# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8fcff140-416e-5ef4-8d39-85b896cef2a1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.12.2011 E-6468/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6468-2009_2011-12-15.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­6468/2009

U r t e i l   v om   1 5 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker, 
Gerichtsschreiber Simon Thurnheer.

Parteien B._______, geboren am (…),
Syrien,  
vertreten durch Edith Hofmann, Freiplatzaktion Zürich, 
Rechtshilfe Asyl und Migration, (…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. September 2009 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  21. April  2008  im  Flughafen  Zürich  um 
Asyl nachsuchte, wobei ihm am 9. Mai 2008 die Einreise bewilligt wurde,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  24. April  2008  sowie  der 
Anhörung  vom  2.  Mai  2008  und  der  ergänzenden  Anhörung  vom  13. 
Januar 2009 zur Begründung des Asylgesuchs  im Wesentlichen geltend 
machte, er sei kurdischer Yezide aus der Provinz B._______,

dass  die  syrischen  Behörden  vor  vielen  Jahren  einen  Teil  seiner 
Ländereien enteignet hätten, 

dass  er  2005  einer  kurdischen  (...)gruppe  beigetreten  und  mit  dieser 
zusammen an den Newrozfeiern (…) und (…) aufgetreten sei,

dass  er  beide  Male  kurz  nach  dem  Ende  der  Feier  von  den 
Sicherheitsbehörden festgenommen und ein paar Tage lang festgehalten 
worden sei,

dass  er  während  der  Haft  verhört,  geschlagen,  getreten  und  bedroht 
worden sei,

dass  er  im  Jahre  2008  an  einer  Protestkundgebung  in  C._______ 
teilgenommen habe, wobei er das Regime heftig kritisiert und beschimpft 
habe,

dass er, weil er habe befürchten müssen, dass sein regierungskritisches 
Votum an die Behörden übermittelt worden sei, das Land anschliessend 
verlassen habe,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom 10. September 2009 – eröffnet am 15. September 2009 – ablehnte 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  bei  der 
Kurzbefragung  habe  er  die  allgemeine  Situation  der  Kurden  und  die 
Probleme  der  Yeziden  als  Ausreisegründe  angeben,  wobei  er  geltend 
gemacht habe, bei einem weiteren Aufenthalt  in Syrien könnten  ihm die 
Behörden  ein  Leid  zufügen,  während  er  erst  in  den  Anhörungen 
vorgebracht habe, er sei bereits zweimal  festgenommen und  in der Haft 
mit Fäusten geschlagen und mit Füssen getreten worden,

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dass das Vorbringen der beiden Festnahmen nachgeschoben erscheine, 
um dem Asylgesuch mehr Gewicht zu verleihen, und daher unglaubhaft 
sei,

dass der Beschwerdeführer  in den Anhörungen angegeben habe, er sei 
einer  kurdischen  (...)gruppe  beigetreten  und  habe  (…)  und  (…)  am 
Newrozfest  teilgenommen,  wobei  diese  (...)gruppe  gemäss  der  ersten 
Anhörung  den  Namen  D._______,  gemäss  der  ergänzenden  Anhörung 
jedoch  den Namen E._______  getragen  habe, womit  sich  die Angaben 
zum Namen der (...)gruppe als widersprüchlich erwiesen,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Anhörung  angeben  habe,  einen 
Antrag gestellt zu haben, bei der (...)gruppe mitspielen zu dürfen, weil er 
etwas  für  sein  Volk  habe  tun  wollen,  während  er  in  der  ergänzenden 
Anhörung ausgesagt  habe,  zum Mitspielen gezwungen worden  zu  sein, 
womit er wiederum widersprüchliche Angaben gemacht habe,

dass  zudem  auch  die  Angaben  zur  Dauer  der  zweiten  Inhaftierung 
widersprüchlich seien,

dass das in der ergänzenden Anhörung gemachte Vorbringen, er sei mit 
der  heimlichen  Aufnahme  eines  regimekritischen  Votums  vom 
Verantwortlichen  der  (...)gruppe  unter  Druck  gesetzt  worden,  als 
nachgeschobene Behauptung unglaubhaft erscheine,

