# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca213ccb-eee2-5d48-b773-bb47f4906fce
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.04.2015 PC150011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PC150011_2015-04-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PC150011-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter Dr. 

H.A. Müller und Oberrichterin Dr. M. Schaffitz sowie Gerichtsschrei-

berin lic. iur. Ch. Bas-Baumann 

Beschluss vom 20. April 2015 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Klägerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 
B._____,  

Beklagter und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 
betreffend Abänderung Scheidungsurteil 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgericht im ordentlichen  
Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 15. Dezember 2015 (FP140005-D) 

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Erwägungen: 

1. Die Klägerin und Beschwerdeführerin (fortan Beschwerdeführerin) machte 

vor Vorinstanz am 3. Februar 2014 ein Abänderungsverfahren anhängig (Urk. 

4/1). Dieses Verfahren wurde mit Verfügung vom 15. Dezember 2015 als durch 

Klagerückzug gegenstandslos geworden abgeschrieben, und dem Beklagten und 

Beschwerdegegner (fortan Beschwerdegegner) wurde eine Parteientschädigung 

zugesprochen. Dieser Entscheid wurde den Parteien ohne schriftliche Begrün-

dung im Dispositiv eröffnet, mit dem Hinweis auf die Möglichkeit, innert zehn Ta-

gen ab der schriftlichen Zustellung eine Begründung zu verlangen (Urk. 2). Diese 

Verfügung nahm die Beschwerdeführerin am 14. Januar 2015 entgegen (Urk. 

4/47). In der Folge gelangte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 19. Januar 

2015 (Poststempel 24. Januar 2015) an die Vorinstanz und beantragte eine Mo-

deration der Kostennote des Rechtsvertreters des Beschwerdegegners (Urk. 

4/48). Mit Verfügung der Vorinstanz vom 9. Februar 2015 wurde der Beschwerde-

führerin mitgeteilt, dass der Kostenentscheid mit Beschwerde weitergezogen wer-

den könne, vorab jedoch eine Begründung des anzufechtenden Entscheids zu 

verlangen sei. Der Beschwerdeführerin wurde mit selbiger Verfügung Frist ange-

setzt, um der Vorinstanz mitzuteilen, ob ihre Eingabe um Moderation der Kosten-

note als Begründungsbegehren zur Abschreibungsverfügung zu verstehen sei 

oder nicht (Urk. 4/49). Innert erstreckter Frist teilte die Beschwerdeführerin der 

Vorinstanz mit, dass sie den Kostenentscheid wegen Willkür ohne Begründung 

weiterziehen wolle (Urk. 1). Dieses Schreiben vom 5. März 2015 leitete die Vo-

rinstanz dem Obergericht zur weiteren Behandlung weiter (Urk. 3). Die damit 

rechtzeitig erhobene Beschwerde ist im Folgenden zu behandeln. 

2.1. Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO kann das Gericht einen Entscheid ohne 

schriftliche Begründung durch Zustellung des Dispositivs an die Parteien eröffnen. 

Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert zehn 

Tagen seit der Eröffnung des Entscheids verlangt. Wird keine Begründung ver-

langt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheids mit Berufung 

oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO). 

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2.2. Indem die Beschwerdeführerin nach entsprechender Aufforderung der Vo-

rinstanz keine Begründung des Entscheides verlangte (Urk. 4/49 und Urk. 1), ver-

zichtete sie von Gesetzes wegen auf das Rechtsmittel der Beschwerde. Eine An-

fechtung eines nicht schriftlich begründeten Entscheides ist nicht möglich (D. 

Staehelin, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweize-

rischen Zivilprozessordnung, 2. A., 2013, N 30 zu Art. 239 ZPO). Auf die Be-

schwerde gegen den Kostenentscheid der Vorinstanz ist damit nicht einzutreten. 

