würden unter der 

egoistischen Abschirmungshaltung der Mutter leiden (act. 150 S. 6). Die Beklagte 

- 14 - 

wiederum stellt sich auf den Standpunkt, sie sei in einer schwierigen Situation, sie 

beantworte alle Anfragen des Klägers höflich und vernünftig. Sie sage ihm stets 

zu, die Kinder dazu anzuhalten, ihren Vater zu sehen (act. 156 S. 2). Sie könne 

aber die Kinder nicht gegen deren Willen zwingen, Zeit mit dem Vater zu verbrin-

gen. Die Ereignisse im Jahre 2013 hätten die Kinder wohl nachhaltiger als bisher 

angenommen verunsichert (act. 139/514). Die Osterferien 2013 seien zwei Tage 

früher als geplant beendet worden, der Kläger habe seine Arbeit beim I._____ Or-

chester verloren und er habe die Beklagte während Wochen über seine neuen 

Wohnort im Unklaren gelassen (vgl. auch act. 129 S. 14).  

2.2.2. Die damals knapp 35-jährige Beklagte kehrte nach der Trennung im Feb-

ruar 2009 in ihre Heimat in das Wallis zurück (act. 8/3). C._____ war damals noch 

nicht vier Jahre alt, und D._____ war erst ein Jahr alt. Das Umfeld im Wallis ist 

der inzwischen 10 Jahre alten C._____ und dem 7-jährigen D._____ vertraut ge-

worden. Die Kinder sind erfolgreiche Schüler, gut integriert und geben zumindest 

schulisch zu keinen Sorgen Anlass (act. 151/17). Davon geht auch der Beru-

fungskläger aus (act. 151/17). Der aus ... stammende Berufungskläger ist mit dem 

französisch sprachigen Teil der Schweiz vertraut, seine Schwester wohnt in ... 

(act. 151/5). Die Arbeit als Berufsmusiker gibt ihm die Möglichkeit, seine frei ver-

fügbare Zeit flexibel einzuteilen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind geordnet. 

Aus heutiger Sicht ist klar, dass die seit der Trennung im Winter 2009 bestehen-

den grossen Spannungen zwischen den Eltern, die sich in den vergangenen 

sechs Jahren vor diversen Gerichten gegenüber gestanden sind, nicht haben bei-

gelegt werden können. Die Schuldfrage zu entscheiden ist müssig. Mit der immer 

wieder neu vom Kläger angeführten Darstellung, die Beklagte sei psychisch nicht 

gesund, bzw. die Beklagte sei im Dunstkreis von Sekten o.ä. zu sehen (act. 163 

S. 3), dreht er an der Eskalationsschraube. Die Kinder haben offenbar innerhalb 

der letzten beiden vergangenen Jahren durchschnittlich jeden zweiten Monat Ge-

sprächs- oder tiergestützte Therapiestunden bei der Psychologin H._____ be-

sucht, welche eigener Darstellung im Internet zufolge eine Anhängerin von Fried-

rich Liebling ist (act. 165/1-2). Es trifft zu, dass Schüler von Liebling in den 80-er 

Jahren den umstrittenen VPM gründeten. Andere Schüler traten diesem Verein al-

lerdings nicht bei, hielten sich von ihm fern oder lehnten ihn gar ab. Es lässt sich  

- 15 - 

daher nicht sagen, dass die beiden Kinder zu einer Therapeutin gehen, die mit ei-

ner gewissen Wahrscheinlichkeit dieser Vereinigung nahesteht (die der Kläger in 

act. 163 S. 3 unten als Sektengruppe bezeichnet). Eine Kindswohlgefährdung 

durch diese sporadisch stattfindenden Besuche bei H._____ kann jedenfalls nicht 

ausgemacht werden. Wichtig ist, dass C._____ und D._____ mit ihresgleichen 

Freizeit verbringen und sie auch an ausserschulischen Aktivitäten Freude haben. 

Interessant ist, dass die Therapeutin, soweit ersichtlich, in ihrem Therapieansatz 

den freien Willen in Frage stellt (act. 165/2 "Der lange schwere Weg zur Gefühls-

veränderung"), im konkreten Fall aber dem Willen der Kinder einen grossen Wert 

beizumessen scheint (vgl. ihren Kurzbericht vom 21. November 2014, act. 155/1). 

Darauf wird zurückzukommen sein (siehe hinten unter Ziff. 3.4.1.). Einer Entspan-

nung der Situation abträglich ist hingegen, wenn der Kläger seinen Antrag auf Zu-

teilung des alleinigen Sorgerechts mit Ausführungen seiner neuen Ehefrau unter-

mauern will (act. 151/1), die zu den Kindern sachgemäss gar nicht in enger Be-

ziehung steht, oder die Kinder im November 2014 in der Schule mit einem Besuch 

überrascht, welchen er explizit als im Interesse der Kinder liegend sah (act. 163 

S. 4). Dieses Aufsuchen der Kinder in der Schule hatte sogar ein Nachspiel mit 

der Schulleitung (act. 151/17-18). Der Kläger konfrontierte die Schulleitung mit 

dem Elternkonflikt und will ihr offenbar sogar das Erziehungsfähigkeitsgutachten 

über die Mutter vom 18. Juni 2010 (act. 45/4) zukommen lassen (act. 151/18:  

"… Toute fois, je tiens à Vous faire parvenir par poste les copies des expertises 

effectuées sur demande des tribunaux valaisans, afin que Vous ayez une idée 

plus précise de la situation…").  

Dieses Verhalten des Vaters steht im Zusammenhang mit dem nicht mehr funkti-

onierenden Besuchsrecht. Die seit Ende des Jahres 2013 wiederholt (beim Ge-

richt, beim Beistand, bei der Psychologin) zum Ausdruck gebrachte ablehnende 

Haltung der Kinder kontrastiert mit dem Ergebnis der Abklärungen aus dem Jahre 

2010. Aus den damaligen Gesprächen zwischen C._____ und der Psychologin 

J._____ vom Institut ... ging hervor, dass sie (C._____) ihren Vater gern hat und 

Zeit mit ihrem Vater verbringen möchte (act. 45/4 S. 12 oben). Auch das Verhal-

ten des damals 2 ¼ Jahre alten D._____ zu seinem Vater wurde beobachtet: 

D._____ fühlt sich beim Vater wohl (act. 45/4 S. 12 unten f.). Der Schluss wurde 

- 16 - 

gezogen, dass die Kinder Kontakt mit dem Vater wollen (act. 129 S. 22). Dass die 

mittlerweile eingetretene Ablehnung tatsächlich dem inneren Willen der Kinder 

entspricht, muss aufgrund der Heftigkeit, mit welchem der Wille geäussert wird, in 

Frage gestellt werden. Es kann vorliegend nicht ausgeschlossen werden, dass die 

unter dem unmittelbaren Einfluss der Beklagten stehenden Kinder den geäusser-

ten Wunsch aus Solidarität und Loyalität dieser gegenüber entwickelt haben (vgl. 

nachstehend unter Ziffer 3.4.1). Die Eltern kommunizieren nämlich mittlerweile 

nur noch auf sehr kurz angebundene Art mittels elektronischen Nachrichten mitei-

nander, vornehmlich ohne Anrede und Grussformel. Als die Beklagte dem Kläger  

am 20. Oktober 2014 kurz vor Mitternacht mitteilte,  

D._____ habe einen Velounfall erlitten, bei welchem er seinen Kopf und Bauch 

schwer gegen die Lenkstange geschlagen habe, und in den Notfall habe gehen 

müssen, kam vor allem und sofort der Vorwurf des Klägers, dass sei alles ihr,  

der Beklagten, Fehler, D._____ hätte einen Helm tragen müssen (act. 151/16). 