dass  der  Schilderung  der  zweiten  Haft  jegliche  Realitätskennzeichen 
fehlten,  so  dass  nicht  der  Eindruck  entstanden  sei,  sie  beruhe  auf 
tatsächlich Erlebtem,

dass die Gesamtwürdigung aller Ungereimtheiten zum Schluss führe, der 
Beschwerdeführer  stütze  seine  Asylbegründung  auf  eine  konstruierte 
Geschichte ab,

dass  überdies  Abklärungen  der  Schweizer  Vertretung  in  Damaskus 
ergeben hätten, dass der Beschwerdeführer am 9. März 2008  legal aus 
Syrien ausgereist sei und er von den Behörden nicht gesucht werde,

dass im Übrigen das Vorbringen, Kurden und besonders Yeziden würden 
in Syrien auf verschiedene Weise schikaniert, nicht asylrelevant sei, da in 
Syrien  keine  Verfolgung  im  Sinne  von  Art  3  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) dieser Volksgruppen stattfinde und der 

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Beschwerdeführer  keine  ernsthaften  Nachteile  einer  asylrelevanten 
Intensität geltend mache, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom 
14. Oktober  2009  (Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundes­
verwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  die 
angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  ihm  Asyl  zu  gewähren, 
eventualiter  sei  wegen  Unzulässigkeit  des  Vollzugs  die  vorläufige 
Aufnahme  anzuordnen,  zudem  sei  die  unentgeltliche  Rechtspflege  im 
Sinne von Art.  65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  zu  gewähren  und 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten,

dass dieser Eingabe zahlreiche Berichte über die Lage der Kurden und 
Yeziden  in  Syrien  und  ein  Dokument  betreffend  die  Ehefrau  des 
Beschwerdeführers beilagen,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom 
16. Oktober 2009 unter anderem eine Fürsorgebestätigung nachreichte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
26. Oktober  2009  das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  abwies 
und  einen  Kostenvorschuss  erhob,  welcher  am  5. November  2009 
fristgerecht geleistet wurde,

dass  das  BFM  in  Anwendung  von  Art.  58  VwVG  mit  Verfügung  vom 
17. August  2011  die  angefochtene  Verfügung  teilweise  in 
Wiedererwägung zog, den Beschwerdeführer infolge Unzumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs  gemäss Art. 83 Abs.  4  des Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 
142.20) vorläufig aufnahm und entsprechend die Dispositivziffern 4 und 5 
der angefochtenen Verfügung aufhob,

dass  dem  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  der  zuständigen 
Instruktionsrichterin  vom  22. August  2011  Gelegenheit  geboten  wurde, 
seine  Beschwerde,  soweit  sie  nicht  gegenstandslos  geworden  sei, 
zurückzuziehen,  wobei  der  Verzicht  auf  die  Auferlegung  von 
Verfahrenskosten in Aussicht gestellt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  innert  angesetzter  Frist  auf  die 
Rückzugsanfrage nicht antwortete,

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dass  die  Rückzugsanfrage  anlässlich  der  Behandlung  der  Beschwerde 
der  Ehefrau  des  Beschwerdeführers  und  der  gemeinsamen  Kinder  (E­
7243/2010) mit Verfügung vom 21. September 2011 wiederholt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom 
14. Oktober  2011  erklärte,  an  seiner  Beschwerde  festhalten  zu  wollen, 
und ein ergänzendes Dokument zur Stützung seines Begehrens zu den 
Akten reichte,

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG),

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind,  im  Verlaufe  des  Verfahrens  ausgewechselt  oder  unbegründet 
nachgeschoben  werden,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder 
massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt 
werden,

dass  es  für  die Glaubhaftmachung  nicht  ausreicht,  wenn  der  Inhalt  der 
Vorbringen  zwar möglich  ist,  aber  in Würdigung  der  gesamten Aspekte 
wesentliche  und  überwiegende  Umstände  gegen  die  vorgebrachte 
Darstellung des Sachverhalts sprechen,

dass  im  Sinne  einer  Gesamtwürdigung  entscheidend  ist,  ob  die  für  die 
Richtigkeit  des  dargelegten  Sachverhalts  sprechenden  Gründe 
überwiegen  oder  nicht;  wobei  auf  eine  objektivierte  Sichtweise 
abzustellen ist,

dass  dem  BFM  darin  zuzustimmen  ist,  dass  die  anlässlich  der 
Erstbefragung  unerwähnte,  erst  in  den  nachfolgenden  Anhörungen 

