# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9181e593-d491-5ec0-aede-dbcf7a3490db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.05.2010 C-1309/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1309-2010_2010-05-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1309/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  M a i  2 0 1 0

Richter Andreas Trommer (Vorsitz),
Richterin Marianne Teuscher, Richterin Ruth Beutler, 
Gerichtsschreiber Rudolf Grun.

1. A._______, 
2. B._______, 
3. C._______, 
4. D._______,
Gesuchsteller,
alle vertreten durch lic. iur. Daniel Tschopp, Advokat, 
Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern.

Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
vom 16. November 2009 / C-2041/2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1309/2010

Sachverhalt:

A.
Das  BFM  verweigerte  den  Gesuchstellern  mit  Verfügung  vom 
14. Februar  2007  seine  Zustimmung  zu  einer  Ausnahme  von  den 
Höchstzahlen gemäss Art. 13  Bst. f  der  Verordnung vom 6. Oktober 
1986  über  die  Begrenzung  der  Zahl  der  Ausländer  (BVO,  AS  1986 
1791).

B.
Eine gegen die Verfügung des BFM gerichtete  Beschwerde der  Ge-
suchsteller wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 16. No-
vember 2009 ab, soweit es darauf eintrat.

C.
Mit Eingabe vom 3. März 2010 lassen die Gesuchsteller durch ihren 
Rechtsvertreter beantragen, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
sei in Revision zu ziehen und die Bewilligungssache sei an das BFM 
zurückzuweisen zwecks weiterer Sachverhaltsabklärungen und neuem 
Entscheid.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile aus 
den  in  Art.  121  bis  123  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (BGG, SR 173.110)  aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 
173.32]). Nicht als Revisionsgründe gelten Gründe, die die gesuchstel-
lende Partei  mit  einer Beschwerde gegen das Urteil  des Bundesver-
waltungsgerichts hätte geltend machen können (Art. 46 VGG).

2.
2.1 Gemäss Art. 45 VGG in Verbindung mit Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG 
kann die Revision verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nach-
träglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel 
auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter 
Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel,  die erst  nach dem Ent-
scheid entstanden sind.

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2.2 Unter dem vorerwähnten revisionsrechtlichen Gesichtspunkt  wird 
der  Gesundheitszustand  der  Gesuchstellerin  1  thematisiert  und 
werden Besonderheiten in den Lebensumständen der Gesuchsteller 2 
bis 4 ins Verfahren eingebracht, aus denen sich eine ernsthafte Gefahr 
für  das  Kindeswohl  ergeben  soll.  Die  Vorbringen  werden  mit  einer 
ganzen  Reihe  von  Beweismitteln  unterlegt,  die  allesamt  jüngeren 
Datums  sind  als  das  in  Revision  zu  ziehende  Urteil  (Behandlungs-
bestätigung  der  Universitären  Psychiatrischen  Kliniken  Basel  [UPK] 
vom  5.  Januar  2010  betr.  Gesuchstellerin  1,  Bericht  der  UPK  vom 
6. Januar  2010  betr.  Gesuchstellerin  1,  Kinder-  und  jugendpsychia-
trischer Bericht der UPK vom 21. Dezember 2009 betr. Gesuchsteller 2 
bis 4,  Bestätigung und Bericht  von Dr. med. M._______,  Basel,  vom 
6. Januar  bzw.  5. Februar  2010  betr.  Gesuchstellerin  1,  zwei 
mazedonische  Arztberichte  vom 5. Januar  2010  betr. die  Eltern  der 
Gesuchstellerin  1,  Bestätigungen  der  Lehrerschaft  vom  11. und 
14. Dezember 2009 betr. Gesuchstellerin 3, Schreiben einer Freundin 
der  Gesuchstellerin  3,  Schreiben  der  Leitung  eines  Fussballvereins 
vom  2. Dezember  2009  zu  Gunsten  des  Gesuchstellers  2,  Peti-
tionslisten, Schreiben der in der Schweiz lebenden Verwandtschaft der 
Gesuchsteller, sowie schriftliche Stellungnahmen der Gesuchsteller 2 
bis 4).

2.3 Soweit  die  Vorbringen der  Gesuchsteller  und die  von ihnen ein-
gebrachten Beweismittel Tatsachen zum Gegenstand haben, die sich 
nach  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  zugetragen  haben, 
wie  etwa  die  Auswirkungen  dieses  Urteils  auf  die  psychische 
Gesundheit  der Gesuchstellerin 1, fallen diese unter die Ausschluss-
klausel  von Art. 123 Abs. 2 Bst. a  in  fine BGG und sind  als  solche 
revisionsrechtlich  ohne  Relevanz  (vgl.  HANSJÖRG SEILER /  NICOLAS VON 
WERDT /  ANDREAS GÜNGERICH,  Bundesgerichtsgesetz  [BGG],  Handkom-
mentar, Bern 2007, Rz. 7 zu Art. 123).

2.4 Das  übrige  Prozessmaterial,  Vorbringen  und  Beweismittel,  be-
inhaltet  zum  einen  unzulässige  appellatorische  Kritik  an  der  Tat-
sachenwürdigung  bzw.  Rechtsanwendung  durch  das  Bundesver-
waltungsgericht  (vgl.  ELISABETH ESCHER,  in:  Marcel  Alexander  Niggli  / 
Peter  Übersax  /  Hans  Wiprächtiger  [Hrsg.]  Basler  Kommentar 
Bundesgerichtsgesetz,  Basel  2008,  Art.  123,  N.  7;  URSINA BEERLI-
BONORAND,  Die  ausserordentlichen  Rechtsmittel  in  der  Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 131). Zum 
andern  betrifft  es  Sachverhaltselemente,  die  den  Gesuchstellern  im 

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früheren  Verfahren bekannt  waren oder  bei  Wahrung der  gebotenen 
Sorgfalt hätten bekannt sein müssen und die daher zwingend bei jener 
Gelegenheit hätten ins Recht gelegt werden müssen (vgl.  SEILER /  VON 
WERDT /  GÜNGERICH,  a.a.O. Rz. 8 zu Art. 123 BGG). Auch sie können 
nach Massgabe von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG in einem Revisions-
verfahren  nicht  gehört  werden. Das Gesagte  gilt  namentlich  für  den 
vorbestandenen gesundheitlichen Zustand der Gesuchstellerin 1, der 
erst  auf  Revisionsebene  zum Thema des  Verfahrens  gemacht  wird, 
sowie die Lebensverhältnisse der Gesuchsteller 2 bis 4 in der Schweiz 
bzw. in  ihrem Heimatland,  aus  denen eine  Gefährdung  des  Kindes-
wohls abgeleitet wird. 

3.
Nach dem Gesagten ist das Revisionsgesuch ohne weiteren Schriften-
wechsel  als  offensichtlich  unbegründet  abzuweisen,  soweit  darauf 
überhaupt eingetreten werden kann (Art. 45 VGG i.V.m. Art. 127 BGG).

4.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Gesuchsteller die Ge-
richtskosten zu tragen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG, SR 172.021]). Diese werden auf gesamthaft Fr. 700.- bestimmt 
(Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

Dispositiv S. 5

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wer-
den kann.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 700.-  werden  den  Gesuchstellern  auf-
erlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden 
Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Gesuchsteller (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. [...] zurück)
- das Migrationsamt des Kantons Basel-Stadt (ad BS [...])

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Rudolf Grun

Versand: 

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