Die Bemühungen des Klägers, die Kinder anlässlich der letztjährigen Weihnachts-

tage zu sehen, wurden letztlich mit der Antwort der Beklagten "Il n y a pas 

d'espoir" (act. 165/6) erfolglos gemacht. Die Beklagte wollte damit sagen, dass sie 

den Kindern immer wieder klar mache, dass sie Kontakt mit ihrem Vater zu halten 

hätten, aber die Kinder sich gegen einen Kontakt mit dem Vater sträubten. Selbst 

ein Treffen der Kinder mit dem Vater am Tag der Anhörung am 17. September 

2014 war mit einem Hin- und Her der Eltern verbunden (act. 151/15).  

2.2.3. Einem Schreiben des zuständigen Beistandes E._____ vom 20. Februar 

2014 an die Eltern lässt sich entnehmen, "…Le conflit est bien ancré et il se judi-

ciarise par I'intervention régulière des avocats respectif"; "l'augmentation du con-

flit entre les parents n'est plus à démontrer et des tensions importantes son ré-

percutées sur les enfants"; l'attitude des parents influe directement sur le bien- 

être des enfants. Le devoir de loyauté est ainsi mis à mal car les parents se mon-

trent peu à même de préserver leurs enfants du conflit." (beigezogene Akten der 

KESB F._____, act. 139/489). Der Beistand appelliert einmal mehr an die Ve-

rantwortung der Eltern und schlägt vor ein "droit de visite à la demande actuelle-

ment utilisé par le père dans le but de maintenir des contactes avec ses enfants" 

(ebenda). 

- 17 - 

Nachdem die KESB F._____ die Kinder am 14. Mai 2014 (act. 133/3) und die El-

tern am 28. Mai 2014 (act. 139/516) ein weiteres Mal anhörte, hob sie mit Ent-

scheid vom 28. Mai 2014 die Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB per 
4. Juni 2014 auf, weil mit dem Beistand keine Lösung in der Besuchsproblematik 

habe gefunden werden können (act. 133/1; für die Errichtung der Beistandschaft 

durch den Eheschutzrichter des Bezirksgerichts Martigny et St-Maurice vom 16. 

September 2009: act. 45/6). Im Entscheid wird der Beistand E._____ mit den 

Worten wiedergegeben, "que la situation n'a pas évolué depuis quatre ans. Il ap-

partient aux parents de faire des efforts. L'OPE (offices de protection de l'enfant) 

a essayé tout ce qui était possible. Les parents sont d'accord sur le fait qu'une 

nouvelle médiation ne servira à rien."Und weiter hielt die KESB F._____ fest, "… 

ce sont les parents qui doivent prendre leurs responsabilités, … la mesure de cu-

ratelle est levée." (act. 133/1 S. 2 unten).   

2.3. Vorliegend konnte die Beistandschaft die Konfliktpunkte, wie gezeigt, nicht 

reduzieren und die Voraussetzungen einer Kooperationsmöglichkeit zwischen den 

Eltern nicht positiv beeinflussen. Bei dieser Sachlage − schwerer und anhaltender 

Elternkonflikt, insbesondere fehlende Kommunikations- und Kooperationsbereit-

schaft trotz bestehender Beistandschaft, mit nachteiligen Auswirkungen auf die 

noch kleinen Kinder (Loyalitätskonflikt) − ist die Basis für eine gemeinsame elterli-

che Sorge auch nach Massgabe der neuen Sorgerechtsbestimmungen nicht 

(mehr) gegeben.  

Die Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge erweist sich allerdings nur 

dann als gerechtfertigt, wenn damit der Elternkonflikt zumindest gemildert werden 

kann. Dies kann selbstredend nicht mit Sicherheit prognostiziert werden. Auch 

wenn aber die Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge weitere Streitigkei-

ten in den Belangen von C._____ und D._____ kaum gänzlich zu verhindern ver-

mag, darf davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Streitpunkte abnehmen, 

jedenfalls aber nicht noch zunehmen wird, was bei Belassung der gemeinsamen  

elterlichen Sorge droht. Eine klare Zuweisung von Entscheidkompetenzen an eine 

der Konfliktparteien kann entlastend wirken. Die Angemessenheit und Verhält-

nismässigkeit der Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge ist somit zu be-

- 18 - 

jahen, auch wenn nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden kann, ob diese Mas-

snahme tatsächlich zu einer Entspannung des Elternkonflikts führt und dadurch 

eine Beruhigung der Situation bewirkt, wie sie für die gedeihliche (Weiter-) Ent-

wicklung von C._____ und D._____ erforderlich ist. Diese Unsicherheit liegt in der 

Natur der Sache und ist im Interesse der Kinder hinzunehmen.  

Es liegt folglich im Kindswohl die gemeinsame elterliche Sorge für C._____ und 

D._____ aufzuheben und klare Verhältnisse herzustellen. Es ist zu prüfen, wel-

chem Elternteil die Sorge für die beiden Kinder zuzuteilen ist.  

3.1. Das Bundesgericht legte wörtlich dar, das Obergericht habe sich zur Erzie-

hungsfähigkeit der Eltern sowie zum bisherigen Verlauf des Besuchsrechts und 

der Obhut ausführlich geäussert. Verzichte das Obergericht angesichts dieser 

Feststellungen auf weitere Untersuchungsmassnahmen im Zusammenhang mit 

der Erziehungsfähigkeit der Mutter, so stelle dies eine antizipierte Beweiswürdi-

gung dar, welche einzig mit gehörig begründeten Willkürrügen angefochten wer-

den könne, welche vorliegend nicht erhoben würden. Vor diesem Hintergrund sei 

mit dem bloss abstrakten Vorbringen, es müsse eine Begutachtung des aktuellen 

Gesundheitszustandes der Mutter erfolgen, keine Verletzung der genannten Ma-

ximen (Untersuchungs- und Offizialmaximen) dargetan worden. Insoweit sei die 

Beschwerde unbegründet. Nur der Vollständigkeit halber sei festgehalten − so 

das Bundesgericht weiter −, dass angesichts der Anwendbarkeit der genannten 

Maximen weitere Untersuchungsmassnahmen nicht ausgeschlossen wären, wenn 

sich solche aufgrund der Ergebnisse der Anhörung der Kinder aufdrängen würden 

(act. 130 S. 8 f.). Weitere Untersuchungsmassnahmen drängen sich weder auf-

grund des Ergebnisses der Anhörung der Kinder auf (act. 130 S. 8 f.), noch auf-

grund des vom Kläger im zweiten obergerichtlichen Verfahren Ausgeführten.  