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genannte  zweimalige  Inhaftierung  als  nachgeschoben  und  damit  als 
unglaubhaft zu würdigen ist,

dass die Vorinstanz auf Grund von Widersprüchen bezüglich des Motivs 
für  den  Beitritt  zur  (...)gruppe  und  die  Teilnahme  an  den Newrozfeiern, 
des Namens der (...)gruppe und der Dauer der zweiten  Haft zu Recht auf 
eine konstruierte Asylbegründung schloss, 

dass die Vorinstanz die Schilderung der zweiten Inhaftierung zu Recht als 
zu wenig konkret, detailliert und differenziert erachtet hat, 

dass  gemäss  den  Abklärungen  der  Schweizerischen  Botschaft  der 
Beschwerdeführer legal aus Syrien ausgereist war und von den syrischen 
Sicherheitsbehörden zum Zeitpunkt der Abklärungen nicht verfolgt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer,  indem  er  bei  der  Erstbefragung  und  der 
Anhörung vom 2. Mai 2008 über seine Identität falsche Angaben gemacht 
hatte, seine persönliche Glaubwürdigkeit untergrub,

dass  die  auf  Beschwerdeebene  angebotene  Erklärung  für  die 
Widersprüche  und  nachgeschobenen  Vorbringen,  wonach  der 
Beschwerdeführer bei der Erstbefragung in einer schlechten psychischen 
Verfassung  gewesen  sei  und  vor  dem  kurdischen  Dolmetscher  Angst 
gehabt  habe,  so  dass  gewisse  Gegebenheiten  nicht  hätten  erwähnt 
werden können, sich als nachgeschobene Schutzbehauptung erweist,

dass nämlich keine Hinweise vorliegen für eine solche Gemütsverfassung 
bei  der  Erstbefragung  sowie  eine  daraus  allfällig  resultierende 
Unfähigkeit, sich zu äussern,

dass  sodann  die  Angst  vor  dem  Dolmetscher,  wie  in  der 
Beschwerdeschrift eingeräumt wird, unbegründet war,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  zu  Beginn  der  Erstbefragung 
ausdrücklich  auf  seine  Mitwirkungs­  und Wahrheitspflicht  sowie  auf  die 
Verschwiegenheitspflicht der Teilnehmenden hingewiesen wurde, 

dass  somit  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  an  der 
Unglaubhaftigkeit der beiden Inhaftierungen nichts zu ändern vermögen,

dass  allein  die  Tatsache,  kurdischer  Yezide  zu  sein,  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht zu begründen vermag,

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dass  zwar  einzuräumen  ist,  dass  Angehörige  der  yezidischen 
Religionsgemeinschaft und der kurdischen Minderheit in Syrien in der Tat 
in  gewissen  Fällen  von  verschiedenen  Formen  der Diskriminierung  und 
von Verletzung ihrer Menschenrechte bedroht sind, 

dass  indes  nicht  von  einer  generellen Verfolgung  der Yeziden  oder  der 
Kurden  gesprochen  werden  kann  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts D­1624/2009 vom 1. Juli 2010 E. 4.4),

dass somit konkrete und glaubhafte Hinweise bestehen müssen, um eine 
entsprechende Gefährdung im Einzelfall anzunehmen,

dass  der  Beschwerdeführer  aber,  wie  die  vorangehenden  Erwägungen 
gezeigt  haben,  keinerlei  asylrelevante  Verfolgungsmassnahmen 
glaubhaft zu machen vermochte, 

dass  für  ein  besonderes  Verfolgungsrisiko  aufgrund  seiner  ethnischen 
Zugehörigkeit  zur  kurdischen  Minderheit  oder  seiner  religiösen 
Zugehörigkeit zur yezidischen Glaubensgemeinschaft keine spezifischen 
Anhaltspunkte vorliegen,