2.3. Da sich die Beschwerde damit als offensichtlich unbegründet bzw. unzuläs-

sig erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei 

verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

3.1. Die Beschwerdeführerin stellt mit Schreiben vom 5. März 2015 zudem ein 

Ausstandsgesuch gegen Bezirksrichter C._____ (Urk. 1). 

3.2. Die Ausstandsgründe sind bei der entscheidenden Instanz unverzüglich gel-

tend zu machen (Art. 49 ff. ZPO). Wenn die betreffende Instanz den Entscheid 

aber schon gefällt hat, können Ausstandsgründe während laufender Rechtsmittel-

frist bei der Rechtsmittelinstanz vorgebracht werden (BGE 139 III 466 E. 3.4 mit 

Hinweisen). Entsprechend ist auf das Ausstandsgesuch der Beschwerdeführerin 

gegen die mitwirkende Person im vorinstanzlichen Verfahren grundsätzlich einzu-

treten. 

Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass die vor Vorinstanz stattgefundene Kin-

deranhörung nicht ordnungsgemäss durchgeführt worden sei (Urk. 1). Hierzu 

muss festgehalten werden, dass die Kinderanhörung vor Vorinstanz am 7. Mai 

2014 stattfand (VI-Prot. S. 16). Das in diesem Zusammenhang Erwähnte kann mit 

Eingabe der Beschwerdefrist vom 5. März 2015 nicht mehr als unverzüglich im 

Sinne von Art. 49 Abs. 1 ZPO vorgebracht gelten. Auf diese Ausführungen ist da-

her nicht einzutreten. 

3.3. Die Beschwerdeführerin begründet sodann ihr Ausstandsgesuch, indem sie 

vorbringt, dass der zuständige Bezirksrichter "Geschäfte" mit einer Prozesspartei 

mache (Urk. 1). Zur Untermauerung dieses Vorbringens listet die Beschwerdefüh-

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rerin Zitate auf, in welchen ein gewisser "X [Vorname]" erscheint. Es ist davon 

auszugehen, dass sie damit den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners meint. 

Unklar bleibt dabei allerdings, woher diese Zitate stammen und welchen Aus-

standsgrund die Beschwerdeführerin mit diesen Vorbringen anrufen will. 

Die Ablehnung eines Gerichtsmitglieds hat mittels begründeten Gesuchs zu erfol-

gen, da ohne Begründung auch keine Glaubhaftmachung erfolgen kann. Insbe-

sondere die Ausstandsgründe gemäss Art. 47 Abs. 1 lit. a und f ZPO (die vorlie-

gend sinngemäss als angerufen bezeichnet werden könnten) müssen substanti-

iert und soweit möglich belegt werden (Wullschleger, in Sutter-Somm/Hasen-

böhler/Leuenberger, a.a.O., N 3 zu Art. 49 ZPO). 

Die Ausführungen der Beschwerdeführerin genügen diesen Anforderungen nicht. 

Werden keine, unzulässige oder ungenügende Rügen erhoben, stellt dies einen 

nicht behebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO), d.h. ist nicht eine Nachfrist zur 

ergänzenden Begründung anzusetzen, sondern ist das Ausstandsgesuch abzu-

weisen. 

4.1. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

4.2. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Beschwerdegegner mangels relevanter Umtriebe (vgl. Art. 95 Abs. 

3 ZPO), der Beschwerdeführerin zufolge ihres Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 

ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Das Ausstandsgesuch der Beschwerdeführerin gegen Bezirksrichter 

C._____ wird abgewiesen. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt. 

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4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt. 

5.  Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage eines Doppels von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Dielsdorf, je ge-

gen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 5'100.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 
Zürich, 20. April 2015 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. Ch. Bas-Baumann 
 
versandt am: 
kt 

	Beschluss vom 20. April 2015
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Das Ausstandsgesuch der Beschwerdeführerin gegen Bezirksrichter C._____ wird abgewiesen.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt.
	4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
	5.  Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage eines Doppels von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Dielsdorf, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...