3.2.1. Anlässlich der Anhörung vom 17. September 2014 (Prot. S. 3 ff.) erklärte 

C._____, es gehe ihr gut, sie hätten es zu Hause gut, sie seien zufrieden mit der 

Situation, sie würden in einem grossen Haus mit einem grossen Garten wohnen. 

Ein Teil ihrer Verwandtschaft (der Mutter) lebe auch in F._____. Sie spiele oft mit 

ihrem Bruder im Garten, sie verstehe sich gut mit ihrem kleinen Bruder. Sie gehe 

in die 4. Primarklasse. C._____ gibt Auskunft über ihre ausserschulischen Aktivi-

- 19 - 

täten, sie mache klassischen Tanz und lerne nun Klarinette. C._____ sagt, sie 

wolle nichts mit ihrem Vater unternehmen. Ihr Vater spiele Kontrabass. Sie hätten 

auch schon zusammen mit dem Vater musiziert. Die Frage, ob das schön gewe-

sen sei, beantwortet C._____ mit "ja, ein bisschen". C._____ erklärt, sie denke 

nicht an ihren Vater. Sie wolle nichts mit ihm, seinen Eltern oder sonst jemandem 

aus seiner Familie machen. C._____ bestätigt, im Januar 2014 Geschenke vom 

Vater erhalten zu haben, ein Tablet, ein iPhone und ein ferngesteuertes Spiel-

zeug. Sie möge elektronische Sachen aber nicht so. Es habe es sich um Vaters 

altes iPhone gehandelt, das Display sei kaputt gewesen, und das Tablet sei auch 

alt gewesen. Auf die Frage, was der Vater in der Vergangenheit gut gemacht ha-

be, erklärt C._____, er habe gearbeitet, bis sie 3 Jahre alt gewesen sei. Als 

D._____ auf die Welt gekommen sei, habe er irgendetwas gemacht. Auf die Fra-

ge, was ihr Freude gemacht habe mit dem Vater, in der Zeit, als sie noch zusam-

men gelebt hätten, sagt C._____, er sei immer erst um 11 Uhr abends nach Hau-

se gekommen, da sei sie schon im Bett gewesen. C._____ gibt an, an Ostern 

2013 seien D._____ und sie in Paris im Disneyland gewesen. Sie hätten aber 

auch Sachen machen müssen, die nicht ihrem Alter entsprochen hätten, zum Bei-

spiel ein "Piratending", das ab 10 gewesen sei, aber sie sei da erst 8 gewesen. In 

den Sommerferien 2012 seien sie mit dem Vater nach Barcelona gegangen. Sie 

habe nicht im Meer gebadet, weil sie noch nicht habe schwimmen können, aber 

sie seien mit den Füssen etwas im Wasser gewesen. D._____ habe Fieber ge-

habt. C._____ gibt weiter an, sie hätten keine Lust, mit dem Vater zu telefonieren. 

Die Mutter verpflichtete sie manchmal dazu. Der Vater schimpfe sonst. C._____ 

fügt hinzu, der Vater wolle, dass sie mit ihm Ferien verbringen würden. Doch sie 

habe keine Lust. Sie möchten Ruhe. Sie würden auch dann keine Ferien mit dem 

Vater machen wollen, wenn die Mutter mitkommen würde.  

D._____ erklärt, er gehe in die 1. Primarklasse und er spiele Blockflöte. D._____ 

bejaht, mit dem Vater musiziert zu haben, und gibt an, das sei schön gewesen. 

D._____ fügt hinzu, er wolle aber nicht mit dem Vater an ein Konzert oder in ... 

Pizza essen gehen. D._____ erwähnt, er klettere in einer Kletterhalle. Heute habe 

er aber das Klettern wegen der Reise nach Zürich verpasst. Er bestätigt, seinen 

Vater im Januar in ... gesehen zu haben, der Vater habe auch Weihnachtsge-

- 20 - 

schenke gebracht. Er habe Kleider und ein Ding zum Fliegen bekommen. Das 

kleine Ding sei dann aber sofort kaputt gegangen, weshalb er keine Freude daran 

gehabt habe. D._____ erinnert sich an den Besuch im Disneyland in Paris. Es sei 

aber zu laut gewesen. Das Jahr zuvor in Barcelona sei ein kleines bisschen schön 

gewesen.  

Auf die Frage der Referentin, was der Vater machen müsste, damit sie ihn treffen 

und etwas mit ihm unternehmen wollen würden, erwiderte C._____, "gar nichts", 

es sei halt Pech für ihn, er hätte sich vorher ändern müssen. D._____ erklärte auf 

diese, an ihn gerichtete Frage, "das was C._____ sagte". Bei der Mutter müsse 

sich dagegen, so C._____, nichts ändern. D._____ fügt hinzu, er möchte, dass sie 

den Vater nicht sehen müssten.  

3.2.2. Die Beklagte erklärte zum Ergebnis der Kinderanhörung, der Wille der 

beiden Kinder sei deutlich zum Ausdruck gebracht worden, auch wenn D._____ 

aufgrund seines Alters und der Anwesenheit der älteren Schwester etwas zurück-

haltender gewesen sei.  Es sei auffallend, dass beide Kinder eine Intensität in ih-

ren Angaben hätten, die auf eine wohl überlegte und nicht auf eine spontane 

Äusserung schliessen lasse (act. 144 S. 2). Es würden hier klare und starke Wil-

lens-äusserung der Kinder vorliegen, die aufgrund des Detailgehaltes und der 

Stabilität von keinerlei Beeinflussung oder Unbedachtheit zeugen würden. Die 

Kinder scheinen den Kontakt mit ihrem Vater als Belastung zu empfinden. Auch 

scheinen sie ihren Vater bereits zur Zeit des Zusammenlebens als nicht präsent 

bzw. als nicht ihnen zugewandt erlebt zu haben. Die Anhörung habe auch ge-

zeigt, dass die Mutter besorgt sei, einen Kontakt zwischen den Kindern und deren 

Vater zu ermöglichen. Den Willen der Kinder, den Vater nicht zu sehen, hätte die 

Mutter auch in einem gewissen Masse ernst zu nehmen, andernfalls würde sie 

den Respekt und das Vertrauen der Kinder verlieren (act. 144 S. 2 unten).  Den 

Angaben der Kinder lasse sich entnehmen, dass die Kinder in einem liebevollen 

und kindgerechten Umfeld aufwachsen würden. Der Entscheid des Bezirksgerich-

tes, die elterliche Sorge der Mutter zuzuteilen, erweise sich somit als zutreffend. 

Der Kläger hält demgegenüber fest, es sei eine Verfestigung zugunsten der Be-

klagten eingetroffen. Es gehe aus den Aussagen der Kinder klar hervor, dass die 

- 21 - 

Kinder durch die Beklagte fallbezogen manipuliert worden seien. Bei der Mutter 

sei alles positiv, beim Vater sei fast alles negativ. Kinder würden auf die Frage, 

was der Vater tun müsse, damit sie ihn treffen würden, nicht wie C._____ festhal-

ten, "gar nichts"; es sei halt Pech für ihn. Er hätte sich vorher ändern müssen 

bzw. wie D._____ erklären, "das was C._____ sagte" (act. 147). Angesichts der 

manifesten Manipulierung der Kinder durch die Mutter sei eine Abklärung der Er-

ziehungsfähigkeit der Mutter zwingend erforderlich (act. 147 S. 3).  