dass vielmehr festzustellen ist, dass er legal auszureisen vermochte und 
offensichtlich auch nicht zu jenen Yeziden gehört, welchen aufgrund ihrer 
Religionszugehörigkeit die syrische Staatsbürgerschaft verweigert wird,

dass  entsprechend  auch  kein  Grund  zur  Annahme  besteht,  er  werde 
nach  seiner  Rückkehr  nach  Syrien  auf  Grund  seiner  Religions­  oder 
ethnischen  Zugehörigkeit  einer  konkreten  asylrechtlich  relevanten 
Gefährdung ausgesetzt sein,

dass  es  somit  den  Nachteilen,  die  der  Beschwerdeführer  mit  den 
zahlreichen Berichten zur Situation von Kurden und Yeziden in Syrien zu 
beweisen  sucht,  an  der  Gezieltheit  und  Intensität  fehlt,  um  die 
Flüchtlingseigenschaft zu begründen,

dass  den Fotografien,  die  das Newrozfest  zeigen,  bezüglich Verfolgung 
keine Beweisaussage zukommt,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

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dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  AuG)  und 
vorliegend  wegen  Unzumutbarkeit  des  Vollzugs  wiedererwägungsweise 
die vorläufige Aufnahme angeordnet hat,

dass gegen eine allfällige  spätere Aufhebung der  vorläufigen Aufnahme 
dem  Beschwerdeführer  wieder  die  Beschwerde  an  das 
Bundesverwaltungsgericht offensteht (vgl. Art. 112 Abs. 1 AuG i.V.m. Art. 
84  AuG),  wobei  in  einem  Aufhebungsverfahren  von  Amtes  wegen  alle 
Vollzugshindernisse  nach  Massgabe  der  zu  jenem  Zeitpunkt 
herrschenden Verhältnisse erneut zu prüfen wären,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die 
angefochtene  Verfügung,  soweit  sie  durch  das  BFM  nicht 
wiedererwägungsweise aufgehoben worden ist, Bundesrecht verletzt, den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit sie nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  dem  Beschwerdeführer  im 
Umfang seines Unterliegens die Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG), 

dass  diese  angesichts  des  praxisgemäss  als  hälftig  zu  wertenden 
Unterliegens um die Hälfte zu kürzen und auf Fr. 300.­ festzusetzen sind,

dass,  soweit  die  Beschwerde  betreffend  die  Anordnung  des 
Wegweisungsvollzuges gegenstandslos geworden ist, gemäss Art. 5 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

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vor dem Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, SR 173.320.2) keine Kosten 
aufzuerlegen sind,

dass der Betrag von Fr. 300.­ mit dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 600.­  zu verrechnen ist,

dass entsprechend ein Betrag von Fr. 300.­ zurückzuerstatten ist,

dass  dem  rechtlich  vertretenen  Beschwerdeführer,  nachdem  er  im 
Ergebnis mit  seiner  Beschwerde  hälftig  durchgedrungen  ist,  für  die  ihm 
erwachsenen,  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten 
grundsätzlich eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, welche um die 
Hälfte der tatsächlichen Kosten zu kürzen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. 
Art. 37 VGG; Art. 7 ff. VGKE),

dass die Rechtsvertreterin keine Kostennote eingereicht hat, 

dass  auf  deren  nachträgliche  Einholung  zu  verzichten  und  der 
Vertretungsaufwand vom Gericht einzuschätzen ist, 

dass,  gestützt  auf  die  massgeblichen  Bemessungsfaktoren  (Art. 9  –  13 
VGKE),  das  Gericht  die  relevanten  Kosten  auf  insgesamt  Fr.  800.­ 
einschätzt,

dass  die  um  die  Hälfte  gekürzte,  vom  BFM  zu  entrichtende 
Parteienschädigung  folglich  auf  Fr.  400.­  (inkl.  aller  Auslagen) 
festzusetzen ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  abgewiesen,  soweit  sie  nicht  gegenstandslos 
geworden ist.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag wird mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 600.­ verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 300.­ wird zurückerstattet.

3. 
Das  BFM  wird  angewiesen,  dem  Beschwerdeführer  eine 
Parteientschädigung im Betrag von Fr. 400.­ auszurichten.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Simon Thurnheer