3.3. Sind mehrere Kinder anzuhören, so liegt es im Ermessen des Gerichts, die-

se gemeinsam oder in Einzelgesprächen anzuhören. Das Gericht kam vorliegend 

unmittelbar vor der Anhörung zum Schluss, dass sich ein Eindruck zu beiden Kin-

der, ihren Lebensumständen und ihrer Beziehungen zu den Eltern eher verschaf-

fen lässt, wenn die Kinder gemeinsam angehört werden. Der im Zeitpunkt der An-

hörung 6 ½ jährige D._____ hatte sich allein schon für den Gang durch die Gänge 

des Gebäudes des Obergerichts an seiner drei Jahr älteren Schwester orientiert. 

Seine Schwester gab ihm Halt. Es ist während der Anhörung nicht der Eindruck 

entstanden, dass D._____ in einem Einzelgespräch mehr oder anderes zu Proto-

koll gegeben hätte. Im Gegenteil lag die Vermutung nahe, dass der damals 6 ½ 

jährige D._____ in einem Einzelgespräch, drei erwachsenen Personen gegenüber 

(Richterin, Gerichtsschreiber, Übersetzerin) übermässig belastet worden und so 

kein Gespräch zustande gekommen wäre. Dass sich vor allem kleine Kinder wie 

D._____ angesichts des jahrelangen, vor Gericht und anderen Behörden ausge-

breiteten Konflikts ihrer Eltern an älteren Geschwistern ausrichten, ist nachvoll-

ziehbar. Die damit einhergehende Beeinflussung lässt sich auch nicht mit Einzel-

gesprächen anlässlich einer Anhörung aus der Welt schaffen. Ein Eindruck von 

D._____ konnte in der gemeinsamen Anhörung mit C._____ gewonnen werden. 

Der Antrag des Klägers, die Kinder noch einmal und in Einzelgesprächen anzuhö-

ren (act. 147 S. 2), ist deshalb abzuweisen.  

3.4.1. Jüngere Kinder können die Folgen einer Trennung bzw. einer Scheidung 

ihrer Eltern nicht überblicken. Vorliegend waren C._____ und D._____ im Zeit-

punkt der Trennung ihrer Eltern noch sehr klein. Es gab keine Auswirkungen auf 

Kindergarten, Schule, Freundeskreis oder Hobbys. C._____ und D._____ haben 

- 22 - 

sozusagen ihr eigenes Leben (erst) in F._____ gestartet. Anerkennend wurde im 

ersten obergerichtlichen Verfahren ausgeführt, dass die noch kleinen Kinder vier-

zehntäglich jeweils am Freitag abends die rund drei Stunden dauernde Zugfahrt 

von ... via Lausanne nach Zürich antreten, um mit ihrem Vater zu sein. Am Sonn-

tagabend würden sie wieder ins Unterwallis zurückkehren und so rund  

350 km zurücklegen (act. 129 S. 15 oben). Möglicherweise haben diese Reisen  

in eine nicht bekannte Welt zu fest die Kräfte der noch kleinen Kinder bean-

sprucht.  

Die Anhörung hat aber auch gezeigt, dass die Kinder Haltungen und Werte des-

jenigen Elternteils (der Beklagten) übernommen haben, bei dem sie leben. Nega-

tive Haltung dem anderen Elternteil gegenüber und bewusste Beeinflussung der 

Kinder in ihrer Abwehrhaltung ist ein Zeichen für eingeschränkte Erziehungsfähig-

keit. Im Rahmen von familienrechtlichen Auseinandersetzungen kommt es vor, 

dass die Kinder Haltungen und Werte desjenigen Teils übernehmen, bei dem sie 

leben, und allenfalls auch für diesen Elternteil Partei nehmen. Vorliegend hört 

C._____ zumindest Gespräche unter Erwachsenen mit, anders lassen sich Sätze 

wie er [der Vater] habe gearbeitet, bis sie 3 Jahre alt gewesen sei [d.h. der Vater 

hat keine Zeit für die Familie gehabt], nicht erklären.  

Es kann der Beklagten nicht unterstellt werden, dass sie die Kinder dem Kläger 

bewusst, im Sinne von böswillig, entfremdet. In der vorliegenden Konstellation 

sind die Ursachen für die noch nicht solide Beziehung der Kinder zum Vater auf 

verschiedenen Ebenen zu suchen. Die Eltern haben sich im Unfrieden getrennt. 

C._____ und D._____ können sich aufgrund ihres Alters im Zeitpunkt der räumli-

chen Trennung von ihrem Vater nicht mehr an ein Zusammenleben mit ihm erin-

nern. Sie hatten nicht die Möglichkeit, vor Aufhebung des gemeinsamen Haushal-

tes eine tragfähige Beziehung zu ihm herzustellen. Die Eltern sind zwar rechts-

kräftig geschieden, und der Vater ist wieder verheiratet. Bezüglich der Regelung 

der Nebenfolgen der Scheidung ist der Vater mit der Mutter aber immer noch in 

einem strittigen Scheidungsprozess. Die Eltern streiten seit mehr als der Hälfte 

des Lebens von C._____ und D._____ auch um die Kinder. In einer solchen Situ-

ation vermag die Mutter, wenn sie aufgrund ihrer Haltung zum Vater auch nur un-

- 23 - 

bewusst signalisiert, das Zusammensein der Kinder mit deren Vater bereite ihr 

Unbehagen, eine ablehnende Haltung der Kinder zwangsläufig zu provozieren. 

Kinder im Alter von C._____ und D._____ müssen sich noch keinen Willen zu 

Fragen des Besuchsrechts oder der Obhut bilden können. Die fehlende Urteilsfä-

higkeit jüngerer Kinder spricht dagegen, sie direkt nach ihren Wünschen zu fragen 

und ihren (angeblichen) Willen zum Nennwert zu nehmen. C._____ ist offensicht-

lich nicht in der Lage, ein gutes Haar beim Vater zu lassen. Erfahrungen aus an-

deren Anhörungen zeigen, dass in solchen Situationen Kinder das Leiden (ob des 

Verlustes der Beziehung) desjenigen Elternteils übernehmen, bei welchem sie 

sich aufhalten. Es kann vorliegend nicht ausgeschlossen werden, dass die unter 

dem unmittelbaren Einfluss der Beklagten stehenden Kinder den geäusserten 

Wunsch aus Solidarität und Loyalität der Beklagten gegenüber geäussert haben. 

Wenn eigene innere Konflikte der Eltern abgewehrt und auf die Kinder projiziert 

werden, reagieren die Kinder mit Abkapselung und einer Abwehrhaltung gegen-

über dem räumlich von ihnen getrennt lebenden Elternteil. Die Kinder wollen nicht 

auch noch den Elternteil verärgern bzw. "verlieren", bei welchem sie sich aufhal-

ten und bei dem es ihnen gut geht.  

Vor allem aber zeigt die Anhörung, und darin sind C._____ und D._____ ernst zu 

nehmen, dass sie Ruhe vor dem Elternkonflikt haben wollen. Die Ausführungen 

der Kinder sind in diesem Lichte zu betrachten. Die Eltern wurden denn auch im 

Rahmen der Fristansetzung zur Stellungnahme zum Ergebnis der Anhörung aus-

drücklich darauf hingewiesen, ihre Kinder nicht mit den im Protokoll der Anhörung 

wiedergegebenen Aussagen zu konfrontieren (act. 142 S. 2).  

3.4.2. Der Kontakt von Kindern zu ihrem Vater ist für ihre persönliche Entwick-

lung wichtig. So auch hier. Die Kinder wollen ihren Vater grundsätzlich schon se-

hen und mit ihm vorerst kleine Sachen unternehmen. D._____ erinnert sich gerne 

an die Ferien in Spanien. Auch die Psychologin H._____ weist darauf hin, dass 

die Kontakte der Kinder zu ihrem Vater wichtig sind (act. 155/1 S. 2). Die Eltern 

werden mit Nachdruck daran erinnert, dass sie die Kinder nicht in ihren Paarkon-

flikt einbeziehen und sich insoweit mindestens neutral zu verhalten und sich min-

destens neutral über den anderen Elternteil zu äussern haben. Es ist sodann die 

- 24 - 

Aufgabe der Beklagten als Obhutsinhaberin, den Kontakt von Vater und Kindern 

zu fördern, die Kinder positiv darauf einzustellen und den Vater in seinen Bemü-

hungen im persönlichen Kontakt zu den Kindern zu unterstützen. Der Vater hat 

von Mitteln wie unangemeldetem Auftauchen in der Schule oder dem Einbezug 

seiner Ehefrau in die vorliegende Auseinandersetzung Abstand zu nehmen. Es 

liegt in der alleinigen Verantwortung der Eltern, insbesondere der Beklagten, 

C._____ und D._____, den Zugang zum anderen Elternteil zu geben und zu wah-

ren.  

3.4.3. Eine Umplatzierung der Kinder zum Vater (mit einhergehender vorgängi-

ger Fremdplatzierung), weg vom eng verbundenen Elternteil, ist vorliegend keine 

Option. C._____ und D._____ geht es bei ihrer Mutter in ihrem vertrauten Umfeld 

gut. Eine Umplatzierung wäre für sie sehr schmerzlich. Die dadurch entstehenden 

Verletzungen würden durch den mit (dank) der Umplatzierung hergestellten Kon-

takt zum Vater bei Weitem nicht aufgewogen werden (im Sinne von gutmachen). 

Es bleibt bei den Erwägungen im ersten obergerichtlichen Verfahren, wonach die 

Eigenbetreuungssituation der Mutter unbestritten ist und dem Kontinuitätsgedan-

ken ein hoher Stellenwert zukommt (act. 129 S. 16 unten f.). Hat die Beklagte 

Mühe damit, die Bindung der Kinder zum Kläger zu respektieren und ihre Auf-

rechterhaltung und Weiterentwicklung wenigstens zu tolerieren, so muss sie (und 

nicht die Kinder) zum Wohle von C._____ und D._____ professionelle Hilfe in An-

spruch nehmen. Eine (erneute) psychiatrische oder psychologische Abklärung der 

Beklagten braucht es nicht, weil für die Beurteilung der umstrittenen Frage der 

Obhut und Sorge hinreichend Klarheit besteht (act. 147 S. 3). Aus diesem Grund 

kann auch von der Einholung eines aktuellen Sozialberichtes und von Berichten 

der Schule abgesehen werden (act. 147 S. 3). Ebenso wenig ist ersichtlich, was 

ein Prozessbeistand, dessen Bestellung gemäss Art. 298 ZPO auf einer Interes-

senabwägung beruht, heute für die Kinder noch bewerkstelligen könnte (act. 147 

S. 3). Wie bereits erwähnt, liegt es nun in erster Linie an der Beklagten die Kinder 

zu motivieren und am Kläger, den altersgerechten Umgang mit den Kindern zu 

finden. Ziel muss ein geordneter und verlässlicher Kontakt zwischen dem Vater 

und den Kindern sein.  

- 25 - 

4. Zusammenfassend ist die vom Bezirksgericht Zürich vorgenommene Sorge-

rechtszuteilung (act. 92 S. 40, Dispositivziffer 2) an die Beklagte in Berücksichti-

gung der im ersten und zweiten obergerichtlichen Verfahren erhobenen Einwände 

nicht zu beanstanden.  

5. Das vom Bezirksgericht angeordnete recht ausgedehnte Besuchsrecht des 

Klägers kann in Berücksichtigung der im zweiten obergerichtlichen Verfahren zu-

tage getretenen Schwierigkeiten nicht bestätigt werden. Ein behutsamer Aufbau 

erscheint aufgrund der konkreten Ausgangslage angebracht und sachgerecht. Er 

verbessert auch die Chancen, dass ein solches Besuchsrecht tatsächlich umge-

setzt wird. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Regelung nicht den Eltern zu über-

lassen ist. Die Besuche sind präzise festzusetzen, trotz des Risikos, dass diese 

an Tagen mit ausserschulischen Aktivitäten der Kinder oder an Arbeitstagen des 

Vaters festgesetzt werden. Schule und von der Schule für den Klassenverband 

angeordnete Aktivitäten gehen den Besuchen vor. Die Besuche gehen ausser-

schulischen Aktivitäten der Kinder vor. Die Besuche sind für die nächsten zwei 

Jahre in der näheren Umgebung des Wohnortes der Kinder auszuüben. Nicht 

vollzogene Besuchsrechte verfallen. Die Besuche werden demgemäss ab Mai 

2015 auf den 1. Mittwoch eines jeden Monats von 16 Uhr 30 bis 18 Uhr 30, auf 

den 2. Samstag eines jeden Monats von 14 Uhr bis 18 Uhr und auf den 4. Sonn-

tag eines jeden Monats von 14 Uhr bis 18 Uhr festgesetzt. Ab den Sommerschul-

ferien 2017 ist ein regelmässiger Besuchsrhythmus am 1. Wochenende eines je-

den Monats von Freitag Abend, 20 Uhr 30, bis Sonntag Abend 20 Uhr vorzuse-

hen. Der Kläger ist berechtigt zu erklären, die Kinder an diesem Wochenende zu 

sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Die festgelegten Anfangszeiten verste-

hen sich daher als Eintreffenszeiten beim Kläger (in Zürich), die Endzeiten als 

Eintreffenszeiten bei der Beklagten. Es gilt, dass die Mutter die Kinder auf eigene 

Kosten zum Vater bringt, und der Vater die Kinder auf eigene Kosten zur Mutter 

zurückbringt. Dispositivziffer 8 des Entscheides des Bezirksgerichtes Zürich  

(act. 92 S. 43) wird ersatzlos aufgehoben. Der Kläger ist sodann ab den Sommer-

schulferien 2017 berechtigt zu erklären, jeweils am 3. Sonntag eines jeden Mo-

nats die Kinder in der näheren Umgebung ihres Wohnortes von 14 Uhr bis 18 Uhr 

zu besuchen.  

- 26 - 

Es sind zwei Ferienwochen im Jahr vorzusehen. Die zwei Wochen Ferien dürfen 

nicht zusammenhängend ausgeübt werden. Eine Ferienwoche dauert von Sams-

tag, 10 Uhr, bis zum darauffolgenden Sonntag, 18 Uhr. Die Ferien sind mindes-

tens drei Monate im Voraus mit der Beklagten abzusprechen. Fällt eine Ferienwo-

che auf das 1. Wochenende des betreffenden Monats, wird das Wochenendbe-

suchsrecht am 3. Wochenende des betreffenden Monats nachgeholt. Damit ist 

das Sonntagsbesuchsrecht (jeweils jeden 3. Sonntag im Monat) abgegolten. Für 

das Ferienbesuchsrecht gilt, dass der Vater die Kinder auf eigene Kosten holt und 

auch wieder auf eigene Kosten zur Mutter zurückbringt.  

Zusätzlich steht dem Kläger ein Besuchsrecht an den armenischen Weihnachten 

zu, nämlich am dem 6. Januar folgenden Sonntag. In Berücksichtigung dessen, 

dass der Kläger nahe Verwandtschaft in Genf hat und ihm ermöglicht werden soll, 

zusammen mit seiner (Herkunfts-)Familie und den Kindern Weihnachten zu fei-

ern, ist er berechtigt zu erklären, die Kinder an diesem Sonntag von 10 Uhr bis  

19 Uhr (Eintreffenszeit bei der Beklagten) mit sich auf Besuch zu nehmen. An 

diesem Feiertagsbesuchsrecht holt der Kläger die Kinder auf eigene Kosten bei 

der Beklagten ab und bringt sie wieder auf eigene Kosten zurück.  

6. Die Anordnung des Bezirksgerichtes Zürich, wonach die mit Verfügung  

vom 16. September 2009 vom Tribunal de Martigny et St-Maurice im Sinne von 

Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtete Beistandschaft für C._____ und D._____ 

weitergeführt wird (act. 91 S. 41, Dispositivziffer 4./2.), erwuchs am 21. Mai 2013  

in Rechtskraft (vgl. act. 129 S. 10 unten). Sie ist daher nicht mehr Gegenstand ei-

nes gerichtlichen Verfahrens. Damit stand der KESB F._____ die Kompetenz zu, 

über die Aufhebung der Beistandschaft zu entscheiden (Art. 315 i.V.m. Art. 315a 

i.V.m. Art. 315b Abs. 2 ZGB; act. 139/521). Die Kammer kann allerdings aufgrund 

von Art. 315a ZGB die heutige Regelung der Elternrechte und -pflichten erneut 

mit Kindesschutzmassnahmen verbinden. Von einer erneuten Errichtung einer 

Beistandschaft, etwa einer Beistandschaft zur Informationsübermittlung, ist indes 

abzusehen. Den intelligenten Eltern ist unter Hinweis auf die dokumentierte Ent-

wicklung ihre Eigenverantwortung zurückzugeben. Die Parteien werden auf Art. 

275a Abs. 1 ZGB hingewiesen, wonach die Beklagte die Pflicht trifft, den  

- 27 - 

Kläger über besondere Ereignisse im Leben der Kinder zu informieren und vor 

Entscheidungen, die für die Entwicklung der Kinder wichtig sind, anzuhören.  

Art. 275a Abs. 2 ZGB gesteht den Eltern ohne elterliche Sorge ein Auskunftsrecht 

zu. Der Kläger kann bei Drittpersonen wie namentlich bei Lehrern, Ärzten, in glei-

cher Weise wie die Beklagte Auskünfte über den Zustand und die Entwicklung 

von C._____ und D._____ einholen. Die Schulleitung ist nicht an der Betreuung 

von Kindern beteiligt, weshalb der Kläger gegenüber ihr kein Auskunftsrecht hat.  

7. Der Kläger verlangt in Ziffer 2 seiner Berufungsanträge (auch) die Aufhe-

bung der Ziffer 6 des vorinstanzlichen Urteils, mit welchen er zu Unterhaltszah-

lungen für die Kinder verpflichtet wurde (act. 92 S. 43). Er stellt aber keine  

(Eventual-)Anträge in der Sache. Der Berufungskläger setzt sich in der Begrün-

dung der Berufungsschrift mit keinem Wort mit den Erwägungen des Bezirksge-

richtes zur Unterhaltsberechnung auseinander (act. 92 S. 28 ff.). Ohnehin würden 

Ausführungen lediglich in der Begründung den Anforderungen an eine Berufung 

nicht genügen: Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz schriftlich und be-

gründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Sie hat die Berufungsanträge zu ent-

halten. Bei diesen darf sich ein Berufungskläger nicht damit begnügen, einzig die 

Aufhebung des angefochtenen erstinstanzlichen Entscheides zu beantragen. Er 

hat auch einen Antrag in der Sache selbst zu stellen, also im Rechtsbegehren an-

zugeben, wie im Fall der Gutheissung der Berufung zu entscheiden wäre. Das 

folgt zwangsläufig aus der reformatorischen und nicht bloss kassatorischen Natur 

der Berufung (vgl. etwa OGer ZH, LE110051 vom 10. November 2011; BGer Ur-

teil 4D_61/2011 vom 26. Oktober 2011 [Bezifferung geldwerter Ansprüche; kein 

überspitzter Formalismus, an dieser Voraussetzung festzuhalten]). Fehlt es im 

Rechtsbegehren an einem Antrag auch zur Sache, so ist die Berufung nicht ab-

zuweisen, sondern es ist auf sie nicht einzutreten.   

8. Nach dem Gesagten erweist sich die Berufung als unbegründet. Der ange-

fochtene Entscheid ist, mit Ausnahme der Regelung des persönlichen Verkehrs in 

Dispositivziffern 3 und 8 des Entscheides des Bezirksgerichts Zürich vom 3. De-

zember 2012, zu bestätigen.  

- 28 - 

9. Dem Entscheid über die Neuzuteilung der elterlichen Sorge kommt rechts-

gestaltende Wirkung zu. Gemäss Art. 103 Abs. 2 lit. a BGG kommt einer Be-

schwerde gegen ein Gestaltungsurteil aufschiebende Wirkung zu.  

III. 

1. Bei diesem Ausgang bleibt es bei der Kostenregelung des vorinstanzlichen 

Verfahrens. Die Aufhebung von Dispositivziffern 8 rechtfertigt angesichts des hier 

sehr geringfügig entstandenen Aufwandes keine abweichende Regelung. Dabei 

ist zu berücksichtigen, dass die vorinstanzliche Festsetzung der Gerichtskosten 

(vgl. act. 92 S. 44, Dispositiv-Ziffer 12; recte: 11) unangefochten blieb, sich als 

angemessen erweist und daher zu bestätigen ist. Analog verhält es sich mit dem 

Wettschlagen der erstinstanzlichen Parteientschädigung (act. 92 S. 44, Dispositiv-

Ziffer 14 recte: 13).  

 

2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist gestützt auf § 12 Abs. 1 

und 2 GebV OG und § 5 GebV OG auf Fr. 3'000.-- festzusetzen (zuzüglich Kosten 

für die Dolmetscherentschädigung). Die Gerichtskosten des Berufungsverfahren 

sind gestützt auf Art. 111 Abs. 1 ZPO mit dem vom Berufungskläger unter Verfah-

rensnummer LC130006 geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Der Beru-

fungskläger ist gestützt auf § 11 Abs. 2 i.V.m. § 5 AnwGebV lediglich für die zu-

sätzlichen Eingaben (Stellungnahme zum Ergebnis der Kinderanhörung, zur No-

veneingabe usw.) zu einer Entschädigung von Fr. 1'600.-- netto an die Beklagte 

zu verpflichten. Den Berufungskläger trifft keine Pflicht zur Entschädigung der 

Aufwendungen für die Eingabe vom 29. Mai 2013 (act. 104), weil die hier vorge-

brachten Vorfälle bereits in der Berufungsantwort hätten dargelegt werden können 

(vgl. act. 102).  

Es wird beschlossen: 

1. Die Anträge des Berufungsklägers, die Kinder nochmals und getrennt anzu-

hören und die Berufungsbeklagte psychologisch/psychiatrisch begutachten 

zu lassen, werden abgewiesen.  

- 29 - 

2. Ebenso werden die Anträge des Berufungsklägers auf Bestellung eines Kin-

desvertreters und auf Einholung weiterer Berichte von Sozial- und Schulbe-

hörden abgewiesen.  

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung gemäss nachfolgendem 

Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. In teilweiser Gutheissung der Berufung werden die Dispositiv-Ziffern 3 und 8 

des einzelgerichtlichen Urteils vom 3. Dezember 2012 aufgehoben und 

durch die folgenden Fassungen ersetzt: 

"3. a) Der Kläger wird berechtigt erklärt, die Kinder C._____ und 
D._____ ab Mai 2015 bis Juni 2017 jeden 1. Mittwoch eines jeden 
Monats von 16 Uhr 30 bis 18 Uhr 30, jeden 2. Samstag eines je-
den Monats von 14 Uhr bis 18 Uhr und jeden 4. Sonntag eines 
jeden Monats von 14 Uhr bis 18 Uhr in der näheren Umgebung 
des Wohnorts der Kinder auf eigene Kosten mit sich auf Besuch 
zu nehmen.  

 Schule und von der Schule für den Klassenverband angeordnete 
Aktivitäten gehen den Besuchen vor. Die Besuche gehen ausser-
schulischen Aktivitäten der Kinder vor. Nicht vollzogene Besuche 
verfallen.  

 b) Der Kläger wird berechtigt erklärt, die Kinder C._____ und 
D._____ ab Juli 2017 jeweils am 1. Wochenende eines jeden 
Monats von Freitag Abend, 20 Uhr 30 (Eintreffenszeit beim Klä-
ger), bis Sonntag Abend, 20 Uhr (Eintreffenszeit bei der Beklag-
ten) zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Die Beklagte 
bringt die Kinder am Freitag auf eigene Kosten zum Vater. Der 
Vater bringt die Kinder am Sonntag auf eigene Kosten zur Mutter 
zurück.  

 Zusätzlich wird der Kläger berechtigt erklärt, die Kinder C._____ 
und D._____ ab Juli 2017 jeweils am 3. Sonntag eines jeden Mo-
nats die Kinder in der näheren Umgebung ihres Wohnortes auf 
eigene Kosten von 14 Uhr bis 18 Uhr mit sich auf Besuch zu 
nehmen.  

 Schule und von der Schule für den Klassenverband angeordnete 
Aktivitäten gehen den Besuchen vor. Die Besuche gehen ausser-
schulischen Aktivitäten der Kinder vor. Nicht vollzogene Besuche 
verfallen.  

- 30 - 

. c) Ferner wird der Kläger berechtigt erklärt, C._____ und 
D._____ ab den Sommerschulferien 2017 für 14 Tage pro Jahr 
während der Schulferien auf eigene Kosten zu oder mit sich in die 
Ferien zu nehmen. 

 Die Ferien sind als Einzelwochen zu beziehen. Eine Ferienwoche 
dauert von Samstag, 10 Uhr, bis zum darauffolgenden Sonntag, 
18 Uhr. Der Kläger ist verpflichtet, die Ausübung des Ferienbe-
suchsrechts mindestens drei Monate im Voraus anzumelden bzw. 
mit der Beklagten abzusprechen.  

 Fällt eine Ferienwoche auf das 1. Wochenende des betreffenden 
Monats, wird das Wochenendbesuchsrecht am 3. Wochenende 
des betreffenden Monats nachgeholt. Damit ist das Sonntagsbe-
suchsrecht (jeweils jeden 3. Sonntag im Monat) abgegolten.  

 Nicht vollzogene Ferienbesuche verfallen.  
 d) Der Kläger wird sodann für berechtigt erklärt, an den arme-

nischen Weihnachten, nämlich am dem 6. Januar folgenden 
Sonntag die Kinder C._____ und D._____ von 10 Uhr bis 19 Uhr 
(Eintreffenszeit bei der Beklagten) auf eigene Kosten mit sich auf 
Besuch zu nehmen.  

8. [wird ersatzlos aufgehoben] 
  

 Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Das Kosten- und Entschädigungsdispositiv für das erstinstanzliche Verfah-

ren (Dispositiv-Ziffern 12 und 13; recte: Dispositivziffern 11 und 12) werden 

bestätigt. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.-. Die 

weiteren Gerichtskosten (Dolmetscherentschädigung) betragen Fr. 187.50.  

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beru-

fungskläger auferlegt und mit dem von ihm unter der Verfahrensnummer 

LC130006 geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Für die Nachforderung 

von Fr. 187.50 wird separat Rechnung gestellt.  

5. Der Berufungskläger wird verpflichtet, der Berufungsbeklagten für das zweit-

instanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'600.-- netto zu 

bezahlen. 

- 31 - 

6. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an die Parteien sowie an 

das Einzelgericht am Bezirksgericht Zürich, 4. Abteilung, an die Oberge-

richtskasse sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach 

Eintritt der Rechtskraft an das Zivilstandsamt der Stadt Zürich mit dem Ver-

merk, dass die Kinder C._____ und D._____ unter die elterliche Sorge der 

Beklagten gestellt werden.  

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an 
das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung, vorbehältlich Art. 103 Abs. 2 lit. a 
BGG. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. T. Engler 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 31. März 2015
	Rechtsbegehren des Klägers: (act. 1 S. 2 sinngemäss)
	Rechtsbegehren der Beklagten: (act. 75)
	Urteil des Einzelgerichtes (4. Abteilung) des Bezirksgerichtes Zürich  vom 3. Dezember 2012 (act. 83 = act. 91 = act. 92):
	1. Die Ehe der Parteien wird gestützt auf Art. 114 ZGB geschieden.
	2. Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2005, und D._____, geboren am tt.mm.2008, werden unter die elterliche Sorge der Beklagten gestellt.
	3. Die Regelung des persönlichen Verkehrs wird zwischen den Parteien nach Absprache und in Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder C._____ und D._____ unter Mitwirkung des Besuchsbeistandes vorgenommen.
	Im Falle einer Nichteinigung ist der Kläger berechtigt, die Kinder C._____ und D._____ jedes zweite Wochenende von Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag (späteste Ankunft der Kinder an ihrem Wohnort um 18.00 Uhr) auf eigene Kosten zu sich oder mit sich...
	Weiter ist der Kläger berechtigt, die Kinder C._____ und D._____ am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr sowie in geraden Jahren von Karfreitag (ab 10.00 Uhr) bis und mit Ostermontag (späteste Ankunft der Kinder an ihrem Wohnort um ...
	Der Kläger wird verpflichtet, die jeweiligen Transporte der Kinder zu ihm zu besorgen. Die Beklagte wird verpflichten, die jeweiligen Rücktransporte der Kinder nach Ausübung des Besuchsrechts zu ihr zu besorgen. Die Transportkosten werden dem Kläger a...
	Zudem ist der Kläger berechtigt, die Kinder C._____ und D._____ während den Schul-/Kindergartenferien für die Dauer von fünf Wochen pro Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.
	Der Kläger wird verpflichtet, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts drei Monate im Voraus mit der Beklagten abzusprechen, wobei bei Uneinigkeit die Modalitäten des Ferienbesuchsrechts durch den Besuchsbeistand festgelegt werden.
	Der Kläger wird angehalten, sein Besuchs- und Ferienbesuchsrecht selber auszuüben.
	4. Die Teilvereinbarung der Parteien vom 3. September 2012 über die Scheidungsfolgen wird im Übrigen genehmigt. Sie lautet wie folgt:
	" 1.  Scheidung
	Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam die Scheidung ihrer Ehe im Sinne von Art. 114 ZGB.
	2. Beistandschaft (Art. 308 ZGB)
	Die Parteien beantragen dem Gericht, es sei die mit Verfügung vom 16. September 2009 von Tribunal de Martigny et St-Maurice errichtete Beistandschaft für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2005 und D._____, geboren am tt.mm.2008, im Sinne von Art. 3...
	3. Güterrecht
	In güterrechtlicher Hinsicht treffen die Parteien folgende Regelung:
	Der Kläger verpflichtet sich, der Beklagten aus Güterrecht Fr. 7'241.– zu bezahlen.
	Im Übrigen erklären sich die Parteien als güterrechtlich vollständig auseinandergesetzt. Jede Partei behält demzufolge, was sie zurzeit besitzt respektive was auf ihren Namen lautet.
	4. Vorsorgeausgleich

	5. Die für die Kinder C._____ und D._____ mit Verfügung des Tribunal de Martiny et St-Maurice vom 16. September 2009 errichtete Besuchsbeistandschaft im Sinne Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird beibehalten bzw. mit Art. 308 Abs. 2 ZGB ergänzt. Dem Beistan...
	- Unterstützung der Parteien bei der konfliktfreien Abwicklung des Besuchsrechts;
	- Sollte zwischen den Parteien keine Einigkeit bezüglich der Besuchsmodalitäten und Ferienbesuchsmodalitäten erzielt werden können, so entscheidet der Beistand verbindlich, entsprechend der Regelung durch das Gericht, über Zeit und Datum des Beginns u...
	- Sollte zwischen den Parteien keine Einigung erzielt werden können, entscheidet der Beistand verbindlich über die Art und Weise der Übergabe der Kinder an den Kläger und die Rückgabe der Kinder an die Beklagte. Die Transportkosten sind dem Kläger auf...
	- Regelmässige Berichterstattung über den Verlauf des Besuchsrechts bei der zuständigen Vormundschaftsbehörde.
	6. Der Kläger wird verpflichtet, ab Rechtskraft des Scheidungsurteils an die Kosten des Unterhalts und die Erziehung der Kinder C._____ und D._____ monatlich je  Fr. 1'700.– (zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen) zu beza...
	7. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten persönlich monatliche Unterhaltsbeiträge im Sinne von Art. 125 ZGB wie folgt zu bezahlen: - Fr. 2'000.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis Februar 2018,  - Fr. 1'000.– und ab März 2018 bis Februar 2...
	8. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten die Transportkosten für ihre Begleitung der Kinder für die Ausübung des Besuchsrechts (inkl. Billet der Kinder) im monatlichen Betrag von derzeit Fr. 141.– zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils...
	9. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 6 und 7 basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Oktober 2012 von 99.4 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Januar jedes Jah...
	10. Die Pensionskasse des …  wird angewiesen, mit Rechtskraft des Scheidungsurteils vom Vorsorgekonto des Klägers (AHV-Nr. ...) Fr. 41'949.05 auf das Sammelkonto Nr. ..., lautend auf die Freizügigkeitsstiftung der Zürcher Kantonalbank, Postfach, 8010 ...
	12. (recte: 11.) Die Entscheidgebühr (Pauschalgebühr) wird festgesetzt auf 6'000.–. Die Übersetzungskosten betragen Fr. 581.25. Weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	13. (recte: 12.) Die Gerichtskosten werden dem Kläger zu zwei Dritteln und der Beklagten zu einem Drittel auferlegt.
	14. (recte: 13.) Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	(Mitteilungssatz / Rechtsmittelbelehrung)"
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	2. Mit der Aufhebung des Urteils vom 23. September 2013 und der Rückweisung des Verfahrens zur Behandlung im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen ist das Verfahren wieder in den Stand versetzt, in dem es sich vor der Urteilsfällung durch die Kamme...
	3. Im ersten obergerichtlichen Verfahren unangefochten blieben die Dispositivziffern 1.,4.1-4.4.,5., 9.und 10. des Bezirksgerichtsentscheides vom 3. Dezember 2012. Diese wurden rechtskräftig und vollstreckbar (Art. 450c ZGB, Art. 450f ZGB, Art. 315 Ab...
	II.
	Es wird beschlossen:
	1. Die Anträge des Berufungsklägers, die Kinder nochmals und getrennt anzuhören und die Berufungsbeklagte psychologisch/psychiatrisch begutachten zu lassen, werden abgewiesen.
	2. Ebenso werden die Anträge des Berufungsklägers auf Bestellung eines Kindesvertreters und auf Einholung weiterer Berichte von Sozial- und Schulbehörden abgewiesen.
	3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung gemäss nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. In teilweiser Gutheissung der Berufung werden die Dispositiv-Ziffern 3 und 8 des einzelgerichtlichen Urteils vom 3. Dezember 2012 aufgehoben und durch die folgenden Fassungen ersetzt:
	Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Das Kosten- und Entschädigungsdispositiv für das erstinstanzliche Verfahren (Dispositiv-Ziffern 12 und 13; recte: Dispositivziffern 11 und 12) werden bestätigt.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.-. Die weiteren Gerichtskosten (Dolmetscherentschädigung) betragen Fr. 187.50.
	4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Berufungskläger auferlegt und mit dem von ihm unter der Verfahrensnummer LC130006 geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Für die Nachforderung von Fr. 187.50 wird separat Rechnung g...
	5. Der Berufungskläger wird verpflichtet, der Berufungsbeklagten für das zweitinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'600.-- netto zu bezahlen.
	6. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an die Parteien sowie an das Einzelgericht am Bezirksgericht Zürich, 4. Abteilung, an die Obergerichtskasse sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Eintritt der Rechtskraft an da...
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...